Dezugspreis: Monatlich Mk. 1.40, durch die Poſt Mk. 1.60, in der Geſchäftsſtelle am Schalter abgeholt monatl. Mk. 1.20 Anzeigenpreiſe: Die 22 mm breite Millimeterzeile 3 Pfg., un Textteil 90 mm breit 18 Pfg. Rachläſſe gemäß Preisliſte Kr. 3. Anzeig.⸗Preisliſte 3 z. Zt. gültig. Anzeigenſchluß 9 Uhr Pernſprecher Rr. 47216. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe 78439. Tages · und Anzeigenblatt für Mannheim⸗Seckenheim und Umgebung. Bertüindblatt für den Stadtteil Mhm.- Sechenhe lm. Erſcheint täglich, mit Ausnahme der Sonn⸗ und Feiertage. Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüched Druck und Verlag: Georg Zimmermann(Inh. Georg Härdle) Mannheim ⸗Seckenheim, Zähringerſtraße 68. Verantwortlich für die Schriftleitung. ebenſo für die Anzeigen Georg Härdl⸗ Mannheim⸗Seckenheim, Hauptſtr. 120.— D.⸗A. XI. 33. 1140 38. Jahrgang Volk und Kultur Ein Rückblick auf das Jahr 1938 Die Kultur iſt kein abſoluter Begriff; ſie gewinnt erſt Leben im Leben des Volkes. Das war vielleicht das ſchlimmſte Vergehen der künſtleriſch ſchaffenden Menſchey der vergangenen Epoche, daß ſie nicht mehr in organiſcher Beziehung zum Volke ſelbſt ſtanden und damit die Wurzel verloren, die ihnen täglich neue Nahrung zuführte“ Reichsminiſter Dr. Goebbels ſprach dieſe Worte in ſeiner Rede bei der feierlichen Errichtung der Reichskultur⸗ kammer im November 1933. Fünf Jahre ſind ſeit dieſem bedeutſamen Ereignis vergangen. Es iſt nur natürlich daß heute, da im neuen Deutſchland die Kunſt wied 21 neuen JI n halt, der Künſtler wieder Anregung und Freude an ſeinem Schaffen bekommen hat, aber auch An⸗ erkennung und Dank für ſein Wirken im hohen Dienſte des Volkstums erntet, daß heute ſich der Vergleich zu früher aufdrängt. Es iſt noch gar nicht lange her— noch bis unmittelbar vor dem Umbruch war es ſo, da war mancher Künſtler alles andere als der Dolmetſch ſeines Volkes Er blieb dem Volke fremd, und was er ſchuf, war nicht Geiſt von deſſen Geiſte. In jenen Jahren des Niedergangs vor 1935 konnte auch die Kunſt ſich nicht auf⸗ ſchwingen zu poſitiver Leiſtung, und mit Schrecken er⸗ innert ſich jeder Kunſtfreund an die Zeit, da es für viele Mode war, Anhänger dieſer oder jener zügelloſen „Kunſt“⸗Richtung zu ſein. Je ſinnloſer die Geſtaltungs⸗ form wurde, um ſo mehr machte ſie von ſich reden. Das Volk jedoch, das gute deutſche Volk, dem dieſe Dinge als letzte Errungenſchaft vorgeſetzt wurden, quittierte, ſoweil es noch natürlich zu denken vermochte, jene Irrwege des Wahnſinns mit Verachtung. So entſtand die Kluft zwiſchen dem Volk und der Kunſt, zwiſchen dem Volk und der gan⸗ zen geiſtigen Kultur, die dieſes Volk doch kraft ſeiner natürlichen guten Eigenſchaften beſitzen konnte, und der die dazu Berufenen, die Kulturſchaffenden, alſo die Künſt⸗ ler im weiteſten Sinn, hätten Ausdruck geben müſſen. Es iſt das hohe Nordienſt des Nationalſoziglismus, daß er die ſchöpferiſchen Kräft Daus Nation wieder frei gem acht hät. Kultur ift höchſter Ausdruck der ſchöpferiſchen Kräfte eines Volkes, und der Künſtler iſt wieder„ihr begnadeter Sinngeber“ geworden, Für den nationalſozialiſtiſchen Staat iſt die Förderung der deutſchen Kultur eine öffentliche Aufgabe. Das heutige Deutſchland fördert Kunſt und Künstler auf allen Ge⸗ bieten. Wie für ihr geiſtiges Wohlergehen, ſo ſorgt es auch für die materielle Wohlfahrt der Kulturſchaffender und gibt ihnen die Möglichkeit, frei von den Bedräng⸗ niſſen und Nöten des Alltags ihrer hohen Berufung zu folgen.. Wie jedes der vorangegangenen Jahre ſeit 1933, ſo bildet auch das Jahr 1938 einen bedeut ſa men Markſtein auf dem Wege des kulturellen Werdens in Deutſchland. Das Jahr 1938 hat fortgeſetzt, was in den Jahren vorher begonnen wurde, die endgültige Befreiung der deutſchen Kultur, die keiner Clique, keinen Kapital; intereſſen oder irgendwelchen anderen undurchſichtigen Tendenzen mehr hörig ſein ſollte. Dabei iſt es, wie Reichs⸗ miniſter Dr. Goebbels ebenfalls vor fünf Jahren, als die Reichskulturkammer geſchaffen wurde, darlegte,„nicht die Abſicht des nationalſozialiſtiſchen Staates, eine Kultur von oben herab ſchaffen zu wollen. Die Kultur wächſt aus dem Volke herauf! Es muß unſere Aufgabe ſein, inner⸗ halb der Kultur ſchädliche Kräfte zu bekämpfen und wert⸗ volle zu fördern, und zwar nach dem Maßſtab des Ver⸗ antwortungsbewußtſeins für die nationale Gemeinſchaft. In dieſem Sinne bleibt das kulturelle Schaffen perſönlich und frei.“ Mit dieſen Worten iſt auch allen Einwänden von vornherein begegnet worden, die mit böſer Abſicht nun etwa ſagen wollten, daß der deutſchen Kultur„eine Zwangsjacke angelegt“ worden ſei, daß ſie nun„auf Kom⸗ mando arbeiten“ müßte, und was dergleichen übler Un⸗ ſinn mehr war. Der Kunſt wurden nur wieder ihre nationalen Aufgaben geſtellt; es gab nur eine Tendenz „deutſch“, und von den Künſtlern wurde nichts weiter ver⸗ langt als Wahrheit, Gesinnung und Charak⸗ 1e 5 wobei ſchöpferiſches Können und handwerkliche Fertigkeit die ſelbſtverſtändliche Vorausſetzung waren. Wie dieſe Forderungen an den Künſtler, alſo an die Kulturſchaffenden gemeint waren, das hat ſich in vielen Einzelheiten auch wieder im Jahre 1938 gezeigt. Das Jahr hat uns eine große Anzahl ku l(tureller Höhe ⸗ punkte gebracht Es iſt hier nicht der Raum, auf viele Einzelheiten einzugehen. Es ſei nur daran erinnert, daß dreizehn deutſche Städte Dichterpreiſe eingeführt haben und daß ſechzehn andere an Dichter und Schriftſtellei einen Ehrenſold verteilen; dieſer Ehrenſold und dieſe Dichterpreiſe ſind in Wahrheit ein Ehrenzeugnis für das deutſche Voll. Wir wollen hinweiſen auf den„Tag der Deu 1 in München, der ebenſo wie jetzt die 2. Deutſche Architektur⸗ ausſtellung deutlich erkennen ließ, daß dieſe Kunſt wieder eine echte Ausdrucksform unſeres Volkes geworden iſt Wir wollen hinweiſen auf die Proklamierung der Reichs⸗ theaterakademie in Wien, bei der Dr. Goebbels Deutſch⸗ land als das Mutterland des Welttheaters bezeichnete und wir müſſen hinweiſen auf die Einweihung der neuen Theater in Saarbrücken und Deſſau, Ereigniſſe, deren be⸗ ſondere kulturelle Bedeutung durch die Teilnahme des Führers unterſtrichen wurde. Die Verkündung des natio⸗ nalen Film⸗ und Buchpreiſes und des neu geſtifteten nationalen Muſikpreiſes laſſen die Förderung erkennen een A un —. 