150 Setkenheiner Aweiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Jloesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 80 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Uerlag von J. helfrich in Seckenheim. An ö eigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 49. Mittwoch, den 19. Juni 1907. 7. Jahrgang Etwas, was jeder wiſſen ſollte“). 1 Jedem gebildeten Menſchen ſollte es ein geiſtiges Bedürfnis ſein, den Boden, auf dem er wohnt und die Menſchen kennen zu lernen, die vor ihm da gewohnt haben. Da werden nun aber viele Leute ſagen: wie kann man das wiſſen? Das iſt doch von Niemand auf⸗ gezeichnet worden, darüber giebt's doch keine Urkunde. Es giebt aber doch eine Urkunde, ſozuſagen eine ganze Buchführung, ein Hauptbuch darüber. Dieſes Buch beſteht allerdings nicht aus bedruck⸗ ten oder beſchriebenen Blättern, wie die jetzigen Bücher ſind, in denen wir die Geſchichte unſeres Volkes und Landes aus geſchichtlicher Zeit herausleſen konnen. Dieſes Buch iſt die Erde ſelbſt und die Blätter dieſes Buches ſind die Erdſchichten, aus denen der Untergrund einer Gegend zuſammengeſetzt iſt. Jede Erd⸗ ſchichte iſt gleichſam ein Blatt in dieſem Ur⸗ kundenbuch der Geſchichte des Erdbodens. Es giebt eine beſondere Wiſſenſchaft, welche dieſe Erdſchichten unterſucht bis in die tiefſt zugäng⸗ lichen Tiefen hinab und uns ſagt, was ſie gefunden hat. Aus dem, was uns dieſe Erd⸗ ſchichtenblätter ſagen, können wir die Urgeſchichte der Erde, der Länder, eines jeden Stückes Boden, alſo auch die Urgeſchichte des Bodens von Seckenheim und ſeiner Umgegend ableſen und erzählen. Dieſe Wiſſenſchaft nennt man die Geologie oder Erdſchichtenkunde. Aus dieſer Wiſſenſchaft entnehme ich, was ich jetzt über die Urgeſchichte der Erde im allgemeinen und über die Urgeſchichte des Bodens von Seckenheim und Umgegend im Beſonderen erzählen will. Zuerſt alſo: wie iſt die Erde entſtanden, der Boden, auf dem die Menſchen in allen Weltteilen wohnen? ) Den freundlichen Leſern und Leſerinnen kön⸗ nen wir die angenehme Mitteilung machen, daß unter obigem Titel eine Reihe von Aufſätzen erſchei⸗ nen werden aus derſelben geſchätzten Feder, aus welcher im vergangenen Jahre eine größere Zahl von Artikeln uns zu Gebote geſtellt wurden, welche jeweils großes Intereſſe erregt und eine lebhafte Diskuſſion unter den verehrten Abonnenten hervor⸗ gerufen haben. Möge auch dieſe Artikel-Reihe allge⸗ meines Intereſſe finden. Die Redaktion. 1. Nach der Wiſſenſchaft der Geologie iſt folgende Annahme über die Entſtehung der Erde am wahrſcheinlichſten: Die Erde hat ſich bei ihrer Erſchaffung wie die andern Planeten in gasförmigem Zuſtand von der Sonne, dem Zentralkörper unſeres Sonnenſyſtems, abgelöſt, um als ſelbſtändiger Weltkörper zwar, aber doch in Abhängigkeit von der Sonne im Welt⸗ raum ihre Bahn zu kreiſen und ihre Geſchichte zu vollenden. Von außen her kühlte ſie ſich ab. Das Gasförmige wurde nach und nach Glut, flüſſig, das Glutflüſſige nach und nach feſt. Es bildete ſich eine Kruſte um den glut⸗ flüſſigen Kern, wie ſich eine Haut um den Brei bildet. Dieſe Kruſte erſtarrte immer mehr, aber ſie iſt auch heute noch nicht ganz erſtarrt, denn die Vulkane, die heißen Quellen, die natürlichen Springbrunnen heißen Waſſers, die man Geyſir nennt, auch die Bergwerke und Bohrlöcher ſagen es uns ganz deutlich, daß im Innern der Erde noch Wärme⸗Verhältniſſe herrſchen, unter denen Geſteine, Metalle ꝛc ſich in flüſſigen, vielleicht ſogar noch in gasförmi⸗ gem Zuſtande befinden. Bei dieſer allmähligen Erſtarrung der Erdrinde haben ſich die viele tauſend Grundſtoffe der Erde nicht neben⸗ einander und aufeinander gelagert, ſonderu ſie ſind miteinander verſchmolzen, haben ſich mit⸗ einander verbunden. Die praktiſche Chemie hat ſozuſagen damals ihre größten Triumphe gefeiert. Aus allen dieſen chemiſchen Verbin⸗ dungen ſind die Mineralien oder Geſteine, die Metalle u. dergl. entſtanden, welche die Erd⸗ ſchichten zuſammenſetzen und welche wir i00 wieder mittels der Chemie von einander ſchei⸗ den