E ſerdttentlleht unter Lizenz Nummer N 15 WB 110 berantwortliche Herausgeber: br. Karl Ackermann, E. Fritz v. Schilling gedaktion, Druck, Verlag: Mannheim Am Marktplatz Aeleton: 44 151, 44 152, 44 153 Bankkonten: Südwestbank Mannheim allgemeine Bankgesellschaft Mannheim städtische Sparkasse Mannheim postscheckkonten: Karlsruhe Nr. 800 16 ludwisshafen am Rhein Nr. 267 43 erscheint täglich außer sonntags für unverlangte Manuskripte über- aimmt der verlag keinerlei Gewähr 5 Munnheimer. Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz 8 Geschäftsstellen: Schwetzingen. Karl-Theodor- Straße 18 Telefon 234 Weinheim. Hauptstraße 63. Telefon 2241 Heidelberg. Rohrbacher Straße 5-7 Telefon 4440 Rheinstraße 37 Telefon 2768 Bezugspreis: Monatl. DM 2,80 frei Haus Postbezugspreis:„ DM 2.80 zuzüglich DM 0,54 Zustellgebühr. Kreuzbandbezug Dx 3, 60 einschl. Porto. Bei Abholung im Verlag oder in den Agenturen DM 2.50 Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 7 Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf die Rückerstattung des Bezugspreises Ludwigshafen a. Rh. 388 5 Jahrgang/ Nr. 126 Einzelpreis 0,15 DM Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim Freitag, 2. Juni 1930 Berlin will unbedingt wählen Berlin.(dpa) Das Berliner Stadtparla- ment unterstrich seinen Beschluß, freie Wahlen auf der Grundlage der neuen Ver- tassung in ganz Berlin zu erreichen, am Donnerstag noch einmal in einer gemein- amen Erklärung der drei Fraktionen. Bleiben die Wahlen wiederum auf die westlichen Sektoren beschränkt und wird die Bevölkerung des Ostsektors weiter in nen demokratischen Rechten beeinträch- igt, dann fällt die Verantwortung für die Fortdauer der widernatürlichen Zerreißung unserer Stadt allein auf diejenigen, die sich jetzt einer freien Wahl in ganz Berlin widersetzen“, heißt es in der Erklärung, die von Stadtverordnetenvorsteher Dr. Otto duhr verlesen wurde. Die sowjetischen Bedingungen für freie Wahlen in ganz Berlin, die Oberst Jelisarow dem Stadtparlament mitgeteilt hatte, werden in der Erklärung zum größten Teil abge- ſennt. Die Westberliner Parteien lehnten es ab,„ökkentliche Organisationen“ an der Wahl zu beteiligen. Sie sähen in der vor- kukigen Verfassung Berlins keine Grund- lage für die künftige Tätigkeit der Stadt- ſerwaltung. Sie hätten deshalb— unter Mitwirkung der SED— 1948 eine neue Ver- ia lassung erarbeitet. Auch das Verlangen der SS ychoabe und Kun Grabe a Diktat nem Le. lig. Tel Vereinten Iden, d n gewack. 88er hig. perfekter ta Rofl — ickers 54 g schönen it 42 übe sruhe den ischen gab tten Plan rad n-Klub füt ennen vol. der Grün. Jauptereit, Leider f im Gegen, i schie irt erschik denrenne! bei sec ter gewol das Vel, 1 Teil ell — einen ausgereich. eld herab, zur Stel ribaldl, pa, Niten i da ferner lie Tamina, Hands 0 ner lelen ang Ern 11. J. 9 55 Cele- 5, 1 ſchaeh), ger liefen Sonskeld, m „Dirigent ntik, Sen, Sowjets, das sogenannte kleine westalliierte Besatzungsstatut für Berlin aufzuheben, weisen die Stadtverordneten zurück, weil es den Alliierten wieder mehr Rechte ein- raumen und somit ein Rückschritt sein würde. Schließlich wendet sich das West- berliner Stadtparlament auch gegen die Be- düngung, alle Besatzungstruppen aus Berlin zurückzuziehen, weil damit nicht mehr die Garantie für freie Wahlen gegeben sei. „Siürstreik“ der FD] beendet Lübeck.(dpa) Entgegen der Erwar- tung, daß sich bei Lübeck-Eichholz die dtatliche Untersuchung beziehungsweise Registrierung der nach behördlichen Fehätzungen etwa 8000 aus Berlin zurück- ehrenden FDꝗi- Angehörigen bis Donners laemnittag hinziehen würde, war die gesamte ion bereits um 4 Uhr früh beendet. Die Jugendlichen aus dem Westen und Süden des Bundesgebietes wurden den Aerzten in Gruppen vorgestellt. Die einzelnen Abtei- lungen marschierten, nachdem sie dieses summarische Verfahren hinter sich hatten, mit wehenden Fahnen, aber ohne Gesang oder Musik, diszipliniert zum Lübecker Hauptbahnhof. Sie wurden in Sonder- zügen abtransportiert. Kurz nach Mitternacht hatte die FDJ enen Kompromißvorschlag der Lübecker Polizei abgelehnt, demzufolge nur noch die aus Hamburg und Schleswig-Holstein stammenden FDꝗ- Angehörigen untersucht und die FDY-Mitglieder aus den anderen Bundesländern nur einem Arzt vorgestellt Verden sollten. Gegen zwei Uhr morgens erklärten sich die Jugendlichen dann doch mit dieser Untersuchung einverstanden. Bundesbahn erwägt Fahrpreis- ermäßigung Frankfurt.(dpa) Die Deutsche Bundes- ahm hat eine Studienkommission eingesetzt, die sich mit der Möglichkeit einer Tarif- reform bekassen soll. Es soll geprüft werden, ch eine Fahrpreisermäßigung möglich ist, chne daß die Einnahmen zurückgehen, das leigt also, ob der nominelle Einnahmeaus- al bei einer Ermäßigung durch größeren Verkehr ausgeglichen werden kann. Das von der Studienkommission erwartete Ergebnis 11 mit dem deutschen Industrie- und Han- 5 tag besprochen werden, bevor dem Bun- edverkehrsminister konkrete Vorschläge nterbreitet werden. Eine Kommission des * und Handelstages hat der Bim- esbahn ihrerseits Vorschläge für eine Fahr- leisermägigung vorgelegt, die im wesent- 5 en auf eine neue verbilligte allgemeine ückkahrkarte, eine größere Geltungsdauer er Sonntagsrückfahrkarten und eine Re- rm der Grundtarife abzielen. rel. Die finnischen Gewerkschaften 18 n die Lohnverhandlungen mit den Arbeit- 8 Protest gegen die zwanzigprozen- 105 rhöhung der Preise für landwirtschaft- . Producte abgebrochen. Die Gewerk- le Pin begrügen diesen Schritt damit, daß 1 keiserhönhung vor der Regierung ohne . mit den Gewerkschaften vorge- en wurde, also illegal sei. Wolenuntans. Der Vorsitzende der syrischen von Stagg Nazzem Kudsi, hat den Auftrag ung datspräsident Haschem Atassi zur Bil- eimer neuen Regierung angenommen. 1 Der italjenische Außenminister Graf Nl 88 Hrza hat die Botschafter der Vereinig- 5 daten, Frankreichs und Großbritanniens om empfangen. eld deten Der Chefredakteur der in Det- inst Nacbainenden KPD.-Zeitung„Volksecho“, mer e ist von der Bielefelder Strafkam- kängnis ichterbeleidigung zu fünf Monaten bang 1 85 verurteilt worden. Im Zusammen- Lerichts 1 Urteil des Bielefelder Schwur- Agenten Sesen einen ehemaligen Gestapo- die 5 im„Volksecho“ Angriffe gegen er des Schwurgerichts erschienen. UP dpa England will keinen Blanko-Scheck unterschreiben Bitter-süße Gespräche Paris—London/ Bevin ist verärgert Drahtbericht unseres Pariser Korrespondenten Alfred Lang Paris. Blitzschreiben, Noten wechsel, Pressekommentare auf beiden Seiten kenn- zeichnen auch weiterhin den Charakter der ranzösisch- britischen Gespräche um die Interessengemeinschaft für Kohle und Stahl. Seiner diplomatischen wortreichen Fülle enkkleidet, besteht das Problem nach wie vor darin, daß London erklärt, es wolle kei- nen Blankoscheck unterschreiben, während Paris darauf besteht, daß es sich nicht um einen Blankoscheck handelt. in- zwischen haben Deutschland, Italien und die Beneluxstaaten, darunter das so england- freundliche Holland, den vorgeblichen Blan- koscheck unterschrieben. Wenn auch die Pariser amtlichen Stellen unentwegt ihren optimistisch gefärbten konzilianten Ton beibehalten und den Fall als unwesentliche Meinungsverschiedenheit behandeln, so lassen die Kommentare diplo- matischer Kreise doch durchblicken, daß London weniger aus sachlich politischen Gründen, als aus Ressentiments heraus Schwierigkeiten macht. Schon mehrmals nat der britische Außenminister, wie zum Bei- spiel in der Frage Israel, die Politik seines Landes von seinen persönlichen Gefühlen beeinflussen lassen. Es wird in Paris darauf hingewiesen, daß Bevin star- ken persönlichen Aerger darüber gezeigt habe, daß Schuman zuerst mit Bonn statt mit London verhandelte und unbe- einflugt von britischen Widerständen den Konferenzbeginn festlegte. Gerade diese letztere Maßnahme hat anscheinend Bevin nach Meldungen französischer Beobachter in London als Erpressung aufgefaßt. Er sieht darin eine deutliche Warnung, dag die Gespräche auch ohne britische Beteili- gung geführt werden können. Daß Schuman von Acheson weitgehend Kurt Müller(KpD) bleibt unterstützt wird, mag, so erklärt man, ein weiterer Grund für die Versteifung in der Haltung des Foreign Office sein. Bevin sieht wohl ungern, daß Frankreich durch die jüngste Erklärung der drei Westmächte über die Bewaffnung der Mitteloststaaten wieder politischen Einfluß auf die Gebiete bekommt, aus denen es vor neun Jahren mit Waffengewalt mitten im gemeinsamen Krieg gegen Deutschland von den Briten herausgedrängt wurde. Schließlich gefällt es ihm auch nicht, daß Frankreich mit dem Vorschlag Schumans die führende diplo- matische Rolle in Europa übernommen hat. Wie man in Paris mit heimlichem Vergnü- gen feststellt, spricht man in London be- reits mit Bitterkeit davon, daß Schuman gar nicht ehrlich die Beteili- gung der Briten an der Grund- stoff gemeinschaft wünsche. In der Umgebung des Außenministers Schuman wird darauf hingewiesen, daß der Quai d'Orsay sich keinesfalls die Initiative aus der Hand nehmen lassen und von An- beginn das klare und eindeutige Programm der Pariser Verhandlungen abwickeln werde Bis zur Unterschrift und Ratifizierung des zukünftigen Dokumentes durch die Parla- mente der angeschlossenen Staaten werden noch ungezählte Hindernisse auftauchen und, so wird in Paris betont, es wäre un- klug, Vorwand zu solchen Hindernissen be- reits dadurch zu liefern, daß man schon vor Beginn der Gespräche einem der Teilnehmer Sonder zugeständnisse mache. In zuständigen Stellen nimmt man nicht an, daß den Briten ein mehr als for- males Zugeständnis gemacht wer- den kann, das lediglich eine zuvorkom- mende, aber inhaltslose Geste darstellen würde. Bundestags abgeordneter Aeltestenrat sieht Rücktritt nicht als legal an/ Europarat-Debatte verschoben von unserer Bonner Redaktion Bonn. Der Bundestag hat nach der Pfingstpause seine Arbeit in einer politisch stark angespannten Atmosphäre wieder aufgenommen. Am Donnerstagnachmittag beschloß der Aeltestenrat, die Lesungen des Gesetzentwurfes über den Eintritt in den Europarat, die für Dienstag kom- mender Woche angesetzt waren, erneut zu vertagen. Als offizieller Grund wurde der Gesundheitszustand des Bundeskanz- lers angegeben, der es ihm noch nicht er- laube, schon zu Beginn der kommenden Woche wieder in die politische Arena zu steigen. Die Debatte, die einen auhBer- ordentlich spannenden Verlauf erwarten läßt, soll nunmehr in der übernächsten Woche ausgetragen werden. Das Plenum, das am Donnerstagvormit- tag um 9.30 Uhr zum ersten Male wieder zusammentrat, befaßte sich mit zwei Pro- plemen, die man als symptomatisch für dlie politische Situation Westdeutschlands über- haupt betrachten darf. Das eine War der Fall des verschwundenen kommuni- stischen Abgeordneten K ur t Müller. Müller hatte Mitte Mai schrift- lich beim Präsidium des Bundestages sein Mandat niedergelegt. Seitdem verstärkte sich der Eindruck, daß er in den Ostsektor Berlins verschleppt wurde wo er, wie auch neulich von ostzonaler Seite bekannt- gegeben wurde, als„amerikanischer Agent“ verhaftet wurde. Der Ausschuß für Ge- schäftsordnung und Immunität stellte eine Untersuchung an. Das Ergebnis wurde in der Bundstagssitzung bekanntgegeben und löste eine scharfe Debatte aus. Der Berichterstatter des Ausschusses, Abgeordneter Dr. Becker, erklärte, dag nach Feststellungen des gerichts-medizini- schen Institutes der Universität Bonn die Unterschrift Müllers wahrscheinlich echt sei. Es stehe aber zweifelsfrei fest, daß der Brief Müllers, der„an den Präsidenten des Bundestages, im Hause“ adressiert gewesen sei, auf keiner Schreibmaschine der KPD- Fraktion im Bundeshaus, sondern wahr- scheinlich in der KPD-Zentrale geschrieben Worden sel. Es sei zu vermuten, daß die Unterschrift des Abgeordneten Müller— diese Ansicht vertrat der Vorsitzende des Ausschusses— schon im Herbst 1949 blanko gegeben worden sei. Mandatsniederlegung sei damit rechtlich unwirksam geworden. Ein Antrag, demzufolge der Abgeordnete Müller im Gebiet der Bundesrepublik oder in den Westsektoren Berlins persönlich er- klären solle, ob sein Rücktritt auf gesetz- licher Basis erfolgte, wurde gegen die kom- munistischen Stimmen angenommen. Bis zur Abgabe dieser Erklärung gilt Müller weiterhin als Abgeordneter. Verfassungsschutzamt Der Staatssekretär im Innenministerium, Ritter von Lex, begründete vor dem plenum den Gesetzentwurf der Bundes- regierung über die Errichtung eines Ver- fass ungsschutzamtes. Das Amt, das dem Bundestag unterstehen soll, soll die Aufgabe haben, Nachrichten und Unter- lagen über verfassungsfeindliche Bestim- mungen zu sammeln und auszuwerten.“ Polizeibefugnisse sollen ihm nicht zustehen. Ritter von Lex betonte, der nachhaltigste Schutz der Verfassung liege in einer demokratischen Erziehung der Jugend. Daher sei in dem kommenden Haushalt eine Viertelmillion DM, zur Festi- gung des demokratischen Gedankens vor- gesehen, der insbesondere zur Aufklärung in den Schulen verwendet werden Soll. Es sei selbstverständlich, daß das Amt für Ver- fassungsschutz mit zuverlässigen und fach- lich qualifizierten Kräften besetzt werde. Die Regierung habe nicht die Absicht, dem Amt Polizeiaufgaben zu übertragen. Die Gefahr der Bildung einer geheimen Staats- polizei müsse unter allen Umständen ver- mieden werden. Wie UP meldet, hat der britische Bot- schafter in Paris nach einer Mitteilung des Foreign Office am Donnerstag dem franzö- sischen Außenministerium eine Antwortnote auf den letzten französischen Vorschlag einer Beteiligung Großbritanniens an einer westeuropäischen Kohlen- und Stahlunion überreicht. Der Inhalt der britischen Note ist bis jetzt nicht bekanntgegeben worden. Ein Sprecher des Foreign Office gab der Hoffnung Ausdruck, daß der britische Ge- genvorschlag von Frankreich angenommen werde.„Der nächste Schritt liegt nunmehr bei Paris“, schloß der Sprecher seine Aus- führungen. Möglichkeiten London.(dpa) Als Möglichkeiten zur Ueberwindung des toten Punktes in den englisch- französischen Vorbesprechungen über die Teilnahme Großbritanniens am Schumanplan stellt der„Daily Telegraph“ kolgende Alternativen auf: 1. Die Pariser Konferenz beginnt ohne Großbritannien,. Das sei aber unwahr- scheinlich, weil Großbritannien allein aus Verantwortung gegenüber seinen Verpflich- tungen als Besatzungsmacht und wegen Sei mes echten Interesses vertreten sein müsse und wolle. 2. Aenderung des Entwurfes für eine ge- meinsame Grundsatzerklärung, so dag Sie auch britischen Wünschen gerecht werde. Dies sei sehr schwierig, weil sie bereits in der von den Franzosen vorgeschlagenen Form von allen anderen Staaten angenom- men sei. 8 3. Annahme der französischen Deklara- tion unter Hinzufügung besonderer Vorbe- halte für Großbritannien. Das werde Groß- britannien aber nicht besonders angenehm sein, da es gegenüber den anderen europa- schen Staaten nicht als eine Macht mit Aus- nahmebestimmungen erscheinen möchte. 4. Vorbehaltlose Aufgabe des bisherigen britischen Standpunktes, das heißt also, Un- ter zeichnung der Deklaration in ihrer gegen- wärtigen Form. Dies sei von allen Möglichkeiten die un- wahrscheinlichste, meint der„Daily Tele- graph“. Die„Times“ berichtet, daß Groß- britannien der französischen Regierung Vor- schläge zu einer Modifizierung der Grund- satzerklärung unterbreiten werde, die es auch England möglich mache, sie zu unter- zeichnen und von Anfang an bei den Be- sprechungen über die Montan-Union vertre- ten zu sein. Lastenausgleich-Enlwurf noch im Juni Fühlungnahme zwischen Regierungsparteien und Opposition Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Der Vorsitzende des Lastenaus- gleichausschusses Johannes Kunze(CDU) kündigte am Donnerstag an, daß sowohl Finanzminister Dr. Schäffer als auch er im Namen seiner Fraktion in eine Füh- ljungnahme mit der SPD über die Gestal- tung des Lastenausgleiches eintreten wer- den. Erst habe die Basis erarbeitet wer- den müssen, die in den Grundsätzen der 12 ihren Niederschlag gefunden Abe. In konkreten Einzelheiten aus dem Re- gierungsentwurf hob der Finanzminister die Notwendigkeit von Vermögensabgabe und ihre Verwendung in erster Linie zu einer produktiven Eingliederung der Vertriebenen und Kriegs- sach geschädigten in die deut- sche Volkswirtschaft hervor. Als zur Zeit mögliche Höchstgrenze der zumutbaren Belastung je Jahr nannte Dr. Schäffer eine Summe von 1.5 Milliarden DM. Diese Belastungssummen hätten unabhängig voneinander sowohl die vom Wirtschaftsrat seinerzeit eingesetzte Gutachter kommission. als auch die Sachverständigen seines Mini- steriums errechnet. Zur weiteren Durch- kührung äußerte Dr. Schäffer, daß beson- dere Fragebogen ausgearbeitet werden, die eine gruppenweise Erfassung ermöglichen. Eine jahrelange Feststellung sei nicht möglich, da diese den Lastenaus- gleich nur verzögern werde. Wahrschein- Der Bundespräsident in Karlsruhe Landesbezirkspräsident Kaufmann schildert die wirtschaftliche Karlsruhe. Bundespräsident Prof. Von unserem ce- Korrespondenten Dr. Heuß stattete dem Landesbezirk Nordbaden am Donnerstag einen offizielle n Staatsbesuch ab. Im Anschluß an seinen Stuttgarter Aufenthalt begab sich der Bun despräsident in Begleitung des württem- bergisch- badischen Ministerpräsidenten Dr. Maier, den Mitgliedern des Kabinetts sowie dem Landtagspräsidium mit Landtag spräsident Keil an der Spitze zunächst nach Pforzheim. Auf dem Wege dorthin und in der Stadt selbst bereitete die Bevölke- rung dem Staatsoberhaupt einen herzlichen Empfang. Im Hotel„Ruf“ hieß Oberbürgermeister Dr. Bandenburg(Md) den Bundes- präsidenten willkommen und legte ein- gehend die wirtschaftliche Notlage der Stadt dar, die einst auf dem Weltmarkt eine machtvolle Stellung eingenommen habe. Bundespräsident Prof. Dr. Heuß unterstrich sowohl hier als ganz besonders in seiner Ansprache vor der Pforzheimer Bevölkerung, die sich zu vielen Tausenden inmitten des Trümmerfeldes auf dem Marktplatz eingefunden hatte, die wirt- schaftliche Notlage. Er appellierte an die Pforzheimer, den Mut nicht sinken zu lassen und den weiteren Aufbau ihrer Stadt und ihrer Industrie, die wieder wie einst den Ruf deutscher Qualitätsarbeit in aller Welt sich erobern werde, vorwärts zu blicken. Auf seiner Fahrt nach Karlsruhe wurde der Bundespräsident überall lebhaft be- grüßt. Vor Durlach bis zum Festhallen- platz in Karlsruhe, wo sich eine nach vie- len Tausenden zählende Menschenmenge eingefunden hatte, bildete die Schuljugend Spalier und jubelte dem hohen Gast zu. An dem Staatsakt, den das Landes- bezirkspräsidium Nordbaden gab, nahmen neben den Vertretern der staatlichen und kommunalen Behörden des Landes auch namhafte Persönlichkeiten aus Politik. Kunst und Wissenschaft, des kirchlichen und gewerkschaftlichen Lebens sowie der ameri- kanischen Dienststellen teil. Der Präsident des Landesbezirks Baden, Finanzminister Dr. Kaufmann, hieß den Bundespräsi- denten nicht nur als„Garanten des Friedens und der Demokratie, sondern vor allem auch als Landsmann“ herzlich willkommen und dankte ihm für seinen Besuch, der deutlich beweise, welch großes Interesse er— Heuß — an seiner südwestdeutschen Heimat habe. Dr. Kaufmann kam in seinen weiteren Ausführungen auf die wirtschaftlich schwie- rige Lage des Landes Nordbaden seit der Beendigung des Krieges zu sprechen. Diese Wirtschaftslage habe jetzt dazu geführt, daß Nordbadens Arbeitslosigkeit gerechnet auf den Kopf der Bevölkerung— zweiein- halb mal so groß wie die in Nordwürttem- berg sei. Ein hoher Zerstörungsgrad der badi- schen Städte und Industrien, insbeson- dere in Mannheim, Karlsruhe und Pforzheim, die Zerschneidung des Lan- des in zwei Teile und die Besetzung durch zwei Mächte und eine weit über- durchschnittliche Bevölkerungsdichte kennzeichneten diese Lage. Zu allem Unglück habe Karlsruhe auch noch seine Eigenschaft als Landeshauptsadt verloren. Und zu dieser Serie von Schick- salsschlägen müßte Baden seine Grundein- nahmequellen, namentlich die ertragreiche Tabaksteuer. an den Bund abgeben, ohne eine entsprechende Entlastung zu er- fahren. Zwar seien Anstrengungen gemacht, diese wirtschaftliche und soziale Lage der badischen Bevölkerung zu bessern, doch das Land müsse dazu die Hilfe des Bundes erhalten. Oberbürgermeister Töpper(Md) un- terstrich in seiner Begrüßungsansprache die Ausführungen des Landesbezirkspräsiden- ten, insbesondere in bezug auf den wirt- schaftlichen Existenzkampf Karlsruhes, das mit seinen nunmehr über 200 000 Einwoh- licher Stichtag solle der 21. Juni 1948, der Tag der DM-Eröffnungsbilanzen, sein. Die ersten Jahre entscheiden Unserem Korrespondenten ge zeichnete Dr. Schäffer die ersten als entscheidend für den Lastenausgleich überhaupt. Er fügte hinzu, daß die B gen nicht als Grundschuld eingetragen— den sollen, sondern in Form von Steuerbe- scheiden behandelt würden. Auf diese Weise wolle man die Kreditwürdigkeit der Wirt- schaft erhalten. Heimatverlust zu berücksichtigen Die Grundsätze der Fraktion der CDU“ CSU gab Abgeordneter Kunze bekannt, Er hob hervor, daß sie in eingehenden Bera- tungen der Vertreter der Regierungparteien und der beteiligten Ministerien gebilligt worden seien. Im einzelnen besagten die Punkte, daß der Ausgangspunkt für allle Entscheidungen der festgestellte Schaden zu sein habe. Die Höhe könne erst festgelegt werden, wenn die gesamte anerkannte Schadenssumme festliege. Ueber die Entschädigung des materiellen Verlustes hinausgehend, soll in angemessenem Rah- men der„verlorene Heimat zusammenhang, der Verlust der früheren Position bei Ver- triebenen und Evakuierten berücksichtigt werden. und Pforzheim Notlage in Nordbaden . nern im wahren Sinne des Wortes um seine Existenz ringe. Bundespräsident Prof. Dr. Heuß dankte für den überaus herzlichen Empfang im Lande Nordbaden und in der Stadt Karis- ruhe, mit der er sich durch seine hier als „Pennäler“ verlebten Jugendjahre besonders verbunden fühle. Ausgehend von dieser persönlichen Bekanntschaft mit der Stadt und zahlreichen ihrer Bürger des politischen und künstlerischen Lebens, versuchte Bun- despräsident Heuß den Karlsruhern den Weg ihrer Zukunft aufzuzeigen. So wie hre Väter, betonte der Bundespräsident, in den Jahren 1846/49 die Vorkämpfer für demo- kratische Freiheit und Einheit gewesen sein, so müßten die Karlsruher auch heute alle Ressentiments bei Seite legen und für eine größeres Gemeinsames in der politischen Zielsetzung eintreten. Er habe, so sagts Heuß in seinen weiteren, oft mit trefflichem Humor gewürzten Ausführungen, nicht die Absicht, gerade hier in Kar ls- ruhe zum Südweststaatproblem z Uu Sprechen. Er glaube aber doch, Karlsruhes Zukunft in der Entwicklung 2u einer bedeutsamen Industriestadt im deut- schen Westen zu erblicken. Dazu sei bereits mit der Verlegung maßgebender Werke und dem Ausbau neuer großer Betriebe der ent- scheidende Anfang gemacht. Manche Städte, die heute Regierungssitz seien, wünschten in der glücklichen Lage wie Karlsruhe 2 sein, solch günstige Voraussetzungen zur Industriestadt zu haben. Allerdings müßten nach seiner Ansicht auch selbstverständlich einige Bundesbehörden nach Karlsruhe ver- legt werden, um das traditionelle Gesicht der Beamtenstadt wenigstens einigermaßen zu wahren. Nach einm Abendempfang, den die Stadt- verwaltung im Gartensaal des Stadtgartens gab, kehrte Bundespräsident Heuß in den späten Abendstunden wieder nach Stuttgart zurück. MORGEN Freitag, 2. Juni 1950 kuropsische„Mißverständnisse“ Einige Tage lang war der Himmel rosig über Europa. Das war unmittelbar nach dern 9. Mai, nachdem der französische Außbenminister mit seiner kühnen Idee her- Vortrat, die man seither den Schuman-Plan nennt. Die Flut der unvoreingenommenen, aber auch mit keinerlei Verantwortung be- schwerten Begeisterung riß zu optimisti- scher Begeisterung hin; der Glaube an Europens schlummernde Kräfte erhielt neuen Auftrieb, der sofort wieder den schönen aber leider etwas irrealen Traum eier europäischen Neutralität“ gleich einem bunten Luftballon durch die Wün- sche geistern ließ— so daß sogar die„New Vork Times“, sehr beunruhigt, ihn eiligst Abzuschießen sich bemühte.