ö N* 1 1 * 1 1 5 R ecken 8 8 I eee l n 8 eee 5 iner Aueiget A N N Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesbeim. Erſcheint Mon und Samstag. Abonnement: Monatli 7 durch die Poſt 80 bezogen vierteljährlich N. 1.10. Redaktlon, Druck und Verlag von J. heltrich in Seckenheim. An 0 eigen: Die einſpaltige Petitzeile oder dere n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 40. Samstag, den 18. Mai 1907. 7. Jahrgang Zur Frage der Seßhaftmachung der Landarbeiter. Als ein klaſſiſches Land aufblühender Land⸗ wirtſchaft gilt bekanntlich Dänemark. Aber auch in dieſem Lande hat die Landwirtſchaft unter den ſchädigenden Einwirkungen der neu⸗ zeitlichen Entwicklung faſt ebenſo ſtark wie in anderen Ländern gelitten. Durch das wirk⸗ ſame tatkräftige Eingreifen des Staates, durch intenſtve Verbreitung landwirtſchaftlicher Fort⸗ bildung ſowie eine allgemeine Betätigung im Genoſſenſchaftsweſen hat man dieſe Störungen jedoch ſo weit wie moͤglich erfolgreich zu über⸗ winden gewußt. Beſonders vorbildlich iſt die Tätigkeit der däniſchen Regierung auf dem Gebiete der Land⸗ arbeiterfrage geworden. Wie in anderen Kul⸗ turſtaaten war auch die Landarbeiterfrage in Dänemark ſeit langem ſchon brennend gewor⸗ den. In der richtigen Erkenntnis, daß dieſe für die Landwirtſchaft ſo äußerſt wichtige Frage am eheſten und ſicherſten auf dem Wege der inneren Koloniſation gelöſt werden könne, wurde im Jahre 1899 das Geſetz über die Anſtedelung von Landarbeitern erlaſſen mit der Beſtimmung, daß das Geſetz nach 5 Jahren einer Reviſion unterworfen werden ſollte. Dieſe führte zu dem neuen Geſetz vom 22. April 1904. Das neue Geſetz ſtimmt in der Hauptſache mit dem alten überein. Nur wer⸗ den jetzt durch den Staat alljährlich 3 Millionen Kronen(1 Krone— 1,25 Mark) als Darlehen zum Zwecke der Anſiedelung von Landarbeitern zur Verfügung geſtellt. Ferner iſt die Maximal⸗ grenze für den Wert der zu errichtenden Stel⸗ len auf 5000 Kronen— 6250 Mark erweitert und ſchließlich eine Aenderung inſofern getrof⸗ fen worden, als nach dem früheren Geſetze nur ſolche, die allgemein landwirtſchaftliche Arbeit gegen Lohn für andere ausführten, für die An⸗ ſiedlung in Frage kamen, während nach dem neuen Geſetze auch die kleinen Pächter Anſpruch auf das Staatsdarlehen haben. Demnach ſollen dieſe Staatsdarlehen nicht mehr lediglich ein Mittel zur Beſchaffung von Landarbeitern ſein, ſondern zugleich auch der Bildung des Kleingrundbeſitzes dienen. Die Wirkung dürfte auch in dieſem Falle dieſelbe ſein, da ja auch der Kleingrundbeſitz doch meiſtens Arbeitskräfte für den mittleren und größeren Betrieb liefert. Für die Errichtung von Stellen für Landarbeiter ſorgt in jedem Amtsratskreiſe eine Kommiſſion von drei Mit⸗ gliedern, die zugleich auch die Aufſicht über die errichteten Stellen hat. Der Vorſitzende der Kommiſſion wird vom Landwirtſchaftsminiſter, die beiden anderen Mitglieder, von denen das eine ein Kleinſtellenbeſitzer ſein ſoll, werden vom Amtsrat gewählt. Der Landarbeiter, der eine Kleinſtelle auf Grund dieſes Geſetzes nachſucht, muß beſtimmte Bedingungen erfüllen. Er muß durch ein Zeug⸗ nis nachweiſen, daß er ein fleißiger, nüchterner und ſparſamer Mann iſt, wegen entehrender Handlungen nicht beſtraft und im Beſitze eines Vermögens iſt, daß einem Zehntel des Be⸗ leihungswertes der Stelle gleich kommt. Die zu errichtenden Stellen ſollen nicht kleiner ſein als zwei Tonnen Land und nicht größer als acht Tonnen Land(1 Tonne Land= 0,55 ha.) Iſt der Landarbeiter nicht in der Lage, anzu⸗ geben, wo er den Grundbeſitz haben kann, ſo unternimmt der Kommunalrat die in dieſer Richtung notwendigen Schritte. Iſt von dieſem eine Stelle auserſehen, ſo ſtellt der Landarbei⸗ ter durch den Kommunalrat einen entſprechen⸗ den Antrag an den Vorſitzenden der für den Bezirk eingeſetzten Kommiſſion. (Schluß folgt.) Aus Nah und Fern. * Seckenheim, 17. Mai. Naächſten Freitag, 24. ds. Mts., findet im