Na 15 eee e öGWGGWGWGGWGWGWWGGGWGGRGGhGGGTc N F b e N n N. W* n r r N . Setkenheiner J. Anzeigeblatt für Seckenheim und Jlvesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Lerlag von J. helfrich in Seckenheim. Die einſpaltige Petitzei n nſpal e oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 43. Mittwoch, den 29. Mai 1907. 7. Jahrgang Aus Nah und Fern. Seckenheim. Unſer Landsmann, der neuernannte Gouverneur von Kamerun, Herr Geheimrat Seitz, verlobte ſich mit der Tochter des verſtorbenen Militärſchriftſtellers Max Jähns. Die Hochzeit findet in nächſter Zeit ſtatt. Die junge Gattin wird den Gouverneur nach Kamerum begleiten. 7 Seckenheim, 28. Mai.(Eingeſandt.) Wie hier größtenteils bekannt ſein dürfte, wurde bei der am letztverfloſſenen Sonntag nach dem Nachmittagsgottesdienſt ſtattgehabten Pfarrwahl durch die evang. Kirchengemeinde⸗ vertretung dahier Herr Pfarrer Kuntze, ſeither Pfarrer in Elſenz, von ſämtlichen abgegebenen Stimmen erwählt. Befremdend bei der Wahl war, daß mehrere anweſende Mitglieder der hieſigen Kirchengemeindeverſammlung in die Wählerliſte nicht aufgenommen waren, folglich auch nicht ſich an der Wahl beteiligen konnten, während mehrere Wahlberechtigte, in der Wählerliſte verzeichnet, nicht anweſend waren, ſomit auch nicht zu wählen in der Lage ge⸗ weſen ſind. Mannheim, 27. Mai. Wie bekannt, wird Mannheim die zweite Hauptſtation für die Teilnehmer an der Herkomerfahrt bilden, und zwar werden alle am Nachmittag und Abend des 6. Juni in Mannheim eintreffenden Teilnehmer an dieſer Fahrt die Jubiläums⸗ Ausſtellung paſſieren und ſich von dort aus durch die Stadt zum Schloßhofe begeben. Abends iſt ein großes Feſt in der Ausſtellung geplant, bei dem u. a. auch ein Feuerwerk ab⸗ gebrannt werden ſoll. Mannheim, 27. Mai. Die Reno⸗ vierung der Jeſuitenkirche hat 100 000 Mk. gekoſtet, wovon 80000 Mk. durch die Stiftung eines Frl. Häusler gedeckt wurden. Anläßlich des 150jährigen Beſtehens der Kirche wurden ſeitens der katholiſchen Gemeinde an den Großherzog und Erzbiſchof Ergebenheitstele⸗ gramme geſandt. Mannheim. Vier neue Ehrenbürger wird die Stadt Mannheim demnächſt erhalten. Aus Anlaß des Jubiläums hat der Stadtrat nämlich beſchloſſen, folgende 4 Herren zu Ehrenbürgern zu ernennen: 1. Staatsminiſter a. D. Eiſenlohr, den Vorgänger des Miniſters a. D. Schenkel; 2. Geh. Kommerzienrat Laden⸗ burg; 3. Herr Major a. D. Seubert und 4. den in Leipzig wohnenden Philoſophen Wilh. Wund.— Als ofſizieller Hauptfeiertag in der Jubiläumswoche iſt vom Stadtrat der Freitag, den 31. Mai beſtimmt. Mannheim, 27. Mai. Die dreitägige Weinkoſtprobe im Nibelungenſaal ergab den Konſum von 11000 Litern. Heidelberg, 27. Mai. In der Nacht zum Samstag machte der Werkmeiſter des Akademiſchen Krankenhauſes, Heinrich Kohl, ſeinem Leben durch Selbſtmord ein Ende. Kohl ſchnitt ſich zuerſt die Pulsader der linken Hand, und, als die Verblutung nicht raſch genug eintrat, den Hals durch. Die Tat wurde anſcheinend im Fieberdelirium verübt. Kohl lag ſchwer an Arterienverkalkung leidend in einem Krankenzimmer. Der Zimmergefährte des Selbſtmörders wurde durch das Röͤcheln des Sterbenden aufgeweckt, doch war es zur Hilfeleiſtung zu ſpät. Mühlenbach(A. Wolfach), 26. Mai. Eine unangenehme Ueberraſchung, wie man ſie ſonſt nur in den mit Wölfen heimgeſuchten Gegenden kennt, wurde heute nacht dem Scher- zinger⸗Bauern A. Klaußmann zuteil. Als morgens der Hirtenbube die Schafe aus der Viehhütte treiben wollte, waren von 25 Stück 12 total zuſammengeriſſen und verendet und der Reſt war in einem derart verletzten Zuſtand, daß er wohl geſchlachtet werden muß. Zwei großere fremde Hunde, die ſich früh im Ge⸗ lände herumtrieben und im Laufe des Tages wieder in der Nähe des blutigen Schauplatzes geſehen wurden, werden wohl die mordluſtigen Beſtien ſein. Der Schaden iſt ziemlich groß. Waldshut, 26. Mai. Hauenſtein, die kleinſte deutſche Stadt mit 210 Einwohnern, dürfte in ihrem hohen Umlagefuß von keiner deutſchen Stadt erreicht werden, derſelbe beträgt auf 100 Mk. Steuerkapital 1,57 Mk.; auf 100 Mk. Einkommenſteueranſchlag muß der Bürger dieſer Stadt 4,71 Mk. Umlage zahlen. Konſtanz, 27. Mai. Ein mit 3 Per⸗ ſonen beſetzes Boot fuhr in den Wellenſchlag eines ausfahrenden Dampfers und kippte um. Zwei Perſonen ertranken.