1947 2„„ Idschüt- men wir „Wenn len ver- en Sied. gesehen ist alleg lelt, gil et sein; it, dann Nr. Ur g gab Urs der en Witz scheint 1 brau- Strate 1 cler er- . Ztg. eich um die forzheimm kolg er- chneider und im gen der Demand Zipperle „ Baden. Mann- Länder. Berner. derweise Vürttem⸗ Wettbe⸗ der Ge- -Gremer dttemberg scharfes Runden- wennin. shaken), 1 Braun Jugend- a Intra e. Den Runden- sterhold- zu. Ein ler War Punkte · t-Berner ht mehr n sicher en) und Byg. Frank- auf der ngenden dessen erhöht Mark zt 00 elkampf nde den ch sein E. von ihm deutsche / Hol. gen die Toren, atheber⸗ 1460 Kg. r Wag · en eße. DEN lit einer Vor. te mit brigens letzten e und ststand. EUTER otember ranzösi. e Zone an die 1 Werte inkenen e Fort- nd Ro- en noch rschlep- en nur DENA Militär. die auf genden Us-Be. 60 000 t. 1 Eisen- Transit. in dle DENA d eine n Gent ferenz Truman ollzoll- niniste⸗ ontrolle ommen würde ge er- 5 Kon- rfolgen EIER zeiten jährige kolgen⸗ ussicht n Ney 900 am rüfung gsver⸗ ele ne 1. pe an die 88 ver, ihren usstel u und s Ver. zuge- 7 1 l 4 das — B 110. mung, 4 1 Jahrgang Nummer 71 Samstag, 28. Juni 1947 Einzelpreis 20 Pfennig e Die letzte Chance für Europa Beginn der Pariser Besprechungen— Das Ruhrgebiet als Herz Europas Paris, 27. Juni. DENA-REUTER) DIie pariser Besprechungen der Außen- minister von Frankreich, England und der Sowjetunion zur Erörterung des Marshall planes haben am Freitag, 18 Uhr dop- ter deutscher Sommerzeit, im Papageien- sad! des französischen Auhßenministeriums zm Quai d'Orsay begonnen. Die drei Außenminister kamen zu Beginn rer Besprechungen überein, die Sitzungen streng geheim zu halten. Nach Beendi- gung der ersten Sitzung, die bei Redaktions- schluß noch andauerte, wird demgemäß keine pressekonferenz stattfinden. ü Außenminister Molotow war schon im Laufe des Donnerstags auf dem Luft- wege überraschend früh in Paris eingetrof- ten, begleitet von 89 Beratern. Am Abend des gleichen Tages wurde Molotow von Außenminister Bidault zu einer kurzen Unterredung empfangen. Während eines anderthalbstündigen Aufenthaltes in Berlin batte Molotow mit politischen und wirt- schaftlichen Sachverständigen der sowieti- chen Militärregierung konferiert. Der stell- vertretende politische Berater in Berlin, Iwanow, schloß sich der russischen De- legation für Paris an. Außenminister Bevin traf am Freitag- mittag ebenfalls auf dem Luftwege in Paris eln. In seiner Begleitung befanden sich der Leiter des Amtes für Wirtschaftsfragen im britischen Außenministerium, Sir Edmund Hall- Patsch, der Kabinettchef P. G. Dixon, der Leiter des Amtes für Wirt- ichaftsbeziehungen im britischen Außen- ministerium, Stevens, sowie zahlreiche andere hohe Beamte der britischen Re- gierung. f An der Pariser Konferenz nehmen, wie Außenminister Marshall in Washington ut AP bekannt gab, keine amerikanischen Beobachter teil. Jedoch hält sich der augenblicklich in Europa weilende stellver- tretende amerikanische Außenminister Wil- lam Clayton, der während der ganzen Voche in London Wirtschaftsbesprechun- gen mit der englischen Regierung führte und der zur Wirtschaftskonferenz nach Genf reisen wird, für„Beratungen“ zur Verkügung der drei Außenminister.. — Leitgeschehen laufend berichtet kord Pakenham wird am Samstag, von Oester- leich kommend, zu seinem sechsten Deutschland- dezuen in Köln eintreffen. ENA) Während der vernehmung im Nazlärzte-Prozeß lbersprang der Belastungszeuge Karl Höllenreiner die Barriere der Anklagebank und versetzte dem angeklagten Pr. Beiglböck einen Faustschlag. Der ue wurde wegen ungebührlichen Verhaltens or Gericht zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt. DEN) der Haüptankläger in den Nürnberger Prozessen, General Taylor, teilte mit, daß bis zum Frühjahr gedle Verfahren in Nürnberg beendet sein sol- en. Er betonte, das Ziel der Prozesse sei nicht nur die Bestrafung der Schuldigen, sondern auch die Erlangung historischen Materials über die Aebressſon und über weitere Verbrechen der Nazlregierung. DEN A) a Etma 3000 deutsche Flüchtlinge werdeft wöchent- 18 aus Dänemark in die russische und ameri- anische Besatzungszone zurückgeführt.(AP) Die griechische linksradikale Oppositionspartei kan nat sieh an die Vereinten Nationen gewandt, um Hllte gegen den„wachsenden Terror“ der felechischen Regierung seit der Abreise des UN- alkanuntersuchungs ausschusses zu erbitten. (DENA-REUTER) In seoul auf Korea haben die Besprechungen einer amerikanisch- sowjetischen Kommission mit 015 Vertretern der demokratischen Parteien und kganisationen Koreas begonnen. DENA-OANS) 1 Gattin des argentinischen Staatspräsiden- bn, Senora Evas Duarte de Peron, wurde bei 91975 Ankunft in Rom von Außenminister Graf braa begrüßt. Der Papst hat sie in Privat- zudlenz empfangen.(AP) 985 Sutan Sharir, der Premierminister der in- beslschen Republik, hat seinen Rücktritt ange- Undo; nachdem seine Zugeständnisse an die Hol- 101 er von den indonesischen Links-Parteien kri- ert wurden. ENA-RTUTER) .. und nun das Neueste des DENA) Etwa 200 Internierte kelune ere Darmstadt weigerten sich, der Ein- Wirts zum Arbeitseinsatz für den Zweizonen- schaktsrat in Frankfurt Folge zu leisten. Erst Lorgt, Bekanntgabe eines Uitimatums des Lager- tener und nach Eingreifen der Lagerpolizei sten sich die Internierten der Anordnung. 0 Nauheim.(DbzNa) ber zur 79 5 Hellsender für Pressenachrichten 3— wird von der DENA am 12. Juli in ender t in Betrieb genommen werden. Dieser e ist der Ersatz für den im vorigen Novem- verbrannten Helisender der DENA. min utt sar t.(ENA) per Leiter der ver- lag Darmstadt. Zeit er in btellung kür Internierten- und Arbeits- nialsterlurwürttembergisch-badischen Befreiungs- unter erlum. Dr. Hermann Wederkopf, wurde nen 3 Verdacht, in Frankreich Kriegsverbre- bop iran ben. zu haben, festgenommen. weder angela rd beschuldigt, Kommandant eines Durch- von Pakters für politische Gefangene in der Nähe aris gewesen zu sein. miüsenen. DENA- DPD) Gegen den von der chemaller ilitärregierung befohlenen Abbau der und qi sen Krupp- Werke wollen die stadt Essen erbeben. Belegschaft der Krupp-Werke Einspruch r over.(RwW) Infolge des Rückgangs ichen Indiezutellung herrscht in der niedersächsi- Aromz ndustrie völlige Arbeitsruhe. Die Kraft- un! 7 8 50 aus Nordrhein-Westfalen ist im Monat 5 das Minimum von 5000 k W gesunken. delten(Ar) Lord pakenham ist zu einem . Eigen Aufenthalt in Oesterreich eingetroffen. dhiup 5(Ar) Zwischen Frankreich und der ginischen Republim wurde soeben ein und Kulturabkommen unter- Ott men L And hen w a.(ND) Ueber 200 000 Katholiken aus 50 dern der Welt haben an dem Marlani- lelerlich eitkongreß teilgenommen, der mit einer tand. Zen Sakkamentsprozession seinen Abschluß aus K 8 Kardinäle, darunter Kardinal Frings n, hatten der Tagung beigewohnt. de Janeiro.(DENA-INSs) ber Staats- 5 Jon Chile, Gonzales Videla, traf zu zehen Seeed General Dutras, des brasiliani- g atspräsidenten, in Rio de Janeiro ein. in Amerikanische Aeußerungen Präsident Truman erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington, daß er dem Marshall-Plan für eine Europa-Hilfe vor- behaltlos zustimme. Er selbst, das Finanz- ministerium wie der Außenminister befänden sich in dieser Frage in vollkommener Ueber- einstimmung. Die Erklärung des Präsidenten, daß es innerhalb der amerikanischen Regie- rung keine Meinungsverschiedenheiten gäbe, wird als eine Ermunterung an die Adresse der in Paris tagenden Außenminister angesehen. Trumans Erklärungen sind um 80 wichtiger, als der amerikaniche Finanzminister John Snyder vor Pressevertretern erklärt hatte, der Marshall-Plan bedeute keinen„Blanko Scheck“ der Vereinigten Staaten an die euro- päischen Länder. Nach seiner Ansicht stelle der Marshall-Plan nur eine Aufforderung an die europäischen Länder dar, Inventur zu machen, um festzustellen, inwieweit sie sich selber helfen könnten. Außenminister Marshall selbst erklärte, wie AP berichtet, auf einer Pressekonferenz, daß die Finanzierung einer erhöhten Ruhr- kohlen-Förderung Gegenstand von Bespre- chungen zwischen dem amerikanischen Außen- ministerium und der Weltbank gewesen sei. Er bezeichnete die Steigerung der Ruhrpro- duktion wie eine Erhöhung des deutschen In- dustrieniveaus als entscheidend für den Wie- deraufbau Europas. Wie DENA-INS hierzu ergänzend berichtet, nimmt man in diploma- tischen Kreisen Washingtons an, daß das Pro- blem der zukünftigen Rolle Deutschlands in einem wiederbelebten Europa von den drei Außenministern in Paris besprochen würde und daß Molotow die Frage einer internatio- nalen Verwaltung des Ruhrgebietes wieder aufwerfen würde, um der Sowjetunion ein Mitbestimmungsrecht über die Entwicklung der Ruhrindustrien zu sichern. Von einer solchen Teilnahme an der Verwaltung des Ruhrgebietes, würden die Russen, wie man glaubt, ihre Mitarbeit am Marshall-Plan ab- hängig machen. Es sei deshalb zu erwarten, daß man sich in Paris mit dem lange ver- 2 ö6gerten Friedensvertrag für Deutschland befassen müßte, denn politische Fragen könnten von wirtschaftlichen nicht getrennt werden. Wie AP aus Moskau berichtet, befaßte sich die„Prawda“ mit dem Marshall-Plan in einem ungezeichneten Leitartikel, von dem man an- nimmt, daß es sich um eine amtliche Ansicht handelt. Es heißt dort u. a., der Marshall- Plan sei zum Scheitern verurteilt, wenn er nur eine Wiederbelebung der Truman-Doktrin oder des Churchill-Planes der Schaffung der e Staaten von Europa darstellen Sollte. Wirtschaftsrat kein politisches Forum In Erwartung schneller und wirksamer Maßnahmen Frankfurt, 27. Juni. ENA) Den Ab- schluß der konstituierenden Tagung des Wirtschaftsrates bildeten die Sitzungen des Hauptausschusses und der inzwischen gebil- deten Arbeitsausschüsse, die im kommenden Monat ihre Arbeit getrennt aufnehmen werden. Das Direktorium des Wirtschafts- rates wird erst nach einer weiteren Zusam- menkunft des Exekutivausschusses ernannt werden. Die nächste Vollversammlung des Wirtschaftsrates, auf der hohe Vertreter der Militärregierungen das Wort ergreifen wer- den, ist für den 22. und 23. Juli vorgesehen. Der Präsident des Wirtschaftsrates, Dr. Erich Köhler(CDU) sieht die vordring- lichsten Ziele des Wirtschaftsrates in der Vorbereitung einer Herabsetzung der Steuern und in der Erfassung des„vaga- bundierenden“ Geldes. Es komme alles darauf an, erklärte er, daß der Wirtschafts- rat in der Lage sei, der Bevölkerung im kommenden Winter die notwendigen Le. bens mittel und eine warme Stube zu sichern.. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Wirtschaftsrat, Erwin Schoettle, be- tonte, die SPD werde auch im Wirtschafts- rat die Sozialisierung der Grundstoff industrien vertreten. Der Fraktionsführer der KPD, Max Reimann unterstrich, die Rechtsmehrheit im Wirtschaftsrat sei be- wuhßt geschaffen worden.„Wenn die Berg- arbeiter im Ruhrgebiet merken“, sagte er, „daß an der Spitze der Wirtschaft eine Rechtsmehrheit steht, wird die Kchlenpro- duktion weiter absinken“. Der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Franz Blücher, vertritt die Ansicht, daß durch den Unterschied zwischen der CDU- Mehrheit im Wirtschaftsrat und der SPD- Mehrheit im Exekutivausschuß keine Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit auftreten. Das ganze Volk erwarte, sagte Blücher, daß die Parteien eine gemeinsame Lösung der drängenden Fragen fänden. „Times“ betont provisorische Natur Wirtschaftsrates Die Londoner„Times“ schreibt zu der Bildung des Wirtschaftsrates, die Entwick- lung in Deutschland sei in ein neues Sta- dium getreten. Es sei für den Wiederaufbau ganz Deutschlands entscheidend, daß der Wirtschaftsrat und seine Ausschüsse schnell und wirksam arbeiten würden. Es sei jedoch nicht weniger wichtig, auf der provisori- schen Natur des Rates und seiner Funk- tionen zu bestehen. Die unabhängige Wo- chenzeitschrift„Spectator“ schreibt, der Wirtschaftsrat solle Westdeutschland in- standsetzen, sich wirtschaftlich selbst zu helfen, er solle dagegen nieht ein poli- tisches Forum sein. des e Aufgabe Originalzeichnung: Willi Schneider Zum zweiten Geburtstag der UN Staatsmänner aus aller Welt mit gedämpfter Hoffnung New Kork, 2. Juni. DENA) Die Regie- rungschefs der vier Großmächte— US, England, Frankreich und China und führende Persönlichkeiten der UN— spra- chen zum zweiten Jahrestag der Unterzeich- nung der UN-Charta über den Rundfunk der Vereinten Nationen zur Welt. Präsident Truman forderte in seiner Ansprache die Welt auf, weiterhin die Ver- einten Nationen zu unterstützen, damit eine wirkliche Weltsicherheit sowie ein wirt- schaftlicher und sozialer Fortschritt erzielt und die grundlegenden Rechte und Frei- heiten der Welt respektiert werden. Die Stärke der Vereinten Nationen, betonte Tru- man, beruhe auf der Erkenntnis der Mit- gliedstaaten, daß trotz aller Meinungsver- schiedenheiten ein gemeinsames Interesse bestehe, den Weltfrieden und die inter- nationale Sicherheit zu festigen. Der britische Premierminister Clement Attlee bezeichnete die Organisation der Vereinten Nationen als ein Instrument des Friedens, deshalb sei es die Aufgabe der Re- gierungen und der Völker, sie wirksam wer- den zu lassen. Die Charta der UN sei nicht ganz mangellos, wenn sie aber richtig ange- wandt werde, sei sie das beste Mittel für einen dauernden Frieden unter den Völkern. Der französische Ministerpräsident Ra- ma dier erklärte: Der neue heilige Hort des Völkerrechts und der Moral— die Charta der Vereinten Nationen— kann stolz darauf sein, daß alle den Frieden, die Gerechtigkeit und die Freiheit liebenden Völker ihn auf- gebaut haben.“ Der chinesische Staatschef, Generalissimus Tschiangkaischek, hob hervor, keine Schwierigkeit dürfte als unlösbar bezeichnet werden, wenn alle Mit- gliedstaaten der UN bereit seien, ihre eige- nen Interessen denen der Welt unterzuord- nen. Erste fetteinfuhren Berlin, 27. Juni.(AP) Nach einer Bekannt- gabe von General Clay und Luftmarschall Sir Sholto Douglas ist seit Beginn der Be- setzung Deutschlands zum ersten Male die Einfuhr von 15 700 Tonnen Speisefett und Oel aus dem Ausland für den Verbrauch der anglo- amerikanischen Zone zum Preise von etwa acht Millionen Dollar vereinbart wor- den. Die ersten Lieferungen werden Anfang Juli in deutschen Häfen erwartet. Strafverschärfung für Wirtschafts- verbrechen München, 27. Juni. DENA) Der bayerische Landtag hat ein Gesetz zur Verschärfung der Strafen bei schweren Wirtschaftsvergehen und ein weiteres Gesetz zur beschleunigten Abur- teilung von Wirtschaftsvergehen und-verbre- chen einstimmig angenommen. Der Abgeord- nete Dr. Josef Schwalber(CSU) teilte nach Abschluß einer mehrstündigen unter Aus- schluß der Oeffentlichkeit abgehaltenen Sit- zung über die Arbeit des Wahlprüfungsaus- schusses mit, daß von den 180 Abgeordneten des bayerischen Landtages 169 überprüft und als zuverlässig befunden wurden. Ein Abge- ordneter der SPD habe, wie Dr. Schwalber be- konte, sein Mandat niedergelegt, während die Ueberprüfungen bei acht Abgeordneten noch nicht abgeschlossen seien. Außerdem habe der Wahlprüfungsausschuß gegen die Abgeordne- ten Hausleitner(CSU) und. Professor Dr Hermann Stratmann(CSU) Antrag auf Niederlegung der Mandate gestellt. Den bei- den Abgeordneten seien Buchveröffentlichun- gen im nazistischen Sinne nachgewiesen wor- den. „Internationalisierung der Ruhr“ Düsseldorf, 27. Juni. DENA) Der Wirt- schaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Dr. Erik Nölting, erklärte im Zusammenhang mit dem Marshall-Plan gegenüber einem DENA-Vertreter, es würde sich nichts schlim- mer auf die Arbeitslust der Bergleute und Arbeiter im Ruhrgebiet auswirken als das Ge- fühl, das Ruhrgebiet solle internationalisiert werden. Die Wolke der Ungewißheit, die über dem Ruhrgebiet liege, müsse endlich verscheucht werden. Europäische Jugendtagung München, 27. Juni.