1 Fetknheinet Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Npoesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 57. Mittwoch, den 17. Juli 1907. 7. Jahrgang Etwas, was jeder wiſſen ſollte. (Fortſetzung.) 4. Die zweite Unterabteilung dieſer erſten Kulturſtufe der Menſchheit iſt ſo intereſſant, namentlich für unſer Land, daß ich nicht umhin kann, auch ſie noch etwas eingehend zu beſprechen. Es war vieles anders geworden. Schon das Klima hatte ſich verändert; ſtatt des kalten trockenen Klimas der Renntierzeit, war nun das gemäßigte Klima eingetreten, das Europa heute noch hat. Die Tier- und Pflanzenwelt iſt der heutigen gleich. Ver⸗ ſchwunden ſind die Ungeheuer Mammuth und Höhlenbär. Der Löwe, Leopard, die Hyäne ſind nach wärmeren, das Renntier nach kälte⸗ ren, Gemſen, Murmeltiere, Steinböcke nach höher gelegenen Gegenden ausgewandert. Dafür erſcheinen jetzt gezaͤhmte Tiere, Haustiere. Der Menſch iſt ſeßhaft geworden; er bleibt ein Jäger, aber er iſt auch ein Ackersmann. Er lernt Mehl bereiten, aus Geſpinnſt pflanzen, Schnüre drehen und Gewänder herſtellen; aus Thonerde formt er jetzt einfache, verzierte gebrannte Gefäße noch ohne Töpferſcheibe. Er ſchleift jetzt den Stein zu ſeinen Handwerks⸗ zeugen und Waffen, kurz die jüngere Steinzeit⸗ kultur iſt angebrochen. Woher dieſe Fortſchritte? Das einfachſte ſcheint zu ſein, die Menſchen der älteren Stein⸗ 5 hätten es eben nach und nach gelernt. ber es iſt höchſtwahrſcheinlich doch nicht ſo geweſen, denn an vielen Fundorten ſind Funde der älteren Steinzeit von Funden der jüngeren Steinzeit durch eine mächtige Schicht toten Gerölls und Kalkſinkers getrennt, ſo daß viele Jahrhunderte darüber hingehen mußten, bis dieſe mächtigen Lagerungen ſich bilden konnten und bis der Menſch der jüngeren Steinzeit erſcheint und ſich niederließ. Deshalb nimmt man folgendes an: Weſteuropa war nach dem Aufhören der älteren Steinzeitkultur viele Jahrhunderte lang unbewohnt. Dann kamen andere Menſchen von Oſten, die dort in ihren früheren Wohnſitzen ſchon aus der älteren Steinzeit in die jüngere übergetreten, fortge⸗ ſchritten waren. Langſam und ſozuſagen ſchrittweiſe— in Jahrhunderten— werden dieſe„neuen Menſchen“ gekommen ſein. Sie brachten wahrſcheinlich ſchon die Haustiere mit: Rind, Ziege, Schaf und Hund. Das Pferd war ihnen bekannt, es wurde aber nicht gezüch⸗ tet, ſondern als Wildpferd gejagt. Das war ein ungeheurer Fortſchritt, Haus⸗ tiere zu haben und zu züchten. Wie groß dieſer Fortſchritt in ſo alter Zeit war, erkennt man am beſten durch Vergleichung mit andern Ländern. Amerika hat bis zu ſeiner Ent⸗ deckung 1492 nur den Hund als Haustier gekannt. Das hochkultivierte Mexiko beſaß kein einziges Haustier. Das Rind hat urſpringlich in Auſtralien, Polyneſten, Südamerika gänzlich gefehlt. Dagegen gab es in Mitteleuropa, Mittelaſten und Afrika große ſtarke Rinder⸗ raſſen, aus denen die heutigen hergekom⸗ men ſind. Auch neue Getreidearten brachten jene neuen Menſchen mit. Gerſte und Waizen gab es ſchon in der älteren Steinzeit. Später kamen Roggen, Hafer und Hirſe dazu. Man genoß die Waldfrüchte, Aepfel, Birnen, Kirſchen, Schlehen, Mehlbeeren, Hagelbutter, Himbeeren, Brombeeren, Hollunderbeeren, Waſſernüſſe, Buchennüſſe, Eicheln. Dieſe Menſchen der jüngeren Steinzeit wohnten teils in Höhlen wie die früheren, teils in flachen Mulden, über denen ſie Hütten gebaut hatten, teils in Pfahl⸗ bauten und Pfahldörfern an und auf den Seen. Das