23 FFW R 7 Seckerheinet Aue 7 Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesbeim. . Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. J. helfrich in Seckenheim. Redaktion, Druck und Derlag von ö a Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 71. Mittwoch, den 4. September 1907. 7. Jahrgang Geſetzliche Beſtimmungen, die insbesondere der Landwirt bei Abschluss von Viehkauf-Uerträgen etc. zu beachten hat. (Schluß.) Obwohl nach dem Bürgerlichen Geſetzbuch beim Kauf von Tieren mündlicher Vertrag genügt, wird es ſich doch empfehlen, dieſen ſchriftlich abzufaſſen, da erfahrungsgemäß die bei einem derartigen mündlichen Kaufsabſchluſſe anweſenden Perſonen im Falle eines Prozeſſes meiſtens unſichere Angaben machen. es ratſam, dem Käufer eines Tieres keine Garantie hinſichtlich ſolcher Eigenſchaften des— ſelben zu leiſten, welche dieſes nicht oder nur in geringem Maße beſitzt. Denn in einem Falle, in dem der Verkäufer dem Käufer wegen einer Eigenſchaft oder eines Fehlers des zum Verkauf zu bringenden Tieres Gewährſchaft nicht leiſtet, kann Erſterer dem Letzteren gegenüber nur für die ſog. Hauptmängel des Tieres haftbar gemacht werden. Auch hier gilt wieder das oben über das argliſtige Ver⸗ ſchweigen des Veräußerers bereits Geſagte. Ueber die ſog. Hauptmängel iſt folgendes zu bemerken: Als Hauptmängel gelten: A. Für den Verkauf von Nutz- u. Zuchttieren: J. bei Pferden, Eſeln, Mauleſeln und Maultieren: 1) Rotz(Wurm) friſt von 14 Tagen; 2) Dummkoller(Koller, Dummſein) mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; als Dumm⸗ koller iſt anzuſehen, die allmählich oder in Folge der akuten Gehirnwaſſerſucht entſtandene unheilbare Krankheit des Gehirns, bei der das Bewußtſein des Pferdes herabgeſetzt iſt; 3) Dämpfigkeit(Dampf, Hartſchlägigkeit, Bauchſchlägigkeit) mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; als Dämpfigkeit iſt anzuſehen die Atembeſchwerde, die durch einen chroniſchen un— heilbaren Krankheitszuſtand der Lungen oder des Herzens bewirkt wird; 4) Kehlkopfpfeifen(Pfeiferdampf, ſchnaufigkeit, Rohren) mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; als Kehlkopfpfeifen iſt anzu⸗ ſehen, die durch einen chroniſchen und unheil⸗ baren Krankheitszuſtand des Kehlkopfs oder — mit einer Gewähr⸗ Auch iſt Hart⸗ Luftröhre verurſachte und durch ein hörbares Geräuſch gekennzeichnete Atemſtörung; 5) periodiſche Augenentzuͤndung(innere Augenentzündung, Mondblindheit) mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; als periodiſche Augenentzündung iſt anzuſehen die auf inneren Einwirkungen beruhende entzündliche Ver⸗ änderung an den inneren Organen des Auges; 6) Koppen(Krippenſetzen, Aufſetzen, Frei⸗ koppen, Luftſchnappen, Windſchnappen) mit einer Gemährfriſt von 14 Tagen. II. bei Rindvieh: 1) tuberkulöſe Erkrankung, ſofern in Folge dieſer Erkrankung eine allgemeine Beeinträchti⸗ gung des Nährzuſtandes des Tieres herbeige— führt, mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; 2) Lungenſeuche mit einer Gewährfriſt von 28 Tagen. III. bei Schafen: Räude mit einer Gewährfriſt von Tagen. IV. bei Schweinen: 1) Rotlauf mit einer Gewährfriſt von 3 Tagen; 2) Schweineſeuche l(einſchl. Schweinepeſt) mit einer Gewährfriſt von 10 Tagen. B. Für den Verkauf ſolcher Tiere, die alsbald geſchlachtet werden ſollen und beſtimmt ſind, als Nahrungsmittel für Menſchen zu dienen(Schlachttiere): J. bei Pferden, Maultieren: