ö FF . t Ameigtt N %%%. ⁵ ¾ Vl. m—— N R 9 1 5* 1 eahrine Anzeigeblatt für Seckenheim und Nvesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 80 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Seckenheim. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 42. Samstag, den 25. Mai 1907. 7. Jahrgang Aus Nah und Fern. * Seckenheim, 24. Mai. Die angeſagte Einquartierung der Artillerie kommt nicht hierher, da die betr. Abteilung per Bahn beför⸗ dert wird. Seckenheim, 23. Mai. Vorſicht beim Durſtlöſchen! Alljährlich treten in der warmen Jahreszeit auch bei Erwachſenen heftige und bisweilen langwierige Magen⸗ und Darm⸗ ſtörungen auf. Nach den Beobachtungen der Aerzte ſind dieſe Störungen nicht ſelten auf den Genuß eiskalter Getränke, namentlich auch der eiskalt verabfolgten Mineralwaſſer, Soda⸗ waſſer und dergleichen zurückzuführen. Zur Vermeidung ernſter Geſundheitsſtörungen iſt alſo hier Vorſicht geboten. Insbeſondere ſollen derartige kalte Flüſſigkeiten niemals in größeren Mengen auf einmal, ſondern nur langſam, ſchluckweiſe getrunken werden. Auf dieſe Weiſe wird auch der Zweck den Durſt zu löſchen, beſſer und nachhaltiger erreicht. Schwetzingen, 23. Mai. Geſtern nach⸗ mittag brach im Gemeindewald bei der Halte- ſtelle Brühl ein Brand aus, dem ca. 400 Quadratmeter junger Waldbeſtand zum Opfer fielen. Der Schaden beträgt etwa 300 Mk. Der Brand dürfte durch die Funken einer vor⸗ beifahrenden Lokomotive entſtanden ſein. Mannheim, 22. Mai. Die Poltzei iſt unausgeſetzt beſtrebt, das Dunkel über die Mannheimer Anarchiſtenkonferenz zu lüften. Hausſuchungen bei Anarchiſten haben im gan⸗ zen Deutſchen Reich in den letzten Tagen wie⸗ der ſtattgefunden, ſo in Elberfeld, in Mann⸗ heim, Berlin. In Mannheim ſollen die Haus⸗ ſuchungen in erſter Linie der Rednerliſte der Konferenz gegolten haben. Auf dem Berliner Polizeipräſidtum dauerten die Vernehmungen fort. Der Anarchiſt Schlegel in Bremerhaven wurde verhaftet. Mannheim, 23. Mai. Ein Denkmal unſeres Großherzogs hat in jüngſter Zeit der Berliner Bildhauer Profeſſor Joſeph Uphues, ein Schüler und Mitarbeiter von Reinhold Begas, für Mannheim geſchaffen. Das Denkmal, das unſeren Großherzog in Uniform zeigt, die rechte Hand am Säbelgriff, in der linken den Helm haltend, iſt für den neuen Stadtratsſaal beſtimmt. Das Denkmal iſt von einem Burger unſerer Stadt geſtiftet. Karlsruhe, 24. Mai. Der neue Miniſter des Innern, Freiherr v. Bodman, ſo ſchreibt man den„Münch. N. Nachr.“ von hier, iſt erſt wenige Wochen in ſeinem Amt und ſchon fängt er an, reformatoriſch in ſeinem Reſſort vorzugehen. Zwei Wochen nach ſeinem Dienſtantrit ordnete er für ſein eigenes Miniſte⸗ rium an, daß das Subalternperſonal Sonntags nicht mehr auf das Bureau zu kommen brauche; als weiterer Fortſchritt ſoll der Miniſter die Einführung eines dienſtfreien Nachmittags in der Woche für ſämtliche ſeinem Reſſort angehörigen Dienſtſtellen planen, nach⸗ dem er ſelbſt als Oberdirektor des Waſſer⸗ und Straßenbaues mit der Freigabe eines freien Nachmittags für das Kanzlei⸗ und Rechnungs⸗ perſonal gute Erfahrungen gemacht hatte. Als ſehr erfreulich muß es angeſehen werden, daß der neue Miniſter v. Bodman neuerdings ſeine jungen Amtmänner und Referendäre auf gemeinſame Studienreiſen ſchickt, damit ſich dieſe gewerbliche, induſtrielle und landwirt⸗ ſchaftliche Betriebe auch außerhalb unſeres Landes anſehen und ſich dabei ihren Horizont zu erweitern ſuchen. Die erſte der⸗ artige Studienreiſe iſt bereits in letzter Woche angetreten worden und ſoll den Rhein hinunter bis Köln führen. Von der Bergſtraße, 22. Mai. Die Hoffnung auf eine gute Kirſchenernte ſind ſo ziemlich zu nichte geworden. Trotz des ſchoͤnen Verblühens findet man an den Bäumen nur wenig Kirſchen. Die Raupen treten maſſenhaft auf und zerfreſſen Früchte