(, Der einzige Weg zur Abwendung der Katastrophe liegt in der europaischen und atlantischen Intregation, zu der Europas klügere Köpfe sich auf den Londoner Konferenzen ver- pflichtet haben“) Nun, die„New Vork Times“ hätte sich nicht so sehr beeilen müssen, ihrer Besorg- Nis über eine sich möglicherweise bildende europäische„dritte Kraft, die in manchen europäischen Köpfen herumspukt“, Aus- druck zu geben. Denn der Luftballon ist inzwischen wieder ganz allein auf den Boden nüchterner Realitäten zurückgekehrt. Der Begeisterung sind schnell die verant- Wortungsbewußten Einwände gefolgt; Stir- nen begannen sich allenthalben zu runzeln und es steht zu erwarten, daß Hamlets gedankenvolle Betrachtungen über Taten und Handlungen wieder einmal in wohl- Sesetzten Kommuniqués eine moderne Be- stätigung ihrer Unverwüstbarkeit finden werden. Nicht also ob wir nicht wüßten, daß Pläne von dieser epochalen Tragweite nicht im Handumdrehen realisiert und improvi- siert werden könnten. Technische und wirt- schaftliche Aspekte sind zu berücksichtigen, die zu beurteilen hier nicht unsere Aufgabe sein kann. Um aber die Schwierigkeiten zu meistern, bedarf es einer beispiel! losen Einmütigkeit hinsicht- lich des Zieles. Sonst besteht Gefahr, daß die geringste Unebenheit des Weges die Pferde scheuen und in die heimatlichen Ställe des nationalen Egoismus zurück- traben läßt. Diese Gefahr aber ist schon da, kaum daß man die praktische Arbeit ins Auge faßt. Zwischen Frankreich und England sind Migverständnisse“ aufgetaucht, Migverständnisse, die vielleicht hätten ver- mieden, die vielleicht beseitigt werden kön- nen, die aber erneut die ganze Problematik der europaischen Einheit aus dem Dämmer- licht der Phantastereien in das harte Licht der politischen Wirklichkeit rückt. Und ihre Ferne erkennen läßt. ö Erinnern Wir uns des Vorgangs: die fran- zösische Regierung hat sechs europäische Staaten— die westdeutsche Bundesregie- Tung, Italien, Luxemburg, Belgien, die Nie- derlande und Großbritannien— eingeladen, in ungefähr 14 Tagen in Paris die Verhand- lungen für eine zukünftige europäische Kohle- und Stahl-Union aufzunehmen, wo- bei sie mit der Annahme dieser Einladung im Voraus das grundsätzliche Einverständ- nis mit den Prinzipien der Schuman-Erklä- rung vom 9. Mai verbunden und schriftlich fixiert wissen wollte. Eine Selbstverständ- Uchkeit möchte man sagen, da man sich ja nicht zu einer Konferenz zusammensetzt, ohne über das zu erreichende Ziel einig zu sein— das Gegenteil wäre zumindest zeit- raubend und Schuman sagte am Pfingstmon- tag noch in Thionville:„Wir haben keine Zeit zu verlieren, denn eine Verzögerung kann den Erfolg unmöglich machen.“ Außer- dem soll in Paris nicht die Idee an und für Sich, über die sich der Kontinent ziemlich einig zu sein scheint, besprochen werden, sondern die Wege ihrer praktischen Durch- führung. b Die britische Regierung hat sich bis jetzt nicht entschließen können, ihr prinzipielles Einverständnis mit dem Schuman-Plan offi- ziell zu erklären, ehe sie nicht nach Fest- legung der Struktur und der Arbeitsmetho- den der zu bildenden Organisation die Mög- lichkeit habe, ihre Beteiligung zu prüfen. Vergebens hat bis jetzt der französische Bot- schafter in London das Foreign Office zu überzeugen versucht, daß es sich mit dieser, von Schuman wohl in erster Linie aus Pre- stigegründen gewünschten Erklärung zu nichts verpflichte; ganz abgesehen davon, daß der britischen Regierung die vagen Grundzüge des Schuman-Planes nicht genü- gen, um auch nur den Schatten einer Ver- pflichtung eingehen zu wollen, abgesehen davon auch, daß London das Risiko fürchtet, seine Zustimmung zum Prinzip der Zusam- menlegung von Kohle und Eisen und der Errichtung einer gemeinsamen Verwaltung könnte einen Einbruch in seine eigene Plan- politik mit sich bringen, entspricht es auch nicht der englischen Europapolitik, sich auf und von dem Kontinent in irgendeiner Weise die Hände binden zu lassen. Das lamentbale Beispiel der Straßburger Organisationen hat es schon deutlich ge- zeigt und das erste Wasser in den europäai- schen Wein geschüttet. Auch da gab es„Mig- verständnisse, die man mit dem Kompro- mig überbrückte, einen Europarat ohne Vollmachten zu errichten. Dieses Mal Aber ist der Fall viel ernster: Die Errichtung eiger Poch-Antortät ohne Vollmachten wäre Sinnlos, die Teilnahme an jeglichen Be- sprechungen von vornherein widersinnig, ohne die Bereitschaft, auf emen Teil der mationalen Souveränität zu verzichten. Dies aber ist von England kaum zu er- Warten und da es nun feststeht, daß sich London an jedweder ernsthaften europäi- schen Union nicht zu beteiligen wünscht, ist auch schwerlich zu sehen, wie es das Zu- Staricde kommen einer solchen Union obne seine Beteiligung wird dulden können. Denn wenn Großbritannien die gleiche Politik in Paris verfolgen wird, die es mit Erfolg in Straßburg verficht, dann nur mit dem Ziel, die Finger im Teig zu behalten, aber um zu verhindern, daß aus dem Teig ein Kuchen Wird. So erhebt sich schon für Frankreich, des- sen Außenminister vielleicht die europäi- sche Montan-Union auch ohne die Insel zu- stande bringen möchte, mit dem Fernblei- ben der englischen Partner die immer noch unangenehme Aussicht, mit Deutschland Praktisch allein zu bleiben. Denn trotz aller Versöhnungsbereitschaft ist die französische Furcht— nicht vor dem deutschen Milita- rismus, aber vor der deutschen Schaffens- kraft und Vitalität— ein Faktor, der in diesem Falle ein ernsthaftes Handicap für den Schumanplan werden könnte. Und mit dieser europäischen Situation r ewigen Mißverständnisse ist schon wie- r jede Möglichkeit offen, den„Namen Zu verlieren N. H. de der Tat“ Gefahr des„Restriktionismus“ Genf.(UP) Der ERP- Sonderbotschafter Averell Harriman, der als Leiter der amerikanischen Delegation an der gegen- wärtigen Tagung der Wirtschaftskommis- sion der Vereinten Nationen für Europa (ECE) teilnimmt, erklärte am Donnerstag vor den Delegierten ost- und westeuropä- ischer Staaten, es bestehe die Gefahr., daß die europäische Wirtschaft zum„Restrik- tionismus“ zurückkehre und daß es erneut zu Kartellbildungen komme, in deren Ge- folge die Aufspaltung der Märkte und die Beschränkung der Produktion einhergehe. Europa benötige eine wirtschaftliche Aus- weitung. Die theoretisch vorhandenen Ueberschüsse in der Produktion würden bei der Sicherung des freien Handels von dem steigenden Verbrauch schnell absor- biert werden. Harriman betonte, er sei beunruhigt, daß er immer wieder hören müsse, es bestehe die Gefahr einer Ueberproduktion an Stahl und an anderen Grundstoffen. Zur Siche- rung eines steigenden Lebensstandards sei die Weiterentwicklung der Weltwirtschaft notwendig, die jederzeit in der Lage sei, die Kapazität der europäischen Stahl- industrie voll auszunutzen. Harriman äußerte sich mit Genugtuung darüber, daß in der Ech neben den. USA und den Marshallplan-Ländern auch die Sowjetunion und die Kominformstaaten vertreten sind. Er versicherte, daß die USA damit fortfahren werden, die ECE zu un- terstützen. Zwischen Sachlichkeit und Sensation Bemerkungen zum Kapitel„Politische Berichterstattung“/ Von E. Schäfer Am ersten Tag seines Staatsbesuches in Württemberg-Baden sprach Bundespräsi- dent Heuß in Stuttgart auch auf einem Empfang des Journalistenverbandes Würt⸗ temberg-Baden. Dabei richtete„Kollege Heuß“, wie er sich selbst nannte, auch einige Ermahnungen in bezug auf die poli- tische Berichterstattung an die Zeitungs- leute. Zuviele Journalisten seien heute nur hinter den Nachrichten her. Dadurch werde vielfach die Einschätzung des wirklichen Sachzusammenhangs vernachlässigt. Der Bundespräsident hat hier als erfahrener Kenner der Presse etwas ausgesprochen, das in letzter Zeit mehrfach der Zielpunkt allgemeiner Kritik an der öffentlichen Mei- nungsbildung gewesen ist. Daran haben sich gleichermaßen Politiker, Abgeordnete und Journalisten beteiligt. Ihre Diskus- sion miteinander und gegeneinander war das àngestrengte Suchen, von den Ver- 2 errungen des politischen Ge- schehens in Presse und Rund- funk los zukommen., Es liegt in der Natur der Sache, daß sie sich in ihrem Resumee bei der Kritik an dem Journalisten als Einzelpersönlichkeit bündelte. Es ist nicht die Absicht dieser Zeilen, das Vermögen oder Unvermögen oder gar die Vernunft oder Unvernunft aller Schrei- benden mit dem Seziermesser voneinander zu trennen. Im Gegenteil, es soll vielmehr untersucht werden, auf welchem ar- beits fähigen Fundament das schreibende Individuum heut zutage steht; denn die Basis ist ja in erster Linie ausschlaggebend. Sie erst schafft die Ausgangsposition für das pub- lizistische Wirken. Kurz gesagt: das Ver- Jagswesen mit seiner finanziellen Sub- stanz ist der Boden, auf dem Publizistik wächst oder verdorrt. Hier muß das Start- joch für alle Schreibenden gesucht und ge- graben werden. Als Ergebnis des Wech- Selgesprächs zwischen Verlag und Redaktion wird die journalistische Kapazität schlecht- 115 geboren. Nicht in der Redaktion allein. Vierzonengesicht im Verlagswesen Dr. Helmut Cron, der Chefredakteur der„Deutschen Zeitung“, hat vor einigen Monaten auf einer Tagung der Evangelischen Akademie in Bad Boll ge- sagt, man habe nach 1945 die Schaffung neuer Verlagskonstruktionen versäumt. Er spielte sehr deutlich auf die Unabhängigkeit der Redaktion vom Verlag an. Dr. Cron, ein erfahrener Presse- mann, sprach klar aus, wo in Vielen Fällen die Ursache für das Versagen journa- listischer Leistungen zu suchen ist: in der Gängelung der Redaktionen durch die Ver- lagsleitungen. Die Kritiker, die die politische Be- richterstattung der früheren„Frankfurter Zeitung“, der„Kölnischen Zeitung“, der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“, des „Hamburger Fremdenblattes“ und anderer großer Blätter als vergleichende Beispiele zitieren, vergessen oft ganz, daß diese Or- gane meistens garnicht aus verlagseigenen Einnahmequellen gelebt haben. Wie ist es heute? Die Aufgliederung Deutschlands in vier Besatzungszonen hat auch im deut- schen Pressewesen lassen. Wie in der Verwaltung und in zahlreichen anderen Lebensäußerungen ist jede Besatzungsmacht nach 1945 bei der Gründung von Zeitungen nach ihrer eigenen Konzeption vorgegangen. Das Vierzonen- gesicht der deutschen Presse war die Folge. Andere Maßstäbe Hier ist der Ursprung für die Entstehung verschiedener Maßstäbe in der Behandlung dessen, was man Publizistik nennt, zu suchen. Die differenzierte Hand- habung der Lizenzierung hat auch mittelbar auf die Journalisten abge- färbt. Sie hat aber auch tiefgehend das Verlagswesen in seiner Struktur beeinflußt. Und damit kommen wir dem Zentrum un- seres Themas näher. Von hohen Auflagen in der Anfangszeit sank nach Neugründun- gen im Laufe der Jahre die Leserzahl vie- ler Zeitungen auf eine Ziffer, die eine groß- zügige Verlagsdisposition zugunsten redak- tioneller Arbeit nicht mehr gestattete. Die Schließung von Zeitungen mit über- regionaler Verbreitung(Kölnische Rund- schau, Hamburger Allgemeine Zeitung) ver- deutlicht die Entwicklung im deutschen Pressewesen, die dahin tendiert, einen gu- West-östliches Spiel um heiße Länder Der Sinn der Westmächte-Erklärung über Waffenlieferungen an die arabischen Staaten und Israel Der Beschluß der Engländer, Franzosen und Amerikaner, allen mittelöstlichen Staa- ten Waffen zur Abwehr des Kommunismus zu liefern und die heutigen Grenzen zu garantieren, wobei sofortige Maßnahmen innerhalb und außerhalb der UNO für den Fall eines Angriffs vorgesehen sind, ist eine entschiedene Antwort auf die russische Ofkensive, die seit zwei Monaten in den Arabischen Ländern im Gange ist. Die So- Waietunion bedient sich dabei nicht der revo. lutionären Waffe des Kommunismus, son- dern der gefährlicheren des Nationalismus und Antikolonialismus. Sie bietet in Kairo und Damaskus Waffen und Hilfe an, und auch Abd el Krim soll russische Unterstüt- zung zur Befreiung Nordafrikas erhalten: deshalb hat sich Frankreich der Erklärung angeschlossen. Dieser Schritt der drei Mächte bedeutet die Ausdehnung der Truman Doktrin auf die arabischen Staa ten und Israel, während sie bisher für Griechenland, Persien und die Türkei galt. In den vergangenen drei Jahren lieferten die USA für insgesamt 770 Millionen Dollar Waffen und Hilfsmittel nach Griechenland und der Türkei. Aber das ist wenig im Ver- gleich mit dem Wert der Garantie: ein (russischer) Angriff auf einen dieser drei Randstaaten des mittelöstlichen und ostmit- telmeerischen Systems würde ohne weiteres den Eintritt Amerikas in einen totalen Krieg mit allen Konsequenzen bedeuten. Deshalb verhalten sich die Sowjets, die in anderen Zonen angreifen und vordringen, gegenüber Persien und der Türkei äußerst vorsichtig, obwohl sie diese Länder doch im Handumdrehen besetzen könnten. Für die Anglo-Amerikaner ist der Mitt- lere Osten Wahrscheinlich der vrichtigste und empfindlichste Frontabschnitt des Kal- ten Krieges. Hier gibt es kein Schwanken und Verhandeln. Hier liegen die größten Erdölvorkommen der Welt, deren Besitz den nächsten Krieg entscheiden könnte. Hier ist das geographische Scharnier zwischen Asien, Europa und Afrika, hier ist die am weitesten vorgeschobene Stellung der atlantischen Front gegenüber den vitalen Zonen der Sowjetunion: Ukraine, Don-Becken, Kauka sus, Wolga, Zentralasien, d. h. gegenüber dem weichen und verwundbaren Unterleib der Sowjetunion, der nicht durch sowje- tische oder sowjetisierte Pufferstaaten ge- schützt ist, wie dies im Westen(Mittel- und Osteuropa, Balkan) und Fernost(Maridschu- rei, China, südostasiatischer Kommunismus) der Fall ist. Waffen gegen Baumwolle ES war klar, daß die Anglo-Amerikaner den Russen, die in diesem Frühjahr mit einem umfangreichen araber freundlichen Manöver im Mittleren Osten aufgetreten sind, sofort ein lautes„Halt“ zurufen muß- ten. Das russische Manöver war großzügig angelegt und beschäftigte ausgiebig die Staatskanzleien und Nachrichtendienste, Weniger die westliche Presse, die sich des Ernstes der Lage kaum bewußt War. Die Entwicklung verlief folgendermaßen: Aus Groll über die Israel und abdullah- freundliche Haltung der Anglo-Amerikaner forderten einflußreiche ägyptische und syri- sche Kreise ihre Regierungen zu einer An- nüherung an Rußland auf, das seinerseits nur auf diesen Augenblick wartete. Ruß- land bot in der Tat modernste(tschechische) Waffen und Düsenflugzeuge für die arabi- sche Gruppe der haschemitenfeindlichen Staaten, es gewährte günstige Bedingungen für Handelsverträge und begnügte sich mit einer Bezahlung in Baumwolle: da- mit kam es Aegypten doppelt entgegen, denn das Gedeihen des Landes hängt ganz und gar von dem Verkauf der Baumwolle ab. Die ägyptische Presse zeigte denn auch auf einmal große Sympathie für Rußland und griff die Anglo-Amerikaner heftig an — nicht so sehr aus Ueberzeugung, sondern mit erpresserischer Absicht. Der syrische Wirtschaftsminister Maruf el Daualibi sprach sich für eine Verständi- gung mit Moskau aus. Daualibi hat eine große Gefolgschaft als Vertreter der mäch- ligen und weitverzweigten„muselmanischen Bruderschaft“, die bei den letzten Wahlen in Aegypten entscheidend zum Siege des Wafd beigetragen hat. Die Verhandlungen über einen politischen Freund- s Ghaftspakt und ein Wirtschafts- abkommen zwischen Moskau und Damaskus sind schon ziemlich weit ge- diehen. In Damaskus hält die„Sozialisti- sche Islamische Front“ russenfreundliche Versammlungen ab, bei denen auch amtie- rende Minister auftreten. In Kairo erregte eine Anfrage in der Kammer großes Aufsehen: man verlangte, daß die Waffen in Rußland gekauft wür- den, da sich England und Amerika weiger⸗ ten, sie zu liefern.„Glauben die Englän- der“— so schrieb die Presse in Kairo—, „daß es nur in ihrem Lande Waffenfabri- ken gibt? Waffenfabriken, die bereit sind, uns die letzten Modelle zu liefern, gibt es mehr als genug auf russischem und sowje- ee Gebiet. Wir brauchen nur zu kau- en.“ In deen diplomatischen Kreisen des mitt- leren Ostens meint man, daß die russische Durchdringung von günstigen Umständen profitiert, besonders in Syrien, dessen un- sichere innere Lage die Abenteuer begün- stigt. Und gerade von Syrien ging die erste Anregung aus, die russische Karte für die arabischen Ziele auszuspielen. Im letzten Herbst sandte Truman den früheern Bot- schafter in Paris, Caf fer y, nach Kairo, um damit die Bedeutung des mittelöstlichen Sektors zu unterstreichen. Wenige Wochen danach entsandte der Kreml einen persön- lichen Freund Stalins, Kosyrew, einen der gechicktesten und einflußgreichsten Männer der russischen Diplomatie, nach Aegypten. Kosyrew legte die Waffe der rus- sischen Propaganda beiseite und führte statt dessen die nationalistische mit sich: er ermunterte das Unabhängigkeitsstreben der arabischen Völker und ihrer Führer. Rußland ist im mittleren Osten an Un- ruhe und Zwietracht zwischen Arabern und Juden und zwischen den Arabern selbst interessiert. Die Westmächte dagegen haben das höchste Interesse daran, daß Ruhe, Si- cherheit und Friede zwischen Arabern und Juden herrschen, Um zu verhindern, daß Ruhland Waffen nach Mittelost liefert, tut das jetzt der Westen. Die englisch- franzö- sisch- amerikanische Erklärung kam genau zur rechten Zeit. A. B. Comisco- Konferenz Kopenhagen.(UP) Der dänische Mini- sterpräsident Hans Hedtoft hat am Donnerstag in Kopenhagen den Kongreß der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Parteien(Comisco) eröffnet. In seiner in deutscher Sprache gehaltenen Rede be- schuldigte der Ministerpräsident die kom- munistischen Polizeistaaten, Freiheit und menschliche Rechte in großen Teilen der Welt ausgelöscht zu haben“. Die sozialdemokratischen Parteien seien in den Ländern unter kommunistischer Kontrolle durch Gewalt aufgelöst worden, ohne daß aber damit die„sOzialdemokrati- schen Ideale zerstört werden könnten“„Im Gegenteil“, stellte Hedtoft fest,„haben diese Ideale auch in den Ländern Anklang ge- funden, wo die demokratische Arbeiter- bewegung bis jetzt unbekannt war“. „Ich habe das feste Vertrauen“, fuhr Hedtoft fort,„daß die sozialdemokratischen Parteien in allen Ländern durch ihre Ar- beit für den Frieden, die Freiheit und die Demokratie zur internationalen Stabilisie- rung beitragen werden.