Rotz(Wurm) mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; II. bei Rindvieh: tuberkulöſe Erkrankung, ſofern in Folge dieſer Erkrankung mehr als die Hälfte des Schlaͤchtgewichts oder nur unter Beſchränkungen als Nahrungsmittel für Menſchen geeignet iſt, mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen. III. bei Schafen: allgemeine Waſſerſucht mit einer Gewähr⸗ friſt von 14 Tagen; als allgemeine Waſſerſucht iſt anzuſehen, der durch eine innere Erkrankung oder durch ungenügende Ernährung herbeige— führte waſſerſüchtige Zuſtand des Fleiſches. IV. bei Schweinen: 1) tuberkulöſe Erkrankungen unter der in 14 Eſeln, Mauleſeln und Nr. II. bezeichneten Vorausſetzung mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; 2) Trichinen mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen; 3) Finnen mit einer Gewährfriſt von 14 Tagen. N Deutſches Reich. Berlin. Der Sitz des Gouvernements von Kamerun ſoll, wie die„Köln. Volksztg.“ aus Viktoria erfahren haben will, von Buee nach Duala verlegt werden. Duala war auch urſprünglich der Sitz des Gouverneuers, und da dieſer Haupthafen⸗ und Handelsplatz Ka⸗ meruns heute der Ausgangspunkt der Manen⸗ gubabahn iſt und dadurch an Bedeutung zuge⸗ nommen hat, ſo liegt der Gedanke ſehr nahe, daß der neue Gouverneur Herr Dr. Seitz den Mittelpunkt der Verwaltung wieder dahin ver⸗ legen will, wo ſich auf abſehbare Zeit das wirtſchaftliche Leben der Kolonie konzentriert. Uebrigens haben ſich ja auch inzwiſchen die geſundheitlichen Zuſtände in Duala, die ſeiner⸗ zeit den Gouverneur von Puttkamer veran⸗ laßten, ſeinen Sitz nach dem geſunden Bueg zu verlegen, weſentlich gebeſſert. — Aus Nah und Fern. §Seckenheim, 3. Sept. Vergangenen Sonntag, den 1. September feierte die hieſige kath. Gemeinde das Feſt ihres Kirchenpatrons Aegidius. Die kirchliche Feier fand vormittags ½10 Uhr ſtatt, wobei Herr Kaplan Kriesbaum aus Ladenburg eine dem Feſt entſprechende tiefergreifende und erbauende Feſtpredigt hielt. Nachmittags 3 Uhr fand im Gaſthaus zum Stern Familien-Feier ſtatt, welche ſehr gut beſucht war. Die Hochw. Herren Pfarrkurat Waidinger aus Wallſtadt und Kaplan Kries⸗ baum aus Ladenburg hielten intereſſante Reden, welche dankend aufgenommen wurden, während der Hochw. Herr Pfennig die Verhältniſſe der hieſigen kath. Gemeinde ſchilderte, was alles geleiſtet wurde, und was noch zu leiſten iſt. Die Zwiſchenpauſen wurden ausgefüllte durch hübſche Geſangsvorträge und Couplets des Cäcilienvereins, ſowie Vorträge des Geſellen— und Jünglingsvereins. Nachdem die Stunde Eine dunkle Tat. Original⸗Roman von Carl Braunfels. Degen trat in eine Reſtauration, an der er eben vorüberkam, und trank ein Glas Wein, dann begab er ſich zu Dornberg. Die Wirtin teilte dem Kommiſſär mit, daß Dornberg unwohl ſei. Während der Nacht war er noch wohl geweſen— ſollte ſich das Unwohlſein ſo ſchnell eingeſtellt haben? „Sagen Sie dem Herrn, daß ich ihn zu ſprechen wünſche“, entgegnete er, indem er ſeinen Namen und Beruf nannte. Die Wirtin trat in Dornberg's Zimmer, kaum eine Minute ſpäter kehrte ſie aus dem⸗ ſelben zurück. „Herr Dornberg bedauert Sie nicht ſprechen zu können, da er ſich ſehr unwohl und ange— griffen fühlt“, ſprach ſie. „Haben Sie ihm meinen Namen und Beruf genannt?“ „Ja wohl.“ „Liegt er im Bette?