ä tenheimer Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Uerlag von J. helfrich in Seckenhelm. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 64. Samstag, den 10. Auguſt 1907. 7. Jahrgang Aus Nah und Fern. V. Seckenheim, 9. Auguſt. Der Me⸗ dizinal⸗Verband Seckenheim begeht morgen nachmittag 3 Uhr beginnend ſein diesjähriges „Gartenfeſt“ im Schloß unter Mitwirkung der hieſigen Geſang⸗ und Turnvereinen ſowie der Seckenheimer Kapelle, wozu die Geſammt— einwohnerſchaft höflichſt eingeladen iſt. Für Kinderbeluſtigung iſt in jeder Hinſicht Sorge getragen u. a. große Bretzelverteilung und Tanzbeluſtigung.. * Ilvesheim, 9. Aug. Eine ſeltene Harmonie im Tierleben kann man dahier bei Herrn Gemeinderechner und Schmiedemeiſter Stein beobachten. Die Hündin desſelben warf in letzter Zeit Junge, und benutzt nunmehr ein junger Stallhaſe dieſe Gelegenheit, ſich mit den noch lebenden jungen Hunden ſäugen zu laſſen, was ſich die Hündin ruhig gefallen läßt. Mannheim, 7. Aug. Auf eine ſon⸗ derbare Idee kamen heute morgen 4 Uhr zwei Diebe. Sie begannen nämlich mir nichts, dir nichts, die Kandelröhren aus Zink an einem Hauſe abzureißen, um ſie ſpäter zu Geld zu machen. Schon hatten ſie die Rohre bis zum zweiten Stockwerk abgeriſſen, als die Hausbe⸗ wohner durch das Geräuſch erwachten und die Diebe zu verfolgen begannen. Auf der Flucht ſchleppten die Gauner anfänglich die Zinkcohre mit, warfen dieſe aber, da ſie bei der weiteren Flucht hinderlich waren, auf der Neckarauer Landſtraße angekommen, ins Feld, wo ſie dann aufgefunden wurden. Die Diebe entkamen und bis jetzt iſt es noch nicht gelungen, ſie dingfeſt zu machen. Mannheim, 7. Aug. 173 388 Ein⸗ wohner zählte unſere Stadt am Ende des Monats Juni nach den Berechnungen des Statiſtiſchen Amts.— Die ſtädtiſche Straßen⸗ bahn vereinnahmte im Monat Juni 243 934.25 Mark gegen 181723.05 Mk. im gleichen Monat des Vorjahres.— Die fünfhundertſte Feuer⸗ beſtattung fand geſtern nachmittag im hieſigen Krematorium ſtatt. Von den bis jetzt' voll— zogenen 800 Einäſcherungen entfallen 23 auf das Jahr 1901, 40 auf 1902, 54 auf 1903, 74 auf 1904, 111 auf 1905, 115 auf 1906 und 83 auf den bis jetzt verfloſſenen Teil des laufenden Jahres. Karlsruhe, 8. Aug. Gegen den 64 Jahre alten verheirateten, jetzt in Mannheim wohnhaften Freiherrn v. Lindenau iſt vom hieſigen Amtsgericht Haftbefehl unter der Be⸗ ſchuldigung des Erpreſſungsverſuchs, der Belei⸗ digung und der Begünſtigung erlaſſen worden. Der Haftbefehl wurde in Mannheim vollzogen. Frhr. v. Lindenau richtete einen anonymen Brief an Frl. Olga Molitor, deſſen Inhalt dahingeht, er habe geſehen, daß ſie ihre Mutter erſchoſſen habe, er verſpreche ihr Schweigen, verſichert ſie gleichzeitig ſeiner Liebe und warb um ihre Hand; er erbat ſich Antwort in der „Badiſchen Preſſe“. In letzterem Brief wird ein Erpreſſungsverſuch und eine Beleidigung von Fräulein Olga Molitor erblickt. Hockenheim(A. Schwetzingen), 7. Aug. Vermißt wird ſeit vorigem Freitag der ver⸗ heiratete Friſeur Wilh. Lohnert von hier. Man hat von ſeinem Verbleib keine Spur.