Setkenheiner Aueiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Joeshbeim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 80 Tg durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenhelm. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 69. Mittwoch, den 28. Auguſt 1907. 7. Jahrgang Aus Nah und Fern. Mannheim, 26. Aug. Den Tot im Rheine fand geſtern der neun Jahre alte Sohn des Fabrikarbeiters Johann Eberle in Ludwigs⸗ hafen. In dem Beſtreben, einen Kahn von einem andern abzudrücken, bekam der Knabe das Uebergewicht und ſtürzte in den Rhein.— Ein ſchwerer Unfall ereignete ſich am Samstag nachmittag auf der Straße nach Seckenheim. Dem 19 Jahre alten Kaufmann Friedrich Flick von hier, brach während des Fahrens die Lenkſtange ſeines Fahrrades und er ſtürzte hierdurch mit dem Oberkörper gegen den ab⸗ gebrochenen Teil des Rades, der ihm in die Bruſt eindrang. Außerdem erlitt er ſchwere Geſicht⸗ und Kopfverletzungen. Der bedauerns⸗ werte junge Mann wurde in hoffnungsloſem Zuſtande durch ein des Weges kommendes Automobil ins Krankenhaus gebracht.— Bei der Eiſenbahnbrücke der preußiſch⸗heſſiſchen Bahn hat ſich am Samstag der 37 Jahre alte verheiratete Schuhmacher Karl Kühn von Helmſtadt aus Lebensüberdruß durch Einnehmen von Salzſäure zu töten verſucht. Er wurde in das Krankenhaus verbracht, woſelbſt er in vergangener Nacht geſtorben iſt.— Ein unbe⸗ kannter, den beſſeren Ständen angehöriger Herr im Alter von, ungefähr 50 Jahren ſtürzte ſich in der Nacht von Samstag auf Sonntag von der Rheinbrücke aus in den Rhein und ertrank. Paſſanten bemerkten noch, wie er ſich raſch ſeines Havelocks und Schirmes entledigte und den tötlichen Sprung über das Brücken⸗ geländer tat. Die Leiche iſt noch nicht geländet. Sinsheim, 26. Aug. Auf der Straße zwiſchen Eſchelbach und Dühren wurde geſtern nacht nach 11 Uhr der Ratſchreiber Martin Wolfhard von Duͤhren von einem Radfahrer angefahren und zu Boden geworfen. Durch den Fall zog er ſich ſo ſchwere N zu, daß er in der Nacht noch ſtarb. erichtliche Unterſuchung iſt eingeleitet. Die Gemeinde Düheen verliert in dem Verſtorbenen einen ſehr tüchtigen und pflichttreuen Beamten, der ſich auch ſonſt allgemeiner Beliebtheit erfreute. Hilsbach(bei Eppingen), 25. Aug. Ein bei der hier einquartierten 3. Eskadron des Dragoner⸗Regiments Nr. 21 zur Uebung eingezogener Reſerviſt fuhr heute mitttag mit ſeinem Fahrrade eine ſtark abſchüſſige Straße herunter und verlor die Gewalt über das Rad, welches gegen eine vor einem Stallgebäude be— findliche, etwa fußhohe Steinmauer rannte, wodurch der Mann mit dem Kopf ſo unglücklich gegen die Mauer des Gebäudes geſchleudert wurde, daß er ſofort tot war. Weingarten, 26. Aug. Ein ſchreck⸗ licher Vorfall ereignete ſich heute nacht in unſerem Dorfe. Witwe Höpfinger kam betrunken nach Hauſe. Sein ſchon im Bett liegender 30 Jahre alter Bruder ſtellte ihn zur Rede. Es kam zu Streitigkeiten, in deren Verlauf letzterer den 22jährigen Bruder, der im Oktober zum Militär einrücken ſollte, ſo unglücklich am Halſe packte, daß derſelbe erſtickte. Konſtanz, 25. Aug. Auch ein Zeichen der Zeit, das ſo recht die gegenwärtigen Dienſt⸗ botenverhältniſſe auf dem Lande charakteriſiert, bildet die Zuſchrift einer holden Maid von hier. Dieſelbe war, wie die„Abendzeitung“ meldet, in ein Gaſthaus nach Markdorf als Dienſtmädchen verpflichtet worden und hatte 5 Mk. als Handgeld ausbezahlt bekommen. Das Stadtfräulein ſandte nun das Geld mit folgendem Begleitſchreiben zurück:„Sehr ge⸗ ehrter Herr! Da ich glaubte, Markdorf ſei eine Stadt und nicht wußte, daß es nur ein Dorf iſt, kann ich mich leider nicht entſchließen, bei Ihnen einzutreten. Schicke Ihnen hiermit das Geld retour.