1 1 Bomben⸗Werkſtätte eingerichtet hatte. Sethenheimet Autiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Jpesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 68. Samstag, den 24. Auguſt 1907. 7. Jahrgang Ausland. Liſſabon. 21. Aug. Hier iſt eine Ver⸗ ſchwörung gegen das Leben des Königs Don Carlos und des Premierminiſters Joao Franco entdeckt worden. Im Arbeiterviertel ereignete ſich eine Dynamit⸗Exploſion, bei der 2 Perſonen getötet und 2 verwundet wurden. Die Nach- forſchungen, die die Polizei aus dieſem Anlaß anſtellte, führten zur Verhaftung eines Studenten der Medizin namens Joſe Bettencourt. Bei ſeinem Verhör ergab ſich, daß er der Anführer einer Verſchwörerbande war, die ein Bomben⸗ attentat gegen den König und den Miniſter⸗ präſidenten plante und zu dieſem Zweck eine Bei einer Durchſuchung ſeiner Wohnung wurden belaſtende Papiere gefunden, durch welche den Behörden die Namen vieler am Komplott beteiligten Perſonen bekannt wurden. Man ſchritt ſofort zur Verhaftung von 30 Beteiligten, die ſämtlich der republikaniſchen Partei angehören. Sie wurden hierauf an Bord des in Injo vor Anker liegenden Kreuzers„Adamaſtor“ gebracht. Es heißt, daß dort ein geheimes Prozeßver⸗ fahren gegen ſie durchgeführt und ſie dann nach der zu den hinterindiſchen Inſeln ge— hörigen Kolonie Timos deportiert werden ſollen. Aus Nah und Fern. Vom Bauland, 21. Aug. In Lohrbach ſpielte ſich am Sonntag ein blutiger Streit ab. In einer dortigen Wirſchaft gerieten zwei Brüder in Streit. Dabei verſetzte der eine, der als Raufbold bekannt und vorbeſtraft iſt, ſeinem verheirateten Bruder fünf Stiche in den rechten Arm und in die rechte Seite. Die Verletzung iſt eine ſchwere. insheim, 21. Aug. Der ledige Landwirt Valentin Beſſerer von hier geriet letzten Montag ſo unglücklich unter einen Wagen, daß ihm die Fleiſchteile des einen Unterſchenkels faſt vollſtändig abgequetſcht worden. Sinsheim, 21. Aug. In Eſchelbach wollte eine Frau ihren Hühnerſtall von Läuſen reinigen und brannte ihn zu dieſem Zweck mit Stroh aus. Das Feuer griff um ſich, ergriff einen in der Nähe befindlichen Schopfen, der vollſtändig niederbrannte. Pforzheim, 21. Aug. Ein ſehr be⸗ dauerlicher Unglücksfall wird bekannt. Ein kleiner Knabe ſpielte in einem Garten an der Schaukel, hierbei kam er zu Fall und zwar ſo unglücklich, daß er ſich beinahe die ganze Zunge abbiß. Aus dem Murgtal, 22. Aug. Wie man dem„Acher⸗ und Bühler Boten“ aus zuverläſſiger Quelle mitteilt, iſt die große Tal⸗ ſperre im Murgtal, die dazu dienen ſoll, die Waſſerkräfte der Murg für elektriſche Licht⸗ und Kraftzwecke auszunützen, nunmehr endgiltig geſichert. Unternehmer des rieſigen Werks ſind die Firmen Schuckert⸗Nürnberg und Siemens und Halske⸗Berlin. Die Finanzierung hat die ſüddeutſche Diskontogeſellſchaft, vormals Laden⸗ burg⸗Mannheim, übernommen. Der Koſten⸗ aufwand beträgt 30 Millionen Mark. Rheinfelden, 22. Aug. Aus gering⸗ fügigem Anlaß gerieten geſtern mittag zwei italieniſche Arbeiter mit einander in Streit. Im Verlauf der Schlägerei wurde der eine der Kämpfenden ſo in die Enge getrieben, daß er ſich nicht mehr anders zu helfen wußte, als ſeinem Gegner ein Stück aus der Kinnlade herauszubeißen und das Stück Fleiſch in der Aufregung zu verſchlucken, ohne daß er es ſelber recht bemerkte. Der biſſige Italiener iſt bereits in Haft geſetzt worden. Säckingen, 22. Auguſt. In Groß⸗ Herriſchwand wurde eine Ziege auf der Weide von unzähligen Bienen überfallen und lt. „Albb.