iften, nland che Veröllentlidit unter Lienz-Nummet Us n 110 Leramword. Herausgeber: Or. Karl Armen und E. Fri vun Schllnn/ Hedeknon. verlag und Druck: Mannhelm., N 1. 4-6/ Fernruf 44151-83/ Bankkonto: Süd werkbank bfann- konten: Rarlteruhe Vr. 600 16. Bertin fer. 56 1 58 Erscheint: Montag. Mitwoch. Preusg u. Jammstrg. Tür un verlangte Manuskripte keinerlel Gewähr er⸗ jäker 1g bis Bleibt frnung -Haus EI nt— F. V * 58 G75 Krt.-Ver! Morgens Krt.-Verk Vereins ofums 66 10 n von. Dantes. lungen mr an 5, 14. luis heizt.) . — — 6 1 gen en um! 8 3. Jahrgang/ Nummer 159 — — * K französische Note zur Ruhrſrage 1 Washington.(DENA- REUTER). Der kranzösische Botschafter in den USA, Henri Bonnet, übermittelte dem amerikanischen Außenministerium eine Note, in der es heißt, Frankreich bestehe„ernstlich und energisch“ auf dem französischen Standpunkt in der 18 Frage der Ruhrkontrolle. Bonnet erklärte, die Note sei„ein sehr ernster Schritt“ Zu dem Inhalt der Note äußerte er, in ihr Werde der anglo- amerikanische Plan kriti- siert, eine Kontrolle lediglich über qie Ver- teilung der Ruhrproduktion ausüben zu wol- len. Bonnet nannte die französischen Vor- Schlage„außerordentlich gemäßigt“.„Wir werden diesen Standpunkt beibehalten“, Sagte er. Original zeichnung: Wolf Strobel Mannheimer Montag, 6. Dezember 1948 N Heschähtertellen: Sciwetzingen. Hatl-Theodor- Suat 1. Telelon 645; Welnheim, Hauptsir. 63. Tel. 2241: Heidelberg. Pöck 9. Telefon 4980: Ludwioshaten 8. Hh., Hbeinstr. 32, Tel. 2768. Bezugspreis monallich DM 2.40 einsdilleflich Trägerlohn: Postbezugspreis monatl. DM 2.76 chlielllich Zustellgebühr. Rreuzbandbezug DR 2.25/ Z. Z. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 5/ Bel Mchterschelnen iulolge höherer Gewall besteht bein Anspruch a. Rückerstattung d. Bezugsgeldes Einzelpreis 0,20 DN fast neunzig Prozent der Westberliner an der Wahlurne Nur belanglose Zwischenfälle/ Clay glaubt noch an Lösung des Währungsproblems Berlin.(AWM.-Eig.-Ber.) Die Berliner Wahlen verliefen mit Ausnahme von ver- einzelten Störversuchen durch SED-Anhän- ger und sowjetischen Besatzungsangehörigen ruhig. Pünktlich um acht Uhr begannen die Westberliner am Sonntagmorgen ihre Stim- men abzugeben. Die Viersektorenstadt bot am Morgen des Wahltages kein außerge- wöhnliches Bild. Bereits in den frühen Mor- genstunden hatten Doppelposten der Schutz- polizei, den Vorsichtsmahnahmen des Ber- liner Polizeipräsidiums entsprechend, vor den Wahllokalen Aufstellung genommen. Eine mit großem Beifall von den Westber- linern aufgenommene Maßnahme traf die unabhängige Gewerkschaftsorganisation. Sie veranlaßte, daß der Verkehr auf den Ber- liner Bahnen am Sonntagvormittag erst um zehn Uhr einsetzte, damit diejenigen West- berliner genügend Zeit zur Wahl erhielten, die als Angestellte und Arbeiter im Ostsek- tor Hennecke- und Solidaritätsarbeitsschich- ten zu leisten veranlaßt wurden. Nach den vorläufigen Wahlergebnissen des offiziellen Hauptwahlamtes belief sich die Wahlbeteiligung in den zwölf Bezirken der drei Westsektoren um 19.00 Uhr auf durch- schnittlich 85 Prozent. An der Spitze liegen Charlottenburg und Tiergarten mit je 90 Prozent. Es folgen Spandau, Kreuzberg, Steglitz und Tempelhof mit je etwa 88 Pro- zent. Die geringste Wahlbeteiligung ist bis- Ostmagistrat ohne rechtliche Grundlage Westmächte verurteilen die Haltung der Sowjetunion Paris. DENA-REUTER) Die drei West- mächte beschuldigten die Sowjetunion am Sonntagabend in einer gemeinsam veröffent- lichten Erklärung, sie habe eine de facto- Teilung Berlins herbeigeführt und erschwere die Einführung einer einheitlichen Währung für Berlin. In der Note gehen Großbritan- „Komm, Marianne, kler hast du auch ein nien, Frankreich und die USA im einzelnen 5 Lôffelchen. auf die von den sowjetischen Behörden in Berlin ergriffenen Maßnahmen ein und stel- len fest, daß diese eine Mißachtung des aus- drücklichen Wunsches des Vorsitzenden des Weltsicherheitsrates darstellten, Schritte zu vermeiden, die die Krise in Berlin noch wei- ter verschärfen könnten. Die sowjetischen Behörden hätten am 30. November in Berlin in ihrem Sektor eine Reihe von Ereignissen geduldet, und darüber hinaus unterstützt, die es der rechtmäßig gewählten Berliner Stadtverwaltung endgültig unmöglich mach- ten, im sowjetischen Sektor Berlins ihre Funktionen auszuüben. Auf einer sorgsam vorbereiteten Versammlung der SED und kommunistisch orientierter Organisationen unter der Teilnahme von ein paar Mitglie- dern anderer politischer Parteien, sei ein Organ geschaffen worden, für dessen Ein- setzung keinerlei rechtliche Grundlage be- steht, und das dennoch die Anerkennung als A e Magistrat für das gesamte Stadtgebiet von Berlin beanspruche. Die Westmächte seien bereit, die Unter- suchungen des Weltsicherheitsrates über die Berliner Währungsfrage in jeder 5 1 9 Die Londoner Sechsmächtekonferenz zur Kuhrfrage wird ihre Sitzungen vom 6. bis 6. Dezember unterbrechen, um den Dele- Zierten der drei Westmächte eine Teilnahme am den Sitzungen des„Humphrey-Aus- schusses zu ermöglichen. Der Ausschuß wurde von dem ECA- Administrator Paul offman für heute einberufen, um über g— Demontage in Deutschland zu be- en. UN wird paris verlassen Paris. DENA-REUTER) Der Geschäfts- ordnungsausschuß der UN beschloß mit neun gegen zwei Stimmen bei drei Enthal- tungen, die gegenwärtige Vollversammlung in Lake Success(US), dem ständigen Sitz der UN, fortzusetzen. Am Montagvormittag Soll ein Unterausschuß den genauen Zeit- Punkt festsetzen, an dem die Vollversamm- 1 7 in Lake Success wieder zusammen- tritt. Der Finanzausschuß wird die finan- rielle Seite prüfen, und die Vollversamm- lung wird die gesamte Angelegenheit am lontagnachmittag noch einmal debattieren. Der politische Sonderausschuß der UN- Vollversammlung billigte am Samstag mit — Segen 6 Stimmen bei 4 Enthaltungen die zermächte-Resolution(USA, Großbritan- nien, Frankreich und China), die eine Ein- chränkung des Vetos im Sicher- 4 heitsrat vorsient. In der Resolution werden über 30 Punkte angeführt, die als Verfah- kdenskragen betrachtet werden und nicht 5 mehr dem Veto unterliegen sollen. Die Ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates Verden in der Resolution aufgefordert, N wenn irgendmöglich, sich vor bedeutenden Abstimmungen gegenseitig zu kon- ultieren und nur dann ein Veto ein- kulegen, wenn keine Einstimmigkeit vor- anden ist und der Frage größte Bedeutung beigemessen wird. * Berlin. OENA) Das künftige Besatzungs- statut für die drei Westzonen Deutschlands ist nach Ansicht alliierter Kreise eine Be- willigung umfassender Machtbefugnisse an die kommende westdeutsche Regierung. Das Statut wird, wie verlautet, eine Klausel ent- halten, die eine„periodische Ueberprüfung“ des Dokumentes vorsieht, mit der gegebe- nenfalls weitere Abtretungen von Machtbe- fugnissen an die deutsche Regierung ver- bunden sein können. Darüber hinaus soll das Statut Bestimmungen enthalten, nach denen die Militärgouverneure nicht die Gesetze der Bundesregierung ablehnen können, die außerhalb der den Besatzungsmächten vor- behaltenen Kontrollgebiete liegen. Die Grundlinien, nach denen das Statut ausgearbeitet wird, sehen vor, daß die Mili- tärgouverneure den deutschen Regierungen die ausübende Gewalt, die vollziehende Ge- walt und die Rechtsprechung übertragen, sich selbst jedoch solche Befugnisse vorbe- halten, die die Erfüllung des grundsätzlichen Zweckes der Besetzung sichern. In Fällen, in denen die Sicherheit bedroht ist oder in Fällen, in denen es zur Sicherung der Ein- haltung der Verfassungen oder des Besat- zungsstatuts notwendig ist, werden die Mili- tärgouverneure ihre vorherigen Machtbefug- nisse wieder ausüben. Zu den Befugnissen, die den Militärregie- rungen vorbehalten bleiben, wird die vor- läufige Führung der Außenpoli- tik gehören. Ferner ist die Ausübung einer Mindestkontrolle über den deut- schen Außenhandel geplant, sowie über interne Maßnahmen, die den Außen- handel ungünstig beeinflussen könnten, und über solche Maßnahmen, die zur Einhaltung der von den Militärregierungen für Deutsch- land eingegangenen Verpflichtungen not- wendig sind. Schließlich soll eine Minimum- kontrolle über die richtige Nutzung der Deutschland zur Verfügung gestellten Hilfs- fonds bestehen. Nach den Grundzügen des Status wird außerdem die Ausübung aller bereits vorgesehenen oder noch zu vereinba- renden Kontrollen, u. a. über eine interna- tionale Behörde für das Ruhrgebiet, Repara- tionen, genehmigte Industriekapazität, Ent- kartellisierung, Entwaffnung und Entmili- tarisierung sowie gewisse Gebiete der wis- senschaftlichen Forschungen den Militärre- gierungen übertragen. 5 Entsprechend den Grundrichtlinien des Statuts sollen— falls nicht anders vorge- sehen— alle Gesetze und Bestimmungen der Bundesregierung automatisch innerhalb von 21 Tagen in Kraft treten, wenn sie icht von den Militärgouverneuren abge- Vertrauens votum für de Gasperi 0 Rom. OENA-RBHUTER Das itallenische f ibgeordnetenhaus sprach nach einer vier- üsigen außenpolitischen Debatte der Koali- Onsregierung mit großer Mehrheit das Ver- „rauen aus. Weiter stimmte das Abgeord- dotenhaus für die Bildung einer europäi- e Föderation. Ein von dem links einge- Uten soxlalistischen Parteiführer Pietro 85 eingebrachter Antrag, Neutralität in dieser Frage zu wahren, wurde abgelehnt. ——— 71. Mitglieder einer Untersuchungskom- nen des UsSA-Senats behaupteten, nach chen Peststellungen seien dem amerikani- deren, Revislonsgericht bei der Umwandlung ebenen, Use Koch ursprünglich verhängten Gbdenslänglichen Zuchthausstrafe in vier Jahre de küngnis Irrtümer unterlaufen. Der Präsi- Naa der französischen Nationalversammlung, dcouard Herriot, wurde wieder zum Vorsitzen- 0. der französischen radikal-sozialistischen 3 sswählt./ Als dreizehnter südamerika- er Staat hat Costariea den interamerika- Pakt) n Verteldlgungspakt(sogenannter Rio- den D unterzeichnet.“ Papst Pius XII. empfüng Dramurfientinischen Außenminister Dr. Juan zu auglia, der sich zur Zeit in Rom aufhält, * 3 Die 3— von ugoslawien haben beschlossen, Delemalſeche ertretungen auszutauschen. — italierische Generalstabschef, General — der zur zeit in Washington weilt, .— mit dem Staatssekretär im USA- digungsministerlum, Kenneth Royall, und den drei. G ſreſtkrdzte eralstabschefs der amerikanischen Der Presserat der briti B 3 schen Zone wi banmncnet dem Parlamentarischen Rat in d N legung die Schaffung eines Bundes- gesetzes empfehlen. Eine amerikani- Plug Transportmaschine stürzte auf dem Ad, wonach Bern in der Nähe von Faßberg fand obei die dreiköpfige Besatzung den Tod auf* m Sonntagvormittag ereignete sich duns er Strecke Hannover- Soltau ein Zug- letzte fongtof. der sieben Tote und elt Ver- licnen dorderte. Infolge der außerordent- Tünsgeas Frantnngfoch if rigteiten durch un- chen yirtantportverhältnisse ist vom hessi- Rensen irtschaftsministerium ab sofort in worde der ohlennotstand“ verkündet n. DENA/AP/UP/Eig. Ber. den Militärgouverneuren zur Genehmigung unterbreitet werden. Die Militärgouverneure werden die Einhaltung der von ihnen angenommenen Verfassungen gewähr- leisten und der Bundesregierung wie den * Weise zu unterstützen. Aus diesem Grunde hätten sie nun eine chronologische Liste aller Ereignisse in Berlin seit Juni zusammen- gestellt. Die neue Entwicklung habe neue schwere Probleme für die Lösung der Ber- iner Währungschwierigkeiten hervorgerufen. Diese Schwierigkeiten seien nur entstanden, weil die Sowjetbehörden in das normale Funktionieren der Berliner Verfassung ein- gegriffen hätten. Sie könnten auch jetzt noch behoben werden, wenn die sowie- tischen Behörden die Anerkennung der am 30. November im sowjetischen Sektor ge- schaffen verfassungswidrigen Körperschaft ablehnten und entsprechend den Bestim- mungen der Verfassung die Genehmigung für Wahlen im gesamten Stadtgebiet er- teilten. Dieser Erklärung der Westalliierten war am Samstag eine in Moskau von TASS verbreitete Verlautbarung vorausgegangen, in der die Sowjetunion sich bereit erklärte, dem„neutralen“ UN-Finanzausschuß zur Prüfung der Berliner Währungsfrage zur Verfügung zu stellen. In der amtlichen Er- klärung der sowjetischen Regierung wurde jedoch zum Ausdruck gebracht, daß der Vorschlag zur Bildung eines sogenannten Versöhnungsausschusses. kaum zu irgend einem Fortschritt führen könne. In der Er- klärung wird Stellung zu den Antworten der drei Westmächte auf die 5 0 genom- men, die der damalige Vorsitzende des Si- cherheitsrates, Dr, Juan Bramuglia, im vergangenen Monat gestellt hatte. Länderregierungen hinsichtlich der Demo- Kratisierung des politischen Lebens und des Erziehungswesens beratend zur Seite stehen. Dem Parlamentarischen Rat in Bonn werden noch vor der Beendigung seiner Arbeit Einzelheiten über den Inhalt des Dokumentes zür Information und Stellungnahme übergeben werden. Die Ver- öffentlichung des Statuts soll punkt der Veröffentlichung des Verfassungs- entwurfes zusammenfallen, so daß die Be- völkerung bei sungsabstimmung sich darüber im klaren ist, daß sie die Verfassung im Rahmen des Besatzungsstatuts annehmen kann. Statut wird, wie verlautet, treten, wenn die Verfassung von der Bevöl- kerung angenommen ist. mit dem Zeit- der vorgesehenen Verfas- Das erst in Kraft General Pierre Koenig betonte in Baden-Baden vor Korrespondenten der französischen Presse, daß in der Ausarbei- tung des Besatzungsstatutes große Fort- schritte erzielt worden seien. Lediglich die Fragen der Aufbringung der Besatzungs- kosten und eines zu bildenden Schiedsge- her mit 79 Prozent im Bezirk Reinickendorf festgestellt worden. Von den einzelnen Sek- toren führt der britische Sektor mit rund 87. Der amerikanische Sektor weist eine Wahl- beteiligung von 85 Prozent und der franzö- sische eine Wahlbeteiligung von 82 Prozent auf. Die Schlußergebnisse lagen bei Redak- tionsschluß noch nicht vor. Mit ihrer Be- kanntgabe wird erst am Montagmorgen ge- rechnet. Der neue„Oberbürgermeister von Groß- Berli Friedrich Ebert, erklärte auf einer Pressekonferenz, er habe den Be- zirksbürgermeistern der Berliner Westsek- toren die vollständige Versorgung Westberlins mit Lebensmitteln, Kohle und anderen Ver- brauchsgütern angeboten. Jeder Berliner solle Lebensmittel und achtzehn Zentner Kohle aus den Beständen der Ostzone er- Balten. Ebert behauptete,„er sei der einzige Oberbürgermeister Berlins“. Er wies auf das Provisorium des Magistrats hin und kündigte in Kürze stattfindende einheitliche „demokratische“ Wahlen in Berlin an. Zu- vor müsse jedoch eine„fortschrittliche“ 2 Verfassung ausgearbeitet wer- en. Wie UP aus Berlin meldet, erklärte Ge- neral Clay in einem Interview, daß selbst in dem geteilten Berlin ein Abkommen für eine einheitliche Währung noch möglich sei. Wenn beide Parteien die Verhandlungen mit gutem Willen beginnen würden. Clay meinte: Die Bildung des Sowjetsektor- Magistrats habe die Lösung zwar schwieri- ger,„aber nicht unmöglich“ gemacht. Es sei „Defaitismus“, wenn man behaupte, daß die sowjetische Aktion dieser Woche ein Ab- kommen unmöglich gemacht habe. Der Militärgouverneur unterstrich jedoch, dag vor dem Abschluß eines Abkommens über die Lösung der Berliner Frage die Anerken- 8 des Sowjetsektor-Regimes nicht denk- ar sei. Auch Südwürttemberg wählte Tübingen.(DENA) Die Kreistags- und Bürgermeisterwahlen in Südwürttemberg- Hohenzollern wurden am Sonntag ohne Zwischenfälle abgeschlossen. Die Wahlbetei- ligung war nach den bisher vorliegenden Meldungen mit durchschnittlich 67 rozent etwas höher als bei den Gemeinderatswah- len am 14. November. Die Ergebnisse wer- den erst heute bekanntgegeben. Grundzüge des Besatzungsstatuts Ausübende und vollziehende Gewalt und Rechtsprechung bei den deutschen Regierungen richtshofes seien noch umstritten. Sie sollen jedoch in der nächsten Sitzung der drei Oberkommandierenden am 16. Dezember in Frankf urt erneut geprüft werden. Auf die Arbeiten des Parlamentarischen Rates eingehend, sagte der französische Oberbefehlshaber, die Uebertragung der Finanzhoheit von den Ländern auf die Bun- desregierung und die Frage der gesetz- geberischen Zuständigkeiten der beiden Kammern seien französischerseits Gegen- stand einer eingehenden Prüfung gewesen. Von den französischen Verbindungsofflzie- ren seien daraufhin bestimmte Anregungen gegeben worden. Nach einem Hinweis auf die geplante Einrichtung eines militärischen Sicherheitsamtes, dessen Notwendigkeit sich aus dem Besatzungsstatut ergebe, hob Ge- neral Koenig hervor, man habe sich sehr bemüht, die Besatzungskosten herabzu- setzen. Diese Bemühungen würden dureh Verzicht auf bestimmte Requisitionen und eine im Rahmen des möglichen gehaltene Herabsetzung der Besatzungskosten-Pau- schale fortgesetzt werden. Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz verankert? Neuer Entwurf des Wahlrechtsausschusses in Bonn Köln.(gn-Eig. Ber.)„Niemand dart gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere be- stimmt das Gesetz.“ Diesen Antrag der SpD hat rischen Rates in der Debatte um die Grund- rechte angenommen. Gegen die Aufnahme des Abschnittes über die Kriegsdienstver- weigerung Dr. Lehr(CDU), Dr. Becker(FD) und Prof. Dr. Heuß(FDP). einandersetzung kam es bei der Behandlung der einzelnen Absätze des Artikels 9. Mittelpunkt der Meinungsverschiedenheiten stand das Streikrecht der Beamten und An- 8 des öffentlichen Dienstes sowie es haupt fen scharf aufeinander. Mitteilung zur Kenntnis genommen, daß von Seiten der Gewerkschaften der Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes bereits ein Verzicht auf das Recht zum politischen Streik ausgesprochen worden sel. Prof. Dr. Heuß und Dr. Greve dahingehend überein, daß politi nicht verfassungsmäßig aufgefangen werde könnten. Ergebe sich ein echter Notstand, etwa die Feststellung eines ehnt werden. Jeder Verfassungszusatz mul e wirtschaftlicher Macht, so werde sich der Ar- beiter eher gegen die Verf daß er auf eine Möglichkeit, in den Aus- stand zu treten, verzichten würde. Abg. Greve erklärte, daß der Begriff„politischer 7 der Hauptausschuß des Parlamenta- in das Grundgesetz stimmten Zu einer heftigen Aus- Im blems, ob sich politische Streiks über- erbieten lassen. Die Meinungen tra- Dabei wurde eine timmten Streiks Hinarbeitens auf n Krieg, Migbrauch politischer oder ung stellen, als — der Wahlrechtausschuß nunmehr eine neue Formulierung vorgelegt, das Zusammengehen von Spb und FDP stark sichtbar wird. Der Extwurf sieht ein Wahlrecht vor, bei dem jeder Wähler die Auswahl unter den Kandidaten hat. einzelnen stehen drei Stimmen zur ver- fügung. In jedem Wahlkreis müssen sechs Abgeordnete unmittelbar gewählt werden. Der Entwurf ist eine Kombination aus Per- sönlichkeits- und Verhältniswahl. Streik“, den die SpD grundsätzlich an- erkenne, nicht gertügend differenziert wer- den könne. Er gab zu bedenken:„Wir soll- ten nichts verbieten wollen, was für uns alle morgen lebenswichtig werden kann.“ Als sich Abg. Dr. Kauffma Württemberg-Baden) anschließend noch ein- nun(CDU- mal gegen den politischen Streik wandte, stellte ihm Prof. Carlo Schmid die Frage, ob er etwa in einer Arbeitseinstellung, die gegen die Demontage beschlossen werde, auch einen jener Streiks sehe, die er ver- boten Wissen wolle. Dr. Kauffmann entgeg- nete, daß er an die Möglichkeit eines sol- chen Streiks nicht glaube, da er ihn tür außerordentlich unklug halte. Abg. Renner APD) entfaltete dann eine scharfe Attacke kür das Recht auf Streiks, auf den passiven Widerstand und- auf die Produktionshem- mung durch die Zurückhaltung der Leistung. Die Erörterung wurde mit der Maßgabe, dag der Begriff des politischen Streiks noch ein- mal genauer definiert werden soll, an den Grundsatzausschuß zurüccverwiesen. In der Frage des Wahlrechts hat in der ebenfalls Im N Der Sport berichiel: Bei der süddeutschen Oberliga gab es kür die Toto-Freunde große Ueber- raschungen. Der VfB Mühlburg schlug in Hochform die favorisierte Elf des VfR Mannheim mit 5:0, während das Mann- heimer Treffen SV Waldhof gegen FC Ri- delheim beim 3:0-Stand wegen starker Nebelbildung abgebrochen wurde. In Nürnberg mußte sich der Club mit 0:2 Schwaben Augsburg beugen, während die Offenbacher in Augsburg erneut mit 2:1 siegten und ihren Vorsprung vergrößerten. In der Landesliga mußten die Spiele ASV Feudenheim— VfR Pforzheim und SpVgg Sandhofen— VfL Neckarau eben- falls wegen Nebelbildung abgebrochen werden. Durlach schlug den 1. FC Pforz- heim mit 2:0 und Amicitia Viernheim den VfB Knielingen klar mit 6:1. Der Fußball-Jugendländerkampf Ba- den gegen Württemberg sah die Schwa- ben wieder mit 3:1 als Sieger, die auch die Geschenke des„Mannheimer Morgen“ entführten. Vor zahlreichen Gästen konnte der TSV 1846 Mannheim die Einweihung sei- ner wiederhergestellten Turnhalle vor- nehmen. Die Kunstturn-Riege des TSV 46 besiegte die Kreis-Bestenmannschaft mit 243:232,45 Punkten. a geschlagen. sident Mohammed Hatta, der am Wochen- ende nach Batavia geflogen war, um noch einmal mit den Niederländern zu verhan- deln, ist inzwischen nach der republika- nischen Hauptstadt Djogjagkarta gekehrt. die niederländischen Minister Batavia. Verhandlungen in China möglich Nanking. DENA) Der neuernannte na- tionalchinesische Ministerpräsident Dr. Sun Fo wird, wie gut unterrichtete Kreise mit- teilten, in Verhandlungen mit den chinesi- schen Kommunisten eintreten, falls es Frau Tschiang Kai Schek in Washington nicht gelingen sollte, umfangreiche amerikanische Hilfsmaßnahmen für China zu Nach dem Fall Sutschaus ziehen sich die chinesischen Regierungstruppen, kommuni- stischen Rundfunkmeldungen zufolge, zur Zeit nach Westen zurück und werden hart verfolgt. Die nationalchinesische Regierung bat am Samstag auch die Stadt Weijing, 175 Kilometer nordôöstlich Nanking, r äu- men lassen und die dort stationierten Truppen auf eine neue Verteidigungslinie zwischen Jangtschu und Taisin zurückge- zogen. Chinesische Regierungskreise erklär- ten, daß die Hauptschlacht auf beiden Sei- ten der Eisenbahn zwischen Pengpu und Susien einen für die Nationalchinesen gün- stigen Verlauf nimmt. An der Nor dfront greifen über 50 000 Kommunisten die Stadt Kalgan, nordwestlich von Peking, an. 5 erwirken. Fehlschlag in Indonesien Batavia. OENA-RETAUTER) Die in letz- ber Minute unternommenen Anstrengungen, den toten Punkt in den niederländisch-repu- blikanischen Besprechungen zu überwinde bevor die niederländische abe tion nach Den Haag zurückkehrt, sind fehl Der indonesische Ministerprä- zurück- Kurze Zeit später verließen auch Bernadotte-Plan abgelehnt Paris. DENA-REUTER) Der politische Ausschuß der Un-Vollversammlung lehnte in der Palästina-Debatte den Bernadotte- Plan in einer Punkt-für-Punkt-Abstimmung ub und übertrug alle Verantwortung für die Wiederherstellung des Friedens in Palästina einem aus drei Mitgliedern bestehenden Ver- söhungsausschuß. Der amtierende Un-Vermittler Dr. Ralph Bunche ist inzwischen nach Kairo abge- reist, um Juden und Araber dazu zu bewe- gen, die gegenwärtige Waffenruhe in einen Waftenstillstand nach den Richtlinien des Sicherheitsrates umzuwandeln. Bunche wird sich nach Amman, Haifa und Tel Aviv bege- ben. Nach zuverlässigen Berichten aus Kairo flel der Chef der Polizei Kairos, Selim Zaki Pascha einem Bombenanschlag zum Opfer, der im Verlauf von Uruhen während einer Studentendemonstration verübt wurde. Entwürfe zum Nordatlantikpakt Washington. DENA-RETUTER) Ein briti- scher Sonderbeauftragter ist mit Entwürfen für einen nordatlantischen Militärpakt zwi- schen den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg Amerikanische Staatsbeamte erklärten dazu, daß die Verhandlungen über den Pakt, An- fang dieser Woche zwischen den Botschaf- tern der westeuropäischen Mächte und Ver- tretern der USA und Kanada aufgenommen werden könnten. b Einheit der VVN bleibt gewahrt in Warhington eingetroffen. Stuttgart.(tz.-Eig.-Ber.) Auf einer außer- ordentlichen Landesdelegliertenkonferenz der 3 VN in Württemberg-Baden lehnten die Vertreter der übe N den Organisation die Beschlüsse der Partei- Vorstände der SPD und CDU ganz entschie- den ab, denen zufolge die Mitgliedschaft in der VVN und den beiden Partelen un- vereinbar sei. In einer einstimmig angenom- menen Resolution heißt es, die Verfolgten des Naziregimes erneuerten das Gelöbnis, über alle parteipolitischen, rassischen, reli- siösen und weltanschaulichen Gegensätze hinweg die Einheit der Organisation aul rechtzuerhalten.„ 11000 Mitglieder zählen- * Nr. 159 Montag, 6. Dezember 1948 4 Mane Kommentar Montag, 6. Dezember 1948 Bonn im Engpaß Keinem Volk kann man auf die Dauer seinen naturrechtlichen Anspruch auf poli- tische Selbstorganisation verweigern, es sei denn, man bekenne sich zu einem totalitären Prinzip. Das aber lehnen die Mächte des Westens, wie sie oft genug erklärt haben, ab. Zwangsläufig also wird man, wenn man nicht eine ständige Diskrepanz zwischen dem Wort und der Wirklichkeit entstehen lassen will, auch Deutschland seine eigene Staats- gewalt wieder zubilligen müssen, insbeson- dere da das deutsche Volk als Staatsvolk nie aufgehört hat zu existieren, auch nicht durch die Kapitulation. Die Zahl derjeni- gen Gruppen und Persönlichkeiten, die sich einer so folgerichtigen Ueberlegung ver- schließt, ist numerisch gering. Am stärk- sten zeigt sich der Gegenkurs wohl in Frankreich. 75 Hier sehen wir, was das deutsche Prob- lem anbetrifft, eine seltsame Mesalliance zwischen Gaullisten, Kommunisten und Schwerindustriellen, die alle in das Horn Deutsche Gefahr“ blasen. und deren Ein- ktkluß auf das politische Gespräch immerhin so bedeutsam ist, daß er ausreicht, jenen Schritt, dessen Notwendigkeit die Einsich- tigen aller Völker längst schon begriffen nmaben, immer wieder zu verzögern. Auch nin dem heutigen Frankreich weiß mar wohl, 5 daß von einer deutschen Gefahr erst dann 5 geredet werden kann, wenn die konstrukti- ven Elemente die Kräfte also, die um den Völkerfrieden, um ein neues deutsches Staatswesen, um ein Grundgesetz ringen, sich im Dschungel der Unzuständigkeit der- art aufgerieben haben, daß das Voll sich den analogen Gruppierungen zuwendet, die von Frankreich aus so bestrebt scheinen, eine Deutschlandpolitik zu verhindern, wie sie dem Empfinden etwa der französischen Mitte und amerikanischer Politiker entspre- chen würde. Ob aus einem fortgesetzten Chaos auch r * . in Deutschland wieder ein de Gaulle sicht- 8 bar würde, ob die Menschen sich in dem dumpfen Gefühl, doch nur Sklaven zu sein. *. den Lockungen der Anarchie, des Kollek- tts, cles östlichen Kommunismus länger 5 widersetzen könnten, ob in den ausbrechen- den Kämpfen nicht wieder die Herren der FTeohle, der Kanonen und der Granaten ihre 1 Stunde ahnten und„politisch“ würden— 5 alles das ist schwer zu sagen. Sicher aber 75 ist, daß eine konstruktive Deutschland- 7 politik, eine Rückgabe echter Souveräni- täten, den europhischen Kurs der deutschen Politik festigen würde und daß ein fried- lich arbeitendes Deutschland die Grund- forderung europäischer Konsolidierung ist. Diese Alternative ist so einleuchtend und für jeden Menschen, der sich mit den Ar- beitern an der Ruhr, den Bauern in Schleswig-Holstein, Rhein und den Bürgern der deutschen Städte in eine Unterhaltung einläßt. 80 deutlich auch die Erkenntnis des größten Teiles des deutschen Volkes, daß man sich t geniert, es hinzuzuschreiben. rade auch in Bonn Haben die letzten Hauptaus- schußsitzungen des Parlamentarischen Rates erwiesen, in welchem Ausmaß der Wille und die Fähigkeit zu einer sachlichen Zu- sammenarbeit bei den großen politischen Gruppierungen gewachsen sind. ö Aber wir gewahren noch eine schwer zu nehmende, außerordentlich gefährliche Hürde. Es ist das Besatzungssta- tut. Jeder sollte sich darüber im klaren sein, daß in dieser Problematik das Entwe- der Oder unserer Zukunft beschlossen liegt. Man hat sich von Seiten der Siegermächte 1945 entschieden, das deutsche Gebiet nicht aufzugliedern, das deutsche Volk nicht end- gültig zu vernichten, es nicht zu versklaven, sondern ihm eine demokratische Neuwer- dung zu gestatten und ihm hierbei auch zu helfen. Erhält das deutsche Volk, zunächst in den drei Westzonen— 80 bitter es ist, aber vom Osten können wir in diesem Zu- sammenhang jetzt noch nicht reden— nicht das Empfinden, selbstverantwortlich gestal- tend an seinem Schicksal tätig zu sein, so bleiben die Entschlüsse von 1945 nur leere Worte und das Grundgesetz eine Fiktion. Es ist eine einfache psychologische Realität: je- der Mensch macht Fehler. Hat aber nur Pflichten und keinerlei Rechte, rspürt er immer nur die Wirkung ohne Einfluß auf die Ursachen, so wird er sich hüten, sich für eigene Fehler verantwortlich zu fühlen und an allem, was scheitert, an jedem Elend, an jeder politischen Not wird in seinen Augen immer nur der Befehlende, die Besatzungs- macht schuldig sein. 0 Weiter: Niemand wird es für mög- lich halten, eine Demokratie aufzu- bauen, in der schon die Beschlüsse der un- * teren Ebene, der Stadtparlamente, der Län- daerregierungen und durch sie demokratisch angenommene Verordnungen und Gesetze, durch untergeordnete militärische Dienst- stellen aufgehoben werden können. Genau so wenig wird es möglich werden, eine wirt- schaftliche Grundlage der allgemeinen poli- tischen Situation zu schaffen, wenn jede Zone etwa bei der Art ihrer Entnahmen an- ders verfährt, so daß schließlich ein Bundes- wlrtschaftsministerlum oder ein Bundes- ſmanz ministerium aus den Mitteln des Aus- gileichs oder der Marshallhilfe ständig aus acht Ländern Subventionen für drei andere Länder zahlen müssen, in denen die Be- satzungsmacht sie absorbiert. Schon diese wenigen Gesichtspunkte zei- gen, wie unbedingt erforderlich eine Ab- grenzung der Kompetenzen zwischen der Besatzungsmacht und der„Bundesrepublik Deutschland“ ist, wenn man diese Bundes- republilc ehrlich will. So ist die Sorge durch- aus verständlich, die die Abgeordneten des rlamentarischen Rates befallen hat, seit- dem sle vernahmen, daß die Gefahr besteht, daß sie das Grundgesetz eventuell ohne Kenntnis des Besatzungsstatutes beenden en. Den Minister präsidenten war seiner- eit gesagt worden, daß man sie zu dem Statut hören werde. Seitdem sank ein Schleier über diese Vorgänge. Sie sind aber von großer Aktualität; denn, um es noch einmal zu betonen, hier werden die Würfel arüber fallen, ob es für uns eine kon- tructive Zukunft gibt. Hugo Grußen den Schiffern auf dem Große Dienste für die evangelische Kirche Landesbischof Wurm achtzig Jahre alt Von Bischof D. Dibelius GBerlim Am 7. Dezember vollendet D. Theophil Wurm, der evangelische Landesbischof von Württemberg, sein 80. Lebensjahr. Er voll- endet es recht eigentlich auf dem Höhe- punkt seiner Wirksamkeit. Denn in seinem Leben ist gerade das achte Jahrzehnt, in dem die Lebensleistung gemeinhin abzu- steigen pflegt, das bedeutendste und frucht- barste gewesen. D. Wurm war schon 50 Jahre alt, als er nach der Revolution von 1918 über die normale Tätigkeit eines schwäbischen Stadtpfarrers hinauswuchs. Er wurde in dem Württembergischen Landtag gewählt und dann auch in die obersten Sy- noden der Kirche berufen. Zehn Jahre spä- ter war er Prälat und trat dann im Jahre 1929 als 61-jähriger an die Spitze der Würt- tembergischen Kirche zunächst mit der Be- zeichnung Kirchenpräsident, dann als Lan- desbischof. Der Gang der Ereignisse stellte inn vor schwere Proben. Mit der ganzen Weitherzigkeit, die immer der Ruhm der Schwaben gewesen ist, war er zunächst ge- neigt gewesen, auch in der nationalsozia- listischen Bewegung das anzuerkennen, was darin wertvoll hätte sein können. Auch die Kirche wollte er dem Neuen nicht von vorn- herein verschlossen wissen. Sobald sich aber zeigte, was es um diese Bewegung in Wirk- lichkeit war, war für ihn das Urteil gege- ben, und er zog daraus klar und bestimmt die Konsequenzen. Zusammen mit dem bayerischen Landes- bischof Meiser stand er im Herbst 1934, als die evangelische Kirche rücksichtslos gleichgeschaltet werden sollte, wie ein Fels Eisenhower diktierte in der Brandung. Es wird in der Geschichte der evangelischen Kirche immer eine denk- würdige Erinnerung bleiben, wie diese bei- den Landesbischöfe vom„Reichsbischof“ Ab- gesetzt, in ihren Wohnungen gefangen ge- halten, von der leidenschaftlichen Anteil- nahme ihrer Gemeinden getragen, ausharr- ten, bis Hitler endlich begriff, daß der Widerstand einer Kirche mit solchen Mitteln nicht zu brechen sei, und darum den Kampf abbrach— das einzige Mal, daß sich der nationalsozialistische Staat in aller Oeffent- lichkeit für besiegt erklären mußte. Als dann im Jahre 1945 die evangelische Kirche einen neuen Anfang machen konnte, verstand es sich von selbst, daß niemand anders als er die oberste Leitung in die Hand nehmen konnte. Er wurde Vorsitzen- der des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und damit zum Repräsentanten der Gesamtfkirche nach innen und außen. In dieser Eigenschaft hat er auch weiterhin manches tapfere Wort gesprochen und ist namentlich den Bes atzungsmächten gegenüber der Anwaltseines Vol- kes geworden, wenn Dinge von ernster, sittlicher Bedeutung auf dem Spiele stan- den. Als er auf der Kirchen versammlung in Eisenach im letzten Sommer ankündigte, dag er mit dem kommenden Jahr von seinen Aemtern zurücktreten werde, um jüngeren Kräften Platz zu machen, konnte ihm der Präsident der Versammlung in bewegten Worten den vollen Dank der evangelischen Kirche für den unvergleichlichen Dienst aus- sprechen, den er in den letzten zehn Jahren geleistet. hatte.