“ „Nein, auf den, Sopha“, gab die Frau zur Antwort. „Dann wird ſein Unwohlſein wohl ſo ſchlimm nicht ſein— ich muß ihn ſprechen“, entgegnete Degen und ſchritt entſchloſſen auf die Türe zu. f Als er dieſelbe raſch öffnete und in das 4 trat, fuhr Dornberg mit ſichtbaren Seine Augen waren ſtarr und ängſtlich auf den Eintretenden gerichtet, ſein Geſicht erſchien bleich. Er war ein noch junger Mann von vielleicht 25 Jahren mit feinen, etwas kränk⸗ lichen Geſichtszügen. Seine Geſtalt erſchien mittelgroß und nicht beſonders kräftig. Er hatte ſich, als er ſich vom Sopha erhob, mit der Rechten auf den Tiſch geſtützt — dieſelbe zitterte. ſprach Degen, deſſen ſcharfem Auge weder der ängſtliche Blick noch das leiſe Erzittern des jungen Mannes entging. „Ich fühle mich in der Tat ſehr unwohl“, gab Dornberg zur Antwort und ſtrich mit der Rechten über die Stirn, als biete er alle Kräfte auf, um ſich zu ſammeln. „Iſt Ihr Unwohlſein ſo kommen?“ „Nein, ich bin ſchon ſeit einigen Tagen leidend.“ „Ah! Trotzdem haben Sie geſtern Abend bis ſpät in die Nacht hinein geſpielt?“ Dornberg's Geſicht ſchien noch bleicher zu werden, er war nicht im Stande, den Kommiſſär anzublicken. „Ich gab den Bitten einiger Bekannten nach“, entgegnete er mit unſicherer Stimme— plotzlich ge⸗ eichen des Erſchreckens vom Sopha auf. „Es tut mir leid, Sie ſtören zu müſſen“, „ich hatte keine Ahnung, daß ſo lange geſpielt werden würde.“ „Weshalb hörten Sie nicht früher auf?“ „Ich mochte nicht ſtören.“ „Sie haben viel verloren?“ fuhr Degen fort. Der Gefragte wurde immer unruhiger. „Nein— nicht erheblich“, entgegnete er. Die Worte klangen, als ob ſie mit An⸗ ſtrengung hervorgeſtoßen würden. „Wie viel?“ „Ich weiß es nicht.“ „Sollten Sie Ihren Verluſt nicht kennen? Das wäre auffallend.“ Dornberg's Blick fuhr halb ſcheu, halb ängſtlich zur Seite nach einem kleinen Tiſche, welcher unter dem Spiegel ſtand. Degen be⸗ merkte es und ſein Auge folgte derſelben Richtung. Auf dem Tiſche lag eine Brief⸗ taſche. Sollte ihr der ängſtliche Blick gegolten haben?“ Er verbarg ſeine Bemerkungen, obſchon ihm das ganze Weſen des jungen Mannes auffiel. Ohne auf die nähere Angabe des Spielverluſtes zu dringen, fragte er plötzlich: „Sie wiſſen, daß der Rentier Buſchmann er⸗ mordet wurde?“ N „Ja, meine Wirtin erzählte es mir.“ „Sie begleiteten Buſchmann in der ver⸗ gangenen Nacht, als er heimkehrte?“ Dornberg zuckte bei dieſer Frage ſichtbar zuſammen. . iget n—— 1 —— 3* 5—. 1223 8 5 2 a ..—ꝛ— ̃—. ̃—. 1.1. 7 ˖‚——.̃. ˖———.— l der Trennung nahte, dankte Herr Pfarrer Pfennig allen Mitwirkenden an dem guten Gelingen der ſchönen Feier. »Seckenheim, 3. Sept. Herr Stab⸗ halter Wollner in Rheinau hat ſein Amt niedergelegt. Mannheim, 1 Sept. Der erſte allge- meine deutſche Gärtnertag, der geſtern abend hier ſeinen Anfang nahm, und der aus allen Gauen Deutſchlands von ungefähr 500 ſelbſt⸗ ſtändigen Gärtnern beſucht war, ſandte nach— ſtehende Telegramme an den deutſchen Kaiſer und den Großherzog von Baden:„Die heute in Mannheim tagenden Handelsgärtner aus allen Gauen des deutſchen Reiches geſtatten ſich, Euerer Majeſtät untertänigſte und ehr⸗ furchtsvollſte Grüße als Zeichen treuer Anhäng⸗ lichkeit zu ſenden.“ Das Telegramm an den Großherzog Friedrich von Baden lautete:„Die heute in Mannheim tagende erſte allgemeine deutſche Handelsgärtnerverſammlung geſtattet ſich, Euerer Königl. Hoheit ehrfurchtsvollſte Grüße zu übermitteln und hofft auch in Zu⸗ kunft in Euerer Königl. Hoheit einen kräftigen Förderer des Gartenbaues zu haben.“ Vom Schwarzwald, 1. Sept. Wie dem„Freibg. Tgbl.