Jahner Aigeiler Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Seckenheim. 8 f Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 60. Samstag, den 27. Juli 1907. 7. Jahrgang Etwas, was jeder wiſſen ſollte. (Fortſetzung.) Bedenken wir die Namen einiger Berge in unſerer Gegend. Der Berg von Schries⸗ heim heißt der Oelberg. Nun wird niemand behaupten wollen, daß dieſer Berg vom Oel- berg bei Jeruſalem ſeinen Namen hat oder weil Oelpalmen darauf wachſen. Nein! ail heißt im galliſchen, oil im iriſchen der Fels; alſo der Oelberg iſt der Felſenberg, weil der Berg ganz aus Felsgeſtein beſteht oder weil er in eine Felſenſpitze endigt. Der römiſche Namen des Heiligenberges bei Heidelberg hieß mons Piri, das kommt ganz gewiß nicht von pirns der Birnbaum. Aber die Kelten und Gallier mögen ihn bior oder bir genannt haben, das heißt Kegelberg. Man ſchaue von Secken⸗ heim aus nach dem Heiligenberge; er iſt der einzige Berg der Umgegend, der eine ganz kegelförmige Geſtalt hat. Aus dieſem mons piri wurde dann der Name Aberinesberg und als dann ſpäter Mönche ein Kloſter auf ihm erbauten, deſſen Trümmer heute noch zu ſehen ſind, alſo die Trümmer der Kirche, ſuchten ſie, wie ſie das überall ſo gemacht haben, einen ähnlich lautenden heiligen Namen und nannten ihn ſtatt Aberinesberg den heiligen Abrahams⸗ berg und die jetzigen Deutſchen laſſen den guten alten Abraham weg und nennen den Berg kurzweg den Heiligenberg. Nun komme ich zu den Ortsnamen und frage: Haben ſo viele Namen ihren Urſprung offenſichtlich aus dem Keltiſchen(oder den ver⸗ wandten Dialekten), ſo konnen auch Ortsnamen aus dem Keltiſchen ſtammen. Was bedeuten die Namen Schriesheim. Muggenſturm, Heddes⸗ heim, Wallſtatt, Lupodunum, der alte Name von Ladenburg, Ilvesheim und ſchließlich was bedeutet Seckenheim? Alle dieſe Namen ſind aus dem Deutſchen nicht zu erklären. Aber ſofort werden ſie uns verſtändlich, wenn wir das Keltiſche und ſeine Tochterſprachen, weil die keltiſche Sprache nicht mehr exiſtiert und unbekannter iſt, zu Hilfe nehmen. Schriesheim hieß im Mittelalter noch Skrizzesheim, kommt alſo her von einer Wurzel syrios, die im galliſchen Zerſtörung bedeutet; es iſt alſo in ſeinem Namen ſein Schickſal enthalten, eine frühere Zerſtörung, ſei es durch Feinde, ſei es durch den Neckar, dem ſo etwas ſchon zuzu⸗ trauen iſt. Neuenheim hat ähnliche Bedeutung; es weiſt auch auf ein früheres Heim hin. Der Muckenſturmerhof bei Heddesheim hat gewiß ſeinen Namen nicht von den Mücken oder Fliegen, aber von den Schweinen; moch, muc heißt im Keltiſchen das Schwein. Daher kom⸗ men alle Namen wie Mukheim, Muhen, Mauchen, Muckenthal, Mückenloch; Mucken⸗ ſturm heißt gar nichts anderes als Schweine— pferch. Muckenhart iſt der Wald, in dem die Schweine auf die Weide getrieben werden. Die Kelten und die Gallier trieben große Schweine⸗ zucht und die Deutſchen haben von ihnen das Schwein und die Schweinezucht bekommen. Das Schwein war bei den Kelten ſogar ein heiliges Tier und man ſieht es auf ihren Münzen abgebildet in Begleitung ihrer Götterbilder. Der Namen von Heddesheim iſt ſchwer zu erklären; er kann von hesy Schilfgras, Binſen herkommen und mag früher Hesgesheim geheißen haben; das würde paſſen, weil dort einſt der Neckar floß und eine Windung noch ſichtbar iſt; im Mittelalter hieß es Hetenesheim. Wall⸗ ſtatt iſt ohne Zweifel ſoviel als Walahastat⸗ Lupodonum leiten die Ladenburger von einem fabelhaften Kelten Loup ab und ſingen im Ladenburger Lied bekanntlich: Loup, der Kelte, kam vor Jahren einſt den Fluß herabgefahren. Eine ſchöne Inſel fand er allhier am Neckar⸗ ſtrand, ringsum Wald und Sümpfe. Aber ſolch ein Name iſt noch nicht nachgewieſen. Lupodonum kommt einfach vom keltiſchen lup und dun; dun heißt die Anhöhe, auch Burg, Feſtung, und lub heißt die Krümmung, Win⸗ dung, Flußkrümmung, Uferbogen. Lubdunum heißt alſo Burg an der Flußkrümmung, was der früheren Lage von Ladenburg ganz ent⸗ ſprach, denn es lag an einer ſehr ſtarken Win⸗ dung des Neckars, der dieſe Anhöhe umfloß und gerade dieſe Krümmung Jat der Kaiſer Valentinianus geſtreckt, ſo daß der Neckar ſeine Stadt nicht mehr in Gefahr bringen konnte. Das wird die einfache Erklärung des munimen— tum Valentisiani ſein, worüber noch ſo viel wiſſenſchaftlicher Streit herrſcht. (Schluß folgt.) Stätte der Walen oder Gallier, stetio Gallovum. Aus Nah und Fern. (Seckenheim, 