em h die b. „Selb. Woktz ewegung Zur en, kunkisz echer g nd Segeg Vorweg. Darste. Prochen turz d * diesen stehe Itigend Abschiel Tod de Minente n Beste dennen Einpräg. Armoniz d um ge blen. eine ei. den Oz. (Janin; bst Als. end ver. rde. Th und di Pliquet Aineſi rung vorau Aumber. Dichte Arakter. talt de 1 selbt. bete de lenschen Ibst eile er nich 8 Unter. n Spruc 5 alg er sich aut sich fe Kenntab einzige gefüht Claude, en dies ranz et „ebend te“, for. 9 Ehr ie et icht mi die Au- stich der 1. Eides ler Un en Men. gen, in 1 Ueber. ner R uch de n. Det intensi immer und Ge- es Elal 1 es gab arrault. der und 1 pathe⸗ Kktischen ch Fran- mie Gi. r durch inerten, 1e Rah- dullover, Chorus inung) Disput une, al- um die- Theater- dientem jelhaber — Mt bin- zen del „Aepfel , den en Dielen, Was el t hatt Mrührt, lück er⸗ gt? arlacher en und igt, die t, seine aftssesl 1 Fräu⸗ r Rede, m Zwi- olt sehr —̃̃ä— — * ersusgeber: Mannheimer Morgen verlag. Druck: Mannheimer Groß- drucke rel. Verlagsleitung: H. Bauser; chetredakt.: E. F. v. Schilling, Stellv.: Dr. K. Ackermann. Politik: E. Schäfer. H. H. Hausser; Wirtschaft: F. O. Weber; peuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: Dr. F. W. Koch, M. Eberhardt; Wein- heim: C. Serr: Schwetzingen: W. Hertz; Hockenheim: K. Buchter; Frau: H. Hoff- mann; Sport: H. Schneekloth; Soz.-Red.: 5. A. Simon. Chef v. Dienst: O. Gentner. Bankkonten: Südwestbank, Allg. Bank- gesellschaft, Städt. Sparkasse, sämtl. in Mannheim. Bezirkssparkasse Wein; heim, postscheck k.: Karlsruhe Nr. 800 16, Ludwigshafen am Rhein Nr. 267 43. Für unverlangte Manuskripte über- nimmt der Verlag keinerlei Gewähr. Mö Mannheimer RGE Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz Gesehäftsstellen! Mannheim, R 1, 46 Tel. 4415154 Schwetzingen, Heidelb. str. 2 Tel. 137 Hockenheim, Rathausstraße 12 weinheim, Bahnhofstraße 15 Tel. 2241 Heidelberg, Rohpbacher Str. 5-7 4440 Ludwigshafen/ Rh., Rheinstr. 37„ 2768 Bezugspreis: Monatl. DM 2,80 zuz. DM-A Tragelohn. Postbezug mtl. 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Wie ein Sprecher in Washington bekanntgab, will die amerikanische Re- gierung die Lieferung von strategisch bedeutsamen Materialien aus den USA an alle Gesellschaften und Einzelfirmen in der Bundesrepublik verbieten, die illegal Handel mit einem Land hinter dem„Eisernen Vorhang“ treiben. Der Hohe Kommissar MeClo y hatte der amerikanischen Regierung vorgeschlagen, die lieferung von wichtigen Exportgütern aus den Vereinigten Staaten an Firmen in West- deutschland, die illegalen Handel mit Län- dern des sowjetischen Einflußbereiches trei- ben, zu verbieten. Dieser Vorschlag sei, so erklärte MeClo y auf einer Pressekonferenz, das Ergebnis ausgedehnter Untersuchungen. Das vorgeschlagene Exportverbot werde sich nicht auf die amerikanischen Lebensmittel- lleferungen nach Deutschland erstrecken. könne aber viele andere Arten von Waren betreffen. In einer offiziellen Verlautbarung unterstreichen Wirtschaftssachverständige der Hohen Kommission die Wichtigkeit dieser Maßnahme im Hinblick auf den beträcht- chen Umfang der von der Bundesrepublik dringend benötigten Einfuhren aus den Ver- einigten Staaten. Es wurde weiter betont, daß die ECA- Mission wiederholt davor gewarnt habe, daß SPD. Propaganda mit fingierten Brolkarlen Bonn.(gn-Eig.-Ber.) Auf Anordnung des Generalstaatsanwaltes hat der Oberstaats- anwalt Hannover in der Nacht von Montag auf Dienstag eine riesige Menge sozial- demokratischer Flugblätter beschlagnahmt. Diese waren als Brotkarten aufgemacht und haben eine erbsgrüne Farbe. An Stelle des Reichsadlers war ein Pleitegeier abgebildet, der den Kopf des Bündeswirtschaftsmini- ters Prof. Erhard trug. In den einzelnen Rubriken war u. a. zu lesen„Milch, Brot nur für Reiche“,„trocken Brot für Arbei- ter“,„bitteres Reisbrot“ Der Bundeswirtschaftsminister hat be- reits Strafantrag gegen den Parteivorstand der SpD auf Grund des 58 131 des Straf- gesetzbuches gestellt. Dieser trägt das Stichwort: Staatsverleumdung. Er lautet: Wer Staatsmaßnahmen entstellt oder er- dichtet oder nachahmt und verbreitet, um dadurch Staatseinrichtungen oder Anord- nungen der Obrigkeit verächtlich zu machen, wrd mit Geldstrafe oder mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft.“„ Die Sicherstellung erfolgte zum Teil in der Druckerei, zum Teil aber auch befanden sich einzelne Plakate bereits bei den Ver- teilerstellen. Die gefälschten Brotkarten haben eine gelblich-graue Färbung. Auf der Rückseite befindet sich ein Propaganda- text der SpD und das Parteiabzeichen, wie es von Wahlplakaten her bekannt ist. Das Bundesernährungsministerium gab am Dienstag bekannt, daß Pressemeldungen über eine Regulierung des Getreidemarktes, eine Rationierung des Brotgetreides und der Wiedereinführung der Brotkarte völlig lalsch seien und jder Grundlage entbehrten. Oslo. Das norwegische Storting hat ein- stimmig beschlossen, die Militärdienstzeit in der norwegischen Armee von neun auf zwölf Monate zu erhöhen. Gleichzeitig wurde die zeit kür Reserveübungen von 60 auf 90 Tage heraufgesetzt. London. Admiral Sir Rhoderick R. Mogri- gor wurde mit Wirkung vom kommenden Dezember zum ersten Seelord und Oberkom- mandierenden der britischen Seestreitkräfte ernannt. Mogrigor ist Nachfolger Admiral Lord Frasers, dessen Ernennung mit dem Dezember abläuft. London. Der vierte Jahreskongreß des Internationalen Zeitungsverleger- Verbandes wurde am Dienstag in London eröffnet. West- deutschland ist durch den Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Zeitungsverleger- verbandes, Emil Groß, und den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der dpa, Pr. Hugo Stenzel, vertreten. 5 Moskau. Zwischen der Sowjetunion und 185 wurde ein Abkommen über den Aus- 9 8 gleich großer Grenzgebiete im Raume er polnischen Provinz Lublin und der So- Wietukraine abgeschlossen, meldete die so- ietische Nachrichtenagentur TAS8. 1 München. Der in Untersuchungshaft befind- iche ehemalige Präsident des bayerischen Lan- desentschädigungsamtes, Philipp Auerbach, hat seinen Rechtsanwalt Dr. Josef Panholzer be- auktragt, gegen den bayerischen Justizminister Dr. Josef Müller Strafantrag zu stellen. Dr. Müller hatte dem bayerischen Landtag vor urzem einen Bericht übergeben, in dem Auerbach Betrug und Untreue vorgeworfen wurden. Auerbach macht geltend, daß der Be- richt unwahre Behauptungen und Beleidigun- sen enthalte. Dr. Panholzer will den Straf- antrag noch in dieser Woche stellen. 5 UP/dpa wennn Die nächste Ausgabe des„MORGEN“ erscheint nach dem Fronleichnamstag am F r e i- ta g zur gewohnten Stunde. Firmen, die gegen die Bestimmungen für den Ost-West-Handel verstießen, keine ECA- Hilfe mehr erhalten würden und die Ver- Wendung dieser Mittel ständig überwacht werde, um einen Mißbrauch zu verhindern. Mecloy sprach seine Befriedigung über die von der Bundesregierung bereits getroffe- nen oder in Vorbereitung befindlichen Mag- nahmen aus, den illegalen Warenverkehr mit den Ostblockländern. zu denen auch die Ostzone gerechnet werden müsse, wirksam zu unterbinden. Es käme jetzt nur darauf an, daß die untergeordneten Behörden diese Kontrolle auch entsprechend handhabten. Die notwendigen Restriktionen würden für den gesamtdeutschen Handel keine schwer- wiegende Bedeutung haben, denn die Aus- fuhr der Bundesrepublik nach dem Osten nabe in den ersten Monaten dieses Jahres nur 2,7 Prozent des gesamten Umsatzes aus- gemacht. MecCloy wies darauf hin, daß man sich nicht im wirtschaftlichen Kriegszustand mit den Ländern des Ostens befinde, darum werde auch kein allgemeines Embargo er- lassen. Der Warenverkehr solle nur in die notwendigen Grenzen gelenkt und es solle weiter vermieden werden, das militärische Potential des Ostens durch auch im Westen knappe Rohstoffe zu stärken. Zur Frage eines deutschen Verteidigungsbeitrages sagte Mecloy, die deutsch- alliierten Ver- handlungen auf dem Petersberg würden in Kürze abgeschlossen. Ein Abschlußbericht Werde denn. vr at. Werden, Er Slau daß die Besprechumsgen viel Gestrüpp besei tigt hätten, und daß man ein beträchtliches Terrain habe bearbeiten können. Nach seiner Ansicht über die wieder- entstehenden rechtsradikalen Gruppen in Deutschland befragt, sagte MeCloy, an- gesichts der Geschichte der letzten Jahre sei das Auftauchen jeder Partei, die an die Ideologie der NSDAP anknüpfe, eine Ge- fahr. Er glaube aber nicht, daß das nieder- sächsische Wahlergebnis als repräsentativ für ganz Westdeutschland angesehen wer- den könne. Man sollte die Entwieklung die- ser Parteien und insbesondere der SRP sorgfältig beobachten. Nicht gegen Jugoslawien Laut dpa gab Mecloy über die Maßnah- men zur Verhinderung illegalen Osthandels Vormarsch im Westen, 85 u. a. bekannt, daß sich die amerikanischen Restriktionsmaßznahmen nicht auf den Han- del nach Jugoslawien auswirken werden. Jugoslawien meldet Abschluß der Kriegsgefangenen-Repatriierung New Vork.(dpa) Jugoslawien hat der UNO in einem offiziellen Bericht mitgeteilt, daß es alle Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges repatriiert habe. Lediglich 431 Deutsche und 27 Oesterreicher befinden sich zur Verbüßung ihrer Strafen, zu denen sie „als kriminelle oder Kriegsverbrecher“ ver- urteilt wurden, noch in Gewahrsam der jugoslawischen Behörden. Prag protestiert gegen„Radio Freies Europa“ Prag.(dpa) Die tschechoslowakische Re- gierung hat in einer in scharfem Ton ge- Baltenen Note bei der USA- Regierung ge- gen die Sendungen von„Radio Freies Europa“ und gegen angebliche Verletzun- gen der tschechoslowakischen Grenze durch amerikanische Soldaten protestiert. In der Note, die am Montag dem USA- Botschafter Ellis Briggs überreicht wurde, werden die amerikanischen Besatzungsbehörden in Deutschland„ständiger Spionage und an- derer Manöver“ gegen die Tschechoslowa- kei beschuldigt. Die tschechoslowakische Regierung betrachte dieses Vorgehen mit „großer Sorge“. Sie erwarte, von der ame- rikanischen Regierung umgehend über Maßnahmen informiert zu werden, durch die Abhilfe geschaffen wird. Taft: Atlantikpakt reines Militär- bündnis Harriman New Tork).(dpa) Der repu- plikanische Senator Robert Taft nahm am Montag in Harriman im Staate New Tork in scharfen Worten gegen den atlantikpakt und die Fernostpolitik der USA-Regierung Stel- lung. Der Atlantikpakt verstoße gegen alle Grundsätze der Vereinten Nationen und sei ein reines Militärbündnis, das zu einem Wett- rüsten führen müsse. Er vertrat mit Nach- druck den Standpunkt, daß die See- und Fuftmacht der Vereinigten Staaten allein die Sicherheit des Landes garantieren könnte. Es sei für Amerika unmöglich, große Gebiete Europas und Asiens zu sichern. 