(Ap) Auf der deutschen Jugendtagung am kommenden Sonntag in Mün- chen werden Vertreter von acht europäischen Staaten das Wort ergreifen. Das sechstägige Programm der Tagung sieht Diskussionen. Schulungskurse und gesellige Veranstaltungen vor. Ferienkurse deutscher Universitäten Berlin, 27. Juni.(AP) Nach Mitteilung der amerikanischen Militärregierung werden an den Universitäten Marburg, Erlangen und Heidelberg während den Semesterferien gemeinsame Kurse für deutsche und auslän- dische Studenten eingerichtet werden. Aehn- liche Kurse sind an Universitäten in der bri- tischen und französischen Zone in Aussicht genommen. An jedem Kursus werden 100 deut- sche Studenten teilnehmen. 35 Plätze stehen der amerikanischen Studentenschaft und je 15 jedem anderen Land zur Verfügung. Die Vor- lesungen sollen hauptsächlich von ausländi- schen Lehrern, darunter Angehörige der Mili- tärregierung, gehalten werden. Ausländervermögen freigegeben Berlin, 27. Juni. DENA) Nach Mitteilung der amerikanischen Militärregierung können jetzt die durch Gesetze der amerikanischen Militärbehörde beschlagnahmten und unter Kontrolle oder treuhänderische Verwaltung ge- stellten Vermögenswerte von Angehörigen neutraler oder zu den Vereinten Nationen ge- hörender Staaten(mit Ausnahme von Spanien und Portugal) freigegeben werden, Vorausset- zung für die Freigabe ist, daß die Eigentums- verhältnisse an den betreffenden Vermögens- werten einwandfrei feststehen und nicht strit- tig sind. Von den Freigabebestimmungen wer- den etwa 10 000 verschiedene Vermögen im Gesamtwert von 1,5 Milliarden RM betroffen. Harriman und Anderson besuchen US-Zone Washington, 27. Juni. DENA) Der ame- rikanische Landwirtschaftsminister Clinton Anderson und Handelsminister Averall Harriman werden sich am kommenden Dienstag auf dem Luftwege nach der ameri- kanischen Besatzungszone in Deutschland begeben, um sich selbst über die landwirt- schaftlichen und industriellen Zustände in Deutschland zu unterrichten. 80 Jahre Bethel Mannheim, 27. Juni.(EP) Am 29. Juni begehen die von Pastor Friedrich von Bodel- schwingh ins Leben gerufenen Anstalten ihre 80-Jahrfeier Während des Dritten Reiches hat Pastor von Bodelschwingh einen mann- haften Kampf für seine Kranken geführt. Nach dem Zusammenbruch sind 1945 zahl- reiche Einrichtungen in Bethel Flüchtlin- gen und Schwerkriegsbeschädigten zur Ver- kügung gestellt worden. Der Anfang 1946 ver- storbene Pastor von Bodelschwingh hat für die Vertriebenen einen eigenen Suchdienst in Bethel eingerichtet. Neubürgerhilfe gleichmäßig verteilt Mannheim, 27 Juni.(MM) Nach einer Meldung der„Stuttgarter Zeitung“ erklärte Staatskommissar Betting er vor den Kreis- und Flüchlingskommissaren Württemberg- Badens in Heidenheifn, heute seien zwei ver- schiedenartige Haltungen gegenüber den Neu- bürgern festzustellen. Der eine Teil, haupt- sächlich der minderbemittelte Bevölkerungs- kreis, zeige sich aufgeschlossen für die Nöte der Ausgewiesenen, während sich bei den Wohlhabenden eine„Wissenschaft der Ab- wehr“ entwickelt habe. Bettinger betonte, das Stsatskommissariat und die Regierung seien fest entschlossen, die Unbequemlichkei- ten, die das Flüchtlingsproblem mit sich bringe, auf alle Volksschichten gleichmäßig zu verteilen 5 s Afl gegen Streik in USA Washington, 27. Juni.(DENA-INS) Präsi- dent Truman forderte die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Prüfung der Streiklage in den Kohlenbergwerken, die nunmehr infolge des Streiks der Bergarbeiter fast völlig stilliegen. Er erklärte auf einer Pressekonferenz, daß er gegenwärtig noch keine Maßnahmen gegen die Vereinigte Berg- Werksarbeiter-Gewerkschaft in Erwägung ge- zogen habe, stellte jedoch fest, daß durch eine Ausdehnung der Arbeitsniederlegungen die Stabilität der amerikanischen Wirtschaft und des Weltfriedens gefährdet werden könnte. Truman wies darauf Hin, daß er seine Ein- wendungen gegen das neue Arbeitsgesetz er- hoben habe. Nachdem es jedoch zum Gesetz erklärt worden sei, müßte es von allen respek- tiert werden. Ueber 217 000 amerikanische Kohlenberg- arbeiter beteiligen sich nun an dem Protest- Streik gegen das neue Arbeitsgesetz. Als Folge des Streiks ging die Stahlproduktion bereits zurück. Außerdem begann ein Streik von 40 000 Werftarbeitern auf 9 Werften der Bethlehem Steel Company an der Ostküste der Vereinig- ten Staaten am Donnerstag. Wie AP ergänzend aus Washington meldet, hat der amerikanische Gewerkschaftsverband (AFL) die Anträge einiger ihm angeschlosse- ner Gewerkschaften, gegen das Taft-Hartley- Arbeitsgesetz in den Proteststreik zu treten, abgelehnt. Der Verbandsführer erklärte hier- zu, es wäre unklug, einen Generalstreik aus- zurufen. Der Verband werde das Gesetz mit Rechtsmitteln bekämpfen. Im übrigen werde die AFL gegen alle Kongreßmitglieder, die für dieses„fürchterliche Gesetz“ gestimmt haben, politisch zu Felde ziehen. Neue Schwierigkeiten in Frankreich Paris, 27. Juni. DENA-REUTER) Rund eine Viertelmillion Bergarbeiter haben bisher aus Protest gegen die Annahme des Wirtschafts- notprogramms der Regierung die Arbeit nie- dergelegt. Die französische Metallarbeiter- Gewerkschaft, die etwa 300 000 Arbeiter ver- tritt. kündigte für den 1. Juli einen 24stündi- gen Proteststreik gegen das Finanzprogramm an. Der Bankenstreik, an dem über 30 000 Bankengestellte beteiligt sind, hat die Ge- schäftstätigkeit im gesamten Land gelähmt. ln den Citroef-Werken setzen über 20 000 Ar- beiter ihren Sitzstreik fort. Obwohl alle diese Streiks Kicht direkt auf das neue Wirtschafts- notprogramm der französischen Regierung zu- rückgeführt werden können, hat doch die An- nahme des Programms die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft in höchste Unruhe versetzt. Die Pariser Presse sagt angesichts dieser Lage eine neue Regierungskrise voraus, zumal auch die Sozialisten mit dem Regierungspro- gramm nicht restlos einverstanden sind. Der unabhängigen„Combat“ prophezeit die Macht- übernahme durch eine Biktatur, und der ge- wöhnlich optimistische Führer der Sozialisten, Léon Blum, gibt im„Populaire“ das Scheitern der von ihm im vergangenen Dezember be- gonnenen Preisherabsetzungspolltik zu. Als Vertreter Marschall Stalins sprach der sowjetische Delegierte beim Weltsicher- heitsrat, Andrej Gromyko, und erklärte, die Vereinten Nationen besäßen all das, was notwendig sei, um ein wirksames Instrument im Kampf für den Frieden zu werden. Das Prinzip der Einstimmigkeit der fünf Groß- mächte sei grundlegend für die Interessen der kleinen und großen Nationen gewesen. Der Generalsekretär der Vereinten Na- tionen, Tryg ve Lie, sagte in seiner An- sprache, man könne auf Grund der kurzen Erfahrung während der schwierigsten Periode auf dem Gebiet internationaler Be- ziehungen mit Recht behaupten, daß die Völker imstande seien, auf dem Grundsatz der individuellen Souveränität für das ge- meinsame Wohl wirksam zusammenzuar- beiten. 5 Nur der ehemalige Vorsitzende der Voll- versammlung der UN, Pau!“ Henry S Pa a k, drückte sich pessimistischer aus, als er von den Enttäuschungen sprach, welche die vergangenen zwei Jahre mit sich gebracht hätten. Spaak beklagte das„Sy- stem der Spaltung“, das zwischen den Kriegsalliierten aufgetreten sei. Der tschechoslowakische Außenminister Jan Mas ar yk dagegen erklärte, er glaube trotz der Mängel, die seit der Gründung der UN in San Franzisko zu Tage traten, daß mit ihr der Grundstein für eine neue Internationale Organisation des Friedens, der Verständigung, der Demokratie und der sozialen Gerechtigkeit gelegt worden sei. Auch glaube er nicht an einen neuen Krieg und wer vom Kriege rede, oder ihn herbei- wünsche, versündige sich gegen diejenigen, die ihr Leben für den Gedanken der Ver- einten Nationen hingegeben hätten. Bengalischer Halbmond Kalkutta, 26. Juni.(AP) Der bengalische Teilungsausschuß ist unter dem Vorsitz des Gouverneurs von Bengalen und unter Teil- nahme des bengalischen Ministerpräsidenten sowie je eines Vertreters der Moslemliga, der Kongreßpartei und des Exekutivrates des Vize- königs zusammengetreten, um die ersten admi- nistrativen Schritte für die Teilung der Pro- vinz zu unternehmen. Die Flagge des neuen indischen Moslem- Staates Pakistan wird grün sein. Sie wird einen Halbmond mit Stern und eine Inschrift„Regierung von Pakistan“ zei- gen. Die Einwohner des Landes werden Pa- kistani heißen. Zur provisorischen Hauptstadt des östlichen Pakistans hat der Arbeitsausschuß der Mos- lem-Liga die Stadt Dakka gewählt. De Nicola wiedergewählt Rom, 27. Juni.(AP) Die verfassungs- gebende Versammlung Italiens wählte den aus Gesundheitsgründen zurückgetretenen Staatspräsidenten Enrico de Nicola mit 405 von 431 Stimmen erneut zum provisori- schen Präsidenten der Republik. Nach einer zweistündigen Konferenz mit dem Präsidenten der verfassunggebenden Versammlung, Umberto Terracini und anderen führenden Politikern erklärte der 69 jährige Präsident sich bereit, die Wahl an- zunehmen. Nach einem kurzen Erholungs- aufenthalt auf seinem Landsitz bei Neapel wird der Präsident seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Fritz Tarnow über Prag Mannheim, 27. Juni.(MM) Der Zonen- sekretär der Gewerkschaften, Fritz Tarnow, ehemals langjähriger Vorsitzender des deut- schen Holzarbeiterverbandes, hat, der Stutt- garter Zeitung“ zufolge, sich über die Tagung des Weltgewerkschaftsbundes in Prag, der er als Vertreter der US-Zone beiwohnte, dahin- gehend geäußert, daß in der internationalen Gewerkschaftsbewegung verschiedene Grup- Pen zu unterscheiden seien: Die Gewerkschaf- ten alten Schlages, die als Selbsthilfeorganiss- tionen der Arbeiterschaft den Kampf um bes- sere Löhne und soziale Gesetzgebung führen, die Gruppe jener Gewerkschaften, die, wie die russischen, Ausführungsorgane der staat- lichen Wirtschafts- und Sozialpolftik seien, und eine Gruppe, die, zumeist in Koloniallän dern, in Verbindung mit nationalen Freiheits- bewegungen eine Gewerkschaftsbewegung 2 errichten suchen. Bei der Beratung über dil Aufnahme Deutschlands in den Weltgewerk⸗ schaftsbund habe erst die Versicherung 40 russischen Vertreters, daß die Leitung de deutschen Gewerkschaften in zuverlässigen, antifaschistischen Händen sei, bewirkt, dal die polnische und die französische Delegatiol ihre anfänglichen Bedenken zurückstelltet und schließlich der von dem Holländer Kuy- Pers vorgeschlagenen Empfehlung, die Gut, schen Gewerkschaften in den Bund aufzus nehmen, zugestimmt hätten. „Die von der deutschen Delegation ab- gegebene Erklärung wurde von der Konferen! mit Stillschweigen und ohne sichtbare Reak⸗ tion aufgenommen“, sagte Tarnow und kügte hinzu:„Es wird wohl noch einige Zeit ver- 5 das Mißtrauen endgültig überwun⸗ en ist.“ 8 2 8 15 1——— — 4 8 0 3 N 8— 0 eee. e Seite 2 1 Samstag, 28. Jum 1947 Sam — achte Ffagen des Aufbaues 5 ungsa 5 dle n 1 Ostzo j i Ein Mehr Lult! Ihen Fietof Klage Bein. er G! Ja, wir möchten auch mehr Licht sehen, Der Druck der Ueberbesteuerung erstreckt werden, wenn sie leben wollen, zu Lüge und en Von Samstag, 28. Juni 1947 aber wir wissen, daß eine Sonne, die so ver- sich auf alle Kategorien der Arbeitenden. Die Betrug angehalten. f i echt dunkelt worden ist wie die unsere, nicht von Menschen sind nicht in der Lage, mit dem Zum Beispiel: der im freien Beruf ensch .— F 9 F 9 s eee heute auf morgen wieder scheinen kann, und ihnen verbleibenden Rest des Arbeitseinkom- stehende hat 8 n Arbel nahm 2 F 8 f l 8 5 Wir sind bereit, selbst im Nebel auszuhalten mens ihre Familien zu unterhalten, und wel- vor. Vom Ertrag dieser Arbeit kann er nicht ger vor n N eee eee 5„ und die besten Kräfte einzusetzen. Dazu je- den ganz automatisch zu Schwarzhändlern. existieren. Sie ergibt zwar eine größere 1 zein Postbezugspreis RRT 2.78 einschl. Postzeitungsgebühr und Zustellgebühr, Kreuzbandbezug RM 3.23 doch bedürfen wir der Luft. Die darf man Darf man sie deshalb verurteilen? Summe, die ihm auf den Tisch gelegt wird le an einschl. Porto. Für unverlangte Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. 3 nicht 9 denn wir 1 8 1 Hier ist der Punkt, wo der Begriff„Moral“ aber das N 1 8 1 7 Er- cher 0 anderen— durch Lungen. Ohne Luft keine 5„ wäsung zu ziehen, daß es sich um die Bezab. tz. S ggf 1 i auch vor den Augen des sittlich Höchst- 15 1 n ar Zwei itz. JJ— Fc Unser Deutschland-Spiegel aus und läßt die in der Stickluft dieser som- Werten notwendig sind, gedeihen niemals in 2 b 5 5 1 5 kür das Quartal, in dem die Summe fällig puren meruenen Schwüle beängetisten Gemüter hoffnungsvoll aufatnen. Werden die Groß. Nffrtverhastenerdn 3 9. 5 8 85 een ark in ei mächte endlich mit der Bereinigung des europaischen Problems auch eine Lösung lust und logischerweise ein Absinken der Mo- Solange die Menschen noch Besitz hatte, zehntausend in die Steuerkassen. Für wie. 12 855 der deutschen Frage finden oder wird uns ein vernichtender Hagelschlag beschert ral. Es ist gar keine Frage, daß sich die meta- haben sie ihn verschleudert, um den Steuer- viel Pfund Schwarzmarktbutter hat der Mam er Werden? Seit langem hat die Spannung auf dem Kräftefeld der Vierzonen-Politik physische Konstitution der deutschen Men- abzug auszugleichen. Jetzt aber sind wir nun den Wälzer geschrieben? Sein und seing 15 280 nieht mehr diesen Grad erreicht. Der Giftwind der Gerüchtemacherei wirhelt ie schen diesem Tiefpuniet mer mehr nähert. schon soweit, daß die Substanz aufgegessen Familie Dasein von dieser cn ene abgestorbenen Propagandablätter des Dritten Reiches wieder auf, Verdächtigungen Con der physischen soll nicht gesprochen ist, und es folgt die Verwieklung in dunkle kann er nicht. Er muß 3 356 1 kesulte 1 1 U über und hinüb bot Es ist der ver- Werden, obwohl sie ein wesentlich erschwe- Geschäfte. Auch dies hat jedoch Grenzen,„nebenher“ tun. Auch die jedoch wird ve 5 werden über die grünen Grenzen herüber“ und hinübergeboten. ha 8 5 4 und daß im Haushaltsbus bliche Versuch der Ohnmacht, sich irgendwie in das politische Getriebe ein- rendes Moment darstellt e e e stzustelie nend Se 3 85 N 18 P 5 N 1 1 ix Geld. Die Zahl derer, die an Schwarzmarkt- immer noch ein gewaltiges Loch festzustelleg 5 zuschalten, und sei es nur auf dem Wege des Vorzimmergeschwätzes in den alli- e ist 8„ 58 ware Interésse haben, nimmt ab; in seinem ist. Der Wissenschaftler muß seine Substan der in lerten Kanzleien. 90„ Streb h Nebenverdienst us sich der anknabbern. Wenn er die nicht hat, dann da endlich f J ust und der Moral. Ausgerüstet mit diesen Streben nac Sbenverdienst, muß sie 1 N 1 tschen Die Zwiespältigkeit der Situation findet in dem Verhalten der Parteien inner- Eigenschaften hat es Aussicht, sich ein Plätz- Lohnempfänger allmählich festfahren, und da er vielleicht ein Frau, die ein 1 10 5255 halb und außerhalb Deutschlands ihren Ausdruck. Während man es auf dem Sozia- chen im Warmen wiederzuérobern. Anderen- sein Bedarf nicht kleiner wird, kann er die 3 N Oder 7—. 