“ durch Stiche ſo zugerichtet, daß ſich das arme Tier zu Boden warf und ſicher zu Tode gepeinigt worden wäre, hätte nicht ein Imker mit voller Energie die Rettung des Tieres bewerkſtelligt. Es war ein ſehr gefähr⸗ licher Moment. Die Bienen hatten eine unbe⸗ ſchreibliche Stechwut; ſie verbreiteten ſich auch über die Nachbargärten, wo Frauen und Kin⸗ der unzählige Stiche erhielten. Dingelsdorf(A. Konſtanz), 18. Aug. Der Fiſcher Bauer hier wurde dieſer Tage von ſeiner Frau zum drittenmale mit Zwillingen beſchenkt. Die erſten waren ein Pärchen, das die Eltern Adam und Eva taufen ließen, das zweite Zwillingspaar, zwei Brüder, hießen Kain und Abel. Jetzt ſind zwei Mädchen an⸗ gekommen. Aus der Pfalz. Wie ein Scherz recht ſchlimme Folgen haben kann, mußte ein Be⸗ amtenſohn aus Alſenz erfahren. Er beſuchte einen in einer ſüddeutſchen Univerſitätsſtadt ſtudierenden Freund und kletterte abends, um ſich einen Ulk zu leiſten, auf ein gerade vor dem betr. Hauſe ſtehendes Tünchergeruͤſt, um von dort aus gleich durch das Fenſter in die Wohnung des Freundes zu ſteigen. Der Student, der im Glauben war, einen Ein⸗ brecher vor ſich zu haben, öffnete das Fenſter und ſchoß gleich darauf los. Der Schuß traf das Geſicht des jungen Mannes, vernichtete das eine Auge vollſtändig und gefährdete auch die Sehkraft des anderen Auges. Augsburg. In Ingenried bei Schongau hat ein Knecht des Oekonomen Ziegler deſſen Tochter nach kurzem Wortwechſel mit der Heugabel erſtochen. Budapeſt, 23. Aug. Auf dem St. Stephans⸗Kirchweihfeſt in Szegedin, bei welchem 400 Burſchen und 200 Mädchen zum Tanz zuſammengekommen waren, entſtand zwiſchen den Burſchen eine Schlägerei. Alsbald wur⸗ den Revolver und Meſſer gezogen. In dem Gefecht wurden 50 Burſchen getötet oder ver⸗ wundet. 2 Poliziſten erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Als ein Teil der Burſchen nach einem Gaſthauſe entfloh, wurde dieſes geſtürmt und die Einrichtung zertrümmert. Die Gen⸗ darmerie verhaftete die Rädelsführer. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung. (Vom 20. Auguſt 1907.) Die Lieferung von Wieſenheu fur den e wird an Friedrich Werner auf ilsbergerhof übertragen. 0 6 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnis verſicherungsverträge werden geprüft und bleiben unbeanſtandet. Die Aufnahme eines Kapitals von 5000 Mk. zur Beſtreitung laufender Bedürfniſſe beim ländl. Creditverein Seckenheim wird beſchloſſen. Ein Anweſen in Seckenheim wird amtlich geſchagt Das Gr. Bezirksamt teilt mit, daß dem Joh. Schmidtlin die vorläufige Erlaubnis zum Betriebe der Schankwirtſchaft mit Branntwein ⸗ ſchank zum alten Relaishaus in Rheinau erteilt wurde. Eine dunkle Tat. Original- Roman von Carl Braunfels. Mit den Schlüſſeln, welche dem Toten abgenommen waren, öffnete er den Sekretär. Neben mehreren Briefen lag ein Couvert, deſſen fünf Siegel verrieten, daß dasſelbe Geld oder Wertpapiere umſchloſſen hatte. Ruhig nahm er dasſelbe zur Hand, um die Aufſchrift zu leſen. In ſeinem Geſichte prägte ſich Ueber raſchung aus. Die Adreſſe war an Buſchmann gerichtet, darüber ſtand:„Inliegend zwei⸗ tauſend und vierhundert Taler in Banknoten und Kaſſenanweiſungen.