* W 5 8 5 5 6 a 8 3 2 N 9 5 5 5 8* 5 5 r Ilnesheinet Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenheim und NRpesheſm. 2 5 * 15 *. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Redaktion, Druck und Verlag von Anzeigen: Abonnement: Monatlich 80 Pfg., durch die Poſt 0 Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 P . bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. J. helkrich in Seckenheim. bel Etederhelun zen ent ag dene Nada Nr. 55. Mittwoch, den 10. Juli 1907. 7. Jahrgang 1 s 8 5 und entdeckt, kann nun folgendes als ſicher[Höhlen und unter überhängenden Felſen, wo Etwas, was jeder wiſſen ſollte. behauptet werden: ſein Feuer geſchützt brannte, denn Feuer zu ö *(Fortſetzung.) Der vorgeſchichtliche Menſch hat in allen machen, verſtand er von Anfang an; mit ſeinen 1 5 5 a Erdteilen eine Reihe von Kultur⸗Stufen durch⸗ Speerſpitzen aus Stein, die er in den ge⸗ ö 1 Dr. Hörnes ſagt in ſeinem Buche„Urge⸗ gemacht; dieſe Stufen nennt man 1. die ſpaltenen Holzſchaft eintrieb und etwa mit 1 cſichte der Menſchheit“:„Es hat wenigſtens J Steinzeit, 2. die Bronzenzeit, 3. die Eiſenzeit. Sehnen umwand und mit Harz befeſtigte, tötete 3 5 den Anſchein, daß der Menſch in Europa, wo] Jede Stufe zerfällt wieder in deutlich abge- er das ungeheure wollhaarige Mammuth, den man eine beträchtliche Zahl ſeiner Ueberreſte] grenzte Unterſtufen. Ich will nur von der furchtbaren Hoͤhlenbären und nahm ſeine Höhle 4 gefunden hat, d. h. Ueberreſte ſeiner Exiſtenzerſten Stufe und ihren Unterabteilungen etwas zur Wohnung, er jagte den mächtigen Auer⸗* — in der jüngeren er Diluvialzeit, Näheres ſagen.— ochſten und das Wiſent, das Renntier, den 1 während der letzten Zwiſchen⸗Eiszeit und wäh⸗ f f ö 1 et Elch und den Rieſenhirſch. Doch ſchon auf 0 rꝛeend der darauffolgenden letzten Eiszeit auf ſie en n ee 1 e eee dieſer erſten Kulturſtufe erwachte der Kunſtſinn 5 5 der Erde anweſend war.“ In der Gegend J Kulturen; man nennt ſie die ältere und die des Menſchen; er ritzt Tierbilder auf Knochen⸗ 1 von Taubach bei Weimar lebte der Menſch jüngere Stein eit. Beſſer und zutreffender be⸗ ſtücke, Knochenplatten, Geweihſtangen. Man mach dem Rückgang älterer Gletſcher zuſammen 10 3 f 5 1 hat eine Renntiergeweihſtange gefunden, die 7 1 l 2 zeichnen die Franzoſen, die ſich gerade in dieſen: r 7 mit den Tieren eines milderen Himmelsſtrichs, ö a ſicher aus der Steinzeit ſtammt und auf 1 Forſchungen beſonders ausgezeichnet haben, dieſe nämlich mit Elephant, Nashorn, Löwe, Hyäne, 2 Stufen als poque de la pierre Tailée und welcher vier Bilder des Wildpferds abgebildet* 1 die alle damals in Mitteldeutſchland lebten;[Fooque de la pierre Polié, den das iſt wirkli ſind und dergl. mehr. 8 14 aber auch mit andern Tierarten, die auch* 25 haupiſächlchſe.(Fortſetzung folgt.) 1 pſpäter heimiſch blieben, während die vorhin in der älteren Steinzeit hatte der Menſch neben 8 genannten aufhören; nämlich mit Bär, Wolf,] Werkzeugen aus Holz, Knochen, Horn namentlich Aus Nah und Fern. 4 * 770 e e 1 70 1 28 ſolche aus Stein, die er nur durch Schlagen, Seckenheim, 9. Juli. Die Monats-* 4 18055 5 ten dama 10 ie nordiſchen Tier- nach nicht durch Reiben und Glätten herſtellen][verſammlung des Gewerbevereins im Gaſthaus 8 arten Renntier und die kleinen Säugetiere.— konnte. Erſt im jüngeren Steinzeitalter ver⸗]Szur Pfalz war geſtern abend ausnahmsweiſe ere e N 105 e 3 ſtanden ſie, durch Reiben und Glätten auf gut beſucht und iſt hoffentlich ein günſtiges 2 5 1M 5 95 es Bo 15 5* einer ruhender Unterlage den Stein zu formen] Zeichen für regeres Intereſſe an den Beſtre⸗ 2 aum 1 5 8 use e 15 und zu ſchärfen. Der Menſch der erſten bungen des Vereins. Im Laufe des Abends 55 W im 7— chaff hau 0 2 Steinzeit kannte weder den Ackerbau noch die] nahm der Vorſtand, Herr Schmiedemeiſter 1 70 e 7 75 1 n 2 1 Viehzucht. Er verſtand noch nicht, aus Thon⸗] Böhles, Veranlaſſung, des ſich in das Privat⸗ 4 n einer nordiſchen Tier⸗ und Pflanzenwelt. erde Gefäße zu formen und zu brennen. Erleben zurückziehenden Ehrenvorſtandes, Herrn 1— en W 1 von 888 fand aber in den Geſchieben der Flüſſe und J Bäckermeiſter Seitz, zu gedenken, welcher zugleich 1 . Wolf 15 d. 9— lan Bäche den Quarz, Quarzit, den Kalkſtein, ſein 50jähriges Geſchäftsjubiläum feiern kann. 2 di If 955 3 app 10 iſche un 94 ane Sandſtein, Hornſtein, Jaspis, vornehmlich aber[Das auf den Jubilar ausgebrachte Hoch fand 1 ſche Mooſe. Dieſe Funde ermächtigen uns] den Feuerſtein und machte durch einfaches Zer⸗ lebhaften Wiederhall bei der Verſammlung.