er 1950/ Wtsusseber: Dr. Kan Ackermann. Jrritz v. Schilling. Druck: Mann- mer Großdruckerel. Redaktion: Bi ak: b. Schäfer. Hl. H. Hausserz üche g„ F. O. Weber; Feuilleton: Tetzer von f Gilles, K. Heinz: Lokal.: Dr. F. W. Koch 8 Vorliege 1 pberhardt: Weinheim: C. sSerr; kwetzingen: W. Hertz, K. Buchter: Mannheimer RE E Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz rr Geschäftsstellen: Schwetzingen. Heidelb. str. 2 Tel. 157 Hockenheim, Rathausstraße 12 Weinheim. Bahnhofstraße 15 Tel. 2241 Heidelberg, Rohrbacher Str. 3-7 4440 2765 Ludwigshafen/ Rh., Rheinstr. 37 Bezugspreis: Monatl. DM 2,80 zuz. DM, Tragelohn. Postbezug mtl. DM 3,20 zuz. DM„54 Zustellgebühr. Kreuzbandbezug DM 4,- einschl. Porto, Bei Abholung im verlag oder in den Agenturen DN 2.80 Erscheint täglich außer sonntags Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 7 Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf die Rückerstattung des Bezugspreises a dec n. Heftmann; Sport: H. Sehnee- ur u i Sozial-Red.: F. A. simon; Chet 8155 S100 Hu dienst: O. Gentner. Tel. 4 41 31-53. Konflikt Aukkonten: Südwestbank, Allg. Bank- id er gie Mfeuscnatt, städt. Sparkasse, sämti. Vandlung 150 Mannheim. Bezirkssparkasse Wein- unserer 2 Im. Postsche ck k.: Karlsruhe Nr. 300 16, en tellgegeg lwigshafen am Rhein Nr. 267 43. Liebe 21 Ar unverlangte Manuskripte über- It ihn ein mt der Verlag keinerlei Gewähr itur, deren rkste an g n Vergigt liegt ung d jahrgang Nr. 297/ Einzelpreis 0, 15 DM s Olympz 1 Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Mittwoch, 20. Dezember 1950 ieee eee isanen und Stuttgarh, 0 Zeit viel vad n Zusammez 6 temperamz mas Mann. an er den z liehen bekan und seiner zegründung; t im indy tion des Men tur unserer tis erschen] Brüssel.(U dpa- REUTER) Nach monatelangen Verhandlungen ist es den 0 den Azwölk Atlantikpaktmächten in ihrer zweitägigen Konferenz gelungen, Einigkeit über die 0 15 nürlgzuaung einer gemeinsamen atlantischen Verteidigungsstreitmacht zu erlangen. 5 11. General Dwight D. Eisenhower wurde auf Ersuchen des Atlantischen Rats von Präsi- 11 1944 und ent Truman zum Oberbefehlsbehaber der atlantischen Streitkräfte in Europa ernannt. ie Zeit des ber Atlantische Rat hatte sich vorher einst immig für die Ernennung des alliierten Ober- er Front h belenlshabers für Europa aus dem zweiten Weltkriege ausgesprochen. Der amerikanische Vergleich augzenminister Acheson übermittelte das Ersuchen des Atlantikrats an Präsident Tru- hergehendg nan, und der USA- Präsident antwortete sofort mit einer Botschaft, in der er die Er- t. was den kennung Eisenhowers bekanntgab. 15 dnn In dem nach Abschluß der Konferenz veröffentlichten Kommunidué gab der Atlan- 50 dukte den che Rat bekannt, daß—. falls die Deutschen dazu bereit sind— begrenzte deutsche Willen“ 60 uppenverbände aufgestellt werden können, die bei der Verteidigung Europas gegen den ve stan eine eventuelle sowqetische Aggression mithelfen sollen. plativa, Hu Die Atlantikpaktmächte kamen außerdem überein, eine neue Rüstungsproduktions- ließlich de behörde ins Leben zu rufen, deren Aufgabe es sein wird, die europäische Rüstungs- mmer turbül produktion auszubauen und zu koordinieren. . bas Kommuniqué läßt einwandfrei er- nischen Spe bnen, daß es noch Monate dauern werde, Band vom de die Wiederbewaffnung Deutschlands in s der interefluklichkeit beginnen kann. Die USA, Groß- erehrer des tannien und Frankreich wurden von den Nebel werdkahrigen Paktmitgliedern ermächtigt, mit den D. Altandigen deutschen Stellen Verhandlungen be: Wande er den deutschen Verteidigungsbeitrag auf- 0 Ein Ragenmen. Es ist nur daran gedacht, deutsche 172 5 de pigruppen von je 5000 Mann ins Leben ruten, deren Gesamtstärke 150 000 Mann Die 12 Atlantikpaktmächte beendeten ihre Konferenz kurz nach 15.00 Uhr. Der ameri- kanische Außenminister Dean Acheson sprach in der Schluß-Sitzung und forderte die europàischen Partner auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ihre Verteidi- gungsbereitschaft zu erhöhen. Er verwies auf die Maßnahmen der Vereinigten Staaten und deutete an, daß eine Beschränkung des zivilen Ver- brauchs auch in Europa unvermeidlich. Zeit, in der und 10 t überschreiten dürfte. Sei. Er forderte die europäischen Mächte auf, Paß, Wa ziel die gesamte Atlantische Streitmacht in die Verstärkung ihrer Streitkräfte und die n diese adpopa soll 55 bis 60 Divisionen stark werden. Steigerung der Rüstungsproduktion mit der and, Oefen pas Kommuniqué selbst gibt keinerlei größtmöglichen Geschwindigkeit durchzu- 1 1 dünmelheiten über das Ausmaß der beabsich- führen. 8 155 481 gen deutschen Wiederbewaffnung bekannt. Der französische Verteidigungsminister erfasser zu besagt lediglich, daß Uebereinstimmung Jules Moch befürwortete die Forderungen „ dem Len tüber erzielt worden sei, daß es Deutsch- Achesons und versprach, daß die drei in Deutschland stationierten französischen Divi- sionen unverzüglich General Eisenhower unterstellt würden. Der britische Außenminister Ernest Be- vin kündigte die Steigerung der britischen tokratie 2d ad gestattet werden solle, sich an der Ver- einen enz digung Europas zu beteiligen, und daß die cheint, wine westlichen Besatzungsmächte unverzüg- lebendig n mit Bundeskanzler Dr. Adenauer gen der Gſerhandlungen aufnehmen würden. Forialpariner wieder am runden fisch Storch will Mitbestimmungsdiskussion wieder in Gang bringen Von unserer Bonner Redaktion von allen bisherigen Vorlagen unterschei- den werde. Zu den Streikdrohungen erklärte der Bundesarbeitsminister. daß„angesichts der weltpolitischen Situation kein Mensch wagen könne, den inneren Frieden zu ge- fährden“. Auf der anderen Seite sei die Mitbestimmung ein echtes Anliegen der Bundesregierung. Es gelte, den arbeitenden Menschen in der Weise an der Gestaltung des Betriebes teilnehmen zu lassen, daß er das Gefühl einer Sicherstellung gewinne. Die daraus erwachsenden beträchtlichen Impulse werden nach Ansicht des Arbeits- ministers den Ertrag und das Sozialprodukt erheblich steigern. Eine papierene Regelung hingegen werde die Wirtschaftsentwicklung hemmen und unter Umständen ein Unglück heraufbeschwören. donn.„Erst wenn wir die Verantwor- Wieder haben, können wir die Neuord- der deutschen Schwerindustrie vor- men.“ In diesem Sinne äußerte sich Mesarbeitsminister Storch am Diens- n Bonn. Er betonte, daß im Kabinett keine offizielle Beratung über die ge Regelung der Eigentumsverhält- 1 stattgefunden habe. Es sei das Ziel, en Besatzungsmächten die Souveräni- bei Stahl! und Eisen wieder zu erlangen, „an keine Pflichtauflagen gebunden“ dürfe. Der Arbeitsminister gab seinem euern Ausdruck, daß sich die Inter- engruppen so stark einschalteten, wo- das Bild verfälscht und die deutsche thandlungsposition geschwächt werde. zu der Mitbestimmung meinte der desarbeitsminister, daß es gelingen e, die Sozialpartner wieder an einen In zu bringen. Er wolle den Kanzler bit- diesen Versuch zu unternehmen. Die ferteilung der Fronten“, von der man fte spreche, sei nach seiner Auffassung das Wahlfieber zurückzuführen. Erst an im Rahmen der Sozialpartner-Bera- len ein gewisses Schlußstadium erreicht könne die endgültige gesetzliche Form ssen werden, die sich unter Umständen en eee. Bonn. Angesichts der gespannten Welt- lage gewinnt die Versorgung der Bundes- republik mit Lebensmitteln und Rohstoffen täglich an Bedeutung. Das Bundeskabinett nat diesen Punkt am Dienstag auf seine g: Ottwil Sie ine elektris nabt, Karlehe „ sagte Flint aier verabte ier nicht ke Tagesordnung gesetzt. Auch im wirtschafts- Kringelein politischen Ausschuß des Bundestages und ien. Auf mehrere Millionen Schilling wird im Bundesrat wurde in den letzten Tagen kreundlich kf it don zwei Waggon-Ladungen Nach- erörtert, in welchem Grad eine Wirtschafts- ehalten eee e deutschen Wehr- lenkung notwendig wird. Trotz der ent- 8 8„ ect geschätzt, das durch österreichische gegengesetzten Reußerungen von Prof. spürte, We aerheitsorgane in der kleinen steirischen künfundzwaſkustriestadt Kapfenberg beschlagnahmt ergebenen Aude. Die Geräte, unter denen sich Fern- s zurück in frechanlagen, Fernschreiber, Hellschreiber und ſchstreikensender befanden, sollten von einer Erhard hält man in Regierungskreisen und im Parlament einschneidende Maßnahmen Far erforderlich, da es wenig wahrscheinlich ist, daß die Rohstoffeinfuhren im bisheri- jen Haut se 0 0 1 Krall ener Firma über Mittelsmänner nach Jugo- gen Ausmaß fortgesetzt werden können, 80 ne Zigarett⸗ 1 seschmuggelt werden. veditt daß Westdeutschland dem amerikanischen 8 Madras(Indien). Eine Rettungsex ütion Vorgehen folgen muß. g an den 0 dam Dienstag die UDeberreste einer seit dem 8 1 Zur Zeit befinden sich deutsche Sach- verständigen zusammen mit Vertretern der übrigen Marshallplan-Länder in den USA. Sie unterrichten sich dort über die Pro- bleme der Rohstofflenkung über die wirt- schaftliche Weltsituation und über die Kon- sequenzen des Nationalen Notstandes. Man erwartet diese Kommission in Kürze zu- rück. Im ERP- Ministerium ist man der An- sicht, daß sie sehr wichtige Untersuchungs- ergebnisse mitbringt, die für die kommende Wirtschaftspolitik in Europa, àber auch in der Bundesrepublik, von großer Tragweite sein werden. Der Bundestag hofft, schon Anfang Ja- vorbei, Unüſergangenen Mittwoch auf dem Flug von 18bübischen ſengalore nach Trivandrum verloren gegan⸗ nen Dakota-Maschine der Luftfahrtgesell- zicht„Air India“. An Bord der Maschine be- zu Verzle ſaden sich 20 Personen. Bisher konnten nur aus Wẽ²ar, Miſer Leichen in der Nähe der Absturzstelle er sich in funden werden. zich 0 Tolkio. Ein amerikanisches Transportffluszeus ostinaten Mn Typ„C 544, das sich mit sieben Mann Be- gelein, det ung und 29 Passagieren an Bord auf dem en hatte. i von Okinawa nach den Philippinen be- 5 Aa, wurde am Dienstag als überfällig gemel- „sagte 1. der 1 Frankfurt. Ein Handelsabkommen zwischen tet bin 15 r deutschen Bundesrepublik und Island s krank genude in Frankfurt paraphiert. Danach Soll Was? Ihre bite Ende dieses Jahres auslaufende, deutsch- f. 1s dem I. ündische emen vom 15. März 1950 nuar den„Entwurf eines Gesetzes 2u zkung? Wir m ein Jahr verlängert werden. Sicherungsmaßnahmen auf einzelnen Ge- bieten der gewerblichen Wirtschaft“ beraten zu können. Er wird zur Zeit im wirtschafts- politischen Ausschuß durchgearbeitet und soll der Bundesregierung bestimmte Son- dervollmachten geben. Diese beziehen sich in der Hauptsache auf Edelmetalle, Brenn- stoffe und Mineralöle. Vorratshaltung und Produktion werden nach Antahme des Ge- setzes durch Sondervorschriften geregelt. Bonn. Der Bischof der evangelischen Kirche in Berlin I Berlin-Brandenburg, D. Pr. Otto Dibellus. Unterhaltuſſene von Bundespräsident Professor Theodor ng noch an und Bundeskanzler Konrad Adenauer in k würdig. Ir pennpkensen. Dibelius informierte die Bon- n. Man olitiker über die Lage der evangelischen 5 1 iche in der Sowjetzone. Er führte zu diesem dieren, deck auch Besprechungen mit Bundesinnen- men Faster Dr. Robert Lehr und dem Bundes- wohl beffnäfsspräsidenten Dr. Hermann Ehlers. UP/dpa . t bei Beuth Produktion an. Er sagte:„Großbritannien wird sein Bestes tun“. 5 Italiens Außenminister Graf Carlo Sforza und Sprecher aller übrigen Pakt- staaten versicherten, sich im Sinne der von Acheson aufgestellten Forderungen zu be- mühen. Als oberstes Ziel aller Beschlüsse der Atlantikpaktstaaten bezeichnet das Kom- muniqué die Aufrechterhaltung und Konso- lidierung des Friedens.„Die Nordatlantik- paktmächte sind entschlossen, diese Politik bis zur Sicherung des Friedens fortzuset- zen“. Ueber Deutschland heißt es in dem Kommuniqué wörtlich:„Der Rat erzielte einstimmiges Uebereinkommen über den Beitrag, den Deutschland zur gemeinsamen Verteidigung Europas leisten kann. Die deutsche Beteiligung würde die europäische Verteidigung stärken, ohne daß dadurch der defensive Charakter der Atlantikpaktorga- nisation beeinträchtigt würde. Der Rat be- auftragte die Regierungen Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und der Vereinig- ten Staaten, über diese Angelegenheit mit Atlantische Verteidigungsarmee wird geschaffen Allantischer Nat beruft General Eisenhower als Oberbefehlshaber- Beteiligung der Bundesrepublik erwünscht der Regierung der deutschen Bundesrepu- blik zu beraten“. Ueber die Aufgaben und die Befugnisse General Eisenhowers besagt das Kommuni- que:„Er wird ermächtigt, die seinem Ober- befehl unterstellten nationalen Truppenver- bände auszubilden und sie organisatorisch zu einer wirksamen integrierten Verteidi- gungsstreitmacht zusammenzufassen. Ihm wird ein internationaler Stab zur Seite stehen, der aus Mitgliedern derjeni- gen Staaten gebildet wird, deren Streitkräfte inn 35 gemeinsamen Streitmacht vertreten sind“. Zum amerikanischen Vertreter in dem neuzuschaffenden atlantischen Rüstungs- produktionsamt wurde William Batt er- nannt. Batt wird weiterhin sein Amt als Chef der ECA-Mission in England ausüben, das er letzten September übernommen hat. Während des zweiten Weltkrieges war Batt Mitglied einer Sonderindustriekommission in Moskau. Das neue Amt soll die Produk- tion der Rüstungsindustrie der zwölf Mit- gliedstaaten des Atlantikpaktes koordinie- ren. West- Außenminister beraten deuische Beieiligungsform Brüssel.(dpa) Im Anschluß an die Sitzung des Atlantikrates, die sich bis in die Nachmittagsstunden hingezogen hatte, traten die Außenminister der drei West- mächte— Aches on, Schuman und Bevin im Außenministerium in Brüssel zu ihrer vorgesehenen Besprechung zusam- men. Im Verlaufe dieser Sitzung sollen noch die letzten Modalitäten des deutschen Verteidigungsbeitrags besprochen werden. Außenmmister Acheson hat auf jeden Fall die Absicht, noch in der Nacht Brüssel zu verlassen und nach Washington zurückzu- kehren V Es wird angenommen, daß die alliierten Hohen Kommissare sich in allernächster Zeit mit Bundeskanzler Dr. Adenauer über dieses Gesamtproblem unterhalten und ihm die alliierten Vorschläge übermit- teln. In Brüsseler Kreisen wird darauf hin- gewiesen, daß die bisherige Entscheidung des Atlantikrates noch keinen endgültigen direkten Beschluß bilde, sondern nur eine Arbeitsunterlage für die kommenden deutsch- alliierten Besprechungen. Taktische deutsche Luftstreitkräfte? Brüssel.(dpa) Ein amtlicher Sprecher erklärte am Dienstag in Brüssel, der Atlan- tische Rat und der Atlantische Vertei- digungsausschuß hätten einem Plan zuge- stimmt, der die Schaffung von taktischen deutschen Luftverbänden vorsieht. Diese Verbände sollen zur Unterstützung der in die Atlantikpaktstreitmacht einzugliedern- den deuschen Kampfgruppen dienen. Der von unserer Bonner Redaktion Man erwartet in unterrichteten Kreisen eine Lenkung bei den Grundstoffen Stahl und Eisen. Sie wird sich aber vermutlich auch auf E-Metalle, Leder und Kautschuk auswirken. Um Einstellung der Demontage gebeten Düsseldorf.(dpa) Der Vorsitzende des Betriebsrates der Dortmund-Hörder-Hüt- tenverein-AGs, Dietrich Keuning(MdB), richtete im Namen von 8000 Arbeitern des Hüttenwerkes an den britischen Premier- minister Attlee am Dienstag telegrafisch den dringenden Appell, daß die 10 000-Tormen- Schmiedepresse des Veen in Deutschland belassen werde. Der ritische Premier- minister wird in dem Telegramm gebeten, der wirtschaftlichen Vernunft zum Siege zu verhelfen, indem die letzte große Schmiede- presse in der Bundesrepublik in Deutschland verbleiben könne, wo sie am besten der westeuropkischen Zusammenarbeit diene. Renten- Vorauszahlungen wahrscheinlich im Januar Bonn.(gn-Eig-Ber.) Bundesarbeitsmini- ster Storch kündigte am Dienstag an, daß er mit den zuständigen Länderministerien Verhandlungen aufnehmen will, um eine möglichst schnelle Auszahlung der Renten nach dem Bundesversorgungsgesetz zu er- möglichen. Der Bundesarbeitsminister glaubt. daß die ersten Auszahlungen im Januar er- kolgen können. Der Weg zur Inkraftsetzung des Bundesversorgungsgesetzes ist frei, da die Hohen Kommissare keinen Einspruch erhoben haben. Urabstimmnug nicht korrekt? Düsseldorf.(dpa) Zwischen dem Wahl- ausschuß der Westfalenhütte in Dortmund und der Vereinigung Nordrhein- westfäli- November Sprecher fügte hinzu, an den Wiederaufbau der deutschen Luftwaffe sei dagegen nicht gedacht. l t Eisenhower: Ich reise am 1. Januar St. Louis.(dpa-REUTER) General Dwight D. Eisenhower erklärte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in St. Louis (Missouri), er plane, um den 1. Januar nach Europa zu reisen, um die Vorbereitungen für seinen neuen Posten als Oberbefehls- haber der Atlantikpaktstreitkräfte in An- griff zu nehmen, Eisenhower erklärte, er Werde Generalleutnant Alfred M. Grün ther als Chef seines Stabes mit nach Europa nehmen. General Grünther ist zur Zeit stellvertretender Chef der Planungs- und Operations abteilung der USA-Armee. Die Columbia- Universität gewährte Ge- neral Eisenhower einen„unbegrenzten Ab- wesenheitsurlaub“, der ihm erlaubt, sein Amt als Oberkommandierender der ver- einigten Nordatlantikpakt-Streitkräfte in Europa anzutreten. Die Erklärung zeigt deutlich, daß die Universität die Rückkehr des Generals auf den Präsidenten-Sessel er- Wartet, sobald es die internationale Situation zuläßt. In dem Text der Erklärung heißt es:„Präsident Eisenhower wird ein unbe- grenzter Abwesenheitsurlaub gewährt, da- mit er den militärischen Aufgaben nach- kommen kann, die ihm anvertraut wurden. Der Urlaub wurde in der Absicht gewährt, daß Eisenhower seine Pflichten als Präsident der Universität sofort nach seiner Entlassung aus dem militärischen Dienst wieder auf- nimmt.“. Wirtschaftspolitik vor schwerwiegenden Entscheidungen Internationale Rohstofflage nicht ohne Auswirkung auf Bundesrepublik scher Arbeitgeberverbände bestehen Mei- nungsverschiedenheiten darüber, ob bei der von der Metallarbeitergewerkschaft Ende veranstalteten Urabstimmung zum Mitbestimmungsrecht in der Eisen- industrie korrekt verfahren wurde. Die Arbeitgeber verbände beanstanden, daß die Stimmzettel der Angestellten der West- falenhütte offen in den Büros eingesammelt worden seien. Geheimhaltungsvorkehrun- gen seien nicht getroffen worden. Die mit dem Abholen der Stimmzettel beaauftrag- ten Gewerkschaftler hätten genau gewußt, wie der einzelne gestimmt habe. Der Ar- beitsdirektor habe zuvor in einer Ansprache betont, daß derjenige keinen Platz mehr im Werk habe, der mit„nein“ stimme. Die Betriebs angehörigen hätten eine offene Ablehnung also nicht wagen dürfen. Sechs Todesurteile durch sowjetisches Militärgericht Berlin.(dpa) Das Militärtribunal der so- Wjetischen Besatzungstruppen in Deutsch- land verurteilte am Montag sechs Deutsche zum Tode durch Erschießen. Vierzehn an- dere Angeklagte erhielten hohe Freiheits- strafen. Wie der Sowietzonen-Nachrichten- dienst adn meldet. lautete die Anklage auf Spionage für den amerikanischen Nach- richtendienst. Die zum Tode durch Erschießen Verur- teilten heißen: Helmut Backer und Gerhard Dielßner aus Leipzig. Alfred Pusch aus Sebnitz. Herbert Seidel aus Einsiedel (Chemitz). Paul Zehner aus Saalfeld und Anton Friedl aus Gera. Nach dem adn- Bericht. der auf nähere Angaben über den Ort und die Zusammen- setzung des Gerichts verzichtet, fanden die Verhandlungen in der ersten Dezember hälfte statt. Auf die Gesamt- Bev lkerungdes jeweiligen Lncles enffsllen in: Cesamtzanl der Flüchtlinge im Bundesgebiet. 