5 Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheſm. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Seckenheim. An ö eigen: Die einſpaltige Petitzeile oder dere n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 56. Samstag, den 13. Juli 1907. 7. Jahrgang Etwas, was jeder wiſſen ſollte. (Fortſetzung.) Der erſte Menſch ſchmückte ſich ſelbſt ſchon mit Muſcheln und durchbohrten Raubtiezähnen, die er auf Schnüre gereiht um den Hals hing. Tierhäute wurden rauh oder enthaart mit Tier⸗ ſehnen zuſammengeneſtelt und umgeworfen. Die ſtarke Fauſt ſchwang den Jagdſpeer, in einem knieförmig gebogenen Holzſchaft wurde die Beilklinge von Stein feſtgeklemmt und als Werkzeug und Waffe gebraucht. Dazu waren Bogen und Pfeile mit Steinſpitzen die weiteren Waffen dieſes gewaltigen Jägers. Seine Wohnſitze wählte er gerne da, wo ſein Jagd⸗ wild häufig war oder wo gutes Werkzeugs⸗ material— Feuerſtein— ſich fand. Im Somme⸗-tal in Frankreich ſind reiche Feuer⸗ ſteinlager; dort fand denn auch der franzöſiſche Forſcher Boucher de Perthes die erſten Zeug⸗ niſſe vom Daſein des Menſchen in der Diluvial⸗ zeit in Europa. In der gleichen Kiesſchicht fand er neben Aexten, Schabern und Spitzen aus Feuerſtein— Tierknochen des Mammuths, des Nashorn, des Urochſen, des Wildpferdes, des Renntiers, des Rieſendamhirſches, des Höhlenbären und der Höhlenhyäne. Sie zeigen zum Teil noch die Spuren der Steinwaffen, womit die Tiere erlegt und zerteilt worden ſind. Bei Willendorf bei Spitz an der Donau fand man mitten in einer ſenkrechten Löͤßwand, die durch Anlage einer Ziegelei blosgelegt wurde, ein ſchmales dunkles Band, welches aus Aſche, Kohlen und anderen organiſchen Ein⸗ ſchlüſſen beſteht; das ſind die Nahrungsreſte des uralten Jägerſtammes, der einſt da wohnte, die Steinwerkzeuge und Abfälle ſeiner primitiven induſtriellen Tätigkeit. Dieſe 2 Beiſpiele mogen genügen; ſolche Spuren hat man bald in allen Ländern gefunden; nicht nur in Europa beſtand dieſe Steinzeitkultur, ſondern auch in Afrika, Aſien, Amerika. 3. Die Frage dürfte nun einem jeden von Ihnen nahe liegen: Hat man denn nicht auch leibliche Ueberreſte des Menſchen ſelbſt aus jenen älteſten Daſeinszeiten aufgefunden und was läßt ſich aus ihnen entnehmen? Sind namentlich jene Menſchen von niederer phyſiſcher Beſchaffenheit geweſen, etwa den heute lebenden niedrigen Menſchenraſſen oder gar den Tieren, den Affen ähnlich? Darauf lautet die Ant⸗ wort der nicht phantaſierenden und nicht à la Häckel ſchwindelnden, ſondern wahrheitslieben⸗ den Wiſſenſchaft:„Unſer Material an ächten diluvialen Menſchenſchädeln und andern menſch⸗ lichen Skelettteilen iſt heute noch viel zu ſpär⸗ lich, um dieſe Frage mit voller Sicherheit beantworten zu können. Wir beſitzen nur weniges und dieſes ſtammt aus Europa. Aber ſoviel können wir ſagen: die diluvialen Bewoh⸗ ner Europa's können kaum von einer einheit- lichen Raſſe abſtammen, da ſich Langköpfe und Kurzköpfe unter ihnen finden. Ferner: es waren alle dieſe Menſchen ganz wohlgebildete Leute, die nach ihrer Leibesbeſchaffenheit auch heute, ohne aufzufallen, hätten auftreten konnen. Sie hatten keine affenartigen Raſſenmerkmale, kein größeres Schädelvolumen, keine tieriſche Geſichtsbildung“— ſo ſage nicht ich, ſondern Dr. Hörnes, eine größe Autorität in dieſer Wiſſenſchaft.