“ von einem Touriſten mit⸗ geteilt wird, iſt am vergangenen Dienstag(am 27. Auguſt) der letzte Reſt des Winterſchnees am Feldberg geſchmolzen. Villingen, 1. Sept. Ein aufſehen⸗ erregender Schwindel iſt, wie nach der„Bad. Korreſp.“ verſchiedene Blätter melden, bei dem in Villingen abgehaltenen Schützenfeſt noch gerade zur rechten Zeit aufgedeckt worden. Der zweite Schützenmeiſter des Villinger Schützen— vereins, der bereits auf der Gaufeſtſcheibe den vom Fürſten von Fürſtenberg geſtifteten Silber— pokal im Werte von 500 Mark erobert hatte, ſchien auch auf zwei anderen Feſtſcheiben ein ganz auffallendes Glück zu haben. In Schützen⸗ kreiſen war man über die Treffſicherheit des glücklichen Schützen umſomehr ſtutzig, als der neblige Morgen das Ziel nur ſchwer erkennen ließ. Nachforſchungen führten denn auch zu dem überraſchenden Ergebnis, daß der zweite Schützenmeiſter mit dem Zeiger, ſeinem eigenen Geſellen, heimlich im Einvernehmen ſtand und durch letzteren nach abgegebenem Schuſſe mittels eines ſpitzen Gegenſtandes die Scheibe durch— ſtechen ließ. Der Zeiger legte ein offenes Ge⸗ ſtändnis ab. Selbſtverſtändlich wurden dem unehrlichen Schützen die ihm bereits zuerkann⸗ ten Preiſe wieder entzogen und die Angelegen— heit der Staatsanwaltſchaft zur weiteren Ver— folgung übergeben. Aus dem Gauverband, wie auch aus dem deutſchen Schützenverband wurde der wackere Schütze bereits ausgeſchloſſen. Der Fürſtenberg⸗Preis iſt vom Preisgericht nachträglich Herrn Reſtaurateur Guſtav Frank von Hüfingen zuerkannt worden. Säckingen, 2. Sept. Schrecklich gehauſt hat der Blitz am letzten Samstag in Hottingen. Drei Häuſer in einer Entfernung von jeweils 600—800 Meter wurden allem Anſchein nach von einem und demſelben Blitzſchlage getroffen, ohne jedoch entzündet zu werden, hingegen fiel dem Blitzſtrahl ein Menſchenleben zum Opfer und zwei weitere wurden ernſtlich gefährdet. Die Unglücksfälle zeigen, daß die elektriſchen Webſtühle doch nicht ſo ganz ungefährlich ſind, denn im erſten Falle wurde die junge Frau eines Seidenbandwebers in ihrer Behauſung vom Blitze getötet, die Frau des Landwirts Zipfel wurde ebenfalls in ihrem Hauſe getrof— fen und crlitt ernſtliche Brandwunden. In beiden Häuſern befanden ſich elektriſch betriebene Seidenbandwebſtühle. Das dritte betroffene Haus iſt das Gaſthaus zur Sonne, in welcher ſich die Poſtagentur befindet. Die Dame, welche gerade die Poſt abfertigte, wurde zu Boden geworfen, ohne jedoch weiteren Schaden zu nehmen. An der elektriſchen Leitung! auf dem Hotzenwald hat der Blitz ganz bedeutenden Schaden angerichtet und da und dort ruht der Betrieb der Webſtühle. 5 Schifferſtadt, 1. Sept. Es lebe die Vereinsmeierei! Hier iſt dieſer Tage im Gaſt⸗ hauſe zu den„3 Mohren“ im Gegenſatze zu dem dahier ſchon ſeit geraumer Zeit beſtehen⸗ den Klub der„Reingeloffenen“, welcher ſein Lokal jetzt in der„Rheinpfalz“ hat, ein Klub der„Reingefahrenen“ gegründet worden. Es gehören dieſem bereits mehr als ein Dutzend nach hier verzogenen, meiſtens kleinere Gewerbe— treibende an. Heilbronn, 31. Aug. Aufſehen erregt die geſtern erfolgte Verhaftung des angeſehenen Privatiers J. Lamparter, der früher hier ein Pfandleihgeſchäft betrieb. In heftiger Erregung darüber, daß ſein Geſchäftsnachfolger Jung das Anweſen Lamparters nicht erworben hatte, veranlaßte er einen jungen Burſchen aus Lud⸗ wigshafen, auf Jung und deſſen Frau gegen eine Belohnung von einigen hundert Mark ein Salzſäure-Attentat