Fefenheiner Anz * 0 ern 8 tiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheſm. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 80 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. hellrich in Seckenheim. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 41. Mittwoch, den 22. Mai 1907. 7. Jahrgang Zur Frage der Seßhaftmachung der Landarbeiter. (Schluß.) In dem Antrage müſſen Angaben über die ungefähre Größe der Stelle, über den Preis des Grund und Bodens ſowie ein Bauplan enthalten ſein. Die geſamten Koſten der Stellen ſollen in der Regel 5000 Kronen nicht überſteigen. Wird von der Kommiſſton alles in Ordnung befunden, ſo erhält der Arbeiter ſein Staatsdarlehen ausbezahlt, das Neun⸗ zehntel vom Beleihungswert der Stelle beträgt. Das Staatsdarlehen wird als Hypothek einge⸗ tragen und mit 3 Prozent jährlich verzinſt. In den erſten 5 Jahren iſt das Darlehen amortiſationsfrei, danach findet eine Amorti⸗ ſation von 1 Prozent fur Zweifünftel des Darlehens ſtatt. Erſt, wenn dieſe Zweifünftel des Darlehens amortiſiert ſind, beginnt die Amortiſation der letzten Dreiviertel ebenfalls mit 1 Prozent jährlich. Das Darlehen iſt unkündbar. Der Staat kann an ſolchen Dar⸗ lehen während 5 Jahre jährlich drei Millionen Kronen aufwenden. Alle drei Jahre findet eine Beſichtigung der Stelle ſtatt. Ueber die Wirkungen des Geſetzes liegen nunmehr ſtatiſtiſche Ermittlungen vor, ver⸗ öffentlicht in den„Mitteilungen der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft.“ In den erſten Jahren iſt das Geſetz nicht in dem Umfange ausgenützt worden, wie man erwartet hatte. Die hiefür in Ausſicht geſtellten Gelder wurden nicht ganz verbraucht. Im ganzen wurden in den Jahren 1900/1905 1859 Stellen errichtet mit einem Staatsaufwande von 6530230 Kr. Von den 1814 Anſiedlern, welche den Frage⸗ bogen beantworteten, hatten neun Zehntel eine 3 begründet, und zwar ergab ſich im urchſchnitt ein Hausſtand von 5,04 Perſonen auf die Häuslerei. Vier Fünftel der Anſiedler waren aus der Klaſſe der landwirtſchaftlichen Tagelöhner hervorgegangen, ein Zehntel hatte im feſten Geſindeverhältnis geſtanden und ein Zehntel andere Erwerbsquellen angegeben. Beſonders wichtig ſind die Angaben über die Arbeitsleiſtung dieſer Häuslerſtellen für die Landwirtſchaft. Von 1616 Perſonen hatten 1477 die Frage, ob ſie für andere arbeiteten, mit ja beantwortet; 1338 gaben nähere Auf⸗ klärung über die ungefähre Zahl der Arbeits⸗ tage. Im Durchſchnitt fielen hiernach jährlich 155 Arbeitstage für andere auf die einzelnen Häuslerſtellen. Die Zahl der Arbeitstage iſt für die einzelnen Stellen um ſo größer, je kleiner der Betrieb iſt. Die geſamte Anzahl der Ar⸗ beitstage, welche in einem Jahre von den In⸗ habern der errichteten Häuslerſtellen für andere geleiſtet wurden, betrug für Dänemark 207 382. Von den 1849 Stellen ſind 85 im Wege des freien Verkaufs und 4 durch Zwangsverkauf in andere Hände übergegangen. Die Wirkungen dieſes Geſetzes ſind immer⸗ hin als gut zu bezeichnen. Der Landwirtſchaft werden auf dieſe Weiſe bewährte Arbeitskräfte erhalten, denn es ſind ſicherlich nicht minder⸗ wertige Perſonen, die in ihrem Streben nach Eigenbeſitz vom Staate unterſtützt werden. Aber auch dem Geſamtwohl des Staates wird durch dieſe Maßnahme weſentlich gedient. Die dies⸗ bezüglichen Erhebungen weiſen nach, daß gerade dieſe vom Staate geſchaffenen und unterſtützten Häuslerſtellen andere landwirtſchaftliche Klein⸗ betriebe ähnlicher Größe an Intenſität des Be⸗ triebes weit übertreffen. Wenn nun auch ein Vergleich und eine Uebertragung landwirtſchaftlicher Verhältniſſe Dänemarks auf die deutſche Landwirtſchaft ohne weiteres durchaus nicht angeht, da die klima⸗ tiſchen Verhältniſſe, Verkehrs⸗ und Abſatzbe⸗ dingungen dort weſentlich anders liegen wie hier, ſo dürfte doch dieſer däniſche Verſuch der Seßhaftmachung von Landarbeitern vorbildlich ſein. Nur auf dieſem Wege der inneren Ko⸗ loniſation wird am eheſten und ſicherſten dem Arbeitermangel in der Landwirtſchaft nach Möglichkeit