“ Anti-Kominform-Prozeß in Belgrad Belgrad.(UP) Die amtliche jugoslawische Nachrichtenagentur TAN JUG berichtet, daß am Donnerstag vor einem Militärgericht in Belgrad der erste große Anti-Kominform- Prozeß eröffnet wurde. Ein ehemaliger jugo- slawischer General und ein ehemaliger Oberst sind des Hochverrats, der Spionage und der Fahnenflucht angeklagt. Die beiden Angeklagten— Generalmajor Branko Petritschewitsch und Oberst Vlada Daptschewitsch- waren einst- mals bedeutende Persönlichkeiten in der jugoslawischen Armee. Im August 1948 ver- suchten sie, nach Ungarn zu fliehen, Ihre Flucht wurde verhindert und es kam au ihrer Verhaftung. Beide Angeklagten bekannten sich schul- dig. Oberst IIja Kolic, der einarmige An- kläger des Prozesses, erklärte vor rund zweihundert Zuhörern im Gerichtssaal, daß die beiden Angeklagten das schwerste Ver- brechen verübt hätten, das gegen die jugo- Slawische Armee verübt werden kann, Die Angeklagten seien aus diesem Grunde mit der höchst zulässigen Strafe— nämlich mit der Todesstrafe— zu belegen. Streikaufruf der japanischen Kommunisten Tokio.(UP) Die japanische Kommunisti- sche Partei hat am Donnerstag alle Arbeiter und Studenten aufgerufen, aus Protest gegen die Festnahme von acht Kommunisten am Samstag in den Streik zu treten. Die Kom- munisten befinden sich in Haft und sollten von einem alliierten Gericht wegen Tätlich- keiten gegen amerikanisches Personal abge- urteilt werden. Die amerikanischen Besatzungsbehörden in Japan haben Maßnahmen gegen die Tätig- keit der Kommunisten und der linksgerich- toten Organisationen angekündigt. Wie im Hauptquartier des Oberbefehlshabers der Alliierten Truppen in Japan, General Doug- las Me Arthur, erklärt wurde, ist zwar nicht mit einem Verbot der Kommunisti- schen Partei, aber dennoch mit anderen Ver- fügungen zu rechnen, die die Tätigkeit kom- munistischer und linksgerichteter Gruppen eindämmen. Japan fordert Friedensvertrag Tokio.(dpa) Das japanische Außen- ministerium hat in einem Weißbuch den Abschluß eines förmlichen Friedensvertra- ges mit den Alliierten verlangt, die die Politik des Hinhaltens nicht mehr mit- machen wollen. In dem Weißbuch wird ge- sagt,„de facto“ bestehe schon ein Frie- denszustand. Das Weißbuch betont, daß die Entwick- lung der amerikanischen Japanpolitik die volle Mitarbeit Japans voraussetzt. Nach einer Aufzählung der verschiedenen Etap- pen, in denen Japan seit dem August 1945 wieder Teilgebiete seiner Staatshoheit wiedererhielt, heißt es, daß diese Entwick- lung seit dem Herbst 1948 nicht mehr wei⸗ ter fortgeschritten sei. Amtliche Stellen geben zu der Ver- öffentlichung des Weißbuchs keinen Kom- mentar. Politische Beobachter halten das Weißbuch für eine Zusammenfassung der amtlichen japanischen Ansichten, die auf die bevorstehende Ankunft von John Foster Dulles in Japan abgestimmt ist. Dulles ist beauftragt, die amerikanischen Vorarbei- ten für den Abschluß des Friedensvertrages mit Japan zu leiten. „ tiefe Spuren hinter- I essprä ten Durchschnittstyp von mittlerer g mit starkem lokalen Akzent zu acdetten Is b Pinke, Pinke. Suttsal Jetzt rutscht die Frage von der 2 5 ob solche Zeitungen in der Lage zu e eine Scklustve politiscne Berichten dg zu leisten. Prof. Heuß sprach in Stüttez m von der Vernachlässigung des Sachzu menhangs zugunsten der Nachrichten Nun, zur Durchpflügung eines umtasen Blickfeldes gehören zweierlei. Einmal c wissensmäßige Bildung als Pflugschar un zum anderen ein Pferd als Zugtier, dem letzteren sind die Verlagsleltungeg 1 meint. Eine überdurchschnittliche un listische Arbeit setzt die Kontinulerl Kenntnis mit der Sache voraus. Hi men aber muß— als letzter Schliff ständige erlebnismäßige Berührun dem politischen Komplex. Dazu Geld, d. h. der Journalist braucht wenn auf Veranstaltungen fahren will oder eile Landtags- oder Bundestagssitzung belpoh nen möchte, in erster Linie a geld. Wer aber soll das bezahlen? Hier die Bruchstelle im heutigen Zeltungswes ganz deutlich zu sehen. Die Zelten 90 55 ase Ab nach me Worv ggentlic nd un ekange! beiten 0 eas,* en 180 ü geit sck einmal ab] andere laben. Der hr der mittlerer Größe müssen scharf aushalten] es 80 n. Sie können sich keine größeren Ausgaben kür„reisende“ Journalisten leisten, Ia; Buchhalter müssen höllisch auf die Bub. gets aufpassen. Reformvorschläge Die zwangsläufig fehlende Grogzüggel in finanziellen Aufwendungen al80 ist elne der Ursachen, warum heute eine Weitau, greifende politische Berichterstattung h sie früner große Blätter gepflegt fig sehr schlecht möglich ist. Wenn es da un dort einigen Zeitungen trotzdem gell eine„globalere Musik“ zu intonieren, 30 f. das in den meisten Fällen auf eine bela artistische Redaktionsdisposition zurüchz. führen. Das Schwanken zwischen Sachlicket und Sensation hat neben den gelstig- Jour · nalistischen also alltägliche finanzielle U. sachen, Da hilft keine qualitative Verbes- serung der journalistischen Leistung alleh Da helfen auch nicht die Reformvorschlig; beispielsweise über die Parlaments- berlehterstattung. wie sie der Bon. ner Korrespondent der„Neuen Zeitung Heinz Medefind, und der Chetredel teur der Agentur dpa, Fritz Sänger, jüngst behandelt haben. Da kann nur en „Verlegerischer Kaiserschnitt“ das att Baby zum Leben bringen bzw. es bei Alen erhalten. Der Ausgang dieser Operati wird dann darüber entscheiden, ob die wn Prof. Heuß und vielen anderen, u, f, adh von unserem Mannheimer Oberbürger⸗ meister Dr. Heimerich verlangten Lei stungsverbesserungen in der deutschen Journalistik zum Vorteil des öffentlichen Lebens mit dauerhaftem Erfolg 75 7 Werden können; denn das Klima iff Pres- Wesen ist identisch mit der Temperatur ß einem geistig- geschäftlichen Interessen. band. In Hochzeiten wie in Krlsenstit- mungen sind Esprit und Bilanz unlösbar miteinander verknüpft. Der Umfang de verlegerischen Mitgift bestimmt daher sen Wesentlich den Erfolg oder Migerfolg de Heirat zwischen journalistischem Wollen und Können. Kein Beweis für Massengräber Stuttgart.(tz. Eig.-Ber.) Landeskommiszet Charles P. Gross äußerte sich gestern ict Jounalisten über die angeblich in einen Zuffenhausener DP-Lager verborgenen Mes sengräber. Bisher habe man dort noch kel Knochen gefunden, sondern nur Gerücht darüber gehört. Gross kritisierte versch. dene Zeitungen, die über diesen Fall g Beachtliches“ geschrieben hätten, ohne deb eine sichere Grundlage dagewesen sei. Dl sachliche Richtigkeit der bisher verökkent⸗ lichten Zeitungsmeldungen bezweifle er und glaube auch nicht, daß tatsächlich Masser gräber gefunden werden würden. Auf all Fälle werde man jedoch mit den Nadi, grabungen beginnen, sobald man benelk Beweise für die Existenz von Gräbern 1 Händen habe. Das Landeskommissariat heb keinen Grund. irgend etwas zu 7 lichen oder zu vertuschen. Scherzend 10 der General, er würde es sehr 1 ö wenn niemand in dieses Lager ginge un Nacht einen Sack Knochen hineintrage. Schutz für Gedenktag der Verfolgten 5 65 München.(dpa) Der Vanclegenentee Koordinierungsbüros für Wie 15 chungs- und Entschädigungsfragen bach Bundesrepublik, Dr. Philipp 1 hat den Bundesinnenminister 115 705 f Gesetz zum Schutz des Gedenk 1 die Opfer des Faschismus. Vor. Das Koordinierungsbüro lehnt Gelell⸗ schlag des Bundesministers, den preizen tag zu verlegen, ab. In 1 untag in Auerbachs heißt es, de ee 5 iter September sei seit fünf Jans Billionen national dem Gedenken der e tration Toten in den deutschen 3 72 5 lagern gewidmet. Die 9 en, wel Verfolgten würden es nicht 7 5 5 verlest dieser Tag mit Rücksicht auf Fes iaruck werden sollte. Ein positiver desretie- würde entstehen. wenn die ndestraler. rung diesen Gedenktag zum„Bu tag“ erheben würde. Gemeinsames Begräbnis a woch visselhoevede.(dpa) Die am geit von einer Granate in Vize e bei⸗ ten sieben Kinder sollen geme! Kplosl gesetzt werden. Sofort na suchten Vertreter e eee 15 Unglückssstelle auf. Die W 1 v Granate in einem Wäldchen Autklufer vede gefunden haben. Der. Sie 50 Schrotts will sie gewarnt haben nichts von dem angefahren rühren, habe er gesagt, el müsse den ten des Frieges dhe A war ku. mernat dtaatsbi Zuropa keine 8 dern eil Kahru lch ziti wualiflz ach mi ung al enande Dem Aopäl lürchth⸗ daß sie Leistig der ver kisten ſenntn Blut ii! geuden Gen Vereini tet in Die„ obig Gefah tional sche! eman- crop gehör des a nis d 1 f on benachrichtigen. Durch die Eapimgebun 5 alle Fensterscheiben in der Schrottplatzes zerstört. schar D tier. u gehe Denken gewesen. „ Wenn MORGEN itag, 2. Juni 1950 äche in England ilton Park- Ak Is begann mit einem Telefonanruf aus rt. en Sie Zeit und Lust, im Mai für acht zenn Tage zu einer Konferenz oder so- nach England zu fahren? * und ich sagte ja. Das war die Frage, kum sollte ich nicht? e Es ist schließlich Zeit, einmal wieder die dase aus Deutschland herauszustrecken mehr als zehn Jahren„Innendienst“. es sich handelte, stellte sich gentlich erst heraus, nachdem ich in Eng- end und dem Ort der Veranstaltung, Wil- in Park, angekommen War. Der Name Wil- park war 0 5 bekannt. In unserer Zeitung ist darüber berichtet worden: Das wðar im Zusammen- mit der Anleitung deutscher Kriegs- elangener in England ⁊zu demokratischem 0 Damals war Wilton Park eas, was man im hiesigen Sprachgebrauch g„Schulungslager“ nannte. In Wirklich- et scheint Wilton Park von Anfang an ere Ziele und Methoden gehabt zu en. Der Grundgedanke, den der jetzige Rek- der Akademie, H. Koeppler— wenn ich o nennen darf— schon zu Anfang des ges in einer Denkschrift an das Priti- che Auswärtige Amt niedergelegt hatte, r Kurz gefaßt der, den Rahmen für eine mernationale Arbeitsgemeinschaft für atsbürgerkunde und insbesondere die opa gemeinsamen Probleme zu schaffen. bene schule also, kein Studienzirkel, son- n ein Treffpunkt der Diskussion und des ahrungsaustauschs, um Menschen, die ch zitiere den Prospekt:.)„. bereits hoch- mlaliziert sind, die Gelegenheit zu geben, Iich mit ihrer weitreichenden Verantwor- g als Staatsbürger und Europäer aus- jander zusetzen“. Henn eines ist ja den Angehörigen aller päischen Völker während dem zweiten baren Krieg sehr deutlich geworden, je zu eng miteinander verflochten und ig wie wirtschaftlich zu nah miteinan- N verwandt sind, um es sich noch weiter besten zu können, durch politische Un- benntnis und Migverständnisse ihr Gut und ut im Kampf gegeneinander zu ver- uden. 5 Gewꝛiß, der Gedanke einer europäischen Jereinigung ist überall erwacht, nicht zu- iat in Deutschland. Besteht aber nicht die stern n einem Ein unvergeßlicher Anblick; „Lowerbridgen, neben dem Glockenturm dig Ben“ ein Wakrzeichen der Weltstadt London Gekahr, daß; er an den Realitäten der Na- nalstaaten scheitert, wenn der idealisti- dhe Vorsatz nicht von vornherein zur Aus- mandersetzung mit den sehr tatsächlichen Frundlagen und Lebensumständen der europaischen Staaten angeregt wird? Und Keuört dazu nicht vor allem die Kenntnis des anderen? i Tatsächlich ist aber gerade diese Kennt- in is des anderen schon im eigenen Lande breiben ntag im inter- Ullionen rations- zen der n, wenn verlegt üindruck esregie · strauer- e. 7 5 78 von Hons mir allerdings ja nicht ganz Von E. Fritz von Schilling zwischen den Vertretern verschiedener An- schauungen schwer genug zu erfassen. Jeder neigt nun einmal zu dem einfachen Ausweg, seine eigene Denkweise und Lebensart als die klare und gegebene zu empfinden und kindet es schwer— wenn er es überhaupt versucht—, sich in die vielleicht nicht weniger begründeten Gedanken eines an- deren zu versetzen. Wieviel schwieriger wird also das Verstehen, wieviel größer die Möglichkeit zu Mißverständnissen, wenn es sich um fremde Völker und Staaten handelt. Hier nun etwa setzt die jetzige Arbeit von Wilton Park ein. Aufsätze, Artikel und Broschüren, ja auch kultureller Aus- tausch und Studienfahrten sind alles sehr schöne Dinge, die der Pflege würdig sind. Sie führen aber alle nur sehr selten zu einer Wirklich fruchtbaren Ausein andersetzung in ademie der Unbefangenheit politischer Richtung, weil ihnen die abgegrenzte Thematik und die unbefangene Aussprache über das politische Hauptthema des Verstehens fehlen. Als Maßstab für seine Arbeit gab sich Wilton Park daher zwei Grundsätze. Ein- mal den Grundsatz der absolut gleichbe- rechtigten Meinungs- und Redefreiheit jedes Teilnehmers und zweitens den Grundsatz der Auswahl der Teilnehmer nicht nach irgendwelchen parteipolitischen oder sozia- len Richtlinien, sondern nach der Wirk- samkeit und ta kräftigen Teilnahme einer Persönlichkeit im öffentlichen Leben ihres Landes. Wieweit dieses Projekt gelungen ist, möchte ich durch die Schilderung des Ver- laufs und des Eindrucks der wesentlichen Referate und Diskussionen in einigen wei- teren Aufsätzen zu schildern versuchen. Für das Prinzip der Auswahl— für die in der britischen Zone besondere Ausschüsse bestehen— sprechen ein paar Namen aus der Teilnehmerliste der Konferenz, an der ich teilnehmen konnte. Die Regierungsdirektorin Frau Prof. Petersen und Frau Regierungspräsidentin Baehnisch, Herr Pastor H. Albertz, Minister für Flüchtlings angelegenheiten, Herr Bern- hard F. Bosing als leitende Persönlichkeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Herr Eduard Raven, Vorsitzender des Arbeit- geber verbandes für die Ruhr, Herr Dr. Pautke, Bischof von Lübeck und Herr Ernst Lorenz, Betriebsrats vorsitzender der BASF neben den Rektoren der Universität Kiel und der technischen Hochschule Hannover. dem Staatsekretär im Kultusministerium des Bundes, Herrn Dr. Schreiber, und dem Chef des Protokolls der Bundeskanzlei, Herrn von Herwarth, mögen als Beispiele dafür gelten, daß der Grundgedanke Wilton Parks, politisch tätige Menschen aus ver- schiedenen Lagern zusammen 2⁊u führen, auf gutem Wege ist.(Wird fortgesetzt) Ein Jahrhundert deutsche Lehrerorganisation Eine Arbeitsgemeinschaft Deutscher Lehrerverbände tagt in Goslar In den Tagen vom 31. Mai bis zum 3. Juni dieses Jahres hält die Arbeitsge- meinschaft Deutscher Lehrerverbände ihre diesjährige Vertreterversammlung in Goslar Ab. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Leh- rerverbände ist die weitaus größte Lehrer- organisation der Bundesrepublik Deutsch- land. Sie betrachtet sich als die Nachfolge- organisation der Lehrerorganisationen frü- herer Zeit. Drei Lehrerorganisationen hat es nämlich nacheinander gegeben. 4. Im September 1848 wurde in Dresden der Allgemeine Deutsche Lehrer- Verein gegründet, getragen durch die liberal- demokratischen Welle, die damals durch Deutschland ging. Damit ist der Allgemeine Deutsche Lehrer- Verein wohl der älteste Berufs- verein Deutschlands, wenn man von den Ansätzen zur Bildung von Arbei- tergewerkschaften, die im selben Jahre ge- gründet wurden, absieht, die aber meist nur lokale Bedeutung für ganz kurze Zeit hatten. Seine Geburtsstunde wurde geweiht durch einen„Aufruf an Deutschlands Leh- rerschaft“, der von einem Vorkämpfer der Lehrerschaft verfaßt worden war, dem schlesischen Lehrer Wander. In diesem Aufruf standen die seitdem immer wieder angeführten Worte:„Wir treiben ein Werk, laßt es uns in Einheit treiben, damit es ge- deihe!“ Die damals aufgestellten Schulfor- derungen waren von einer inneren Ge- schlossenheit und von einer Weitsicht ge- tragen, daß sie Forderungen enthielten, die nach einem Jahrhundert noch nicht erfüllt sind. Das darf umso mehr hervorgehoben Werden, als dem Verein damals Lehrer Gattungen— vom. 5. 2¹⁰ chschulprofessor— angehörte Die bis zum Beginn der fünfziger Jahre von Preußen ausgehenden Reaktionen brachten den jungen Verein zum Erliegen. Aber wenn auch die äußeren Formen zer- stört waren, bestand doch in der Folgezeit ein geistiger, pädagogischer und schulpoli- tischer Zusammenhang in der Lehrerschaft durch die alljährlich in den Pfingsttagen aus dem freien Willen der Lehrerschaft abge- haltene Allgemeine Deutsche Lehrer-Ver- sammlung. II. 1871 bildete sich die zweite deutsche Lehrerorganisation, der Deutsche Leh- rerverein, der allerdings im Wesent- chen ein Verein männlicher Volksschullehrer war. Im Laufe der Zeit stellte der Deutsche Lehrerverein in den jährlichen Pfingst- tagungen ein im demokratischen Sinne fort- schrittliches Schulprogramm auf, das Spa- ter die Schulbestimmungen in der Weima⸗ rer Verfassung maßgeblich beeinflußte und eine sehr groge Werbekraft ausübte. Der Deutsche Lehrerverein hat in der Zeit seines Bestehens von 1871 bis 1933 eine ganze Reihe ausgezeichneter Köpfe in Sei- ner Leitung gehabt. Sie vertraten vor 1918 den damaligen Regierungen gegenüber 2 Die Geschichte einer langen Liebe Könkel 7 5 4. Fortsetzung „Na denn is's gut, mein Deern, und wenn au Rat brauchst, dann komm zu mir. Du 0 zum Gut, und die Waisensachen dchenle ich.“ kigentlicn hatte er die Kate 5 u liehen und den Schlüssel gleich mit ach nehmen wollen. Aber das Mädchen 33 559 ja noch, und das Wasser stand ihm 1 1 55 beinahe in den Augen. Das ging 4180 Saen Und jetzt hatte er ja auch einen ten Der konnte den Schlüssel holen „ klopfte ihr auf die Schulter, und sie blieb allein. 1 1 05 Peter nach einer Stunde durch die dene Tür trat, war das kleine Bündel 115 gepackt, und Anna saß auf dem Bett, ten ste bisher jede Nacht mit nen 90 er geschlafen hatte. Darauf lagen noch f 3 Strohsack und eine zerrissene 1 e die sollten nun wohl mit dem gan- en Haus in Staub zerfallen. 5 ds 5 sah, wie Annas Augen aufleuchteten, beter zu. im emporsah. J, das war der Leeküßt der sje unter dem Holunderstrauch . Es wallte so warm in ihr bewich, als wäre alle Kälte aus ihrem Sinn der 8. dn denn da war ja gerade vor ihr führe ale Weg, der sie aus dem Elend muten sollte, wenn sie nur nicht verzagte 3 darauf zuging. Sie stand auf n ginng auf Peter zu, faßte ihn ub 1— an der Hand und gab ihm einen Am eter erschrak, weil das so plötzlich und so sonderbar war. nas, sagte Peter, wie geht es dir Und während er das sagte, kam es ch und töricht vor. Denn er sah, es stand, und Annas grenzenlose Armut 5 85 i well er sie Seinen Augen, copyright by keclem Verlag Stoftgort Eine Dorfarme, dachte er, eine Hörige — ohne daß er wußte, wie es kam, sah er sich wieder oben stehen im grünen Entree als Hofmeisterlehrling, als Hofmeister sel- ber, als Gutsver walter. Eine ganze Reihe von Bildern fuhr während eines einzigen durch seinen Kopf, und anna Herzschlags i Herzschlag über sie wußte, daß dieser eine hinwegging. „Du hast ja solch einen neuen Rock an, mit neuen Aufschlägen“, sagte sie, kast ängstlich. Peter lächelte verlegen und sagte: „Ach, das ist nichts. Der Vater hat ihn mir eben gegeben, weil ich auf den Hof soll.“ Dann nahm er sie in den Arm und wollte sie küssen, denn es fiel ihm ein, wie sehr sie sich noch vor drei Tagen gefreut hätten, wären sie so allein im Zimmer gewesen. „Nein, nicht kissen“, klagte das Mädchen. „Die Mutter hat doch da eben noch gelegen.“ Und jetzt schlug sie die Hände vors Ge- sicht, und die Tränen liefen ihr durch die Finger. „Aber geküßt“, du hast mich doch èben selbst entschuldigte er sich hilflos. „Das war doch ganz Was anderes“, sagte sie.„Das war nicht so, und sie wußte nicht, wie sie es ausdrücken sollte. „Grämst du dich sehr um deine Mutter?“ kragte er. Sie nickte. i a „Weißt du, am Abend, wenn ich leich nach Hause gegangen wäre— vielleicht wäre sie jetzt nicht tot.— Ich denke manch- mal, sie starb, weil ich ihr nicht mehr Se- holfen habe und weil ich weggelaufen bin zu dir.“ Sie seh den Jungen fragend an. „Aber sie war doch 80 krank“, sagte er, gar nicht verstand. 5 2 Volksschullehrer Schlosse! mannhaft und uneigennützig den Stand- punkt der Lehrerschaft. Sie griffen nach 1918 klug und tatkräfig in die schulpoliti- chen Geschehnisse ein. Die bis ins Frühjahr 1933 reichende ent- schieden demokratische Haltung wurde dem Deutschen Lehrerverein zum Verhängnis. Durch die Gleichschaltung wurden die bis- herigen Führer entfernt, zum Teil auch dienstlich gemaßregelt. Der Verein selbst wurde aufgelöst, um im Nationalsozialisti- schen Lehrerbund aufzugehen, dieser la- cherlichsten Organisationsattrappe, die es in der großen Zahl der wirklich nicht rüh⸗ menswerten„angeschlossenen Verbände“ gab. III. Nach dem Zusammenschluß kam es schon im Jahre 1945 wieder zu örtlichen Vereins- gründungen. 1946 waren die ersten Erfolge eines Zusammenschlusses festzustellen, und in den bitter-kalten Tagen des Januar 1947 wurde in Detmold der Allgemeine Deutsche Lehrer- und Lehrerin- nen- Verband für die britische Z one gebildet. Es war aber von Anfang an nicht die Ab- sicht, die alten Vereinsformen wieder ent- stehen zu lassen. Die Volksschullehrer ver- zichteten auf die Wiedererrichtung ihres alten Deutschen Lehrervereins und gestal- teten den Allgemeinen Deutschen Lehrer- und Lehrerinnen-Verband als Gesamtver- einigung der Lehrer aller Schularten. Dieses Ziel ist in seiner genzen Weite erst in einigen Landesverbänden erreicht. Es ist noch viel alter Schutt an Ressentiments und Imponderabilien abzutragen. Aber die Leh- rerinnen verzichteten ebenfalls auf Wieder- errichtung ihrers Lehrerinnen-Vereins und ch d ö isstion an. eee Wuppertal.