(Fortſ. folgt.) Deutſches Reich. Seckenheim. Lang, lang iſt's her, daß Amerika ſich mit aller Macht bemühte, für ſeine weiten, menſchenleeren Landgebiete Anſiedler aus aller Welt heranzulocken. Heute ſteht man drüben auf dem entgegengeſetzten Stand⸗ punkt und ſucht die Einwandernng abzu⸗ ſchrecken; auf jeden Fall legt man keinen Wert mehr darauf, Leute aufzunehmen bloß aus dem Grunde, weil ſie eine Arbeitskraft darſtellen. Mit dem 1. Juli iſt in den Vereinigten Staaten die Einwanderungsſteuer pro Kopf, die früher zwei Dollar betrug und gewiß ſchon mehr als ausreichte, um die Koſten des Ein⸗ wanderuygsamtes zu decken, auf das Doppelte erhöht worden. Im verfloſſenen Jahre hatte das Amt aus der Kopfſteuer ſchon einen Ueberſchuß, nunmehr rechnet man auf einen ſolchen von 8 Millionen Mark. Dieſe Steuer hat ſonach die Bedeutung eines Abſchreckungs⸗ mittels. Die Zuſätze zum Einwanderungs⸗ geſetze erhöhten ferner die Geldbuße, welche Schiffahrtsgeſellſchaften für die Einfuhr von Schwindſüchtigen oder Geiſtesſchwachen und Geiſteskranken zu tragen haben, auf 1300 Dollar. Jede Einwanderin, die ſich binnen 3 Jahren nach ihrer Zulaſſung einem ſittenloſen Leben ergibt, kann wieder ausgewieſen werden; wer eine ſolche Perſon beherbergt, kann von Freiheitsſtrafen bis zu fünf Jahren und Geld⸗ buße bis 5000 Dollar getroffen werden. Um der Erhöhung der Kopfſteuer noch zu entgehen, machten einige für New⸗York beſtimmte Ozean⸗ dampfer am Sonntag den 30. Juni, abends noch große Anſtrengungen; dem„Moltke“ und der„New⸗York“ gelang es noch vor Anbruch des 1. Juli in den Hafen von New⸗York ein⸗ zulaufen, die„Umbria“ und„Touraine“ waren uicht mehr ſo glücklich, und das koſtete ihnen ſofort ein Mehr von 1200 bezw. 1844 Dollar. Aus Nah und Fern. 0 Seckenheim, 13. Juli. Setkelheiner Alzeiger Nach 0 am 12. Juni l. Js. anläßlich der Berufs- un Betriebszählung vorgenommenen Einwohner- zählung zählt der Ort Seckenheim jetzt 8 759 Einwohner, davon ſind 4556 männl. und 4203 weibl. Geſchlechts. Auf den Hauptort Seckenheim entfallen 2514 männl. und 2488 weibliche, zuſammen 5002; auf den Ortsteil Rheinau 2042 männl. und 1 715 weibl., zu⸗ ſammen 3 757. Nach der Volkszählung am 1. Dezember 1905 war die Einwohnerzahl 7928, davon entfielen auf den Hauptort Secken⸗ heim 4776, den Ortsteil Rheinau 3 152. Es hat ſomit ſeit der letzten Volkszählung zuges nommen der Hauptort Seckenheim um 226 und der Nebenort Rheinau um 695, ſomit im ganzen 831 Einwohner. Seckenheim, 12. Juli. Als Berufs⸗ bürgermeiſter wurde vom Miniſterium auf die Dauer von 2 Jahren Herr Bürgermeiſter Volz ernannt. »Seckenheim, 12. Juli. Geſtern unter Mittag flog ein großer Ballon über unſer Ort und wurde auf einem Gerſtenacker im Neckarauer⸗ feld von hieſigen Einwohnern geländet. Der⸗ ſelbe war unbemannt und mit Fernrohr, Fader Barometer, Militärkarten und einem elephonapparat ausgerüſtet. Telephoniſche Anfrage ergab, daß der Ballon der Mainzer Luftſchifferabteilung gehört und dort kurz vor 12 Uhr abgeriſſen iſt. Er hat die Strecke von Mainz hierher in einer halben Stunde zurück⸗ gelegt. Das schöne Mädchen von Bellemon. Roman von Wilhelm Kunde. Ich ging eines Abends— es war Ende Oktober— nach der Queens⸗Hall zum Konzert, und als ich nach Hauſe kam, fand ich mein Zimmer ausgeräumt. Auch nicht die geringſte Kleinigkeit war vergeſſen worden. Geld, Kleidungsſtücke, Bücher, alles hatten ſie ge⸗ ſtohlen. Ich ſollte mich ſehr wundern, wenn ich aus dieſer ſorgfältigen„Arbeit“ nicht auf die Hand des einen meiner anarchiſtiſchen „Freunde“ ſchließen könnte. Durch dieſen Diebſtahl kam ich nun in die bitterſte Ver⸗ legenheit. Ein Fremder ohne Geld iſt in London die unglücklichſte Exiſtenz. Ich ſuchte bei einen meiner wenigen Bekannten ein Dar⸗ lehen zu erlangen, bis ich ſchließlich von daheim eine größere Summe erhalten konnte. Aber ich begegnete nur zugeknöpften Taſchen. Ich meldete natürlich den Diebſtahl bei der Polizei, aber die engliſche heilige Hermandad gibt ſich jedenfalls nicht allzuviel Mühe, wenn es ſich um die bladdy foreigener handelt, denn man ab mir keine Hoffnung. Von nun an vollzog ch die Geſchichte ſo, wie ich es bei den Ver⸗ . angegeben habe. Ich pilgerte am 2. ovember aus London. Ich hatte meinem Vetter geſchrieben, daß er mir Geld an das deutſche Konſulat nach Dover ſenden moͤchte; denn ich wollte die ſchreckliche Wartezeit nicht in London verbringen, ſondern lieber eine große Fußtour machen. Nach 2 Tagen voll großer Entbehrungen konnte ich in Dover glücklicherweiſe den Konſul noch erwiſchen und empfing die telegraphiſch aus Deutſchland für mich eingelaufene Summe.“ Erwin erzählte dann wahrheitsgetreu ſeine Erlebniſſe in Belgien, ſein Zuſammentreffen und ſeine Trennung von Molski und all die anderen Begebenheiten bis zu ſeiner Ver⸗ haftung. Der letzte Teil war dem Anwalt ja ſchon durch die Unterſuchung und Marias Erzählung bekannt, aber er folgte doch der Schilderung mit geſpanntem Intereſſe, indes er ſich ein⸗ gehend ſtenographiſche Notizen machte. Erwin ſchloß: „Sie ſehen, ich bin durch eine Kette von Verhängniſſen, die den Außenſtehenden ganz unglaublich ſcheinen, in dieſe entſetzliche Lage gekommen. Mein eigentliches Vergehen beſteht nur darin, daß ich aus dem Gefängnis, in dem ich unſchuldig ſchmachtete, entfloh und unter falſchem Namen in die Fremde zog. Wer da mit Steinen nach mir werfen will, mag es tun; ich mochte aber jedermann wünſchen, daß er mit ſeinem Gewiſſen ſo im Reinen iſt, wie ich bin.