8 727 800 18,3% der des amtbexelKrund cr G- Hol E l 38.87% 1 047 900 U 2 10 7% 17 0⁰⁰ E NMIHoESs ACME 9 2 17 300 SEN 45 400 8.8 7 2 NORDRAE ESI FALEN 2 1251 900 9.6% — BAE= PFALZ— 5 105 100 3.5 N? 2 e ro. 27 Hou NZOLLERN HN 9.57 116 100“ Bonne, Jeleſonai: Zurückhallung in der Bundeshauptstadt von unserem Korrespondenten Hugo Grüssen Bonn. Die Bundeshauptstadt hat am Dienstag mit Spannung auf die Ergebnisse der Brüsseler Konferenz gewartet. Eine offlzielle Regierungsstellungsnahme ist, wie Bundeskanzer Dr. Adenauer am Dienstag Journalisten erklärte, erst nach der Unter- richtung durch die Hohen Kommissare möglich.. In Bonner Regierungkreisen ist man in der Auslegung des Brüsseler Kommuniques sehr zurückhaltend. Man unterstreicht, daß es den Moskauer Drohungen nicht gelungen sei, konkrete Beschlüsse für die Vertei- digung des Friedens in Europa zu verhin- dern. Auch der Köder der Viermächite- Ver- handlungen scheine nicht gezogen zu haben; denn der Tn aus Brüssel sei fest und kon- sequent geblieben. Die Hervorhebung des defensiven Cha- rakters der Verteidigungsmagnahmen wird in Bonner Regierungskreisen begrüßt. Als unklar empfindet man aber die Feststellung, daß mit der Bundesregierung„verhandelt werden soll“. Die Tatsache. daß man keine endgültige Entscheidung fällen wolle, ehe die Bundesregierung ihrerseits die Möglich- keit gehabt habe, Stellung zu nehmen, wird Akzeptiert, zugleich jedoch die Frage ge- 5 stellt, auf welcher Plattform die Verhand- lungen stattfinden sollen. Bonn würde 2s jedenfalls begrüßen und als einen weiteren Schritt zur Gleichberechtigung betrachten, wenn deutschen Sprechern das internatio- nale Feld wieder geöffnet würde, während ein Festhalten an dem bisherigen Weg über die Hohe Kommission rein optisch schon einen ungünstigen Eindruck machen müsse. Die Sozialdemokraten weisen in der Hauptsache darauf hin, daß die deutsche Forderung auf Anerkernung der Gleichbe- rechtigung in dem Brüsseler Kommuniqué nicht ausdrücklich betont worden sei. Vor- läufig bleibe der sozialdemokratische Ein- spruch unverrückbar. Deutschland dürfte einen Beitrag zur suropäischen Verteidigung nur unter der Voraussetzung der vollen deutschen Gleichberechtigung und bei be- gründeter Aussicht auf Erfolg zustimmen. Erst wenn ausführliche Unterredungen mit den Alliierten und der Bundesregierung stattgefunden hätten, sei die SPD in der Lage, zu der Brüsseler Entscheidung end- gültig Stellung zu nehmen. Verstärkte Angriffe auf Hungnam-Brückenkopf Tokio.(UP) Die nordkoreanische Regie- rung hat über die Radiostation Kangye einen Appell an die Bevölkerung Seouls ge- richtet, in dem angekündigt wurde, daß die vereinten kommunistischen Armeen nach Südkorea einmarschieren werden, um die UNO- Streitkräfte aus Korea zu werfen, und eine Regierung für Gesamtkorea zu errich- ten. Die reorganisierte nordkoreanische Ar- mee wird auf etwa 150 000 Mann geschätzt. In dem Radioaufruf wurde die Bevölkerung Seouls zu Sabotageakten gegen die ameri- kanische und südkoreanische Armee aufge- fordert. Am Dienstag traten die chinesischen Kommunisten zu erneuten verstärkten An- griffen auf den Hungnam- Brückenkopf in Nordostkorea an, der jetzt auf 16 Quadrat- kilometer zusammengeschrumpft ist. Nord- koreanische Verbände griffen am Dienstag zum ersten Male zusammen mit den Chine- sen in die Kämpfe um den Brückenkopf ein. UNO- Seestreitkräfte, bestehend aus dem Schlachtschiff„Missouri“, sechs Flugzeug- trägern, zwei Kreuzern sowie zahlreichen Zerstörern und Minenräumbooten greifen mit starker Feuerkraft zur Unterstützung der Erdtruppen in die Kämpfe um den Hamhung- Brückenkopf ein. Bei den Flot- tenverbänden befinden sich auch drei Schiffe mit Abschußvorrichtungen für Raketen. Seite 2 MoaRGEN Mittwoch., 28. Dezeriber 1930/. * Kommentar Mittwoch, 20. Dezember 1930 Doppelier Boden Weil das deutsche Volk sehen und hören 2 Will, daz um die Lösung seiner Probleme ebenso ehrlich wie energisch gerungen wird. ist es geheimen Aussprachen abgeneigt. Es ordert, wo immer es um seine Belange geht. dlie öffentliche Diskussion. Sein Interesse Agran ist viel entwickelter, als es mancher Berufspolitiker wahrhaben möchte, weil das Volk für seine berufspolitischen Anliegen naturgemäß keinen Sinn hat. Das Interesse des Volks für die echten politischen Probleme Seht sogar soweit, daß es Oeffentlichkeit der Debatte auch dort verlangt, wo die Oeffent- Uchkeit aus begreiflichen Gründen die Offen- Beit der Stellungnahmen und Begründungen gefährdet. Denn das ist in der Problematik der Politik nicht anders als im privaten Leben, wWo auch nicht immer alles gesagt Werden kann, wenn es Leute mithören, die es migverstehen oder mißbrauchen könnten. Wie hier, so muß auch dort manche Frage erst bis zu einem bestimmten Grad aus- Sereift sein, bevor sie zur allgemeinen Er- örterung gestellt zu werden vermag. In der Holitik muß auch bedacht werden, daß der Feind mithört. Aus Sowietrußland dringt Nicht ohne Grund nichts heraus. Ein Volk, das sich freier demokratischer T.ebensformen erfreuen will, darf solche elementaren Tatsachen nicht verkennen. Wo die Freiheit und das Recht aller gesichert Werden sollen, aller einzelnen und aller Stände, muß man von der primitiven natio- nalsozialistischen und überhaupt totalitären Formel des Entweder-Oder abkommen und sich zu dem Sowohl-Als-Auch bekennen, ohne freilich die eigene Richtung zu verlieren. Aber eine eigene geistige Mitte, ein eigenes charakterliches Schwergewicht, ist ja ohne- Hin die Voraussetzung für die Menschen Sinner Demokratie oder doch für die tragende Schicht des demokratischen Staates. Soll die freimütige Auseinandersetzung den Zweck erfüllen, den ihr das Volk setzt, 80 gilt jedoch vor allem eine weitere Voraus- setzung. Will man aus verschiedenen Mei- nungen die richtige gewinnen, so darf selbst- Verständlich nicht auf der einen Seite aus dem angestrengten Hirn und glühenden Herzen heraus argumentiert, auf der anderen Aber einfach auf die Pauke geschlagen und Sleichsam aus dem Bedürfnis des eigenen Bauches heraus gesprochen werden. Ein geistiger Kampf kann nicht auf verschiedenen Ebenen ausgetragen werden. Wo immer einer Propagandaphrasen in die Debatte Wirft, erstickt er sie wie einer, der statt guter Kohle bloße Schlacken ins Herdfeuer Wirkt unnd es erlöscht, statt die Familie am „Herd zu nähren und das Heim zu wärmen. Das geistige Deutschland hat nicht ohne Scham und stillen Zorn vernommen, wie in letzter Zeit Männer hoher staatlicher oder Politischer Positionen sich durch den Ge- brauch leerer propagandistischer Tiraden Prostktuierten— ir Urteil der Urteils- Takigen sich öffentlich der Schande preis- Setben. Parin liegt ein gefährliches Spiel. Denn es könnte dazu führen, daß die dadurch Beschmutzten die Kübel aufnehmen und mit dem ätzenderen Inhalt der Wahrheit füllen und zurückschwenken. Sich im propagan- distischen Angriff so auszudrücken, daß das Maß der Wahrheit oder der Lüge nicht recht anwendbar ist, die Wirkung auf den ver- Hetzungsfähigen Teil der Masse jedoch nicht ausbleiben kann, erinnert zwar an den ebenso komischen wie billigen Jakob auf dem Jahrmarkt, aber in unserer politischen Lage entbehrt diese Methode des Humors. Die Sache, die auf dem Spiele steht, ist so ernst, daß Rücksichten auf Personen und Amtswürden nicht mehr vertretbar sind. Man möge sich gewarnt fühlen. Es gibt schmerzliche Wahrheiten für manchen, der sie noch nicht zu hören bekommen hat. bid Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft der ständigen Obergutachter des Ober- versicherungsamtes Karlsruhe hat der Pro- fessor der Versicherungsmedizin an der Universität Freiburg, Dr. H. Koenigs- feld, vor kurzem die Einrichtungen der Arbeits gemeinschaft in Karlsruhe ein- gehend besichtigt, mit den Aerzten aus- führlich gesprochen und in zahlreiche Akten Einsicht genommen. Er hat darüber ein Gutachten verfaßt, das wir nachfolgend auszugsweise zum Abdruck bringen. Es ist im Hinblick auf die augenblicklichen An- griffe gegen den Leiter des Oberversiche- rungsamtes, Regierungsdirektor Dr. Ker- sten, von nicht unerheblichem Interesse. Ebenso wie bei jedem Rentenantrage zunächst eine ärztliche Untersuchung erfor- derlich ist zur Feststellung desGrades der Erwerbsminderung, bzw. zur Klärung der Zusammenhangfrage mit Unfall- oder Kriegsbeschädigung oder zur Klärung d Zusammenhangsfrage eines Todesfalis mit einem anerkannten Rentenleiden, ist es auch von vornherein unabweislich, daß in einem verwaltungsgerichtlichen Berufungsverfah- ren die ärztliche Anschauung über einen an- hängigen Fall geklärt wird, und zwar durch ein ärztliches Obergutachten, das sich auf den Akteninhalt, besonders die früheren ärztlichen Gutachten und Zeugnisse, und auf eine eigene Stellungnahme zu dem Fall stützt. benenangelegenheit handelt, müssen dieser Oberbegutachtung allein die Akten zugrunde liegen, wenn es sich um einen Kranken han- delt, hat eine genaue Untersuchung durch einen Facharzt stattzufinden. Es ist nicht angängig, einfach auf dem Verwaltungswege ohne erneute, vom Ge- richt veranlaßte Oberbegutachtung, eine Be- rufung zu erledigen. Es wird sehr oft der Fall sein, daß bei einem solchen Verfahren ein Beschädigter unberechtigterweise einen Rentenanspruch anerkannt erhält. oder aber auch, daß im Feststellungsverfahren ein Be- schädigter unberechtigterweise abgewiesen Wenn es sich um eine FHinterblie- Wird. Beide Fälle können nur in einem ge- ordneten Berufungsverfahren vermieden oder korrigiert werden, einmal um unbe- rechtigte Forderungen abzuweisen oder dem Beschädigten das ihm zustehende Recht zu verschaffen. Nur so kann eine nicht zu Verantwortende Belastung des Staates, also der Volksgesamtheit, oder Schädigung des einzelnen vermieden werden. Erfahrungsgemäß werden in den glei- chen Fällen Einsprüche beim Oberversiche- rungsamt nicht nur einmal, sondern sehr oft mehrmals im Laufe der Zeit erhoben, sei es, daß es sich um Berufungen gegen einen abgelehnten Antrag auf Rentener- höhung handelt, sei es, daß es sich um Be- rufung gegen einen herabsetzenden Nach- untersuchungsbescheid handelt. Deshalb erscheint es besonders wichtig, daß, wenn ein solcher Fall das erste Mal im Beru- kungsverfahren vor das Oberversicherungs- amt kommt, eine einwandfreie Grundlage durch fachärztliche Oberbegutachtung ge- schaffen wird, die dann für alle Zukunft für die Begutachtung in neu anhängig wer- denden Verfahren, sei es der Verwaltungs- behörden, sei es der Gerichte, maßgebend bleibt. Wenn in Karlsruhe eine Arbeitsgemein- schaft frei praktizierender Fachärzte ge- bildet wurde, die über ausreichend tech- nische Einrichtungen verfügt, um die für Obergutachten erforderlichen technischen Untersuchungen etwa so vornehmen zu können, wie es in Kliniken und Kranken- häusern der Fall ist, so erscheint mir das eine glückliche Kombination zu sein zwi- schen den Vorzügen des freien Facharztes und den technischen Möglichkeiten einer Klinik oder eines Krankenhauses. Die Vor- aussetzung für ein gutes Funktionieren ist einmal, daß es sich um anerkannte Fach- ärzte handelt, die auch das erforderliche soziale Verständnis für die Fragen einer Oberbegutachtung in der Sozialversicherung und Kriegsbeschädigtenversorgung aufbrin- Wie lange„Nationaler Notstand“? Die Amerikaner sind keineswegs kriegsbegeistert Von unserem Washingtoner R. J.- Korrespondenten Washington. Nach Berichten zu schlie- Ben, die aus Europa nach den Vereinigten Staaten gelangen, scheint die öffentliche Meinung in der Alten Welt der Ansicht zu sein, daß die Regierung und Bevölkerung der Vereinigten Staaten sich in Kriegs- stimmung befänden, und lieber heute als morgen losschlagen wollen. Nichts ist kalscher als das. Die Kriegsunwillig⸗ keit, die Illusion, daß sich schon alles noch werde regeln lassen, ist weitgehend für den verworrenen Zustand der amerikanischen Kriegsvorbereitung verantwortlich. Selbst nach dem Beginn des Koreakrieges setzte die Aufrüstung nicht im erwarteten und amtlich verkündeten Tempo ein. Voller Er- Staunen erfährt die Oeffentlichkeit jetzt, dag Aahlreiche rüstungswichtige Fabriken ihre Aufträge noch nicht erhalten haben und beinahe unbeschäftigt sind. Während der noch immer auf Wochen und sogar Mo- nate geschätzten Umstellungsberiode wer- den zahlreiche Maschinen stillstehen und eine groge Zahl von Arbeitern unbeschäf- tigt sein. Wie wenig kriegsbereit die Amerikaner sind, geht zum Beispiel aus dem jetzt ver- ökkentlichten Bericht über die freiwillige Meldung von Aerzten zum Dienst in den Streitkräften hervor. Obwohl Aerzte, die sich melden. bevor sie durch die Rekruten- Arrrter eingezogen werden, außerordentliche Vorteile in bezug auf Rangeinteilung und Re- zahlung erhaiten, machten nur wenige Dok toren von diesem Angebot Gebrauch. Es hat Bayerische Regierung noch nicht vollständig Endgültige Kabinettslis München,(dpa) Entgegen allgemeiner Erwartung wurde die neue bayerische Re- gierung am Dienstag auf der Sitzung des Landtages noch nicht vollständig gebildet. Ministerpräsident Dr. Hans Ehard kün- Hligte an, daß er sein endgültiges Kabinett erst im neuen Jahr vorstellen werde. In der großen Koalition CSU-SPD-BHE unter Ministerpräsident Ehard(CSU), die am Mon- tag bekanntgegeben wurde, hat bisher die CSU das Justiz-, das Wirtschafts- und das Landwirtschaftsministerium inne. Innen- ministerium und Arbeitsministerium sind von der SpD besetzt. Der BHE stellt den Staatssekretär für das Flüchtlingswesen und den Staatssekretàr im Wirtschafts ministerium, die Bayernpartei und FDP sind im Kabinett nicht vertreten. Das Kultusministerium, das der CSU vorbehalten ist, und das Finanz- ministerium sowie zwei Staatssekretärposten sind noch nicht besetzt. „Unabhängige Arbeiterpartei Deutschlands“? Düsseldorf.(Eig. Ber.) Vor kurzem tagte in Dinslaken(Ruhrgebiet) der Vorberei- tungsausschuß zur Bildung der Unabhän- gigen Arbeiterpartei Deutschlands. Auf der Tagung, an der ehemalige Sozialdemo- Kraten, ehemalige Mitglieder der KPD, Vertreter der heimatlosen Linken, sowie parteilose Sozialisten und Betriebsräte gro- Ber Werke und Schachtanlagen teilnahmen, Würde ein Aktionsprogramm beschlossen. Dem politischen Komitee gehören u. a. an: Jupp Schappe, Georg Fischer, Hans Alfred Berger Hamburg), Willi Boepple(Mann- heim) u. a. m. 5 Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe? Bonn.(n- Fig. Ber.) Der Bundestags- ausschuß flir Rechtspflege und Verfassungs- recht hat den Gesetzentwurf über das Bun- desverfassimgsgericht verabschiedet. Das Gericht, das im Grundgesetz vorgesehen ist, Zilt als die oberste Entscheidungsinstanz in Allen Fällen, in denen es um die Auslegung der Bie des verfassung oder um Meinungs- Verschiedenheiten rechtlicher Art zwischen dem Bund und den Ländern geht. Die Ver- te erst im neuen Jahr abschiedung des Gesetzes durch den Bun- destag wird wahrscheinlich im Januar er- folgen können. Mar glaubt, daß es bei der Beratung dieses grundlegenden Entwurfes ohne Kampfabstimmungen abgehen wird. Meinungsverschiedenheiten herrschen aller- dings noch über die Frage, wo der Sitz des Verfassungsgerichtes sein soll. Die Ent- scheidung darüber soll dem Plenum vorbe- halten werden. Die Bundesregierung be- fürwortet Karlsruhe, da dort bereits die an- deren oberen Bundesgerichte untergebracht sind. Kommunal politischer Ausschuß beim Landtag? Karlsruhe.,(c. e.-Eig.-Ber.) Der Vorstand des Verbandes badischer Gemeinden e. V. hielt dieser Tage in Karlsruhe eine Sitzung Ab, in der wichtige Gemeindefragen be- handelt wurden. Zur besseren Wahrung der Gemeindeinteressen in der Gesetzgebung hält der Vorstand die Bildung eines kom- munalpolitischen Ausschusses beim würt⸗ tembergisch- badischen Landtag für erforder- lich. Außerdem wird ein Mitwirkungsrecht der Gemeinden in den Organen der Land- Kreise beantragt, da die Gemeinden die Lasten der Kreise zu tragen haben. Sodann wandte sich der Vorstand entschieden gegen die Besteuerung des Gemeindevermögens und der Gemeindebetriebe durch das neue Lastenausgleichsgesetz, da die Gemeinden schon jetzt nicht mehr in der Lage sind, ihre Haushalte auszugleichen. 5 Schmuck aus dem Gold der Häftlinge Augsburg.(dpa) Im Augsburger Prozeß gegen Ilse Koch sagte der Zeuge Willi Bleicher am Dienstag aus, daß in Buchen- wald ein Goldschmied beschäftigt worden sei, der ständig Schmuck hergestellt habe. Das Rohmaterial— meist Gold— habe er aus dem Kassenschrank der Effektenkam- mer, in dem Gold und Schmuck verstorbe- ner Häftlinge aufbewahrt worden sei. Blei- cher war Mitglied der illegalen Laserlei- tung und mußte bei den Zugängen fest- stellen, zu welcher Kategorie die neuen Ge- kangenen gehörten. sich nur eine viel zu kleine Anzahl von fä- higen Geschäftsleuten für Verwaltungs- posten in den neuen wirtschaftlichen Kon- trollämtern gemeldet, die Washington ein- richtete. Und die von den Gegnern staat- licher Kontrollvorschriften gepredigte„frei- willige Rationierung“ wichtiger Rohmate- rialien oder gelernter Arbeiter in Schlüssel- positionen hat einfach versagt. Deshalb mußte Präsident Truman den „nationalen Notstand“, der jedermann klar sein sollte, wenn er die Berichte über den Rückzug aus Korea liest, noch förmlich ver- künden. In Wirklichkeit besitzt Truman be- reits alle Vollmachten, die notwendig sind, Uf das Land stärker als bisfer für den Krieg zu mobilisieren. Er hat sie nur nicht alle angewandt, um nicht zu früh die der Mehrheit der Geschäftswelt verhaßten Zwangsmaßnahmen in Kraft treten zu las- sen. Im Grunde hatte man wohl auch in Washington immer noch gehofft, ein solcher schwerwiegender Schritt werde sich viel Weiter hinausschieben, wenn nicht sogar Völlig vermeiden lassen. „Nationaler Notstand“ ist nicht das Gleiche wie Mobilisation. Präsident Roosevelt verkündete eine solche„natio- nal emergency“ im Mai 1940 nach der französischen Niederlage, um damit das Land zu höherer Kriegsleistung und einem Verzicht auf egoistische Einzelinteressen an- zuspornen. Erst anderhalb Jahre später, beim Kriegseintritt nach Pearl Harbour wurde dann tatsächlich mobilisiert. Die Frage, die Washington jetzt vor allem bewegt, läßt sich so formulieren: Wie lange müssen wir in diesem Sonderzustand leben? Nur bis zum nächsten Frühjahr? Ein Jahr? Zwei Jahre? Oder ist das Ende gar nicht abzusehen Als Roosevelt den„natio- nalen Notstand“ verkündete, meinte man zu Wissen, daß mit der Niederlage von Deutsch- land, Italien und Japan ein Ende der kriegs- bedingten Freiheitseinschränkungen erreicht sein werde. Mit dem jetzigen Gegner wird man aber vielleicht noch Jahre in einen „kalten Krieg“ oder nur einen„begrenzten Krieg verwickelt sein. Wird der„Sonder- zustand“ zum„Normalzustand“, so müßten sich die USA tatsächlich immer mehr in einen Kasernenhofstaat verwandeln, dessen Lebensstandard sinken, dessen Freiheits- rechte immer mehr entwertet würden. Der Amerikaner fühlt sich zur Zeit wie jemand, der in ein Gefängnis eingeliefert wird, aber nicht einmal weiß, wie lange er hinter Git tern wird aushalten müssen. Ob der un- geduldige Amerikaner einen solchen Zu- stand wird lange ertragen können? Ob er nicht immer lauter danach verlangen wird, daß gegen Stalin vorgegangen werde, den die meisten für diesen Zustand verantwort- lich. machen? Truman hinter Acheson Washington.