5 Der demokratische Senator Paul H. Dou- glas erwiderte auf die Ausführungen Tafts, es sei für die USA von entscheidender Be- deutung, daß Europa nicht den Sowjets in die Hände falle. Die Europäer hätten keine Lust, zunächst von den Sowjets unterworfen, anschließend von amerikanischen Flugzeugen bombardiert und dann erst wieder befreit zu werden. Rückschläge im Osten Verlagerung des kommunistischen Druckes auf den Osten der Koreafront Tokio.,(UP) Die Kommunisten rissen am Dienstag in die Front der UNO- Streitkräfte zwischen Pungnam und der Ostküste ein weites Loch und stießen mit massierten Kräften bis etwa 40 Kilometer südlich des 38. Breitengrades vor. Sie haben das ganze Schwergewicht ihrer Offensive auf ihren öst⸗ lichen Flügel verlagert, den sie wuchtig in breitem Bogen vorschwenken lassen. An der ganzen westlichen Hälfte der Front haben die Chinesen und Nordkoreaner sich von den UNO- Streitkräften gelöst und liefern den vorsichtig nachdringenden Alliier- ten mit schwachen Kräften nur hinhaltende Rückzugsgefechte. Im Osten versuchen die schwer angeschla- genen zweifelt, ihre zerbröckelnden Einheiten zu sammeln und eine neue zusammenhängende Front zu bilden. Die vorderste Angriffsspitze der Kommunisten stand am Mittwoch(Orts- zeit) beim Morgengrauen südlich Soksari über 40 Kilometer südlich der ehemaligen Demar: kationslinie. Die Autostraße, die die Küsten- stadt Kangnung mit den Orten in der Mitte der Halbinsel verbindet, ist von den Kom- munisten schon überschritten worden. Am westlichen Frontabschnitt ist der Rückzug der Chinesen in eine überstürzte Flucht übergegangen. Nördlich Seoul lassen die Kommunisten immer häufiger Waffen und Munition im Stich, um nur möglichst rasch vor den nachdrängenden Panzerkolonnen nach Norden zu entkommen. Nördlich Munsan— etwa vierzig Kilo- meter nordwestlich Seoul und nur etwa acht Kilometer südlich des 38. Breitengrades — ist der Imjin-Fluß von den Alliierten überschritten worden. Auf der ganzen Frontlinie zwischen dieser Stelle und den Stellungen der amerikanischen zweiten Di- vision südöstlich 8 befinden sich je Kommunisten im Rückzug. 5 8 den Frontberichten läßt sich schlie“ gen, daß die Kommunisten ihre Truppen aus dem Westabschnitt herausziehen, um sie in die Frontlücke östlich Pungnam zu werfen. Der Chef der südkoreanischen Armee, Generalleutnant Chung II-Kwon, sagte am Dienstag vor der Presse, die Kommunisten wollten durch ihre unablässigen Angriffe la auf die angeschlagenen südkoreanischen Di- südkoreanischen Divisionen ver- visionen vor allem das Vertrauen der Ame- rikaner in die Südkoreaner erschüttern. Die Kommunisten bemühten sich mit allen Kräften, bei den Amerikanern den Ein- druck erstehen zu lassen, daß jede weitere Unterstützung Südkoreas und der süd- koreanischen Armee hoffnungslos sei. Die Rückschläge der südkoreanischen Einheiten seien vor allem auf den Mangel an schweren Waffen, ungenügende Ausbil- dung und Unerfahrenheit der Offiziere zu- rückzuführen. 2 Neugie verstehit zwar nicht, was in den Spalten der Presse umso gespannter. 1ig„„„ gie lit die Giraſfe über den Kobf des Tärters hin weg in die Zeitung. Das Tier mit dem langen Hals zu lesen steht, aber dafur liest der Zoowärter Er hiült mit der rechten Hand seine Mütze fest. Wenn es ein Hut wäre, könnte man dagen: ihm gehit der Hut hoch. Die Leßttüre der Zeitungen wird ja auch immer aufregendes. Da ist es gut, ab umd uns auf dem Globus herumspaziert. Mir werden dann ruhiger: ruhiger ar werden, noc viel ruhiger. zu auf der Titelseite das eine oder andere Lebewesen abꝛubilden, das mit denn nichts haben wir nötiger, als — 1 Gewerkschaften unterstützen Südweststaalbildung Interview des„Morgen“ mit dem DGB. Vorsitzenden Kleinknecht von unserer Stuttgerter Redaktion Stuttgart. Der neugewählte Vorsitzende des DGB für den Landesbezirk Württemberg- Baden, Wilhelm Kleinknec ht, betonte der Stuttgarter Redaktion des„Morgen“ gegenüber in einem Interview, er werde die Politik des Ausgleichs der Gegensätze 2 Wi- schen den Sozialpartnern unter weitgehender Wahrung der Interessen der arbeitenden Menschen und völliger parteipolitischer Neu- tralität im Geiste Markus Schleichers unver- andert fortführen. Seiner Ansicht nach mache auch die in der Zwischenzeit verän- derte gewerkschaftliche und lohnpolitische Situation eine Aenderung der Grundkonzep- tion Schleichers nicht erforderlich. Er werde sich nachdrücklich für die dringend notwen- dige soziale Befriedung einsetzen und werde bemüht sein, die bestehenden Gegensätze nicht noch weiter zu verschärfen. Kleinknecht unterstrich, es sei nicht Auf- abe des Landesbezirksvorstandes, Lohn- kämpfe zu führen. Das sei ausschließlich Angelegenheit der einzelnen Industriegewerk- schaften. Er bezeichnete es aber als eine der wichtigsten Aufgaben der Gewerkschafts- bewegung, den sozial Schwachen und nicht mehr Erwerbsfähigen zu helfen, Dafür werde er sich mit dem ganzen Gewicht seines Amtes auch weiterhin einsetzen. Als weitere vor- An erster Stelle deutsch- französische Annäherung Besuch des französischen Hohen Kommissars in Freiburg von unserem Ft- Korrespondenten Freiburg. Der französische Hohe Kom- missar Frangois-Poncet, besuchte am Dienstag auf Einladung des internatio- nalen Studentenbundes die Universität Frei- burg und nahm außerdem an Empfängen des Presse verbandes Baden und der badi- schen Regierung teil. 33 In einer Ansprache vor den Freiburger Studenten und Vertretern des öffentlichen Lebens forderte der Hohe Kommissar die Studentenschaft auf, an der völligen Eini- gung der freien Welt mitzuwirken. Der Europarat, so sagte Francois-Poncet, nach- dem er sich für die politische Aktivität der Jugend und für die Pflege der politischen Wissenschaften an allen Universitäten aus- gesprochen hatte, sei eine Verheißung, die ihre Erfüllung erfahren werde. Man dürfe erwarten, daß der Rat demnächst seine Grundlage in organisierten Wahlen finden werde, ohne dadurch zu einer Art Ueber- parlament oder einem Parlament der Parla- mente zu werden. Als sichere Grundlage für den Zusammenschluß des europäischen Kon- tinentes, an dem mitzuwirken die vor- nehmste Aufgabe der Jugend sei, nannte Francois-Poncet vor allem die deutsch- fran- z6sische Annäherung. An der notwendigen Beendigung des deutsch- französischen Ge- gensatzes zu zweifeln, bestehen trotz des Scheiterns größerer Bemühungen kein An- 8, vor allem dann nicht, wenn sich die Jugend endgültig von den Vorurteilen los- sage, daß zwischen den beiden Völkern Erb- feindschaft bestehe. Der Hohe Kommissar bekannte sich dann als Anhänger des Gedankens einer europäischen Armee, bei der aber vor allem nicht einfach zu ent- scheiden sei, ob, wann, in welcher Form und unter welchen Bedingungen Deutschland einen Platz einnehmen solle. Bei der end- gültigen Beschlußfassung über die Armee, über die die Verhandlung in Paris einen sehr günstigen Verlauf nähmen. könne aber nichts anderes in Betracht kommen, als die Erhaltung des Friedens und die Sorge um das Wohl Europas und vor allem seiner Jugend. Beim Festessen der badischen Regierung streifte der Hohe Kommissar in einer An- sprache über politische Fragen u, a. mehr- fach die Südweststaatfrage. Baden sei früher ein Ferment der Frei- heit gewesen, und es sei heute eine Zelle politischer Weisheit. Es stehe ihm nicht zu, so sagte Frangois-Poncet, sich in die Frage einzumischen, ob diese Zelle in der zurück- gewonnenen Struktur des Landes neue Blü- ten treibe, oder ob sie im Südweststaat auf- gezogen werde. Seine persönliche Meinung sei aber kein Geheimnis. Der Hohe Kom- missar erhob dann sein Glas u. a. auf das Wohl der badischen Regierung und ihren Staatspräsidenten. dringliche Aufgabe, der sich die Gewerk- schaften mit noch größerer Aktivität widmen würden, nannte Kleinknecht den Schutz der arbeitenden Jugend vor Ausbeutung. Gerade auf diesem Gebiet läge noch sehr vieles im argen. Besonders ausführlich äußerte sich Klein- knecht zur Frage des Südweststaates, der vom gesamten Landesbezirksvorstand unmittelbar nach seiner Wahl erneut mit allem Nachdruck einstimmig als wichtigsts Voraussetzung für den wirtschaftlichen Wie- deraufstieg Südwestdeutschlands gefordert worden sei. Die Gewerkschaften würden, 80 betonte Kleinknecht, bei dem Abstimmungs- kampf in verstärktem Maße für den Länder- zusammenschluß eintreten. Der Arbeitsmarkt, die Sozialpolitik und die Sozialversicherung dürften nicht weiterhin durch die töricht ge- zogenen Ländergrenzen benachteiligt werden. Die Gewerkschaften würden daher vor dem 16. September, dem Tage der Volksabstim- mung, ihre 750 000 Mitglieder über die wirt- schaftliche und politische Notwendigkeit des Länderzusammenschlusses aufklären und sie aufrufen, sich mit ganzer Kraft für die höchst notwendige Flurbereinigung im südwest⸗ deutschen Gebiet einzusetzen. Eventuelle Vorwürfe, die Gewerkschaften verließen durch diese Haltung die parteipolitische Neu- tralität, wies Kleinknecht energisch zurück und verwahrte sich dagegen, eine derartig bedeutsame wirtschaftliche Frage zum Objekt der Parteipolitik zu machen. 98 BONN rzfelecra rn Bundespräsident Professor Theodor Heuß hat am Dienstagvormittag den Präsidenten der Beratenden Versammlung des Europarates, Paul Henry Spaak in Bonn empfangen. Präsident Spaak ist zu einem zweitägigen Be- such in die Bundesrepublik gekommen. * Der vom Bundestag am 5. Oktober v. J. ein- gesetzte Untersuchungsausschuß hat nach fast neunmonatiger Arbeit festgestellt, daß die seinerzeit in der Wochenschrift„Der Spie- gel“ enthaltene Behauptung, an etwa hundert Abgeordnete des Bundestages seien vor der Ab- stimmung über den vorläufigen Bundessitz Bestechungsgelder von insgesamt etwa zwei Millionen Mark gezahlt worden, falsch seien. Der Ausschuß erklärt in seinem jetzt ver- öffentlichten Untersuchungsbericht, daß die früheren Bayernpartei-Abgeordneten Anton Donhauser und Hermann Aumer zwar auf Empfehlungen des Bundesfinanzministers Fritz Schäffer Gelder aus Wahlfonds für politische Zwecke erhalten und an mehrere Abgeordnete weitergeleitet hätten, die Gelder seien aber ein- wandfrei zu politischen Aufgaben verwendet worden. Ein Zusammenhang der Zahlungen mit der Abstimmung über die Bundeshaupt- stadt habe nicht festgestellt werden können. Seite 3 MORGEN M²ittwock. 23. Mal 1951/ Nr. 15 Mittwoch, 23. Mai 1951 Ein unkluges Verbot Daß über kurz oder lang im Saarland etwas Außergewöhnliches in der Politik Passieren würde, lag schon seit langem in der Luft. Zu Beginn des Jahres deutete der Vorsitzende der Sozialdemckratischen Par- tei, Dr. Kurt Schumacher, in einem Ge- spräch mit Pressevertretern in Heidelberg clie Aktivierung der Saarpolitik seiner Par- tel an. In den folgenden Wochen war im- mer deutlicher zu erkennen, wie sich diese Entwicklung etappenweise vollzog. Die Saarfrage war für, die Opposition genau das, was sie brauchte: ein Brems- klotz für den Schumanplan. Alles, was in Saarbrücken, Paris und Bonn in die Rich- tung einer europäischen Montanunion ran- giert und arrangiert wurde, erhielt von der Sozialdemokratie kräftige Gegenstößge. Der Bundesregierung wurde das Leben recht schwer gemacht. Einerseits stand sie ange- sichts des Vorgehens der SPD unter dem Eindruck und Einfluß innerpolitischer Ueberlegungen. Andererseits aber mußte sie, als vorausschauende Staatsleitung, auf die Konzeption eines größeren Ganzen hinzielen, also auf die in die Zukunft wei- senden Pläne europäischer Gesinnung. Dem Bundeskanzler ist es überaus ge- schickt gelungen, in direkten Verhandlun- gen in Paris und auf der Basis einer sub- stantielleren PressepolitiK— ein wenig beachteter neuer Zug Dr. Adenauers— die Meinung in der Bundesrepublik im positi- ven Sinne gegenüber einer europäischen Industriekonzentration zu bestärken. All- mählich beginnt auch der saumseligste Staatsbürger, wenn er nicht gerade auf einer Parteizeitung als Kopfkissen schläft, zu begreifen, daß wir allein auf der Grund- lage übernationaler Koppelungen weiter- kommen können. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Gewiß, der Schumanplan hat seine Schwächen. Aber das liegt in der Konstitution der soeben zur Welt gekom- menen Kinder. Eine tatkräftige Verwandt- schaft kann den schwächlichsten Säugling in gemeinsamer und liebevoller Sorgfalt zu einem ansehnlichen Baby aufpäppeln. Im Leben wie in der Politik gelten oftmals ctieselben Gesetze Sie zu erkennen, erfor- dert, daß man gelegentlich das politische 3 pfeifeschmauchend betrachten sollte. Und nun also platzt der saarländische Re- gierungschef mit seinem Verbot der Demo- kratischen Partei in den ohnehin komplizier- ten Frontverlauf hinein. Ja, noch viel schlim- mer, der Ministerpräsident Hoffmann ver- steckt sich hinter einem Brief des französi- schen Außenministers Schuman, der angeb- lich der Saarregierung das Verbot der DPS nahegelegt haben soll. Mit dieser Sachlage greift der ganze Komplex in die Sphäre der deutsch- französischen Aussöhnung hinein. Die schnelle Reaktion des Bundeskanzlers, der das Vorgehen der saarländischen Regie- rung scharf kritisiert hat und die Resonanz des Verbotes bei der Sozialdemokratie zeigen an, daß die Regierung und die Opposition der Bundesrepublik ganz plötzlich und rein Zwangsläufig in eine gemeinsame Abwehr- stellung gegen die Saarregierung gedrängt worden sind. Diese Position aber ist nicht Vorteilhaft für das Gespräch mit Frankreich; denn jedes harte Wort, das gegen Saarbrük- ken fällt, wird auch in Paris gehört. Und um- gekehrt ist es genau so. Das Verbot der Demokratischen Partei muß wie ein Bleigewicht an der deutsch- französischen Versöhnungspolitik hängen. Mer solche Entscheidungen trifft, kann kein guter Europäer sein. Es ist unklug, die freie Meinungsentfaltung da zu verbieten, wo man auf Schritt und Tritt den Kilometer- steinen der politischen Neuralgie begegnet. Es darf nicht dahin kommen, daß sich an der 1 die Europäer trennen. Im Gegen- eil, sie müssen sich dort die Hände reichen und ein gemeinsames Gloria auf Europa singen. Der saarländische Regierungschef schwingt den Diskus der Ignoranz. Die Euro- päer hüben und drüben sollten ihm in die Arme fallen, solange noch Zeit ist. a E. Sch- er Theaterzuschüsse gebilligt Stuttgart.(tz-Eig.-Ber.) Der Finanzaus- schuß des württembergisch- badischen Land- tages genehmigte die Haushaltspläne des badischen und württembergischen Staats- theaters und beschloß, die Zuschüsse für die württembergische Landesbühne und die kommunalen Theater in beiden Landes- bezirken in gleicher Höhe wie im Vorjahre zu gewähren. Die Staatszuschüsse für das Staatstheater Stuttgart belaufen sich auf 173 Millionen DM, und für das Staatstheater Karlsruhe auf 880 000 DM, während die Württembergische Landesbühne und die kommunalen Theater Zuschüsse in Höhe von 700 000 DM erhalten werden. Neues Lohnabkommen für das graphische Gewerbe Düsseldorf.(UP) Zwischen dem zentralen Schiedsgericht der Arbeitsgemeinschaft der graphischen Verbände des deutschen Bun- desgebietes und dem Hauptvorstand der In- dustriegewerkschaft Druck und Papier wurde während des Wochenendes in Düssel- dorf eine Erhöhung der Stundenlöhne ver- einbart. Nach den getroffenen Abmachun- gen soll das von der Gewerkschaft zum 31. Mai 1951 gekündigte Lohnabkommen unter gleichzeitiger Erhöhung sämtlicher tariflichen Stundenlöhne um neun Prozent Weiter in Kraft bleiben. Ferner sollen die monatlichen Ausbildungsbeihilfen für Lehr- linge im ersten Lehrjahr einheitlich um drei DR, im zweiten Lehrjahr um vier DM und im dritten Lehrjahr einheitlich um fünf DM erhöht werden. a Die Tarifpartner haben sich bereit er- klärt, von der Kündigungsmöglichkeit bis zum 31. Januar 1952 nur dann Gebrauch zu machen, wenn sich der gegenwärtig geltende Lebenshaltungsindex von 163 um drei oder mehr Punkte nach oben oder unten ver- andert. 5 5 0 5 40A 21 45 Morrison kam ohne Schraubenschlüssel Aera des Friedenszweiges strahlt heller als Epoche der Demontagen Bonn. Der britische Außenminister Morrison ist abgereist. Er hat die Ter- mine seiner Deutschlandreise genau einge- Halten, obwohl die Entwicklung in Persien — der Außenminister wurde laufend durch das Foreign Office informiert— zeitweilig die Möglichkeit einer Unterbrechung und beschleunigten Rückkehr nach London an- drohte. Am letzten Tag seines Aufenthal- tes stattete Morrison dem Bundeshaus einen Besuch ab. Hier ereignete sich ein kleiner Zwischenfall. Vor dem Portal hatte sich eine Gruppe Bonner als Zuschauer versam- melt. In erster Linie einige Schulkinder, die diese Unterbrechung der Ferien mit Neugier und Freude hinnahmen. Als der britische Außenminister das Parlamentsge- bäude verließ. richtete er an die Jungen und Mädchen ein paar Fragen. Schüchtern trat die Mehrzahl den Rückzug an. Nur ein Bub hielt stand. Ihn fragte der Gast: „Weißt Du, wer ich bin?“ Selbstsicher kam die Antwort:„Klar d'r Aetschesen.“ (Acheson, d. Red.) Tolerant und ausgewogen Armes Protokoll! Das internationale Par- kett ist glatt und die Demokratie liebt keine befohlenen Jubelchöre. Aber Morrison Hatte in den Morgenstunden selbst vor der Presse gesagt, daß man nicht nur mit den führenden Politikern der Welt Fühlung nehmen müsse, sondern auch mit dem Volk. So quittierte er die Antwort nicht mit zer- bissenen Teppichen oder staatspolitischem Gekränktsein, sondern Vergnügen und Hu- mor, die dem Ton und dem Fluidum seines Deutschlandbesuches entsprachen. Es funk- tionierte alles sehr leicht. tolerant und aus- gewogen. Nichts mehr war da von jener kühlen zweistöckigen Atmosphäre jener Page, da Emest Bevin den Bundeskanzler zu einem kurzen Treffen nach Köln rief. Nicht Sieger und Besiegte Damit ist eigentlich schon der Kern des Ereignisses überhaupt angesprochen. Der Außenminister Großbritanniens kam nach Deutschland, obwohl die Interessen des bri- tischen Weltreiches an den verschiedensten Stellen auf dem Spiel stehen. Er hielt also in einer sehr gespannten Zeit den offiziellen Besuch bei dem Kanzler und Außenminister der Bundesrepublik für wesentlich genug. Die Begegnungen und verschiedenen Bespre- chungen zeigten nichts mehr von der ‚Sieger- und-Besiegten- Atmosphäre“, sondern waren bestimmt durch den-Willen zu einer echten Aussprache und Fühlungnahme, die ihre Früchte auf lange Sicht hin tragen soll. Viel- leicht werden jene enttäuscht sein, die schnelle und kurzfristige Ergebnisse erwartet hatten. Die aktuellen Fragen schimmerten jedoch nur im Hintergrund auf. Was man hier hört, scheint nicht unbefriedigend. Das gilt sowohl für das Verschwinden der über- lebten Ruhrbehörde, wie auch für die Sen- kung der Besatzungskosten und die Unter- bringung kungen, Die großen politischen Minen Der Bundeskanzler hat diese Dinge je- doch dorthin verwiesen, wohin sie ge- hören, nämlich auf den Petersberg und da- mit in den Bereich der ausklingenden Be- satzungsformeln. Hier wird nach seiner Auffassung, die er sehr klar zum Ausdruck gebracht hat, der Zug der. Entwicklung das seine tun, Viel ausschlaggebender hingegen Dokumente der Zeit: der britischen Truppenverstär- Sese 85„ Zlüführen, die jedoch nicht durch den Ver- Von unserem Korrespondenten Hugo Grüssen war der Meinungsaustausch über die gro- gen politischen Linien, demgegenüber ein Abgleiten in die alte Diskussion von Be- setzern und Besetzten ein Ungeschick ge- wesen wäre. Welche Bedeutung kommt bei- spielsweise solchen Fragen zu, wie England seine Stellung zu Europa ansieht? Oder etwa wie weit die Regierung der britischen Majestät zu gehen bereit ist, um ein Ab- kommen mit Moskau zu erreichen, damit ihr der Frieden erhalten bleibt? In diesen beiden Fragenkomplexen zeigt sich das, Was die Welt mit Besorgnis in bezug auf die britische Haltung überhaupt erfüllt, auf der anderen Seite aber auch die Besonder- heit der Stellung Großbritanniens, das ja mehr ist, als nur eine europäische Macht, sondern durch vielartige Bande mit vielen Stellen in der weiten Welt verknüpft ist, die in der großen Ost- West- Auseinander- setzung neuralgisch sind oder neuralgisch werden könnten. England gehört zu Europa Hier hat Morrison eindeutig geantwor- tet. Jedenfalls lassen die Erklärungen, die er selbst vor der Presse abgegeben hat und die Darlegungen des Bundeskanzlers diesen Schluß zu. Damit ist in der Außenpolitik der Bundesrepublik, die zunächst auf das Dreieck Paris— Bonn— Rom verwiesen zu sein schien, ein neuer, bemerkenswerter Faktor aufgetaucht. Sein Fehlen gab bis- lang zu manchem Nachdenken Anlaß, das heißt: auch Großbritannien beabsichtigt nicht, auf seine europäische Rolle zu ver- zichten oder gar den Kontinent preiszu- geben, sondern empfindet sich als Bestand- teil jener Gemeinschaft, der neben der Bundesrepublik Frankreich. Italien und die Beneluxländer angehören. Daß andere Sonne: jeletonas: Voraussetzungen dabei vorübergehend ein anderes Verhalten nahe legen, ist nicht aus- schlaggebend. Morrison in Wien Wien.(dpa) Der britische Außenminister Herbert Morrison ist am Dienstagmit- tag von Bonn kommend auf dem Wiener Flugplatz Schwechat eingetroffen. Er wurde von dem britischen Hohen Kommissar für Oesterreich, Sir Harold Caccia, dem öster- reichischen Außenminister Dr. Karl Gruber und einigen Diplomaten und Militärs be- grüßt. Madrid protestierte gegen hohe Lebenshaltungskosten Madrid.(UP) Zehntausende von Arbei- tern und Angestellten boykottierten am Dienstag in Madrid aus Protest gegen die hohen Lebenshaltungskosten die öffent- lichen Verkehrsmittel. Schweigend gingen sie an von der Regierung zur Aufrecht erhaltung der Ordnung aufgebotenen Sol- daten und bewaffneten Polizisten vorbei, um ihre Arbeitsstellen zu erreichen. Die Schaffner der Straßenbahnen, Omnibusse und der Untergrundbahn gaben zu, daß ihre Wagen während der Hauptverkehrszeit am Morgen höchstens zu 50 Prozent besetzt waren. Junge Mitglieder der Falange, die die Arbeiter und Angestellten fragten, warum sie zu Fuß gingen, statt: die Verkehrsmittel zu benutzen, erhielten immer die gleiche Antwort:„Es ist ein wunderschöner Tag, wir zogen es vor, heute zu Laufen“, Benzin um zehn Pfennig teuerer? Umrisse der Wirtschaftspolitik werden sichtbar Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Die Wirtschaftsverhandlungen des Bundeskabinetts und der Ressortminister mit den Vorsitzenden der Koalitionsparteien und den Wirtschaftssachverständigen wurden am Dienstag fortgesetzt. Die Meinungen traten stark auseinander, Vorübergehend schien das Kabinett geneigt zu sein, die Sonder- umsatzsteuer unter allen Umständen durch- zubringen, Sie stieß damit aber auf den Widerstand der Koalitionsparteien. Nach der Situation vom Dienstagabend darf man sagen, daß die Schäfferschen Pläne einen schweren Schlag erlitten haben, Die Verhandlungen gehen allerdings Weiter, Es ist nunmehr vor- Seschen, eine umgrenzte Luxusstseuer ein- ordnungsweg erweitert werden kann. Weiter- hin soll die Umsatzsteuer auf 4,5 Prozent er- höht werden. Der Benzinpreis wird um 10 Pf verteuert. Die Produktionssteuer in Höhe von fünf Prozent. die die CDU /CSU-Frak- tion vorgeschlagen hatte, fand keine Ge- genliebe. Prof. Erhard bezeichnete sie als eine indirekte Form der Umsatzsteuerer- höhung. 1 ö Nach den augenblicklichen Vorlagen hofft man die 25prozentige Rentenerhöhung und Veranlaßte Schuman-Brief DPS. Verbot? Der Wortlaut des Schreibens an den saarländischen Ministerpräsidenten Bonn.(dpa) Bonner Regierungsstellen er- klärten am Dienstag im Zusammenhang mit dem Verbot der Demokratischen Partei des Saarlandes(DPS) durch die saarländische Regierung, daß die Saarfrage in ihrer Ge- samtheit nur auf Regierungsebene zwischen der Bundesrepublik und Frankreich behan- delt werden konne. In Bonn wird betont, daß die Stellungnahme des Bundeskanzlers zum DpPS-Verbot bestehen bleibe. Der Bun- deskanzler hatte das Verbot als ein Zeichen Auhßerster Schwäche der Saarregierung ge- kennzeichnet. Der saarländische Ministerpräsident Jo- hannes Hoffmann begründete über Radio Saarbrücken das Verbot der Demokratischen Partei an der Saar mit der Behauptung, die DPS habe umstürzlerische Absichten gehegt. Gegen diese„Machenschaften“ habe sich auch der französische Außenminister Robert Schu- man in einem Schreiben gewandt. Laut dpa hat der Brief Schumans an die Sdarregierung folgenden Wortlaut:„Sehr geehrter Herr Präsident.