“ Der Brief war aus dem Orte, in welchem Buſchmann wohnte, der Poſtſtempel verriet es, und erſt am Tage zuvor war er, wie der Stempel gleichfalls angab, in die Hände des Rentiers gekommen. Einer der Briefe gab über die Geldſendung nähere Auskunft. Die Summe war eine zurückgezahlte Hypothek und von dem Rechts⸗ anwalte des Rentiers überſandt. Konnte dieſer Brief nicht mit der Er— mordung im Zuſammenhange ſtehen? Konnte die Summe, welche er enthalten hatte, nicht den Mörder zu der Tat bewogen habeu? Degen zeigte dem Staatsanwalte das Couvert und den Brief, dann durchſuchte er ſorgfältig den Sekretär. In einem Schubfache fand er mehrere Wertgegenſtände, einige wert volle goldene Tuchnadeln, einige Ringe, mehrere harte Taler und einige Taler in Silbermünzen. Von der Summe, welche Buſchmann am Tage zuvor in Banknoten und Kaſſenanweiſungen erhalten hatte, war keine Spur zu entdecken. „Er wird ſie in der Brieftaſche bei ſich getragen haben“, bemerkte der Staatsanwalt. Der Kommiſſär nickte zuſtimmend mit dem Kopfe. Der Verdacht, welcher anfangs in ihm aufgeſtiegen war, hatte eine ganz andere Richtung erhalten. Aller Wahrſcheinlichkeit nach hatte dieſe Summe und nicht das Geld, welches er im Spiel gewonnen, den Mörder zu der Tat verleitet. Er teilte dies dem Staatsanwalte mit, der dieſelbe Anſicht hegte. „Es kann Ihnen nicht ſchwer werden, zu ermitteln, wer davon Kenntnis hatte, daß Buſchmann geſtern das Geld durch die Poſt erhalten“, bemerkte Heppner. Degen zuckte mit der Schulter. „Zunächſt die Poſtbehörde“, fuhr der Staatsanwalt fort.„Werden hier ſolche Summen durch die Briefträger überbracht?“ wandte er ſich fragend an den Bürgermeiſter. „Die Briefträger bringen alle Geldbriefe und Werkpakete“, ſagte der Gefragte.„Früher mußten die Adreſſaten dieſelben ſelbſt von der Poſt holen, dies iſt indeſſen ſchon ſeit einem Jahre nicht mehr der Fall.“ „Wie viele Briefträger haben Sie hier?“ 4 7 „Drei.“ „Nun, der Betreffende, der dieſen Brief beförderte, wird ſich leicht ermitteln laſſen“, bemerkte Heppner. „Glauben Sie, daß er die Tat begangen hat?“ warf Degen ein. „Die Moͤglichkeit liegt nicht ſo fern“, gab der Staatsanwalt zur Antwort. „Aber die Wahrſcheinlichkeit“, fuhr Degen fort.„Hätte der Mann nicht viel eher den Brief unterſchlagen und wäre entflohen? Doch, wir werden ja ſehen, ich werde genau nach⸗ forſchen und den Mann nicht aus den Augen laſſen. Es muß ſich leicht erweiſen laſſen, wo er in der vergangenen Nacht geweſen. Wollen Sie mir dies überlaſſen, ſo werde ich ſofort nachforſchen, wollen Sie mich im Kurhauſe er⸗ warten?“ Der Staatsanwalt war damit einver⸗ ſtanden, weil er ſich auf Degen's Tüchtigkeit und Umſicht verlaſſen konnte. Derſelbe war ſchon eine Reihe von Jahren als Polizei⸗ kommiſſär tätig und hatte reiche Erfahrungen geſammelt. Nachdem Degen das Couvert und den Brief des Rechtsanwalts in ſeiner Brieftaſche geborgen hatte, verſchloß er den Sekretär und Zimmer. Dann begab er ſich zur Poſtexpedition, an deren Spitze ein Sekretär ſtand. Er teilte demſelben den 8 ſeines Beſuches mit und fragte, welcher Briefträger am Tage zuvor den Geldbrief beſtellt habe. — — Für ein durch Blitzſchlag beſchädigtes Ge⸗ bäude in Seckenheim hat die Gebäudever⸗ ſicherungsanſtalt in Karlsruhe die Entſchädigung feſtgeſetzt; gegen dieſe Feſtſetzung werden keine Einwendungen erhoben. Termin zur Ergänzung des Bürgeraus— ſchuſſes Seckenheim für das verſtorbene Mitglied, Herrn Valentin