* du dem Schluſſe: Der Menſch erſcheint in der] ſchlagen— Meſſer, Schaber, Bohrer, Pfriemen, Herr Seitz dankte und wünſcht dem Verein 5 en 1 8 ee Beile, Pfeil⸗ und Speer⸗Spitzen, alles aus welchem er auch in Zukunft angehören will, enen eee 1 12 3 0 Stein. Raſiermeſſerſcharfe Spähne vom Feuer- ferneres Blühen und Gedeihen.— Herr Seitz, 0 wenn er auch dub 5 ee.— ſtein kann man mit einem geſchickten Schlag] pauf deſſen Anregung der Gewerbe-Verein im ammuth zuſammengelebt und es gejagt hat.] mit dem rundlichen Hauſtein von einem großen] Jahre 1898 gegründet wurde, war bis voriges 8 2. Was ſind nun aber das für Spuren Knollen ablöſen; das älteſte und einfachſte vom Jahr Vorſtand desſelben und legte dann infolge 9 des Menſchen? Es ſind ſehr unscheinbare aber J Menſchen hergeſtellte Schlagwerkzeug, ein großer zunehmenden Alters das Vorſtandsamt nieder. 8 ſehr zahlreiche, nämlich ſeine Werkzeuge und mandelförmiger Steinkeil, der wohl mit der[Wenn ſich derſelbe jetzt nach 50 arbeitsreichen ſeine Waffen, ſein Schmuck, ſeine Speiſen, ſeine! bloßen 75 geſchwungen wurde, erſcheint auf] Jahren als ſelbſtſtändiger Meiſter vom Geſchäft Gefäße, Ueberreſte ſeiner Wohnungen, ſeiner beiden eiten bloß grob zugehauen, ſpäter zurückzieht, ſo iſt ihm die wohlverdiente Ruhe Feuerſtellen, ſpäter auch Ueberreſte von Menſchen] werden dieſe Steinwerkzeuge, die zugleich Waffen zu gäͤnnen. Nicht vielen Handwerkern iſt es 1 ſelbſt, ſeine Gebeine, ſeiner Aſche, ſeine Gräber. waren, ringsum nachgearbetiet. Weichere Stoffe geſtattet, ein halbes Jahrhundert im Geſchäfte* Aus allen dieſen Spuren des Menſchen, die wie Horn, Knochen verſteht man ſchon zu tätig zu ſein und wünſchen wir dem Jubilar 9 man auf der ganzen Erde und beſonders in glätten und zu ſchleifen. Der Menſch der f noch einen recht langen und glücklichen Lebens⸗ 1 Europa gefunden hat und immer mehr findet erſten Steinzeitkultur lebte unſtät als Gaſt in abend. ſpät; bis auf wenige Exemplare war die ganz vergrößerte ſie, verſicherte mich koſtſpieliger 8 7 Mitarbeiter und nun hatte ich ſtändig Zuſchüſſe Auflage in den Händen der Leſer.“. Das schoͤne Madchen don zu zahlen; es ging in einem fort rückwärts Ich war empört über dies Vorkommnis 9 Bellemon. und ich hatte ſchon den größten Teil meines und befücchtete das ſchlimmſte. Der Korrektor,* Vermögens in das Unternehmen geſteckt, als den ich ziemlich hart anfuhr, rechtfertigte ſich, 5 Roman von Wilhelm Kunde. mich die Kataſtrophe traf, welche mich völlig daß in ſpäter Abendſtunde noch ein Mann 8 zugrunde richtete und aus der Heimat vertrieb.] gekommen ſei, der den Artikel mit einem von a N Das untätige Leben behagte mir auch Ich hatte ſtets für die Redaktion verantwortlich mir unterſchriebenen und geſtempelten Geleit⸗ 1 nicht und auf Anraten meines Vetters Kurt— gezeichnet, in der Regel auch alle Beiträge vor ſchreiben überbracht hatte, in welchem die un⸗ B. eben desſelben, dem ich das Geld geliehen[der Drucklegung geleſen, im übrigen aber dem veränderte Aufnahme unbedingt verlangt 8 hatte— gründete ich eine kleine Wochen- Korrektur meines Druckers, einem ehemaligen] wurde. Er ſagte, daß er ſich über den unge⸗ 5 ſchrift, die ſich mit literariſchen, vollswirt-] Redakteur, viel Vertrauen geſchenkt, beſonders wöhnlich aufreizenden Ton des Artikels ge— 1 ſchaftlichen und politiſchen Problemen befaſſen] wenn körperliche Unpäßlichkeit oder eine ſonſtige] wundert hätte, dem kategoriſch ausgeſprochenen 1 