auszuführen. Der Anſchlag blieb indeſſen, da der Burſche im letzten Augen— blick Reue bekam; er wurde gleichfalls in Haft genommen. Frankenthal, 2. Sept. Eine Eiſen⸗ bart⸗Kur. Ein in einem hieſigen Modewaren⸗ geſchäft angeſtelltes 15jähr. Lehrmädchen begoß ihren Arm, um die ihr läſtigen Flaumhaare zu entfernen— unglaublich, aber wahr mit Spiritus und zündete ihn an. Die Haare waren zwar tadellos verſchwunden, der Arm aber derart verbrannt, daß er ſofort in einen Verband gelegt werden mußte. Zur Nach⸗ ahmung iſt dieſes Enthaarungsmittel daher nicht zu empfehlen. Aus der Rhön, 1. Sept. Die Mäuſe⸗ plage iſt hier ſo ſtark, daß der Landrat von Fulda auf Sonntag alle Bürgermeiſter des Kreiſes(132) zuſammenberuft, um über eine gemeinſame Abwehr dieſes gefräßigen Feindes zu beraten. Würzburg, 3. Sept. In Unter⸗Al⸗ tertheim wurde, wie berichtet, die Winzers— tochter Winker ermordet aufgefunden. Man vermutete anfangs Luſtmord. In Wirklichkeit aber wurde ſie von ihrem eigenen Bruder mit einem Hammer erſchlagen, weil er ſich in den Beſitz einer ihr zugefallenen Erbſchaft ſetzen wollte. Furtwangen, 2. Sept. Am Samstag mittag brannten die zuſammengebauten Häuſer des Maurermeiſters Alfred Schnetz und das dem Fabrikant C. R. Dold⸗Offenburg gehörige Mietshaus nieder. An Fahrniſſen wurde vieles gerettet. Zum Glück ſind die Bewohner ver⸗ ſichert. Der Schaden beträgt 28 000 Mk. an Gebäuden und etwa 10000 Mk. an Fahrniſſen. Ein defektes Kamin ſoll den Brand verurſacht haben. Das große Haus war eines der älteſten hier, gewiß 600 Jahre alt. Seit dem Jahre 1790 war dasſelbe im Beſitz der Familie Dold. Arnsberg, 2. Sept. Ein 14jähriger Mörder wurde von der hieſigen Strafkammer zu 6 Jahren 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Der ſchon vorbeſtrafte rohe Burſche hatte einen ſechsjährigen Knaben ins Waſſer geworfen und ſeinen Kopf ſo lange auf einen aus dem Waſſer hervorragenden ſpitzen Stein aufgeſtoßen, bis der Knabe tot war. Mainz. Hier wurde ein Bettler ver⸗ haftet, der über 665 Mark in barem Gelde bei ſich führte. Nach den bei ihm vorgefundenen Briefen ſtand der Bettler mit einem auswär⸗ tigen Herrn wegen des Ankaufs einer Villa in Unterhandlung und war ſogar in dem Beſtitz einer Photographie der Villa, die er zu kaufen beabſichtigte. Aus weiteren Briefen ging hervor, daß der angebliche Bettler auch über die zum Villakauf benötigten Kapitalien verfügte; trotzdem kann er nicht mehr von dem für ihn bisher ſo einträglich geweſenen Bettlergewerbe laſſen und durchſtromert als reicher Mann im Bettler⸗ gewand die Welt. Das hieſige Amtsgericht hat ihn wegen Bettelns zu einigen Tagen Haft verurteilt. Breslau, 3. Sept. Die hieſige Ferien⸗ ſtrafkammer verurteilte den Cigarren-Fabrikan⸗ ten Guſtav Titze wegen Majeſtäts-Beleidigung, die er vor 7 Jahren begangen hat, zu 2 Mo⸗ naten Gefängnis. Fürth, 31. Aug. Eine ſonderbare Stiftung hat der in Bayreuth verſtorbene Pri⸗ vatier J. Sigmen der Stadt Fürth gemacht. Er ſtiftere 30000 Mk., deren Zinſen alle 20 Jahre zu ¼ an Arme verteilt und zu/ zur Maſſe geſchlagen werden ſollen. Ferner ſtiftete er 15000 Mk., deren Rente volle dreihundert Jahre dem Kapital zugeſchlagen werden ſoll, nach deren Umlauf alle 25 Jahre je ½ é des Fonds zur Errichtung wohltätiger Stiftungen zu verwenden iſt. Dieſe 15000 Mk. werden nach 300 Jahren auf über 60 Millionen Mark aufgelaufen ſein. Innsbruck, 2. Sept. Der Gendar⸗ meriepoſtenführer Löffler wurde von einem wegen Diebſtahl verfolgten Bauernſohn er⸗ ſchoſſen. Paris, 2. Sept. Der Herzog von Treviſo ſtürzte bei einer Automobilfahrt bei Montereau in der Umgebung von Paris ſo unglücklich, daß ihm das rechte Bein amputiert werden mußte. Der Herzogin wurde die Kinn⸗ lade zerſchmettert. Ihre Tochter, die Comteſſe „Nein“, entgegnete er mit leiſe bebender Stimme. „Als Sie das Haus, in welchem Sie geſpielt, verlaſſen hatten, begaben Sie ſich da ſofort hierher in Ihre Wohnung?