„ 0 15 We eee ee eee e R N ſecktuhein 2 L 228 Na en R R f U RRR e 1 9 e 9 115 R 1 11 g f 0 Anzeigeblatt für Seckenheim und Npeshbeim. Erſcheint Mittwo und Samstag. Abonnement: Monatli 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich M Redaktlon, Druck und Verlag von 5 Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. 1.10. J. heltrich in Seckenheim. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 37. Mittwoch, den 8. Mai 1907. 7. Jahrgang Bleib im Land und nähre dich ſie als ungelernte Arbeiter am eheſten zu ent⸗Induſtrie immer noch ziemlich hoch. Dabei redlich! behren ſind. Wird dieſes ſchlimmſte verhütet, ſind dieſe dauernd im Steigen begriffen. Ein ſo treten die unangenehmen Folgen der Lohn⸗ Rückſchlag iſt hier nicht zu erwarten. Ferner Die in dieſen Worten enthaltene Mahnung gilt in erſter Linie für diejenigen, welche, un⸗ zufrieden mit ihrer augenblicklichen Erwerbslage, Heimat und Vaterland verlaſſen, um im Aus⸗ lande ein beſſeres Vorwärtskommen zu ſuchen. Dieſer Auswandererſtrom iſt in den letzten Jahren allerdings mehr und mehr zurückge⸗ gangen. Dafür iſt aber die Binnenwanderung um ſo großer geworden. Jahraus jahrein ziehen auch heute viele Tauſende vom Lande diefelbe breite Straße zu den größeren Städten und Induſtriezentren, aber nur für wenige iſt ſie die Bahn zum Glücke, für ſehr viele zum Mißgeſchick, zum Verderben. Und für dieſe haben die oben angeführten Worte in einiger Modifizierung dieſelbe Bedeutung wie für jene. „Bleibe auf dem Lande und nähre dich redlich!“ , Gerade zur Zeit iſt dieſer Zug zur Stadt wieder beſonders groß. Die höheren Löhne, welche die Induſtrie infolge ihrer augenblicklich guten Lage zahlen kann, ziehen in erſter Linie die ländlichen Arbeitskräfte an. Hierzu kommen noch als weitere Gründe das freiere unge⸗ bundenere Leben in den Werkſtätten und Fabriken, der Reiz, den das Stadtleben be⸗ ſonders auf die jungeren Arbeiter ausübt, die dort, frei von drückender Aufſicht, beſſer ihren Neigungen folgen und ihre Wünſche befriedigen koͤnnen. Beifpiele anderer ſind hierfür die treibenden Kräfte. Sind denn nun die Löhne in der Induſtrie wirklich ſo hoch, daß ſie eine ſo ſtarke An⸗ ziehungskraft auf ſo weite Gebiete und ſo viele Menſchen ausüben können, daß ſte ſelbſt Heimats⸗ und Vaterlandsgefühl in ihnen zum Erſticken bringen? Gewiß, zur Zeit der Hoch⸗ konjunktur ſind die Löhne in der Induſtrie abſolut genommen ohne Zweifel höher als die 90 dem Lande gezahlten. Aber wer börgt dafür, daß dieſe gute Zeit anhält? Wie früher, ſo werden auch nach dieſen fetten Jahren magere folgen, die ſo hohe Verdienſte nicht mehr 5 85 Und dann beginnt für manche eine traurige Zeit. Von Arbeiterentlaſſungen werden in der Regel in erſter Linie die vom Lande Zugewanderten betroffen werden, weil verminderung ein. Das plötzliche ſtarke Steigen und ein darauf folgendes ſtarkes Sinken der Löhne muß naturgemäß im Haushalte des Ar⸗ beiters entſprechende Umwälzungen hervorrufen. Er muß ſeine Ausgaben einſchränken, und dies wird ihm um ſo ſchwerer, je mehr Ausgaben 8 bei den früheren hoheren Löhnen machen onnte. Ganz beſonders ſchwer wird derjenige eine ſolche Umwälzung empfinden, der in jungen Jahren vielleicht in der günſtigen Zeit hoher Löhne einen eigenen Hausſtand gegründet hat. Das Alter ſpielt bei der Bemeſſung der Lohn⸗ höhe im Arbeiterleben leider kaum eine Rolle. Ein junger, unverheirateter Arbeiter verdient meiſtens faſt eben ſo viel wie ein älterer ver⸗ heirateter. Hierin liegt ein ſchwerer Uebelſtand. Der unverheiratete Arbeiter hat ſich an Bedürf⸗ niſſe gewöhnt, deren Befriedigung nach Gründung einer Familie nur in ſeltenen Fällen und erſt recht nicht bei ſinkenden Löhnen gewährt werden kann. Eine Nichtbefriedigung dieſer Bedürfniſſe führt nur zu oft jene traurigen Familien⸗ tragödien herbei, von denen in der Preſſe namentlich der Induſtriebezirke faſt täglich zu leſen iſt. Auf der anderen Seite iſt aber auch nicht zu überſehen, daß die Löhne in der Induſtrie, namentlich für ungelernte Arbeiter, vielfach nur ſcheinbar ſo hoch ſind. Den höheren Löhnen in der Induſtrie ſtehen auch größere Ausgaben gegenüber, ſo für Wohnung, Lebensmittel dc. Dazu kommt noch, daß das ſtädtiſche Leben mit all' den auf Geldausgaben berechneten überaus zahlreichen Veranſtaltungen geradezu zum