ſollte. Und das Unternehmen glückte; ſchon Abhaltung mich verhinderten, das Manuſkript Verlangen jedoch nicht wiederſtreben zu können nach drei Monaten konnte ich einen Reinge⸗ perſönlich zu überbringen. Bei der letzten glaubte, umſoweniger, als die Zeit zur Her⸗ 9 winn feſtſtellen. Es lag nun wohl in dem] Nummer nun, die von meiner Zeitſchrift er- ſtellung der Nummer drängte und die ſpäte 1 damaligen Zuſtand meines Geiſtes, daß ich ſchien, war ich durch eine ſtarke Erkältung an's Abendſtunde eine Anfrage in meiner Wohnung*. in meinem Organ mehrfach ſcharfe Stellung Zimmer gefeſſelt. Ich überſandte das Material verhinderte. Ich ſtand vor einem Rätſel, das* gegen die Regierung nahm; immerhin geſchah] durch einen Boten nach der Druckerei, und da mir auch bis heute noch nicht gelöſt iſt, und 1 es in einem durchaus maßvollen Ton und war es hohe Zeit zur Drucklegung war, verlangte meine ſchlimmſten Befürchtungen wurden über⸗ 1 auch— ich bin wenigſtens heute noch davon ich der Einfachheit halber diesmal keinen troffen. Auf Antrag der Staatsanwaltſchaft 1 überzeugt— nicht unberechtigt. Allzu radi⸗ Korrektur⸗Abzug, etwaige kleine Veränderungen wurde der noch vorhandene Reſt der Auflage 8 kalen Anſichten gab ich jedoch nie Raum und dem Ermeſſen des erwähnten Korrektors über- konfisziert und gegen mich als verantwoctlichen 1 anarchiſtiſch ſchillernde Mitarbeiter wies ich laſſend. Wie ſtaunte ich, als am anderen Redakteur und vermeintlichen Schreiber des Ar⸗ 7 diurchaus zurück. Tage die Nummer erſchien und einen Artikel tikels Strafantrag geſtellt. Ja, ich wurde 8 Es half mir aber nicht viel. Die Polizei enthielt, der mit meinem Namen gezeichnet ſofort bei der Schwere der zu erwartenden ſah mir ſcharf auf die Finger und mehrere war und in geradezu bodenloſer Unmäßigkeit Strafe wegen Fluchtverdachts in Haft ge⸗ Male wurde mein Blatt konfisziert, wodurch den Anarchismus verherrlichte, die anarchiſtiſchen nommen. ich eine erhebliche Einbuße erlitt, vor Gericht Mörder als Befreier der Menſchheit pries und In der eingeleiteten Unterſuchung fielen aber jedesmal freigeſprochen wurde. Da nahm zum weiteren Fürſtenmord aufreizte. Ich die Ausſagen meiner ehemaligen Kollegen, daß ich— wieder auf Rat meines Vetters— ſtürzte nach der Druckerei, um die Ausgabe ich ſchon von je bei ihnen als Anarchiſt ge⸗ Veränderungen mit meiner Zeitſchrift vor; ich der Nummer zu verhindern, aber es war zu golten hätte, belaſtend in die Wageſchale, und — — — 8 ———— 4—k— 2 nr!— ö — — —— — — N * —— n— ß ß —————— ͤ ͤZwü 0ꝛ—.— ˖uœlr——— 8——— —————— 1 N 13 K E ä* A — . 1 2 7 Seckenheim, 9. Juli. Die Garten- bauausſtellungsleitung Mannheim erließ vor einiger Zeit ein Schreiben an die in der Nähe von Mannheim gelegenen Städte und Ort⸗ ſchaften über 2000 Einwohner, worin ſie wünſcht, die Liebe zur Pflanzenwelt und die Freude an ihrer Pflege in die weiteſten Kreiſe zu tragen, um dadurch Herz und Gemüt zu veredeln. Die Ausſtellungsleitung wünſcht zunächſt die Unterſtützung der Bürger⸗ meiſterämter dahingehend, daß an die beiden oberen Jahrgänge der Volksſchule Stecklings⸗ pflanzen verteilt und die Schüler in der Blumenpflege unterrichtet werden ſollen. Bei einer Feier ſolle dann eine Prämiierung der am beſten gezogenen Pflanzen ſtattfinden. Die prämiierten Kinder ſollten alsdann am 31. Juli unter Begleitung eines Lehrers zur Aus⸗ ſtellung nach Mannheim kommen. Die Aus⸗ ſtellungsleitung gewährt ihnen freie Hin- und Rückfahrt, ſowie freien Eintritt in die Aus⸗ ſtellung und Bewirtung in derſelben. Auch hier wurden an 140 Kinder der zwei oberen Klaſſen vor einiger Zeit je 3 Blumenſetzlinge zur Pflege verteilt und fand geſtern nachmittag die feierliche Prämiirung in der Parterre⸗ Garderobe der Friedrichsſchule ſtatt. Zu dieſer Feier waren die Vorſtandsmitglieder des Frauen⸗ Vereins, die Gemeindebehörde, die Geiſtlichkeit und die Eltern der Kinder erſchienen. Die Feier wurde eingeleitet von einem ſchön ge⸗ ſpielten vierhändigen Klaviervortrag der Herren Lehrer