(epd) aus dem Gedächtnis Wie das Buch„Kreuzzug in Europa“ entstand Bevor General„Ike“ Eisenhower Rektor der vornehmsten amerikanischen Hochschule, der Columbia-Universität, mit ihren 37 000 Studenten und 3000 Lehrkräf- ten wurde, trat er noch einmal zu einer „großen Offensive“ an. Sein Generalstab be- stand diesmal jedoch nur aus zwei Sekre- tären, und die Armee, die er befehligte, aus Worten, insgesamt 212 000, die sich zu Zei- len, Kolonnen und schließlich zu Seiten ordneten. Sie wiederum ergaben das Buch „Kreuzzug in Europa, das jetzt in seiner ersten Auflage von 150 000 Exempla- ren erschienen ist und darüber hinaus von mehr als hundert großen Zeitungen in zwölf Ländern veröffentlicht wird. Das bedeutet, daß Eisenhowers Erinnerungen am Ende dieses Jahres in 1,5 Millionen Exemplaren herausgebracht und von rund 75 Millionen gelesen sein werden. Das ist ein Erfolg, den in dieser Frist bisher wohl kaum ein Buch erreichen konnte. Die Geschichte der Entstehung des „Kreuzzuges in Europa“ ist nicht weniger interessant als das Buch selbst. Es wurde von der ersten bis zur letzten Zeile in einem Tempo diktiert, das einem Blitzfeldzug glich und fast zum körperlichen und geistigen Verschleib zwar nicht des Verfassers, wohl aber seiner Sekretäre führte. Der erste Teil— er umfaßt 60 000 Worte— entstand bereits 1942 in Gibraltar, Wo Eisenhower auf die Gelegenheit zum Sprung nach Nord- afrika wartete. Als er nach dem Kriege sei- nen Posten als Oberbefehlshaber nieder- legen konnte, begann er den zweiten Teil: vier Schritte vom Fenster zum Schreibtiseh, zwei Schritte zur Tür, dann wieder zurück zum Schreibtisch und Fenster. Diese zwölf Schritte waren der Weg, den er wochen- und monatelang täglich um neun Uhr be- gann und nicht vor sechszehn Uhr beendete, bis die 212 000 Worte niedergeschrieben, korrigiert und nochmals korrigiert waren. Am erstaunlichsten jedoch ist, daß Eisen- hower seine Erinnerungen fast vollständig aus dem Gedächtnis rekonstruiert hat. Die einzigen Hilfsmittel, zu denen er hin und Werner v. d. Scholenburg wieder Zuflucht nahm, waren einige Land- karten, etliche Briefbündel und Kopien von Armeebefehlen, dann und wann auch einige Notizen. Alles übrige gestaltete er aus dem Gedächtnis, das pausenlos wie ein Präzi- sionsuhrwerk funktionierte. Auch in der Arbeitsweise unterschied sich Eisenhower von anderen Autoren. Wäh- rend er dem einen Stenographen diktierte, verbesserte er in dem Manuskript, das der zweite übertrug, die sprachliche Ausfor- mung, indem er seinen Spaziergang sekun- denweise unterbrach und diesem zweiten Sekretär über die Schulter sah. Dabei ver- gal er aber keineswegs, sein Diktat fort- zusetzen. Eine Unterbrechung gab es nur zur Lunchzeit, vor der sich täglich die glei- che Episode abspielte, indem der General sagte:„So, Jungens, wie wäre es, wenn wir jetzt eine kleine Pause machten und uns ein paar Sandwiches bringen ließen?“ Die„Jungens“ antworteten jeden Tag gleichartig und gleich erfreut, sie seien mit diesem Vorschlag durchaus einverstanden. Also klingelte Eisenhower nach dem Diener, der sich jedoch keineswegs auf die Liefe- rung von Sandwiches eingerichtet zeigte, son- dern mitteilte, Mrs. Eisenhower wäre er- kreut, wenn sie ihren, Mann und seine Mit- arbeiter zum Lunch im Speisezimmer be- grüßen könnte. Also zogen sie zu dritt los, der General an der Spitze, begrüßten die Hausfrau und nahmen am Tisch Platz, wo- bei„Ike“ regelmäßig sagte:„So, nun wollen wir aber einfahren und keinen Augenblict an das Buch denken! Gesegnete Mahlzeit!“ Einige Augenblicke später war ein leb- haftes Gespräch im Gange. Es drehte sich in der Hauptsache um den„Kreuzzug in Europa“! Das Buch zeigt eine besondere Eigenart. Obwohl es ein Memoirenwerk ist, wird man nur selten auf das Wort„ich“ stoßen. Eisen- hower hat es umgangen, wo er nur konnte. Im Vordergrund stehen die Planung und die Durchführung politischer und militärischer Maßnahmen. a Es braucht wohl nicht besonders erwähnt Sletenils uud Vullli ſ ana ci, 3. Fortsetzung Der Nachbar, Don Pedro, gehörte einer großen Familie von Vicenza an; er War sportlich gekleidet, trug die abgeschos- senen Singvögel aufgereiht in den Schlingen seiner Jagdtasche und kommandierte einen scheuen Hund. Der Gräfin brachte er in lebendigen Worten sein Huldigung dar; er überhörte die Ablehnung meiner Gastgebe- rin, und so mußte sich Artemis zu einer Unterhaltung entschließen. Wir tranken ein paar Gläser Wein am Steintisch unter der Zypressengruppe; Don Pedro erkundigte sich mit leuchtenden Au- gen nach dem Ergehen des Grafen und be- gann dessen Vorzüge ausführlich ins Licht zu rücken. Es entging mir nicht, daß Ar- temis unter Don Pedros Schilderungen sichtlich litt; und so war ich nicht erstaunt, daß sie sich bald empfahl mit der Begrün- dung, sie habe ihren Besuch beim Pfarrer anmelden lassen. Mein Angebot, sie im Wagen ins Dorf zu bringen, lehnte sie höf- lich ab; sie werde die kurzen Gartenwege hinuntersteigen und die Gelegenheit benut- zen, einen Blick auf die Frühbeete zu wer- fen. Ich sah sie zum erstenmal gehen; ihr Gang war fein, ein wenig unsicher, aber von einem besonderen Reiz. Sie tastete sich über die Erde hinweg. „Was für eine schöne Frau!“ murmelte Don Pedro ihr nachsehend, während er sich auf dem Binsenstuhl langstreckte, die Beine übereinanderschlug und sich eine Zigarette entzündete.„Kennen Sie sich schon lange?“ „Etwa ein 1 log ich.„Ich habe das Paar bei einer Ausstellung kennengelernt. Die beiden gefielen mir sofort.“ Ich schenkte die Gläser voll und nahm mir aus meinem Etui eine Zigarette. Don Pedro musterte das Etui kritisch; als er sah, daß es aus Gold war, entschuldigte er sich lebhaft, Mit Genehmigung des R. Piper- Verlags in Mönchen en er mir keine Zigarette angeboten nätte. „Ja“, fuhr er fort,„es sind liebe Freunde. Antonio ist ein Mann von Welt mit reizen- den Launen, die wir von jeher geehrt ha- ben. Natürlich hat er früher manches er- lebt, haha, aber das haben wir ja alle. Im Anfang mochte seine Vergangenheit noch ihre Schatten auf die Ehe werfen; aber die- ser Uebergang ist längst vorbei, und heute sind die beiden glücklich und zufrieden. Schade nur, daß sie keine Kinder haben.“ „Der Graf ist für mich immer das Vor- bild des eleganten Mannes gewesen“, hakte ich ein und erwarb damit die volle Zu- stimmung meines Partners. „Sonst hätte er ja auch die reizende Ar- temis Trecastelli nie erwischt; um die und ihre Millionen rissen sich die Männer. An- tonio hat das Rennen gemacht, eben durch seine Eleganz, obgleich er zwanzig Jahre älter ist als seine Frau.“ ch lächelte gesellschaftlich und fuhr mit listigem Blick fort:„Was war denn eigentlich für eine Geschichte mit ihm und A. „Zedroni“, fügte Don Pedro hinzu, zu- krieden, wie er glaubte, meinem Gedächtnis beistehen zu können,„ja, die Sache war merkwürdig, trotzdem ich glaube, daß das meiste, was darüber geredet wird, Klatsch ist. Es wurde sogar behauptet, er habe dem Mann der Zedroni die Hälfte seines Ver- mögens geboten, wenn Zedroni ihm seine Frau abträte.“ 5 8eln es Vermögens?“ Don Pedro zuckte die Achseln.„Nun ja, eigentlich war es wohl das seiner Frau.“ zu werden, daß der Verleger für das Buch eines so prominenten Verfassers einen gro- Ben Reklamefeldzug unternahm. Allein die Vorankündigungen umfaßten über 200 Meter Anzeigenspalten, über 1400 Riesenplakate für den Buchhandel und mehr als 2000 Grammophonscheiben mit der Ansprache Eisenhowers am Victory Day. In den Län- dern, die ebenfalls eine Ausgabe vorbereiten, Die„Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947“ hat in Düsseldorf mit einer Reihe von Referaten berufener Fachleute zu den wirtschaftspolitischen Problemen unserer Zeit im allgemeinen und denen Deutsch- lands im besonderen Stellung genommen. Die rheinische Metropole wurde mit Absicht dieses Mal als Tagungsort gewählt, um, wie der Initiator und„spiritus rector“ der Ge- sellschaft, der ehemalige preußische Finanz- minister Dr. Otto Klepper, erklärte, die den„modernen“ Gedankengängen der„Wi- pog“ noch sehr reserviert gegenüberstehende Industrie von Rhein und Ruhr zu gewinnen und zu überzeugen. Von außen gesehen zumindest war der Erfolg mehr als erfreulich, denn der gewiß nicht kleine Saal des Kolpinghauses faßte kaum die teilweise von weither gekomme- nen Zuhörer, die, wie bei der vorhergegan- genen Frankfurter Tagung, zu den Menschen gehören mögen, die sich über die Erschei- nungen und Nöte unserer Zeit mehr als nur die Gedanken der ewig unzufriedenen Querulanten machen. Fernab aller demago- gischer Schlagworte und Parteireden, frei von doktrinärer Fesselung und nur von der Vernunft geleitet, wurde hier sachlich nach der Wurzel des Uebels gesucht und ein Problem beleuchtet, das ein Weltpro- blem ist und das man das Problem der Speisung der Fünftausend nennen könnte. Denn dieses Problem, nämlich, eine Menge von einer viel zu geringen Masse von Produktionsgütern leben zu lassen. War, mehr oder weniger deutlich ausgesprochen, das Leitmotiv aller Vorträge, ob nun Dr. Klepper selbst die Konzeption der Gesell- schaft in seiner ruhigen, prägnanten, sach- lichen, aber doch zu Herzen gehenden Weise umriß oder ob der Mainzer Dr. Sam- haber in Vertretung des erkrankten Pro- fessors Dr. Walter über die„Entfesse- lung der deutschen Produktion“ sprach und die fundamentalen Strukturänderungen der Weltwirtschaft seit zehn Jahren aufzeich- nete, als deren Charakteristikum die noch auf lange Zeit unmögliche Befriedigung aller Bedürfnisse— nicht nur in Deutsch- land, sondern allüberall in der Welt— fest- zustellen ist. Das Problem der fünf Brote be- herrschte auch in noch stärkerem Maße den Vortrag Dr. Hugo Richarz,(Stuttgart), über die Beziehungen von„Landwirtschaft und Industrie im Rahmen einer neuen Wirt- schaftspolitik“, mit denen er den„privile- gierten Irrtümern“, die diese Wechselbe- ziehungen erschweren, zu Leibe rückte. Und schließlich war das letzte, sehr temperamen- voll vorgetragene Refarat„Sozialprodukt und Arbeiter“, gehalten von Dr. Curt Pentzlin, Hannover), im gleichen Geiste durchdrungen von der Sorge, die immer Wieder begangenen Fehler der Lohn- politik in Zukunft zu vermeiden, um die Arbeiter,„die besten Kunden des Unternehmers“, in den Genuß hoher Real- löhne und damit die Allgemeinheit in den Genuß eines höheren Sozialproduktes ge- langen zu lassen. 5 Deutschland— das war das Fazit dieser äußerst instruktiven Tagung nicht allein die schmerzhaften Wehen einer neuen Epoche der Wirtschaftsgeschichte, wie der Geschichte der menschlichen Gesellschaft überhaupt. Was bei uns durch die Diktatur, den Krieg, die Niederlage, die Zerstörung und die Besetzung ins Maglose verzerrt und Don Pedro hob den Zeigefinger und zog die Augenbrauen hoch. „Doch, doch! Er wollte die Ehe mit Ar- temis für nichtig erklären lassen. Seine Anwälte haben ihm davon abgeraten. Es war auch klüger so.“ „Sehr weise von den Anwälten. Weiß die Gräfin eigentlich davon?“ Erschrocken riß Pedro die Augen auf. „Nur nicht! Sie weiß nichts. Nein— diese Sache ist ja auch längst begraben und ver- gessen. Im Gegenteil, Artemis hat ihren Mann, als er im Herbst schwer erkrankt war, rührend gepflegt— nein, von dieser Sache hat sie keine Ahnung. Die beiden sind sehr glücklich, und das ist ja gut so.“ „Und die Zedroni?“ „Antonio hat sie billiger abgefunden.“ Der Jäger wischte mit der Hand durch die uft. „Mit dem Geld seiner Gattin.“ Ich sah den Nachbarn fragend an; der aber riß die Augenbrauen hoch, streckte die Hände nach den Seiten aus und zuckte mit den Achseln. Nach allem, was ich heute erlebt hatte, konnte ich mich freilich der Ansicht Don Pedros nicht anschließen. Ganz im Gegen- teil war ich der Ueberzeugung, daß Artemis diese traurige Geschichte, die zwar in der großen Welt Italiens nicht veremzelt da- steht, von Anfang bis zu Ende kannte, und daß ihre Flucht ins Ziellose eng damit zu- sammenhing. Aber weshalb sah sie denn vor- und nachmittags so ängstlich in die Zeitungen? Weshalb, wollte sie weiter— hinein ins Ziellose? Nur ließ ich Don Pedro von dieser meiner Neugierde nichts merken, sondern wischte, da ich genug erfahren hatte und kaum mehr erfahren würde, die Unterhaltung vom Tisch. Von nun an sprach ich mit Don Pedro über die Jagd und die Geschichte seiner Familie, bis er sich ver- bindlich empfahl und mir noch im Weg- gehen eine Zigarette anbot. Ich dunkte und begab mich in das Haus. Die Alte führte mich in das Wohnzimmer ihrer Herrin. Anna, so hieß die Amme, war glücklich ein paar Worte sprechen zu Ich nickte und antwortete, obgleich mir können. Zunächst jedoch, musterte sie mich das alles neu war:„Aebnliches habe ich auch gehört. Aber was sollte dann mit Artemis geschehen? Ich kann mir nicht denken, das. schweigend, in einer Mischung von Zurück- haltung und Neugier. Dann schob sie, das graue Haupt vor, sah mich aus plitzenden Augen an und begann halblaut zu reden, weil die politik die Wirtschaft beherrscht“ Diskussion der„Wirtschaftspolitischen Gesellschaft“ vor der Ruhrindustrie Von unserem nach Düsseldorf entsandten n.h.-Redaktionsmitglied verspürt noch immer gekreuzt auf ihrem Leib. wird auch nicht mit Reklame gespart. Dieser Aufwand erklärt zu einem Teil den Riesen- erfolg des Buches. Den Löwenanteil kann je- doch sein Verfasser beanspruchen, da nie- mand so gründlich über die Planung, den Verlauf und das Ziel des„ 5 Huropa“, der den Krieg entschied, unterrich- 2 konnte wie eben Eisenhower. 2 Wunelm Liske erscheint in überdimensional zutage tritt. a Form in der mehr oder weniger deutlicher 0 ganzen Welt und hat die Theorien un Prophezeihungen der herrschenden Wirt- schaftspolitiker wieder einmal ad absurdum geführt. Und wieder einmal ist die Gefahr riesengroß geworden, weil die Polit ix die Wirtschaft und nicht die Wirt- schaft die Politik beherrscht. Will die Pfalz zu Bayern? Ludwigshafen.(Eig.-Ber.) Nach der Un- ter zeichnung durch Persönlichkeiten des öfkenlichen Lebens, der Wirtschaft und der Industrie der Pfalz wurde der Oeffentlich- keit eine Entschliegung Übergeben, die 20 der Frage der Neuordnung der Länder- grenzen Stellung nimmt.„Seit Wochen werden für die Pfalz organisatorische An- regungen verschiedener Gestalt gegeben heißt es darin. Diesen Anregungen ist zweierlei gemeinsam: Sie wissen nichts 9 geschichtlichen Gegebenheiten, und sie über- sehen, daß der Großteil der pfälzischen Be- völkerung nichts mehr und nichts anderes wünscht, als im Zuge der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts die im drit- ten Reich unterbrochene organische Ver- bindung der Pfalz mit Bayern wie- derhergestellt zu sehen. N In diesem Sinne hat sich ein Kreis von Persönlichkeiten zusammengefunden, die sich ohne Rücksicht auf Konfessionellen Standpunkt, parteipolitische Zugehörigkeit und wirtschaftliche Bindung auch unter den gegebenen Umständen an die jahrhunderte alte Zusammengehörigkeit mit Bayern er- innern. Entgegen den abwegigen Argumen ten anderer Richtungen sind es nicht zum geringsten wirtschaftliche Erwägungen, die wohlverstandenen Interessen der Pfalz zul bayerischen Lösung drängen. Eingebettet in ein gesamtdeutsches Wirtschaftsgebiet, 50 schließt die Resolution, in dem es weder markt- noch verkehrspolitische Schranken gibt, findet die geschwächte Pfalz an der unverbraucht gesunden Wirtschafts- und Finanzkraft Baverns stärkeren und zuver- lässigeren Rücchalt als sonst irgendwo. Die Entschließung wurde unterzeichnet u. a. von: Justizrat Dr. Barlet, Oberamt- mann Dissinger, Reg.-Rat Jäger(alle Lud- wigshafen). Gewerkschaftssekretär Gable, Prof. Dr. Schätzlein(Neustadt a. d. H). Ob. Reg.-Rat a. D. Clemens, Reg.