“ Köln, 24. Auguſt. Schwere Ausſchrei⸗ tungen ließen ſich im hieſigen Garniſonslazarett zwei Feſtungsgefangene zu Schulden kommen, die zur Beobachtung mit vier anderen Ge⸗ fangenen in einem Raum untergebracht wurden. Nachdem ſich die Wache und die Aerzte entfernt hatten, richteten die beiden, von einer wahren Zerſtörungswut befallen, große Verwüſtungen an. Tiſche und Stühle wurden zertrümmert und mit den Trümmern demolierte man die Schränke und andere Möbel und zertrümmerte ſämtliche Fenſterſcheiben. Die herbeieilende Wachtmannſchaft überwältigte die Wütenden und führte ſie in den Kerker ab. Rorſchach, 25. Aug. Von einem ehr⸗ lichen Finder wird von hier berichtet: Dieſer Tage fuhr ein Geſchäftsmann mit einem Break, Der 22 Jahre alte Sohn der auf dem ſich ein Sack mit 3000 Frs. in Silber befand, von Goldach nach Rorſchacherberg. Am Beſtimmungsorte angelangt, vermißte er dieſe Summe, die unbemerkt vom Wagen ge⸗ fallen war. Vergeblich war alles noch ſo eifrige Suchen nach dem Geldſack, der Beſitzer gab ihn ſchon verloren. Aber auf der Toggen⸗ burger Bank wartete ſeiner eine angenehme Ueberraſchung. Das Geld war im Sacke, der die Aufſchrift„Toggenburger-Bank Rorſchach“ trug, dort abgegeben worden. Der ehrliche Finder, ein arbeitsloſer böhmiſcher Müller ⸗ burſche, ſoll vom Beſitzer der Geldes nicht nur ein angemeſſenes Trinkgeld, ſondern auch eine Anſtellung in deſſen Geſchäft erhalten haben. Vermiſchtes. — Schweinehaltung im Freien. Herr Rittergutsbeſitzer Sabarth⸗Riemendorf, der in der Nähe des Rieſengebirges, in einer Meereshöhe von etwa 365 Meter wirtſchaftet, läßt ſeine Schweine auch im Winter im Freien. Er ſtellt denſelben für die Nacht Schutzhütten her, die aus Brettern gefertigte Doppelwände haben. Der zwiſchen den Doppelwänden be⸗ findliche, etwa 30 Zentimeter breite Hohlraum wird mit Gerberlohe ausgefüllt. Oben bringt man eine dichte Ueberdachung an. Im Som⸗ merhalbjahr iſt die Wand nach Oſten ganz offen. Im Winter wird auch dieſe Seite mit einer Doppelwand geſchloſſen und nur ein etwa 1 Meter breiter Eingang gelaſſen) der mit dicken Säcken verhängt wird. In dieſen Hutten wird nur im Winter wöchentlich ein bis zweimal dick eingeſtreut. Ein Ausmiſten iſt im ganzen Winter nicht noͤtig, da die Schweine die Hütte recht reinlich halten. Im Winter nutzen die Tiere jeden Sonnenſtrahl aus und bringen jeden wärmeren Abend im Freien zu. Die Morgen⸗ luft lieben ſie nicht; ſie bleiben daher morgens lange in den Hütten. Täglich zweimal erhalten die Tiere am Futterplatz 4 Pfund Schrot und 24 Stunden vorher gebrühte Kleeſpreu. Maſtſchweine und . bekommen außerdem kleine, gekochte artoffeln. Um die Schweinehütte ſind etwa 50 Ar Land noͤglichſt leicht eingezäunt, denn nach zwei Jahren wird ſie, ſowſe die Ein⸗ zäͤunung auf ein zwei Jahre altes Rotkleefeld Eine dunkle Tat. Original⸗Roman von Carl Braunfels. „Bitte, ſeien Sie ganz offen“, fuhr Degen fort.„Sie ſprechen ja zu einem Be⸗ amten.