waren die merkwürdigſten Wohn⸗ ſtätten jener frühen Zeit. Sie rannten Pfähle in die Seen, nicht weit vom Ufer, legten Bal⸗ ken und Bretter darüber und bauten ihre Hüt⸗ ten oder Häuſer darauf; ein Steg verband den Pfahlbau mit dem Ufer. Es gab auch Pfahl⸗ bauten auf dem Lande. Solcher Pfahlbauten hat man bis jetzt ſchon viele gefunden, 160 in der Schweiz, 32 in Frankreich, 36 in Italien, 11 in Oeſterreich, 46 in Deutſchland. Am Bodenſee 11, am Ueberlingerſee 13, am Unter⸗ ſee 18, alſo im ganzen 52 am Bodenſee. Schaut man ſich dieſe Stationen auf der Karte an, ſo kommt man zum Schluß: die Pfahl⸗ bauten⸗Region liegt rings um die eigentliche Alpenkette herum, in den Vorbergen oder den vorliegenden Ebenen, nicht im Innern der Alpen. Es giebt im Innern der Alpen bekannt- lich auch kleine Seen, aber man hat noch keinen Pfahlbau dort angetroffen. Die Größe der Pfahlbauten iſt ſehr ver⸗ ſchieden; es giebt ſehr kleine von wenigen Quadratmetern; andere aber ſind 200 Meter lang und faſt 50 Meter breit. Die ſog.„große Station“ bei Morges am Genfenſee iſt 360 Meter lang und 30- 45 Meter breit. Man kann, wenn man will, Pfahlgehoͤfte, Pfahlbau⸗ dorfer und Pfahlbau⸗Städte unterſcheiden; die letzteren hatten zweifellos eine zahlreiche Bevöl- kerung. Dieſe Bauten liefern uns den unwider⸗ leglichen Beweis dafür: es gab in Europa eine reine Steinzeit und ſpäter eine darauffolgende eiſenfreie Broncezeit, ehe die Eiſenzeit erſchien, mit der die Völker in das Licht der Geſchichte eintraten. 5. Nun noch eine Frage über dieſe 1. Kul⸗ turſtufe der Menſchheit. Wie begruben die Menſchen der älteren und der jüngeren Stein⸗ zeit ihre Toten? Aus der älteren Steinzeit laſſen ſich keine Gräber nachweiſen; vielleicht findet man noch ſolche, vielleicht haben ſie ihre Toten verbrannt und ſo beigeſetzt, daß ihre Spuren verſchwinden konnten; man weiß das nicht. Dagegen haben wir zahlreiche Gräber⸗ funde aus der jüngeren Steinzeit. Aber ſelt⸗ ſamer Weiſe: bei den Wohnſtätten findet man keine Gräberſtätten und bei den Gräbern meiſtens keine Wohnſtätten. Doch iſt ſoviel gewiß: während der jüngeren Steinzeit hat man in ganz Europa die Leichen unverbrannt beſtattet. Erſt ſpäter tritt Leichenverbrennung auf; aber faſt nie und nirgends ausnahmslos. Es giebt Skelettgräber und Urnengräber, oft in einem Grabe beides, ein Skelett und ein Häuflein Aſche. Die älteſten Gräber befinden ſich in Höhlen; man höhlte auch weiche Felſen zu Grabgrotten aus wie im franzoſiſchen De⸗ partement Marne, wo Gräber in weiche Kreide⸗ felſen eingehöhlt gefunden wurden. Es wurden auch felſenfeſte Steinkammern gebaut. Das ſind die ſog. megalithiſchen Gräber, die zwar im Zentrum Europa's fehlen, aber in einem weiten Kreis von Syrien über Nordafrika, Spanien, Frankreich, Großbrittanien, Nord— deutſchland bis nach Skandinavien ſich fanden, dort im Norden gerade am zahlreichſten. In Weſtdeutſchland und Holland reichen die ſog. Hünenbetten oder Rieſengräber, die in der Das schöne Mädchen von Bellemon. Roman von Wilhelm Kunde. Nun aber: Weshalb waren Sie ſo in 3 Molskis Bann?“ „Weil er alle meine Geheimniſſe kannte. Anfangs befürchtete ich, daß er mich bei einer Weigerung, ihm zu Willen zu ſein, der bel⸗ giſchen Polizei wegen Führung falſcher Papiere anzeigen würde. Das hätte für mich nur nichts ſo Schreckliches gehabt. Aber dann drohte er mir auch, meine Tante anzuzeigen, weil mit ihrem Willen und mit ihrem Geld die Wärter beſtochen wurden, die meine Flucht ermöglichten. Die gute Dame, deren Ehren⸗ haftigkeit ſonſt über jeden Zweifel erhaben iſt, konnte moͤglicherweiſe meinetwegen noch Unzu⸗ träglichkeiten erdulden, und das wollte ich um jeden al verhindern.