— Unter dem dringenden Verdacht, daß er ſein eigenes Kind vorſätzlich zu töten verſuchte, wurde geſtern der hier wohnhafte, verheiratete, 30 Jahre alte Taglöhner Linus Eppel von Ketſch verhaftet. Eppel ſoll ſein Kind, ein vier Monate altes Bübchen, das ſchon längere Zeit krank iſt, abſichtlich in einen großen, im Hofe vor dem Küchenfenſter ſtehenden, mit Waſſer gefüllten Steinguttopf geworfen haben, und nur dadurch, daß ein anderes Kind zufällig den Vorgang beobachtete, konnte das bereits dem Ertrinken nahe Kind aus dem Topf heraus- geholt und gerettet werden. Eppel floh, wurde aber in Rheinau feſtgenommen, er leugnet, die Tat begangen zu haben. Lütelſachſen, 7. Aug. Zur raſchen und ſchneidigen Selbſtverfolgung einiger Miſſe— täter ſchritt in der Nacht vom Sonntag auf Montag der Landwirt Jakob Kunzelmann von hier. Er hörte bei Tagesgrauen plötzlich einige Fenſterſcheiben klirren, ſprang ſofort aus dem Bett, um die Täter zu ermitteln. Dieſe nah⸗ men uber ſchleunigſt Reißaus gegen Weinheim zu, die Bergſtraße entlang. Kunzelmann, als flotter Reiter bekannt, holte eines ſeiner Pferde aus dem Stall, zäumte es ſchnell und jagte, nur notdürftig gekleidet und ohne Sattel, aber mit einem ſoliden Stöckchen verſehen, den Uebeltätern nach. Er holte ſie auch ein und ſtellte ihre Perſönlichkeit feſt. Es waren junge Burſchen aus Weinheim. Das Reiterſtückchen Kunzelmanns hat hier viel Amüſement erweckt. Waldhut, 7. Aug. In dem benach- barten Erzingen ereignete ſich geſtern ein be⸗ dauerlicher Unglücksfall. Die Frau des Fabrik⸗ arbeiters Döbeli gab ihrem dreijährigen Kinde ſtedend heißen Kaffee zu trinken. Das Kind hatte nur einen kräftigen Schluck genommen, als es am Tiſche zuſammenbrach und an den erlittenen inneren Brandwunden ſtarb. Die Staatsanwaltſchaft hatte bereits eine gericht⸗ liche Unterſuchung eingeleitet.— Das drei Jahre alte Kind des Landwirts Sutter machte, von ſeiner Mutter auf kurze Zeit allein ge⸗ laſſen, ſich an dem mit heißem Waſſer gefüllten Badzuber zu ſchaffen, fiel dann in denſelben und wurde ſchrecklich verbrüht. Das Kind ſtarb an den erlittenen Verletzungen.— Eine jugendliche Brandſtifterin iſt die 10 Jahre alte Tochter des Taglöhners Matthias Held, welche am letzten Samstag verſuchte, aus Rache das Haus der Nachbarin anzuzünden. Das erſtemal wurde ſie durch das Hinzu⸗ kommen der Tochter der verfeindeten Nach⸗ barin daran verhindert. Trotz einer gehörigen Tracht Prügel machte das Mädchen noch einen zweiten Verſuch, der beinahe gelungen wäre, wenn nicht die Nachbarn den entſtandenen Brand noch rechtzeitig gelöſcht hätten. Bruchſal, 8. Aug. Ein unverſchämtes Bubenſtück vollbrachte lt.„Bruchſ. Ztg.“ ein Menſch namens Schäfer aus Weiher. Er hat über Nacht in der Weiherer Gemarkung ca. 600 Hopfenſtöcke abgeſchnitten. Geſtern abend wurde der Täter ins hieſige Amtsgerichtsgefäng⸗ nis eingeliefert. Steinach, 7. Aug. Im Zinken Oberbach brannte das Anweſen von Friedrich Künſtle nieder, wobei zwei Kinder des Beſitzers im Alter von 2 und 5 Jahren ums Leben kamen. Das Feuer ſoll in der Küche entſtanden ſein. Die Leute des Künſtle waren im Stalle be⸗ ſchäftigt, als ſie durch die Nachbarsleute auf die Feuersgefahr aufmerkſam gemacht wurden. Frau Künſtle holte drei Kinder und gab ihrem