abgeholfen werden können! Aus Nah und Fern. »Seckenheim, 21. Mat. Der heutige dritte Wahlgang der Bürgermeiſterwahl verlief wiederum reſultatlos und wird nunmehr vom Staat ein Bürgermeiſter eingeſetzt werden. * Mannheim, 21. Mai. Sämtliche 9 am Sonntag aufgeſtiegenen Luftballons ſind in Frankreich gelandet. Karlsruhe. Durch Erlaß vom 18. Februar 1907 hat das Miniſterium des Innern die Landeskommiſſäre angewieſen, künftighin gleichzeitig mit dem Antrag auf Eintragung des Enteignungsbeſchluſſes auch die Löſchung der auf den enteigneten Grundſtücken ruhenden und nicht vorbehaltenen Laſten zu beantragen. Damit nun die zu löſchenden Laſten in den Anträgen vollſtändig und in Uebereinſtimmung mit dem Grundbuch bezeichnet werden können, haben nach einer Verfügung des Juſtizminiſte⸗ riums die Grundbuchämter auch die Rechts⸗ änderungen, welche erſt nach Eintragung der Vormerkung in die Grundbuchhefte der zu ent⸗ eignenden Grundſtücke bis zur Eintragung des Enteignungsbeſchluſſes eingetragen werden, dem Bezirksamt mitzuteilen. Eſſen(Ruhr), 21. Mai. Vor einigen Tagen wurde in das große Kaufhaus Eick Söhne ein Einbruchsdiebſtahl verübt, bei dem für 60 000 Mk. Goldwaren und Juwelen ent⸗ wendet wurden. Der Polizei gelang es, wie ſchon gemeldet, den Einbrecher in der Perſon eines früheren Hausknechts zu faſſen und ihm für 17000 Mk. Goldſachen wieder abzunehmen. Der Reſt der geſtohlenen Sachen im Werte von 43000 Mk. iſt nunmehr in einem Korn⸗ feld in der benachbarten Gemeinde Caternberg aufgefunden worden, wo ſie der Einbrecher vergraben hatte. Ein Hund hatte ſich vor der betreffenden Stelle fortwährend aufgehalten und durch ſein Verhalten die Aufmerkſamkeit ſeines Beſitzes auf ſich gelenkt, der dann Nachgrabungen anſtellte. — Ein„moderner“ Raubzug unter Zu⸗ hilfenahme eines Automobils iſt in der Nacht zum Freitag in Schöneberg bei Berlin unternommen worden. Drei Einbrecher, die in einem Automobil ſaßen, fuhren von einem Geſchäft zum anderen, verübten Schaufenſter⸗ diebſtähle, ſchafften die Beute nach dem Auto und fuhren dann ſchleunigſt davon. Es ſind auf dieſe Weiſe eine ganze Reihe Ladenfenſter ausgeräumt worden. Bei dem letzten Diebſtahl wurden die Burſchen von Paſſanten überraſcht; es gelang ihnen aber, auf das Automobil zu ſpringen und davon zu raſen. Während der „Chauffeur“ gleichzeitig Schmiere zu ſtehen hatte, war es die Aufgabe der beiden anderen Einbrecher, die Diebſtähle auszuführen. Das schöne mädchen von Bellomon. Roman von Wilhelm Kunde. Molski blickte ihm höniſch nach. „So mein Junge!“ knurrte er zwiſchen den Zähnen,„du willſt auch noch den Hochmütigen ſpielen! Warte, dich werde ich gleich mal ein Bischen kirre kriegen; dann wirſt du ſchon wollen, wie ich will!— oder warte ich lieber noch ein Bischen damit?“ Er ſtand einen Au⸗ genblick ſinnend.„Am Ende verderbe ich alles, wenn ich zu früh meine Trümpfe ausſpiele. Entwiſchen kann er mir ja nicht!“ Er wandte ſich um und ſchaute nach der entgegengeſetzten Seite, wo auch ein Mann ge⸗ gangen kam. Er winkte dieſem zu, ſich zu be⸗ eilen, und ſetzte ſich, da der Ankommende doch noch mehrere hundert Meter entfernt war, auf einen Kilometerſtein. Nach einer Weile griff er in die Taſche und entnahm einem Etui einen Brief, den er durchlas. Das Schreiben war ziemlich kurz und hatte folgenden Inhalt ohne Anrede: „Der Grünſpecht ſchreit mir eben aus London, daß er Geld gebraucht, er will nach Oſtende und von da moͤglicherweiſe nach Deutſchland kommen. Ich habe ihm in der Ueberellung eine kleine Summe geſchickt; empfangt ihn im Rafen und macht ihn auf irgend eine Weiſe unſchädlich, wenigſtens für längere Zeit. Wenn er die Tollkühnheit hat, nach Deutſchland zurückzukommen, kann uns noch die ſchön eingerührte Suppe anbrennen, denn das alte Brummeiſen zeigt Spuren von Versöhnung und Sehnſucht nach ſeinem Schoß⸗ kind. Hoffentlich habt ihr nicht wieder ge⸗ rade einen Euerer unberechenbaren Zuſtände, ſonſt ſien wir im Mustopf. Gewalt iſt möglichſt zu vormeiden. Geld folgt.