“ Als Erwin ſchwieg, ſchien der Anwalt eine RAA Zeitlang in tiefes Sinnen verſunken; endlich ſagte er: „Die ganze Geſchichte Ihres Falles— wenn ich mich ſo ausdrücken darf— iſt ſo methodiſch, daß es mich wundern ſollte, wenn nicht bei all den einzelnen Begebenheiten ein und dieſelbe Hand im Spiele war. Beſinnen Sie ſich mal auf eine Perſon, die von Ihrem Unglück Nutzen haben könnte.“ „Ich wüßte keine, es ſei denn——“ „Nun“? „Mein Vetter Kurt von Hochſtetten.“ „Erzählen Sie mir näheres über den Mann, an den ich auch gedacht habe. Was hat er für einen Beruf?“ „Er iſt Arzt, hat es aber— wiewohl er fünf Jahre älter iſt, als ich, noch zu keiner Praxis gebracht. Waiſe, wie ich, wurde auch er von meiner guten Tante Berg erzogen, und von ihren Zuſchüſſen, die in der Regel ſein ganzes Einkommen ausmachten, lebte er ſpäter.“ „Wie iſt er ſeinem Charakter nach?“ „Er iſt ein Weltmann durch und durch. Elegant und geſchmeidig. Als moderner Frei⸗ denker ſtand er jedenfalls oft im Gegenſatz zu vielen Anſichten der Geſellſchaft; Anſtoß zu erregen aber hat er— ſehr zum Unterſchled von mir— ſteis zu vermeiden gewußt. Im übrigen iſt er leichtſinnig, kein Freund der Arbeit und bis über die Ohren dem Spielteufel verfallen.“ — — m 8 3 — —— k ä n;! ——— 3 — Mannheim, 9. Juli. Für den großen nationalen Geſangswettſtreit unter dem Pro⸗ tektorat des Prinzen Max, veranſtaltet von dem Männergeſangverein„Frohſinn“⸗Mannheim aus Anlaß ſeines 50jährigen Jubläums ſowie zu Ehren des 300jährigen Stadtjubiläums am 13., 14. und 15. Juli im Roſengarten, iſt folgendes Programm feſtgeſtellt worden: Samstag, den 13. Juli, abends 8 Uhr: Großer Feſtakt mit daran anſchließendem Feſt⸗Bankett. Sonntag, den 14. Juli, vormittags von 9½ Uhr ab: im Muſenſaal des Roſengartens J. Wettgeſang⸗ Konzert, auftretend: II. Landklaſſe und III. Stadtklaſſe(22 konkurrierende Vereine); vor⸗ mittags 10 Uhr im Nibelungenſaal des Roſen⸗ gartens II. Wettgeſang⸗Konzert, auftretend: J. Landklaſſe, II. und J. Stadtklaſſe(17 kon⸗ kurrierende Vereine). Nachmittags 3 Uhr: Beginn der Ehrenklaſſen Singen, um den Kaiſerpreis, die Fürſtenpreiſe, ſowie von höheren Perſönlichkeiten geſtifteten Ehrenpreiſe. Nach⸗ mittags 3 Uhr im Nibelungenſaal des Roſen⸗ gartens I. Ehrenklaſſen⸗Singen(III. Konzert), auftretend die morgens preisgekrönten Vereine der II. Landklaſſe und III. Stadtklaſſe. Abends 7 Uhr im Nibelungenſaal des Roſengartens II. Ehren⸗Klaſſen⸗Singen(IV Konzert), auf⸗ tretend die morgens preisgekrönten Vereine der I. Landklaſſe, II. und J. Stadtklaſſe. Montag, deu 15. Juli: Morgens 9½ Uhr: Preisver⸗ teilung im Friedrichspark; Morgens 11 Uhr: Dampferfahrt auf dem Rhein und Beſichtigung der Hafenanlagen. Heidelberg, 11. Juli. Geſtern wollte in einer Wirtſchaft der 19 Jahre alte Kaufmann Karl Jopp von hier ſeinem Leben durch Er⸗ hängen ein Ende machen. Der Lebensmüde wurde aber noch rechtzeitig abgeſchnitten. Das Motiv der Tat war Liebeskummer.