“ ie ſind aber andern Sinnes geworden? Denn ſie trennten ſich ja doch von dem uner⸗ wünſchten Gefährten.“ „Ich trennte mich von ihm, als ich Maria kennen gelernt hatte und der Gedanke, die Lüge meines Lebens weiter zu ſchleppen, mir unerträglich wurde. Deutſchland zurück, eine Reviſton meines Pro- zeſſes beantragen und— ob dem Antrage nun Folge gegeben würde oder nicht— lieber wieder ins Gefängnis gehen, als ferner gezwungen zu ſein, von einem Geſindel ſchlimmſter Art als Genoſſe angeſehen zu werden.“ „Und Ihr Vetter und Ihre Tante?“ „Ich wollte beide natürlich vorher benach⸗ richtigen und ihrem Ermeſſen das weitere an⸗ heimſtellen.“ „Iſt Ihnen nie der Gedanke gekommen, daß Molski möglicherweiſe eine Kreatur Ihres Vetters ſein könnte?“ „Nein“, ſagte Erwin erſtaunt.„Wie ſoll ich das verſtehen?“ „O, es war nur ſo eine Frage“, wehrte der Anwalt ab und fügte hinzu:„Wo wohnt Ihr Vetter eigentlich?“ „In Berlin, Wilhelmſtraße 234.“ Etwa noch eine Viertelſtunde weilte der Verteidiger bei ſeinem Klienten, dann erklärte er ſich für vollkommen zufriedengeſtellt und entfernte ſich nach freundlichem Abſchied. Die Fahrt nach Berlin. Winter hatte noch mehrere Unterredungen mit Erwin. Er war der feſten Ueberzeugung, daß Molski der Täter ſei, und daß er mit Erwins Vetter irgendwelche Beziehungen habe. Zu dem Zweck wäre es angebracht geweſen, in Ich wollte nach Berlin Nachforſchungen anzuſtellen. Da die Zeit aber drängte, und er keine geeignete Kraft zur Verfügung hatte, beſchloß er kurzweg, ſelbſt nach Berlin zu fahren. Seine Praxis und ſeine Mittel geſtatteten ihm dies und der Wunſch, Erwin für den er ebenſoviel Zutrauen wie Mitleid empfand, zu helfen, überwand die letzten Bedenken. Maria war in ſeinem Hauſe ein gern ge⸗ ſehener und beliebter Gaſt geworden. Insbe⸗ ſondere die noch junge Frau Winter nahm ſich des Mädchens, das in der letzten Zeit ſo viel Schweres durchgemacht hatte, mit ſchweſterlicher Liebe an. Auch, als der Rechtsanwalt nach Hauſe kam, um ſeiner Frau Mitteilung von der Berliner Reiſe zu machen, fand er das „ſchöne Mädchen von Bellemon“ in ſeinem Heim. Mit der ihm eigenen Lebhaftigkeit ſetzte er den beiden Frauen ſeinen Plan auseinander und wußte ſie dafür zu begeiſtern. Frau Winter war ſofort entſchloſſen, ihn zu begleiten und den vereinten Bitten und Vorſtellungen des Ehepaares gelang es, Maria zu bewegen, auch die Reiſe mitzumachen. Sie war voͤllig Herrin ihrer Zeit und ihrer Entſchluſſe, und nichts konnte ihr lieber ſein, als die Ab⸗ wechſelung, welche eine Reiſe mit dieſen ihr herzlich zugetanen Menſchen bot. Daß ſie Erwin noch einmal vor dem Tage der Ver- handlung wiederſehen würde, war ja doch aus⸗ geſchloſſen. 24 Stunden nach dieſer Unterredung befand ſich der Rechtsanwalt ſchon mit den e in Berlin. Es war nicht ſein erſter Beſuch in der deutſchen Kaiſerſtadt. Er hatte infolgedeſſen Ortskenntniſſe und auch unt Regel aus je 2, oft über 20 Schritt langen Reihen hoher Steinblöcke beſtehen, nicht ganz bis an das Ende der jüngeren Steinzeit. (Fortſetzung folgt.) Aus Nah und Fern. * Seckenheim, 16. Juli. Ueber die Verhältniſſe im Zimmerhandwerk und die Be⸗ zahlungsweiſe desſelben vor bald hundert Jah⸗ ren giebt der uns zur Verfügung geſtellte und nachſtehend