27. Juli. Wir wollen nicht unterlaſſen, unſere Leſer auf das in der vorliegenden Nummer erſcheinende Inſerat des Männergeſangvereins betreffend das am Sams- tag, 3. Auguſt ſtattfindende Gartenfeſt be⸗ ſonders aufmerkſam zu machen. Das uns vor⸗ liegende Programm iſt ein ſehr gediegenes und wird die Teilnehmer am Gartenfeſt zweifellos nach jeder Richtung hin befriedigen. Schwetzingen, 25. Juli. Ein bedauer⸗ licher Unglücksfall ereignete ſich geſtern abend in der Kaſerne. Ein Dragoner war daran, die Pferde auszuſpannen, als eines derſelben, durch irgend etwas erſchreckt, ausſchlug und den Dragoner auf die Bruſt traf. Durch dieſen Schlag fiel der Dragoner ſo unglücklich mit dem Hinterkopf gegen das Vorderrad des . daß er einen ſchweren Schädelbruch erlitt. Weinheim, 24. Juli. Ein alter Diener des Staates waltet im nahen Lützelſachſen noch rüſtig ſeines Amtes. Es iſt der am 17. De⸗ zember 1818 geborene, alſo nahezu 89 Jahre alte Steuereinnehmer Gottlieb Weigold, der trotz ſeines hohen Alters die Geſchaͤfte ſeines Dienſtes, den er ſeit dem Jahre 1856 bekleidet, die ſämtlichen ſchriftlichen Arbeiten und die Zuſtellungen im Orte ganz ohne fremde Bei⸗ hilfe beſorgt; nur eines Stocks bedient er ſich bei ſeinen Gängen, ſeitdem er vor zwei Jahren einen Sturz von der Leiter erlitten hat. Sonſt iſt der alte Herr körperlich und geiſtig noch ſehr rüſtig und mit einem vorzüglichen Ge⸗ dächtnis ausgeſtattet. Donaueſchingen, 25. Juli. Wegen Geiſteskrankheit iſt der Valentin Meier von Allmendshofen, der dieſes Frühjahr auf ſeine Frau und 2 Kinder geſchoſſen hat, wobei ein Kind getötet und eines ſchwer verletzt wurde, nach einer längeren Beobachtung in Illenau außer Strafverfolgung geſetzt worden. Badenweiler, 24. Juli. Hier wurde ein kaum 11 Jahre alter Knabe feſtgenommen, der ſich vom Elternhauſe entfernte und mit einem gleichalterigen Komplizen in verſchiedenen Städten Diebſtähle verübte. Hier löſte ſich der jugendliche Gauner eine Karte zum Thermal- Das schöne Mädchen von Bellemon. Roman von Wilhelm Kunde. Vor allem ſteht vor dem ärztlichen Ehrenrat eine Sache gegen ihn, die ſich auf die faulen Geſchichten, auf die ich eben hinwies, bezieht; und wenn gar das Gericht der Stan⸗ desgenoſſen ihn verurteilt, wenn ihm ſchließlich die Praxis entzogen wird, dann iſt es ſehr gut möglich, daß die Generalin auch ihn, wie ſeinen Vetter, enterbt, zumal er durchaus nicht in dem Maße wie der andere ihr Liebling war. Er Er muß alſo wünſchen, daß die alte Dame noch das Zeitliche ſegnet, bevor der Ehrenrat geſprochen hat. Ich halte dieſen Doktor, wie geſagt, für einen Burſchen, dem jedes Mittel recht iſt. Wir können ihm zwar nicht ſo an den Kragen, wie wir möchten, aber ich hoffe, daß wir genügendes Belaſtungsmaterial gegen ihn zuſammenbringen, um in den nächſten Tagen gegen ihn vorgehen zu können.“ Dr. Gräber ſagte Winter ſodann bereit⸗ willigſt jede Förderung zu und veranlaßte gegen Molski Maßnahmen in dem vom Rechtsanwalt gewünſchten Sinne. Die beiden Freunde be— ſprachen noch manche der Einzelheiten dieſes intereſſanten Falles und Winter verabſchiedete ſich mit herzlichem Dank für die empfangene Fuüͤͤrſorge. Als der Rechtsanwalt im Hotel eintraf, fand er dort ein Telegramm des Detektiv Schultze vor, das folgenden Inhalt hatte: „Molski durchgebrannt, habe aber ſeine Spur und werde ihm folgen, halte Sie ſtändig auf dem laufenden, hoffe Verfolgten beſtimmt bis zur Verhandlung feſtzuhaben. Schultze.“ Winter erhielt nun trotz dieſes Verſprechens in den nächſten drei Tagen kein Telegramm von dem Detekiv. Er hatte aber Vertrauen zu ihm und hoffte für Erwin das Beſte, zumal Dr. v. Hochſtetten an dem Tage, an dem die drei Belgier in ihre Heimat zuröck⸗ kehrten, wegen Giftmordverſuchs an ſeiner Tante verhaftet wurde. Vertagt. Der Tag der Verhandlung gegen Erwin war herangekommen. Welches Intereſſe die Bevölkerung von Gent an dieſem Mordprozeß nahm, konnte man ſchon in den frühen Morgenſtunden an den Hunderten beobachten, die den Juſtizpalaſt umlagerten. Da nach der Meinung der Anklagebehörde der Fall ganz klar lag, hoffte man mit einem Vorſichts⸗ Verhandlungstage auszukommen. halber, war der Termin aber doch auf neun Uhr feſtgeſetzt. Um dieſe Zeit war denn auch der größte Saal, den das Gebäude aufwies, gedrängt voll. Unter den Zeugen befanden ſich neben Maria ihre Stiefmutter und Jan, dem Ar⸗ beiter des Ermordeten Pieter Boom, auch Monſteur Ryſel, der Schaffner der Staatsbahn, welcher den Angeklagten an dem fraglichen Abend beobachtet hatte. Außerdem waren von ſeiten der Anklage wie der Verteidigung mehrere Ne geladen, denen man jedoch nur geringes ntereſſe ſchenkte. Im Znſchauerraum ſaß auch Frau Winter. Die Formalitäten erledigten ſich in der üblichen Weiſe und ohne Störung. Prokurator Smet fungierte großen Gelaſſenheit; es ſchien, als ganze Sache deshalb kein ſo großes Intereſſe für ihn, da der Fall ſo einfach lag. Das Gegenſtück zu ihm bot Winter. Er befand ſich in einer ungeheueren Aufregung, die er nur mühſam zu bändigen vermochte. Doch die große Menge der Zuſchauer achtete ſeiner ebenſowenig wie des Staatsan- walts. Man ſah nur einem Augenblick mit Spannung entgegen: der Vorführung des An⸗ geklagten; und als dieſer dann ungefeſſelt, aber von zwei Wärtern geleitet, auf der Anklage⸗ bank erſchien, erfüllte ein drohendes Gemurr den Raum. Erwin aber ſchien wenig davon berührt. Sein Auge ſuchte forſchend umher und als er dann Maria herausgefunden und der auch mit einer abe die 23 * K 9 N * * bade und benutzte die Gelegenheit, in einer Kabine ein Portemonnaie und eine Anzahl goldener Ringe im Werte von über 800 Mk, zu entwenden. Der Verluſt wurde bald bemerkt. Es gelang auch, das Früchtchen zu ermitteln, welches jetzt in ſicheren Verwahrſam gebracht werden wird. Wiaolfahrtsweier, 24. Juli. Geſtern ereignete ſich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein Radfahrer aus Grünwettersbach fuhr unter vorſchriftsmäßigem Klingeln um die Ecke; etliche Meter davon abwärts wollte ihm der neunjährige Knabe der Witwe Langenbein, der gerade auf dem Schulweg begriffen war aus— weichen, rannte ihm aber in ſeiner Verwirrung gerade ins Rad, ſtürzte und brach das Bein. Heilbronn, 25. Juli. Geſtern nach⸗ mittag entſtand an einer hieſigen höheren Schule große Aufregung. Der 17jährige Sohn des Hofwerkmeiſters Kettler ſchoß ſich, als ihm mitgeteilt wurde, daß er nicht verſetzt werden könne, in der Schule eine Kugel in den Kopf. Er wurde ſterbend nach Hauſe gefahren, wo er auch bald darauf der Wunde erlag. Landau, 23. Juli. Ein Konkurs, wie der des Architekten Rieth dürfte wohl noch nicht dageweſen ſein. Während gewöhnlich die Gläubiger beim Konkurs einen mehr oder minder großen Teil ihres Guthaben einbüßen, iſt bei dieſem das Gegenteil der Fall. Es konnten nach Abzug der bedeutenden Maſſe— koſten nicht nur die Gläubiger gänzlich be— friedigt werden, ſondern es blieb ſogar für Rieth noch bares Geld übrig. Straubing. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag gerieten in der Wirtſchaft „Unterm Rain“ dahier die beiden Brüder Graßl in Streit, der in eine Rauferei aus— artete, in deren Verlauf der jüngere dem älteren die Naſe abſchnitt. Straßburg, 24. Juli. Der Ritt des 14. badiſchen Armeekorps um den Kaiſerpreis, an dem Offiziere der Garniſonen Colmar, Mühlhauſen und Bruchſal teilnahmen, endete in Saarburg. Infolge der Strapazen und der Hitze ſind fünf Offizierspferde verendet. Düſſeldorf, 25. Juli. Bei einer aus Scherz unternommenen Rauferei zwiſchen einem Gymnaſtaſten und dem Kaufmannslehrling Kranz drang Erſterem ein Infanterieſeitenge— wehr in den Leib, wodurch der Tot des Schülers herbeigeführt wurde. Breslau, 25. Juli. Der Schloſſer Kubitzek in Bogutſchütz ſchaltete ſich in den Stromkreislauf der elektriſchen Zentrale ein und ließ ſich durch einen elektriſchen Schlag töten. Breslau, 24. Juli. Der frühere Reichs⸗ tagspräſident Graf Balleſtrem kaufte vier Rittergüter, die die Herrſchaft Deutſchjägel (Kreis Strehlen), 3600 Morgen groß, um⸗ faſſen, von Frhr. v. Dalwig. Hannover, 26. Juli. Der 78jährige Landwirt Katzwinkel in dem hannoverſchen Dorf Gimte erſtach bei einem häuslichen Streit mit einem Schlachtmeſſer ſeinen 40 jährigen Sohn. Der Täter ſtürzte ſich hierauf aus dem Fenſter, blieb aber am Leben und wurde verhaftet. Glachau, 25. Juli. Ein ſchwerer Un⸗ glücksfall ereignete ſich in Nieder-Lungwitz. Durch den Hufbeſchlag eines ſcheuenden Pferdes wurde der vierjährige Sohn des Güterboden⸗ arbeiters Kirſchner in den Rücken getroffen. Der verletzte Knabe iſt im Glauchauer Kran— kenhauſe ſeinen Verletzungen erlegen. Binningen(Schweiz), 25. Juli. Während eines ſchweren Gewitters wurden der Landwirt Jakob Fünfſchilling und ſein Sohn auf dem Felde beim Grasmähen vom Blitz erſchlagen. Der Vater Fünfſchilling ſtand im Alter von 65 Jahren, der Sohn erſt mitte der 20er Jahre, er war ſeit etwa einem Jahre ver— heiratet und Vater eines erſt wenige Monate alten Kindes. Philadelphia, 26. Juli. Infolge der wahnſinnigen Höhe der Fleiſchpreiſe plün⸗ derten 1000 jüdiſche Frauen die jüdiſchen Fleiſchgeſchäfte, übergoſſen das Fleiſch mit Petroleum und vernichteten die Kontobücher der Schlächter. Als die Polizei einſchreiten wollte, wurde ſie mit Steinen bombardiert. 