“ „Ich kann dem Manne keine Unehrlichkeit nachweiſen, ſonſt würde er nicht mehr im Dienſte ſein“, gab der Sekretär zur Antwort, „trotzdem halte ich ſeinen Charakter nicht für durchaus einwandfrei. Ich glaube, wenn eine ſtarke Verſuchung an ihn herantrete, würde er ihr kaum widerſtehen können. Im Dienſte hat er ſich bis jetzt nur einige geringe Nachläſſig⸗ keiten zu Schulden kommen laſſen, er weiß freilich, daß ich ihn ſehr ſtreng beobachte.“ „Halten Sie ihn für fähig, den Rentier erſchlagen zu haben?“ „Nein, denn er iſt nicht ſchlecht. Eine ſolche Tat kann doch nur ein ganz ruchloſer Menſch ausführen.“ „Oder ein Menſch, der ſich durch eine augenblickliche, leidenſchaftliche Erregung hin⸗ reißen läßt. Iſt der Mann verheiratet?“ „Nein.“ „Wo wohnt er?“ „Hier dicht neben an bei einem Schuh⸗ macher.“ „Was iſt der Schuhmacher für ein Mann?“ „Ein durchaus rechtſchaffener.“ „Wo iſt der Briefträger jetzt?“ „In der Stadt— er trägt Briefe aus.“ „Können Sie den Schuhmacher nicht hierhier kommen laſſen?“ „Gewiß, ſogleich“, gab der Sekretär zur Antwort und erhob ſich, um den Mann rufen zu laſſen. „Bitte, laſſen Sie ihm ſagen, daß Sie ihn zu ſich wünſchten“, fügte Degen hinzu. „Sehr gern.“ Der Sekretär ſchickte einen Arbeiter zu dem Schuhmacher und ſchon wenige Minuten ſpäter trat derſelbe in das Expeditionszimmer. Er trug ſeinen Arbeitsrock und machte in der Tat den Eindruck eines offenen, rechtſchaffenen Charakters. „Es wohnt bei Ihnen der Briefträger Stroſſer?“ wandte ſich Degen fragend an ihn. „Ja“, gab der Schuhmacher zur Antwort. 8 er ein Zimmer für ſich?“ „Jawohl, er ſchläft indeſſen nur in dem⸗ ſelben; kommt er am Tage heim, ſo iſt er meiſtens in meiner Familie, da er ſchon ſelt Jahren bei mir wohnt.“ „Wann iſt Stroſſer geſtern Abend heim⸗ gekehrt?“ „Es mochte 11 Uhr ſein.“ * er dann zu Hauſe geblieben?“ „Ja, bis heute Morgen.“ „Wiſſen Sie das genau?“ „Jawohl.“ „Kann er ſein Zimmer nicht wieder ver⸗ laſſen haben?“ „Nein.“ „Weshalb nicht?“ „Er muß, um in ſein Zimmer zu ge⸗ langen, durch meine Stube gehen, und da meine Frau jetzt Beſuch hat, ſo ſchlafe ich im Wohnzimmer; er hätte alſo bei mir voruͤber⸗ gehen müſſen.“ „Haben Sie einen feſten Schlaf?“ „Nein, ich wache ſehr leicht auf.“ „Wie hoch wohnen Sie?“ „Zwei Treppen hoch.“ „Wohinaus liegt das Zimmer, in welchem Stroſſer ſchläft?“ „Nach der Straße zu.“ „Haben Sie bei Stroſſer heute Morgen irgend eine Aufregung bemerkt?“ „Nein.“ „Wann erfuhren Sie, daß der Rentler Buſchmann in dem Teiche aufgefunden worden ſei? „Gegen ſieben Uhr, wir tranken gerade unſern Kaffee.“ „War Stroſſer zugegen?“ „Ja wohl.“ „Aeußerte er nichts? War er ſehr über⸗ raſcht?“ „Wir waren alle überraſcht. Er bemerkte nur, er vermoͤge nicht zu begreifen, daß der Rentier ſich das Leben genommen habe, da er ihm erſt am Tage zuvor einen Brief mit einer großen Geldſumme überbracht habe.“ 9 1 verſetzt. Die Schweine wühlen über Winter das Feld um und düngen es zugleich; dieſe Düngung kommt ben im Frühjahr folgenden Futterrüben zugut. Krankheiten ſind kaum vorgekommen. Rotlauf iſt ganz unbekannt. Die eingeſchleppte Schweineſeuche hat ſich ganz kurz und über⸗ raſchend mild gezeigt. Im Sommer wühlen die Schweine nur wenig, die ausgewachſenen Tiere leben, wenn genügende Weide vorhanden iſt, nur vom Weidegang und kommen hierbei in einen recht guten angefütterten Zuſtand. Herr Sabarth iſt mit dieſer Art der Schweinezucht ſehr zu— frieden. Bei derſelben können Luft und Licht als beſte Desinfektionsmittel ungehindert zur Wirkung kommen. Für die Schweinehaltung