Göhring und Fiſcher. Herr Hauptlehrer Lorentz hielt die Feſtrede. In bereden, leicht verſtändigen Worten ſchilderte er die Gründung und die Entwickelung der Stadt Mannheim und machte beſonders auf den Zweck der Aus⸗ ſtellung aufmerkſam. Durch die Pflege von Blumen- und Pflanzen veredelt ſich die Natur des Menſchen und ſei es deshalb recht zu be⸗ grüßen, wenn beſonders das leicht empfängliche Kindesherz für die Freuden an der Natur be— eiſtert werde. Vorträge von Gedichten und Leder verſchönten die Feier. Emnen beſonders ſchwierigen Standpunkt hatten die Preisrichter, beſtehend aus den Vorſtandsdamen des Frauen⸗ vereins und dem Sachverſtändigen. Herrn Gärtner Schröder. Konnten doch von den 140 Kindern nur 15 prämirt werden und galt es hier auch richtig die ſchönſten Blumen zu treffen. Manches Kinderherz klopfte ängſtlich ob der ſorgſam gepflegte Blumenſtock einen Preis er— hielt oder nicht und konnte man die Freude oder Enttäuſchung der Kleinen an den Ge— ſichtern recht gut ableſen. Den Prämiirten iſt ihr Preis herzlich zu gönnen, aber auch die nicht Prämiirten mögen ſich tröſten, denn ſicher haben ſie ſich alle Mühe gegeben, und die Pflanzen recht gepflegt, aber erſtens iſt es un⸗ möglich bei 420 Blumenſetzlingen ganz gleich entwickelte zu verteilen und zweitens wächſt eine Pflanze beſſer als die andere. Nach der Preis- verteilung wurden an die Nichtprämiirten große Bretzel als Troſtpreiſe verteilt und ſchloß die ſchöͤne Feier gegen ½5 Uhr. Beſonders Er⸗ wähnung verdient noch die ſchöne Dekoration unter Leltung der Hauptlehrerin Frl. Sailer. Die Namen der prämiirten Kinder ſind: 8. Klaſſe: Raufelder Wilh., Schreck Theodor, Bächtel Kath., Kraft Maria, Tranſter Barbara. 7.a Klaſſe: Heidenreich Helene, Biedenbänder Bertha, Schmich Anna, Gropp Gg., Schüßler Friedrich. 7. b Klaſſe: Keller Marie, Probſt Barbara, Baumer Gg., Tranſter Phil., Grem⸗ melmaier Karl. §Seckenheim, 9. Juli. Am 15. und 16. Juli findet eine Aufklärungsübung unter Leitung des Brigadekommandeurs Prinz Max von Baden ſtatt. Bei dieſer Uebung können die Quartiere für die Kavallerie nicht vorher beſtimmt werden. Jede Gemeinde ſuͤdlich und weſtlich des Neckars wird am 15. Juli erfor⸗ derlichenfalls als Notquartier bis zur höchſten Belegungsfähigkeit in Anſpruch genommen werden. Verpflegung für die Mannſchaften und Futter für die Pferde wird— mit Aus⸗ nahme allein, weit von den Eskadrons ent⸗ fernter Patrouillen(einzelne Offiziere mit einigen Reitern) für deren Pferde Futter von den Gemeinden herzugeben wäre— in den Notquartieren nicht beanſprucht. Rauhfutter und erforderlichenfalls Holz und Stroh für Bivaks wird von den Truppen in den Ge⸗ meinden angekauft werden. Seckenheim, 10. Juli. Von 20 hieſigen Landwirten ſind Soldaten(jeweils einer) als Erntearbeiter beantragt und iſt um deren Zuweiſung auf Montag, den 15. Juli d. Is. erſucht worden. Baden⸗Baden, 7. Juli. Geſtern abend kurz nach 9 Uhr trat der 25 Jahre alte Schloſſer Otto Gödicke aus Zerbſt, in Karls⸗ ruhe in Stellung, in eine hieſige Weinhandlung, zog einen ſechsläufigen Revolver und gab auf die Verkäuferin Elſa Kaiſer aus Bamberg einige Schüſſe ab; einer derſelben ging dem Mädchen in die Schulter, ſo daß ſie ohnmäch⸗ tig zuſammenbrach. Dann ſchoß ſich Gödicke eine Kugel in den Kopf, welche ſeinen ſofortigen Tod herbeiführte. Die Kaiſer wurde ins Spital verbracht, ihre Verwundung iſt nicht lebens⸗ gefährlich. Gödicke lernte das Mädchen ſeiner Zeit in Frankfurt kennen und hatte ein Liebes⸗ verhältnis mit ihr angeknüpft. Hier aber lernte ſie einen Kellner kennen, bändelte mit dieſem an und verabſchiedete ihren früheren Liebhaber. Er hatte ſchon öfter die Abſicht, das Mädchen zu erſchießen, traf ſie aber in der Wirtſchaft, wo ſie Kellnerin war, nicht an, da ſie die Stelle gewechſelt hatte. Jetzt hatte er ihre neue Stelle ausfindig gemacht und beging geſtern abend die Eiferſuchtstat, welche zwar nicht ihr, aber ihm das Leben koſtete. Singen, 6. Juni. Der Oberkellner des Zentralhotels, Georg