4 von Usten-Kongreß in Zürich abgelehnt hat, die deutschen Sozialdemokraten als gleich- falls ist Matthäl am letzten. Es geht also un: Experimente zur Bestreitung der Leibesnot- 1 5 3 1 3 3 Lüge 9 allet berechtigte Partner in die große Sozialistengemeinschaft aufzunehmen, hat um- die Zukunftsfrage, und das Forschen nach 3 5 8 9 5 1 e unmöglich sein, weil mit der Arbeit der den En gekehrt der Kongreß der Weltgewerkschaften in Prag die Rehabilitierung der deut- den Gründen der drohenden inneren Auf- ist ein erschüttern 65 Name des Betreffenden eng verknüpft un Vreprä schen Arbeiter beschlossen, und die Aufnahme der deutschen Gewerkschaften, Vorausgesetzt, daß sie sich im gesamtdeutschen Maßstab einigen, in Aussicht ge- stellt. Dieser verchiedenartige Entscheid ist umso verwunderlicher, als er doch offenbar— die Kommunisten ausgenommen— von den Vertretern derselben welt- anschaulichen Richtung ausgeht. Sollte wirklich die extreme Linke soviel deutsch- freundlicher gesinnt sein, als die auf Völkerversöhnung eingestellte Sozialdemo- kratie? Auch innerhalb Deutschlands zeigt sich, daß der Bruderstreit im Hause der Sozialisten immer wieder neue und heftige Formen annimmt. So haben sich die Gemüter um die Wahl des Berliner Oberbürgermeisters heftig erhitzt. Mit über- Wältigender Mehrheit hat das Berliner Stadtparlament trotz des Einspruchs der SED und der voraussichtlichen Migbilligung dieser Wahl durch die sowjetische Rom- mandantur, Prof. Ernst Reuter, den bisherigen Verkehrsfachmann Berlins, gewählt. Ob diese Wahl glücklich sein wird, oder ob sie die Gegensätze der deutschen Zonen- politik nicht noch mehr verstärkt, bleibt abzuwarten. Die Konstituierung des vereinigten Wirtschaftsrates in Frankfurt hat nicht mindere Aufregung der amerikanischen und britischen Zonen verursacht. Während die Presse in den beiden Westzonen in diesem Unternehmen einen weiteren Fort- schritt auf dem Wege zu einem einigen Deutschland sieht, hat die Ostzone ziem- Ueh sauer reagiert, und gemeint, daß hier eher ein Bollwerk gegen den Osten auf- gerichtet wurde. Obwohl grundsätzlich die Einladung zum Beitritt auch weiterhin für die beiden anderen deutschen Zonen aufrechterhalten wird, ist doch kaum an- zunehmen, daß dieser Vorgriff der Westmächte auf eine deutsche Einheit bei ihren Potsdamer Vertragspartnern besondere Gegenliebe findet. Es sei denn. man einige sich in Paris auf dem Boden des Marshall-Plans. Inwieweit dem Wirtschaftsrat, der so, wie er jetzt gestaltet ist, ein wirtschaftliches Torso bleibt, eine unmittel- bare Erleichterung der Lebenssituation bringen wird, ist selbst von optimistischen Beobachtern zunächst in Zweifel gezogen worden, Immerhin bleibt als Positivum zu verzeichnen, daß wieder ein Amt aus der allseits beargwöhnten Mindener Atmosphäre herausgenommen ist. Die Angriffe, die seitens der Sozialdemokraten und Kommu- nisten gegen die Zusammensetzung dieses Rates durchgeführt werden, weisen dar- aut hin, daß dieser Institution das Leben nicht allzu leicht gemacht werden wird, und daß man auf der Linken nicht daran denkt, in dem Mühleziehen zwischen Sozialwirtschaft und freier Wirtschaft der Gegenseite einen Stein im Brett zu lassen, nachdem man bisher dem Uebergewicht der Fachmänner das von Sozial- demokraten beherrschte Bizonale Wirtschaftsamt unter Leitung von Agartz, der jetzt in Ferien gegangen ist, entgegenzusetzen gedacht hat. N Die Konferenz der Ministerpräsidenten, die in München so kläglich auseinander- gefallen ist, scheint nachträglich doch die Beteiligten zu der Einsicht gebracht zu Haben, daß sie sich in Gedanken der Rettung Deutschlands zusammensetzen müssen, und so haben nun die Regierungsoberhäupter der Ostzone um eine Konferenz beim Kontrollrat nachgesucht, in dem Wunsche, gemeinsam mit ihren Kollegen aus den Westzonen Vorschläge für die Wiederherstellung der wirtschaftlichen und politischen Einheit unterbreiten zu körmen. Man gedenkt also offenbar, im Gegensatz zu den Parteien, die ministerielle Initiative nicht wieder aus der Hand zu geben, und den Sraben zwischen den Zonen nicht noch weiter zu vertiefen. Aber auch von dieser Seite werden wir kaum auf Ergebnisse hoffen dürfen, ehe nicht die Pariser Kon- ferenz ihr bedeutsames Wort gesprochen hat. Es wäre mittlerweile zu hoffen, daß die von Generalmajor Kolesnitschenko vorgeschlagene Zusammenkunft aller deut- schen Landwirtschaftsminister wenigstens auf diesem uns so sehr bedrückenden Gebiet zu positiven Ergebnissen käme, Noch wissen wir aber nicht, ob bei den anderen Landwirtschaftsministern der Westzone eine ebenso aufgeschlossene Hal- tung gegenüber den Problemen der Ostzone zu erwarten ist, wie sie Minister Baumgartner bei seinem Besuch in Norddeutschland gezeigt hat. Im Wirtshaus„Zum bayerischen Löwen“ scheint übrigens die sommerliche Schwüle die cholerischen Temperamente in einen Aufruhr versetzt zu haben. Be- kreiungsminister Loritz ist durch einen plötzlichen Staatsstreich seiner eigenen Parteifreunde nicht nur von seiner Führerstellung im Parteivorstand, sondern auch von seinem Ministerium befreit worden. Es ist nicht ohne Zeter und Mordio seitens des so plötzlich k. o.- geschlagenen Ministers abgegangen. Trotzdem nötigt uns diese Palastrevolution im bayerischen Bierhaus nicht mehr als ein Lächeln ab. Es ist völlig überflüssig, daß der Münchener Polizeipräsident versichert, seine Garde sel gegen jeden Aufruhr gewappnet. Sicher hat kein Mensch an derartiges gedacht. Aber die einer einen Sonnenstich davon. onne scheint offenbar ziemlich heftig auf die Köpfe und es trägt manch in Württemberg-Baden dagegen geht man der demokratischen Traubenreife schneller entgegen, hat sich doch nun der Landtag für die Oeffentlichkeit der Ge- meinderatssitzungen auch in Baden erklärt. Dies dürfte wohl eine der wenigen kortschrittlichen Einstimmigkeiten sein, die im Laufe dieses Sommers erzielt wor- den sind. Wir nehmen sie als ein gutes Omen für unsere Zukunft und möchten nur hoffen, daß wir die Vertreter der Pariser Konferenz ebenso freudig zu Vernunft und Einsicht beglückwünschen dürften, wie wir das gegenüber den Abgeordneten des württembergisch-badischen Parlaments auszudrücken die Ehren haben. —— K. A. lösung ist kein akademischer Sport, sondern bittere Notwendigkeit. Wie meistens, so kann man auch hier die Verfallserscheinungen nicht aus einer einzigen Ursache herleiten; viele kleine Flüsse bilden den Strom, doen glaube ich, daß zur Erzeugung des gegen war- tigen Zustandes, der in Ausdehnung begriffen ist, nichts so entscheidend beigetragen hat wie dle Ueberbesteuerung. Ich weiß, daß die gültigen Steuersätze auf eine alliierte Maß- nahme zurückgehen, und ich weiß auch, daß uns eine Kritik an alliierten Maßnahmen nicht zusteht. Aber ein Hinweis ist keine Kritik. Wenn ein Schreibender, der es zu einem Teil seiner Aufgabe gemacht hat, den Lauf der Dinge zu fördern, von ernstem Willen beseelt ist, dann kann er nicht anders, als die Aus- wirkung der Steuerpolitik in seine Betrach- tungen einzuschliegen. Immerhin wird der Auftrieb zur Schaf- kung neuen Lebens durch die steuerliche Si- tuation der Festbesoldeten noch nicht so hart betroffen wie durch die Situation der freien Berufe. Unter ihnen befinden sich die schöp- ferischen Kräfte, und welches Gebiet man auch nehmen mag: es ist kein Neuaufbau denkbar ohne Neuschöpfungen. Dieser Be- griff ist im weitesten Sinne zu fassen. Keines- wegs darf man in dem gegebenen Zusammen- hang nur Wissenschaftler, Künstler, Schrift- steller als Schöpferische ansprechen; auch der Unternehmer, der Kaufmann im freien Wett- bewerb, der pausenlos im Dienste der Mensch- heit arbeitende Arzt, der Anwalt und andere haben ein ebenso großes Recht, hier einbezo- gen zu werden. Ihre Initiative erstickt. Es kommt zu einem öden Hinschleifen, einem Auf-der-Stelle-treten. Oder die Menschen Keine Einigung über Bestätigung Reuters Berlin, 27. Juni. DENA) Die Alliierte Kom- mandantur hat in der Freitagsitzung über die Bestätigung der Wahl des Berliner Oberbür- germeisters Ernst Reuter(SPD) keine Einigung erzielt. Die Angelegenheit ist an den Kontrollrat überwiesen worden. Der gegen- wüärtige geschäftsführende Oberbürgermeister von Berlin, Dr. Ferdinand Friedens burg, hat unserem Berliner Dr.-Sch.-Korresponden- ten eine Unterredung gewährt, in der sich Dr. Friedensburg über die Wiederherstellung der deutschen politischen Einheit àußerte. Frage: Die Pariser Konferenz hat die Wie- derherstellung der deutschen politi- schen Einheiten in den Vordergrund gerückt. Auf welchem Wege kann sie am schnellsten wieder hergestellt werden? Antwort: Mir ist jeder Weg dazu recht und erwünscht. Der Vorschlag der CDU auf Bildung einer nationalen Reprä- sentation schien mir in dieser Hin- sicht besonders geeignet. Ist Ihrer Meinung nach eine frucht- bare Aussprache der Ministerpräsi- denten- Kommission Dr, Ehards mit dem Alliierten Kontrollrat durch die Bitte der Ostzonenminister zu den Besprechungen zugelassen zu wer- den, gesteigert worden? Antwort: Jawohl, auf jeden Fall. Frage: Das, Haupthindernis für eine gesamte deutsche politische Einigung ist zwei- fellos der Gegensatz zwischen SPD und SED. Was halten Sie von einer Vermittlungsaktion mat dem Ziel, beiden Parteien die freie Entfaltungs. möglichkeit in allen Zonen zu garan- tieren? Antwort: Sehr viel, nur liegt die Möglichkeit auf Garantie außerhalb des Bereiches der Parteien selbst. Frache: Bitte um Erhaltung der Borsig-Werke Wie DENA aus Berlin berichtet, hat Dr. Frie- densburg in einem persönlichen Handschreiben an den französischen Ministerpräsidenten Ramadler gebeten, von der Demontage der Borsig- Werke in Berlin-Tegel Ab- stand zu nehmen. Dr. Friedensburg über- brachte das Schreiben dem Kommandanten des französischen Sektors von Berlin, General Ganeval, der versicherte, das Schreiben an 5 5 Minister präsidenten weiter- zuleiten. Ministerrat der Ostzone? Nach einer Meldung unseres Dr.-Sch.-Kor- respondenten sind am Freitag in Karlshorst die Minister der sowjetischen Besatzungszone und die Präsidenten der Zentralverwaltungen zusammengetreten. Das Ziel der Tagung soll die Kbordinierung der Arbeit der Landes- regierungen und Zentralverwaltungen der Ost- zone sein. Der Berliner„Telegraf“ rechnet mit der Bildung einer für die gesamte Zone zuständigen Körperschaft, in der zunächst die Zentralverwaltungen für Landwirtschaft, Berg- bau, Handel und Versorgung, Industrie und Verkehr zusammengezogen werden sollen. Wie weiter in Berlin bekannt wird, hat der britische Außenminister Bevin der eng- lischen Militärregierung in Berlin den Auftrag erteilt, alle wichtigen deutschen Teil fragen bearbeiten zu lassen, die auf der Pariser Konferenz von Bedeutung sein könnten. Auch die amerikanische Militär- regierung ist in diese Arbeit eingeschaltet worden. Die fertiggestellten Denkschriften werden auf dem Luftwege nach Paris be- fördert. 0 Bodenschätze enteignet Potsdam, 27. Juni. OENA-DPD) Der Land- tag von Brandenburg hat ein Gesetz zur Ueberführung der Bodenschätze und Kohlen- bergbaubetriebe in die Hand des Volkes an- genommen. Danach werden in der Mark Brandenburg alle Bodenschatze in Gemein- eigentum übergeführt. Außerdem werden alle Betriebseinrichtungen enteignet, die zur Ge- winnung, Verarbeitung und Bearbeitung von Bodenschätzen bestimmt sind. „Landeseigene Unternehmen“ in Hessen vorgeschlagen Wiesbaden, 27. Juni. DENA) Die kommu- nistische Landtagsfraktion hat in einem beim hessischen Landtag eingebrachten Gesetzent- Wurf zur Ausführung des Artikels 41 der hes- sischen Verfassung vorgeschlagen, die auf Grund der Verfassung in Gemeineigentum überzuführenden Unternehmen des Bergbaues, der Eisen- und Stahlerzeugung, der Energie- wirtschaft und des Verkehrswesens bis zur gesamtdeutschen Regelung als flandeseigene „ des Landes Hessen“ zu ver- walten. Nazi-Gesetze außer Kraft gesetzt Berlin, 27. Juni.(DENA) Der Alliierte Kontrollrat hat auf seiner 64. Sitzung das Ge- setz Nr. 55 über die Außerkraftsetzung gewis- ger Bestimmungen der deutschen Strafgesetz gebung, darunter zahlreiche Nazi-Verordnun- gen, genehmigt.. dem Finanzamt daher bekannt ist. Am Schlud bundes, winkt die blanke Verzweiflung. Welche ver anlassung hat dieser Wissenschaftler eigen, lich, sich den Kopf zu zerbrechen? Niemegd wird ihn schelten dürfen, wenn er darauf ver zichtet. bedeutet für den Neuaufbau die Katastrophe Diese Tatsachen, die den von allen Seiten gewünschten deutschen Eigenwillen lähmen sollten nicht unterschätzt werden. Wer gel. Eine summe solcher Verzichte anf 4 Am britisch. Eine Redakti Hlennhe stig etwas zu geben hat, strömt sich nicht aug sondern fragt sich vor Beginn der Arbeit ein dutzendmal: Wozu? Das kann zu keinen guten Ende führen. Bedrückend ist ferne der Umstand, daß von den abgeschöpften Geldmengen nichts einbehalten wird, um etws den Notenumlauf zu verringern und 80 eine Gesundung der deutschen Finanzen zu be- werkstelligen. Alles fließt im Kreis zurück und die Geschichte beginnt von vorn. Hier gründlich Remedur zu schaffen, ist nicht nut eine Frage des Aufbaus im eigenen Lande unf der moralischen Rettung unseres Volkes; e handelt sich vielmehr darum, den deutschen Anteil an der Wiederaufrichtung Europas und der Welt zu intensivieren, nein, überhaupt ermöglichen. Decal Das Frauentreffen in Bad Pyrmont Die Tagung der überparteilichen und über- Kkonfesslonellen Frauenorganisationen der bi. tischen Zone in Bad Pyrmont bedeutete für die zahlreichen Vertreterinnen der über parteilichen Frauenorganisationen und det Parteien aus der amerikanischen Zone inso- fern eine Enttäuschung, als nach den Plänen von Bad Boll erwartet werden konnte, dab nun der Zusammenschluß der Frauenorhan⸗ sationen beider Zonen zu einer Dachorgani- sation erfolgen würde. In der Einladung 2u dem Frauentreffen in Pyrmont war dieser Ge- danke auch ausgesprochen worden. Die Ver- anstalterinnen dieses Treffens, an der Spit Regierungspräsidentin Bähnisch, versäumten jedoch, auch nur mit einem Wort Stellung u dem Flan zu nehmen. Wenn sie die ganz Angelegenheit von sich aus als verfrüht be. trachtet hatten, so wäre es wohl am Platze gewesen, dies auch auszusprechen. ö Das tragende Ereignis für die Frauenver- einigungen der britischen Zone war der Zu- sammenschluß in den sogenannten Frauen- ring. Hier zeigten sich jedoch bedenklich Lücken, da zu diesem Zusammenschluß nich alle überparteilichen Frauenorganisafionen aufgefordert worden waren. Insbesondere fehlten die Verbände aus den Bezirken Nordrhein- Westfalen, die in der Hauptsache die werktätigen Frauen in sich vereinigt haben. Ein Teil ihrer Vertreterinnen war nur als Gäste anwesend, die also keine Vollmacht hatten. Daraus ergab sich eine Spannung, die sich während des ganzen Verlaufes der T: gung fühlbar machte. i In dem für unsere heutigen Verhältnisse kast großartigen Rahmen stand eine Reibe interessanter Vorträge über allgemeine Frauenfragen, die Friedensaufgabe der Frau das Flüchtlingswesen, das Problem del Kriegsgefangenen und die Jugendprobleme. Erfreulicherweise kamen auch einige Ver treterinnen aus der russischen Zone zu Wor unter ihnen Frau Durand-Wever, Frau Melle, beide aus Berlin. Sie über Das Pfeifsignal. Erzũhlung von Olaf Hina Ursula hatte die Fenster weit geöffnet. Nach dem anhaltenden Regen tat die Luft gut und der leichte Wind, der durch die Aeste der Bäume strich. Die Sonne war hinter den Hu- geln in die Tiefe getaucht und die ersten Sterne blinkten von Himmel. Von der Schmiede drüben war das Feuer zu sehen, und Kleine, klingende Schläge tönten durch die Abendruhe. Ursula zündete die Tischlampe an, nahm Papier aus der Mappe und setzte sich, um einen Brief zu schreiben. Auf einmal schreckte sie auf, saß bewegungslos und horchte, als hätte sie einen Ruf