Roſengarten zu Mannheim der 24. Verbandstag der badiſchen landwirtſchaftlichen Conſum⸗Vereine ſtatt. An⸗ läßlich des Verbandstages iſt vom 23. bis 25. Mai im Nibelungenſaal des Roſengartens eine große badiſche Weinprobeausſtellung arrangirt, in welcher ſämmtliche badiſche Weine als: Taubergründler⸗, Bergſträßler⸗, Kraichgauer⸗, Affentaler⸗, Ortenauer⸗, Mittelbadiſche, Kaiſer⸗ ſtühler⸗, Markgräfler, Bodenſee- und Klettgau⸗ Weine vertreten ſind. In der Weinausſtellung wird eine Eintrittsgebühr von 25 Pfg. erhoben, wofür bei Abgabe des Koupons der Beſttzer ſich koſtenlos ein Glas Wein geben laſſen kann. Mannheim, 15. Mai. Der in der hieſigen Jubiläums- Ausſtellung befindliche Feſſelballon hat ſich durch Abknicken des Seiles an der Rolle von ſeiner Befeſtigung gelöſt und iſt mit fünf Inſaſſen in der Richtung nach Worms davongeflogen. Unter den Paſſagieren befand ſich ein geprobter Führer, außerdem iſt der Ballon für Fernfahrt eingerichtet. Der Ballon wurde mit Automobilien verfolgt. Er landete in der Nähe von Affolterbach im heſſiſchen Odenwald um halb 7 Uhr abends. Die Landung machte keine großen Schwierig ⸗ keiten. Die Inſaſſen, eine Dame und drei Herren, kehrten abends 10 Uhr nach Mann⸗ heim zurück. Sie werden eine gute Portion Schrecken ausgeſtanden haben! Mannheim, 16. Mai. Der durchge⸗ gangene Feſſelballon iſt heute vormittag gegen 10 Uhr, auf eine Pritſchenrolle verladen, wie⸗ der in das Ausſtellungsgebäude eingebracht worden. Mannheim, 16. Mai. Das F6jährige Kind des Schreinermeiſters Roth fiel vom Gehſteige auf die Straße, wo es von einem Fuhrwerk überfahren wurde. Die Räder des Wagens gingen dem Kinde über den Hals und verletzten es ſo ſchwer, daß es heute früh ge⸗ ſtorben iſt.— In einem hieſigen Krankenhaus iſt eine hier wohnende 1105 die am 7. d. Mt. in einem Zuſtande geiſtiger Umnachtung Sal⸗ peterſäure getrunken hat, geſtorben. Mannheim, 16. Mai. Zu dem Ballon⸗ wettflug, der am Pfingſtſonntag hier ſtattfindet, ſind die Nennungen geſchloſſen. Sieben Ver⸗ eine mit neun Ballons haben die Propoſition angenommen, und zwar: der Augsburger, Berliner, Fränkiſche, Kölner, Mittelrheiniſche, Niederrheiniſche und Oberrheiniſche Verein. Die Ballons ſchwanken in der Größe zwiſchen 1200 und 2250 Kubikmeter. Sieben ſind deut⸗ ſchen und zwei franzöſiſchen Urſprungs. Fuͤh⸗ rer der Ballons ſind 4 Offiziere, 2 Gelehrte, je 1 Baumeiſter, Fabrikant und Direktor einer Automobilfabrik. Der Aufſtieg findet kommen ⸗ den Sonntag nachmittags 3 Uhr ſtatt.— Ge⸗ legentlich dieſer Ballonwettfahrt werden von den Luftſchiffern während des Fluges auch Ballondepeſchen ausgeworfen werden, die ſich in waſſerdichten Briefumſchlägen befinden. Die Das schöne Mädchen von Bellomon. Roman von Wilhelm Kunde. Am Morgen des 4. November 1903 lag in dem berühmten Badeort Oſtende der Strand öde und verlaſſen. Ein Sturm den man in der Stadt nicht ſo wahrnahm, heulte hier mit voller Kraft aus Südweſt und trieb die Wogen mit klatſchender Geißel gegen den ſteingefaßten Hafendamm. Die Brandung tobte gleich einem viel hundert Meter weiten, weißen, von Fieberſchauern durchrüttelten Un⸗ 1 Wie mit Millionen kleiner Krallen uchten ihre mächtigen, feuchten Pranken ſich einzuſchlagen in das Gebilde von Menſchenhand aber gleichmütig trotzten die am een Quader allen Angriffen der empörten Elemente. Am Himmel war das Frührot aufgezogen, fern im Oſten aber hatte ſich ein dickes, ſchwarzes Gewoͤlk bor die Stelle gelagert, von der aus die Sonne ihren Weg antreten wollte. Die im Sommer von der Eleganz der internationalen Lebewelt erfüllte Strandpro⸗ menade bot einen faſt unheimlichen Anblick. e Hotels waren ſämtlich geſchloſſen, die enſter verdeckt, verſchiedentlich ſogar mit rettern und Latten vernagelt, damit der Sturm den Oſtender Glaſern bis zum Frühjahr nicht zu viel Arbeit beſcheere. Am Landungsſteg ſtand ein Mann von etwa 28 Jahren; er war mittelgroß und regel⸗ mäßig gebaut. Sein Geſicht mit den