7 7 2 3 1 die das Dritte Reich künſtleriſchen Höchſtleiſtungen auf den verſchiedenſten Gebieten des kulturellen Schaffens zutei) werden läßt, und der Reichstheatertag der Hitler-Jugend in Hamburg beweiſt, wie ſehr ſich gerade die junge Genera⸗ tlon auch mit den kulturellen Fragen unſeres völkiſcher Daſeins befaßt. Ein Ereignis des Jahres 1938 muß in dieſem Zu⸗ ſammenhang noch erwähnt werden, das nicht nur poli⸗ tiſche und wirtſchaftliche Folgen für die Geſamtnation haben wird, ſondern auch weitreichende kulturelle Nach⸗ wirkungen: die Rückkehr der Oſtmark zum Ge ſamtvaterlan d. Die deutſche Oſtmark, die Lande an der Donau ebenſo wie in Böhmen haben von alters hen einen weſentlichen Beitrag zur geiſtig kulturellen Ent⸗ wicklung des geſamtdeutſchen Volkes geliefert, und de) Bogen, der ſich von dem unbekannten Dichter des Nibe⸗ lungenliedes bis zu Adalbert Stifter und der jüngſten Generation der Kulturſchaffenden im deutſchen Oſten ſchwingt, iſt nur ein Teil des Fundamentes, auf dem ſich als herrlicher Dom des deutſchen Geiſtes das deutſche Kulturleben erhebt. Neues Wachſen und neues Werden überall. Die deutſche Kultur iſt national. Sie kann nur national ſein wenn ſie überhaupt ſein ſoll. Das ſchließt nicht aus, es if vielmehr Vorbedingung, daß die deutſche Kultur ihrer Beitrag liefern kann zum kulturellen Leben aller Völken der Erde. Sie iſt bereit dazu, ſie iſt fähig dazu und wird überall an den Kulturgütern der Welt mitarbeiten, we ihre Mitarbeit willkommen iſt. So bedeutet auch der Ab⸗ ſchluß des deutſch⸗italieniſchen und deutſch⸗ japan iſchen Kulturabkommens einen weiter Schritt vorwärts auf dem Weg des gegenſeitigen Ver⸗ ſtehens der Völker. N i 5 Schauen wir noch einmal zurück auf das Jahr 1938 ſo dürfen wir feſtſtellen, daß die deutſchen Kulturſchaffen⸗ den nach dem Willen des Führers, ſo wie er es auf dem Parteitag 1934 verkündet hat, ſich der Aufgabe bewußt waren, die ihnen die Nation übertrug. Die Teilnahme des Volkes am kulturellen Schaffen iſt wieder erwacht, wei! der kulturell Schaffende wieder aus dem ewigen Quell des Volkstums ſchöpft und zum Sprecher der tiefſten Sehnſuch! and der heiligſten Ahnung des Volles geworden iſt! Nr. 305 mittel für eine voll wirkſame und reibungsloſe Tätigkeit des Bundes zu ſchaffen und die zweckmäßigſte Auswirkung die⸗ ſer Maßnahmen zu ſichern. 5 „ Leitendes Organ für die Durchführung der politiſchen Führungs⸗ und der ſtaatlichen Förderungsaufgabe iſt der Reichsſportführer, den der Führer und Reichskanz⸗ ler beauftragt hat, die erforderlichen Durchführungsbeſtim⸗ mungen zu erlaſſen. Der Reichsſportführer iſt dadurch nun⸗ mehr gleichermaßen im Rahmen der Bewegung und im ſtaatlichen Bereich verankert und hat damit die erforderli⸗ chen Vollmachten zur Ausführung des ihm erteilten umfaſ⸗ ſenden Auftrages.“ * 9 9 92 Die Leibesübungen 1939 Der Reichsſportführer zum neuen Jahr Der Reichsſportführer, Staatsſekretär von Tſcham⸗ merun d Oſten, umreißt in den nachſtehenden richtung⸗ weiſenden Ausführungen die im kommenden Jahr zu lei⸗ ſtende Arbeit des Deütſchen Reichsbundes für Leibes⸗ übungen. „Das kommende Jahr wird für uns nichts grundlegen⸗ des Neues, ſondern das Fortſchreiten auf den ſchon bisher erprobten Wegen bringen. Das große, kampfſportliche Ziel, dem ſchon der Hauptteil der athletiſchen Arbeit von 1939 zu dienen hat, ſind die Olympiſchen Spiele die 1940 in Helſinki und St. Moritz stattfinden werden. Deutſchland hat— nun nicht mehr auf eigenem, ſondern auf fremden Boden— bei den großen Weltſpielen diesmal einen ſchwereren Stand als jemals. Es muß den erſten Platz im Weltklaſſement der Länder verteidigen! Es muß 55 im Februar, alſo in wenig über einem Jahr, in St. N oritz beweiſen, daß es nach der Heimkehr der Oſtmark und des Sudetenlandes das er ſte Winterſpork⸗ land der Welt iſt. und es muß ſich einige Monate ſpäter den Amerikanern auch auf neutralem Boden ge⸗ wachſen zeigen. 5 Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß die Männer und Frauen, die ſolches zuwegebringen ſollen, überaus ſorafältig aus⸗ gewahlt und ebenſg e Aolingen der ganzen Arbeit Sporterziehung— politiſches Wirken. Der Reichsbund für Leibesübungen eine betreute Organi- ſalion der NS DAB. Berlin, 29. Dezember. Der Führer und Reichskanzler hat am 21. Dezember 1938 Folgendes verfügt: Artikel l. Dem Nationalſozialiſtiſchen Reichsbund für Leibesübun⸗ gen obliegt die Leibeserziehung des deutſchen Volkes, ſoweit dieſe nicht durch den Staat oder durch die Partei, ihre 9 und angeſchloſſenen Verbände durchgeführt wird. Arkikel II. Der NSR iſt eine von der Ns DA betreute Organi- ſakion. An ſeiner Spitze ſteht der Reichsſporkführer. Arkikel III. Deutſche Gemeinſchaften, die zur übungen oder zur Durchführung ſporklicher bildet werden, gehören dem NS RL an. i Arkikel IV. Die Durchführung des internationalen Sportverkehrs obliegt ausſchließlich dem NSR. Arkikel V. Der vorſtehende Erlaß gilt nicht für den Wehrſporkt, den Kraftfahrſport, den Luftſpork und den Pferdeſpork. Artikel VI. Der Reichsſportführer erläßt die zur Durchführung die⸗ ſes Erlaſſes erforderlichen Beſtimmungen. Pflege der Leibes. Weltkümpfe ge⸗ „Volk in Leibesübungen“ Der Stellvertreter des Führers, Reichsminiſter Heß, und der Reichsminiſter des Innern, Dr. Frick, geben hierzu Folgendes bekannt: „Die vom Reichsſportführer geſchaffene Einheitsorgani⸗ ation der deutſchen Leibesübungen, der Deutſche Reichsbund ür Leibesübungen, hat die Aufgabe, das deutſche Volk zu einem„Volk in Leibesübungen“ zu machen. Dieſe wichtige politiſche Zielſetzung, die beſonders bei dem Deutſchen Turn⸗ und 5 Breslau 1938 in Erſcheinung trat, läßt es angebracht erſcheinen, dem Deutſchen Reichsbund für Leibesübungen Führung und Schutz der Bewegung ange deihen zu laſſen. Der Führer und