(dpa) Präsident Truman erklärte am Dienstag, er werde den republi- kanischen Forderungen, Außenminister Dean Acheson zu entlassen, nicht Folge leisten. Wenn er Acheson aus seinem Amt entferne, sagte Truman auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz, dann würde er dem Kom- munismus und nicht— wie die Republikaner behaupteten— den Vereinigten Staaten einen Dienst leisten. In einer umfangreichen Erklärung, die der Präsident vor den Pressevertretern ver- las, heißt es:„Es hat in der ganzen Regierung keinen Beamten gegeben, der gegenüber der kommunistischen Bedrohung der Freiheit Wacher und in seinem Widerstand dagegen tatkräktiger gewesen wäre. Wenn der Kom- munismus in Amerika herrschen würde,— Was er nicht tun wird— dann würde Acheson einer der ersten, wenn nicht sogar der erste Mann sein, der von den Feinden der Freiheit erschossen würde“. Der Präsident wies ferner Gerüchte zurück, daß Verteidigmzsminister Mar- shall! von seinem Posten zurücktreten werde. Zum Vorteil der Sozialrechtsprechung Wie arbeiten die Obergutachter des Oberversicherungsamtes Karlsruhe? gen, die genügend Zeit für diese Aufgaben zur Verfügung stellen können, und anderer- seits, daß die technischen Einrichtungen einer solchen Arbeitsgemeinschaft gut und vollwertig sind. Soviel ich feststellen konnte, entspricht die Arbeitsgemeinschaft der Aerzte den Forderungen der Unabhängigkeit als Gut- achter nach jeder Richtung hin, da keiner- lei Bindung weder gegenüber dem Renten- kläger, noch gegenüber dem Versicherungs- träger oder der Versorgungsbehörde vor- liegt. Die räumliche Unterbringung der Ar- beitsgemeinschaft im Gebäude des Ober- versicherungsamtes stellt selbstverständlich keine Abhängigkeit der Arbeitsgemeinschaft dar, sondern ist gegründet auf ein rein pri- vatrechtliches Mietverhältnis und ist nur als eine wesentliche Erleichterung für den ganzen Geschäftsbetrieb sowohl von seiten der Aerzte, als auch von seiten des Ober- versicherungsamtes anzusehen. Was die Kosten für die Begutachtung durch eine solche Arbeitsgemeinschaft an- langt, so sind diese sicher nicht höher, als die Kosten, die im Verfahren erwachsen, wenn ein solches Gutachten durch einen frei praktizierenden Facharzt oder durch eine Klinik oder ein Krankenhaus erstattet wird. Das in Karlsruhe übliche Henorar für ein fachärztliches Gutachten beträgt 30, DM sowohl bei der Arbeitsgemeinschaft, wie bei allen anderen für Oberbegutachtung in Be- tracht kommenden Aerzten, Das gleiche gilt, wenn in Ausnahmefällen für ein be- sonders schwieriges und ausführliches Ober- gutachten, sei es internistischer oder, was besonders oft der Fall ist, neurologischer Art, ein erhöhtes Honorar bis zu 50.— DPM gewährt wird, das in den internistischen Fällen in der Regel nur bei stationärer Be- obachtung bewilligt wird. Wenn sonst in dem einen oder anderen Falle über diesen Satz hinausgegangen wird, so kann ich aus eigener persönlicher Erfahrung nur sagen, daß das manchmal sehr berechtigt ist. Manche Gutachten erfordern ein stunden- langes Aktenstudium. Oft genug muß in besonders schwierigen Fällen oder bei sel- tenen Erkrankungen vor Erstattung des Obergutachtens nach Möglichkeit die ein- schlägige klinische Fachliteratur eingehend durchstudiert werden. So kann es vorkom- men, daß ein Gutachten, auch wenn es nicht einmal sehr lang ist, doch eine Vor- bereitungsarbeit von vielen Stunden und Tagen erfordert, die bei einem Satz von 30,.— DM die Honorierung für eine Stunde auf einen geringeren Wert sinken läßt, als bei einem ungelernten Arbeiter. Wie ich aus Unterlagen der Arbeitsge- meinschaft ersehen habe, sind die Neben- kosten für technische Untersuchungen bei Erstattung eines Obergutachtens bestimmt niemals größer, als die von anderen Stel- len angeforderten Kosten, sondern in vielen Fällen geringer und, wie mir gesagt wurde, Werden sich im Laufe des Betriebes diese Nebenkosten noch weiter ermäßigen lassen Dabei sei nochmals darauf Hingewiesen, daß Vor der Arbeits gemeinschaft Hur wirklich notwendige technische Untersuchungen vor- genommen werden, wie ich mich durch Einblicke in eine Reihe Akten überzeugen Konnte. Das stellt eine weitere Verbilligung gegenüber den Kosten der sonst erstatteten Gutachten dar. Ich komme zu dem Schluß, daß die in Karlsruhe bestehende Arbeitsgemeinschaft der Fachärzte, sowohl vom medizinischen Wie vom versicherungs- ärztlichen Stand- punkt aus, sich vollständig in ihrer Arbeit bewährt hat und, soweit mir Unterlagen rechnerischer Art zugänglich waren, in kei- ner Weise die sonst notwendigen Verfah- renskosteri vergrößert, sondern noch ver- mindert. Dazu möchte ich nochmals beson- ders unterstreichen, daß es ein großer Vor- teil für die gesamte Sozialrechtsprechung ist, das die Gutachten der Arbeitsgemein- schaft in wesentlich kürzerer Zeit erstattet werden können, als es sonst der Fall ist, und qualitativ einwandfrei sind. . 80 Mosaik der Befehle und Hoffnungen Mit Historische Skizzen aus dem Stenogg 1 über eine Frankreichreise/ Von E. 80. 8. Dezember 1915. Kurz hinter Lens, ihn Sa Straße nach Süden in Richtung Arras ah Ver sitzt der Arxtilleriebeobachter M. in W walt Höhe auf dem Schornstein einer Kleinen bst. brik. Er leitet von dort aus das Feuer t. Batterie. Weit drüben im Westen versch men im Morgennebel die Linien der 1 höhe. M. sieht ganz deutlich die Einge und dann die kleinen aufsteigenden pilze. Seit Tagen dasselbe Bild. Immer trommelt die Batterie auf den Huge Vimy. Will man auf diesem kleinen 95 Erde den Krieg entscheiden? M. Kang viel denken. Er ist müde. Vor vier Tageg 4. Dezember, hat die Schutzgöttin der risten, St. Barbara, Namenstag gehabt. Seer Sitzt M. jeden Morgen auf dem Schorz Luc Jeden Morgen wird eine Stunde lang Sti Fahre auf Vimy geschossen. lucher So will es der Befehl deibhe * Stüc 8. Dezember 1950. Die Kohlenad mini 5 Nordfrankreichs hat eine Delegation deut bis Journalisten zur Besichtigung der Reviere b 1 geladen. In Lille wird die Fahrt unterbrach 10 Im Speiseraum eines großen Hotels Wartes 55 Mittagstafel. In der Tischordnung Deutsche neben Franzosen. Im angeregten sprdch, den Apeéritif auf der Zunge, ve die Beobachtungen der Besichtigungsfahn f getauscht. Monsieur F., der Sehretär da mi nistrateurs der nordfranösischen Gn verwaltung, klopft an sein Glaus.„Mesdang] Messtieurs...“ Er spricht von der wirte Hiehen Bedeutung der Kohle. Zögernd sich M. an die Politik heran.„Wir müssen ee nien zu einer guten Nachbarschaft xomumer Sorgen Sie dafür, daß dieser Wunde pls Deutschland immer wieder bekannt gef ein) wird.“ Der Sprecher der deutschen Delegiſs 60 M., erwidert:„Ieh kenne aus eigenem bn das grausame Schicksal unserer Völker, Alen ich genau heute vor fünfunddreißig Jahrenſſen u Lens.. Ein leichtes Zittern in der Sin von M. ist nicht zu überhören. Es hält ay Zu seinen letzten Worten, in denen erg Wir sollten aufhören, aufeinander 2 Sch „So Will es die Hoffnung unserer Pöl * 20. Mai 1940. Entlang der Somme stolen sang Panzerverbände von Kleists in Marsch gegen Amiens vor. Es ist ihr 21e französischen Streitkräfte und das b Expetitionskorps im Dreieck Amiens logne Cambrai auf engem Raume zusaume Zzupressen. Unteroffizier K. rollt am dg 28. des 20. Mai mit seinem Panzer auf del al schossenen Straßen Amiens in das Stadinsbenstac hinein. Vor der Kathedrale läßt er halte Was schwerfällig öffnet er die Tum Ringsum zerfetzte Häuser. K. setzt 8 den Rand des Turmausstiegs. Dann hen den Blick. Seine Augen wandern nach“ zur höchsten Spitze der Kathedrale. stehen geblieben“, denkt er. Darüber sim. noch nach, als längst schon sein Panzer 9d 5 lich Amiens in Richtung Etaples abdreht. k So will es der Befehl. lisabe * das 80 10. Dezember 1950. Mit steif gefrorenen fr; 1 hen klettert K., Korrespondent einer deutand“ Zeitung, aus dem Wagen, In einer Tou aupt von Pfris nuch Amiens gefahren Ohne b Jett steht er auf dem Parheplats bor der thedrale. Sein erster Blick gilt der Turms ri Wie damals vor zehn Jahren. K. dent Aumen nack.„Ja, es sind schon zehn Jahre here d RU der Westschauseite mit den Turmstümpe, M. richtet sick das spdhende Auge abwärts auf iberne Standbilder am Eingang. Zögernd betritt die Kathedrale. Beim Hineingenen erinnen]( sich, daß im Kriege 1870/1 Manteuffel Französische Nordarmee bei Amiens besiegt 0 Annähernd fünfzig Jahre spͤter ist Amiens i Mit Ziel der deutschen Frühjahrsoffensiue gener sen. UDeber æwanzig Jakre spùter wiederuꝶ tis er selber, K. mit seinem K.d- Panzer dun Ere Amiens gefahren. Während K. an die Sunſeit der deutsch- französischen Kriege dent, de, er auf Schritt und Tritt in diesem Land bebeh feat! net, schwingt gedämpfte Orgelmusik deten den weiten, hohen Raum der Kirche. Vor beim siebenhundert Jahren ist sie erbaut worden ier. denkt K.„Die Befehle haben nach inf geniſelsri fen. Aber sie ist als steinerner Zeuge in d St; Verwirrung geblieben.“ 0 dent „Das ist die Hoffnung der Völker..“ Neue mme Agen N d to! Briefe an die gez ü ug s tur dan Herausgeber Die Lehrerstellenbeiträge der Gemeinden Ein Lehrer einer nordbadischen Gemeinde Hat aus eigener Initiative heraus den lobens- werten Versuch unternommen, unsere Land- tagsabgeordneten davon zu Überzeugen, daß es für die Schule und damit für die Jugend von sehr großem Nutzen wäre, wenn die durch nichts Stichhaltiges zu begründende Sonderbelastung von Gemeinde und Schule, als welche sich die Lehrerstellenbeiträge von Jahr zu Jahr immer mehr ausgewirkt haben, mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben würden. Im alten Landtag haben die Fraktionen der CDU und DV den Gesetzentwurf über die Schulgeld- und Lernmittelfreiheit abgelehnt. Nach Auffassung dieser Fraktionen sollen wei⸗ tere Schritte in dieser Sache erst dann unter- nommen werden, wenn die Frage der Aufwen- dungen, welche die Gemeinden dabei zu tra- gen haben werden, durch Besprechungen mit diesen endgültig geklärt sein würden.— Haben diese Abgeordnete dabei nicht an die bereits bestehenden durch die Stellenbeiträge ver- ursachten für viele Gemeinden fast untrag- baren Schullasten gedacht? Oder wissen diese vielleicht überhaupt noch nichts von dem Vor- handensein dieser zusätzlichen Lasten der Gemeinden? Auf jeden Fall können den Ge- meinden keine neuen Lasten mehr zugemutet Werden, bevor nicht diese durch nichts gerecht- fertigte Sonderbelastung, wie sie die Lehrer- Stellenbeiträge für die meisten Gemeinden dar- stellen, durch den Landtag wiedder aufgehoben worden ist. Die Frage der Schulgeld- und Lernmittelfreiheit kann vom Landtag nur in Verbindung mit der Frage der Lehrerstellen- beiträge gelöst werden, die die Aufhebung der Stellenbeiträge und die Wiederübernahme der gesamten Personalkosten für die Volks- und Berufsschulen auf den Staat hierzu die Voraus- setzung bilden. Bis zum Jahre 1931 wußte man in Baden nichts von Lehrerstellenbeiträge der Gemein- den. Die Personalausgaben für die gesetzlichen Lehrerstellen wurden vom Staat und die Sach- ausgaben für die Volksschulen von den Ge- meinden getragen. Dem damaligen badischen Finanzminister blieb es vorbehalten, durch die Notverordnung vom 9. Juli 1931 gegen den Wil- len der Mehrheit des Landtags diese für Baden schon zur Tradition gewordene, vernünftige und gerechte Lastenverteilung umzustohgen. Durch diese un fachmännische Regierungsmaßnahme (der Finanzminister war wohl ein tü en Finanzmann aber ein Laie auf dem Gebiete dne Schulwesens) wurde nicht nur der Volkssch 0 8 ein nur wieder schwer gutzumachender seen den zugefügt, sondern es wurde auch ond Finanzkraft der Gemeinden und deren Schichur kreudigkeit sehr stark herabgemindert. Im folgenden sollen die finanziellen Aust kungen eines bejahenden Beschlusses Landtages auf eine Gemeinde mit 15 Lei Kräften dargestellt werden: 1 Nehmen wir einmal an diese Gemelif ats müßte 27 00 DM(in Wirklichkeit sind es uten nau 27 720, DM) als Stellenbeiträge an denn Staat abführen. Mit diesen 27 00 DM Kön rufe die Gemeinde bei einem durchschnittlich ersor Zinssatz von vier Prozent und einem anfefgztel lichen Tilgungssatz von ein Prozent ein 1 b tal von 540 0% P verzinsen und tilgen, fache die Zinsraten mit den Jahren immer klei und die Tilgungsraten dagegen immer grob] Ge, würden, wäre dieses Kapifal bei gleichblele pn ay den Gesatmntraten von 27 000 DM in verhalt er p mäßig kurzer Zeit abbezahlt. Es ist die Fuel ob man mit einer Bausumme in Höhe von u, ür. einer halben Million Du, die durch den d fall der Lehrerstellenbeiträge der e 1 wie eine reife Frucht in den Schoß tealſch a und zudem den Gemeindesäckel mit Hifonte nem Pfennig mehr belasten würde d v bisher, nicht ein schönes Schulhaus. zusät we zu dem alten, und außerdem noch eine gen bad mige Turn- und Sporthalle erstellen könnte Du n l e Auch Gemeinden, die in der glücclett Lage sind, keine Schulraumnot zu A den könnten die durch die Aufhebung der Ste beiträge krei werdenden Haushaltmittel d. to verwenden, je nach Anzahl der gesetzit nde Lehrerstellen eine oder zwei oder gar 1 ve (Z. B. in den Städten) zusätzliche Stelen ö zu errichten, die dann als übergesętzliche zrellerk len von der Gemeinde ganz zu bezahlen 1 5 Somit ergäbe sich eine weitere Möglichkeit nie Behebung der zur Zeit herrschenden dn g ſerle lungsschwierigl- ten des Lehrernachun e er Nach dem Wegfall der Stellenbeiträge kön bert, die einzelnen Gemeinden auch wieder eher uri die Anschaffung von Schulmöbeln, Panter Landkarten, Lehrmittel für den Physlteu aldens richt und nücht zuletzt an die Anschakku enge ud Büchern für die Schüler bzw. für die Le 5 bücherei denken. 1 e MANNHEIM — gandhofen-Schule wird frei Ungen zit heutigem Tage wird die Sandhofen- N Eule, die im Sommer durch die bekannte n Stena eker ⸗Katastrophe mit Familien belegt Von E. SWI de, frei und steht somit den Kindern er Lens, In Sandhofen zum Schulunterricht wieder 3 Arras a J Verfügung. Auch hier hat also die Stadt- M. in I rxaltung ihr gegebenes Versprechen ein- ner kleine st. Nunmehr sind nur noch in Neckarau las Feuer% der Kirchgartenschule 14 Familien un- 1125 dun bracht, die ebenfalls in vier Wochen ie wer i wohnung erhalten sollen, so daß dann a die Kirchgartenschule für den Unter- l wieder zur Verfügung steht. n Hüge NHurze„MM“-Meldungen N mile en 80 . Kann 1 Vier Tagen g xeue Kresse und neuer Schnittlauch. Der a AAAeweinnachtliche Markt weist schon aller- . 80 el Lücken auf, ist aber trotzdem noch gut . 1 gahren. Als Neuheiten zu Weihnachten chen Kresse und Schnittlauch aus dem feibhaus auf zu 1 DM je Pfund und 40 Pf Stück. An Obst gab es: Aepfel von 15 35, Birnen von 18 bis 40, Bananen zu nadminiahn Füsse von 75 bis 1,10 DM, Orangen zu Jatton deutet bis 50, Mandarinen 50, Zitronen von der Reviere bis 10 Pf je Stück. An Gemüse war mit t Anterbroh preisen angeboten: Weißkraut 8 bis otels warte Rotkraut 15, Wirsing 10 bis 12, Winter- rdnung An 20 bis 25. Spinat 20 bis 30, Rosen- Sudebedte en 40 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 50, unge wal perüden 8 bis 10, Rotrüben und Weiß- ren anden 10, Lauch 25 Pf, Chicoree 1 DM, denen 0, ele 140 Dub nlaronen 35 bis 40. .„Nesdan Niledeln 12 bis 15, deutsche Tomaten 30, der e lenische 80 bis 90, Meerrettich 1 PIA Zögern d mit Stückpreisen notierten: Kohlräb- vir müssen Jen 6 bis 6, italienischer und holländischer chaft kon umenkoh! 40 Pf bis 1 DM. ausländischer 5 wunder optsalat 60, einheimischer Endiviensalat ekannt gen ein) von 5 Pf ab, ausländischer von 20 nen Deleguſs 60, Treibhausradieschen das Büschel- igenem Een 30 bis 35 Pf. Auf dem Blumenmarkt er Völker, len als Neuheit frische Tulpen, Hyazin- hig Jahren en und Osterglocken auf. in der inf weinnachtsfeiern. Die Landsmannschaft 4 mmern lädt zu ihrer Weihnachtsfeier am ler 1021 bezember um 19 Uhr in den„Kaiser- serer Pil ren“ ein.— Die Landsmannschaft Ost- V Valke zenden keiert am gleichen Tage um 18 Uhr Lokal„Feldschlög!“.— Die Männer- nume stolen esangvereine„Frohsinn“ und„Männer- in sehnelchor Gartenstadt“ laden für 25. Dezember, fei Unr bzw. 19 Uhr in das„Feldschlößl“, V. in das Franziskushaus Waldhof ein.— er Sportelub Pfingstberg-Hochstätt feiert 23. Dezember um 14.30 und 20 Uhr im kal„Pfingstberg“.— Die Ortsgruppe In- das Stadhgfeustadt des Verbandes der Körperbeschä- feiert am 26. Dezember um 14.30 r im Saal der Schiffs- und Maschinenbau Dann he 6, Werftstraße 24. 95 nach ae wir gratulieren! Luise Weitzel, Rei- 1 49 ertshausen, Kr. Sinsheim(Früher Mann- n Panzer u eim, Jungbuschstraße 17), wurde 75 Jahre es abdreht. Ebenfalls den 75. Geburtstag begeht lisabetn Ziegler, Mannheim, Parkring la. a d 80. Lebensjahr vollenden Anton Gärt- gefrorenen ler; Mennheim-Luzenberg, Spiegelstraßge 4. einer deutend Adolf Korn, Mannheim-Feudenheim, Tout i euptsraße 48. Heinrich Kiehl, Mannheim- Gene edhofen, Luftschitkerstraße 16, kam sei- te ohr der ed 62. Geburtstag feiern. Die Eheleute der Turmspifredrichk ud TFfulda Geis, Mannheim- K. denkt Aumenau, Quedlingburger Weg 6, hatten ahre here id Rudolf Dummler und Carola, geb. Jä- Turmstümſe Marmheim, Verschaffeltstraße 7, haben abwärts auf berne Hochzeit. ernd betritt 5 5 zen erinnen] Chemierat Dr. Franz Hörth im Ruhestand Manteuffel d ens besiegt ie 5 ist Amiens e Mit seinem 68. Geburtstag schied mit Ffensive peur kleinen warmherzigen Feier des V diederun eltischen Untersuchungsamtes Chemierat panzer du Franz Hörth aus seiner bisherigen Tä- an die Seunteit aus, da er ein Vierteljahr vor Been- „e denkt genung seiner 40 jährigen Dienste für die m Land begeht Mannheim in den Ruhestand versetzt elmusik duden ist. 5 che,„Vor beam 4. April 1911 war Pr. Hörth nach Ab- baut worleſhierung der Technischen Hochschule in ach ihr hehrlſelsruhe als junger Lebensmittelchemiker Zeuge in daß Stadt Mannheim gekommen und hatte pentlich zum Auf- und Ausbau des noch en Amtes beigetragen. Er hat jahre- i die wissenschaftlich vorbildlichen La- gatoriumsakten geführt und damit eine gezeichnete und vorbildliche Methoden- umlung geschaffen. Seiner steten Einwir- g sind letztlich die einwandfreien Ein- ungen der Mannheimer Milchzentrale danken. Amtsvorstand Oberchemierat Dr. Egger em Gebiete ach dem langjährigen Kollegen und dem Jer Volksschlfmehmen, bescheidenen und stets Hilfsbe- achender Saen Menschen und Wissenschaftler den irde auch Ponderen Dank des Städtischen Unter- d deren Schſickungsamtes und der Stadt aus. rei. indert. Aus dem Polizeibericht ziellen a ran 1 le burst größer als Geldbeutel. Obwohl er an Geld mehr hatte, ließ sich ein polnischer ese Gemellſſatsangehöriger in einem Lokal gut be- eit sind es f firten, um anscheinend bei günstiger Ge- eiträge an enheit zu verschwinden. Als die zu Hilfe 000 BA kön geukene Polizei eintraf und sich für die rchschnit rsonalpapiere interessierte, wurde fest- 251 stellt, daß der Personalausweis bereits in 1 em anderen Lokal als Pfand für eine immer klen eche zurückgelassen worden War. 1 Geschäktstüchtige Schüler. Sicherlich hat- 5 1 tan auch die drei Volksschüler, die jetzt von ist die Freche Polizei namentlich festgestellt und zur Höhe von ümeige gebracht werden konnten, davon urch den efelört, daß man für Altmetalle gegenwärtig der Gemelnpte Erlöse erzielen kann. So machten sie Schoß kallſch an der Wohlgelegenschule an die„De- kel mit kſontage“ von kupfernen Dachkandelröhren würde, A verkaukten diese an zwel verschiedene a ee Warenhändler. Der Stadt entstand ein ten Kante faden vor rund 500,.