vernommen. Eine Weile lieb es still, nur die kleinen, klingenden Schläge waren zu hören, aber dann war es wieder da— sie hörte ihn deutlich, den „ und noch einmal, nun schwächer im Ton, als ginge der Pfeifende langsam fort. Dann war es wieder ruhig. Sie legte die Feder weg, schritt zum Fen- ster und sah zu der niedrigen Gartenpforte Hin, die zwischen den Hecken tief im Schatten stand. Sie schaute lange— es regte sich nichts, nur der Wind bewegte die Zweige. Aber sie hörte noch immer das Pfeifsignal. Beinahe jeden Abend, wenn die Arbeit ge- tan war, hatte Herbert am Zaun gestanden und zu ihr nach oben gepfiffen. Es waren die ersten Takte des Torexroliedes, aus jener Oper, die sie beide zusammen gehört hatten. Sie hatte auf den Augenblick längst gewartet und war zur Pforte hinuntergelaufen. Es war immer der gleiche Weg, den sie gingen, den schmalen Feldsteg bis zum Birkenhügel hin- auf, von dem man unten die Wiesen liegen sah und den kleinen Tannenwald hinten. An einem FHerbstabend war zum letzten Male der Pfiff erklungen. Damals hatte Herbert wie ein Fremder vor ihr gestanden in der Uniform. Sie waren langsam den alten Weg gegangen, Ursula hörte Herberts Worte neben sich, aber es schien ihr, als kämen sie von Weit zu ihrem Ohr, wie durch eine Wand. Die glückhafte Ruhe, die ste immer in seiner Nähe efühlt, war auf einmal gewichen, etwas remdes war da, das ste bange machte. Auf dem Heimwes dann hatte sie plötzlich hre Arme um ihn geschlungen und ihn geküßt. „Wenn ich wiederkomme, werde ich die Schmiede übernehmen“, sagte er. Und dann Zing er und sie stand lange, bis sein Schritt nicht mehr zu hören war. Sie bekam keine Briefe von ihm, an einem Wintermittag erfuhr sie von Emma, Herberts Schwester, daß er gefallen sei. Der Mond war schon am Himmel, groß und gelb, als Ursula noch àm Fenster stand und in die dunklen Schatten sah. Es war kein Schritt zu hören und das Feuer in der Schmiede war erloschen. Und doch war es ihr, als sähe sie zwischen den Hecken Herberts Gesicht, das ihr zugerichtet war. Allmählich erst tauchte es zurück in den Schatten, aber der Ton von jenem Lied klang noch lange Zeit in ihr. Die Berliner Philharmoniker in Heidelberg Man kann es als ein Ereignis bezeichnen, daß nach jahrelanger Unterbrechung ſhrer Gastspielreisen es den Veranstaltern der Schwetzinger Festspiele, insbesondere der Mannheimer Konzertdirektion Hoffmeister, ge- lungen ist, die Berliner Philhar mon! ker für das zweite Symphoniekonzert unter der Leitung des jungen rumänischen Dirigen- ten Sergiu Celfbidache für sich zu ge- winnen. Bevor man auch nur eine 8 des Könnens des neuen Dirigenten der Berliner Philharmoniker zu Gehör bekommen hat, ist man sich darüber im klaren, daß es für ihn, den Fremdling, ein schweres Erbe ist, das er als Leiter des weltberühmten Orchesters auf sich genommen hat, Die großen Namen seiner Vorgänger beeinträchtigen zwangsläufig den jungen Ruhm. Dies zugegeben, muß man je- doch feststellen, daß sich hier ein wirklicher Künstler und Könner um die größte musika- Usch- geistige Möglichkeit bemüht. Eine wie eigenwillige Begabung Celibidache ist, wurde besonders deutlich in Igor Stra- WI ns k ys Feuervogel-Suite, der er bei tech- niseh bester Durcharbeitung der Partitur star- ken innerlichen und künstlerischen Gehalt mitgab. Sehr fein empfunden, wenn auch recht eigenwillig, die Symphonie Classique von Serge Prokofieff, die im Schaffen des Komponisten(geboren 1891) einen besonderen Platz einnimmt und stark europäisch orien- tiert ist. Prokofieff wie auch Strawinsky sind bekanntlich beide Schüler von Rimsky-Korsa- koff und gehören der neuen, wenn auch schon nicht mehr umstrittenen europäischen Musik an. Eine leiehte Enttäuschung war Beethovens 7. Symphonie. Celibidache verzögert, insbeson- dere im zweiten Satz, stark die Tempi und betont zu wenig die Spannungen des Werkes. Seine Interpretation ist sehr neuartig, aber doch wohl nicht ganz der uns gewohnte Beet- hoven. Er verwischt, wo er pointieren sollte, und dirigiert romantische statt klassische Musik. So erfreulich es war, daß der Wunsch Tausender von Menschen, die gerade zu diesem Konzert eine Karte haben wollten, we⸗ nigstens zum Teil erfüllt werden konnte, weil man das Konzert, dank des guten Wetters nicht im Saal, vielmehr im Schloßhof Heidelberg stattfinden ließ, so bleibt es doch stets eine Frage, ob ein so exklusives, schwieriges Kon- zerft- Programm im Freien durchgeführt wer den darf. Derartige Veranstaltungen, selbst wenn sie von einer solchen Qualitat wie das Konzert der Berliner Philharmoniker sind, bekommen nur allzuleicht durch die Freiluft- umgebung eine Mischung von Platzmusik- imd Serenadencharakter. Z. G Winifred Wagner vor der Spruchkammer Winikrecd Wagner, die Witwe Siegfried Wagners, steht vor der Beyreuther Spruchkammer. Die Anklage fordert ihre Einstufung als Hauptschuldige, da sie einer der fanatischsten Anhänger Adolf Hit- ers“ gewesen sei. Frau Wagner habe Hitler die Bayreuther Festspiele zum Zwecke der Nazl- Propaganda zur Verfügung gestellt. Die langjährige Freundschaft Winitred Wagners mit Adolf Hitler zurückverfolgend, zeigte die Anklage auf, daß Frau Wasner bereits 1923 Hitler in seiner Haft unterstützt und das Pa- pier gellefert habe, auf dem er sein Buch „Mein Kampf“ geschrieben hat. Später habe sie von Hitler wertvolle Geschenke erhalten. Ihre enge Verbindung mit Hitler habe sogar zu Vermutungen über eine FHeirat geführt. Der Vorsftzende verlas einen Bericht der amerikanischen Untersuchungsbehörde, in dem es heißt, daß die Betroffene und Hitler sich gegenseitig geduzt hätten, und daß Hitlers Briefe mit dem Kosenamen„Wolf“ gezeich- net sind. Zeugen der Verteidigung sagten aus, daß Frau Wagner bei Hitler gegen den Terror des Bayreuther Gauleiters protestiert habe. Auch habe sie Hitlers Gehilfen Goering, Goebbels und Streicher verabscheut und Streichers antisemitische Zeitschrift als„eine Schande für Deutschland“ bezeichnet.(AP) Tanz nach Werken von Käthe Kollwitz. Am Freitag, dem 4. Juli, findet im Nationaltheater ein einmaliges Gastspiel der Tanzgruppe Dore Hoyer statt, die inre Tänze nach Werken von Käthe Kollwitz gestaltet. Einzelne Motive des Kollwitzwerkes wurden unmittelbarer Anlaß zur Tanzschöpfung, andere Tänze stehen in loserem Zusammenhang mit den großen Erlebnissen un- serer Tage. Dr. Hartlaub spricht über Monet. In der Kunst- Halle setzte Dr. Har tlaub seine Vortragsreihe Über die framösischen Impressionisten mit der Deutung und Wertung der künstlerischen Frschei- nung Claude Monets fort, des Hauptvertreters jener„Epoche der Reizsamkeit“, die Hartlaub mit Recht als einen der Höhepunkte der europäischen Kunstgeschichte bezeichnete. Die von vielen Licht- bildern gestützte lebendige und àußerst instruk- tive Darstellungsweise geleitete die Hörer durch das reiche Lebenswerk Monets und gab ihnen einen klaren Begriff von der Wesenheit dieses Künstlers, der, in seinen Anfängen noch den Ein- fiüssen Boudins, Corots und Bourdets verhaftet, über jene epochemachende„Irnpression“ der auf- gehenden sonne hinaus zu der farblich sich immer mehr aufhellenden und auflockernden charak- teristischen Technik der Marinen von der nor- mannischen Küste und den Freiluftbildern der Londoner Zeit kam und bis zu den fast über- spitzten Lichtstudſen der Wasserrosen- und Heu- schober-Serien der Spätzeſt mit erstaunlicher Folgerſchtigkeit dem letzten Ziel des impressio- nistischen Kunstideals entgegenwuchs. Mit einem fesselnden Seitenblick auf die wichtigsten Zeit- und Berufsgenossen Monets. insbesondere auf Sisley und Plssaro schloß Pr. Hartlaub, dessen nächster Vortrag am 9. Juni Degas und Toulouse Lautrec behandeln wird- eo. Es gibi noch Sterne Von Dagmar Nick Es gibt noch Sterne über den Ruinen und Mondlicht, das durch Fensterhöhlen flieh. Die Stulrme singen noch in den Raminen ihr altes Lied. Sprich nicht mehr von den Toten, Unter Bethe von Schutt sind sie begraben. Grau und gro steht uber ihren Stein- und Balensürgen ein: Namenlos. Es gibt noch Träume über jenen Ddchern, die eingestürzt sind in das Labyrinth der Stadt, wo sie nun ſelirren, hart und blechen, durch Nacht und Wind. Sieh in den Himmel, nicht auf die Fassaden der Hduser, die noch blieben, schmal, allein. Es gibt noch sterne über den Kasſcaden aus totem Stein. aus, De Protundis!, Deutsche Lyrik aus zul Jahren(Kurt Desch Verlag, München). 1 eee e Mozart-Abend in schwetzingen. Mozarts 17— sprache wirkt auf uns Heutige trotz Not ae N immer noch und immer wieder ebenso ergrelge und kuttur verbunden wie der Rahmen, in zer sle erklang,— das Schwetzinger Rokokothe zene Stein und Gold gewordene Musik Jahrhunderts. alice Schönfeld(Violine), Hidegbéeti(Klavier). Heinrich Wallenstein Ce dul. und Karl Heß(Violoncello) boten mit 3 ert Trio und dem Flavierquarfett in E.-moll kg liehes in ausgeglichenem Spiel. Besgade g auf. erfreute Alices Schönfeld in der grogen ini Sonate für Klavier und Violine, einer Jener queen bewegten Schöpfungen. die Sleicher mel feuen, Geist, Tiefe. Feuer und Formschönheit cgerech denen die Darbſetung in allen Teilen 1. K. wurde. erlag Eine Walt withman Biographie. 5 Blo⸗ Lothar Blanvalet, Berlin, brachte m anb! aphie Walt Wit hmans von Hens an der Vebersstzuns von Georg Goc iche ersten Male in deutscher sprache ein ans erk des und umfassendes Bid vom Leben und das den Sroßen amerikanischen Dictters ner he gente deutschen Leser über diesen welthe end i Künder geistiger Demokratie hervorrag 0 formiert. 0 ba bindung berg die elektrisc 1017 bei ſucke Hlektriz nahm. I rieb ve schen von Ins e Ges onteur gerdank Ueberlan dag Ueb gungsun klaitäts“ erk Je kraftwen und Au Tatstehe Deutsch beteiligt ung de! gen bis lontage lerstörte leitungs Im E kiebsrat leier 2. fellschaf legschaf punkten bezahlte tand, al Urlaubs- männisc Im A ncht m mit m„Al! Pf! im eit nutzu nur 1 Mater Vorst Mate: Nögl. etne ist d. A 1947 züge ung Beruf Arbeit er nicht Srögerg igt wird, n, in Er. e Beꝛah- eijahres. errechnet ne fällig den nd sech. ür wie⸗ er Mang ad seinet 2 kristen, e Arbei yird ver. Itsbudgeg Zustellen Substam dann hat rzmarkt wungen, den mei. praktisch beit der pkt und n Schluß che Ver. eigen. Niemenſ auf ver. hte aber astrophe n Selten lähmeg, Wer gel icht aug rbeit ell keinem t kerner chöpften um etys 80 eine Zu be zurück, n. Her icht nur nde un es; e eutschen pas und Haupt 21 rmont id Über. der bri. edeutelt er über ⸗ nd der ne inso-· Plänen ate, daß organi- organi- dung u 8er Ge- Die Ver- r Spitas säumten Uung u e ganze üht be⸗ 1 Plata enver⸗ der Zu- auen enkliche ib nicht sationen sonders ezirken ptsache ereinigt war nur macht ing, die der Ta- zältnisse Reihe gemeine 1 Frau, n der eme. e Ver. 1 Wort r und e Über- —— 5 flieht. n Bergen d groß 2. Tn, chern, aden lein. ö 18 2 öl . fauna is Ton- nd Jen reifen — Samstag, 28. Juni 1947 „ Kere eee eee ee e, Seite 8 brachten die Grüße der Frauen aus der rus- zischen Zone, deren Verlangen nach Mei- zungsaustausch und 5 die dringende Bitte, die Frauen in der Ostzone nicht einfach fallen zu lassen. Ein Kuriosum an dieser Frauentagung Wa- ten die Referate zweier Männer. Kultusmini- er Grimme wurde in einem ausgezeichne- en Vortrag der Frauenfrage als solcher ge- echt und bezeichnete sie als eine reine llenschtumskfrage. Walther von Hollander um zu dem Thema„Was erwarten wir Män- ger von den Frauen?“ das Wort. Daß es ihm u seinen Ausführungen nicht ganz glückte, lle anwesenden Frauen zu überzeugen, lag zicher nicht an etwa mangelndem Geist oder lt. Seine verschiedenen Warnungen, unter anderem die, den Männern doch um Gottes- yillen ihre Dummheiten nicht nachzumachen, purden sehr zwiespältig aufgenommen. in einem Rundgespräch der Jugend, an dem ach der weibliche Schneiderlehrling neben der gudentin, die Schülerin neben der Kinder- gürtnerin beteiligte, zeigte sich, wie beispiel datt sachlich, knapp und doch durchdacht un- gere weibliche Jugend zu diskutieren versteht. Resultat dieses Gespräches war die Planung eines Kinderdorfes für die vagabundierenden jugendlichen. Als Gedanke an sich nicht neu, aber immerhin der Ausdruck des Wunsches, endlich praktisch anzugreifen und der theore- ischen Behandlung der Probleme die Tat fol- gen zu lassen. 5 a Von den anwesenden amerikanischen und englischen Gästen sprachen lediglich die bei- den Engländerinnen Lady Numebins on, Vizepräsidentin des internationalen Frauen- bundes, und Mis Cowan, Präsidentin des britischen Frauenbundes. Eine Reihe von Resolutionen wurden zur Redaktion gegeben. Hm. fünlzig Jahre Rheinelekktra am 1. Juli 1897 wurde auf Anregung des Mannheimer Großkaufmanns Noether in Ver- bindung mit der Schuckert-Gesellschaft Nürn- berg die Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie gegründet, die im Jahre Il! bei ihrem Ausscheiden aus dem Siemens- schuckert-Konzern den Namen Rheinische klektrizitäts-AG, abgekürzt„Rheinelektra“, an- bahm, hre Aufgabe war Errichtung und Be- eb von Elektrizitätswerken, Bau von elek- rischen Anlagen aller Art und Ausführung don Installationen. Schon frühzeitig übernahm de Gesellschaft mit eigenen Ingenieuren und Honteuren den Bau von Ueberlandwerken; 80 Ferdanken das Ueberlandwerk Mainz, beberlandwerk Rheinhessen, die Pfalzwerke, dag Ueberlandwerk Achern, die Stromversor- gungsunternehmen der Moselkreise, das Elek- kriaitätswerk Rauschermühle, das UDeberland- erk Jagstkreis und schließlich das Groß- Haftwerk Mannheim der Anregung, Planung und Ausführung durch die Rheinelektra ihr katstenen. Als die Verbandswirtschaft in Deutschland zur praktischen Anwendung kam, beteiligte sich die Rheinelektra an der Errich- ung der grogen Energiestraßen für Spannun- en bis zu 200 000 Volt. Heute helfen ihre ontagekolonnen bei der Wiederherstellung lerstörter Hauptlinien, Umspannwerke und leitungsnetze. Im Einvernehmen von Vorstand und Be- klebsrat wird von der Veranstaltung einer leier zum fünfzigjährigen Bestehen der Ge- zellschaft vorerst Abstand genommen. Die Be- leschakt erhält eine nach sozialen Gesichts- punkten abgestufte Gratiflkation sowie einen herahlten Ruhetag. Ferner beschloß der Vor- and, allen Arbeitern von nun an den gleichen Urlaubsanspruch einzuräumen wie den kauf- mannischen und technischen Angestellten. MWedadte, ſerhängnis volles Fremdenbudh Dle Geschichte spielt in der Britenzone uud ereignete sich kurz vor der Münchener konferenz. Der Herr Minister hatte berelts Kepackt und einen hohen Beamten der Lan- lesreglerung zu seiner Begleitung aufgefor- dert. Da gab es im letzten Moment einen Kurzschluß. Der hohe Beamte, Pg. seit 1933, alngestukt in Kategorie III, wurde der Ur- kundenkfalschung überführt. Die Sache war an sich harmlos. Er hatte mit der Sekretärin des Ministers eine kleine Spritztour nach Par- tenkirchen veranstaltet und sie dort als seine Rau ins Fremdenbuch eingeschrieben. Er lalbst war verheiratet, die Sekretärin auch. du Vorhalt erklärte er, dag er sich von sei- der Frau, die Halbjüdin war, nicht scheiden ſazen könne, ehe seine Fragebogengeschich- an in Ordnung gekommen wären. Ob diese überhaupt in Ordnung kommen können, fragt neh sehr, denn es stellte sieh weiterhin her- aus daß der edle Beamte, ehemals Obergefrei- ar, einen Polizeiangesteliten, früher Major in r Wehrmacht, Regimentskommandeur und Mtterkreuzträger, zur Beobachtung von Re- erungsmitgliedern beordert hatte. Zur Rede stellt, erklärte der Ritterkreuzträger, der Beamte, der ihn beauftragt habe, sei gleich- tells Okkizier und a s gehe darum, das Anschen des Offiziers- korps uu schützen. Er habe schen öfters die heikle Aufgabe gehabt, die Spitzen der neuen Demokratie Deutschlands unter die 10 Lupe zu nehmen. a ater solchen Umständen konnte natürlich 15 hohe Beamte nicht nach München mit- lünen und es wurde eine andere, sehr tüch- ace und unentbehrliche Fachkraft als Beglei- ur bestimmt. Leider lief zwel Tage später dach der Abreise eine Denunziation bei der münchen Geheimpolizei ein, daß auch der 8 Beamte nicht stubenrein sei, da er 5 des Sicherheitsdienstes gewesen sei. bal: Sage mir, mit wem du umgehst, und eh sage dir, wer du bist. K. A. Der Iod macht nidut mehr gleich 15 Alleau lägt es sich heutzutage nicht nur be t mehr gut leben, dort ist selbst das Ster- 5 mit gewissen Schwierigkeiten verknüpft. n„Allgäuer“ Nr. 49 lesen wir: Särge Mangelware 5 5 Pfronten. Der Schreinermeister soeber telt emen Schreiben an die Schriftleitung mit, 15 er Särge für Angehörige von Flolz- 0 Zzungsberechtigten und von Waldbesitzern Matenocn gegen vorherige Abgabe von atertal anfertigen könne. Frotz energischer wöoretellungen bel allen möglienen Stellen urde inm für rund 230 angefertigte Särge nur 9 Kür 30 Särge zugewiesen. Es sei un- 0 Slteh, damit den gesamten Sargbedarf der emeinde Pfronten zu decken. nenen zs wie ein anständiger Christen- 7 8 beerdigt werden will, der muß das —— seines Stertstages genau zu ergründen Au damit er im voraus und rechtzeitig ehre die Bretter für seinen Sarg beim 15 8 Sosber anliefern lassen kann. —8— Sorgen haben die Würzburger glück- u else nicht. Die„Main-Post“ berichtet m ihrer Nr. 50: Es gibt genug Särge tall ir vom Städtischen Friedhofamt er- Aden. gibt es genug Särge, da diese vom elle selbst hergestellt werden. Die 80 echtung mancher Würzburger, daß sie bel tt 92 Tode nicht anständig beerdigt werden, aher nicht zutreffend. 