Seckenheinet Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenbeim und Mubesbeim. * 2 2 Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. An N eigen: Die einſpaltige Petitzeile oder dern Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 79. Mittwoch, den 2. Oktober 1907. 7. Jahrgang Großherzog Friedrich. Kurz nach Druck unſerer letzten Samstags⸗ nummer erhielten wir die Nachricht von dem Ableben des geliebten Landesfürſten im Schloß Mainau, da ſonderbarer Weiſe bis Mittag weder telegraphiſche noch telephoniſche Nachricht hier eingetroffen iſt. Der Großherzog entſchlief gegen 9 Uhr ſanft und ohne Schmerz. An⸗ weſend waren im Sterbezimmer die Großher⸗ zogliche Familie mit Ausnahme der in Salem weilenden Prinzeſſin Wilhelm, Oberhof⸗ prediger Dr. Helbing und die Dienerſchaft, welche ſich in die Pflege des hohen Kranken geteilt hatte. Im Nebenzimmer befanden ſich die Hofſtaaten mit Großhofmeiſter Dr. v. Brauer, der Miniſterpräſident Dr. v. Duſch und der Miniſter des Großherzoglichen Hauſes, Freiherr von Marſchall, welchem für die Groß⸗ herzogliche Familie auch die Geſchäfte des Standesbeamten übertragen ſind. Der Tod des Großherzogs verſetzt einen weiten Kreis von fürſtlichen Verwandten und die Bewohner unſeres Landes in Trauer— dem deutſchen Volk aber bietet er erneuten Anlaß, der Verdienſte des jetzt verewigten ürſten um die Einheit und Größe des deutſchen aterlandes zu gedenken. In Großherzog 85 war ein gewaltiges Stück deutſcher eſchichte verkörpert; er war nicht nur Zeuge der deutſchen Einheitsbeſtrebungen und ihrer Erfüllung, ſondern zugleich einer ihrer opfer⸗ willigſten Mitarbeiter unter den deutſchen Reichsfürſten. Kurz vor dem Antritt ſeiner Regierung war Baden der Schauplatz revo⸗ lutionärer Kämpfe geweſen, in dem demo⸗ kratiſche Hetzer und Schwärmer den deutſchen Einheitstraum verwirklichen wollten. Als dann die Zeiten des deutſchen Bundestages zu Ende gingen und die preußiſche Politik unter König Wilhelm, dem Schwiegervater des Großherzogs, den praktiſchen Weg zur Einigung der Nation betrat, war der Großherzog einer der erſten, der ſeine eigene Politik danach einrichtete. Er half, die Brücke über den Main zwiſchen Nord und Süd zu ſchlagen; ſeine Diviſton war mit die erſte, die über den Rhein nach Frankreich eindrang und das Reichsland gewinnen half. Wie er treu auf dem wichtigſten Poſten an er Südweſtmark Deutſchlands geſtanden hatte, ſo durfte er auch mit Recht jener Fürſt ſein, der das erſte Hoch auf den erſten Deutſchen Kaiſer im franzöſiſchen Königsſchloß zu Ver⸗ ſailles ausbrachte. Fortan blieb er in innigſter 8 mit den drei erſten deutſchen aiſern, ſeinem Schwiegervater, Schwager und Neffen, verbunden. Bei allen wichtigen Fragen des inneren Ausbaues des neuen Reiches erwies er ſich ſtets als erfahrener ſtiller Berater und wenn er öffentlich ſeine Stimme erhob, ſo geſchah es immer im Sinne der Kräftigung des Reichsgedankens im Innnern und der Macht des Reiches. Dieſe Tätigkeit des Groß⸗ herzogs ſichert ihm in der deutſchen Geſchichte einen hervorragenden Platz.— Zur Regierung gelangt iſt nun der bisherige Erbgroßherzog Friedrich, geb. am 9. Juli 1857, vermählt felt 20. September 1885 in kinderloſer Ehe mit Hilda, Tochter des früheren Herzogs von Naſſau, Großherzogs von Luxemburg. Die Leiche des verewigten Großherzogs ruht in der Schloßkapelle. Die Ueberführung in die Reſidenz wird heute Mittwoch ſtatt⸗ finden, mit Dampfer nach Konſtanz, wo der Sarg in feierlicher Ueberführung von Militär nach dem Bahnhof gebracht wird. Von hier geht der Sarg mittels Sonderzugs nach Karlsruhe. Dort wird die Leiche nach der Schloßkirche gefahren und aufgebahrt. Die Ueberführung erfolgt dann von der Schloßkirche nach der Ruheſtätte im Faſanengarten, wo der