Kreutzer wird auf Freitag, den 30. Auguſt 1907, Nachmittags 7 7½ Uhr, in das Rathaus zu Seckenheim und des Bür⸗ gerausſchuſſes Rheinau für das von Rheinau weggezogene Mitglied, Herrn Albrecht Paſchen wird auf Samstag, den 31. Auguſt 1907, Nachmittags 7— 7½ Uhr in das Rathaus zu Rheinau anberaumt. Zu Urkundsperſonen werden ernannt für die Wahl in Seckenheim, Hert Adam Val. Schmich und Herr Phil. arl; für die Wahl in Rheinau Herr Direktor Köhler und Herr Jak. Roßrucker. Die Verſteigerung des Ziegenbocks in Rheinau, welche einen Erlös von 10 Mk. brachte wird genehmigt. Beim Grundbuchamt wird die Zuſchreibung verſchiedener Teilflächen zu der Fabrikſtraße in Rheinau beantragt. Nach Mitteilung des Gr. Bezirksamts wurde Herr Karl Roßrucker in Rheinau als Hilfsfeldhüter verpflichtet. Gegen die Aufnahme des Sattlers Otto Friedrich Karl Zürn in Seckenheim in den badiſchen Staatsverband werden keine Be— denken erhoben. Der Ankauf von 2 Farren auf dem Ra⸗ dolfzeller Zuchtviehmarkt im Preiſe von ca. 700 Mk. wird beſchloſſen; mit dem Ankauf wird Herr Gemeinderat Zahn betraut. Zu Vertretern der Gemeinde für die Wahl eines Abgeordneten der Gemeinden zur Kreis— verſammlung werden gewählt; die Herren Bürgermeiſter Volz, Stabhalter Wöllner und Bürgermeiſterſtellvertreter Hörner. Zum freiwilligen Beitritt der Gemeinde— Der Name desſelben war Stroſſer. „Wie iſt der Charakter dieſes Mannes?“ fragte er. Der Sekretär zögerte mit der Antwort, es ſchien faſt, als ob er ſich nicht gern darüber ausſpräche. (Fortſetzung folgt.) 0 9 9 22—ů—ů—ů bedienſteten zur Fürſorgekaſſe kann ſich der Gemeinderat mit Rückſicht auf die hohen Auf⸗ wendungen nicht einverſtanden erklären. Der vorgelegte Entwurf für die Facade des Schulhauſes in Rheinau wird zur Ans⸗ führung genehmigt. Vermiſchtes. — Der Lehramtsaſſiſtent Henninger hat den Ammerſee der Breite nach bei hohem Wellengang in elf Stunden durchſchwommen und ſiegte damit über den Baron Ulm. Die beiden Deutſchen Scholkemeyer und Winther, die vor einiger Zeit den Geld⸗ briefträger Olſſon ermordet und beraubt haben, ſind in Stockholm zum Tode verurteilt worden. — Der längſte preußiſche Soldat, Joſeph Schipper von M.⸗Gladbach, Flügelmann des 1. Garde⸗Regiments zu Fuß, iſt nach der „Gladb. Ztg.“ vom Dienſt ſo angegriffen, daß er auf Koſten des Regiments 14 Tage Urlaub nach Homburg sthalten hat. Sein Kompagnie⸗ chef, Prinz Eitel Friedrich, der in Homburg weilt, hat ihn dorthin berufen. — Im Zirkus Sporn zu Düſſeldorf entſtanden, als der Ringkämpfer Steurs aus Belgien ſeinen Gegner Sturm aus Berlin unfair angriff, Streitigkeiten. Beide Ring⸗ kämpfer ohrfeigten einander. Das Publikum mußte von der Polizei und der Feuerwehr zurückgedrängt werden. Die Preisrichter dis⸗ qualifizierten beide Ringer. Die Polizeibe⸗ hörde verbot ihr weiteres Auftreten. — In Tramin(Tirol) ſtarb die Dienſt⸗ magd Anna Gabrieli im Alter von 93 Jahren. Sie war als 13jähriges Mädchen in den Dienſt der Familie Vulkan eingetreten und hat durch drei Menſchenalter treu gedient. — Ein in Oberleutensdorf(Böhmen) wohnhafter penſioniert Waldhüter, der 82 Jahre alt iſt, hat ein Mädchen von 37 Jahren geheiratet. — Einen Akt beſtialiſcher Grauſamkeit vollführte in Staneſo(Ungarn) ein Rumäne an ſeiner Frau, die ihn verlaſſen hatte. Da ſie bei ihrem Entſchluß, nicht mehr heimzu⸗ kehren, blieb, band ihr Cſukoeſa Hände