Geldausgeben verlockt. So verbleibt auch ſelbſt von höheren Löhnen nur ſehr wenigen ein geringer Reſt, der als Sparpfennig angelegt 5 Zeit der Not einen kleinen Rückhalt gewährt. icht auf die Höhe des Lohnes kommt es in letzter Linie au, ſondern darauf, wie viel vom Lohn erübrigt und zurückgelegt werden kann. Und dafür dürfte für den Arbeiter auf dem Lande die großere Möglichkeit beſtehen bleiben. Die Löhne auf dem Lande ſind nun auch im Verhältnis zu den Durchſchnittsloͤhnen der iſt zu bedenken, daß die Arbeitskraft der In⸗ duſtriearbeiter durch die ſchwere ungeſundene Arbeit viel ſchneller verbraucht wird als die der ländlichen Arbeiter. Daher muß auch die Arbeit in der Induſtrie hoher bezahlt werden. Neben dem Lohne hat aber auch der länd⸗ liche Arbeiter noch mancherlei Vergünſtigungen. Dieſe werden in ihrem Werte meiſtens verkannt, ja für gewöhnlich als ganz ſelbſtverſtändlich angeſehen. Erſt als Induſtriearbeiter lernt er den Wert derſelben kennen, wenn er bei Fremden ſich als Koſtgänger einmietet, oder wenn er als Familienvater jedes zum Leben notwendige Teilchen oder jeden Schritt, den ein anderer für ihn macht, mit barer Münze quittieren muß. Auf dem Lande beſteht fuͤr ihn die Möglichkeit, mancherlei für den Haus⸗ halt notwendige Sachen, wie z. B. Gemüſe, Kartoffeln ſelbſt zu ziehen, den Milch⸗ und Fleiſchverbrauch durch Halten von Ziegen und äſten von Schweinen ſelbſt zu beſchaffen. Die Mitarbeit der Familienmitglieder, von Frau und Kindern, kommt hier ſehr zu ſtatten und erweiſt ſich als überaus nützlich. Möge jeder, der der ländlichen Heimat den Rücken kehren will, um in der Großſtadt ein oft nur zu ſehr geträumtes Glück zu finden, ſich zuvor darüber klar werden, was er hier aufgibt und anderswo entbehrt! Aus Nah und Fern. *Seckenheim, 6. Mai. Bei der heutigen Erſatzwahl von 2 Mitgliedern des Bur⸗ gerausſchuſſes Seckenheim erhielten Stimmen: Jakob Seitz, Scharh. S., Landwirt 35 Stimmen; Johann Alter, Landwirt 34 Stimmen; Ber⸗ lünghof, Agent 1 Stimme. Die beiden erſteren ſind ſomit gewählt. Mannheim, 5. Mai. In dem Eta⸗ bliſſement der Aktien-Geſellſchaft für Seilindu⸗ ſtrie hat ſich am Samstag abend ein ſchwerer Un⸗ glücksfall ereignet. Ein 17 Jahre alter Arbeiter aus Ketſch war mit dem Reinigen einer noch in Bewegung befindlichen Maſchine, die zwei rotierende Walzen enthält, beſchäftigt. Der junge Mann griff mit dem rechten Arm in die Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K. Felden von Irene von Hellmuth. Zu welchem Zweck beſchwören Sie die alten Erinnerungen wieder herauf?“ rief der Freiherr ſcharf.„Jene ſchreckliche Zeit birgt auch für mich nichts Angenehmes, ich möchte nicht unnötigerweiſe daran erinnert werden! Wuͤnſchen Sie ſonſt noch etwas von mir?“ „Ja, Herr Baron, ich bin eine arme, kranke, mittelloſe Frau; die Bauern ſind hart und weigern ſich, mich zu unterſtützen,— es geht mir ſchlecht, und— da dachte ich, vielleicht könnte ich hier eine kleine Anſtellung er 1—— viel kann ich freilich nicht mehr leiſten“—— „Ich wußte es ja, daß es darauf hinaus ⸗ läuft! Alſo eine kleine Anſtellung und einen recht 7 5 Gehalt! Ja, ja, man kennt das fan er Gehalt kann gar nicht Geo genug ein! Ihr ſeit etwas dreiſt, Marie Burghardt Wie käme ich dazu? Was gehen Sie mich noch an, nachdem Sie ſo lange vom Schloſſe fort ſind! Wäre damals mein Enkel nicht ge⸗ ſtorben, ſo hätten Sie wahrſcheinlich zeitlebens auf dem Schloſſe bleiben können! Ich bin nicht undankbar. Aber ſo! Die Leute ſagten damals, Sie hätten Ihre Ammenpflicht ſchlecht erfüllt,— hätten aus Rache gegen mich und 1 8 1 8 5 * WF. 5 9 15 N 8 2 3 e nn . 8 5 mein Haus das kleine, zarte Gefchöpft hinſtechen laſſen, ohne jemand auf das bedrohte Leben des Kindes aufmerkſam zu machen. Freilich bin ich auch nicht frei von Schuld, denn ich hätte die Pflicht gehabt. mich um den letzten meines Stammes mehr zu kümmern. Doch wer wollte mir daraus einen Vorwurf machen! Erſtens glaubte ich das Kind bei Ihnen gut aufgehoben und zweitens ſtürmte damals faſt mehr auf mich ein, als ein Menſch zu tragen im ſtande iſt. Ich war wie von Sinnen damals! So ſtarb auch das Kind und nur ich,— ich allein bin übrig geblieben!“ Der Freiherr ſenkte, in düſtere, ſchmerzliche Erinnerung verſunken, das graue Haupt. „Sie ſagen, Ihr Enkel ſei tot“, entgegnete ruhig und beſtimmt die Frau,— wie wenn ich nun den ſicheren Beweis brächte,— daß er lebt?