jüngere früh⸗ verſtorbene Sohn des Großherzogs Prinz Ludwig ruht. Die Beiſetzung in Karlsruhe findet nach letzter Anordnung Montag, den 7. Oktober, vormittags 11 Uhr ſtatt. Ladenburg, 1. Okt. Die hieſige Landw. Winterſchule wird Montag, den 4. November, vormittags 10 Uhr eröſfget Am Unterricht können junge Leute vom 15. Lebens⸗ jahre an teilnehmen und iſt der Beſuch der Schule nicht nur für Landwirte, ſondern auch für Gewerbetreibende zu empfehlen. Der Un⸗ terricht befaßt ſich in erſter Reihe damit, die in der Volksſchule erworbenen Kenntniſſe zu erweitern. Den Schülern wird neben dem landwirtſchaftlichen und naturkundlichen Unter⸗ richt Anleitung im Geſchäftsaufſatz, im prak⸗ tiſchen Rechnen, Feldmeſſen und in der Buch⸗ führung gegeben. Würdigen, wenigen bemittelten Schölern ſtehen Stipendien und Reiſegelder aus Kreismitteln in Ausſicht. Die Zöglinge können von dem Beſuch der Fortbildungsſchule befreit werden. Der ſeitherige gute Beſuch der Schule beweiſt, daß bei unſeren Landwirten die Einſicht immer mehr durchdringt, wie notwendig der Beſuch einer landw. Fachſchule für unſere Bauernſoͤhne iſt, wenn ſie den geſteigerten An⸗ forderungen unſerer heutigen Zeit genuͤgen wollen. Die Unterrichtszeit dauert von Anfang November bis Mitte März. Faſt allen Schülern, die nicht zu entfernt wohnen, iſt die Möglichkeit geboten, täglich zu Fuß oder mittelſt Schülerkarte per Bahn nach Hauſe zu gelangen. Koſt und Wohnung hier ſtellen ſich monatlich auf etwa 45 Mk. ittageſſen allein iſt für 40 bis 50 Pfg. zu erhalten. Das Schulgeld beträgt für die Schüler des 1. Kurſes 10 Mk.; die Ecler des 2. Kurſes ſind vom Schulgeld befreit. Hoffen wir, daß die Anſtalt auch im kommenden Winter ſich, wie bisher, eines recht zahlreichen Beſuches zu erfreuen hat, Bruchſal, 29. Sept. Der frühere Bür⸗ germeiſter Haas von Kappelrodeck iſt hier im Zuchthauſe geſtorben. Lahr, 29. Sept. Der 17 jährige Unter⸗ offiziersſchüler Henn aus Freiburg i. B. wurde 8 morgen in der Nähe des Dinglinger ahnhofes„ unmittelbar neben dem Schienen⸗ ſtrange, anſcheinend bewußtlos aufgefunden. Das Seitengewehr fehlte, die Kleider waren zerfetzt. In das Garniſonslazarekt verbracht, erzählte der junge Mann dem ihn vernehmenden Offizier die ſchaurige Mähr, daß er am Abend zuvor an der betreffenden Stelle von drei Männern angefallen, zu Boden geſchlagen und ſeiner Barſchaft von etwa 10 Mark ſowie ſeiner Uhr beraubt worden ſei. Die Unholde hätten ihn auf die Schiene geſchleppt und dort liegen gelaſſen. Nachts hätte er vorübergehend die Beſinnung erlangt und ſich mühſam aus ſeiner gefährlichen Lage befreit. Da die gan Geſchichte von vorneherein ſehr unglaubwürdig ſchien, wurden weitere Nachforſchungen ange⸗ ſtellt und hierbei ermittelt, daß die ganze Schauergeſchichte glatt erfunden war. Henn hatte ſich ſchon einige Tage in der Nähe um⸗ hergetrieben, und ſeinen Urlaub von der Unter⸗ offizierſchule in Ettlingen überſchritten. Furcht Eine dunkle Tat. Original⸗Roman von Carl Braunfels. „Nun iſt Albert wieder frei!“ rief Hertha und ihr Auge leuchtete freudig auf. „Noch darf ich ihn nicht frei geben“, be⸗ merkte Degen. „Noch nicht, obſchon Sie ſelbſt von ſeiner Unſchuld überzeugt ſind?“ warf Dornberg über⸗ raſcht ein.„Ich ſtelle jede Bürgſchaft für ihn, welche Sie verlangen, ich trete mit meinem ganzen Vermögen, mit meiner Ehre, mit meiner eigenen Perſon für ihn ein!“ Ein ſchmerzlicher Zug glitt über das Ge⸗ ſicht des Kommiſſärs. „Beurteilen Sie mich nicht falſch, wenn ich Ihr Anerbieten ablehne, ich darf es nicht annehmen“, entgegnete er.„Ich darf nicht nach meinem Ermeſſen handeln, ſondern muß meiner Pflicht gehorchen. Noch weiß ich nicht, ob der Staatsanwalt über Ihren Sohn dieſelbe Anſicht hegt wie ich.“ Er ſoll alſo noch länger ein Gefangener ſein!