(dpa) Die Hauptverwaltung für Post- und Fernmeldewesen und das Bundespost ministerium haben trotz aller Bemühungen der Stadtverwaltung Wupper- tal— abgelehnt, eine Sonderbriefmarke zum 50jährigen Jubiläum der weltbekann- ten Schwebebahn Elberfeld- Barmen im Jahre 1951 herauszugeben. Auf eine Erklä- rung der Stadt Wuppertal hin, daß sie sogar bereit sei, einen ansehnlichen Teil der Druckkosten zu übernehmen, antwortete das Ministerium:„Selbst wenn Sie sich bereit erklären, die vollen Herstellungskosten zu tragen, entstehen uns noch immer an jedem Tag der Gültigkeit der Marken folgende zusätzlichen Verwaltungskosten: Die Mar- ken müssen bei rund 18 000 Schalterstellen täglich nachgewiesen werden. Vorausgesetzt. daß dafür die Schalterstelle nur zwei Minu- ten benötigen wird, ergibt sich ein Aufwand von 36 000 Minuten gleich 600 Stunden. Als mit öffentlichen Mitteln arbeitende Bundes- 8 1 125 8 8 74995 pila 8 18 5 8 Streit um eine Jubiläumsmarke behörde Sind wir verpflichtet, alle Maßnah- men zu unterlassen. bei denen ein finanziel- ler Mißerfolg vorsuszusehen ist Demgegenüber vertritt die Wupper taler Stadtverwaltung den Standpunkt, daß ein Anlaß wie das 50jährige Jubiläum eines * Bereits 1947 nahm der Allgemeine Deut- sche Lehrer- und Lehrerinnen-Verband die internationalen Beziehungen wieder auf durch den Anschluß an die Fédération Internationale des Associations d'Institu- teurs, einer internationalen Lehrerorga- nisation, der der Deutsche Lehrerverein schon vor 1933 angehört hatte. 1948 trat der Allgemeine Deutsche Lehrer- und Lehre rinnen-Verband in den Deutschen Gewerk- schaftsbund ein, in dem er die Gewerk- Schaft Erzlehung und Wissen- schaft bildet. 1949 schlossen sich auch die Verbände der amerikanischen Zone der Gewerk- Schaft Erziehung und Wissenschaft an, mit Ausnahme Bayerns und Berlins, mit denen aber die Gewerkschaft Erziehung und Wis- senschaft in der Arbeitsgemein- S SChafkt Deutscher Lehrer ver- bände zusammengeschlossen ist. Die Verbände der französischen Zone sind zum Teil schon der Gewerkschaft bei- getreten oder es wird über den Anschluß verhandelt. Dem äubßeren Wachstum entspricht im Innern des Vereinskörpers ein Prozeß der Reifung. In Ausschüssen und Versammlun- gen wird fleißig auf den Gebieten der Pöi- dagogik, der Schulpolitik und der wirt- schaftlichen Fragen gearbeitet Es beste- hen eine Reihe Fachzeitungen, denn wegen des föderalistischen Aufbaus des Erzie- hungswesens hat jéedes Land seine beson- dere Schulgesetzgebung. so daß auch jeder Landesverband sein eigenes Fachblatt ha- ben muß neben der„Allgemeinen Deut- schen Lehrerzeitung“, die Verbandsblatt für das Gebiet der gesamten Bundesrepu- blik nen ede, g einmaligen Verkehrsmittels, wie es die Schwebebahn sei, mehr darstellen dürfte als die immer wiederkehrende Eröffnung einer Messe, zu der Sondermarken herausgegeben worden seien. Die Stadtverwaltung will in Verbindung mit den Philatelisten Nord- rhein- Westfalens und den Wuppertaler Bundestagsabgeordneten ihre Bitte noch ein- mal beim Bundespostministerium vortragen. Der Vorsitzende des Nordrhein- Westfälischen Philatelistenverbandes hat sich bereits ein- geschaltet, da die Hauptverwaltung ihre Ab- lehnung unter anderem damit motivierte, daß sich die Briefmarkensammler vielfach gegen die Herausgabe von Sonderbriefmar- ken gewandt hätten. „Ja, aber, weißt du, die Zigeunerin hat doch gesagt, daß es mir gut gehen würde, und zuletzt sagte sie, die Mutter wäre tot. Und da habe ich unterwegs einmal gedacht, Wenn sie doch tot wäre— dann hätte die Zigeunerin recht— dann wäre auch das andere wahr, und bin zu spät hergegangen. Verstehst du nicht?“ Sie wandte sich fast angstvoll an ihn, weil er sie doch verstehen sollte, und fühlte gleichzeitig, daß er sie nicht verstand. Unsäglich öde und einsam war der weiß getünchte Raum, der allmählich dunkler wurde, weil es draußen wieder zu regnen anfing, und der Wind trieb sprühende Tropfen und fliegende Blätter durch die ofkene Tür auf den grauen Lehmfußboden. Da war das wacklige Bett, der Kieferntisch und ein roter Schrank, der sich nicht von der Wand losmachen ließ, ein Fenster mit trüben Scheiben und Kalkspritzern. Wenn er jetzt schon ein Mann gewesen Wäre! Wenn er sie in seinen Arm hätte nehmen körmen, wie er es gewollt hätte! Aber er fühlte so deutlich, daß es bier um Sachen ging, die er nicht begriff, und daß Anna im umgekehrten Falle wohl gewußt hätte, inn zu trösten, und daß sie fast wie eine Mutter zu ihm gewesen wäre. Und er war noch obendrein schuld, daß sie nicht zu semen Eltern in das Zimmer kam, das nun leer wurde, sondern zu Kuhnert, wo die Leute geschunden wurden. Es War, als wenn sie seine Gedanken er- raten hätte: Ich bin doch nicht frei! Mich können sie ducken, soviel sie wollen! Und wenn ich noch soviel schufte und mir die Hacken ablaufe, mir nutzt das nichts. Sie stecken mich hin, wo sie wollen, und mein Haus schließen sie mir zu, und keiner fragt danach, wenn ich mich totarbeite!“ Sie warf sich aufs Bett und weinte wild, schluchzte und riß mit den Händen an der Decke, daß Peter, der sie nie ein Wort über . 7 2 5„„ 1 schafft für dich—, ihre Not hatte sagen hören, verzweifelt amn Tisch stand und nicht wußte, was er sagen sollte. Ein Windstoß fuhr herein und schlug mit einem Knall die wacklige Tür zu. Es War jetzt fast dunkel im Raum. Da stand Anna auf. Sie wischte mit der Schürze über die Augen und band die Haare zurecht. Dann wischte sie den Tisch ab und schob das Bett gerade, als ob gerade heute nacht jemand drin schlafen sollte. Sie nahm ihr Bündel, schnürte es ordentlich und schloß das Fen- ster fest. Dann sah sie ihn scharf und for- schend an. Peter fühlte ihre Augen durch die Dunkelheit. Sie sagte schwer und lang- sam, als wenn sie wohlüberlegte Worte mit Mühe hervorbrächte:„Das einzige für mich wäre wohl, wenn mich mal jemand frei- heiratete— aber wer kann das wohl tun?“ Peter fühlte sein Herz wie einen schweren Hammer langsam schlagen, als wenn die Stunden des Schicksals hier eine nach der andern gezählt werden. Er wußte, daß diese Worte aus der tiefsten Not gesprochen waren, und ahnte, daß sie nie zum zweiten- mal gesprochen werden würden. Ihm War, Als hörte er sein Herz mit einer geisterhaften Stimme mahnend rufen, als wenn der Ernst eines ganzen Lebens in dieser einen Minute lag. Er wollte die Hand ausstrecken und dem Mädchen auf die Schulter legen, er wollte sie an sich ziehen und in den Arm nehmen. Aber da stand wieder das Bild der Freitreppe vor seinem Geist. Er sah sich in der neuen Jacke hinaufsteigen, um dem Freiherrn zu berichten. Er dachte, daß er gekommen war, den Schlüssel zu holen, dag er Glück hatte, daß er hinauf sollte— hin- auf. Er hatte schon die Hand ausgestreckt, um Anna zu berühren, und er hörte sich fast schon sagen:„Ja, Anna, Warte Zz Wei Jahre oder drei— es ist jemand da, der aber die Stimme zer- brach ihm in der Kehle, das Herz schlug nicht mehr so laut, es war ja alles 1 Grunde so einfach, denn welcher Bursche Blick ins Land 68 Seeleute kamen ums Leben Cuxhaven,(dpa) Im vergangenen Jahr sind 68 Angehörige der deutschen See- Schiffahrt tödlich verunglückt. Aus einer Unfallstatistix geht im einzelnen hervor, daß 29 Seeleute bei Schiffsuntergängen ums Leben gekommen sind. Zehn Mann wurden bei schwerem Wetter über Bord gespült und ertranken. Fünf Mann sind spurlos von Bord verschwunden. Zwei Seeleute stürz- ten in Schiffsluken. Zwei Taucher ver unglückten bei Unter wasserarbeiten tödlich Zwanzig Seeleute kamen durch andere Ur sachen ums Leben. Von 3298 Unfällen ohne tödlichen Ausgang ereigneten sich 352 Auf Handelsschiffen und 1055 bei der Fischerei- Gasalarm fünf Jahre nach dem Kriege Stuttgart.(SWE) In den Morgenstunden eines der letzten Tage war der Chlorgas- behälter des Wasserwerkes in Botnang bei Stuttgart schadhaft geworden. Da durch das ausströmende Chlorgas für die Bevölkerung Vergiftungsgefahr bestand, wurde die Ein- wohnerschaft mit Hilfe von Lautsprecher wagen auf die Gefahr hingewiesen un aufgefordert, sich aus der vergasten Zone bis zur Behebung des Schadens zu entfer nen. Gasalarm fünf Jahre nach dem Krieg in welchem die dafür vorgesehenen Schutz maßnahmen erfreulicher weise nicht in Aktion zu treten brauchten, ist immerhin eine Merkwürdigkeit.. 5 Räderauswechseln in 15 Minuten Nürnberg.(dpa) Zwei deutsche An- gestellte eines amerikanischen Rommand in Nürnberg erhielten eine Belohnung von 275 Dollar, weil sie eine einfache Hebel- vorrichtung er fanden, mit der Räder schwe rer Kraftfahrzeuge innerhalb von 15 Min ten ausgewechselt werden können. Bisher dauerte dieser Vorgang mehrere Stunden. Die Erfinder erhielten das Recht, ihre Konstruktion patentamtlich schützen lassen.. Wird die Autobahn im Rheintal gebat Ettlingen. Seit Jahren schon gehen die Bemühungen dahin, die Autobahn im Rhein- tal bis Basel durchzuführen. Die„HAF RABA! plante die Durchführung schon vor dem Jahre 1933. Dann wurde die Auto- bahn bis Karlsruhe gebaut und Erdaush bungen sind bereits vor den Toren de Stadt in Richtung Rastatt soweit vorange- schritten, daß— wie auf einer Konfere von dem Vertreter des Technischen Lande amtes Stuttgart, Dr. Leins, mitgeteilt wurde — voraussichtlich noch in diesem Jahre mit weiteren umfangreichen Bauarbeiten begon nen werden kann. Allerdings soll die nien führung zunächst über Ettlingen hinaus nur bis Rastatt reichen. Die Weiterführung bis Baden-Baden, das daren infolge semes lebhaften internationalen Verkehrs stark interessiert ist, dürfte vorerst noch nicht verwirklicht werden.(ee) Prozeß um„Märzenbier“ München,(dpa) Der Stammwür des Hofbräuhausbieres Wird Strafprozeß gegen den stellv. Betrieb und zweiten Braumeister des Mün Hofbräuhauses, Heribert Kraus, 8 stellv. technischen Direktor, August untersucht. Der Prozeß begann am Diet tag vor einem Münchener Schöffengeric Die beiden Angeklagten werden bese digt, während des letzten Münchener Okt berfestes 5867 Hektoliter Märzenbier a schenkt zu haben, das weniger als den lichen Stammwürzegehalt von 13 bi Prozent hatte. Das Getränk war aus Ver. schiedenen Biersorten verschnitten worden. Die Angeklagten hatte es trotzdem als Ma zenbier angeboten. Die Staatsanwal sieht darin eine Irreführung der Be rung und einen Verstoß gegen das Leben mittelgesetz. Die beiden Angeklagten 1 klärten dagegen, es sei durchaus üblich, schnittene Biere als Märzenbier zu bezei nen, wenn sie die sogenannte Wiener Far haben. Schwankungen im Stammwü gehalt von etwa einem halben Prozent se unvermeidlich. Zeugen der Verteidigu. stätigten das. Da die Beweisaufnahme erg daß über den Begriff Märzenbier und ü die erforderliche Höhe des Stamm gehaltes Unstimmigkeiten bestande der Prozeß vertagt. von neunzehn denkt denn an Heirat, das Mädchen ist doch kaum siebzehr das Leben ist ja noch fast ein Spiel. U sagte er endlich, und mit so leichter S daß er sich selber wunderte:„ findest schon noch einen, und paß au hast vielleicht Glück!“ 5 Es sollte wie ein Scherz klingen, Anna hörte schon kaum noch hin. Sie sta mit dem Bündel in der Tür und sagte:, den Schlüssel muß ich nun noch zum raufbringen. Komm nur, jetzt 80 ich zu.“. Sie traten in den dämmernden Peter war beklommen, er wußte gar n. mehr, was Anna jetzt dachte, sie war plötzlich so fremd, daß er nicht begriff er sie noch eben hatte küssen wollen. der Wegecke sagte er: Du brau 5 hinauf zum Hof. Gib den Schlüss Ich sollte ihn holen kommen“? Anna blieb stehen. 5 5 „Na, Peter“, sagte sie leise, also den Schlüssel zu holen!“ 1705 Er fühlte den Schlüssel in seinen Finger Sie gab ihm nicht die Hand. 5 „Viel Glück!“ sagte sie und War fort mit ihrem Bündel in der Dunkel und Peter stand allein mit dem großen bl ken Schlüssel, der Annas Heimat terhaus verschlossen hatte. Ihm müßte er die Hände nach als müßte er sie in die Arme nehmen ihren Kop gen, um sie zu ljunderstrauch, sondern anders, ganz à — er wußte nicht wie— und das War n. vorbei. Er wollte hinter ihr herlaufe: sie festhalten, er wollte sie an der Schi zerren, aber er wußte, sie würde stehenbleiben, So lächerlich erschi mit einemmal sein neuer Dienst un Aufgabe, die Kate zu verschließen, das weinende Mädchen nicht me Stube konnte. . Seite 4 0 MANNHEIM Freitag, 2. Juni 1950 win „Hilt.. gib ihm Hoffnung“ Sehr eindrucksvolle Plakate der Arbei- terwohlfahrt rufen von allen Litfas-Säulen aus den Vorübergehenden zu:„Hilft Sib ihm Hoffnung“. Dem Jungen nämlich, der in einer hoffnungslosen Haltung da- Stent. Helfen soll der Einzelne an den Asen der Sammlung der Axbeiterwohl- hrt am 4. und 5. Juni durch Gaben, die er zur Haussammlung auf Listen oder der Straßensammlung spendet. Freiwillige Hel- ker und Helferinnen der Arbeiterwohlfahrt Werden sie durchführen. Das Ergebnis der jeweils nur einmal im Jahr vorgenommenen Sammlung dient der vielverzweigten Wohl- Fahrtspflege der Arbeiterwohlfahrt, insbe- sondere aber der Betreuung der Jugend, und zwar im begonnenen Jugendwohnheim im Schnickenloch, in der laufenden Heilfür- Sorge in Kinderheimen wie Herrlingen bei Ulm, im Ludwig-Frank-Heim, Schönwald U. A. sowie der Ferien-Erholungsfürsorge, die auch in diesem Jahr wieder vier örtliche und vier Entsendelager umfaßt. Voraus- Sichtlienh werden von Anfang bis Ende August die örtlichen Ferienlager: Sellweide, Feudenheimschule. Rheinau- Sportplatz und Friedrichsfelder Schule, außerdem die Ent- Sendelager Mönchszell, Lobenfeld, Haag und Waldwimmersbach ingesamt wieder rund 600 Mannheimer Kinder betreuen. Die frei- Willigen Helfer und Helferinnen für die Lager werden gegenwärtig in besonderen Kursen für ihre kommende Arbeit geschult. Ev. Ostasienmission tagt in Mannheim Die 1884 in Weimar gegründete evan- gelische Ostasienmission arbeitet mit ihren deutschen, elsäßischen und schweizer Zwei- gen noch heute in Nordchina, in der Pro- Vinz Schantung und in Japan. In Schan- tung wurden in zwei Städten vor allem in der alten deutschen Kolonie Tsingtau Krankenhäuser und Kliniken gegründet Sowie ärztliche Versorgungsstationen in den Elendsvierteln geschaffen. 1900 grün- dete Missionar Richard Wilhelm in Tsingtau die Missionsoberschule, die heute zur Srößten Missionsoberschule Chinas mit 900 Schülern angewachsen ist und von einem Badener, Pfarrer Dr. Seufert, geleitet wird. Die japanische Arbeit war in stärkerem Maße Predigtmission, obwohl auch hier Kindergärten, Sonntagsschulen, Bibelfrei- zeiten und Studentenheime von der Ost- Aslenmission getragen und geleitet wurden. Die japanische Kirche der Ostasienmission ist in der japanischen Einheitskirche, dem KRyodan, während des Krieges aufgegangen. Damit sind die besonderen Methoden und Ziele der Ostasienmission bis zu einem ge- Wissen Grade in Erfüllung gegangen, die stets in Anknüpfung an die in Volkstum und Hochreligion der ostasiatischen Völker gegebenen Werte das reine Evangelium Verkündigen wollte, ohne die spätere kirchen- und dogmengeschichtliche Ent- Wicklung Europas dorthin zu übertragen. Sie wollte es den jungen Kirchen drüben überlassen, eigene Kirchen zu schaffen und ein bodenständiges Christentum wachsen Zu lassen. Die 66. Jahreshauptversammlung in Mannheim vom 3. bis 6. Juni wird sich in ren Entschlüssen mit der Weiterführung der Schule in Tsingtau, die heute im Herr- schaftsgebiet Mao Tse Tungs liegt und mit ö der Aussendung neuer Arbeitskräfte nach Japan zu befassen haben. Ein Höhepunkt der Tagung wird der Vortrag von Kirchen- Präsident D. Niemöller über die evang. deutschen Auslandsgemeinden am Sonntag- nachmittag im Wartburghospiz sein. Die Tagung wird am Samstagnachmittag in der Fonkordienkirche unter Anwesenheit von Landesbischof D. Bender, Karlsruhe, er- ölkknet. Katholische Jugend aktiv Man nennt die Jugend heute vielfach interessen- und energielos. Die Jung-KRVer (Bund katholischer deutscher Jungkauf- leute) wollen das Gegenteil beweisen. Auf rem diesjährigen Bundestag— dem ersten seit Limburg im Jahre 1932—, der vom 29. Juni bis 2. Juli auf Burg Bilstein im Sauer- land stattfindet, werden sie wieder ihren grogen Leistungswettkampf auf Bundes- ebene durchführen. Die Tagung befaßt sich in mehreren Arbeitskreisen mit religiösen, Sozialen und berufskundlichen Fragen und Wird etwa 300 Vertreter aus allen Teilen Deutschlands versammeln. Die Schirmherrschaft hat der Erzbischof Von Paderborn übernommen. Die Rede auf der öfkentlichen Schlußkundgebung hält der Emanzminister des Landes Nordrhein- Westfalen, Dr. Weitz. Im Bund der Katholischen Deutschen RKaufmannsjugend sind heute wieder über 80 Jugendgruppen des KRV aus der ge- Samten Bundesrepublik zusammengefaht, die die Arbeit des früheren KRV. der sich 938 auflösen mußte, fortsetzen. Das an- Sestrebte Ziel ist auch hèute der Kauf- mann über dem Durchschnitt, der Kauf- 1 der über ein besonderes berufliches Wissen verfügt und darüber hinaus in Hoher ethischer Gesinnung seinen Beruf ausfüllt. * Wohin gehen wir? Freitag, 2. Juni: Nationaltheater 19.00 Uhr: Die Räuber“; Rosengarten-Restaurant 19.30 Uhr: Einführungsvortrag zur Oper„Rigoletto“ on Willi Schmidt(Theatergemeinde): Alster: Artistenblut“; Capitol:„Die Spielhölle von Macao“; Palast:„Die Braut des Maharadscha“; Kurbel: Rote Teufel um Kit Carson“, Samstag, 3. Juni: Nationaltheater 18.00 Uhr: „Die Walküre“; Wirtschaftshochschule 19.00 Uhr: Vortrag von Dr. Krüger, Stuttgart: Die Pfingstgeistbotschaft einst und jetzt(im Hin- blick auf die kulturelle Aufgabe des deut- schen Geistes“(Anthroposophische Bücher- stube). Wie wird das Wetter? freundlich Vorhersage bis Samstag früh: Bei schwachen bis mäßigen, östlichen Winden teils wolkig, teils heiter. Höchsttemperatur 23 bis 26, Piefst- werte 9 bis 13 Grad. Uebersicht: Unter dem Einfluß eines über Südschweden angelangten und langsam ost- wWärts weiter ziehenden Hochdruckgebiets ge- staltet sich unser Wetter freundlich. 5 Wetteramt Karlsruhe Pegelstand am 1. Juni: Maxau 486(— 6), Mannheim 355(— 2), Worms 275(— 2), Caub 80(J). 6 000 im Strundbad- bis jetzt Jahreshöchstzuhl 1950 Es wird wieder Friedenskomfort geboten/ 1950 kein Motorbootbetrieb Mannheims Strandbad— im Gegensatz zu den meisten Bädern anderer Städte eine sogenannte Naturanlage— ist in diesem Jahr volljährig geworden. Zwischen Wasser und Wald gebettet, Dorado für Badelustige und Laufpublikum, zeigt es sich jetzt wieder in fast friedensmäßig solidem und anspre- chendem Gewand. Die Besucherzahlen sprechen für seine Anziehungskraft: 1949 waren es insgesamt 380 000 Personen, die das Mannheimer Bad der Bäder besuchten. Die tägliche Höchst- besucherzahl im vorigen Jahr betrug an einem flimmernd-heißen Sommertag 28 000, und in diesem Jahr sind zum Beispiel am 21. Mai bereits wieder 6000 sonnen- und rheinbadende Mannheimer dort gewesen. 2000 davon kamen mit dem Omnibus, 3000 hoch zu Stahlroß und der Rest auf der eige- nen Brandschle. Dieses ungefähre 23:1 Verhältnis ist allgemein immer gleich- bleibend. Eine Verhältniszahl, die dieses Jahr auch nicht durch die 1949 zum Strandbad schwim- menden Motorboote„verwässert“ wird. Denn bisher hat sich noch kein Seefahrer gefunden, der das finanzielle Risiko eingeht, Wasserhungrige Landratten nach dem Mann- heimer Sommerbadezentrum zu schaukeln. Schade Schade, sagen auch die Kraftfahrer, die Fahrschule hilft Verkehrssicherheit erhöhen Auto-Fahrschulen haben eine Verant- wortung gegenüber der Allgemeinheit, auf die sie die von ihnen ausgebildeten neu- gebackenen Kraftfahrer„loslassen“, Oft be- stimmt der Wert oder Unwert der Aus- bildung die Verkehrssicherheit, und zwar nicht nur der bei ihnen in die„Lehre“ gegangenen Chauffeure. Dieses Verantwortungsgefühl gegenüber der Oeffentlichkeit ist das Prinzip, auf dem die Fahrschule O. Hunold ihre Arbeit auf- gebaut hat. Das wurde bei der gestrigen Feier zur Eröffnung ihres neuzeitlich ein- gerichteten Unterrichtsraums mit Tafeln, Modellen, Zeichnungen und einem Tonfilm- gerät zur Vorführung von Lehrfilmen deut- lich. Die Firma verband diese Feststunde mit ihrer 25jährigen Jubiläumsfeier. 