8 S* n n e* KR* 5 N 1 N* A* 7 e * n 2 zeiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Mpesbeim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Mr. durch die Poſt bezogen vierteljährlich 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Seckenheilm. 239 f e Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 39. Mittwoch, den 15. Mai 1907. 7. Jahrgang Deutſches Reich. Karlsruhe, 13. Mai. Am 7. ds. Mts. fand anläßlich der Kolonialdebatten im Reichs⸗ tag die, beſonders in dem am 13. Dezember 1906 aufgelöſten, erhobene und breitgetretene Beſchuldigung des Verhaltens des damaligen Landeshauptmanns der Marſchallinſeln, Eugen Brandeis, ihren Abſchluß in einer Rechtferti⸗ gung desſelben ſeitens des Kolonialdirektors, Exz. Dernburg, der dabei betonte, welche Schwierigkeiten entſtehen könnten, wenn Ver⸗ waltung und Juſtiz, wie auch bei Brandeis, in einer Hand lägen; Brandeis habe gehandelt, wie es ſeinem Empfinden entſprach, möge dies auch nicht immer Juſtiz geweſen ſein, ſo war es aber das Richtige! Dernburg gab hierbei Brandeis das Zeugnis eines außerordentlich tüchtigen, braven Beamten, der ſich dieſen Namen in 30jähriger vorwurfsfreier Tätigkeit im Dienſte des Reiches verdient habe. Es dürfte dieſe Rechtfertigung, welche der Reichstag mit lebhaftem Beifall begleitete, nicht nur von Intereſſe ſein, weil Brandeis ein badiſches Landeskind iſt, ſondern weil auch ſelbſt unter ſeinen Freunden ſolche waren, die getäuſcht durch die Länge der Zeit, die die Unterſuchung am Orte ſeiner Tätigkeit, das Einholen von Berichten dort ſtationierter Miſſtonare ꝛc. beanſpruchte, Brandeis wirklich im Unrecht glaubten. E. Brandeis, der jetzt, insbeſondere aus Familienrückſichten, aus dem Kolonialdienſt ausſchied, indes für die Zukunft noch Verwendung im Kolonialdienſt finden dürfte, trat 1868 als Leutnant beim badiſchen Feldartillerie-Regiment„Großherzog“ ein und verdiente ſich in demſelben im Feldzug 70/71 das Eiſerne Kreuz und den Zähringer Löwen⸗ orden mit Schwertern. 1872 nach Schleſien zur Fußartillerie verſetzt, nahm Brandeis bald ſeinen Abſchied, um als Farmer nach Havanna zu gehen. Dort wurde ihm aber ſein Beſitz während des Ausbruchs einer Revolution zerſtört und er wanderte nach Samoa. Hier gewann er als Farmer Anſehen, wurde Ober- richter und gewann das Vertraauen des Königs Maliettoa, ja, er ſpielte als deſſen Berater eine ſo bedeutende und einflußreiche Rolle, daß die Reichsregierung, auf ihn aufmerkſam ge⸗ worden, ihn in den Dienſt des Auswärtigen Amtes mit Beſchäftigung in Berlin und Oſt⸗ afrika übernahm und ihn in den letzten Jahren, wie bekannt, als Landeshauptmann der Mar- ſchallinſeln beſtätigte. Brandeis iſt übrigens verheiratet mit einer Enkelin des verſtorbenen Sultans von Zanzibar, deren Mutter die Gattin des Hamburger Kaufmanns Ruebe war. Eine noch merkwürdigere Laufbahn hat, wie vielleicht wenig bekannt, Brandeis' jüngerer Bruder genommen. Dieſer trat nach Abſol⸗ vierung des Gymnaſtums Baden 1870 als Leutnant beim 2. Bad. Dragoner-Regiment Nr. 21 ein und verdiente ſich im Feldzuge 70/71 den badiſchen Militär⸗Karl⸗Friedrich⸗Verdienſt⸗ orden. 1872 etwa nahm er den Abſchied und trat als gemeiner Soldat in die ſpaniſche Armee auf Kuba ein.