und einzeln darſtellen können; wir machen damit nur etwas nach, was uns der große Baumeiſter und Urchemiker der Welt vor vielen Jahrtauſenden oder Jahrmillionen vorausgetan hat. Mit den Geſteinen, welche die Erdſchich⸗ ten zuſammenſetzen, beſchäftigt ſich wieder eine eigene Wiſſenſchaft, die man Geſteinslehre oder Petrographie nennt. Die Erdkruſte hat ſich nun ſchichtenweiſe abgelagert; doch die Schich⸗ ten liegen jetzt nicht ſo glatt eine über der andern, ſo daß die älteren jeweils unter der jüngeren liegen würden, ſondern die Schichten ſind durch nachfolgende Erdrevolutionen, vul⸗ kaniſche Ausbrüche, Erdbeben, Senkungen, He⸗ bungen u. dergl. übereinander und durcheinan⸗ der gekommen, haben ſich gegeneinander aufge⸗ richtet, verworfen, ſind durcheinander hindurch⸗ gedrungen. Und dieſe Veränderungen gehen in kleinem Maßſtabe heute noch vor ſich. Durch all dies iſt es nicht ſo einfach, im Erdſchichten⸗ Urkundenbuch zu leſen. (Fortſetzung folgt.) Ausland. Odeſſa, 17. Juni. Nach einer hieſigen Meldung des„Standard“ wurde die geſamte Schwarze Meerflotte beurlaubt und außer Dienſt geſtellt. Die Geſchützteile wurden an Land gebracht, ſo daß die Geſchütze unbrauchbar geworden ſind. 700 Matroſen der Kriegsflotte wurden verhaftet. Auch 2 Bataillone Infan⸗ terie wurden nach Sewaſtopol gebracht, weil auch unter der Garniſon⸗Unruhen entſtanden ſind. Die Lage in Sewaſtopol erſcheint im Hinblick auf die Matroſen ſowie auf die Truppen der Garniſon recht gefährlich. Aus Nah und Fern. Mannheim, 17. Juni. Die im Käfer⸗ talerwald gelegene Erholungsſtätte der Orts⸗ krankenkaſſe Mannheim 1 wurde geſtern vor⸗ mittag durch eine Beſichtigun Gel ihrer Beſtimmung übergeben. Die Baukoſten ſtellen ſich auf ca. 30000 Mk., diejenigen des Inven⸗ tars auf ca. 15000 Mk. Mannheim, 16. Juni. Geſtern nach⸗ mittag um 3 Uhr wurden die 4 Elefanten des Zirkus Sidoli von den Führern Broſe und Brambach nach der oberhalb der Neckarbrücke gelegenen Wieſe ſpazieren geführt. Auf bisher ungeklärte Weiſe wurden die ſonſt ganz zahmen Tiere plotzlich wild und rannten in wilder lucht den gekommenen Weg zuruck. Der reſſeur, Herr Broſe, erhielt von dem erſten weiblichen Elefanten einen Schlag mit dem Rüſſel ins Geſicht wurde zwiſchen die Füße desſelben geſchleudert und das Tier ſtürmte dann über ihn hinweg. Er erlitt von dem Schlag Geſichtsverletzungen und eine Knie⸗ und Fußquetſchung. Der Führer Brambach, der ſelbſt zweimal zu Boden geſchleudert worden war, hielt die raſenden Tiere endlich unterhalb des Lokalbahnhofes feſt und brachte ſie dann Das schöne Mädchen von Bellemon. Roman von Wilhelm Kunde. „Wie ſie wünſchen,“ erwiderte der Richter mit ſpöttiſcher Höflichkeit.„Was belieben Sie nur noch weiter anzugeben?“ „Ich habe darauf als Mitarbeiter großer deutſcher Zeitungen privat gelebt.“ „Wollen Sie uns dieſe Zeitungen vielleicht näher bezeichnen?“ „Ich bedauere,“ erwiderte Erwin,„im Augenblick kann ich es nicht.“ „Schön,“ ſagte darauf der Richter,„wollen Sie nun, bitte, fortfahren.“ „Ich reiſte Anfang 1902 nach England.“ „Aus welchem Grunde?“ „Weil der größte Teil meines Vermögens aufgezehrt war und ich mit dem Reſt eine Stellung in England zu erringen hoffte.“ 1 nen das gelungen?“ e ich habe Einnahmen nur aus einigen Gelegenheitsarbeiten gehabt.“ „Die Sie natürlich nicht näher bezeichnen wollen.“ „Nein!“ Der Richter fragte immer noch höflich: „Wo haben Sie in England gewohnt?“ „In London W. 208 a, Tottenham Court Road bei der Witwe Wright.“ „So,“ ſagte Herr Smet,„das iſt doch einmal etwas Poſitives. Waren Sie bei der Polizei angemeldet?“ Erwin lächelte.„In England beſteht bekanntermaßen keine polizeiliche Anmeldung.“ „So, ſo“, ſagte der Richter, als wäre ihm dieſe Mitteilung ganz neu,„und ſonſt haben Sie auch nichts mit der Polizei zu tun gehabt?“ „Nein.“ „Wann haben Sie England verlaſſen?“ „Ende Oktober.“ „Weshalb?“ „Ich wurde beſtohlen.“ „Sie wurden beſtohlen?