und Füße mit einem Strick zuſammen und ſteckte F 1 ihr einen Knebel in den Mund. Hierauf ſchnitt er ihr beide Ohren, die Naſe und die Lippen ab und ſtach ihr beide Augen aus. So verließ er das unglückliche Opfer und ſtellte ſich der Gendarmerie. — Ein Soldat des 1. Bataillons In⸗ fanterie-Regiments Nr. 47 in Jerſitz(Poſen) hatte ſich der Zechprellerei und des Diebſtahls ſchuldig gemacht. Die beſtohlene Kellnerin wandte ſich eniſchloſſen an das Bataillon. Auf Befehl nahmen die vier Kompagnien auf dem Kaſernenhofe Aufſtellung und in feinſter Toilette erſchien die Kellnerin, um die Front abzuſchreiten und den Attentäter herauszu ſuchen. Da ſich aber die Soldaten infolge ihrer gleichen Kleidung ſehr ähnlich ſehen, ſo wollte es ihr doch nicht ſofort gelingen, den Schuldigen zu finden. Da kam ihr plötzlich die Erinnerung, daß der Musketier den ur⸗ eigenſten Berliner Dialekt ſpricht. Ein der Tat verdächtiger Mann wurde vom Bataillons— adjutanten zur Rede geſtellt, worauf er ant⸗ wortete:„Nee, dett bin ick nich jeweſen!“ An ſeinem Dialekt erkannte die Kellnerin nun ſofort den Schuldigen und ſein Streiten konnte ihn nun nicht mehr retten. — In Caſino Calabro(Neapel) waren die Bedienſteten einer Feuerwerkskörper⸗ Fabrik mit ihrem Chef unzufrieden, weil er ihnen eine Lohnerhöhung verweigerte, und ſetzten eine Kiſte mit Dynamit in Brand. Das ganze Etabliſſement flog in die Luft. Der Chef, ſeine beiden Kinder und der Geſchäfts⸗ führer wurden getötet. Die Frau des Fabri⸗ kanten war abweſend. Als ſie das Vorge⸗ fallene erfuhr, verfiel ſie in Wahnſinn. — Bereitſchaft. Onkel(beim Abſchied zum ſtudierenden Neffen):„Alſo, leb wohl! Und wenn Du halt mal Geld brauchſt, ſchreibſt!“ Neffe:„... Ach, Onkel, ich hab' den Brief eigentlich ſchon da!“ Seckenheim, 23. Aug. Der letzte Ferkelmarkt war mit 101 Stück befahren und wurden 60 zum Preiſe von 16 20 Mk. pro Paar abgeſetzt. Volksbad Seckenheim. Heute und Morgen für Männer geöffnet. Bekanntmachung. a Die Tabakfelderaufnahme betr. Nr. 6020. Nach Mitteilung des Hauptſteueramts Mannheim hat die Aufnahme der Tabakfelder mit Einſchluß der amtlichen Feſtſetzung der zu vertretenden Gewichtsmenge auf der hieſigen Gemarkung am 21. Auguſt 1907 begonnen. Indem wir dies den Tabakpflanzern der Gemeinde bekannt geben, machen wir auf folgendes aufmerkſam: 1. Bis zu dem bezeichneten Tage muß die zur Regelung der Blattzahl erforderliche Behandlung der Tabakpflanzen(das Köpfen und Geizen) vollſtändig bewirkt und müſſen etwa vorhandene Erſatzpflanzen entfernt ſein. 2. Die Pflanzer ſollen den amtlichen Ermittelungen auf ihren Grundſtücken tunlichſt anwo)nen oder ihre Grundſtücke in geeigneter Weiſe bezeichnen(etwa durch Aufſtellen von Stäben, auf denen der Name des Pflanzers angegeben iſt, an den beiden Grundſtücksenden). 3. Den Pflanzern iſt bis zum Beginne der Aufnahme Gelegenheit gegeben, Unrichtigkeiten in der Anmeldung zu verbeſſern. Seckenheim, 23. Auguſt 1907. Bürgermeiſteramt: o lz. Ratſchreiber Ritter. Aeckerverſteigerung. Auf Antrag der Eigentümerin Frau Emma Seltz Witwe werden am Freitag, 30. Auguſt 1907, Nachmittags 2 Ahr auf dem Rathauſe in Seckenheim 32 Item Aecker Wald und Wieſen zu Eigentum öffentlich ver⸗ ſteigert. Das Verzeichnis der Aecker ſowie die Ver⸗ ſteigerungsbedingungen können auf dem Rat⸗ hauſe eingeſehen werden. Seckenheim, 22. Auguſt 1907. Bürgermeisteramt Volz. Ratſchreiber Ritter. Sammel⸗Anzeiger. Nur für Mitglieder der Ein⸗ und Perkaufsgenoſſenſchaft Seckenheim. E. G. m. b. H. Tabaksſtangen hat zu verkaufen gäcermeiſter Volz. 794 nut Früchte deshalb der natürlichste Volkstrunk Huch in 50 und 150 Literpaketen zu haben. Veberall Niederlagen, erkenntlich durch Plakate, oder direkt ab Plochingen unter Nachnahme von Weiss& Co., G. m. b. H., Plochingen a. N. E Prospekte mit Gebrauchsanweisune gratis und franko. 