— Die Aufmerk- samkeit der französischen Regierung ist seit einiger Zeit bereits auf den umstürzleri- schen Charakter der Kampagne gelenkt worden, die von der Demokratischen Partei des Saarlandes gegen das Saarstatut ge- kührt wird. Den Manifesten und Dokumen- ten nach zu schließen. die kürzlich zu mei- ner Kenmtnis gelangt sind, schieben die Lei- ter dieser Partei die Grundsätze beiseite, die in der Präambel der Verfassung des Saar- landes niedergelegt sind und deren Prak- tische Anwendung zu sichern die Regierung Frankreichs und die Regierung des Saar- landes übereingekommen sind. Diese Grund- Sätze— ich erinnere daran— sehen unter anderem vor, daß das saarländische Volk seine Zukurift auf den wirtschaftlichen An- schluß und auf die Zoll- und Währungs- uniot zwischen dem Saarland und der kran- zqösischen Republik gründet, woraus sich die politische Unabhängigkeit der Saar Deutsch- land gegenüber herleitet. Solcher Art ist das Statut. das das Saar- land sich aus freien Stücken mit Zustim- mung der weitaus überwiegenden Mehrheit seiner Bevölkerung gegeben hat und dessen Modalitäten in dem mit Frankreich mit Zu- stimmung seiner Alliierten auf dem Ver- handlungswege abgeschlossenen Konven- tionen festgelegt wurden“. „Indem die Demokratische Partei vor- gibt, dem Willen der saarländischen Be- völkerung Ausdruck zu verleihen, Will sie dieses Statut durch ein Regime ersetzen, das das Bestehen eines autonomen Saarlan- des verneint und das die endgültige Rege- jung der Saarfrage durch Vorwegnahme festlegt. Wenn auch in dieser Hinsicht die französische Regierung niemals bestritten hat, daß die endgültige Regelung des Regi- mes des Saarlandes Sache eines Friedens- vertrages sein werde oder eines Vertrages, der diesen ersetzt, so hat sie andererseits niemals ein Hehl daraus gemacht, daß sie bei den Friedensverhandlungen die These der politischen Unabhängigkeit des Saar- landes gegenüber Deutschland/ und der Wirtschaftsunions des Saarlandes mit Frankreich vertreten werde. Anderseits könnte die französische Regierung nicht ohne Beunruhigung die Tätigkeit einer Par- teigruppe sich entwickeln sehen, die darauf hinzielt, die Grundlagen anzuzweifeln, auf denen die zwischen unseren beiden Län- dern abgeschlossenen Konventionen be- ruhen. Aus diesen beiden Gründen kann ich nicht anders, als Ihnen die Maßnahmen zu überlassen, die Sie für notwendig erach- ten gegenüber einer Partei, die unter dem Vorwand eines Beitrages zur europäischen Verständigung auf nichts geringeres aus- geht, als die öffentliche Ordnung im Saar- land zu bedrohen, die französisch- deutschen Beziehungen zu stören und eben dadurch deren Verwirklichung und eine friedliche Entwicklung der europäischen Gemein- schaft zu gefährden. Genehmigen Sie, Herr Präsident, den Ausdruck meiner vorzüg- lichen Hochachtung. Gez. Schuman.“ Bundestag ehrt Ernst Roth Bonn,(dpa) Das Plenum des Bundes- tages gedachte zu Beginn seiner 142. Sit- zung— der ersten nach der Pfingstpause am Dienstag des SPD-Abgeordneten Ernst Rot h, der während der Sitzung des Stras- burger Europarates an einem Gehirnschlag gestorben ist. Während sich die Abgeord- neten von ihren Plätzen erhoben, würdigte Vizepräsident Prof. Carlo Schmid das Leben des Verstorbenen, der 1932 als jüng- ster Abgeordneter in den Deutschen Reichs- tag eingezogen war. Am Morgen vor sei- nem Schlaganfall, sagte Prof. Schmid, sei Roth in höchster Erregung zu ihm gekom- men, weil er vor dem Europarat zur Saar- frage sprechen sollte. Am gleichen Tage habe die französische Polizei eine Presse- konferenz mit Saarländern verboten. Roth, der 1948 aus dem Saarland ausgewiesen worden war, habe ihm erklärt, daß er viel- leicht nicht mit der nötigen Ruhe werde sprechen können. Mitten im Satz sel er dann zusammengebrochen. die Heraufsetzung der Beamtengehälter decken zu können. Rund 2,4 Milliarden DM des Deflzits sind aus dem ordentlichen Haus- halt gestrichen und auf den außerordent- lichen Haushalt übertragen worden. Die Tabaksteuerermäßigung mit 280 Millionen wird nicht in Kraft treten. Die zusätzlichen Mittel für den Wohnungsbau in Höhe von 200 Millionen, die 300 Millionen DM für den Flüchtlingswohnungsbau in den Aufnahme- ländern bei der Umsiedlungsaktion sowie 50 Millionen Prämien für Ersteller von Woh- nungsbau- Hypotheken werden in den aufer ordentlichen Haushalt übernommen. Von den 100 Millionen Steuerausfall für die Son- dertarife bei Dieselkraftstoff für Schiffahrt und Landwirtschaft verbleiben nur 40 Mil- lionen im ordentlichen Haushalt, 60 Millio- nen wurden in den außerordentlichen Haus- halt übertragen. Bei den Rentengesetzen werden einige Bagatellrenten gestrichen. Durch den Fortfall der 20prozentigen Er- höhung bei den Pensionsbezügen und den 131ern sollen weitere 547 Millionen DM ge- spart werden. Die neu beschlossenen Steuern werden nach vorläufigen Schätzungen etwa eine Milliarde DM im laufenden Haushaltsjahr einbringen. Man erhofft sich von der Umsatz- steuererhöhung 500 bis 600 Millionen DM, von der Treibstoffsteuererhöhung 350 bis 400 Millionen DM. Die Wirtschaftssachver- ständigen erwarten, daß sich der Benzinpreis im freien Konkurrenzkampf bei 72 bis 75 Pf auspendeln wird. Um die Produktionssteuer vermeiden zu können, sollen die Zollposi- tionen bei den Importen überprüft und neu errechnet werden. Die Bundesregierung hat schon in dem neuen Haushaltsjahr 850 Mil- lionen Zolleinnahmen angesetzt an Stelle der 600 Millionen des vergangenen Jahres. Auf Grund der neuen Zollsätze erhofft man hier eine endgültige Einnahme von 1,1 Milliarde in diesem Wirtschaftsjahr, die im nächsten Haushaltsjahr auf rund 1,6 Milliarden an- steigen sollen. Soweit die Pläne, die nach einer scharfen Ausein andersetzung innerhalb des Kabinetts in den Koalitionsparteien und den Fraktionen in den Umrissen fertiggestellt worden sind. — Hinrichtungen in der Macht zum Freilag? Frankfurt. Ge- Eig.-Ber.) Die sieb zum Tode verurteilten Landsberg-Häfflinge Wurden am Dienstag um 11 Uhr in die T0. deszellen gebracht. Wie die Gefängnisver. Waltung Landsberg einem Verteidiger mit. teilte, dürfen die Frauen der Verurteilten ihren Männern am Mittwoch einen letzten Besuch abstatten. Obwohl man damit rech. net, daß die Exekutionen in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag vollzogen werden beabsichtigt die Verteidigung, bei dem Hohen Kommissar MecCloy und dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, Ge. neral Handy, noch einmal persönlich zugun- sten ihrer Mandanten zu intervenieren. Vor Beginn einer Pressekonferenz in Frankfurt hatte MecCloy am Dienstagnach. mittag erklärt, daß er keine Frage über das Schicksal der zum Tode Verurteilten beantworten werde. Er sagte wörtlich: „Ich habe meine Entscheidung getroffen, die Gerichte haben ihre Entscheidung getroffen, und damit ist die Angelegenheit abgeschlos- sen. Das weitere wird durch amtliche Ver ökkentlichungen bekanntgegeben werden“ Berufssoldaten und Verteidigung Bonn.(dpa) Der 75 000 Mitglieder umfas. sende Bund ehemaliger Wehrmachtsange. höriger betonte in Bonn, daß die ehemaligen Berufssoldaten„zur Verteidigung des Va- terlandes! bereit seien. Bedingung sei jedoch, daß die deutsche Soldatenehre wiederherge- stellt und alle unschuldigen ehemaligen Sol- daten aus fremdem Gewahrsam entlassen würden. Die Beteiligung der Bundesrepublik an der Verteidigung Europas sei eine poll. tische Frage, zu der die ehemaligen Soldaten nicht Stellung nehmen wollten. Schar wandte sich der Bund gegen das 131er Ge- setz, das die sozial schwächsten Schichten der ehemaligen Berufssoldaten fast völlig entrechte und alle aktiven Soldaten, die nach dem 8. Mai 1935 in den Wehrdieng getreten seien, von der Versorgung aus- schließe. Auch 38. Sitzung ohne Ergebnis Paris.(UP) Auf der Sitzung— der 358. der Außenministerstellvertreter am Diens- tag zur Festsetzung einer Tagesordnung, die einer möglichen Außenministerkonferem der großen Vier zugrunde gelegt werden soll, beschuldigte der US- Delegierte Philip C. Jessup die Sowjetunion, sie betreibe um eine Zu- eine„Obstruktionspolitik“, sammenkunft der Außenminister zu ver- hindern. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zwischen den Delegierten des Westens und dem sowjetischen Vertreter Andrej Gromybo stand auch am Dienstag die sowjetische For- derung, die Fragen des Nordatlantikpaktes und der US- Stützpunkte in Europa und dem mittleren Osten in die Tagesordnung aul. zunehmen. Gromyko bestand darauf, daß diese beiden Punkte unter der Rubrik „Punkte, über die keine Einigung erzielt wer- den konnte“, in die Tagesordnung aufgenom: men werden sollten. Die westlichen ele- gierten dagegen beharrten weiter auf ihrem Standpunkt, nach dem diese beiden Fragen nicht in die Tagesordnung eingefügt werden sollten. a Britisches Kabinelt erörlerle Oelktise Demonstrationen in Teheran 5 London,(dpa) Das britische Kabine führte am Dienstag Besprechungen über die Entwicklung im persischen Oelstreit, Die Besprechungen wurden von Premier- minister Attlee geführt, da Außenminister Morrison noch nicht von seiner Reise nach London zurückgekehrt ist. Die britische Regierung hat bisher noch keine offizielle Antwyort der persischen Re- glerung auf die erneuten britischen Ver- handlungsvorschläge zur Beilegung des Oel- streits erhalten. Etwa 100 000 Personen demonstrierten am Dienstag in voller Ruhe und Ordnung auf den Straßen der persischen Hauptstadt Teheran gegen die unbefugte amerika⸗ nische Einmischung“ in den britischen-per- sischen Oelstreit.. Bereits am Sonntag war angekündit worden, dag vor dem Parlamentsgebäude Demonstrationen gegen die USA stattfinden würden, da das amerikanische Auffen min- sterlum der persischen Regierung empfoh, len hatte, den Streit mit Großbritannien aul dem Verhandlungsweg zu regeln. Briefe an die Herausgeber Das Programm des Süddeutschen Rundfunks Schon lange hatte ich die Absicht, dem Herrn Intendanten Eberhard meine Unzufrie- denheit über das Programm des Süddeutschen Rundfunks bekannt zu geben. Da ich aber von einem Bekannten aus Stuttgart, der auch einige — Vielleicht nicht gerade liebenswürdige Zei- len an den Süddeutschen Rundfunk richtete, in denen er seine Unzufriedenheit über das Programm kund tat,— hörte, daß er nie Ant- wort darauf erhielt, hätte es mir leid getan, wenn mein Brief evtl. im Papierkorb gelandet wäre, zumal meine Zeit als berufstätige Haus- frau sehr kostbar ist. Leider war ich damals krank, als die Antwort des Herrn Intendan- ten Eberhard auf den Brief des Abg. Margulfes in Ihrer Zeitung erschien. Ich wäre gerne auf manche unzulängliche Entgegnung des Herrn Dr. Eberhard eingegangen. Ich selbst bin mit meiner Familie vor zwei fahren aus der Ostzone nach hier gekommen, in also weder für Württemberger noch für Zaddener oder Pfälzer voreingenommen. Den- loch muß ich sagen, daß der Stuttgarter Sen- der heute bei uns nicht mehr eingestellt wird, da mein Mann und ich uns dann nur ärgern, während wir am Anfang unseres Hierseins ehr häufig Stuttgart hörten. Der Stuttgarter Sender hat bisweilen eine sehr einseitige Ein- stellung. Ich denke nur an die„National- sprachè“ des Senders. Warum muß ich denn immer wieder eine bestimmte Mundart mir anhören? Drehe ich morgens, bevor ich ins Büro gehe, das Radio an, soll ich mir da schon Wieder einen Spruch, der mir vielleicht für meinen nicht gerade immer leichten Arbeitstag etwas mit auf den Weg geben kann, in schwäbischer Mundart anhören? Ob der Sender es heute noch so handhabt, weis dh nicht, da ich es auf einen Versuch schon gat nicht mehr ankommen lassen will. In meine Heimat wird auch Mundart gesprochen und! höre mir Heimatsendungen sehr gerne 73 ganz gleich, aus welchem deutschen Lan strich sie stammen, Aber die algen Sprache eines Senders sollte doch Hochdeutst, sein, was man vom süddeutschen Runden bestimmt nicht sagen kann. N wenn man als Fremde in einem anderen deutschen Landstrich heimisch werden Lon ist das bestimmt nicht immer leicht, sich 1 die anderen Sitten, Gebräuche und Sprache u gewöhnen, wenn man dann aber noch 1 Rundfunk ein Programm vorgesetat bete das in allen möglichen Nuancen Uberall 5 Nationalstolz eines kleinen Landstriches dur 95 blicken läßt, dann kommt man sich aue ge gener vor als je. Jedenfalls würde ich 72 einigermaßen heimisch werden, wenn E auf den Süddeutschen Rundfunk angew. 