— Durch ungewöhnliche Tapferkeit und militäriſche Begabung erwarb er ſich während eines Aufſtandes, ein in der ſpaniſchen Armee einzig daſtehender Fall, die Offiziersepauletten und iſt zur Zeit Komman⸗ deur des ſpaniſchen Dragonerregiments„Nu⸗ mancia“, deſſen Chef bekanntlich der deutſche Kaiſer iſt. Kaiſer Wilhelm hat jetzt den Oberſt Brandeis einladen laſſen, den großen Kavallerie⸗ übungen des Gardekorps anzuwohnen und ſo wird der ehemalige badiſche Leutnant und jetzige ſpaniſche Regimentskommandeur nun⸗ mehr als Gaſt des Kaiſers im Laufe dieſes Monats in Deutſchland weilen. Ausland. Petersburg, 11. Mai. Die Kommiſſton zur Unterſuchung der Kapitulation von Port Arthur war zu dem für General Stöſſel und einige hohere Offiziere vernichtenden Reſultat gekommen, daß Stöſſel die Feſtung leichtſinnig verteidigt und ohne trieftigen Grund übergeben habe und daher den Tod durch den Strang oder Erſchießen verdiene. Der Kriegsrat prüfte das Urteil und beſchloß, die Entſcheidung darüber dem Zaren zu überlaſſen. Durch die Unterſuchung ſind die Generale Stöſſel, Reiß und Fock vollig kompromittiert. Bukareſt, 12. Mai. Es wurde ein Komplott gegen das Leben des Königs Carol entdeckt, das von bulgariſchen Anarchiſten geplant war. Einer der Verſchwörer, ein Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K Felden von Irene von Hellmuth. „Wie konnte ich auch glauben, daß mir noch ein ſolches Glück beſchieden ſein würde!“ ſeufzte er traurig.„Der Hoffnungsſtrahl, der in mein verdüſtertes Daſein fiel, iſt jäh wieder erloſchen. Nun iſt es dunkler um mich, als zuvor, denn meine arme Marianne wird nun auch das Lachen verlernen. Sie brachte wenigſtens ein bischen Sonne mit.“ So klagte der Greis, während Marianne ihr tränenüberſtroͤmtes Geſichtchen an ſeine faltige Wange ſchmiegte. „Nun bleiben wir beiſammen, mein Kind, das Unrecht hat uns zuſammenge⸗ ſchmiedet.“ Sie ſchwiegen beide, nur die Tränen des Mädchens floſſen unaufhaltſam. Sie wußten es beide, wer die totbringende Waffe gegen den Erben von Riedheim erhoben, doch keines ſprach es aus. Den Greis packte es wie Entſetzen, wenn er daran dachte, daß man den Mörder fangen und hinter Schloß und Riegel ſetzen könnte. r war einer ſeines Stammes und dieſe Schande duͤnkte ihm mit das Schwerſte von em. Baron Egon erhob ſich ſchwerfällig von ſeinem Sig, ſeine Kniee wankten, er rief den Diener und befahl ihm anſpannen zu laſſen. „Wo willſt Du denn hin, Großpapa?“ fragte Marianne aufblickend. gehe zu ihm,— ich muß ſehen!“ „Nimm mich mit,— Großpapa, ich bitte Dich!“ Der Greis ſchüttelte den Kopf. „Bleibe hier, Marianne, das iſt kein Anblick für Dich. Du erträgſt es nicht!“ „Ach ich will mich recht zuſammennehmen, Großpapa,— bitte,— ſehen muß ich ihn ja doch noch einmal“, bat das Mädchen flehend. Da gab er nach. Aber je näher ſie dem Nerfidand kamen, deſto heftiger weinte arianne. Ihre Zähne ſchlugen wie im Fieber aufeinander. Vor dem Hauſe ſtanden eine Menge Leute flüſternd beiſammen; Waldarbeiter, Bauern, Kinder, alle reckten die Hälſe, um einen Blick in das Zimmer werfen zu können, in das man den Oberförſter gelegt. Das Fenſter ſtand offen, aber die Vorhänge waren halb zuge⸗ zogen. Ringsum war es ſtill, niemand wagte laut zu ſprechen. Man horte nur das Rauſchen der Bäume. Als der Wagen des Barons vorfuhr, machten alle bereitwillig; Platz Die Inſaſſen ſtiegen aus. Es ſchien, als müßte eines das andere ſtützen. „Das ſchoͤne Mädchen ſoll die Braut des Oberförſters ſein“, flüſterte es hinter Marianne. ihn bulgariſcher Anarchiſt, der ſich unter der Maske eines italieniſchen Hauſterers in der rumäniſchen Hauptſtadt aufhielt, wurde“ ver⸗ haftet. Die Behörde fahndet nach ſeinen Mit⸗ verſchwörern. Eine Menge Dynamit, ſowie Teile, die zur Anfertigung von Sprengbomben dienen ſollten, wurden beſchlagnahmt. Aus Nah und Fern. »Seckenheim, 14. Mai. Geſtern ging* über unſere Gegend ein äußerſt ſchweres