2 Niederlage bei J. Hilsheimer, Seckenheim. Aug. Jericho,„ Brillanten Spezialhaus ür f blendend ſchönen Teint, weiße, ſammet, weiche Baut, ein zartes, reines Gesicht Züpfe U. Haarkelten und roſiges, jugendfriſches Aussehen Verſandt nach Auswärts. erhält man bei tägl Gebrauch der echten e Steckenpferd-Lilienmilch-Seife 0 7, 4 Mannheim 0 7, 4 v. Bergmann 3 Co., Radebeul 1* mit Schutzmarke: Steckenpferd à Stück 50 Pfg. in der Apotheke. * Druckarbeiten für Behörden und Private liefert in hübſcher Ausführung billigſt die 28 Buchdruckerei. J. Helfrich. Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Schweineſeuche, Schweinepeſt betr. Nachſtehend bringen wir eine Belehrung über die Bekämpfung der Schweineſeuche mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß gemäß 89 Reichsviehſeuchengeſetz von jedem Ausbruche oder Verdacht der Schweineſeuche, Schweinepeſt Anzeige zu erſtatten iſt. Mannheim, den 17. Auguſt 1907. Grossh. Bezirksamt, Abteilung III. Dr. V. Pfaff. Belehrung über die Schweineſeuche und Schweinepeſt. Die Schweineſeuche iſt⸗ eine anſteckende Entzündung der Bruſtorgane (Lunge, Bruſtfell, Herz). Ihre Urſache iſt ein Spaltpilz. Sie wird nur durch Anſteckung entweder unmittelbar von Tier zu Tier durch die Atmungsluft oder durch Zwiſchenträger(Futtertröge, Futterreſte, Streu u. ſ. w.), die mit dem An⸗ ſteckungsſtoff verunreinigt ſind, übertragen. Die Seuche befällt vorzugsweiſe jüngere Tiere und kommt häufig gleichzeitig mit der Schweinepeſt vor. Kennzeichen am lebenden Tiere: Die Krankheit tritt in zwei Formen auf, nämlich als ſchnell(akut) verlaufende und als ſchleichend(chroniſch) verlaufende Schweineſeuche. Bei der erſteren Form treten zunächſt Huſten, beſchleunigtes und erſchwertes Atmen, verminderte Freßluſt, heiße, trockene Haut verbunden mit wenig hervortretender Hautröte und Fieber in die Erſcheinung. Die Mehr- ahl der erkrankten Schweine namentlich Ferkel, ſtirbt oft ſchon nach wenigen Tagen. Nicht ſelten iſt der Verlauf aber auch ein langſamerer, wobei ſich die Tiere allmählich zu erholen ſcheinen, aber in der Ernährung zurückkommen oder in der Entwickelung ſtehen bleiben. Bei der chroniſchen Schweineſeuche ſind oft husten und ſchlechte Entwickelung bezw. Abmagerung die einzigen Merkmale. Manche Tiere haben dabei einen grindartigen Hautausſchlag(Ruß, Pocken). Auch bei ſchleichendem Verlauf führt die Krankheit, die ſich über Wochen, ſelbſt Monate hinziehen kann, häufig zum Tode, ſeltener geht ſie in ſcheinbare Gene— ſung über. Eine vollſtändige Ausheilung tritt nur ganz ausnahmsweiſe ein. Bei geschlachteten Tieren, die mit der Seuche behaftet waren, findet ſich in der Regel Lungen- und Bruſtfellentzündung, wobei die Lungen mit der Bruſtwand verklebt oder verwachſen ſind. In der Lunge ſitzen oft abgeſtorbene, gelbe oder grauweiße Herde, ebenſo in den Lympfdrüſen. Die Schweinepest iſt eine außerordentlich