eignet ſich am beſten das veredelte Landſchwein, das die Pro⸗ dukte der eigenen Wirtſchaft recht gut ver⸗ wertet. — Vom Kirchturm geſprungen. Ein ein— undzwanzigjähriges Dienſtmädchen ſtürzte ſich am Sonntag in Dublin von dem 120 Fuß hohen Turm einer Kirche und wurde zerſchmettert. Der Selbſtmord erfolgte, wie ein Londoner Korreſpondent ſchreibt, unter aufregenden Um— ſtänden. Der Pfarrer der Kirche und ein Poliziſt waren dem Mädchen auf den Turm gefolgt und verſuchten drei Stunden hindurch, der Selbſtmörderin ihren Vorſatz auszureden. Sobald ſich einer der Männer ihr näherte, ſetzte ſie zum Sprunge an. Der Pfarrer bat ſie ſchließlich, das Cruzifix von ihm anzu⸗ nehmen. Aber das Mädchen verweigerte dies und ſprang mit den Worten„ich werde Sie unten ſprechen“ in die Tiefe. Eine zahlreiche Zuſchauermenge wohnte dem Vorgang bei. — Billige Mahlzeiten geſucht! Das königliche Bezirkskommando in Wetzlar erließ, wie die„Bürgerztg.“ mitteilt, vor einiger Zeit im dortigen„Kreisblatt“ folgenden Aufruf: „Das Bezirkskommando beabſichtigt, die ganze Tagesverpflegung für 4 Unteroffiziere, 10 Gemeine einem geeigneten Speiſewirt zu übertragen Die Vergütung für einen Unter⸗ offizier beträgt täglich 53 Pfg., für einen Gemeinen 42 Pfg. Die Verpflegung beſteht in einer Morgen-, Mittag- und Abendmahl⸗ zeit. Vorbedingung iſt: Lieferung der Spei⸗ ſen in hinreichender Menge und ſorgfältiger Zubereitung. Kein Getränkezwang. Geeig⸗ nete Bewerber wollen ſich ſchriftlich unter Vorlage von Vorſchlägen hierher wenden.“ Die„Bürgerztg.“ bemerkt dazu:„Für 42 Pfg. drei Mahlzeiten„in hinreichender Menge und ſorgfältiger Zubereitung“ in unſeren Tagen der Lebensmittelteuerung, das zu verlangen, dazu gehört, weiß Gott, der Mut eines ganzen Be— zirkskommandos.“ — Was dahinter ſteckt? Ein in Amerika wohnender Deutſcher, der ſich den Spaß machen wollte, zu ſehen, wie weit der Humbug mit Reklame geht, ließ es ſich acht Dollar koſten, um auf den Grund einiger beſonders hartnäcki⸗ ger Annoncen zu kommen. Die erſte lautete: „Für einen Dollar heile Trunkſucht uſw.“ Antwort: Schwöre das Trinken ab und werde nie meineidig. 2) Für einen Dollar wurde ein probates Mittel empfohlen, um Rüben zu ziehen. Die Antwort lautete:„Faſſe die Rüben oben an und reiße ſie heraus. 3) Die dritte Annonce war etwas für Heiratskandidaten und lautete:„Wie mache ich einen tiefen Eindruck?“ Nach Einſendung des geforderten Betrages kam die Antwort:„Setze Dich in einen großen Napf voll Teig!“ 4) Auf eine Annonce:„Wie ver⸗ doppelt man in kurzer Zeit ſein Geld?“ erhielt unſer Gewährsmann den guten Rat, ſein gan⸗ zes Geld in Banknoten umzuwechſeln und dieſe durch einmaliges Zuſammenfalten zu verdop— peln. 5) Die nächſte Anzeige verſprach für einen Dollar zwölf ſehr nützliche Gegenſtände, die indes, wie ſich herausſtellte, in zwölf Näh⸗ nadeln beſtanden. 6) Eine verlockende Aus— beute verſprach folgende Annonce:„Wie kann man ſchnell reich werden?“ Nach Einſendung des verlangten Dollars erhielt er den guten Rat:„Arbeite wie der Teufel und vor allem gib nie einen Cent aus.“ 7) Wie kann man ohne Tinte oder Feder ſchreiben?“„Gebrauche einen Bleiſtift,“ lautete die Antwort. 8) Aber die letzte übertraf alle anderen:„Wie kann man leben ohne zu arbeiten?“ Die Antwort für einen Dollar lautete:„Suche Dumme wie ich!