1943 ausgebombt, ist sie heute schon wieder zu einem bedeutenden und mustergültigen Be- trieb im Dienste der Motorisierung, aber auch der Verkehrserziehung und Unfallver- hütung geworden. Die Fortsetzung dieses bereits beschritte- nen Weges geschieht mit Anwendung mo- dernster Unterrichtsmittel. So soll zum Beispiel der Fahrschüler eine Art„Trocken- ausbildung“ erhalten, indem er in Verbin- dung mit einem Film und in einem Wagen: teil sitzend wie im richtigen Kraftfahrzeug auf der Straße vorgeschult wird— eine Methode, von der man sich eine weit⸗ gehende Behebung der bei Fahrschülern häufig zu beobachtenden„Anfangsnervosi- tät“ und eine vorbereitende Schulung in Verkehrssicherheit und Reaktionsvermögen verspricht. Allgemein soll jeden Sonntag um 10.30 Uhr bei freiem Eintritt und für jeden zu- gänglich ein Tonfilm über das Kraftfahr- zeugwesen gezeigt werden. Zu einer weite ren Attraktion— wenigstens für die Fahr- schüler— wird wohl auch das von der Fahrschule Hunold zu Unterrichtszwecken in Auftrag gegebene Lehrchassis werden, das einen kompletten Wagenantrieb auf- Weist, bei dem Ausgleichsgetriebe und Ge- triebe im Schnitt zu sehen sind und dessen „Släserner“ Motor die Arbeitsweise eines Otto-(Viertakt-) Motors beobachten läßt. Dud- Aus der Welt des Figaro Mit lebhaftem Interesse folgten am Mitt Wochabend Mitglieder der Friseurinnung den Vorführungen eines neuen Dauerwell⸗ apparates im Wartburg- Hospiz, der schon in verschiedenen Betrieben in Mannheim Anwendung findet. Es handelt sich um ein Verfahren, das— wenn den Prospekten und Vorführern zu glauben ist— die Vorzüge der Kaltwelle mit den Vorzügen der Heig- Welle vereint, aber bei der Nachteile aus- schließt. Die„Thermwelle“ wird mit moder- nen, zeitsparenden Mitteln auf lauwarmem Wege ausgeführt und ist damit also das Neueste aus der Welt des Figaro. Ob damit der Stein des Weisen endlich gefunden ist? den langen Weg über Neckarau oder den Almenhof fahren müssen. Und dabei ist doch der Waldpark von einer imponierenden Größe, die auch eine durch ihn führende Autostraße nicht kleiner machen würde, Es Wäre bestimmt noch Platz genug vorhanden für solche, die abseits vom Verkehr ein ruhiges Plätzchen suchen. Platz genug für die Benzinkutschen bietet der jetzt gegenüber dem Vorjahr um das Eineinhalbfache erweiterte Parkplatz. Aber auch der Abstellraum für Fahrräder ist ganz beträchtlich gewachsen. Es gibt also keine Ausrede mehr für die Stahlroßreiter, sich innerhalb des Bades auf der Beton- strandfläche zu ergehen, oder besser:„er- fahren“. Ansonsten— nun, es ist wieder alles da, was schon in Vorkriegszeiten nicht nur das Baden, sondern auch den Aufenthalt allgemein zu einer angenehmen Sache machte. Die Restaurants Nord und Süd 8 Terrassengaststätten mit guter Aussicht auf alle möglichen Vorder- und Hintergründe — lassen wieder Speise und Trank auf- fahren wie in alten Zeiten, und in den dar- unter liegenden Verkaufsständen sind von Sonnenbrand-Creme über Coca-Cola bis zur Sonnenbrille die wesentlichsten der Uten- silien zu finden, die in ihrer Gesamtheit die Zivilisation ausmachen. Ja, es hat sich manches verändert dort draußen. Vom Krieg gerissene Wunden wurden geheilt, Altes neu hergerichtet und Neues in die Wege geleitet. Neues, zu dem auch die von der Post erstmals dort aufge- hängten Briefkästen gehören. Nur der Hauptgegenstand in diesem Lokalkolorit, der gute, alte Rhein, ist der gleiche geblieben. Er wird auch dieses Jahr wieder Tausende von Mannheimern in seine kühlen Arme nehmen. Daß er sie doch alle wieder heil zurückgeben möge rob Junge Dame mit verbrecherischer Neigung „Wissen Sie, was ein Diebstahl ist?“ fragte der Amtsrichter die 26jährige junge Dame aus gutem Hause, die zum achten Mal auf der Anklagebank saß und schon einen erheblichen Teil ihres Lebens hinter Ge- kängnisgittern zugebracht hatte, Die junge Dame schwieg beharrlich.„Ich kann nichts dafür!“ wehrte sie sich schließlich ebenso temperamentvoll wie tränenreich und be- Warb sich lebhaft um die Zuerkennung des Paragraphen 51. nur sofern ihr dieser einen Strich durch die geplagte Heirat machen sollte, wollte sie lieber ihre Strafe verbüßen Das Gericht erklärte, man stehe vor einem Rätsel. Und tatsächlich, die An- geklagte kommt aus guten und gesicherten Verhältnissen. Statt im elterlichen Betrieb eine gehobene Sellung einzunehmen, läßt sie sich von Launen treiben, arbeitet hier— angetan mit Nylonstrümpfen und Brillan- ten— zehn Tage als Hausgehilfin, dort als Krankenpflegerin und im nächsten Haus- halt als Haushilfe, nicht ohne jedesmal Geldbeträge und Kleidungsstücke mitgehen zu heißen. Der Staatsanwalt hielt eine Si- cherungsverwahrung für den einzigen Weg, der verhüten könne, daß die junge Dame 1951 wegen der gleichen Delikte wieder ver dem Richter erscheine, sah aber im Hinblick auf die geplante Heirat noch einmal davon ab und wollte eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten verhängt sehen. Sechs Monate hinter Gittern sind das Ende vom Lied und— wie der Bräutigam wünscht— hoffentlich auch das Ende dieser Laufbahn. i-tu Bodenbenutzungserhebung 1950 Das Statistische Amt Mannheim, unter dessen Leitung die alljährliche Bodenbenut. zungserhebung in den nächsten Tagen— unter Heranziehung von Polizeibeamten als Zähler— durchgeführt wird, weist auf die Bedeutung der Bodenbenutzungserhebüng hin. Auch irr der freien Wirtschaft komme einer solchen Maßnahme hohe volkswirt⸗ schaftliche Bedeutung zu. Wenn die Einfuhr von Lebensmitteln im Interesse der inländi- schen Bauern auf einem vertretbaren Min- destmaß gehalten werden solle, sei es zwin- gend notwendig, daß die Staatsregierung zuverlässige Unterlagen über den eigenen Anbau der vorhandenen land wirtschaftlich genutzten Fläche besitze, Damit liege eine zweckmäßige Durchführung der Erhebung in erster Linie im Interesse der von der Er- hebung zu erfassenden Betriebsinhaber selbst. Mit besonderer Betonung wird her- vorgehoben, daß die bei der Bodenbenut- zungserhebung von den Betriebsinhabern gemachten Angaben keinesfalls für irgend- welche Finanz- oder Steuerzwecke heran- gezogen oder auch nur zugänglich gemacht werden dürfen. Da die Durchführung der Erhebung so- wohl im allgemeinen volks wirtschaftlichen wie ebensosehr im Interesse der von der Erhebung betroffenen Betriebsinhaber liegt, wird gebeten, den in den nächsten Tagen vorsprechenden Zählern bei der Vornahme der Zählung Verständnis entgegenzubringen. Ferngespräche abends billiger Ab J. Juni wurden die Gebühren für Ferngespräche über mehr als 100 Kilometer zwischen 18.30 und 21.30 Uhr um ein Fünftel ermäßigt. Wenn sich der Fernsprechverkehr günstig entwickelt, soll die Gebührenermäßi- gung noch weiter ausgedehnt werden. Die Weckgebühr im Fernsprechauftrags- dienst ist ebenfalls herabgesetzt worden. Sie beträgt jetzt 30 Pfennig. Außerdem hat die Bundespost die Gebühren für Gemein- schaftsanschlüsse ermäßigt, damit der An- schlußnot gesteuert wird. Die Münzfernsprecher sollen wieder auf Hartgeld umgestellt werden. Allerdings wird ein Ortsgespräch statt bisher fünfzehn dann zwanzig Pfennig kosten, da aus technischen. Gründen der Einwurf von zwei Zehnpfen- nigstücken verlangt werden muß. Für neu errichtete posteigene Neben- stellenanlagen trat am 1. Juni ein neuer Gebührentarif in Kraft, der den jetzigen Gestehungskosten, angepaßt. ist. Im inner- deutschen Verkehr wurden vom gleichen Zeitpunkt an wieder Stunden verbindungen zugelassen(das sind Ferngespräche, die für mindestens eine Stunde beantragt werden). Kurze„MM“- Meldungen 30. Stiftungsfest. Der Verein für Dienst- und Gebrauchshunde I Mannheim hält am 4. Juni auf dem Platz Niederfeldweg 3 sein 30. Stiftungsfest ab, das zugleich mit einer Platzweihe, Hundevorführungen und Kin- derbelustigung verbunden ist. Die Feier be- ginnt um 14 Uhr. Ab 17 Uhr Tanz. Ein- tritt ist krei. Vexanstaltungen der Lands mannschaften. Am 6. Juni hält in der Polizeisport-Gast- stätte an der Riedbahnbrücke um 16 Uhr die Landsmannschaft Ostpreußen ihr Früh- lingsfest ab. Im Programm stehen nach der Kaffeetafel Kinderbelustigungen und Tanz mit Einlagen. Die Landsmannschaft Schle- sien führt am 4. Juni einen Ausflug nach Neckargemünd und Neckarsteinach durch. Abfahrt vom Hauptbahnhof Mannheim um 8.20 Uhr mit dem„Fidelen Neckartäler“. Rückkehr um 20.31 Uhr. Die Landsmann- schaft Sudetenland hält am 3. Juni um 19.30 Uhr im„Kaisergarten“, Zehntstraße, ihre Monatsversammlung ab. Junggärtnergruppe Mannheim und Lud- wigshafen. Am 5. Juni, 20 Uhr, spricht bei einer Versammlung im„Feldschlößchen“, Kkertaler Straße, Gartenmeister Josef Quaisser, Mannheim, über„Azaleen- Kul- turen“. Wirtschalt verlungt nuch Import- und Exportiachkräften Die Handelskammer Mannheim will Nachwuchs heranbilden Die Ausbildung des Nachwuchses auf dem Gebiet der Außenwirtschaft ist mit dem fortschreitendem Wiederaufbau unseres Ex- port- und Importgeschäftes zu einem immer dringerendem Problem geworden, mit dem sich bereits die verschiedensten Stellen ein- genhend befassen. Der Krieg und die fol- genden fünf Jahre bilden eine derart lange Zeitspanne des Abgeschnittenseins von der Wirtschaft der Umwelt, daß nicht nur die meisten alten Verbindungen zerrissen sind, sondern auch die innerdeutschen Expor- teure keine Möglichkeit mehr hatten, sich der Heranbildung eines geeigneten Nach- Wuchses zu widmen.— Jetzt aber sieht sich die wiedererstehende Außenwirtschaft ge- Wissermaßen schlagartig vor die Aufgabe gestellt, zu geschulten Außenhandelskräften zu kommen. Daß für diesen Wirtschafts- zweig umfassende Spezialkenntnisse er- forderlich sind und keineswegs jeder dazu Eignung mitbringt— auch eine gute Rin- derstube ist Vorbedingung— ist nicht das alleinige Problem(Früher gehörte auch eine gewisse Auslandspraxis dazu); ebenso schwierig ist es heute eine Ausbildungsform kür den Nachwuchs zu finden. Soweit es sich um Schulentlassene wo- bei eine höhere Schulbildung mit Sprach- kenntnissen wohl die Voraussetzung sein dürfte) handelt, ist das Ausbildungsproblem nicht so schwierig. Für diese Nachwuchs- kategorie kann man ordentliche Ausbil- dungslehrgänge mit Abschlußprüfungen ein. richten, Komplizierter wird es jedoch bei den 19 bis zu 35jährigen, da diese Gruppe qa bereits im Berufsleben steht, und man demzufolge kür ihre Ausbildung nach einer anderen Form suchen muß. Da sich die Mannheimer Wirtschaft mit ihren Klagen über fehlenden Nachwuchs an die Industrie- und Handelskammer gewandt hat, sind diese Wünsche von der Kammer aufgegriffen worden und werden jetzt von ihr in Ver- bindung mit den daran interessierten Krei- sen durchgearbeitet. Es ist beabsichtigt, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, im- besonderen Ausbildungslehrgänge für beide Kategorien von Altersstufen einzurichten. Erfahrene Lehrkräfte müssen verpflichtet werden. Auch die linksrheinischen Industrie. städte bekunden starkes Interesse an dlieser Einrichtung. Das Problem ist heute um so akuter, da Großstädte wie Hamburg, Köln. Düsseldorf, Frankfurt und andere auf die- sem Gebiet bereits zweckentsprechende Ein- richtungen geschaffen haben. Die von der Industrie- und Handels- kammer Mannheim eingeleiteten Wege be- finden sich zur Zeit noch im Stadium der Vorbereitung, dürften aber bereits in sehr naher Zeit greifbare Formen angenommen haben. 8. Tagung der Hirnverletzten. Der Verband der Kriegsbeschädigten, Gruppe der Hirn- verletzten des Kreises Mannheim, hält am 4. Juni, 9 Uhr, im„Feldschlögchen“, Käfer- taler Straße, eine Tagung ab, wozu die Ver- letzten mit ihren Frauen eingeladen sind. Gartenstädter- Sommerfest. Der Verein deutscher Schäferhunde Sy, Ortsgruppe Waldhof, veranstaltet vom 3. bis 5. Juni auf dem Vereinsplatz früheres Schützenhaus Diana ein Sommerfest. Sonntag, 16 Uhr, Reigenaufmarsch der Schäferhunde mit Vorführungen. Für Volksbelustigung ist ge- sorgt. Hauptversammlung Einzelhandelsver- band. In der am 30. Mai unter dem Vor- sitz von Stadtrat Barber abgehaltenen Hauptversammlung des Verbandes des Ein- zelhandels e. V. Mannheim erstattete Ge- schäftsführer Gümbel Bericht über die Geschätfsjahre 1948/1950. Dem Vorstand und der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt. Mit der Kassen- und. Rechnungs- prüfung wurde, wie bisher, Treuhänder Rudolf Stober, betraut. Die vorgeschla- gene Satzungsänderung wurde Alige- nommen. Wir gratulieren! Sophie Kölmel, Mann- heim, Rupprechtstraße 15, begeht ihren 75. Geburtstag. Mannheims ältester Drosch- kenkutscher Johann Kubicki, Neudenau a. d. Jagst(früher Mannheim, Rheinhäuser- straße 22), wird 78 Jahre alt. Alwine Münster, Mannheim-Rheinau, Ruhrorter Straße 37, vollendet das 84. Lebensjahr. Die Eheleute Julius und Josephine Grag mück, Mannheim, Waldparkstraße 30, kön- nen ihre goldene Hochzeit feiern. Aus dem Polizeibericht Einbruch am Tage, Am hellen Tage wurden aus einer Wohnung in Neckarau eine Geldmappe mit 100 DM sowie ein wei terer Geldbetrag von 119 DM gestohlen. Der Dieb hatte das an der Abschlußtür ange- brachte Guckfenster gewaltsam geöffnet, worauf er die Tür von innen öffnen konnte. Nachdem er zunächst die Küchenschränke auf Mitnehmenswertes durchsucht hatte, fand er zwischen der Wäsche im Schlaf- zimmer das Geld. Bei Erdarbeiten verschüttet. Bei Erd- arbeiten vor einem Hause im Stadtteil Al- menhof brach die Verschalung eines Schach- tes. Durch das Nachrutschen der Erde Wurde ein Schachtmeister bis in Brusthöhe verschüttet. Im Verein mit seinen Arbeits- kameraden befreite ihn die herbeigerufene Feuerwehr aus seiner Lage. Er mußte in das Krankenhaus eingeliefert werden. Wieder Tod durch Ertrinken. Ein fünf- jähriger Junge fiel beim Spielen am Ufer des Altrheins ins Wasser und ertrank. Durch Taucher der Berufsfeuerwehr wurde er eine Stunde später geborgen. Leider waren die Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. — Bis zu 70. DM Tagesverdienn und Fürsorge- Unterstützung Der Zuhörerraum War bis auf den letzt Platz besetzt. Kuppelei besagt vor der Türe zum Gerichtssaal. f »Es geschah aus Not“, erklärte die 42h, rige, geschiedene Frau, Mutter von Vier unmündigen Eindern, die ihre Keller wol. nung zur Verfügung gestellt hatte.„Eben, eben“, bestätigte ihr schmächtiger Braus gam. Er war als entsprungener Fürsorge. 268ling der Ansicht, hier könne nicht un Kuppelei, sondern nur von Liebe die Rede 1 sein und gab im Vollgefühl der eigenen Be. deutung dem Gericht die Memoiren seine: eben vollendeten 20 Lenze zum Besten. Demnach hatte er 1945 einem lahmen Volkssturmmann die Waffen aus der Han gerissen und war siegreich Vorwärtsgestürmt, hatte feurige Spanierinnen geliebt und heimkehrende Ehemänner verprügelt, brow. ningbewaffnet in Marseille ein Schiff per. lassen, das ihn nach Indochina entführen wollte und später als Provisionsvertreter für Scherenschleifereien ein Heidengeld ver. dient. Dem Bauwerk aus Dichtung und Wahrheit setzte er die Krone auf mit def Behauptung, er sei von einem amerikani- schen Offizier für die ostzonale Volkspolae verpflichtet worden Dieser romantischen Lebensauffassung 9 entsprach seine Anstellung als Türenschlie. ger und Kassierer in der berüchtigten Rel.“ lerwohnung der geschiedenen Frau, au gat di deren Bräutigam er sich bald betrachten eden sol konnte. Fünf mehr oder weniger leichtes Mädchen, die aus der Haft als Zeuginnen vorgeführt wurden, rundeten das Gesamt. e bild ab. Bis zu 70 DM hatte die Frau alltäglich fü „Zimmervermietungen“ eingenommen(6e bewohnte einen Keller mit mehreren As- gängen in einer ausgebombten Villa der Oststadt) und gleichzeitig Fürsorgeunter. stützung bezogen. Mehr noch, auf Antrag hatte ein nichtsahnendes Fürsorgeamt it sogar Matratzen für ihre Wohnung geliefert Das Gericht rechnete es der nicht vor- bestraften Frau als besonders strafverschär. fend an, daß ihre unmündigen Kinder vou, den Vorgängen in der Keller wohnung wuß⸗ ten und verurteilte sie zu einer Gefängnis. strafe von sieben Monaten. Der unmündige Bräutigam wird sogar noch einen Monat länger auf Staatskosten wohnen. i- u. 31 Monate Zuchthaus Die Große Strafkammer Mannheim ver- urteilte gestern nach sechsstündiger Ver. handlung den 39jährigen verheirateten Leh. rer Rudolf E. einer Mannheimer Schule wegen Verbrechens im Sinne der Para- graphen 174 und 176 zu einer Zuchthaus strafe von zwei Jahren und neun Monaten, E., der 1948 aus Kriegsgefangenschaft zu. rückkehrte, hatte sich vom Zeitpunkt seiner Rückkehr bis zum Tag seiner Festnahme Anfang dieses Jahres mit sleben seiner ell. bis Zwölfjährigen Schülerinnen in einer nicht mehr nachkontrollierbaren Zahl von der Arsch Fällen eingelassen und wurde deshalb in-“ Nahen Zwischen von seiten der Schule fristlos ente Wärme, lassen, Die Untersuchungshaft wurde hn angerechnet, der Haftbefehl bleibt aufrecht. erhalten. Einträchtige Pfingstfahrt Vier Omnibusse fuhren die Familie des Männergesangvereins„Eintracht“ am Pflngst- sonntag aus Mannheims Mauern durch herr- liche Landschaft über Neckarelz nach Gun- delsheim a. N., wo das Frühstück eingenom⸗ men wurde. Von hier aus führte die Fahrt weiter über Jagstfeld nach Degmarn, dem Endziel der Reise. Der Besuch in Degmarn galt dem Ehrenmitglied des Vereins, Franz Jesser. 9 Unter Beteiligung der Bevölkerung von Degmarn fand eine ergreifende Totenehrung statt. Der Ehrenvorsitzende des Turn- und Sportvereins Degmarn und der 1. Vorsit⸗ zende des MGV Eintracht“, Josef Kreher, gedachten allen Gefallenen unseres Vater landes. Zu Ehren der Toten sang der statt liche Chor unter Leitung von Heinrich Gund in ausdrucksvoller Weise einige Chöre. Der unterhaltende Teil des Tages Wurde am Nachmittag mit dem„Tag des Herrn und herzlichen Begrüßungsworten beider Vorsitzenden eingeleitet. In buntem Wech⸗ sel von Gesang, humoristischen Vorträgen und musikalischen Darbietungen wickelte sich dann ein pausenloses Programm ab, das die Zuhörer in helle Begeisterung versetzte. Wohlgelaunt kehrte die Eintrachtfamilie am Abend nochmals im Mannheimer Ver- einslokal zum„Prinz Max“ ein. Mit und ohne Mannheimer Vertreter Bei dem Empfang des Herrn 1 präsidenten in Stuttgart war die Stad Mannheim durch Oberbürgermeister Dr. Heimerich vertreten, während an dem Emp- fang des Herrn Bundespräsidenten in Karl- ruhe Bürgermeister Trumpfheller als Ver- treter der Stadt teilgenommen hat. Von einer Teilnahme an dem deutsch-franzost schen Bürgermeistertreffen in Stuttgart ha die Stadtverwaltung im Hinblick auf die 155 den Veranstaltern vorgeschriebene sehr 10 schränkte Teilnehmerzahl und mit Rücks 5 auf die großen Kosten, die durch eine Be teiligung entstanden wären, Abstand ge- nommen. 66 Neue Heimstätte der„Naturfreunde Zwischen Pforzheim und Mühlacker 0 das Städtchen Enzberg, in dem an 3 ein neues Naturfreundehaus einge weint art it das von Mitgliedern in freiwilliger ar 75 errichtet worden ist. Zu dem Wee hatten sich namhafte Vertreter der. tembergisch- badischen Regierung einge 50. den. Der Landesvorsitzende der Ma 5 freunde, Heinrich Coblenz, 1 hielt die Festrede, in der er das Wer 8 und Wachsen der Naturfreundebe wegen schilderte. Anschließend überbrachte, 1 8 minister Ulrich die Grüße und W der Regierung. Ministerialrat H sg lte fung Stuttgart, sprach sodann für die W Jugendpflege im Kultministerium, 1 5 auch als Präsident des Jugendherbergs bandes. 5 zum Abschluß der Feier überbrachte Bezirksleiter Karl Lauer. Nin Grüße der Naturfreunde aus Nordbaden. 2. Juni 1950 LUDWICSHAFEN UND DIE PFALZ 2 5 Freitag, Nr. 128.. — n neuem Gewund ust Uänsshafens älteste Tageszeitung der c ene 7öjährige Tradition zurückblik- 1„ Ceneralanzeiger, den die Waldkirch teten f zerausbrachte, ist eingegangen. Das schlgg uurde vom Rheinpfalz-Verlag Lud- 1 Ehaten aufgekauft. Die Abonnenten Wa- Ai. ncht wenig überrascht, als ihnen am en estas unter der Kopflinie„General- woll. ger— Neuer Lokalanzeiger Ludwigs- 1 n— Pfälzer Abendzeitung“ nicht mehr rau. nlerspaltige gematerte bisherige„Ge- 1 uneiger sondern der„Neue Lokal- n en er Ludwieshafen eln Mittagsblatt, Bet er Rheinpfalz-Verlag herausgibt, ge- 1 lat wurde. In einem Geleitwort weist 1 Fieue Herausgeber, der Rheinpfalz. ahmen Pia, derauf hin, dall sich„mit dem heu- 5 en n fage der„Neue Ludwigshafener Lo- 1 aeiger un der„Generalanzeiger“ l euist haben“. brop. i ird ab 5 1 ber. Birchturm Wird a getragen kühren per Turm der katholischen Kirche in treter feel, die inn Januar 1945 nahezu total Id per. nt wurde, kann entgegen der bis- 8 und geen Ansicht nicht erhalten bleiben, ut der e kürzlich eine Baukommission auf Grund kant. Jzebender Untersuchungen keststellte, ist pollzel J. obere Teil baufällig und muß abge- en werden. Mit den notwendigen Ar- assung een wurde dieser Tage begonnen. Sie schlie. ien zugleich den ersten Abschnitt eines u Kel. Iahistigen Bauprogramms dar, in dessen u, als fies die ganze Eirche wieder aufgebaut achten een soll. In vier bis fünf Jahren hofft leichte n dieses Ziel zu erreichen. Für das einen ante Jahr ist eine Aufstockung der der- esamk. feigen Notkirche vorgesehen, berhard Sch. ist ein salopper Junge mit ahresringen und kühnem Blick. Daß er ler noch keine amtlichen Strafeinträge eie ist wahrlich kein Verdienst, auf das del sein durfte. Als Bildhauerlehrling at er es nicht aus; deshalb arbeitete er i aaclliezend bei den Amerikanern für nen Dal netto. Warum er sich jedoch am imdige% März dort die Papiere geben lieg, blieb Monat dards wohlbehütetes Geheimnis, das er. b gedrechselten Reden auch um seine taten wob. Gericht und Publikum hat- a dafür allerdings nur ein verständnisvol- Js Lächeln. Es war offensichtlich, Gerhard ſauchte Geld. Nicht nur für sich selbst, „nun das war eben das -l, 1 Ver Ver- 1 Leh- Schule Para- thaus· naten, t zu. seiner nahme bas erste Glied seiner Betrugskette ſamnledete er bei Witwe Elsa, einer Wohl- ſahrtsempkängerin, die ihm aus Mitleid ſienlos ein Zimmerchen abtrat. Und Weil r Herz so butterweich War, holte sie für ſethatdchen den blauen Mantel ihres ver- abenen hemanns aus dem Schrank. r ell. dat nun für die geliehene wärmende Hülle einer eder zu sein, hinterlegte Gerhard den von Na gegen 10 DM in einer Wirtschaft 1 1 Fährend er sich unterdessen von innen s ent nde, nängt heute noch das gute Stück Es gibt mehr uls zwunzi Trotzdem fiel die Gründung eines Friedenskomitees„mangels Masse“ Es gibt zweifellos noch mehr friedliebende Ludwigshafener als jene 20, die sich am Mittwochabend im Nebenzimmer des Klei- nen Bürgerbräus um die dem vorbereiten- den Friedenskomitee ange! ide Ludwigs hafener VVN-Vorsitzende Dr. h Def mann versammelt hatten. E Ii 8 lich sollte an diesem Abend endgültig das Friedens- komitee gegründet werden, ein Absicht, die jedoch an der mangelhaften Beteiligung zum Sroßen Bedauern der Anwesenden schei- terte.