100 Perſonen wurden verhaftet. Viele Frauen und Kinder wurden von Poliziſten verwundet. Vermiſchtes. — In Rotthauſen(Eſſen) ſprang die Frau eines Bergmannes, die von ihrem Manne mit gezücktem Meſſer verfolgt wurde, aus dem 3. Stockwerk auf die Straße. Unmittelbar darauf folgte die neunjährige Tochter und ihr nach der wütende Mann mit dem Meſſer in der Fauſt. Alle drei blieben ſchwer verletzt auf dem Pflaſter liegen und mußten ins Spital geſchafft werden. — Vier halbwüchſige Bürſchchen im Alter von 11-15 Jahren, die in Augsburg ihren Eltern durchgebrannt waren, um ein Räuber⸗ leben zu führen, lauerten bei Erding (München) einem im Automobil daherkom— menden Arzt auf und beſchoſſen ihn. Das Automobil hielt ſofort an, die Inſaſſen er— wiſchten einen, während die Gendarmen die anderen ſpäter verhafteten. — Ein grauſamer Mordverſuch. Der Fabrikarbeiter Zimmermann in Tiefendick, Be⸗ zirk Köln, hatte von einem Italiener eine Uhr und 4 Mk. für deren Reparatur erhalten. Zimmermann verbrauchte das Geld für ſich und faßte, um die Unterſchlagung zu verdecken, den Entſchluß, den Italiener zu ermorden. Er ſchlug ihn mit einem ſechs Pfund ſchweren Hammer nieder und ſchleppte ſein Opfer in das Keſſelhaus der Fabrik, um den Beſinnungs⸗ loſen lebendig im Heizofen zu verbrennen. Durch Arbeiter überraſcht, floh Zimmermann, ſtellte ſich aber ſpäter der Polizei in Neviges. — Eine Million Mark Kaution abgelehnt. Der Student Emil Jerome Simon aus New Vork, der ſich zurzeit in Dresden in Unter⸗ ſuchungshaft befindet, weil er eine Frau über⸗ * fuhr und dadurch ihren Tot herbeiführte, hat durch ſeine Mutter zu ſeiner vorläufigen Frei⸗ laſſung aus der Haft eine Kaution in Höhe von einer Million Mark anbieten laſſen. Der Antrag iſt jedoch vom Gericht abgelehnt worden. — Die Tragödie eines Kindes. Die einzige zehn Jahre alte Tochter des Arbeiters Johann Klein, der in Charlottenburg wohnt litt ſchon ſeit längerer Zeit an Lungenſchwindſucht. Trotzdem ſie ſogar Blut ſpuckte, war ſie ſelbſt ſich der Größe ihres Leidens nicht bewußt. Sie ergab ſich darein, immer huſten zu müſſen. Am letzten Sonntag ſpielte ſie mit anderen Kindern auf der Straße, als ſie wieder einen Huſtenanfall bekam, worauf ein Kind ihr ſagte: „Du wirſt bald ſterben, Mutter ſagte,„Du haft Lungenſchwindſucht und mit Dir iſt es bald alle.“ Die Kleine erſchrak, eilte nach Hauſe, ſuchte ihre Mutter, die ſie nicht traf, und erhängte ſich mit einer Gardinenſchnur am Hängeboden. Als man ſie auffand, war ſie bereits tot. — In Chynow(Böhmen) hatte ein Hütemädchen eine Strohhütte gebaut, um gegen die Unbilden der Witterung geſchützt zu ſein. Während es in der Hütte ſchlief, ſteckten Schuljungen die Hütte in Brand. Das Mädchen ſtarb an den Brandwunden. — Der kalte Juli. Eine ſoeben von der Meteorologiſchen Zentralanſtalt in Bern ver— öffentlichte amtliche Zuſammenſtellung der Tem⸗ peraturverhältniſſe Mitteleuropas ſtellt feſt, daß die erſte Hälfte des Monats Juli die kälteſte Sommer⸗Temperatur ſeit 50 Jahren aufweiſt. Der Fehlbetrag gegenüber dem Durchſchnitt des Hochſommers erreicht die Höhe von 4 Gr. C. Die Mitteltemperatur der Bergſtationen Gotthardt, Pilatus und Säntis iſt um 1½ Gr. C. niedriger als die des Juli für den nördlichſten Teil des grönländiſchen Kontinents(87 Grad nördlicher Breite). Ein längeres Andauern ſolcher Temperatur würde ein raſches Herabſteigen der Gletſcher ins Land hervorrufen, die denn auch in dieſem Sommer durchſchnittlich um 18 bis 186 Meter tiefer ſtehen als in der gleichen Zeit des letztver⸗ verfloſſenen Sommers. Humoriſtiſches. — Höhere Gewalt. Herr X, ein ſehr choleriſcher Herr, pflegt ſeinen Buben recht kräf⸗ tige Züchtigungen angedeihen zu laſſen. Als er ſeinen Aelteſten kürzlich ſchalt, weil ſeine Beinkleider erſatzbedürftig waren, meinte dieſer treuherzig:„Oho, Papa, die haſt du mehr ſtrapaziert als ich.