“ Wie ein wildes Tier ſtürzte Saldern nach den letzten Worten auf die erſchrockene Frau „umklammerte ihr Handgelenk, daß ſie einen Schmerzensſchrei ausſtieß und ſchrie ihr zu: „Du lügſt,— Weib; Du lügſt! Onkel— um Gotteswillen, glauben Sie ihr kein Wort,— ſie iſt wahnſinnig!“—— Seine Augen glühten förmlich aus dem erregten Geſicht. „Laß ſie reden! Ich will es!“ donnerte der Freiherr, zitternd vor Aufregung.„Weib, — ſprich,— rede ſchnell, was weißt Du von meinem Enkel? Wie wäre es möglich, daß er lebte? Alles was Du willſt ſollſt Du haben, wenn Du die Wahrheit ſprichſt! Aber es iſt ja nicht möglich, mein Enkel liegt in der Familiengruft begraben!“ Aufftöhnend vergrub er wieder den Kopf in den Händen. „Hoͤren Sie mich ruhig an,„Herr Baron“, beſchwichtigte die ehemalige Amme den zitternden Greis, während ſie Saldern unwillig von ſich abſchüttelte.„Sie wiſſen, Sie ſind nicht ohne Schuld an dem ſchrecklichen Ende meines Mannes und ich habe, um mich dafür zu rächen, ein ſchweres Vergehen auf mich ge⸗ laden. Dreißig Jahre lang hat es mir keine Ruhe gelaſſen, es trieb mich von Ort zu Ort, und jetzt,— mag nun kommen, was da will, jetzt muß es herunter vom Herzen, ſonſt erdrückt es mich! Aber ſeien Sie gnädig, Herr Baron und ſtrafen Sie mich nicht!“ Der Alte befand ſich in einer unbeſchreib⸗ lichen Stimmung, ſein ganzer Körper bebte, während Saldern mit haßfunkelnden Augen auf die Frau ſtarrte, als wäre er jeden Augen⸗ blick bereit, ſich auf ſte zu ſtürzen. Die Frau aber fuhr unbeirrt fort:„Sie wiſſen doch, daß damals außer dem kleinen Baron ſich auch mein eigenes, ebenſo altes Kind in meiner Pflege befand. Kleine Kinder aber ſehen ſich oft ähnlich; beſonders in den erſten Wochen ſieht faſt eins wie das andere aus. Die beiden wären in der Tat ſchwer von einander zu unterſcheiden geweſen, hätte Ihr Maſchine und beugte dabei auch ſeinen Ober- körper hinein. Plötzlich wurde er erfaßt und die Maſchine riß ihm buchſtäblich den Kopf aus dem Leibe heraus. Daß der Tod ſofort eintrat, iſt ſelbſtverſtändlich. Karlsruhe, 6. Mai. Aus dem Fenſter geſtürzt. Geſtern früh 4 Uhr ſtürzte ſich eine 42 Jahre alte Frau(Witwe) in krankem Zu⸗ ſtand aus dem Fenſter ihrer im 4. Stock der Kaiſerallee gelegenen Wohnung auf den zemen— tierten Gehweg und blieb bewußtlos und ſchwer verletzt liegen. Die Frau wurde von einem ſofort herbeigeholten Arzt in das ſtädtiſche Krankenhaus eingewieſen und durch zwei Krankenwärter mittels Tragbahre dahin ver— bracht. Sie ſoll die Wirberſäule gebrochen haben und wird ſchwerlich mit dem Leben davon kommen. Karlsruhe, 4. April. Die„Karlsruher Ztg.“ meldet: Im Monat April l. J. wurden, ſoweit bis jetzt feſtſteht, auf den badiſchen Stationen und den fremden Ausgabeſtellen 140067 Stück Kilometerhefte verkauft und hieraus 2,827,562.50 Mark vereinnahmt. Magdeburg, 6. Mai. Auf der Chauſſee von Heyrotsberge ſauſte in der vergangenen Nacht ein Automobil in eine Menſchenmenge hinein, wodurch etwa 20 Perſonen Verletzungen erlitten. Einer der Verletzten, der Sohn eines Direktors aus Buckau, iſt bereits geſtorben. Der Chauffeur und die Inſaſſen des Auto⸗ mobils wären beinahe gelyncht worden. Straßburg, 6. Mai. Geſtern abend iſt im Rheinwalde bei Straßburg ein Arbeiter nach einem Wortwechſel erſtochen worden. Die Täter, Arbeitsgenoſſen des Ermordeten wurden verhaftet. Breslau, 4. Mai. Das Kreisgericht der 11. Diviſton verurteilte den Füſilier Fritſch vom Glatzer Füſilier⸗Regiment, der am 7. April in angetrunkenem Zuſtande ſich einem Feld⸗ webel widerſetzte und ihm ins Geſicht ſchlug, zu 3 Jahren 1 Monat Gefängnis. Rorſchach, 6. Mai. Geſtern abend iſt auf dem Bodenſee bei heftigem Föhn ein Segelboot mit fünf Inſaſſen gekentert, von denen vier ertrunken ſind und eine Perſon erettet wurde. Unter den Ertrunkenen be⸗ inden ſich zwei Badenerinnen, Maria Aſolog aus Lörrach und Marie Simon aus Lörrach. Karlsruhe, 5. Mal. Wie die Erfah⸗ rung lehrt, wirken über jugendliche Perſonen verhängte Haftſtrafen ſelten beſſernd, ſind ſogar oft mit ſchweren moraliſchen Gefahren verbunden. Deshalb hat das Miniſterium des Innern die Bezirksämter angewieſen, daß für Uebertretungen bei dem Fehlen erſchwerender Umſtände auf Geldſtrafe zu erkennen iſt. Boulogne, 4. Mal. Geſtern Abend iſt der Dampfer„Laure“ mit 72 Mann an Bord untergegangen. — Der Profeſſor für pathologiſche Ana⸗ tomie in Wien hat den Erreger des Keuch⸗ huſtens entdeckt. Dieſer iſt mit dem ſchon ſo lange bekannten Influenzabazillus identiſch. — Bei Aachen verſuchte nachts ein Mann, Drähte aus der Hochſpannungsleitung zu ſtehlen. Er wurde dabei vom elektriſchen Strom getroffen und getötet. Man fand ſeine ſtark verbrannte Leiche, die in der einen Hand eine durch Gummi iſolierte Zange hielt. Auszug aus den Standesregiſteru der Gemeinde Seckenheim. April. Geborene: 2. Irma, T. d. Viehhändlers Max Bär u. ſ. E. Selma geb. Eiſenmann. 