-Dir. Schneller, Dekan Wien(Speyer). SPb versagt der Besatzung die Mitarbeit Ke Hamburg,(AP). Die SPD und die Ge- werkschaften in Schleswig-Holstein werden künftig der britischen Militärregierung ihre Mitarbeit versagen. Das gab der Vorsitzende der SPD, Andreas Gay k,. in einer Sonder- sitzung des Landtags von Schleswig-Hol- stein am Sonntag bekannt. Den Anlaß 2u dieser Haltung der SPD und der Gewerk. schaften, in deren Namen Gayk ebenfalls sprach, ist die für Dienstag geplante Zer- störung der Gebäude in der früheren Tor- pedo-Versuchsanstalt in Eckernförde. Spiecker Zentrumsvorsitzender i Essen, DENA). Der Parteitag des Zen trums wählte Dr. Karl Spiecker, Mi- nister ohne Geschäftsbereich in Nordrhein“ Westfalen, mit 98 von 165 abgegebenen Stimmen zum ersten Vorsitzenden des Zen- trums. Der bisherige erste Vorsitzende Jo- hannes Brockmann erhielt 41 Stimmen. — während mir die Erzählungen Don Len durch den Kopf gingen. Mein Blick glit über das Porträt des Grafen, und als Maler suchte ich in den Zügen eine Andeutung jener trüben Leidenschaften zu faden, welche den Venezianer qualvoll Überfal- len haben mochten. Ich gestehe, daß 175 mich bald meiner eigenen Neugier zu scha men begann; aber ich war durch den 225 fall in eine abwügige Welt gelangt, und 10 war mein Recht, mir wenigstens Klarhe! zu schaffen über die Ereignisse, in welche ich schuldlos hineingeraten war. Anna hatte meinen Blick aufgefangen, und unterbrach ihre gleichförmige Rede, Sie wies, ohne die Hände zu bewegen, aut das Bild und sagte verächtlich:„Ja, dal“ Als ich vor mich hinschwieg. sprach sie erregt auf mich ein:„Er hat sie blutig 110 schlagen. hier im Zimmer. n als ich später half und ihr die blutige Stirt. abwusch, hat sie gejammert: Weg, 2 und hat auf das schöne Bild dort ee N und gesagt: Ich will nach Griechenland, nach Griechenland.“ 8 Langsam wandte ich den Blick der ten zu. N „Wegen der Zedroni?“ „Natürlich wegen der Zedroni. Er hatte die Person mit hierher gebracht und vet Artemis verlangt, sie solle die Zedroni be sich empfangen. Und ihren dicken Mann dazu. Und da hat die Gräfin gesagt: In mein Haus kommt das Gesindel nicht. Dr mußten die beiden im Porfe wWwohnen, aber der Graf hat seine Frau blutig geschlagen. „Wie konnte er das?“ 6 Die Alte lachte verächtlich.. Wie solch Männer sind! Er wollte sich vor der 8 droni als Held zeigen und ihre Ehre ret- ten. Daher schlug er seine Frau urzie Nach einer Weile führ sie raunend fort „Die Menschen sagen, der Graf sei zutis, weil er das Geld seiner Frau mit vollen Händen ausstreut. Mit enderer Leute(iel 4 ist es leicht, gütig zu sein. Zudem ist der Graf gar nicht gütig. Im Gegenteil; N ö so einer einmal nicht mehr ein noch als weiß, dann wird er brutal.“ Sie warf 3 Blick vol von Haß auf des Bild des Graten, zog ihren Mund breit und ging, eim Worte murmelnd, davon. Die Hände lagen Kreuzzuges in 1. 5 5 5 2 Zzuletz schone klärte Einzel Spart. regula Ueb Schy En; Sachs- mit 8 Manns In sichtli. Schnell Schwe diesme Satz ul vorbilc War eg Und zu Freude denn 1 Rechts der 21. gar in Fottne Schwe Spielte währte bejube fer flar Straus ein. 11 ging d Sch. zeit gl nute Flanke nerisch Lotz A. kreien Ball u Münch Zwelkel mer w 1. 159 Dieser iesen- un je- à nie- „ den ges in rrich- Liske “* trie int in in der 1 und Wirt- urdum Jef ahr litik Wirt- — Satz und Nr. 155/ Montag, 29. November 1948 131 N Seite 8 e Der Vorsprung der Oflenbucher Kickers betrügt jetzt 8 Punkie Vis Münlburg in Hochiorm Die Spiele der Oberliga Bis auf das Spiel SV Waldhof— Fo Rö delheim konnten al Spiele programmäßig durchgeführt werdefl. Es gab zwei ganz große Ueberraschungen: Mühlburg schlug den Vn Mannheim 5:0 und Schweinfurt 0 1860 München 3:6 geschlagen nach ause. Der SV Waldhof stand gegen Fo Rödel- heim vor einem sicheren Sieg, als das Spiel Wegen des immer stärker werdenden Nebels abgebrochen werden mußte. Der VfR Mannheim trat in Karlsruhe gegen den VfB Mühlburg an und wurde dort 9:5 Klar besiegt und konnte trotzdem den . 5 halten. Mühlburg rückte auf die . Stelle. Der 1. Fo Nürnberg erlitt auf eigenem Platz gegen Schwaben Augsburg eine 0.2. Niederlage und bleibt weiterhin abgeschla- zen auf dem 13. Platz. Die Schwaben rück- ben eine Stelle vor. Der BO Augsburg wurde zu Hause vom Tabellenführer Kickers Offenbach knapp 1:2 besiegt. Die Offenbacher vergrößerten ihren Vorsprung auf 8 Punkte. Der BC Augs- burg blieb an drittletzter Stelle. ViB Stuttgart konnte Bayern München knapp 2:1 schlagen. Beide Vereine behiel- ten ihre Tabellenplät- Eintracht Lrankfurt und Stuttgarter Kik- kers trennten sich torlos. Die Kickers ka- men durch diesen Punktgewinn auf den 8. Platz, während Eintracht trotz dieses Ge- winns einen Platz zurückfiel. Die Spiele um 12. Dezember VfR Mannheim— BOC Augsburg 1. FC Nürnberg— Ulm 13846 Bayern Mür en— Offenbacher Kickers FC Rödelheim— VfB Stuttgart Stuttgarter Kickers— Schweinfurt 05 SV Waldhof, Eintracht Frankfurt. FSV Frankfurt und VfB Mühlburg spielfrei. Trotz der sichtlichen Erstarkung des BC Augsburg, der in früheren Jahren ge- gen den VfR Mannheim schon ausge- zeichnete Spiele geliefert hat, muß be- stimmt mit einem Sieg der Mannheimer ge- rechnet werden. Der 1. FC Nürnberg empfängt den Tabellenletzten UIm 1846. Im letzten Jahr gewann der„Club“ beide Spiele ganz klar und ohne Mühe. In diesem Jahr dürfte der Sieg schon etwas Mühe kosten, wenn auch an dem Sieg der Nürnberger kaum zu zwei- feln ist. daß sie spielen können, zeigte der 7:1-Sieg gegen St. Pauli. Eine weitere Belastungsprobe haben die Offtenbacher Kickers bei Bayern München zu bestehen. Offenbach wird es nicht leicht haben, beide Punkte an sich zu bringen, es ist eher damit zu rechnen, daf es zu einer Punkteteilung kommt. Die Stuttgarter Kickers treten gegen Schweinfurt 05 an, die sie in der vergangenen Spielzeit in beiden Spielen be- siegen konnte. Auch diesmal kann mit einem Sieg der Stuttgarter gerechnet werden Vier Vereine pausieren diesmal. Waldhol-Rödelheim wegen Nebel bei 3:0 dbgebrochen SV Waldhof— 1. Fe Rödelheim 3:0(2:0) (abgebr.) (W. L.) Am Anfang ging noch alles gut. Die Nebelschwaden bewegten sich noch in höheren Regionen, sogar die Sonne machte den schüchternen Versuch, durchzubrechen, als Schiedsrichter Horn sein„Abfahrts- zeichen“ gab. Erfreulicherweise punkt 14 Uhr). Die erste Chance hatte Rödelheim. als sich Schmidt gegen Rendler gut durch- setzte, Vetter aber den schwachen Roller halten konnte. Im Gegenzug wurde gleich Sand beschäftigt. ö 2 unten— 85 5 2 abe, 7 8 In der 20. Minute kam eine Flanke von Siffling gut in den Strafraum, doch seine Mitspieler hatten sich im Nebel ver- krümelt. Dann, wurde es Herbold zu bunt, er nahm eine Vorlage von Siffling auf, schoß kräftig drauflos, Sand warf sich zu spät und schon stand es 1:0. Auch Schieth wollte es ganz genau wissen, als er drei Waldhofspieler umspielte, dann aber noch Schöppler vor sich sah, der sich ihm in den Weg stellte, und nur ins Ge- lände traf. Eine Minute vor der Pause holte sich Lipponer an der Mittellinie den Ball, 20g allein los und erzielte den 2. Treffer. Ohne Schnaufeinlage ging es weiter. Der 1 wurde immer dichter, die Torstangen Waren nur als Strich zu erkennen, ab und zu tauchten einige Gestalten sichtbar auf, dann gab es am linken Tor Gebrüll. Da mußte etwas geschehen sein. Es war auch etwas geschehen. Hölzer kam stolz zum Anspiel und er- klärte, daß er soeben das 3. Tor er- 8 a zielt habe. Rödelheims Torwart reklamierte, es sei un- möglich weiterzuspielen, er würde(trotz rille) nichts mehr sehen. Der Schiedsrich- er veranlagte das einzig Richtige, was er schon lange vorher hätte tun sollen, nicht zuletzt. um die Gesundheit der Spieler zu kinonen, bat die Spieler zur Mitte und er- Einbte, in der 65. Minute das Ende. Eine Spass kritik sei uns„wegen Nebel“ er- 3 Es schien nur, als hätte Waldhof auch esulär glatt gewonnen. Ueberraschung in Schweinfurt Schweinfurt 905— 1860 München 6:3(3:2) Englischer Nebel lag über dem will- 8 Stadion, als Müller- Griesheim das 5 Pannung erwartete Spiel der beiden in chatten vor 6000 Zuschauern anpfiff. eichll 25 zweiten Halbzeit ließ der Nebel sehnell nach, sodaß alle Zuschauer noch ein * N. Spiel zu sehen bekamen. Die 55 Einkurter Mannschaft übertraf sich mal selbst und kämpfte mit einem Ein- vorbildil einer Begelsetrung, die schlechthin dee ich Waren. In der 13. Minute bereits — 5 Tote, der einer Steilvorlage nachjagte e 10 tür Schweinfurt einschoß. Die . 2 über dieses Tor währte nicht lange, enn der 17. Minute konnte Münchens 2 außen Sommer II ausgleichen. In r. ute gelang den Münchenern so- Fottne ührung zu gehen. Der Halblinke 8 9875 der glückliche Torschütze. splelt aaturt kämpfte unverdrossen weiter, 2 andauernd überlegen, aber trotzdem N 5 5 bis zur 35. Minute, als endlich der ter fla 75 Aussgleichstreffer fiel, Molli Kup- N te vor das Münchener Tor, Torwart 888 8 den Ball ab und Gorski schoß 50 9 nute vor Schluß der ersten Halbzeit 8 Schweinfurt erneut in Führung. 3 Weinfurt legte in der zweiten Halb- 2 leich elanvoll los, und in der 53. Mi- an es wiederum Meusel. der eine nes e von Gorski mit dem Kopf ins geg- 5 Tor lenkte. In der 37. Minute war treie am Ball, gab eme Steilvorlage in den Ball Raum, Gorski erspurtete sich den 3 schoß kür Straus unhaltbar ein. iN schien rettungsld geschlagen. ver- 3 e aber nicht, sondern versuchte im- der wieder System in sein Spiel zu brin- Schlienz, zu sehen. gen. In der 61. Minute konnte Kupfer, auf der Torlinie stehend, ein sicheres Tor ver- hüten, aber gegen einen Strafstoß Jandas in der 62. Minute war Kaeser machtlos, so daß es 5:3 hieß. Schweinfurt verlegte sich auf Halten des Resultats, sah dann aber in der 75. Minute ein, daß ein guter Angriff die beste Verteidigung ist, und wieder roll- ten Angriffe aufs Münchener Tor. In der 80. Minute kam eine Vorlage von Lotz zu Molli Kupfer, der direkt flankte, so daß Meusel zum 6:3 einköpfen konnte. Schlienz in alter Form VfB Stuttgart— Bayern München 2:1 16 000 waren zum Neckarstadion gezogen, um erstmalig wieder den Liebling der Stuttgarter Fußballgemeinde, den Torschüt- zenkönig der letzten Saison, Robert Seine Verletzung gestattete ihm, entgegen Anraten der Arzte, doch schon ein Mitwirken. Er hat sich wie- der glänzend in die Fünferreihe der Wasen- Leute eingefügt. Es war so, daß der VfB fast die ganze Halbzeit hindurch auf das Bayern-Tor spielte, doch stand in Schmalz ein Torhüter von Format zwischen den Pfosten, der einfach unüberwindlich war. An beiden Toren ist er vollkommen schuld- los, zumal das letzte ein Elfmeter(Herber- ger) war. Der VfB drückte die Bayern während der ersten Hälfte des Spielge- schehens ganz in ihre Hälfte zurück, und nur der glänzend aufgelegten Verteidigung der Münchener Rothosen war es zu verdanken, daß nicht mehr Tore geschossen wurden. Es wurde wieder wahr, was man dem VfB schon immer nachsagte: Er wächst mit der Größe seiner Gegner, und wir haben die Fünferreihe schon lange nicht mehr so ef- ſektvoll, so schnell und so schön für das Auge durcheinanderwirbeln sehen. Ein torloses Spiel in Frankfurt Eintracht Frankfurt · Stuttgarter Kickers 0.0 Soweit es der dichte Nebel erkennen ließ, gehörte die erste Halbzeit den Stuttgartern. 22 uncl Tabellen Süd-Oberliga SV Waldhof— Fe Rödelheim 3:0 abgebr. ViB Mühlburg— VfR Mannheim 5ꝛ0 1. FC Nürnberg— Schwaben Augsburg 0:2 BC Augsburg— Offenbacher Kickers 1:2 Schweinfurt 05— 1860 München 6·3 Vi Stuttgart— Bayern München 21 Eintracht Frankfurt— Stuttgarter Kick. 0:0 Sp. gw. un. vl. Tore Pkt. Kickers Offenbach 12 10 2 0 3279 22:2 1800 München 12 6 2 4 23:20 14:10 VfR Mannheim 12 5 4 15:18 14:10 Bayern München II 4 4 24:21 12:10 VfB Stuttgart o FC 05 Schweinfurt 12 5 3 4 2218 13211 Schwab. Augsburg 10 5 2 3 1311 12:8 Stuttgarter Kick. 11 3 55 3 21:17 1111 VfB Mühlburg 11 3 5 3 22:18 11:11 SV Waldhof 11 4 3 4 19 18 1111 Eintr. Frankfurt 12 4 3 5 14:15 11:13 Fs V Frankfur 11 4 2 5 18:19 10:12 1. FC Nürnberg 11 3 3 5 1721 9:13 BO Augsburg 11 3 1.7 22 7216 FC Rödelheim 11 2 2 7 13:28 6:16 TSG 46 Ulm lee dee en Französische Zonenliga Gruppe Nord Phönix Ludwigshafen— Eintracht Trier 1:0 Neuendorf— Mainz 05 31 Weisenau— Kaiserslautern 06 Wormatia Worms— Gonsenheim 9:1 Anderach— Oppau 04 Trier— VfL Neustadt ausgefallen Sp. gew. un. vl. Tore Pkt. 1. FC Kaiserslautern 11 10 1— 72:9 21:1 Wormatia Worms 11 8 3— 34:10 19:3 Neuendorf 10 8— 2 27:4 16:4 VfL Neustadt 10 6 1 83 18:17 13:7 FK Pirmasens 10 6— 4 28:19 12:8 Thön. Ludwigshafen 11 3 5 3 13:16 11:11 Eintracht Trier 9% 5— 4 18:24 10:8 FSV Mainz„10 3 3 4 15:23 9:11 Spygg Weisenau 11 3 1 7 21:35 7:15 ASV Oppau EFF SpVgg Andernach 11 1 3. 7 12:31 3:17 Trier-Kürenz 11 12 8 8:29 4:18 SV Gonsenheim 10— 3 8 8239 2:18 9 Ihre Angriffe waren jedoch zu engmaschis angelegt, um die starke Abwehr der Ein- tracht überwinden zu könnnen. Nur Dreher gelang es immer wieder Adam Schmitt zu überspielen, so daß dieser zu unfairen Met- hoden überging. Sossna fabrizierte manche gefährliche Durchbrüche, sein Gegenspieler der Neuling Nees, konnte aber das Aergst. vermeiden. In der zweiten Spielhälfte verzog sich der Nebel etwas. Man sah jetzt zuerst die kärgliche Leistung des Schiedsrichters Kar- ger aus Wasserburg, der nicht unparteiisch war, Strafstöße aber mit konstanter Bos- heit für die falsche Mannschaft gab. Dann gab es drei klare Torchancen für die Stutt- garter, aber einmal konnte Nees den Ball auf der Linie eben noch wegschlagen, einma! warf sich Henig Sossna auf das schußbereite Bein, und einmal schoß Dreher— allein vor dem Tor— zwei Meter daneben. Trotzdem hatte die Eintracht in der zwei- ten Hälfte mehr vom Splel, wenn es auch ihrem Sturm nicht gelang, klare Torgelegen- heiten herauszuarbeiten. Das lag vor allem an der mangelhaften Leistung von Bardorf und Giller und an dem vorzüglichen Ab- wehrspiel des Stuttgarter Mittelläufers Bau- mann. Wohl hörte man ab und zu Tor- Rufe durch den Nebel schallen, vermißte aber das nach Toren übliche Anspielen —— Ringen— Oberliga ASV Feudenheim— KSV Wiesental SpVgg Ketsch— Eiche Sandhofen 1884 Mannheim— Germania Bruchsal ASV Lampertheim— 98 Brötzingen Landesliga A0 Germ. Rohrbach— Sd Hemsbach ASV Heidelberg— SpVgg. Germ. Karls. ASV Grötzingen— AC G. Zlegelhausen ASV Ladenburg— ASV Eppelheim Um die Mannschaftsnieisterschaft im Boxen KSV 84 besiegt MSG Weinheim— Langensteinbach * 52 32 3: 3: * 3: 52 5: 4: 3 14:0 11:5 . Gruppe Süd Villingen— Offenburg 0˙0 Rastatt— Schwenningen 5˙0 Friedrichshafen— Hiberach 23 Konstanz— Singen 1:0 Sp. gw. un. vl. Tore Pkt. Tübingen 11 5 4 2 16:11 14:3 Julingen 5 11 5 4 2 16:11 14:8 Fortuna Freiburg 11 5 3 3 23:15 13:9 SV Rastatt 10 5 2 3 28:21 12:8 Schwenningen 11 4 4 3 13:13 12:10 Reutlingen 9 4 3 2 1029 11:7 Eintracht Singen 10 3 4 3 12:8 10:10 Friedrichshafen 11 4 2 5 19:24 10:12 VfL Freiburg 11 3 2 6 12:21 8514 SpVgg. Biberach 10 2 3 5 13:22 713 VIiL. Konstanz 9 2 2 5 11:18 6212 SV Offenburg 10 1 4 3 10:15 86:14 Oberliga West RW Essen— Schalke 04 1:1 Fortuna Düsseldorf Hamborn 02 3:2 RW Oberhausen— Borussia Dortmund 273 Horst-Emscher— Katernberg 011 Vohwinkel— Erkenschwick 6˙3 Preußen Münster— Alemannia Aachen 1:1 Sp. gw. un. vl. Tore Pkt. Bor. Dortmund 10 7 3— 42:13 17:3 Hamborn 07 9 7— 2 24:16 14:4 Rotwein Essen 10 3 6 1 13:8 12:8 Rhen. Würselen 10 5 2 3 14:10 12:8 Rotw. Oberhausen 10 5 1 4 20:11 11:9 Erkenschwick 11 5 1 8 2188 11:11 Vohwinkel 10 4 2 4 17:19 10:10 Aleman. Aachen 10 3 3 4 13:19 9211 Preußen Münster 11 3 2 6 11221 8214 Horst Emscher 9 2 3 4 17:16 711 Fort. Düsseldorf 10 3 1 6 10:24 713 Schalke 04 10 2 3 5 1728 7218 Spfr Katernberg 10 3 1 6 11:23 113 Oberliga Nord Sp. gw. un. vl. Tore Pkt. VfL Osnabrück 11 7 2 2 36:13 16:6 FC St. Pauli 10 7 1 2 22:9 1815 Hamburger 10 5 2 3 22715 12:8 Bremer Sv 11 5 2 4 25:26 12:10 TSV Braunschweig 9 5 0 4 19:16 10:8 Bremerhaven 93 10 5 0 5 13:22 10:10 Vin Lübeck 10 4 2 4 14:18 10:10 Werder Bremen 10 4 1 5 24:23 911 Göttingen 05 10 3 1 6 17:22 713 Eimsbiittel 8 2 2 4 11219 6:10 Arm. Hannover 10 2 2 6 13:27 6:14 9 1 3 5 12:20 5818 Conc. Hamburg VIB Mühlburg— VfR Mannheim 5:0(1:0 Wenn der Mannheimer VfR sich für die- ses Spiel in Karlsruhe mit einiger Berechti- gung eine Siegeschance ausgerechnet hatte, so begegnete ihm das Pech, auf eine Mühl- burger Elf zu stoßen, die in Hochform war und wohl das bisher schönste Spiel der Vorrunde gezeigt hat. Dabei verdanken es die Gäste nur dem ausgezeichneten Torhüterspiel von Jöckel einerseits und einem ausgespro- chenem Schußpech der Mühlburger anderer- zelts, daß das Ergebnis nicht noch höher ausgefallen ist, denn der Mühlburger Sieg wurde in einer prachtvollen Mannschafts- eistung verdient erkämpft. Vom Anpfiff m waren die Platzherren den Gästen in allen Reihen überlegen. Die große Ueber- caschung aber war der Sturm, bisher das Schmerzenskind der Karlsruher, in diesem Spiel aber in einer wundervollen Spiellaune, deren Aktionen die Mannheimer Abwehr völlig durcheinander brachte. Dabei hatte man in Mühlburg einige Auf- stelumgssorgen, nachdem Bechtel und Ehr- mann infolge von Verletzungen nicht zur Verfügung standen, aber gerade der linke Ersatzflügel!