— Der 20 Jahre alten Dienſtmagd Lina Sauer platzte geſtern am linken Fuß oberhalb des Knöchels eine Krampfader. Die Bedauerswerte wurde, der Verblutung nahe, ins akademiſche Kranken- haus gebracht. Von der Enz, 10. Juli. Geſtern vor⸗ mittag fand man in der Nähe von Hohen- haslach die 46jährige Ehefrau des Schuh⸗ machermeiſters Gottlob Eble bewußtlos am Wege liegend. Die Wunden, die die Unglüͤck⸗ liche am Kopfe trug, laſſen darauf ſchließen, daß die Frau wahrſcheinlich einen Schwindel— anfall bekommen und da ſie mit Raingraſen beſchäftigt war, wahrſcheinlich die ſteile Böſchung hinab auf den Weg ſtürzte. Der Zuſtand der Frau iſt ſehr bedenklich. Baden⸗Baden, 10. Juli. Der geſtrige Nennungsſchluß für drei große Flachrennen und ſämtliche Hindernisrennen der„Badener Internationalen Woche“ hat ganz befriedigte Ergebniſſe geliefert. Die vorliegenden Nen— nungen dürfen freilich nicht mit den vorjährigen verglichen werden, wenn nicht ihre Zenſur ſchlechter ausfallen ſoll. Jene waren eben un⸗ gewöhnlich gut und dürfen daher der Beur⸗ teilung zukünftiger Nennungsziffern nicht als Grundlage dienen. St. Ingbert, 9. Juli. In der Ens⸗ heimer Straße ſind geſtern und heute zwei Kinder verbrüht. Das eine Unglück geſchah geſtern abend dadurch, daß das 1½ Jahre alte Mädchen des Schmelzarbeiters Karl Sauer die Kaffeekanne vom Herde herunterzog, wobei es den ſiedendheißen Inhalt über ſich goß. Das Kind iſt ſeinen Verletzungen erlegen. Das an⸗ dere Unglück geſchah heute Früh in der Familie des Bohrarbeiters Flor. Müller. Die gjährige Tochter ſtellte ſich in Abweſenheit der Eltern auf einen Hafen heißen Waſſers. Plötzlich gab der Deckel nach, ſodaß das Mädchen in das ſiedende Waſſer trat. Es erlitt ſchwere Verletz— ungen am rechten Beine, ſodaß die Haut in Fetzen herabhing. Aſchaffenburg, 10. Juli. Bei dem Unwetter am Freitag Abend wurden im Park Schönbuſch über 1200 Bäume, darunter 100⸗ jährige Rieſen, teils abgebrochen, teils ent⸗ wurzelt. Nach aus Großoſtheim eingetroffener Nachricht wird der Schaden, der in den dor⸗ tigen Waldungen angerichtet wurde, auf mehr als 150,000 Mark geſchätzt. M.⸗ Gladbach, 9. Juli. In Neuß treibt ein Zopfabſchneider ſein Unweſen. Bereits drei Schulmädchen wurden die Zöpfe abge⸗ ſchnitten. Kaſſel, 9. Juli. Beim Spielen in einer Sandgrube in dem Stadtviertel Philippenhof wurden 5 Kinder verſchüttet. 2 Knaben wurden getötet. Poſen, 11. Juli. In der Schneider⸗ Werkſtätte des Rawitſcher Zuchthauſes brach geſtern eine blutige Schlägerei aus, bei der etwa ein Dutzend Gefangene ſſch gegenſeitig mit Bügeleiſen und Bügelhölzern ſo bearbeiteten, daß zwei Aerzte die ſchwer Verwundeten ver⸗ nähen mußten. Ein Gefangener iſt bereits an ſeinen Verletzungen geſtorben. Das Aufſichts⸗ Perſonal war anfangs gegen die wie Beſtien ſich geberdenden Gefangenen machtlos. Lievin, 