“ „Das iſt die Hauptſache,“ lachte der Dicke, „im übrigen werde ich die Sache fingern, wie es mir beliebt und Euch alle beide auspreſſen. Er faltete den Brief der auch keine Un⸗ terſchrift trug wieder zuſammen und ſteckte ihn in die Taſche, während er ſich erhob, um dem inzwiſchen näher gekommenen Mann ein paar Schrute entgegen zu gehen. „Sputet Euch doch ein bischen!“ herrſchte er ihn in ziemlich lautem Tone auf vlämiſch an, „Ihr kriecht ja wie die Fliege in der Butter⸗ milch!“ Der Ankömmling trug die Tracht eines Land⸗ mannes. Er machte einen ziemlich ſtupiden Eindruck und ſeine Geſicht hatte jene ins kupferrote ſchimmernde Farbe, welche den alko- holſüchtigen Stromern eigen iſt. „Ja, Baas,“ ſagte er,„ſo ſchnell geht das nicht. Wenn man nicht gut ſchmiert, läuft kein Karren.“ Molki nahm eine Flaſche aus dem Rock, uͤbergab ſie ihm und ſagte drängend:„Nun aber ein bischen die Beine auseinander. Ihr folgt dem Kerl,“— er zeigte nach der Anhoͤhe, hinter der Gruner eben verſchwunden war— „wohin er auch geht und bringt mir Bericht, wie wirs ja ſchon in Oſtende vorſichtshalber abgemacht haben.“ „Gut Baas“, heute abend?“ „Bekommt Ihr 10 Franks.“ Der Vlame nickte befriedigt und lief den Weg, den Gruner gegangen war, entlang, ohne vorher ein Wort des Abſchieds geſagt zu haben. In der„ſtillen Stadt“. Brügge, im Mittelalter ein gewaltiges Emporium, iſt heute eine ſtille Stadt. Wohl bedeckt es noch den gleichen Flächenraum wie ehemals, auch ein Teil der alten Stadtmauer. mit den trutzigen meterdicken Warttürmen ſteht noch, aber es ſtellt keine verwegenen Soͤldner⸗ heere mehr ins Feld, um Königen und Herren Trotz zu bieten, und nur ein Bruchteil der ehe⸗ maligen Bevölkerung bewohnt in den langen Straßenzügen die meiſt ſehr ſchmucken Giebel⸗ häuſer. Weite Plätze, von einem Umfang, den ſich moderne Städte kaum noch leiſten konnen, liegen, mit Denkmälern geſchmückt, inmitten des Ortes, umgeben von wundervollen alten ſagte der andere,„und Gebäuden. Ueberall Wahrzeichen einer großen Vergangenheit. a Es war ſchon völlig finſter, als Erwin * ene A2 a 85 n R 9 Vermiſchtes. Mannheim, 20. Mai. Am Pfingſt⸗ ſonntag kam hier in Gegenwart einer mehr als tauſend Köpfe zählenden Zuſchauerſchar die deutſche Fußballmeiſterſchaft zum Austrag. Sieger blieb der Freiburger Fußballklub gegen den Berliner Fußballklub„Viktoria“ mit 3:1 Toren. Die Freiburger entfalteten ein brillan⸗ tes Zuſammenſpiel, dem„Viktoria“ nicht gewachſen war. Das eine Tor, das Berlin infolge eines Elfmeterſtoßes erzielte, iſt ſtreitig. Halbzeit ſtand das Spiel 1:1. Mosbach, 19. Mai. Auf dem Aſſulger⸗ hof(Gemeinde Allfeld) wurde in der Frühe des geſtrigen Tages ein Dienſtknecht von dem ledi⸗ gen Mauter Emil Horn aus Sulzbach infolge Eiferſucht durch einen Meſſerſtich ſo ſchwer verletzt, daß ernſte Lebensgefahr für den Ver⸗ letzten, der in das hieſige Bezirksſpital ver⸗ bracht wurde, beſteht. Der Täter iſt verhaftet. Wiesloch, 19. Mai. In der geſtrigen Sitzung des Bürgerausſchuſſes wurde die Ein⸗ gemeindung der Gemeinde Altwiesloch in die Stadtgemeinde Wiesloch mit 46 gegen 15 Stimmen genehmigt. — Nach neun Jahren. In Pflegfelden bei Ludwigsburg in Württemberg ſind dieſer Tage Aufſehen erregende Verhaftungen vorge⸗ nommen worden. Es handelt ſich um einen Straffall, der neun Jahre zurückliegt. Damals wurde ein Arbeiter auf Grund zahlreicher Zeugenausſagen wegen Körperverletzung zu elner empfindlichen Zuchthausſtrafe verurteilt. Die Zeugen hatten ihn unter Eid übereinſtim⸗ mend als den Täter bezeichnet. In der letzten Woche hat nun einer dieſer Zeugen auf dem Sterbebett gebeichtet und vor dritten Perſonen wiederholt, daß er ſowohl wie die anderen Zeugen ſeinerzeit einen Meineid geleiſtet habe; der eigentliche Täter ſei ein noch jetzt in Lud⸗ wigsburg lebender Arbeiter. Daraufhin erfolgte die Verhaftung einer Reihe von Perſonen, die damals in dem Gerichtsverfahren als Zeugen aufgetreten ſind. — Daß gegen die Ausſchreitungen des Automobilismus nichts geſchieht, obwohl ſtän⸗ dig darüber in den Parlamenten geklagt wird, darüber hatte jüngſt auch die„Kreuzzeitung“ ihre Verwunderung ausgeſprochen. Der Ber⸗ liner Korreſpondent der„Frankf. Ztg.