„Unser Kampf um den Frieden“, 50 lautete Edith Leffmanns Referat, d zich im wesentlichen auf informatorische Mit- teilungen aus den Kreisen der i len Friedenskundgebung beschränkte, Unter anderem hob die Referentin die vor einigen Wochen anläßlich des Weltfriedenskongres- ses in Stockholm gefaßte Resolution hervor, in der es heiße, daß jenes Land, das Atom- bomben wirft, als Eriegsverbrecher ge- randmarkt werde.(Hoffentlich ist's dann nicht schon zu spät)) In ihren, weiteren Idealismus getragenen Leffmann international bekannte Persön- lichkeiten wie Einstein, Mann, Dibelius U. 3. m. an, die sich alle gegen die Anwen- dung der Menschenvernichtungsmittel aus- gesprochen hätten, Als Vorbildlich bezeich- nete sie die Haltung der französischen Frauen, die erst kürzlich wieder das Entla- den von Munitionszügen durch ihren rück- sichtslosen körperlichen Einsatz hätten ver- hindern können. Ihre Ausführungen gipfel 2 von kämpferiscgem Worten, führte Dr. Erst 19„Jahresringe hal Gerhurd Und ist schon ein ausgekochter Betrüger am Haken, weil Elsa keine 10 DM uslösung hat. Im April erleichterte Gerhard dann seine Tante Emilie um eine Armbanduhr. In einer Viertelstunde— die ist heute noch nicht um— Wollte er sie wieder bringen. Dann ging es Schlag auf Schlag. 7.50 DN kür ein Blumenangebinde, 42 DM für Lebens- mittel, 4.50 DM Zechschulden, 6 DM von einem Rentier und 3 DM für Schokoladen- Aufmerksamkeiten usw. Einige größere Be= träge folgten. Weil er eine Bettcouch gicht erhielt, unterschlug er den für den Trans- port geliehenen Handwagen im Wert von 180 DM. Ein Rundfunkempfänger im Wert von 150 PM ergaunerte er sich ebenso wie Seidenwäsche nebst Nylons, Mit insgesaint 484.99 PM Schulden rutschte Gerhard unfrei willig auf die Anklagebank des Schöffenge- richts. Sein Vorwurk, er habe seine Schul- den nicht bezahlen können, weil ihn die Kripo so schnell abgeholt habe, quittierte der Staatsanwalt mit dem Antrag von einem Jahr Gefängnis. Für zwölf erwiesene Betrugsfälle, einen Diebstahl und eine Unterschlagung ver- hängte Amtsgerichtsrat Dr. Friedrich acht Monate, die Gerhard leicht-lässig, Kau- gummikauenderweise(H entgegen nahm,, 88 8 7 1255 4 1 al * l 871 42 1 ur Lususausführuns. ten schließlich in der Ideologie jener rie- denskämpferisch organisierten Frauen, die von Mensch zu Mensch denkend und han- delnd, ihr höchstes Ziel, den Frieden, mit allen Mitteln zu erzwingen trachteten. Mit dem Ernst-Wiechert-Zitat: Alle Frauen hassen den Krieg, sie wollen Kinder. aber keine toten Helden“, schloß die Ver- sammlung, die diesesmal bemerkenswerter- Weise nicht in der Glorifizierung„morsen- ländischer Weltenschauungstheorien schil- lerte. * wenn sich in einer Zeit wie der unsrigen zur Gründung eines Friedenskomitees in einer Arbeitergroßstadt pur knapp zwei Dutzend Menschen einfinden, dann darf man wohl sagen, daß es die Pflicht der Bericht- erstattenden ist, in einer Betrachung, die über die rein journalistische Wiedergabe hinausgeht, die Gründe hierfür zu unter- suchen. Denn eigentlich müßte es doch so Bu-Bu-Möbelschuu im Plulzbuu Nach Kredit lechzt heute faßt die ganze Welt. Staaten, Städte, Dörfer und nicht zu- letzt auch der kleine Mann, der das Geld ebenso wenig aus den Aermeln schütteln kann wie jene. Gar zu offensichtlich ist die daraus resultierende Kettenreaktion, die die Wirtschaft ebenso wie die Geschäftswelt kurzatmig werden läßt. In dem Streben nach einer günstigen Aenderung dieser miß- lichen Situation wurden Wege beschritten, die einmal zweifellos dem Käufer das Kaufen überhaupt ermöglichten bzw. er- leichterten, und zum anderen dem Hersteller sowie dem Geschäftsmann günstigere Ab- satzmöglichkeiten boten, Auf der Suche nach ähnlichen Wegen rand die Eisenbehnsparkasse Mainz für ihre Mitglieder einen recht bequemen Pfad durch das heutige Krisendschungel, Sie rief eine Möbelmusterschau ins Leben, die am Don- nerstag im Pfalzbau eröffne! und bereits in zahlreichen links- und rechtsrheinischen Städten von Ausstellungsleiter Toni Smen- tek gezeigt wurde. Clou der Sache ist, dab es den Eisenbahnbediensteten ermöglicht werden soll. Möbel aller Art ohne eine Anzahlung zu erstehen, um danach ihre Schuld durch bequeme Ratenzahlungen ab- decken zu können. Die Möbelschau, die ein- zige der Bu-Ba, ist durch Darlehen der „Sparda“ und des Sparvereins“ finanzjert. Angeschlossen sind die Eisenbahnsparkassen Mainz. Köln. Frankfurt und Karlsruhe. Die Ausstellung wird bis einschließlich 15. Juni im Pfalzbau täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet sein und zeigt Schlafzimmer, Küchen, Einzelmöbel! sowie Wohn und Speisezimmer von der einfschsten Art bis 1 I. g Friedenstreunde in Ludwigshulen aus/ Und die Gründe dafür? sein, daß sich zur Gründung eines Friedens- komitees nicht 20 Menschen, sondern Tau- sende einfinden. Um Irrtümer von vornherein auszuschal- ten, möchten wir darauf hinweisen, daß die Person des Spiritus rector in Ludwigshafen über jeden Zweifel erhaben ist. Eine Frau, die in Deutschlands dunkelster Vergangen- heit viele Jahre ihres Lebens in einem KZ zubrachte, und dort ihre Familienangehöri- gen verlor, nennt sich zu Recht eine Frie- densfreundin. Diese lokal bedingte Situation ändert jedoch nichts daran, daß die Frie- denskomitees, die sich in den letzten Wochen und Monaten in allen Städten Westdeutsch- lands regten, von Anbeginn an offensicht- lich mit tendenziellen Parolen arbeiteten und auch von einer politischen Richtung her eindeutig inspiriert waren. Was bedeutet dies? Es kann ganz eindeutig nur so aus- gelegt werden, daß der Frieden nach dieser Auffassung eine teilbare Sache ist Der wahre Frieden aber ist nun einmal, wie die Wahrheit, ein unteilbares Absolutum! Dieser Zwiespalt ist es, der nach unserer Auffassung die heute in den westdeutschen Städten agierenden Friedenskomitees samt ihrer Arbeit im vorhinein belastet, oll-kloth wer will nuch Lusstrulien? Das Arbeitsamt Ludwigshafen teilte am Donnerstag mit, daß für sofort unter gim- stigen Bedingungen folgende Arbeitskräfte nach Australien gesucht werden: Ein Bauingenieur Dipl. Ing.), der die englische Sprache in Wort und Schrift be- herrscht. Als Führungskräfte werden gesucht: Ein Maurerpolier, ein Zimmerpolier, ein Schrei- nermeister, ein Malermeister, ein Elektro- meister, ein Spenglermeister, ein Installa- tionsmeister und ein Dachdeckermeister. Diese Kräfte erhalten Arbeitsplätze als Ko- ljonnenführer. Es ist nicht erforderlich, daß sie die englische Sprache beherrschen. Er- wünscht ist jedoch, daß sie die einschlägigen englischen Fachausdrücke kennen. Für einen späteren Zeitpunkt(in etwa acht Wochen) werden tolgende Facharbeiter benötigt: 10 bis 15 Maurer, 40 bis 25 Zim- merer, 40 is 45 Schreiner, 10 bis 15 Dach- decker, 10 bis 15 Spengler, Installateure und Elektriker und 10 bis 15 Maler. Alle Bewerber sollen nicht über 45 Jahre alt sein. Es ist gleichgültig, Wie ihr Fami- lienstand ist. Gewünscht wird in erster Linie, daß sie solide Charaktere sind, die fleißig und strebsam sein wollen und über ausgezeichnete Fachkenntnisse verfügen. Alle Interessenten können sich an die Ver- mittlungsstelle des Arbeitsamtes Ludwigs- hafen wenden. Großstudimelodie in dur und moll Radweg muß wieder benutzt werden. Dieser Tage konnten die Instandsetzungs- arbeſten an dem Geh- und Radweg in der Brunkstrage beendet werden. Dies bedeutet während der Zeit des Schichtwechsels in der BASF eine wesentliche Erleichterung des Verkehrs, Den Radfahrern wird es zur Pflicht gemacht, im Interesse der allgemei- nen Verkehrssicherheit künftig den wieder instandgesetzten Radfahrweg zu benutzen. Nur ein Unentschieden. Am Mittwoch- abend trennten sich vor etwa 3000 Zu- schauern Fhönix Ludwigshafen und 8 Bremen nach spannungsreichem Kampf 2:2 unentschieden. Torschützen für Phönix wa- ren Mandel! und Dattin ger. Ein Schwindelanfal war die Ursache, Als ein 39jöbriger Invalide in Ludwigshafen- Oggersheim dieser Tage in seinen Keller gehen wollte, wurde er auf der Treppe schwindelig und stürzte die Stufen kinab. Der Mann erlitt eine schwere Gehirn- erschütterung. Er verstarb nach seiner Ein- ljeferung in das Städtische Krankenhaus. Auf der Lok tödlich verunglückt. Am 31. Mal, gegen 3.20 Uhr. arbeitete der 24 Jahre alte Lokheizer eines nach Ludwigs hafen fahrenden Personenzuges kurz vor der Einfahrt vor dem Bahnhof Rheingön- beim auf dem Kohlenvorrat der Maschine. Dabei wurde er, vermutlich als er sich einen Augenblick aufrichtete. von einer Signal- brücke, unter der der Zug durchfuhr, ge- streift. Den erlittenen schweren Verletzun- gen erlag der Heizer kurze Zeit spöter. Zusammengestoßen sind am 30. Mei auf der Streßenßreueung Caxoli— Eisenbahn- * straße in Rheingönheim zwei Krafträder. Die beiden Fahrer und eine mitfahrende Frau würden verletzt und die Fahrzeuge be- schädigt. An der Straßeneinmündung Maudacher Wollstraße waren es am 31. Mai ein Motorradfahrer und ein Pkw., die zu- sammenstießen, während am 30. Mai auf dem Viadukt ein Pxw. am Brückengeländer seine Kräfte maß. Angefahren und verletzt. Am 31. Mai, gegen 18 Uhr. überquerte ein 75 Jahre alter Mann vor dem Hauptbahnhof die Fahrbahn. Er wurde von einem Pkw. angefahren und verletzt. Der Fahrer des Pkw. brachte den Verletzten mit seinem Fahrzeug in das Städtische Krankenhaus. Angfahren und getötet wurde ein Hund, der am 30. Mai auf der Bruchwiesenstraße in die Fahrbahn eines Motorradfahrers lief. Der Kradfahrer stürzte zu Boden und erlitt Verletzungen ap der Schulter. der linken Hand und an beiden Knien. Wo gehen wir hin? Filmtheater im Pfalzbau:„Unter Pi- ratenflagge“: Spätvorstellung 21,45 Uhr: „Walcott— ten Hoff“ ein Sonderfilm über alle zehn Runden; Rheinsold-Theater:„K- nigskinder“: Spätvorstellung 21.45 Uhr: „Walcott— ten Hoff; Park-Theater:„Die- ser Mann gehört mir“; Spätvorstellung 22 Uhr:„Schritte in der Nacht“; Raschig Flimtheater:„Der Weg nach Marokko“; Metropol Friesenheim:„Hochzeit am Wolf- gangsee“; Capitol. Rheingönheim:„Die jetzten Tage von Pompeji“: Spätvorstellung: „Faustrecht der Prärie“. ann eee e min recht. e des ingst⸗ herr Gun⸗ om- Fahrt dem marn Franz SAater, ane g von hrung und orsit⸗ reher, ſater- statt Gund Vech⸗ rägen ckelte 0, das etate. milie Ver- AUS N EOERSU RG SEINA HALS eter des- Stadt Dr. amp⸗ als- Ver- Von 2681= hat von be- sicht Be- ge- ide liegt sten 11 de, beit eakt ürt⸗ fun- tur; uhe, spricht. Die rden ung len- sche zen, lung eich ver⸗ chte die HAUS NEUERBURG KG LN TRIER BADEN BADEN Nahrung, beginnt den belegte Brote aus einem sen, zu kräftig. 4 In Danemark herrscht feuchtes Klima und stetiger Wand. um den Wärmeverlust auszugleichen, verlangt der Däne Kalorienreiche Tag mit, Frühstücks · Speck. wãhlt nahrheaft 100 Sorten umfassenden. Butterbrotzettel und leitet jede Mahlzeit mit feurigem, Alvavit- Malteser Kreuz ein. Das dãnische Beispiel erläutert den Einf den menschlichen Körper. So bedingt auch das schroffe liebe für herz hafte Genüsse, wie aromatischen IJabaksorten Virginias geboten we ben sie am besten. Im gemãssigten Klima Mitteleuropas wirken sie, längere Zeit genos Gestützt auf Erkenntniss es Haus Neuerburg, àus esuchte fabakèe mit feinen Orient: ſabaken zu einer Mischung zu verarbeiten, die dem deut- chen klima und Geschmack ideal ent- neue Cigarette tragt das Bild des modernen, TIabak-Mohren“ Ihr Name ist ONKELTOꝶM. Wer sie raucht, hat den vollen Genuss der Akklimatisierten Virginia- Mischung, ohne das Gefühl der& übersättigung zu empfinden. luss der AIMOSPHARE auf Klima der Neuen Welt eine Vor- sie zum Beispiel von den stark rden. Dort schmek e der BlO-KIIMAllk unternahm nord amerikanische Virginia- N V3 Alimaticiert. . F Seite 6 Nachi langem, schwerem Leiden ist am 31. Mail 1950 unsere liebe Schwester, Tante und Großtante, Frau Susanna Alb. Weidner im 84. Lebensqahr heimgegangen. Mannheim Neckarau, den 1. Rheingoldstraße 16 Juni 1950 Im Namen der Valentin Weidner Hinterbliebenen: Die Beerdigung findet am Freitag, dem 2. azuf dem Friedhof in Neckarau statt. Juni 1950, um 13.30 Uhr. Nach kurzer, schwerer Krankheit ist unser liebster Vater, Herr Karl Werner Gastwirt im Alter von 62 Jahren von uns gegangen. Mannheim, Lutherstraße 27, den 1. Juni 1950 In tiefster Karl Kögel Willi Kögel Gertrud Frank, geb. Kögel Josef Frank nebst allen Verwandten Beerdigung: Samstag, den 3. Juni 1930, 11.00 Uhr, auf dem Haupt- kriedhof Mannheim. Trauer: Unsere liebe, gute Mutter und 0 LERKEUF 5 4 Kleiderschränke Großmutter, Frau preiswert, von 125,.— bis 305. Johanna Busch eee (Teilz.). B 6, 5(kein Laden). Witwe Aol. Schlafzimmer und kacken ist am 31. Mai 1950 im Alter von) 63 Jahren nach langer, mit gro- Verk.: Möbel- Angst, Mann- heim-Neckarstadt, Lortzingstr. 12 Ber Geduld ertragenem Leiden für immer von uns gegangen. Wer sie kannte, weiß, was wir verloren. Mannheim, Wiesbaden Stamitzstraße 5 S EEREN PRESSE einmal gebraucht; neu 82 M, für 40 DM zu verk. Tel. 415 12. Atietler Trauer: Familie Wilhelm Ludwig Frau Marianne Cantos-Busch mit Kind Michael Hellmuth Ehret Familie Walter Helfrich N 3. Juni Küchenherd, mod., komb., Dauerbr., u. 44; 3 Da.-Kleider, Gr. 42, zu verk. Weller, Egellstraße 6, parterre. Beerdigung: Samstag, 1950, 9.30 Uhr, Hauptfriedhof Sehr gut erh. Ki.-Kastenwagen, 30, Mannheim. zu vk. Adr. einzus. u. A 05250 l. V. Couch u. Sessel z. vk. T 4, 9, Lad. Küchenherd, gebr., 28,-, WG., z. vk. Waldhof. Roggenstr. 13, II, links. Gold. Uhr m. Sprungdeckel, Brill. Ring(Herren) von Privat zu ver- kaufen. Interessenten schreiben u. Nr. 05338 an den Verlag. 2 Holzbetten m. Pat.-Rost, 43. zu vk. Kirchenstr. 24, Stb., 1 Tr. Ixs. Registrierkasse(Nationah, in tadel- los. Zustand, zu verkaufen. An- gebote unter P 20385 an den Verl. Neue Fahrräder, gebr. Herren- räder, gebr. Fahrrad-Anhänger u. gebr., schwarzer, kl. Herd zu ver- kaufen. 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Pfingst- festes in die ewige, Heimat ab- zurufen. 4 Die Beerdigung fand in aller Stille statt. 5 Wir danken an dieser Stelle f Herrn Pfr. Wartmann für seine tiefernpf., trostreiche Trauer- rede sowie allen Teilnehmern KRAFPTTARZEZ E ue: Für ihr letztes Geleit. LEIR-AUT0s Mannheim, den 31. 3. 1950 Meeräckerplatz 4 Autohaus Schwind. f 6. 17 Hermine und Karl Decher SDort-RHahrio 2“3-sitz., Stoewer V 8, 2,5 1, 52 000 Km gel., Verbr. 14 1. Luxus- aAusführg., m. Lackled.-Verdeck u. verchr. Drahtsp.-Räd., auffali. eleg., rass. Wagen, in maschin. U. äugßerlich bestgepfl. Zustand, rahrber., zugelass. und verst., Preiswert abzugeben. Breitwieser Lackfabrik Grünstadt-Pfalz Telefon 62 Kleiner Rasenmäher gesucht. Angebote unter P 20583 an den Verlag. an Selbstfahrer Olympia Benzwagen Tel. 425 J. Luise Decher u. Sohn Alfred, 5 Hameln Weser 7 FREIE BERUF Staatlieh geprüfte Arztl. gepr. 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Politische Bedenken, die da und dort zubland gegen eine Vereinheitlichung des Landeszen- 05 albanken-Systems geäußert werden, könn- in hierbei ihre Widerlegung finden. ch bei den für die Kreditpolitik Stellen durchaus Neigung be- nerstag tichen galgeblichen Stelle 5 et eine großzügigere Ofkenmarktpolitik zu arhfün] betelben, so dürfte dennoch diese Prage auf 1 ger nächsten Zentralbankrat-Sitzung nicht dis- liert werden, wie ebensowenig entgegen anleren Auffassungen auch die beabsichtigte r nschuldung der eingefrorenen Kredite. zur Frage der Wiedererrichtung von deut- — tag: den Großbanken und der Neuordnung des geshen Banksystems gab das Amt des ne e derkanischen Hohen Kommissars eine Stel- 1 huenahme heraus. Darin heißt es:»it Be. 17 keclgung hat man im Ausland bemerkt, daß N 3 1 8 Ie Fanrungsreform das deutsche Geld- und 9 Tuenzwesen auf eine gesunde Grundlage ge, aan; el hat. Einen wichtigen Anteil daran bat is neue deutsche Zentralbanksystem, das mit ien Ländern verknüpft ist und das sich durch ene unabhängige Haltung im In- und Aus- i viel Achtung erworben hat.“ ü der Erklärung wird weiter betont, daß Je Ländergliederung im Bereich der privaten str. 9 banken noch nicht ganz abgeschlossen sei. Vor „ em müßten die Nachfolgeinstitute der trü ning been Grosbanken eine juristisch und wirt- beltlich einwandfreie Selbständigkeit erhal- — n die klare Liquidation der Vergangenheit ſerde sich nicht nur für die Banken selbst als en iorteinakt erweisen, sondern sie sei auch 50 ö werläglicn zur Vermeidung von Monopolen n Geldwesen und zur Sicherung der demo- halschen Struktur der Bundesrepublik. Da- 90 Mat sollten die Banken keineswegs in ihrer Altipitat beschränkt werden. Größere Kre- 90 D ſitgeschakte könnten nach wie vor auch über 10 DN de Landesgrenzen hinaus abgeschlossen wer- den Für eine solche Tätigkeit benötigten die — I kenken jedoch kein ausgedehntes- Netz eige- M ger Fllialen, zumal in der Bundesrepublik das Zentralbanksystem ein solches Netz be- n, Ge i 3 50 Liter I Ste. Die Begrenzung der Filialen einer Bank d 30 Peu das Gebiet eines Landes begrenze nicht dle Wirksamkeit des Geschäftsbetriebes der Bank. Maggebliche Kreise der amerikanischen eben Kommission hätten durchaus ihre Be- kltschaft zu erkennen gegeben, die Vergrö- Jung einiger Bankinstitute zu erwägen, weil Age Länder als Wirtschaftsgebiete nicht Ahegenus seien. lberalere Bankenpolitik Fur Forcierung der Arbeits- die Lage der Püngemit INDUSTRIE- UND HANDELSBLATT stungsfähigkeit erreicht. Die BdL strebt nun an, daß gesunde Industriekreditè, deren Rück- zahlung vorerst nicht möglich ist, von den Ge- schäftsbanken an das Zentralbanksystem ab- getreten werden können. Die Aufnahmefähig- keit der Bd. für Kredite solcher Art wird auf 500 Millionen DM veranschlagt. Die Bewegungsfähigkeit der Banken würde damit außerordentlich erhöht. Insbesondere könnten sie in weitaus größerem Umfange als in den letzten Monaten wieder Betriebsmit- telkredite zur Verfügung stellen. Der Mangel an Betriebsmittelkrediten hat sich als ein be- sonders großer Nachteil beim ersten Arbeits- beschaffungsprogramm ausgewirkt. Außerdem wird erwogen, den Zinssatz für Pfandbriefe von 5 auf 6 oder 7 Prozent zu er- hönen, um einen Anreiz zur Anlage von Spar- geldern in solchen Papieren zu geben. Die Be- reitstellung von Kapital für die Industrie wurde vor allem dadurch beeinträchtigt, daß der Zinssatz für Spareinlagen fast ebenso hoch ist, wie für Industriepfandbriefe. Daher be- stand bisher kein Anreiz, ersparte Gelder in solchen Papieren anzulegen. Schließlich wird zur Belebung des Kapitalmarktes noch in Er- wägung gezogen, den Diskontsatz etwa um 0,5 Prozent zu reduzieren, um einen weiteren Anreiz zur Anlage von Spargeldern in lang- fristigen Papieren zu schaffen. 