11. Juli. Einem jungen Mädchen, welches in der Kohlengrube von Lievin beſchäftigt war, wurde geſtern, als es beim Vorbeipaſſieren des Förderkorbes an einem Querbalken den Kopf zum Korbe herausſtreckte, dieſer vollſtändig vom Rumpfe getrennt. Innsbruck, 11. Juli. In Luſtenau brannte ein Haus ab. Zwei Kinder kamen um, ein drittes wurde tötlich verletzt. San Franzisko, 8. Juli. germeiſter von San Franzisko, Smith, wurde der Erpreſſung für überführt erachtet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. — Eine Hoſengeſchichte. Ein zerſtreuter Profeſſor ſaß jüngſt im Kaſino eines Seebades und las die Zeitig. In ſeine Lektüre vertieft, ſtieß er mit der Linken den Stoß Zeitungen, der auf dem Tiſche lag, immer weiter von ſich. Hinter den Blättern ſtand ein Tintenfaß, das ſchließlich von den fortgeſchobenen Zeitungen erfaßt wurde und einem Bankier auf den Schoß fiel, deſſen Hoſen von der ſchwarzen Flüſſigkeit befleckt wurden. Der Bankier war wütend, und der Zerſtreute bot vergebens alles Der Bür⸗ auf, um deſſen Zorn zu beſchwichtigen„Meine neuen Hoſen ſind total verdorben!“ ſchrie der Bankier.„Aber ich will ſie ja gern bezahlen,“ ſagte der Herr.„Bitte, mir Ihre Karte zu geben und ich ſende Ihnen den Betrag ſofort ins Hotel.“„Ins Hotel, mein Herr? Ich kenne Sie ja gar nicht. Zahlen Sie mir die vierundzwanzig Mark, die mich die Hoſen ge⸗ koſtet haben, auf der Stelle aus!“ Der Pro— feſſor zog die Börſe und händigte dem Bankier den Betrag ein. Dann ſagte er:„Nun ich Ihnen den Preis gezahlt habe, beſitzen Sie hoffentlich ſo viel Ehrgefühl, um mich ſofort in den Beſitz meines Eigentums zu ſetzen. Die Hoſen ſind mein, und ich beſtehe auf ihre ſo⸗ fortige Uebergabe. Sie haben kein Vertrauen zu mir, ich nicht zu Ihnen. Her mit den Hoſen!“ Vergebens proteſtierte der Bankier gegen dieſe Eile. Die Menge, die ſich um die Streitenden verſammelt hatte, gab dem Pro— feſſor Recht, und der Bankier mußte ſich ent⸗ ſchließen, ein anderes Paar Hoſen herbeiholen zu laſſen und die tintenbefleckten unter dem Gelächter der Umſtehenden abzulegen. — Der Holzhacker Kienſpan hat den ganzen Tag im Regen gearbeitet und freut ſich, als er heimkommt, auf die warme Stube und die warme Suppe. Aber er hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Frau ruft hinterm Ofen vor:„Schorſch, is kei' Waſſer da. Geh' da an de Brunnen und hol's,— dir macht der Regen doch nix mehr, du biſcht jetzt doch emol naß!“ Der Schorſch nimmt den Kübel, läßt ihn voll laufen, kommt zurück, ſchüttet ihn der Frau über den Kopf und ſagt:„So, Gretel, jetzt biſcht du ſo naß wie ich; jetzt kannſcht du dir dei' Waſſer ſelber hole!“ — Bruderliebe. Vater(zu ſeinem Sohne, der auf dem Eiſe eingebrochen)„Marſch ins Bett! Ich will dir jetzt nichts tun, aber ſo bald du warm geworden biſt, dann komm' ich dir!“ Jüngerer Bruder(nach einer Weile): „Vater, jetzt iſt er warm!“ — Dann freilich. A.:„Himmel, hat der K. eine mächtige Baßſtimme.