Reichskanzler hal daher dem Reichs bund die Bezeichnung„Nakionalſozialiſtiſcher Reichsbund für Leibesübungen“(ns Rc) verliehen und ihn zu einer von der NS DA p betreuten rganiſation erklärt. Damit iſt zum Ausdruck gebracht, daß der Einſatz der Millionen dn Turner und Sportler im NSR und die Arbeit der Organe dieſes Bundes po lütiſches Wir⸗ ken im Sinne und im Rahmen der NS DAR 5 5 Obliegt der Partei nunmehr die politiſche Führung des NSgiL, ſo iſt es wie bisher Aufgabe des Staates und ſeiner Organe, die weiteren Vorausſetzungen und Hilfs⸗ la eier ſests car die gewaltige Kraftfülle unſeres 80⸗Millio⸗ nenvolkes iſt, auf der anderen Seite aber in jener klaren einheitlichen Führung und Ausrichtung der deutſchen Lei⸗ besübungen beſtehen muß, für die ja der geſetzgeberiſche Rahmen überall geſchaffen und zu der allerorten, daran zweifle ich nicht, auch der gute Wille vorhanden iſt. Was zu tun bleibt, iſt im weſentlichen eine org ani⸗ ſatoriſche Frage. Es iſt für jeden Nationalſozialiſten klar, daß in der Menſchenerziehung im Dritten Reich nur die Parte eine totale Aufgabe haben kann. Ihre Glie⸗ derungen und überhaupt alle Organiſationen, Bünde und Verbände haben beſtimmte Sonderaufgaben, zu denen faſt immer auch jene der körperlichen Grundſchulung gehört. Sie ſind alle zur Mitarbeit an jenem Ziel berufen, mit möglichſt geringen Ausnahmen das ganze deut ch e Volk zu einer vernünftigen und regelmäßigen Leibes⸗ übung zu veranlaſſen Es iſt aber ebenſo klar, daß ein all⸗ gemeiner Ehrgeiz, auch an der Intenſivierung der ſport⸗ lichen Leiſtung teilzuhaben, zu einer Zerſplitterung der ath⸗ letiſchen Schlagkraft Deutſchlands führen muß! Weil dann ja der Augenblick kommen muß, an dem wir praktiſch an⸗ ſtelle der alten Verbände, die wir ſeit Jahren überwunden haben, neuartige Gruppenbildungen hätten, die nun alle ihrerſeits ihre eigene Wettkampf⸗ und Höchſtleiſtungsaus⸗ bildung betreiben würden. Dieſer ausgeſprochene Leiſtungswettkampf, dieſe Höher⸗ entwicklung zur Beſtleiſtung, zur internationalen Klaſſe, ſa enau genommen überhaupt die Austragung offizjiel⸗ er deutſcher Meiſterſchaften, muß Aufgabe des Deutſchen Reichsbundes für Leibes übungen bleiben, und ich bin entſchloſſen, dieſer Tat⸗ ſache durch die nötigen Maßnahmen Rechnung zu tragen. Es iſt ebenſo ganz klar, daß jede Organiſation ihre Sonderintereſſen haben muß, die aus dem ihr eigentüm⸗ lichen— durchaus nationalſozialiſtiſchen— Gemeinſchafts⸗ edanken erwachſen, noch klarer iſt es aber, daß die echte Sportgemeinſchaft eben aus dem Sport, aus dem ſport⸗ lichen Gemeinſchaftsgedanken herauswachſen muß, nicht aus irgendeinem anderen, und mag er an ſich noch ſo bedeutſam ſein. Die Höchſtleiſtung, nur auf dem Gebiet Erziehung des geſomten Ausleſe und Höherentwicklung bis zur fähigkeit der Welt gegenüber zu zeigen, muß in dieſem Be⸗ reich der Sonde r auftrag des Reichs bundes ſein, der bei ihrer Erfüllung niemals die großen Erkennt⸗ 5 5 der nationalſozialiſtiſchen Leibesübungen außer acht en wird: Daß noch wichtiger als die ſchönſte Großveran⸗ ſtaltung die Alltagsar eit der kleinen und kleinſten Gemeinſchaft und ſchließlich des Einzelnen iſt! Jene wahre Erziehungsarbeit am deutſchen Menſchen, die ſa auch im Dis von Zehntauſenden, zum Teil in ihren ſportlichen Aufgaben hoch qualifizierten, freiwilligen Helfern ehren⸗ amtlich durchgeführt wird; dieſe Arbeit an ſich ſelbſt, am Kameraden, an der Riege, am kleinen und kleinſten Ver⸗ ein wird immer das Fundament bleiben, das es uns ein⸗ mal ermöglichen wird, den Wunſch des Führers nach einem vom erſten bis zum letzten Bürger durchgebildeten „Sporkvolk“ zu erfüllen. Für ſie ſage ich allen. die an ihr im vergangenen Jahr teilhatten, meinen Dank, und 15 wird uns im kommenden Jahr und ſchließlich auch bei en Olympiſchen Spielen wieder zu neuen rfolgen führen. die deutſchen Leibesübungen nicht der körperlichen und charakterliche Volkes, ſondern auch auf dem der Repräſentations⸗ Weihnachtsurlaub verlängert Für Arbeiter der Weſtbefeſtigungen. Berlin, 30. Dez. Der Generalinſpektor für das deutſche Straßenweſen, Abteilung Wiesbaden, gibt für die Arbeiter des Bauvorhabens der Weſtbefeſtigung bekannt: Die Rückfahrt der Urlauberſonderzüge wird wegen des Froſtwekters um vier Tage verſchoben. Wer alſo am 2. Januar abfahren ſollte, fährt erſt am 6. Januar, wer am 3. Januar abfahren ſollte, fährt erſt am 7. Januar. Die Uhrzeiten und Bahnhöfe bleiben die gleichen. Dieſe Rege lung betrifft nur die Arbeiter, welche mit Sonderzügen ahren. 5 9 für den Weihnachtsurlaub gezahlte Ausfallbeihilfe wird auch für den verlängerten Urlaub gewährt. Die Aus⸗ zahlung erfolgt nach dem Eintreffen auf der Bauſtelle. Nutzung von Flugplätzen für die Ernährungswirkſchaft. Berlin, 30. Dez. Der Korpsführer des NS⸗Fliegerkorps hat u. a. angeordnet, daß im Intereſſe der Ernährungs⸗ wirtſchaft die Flugplätze des NS⸗Fliegerkorps und nicht bebaute Liegenſchaften unbedingt landwirtſchaftlich ausge⸗ nutzt werden. Die Flugplätze ſind zur Heugewinnung und Beweidung von Schafen zu verwerten. Die Verpachtung als Weideland hat den Vorteil, daß die Grasnarbe der Flugplätze gut erhalten bleibt. Die Beweidung der Flug⸗ plätze iſt daher der Bewirtſchaftung und Nutzung nur durch Neu- und Grünfutterverwertung vorzuziehen. 