“ hebt nun im Anſchluß an die Ausführungen dieſes Blattes hervor:„Daß in der Tat alle Anre⸗ gungen, die im Reichstage und im Landtage zum Schutze des Publikums gegen die Aus⸗ ſchreitungen des Automobilismus gegeben wer⸗ den, von den Vertretern der Regierung auf die lange Bank geſchoben werden, iſt ganz offenkundig, und man iſt auch in parlamenta⸗ riſchen Kreiſen längſt darüber klar, daß auf dieſem Gebiete nicht nur die allgemeine Lang⸗ ſamkeit in den geſetzgeberiſchen Entſchließungen obwaltet, ſondern daß beſondere Gründe für ———— e 9 N N e die Zaghaftigkeit der Regierung vorliegen. Es fehlt den Herren Miniſtern und Staatsſekre⸗ tären, wie man ganz gut weiß, nicht an Ver⸗ ſtändnis für die Notwendigkeit geſetzgeberiſcher und Verwaltungsmaßregeln zum Schutz des Publikums, wohl aber an der friſchen Ent⸗ ſchließung. Der Automobilismus hat ſich vor⸗ nehm organiſtiert und erfreut ſich hoher und höͤchſter Protektion auch als Sport, und, wie die Dinge nun einmal bei uns liegen, haben auch Staatsmänner Scheu, ſich die Finger zu verbrennen.“ — Auch ein Mückenſtich kann ein„Be⸗ triebsunfall“ ſein. Ein Magazinarbeiter zu Augsburg wurde während der Arbeit von einer Mücke geſtochen; infolge Blutvergiftung wurde ſein Arm ſchwer mitgenommen. In höchſter Inſtanz wurde dem Betroffenen eine Unfallrente von 45 Prozent zuerkannt, mit der Begründung, daß ſowohl wegen der Art des Betriebes(Farbenfabrik) wie ſeiner örtlichen Lage in der Nähe von Miſtgruben ein Mücken⸗ ſtich in dieſem Betriebe als Betriebsunfall anzuſehen ſei. — Die wenigen, bereits recht heißen Sommertage erinnern an den Sommer vor 50 Jahren. Der Sommer des Jahren 1857 war ungemein trocken; infolgedeſſen nahmen die Flüſſe in ungewöhnlicher Weiſe ab. Der Waſſerſtand des Bodenſees war infolge der ungewöhnlichen Sommerhitze und herrſchenden Trockenheit niedriger als je. Bei Friedrichs⸗ hafen ſtieg die Wärme des Seewaſſers auf 240 Reaumur und größere Hechte wurden an ſol⸗ chen Stellen tot gefunden, was auch in dem heißen Sommer des Jahres 1811 vorgekommen iſt. Noch anfangs Oktober hatte der ſonſt waſſer⸗ und regenreiche Schwarzwald unter Waſſermangel zu leiden. In hochgelegenen Orten verſiegten die Brunnen, und die Säg⸗ mühlen lagen ſtill. — Der Turntag der deutſchen Turner⸗ ſchaft findet am 28. und 29. Juli in Worms ſtatt. — Die Legende von den ausſterbende Indianern. Eine Legende, die vielen Schrift⸗ ſtellern und Rednern Stoff zu mehr oder minder rührenden und mehr oder minder rhetoriſchen Betrachtungen geliefert hat, iſt die Mär von dem fortſchreitenden und raſchen Ver⸗ ſchwinden der Indianerſtämme Armerikas. Die armen Rothäute! Nun, die armen Rothäute denken gar nicht daran, vom Antlitz der Erde zu verſchwinden. Aus offiziellen Berichten ergibt ſich vielmehr, daß ihr Zahl wächſt und daß es gegenwärtig mehr als 300 000 Indianer gibt.. Sie waren allerdings früher einmal zahlreicher, aber allzu groß iſt der Unterſchied nicht: mehr als eine halbe Million Indianer hat es vielleicht nie gegeben. In einer ge⸗ wiſſen Periode, zur Zeit der Indianerkriege, war die Zahl der Rothäute ſtark zurückge⸗ gangen; als aber dte Kriege beendigt waren, begann die Indianerbevölkerung wieder ſtändig zu wachſen. Die Hälfte der gegenwärtigen Bevölkerung hat die Nationaltracht ganz oder zum Teil abgelegt; ein Viertel ſpricht Engliſch l 9 e und ein gutes Drittel wohnt in Mietshäuſern. Moderne Gegenſtände dringen auch in die 5 5 der wildeſten Stämme ein. Bei den Indianern von Neu⸗Mexiko z. B. bilden Schränke und Nähmaſchinen den Vortrag der Zwiliſation; natürlich ſtehen dieſe Gegenſtände in einem ſeltſamen Gegenſatz zu der übrigen, zum Teil nach prähiſtoriſchen, Ausſtattung der Indianerhütten. Die fünf unziviliſterteſten Stämme beſitzen und bebauen 8 Millionen Hektar trefflichen Bodens. Die Indianer haben auch die Wohltaten des Unterrichts und der Schulbildung erkannt: die Creeks haben zehn höhere Schulen und 65 Elementarſchulen. Die Choktaw⸗Muskogee beſitzen 150 Schulen; die Chikaſew geben für den öffentlichen Unter⸗ richt jährlich 250000 Mk. aus und die Cherokee (Chirokeſen) ſogar 800 000 Mk. — Schleppenverbot. Der Prager Stadt- rat beſchloß, das Tragen von Schleppen, das bisher in den Stadtanlagen bereits verboten war, jetzt in allen Straßen der Stadt Prag zu verbieten bei Androhung empfindlicher Geld⸗ und Haftſtrafen. Sehr vernünftin! — Aus der Inſtruktionsſtunde. Unter⸗ offizier:„Huber, wiſſen Sie, wo die Wüſte Sahara liegt?