— Auch bei Bregenz ertrank geſtern eine Perſon, eine andere konnte gerettet werden. Singen, 27. Mai. Verhaftet wurde der Fabrikant Ignaz Hayden aus Breitenau (Niederöſterreich), der ſich hier unter dem falſchen Namen Franz Kenner aus Wien aufhielt und den Werkführer der Firma Maggi zum Verrat von Geſchäftsgeheimniſſen zu be— ſtimmen ſuchte. Landau(Pfalz), 27. Mai. In Insheim verübte der Fleiſchbeſchauer Huſt einen Mord⸗ verſuch auf ſeinen Schwiegervater Buß, der durch vier Revolverſchüſſe ſchwer verletzt wurde. Der Täter flüchtete, wurde aber ſpäter feſtge⸗ nommen. Kaiſerslautern, 26. Mai. Der be⸗ rüchtigte Fahrraddieb Lorenz Wagner, Reiſender aus Mutterſtadt, entſprang geſtern abend im Heiligenbergtunnel, obſchon gefeſſelt, aus dem in voller Fahrt befindlichen Zug. Wagner war'kürzlich in Mannheim zu vier Jahren 33 verurteilt worden und ſollte nach aiſerslautern verbracht werden. Frankfurt a. M., 27. Mai. Die Luftſchifferin Fräulein Kätchen Paulus, die am Sonntag mit ihrem Drachen-Luftballon vom Zoologiſchen Garten aus aufſtieg, hatte bei ihrer Landung mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Ballon wurde von einem Windſtoß erfaßt und über den Main geſchleift, ſodaß die Luftſchifferin bis an die Bruſt in den Main geriet, bis ſie in Groß-Welzheim ans Ufer ge⸗ langte. Sie kam wohlbehalten abends noch in Frankfurt an. Hanau, 27. Mai. Die Polizei ver⸗ haftete eine jugendliche Räuberbande, die ſich im Walde eine Höhle gegraben und dieſe mit allen nur denkbaren zuſammengeſtohlenen Dingen wohnlich eingerichtet hatten. Die Burſchen ſtanden im Alter von 14 bis 16 Jahren. Straubing, 24. Mai. Heute Nach⸗ mittag ¼5 Uhr ging über die Stadt und die nächſte Umgebung ein fürchterliches Hagelwetter nieder, das an den Saaten bedeutenden Schaden anrichtete. Die Schloßen fielen in der Größe von Taubeneiern und in ſolcher Menge, daß die Straßen und Dächer dicht bedeckt waren. Das Unwetter dauerte ¼ Stunde. Thorn, 25. Mai. Die Strafkammer verurteilte den 17jährigen Arbeitsburſchen Mieeislaus Haska aus Mokar zu anderthalb Jahren Gefängnis. Er hatte bei einem Streit Das schöne Mädchen von Bellomon. Roman von Wilhelm Kunde. Jan hatte nach des Tode des Pflegevaters energiſch die herrenlos gewordenen Zügel er— griffen und das Haus ganz im Sinne des Verſtorbenen und äußerlich auch mit dem gleichen Erfolg weitergeführt. Maria war aus der zarten Knoſpe zu einer ſelten lieblichen Menſchenblume aufgeblüht, deren reine Schönheit weit und breit Bewun⸗ derung fand. Freilich hatte noch keiner ihrer unzähligen derben vlämiſchen Verehrer gewagt, ihr von Liebe zu ſprechen, ebenſowenig wie der glühendſte und leidenſchaftlichſte, nämlich an. Dieſer hatte auch heute am Fenſter des chankraumes geſtunden und mit ſeinen dunklen flammenden Augen jede Bewegung des Mädchens bewacht; auch das unwillkürlich ſehnſüchtige Ausſtrecken ihrer Arme war ihm nicht ent⸗ gangen. In eigentümlich grollenden Tone ſagte er nun zu dem Mädchen:„Ich habe auf dich ge⸗ achtet. Was iſt das für eine Art, ſo die Arme auszuſtrecken? Du wollteſt wohl Frei⸗ bungen machen?“ „Jan“, erwiderte ihm Maria ernſt und ſanft,„mußt Du mir denn auch die kleinſte Regung meines Empfindens übeln deuten und immer an mir herum nörgeln. wie ich mich betragen muß. Aber wir wollen uns nicht an dieſem ſchönen Gottesmorgen wieder ſtreiten, um meines Vaters willen nicht, der uns beide ſo lieb gehabt.