7 1 22. „Alter, abgelegter Harlekin Leon Blums Hinkerkreppenpolitik. Paris, 29. Dez. Die politiſche Wochenſchrift„Gringoire“ veröffentlicht als Beweis für die Richtigkeit des ſeinerzeit gemeldeten Angebots des Juden Leon Blum bezw. ſeines früheren Außenmmiſters Delbos an Tardieu, die Miniſter⸗ präſidentſchaft eines ſogenannten„Kabinetts breiteſter Union“ oder einen wichtigen Miniſterpoſten in einer ſol⸗ chen Regierung zu übernehmen, die entſprechenden Schrif⸗ ſtücke und Briefe, die Tardieu dem„Gringoire“ zur Ver⸗ fügung geſtellt hat.. Der Briefwechſel zeigt, daß die Hauptakteure der ſo jäh zuſammengebrochenen Volksfront noch in allerletzter Zeit verſucht haben, ihre Ziele auf Wegen durchzuſetzen, deren Ungangbarkeit das Jahr 1938 klar erwieſen hat. Der Jude Blum ſuchte nichts mehr und nichts weniger als einen Mann, der, wie er ſich ſelbſt ausdrückte, vom Schlage eines Elemenceau ſein ſollte. Das geht klar und deutlich aus einem Schreiben hervor, in dem ein Freund Tardieus die⸗ ſem Mitteilung über eine Unterredung mit ihm gemacht hat. Tardieu hat in ſeiner Antwort betont, daß die franzõ⸗ ſiſchen Einrichtungen und Sitten völlig gewandelt werden müßten und daß ſeine Ideen weit von dem enkfernk ſeien, was man ihm hier vorſchlage. Er denke nicht daran, weder als Mitglied noch als Chef eine Regierung Poincare oder Doumergue wiederauferſtehen zu laſſen. Was man ihm vorſchlage, ſei ein alter abgelegter Harlekin, mit dem man nichts Neues beginnen könne. Dieſe Bloßſtellung des Ju⸗ den Blum und ſeiner Hintertreppenmethoden durch Tar⸗ dien dürfte ihn erneuf darauf geſtoßen haben, daß weiteſte politiſche Kreiſe in Frankreich der Auffaſſung ſind, daß jede franzöſiſche Polikik im Jahre 1938 mit anderen Vor⸗ 1 Age 1a „Kabinett m Geiſſe Elemenceaus“ Der ehemalige Außenminiſter Delbos antwortete in einer durch die Agentur Havas verbreiteten Erklärung auf die in der Wochenzeitſchrift„Gringoire“ erfolgten bemer⸗ kenswerten Veröffentlichungen, die ſeine und Blums An⸗ gebote an Tardieu zur Beteiligung an einem„Kabinett im Geiſte Clemenceaus“ zum Gegenſtand haben. Delbos nimmt zu dem vom„Gringoire“ aufgegriffenen Thema ausführlich Stellung und ſchildert in breiteſter Form die verſchiedenen Beſprechungen, die er während der ſeiner⸗ zeitigen Regierungskriſe mit verſchiedenen Politikern ge⸗ führt hat. Er gibt dabei auch zu, daß er den Wunſch nach einer „patriokiſchen Union“ ausgeſprochen habe, die, wie er glaube, den Intereſſen des Landes entſpreche. Die bemer⸗ kenswert verſchwommene Erklärung ſcheink jedenfalls die Richtigkeit der Behaupkungen des„Gringoire“ durchaus nicht zu entkräften. Englands Vermittlung uner wünſcht Franzöſiſche Zugeſtändniſſe an Italien? London, 30. Dezember. Der franzöſiſche Geſchäftsträger Cambon ſprach am Donnerstag nachmittag im Foreign Office vor. Wie der diplomatiſche Korreſpondent von Preß Aſſociation dazu meldet, war Cambon im Foreign Office, um die letzten Entwicklungen im franzöſiſch⸗italieniſchen Konflikt zu be⸗ ſprechen. Cambon habe insbeſondere über den Inhalt der franzöſiichen Antwort auf die Kündigung des franzöſiſch⸗ talieniſchen Abkommens von 1935 durch Italien berichtet. Er habe, ſo meldet der Korreſpondenk weiter, gleichzei⸗ kig erklärt, daß die fran zöſiſche Regierung den Skreitfall als eine Angelegenheit anſehe, die allein die beiden betrof⸗ fenen Länder angehe. Wohl unterhielten die Regierungen Frankreichs und Englands in allen internakionalen Ange⸗ leger heiten engſte Fühlungnahme aufrecht, die Anregung jedoch, daß Chamberlain gegebenenfalls in Rom als Ver⸗ miktler auftreten werde, finde in Frankreich, ſo meldet der Korreſpondent weiter, keine Anterſtützung. Zwar werde in Rom das Geſpräch auch auf die fran⸗ zöſiſch⸗italieniſchen Beziehungen kommen, und es ſei auch möglich, daß mon ſich bemühen werde, dieſen Beziehungen zu einer Verbeſſerung zu verhelfen. In Rom werde es aber zu keiner ins einzelne gehenden Ausſprache über den augenblicklichen franzöſiſch⸗italieniſchen Streit kommen. Cambon ſei bereits am Donnerstag zum Foreign Office gekommen, damit die von ihm unterbreiteten Geſichts⸗ punkte vor der Abreiſe Chamberlains und Halifax' eng⸗ liſcherſeits in. Ruhe geprüft werden könnten. Der franzö⸗ ſiſche Botſchafter Corbin befindet ſich augenblicklich nicht in London. Der politiſche Korreſpondent der„Evening News“ mel⸗ det, die politiſche Fühlungnahme zwiſchen England und Frankreich habe klargeſtellt, daß Frankreich bereit ſei, Ita⸗ lien Sonder zugeſtändniſſe wegen der Benutzung des Hafens Dſchibuti und auch in der Frage der Verwal⸗ tung des Suez⸗Kanals zu machen. Frankreich wolle aber die ganze Angelegenheit mit Italien allein bereinigen und wünſche deshalb keine Einmiſchung Chamberlains während ſeines Rom⸗Beſuches. Anbegründete Vorſichtsmaßnahmen Ein Krieg unwahrſcheinlich. Paris, 29. Dezember. Die Entſendung zweier Kriegsſchiffe und die bevor⸗ ſtehende Abfahrt eines Bataillons Senegalſchützen nach Dſchibuti wird von den Blättern in großer Aufmachung herausgeſtellt. Während ein Teil der Blätter ſich bemüht, dieſe militäriſchen Maßnahmen in ihrer Bedeutung abzu⸗ ſchwächen, erblicken andere Zeitungen, ſo vor allem die rechtsſtehende chauviniſtiſche„Epoque“ und das ſowjet⸗ freundliche„Ordre“, darin ein unfreiwilliges Eingeſtänd⸗ nis der franzöſiſchen Regierung, daß die Lage in Dſchibuti und an der Somaliküſte doch ernſter ſei, als man bisher in Paris zugeben wollte. Der Außenpolitiker des„Excelſior“ betont, Frankreich werde gegen ein„koloniales München“ einen Ein⸗ heitsblock bilden. Von einer britiſchen Vermittlung ſei nicht die Rede, denn Italien und Frankreich ſeien außerdem er⸗ wachſen genug, um ihre eigenen Angelegenheiten unmittel⸗ bar zwiſchen ſich zu regeln. Schließlich bemüht ſich der „Excelſior“ die Entſendung franzöſiſcher Verſtärkungen nach Dſchibuti als Vorſichtsmaßnahme hinzuſtellen. Die Tatſache, daß die franzöſiſche Regierung weitere Sicherungsmaßnahmen für Franzöſiſch⸗Somaliland getrof⸗ fen hat, während auf italieniſcher Seite von Truppen⸗ zuſammenziehungen keine Rede ſein kann, wird auch von der Londoner Preſſe groß verzeichnet. Weiter findet Beachtung, daß Chamberlain wahrſcheinlich in Rom nicht offiziell vermitteln wird. Die Blätter ſchenken auch den deutſchen Kommenkaren große Beachtung, daß ein Krieg zwiſchen Italien und Frankreich unwahrſcheinlich ſei, eine Anſicht, die von den Blättern ebenfalls geteilt wird. „Daily Expreß“ ſchreibt in einem Leitartikel, daß die franzöſiſch⸗italieniſchen Meinungsverſchiedenheiten nicht zum Kriege führen würden. Es handele ſich hier um Fra⸗ gen, die auf dem Verhandlungswege und nicht durch Krieg bereinigt werden ſollten Doriot brandmarkt Lügenkampagne Gegen die letzte Welle falſcher Meldungen nimmt der politiſche Direktor der„Liberte“. Jaques Doriot, am Donnerstag