2. Phil. Jakob, S. d. Metzgers Valentin Feuerſtein u. ſ. E. Frieda geb. Münkemer. 10. Ernſt Jakob, S. d. Zimmermeiſters Karl Franz Tranſier u. ſ. E. Marie geb. Zim⸗ mermann. 11. Ernſt Phil. Johann, S. d. Maurers Joſeph Sieber u. ſ. E. Kath. geb. Hauck. 6. Luiſe, T. d. Güterarbeiters Karl Moll u. ſ. E. Maria geb. Weber. 14. Eva Luiſe, T. d. Maurermeiſters Jakob Kettner u. ſ. E. Anna geb. Gropp. 15. Chriſtof Karl, S. d. Maurers Phil. Erny u. ſ. E. Marg. geb. Weſch. 23. Hilda, T. d. Eiſendrehers Gg. Rudolf u. ſ. E. Maria geb. Riegler. 21. Margareta, T. d. Töpfers Jakob Stahl u. ſ. E. Kath. geb. Jöſt. 25. Oskar Wilhelm, S. d. Magazinarbeiters Joh. Sichler u. ſ. E. Anna geb. Straub. Sophie, T. d. Karl Chriſtian Kammerer, Uhrmacher u. ſ. E. Roſa geb. Kuhn. 30. Otto, S. d. Taglöhners Jakob Bächtel u. ſ. E. Anna Maria geb. Müller. Maria Luiſe, T. d. Spenglers Friedrich Jakob Seitz, u. ſ. E. Liſette geb. Frey. Aufgebote: 15. Franz Fiſcher, Monteur in Schweichen (Pfalz) und Margareta Hartmann, ohne Beruf dahier. 15. Gg. Bauer, Fabrikarbeiter und Suſanna Senn, ohne Beruf, beide dahier. 15. Wendelin Neubauer, Händler dahier und Anna Eliſabetha Morlock Ww. geb. Bordunn in Alsheim. 17. Bernhard genannt Albert Körner, Schreiner und Maria Sommer beide dahier. 22. Leonhard Frey, Landwirt und Barbara Marzenell, ohne Beruf, beide dahier. 22. Gg. Urban, Bureauvorſteher in Berlin und Anna Barbara Gropp, ohne Beruf dahier. Vermiſchtes. * Seckenheim, 8. Mai. Das Reſultat des Rennens am Sonntag brachte für unſere Sportsfreunde ein beſſeres Reſultat, wie das früher gemeldete. Inzwiſchen haben ſich Um⸗ ſtände ergeben, welche eine Verſchiebung in dem früheren Reſultat hervorbrachten und werden wir in nächſter Nummer näher darauf zurück⸗ kommen. * Seckenheim, 8. Mai. Geſtern abend ½12 Uhr ging ein Extrazug der Nebenbahn Mannheim⸗Heidelberg von Mannheim ab. Es wäre zu wünſchen, daß die Direktion in Zukunft derartige Veranſtaltungen rechtzeitig bekannt geben würde. Geſtern war es gerade Zufall, wenn man die Einlegung dieſes Spätzuges er⸗ fahren hat. Sodann wurde übel vermerkt, daß der um 8 Uhr geſtern früh von hier abfahrende Zug nicht, wie in früheren Jahren am Renn⸗ platz hielt, ſo daß die zahlreichen Beſucher des Viehhofes den Weg durch die Stadt nehmen mußten.— Die mit der Tarifreform gebrachte Fahrpreiserhöhung nach Mannheim von 45 auf 50 Pfg. wird allgemein als ungerecht empfunden, und man kann es ganz gut ver⸗ ſtehen, daß der Wunſch nach einer elektriſchen Bahn immer reger wird. — In Freiburg wurde die Kaufmanns⸗ ehefrau Dreyfuß in ihrer Küche tot aufgefunden. Sie ſcheint beim Aufdrehen des Gashahnens ohnmächtig geworden zu ſein und dann durch das ausſtrömende Gas den Tod gefunden zu haben. — Sonderbare Blüten hat die Konkurrenz in den Eingaben für die Univerſitätsbauten in Freiburg getrieben. Für die gleiche Arbeit lautete die höchſte Uebernahmsofferte auf 875000 Franes, die niederſte aber auf 585 000 Fr. — Die Stadtgemeinde Heilbronn hat einen Hebungsapparat angeſchafft, um gefallene Pferde raſch und gefahrlos zu heben. Der Apparat wird auf Wunſch der Pferdebeſitzer unentgeltlich in Tätigkeit geſetzt. In einem Städtchen des Kreiſes Altena zahlt in einem und demſelben Hauſe in der 1. Etage der Beſitzer des Hauſes, In⸗ haber einer Konditorei 12 Mk., der Mieter derſelben Etage, Inhaber einer lithographiſchen Anſtalt und eines Modewarengeſchäfts, 9. Mk., der Mieter der 2. Etage, ein Fabrikarbeiter, 21. Mk., der Mieter der 3. Etage, ebenfalls Fabrikarbeiter, 36 Mk. Einkommenſteuer. In derſelben Gemeinde iſt ein Landwirt, Beſttzer von 7 bis 8 Kühen, zu 6 Mk., dagegen ſein Knecht zu 16 Mk. veranlagt worden. — Der