“ Huber(ſchweigt).„Nun, Sie altes Kameel ſollten das ſchon wiſſen!“ — Feldwebel(beim Baden zum Ein⸗ jährigen, der ſich fürchtet, ins Waſſer zu gehen):„Was, Sie fürchten ſich vor dem 1 5 und wollen im Zivil Weinhändler ein!“ — Profeſſor:„Was geſchieht, wenn das Licht unter einem Winkel von 45 Grad ins Waſſer fällt?“ Schüler:„Es liſcht aus.“ — Emmas Wahl.„Wieſo haſt Du eigentlich einen Mann geheiratet, der einen Kopf kleiner iſt als Du, Emma?“—„Ich hatte die Wahl zwiſchen einem kleinen Mann mit großem Gehalt und einem großen Mann mit kleinem Gehalt.“ — Unumſtößlich.„Sagen Sie mir doch gütigſt, wo hier der beſte Gaſthof iſt?“— „Dort um die Ecke herum, der„Rote Löwe“! Der iſt der einzige und zugleich der beſte hier!“ — Naiv. Touriſtin:„Ich möchte gern ein paar ganz friſche Eier eſſen, Frau Wirtin oder ſind Ihre Hühner ſchon ſchlafen gegangen?“ — Deutschland, Deutschland über alles! Im bangen deutſchen Vaterlande gibt es heute wohl aum noch einen Ort oder eine Gegend, wo nicht das Fahrrad, das modernſte Verkehrsmittel 9 555 heutigen Zeit, ſich e hat. Nach vielen underttauſenden zählen die Radfahrer, die ein tahlroß ihr eigen nennen können, ein Ergebnis, das prozentual zur Bevölkerungsziffer allerdings manchen in ſeiner Anſicht, es muse in der Fahrrad⸗ produktion doch bald ein Stillſtand eintreten, be⸗ ſtärken könnte. Die Fahrradproduktion iſt aber nicht zurückgegangen, vielmehr weiſt ſie hier und da eine nicht unbedeutende Zunahme auf, und dies berechtigt der Annahme, daß die Erzeugniſſe derjenigen Firmen, eren Umſätze in den letzten Jahren trotz des ver⸗ meintlichen Stillſtandes ſtark delten ſind, unbe⸗ dingt erſtkklaſſige ſein müſſen, denn ſonſt würde ſich die Nachfrage doch unbedingt verringert haben. die Stadt betrat. Er ſah ſich zuerſt nach einem Nachtquartier um das er bei der großen Auswahl auch leicht und nach Wunſch fand.— In den Olifanten⸗Koning— Zum Elefanten⸗ König— hieß das„Eſtaminet“, welches er ſich ausgewählt hatte, und ein mächtiger ge⸗ krönter Elefant war ſein Wappen. Nachdem Erwin zu Abend geſpeiſt und ein Stündchen geraſtet, fand er es noch als zu früh, um ſchon zur Ruhe zu gehen; er verließ deshalb das Lokal und ſtreifte noch längere Zeit in der ihm unbekannten Stadt umher. Der Mond war aufgezogen und in ſeinen bleichen Strahlen machten ſich die maleriſchen Straßen beſonders wirkungsvoll. Erwin wan⸗ derte planlos umher, lief dem ſchweigenden Ufer des Fluſſes entlang und befand ſich ſchließ⸗ lich vor dem berühmten Rathaus auf dem Markte, dieſer wunderbaren Perle mittelalter⸗ licher Baukunſt. Entzückt hielt er inne; der Zauber der Mondſcheinnacht in der alten deut⸗ ſchen Stadt kam ihm erſt jetzt recht zum Be⸗ wußtſein. Lange ſtand er an dieſem Ort und wie bewußtlos klang es von ſeinen Lippen: „Mondſchein und Giebeldächer In einer deutſchen Stadt, Ich weiß nicht, warum der Anblick Mich ſtets ſo ergriffen hat.“ Da fuhr er erſchreckt auf. Ihm war, als habe er Molskis höhniſches Lachen hinter ſich gehört. Haſtig wendete er ſich um. Aber er hatte ſich getäuſcht. Niemand war hinter ihm, Der weite Platz lag menſchenleer, nur ein ein⸗ ſamer Polizetwachtmann durchſchritt ſein ſtilles nn RR r 2 3 1 Revier. Dennoch hatte dieſe Erinnerung genügt, um jede vpoetiſche Empfindung aus Erwins Seele zu verſcheuchen. Beklemmung, deren er ſich nicht erwehren konnte, legte ſich wie ein dichter Gürtel um ſein Herz. Er atmete tief auf und ſuchte die Stimmung mit aller Kraft des Willens zu oerdrängen; aber ſie war mäch⸗ tiger als er, ja, als er ſich längſt zur Ruhe begeben, vernahm er aus unruhigen Träumen die Worte der hellen krähenden Stimme:„Ich möchte nicht unhöflich werden, ſonſt würde ich ſagen: wirds bald?