energiſch Stellung und fragt nach den Hin⸗ termännern, die dieſe neueſten Falſchmeldungen am Vorabend der Reiſe Daladiers nach Korſika und Tuneſien und der Romreiſe Chamberlains lancieren konnten. Die franzöſiſche und engliſche Regierung, ſo forderk Doriok, müßten jede auf ihrem Gebiet Maßnahmen ergrei⸗ fen, damit es nicht wieder zu Zwiſchenfällen wie im Sep- tember komme. Von einer Falſchmeldung zur anderen würde man in einen internationalen Konflikt geraken. Es ginge ganz und gar nicht an, daß internationale Verhand- lungen und beſonders derarlig heikle Berhandlungen wie diejenigen, die mil Italien eingeleitet werden müßten, durch finſtere Nachrichtenfabriken getrübt würden. Größter Luftkampf des Krieges Rote Front auch bei Balaguer durchbrochen. Saragoſſa, 29. Dezember. Nationalſpaniſche Truppenverbände unter der Führung General Mosecgrdos durchbrachen im mittleren Frontab⸗ eerdt sechs Krtbnteter motstach- bon Sataguet bei Serp, o bisher noch keine Kämpfe ſtattfanden, die rote Front und dringen nunmehr weiter nach Oſten vor. Moscardo war im Gegenſatz zu den übrigen Kampfabſchnitten auf ſehr ſtarken feindlichen Widerſtand geſtoßen. Nach mehrſtündiger Schlacht ergab ſich ſchließlich eine der wichtigſten Stellungen bei Gerp mit 400 roten Milizen. Ueber dem Flugplatz der Stadt Balls, 20 km nördlich von Tarragona, fand der bisher größte Luftkampf des Krieges ſtalt, an dem von nakionaler Seite 24 Jagdmaſchi⸗ nen und bei den Roten 55 Jäger und ſechs Markini-Bom⸗ ber beteiligt waren. Es gelang den Nakionalen, 18 Curtis⸗ Maſchinen abzuſchießen und zwei weitere feindliche Maſchi⸗ nen zu zwingen, auf nationalem Boden niederzugehen. Um die verzweifelte Stimmung der Bevölkerung Kata⸗ loniens etwas zu heben, wurde über den Sender in Bar⸗ celona bekanntgegeben, daß neue Ver ſtär kungen aus Sowjetrußland unterwegs ſeien. Es würden verſchiedene Kriegsmaterialtransporte im Wert von 14 Mil⸗ lionen Rubel auf franzöſiſchen und engliſchen Schiffen— wodurch ein Eingreifen der nationalen Kriegsflotte verhin⸗ dert werden ſoll— in den nächſten Tagen erwartet. Zwei Einbruchsſtellen Der nationale Heeresbericht meldet: Im Abſchnitt Tremp wurde die Offenſive fortgeſetzt. Die Truppen beſetzten die Berge Aubac und Santa Maria de Portas und eroberten den Ort Vallderiet. Im Abſchnitt Borjas Blancas wurde die Verbindung zwiſchen Granadella und Soleras abgeſchnitten. Halbwegs zwiſchen den Kampfabſchnitten Lerida und Tremp durchbrachen die nationalen Truppen die feindliche Front. Eine weitere Einbruchsſtelle befindet ſich nördlich vom Brückenkopf Balanguer. Neben reicher Beute wurden 800 Gefangene gemacht. Weitere Erfolge der Offenſive In allen Abſchnitten der nakionalſpaniſchen Offenſive in Kakalonien wurden am Donnerskag neue Foriſchritte erzielt. Von beſonderer Bedeutung waren die Operationen im Abſchnikt von Balaguer. alſo etwa an der mittleren Einbruchſtelle, wo die Armee des Generals Moscardo den Durchbruch durch die roten Linien, der nach heftigen Kämpfen am Mittwoch gelungen war. geſchickk ausnutzte und zu einem großen Erfolg erweiterke. Dabei mußte aller dings der heftige Widerſtand des Jeindes überwunden werden, der gerade an dieſer Skelle den Vormarſch der na⸗ klonalen Truppen verhindern wollte, ſchließlich aber doch zurückgeworfen werden konnke. Im Nordabſchnitt der Offenſive, bei Tremp, drang die Armee des Generals Munoz Grande ebenfalls weiter vor, und zwar von den Höhen des Monſeh⸗Gebirges hinab in Richtung auf die Straße, die von Lerida zur franzöſi⸗ ſchen Grenze führt. Dabei wurde u. a. die Ortſchaft Bal⸗ oma am Segre⸗Ufer von nationalen Truppen beſetzt. Im Südabſchnitt. zwiſchen Segre und Ebro, grif⸗ fen die Truppen des Generals Solchaga bei Granadella und nördlich davon in Richtung auf Borjas Blancas an. Hier wurde der Angriff bis neun Kilometer vor Borjas Blancas vorgetragen. In allen Abſchnitten wurden wieder zahlreiche Ge⸗ fangene gemacht. Auch die Zahl der Ueberläufer iſt ſehr erheblich. Kurzmeldungen Im Grazer Becken 28 Grad Kälte. Wien, 29 Dez. In Wien und Umgebung fiel abermals Neuſchnee ſo daß ſich die auf den Straßen und Plätzen lle⸗ gende Schneedecke beträchtlich erhöhte. Die Temperatur be⸗ wegte ſich in Wien zwiſchen 4 und 8 Grad Kälte. Die Be⸗ wohner der ſüdlichen Steiermark erlebten den tiefſten Tem⸗ peraturſtand dieſes Jahres. So wurden auf der Wetterwarte des Flugfeldes Thalerhof bei Graz 28 Grad Kälte gemeſſen, und in Marlatroſt zeigten die Thermometer minus 24 Grad, während z. B. im oberen Murtal die tiefſte Temperatur „nur“ minus 18 Grad betrug. 51 Grad Kälte in Kanada Monkreal, 29. Dez In Kanada wüten ſeit acht Tagen ungeheure Schneeſtürme, wie ſie ſeit vielen Jahren hier nicht erlebt worden ſind. Beſonders betroffen wurden die Provinzen Ontario. Saskatchewan und Alberta, mit de⸗ nen jede Verbindung unterbrochen iſt. Während der Schnee im allgemeinen mehrere Meter hoch liegt, erreichen manche Schneeverwehungen eine Höhe bis zu 20 Metern. Im gan⸗ zen Lande herrſcht eine außergewöhnliche Kälte; in Edmon⸗ ton, der Hauptſtadt von Alberta, ſank das Thermometer auf 51 Grad unter Null Der Verkehr iſt überall eingeſtellt. Auch in den Häfen an der Oſtküſte ſind zahlreiche Schiffe am Auslaufen verhindert. Den Keiſepaß entzogen. Kattowitz, 30. Dez. Am Donnerstag wurde dem erſten Vorſitzenden und Hauptgeſchäftsführer des Deutſchen Volksbundes in Polen. Dr. Otto Ulitz, durch die zu⸗ ſtändige Polizeibehörde der Reiſepaß abgenommen. Der Reiſepaß war bis Auguſt 1939 gültig und wies einen Sichtvermerk der deutſchen Reichsbehörde auf. Die polniſch⸗litauiſche Annäherung. Wie aus Kowno gemeldet wird, muß die endgültige Auflöſung des litauiſchen„Verbandes zur Befreiung Wil⸗ nas“, die vom litauiſchen Innenminiſter im Zuge der pol⸗ niſch⸗litauiſchen Verſtändigung bereits in die Wege gelei⸗ tet worden iſt, bis zum 1. Juni 1939 erfolgen. Die polniſche Preſſe würdigt dieſe litauische Maßnahme ebenſo wie den ſoeben abgeſchloſſenen polniſch⸗litauiſchen Handelsvertrag als Beweis dafür, daß die polniſch⸗litauiſche Annäherung reale Geſtalt annimmt. Amſterdam. Die niederländiſche Regierung hat dem Parlament eine Reihe von Geſetzentwürfen zugehen laſſen, die die Durchführung wirtſchaftlicher Maßnahmen für den Kriegsfall und für den Fall von Kriegsgefahr oder anderer außerordentlicher Umſtände zum Gegenſtand hat. Baris. Unter dem Vorſitz des Senators Donmon, des Vorſitzenden des Landwirtſchaftlichen Ausſchuſſes des Se⸗ nats, iſt ein Propaganda⸗Ausſchuß zur Steigerung des Brotverbrauchs im Intereſſe der Landwirtſchaft gebildet worden. Warſchau. Auf Grund des neuen Geſetzes zur Auf⸗ löſung freimaureriſcher Organiſationen ſind bis jetzt in Po⸗ len insgeſamt 32 Freimaurer⸗Logen aufgelöſt und ihre Vermögen ſichergeſtellt worden. 