155 wäre. Auch die Musikprogramms dieses ders haben in nur wenigen Fällen zu Erbauung beitragen können, währen anderen Sendern(ich möchte Namen hier 50 nennen) dies fast immer der Fall ist, 2 50 ich ein Programm nur dann einstelle, Inter ich weiß, daß es Musik ist, die meinem esse entspricht. 1 Der Süddeutsche Rundfunk müßte sich fut nes Erachtens in allen Sendungen ee machen, daß er bestimmte Interessen 3 12 sondern sich dessen gewiß sein, d. 15 alle alle Deutschen senden soll, zumsal 1 Landsleute durcheinander gewürfelt sind. Hildegard Blix, Lud wissbelen Auff: nicht inner ernst aus, einen heuti verst. schen Vielle unser ben 1 rückg ist es 1 unt kül stel Sen Sch Ma daß s neim neben Haifls Stück 80 Kol Wege bestan Täler. man s gedehlr broche Platea Rebbe schaft. nach s Taunu gellane Main- Worm, Taunu hören in dei Funde zenwe! Eig glsche turen Zwei b schicht Rheint Die Mulde, gebilde Richtun streckt mals d. rote S- und in Aus de liegen vor. Ei ginnt der Al Nheint — eee 2 01 Die lands tag 1 ten, gen nen. Kom kläru Edel, Kom men. sieben tlinge e To- isver. mit. eilten etzten rech · t vom erden, dem dem „ Ge- ugun⸗ m. nz in nach über teilten rtlich: en, die roffen, Schlos- 2 Ver. rden.“ ng Anfas- sange- zaligen 8 Va- jedoch, herge n Sol- tlassen Publik e poll daten Schark er Ge üchten Völlig n, die rdiengt g Aus- 0 Uls 58. Diens⸗ dnung, Kerem verden Philip etreibe e Au- 1 Ver- etzung as und omykO 1e For- tpaktes id dem g auf- b, daß Rubrik Nr. 117/ Mittwoch, 23. Mai 1951 MORGEN Seite 3 — Nicht alltägliche Aufforderung:„Machen Sie Ihr Testament!“ Jeder kann Entscheidungen treffen, die für seine Erben bindend sind Das Erscheinen einer für den juristi- schen Laien beherzigenswerten kleinen Schrift„Wie mache ich mein Testa- ment?“, die von Rechtsanwalt Dr. Paul Apfelbaum in Berlin im Fachverlag für Wirtschafts- und Steuerrecht Schäffer& Co. GmbH., Stuttgart, in der Reihe„Recht fürs Volk“ herausgegeben wurde, veran- laßt unseren U. H.-Mitarbeiter zu der nachfolgenden Betrachtung. Im täglichen Sprachgebrauch klingt die Aufforderung, sein Testament zu machen, nicht sehr herzlich. Nahezu die gleichen inneren Hemmungen löst aber auch die ernsthafte und wohlgemeinte Ueberlegung aus, sein Haus beizeiten zu bestellen und einen letzten Willen zu errichten. Der heutigen Generation ist die gelassene Selbst- verständlichkeit, mit der vergangene Men- schengeschlechter sich im Leben stets vom Tod umgeben fühlten, nicht mehr eigen. Vielleicht hat auch das allenthalben in unserer Sozialordnung hervortretende Stre- ben nach Sicherheit dieses Bewußtsein zu- rückgedrängt und in Furcht verwandelt. So ist es für die Gemütsart eines Zeitgenossen äußerst aufschlußreich, ob und wann er ein Testament errichtet, und erst recht, was er darin verfügt. Die Tiefe seines Wesens ent- hüllt sich darin genau so, wie andererseits der Volksmund feststellt, ein Mensch sei erst nach einer gemeinsamen Erbschaft in seinem Charakter richtig zu erkennen. Aus der Erfahrung unserer Tage ließ sich Hierzu vielleicht ergänzen, daß mindestens ebenso aufschlußreich das gemeinsame Erleben einer Revolution, einer Kriegsgefangen- schaft oder eines sonstigen unfreiwilligen Lageraufenthaltes sind. Das Erbrecht steht in engem Zusammen- hang mit der sozialen und wirtschaftlichen Struktur jedes Landes, und in seinem begrenzten Lebenskreis sieht jeder, der über ein Erbe zu verfügen hat, sich den gleichen Problemen gegenüber wie der nationale Gesetzgeber. Die Tendenzen des früheren Reichserbhofgesetzes sind noch in lebhafter Erinnerung, während sich anderer- seits sogar das Sowjetregime zu bürger licher Konzessionen bequemen und das Erbrecht anerkennen mußte. Generationen- Am Meeresstrand der Vorzeit Die Saar-Nahe-Saale-Senke und der Rheintalgraben Der Mannheimer Verein für Naturkunde unter Führung von Dr. J. Begler unternahm kürzlich eine Wanderung zum Alzey-Nier- steiner Horst, einer Insel in der Saar-Saale- Senke. Der nachstehende Bericht gibt eine Schilderung dieser uralten Kulturlandschaft. Man wird es für unwahrscheinlich halten, daß sich nicht sonderlich weit von Mann- heim ein Meeresstrand hinzieht, an dem man neben vielen anderen merkwürdigen Dingen Haiflschzähne auflesen kann. Fährt man ein Stück die Rheinebene hinunter nach Worms, o kommt man hinter der Stadt auf dem Wege nach Alzey in ein Auf und Ab reben- bestandener Hügel und flacher oder steiler Täler. Auf den Hügeln angelangt befindet man sich auf einer weit nach Norden aus- gedehnten, von anmutigen Tälern unter- brochenen Hochfläche, dem Rheinhessischen Plateau. Kein Wald, nur endlose Felder und Rebberge bedecken die uralte Kulturland- schaft. Weit nach Westen bis hinter Kreuz- nach sich verbreiternd und im Norden an den Taunushöhen endigend, setzt sich die Hü- gellandschaft gegen die östliche flache Rhein- Main-Ebene an einer Linie ab, die etwa von Worms über Nierstein an Höchst vorbei zum Taunusrande zieht. Beide Landschaften ge- hören zum sogenannten Mainzer Becken, das in der ganzen Welt durch seine reichen Funde einer vergangenen Tier- und Pflan- zenwelt berühmt geworden ist. Eigentümlich wechselvoll ist die geolo- gische Geschichte dieses Raumes. Ihre Kon- turen sind klar und deutlich geprägt durch zwei bedeutende Erscheinungen der Erdge- schichte: die Saax-Nahe-Saale-Senke und den Rheintalgraben. It wer genom⸗ Dele⸗ ihrem Fragen werden abinelt 1 über elstrelt, emier- linister e nach r noch en Re: n Ver- es Oel- rierten rdnung ptstadt nerika⸗ m- per- cündigt ebäude tfinden mit- mpfob⸗ ien aul ute ale Namhafte Fahrer aller Klassen starteten am 8 nd. 1 auf der schwierigen Feldberg- Rennstrecke. 130 0 Die Saar-Saale-Senke ist eine riesige Mulde, die vor rund 250 Millionen Jahren gebildet wurde und sich in nordöstlicher Richtung von der Saar bis zur Saale er- streckt. In ihrem Schoße sammelte sich da- mals der Schutt eines alten Gebirges(1500 m rote Sande und Tone), der später verfestigt und in langgestreckte Falten gelegt wurde. Aus den folgenden, ungeheuer langen Zeiten liegen im Mainzer Becken keine Zeugnisse vor. Erst vor rund 60 Millionen Jahren be- ginnt in ursächlichem Zusammenhang mit der Auffaltung und Hebung der Alpen im Nheintal zwischen Basel und Bingen eine tiefe Einsenkung, die stetig weitergeht und noch in der Gegenwart zu spüren ist, wie der Erdbebenherd von Groß-Gerau bei Darmstadt beweist. Dieser zerstückelte Rheintalgraben, der bis heute ungefähr 2000 m Gestein aufgenommen hat, bleibt dauernd Senkungsgebiet. Immer wieder beleben sich nun an dem Kreuzungspunkt der beiden großartigen landschaftlichen Bauelemente die Spannun- gen. Wiederholt dringt das Weltmeer infolge von Senkungen von Süden und Norden herein und hinterläßt in Sanden, Mergeln, Kalken und Tonen eine überwältigende Fülle von tierischen und pflanzlichen Resten. Dick- schalige große Muscheln und geperlte Schnek- ken, Austern- und Miesmuschelbänke, Koral- len, Seepocken, zartschalige Kamm-Muscheln, große und kleine spitze Haifischzähne, eigen- artig spitzkonische gerippte Schneckenge- häuse, Seekuhrippen und Algenkalke schauen einzeln aus der Grubenwand heraus oder setzen, wie die Schnecken, ganze Bänke im Steinbruch zusammen(Weinheim bei Al- zey, Oppenheim). Reine Meeresschichten wechseln im Laufe der Zeit ab mit Brack- Wasserablagerungen ähnlich den Bildungen in den Haffen der Ostsee, und auch diese Lagunen werden schließlich vom Meere ab- getrennt und zu Süßwasserseen, in die der Wind ungeheure Mengen leerer Land- schneckengehäuse hineinweht und wo Kro- kodile ihr Unwesen trieben. Kräftige Hebungen des Bodens lassen später den Meeresboden zum festen Land werden, über das der Ur-Rhein lange vor der Eiszeit in einem feuchtwarmen Klima seine Kiese und Sande hinschüttet. Von den Quellen in Nordbaden und Unterelsaß flie- Ben seine Wasser mitten über Rheinhessen Eppelsheim, Wißberg, Dromersheim) in einem 15 km breiten Bett nach Norden. In seinem Rande leben Nashorn, Tapir, Tiger, Mastodon(Vorläufer der Elefanten), das dreizehige Pferd und das riesige Dinothe- rium, eine dem Elefanten verwandte Tierart mit nach unten gebogenen Stoßzähnen des Unterkiefers. Im Londoner Museum wird der einzige vollständig erhaltene Schädel dieser Tierart aufbewahrt, der im Jahr 1835 in Eppelsheim bei Alzey von Kaup gefunden und wissenschaftlich beschrieben worden ist. pon und Spiel: Utympiade mit Deuischiland Die Olympischen Komitees Westdeutsch- lands und der Sowjetzone, die am Diens- tag ihre Beratungen in Lausanne beende- ten, haben sich nicht über die Bedingun- sen eines Zusammenschlusses einigen kön- nen. Es war jedoch zu erkennen, daß das Komitee der Sowietzone nach einer Er- klärung seines ersten Vorsitzenden, Kurt Edel, bereit war, weitere Bedingungen des Komitees der Bundesrepublik anzuneh- men. Aus diesem Grunde wurde dem Exekutivausschuß des Internationalen komi- tees von beiden Seiten vorgeschlagen, zu den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki eine einzige Mannschaft zu entsenden. Presse- Kommunique: J. Deutschland wird bei den nächsten Olympischen Spielen durch eine Dele- zation vertreten sein. 2. Das Internationale Olympische Komi- tee wird weiterhin nur das westdeutsche Komitee anerkennen. Das Nationale Olympische Komitee der Bundesrepublik Deutschland wird daher für die deutsche Vertretung bei den nächsten Olympischen Spielen verantwortlich sein und zu ent- scheiden haben, nach welchen Richtlinien „die Auswahl von Sportlern aus der So- Wietzone erfolgt. J —* Kritischer Rückblick auf Mailand: lang wurde einem Teil des deutschen und englischen Adels durch Erb- und Steuer- vorschriften der materielle Besitz und damit die politische Führungsstellung künst- lich gesichert. Demgegenüber führte in Frankreich der napoleonische Code Civil mit seiner unbeschränkten Erbteilung zum sprichwörtlichen Zweikindersystem gerade in den Landgebieten; den Bevölkerungs- überschuß weisen heute die französischen Industriebezirke auf Jeder kann in seinem letzten Willen Entscheidungen treffen, die für seine Erben bindend sind. Diese Machtfülle ist zugleich Verpflichtung, für den Besitz der Familie zu sorgen, und Verlockung, einmal nach Gutdünken frei zu schalten. Gewiß könnte die Nachlaßregelung auch dem Gesetz, über- lassen bleiben, da das deutsche Erbrecht praktisch und vernünftig ist und die ver- Wwandtschaftlichen Bande berücksichtigt. Vorzuwerfen wäre ihm höchstens mangelnde Vorsorge für die überlebende Ehefrau. So wird es vielfach doch erforderlich, im Interesse der Ehefrau, der Bewahrung des Familienbesitzes, der Sorge für Unmündige oder Hilfsbedürftige oder auch, um einen billigen Ausgleich zwischen verschiedenen Erben herbeizuführen, ein Testament zu errichten. 