ſcharf⸗ umriſſenen Zügen war bleich und hatte zeit⸗ weiſe etwas unſtätes. Er trug ein Beinkleid engliſchen Schnittes von graugeſtreifter Farbe und darüber einen ſchwazren Gehrock, dem man unſchwer den deutſchen Urſprung anſah. Den Kopf bedeckte eine grüne Reiſemütze. Stiefel und weiße Wäſche waren tadellos. „Wie bange Träume ſtehen Die Häuſer in langer Reih'“ murmelte er wie gedankenlos vor ſich hin. „Stimmt auffallend“, klang eine helle, —2 krähende Stimme auf einmal hinter ihm. Ueberraſcht wandte der andere ſich um. Er erblickte einen etwa 45jährigen Mann. „Simmt auffallend, Herr Landsmann“, fuͤgte dieſer hinzu, als er ſich von dem andern erſtaunt und etwas unwillig betrachtet ſah. „Entſchuldigen Sie daß ich Sie in Ihrer Nebelſchwärmerei geſtört habe. Guter Gedanke, hier Morgens ſchon Natur zu kneipen. Sind anſcheinend Maler, Monſieur, oder etwa Poet?“ Er war dicht herangetreten. Der jüngere ſah in ein dickes Geſicht mit ſchwarzen, ver⸗ ſchlagen blickenden Augen. „Weder das eine, noch das andere“, ſagte er kurz. „Hm, Sie ſehen auch ganz vernünftig aus. Aber weshalb haben Sie für dieſe frühe Promenade nur ſo ein dünnes Koſtüm gewählt; der Wind puſtet Sie ja wie einen Schneider auf?“ Ich wundere mich nur, daß Sie noch nicht hochgeflogen ſind.“ „Jeder zieht das an, was ihm beliebt“, erwiderte der andere trocken. „Ausgezeichnet gut gebrüllt, Löwe, aber ſehen Sie mal da—“, er wies mit dem Finger nach Oſten. Dort bot ſich in der Tat ein wunderbar ſchönes Schauſpiel. Die Sonne war im Kampf mit der dicken ſchwarzen Wolke endlich Siegerin geblieben. Sie hatte ihren Gegner durchbohrt und hob nun 18 triumphirendes Antlitz blutrot aus dem feuchten Bade alle Wolken⸗ ſäume des öͤſtlichen Himmels mit Streifen vom tiefem Rot bis zum fahlen Gelb ſchmückend. Prächtig und erſchreckend zugleich rauſchte und wogte das Meer in der Motgenglut; da ſetzte der Sturm zu einer neuen Fanfare an, wie um der winterlich ernſten Königin des Tages als getreuer Vaſall einen Willkommensgruß zu ſchmettern. Und die Sonne lächelte ein wenig und ſchmuckte zum Zeichen ihres Dankes das weiß ſchäumende Haupt der Brandung mit einer flimmernden Krone von Myrladen Brillanten. f „Famoſer Anblick in der Tat!“ krähte der Finder derſelben werden gebeten, im Intereſſe der Sache die Kouverts zu öffnen und die darin befindlichen Telegramme dem nächſten Telegraphenamt zur Beförderung zu übergeben. Ferner wird gebeten, die in verſchiedenen Sprachen ausgeſtellten Fragebogen auszufüllen und dem darauf angegebenen Adreſſaten als Brief zu überſenden. Die Koſten der Tele⸗ grammgebühren und ſonſtigen Auslagen werden umgehend zurückerſtattet. Außerdem erhält der Finder einer Ballondepeſchen noch eine Be⸗ lohnung. Ettlingen, 17. Mai. Geſtern früh, als die Frau des hier wohnhaften Thaddäus Ziegler mit Kaffeekochen beſchäftigt war, befan⸗ den ſich auch zwei Kinder, ein 10jähriges Mäd⸗ chen und ein 5jähriger Knabe bei ihr in der Küche. Während die Mutter auf kurze Zeit, um Kaffeebrot zu holen, entfernt war, wobei ſie aus Vorſicht die Tür abſchloß. machte ſich das Mädchen am Herde zu ſchaffen. Es hob den Hafen vom Feuer herab, dabei ſetzten die emporzüngelnden Flammen ſeine Kleider in Brand und im Nu ſtand das Mädchen in hellen Flammen. Die beiden eingeſchloſſenen Kinder erhoben ein fürchterliches Geſchrei, wel— ches denn auch die Nachbarſchaft ſofort alar⸗ mierte. Man ſchlug die Türe ein und löſchte die Flammen. Das Mädchen erlitt aber ſolche Brandwunden, daß es bald darauf ſeinen Ver⸗ letzungen erlag. Nürnberg, 16. Mai. In Puttenſtein wurden bei einem ſchweren Gewitter 5 Perſo⸗ nen, die ſich unter einen Baum geflüchtet hat⸗ ten, durch Blitzſchlag getötet. Ein Kind erlitt ſchwere Verletzungen. Berlin, 14. Mai. Die Gefängnis⸗ verwaltung Tegel teilt mit, daß ein Mann, deſſen Perſönlichkeit noch nicht feſtgeſtellt iſt, ſeit dem Himmelfahrtstag für den flüchtigen Bankbeamten Neumann eine einmonatige Ge— fängnisſtrafe wegen Angriffs auf ein minder⸗ jähriges Mädchen angetreten hat. So ein Er⸗ ſatzmann wäre eine„feine“ Einrichtung für reiche Verbrecher! Unna, 14. Mai. Ein Bergmann wollte ſich durch Einreiben mit Petroleum ſeinen Rheumatismus vertreiben. Er kam jedoch dem 805 zu nahe und verbrannte bei lebendigem eibe. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung. (Vom 13. Mai 1907.) 10 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnis⸗ verſicherungen bleiben unbeanſtandet. 2 Grundſtücke in Rheinau werden nach dem Verkehrswert geſchätzt. Zur Legung einer Starkſtromleitung durch die Neue Rheinau⸗Akt.⸗Geſ. auf dem Kreisweg Nr. 11 von deſſen Abgang von Landſtraße Nr. 3 bis zum Bierkeller von Pfiſterer wird die Genehmigung erteilt. Mit Heinrich Gramlich in Rheinau ſoll wegen Beſpannung des Krankentransportwagens ein Vertrag abgeſchloſſen werden. a Beim Grundbuchamt wird die Zuſammen⸗ ſchreibung der Grundſtücke Lagerbuch Nr. 6624 b zu dem Gemeindegrundſtück Lagerbuch Nr. 6301 beantragt. Verſchiedene Abhörbemerkungen zur 1905er Rechnung werden beantwortet. Die vorliegenden Rechnungen werden ge⸗ prüft und zur Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. Seckenheim, 17. Mai. Wie aus dem Inſeratenteil erſichtlich iſt, beteiligt ſich unſere hieſige Radfahrer⸗Geſellſchaft am kom⸗ menden Sonntag und Montag an dem in Mannheim ſtattfindenden Wanderſportsfeſt des Deutſchen Radfahrer-Bundes. Sowohl zum Preiskorſo wie zum Mannſchaftsdauerfahren von ca. 60 Kilometer hat der Verein eine beſtimmte Anzahl Fahrer gemeldet und wäre es dem ſtrebſamen Verein zu gönnen, wenn derſelbe trotz der ſehr großen Konkurrenz mit einem erſten Preis zurückkehren würde. Wir wünſchen unſeren wackeren Radlern einen gan⸗ zen Erfolg. All Heil! — Die Vorunterſuchung gegen den Rechts⸗ anwalt Hau, der des Mordes an ſeiner Schwiegermutter, der Frau Molitor, beſchuldigt wird, iſt nunmehr abgeſchloſſen. Die Akten ſind an die Staatsanwaltſchaft in Baden zur Erhebung der Anklage, die auf Mord lautet, abgegangen. Der Sachverſtändige, der Hau unterſuchte, bezeichnete den Beklagten für geiſtig vollkommen normal. — Dieſer Tage wurde bei dem belgiſchen Orte Hacconot in einem Sack eingenäht die Leiche eines Landwirts gefunden. Die Unter- ſuchung hat ergeben, daß die eigene Frau und deren Liebhaber den Mann ermordet und in den Maaß⸗Kanal geworfen haben. Auf Be⸗ treiben des 14jährigen Kindes des Ermordeten wurden die Beiden verhaftet. Sie haben das Verbrechen bereits eingeſtanden. — Mährend eines Ausflugs auf den Hohenzollern verſuchte der Bauwerkmeiſter Rehfuß von Balingen die auf dem Hohen⸗ zollern angebrachte Kletterſtange zu erklettern. Die Stange brach plötzlich entzwei und der ſtehen gebliebene Teil drang Rehfuß in den Unterleib ein. Er wurde ſchwer verletzt heim⸗ gefahren. — Der langſame Johann.„Johann, haſt du ſchon eine Schnecke geſehen?“— Freili, Herr, freili!“—„Die muß dir aber entgegen⸗ gekommen ſein, denn eingeholt hätt'ſt du ſie niemals!“ — Boshaft. Weinhändler:„Ich pflege immer Rotwein zu trinken, meine beſte Marke. Glauben Sie, daß mir in meinem jetzigen ſchwachen 6 05 das Getränke ſchaden kann?“— Arzt:„Hm, hm,— es wäre doch beſſer, wenn Sie reines Waſſer tränken.“ e*. 7 2 7 n 72 5 N e 9 0 — Jugend ſpielfeſt. Als letzte Veran⸗ ſtaltung in der offiziellen Feſtwoche anläßlich des Mannheimer Stadtjubiläums wird am 4. Juni, nachmittags ein großes Jugendſpielfeſt auf den ſtädtiſchen Rennwieſen ſtattfinden. Gegen 10000 Knaben und Mädchen von der fünften Altersſtufe an aller hieſigen Schulen werden ſich zu fröhlichem Spiele bei Muſik und Geſang vereinen. Dieſes bunte Treiben auf dem weitausgedehnten Platze wird nach einem mit allen Einzelheiten genau feſtgeſtellten Pro⸗ gramm vor ſich gehen. Hiernach verſammeln ſich am Feſttage, nachmittags halb 3 Uhr, die Knaben dei der Moll⸗Schule und die Mädchen auf dem Sportsplatz im Luiſenpark. Von hier aus erfolgt in