“ Sie ſah bei dieſen Worten nach dem Bilde des Verſtorbenen hinüber, und in ihren Augen ſchimmerte ein feuchter Glanz. Jan dagegen hatte ſich abgewandt, und indes er die Zähne zuſammenpreßte, war ſein Geſicht, wenn möglich, noch finſter geworden. Ich bin doch lange genug im Kloſter geweſen, um zu wiſſen, 1 ö 1 1 1 ſchlaff hernieder und fahle Bläſſe überzog ihr Geſicht. Molski bemerkte wohl die Wirkung ſeines Blickes; ein häßliches Lächeln der Befriedigung umſpielte ſeine dicken Lippen; raſch wendete er ſich an Jan und ſagte laut: „Da haben wir ja heute das beſondere Glück, einmal die ſchͤne Tochter des Hauſes anzutreffen. Da unterbrach mit einem Male Wagen⸗ geraſſel das Stillſchweigen des Wintermorgens. Jan ſprang eilfertig vor die Tür, die Ankom⸗ ihre menden zu empfangen. Maria hatte Arbeit in das Körbchen gelegt, und ſich er⸗ hoben. Sie wollte nach ihrem Stübchen gehen, wie ſie es ſtets tat, wenn fremde Gäͤſte kamen. Aber ihr Vorhaben ſollte nicht gelingen; denn ehe ſie die Treppe erreichte, wurde ſchon die Tür draußen aufgeriſſen und herein traten Molski und Erwin, gefolgt von Jan, der dem vlämiſchen Kutſcher Anordnungen für Pferd und Wagen gab. Molski warf beim Eintreten einen raſchen Blick auf das fortgehende Mädchen, das eben ein wenig den Kopf zurückwendete. Wie von dem Blick einer Schlange ge⸗ troffen, zuckte ſie zuſammen; ihre Arme ſanken Wollen Sie uns nicht das Glück gewähren, uns mit Ihrem Fräulein Schweſter bekannt zu machen?“ Jan knurrte etwas zwiſchen den Zähnen, was nicht ſehr freundlich klang; dem direkt ausgeſprochenen Wunſche konnte er aber nicht widerſtehen und ſagte darum höflich: „Willſt du heute nicht noch ein wenig unten bleiben, Maria? Dieſer Herr— er wies auf Molski— iſt ein alter Bekannter von mir, der dich ſchon lange kennen zu lernen wünſcht, und der andere Herr iſt ſein Freund.“ Er betonte das Wort„Freund in einer ganz niederträchtigen Weiſe; aber hierdurch wurde Maria erſt auf Erwin, der bisher hinter Molski geſtanden, aufmerkſam. Eine Sekunde trafen ſich beider Augenpaare und ſo erblaßt Maria beim Anblick des Dicken war, ſo jäh errötete ſie beim Anblick ſeines Begleiters; ein plͤtzliches Gefühl von Wohlbefinden ſchien den Aafal von Schwäche in ihr verſcheucht zu haben; langſam zwar, aber doch freundlich, trat ſie wieder zurück und begrüßte die Gäſte 1 8* 5 4 r 2 3 8—* 757 n 1 5 n 2 1 2 2 5. 1 54 9 N manchmal ſo verträumt aus, ſeiner Eltern, als der Vater die Mutter er⸗ würgen wollte, den Revolver ergriffen und ſeinen Vater, einen penſtonierten Weichenſteller erſchoſſen. Hamburg, 24. Mai. Der Kaufmann Cäſar Prediger, der ſich vor 2 Jahren durch Urkundenfälſchung 85000 Mark aneignete und dann entfloh, hat jetzt durch Fälſchungen von Amerika aus eine Hamburger Firma um 77000 Mark geſchädigt. Budapeſt. 25. Mai. Bei Arad wurde das ehemalige Mitglied des ungariſchen Mag⸗ natenhauſes Baron Feſchtig wegen Vagabon⸗ dierens und Silberdiebſtahls verhaftet. Vermiſchtes. Seckenheim, 28. Mai. Dem Mannh. „General⸗Anz.“ zufolge, hat die Firma Heinrich Lanz in Mannheim im Rheinaugebiet 900,000 Quadratmeter Gelände zu Bauzwecken angekauft. Der Kaufpreis ſoll 3 Mill. betragen. Wie wir erfahren, liegt das Gelände im ſog. „Judenwald“ und kommt nur wenig Secken⸗ heimer ſondern meiſtens Rohrhöfer bezw. Brühler Gemarkung in betracht. * Seckenheim, 27. Mai. Bei dem geſtrigen Geſangswettſtreit in Friedrichsfeld er⸗ rang in der unterſten Landklaſſe der Geſang⸗ verein Liederkranz den 1. A-Preis nebſt Ehren⸗ preis bei ſehr ſtarker Konkurrenz Dieſer Erfolg reiht ſich dem letztjährigen würdig an und iſt dem Verein und ſeinem eifrigen Diri⸗ genten Herrn Lehrer Pfeiffer wohl zu gönnen.