“ Den andern Tag verbrachte Erwin damit, die Sehenswürdigkeiten Brügges genauer ken⸗ nen zu lernen; er hatte die Muſeen und Kirchen durchſtreift, in einem deutſchen Gaſthauſe geſpeiſt und wünſchte nun noch das Stadthaus, deſſen Aeußeres er geſtern ſo bewundert, von innen kennen zu lernen. Aber er las an der vor dem Hauptportal angeſchlagenen Tafel, daß es heute ſchon zu ſpät zu einem Beſuche war. Da jedoch das mächtige Tor offen ſtand, trat er kurz entſchloſſen ein, um wenigſtens etwas zu erſpähen. In dem Hausflur, von deſſen linker Seite eine Treppe zur Bürgermeiſterei und den oberen Stockwerken führte, befand ſich rechts ein Koloſſalgemälde, deſſen Einzelheiten aber nicht mehr zu erkennen waren. Erwin, den der dramatiſche Vorwurf intereſſterte, ſuchte angeſtrengt ſo viel als möglich zu erſpähen, ſeine Umgebung völlig vergeſſend. „Ah, eifrig in das Ding vertief, das mir auch ſchon manch Kopfzerbrechen verurſucht hat,“ vernahm er da auf einmal die häßliche Stimme Molskis hinter ſich; diesmal äffte ihn kein Spiel der Sinne, denn der Dicke war wirklich unhoͤrbar an ſeine Seite getreten. „Schönes Gemälde,“ fuhr er in ſeinem alten Tone fort, unbekümmert um die offen⸗ kundige Gebärde des Widerwillens in Erwins Geſicht.„Schönes Gemälde, ich vermute von Rubens, oder doch wenigſtens aus der Schule des Peter Paul. Mich wundert nur, daß die ſchnurrigen Stadtväter den wertvollen Fetzen Leinwand ſo im Finſtern verderben laſſen. Dazu iſt er denn doch zu ſchade.“ „Wie kommen Sie denn hierher,“ fragte Erwin, ſich bemühend, gleichgültig zu bleiben. „Ich,“ er lachte,„ich habe Sie ja ſeit geſtern noch mit keinem Auge außer Acht gelaſſen, wenn Sie mich auch nicht ſahen. Doch kommen Sie wenigſtens hier aus dieſem Hauſe, damit wir uns draußen ungenierter unterhalten konnen.“ Erwin, der ſich beſann, daß geſtern ſeine energiſche Zurechtweiſung des Ueberläſtigen von anſcheinend ſo gutem Erfolg geweſen war, ſagte kühl: „Ich habe überhaupt keine Lnſt, mich mit Ihnen zu unterhalten und am allerwenigſten Meder deutlicher brauche ich wohl nicht zu werden!“ uns ſo wie ſo, wie es mir gefällt; auf Wieder⸗ ſehen, Herr Aſſeſſor,“ erwiderte Molski laut und höhniſch und verſchwand, ehe er eine weitere Antwort empfangen konnte. (Fortſetzung folgt.) „Iſt auch gar nicht nötig, wir ſprechen 1 Unter allen möglichen Marken werden heute Fahr⸗ räder auf den Markt A darunter ſehr viele, die Raf tlich der Qualität, wie oft erwieſen, durchaus nicht einwandsfrei ſind, weshalb nicht genug davor . werden kann, ſich vor dem Kaufe eines ades genau darüber 0 informieren, ob die Fi derſelben. ſein, immerhin aber darf d irma, die unter marktſchreieriſchen Anpreiſungen Käufer an ſich zu locken ſucht, auch in der Tat ſo leiſtungsfähig iſt, wie ſie verſpricht. Ein Fahrrad, das in der banden, Welt wohlverdienten Anklang gefunden hat, as durch den Gebrauch in langen, Jahren ſich bewährt und eine beiſpielloſe Stabilität und Halt⸗ barkeit bewieſen, iſt entſchieden das„Deutſchland“⸗ Fare, die Marke der Weltfirma An uſt Stuken⸗ rok in Einbeck. Das Deutſchland⸗Fahrrad iſt trotz ſeiner anerkannten vielen Vorzüge anderen Fabrikaten gegenüber eine äußerſt preiswerke Maſchine. auf einige Mark ſehen, es die troß des hervörrage land, oftmals in Bezug auf d ſagen und es geſchieht dieſ Auguſt Stukenbrok in Ein Fahrradhaus Deutſchlands n Deutſchland⸗Fahrräder befinden ſich zirka 140000 Stück zur größten Zufriedenheit im Gebrauch, ein ſicherer Beweis für die Güte und Preiswürdigkeit Es braucht nicht jedes gute Rad teuer zu Rad haben will, in ſeinem eigenen Intereſſe nicht preiswert ſind und wie ſchon in erſter Linie das„Deutſchlan 8 über alles, ſo hört man ein täglicher Verſand von oft über 300 Fahrrädern in der Saiſon gerechtfertigt dieſes Lob. Die Firma 2 8 2 ſtrierte Preisliſte über Deutſchland-Fahrräder und Zubehörteile, ſowie ſämtliche Radfährerbedarfsar— tikel, Nähmaſchinen, Waffen, Uhren, Sport- und photographiſche Artikel koſtenfrei, eine Sonderaus— abe über Motorfahrzeuge und Bedarfsartikel eben alls gratis auf Verlangen. Seckenheim, 21. Mai. Der heutige Ferkelmarkt war mit 98 Stück befahren und wurden 90 zum Preiſe von 2025 Mk. pro Paar abgeſetzt. Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. 25 erjenige, der ein tadelloſes gibt auch gute Marken, nd leichten Laufes ſehr N00 zählt zu dieſen „Fahrrad. Deutſch⸗ ar ie Deutſchland-Fahrräder es wohl mit Recht, denn eck, das älteſte und größte verſendet die reich illu— Bekanntmachung. Die Bürgermeiſterwahl in Seckenheim betr. No. 3145. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß bei der heutigen dritten Wahl eines Bürgermeiſters der Gemeinde Seckenheim 41 giltige Stimmen abgegeben wurden, wovon 37 auf Herrn Bürgermeiſter Volz, 1 auf Herrn Gg. Leonhard Volz, Bau⸗ meiſter, 1 auf Herrn Gg. Jakob Volz, Joh. Gg. Jakob Sohn, 1 auf Herrn Philipp Karl, Gemeinderat, 1 auf Herrn Gg. Volz. Joh. Gg. Sohn fielen. Eine giltige Wahl iſt ſomit mangels Beteiligung nicht zustande gekommen. Die Wahlakten liegen während 8 Tagen zur Einſicht auf dem Rathauſe in Seckenheim auf; etwaige Einſprachen gegen die Wahl ſind binnen 8 Tagen von der Bekanntmachung an beim Bürgermeiſteramt oder Großh. Bezirksamt Mannheim vorzubringen, wobei bei Vermeiden des Ausſchluſſes die Anfechtungsgründe und Beweismittel ſofort nahmhaft zu machen ſind. Seckenheim, den 21. Mai 1907. Gemeinderat: Volz. Bekanntmachung. Nr. 3116. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, der Fohlenbeſitzer, daß der Bahnarbeiter a. D. Philipp Bauſch hier den Fohlenhirtendienſt gegen die feſtgeſetzte Taxe von 1 Mk. pro Stück und Monat über⸗ nommen und ſeinen Dienſt bereits heute angetreten hat. Seckenheim, den 21. Mai 1907. gürgermeiſteramt Volz. Bekanntmachung. Die Natural⸗ und Quartierleiſtung betr. Nr. 3148. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß am 1. und 2. Juni l. Js. anläßlich des Marſches zu den Schießübungen der Abtl.⸗Stab und die 1. und 2. Batterie des 66er Feldartillerie⸗Re⸗ giments in Neubreiſach in der ungefähren Stärke von 12 Offizieren, 247 Unteroffizieren und Gemeinen und 167 Pferden hier einquartiert werden. Die Belegung der einzelnen Quartierträger erfolgt mittelſt An- g durch den Quartiermacher. Die Liſte über die Verteilung der Quartiere kann vom Montag, den 27. ds. Mts. ab eingeſehen werden. Seckenheim, 21. Mai 1907. gürgermeiſteramt Volz. Gras-OUersteigerung. Nr. 3034. Am Donnerstag, den 23. Mai 1907, Vor⸗ mittags 8 Uhr, wird das Graserträgnis vom Wörthel auf dem Rathaus öffentlich verſteigert. Seckenheim, 16. Mai 1907. Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. Die Verſteigerung von Dünger(Pfuhl) betr. No. 3086. Am Freitag, den 24. Mai 1907, Vormittags ½10 Uhr findet im Hofe der Friedrichſchule die Verſteigerung des Abtrittdüngers(Pfuhl) an den Meiſtbietenden ſtatt. Seckenheim, den 18. Mai 1907. gürgermeiſteramt Volz. Ratſchreiber Schmitt. Schmitt. ſagun Ratſchreiber Ritter. Bekanntmachung. Die Friedhof⸗ und Begräbnis ordnung für Seckenheim betr. Wir bringen nachſtehend die zur Zeit giltige Taxordnung für Sterbefälle im Hauptort Seckenheim zur öffentlichen Kenntnis: J. Klasse II. Klasse J III. Rlasse 5 8E 3 3 S SIA 5 Bexugsberechtigte 5 88s„aan n 2 2 8 ESS SAS 2 Personen Se See S 8E — IS 2 2s 23 28 2 IAE 11 Für den Geiſtlichen. 6— 3—1 4(— 2—1 3-1 150 2 Für den Meßner oder Kirchendiener 2— 1050 1/50] 1-1 1— 70 3 Für den Glöckner 2 1050 11— 40 Für den Begräbnisordner 2— 150 11— 5 Für die Leichenfrau n. 3.500 3/—4 2/500 2— 2— 14 60 Für den Totengräber 3501 2—1 3— 2-4 3(— 150 7 Für die 4 Leichenträger 8.— 8— 8.— 8Für den Wagen des Geiſtlichen 5— 4—1 4— 3/500 3(— 3— 9 Für den Leichenwagen 5— 4.— 31— 10 Für den Leichenſchauer. 