feierlichem Zug bei klingendem Spiel der Einmarſch auf dem Feſtplatz. Dort angekommen, wird ein Knabenchor(gebildet aus 450 Schülern der Volksſchule) das Feſt durch feierlichen Geſang eröffnen. Hierauf erfolgt ein großer Reigen, den zirka 1800 Knaben mit bunten Fähnchen nach dem Takte der Muſik ausführen. Nun wird ein Mäd⸗ chenchor von 450 Stimmen einen feierlichen Geſang erklingen laſſen. Eine bereitſtehende Schar von 2000 weißgekleideten Mädchen mit bunten Blumenreifen wird ſodann einen lieb⸗ lichen Reigen führen. Nach dieſen großen Er⸗ öffnungsdarbietungen gehen die einzelnen Schulen und Schulabteilungen nach ihren Spielfeldern ab, deren auf der weiten Ebene 38 für ſie her⸗ gerichtet ſind. Hier beginnt nun ein fröhliches Spiel, das auf jedem Einzelplatz nach be⸗ ſtimmtem Programm unter Leitung und Aufſicht der betreffenden Lehrer vor ſich gehen wird. Gleichzeitig wird eine Bewirtung mit entſprechenden Speiſen und Getränken ſtatt⸗ finden. Den Eltern und Freunden der Jugend ſowie den ſeitens der Stadtverwaltung ge— ladenen Gäſten iſt auf den Tribünen ſowie auf dem gegenüberliegenden Neckardamm Gelegen⸗ heit geboten, das muntere Treiben der großen Jugendſchar beobachten zu können. Auf den Tribünen und vor denſelben muß jedoch, um einen übermäßigen Andrang des Publikums zu verhindern, eine Eintrittsgebühr erhoben werden, welche aber für die Wohlfahrtseinrichtungen unſerer Volksſchule beſtimmt iſt. Um den Zuſchauern eine Abwechſlung zu bieten, werden auf zwei großen Podien vor den Tribünen und am Neckardamm beſondere Turn⸗ und Spielvorführungen ſtattfinden. Dieſelben werden nach beſonderem Programm vor ſich gehen, 11 in den nächſten Tagen veröffentlicht wird. , Seckenheim, 17. Mai. Der am letzten Dienstag ſtattgehabte Ferkelmarkt war mit 127 Stück befahren und wurden 100 zum Preiſe von 20— 25 pro Paar abgeſetzt. Colksbad Seckenheim. Heute für Männer geöffnet. Dicke am Strande,„aber nun wachen Sie auf, mein Beſter, Sie haben ſchon eine ganz blaue Naſenſpitze!“ „Ganz recht!“ erwiderte der andere,„ich muß gehen. Guten Morgen mein Herr!“ „Nanu! Mit einem Male ſo eilig; ich komme übrigens mit!“ „Wohin?“ „Nach Brügge, mein Werter wohin Sie zu gehen belieben.“ „Ja, aber woher, wiſſen Sie denn—“ „Woher? Das iſt vorläufig meine Sache. Aber da uns der Wind nun einmal an dieſem teuren Strand zuſamuengefegt, wir oben⸗ drein Landsleute ſind, und das gleiche Ziel haben, ſo ſehe ich nicht ein, weshalb wir nicht den Weg gemeinſam zurücklegen ſollen— laſſen Sie nur, ich weiß, Sie wollen jetzt ſagen: ein anſtändiger Menſch fragt den andern in ſolchem Falle erſt, ob es ihm angenehm iſt. Dazu muß ich von vornherein bemerken, daß ich mich immer gebe, wie es mir gefällt!“ Der andere, der nicht wußte, ob er ſich ärgern oder ob er lachen ſollte, gab keine Antwort und bog auf der Straße hinter dem alten Bahnhof in den Automobilfahrweg ein, der durch die Parkanlagen nach dem Brüggeſchen Steinweg führte. Als ſie ſich nun auf der Cauſſee befanden, und die Stadt im Rücken hatten, ſagte der Dicke, als er merkte, daß aus ſeinem ſchweig⸗ ſamen Gefährten nicht viel Unterhaltung heraus— zupreſſen war, plötzlich: „Sie ſcheinen übrigens ein ganz geſcheidter Kopf zu ſein, daß Sie ſich ſo vernüftig in das Unabänderliche fügen. Ein anderer hätte vielleicht gegen den unerwünſchten Reiſekollegen proteſtiert. Aber ich brauche Ihnen wohl nicht zu verſichern, wie nutzlos das geweſen wäre.“ Der andere ſchwieg immer noch; nach einer Minute aber ſagte er: „Da ich mir alſo nun nach Ihrer Meinung Ihre Geſellſchaft wohl oder übel ge⸗ fallen laſſen muß, Herr Landsmann, den ich nicht zu kennen die Ehre habe, wollen Sie mir nicht geneigteſt Ihren werten Namen nennen? Ich heiße Erwin Gruner!“ „Großartig lachte der andere,„wirklich großartig! Nun brauchen Sie nur noch in die Taſche zu greifen, um die Viſitenkarte her⸗ vorzuholen. Alſo Sie heiſen Gruner!