“— B.:„Ja, der hat ja auch erſt kürzlich zwei Jahre ge⸗ brummt.“ Volksbad Seckenheim. Heute und Morgen für Männer geöffnet. Y MaNNH EN IEA. KN 8H u. Ok AMMBAU-AUIEIIUN0 . Mal 1907 20. Ol baotxron: 5. K. Hofer sgogfHHD⁰g S ffacbac vont Gab EN. S 22 —.— So, das iſt ein Bild, wie ich es mir auch ſelbſt gemacht habe. Welchen Nutzen hätte er von Ihrem Unglück? „Meine Tante iſt kinderlos; mein Vetter und ich wären die einzigen Erben.“ „Aha, und da Sie nun— wenigſtens im Sinne der alten Dame— unehrenhaft ge⸗ handelt haben ſollen, ſo bleibt Ihr Vetter als einziger Erbe übrig.“ „Ganz recht. Ich möchte ihm aber doch keine Abſicht beimeſſen. Wenn er mir grund⸗ ſätzlich übelwollte, würde er mich doch nicht aus dem Gefängnis befreit haben.“ „Das hat vielleicht auch ſeine Urſache, aber in anderem Sinne, als Sie meinen. Nun ſagen Sie mir aber mal aufrichtig— bedenken Sie, daß es Ehre und Leben gilt und irgend welche Rückſichten nicht am Platze ſind—: Hat Ihr Vetter ihr irgend einer Weiſe ſchon unehrenhaft an Ihnen gehandelt?“ Erwin ſchwieg, wie als wenn ihm eine Antwort peinlich wäre. Der Anwalt fuhr lächelnd fort: „Schweigen iſt auch eine Antwort. Wo ſind die 15000 Mark geblieben, die Sie ihrem Vetter geliehen hatten?“ „Ich habe ſie nicht wieder erhalten.“ „Aber Sie haben doch den Schuldſchein?“ „Nein, ich hatte mir kein Papier aus⸗ ſtellen laſſen. Mein Vetter beſaß damals mein volles Vertrauen.“ a „Das war recht töricht. Vorſicht iſt immer am Platze. Das Geheimnis dieſes Geldes war die Urſache des Bruches mit der Generalin?“ . „Nun wie ſteht es eigentlich mit der Summe?“ „Nun, ich habe ſie wie geſagt meinem Vetter geliehen. Er befand ſich nach ſeiner Erzählung in einer Lage, daß ihm bei Nicht⸗ beſchaffung des Geldes nur die Kugel vor den Kopf blieb.“ „Warum wandte er ſich nicht an die Tante?“ „Von ihr aus wäre ihm wohl Hilfe für dieſen Fall, aber auch damit der Abbruch aller Beziehungen zu teil geworden. Er hatte ihr ſchon mehrmals gelobt vom Spiel zu laſſen und war dem Dämon doch immer wieder ver⸗ fallen.“ „Alſo auch wortbrüchig! Nun bitte weiteres über dies Geld!“ „Als ich es meinem Vetter gab, beſtand für mich ſowieſo wenig Ausſicht, es je ganz oder zum großen Teil zurückzubekommen. Ich hoffte aber, ab und zu eine kleine Rate zu er— halten: Doch auch hierin ſah ich mich getäuſcht. Als es mit meiner Zeitſchrift rückwärts ging, erbat ich mehrere Male eine Rückzahlung. Mein Vetter hatte aber regelmäßig kein Geld. Dann kam meine Kataſtrophe und mein Vetter befreite mich mit Hilfe des Geldes meiner Tante. Er erzählte mir, wie er die alte Dame noch einmal durch ergreifende Schilderung meiner Lage zu Mitleid gerührt habe. Hier⸗ durch ſchien er ſich aber auch aller Ver⸗ pflichtungen ledig zu halten, denn als ich ihn vor meiner Flucht über die holländiſche Grenze um eine größere Summe bat— ich hatte doch ein Recht dazu— übergab er mir, wie geſagt, 500 Mark als Reiſegeld und begehrte von mir, ihn nicht weiter mit Geldangelegenheiten zu behelligen. Nichtsdeſtoweniger ſchrieb ich ihm natürlich doch, nachdem ich in London beſtohlen worden war, und was ſandte er mir? Ganze 5 Pfund— 100 Mark. Damit war mir natürlich nicht gedient, denn ich mußte mir Kleidung und Schuhzeug kaufen und deshalb begehrte ich energiſch eine weitere Summe nach Antwerpen.