— In der 2. Landklaſſe beꝛeiligte ſich unter der⸗ ſelben Direktion der Geſangverein Sängerbund. Trotzdem gerade dieſe Klaſſe erſtklaſſige Vereine aufwies, gelang es dem ſtrebſamen Vereine doch, einen Ehrenpreis zu erſingen. Wir gratulieren und wünſchen den beiden Vereinen weitere Erfolge! — In Oberhaugſtett ſollte ein Dienſt⸗ knecht einem ſtörriſchen Ochſen beim Beſchlagen den Fuß aufheben; der Ochſe drückte den Pfoſten des Vordaches der Schmiede um, das Dach fiel herunter und begrub den Knecht unter ſeinen Trümmern. Er liegt jetzt ſchwer verletzt im Krankenhaus. Freitag Abend durchſchnitt auf der Station Zuffenhauſen der Zug einen großen Ballen mit Bettfedern. Dieſe, durch den Luftzug emporgewirbelt, hüllten Zug und Bahnhof in eine weiße Wolke ein, als herrſche das größte Schneegeſtöber. Das Einſammeln der zerſtobenen Federn hatte natürlich ſeine Schwierigkeiten, und ſo hatten die durchfahrenden Züge einen ganzen Tag lang das Vergnügen, in eine weiße Federwolke gehüllt zu ſein. — Die Frau des Schafhirten von Kheim im Elſäſſiſchen kam letzthin in die Apotheke und klagte, daß ſie vor den Flöhen nicht mehr ruhen, ſchlafen und raſten könne.„Ich hab' jo ſchu g'ſait“, meinte der Aphotheker,„Ihr ſolle Inſektepulver davor nemme.“„Jo“, meinte die gute Frau,„ich pfiff i uff Eier Inſektepulver. Es nutzt gar nix. Ich hab ſchon zwei Päckle vun dem bittere Teifeldings K e verſchluckt, awer d' Kaiwe biſſe noch s'nämli, wie davor.“ In der Tonwarenfabrik Blittersdorf bei Saarbrücken geriet ein junges Mädchen in eine Miſchmaſchine, ohne daß jemand davon etwas bemerkte. Erſt als Tuch⸗ fetzen. Fleiſch⸗ und Kleiderſtücke aus der Maſchine herauskamen, entdeckte man das Unglück — Wie leichtfertig in Berlin Kredit ge⸗ währt wird, kann man aus folgendem ermeſſen: Anfang 1906 wurde in der Kaiſer Wilhelm⸗ ſtraße in Berlin eine Firma K. als Schürzen⸗ konfektionshaus errichtet. Der Inhaber beſaß 1500 Mark bar Geld. Waren, und was ſonſt nötig war, wurde auf Kredit entnommen und das Geſchäft eröffnet. Jetzt, nachdem 1½ Jahr verfloſſen ſind, iſt der junge Geſchäfts⸗ mann„fertig“. Er hat ſeine Zahlungen ein⸗ geſtellt. Die Paſſiven betragen ca. 100 000 Mark denen an Aktiven 8000 Mark gegenüber⸗ ſtehen. 5 — Geſchichte einer Millionenerbſchaft. Im Jahre 1800 ſtarb zu Jaffa in Syrien der engliſche Generalmajor George Frederick Köhler, der Sohn eines aus Rimbach in Heſſen nach England ausgewanderten, als Offizier der oſt⸗ indiſchen Kompagnie verſtorbenen Deutſchen. Auf die Erbſchaft des ohne Hinderlaſſung von Leibeserben verſtorbenen Generals machten ſeit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine große Anzahl von Perſonen Anſprüche geltend, und etwa 100 Parteien haben bis in die neueſte Zeit hinein langwierige Prozeſſe gegeneinander und gegen den engliſchen Fiskus, der den Nachlaß in Verwahrung genommen hatte, geführt. Gewiſſenloſe Agemen, die namentlich die Ortſchaften Niederheſſens un⸗ ſicher machten, benutzten in den letzten Jahren die Angelegenheit, um im Trüben zu fiſchen. Nachdem im Laufe dieſes Jahres bei dem Auswärtigen Amt in Berlin mehrfach Anfragen über den Stand der Sache eingegangen ſind, iſt den Frageſtellern jetzt endlich ein amtlicher Beſcheid zugegangen, der geeignet iſt, alle von den zahlreichen Trägern des Namens Köhler bislang gehegten Hoffnungen auf die„Millio⸗ nenerbſchaft“ grauſam zu zerſtören. Bereits im Jahre 1862 hat danach das engliſche Kanzlei in letzter Inſtanz dahin entſchieden, daß die Deſzendenten einer Frau Eliſabeth Bauer, gebornen Kumbus, aus Kronberg i. T. ſowie diejenigen eines Matthias Köhler aus Rimbach i. H. als die beiden einzigen erbbe⸗ rechtigen Stämme anzuſehen ſeine. Der Nachlaß belief ſich aber nicht auf„Millionen“, ſondern nur auf 16 400 Pfund Sterling= 330000 Mk. In dieſe Summe ſollten ſich 500 Erbberechtigte teilen, was zu neuen end⸗ loſen Prozeſſen führte. Was von dem Gelde wegen Nichtauffindung der Erben etwa nicht zur Anszahlung gekommen ſein ſollte, wurde zweiffellos von den in England beſonders hohen Gerichtskoſten