0g. Wie wir das Wir und die Uhr Der Sachverhalt: In der Nacht von Samstag auf Sonntag kehren wir bescheiden zur einfachen Sommerzeit zurück. Um 3 Uhr können wir das seltene Ereignis genießen, eine Stunde zweimal zu erleben. Die Wirkung: Es tut mir geradezu leid, meiner noch ahnungslosen Uhr schon wieder einen Eingriff in ihr Innenleben zumuten zu müssen. Sie leidet nämlich sowieso schon an Minderwertigkeitskomplexen. Es ist ja aber auch verständlich. Früher besaß sie das unumstrittene Monopol über die Zeit. Heute machen es ihr die Menschen streitig, indem sie sich ihre eigene Zeit machen. Je nach Be- darf! Zwei Stunden vor gefällig? Eine Stunde zurück? Bitte, ganz nach Belieben! mle Eine Stunde Aufenthalt für Züge Alle Züge werden am 29. Juni gegen 3.00 Uhr doppelter Sommerzeit einen Aufenthalt von einer Stunde haben, teilt die Zweizonen- Hauptverwaltung der Eisenbahnen mit, um den Zugverkehr der Wiedereinführung der einfachen Sommerzeit anzupassen. ODENA) 51 Tote durch Verkehrsunfälle Im Jahre 1946 ereigneten sich in Mann- heim 621 Verkehrsunfälle. Hierbei kamen 51 Personen ums Leben und wurden so die Opfer des Verkehrs. Willst du der nächste sein? Sicher nicht. Darum haltet die Augen offen im Verkehr, beachtet die Verkehrs- zeichen und helft mit, die große Zahl der Verkehrsunfälle zu vermindern! L. Schuhe aus Amerika Als Teil einer Spende der„New VLorker Staats zeitung, die über die Hilfsorga- nisation der„Cralog“ nach Deutschland ge- langt War, brachte die Arbeiter wohl fahrt Mannheim eine größere Zahl von Schuhen und Schuhsohlen an besonders Be- dürftige zur Verteilung. Mit den gespende- ten Schuhen wurden insbesondere Kinder ehemals politisch Verfolgter und Kinder aus Familien, die durch den Krieg ihren Ernährer verloren haben, bedacht. 5 Gerüchte um Pampelmusen Kaum ist die Aufregung über das Boots- unglück in Mannheim etwas verebbt, halten neue Gerüchte unsere Stadt in Aufruhr. Diesmal handelt es sich um Pampelmusen und Orangen, um die es„heftige Schlach- ten“ gegeben haben sollte. Wahr an der ganzen Sache ist aber nur dies: Am Don- nerstag gegen 17 Uhr erreichte ein telephoni- scher Anruf des 36th Base Depot, einer amerikanischen Einheit, das Polizeipràsi- dium, bei dem um polizeilichen Schutz bei einer geplanten Freigabe einer größeren Menge von Südfrüchten aus amerikani- schen Beständen an die deutsche Zivil- bevölkerung gebeten wurde. Die Kisten mit den Pampelmusen und Orangen waren imm sogenannten Pfalzplatzbunker und im Mannheimer Schlachthof untergebracht. Unter Aufsicht und Kontrolle amerikani- scher und deutscher Polizeikräfte konnte nun jeder der kam, sich eine Kiste der sel- tenen Früchte wegtragen. Die ganze Ange- legenheit spielte sich im großen ganzen durchaus ohne Zwischenfälle ab. Betrüb- lich war allerdings die Tatsache, daß ein großer Teil der Früchte durch die plötzliche Bunies Tagesecho Heidelberg. Die Heidelberger Straßen- und Bergbahn gibt für den Monat Mai geradezu Rekordziffern an: Die Straßenbahn beför⸗ derte 6 093 498 Personen. Das entspricht einem Durchschnitt von 16,6 Personen je Wagen- kilometer. Bei der Bergbahn liegen ähnlich hohe Zahlen vor; so benützten 156 709 Per- sonen im vergangenen Monat die Bergbahn, d. h. 29,9 Personen wurden je Wagenkilometer befördert.— Die DVP Heidelberg legt Wert darauf, festzustellen, daß der in unserem Be- riecht über die öffentliche Ratsherrensitzung in Heidelberg(Nr. 68) erwähnte Antrag auf Schaffung einer Zulagekarte für Hausfrauen von dem DV- Stadtrat Hetzer und nicht von Stadtrat Amann(Spo), wie wir irrtümlich berichtet hatten, gestellt wurde.) Pforzheim. Gegen den Widerstand des Lan- desernährungsamtes und des Landwirtschafts- ministerium in Karlsruhe setzten die Pforzhei- mer nach langwierigen Verhandlungen durch, daß 30 Gartenbaubetriebe in Durlach nach wie vor ihr Gemüse auf den Pforzheimer Wochen- markt bringen können. Es ist durch viele Jahr- zehnte hindurch schon traditionell geworden, daß Durlacher Gemüsegärtner ihre Produkte in Pforzheim verkaufen. Augsburg. Das Bübchen einer Augsburgerin hatte beim Einkauf Geldbeutel und Lebens- mittelkarten, die bekanntlich nicht ersetzt werden, verloren. Daher schiekte die Mutter den Jungen aufs Land, um dort etwas EBbares zu bekommen. Ein Bauer sagte ihm, er möchte doch warten, er wolle ihm ein Paket mitgeben, das nichts koste. Neugierig öffnete das Kind später das Paket; es enthielt— Roßäpfel.— Die Handlung dieses Bauern ist eine offen- kundige Verhöhnung der hungernden Stadtbe- völkerung. Es wäre gut, wenn er einige Zeit bei Stadtverpflegung unter entsprechender Auf- sicht arbeiten müßte. Vielleicht hätte er dann eine Vorstellung davon, was es heißt, in der Stadt hungern zu müssen.(2 Hitzewelle, die der Freigabe durch die ame- rikanische Miliärregierung zuvorkam, ver- dorben und nicht mehr verwendbar war. Jugendliche diskutierten In Anwesenheit zweier Vertreter des Zen- tralsekretariats der SED Berlin, Verner und Hoffmann, gaben die Jungkommunisten der Jugend Mannheims Gelegenheit, im Saale des Wartburg-Hospizes über Probleme der Gegenwart und der Zukunft zu diskutieren. Im Hauptreferat sprach der SED-Vertreter Verner über das Thema„Wird es wieder Krieg geben?“ und betonte, daß die um- laufenden Kriegsgerüchte leeres Gerede darstellten. Verner gab einen aufschlußrei- chen Bericht über die für die Jugendlichen in der Ostzone geschaffenen Erleichterun- gen. So sei die Arbeitszeit für Jugendliche bis zu 16 Jahren auf 42 Stunden pro Woche festgelegt worden. Weiterhin hätten die Ju- gendlichen Gelegenheit, zu ermäßigten Eintrittspreisen Theatervorstellungen zu be- suchen und nach den Vorstellungen könn- ten sie mit den Schauspielern und dem Spielleiter über die Problematik des gege- benen Stückes reden. Die Mannheimer Ju- gend nahm an der Diskussion lebhaften An- teil, wobei die Meinungen oft heftig auf- einanderprallten. W. L. Das Problem Nummer 2 Transportschwierigkeiten in Wir alle kennen das Problem Nummer zwei, das heute nach dem täglichen kräfte- zehrenden Kleinkrieg um die Ernährung am Abend sozusagen„mitverdaut“ werden muß: Werden wir diesen Winter wieder frieren oder wird jede Familie wenigstens einen Ofen heizen können? Nach einem beim Zweizonenverwaltungs- amt für Wirtschaft in Minden revidierten Vorschlag über die Verteilung der Kohle im britischen und amerikanischen Besatzungs- gebiet werden für die Hausbrandversorgung 1947/48 die Städte und Gemeinden in vier Stufen eingeteilt. Stufe I soll nur Kohle, Stufe II 60 Prozent Kohle und 40 Prozent Holz, Stufe IIT 40 Prozent Kohle und 60 Prozent Holz, Stufe IV nur Holz erhalten. Zur Stufe I gehören die Städte Mannheim und Heidelberg. Auch Weinheim und Schwetzingen zählen zur Stufe I. Nach beim Landeswirtschaftsamt, Abteilung Kohle, ein- geholten Informationen werden zur Befrie- digung der in der ersten Stufe eingeteilten Städte 190 000 t Kohle benötigt, wovon ab Mai monatlich 20 000 t geliefert werden sollten. Die Lieferungsquote konnte jedoch bisher infolge der Transportschwierigkeiten nur knapp zur Hälfte erfüllt werden. Es sieht also ganz danach aus, als müßte die Stufeneinteilung wieder in Wegfall kom- men, denn es wird nach den bisher ange- fahrenen Kohlenmengen wohl nur möglich sein, Großstädte mit Kohle zu versorgen. Alle kleineren Städte und Gemeinden wer- der Winterbrandversorgung den anscheinend wieder ganz auf Holz an- gewiesen sein. Infolgedessen wurden dem- entsprechende Verhandlungen mit den Forstämtern bereits in die Wege geleitet. Beim Landeswirtschaftsamt rechnet man damit, jedem drei- bis vierköpfigen Haus- halt in den Städten zehn bis 14 Zentner Braunkchlenbriketts zuteilen zu können. Mit den in dieser Woche in Mannheim auf- gerufenen zwei Zentnern Briketts hat nun jeder Haushalt(nach bestimmten Unterglie- derungen) bisher drei bis fünf Zentner Brennmaterial erhalten. Bis August soll die gleiche Menge nochmals ausgegeben werden. Der Hinweis in der Bekanntma- chung über die Hausbrandversorgung, mit den zugeteilten Mengen sparsam umzuge- hen, verdient besondere Beachtung. Diese Mengen sind als Wintervorrat gedacht und werden auf die demnächst zur Verteilung kommenden Kohlenkarten angerechnet. Die Transport möglichkeiten sind nach wie vor völlig ungenügend, und die Herbeischaffung der Kohle für die Hausbrandversorgung bleibt auch für die nächste Zeit noch ein unsicherer Faktor. Deshalb ist man von Seiten der verantwortlichen Stellen schon im Sommer darangegangen, mit der Zutei- lung von Briketts zu beginnen. Und es wird von diesen Stellen alles getan, um die noch auf dem Papier stehenden Restmengen auch wirklich zur Verfügung stellen zu können. W. L. Paßbeschränkungen und ihre Folgen Die Auswirkungen für die Mannheimer Wirtschaft So bedauerlich es auch sein mag, wenn man mit der Pfälzer Tante nicht mehr aut ihre Gesundheit einen Schoppen trinken können wird, wird sich die ab 1. Juli ein- tretende Paßsperre für die französische Zone doch am empfindlichsten für die Mannhei- mer Wirtschaft auswirken. Wohl behalten Arbeitsbescheinigungen für Personen, deren Wohnsitz und Arbeitsplatz durch den Rhein getrennt sind, hre Gültigkeit, aber die geschäftlichen Beziehungen vieler Mann- heimer Firmen nach drüben werden stark ehemmt sein, da sie in der Material- eschaffung vielfach von der französischen Zone abhängig, ja mitunter nur durch Lie- ferungen von dort lebensfähig sind. So be- ziehen beispielsweise mehrere große Mann- heimer Unternehmen täglich aus der IG in Ludwigshafen Sauerstoff, andere Firmen laufend kleinere, aber sehr schwer und nur durch persönlichen Einsatz erhältliche Mengen Chemikalien, die zur Herstellung von großen Quantitäten Arzneimittel etc. grundsätzlich notwendig sind. Die an die Stelle der bisherigen Pässe tretenden In- terzonenpässe können keineswegs als Ersatz gelten, da sie trotz vierwöchiger Gültigkeit nur zu einem einmaligen Rheinübertritt be- rechtigen, die schwierige Rohstoffbeschaf- fung aber häufige Reisen der Geschäfts- leute in die französische Zone notwendig macht. Aus diesen Erwägungen heraus hat sich die Mannheimer Industrie- und Han- delskammer zum Sprecher der hiesigen Ge- schäftswelt gemacht und den Ministerpräsi- denten Württemberg- Baden darum gebeten, Schritte zu unternehmen, der drohenden Gefahr einer Blockierung des Wirtschafts- lebens durch eine günstigere Regelung der Paßangelegenheit zu begegnen. mile. Kleine Umschau Neue Punktliste für Textilien. Am 1. Juli wird das Punktvermögen des Textil- Einzelhandels neu festgelegt. Gleichzeitig tritt eine neue Punktliste in Kraft, die eine Umbewertung der Lagerbestände mit sich bringt. Damit die Arbeiten ordnungs- und N München. Unter dem Verdacht, an der einem ehemaligen Angestellten von Hitlers Hofphotographen Hoffmann, dessen Leiche am 20. Juni im Isarkanal geborgen wurde, betei- ligt gewesen zu sein, wurden der öffentliche Kläger einer Münchener Spruchkammer und eine Reihe anderer Personen verhaftet. DEN A. — Der Protest der Patienten Mit einigem Erstaunen habe ich und mit mir gewig viele Leser die Warnung der Pfälzischen Aerztekammer vor dem Stu- dium der Medizin gelesen, die der„Mann- heimer Morgen“ am 26. Juni veröffent- licht hat. Darin heißt es, schon jetzt sei die große Zahl der ausgebildeten Aerzte nicht mehr unterzubringen— Wo aber sind die Aerzte? Denn wir, die Patienten, haben von dieser großen Anzahl Aerzte bisher nichts bemerkt. Wir wissen nur, daß man die Türen der Wartezimmer der Aerzte heute nur mit größter Vorsicht öffnen kann, wern man sich nicht der Gefahr aussetzen will, von einem herauspurzelnden Patienten um- geworfen zu werden. Und unter drei Stun- den Warten geht es nicht ab. Mir fiel, als ich diese Warnung der Aerztekammer gelesen hatte, eine Anekdote aus dem Französischen ein: Ein Bürger triftt emen Freund und erkundigt sich bei ihm nach dem Befinden eines ihm bekann- ten Arztes.„Dem Arzt geht es gut—; aber seinen armen Patienten lautet die Antwort—. V. L. termingemäß erledigt werden, können die Textil-Einzelhandelsgeschäfte am 1. Juli ihr Geschäft geschlossen halten. Spruchkammer-Termine. Mittwoch, 2. Juli, in E 4, 13: 8.30 Uhr: Dipl.-Ing. Wilhelm Helmle, Mollstrage 39. Mittwoch, 2. Juli, in der K-5-Schule, Zimmer 15a, 2. Stock: 8.30 Uhr: Karl Dick, Käfertal, Deideshei- merstraße 33. 150 Gramm Fett in der 103. Zuteilungs- periode. In der 103. Zuteilungsperiode wer- den an Normalverbraucher über 20 Jahre 150 Gramm Fett ausgegeben. An Stelle von Butter kann wahlweise auch Speises! bezogen werden. Mütterzulagen. Auf Grund einer neuen Bestimmung des Zweizonen-Ernährungs- und Landwirtschaftsrates werden auf die Dauer von höchstens dreizehn Zuteilungs- Perioden nach der Geburt des Kindes Müt- terzulagen ausgegeben. Die Mütter erhalten in dieser Zeit die Berechtigungskarte Num- mer 70. Die Anordnung ist mit dem Beginn der 103. Zuteilungsperiode in Kraft getreten. Schulspeisungen auch während der Ferien. Die Schulspeisungen werden entge- gen anders lautenden Mitteilungen der Pressestelle des bayerischen Kultusministe- riums auch während der Ferien durchge- führt. Auch diejenigen Jugendlichen, die während der Ferien in Zeltlagern unterge- bracht sind, sollen Schulspeisungen er- halten.