“ rief Hertha. „Es wird ihn töten, zumal er krank iſt.“ „Seine Krankheit erſcheint für ihn als eine Wohltat, denn ſie läßt ihn nicht empfinden, daß er verhaftet iſt“, bemerkte Degen. „Iſt er ſo ſchwer erkrankt?“ fragte Dornberg. Unwillkürlich zögerte der Kommiſſär mit mit der Antwort. „Seien Sie offen gegen mich“, bat der geängſtigte Vater. „Ja ſeine Krankheit iſt das Nervenfieber, er iſt ohne Bewußtſein und weiß nicht, was um ihn vorgeht.“ „O Gott!“ rief Hertha. „Es iſt nichts in ſeiner Pflege verſäumt“, fuhr Degen fort,„er liegt in ſeinem Zimmer und ein zuverläſſiger Wächter iſt bei ihm.“ „Nein, ich werde ihn pflegen!“ rief Hertha. „Ich will bei ihm wachen, mein Auge wird ſich nicht eine Minute lang von ihm abwenden.“ „Ich darf dies nicht zugeben“, ſprach der Kommiſſär.„Er iſt Gefangener und es darf Niemand zu ihm.“ „Können Sie ſelbſt einem Kranken gegen⸗ über noch ſo ſtreng ſein?“ fragte Dornberg mit vorwurfsvoller Stimme. „Ich will jede Bedingung eingehen, welche Sie ſtellen“, fuhr Hertha fort,„ich will kein Wort mit ihm ſprechen, wenn Sie es verlangen, nicht mit einer Miene will ich ihm verraten wie Sie über ihn denken, laſſen Sie mich nur bei ihm ſein und ihn pflegen.“ Ihre Stimme klang ſo flehend; halb ängſt⸗ lich, halb verdrauensvoll hielt Sie das Auge auf den Kommiſſär gerichtet. Noch ſchien derſelbe zu ſchwanken und zu überlegen, ob er es ge⸗ ſtatten dürfe. „Gut, ich will Ihren Bitten nachgeben, wenn ich meine Befugnis vielleicht auch über⸗ ſchreite“, ſprach er endlich.„Sie ſollen nicht glauben, daß mein Beruf das Mitgefühl in mir getötet habe. Eine Bedingung muß ich jedoch an Sie beide ſtellen: verraten Sie noch 2 daß ich den Verhafteten für unſchuldig alte.“ Erſtaunt blickte Dornberg iha an. „Sie begreifen meine Bedingung vielleicht nicht“, fuhr Degen fort.„Ich habe en Sohn verhaftet, ich will auch ſeine volle Unſchuld erweiſen. Wenn er heute in Freiheit geſetzt und der Mörder Buſchmann's nicht entdeckt würde, würde nicht für ſein ganzes Leben ein Schatten auf ſeinem Namen und ſeiner Ehre haften bleiben? Würden nicht viele ihn trotzdem für den Schuldigen halten, zumal ſo ſchwere Beweiſe gegen ihn vorliegen? Der Verdacht, der einmal gegen ihn geweckt iſt, wird nur dann vollſtändig ſchwinden, wenn es mir gelingt, den wirklichen Mörder zu entdecken und zur Beſtrafung zu ziehen. Seien Sie e daß ich alle Kräfte aufbieten werde, um dies zu erreichen, denn ich ſehe es als eine Genugtuung an, welche ich ihrem Sohne und auch Ihnen ſchuldig bin.“ „Sie 7 Recht, nur dadurch kann ſeine Unſchuld vollſtändig erwieſen werden!“ rief Dornberg. „Noch weiß hier in der Stadt außer dem Buͤrgermeiſter Niemand, daß ich Ihren Sohn für unſchuldig halte, und es liegt mir viel daran, daß dies vorläufig auch Niemand erfährt, denn * N vor Strafe mag es wohl geweſen ſen, was ihn zum ſimulieren dieſes Raubmordverſuchs beſtimmte. Schwetzingen, 30. Sept. Geſtern abend wollte ein in unſinniger Fahrt begriffenes Automobil einem anſcheinend unſicher fahrenden Radfahrer ausweichen, kam aber dabei zu ſtark auf die Seite und über den Graben. Zwei Inſaſſen wurden herausgeſchleudert und nicht unerheblich verletzt, 2 kamen mit dem Schrecken davon. Der Chauffeur bemerkte den Verluſt ſeiner Paſſagiere gar nicht und fuhr weiter, erſt durch Zuruf gelang es, das Auto wieder zum Halten zu bringen. Das Auto iſt ſtark defekt. Offenburg, 30. Sept. Entſprungen iſt am Samstag vormittag am Bahnhofe hier ein mit Zuchthaus beſtrafter Gefangener, der mit dem Gefangenenwagen nach der Bahn transportiert werden ſollte. Er hatte ſich auf irgend eine Weiſe befreit, genoß jedoch die goldene Freiheit nicht lange, da er ſtürzte und von dem ihn verfolgenden Gendarm eingeholt und feſtgenommen