11 von dieſen 32 Logen waren rein jüdiſch. T6 Immuniſti inke ſtaatsfeindliche Hetzſchriften herſtellten. Anſchließend wurde eine Anzahl bolſchewiſtiſcher Hetzer hinter Schloß und Rie⸗ gel gebracht. Kairo. In Kairo wird von autoriſierter Seite bekannt, daß den Araberführern, die nach den Seychellen⸗Inſeln verbannt geweſen waren, von der franzöſiſchen Regierung die Einreiſe nach Syrien und Libanon verboten wurde. Kaito. Der vor einigen Tagen von Freiſchärlern ent⸗ führte Direktor der Ottomaniſchen Bank in Jeruſalem, Le Bouvier, hat ſich wieder in Jeruſalem eingefunden. Rio de Janeiro. Die in Rio de Janeiro erſcheinende Zeitung„Jornal de Braſil“ beſchäftigt ſich mit der Juden⸗ diage Und ſtellt dabe: unmißverſtändlich feſt, daß jede jü⸗ iſche Einwanderung nach Brafilien unerwünſcht ſei. Tokio. Die japaniſche Telegrafenagentur Domei meldet aus Moskau, daß in einer abſchließenden Beſprechung zwi⸗ ſchen dem japaniſchen Botſchafter Togo und Litwinow⸗ Finkelſtein eine Vereinbarung darüber erzielt werden konnte, daß die Beſprechungen über die Fiſchereirechte zu Beginn des nächſten Jahres wieder aufgenommen werden ſollen. Engliſche Kolonialmethoden Das Vorgehen bei den Mai-Anruhen auf Jamaica. London, 29. Dez. Zwei parlamentariſche Unterſuchungs⸗ ausſchüſſe, die ſich zur Unterſuchung der Mai⸗Unruhen in der britiſchen Kolonie Jamaica nach Kingſton begeben hat⸗ ten, haben nunmehr dem Gouverneur von Jamaica ihre erſten Berichte erſtattet. In beiden Berichten wird das Vorgehen der britiſchen Polizei gegen die Eingeborenen, die wegen ihrer menſchenunwürdigen Arbeits⸗ und Wohn⸗ verhältniſſe demonſtrierten, ſcharf getadelt. Nach dem einen Bericht wurden während der Mai⸗An⸗ ruhen 8 Perſonen getötel, 32 verwundet und 745 verhaf⸗ kel. Aus dem anderen Bericht geht hervor, daß die bri⸗ kiſche olizei Steinwürfe der Demonſtranken ſofork mit Scharfſchüſſen erwidert hat, wobei in einem Falle vier Perſonen getötet und 13 verwundet wurden. Der Ausſchuß iſt der Anſicht, daß es angebrachter geweſen wäre, Tränen⸗ gas ſtaft Gewehr und Bajonett zu verwenden. Drei Mulionen geſchmuagelt— Natürlich Juden Tokio, 30. Dez. Ueber Den⸗Schiebungen von ungewöhn⸗ lichem Ausmaß, die von einer jüdiſchen Deviſenſchieber⸗ bande begangen wurden, berichtet am Donnerstag die Zei⸗ tung„Tſchugai Schogio Schimpo“ Dem Juden Arthur Ru⸗ binſtein, angeblich ein portugieſiſcher Staatsangehöriger, der im September 1937 ſeine Goldmine in Korea für 18 Mil⸗ lionen Yen an die japaniſche Goldminengeſellſchaft ver⸗ kauft hatte, hatte man erlaubt, 6 Millionen nach London auszuführen. Um nun an die reſtlichen 12 Millionen Yen trotz der Deviſenkontrolle heranzukommen, ließ Rubinſtein 8 Millionen Ven aus Japan herausſchmuggeln. Seine Komplizen waren der Jude Stückgold, angeblich ebenfalls ein Portugieſe und zwei unbekannte Franzoſen in Tokio. Stückgold verſteckte das Geld in 100⸗ en⸗Noten zwiſchen Doppelböden von Holzkiſten und verſchob es dann nach Honolulu. wo 100 000 Yen in Gold umgewechſelt wurden. Der Reſt wurde nach San Franzisko und Newyork weiter verſchoben. Die jüdiſchen Geldſchieber konnten ſich bisher dem Zugriff der ſapaniſchen Polizei entziehen. —— Badiſche Chronik Aus den Nachbargauen Lalcale Nucl o 1 10 Schnee und Kälte ſtoppen den Seuchengang. Ludwigshafen.(Tod durch Kohlenorybgage Wie durch den Eintrit. 1 8115 1 vergiftu ng.) Ein 2 jähriges Mäbchen von hier wurde b W 5 war, iſt ein Nu— 1 20 e im Elternhauſe mit Verglfkungserſcheinungen in bewußſtloſem a Eintopfeſſen del Wehenacht 8 b de Der Zuſtande aufgefunden. Man ſchaffte ſie ſoſort ius Kranken- Wie wir erfahren, führt bas I/ nf, gk, 0 i e 7 r Selce ht, Er aße Naß wo ſie 10 590 5 e dene be Nr: 0 Aceh 1 ee Votetto aſersze aun 5. 900 felt ſich um folgende Ortſchaften: Amt Bruchfal: Bahnbrücken;[Kohlen e auf eine bel der ganzen Bevblferung belleles Weesen durch. 4 Amt Karlsruhe: Wolfartsweier; Amt Müllheim: Seefelden; dohlenoxydgasvergiftung zurtckzuführen, Für allerhand Ueber paſchungen werben heels pie Mor⸗ Amt Pforzheim: Huchenfeld, Schellbronn; Amt Sinsheim: Kaiſerslaukern.(Schadenfeue r), Aus noch unbe⸗ be reſtuſngeſt gerüſſen nb Ez th us feht sche Weiche, Eichelberg; Amt Tauberbiſchofsheim: Wertheim.— Dagegen kannter Urſache brach in der Salingsmüthle unweit ber n- baßß bas beim legten Gina n(eh gte est hte bet iſt die Seuche in 11 Gemeinden und Vororten des Landes tersweilermühle ein Brand aus, der den gaſſen Dachſtuhl Kommenden zuriſckbleſhyt, Ueber pen Merfauf bes Tages erloſchen und zwar: Amt Buchen: Klepsau; Amt Heidel⸗ mit ſamt den Heuporräten und der ungebroſchenen Wucht werben wir soch eingehend berſchlen berg: Heidelberg⸗Kirchheim; Amt Karlsruhe: Bauerbach, Ho⸗ einäſcherte. Die Löſcharbeſten geſtalteten ſch infolge Waſ⸗ 5 henwettersbach; Amt Kehl: Zierolshofen; Amt Raſtatt: n, ſehr ſchwierſg Durch katkrahtigen Einſah her Mas beingt ber Glternghenh bes Nn, un e, ae Haueneberſtein; Amt Aeberlingen: Ahauſen, Mimmenhau⸗ Feuerwehr gelang es, das benachbarte Wohnhaus und bie Samstag, 7. Janaat, 20 lh, ie Schloß gal“ bel Bp, 1 Amt Waldshut: Tiengen, Unterlauchringen, Wutöſchin⸗ Scheune zu reiten, 2 a Socenhelſſ hal nes ſſch pie zit Mufgaßhe geſeichl, ben N Somit. waren am Abend des 27. Dezember 1938 Gasrohrbruch forderk drei Todesopfer ogenheern ea bie gaze eſchichte hes orſes wh noch 113 Gemeinden und Vororte des badiſchen Landes ver⸗— Geislingen-Altenſtadt. Infolge ber Kälte brach am Augen zu führen, Moltsſumeſche peer, Gepichle, La 1615 ſeucht. Die Zahl der verſeuchten Gemeinden hat alſo um erſten Feiertag in der Gerokſtraße ble Erbgagleſtung, wo⸗ Jeiſhilper von ber rünvung bis zun hene Wage 4160 vier gegenüber der letzten Woche abgenommen. durch das Gas in drei Häuser eindrang. Wohl ſtellte ſich[ bieſem Abend sind Ellen und alles gehe e! zh ö 2 9 3 1) lang. 18 1 ö ö Ferch 3 bei einigen Hausbewohnern Uebelleſt ein, hoch führte man eingelaben, 1 i Mosbach.