Maier, der ſich am Sams⸗ tag vor acht Tagen mit ſeinem Fahrrad ent⸗ fernt hatte und ſeitdem vermißt wurde, wurde im Friedinger Walde erſchoſſen aufgefunden. Das Motiv der Tat dürfte in Liebeskummer zu ſuchen ſein. Maier unterhielt ſeit längerer Zeit mit einem Mädchen aus dem, Waldshuter Bezirk ein Verhältnis, konnte aber die Einwil⸗ ligung ihrer Eltern zur Heirat nicht erlangen. Dies hat er ſich ſo zu Herzen genommen, daß er ſeinem Leben ein Ende machte. Maier hatte ſich durch Fleiß und Sparſamkeit ein Vermögen von etwa 8 bis 10000 Mk. erworben. Konſtanz, 7. Juli. Beim Ausgraben im Kreuzgang des Münſters fand ſich in der Tiefe von 1,50 Meter ein roter Eſtrich, der ſich an ein altes Mauerwerk anſchließt. Da derſelbe außer allem Zuſammenhang mit dem darüber befindlichen Fundament des Kreuzgangs iſt, liegt lt.„Kſt. Ztg.“ hier aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach wieder ein Reſt röͤmiſcher Bau⸗ werke vor, wie ſolche in der Nähe des Münſters ſchon mehrfach endeckt wurden. Achern, 8. Juli. Unſere Stadt ſteht vor der Feier ihres 100jährigen Jubiläums, welches Veranlaſſung gegeben hat, der Frage näher zu treten, ob mit dieſer Feier eine Ge⸗ werbeausſtellung veranſtaltet werden ſoll. Eine zahlreich beſuchte Verſammlung hieſiger und auswärtiger Gewerbetreibenden hat ſich nun dahin geeinigt, eine Ausſtellung des Bezirks zu veranſtalten, wozu ſchon eine größere Anzahl Anmeldungen vorliegt. Gottmadingen(A. Radolfzell), 8. Juli. Am Samstag abend ſtürzte der verheiratete Landwirt Iſidor Oswald in der Scheune 7 Meter tief auf den Heuboden, brach das Genick und verſchied auf der Stelle. Berlin, 8. Juli. Das Opfer eines Raubmordverſuches iſt in der Nacht zum Sonn— tag der 27jährige Kutſcher Rublack geworden. Als Rublack aus einem Reſtaurant heraustrat, wurde er von drei Leuten durch Revolverſchüſſe niedergeſtreckt. Als die drei den Niedergeſchof⸗ ſenen berauben wollten, eilten Paſſanten herbei und nahmen die Räuber nach längerer Verfol⸗ gung feſt. Newyork, 8. Juli. Das ungeheure Vanderbiltſche Vermoͤgen ſoll im Auguſt, dem Zeitpunkt, an dem Miß Gladys Vanderbilt majorenn wird, verteilt werden. Großartige Feſtlichkeiten ſollen aus dieſem Anlaß in der Villa ihrer Schwägerin, Mrs. Alfred Gynne Vanderbilt zu Newport, gefeiert werden. Miß Gladys Vanderbilt erhält 50 Millionen Mark ausbezahlt und wird die reichſte heiratsfähige Erbin in Amerika. Sie iſt eine Tochter des verſtorbenen Cornelius Vanderbilt, von dem ſie 40 Millionen erbt, während der Reſt von ihrer Mutter ſtammt. Cornelius Vanderbilt junior, der älteſte direkte Erbe, wurde vom Vater enterbt, weil er Miß Grace Wilſon, die Tochter eines bekannten Newyorkers, gegen ſeinen Willen heiratete. Er und ſeine Gattin haben ein mäßiges Einkommen. Der jüngſte Sohn Regiwald erbt ungefähr 10 Millionen Mark. Mrs. Payne Whitney, die älteſte Tochter, erhält etwas weniger als dieſen Betrag. Der zweite Sohn, Alfred Gwynne Vanderbilt, das Haupt des jüngeren Zweiges der Familie, erhält die Hälfte der verbleibenden Erbſchafts⸗ maſſe und die andere Hälfte bei Erreichung des Alters von 35 Jahren; der auf ihn ins⸗ in der Prozeßverhandlung wurde meinen Aus⸗ ſagen kein Glauben geſchenkt, denn die Tal⸗ ſachen ſprachen in den Augen der Richter zu gravierend gegen mich. Und in der Tat, die Schrift des Manuſkripts war ſo täuſchend der meinen nachgeahmt, daß es mich ſelbſt in Ver⸗ wunderung ſetzte und das Geleitſchreiben trug meinen Vordruck, meinen Stempel und meine Unterſchrift. Alle Bemühungen meines Ver⸗ teidigers, ſowie meine eigenen, waren vergeblich die Laienrichter, durch mehrere zu jener Zeit vorgekommene anarchiſtiſche Attentate kopfſcheu gemacht. bejahten die Schuldfrageu, und das Gericht verurteilte mich, dem Antrage des Staatsanwalts gemäß, zu der bei meiner Un⸗ beſcholtenheit unerhört hohen Strafe von 12 Monaten Gefängnis. Der Prozeß verſchlang den Reſt meines Vermögens, meine Zeitſchrift hörte auf zu er⸗ ſcheinen, meine Tante teilte mir ihren Entſchluß