“ Smet mit malitiöſer Betonung. „Jawohl“, ſagte Erwin mit erhobener Stimme, indes ihm das Blut ins Geſicht ſtieg, „ich bin beſtohlen worden und zwar derart, daß ich mit Mühe und Not den Kontinent erreicht habe. Ich fuhr von Dover bis Oſt⸗ ende, blieb dort einige Tage, hielt mich in Bruͤgge are Zeit auf fuhr dann nach Belle⸗ mon, wo ich bis geſtern Abend blieb. In der Nacht fuhr ich über Brüſſel nach Ant⸗ werpen.“ Der Unterſuchungsrichter griff plötzlich in die Taſche, holte etwas heraus und dies Erwin vor die Augen haltend, ſagte er: „Kennen Sie das vielleicht?“ V fragte Herr „Jawohl, es iſt mein Meſſer.“ Der Richter hatte ein ſolches Zugeſtändnis nicht vermutet, denn er ſah etwas erſtaunt aus, faßte ſich aber und ſagte: „Es iſt gut, daß Sie es gleich zugeben, leugnen hätte Ihnen doch nichts genützt.“ Dann wandte er ſich auf einmal an die Wärter mit den vlämiſchen Worten: „Unterſucht den Mann.“ Mit großer Schnelligkeit war dieſem Befehl Folge geleiſtet und alles, was Erwin bei ſich hatte, lag auf dem langen Tiſch. Der Richter nahm jeden Gegenſtand in die Hand doch nur das Schnupftuch ſchien ſeine Aufmerkſamkeit zu erregen. In ſeinen Zügen war eine große Bewegung, er holte aus ſeinem Taſchenbuche einen ſorgfältig bewahrten kleinen Linnenfetzen, paßte ihn in den ſchon von Erwin bemerkten Riß, und es ergab ſich, daß das Stück des Richters zu dem Taſchentuche Erwins ehrte. Dann ſagte der Richter mit funkelnden 33 und erhobener Stimme: „Sie ſind der größte und zugleich der dümmſte Schurke, der mir in meiner Laufbahn zu Geſicht gekommen iſt; wollen Sie noch etwa leugnen, den Mord an dem alten de Knocker in Bellemon ausgeführt zu haben? Dies Meſſer ſollte Ihnen oder Ihrem Komplizen zur Ausübung des Verbrechens dienen und dieſes Stück Leinwand von Ihrem Tuch, mit dem Sie wohl dem Ermordeten den Mund zugedrückt haben, blieb in den erſtarrten Fingern — 2 8 1 TTT ———— N 1———— 2 2 9 8 8 ————— —— — 2 darmeriewachtmeiſter zu Rate gezogen. fänglich nannte in den Stall. Wäre dieſer Unfall in der Mittagszeit bei der täglichen Elefantenſchwemme paſſtert, ſo wären die Folgen unberechenbar geweſen. Weinheim, 16. Juni. Geſtern abend wurde der ledige Gipſer H. Koch in der Nähe des neuen Friedhofes von einem Auto über⸗ fahren. Koch kam mit dem Schrecken davon, während ſein Rad total zertrümmert wurde. Das Auto, welches eine kleine amerik. National⸗ flagge, trug, ſenkte dieſe auf„Halbmaſt“ und raſte weiter. Heddesheim, 17. Juni. Zwei Gutedel von hier, der eine 16, der andere 18 Jahre alt, zerſtörten geſtern auf der Straße zwiſchen Wallſtadt und Ilvesheim 22 tragfähige Obſt⸗ bäumchen. Die Täter wurden durch die Gen⸗ darmerie feſtgenommen und hier eingeliefert. Neckargemünd, 16. Juni. Geſtern vormittag verunglückte der 66 Jahre alte Landwirt und Akziſor Jakob Kern von hier an der Futterſchneidmaſchine mit Göpelbetrieb. Herr Kern war mit einer kleinen Reparatur beſchäftigt, als die Kuh, die ohne Aufſicht war, die Maſchine plötzlich anzog, wodurch der Un⸗ vorſichige durch die Meſſer am linken Arm ſchwer verletzt wurde. Wertheim, 17. Juni. Geſtern abend gegen 6 Uhr vergnügte ſich eine größere Anzahl Leutchen auf der Tauber mit Gondelfahren. Eines der Boote kam dabei durch das mutwil⸗ lige Kippen der Inſaſſen zum Umſchlagen und die ins Waſſer gefallenen ſchrieen mörderiſch um Hilfe. Zum Glück ging gerade der Sandſchöpfer Andreas Götz an der jenſeitigen Quaimauer ſpazieren. Er warf den Treibenden von dem Schiffe des Theodor Haas aus ein Tau zu, das ein Mädchen faſſen konnte, an den ſchlep⸗ penden Kleidern desſelben hielten ſich die andern und es gelang Götz, alle ans Land zu ziehen. Säckingen, 16. Juni. Einen guten Fang machte letzten Donnerstag abend der ieh Gendarmeriewachtmeiſter. Kam da in die Reſtauration Walfiſch ein gutgekleideter Mann, beſtellte ſich ein Glas Bier und rief bei paſſender Gelegenheit den Wirt zu ſich, dem er ſich als ein Vertreter des Männerturnvereins Karlsruhe vorſtellte. Dieſer mache nächſten Samstag und Sonntag einen Ausflug und werde am Sonntag Säckingen beſuchen und er ſolle nun für 50 Perſonen ein Mittageſſen be⸗ ſtellen und ein paſſendes Lokal ausſuchen;„da drüben im