(DEN) Beamtenkundgebung. Auf Veranlassung des Gesamtverbandes des Personals der öffentlichen Dienste. Ortsausschuß Mann- heim, sprechen Ministerialdirektor David Stetter, Stuttgart, und Direktor Hei- del, Karlsruhe, am 1. Juli, 16.30 Uhr, in der Wandelhalle des Rosengartens über das Thema„Der Beamte im neuen Staat“. Bauberatung. Der BDA. Kreisgruppe Mannheim hat sich in Anbetracht der Der Undanlebare —— He Ko r Originalzeichnung: Heko Kalorien, Kalorien— und nichts zu rauchen großen Not in der Wohnungsbeschaffung entschlossen, einę Beratungsstelle für Bau- interessenten in den Geschäftsrãumen des Haus- und Grundbesitzer-Vereins, P 3, I, zu errichten. Die Sprechstunden finden je- weils freitags von 9—11 Uhr statt, wobei zwei Architekten des BDA. zwecks Beratung anwesend sein werden. Arbeitnehmer in Bäckereien: Am Frei- tag, 4, Juli, 16 Uhr., findet im Lokal„Klei- ner Rosengarten“, U 6, 19, eine öffentliche Bäcker versammlung statt. Die Einladung geht vom Wünttembergisch-Badischen Ge- werkschaftsbund, Industrieverband Nahrung und Genuß, aus. Ab 1. Julf weue Beschlagnahmeverfügun- gen. Neue Beschlagnahmeverfügungen für deutsches Eigentum, das von Dienststellen oder Einzelpensonen im Befehlsbereich des europäischen Hauptquartiers der amerika- nischen Armee benutzt wird, werden ab 1. Juli ausgegeben, Dadurch soll sicherge- stellt werden, daß alle derartigen Beschlag- nahmungen rechtmäßig erfolgen. Nach dem 1. Juli laufen alle seitherigen Beschlag nahmeverfügungen ab, sofern sie nicht durch die neuem Requisitionssscheine bestã- tigt werden. DEN) Aus der Emigration zurück. Der be- kannte Landgerichtsdirektor 1. R. Dr. Walter Leser kehrte am 26. Juni aus Frankreich zurück, wohin er am 22. Oktober 1940 nach dem Camp de Gurs deportiert worden War. Dr. Walter Leser begeht am morgigen Sonntag seinen 70. Geburtstag. Radio Stuttgart sendet Samstag, 28. Juni: 12.00 Mittagskonzert. 14.00 Volksmusik. 14.30 Melodie und Rhythmus. 16.00 Bunter Nachmittag. 18.30 Rechtsfragen. 19.30 Poli- tischer Wochen bericht. 20.00 Bunte stunde. 21.00 Frohes Wochetiende. 22.15 Tanzmusik. 5 Sonntag, 29. Juni: 11.00 Kirchenmusik. 11.30 Uni- versitätsstunde. 12.00 Mittagskonzert. 14.15 Kin- derfunk. 16.185 Musik zur Kaffeestunde. 17.30 Hör- spiel. 20.00 Stuttgart spielt auf. 22.50 Beschwingt und heiter. Montag, 20, Juni: 12.00 Mittagskonzert. 17.00 Unsere Solisten. 18.00 Parteien diskutieren. 20.38 Symphonieknzert. 22.50 Tanzmusik. — Schach-Ecke Zum Gelenken an unseren unvergeßlichen Altmeister Wilhelm Gudehus(in Mann- heim während des Krieges gestorben) ver- öftentlichen wir nachstehende, ausgezeich- nete Widmumgsuufgabe: Rohert Heynen Heppenheim) 8 Urdruck (Wilhelm Gutiehus zur Erinnerung gewidmet) Matt in drei Zügen W.: Kdi, Dhz, Sdz, Lf3, Bas, cs, 86(J). Schw.: Kal, Les, Baz, ds(J. Die Sozialredahtion des„Mannkeimer Mor- gen“ erteilt jeden Mittwoch, vormittags von 912 Uhr, mündliche Auskunft. Außer- dem haben wir an jedem Donnerstag, von 1719 Uhr, eine abendsprechstunde eingerichtet. Abonnementsquittungen brau- chen nicht vorgelegt werden. M. O. Meine Angehörigen befanden sich in ei- nem mecklenburgischen Dort, nach dem sie von Stettin aus evakuiert waren. Wie kann ich meine Familie finden?— Wenden sie sich an den Such- dienst für vermigte Deutsche in der sowaetischen Besatzungszone Deutschlands, Ber- lin W 3, Kanonierstraße 35. Landwirt K. in Seckenheim. Kartoffeln nehmen während der Hauptwachstumszeit pro Hektar an einem Tage etwa 16 Zentner an Ge- wicht zu, so daß bei einer um zehn Tage verlän- gerten Wachstumszeit auf dieser geringen Anbeu- fläche allein ein Mehrertrag von ca. 160 Zentnern erzielt werden kann. Die Folgerung ist also jedem Landwirt klar. Frau Emma O. Die Todeser klärung we gen Verschollenheit kann, wenn die für den Antrag erforderlichen Tatsachen glaubhaft gemacht werden können, beim Amtsgericht des letzten inländischen Wohnsitzes des Verscholle- nen beantregt werden. Liegt, wie wir in Ihrem Fall vermuten, der Wohnsitz in den geräumten Ostgebieten, so ist das Amtsgericht Berlin Mitte zuständig. Da die Todeserklärung Verschollener kamilienrechtlich und erbrechtlieh schwerwie⸗ gende Folgen hat, sollten Sie sich aber Über die Rechtsfolgen vorher Gewißheit verschafften. Walter Sch. Ich brauche aus beruflichen Grün- den dringend einen Barometer oder etwas Achnliches. Alle Versuche, etwas zu beschaffen, sind fehlgeschlagen. Gibt es irgendeine Einrich- tung, die es nur ermöglicht, mich ganz kurzfristig über das Wetter zu informieren?— Nehmen Sie einen recht langen Tanenzapfen, befestigen Sie inn an einer dünnen Schnur vor dem Fenster und beobachten Sie inn. Regen zieht die schup- ben im Voraus zusammen, dennen und spreizen sich die Schuppen, kommt schönes und warmes Wetter. Ehepaar Fr. B. Wie sind die Bedingungen bei Annahme an Rindesstatt?— Voraus- setzung der Annahme ist, daß der Annehmende keine ehelichen Abkömmlinge hat, daß er min- 7 stelgerung in den Zwischenhandel destens 50 Jahre und 18 Jahre älter als der An- zunehmende ist. Das angenommene Kind erhält die Stellung Hines ehelichen! Unter besonderen Umständen kännen Befreiungen in dieser oder einer Hinsicht eintreten. Nr. 123. K ann der Vater eines uneheliehen Kindes das Rind durch Zwengsanwendung be- kommen, Wenn zie Mutter zur freiwilligen Her- gabe nicht gewikt ist? Wieviel muß der Vater monatlich bezahhen, wenn er einen Wochenlohn von netto d Rreuk hat?— Der Vater des unehe- lichen Kindes hit keinen Anspruch auf das Kind. Wie hoch dies monatlichen Alimente festge- setzt werden, Itönnen wir nicht sagen, da die Höhe von Fall zu Fan vom Vormundschaftsge- richt festgesetzt wird. Vermutlich werden sich 6 Tahlungen auf ca. 25 Mark be- aufen. Alma K. due Mutter ist gestorben. Der Vater möchte seine d Hausstand aufgeben! von den drei Töchtern sol ſen nur zwei mit den Gegenständen der häusliche n Emrichtung bedacht werden. Rann de leer aus hende dritte Tochter in diesem Fall klagen?— EB Fann jedermann über sein Eigen- tum nach Gurr unken verfügen. Die dritte Toch- ter kam sich zwar über Ungerechtigkeit bekls- gen, aber recht ben machen kanm sie nichts. Mög- licherweise ke aim sie nach Ableben des Va- ters einen I Elicehtteilsergänzungs a nSPT uch gehtend machen. Es fragt sich aber“ ob die Sachen, liber die der Vater jetzt verfügen Will, alle sein unbestrittenes Eigentum und nicht Muttergut sint, das den Kindern zum Tell schen kraft Erbrecht as gehört. L. O. V. Dir gesamte Lebensunterhalt meiner Frau und mir wird durch mein Ge- halt bestritten lch selbst erhalte lediglich ein Sanz bescheiden es Taschengeld. Maine Frau aber besſtzt ein selht' gutgehendes Geschäft. Sie lehnt es jedoch ab, n nur das geringste zum Lebens- Unterhalt beizutmsen, sondern jegt ihre ganzen Geschäftsgewinne. möglichst wertbeständig an. Ist meine Frau mii zum Lebensunterhalt für uns beide verpflichtet! Es besteht Gütertrennung. Zur Bestreitu dies ehelichen Aufwandes hat die Frau dem Mane emen angemessenen Beitrag aus 8 Einkünfte ihres Geschsftes zu leisten.( 1427 1B.) Stammtisch 91 Lampertheim. Strafbaret Ke t ten handel liegt vor, wenn sich jem⸗ eigermütziger eise mit der Wirkung eir Grängt. Als ordnungsmäßig wird nur der Handel anerkannt, der die Ware vom Erzeuger entweder unmittel- bar oder dur th Vermittlung eines Groshänglers, Allenfalls au solche eines Helbgroßhändlers, dem Kleinver KRafer zuführt. Wer sich abei 318 weiterer Verrattder einschiebt, verteuert dle Ware urmötig zum Nathteil der Allgemeinheit. Seite 4 Samstag, 28. Juni 1947 — Rohstoffknappheit in Amerika Verstärkte Ausfuhr muß durch höhere Importe ausgeglichen werden Nach dem Zusammenbruch der europäischen Produktion als Folge des Krieges ruht die Hauptlast der Güterversorgungr der Welt auf den Schultern Amerikas und. stellt ungeheure Anforderungen an die Rohg-toffvorräte. Staatssekretär Clayton hat schon Ende vorigen Jahres die Notwendigkeit ethähter Importe betont und auf die wachsende Erschöpfung der amerikanischen Rohstoff vorkommen hin- gewiesen, die für Kupfer alleba eine Einfuhr von jährlich rund 150 Mill. Dollar erfordern. Eine Verlagerung der US-Hamdelspolitik von der Ausfuhr auf die Einfuhr scheint sich in dem Sinne vorzubereiten, als. die heimischen Rohstoff-Vorräte künftig als strategische Re- Serven geschont werden sollen zind statt dessen gesteigerter Wert auf die Einfuhr entsprechen- der Rohstoffe gelegt werden soll. Zur Unterstreichung dieser Bemühungen ist der 4 Cents je lb. betragende Iüinfuhrzoll auf Kupfer in Verbindung mit gréſßeren Käufen ausländischen Kupfers aufgehoben worden. Bei den derzeitigen Abbaumengen werden die Reserven im eigenen Land für Kupfer auf 10, für Zink auf rund 19 und für Ni auf 12 Jahre geschätzt. Es ist kein Zufall, wenn die Welt- Versorgung immer schwieriger viird, und wenn infolge Bildung strategischer Réserven in USA die meisten Länder ihren Bedarf nur teil- weise decken können. So konnte man in letz- ter Zeit auch größerè US-Einfuhiren von Blei und Zink beobachten. Der seit sieben Jahren anhaltende, ungewöhnlich hoh: Bedarf für Eisenerze hat die Aufmerksam keit stärker auf die Lagerstätten in Brasilien gelenkt, da man die Bedeutung der Schaffung von Reserven rechtzeitig erkannt hat. Ebenso wird allgemein die Bildung einer Oel-Reserve im Mittleren Osten als besonders vordringlich bezeich- net. Darüber hinaus wird m den Ver- einigten Staaten an der Entwicklung der Kohleverflüssigung emsig gearbeitet. Zur Zeit wird ein umfassendes Programm Ausgearbei- tet, für das der Staat 30 Mill. Dollar aus- gesetzt hat. Versuchsanlagen werden bereits betrieben. Es besteht die Auszücht, die Ge- stehungskosten für Kunstben zh auf Grund neuer Verfahren soweit zu senken, daß der Wettbewerb mit Naturöl in wenigen Jahren aufgenommen werden kann. 1g. Der Rheinschiffahrt fehlt das Geld für Reparaturen Die schwierige wirtschaftlichie Lage der Rheinschiffahrt ist unlängst durcli ein im Auf- trage des Verwaltungsrates für Wirtschaft er- stattetes Gutachten aufgezeigt worden. Gegen- wärtig liegen die Dinge so, daß sich die Bin- nenschiffahrt gegenüber den Tarifen der Reichsbahn erheblich im Nachteil befindet. So beträgt z. Z. die Fracht Ruhrgebiet Mannheim frei Waggon beim Wyassertrans- port 10,70 RM, während sich die Bahnfracht auf nur 9.65 RM beläuft. Bei diesen Sätzen wird die Frage der Finanzierung dier dringend notwendig gewordenen Reparatunem zu einem schwerwiegenden Problem. Wenn es noch nicht so stark in Erscheinung trat, ist dess nur dar- auf zurückzuführen, daß die Bergiing beschä- digter Fahrzeuge ausschließlich vor der öffent- lichen Hand vorgenommen wurde und man zunächst nur die leichtbeschädigte Tonnage Wieder instandgesetzt hat. Diese günstigen Voraussetzungen schwinden jedocli jetzt mehr und mehr. Die Grohßreedereien verfügen wohl tikulierschiffern liegen die Verhältnisse jedoch ungleich schwieriger. Den Reedereien werden zwar heute infolge der geringen Anlagemög- lichkeiten von einer ganzen Reihe von Inter- essenten Gelder angeboten, so ach von den Lebensversicherungsunternehmen und der Reichsbahn. Gerade letzterer gegenüber sind die verantwortlichen Fachkreise jedoch beson- ders zurückhaltend, da sie diesem schärfsten Konkurrenten keinen maßgebenden Einflug innerhalb ihres eigenen Bereichs einräumen wollen. Ueberdies möchte man auch eine wei- tere Verschuldung nach Möglichkeit vermei- den. weil sich bei den ungeklärten Wirt- schaftsverhältnissen nicht übersehen läßt: wo die Grenze für eine noch tragbare Verschul- dung liegt. 0. e. Truman zur Frage der Wollzölle In seiner Erklärung zur Begründung des von mmi gegen das Wollsteuergesetz eingelegten vetos bezeichnet Präsident Trumann die Erhöhung der Wolleinfuhrtarife als einen„tragischen Fehler“. Das Gesetz gefährdet nach seinen Ausführungen ernstlich die amerikanische Vorrangstellung und Würde überdies überall als erster Schritt auf dem Weg der Vereinigten Staaten zur wirtschastlichen Isolierung angesehen werden, den Amerika nach dem ersten Weltkrieg mit so furchtbaren Folgen beschritten hätte. Auch sei es ein verhängnis- voller Fehler, die Vorlagen im Augenblick zu genehmigen, in dem die àmerikanische Regierung in führender Position an einer Konferenz in Genf teilnehme, die sich um Herabsetzung der Zoll- schranken und Abfessung einer Welthandeis- charta bemüht. um der Weit wieder den wirt- schaftlichen Frieden zu geben. Den Wollprodu- zenten Amerikas müsse wohl Unterstützung ge- Währt werden, doch sei immer noch genügend Zeit, für den Kongreß ein entsprechendes Gesetz zu erlassen, das mit der internationalen verant- wortung der UsA und den Interessen der ge- samten amerikanischen Wirtschaft überein- stimmte. Unmittelbar nach dem Veto nahm der Senat eine neue, den Forderungen Prͤsident Tru- mans entsprechende Vorlage ohne die Erhöhung der Wollzölle an, die nunmehr dem Repräsen- tantenhaus zur weiteren Entscheiduns zugeleitet wird und eine Stabilisierung der Wollpreise auf dem Stand von 1946 bis Ende 1948 vorsfeht. DEN A In dem soeben veröffentlichten Jahresbericht der Bank für internationale Zahlungen(BIZ) wird festgestellt, daß zwar gegenwärtig der Ausfall eines wichtigen Abnehmers auf dem Weltmarkt vielleicht nicht besonders viel bedeutet, daß je- doch das Ausscheiden Deutschlands als wirf schaftsfaktor sich besonders dadureh bemerkbar macht, daß nicht mehr genug lebenswichtige ver- brauchsgüter im Vergleich zu früher gellefert werden und mit Deutschland für t uder wie Holland der Partner für den Transitverkehr ver- loren gegangen ist. Die fbergroße Nachfrese, die sich zur Zeit in vielen Ländern bewer nb MWapht, hat mit am Ausbleiben der deutschen Lieferun- gen auf dem Weltexportmarkt seinen Grund. Ap Voraussichtlich noch im Laufe dieser Woche wird nach einer Erklärung von Minieterieldireks tor Dr. Ewers die verwaltung der Ruhrkohlen- wirtschaft in deutsche Hänge gelegt werden., und zwar ist die Schaffung ines der Aufsjeht des Wirtschaffsrates in Frapkfhyt unterstellten ver- Waltungskörpers des ä&ffenttehen Recheis Zemant, in dem auch der Bergbau selbst vertreten et N DENA- DPD Vom Verwaltungsamt für Wirtschaft ist kürz- lich für den Zweizonen-wirtschaftsrat eine Liste der heute in Deutschland am dringendsten be- nötigten Rohstoffe aufgestellt werden. An erster Stelle steht Rohöl, das aus Venezuela importiert werden soll, weiter wird die Einfuhr von Zinn, Kupfer, Antimon, Cadmium, Wolfram, Alumi- nium, Nickel und Chrom-Metallen vorseschlagen. Bei den Textilrohstoffen spielen àeyptische und qualifizierte amerikanische Baumwolle, Hanf und Durch eine von den Vertretern der Länder- regierungen, Gewerkschaften oder Verkehrsver- waltungen in Baden-Baden unterzeichnete Ver- einbarung ist die Eisenbahnverwaltung der fran- zösischen Zone den Ländern des französischen Besatzungsgebietes übertragen worden. Die Län- der Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg- Hohenzollern haben für diesen Zweck eine„Be- triebs gesellschaft der Eisenbahn- Südwest deutschland“ gebildet, deren nördlicher Bezirkx Rheinland-Pfalz, deren süd- licher Bezirk die Länder Baden und Württem- berg-Hohenzollern umfaßt. DENA Erste Fetteinfuhr nach Deutschland Zum erstenmal seit Beginn der Besetzung wird für die deutsche Bevölkerung überseeisches Speisefett und Oel eingeführt werden, und zwar handelt es sich um 15 700 t Schmalz, Wal-, Kokos- und Soja-Oel, das ausschließlich zur Herstellung von Margarine verwendet wird und voraussicht- lich Anfang Juli in deutschen Häfen eintrifft. Sowohl General Clay wie Sir Sholto Douglas be- tonten in diesem Zusammenhang, daß der Fett- mangel in beiden Zonen nicht allein durch Im- porte behoben werden könnte, sondern daß auch die Bereitstellung im Inlande durch wirkungs- vollere Ablieferungs- und Verwendungsmethoden verbessert werden müßte. DENA Japan hat trotz Widerstandes von Australien und Großbritannien die Erlaubnis erhalten, eine zweite Walfangexpedition in die Antarktis zu schicken. DENA REUTER Auf Anordnung der britischen Militärregierung ist beim Wirtschaftsminister von Nordrhein-West⸗ falen zur Auflösung der Konzerne eine Dekartel- lisierungsstelle erichtet worden. DENA Für Württemberg--Nordbaden ist von der OM- GUs zum Treuhänder der Dresdner Bank Dr. August Neuburger, für die Commerzbank Albert Speidel, ernannt werden. 