Arbeiter Kaminsky, der bei der Reichstagswahl in Konitz für ſeinen Bruder das Wahlrecht ausgeübt hatte, wurde zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. — Eine Räuberbande im ruſſiſchen Gou⸗ vernement Niſchni Nowgorod, fing einen Knaben ein und ſchnitt dem ſich verzweifelt Wehrenden den rechten Arm hart an der Schulter ab. Hierauf wurde der unglückliche Knabe totge⸗ ſchlagen. Der Vorgang war ſo grauenvoll, daß ſogar zwei Räuber den Anblick nicht ertrugen und fortliefen. Der abgeſchnittene Arm ſollte nach der abergläubiſchen Auſcht der Räuber ſie unſichtbar machen. Er nützte ihnen aber nichts; ſie wurden bald eingefangen. Be⸗ ſonders empörend iſt es, daß ſich unter den Räubern ein Onkel des ermordeten Knaben befand. 5 — Kanonade und Schnellfeuer gegen einen Räuber. Ueber die Verhaftung des Räuber⸗ hauptmannes Lis in Ruſſiſch⸗Polen wird im Enkel nicht feine Wäſche und Spitzen, mein eigenes Kind aber nur grobes Linnen gehabt. Dem kleinen Baron hatte die gnädige Frau außerdem ein wertvolles, goldenes Medaillon, das ihr Porträt enthielt, um den Hals ge⸗ bunden. Ich war in jener traurigen Zeit, wo Unglück auf Unglück folgte, den ganzen Tag allein mit den Kindern, nur auf mich ange⸗ wieſen, niemand kümmerte ſich um mich. Den Kleinen wollte keines ſehen. Als dann das ſchreckliche Ende meines Mannes kam, war ich der Verzweiflung nahe, denn wir hatten uns ſehr lieb gehabt. Ich maß Ihnen allein alle Schuld an meinem furchtbarem Geſchick bei— und als dann auch noch mein kleiner Knabe ſtarb, da reifte in mir der Racheplan. Ich wollte Sie ſtrafen für das, was ich erdulden mußte und ich wußte, daß nichts Sie härter treffen konnte, als wenn ich Ihnen den Enkel nahm, auf dem doch allein alle Hoffnung des ſtolzen Riedheim'ſchen Hauſes ruhte. Der Dämon des Haſſes gewann die Oberhand und ich ſchritt zur Ausführung meines reiflich er⸗ wogenen Planes. Ich hatte Zeit genug, um zu handeln. Ich nahm den kleinen Baron aus ſeinem ſpitzenbeſetzten Bettchen, zog ihm ein grobes Hemdchen an, kleidete mein eigenes totes Kind in feine Wäſche und legte es dann in die reichverzierte Wiege. Nachdem alles geordnet, rief ich Leute herbei und ſagte, der kleine Baron ſei geſtorben. Niemand zweifelte an der Wahrheit meiner Worte, Ich hatte über das tote Kind in der Wiege einen Schleier gebreitet, es fiel keinem ein, denſelben zu lüften. Das Medaillon, von dem kein Menſch etwas wußte nahm ich an mich. Der kleine Baron galt allgemein für tot.— Andern Tags verließ ich mit meinem Kinde, in Wahrheit dem jungen Baron und Erben das Schloß. Mein Kind aber wurde in der Familiengruft als Ihr Enkel beſtattet!“—— Der Baron ſtöhnte wild auf. „Weib,— darf ich Dir das glauben? Schwöre mir, daß Du die Wahrheit ſprichſt!“ „Ich ſchwöre, Herr Baron! Gott iſt mein Zeuge, daß alles ſich ſo verhält, wie ich ſagte. Meine Tat hatte keinen Zeugen.“ Sie hob die Hand wie zum Schwur empor. Saldern lachte laut auf. Es war ein hartes, furchtbares Lachen, das den Zuhörern durch Mark und Bein ging, aber die beiden waren zu erregt, um weiter auf ihn zu achten. Baron Egon von Riedheim war in ſeinen Seſſel zurückgeſunken. f „Dreißig Jahre meines Lebens haſt Du mir geſtohlen“, ſtöhnte er.„Dreißig Jahre trauerte ich, daß der alte, edle Stamm mit mir ausſterben ſollte! O furchtbares Geſchick! — Aber nun ſage mir ſchnell, wo iſt mein Enkel, daß ich ihn in die Arme ſchließe? Weib— wenn ich mich ſeiner ſchämen muß,— wenn er ſchlecht erzogen iſt, wenn er meinem alten Stamm Schande macht,— dann gnade Dir Gott! Dann büßeſt Du Deine Schuld, das ſchwöre ich Dir! Haſt Du auch bedacht, was daraus entſtehen kann, als Du das Kind mir wegſtahlſt? Ins Gefängnis gehörſt Du! Was haſt Du aus meinem Enkel gemacht?“ Marie Burghardt nickte dem Aufgeregten beruhigend zu:„Seien Sie ganz unbeſorgt, Herr Baron, Gott ſei dank iſt Ihr Enkel ein Mann geworden, auf den Sie ſtolz ſein können. Das edle Blut, das in ſeinen Adern rollt, hat ſich nicht verleugnet,— er macht Ihnen Ehre! Als es mir ſo ſchlecht ging und ich meine Tat bereute, als mein Haß und meine Rachſucht ſich einigermaßen gelegt, da wollte ich das Kind zurückbringen. Allein die Angſt, daß Sie mich würden einſperren laſſen, hielt mich davon ab. Ich brachte den Kleinen zu braven Leuten und ganz heimlich verfolgte ich ſeinen Lebensweg. Er gedieh prächtig und genoß eine gute Erziehung.