“ Roth und Lehmann war es, ler sich durch blitzschnelles Kombinferen immer wieder in den Mannheimer Straf- aum spielte und zusammen mit dem dies- mal überaus temperamentvollen Kunkel auf Rechtsaußen in erster Linſe für den hohen Torerfolg verantwortlich zeichnet. Abge- sehen davon war in der gesamten Mann- schaft kein schwacher Punkt zu finden und selbst Fritscher, der zu Anfang in der Ab- wehr sich einige Schnitzer leistete, fand in der zweiten Hälfte zu seiner gewohnten Sicherheit zurück. Gärtner war wieder ein- mal der überragende Mann in der ver- teidigung und zusammen mit den beiden schnellen und einsatzfreudigen Fischer- Läufern hielt er den VfR-Sturm jeder Zeit in Schach. 8 Die Fünferreihe der Mannheimer kam während des gesamten Spiels, von schnellen Einzelaktionen abgesehen, niemals richtig zur Entfaltung, trotzdem de la Vigne schon Mitte der ersten Hälfte in die Sturmmitte ging. Dadurch war die Mannheimer Ab- wehr von Anfang an überlastet und verlor mit' zunehmendem Karlsruher Druek mehr und mehr die Nerven. Besonders Senck auf dem rechten Verteidigerposten und vor ihm Henninger zeigten bedenkliche Schwä⸗ chen. Aber auch Keuerleber und Maier konnten den schnellen linken Flügel nicht halten! Vom Angriff an lagen die Karls- ruher im Angriff, und es zeigte sich bald, daß Lehmann auf halblinks mit seinem klugen Spiel und seiner schnellen Reaktions- fähigkeit der gefährlichste Stürmer war. Aber Mühlburg hatte zunächst unglaub- liches Schußpech und so kam es erst kurz vor dem Pausenpfiff zum ersten Treffer. als der Linksaußen Roth in der 42. Minute nach schönem Zusammenspiel von Lehmann und Rastetter zum 1:0 einsenden konnte. Nach der Pause aber setzte schon in der 52. Minute der Torreigen ein, als Roth auf eine maßgerechte Vorlage von Max Fischer, in dem freien Raum das zweite Tor buchen konnte. Vier Minuten später hieß es durch Kunkel 3·0, wobei abermals Roth und Leh- mann beteiligt waren. Begreiflicherweise ließ nun das Mühlburger Angriffstempera- ment etwas nach. Aber der Mannheimer Sturm kam trotzdem nicht zur erwarteten Entfaltung. Erst als Hauer im Strafraum den durchbrechenden Altig regelwidrig legte, schien der erste Gegentreffer Lällig, aber Scheib II hielt den scharf geschossenen Elfmeterstrafstoß von Altig in blendender Manier. Die Schlußminuten sahen Mühl- burg überlegen in blitzschnellen Angriffs- aktionen, In der 78. Minute erhöhte Leh- mann feine Roth-Flanke aufnehmend, auf 4:0, und in der 84. Minuten spielte sich der Verteidiger Hauer bis zum gegnerschen Strafraum durch, so daß Lehmann nur noch einzuschieben brauchte. 10 000 Zuschauer kelerten begeistert den Karlsruher Sieg. Schiedsrichter Pieroth-Frankfurt pfiff etwas golzügig, hatte das Spiel aber jederzeit in der Hand. Offenbach siegt knupp uber sicher BO Augsburg— Offenbacher Kickers 1:2 Das wäre beinahe schief gegangen, Of- fenbach! Der Tabellendrittletzte offerierte sich den begeistert mitgehenden 14 000 Zu- schauern in den ersten 45 Minuten in einer Verfassung, wie man es von ihm im Laufe dieser Spielzeit noch nie geschen hatte. Da- zu verloren die Kickers bereits nach 10 Mi- nuten ihren Halbrechten Schreiner durch eine Oberschenkelverletzung. Schreiner hum- belte wohl noch mit, schied aher naen der Pause ganz aus. Aneriff auf Aneriff bran- dete in der ersten Halbzeit auf das Gäste- tor, wo Schepper trotz blendender Paraden und trotz des hervorragenden Abwehrdrei- ecks Keller Nowotny- Piccard die Offen- bacher von Glück sagen konnten, daß bis dort nicht eine eindeutige Fiſhrung der Aussburger herauskam. Erst 5 Minuten vor dem Pausenpfiff gelang es dem BCA-Halb- rechten Niklasch endlich einen 1:0-vor- sprung herauszuholen. vom Gonumag Werder Bremen— St. Paull 9·4 Eimsbüttel— TSV Braunschwelg ausgefallen Conc. Hamburg— Hamburger Sv ausgef. Vfl. Osnabriſtk Bremer 8v 7:0 N Badische Landesliga AS Feudenheim— vn Pforzheim Spveg Sandhofen— VL. Neckarau 1·˙0 0˙1 (beide Spiele abgehrochen) Amicitia Viernheim— vfg Knielingen 6:1 ASV Durlach— 1. Fo Ftorgheim 2·0 Germania Rrötzingen— Rohrbach 1:0 * Sp. gw. un. vl. Tore Pkt. ASV Durlach 11 9 1 1 31:16 10:3 1. FC Pforzheim 12 8 3 1 3229 19:5 ViL Neckarau 9 7 0 2 23:7 14:4 Germ. Brötzingen 9 5 1 3 11:10 11:7 Amicitia Viernh. 10 4 2 4 18:18 10:10 ASV Feudenheim 8 3 3 2 15:14 9:7 Germ. Friedrichsfeld 9 4 1 4 12:14 99 Fhönix Karlsruhe 9 3 2 4 18:17 812 SpVg. Sandhofen 10 3 2 5 12:20 814 VtR Pforzheim 9 2 2 3 12:17 3:12 ITSV Schwetzinzen 10 2 2 6 9:16 614 TSG Rohrbach 10 1 4 5 16:32 614 VtB Knielingen I, 1 1 ien ene Württembergische Landesliga Untertürkheim— Böckingen 21 SSV Um— Feuerbach 3·4 Neckargartach— Aalen 10 Normania Gmünd— Spfrde. Stuttgart 2:0 Oehringen— Zuffenhausen 3:3 Sc Stuttgart— vfn Heilbronn 2:0 Sp. gw. un. vl. Tore Fkt. Untertürkheim 11 10 0 1 2˙7 20:2 Zuffenhausen 11 1 3 Feuerbach nnn e Schwäb. Gmünd 12 6 3 3 22:16 15:9 Böckingen 12 1 1 1 18:0 Aalen 11 5 3 3 181g 80 Stuttgart 11 3 4 4 11:14 10:12 SpFrd. Stuttgart 11 3 1 6 11:19 7213 Neckargartach 10 2 3 8 Uns 7 VfR Heilbronn 11 2 2 7 15:28 86:6 Kirchheim 11 15 1 U Oehringen 1 11 1 SSV Ulm 12 2 1 9 20731 5:19 Was sich in den zweiten 48 Minuten ab- spielte, war ein frappierendes Nachlassen der Augsburger. Dagegen kamen die Gäste trotz ihrer 10 Leute nun klar auf dem Felde zur Geltung. Schon 3 Minuten nach Halb- zeit hatte Meier auf 1:1 aufgeholt und in der 75. Minute überlief weber den zögern- den Mitteläufer Hilner und schoß das Sie- destor. Einem Schluſtangriff ger hielten die Gäste leicht stand. Schwaben. besiegt Nürnberg J. FY Nürnberg— Schwaben Augsburg 0:2 Wie war es doch im vergangenen Jahr? Schwaben ist und bleibt die labilste Mann- schaft, die Mannschaft der krassen Aus- wärtserfolge und ebenso überraschenden Heimniederlagen. Das vorsonntägliche 71 des Altmeisters zegen St. Pauli ließ viel- leicht die Klubanhünger doch zu sehr vor- eiligem Optimismus verleiten. Mittelstürmer Pöschl war diesmal nicht bei der Partie, es 97 4 4 * 4 1 hieß, er sei verletzt, doch auch im violetten — 2———— War Ihr Tep richiig? 1. 1. FC Nürnberg— Schwab. Augsburg 02 2. Vin Stuttgart— Bayern München 21 3. Eintr. Frankfurt— Stuttgarter Kick. 070 4. BC Augsburg— Kickers Offenbach 5. Fo Schweinfurt 08— 1860 München 6: 6. Vt Mühlburg— VfR Mannheim 5˙0 SV Waldhof— Fe Rödelheim 3:0 abgebr. 7. Werder Bremen— Fe St. Paul 04 8. Rotwelß Oberhausen— Bor. Dortmund 23 9. ASV Durlach— 1. FC Pforzheim 20 10. SSV Uim— Spas Feuerbach 3:4 nil 2— 2— 1—2. 5 ——— 1 Lager war nicht alles in rosigster Stimmung, tehlte doch der Betonklotz in der Abwehr, Dalarstelt, der ebenso wie Verteidiger Segu- ler auf der Verletztenliste stand. Bereits nach 11 Minuten lief es den 15 000 eiskalt den Rücken hinab, als Rechtsaußen Lemm durch einen Schuß ins lange Eck die 1:0- Führung für die Gäste herausgeholt hatte. Torhüter Niemann war die Sicht versperrt. Nach dem Wechsel tauschten Herbolds- neimer und Morlock die Plätze. Das Klub- spiel wurde nun zwingender, bekam nun Elan, doch die Erfolge blieben aus. 8 Minu- ten vor Schluß war eine weitere Klub- Heim- niederlage besiegelt, als Groß eine Kombina- tion des Innensturmes mit krönendem Tor- schuß“ abschloß. 4 — 5 A-Klasse 67 Mannheim— SpVgg. Wallstadt 0:0 abgebr. So Rätertal— 98 Seckenheim 0:0 abgebr. os Mannheim— Kurpfalz 2:0 abgebr. FV Brühl— 8d Hemsbach 1·8 Fort. Heddesheim— TSG Plankstadt 2˙³ . B-Klasse SG Mannheim— S0 Neckarstadt 2:0 abgebr. Hockey-Ergebenisse HOC Heidelberg— Vfn Mannheim 4·1 TSG Bruchsal— dis d Mannheim (Ms nicht angetreten) Nr 1846 Heidelberg— TSV 1846 Mm. 1:6 175 Kr 1846 Karlsruhe— TSG 6 Heideſbg. 1:5 KTV 1846 Karlsr. In— All lleidell erg 0:3 Hallenturnier des TSV 1946 Mannheim in 775 4 der Augsbur- 2 1 255 23 3 8 2 8 Seite 4 - MoNGAEN Montag, 6. Dezember 1948 1 Nr. 159 Ruhiger Handballsonntag Sd Leutershausen um Längen voraus Der erste Dezembersonntag brachte den Mannschaften der Verbandsliga im Hinblick auf die Hallenturniere in Karlsruhe und Mannheim einen spielfreien Sonntag. rücken diesmal die Spiele der Gruppenliga Nord etwas mehr in den Vordergrund, wenn auch diese Klasse nur mit zwei Spielen auf- Wärtete, und zwar TSV Handschuhsheim— 99 Seckenheim 7:8 SG Nußloch— TSV Oftersheim 775 Seckenheim hat sich in Handschuhsheim mit 7:3 achtbar aus der Affäre gezogen, wäh- rend man Oftersheim auch in Nußloch etwas stärker erwartet hätte. 5 Spielruhe bei den Frauen Die Frauen haben den Spielbetrieb für die Monate Dezember und Januar einge- stellt. Man darf diese Maßnahme nur be- grüßen, auch wenn es schien, als ob der heutige Spieltag noch angegangen wäre. Nach Abschluß der Spiele des alten Jahres ergibt sich nachfolgender Tabellenstand. Da- bei ist zu berücksichtigen, daß das von SV Waldhof in Weinheim 4:1 verlorene Spiel annulliert wurde und die Spiele gegen Ilves- heim, nachdem dieser Klub noch in der Vor- runde zurückgetreten ist, gleichfalls ge- strichen wurden. TSV Neulußheim 10 10 0 0 63:9 20:0 VfR Mannheim 10 8 0 2 48:16 16.4 VfL Neckarau 8 6 O ¶2 286219 12:4 SV Waldhof 7 4 0 3 16:16 3:6 62 Weinheim 7 3 0 4 28:29 678 SS Mannheim n ie een nn SoVgas Sandhofen 9 0 13 5:38 1117 TV Altlußheim 9 lit ens 117 Weitere Ergebnisse: IV Großsachsen— TV Brühl 10:3 TSV 1846 Mannheim— TV Landstuhl 6:10 S 2 U Wieder ein Infolge Nebels abgebrochen Phönix Ludwigshafen— FSV Trier- Kürenz 1:0(0:0) abgebrochen Ohne Galeck“ Müller, Unlig und Wink lex, dafür mit Bechtold, Petr aus dem Su- tenland und Löffler spielend, drängte der Phönix den, den Ball betont flachhaltenden Gast sofort in die Abwehr. Man landete sehr schöne Kombinationsangriffe, deren Fa- den jedoch vqrerst in Strafraumhöhe, infolge der schlagfertigen Verteidigung, den geg- nerischen Backs, immer wieder abriß. Durch seine wiederholt nur mangelhaft markierten Außenstürmer vermochte Trier einige Male gefährlich zu werden. Die Hereingaben der Merges und Sterk schufen mulmige Mo- mente, da Stopper Bechtold im Mittellauf vorerst noch kein Glück der Abwehr hatte, und die Bälle dem Gegner oft auf den Fuß servierte. Bei besserer Konzentration der Gästestürmer im Schuß, hätte der fa- mose Torwart Schreiber, sich weit mehr in seine Aufgabe vertiefen müssen. Nach der Pause waren bei Phöniz die beiden Außenläufer Raiber und Hoecker weiter die eigentlichen Spielmacher. Sofort nach Wiederbeginn brachten beide in ge- konntem Paß das Leder nach vorn, und Dal- tinger wird's gewesen sein, der die Vorlage im Gedränge auf den Kasten verlängerte, In wo Torwart Rosenbaum den Ball erst hinter der Torlinie bannen und herausschlagen konnte. Phönix führte trotz Protest der Gäste, die diesen Treffer nicht anerkennen wollten, mit 1:0. Trier verdoppelte seine Anstrengungen. Es schien der Ausgleich nahe, als der Halbrechte in rassig- elegantem Solo auf das Tor zusteuerte, doch von 0 Schreiber irritiert, knapp verschogß. Eine plötzlich aufkommende dicke Nebelwand machte für die Folge das Ganze zu einer Waschküche, aus der nur noch schemenhaft Spieler, Schiedsrichter und Ball auftauchten. Dem Zufall waren nicht nur Tür, son- dern bei Freund und Feind auch das Tor geöffnet. Man konnte die Sache nicht mehr verfolgen, so daß Schiedsrichter Sche e d- Pirmasens, der eine überaus klare und ge- naue Schiedsrichterleistung geboten hat, das Spiel in der 65. Minute vorzeitig beendete. einem 2:0-Vorsprung und nach Wiederbe- ginn flelen durch den wiedergenesenen Jan- son zwei weitere Tore für die überglück- lichen Gäste aus der Pfalz. Die Andernacher traten zu diesem Punkt- spiel mit ihrer stärksten Mannschaft an, wa- ren auch rein spielerisch klar im Vorteil, scheiterten aber an dem Unvermögen ihres Angriffs. Der beste Mann auf dem Felde war bei den Pfälzern der kleine Torwart Hoff- mann und der lange Mittelläufer Reuter, auf Seiten der Andernacher waren der Verteidi- ger Müller ebenso ein Versager wie der frü- here Berliner Bachmann in der Läuferreihe. Schiedsrichter Waldecker- Trier leitete ein- Wandfrei. Wormatia Worms— Gonsenheim 9:1(1:1) Bei dem Pausenpfiff des Ludwigshafe- ner Schiedsrichter Adarn Becker, sah es im Wormser Stadion nach einer Sensation aus, depn Plankenbergers Führungstor slich der sonst ausgezeichnete Wormser“ Verteidiger Kern durch ein Selbstor wieder aus. Aber nach Wiederbeginn, als sich der englische Nebel verzogen hatte, kamen die 2500 Zuschauer doch noch auf ihre Kosten Asy Durlach überwindet seine Munnschuftskrise ASV Durlach.— 1. FC Pforzheim 2:0(1:0) Zwei sehr entschluhß freudige Mannschaf- ten standen sich am Samstag in Durlach gegenüber. Es ging um den ersten Platz in der Badischen Landesliga und hier zeigte sich der einheimische Sturm weitaus ent- schlossener, als der der Gäste. Schon in gen ersten zehn Minuten sah man auf beiden Seiten blitzschnelle Aktionen der Stürmer- reihen, die nur durch den tatkräftigen Ein- satz der Hintermannschaften geklärt wer- den konnten. Besonders ragte das Trio der Göste mit Kastner Mühle Müller heraus, as wohl das größere Arbeitspensum zu er- ledligen hatte. Nach und nach hatten sich dle Durlacher der Spielweise der Gäste an- gopaßt und dem Torhüter Müller eingeheizt. Aber auch die Gäste waren nicht müßig und hatten mehrfach große Chancen, das erste Tor zu holen, Doch trafen Vogt I und Wünsch nicht ins Volle.“ Den Durlachern dagegen sollte es in der 41. Minute glücken, unter dem Jubel der Zuschauer zum ersten Erfolg, der den Halbzeitstand brachte. zu kommen. Der Ball lief von Stehlik Wasco und Ullaga zu Stehlik zurück und dieser kam nach Umspielen von Müßle zum erfolgreichen Torschuß. Nach Wiederanspiel waren die Gäste durch ihr ungestümes Drängen dem Aus- gleich näher, als die Platzherren dem zwei- ten Tor Die beste. Sache vergab Vogt in der 62. Minute, als er sich freispielte und Palmer in die Arme schoß. Doch Durlach drängte immer stärker und bei einem Pfostenschuß von Wasco auf Flanke von Ullaga sah man den herausgelaufenen Mül- ler bereits geschlagen. In der 85. Minute cam der entscheidende Treffer durch Krebs. der einen Ball von Streibel kommend über Wasco wieder zurück erhielt. Er überspielte Ganshorn, der in der Läuferreihe stand und kam mit einem Spitzkick zum zweiten Tor. Die Pforzheimer Mannschaft war damit ge- schlagen und die mit dem Sonderzug und Auto gekommenen Zuschauer, es mögen Wohl 3000 gewesen sein, konnten trotz An- feuerung der Mannschaft aus der Goldstadt nichts erreichen, Der SR aus Ulm leitete einwandfrei. Und wiederum der Nebel Sandhofen— VIL Neckarau 0:1 abgebrochen Eine überraschend große Zuschauerzahl hatte sich im Mannheimer Norden einge- kunden, wo die SpVgg Sandhofen am Sonn- tag den VfL Neckarau zum fälligen Landes- liga-Verbandsspiel empfing. Während Nek- karau die vollständige Siegerelf aus dem Treffen gegen Durlach zur Stelle hatte, mußte Sandhofen den bewährten Torhüter Glas ersetzen. l Als Gottfried(Kirchheim) das Spiel an- pfiff, war die Sicht durch den Nebel be- reits etwas beeinträchtigt; immerhin konnte man das Spielgeschehen noch einwandfrei verkolger Bis dahin hatte Neckarau zwar etwas mehr vom Spiel, ohne allerdings den Vorteil im Feldspiel entscheidend auswerten zu kön- nen, da Sandhofens Deckung den Güsten kaum eine klare Schußgelegenheit lieg. Le- diglich ein Treffer fiel, als Bander nach einer halben Stunde ein Flankenball von inks vom Fuß wegrutschte und K. Gram- minger den Ball mit dem Knie ins Netz drückte. Auf der anderen Seite hatte Sand- hofen bei seinen überraschenden Vorstößen das Pech. daß der Sturm zwei klare Chan- cen im Uebereifer ausließ. F. H. veudenheim— Vik Pforzheim 120 abgehr. Bei dem Landesligatreffen zwischen Feudenheim und VfR Pforzheim gab es keine allzu großen Sehenswürdigkeiten. Feu- denheim, das sich gleich finden konnte, ge- lang bereits in der 10. Minute der erste Treffer. Ein exakt getretener Eckball von rechts wurde von Mittelstürmer Heckmann durch Kopfball zum 1:0 verwandelt. Gleich im Anschluß daran konnte Pforzheims Rechtsaußen Verteidiger Rihm glatt über- laufen, aber Torwart Hüttner konnte den über scharf getretenen Ball unschädlich machen. In der 30. Mmute mußte Pforzheims Rechts- außen Bürckle nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Rihm verletzt ausschei- den, erschien aber nach 10 Minuten wieder. Leider mußte der Schiedsrichter in der 61. Minute wegen starken Nebels abpfeifen. Amicitia Viernheim— VfB Knielingen 6:1 68:0) Die Gäste konnten der Amicitia in kei- ner Weise gefährlich werden und wurden gleich zu Beginn in die éigene Hälfte zurückgedrängt. Durch die erfolgreichen Stürmer Gölz(3), Haas(i) und Rohrbacher (2) kam Viernheim zu sechs Toren, denen die Gäste lediglich den Ehrentreffer ent- gegensetzen konnten. Die Viernheimer Hin- termannschaft war an diesem Tor nicht ganz schuldlos, da der Verteidiger zu weit auf gerückt war und der Schlußgmann sich in falscher Stellung befand. Der Schiedsrich- ter aus Frankfurt war nicht energisch ge- nug, dieses Spiel zu leiten, denn sonst hätte er die harte Note, die vor allem durch den Güste-Mittelläufer aufkam, unterbunden.