Un⸗ wetter nieder. Der Blitz ſchlug in das Wohnhaus des Herrn Philipp Kegel in der Riedſtraße und in den Stall des Herrn Karl Seitz, Friedrich- ſtraße, in welchem letzterem vor einigen Jahren durch den Blitz mehrere Stück Vieh getötet wurden. Glücklicherweiſe waren beide Schläge ſog. kalte und richteten nur geringen Materſal⸗ ſchaden an. In Mannheim war in der Kom— poſtfabrik infolge eines Blitzſchlages Feuer aus⸗ gebrochen. Das Magazin, das erſt letzter Tage mit 6000 Zentnern Preßheu gefüllt worden war, brannte vollſtändig nieder. Es präſentierte einen Wert von dreißigtauſend Mark. Weiter hat der Blitz in der Helliggeiſt⸗ Kirche und im Luiſenſchulhauſe(am Eingange zur Seckenheimerſtraße) eingeſchlagen, ohne be⸗ ſonderen Schaden anzurichten, da es kalte Schläge waren. Ferner ſchlug der Blitz in die Malte Tee und tötete den dort beſchäftigten aurer Philipp Schremſer aus Bürſtadt. In Feudenheim und Rheinau ging ein wolken⸗ bruchartiger Regen nieder, der die Keller mit Waſſer füllte und großen Schaden anrichtete, In Rheinau erfolgte ein Dammrutſch. In Feudenheim mußte die Feuerwehr ausrücken, um die Keller auszupumpen. Mannheim, 13. Mai. Auf einer längeren Studienreiſe trafen geſtern unter Führung des Profeſſors an der Hochſchule für Bodenkultur in Wien Dr. Marchet, eine große Anzahl höherer Forſtbeamten, teils aus dem Miniſterium, teils aus den verſchiedenen Ober⸗ förſtereien aus allen Teilen der ͤſterreichiſchen Monarchie, hier ein. Ketſch, 11. Mai. Auf bedauerliche Weiſe kam der 56 Jahre alte Taglöhner Jak. Herm ums Leben. Er half am geſtrigen Abend beim Leeren der Pfuhlgrube. Hierbei Sie hörte es nicht. Wankenden Schrittes betrat ſie mit dem Baron den kühlen Hausflur, der mit roten Steinen gepflaſtert war. Plötzlich wurde eine Türe geoͤffnet, der Doktor, der glücklicherweiſe gerade im Dorfe anweſend war, trat heraus und begrüßte leiſe und etwas erſtaunt die Angekommenen. „Es ſteht ſehr ſchlimm mit dem armen, jungen Mann“, ſagte er. „So iſt er nicht tot?“ rief Marianne und ihre blaſſen Wangen roͤteten ſich. „Man trug ihn allerdings für tot ins Haus“, antwortete der Arzt freundlich,„aber es war nur eine tiefe Ohnmacht infolge des ſtarken Blutverluſtes.“ „Und— iſt Hoffnung, daß er leben wird?“ Der Dokor zuckte ernſt die Schultern. „Wer das wüßte! Der Schuft, der dem armen Kerl die Kugel in den Leib jagte, ver ſtand ſeine Sache gut. Wenn wir die Kugel nur erſt wieder heraus hätten!“ Marianne wollte an dem Arzt vorbei in das Zimmer ſtürzen, doch er hielt ſie zurück. „Halt, mein gnädiges Fräulein, das ge⸗ ſtatte ich nicht! Der Schwerverwundete iſt kein Anblick für ſo zarte Damen.“ Aber ſo leicht ließ Marianne ſich nicht abhalten. Sie bat und flehte ſo lange, bis der Doktor mit leiſem, verſtändnisvollem Lächeln ſie an der Hand nahm und vorſichtig zu dem Bett führte. e 72 l 2 9 N Nr** Eimer und fiel hinab, weshalb Sohn an der Leiter hinabſtieg, entglitt ihm der der zwölfjährige um dieſen zu holen. Die angeſammelten Stickgaſe benahmen dem Jungen den Atem und ſchleunigſt kehrte er unverrichteter Dinge ans Tageslicht. Nun kletterte der Vater hinab, er wurde betäubt und fiel in die dick⸗ ſchlammige Maſſe. Mein eilte zu Hilfe, als jedoch ſchließlich der Körper Herms geborgen wurde, waren alle Wiederbelebungsverſuche erfolglos. Zwei andere Männer, die gleichfalls in die Grube geſtiegen waren, wurden be— wußtlos heraufgebracht. Tiengen, 12. Mai. In der Nacht zum 10. d. M. wurden von bubenhafter Hand am hieſigen Kriegerdenkmal der Schweif des Löwen und ein Säbelgriff abgeſchlagen. Ein weiteres