“ — Abgewinkt. Sie:„Ich träumte ſoeben, du hätteſt mir ein entzückendes Armband zum Geburtstag geſchenkt.“— Er:„So dann träume jetzt mal, wo ich das Geld dazu her⸗ nehmen ſoll!“ — Ueberflüſſig. Junger Mann:„Ich pflege mich wöchentlich einmal zu raſieren!“— Aelterer Herr:„Das finde ich überflüſſig. Bei Ihneg tuts auch ein Radiergummi!“ auf ihn liebevoll geſpannt Blickenden einen ſtummen Liebesgruß zugeſandt hatte, zog in ſeine bleichen Züge ein ſchwaches Rot der Freude. Die Verhandlung wurde franzöſiſch geführt, da man ſich mit dieſer Sprache am geeignetſten mit dem Angeklagten verſtändigen konnte. Erwin handelte nach einem beſtimmten, vorher mit Winter genau durchſprochenen Plan. Bezüglich ſeines Vorlebens blieb er bei den ſchon früher gemachten recht unbeſtimmten Ausſagen, und ſelbſt auf die Gefahr hin, daß die Geſchworenen noch ungünſtiger gegen ihn geſtimmt würden, beantwortete er alle Fragen des Prokurators und des Präſidenten recht unzulänglich. Nur ſeine völlige Unſchuld betonte er feſt und entſchieden. f „Angeklagter“, nahm der Präſident das Wort,„ich moͤchte hier noch einmal anführen, was Ihnen ſchon in der Vorunterſuchung mehrmals geſagt worden iſt: Sie können durch Ihr eigenſinniges Leugnen Ihre Sache, um die es ja ohnehin ſchlimm genug ſteht nur noch verſchlechtern. Geben Sie der Wahrheit die Ehre und appellieren Sie durch ein offenes Geſtändnis an die Milde Ihrer Richter.“ „Ich verlange von den Richtern keine Milde, ſondern Gerechtigkeit“, antwortete Erwin. „Ich bin unſchuldig an der Tat wie die Sonne am Himmel.“ „Angeklagter“, entgegnete ihm der Präſident ernſt,„Ihnen iſt gewiß bekannt, daß unſer König Leopold in der Güte ſeines Herzens die zum Tote verurteilten Verbrecher zu begnadigen pflegt. Auch Sie rechnen ſicher damit. Irren Sie ſich aber nicht! Ihre Tat liegt ſo ſchwer, Ihr Verhalten iſt ein ſo verſtocktes, daß der Monarch diesmal beſtimmt von ſeiner Praxis abweichen wird. Wiegen Sie ſich nicht in trügeriſche Hoffnungen, ſondern rechnen Sie damit, daß Sie möglicherweiſe bald vor dem Richterſtuhl Gottes ſtehen können.“ Erwin erblaßte zwar, antwortete aber doch mit ſtarker Stimme: „Ich habe das Gericht Gottes nicht mehr zu fürchten, als jeder andere ſündige Menſch. Ja, wenn dieſes irdiſche Gericht ſich ſoweit vergeſſen kann, einen Juſtizmord zu begehen, dann hoffe ich bei dem Allmächtigen auf die Gerechtigkeit, die mir die Menſchen verſagten. Das iſt mein letztes Wort!“ Sein entſchloſſenes und ruhiges Auftreten machte auf die Zuſchauer erſichtlich Eindruck. Der Präſident erwiderte kühl und geſchäfts⸗ mäßig: „Angeklagter! Wiewohl es eigentlich überflüſſig iſt, fuͤhre ich Ihnen noch einmal die Kette der Schuldbeweiſe vor Augen, nach der mit zwingender Logik das Urteil über Sie ge⸗ ſprochen iſt. Ueber Ihr Vorleben ſind die un— günſtigſten Angaben gemacht, und Sie haben Sie dadurch beſtätigt, daß Sie nicht einmal den Verſuch zu machen wagten, ſie zu ent— kräften. Es unterliegt kaum einem Zweifel, daß Sie am Tage bevor Sie belgiſchen Boden betraten, ſich auch an einem Verbrechen in — * 8 6 England beteiligten; denn das Gericht in Sittingbourne verlangt Ihre Auslieferung. Sie haben gemeinſam mit Ihrem Komplizen, der ſeiner Strafe auch nicht entgehen wird, das ſcheußliche Verbrechen ausgeübt, dem der ehren⸗ werte de Knocker zum Opfer gefallen iſt—“ und nun führte der Prokurator dem Ange⸗ klagten unter beſonderem Hinweis auf das am Tatort gefundene Meſſer und den Linnenfetzen vor Augen, wie nach ſeiner unumſtößlichen Anſicht die Tat vor ſich gegangen war, zum Schluß nochmals zu einem reuigen Geſtändnis gemahnend. Erwin aber bewegte nur abwehrend den Kopf. Statt ſeiner erwiderte Winter: „Ich möchte mir nur geſtatten, dem Gericht die Mitteilung zu machen, daß man in Sittingbourne kaum noch auf der Aus⸗ lieferung meines Klienten beſtehen wird, denn nach einer mir heute übermittelten Nachricht iſt die engliſche Polizei unterſtützt von einem berühmtem Detektivbureau, den wahren Spitz— buben auf der Spur. Die Verhaftung iſt nur noch eine Frage der Zeit; daß mein Klient an dem Verbrechen unbeteiligt iſt, unterliegt aber keinem Zweifel mehr. Ich habe die Ehre, die Depeſche, welche mir heute von dem Detektiv⸗ bureau zuging, hierdurch zu überreichen.“ (Fortſetzung folgt.) — E, 1— Verſchnappt. Gaſt:„Sie, Herr Wirt, die Wurſt ſchmeckt nach Schimmel!