und Laub. Ebenſo dünn hängen auch die anderen Frühobſtſorten, wie Aprikoſen, Pfirſiche und Pflaumen ſelbſt die Früchte der Apfel und Birnbäume ſind ſchon von dieſem Ungeziefer angefreſſen und fallen ab. Was das für einen Schaden für die Landwirte an der Bergſtraße bedeutet, weiß nur derjenige zu ermeſſen, der weiß, welche Ein⸗ nahmen in guten Jahren in die Hauptkirſchen⸗ orte an der Bergſtraße fließen. Die Kirſchen⸗ ernte bildet weitaus die Haupteinnahme des ganzen Jahres. Heidelberg, 23. Mai. An einen traurigen Gedenktag erinnert ein hieſiges Blatt: Am zweiten Pfingſtfeiertage waren es 25 Jahre ſeit jenem ſchweren Heidelberger Eiſenbahn⸗ unglück. Um halb 12 Uhr fuhr damals der von Mannheim kommende Nachtſchnellzug auf einen von Heidelberg ausfahrenden durch falsche Weichenſtellung auf das Einfahrtsgleiſe ge⸗ ratenen Zug mit Mannheimer Pfingſtaus; flüglern. Acht Perſonen wurden ſofort getötet, darunter ein Zugmeiſter, ein Kondukteur, ein Wachtmeiſter und zwei Soldaten vom Mann⸗ heimer Dragoner-Regiment. Eine Anzahl der Verletzten iſt an den Folgen jener Schreckens⸗ nacht geſtorben. Wie viele mögen von den damals Verunglückten inzwiſchen aus dieſem Leben abberufen worden ſein. Aus Baden, 23. Mai. Ein heiteres Vorkommnis, das jedoch auch der erſten Seite nicht entbehrt, wird dem„E. v. W.“ aus der Gegend zwiſchen Offenburg und Kehl erzählt. Dem Bezirksbeamten ſcheint es aufgefallen zu ſein, daß keine oder ſo wenige Verfehlungen egen die Feierabendſtunde gemeldet wurden. Er ging ſelbſt zur Kontrolle und ſiehe in dem Orte L fand er die Fenſter eines Wirtshauſes zu vorgerückter Stunde noch hell erleuchtet. Der Beamte betrat die Gaſt⸗ ſtube, die gut beſetzt war und ließ ſich an der Einſchänke ein Glas Wein geben. Haben Sie hier keine Feierabendſtunde? fragte er den Wirt. Jawohl, aber mer nimmts hier nit ſo g'nau. Iſt der Polizeidiener vielleicht hier? war die Gegenfrage; dert hinte am Tiſch ſitzt er und ſpielt Karte, war die Antwort. Als der Be⸗ amte, der unerkannt war und als Fremder angeſehen wurde, den Wirt erſuchte, den Poli⸗ zeidiener hervorzurufen und der Wirt dies auch ausführte, meinte der Polizeidiener dem Wirt gegenüber: Weller(welcher) iſchs's, der do hinte mit ſellere(jener) Kappe?(der Beamte hatte eine ſog. Sportsmütze auf). Der Wirt bejahte, worauf der Polizeidiener erwiderte: Seller ſoll warte, bis's Spiel aus iſch, G'ſchtoche hieß es dann, Schlag auf den Tiſch und das Spiel ging weiter. Der Wirt meldete dies dem an⸗ ſcheinend Fremden; doch nun kam die Sache anders. Der bemerkte dem Wirt: Ich bin der Amtmann von ſo und ſo, der Polizeidiener ſoll ſofort kommen. Diesmal ging's flink vom Stuhle, die Karten fielen auf den Tiſch, die e Das schöne Mädchen von Bellomon. Roman von Wilhelm Kunde. Erwin war bei der Bezeichnung:„Herr Aſſeſſor“ aſchfahl geworden, denn dadurch hatte er Gewißheit, daß er dem Dicken mehr als ein zuffällig in den Weg gelaufener Fremder war. Er verließ das Rathaus, dean es fehlte ihm jetzt völlig alle Luſt, Bilder zu beſchauen, und Sehenswürdigkeiten zu bewundern und ſtreifte wieder lange Zeit hin und her, im ſtillen über⸗ legend, wie es ihm möglich ſein könnte, dieſem Menſchen zu entrinnen. Schon wollte er, ſein Täſchchen im Stiche laſſend, nach der Bahn⸗ ſtation eilen, um von hier nach einem anderen Orte zu fahren, aber er hatte noch nicht den Bahnhof erreicht, als ihm jemand auf die Schulter ſchlug und die verhaßte Stimme wieder ſcharf und höhniſch klang. „Ausreißen Brüderchen? Plagt das böſe Gewiſſen ſo ſehr? Machen Sie keine Dummheit, mit ihren paar Pfennigen kommen Sie ſo wie ſo nicht weit und ich würde Ihnen doch folgen bis ans Ende der Welt.