Bubenſtück iſt in der Nacht darauf verübt worden. Die Unterſtandshütte auf dem Wäſcheplatz an der Schlucht wurde niederge⸗ brannt. Da dieſelbe ganz aus Holz herge⸗ ſtellt war, iſt nur noch ihre Spur zu ſehen. Auch auf dem Friedhof wurden Grabſtein⸗ und Gräberbeſchädigungen wahrgenommen und an den Blumenbeeten einiger Gärten totale Verheerungen angerichtet. Vom Iſteiner Klotz, 12. Mai. Zu Anfang dieſer Woche fand auf der jüngſten deutſchen Feſtung, dem Iſteiner Klotz, die ſechſte Schießprobe im Scharfſchießen ſtatt. Dieſe wurde durch eine Abteilung des in Mül⸗ heim garniſonierenden vierten Bataillons des Fußartillerieregiments 13 ausgeführt. Bereits am letzten Samstag waren die Truppen zur Schießübung auf dem Iſteiner Klotz eingetroffen und wurden in die benachbarten Orte Efringen, Iſtein und Huttingen einquartiert. Mit den eigentlichen Schießproben wurde am Dienstag begonnen; zu dem Zwecke waren die auf beiden Üfern liegenden Straßen bis auf eine Stunde Weges abgeſperrt und auch jeder Ver⸗ kehr auf dem Rhein während der Zeit von morgens 7 Uhr bis abends 6 Uhr unterſagt. Die Zielrichtung für die Schießproben war der auf dem jenſeitigen elſäſſiſchen Ufer liegende Hardtwald zwiſchen Kembs und Sierenz. Es ſollen im Laufe des kommenden Sommers und Herbſtes noch weitere Schießproben mit derſel⸗ ben Zielrichtung ſtattfinden. Noch am gleichen Tage, ols die Schießproben beendet, kehrten die Truppen wieder in ihre Garniſon zurück. Eberbach, 12. Mai. Ein ſchwerer Un⸗ glücksfall ereignete ſich geſtern in der oberen Steckenhälde. Der 65 Jahr alte Gemeinde⸗ rechner Peter Münch von Waldkatzenbach wollte mit einer Fuhr Reiſig nach Hauſe fahren; das Vieh ſcheute plötzlich, warf Münch um und der Wagen ging über ihn weg. Der Verunglückte erlitt ſchwere innere Verletzungen, an denen er bald darauf ſtarb. Landau(Pfalz), 13. Mai. Bei Nuß⸗ dorf wurde ein 21jähriger Ackerer auf dem Felde vom Blitz erſchlagen. Pforzheim, 12. Mai. Geſtern nach⸗ mittag ereilte ein Brautpaar, das mit Bekann⸗ ten von Unterkollbach in einem Wagen nach „ Hirſau zur Bahn fuhr, ein entſetzliches Geſchick. Oberhalb des Kurhauſes„Waldluſt“ in Hirfau brach ein Rad des Wagens. Dadurch wurden die Pferde ſcheu und gingen mit dem beſchä⸗ digten Wagen davon. Die Inſaſſen ſprangen ab, wobei die Braut ſo ungluͤcklich fiel, daß ſie das Genick brach und ſofort tot war. Auch der Bräutigam erlitt ſchwere Verletzungen am Kopfe. Die Braut heißt Maſt und ſtammt aus Huchenfeld. Der Bräutigam, namens Schwemmle, arbeitet als Goldſchmied in einer Pforzheimer Fabrik. Ludwigshafen, 11. Mai. Geſtern vor⸗ mittag nach der Schule wollte das neunjährige Bübchen des Herrn Kohlenhändlers Friedlein zu ſeinem Vater an das Lager am untern Rheinufer gehen. Beim Ueberſchreiten der Ge⸗ leiſe geriet der Junge jedoch ſo unglücklich zwiſchen 2 Wagen, daß ihm von deren Puffern der Bruſtkorb eingedrückt wurde. Das Kind war ſofort tot. Den ſchwergeprüften Eltern wird allgemeine Teilnahme entgegengebracht. Bergzabern, 11. Mai. Wegen des maſſenhaften Auftretens der Maikäfer hat das kgl. Bezirksamt Bergzabern eine diſtriktpolizei⸗ liche Vorſchrift erlaſſen, wonach die Grund⸗ beſitzer bei Vermeidung von Geldſtrafen bis zu 15 Mk. verpflichtet ſind, die auf ihren Grund⸗ ſtücken befindlichen Maikäfer zu vertilgen. Dabei wird den Gemeindebehörden anheim gegeben, durch Bewilligung von Fangprämien etwa 3—5 Pfg. pro Liter den Eifer in der Vertilgung zu fördern. Eſſen, 11. Mai. Geſtern nacht wurden in dem Kaufhauſe Eick Söhne hier 200 gol⸗ dene Herren-Remontoiruhren, 70 Broſchen