“— Wirt: Oho!... s war ja ein Rapp!“ .— Unverfroren. Witwe:„Sie haben doch meinen verſtorbenen Mann nur ſechsmal beſucht, und hier ſtehen ſieben Beſuche!— Kurpfuſcher: Na, ich war doch auch mit zur Beerdigung!“ 1— In der Republick.„Wir haben keinen deeggierenden Fürſten, infolgedeſſen auch keinen 5 Majeſtätsbeleidigungsparagraphen!“—„Auf wen ſchimpft man denn da eigentlich?“ — Grob. Barbier:„Dies Haarwuchs⸗ mittel iſt ausgezeichnet, es hilft immer.“— Kunde:„Mir hat es aber nicht geholfen.“— Barbar:„Dann taugt Ihr Kopf eben nichts.“ 1— Projektiert. Fremder:„Hier ſoll ja eine Bahn vorbeikommen?“— Wirt:„Sie iſt projektiert!— Fremder:„Und hier in der ähe kriegen Sie dann wahrſcheinlich eine 1 Halteſtelle!“— Wirt:„Die iſt auch projektiert!“ Fremder:„Was haben Sie denn da für ene Zeichnung?“— Wirt:„Das iſt das projektierte Reſtaurant der projektierten Halte- I ſteelle der protektierten Bahnlinie!“ 5— Verſorgt.„Es iſt merkwürdig, daß der Fürſt Ihnen noch nicht ſein Hauskreuz berliehen hat.“— Profeſſor:„Ich habe an meinem ſchon genug!“ *— Arger Duſel.„Na, meine Alte muß mir einen ſchönen Empfang bereitet haben, als ich dieſe Nacht nach Hauſe kam!“—„Warum denn?“—„Sie bittet mich heute immerfort um Verzeihung!“ — Die Hinterlaſſenheit. A.: Haben Sie 5 len gehört, Herr Mayer hat bei ſeinem Tote es dem Waiſenhaus hinterlaſſen?...“ 8.„Das war ſehr gut von ihm Wieviel bar es denn?— A.:„Sieben Kinder.“ — Vertrags⸗Entwurf pebiſchen der Krankenkaſſen-Kommiſſion für Mannheim⸗ Außenbezirk, Namens der von ihr bertretenen Aerzte und em Medizinalverbande Seckenheim. 81. Die in Seckenheim wohnenden Mit⸗ glieder des Medizinalvereins Seckenheim haben Erkrankungsfällen die freie Wahl unter den ALerzten, welche die K.⸗K.⸗K. der Kaſſe ange⸗ ben hat. Die Kaſſenärzte leiſten den in Seckenheim wohnenden Mitglieder des Medizinal⸗ derbands Seckenheim jede notwendige ärztliche * ilfe, welche die Kaſſe ſtatutengemäß ihren Mitgliedern zu leiſten verpflichtet iſt, mit Aus⸗ Jahme ſpezialärztlicher und ſchwieriger chirur⸗ cher Behandlung. 1— N § 2. Von Notfällen abgeſehen darf eine Behandlung von Kaſſenmitgliedern nur von oben bezeichneten Kaſſenärzten reſp. deren Ver— tretern ſtattfinden. § 3. Als Mitglieder dürfen nur ſolche Perſonen aufgenommen werden 1. deren jährliches Geſammteinkommen 2000 Mk. nicht überſteigt, 2. die z. Z. ihrer Aufnahme geſund ſind und das Alter von 50 Jahren nicht überſchritten haben. Kranke Perſonen ſind unter allen Umſtän⸗ den von der Aufnahme ausgeſchloſſen. Neu aufzunehmende Perſonen reſp. Fami⸗ lien ſind zuerſt den Kaſſenärzten mitzuteilen. Denſelben ſteht das Rechk zu, gegen die Auf⸗ nahme Einſprache zu erheben. Von auswärti⸗ gen Medizinalverbänden hierher überſiedelte Perſonen reſp. Familien können nur mit Zu⸗ ſtimmung der Kaſſenärzte aufgenommen werden. Kinder, die nicht mehr zur Werktagsſchule gehen, gelten vom 15. Jahre ab als Privat- patienten, falls ſie nicht als ſelbſtändige Mit⸗ glieder eintreten. Perſonen, an die einer der Kaſſenärzte noch eine Honorarforderung hat, ſind ſo lange von der Aufnahme ausgeſchloſſen, bis diefe Forderung beglichen oder ſonſt die Angelegen⸗ heit zwiſchen Arzt und Patient beigelegt iſt. § 4. Kranke, welche ausgehen können, reſp. Kinder, die nicht fiebern, muͤſſen den Arzt in der Sprechſtunde aufſuchen. An Sonn- und Feiertagen dürfen die Aerzte nur in dringenden Fällen in der Sprech— ſtunde konſultiert werden. Der Arzt iſt verpflichtet, bettlägerige Kranke reſp. ſolche, die nicht ausgehen können, in ihrer Wohnung ſo oft aufzuſuchen, als es deren Zuſtand erfordert. Beſtellungen zu Beſuchen müſſen tunlichſt vor 7 Uhr Morgens in der Wohnung des Arztes ausgerichtet werden. Die Mitglieder haben keinen Anſpruch darauf, daß für ſchon länger beſtehende Krank⸗ heitsfälle der Arzt an Sonn- und Feiertagen zu kommen hat. 8 5. Jegliche Beſcheinigung wie: 1. Zeugniſſe zur Befreiung vom Turn⸗ unterricht, . Zeugniſſe zur Aufnahme in ein Solbad, Zeugniſſe zur Zurückſtellung vom Schul⸗ beſuch, Impfſcheine, 5. Totenſcheine. u. ſ. w. ſind von den Mitgliedern ſelbſt zu bezahlen. — 8 § 6. Die Aerzte verpflichten ſich bei Ver⸗ ordnung von Arzneimitteln der ſtrengſten Spar⸗ ſamkeit zu befleißigen. Die K.⸗K.