“ f Noch einmal ſuchte ſich Erwin zuſammen⸗ zunehmen, und er ſagte in feſtem Tone: „Was fällt Ihnen eigentlich ein? Laſſen Sie mich in Ruhe! Es ſcheint mit Ihnen nicht ganz richtig zu ſein. Ich bin mein freier Herr und kann tun, was mir beliebt und bin am allerwenigſten Ihnen Rechenſchaft ſchuldig.“ „Hoho“, lachte der andere, indem er Erwin auf die Mitte des Straßendammes zog.„Nicht die Naſe ſo hoch, mein lieber Aſſeſſor; Sie ſind ſo ſehr ein freier Herr, daß Sie zur Zeit „von Rechtswegen“ in eine hübſche vergitterte Zelle 1 Sie wiſſen wohl wo? Und mein Lieber, ich kenne auch diejenigen, welche Ihnen zur Flucht verholfen haben.“ Es war Erwin einen Augenblick, als ob ihm das Blut erſtarre; in ſeinen Schläfen pochte und hämmerte es, als müſſe ſein Kopf zerſpringen. Er war unfähig, einen klaren Gedanken zu faſſen und ſagte nur, wie geiſtes⸗ abweſend: „Ich bin ja gar nicht der, den Sie meinen, Menſch!“ Molski wartete eine Zeit, als wollte er Erwin erſt Gelegenheit zum Beſinnen geben, dann entgegnete er, tonend. „Glauben Sie nicht, daß Ihre falſchen Papiere ſchon genügten, um Sie feſtnehmen zu jedes Wort ſcharf be⸗ laſſen?“ Jetzt wußte Erwin, daß er rettungslos in den Händen dieſes Menſchen war; er ſagte deshalb in heller Verzweiflung: „Nun gut, ſo verhaften Sie mich doch wenn Sie ein Geheimagent ſind, ſonſt gebe ich mich ſelbſt in die Hände der Polizei; dieſe Tortur ertrage ich nicht länger!“ „Sind Sie bei Sinnen?“ ſagte Molski, vor Erwins Mund ſeine fleiſchige Hand haltend. „Schreien Sie doch nicht ſo! Muß denn jeder hören, was wir unter uns abzumachen haben? Nehmen Sie Vernunft an und kommen Sie mit nach dem Olifanten⸗Koning.“ „Alſo das wiſſen Sie auch?“ ſtammelte Erwin. „Wundern Sie ſich bei mir über nichts mehr; ich habe mit Ihnen auf dem gleichen Stockwerk geſchlafen!“ Erwin folgte dem Dicken wie in einem Banne. Er ſchien völlig alles Selbſtbewußtſein verloren zu haben. Im Schankraum des Olifanten⸗Konings befand ſich als die beiden eintraten, außer dem Wirte, der bekannte vlämiſche Stromer hinter einem Glaſe Branntwein. Molkski gab ſeinem Helfershelfer vorſichts⸗ halber einen Wink. Dann ſetzte er ſich mit Erwin in den äußerſten Winkel und begann im gemütlichſten Tone von der Welt: „Sehen Sie, mein Lieber, die ganze Auf⸗ regung wäre nicht nötig geweſen, wenn Sie geſtern vernünftig meiner Aufforderung gefolgt wären. Beim Schopf faſſen und mitzerren konnte ich Sie doch nicht!“ Erwin erwiderte ihm:„Mögen Sie mit mir vorhaben, was Sie wollen, ſagen Sie mir Leute ſtreckten die Hälſe und drehten die Köpfe, als es der Polizeidiener ſo eilig hatte und mit nicht beſonders geiſtreichem Geſichte„ ſtille ſtand“, vor dem fremden Herrn, der kurz be⸗ merkte:„Sie haben ſich morgen vormittag 9 Uhr auf dem Bezirksamt zu melden.“ Sprachs und entfernte ſich, den Polizeidiener ſprachlos zurucklaſſend. Andern Tags folgte die Sühne, die ziemlich kräftig verdientermaßen ausgefallen ſein ſoll. Seitdem werde die Feierabendſtunde nicht nur in dem betreffenden Orte, ſondern im ganzen Umkreis ganz pünktlich geboten, ſagt man; kein Wunder auch! Der Vorfall wurde viel belacht. Leopoldshafen, 22. Mai. Dem hie⸗ ſigen Landwirt Ludwig Stober 2. ſprang letzte Woche unterhalb des Knies eine Krampfader, er ſchenkte aber der Wunde wenig Beachtung. Heute nachmittag wollte Stober mit ſeinem Fuhrwerk nach Friedrichstal fahren. Unter⸗ wegs ſprang er von ſeinem Wagen ab, infolge der Erſchütterung platzte die Wunde wieder auf, wobei Stober einen ſo ſchweren Blutver— luſt erlitt, daß er nach kurzer Zeit verſtarb. Helmlingen(A. Achern), 22. Mai. Hieſige Leute haben in der letzten Woche eine gewaltige Eiche aus dem Rhein gehoben. Ueber Nacht wälzten die Fluten den Baum auf eine Untiefe(Kiesbank), wo dem Ankömmling gut beizukommen war. Allerdings koſtete es man chen Schweißtropfen bis die Eiche, in vier Teile zerlegt, in die Rench in Sicherheit geſchafft werden konnte. Den alten Rieſen kann