— Pai. er glücklich 05 Besuch in Mannheim. Einem t zu bene ſektkahrer aus Konstanz wurden beim Wa- 1g der Stellaſnen aus seinem abgelegten Rock 300, DPM zaltmittel dafstohlen, ohne daß bis jetzt der Dieb ge- 5 gesetz den werden konnte. der gar m N 5 ne Stellen ui Neuer trauriger Rekord. Im November esetzliche hunde in Mannheim mit 284 gemeldeten ezahlen wäre erkehrsunfällen ein neuer Höchststand Höglichbeit 10 eicht. Leider sind auch drei Tote und 141 zenden Aue letzte zu beklagen. Aus der jetzt vor- enden Statistik ist besonders bemerkens- tr daß 190 Unfälle allein auf verkehrs- Prises Verhalten seitens der Kraftfahrer zückzuführen sind und weitere 16 Zusam- 5 durch Trunkenheit verursacht 7öllcer. T ein tüchtig ischaffung af. ir die Lehre 1 Stadtrat ringt um sein Gewicht gegen die Verwaltung Verwaltungsausschuß behielt sich Stellungnahme gegen neue Neuralgischer Punkt der gestrigen Sit- Zunng des Verwaltungsausschusses, über den sich das Gremium die Köpfe heiß redete, waren die Anordnungen des Bundes und der Landesregierung„über die politische Betätigung von Angehörigen des öffent- lichen Dienstes gegen die demokratische Grundordnung“. Die KP- Fraktion hatte eine schriftliche Kritik an der Amtsführung der Stadtverwaltung in dieser Angelegen- heit unterbreitet, in der festgestellt wurde, daß an Beamte, Angestellte und Arbeiter der Stadt„die Verfügung der Bundesregie- rung mit der entsprechenden Anweisung der Landesregierung betreffs Entlassung sogenannter Staatsfeinde aus öffentlichen Diensten zur Kenntnisnahme ausgehändigt und jedem Einzelnen unterschriftlich eine Empfangsbestätigung verlangt worden ist“. In der Stellungnahme der kommunistischen Partei wurde ausgedrückt, der Entschluß zu dieser Maßnahme könne nicht durch die Verwaltung, sondern nur in öffentlicher Stadtratssitzung gefaßt werden. Die Vertreter der anderen Fraktionen Wiesen auf die Anordnung der Landesre- gierung hin, in der die Gemeinden als Träger der öffentlichen Ordnung verpflichtet werden, die gleichen Maßnahmen wie der Staat auch in ihrem Bereich durchzuführen und sprachen der Stadtverwaltung nach längerer und sehr leidenschaftlicher De- batte ihr Vertrauen für die Handhabung dieses Falles aus. OB. Dr. Heimerich meinte dazu,„unsere Maßnahme dient nicht zu- letzt auch dem Schutz der Bediensteten Selbst“, Stadtrat Sommer(SPD) sagte, diese Verordnung sei im Sinne der demokra- tischen Ordnung des Westens“ erforderlich, was die Vertreter der KP mit Entrüstung quittierten. Kaum weniger hitzig ging es bei der Beratung über die neue Geschäftsordnung des Stadtrates zu. Zur Debatte stand die Frage der Billigung durch den Verwal- tungsausschuß oder Vertagung voraus- sichtlich bis zum Zusammentritt des neuen Stadtrats. Alle vier Fraktionen waren sich einig, daß in dieser Vorlage die Rechte des Stadtrats zu Gunsten der Verwaltung zu- mindest etwas zu kurz kommen. Dr. Waldeck(CDU) sprach davon, daß die „Liebe zur unechten Magistratsverfassung“, zu der sich der Oberbürgermeister bekannt hatte, aus jeder Zeile dieser Satzung her- aAusklinge. Stadtrat Haas(SPD) sprach von „beschnittenen Rechten des Stadtrats“, und Stadtrat Kuhn(CDU) wandte ein, daß die Geschäftsordnung wesentlich hinter den Befugnissen des Bürgerausschusses von 1921 zurückbleibe. Dr. Heimerich wiederum er- klärte, es gehe der Verwaltung nicht da- rum, die(von Stadtsyndikus Dr. Woll re- digierte) Satzurig durchzupeitschen. Bei der Abstimmung plädierten alle Parteivertreter für eine Vertagung der Beratung, damit die Fraktionen Zeit und Gelegenheit haben, die neue Ordnung in engem Kreis durchzu- sprechen, bevor sie sich für eine endgültige Stellungnahme entscheiden. Auch die Be- Das Haus mit den schalldichten Wänden Die baulichen Arbeiten an der Musikhochschule haben begonnen Die baulichen Vorarbeiten zur Unter- bringung der Musikhochschule in R 5, 6/9 sind, wie wir von seiten des Hochbauamtes erfahren, in den letzten Wochen ständig Weitergegangen. Verschiedene Baupläne standen zur Diskussion, auch die erforder- lichen akustischen und schallisolierenden Spezialkonstruktionen für die einzelnen Unterrichtsräume erforderten längere Vor- arbeiten. Nun ist mit den Umbauarbeiten in R 5 begonnen worden. Die neue Hochschule wird wie vor- gesehen in dem Gebäude ein ganzes Geschoß mit 19 Räumen erhalten, von denen acht Unterrichtszwecken dienen; unter ihnen ein größerer für Gruppen- und Ensemble- Unterricht. Außerdem wird noch ein weiterer 61 Quadratmeter großer Theorie- unterrichtssaal erstellt, der zugleich gestat- tet, kleinere interne Schulmusikabende in ihm zu geben. Die drei restlichen Räume nehmen Verwaltung und Direktion auf. Bei der Planung der Unterrichtsràume mußte vor allem auf die zuvor erwähnte Schallisolierung Wert gelegt werden, um störende Schallübertragungen von Raum zu Raum zu verhindern. Zu diesem Zweck er- Halten alle Trennwände zwischen den ein- zelnen Zimmern beiderseitig eine Stein- wolleverkleidung vor, vor die noch eine Wand aus Holzfasernplatten gesetzt wird. In ähnlicher Weise werden auch die Fuß- böden durch Einbau eines sogenannten „schwimmenden Estrich“ schalldicht ge- macht. Hierbei kommen auf die Massiv- decke zunächst Steinwollmatten, die mit einem armierten Zementbeton-Estrich über- deckt werden, auf den dann Linoleum ver- legt wird. Diese so entstandene Isolier- schicht wird auch noch um ein kurzes Stück an den vier Wänden des Raumes hochgezogen, so daß der Fußboden nirgends mit dem Mauerwerk in Berührung kommt. Dadurch kann keiner der festen Konstruk- tionsteile eines Raumes von den Schallwel- len in Vibration versetzt werden. Auch die Decken der Räume werden schallisoliert. Alle Musikräume erhalten Doppelfenster und Doppel- beziehungsweise gepolsterte Schallschutztüren. Außerdem wird, Wo es sich als notwendig erweist, auch Vorsorge getroffen, die Räume akustisch abzustim- men. . Einschaltung der Redaktion: Auf den naheliegenden Gedanken, der erfreulicher- weise wieder erstehenden Hochschule für Musik im Börsengebäude ein Domizil zu geben, sobald die Gerichtsbarkeit den rhein- abwärts gelegenen Anbau des Schlosses be- zogen haben wird. ist man also nicht ein- gegangen. Die Räume dieses Gebàudes wur- den schalldicht gemacht, mit Doppelfenstern und Doppeltüren ausgestattet und auch sonst für die Zwecke einer Musikhochschule eingerichtet, so daß es nach dem Auszug der Justiz sich nur um eine durchgreifende Ueberholung der Inneneinrichtung handeln kann, um sie wieder so nett und freundlich zu machen. wie sie einmal war. Vermutlich Wäre die Instandsetzung billiger gekommen als der Neuausbau in R 5. Es könnte nun Aber sein, daß entweder die Justiz mit ih- rem Auszug unabsehbar Zeit zu lassen ge- denkt, oder aber, daß die Stadt für dieses Gebäude eine andere Verwendung in Aus- sicht genommen hat, ohne auf die spezielle Innenausstattung Rücksicht zu nehmen. Vielleicht nimmt sich jemand die Mühe, der Bevölkerung ein Wort der Aufklärung zu widmen US-Kommissdr und 0B Geschäftsordnung vor handlung der Zuständigkeitsordnung und die von der KpD beantragte Aenderung der Hauptsatzung wurden von der Tages- ordnung abgesetzt. Ein weiterer Antrag der kommunistischen Fraktion forderte die Einberufung einer Stadtratssitzung, in der die Stadtverwaltung über die von ihr für die Kohlenversorgung der Bevölkerung getroffenen Maßnahmen berichten sollte. Dr. Heimerich erklärte dazu, daß in der letzten Stadtratssitzung zu diesem Problem bereits Stellung genommen worden sei und Beigeordneter Ritter sagte, dag die Stadt alles„Fommunalmögliche“ getan habe. Die Versammlung billigte die Bildung eines Gemeindewahlausschusses für die Stadtratswahl am 28. Januar mit dem Bei- geordneten Riedel als Vorsitzendem und den Stadträten Sommer, Kuhn, Langendorf, Geppert sowie vier Stellvertretern als Mit- gliedern und stimmte auch der in dieser Sitzung von dem Beigeordneten Professor Langer vorgeschlagenen Schaffung eines Beirates für die Berufsschulen mit beraten- der Funktion zu. rob Einen Arbeitsplatz für den Spätheimkehrer Das Arbeitsamt Mannheim wendet sich auch in diesem Jahre wieder zur Weih- nachtszeit an die Betriebe im Stadt- und Landkreis Mannheim und bittet, ähnlich wie im Vorjahre Spätheimkehrern durch Bereitstellung eines Arbeitsplatzes das schönste Weihnachtsgeschenk zu geben. Nach all den Jahren der Entbehrungen und des Leidens, hat ein Teil dieser Spät- heimkehrer den Arbeitsplatz oder die Grundlagen zur beruflichen Entwicklung und Fortbildung verloren. Wenn auch die Zahl von 34 arbeitslosen Spätheimkehrern beim Arbeitsamt Mann- heim nur 0,6 Prozent der Arbeitslosen be- trägt, so bedeutet dies doch eine besondere moralische Verpflichtung, auch diesem Rest von Spätheimkehrern noch zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. Die 34 arbeitslosen Heimkehrern beim Arbeitsamt Mannheim und seinen Neben- stellen Weinheim, Schwetzingen, Ladenburg und Hockenheim verteilen sich auf folgende Berufe: Metall-, Bau-, Verkehrs-, Nah- rungs- und Genußmittel- und Körper- pflege-Arbeiter 15; Hilfsarbeiter 6 und kaufmännische, Büro-, Verwaltungsange- stellte 13. Außerdem sind bei der Berufs- beratung des Arbeitsamtes noch einige arbeitslose Heimkehrer gemeldet, die eine Berufsausbildungsstelle suchen. als Weihnachtsmänner Dr. Heimerich und Charles P. Gross beschenkten Kinder und Familien Wenn Oberbürgermeister Dr. Heimerich bei der Weihnachtsbescherung der kinder- reichen minderbemittelten Familien im „Zähringer Löwen“, bei der etwa 250 vom Stadtjugendamt ausgesuchte Kinder be- schenkt wurden, auch nicht selbst an- wesend war, so war er doch der wirkliche Weihnachstmann, will sagen, Spender aller guten Gaben. Es gab für jedes Kind eine schöne Weihnachtstüte, gefüllt mit einer Wäschegarnitur, Schokolade, Mandarinen und Weihnachtsgebäck und zur Bewirtung einen Teller Konfekt mit Kakao. Ehe aber der Nikolaus in Erscheinung trat, begrüßte Stadtdirektor Schell im Na- men von Dr. Heimerich die Mütter und Kinder mit herzlichen Worten. Mitglieder des Jugendamtes musizierten, ein FHort- junge sagte Weihnachtgedichte, ein Kinder- chor der Wohlgelegenschule trug zwei Chöre vor und natürlich wurden von allen auch Weihnachtslieder gesungen. Und dann gab es ein allgemeines Ah der Freude, als sich der Bühnenvorhang öffnete und das Mär- chentheater„Kurpfalz“„Lügenmäulchen und Wahrheitsmündchen“ spielte. In die- sem Märchen war eigentlich alles gesagt, Was Weihnachtsmann und Christkind den Kindern zu sagen hatten. Außer Stadt- direktor Schell wohnten Stadträte, Vertre- ter des Staatlichen Gesundheitsamtes, des Jugend- und Wohlfahrtsamtes und der Schule der Feier bei. Außer diesen Kindern beschenkte die Stadt noch 350 Pflegekinder, jedoch ohne Feier mit je einer Weinnachtstüte, die aber statt der Wäschegarnitur Spielzeug enthielt. Amerikanische Geschenke an deutsche Kinder Als große Ueberraschung bescherte der amerikanische Landeskommissar für Würt⸗ temberg-Baden, Charles P. Gross, mit sei- nen Mitarbeitern am Sonntag Kindern des Kinderschifferheims St. Joseph in Mann- heim. Die Freude der jungen Menschen über die Leckerbissen und die nützlichen Ge- schenkpakete waren den Amerikanern und den deutschen Vertretern der kommunalen Verwaltung Dank genug. * Auf Einladung des Mannheimer Ju- gendwerkes und amerikanischer Kreise Waren ungefähr 1000 Kinder von vier bis zehn Jahren ins Ufa-Theater gekommen, um eine brüderliche Weihnacht zu feiern. Ein Krippenspiel und tänzerische Darbie- tungen erfreuten die Kleinen. Doch der gute Nikolaus mit seinen mannigfachen Geschenken war der Höhepunkt des Nach- mittags, bei dem Frau Dr. Falckenberg, Stadtdirektor Schell, Maior Remker(GVA) und US-Resident Officer Mr. Zecca ihre Teilnahme am Leben der deutschen Kinder zeigten. AmREGuN NEN.„ BEScHW ERDEN Ein Saal steht leer Im Altersheim Lindenhof wird der Saal nicht benutzt und steht leer. Man fragt sich, warum er nicht nutzbringend verwendet wird. Sie haben dieser Tage auf die Schulraumnot auf dem Lindenhof hingewiesen. Es wäre doch zu erwägen, diesen Raum als Schulraum für die Ingenieurschule, wodurch Schulraum in der Diesterwegschule frei würde, zu verwenden, wenn er für die Volksschule nicht geeignet wäre. Auch dürfte sich der Raum für die Un- terbringung der Polizei eignen, wodurch diese andere Räume freimachen könnte, um mehr ältere Leute im Hause unterzubringen. Auch mit dieser Frage haben Sie sich dieser Tage in Ihrer Zeitung beschäftigt. ebenso mit dem Mangel an einem geeigneten Saal für Festlich- keiten, Versammlungen und Vorträge. Auch für diesen Zweck dürfte der Saal geeignet sein und dazu beitragen, einen Mißstand zu behe- ben. Heute rufen die älteren Leute des Lin- denhofs in Ihrer Zeitung nach einer Wärme- halle, auch für einen solchen Zweck dürkte dieser Raum sich eignen, da ja die Zentralhei- zung im Hause im Betrieb ist und keine Kosten entstehen. Aus dem Weihnachtssack der Bundesbahn Mit Freuden babe ich in Ihrer Montags- ausgabe den Artikel mit obiger Ueberschrift gelesen und davon Kenntnis genommen, daß in den Büros der Bundesbahn die Sachbearbeiter für das Weihnachts- und Winterpogramm sit- zen und sich die Köpfe zerbrechen, wie man Schnee-, Expreg- und Märchenzüge, Sonder- fahrten und Ski-Fernzüge in den allgemeinen Fahrplan einbaut. Mit der Bundesbahn in den Winter! kann Wirklichkeit werden, nach Oberstdorf, Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt: Ein Zwanzigmarkschein und ein paar Gro- schen. So und noch viel schöner stand in Ihrem netten Artikel zu lesen. Und wie sieht die Wirklichkeit aus? Ich habe mich sofort auf den Weg gemacht zum Reisebüro, um mir eine Fahrkarte für einen Zwanzigmarkschein und ein paar Groschen nach Oberstdorf zu besorgen. Aber leider, lei- der! Dort wurde mir gesagt, daß das Reise- büro nur fünf Fahrkarten erhielt. ebenso er- hielt auch der Hauptbahnhof nur fünf Fahr- karten, macht für Mannheim zusammen zehn Fahrkarten. Stuttgart aber erhielt 200! Kom- mentar überflüssig! Es würde mich freuen, wenn Sie diesen Ar- tikel in Ihrer Zeitung aufnehmen würden und wenn die Möglichkeit bestünde, bei der Fahr- kartenverteilung Mannheim-Stuttgart ein ge- rechteres Verhältnis zu schaffen. K. M. Unwillen in Seckenheim Zur Zeit wird den bürgergenußberechtigten Einwohnern Seckenheims als Ersatz für das ihnen nach dem Eingemeindungsvertrag zuste- hende Gabholz ein Betrag von 9 DM als Gab- holzrente ausbezahlt. Dieser Betrag stellt kaum mehr als ein Viertel des Naturalwertes dar. Daher herrscht bei den Nutzungsberechtigten Erbitterung. Zumal vor mehreren Wochen bei einer Bürger versammlung von zuständiger Seite die Erklärung abgegeben wurde, daß schon längere Zeit Erörterungen geführt wur- den mit dem Ziel, den Bürgern den Natural- wert des Holzes zu geben. Auf die erneut beim Gemeindesekretariat geführten Beschwerden, wurde die Auskunft erteilt, daß diese Erörte- rungen immer noch nicht abgeschlossen seien. Erst wenn diese Erörterungen abgeschlossen seien, würde dem Stadtrat ein entsprechender Antrag zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Nun ist Menschen mit normalem Verstand un- erklärlich, warum wegen einer solchen Lappalie weiß Gott wie viele Instanzen und Behörden in Bewegung gesetzt werden mi'esen. Der Fall legt ganz klar und einfach. Denn die Stadt hat Ja den Naturalwert schon längst festgesetzt. Sie verkauft nämlich das den Seckenheimern recht- mäßig zustehende Holz. Und zwar den Ster zu 17 DM. Den Bürgern stehen zwei Ster Holz und 25 Bd. Wellen zu. Und für dieses Holz zahlt ihnen die Stadt 9 DM. Sie nimmt dafür 34 DM allein für das Holz ein. Rechnet wan die 25 Bd. Wellen mit 10 DM, so ergibt dies einen Betrag von 44 DM. Rechnet man die Kosten für das Fällen des Holzes mit 9 DM. dann bleibt ein Betrag von 35 DM, den die Stadt für das Bürgerholz abnimmt. Dieser Fall beweist klar, daß wir vor lauter Bürokratis- mus den Sinn für nüchterne Dinge verlieren. Wäre Seckenheim nicht eingemeindet, so hätte der Gemeinderat den klaren Menschenverstand entscheiden lassen und hätte beschlossen, den Bürgern als Abfindung den Verkaufswert des Holzes zugesprochen. G. V. Sitzgeist oder Sitzfleisch? Sie haben schon viele anerkennende Worte über den neuen Vortragssaal der Kunsthalle gefunden. Der Saal ist in der Tat eine gedie- gene Leistung des Mannheimer Hochbauamts. Nur hätten Sie auch erwähnen sollen, daß die Bestuhlung dem geschmackvollen Eindruck des Saales in keiner Weise entspricht. In welchen Eiskeller stehen eigentlich die Stühle, bevor, sie für einen Vortrag aufgestellt werden? Und wie ist man zu diesen Mustern an Unbequem- lichkeit gekommen. Die Kunsthalle hat doch auch schon vorbildliche Möbel gezeigt, allerdings in Ausstellungen. Aber im Lesesaal beispielsweise sind die Sitzmöbel so, wie man sie haben möchte. möchte und nicht so, wie das abendlich er- lahmte Sitzfleisch im neuen Vortragssaal der Kunsthalle sitzen muß, auf daß ein Vortrag nicht allzu leicht falle Man sollte dem Geist zu besseren Grundlagen verhelfen Weih- nachtswunsch geplagter Kunsthallenvorträge- besucher. L. W. so nämlich, wie der Sitzgeist sitzen 8 Foto: Tillmann-Matter Wenn in der Großstadt Schnee fällt erinnert sich der Bewohner des Häusermeeres plötzlich seiner stillen Sehnsüchte, die er längst ver- gessen und überwunden glaubte— der Sehn- sucht nach reiner Luft, nach Einfachheit, Sauberkeit und einem Leben ohne Falsch, ohne Hast, nach dem„einfachen Leben“ wie es Ernst Wiechert einmal genannt hat oder der chinesische Weise, der einmal sagte, es komme im Leben darauf an, ein Haus zu bauen und einen Baum zu pflanzen. Doch schon wenige Stunden danach ist die unberührte Weiße durchpflugt vom Getriebe der Stadt, von Auto- reifen, Straßenbahnen und Rädern, und der Zauber ist zum Schmutz geworden, weil die Sehnsucht nicht überhand nehmen durfte uber den Zwang, den wir uns selbst mit unserer Zivilisation und menschlichen Ordnung aufer- Legt haben. So wird die Wandlung vom reinen Schnee zum klebrigen Schmutz zum Symbol von Systemen, die so mächtig geworden sind, daß wir sie nicht mehr entbehren können, ohne uns selbst aufeugeben. Verzweifelte Ausweg losigkeit einer alt gewordenen Kultur gn Eine schöne Bescherung. doch niemand ließ Haare Alle Jahre wieder kommt die mit Recht beliebte Weihnachtszeit; alle Jahre wieder nehmen sich Vereine, Schulen und Behörden vor, den Menschen eine Freude zu machen, besonders den jungen Menschen, den Kin- dern. Das ist auch ganz in Ordnung so, die Welt und die Menschen darin sind geplagt genug, wie sollten sie den Tag der Geburt des Erlösers nicht zum Anlaß nehmen, sich gegenseitig Freude und Geschenke zu ma- chen, besonders den Kindern, die sich über ein Geschenk noch recht von Herzen freuen Körmen. Und dann kommen von den Veranstal- tungen auch Berichte an die Zeitung, in denen verzeichnet steht, wie es eigentlich gewesen