10 Millionen DM für Nordbaden als staatsverbürgte Kredite Wie auf einer Inddiustrietagung in Karlsruhe mitgeteilt wurde, entfielen im letzten Haus- haltsjahr auf Nordbaden 10 Millionen staats- verbürgte Kredite. Anfänglich wurden diese Kredite für Investitionen bewilligt. Unter dem Druck der Arbeitslosigkeit wurde diese Beschränkung etwas gelockert. so daß die Kredite jetzt teilweise auch für Betriebsmittel- zwecke und Bauvorhaben gewährt werden. Hierbei ist in letzter Zeit Bruchsal besonders berücksichtigt worden,(ce) Anonyme Verteuerung sollte ganz beseitigt werden a ber nicht Einzelmaßnahmen, sondern große Linie ist erforderlich In einem Intervieo in der Deutschen Bauernzeitung Über aktuelle Fragen der Agrar- politik erkldrte Bundeswirtschaſtsminister Prof. Dr. Erhardt, es müsse das Bestreben der Handelspolitik sein, mit ihren Mitteln die volkswirtsckaftliche Arbeitsteilung zwischen In- dustrie und Landwirtschaft zu jördern. Aufgabe der Industrie wäre es, dureh Export De- visen zu erobern, Aufgabe der Landwirtschaft dagegen, durck Erzeugungssteigerung Devi- sen zu ersparen. Ohne eine leistungsfähige Landwirtschaft wären alle Bemühungen um einen Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft zum Scheitern verurteilt. Minister Er- hardt betonte, daß er sich den Wünschen der einem Fall widersetzt und dementsprechend auch Landwirtschaft nach stabilen Preisen in dem Getreidegesets: zugestimmt habe. Auch er halte es für notwendig, daß die Landwirtschaft endlich wieder zu vernünftigen Getreidepreisen komme und nicht weiterhin künstlich unter Druck gehalten werde. Da die Landwirtschaft nicht denselben Produktionsbedingungen unterworfen sei— eine Erzeugungssteigerung bringe ihr nickt die gleichen Vorteile wie der Industrie— muß nach Ansicht von Prof. Erhardt diesen Tatsachen auch bei der Liberalisierung der Handels- politik Rechnung getragen werden. Der neue Zollgesetzentwurf nach bereits alle vertretbaren Wünsche der Landwirtschaft erfülle seiner nach Schutz vor Meinung Auslands- conkurrenz, darüber hinaus sei eine dem Hroduktionsablauf cler einheimischen Landwirt- schaft angepaßte zeitliche Verteilung der land wirtschaftlichen Einfuhren notwendig, wobei dem landwirtschaftlichen Produktionsablauf entsprechend gestaffelte Saisonzölle ein Wir- kungsvolles Steuerungsmittel der Lebensmitteleinfuhren darstellen könnten. Auch die Ein- fuhr- und Vorratsstellen haben wiektige Funktionen au erfüllen. Daneben sei in der soge- nannten Katastrophenklausel ein wirksames Sicherheitsventil gegeben. . a Minister geht in Deckung? Während im Bundestag in erster Lesung die sogenannte Serie der Ernahrungswirt- schaft-Gesetze von der Bühne rollen, ist der Bundesminister für Ernährung, Landwirt- schaft und Forsten, Staatsrat d. D. Dr. Niklus, lruankheitshalber fern vom Schauplatz des Geschehens. Sein Staatssekretär, Dr. Sonnemann, ebenfalls. Denn gerade mit dem Tage der Vorlage dieser Gesetze vor dem Bundestag wurde bekannt, daß er ebenfalls Krank- heitsurlaub ⁊2u nekmen genötigt sei. Der fünf Gesetze verworrenen und verwirrenden Inhalt wird somit von Ministerialdiretor Dr. Staub dem Plenum präsentiert werden. Es scheint kein Zufall zu sein, daß dem so ist. Dr. Staab, seines Zeichens ein treuer Diener des nicht emistenten Reichsnährstundes und als Privatmann Weingutsbesitzer aus der Gegend von Mainz, ist wohl die Verantwortung augedacht, fur ein Gesetz, das jene. dte es berantworten sollten, anscheinend nicht verantworten wollen, weil sie irgendwie im Unterbewußtsein fühlen, daß mit Gewalt nur Mißerfolg geerntet werden kann, daß mit Subventionen weder dem Landwirt— also dem Erzeuger von Ernäkrungsgütern— noch dem Verbraucher geholfen wird, wenn diese Subventionen den Zweck verfolgen, die Er- zeugung selbst und ihre Rentabilität nach unten zu nibellieren, während die Preise für den Verbraucher im gleichen Atemzug keraufgeschraubt werden. Der Burdesernährungsminister, dessen Ruf als vorzüglicher Landwirt und Besitzer eines Mustergutes weit über die Grenzen des Bundes hinaus drang, hätte es eigentlich eher wissen müssen, daß eine intensive land- wirtschaftliche Betriebspolitixk besonderes Augenmerk auf die Düngemittel erfordert. Merkwürdigerweise sind alle Ernäh- rungsminister im Bundesgebiet Landwirte, was wohl darauf zurückzuführen ist, daß man von Gutsbesitzern voraussetzt, sie müßten etwas von Ernährungswirtschaft verstehen. Es scheint aber doch so zu sein, daß die ministeriellen Landwirte mehr von den po- litischen Interessen des Bauernstandes be- rührt werden, als von ernährungspolitischer Einsicht. 5 5— 5 Im„Morgen“ vom 27. Adele e Wurde teiligten Kreise industrie einer ein- Kalkulatorisch ergäbe sich für den Landwirt kein Nachteil, denn 1 kg Phos- phorsäure schafft im Durchschnitt einen Mehrertrag von 6 kg Getreide. Die Preis- erhöhung des Kunstdüngers wird für die Landwirtschaft tragbar; somit wird un- sere Agrarwirtschaft intensiv betrieben werden, wenn mit der Subventionswirt- schaft nicht nur auf einem Sektor, son-: dern überall aufgehört wird. Wenn der Landwirt statt 1.68 DM)(bisheriger Ge- treidepreis) als Entgelt für die Anschaffung von einem Kilogramm Phosphorsäure(bis- her 33 Pf) mit 1.92 DM)(zukünftiger Preis) rechnen kann, wofür er allerdings run! 70 Pf für die Phosphorsäure aufwenden muß, dann ist die bisherige Last der Suh vention gerecht und tragbar auf alle be- 5 se verteilt. Sinnwidrig wäre es abe, dem Fandwirks zuzumuten, sein De- denkt flskalisch. Er Ernährungsminister Geld. Aber das Der Finanzminister hat kein Geld. Der denkt bäuerlich, er will Die Ankündigung des Bundesfinanz- ministers, dag vom 1. Juli 1950 an keinerlei Subventionen mehr für die Landwirtschaft gezahlt werden, hat maßgebliche Kreise des Bundesernährungsministeriums zu der Fest- stellung veranlaßt, daß diese Maßnahme bei vielen land wirtschaftlichen Betrieben eine starke Einschränkung der Phosphorsäure- düngung zur Folge haben werde. Bei Super- phosphat werde der Fortfall der Subventio- nen zu einer Preiserhöhung von 350 auf 710 DM je Tonne führen und bei Glüh- phosphat von 350 auf 710% DM. Diese Ent- wicklung sei um so bedrohlicher, als sich die landwirtschaftliche Ertragsleistung auf den zeweils im geringsten Ausmaß vorhandenen Faktor ausrichtet. Noch so hohe Mengen von Stickstoff und Kali würden somit in ihrer Wirkungsmöglichkeit durch die unge- nügende oder fehlende Anwendung von Phosphorsäure begrenzt. Von den 480 600 Tonnen Reinphosphorsäure, die nach einem Voranschlag im Düngejahr 1950% 1 ver- wendet werden sollen, werden 400 000 Ton- nen aus der Eigenerzeugung bzw. der Ver- arbeitung von importierten Rohphosphaten stammen, während etwa 80 000 Tonnen in gebrauchsfertigem Zustand importiert wer- den sollen. Um sie zu den bisherigen Preisen an die Landwirtschaft abgeben zu können, würden rund 80 Millionen DM Subventionen notwendig sein. Die Einsparung der Dünger- subventionen dürfte nach Ansicht von Fach- kreisen des Bundesernährungsministeriums der deutschen Volkswirtschaft durch die eintretenden Ernteertragsausfälle Schäden zufügen, die ein Vielfaches der ersparten Erträge ausmachen. Durch die ungenügende Kunstdünger verwertung in den Nachkriegs- zahren sind den landwirtschaftlich genützten Böden in Westdeutschland bereits rund 670 000 Tonnen Phosphorsäure weniger zu- geführt worden als in den normalen Jahren. leser Fehlbedarf entspricht annähernd einer Phosphorsäuredüngung von zwei Jah- ren. Die Auswirkung dieser Unterversor- gung zeichnet sich deutlich in dem Nähr- stoffgehalt der land wirtschaftlichen Böden in Westdeutschland ab. An rund drei Mil- lionen Böden untersuchungen konnte nachge- wiesen werden, daß 46,9 Prozent aller Böden ungenügend mit Phosphorsäure versorst Seite 7 K 0 m. Grundstoffkombinat im Zustand einmütiger Erklärungen Aus Regierungskreisen erfährt unser Bon- ner Vertreter, daß die Bundesregierung im Verein mit der französischen Regierung die Herausgabe einer gemeinsamen Erklärung zum Schumanplan beabsichtigt, wobei beide Regie- rungen die Absicht der uneingeschränkten Kohle-Stahl-Union versichern und die west- europäischen Staatsmänner zur Mitarbeit am Schumanplan auffordern. Aus denselben Kreisen verlautet, daß das zwischen Frankreich und der Bundesrepublik geplante Kohle- Stahl- Kombinat bereits am 15. Juli rechtskräftig wer⸗ den soll, was eine beiderseitige parlamen- tarische Ratifizierung bis zu diesem Zeitpunkt erforderlich machen würde. Die Kohle-Stahl-Union soll auf 10 Jahre abgeschlossen werden, wobel paritätisch besetzte Verwaltungstellen— deren sämtliche Mitglie- der gleiche Rechte haben sollen— einzurichten sind. Bei Stimmengleichheit soll ein Schieds- richter das letzte Wort sprechen. Es verlautet, daß der Schiedsrichter ein Amerikaner sein soll. Deutsche Sachverständige sollen— wie Wir weiter erfahren— die ersten Unterlagen über die Produktions-Kapazität der deutsch-fran- zösischen Montan-Union sowie über ihre Pro- duktionsmöglichkeiten und unkosten, ferner über die in beiden Industrien von Kohle, Eisen und Stahl geleisteten Arbeitsstundenanzahl und über die Arbeitslöhne ausgearbeitet haben, Uneinheitliche Konjunktur- tendenz mit Anzeichen zunehmender Belebung Die internationale Konjunkturtendenz ist im ersten Quartal 1950 insgesamt gesehen unem⸗ heitlich gewesen, wie die schweizerische Kom- mission für Wirtschaftsbeobachtung in ihrem Vierteljahresbericht erklärt, Während in den USA die Erholung der Wirtschaft nach Beendli- gung der großen Streiks Weitere Fortschritte machte und eine gewisse Belebung der inter- nationalen Warenmärkte nach sich 20g, lief die wirtschaftliche Tätigkeit in verschiedenen Ländern Europas nach. Dies äußerte sich in einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten Win- ter arbeitslosigkeit sowie in Produktionsüber- schüssen einzelner Rohstoffe. Neuerdings zeigt sich aber auch hier eine Besserung. Fettſe)-Wissenschaft kommt zu Ehren Ein deutsches Institut für Fettwissenschaft konnte jetzt in Münster wieder gegründet werden. Zu den Aufgaben des Instituts, das unter der Leitung von Prof. Dr. Kaufmann steht, gehört vor allem die Forschung über Herstellungsmethoden in der Fettwirtschaft und die Verwendung der Fette durch die Allge- meinheit. Das frühere Reichsinstitut für Fett- wissenschaft, das 19386 in Münster gegründet wurde. mußte seine Tätigkeit 1945 einstellen. Frankfurter Effektenbörse vom 1. Juni Zum Monatsbeginn waren seitens der Privat- kundschaft nur wenig Limiterneuerungen— und diese meist auf ermäßigter Basis— vorgenommen worden. Die Spekulation verhielt sich weiter ab- wartend und das Geschäft kam daher nur äußerst schleppend in Gang. Die Kursentwicklung blieb dem Zufall überlassen und bei uneinheitlicher Tendenz ergaben sich im allgemeinen nur gering fügige Veränderungen. anmarkt anfangs sehr still. Während Hoesch und Sta verein je% Prozent höher bezahlt wurden. Wür⸗ den Manneésmann und Eisenhütte je 1½ Prozent besenaffungs programme. e e. e 8 8 sich damit ber sind und weitere 30,9 Prozent ebenfalls einer nſedriger aufgenommen. Klöckner blieben zu 37 „ eststellung getroffen, daß die Situation scheiden, extensiv zu Wirtschaften, d. h. an- reichliche Rospforszuredd 1 71 8. 8 g 6 bis eim Zentralbankrat und bei der Bank durch icht heilb i, daß die Sub 5 l 1 relehlicheren Phosphorszuredüngung bedr. ce n erde ubrigen ingdtstrlepäplers e trell I eelcter Lender hat sich die Auffassung 5 aus nicht un 8 gen n 12 8 statt unsere eigene Erzeugung zu steigern, fen. VWD unverändert. Die übrigen Industriedapiere Wiesen 6 8 8 1. 5 8 1 2 5 Sei 1 7 furchgesetat, daß die Arbeitsbeschaffungspro- 15 i 1905 werden wir stets weniger und weriger in- 25 e eing A teme der Bundesregierung durch zusätz- der Dü itteli 5 g ländische Getreide ernten. Volk— nicht nur der Städter, sondern auch burg Zellstoff plus 1½ Prozent, Heidelberger iche Maßnahmen des Zentralbankensystems er Düngemittelindustrie, so daß der Ver 73 j 1 die B len j 5 Zement sowie Grün& Bilfinger je plus 1 Pro- aße l iterstütet werden müssen. Nach in Bonn vor- braucher, der heute fast zwei DM monatlich Der Fortfall der Düngemittelsubventio- die Bauern 8 N. zent und Lindes Elsmaschinen minus 1 Prozent. 9 legenden Berichten wird dabei insbesondere dafür aufwendet, um allein einer Brotver- nen allein bringt keine Einsparung. Er ansteigende Leistungen. Zu Beginn der zweiten Börsenstunde lag der elne Belebung des Kapitalmarktes durch teuerung von monatlich—.40 Dod auszuwei- bringt Verlust, gewährleistet Hunger und. er e Geben Se, . Bankenpolitik gedacht. chen, aufatmen könnte. Aehnlich wie auf Not, solange der Ernährungsminister, der a beachtet und etwa unverändert taxlert. Nach vor- 1 ie rückläukige Konjunktur der letzten dem Gebiete der Getreidewirtschaft ver- doch Landwirt ist und als solcher jeder) Der gegenwärtige Durchschnittspreis 1 kg Übergehend kleineren Erholungen am Montan- ſuste ist nach Ansicht der Bdl, zu einem lagern und verschieben all diese Subventio- 1 80 Getreides beträgt 28 Pf er würde nach Aufhebung markt. wobei Stahlverein mit% nach 4d, Khein- ecbehlichen Teil darauf zurückzuführen, daß nen Ausgleich der Abschöpf beitrz Spekulation abhold sein sollte, nicht von der der Subventionen und Freigabe des Getreide- stahl mit 48%½ nach 46 und Gute Hoffnung mit ie Pfiystbanken nicht mehr in der Lage Wa⸗ Ausgleichs- Oder schöpfungsbeiträse, piktion abgeht, er könne Unmögliches tun, brelses etwa 2 Pf betragen. 597% nach 58 gehandelt wurden, blieb zu diesem del, Kredite im gleichen Ausmaße wie bisher J diese Hilfsmittelchen sinnwidrig Planen. er. K 2 55 Sliches kau. 5) ſyte uns von fachmänniscer Seite erklärt Kursen Ware angeboten. Ven Gronbanker Sen- e von i Ananeleren. Diese Banken haben 1949 der der Verwirtschafter— eine unumgänglich er könne die Landwirtschaft subventionie- e 3 3 8 Wir mit Vorbehalt merzbank und 5 Bank gut gehalten, te 0. 5 5 0 1 1 8 525255 ren, die Preise bi ö f Wiedergeben, nicht. ne Tonne 17prozentiges Deutsche Bank bei 22½% um 1 Prozent ermäßigt. Spezia! 1 etwa vier Milliarden D Kredite e e bis Sie zur un 5 di. binden und den Verbraucher Glünphosphates kostet gegenwärtig 53.— DM und Schiffahrtswerte und Versicherungen bel N eben und damit die Grenze threr Lei- tragbaren Riesenlast angewachsen ist. schädigen. Würde ohne subventlonlerung 110, DM kosten. Geschäft nur wenig verändert.— Renten gehalten. — eee hein ee B A 5 N n 3452 1 2 2. 3 5 eden Tug 2 Il — 24/36 mm 7 6 855 i g Neue Schuhmodelle ss(enses Selbnentster 2 1 5 a Anzahlung: 23, D Monatsrate: 9, UN ü im er bollfernſe, eld, tot, dehwerk bless 19,80 14.50— L eine Kleinbildkamerd, niedrig ö ſe-Deflex, Schlange imit. schwarz, ot Alleinverkauf für Mannneim u. weiterer Umgebung 225,30 oder weit Wudleder „„„„ RK ganz besonders billig dahlig oder echter Kreppsonſe. Des Meisterstück Sommer- Schuhe, mit hohem Absatz, in Schlange Imit. llerren-Halb schuhe, br Kreppsohle mit Kerbrand „ 70 26.50 Herren-Helbschuhe, braun mit Ketbrang, doppel- im preis und groß in der leistung! D H O R A 27.50 29.50 p H OI O— K I N O— R ADO 0 9 7, 3 U grad ung braun, mit Ledersohle. ſlemen-Helbschohe, der. 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Wenn Sie wieder arbeiten können, wird hier in Berlin alles frei sein. Keine Blockade. Auch die Rohstoffe werden frei sein“ Neumann dankte und hinkte hinaus in den trüben, dröhnenden Berliner Septem- bernebel. Herr Neumann mußte zu Fuß nach Hause gehen. Es fuhr keine Bahn mehr. Zu Hause kein Licht, keine Kohlen. Herr Unterdessen begab ich mich in den Lese- W. Neumann.„Sie verbreiten ja eine pene- saal eines Centers, um mich vermittels der trante Unruhe. was ist mit Ihnen los 2 Lektüre von Publishers“ Weekly und The Ja also: Ihre Berufsstörung wird in Kürze New Lorker geistig für den Westen aus- behoben sein. Im November werden Sie zurichten. Denn in den böhmischen Wäl- von einer Behörde vorgeladen werden Im dern gab es diese Journale nicht. Anschluß daran werden Sie wieder arbeiten Und jedesmal wenn ich den Lesesaal können“ betrat, fragte mich eine junge Dame:„Nun, Neumann war platt. Was macht Ihre Lizenz?“ Ich bedauerte, sie er gesagt. n Keinen Ton hatte Und die Dame sprach die Sätze alle mit dem Ton: Steegemann, Sie, ein noch nicht gehabt zu haben. Zu Hause mit einer gewöhnlichen Konversations-. ee e eee Seer Verleger satirischer Schriften von hohen beugte ich mich über weiße Blätter und stimme. Konnte Neumann nicht wegen alen Jahrnunderts, Sins eis i raden, Sie künden jetzt das Buch einer Wahrsagerin an Moment mal. einem halben Dutzend Kollegen) seit schie dreißig Jahren in jeder besseren Literatur geschichte stehe— und die anderen Herren im Branchen- Adreßbuch. Dennoch sind diese Denn was wissen die Telegramme Unfug. Mmahnenden Vollbärte von dieser Wahr Sagerin, von diesem Buch? von mir? Seit dem 2. April 1909, seit dem Beginn memer Buchhändlerlaufbahn, bin ich mit dabei, die Welt zu verbessern— o Gott und wie sieht es nun aus? Vierundzwanzig Jahre lang war des Zwoten. Dann emigrierte er: Vierundzwanzig Jahre später emigrierte nicht der ich. Schicklgruber war Richtige. auch Was wir dann auf dieser schwankenden Erde erlebten, bar jedes metaphysischen Da- Segen war Odysseus nur ein erlebnishung- Treppengeländers, war ja allerhand. niger Stubenhocker. Nachdem ich nun aus den böhmischen Wäldern zurück war, wieder in Berlin, eilte ich in das Büro einer Besatzungsmacht und bat um die Erteilung einer Verlagslizenz. Man gab mir ein halbes Dutzend Frage- bogen. Schon vier Wochen später waren sie ausgefüllt. Ich wollte die Lizenz gleich mit- nehmen. Man sagte mir jedoch, daß bis zur Erteilung wohl noch einige Wochen ver- Zu viele Verleger wären sie gehen würden. schon lizenziert, und Papier hätten Aich keins. Kennst Du Deine Zeitung! Eine Dame, die das Recht hat, jedermann mzusprechen, ist: Die Zeitung. Ihre Sich tür jedermann lohnende Bekanntschaft ver- mittelt ein soeben erschienenes Buch„Die Zeitung als Organismus“(Verlag Kurt vo- winckel, Heidelberg 1950), aus der Feder des erfahrenen Publizisten Walter Hagemann. Was es mit der Zeitung, mit ihrem Steck- brief auf sich hat, verraten die folgenden Zeilen. In dem Jahrfünft, daß seit der Kapitula- tion vergangen ist, sind aus dem Bereich der früheren Universitäts-Disziplin„Zei- tungs wissenschaft“, aus der Schar ihrer be- kannten Autoren noch keine Bücher erschie- nen, die der Oeffentlichkeit über Fortschritte auf dem Gebiete der Fresseforschung be- Tichtst hätten, Rühmliche Ausnahme ist Walter Hagemann, der als ehemaliger Chef- redakteur der„Germania“ während des Sommer- Semesters 1946 nach seiner Be- rufung an die Universität Münster zum ersten Male in das Fach vorstieß. Hage mann, früher als außenpolitischer Kommen tator von Rang und als Reiseschriftsteller von Eigenart ausgewiesen, hat in den bis- herigen Jahren seiner westfälischen Profes- soren-Tätigkeit der alten Zeitungswissen schaft den entscheidenden Antrieb— zumin- dest gilt das für Westdeutschland gegeben, sich zur Publizistik umzuwandeln. Die Pub- lizistiæk behandelt sämtliche öffentlichen Aussagemittel, darunter die Presse, den Film und den Rundfunk, jeweils nach ihrer Ge- schichte und gemäß ihrem Wesen, sie unter- sucht die positiven oder negativen Effekte, die jene Einrichtungen in der Oeffentlich keit hervorrufen. * Das von Hagemann neugeschaffene Rüst- zeug für das Wissensgebiet Publizistik sind außer zahlreichen Aufsätzen und Vor- sätzen und Vorträgen, mittels derer der Un- ermüdliche in den letzten Jahren an den Universitäten, in der Presse-, Film- und Rundfunk-Praxis und vor dem studentischen Nachwuchs Notwendigkeit, Berechtigung und Fruchtbarkeit der publizistischen Lehre be- wies— drei neue Bücher. Clanz und Pracht des Klanges Ich weiß, daß ich(mit Was wissen sie ich Gicht immer) getreuer Untertan Wilhelms begann einen Essay: Lizenz zu warten. Nach einigen weiteren Wochen sagte die junge Dame:„Wissen Sie was, gehen Sie doch mal zur Kardosch!“ „Kardosch? Wer ist denn das?“ „Nun“, sagte sie, ein bißchen irritiert durch mein von der stürmischen böhmischen Küste mitgebrachtes Nichtwissen:„Die Kardosch? Das ist doch die Hellseherin! Sie wohnt gleich hier links um die Ecke Ich kicherte ein wenig in meine Kra- Watte hinein. Nicht unflott. Ich, ein auf- geklärter Mensch dieses hellen Jahrhun- Gerts Aber dann, als aus dem Essay„Die Kunst, auf eine Lizenz zu warten“ schon ein umfangreicheres Manuskript geworden War, als abends die Bahnen nicht mehr fuhren, als es weder Licht noch Heizung Sab und die Motoren über unseren Köpfen dröhnten, da kletterte ich die vier Treppen hoch und sagte der Sekretärin:„Mein Name ist Friedrich Wilhelm Neumann. Ich möchte gern Frau Kardosch sprechen“. Herr Neumann wurde in ein Büchlein eingetragen, bekam ein Kärtchen, auf dem Tag und Stunde des Besuches vermerkt waren. Und dann kam der Tag, und auch Herr Neumann kam. Er setzte sich ins Warte- zimmer. Nach einem Weilchen ging eine andere Tür auf, und Herr Neumann betrat ein normal bürgerlich möbliertes Zimmer. Kein Papagei war zu sehen, keine Kröte, kein Totenkopf— überhaupt kein Reqduisit der Schwarzen Magie. „Sie sind ja ein merkwürdiger Mensch“, Sagte plötzlich Frau Kardos zu Herrn Fr. kriedigt dahin. Ein Skeptiker. Aber am 1. November 1948 brachte der Briefträger die Vorladung zur Vernehmung in Sachen der erbetenen Lizenz. Und die Lizenz kam dann auch. Und es war weit und breit keine Blockade mehr. Und die Rohstoffe: das Druckpapier nämlich, waren auch frei. Und die Kollegen grüßten Herrn Neumann wieder auf der Straße. Na, war das ne Wolke? Die Kunst, auf eine einer entlaufenen Eidechse, einer verlorenen Frau, einer vermieteten Brieftasche gekom- men sein? Nein, er kam ja wegen einer ungewissen Verlagslizenz, und Frau Kardos erklärte ihm, daß sich die Berufsstörung in eine Berufsausbildung in Bälde verwandeln Würde. 55 Jetzt machte Neumann den Mund auf: „Gnädige Frau, für den Fall der Arbeits- Notizen über Bücher Frank Thieß: Katharina Winter. Verlag Gustav Kiepenheuer, Köln. Das Werk ist ein Gesellschaftsroman, eine neue Bearbeitung des vor 20 Jahren erschienenen Romans„Frauen- raub“ von Frank Thießg; der Roman einer Leidenschaft. Katharina Winter ist die schöne, kluge Frau eines Pädagogen, die sich durch die kühle Vollkommenheit Dr. Winters verein- samt fühlt. Während einer kurzen Reise ihres Mannes entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe zwischen ihr und seinem besten Freunde, dem Architekten Kurt Ende. Um dem betro- genen Freunde nicht entgegentreten zu müs- sen, überredet Ende Katharina zur Flucht. Frei von allen mißachteten gesellschaftlichen Bin- dungen, ausschließlich ihrer Liebe hingegeben, kommt die schöne Frau zu innerer Besinnung. Sie liebt ja gar nicht den Mann, der ihret- wegen sein Lebenswerk im Stich gelassen hat und ihr eine neue Ehe bieten will. Sie ver- mißt das gewohnte Heim und nicht zuletzt den korrekten Lebensgefährten. Durch den Tod eines eben geborenen Kindes im Innersten 82 troffen, kehrt sie freiwillig zu ihrem Mann zurück. D. FP. A. Ernst Penzoldt: Causerien.