“ „Iſt dieſe eingetroffen?“ „Das kann ich nicht ſagen, da ich ver⸗ haftet wurde, ehe ſie endgültig angelangt ſein konnte.“ „Ich werde mich erkundigen. ſulat, nicht wahr?“ „Jawohl.“ „Haben Sie überhaupt jemals nach dieſem Gelde gefragt?“ „Aber gewiß. Ich war ja mit meinen Barmitteln total zu Ende. Ich war am Tage meiner Verhaftung und am vorhergehenden auf dem Konſulat.“ So. Das noch zu gute. Beim Kon⸗ kommt uns vielleicht auch (Fortſetzung folgt.) Turnerbund„Jahn“ Seckenheim. Samstag, den 13. ds. Mts. Vorſtands-Sitzung im Gaſthaus zur„Kapelle“, wozu unſere Vorſtandsmitglieder, Turn⸗ warte und Vorturner freundlichſt eingeladen ſind. Um pünktliches und vollzähliges Erſcheinen bittet der Tururat. Medizinal- Verband Seckenheim. N Sonntag, den 21. Juli, nachmittags punkt 3 Uhr findet im oberen Saale des„goldenen Adler“ die ¼ jährige General-Oersammlung mit e Tages-Ordunug ſtatt. 1. Geſchäftsbericht des Vorſtandes und Verleſung des Protokolls der letzten Generalverſammlung, Kaſſenbericht, Bekanntgabe der von der Krankenkaſſenkommiſſion und vom Vorſtande vereinbarten neuen Beſtimmungen, Anträge und Beſchwerden, Verſchiedenes. Wir erſuchen um vollzähliges und pünktliches Erſcheinen. Der Vorſtand. NB. Anträge müſſen 3 Tage vor der Generalverſammlung an den Vorſtand, Herrn H. Ruby, ſchriftlich eingereicht werden. Elektrische Zellen Bäder Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. Nach den neuen wiſſenſchaftl. Gutachten von Prof. Dr. Hoffa, Dr. von Norden, Dr. Loſſen, Hofrat Dr. Stitzing wurde durch die Behandlung der Elektr. 4 Zellen-gäder erfolgreiche Heilung bei Herz- und Nervenkrankheiten, Kopfſchmerz, Schlafloſigkeit, Fenice Ischias, Veitstanz, Hyſterie, Neuralgien, Schreib- krampf, Tabes-Jpinal-Jrritation, Diabetes(Zuckerkrankh.), Rheumatismus, Muskelſchwäche, glaſenſtörungen, Stuhlver⸗ ſtopfung etc. erzielt. Direkt. ch. Schäler, Lichtheil⸗Inſtitut„Elektron“ Mannheim, N 3, 3, 1. Stock. Geöffnet von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, Sonntag von 9—1 Uhr. jährige Praris in Mannheim. S Brillanten Hochfeine Tourenräder Mk. 28.— an Hochfeine Rennräder Mk. 120.— an, Fahrradzubehörteile ſtaunend billig Fahrradreparaturen ſtaunend billig P.& H. Edelmann, Mannheim, D 4, 2, Tel. 1416. Größte Spezialwerkſtätte für Fahrradreparaturen am Platze. Elektriſcher Kraftbetrieb. Eigene Emaillier- und Vernicklungs-Anlage. Männergesang⸗Oerein Seckenheim. Sonntag, den 14. 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