ist. Dabei stellt eine geplagte Re- daktion eine verdrießliche Unsicherheit im Umgang mit dem Zeitwort„bescheren“ fest. Wenn es da beispielsweise heißt: „Bürgermeister Soundso beschert 300 Kin- der“, dann gibt es nach altem Brauch zwei Möglichkeiten: Entweder der Bürgermeister ist unter die Störche gegangen und beschert Kinder— oder er macht den Friseuren un- lautere Konkurrenz, indem er den Kindern die Haare kürzen läßt. Beides sollte ein Bürgermeister— oder eben sonst irgendein Weihnachtsmann, er kann auch ein Gene- ral, ein Generalagent oder Generalvertre- ter sein— nicht tun. Aber vielleicht ist das auch nur ein fal- scher Zungenschlag oder Sprachgebrauch des Korrespondenten gewesen, der es nicht begreifen wollte, daß das Zeitwort„besche- ren“ den Dativ oder Wem-Fall regiert, so daß es folgerichtig heißen muß:„Bürger⸗ meister beschert 300 Kindern“. Oberlehrer Martin von der Kurfürstenschule in C 6, der uns vor fragtmichnichtwieviel Jahr- zehnten unter der Fuchtel hatte, würde sich im Grab herumdrehen, wenn wir uns daran nicht mehr erinnern wollten. Das mit dem Dativ oder Wem-Fall muß in den letzten Jahren in Vergessenheit ge- raten sein, aber der Sprach-Brockhaus Weiß es noch(auf Seite 66, Spalte 2), daß ein Un- terschied gemacht werden muß zwischen „ich beschere(beschor, habe beschoren) es, schere glatt“— und„ich beschere abe be- schert) es ihm, ihn mit etwas; die Besche- Tung, Ueberreichung von Geschenken, be- sonders zu Weihnachten“, Der Sprach- Brockhaus erwähnt auch die„Unangenehme Ueberraschung“, die gern mit den Worten: „Da haben wir die Bescherung“ angekün- digt wird. f. W. K. 1 Wohin gehen wir? 2 ittwoch, 20. Dezember: Nation 8 15.00 Uhr;„Der kleine Muck“ 2000 „Sturm im Wasserglas“; Volkshaus Neckarau, 20.00 Uhr: 1. Volks-Symphonie-Konzert(Na- tionaltheaterorchester); Ufa-Theater, 14.45 Uhr: „Der verlorene Himmelsschlüssel“(Märchen- theater„Kurpfalze): Amerikahaus, 15.30 Uhr: Filme:„Kinder von heute“,„Schweden in Amerika, 19.30 Uhr: Weihnachtliche Rezitatio- nen; Goethesaal, 19.30 Uhr: Oberuferer Para- deis-, Christgeburts- und Hirten- Spiel“(Spiel- kumpanei der Anthroposophischen Gesellschaft); Kunsthalle 19.30 Uhr: Vortrag:„Das Bauhaus Wesen und Wirkung“. Alster:„Wiener Blut“; Palast:„Der geheimnisvolle Reiter“, 10.00, 11.50, 15.30 Uhr:„Gullivers Reisen“; Kurbel:„Zirkus Renz“; Capitol:„Hyänen der Prärie“. Donnerstag, 21. Dezember: Nationaltheater, 19.00 Uhr:„Hänsel und Gretel“ und„Die Pup-⸗ penfee“. g Wie wird ͤ das Wetter? Frostwetter hält an Vorhersage bis Donnerstag früh: Teils be- wölkt, teils aufheiternd, im wesentlichen nie- derschlagsfrei. Höchsttemperatur nahe 0 Grad. Nachts mäßiger Frost, örtlich bis—10 Grad. Meist schwache Winde aus östlichen Richtun⸗ en. Uebersicht: Eine von der Biscays nach Süd- skandinavien reichende Hochdruckzone ist zur Zeit für unser Wetter bestimmend. Wetteramt Karlsruhe Pegelstand am 19. Dezember: Maxau 451 (89); Mannbeim 328(20); Worms 254(12); Caub 252(8). Seite 4 eee d derne INDUSTRIE- UND HANDELSBLATT Prügelk nabe Deutsche Kohlen- Wirtschaft „Während im Oktober arbeitstäglich noch 8 500 t Kohle und Koks von Halde verladen Werden konnten. betrug der versand ab Halde im November arbeitstäglich nur noch rd. 2 000 t. Die Haldenbestände sanken bis Ende des Monats auf 84 900 t Steinkohle und 0 200 t Koks ab.“ Offizieller Bericht des DKBL. Nach einem leichten Rückgang in der Vor- Woche erreichte die westdeutsche Steinkohlen- Förderung in der Woche vom 11. bis 17. Dezem- ber wieder den in der ersten Dezemberwoche erzielten Nachkriegshöchststand von durch- schnittlich 418879 Tages-t. In der Berichts- zeit Wurden somit insgesamt 2513 277 t ge- Kördert. Das ist, wenn man den arbeitstäg- chen Durchschnitt des Jahres 1936 mit 384 400 t als Vergleichszahl heranzieht, eine erhebliche Zunahme, die lediglich auf die eingeschobenen Sonntagsschichten zurückzuführen ist. Das letzte Ergebnis der Sonntagsschicht be- trägt 189 059 t. Es sind bisher seit dem Be- Einn der Sondermaßnahmen der Fördersteige- rung im westdeutschen Steinkohlenbergbau vom 13. November bis 17. Dezember 1950 im Zuge der Sonntagsschichten 1.03 Mill. t zusätz- lich gefördert worden. Das entspricht in unge- Fähr den ursprünglichen Erwartungen, denn die deutschen Kohlenwirtschaftler waren sich im klaren darüber, daß die Sonntagsschicht in hren Förderungsergebnis höchstens zu 30% den wochentäglichen Förderungsumfang errei- chen würden. Trotzdem bleibt die Kohlenlage nach wie vor sehr angespannt, wie bereits aus dem ersten Absatz hervorgeht. Wenig fundierte Vorwürfe alliierter Spre- cher, die sich auf die— psychologisch gewiß Außerst ungünstig wirkende— weihnachtliche Illumination der Straßen und Schaufenster be- ziehen ur als Vergleich die puritanische Ent- Baltsamkeit Englands heranziehen, übersehen, daz England seinen Kohleexport sehr empfind- Iich gedrosselt hat, und daß die ganze deutsche Weihnachtsfreude maximal 15 000 bis 20 000 t Kohle kosten dürfte. 15 000 bis 20 000 t Kohle hin und her, so manchem Familienvater, so mancher Hausfrau wäre damit geholfen. Aber exportiert wurden in dem Berichtsmonat 2.27 Mill. t. Gewiß, es sieht finster aus in der Kohlen- versorgung, wenn auch anscheinend die Bil- Aung von Stoßhpuffern bereits im Gange ist sowohl für den Hausbrand als auch für den gewerblichen Sektor. Es wird von 10% des ge- schätzten Bedarfs betragenden Reserve-Lagern gesprochen. Schlimm sieht es schon deswegen Aus. weil die Versorgung bevorzugter Verbrau- cher(Energie-Werke. Bundesbahn usw.) stoß- artige Belieferung möglich machen. Im Som- mer konnte nicht abgenommen werden, weil es. en Geld fehlte. Jetzt auf einmal werden be- reits von diesen Vorzugsfaktoren Kohlen- körderungen in der Höhe von 1.1 Mill. t Sel- tend gemacht. Dabei wurde noch vor wenigen Monaten der Verbrauch gedrosselt, der letzte Vorrat minderwertiger, vor der Währungs- reform angesammelter Halden verfeuert. um nur das Geld zu ersparen, um nicht Kohlen kaufen zu müssen. N Inddes leben wir von der Hand in den Mund und haben einigermaßen Hoffnung, dag Wir— wenigstens bei den wichtigsten Industrien und peim Hausbrand so ziemlich über den„Not- stand“ hin wegkommen. 5 Es sprach dieser Tage einer der führenden Kohlenwirtschaftler in Essen davon, daß die der deutschen Kohlenwirtschaft Schwankungen zwischen Kauflust und Kauf- abneigung in Verbraucherkreisen epidemisch grassieren. Das ist richtig, descriptiv zutref- fend. Die Ursache dieser epidemischen Ent- Wicklung ist entweder die Furcht, die Preise würden in den Himmel wachsen, oder die Hoffnung, die Preise zeigten Nei- gung, unter den Nullpunkt(Selbstkostenpreis) zu sinken. Eines wie das andere ist falsch. Das wird bei gründlicher Ueberlegung klar. Doch heute ist die Kohlesituation bereits so verfahren, daß die bloße Erkenntnis, die Ein- sicht des Richtigten, hier nicht mehr helfen kann. Selbst in Handelskammerkreisen scheint die völlige Verkennung der Situation einge- rissen zu sein; sagte doch ein Handelskammer- funktionär dieser Tage, es sei Zeit, von der Regierung„Notstand“ verkünden zu lassen, um dann das wirtschaftspolitische Steuer um 180 Grad berumzuschleudern. Eine völlige Verkennung der Situation, denn die Entwick- lung am Kohlemarkt hat mit der Wirtschafts- politik überhaupt nichts zu tun. Die Kohle ist den deutschen Verwaltungsstellan entzogen, eine diskriminierende, kläglich versagende, zweimalige, von ausländischen Interessen dik- tierte Kohlenpreisfestsetzung machte die deut- sche Kohle zu dem billigsten Brennstoff der Welt und half, last not least, unsere Devisen- schwierigkeiten vergrößern. Das Gleiche gilt ja jetzt für die Auflage der Kcohlenexport- quote, und für die gegenwärtigen Verhand- lungen um die Neufestsetzung des Kohle- exportpreises. Jene Verhandlungen, die über- schattet sind von der Tatasache, daß die in- ländische Kohlepreiserhöähung um 4,50 DM je Tonne nicht ausreicht, um die durch die Lohn- erhöhungen im Bergbau gestiegenen Selbst- kosten zu decken. Je Tonne verwertbarer Kohle bleibt eine Differenz von 0,37 DM. Un- gerechnet, nicht kalkuliert, sind bei dieser Differenz die erhöhten Förderungskosten, die als Folge der Eisen- und Stahlpreiserhöhungen auftreten werden. Gewiß, mit Zwangsmaßnahmen könnte so manches scheinbar und vorübergehend zurecht- gebogen werden. Fraglich ist jedoch, ob es nicht besser wäre, ohne Zwangsmaßnahmen, durch bloße wirtschaftliche Gerechtigkeit die Krise zu beseitigen. Aus diesem Grunde hat wohl der Bundeskanzler und mit ihm der Vizekanzler die Beseitigung der Ruhr- behörde zur Voraussetzung der Verwirk- lichung des Schumanplanes erhoben. Der im Vorstehenden erwähnte Kritiker an ließ durch- blicken, es sei daran gedacht, eine inter- kontinentale Kohlenkontingent- stelle zu errichten. Das deutsche Volk kann nur beten, daß dieses Vorhaben niemals ver- Wirklicht wird, es sei denn, die bisherigen Diskriminierungen der deutschen Kohlewirt- schaft, die ihr bisher zuteil gewordenen un- billigen Auflagen hätten damit ein Ende und dem deutschen Volke würde das zuteil, was ihm gebührt, nämlich die Verfügungsgewalt über die deutsche Kohle. F. O. Weber * Der Betrieb der Bundesbahn sel nicht durch Kohlenmangel gefährdet, wird uns auf Anfrage aus dem Bundesverkehrsministerium mitgeteilt. Im Gegenteil habe die Bahn Pläne ausgearbeitet, wonach über die Feiertage täglich insgesamt bis zu 50 Entlastungszüge auf den Hauptstrecken ein- gesetzt werden. Schwierig würde die Situation vermutlich erst, wenn die Kälte die Wasserstra- Ben zufrieren lasse, so daß die Bundesbahn dann die ganzen Betriebskohle allein bewältigen müsse. OEG Hlelt General- versammlung ab Rund 20 Millionen Mark, genau 19 851 104,27 Mark, betragen die Umstellungsverluste der Oberrheinischen Eisenbahn- Ge- sellschaft AG Mannheim bei der Wäh- rungsreform(Abwertung der Bankguthaben, Wertpapiere, Forderungen an das Reich usw.). Diesen Verlusten stehen Umstellungsgewinne im der Gesamthöhe von 15 873 391,26 Mark Oarlehensschulden, Bahnrhaltungsrücklage, Rückstellung für anfallende Verpflichtungen, Ersatzbeschaffungsrücklage usw.) gegenüber, 50 daß sich per Saldo ein Umstellungsverlust It. Uc in der Höhe von 3 977 712,99 Mark er- gibt. Das ist ein Drittel des Reinvermögens. Die Neubewertung für Sachanlagen laut dem DPM-Bilanzgesetz verdeckt jedoch diese unheil- vollen Auswirkungen der Währungsreform, denn der Buchrestwert des Sachanlagevermö- gens der OEG erhöhte sich vom Abschluß- tage, dem 20. Juni 1948, von 9 893 971,15 RM zum DM-Eröffnungstage, 21. Juni 1948, auf 16 918 388 DM. Hinzu kommen die entspre- chenden Erhöhungen für im Bau befindlichen Anlagen, so daß schließlich zu der Berichti- gung des Eigenkapitals 6 827 411,09 DM zur Verfügung standen. Der effektive Vermögens- zuwachs beträgt(6 827 411,09 minus 3 977 712,99 * 2 849 698,10 DM. In der DM- Eröffnungsbilanz selbst über- krascht der außerordentlich hohe Stand des Anlagevermögens(siehe oben), zu dem sich ein Umlaufvermögen in der Höhe von etwa 2 Millionen DM gesellt. Die gesetzliche Rück- lage beträgt 3,4 Millionen, die freie Rücklage rund 6,5 Millionen. Unter der Bürgschaft der Stadt Mannheim fungieren Anleihen im Be- trage von 2,6 Millionen, die sonstigen Ver- bindlichkeiten sind im Hinblick auf die Bi- lanzsummen sehr geringfügig, betragen nicht ganz 0,2 Millionen, dafür sind alle gesetzli- chen und freiwilligen Rücklagen und Rück- stellungen vorbildlich dotiert. Die Bilanz des ersten Geschäftshalbjahres nach der Währungsreform weist eine außer- ordentlich saubere und sorgfältige Geschäfts- gebarung aus. Der Reingewinn von 2863 852,39 DM resultiert aus einer Bilanzsumme in der Höhe von etwa 43,6 Millionen DM. Die Ge- winn- und Verlustrechnung ist für Löhne und Gehälter mit rund 1 Million DM belastet, Während soziale Abgaben mit rund 0,2 Mil- lionen DM zu Buche stehen. Die Betriebs- Stofke und Strombezugskosten belaufen sich ebenfalls auf rund 1,1 Millionen DM, die Ko- sten kür Unterhaltung, Erneuerung und Er- gänzung der Bahnanlagen und Verkehrsein- richtungen stehen mit rund 0,73 Millionen zu Buche. Steuern etwa 0,5 Millionen DM. Die Einnahmen des Bahnbetriebes aus dem Per- sonenverkehr etwa 3,5 Millionen, insgesamt rund 3,7 Millionen, die Einnahmen des Kraft- verkehrs etwa 64 00 DM, die Einnahmen aus Stromversorgung rund 1,5 Millionen DM, ins- gesamt Einnahmen 3 243 663,24 DM. Die Bilanz für das Jahr 1949 weist geringe Abweichungen auf. In der Gewinn- und Ver- lustrechnung sind die Aufwendungen— eine Begleiterscheinung der Preisentwicklung. mitunter etwas höher als das Doppelte des zweiten Halbjahres 1948. Daß trotzdem die Gewinn- und Verlustrech- nung(die Aufwendungen und Erträge) mit einer Gesamtsumme von 9 318 618,79 DM ab- schließt beweist die umsichtige und sparsame Haushaltsführung des Betriebes, von detmn im Geschäftsbericht des Vorstandsberichts gesagt Wire, daß die Zahl der Fahrgäste im Jahre 1949 17 Millionen betrug(gegenüber vier Millionen in Vorkriegszeiten). Der Ertragsrechnung ab- träglich ist das Sinken des Normalverkehrs von 61,2 im Jahre 1947 auf 41,3 und das An- steigen des Berufsverkehrs von 38,8% im Jahre 1947 auf 38,7% im Jahre 1949. Demgemäß sind die Einnahmen des Personen- und Gepäck- verkehrs von 11,9 Mill. Ru im Jahre 1947 auf 5,8 Mill. DM im Jahre 1949 gesunken. Die Aufwendungen für Besoldungen, Löhne usw. stiegen von 1,6 Mill. RM im Jahre 1947 auf rund 1,9 Mill. DM im Jahre 1949, obwohl der Personalstand von 805 Personen(1. 7. 1948) auf 780 Personen am 31. 12. 1949 zurückging. Der durchschnittliche Jahresbezug der Lohnempfän- ger stieg von 2 520 RM(im Jahre 1947) auf 3 190 DM(im Jahre 1949) jeweils ohne Arbeit- geberanteil für Sozialversicherung. Am stärk- sten sind die Kosten der Unterhaltung usw. der Betriebsanlagen gestigen, nämlich von 865 000 RM(Jahr 1947) auf 1 357,000 DM(Jahr 1949). Der Kraftverkehr weist im Gegensatz zu dem schie- nengebundenen Verkehr einen Anstieg auf. Gegenüber 150 000 Beförderungsfälle des Jah- res 1947 werden 471 000 im Jahre 1949 verzeicn- net. Die daraus entstehenden Einnahmen ver- mehrten sich von 64 000 RM im Jahre 1947 auf rund 187 000 DM im Jahre 1949. Trotzdem wird der Kraftverkehr als Verlustbetrieb bezeichnet, weill ihm Aufwendungen von 220 000 DM gegen- überstehen, wobei die Sonderabschreibungen auf die neuen Omnibusse noch unberücksichtigt blieben. Die Generalversammlung der OEG konnte diesen Geschäftsbericht wohlwollend gutheißen und erklärte sich auch mit der Umstellung des Aktienkapitals im Verhältnis 1:1 einverstanden. Aus dem Reingewinn(II. Quartal 1948 im Kalenderjahr 1949) wird eine Dividende von 2% ausgezahlt. Aktionäre sind die Stadt Mann- heim, die Stadt Heidelberg und die Stadt Weinheim. am Rande, gewissermaßen als Umrahmung der Generalversammlung, wurden Pläne wei- teren Verkehrsausbaues, der Erneuerung und Instandsetzung erörtert, so daß der OEG-Zu- kunft weiter viel Erfolg verheißt. Tex. Privat-Rentenaufwertung Nachdem der Bundestag am 16. Dezember mit einer sehr großen Mehrheit das Gesetz über die Leistungen aus vor der Währungs- reform eingegangenen Renten- und Pensions- versicherungen verabschiedet hat, wird der Bundesrat diesem Gesetz noch zustimmen müssen, falls es wirksam werden soll. Bedenken, die dahin gehen, der Bundesrat werde seine Zustimmung nicht geben, weil für die damit entstehende Rentenausgleichsforde- rung in Höhe von rund 1 Milliarde DM die Länder hierfür eine Zinslast von etwa 35 Mil- lionen DM aufbringen müssen, wird von den meisten Bundestagsabgeordneten nicht geteilt. Einmal würden die Länder entsprechend von Fürsorgeverpflichtungen entlastet wer- den, zum anderen müsse der Bundesrat sich überlegen, ob er ein mit so großer Mehr- heit vom Bundestag angenommenes Gesetz ablehnen soll. Es wird deshalb angenommen, daß die Auf- besserung von Renten aus privaten Lebensver- sicherungen, Werkspensionen und sonstige Ver- sicherungen auf Gegenseitigkeit realisiert wird. Bekanntlich sollen alle nach dem 30. Juni 1950 fällig gewordenen Ansprüche dieser Art danach bis zu 70 DM im Verhältnis 1:1, bis zu 100 DM im Verhältnis 2:1 aufgewertet wer den, während Beträge über 100 DM weiterhin im Verhältnis von 10 RM 2 1 DM behandelt werden sollen. Nun auch„Kasernenverdrängte“ Für die Unterbringung neuer alliierter Streit- kräfte müssen seit September Maßnahmen zur Freimachung von Kasernen-Anlagen eingeleitet werden.„Kasernenverdrängte“ nennt der letzte Bericht des Wohnungsbauministers jene Gruppe von Personen, die die Kasernen räumen mußten. Die Alliierten hatten bekanntgegeben— so heißt s darin— daß keine Requisitionen von Wohn- gebäuden für die Aufnahme von Besatzungsange- hörigen stattfinden würden, außer im Falle drin- gender militärischer Notwendigkeit. Rüstungs-Aufträge keine echten Export-Aufträge In letzter Zeit häufen sich bei deutschen Textilfirmen ausländische Anfragen nach Tex- tilien, die in irgend einem Zusammenhang mit der Aufrüstung in den Ländern des Westens stehen. In dieser Frage vertritt die Textilindu- strie des Bundesgebietes den Standpunkt, daß Rüstungsaufträge keine echten Exportaufträge sind und nur erfüllt werden können, wenn die ausländischen Auftraggeber den Rohstoff stellen. Die Industrie begründet diesen Standpunkt damit, daß die Versorgungslage in Baumwolle und Wolle derart angespannt ist, daß ein grö- Berer Abzug solcher Rohstoffe zur Ausführung ausländischer Rüstungsaufträge die deutsche Zivilversorgung und den echten kommerziellen Textilexport gefährden könnte. Zur Deckung des Wollbedarfs fehlen der deutschen Textil- industrie die nötigen Devisen. Hinsichtlich der Baumwolle wird darauf hingewiesen, daß das amerikanische Exportkontingent für die Bun- desrepublik nicht einmal den Anschluß an die nächste Ernte sichert. Nach einer Berechnung aus Kreisen der Textilindustrie besteht bei einem Jahresge- samtbedarf von annähernd einer Million Bal- len Baumwolle in der Bundesrepublik eine Versorgungslücke von rund 200 000 Ballen. In Ein Blankoscheck der Bundesregierung Die deutschen Vorkriegsschulden sollen bereinigt werden Die Bundesregierung steht vor einer schwe- ren und verantwortungsvollen Entscheidung. Die Alliierten fordern von ihr die formale, aber grundsätzliche Anerkennung der öffent- lichen deutschen Vorkriegsschulden, insbeson- dere auch der des ehemaligen Deutschen Rei- ches. Erst dann könne einer Revision des Be- satzungsstatuts zugestimmt werden. Praktisch wird damit der gesamte Fragenkomplex der deutschen Auslandsverschuldung, zumindest aber der Vorkriegsverschuldung, aufgerollt. Daß es dazu eines Tages kommen würde und auch kommen mußte, war schon lange voraus- zusehen. Seit längerer Zeit werden deshalb von den zuständigen Stellen Erhebungen über Umfang und Zusammensetzung der Auslands- verschuldung angestellt, deren genaue Daten zur Zeit aber noch nicht vorliegen. Auf dem Weltwirtschaftstag Anfang Oktober in Berlin wies Dr. Rudolph Palberg, London, einer der besten Kenner der komplizierten Materie, auf das starke Hemmnis hin, das die bisher— immerhin seit mehr als fünf Jahren— unge- löste Frage der Auslandsverschuldung für die E der Weltkreditmärkte dar- Stellt. Im Grunde genommen handelt es sich jetzt zunächst um die deutsche Vorkriegsverschul- dung, während die übrige deutsche Auslands- verschuldung erst in einem späteren Friedens- vertrag behandelt werden kann, gerechterweise jedoch im Zusammenhang mit den beschlagnahmten und enteigneten deutschen Auslandsguthaben und Vermö- genswerten(auch Patente, Urheberrechte usw.). Die Höhe der Verschuldung hat der Bun- desfinanzminister auf eine kürzliche Anfrage im Bundestag mit mindestens 21 bis 22 Mil- liarden RM Vorkriegswert beziffert. Die Ent- Wicklung der deutschen Auslandsverschuldung (altes Reichsgebiet) seit der Julikrise 1931 geht aus nachstehenden Zahlenangaben her- vor: 5 5 5 Juli Sept. Febr. 1931 1932 1938 in Mililarden RM Stillhaltekredite 6,3 5,0 1,5 Kurzfristige Kredite 6,8 3,1 4.0 Langfristige Kredite 10,7 10,5 4,9 insgesamt 23,8 20,6 10,4 Legt man für die 10,4 Milliarden RM den heutigen Kurs von 4,20 DM für einen Dollar (statt damals 2,50 DM) zugrunde, so ergibt sich für die deutsche Auslandsverschuldung vom Februar 1938 ein Gesamtbetrag von rund 17,4 Milliarden Mark. Bei einer Umstellung auf D-Mark im Verhältnis 1:1 haben Sachverstän- der Berechnung sind die zu erwartenden Ein- fuhren an Exoten-Baumwolle mit rund 200 000 Ballen veranschlagt und die Lagerbestände im Bundesgebiet mit etwa 150 000 Ballen einge- setzt. 