“ Brötzingen— Rohrbach 1:0 Eine knappe Niederlage bezog Rohrbach in Brötzingen, die nicht zuletzt auf das Aus- scheiden von Wagner zurückzuführen war Wagner mußte nach der Pause wegen Tät- lichkeit gegen einen Zuschauer vom Platz gestellt werden. Rohrbach lag bis dahin zwar mit 0:1 im Rückstand, hätte aber im- mer noch die Möglichkeit gehabt aufzuholen. Der beste Mannschaftsteil bei Rohrbach war der Sturm. Das einzige Tor dieses Spieles fiel in der 44. Minute durch Karl Weiß, der aus etwas fragwürdiger Abseitsstellung ge- schickt einschog. 5 Die badische Jugend wieder geschlugen Jusendländerkampf Baden— württem- berg 1:3(1:2) Auch im dritten Zusammentrellen den beiden Nachbar-Jugendländer mannschaften mußte die badische Elf auf dem Rohrbacher Sportplatz in Heidelberg eine glatte 3:1 Niederlage hinnehmen. Die Einheimischen hatten wohl, besonders in der zweiten Halb- zeit, bedeutend mehr vom Spiel, aber der Sturm war viel zu harmlos und unent- schlossen, um die vielen ihnen gebotenen Chancen auszuwerten. So setzte sich das ungekünstelte Spiel der Schwaben durch, und die Erfolge konnten auch nicht ausblei- ben. Sehr gefährlich war der linke Flügel der Württemberger, Lork— Seeger. beide Stuttgarter Kickers und der Rechtsaußen Eberhardt vom VIB. In der badischen Elf war die Hintermannschaft mit Ausnahme von Unversehrt-Sandhausen sehr schwach. Nach wenigen Minuten brachte Seeger die Württemberger in Führung. Fischer- Rüppur glich wohl durch einen Strafstoß aus, doch kurz vor Halbzeit erhöhte Vork auf 2:1, Der dritte Treffer der Schwaben resultierte aus einem Durchbruch des Rechtsauden Eberhardt, der jpingehindert einschiegen konnte. 5 ö Im Vorspiel mußte die Junioren-Kom- bination der Mannheimer und Heidelberger die Veberlegenheit der Stuttgarter Mann- schaff anerkennen und verlor mit 4.1. Nach Beendigung des Spiels erhielt der Sieger den Ehrenpreis des„Mannheimer Morgen“ Stadtamtmann Adler überreichte im Namen der Stadtverwaltung Mannheim dem Sieger ein Buchgeschenk. her Sieg von Kuisersluutern völlig in Ordnung geht. 4 und sahen einen großartigen Wormser Sieg. Die acht Treffer, die der komplette Worm- ser Angriff bis zum Ablauf der 90. Minute erzielte, dokumentieren das klare Ueber- gewicht der Nibelungenstädter. Weisenau— Kaiserslautern 0:6(0:2) Der Zonenmeister trat beim rheinhes- sischen Neuling in Weisenau vor 8000 Zu- schauern mit dreifachem Ersatz an und kam trotzdem nach einer sehr guten Leistung zu einem klaren Auswärtssleg. Bei Kaisers- lautern fehlte außer den beiden verletzten Standardspielern Hucltert und Basler noch der Mittelstürmer Otttmar Walter. Bei der Pause lag die pfälzische Meistermannschaft bereits mit 2:0 in Front und vier weitere Tore brachten nach Wiederbeginn die klare Favoritenrolle der roten Teufel auch zahlen- mäßig zum Ausdruck. Fritz Walter trat dabei neben einem wunderbaren Feldspiel auch als vierfacher Torschtüze in Erschei- nung. Die beiden anderen Treffer markier- ten der kleine Christmann und der lange Grevenich. Schiedsrichter Feck-Idar brachte das bei aller Härte doch stets anständige Spiel gut über die Zeit. Andernach— Oppau 0:4(0:2) Vor 2000 Zuschauern kam der vorderpfal- zische Neuling Oppau trotz Ersatzes für sei- nen bekannten Mittelläufer Fick zu einem sensationellen Auswärtssieg. Die Pfälzer verlegten sich von vornherein bewußt att die Defensive Im Angriff lagen die beiden Außenstürmer Uebel und Powazinski dau- ernd auf der Lauer und hatten mit diesem Hasardspiel auch Erfolg. In der ersten Halb- zeit kamen die Oppauer überraschend zu Pfälzische Landesliga ASV Landau— VfL Rheingönheim 42 VfR Frankenthal—ASV Hochfeld 0:1 abgebr. SpVgg Mundenh. Tura L'hafen 0:0 abgebr. SV Friesenheim- ASV Schifferst. 3:0 abgebr. Viktoria Herxheim— ASV Oggersheim 1:1 Spas Mundenheim— Tura Ludwigshafen 0:0 abgebrochen Beide Mannschaften schienen sich der Tatsache bewußt zu sein, daß nur ein dop- pelter Punktgewinn den Anschluß an die Ipitzengruppe sichern würde. Dementspre- chend war auch der Einsatz, wobei jedoch beiden Teams das Lob gezollt werden muß, stets die Gesetze der Fairneß beobachtet 2 haben. Es gelang keiner der beiden Mann- schaften bis zur Pause einen zählbaren Er- lolg zu verbuchen. Während der Pause legte sich ein außer- ordentlich starker Nebel über das Spielfeld, so daß schon nach wenigen Minuten das gegnerische Tor nicht mehr zu erkennen war. Schiedsrichter Becker, Kaiserslautern, der übrigens eine sehr gute Figur abgab. 8 Minuten spielen, um dann das Splieèl abzubrechen. Sv. Friesenheim— As Schifferstadt 370 abgebrochen Unter der Leitung des Schiedsrichters Grehl. Frankenthal, lieferten sich beide Mannschaften ein systemloses Spiel. das keine besondere Höhepunkte aufwies. Trotz- dem hatte Friesenheim etwas mehr n Spiel und konnte schon in der 10. Minute durch eine etwas zu harte Elfmeter-Ent- scheidung, von Fürst verwandelt, in Füh- rung gehen. Nach weiteren 10 Minuten 805 lang es Kirsch eine Vorlage erstaunlich sicher aufzunehmen und mit scharfem Schuß zur 2:0 Führung zu verwerten. Kur⸗ vor Schluß der ersten Halbzeit war es noch- mals Fürst, der einen Strafstoß zum drit- ten Treffer einschießen konnte. 92 Nach Wiederbeginn wurde der Spielver- lauf durch den plötzlich eintretenden Nebel derart erschwert, daß es abgebrochen Wer⸗ den mußte. Viktoria Herxheim— ASV Oggersheim 1.1 Das Spielergebnis entspricht durchaus dem Verlauf des Treffens, und das erzielte Unentschieden stellt einen Erfolg des Neu- Ungs dar, Beide Mannschaften wũwaren dem Slegestreffer nahe, obgleich sich die Hinter- mannschaft des Platzbesitzers als außers! standfest erwies. Die Oggersheimer Ueber- jegenheit im Mittelfeld reichte nicht aus, um einen zählbaren Erfolg zu erzielen. VfR Frankenthal— ASV Hofeld 1 * abgebrochen a 5 Vor Beendigung der regulären Spielzeit mußte diese harte Auseinandersetzung We gen plötzlich eintretenden dichten ebe abgebrochen werden. Bis zu diesem Zeit. punkt erwiesen sich die Gäste aus Hochteld mit einem Tor als die besseren. e * Hallenhundbull-Turnier des 180 1846 Mannheim VfL Neckarau Turniersieger Der TSV 1846 startete anläßlich seiner Halleneinweihung nach der Wiederherrich- tung ein Hallenturnier, zu dem er die Ver- eine TV Friesenheim, VfL Neckarau, SV Waldhof, Uni Heidelberg, TV 08 Secken- heim, TSV Viernheim und VfR Mannheim eingeladen hatte, als achter Club machte der Veranstalter selbst mit, nachdem die Gäste, die am Tage zuvor im Feldhandball einen 10:6 Sieg hatten erfechten können, früher abreisen mußten. Den Beginn des Turniers war einem Basketballpflichtspiel TSV 1846 — Uni Heidelberg, dem deutschen Basket- ballmeister, vorbehalten. Die Heidelberger waren durchweg überlegen, verstanden gut zu laufen und waren auch im Ziel besseß ge- schult! so daß deren Sieg mit 44:6 Körben Zum Turnier wurden die acht Mann- schaften ausgelost und spielten in zwei Vierergruppen jeder gegen jeden. Das End- spiel um den Turniersieg bestritten die beiden Gruppensieger. Gespielt wurde mit 6 Mann jeweils 2,7 Minuten, so dab den Zuschauern einmal etwas geboten wurde und zum andern sich auch die Mann- schaften etwas einspielen konnten. In den ersten Gruppen waren VII, VfR, TSV Viernheim ind die Hausherren. Kunstturn-Wettkumpf beim 18 46 Mannheim TSV 46 Mannheim besiegt die Kreis-Bestenmannschaft mit 243:232,45 Punkten— Einweihung der großen Turnhalle Der TSV Mannheim von 1846, der schon immer ein gut Teil Mannheimer Geschichte verkörperte, hat nach vielen Mühen seine alte große Turnhalle wieder instand gesetzt. Anläßlich der Einweihung dieser Halle fand am Samstagabend ein Turnwett- kampf zwischen der Kreis-Besten- mannschaft und der ersten Riege des TSV Mannheim von 1846 statt. Diesen Wettkampf hatte man in einen feier- lichen Rahmen gekleidet, Nach einem Eröff- nungsmarsch der Musikriege und einem Vortrag der Sängerriege zeigten die Tur- nerinnen nach einem kurzen Prolog be- schwingte Tänze, die in alter Meisterschaft von Frau Liesel Storz einstudiert waren. Der 1. Vorsitzende des Vereins R. Andler hieß in einer kurzen Ansprache die Vertre- ter der Stadt, an deren Spitze Bürgermeister Trumpfheller, Vertreter der Schul- behörde, befreundeteter Vereine und Ver- treter der amerikanischen Militärregierung Willkommen. Er wies auf die Schwierigkei- ten während der Wiederherstellungsarbetiten hin und dankte allem am Bau Beteiligten. Diese Halle solle nicht Selbstzweck des Vereines sein, sondern sie soll der Ertüch- tigung der Jugend dienen und dazu beitra- gen Spannungen zu beseitigen und der Ent- spannung aller dienen. Der Turn wettkampf begann mit den Uebungen am Barren. Den Anfang machte Heinz Marx vom TSV 46, der an Stelle des erkrankten Karl Stix turnte. Für seine Uebung erhielt er 7,5 Punkte. Die beste Leistung am Barren bot der Nach- wuchsturner des TSV 46, Helmut Achatz, der für eine sauber geturnte Uebung die Höchstpunktzahl von 9,45 Punkten erhielt. Nach dem Durchgang am Barren führte die Riege des TSV 46 mit 62,15: 59,50 Punkten. Am Pferd begann die Besten-Mann- schaft mit Eile r, VfL Neckarau, der es an * 4 diesem schwierigen Gerät immer noch auf 7,2 Punkte brachte. Die mangelnde Uebung am diesem Gerät, das jahrelang in Deutsch- land ausgeschaltet War, machte sich mit Ausnahme von Anna, der für eine schwie- rige und sehr gut ausgeführte Uebung mit 9,78 Punkten belohnt wurde, bei fast allen Turnern mehr oder weniger bemerkbar. Anna am nächsten kam noch Ranfft von TSV 46, der mit 9,65 Punkten an zweiter Stelle lag. Die Turnschüler und Jugend- turner hatten zwischendurch noch Mit- übungen im Kasten- und Tischspringen ge- zeigt, die beifällig aufgenommen wurden. Auch am Pferd konnte sich die Riege des TSV 46 mit 59,10: 54,60 einen knappen Vorsprung herausholen. a Gute Leistungen gab es beim Boden- turnen, das Marx vom TSV 46 eröffnete. Er hatte etwas Pech und kam auf die nie- derste Punktzahl! von 7 Punkten. Hier schnitt Funk vom TSV 86 mit 9,55 Punk- ten vor Achatz, TSV 46 9,50 und Anna, ITSV 46 mit 9,35 Punkten am besten ab. Von der Besten-Mannschaft zeigte Laſer-Schwetzin- gen die schönste und schwierigste Uebung, für die er 9,25 Punkte erhielt. Laler war neben Anna überhaupt der beste Turner des Abends. Auch im Bodenturnen holte sich der TSV 46 mit 61,50: 58,35 Punkten einen Vor- sprung heraus. 5 Abschluß und Höhepunkt des Kunst- turnwettkampfes bildete das Turnen am Reck. Eiler, VIL Neckarau, der hier wieder den Anfang machte, brachte es auf 6,4 Punkte. Die höchste Punktzahl mit 9,5 Punkten holte sich Anna für eine sehr schön durchgeturnte Uebung, ihm folgte Laier, Schwetzingen mit 9,4 Punkten. Der Vorsprung des TSV 46 am Reck war mit 60,25: 59,90 recht knapp. In Gesamtergebnis slegte die 1. Riege des 78 46 mit 243: 232,45 vor der Kreis-Besten- mannschaft. Der Sieg des TSV 46 war ver- dient, da seine Turner im Durchschnitt bes- ser waren. Die Preisvertellung nahm Amt- mann Adler vor, der jedem Turner unter anerkennenden Worten ein Diplom über- reichte. 0 5 N TSV 46 Mannheim: 1 s Barren Plerd Boden Reck Ges.“ 1. Heinz Marx 9210 7,00 7,50 7,00 29,00 2. Karl Funk 9,10 7.55 9,55 9,30 35,50 3. Kurt Ranfft 9,00 9,65 83,15 9,05 35,85 4. Franz Eschwei 9,00 9,25, 3,20 9,15 35,60 5. Helm. Achatz 9,45 6,85 9,50 3,60 36,40 6. Willi Lane 9,15 7,05 9,25 7,65 23,10 7. Emil Anna 8,95 9,75 9,35 9,50 37,55 Gesamtpunktz. 62,15 59,10 61.50 60,25 243,00 Kreis-Bestenmannschaft: Barren Pferd Boden Reck Ges. 1. Heinz Eiler. N 5 VfL Neckarau 8,85 7.2 9,05 3,4 33,50 2. E. Würzburger 5 Weinheim 8,5 7.7 7.55 38,4 22,15 3. Gg. Bienhaus N Weinheim 7,4 7.6 7,25 8,4 30,65 4. Aug. Cuntz Schwetzingen 9,00 6,4 8.30 7,8 33,50 5. Karl Eurich 8 Weinheim 8,8 6.5 8,00 3,25 31,55 6. E. Pflästerer Weinheim 7.9 7.95 9,1 9,25 34,20 7. Hans Laier Schwetzingen 9,05 9,25 9,2 9,4 26,90 Gesamtpunktz. 39,50 54,60 58,35 59,90 232,45 Einzelergebnisse: I. Emil Anna, TSV 46, mit 37,55 Punkten; 2. Hans Laier, Schwetzin- gen, 36,90; 3. Helmut Achatz, TSV 46, 36,40; 4. Kurt Ranfft, TSV 46, 35,85; 5. Franz Esch- wei, TSV 46, 35,60; 6. Karl Funk, TSV 46, 35,40; 7. Ernst Pflästerer, Weinheim, 34,20; 8. August Cuntz, Schwetzingen und Heinz Eiler. VII. Neckarau, je 33,50; 9. Willi Lange, TSV 46, 33,10: Emil Würzburger, Weinheim, 32,15.. Karl Eurich, Weinheim, 31,55; 12. Georg Bien- haus, Weinheim, 30,65; 13 Heſnz Marx, TSV 40, 29 Punkte. Die Rasenspleler waren hier die Ueber- raschung, nachdem sie in der ersten Hälfte des ersten Spieles mit 6:1 im Nachteil gele- gen waren, konnten sie noch ein achtbares 720 neraushalen. Gut schlugen sich auch die Turner, die rasch und sicher kombinierten. und darüber hinaus einen guten/ Torwüchter zur Stelle hatten. Der VII. war der Favorit dieser Gruppe und behauptete sich auch als solcher. Seine Kombinationszüge imponiér- ten ebenso wie seine prächtigen Torschüssen. in der z weiten Gruppe sorgten die Heidelberger Studenten für die Ueberra- schung. Im ersten Treffen gelang es ihnen überraschend die Waldhöfer auszuschalten, wobei mit 14:10 ein hohes Torergebnis ei“ zielt worden war. Nicht wenig standen aber auch die Friesenheimer Turner den Heidel- bergern nach, was diese auch durch eine 10:8-Niederlage zu verspüren bekamen, Wo bei Allerdings die Studenten längst nich! mehr diese Frische wie gegen Waldhof an den Tag gelegt hatten. Etwas enttäuscht hat der TV 1898 Seckenheim, der zwar mit Er- satz angetreten war und sowohl von Wald- hof wie Friesenheim geschlagen wurde. 80 siegten die Friesenheimer Turner in dieser Gruppe mit je drei Siegen, wie der VII. Neckarau in der ersten. Das Endspiel zwischen VfL Nek karau und TV Friesenheim brachte dann wirklich den Höhepunkt des Tages Zwei ebenbürtige Mannschaften standen sich gegenüber und lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen. Vielleicht sbielten dabei die Neckarauer doch etwas gekonnter, was denn auch schließlich den knappen Vorsprung mit 8:7 am Ende del Spielzeit als verdient ansehen läßt. Sieg der Mannheimer Eishockeyspieler Im Hamburger Eisstadion„Planten un Bloomen“ errang am Samstag im ersten Eishockey-Aufstiegsspiel um den sechsten Platz der Oberliga der Mannheimer 8 gegen den Hamburger HT HC einen 4.0 Sieg(1:0, 3:0 und 4:0).. Der berühmte Hamburger„Nieselregen, beeinträchtigte das Spiel.„Mehr Tempo Nicht so langweilig!“ waren häufige, für das Spiel charakteristiscne Zwischenrute der durchnäßten Zuschauer. Beiden Mannschaf- ten fehlten die Voraussetzungen für ein gutes Eishockey, wenn auch die Mannhel- mer Gäste mehr Temperament mitbracnten als inre Hamburger Kollegen. Im Zusam- menspiel zeigten sich die Mannheimer des Hamburgern überlegen und hatten tei! n einige recht gute Läufer im Sturm, die 115 2 nisches Können mit taktischm Verständn! verbanden. 1 Zeigten beide Mannschaften schon a ersten und zweiten Drittel des Spiels wents Tempo und noch weniger Stehvermögen. 8, war das letzte Drittel darauf abgesti uns, möglichst schnell dieses Spiel zu beendeten. Die Mannheimer konnten ein viertes* erzielen, denn die Hamburger machten 88 innen leicht. Beide Mannschaften Waren schlecht trainiert(oder war es nur der 3 gen?). Von einem Eishockey-Kampf erwar- tet man mehr als in Hamburg gezeigt er den ist. Das Fazit dieser Begegnung: Bis du Oberliga-Reife ist noch ein hartes Training notwendig. 8 Im Freundschaftsepiel besiegte der Hege, burger HTHC an beiden Vortagen, 100 Frankfurter Sc in der Forsthausstraße 5 6˙0 und 7.1. Wenn man nicht schlitts cu laufen kann. ist es schwer. Fishoclec; 27 spielen. 