man daſelbſt noch bewundern, da er erſt ſpäter auf⸗ geſpalten werden ſoll. Der Stamm hat eine Länge von 21 Meter, der mittlere Durch⸗ meſſer beträgt 1,05 Meter, ſomit Kubikinhalt rund 18 Kubikmeter und gibt aufbereitet 25 Ster. Freiburg, 22. Mai. Geſtern abend ſtürzte ein vom Urlaub zurückkehrender Gefrei⸗ ter des hieſigen Infanterie-Regiments kurz vor der hieſigen Station aus dem Zuge. Er geriet unter die Wagen, wobei ihm ein Arm abgefahren und er am Kopfe ſchwer verletzt wurde. Mehrere Perſonen fanden den bewußt⸗ loſen Soldaten auf dem Bahndamme liegen und ſchafften ihn zur Wache, von der aus er in das Garniſonslazarett verbracht wurde. Vom Bodenſee, 22. Mai. In erſchreckend großer Zahl treten in einzelnen Gebieten der Seegegeud die Maikäfer auf. Manche Bäume ſind geradezu kahl gefreſſen. Hektoliterweiſe werden die gefräßigen Krabbler geſammelt und abgeliefert. Die Gemeinden zahlen Prämien. Vermiſchtes. Seckenheim, 24. Mai. Auf dem hieſigen Staatsbahnhof wurde geſtern abend ein Gipſer aus Neuenheim von einem durch⸗ fahrenden Perſonenzug erfaßt und ſo zur Seite geſchleudert, daß er in lebensgefährlich ver⸗ letztem Zuſtande nach dem Allg. Krankenhaus nach Mannheim verbracht werden mußte, wo er bald nach der Einlieferung verſtarb. e e ee e e ene CCC n R e n 9 r 9 Landau, 23. Mai. Die hieſige Straf⸗ kammer verurteilte den Weinhändler Jung von Edenkoben wegen Weinfälſchung zu 5 Monaten Gefängnis und wegen Beihilfe die Ebenkobener Kaufleute Steinhauer und Baumann zu 4 Monaten 8 Tagen Gefängnis, bezw. zu 4 Mo⸗ naten Gefängnis. Aus der Pfalz, 22. Mai. In einem nahen Dorfe erhielt eines Tages ein Bauers⸗ mann einen Strafbefehl von drei Mark zuge⸗ ſandt, weil er den Platz vor ſeinem Hauſe nicht gereinigt hatte. Der Strafzettel enthielt zugleich die Ankündigung, daß im wieder⸗ kehrenden Falle die Strafe auf fünf Mark erhöht werde.„No guck mol“, ſagte der Gekränkte,„mer weß werklich nett, wie mers dere ſauwere Bollezei recht macht. Kehr mer net, muß mer berappe, und kehrt mer widder, do muß mehr noch meh berappe. Ei, do kehr ich liewer gar net.“— K. S.— Mainz, 22. Mai. Hier ſtarb der popu⸗ lärſte Gaſtwirt von Mainz, der Beſitzer der Brauerei„Zum Birnbaum“, Franz Geier. Der Verſtorbene war in ganz Heſſen und den angrenzenden Diſtrikten bekannt. Einen be⸗ ſonderen Ruf hatte er ſich auch durch ſeinen Kinderreichtum(von zwei Frauen wurden ihm 35 Kinder geboren!) erworben. Hernsheim, 23. Mai. Dem Sattler⸗ meiſter Bardong wurde ein Hühnchen mit drei Beinen beſcheert. Das Tierchen lebt und iſt anſcheinend ganz munter. Sonderburg, 21. Mai Ein vierjäh⸗ riger Knabe auf Jütland trank den ganzen Inhalt einer Medizinflaſche aus, um ſeinen kleinen Bruder von dem Einnehmen der ihm in einzelnen Tropfen vom Arzt verordneten Medizin zu befreien. Er erzählte den Sach⸗ verhalt dann dem kranken Bruder, der es der Mutter mitteilte. Dieſe verſtand es aber nicht, da ſie taub iſt. Als dann ſpäter der Arzt geholt wurde, war es ſchon zu ſpät. Der Knabe ſtarb nach einigen Stunden unter furcht⸗ baren Schmerzen, ein Opfer ſeiner gutgemein⸗ ten Tat. Lüneburg. 22. Mai. Als der Gendarm in Garſtedt einen Fahrraddieb verhaften wollte, zog dieſer das Meſſer und ſtach den Gendarmen nieder. Bei der Verfolgung erſtach der Täter, ehe er verhaftet werden konnte, noch einen Knecht und einen Stellmacher. Kaſſel, 22. Mai. Eine aus einem halben Dutzend 12 bis 13jähriger Schulknaben beſtehende Diebesbande hatte hier in der letzten Zeit alle möglichen Einbrüche verübt, Läden ausgeplündert und eine Menge Waren zuſam⸗ mengeſtohlen. Jetzt iſt ihnen endlich die Polizei auf die Schliche gekommen und hat die kleinen Schlingel, als ſie nachts gegen 1 Uhr in einem Winkel der Oberſtadt eine Be⸗ ratung abhielten, verhaftet. In ihren Taſchen wurden Nachſchlüſſel, Brecheiſen