abgedruckte Vertrag zwiſchen einem hieſigen Landwirt und einem Zimmermeiſter ein intereſſantes Bild: „Heute den 12. Oktober 1818 habe ich Zimmermeiſter Zwingenberger mit Valentin Treiber einen Akkord getroffen einen Stall von 45 Schuh Breite und die Länge vom Haus bis in die Scheuer der zweite Stock 14 Schuh hoch von Holz weiters wie folgt: 1. Die Zimmerarbeit zu verfertigen, 2. zweimal verſchwellt und mit Trag- und Tabakſtangen zu legen und auf jeder Seite zwei Reihen Dach⸗ lichter Fund dem Bauherrn auf ſeine Koſten auf⸗ ſchlagen. Dafur verſpricht der Bauherr Hundert⸗ achtzig Gulden und ſechs Fernzel Gerſte dem Zimmermeiſter.“ Es folgt die Quittung: „Daran erhalten auf Sangtlehne wieder 12 Stamm Holz per Stamm 3 Gulden macht 36 dann am 20. Dezember 1818 30 dann am 20. April 1819 39 erhalten. Der Akkord iſt bezahlt mit 180 Gulden. Seckenheim, den 31. Mai 1819. Zimmermeiſter Zwingenberger. )(Seckenheim, 16. Juli. Bei dem nationalen Geſangswettſtreit in Mannheim am 14. Juli hatte der hieſige Männergeſangverein einen Erfolg zu verzeichnen, welcher ſich den ſeither erzielten würdig an die Seite ſtellt. Im Klaſſenſingen fiel ihm der 1. B-Preis(Mk. 125 in baar) zu und in dem Nachmittags ſtatt⸗ gefundenen Ehrenpreisſingen, an welchem ſich nur die Vormittags preisgekrönten Vereine be⸗ teiligen durften, errang ſich der Männergeſang— verein mit dem in vorzüglicher Weiſe vorge⸗ tragenen Baumann'ſchen Lied:„Ein ſchelmiſch Kind vom Rhein“ bei ſtärkſter Koncurrenz den erſten Ehrenpreis, einen vom Fuͤrſten von Fürſtenberg geſtifteten prachtvollen ſilber— vergoldeten Deckelkrug. Dem Verein und deſſen trefflichen Dirigenten Herrn Hauptlehrer Stein, Mannheim unſere herzliche Gratulation. Karlsruhe, 15. Juli. Mit der Aus⸗ rüſtung des Fahrperſonals, das im regelmäßi⸗ gen Dienſt auswärts übernachten muß, mit eigener, zum ausſchließlichen Gebrauch des ein⸗ zelnen Mannes beſtimmter Bettwäſche, die für jede Uebernachtung mitzuführen iſt, hat die badiſche Staatseiſenbahnverwaltung bei dem 15 Gulden damit in einzelnen Bezirken ſeit Beginn des laufenden Jahres gemachten Verſuche gute Er⸗ folge erzielt. Nach den darüber von den Be⸗ zirksamten erſtatteten gutachtlichen Aeußerungen hat ſich die Maßnahme bis jetzt durchweg gut bewährt und iſt dem früheren Verfahren— wechſelweiſe Benutzung der gleichen Bettwäſche durch verſchiedenes Perſonal mit deren mehr⸗ tägiger Belaſſung auf dem Bett— entſchieden vorzuziehen. Es iſt daher beabſichtigt, nun⸗ mehr das geſamte ſtändig im Fahrdienſt ver⸗ wendete Perſonal mit eigener Bettwäſche aus⸗ zurüſten. Für das nicht ſtändig im Fahrdienſt verwendete Hilfsperſonal werden auf den Ueber⸗ nachtungsſtationen Reſervegarnituren Bett⸗ wäſche bereitgehalten, jedoch kann auch jeder Hilfsbedienſte auf Wunſch eine Garnitur Bett⸗ wäſche gegen Bezahlung von ¼ des Selbſt⸗ koſtenpreiſes als Eigentum erwerben. Von der Elſenz, 15. Juli. Ver⸗ gangene Woche behandelte ein Lehrer in dem Orte M. in der vierten Klaſſe mit ſeinen Schülern das Gedicht„Die Rache“, wobei er bei der Stelle:„Mit Arm und Bein er rudert und ringt, Der ſchwere Panzer ihn niederzwingt“ an ſeine Schüler die Frage richtete, was denn überhaupt ein Panzer ſei. Ein ſonſt ſehr wenig veranlagter Schüler war der erſte, der ſich zur Löſung dieſer Frage meldete. Als der Lehrer, überraſcht durch deſſen plötzliche Weis⸗ heit, neugierig zu ihm ſagte:„Nun Martin, was meinſt du?“ erfolgte die prompte Antwot: „Herr Lehrer, en Panzer iſch e Bierfaß.