1 7 m 8 ALLES FUR DEN SPOR engeelorn · uurm MANNHEIM- O 5, 2-6 BEKLEIDUNG ALLE FUR 0 Nebels Ir. 159% N 7 1 weinna „Die Ku unstler s zam das 1 rektor Dr. umrahmte ellung d Zaden, r nach eine: mterdrücl ngwertig litätsgefüh dach einer 1 Eitsch 8 bis zur„B [Kunst erst aur das Ec tützen, ge schloß jungen Be 4 gaben, Ane Oberbür, kröfktnete insprache ten Ku d begri zuch den ordert hal elegenhei Die Gäs es begr Lunstfreur Lustandeke Die Aus sstellung ek übe dachdem j Llannheim. Fonnte 8 Verke in belgemäld- er Plasti ehtungen denn auße mmen“ v usmus bis bange sch Tlang steh gichtenswer Ferade dad as ihm Z. Monta N Unree n Der arme rico Mair schaikowsb ebeitsricht beitsstreit Der 0 arme cheimnis- Also k 1„Phanta ie Lan Iad-Pfalz eventu en Hon Werden. Aus Le! „Sie haber den errei- an vor Ir rk ist sel Abil und! Diese We Schuhn aktigen 8 N sowie eruch fr marm ve — auf is Sachs. ph. ung Amal Hol: 6 unte n dem Ha 159 jedoch 8 re, Heute kommt der Nikoluus Mann- m Er- uber- elfeld, das ennen utern abgab. n das t 310 chters beide das Trotz- vom Iinute Ant- 7 Linol-Schnitt: G. Weindel n ge- ich N. 3 Weihnachtsausstellung Mannheimer Kurz Künstler noch- Die Kunst kann niemand fördern als der drit- Künstler selbst“. Dieses Wort bildete gleich- am das Leitmotiv der Ansprache von Di- elver- dektor Pr. Pass arge bei der musikalisch Nebel fümrahmten Eröffnung der Weihnachtsaus- wer⸗ euung des Verbandes Bildender Künstler Baden. Gruppe Mannheim, in U 2. Denn m 121 dach einer Kunstdiktatur, die Wertvolles chaus terdrückt, aber Mittelmäßiges und Ge- Zielte at ertiges unterstützt habe, sei das Qua- Neu- tatssekühl fast verloren gegangen. Und dem ach einem Niedergang der Kunst bis zum nter⸗ sch— aus geschäftlichen Erwägungen— erst* Zur„Bildchenmalerei“ müsse sich echte eber⸗ 3 erst wieder den Weg bahnen. Und Aus. 1 das Echte und Wahre könnten wir heute N ktützen, gerade weil wir arm geworden sind. zr schloß mit dem Wunsche, daß auch die 11 jungen Begabungen, die hier ausgestellt baben, Anerkennung und Abnehmer fänden. elzelt% Oberbürgermeister Pr. Cahn-Garnier Wer tröfknete die Ausstellung mit einer kleinen febels rache über Wesen und Aufgaben der Zeit- ten Kunst und insbesondere der Malerei feld begrüßte vor allem, daß diese Schau cke Ren den Jungen, die Mannheim immer ge- rdert habe und auch weiter fördern wolle. elegenheit gebe, ihr Schaffen zu zeigen. 21 ie Gäste hatte Kunstmaler Schef- us begrüßt und der Stadt und privaten eber- zunstfreunden für ihre Unterstützung beim Tälfte pin dekommen der Ausstellung gedankt. gele- Jus 5 Ausstellung selbst ist als Verkaufs- bares An 1 us gedacht, aber auch als Ueber- B. die über die derzeitige hiesige Malerei, erten, en jahrelang keine Gesamtschau der ichter ent inder Maler mehr gezeigt werden 3worit— Sie umfaßt von 36 Künstlern 85 ch als agen in verschiedenen Techniken, vom nier- Pier— bis zur Zeichnung, daneben 8 cbt astiken. Mit der Vielfalt ihrer Stil- n die 2 ist sie ein Spiegel unserer Zeit. erra- imm außer dem Sürrealismus sind fast alle innen—— Vertreten vom konservativen Rea- alten. Lange bis zur gegenstandslosen Malerei. b er- 1 5 bekannte Namen von gutem aber enten. ehen neben neuen, Gutes und Be- eicel. ferade 5—— neben Schwächerem. Aber eines as ihm urch kann hier jeder Geschmack Wo- m Zusagende finden. rei. nicht— 5 . 15 Wohin gehen wir? 8 Uhr: n.— Dezember: Nationaltheater vald- Der 9 75 Lügner“; Ufa-Palast 17.15 Uhr: 8⁰ Arico Mal onathan“; Ufa-Palast 19.30 Uhr: Sn dchal ainardi(Cello) spielt Händel, Dvorak, lieser aunzecwsky; Wirtschattshochschule 19.30 Uhr: VII Nee Ringer über:„Das Recht aus Pienstan ts reiten und Gerlichtsverfahren“. ek: 00 Un S Dezember: Nationaltheater 7 nden febeimnisvolle Erbschaft. einen leicht t was en; a der Der Zahn ist gezogen user Artikel in r Ausgabe vom ren oderupfe„Hinter 1 Ta- 101 anlagt die Dentistenkammer zu 1 Zender Stellungnahme: N le Bezirksgru un 2 ppe Vorderpfalz der La- rsten 3 25 tenbemmer Rheinland-Pfalz belt usten alz“ 11 e 1948 im Lokal„Rhein- 7 telledderv udwigshafen eine ordentliche 40 fslich Oreanzinmlung ab. Es kamen le- in zur 8 Zanisations- und Nachwuchsfra- sen. en Hono Drache, während eine Erörterung mpol! ater 9555 5 Weder beabsichtigt war, noch für urde. Als„Verschiedenes“ angeschnitten der erufsan ele Wurden ausschließlich interne al- Err Heffentlicbnbelten behandelt. für die in ein lefte. N. Interesse bestehen mei- 1 5 0 aten renden Artikel„Hinter verschlosse- am, machte v den Zahnärzten und Dentisten ngen orwurt überhöhter Honorarfor- Ar. 159/ Montag, 6. Dezember 1948 Nord Alz der 1 die Bezirksgruppe ad-Pfalz andes-Dentistenkammer Rhein- e und 755 der Erklärung, daß für Zahn- kten H entisten die gemeinsam verein- sentlichen ar sätze bindend sind, die im en den Sätzen von 1939 entspre- n, A180 kei 1 „P nase als überhöht oder gar ie Landes nd-Ptalz muß eventuel en H0 len werden Dentistenkammer Rhein- es entschieden ablehnen, Uebertretern der verein- norarsätze öffentlich identifiziert Aus Lehrlingen wurden Gesellen „8 8 5 5 5 eine wichtige Etappe in Ihrem ech vor 5 155 Eine gute Zukunft liegt jetzt erk ist g 8 denn das ehrbare Hand- abil 8 bst in industriellen Krisenzeiten ö 50 add krisenfest!“ 1 5 rief der Innungsobermeister muktigen 8 H. Wiedemann, 12 m- sowie labmachergesellen und 55 Da- im Tur 2 Herrenschneidergesellen zu, erlich reigtestaurant des Ebertparkes deigesprochen“ wurden. H. Wie- ann verwi Seide ultaät⸗ auf Wies die 5 die Tradition ihrer V. d 2 Ans r Or vorderen: ed an der Poet, Jakob Böhm, der Phi- mal Hol wiele andere— sie alle hätten die Kungleskitte in Sohlenleder getrieben. it dem Hau, so schloß der Meister-„fängt Auch H andwerk an!“ elene Nieder meler, die Ober- ste i an Damenschneiderinnung, rich- alles, wenn Siehonorare“ anzusprechen sind. „Zöglinge seiner Fa- Wieder Hauspflege möglich Wie oft erkrankt plötzlich in einer Fa- milie die Hausfrau und Mutter. Ihre größte Sorge ist dann zumeist die: wer kümmert sich um meine Familie, wer sorgt für ich bettlägerig bin oder im Krankenhaus bleiben muß? Hier half schon seit rund 50 Jahren die Vereinigung für Hauspflege E. V. durch Gestellung kontrollierter Hauspflege rinnen, und sie hilft Beute wieder oder heute noch, wenn auch manche glauben, sie wäre, wie so viele, eingegangen. Freilich, über so viele Hauspflegerinnen wie früher— es waren 50 bis 60, die meist voll beschäftigt waren— verfügt sie noch nicht. Aber je mehr sie beansprucht wird, desto besser kann sie sich Weder aufbauen, wirkliche soziale Hilfe bringen, und auch Frauen, die sich dazu eignen, eine Existenz bieten. Daß Frauen, die Hauspflegerinnen werden wol- len, in jeder Hinsicht vertrauenswürdig sein, gute Kenntnisse in allen Hausarbeiten besitzen und von Filfsbereitschaft und Opferwilligkeit erfüllt sein müssen, ist Die Eltern schalten sich ein Die Raumfragen in der Siekinger-Schule noch immer ungelöst Am 19. November berichteten wir über den ersten Elternabend in der Sickinger-Schule, bei dem die unerfreulichen Lehr- und Raumver- hältnisse zur Sprache gekommen waren. Der an diesem Abend gewählte Elternbeirat legt nun im Auftrage der damals Versammelten der Stadtverwaltung, der Oeffentlichkeit und allen interessierten Stellen folgende Entschließung Vor: Die Schulverhältnisse der Anton-Sickinger- Schule sind für alle Beteiligten, für Eltern, Lehrer, und im besonderen für die Schüler selbst weiterhin unhaltbar. Von den vier Volksschulen der erweiter- ten Altstadt steht nur noch die Anton- Sickinger-Schule der Volksschule zur Ver- fügung. Trotz dieser Ueberinanspruchnahme sind in diesem Gebäude noch untergebracht: das Finanzamt, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, und das Warenhaus Rieder nimmt die dringend benötigten Schulbaderäume ein. Die Schule selbst ist zusammengeballt auf kleinsten Raum. Als Folge der über- gebührlichen Inanspruchnahme der ohnedies wenigen Schulräume von 8 Uhr fortlaufend bis 17.30 Uhr, ergeben sich Stundenpläne, die nicht mehr länger zu vertreten sind, weder nach der pädagogischen, noch nach der gesundheitlichen Seite im Hinblick auf die Kinder, noch nach der familiären Seite. Die Schule ist unter den drückenden Ver- hältnissen nicht mehr arbeitsfähig, und das Wohl unserer Kinder, ihre Ausbildung, und nicht zuletzt ihre Gesundheit sind in Gefahr! Die Schulreinigung, die Auslüftung des Hauses, sowie die sanitären Verhältnisse entsprechen in keiner Weise den Anforde- rungen, die an sie gestellt werden müssen, umsomehr, als ein Teil der Schulräume in den Abendstunden noch von der Volksaka- demie benutzt wird. Das Gedenken an Mannheims bestbe- kannten Schulmann, Dr. Anton Sickinger, der den Namen unserer Stadt als Schulstadt hinausgetragen hat in alle Welt, und dessen Namen unsere Schule trägt, ist Verpflich- tung für die Stadt zur beschleunigten Wiederherrichtung des Gebäudes, und das umsomehr, als gerade diese Schule im Blick- punkt der Altstadt steht. Vor allem aber, als Erstes und Wichtig stes, fordert die Eltern versammlung Platz und Schulraum für ihre Kinder, und sie er- wartet zwingend, daß die Stadtverwaltung Mittel und Wege findet, durch Verlegung des Finanzamtes und durch anderweitige Unter- bringung der übrigen Mieter diesen benötig- ten Raum für die Schule freizumachen. Weiterhin erwartet die Elternschaft, daß auch die freigewordenen und die frelwer- denden Räume der K-5-Schule und der Lui- senschule der Volksschule zurückgegeben werden; um sofort Raum zu gewinnen, könnte gegebenenfalls ein Austausch der R- 2-Schule mit der K-5-Schule in Aussicht genommen werden. g Die Elternschaft hält es für recht und bil- lig, daß die eingehenden Mieten Verwen- dung finden für die innere Herrichtung des Hauses, im besonderen für Fußbodenrepara- turen, für Beschaffung von Klosettschüsseln, elektrischen Birnen und nicht zuletzt von Schulmöbeln für die freiwerdenden Räume und für eine normale Schulreinigung. Die gemachten Forderungen erheben wir zum Wohle und im Interesse unserer Kin- der. Unseren Kindern sind wir gerade in der Notzeſt im besonderen verpflichtet. Die Jugend von heute wird das Volk von morgen sein! Namens des Elternbeirats 5 Anton-Sickinger-Schule * 4 Gleichzeitig wurde über den Oberbürger- meister an den Beigeordneten Ritter au- wesen) ein Schreiben gerichtet, das in detail- lierter Form konkrete Vorschläge über die Ge- winnung oder Freimachung einer Reihe von Klassenzimmern enthält. Mitte Junuur: Tuberkulose-Schutzimpfung Das Staatliche Gesundheitsamt, Abteilung Tubęrkulosenfürsorge, schreibt uns: achdem während der Sommermonate ein gewisser Stillstand an Neuerkrankungen zu verzeichnen war, ist nunmehr infolge der schlechteren Jahreszeit erneut ein An- steigen der Tuberkulose festzustel- jen. Um ein weiteres Umsichgreifen dieser Volksseuche zu verhindern, ch die maßgebenden Stellen nunmehr entschlossen, die in anderen Ländern bereits millionen- fach erprobte Schutzimpfung gegen Tuberkulose nach Calmette durchzuführen. In verschiedenen Ländern der Bizone wurde dieselbe bereits mit Erfolg durchgeführt. Die Impfung, die unter Mitwirkung des Dä- Diphtherie- und Scharlachschutzimpfung, Neuerkrankungen an Tuberkulose zu verhin- dern, oder im Falle einer Erkrankung einen leichteren Verlauf der Tuberkulose zu ge- eisten. Zur Impfung sind zunächst die schulpflichtigen Altersstufen vorgesehen, wobei selbstverständlich nur die Kinder geimpft werden, die bisher noch nicht mit der Tuberkuloseinfektion in Berührung gekommen sind und bei einer eventuellen Ansteckung besonders gefährdet sind. Es wird in nächster Zeit an sämtliche schulpflichtigen Kinder und Jugendliche ein Formblatt ausgegeben werden, das über den Zweck der Schulimpfung noch genaueren Bescheid gibt und als Einverständniserklä- nischen Roten Kreuzes durchgeführt wird rung der Erziehungsberechtigten betrachtet beruht auf dem Prinzip der völligen Freiwilligkeit. Der Zweck der Imp- kung ist, durch Mobilisierung von körper- eigenen Abwehrstoffen, ähnlich wie bei der tete eindringliche Worte an ihre bisherigen Schutzbefohlenen. Es sei sehr viel, was von einem wirklich guten Handwerker gefordert werden müsse; Interesse, Fleiß, steter Lern- wille, Geduld, Ausdauer und- Liebe zum Beruf! Anschließend erfolgte die Freisprechung durch Uebergabe der Gesellenbriefe. Die Gesellenstücke trug man teils auf dem Leib, teils an den Füßen. Und was das Auge hier sah, dürfte allen, selbst verwöhntesten Ansprüchen, genügen. Es folgte dann ein zweiter Teil: Kaffee, Kuchen, Wein, Bier, Musik, Tanz.. Die verdiente Entspannung nach der Moral- pauke“, meinte ein pflffiger Schuhmacher- geselle dazu. Zeitgemäße Interessengemeinschaft In vielen deutschen Städten schlossen sich in den letzten drei Nachkriegsjahren Ge- schädigte des Krieges in Vereinigungen und Interessen gemeinschaften zusammen. Nun werden sich auch in Ludwigshafen die Fli e- ger geschädigten zum ersten Male zu einer vorerst lokalen Vereinigung verbinden. Die Gründungs versammlung wird kommen- den Donnerstag, um 19.30 Uhr, in der „Brücke“ im Kaufhof abgehalten werden. Einer der fünf Ludwigshafener Bürger, von denen die Gründungs versammlung einberu- fen wird, erklärte uns auf Befragen, daß die Vereinigung auf überparteilicher und über- Kkonfessioneller Grundlage basieren und ar- beiten soll. Ihre Gründer vertreten die An- sicht, daß es eine moralisch- ethische Ver- pflichtung sei, die Opfer des Krieges, dessen Lasten nicht allein tragen zu lassen. Sie soll- ten von allen Mitbürgern getragen werden. Daher werde es die Interessengemeinschaft als ihre Hauptaufgabe ansehen, Einfluß auf die Gesetzgebung des Staates im Interesse ihrer Mitglieder zu erlangen, d. h. sie werde einen gerechten Lastenausgleich erstreben und die Interessen der Angehörigen der Ver- einigung auf Grund des bestehenden Rechtes gegenüber dem Staat vertreten. Nach Gründung der Vereinigung sollen Kandidaten aufgestellt und ein Vorstand von den Mitgliedern frei gewählt werden.-kloth Richtfest bei der Sparkasse* Nach dreieinhalb Jahren mühseliger Ar- beit konnte in Ludwigshafen das erste re- präsentative Gebäude der Stadtverwaltung wird, falls nicht Einspruch gegen die vorge- sehene Schutzimpfung erhoben wird. Die Impfung selbst wird voraussichtlich Mitte Januar 1949 zur Durchführung gelangen. Blick über den Rhein — die Städtische Sparkasse— im Rohbau fertiggestellt werden. Am Samstag versammelten sich daher in der großen, lichtdurchfluteten Schalterhalle rund 100 Bauarbeiter und sonstige Handwerker mit mren Meistern gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, um nach altem Brauch das Richtfest zu feiern. In seiner Festansprache skizzierte Spar- kassendirektor Metz den Werdegang des Hauses. Wenn es nun auch wieder eine Stadtsparkasse gebe mit einer fertigen Fas- sade, einer großen, modernen Schalterhalle, einem zweiten Stockwerk und einer neuen Fernsprechzentrale— 80 erklärte der Leiter des Bankinstitutes—, so könne aber noch nicht von einem Abschluß die Rede sein. Ein weiterer Bauabschnitt werde unverzüg- lich in Angriff genommen, um das Endziel — eine Stadtsparkasse, stattlicher und mo- derner als je zuvor— im Sommer 1949 zu erreichen. Als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stadt und des Sparkassen- und Giro- verbandes des Landes lie] Bürgermeister Dr. Reichert seine Freude über die bis- her geleistete Arbeit erkennen. Zahlreichen Männern sei zu danken: Sparkassendirektor Metz, Architekt Latteyer und vielen an- deren, nicht zuletzt aber müßten Hauptdank und Anerkennung den Arbeitern geꝛzollt werden, die in pausenlosem Schaffen ausge- kührt hätten, was andere erdachten. Dr. Reichert unterstrich besonders die soziale Funktion des Hauses als der gröhten Spar- kasse im Lande Aaenmand Fele-kloth Die Geflügelzüchter stellten aus. In den Räumen der„Brücke“ befand sich von Freitag bis Sonntag dle diesjährige Leistungsschau des Vereines der Geflügelzüchter sowie der Ver- einigung der Taubenzüchter, Den Besuchern wurden etwa zehn verschledene Arten Hüh- ner- und acht Zwerghühnerrassen sowie zehn Taubenarten präsentiert. Unter den ersteren flelen besonders die„Lachshühner“, die„Gel- ben Orxpingtons“, die„Helle Sussex“, die „Rhodeländer“, die„Rheinländer“, die „Krelenköppe“(bis 280 Eier im Jahr) und dle „Wyandottes 2 ins Auge. Mit Fhrenprei- sen wurden die Züchter Georg itznagel, Paul Beutelmann, Karl Schäfer und Ludwig Jung(alle aus Ludwigshafen), ferner Paul Junkert(Oppau), Karl Weimann(Oppau), Eppstein, Willy Rempel(Wiesoppenheim) und Karl Rempel(Weinsheim) und andere aus- gezeichnet.. * tär spanischer Tänze Zee n selbstverständlich. Im übrigen ist auch Halbtags- oder stundenweise Arbeit dieser Art möglich. Die Leistung von Hauspflege beschränkt sich indessen nicht nur auf Familien, son- dern sie kann auch Alleinstehenden gewährt werden, für die niemand sorgt, wenn sie erkrankt sind. Träger der Vereinigung für Hauspflege E. V. sind das Städtische Wohlfahrtsamt, die In- nere Mission, der Caritasverband und die Arbeiterwohlfahrt. Die Vereinigung hat ihre Geschäftsstelle in der Mittelstraße 42, Zimmer 14. Die Hauspflege kann aller- dings nicht kostenlos geleistet werden. Wer in der Lage ist, zu zahlen, bezahlt den Stun- dentarif, oder bei längerer Dauer eine Pau- schale. Nur in besonderen Notfällen springt die Fürsorge, oder nach Lage des Falles einer der caritativen Verbände ein. Die Vereinigung selbst kann in Notfällen erst dann entgegenkommen, wenn sie von groß- zügigen Freunden wieder unterstütz wird. rei. Verkaufszeiten im Dezember Der Verband des Einzelhandels hat in Uebereinstimmung mit den Behörden die Verkaufszeiten für den Monat Dezember wie folgt erweitert: a Samstag, 11. und 18. Dezember 8-12 und 14-17 Uhr. Mittwoch, 15. und 22. Dezember 6—12 und 14—18 Uhr. Silberner und goldener Sonntag(12. und 19. Dezember) 13-18 Uhr. Heilig Abend und Silvester(24. und 31. Dezember) 8-12, und 14—16 Uhr. Diese Regelung gilt nicht für den Lebens- mittel-Einzelhandel, der seine Geschäfts- zeiten unverändert beibehält. 