mit Brillanten, 350 goldene Ringe mit Brillanten, 20 Paar Brillantohrringe und andere Juwelen im Werte von 60,000 Mk. geſtohlen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Berlin, 13. Mai. Einen blutigen Zu⸗ ſammenſtoß mit drei Wilderern, wobei einer getötet und ein anderer feſtgenommen wurde, hatten am geſtrigen Sonntag früh 4 Uhr im Walde bei Schloß Lindſtedt hinter Bornim der beim Hof⸗Jagdamt angeſtellte Forſtbeamte Hatanus ſowie der Vize⸗Feldwebel Gerlach von der 1. Kompagnie der Garde⸗Jäger. Hatanus ſowie Gerlach, der zur Dienſtleiſtung im Revier abkommandiert war, befanden ſich im Revier, als ihnen plötzlich drei Wilderer gegenüber⸗ ſtanden. Von dieſen ſchlug der eine, der ſpäter als ein Zimmermann Bebl aus Potsdam feſt⸗ geſtellt wurde, ſofort auf Gerlach an. Da er lrotz Zuruf das Gewehr nicht ablegte, ſchoß Gerlach und traf den Wilderer tötlich in den Kopf. Inzwiſchen hatte ſich Hatanus auf den zweiten Wilderer geſtürzt und ihn nach heftiger Gegenwehr überwältigt, während der dritte ſich zur Flucht wandte und auch entkam. Kottbus, 12. Mai. In Vetſchau erſchlug geſtern ein Schmied ſeine Ehefrau mit einem Hammer aus dem Grunde, weil die Frau ein kleines geſpartes Kapital der Eheleute ausgeliehen hatte und die Schuldner zahlungs⸗ unfähig geworden waren. Leoben, 12. Mai. Die ganze Umgebung ſteht unter Waſſer. Bei Mautern und Seitz mußten die Murbrücken abgetragen werden. Zahlreiche Häuſer wurden umgeriſſen. Die Sträflinge wurden zur Hilfeleiſtung in den bedrängten Ortſchaften herangezogen. Auch aus Innsbruck wird Waſſerſchaden gemeldet. Stettin, 13. Mai. Ein gewaltiger Waldbrand hat in den Waldungen bei Gollanow ſtattgefunden. Die Feuerwehren aller benach⸗ Ortſchaften mußten bis gegen Abend tätig ſein. Der Brand dehnte ſich uber eine Meile lang und mehrere Kilometer breit aus. Der Schaden iſt enorm. Brandſtiftung wird ange⸗ nommen. Paris, 13. Mai. In Juziers bei Meulun(Dep. Seine et Oiſe) verunglückte der Obergärtner des Schloßherrn Laroche beim Verſuche, eine in einem Brunnenſchachte befind⸗ liche Dynamomaſchine zu reinigen infolge Ein⸗ atmens von Stickgaſen. Vier Arbeiter, welche dem Verunglückten Hilfe bringen wollten, fan⸗ den gleichfalls den Tod. Vermiſchtes. Seckenheim, 14. Mai. Die hieſige Radfahrergeſellſchaft errang ſich bei dem am letzten Sonntag in Doſſenheim ſtattgefundenen Korſofahren mit 35,8 Punkten— die höchſte Punktzahl unter ſämtlichen konkurrierenten Vereinen— in der A Klaſſe den 1. A Preis mit Diplom. Möge dieſer Preis wieder ein neuer Anſporn für die Mitglieder ſein, auch fernerhin dieſem ſchönen Sport zu huldigen. All Heil! — Die Konturenbeleuchtnng des Mann⸗ heimer Waſſerturms, die allabendlich die Be⸗ wunderung der Beſchauer von nah und fern hervorruft, bietet einige Details, die für unſere Leſer gewiß von Intereſſe ſind. Sie beſteht aus zirka 5200 Glühlampen von je 16 Kerzen⸗ ſtärken, ſo daß der ganze Turm bei Beleuch⸗ tung zirka 83,000 Kerzen ausſtrahlt. Da jede Glühlampe 60 Watt verbracht, iſt eine geſamte Energie von 312 Kilowatt nötig, was einen Kraftbedarf von zirka 450 Pferdekräften ent⸗ ſpricht. Das iſt eine Kraftleiſtung, wie ſie von einem Elektrizititätswerk in einer Stadt von 10— 20,000 Einwohnern benötigt wird. Zur Anbringung der Lampen iſt der ganze Turm mit einem leichten Eiſengerüſt umgeben, an das die Faſſungen der einzelnen Lampen angeſchraubt ſind. Längs dieſer führen die blanken Stromzuführungsdrähte. Um eine ſichere und techniſch richtige Stromzuführung zu erreichen, iſt die ganze Beleuchtung in etwa 70 Abteilungen eingeteilt, von