(Ein alter Brauch) In feſtlicer ie auf andere Urſachen ale auf dar der drann Praßic 5 1 Weiſe wird durch Rat und Bürgermeiſter das Arbeitsjahr Feiertag fand man den chnelbermelſter Franz Brußlck Seinen 78, Giburtslag kann morgen Sasa an 1 1938 verabſchiedet werden. Es wird eine Totenehrung auf und ſeine Frau tot im Bett auf, Sechs Perſonen wurden Winkler, Freſhurgerſtr, 9e, hege hen, Vie hosten Munſchs, 1 dem Friedhof ſtattfinden. Ein feierlicher Fackelzug mit Trom⸗ mit zum Teil ſchweren Gasvergiſtungen in ba⸗ Kranken- N melwirbel wird z Todesacker zi. em Gemeinſchafts⸗ haus gebracht. In der Nacht zum Mittwoch erlag eine von ö bel wird zum Todesacker ziehen. Im Gemeinſchafts⸗„ i, gen Meters une, An ieh mu ihnen, der 36 Jahre alte Güter bohenarbeſter Karl Scheel, ö Hence chen Mi en 1 ſaal des Rathauſes findet um 19.30 Uhr die Verteilung der 9 e 1 Ratsherrenwe nd ei lpolitiſche Rück d eee, b 10 . atsherrenwecken und eine kommunalpolitiſche Rückſchau durch A Slarke Schneeverwehungen im Allg u, Zu ſtarken ſenhaus „ an it 4711 en Kiten it Safes l den Bürgermeiſter ſtatt. Den Abſchluß dieſes Tages bildet 2%% 1 ee ehe des lll 77 ein allgemeines Bürger⸗Weck⸗ und Weißwurſteſſen, an dem Schneeverwehungen st 755 auf 21 1 1 All- e,* der Bu is 5 85 5 e. äus gekommen, jelfach den Einſatz deß Schnee yfluge⸗ 1 bern fachging, um bi der Bürgermeiſter, der Rat und die Bevölkerung teilnehmen. gäus gekommen die vielfach den Einen d ee e, un zog sich, Merle notwendig machten, um vor allem da⸗ Fortlommen ber 0 18 un fall Zwi 8 5 1% Meine ai in 5 un fall.) Zwi⸗ glichen, 5 7 Hf eine ein dfahret i 1 91 0 en hel. d a 21 9„ ii eue! 3 der 55 ihr, he. 20 69 egen 66615 enn en e Nn 8 2 88 Beinprotheſe im Badoſen, Ein luer WH 2 1 7 1 9 Hi munching zn nen uh, i hui, * Mei 1 Hoh. 7 HMiehlich, anmun, ji iin e an Amen un aan e Hauiſchen f eine. 641 e 7 7 7 7 757 8 6 1 1 * 98 8 1 1 vr un T W, e 8 1 N en u, ee, N 1 Kan e, „en, , e. a en, e, e e, ee,, 7 hung vf. i um, chen En iin en n, een,, en ee, ae 2. 2 4 4 55 23 Sung n i,,. aich e, ee e A. „ Man n ie far eee, e. Sareane e 1 e 11 1 f K ie N un N e ie „„ ce n . men, e, raren, Ii, b e ee,. , e,. , Arm ung 7 1 rt Ae, Fa re, e, i ͤ un, Ze mit wie, ich ht inden, e, r ee e e, a e, j ae ir Hu een Ne, FFC An lichen „CCCCCTCCCCCCCCCCCCCCCC Zalle wil pri, len anke., nun en 7275 der i tet, U i du ien, Mienen een e. ten, e, ee ie, e unf, fle gan er ae denz ene,, Af 1 i 7 3 4 521 2 ire la nf pine, Lm, mee, e en n 1 5 a g Sir mne iu n, ne en inn Lit uſſa- 5 5 pamgeer Zur Ziff ei rat mere, in nee deem . F ̃ Ü ͤ.. a— Sumner ne untätig umme an n Rien, ͤ eee, Nun. N 2 mfr. gen lipel mirzlel. e 8 . Kein Hir e, nun en, e Im Natur nemer⸗ f„unis kern inkre Iller Leer a 9 5 2 . Num Autun mii men, 1 n l Erl oer, Su ee, e,. ere, W fit z, eee ee. ke car 2 it ji, Ascher ,, a ichen Ahe ung A 2 2 Hagan f lt in, Na Ae n e, e Milt Slime, e time, iet rl Tarſſe 7 1. Muffingert alert Buff le Fm F MN. A ͤ i FFEEEFECCEFCCCCCCCCCCCC Dar unt F. A er tlie Blimfirma ate i eee, Zi, Ahe kur le Ltur men, le kr uni ie len. 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Jan.: Lohn⸗ und Wehrſteuer, einbehalben im Monat Dezember 1938 bezw. im 4. Kalendervierteljahr 38. a) Amſatzſteuer für Dezember 1938 bezw. für 4. Kalendervierteljahr 1938. b) Verſicherungsſteuer, Abſchlagszahlung der Vier⸗ teljahreszahler für Dezember 1938. 10. Jan.: 16. Jan.: a) Tilgungsraten für Eheſtandsdarlehen. b) Börſenumſatzſteuer für Abrechnungszeitraum bis 31. Dezember 1938. 20. Jan.: Lohn⸗ und Wehrſteuer, einbehalten in der Zeit vom 1. bis 15. Januar 1939, ſoweit der ein⸗ behaltene Geſamtbetrag 200.— NM. überſteigt. Verſicherungsſteuer der Monatszahler für Dezem⸗ ber 1938 und Abſchlußzahlung für 4. Kalender⸗ vierteljahr 1938. Ferner im Januar 1938 fällig werdenden Abſchluß⸗ zahlungen aufgrund der zugeſtellten Steuerbeſcheide. Wer eine Zahlung verſäumt, hat ohne weiteres die gebührenpflichtige Erhebung des Rückſtandes durch Nachnahm 31. Jan.: 80 Übel iſt er gar nicht! Man ſoll den Winter nicht ſchlechter machen, als er iſt. So übel iſt er nämlich gar nicht, und alles, was er an böſen Dingen für uns mit ſich bringt, haben wir zu⸗ nächſt uns ſelber und unſerem falſchen Verhalten zuzu⸗ ſchreiben Nur ein paar kleine Beiſpiele Da jammert einer, der ſich auf der Straße das Bein brach, über den Winter und die verdammte Glätte. Er hätte alle Urſache, ſeinen Zorn auf den Beſitzer des Hauſes abzuladen, vor dem das Unglück geſchah Dieſen kann er zwar nicht für den Froſt verantwortlich machen, denn den beſtellt der Hauswirt auch nicht, wohl aber kann dieſer die Wirkung der Eisbildung vor ſeinem Hauſe durch Streuen aufheben. Er kann das nicht nur, er iſt ſogar dazu verpflichtet. Er haftet für alle Schäden, die durch Nichtbeachtung dieſer ſeiner Pflicht entſtehen. Im Winter wird es früh dunkel. Iſt nun aber der Winter ſchuld, wenn ſich nachmittags um fünf jemand auf einer winkligen und dazu unbeleuchteten Treppe den Schädel verheult? Der Hauswirt s oder Hausverwalter iſt auch hier der ſchuldige Teil. Winter ſchafft nur die Dunkelheit, ſie erhellen muß jener, der dazu geſetzlich ver⸗ pflichtet iſt Aehnlich verhält es ſich mit naſſen und glitſchigen Treppenſtufen oder Hausfluren. Im Winter liegt nun mal öfter Schnee auf der Straße und wird an den Füßen mit ins Haus geſchleppt, wo er liegenbleibt und ſchmilzt. Dafür iſt ja der Menſch mit Verſtand ö Der und Verantwor- tungsgefühl begabt— oder ſollte es wenigſtens ſein—, daß er dieſe Begleiterſcheinungen des Winters beſeitigt, ohne daß ſich jemand den Hals bricht Beiſpiele dieſer Art könnte man viele aufzählen, alle würden aber erkennen laſſen, daß in den weitaus meiſten Fällen, wo etwas paſſiert, wir die Schuld daran bei uns ſelber zu ſuchen haben. fg.