50 Jahre Ingenieurschule Mannheim Die Städtische Ingenieurschule Mann- heim feiert am 13. Dezember ihr 50jähriges Bestehen mit einem Festakt um 11 Uhr in der Aula der Wirtschaftshochschule. Am 18. Dezember findet um 19.30 Uhr aus dem gleichen Anlaß ein Unterhaltungsabend al- ler ehemaligen und jetzigen Schüler im Ro- sengarten statt. Die ehemaligen Absolven- ten sind zu beiden Feiern eingeladen. Da der Ingenieurschule die gegenwärti- gen Anschriften der Absolventen nicht be- kannt sind, erfolgt die Einladung auf die- sem Wege. Podium und Bühne Die Antwort der Zöllner Wer erwähnten kürzlich, daß die deut- schen Zollstellen drei Jahre nach dem Ver- stummen der Kanonen immer noch nicht im Besitz der ausländischen Zolltarife sind. Das Hauptzollamt bemerkt hierzu, daß die deutschen Zollstellen noch nie im Be- sitz der ausländischen Zolltarife waren, son- dern nur die deutschen Industrie- und Han- delskammern. Diese haben früher die an- fragenden inländischen Exporteure und son- stigen Interessenten über die Höhe der àus- ländischen Zollsätze unterrichtet. Die deut- schen Zollstellen erteilen nur Tarifaus- künfte über ausländische Waren, die nach Deutschland eingeführt werden sollen, und zwar auf Grund des deutschen Zolltarifs. Weiterhin bringen Auflieferer von Ge- schenksendungen nach dem Ausland ihre Pa- kete meist fertig verpackt zur Postzollstelle beim Postamt 2 am Hauptbahnhof und sind dann sehr ungehalten, wenn sie ihre Pa- kete zur Zollrevision öffnen müssen. Es scheint noch nicht allgemein bekannt zu sein, daß die Postzollstellen verpflichtet sind, sämtliche nach dem Ausland bestimmten Pakete inhaltlich nachzuprütfen, bevor sie die Ausfuhrgenehmigung erteilen dürfen. Im Interesse einer schnellen und rei- bungslosen Zollabfertigung ist es daher empfehlenswert, die Pakete unverschlossen zur Zollstelle zu bringen und sie erst nach Ueberprüfung an Ort und Stelle endgültig zu verpacken. Wie gratulieren! Gustav Braun, Mannheim, Düsseldorfer Straſſe 18, feierte seinen 80. Ge- burtstag. Ihren 73. Geburtstag begeht Luise Jekel, Mannheim, Augusta-Anlage 29; Jakob Bender, Mannheim, Gartenteldstrage 18, wird 75 und Valentin Köhler, Mannheim-Feuden- heim, Feldstraße 28, wird 85 Jahre alt. 3 5 — — wduaes wetter 1 Wettervorhersage bis Mittwoch- trün: Montagvormittag nebelautf- lsend bei etwas auffrischend süd- lichen Winden, dann vielfach hei- ter und für die Jahreszeit sehr * miüld. Nachts wechselnd wolkig. ein Nachtfrost. Dienstag wechselng wolkig. Überwiegend trocken. Höchsttemperaturen um 10 Grad, in der Nacht zum Mittwoch neblig: Tiefstwerte um Null Grad. 5 Amt für Wetterdienst Karlsruhe. 4 ——— Die plastik der Mannheimer Kunsthalle In den gleichen Räumen, die noch vor we- nigen Tagen voll des hinreißenden Klanges Slevogtschen Genietums waren, wird nun eine andere Weise aufgespielt: die in Stein ge- hauene, in Bronze gegossene Musik meister- hafter Plastik. Etwa Zweidrittel mnres über Krieg und Beschlagnahmungen geretteten Be- standes zeigt die Kunsthalle in dieser neuen Ausstellung. Zweidrittel„nur“ und doch schon eine Sammlung, die man nicht ver- läßt, ohne bis ins Innerste angeweht worden zu sein von den begnadeten gestalterischen Kräften, die sich hier in edlen, in strengen, in tänzerisch bewegten wie in gesammelt ver- sunkenen Formen kund tun. In kluger Aus- nutzung ihrer Mittel haben die Mannheimer Kunsthallen-Direktoren(Wichert- Hartlaub Passargel unter dem Schaffen unserer Zeit eine Auslese getroffen, dle jeden, der Auge und Ohr dafür hat, überzeugen muß, daß, wie kast zu allen Zeiten übrigens, der Ruf vom Niedergang der Kunst irrig, daß er gänalich unangebracht ist. Oder ob es noch immer jene Unbelehrbaren gibt die über Wilhelm Lehmbrucks Plastiken unberührt die Achseln zucken und gar darüber spotten? Wo offenbart sich denn im Schaffen der Gegenwart deutlicher die. Hand des Genies als in der„Badenden“ etwa oder in der großen,„Stehenden“, dieser so sehr aus innerer Vision geschaffenen, geisterfüllten Gestalt, die den in Paris hungernden Lehm- bruck über Nacht berühmt gemacht hat? Ihm gleich an Tiefe der Empfindung, wenn auch okt eleganter, so man will: weltlicher und nicht so hymnisch ist Gerhard Marcks, Seine „Seraphita“ ist eines der lanzstücke der Mannheimer Sammlung. Bevor man sie aber ganz nahe besehen, ihr gegenüberstehen und sich dem hellenistisch offenen, reinen Rhyth- mus dieser kauernden Mädchengestalt hin- geben kann, hält einen der„Tanzsaal“ fest, wie Dr. Passarge den zweiten Raum so tref- dend gekennzeichnet hat. Hier ist alles in Be- wegung: das„Fohlen“ von Renée Sintenis bäumt sich in frohem Uebermut auf, Georg Kolbes„Tängerin“— ein spätes Werk— ver- liert sich in selbstvergessener tüänzerischer Grazie, Karl Albickers„Fliehende“, ist mitten im Aukspringen gebannt.., man reibt sich cue Augen und vermeint, den unsterblichen Papageno zu sehen und sein Glockenspiel zu hören, das alle, ob sie wollen oder nicht, tanzen heißt. Selbst Richard Scheibes„Schwe- sternpaar“, das wahrhaft nicht nur äußerlich, sondern gerade auch seelisch 30 innig ver- bundene Paar, erscheint weniger statisch, als es sonst wohl möglich ist. Zu der einen Pla- stik Albickers kommen hier noch der„Kopf der Mutter“, und der„Jüngling“ hinzu— Zeugnisse der letzten großen Albicker-Aus- stellung, die Dr. Passarge 1939, ein halbes Jahr vor Kriegsbeginn, veranstaltet hatte. Und. so geht es fort durch die fünf grogen Räume hindurch. Ein Schwingen und Klingen Überall: in strenger Form bei Ludwig Kaspers„Hockender“ in klassischer Har- monie und in ruhiger sinnender Ausgewogen- „Jüngling mit heit bel Bernhard Bleekers Stab“, erdhaft und aus den Urgründen des Seins aufsteigend in Barlachs„Bauerngruppe“. Und wer diesen ganzen Weg, der von meister- lichen Zeichnungen und Graphiken begleitet Ist, aufmerksam und alles noch einmal in sich aufnehmend zurückschreltet, der wird sich gerne wieder gefangen nehmen lassen von Rodins, genialer„Mahler-Büste“, von Georg Minnes„Knieender“ oder von Mall bekanntem„Renoir-Ropf“, Raum stehen und einen willkommen heiden zu neuer Begegnung mit guten Freunden, dle Wohl so etwas sein oder werden können, Wie 5 ein anderes„Lyrisches Lebensgelelte“. Kurt Heinz Joachim Timmermann gestorben Das Nationaltheater hat einen schmerzlichen Verlust erlitten: Joachim Timmermann, der bellebte Charakterspleler des Schauspiels, ist Samstagfrün nach nur zweitägigem Kran- kenlager. an einer infolge einer Erkältung plötz- lich aufgetretenen schweren Lungenentzün- dung im Alter von nur 37 Jahren gestor- ben— eine erschütternde Nachricht für alle Theaterfreunde, die Joachim Timmermann in den drei Jahren seiner Nene Wirksam- keit als Mensch und Künstler kennen und schätzen gelernt haben. Im Dezember 1948 wurde Timmermann, der seit 1941 in Posen tä- tig war, zusammen mit seiner Gattin Hanna Meyer an das Nationaltheater verpflichtet, zu einer Zeit, da das durch den Krieg schwer de- zimierte Mannheimer Schauspielensemble mit größten Aufbauschwierigkeiten zu kämpfen hatte und sehr viel Selbstverleugnung, persön- liche Aufopferung und Idealismus dazu gehörte, künstlerisch zu arbeite, ohne zu verzweifeln. Joachim Timmermann War einer dieser Unent- wegten und Nimmermüden, die damals, ohne nach materiellen Vorteilen zu fragen, ihre Be- gabung in den Dienst der Wiedererrichtung des Nationaltheaters gestellt haben. Den ersten entscheidenden künstlerischen Erfolg errang er mit der ausgezeichneten Verkörperung der Ti- telrolle von Georg Kaisers Schauspiel„Ber Gürtner von Toulouse“. Seine vielseitige Ver- wendbarkeit— wir erinnern an seinen ekre- Ilse Meudtner tanzt spanisch Ilse Meudtner, die bekannte Tänzerin, brachte die künstlerischen Früchte eines ein- jährigen Studienaufe wie improvisiert in rhythmisch bewegte zu übersetzen, und hier gibt sie ihr Liebens- a würdigstes: mit ge tanzten Bonmots kokelt verzierte Kunst. n In Kurt WIIlteh stand der Tänzerln urm, seinen Lambertier, seinen Oberon, ein uch auch solistisch betätigender Pianist an seinen Gestapo-Schuft Schmidt-Lausitz in von Geschmack und Können zur Seſte. Lalder/ 5 Zuckmayers„Teufels General“ und an den 8 Kain bei Wilder— sicherte dem unermüdſich nur eine spärliche, doch an sich arbeitenden Künstler mehr und mehr die schauerschar eingefunden. Sympathien der Mannheimer, die dem so früh Dahingegangenen auch über das Grab hinaus ein dankbares Andlenken bewahren werden. 4 orientalisch beeluflußten sogenannten Fla- menco-Stil. Die Ausstrahlungen der tänzeri- schen Impulse Ilse Meudtners sind nicht immer gleich stark. Sie wirkt nicht so schr durch technische Bravour als vielmehr durch einen sehr natürlichen Charme und eine aus zänzerisch-musikalischem Gefühl heraus in- tuitiv sicher erfaßte geschmackvolle Gestal- tung des Formalen. Am stärksten läßt sle sich vom lebhaft bewegten Rhythmus schöpferisch ergreiten. Sie braucht das Kostüm, die vir- tuos gehandhabten Kaslagnetten, die schnip- benden Finger, die klappernden Absätze und nicht zuletzt ihre reizvoll eingesetzte mimi- sche Kunst als wesentliche Hilfsmittel. Und so wird sie zum guten Teil zur schausplele- rischen, zur darstellenden Tänzerin. Das gibt dem Getanzten einen gewissen theaterhaflen Zug, allerdings auch leuchtende Farbe und Wirkung nach außen. Die oft leicht ironl⸗ sierenden Themen der im volksmäßigen wur- zelnden, ganz unproblematischen Tänze im klassischen Sti! Golero elasico, Tanguillo, Setzuidillas oder der Fanny-Elsner-Bolero de la Cachucha) wein die Meudtner nach Empfin- dung und Stimmung unter Zuhilfenahme der vielseitigen Ausdrucksfähigkeit ihrer Form elne sozusagen hatte sich zu der sonntäglichen Morgenstunde sehr dankbare Zu- C. O. Das „Schaubude München“ ehen“ ein einmaliges das am kommenden stattfin- und Schau- abschließen, Zone. 5 1 Hände 3 „Düsseldorfer Kommödeben“. 0 C. O. E. 5 W Erfolg der Wan onnte das Nationaltheater mit dem, Düssel- dorter Komm d 5 Gastspiel n n i Freitag, 19.30 Uhr, im Nationaltheater 3 u 3 in 8 heim— kleine Literaten-, Maler- U zelgt gegenwärtig ein ganzes Prograram spielerbühne gilt als das beste Kabarett der im Klassischen und im britischen 5 5 * 2 2 2 15 Mit der Femillennachriehten 8 Am 5. 12. 1946 verstarb nach heimtückischer Kranheit unerwartet rasch, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, meine innigst- — e Frau, Tochter, Schwester, Schwägerin und e, Frau Nuih Leber geb. Iuhardit im blühenden Alter von 22 Jahren. Mannheim(L 7, 7, den 3. Dezember 1948. Dr. Heinrich Leber f Frau Anna Jllhardt Witwe Beerdigung: Mittwoch, 8. 12. 1948, 13.30 Unr, Friedhof Katertal. In tiefem Schmerz: Nach langem, schwerem Leiden wurde heute unsere liebe, gute Wir danken allen für die herz- liche Anteilnahme sowie für Mutter, Schwiegermutter und die Überaus zahlreich. Kranz- Oma, Frau„ u.„—.——.— gang unseres lb. Entschlafenen, Maria Knapp— a geb. Löhr in die Ewigkeit abberufen. Mannheim(J 40, 9), 3. 12. 1948. In tiefer Trauer: Veronika Knapp; Gertrud Seitz, geb. Knapp: Anton Seits; Maria Diemer, geb. Knapp: Alois Diemer. Beerdigung: Montag, 6. 12. 4d, 10.30 Uhr, Hauptfriedhof mm. Nudoli Moniag Besond. Dank der Direktion d. Rhein. Gummi- u. Cell.-Fabrik, seinen Arbeiskameraden, sei- nen lieben Mustktreunden und Herrn Pfr. Kühn für seine trostreichen Worte. Mnm.-Neckarau, Dezember 1048 Waldweg 62. Babette Montag und Angeh. Für die überaus zahlreichen Be- weise herzl. Anteilnahme, die vielen Zuschriften, Kranz- u. Blumenspenden b. Heimgang meines lieben Mannes und un- seres lieben Vaters, Herrn Hans Kärcher sagen wir unseren innigsten Dank. Ganz besonderen Dank Herrn Obermeister Sickinger tur die so trostreichen Worte, den Herren der Innung u. den Freunden unseres lieben Ver- storbenen. N Mannheim, Hch.-Lanz-Straße 29 Frau Marthe Kärcher und Kinder.. Meinen lieben Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwie- ger vater. Großvater, Schwager und Onkel, Herr August Kasper haben wir heute im Alter von senen Arbeitskameraden, sei- ner Rückkehr in die Heimat, zur ewigen Ruhe bestattet. Allen denen, die inn auf sei- nem letzten Wege begleiteten, oder mit Blumen bedachten, sagen wir unseren herzl. Dank. Mannheim-Waldhof, 3. 12. 1948. Korbangel 43. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilnelmine Kasper. Todes-Anzeigen können bis Sonntag 18.00 Uhr beim Pförtner am rückwärtigen Heute Nacht verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine Nichte, Fräulein Hedwig Schulter Eingang unseres Verlagsgebäu- des aufgegeben werden. MANNHEIM MORGEN Mannheim, den 4. 12. 1946. Giselas Brüderchen N Im Namen d. Hinterbliebenen: Frau Auguste Probst, Wwe. D Ober 1. ist heute angekommen. Dies Die Beisetzung find. am Diens- tag, dem 7. Dezember 1946, vormittags 11 Uhr statt. zelgen in dankbarer Freude an Gerhard Kretschmer u. Frau Ursula, geb. Rehm Mhm.-Neuostheim, 4. Dez. 1948. Böcklinplatz 3(z. Z. Privat- entbindung Huthmann Dr. 1 Irion.) a Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein Ueber Vater, Herr— Max Hölzchen heute im Alter von 831 Jahren 9 Allen werten Freunden u. Be- von mir gegangen ist. Mannheim, Lulsenring 20. In tiefer Trauer: Maria Hölzchen. Einäscherung: Montag, 6. De- zember 1948, um 13 Uhr. kannten, die uns anläglich der Gold. Hochzeit so liebevoll ge- dachten, sagen wir auf diesem Wege uns. herzlichsten Dank. 2 Josef Eschger, H 2, 6/ ü i Bekonnimachungen 1 unt der neuen Rheinbrücte errghrt die runienrummng der Straßenbahn Nena gd wigshosen Wise Nee e Linle 1 u. 2 wie bisher von Hauptbahphof Mannheim über Schlos r wel Anelnlugt E Prledrichsbrücdee K We d u umgekehrt; Linie 3— 7 Waldhof über 2 Straße— Rheinlust— Hauptbahnhof Lud aten nach Anilin; Linie 4 von Kätertal über Hauptbahnhof Mannheim— Hauptbahnhor Ludwigshafen nach Fichtestrage; Linie 7 wie bisher von Käfertal Über Breite Straße— Planken nach Neckarau; Linie 9 wie— von Bahnhof Mundenheim über Pfalzbau nach Oppau: 4e 10 von Waldhof nach Feudenheim; 142125 11 von Rheingönneim uber Pfalzbau— Ludwigsglatz nach Oggers- „ n— 1 Tänle 12 Wie bisher von Feuerwache nach Kammerschleuse: 11816 13 wle bisher aber nur während der Hauptwerkehrszeit kurz- zeitig als Verdichtung von Rheingonheim über Pfalzbau nach 1 Anilin; J von Schlachthof über Wasserturm nach Elektr. Werk, in den 3 Berusmverieehräzelten von Neuostheim nach Diffenéstraße: Linie 1c Wie bisher von Feudenheim uber Breite Straße— Bismarck- straße nach mheinau: Linie 19— bisher von Luitpoldhaten über Kalser-Wunelm-straße nach Friesenh elm: theim uber Planken— Breite Strase nach Sand- arne en. Städt. Straßenbahn Mannheim-Ludwigshafen. aturen wle neu, wieder Kurzfristig Ueterbar f 7 Fleiner-Hüte, O 5. 3 Tüchtige, selbständige Bau- und Stahlbauschloszer bei bester Bezahlung gesucht. Gk. Braun, Transportzerätebau, Mannheim-Neuostheim, Seckenheimer Landstraſle 2a Täglich Eingang frischer Flußfische usw. Hecht— Zander— Rotaugen— Brassen Fischspezialgeschäft G 7. 9 Telefon 506 55 Isollerstof fe wie 1 1 Original Heraklith- Leichtbauplatten Gerrix-Glas watte Gerrix-Glaswollematten 8 Sillanwolle(Steinwolle) jederzeit ab lager E. H. Duftenhoefer sollerungen, fugenlose fuſbõden Ludwigshafen/ Rhein, gröcken- Aufgang 4, Ruf 26 09 Beginn: Montag, 6. 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