und ſonſtiges Diebeswerkzeug gefunden. Da ſie den Tag benutzten, um Gelegenheit zu nächtlichen Die⸗ bereien auszukundſchaften, verſäumte ſie die Schule und hatten deshalb ihre Schultorniſter im Forſte in der Erde vergraben. Belgrad, 22. Mai. Bei dem Dorfe Breſchani unweit Poſcharewatz ſtürzte eine über die Morawa führende Holzbrücke ein, als 20 Landleute ſie paſſterten. Die Mehrzahl der⸗ ſelben gelang es, ſich durch Schwimmen zu retten. Sechs Bäuerinnen und ein Kind ertranken. — Einem Hotel in Reutlingen meldete ein Reiſender durch Depeſche ſeine Ankunft und bat einen Wagen zur Bahn beſorgen zu laſſen. Die Depeſche ſollte lauten:„Komme 9 Uhr 14. Wagen beſtellen“, lautete aber durch Verſtel⸗ lung des Punktzeichens:„Komme 9 Uhr. 14 Wagen beſtellen“. Somit harrten der Ankunft des Reiſenden 14 Kutſcher mit ihren Landauern. — Im ſtädtiſchen Viehhofe zu Nürnberg iſt dieſer Tage eine Kuh verendet, in deren Leib man einen 1 Meter langen Beſenſtiel fand, der dem Tiere von ruchloſer Hand hineingetrieben worden war. — Die Gendarmerie in Ba ben hauſen hat den flüchtigen Schäfer Schuſter von Grei⸗ melshofen verhaftet, der vor acht Tagen nach einer ſchweren Mißhandlung ſeiner Frau mit einer Axt ſeinen Schwager, zu dem die Frau geflüchtet war, ſchwer verletzt hatte und ſeitdem ſich in den Wäldern verborgen hielt. Die Entdeckung geſchah dadurch, daß man die Frau beobachtete, wie ſie in merkwürdiger Anhäng⸗ lichkeit ihrem Mann Eſſen brachte. — Das Gehalt eines Sängers. Signor Caruſo, der augenblicklich London entzückt, er⸗ zählte einem Interviewer, daß er vom 1. Juni dieſes Jahres bis zum 30. Juni des Jahres 1911 kontraktiſch von Herrn Conried von dem metropolttanen Opernhauſe in New⸗York enga⸗ giert worden ſei. Herr Conried habe zu ent⸗ ſcheiden, wo er ſingen ſolle. Der amerikaniſche Unternehmer zahlt dem Sänger pro Jahr 40 000 Pfd. Sterling, d. h. alſo für die vier Jahre des Kontraktes 160000 Pfund Sterling 3 200 000 Mk. — Eine Irrſinnige auf einem Fenſterſims des vierten Stocks erregte in Ladbroke Grove, einer eleganten Straße des Londoner Weſtends, kürzlich ungeheures Aufſehen. Sie hatte ſich auf das Sims eines Fenſters des vierten Stocks ihrer Wohnung geſchwungen und hielt von dieſem luftigen Sitze aus Anſprachen an die Paſſanten. Alle Verſuchen der Hausgenoſ⸗ ſen, ſie in das Zimmer zurückzubringen, ver⸗ eiltelte ſie, indem ſie ſich hinabzuſtürzen drohte, falls man ſich ihr nahe. Die Menge auf der Straße, die dem aufregenden Schauſpiel zuſah, wuchs bald derart an, daß die Polizei Ver⸗ ſtärkungen herbeiziehen mußte. Schließlich eilte auch die Feuerwehr mit Rettungsleitern hinzu, worauf die Dame in ihr Zimmer zurückkletterte und ſich dort ſo verbarrikadierte, daß die Poli⸗ zei die Türen erbrechen mußte, um ſie dingfeſt zu machen. Es ſtellte ſich heraus, daß ſie die wahnſinnig gewordene Gattin eines Admirals iſt. — Die Landwirtſchaft in England geht dauernd zurück. Die Landbevölkerung wenigſtens frei heraus: Sind Sie ein Polizei⸗ agent oder nicht?“ „Ich,“ ſagte Molski ſcheinbar verletzt, „das iſt meine Achllesverſe, die einzige Stelle, wo ich ſterblich bin. Mich für einen Polizei⸗ beamten zu halten— Sie haben draußen auf dem Platze übrigens ſchon einmal gefragt; nein mein Lieber, unter uns geſagt, ich laufe der Polizei möglichſt ebenſoweit aus dem Wege, wie Sie, wenngleich ich ſchlauer war, und meine Fährte beſſer vertuſchte.“ Erwin errötete bei dieſem eyniſchen Ge⸗ ſtändnis, bewies es ihm doch zugleich, wie wenig der Dicke ihn fürchtete, ſonſt würde er ſich ihm gegenüber nicht ſo bloßgeſtellt haben. „Was ich mit Ihnen vorhabe,“ ſagte Molski dann gemütlich,„laſſen Sie ſich darüber keine grauen Haare wachſen. Sie werden nämlich zum Schluß einſehen, daß unſere beider⸗ ſeitigen Wünſche ganz übereinſtimmen. Ich verlange vorläufig weiter nichts, als daß Sie ſich in den nächſten Tagen ganz meinen An⸗ ordnungen oder ſagen wir höflicher meinen Wünſchen fügen!