“ — Der falſche Regierungsaſſeſſor. Auf eigenartige Weiſe iſt ein in der Nähe Poſens wohnender Gutbeſitzer geprellt worden. Zwei gutgekleidete Herren fuhren im Automobil bei ihm vor. Einer wies ſich als Regierungs- aſſeſſor v. Rigo, Dezernent bei der königlichen Anſiedelungskommiſſion aus und ſtellte ſeinen Begleiter als ſeinen Sekretär vor. Dieſer kramte mehrere Formulare aus einer Akten⸗ taſche aus, und nun machte der Aſſeſſor dem Gutsbeſitzer die Eröffnung, daß er 9000 Mk., die der Gutsbeſitzer der Anſiedelungskommiſſion für Zuchtvieh ſchuldig ſei, einziehen wolle. Dem Gutsbeſitzer kamen die Herren gänzlich uner— wartet, obgleich die Rechnung ſtimmte. Er bat daher den Aſſeſſor, ſich mit 6000 Mk. zu⸗ nächſt zu begnügen. Der Aſſeſſor gab ſich mit dem Angebot zufrieden, und die 6000 Mk. wurden von dem Sekretär ſorgfältig nachge— zählt. Dann ſteckte der Aſſeſſor das Papier⸗ geld ein, während der Sekretär die Gold- und Silberſtücke in einen mitgebrachten Beutel ſchüttete. Der Gutsbeſitzer war äußerſt erfreut über die Zuvorkommenheit des Aſſeſſors und lud ihn zu einem Imbiß ein. Die Herren ließen es ſich gut ſchmecken, und insbeſondere der Sekretär tat ſich gütlich an dem edlen Naß aus des Gutsbeſitzers Keller. Der Aſſeſſor mußte ihn ſchließlich energiſch zur Abreiſe mahnen. Am nächſten Tage erfuhr der Land— wirt, daß er zwei Betrügern in die Hände gefallen war. Die Kriminalpolizei hat bereits ermittelt, daß die Täter ein Handlungsgehilfe und ein Angeſtellter der Anſiedelungskommiſ⸗ ſion ſind. — Mißgeſchick einer Ulanenſchwadron. * In eine Schwadron des fünften Ulanenre⸗ giments in Düſſeldorf, das ſich auf dem Marſch ins Manöver befindet, fuhr auf dem Berg bei Volmarſtein ein Fouragewagen, von dem ſich die Bremſe gelöſt hatte. Zwei Ulanen und ein Ziviliſt wurden ſchwer verletzt, drei Pferde mußten vom Tierarzt erſchoſſen werden. 25 Pferde gingen durch, von ihnen 13 durch mehrere Ortſchaften bis Hagen, wo ſte mit Wunden bedeckt aufgehalten wurden. Zubiläums⸗Ausſtellung Mannheim 1907. Internationale Kunst- und grosse Gartenbau- Ausstellung. Die Handelsobſt⸗Ausſtellung, die vom 5. bis zum 14. Oktober in Verbindung mit der großen Gartenbau⸗-Ausſtellung in Mannheim ſtattfindet, wird u. a. auch aus dem Königreich Preußen ſehr gut beſchickt werden. Dank der Bemühungen des preußiſchen Landwirtſchafts⸗ Miniſteriums werden mit Unterſtützung des Herrn Miniſters die Landwirtſchaftskammern für die Provinzen Brandenburg und Weſt— preußen und für den Regierungsbezirk Wies— baden, ſowie die Zentralſtelle für Landwirt⸗ ſchaft und Gewerbe in den Hohenzollerſchen Landen in Sigmaringen dieſe Ausſtellung be⸗ ſchicken, und zwar handelt es ſich hier haupt⸗ ſächlich um eine kollektive Ausſtellung, der Normalobſtſortimente, die in den betreffenden Bezirken gezogen werden. Auch die Königliche Lehranſtalt fur Wein⸗, Obſt⸗ und Gartenbau in Geiſenheim a. Rh. wird ſich an der Mann⸗ heimer Handelsobſt-Ausſtellung beteiligen. Es iſt ſehr erfreulich, daß das preußiſche Land⸗ wirtſchaftsminiſterium der Mannheimer Aus⸗ ſtellung ein ſolches Intereſſe entgegenbringt; es wird dadurch auch bekundet, welchen Wert man an amtlicher Stelle den Unternehmungen der Mannheimer Ausſtellung beimißt. Seckenheim, 27. Aug. Der heutige Ferkelmarkt war mit 117 Stück befahren und wurden 80 zum Preiſe von 15 20 Mk. pro Paar abgeſetzt. a Hopfenberichte. Tettnang, 26. Aug. Infolge der günſtigen Witterung nimmt die Pflücke der Hopfen ungeſtört ihren Fortgang. Da zur Zeit ziemlich viele Händler anweſend ſind, iſt die Nachfrage nach beſſerer Qualität etwas lebhafter geworden. Für erſte Qualität werden jedoch nicht über 70 und 80 Mk. angelegt. Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. Alk. 600 aufzunehmen geſucht gegen gute Bürgſchaft und hohen Zinsfuß. Gefl. Off. bis 1. September 1907 unter B 5 befördert die Exped. d. Bl. „Verriet er auch dabei nicht eine beſondere Aufregung?“. „Mir iſt nichts aufgefallen.“ „Es iſt gut“, ſprach Degen, das Verhör beendigend.„Erwähnen Sie vorläufig gegen Niemand, daß ich Sie verhört habe.“ Der Schuhmacher verſprach es und ent⸗ fernte ſich. Wenige Minuten ſpäter trat Stroſſer in das Expeditionszimmer. Er war ruhig und verriet nicht die geringſte Aufregung, ſelbſt als Degen an ihn herantrat und ihm ſagte, daß er Polizeikommiſſär ſei. „Um welche Zeit haben Sie geſtern Morgen den Geldbrief an den Rentier Buſchmann ab— gegeben?“ fragte Degen. „Nach elf Uhr geſtern Morgen“, gab Stroſſer zur Antwort. „War der Rentier allein?“ „Ja wohl.“ „Haben Sie geſtern gegen irgend Jemand geäußert, daß der Rentier eine größere Geld⸗ ſumme empfangen habe?“ „Nein, wir dürfen über die Briefe, welche wir beſtellen, nicht ſprechen.“ „Wann verließen Sie mit dem Briefe das Expeditions⸗Lokal?“ „Gegen elf Uhr.“ „Trugen Sie den Brief in der Hand?“ „Nein, hier in der Taſche.“ „Gingen Sie direkt zu Buſchmann?“ „Nein, ich hatte noch mehrere Briefe zu beſtellen und gab diejenigen zuvor ab, deren Adreſſaten am Wege wohnten.“ „Bei wem gaben Sie vorher Briefe ab?“ Stroſſer beſann ſich. „Beim Pfarrer, bei einem alten Fräulein, bei dem Herrn Dornberg, im Kurhauſe—— auf mehrere beſinne ich mich augenblicklich nicht.“ „Nahmen Sie dabei den Geldbrief mit aus Ihrer Taſche?“ j „Ja.“ „Hat ihn irgend eine der Perſonen ge— ſehen?“ „Ich weiß es nicht, es iſt indeſſen wohl möglich, da ich den Brief in der Hand hielt.“ „Haben Sie nicht auch an Herrn v. Taſchner einen Geldbrief abgegeben?“ warf der Poſtſekretär ein, der ein Buch aufgeſchlagen hatte und darin nachſah. „Ganz recht“, gab Stroſſer zur Antwort. „Auch vorher, ehe Sie den Brief an Buſchmann beſtellten?“ „Ja wohl, ich entſinne mich genau, denn ich hatte aus Verſehen die Quittungen ver⸗ wechſelt und ihm diejenige gegeben, welche zu Buſchmann's Briefe gehörte. Er wollte ſie bereits unterzeichnen, als er den Irrtum be⸗ merkte und mir die Quittung zurückgab.“ „Gibt es hier Namens?“ fragte der Kommiſſär. „Nein, der Herr iſt erſt ſeit einigen Wochen hier, er iſt Gutsbeſitzer“, gab der Sekretär zur Antwort. „Eine große Geſtalt?“ „Ganz recht.“ Degen brach das Verhör ab. Dasſelbe n 2.* 1 n 2 2.. mehrere Herren dieſes 1 15 hatte weniger ergeben, als er erwartet hatte; denn noch war ihm nicht die geringſte ſichere Spur gegeben, welche er hätte verfolgen können, es war ja noch nicht einmal erwieſen, ob Buſchmann das Geld, welches er am Tage zuvor erhalten, bei ſich getragen hatte. Er begab ſich zu dem Herrn v. Schlieben, bei welchem der Rentier während der Nacht geſpielt hatte und war erfreut, als er denſelben in ſeiner Wohnung antraf. Ein bereits älterer Herr mit ergrautem Barte trat ihm in Schlieben's Perſon ent⸗ gegen, eine große, gerade und ziemlich ſtolz dareinblickende Geſtalt. Schlieben war fruͤher Stallmeiſter geweſen und lebte, nachdem er ſich von dieſer Stellung zurückgezogen hatte, ſeit einigen Jahren in Kreuznach. Er beſaß einiges