— Sehr angenehm, Fällt mir aber gar nicht ein. Und meinen Namen erfahren Sie auch nicht. Denken Sie, ich ſei ein etwas dick geratenes Stück vom ewigen Juden oder ein des Meeres überdrüſſig gewordener fliegender Holländer, oder was Ihnen ſonſt beliebt. Wenn Sie mich aber durchaus bezeichnen wollen, dann nennen Sie mich Molski!“ „So!“ ſagte darauf Erwin, der an dem 5 Geſellen Intereſſe fand,„alſo— err—“ „Molski. Es bleibt, um dem Kind einen Namen zu geben, bei dieſem Inkognito“, und ohne Erwin wieder zu Wort kommen zu laſſen, ſchwatzte er faſt eine halbe Stunde müßte ich ja nun wohl ſagen.“ allerlei tolles Zeug; endlich aber unterbrach* ſich und fuhr dann erſt nach einer Weile fort: „Wie Sie ſehen bietet dieſe Gegend gerade keine großen landſchaftlichen Reize und da Sie beim Wandern durch Flandern doch wahrſcheinlich etwas ſehen wollen, ſo werde ich Sie einen andern Weg führen, der ja auch gerade nicht welterſchütternd, aber doch immerhin intereſſanter iſt, als dieſe alte Steinparade!“ Und ohne Erwins Zuſtimmung abzu⸗ warten, ſchlug er einen Seitenpfad ein. Als er aber merkte, daß ſein Gefährte nicht Miene machte, ihm zu folgen, rief er ihm in ziemlich gereiztem Tone zu:„Ich möchte nicht unhöflich werden, ſonſt würde ich ſagen: wirds bald?“ Dieſe Unverſchämtheit war Erwin denn doch zu toll; er erwiederte deshalb in ganz ent⸗ ſchiedenem Tone: „Hören Sie mal, Herr Molski, oder wer Sie ſonſt ſein mögen, ich verbitte mir einen ſolchen Ton ein für allemal. Im übrigen werde ich den Weg einſchlagen, den ich für gut befinde; gehen Sie meinetwegen, wo Sie Luſt haben!“ Ohne ſich nach dem Dicken noch mal um⸗ zuſehen, ſchritt er weiter. (Fortſetzung folgt.) — Student:„Ja, mein lieber Wirt, dieſen Monat kann ich Ihnen nichts zahlen.“— Wirt:„Aber das haben Sie vorigen Monat auch ſchon geſagt.“— Student:„Nun, und habe ich vielleicht mein Wort nicht gehalten!“ 1 VU A N Bekanntmachung. Die Feſtſetzung der Beiträge Gebäudeverſicherungsanſtalt betr. ö Nr. 2900. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß die Um⸗ lage von 100 Mark Verſicherungsanſchlag für das Geſchäftsjahr 1906 auf 13 Pfg. feſtgeſetzt wurde. Die Beitrags- und Zuſchlagstabellen liegen während 8 Tagen, das iſt vom 17. bis 25. ds. Mts. auf dem Rathaus Seckenheim bezw. Stabhalteramt Rheinau zur Einſicht der Gebäudeeigentümer offen. Seckenheim⸗Rheinau, den 14. Mai 1907. Gemeinderat: Volz. Schulhaus-Heubau-Rheinau. Den Neubau eines 2. Stengelhofſchulhauſes in Rheinau betr. Nr. 2955. Zum Neubau eines Schulhauſes in Rheinau ſollen nachſtehende Arbeiten an in der Gemeinde anſäſſige Handwerker ver⸗ geben werden: zur Ratſchreiber Ritter. „Erd- und Maurerarbeiten, Steinhauer⸗ und Treppenarbeiten, . Eiſenlieferung, Zimmerarbeiten, Schmiedearbeiten, . Spenglerarbeiten. Zeichnungen, Bedingungen und Arbeitsbeſchriebe können auf dem Rathauſe in Rheinau und auf dem Rathauſe in Seckenheim eingeſehen werden, woſelbſt auch Angebotsformulare erhältlich ſind. Angebote ſind bis Montag, den 31. Mai d. Js. beim Stab- halteramt Rheinau oder Bürgermeiſteramt Seckenheim einzureichen. Seckenheim, den 13. Mai 1907. Sr Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Nr. 2988. Nachdem in mehreren Hausſtänden dahier Diphterie ausgebrochen iſt, bringen wir nachſtehend die zur Verhütung der Verbrei⸗ tung von Diphterie und Scharlach vorgeſchriebenen Maßregeln zur öffentlichen Kenntnis: Verordnung. Das Familienhaupt, in deſſen Wohnung eine Erkrankung an Diphtherie oder Scharlach vorkommt, iſt verpflichtet; a. für thunlichſte Abſonderung des Erkrankten zu ſorgen; b. die zu ſeinem Hausſtand gehörende Kinder im Alter bis zu 14 Jahren— diejenigen, welche die Volksſchule beſuchen, ohne Unterſchied des Alters— vom Beſuche der Schule und der Kirche abzuhalten und darauf hinzuwirken, daß der Verkehr dieſer Kinder mit anderen Kindern, insbeſondere auf öffentlichen Straßen und Plätzen, tunlichſt beſchränkt werde; c. die erforderlichen Desinfektionsmaßnahmen gemäß der beige⸗ druckten Anweiſung(Anlage J) zu bewirken. Die b unter a und b ſind zu beobachten, bis 4 Wochen ſeit Beginn der Erkrankung abgelaufen ſind und eine ſorgfältige Reini⸗ gung des Kranken entſprechend der Anweiſung über das Desinfektions⸗ verfahren ſtattgefunden hat. Wird der Kranke oder werden die zum Hausſtand gehörenden ge⸗ ſunden Kinder aus der Wohnung entfernt, ſo hat die Maßregel unter b auf die letzteren bis zum Ablauf von 8 Tagen ſeit dieſer Entfernung Anwendung zu finden. Wenn mehrere Erkrankungen im gleichen Hausſtande erfolgen, iſt die Maßregel unter b bis zum Ablauf von 4 Wochen ſeit Beginn der letzten Erkrankung zu beachten, ſofern nicht entſprechend der Beſtimmung in Abſatzung 3 die Abkürzung dieſer Dauer ſtatthaft iſt. Bei ſtattgehabter Erkrankung an Diphtherie kann auf Grund einer ärztlichen Beſcheinigung, daß die vollſtändige Geneſung des Erkrankten eingetreten, die vorſchriftsmäßige Reinigung und Desinfektion vorgenom⸗ men und kein neuer Erkrankungsfall im Hausſtande vorgekommen iſt die Beobachtung der Maßregel unter a und b durch den Bezirksarzt ſchon nach 14 Tagen ſeit Beginn der Erkrankung nachgelaſſen werden. Der Zutritt zu Leichen der an Diphtherie oder Scharlach Geſtor⸗ benen iſt tunlich zu beſchränken, insbeſondere Kindern nicht zu geſtatten. Auch zu den Leichenbegängniſſen dürfen in ſolchen Fällen Kinder nicht beigezogen werden. Seckenheim, 17. Mai 1907. gürgermeiſteramt: Ratſchreiber 1 Volz. Ritter. Versteigerung. Nr. 3040. Am Dienstag, den 21. Mai 1907, Vormittags 10½ Uhr werden auf dem Rathaufe eine Partie abgängiger Nebpfähle(aus dem Garten des Schulhaufes in der Friedrichſtraße) ſowie ein Wind fall (Stamm in der großen Stube) gegen Baarzahlung öffentlich verſteigert. Seckenheim, den 16. Mai 1907. gürgermeiſteramt Volz. Gras-Oersteigerung. Nr. 3034. Am Dounerstag, den 23. Mai 1907, Vor⸗ mittags 8 Uhr, wird das Graserträgnis vom Wörthel auf dem Rathaus öffentlich verſteigert. ö Seckenheim, 16. Mai 1907. Gemeinderat Ratſchreiber 1 Volz. Ritter. Volksbad. Nr. 2954. Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß das Volksbad in der Friedrichſchule am Püngsſanntag geſchloſſen bleibt. Seckenheim, den 16. Mai 1907. gürgermeiſteramt Volz. R N 2 0 Eduard Merklein, Seckenheim empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in Tuch und Buxkin, Kleiderstoffen, Wolle und Baumwolle, Schürzenstoffen, Satin, Auguste, Rölsch, fertige hemden und Hosen, Kragen, Kravatten etc. Aufmerkſame gedienung. Neue Muſter find eingetroffen. Elektrische 4 Zellen Bäder Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. Nach den neuen wiſſenſchaftl. Gutachten von Prof. Dr. Hoffa, Dr. von Norden, Dr. Loſſen, Hofrat Dr. Stitzing wurde durch die Behandlung der Elektr. 4 Jellen-gäder erfolgreiche Heilung bei Herz- und Nerven krankheiten, Kopfſchmerz, Schlaflaſigkeit, Angſtgefühl, Jschias, Veitstanz, Hyſterie, Neuralgien, Schreib Rrampf, Tabes-Spinal-Jrritation, Diabetes(Zuckerkrankh.), Rheumatismus, Muskelſchwäche, Slaſenſtörungen,§tuhlver⸗ ſtopfung etc. erzielt. Direkt. Ych. Schäfer, Lichtheil⸗Juſtitut„Elektron“ Mannheim, N 3, 3, 1. Stock. Geöffnet von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, Sonntag von 9—1 Uhr. 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Empfehle mich im Reinigen von Damen⸗ und Herrengarderoben, Coſtümen, Flaggen, Teppichen, Decorations⸗Stoffen, Uniformen, ſowie im Gardinenwäſchen, ferner im Färben jeder Art, Möbelſtoffe, Strauß⸗ und Schmuckfedern werden gewaſchen, gefärbt und gekrauſt. Hochachtungsvoll Lodokus Schäfer. Geſchäfts⸗Eröffnung und Empfehlung. Mache einer verehrl. Einwohnerſchaft von Seckenheim und Um⸗ gebung die ergebene Mitteilung, daß ich an hieſigem Platze, Schloß ſtraße 29, eine Conditoreiwarenfabrik eröffnet habe und bitte um geneigten Zuſptuch. Gleichzeitig empfehle mich zur Lieferung von Sahnen⸗ und Frucht⸗ eis zu Hochzeiten, Kindtaufen und anderen Familienfeſten. Hochachtungs voll Kurt Käppel. Ebendaſelbſt ein möbliertes Zimmer zu vermieten. Gasfhaus zum Deutschen Hof. Am Pfugſtmantag von nachmittags ½3 Uhr ab gut⸗ heſetzte Tanz- Musik. Hierzu ladet freundlichſt ein Valentin Kunzelmann. n N n N * 1 N N N N deshalb der natürl Auch in 30 und 150 Literpaketen zu haben. Ueberall Niederlagen, erkenntlich durch Plakate, oder direht ab Plochingen unter Nachnahme von Weiss& Co., G. m. b. H., Plochingen a. N. N prospekte mit Gebrauchsanweisung gratis un ranko. 