⸗K. iſt bereit, etwa beanſtandete Rezepte zu prüfen. § 7. Als Honorar zahlt die Kaſſe für das Jahr für das ledige Mitglied 3.60 Mk., für die Familie 10 Mk. Als Familien haben zu gelten, der Ehemann, die Ehefrau und deren Kinder. Dieſe Sätze finden nur Anwendung auf die in dem Ortsteil Seckenheim wohnenden Mitglieder. Außerhalb des Ortsteils Seckenheim woh— nende Perſonen können nicht in den Med.-Verb. aufgenommen werden. Nachtbeſuche werden mit 3 Mk. extra bezahlt. Als Nacht hat zu gelten die Zeit von von 9 Uhr abends bis 7 Uhr morgens. Aerzliche Leiſtungen, welche in der Mini⸗ maltaxe mit mindeſtens 5 Mk. aufgeführt ſind, werden nach dem Mindeſtſatze honoriert. Geburtshülfliche Leiſtungen ſind je zur Hälfte von den Mitgliedern und der Kaſſe zu bezahlen. Die Auszahlung des Honorars hat viertel⸗ jährlich und jeweilig ſpäteſtens 15. Januar, 15. April, 15. Juli und 15. Oktober an die Kaſſen⸗ ärzte und Apotheker zu erfolgen. § 8. Zur Schlichtung etwaiger Differenzen, welche durch die K.-K.⸗K. nicht hinreichend erledigt werden, wird eine aus je einem Dele⸗ girten der Kaſſe und der K.-K.⸗K. beſtehende, gemiſchte Kommiſſion ernannt, welche ſich im Bedarfsfalle durch Wahl eines dritten unpar⸗ teiiſchen Vorſitzenden zum Schiedsgerichte ergänzt. § 9. Dieſer Vertrag tritt am 1. Januar 1907 in Kraft und iſt mit gegenſeitiger /. jähriger Kündigung, die nur auf den 1. des Kalenderhalbjahres ausgeſprochen werden kann, abgeſchloſſen. Seckenheim, den 22. Mai 1907. Heinrich Kuby, Vorſ. Anton Ruf, Kaſſier. Abänderungs⸗ oder Ergänzungsanträge ſind zu richten an den Vorſitzenden Herrn Kuby. Berichtigung. In dem Bericht über das Gauturnfeſt in Nr. 49 hat ſich unverſehens ein Schreibfehler eingeſchlichen; es muß in dem Ergebnis der Unterſtufe anſtatt 2. Sieger Volk, Kolb heißen und weiter dann 2. Sieger Schreck, Turnerbund Jahn und 3. Vogler, Turnerbund Jahn, 4. Kittemann, Leimen. Volksbad Seckenheim. Heute und Morgen für Männer geöffnet. Nr. 4752. Bekanntmachung. N Die weltliche Feier der Sonn- und Feiertage betr. u Nr. 92 859 1. An die Bürgermeiſter⸗ und Stabhalterämter des I Antsbezirks. 5 1 1 Nach 88 1 und 5 der Lh.⸗V.⸗O. vom 18. Juni 1892, die welt⸗ N Ge Feier der Sonn- und Feſttage betreffend, iſt es verboten, an den Vonntagen und den gebotenen Feſttagen in der Landwirtſchaft öffentlich u arbeiten. bolt Nur die in Folge der Witterungsverhältniſſe unverſchieblichen Ar⸗ ziten äſſt der Ernte fallen nicht unter dieſes Verbot und ſind ohne weiteres 4 1 Sonſtige unverſchiebliche Arbeiten in der Landwirtſchaft können en ahmsweiſe von der Ortspolizeibehörde geſtattet werden. de Nachdem in letzter Zeit im Amtsbezirk wiederholt beobachtet wurde, daß dieſe Beſtimmungen nicht durchweg eingehalten werden, bringen wir ſelben hiermit in F N Mannheim, den 11. Juli 1907. Großh. gezirksamt, Abteilung IV: Eppelsheimer. Nr. 4686. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 20. Juli 1907. gürgermeiſteramt J. V.: Hoerner. Elektrische 4 Zellen Bäder Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. d. Nach den neuen wiſſenſchaftl. Gutachten von Prof. Dr. Hoffa, ie von Norden, Dr. Loſſen, Hofrat Dr. Stitzing wurde durch 2 9 Behandlung der Elektr. 4 Zellen-gäder erfolgreiche Heilung bei erz. und Nerven krankheiten, gapfſchmerz, Schlafloſigkeit, asngefühl, Jschias, Veitstanz, Jyſterie, Neuralgien, Schreib⸗ ampf, Tabes-§pinal-Jrritation, Diabetes Guckerkraunh.), Meumatismus, Minskelſchwäche, glaſenſtörungen, Stuhlver⸗ epfung etr. erzielt. D f Wakt Heh. Schäfer, Lichtheil⸗Inſtitut„Elektron“ 900 Mannheim, N 3, 3, 1. Stock. öffnet von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, Sonntag von 9—1 Uhr. . 7jährige Praris in Mannheim. 4 4 1 Gefunden eine Geldbörſe mit Inhalt. Seckenheim, 26. Juli 1907. gürgermeiſteramt: Volz. Uergebung von Maurer-Arbeiten. Das Verſetzen von 3 Sinkſchachten in der Friedrichſtraße von Hausnummer 68—90 ſoll im Submiſſtonswege vergeben werden. An— gebote hierauf ſind bis Freitag, 2. Auguſt, vormittags 12 Uhr beim Bürgermeiſteramt einzureichen, woſelbſt auch die Bedingungen vorher ein⸗ geſehen werden können. Seckenheim, 27. Juli 1907. gürgermeiſteramt: Volz. Ein tragendes Mutterschwein Wohnung und eine friſchmelkende Ziege hat 34 Zimmer und Küche per 1. zu verkaufen Oktober zu vermieten. Peter Diehm, Carl Arnold Friedrichſtraße 76. Dammſtraße 1. 5 Brillanten Schau hin blendend ſchönen Teint, weiße, ſammet⸗ weiche Haut, ein zartes, reines Gesſcht und roſiges, jugendfriſches Aussehen erhält man bei tägl. Gebrauch der echten Steckenpferd-Lilienmilch-Seife v. Bergmann 8 Co., Radebeul mit Schutzmarke: Steckenpferd à Stück 50 Pfg. in der Apotheke. „Aus erstkl. Fabrik!