zehnjährigen Töchterchen den Auftrag, die zwei kleineren Geſchwiſter mitzunehmen. Dieſes führte jedoch den Auftrag nicht aus, und als man dann die zwei Kinder vermißte, war es zu ſpät, ſie zu retten. Das schöne Mädchen von Bellemon. Roman von Wilhelm Kunde. Ich betone nochmals, meine Tante Berg hat keinen Anteil daran. Erwin reiſte noch London. Ich verſuchte dort, durch Mittels⸗ männer, die ich inſtruiert hatte, ihn in die anarchiſtiſche Bewegung weiter zu verwickeln. An ſeinen ferneren Schickſalen in London dem an ihm begangenen Diebſtahl u. ſ. w. habe ich keinen Anteil. Ich ſandte ihm, als er ſich in einer Notlage an mich wandte, noch einmal 100 Mark. Als Erwin mir aber ferner mitteilte, daß er nach dem Kontinent zurückzukehren gedenke, beauftragte ich einen Mann, der mir unter dem Namen Molski bekannt iſt, ihn in Oſtende zu empfangen, zu bewachen und mit allen möglichen Mitteln an der Rückkehr nach Deutſchland zu hindern. Erwin iſt aber in Bellemon meinem Be— auftragten entwiſcht und wurde bald darauf wegen Mordes verhaftet. Wie mir Molski ſelbſt zugeſtanden hat, iſt er auch daran un⸗ ſchuldig. Ich perſönlich traue ihm keine der⸗ artige Tat zu. Er iſt von Natur aus ein edler und ſelbſtloſer Menſch. Molski iſt auch an dem Mord unbeteiligt; ſoviel ich aus ſeinen ngaben entnommen habe, beabſichtigte er zwar . 5 1 N 9 9. 8 r in Gemeinſchaft mit dem Gaſtwirt Jan de Knocker deſſen Onkel zu berauben, nicht aber ihn zu ermorden. Als er ſich am Tage ſeines Verſchwindens aus Bellemon abends in die Wohnung des alten Antiquitätenhändlers begab, war der Mord ſchon ausgeführt. Ich bemerke, daß ich ſowohl Molski als auch den Jan in einer Oſtender Spielhöhle kennen gelernt habe. Jan und ich hatten beim Spiel regelmäßig verloren. Molski ſelbſt ſpielte nicht, verlieh aber Gelder. Er hat ſich nach dem Mord längere Zeit in der Umgebung Berlins aufgehalten, weil er befürchtete, in die Angelegenheit verwickelt zu werden. Ich bin auch davon überzeugt, daß Molski an dem Mord unbeteiligt iſt. Ich kenne ihn als einen ſehr geriebenen Menſchen, weiß aber, daß er vor dem Blute eine ganz gehörige Angſt hat. Bezüglich des Mörders habe ich perſönlich meine Vermutung, kann aber nichts ſicheres ſagen. „Das Geſtändnis verbreitete ſich ſodann noch über die Schritte, welche Kurt von Hoch⸗ ſtetten bei dem Vergiftungsverſuch gegen ſeine Tante unternommen hatte. Er gab alles reu— mütig zu und ſchloß:„Daß alle hier gemachten Angaben nach beſtem Wiſſen der Wahrheit ent⸗ ſprechen, ſchwöre ich beim Namen des all— mächtigen Gottes, deſſen Walten ich in der ſchwerſten Stunde meines Lebens tief empfunden habe.“ e ja der ganze Prozeß gegen Erwin eine ander Beleuchtung erfur, verſuchte nun Winter für ſeinen Klienten Vorteile herauszuſchlagen. Es ſchien aber, als ob ihm doch trotz alledem keine beſonderen Erfolge erblühen ſollten, denn die Unterſuchung für die zweite Verhandlung nahm ihren Fortgang. Schluß. Da trat ein Ereignis ein, das eine völlige Umwälzung hervorrief. In Bellemon war äußerlich alles an⸗ ſcheinend den alten Gang gegangen, nur Jan hatte ſich mehr als vorher dem Trunk ergeben, und das beſonders, ſeit Maria ſich nicht