verſchlungen. Somit hat die Köhlerſche Erbſchaft längſt zu exiſtieren auf⸗ gehört. in Klein⸗ — In Wenſchdorf bei Miltenberg wurde in der Wohnung einer Schäfecfamilie die 22jährige geiſteskranke Tochter auf einer Art Lehnſtuhl ſitzend, Arme und Beine mit Stricken an den Stuhl feſtgebunden, ange⸗ troffen. Dies taten die Eltern tagelang, um ihren Arbeiten ungehindert nachgehen zu können. — Die Witwe des früheren Gutsbeſitzers Ruhnke aus Lüllemin(Pommern) iſt, nach⸗ dem ſie 33 Jahre im Zuchthaus geſeſſen hat, begnadigt worden. Die jetzige 80jährige Matrone war wegen eines im Jahre 1878 verſuchten Giftmordes zu 10 Jahren Zuchthaus und dann wegen vollführten Giftmordes an ihrem Ehemann zum Tode verurteilt worden. Die Todesſtrafe wurde ſpäter in lebenslängliche Zuchthausſtrafe umgewandelt. Jetzt iſt die alte Frau infolge ihrer guten Führung gänzlich be⸗ gnadigt und entlaſſen worden. Humoriſtiſches. — Im Wirtshaus. Kellnerin:„Mein Herr, darf ich Ihnen noch ein Glas Bier bringen?“— Frau:„Mein Mann dankt!“ — Ein Indiskreter. Wie alt ſind Sie. gnädige Frau?“—„Warten Sie, das kann ich Ihnen gleich ſagen. Als ich heiratete war ich achtzehn und mein Mann dreißig. Er iſt jetzt noch einmal ſo alt, folglich bin ich ſechsunddreißig.“ — Erſter Bettler:„Ach die elenden Zeiten; wenn's nur mehr Arbeit gäbe!“— Zweiter Bettler:„Du wirſt doch nicht auf einmal arbeiten wollen?“— Erſter Bettler: „Das nicht, aber wenn die Leut nichts ver— dienen, ſchenken ſie einem auch nichts!“ — Arzt(zum Patienten):„Nicht ſüß nicht bitter und auch nicht ſauer ſoll die Me⸗ dizin ſchmecken; ja ſagen Sie mir dann nur, was für einen Geſchmack ſoll ſie haben, damit Sie ſie einnehmen?“— Patient:„Na, halt ſo wie Bier, Herr Doktor!“ — 1. Schuſterjunge:„Alſo dein Meiſter iſt plötzlich geſtorben?“— 2. Schuſterjunge: „Na, ſein Herz und ſeine Hand haben ſeit geſtern aufgehört zu ſchlagen!“ Zu viel verlangt. Prinzipal(zum Handlungsgehilfen):„Schreiben Sie nur nicht gar ſo klein, machen Sie doch größere Buch⸗ ſtaben!“— Handlungsgehilfe:„Was, größere Buchſtaben ſoll man auch noch machen bei dem Gehalt!“ — Ein Schlaumeier. Herr:„Was, Johann, ſo raſch haſt du dieſen Gläubiger hinausgebracht?“— Johann:„Ja; ich habe ihm geſagt, Sie wären vor zehn Minuten zu ihm gegangen, um ihn perſönlich zu bezahlen; da hätten Sie ſehen ſollen, wie raſch er heim⸗ gerannt iſt!“ Seckenheim, 28. Mai. Der heutige Ferkelmarkt war mit 106 Stück befahren und wurden 80 zum Preiſe von 20—25 Mk. pro Paar abgeſetzt. ihres Hauſes. Dann ſetzte ſie ſich wieder auf ihren alten Platz am Fenſter und griff nach der Handarbeit. Molski und Erwin hatten ſich an einem der breiten ſauberen Schanktiſche niedergelaſſen, indes Jan nach der Küche lief, um einen Imbiß für die Angekommenen zu beſtellen. „Das iſt nun Bellemon, das vielgeprie⸗ ſene,“ ſagte Molski zu Erwin in einem Tone, als wären ſie die beſten Freunde von der Welt;„es wird Ihnen ſicher hier behagen; dieſes Gaſthaus hat guten Ruf weit umher im Land und Fräulein Maria iſt das ſchönſte Mädchen im ganzen Königreich Belgien. Na, das ſcheinen Sie ja auch ſelbſt ſchon wahrge⸗ nommen zu haben, denn Sie ſitzen ja da, wie ein durchs Examen gefallener Schulamtskan— didat. Sie ſehen daß man in ihnen eher einen lyriſchen Dichter als einen Bombenwerfer und Königsmörder vermuten ſollte“— und als er hierauf keine Antwort bekam, ſetzte er in ſeiner ſelbſtgefälligen Weiſe inzu: 5„Teufel, das Mädel iſt aber wirklich eine Schönheit erſten Ranges; ſehen Sie nur einmal das Profil!“ Molski hatte deutſch geſprochen, eine Sprache, welche Maria nicht verſtand, dennoch empfand ſie unwillkürlich, daß ſie Gegenſtand der Rede war, und errötend neigte ſie ihr Köpfchen tiefer auf ihre Arbeit. 