wurde. Eingemeindung Seckenheim⸗ Rheinau nach Mannheim. Im„Wochenbild“ ſeiner letzten Samstags— nummer ſchreibt der Mannheimer Generalan— anzeiger zur obigen Frage: Die Einverleibung von Seckenheim und Rheinau iſt nur eine Frage der Zeit. Sie wird kommen, wenn die Bürger von Secken⸗ heim ſich in ihren Forderungen nicht ins Un⸗ gemeſſene verlieren, ſondern den realen Ver— hältniſſen Rechnung tragen. Vor allem dürfen ſie nicht außer Acht laſſen, daß das Bedürfnis nach der Einverleibung auf der Seite von Seckenheim ein viel ſtärkeres und intenſtveres iſt als wie bei der Mannheimer Einwohner— ſchaft, da die Einverleibung für die jetzige und kommende Generation nur erhebliche finanzielle Laſten und keine nennenswerten Vorteile bringt. Es gibt ziemlich weite Kreiſe in der Mann⸗ heimer Bürgerſchaft, die der Auffaſſung hul⸗ digen, daß es im Intereſſe der Schonung der Steuerkraft der Mannheimer wünſchenswert wäre, wenn in der Einverleibungspolitik vorerſt kein weiterer Akt erfolgt und die in dieſer Auffaſſung durch die Ueberzeugung beſtärkt werden, daß in 10 oder 15 Jahren die Ein⸗ verleibung von Seckenheim-⸗Rheinau der Stadt Mannheim als reife Frucht in den Schoß fällt, ohne daß ſie ſich ſonderliche Koſten zu verur⸗ ſachen brauche. Wir ſind aber der Hoffnung, daß dieſe Auffaſſung im Bürgerausſchuß, falls denſelben die Einverleibung von Seckenheim⸗ Rheinau in der nächſten Zeit beſchäftigen ſollte, keine Mehrheit findet, ſondern daß die Majo⸗ rität ſich für die Einverleibung erklärt. Zu dem Zuſtandekommen dieſer Majo rität kann Seckenheim ſehr viel dadurch beitragen, daß es den Bogen bei der Aufſtellung der Forderungen nicht allzu ſtraff ſpaunt. Diejenigen Kreiſe, welche die Einverleibung von Seckenheim noch die Entdeckung des Mörders wird mir dadurch erleichtert. Halten Sie deshalb ſorgfältig geheim, was ich Ihnen mitteile, es wird Ihnen vielleicht ſchwer werden, allein denken Sie daran, daß Sie dadurch die Befreiung und vollſtändige Rechtfertigung Ihres Sohnes beſchleunigen.“ Dornberg ſtreckte dem Kommiſſär die Hand entgegen.„Ich werde tun, was Sie wünſchen“, ſprach er.„Wenn nicht ſelbſt der letzte Schein eines Verdachtes von meinem un⸗ glücklichen Sohne genommen wird, dann wäre es beſſer für ihn, er ſtürbe. Ich weiß, wie leicht die Menſchen urteilen, wie ſie an dem geringſten Schein feſthalten, um den Ruf eines anderen zu untergraben. So weit meine Kräfte reichen, will ich Sie gerne unterſtützen.“ 5„Darf ich fofort, heute Abend noch, zu meinem Bruder eilen?“ fragte Hertha. „Heute nicht mehr, Kind“, fiel Dornberg ein.„Du biſt erſchöpft und bedarfſt der Ruhe.“ „Ich fühle keine Ermüdung! Ich ſoll ihm ſo nahe ſein und ihm nicht beiſtehen können! Er würde ſich durch nichts zurückhalten laſſen, wenn ich erkrankt wäre! Geſtatten Sie es mir“, wandte ſie ſich noch einmal bittend an Degen. „Warten Sie bis morgen früh“, ſprach der Kommiſſär.„Ich wuͤrde Ihrer Bitte wirklich nicht entgegentreten, wenn Sie wirklich helfen könnten. Es fehlt ihm nicht an Pflege, und ich befürchte, ſeine Krankheit wird Ihre Kräfte ohnedies noch ſehr in Anſpruch nehmen. Als der Wirt mir ſagte, daß Sie hier ange⸗ für verfrüht erachten, werden in dieſer Anſicht auch beſtärkt durch die Frage der Einverleibung von Feudenheim, welche ſich immer mehr in den Vordergrund drängt und die von ver⸗ ſchiedenen Seiten für viel dringlicher und rat⸗ ſamer erachtet wird, als wie diejenige von Seckenheim. Es wäre wohl verfrüht, über den Ausgang der neuen Phaſe der Mannheimer Einverleibungspolitik irgend welche Vorausſage machen zu wollen, jedoch glauben wir, daß, wenn einmal einverleibt wird, dann Feudenheim und Seckenheim⸗Rheinau gemeinſam zu Mann⸗ heim kommen werden. Soviel ſteht feſt, daß die Einverleibungsfragen in den nächſten Mo⸗ naten den Mittelpunkt der Kommunalpolitik bilden werden. Eingeſandt. 