mehr in Bellemon aufhielt, und er nunmehr die Gewißheit hatte, daß das Mädchen fuͤr ihn verloren war. Er litt jetzt an großer Reiz⸗ barkeit und hatte Augenblicke, in denen er wie raſend wurde. Auch das Geſchäft ging immer mehr zurück, denn Jan bekümmerte ſich wenig um die Wirtſchaft. Eines Tages nun, kurz bevor die zweite Verhandlung gegen Erwin und Molski anſtand, vermißte Frau de Knocker ihren Pflegeſohn. Sie entſann ſich, daß er in den Keller gegangen war, und da er nach mehreren Stunden noch nicht erſchien, ſtieg ſie ängſtlich hinunter, um nach ihm zu forſchen. Sie fand ihn aber nicht, bemerkte jedoch zu ihrem Erſtaunen, daß der Auf Grund dieſes Geſtändniſſes, durch das Keller noch einen zweiten, ihr bisher unbekannten F Müllheim, 7. Aug. Der Landwirt Leininger in dem benachbarten Auggen war letzte Woche mit dem Spritzen der Reben be⸗ ſchäftigt, wobei er einer kleinen offenen Wunde am Finger nicht achtete. Alsbald traten in⸗ folge des in die Wunde gedrungenen Kupfer⸗ vitriols Vergiftungserſcheinungen auf und nach dreitägigem Krankenlager ſtarb der noch in jungen Jahren ſtehende Leininger an den Folgen dieſer Vergiftung. Offenburg, 6. Aug. Ein roher Menſch iſt der Landwirt Jakob Erhardt aus Legels⸗ hurſt bei Offenburg. Während der Beerdigung eines unehelichen Kindes, deſſen Vater er ſein ſoll, ſetzte er ſich in eine beim Friedhof gelegene Wirtſchaft und jauchzte. Ludwigshafen, 7. Aug. Am Mon⸗ tag abend iſt der hier bedienſtete ledige Knecht Wilhelm Karcher aus Obergimpern bei Sins⸗ heim i. B. beim Baden im Mundenheimer Altrhein ertrunken. 0 Kaiſerslautern, 6. Aug. Seinen leichtſinnigen Uebermut mit dem Tode bezahlt hat der 21 Jahre alte Taglöhner Karl Neu hier. Er wollte ſich Kameraden gegenüber als beſonders leiſtungsfähig zeigen und aß 2 Pfund Kirſchen ſamt den Steinen. Die Folgen zeig⸗ ten ſich aber ſehr bald. Neu wurde in der vorigen Woche ins Krankenhaus gebracht, wo er geſtern verſtarb. Dortmund, 7. Aug. Einbrecher ſtahlen einer Witwe Sparkaſſenbücher über 3000 Mk., Wertpapiere über 12000 Mk. und 80 Mk. Bargeld. Letzteres behielten die Einbrecher, die übrigen Papiere wurden in einem Poſt⸗ kaſten gefunden und der Beſitzerin wieder zugeſtellt. 8 Breslau, 8. Aug. Nach der„Schleſ. Volkszeitung“ unternahm der Geſchäftsführer Häniſch aus Landeshut von Bokenhain aus eine Radtour, um Verwandte zu beſuchen. Unterwegs kam ihm an einer Kurve ein Wagen entgegen, dem er nicht mehr auszuweichen ver⸗ mocht. Er ſtürzte vom Rade in einen Graben und brach das Genick. Häniſch hinterläßt eine Frau mit ſieben Kindern. Dresden, 8. Aug. In Sommerau wurde eine Frau im Scherz von einem Nach⸗ bar zwiſchen die Stubentür geklemmt. Nach einiger Zeit ſtellten ſich Beſchwerden und Brech⸗ anfälle ein, ſodaß die Frau ſich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Als ſie im Be⸗ griff war, das ärztliche Rezept entgegenzuneh⸗ men, brach ſie vor den Augen des Arztes zu⸗ ſammen und war ſofort tot. Bremen, 6. Aug. Ein Bremer Bürger Ernſt Dolle, der gegen ſechs dortige Staats— anwälte eine Privatbeleidigungsklage angeſtrengt hat, will Gnade vor Recht ergehen laſſen und ſeinen Beleidigern eine gerichtliche Beſtrafung erſparen. In den Bremer Blättern erläßt er folgende Erklärung:„In meiner Privatklage— ſache gegen 1. den Erſten Staatsanwalt George Anton Löning, 2. Staatsanwalt Dr. jur. Karl Detmar Stahlknecht, 3. Staatsanwalt Dr. jur. B. G. Drechsler, 4. Staatsanwalt Dr. jur. e.