5 Gerade aber dort, wo aus wohler woge- nen Gründen von der gesetzlichen Erb- regelung abgewichen werden soll, muß dieser Wille in gültiger Form, unangreifbar, zweifelsfrei und vernünftig ausgedrückt werden. Die äußeren Formvorschriften sind leicht einzuhalten. Beim privaten Testament genügt es schon, daß es vom ersten bis zum letzten Buchstaben eigen- händig geschrieben und unterzeichnet ist. Ort und Datum sollten immer hinzugefügt Werden. Beim Inhalt sollte die wirtschaft- liche Vernunft den Vorrang vor allzu ge- fühlsbetonten Entscheidungen haben. Hier aber herrschen auch bei sehr geschäfts- gewandten Laien häufig Irrtümer über den Inhalt des Gesetzes oder über die rechtliche Wirkung von dieser und jener Ausdrucks- weise. Andererseits sind bestimmte erb- rechtliche Vorschriften zwingend und können nicht umgangen werden, z. B. das Pflichtteilsrecht. So kann im Ergebnis der gutgemeinte Wille des Erblassers in sein Gegenteil verkehrt werden, weil er unvoll- kommen formuliert war und das Gesetz nicht genügend berücksichtigte. Hinzu kommen die schnellen wirtschaftlichen Ver- änderungen unserer Zeit. Sie sollten Anlaß geben, im Testament nur grundsätzliche Ent- scheidungen und Richtlinien zu treffen und Einzelheiten der gütlichen Auseinanderset- zung unter den Erben zu überlassen. Das Erbrecht des BGB umfaßt immerhin 463 Paragraphen, die selbst dem erfahere- nen Gesetzestechniker zuweilen noch Kopf- zerbrechen bereiten. Kein Testament sollte deshalb ohne einen sachkundigen Berater abgefaßt und möglichst auch in notarieller Form niedergelegt werden. Das gilt für die wenigen großen Vermögen unserer Zeit und so gut wie für den bäuerlichen Besitz, das selbstgesparte Eigenheim oder den Hand- Werksbetrieb. Die Kosten hierfür halten sich in bescheidenen Grenzen. Sie sind jedenfalls viel billiger als ein Erbschaftsprozeß, bei dem dann guter Rat teuer wird. Auch die eingangs erwähnte Schrift, die sich be- müht, mit Ratschlägen und Beispielen ge- meinverständlich zu sein, weiß im Ergebnis keinen besseren Vorschlag als den, recht- zeitig sein Testament zusammen mit einem guten Berater zu machen. . ² wꝛn2 ̃̃—— ˙— ⅛˙———— 3 V————————————— Iuch Amateure kümpfen mit„Vernichtungswillen“ Der„Fightertyp“ tritt immer mehr in den Vordergrund Wider Erwarten hat Deutschland aus dem Europameisterschafts-Turnier in Mailand einen Titel mit heim genommen. Bihler hatte mehr Chancen, aber Schilling wurde Europameister. Was der eine nicht tat, vollbrachte der andere. Drei Deutsche standen im Finale,, und ober- flächlich betrachtet könnte man dies als einen Riesenerfolg buchen, denn Deutschland war hinter Italien und vor Ungarn die zweit- stärkste Nation. Dies aber ist ein typisches Beispiel dafür, wie Punkterechnungen trügen können. Die Tatsachen beweisen nämlich, daß die leichten Leute der Deutschen, außer Schil- ling, Versager waren. Vielleicht darf man Slojewski ausnehmen, dem man zugute halten muß, daß er durch Gewichtmachen geschwächt war. Aeußerlich betrachtet fehlten den Deutschen die harten Konturen(Sladky ausgenommen). Diese harten Konturen besaßen die Franzosen, die Engländer, die Jugoslawen, die Polen, die; Ungarn(mit einigen Ausnahmen) die Nor- weger, Schweden und Dänen. Die Franzosen wirkten immer eine Gewichtsklasse höher, so austrainiert waren sie. Sie waren auch gut vorbereitet und das beste Team: boxerisch ausgesprochene Klasse. Ob sie siegten oder verloren, stets sahen sie gut aus. Sie und die Engländer demonstrierten am augenscheinlichsten den grundlegenden Wandel und 3 nnen der Solo-Motorräder der 250- un uß von einer schwierigen Kurve, zeigt onntag beim zweiten Meisterschaftslauf 00 Zuschauer begeisterte besonders das o-cem-Klasse.— Unser Bild, ein Schnapp- 13, Ex- Europameister Ewald Kluge, der auf zeiner DKW-Maschine Zweiter in der Viertelliter-Klasse wurde. in der Einstellung im Amateurboxen. Der zweckmäßige Fightertyp, der vielseitige Er- folgsboxer, mit sparsamer Beinarbeit, wenig Raumverlust und stets soviel Raumgewinn, daß gerade die richtige Schlagdistanz her- gestellt ist, meldete in Mailand seine For- derungen an. Der hatten die Deutschen nichts entgegen- zusetzen außer dem ungebrochenen Kampfes willen Sladkys, Pfirrmanns, Schillings und von Gorgas. Der deutsche Amateursport ist im Stil stehen geblieben! Federgewichtseuropameister Ventaja(Frank- reich), der englische Halb-Mittelgewichtler Lay, Ungarns Halb-, Mittelgewichts- Europameister Papp als einige der Ausnahmeerscheinungen Mailands, verkörperten diesen Typus, der in seiner Art an die großen Professionals er- innert, und den man bisher als amerikanisch bezeichnete. Der Schlagwechsel in der Dreivierteldistanz herrscht bei diesen Boxern vor, es ist die Ent- fernung, aus der der Schlag die härteste Wir- Kung erzielt, die aber auch die beste Reaktion und die besten Nerven erfordert. Die größte boxerische Revolution ging von den Engländern aus. England ist von dem klassischen Stil der„noble art of sel difence“ abgewichen, Engländer, Briten und Schotten stellten die UVeberzahl der Rechtsausleger. Ein Rechtsausleger in der englischen Nationalver- tretung wäre vor zehn Jahren noch eine Un- möglichkeit gewesen! Der Beste, den England + 7 9 N 8 W W 8 8 WILHELM HILPERT: FRONLEICHNAMS-PROZESSION Blick ins Land „Lehre des Thomas v. Aduin noch lebendig“ Köln. Die Lehre des Thomas von Aquin sei heute noch lebendig, sagte der Leiter des Thomas-Instituts in Köln, Prof. D. Dr. Jo- sef Koch, beim Abschluß einer philosophi- schen Tagung des Instituts, an der in Köln etwa hundert Universitätsgelehrte und ka- tholische Geistliche, darunter Gäàste aus Hol- land und der Schweiz, teilnahmen. Aufgabe katholischer Wissenschaft und unbefangener Forschung überhaupt sei, den verheißungs- vollen Neuanfängen in der heutigen span- nungsreichen Situation aufgeschlossen und schöpferisch zu begegnen. Wieder 48-Stundenwoche bei der BuBa Kassel. Für alle Lohnempfänger der Deutschen Bundesbahn wird am 1. Juli die 48-Stundenwoche wieder eingeführt. Die Gewerkschaft der Eisenbahner hatte das am 1. März 1950 angelaufene Kurzarbeits-Ab- kommen über die 45-Stundenwoche gekün- digt, da die Bundesbahn inzwischen keine überzähligen Arbeitskräfte mehr hat. Kind aus dem Fenster geworfen Stuttgart. Ein 28 Jahre alter Hilfsarbei- ter warf am Montagvormittag in Stuttgart sein zweijähriges Töchterchen aus einem Fenster seiner im zweiten Stock gelegenen Wohnung auf den Hof. Wenige Minuten spä- ter stürzte er sich selbst aus dem Fenster. Das Kind und der Vater befinden sich in Lebensgefahr. Die Tat dürfte auf eheliche Zerwürfnisse zurückzuführen sein, Die Ehe des Mannes war in der vergangenen Woche geschieden worden. Grenzbeamter angeschossen Schönenberg. Nachdem erst vor wenigen Tagen bei Pirmasens ein Zollbeamter er- schossen wurde, feuerte in der Nacht zum Montag ein Unbekannter aus einer klein- kalibrigen Pistole auf einen Zollgrenzbeam- ten, der sich am Ortsrand von Bechhofen auf einem Streifengang befand. Der Zoll- beamte ging einem verdächtigen Geräusch nach und stand plötzlich einem Unbekann- ten gegenüber, der sofort schoß und ihn in den linken Oberarm traf. Der Täter flüch- tete in Richtung Grenze. Götz- Festspiele werden vorbereitet Jagsthausen. Der Regisseur der Götz- Festspiele in der historischen Götzenburg, Generalintendant Meißner, ist in Jagsthau- sen eingetroffen, um mit den Laienspielern wieder Fühlung aufzunehmen. Wenn am 17. Juni dann auch die Berufsschauspieler nach Jagsthausen kommen werden, wird das Ensemble für die Festspiele wieder kom- plett sein. ö———————— — A] ͤ—A2 ̃—PUXñ]6-.—...:————— ins Treffen führte, war der Halb-Mittel- gewichtler Lay: er boxte in Linksauslage mit einer glasharten, kurz angebundenen Rechten. Sein Kampf gegen den ungarischen Papp war einer der Höhepunkte Mailands. Das war Boxkunst, wie sie nur die ganz Großen im Ring demonstrieren. Von den Deutschen könnte Sladky ein gro- Ber Mann werden. Er bringt eine gute Ver- anlagung mit. Daß er nicht Europameister wurde, lag wirklich nur an seiner geringen internationalen Erfahrung. Die Quintessenz von Mailand ist, daß man heute auch im Amateurlager mit größerem Vernichtungswillen kämpft, ja, daß man um der Schlagwirkung willen manches in Kauf nimmt, was man früher aus Prinzip vermie- den hätte. Mailand war revolutionär, was das Boxen betraf, és war dilletantisch und rückständig in der Organisation. Aktive und Schlachtenbumm- ler, vor allem die Journalisten atmeten auf, als diese Tortur vorbei war. Oesterreich, Saarland warteten mit guten Boxern und großen Kämpfern auf, ein Zei- chen dafür, daß auch kleinere Nationen, denen eine geringere Zahl Sportler zur Verfügung steht, Erfolge verzeichnen, wenn sie sich die Mühe der Schulung machen. H. Sohre Großartiges Hundballturnier uuf der Schönau SC Pfingstberg gewann das Turnier der 1. Mannschaften Der As Schönau, eines der jüngsten Mitglieder des badischen Handballverbandes, des- sen Stärke in erster Linie die starke Frauen- und Mädchenabteilung ist, veranstaltete über das Wochenende, wie wir bereits berichteten, Plätzen ausgetragen wurde. Für alle Klassen waren Turniere ausgeschrieben. ein gelungenes Handballturnier, das auf drei Abgesehen von einem Fall, für den der Veranstalter nicht verantwortlich zu machen ist, endeten die Spiele ohne Mißklang. 5 Ein Höhepunkt des Meetings war der Fest- zug am Sonntagnachmittag unter Vorantritt der Kapelle Kühner. Die Schöauer verstan- den es übrigens, aus ihrer sportlichen Ver- anstaltung ein Volksfest für die Waldhöfer Siedlung zu machen. Schluß mit zwei Spielen der Männer und Frauen des Festgebers. Schon am Samstagnachmittag begannen die Schüler, wobei der TV Bürstadt siegreich blieb. Der SV Waldhof entschädigte sich durch einen Sieg bei den Schülerinnen. Lebhaft ging es am Sonntag zu.-Die Frauen Ziegler gewann Villinger Jubiläums-Rennen Erfolgsserie der„Solidarität“ Radrennfahrer hält an Das intensive Wintertraining der Mann- heimer Radrennfahrer der„Solidarität“ wirkt sich immer erfreulicher aus. Nach den Siegen in Knielingen und Pforzheim wurden nun beim Jubiläumsrennen in Villingen erneut beacht- liche Erfolge erzielt. In der Schülerklasse konnte sich der 13jäh- rige Lorenz durchsetzen. Bei der A-Jugend fuhr der Mannheimer Dillmann die 20 Runden auf der 1 400m- Rundstrecke in großartiger Manier. In der Hauptklasse waren unter den 54 Startenden so bekannte Fahrer wie Pfan- nenmüller-Nürnberg, Seiler, Hirth und Laule. Der Mannheimer Ziegler gewann bereits die erste Wertung vor Rexin und Pfannenmüller. Nach der zweiten Wertung, die erneut Ziegler sicher gewann, fehlte Pfannenmüller(Schal- tungsdefekt). Obwohl das Feld erhebliche An- strengungen machte, den Mannheimer Fahrern den Jubiläums-Ehrenpreis abzujagen, gewannen sie ihn und belegten gleichzeitig die drei ersten Plätze. Schüler: 1. Lorenz, Mannheim; 2. Link, Bad Dürrheim. Jugendklasse A: 1. Dillmann, Mannheim; 2. Hug, Emmendingen.— Alters- klasse: 1. Stegmüller, Herboldsheim; 2. Lorenz, Mannheim.