“ „Nun raſch,— raſch, wo lebt er, wie heißt er?“ Den Greis befiehl ein heftiges Zittern, er klammerte ſich an die Lehne ſeines Seſſels. „Ich denke, Sie kennen ihn bereits, Herr Baron. Der Zufall wollte es, daß er ſich hierher verſetzen ließ. Er heißt Klaus Hellborn und iſt königlicher Oberförſter. Er lebt ganz in Ihrer Nähe.“ Saldern hatte bei Nennung des Namens einen heiſeren Schrei ausgeſtoßen. Er bebte vor Grimm und Wut.„Alſo auch das noch“, rief er,„Klaus Hellborn,— mein Todfeind, der mir alles genommen!“—— (Fortſetzung folgt.) *„ in großer Auswahl neu eingetroffen bei 8 „B. T.“ näher geſchildert: Als die Polizei erfahren hatte, daß der Räuberhauptmann Lis ſich im Dorfe Slawinek, fünf Kilometer von Lublin entfernt, verborgen hielt, fuhr der Polizeimeiſter in Begleitung mehrerer Schutz⸗ leute und Koſaken dorthin, um ihn zu fangen. Sie erwiſchten ihn in dem Moment, als er einen Laden an der Landſtraße verließ. Als Lis die Polizei erblickte, begrüßte er ſie mit mehreren Revolverſchüſſen. Dann floh er in eine Schmiede, die ſich 20 Schritte vom Laden entfernt ebenfalls an der Landſtraße befindet. Hier befahl er dem Schmied und ſeinen Ange⸗ hörigen, die Wohnung zu verlaſſen. Die drei⸗ jährige Tochter des Schmiedes, die im Zimmer blieb, warf er aus dem Fenſter. Der Polizei⸗ meiſter trat an der Spitze ſeiner Schutzleute in die Schmiede und erſuchte Lis, ſich zu ergeben. Lis feuerte mehrere Schüſſe ab, tötete einen Schutzmann und verwundete einen zweiten. Die Poltgel zog ſich zurück. Der Polizeimeiſter verlangte hierauf vom Generalgouverneur mili⸗ täriſche Hilfe. Als dieſe ankam, begann eine förmliche Belagerung der Schmiede. Eine Abtellung Soldaten befand ſich auf dem Berge der Schmiede gegenüber und gab ſieben Salven ab. Nach jeder Salve ſchoß Lis aus dem Fenſter auf die Soldaten. Dies Spiel dauerte etwa anderthalb Stunden. Dann ließ ſich der Polizeimeiſter durch ein Feldtelephon mit der Artilleriekaſerne verbinden und verlangte ein Kanonengeſchütz. Das wurde ihm zugeſagt. Die Artillerie nahm ebenfalls auf dem Berge Platz. Acht Kanonenſchüſſe wurden auf die Schmiede abgefeuert und acht große Löcher im Hauſe ſichtbar. Dann erfolgte das Kommando „Stürmen!“ Militär und Polizei näherten ſich der Schmiede. Lis erſchien von neuem am Fenſter und das Militär zog ſich in aller Eile zurück. Vom ſicheren Berge aus wurden dann wieder ein Kanonenſchuß und 18 Salven abge⸗ geben. Jeder Salve folgte eine Kugel aus der Piſtole des Räuberhauptmannes. Plötzlich herrſchte Ruhe. Das Militär trat vorſichtig in die Schmiede ein und fand Lis verwundet mit einem Browning in der Hand auf dem Boden. — Von Blutegeln getötet. Aus Budapeſt wird gemeldet: Eines fürchterlichen Todes iſt hier ein Arbeiter geſtorben, deſſen Identität bis jetzt noch nicht feſtgeſtellt werden konnte. Bei der am Ende der Königin Eliſabethſtraße be⸗ findlichen Bahnüberführung vernahm die dort vorübergehende Polizeipatrouille das Stöhnen und Wimmern eines Mannes. Sie fanden am Rande eines mit Waſſer gefüllten Grabens einen ohnmächtig gewordenen Mann, deſſen Kopf ſich noch am Grabenufer, deſſen Körper ſich aber ſchon im Waſſer befand. Die Poli- ziſten zogen den Mann aus dem Waſſer und bemerkten, daß der Körper des Ohnmächtigen über und über mit Blutegeln bedeckt war. Die telephoniſch herbeigerufenen Aerzte konnten nur den Tod des Mannes feſtſtellen. — Bauernregeln für den Monat Mai. Im Mai ein warmer Regen, bedeutet Früchte⸗ ſegen.— Kühler Mai, iſt'ne alte Regel, bringt viel Arbeit für Keller und Flegel.— Wenn die Wachteln fleißig ſchlagen, läuten ſie von Regentagen.— Gibt's der Eichenblüte viel, füllt ſich auch des Kornes Stiel.— Bienen⸗ ſchwärme im Mai, bringen uns viel Heu.— Kühle und Abendtaue im Mai, bringen Wein und vieles Heu.— Pankratius(12.) und Servatius(13.) ſieht kein Gärtner gern, denn es ſind zwei ſehr geſtrenge Herrn.— Vor Nacht⸗ froſt biſt du ſicher nicht, bis daß herein Servatius(13.) bricht.— Nachdem der Urban (25.) pflegt zu ſein, ſo glaubt man, daß gerät der Wein.— Wie das Wetter am Himmel⸗ fahrtstag(9.), ſo auch der ganze Herbſt ſein mag.— Regen im Mai, gibt fürs ganze Jahr Brot und Heu.— Maientau macht grüne Au; Maienfröſte, unnütze Gäſte— Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.