„ W. Th. Wedemeyer, 5. Staatsanwalt Dr. jur. H. Schmincke, 6. Staatsanwalt Dr. jur. F. C. A. Marx wegen Beleidigung erkläre ich mich bereit, die mir zugefügte, in meinem Antrage vom 10. Juli 1907 an das hieſige Amtsgericht näher begründete Beleidigung unter folgenden Bedingungen als erledigt zu betrachten: 1. Die beſchuldigten ſechs Staatsanwälte erklären mir ſchriftlich ihr Bedauern über die mir zugefügte Beleidigung und geben mir eine Ehrenerklärung. 2. Die beſchuldigten ſechs Staatsanwälte legen freiwillig ihr Amt als Staatsanwalt nieder und erklären ihren Austritt aus dem juriſtiſchen Berufe. 3. Jeder der beſchuldigten ſechs Staats⸗ anwälte zahlt als Sühne 10 000 Mk.(zehn⸗ tauſend Mark) an den Verein für entlaſſene Gefangen in Bremen.“ Zu niedrig ſchätzt ſich Herr Dolle, wie man ſieht, nicht gerade ein. Neiſſe, 8. Aug. Bei der Rückkehr des Pionierbataillons vom Exerzieren wurde der Leutnant der Reſerve Urban vom Hitzſchlag getötet. Chur, 8. Aug. Infolge eines heftigen Gewitterſturmes ſtürzte an einer Straßenkrüm⸗ mung eine hohe Lärche auf die elektriſche Starkſtromleitung herab. Der eine der beiden Drähte hielt den wuchtigen Schlag aus, wäh rend der andere auf die Straße fiel. Kurze Zeit hierauf paſſierte die mit 5 Pferden beſpannte Poſt Chur⸗Churwalden die Stelle. Die vorderen 3 Pferde kamen mit dem Draht in Berührung und ſtürzten tot zu Boden. Die beiden übrigen Pferde ſowie die Inſaſſen der Poſt kamen mit dem Schrecken davon. Vermiſchtes. — Die Tage nehmen ab. Man merkt ſchon recht deutlich, daß die Abende länger werden, denn während am 1. Juli die Sonne 8 Uhr 16 Min. unterging, verließ ſie uns am 1. Auguft bereits um 7 Uhr 47 Min., und wird am 1. September ſchon abends 6 Uhr 48 Min. von uns ſcheiden. Die Tageslänge betrug Mitte Juli noch 16 Stunden, vermindert ſich Mitte Auguſt auf 14½ Stunden und beträgt Ende Auguſt ſchon nicht viel mehr als 13½ Stunden. — Ein ſeltſames Abenteuer paſſterte letzten Samstag zwei jungen Herren aus Karlsruhe in Bretten. Sie wollten einen hier wohnhaften Schulkameraden beſuchen und waren gerade daran, das Haus desſelben aufzuſuchen, als ſie von einem Gendarmen feſtgenommen wurden mit der Anſchuldigung in Pforzheim 15000 Mk. geſtohlen zu haben. Der betreffende Gendarm glaubte nämlich, daß Größe und Alter auf das der beiden Diebe aus Pforzheim ſtimme. Durch Papiere konnten ſich ſich nicht ausweiſen, da man bei einer Reiſe von Karls⸗ ruhe nach Bretten keinen Reiſepaß oder Hei⸗ matsſchein mitzunehmen pflegt. Die Gen⸗ darmerie war lt.„Brett. Wchbl.