0 Im General-Anzeiger Nr. 448 wird von Eingemeindung geſchrieben und dabei der hieſigen Bürger und Einwohnerſchaft Maß halten in den Forderungen empfohlen. Gleich⸗ zeitig werden die vernünftigen Forderungen bezeichnet. Es handelt ſich dabei lediglich um rentable Anlagen und um Belaſſung beſtehender Zuſtände, was bekanntlich auch nichts koſtet. Ich empfehle den Einwohnern, dieſe Be— dingungen anzunehmen, weil ſie von Mannheim als vernünftig anerkannt ſind und den Bürgen auf jede Entſchädigung für das Gemeindever⸗ mögen zu verzichten und ſolches der Stadt Mannheim zu ſchenken. Dagegen darf der Reichspoſtverwaltung nichts geſchenkt werden; es iſt mir zwar nicht klar was die Poſtanſtalt mit der Eingemeindung zu tun hat und inwiefern der Reichspoſt Zu⸗ wendungen gemacht wurden. Soviel ich weiß, iſt die Wohnung im Gemeindehauſe an die Inhaberin der Poſt⸗ agentur und nicht an die Poſt ſelbſt vermietet; wenn die Miete keine hohe iſt ſo wird die Gemeinde ihre Gründe haben. Die Beiertheimer Verhältniſſe kenne ich nicht, werde mich aber über ſolche informieren und ſpäter auf den„Wau Wau“ zurück⸗ kommen. Ein Einwohner. Mein Eingeſandt im Seckenheimer Anzei⸗ ger vom 18. September fand im Generalanzeiger vom 26. September eine Erwiderung, auf welche ich der darin enthaltenen hämiſchen Bemerkungen wegen nicht eingehe. Jedenfalls dürfte der Artikelſchreiber, der ſich im Solde der Stadt Mannheim glaubt und deren Intereſſe vertreten möchte, dieſer damit einen ſchlechten Dienſt er⸗ wieſen haben. Zur Sache möchte ich jedoch meinen Mit⸗ bürgern bemerken: Die hieſige Gemeinde befindet ſich infolge augenblicklicher gemeindepolitiſcher Wirniſſe in einer gewiſſen Notlage. Ich halte die Vertreter der Stadt Mannheim für zu vornehm denkend, als daß ich ihnen zumuten würde, ſie ſeien im⸗ ſtande, dieſe Notlage auszunützen, ſodaß das Sprichwort:„Wenn zwei ſich ſtreiten, freut ſich der Dritte“ auf Seckenheim ſeine Anwen⸗ dung finden könnte. Derartig innere Zwiſte haben aber nicht nur in der hieſigen, beſonders gearteten Ge⸗ meinde ſtattgefunden, ſondern ſie treten faſt überall an größeren, in der Entwicklung begrif⸗ fenen Plätzen da ein, wo die Neuwahl des Gemeindeoberhauptes nötig und in derſelben die Entſcheidung darüber geſucht wird, ob der wirtſchaftlichen Fortſchrittsbewegung Conceſſionen bewilligt werden wollen oder nicht. Sie finden ferner ihre Erklärung in der— auch bei den Reichs⸗ und Landtagswahlen beobachteten — Erſcheinung, daß das Volk ſich mehr als früher mit der Politik beſchäftigt und dieſes Intereſſe auch auf die Communalpolotik ſich aus⸗ dehnte. In der hieſigen Gemeinde ſind dieſe gemeindepolitiſchen Streitigkeiten der Anlaß geweſen, die Eingemeindungsfrage aufzuwerfen und der Artikeler des Generalanzeigers hat den Bürgern von Seckenheim den Rat gegeben, ſich in dieſer Sache nicht den Wind aus den Segeln nehmen zu laſſen. Er darf uns daher auch die Frage nicht verübeln: Iſt die Einge⸗ meindung überhaupt z. Zt. notwentig? Eine Frage, die nach meinem Dafürhalten mit einem entſchiedenen Nein beantwortet werden muß, denn die politiſchen Verhältniſſe dürften niemals die Auflöſung eines ſelbſtſtändigen Gemeinweſens begründen können; die wirtſchaftliſchen Verhält⸗ niſſe ſind aber wohl geordnet. Als Beſtätigung hiefür iſt die Verleihung der goldenen Verdienſt⸗ medaille an Herrn Hürgermeiſter Volz anzuſehen. Ein öffentliches Intereſſe, die Eingemeindung zu betreiben, beſteht mithin nicht. Die nächſte Frage: Iſt die Eingemeindung zweckmäßig? iſt nach 2 Richtungen zu beantworten: im allgemeinen dürfte ſie dann zweckmäßig ſein, wenn ſie unter Bedingungen erfolgt, die ſämt⸗ lichen Bürgern und Einwohnern