denen jede einzeln geſchaltet werden kann. Hierzu ſind auf dem zweiten Podeſt im Innern des Turmes zwei große Schalttafeln aufgeſtellt, denen der Strom aus dem im Keller des Turmes liegenden Transformatorenſchach, durch 18 mächtige Kabel⸗ leitungen zugeführt wird. Der Entwurf dieſer Beleuchtung ſowie auch die Linienführung rührt von einem Mitglied des techniſchen Ausſchuſſes Dr. Ing. E. Siegel, hier, während die Aus „Nehmen Sie ſich zuſammen“, flüſterte er, als er ſah, wie blaß ſie geworden war. Sie biß die Zähne aufeinander, um nicht aufzuſchreien vor Weh und Schmerz. Klaus lag regungslos mit geſchloſſenen Augen in den Kiſſen. Er glich eher einem Toten, denn einem Lebenden. Sein Geſicht war faſt ſo weiß wie das Linnen. Marianne vermochte ſich kaum auf den Füßen zu halten, aber ſtandhaft unterdrückte ſie die Schwäche. Sie horchte auf den leiſen Atem des Geliebten und flüſterte dem Doktor zu:„O retten Sie ihn,— helfen Sie,— er darf nicht ſterben!“ Der Arzt blickte gerührt auf das ſchöne Mädchen und entgegnete ruhig:„Was in meiner Macht ſteht, ſoll gewiß geſchehen.“— Hinter dem Arzt und Marianne war auch Baron Egon eingetreten. Wortlos ſtand er an dem Schmerzenslager und betrachtete jeden Zug in dem Geſichte des Leidenden. Dann nickte er:„Ja, ja, er iſt mein Enkel, jetzt weiß ich es gewiß. Wie gleicht er ſeinem Vater! Die hohe Stirn, die ſchmale Naſe, der Mund, — alles wie bei ihm! Ein ſeltſames Spiel der Natur!“ Flüſternd unterhielt er ſich mit dem Arzte und erzählte ihm mit kurzen Worten die Ge— ſchichte ſeines Lebens. „Man ſoll alles aufbieten“, ſchloß er, „meinen Enkel zu retten, koſte es, was es wolle! Kein Opfer iſt mir zu groß! Was ſoll mir mein Reichtum, wenn ich mir nicht meinen Enkel erhalten kann?“ 1 8 8 3 e 8 eee ee, WW N 2 5 Es wurde beſchloſſen, noch einen zweiten Arzt, ſowie eine tüchtige Krankenpflegerin kommen zu laſſen. Sie wurden telegraphiſch herbeigerufen. Marianne war nicht zu bewegen, das Krankenzimmer zu verlaſſen. Der Doktor ſchüttelte anfangs zwar den Kopf zu ihrem Vorhoben, Klaus pflegen zu wollen, die zarte Erſcheinung der jungen Dame ſchien ihm einer ſolchen Aufgabe nicht gewachſen zu ſein; doch als er ſah, daß er gegenüber ihrem feſten Willen nichts auszurichten vermochte, gab er es zu. Und er bereute es nicht, denn ſie erwies ſich als eine tüchtige Kraft. Was die Liebe nur zu erſinnen vermochte, das tat ſie. Sie wich kaum von dem Bette, achtete auf jeden Atemzug, auf jede leiſe Bewegung des Kranken, ſo daß der Arzt bei ſeinen ſpäteren Beſuchen oft erklärte:„Mein Fräulein, ich mache Ihnen mein Kompliment,— ich bin ausgezeichnet mit Ihnen zufrieden. Der Patient könnte ſich in keiner beſſeren Pflege befinden. Ich wollte, ich hätte für alle meine Kranken ſolche Pflegerinnen, es muß ja eine wahre Wonne ſein, von Ihnen gepflegt zu werden.“ Als Klaus nach langen, bangen Wochen ſich außer Lebensgefahr befand, wurde er vor⸗ ſichtig nach dem Schloſſe transportiert. Ihm erſchien alles wie ein ſüßer, wonniger Traum: Daß Marianne ſtets um ihn war und ihn verhätſchelte wie ein kleines Kind, daß der drückte, ihn ſeinen Enkel * 5 g 88 8 Freiherr ihm warm und innig die Hände Einmal hatte der Alte ihn ſogar auf die Stirn geküßt und dabei waren ihm die Tränen aus den Augen geſtürzt. KAlaus ſchlief ſtets ſehr viel, da er noch immer recht ſchwach war— und jedesmal, wenn er erwachte, glaubte er geträumt zu haben. Doch dann ſaß Marianne an ſeinem Bett, ſtreichelte ſeine Hände und ſah ihn ſo glücklich lächelnd an, daß er nicht mehr zweifeln konnte. Und dann kam der Tag, an dem Marianne ihm alles erzählen durfte, weil man nicht mehr zu fürchten brauchte, daß ihm die Aufregung ſchaden würde.