— Hauptklasse, 30 Runden: 1. Zieg- ler, Mannheim; 2. Rexin, Mannheim: 3. Frank, Mannheim; 4. Laule, Emmendingen; 5. Sei- ler, Lahr. Pokalspiel Phönix Lu— Waldhof Die beiden alten Kontrahenten Phönix Lud- wigshafen und SV Waldhof stehen sich am Mittwochabend im Rahmen des Rhein-Main- Saar- Pokals um 18 Uhr im Südwest-Stadion gegenüber. Ein knapper Sieg der Ludwigs- hafener sollte nicht überraschen. Aufstiegsspiel am Samstag Lampertheim— As Feudenheim Das Spiel des ASV Feudenheim gegen Olympia Lampertheim findet wegen dem Kai- serslauterer Spiel in Ludwigshafen bereits am Samstag, 18 Uhr, in Lampertheim statt. spielten in zwei Gruppen, wobei der VfR die Waldhöfer und Phönix Budwigshafen je 1:0 schlug und Gruppensieger wurde. In der Gruppe II schaffte es Schönau durch ein 2:0 über Friedrichsfeld und ein 1:0 gegen Garten- stadt. Das Endspiel gewannen die Rasen- Spielerinnen 3:1. Bei den zweiten Mannschaf- ten wurde SV Waldhof überlegener Sieger vor VfR, ASV Schönau, Weisenheim und Phönix Mannheim. Prächtige Kämpfe gab es bei der Jugend. Sc Käfertal überraschte mit einem zweiten Platz hinter der SG Leutershausen. Bei den zweiten Männer mannschaften holte sich TV Altlußheim vor ATB Heddesheim den Sieg. Bei den Männern hatten sich Badenia Feu- denheim, TV Friedrichsfeld und Sc Pfingst- berg für das Finale qualifiziert. Se Pfingst- berg gewann den Ehrenpreis des Veranstalters durch 4:2 und 1:0-Siege über Feudenheim und Friedrichsfeld. 8 Man muß dem ASV Schönau bestätigen, daß er alles getan hat, um dieses Turnier zu einem vollen Erfolg zu gestalten. Der Morgen- Tip 1 Württemberg-Baden Schalke 04— SpVgg Fürth 1. FC Kaiserslautern— FC St. Pauli Hamburger SV— Preußen Münster 1. FC Nürnberg— Tennis Borussia Berlin 1 Oesterreich— Schottland SpVgg Erkenschwick— Bor. Dortmund 2 FK Pirmasens— VfR Mannheim 1 Schwarz-Weiß Essen— Alemannia Aachen 2 SSV Wuppertal— Rot-Weiß Oberhausen 2 2 bse Ibsen! — Tus Neuendorf— Darmstadt 98 1 SV Wiesbaden— Phönix Ludwigshafen 2 Werder Bremen— Rot-Weis Essen 1 Hessen Kassel— VfB Stuttgart 2 SV Sodingen— Preußen Dellbrück 2 Rheinland-Pfalz VfB Neunkirchen— VfL Neckarau 1—— Eintracht Trier— Nationalelf Island 10— Göttingen 05— Arminia Hannover 1—— Vi Oldenburg— Eintracht Osnabrüe 1 0 Seite 4 MANNHEIM Mittwoch, 23. Mai 1951/ Nr Munnheims Feuerwehren werden 60 und 100 Jahre ult Mit ihren Jubiläen ist ein Stück Stadtgeschichte verbunden Ein Ereignis von stadtgeschichtlicher Be- deutung wirft seine Schatten voraus: Mann- heims Berufsfeuerwehr wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Und damit nicht genug, feiert Sleichzeitig auch ihre kleinere Schwester, die freiwillige Feuerwehr, ihr Hundertjähriges. Hundert, beziehungsweise 60 Jahre im Dienste St. Florians— es ist ein weiter Weg, den das Feuerlöschwesen von den ersten Selbsthilfemaßnahmen der Bevölkerung und der sogenannten Eimerlöschmethode bis zum mit allen technischen Raffinessen ver- sehenen Brandbekämpfungsapparat der Ge- genwart zurückgelegt hat. Ein weiter Weg, der besonders während des letzten Krieges und auch in den ersten hektischen Nach- kriegsjahren nicht immer leicht zu gehen War. Inzwischen hat sich das wild pochende Herz der Großstadt wieder einigermaßen beruhigt. Die Fieberkurve der Schadens- fälle, die von der Feuerwehr bekämpft wur- den, hat sich gesenkt und einen Stand er- reicht, der nur mit den größten Anstrengun- gen unterschritten werden kann. Das„Un- glück“ ist statisch geworden. Wie sich die Bilder gleichen, wenn man die Bilanz des(am 31. März abgelaufenen) Mannheimer Musihochschule offiziell eröffnet Die„Städtische Hochschule für Musik und Theater in Mannheim, über deren Neugrün- dung der„Morgen“ schon wiederholt berich- tete, ist nun mit einem kleinen, von Helmut Mendius und Martin Schulze musikalisch umrahmten Festakt offlziell eröffnet worden. In einer kurzen Ansprache begrüßte es Oberbürgermeister Dr. Dr. h. c. Heimerich, daß auch hier wieder ein Anfang gemacht sei, den man in der heutigen Zeit bewußt klein gehalten habe. Immerhin seien in den wenigen Tagen, seit man die Arbeit auf- genommen habe, schon 106 Schüler gewonnen worden. Sollte es sich später als notwendig erweisen, so könnten die unteren Stockwerke des Gebäudes in R 5 der Musikhochschule hier errichtet worden sind. Dieser Platz sei zur Verfügung gestellt werden. Mit herz- lichen Glückwünschen übergab Pr. Heimerich dann das Wort an Richard Laugs, den Direk- tor des wiedererstandenen Institutes, der sich bei den Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrates für die zehn freundlichen, hel- len und praktisch eingerichteten Unterrichts- räume bedankte, die der Musikhochschule zunächst völlig ausreichend; die Börse, in der die Städtische Hochschule für Musik und Theater früher untergebracht gewesen sei, stehe dem Institut heute wie ein„zweiter Anzug“. Nach einem kurzen Ueberblick über die Struktur der Hochschule und des Konserva- toxiums sprach Richard Laugs den Wunsch aus, bald wenigstens eine Opernschule ein- richten und daneben ein Hochschulorchester aufstellen zu können, um den Titel, den man trage, auch zu rechtfertigen. Es solle eine Wirkliche Hochschule werden- aber das gehe nicht von heute auf morgen; es bedürfe so- wohl der gemeinsamen, unermüdlichen An- strengungen aller Lehrkräfte und Schüler als auch des Interesses und der musischen Auf- geschlossenheit der Eltern dieser Stadt.-Kh- Hunde im Examen mit Bestleistungen Die Frühjahrs- Leistungsprüfung der Ortsgruppe Mannheim-Nord im Verein für Deutsche Schäferhunde brachte ausgezeich- nete Resultate, kamen doch zweimal die volle Punktzahl„100“ und zweimal 99 Punkte zu- Sammen. Die Gehorsamsübungen gaben Zeugnis von der Verbundenheit zwischen Mensch und Tier. In dieser Sparte wurden teilweise Leistungen gezeigt, die nicht mehr zu überbieten waren. Beim Höhepunkt des Tages, der Arbeit am„Mann“, gab es zum Teil Spitzenleistungen. Einmalig die Arbeit des schwarzen„Tell v. d. Badener Höhe“, der in dieser schwierigsten Sparte hundli- cher Leistungen, in der sich Natur und Ab- richtung überschneiden,„100 Punkte“ erar- beitete. 5 Gesamtergebnisse: Sch.-H. I: Alfa v. Leon- berger Tal, Führer L. Beisel, 253 Punkte, gut; Arno v. Weidenhäuschen, Führer G. Schan- zenbach, 282 Punkte, sehrgut; Sch.-H. II: Asta v. Haus Weisenmeier, Führer Th. Stahl, 290 Punkte, vorzüglich; Akbar v. Kreidel- haus, Führer A. Kreidel, 294 Punkte, vorzüg- lich; Sch.-H. III: Tell v. g. Badener Höhe, Führer O. Probst, 300 Punkte, vorzüglich. Tagessieger wurde„Tell“, der damit zum drittenmal und endgültig den Wanderpreis der Ortsgruppe gewann. Wohin gehen wir? Mittwoch, 23. Mai: Nationaltheater, 19.00 Uhr:„Die heilige Johanna“; Alster:„Der Un- tergang von Pompeji“; Capitol:„Die Mitter- nachtsvenus“; Palast:„Mein Mann der Cow- boy“, 10.00, 11.45, 22.00 Uhr:„Burgtheater“; Amerikahaus, 13.30 Uhr: Filme:„Welt im Film“,„Hoffmanns Abschiedsreise“,„Diener ihres Volkes“, 19.30 Uhr: Schallplattenkonzert mit Werken von Bach, Searlatti, Rameau, Couperin u. a.; Wartburg-Hospiz, 19.30 Uhr: Vortrag:„Lebenserneuerung durch Waerland- Lebensweise“, Spr.: Are und Ebba Waerland; „Amicitia“, 18.00 Uhr: Direktor Schmitt, Milch- zentrale, spricht Mannheimer Hausfrauen- Verbanch). Donnerstag, 24. Mai: Nationaltheater, 19.30 Uhr:„Carmen“; Amerikahaus, 19.00 Uhr: Filme:„Welt im Film“,„Hoffmanns Abschieds- reise“;„Diener ihres Volkes“. Wie wird das Wetter? Di Warmes — weer Vorhersage bis Freitag früh: Heiter bis wolkig, besonders am Donnerstag zeitweise leicht ge- wittrig. Warm mit Höchsttem- peraturen zwischen 22 und 286, Tiefstwerten 7 bis 11 Grad. Schwache bis mäßige Winde zwischen Süd und Südwest.. Pegelstand am 22. Mai: Mazau 462(—8); Mannheim 330(10); Werms 253(=) Caub 234(—9). letzten(Rechnungs-)Jahres der des Vorjah- res gegenüberstellt. Das fängt schon bei den Einsätzen an, die nur ganz unwesentlich, und zwar von 768 auf 761 zurückgegangen sind, und hört bei den so gut wie gleichviel 3 Unfalltransporten noch nicht Aut. Nur die Brände taumeln etwas aus der Reihe, erfreulicherweise: Während 1949/50 der rote Hahn 268mal krähte, tat er dies 1950/51 nur 170mal. Und auch die Kleinaus- gabe der Großbrände in Höhe von 31 ist uns lieber als die vorjährige größere Zahl vor 58. Das Brandschaden-Pergpentikel scheint jetzt ausgependelt zu haben. Dagegen mußte die Berufsfeuerwehr dieses Jahr zehnmal bei Badeunfällen ihren Mann stehen gegenüber sechsmal in den vorausgegangenen 365 Tagen. Das Kapitel Ruineneinstürze ist kürzer geworden. Die 21 Bauunfälle durch Einsturz von Bauteilen sind heruntergegangen auf 10. Während die Brände 1949/50 in der Hauptsache Wohngebäude beleckten, mach- ten sie sich im letzten Jahr mehr über Fa- brikbetriebe her. Die freiwillige Feuerwehr wurde sechs- mal zum Großeinsatz geblasen. Außerdem hat sie 8571 Stunden nächtliche Sicherheits- Wachen in Theatern, bei Ausstellungen usw. geschoben. Gegenüber 3420 mal 60 Minuten, die von der Berufsfeuerwehr sicher bewacht wurden. Ein Jahr in Zahlen. Eins von 60, eins von 100. Am 1. und 2. September wird jubiliert. Unter Herausstellung der Bedeutung von Mannheims Großstadt- Feuerwehr insbeson- dere auch für die Umgebung: Die Stadt nimmt, aber sie gibt auch. rob Hilferufe der Jäger an die Oeffentlichkeit Die Württembergisch- Badische vereinigung schreib uns: „Die bedauerliche Tatsache, daß trotz des Verbots der Jagdausübung in den Schon- zeiten nach wie vor und ohne Rücksicht auf Brut- und Setzzeit von Besatzungsangehö- rigen in Feld-, Wald- und Wasser Wild ge- jagt und abgeschossen wird und die Sorge um die Erhaltung der bereits stark dezi- mierten Wildbestände veranlassen uns, alle natur- und tierliebenden Menschen in Stadt und Land aufzurufen, mitzuhelfen an der Rettung und Erhaltung unserer heimischen Tierwelt, um sie vor der völligen Vernich- tung zu bewahren. Dieser Ruf geht besonders an alle Tier- schutz, Touristen- und Wandervereine, an die Schulen und nicht zuletzt aber an alle deutschen Regierungsstellen sowie an die Besatzungsmacht selbst mit dem Ersuchen, Wirksame Maßnahmen zur Verhinderung dieser drohenden Ausrottung vieler Tier- und Vogelarten zu treffen. Zu diesem Ruf in der Oeffentlichkeit sind wir veranlaßt durch unsere Beobach- tungen und bei uns ęingehenden Beschwer- den darüber, daß vor allem durch Besat- zungsangehörige in den letzten Wochen er- neut brütende Enten aus ihren Brutstätten geschossen werden, daß nach wie vor Fa- sanen, Rebhühner und nicht zuletzt auch trächtige Rehe und Hasen erlegt werden. Hier mitzuhelfen kann u. a. dadurch ge- schehen, daß jeder beobachtete Fall durch genaue Angabe von Ort und Zeit und, wenn möglich, Nennung der Fahrzeugnummer, zur Anzeige gebracht wird. Württembergisch-Badische Jägervereinigung Landesbezirk Baden.“ Gegen die Luirääumungsabgabe Wird sie fallen? Das Land Baden erhebt als einziges Land des Bundes eine Aufräumungsabgabe. Das Gesetz hierüber wurde am 25. November 1948 Jäger- in der Annahme vorgenommen, daß in den anderen Ländern die gleiche Regelung ge- troffen würde. Diese Annahme erwies sich aber als irrig. Die abgabepflichtigen Haus- und Grund- besitzer haben diese zusätzliche Belastung daher als einseitig und ungerecht empfunden und sind immer wieder wegen der Besei- tigung der Abgabe vorstellig geworden, zu- mal sie darin einen Vorgriff auf den Lasten- ausgleich sehen. Auf Antrag von Dr. Werber(CDU) hat nun der württembergisch- badische Landtag beschlossen, die Regierung um die beschleu- nigte Vorlage eines Gesetzentwurfes zu er- suchen, durch welches das Gesetz Nr. 332 über die Finanzierung der Trümmerbeseitigung mit Wirkung vom Beginn des Haushaltsjah- res 1951 an aufgehoben wird. Der den Ge- meinden und Städten durch den Wegfall der Aufräumungsabgabe entstehende Ausfall soll aus allgemeinen Staatsmitteln ersetzt werden. Den Frühling feierten Turnverein 1877 Hochbetrieb gab es im Waldhofer Fran- ziskushaus beim traditionellen Frühlingsfest des Turnvereins 1877. Vorsitzender Wormer stellte zunächst Hedi Gassen(Sopran) vor, die sich mit nett gesungenen Operettenwei- sen schnell die Herzen ihrer Zuhörer ge- wann. Als politischer Satiriker präsentierte sich Wurst bei seiner Uebermittlung der letz- ten Neuigkeiten vom Büchermarkt. Schlieg- lich lernten die aufgeschlossen mitgehenden Besucher in Fritz Fegbeutel II ein in schwe- ren und leichten Brocken versiertes„Manne mer Bloomaul“ kennen, der wahre Lach- stürme entfesselte. Mit Verdienst setzte sich die Hauskapelle für das weitere Gelin- gen des Abends ein. .. und Gärtner vereinigung Blumenau Die Räumlichkeiten des„Morgenstern“ in Sandhofen waren vor Blumenfülle und Blütenpracht fast nicht mehr wiederzuer- kennen mit der künstlerisch ausgeschmück- ten Bühne als Paradestück, in das die Melo- dia-Tanzkapelle geschmackvoll eingebaut War, um zum Frühlingsball der Gärtnerver- einigung Manheim- Blumenau aufzuspielen. Fachkollegen von Sandhofen, Blumenau und Scharhof, vom Kreisgartenbauverband und von Heidelberg waren gekommen. Frohsinn und gute Laune kehrten gleich mit der Er- öfknungspolonaise ein, bei der reizend ge- kleidete Gärtnermaiden einen ganzen Schubkarren voll Maiglöckchen an die Da- men verteilten. Im weiteren Verlauf dieser langen Nacht ging es fröhlich und bewegt zu mit Meister Giffhorn als verdientem Ini- tiator machten wohl alle gerne diese „Ueberstunden“ mit. Eifersucht und Trunk à m Rosenmontag Der eifersüchtige Ehemann, der seiner Frau im Rausch Gewalt antut, den Nacht- tisch aus dem vierten Stock auf die Straße Wirft und mit Stimmenaufwand ruft:„Ich schlage dich tot!