Schützen paſſe es ihm nicht recht,“ ob er ſeine Leute hier im Walfiſch unterbringen könne. Der Wirt bejahte und nach einiger Zeit überreichte der Fremde dem Wirt einen Brief, in dem er ihn um Geld anging. Dies kam dem Wirt verdächtig vor und nun wurde der in dem Wirtſchaftslokal anweſende 1515 n⸗ ſich der Fremde Brenner, ſpäter gab er zu, daß er Eugen Meckler heiße und Tapezier aus Pforzheim ſei. In ſeinem Beſitz fand man mehrere Briefe desſelben Inhalts, wie der dem Wirt übergebene. Tele⸗ graphiſche Erkundigungen in Karlsruhe er⸗ gaben, daß man im dortigen Turnverein nichts von der Sache wußte und man es mit einem gewerbsmäßigen Betrüger zu tun haben. Denn zweifellos hat der Mann dasſelbe Experiment auch bei anderen Wirten gemacht. Er wurde verhaftet und ſoll, wieman nachträglich erfuhr, auch von anderen Behörden geſucht ſein. Frankenthal, 16. Juni. Am Freitag abend um ½9 Uhr goß der 19jährige Fabrik⸗ arbeiter Franz Courneur in der Nähe der Zuckerfabrik dem 23 Jahren alten, aus Freins⸗ heim gebürtigen Fabrikarbeiter Wilhelm Schäfer ein Glas Schwefelſäure ins Geſicht. Veran⸗ laſſung hierzu war ein Streit, der Tags zuvor zwiſchen beiden ſtattgefunden hatte. Schäfer mußte ſchwer verletzt ins Hoſpital gebracht werden, beide Augen ſind wahrſcheinlich ver— loren. Courneur wurde verhaftet. St. Ludwig(Elſ.), 17. Juni. Die unglückſelige Angewohnheit, Licht oder Lampe neben das Bett zu ſtellen und dann brennen zu laſſen, hat wieder einmal ein Opfer ge⸗ fordert: Lebendig verbrannt iſt die Dienſtmagd des Bankdirektors Hildebrand, ſie vergaß die Petroleumlampe, die ſie neben dem Bette auf⸗ geſtellt hatte, zu löſchen. Im Schlafe warf ſie dieſe um und im Augenblick ſtand das Mädchen im Nachtgewande in Flammen; ſie lief in die Wochnung ihrer Herrſchaft, wo man mit einem Tuch das Feuer erſtickte. Aber es war zu ſpät. Nach der„Oberelſ. Losztg.“ iſt das Mädchen bald ſeinen Wunden erlegen. München, 17. Juni. Der am 3. Juni aus dem Gefängnis in Gera entſprungene vielfache Einbrecher Scharſchmied aus Planen, der in der Schweiz und in Bayern große Gelddiebſtähle und Einbrüche verübt hat, ſprang geſtern bei einem Verhör in der Polizeidirektion in ſelbſtmörderiſcher Abſicht von einem Fenſter auf die Straße. Ein Beamter ſprang ihm ſofort nach. Der Beamte verletzte ſich durch den Sprung erheblich, konnte aber den Ver⸗ brecher der unverletzt geblieben war, noch feſt⸗ nehmen. Scharſchmied hatte ſchon zweimal verſucht ſich das Leben zu nehmen, da er einer ſchweren Strafe entgegenſieht. Frankfurt a. M., 17. Juni. Am Samstag abend gegen 11 Uhr ereignete ſich bei Eſchborn ein ſchweres Automobil-Unglück. Der Chauffeur Joſeph Biterlin, der im Dienſt des Rittergutsbeſitzers von Mummy von Burg Herrenhauſen bei Hannover iſt, machte mit einem Freund und einem Brautpaar aus Bockenheim eine. Spazierfahrt nach Eſchborn. Mit einer Stundengeſchwindigkeit von 80 Kilo— meter ließ er ſeinen 60pferdigen Opelwagen auf der Landſtraße ſauſen. In der Dunkelheit kam er in der Nähe von Eſchborn an einer Kurve in den Chauſſeegraben. Der Wagen überſchlug ſich und der Chauffeur und das Mädchen gerieten unter den Wagen und wurden lebensgefährlich verletzt, die beiden anderen Inſaſſen kamen mit dem Schrecken davon. Berlin, 17. Juni. Eine ſchreckliche Todesart für ſich und ihr Kind wählte die 24 Jahre alte Frau des Bäckergeſellen Prömel in der Liebenerſtraße. In Abweſenheit ihres Mannes übergoß ſie ſich und ihr Kind geſtern mittag mit Petroleum und zündete es an. Einzelne Körperteile der Frau waren völlig verkohlt. Noch lebend, aber in hoff⸗ nungsloſem Zuſtande, wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht. Auch das Kind und der Ehemann, der kurz nach der Tat hinzu kam, erlitten ſchwere Brandwunden. Das Motiv der Tat ſcheint eine momentane Geiſtes⸗ ſtörung der Frau zu ſein. Mehrere franzöſiſche Berlin, 15. Juni. Eiſenbahngeſellſchaften beſtellten im ganzen etwa 100 Lokomotiven in erſten deutſchen Fabriken. Der Geſamtwert der Beſtellungen beträgt etwa 25 Millionen Mark. Die Lieferung hat