“ „Gut,“ ſagte Erwin,„ich will es tun, denn ich bin in Ihrer Gewalt; aber das ſage ich Ihnen, wenn Sie den geringſten Verſuch machen, ſich meiner Perſon bei Begehung eines Verbrechens zu bedienen, ſo benachrichtige ich die Polizei und ſtelle mich ſelbſt den Be⸗ hoͤrden!“ „Ich nehme Ihnen dieſe Zumutung nicht was ich für ein Gemütsmenſch bin. Doch glaube ich, daß Sie ſich ſelbſt im ſchlimmſten Falle meinen Wünſchen unterordnen; denn wäre es Ihnen etwa ein angenehmer Gedanke, die hochgeborene Frau Generalin hinter ſchwe⸗ diſchen Gardinen zu wiſſen?“ „Niemals!“ rief Erwin blitzenden Auges. „Mag ſie mich auch tauſend Mal verſtoßen haben; ich würde den, der es wagen ſollte, ihr ein Leid anzutun, eher mit eigenen Händen ermorden, als daß ich es geſchehen ließe!“ „Sachte, ſachte!“ beſänftigte ihn Molski, der nicht aus der Ruhe kam,„das tut ja auch kein Merſch. Die alte Dame bleibt ganz ungeſtoͤrt, ſobald Sie vernünftig ſind. Und nun geben Sie mir einmal gemütlich die Hand und laſſen Sie es Friede zwiſchen uns ſein!“ Das ſchöäne Mädchen von Bellemon. Am Gartenrand einer ſchmucken Wirtſchaft der Ortſchaft Bellemon unweit Brügge ſtand am Morgen des nächſten Tages, mit den Händen ein wenig die Augen beſchattend, ein junges Mädchen und zwar eine Erſcheinung, wie man ſie hier zu Lande ſelten ſah, durchaus nicht von dem ſeit Rubens Zeiten bekannten „vlämiſchen“ Schönheitstypus, ſondern im Gegenteil zart und ſchlank. Die großen wun⸗ derbar ſchöͤnen dunklen Augen waren halb ge⸗ ſchloſſen; ſie träumte anſcheinend von etwas Lieblichem, denn der ſchwache Hauch eines übel,“ erwiderte Molski,„daraus erſehen Sie, — 1 e e— Lächeln lag auf ihren ſonſt ernſten Zügen. Da ſtreckte ſie, wie einer plötzlichen Eingebung 0 9 40 a 2 2 3 8 6 N 8 2 8 gehorchend, ihre beiden Arme verlangend von ſich, doch im nächſten Augenblick ſchon ſah ſie ſich erſchrocken um, ob nicht jemand dieſe Be⸗ wegung beobachtet habe, dann mit der ſchmalen Hand das Kleid leicht hebend, ſchritt ſie vor⸗ ſichtig über den etwas feuchten Weg in das Haus. Das war Maria,„t ſchone Meisje von Bellemon“, wie ſie weit herum im Lande genannt wurde. Als Maria den Schankraum des Hauſes betrat, kam ihr Pflegebruder Jan ihr entgegen. Selten weilten wohl zwei ſchönere Menſchen⸗ kinder unter einem Dach, und es hieß auch, der ſonſt recht genau und ſparſam wirtſchaftende Vater Marias, der nunmehr verſtorbene Willem de Knocker habe den elternloſen Knaben nur aufgenommen und erzogen, weil er ein gar ſo ſchönes Gegenſtück zu ſeinem verzärtelten und vergoͤtterten Kinde bildete. Der alte Knocker war, nachdem er 10 Jahre in zweiter Ehe verheiratet geweſen war, plötzlich infolge eines„Herzſchlages“— wie der Totenſchein verzeichnete— geſtorben. Die wahre Urſache aber wußte nur Jan, der ſich freilich hütete, darüber zu ſprechen. Der Verſtorbene hatte ſeine Tochter Maria zur Haupterbin eingeſetzt, jedoch auch ſeine zweite Frau, Marias Stiefmutter, und Jan, mit beträchtlichen Legaten bedacht. (Fortſetzung folgt.) 5 2 von Großbritannien und Irland iſt, wie der deutſche landwirtſchaftliche Sachverſtändige für England in einem dem Auswärtigen Amt erſtatteten Berichte mitteilt, von 1870 bis 1900 um nahezu 4 Millionen oder 25 pCt. zurück⸗ gegangen, während die Geſamtbevölkerung um rund 10 Millionen oder faſt ¼ é geſtiegen iſt und die Einwohnerzahl der ſtädtiſchen Bezirke ſich nahezu verdoppelt hat. Im Jahre 1900 wohnten nur noch 28,7 pCt. der Geſamtzahl in den ländlichen, 71,3 pCt. in den ſtädtiſchen Bezirken, in England und Wales ſogar 77 pCt. alſo über ¾ der Geſamtbevölkerung. Tatſäch⸗ lich liegen die Verhältniſſe für die Landbevöl⸗ kerung eher noch ungünſtiger, denn die