5 5 6* Zuzutrauen iſt es Ihnen ſchon. Oder kommen Sie gar auf dichteriſche Ideen und reiten in Gedanken den Pegaſus. Eine ganze Weile herrſchte Stille im Raum. Molski hatte eine Zeitung genommen und ſich darin vertieft., Erwin hingegen ſchaute unverwandt mit ſeinen blauen Augen auf Maria. Wie ein Engel des Friedens erſchien ihm die holdſelige Geſtalt der Jungfrau in⸗ mitten der Welt von Unraſt, Sünde und Ge— meinheit, die ihn umgab. Da betraten Jan und Frau de Knocker mit den hergerichteten Speiſen das Zimmer. Marias Stiefmutter war eine ruhige Frau mittleren Alters; mit einem freundlichen Wort der Begrüßung hatte ſie den Tiſch geordnet und war dann wieder in die Küche zurück- gekehrt. a Jan trat an den Bierapparat und füllte drei Gläſer; mißtrauiſch flog ſein Blick von einem zum andern. Molskt ließ ſich nicht nötigen und ſchlug wacker drein. Erwin aß nur ein paar Biſſen. Jan ſuchte Marien mit Blicken zu be⸗ deuten, daß es nun Zeit wäre hinaufzugehen; aber das Mädchen ſah nicht auf ihn und er getraute ſich auch nicht, der Herrin des Hauſes in Gegenwart Fremder etwas zu ſagen. „Jan“, ſagte auf einmal Molski in vlämiſcher Mundart, ſeinen Teller zurück⸗ ſchiebend,„alter Junge, was machſt du nur für ein Geſicht? Komm mit heran, nimm dein Glas und ſtoße mit an:„Es lebe der Anarchismus!“ Erwin berührte ſein Glas nicht; Molski und Jan ſtießen, auf den andern einen be⸗ 1 0 8 1 8 zeichnenden Blick werfend, mit den ihren a und auch Maria hatte bei dem Wort„Anar⸗ chismus“ aufgehorcht. „Lieber Aſſeſſor,“ ſagte Molski katzen⸗ freundlich zu Erwin,„hier brauchen Sie ſich nicht zu verſtellen, wir ſind ganz unter uns, aber wie Sie wollen! Weißt Du, Jan“, fuhr er, an dieſen gewendet fort,„ich denke, wir werden uns gleich ans Werk machen.“ Damit ſchien nun Jan ganz und gar nicht einverſtanden; er ſagte unwirſch: „Ja, wir können doch den Herrn nicht mitnehmen und allein laſſen———“ „J, der bleibt ganz gerne allein, nichtwahr, lieber Freund?“ wandte ſich Molski an Erwin. „Ich habe mit dem jungen Manne ein Geſchäft zu erledigen. Dann warten Sie wohl hier ſo lange oder machen einen Spaziergang?“ „Nein, ich warte hier ſehr gern,“ er⸗ widerte Erwin raſch, ſichtlich erleichtert auf⸗ atmend. „Wie Sie wünſchen! Na Jan, dann mach Dich bereit oder biſt Dus ſchon?“ „Ich bin bereit!“ Aber Jan ſchien doch noch etwas auf dem Herzen zu haben. Endlich faßte er den Entſchluß und ſagte: „Maria, ich gehe jetzt mal fort. Willſt du nicht in der Zeit hinaufgehen? Mutter kann ja nach vorn kommen; ich komme auch bald wieder.“ (Fortſetzung folgt.) * Wochenprogramm der Mannheimer Jubiläums-Ausstellung. mittwoch, 29. mai Teraſſe vor dem Palmenhaus: 4—6 Uhr nachm.: 1. Ital. Philh. Blasorcheſt.„Prinz Piemont“.(Dirigent: Maeſtro Luigi della Guardia). Rondellplatz vor der Nen a 811 Uhr abends: 1. Ital. Philh. Blasorcheſt.„Prinz Piemont“.(Dirigent: Maeſtro Luigi della Guardia). Beleuchtung: 8 einhalb bis 10 Uhr abends: Scheinwerfer. 9—10 Uhr abends: Konturenbeleuchtung(Waſſerturm) 9—10 einhalb Uhr abends: Leuchtfontäne. Eintrittspreiſe: Bei Tage 1 Mk, nach? Uhr abends 50 Pfg., Kinder 50 Pfg. Sonderausſtellungen: Wochenausſtellung(Schluß). Kongreſſe: 5 Vadiſch⸗pfütiſchee Bezirkstag der Metzgermeiſter. onnerstag, 30. mai: Teraſſe vor dem Palmenhaus: 11 einhalb bis 1 Uhr vorm.: Promenaden-Konzert des (Dirigent: 4—6 Uhr nach.: 8—11 Uhr abends: 2—4 Uhr nachm.: J. 8—11 Uhr abends: 1. Ital. 1 7 Blasorcheſters„Prinz Piemont“. geſtro Luigi della Guardia). Terraſſe vor dem Palmenhaus: Kapelle des 2. Bad. Grenadier— Regiments„Kaiſer Wilhelm“ Nr. 110(Dirig.: Muſikdirektor Max Vollmer). Vergnügungspark: Ital. Philh. Blasorchiſter „Prinz Piemont“.(Dirigent: Maeſtro Luigi della Guardia). Beleuchtung: S einhalb bis 10 Uhr abends: Scheinwerfer. 910 Uhr abends: Konturenbeleuchtung(Waſſerturm) 1010 einhalb Uhr;: Leuchtfontäne. Eintrittspreiſe: Bei Tage 1 Mk. nach 7 Uhr abends 50 Pfg., Kinder 50 Pfg. Freitag, 31. mai: Pavillon vor dem Palmenhaus: 4—6 Uhr nachm.; 1. Ital. Philh. Blasorcheſt.