bis Ende 1908 zu erfolgen. Zabre, 17. Juni. Auf den Bergrat Fiebieg wurde heute Nachmittag im Zentral⸗ bureau der Königin Louiſe Grube ein Mord⸗ anſchlag verübt. Der frühere Oberſteiger Philipp, Herausgeber der Broſchüre„Der ober⸗ ſchleſiſche Zola“, feuerte zwei Revolverſchüſſe auf Fiebig ab und verletzte ihn am Oberarm und an der linken Schulter. Es handelt ſich anſcheinend um die Tat eines Irrſinnigen. Philipp wurde verhaftet. Auszug aus den Standesregiſteru der Gemeinde Seckenheim. Verſtorbene: 7. Anna Schmich, T. d. Taglöhners Wenz Schmich u. ſ. E. Anna Maria geb. Spies, 18 Jahre 5 Monate 3 Tage alt. 10. Paula Bauder, T. d. Bahnarbeiters Georg Jakob Bauder u. ſ. E. Eliſabetha geb. Schollmeier, 8 Monate 24 Tage alt. 12. Arthur Volz, S. d. Polizeidieners Peter Volz u. ſ. E. Barbara geb. Biegel, 8 Monate 5 Tage alt. 14.. Reuther geb. Friedel, 73 Jahre alt. 17. Philipp Herdt Wittwe Regine geb. Hörner, 61 Jahre 3 Monate 25 Tage alt. 18. Georg, S. d. Landwirts Heinrich Wagner u. ſ. E. Luiſe geb. Brecht, 2 Jahre 5 Monate 28 Tage alt. 17. Georg Leonhard Möll, Bahnarbeiter, 56 Jahre alt. 18. Anton Auguſt, S. d. Hausnmeiſters Joſef Baur u. f. E. Maria geb. Jandorek, 5 Monate alt. 26. Rudolf, S. d. Schreinermeiſters Ludwig Dambach u. ſ. E. Barbara geb. Held, 3 Jahre 5 Monate 13 Tage alt. 28. Georg Peter Volz, Landwirt, 67 Jahre alt. Vermiſchtes. — Der verſtorbene Großkaufmann Gaedertz zu Lübeck ſtiftete 400000 Mark zur Er⸗ ihres Opfers hängen und zeugt jetzt gegen Sie, Mordbube!“ Erwin hatte ſich vornüber gebeugt; es war, als wollte er auf den Mann zuſpringen, ſeine äuſte ballten ſich. Schaum trat auf ſeine ippen, da wurde er auf einen Wink des Richters wieder nach ſeiner Zelle zurückgeführt. Der Verteidiger. „Am Abend des Tages von Erwins Ver⸗ haftung brachte„de dude Gazett von Ant⸗ werpen“ folgenden Bericht: Schneller Triumph der Gerechtigkeit. Das Auge des Geſetzes wacht. Das iſt keine Phraſe. Der Mörder des unglücklichen Paulus de Knocker in Bellemon iſt heute ſchon in unſerer Stadt in Haft genommen worden. Dieſer ſchnelle Triumph der Gerechtigkeit wird große Befriedigung erwecken, denn, daß der Verhaftete der Mordbube wirklich iſt, unterliegt keinem Zweifel. Es handelt ſich um den in unſerem geſtrigen Bericht geſchilderten ver⸗ dächtigen Mann. Es iſt— wie vermutet wurde— ein Deutſcher, der die Gaſtfreundſchaft des belgiſchen Volkes in ſo ſchnäder Weiſe mißbrauchte. Sein Name iſt Erwin Gruner. Der ſofort in ein Verhör genommene Mörder wußte ſich zwar geſchickt in das Gewand der Unſchuld zu hüllen, aber an der Hand ſeiner widerſpruchs⸗ vollen Angaben und vor der Wucht der gegen ihn ſprechenden Schuldbeweiſe brach er zu⸗ ſammen. Wie wir hören, ſteht ein Geſtändnis unmittelbar bevor. Es gereicht uns zur Freude 3 . a S konſtatieren zu können, daß man im Juſtiz⸗ palaſte über den Fall der Preſſe eingehend und bereitwillig Auskunft erteilte. Wieder einmal haben wir den Beweis, daß die göttliche Gerechtigkeit der irdiſchen vor⸗ arbeitet, denn die Ueberführung des Ver⸗ brechers erfolgte auf Grund eines Stückchens Linnen, das ſich zwiſchen den erſtarrten Fingern des Ermordeten vorfand. Wie die Unter⸗ ſuchung unwiderleglich feſtſtellte, ſtammt dies Stück Linnen aus dem Schnupftuch des Ver⸗ hafteten, mit dem dieſer wahrſcheinlich ſeinem Opfer beim Erwürgen den Mund zudrückte; daß der Verbrecher auch in der Ueberraſchung das am Tatorte aufgefundene Taſchenmeſſer als ſein Eigentum bezeichnete, erwähnen wir nur nebenbei; denn es iſt angeſichts des vorer⸗ wähnten überzeugenden Beweiſes nicht mehr von großem Belang. Unbegreiflich und zugleich ein intereſſanter Beleg für die Fahrläſſigkeit, mit welcher ſchwere Verbrecher oft handeln iſt — neben dem Vergeſſen des Meſſers— die Tatſache, daß der Mörder ſich des verräteriſchen Taſchentuchs nicht entledigt hat. Aus Bellemon wird uns gemeldet, daß man hier allgemein der Meinung iſt, der Mörder habe die Tat im Einverſtändnis mit einem Komplizen ausgeübt, denn in ſeiner Ge⸗ ſellſchaft befand ſich ein älterer dicker Mann wie man glaubt, auch ein Deutſcher, der ſeit dem Tage der Mordtat verſchwunden iſt.