“ nach längerem Verhör genötigt, die beiden jungen Leute wieder auf freien Fuß zu ſetzen, obwohl der ver⸗ haftende Gendarm bei ihrem Weggehen äußerte, r e F er glaubte nicht, daß ſie ihren richtigen Namen angegeben hätten. — Ballon und Automobil. In B. wurde eine Jagd mit Automobilen nach Luftballons unternommen, die ein recht humoriſtiſches Ende nahm. Unmittelbar nach dem Aufſtieg ſchlug der Ballon nordweſtliche Richtung ein, die ſofort von den verfolgenden Wagen auf ge⸗ nommen wurde. Bald jedoch verſchwand der Ballon in den Wolken, während die Wagen ihren Weg in der eingeſchlagenen Richtung fortſetzten. Ueber den Wolken ſchien jedoch eine ganz andere Luftſtrömung zu herrſchen, denn der verfolgte Ballon landete bei Mirfeld, etwa 10 Meilen ſüdöſtlich des Aufſtiegplatzes, während die Wagen die Ortſchaft Colne und Burnley erreichten, die etwa 20 Meilen nordweſtlich des Startes liegen! So humoriſtiſch das Reſultat auch iſt, kann man daran doch er⸗ kennen, mit welchen Schwierigkeiten und unvor⸗ hergeſehenen Zwiſchenfällen man bei der Ver⸗ folgung eines Ballons rechnen muß. — Die Unſitte, Hunde zu küſſen, hat ſich wieder einmal bei einer Frau in Hirſchberg in Schleſten ſchwer gerächt. Seit etwa einem halben Jahre verſpürte ſie einen zunehmenden Schmerz im Leibe, bis ſie ſich an einen Arzt wandte, der ihr nach längerer Behandlung mit⸗ teilte, daß der Körper und ſogar der Magen ſtark mit Hundewürmern durchſetzt ſei. Nun liegt die Frau ſchwer krank darnieder; es iſt fraglich, ob ſie jemals wieder geneſen wird. — Geſtern morgen iſt auf dem Haupt⸗ bahnhof in Hannover die Lokomotive eines Schnellzugs Hannover⸗Köln vor der Abfahrt explodiert. Ein Geſchäftsreiſender wurde durch den fortgeſchleuderten Keſſel zerſchmettert. Die Leiche iſt bis zur Unkenntlichkeit entſtellt, — Ein„glücklicher“ Vater. Die Frau des Bergmannes Berchtold in Peiting bei Schongau wurde dieſer Tage vom 24. und 25. Kinde entbunden. Das„Jubelpaar“ iſt mit großem Freudengeſchrei in die Welt ein⸗ getreten. Es iſt ſchon das dritte Mal, daß Frau Berchtold ihren Eheherrn mit Zwillingen „überraſcht“. Humoriſtiſches. — Fürchterlich! Vagabund zu einer alten Dame:„Wenn Sie mir nicht helfen, muß ich etwas ganz Schreckliches tun, was ich durchaus vermeiden möchte.“ Die alte Dame gibt ihm eine kleine Geldſumme und fragt dann entſetzt: „Was iſt das Schreckliche, wovor ich Sie bewahrt habe? Jetzt können Sie es mir ſagen.“ Der Vagabund erwidert ſchmunzelnd: „Arbeit, Madame.“ — Zerſtreutheit.„Doktor, ich möchte Sie wegen meines geſchwollenen Fußes um Rat fragen.“ Arzt:(beſchäftigt):„Gut, haben Sie ihn mitgebracht?“ — Hof und Hof. Ein Herr zu einer im Torweg ſtehenden jungen Frau:„Alſo Sie ſind die Portierfrau?“„Ja.“„Schade, daß ich dann nicht hier im Hauſe wohne. Ich würde Ihnen gerne den Hof machen.“ Die Portier⸗ Ausgang hatte, der zu einem engen unterir⸗ diſchen Gang führte. Beherzt wie ſie war, ſchritt ſie dieſen Gang entlang und machte eine Reihe von überraſchenden Beobachtungen. In Ecken und Niſchen befanden ſich nämlich zahl⸗ reiche wertvolle Antiquitäten aus dem Beſitz des ermordeten de Knocker. Die wertvollſten Koſtbarkeiten ſtanden hier und verſchimmelten und verſtaubten. Frau de Knocker erſchrak zwar ſehr bei dieſer Entdeckung, die manche ſchweren Gedanken, die ſie ſich gemacht hatte, beſtätigte. mehrmals nach Jan, aber nur das dumpfe Echo antwortete mißtönend. Die Frau ging wieder zurück und beſorgte ſich eine Laterne. Beim Schein derſelben eilte ſie, aunmehr er⸗ regter werdend, durch