mit, daß ich von ihrer Seite auch nach ihrem Tote nichts mehr zu erwarten hätte, und ich ſchmachtete im Gefängnis, als Anarchiſt doppelt ſtreng behandelt. Ich befürchtete, wahnſinnig zu werden und zwar nach dreimonatlicher Ge⸗ fangenſchaft wirklich nahe daran, den Verſtand zu verlieren. Da beſuchte mich eiamal in der erlaubten Zeit mein Vetter; er bedauerte mich, und gab mir zu verſtehen, daß er Schritte zu meiner Befreiung unternehmen werde. In meiner damiligen Stimmung war mir alles recht, nur heraus aus dieſer Lage, heraus aus der Gemeinſchaft mit Verbrechern und ähnlichem Geſindel. Und mein Vetter bewerkſtelligte die Flucht. Er wußte meine Tante noch einmal durch Schilderung meines Elends zu rühren. Die gute Dame gab ihm eine große Summe, ich glaube 20000 Mark. Hiermit wurden meine beiden Wärter beſtochen und mir falſche Papiere, eben die auf den Namen Gruner lautenden, beſchafft. Ich will Sie nicht mit den Einzelheiten meiner Flucht aufhalten, genug, eines Abends war ich frei, mein Vetter verbarg mich einige Zeit und es gelang mir, unbemerkt über die holländiſche Grenze aus Deutſchland zu entwiſchen. Ich habe dieſen Schritt zehnmal bereut, denn ich erfuhr, daß die betreffenden Wärter für ihre vermeintliche Fahrläſſigkeit eine Strafe erhielten, die in keinem Verhältnis zu der Beſtechungsſumme ſtand, und auch mir erging es in der Folgezeit, daß ich den Aufenthalt im Gefängnis oftmals vorgezogen hätte. Nun begann für mich eine Zeit der Lüge. Ich wußte von dem Gruner, auf deſſen Namen ich die Papiere hatte, weiter nichts, als was in den Papieren ſtand. Wenn man mich nach meinem Vorleben fragte, mußte ich mir die Angaben aus den Fingern ſaugen und habe mich manchesmal widerſprochen. Von Holland reiſte ich nach London. Mein Vetter hatte mir bei meinem Abſchied von ihm 500 Mark gegeben. das war mein ganzes Vermögen. Ich ſpreche gut engliſch und es gelang mir auch, durch Mitarbeit an engliſchen Zeitungen einige nicht unbedeutende Summen zu ver⸗ dienen. Abgeſehen von dem Unrecht, das ich erlitten und unter deſſen Folgen ich litt, war mein Aufenthalt in London eine ganze Zeit erträglich. Da beſuchten mich eines Tages zwei Landsleute— deutſche Anarchiſten, die auch nach London geflohen waren. Sie reklamierten mich ohne weiteres als Geſinnungs⸗ genoſſen, waren über meine ganzen Verhältniſſe orientiert, kannten auch meinen rechten Namen u. ſ. w. und luden mich zu ihren Konferenzen und Sitzungen ein. Die beiden waren echte Galgenvögel, das merkte ich bald heraus; aus Furcht aber, von ihnen verraten zu werden, willfahrte ich mehrere Male ihrem Erſuchen und folgte den Einladungen. Die Sitzungen nun erweckten in mir einen ſolchen Widerwillen, daß ich dieſe Anarchiſten im Innerſten verachtete und mich ſo viel wie möglich von ihnen zu trennen ſuchte. Aber ſie fanden mich immer wieder und machten mir das Leben zur Hölle. Da kam ich durch einen Zufall hinter eins ihrer Geheimniſſe, das, wenn auch an ſich nicht belangreich, mir doch eine Waffe gegen die unerwünſchten Kumpane in die Hand gab. Ich drohte ihnen mit Ent—⸗ hüllung für den Fall, daß ſie mich nicht in Ruhe ließen oder mich zu verraten beabſichtigten und von da ab hatte ich tatſächlich Ruhe. Aber ich glaube, daß ſie es waren, die mich nun in das größte Unglück ſtürzten. (Fortſetzung folgt.) . geſamt entfallende Betrag wird auf 125 Mill. geſchätzt. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung. (Vom 5. Juli 1907.) 