einen Vorteil bieten; ob ſolche aber erreichbar ſind, iſt fraglich und erinnere ich hierwegen nur an das Ver⸗ halten der Stadt bei den Verhandlungen an⸗ läßlich der beabſichtigten Lostrennung der Rheinau. Die Zweckmäßigkeitsfrage hat ſich aber jeder Bürger und Einwohner auch nach ſeinem beſon⸗ deren Intereſſe zu beantworten. Manche haben geſchäftliche Vorteile und es iſt zu begreifen, wenn ſich ſolche ſehr um die Eingemeindung bemühen und dieſelbe unter allen Umſtänden durchgeführt wiſſen möchten. Es iſt daher ganz gut verſtändlich, daß im„Mannheimer Wochenbild“ des Generalanzeigers das Bedürfnis nach der Eingemeindung auf der Seite von Seckenheim als ein viel ſtärkeres und intenſiveres bezeichnet wird. Ich wage aber zu behaupten, daß das Intereſſe Mannheims an der Eingemeindung Seckenheim mit ſeiner umfangreichen Gemarkung ein nicht minder großes iſt und die Vorteile Mannheims insbeſondere für ſpätere Zeiten„ſehr nenenswerte“ ſelbſt dann noch ſein werden, wenn Bedingungen Annahme finden, die für die Seckenheimer Bürger und Einwohner einen augenſcheinlichen Vorteil bedeuten, ſo daß unſeren Nachkommen die Eingemeindung als ein Akt der allgemeinen Zweckmäßigkeit begründet werden langte ſeien, zögerte ich nicht, zu Ihnen zu eilen, um Ihnen Beruhigung zu bringen, und ich glaube, den größten Teil Ihrer Beſorgnis habe ich von Ihnen genommen. Nun gedulden Sie ſich bis morgen.“ 5 Hertha fügte ſich. Degen's Stimme hatte einen weichen Klang angenommen. Er erhob ſich, um ſich zu entfernen.“ „Ihr Bruder iſt noch immer ohne Be⸗ wußtſein“, ſprach er.„Er iſt unruhig und düſtere Bilder quälen ihn; laſſen Sie ſich dadurch nicht erſchrecken. Ich ſprach ſoeben den Arzt, der von ihm kam, er gibt die Hoffnung durchaus nicht auf.“ Dornberg erfaßte ſeine Hand. „Sie haben mich zu Dank verpflichtet und ich werde dies nie vergeſſen“, ſprach er.„Wenn ich Ihnen je einen Dienſt erweiſen kann, dann rechnen Sie auf mich und erinnern Sie mich an den heutigen Abend!“ Degen lächelte. „Seien Sie verſichert, daß es mir Freude gewährte, den ſchwerſten Teil der Beſorgnis von Ihnen nehmen zu können“, entgegnete er. „Nun habe ich noch eine Bitte an Sie. Ihre Tochter wird Ihren Sohn pflegen, verzichten Sie vorläufig darauf, ihn zu ſehen. Ich darf es Ihnen nicht geſtatten und Sie erleichtern meine Aufgabe dadurch.“ Dornberg verſprach es. Als Degen ihn verlaſſen hatte, ſank er erſchöpft auf einen Stuhl; ſeine Kraft, welche durch die Angſt auf⸗ recht erhalten worden war, ſchien mit einem Male gebrochen zu ſein und doch fühlte er ſich unendlich erleichtert. Er hatte die eine Ge⸗ wißheit erlangt, daß ſein Sohn kein Verbrecher ſei, und was nun auch kommen mochte, erſchien ihm gering, denn der Name und die Ehre ſeines Sohnes waren gerettet.— Degen geleitete Hertha am folgenden Morgen zu dem Kranken. Er hatte bereits erfahren, daß der Zuſtand desſelben noch nicht beſſer geworden war und»ſuchte ſie darauf vorzubereiten. „O Gott! So ſchlimm ſteht es mit ihm?“ rief Hertha, welche mit Mühe ihre Faſſung bewahrte. „Er iſt noch jung und wird die Krankheit überwinden“, bemerkte Degen. Hertha ſchüttelte traurig den Kopf. „Er iſt kränklich“, ſprach ſie,„vor zwei Jahren rettete er ein Kind aus dem Waſſer, er tat es mit Gefahr für ſein Leben, er er⸗ krankte und konnte ſich ſeit jener Zeit nicht wieder vollſtändig erholen. Deshalb eilte er hierher, wir glaubten, daß er völlig geneſen wieder zurückkehren werde, und nun— und Hun Sie vermochte nicht weiter zu ſprechen. „Er wird geneſen“, ſprach der Kommiſſär, obſchon er ſelbſt wenig Hoffnung hegte.„Sobald er wieder zu ſich kommt, wird es unendlich be⸗ ruhigend auf ihn wirken, wenn er Sie bei ſich ſieht, und dann werde auch ich das Meinige tun, um ihn von jeder Beunruhigung fern zu halten.