2355 Bei dem Mangel an Güterwagen ist eine bes- sere Wagengestellung nur durch schnelleren Um- lauf zu erreichen. Infolgedessen müssen nach einer Mitteilung der Hauptverwaltung Eisenbahnen der vereinigten Westzonen Güterwagen auch an Sonn- und Feiertagen innerhalb der Ladefrist umgehend be- und entladen werden. Diese Verpflichtung folgt aus der noch in Gültigkeit befindlichen ver- ordnung vom Pezember 1940 über Entladen und Abfuohn von Waren. DENA-DPP 1 „Life“ Diese in Deutschland populärste amerika- nische Publikation wird in den USA in einer Auflage von 3,4 Milllonen Exemplaren ver- kauft. Man hat„Life“ einen Triumph der Ka- mera- Reportage genannt. Was die Zeitschrift von den„Illustrierten“ unterscheidet, ist das Vorherrschen der zusammenhängenden Bilé- eportage— im Unterschied zu einer Hàufung von Einzelbildern.„Life“ ist der Ausdruck dessen, was die Amerikaner den photograpbi- schen Essay“ nennen. Somerset Maugham hat für — wieklung durchlaufen, in der es keine„fle- t a mehr gebe, sondern nur noch„facts“: d“ heißt: Leben“ und nicht mehr„Dichtung“. Im Laufe der Jahre ist„Life“ wieder stärker zum Fext zurückgekehrt, in Form von Leit- artikeln, geschriebenen Reportagen und„close ups“.„Life““ begann mit 4 eigenen Photogra- phen. heute sind es 36. Die Zeitschrift nimmt jährlich 52 Millionen Dollar für Anzeigen ein. Neben dem verlegerischen Erfolg steht der Ruf.„Life“ habe die Photographie erst zur internationalen Bildersprache gemacht, als mo- derne Zeitschrift in großem Stile die kalte Objektivität der photographischen Linse durch das subjektive Temperament des Künstlerauges Life“ einmal vorausgesagt. sie werde eine b Heißes Oberliga- ndiinale Schwimmer eröffnen mit Wasserball-Spielen die Saison Die Oberliga-Spiele am Wochenende haben für Mannheim eine große Bedeutung, da der VfL. Neckarau noch schwere Auswärtsspiele vor sich hat und dringend die Punkte be- nötigt, um aus der Abstiegszone zu kommen. In dem Spiel gegen den Altmeister VfB Stutt- gart, der über ausgezeichnete Spieler verfügt, die geschickt kombinieren, werden die Blau- weißen eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen müssen, um Sieg und Punkte zu holen. — Der Kampf um den Zweitbesten ist durch die 2:1-Niederlage in Aschaffenburg für den SV Waldhof von großer Wichtigkeit, da der 1. FC Bamberg mit vollem Einsatz spielen wird, um aus der Gefahrenzone zu kommen. Um einen sicheren Sieg zu steuern, werden die Schüsse der Waldhof- Stürmer wuchtig ins Volle treffen müssen: Als Vorspiel der Bamberg-Begegnung wird die Handballmann- schaft des SV Waldhof gegen den hessischen Meister Tus Schwanheim antreten. In diesem Spiel benötigt die ausgezeichnete Waldhof- mannschaft nur noch einen Punkt, um„Süd- deutscher Meister 1947“ zu werden.— Mit den Entscheidungskämpfen der Kreismeisterschaf- ten im Wasserball beginnen die Schwimmer ihre Saison. Der Verein für volkstümlichen Wassersport, der durch seine Vereinigung mit drei Mannheimer Vereinen um wertvolle Schwimmer verstärkt die Wettkämpfe bestrei- tet, hat große Erfolgsaussichten, Kreismeister zu werden. O. P. e Varschau Samstag, 28. Juni. Fußball: VfL Neckarau VfB Stuttgart (Fähre, 19 Uhr); ASV Feudenheim— SV II- vesheim(19 Uhr). Tennis: Schlußrunden der Hochschulmei- sterschaften der US-Zone(Samstag von 14—19 Uhr, Sonntag von 10—12 und 14—19 Uhr auf der Anlage des HTC am Tiergarten). Tennis- Ex weltmeister Hans Nüßlein und Arnold Rott geben beim Tennisclub Schwarz-Gelb Rohr- bach ein Gastspiel im Doppel gegen Kuhlmann (Mannheim) und Walsch(Pforzheim).(Hans- Hassemer-Platz, 17 Uhr.) Sonntag, 29. Juni. Oberliga: SV Waldhof— 1. FC Bamberg (Waldhofplatz, 16.30 Uhr); FSV Frankfurt— VfR Mannheim; TSV 46 UIm— KFV Karls- ruhe; Kickers Offenbach— Bayern München; 1860 München— Eintracht Frankfurt; Stutt- garter Kickers Viktoria Aschaffenburg: 1. FC 05 Schweinfurt— Schwaben Augsburg; Augsburg— 1. FC Nürnberg. Phönix Karlsruhe, SpVgg Fürth spielfrei. Kreisklasse: FV 03 Ladenburg— 08 Mann- heim(16.30 Uhr). Handball: SV Waldhof— TUS Schwanheim (Waldhofplatz 15.15 Uhr); TV Bretten— TSV Daxlanden. Frauen-Auswahl: Kreis Heidel- berg— Mannheim in Kirchheim. Ringen und Gewichtheben: Kreis-Einzel- meisterschaften, aller Alters- und Gewichts- klassen. Beginn der Kämpfe 8 Uhr, Jahn- Platz Lampertheim. Hockey: Repräsentativspiel Pfalz— Baden (Frankentha). Wasserball: Entscheidungen zur Kreismei- sterschaft ab 14.30 Uhr auf dem Altrhein (Sandhoferstraße 53). Vorkämpfe ab 10 Uhr. Ruder-Regatta in Frankfurt: Den Mann- heimer Vereinen, die für die 60 Rennen zehn Chancen eingeräumt, obwohl sie diesmal wel stärkere Gegner als bei der Mannheimer Ne. gatta haben. Boxen: In einer Freiluftveranstaltung ste hen sich die Boxstaffeln des FSV Frankfun und KSV 84 Mannheim gegenüber. Wasserball-Ergebnisse: Freie Turnerschat Heidelberg— Verein f. v. Wassersport Mang. heim 7:3; Turnverein 1846 Mannheim— Veren f. v. Wassersport 0:8. Deutsche Hochschulmeisterschaften Am 19. und 20. Juli treffen sich die beste Sportler der einzelnen Hochschulen und Univer. sitäten der US-Zone in Mannheim zur Ermittlut der Zonenmeister in den Sparten der Leich, athletik, Rudern, Fuß- und Handball. Den Ehren vorsitz der Veranstaltung übernahm der Ober. bürgermeister der Stadt Mannheim. 3 An den bevorstehenden Hochschulmeisterschat ten in Mannheim werden 15 Studenten der Tech nischen Hochschule Darmstadt teilnehmen. p. Auswahl erfolgte auf Grund der vor Tagen durch geführten Ausscheidungskämpfe. Ri, MM- Glückwünsche dem fairen Sieger Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung Im Endspiel um die Fußball-Kreismeisterschal der A Jugend bezwang der sy Uvesheim durch die größere Aktionsfreudigkeit seines Sturms Phönix Mannheim mit 2:1 Toren n. V. Während sich Phönix vom Anspiel weg Ssleich gut z. sammenfand und durch Schreier(Elfmeter) 5. Führung ging, kamen die Ilvesheimer erst nac dem Wechsel in Schwung und konnten durch Has ausgleichen, so daß eine Spielverlängerung not wendig wurde, in deren Verlauf Kaltschmidt de (allerdings stark abseits-verdächtigen) Treffer e. zielen konnte, der Meisterschaft und Preis de „Mannheimer Morgen!“ einbrachte.- Pas entschel dende Spiel der Schüler gewannen die Buben d SV Waldhof gegen Heddesheim mit 4:2 E Jack Kramer Favorit in Wimbledon Amerikanische Tennis- Spitzenspieler waren l Wimbledon am Donnerstag zum Abschluß de dritten Runde im Männer-Einzel besonders erfolg reich. So erspielte der Favorit Jack Kramer eine mühelosen 670, 6:2, 6:0-Erfolg über Gianni Cucell (Italien). Auch Tom Brown kam mit 6:2, 10:12 und 6:4 gegen den früheren englischen Jugendmelste Baxter in die vierte Runde. Budge Patty seta schließlich die amerikanische Siegesserie fort un schlug Don Parton(England) 6:3, 674, 375, fl Dinny Pails(Australien) siegte über Misra(n, dien) 6:4, 6:3, 6:2. Titelverteidiger von Pein (Frankreich) besiegte Bose(Indien) 6:3, 678, 63 Mühelos fertigte der tschechoslowakische Links handspieler Jareslaw Drobny den Polen Skonech 6:3, 6:1, 6:3 ab. Und John Bromwich(Australien schlug überraschend Destremau Frankreich) hoch mit 6:1, 6:1, 6:1. Das gemischte Doppel wurde von Bob Falken. burg/ Mrs. Patricia gegen das englische Tea Malfroy/ Mrs. Helford mit 6:2, 6:4 gewonnen. (DENA-REUTEN KSV wiesental wieder mit Schweikert. Der deutsche Ringmeister der Federgewichtsklasse vn 194b, Sigmund Schweikert, kehrte gesund und wohlbehalten aus englischer Gefangenschat zurück. Der in guter körperlicher Verfassusg befindliche Schweikert konnte seinen ersten Kampf nach 30 Minuten entscheidend gewinnen ind verhalf damit seiner Mannschaft zum knappen 4:3-Sileg Über den KSV Bonn. ALL. In wenigen Worten g Die Durchführung der deutschen Handballmel sterschaft ist durch die feste Zusage der Sowie. zone nunmehr endgültig gesichert. Nach de ersten Ftappe der„Tour de France“ führt die Schweiz vor Frankreich das Feld der mehr 4% noch über beträchtliche Mittel. hei den Par- Rohjute die Hauptrollen. r. g. ergänzt und ersetzt. MM. Meldungen abgegeben haben, werden große 100 Radrennfahrer an. DNA- DPD. Af tragungen in aiese liste Können in der Zeit Bekämpfung der Diebstähle von Feld- u. Garten- schafter ist déssen Stämmantefl mit 25 00 RNT * ALR vom 7.—19. 7. 1947 bei den hiesigen Kohlen- erzeugnissen sowie von Kleintieren. Zur Be- 1 EXLER REI Aufruf von Brot anstelle von Kantoffeln. Alle Altersgruppen der Normalverbrauch er und Teil- Selbstversorger, mit Ausnahme dar Vollselbst- Versorger, erhalten anstelle von Rrartoffeln je 500 8 Brot auf die Lebensmittelkartzenabschn. 307 mit dem Aufdruck LEA Baden in. Verbindung mit den Kartoffelkartenabschnitten 103/1/ I oder 103//T/II od. 103///II. Die Lebensmlittelkarten- abschnitte I. 41/307, L 44/307, L 43/07 und L 70/07 sind ungültig. Die Kartoffelkartenabschnitte der 1. Woche der gewerblichen Zulagekaarten, d. i. N03/ T, 18 /103/ 1, 8/103/ I, Sst/ 103/ sind mit je ½ des Kartoffelgewichtswertes(z., B. 1000 g Kar- toffel 200 g Brot) mit Brot zu betetern. Mann- heim, den 25. Juni 1947. Städtisches, Ernährungs- und Wirtschaftsamt. 5 An alle Verkaufsstellen! Die Mitteik ung, daß Be- zugscheine für Spinnstoff waren nur bis 30. 6. 1947 gültig sind, ist offenbar die Ursache umlaufender Gerüchte, daß Bezugscheine für andere Waren, 2. B. Schuhwaren und eiserne Henishaltgeräte ebenfalls zu diesem Zeitpunkt ungültig werden. Um der Beunruhigung in der Bevölkerung ent- gegenzutreten, erklären wir, dag ꝗiese Gerüchte unwahr sind.— Die Klagen der Verbraucher, daß die von uns ausgegebenen Bezugscheine nicht beliefert werden, häufen sich mehr und mehr. Die Zahl der uns zur verfügung stehen- den Bezugscheine ist seit langem So gering, daß die Einlösungsmöglichkeit trotz der knappen Warenzuflüsse bei gutem Willen gegeben sein müßte. Die Not an Verbrauchsgütern ist so groß, daß es bel der Schwere der, Zeit keine Unbillige Forderung ist, das wenige, das zur Verfügung steht, zur Linderung dieser Not ein- Zusetzen. Der Geschäftsmann, der seinem Ver- halten ausschließlich kommerzielle Erwägungen zugrundelegt, hat sich die daraus ergebenden Folgen selbst zuzuschreiben. Im Laufe der letzten Monate war in einzelnen Fällen die An- ordnung von Zwangsmaßnahmen wegen Zurück- Haltung von Ware durch den Handel notwendig. Es werden weitere Prüfungen der Lagerbestände folgen. Die Unterlagen über die Bezugschein- ablieferung und Bestellscheinzuteilung werden uns wertvolle Fingerzeige geben. Vvyir nehmen an, daß es keines deutlicheren Hinweises be- darf und erwarten von allen Beteiligten Ein- sicht. Wer heute versagt, läuft Geilahr, keine Gelegenheit mehr zu haben, guten willen zu be- Weisen. St. Ernährungs- u. Wirtschentaamt Mhm. Ausgabe der Haushaltsbrennstoffk arte 1947/48. In der Woche vom 30. 6. bis 5. 7. 197 werden an die Verbraucher die Haushaltsbremnstoffkarten F. das Kohlenwirtschaftsjahr 19474 ausgegeben. Die Entgegennahme von Anträgen auf Bezugs- berechtigungen für Spinnstoff waren, Schuhe und Haushaltsgeräte kann deshalb in dieser Woche nieht erfolgen. Die Verbraucher werden ersucht, die Brennstoffkarten an den nachfogenden Ta- Sen bei der für sie zuständigen Zweigstelle un- seres Amtes abzuholen: Verbraucher mit den Anfangsbuchstaben AE am Mittwo ph, d. 2. Juli; EL am Donnerstag, d. 3. Juli; M- R am Frei- tag, d. 4. Juli; Sz am Samstag, d. 5. Juli. Am Samstag, d. 3. Juli 1947, sind tensere Zweig stellen wegen der Abholung der Brennstoff- karten ausnahmsweise von 3.30 12.00 Uhr ge- öfknet. Für das Gebiet von N.fuostheim und Neuhermsheim erfolgt die Kar fenausgabe am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9.0016. 00 Uhr im Flause Dürerstraße 61: für das Gebiet „Station Seckenheim“ am Mittwoqdn von 14—16 Uhr im„Feldschlößchen“, Kloppenf leimerstraße, und für die Bewohner der ‚Schöra usiedlung“ in der Schule der Schönausiedlung on Mittwoch bis Freitag jeweils 9—16 Uhr und Samstag von 9—12 Uhr. Wir machen ausdrücklhſ h auf folgen- des aufmerksam: 1. Eine Brennstoffkarte kann nur erhalten, wer den in der Zeit vom 26.—31. Mai 1947 ausgegebenen Fragehogen ausgefüllt an die betreffende Zweigstelle unseres Amtes Wieder zurückgegeben hat. 2. Hei der Abholung ist der grüne Haushaltsaus weis 4. Ausgabe des Städt. Ernährungs- und Wittschaftsamtes so- wie die Meldekarte des Arbeitsamts mit der Ab- stempelung für die K.-P. 103 vorzulegen. Die Verbraucher haben im mittleren Feile der Haus- haltsbrennstoffkarte jhrepersohalſen anzugeben u. die dort gestellten Fragen zu beantworten. Die Abschnitte der Brennstoffkarte sind nur nach Aufruf durch das Wirtschaftsamt ſerültig. Kundenliste für Brennstoffe. Ui den Ver- brauchern Gelegenheit zu geben, ihre Brenn- stofflieferanten für das Koblenfyjrtschaftsjahr 1947/48. das am 31, März 1948 en igt, frei zu Wählen oder zu wechseln, wird eine neue Kundenliste für Brennstoffè aufgelegt. Die Ein- nändlern erfolgen. Auch die Stadtwerke(Gas- werk Luzenberg) sowie Genossenschaften gelten als Kohlenhändler im Sinne der Bewirtschaf- tungs bestimmungen. Die Eintragung in die Kundenliste des gewählten Kohlenhändlers er- folgt gegen Vorlage der Haushaltsbrennstoff- Karte 1947/48. Der Kohlenhändler hat auf dieser Brennstoffkarte die Nummer des betr. Kunden- Iisteneintrags zu vermerken und diese dureh Beifügung des Firmenstempels und seiner Unterschrift zu bestätigen. Der obere Teil der Brennstoffkarte ist vom Kohlenhändler abzutren- nen und zusammen mit der Zweitschrift der Kundenliste an die Kohlenstelle unseres Amtes K 5-Schule, Zimmer 12 abzuliefern. Oeffent- liche Verbraucher Gehörden. Anstalten usw.) sowie Gewerbetreibende mit einem Brennstoff- verbrauch bis zu 10 To. im Monat müssen sich ebenfalls bei den von innen gewählten Kchlen- händlern in die Kundenliste eintragen lassen. Jeder Verbraucher darf sich grundsätzlich nur bei einem Kohlenhändler eintragen lassen; die Bezieher von Gaskoks sind jedoch hinsichtlich ihres Koksbedarfs nicht an einen Lieferanten gebunden. Verbraucher mit einem Bedarf von 40 To. und mehr Brennstoffe im Kohlenwirt- schaftsjahr können 2 Firmen mit der Lieferung beauftragen. Bei Großverbrauchern können so- viele Lieferanten eingeschaltet werden, daß auf jeden mindestens 40 To. entfallen. Städtisches Ernährungs- und Wirtschaftsamt Mannheim. Warenbestandsmeldungen. Der Einzelhandel mel- det mit Stichtag vom 30. 6. 1947 die Waren- bestände an: Schuhwaren, eisernen Haushalts- geräten, Oefen und Herden und elektr. Geräten. Wegen der Bestendsmeldung für Spinnstoff- Waren für Großhandel, Einzelhandel und Hand- werk sowie ambulantes Gewerbe verweisen wir auf unser Rundschreiben. Wer dieses bis zum 1. 7. nicht erhalten hat, wolle bitte in K 7, Zim- mer 415, vorsprechen. Einzelhandel und Groß- mandel meiden die Bestände an: Möbeln, Glas- und Porzellanwaren. Die Bestandsmeldung des Großhandels für Seife und Waschmittel zum 30. 6. fällt aus. Neuer Meldezeitpunkt wird be- kanntgegeben. Vorlagetermin für alle Meldungen 5. Juli 1947. Vordrucke(außer für Spinnstoff- Waren), erhältlich in K 7, Zimmer 415. Städt. Ernährungs- und Wirtschaftsamt Mannheim. Spruchkammer Mannheim. Aufruf! Beim öffent- lichen Kläger der Spruchkammer Mannheim liegen eine große Anzahl von Postkarten- bescheide für Nichtbetroffene, die infolge von Wohnungsänderung der Empfänger durch die Post nicht zugestellt werden können. Es ergeht daher der Aufruf an alle, die vom Gesetz zur Befreiung vom Nationalsozialismus und Mili- tarismus vom 5. 