8 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrniß— verſicherungen bleiben unbeanſtandet. Ein Grundſtück von Seckenheim wird amtlich geſchätzt. Die Darſtellungen der Rechner über den Stand der Gemeindekaſſen auf Schluß des Monats Juni 1907 werden zur Kenntnis gebracht. Infolge Errichtung zweier Unterlehrerſtellen in Rheinau erhöht ſich der an die Staatskaſſe zu leiſtende Beitrag von 11 N Mk. auf 12 172,80 Mk. vom 9. April 1907 und auf 12 872,80 Mk. vom 1. Mai 1907 ab. Dem Geſuch des Inſtallateurs Philipp Johann um Genehmigung des Anſchluſſes ſeines Wohnhauſes an die Kanaliſation wird entſprochen. Der Anſtrich des Leichenwagens wird dem Tüncher Peter Klumb um das Angebot über— tragen. Die Centralheizungsanlage für das neue Schulhaus in Rheinau ſoll zur Vergebung aus⸗ ſchrieben werden. Dem Baumeiſter Karl Marzenell dahier wird die Genehmigung erteilt an die Waſſer⸗ leitung im Stengelhofſchulhauſe mit einem be⸗ ſonderen Meſſer anzuſchließen. Die Lieferung von Uniformen(1 Gar— nitur) für die freiwillige Feuerwehr wird aus— geſchrieben. Mit dem Adam Biegel, Signalwärter wird ein Mietvertrag bezüglich der Miete des bisherigen Lehrerwohnhauſes in der Friedrich⸗ ſtraße abgeſchloſſen. Zum 2. Totengräber in Seckenheim wird Maurer Michael Erny beſtellt. Die vorliegenden Rechnungen geprüft und zur Zahlung angewieſen. werden Vermiſchtes. — Vom 1. Auguſt an treten bei den deutſchen Eiſenbahnverwaltungen und damit auch in Baden neue einheitliche Fahrdienſtvor⸗ ſchriften in Kraft die eine Erweiterung und Ergänzung der Eiſenbahnbau⸗ und Betriebs⸗ ordnung und namentlich auch erhebliche, Aen⸗ derungen im Fahrdienſt bringen. Unter den auf den Zuglauf bezüglichen Beſtimmungen ſind folgende von Bedeutung. Ein Zug darf nicht fruher angeboten werden, als bis der in gleicher Richtung vorausgegangene Zug von der nächſten Zufolgeſtelle zurückgemeldet iſt; die tation, auf der zwei Züge kreuzen ſollen, darf einen Zug erſt anbieten, wenn der Gegen⸗ zug eingetroffen und von ihr zurückgemeldet iſt. Zur Vermeidung von Zugverſpätungen können für einzelne Strecken Ausnahmen geſtattet werden, namentlich dann, wenn es angezeigt erſcheint, einen Zug unmittelbar nach der Ankunft des Gegenzuges abzulaſſen(sogen. „ſpitze Kreuzung“). Auch für durchfahrende Züge können Ausnahmen zugelaſſen werden. Bei Störung der telegraphiſchen Verbindung können auch die den Zuglauf betreffenden Mel⸗ dungen durch Fernſprecher gemacht werden, auf Hauptbahnen jedoch mit Ausnahme der Meldungen zur Verlegung von Kreuzungen. Züge ohne Perſönenbeförderung dürfen, wenn nichts anderes beſtimmt iſt, bis zu 10 Minuten vor der fahrplanmäßigen Zeit abgelaſſen werden. — Brennend aus dem Fenſter geſprungen iſt das 23jährige Dienſtmädchen Johanne Schwarz, die bei einem Herrn v. B. in der Pariſer Straße 51 in Berlin in Stellung war. Die Sch. hatte einen brennenden Spirituskocher nachfüllen wollen. Hierbei explodierte die Spiritusflaſche, und durch die Stichflamme wurden die Kleider des Mädchens in Brand geſetzt. Von den Flammen geveinigt, verlor die Unglückliche vollends ihre Beſinnung, ſtürzte nach dem Küchenfenſter und ſprang aus dem dritten Stock in den Hof hinab. Die gellenden Hilferufe hatten die Herrſchaft herbeigerufen, die ſofort Feuerwehr und Arzt benachrichtigte. Als dieſe eintrafen, waren die Flammen ſchon erſtickt. Das bedauernswerte Mädchen hatte neben furchtbaren Brannwunden auch noch ſchwere innere Verletzungen und Brüche ihrer Gliedermaßen durch den Sturz aus dem Fenſter erlitten. Sie ſollte nach dem Krankenhauſe gebracht werden, erlag aber auf dem Transport ihren Wunden. — Als er ſeine ſtumpfgewordene Senſe auf den Eiſenbahnſchienen dengelte(ſchärfte) wurde ein Bauer aus dem weſtfäliſchen Dorfe Menne überfahren. Als ein Güterzug ſich nahte, hatte er ſich ans andere Geleiſe geſetzt und weiter gehämmert. Dabei überhört er, daß der Schnellzug herangebrauſt kommt, wird erfaßt und auf der Stelle getötet. — Verrechnet.„Da hab' ich nun einige meiner Kunden nach dem Raſieren immer heimlich mit einem Haarwuchsmittel eingerieben, damit ſie öfters kommen müſſen— jetzt laſſen ſie ſich Vollbärte ſtehen!“ — Hineingefallen. Hausfrau(als der Gerichtsvollzieher geht):„Das war mein Bruder, Jette!“— Neue Köchin:„Weiß ſchon, bei meiner früheren Herrſchaft war er's auch!“ — Ein Pfiffikus. Sonnenwirt:„Alte, koch''mal unſerem Gaſt zwei Tag lang net ſo gut... dann mach' ich ihm den Vorſchlag, er ſoll draußen unſer Holz zerkleinern, damit's ihm wieder beſſer ſchmeckt.“ — Gaſt:„Herr Wirt, Sie haben mir ein Glas zu viel angerechnet!