381 000 Ballen haben die USA bisher der Bundesrepublik zugeteilt. Die Differenz, 80 wird betont, kann bei der gegenwärtigen Marktlage durch Exoten-Baumwolle nicht ge- deckt werden. Erschwerend kommt die Aus- fuhrsperre der USA für Baumwollinters hinzu. Die Hoffnungen der Textilindustrie richten sich daher auf einen stärkeren Anteil an der noch aufzuteilenden zweiten Tranche der zusätzli- chen USA-Exportquote in Höhe von 600 000 Ballen. Auch bei einem relativ hohen Anteil für die Bundesrepublik kann jedoch von einer Schließung der Baumwollücke keine Rede sein. Finanzverwaltung strebt Verstärkung an Im Bundesrat werden zur Zeit Pläne er- wogen, wie die Steuererhebung intensiviert werden kann. Diesbezügliche Vorschläge sind von dem Finanzminister für Nordrhein/ West- talen, Dr. Weitz, dem Finanzausschuß des Bundesrates vorgetragen worden. Die Finanz- ämter seien unzureichend mit Personal besetzt und eine verschärfte Steuererhebung könne mur durch Neueinstellung von Kräften erreicht wenden. Nordrhein/ Westfalen z. B. will für die- sen Zweck 1 400 Personen neu einstellen. Wenn dige die gesamte deutsche Vorkriegsverschul- dung bei Kriegsbeginn(1 Dollar gleich 4, 20 DM und ohne Berücksichtigung von Zinsen) mit rund 15,8 Milliarden DM errechnet. Hiervon sollen, wie berichtet wird, 3,8453 Milliarden DM auf die öffentlichen deutschen Vorkriegsschul- den entfallen, darunter 475 Millionen DM auf die Dawes- Anleihe, 770 auf die Voung-Anleihe, 500 auf die Kreuger-Anleihe, 565 Millionen PM auf Verbindlichkeiten der Konversionskasse, 1,2 Milliarden DM auf Verpflichtungen der Deutschen Verrechnungskasse und 70 Millio- nen DM auf Zinsen für die Oesterreich-Anleihe (für die Zeit vom 12. März 1938 bis zum 8. Mai 1945). Sollte es nach den zur Zeit schwebenden Untersuchungen des Auswärtigen Ausschusses und eines besonderen Unterausschusses des Bundestages zu der von den Alliierten gefor- derten Abgabe einer Schuldenerklärung vorbehaltlich der Ratifizierung eines entspre- chenden deutsch- alliierten Abkommens durch den Bundestag— kommen, so kann sich dieses Schuldanerkenntnis natürlich nur auf die öffent- lichen, nicht aber auf die privaten deutschen Vorkriegsschulden erstrecken. Aber auch hier- gegen hat die Studiengesellschaft für privat- rechtliche Auslandsinteressen e. V., Bremen, in einem Memorandum an das Bundesfinanz- ministerium erhebliche Bedenken geltend ge- macht. Sie hält die Abgabe einer solchen Schuldenerklärung für„verfrüht und unzu- mutbar“ und verweist hierbei auf völkerrecht- liche Bedenken, ferner auf die außerordent- liche Erschwerung einer Regelung der Vor- kriegsschulden durch die erfolgte Beschlag- nahme deutschen Auslandsvermögens und vor allem auf die über die westdeutsche Leistungs- kraft hinausgehende, innere wirtschaftliche Belastung. Ueberdies enthalte die vorgesehene Schuldanerkenntnis keine substantiierten Zah- lenangaben, ein genauer Zahlungsplan soll erst später aufgestelt werden. Auch aus ihren ei- genen Koalitionskreisen wird die Bundesregie- rung davor gewarnt, einen„Blankoscheck“ auszustellen. Ein ehrlicher Schuldner, so wird argumentiert, könne nur fest umrissene Ver- pflichtungen übernehmen, von deren Tragbar- keit und späteren Einhaltung er überzeugt ist. Zu berücksichtigen seien außerdem das ver- kleinerte Bundesgebiet, dessen wirtschaftliche Leistungskraft von Sachverständigen auf nur rund 50 Prozent des alten Reichsgebietes ge- schätzt wird, und vor allem die Tatsache, daß die vom Ausland mit Recht geforderte Auf- nahme einer Verzinsung und allmählichen Til- gung der deutschen Vorkriegsschulden nur aus der alleinigen Quelle einer verbesserten Außenhandels- und Devisenbilanz möglich sei. Da also der Schuldenabbau nur schrittweise vor sich gehen könne, wird besonders in Bank-, Mittwoch, 20. Dezember 1950/ w. auch die Verwaltungskosten dadurch werden, so nimmt man in Kreisen deg Ban ratsausschusses für Finanzen doch an, cal schärfere Steuerkontrolle das Aufkom 1 sentlich erhöhen könnte, ohne daß die sch verändert wenden. Die Vorbesprechungeg Ko ern noch einige Zeit an. ür Agrar-Löhne N den Industrie-Löhnen angegzg eine Die FDP hat ein Agrarprogra gen in dem neben der nöchstmögllchen Puuh den und der Pflege sowie dem Schutz dh edelungserzeugung eine Angleichung 9 löhne an die Industrielöhne gefordef W B Weitere Punkte des Programms sind: Baal derr schleuse und Vorratshaltung zur Erre und einer geregelten Marktbeschickung und Mär stabilen Preisniveaus; freie Preisgestalln ten dem Innenmarkt; Aufhören aller Subveneg Kine für die Landwirtschaft(Erzeuger): mia ire kurzer Weg vom Erzeuger zum Verbral 10 Verbilligungsmaßznahmen zu Gunsten c War bemittelter Verbrauchergruppen; angeme 100 Bewertung der ländlichen Arbeit; trag die Steuern; bundeseinbeitliche Bodenreform] Kin- Siedllungsrecht; keine entschädigungeldse Heir eignung; Besiedelung der Moore und ländereien: Förderung von Meliorationen) landgewinnung und Flurbereinigung durd Staat. f K Bade nahr delb kom bein ginn Finanz- und Außzenhandelskreisen eine 422 dringliche Bereinigung für die komme 8 Vorkriegsverschuldung gefordert. Auf Fall dürfe die Bereinigung öffentlicher iI dete kriegsschulden, wie zum Beispiel der dez gart maligen Reiches, die Abwicklung der noch 500 bis 600 Millionen DM ausmachenden, Stilhaltekredite behindern, die, vom 4d als Valutakredite gewährt, in den Jahren: dem ersten Weltkrieg besonders über die maligen deutschen Großbanken an industp tet worden sind. Schon seit längerer Zeit bemüht sich Deutsche Ausschuß für internationale fu zielle Beziehungen, der sogenannte erwelg Stillhalteausschuß, dem Vertreter der B und der Industrie angehören, den noch 0b stehenden, geringfügigen Betrag der Stillha schulden auf Grund freiwilliger Vereinber gen, an denen die Schulaner wie auch die 6h biger interessiert sind, abzuwickteln. Erst don mit den amerikanischen, englischen schweizerischen Gläubigerkomitees und Frankfurt mit den beteiligten deutschen 8 hemmende Vorschriften wie die Direkiihe (Punkt 3) zu den Militäregierungsgesetzel 52 und 33(Neufassung) entgegen, die 2h praktisch kaum durchführbaren Meldezum sämtliche ausländischen Gläubiger im fl einer vereinbarten Rückzahlung von va verbindlichkeiten vorsieht. Eine Revision d ser einschränkenden Direktive sollte des erwogen werden. Die endgültige Ablösung Stillhaltekredite würde dazu beitragen, internationale Bewegungsfreiheit der weste schen Wirtschaft zu erweitern, weil dam Furcht vor internationalen Zugriffen von genommen würde. Noch können die deutzt Banken und Versicherungen keine eige Fremdwährungskonten unterhalten, die 0 deutschen Kreditinstitute sind bislang it Agenten der Bank deutscher änder tätig aber die Bereinigung der alten Stillhalteke die Bahn für normale Rembourskredite und neue Engagements freier machen würde, ant sie im Interesse von Gläubigern und Schi h nern wichtiger und vordringlicher als die B 8 lung der öffentlichen deutschen Vorkriegss 5 den. Dies sollten sowohl die Alliierten f Neck auch die deutschen zuständigen Stellen beg 110 ken. Angesichts der westdeutschen Rap pale armut wird ausländisches Privatkapital di gend benötigt. Kein privater Geldgeber ind= Welt— das ist ein allgemein bekannter Fr 8 rungssatz— läßt sich aber auf ein ne Engagement ein, solange für das alte del 31 befriedigende Lösung gefunden worden 58. 5 Europäisches Kohlen- und Koks-Defizit sechs Millionen Tonnen Das Kohlen- und Koksdeflzit Westeuropas im ersten Quartal 1951 wird nach einer Be- kanntgabe der UNO-Kommission für Europa- Wirtschaft rund sechs Millionen Tonnen be- tragen. Man schätzt den Bedarf der Kohle- importländer für die ersten drei Monate des kommenden Jahres auf 19,5 Millionen Tonnen, während für Exportzwecke im gleichen Zeit- raum nur 13,5 Millionen Tonnen zur Verfü- gung stehen. Trotz des Kohlenmangels und der Tatsache, daß die Bedarfsspitze in jedem Jahr im ersten Quartal zu liegen pflegt, glaubt die UNO-Kom- mission, daß die meisten europäischen Länder in der Lage sein werden, ihre notwendigen Dienste bei Transport, Verkehr und Energie aufrechtzuerhalten und die Betriebe und Werke weiterarbeiten zu lassen. Am meisten wird nach ihrer Ansicht die Hausbrandversorgung in Mitleidenschaft gezogen. Sie hat die Kohle- produzenten aufgefordert, alle Möglichkeiten zu einer kurzfristigen Erhöhung der Kohlen- törderung auszuschöpfen. Die Kohleexport- länder sollen die zugesagten Ausfuhrquoten einhelten. Ueber 250 000 Wohnungen fertiggestellt Wie aus dem Monatsbericht für Oktober/ November des Bundesministers für den Woh- nungsbau hervorgeht, wurden von den Bau- polizeibshörden im Oktober der Zugang von 32 700 Wohnungen mit rund 112 000 Wohnungen gemeldet gegenüber 28 400 mit 95 700 Wohn- räumen im September. Damit ist bereits in den ersten zehn Monaten des Jahres 1950 von der Baupolizei die Fertigstellung von annähernd 300 000 Wohnungen registriert worden. Berück- sichtigt man, daß die Meldungen der Bau- ämter hinter der tatsächlichen Fertigstellung zurückbleiben, so kann der effektive Woh- nungszugang bis Ende Oktober von bereits rund 250 000 Wohnungen geschätzt werden. Seit Jahresbeginn sind rund 470 000 Wohnungen zum Bau genehmigt worden. Das sind über 75% mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Der„Europa-Ausschuß“ der deutschen Industrie wurde in Hamburg bei Anwesenheit des Vize- kanzlers Franz Blücher vom Bundesverband der Industrie gegründet. Der Ausschuß. der ursprünglich„Marshallplan-Ausschuß“ hei- Ben sollte, will den Zusammenschluß Europas zu einem einheitlichen großen Wirtschafts- raum fördern. Vorerst soll der Ausschuß die Möglichkei- ten zur Erreichung dieses Zieles prüfen und ausarbeiten. Als Mitglieder des Ausschusses fungieren Unternehmer, die ihre Wirtschafts- zweige schon jetzt in den Fachausschüssen der OEEC(Organisation für europäische wirt- schaftliche Zusammenarbeit) oder des Mar- shallplan-Ministeriums vertreten. Als erstes Grundgesetz für die Wirtschaft der Bundes- republik bezeichnete Vizekanzler Blücher in seiner Ansprache die Sparsamkeit. Da- zu gehöre, daß nicht nur jeder überflüssige Luxus streng vermieden werde, sondern auch Ausgaben, die in anderen Zeiten als normal angesehen würden. Blücher forderte eine scharfe Ueberprüfung der Kalkulation und der Kostenrechnung nach den Gesichtspunk- ten der dauernden Wettbewerbsfähigkeit. Nie- mals könne die Bundesrepublik von den Be- satzungsmächten eine Senkung der Besat- zungskosten verlangen, wenn ihr auf der an- deren Seite der Vorwurf überflüssiger Aus- gaben gemacht werden könne. Manche Pracht- straßen in westdeutschen Großstädten(Blü- cher meinte damit offensichtlich Hamburgs lichttiberflutete Autobahn-Einfahrtstrage) könn- ten dem Betrachter als eine politische Gefahr erscheinen. Außer der Rede Blüchers standen die Aus- führungen des Präsidenten vom Bundesverband der deutschen Industrie, Fritz Ber g, im Mit- telpunkt der Veranstaltung. Berg sprach sich unter Hinweis auf die allgemeine Rohstoff- Knappheit gegen die Einführung einer zentralen europäischen Planwirtschaft aus. Gleichzeitig wies er den Vorwurf zurück, der Marshallplan sei ein Instrument der Planwirtschaft. Es sei untragbar, daß die großen Rohstoffländer der Welt sich mit einer internationalen Verteilung ihrer Exportgüter widersetzten und gleichzeitig von Deutschland den Export seines einzigen wichtigen Rohstoffes, der Kohle, in einer Menge verlangten, durch die eine wesentliche Kürzung seiner Produktion e Sei. Entflechtung zieht slehstrudelteigartig hin Wie in Bonn verlautet, wollen die Alliierten in weiteren Durchführungsverordnungen Nr. 4 und 5 zum Gesetz Nr. 27 nach dem Liquida- tionsbefehl von sechs großen Montan- Konzernen nunmehr auch die Liquidation von weiteren Unternehmen anordnen. In der Verordnung Nr. 4 sind aufgeführt: Das Kohlenkontor Wey⸗ henmeyer, Kohlenhandelsgesellschaft„Glück auf“, Abteilung Beck& Co., ferner die Deut- sche Kohlenhandelsgesellschaft Lüders, Meent- cer& Co., während die Verordnung Nr. 5 die Friedrich Flick-K G. aufführt. Das Bundleswirtschaftsministerium hat der Hohen Kommission schriftlich seine Bedenken gegen diese Absichten mitgeteilt und vor- geschlagen, die geplanten Maßnahmen auszu- setzen, bis über die allgemeinen Entflechtungs- pläne Klarheit besteht. 4 Nußenhandelsnachrielien: Einfupruberschuß auch in VS a Die Einfuhr der Vereinigten Staaten“ reichte im Oktober mit 921 Millionen Doll Dagegen ging die Ausfuhr auf 904 Million Dollar zurück gegenüber 911 Millionen bo. im September. Außenhandelssschverständ f der amerikanischen Regierung weisen dard hin, daß sich in der Zunahme der FEinfubte]] Ap auch die Preissteigerungen seit Ausbruch d Korea-Konfliktes auswirken. L Heimarbeitsgesetz tritt bald in Kraft ff Mit dem Inkrafttreten des am 7. Dezember! vom Plenum des Bundestages einstimmis 1 U abschledeteten Heimarbeitsgesetzes dürfte 1 00 Meinung des Bundesarbeitsministerlums in ster Zeit zu rechnen sein, da angenommen, 1 Kb den kann, daß die Bundesregierung dieser Ge zesvorlage zustimmen wird. Antwort auf Preisstop: verkaufsperre Die General Motors Corporation sperrte an 1 tag den Verkauf ihrer Personenwagen Moden, vom Typ Chevrolet, Pontiac und Cadillac, 165 Typen, für die die Gesellschaft Preisernbnes von durchschnittlich 3% angekündigt hatte, 100 unter die Preisstopverordnung, die die USA-Re rung am Samstag erlassen hatte. nalen Die Gesellschaft teilte den Automobilhs mit, daß alle Personenwagen der genannten 110 die sie am Montag oder später erhalten, Mie der General Motors auf Konsignationsbass 0 ben. Die Wagen dürften bis auf weiteres n Han Weiter verkauft werden. He Deutsch- amerikanische Petroleumgesellschaft heißt nun Esso AG. 10 Die deutsch- amerikanische petroleum. des schaff in Hamburg hat nach Mitteilung der schäftsführung ihren Firmennamen in ene geündert. Die DapG beging in diesem Jaht 60 jähriges Geschäftsjubilum. Industriebank Düsseldorf ruft zur Aktlen- Inn Übernahme auf 1e ö Die Industriebank in Dusseldorf ruft e An werbliche Wirtschaft zur Ubernahme 1 80— im Nominalbetrag von 6 Mill. DM auf, ati hat in den 12 Monaten ihrer bisherigen I wen 2e Kredite in Höhe von 295 Mill. DM an die ge liche Wirtschaft bewilligt. * 2 Frankfurter Effektenbörse im 19. De zember 10 ers Bei uneinheitlich sehr nach unten erich 03 Kursentwicklung blieb das Geschäft der Fra a1 ter Effektenbörse in relativ engen Grenzen anfänglich sehr lustlose Haltung der A hatte zur Folge, daß zunächst die ee 1 gehandelten Werte nicht den Vortage nter haupten konnte, doch bewirkte eine im de f der Börsenstunde langsam aufkommen el holungstendenz bei manchen Papieren 1 Aufbesserung. Bankaktien waren merk 192 schwächt, ebenso Papiere von Nasen en Kraftfahrzeug- Gesellschaften. Ausgesproche einheitlich verlief der Markt für Elektro-, 50 und Montan-Werte. Fest verzinsliche 5 blieben weiterhm überwiegend angeboten, 0 konnten sich bis auf wenige Ausnahmen tagsnotlerungen behaupten. 2 . 297/ Mittwoch, 20. Dezember 1950 MORGEN Seite 8 — Blick ins Land Korb der Barmherzigkeit och Autkomn Heidelberg. Im Vorraum einer evange- daß die f nschen Kirche in Heidelberg wurde ein prechungegg Korb der Barmherzigkeit“ aufgestellt, der ür die Aufnahme versandfähiger Lebens- mittel bestimmt ist. Die Lebensmittel sol- N len für Kinder in der Sowietzone sein, die ang epzlf einer Einladung nach Heidelberg nicht fol- amen 0 gen konnten, weil die Sowijetzonenbehör- 8 Prot den die Reise verboten hatten. schutz der) Kinder aus Spanien zurückgekehrt 5 Karlsruhe. 449 von 500 deutschen Kin- 6 8 dern, die durch Vermittlung des deutschen zur Frrel und des spanischen Caritasverbandes seit ung un 1 März zur Erholung in Spanien waren, tra- eisgestaltug ten am 18. Dezember in Karlsruhe ein. Die er Suppen Kinder, die bei spanischen Familien und in 1 A hirchlichen Erholungsstätten gelebt hatten, nee waren geradezu überladen mit Geschenken. n; an 100 von ihnen stammen aus Westberlin und erbeit; die anderen aus dem Bundesgebiet. Die odenretom Kinder sind in Einzeltransporten in ihre dig ungs obe Heimatorte weitergeleitet worden. OOre loratjoneng Schülerheime zurückgegeben 18 ung dura Karlsruhe. Dem Melanchthonverein in zaden sind die seit Kriegsende beschlag- nahmten Schülerheime in Freiburg und Hei- delberg wieder zurückgegeben worden. Im kommenden Jahr will der Verein in Wert- deim mit dem Bau eines neuen Heimes be- ginnen. eisen eine 4 602 DM Einnahmen durch Werbefunk 15 kommem] Stuttgart. Der Ausbau des UK W- Sende- Kane Mag getzes des Süddeutschen Rundfunks Stutt- iel der de kart hat bisher 650 000 Marke Zekostet. Pie 8 085 104 feklemesendungen im Werbefunk des Süd- deutschen Rundfunks haben vom März bis un Kovember 422 602 DM eingebracht. Davon zind, wie auf der Rundfunkratsitzung in Stuttgart mitgeteilt wurde, 265 000 DM an das württembergisch-badische Kultusmini- terium abgeführt worden. Dienstgradbezeichnung in Hessen erlaubt Wiesbaden. Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann(SPD) hat die seinem Ministerum unterstellten Behörden und bpienststellen davon unterrichtet, daß An- gehörige der früheren Wehrmacht sowie beamte, deren Anstellungsbehörde nicht ernüht sich rationale fu mehr besteht, hren früheren Dienstgrad auch künftig führen dürfen. Die hessischen Regierungspräsidenten wurden angewie- sen, auf Beschwerden gegen Titelführung dieser Art nicht mehr einzugehen. Schachfreundschaft München. Die Schachfreunde der Bundes- republik und der Sowjetzone haben einen Paritätischen Arbeitsausschuß gebildet. Sie wollen den Spielverkehr auf gesamtdeut- scher Grundlage weiter ausbauen und ge- meinsame deutsche Meisterschaften austra- gen. Fehlspekulation mit der Biersteuer 5 München. Das bayerische Finanzministe- rium stellt in seinem Novemberbericht fest, daß sich die bei der Biersteuersenkung ge- hegten Erwartungen auf Hebung des Bier- verbrauches nicht erfüllt haben. Die gute Tat Münster. Die Gemeindevertretung Dol- berg im Kreis Beckum beschloß am 18. De- zember, freiwillig auf die Sitzungsgelder für die nächsten vier Sitzungen zu ver- zichten. Mit dem Geld soll eine Weihnachts- bescherung für Kinder von Kriegsversehr- ten und Kriegerwitwen finanziert werden. Wirklicher Name nicht festzustellen Hildesheim. Ein zu der Sagorski-Bande gehörender Russe, genannt Mark Rola, des- sen wirklicher Name bisher nicht fest- gestellt werden konnte, wurde vom Hildes- heimer Landgericht wegen acht schwerer 1 zu vier Jahren Zuchthaus ver- urteilt. Flüchtlingsforschungsinstitut? Bonn. Der Zentralverband Vertriebener Deutscher(ZVD) hat der amerikanischen Hohen Kommission zum Studium der Ver- triebenenfrage in Deutschland in einer Denkschrift vorgeschlagen, aus ECA-Mitteln ein wissenschaftliches Institut zur Erfor- schung der deutschen Flüchtlingsfrage auf Bundesebene zu errichten. Währungsgeschädigte an Prof. Heuß Hamburg. Die Interessengemeinschaft der währungsgeschädigten Sparer in der Bundesrepublik bat am Montag Bundes- präsident Prof. Heuß in einem Telegramm. sich für ein Altsparergesetz einzusetzen. Short und Spiel: Um den Schach-Pokal Im Klublokal des Mannheimer Schachklubs „12 Apostel“ wurde die dritte Pokalrunde um den badischen Schachpokal zur Austragung ge- bracht. Von den 15 noch in Konkurrenz befind- lichen Spielern— die Verlierer scheiden je- weils aus— traten nur noch 10 an, wobei die Vereine 1865, 1910 und Pfingstberg jeweils mehrfach vertreten waren. Das Los wollte es, daß in sämtlichen Paarungen Klubkameraden zusammenkamen, was allerdings der Hartnäk- kigkeit der Kämpfe keinen Abbruch tat, wie zwel Remispartien Haaf— Steffan bzw. Braun- Blössel) bewiesen. Ueberraschenderweise schied mit Dr. Meyer der große Favorit der Konkur- renz durch eine Niederlage gegen Turn(1865) aus, während Kohlmüller gegen Weirauch (1910) eine Runde weiter vorrückte. Unbeendet blieb die Partie Durst-Laufer(1865), in der Durst die besseren Aussichten hat. Schieri wurde beleidigt Ist„Nordkoreaner“ eine Beleidigung? Der Koreakonflikt bewegt nicht nur die Ge- müter der politisch interessierten Menschen, sondern scheint nun auch den ohnehin nicht armen Sprachschatz der Fußballspieler zu be- reichern. Im nordwürttembergischen Sportkreis Kocher-Rems machte ein vom Platz verwiese- ner Spieler nach dem Schluß des Spiels sei- nem Kerger Luft, indem er den Schiedsrichter „Nordkoreaner“ titulierte. Der Spieler wurde daraufhin von der Spruchkammer des Fußball- verbandes für 14 Tage gesperrt. Außerdem wurde ihm nahegelegt, sich künftig politischer Aeußerungen auf dem Sportplatz zu enthalten. Im übrigen scheint es bei dem Spiel etwas eigenartig zugegangen zu sein, denn ein ande- rer Spieler, der sich während des Kampfes eine Zigarette angezündet hatte, wurde vom Schiedsrichter gleichfalls vom Platz gewiesen. Dr. Knieß ist Meister Vie richtigen Florett-Sieger Vor einiger Zeit veröffentlichten wir die Siegerliste der Florettfechter um den badischen Meistertitel. Sie war falsch. Hier die richtige Reihenfolge: 1. Dr. Knieß, Freiburg, 2. Herbert Beyer, Pforzheim, 3. Kurt Schmidt, Weinheim, 4. Max Stahl, Pforzheim, 5. Erwin Beyer, Mannheim. Die Fehlerquelle dürfte darin zu suchen sein, daß der Pressereferent des Landesbundes der Fechter, der die falsche Liste verbreitete, die Siegerehrung verschlafen hat. „ J3Sy 46 verlor Hock eyspiel mit Ibpfiif VfR von TSG 78 knapp geschlagen/ Lokalderby unentschieden TSG 78 Heidelberg— VfR 2:1 Auch in diesem Treffen lieferten die Gäste erneut den Beweis, daß die Mannschaft gegen- über dem Vorjahre wesentlich verbessert ist. Der hartgefrorene und schneebedeckte Boden Stellte an die Spieler große Anforderungen; die Mannheimer bevorzugten das für solche Ver- hältnisse erfolgversprechende Steilspiel und lieferten den Platzherren eine ebenbürtige Partie. Sperber gelang schon bald nach Beginn der Führungstreffer und die Querlatte ver- hinderte eine leicht mögliche Erhöhung. In der letzten Viertelstunde legten dann die Platz- herren einen beachtlichen Endspurt hin und drückten die Mannheimer in ihre Hälfte zurück. Seubert gelang schließlich der Ausgleichstreffer und kurz vor Schluß kam Hübenthal auf Vor- lage von Riehl zum spielentscheidenden zwei- ten Tor. Bei Mannheim geflelen besonders Dr. Kul- zinger und Binger, während bei den Platz- herren Berlinghof und Riehl hervorstachen. Bei Heidelberg wirkte sich auf die Mannschafts- leistung das Fehlen des etatmäbßigen Mittelläu- ters Bauer nachteilig aus. Im Frauenspiel 8 die Gäste verdienter und sicherer 4:1 leger. TV 46 Mannheim— TV 46 Heidelberg 2:3 Daß ein Spiel erst mit dem Schlußpfiff ent- schieden ist, bewies dieses Treffen erneut. Bis kurz vor Ende lagen die Platznherren mit 2:0 in Front, mußten sich aber dann durch Grimm und auf Strafecke hin von Keller nicht nur den Ausgleich gefallen lassen, sondern auch noch ein drittes Tor durch den linken Läufer Joos. Um dieses dritte Tor gab es einen Disput, flel es doch in dem Augenblick(Sekunden- bruchteile später?), als der eine Schieri, der sich in der entgegengesetzten Hälfte befand, das Spiel abpfiff. Der Red. ist noch nicht be- kannt, welche Entscheidung der Vorstand ge- fällt hat. Die Spieler beider Mannschaften haben sich auf 2:2 geeinigt!) Germania— MIG 2:2 Zum ersten Punktgewinn kamen die Platz- herren gegen ihren Lokalrivalen, der ohne Grimm und Zinser zur Stelle war. In dem äuherst schnell durchgeführten Treffen gingen die Germanen ꝗurch ihren Rechtsaußen schon bald nach Beginn infolge eines Miß verständ- nisses der linken Deckunsreihe in Führung. Dann erzwangen die MTG ler eine Ueberlegen- heit, die nur durch gelegentliche Vorstöße der Platzherren unterbrochen wurde. Kreher stellte vor der Pause noch den Ausgleich her. In der zweiten Hälfte erschwerte das Schnee- treiben den weiteren Spielverlauf. Die Gäste vergaben verschiedene klare Chancen, kamen aber schließlich durch Kraus zum längst ver- dienten zweiten Tor. Kurz vor Schluß erzielte Germania nach Strafecke durch Ufer den Gleichstand. Der Morgen-Tip Württemberg-Baden: VfB Stuttgart— SpVgg Fürth VfB Mühlburg— Kickers Offenbach VfL Neckarau— FC Singen 04 Vfl Konstanz— Stuttgarter Kickers Concordia Hamburg— FC St. Pauli Eimsbüttel— Werder Bremen Hertha BScC-Berlin— Ten. Bor. Berlin Hamborn 07— 1. FC Nürnberg Rheydter SV— VfR Mannheim Vikt. Aschaffenburg— Kick. Offenbach Berussia Dortmund— SpVgg Fürth BC Augsburg— Belgrader SK Eintr. Kreuznach— Eintr. Frankfurt VfB Bielefeld— Rot-Weiß Essen Rheinland-Pfalz: VkB Stuttgart— SpVgg Fürth Hamborn 07— 1. FC Nürnberg Phönix Ludwigshafen— SV Waldhof VII. Osnabrück— Preußen Münster 1860 München— Belgrader SK Rheydter SV— VfR Mannheim Tus Neuendorf— Hajduk Split Schalke 04— Wacker Wien Concordia Hamburg— FC St. Pauli TSV Eimsbüttel— Werder Bremen VfL Neckarau— Singen 04 FK Pirmasens— SSV Reutlingen 1. FC Saarbrück.— Roter Stern Belgrad 2 VIB Neunkirchen— 1. FC Kaiserslaut. 2 do de N d d H d d d ο d= neren 1 ien nnen nnn 111er J)%VßGCͤ/᷑éq, Quer durch den Toto-Wald württemberg Baden: 12ꝛer-Wette: I. R.(11 rich- tige): 40 Gew. 1 690.— DM; II. R.: 783 Gew. 85.— DM; III. R.: 6 884 Gew. 9,70 DM. 10er-Wette: I. R.: 1 Gew. 35 750,— DM; II. R.: 54 Gew. 660, DM: III. R.: 979 Gew. 36,30 DM. Zusatzw.: T. R.: 39 Gew. 990.— DM: II. R.: 1 038 Gew. 37,.— PM. Rheinland/ Pfalz: I. R.: 46 Gew. 2 841,35 DM; II. R.: 87/7 Gew. 149. DM; III. R.: 8 252 Gew. 15,85 DM. Kleintip: 102 Gew. 387, 10 DM. Bayern: Normal-Wette: I. Rang: 1 Gew. 126 047.— DM;: II. R.: 49 Gew. 2 572,— DM; III. R.: 666 Gew. 189,20 DM. 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Bassermann Albert und Else Bassermann Emma Bassermann Neffen und Nichten 1 und Onkel, Herrn Der Herr über Leben und Tod hat heute unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager Friedrich Michel nach langem Leiden im Alter von 71 Jahren, versehen mit den Tröstungen der hl. Kirche, in die ewige Heimat ab- berufen. Mhm.- Käfertal(Wormser Str. 15), den 19. Dez. 1950. In stiller Trauer: Geschw. Michel und Angehörige Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 21. Dezember 1930, nachmittags 14 Uhr, auf dem Friedhof in Käfertal statt Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Oma, Schwester u. Tante, Frau Ema gängmantel geb. Stutz un Alter 5 mrem langjährigen Leiden zu erlösen. Mannheim, Bad Kreuznach, den 18. Dezember 1950 Dle trauernden Hinterbliebenen: Gustav Gänßmantel A. Hüttler u. Frau Rosel, geb. Gängmantel 5 H. Rossa u. Frau Liesel, geb. Gänßmantel H. Gänßmantel und Frau nebst 5 Enkelkindern Beerdigung am Donnerstag, 21. Dezember 1950, 13.30 Uhr, Fried- hof Neckarau. Für die vielen Beweise herz- licher Anteilnahme sowie für die zahlreichen Kranz- u. Blu- menspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, Herrn Wilhelm Keitel sprechen wir unseren sufrich- tigen Dank aus. Ferner danken Wir Herrn Pfarrer Kühn für seine tröstenden Worte, der Schwester Marie für ihre liebe- volle Pflege sowie dem Milch- händlerverein für die Kranz- niederlegung. Mhm.-Neckarau, 20. Dez. 1930 Friedrichstr. 121 5 Frau Sophie Keitel, geb. Schmitt und Angehörige Mi kester doppelseitiger Uelenkstüte AL Karoline Oberländer Mannheim D 3, 8 an den Planken, Telef. 3 24 72 3 von 64 Jahren von Nach kurzem, schwerem Leiden ist mein innigstgeliebter Mann, unser Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Helnrien Lornacner am 19. Dez. 1950 im Alter von 79 J. unerwartet heimgegangen. Mannheim, J, 6 In tiefer Trauer: Frau Kath. Lorbacher, geb. Stumpf nebst Kinder und Anverwandte Beerdigung: Donnerstag, 21. 12. 1930, 11.30 Unr, Hauptfriedhof. Mellelent nicht immer, bestimmt aber zu den Festtagen N 7 8 N 5 Schlüter Kaffee Schreib- Acldier- Buchungs- IHpil falle Friedrichsplatz s Wasserturm Mannheim Ruf 42768 Maschinen Eisenwaren- Baugeräte Haus- u. Küchengeräte pfeiffer. Mannheim K 1, 4 88 734 50 viel Sanella! Ja zu Weihnachten soll alles sie Ihrem besonders gut gelingen!“ Sie haben sich doch gewiß auch schon Gedanken über das Weihnachtsessen gemacht? Ganz gleich, was Sie für die Feiertage kochen, braten oder backen mit Sanella gerät alles vorzüglich! Sie wissen doch, warum? Weil die feine, frische Sanella Geschmack und Aroma der Zutaten voll zur Geltung bringt., und weil Festessen die letzte Feinheit gibt! /— NEUERUFFN UNE Dem Wunsche vieler Angrenzer Donnerstag 21. Dezember . Mhm.- Waldhof Staudenweg 1 Ecke Lang. Schlag habe ich sicherlich mit der Eröffnung einer modernst eingerichteten Metzgerei. 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Da mon den Zeitpunkt von notürlichen Erdbeben 2222 2 3 3 22 — „„ nicht vorcusscgen kann, hat man neuerdings. künstliche Erdbeben · Explosionen größten Umfang! benutzü, um genque Messungen vorzunehmen. Notwendig gewordene Riesensprengungen worden uf die Sekunde gencu festgelegt. Die forschef bauten ihre Apporcte duf, und als der Zündfunte die Sprengladung zur Detonotion brachte, da schloge im selben Moment die Zeiger der Seismogrophen aus. Die Auswertung des Großyersuchs ergab, dat der Gronitmontel der Erde nur halb 30 sto ist, wie mon bisher angenommen hat. U Von soſch interesscinten Experimenten, von den Schönheiten und 10 Geheimnissen der Natur und den großartigen Leistungen del modernen echnik berichtet in mehrfarbig illustrierten Aufs ö 0 mit prõchtigen Fotos und Kupfertiefdruckbeilogen der„OON- „Orion“, die nuturwissenschoftlich— fechnische Zeitschrift für Jede ff monn erscheint zweimol im Monet, Heftpreis nur 75 Pf. 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Januar 1951: Großes Symphonie-Konzert des SWF oOrchesters — unter Professor Rosbaud 30%% Kurtax- Ermäßigung 7-Tage-Pauschalaufenthalte A bemen-skiklei engelhorn Skiblusen DN 28. 32. und 43.50 Engelhorn Skihosen DN 35.— 41.40 und 65 Engelhorn-Skisnzüge DN 148. und DN 168. dung Ferner: pullover, Mützen, Sch ls, Handschuhe, Ski Stiefel, Skier, Stöcke und alles, Wes dazu gehört. Verlengen Sie bitte kostenlose Zusendung unsere? Se ie Prospektes 1950„Alles für den Winfersporl, 5 4 Seite 8 MORGEN Mittwoch, 20. Dezember 100/ Wiege und Zielsetzung des Theaters/ von cr zuekmaver Carl Zuckmayers jüngstes Werk, Der Nahrung geben, ob wir die Formel finden Gesang im Feuerofen“, wird, wie schon gemeldet, am Freitag, 3. Januar 1951, in einem Gastspiel der Städtischen Bühnen Heidelberg im Mannheimer Nationalthea- ter aufgeführt, Die Unterhaltung ist das einfachste und bescheidenste Anliegen des Theaters. Sehr zu Unrecht steht der Begriff der Unterhaltung im Geruch der Billigkeit, der platten und niederen Gefilde. Wir brauchen ihn nur auf seinen Wortsinn zu untersuchen, um diese oberflächliche Fehlsicht zu zerstreuen. Die Verwandtschaft des Wortes Unterhalt, im Sinne von Lebensunterhalt und Unterhal- tung, ist kein Zufall. Die Sprache kennt keinen Zufall, wo ihr ein Doppelsinn zu- Fällt, ist es niemals bedeutungslos oder un- bedeutend. In beiden Fällen handelt es sich um etwas Wirkliches; um ein Lebens- notwendiges, um ein Muß. Das Theater, selbst wenn es nichts anderes Wäre als eine Stätte der Unterhaltung, ent- springt einem elementaren Bedürfnis der menschlichen Existenz. Was aber nun das vorhandene, das ein- geführte und professionelle Theater anlangt, wenn es sich über das Fernbleiben des Publikums beschwert, so müssen wir es unter den Verdacht stellen, daß zum minde- sten ein Teil der Schuld an diesen Mangel- erscheinungen bei ihm selbst liegt. Man könmte den Satz aufstellen, daß die Theater dann nicht gehen, wenn sie ihr Publikum nichts angeht. Was aber geht uns an? Die echte Realität des Theaters, und damit sein Erfolg, besteht in der nachhalti- gen Unruhe, der produktiven Beunruhigung, die es in den Herzen und Geistern der Jugend zu erregen vermag. Zunächst einmal Will das Publikum vom Theater nichts; es 18 ungeformte Materie, die durch einen Stoß oder Anstoß zur Selbstformung erregt wer- den muß. Der Charakter des Publikums be- steht in seiner weiblichen Passivität, in seiner Bereitschaft, gepackt, erlöst, ver- zaubert und überwältigt zu werden. Daher liegt es an uns, die wir dem Theater Stoff und Kulturnachrichten Ein erster„Deutscher Jugendfilmring“ mit rund 150 Mitgliedern im Alter von 16 bis 21 Jahren ist in diesen Tagen in Heidelberg ge- gründet worden. Er wird von René Leudes- dorff geleitet, der sich dabei, wie er erklärte, Auf die Erfahrungen französischer Filmelubs Und einiger deutscher Jugenderzieher stützen will. I. S. Die Konzertgemeinschaft blinder Künstler Süddeutschlands e. V. veranstaltete im Mann- heimer Wartburghospiz einen Konzertabend, den der aus der Schule von Jos. Labor hervor- gegangene Pianist Gustav Götz mit einer stimmungsmäßig sehr intensiven Wiedergabe von Beethovens Sonate d-moll, op. 31 II eröff- nete. Mit hinreißender Kraft, die dennoch nir- gens die Tonschönheit beeinträchtigte, bot er anschließend Liszts grandiosen Mephisto- Walzer dar. Auch die zarte Des-dur-Episode und die bekannte Berceuse waren liebevoll ausgearbeitet. Seine Fähigkeiten als diskreter, einfühlender Begleiter erwies Götz, als Elsa Walddörfer Liedgruppen von Beethoven und Wolf und die bekannte Arie aus„Der Widerspenstigen Zähmung“ mit schöner, tra- gender Sopranstimme sang. hm. Helmut Vogel, der junge, besonders durch sein Eintreten für zeitgenössische Musik be- kannt gewordene Mannbeimer Pianist, veran- staltete in einem kleinen Kreis ein Schüler- Vorspiel, in dem durchweg gute Leistungen dargeboten wurden. Am Vorspiel einiger Mu- sikstücke von Bach, Händel, Haydn, Mozart, Beethoven, Schumann und Brahms erwies sich die ausgezeichnete, auf die Individualität jeder Musik hinführende, musik-pädagogische An- leitung. »Das Bauhaus— Wesen und Wirkung“ ist das Thema eines Vortrags am 20. Dezember, 19.30 Uhr, in der Mannheimer Kunsthalle, über das Dr. L. Grote, München, sprechen wird. Im Dachboden-Theater des Stuttgarter Ame- rikahauses wurde„Die Stadt“(„Across the Oity!) von Ray Safranski uraufgeführt. Die Autoren dieser„Bühnen- Story“, zwei junge Mitglieder des Laienstudios, konnten ihren dra- matischen Erstling selbst mit dem englischen Untertitel nicht vor einem Mißerfolg bewahren. suz Die Filmschauspielerin Anna Dammann ver- anstaltet am Mittwoch, 27. Dezember, im klei- nen Kursaal in Bad Dürkheim einen Rilke- Rezitationsabend unter dem Motto„Der Weg 88 der Innigkeit zur Größe geht durch das 3 5 können, die entbannt und verwandelt. Der ganz besonders dramatische Stoff- komplez unserer Zeit, der nach Zeugung und Geburt verlangt, ist die Wiederherstellung der menschlichen Gestalt in ihrer Ganzheit, in ihrer Bezogenheit aufs Weltganze, in ihrem kreatürlichen und kosmischen Zu- sammenhang, die menschliche Gestalt in Verhängnis und Gnade. in aller Schicksals- verkettung, zum Ebenbild einer Schöpfer- macht bestimmt, in deren Urbildnis alles entspringt und endet. Wir als Produzierende, wir als Publikum bedürfen der Befreiung von den Fesseln er- starrter Spielregeln, von den Einschränkun- gen einer nur noch scheinlebendigen Kon- vention. Dazu gehört auch die Befreiung von der Konzeption des politischen Theaters als einer Plattform ideologischer Propaganda. Das politische Theater, das dem Zuschauer gefärbte Brillen aufsetzt, statt ihm die Augenbinde zu lösen, ist auf toten Gleisen. Wenn das Theater politisch sein will, darf es sich nicht vom Gesamt-Menschlichen isolieren. Mit einseitiger Anklage von Um- ständen, mit einseitiger Empörung und Selbstbemitleidung ist es nicht mehr getan. Es muß Mit-Freude zum Mit-Leiden dazu- kommen, Mit-Liebe, die allein zur Linderung kührt. Von Aristophanes über Schiller bis Brecht hat es immer großes Theater im Sinne der moralischen Anstalt gegeben, von Aeschylos über Shakespeare bis Gerhart Hauptmann gab es immer großes Theater als Schicksalsbeschwörung oder als Kampf mit den Engeln oder Dämonen. Beides kann erschütternd und revolutionär sein. Das Revolutionäre jedoch dürfen wir heute nicht mehr auf das Politisch-Soziale beschränken. Für einen jungen Menschen dieser Zeit mag vielleicht der Weg zu Gott viel revolutionärer sein als der Gruppenmarsch zum gesell- schaftlich- materiellen Kampfziel. Wer dem Drama, dieser Handlung und Abhandlung menschlicher Leidenschaften und menschlicher Sehnsucht, in Wirrsal und Wegesuche verschworen ist, muß Schuld und Unschuld in allen Geschöpfen erkennen. Vielleicht ist Dramatik nichts anderes als ein permanentes Gebet um Gerechtigkeit. Um den Widerschein einer geheimen gött- lichen Gerechtigkeit auf Erden. Und das Theater ist die berufene Stätte, wo dieser Widerschein im Sinnspiel der Unterhaltung sichtbares Ereignis werden mag. Deshalb ist das Theater für uns alle, die es gebend oder nehmend erleben, ein Raum der großen Bindung und Verbindung, ein Ort tragischen Ernstes und göttlicher Heiterkeit. Die posi- tive klare Zielsetzung des gegenwärtigen Theaters sehe ich in der Erschaffung eines positiven Stromkreises der Liebe. Das Theater erweitert die Erklärung der Menschenrechte um einen neuen geheiligten Zirkel; denn der Mensch hat nicht nur das Recht auf Arbeit, er hat auch das Recht auf Muße, aufs Spiel, auf die Hingabe ans Ruhe- volle und Nachlässige des Lebens. In jedem starken Schauspiel, auch im realsten und realistischsten, ist ein geheimes Traumspiel enthalten. Hier glaube ich die Grenze ziehen zu können zwischen dem sogenannten Zeit- Stück und dem echten, dem dichterischen Theater. Wir haben, von der Bühne herunter kaum die Möglichkeit, direkten Einfluß darauf zu nehmen, ob die Atombombe fällt. Jedoch ist unser Einfluß grenzenlos im Hin- blick auf die innere Haltung der Menschen, auf das seelische Klima der Generationen, die mit uns leben und nach uns kommen. Wenn wir nicht das unbefangene Staunen vor der Erscheinung des Menschen, der Welt, der Schöpfung wiederherstellen, ist unsere Dramatik umsonst. Wir haben anfangs das Theater als eine Stätte der Unterhaltung erkannt, aber, so zeigt sich jetzt, diese Unterhaltung darf nicht dem aàesthetischen Selbstzweck erliegen, noch Weniger sei sie artistische Verbrämung pro- pagandistischer Absichten. Sie soll nicht der Ueberredung dienen. Es handelt sich viel- mehr um ein von den Stimmen unseres eigenen Lebens instrumentiertes Selbst- und Weltgespräch, ums reine Anschauen, ums Staunen, um die heilige Neugier, die immer wieder gleichsam zum ersten Male, in den Spiegel des Himmels und der Gewässer schaut, um dort die Wahrheit zu erkennen. Menschen im Hofel Ein Kolportageroman mit Hintergründen von Vicki Baum Copyright by 8. Fischer 50. Fortsetzung „Na, Kinder, nun streitet hier nicht. Macht das in eurem Büro ab“, sagte Flämmcehen mit entwaffnender Gemütlich- keit„Fier sind wir zum Amüsement. Los, Herr Kringelein, jetzt wird getanzt.