150 1/50 1/50 1/50 10500 150 3850015— 1310/50/12— 26450 0 Ferner geben wir hiermit bekannt, daß die Taxen für Familien⸗ gräber von 150 Mk. auf 60 Mk. ermäßigt worden ſind. Seckenheim, den 8. Mai 1907. Gemeinderat Volz. Schulhaus-Neubau-Rheinau. Den Neubau eines 2. Stengelhofſchulhauſes in Rheinau betr. Nr. 2955. Zum Neubau eines Schulhauſes in Rheinau ſollen nachſtehende Arbeiten an in der Gemeinde anſäſſige Handwerker ver- geben werden: Ratſchreiber Ritter. Erd⸗ und Maurerarbeiten, Steinhauer- und Treppenarbeiten, .Eiſenlieferung, . Zimmerarbeiten, Schmiedearbeiten, . Spenglerarbeiten. Zeichnungen, Bedingungen und Arbeitsbeſchriebe können auf dem Rathauſe in Rheinau und auf dem Rathauſe in Seckenheim eingeſehen werden, woſelbſt auch Angebotsformulare erhältlich ſind. Angebote ſind bis Montag, den 31. Mai d. Js. beim Stab⸗ halteramt Rheinau oder Bürgermeiſteramt Seckenheim einzureichen. Seckenheim, den 13. Mai 1907. Gemeinderat: Volz. = 2— S Ratſchreiber Ritter. Bekanntmachung. Die Hundetaxe betr. Nr. 2831. Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß für alle über 6 Wochen alte Hunde in der Zeit vom 1. bis 15. Juni die Hundetaxe bei der Großh. Steuereinnehmerei zu entrichten iſt. Wer die rechtzeitige Anmeldung eines Hundes und zugleich die Entrichtung der Taxe unterläßt, hat neben der Taxe den doppelten Be⸗ trag derſelben als Strafe zu entrichten. Seckenheim, 11 Mai 1907. gürgermeiſteramt: Volz. Kautſchukſtempel jeder Art für Geſchäfte, Behörden und Private liefert in beſter Ausführung zu Fabrikpreiſen. Muſter gratis. J. Helfrich. Ratſchreiber Ritter. Sammel-Anzeiger. Uur für Mitglieder der 15 2 eat eee Jetkenheim. . G. m. b. H. 1 Wagen, zwei Kühe und ein Pflug hat zu verkaufen Leonhard Möll Witw. 1 Mutterkalb hat zu verkaufen Gg. Alter. Druckarbeiten für Behörden und Private liefert in hübſcher Ausführung billigſt die Buchdruckerei J. Helfrich. Sängerbund. Donnerstag, 23. Mai, 9½½ Uhr Probe im Lokal. Lumpen und Knochen kauft fortwährend H. Weidner, Wilhelmſtr. 6. Der Vorſtand. 805 nn Nn M 9 N Grosse Badische Landes-Weinprobe-Ausstellung im Roſengarten(Nibelungenſaal) in Mannheim v. 23., 24., 25. Mai 1907 Militärkonzert am 23. Mai von 5 Uhr bis 9½ Uhr abends. Eintrittspreis 25 Pfennig gegen freie Abgabe eines Glaſes Wein nach freier Wahl. Geöffnet von morgens 8½ Uhr bis abends 9½ Uhr. Es kommen 120 Weinſorten aus ſämtlichen bad. Produktionsgegenden zum Ausſchank. Der Beſuch der Ausſtellung gibt den Weinhändlern und Wirten die günſtigſte Gelegenheit zum Ankauf badiſcher Weine in jeder Preislage. Proſpekte verſendet koſtenlos der Verband der bad. landw. Conſumvereine in Karlsruhe. Gewerbe-Verein Seckenheim. Schulhausbau Rheinau betreffend. Diejenigen Handwerker, welche ſich an den ausgeſchriebenen Arbeiten des Schulhauſes auf Rheinau beteiligen wollen, werden erſucht, ſich am Mittwoch, den 22. ds. Mts., Abends 8 Uhr, im Reichsadler zu einer Beſprechung ein⸗ zufinden. Der Vorſtand. Turnerbund„Jahn“ Seckenheim. Einladung. Morgen Donnerstag Abend ½9 Uhr Vorſtands-Sitzung bei Mitglied Adam Gropp zum Schwanen, wozu die Herren Vor⸗ ſtände, Turnwarte und Vorturner freundlichſt eingeladen werden. Pünktliches und vollzähliges Erſcheinen erwartet N der Vorſtand. Strohhüte für Herren, Knaben und Kinder in großer Auswahl. Reste Reste in Cattun, Wollmousselin, Satin. Aekernetze Ohrenkappen Brustnetze in bekannten guten Qualitäten. E. Weber. Es empfiehlt ſein Lager in ſämtlichen Hgürſten- und Pinſelwaren N 1 6 N Lan Schwämmen undi Teppichklopfern L. Gilmer, im Hauſe des Herrn Holzhändler Bühler. Eingang ins Geſchäft über die Treppen im Hof. guten Mk. 25...— an Hochfeine Tourenräder Mk. 120.— an, Hochfeine Rennräder Fahrradzubehörtelle ſtaunend billig Fahrradreparaturen ſtaunend billig P.& H. Edelmann, Mannheim, D 4, 2, Tel. 1416. Größte Spezialwerkſtätte für Fahrradreparaturen am Platze. Elektriſcher Kraftbetrieb. Eigene Emaillier⸗ und Vernicklungs⸗Anlage. Seekenbheim Neckarstraße 9. Großes Lager in m Uhren 2 „aller Art. Gold- u. Silberwaren, Brillen und optiſche Gegenſtände. 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