“ „Fa.“ „Sie ſprechen die Unwahrheit, denn Sie wurden geſehen, als Sie Buſchmann be⸗ gleiteten. Dornberg ſtüͤtzte ſich mit der Rechten feſter auf den Tiſch und ſchien ſich zu halten, weil dieſe Worte ihn erſchütterten. Er ſchwieg. „Sie werden einſehen, daß Sie mit der Unwahrheit nicht weit gelangen“, fuhr Degen fort. Degen trat an den Tiſch, auf welchem die Brieftaſche lag. Als er die Hand darnach ausſtreckte, trat Dornberg raſch an ihn heran, als ob er dies verhindern wollte, plötzlich ſchien er einen anderen Entſchluß zu faſſen. Unge⸗ hindert nahm Degen die Brieftaſche und öffnete ſte. Ein Blick in den Spiegel zeigte ihm, daß Dornberg mit ſtarren Blicken neben ihm ſtand, als ob von der nächſten Minute die Entſcheidung ſeines Geſchickes abhänge. Die Taſche enthielt Briefe und an einer Seite eine Anzahl Banknoten und Kaſſenan⸗ weiſungen, es konnten einige Hundert Taler ſein. Er durchblätterte ſie flüchtig, unwillkür⸗ lich zuckte ſeine Hand vor Ueberraſchung, als er eine b. de der preu⸗ ßiſchen Bank erblickte, auf welche mit Tinte ein kleiner Kopf gezeichnet war— der Kopf Louis Napoleon's und zwar in etwas karrikirter, aber doch charakteriſtiſcher Weiſe aufgefaßt. * Dies war die Banknote, auf welche Taſchner ihn aufmerkſam gemacht hatte. f „Woher haben Sie dieſe Bankaote?“ fragte er. „Ich weiß es nicht— ich werde ſie ein⸗ gewechſelt haben“, entgegnete Dornberg. „Bei wem?“ „Ich kann mich nicht entſinnen.“ „Haben Sie dieſelbe ſchon länger?“ „Ja, mindeſtens acht Tage, weil ich in der letzten Zeit kein Geld gewechſelt habe.“ „Sie ſprechen wiederum die Unwahrheit! Dieſe Banknote iſt erſt ſeit der letzten Nacht in Ihren Händen!“ Dornberg ſtrich mit der Hand über die Stirn hin, ſeine Hand zitterte, ſeine Lippen bewegten ſich, allein kein Wort kam über dieſelben. „Dieſe Banknote war in Buſchmann's Beſitz, ſie befand ſich in ſeiner Brieftaſche, als Sie mit ihm in der vergangenen Nacht Schlieben's Wohnung verließen“, fuhr Degen in ſtrengem Tone fort.„Wie kommt dieſelbe in Ihre Hände?“ Dornberg hatte ſich an den Tiſch gelehnt, er rang nach Faſſung. „Buſchmann hat ſie mir ſelbſt gegeben“, ſprach er endlich. „Wann?“ „In der vergangen Nacht.“ Wo?“ „Auf dem Wege nach ſeiner Wohnung, in den Anlagen.“ „Sie haben ja in Abrede geſtellt, ihn be— gleitet zu haben?“ „Ich habe nicht die Wahrheit geſagt.“ 565 haben ihn alſo begleitet?“ * a.“ „Bis zu welchem Punkte?“ „Bis zu ſeiner Wohnung.“ „Sie ſprechen wieder die Unwahrheit. Buſchmann iſt nicht bis zu ſeiner Wohnung gelangt, denn er iſt aller Wahrſcheinlichkeit nach in der Nähe des Teiches erſchlagen worden.“* „Ich habe die Wahrheit geſprochen— er begleitete mich, als wir bei ſeiner Wohnung an⸗ gelangt waren, durch die Anlagen zurück.“ „Und wie ſollte er dazu gekommen ſein, Ihnen dieſe Banknote zu geben?