3. 1946 nicht betroffen und noch nicht im Besitz der„Nichtbetroffenen-Karte“ sind, diese beim öffentlichen Kläger der Spruch- kammer Mannheim, K 58-Sschule, Zimmer 22, unter Vorlage der Kennkarte und des Melde- bogenabschnittes in Empfang zu nehmen. Die Ausgabe der„Nichtbetroffenen-Karte“ erfolgt nach Polizeirevieren, bei den die Meldebogen abgegeben wurden, ab 1. Juli 1 täglich(außer Samstags) von 8.00—12.00 Uhr und von 13.0016. 00 Uhr. Pol.-Rev. 1 Unnenstadt) Dienstag, 1. 7. 1947; Pol.-Rev. 2(Oststadt) Mittwoch, 2. 7. 1947; Pol. Rev. 3(Jungbusch) Donnerstag, 3. 7. 1947; Pol. Rev. 4(Neckarau) Freitag, 4. 7. 1947; Pol.-Rev. 5 (Rheinau) Montag, 7. 7. 1947; Pol.-Rev. 6a(Secken- heim) und Pol.-Rev. 6b(Friedrichsfeld) jeweils Dienstag, 8. 7. 1947; Pol.-Rev. 7(Lindenhof) Mitt- woch, 9. 7. 1947; Pol.-Rev. d Neckarstadt-W.) Donnerstag, 10. 7. 1947, und Freitag, 11. 7. 1947; Pol.-Rev. 9(Neckarstadt-Ost) Montag, 14. 7. 1947, und Dienstag, 15. 7. 1947; Pol.-Rev. 10(Luzen- berg) Mittwoch, 16. 7. 1947; Pol.-Rev. 11(Sana- hofen) Donnerstag, 17. 7. 1047; Pol.-Rev. 12 (Käfertal) Freitag, 18. 7. 1947; Pol.-Rev. 13(Feu- denheim) Montag, 21. 7. 1947; Pol.-Rev. 14(Wald- hof) Dienstag, 22. 7. 1947; Pol.-Rev. 15(Wallstadt), Pol.-Rev. 21(Edingem), Pol.-Rev. 22(Ilvesheim) jeweils Mittwoch, 23. 7. 1947; Pol.-Rev. 23(Laden- burg), Pol.-Rev. 24(Neckarhausen), Pol.-Rev. 25 (Schriesheim) jeweils Donnerstag, 24. 7. 1947. Der öffentliche Kläger. 17 464 Gütezelchen für elektr. Geräte, Apparate und Einzelteile. Bis zur reichseinheitlichen Regelung Wird für diejenigen elektr. Greäte, Apparate u. Einzelteile, welche den VDzE- vorschriften ent- sprechen, nach erfolgter Prüfung, ein Güte- zeichen erteilt. Dieses Gütezeichen besteht aus einem Dreieck mit den Buchstaben ETV und dem Wort Baden. Die Prüfstelle befindet sich B. Eelektrotechn. Verein in Karlsruhe-Rüppurr, Holder weg 34. Bad. Landesgewerbeamt Karlsruhe kämpfung der immer mehr überhand nehmen- den Diebstähle von Feld- und Gartenerzeug- nissen sowie von Kleintieren ist es dringend erforderlich, auch in Mannheim zur Unter- stützung der uniformierten Polizei und des Feldhutpersonals einen freiwilligen Ordnungs- und Schutzdienst der männlichen Bevölkerung einzurichten. Die Durchführung dieses freiwil- ligen Schutzdienstes erfolgt unter Anleitung der uniformierten Polizei. Wir bitten daher vor allem die Landwirte sowie die Mitgl. der Klein- Sarten- und der Kleintierzüchter vereine, aber auch sonstige Beteiligte, sich zur Entgegennahme von näheren Weisungen urngenhend bei ihrem Polizeirevier zu melden. K 108 Trümmerbeseitigung der Grundstücke. Zur Ent- trümmerung der Stadt Mannheim beginnen wir mit der Räumung folgender Gebiete: O 7, P 7. Bahnhofsplatz 1, 3, 7, 9, 11, Bismarckplatz 3, 4, 6, 8, Kaiserring 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24 und 26, Schwetzinger Str. 2 und 4, Tattersallstraße 3, 3, 7. 9, 13, Holzstraße 1, 3, Schanzenstraße 3, 3, 7, 9, Luisenring 36 und 37. Die durch Rundschreiben unterrichteten Grundstückseigentümer sowie die Bewohner dieser Häuser werden hiermit auf- Sefordert, ihre Ansprüche auf Herausgabe per- sönlichen Eigentums(nicht mit dem Grundstück kestverbundene Sachen, wie Hausrat) unter Vor- lage entsprechender Ausweise(Kennkarte, Miet- vertrag, Mietzins-Quittung usw.) in unseren Ge- schäftsräumen im Technischen Rathaus E 3, Wochentags in der Zeit von 9—12 Uhr zu stellen. Gemeinnützige Gesellschaft für Trümmerbesei- tigung und verwertung Mannheim m. b. H. Handelsregister, Amtsgericht Mannheim, 30. 5. 1947. Neueintragungen: B 557 Kühlmaschinen- und Apparate-vertrieb Ge- sellschaft mit beschränkter Haftung, Mannheim (Nietzschestraße 20). Der Gesellschaftsvertrag ist am 13. Dezember 1946 errichtet. Gegenstand des Unternehmens ist: vertrieb und Reparatur von Kühlmaschinen, Kühlschränken, Kühlmöbeln und Eisschränken und Großhandel in Holzwaren sowie Betätigung in artverwandtem Gebiet. Das Stammkapital beträgt 25 000 Reichsmark. Ge- schäftsführer ist: Friedel Heberer geb. Weis, Ehefrau des Fabrikanten Hans Heberer in Mann- heim. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft vertreten durch zwei Ge- schäftstünrer gemeinsam oder durch einen Ge- schäftsführer in Gemeinschaft mit einem Pro- kuristen. Die Gesellschafter versammlung hat je- doch das Recht, beim Vorhandensein mehrerer Geschäftsführer einem derselben die Befugnis zur Einzelvertretung zu erteilen. Als nicht ein- Setragen wird veröffentlicht: Pie Gesellschafterin Frau Friedel Heberer geb. Weis in Mannheim bringt das von ihr betriebene Geschäft Friedel Heberer auf Grund der Bilanz vom 1. Oktober 1946 unter Bewertung auf 15 000 Reichsmark im Wege der Sacheinlage in die neue Gesellschaft ein und leistet dadurch ihre stammeiflage mit 15 000 Reichsmark. B 558 Otto Klingebeil Gesellschaft mit beschränk- ter Haftung, Fabrikation chem.-techn. Produkte, Ladenburg a. N.(Schriesheimer Fußweg Nr. 5). Her Gesellschaftsvertrag ist am 12. April 1947 kestgestellt. Gegenstand des Unternehmens ist: Herstellung von Seifen, Wasch- und Putzmitteln, Leder-, Schuh- und Fußbodenpflegemittein, Far- ben, Lacke und Anstreichmitteln, pharmazeu- tischen Erzeugnissen und Extrakten, Großhandel in diesen Artikeln sowie Chemikalien, Putz- u. Industriebedarfsartikeln. Das Stammkapital be- trägt 40 000 Reichsmark. Geschäftsführer ist Otto Klingebeil, Fabrikant, Ladenburg a. N. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft vertreten durch zwet Geschäfts- Führer gemeinsam oder durch einen Geschäfts- kührer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Der Geschäftsführer Otto EKlingebeil ist jeder- zeit alleinvertretungsberechtigt. Gesamtprokura haben: Gottlieb Stutz, Kaufmann, Mannheim und Cyrilla Glaub, Ladenburg. Sie vertreten die Gesellschaft gemeinsam. Als nicht eingetra- gen wird veröffentlicht: Der Gründungsgesell- schafter Otto Klingebeil, Fabrikant in Laden- burg a. N., bringt sein unter der Firma Otto EKlingebeil, Fabrikation chem.- techn. Produkte in Ladenburg, Schriesheimer Fußweg 5, betriebenes Geschäft mit Aktiven und Passiven mit Aus- nahme des Grundstücks in die Gesellschaft ein. Dabei werden die Maschinen, Werkzeuge und Geräte, Betriebs- und Geschäftsausstattung auf rund der Schlugbilanz vom 31. Dezember 1946 übernommen. Unter Anrechnung von 7 689,75 RM auf diese Sacheinlage und Leistung einer Bar- einlage mit 17 310,5 RM durch diesen Gesell- voll geleistet. Als nicht eingetragen wird ver- öfkentlicht: Die Bekanntmachungen der Gesell- schaft erfolgen im„Mannheimer Morgen“ und in der„Rhein-Neckar-Zeitung“. B 359 Joseph Bauer, Transportgesellschaft mit be- schränkter Haftung, Mannheim(Kirchenstr. 10). Der Gesellschaftsvertrag ist am 13. November 1946 errichtet. Gegenstand des Unternehmens ist: Beförderung und Transport von Personen und Gütern aller Art mit eigenen und fremden Beförderungsmitteln gleich welcher Art sowie die Betätigung auf artverwandtem Gebiet. Das Stammkapital beträgt 26 000 Reichsmark. Ge- schäftsführer ist Karl Gfrörer, Kaufmann, Mann- heim. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft vertreten durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Pro- kuristen. Die Gesellschafter versammlung kann jedoch, auch wenn mehrere Geschäftsführer be- stellt sind, einem Einzelvertretungsrecht er- teilen. Als nicht eingetragen wird veröffent- licht: Das Stammkapital mit 26 00 RM ist voll geleistet, es wurden eingebracht: als Sach- einlagen: eine LANZ-Zugmaschine W B 457½09, Fahrgestell und Motor-Nummer 152 327, deren Kaufpreis die Gesellschafter Karl Gfrörer, Kauf- mann, Mannheim mit 7500 RM und Josef Bauer, Automechaniker, Mannheim-Feudenheim mit 5000 RM. geleistet haben; ein ScHENRK- Anhänger von dem Gesellschafter Gfrörer 5400 RM, ein PKW steyr von dem Gesellschafter Gfrörer 2150 RM, eine Generator-Anlage von diesem Ge- sellschafter 1100 RM. Den Resthetrag hat der Ge- sellschafter Gfrörer mit 4850 RM in bar einbezahlt. A 2504 Hermann Greiner, Mannheim Handel mit Zeitschriften, gebr. Büchern, Antiquariat für chem. Fachliteratur, Friedrichsfelder Straße 36). Inhaber ist Hermann Greiner, Kaufmann, Mann- heim. Anna Greiner geb. Mand Mannheim hat Prokura. Veränderungen: A 393 Adamammann, Mannheim(Berufsbekleidung. H 1, 1/2). Offene Handelsgesellschaft, welche am 1. Januar 1947 begonnen hat. Eugen Ammann, Kaufmann in Mannheim ist in das Geschäft als Persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. A 1624 Karl Hamberger, Mannheim(Feudenheim, Lützowstr. 3). Offene Handelsgesellschaft, welche am 1. März 1946 begonnen hat. Ilse Spingel geb. Hamberger in Mannheim-Feudenheim ist in das Geschäft als persönlich haftende Gesellschafterin eingetreten. Die Firma ist geändert in: Karl Hamberger& Co., Eier großhandel. A 1649 Karl Dietrich, Mannheim(K 4, 2). Karl Dietrich junior in Mannheim hat Prokura. B 39 G. G. Maler Aktiengesellschaft für Schiffahrt, Spedition und Commission, Mannheim Park- ring 35). Wilhelm Droste ist nicht mehr Vor- standsmitglied. Die Prokuren von Fleinrich Lauer, Jakob Gütter und Dr. Friedrich Walther Sind erloschen. Friedrich Heinzler in Mannheim hat Gesamtprokura; er vertritt die Gesellschaft mit einem Vorstandsmitglied oder mit einem anderen Prokuristen. Musterregister, Amtsgericht Mannheim, 23. VI. 47. Bd. IV, OZ. 179, 180 Rheinische Gummi- u. Cellu- loid-Fabrixk UNDER US ADMINISTRATION, Mannhbeim- Neckarau: Verlängerung der Schutz- frist: Weitere 5 Jahre. 17 426 LEE Mannheimer Abendakademie, Wohlgelegenschule. Am Mittwoch, 2. luli 1947, 19.00 Uhr, findet im Lichtbildsaal der Wohlgelegenschule ein Vortrag Über„Lebensfragen der heimisch. Pflanzenwelt“ statt. Refer.: Herr Werner Jänicke, Heidelberg. Eintritt RM—.50. Karten an der Abendkasse. Ideenwettbewerb Altstadt Heilbronn. Die Stadt- verwaltung Heilbrofin schreibt einen Wettbewerb zur Erlangung von Vorschlägen zur Gestaltung der Altstadt aus. Teilnahmeberechtigt sind frei- schaffende, beamtete oder angestellte Architek- ten, die im Stadt- und Landkreis Heilbronn ge- bürrtig, ansässig oder hauptberuflich tätig sind oder dort früher mindestens 1 Jahr wohnhaft Waren, soweit ihnen die Berufsausübung nicht untersagt ist. Abgabetermin: 1. Oktober 1947, 17.00 Uhr. Preise: einen 1. Preis mit RM 3000.—, einen 2. Preis mit RM 3500.—, einen 3. Preis mit RM. 2500.—, 4 Ankäufe mit je RM 1000.—. Die Wettbewerbsunterlagen können zum Preise von RM 25.— v. Planungs- u. Aufbauamt Heil- bronn, Stadttheater, Zi. 3, bezogen werden. Die- ser Betrag wird bei Wettbewerbsbeteiligung zu- rückerstattet. Bürgermeisteramt Heilbronn. Private Handelskurse Grone, Mannheim, Tulla⸗ straße 14, Tel. 424 24. Sprechzeiten: Dienstag 1 Donnerstag 17-19 Uhr. In Kürze beg. Lehl gänge in Buchf.(Anf. u. Fortgeschr.), Beten lehre, Handelskorresp., kfm. Rechnen u. eng. Stenogr. Anmeldungen ab sofort. 1 40 Wollen sie Werbung erlernen? Es gibt kaum, ein schöneres und interessanteres Gebiet für einen Kaufmann. Wer von Werbung etwas verstell wird auch gut bezahlt. Fordern Sie kostenl Schrift UD 77s über meinen Fernunterricht u. Werbe- und vertriebsgerechtem Denken. 1 Fernkurse,(14a) Göppingen“, 152 1 VERSAMMLLNGEN Gesamtverband des Personals der öffentlichen Dienste, Ortsausschuß Mannheim, Beamtenabtiz Beamtenkundgebung! Ministerialdirektor Davi Stetter, Stuttgart, und Direktor Heidel, Karl- ruhe, sprechen am 1. Juli 1947 in der Wandel Halle des Städt. Rosengartens über„Der Ben im neuen Staat“. Beginn: 16.30 Uhr. 170 Württembergisch- Badischer Cewerkschaftsbung Industrieverband Nahrung und Genuß. An Arbeitnehmer in den Bäckereien! Am Freitaß 4. Juli 1947, 16.00 Uhr, findet im Lokal„Kleiner Rosengarten“, U 6, 19, eine öffentliche Bäcker. versammlung statt. Dazu sind alle in den Bil kereien beschäftigten Arbeitnehmer eingeliagg Die Ortsverwaltung. 11 — 1 VEREINE. Christlicher verein Junger Männer Mannheim, Friedrichsplatz 15. Sonntag, 29. Juni, Ausstelu der EKriegsgefangenenhilfe des Weitbundes de CVoNM, ab 9 Uhr, Uhlandschule, Fangerbt straße 25 Zur Freiheit berufen“, Vortrag! Pastor Brauer, Dillbrecht, 19.30 Uhr, im 1 meindehaus der Melanchthonkirche, Zellersm i Ehemalige Mitglieder des Tennisklub Mannhe im ViR werden gebeten, ihre neue Ans der Geschäftsstelle des VfR Mannheim, N 1 6 Tel. 444 29, aufzugeben, da bereits am 1.-Jull mit dem Spielbetrieb im Stadion begonnen 5 abac, Allgemeiner Deutscher Automobil-Club Die früheren Einzel- und Firmenmitglieder um Interessenten werden zwecks Einladung um ch jetzige Anschrift gebeten unt. H 01385 à. d. Gd. EKIRCHLICHE NACHRICHTEN Kath. Gottesdienste am Sonntag: Jesuitenkirchg 6.45, 8, 9.30, 11; St. Sebastiansk., F 1, 71 6, 7, 1155 10.30, 11.30, 19.30 Herz-Jesu-Pfarrei, Weide ten: 6.30, 6, 9.30, 11; HI.-Geistk.: 6.30, 7.30, 9 11.15; Liebfrauenk., Luisenr. 33: 7, 8, 9.15, Jo 11.0 St. Josephsk., Windeckstr.; 8 9.30 8. Pe. mifatiusk., Fr.-Ebert-Str.: 7, 8, 9.30, 11; N tersk., Augartenstr.: 7, 8, 9.30, 11; St. NIkola Hansastr.: 7.30, 10 Neckarau, St. Jakobusk. 6% 7.30, 8, 11.90; Annaneim: 7, 8, 9.30, 1.30; Aung hof: 8, 10; Käfertal, St. Laurentiusk.: J, 10 5 Kätertel-Sud, St. Hildegard: 7.30, 10: Wadi. St. Franziskusk.: 7, 9, 10.30; Gartenstadt, St, ff. sabeth: 7, 8, 10; Feudenheim, St. Peter u. 20 6.30, 7.30, 9, 10; Sandhofen, St. Barthol.: 7 95 5 Stiedl. Schönau, evang. Gemeindehaus: 7.30, 100 Rheinau, St. Ant.-K.: 7.30, 9.30, 10.30, 0 kapelle: 9.30; Pfingstberg, St. Theresia: 7.30, 100 Wallstadt: 7, 9.30; Seckenheim: 7, 6.30, 10; Fr richsfeld: 7.18, 9; Ilvesheim: 7.18, 9.30 940 Alt-Kathol. G 4, 5: So, 10.30. Erlöserk.: S0. 15 Kirche Jesu Christi d. Heiligen d. I. Tage, ble 0 schule. So., 10 Sonntagssch. f. Ki. u. Ern g, Predigtvers. f. Erw. Di., 19 Frauenhilfsv, Brüderkl. Fre, 19 Gemeinsch. Fortbildungsv. 15 Evgl. Gottesdienste Mannheim. Sonntag, 29. 6. 9. Trinttatlek. 9.30,& 4, 5. 10.30, Jung pusht Fonkordienk. 9.30 klg. Christuske. 9. 0 Hg. fle. Frauen versammlung. Neuostheim 9.00 Hg. 1055 densk. 9.30 Hg. Johannisk. 10.00 Hg. Anni 9.45 kIg. Lutherk. 9.30 Hg. Melanchthonk. 91 die, Staat. Krankenhaus 10.30 He, Necker, 48d. 10.00 big. auterstehungsk. 9.0 kg. FPaunteg. Waldhof 9.30 kig. Feudenheim 9.30 P. Bra pichskeld. 9.30 fle. Kärertal 10.00 Fig. Kätertas ag 200 fle, Rheinau 10.90 Eg. Pfinsstperg 40 ff. Sandhofen 9.30 Hg. Siedlung Schönau 9.00 15 Seckenheim 9.30 Hg. Wallstadt 9.30 Hg. esd. Evang. Gemeinschaft, K 2, 10: Sof 9.30 Got 250 Weinheim, Prankelstraße 37: So. 14.30 000 0 Methodistenkirche, z. Z. Stamitzstr. 15: S0. ba 0. (Neumann). Waldhof, Soldatenweg 119: Fr. 19 Freirelig. Gemeinde Mannheim. S0. 29. 6. 895 10.00, in k. 8. d. kxeirel. Morgentefer im der, meimdegarten von Pred. Pr. Goggingef ue „Jüd. Vermächtnis“, z. Todest. Walker Ratnenaus 855 r 8 Pari pere, Aubenn müniste lch zu rüehten fichten die Par grobe Kreisen nahme belbt e Abeitun prograr Winger ger Ste belgetre tigt we sollen? geo dielte N Mitgli 20 onen europäi del es zur eu Vereint der An schaftsb Jenf 2 dault m rksar Plan ei Mit Hchten! e ee Di Pari Kanzös kankre pariser bend a streik ten bes Scheck, verden dd A. ind Le schen denheit Hegier: düherst Kabine mender ammlt und am * 2 Leitge Lord Deutsch britisch meister Fewerk esprec Das Aehtlfol Beweis“ Aer de Präslde emtlere Staat N legat Handelt Mahe Vunseh rn u Wäht dasperi Renstö verden Die belt elr In 1 Asche lonen