— Viel Gewitter im Mai, ſchreit der Bauer juchhei. 00 WA Och.— 00 e 82 38.8 2 2 52 2823. 8 SSE S = S o SAS S 836 2 A g 08 * 8—4 E 2 37 3— 3 81 2 S8—3* 82 828388822 2 8 — 22 28 S F 8s SSG 0 3 SN 10 S885 Bekanntmachung. Den Ortsbauplan Seckenheim betr. Nr. 2686. Wir geben bekannt, daß wir Abdrücke des Ortsbau⸗ Auf Grund des 8 Verordnung. Die Straßenpolizei betreffend. 366 Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches wird eee plans Seckenheim herſtellen laſſen und an Intereſſenten verkaufen; der Preis eines ſolchen im Maßſtab 1: 1000 hergeſtellten Plans(zwei Blätter), der ſich insbeſondere für Baugewerbetreibende eignet, beträgt 10 Mk., während ein im Maßſtab von 13000 hergeſtellte Verkleine⸗ rung, die allgemeines Intereſſe beanſpruchen dürfte, nur auf 3 Mk. pro Stück zu ſtehen kommt. eſtellungen nimmt das unterzeichnete Bürgermeiſteramt entgegen. Seckenheim, den 6. Mai 1907. gürgermeiſteramt Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Ergänzung des Bürgerausſchuſſes betr. Nr. 2771. Bei der heute Nachmittag von ½8 bis 8 Uhr ſtatt⸗ gefundenen Bürgerausſchuß⸗Ergänzungswahl für die infolge Ablebens ausgeſchiedenen Bürgerausſchußmitglieder Michael Gruber und Johann Peter Seitz wurden bis zur nächſten Erneuerungswahl 1909 gewählt: 1. Johann Alter, Landwirt, 2. Jalob Seitz, Scharhöfer Sohn, Landwirt. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß die Wahlakten von der. an binnen acht Tagen zu jedes Wahlberechtigten zur Einſicht in dem Rathauſe aufliegen und etwaige Eupraghen oder Beſchwerden innerhalb derſelben Friſt ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll mit ſofortiger Bezeichnung der Beweismittel ange⸗ bracht werden müſſen. Seckenheim, 6. Mai 1907. Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. Die Erbgroßherzog Friedrich⸗Stiftung betr. Nr. 2769. Aus Anlaß der Geburt ſeiner Königlichen Hoheit des Erbgroßherzogs wurden von Ihren Königlichen Hoheiten dem Aridi ledrich und der Großherzogin Luiſe die Erbgroſherzog Friedrich ug für dürftige Kinder badiſcher Landesangehöriger errichtet. Das für den diesſeitigen Amtsbezirk zu vergebende Gnadengeſchenk (in Höhe von 10 Gulden— 17 Mk.—) erfolgt im laufenden Jahre an ein Kind evangeliſcher Konfeſſton. a Bewerbungen ſind binnen 8 Tagen bei dem unterzeichneten Bür⸗ germeiſteramt bezw. dem Stabhalteramt Rheinau anzumelden. Seckenheim, den 7. Mai 1907. gürgermeiſteramt Ratſchreiber Volz. Ritter. Landwirtſchaftl. Ein⸗ u. Verkaufsgenoſſenſchaft Seckenheim.(E. G. m. b. H.) Einladung. Fountag, den 12. Mai 1907, Uachmittags ½8 Uhr findet im Kreisbureau zu Mannheim, Kit. D 2, 7, eine Veſprechung wegen Beteiligung an der Obſtausſtellung ſtatt. unſere Obſtbau⸗Intereſſenten freundlichſt ein. PPP Gratulationskarten J. Helfrich. Wir laden hierzu Der Vorſtand. die Straßenpolizeiordnung vom 12. Mai 1882 in der durch die Ver⸗ ordnungen vom 19. Dezember 1884, 25. November 1889, 24. März und 2. Auguſt 1893 und 5. Januar 1905 bewirkten Faſſung mit Wirkung vom 1. Mai ds. Js. wie folgt ergänzt: 1 Der 8 13 erhält folgenden Zuſatz: § 13 a. Bezeichnung der Eigentümer an den Fuhrwerken. An jedem nicht ausſchließlich durch Menſchenkraft bewegten und ſeiner Beſtimmung nach nicht lediglich zur Beförderung von 5 dienenden Privatfuhrwerk muß beim Gebrauch auf öffentlichen Wegen jeder Art der Eigentümer nach Vor- und Familiennamen und Wohnort, oder nach der Firma und deren Sitz bezeichnet ſein. Beſitzt ein Eigen⸗ tümer mehrere Fuhrwerke beſagter Art, ſo muß ein jedes noch mit elner beſonderen Nummer verſehen ſein. Die Bezeichnung iſt auf der linken Seite des Fuhrwerks ſelbſt oder auf einer daran befeſtigten Tafel in deutlicher und unverwiſchbarer Schrift derart anzubringen, daß ſie ſtets gut lesbar iſt. Ausgenommen von dieſer Beſtimmung ſind ſolche Fuhrwerke: a) die dem Betriebe der Landwirtſchaft zwiſchen den Wirtſchafts⸗ gebäuden und denjenigen Grundſtücken des Fuhrwerksbeſitzers dienen, welche in der nämlichen oder in anſtoßenden Ge⸗ markungen gelegen ſind; b) die unter die Verordnung vom 20. September 1906, den Verkehr mit Kraftfahrzeugen betreffend, fallen. 2 Hinter§ 19 a werden folgende Beſtimmungen eingeſchaltet: 19 b. Verbot von Huppenſignalen. Der Gebrauch von Huppenſignalen als Warnungszeichen iſt für andere als Kraftfahrzeuge verboten. 