anſteckende Darmentzündung. Sie befällt namentlich jüngere Tiere und zeichnet ſich durch einen bösartigen Verlauf aus. Ihr Anſteckungsſtoff wird mit dem Futter aufgenommen. Peſt⸗ kranke Tiere werden matt und unluſtig, laſſen Ohren, Kopf und Schwanz hängen, liegen viel, verkriechen ſich, ſtehen ungern auf, zeigen wenig oder keine Freßluft, haben Anfangs Verſtopfung, ſodann aber stinkenden Durchfall und magern zusehends ab. Ferner findet ſich in der Regel am Rüſſel, den Ohren, dem Hals, Rücken und After ein grindartiger Hautausſchlag in Geſtalt ſchwärz⸗ licher mit Kruſten bedeckter Flecken. Meiſtens iſt auch eine eiterige Entzündung der Augenbindehaut vorhanden. Gewöhnlich tritt der Tod nach wenigen Tagen ein, nur ſelten iſt der Verlauf laͤngſamer. An geschlachteten pestkranken Schweinen finden ſich im Darm, nament⸗ lich in den Wandungen des Grimm- und Blinddarmes, graue und graugelbe Verſchorfungen in Form von Knötchen, Platten, Knoten und mehr oder weniger Migehnde een Entzündungen. Die Einschleppung der beiden genannten Seuchen in geſunde Beſtände erfolgt durch Einſtellung angeſteckter oder ſeuchekranker oder anſcheinend von der Seuche geneſener Tiere. Zur Lerhütung der Einſchleppung iſt daher beim An⸗ kauf von Schweinen äußerſte Vorſicht geboten. Es empfiehlt ſich dringend, friſch angekaufte Schweine mindeſtens 14 Tage lang von den bereits vorhandenen abzuſondern und durch beſonderes Warteperſonal füttern zu laſſen. Wenn an Schweinen die oben beſchriebenen Erſcheinungen bemerkt wer— den, iſt der Verdacht, daß eine der beiden Seuchen ausgebrochen ſei, begründet, weshalb der Ortspolizeibehörde alsbald Anzeige zu erſtatten iſt. Wer dieſer Verpflichtung nicht nachkommt, iſt ſtraffällig. No. 5 991. Vorſtehendes bringen wir zur Kenntnis der Schweinebeſitzer. Seckenheim, den 21. Auguſt 1907. Bürgermeisteramt Volz. Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Schweineſeuche, Schweinepeſt betr. Nr. 111070 J. In dem Stalle des Landwirts Heinrich mayer in Sand- hoten iſt die Schweineſeuche, Schweinepeſt ausgebrochen. Wir bringen unter Hinweis auf die Strafbestimmungen des§ 652 und 8 66 Reichsgeſetz vom A die Abwehr und Unterdrückung der Viehſeuchen betr. nachſtehende Beſtimmungen der Verordnung betreffend die veterinärpolizeiliche Bekämpfung der Schweineſeuche, der Schweinepeſt und des Rotlaufs der Schweine vom 21. Juni 1895 zur Darnachtung zur allgemeinen Kenntnis. 1 Nr. 111070. Die Beſitzer von Schweinen ſind verpflichtet, von dem Ausbruch der Schweineſeuche, der Schweinepeſt und des Rotlaufs unter ihren Schweinebeſtän— den und von allen 6%, Erſcheinungen unter denſelben, welche den Aus⸗ bruch einer ſolchen Krankheit befürchten laſſen, ſofort der Ortspolizeibehörde Anzeige zu erſtatten, auch ihre Tiere von Orten, an welchen die Gefahr der Anfle ung beſteht, fernzuhalten. Die gleichen Pflichten liegen Demjenigen ob, welche in Vertretung des Beſitzers der Wirtſchaft vorſtehen, ferner bezüglich der auf dem Transporte befindlichen Tiere den Begleitern derſelben und bezgl. der in fremden Gewahr⸗ ſam befindlichen Tiere den Beſitzern der betr. Gehöfte, Stallungen, Koppeln oder Weiden. N Zur ſofortigen Anzeige ſind auch die Tierärzte und alle diejenigen Per⸗ ſonen verpflichtet, welche ſich gewerbsmäßig mit der Ausübung der Tierheilkunde beſchäftigen, ingleichen die Fleiſchbeſchauer und