“ Dornberg preßte die Rechte krampfhaft zuſammen. Er ſchwieg. „Bitte, beantworten Sie meine Frage“, drängte Degen. Ich hatte in dem Spiele viel verloren — Alles, was ich hier beſaß. Der anfäng⸗ liche Verluſt ärgerte mich, ich ſuchte das Verlorene wieder zu gewinnen und verlor Alles. Ich war in einer peinlichen Lage; deshalb begleitete ich Buſchmann, mit dem ich befreundet war und von dem ich wußte, daß er mir wohl wollte. Ich teilte ihm meine Verlegenheit mit und bat ihn um ein Dar⸗ lehen.“ (Fortſetzung folgt.) Gubriant⸗Duvon kam mit leichteren Ver⸗ letzungen davon. Vermiſchtes. — Landwirte, ſchickt eure Söhne in die landwirtſchaftlichen Winterſchulen. Es iſt nun bald Zeit, daß die jungen Leute, die den kom⸗ menden Winter eine landw. Winterſchule be— ſuchen ſollen, angemeldet werden. In jedem Kreiſe iſt Gelegenheit geboten zum Beſuche ſol⸗ cher Schulen, aber immer noch beſtehen da und dort Mißtrauen und Gleichgiltigkeit;„der braucht's net,“ ſagt der eine,„wir haben auch keine Winterſchul' g'habt,“ oder„wir brauchen keine g'ſtudierte Bauern,“ meint ein anderer. Ueber den erſten Einwand kann man ruhig weggehen; wer heute noch die Anſchauung ver⸗ tritt, daß die landw. Fachbildung für den Bauern nicht notwendig iſt, dem iſt nicht zu helfen. Was man vom Landwirt heutzutage verlangt, das dürfte bekannt ſein; oder hat's der Bauer heute leichter in ſeinem Geſchäft, als der Kaufmann und Gewerbetreibende oder irgend ein anderer Berufsſtand? — Ein 17jähriger Kaufmann ſollte in Stuttgart einen Wechſel im Betrag von 7400 Mark auf einer Bank diskontieren laſſen, kehrte aber mit dem Geld nicht zurück, ſondern bezahlte in liederlicher Geſellſchaft 10 Flaſchen Schaumwein und ſchlief ein. Beim Wiederer— wachen war ſein geſamter Geldbeſitz bis auf 15 Pfennig verſchwunden. — Eine wunderbare Submiſſtonsblüte hat neuerdings wiederum die Ausſchreibung der Erd⸗ und Befeſtigsarbeiten der Eiſenbahnſtrecke Iſerlohn⸗Schwerte gezeitigt. Von 16 Ange⸗ boten lautete das Höchſte auf 1694000 Mk., das Niedrigſte auf 907 000 Mark. Differenz von 787000 Mark! — Der oberſte Gerichtshof von Suffolk fällte das Urteil, daß Schnarchen, wenn es auch die beteiligten Perſonen ſtört, keine ſo „grauſame und unmenſchliche Behandlung“ iſt, um eine Eheſcheidung zu rechtfertigen. Die junge Mrs. Viktoria Morton, die zweite Frau des betagten Mr. Morton, hatte auf Scheidung geklagt, weil ihr Mann ſo laut zu ſchnarchen pflegte, daß ſie ſtets träumte„es ſei ein heftiges Gewitter“. — Die größte Waſſerleitung der Welt iſt natürlich in Amerika geplant. Es handelt ſich um die Trinkwaſſerverſorgung Newyorks. Dieſelbe ſoll von den Catskillbergen auf einer Strecke von 270 Kilometer Länge nach New⸗ york gebaut werden. Die Koſten ſind auf die Kleinigkeit von 161 Millionen Dollars veran⸗ ſchlagt. Das Rieſenwerk ſoll binnen zehn Jahren fix und fertig daſtehen. — Mitßverſtanden. Hausfrau: Minna, mein Mann iſt nicht wohl; legen Sie heute Abend eine Flaſche in ſein Bett.“— Minna: „Weiß⸗ oder Rotwein?“ — Poeſie und Proſa. Sie(ſchwärmeriſch): „Guter Mond, du gehſt ſo ſtille.“— Er:„Na, das fehlte, daß der auch noch nachts Lärm machen würde!