“ Emmendingen, 15. Juli. Vom 4 Uhr⸗Schnellzug überfahren und ſofort getötet wurde geſtern nachmittag der 13 Jahre alte Karl Ehrler von Kröndingen zwiſchen Station Emmendingen und Köndringen. Eigene Un⸗ vorſichtigkeit des Knaben ſoll lt.„Brsg. Nachr.“ das Unglück verurſacht haben, da er eigenmächtig die geſchloſſene Schranke öffnete nnd den Bahnkörper betrat, um einem durch⸗ fahrenden Zug nachzuwinken. Dabei wurde er dann von dem aus entgegegeſetzter Richtung kommenden Schnellzug überfahren. Heidelberg, 15. Juli. Geſtern abend wollte der 18 Jahre alte Kaufmann Ernſt Hinderer mit ſeinem Fahrrad vom Speyerer Hof zurück nach Heidelberg fahren, als er oberhalb der Schützenhütte die Steuerung verlor und an eine Telegraphenſtange geſchleudert wurde. Der Verunglückte erlitt einen Schädel⸗ bruch. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tot konſtatieren. Raſtatt, 15. Juli. In der Nacht vom 13. auf 14. Juli iſt der in einer hieſigen Brauerei beſchäftigte 33 Jahre alte Bierführer Karl Schuh von Gamshurſt zwiſchen Elchesheim und Bietigheim von ſeinem Fuhrwerk herunter— gefallen. Schuh wurde am 14. früh von Wirt Dürrſchnabel von Bietigheim in bewußtloſem Zuſtande aufgefunden und in das hieſige Hoſpital verbracht, wo er ſich bis jetzt noch in bewußtloſem Zuſtande befindet. Wie ſich der Unfall zugetragen, konnte bis jetzt noch nicht feſtgeſtellt werden. Die Pferde trafen mit Wagen morgens ½3 Uhr allein in Raſtatt ein. Dinglingen(A. Lahr), 15. Juli. Vor wenigen Jahren importierte die Lahrer Jagd⸗ geſellſchaft als Inhaberin des Jagdrechts auf hieſiger Gemarkung eine Anzahl Feldkaninchen aus Frankreich und ſetzte dieſe paarweiſe in ihrem Jagdreviere aus. Dieſe Tiere, etwas kleiner als unſer gewöhnlicher Feldhaſe, aber weit gefräßiger und ſchädlicher, vermehrten ſich mit der Zeit derart, daß ſie für die Erzeug⸗ niſſe der Landwirtſchaft, hauptſächlich aber für die Reben, koloſſal ſchädlich wurden. Dieſer Tage nun ließ das hieſige Bürgermeiſter, nach Einholung der erforderlichen Genehmigung höheren Orts, bekanntmachen, daß nunmehr jedermann das Recht zuſteht, dieſe Nagetiere unſchädlich zu machen. Hiervon verſpricht man ſich den beſten Erfolg. Wie ſich die Jagd⸗ pächter zu der Sache ſtellen, bleibt abzu⸗ warten. Heppenheim, 13. Juli. Ein drei⸗ jähriges Kind wurde von einem Automobil überfahren und ſofort getötet. Die Namen Automobiliſten konnten feſtgeſtellt werden. Kreuznach, 11. Juli. Der Preis von rund 70,000 Mk. für ein Stück 1908er Stein⸗ berger Kabinett⸗Trockenbeerausleſe iſt der höchſte Preis, der jemals für ein Stück Wein auf einer öffentlichen Weinverſteigerung angelegt worden iſt. Aber auch dieſer Preis iſt bei einem freihändigen Verkauf einmal übertroffen worden. Das beſte Faß Johannisberger vom Schloß aus dem Jahre 1903 iſt in der Flaſche bei direktem Bezug mit 80 Mk. verkauft worden, das wäre das Stück 128,000 Mk. Ein Liter hat demnach 106 Mk., ein Stengelglas rund 15 Mk. erreicht. Trier, 15. Juli. In der Nähe des Ortes Enkirch äſcherte ein Großfeuer 17 Häuſer, darunter einige Oekonomiegebäude, ſowie Futter⸗ vorräte ein. Eine große Anzahl der Bewohner war auswärts, weshalb die Löſcharbeiten nur langſam fortſchritten. Kaſſel, 14. Juli. Während der geſtrigen Felddienſtübung des hieſigen Huſarenregiments entlud ſich der Karabiner des Huſaren Thier.