“ Wirt(lächelnd): „Ach nein, Herr Müller, Sie haben eins zu viel getrunken!“ — Warnung! Es iſt uns zu Ohren ge— kommen, daß das Rindvieh in den Ställen mit brennenden Zigarren und Pfeifen gefüttert wird. Im Wiederholungsfalle ſind zwei Mark Strafe zu bezahlen. Jubiläums-Ausſlellung Mannheim 1907. Internatſonale Kunst- und grosse Gartenbau- Ausstellung. Unter die zahlloſen Beſucher, die bis jetzt die Mannheimer Jubiläums⸗Ausſtellung beſich⸗ tigt haben, gehoren auch zahlreiche Schul— klaſſen aus der näheren und weiteren Um— gebung. Gibt es doch keine günſtigere Gelegen⸗ heit, um den Kindern die herzerfreuenden und allgemein bildenden Herrlichkeiten der Mann⸗ heimer Ausſtellung zu zeigen, als auf einem gemeinſamen Beſuch unter Führung ihrer Leh⸗ rer oder Lehrerinnen! Ein Beſuch der Aus- ſtellung durch die Schulen dürfte ſich noch vor Beginn der Ferien ſchon deshalb empfehlen, weil gerade jetzt die Blütenpracht in der Aus⸗ ſtellung ſich zu beſonderer Schönheit entwickelt hat. Der Eintrittspreis beträgt für jedes Kind nur 20 Pfg., wenn der Beſuch in Begleitung der Lehrer oder Lehrerinnen ſtattfindet; für die letzteren gilt derſelbe bedeutend ermäßigte Preis. Die Karten müſſen ebenfalls wie Vereinsbillets im voraus bei der Geſchäftsſtelle beſtellt werden. Die fruchtbaren Niederſchläge der letzten Tage haben die Vegatation in der Mannheimer Gartenbau⸗Ausſtellung in außerordentlicher Weiſe begünſtigt. Die Blumen und Pflanzen in den Gärten ſind zu herrlichſter Entwicklung gelangt und der Roſenflor in den Läuger'ſchen Roſarien, ſowie insbeſondere auf der Auguſta⸗ anlage hat ſich zu wunderbarer Pracht ent⸗ faltet. Ein Beſuch der Jubiläums-⸗Ausſtellung dürfte ſich daher gerade jetzt empfehlen, zumal in dieſer Woche außergewöhnliche Darbietungen ſtattfinden, von denen wir das Auftreten der berühmten Barfußtänzerin, Miß Iſadora Duncan, am Freitag, den 12. abends ganz be⸗ ſonders hervorheben möchten. Miß Duncan wird bekanntlich mit den Zöglingen ihrer Tanz⸗ ſchule zum erſtenmal im Freien tanzen, und zwar wird ſie auf dem unvergleichlichen Fried⸗ richsplatze auf einem inmitten des großen Baſſins errichteten inſelartigen Podium auf⸗ treten. — Die Ziehung der Badiſchen Invaliden⸗ Geld-Lotterie wurde infolge diverſe Umſtände um wenige Tage verlegt und findet garantiert am 20. Juli ſtatt. Die Loſe A 1 Mk., 11 Loſe 10 Mk., Porto und Liſte 30 Pfg., ſind ſolange Vorrat reicht, bei der Generalagentur J. Stür⸗ mer, Straßburg i. E., Langſtr. 107, und allen Losverkaufsſtellen zu haben. Seckenheim, 9. Juli. Der heutige Ferkelmarkt war mit 112 Stück befahren und wurden 100 zum Preiſe von 16—26 Mk. pro Paar abgeſetzt. F Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. Bekanntmachung. Nr. 4283. Am Famstag, den 13. Juli 1907, Vormittags 10 Uyr wird der Farrendung und eine Partie Henblumen im Farrenſtall öffentlich verſteigert. Seckenheim, 9. Juli 1907. Gemeinderat: J. V.: A. Hoerner. 9 Uhr Ratſchreiber Sing⸗ Ritter. Bekanntmachung. Nr. 4284. Im Hauptort Seckenheim ſoll während der Sommer— monate ein Pilfsfeldhüter angeſtellt werden. Geeignete Bewerber haben ſich binnen 8 Tagen beim unterzeich⸗ neten Bürgermeiſteramt zu melden. Seckenheim, den 8. Juli 1907. gürgermeiſteramt J. V.: A. Hoerner. — dringend erforderlich. Der Vorſtand. männergesang-Gerein 1 Schlafſtelle Seckenheim. f Samstag, den 11. Juli, abends Vrobe. Pünktliches vollzähliges Erſcheinen zu vermieten. Schlaßſtraße 41. Apfelwein ungeſetzte Nr. 4229. Gefunden Liederkranz. Die auf morgen Donnerstag liefert von 50 Liter an ab hier, Probe füllt aus. Nächſte Probe Don- nerstag, den 19. Juli. Der Dirigent. prima Qualität zu 25 Pf. pr. Liter Export- Apfelwein* 28 13* Unbekannten gegen Nachnahme Jak. Seitz, Jyſelweinkelterei, Schriesheim a. d. Bergſtraße. Wohnung und bei uns abgeliefert wurde auf der Straße nach Mannheim eine] Neue aſchenuhr. Seckenheim, den 5. Juli 1907. Hürgermeiſteramt . J. V.: A. 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