„Prine Piemont“.(Dirig: Maeſtro Luigi della Guardia). 8—11 Uhr abends: Bad. Leibgrenadier-Regiment Nr. 109 Karisruhe.(Muſikdirektor A. Boettge). 0 Vergnügungspark: 8—11 Uhr abends: 1. Ital. Philh. Blasorcheſter „Prinz Piemont“.(Dirigent: Maeſtro Luigi della Guardia.) Beleuchtung: 9 einhalb Uhr abends: Großes Feuerwerk im Ver— gnügungspark. S einhalb bis 10 Uhr abends: Scheinwerfer. 9 10 Uhr abends: Konturenbeleuchtung(Waſſerturm) 10—10 einhalb Uhr abends: Leuchtfontäne. Eintrittspreiſe: Auch nach 7 Uhr abends 1 Mk., Kinder 50 Pfg. Kongreſſe: Anweſenheit von 50 Bürgermeiſtern der bedeutend— ſten Städte Englands. Stadt⸗Jubilaum: Feſtſitzung.— Feſtakt.— Denkmals⸗Enthüllung. Muſikfeſt: 1. Konzert im Muſenſaal. Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. Bekanntmachung. Die Vornahme einer Berufs⸗ und Betriebszählung im deutſchen Reiche im Jahre 1907 betr. ur öffentlichen Kenntnis, daß der Bundesrat die durch Reichsgeſeß vom 25. März l. Is. angeordnete Berufs- und Betriebszäh⸗ lung und in Verbindung damit Zählung der Perſonen, für die zu der reichs⸗ eſetzlichen Invalidenverſicherungsbeiträge entrichtet werden, ſowie derjenigen erſonen, welche auf Grund des Reichsgeſetzes Unfall- oder Invalidenrenten . und der Witwen und Waiſen auf Mittwoch, den 12. Juni J. Js. feſt⸗ geſetzt 991 ir machen hierbei auf folgendes aufmerkſam 7 5 Das Zählgeſchäft wird durch die von der Gemeinde beſtimmten bezw. ſich freiwillig meldenden Perſonen(Zähler) ausgeübt. f Die Angaben für die Erhebung ſind von den einzelnen Haushaltungen durch Einträge in die Zählungsformulare zu machen. Die Pflicht der An abe und der Eintragung liegt für die Haushaltungsliſten den Haushaltungsvorſtän⸗ den, als welche auch einzeln lebende Perſonen mit beſonderer Wohnung und eigener Hauswirtſchaft gelten, für die Land- und Forſtwirtſchaftskarten, Gewerbe— bogen und Gewerbeformulare den Betriebsinhabern oder deren Vertretern ob. Aushilfsweiſe kann die Eintragung auf Grund der gemachten Angaben vom Zähler bewirkt werden. 5 Die Zählungsformulare werden von Haus zu Haus und von Haushal⸗ tung zu aunhen in der Zeit zwiſchen dem 6. und 8. Juni ausgeteilt. Falls dabei eine Haushaltung übergangen worden iſt, hat deren Vorſtand Sorge zu tragen, daß ihm die nötigen Formulare 1 zugeſtellt werden. Nötigenfalls können ſie auf dem Rathaus bezw. Gemeindehaus Rheinau erhoben werden. Die Wieder⸗Einſammlung der Zählpapiere durch die Zähler hat nach Mittag des 12. Juni zu beginnen und iſt jedenfalls am 15. Juni zu beendigen. edes Eindringen in die Vermögens- und Einkommensverhältniſſe iſt ausgeſchloſſen. 3 5 2 Wer die an ihn gerichteten Fragen wiſſentlich wahrheitswidrig beantwor⸗ tet oder dieſenigen Angaben zu machen 118 welche ihm nach dieſem Geſetz erlaſſenen Vorſchriften obliegen, wird mit Geldſtrafe bis Dreißig Mark beſtraft. Jeder Haushaltung oder einer Haushaltung gleich zu achtende einzeln lebende Perſon mit beſonderer Wohnung und eigener Hauswirtſchaft wird ne en dem zur 75 der Haushaltungsliſte nötigen Formular, ein Formular mit Muſterbeiſpielen* auf welches wir beſonders aufmerkſam machen. Seckenheim, 27. Mai 1907. Der Gemeinderat ol z. Wir bringen hiermit Schmitt. Bekanntmachung. Den Nachlaß des Landwirts Johannes Gruber in Seckenheim betr. Nr. 3248. Am Freitag, den 31. Mai l. Is., Nachmittags 2 Uhr beginnend werden die zum Nachlaß des verſtorbenen ledigen Landwirts Johannes Gruber in 8 gehörigen Fahrniſſe in der Be hauſung, Dammſtraße Ur. 19, gegen Barzahlung öffentlich ver⸗ ſteigert, wozu Steigliebhaber eingeladen werden. Seckenheim, den 27. Mai 1907. Ortsgericht Volz. Druckarbeiten Private liefert in hübſcher Ausführung Buchdruckerei J. Helfrich. Schmitt. für Behörden und billigſt die Bekanntmachung. Die ſtagtliche Prämierung von Zuchtſtuten, die Erteilung von Freideckſcheinen