“ Der Schuß drang Tier in den Hals und ver— letzte ihn tötlich. Berlin, 15. Juli. Der Große Preis von Berlin beim Rennen in Hoppegarten wurde geſtern von Herrn Weinberg's„Fels“ vor „Hochzeit“ und„Nogi“ gewonnen. Beuthen, 15. Juli. In der Fecdi⸗ nandsgrube wurden geſtern Nacht vier Gruben⸗ arbeiter durch einen vorzeitig losgegangenen Sprengſchuß ſchwer verletzt. Berlin, 15. Juli. Geſtern nachmittag unternahmen 2 Gymnaſiaſten im Alter von 16 und 17 Jahren in Gemeinſchaft mit einem gleichaltrigen dritten jungen Manne trotz aller Warnungen während des Sturmes bei Saat⸗ winkel über den ſogenannten Kamp ein Wett⸗ ſchwimmen. Kaum hatten ſie die Mitte erreicht, als ſie von Stromſchgellen erfaßt und in die Tiefe geriſſen wurden. Die beiden Gymnaſiaſten Verbindungen. Man wählte ein gutes Hotel in einer ſtillen Nebenſtraße der Friedrichſtadt, wo Winter ſicher war, die Damen gut aufge- hoben zu wiſſen, auch wenn er ſich ihnen nicht widmen konnte. Er machte ſich drum auch gleich ans Werk. Sein erſter Verſuch ging ſelbſtverſtänd⸗ lich dahin, die Bekanntſchaft Kurt von Hoch— ſtettens zu machen. Das Haus Wilhelmſtraße 234 lag nicht weit von ſeinem Hotel entfernt. Er wählte die Sprechſtunde des Arztes aus, um dieſem einen Beſuch zu machen. Hoch⸗ ſtetten mußte in der Tat, wie es ja Erwin ſchon geſagt hatte, keine einträgliche Praxis haben, denn außer Winter befand ſich in dem ſehr hübſch ausgeſtatteten Wartezimmer nur noch eine ältere, einfach gekleidete Frau. Winter fand auch ſogleich die Angabe Erwins, daß Hochſtetten kein pflichtgetreuer Menſch ſei, beſtätigt, denn wiewohl die Sprechſtunde ſchon zur Hälfte verronnen war, ließ ſich der Herr Doktor immer noch nicht ſehen. Sie wiſſe nicht, wo er ſei, ſagte die alte Wirtſchafterin, welche ab und zu ihren Kopf durch die Tür ſteckte, aber er würde wohl bald kommen.— Und er kam auch ſchließlich. Winter ſah einen ſchlanken, blaſſen äußerſt eleganten Herrn, der die Patienten flüchtig begrüßte, und den„Erſten“ erſuchte, ins Arbeitszimmer zu kommen. Die alte Frau folgte dem Arzt und kam nach einiger Zeit wieder heraus, um ſich zu entfernen. Dieſe Zwiſchenzeit benutzte der Rechtsanwalt, um ſo eingehend, als es bei der Kürze möglich war, das Wartezimmer einer genauen Unterſuchung zu unterziehen. Er fand allerdings hier nichts Belaſtendes, wohl aber fiel ihm ſofort in Hochſtettens Arbeitszimmer etwas auf, was ihn aufs höchſte feſſelte. In einer Ecke nämlich ſtand auf einer ſeltſam ge— formten Konſole und umgeben von einem Rahmen kleiner, grüner Pflanzen eine jener Kurn⸗Mün⸗Figürchen, von denen im Mord— prozeß de Knocker ſo häufig die Rede geweſen war. Ein nicht intereſſierter hätte das kleine Arrangement wohl kaum beachtet; für Winter aber gewann es eine große Bedeutung. In⸗ deſſen blieb auch ihm nicht Zeit, eine genaue Beobachtung anzuſtellen, denn der Arzt fragte ihn ſogleich nach ſeinem Begehren. Der Rechtsanwalt gab ſich für Magenkrank aus. Hochſtetten erkundigte ſich flüchtig nach den Symptonen, fertigte dann ein Rezept aus und gab einige Verhaltungsmaßregeln. Man merkte ihm aber bei alledem an, daß er ſich wenig aus der ganzen Sache machte und mit ſeinen Gedanken ganz wo anders war. Auffällig war Winter vor allem das ſtechende, unſtäte Auge des Arztes, das allen böſen Vermutungen Nahrung gab. Wiewohl ihm Hochſtetten erklärt hatte, daß es mit ſeiner Erkrankung nichts auf ſich habe und ein weiterer Beſuch erſt in einigen Tagen notwendig ſei, begab ſich der Rechtsan⸗ walt doch ſchon am nächſten Morgen und zwar etwas vor der üblichen Beſuchszeit nach der Wilhelmſtraße. Zufällig betrat er das Haus gleichzeitig mit dem Briefträger, der die Mor⸗ genpoſt brachte. „Haben Sie etwas für Herrn Dr. v. Hochſtetten“? fragte er den Beamten. Dieſer bejahte. „Dann geben Sie es mir nur mit herauf. Sie erſparen ſich ja einen Gang.