Vermögen und galt als ein rechtſchaffener und ehrenwerter Mann. (Fortſetzung folgt.) „ — Die Abnahme der Tageslänge beträgt am 31. Auguſt bereits 1 Stunde und 50 Minuten. — Ein Pfiffikus. ſeine Eltern): Liebe Eltern, ich hoffe ſehr, daß Ihr mir fünf Mark ſchicken werdet. Denn die Steuerzahler in der Stadt ſtreiken, und da man ſie wie immer bei ähnlichen Gelegenheiten durch Soldaten erſetzt hat, iſt mein ganzes Geld beim Steuerzahlen draufgegangen. * 1 1 191 5„. n Soldat(ſchreibt an 1 1 Verordnung. Die Polizeiſtunde betr. Zum Vollzug des§ 365 des Reichsgeſetzbuchs wird verordnet, was folgt: 8 1. Die nächtliche Polizeiſtunde wird auf 11 Uhr feſtgeſetzt. 2 Durch ortspolizeiliche Vorſchrift kann die Polizeiſtunde auf eine frühere oder auf eine ſpätere Stunde, jedoch nicht über 2 Uhr feſtgeſetzt werden. Das Bezirksamt kann diejenigen Wirtſchaften ganz oder teilweiſe von der Polizeiſtunde befreien, bei welchen Verhältniſſe beſonderer Art eine ſolche Befreiung als Bedürfnis erſcheinen laſſen. Die Ortspolizeibehörde kann an einzelnen Tagen bei beſonderen Anläſſen für alle oder für einzelne Wirtſchaften einer Gemeinde eine Verlängerung der nach§ 1 feſtgeſetzten Polizeiſtunde geſtatten. Bei Tanzbeluſtigungen ſteht die nur dem Bezirksamte zu. 3 Eine Abkürzung der Polizeiſtunde kann das Bezirksamt bei dringenden außerordentlichen Veranlaſſungen für alle Wirtſchaften einer Gemeinde oder für die Wirtſchaften eines beſtimmten Ortsteils vorüber— gehend anordnen. Die gleiche Befugnis ſteht dem Bezirksamt auch einzelnen Wirt⸗ ſchaften gegenüber zu, ſofern durch den Wirtſchaftsbetrieb die öffentliche Ordnung, Ruhe oder Sicherheit fortgeſetzt in erheblicher Weiſe beein⸗ trächtigt wird. 8 4. Die Wirte oder ihre Stellvertreter haben den Eintritt der Polizei- ſtunde vorher anzukündigen. Nach Eintritt der Polizeiſtunde haben ſie das Wirtſchaften ſofort einzuſtellen und ihre Gäſte an Entfernung zu mahnen. Dieſe Verordung findet keine Anwendung: 1. auf Fremde, welche in Gaſthäuſern übernachten oder auf der Durchreiſe in ſolchen anhalten; 2. auf Veranſtaltungen von Vereinen und geſchloſſenen Geſellſchaf⸗ ten in Schankſtuben und öffentlichen Vergnügungsorten, ſofern hierzu nur Mitglieder und perſönlich eingeladene Gäſte Zutritt haben. 8 6. Dieſe Verordnung tritt mit dem 1. Oktober 1907 in Wirkſamkeit. Mit dieſem Tage tritt die Verordnung vom 22. Oktober 1864, die Polizeiſtunde betreffend(Regierungsblatt Seite 785), außer Kraft. Karlsruhe, den 24. Juli 1907. Großh. Miniſterium des Innern. gez. von Bodmann. Nr. 6028. Vorſtehende Verordnung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 27. Auguſt 1907. gürgermeiſteramt. Volz. Bekanntmachung. Kommandierung von Gendarmen e zu den Truppenübungen betr. An die Bürgermeiſterämter des Bezirks. Gelegentlich der diesjährigen Herbſtübungen werden zur Verhütung von Flurbeſchädigungen zwölf von je einem Gendarmen geführte berit⸗ tene Patrouillen in Tätigkeit treten, deren kommandierte Mannſchaften einen Ringkragen aus weißem Metall als beſonderes Dienſtabzeichen tragen. Den Weiſungen der zu dieſen Patrouillen kommandierten Unter⸗ offiziere und Mannſchaften, welche insbeſondere die Befugnis haben, das zuſchauende Publikum von dem Betreten beſtellter Fluren zurückzuhalten und demſelben geeignete Aufſtellungspunkte anzuweiſen, iſt in gleicher Weiſe, wie denjenigen der Gendarmen Folge zu leiſten, und es können Perſonen, welche auf einer ſtrafbaren Handlung getroffen werden, ſowie ſolche, die ſich der Patrouillen bei Ausübung des Dienſtes tätlich wider⸗ ſetzen, ſie angreifen oder beſchimpfen, von ihnen vorläufig feſtgenommen werden, ſofern anzunehmen iſt, daß der Täter bei nicht erfolgender Feſt⸗ nahme in ſeinem ſtrafbaren Verhalten fortfahren werde. Mannheim, 17. Auguſt 1907. Gr. Bezirksamt Abt. II Dürr. Nr. 1115571. No. 6 106. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 26. Auguſt 1907. Hürgermeiſteramt Volz. Alle Neuheiten für die Herbst- u. Winter⸗Saison ſind eingetroffen. Grosse und reichhaltige Kollektion in Herren- und Knaben-Anzugstoffen Damen- und Kinderkleider-Stoffen Hemdenstoff, Bieber, Flanell in la. Qualitäten. Weiss-, Woll- und Kurzwaren ſämmtliche geſatzartikel Arbeiter-Anzüge,-Hoſen,-Blouſen,-Hemden. Pferdedecken Fruchtsäcke Strohſäcke ſtets am Lager. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. n Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Schweineſeuche betr. Nr. 114282 1. Mit Rückſicht darauf, daß neuerdings wieder durch Händler, welche Ferkel aus der bayeriſchen Rheinpfalz eingeführt haben, die Schweineſeuche in einem benachbarten Amtsbezirk eingeſchleppt worden iſt, bringen wir die in unſern Bekanntmachungen vom 6. Juli und vom 7. Auguſt 1903 enthaltenen Anordnungen erneut zur öffent- lichen Kenntnis. Darnach dürfen Einſtellſchweine(Milch- und Ferkelſchweine), welche durch Händler aus Norddeutſchland, d. h. den nördlich des Mains ge⸗ legenen deutſchen Gebietsteilen einſchließlich der preußiſchen Provinz Rheinland, aus der bayeriſchen Pfalz und aus Lothringen eingeführt werden, im Amtsbezirk Mannheim nur dann verkauft werden, wenn die Tiere laut bezirkstierärztlichem Zeugnis während der letzten 14 Tage in ſeuchenfreiem Zuſtand ſich in einer badiſchen Gemeinde befunden haben. Zuwiderhandlungen werden nach§ 66 Reichs⸗Seuchengeſetz vom 23. Juni 1880 N 8 1. Mal 1894 und 8 90 Pol.⸗Str.⸗G.⸗B. mit Geldſtrafe bis 150 Mk. oder mit Haft beſtraft. Mannheim, 17. Auguſt 1907. Großh. gezirksamt lll Dr. V. Pfaff. No. 6048. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntns. Seckenheim, 24. Auguſt 1907. Kürgermeiſteramt Volz. Farren-Oersteigerung. Am Freitag, den 30. Auguſt 1907, vormittags ½ 10 Uhr werden im Farrenſtall dahier zwei fette Farren verſteigert. Seckenheim, den 20. Auguſt 1907. 5 Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Sammel-Anzeiger. Uur für Mitglieder der Ein und Perkaufsgeuoſſeuſchaſt Letuheim. E. G. m. b. H. Der Verband bezahlt für Mitglieder 19.25 Mk. pro 100 Kilo Gerſte Station Mannheim. Säcke können beim Verein abgeholt werden. Aeckerverſteigerung. Auf Antrag der Eigentümerin Frau Emma 8 3 werden R 5 reitag, 30. Auguſt 1907, Nachmittags 2 Ahr auf dem Rathauſe in Seckenheim 32 Item Aecker in Seckenheimer Gemarkung, Wald und Wieſen zu Eigentum öffentlich verſteigert. Das Verzeichnis der Aecker ſowie die Ver⸗ ſteigerungsbedingungen können auf dem Rat⸗ hauſe eingeſehen werden. Seckenheim, 22. Auguſt 1907. Bürgermeisteramt e V ol 8. Ritter. Toden kleider für Männer, Frauen und Kinder 5 Flor und Handschuhe, Trauerstoll bi ei f E. Merklein. Zauber Alle Aufträge für chemiſche Wäſcherei ſowie Färberei werden ſtets ent⸗ gegengenommen und beſtens beſorgt. H. Weidner. Apfelwein prima Qualität zu 25 Pf. pr. 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