“ Jubiläums⸗Ausſlellung Mannheim 1907. Der erſte billige Sonntag in dieſem Monat war urſprünglich auf den 1. September gelegt worden, iſt aber mit Rückſicht auf das Volks- feſt auf den 8. Septbr. verſchoben. An dieſem Tage hat der Eintrittspreis für Nichtabonnen⸗ ten ſogar noch eine weitere Verbilligung auf auf 30 Pfg. erfahren, und da an dieſem Tage ein ſehr reichhaltiges Programm in Ausſicht ſteht, ſo dürfte die Ausſtellung für weite Be⸗ völkerungskreiſe in und um Mannheim eine große Anziehungskraft bilden. Am Samstag iſt übrigens in der Ausſtellung, worauf wir nochmals hinweiſen mochten, die große Herbſt— ausſtellung eröffnet worden. Dieſe iſt außer⸗ ordentlich ſtark beſchickt und ſtellt alle bisherigen Sonderausſtellungen in den Schatten, da ſie an Blütenpracht und Schönheit im dekorativen Aufbau alles bisher dageweſene übertrifft. Es werden für dieſe Zwecke nicht nur die Hallen in Anſpruch genommen, ſondern auch der Roſengarten und die Zelthalle beim Lanz'ſchen Pavillon. Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. Gefunden 1 Bohter. 1 Schtaubenschlüssel. Abzuholen? gegen) Einrückungs⸗ gebühr bei Thamas Möll Wtw. Sammel⸗Anzeiger. Uur für Mitglieder der Ein⸗ und Jerkaufsgenoſſenſthaft Jeczenheim 9 8 Der Verband bezahlt für Gerſte 19 Mk. 50 Pfg. 6 Zwetſchgenbäume zu verkaufen N Philipp Huber. ſämtlichen Es empfiehlt ſein Lager in Bürſten- und MANNHEIM MITNAT KAN. COYIk AND AU⸗AAA5TEIUANe LMal U 907 20. 0M cron: 5 K. noten sg. S fFRbν,ð,e vo Gab S 0 Pinſelwaren — und Teppichklopfern L. Gilmer, im Hauſe des Herrn Holzhändler Bühler. Eingang ins Geſchäft über die Treppen im Hof. 0 deshalb der natürlichste Volkstrunk Huch in 50 und 150 Literpaketen zu haben. Ueberall Miederlagen, erkenntlich durch Plakate, oder direkt ab Plocbingen unter Nachnahme von Weiss& Co., G. m. b. N., Plochingen a. N. 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Mufikvorträge der hieſigen 13 Kapelle. Patriotiſche Reden. Die Kameraden werden erſucht, ſich an den feſtlichen Veranſtal⸗ tungen zu Ehren unſeres greiſen Landesvaters recht zahlreich zu beteili⸗ gen und pünktlich zu erſcheinen. Ehren⸗ und Vereinsabzeichen ſind anzulegen. Am Feſttage ſelbſt, Montag, den 9. September, wird gebeten, zu beflaggen. Der Vorſtand, Radfahrer⸗Gesellschaft Seckenheim. Morgen Donnerstag, 5. d. Mts., Abends 8½ Uhr Monats-Verſammlung im Lokal. Um zahlreiches Erſcheinen bittet Der Vorſtand. Geſchäfts⸗Aebergabe⸗ und Empfehlung. Einer verehrl. Einwohnerſchaft von Seckenheim mache hiermit die ergebene Mitteilung, daß ich mein Rolonialwaren⸗Geschäft dem Herrn David Klöpfer übertragen habe. Für das mir bisher in ſo reichem Maße entgegengebrachte Ver⸗ trauen beſtens dankend, bitte ich meine verehrl. Kundſchaft, dasſelbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Philipp Johann. Bezugnehmend auf Vorſtehendes wird es mein eifriges Beſtreben]! ſein eine werte Kundſchoft mit nur prima Ware zu bedienen und bitte um geneigten Zuſpruch.— Hochachtungsvoll David Klöpfer, Ecke der Luiſen⸗ u. Mittelſtraße. Alle Neuheiten für die Herbst- u. Winter⸗Saison ſind eingetroffen. Grosse und reichhaltige Kollektion in Herren- und Knaben-Anzugstoffen Damen- und Kinderkleider-Stoffen Hemdenstoff, Bieber, ⸗Jlanell in la. Qualitäten. Weiss-, Woll- und Kurzwaren ſüämmtliche Beſatzartikel Arbeiter⸗Anzüge, ⸗Hoſen, Blouſen, ⸗Hemden. Pferdedecken Fruchtsäcke Strohſäcke ſtets am Lager. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Elektrische 4 Zellen Bäder Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. Nach den neuen wiſſenſchaftl. Gutachten von Prof. Dr. Hoffa, ers- und Nervenkrankheiten, Kopfſchmerz, Schlafloſigkeit, krampf, Tabes-Spinal- Irritation, Diabetes(Zuckerkraukh.), Rheumatismus, Muskelſchwäche, Klaſenſtörungen, Htuhlver⸗ 4 ſtapfung etc. erzielt. Direkt. Hch. 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