Abdecker, wenn ſie, bevor die in Abſ. 1 vorgeſchriebene Anzeige erſtatten, erfolgt iſt, beziehentlich ein pol. Ein— ſchreiten ſtattgefunden hat, von dem Ausbruche der Schweineſeuche, der Schweine— peſt oder des Rotlaufs der Schweine, oder von Erſcheinungen, welche den Ver⸗ dacht eines ſolchen. Aöſag Kenntnis erhalten. atz 1. Die Ortspolizeibehörde hat von der erfolgten Anzeige oder von der auf anderem Wege von dem Ausbrüche einer der 85 80 oder dem Verdacht eines Seuchenausbruches erhaltenen Kenntnis in jedem Falle ſofort dem Bezirksamt Mitteilung zu machen, welches dem Bezirkstierarzt alsbald behufs Feſtſtellung des Tatbeſtandes an Ort und Stelle eniendet⸗ Wir erwarten, daß unſere Anordnungen mit aller Strenge durchgeführt werden, damit eine Weiterverbreitung der g0dährlichen Seuche verhütet wird. Mannheim, den 17. Auguſt 1907. Grossh. Bezirksamt, Abteilung III. Dr. V. Pfaff. No. 5 992. Vorſtehendes bringen wir zur Kenntnis der Schweinebeſitzer. Seckenheim, den 21. Auguſt 1907. . b r olz. „Nus erstkl. Fabrik!“ Se erh. f Wohnung Fußpumpen„ 1.— mit 3 Zimmern, Küche, Garten und Hinterrad m. la. Frei⸗ Zubehör, Hildaſtraße 83, gegenüber lauſnabe u. 1jähr. Garant. 17.— dem neuen Schulhaus, ſofort zu (zum Selbſtmontieren) vermieten. Edelmann, D 4, 2 Mannheim. L. Volz, Maurermeiſter. Bekanntmachung. Die Einfuhr von Tieren aus der Schweiz betr. No. 113 905 J. Die aus dem Auslande über den badischen Bahnhof in Baſel zur Ein- und Durchfuhr gelangenden Tierſendungen(Pferde, Rindvieh und Ziegen) unterliegen einer Unterſuchung durch den Grenztierarzt. Auf An⸗ ordung Gr. Miniſteriums des Innern iſt dieſe Controlle nicht mehr wie bisher 95 5 unſere Bekanntmachung vom 9. Febr. 1907 Nr. 118 701 1, Amtsblatt Nr. 30 vom 18. Febr. 1905) von einer vorherigen Anmeldung abhängig, ſondern die Unterſuchung erfolgt künftighin ohne vorausgehende Anmeldung an allen Werktagen und zwar in den Sommermonaten(April bis September) von 9—12 Uhr vormittags und 2—5 Uhr nachmittags und in den Wintermonaten(Okto⸗ ber bis Mär von 9—12 Uhr vormittags und 2—4 Uhr nachmittags. Wir geben den beteiligten Kreiſen zur Beachtung hiervon Kenntnis. Mannheim, 16. Auguſt 1907. Grossh. Bezirksamt, Abteilung III. Pfaff. Dr. V No. 5 978. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 21. Auguſt 1907. Bürgermeisteramt Volz. Bekanntmachung und Einladung. Die Ergänzung des Bürger⸗ ausſchuſſes in Seckenheim betr. No. 5989. Infolge Ablebens des Bürgerausſchußmitgliedes, Herrn Valentin Kreutzer fällt die Ergänzung des Bürge rausſchuſſes Seckenheim durch ein Mitglied noͤtig. Termin zur Vornahme dieſer Wahl durch den Bürgerausſchuß Seckenheim wird beſtimmt auf Freitag, den 30. Auguſt 1907, Nachmittags von 7 bis 7½ Uhr in das Rathaus zu Seckenheim. Seckenheim, den 20. Auguſt 1907. Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Alle Neuheiten für die Herbst- u. Winter⸗Saison ſind eingetroffen. Grosse und reichhaltige Kollektion in Herren- und Knaben-Anzugstoffen Damen- und Kinderkleider-Stoffen Hhemdenstoff, Bieber, Flanell in la. Qualitäten. Weiss-, Woll- und Kurzwaren ſämmtliche geſatzartikel Arbeiter-Anzüge,-Hoſen,-Blouſen,-Hemden. Pferdedecken Fruchtsäcke Strohſäcke ſtets am Lager. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Aepfel, Birnen, Zwetschgen, zu Gunsten d. Hamilton. 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