“ (Fortſetzung folgt.) 3 44 8 kann und die Nachteile(Steigen der Mietpreiſe etc. ete.) aufgewogen werden. Ein Bürger. Vermiſchtes. Oranienburg, 30. Sept. Auf ent⸗ ſetzliche Weiſe zu Tode gekommen iſt geſtern ein hieſiger angeſehener Bürger, der Rentier Rudolf Eilers. Dieſer wurde geſtern Abend 8 Uhr in ſeinem Park in einem nicht 50 Zen⸗ timeter tiefen Teich mit zuſammengebundenen Füßen tot aufgefunden. Die Lage der Leiche und ein am Schauplatz der Tat aufgefundener Pantoffel geben der Vermutung Raum, daß ein Verbrecher vorliegt. Die Leiche des Ver⸗ ſtorbenen, der im 66 Lebensjahre ſteht, wurde von der Polizei beſchlagnahmt. Eisleben, 30. Sept. Der Zimmerpolier Siebliſt ſtuͤrzte bei Vermeſſungsarbeiten von einem Neubau aus dem oberſten Stockwerk in die Tiefe. Er war ſofort tot. — An Bord des Cunard-Dampfers „Etruria“ ſtarb auf der Fahrt von New-York nach Liverpool Frau Eliſabeth Rohrbach, die ſeit vielen Jahren auf dem Schiff Wohnung genommen hatte und beſtändig zwiſchen New⸗ Hork und Liverpool hin⸗ und herfuhr und das Schiff nur verließ, wenn ſie Einkäufe zu Rechtsanwalt zu verhandeln hatte. Sie folgte darin dem Beiſpiel ihrer Mutter, Mſts. James Garſon, die 20 Jahre lang bis zu ihrem Tod ſtändiger Paſſagier der Cunard⸗Dampfer war. — Herr vergib ihnen, denn ſie wiſſen nicht, was ſie tun!“ Dieſe Worte hatte der Händler L. aus Wenſebrock auf den Abſchnitt einer Poſtanweiſung geſchrieben, mit der er den Betrag einer Gerichtskoſtenrechnung an die Gerichtskaſſe in Soltau einſandte. Durch die Bemerkung fühlten ſich die Amtsrichter und andere Beamte, die in dem Prozeß gegen L. mitgewirkt hatten, beleidigt. Die Strafkammer in Lüneburg verurteilte den bibelfeſten Händler jetzt wegen Beleidigung zu 200 Mark Geld⸗ ſtrafe. — Vater:„Der Lehrer, zudem du kommſt, heißt Stock!“— Pepi:„Der hat ſchon einen recht netten Namen!“ — Kommis:„Sie glauben nicht, daß das echter Karawanentee iſt? Sehen Sie, hier liegt ſogar zufällig noch ein Kamelshaar drin!“ „Köchin:„Ach, machen Sie mich doch nichts weis, das Kamelhaar iſt ja— aus ihrem Schnurrbart!“ — Richter: Sie ſind verurteilt zu 50 Mk. Geldſtrafe; werden Sie den Betrag bezahlen?“ — Protz:„Ich leg' noch 50 Mark drauf!“ mit den Zähnen knirſchen!“ Er:„Geh, Pepi, hol' ſieder Mamma aus dem Nachttiſchchenl“ — Chef(zu dem neuen Reiſenden):„Unter anderem hätten Sie auch die Kapitäne der hier im Hafen liegenden Schiffe zu beſuchen!“— Reiſender:„Hm, wenn ich aber da nun hinaus⸗ geſchmiſſen werde— ich kann nicht ſchwimmenl“ — Die Ziehung der Baden-Badener Geld⸗ Lotterie findet garantiert am Dienstag, den 8. Oktober, vormittags 8 Uhr im Rathauſe in Baden⸗Baden ſtatt. Loſe à 1 Mk., 11 Loſe 10 Mk. Porto und Liſte 30 Pfg. ſind ſolange Vorrat reicht bei der Generalagentur 9 Stürmer, Straßburg i. E. Langſtraße 107 und allen Losverkaufsſtellen zu haben. Seckenheim, 1. Okt. Der heutige Ferkel⸗ markt war mit 96 Stück befahren und wurden davon 80 Stück zum Preiſe von 10 bis 14 Mk. pro Paar abgeſetzt. Briefkasten. In der 1 5 e der L e Seckenheim⸗ Rheinau na annheim ſtehen die Spalten dieſes Blattes den Freunden und Gegner derſelben zu ſach— lichen Ausführungen gerne offen. Die Red. Colksbad Seckenheim. machen oder mit ihren Bankiers und ihrem— Sie:„.. O ich möchte vor Wut Heute Mittwoch für Frauen geoͤffnet. Bekanntmachung. Nachfeuerſchau pro 1907 betr. No. 130 146 J. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß in nächſter Zeit die Nachfeuerſchau im Landbezirk ſtattfinden wird. Indem wir diejenigen Hauseigentümer bezw. Stellvertreter, an welche bezügliche Auflagen ergangen ſind, bezw. denen durch das Bürgermeiſter⸗ amt dieſelben eröffnet wurden, nochmals auffordern für Beſeitigung der vorgefundenen feuer polizeilich. Mängel Sorge zu tragen, machen wir nochmals beſonders darauf aufmerkſam, daß im Falle dieſe Auflagen nicht oder nicht gehörig erfüllt worden ſind, neben Beſtrafung zwangs⸗ weiſer Vollzug unter Koſtenfolge zu gewärtigen iſt. Mannheim, 26. September 1907. Großh. gezirksamt, Abt. IV: J. V.: Vogel. Nr. 6922. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 30. September 1907. Bürgermeiſteramt Volz. Bekanntmachung. Den Umtauſch der Quittungskarten der zum Militär ausgehobenen Verſicherten betr. Nr. 6766. Die zum aktiven Militärdienſt ausgehobenen ver⸗ ſicherungspflichtigen jungen Leute werden aufgefordert, ihre Quittungs⸗ karten kurz vor dem Rekruten-Einſtellungstermin auf dem Rathaus— Zimmer Ni. 5— umtauſchen bezw. aufrechnen zu laſſen, auch wenn die Giltigkeit der Karten noch nicht abgelaufen ſein ſollte. Sollte die verſicherungspflichtige Beſchäftigung längere Zeit vor ber Einſtellung zum Militär ausgeſetzt worden ſein, ſo wollen ſo viel Marken freiwillig eingeklebt werden, daß die Karte mindeſtens 20 Marken enthält. a Es wird dadurch verhütet, daß die Karten, welche mit ihrer mehr oder weniger großen Markenzahl einen beſonderen Wert beſitzen, während der Militärzeit verlegt werden oder ſonſt in Verluſt geraten. In manchen Fällen wird auch der Verluſt der Anwartſchaft(§ 46 des Ge⸗ ſetzes) vorgebeugt werden. Seckenheim, 28. September 1907. Hürgermeiſteramt Volz. Schmitt. Bekanntmachung. Die Ausführung der Beſtimmung im 8 22 Zimmer 7 des Tabakſteuergeſetzes betr. Nr. 12060. Gemäß 8 22 Ziffer 7 des Tabakſteuergeſetzes vom 16. Juli 1879 müſſen die Tabakpflanzen längſtens am 10. Tage nach dem Abblatten, ſoweit die Steuerbehoͤrde nicht eine längere Friſt ge⸗ ſtattet, abgehauen oder in anderer Weiſe beſeitigt werden. Da dieſer Beſtimmung von Seiten vieler Tabakpflanzer in der Regel nicht rechtzeitig entſprochen wird, ſo erſuchen wir dadurch, dies in der dortigen Gemeinde in ortsüblicher Weiſe mit dem Anfügen bekannt machen laſſen zu wollen, daß wir Zuwiederhandlungen gemäߧ 33 Ziffer 5§ 40 Abſ. 2 obengenannten Geſetzes unnachſichtlich beſtrafen werden. Mannheim, den 27. September 1907. Gr. Hauptſteueramt. Nr. 6909. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Seckenheim, 30. September 1907. gHürgermeiſteramt Volz. Von der Reise zurück Dr. med. Wetterer MANNHEIM D 2, 1 Spez.-Arzt für Haut- u. Harnkrankheiten. D 2, Landw. Bezirksverein Ladenburg. Sonntag, 6. Oktober, nachmittags 3 Uhr findet im Gaſthaus „zum badiſchen Hof“ in Neckarhauſen eine landwirtſchaftliche ge ſprechung mit Vortrag»des Unterzeichneten über Obſtbaumſchädlinge ſtatt, wozu wir alle Freunde des Obſtbaues höflichſt einladen. Ladenburg, den 28. September 1907. Die Direktion Kuhn. Nr. 6907. Vorſtehendes bringen mir mit dem Erſuchen an die Mitglieder des Vereins und Freunde des Obſtbaues zu deren Kenntnis, an der Beſprechung teilzunehmen. Seckenheim, 30. September 1907. ürgermeiſteramt: Volz. Radfahrer⸗Gesellschaft Seckenheim. Morgen Donnerstag, 3. d. Mts., Abends 8 Uhr Mlonats⸗Verſammlung im Lokal. Um zahlreiches Erſcheinen bittet Ratſchreiber Ritter. Der Vorſtand. Geseteſich geschützt. * N I N N e D I 4 4 chemikalief 8 deshalb der natürlichste Volkstrunk Huch in 50 und 150 Literpaketen zu haben. Ueberall Miederlagen, erkenntlich durch Plakate, oder direkt ab Plochingen unter Nachnahme von Weiss& Co., G. m. b. H., Plochingen a. N. Drospekte mi iebhrauehsanweisung gratis un ranko. A rsspekte mit debrauch i tis und frank Niederlage bei J. Hilsheimer, Seckenheim. Aug. Jericho,. 1* Hochfeine Tourenräder Mk. 78..— an Hochfeine Rennräder Mk. 120.— an, Fahrradzubehörtelle ſtaunend billig a Fahrradreparaturen ſtaunend billig P.& H. Edelmann, Mannheim, D 4, 2, Tel. 1416. 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