——— * 1* Wieder war es wonniger, ſonniger Lenz geworden. Die Türme vom Schloß Riedheim leuchteten im Sonnenglanz. Süße, berauſchende Düfte erfüllten die Luft. Auf dem mit Epheu umſponnenen Balkon ſtand ein junges Paar, innig aneinander geſchmiegt. Es ſchaute der Sonne zu, wie ſie hinter den Bergen ver⸗ ſchwand. Ein letzter, zitternder Strahl der verſinkenden, rotglühenden, leuchtenden Kugel fiel auf das üppige, blonde Haar der jungen Schloßfrau und ſchien ihr ſchönes Antlitz wie mit einem goldenen Glorienſchein zu umhüllen. Der junge Mann zog ſein reizendes Weib zärtlich an ſeine Bruſt und voll unendlicher Liebe ſahen ſie ſich in die Augen. „Wie ſchön iſt es hier“, ſagte Klaus, „ſieh nur, wie das alles ſchimmert und gleißt, und Erben nannte. 1 2 8 3 e K. — man kann ſich kaum ſatt ſehen an all der 5 Pracht.“ Wr e Ae 6— RR Ar 1 11 r N Fan. ann Ran führung dieſer ſchwierigen Aufgabe der Allge⸗ meinen Elektrizitätsgeſellſchaft Berlin, Inſtalla⸗ tionsbureau Mannheim, übertragen wurde, die ſich ihrer mit beſtem Gelingen erledigt hat. „Du haſt recht“, lächelte Marianne,„unſere Heimat iſt ſchön, wir wollen ſie hoch und heilig halten, und uns bemühen, ſo viel in unſerer Kraft ſteht, Glück und Zufriedenheit um uns zu verbreiten. Wir wollen verſuchen, auch andere glücklich zu machen!“ „Mein holdes Weib, meine geliebte Marianne, Du biſt ein Engel!“ flüſterte der glückliche Schloßherr.—— Julius v. Saldern blieb verſchollen. Ob er geflohen, ob er in einem andern Weltteil ſein Glück geſucht hat, oder ob er unterge⸗ gangen war im Strudel des Lebens.— Niemand wußte es zu ſagen, keines hatte ihn je wieder geſehen. Klaus wußte, daß er es geweſen, der ihn meuchlings überfallen, ver⸗ zichtete aber dem Baron zu liebe auf Salderns Verfolgung. Und wo kein Kläger iſt, da iſt auch kein Richter. — Ende.— e r n. 9* 3 N ni n 8 — Wegen Soldatenmißhandlungen in 365 ällen wurde der Unteroffizier Peterſen vom 4. Infanterieregiment durch das Kriegsgericht in Schlesweg zu ſechs Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. — Von einem Cilzuge entgleiſte bei Dormagen(Rhld.) der letzte Wagen und ſtürzte die Böſchung des Bahndammes hinab. Vierzehn Perſonen wurden verwundet, mehrere ſchwer. — Student A.:„Ich ſtehe jeden Tag um 5 Uhr früh auf, ſtudiere, ohne mich mit meinem Frühſtück aufzuhalten, bis 8 Uhr; dann trinke ich ein Glas Milch und ſtudiere bis Mittag. Bei Tiſch verweile ich bloß eine Stunde, ſtudiere dann wieder bis 5 Uhr, mache einen kleinen Spaziergang, wobei ich jeder Kneipe aus dem Wege gehe, und abends bleibe ich wieder bis 9 Uhr über den Büchern ſizen!“— Student B.:„Ach das iſt ja bei⸗ nahe unmoglich— und dabei biſt du ſo friſch und munter? Seit wann führſt du dieſe Lebensweiſe?“— Student A.:„Morgen fange ich damit an!“ — Gaſt(zur Dame des Hauſes):„Ich mache Ihnen mein aufrichtiges Kompliment, I e d 9 * 77 9 1* Dr 3——„ 22* R r 1 5 7 r l gnädige Frau, ich habe ſchon lange nicht ſo vortrefflich geſpeiſt wie heute.“ Das kleine Hänschen:„Wir auch nicht!“ — Unverſöhnliche Gegnerſchaft. Ein An⸗ geklagter proteſtiert mit aller Entſchiedenheit gegen die Vernehmung eines Belaſtungszeugen, da derſelbe ihm feindlich geſinnt ſei.„Hatten Sie einen Streit mit ihm?“ fragte der Vor⸗ ſitzende.—„Nein, das iſt es nicht.“— „Schuldet er Ihnen Geld?“—„Auch das iſt nicht der Fall.“—„Nun wohl, warum ſoll er Ihnen denn feindlich geſinnt ſein?