“ wo du willſt! Alle Mädchen wich⸗ ſen jetzt ihre Schuhe mit Galop— Creme b Pilo. In den meiſten einſchlägigen Geſchäſten zu haben. Laufdecmen Mk. 3.50 1„ 2.50 ußpumpen„ 1.— Hinterrad m. la. Frei⸗ Früh-Kartoffeln laufnabe u. Ijähr Garant., 17.— per Pfund 4 Pfg. hat zu verkaufen](zum Selbſtmontieren) Schmied Lochbühler. delmann, D 4, 2 Mannheim. wurde in der Friedrichſtraße vor dem Peter Treiber'ſchen Anweſen dahier 888 ————.L?T——ñ— r 4 * Freje Fahrt zur Mannheimer Jubiläums⸗Ausſtellung internationale Kunſt- und Hinder Sonntags von 11—1 Uhr geöffnet. Vorteilhafteſte gezugsguelle für Sammtliche Bedarfsartikel. groſſe Gartenbau-Ausſtellung. G. m. b. H. 1 1, 1 Eleganter Wir vergüten auswärtigen Runden Verkanfshünſer e Marktplaß 1 vel Einkauf bon 10 mk. an ein Biliet Erfrischungs-Raum. für hin- und Rückfahrt III. Klasse bis 10 Rilometer, bel Einkauf von 20 mk. 2 an bis 20 Kilometer Entfernung. Das Billet für Rückfahrt ist zugleich mit demjenigen für Hinkahrt zu lösen und Sehenswürdigkeit von Mannheim. als Beleg verzuzeigen. Zwei elektrische Personen-Fahrstühle. Männer-Gesang-Verein Seckenheim. Samstag, 3. Anguſt 1907, Abends 8 Uhr grosses Gartenfest in der Fchloßwirtſchaft. Muſikaliſche und geſangliche Vorträge(Soli und Chöre). Von 11 Uhr ab Tanzvergnügen. Eintrittspreis: 30 Pfg. pro Person. Die verehrl. paſſiven Mitglieder erhalten je eine Eintrittskarte zum perſönlichen Gebrauch geatis zugeſtellt; für Familienangehörige ſind dagegen Karten zu löſen. Vorverkauf er Eintrittskarten vom Montag, 29. Juli ab im roten Löwen, Zähringer Hof und in der Schloßwirtſchaft. Eingang nur durch das Thor beim Lokalbahnhof. Kaſſeneröffnung Abends ½8 Uhr. Zu zahlreichem Beſuch ladet höflichſt ein Der Vorſtand. Wir haben ęZBetonkies aus eigenen Gruben billigſt frei Eiſenbahn⸗ waggon Friedrichsfeld reſp. per Fuhre ab Fabrik abzugeben. Deutsche Steinzeugwaarenfabrik für Canalisation 8 70 7 Industrie Friedrichsfeld i. Wachstuch æu Schürzen in anerkannt la. Qualitäten empfiehlt. Emil Werber. deshalb der natürlichste Volkstrunk Huch in 50 und 150 Literpaketen zu haben. Ueberall Niederlagen, erkenntlich durch Plakate, oder direkt ab Plochingen unter Nachnahme von Weiss& Co., G. m. b. H., Plochingen a. N. Prospekte mit e eee gratis und franko. 2 Niederlage bei J. Hilsheimer, Seckenheim. 8„ Aug. Jericho, 5 Gratulationskarten in großer Auswahl neu eingetroffen bei J. Helfrich. 1 I MANNTIEAN- MITN NA. KAN Hu. ORO AEN BAU- A TELL Nö un 1007 200 Daoeog: 5. K. None SHDννmus S fcb vod GEN S Grosse Badener Geld-Lotterie zu Gunsten d. Hamilton-Palais Ziehung sicher 3. September 3288 Geldgewinne ohne Abzug 45„800 Mark A e 20, 000 Mark 3297 Gewinne zuſ. 25,800 wer- Sunenge Villinger Jubiläums⸗Lotterie d. Gewerbe- u. Handwerker- Vereins 19,0 0 0 ware 157 Gewinne 15,300 Mark 493 Gewinne 5 j 5 0 0 Mark Har Geld( b e 0 be Ziehung 14. September Loſe beider Lotterien à 1.— Mk. 1 Loſe 10 1 7 Porto und Liſte 80 versendet das General-Debit J. Stürmer, Strassburq i. E Männergesang⸗Uerein Seckenheim. Samstag, den 27. Juli, Abends ½ Uhr * Sing-Probe. an neuer Mitglieder. Pünktliches und vollzähliges Er⸗ ſcheinen erforderlich. Der Vorſtand. Apfelwein prima Qualität zu 25 Pf. pr. Liter Export- Apfelwein, 28„„„ liefert von 50 Liter an ab hier, Unbekannten gegen Nachnahme Jak. Seitz, Apfelweinkelterei, Schriesheim a. d. Bergſtraße. Das zweiſtöckige Wohnhaus mit Scheuer, Garten und allem Zubehör, Ecke der Luiſen⸗ und Hildaſtraße, iſt zu verkaufen. A rrchtaraffe hat zu verkaufen Adam Ehrhardt, Ackerſtr. Nr. 12. Frühkartoffeln per Pfund 5 40 hat zu verkaufen h. Nieſenacker. la. Apel verſendet in Gebinden von 50 Liter an aufwärts zu 25 Pfg. pro Liter (an Unbekannte gegen Nachnahme) die Apfelweinkelterei von Gg. Ph. Ullrich, Schriesheim. Neu eingetroffen und großer Auswahl: Hüte Kappen Hoſenträger Knaben⸗ u. Mannsjoppen Lertige Hoſen und Hemden Kragen Cravatten Manſchetten Vorhemden Schürzen Pferdeohren Bruſt⸗ und Unternetze Badhoſen Leinen ze. bei E. merklein. Eriſch eingetroffen: Wein-Chorinten Mostsubstanzen. Greulich 8 herschler, Friedrichſtr. 59. Spezialhaus für Zöpfe u. Haarketten Verſandt nach Auswärts. Kesel& Maier 0 7, 4 Mannbeim 0 7, 4 N 1 a 5 „ CCC * r 5 1 N* 4