2 Niederlage bei J. Hilsheimer, Seckenheim. —— * i E h- ra ft⸗ Tutter⸗Zusatz Arematik. iſt ein die Fresslust im hohen Grade ſteigendes und die Fettproduktlon begünſtigendes Präparat für Mastoleh und Pferde. Poſtkolli Mk. 4.75 franko Nachnahme. Albert Schmitt, Mannheim⸗Neckarau 4. q 1 * Ine line gratelem ecte g, lr drt lulu ful Einladung. Die 23. Geueralverſammlung des Verbandes der landwirt⸗ ſchaftlichen Creditgenoſſenſchaften findet Donnerstag, den 23. Mai 1. Irs., vormittags 10½ Uhr im Roſengarten(Muſenſaal) in Mannheim ſtatt. Alle Verbandsgenoſſen werden hiermit zu zahlreicher Beteiligung freundlichſt eingeladen. Sämmtliche teilnehmende Verbands⸗ mitglieder wollen ihre Namen in der Vorhalle in die dort aufliegende Liſte eintragen laſſen, woſelbſt ſie dann eine Teilnehmerkarte in Empfang nehmen können. Dieſelbe berechtigt zum freien Eintritt in den Roſengarten am 23. und 24. Mai ſowie zum ermäßigten Eintrittspreis von 50 Pfg. in die Internationale Kunſt⸗ und Gartenbauausſtellung⸗ vom 23. bis 25. Mai. Ländlicher Creditverein Seckenheim. Eingetragene Genoſſenſchaft mit unbeſchränkter Haftpflicht. Land wirtschaftliche Ein- und Verkaufs- Genossenschaft Seckenheim. E. G. m. b. H. Bekanntmachung. Freitag, den 24. d. Mts., Vormittags 10 ⅛ Uhr findet im„Roſengarten“ in Mannheim der Verbandstag des Verbandes bad. landwirtſchaftlicher Konſumvereine ſtatt. Vom 23. bis 25. Mai veranſtaltet der Verbund im Mannheimer Roſengarten(Nibelungenſaal) eine große badiſche Weinausſtellung, deren Beſuch wir den Mit⸗ gliedern ſehr empfehlen. In der Weinausſtellung wird eine Eintrittsgebühr von 25 Pfg' erhoben, dies berechtigt bei Abgabe des Koupons ein Glas Wein zu verlangen Wer von den Mitgliedern am Verbandstag oder an der Hafenrundfahrt teilzunehmen gedenkt, mögen ſich ſofort bei der Verkaufs⸗ ſtelle anmelden, damit wir für entſprechende Ausweis⸗Karten noch Sorge tragen konnen. Der Vorstand. Landwirtſchaftliche Ein⸗ und Verkaufsgenoſſenſchaft Jettenheim. Einladung. Famstag, den 18. d. Mts., Abends 8¼ Uhr hält im „Gaſthaus zur Roſe“ dahier, der Beamte der Oberrheiniſchen Ver⸗ ſicherungs⸗Geſellſchaft Herr Berlinghof einen Vortrag über Haftpflichtverſicherung. Wir bitten die verſicherten ſowie nichtverſicherten Mitglieder, dieſem intereſſanten, nutzbringenden Vortrag beizuwohnen. Der Vorſtand. Erdunßkuchen und Palmkuchen iſt eingetroffen. Radfahrer- Gesellschaft Seckenheim. Vereinslokal:„Reichsadler“. Einladung zu dem am 19. und 20. Mai 1907,(Pfnſten) in Mannheim ſtatt⸗ findenden Wanderſportsfeſt ſüddeutſcher Gaue des D. R. B Sonntag, Vormittags 9 Preis- und Feſt⸗Korſo. Sonntag, Abends 8 Uhr Preisverteilung im. Friedrichspark in Mannheim. Montag, Vormittags 5 Uhr Abfahrt der angemeldeten Fahrer und Erſatzleute zum Vereinsmannſchaftsfahren ca. 60 Kilometer. Start und Ziel: Bahnhof Neckarau. Pünktliches Erſcheinen erwartet Uhr Abfahrt vom Vereinslokal zum Der Vorſtand. Bekanntmachung. Die Verkaufszeit an den Sonn- und Feiertagen in Mannheim und Tudwigshafen iſt ab 1. April d. Js. von 11 bis 1 Uhr durch Ortsſtatut feſtgeſetzt. Es iſt von den Geſchäften Vorſorge getroffen, daß itrotz der verkürzten Verkaufszeit die verehrl. Kundſchaft prompt und ſorg⸗ fältigſt bedient wird.. fer Die Inhaber der Ladengeſchäfte in Mannheim. — Ein arucſiiugen nal, acinbendlel, Zuch teb er fluglanz! 0 6 4 0 alt(Vorkſhir) hat zu Fabrihe nf. verkaufen 7507 Peter Bühler, z.„Hirſch“. (amſcenpnen e glvesh ns