(Suhrkamp-Ver- lag vorm. S. Fischer, Frankfurt am Main). Als erster Band in der Reihe der gesammelten Schriften in Einzelausgaben erscheinen in schönem grünen Leinengewand und auf holz- kreiem Papier die liebenswerten„Causerien“, kleinen Plaudereien von Ernst Penzoldt, der diese Art der Erzählung meisterhaft beherrscht. Penzoldt hat ursprünglich als Bildhauer und als Graphiker gearbeitet und auch auf diesen Gebieten Beachtliches geleistet. Der Höhe- punkt seines Schaffens liegt jedoch in der Dichtkunst. 1922 veröffentlichte er zum ersten Male ein Bändchen Lyrik, und seitdem schrieb er Theaterstücke, Romane. Kritiken, Essays, Zeitungsartikel, alle in dem typisch Penzoldt- schen Tonfall, der ihm einen großen Leser- kreis gewonnen hat. Seine Leser werden über die„Causerien“ sicher entzückt sein, und er wird mit den geistvollen, spielerischen, heiter- ernsten Plaudereien neue Freunde gewinnen. Auf der Umschlagklappe des Buches wird dem Leser eine vorsorgliche Anweisung gegeben: Die„Causerien“ seien eine ausgesprochene Nachttischlektüre und wie Arznei nur in klei- nen Dosen einzunehmen. Man soll sich also nicht bemühen, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite durchzulesen, sondern nach 5 Historiker von Beruf, wird er am Zettelkasten des amtlichen Kriegstagebuchs„zum Einsatz gebracht“. Er sieht und hört allerlei und weiß packend darüber zu berichten. Indessen „Von unten gesehen“, aus der Froschperspek- tive des Muschkoten? Oh nein, ganz und gar nicht, insofern stimmt der Titel nicht. Was da geschrieben steht, ist von oben gesehen, von oben herab sogar, von der kalten Höhe eines vereinsamten und nach innen gereiften In- tellekts herab. Der Obergefreite, den die Ma- jore im Führerhauptquartier mit„Doktor“ an- reden, hat Röntgenaugen und schaut den Menschen, die um ihn sind, unbeirrbar auf den Grund der Seele, Freundlos, und frauenlos ist er ins Kraftfeld des großen Geschehens ver- Woben, das er dienstlich zu registrieren hat: „Ich kann nicht mehr dein Page sein, ich hab' zu viel gesehen“. Aben immer und überall, wie gesagt, gekonnt und hochbegabt. In zwei, drei Absätzen mehr wom echten Atem des zweiten Weltkrieges als sonstwo in dickleibi- gen„Veröffentlichungen“. Die„Impressionen und Aufzeichnungen“ wurden von Geno Hart- laub, der Schwester des Tagebuchschreibers, herausgegeben und kommentiert. Man be- Sreift gut, daß ihr diese Publikation nicht nur ein literarisches Anliegen, sondern darüber nminaus eine geschwisterliche Herzenssache War. Seit den Kämpfen um Berlin im April 1945 ist ihr Bruder Felix vermißt.„Denn der Krieg verschlingt die Besten J. Sch. Der Schriftsteller Norbert Jacques in Ham- burg-Groß-Flottbeck vollendet am 6. Juni das 70. Lebensjahr. Sein letztes Buch, das eben bei Hoffmann& Campe in Hamburg erschien, ist eine Fortsetzung seines bekannten Spieler- romans„Dr. Mabuse“ und heißt„Dr. Mabuses letztes Spiel“. Die systematische Grundlegung gab er in Anlehnung an seit 1916 durch die Zei- tungs wissenschaft, seit 1695 durch die Zei- tungsurkunde erarbeitete Kenntnisse— im Jahr 1947 mittels der„Grundzüge der Publi- zistik“(Münster, Regensbergsche Verlags- buchhandlung). Eine spannende, mittels einer Fülle pressepolitischer Enthüllungen fesselnd geformte Geschichte der Propaganda unter Goebbels, schuf Hagemann 1948 in seinem Werk„Publizistik im Pritten Reich“ ( Hansischer Gildenverlag, Hamburg). 8 1950 erschien(bei Kurt Vowinkel in Hei- delberg) sem neuester und dritter Beitrag zu den Problemen der Publizistik. Diesmal Felix Schlagintweit:„Napoleon III., Lulu und Eugenie“(Droemersche Verlagsanstalt, Mün- chen 22).„Menschliches, allzu Menschliches aus dem zweiten Kaiserreich“ nennt Felix Schlag- int weit, der jüngst verstorbene Münchener Arzt und Autor des Buches„Ein verliebtes Lebens, diese um das Schicksal Napoleons III. und seiner Familie kreisende neue Arbeit. Un- Zwei biographische Romane Danzig Niels von Holst, Danzig, Ein Buch a innerung.(Verlag der Bücherstube, Fritz 8e fert, Hameln.) Der Untertitel besteht 10 10 es ist ein Buch der— schmerzlichen a innerung an eine der schönsten 1 Städte; die— wie 80 viele andere Irrsinn des Krieges zum Opfer fiel. Ein Biz buch, wie die meisten Städtebücher? ga die ausgezeichneten, sorgsam ausgepz Abbildungen spielen auch in diesem gedruckten Band eine wesentliche Rolle dhe int Niels von Holst, einer der vorzüglichsten len lche ner dier ostdeutschen Kunst, hat sich 1 darauf beschränkt, eine summarische tung zu verfassen und die Bilder mit erde terten Unterschriften zu versehen. Sein Jen mit gründlicher Sachkenntnis und lebendig Anschaulichkeit geschrieben, will gel f Man spürt auf Schritt ung Tritt, dag g Autor im Osten„zu Hause“ ist und daß die politischen und die in di hang besonders bedeutsame N. die kunst- und geistesgesehichtlcheh 8 rollt sich vor uns nicht nur die Stolze g schichte einer der bedeutendsten Han städte des Abendlandes, sondern zugleich fesselndes Stück deutscher Kultur- und Kum historie— eine Entwicklung, die mit der il sliederung Danzigs in den deutschen ite dekpoliz orden 1308 ihren großen Aufstieg nimmt. n den zahlreichen Kirchenbauten der Backstet gotik— allen voran die gewaltige Marie kirche mit ihren reichen Kunstschätzen, e das monumentale kirchliche Wahrzeichen g deutschen Ostens— geht die Betrachtin f al der den mächtigen, in Fachwerk errichteten 8 Aden chern am Hafen und den großartigen, iedtz] dreh e „ aubenm eilte m das hochgetürmte Rathaus und der Später ip. lung e verzierte Artushof mit ihren kostbar zug] de Ho statteten Innenräumen zählen. Es folgen de Becher“ repräsentativen architektonischen Schöpflng ker 1 der Renaissance und des Barock— 80 u, 4 J de Bun Zeugnisse niederländischer Baugesinnung e Mächte breitgelagerte, mit geschwungenen Giebehü, Mr, 0b sätzen gekrönte„Grüne Tor“ und das reich g. schmückte, von Türmen flankierte Zeugzu des Flamen Antony van Obbergen sowie, U der vornehmen, noch lange den schlanken gotschz eine Wuchs bewahrenden, hochgegiebelten Patz del zierhäuser, die mit den charakteristisch alt w Treppenvorbauten, den sogenannten„Beisciiß. Die f gen“, dem Stadtbilde einst das unvergellid' Ae Gepräge gaben. Auch zwei stattliche Bac 15 steinbauten der näheren Umgebung: die W. lber g sterkirche Oliva und die Landkirche in pra Hundes mit den kunstvollen Sterngewölben im Innen dam, 5 erscheinen im Bilde. Ein Stadtplan und übe duelle sichtlich gezeichnete Karten veranschaulddeh] Hniste schließlich die Ausbreitung des Handels W l. 5 die künstlerischen Ein- und Ausstrahimnge] Mape einer Metropole, die den Namen„Königin d alle 5 Weichsel“ Wahrlich nicht zu Unrecht trug,,. an. Walter Passig 17 1 dandlun . allzu intime Schlafzimmer- und Krankheitsge Bon heimnisse ausplaudert, die sich in jener me] il ker dizinischen Studie besser ausnehmen würden kettell als in dieser ansonsten so amüsant geschie] upe ert benen„anekdotischen Geschichte des ele z Kaiserreichs“. 22 Edgar Maass:„Der Arzt def Kölifzifl mise Eugen Szenkar in Mannheim begeistert gefeiert Mit besonderer Spannung sah man der Wiederbegegnung mit dem Dirigenten Eugen Szenkar entgegen, der nach mehr als anderthalb Jahrzehnten aus Südamerika Zurückgekehrt ist und am Mittwoch im Na- tionaltheater als Leiter eines Sonderkonzerts der Musikalischen Akademie die Begeiste- rung der Mannheimer auf den Siedepunkt trieb und Gegenstand geradezu triumphaler Huldigungen war. 5 Wer Eugen Szenkar von seiner früheren Wirksamkeit in Deutschland her kannte, Hatte ihn als einen nachschaffenden Künst- ler von überragender geistiger und tech- nischer Meisterschaft in guter Erinnerung. Sechzehnqahre brasilianischer Luft haben an- scheinend die Vitalität und den gesunden erdhaften Sinn dieser Dirigenten-Erscheinung für das kraftvoll Musikantische noch er- heblich gesteigert. Alles an diesem besesse- nen Musiker mit dem charaktervollen weiß umbuschten Profil drängt heute impulsiv zum Monumentalen, ja zum Ueberdimensio- nalen der Gestaltung. Schon die sehr per- Sönliche, auf ihre Art wirklich großartige Interpretation von Bachs bekannter d- moll- Toccata und Fuge, deren stürmische Intensität hier durch das instrumentale Kolorit ohnehin schon unterstrichen wird, Sing in der Entfesselung einer ungewohnt herben und strengen Klanglichkeit kühn bis an diie Grenze des akustisch Erträglichen. Aber es war doch erstaunlich, wie scharf und klar unter den nachschöpferischen Han- den Szenkars der Ursprüngliche Orgelcharak- ter der Komposition in diesem farbigen Weltlichen Glanz kompakter orchestraler Klangwucht erhalten blieb. . Auch Brahms c- moll- Sinfonie fand in den Ecksätzen eine sehr energische, in ihrer 1 15 5 1 5 ist es ein sefälliger, handlicher Wegweiser Laune in den verschiedenen Kapiteln e geachtet seiner fast siebenhundert Prucksei- abr e 1 N 19 für jedermann zur Tagespresse. Das Buch kern: der Kranke wird im„dankbaren Patien ten ein sehr kurzweiliges, ja charmantes Buch, e e e„ a 8 181. 5 1 8 1 eine verwandte Seele finden. der Kunst- und das nicht etwa die politische Epoche des letz- rehdsten h 05 1 heißt:„Die Zeitung als Organismus“. i f 11375 5 1 schichte; sein raketenhafter Aufstieg Tal 7785 5 5 4 Theaterfreund wird sich an den vorbildlich ten Franzosenkaisers nach den Regeln einer K 5 2 5 Minister In diesem Buch zeigt Hagemann, wie die schönen Kritiken der„Münchner Theater- strengen Geschichtsschreibung rekapituliert kleinen Landarzt zum allmächtigen 1 Hel Zeitung(sozusagen die Normalzeitung) blüht, briefe“ oder am„Kleinen Kunstkabinett“ 5 a lediglich auf dem Untergrund der und Geliebten ger Königin am Hofe 1 10 1109 a wächst und gedeiht— und wie sie ebenso freuen und mit einer Betrachtung aus den bunten historischen Ereignisse„die wirklichen innigen Christian ae rule Autos leicht in die Gefahr des Verdorrens und„ERpisteln“ oder dem Schlußkapite!„Tröstung“ Menschen von damals in der Welt ihrer Aben- 3 5 8 212 25 vor der fra] meter Absterbens gerät. Hagemann gibt indes wird der„freundliche Leser“ erheitert und teuer“ zeichnen will. Der Verfasser erzählt, 3 1 1. i Struewee mehr als eine Oekonomie der Zeitung. Er getröstet einschlafen. esl. wie er bei Vorstudien zu einer medizinisch- Ideen von 1792 in Dänemark zu verwirkliche chte erklärt das Gesetz, nach dem sie antritt,„Von unten gesehen“. Impressionen und wissenschaftlichen Arbeit über das Steinleiden Es war der zum Scheitern verurteilte Verst berlin lebt, Erfolge hat oder verschwindet. Aufzeichnungen des Obergefreiten Felix Hart- Napoleons III. auf eine Ueberfülle interessan- einen Ozean von Ungeist mit einem Löffel au dem 2 Jene Leute, die von der Zeitung leben laub, herausgegeben von Geno Hartlaub(K. F. ter Begebenheiten persönlichster Art stieß, die zuschöpfen; die Tragödie eines Mannes, dem bi n d d 1 Ver Ha beruf- Foehler-Verlag, Stuttgart). Fragmentarische, das Charakter- und Wesensbild des Kaisers hervorragenden Qualitäten doch die Weste r d ehrgeizigen Gefährtin aut dem des großen Staatsmannes fehlte, den günstge 5 liche Kennerschaft konstatieren. Alle ande- bei denen die Eindrücke den Vorrang vor den Thron, der einst als europäische Schönheit ge- Augenblick abzuwarten; die Tragödie ee ren Menschen, die tagaus und tagein mit Erlebnissen haben. Memorial eines Hochbegab- feierten Eugenie, in neuem Licht erscheinen illiberalen Liberalen mit einem zwisce] Bor der Zeitung leben, entdecken dank des ten aus den Jahren 1939 bis 1945. aus einer lassen,„Das zweite Kaiserreich“, so sagt Schlag- Genialität und Philiströsität, Machfhunger un] tasche Hagemannschen Reiseführers oder Baede- Zeit also, der sehr bald das Lachen vergehen intweit,„ist noch mehr als das erste eine gutem Willen, Genußsucht und Abgeklärtbel mittaz kers für die Zeitung“ erstmalig ihnen bisher sollte. Auffallend nur, wie früh es dem Ober- Fhantasie, ein romanhaftes Abenteuer, aller- schillernden Charakter, der Angelesenes in 1 batte unbekannt gebliebene Reize der reizvollen Sefreiten Hartlaub vergangen ist. Selbst seine dines im Geschäftsgeist ein Gemisch von Ka. Wirklichkeit projizieren und die fazilen uu, i de alltäglichen und mitunter stündlich neuen Pariser Aufschreibungen von 1940, zu Papier valiertum und Börsenmanôver. Muß da nicht Sätze der kranzösischen Philosophen W fersta Haus und Straßenbel tschaft(Abonne⸗ gebracht im Trubel des Sieges, von dem, wie eine merkwürdige Tragikomödie entstehen?“ und diktatorisch realisieren wollte. Di ſertre 1 1 anntscha donne, man angenommen hätte, ein so junger Mensch Alles Menschliche und nicht selten recht Un- historische Roman von Edgar Maass, desel le. mentszeitung oder Boulevardblatt): Die Zei- nicht ganz unbeeinflußt hätte bleiben sollen, kaiserliche an dieser Tragikomödie, die von Auflage in Amerika die Millionengrenze übe, die D tungs. Wer seine Zeitung liebt, der sollte atmen spürbar Grabesluft und lassen das der frühen Verbannung und den Staatsstrei- schritten hat, verdient es, auch hier weiten kestge dies neue Buch von Walter Hagemann beinerne Skelett der Dinge hinter den Er- chen an über Kaisertum, Ehe, Krim- und ita- Verbreitung zu finden. Er ist mn ind! lesen, um sie noch besser zu verstehen. Je- scheinungen sichtbar Werden. Später aller- lienischen Krieg, über die maximilianische geschrieben. Maass hat die Form der e Uächs den und jede spricht sie an. Wie leicht dings, in der Ukraine, dürfte die Sonne dann Mexiko-Tragödie bis hin zu Sedan, zur aber- erzählung gewählt: ein Eee e De B würde ihr das von der Oeffentlichkeit übel auch für andere schwärzer geschienen haben. maligen Verbannung und zum Tod des Kai- ermöglicht, den Leser unmittelbar 97 Pale hieb enommen werden, stellte sie sich dabei Ungemein„gekonnt auch da die Diagnose von sers in England führt, erzählt Schlagintweit schen Königspalast hineinzuführen. des a. mein⸗ Se 5 5 5 Land und Leuten im Telegrammstil. Das reizvoll und unterhaltsam mit dem ihm eige- deren er sich bedient, um das Europa tb. brate nicht jedesmal korrekt vor und zeigte un- Schicksal führt den Verfasser aus der Ano- nen stilistischen Eleganz, die auch da noch gehenden achtzehnten Jahrhunderts a e a aufgefordert ihre Papiere nymität des Landserdaseins in die gespensti- funkelt, wo der Verfasser(gottlob nur vor- tieren, enthält Farben von einer e 10 a Wilmont Haacke schen Sperrbezirke des Führerhauptquartiers. übergehench vom guten Geschmack verlassen die sich unverlierbar ins Gedächtnis glühen. 5 a C˖C.CcC.C˙ ſ́Vun.. mx e eee eee eee, eee dag 5 5. 3 2 2 kalen Spannkraft dieser außerordentlichen Musi- 70 kernatur mit höchster Bereitschaft auf und„Das Menschenbild in unserer Zeit 15 verwandelte sie in eine ebenso vielgestaltige So mmer- Ausstellung und Kunstgespräche in Darmstadt 5 5 5355 Wie begeisternde Welt des Klanges. b 55 l 5 iner. Wilhelm 10 drängenden Impulsivität für deutsche Ohren Am 8( 1a 0 kei Birigent Die„Neue Darmstädter Sezession“ hat Bernhard Heiliger, Anton Hiller, pri org freilich reichlich überhitzt wirkende Dar- 8 N 115 Wird 881 Se 1 ſrisen zu ihrer großen Sommerausstellung 1950, Loth, Gerhard Marcks, Emmy Röder, 115 And stellung. Das Passionierte des Vortrags, die e des 10 77% Soll, nam- Schwarzbeck, Kurt Schwippert, Theo 5 beruf ungestüme Herausarbeitung tiefgännender ufführung der„Walküre“ leiten. C. O. E. hakte deutsche Künstler eingeladen. Mit Gustav Seitz, Toni Stadler, Zoltan Szekese] cchrt Gegensätze des zerklüfteten Pathos scheinen 5 dem Thema„Das Menschenbild in unserer und Hans Wimmer. g trele muh, dem Dirigenten wichtiger als etwa jene Die letzten Seufzer Sete dee, kancschattsbüder, Interſeus. Von der Begrenzung aut eine 80 zemen dee Eoetteche Sartheit im Andante oder im idyl- n nch e Stilleben Tierbilder und Architekturkormen künstlerische Aufgabe erhorkt man ede e] den lisch-graziösen Allegretto, das übrigens mit„ 311 1„„ ausschließt, will man die Problematik des Darmstadt eine fruchtbare Dae nerd vollendeter technischer Akkuratesse ge- 3 8 1 1 zeitgensssischen Kunstschaffens an diesem grundlage. Zu diesem Zweck ist Bere zun spielt wurde. Besonders erlebnishaft wirkte Zwei Einakter von Eugen O'Neill War Beispiel, am Menschenbildnis eben, deutlich unabhängiges„Komitee Darmstädter. die souveräne Vorbereitung des Final- den im Münchner 2 Atelier-Theater“ für werden lassen. In späteren Ausstellungen spräche 1950“ gegründet worden, 58 en 00 Allegros bis zum glanzvollen Einsatz der Deutschland zerstaufgeführt.„Vor dem 80ll dann ein sleicher Versuch mit den Forum für geistige Auseinandersetauuse„ 00 Hauptmelodie nach dem spannungsvoilen Frühstück“ hält eine Frau eine nörgelnde anderen Ausdrucksformen der bildenden in dieser wie— zu späteren Zeitpunkte Hornruf. Vom Impetus des in völliger Un- Ansprache an ihren im Nebenzimmer un- Kunst angestellt werden. in anderen Gegenwartsfragen schaffen 0 abhängigkeit von der Partitur musizieren- sichtbaren, verkommenen Mann, mit dem Das Echo, das die„Neue Darmstädter Zu den geplanten Vorträgen, Relere 1 8 den Dirigenten mächtig befeuert, entwickelte Effekt, daß er sich mit dem Rasiermesser Sezession“ mit dieser Einladung bei den und Diskussionsbeiträgen ist schon 5 55 das höchst bravourös spielende Orchester die Kehle durchschneidet. schaffenden Künstlern im Nachkriegs. Reihe bekannter deutscher Kunsthieta 5 10 eine erstaunlich massive Klangkraft, aber„Tran“— dramatisch dankbarer— spielt deutschland gefunden hat, ist außerordent- verpflichtet worden. Unter ihnen c 100 0 dennoch blieb nach dem Brahms ein Rest auf einem Fischdampfer, der im Hohen lich groß. So haben ihre Beteiligung bereits delberg Prof. Dr. I. G. Gadamer, 110 nen Problematik. Norden ins Eis geraten ist. Der Konflikt zugesagt, die Maler Ahlers-Hestermann, G. Hartlaub, Prof. Dr. A. Mitscherli wer- ke Anders bei Richard Strauß, dessen zwischen Mann und Frau— sie sehnt sich Hermann Anselment, C. G. Becker, Walter Prof. Dr. Alfred Weber; aus Tuteins Dr. g „Don Juan“ Dichtung Eugen Szenkar mit aus der sonnenlosen Oede nach Hause, er Becker, Max Beckmann, Hubert Berke, den Dr. W. Hausenstein, aus Wee aug loderndem Temperament und verblüffender als Kapitän glaubt es seiner Ehre schuldig Jakob Best, Karl Busch. Gottfried Diehl, F. Roh, aus Wien Dr. H. Sedlmayr un Jed⸗ Selbstverständlichkeit im Wagen des Aeu- zu sein, nicht ohne Fang heimzukehren— Edgar Ehses, Edgar Ende, Edvard Frank, Zürich die Professoren J. Itten und G. Bersten an klanglicher Verdichtung hinrei- überschlägt sich bei der Frau im Gelächter Theo Gebürsch, Ernst Geitlinger, H. A. P. licka erwartet. e e Bend zuleibe ging. Der drängende Wille des des beginnenden Wahnsinns. Beide Stücke Grieshaber, Adolf Hartmann, Georg Heck, Die„Neue Darmstädter Sezession 1 Dirigenten trieb die betörend geniale Klang- erwiesen sich als psychologische Studien in Erich Heckel, Walter Hergenhahn, Inge mit dieser Ausstellung an ihre grobe der Phantasie des jungen Strauß mit allem düsterem, naturalistischem Milieu. Das 80 Hergenhahn-Dinand, Karl Hofer, Willi Hof- dition an, die in den Ausstellungen 5 er. Schwung und aller Eleganz des Sinnenhaf- Personen fassende Zimmer-Theater war zur ferbert, H. Hoffmann-Lederer, Wilhelm Künstlerkolonie 1901, 1906 und 1014 805 reie ten fast zu einer kompakten Dramatik em- Premiere nicht einmal ausverkauft. Imtamp, J. B. H. Hundt, Johannes Itten, in der Expressionisten-Ausstellung 1 85 ber por und endlich— dies sehr überzeugend! i Axel von Hahn Max Kaus, Ida Kerkovius, Cäsar Klein, in der Schau„Der schöne Mensch“ 1s sich 0 in die schal und fahl dissonierende Stim- Boris H. Kleint, Hans Kuhn, Karl Kunz, überlokal bedeutsamen Höhepunkten 1 0 mung des Verzichts und des Veberdrusses. Anschließend soll es dann zwischen dem Fritz Levedag, Helmut Lortz Erich Mar- kristallisiert hatte. 5 1 Zum äußeren Höhepunkt des Abends aber Schauspieler Herbert Weicker und dem tin, Christa Möhring, Rolf Müller-Landau zmer Kunst.. wurde schließlich der Vortrag von Ravels künstlerischen Leiter, Walter Janssen, zu Gabriele Münter, Otto Neumann, Thomas Der„Freitagstreffpunket Manne 2040 0 „Bolero“. Hier entfesselte Eugen Szenkar immerhin so erheblichen Meinungsver- Niederreuther, Robert Pudlich, S. Reich a. d. jünger“ veranstaltet am Freitag, Wortes des 19 das monoton Erregende der aufpeitschenden schiedenheiten gekommen sein daß man das Stolpe, Eberhard Schlotter, Rudolf Scharpf, Uhr, im Parkhotel einen Sitten„ e wi Fhythmen und das Raffinement der dyna-„Atelier-Theater“ schließen mußte. Man Tans Trier, Ernst Vogel, Conrad Westphal. zwansäsischen Malers 1 1 5 mittelaltel- mischen Steigerungen mit letzter Intensität Wird jetzt den Kadi anrufen und will dann Und die Bildhauer Karl Albicker Paul Mee e e e Das Orchester nahm die ungeheure geistige weitersehen. Ha. N Zis. Dierkes. Hermann Geibel, Karl Hartung. liche Soest am Niederrhein“ und 811i 1%,