“ Der Poſtbote überreichte dem elegant ge⸗ kleideten Herrn ohne Zögern drei Briefe. Winter muſterte, langſam die Treppen hinaufſteigend die Briefumſchläge. Bei zweien fand er nichts auffälliges, der dritte jedoch bot eine kleine Abweichung der ſonſt üblichen Form. Auf der Adreſſe ſtand nämlich wie in Deutſchland üblich u. a. zu leſen: Wilhelmſtr. 234 ſondern 234 Wilhelmſtr. und außerdem dem Ort nicht über ſondern unter der Straßenangabe. Dieſe Schreibweiſe wäre ja mim an und für ſich nicht auffällig geweſen, denn ſie iſt die im Ausland übliche, der Brief ſtammte jedoch nicht aus dem Ausland, ſondern trug den Poſtſtempel des Berliner Vorortes Hernsdorf. Es ſtand für Winter feſt, daß dieſer Brief nur von einem zur Zeit in Hermsdorf woh— nenden Ausländer geſchrieben ſein konnte, und da er ſich einer ſehr lebhaften Phantaſte er⸗ freute, ſah er ſchon im Geiſte den dicken Molski als den Briefſchreiber. Für ſein Leben gern hätte er nun den Inhalt des Briefes gekannt. Er kämpfte innerlich einen ſchweren Kampf. Wenn er den Brief mitnehme, heimlich öffnete und läſe, ſo könnte er dadurch dem nach ſeiner Meinung unſchuldig im Mordverdachte ſtehenden Erwin einen unſchätzbaren Dienſt erweiſen. (Fortſetzung folgt.) Nertranken, während der dritte mit Mühe ge⸗ rettet werden konnte. Zürich, 13. Juli. Eine heitere Epiſode iſt, wie der„Bund“ berichtet, in der Buden— ſtadt des Schützenfeſtes paſſiert. In einer Bude produziert ſich ein Kraftmenſch, der die Geſchicklichkeit beſitzt, ſeine Hände aus allen ihm aufgelegten Feſſeln, auch wenn es Ketten ſind, zu befreien. Er ſchreibt demjenigen, der ihm ſeine Hände, womit es auch ſei, ſo bindet, daß er ſie nicht frei bekommt, eine Prämie von Frs. 50 aus. Schon verſchiedene Perſonen verſuchten, den Kraftmenſchen zu ſchließen ſo hatte ihn auch ein Schloſſer mit einer nagel⸗ neuen Kette gebunden, ein zufällig anweſender Thurgauer Landjäger legte ihm die Kette an— vergebens. Immer wieder konnte ſich der Kraftmenſch unter dem Beifall des Publikums losbringen. Am Donnerstag abend 9 Uhr erſchien nun auf dem Feſtplatz der Landjäger Hurter von Zürich und erbot ſich, mit der hier zum Schließen von gefährlichen Ver⸗ brechern üblichen Kette die Hände des Kraft⸗ menſchen zu ſchließen. Das Angebot wurde freundlich angenommen und der Landjäger ſchloß nun unſeren Mann. Nun begann die Befreiungsprodezur. Doch wie ſich der Kraft— menſch auch anſtrengte, wie er ſich auch wand, die Kette ſchloß feſt und felt ſtand. So ging's bis um 11 Uhr. Die Hände des Kraft⸗ menſchen waren nur vollſtändig aufgeſchwollen und er gab die Bemühungen auf. Nun wollte man aber dem Landjäger die verdienten 50 Frs. nicht auszahlen. Aber das Publikum nahm eine ſo drohende Haltung ein, daß der Buden⸗ beſitzer— nolens volens— die 50 Frs. ſchwitzen mußte, wollte er ſeine Bude nicht riskieren. Die Ketten der Züricher Landjäger ſind alſo ſicher. Odeſſa, 15. Juli. 18 Räuber, welche als Paſſagiere auf dem Dampfer„Sophia“ nach Batum reiſten, überfielen um Mitternacht die Matroſen und bemächtigten ſich des Dampfers. Sie beſchädigten die Maſchinen, raubten ein der Ruſſiſchen Bank gehörendes Paket mit 50 000 Rubel und erpreßten von den Paſſa— gieren