den Gang, der, wie ſie vermutete, zum Hauſe des Ermordeteg führte. Ihr Herz pochte gewaltig, ſo ſehr ſie ſich auch zuſammennahm. Plötzlich ſchrie ſie laut auf. An der Treppe, die am Ende den Gang mit der Wohnung des Antiquitätenhändlers verband, hatte ſich Jan erhängt. Er rührte ſich nicht mehr und war auch ſchon kalt. Seine im Leben ſo ſchönen, männ⸗ lichen Züge waren jetzt beinahe teuflich verzerrt. Zu ſeinen Füßen lag ein Blatt Papier, das er wohl kurz vor ſeinem Ende geſchrieben haben mochte. Frau de Knocker nahm es an ſich, ehe ſie zurücklief, um Hilfe zu holen. Das Papier erhielt nur die folgenden Worte: „Die Alten haben mir keine Ruhe gelaſſen und ſind beide gekommen, mich zu holen. Auch Dennoch rief ſie mit ruhiger Stimme an Vaters Tod bin ich ſchuld. Wenn ich Molski gefolgt wäre, ſtände es heute beſſer um mich. Der Grünſpecht iſt ganz ſchuldlos. in die Arme geführt.“ dem Erwin aus' der Unterſuchungshaft ent⸗ laſſen wurde. Der Selbſtmord Jans, Selbſt Herr Smet ließ ſich überzeugen, daß Jan dem jungen Mann das Meſſer und den Linnenfetzen ſchon vorher argliſtig entwendet haben konnte. Die kleine Schaar von Freunden, die Erwin in den Stunden der Not ſo treu zur des Unterſuchungsgefängniſſes. In großer Rührung dankte er allen, dem bewährten Rechtsanwalt, dem wackeren Detektiv, vor allem aber in wortloſer, unſäglicher Liebe Marien, ſeiner Braut. „Na, Herr Doktor, haben Sie ſich nun überzeugt, daß Ihre Mühe ganz vergeblich war“, ertönte auf einmal die Stimme Molskis. Der Dicke wurde nämlich auch am gleichen Tage aus der Haft entlaſſen. Daß er am Mord unbeteiligt war, ſtand feſt. Zwar hieß es, er habe in Berlin Sachen, die dem alten de Knocker gehört hatten, verkauft, Schultze beteuerte es z. B. mit großer Beſtimmtheit, aber es ließ ſich ihm nichts mit Sicherheit nachweiſen. ſchon ſo oft, das Zuchthaus geſtreift, war aber Das verdammte Spiel hat mich dem Teufel Es war ein ſchöner, klarer Wintertag, an das Geſtändnis Hochſtettens und die Beobachtungen Winters bewieſen ſeine vollſtändige Unſchuld. Seite geſtanden hatte, empfing ihn am Portal Er hatte wieder, wie doch noch vorbeigekommen. Sein Cynismus hatte aber in der Haft keine Einbuße erlitten. Lächelnd, als wäre nichts geſchehen, ſagte er zu Erwin: „Geben Sie mir mal ein Patſchhändchen! Ich wünſche Ihnen herzlich Glück zur Ver⸗ lobung, und Ihnen auch, ſchönes Fräulein.“ Die ganze Gruppe drehte ihm verachtungs⸗ voll den Rücken zu. „Na na, nur nicht ſo ſtolz“, rief er ihnen nach.„Vergeßt nur nicht, daß Ihr Euch gar nicht gekriegt hättet, wenn ich nicht geweſen wäre“. Er lief den ſich Entfernenden noch einmal nach, packte den Detektiv Schultze am Arm, klopfte ihm wohlwollend auf die Schulter und ſagte: „Sie, junger Mann, könnens noch weit bringen. Ihnen davonzulaufen, hat mir wirklich Spaß gemacht. Daß Sie mich ſchließlich doch kriegten, war ja mehr Glück als Verſtand, aber immerhin: allerhand Achtung!“ Darauf wandte ſich der alte Gauner nach der Straße, die nach Bellemon führt und brummte vor ſich hin: „Muß doch dem armen Teufel, dem Jan, einen Kranz auf ſein Grab in der Selbſtmör⸗ derecke legen, ſonſt wird's wohl doch keiner tun. War zwar ein Hitzkopf, der Junge, aber doch ein guter Kerl, hat mich der Patſche geriſſen.