(RAS) 2 oder koſtenpflichtigen Einzug im Wege der Beitreibung zu erwarten. Wird eine Zahlung nicht rechtzeitig geleiſtet, ſo iſt mit Ablauf des Fälligkeitstages nach geſetzlicher Vorſchrift ein einmaliger Säumniszuſchlag von 2 v. H. des rückſtändigen Betrages verwirkt. Man zahle möglichſt unbar. Anbare Zahlung erſpar Zeit und unangenehmes Warten bei der Finanzkaſſe. Bei allen Einzahlungen und Ueberweiſungen iſt die An gabe der Steuernummer und Steuerart dringend erforderlich. Marktberichte Ohne Gewähr. Mannheimer Ferkelmarkt v. 29. Dez. Auftrieb: 57 Läu⸗ fer, Preis 32 bis 45 Mark; 125 Ferkel, Preis: bis ſechs Wochen geſtrichen, über ſechs Wochen 21 bis 31 Mark. Marktperlauf ruhig. Anfoſtenminderung auf Viehgroßmärkten Im Reichsgeſetzblatt iſt die Fünfte Verordnung zur urchführung des Geſetzes über den Verkehr mit Tieren und tieriſchen Erzeugniſſen erſchienen. Dieſe Verordnung wirkt ſich dahin aus, daß für das im Inland erzeugte und über die Viehgroßmärkte gehandelte Schlachtvieh Ueber⸗ nahmeſcheine nicht mehr auszufertigen ſind. Hier⸗ mit fällt auch der auf den Viehgroßmärkten bisher erho⸗ bene Unterſchiedsbetrag weg. Der Wegfall des Unter⸗ ſchiedsbetrages bedeutet eine weitere Minderung der Ver⸗ kaufsunkoſten auf den Viehgroßmärkten. Die Verordnung tritt am 1. Januar 1939 in Kraft. t 25 0 0 Die Feſtpoſtkarte zum„Tag der Briefmarke 1939“ Am„Tag der Briefmarke“(8. Januar 1939), der dem An⸗ denken Stephans, dem Begründer des Weltpoſtvereins, ge⸗ widmet iſt, wird im geſamten Reichsgebiet eine Feſtpoſt⸗ karte des Reichsbundes der Philatelisten herausgegeben. Unſere Aufnahme zeigt die linke Seite dieſer Feſtpoſtkarte. Der Sport am Jahreswechſel Ueberraſchend klein iſt an dieſem Jahreswechſel das Sportprogramm Im Fußball ſtehen nur ganz wenige Spiele auf dem Spielplan, und auch dieſe werden vielleicht noch der ungünſtigen Witterung zum Opfer fallen. Unſere Winterſportler begrüßen ſelbſtverſtändlich den Einbruch des Winters und holen an zahlreichen Orten die Ski-Ver⸗ anſtaltungen nach, die ihnen bisher das milde Wetter verſagt hat. Im Fußbal werden in Süddeutſchland nur in Württemberg und Bay⸗ ern jeweils zwei Spiele ausgetragen. In W̃ ürttem⸗ berg werden die Stuttgarter Sportfreunde gegen den Stuttgarter SC zu zwei weiteren Punkten kommen, wäh⸗ rend das Spiel SpVg Cannſtatt— FW Zuffenhauſen ſehr hart umkämpft ſein wird. In Ba hen ſtehen zwei äußerſt wichtige Kämpfe bevor. Jahn Regensburg empfängt den Nürnberger Club zum Rückſpiel und der„Neuling“ Neu⸗ meyer Nürnberg, der ſo lange an der Tabellenſpitze ſtand. ſpielt gegen 1860 München. Von den Freund chafts⸗ pielen ſind das Graf-Beroldingen-Gedächtnis⸗Spiel in Frankfurt a M. zwiſchen Eintracht und VfB Stuttgart, ſo⸗ wie die Spiele VfR Mannheim— Sudetendeutſche Aus⸗ wahl und Vfe Neckarau— Wormatde Worms zu erwäh⸗ nen. Im Gau Südweſt geht außerdem der Kampf um den Kreispokal weiter. In Darmſtadt ſtehen ſich die Kreiſe Darmſtadt/ Groß⸗Gerau und Groß⸗Frankfurt gegenüber, in Wiesbaden Wiesbaden und Offenbach, in Dudweiler Saar⸗ brücken und Nordſaar und in Münſter Odenwald und Berg⸗ ſtraße.— Ruhe herrſcht im Handball über den Jahreswechſel auf den Spielfeldern, dagegen gibt es einige der beliebten Hallenturniere, u. a. auch am Sonn⸗ tag in Karlsruhe. Im Rugby ſtand urſprünglich eine Reihe intereſſanter Auswahlſpiele auf dem Programm, aber die Witterung zwang bereits zur Abſage der Rumänen⸗Gaſtſpiele und ungewiß iſt es auch noch, ob die Kämpfe in Diſon zwiſchen dem Comite Bour⸗ gogne und Baden ſowie in Paris zwiſchen den Studenten⸗ mannſchaften von Paris und Berlin ſtattfinden.— Um⸗ fangreich iſt dagegen erwartungsgemäß das Programm im Winterſport. In Neuſtadt im Schwa rzwald werden die tradi⸗ tionellen Hochfirſt⸗Skiwettkämpfe ausgetragen, und in Ober ſtdorf kämpfen die ſchwäbiſchen Slalomläufer um die Meiſterſchaft im Abfahrts⸗ und Torlauf. Weitere Ver⸗ anſtaltungen ſind in Schlierſee, Garmiſch⸗Partenkirchen, Reichenbach, Berchtesgaden, Reit im Winkl, Warmen⸗ ſteinach und Seefeld vorgeſehen. In Oberammergau ſtehen die bayriſchen Eiskunſtlaufmeiſterſchaften zur Entſcheidung und die„Smoke Eaters“, Kanadas Eishockeymannſchaft für die Weltmeiſterſchaften, ſpielen in Krefeld. Anter Kadſport iſt noch das Radballturnier in Zürich zu erwähnen, wo das bekannte Frankfurter Paar Schreiber/ Blerſch auf ſeine ewigen Widerſacher Oſterwalder/ Gabler trifft. Gedenktage 30. Dezember Schauspieler Ludwig Devrient in Berlin geſtorben. Forſchungsreiſender Jochim Graf Pfeil in Neurode eboren. Ingenieur Max Mannesmann in Bliedinghauſen geb. Der Dichter Erwin Guido Kolbenheyer in Budapeſt aaharen. Der Dichter Theodor Fontane in Neuruppin geboren 7 N Silvester U nd Nehahts- Stimmung f J in Tadasl-Tneater J 24„ganz gros“! 8 N Freitag, Samstag, Sonntag, Montag ü je abends 8 Uhr. 8 Neujahrstag(Sonntag) zwei Vor- 853 Ff. führungen; 5 und 8 Uhr. 717 Heitere Szenen. J Sle werden Tränen lachen! 9 . Wirtschaft,, Zum goldenen Hirsch“ Am Neujahrstag ab 8 Uhr abends Tanz Musik Es ladet freundlichst ein Karl Zwingenberger. Fiir Silvester ff. Weine Rotwein Ltr. v. 1. Mk. an Kräftiger Naturrotwein Ltr. O. Gl. 1.20 Mk. Weil weine: 37 er Maikammerer Ltr. o. Gl. 1.10 Mk. 36er Gimmeldinger * 2 5 Ha zee, „ e. müde, 5 Kindet, nur die Augen ſyainers Augenw/asser ALLEINNVERKAOE: T Drogerie Höllsfin. „Zum Deutschen Hof“. Am Neujahrstag, abends ab ½ 8 Uhr Tanz. Hierzu ladet freundlichst ein Frau Valt. Kunzelmann Wtw. Feuerwerkskörper und Scherzartikel Martin Neuthinger .—— 1—ů—— 1 e. ei* nn 1 5———— Ltr. o. Gl. 1.20 Mk. 37 er Liebiraumilch Ltr. o. Gl. 1.30 Mk. 37er Ungst. Bettelhaus Ltr. O. Gl. 1.50 Mk. 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