noch viel Geld. Dann entflohen ſie auf den Booten des Dampfers. Von einem zu— fällig denſelben Kurs fahrenden Dampfer wurde die hilfloſe„Sophia“ in den nächſten Hafen gebracht. Vermiſchtes. — In einer chemiſchen Fabrik in Flörs⸗ heim(Wiesbaden) beſchäftigten ſich die Ar⸗ beiter in der Frühſtückspauſe mit einem Re⸗ volver. Ein Schuß ging los und traf einen Arbeiter tötlich in den Unterleib. — Ein angeblich infolge der Impfung erkranktes und erblindetes 11 Monate altes Kind eines Kohlenhändlers in Hildesheim iſt geſtorben. — Verurteilung eines Schulknaben. Die Strafkammer in Itzehoe verurteilte einen Schul⸗ knaben wegen einfachen Diebſtahls in Höhe von 58 Pfg zu 4 Tagen Gefängnis. — Die Frau und das Verbrechen. Es iſt nachgewieſen, daß der Trieb zum Verbrechen bei der Frau weit ſeltener vorkommt wie beim Mann. Die Verhältniſſe, in denen die beiden Geſchlechter Verbrecher ſtellen, weiſen aber in den einzelnen Staaten große Unterſchiede auf. In Frankreich kommt je 1 Frau auf 5 Ver⸗ brecher, in den Vereinigten Staaten 1 Frau auf 12 Männer, und in Spanien und Italien iſt das Verhältnis noch geringer. In England bereitet ſich dagegen ein bedauerlicher Ausgleich vor. Beſonders die Trunkſucht öffnet den engliſchen Frauen die Türen der Gefäͤngniſſe. Im Jahre 1878 betrug die Zahl der Frauen, die wegen Verbrechen oder Vergehen, die in der Trunkenheit begangen waren, beſtraft wurden, 54348; ſie war im Jahre 1904 auf 60211 geſtiegen. Wie bei den Männern, ſo zeigt ſich auch bei den Frauen eine tiefe Verachtung für die Verbrechen, die nicht zu ihrer„Spezialität“ gehören. Eine andere Regung, die bei den weiblichen Gefangenen oft zum Durchbruch kommt, iſt die Koketterie: die Gefängniswärter überraſchen häufig weibliche Häftlinge dabei, wie ſie Kalk von den Wänden kratzen und ihn zu Puder verreiben. — Logiſche Folgerung. Sie:„Wie töricht waren wir, als wir jung waren!“ Er:„Und wie jung waren wir, als wir heirateten!“ — Falſch aufgefaßt.„Können Sie ſich denn auch ſelbſt ernähren?“ Und ob! Sie ſollten mich mal eſſen ſehen!“ — Ein Erfahrener.„Wenn ich mal nachts lange kneipe, bin ich am nächſten Morgen ganz zerſchlagen!“—„So? Sind Sie auch verheiratet?“ — Maſſenhaft ſind die Angebote der ver— ſchiedenſten Sorten Seifenpulver. Wer bei dieſem Artikel aber nur auf moͤglichſt billigen Preis ſieht, der kauft ſicher weder wirklich billig, noch gut! 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Miniſterinm des Innern: gez. Bodmann. No. 4484. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 16. Juli 1907. Ratſchreiber Ritter. Gemeinderat: J. V.: Hoerner. Verein der Seckenheimer Wirte. Heute Mittwoch Abend 9 Uhr außerordentliche * Alitglieder- Verſammlung bel Mitglied Karl Ang. Eder zum„Adler“. N Tagesordnung wird im Lokal bekannt gegeben. Vollzähliges Erſcheinen unbedingt erforderlich. 5 Der Vorſtand. Günſtige Gelegenheitskäufe bieten ſich im Auktionslokale f MANNHEIM f in neuen und gebrauchten Möbeln aller Art als: ü compl. Betten, einzelne Betteile, eine Partie Kleiderſchränke, Waſchkommode, Vertikov, ovale und Tiſche, Nachttiſche, Sofa, Stühle, Küchenſchränke, Anrichten, Tellerbretter, Wirtstiſche, Zuſchneide⸗, Sortier- und Paktiſche, Schreib⸗ pulte, Schreibtiſch, 1 Konverſ.⸗Lexikon, Polifon, Geige, Konzertzither, Cognac, Zwetſchgenwaſſer, Wachholder, Pfef⸗ fermünz, Aniſett und viele andere Gegenſtände. Eine hochfeine moderne, compl. 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