“ Unter„Letzte Nachrichten“ brachte die Zeitung folgende den Mord betreffenden Notizen 9 „Die Kleidungsſtücke des Mörders Gruner wurden heute von dem Gerichtsarzt Dr. Harve unterſucht und man machte auf den Bein⸗ kleidern die Entdeckung von kleinen Blutflecken. Da das letzte Schlachtopfer des Mörders erwürgt wurde, und ſomit kein Blut floß, iſt man vielleicht noch anderen Verbrechen auf der Spur. Die zweite Notiz lautete: „Wie wir erfahren, war die junge Dame, welche Gruner im Eiſenbahnwagen zwiſchen Gent und Brüſſel beläſtigte, Marte de Knocker, die Nichte und das Mündel des Ermordeten. Er ſetzt aller Schamloſigkeik die Krone auf; daß der Mörder erſt den Vormund tötet und kurz darauf deſſen junge Schutzbefohlene bedroht. Vielleicht iſt nur nur durch das ſchnelle Hin- zutreten des Schaffners Mr. Ryſel ein weiteres Verbrechen verhindert worden; denn die junge Dame, welche ſich auf der Reiſe nach Paris befand, war im Beſitze reicher Geldmittel. Ihr Pflegebruder iſt infolge der Aufregung uber das gräßliche Verbrechen krank und liegt ſchwer darnieder.“ (Fortſetzung folgt.) — — Etwas unklar.„Finden Sie nicht auch, daß ſich die Müller'ſchen Zwillinge 11 Verwechſeln ähnlich ſehen?“—„Ach ja, ſonders der eine.“ 0 R richtung eines Altersheims für gebildete Kaufleute und Seefahrer. — Kriechen als Kur. Von einer originellen neuen Kur wird aus London berichtet: Weil mehrere Aerzte erklärt haben, daß der Menſch weit mehr Krankheiten unterworfen ſei als die vierfüßigen Tiere, und daß die vertikale Haltung gewiſſen Muskeln und gewiſſen Organen Schaden bringe, kriechen jetzt viele Leute täglich mindeſtens eine halbe Stunde in ihren Woh⸗ nungen auf allen Vieren herum. Da ſie be⸗ haupten, daß ſie ſich bei dieſer„Rückkehr zur Natur“ recht wohl fühlen, finden ſie viele Nachahmer, und der Tag iſt vielleicht nicht fern, wo große Raſenflächen auf öffentlichen Spazierwegen für die Kriecher werden abge⸗ grenzt werden müſſen. Vielleicht kommt dann auch bald ein Arzt, der ihnen empfiehlt, zur Vervollſtändigung der heilſamen Kur Gras zu freſſen. — Aus Bismarcks Schulzeit. Wie Bis⸗ marck dazu kam, ſeinen Namen mit deutſchen Buchſtaben zu ſchreiben— das erzählt man wie folgt: Otto v. Bismarck beſuchte, wie be⸗ kannt, u. a. das Gymnaſium„Zum grauen Kloſter“ in Berlin. Einſt vergnügte er ſich in der Unterrichtsſtunde damit, ſeinen Namenszug „von Bismarck“ zu wiederholten Malen auf ſein Diarium zu kritzeln. Der unterrichtende Oberlehrer Zelle merkte bald. daß Bismarck ſich mit anderen Dingen beſchäftigte. Er begab ſich darauf, um zu ſehen, was der Sekundaner trieb, zu deſſen Sitzplatz und beſah ſich mit Kopfſchütteln das bemalte Heft. Da es Grund— ſatz des alten Oberlehrers Zelle war, ſeine Schüler zu echten deutſchen Männern zu erziehen und den in ihm lebenden, noch von 1806 und 1807 herrührenden Franzoſenhaß auf ſie zu übertragen, ſagte er zu Bismarck, ohne ihn wegen ſeiner Unaufmerkſamkeit weiter zu tadeln, mit erhobener Stimme nur folgen⸗ des:„Was, Sie, der Sohn eines alten deut— ſchen Adelsgeſchlechts, Sie ſchreiben Ihren ſchönen deutſchen Namen mit den Lettern unſeres Erzfeindes?“ Dieſe Worte verfehlten ihre Wirkung auf das jugendliche Gemüt Bis⸗ marcks nicht; denn von Stund an ſchrieb er ſeinen Namen mit deutſchen Schriftzeichen und hat dieſe Schreibweiſe bis zu ſeinem Tode bei⸗ behalten. — Ein Verkehrsunikum. Die kürzeſte Poſt⸗ verbindung zwiſchen Nord- und Südamerika geht über— Europa. Die Poſtverwaltung des Staates New⸗York hat angeordnet, von jetzt ab die Poſt nach Südamerika über Europa zu leiten, weil dadurch bei den herrſchenden Verkehrsverhältniſſen eine Zeiterſparnis von 5 bis 7 Tagen erzielt wird. Wohl hat zwiſchen New⸗York und den ſüdamerikaniſchen Staaten ein direkter Poſtdampferverkehr beſtanden, aber dieſer iſt jetzt aufgegeben worden, weil die pünktlich und regelmäßig verkehrenden deutſchen Poſtdampferlinien eine zuverläſſigere und raſchere Beförderung ermöglichen. Dabei iſt zu beach⸗ ten, daß z. B. der Weg von New⸗York nach Rio de Janeiro 1½ mal ſo lang iſt als die direkte Schiffsroute zwiſchen den beiden Städten. Wenn trotzdem die New-Yorker Poſtbehoͤrde die ſüdamerikaniſche Poſt über Europa gehen läßt, ſo iſt darin gewiß ein ſchöͤnes Zeugnis für die Leiſtungsfähigkeit unſerer deutſchen Schiffahrtslinien zu erblicken. — Keine Eile: Er(zu ſtattlicher junger Dame):„Entſchuldigen Sie, gnädige Frau, aber würden Sie ſo liebenswürdig ſein, ſich zu er⸗ heben. Sie ſitzen ſeit zehn Minuten auf meinem Hut.