20. Straßenlokomotiven und dergleichen. Einer beſonderen Erlaubnis bedarf, wer die öffentlichen Wege mit Straßenlokomotiven, ſchweren Vorſpannmaſchinen oder mit Kraftfahr⸗ zeugen, deren Geſamtgewicht(Eigen- und Ladegewicht) 10000 kg. überſteigt, befahren will. Handelt es ſich um eine einmalige Fahrt innerhalb eines Amts⸗ bezirks, ſo iſt das Bezirksamt befugt, im Einverſtändnis mit der Waſſer⸗ und Straßenbauinſpektion die Erlaubnis zu erteilen. f 998 Uebrigen iſt das Miniſterium des Innern zur Erlaubnis zu⸗ ndig. Dem in allen Fällen beim Bezirksamte einzureichende Geſuche ſind Beſchreibung und Zeichnungen des Fahrzeugs beizulegen; in dem Geſuch iſt anzugeben, ob und auf welcher Straße etwa ein dauernder Fahrbe— trieb eingeführt werden ſoll. Werden im letzten Falle Gemeindewege oder in der Kreisfürſorge ſtehende Wege durch den Fahrbetrieb berührt, ſo iſt vor Vorbeſcheidung des 00 uchs der Gemeinde— oder Kreisbehörde Gelegenheit zur Aeußerung zu geben. Karlsruhe, den 6. März 1907. Groß. Ministerium des Junern. Schenkel. Kohlmeier. Nr. 2495. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 29. April 1907. gürgermeiſteramt Volz. zu haben bei J. Helfrich wü adfabrer-Gesellschart Seckenheim. Maiausflug nach Weinheim⸗Heiligkreuzſteinach⸗Schriesheim findet morgen Douners⸗ tag, den 9. ds. Mts. ſtatt. Abfahrt vom Lokal morgens ¼4 Uhr. Ankunft am Lokal morgens 10 Uhr. Der Varſtand. Uerein der Seckenheimer Wirte. Heute Mittwoch, Abends ½9 Uhr im„Kaiſerhaf“ Mitglieder ⸗Berſammlung wozu die Mitglieder freundlichſt eingeladen werden. Tagesordnung wird im Lokal bekannt gegeben. Vollzähliges Erſcheinen erwünſcht. Der Vorſtand. 1+ 44 oben Eduard Merklein, Seckenheim empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in Tuch und Buxkin, Rleiderstoffen, Wolle und Baumwolle, Schürzenstoffen, Satin, Auguste. Rölsch, fertige hemden und Hosen, Kragen, Rravatten etc. Aufmerkſame gedienung. Gillige Preiſe. Neue Muſter ſind eingetroffen. Ausverkauf sämtlicher Manufakturwaren unter Einkaufspreis. Josef Spies, Salllermeiſter. Ie N NI 8 Neuheit! 1 Monogramm-Sfickefei- Schablonen in hochfeiner Ausführung 12 Monogramme auf einer Platte 0 per Platte 1.— N Einzelne Monogramme per Stüſ 20 u. 25 Pfennig. 5 7 1 8 Schablonen per Carton 30 Pfg. 8 empfiehlt 8 1 7 1 8 n. 2 4 e, R 1 1 zu verkaufen. E. Werber empfiehlt zur Frübjahr- und Sommersaison ſein reichhaltiges Lager zin: Manufaktuf- und sämmilſeben Kurzwaren. Hüte und Mützen. Fertige Arbeiteranzüge. Ferner große Auswahl in leinen und wasserdichten Pferde- decken in nur la. Qualitäten. Es empfiehlt ſein Lager in ſämtlichen Hürſten · und Pinſelwaren men undi Teppichklopfern b L. Gilmer, a N im Hauſe des HerrnzHolzhändler Bühler. Eingang ins Geſchäft über die Treppen im Hof. J durch unbegrernde flaltbarteſt und leſchtesten Lauf Allen überlegen! A nnenannt le Sungsfedssde Bea cba ir bn. dee c ned deren inen Spart uphotogz,Artitcel, Fiusitidstumegte etc. Fessler Losteäktel August Stukenbrok. Einbeck Altestes ur grösstes Spezieltaus füt fahcrader u. Pneumatlcs lad. Ape we 5 Sängerbund. Nächſte Proben a Liter 8 an aufwärts zu 25 Pfg. pro Liter dieſe Woche:(an Unbekannte gegen Nachnahme) Mittwoch ½9 Uhr, Donnerstag 1 Uhr. Der Vorſtand. Liederkranz. Donnerstag, 9. Mai Probe ½3 Uhr. Der Vorſtand. I. U. S. die Apfelweinkeltereſ von Gg. Ph. Ullrich, Schriesheim. Gold wert iſt ein zartes, reines Gesicht, roſtges jugendfriſches Aussehen, 17 7 ſammet⸗ weiche Baut und blendend ſchöner Teint. Alles erzeugt die allein echte: Steckenpferd-Lilienmilch-Seife von Bergmann 8 Co., Radebeul mit 557 marke: Steckenpferd 8 2 St. 50 Pf. in der Apotheke und bei Heute f a Georg Röser. 8 Mitglieder- Zusammenkunft. Spezialhaus ute Ar Jüpfe u Haurketten Baſt-Matten zum decken von Beeten, billig zu ver⸗ kaufen. H. Weidner, Wilhelmſtr. 6. Ebendaſelbſt ein eiſerunes Thor und 2 Oefen. 30 Zentner 1 Dickrüben Wer? ſagt die Exp. Verſandt nach Auswärts. Kesel& Maler 07, 4 Mannheim 0 7, 4 Werbandstoffe ds. Bl. As Ke fikef Zur Kratefptlege Ai USee Nu Sunn en At dzinal⸗Jrogerie. ponhof wo du willſt! Alle Mädchen wich⸗ Znh. Friedrich Stenz, 8 55 nagt ihre Schuhe mit Galop⸗ Ladenburg. A Pilo. 5 ** 1 Notenpapier, Violinſaiten In den meiſten einſchlägigen 1 Geſchäſten zu haben. f Kolophonium aeeeeeeeeeeeeeeeeeeempfiehlt J. Helfrich.