“ Kringelein stellte sich auf seine Knie, die ganz aus Kautschuk waren, aber zusehends fester wurden, als FHlämmchen ihren Arm auf seine Schulter legte. Die Musik rum- Pelte etwas ganz Schnelles herunter, etwas, das mit dem 115-Kilometer-Auto und mit dem Flugzeug- Propeller verwandt war. Daraus wuchs ihm die Kraft, jenen Satz zu sagen, auf den er sich in fünfundzwanzig Jahren seines subalternen Lebens vorberei- tet hatte. Von Flämmchen zur Saalmitte gezerrt, verlautbarte er mit zurückgewen- detem Kopf:„Gehört die Welt vielleicht Ihnen allein, Herr Preysing? Sind sie denn etwas anderes als ich? Hat unsereiner viel- leicht kein Recht, zu leben?“ „Aber, aber!“ sagte Flämmehen.„Hier wird nicht gemeckert, hier wird getanzt. Jetzt nicht auf die Füße schauen, mir ins Gesicht, und nur gehen, nur ganz ruhig gehen, ich führe schon—“ „Wenn das kein Defraudant ist—“ ras- selte Preysing hinterher, der zitternd vor Wut am Tisch zurückgeblieben war. Der rauchende Gaigern empfand bei diesem Wort eine wunderliche Regung, eine Art von kollegialem Mitleid, gemischt mit einem scharfen und hohnvollen Widerwillen gegen den korpulenten und schwitzenden General- direktor. Dir müßte man ein paar Blut- egel ansetzen, Freundehen', dachte er unter- irdisch.„Lassen Sie doch dem armen Teu- Verlag, Frankfurt a. M. fel die Freude!“ sagte er halblaut.„Dem steht ja der Tod schon im Gesicht—“ „Ich habe Sie nicht um Rat gefragt“, dachte Preysing, aber er wagte es nicht zu sagen, weil er dunkel die überlegene Rasse des Barons fühlte.„Ich bitte, Fräulein Flamm zu bestellen, daß ich sie in einer dringenden Angelegenheit in der Falle erwarte. Wenn sie bis sechs Uhr nicht da ist, betrachte ich die Angelegenheit als erle- digt“, sagte er, verbeugte sich kurz und trat den Rückzug an. Aufgescheucht durch dieses Ultimatum, erschien Flämmchen drei Minuten vor sechs in der Halle. Preysing erhob sich von den glühenden Kohlen, auf denen er inzwischen gesessen hatte, und lächelte aus tiefstem Herzen. Weil er selten lächelte, verschönte ihn diese Freundlichkeit und wirkte als eine Ueberraschung.„Da sind Sie ja—“ sagte er töricht. Er war nun seit Stunden gewürgt, gezwiekt und geröstet von dem einen, ein- zigen Gedanken: Ob Flämmchen zu haben War. Seine Erfahrungen mit Frauen waren bescheiden und lagen weit zurück. Von die- ser neuen Generation junger Mädchen hatte er nur eine schwache Ahnung, obwohl auf Herrenabenden und bei gemütlichen Gesprä- chen auf Dienstreisen öfters die Rede davon gewesen war, daß diese Sorte ohne viel Aufhebens leicht für eine flüchtige Verbin- dung zu gewinnen sei. Er betrachtete Flämmchen ihre übereinandergeschlagenen Seidenbeine, ihre Kristallkette aus Glas, mre Bemalung, die sie gerade mit gespitz- tem Mund renovierte, und er wußte nicht, wo in ihrer unbekümmerten Person das Für und Wider zu seinen Absichten lag. 4 Es geht im Theater um das Licht- und Schattenspiel unserer vielfältigen Geschicke, über die wir die Kraft finden müssen zu lächeln, weil wir schwach und hilflos sind, ja, es geht um die Schwächen, das Stolpern der Menschen über ihre eigenen Füße. Es geht um die Schwachheit und die Macht unserer Toten, das Elend und die Größe unserer irdischen Natur und die unbekannte übermächtige Kraft, die unsere Hoffnung ist und unser Glaube. Militãrmusiłk mit Hraufführung im Mannheimer Ufa-Palast „Weihnachts-Konzert“ grünbedruckten, tannenzweigumkränzten Programm des Mannheimer Amerika- hauses, das eine Folge festlicher Bläser- Klänge ankündigte, die von der 33. und der 427. US-Army Band im Mannheimer Ufa- Palast dargeboten wurden. Diese 40 schmuck uniformierten Musiker mit bronzefarbenen Gesichtern erflällten den weiten Raum des „Universum“ mit einem derartigen Klang- volumen, daß man nicht nur in der „Egmont“-Ouvertüre lebhaft an die sara- zenische Herkunft der Trompete erinnert Wurde. Deutsche Weihnachtslieder ertönten in mancherlei Marsch- und Gesangsrhyth- men, rhapsodisch bearbeitet Newell Long) oder als Tongemälde(Irving Berlin). Am Lesten schien jedoch das englische„Jingle Bells“ zu gefallen, denn dieses hübsche Lied wurde von vielen(vor allem weib- lichen) Besuchern zur Wiederholung ver- langt und mindestens ebenso vertraut mit- stand auf dem gesungen wie„Stille Nacht, heilige Nacht“, Harry FHollowell ist der energische Musikmeister dieser wohldisziplinierten Soldatenkapellen. Zur Uraufführung einer „Fantasie für Klavier und symphonisches Orchester“ übergab er seinem Kollegen Sfe. Booker T. Washington, dem Kompo- nisten des Werkes, den Taktstock. Den vor- wiegend arpeggierenden Klavierpart die- ser unterhaltsamen Improvisationen, in denen ein gemäßigtes Konmzertpathos mit freundlichen Volksmelodien wechselt, spielte Sfe. Harry A Franklin, der zusam- men mit dem Komponisten reichen Beifall erntete. Mit dem Traum-Finale aus Hum- perdincks„Hänsel und Gretel“ bereiteten die gutgeschulten Bläser dem begeisterten Publikum einen weihnachtlichen, die Vor- freude steigernden Abschiedsgruß. W. St. Dunkle Zeit Du dunkle Zeit des Jahrs, du deckst uns zu Mit abendlichen Wolken schon am Morgen Und fahlem Mittag, bringst uns früh zur Ruh Und speisest uns mit winterlichen Sorgen. Die stolzen Bäume stehn der Pracht beraubt, 1 Die Möwen schrein an sturmumtosten Brücken.— O Herz, wie bist auch du so ganz entlaubt Und kennst nicht mehr das heimliche Entzücken! Sieh, wie die letzten Farben schlafen gehn, 11 Bescheide dich! Versenk den Blick nach innen. ö Die dunkle Zeit, du wirst sie überstehn Und wirst an ihr Bestätigung gewinnen. 4 B Hedwig Rohde chen Ade prac statt. die oll. N Dr. Nac Süßer Kitsch und saurer Kitsch 5 Junge Autoren begegneten Von der„grüppe junger autoren“, einer freien Arbeitsgemeinschaft von 63 in- und ausländischen Schriftstellern, die sich ge- genseitig fördern und unterstützen wollen, fanden sich ein Dutzend Mitglieder zu einer dreitägigen Arbeitstagung in Stutt- gart zusammen. Neben Lesungen und Aus- sprachen wurde in einer Resolution be- schlossen, ausländische Kollegen einzuladen, um sie mit den Problemen junger deutscher Autoren bekannt zu machen. Den Schwerpunkt der Veranstaltungen bildete ein„Herbstgespräch“, zu dem die Gruppe namhafte ältere Kollegen(Otto Rombach und Hermann Kasack), ein paar Verleger und Journalisten als Diskussions- partner gebeten hatte. Obgleich die jugend- lichen Gastgeber äußerst spärlich vertreten Waren, kam ein anregendes Gespräch zu- stande. Der ersten Diskussion war ein Ar- tikel der„Neuen Zeitung“ zu Grunde ge- Alexander Colling als Othello Das Baden-Badener Ensemble in Weinheim zu Gast Shakespeares Drama der Eifersucht, des Hasses und der Leidenschaften,„Othello“, des tapferen Mohrengenerals von Venedig Liebestragödie, brachte ein Gastspiel des Theaters der Stadt Baden-Baden in einer Inszenlerung seines Intendanten Hannes Tannert am Montagabend nach Weinheim. Die Aufführung, die trotz starker Striche und schnellem Bildwechsel Bühnenbilder Helmuth Nötzoldt) annähernd drei Stunden dauerte, zog das vollbesetzte Haus derart in seinen Bann, daß es nach dem letzten Zu- sammenfallen des Vorhangs erst eines Augenblicks des Atemholens bedurfte, ehe der enthusiastische Beifall einsetzte, der Regisseur und Schauspielern, vor allen aber Alexander Golling, der den Mohren ge- spielt hatte, für das Erlebnis des Abends dankte. Der Dichter konnte sich nicht mit verneigen: der unverwüstlichen Zeitlosig- keit seines Werkes hätte der Löwenanteil des Applauses gebührt. Die Tragödie„von einem der nicht klug, doch zu gut liebte, nicht leicht in Eifer- sucht, doch wenn ergriffen, zerrüttet war aufs äußerste., die Tragödie eines von bösen Mächten und Menschen Getriebenen geriet ein wenig aus dem Gleichgewicht durch die unausgewogene Besetzung der beiden tragenden Rollen, der des Othello mit Alexander Golling und der des Jago mit Ernst K ie f er, die beide als Gäste zum Ensemble des Baden-Badener Theaters ge- treten waren. Alexander Golling gab der Gestalt des Mohrengenerals mit allen Mitteln der großen Tragödie und des großen Theaters ein klares starkes Profil. Aus der ausgewogenen Ruhe des Erfolgreichen, in Flämmcehen klappte ihr Puderdöschen zu und fragte:„Also, um was handelt es sich?“ Preysing hielt sich an seiner Zigarre an und sagte alles auf einmal.„Es handelt sich darum, sagte er,„daß ich nach England fahren muß und eine Sekretärin mitnehmen möchte. Erstens wegen der Korrespondenz, aber dann auch, weil ich unterwegs etwas Ansprache haben möchte. Ich bin sehr ner- vös, sehr nervös“(er sagte es mit einer un- bewußten Spekulation auf ihr Mitgefühl) „und brauche auf der Reise jemanden, der sich um mich kümmert. Ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen? Ich biete Ihnen eine Vertrauensstellung, bei der es— bei der Sie— bei der—“ 5 „Ich verstehte schon“, sagte Flämmcehe leise, als er sich verheddert hatte. a „Ich glaube, daß wir uns gut vertragen könnten auf der Reise“, sagte Preysing. Das kostbare Rollen und Klopfen in seinen Adern war ihm während dieser schwierigen Unterredung abhanden gekommen, aber als er Flämmcehen ansah, hatte er das tröstliche Gefühl, daß sie das alles wieder sogleich her vorzaubern könnte, wenn Sie nur wollte. „Sie haben erzählt, daß Sie voriges Jahr auch mit einem Herrn gereist sind, das brachte mich auf den Gedanken— ich glaube, es könnte sehr hübsch werden, wenn Sie nur wollten. Wollen Sie?“ Flämmchen überlegte fünf lange Minuten. „Ich muß mir das erst überlegen“, sagte sie, und dann saß sie mit vernünftigem und be- sorgtem Gesicht da und sog an ihrer unver- meidlichen Zigarette. „Nach England?“ sagte sie dann, und das Goldbraun ihrer Haut war etwas heller geworden, was vielleicht ein Blasserwerden bedeutet.„England kenne ich noch nicht. Und auf wie lange?“ „Auf— ich kann es noch nicht genau sagen. Es kommt darauf an. Wenn meine Unternehmung dort gut geht, dann mache ich vielleicht nachher noch vierzehn Tage 4 5 dessen edle(allzu edle) Gradheit und Ver- trauensseligkeit Mißgunst und Niedertracht den Samen des Zweifels träufeln, läßt er allmählich den Wahnsinn der Eifersucht bis zu Raserei und heulendem Aufschrei auf- brechen, bis seine mächtig wirkende Ge- stalt ins Wanken gerät und schließlich zer- bricht, ein Spiel, das manchmal den engen Bühnenraum zu sprengen drohte. Sein Gegenspieler, blaß und schmal, der Gestalt nach schon ein Jago, war Ernst Kiefer, unscheinbar und mit devoter Schläue, ein kleiner, niederträchtiger Gauner, der manchmal losbrüllt, nicht aber ein dämo- nischer Intrigant, kein grausamer Hasser, und gewiß keiner, dem man glaubt:„. von jetzt ab werd ich nicht ein Wort mehr sprechen.. Er war nicht der Treiber, nicht stark genug neben der Persönlichkeit Alexander Gollings durch die„zehn Bilder“, in die Hannes Tannert das Trauerspiel auf- geteilt hatte, den Schein aufrecht zu erhal- ten, als sei er die Kraft, die diese blutige Tragödie ins Rollen brachte. Daran ver- mochte auch das im übrigen gute Ensemble- Spiel nichts zu ändern, in dem Marisa Gaffron eine lämmchenhafte Desdemona spielte, der man mehr von der mitleidigen Schwäche als vom tapferen Opfermut zu glauben bereit war. Sonja Kar z au dumpf ergeben und mit steinernem Gesicht die Emilia gab und Georg Lehn als Rodrigo eine milde Type aus der Familie der Bleichen wangs auf die Bühne stellte. Weiteren Rollen sah man Otto-Ernst Lundt, Arno Ebert, Wolfgang Regentrop, Wolfgang Jarnach, Johannes Sendler, Evelyn Siebert, Carl Weber, Georg Michael, Joost Siedhoff und Joachim Porger-Mohr. WgIi sich in Stuttgart beit legt, in dem sich der Berliner Vefz lu Somogyi zum Thema„Kloaken-Literat geit äußert. In klarer und geschliffener 5d erat warnt Somogyi die jungen Literaten isch dem Irrglauben, dag heute lediglich g un der naturalistischen Schilderung von cher dauung und Zeugung hohe Auflageziftg ſerun erreicht werden. In dem Stuttgarter lion spräch wurde man sich darüber klar, AU, die Reaktion auf eine falsche Erscheinienta immer eine andere falsche Erscheinung enn Auf die Verfälschung des süßen Kita der folgte als Ausschlag ins andere Extrem den v saure Kitsch“. Eine der Ursachen it dein Fehlen der Gesellschaft als geschmacklihrt dende oder gar formbildende Instanz Nd ertre der Stoff, sondern die Darstellung entaghacht. det den Wert eines Kunstwerks. Rana Au „Der literarische Exhibitionismus ist ane Fr fach langweilig und bedeutet erst dot de Problem, wo Falsches von der Zensu unn boten wird. Unter„Schmutz und Sdudihiese oder„jugendgefährdenden Schriften“ nen steht jeder etwas anderes. Diese Begfstät sind nicht zu definieren und werden Mfrenz wuht im Schwimmen gehalten.“ Man ein sich auf Oscar Wilde, nach dem es ven moralische noch unmoralische, sondern 9 Ke gute und schlechte Bücher gibt. Das zweite Thema der Diskussion die Frage:„Warum schreibt die junge 5 neration so wenig Romane?“ Man gingd Bo Von aus, daß die Verleger micht so semsde! Lyrik, Essays, tagebuchähnliche Darstelhe de gen oder Theaterstücke, sondern vor allen e auf gute Romane warten. Schlechte npunde terielle Voraussetzungen hindern die jd! gen daran, einen Roman in einem Zuge ee! schreiben. Die größere Schnellebigkeit, ber inneren Wandlungen, denen sie währe Pr einer langwierigen Arbeit unterliegen, mm! sen ihnen tagebuchähnliche Formen geg hun neter erscheinen. Sie erkennen, daß dete homozentrische Weltbild des Bildungsromach nicht mehr möglich ist in einer Zeit, in dfislic das Einzelschicksal nicht mehr verdaut, HH dern nur noch registriert wird. Anden seits bedürfen sie der Zuflucht in die Hanfſicht lung, da ein Roman, der die komplexe el tee situation zum Gegenstand haben und die Rolle der Philosophie übernehmen soll, de geistige Reife voraussetzt, wie m Sie kaum in jungen Jahren elket chen kann. Dafür, daß es der dei schen Literatur an einer Kontinu fehlt, wie sie beispielsweise in Frankrel i vorhanden ist, wurden beide Seiten de* antwortlich gemacht: die Jungen lernten Aus Ferien, wir können in London bleiben oder nach Paris fahren—“ „Gut, gehen wird die Sache dort schon; ich weiß ja ein bißchen Bescheid aus den Briefen“, sagte Flämmchen mit Bestimmt- heit. Optimismus war das Element, in dem sie lebte. Preysing fühlte sich warm be rührt von der Tatsache, daß sie um seine Ge- schäfte wußte und daß sie Erfolg prophe- zeite.„Sie müssen mir auch noch Ihre Ge- haltsansprüche mitteilen“, äußerte er im Ton einer Schmeichelei. Diesmal dauerte es noch länger, bis Flämmchen antwortete. Sie hatte eine um- fangreiche Bilanz zu machen. Der Verzicht auf das angefangene Abenteuer mit dem hübschen Baron stand darin, Preysings schwerfällige fünfzig Jahre, sein Fett, seine Kurzatmigkeit. Kleine Schulden da und dort. Bedarf an neuer Wäsche, hübsche Schuhe— die blauen gingen nicht mehr lang. Das kleine Kapital, das notwendig War, um eine Karriere zu beginnen, beim Film, bei der Revue, irgendwo. Flämmcehen überschlug sauber und ohne Sentimentalität die Chancen des Geschäftes, das ihr geboten wurde.„Tausend Mark“, sagte sie, es kam ihr reichlich vor: Sie machte sich keinerlei Illusionen über die Summen, die heutzutage schönen Frauen zu Füßen gelegt wurden. „Vielleicht noch eine Kleinigkeit zum An- ziehen für die Reise—“ setzte sie ein wenig schüchterner hinzu, als es sonst ihre Art War.„Sie wollen doch, daß ich gut aus- sehe—“ „Dazu müßten Sie sich nicht anziehen“, sagte Preysing erhitzt. Er hielt das für eine feine Wendung. Flämmchen lächelte melan- cholisch dazu, es nahm sich sonderbar aus auf ihrem blühenden Stiefmütterchengesicht. „Also abgemacht,“ sagte Preysing.„Ich habe dann morgen noch einiges hier zu er- ledigen, die Pässe müssen wir auch in Ord- nung bringen, dann können wir über mor gen reisen. Freuen Sie sich auf England?“ wenig, 5 ältere Generation löse ihtę Pio ende! In bleme sich und vernachlässige es, Tfzchts dition zu schaffen. Schließlich stießen Romfnig bach und Kasack in medias res und iulfhed derten handwerkliches Können. Fa „Die Muse allein küßt nicht gende et, schmunzelte Hermann Kasack. 8 elan Pr; „Sehr“, antwortete Flämmchen., bringe dann morgen meine kleine Porte e her, und Sie können mir gleich dick ſeige ren—“ 5 1 feebill „Und heute Abend— wenn es lle kr, recht ist—, ich dachte, wir könnten helles abend in ein Theater gehen? Wir müss fun doch ein Glas Wein auf unseren Vert 0 trinken? Wie?“ Jolun „Heute schon?“ sagte Flämmchen.„h Heute schon.“ Sie blies ihr Löckchen Höch und warf ihre ausgedrückte Zigarette J gt den Aschbecher. Sie konnte die Musik ae dem gelben Pavillon sehr deutlich höfe hg Man kann nicht von allem haben, dach gert. sie. Tausend Mark. Neue Kleider. Ufüune London ist auch nicht zu verachten. 0 590 muß mit meiner Schwester telefonieren fohe sagte sie und stand auf. Preysing, in 15 20 eine heiße, leidenschaftliche und Gan en Welle hochkam und ihn ganz Ubeſpon schwemmte, trat hinter sie und nahm ſuſalten sichtig ihre Ellbogen, die sie an den Kö* preſßzte, in seine beiden Hände. 5 „Wird man freundlich zu mir 0 fragte er leise. Und ebenso leise, den Bt 1 gelal auf den himbeerroten Läufer gerichtet, Af ene Wortete Flämmchen: 5 1 „Wenn man mich nicht drängt— 5. Kringelein, der Autofahrer, der Flle! Abbe der Sieger jagt weiter in dem Tag, an 1 55D er sich leben spürt. Vielleicht, daß was dun sigen Artisten so zumut ist wie e looping the loop machen, dicht an der 10 0 desgrenze vorbei. Er hat begonnen. 5 3 kopfüber in den Kreis hineinzu werfen, 4 jetzt wird er weitergeschleudert nach 10 setzen, die nichtzmehr in seiner Macht 40 gen. Sich umzuwenden, das würde den 10 sturz bedeuten, so geht es weiter, 1 hinab, hinauf, wohin weiß er nicht fe er hat die Richtung verloren. Er ist kleiner, sausender Komet geworden, bald in Atome zersplittern wird.