“— Sie:„Ich werde gleich aufſtehen. Wenn ich ſchon zehn Minuten darauf ſitze, werden weitere fünf auch wohl keinen Unter⸗ ſchied machen.“— — Troſt. Witwe(vom Leichenbegängnis ihres Mannes heimkehrend):„Jetzt weiß ich wenigſtens, wo er ſeine Nächte verbringt.“ — Vorwurf. Köchin(zu ihrem Unter⸗ offizier:„Himmel, die Gnädige kommt! Schnell, ſchnell in das Kleiderſpind hier!“— Unteroffizier:„Was, ins Kleiderſpind und nicht in den Speiſeſchrank?— Mina, iſt das wahre Liebe?“ Seckenheim, 18. Juni. Der heutige Ferkelmarkt war mit 67 Stück befahren und wurden dieſelben zum Preiſe von 14— 24 Mk. pro Paar abgeſetzt. Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. Bekanntmachung. Maßregeln gegen die Reblauskrankheit betr. Nr. 3 668. Gemäߧ 8 der V.⸗O. vom 18. Oktober 1905, die Bekämpfung der Reblaus betreffend,(G. u. V. O. Bl. 1905 S. 450) bringen wir nachſtehend die Namen der für die hieſige Gemarkung er⸗ der Reblausbeobachtungskommiſſion zur nannten Vertrauensmänner öffentlichen Kenntnis: Gemeinderat Jakob Roßrucker in Rheinau, Cigarrenmacher Mathäus Volz in Seckenheim. Die genannten Herren ſind befugt, in Erfüllung ihrer Aufgaben jederzeit ohne vorherige Erlaubnis des Beſitzers die Rebgrundſtücke zu betreten und die dort erforderlichen Arbeiten vorzunehmen. Seckenheim, 15. Juni 1907. gürgermeiſteramt Volz. Heckarſlraße 9. Freiwillige Gfundstücks-Versteigerung. Auf Antrag der Erben des Landwirts Johannes Gruber von Feckenheim ſollen die nach verzeichneten Grundſtücke der Gemarkung Seckenheim: 1. Lagerbuchnummer 1725, 7 Ar, 72 Quadrat⸗ meter Ackerland im Niederfeld, Herrengarten 2. Lagerbuchnummer 3021, 12 Ar, 14 Quadrat ⸗ meter Ackerland im Mittelfeld hinter den Dorf— gärten 3. Lagerbuchnummer 3962, 10 Ar, 26 Quadrat- meter Ackerland im Oberfeld, Häuſemerfeld 4. Lagerbuchnummer 14519, 4 Ar, 96 Quadrat⸗ meter Ackerland im Kloggenheimerfeld bei dem Eichwäldchen Mittwoch, den 26. Vormittags 9 im Nathaus in Feckenheim öffentlich verſteigert werden. a Verſteigerungsgedinge können auf diesſeitiger Notariatskanzlei ein- geſehen werden. Mannheim, den 14. Juni 1907. Großh. Notariat LX: Breunig. Anſchlag Mk. 475 OOO OOO Philipp Wolf, Uhrmacher Seckenheim Ueckarſtraßt 9. Großes Lager in m Uhren aller Art. Gold- u. Filberwaren. Brillen und optiſche Gegenſtände.. Trauringe allen Größen und Breiten. N 4 ohne Lötfugen(D.⸗R.⸗P.) in Altes Gold und Silber wird zu höͤchſten Preiſen in Zahlung genommen. Für jede bei mir gekaufte Uhr leiſte 2 Jahre ſchriftliche Garantie. Jedes Brautpaar erhält bei einem Einkauf von 20 Mk. an einen gutgehenden Wecker gratis. Durch Bareinkauf bin ich in der Lage, jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. 8 OOO OOO OOO Anſchlag Mk. 120⁰ Anſchlag Mk. 600 Hochfeine Tourenräder Mk. Hochfeine Rennräder ahrradzubehörtelle ſtaunend billig Elektriſcher Kraftbetrieb. 25...— an Mk. 120.— an, Fahrradreparaturen ſtaunend billig P.