und die Gewährung von Kaufpreisnachläſſen betr. An die Bürgermeisterämter! Mit Bezug auf unſere Bekanntmachung vom 11. April 1907 Nr. 45184 J, Mannheimer Journal Nr. 69, bringen wir zur öffentlichen Kenntnis, daß die Muſterung der zur Bewerbung um Prämien, Freideckſcheinen und Kaufpreis— l angemeldeten ſowie der zur Vorführung verpllichteten Stuten, Stut— fohlen und Deckhengſte am Samstag, 20. Jull, vormittags 10 Uhr für Halbblutpferde in seckenheim beim Rathaus und am gleichen Tage nachmittags 4 Uhr für Raltblutpferde in Ladenburg bei der Realſchule ſtattfindet. Wir bemerken ausdrücklich, daß nur gemäß unſerer obenbezeichneten Verfügung rechtzeitig angemeldete Stuten bei der Prämierung berückſichtigt werden konnen Die Beſitzer der zur Prämierung angemeldeten Stuten, ferner die Beſitzer derjenigen Stuten bezw. Stutfohlen, welche zur letztjährigen Stutenprämierung hätten vorgeführt werden ſollen, aber nicht zur Vorführung gelangten, haben fu Prämierungstagfahrt die zur Erbringung der verlangten Naͤchweiſe erforder— ichen, N ausgefüllten und vom Bürgermeiſteramt beglaubigten Beſchäl— karten bezw. Geburtsſcheine mitzubringen; es empfiehlt ſich, etwa vorhandene Nachzucht mit den Stuten zur? Die Bürgermeisterämter bekannt zu geben. Mannheim, den 15. Mai 1907. Grofh. Bezirksamt Abt. 1: Lang. geſchluß. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. den 24. Mai 1907. Bürgermeisteramt Volz. Bekanntmachung. Die Verpachtung von Gemeindegelände betr. Nr. 3 256. Die Gemeinde Seckenheim verpachtet am Samstag, den 1. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr den Weideplatz der Ziegenzuchtgenoſſenſchaft auf einen ſechsjährigen Zeitbeſtand im Wege der offentlichen Verſteigerung. Seckenheim, den 17. Mai 1907. Gemeinderat Volz. Sammel-Anzeiger. Nur für Mitglieder der 1 2 und en Setkenheim. . G. m. b. H. Einen Malzſtänder hal zu verkaufen Martin Eder, Schloßſtraße 50. gohnenſtecken(pro 100 Stück 6 Mk.) hat zu verkaufen Wilhelm Söllner. Beſtaſufmdchüng. Ni. 14912. Die Akliengeſellſchaft für Anilinfabrikation in Berlin, welche durch Bezirksratsbeſcheid vom 14. Juni 1904 die gewerbepolizeiliche Genehmt dan zur Errichtung und zum Betrieb einer Filialfabrik auf 6 emarkung Brühl eim ſog. Rohrhofer Wald, angrenzend an die Gemarkung Seckenheim und weſtlich die Landſtraße Schwetzingen-Mannheim erteilt wurde, hat um Friſtver— längerung für den Beginn der Anlage bis zum 14. Juli 1909 gemäß 8 49 Abſatz 2 Gewerbeordnung nachgeſucht. Wir bringen dies mit der Aufforderun zur öffentlichen Kenntnis, etwaige Einwendungen gegen die Verlängerung der Gut bei dem Gr. Bezirksamte oder dem Gemeinderat Brühl binnen 14 Tagen vor Ablauf des Tages, an welchem dieſe Bekanntmachung im Amtsblatt erſchien vorzuͤbringen. Schwetzingen, den 17. Mai 1907. Gr. Bezirksamt: Dr. Bauer. Beſchluß. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 29. Mai 1907. Bürgermeiſteramt Volz zorführung zu bringen. haben dieſe Verfügung in ihren Gemeinden Nr. 3 196. Seckenheim, Schmitt. Oldenburger hellbr. Ilute 4½8ͥᷓähriges prachtvolles Tier, mit aller Garantie verkauflich. Greulich& gerſchler, Mannheim I 2, 1. Schlafſtelle Veßbahdstoffe bel zur Krantenpf ſegs Zusleemuuung Bus n. 00 n Alle Arff ** zu vermieten Medizinal⸗Progerie 3. Domhof 5 Schloßſtraße 31. Jnh. Friedr. Stenz, Ladenburg. r eee Freie Fahrt zur Mannheimer Jubiläums⸗Ausſtellung internationale Kunſt- und große Gartenbau-Ausſtellung. Wir vergüten auswärtigen Kunden bel Einkauf von 10 mk. an ein Billet für Hin- und Rückfahrt lll. Klasse bis 10 Kilometer, bei Einkauf von 20 mx. G. m. b. H. Verkaufs hänſer Hinder 15 1, 1 3 Marktplatz an bis 20 Kilometer Entfernung. Das Billet für Rückfahrt ist zugleich mit demjenſgen für Hinfahrt zu lösen und Sehenswürdigkeit von Mannheim. als Beleg vorzuzeigen. 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