“— „Ich habe ihm ſeine jetzige Frau verſchafft“, entgegnete der Angeklagte,„und das trägt er mir noch heute nach.“ — Offenes Bekenntnis. Meiſter(ſeinen Lehrling ausſcheltend):„Was iſt das denn nun wieder für eine nachläſſige, ſchlechte Arbeit! Wie oft hab' ich Dir geſagt: Ich will, daß Du gut arbeiteſt! Wenn ich Pfuſcherei haben wollte, könnte ich es ja ſelbſt machen!“ Hierzu ein zweites Blatt. Einladung. Die Bürgermeiſterwahl betr. Wegen Verhinderung des Großh. Amtsvorſtandes wurde die auf 15. ds. Mts. anberaumte dritte Wahltagfahrt auf Dienstag, den 21. Mai, Vormittags 11½ bis Nachmittags 12¾ Uhr verlegt. Indem wir hinſichtlich der Wählbarkeit zum Bürgermeiſter auf die Beſtimmungen der 88 12 und 13 der Gemeindeordnung verweiſen, bemerken wir, daß die Wahl durch den Bürgerausſchuß zu erfolgen hat, deſſen Mitglieder wir hiermit zur Teilnahme an der Wahl einladen. Bezüglich der Folgen der obigen(dritten) Wahl beſagt§ 14 Abſ. 3 der eit. Gemeindeordnung: „Wenn in drei Wahltagfahrten eine gültige Wahl aus dem Grunde nicht zu ſtande kommt, weil keiner die erforderliche Stimmen⸗ 01 auf ſich vereinigt oder der Gewählte nicht wählbar iſt, oder die ornahme einer zweiten oder dritten Wahl verweigert wird, ſo wird mit Umgehung einer weiteren Wahl der Bürgermeiſter von der Staats- behörde auf höchſtens zwei Jahre ernannt.“ Seckenheim, den 11. Mai 1907. Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Friedhof⸗ und Begräbnis⸗ ordnung für Seckenheim betr. Wir bringen nachſtehend die zur Zeit giltige Taxordnung für Sterbefälle im Hauptort Seckenheim zur öffentlichen Kenntnis: I. Klasse J II. Klasse III. Rlasse 85* 85 5 85 FBenugsberechtigte. 8 J„ 8 SSS AS * Personen Se SES SHA BEE l— e 2 2 268 2 IIIA Für den Geiſtlichen. 6— 3—1 4— 2—43— 1050 2J Für den Meßner oder Kirchendiener 2— 1050 1/500 1-1 1—] 7 3 Für den Glockner 2 150 11— 44 Für den Begräbnisordner 2— 1050 11— 5 Für die Leichenfrau 3500 3—4 20500 26 2— 1 2 60 Für den Totengräber 3500 2— 3— 2— 3— 105 7 Für die 4 Leichenträger 8— 8— 8— 88 Für den Wagen des Geiſtlichen 5— 4—1 4— 3501 3-3 9 Für den Leichenwagen. 5— 4.— 31— 10 Für den Leichenſchauer. 150] 1/50 1/50 1/50 1/50 1/50 85015— 51 5012—J26 50 960 Ferner geben wir hiermit bekannt, daß die Taxen für Familien⸗ gräber von 150 Mk. auf 60 Mk. ermäßigt worden ſind. Seckenheim, den 8. Mai 1907. Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Hundetaxe betr. Nr. 2831. Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß für alle über 6 Wochen alte Hunde in der Zeit vom 1. bis 15. Juni die Hundetaxe bei der Großh. Steuereinnehmerei zu entrichten iſt. Wer die rechtzeitige Anmeldung eines Hundes und zugleich die Entrichtung der Taxe unterläßt, hat neben der Taxe den doppelten Be— trag derſelben als Strafe zu entrichten. Seckenheim, 11. Mai 1907. gürgermeiſteramt: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Unterhaltung der Orts- und Feldbrunnen betr. Nr. 2839. Die Unterhaltung der Orts- und Feldbrunnen ſoll auf weitere 3 Jahre(1907, 1908 und 1909) in öffentlicher Steigerung, welche am Dienstag, den 21. Mai 1907, Vormittags 10½ Uhr im Rathauſe dahier(Zimmer Nr. 6) ſtattfindet vergeben werden. Seckenheim, 11. Mai 1907. Gemeinderat: Volz. Radfahrer- Gesellschaft Seckenheim. Heute Mittwoch, Abend ½8 Uhr aus Anlaß unſerer Teil- nahme am Bundesfeſt des D. R. B. um Pfingſten in Mannheim Aebungsfahren in Korſo für alle Mitglieder. Treffpunkt im Bierkeller. Der 1. Fahrwart. Nach dem Fahren Nitglieder⸗PVerſammlung im Vereinslokal. Der Vorſtand. „Schon möbliertes Zimmer Ratſchreiber Ritter. 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