& H. Edelmann, Mannheim, D 4, 2, Tel. 1416. Größte Spezialwerkſtätte für Fahrradreparaturen am Platze. Eigene Emaillier- und Vernicklungs-Anlage. Um vollzähliges pünktliches Er⸗ ſcheinen wird dringend gebeten. Der Vorſtand. Anſclag Mi. 350 Männergesang⸗OUerein! Neu eingetroffen geckenheim. und großer Auswahl: Juni 1907, Donnerstag, den 20. Juni, abends Hüte 2 Uhr 9 Kappen Sing⸗ Probe. Hoſentrüger Knaben⸗ u. Mannsjoppen kertige Hoſen und Hemden Kragen Freiwillige Feuerwehr Seckenheim. Diejenigen Kameraden, welche an den geplanten Atbketik⸗Abende teilnehmen wollen, werden auf heute Mittwoch, abend 8 Uhr in das Lokal eingeladen. I. G. S. heute Abend Beſprechung, wegen Fahrt nach Heidelberg. Cravatten Manſchetten Vorhemden Schürzen Pferdeohren Bruſt⸗ und Unternetze Der Varſtand. Kautſchukſtempel jeder Art für Geſchäfte, Behörden und Private liefert in beſter Ausführung zu Fabrlkpreiſen. Muſter gratis. J. Helfrich. Gef chäften zu haben. N Ganz Seckenheim ist paff über den großartigen Glanz den das hier eingeführte Galop-Creme Pilo den Schuhen verleiht. In den meiſten einſchlägigen Badhoſen Leinen ꝛe. bei E. Merklein. Kapitalien auf I. und II. Hypothek zu günſtigen Bedingungen auszuleihen. Offerten unter B. H. an die Expedt. ds. Bl. * * —ͤ—— — ———— —— . n —— 5— 3 b 2 L —— 2 2K— Wohnung Freſe Fahrt internationale Kunſt- und große Gartenbau-Ausſtellung. Wir vergüten auswärtigen Runden bei Einkauf von 10 mk. an ein Billet für Hin- und Rückfahrt lll. Klasse bis 10 Kilometer, bei Einkauf von 20 mk. Verkaufs hünſer enbemel Warenhaus ind E 1 een Jubiläums⸗Ausſtellung sämmtliche Bedarfsartikel. G. m. b. H. 130 1, 1 1 Markiplatz Sonntags von 11—Iinhr geöffnet. Vorteilhafteſte Zezugsquelle Eleganter Erfrischungs-Raum. an bis 20 Kilometer Entfernung. Das Billet für Rüchfahrt ist zugleſch mit demjenigen für Hinfahrt zu lösen und Sehenswürdigkeit von Mannheim. Zwei elektrische als Beleg verzuzeigen. Personen-Fahrstühle. Frauen⸗Verein Seckenheim. Die verehrlichen Vorſtandsfrauen und Beiräte werden hiermit zur Verſammlung auf Freitag, den 21. ds. Mts., abends 8 Uhr freundlichſt eingeladen. Seckenheim, den 17. Juni 1907. Die 1. Präſidentin: M. Volz. N eee Die 8 88 Franz. 8 5 befindet sich jetzt in der pemskassef 8 3 der Gartenstrasse. N D unseres Monteurs, Herrn Elektricitätswerk Rheinau. Mon für Herren, Kuaben und Kinder in großer Auswahl. Reste HReste in Cattun, Wollmousselin, Satin. Ackernetze Ohrenkappen Brustnetze in bekannten guten Qualitäten. E. Werber. Es empfiehlt ſein Lager in ſämtlichen Bürſten- und Pinſelwaren guten Schwämmen und Teppichklopfern L. Gilmer, im Hauſe des Herrn Holzhändler Bühler. Eingang ins Geſchäft über die Treppen im Hof. Tüchtige Ein 5 Wochen tragendes mädchen ſowie ein 5 20 Wohltätigkeits- Junge Geld-Lotterie zum Kiſtennageln finden Arbeit bei e eee hohem Lohn in der 8 0 Mannheimer Eierteigwartufabrih 8 2925 ga wenn dh A Hermann Soeucker. 44,000 Mark 1. Hauptgewinn 20,000 Mark 2027 Gewinne zuſ. 24,000 Mark 4 1 M.( porte u. rte do 5. versendet das General-Debit J. Stürmer, Strassburg i. E. Zur gefl. Beachtung! Schweizerkäse Kohlen U. Koks Stangenkäse ſind trotzt der warmen Witterung Harzer ein ſehr rarer Artikel. Die Winter⸗ eie Frisch eingetroffen: Neue Kartoffeln Pfund 12 Pfg. Neue Zwiebeln Aechter Elfäßer Münsterkäse Rahmkäse Emmenthaler Jad, W sqs U 3 preiſe gehen erheblich in die Höhe Handkäse und tut jedermann gut, ſeinen Bedarf ſo frühzeitig als möglich zu 12 Beſter* decken— im beſonderen zerkleinerten 2 Allgäuer 2[Gaskoks, der bedeutend im Preiſe 8 12 2 l ſteigt. 2 Limbur or S Beſtellungen nimmt ſofort bei nur — 8 erſtklaſſiger Ware entgegen. 8 im Stein 3. Heinrich Kuby, d per Pfund 31 Pfg. Kohlen-, Koks⸗ u. Brikethandlung. Jeden Tag friſch Süssrabmtafelbutter Apfelwein empfiehlt prima Qualität zu 25 Pf. pr. Liter Export-Apfelwein, 28„„ liefert von 50 Liker an ab hier, Unbekannten gegen Nachnahme Jak. Seitz, Apfelweinkelterti, Schriesheim a. d. Bergſtraße. Aug. Jericho. Fruchtplatz zu vermieten. Eriedrichſtraße 53. Kennen Sie ſchon das Veilchenseifenpulver „Marke Kaminfeger“ a und rofſſ mit den prächtigen Geschenken in jedem Paket? Bitte machen Sie eine Probe, Sie werden hochbefriedigt ſein! In den meiſten Geſchäften à 15 Pfg. zu haben. Vorſicht! Man achte auf die„Marke Kaminfeger“! Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Brillanten blendend e e weiße, ſammet, weiche Haut,„ein zartes, reines Gesſcht ges, jugendfriſches Ruszehen erhält man bei tägl. Gebrauch der echten Steckenpferd-Lilienmilch-Seife v. Bergmann 8 Co., Radebeul mit Schutzmarke: Steckenpferd. à Stück 50 Pfg. in der Apotheke.