bei der engliſchen Statiſtik übliche Einteilung in ſtädtiſche und ländliche Bezirke bietet nur einen unge⸗ fähren Ueberblick, keine ſcharfe Umgrenzung. Die Zahl der landwirtſchaftlich Erwerbstätigen iſt von 1851 bis 1901 um faſt 1¼ Million oder über ein Drittel gefallen, verhältnismäßig am ſtärkſten in Irland, wo neben der Abwanderung in die Städte die Auswanderung in überſeeiſche Länder zur Entvölkerung beigetragen hat. Bei den letzten 3 Berufszählungen im„Vereinigten Königreich“ entfielen auf 100 Erwerbstätige überhaupt landwirtſchaftlich Erwerbstätige: 1881: 18,8; 1891: 16,2; 1901: 13,6. Da⸗ durch wird England natürlich immer mehr von der Einfuhr von Nahrungsmitteln abhängig. Was das für den Kriegsfall bedeutet, bedarf wohl keiner beſonderen Erörterung. R N meln, Geigen, Pfeifen, Hörner und Poſaunen braucht er, um ſeine Gefuͤhle zu Ausdruck zu bringen. Hat jemand wenig Ausſicht mehr, ſein Ziel zu erreichen, ſo„pfeift er auf dem letzten Loch“. Iſt der Deutſche auf jemanden ärgerlich, ſo„geigt“ er dem Betreffenden die „Wahrheit“. Dem optimiſtiſch Angehauchten „hängt der Dimmel voller Geigen“, der Peſſi⸗ miſt„ſieht den Himmel für einen Dudelſack an“. Stecken ein paar unter einer Decke, ſo „pfeifen ſie dasſelbe Lied“, oder„ſie blaſen auf demſelben Horn“. Kann jemand ſeine Ware nicht anbringen, ſo„ſtößt er in die Poſaune“, und hat der Gynaſiaſt das Examen beſtanden, ſo behauptet er:„Ich habe tüchtig pauken müſſen“. Wer ſich in hoher Stellung befindet,„gibt den Ton an“. Geht jemand trotzig ab, ſo ruft der Deutſche lachend:„Da geht er hin und ſingt nicht mehr.“ Dieſe Bei⸗ ſpiele dürften genügen, um zu beweiſen, daß in der Sprache des Deutſchen„Muſik liegt“. — Der unzuverläſſige Laubfroſch. Der kürzlich ſo plötzlich eingetretene Witterungs— wechſel erinnert den Gaulois an eine amüſante „Barometergeſchichte“, deren Held der General Bugeaud war: Es war in Tlemeen(Algerien), im Monat März 1839; das Wetter war ent⸗ ſetzlich: Hagel, Regen, Froſt uſw. Trotzdem forderte Marſchall Bugeaud, der Gouverneur von Algerien, alle ſeine Leute auf, ſich für die Ueberſiedelung aufs Land bereit zu halten; er kündigte jeden Tag prächtiges Wetter an, froſch, der in ſeinem Schlafzimmer in einem großen Glaſe ein vergnügtes Leben führte. Nun geſchah es aber, daß jeden Morgen der Burſche des Marſchalls, ohne daß ſein Herr eine Ahnung davon hatte, ein bißchen warmes Waſſer in das Laubfroſchglas goß. Unter dem Einfluß der Wärme kletterte dann der Froſch raſch die kleine Leiter hinauf, bis er ſich aus dem Bereich des Waſſers entfernt hatte. So wurde alle Tage das unbegrenzte Vertrauen, das der Marſchall ſeinem Froſchbarometer ſchenkte, in geradezu ſchmählicher Weiſe ge— täuſcht. — Poliziſt und Einbrecher. Vor dem Gericht in Newington kam ein humoriſtiſches Vorkommnis zur Abhandlung. Ein Geheim⸗ poliziſt beobachtete zwei Einbrecher und verfolgte ſie durch verſchiedene Gärten. Er hatte einen der Einbrecher eben gepackt, als der Eigen⸗ tümer des Hauſes, in deſſen Garten ſich die Szene abſpielte, erſchten und ſich auf den Be⸗ amten ſtürzte, weil er ihn für einen Einbrecher hielt. Die Beteuerungen des Poliziſten ver⸗ mochten den Hauseigentümer nicht zu über⸗ zeugen. Mit Hilfe eines zweiten Hausinſaſſen und eines großen Hundes wurde der Verkannte wehrlos gemacht, während der wirkliche Ein⸗ brecher ſich über die nächſte Gartenwand hinweg davonmachte. Unter großem Volkszulauf brachte man den vermeintlichen Einbrecher zur Poli— zeiſtation, wo der Irrtum ſofort aufgeklärt — Wie muſikliebend der Deutſche iſt, läßt ſich an ſeiner Volksſprache nachweiſen. Trom⸗ aber dieſe Prophezeihung traf nie ein. Marſchall beſaß einen hübſchen kleinen Laub⸗ Der] wurde. Bekanntmachung. Die Natural⸗ und Oartierleiſtung betr. Nr. 3170. Unter Bezugnahme auf unſere Veröffentlichung vom 21. ds. Mts. in obigem Betreff geben wir hiermit bekannt, daß die auf 1. und 2. Juni l. Irs. für hier angemeldete Quartierleiſtung nicht ſtatt⸗ findet, da die betr. Abteilung mittelſt Eiſenbahn nach Darmſtadt befördert wird. Seckenheim, 23. Mai 1907. gürgermeiſteramt Volz. Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Rotlaufkrankheit Hunter den Schweinen betr. Wir machen darauf aufmerkſam, daß Herr Tierarzt Stadtelberger hier auch wieder in dieſem Jahr bereit iſt— zur Bekämpfung bezw. Verhütung der Rotlauf⸗Krankheit unter den Schweinen— die Impfung von Schweinen um eine mäßigere Taxe vorzunehmen, wenn ſich eine größere Anzahl von Beſitzer daran beteiligt und daß dadurch Herr Tierarzt Stadtelberger die Lympfe im größeren Quantum beziehen kann. Diejenigen Beſitzer von Schweinen, welche die Impfung Ihrer Schweine vornehmen laſſen wollen, werden erſucht, ſich alsbald— unter Angabe der Stückzahl— bei Herrn Tierarzt Stadtelberger anzu— melden. Seckenheim, 24. Maj 1907. gürgermeiſteramt Volz. Nr. 3162. Gefunden und bei uns abgeliefert wurden zwei goldene Lingerringe. Seckenheim, den 21. Mai 1907. gürgermeiſteramt „Volz. lhaus-Heubau-Rheinau. Den Neubau eines 2. Stengelhofſchulhauſes 15 in Rheinau betr. Nr. 2955. Zum Neubau eines Schulhauſes in Rheinau ſollen nachſtehende Arbeiten an in der Gemeinde anſäſſige Handwerker ver— geben werden: Schmitt. Schmitt. . Erd- und Maurerarbeiten, . Steinhauer- und Treppenarbeiten, . Eiſenlieferung, . Zimmerarbeiten, Schmiedearbeiten, Spenglerarbeiten. Zeichnungen, Bedingungen und Arbeitsbeſchriebe können auf dem Rathauſe in Rheinau und auf dem Rathauſe in Seckenheim eingeſehen werden, woſelbſt auch Angebotsformulare erhältlich ſind. Angebote ſind bis Freitag, den 31. Mai d. Is. beim Stab⸗ halteramt Rheinau oder Bürgermeiſteramt Seckenheim einzureichen. Seckenheim, den 13. Mai 1907. Gemeinderat: Volz. Sf— Ratſchreiber Ritter. Hochfeine Tourenräder Mk. 28. an Hochfeine Rennräder Mk. 120.— an, Fahrradzubehörtelle ſtaunend billig Fahrradreparaturen ſtaunend billig P.& H. 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M., zu einer Besprechung Beſuch des Kavalleriſtentags am 9. Juni in Schwetzingen betreffend, im Lokal zum„Zähringer Hof“ ½9 zu erſcheinen. Der Vorſtand. Geſchäfts⸗Eröffnung und Empfehlung. Einer geehrten Einwohnerſchaft von Seckenheim und Umgebung die ergebene Mitteilung, daß ich Friedrichſtraße 101 eine Huf und Wagenschmiede eroͤffnet habe und halte mich in allen in das Fach einſchlagenden Arbeiten beſtens empfohlen unter Zuſicherung prompter und reeller Be⸗ dienung bei billigſten Preiſen. Hochachtungsvoll Friedrich Barth, Huf⸗ und Wagenſchmied chemikalen deshalb der natürlichste Volkstrunk Huch in 50 und 150 Literpaketen zu haben. Ueberall Niederlagen, erkenntlich durch Plakate, oder direkt ab Plochingen unter Nachnahme von Weiss& Co., d. m. b. H., Plochingen a. N. Prospekte mit eee eee gratis und franko. 2 Niederlage bei J. Hilsheimer, Seckenheim. 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Mannſchaft gegen Schwetzinger F.⸗V. II in Schwetzigen. Abfahet ab Main⸗Neckar⸗Bahn 2.52. Der 2. Spielwart. er Sein Vieh vor Krankheiten u. Ungeziefer Tier⸗ ſchützen will, der kaufe Sur Arzneimittel und Ungeziefer— mittel nur in der Medioinal-Drogerle zum Domhof G. L. Stenz, Ladenburg a. N. Telephon Nr. 6. Dort ſind alle erlaubten Apothekerwaren ſtets friſch und beſter Qualität. Offenburger Lose Ziehung 6. luni 1907 Baar Geld E 25 6 0 6 auszahlbar f ark 5, 998 56686 Mark 499 Gewinne zuf. 25,000 Mark. Günstigste Gewinnchancen! 50% der Einnahme wird verlost 2 05 1 M. 11 Lose 10 Mk. 3 Porto u. Liste 30 Pt versendet das General-Debit J. Stürmer, Strassburg i. E. MWcnse nur mit Galop-Crème lo die Schuhe. In den meiſten einschlagen Geſchäften zu haben.