“ N g Im Sommer des nächſten Jahres führte Erwin von Hornow das ſchöne Mädchen von noch im Tode aus 1 frau naiv:„Schade, daß Sie dann nicht hier wohnen, das würde mir gerade paſſen, denn den zu fegen, macht mir immer die meiſte Mühe.“ — Grobe Auffaſſung. Gaſt:„Kellner, bitte, die Speiſekarte!“— Kellner:„Die Speiſekarte iſt momentan belegt, aber ich habe ſaure Nieren, Schweinshaxen, geröſteten Kalbs⸗ kopf.“— Gaſt:„Schon gut, ich wünſche keine . von Ihnen, ſondern was zu eſſen.“ — Ein Kavalier.„Richter: Sie ſollen die Tochter des Herrn Kommerzienrats auf offener Straße umarmt haben.“ Strolch: „Herr Präſident, ich bin ein Ehrenmann und weiß, was ich zu tun habe:„Ich werde ſie heiraten!“ — Rückſichtslos. Die erkältete„Gnädige“ (entrüſtet zum Dienſtmädchen, das ebenfalls einen Huſtenanfall hat):„Was ſoll das heißen, Anna?!— Bin ich hier krank oder Sie 2!“ — Beſtätigung.„Ihr ſeliger Mann ſcheint ſtark getrunken zu haben?“—„Und obl.. Wie er g'ſtorben is' ham alle Brauereien Kränze geſchickt!“ * — Lakoniſch. Hausfrau:„Ueber eine gute Milch geht doch nicht!“— Nachbarin: „O ja, die Katze!“ — Boshaft. Wirtin:„Wie mag das ſein, die Hausleute oben beklagen ſich alle, daß die Waſſerleitung zu wenig gibt!“— Gaſt: „Zieht Ihr Mann im Keller vielleicht gerade Wein ab.“ Volksbad Seckenheim. Heute und Morgen für Männer geöffnet. Bellemon als junge Frau ſeiner Tante, der Generalin Berg, in die Arme, und den drei Menſchen, die ſo ſchweres erduldet hatten, blühte nun ein langer köſtlicher Lebensfrieden. Erwins Prozeß endete zwar im Wieder⸗ aufnahmeverfahren noch einmal mit einer allerdings gelinden Beſtrafung, die erfolgen mußte, weil er die gefährliche Zeitungsnummer als verantwortlicher Redakteur gezeichnet hatte, aber die Gnade des Königs erließ ihm die Strafe, ebenſo wie diejenige, welche er für die Flucht aus dem Gefängnis erhielt. Maria hatte ihr Anweſen in Bellemon verkauft, ihre Stiefmutter reichlich ausgeſtattet und weilt an der Seite ihres glücklichen Gatten ebenſo glücklich in Deutſchland. Hochſtetten verbüßte eine Gefängnisſtrafe, die wegen ſeines reumütigen Geſtändniſſes ge⸗ linde ausgefallen war, und ſuchte dann mit Unterſtüzung ſeiner Verwandten die neue Welt auf. 0 Von Molski hat man nichts mehr ver⸗ nommen. Ende! Bekanntmachung. 5 Die Anſtellung von Schreiblehrlingen bei der Gemeindeverwaltung Seckenheim betr. Nr. 5029. Die Anſtellung eines Schreiblehrlings bei der Gemein⸗ deverwaltung iſt beſchloſſen. Anmeldungen haben binnen 8 Tagen beim Bürgermeiſteramt dahier zu erfolgen, bei dem auch die Anſtellungsbe⸗ dingungen in Erfahrung gebracht werden können. Seckenheim, den 6. Auguſt 1907. Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Feier der Kirchweih betr. No. 4831. Wir bringen hierduech zur öffentlichen Kenntnis, daß die Feier der Kirchweihe in Seckenheim mit Wirkung vom laufenden Ratſchreiber Ritter. * 8 verlegt worden iſt. Seckenheim, den 6. Auguſt 1907. Volz Saͤmmel⸗Anxeiger. Gearg Schmich, Neckarauerſtraße hat eine leinene Pferdedecke gefunden. 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