“ ist eine Attraktion für die Nachbarn und Monate später für die Zu- hörer im Gerichtssaal. Die Luft ist geradezu geschwängert von Sensationen, und die Ehe- scheidung scheint mit 99 Prozent Wahr- scheinlichkeit gewiß. 5 Nachbarn und Zuhörer kamen in der Mannheimer Schöffengerichtsverhandlung auf ihre Kosten. Der eifersüchtige Ehemann wurde für vier Monate in eine Trinkerheil- anstalt überwiesen und für weitere zehn Wochen ins Gefängnis gesteckt, weil .. nun, das ist eine heikle Geschichte, die ausgerechnet am Rosenmontag passierte. Fastnacht ist Fastnacht, hatte die Ehefrau gesagt, die schon lange Jahre 30 war und das Flirten noch keineswegs verlernt hatte. Der Nachbar zur Linken, der an der wein- seligen Runde teilgenommen hatte, war ganz der gleichen Ansicht.. und zwei Stunden später mißhandelte ein überschäumender Ehemann seine angeblich treulose Frau so sehr, daß sie für vier Wochen ins Kranken- haus eingeliefert werden mußte. Weil es aber nicht das erste Mal war, daß der schlagkräftige Ehemann im Anschluß an das Mobiliar seines Haushalts auch seine Frau mißhandelte, kam die Staatsanwalt- schaft zu der Ueberzeugung, es bestehe die Gefahr, daß die Frau eines Tages nicht mehr mit dem Leben davonkommen werde und beantrage Ueberweisung in eine Trinker- heilanstalt und fünf Monate Gefängnis. Auch die Scheidungsklage ist eingereicht. Es tue ihm nachträglich sehr leid, sagte der Mann— aber die Reue kam zu spät., Raubüberfall in 5 6 vor Gericht Statt des erwarteten Geldes war eine Handvoll Obst in der Tasche Als„finsterstes Mittelalter- oder moder- nes Gangstertum“ charakterisierte der Staatsanwalt am Dienstag in der Verhand- lung der Ersten Großen Strafkammer ein Verbrechen, das sich in den späten Abend- stunden des 13. Januar 1951 im Stadtzen- trum von Mannheim zugetragen hatte und nach dem Schema des Postraubs inszeniert Worden war. Ein Raubüberfall in D 6, der dem Ueberfallenen fast das Leben gekostet hätte, stand zur Verhandlung. Zwei junge Männer, 23 und 24 Jahre alt, mehrfach vorbestraft und alte Bekannte aus dem Zuchthaus in Bruchsal, hatten diesen Ueberfall sorgfältig vorbereitet. Die Idee stammte von dem 23jährigen Eugen O., der nach seiner Entlassung aus Strafhaft ar- beitslos umherstreunte und ausfindig ge- macht hatte, daß der Besitzer einer Trink- halle im Zentrum Mannheims regelmäßig gegen 23 Uhr mit gefüllter Tasche nach Hause zu gehen pflegte. Sein früherer Zel- lennachbar ließ sich überreden, an dem An- schlag teilzunehmen. Er bereitete dafür in der Werkstatt der Firma, bei der er be- schäftigt war, eine schwere, massive Mes- singstange vor, die vorsichtshalber in ein Tuch eingenäht wurde. Die Art ihres Vorgehens spricht auf der anderen Seite nicht gerade für starke In- telligenz der Täter, die ein freches Gang- sterstück präsentierten, das nach Ansicht des Gerichtes aber„von vornherein zum Schei- tern verurteilt war“. Die verschwommene Vorstellung, der Trinkhallenbesitzer trage abends Reichtümer nach Hause, erwies sich jedenfalls als trügerisch. In den Abendstunden des 13. Januar wurde der Plan in die Tat umgesetzt. O. schnitt das Verdeck irgendeines Pkw. auf, der im Zentrum der Stadt in einer Reihe weiterer Wagen parkte und fuhr damit bei K. vor. Mit laufendem Motor wartete er — dann vor der Toreinfahrt des Hauseg D 6, während K., mit Hammer und les singstange bewaffnet, in der Dunkelhe hinter der Toreinfahrt dem heimkehrendg Händler auflauerte. Der Erwartete pünktlich auf die Minute. Was dann 98. schah, war eine Angelegenheit von Set den. K. schlug mit sieben kräftigen Hau. merschlägen auf den Ahnungslosen ein, du sich zur Wehr setzte, laut um Hilfe rief un schließlich blutüberströmt mit erhobene Armen an die Wand gedrängt wurde, K entriß ihm die Aktenmappe, schleuderte 9 aber im nächsten Augenblick dem Verletzg ins Gesicht, um ihn an einer Verfolgung u hindern, denn schon war die Polizei an Tatort erschienen. Einer Streife gelang g den flüchtenden O. festzunehmen. K. Konf im Schutze der Dunkelheit über die Trum. merfelder entkommen. 14 Tage später 5. lang es der Kriminalpolizei nach mühselig Kleinarbeit, auch den geflüchteten KR. fe zunehmen. Die Aktenmappe, Ziel des frechen Uebe. kalls, enthielt keineswegs die Unsumme Geldes, die beide Täter darin vermutet ha. ten. Drei Aepfel und zwei Apfelsinen. ren der ganze Inhalt der Mappe gewesen, Die Große Strafkammer zeigte bei dg Verurteilung mehr Milde, als eigentlich à erwarten gewesen wäre. Der Staatsanwa hatte für jeden der beiden Angeklagten em Zuchthausstrafe nicht unter vier Jahren gefordert. Das Gericht verurteilte K-. O. wegen gemeinschaftlichen schweren Rau bes zu je drei Jahren sechs Monaten 6. kängnis. O. wird außerdem noch den de einer Strafe zu verbüßen haben, die ibn vom amerikanischen Gericht zudiktien wurde, weil er insgesamt drei amerikanise Lastwagen gestohlen hat ö Beide Angeklagten nahmen das Urtel widerspruchslos an. Alster:„Der Untergang von Pompeii“ Der Regisseur Ernest B. Schoedsack schuf hier ein Montstregemälde aus der Zeit um Christus, als sich die Lehre des Nazareners durchzusetzen begann, als Gladiatoren kämpfe die Massen begeisterten und als Grausamkeit noch ein Zeichen von Charak- ter war. Mit einer gut geführten Kamera er- leben wir das Schicksal eines Pompejianers, der von einer Begegnung mit Christus stark beeindruckt wurde, ebenso wie sein Adoptiv- sohn, der mißhandelten Sklaven zur Flucht verhilft. Die Sache wird bekannt, der Sohn wird gezwungen, in der Arena um sein Le- ben zu kämpfen. Da beginnt jener historische Ausbruch des Vesuvs, von der Kamera wirk- sam verdeutlicht, der Pompeji unter sich be- gräbt. Preston Foster, Alan Hale, Basil Rath- bone, John Wood und David Holt sind die Schauspieler dieses pompôösen Gemäldes, das an Ausstattung und Gladiatorenkämpfen reich ist. Ug. Palast:„Mein Mann, der Cowboy“ Ein Wildwestfilm mit sozialistischem Einschlag. Ohne rauchenden Colt. Ohne böse Schurken. Und ohne wilde Hetz- jagden. Aber mit Humor(angelsächsischen Lachspritzen en gros). Mit der Liebe einer Millionärstochter(Merle Oberon) zu einem friedlichen Cowboy(Gary Cooper) beschäf- tigt sich dieses unterhaltsam- närrische Film- chen intensiv und zeigt als Dreingabe die vier Systeme(Schmalz mit erotischem Sa- lat), mit denen die Cowboys verführt wer⸗ den können. Nun, der schüchterne Gary Cooper läßt sich getreulich verführen, nur Weiß das Millionärstöchterchen zu Beginn nicht, was es angerichtet hat. Vom Regisseur H. C. Potter trefflich in Szene gesetzt, steht dem Liebesglück dieser zwei Menschlein nichts mehr im Wege, zu- mal der hochwohlgeborene Vater seinen Ehrgeiz der zutiefst überzeugenden Rede- 1 des ergötzlichen Cowboys geopfert at. ug. Capitol:„Die Mitternachtsvenus“ Theo Lingen als Modeschöpfer— der Gedanke allein kitzelt die Lachmuskeln. Eine Glanzrolle für den populären deutsch- sprachigen„Filmlustspieler“. Das als Vorwurf dienende Histörchen spult sich an einem, wie bei diesem Genre Arn EN ESE MEN Nur immer langsam voran Auf Grund der bereits am 28. März im Bundesanzeiger veröffentlichten„Verordnung Kohle 1/51“ werden nun auch in Mannheim „schon“ seit 15. Mai die„Ausweise für Haus- brandverbraucher“ ausgegeben. Zunächst ein- mal in etwa einem Drittel des Stadtge- biets. Weitere Bekanntmachungen über die Ab- holung der Ausweise in den restlichen Stadt- gebieten erfolgen„nach und nach“, sobald die „Adrema-Drucke“ hierfür fertig sind. Nun stehen also seit einer Woche die Haus- braudverbraucher wie einst treu und brav Schlange, um ihre Ausweise in Empfang zu nehmen. Durchschnittlich 1 bis 1 Stunden. Haben sie ihr Papier glücklich erstanden, dann dürfen sie„an dem bei der Ausgabe genann- ten Tag an der gleichen Stelle zur Ueberprü- kung und Beurkundung“ nochmals anstehen! In anderen Städten(Stuttgart, Heidelberg usw.) wurden die bereits abgestempelten Aus- weise durch die Post zugesandt. Ein Schlange- stehen ist dort also nicht erforderlich. Nachdem nun wahrhaftig mit dieser leidi- gen Angelegenheit genug Zeit schon vertrö-⸗ delt worden ist, stellt die Leistung des Mann- heimer Amtsschimmels einen einzigartigen Sondertrab dar, den man im Rahmen der Mai- Wochen eigentlich hätte prämiieren müs- sen., F., K. Unzureichende Toilettenanlagen i An der Straße„Auf der Blumenau“, Mann- heim Blumenau hat die Besatzungsmacht eine Zeltstadt aufgebaut. Eigenartigerweise hat sie ihre Latrinen so dicht an die Straße gelegt, daß die vordersten höchstens 30 m von den Wohn- häusern entfernt sind. Dieses Verhalten wirkt um so befremdender, weil genügend Platz zur anderweitigen Erstellung zur Verfügung steht. Es zeugt nicht von viel Anstand und Sitte, Latrinen 10 m von der Straße entfernt auf- zubauen und den Nachbarn das„Odeur“ zu- zumuten, abgesehen von den Seuchengefahren durch das sich im Sommer dort ansammelnde Ungeziefer. Schwerwiegende Gefahren entstehen aber für die Versorgung mit einwandfreiem Trink- wasser. Da jedes Haus in der Straße seinen eigenen Brunnen hat, besteht die gesund- heitspolizeiliche Vorschrift, daß die Abwasser- gruben ausgemauert sein müssen. Diese Vor- schrift besteht allerdings nicht für die Be- satzungsmacht. Die Abortanlagen der Be- satzungsmacht sind nicht abgedichtet, so daß die Gefahr des Vermengens des Kloaken was- sers mit dem Brunnenwasser der Siedlungs- häuser und damit die Heraufbeschwörung von Seuchen besteht. Wir bitten die zuständigen Stellen der Stedtverwaltung, sich bei der Be- satzungsmacht dafür einzusetzen, daß die der Straße zunächst gelegenen Latrinen verlegt werden. O. S. Rundbautheater nicht neu Die Idee des Rundbautheaters ist nicht 80 neu, wie ständig behauptet wird. Kurz nach dem ersten Weltkrieg wurde die Frage von den städtischen Behörden heftig diskutiert; man dachte damals an den Goetheplatz. Hier- zu hat der seinerzeitige Ortsbaurat Gustav Adolf Platz 1920 ein Rundtheater entworfen, bei dem zum Unterschied von dem Stöcklin- schen Plan das amphitheatralische Zuschauer- haus mit den Treppenanlagen und zugängen sowie die Hinter- und Seitenbühnen fest stehen bleiben. Die verschiedenen Bühnen- bilder würden in einem ringförmigen Ge- häuse vorbereitet, das sich rings um das Zu- schauerhaus dreht. Der Durchblick nach dem Bühnenbild geschieht durch die übliche Büh- nenöffnung(Eiserner Vorhang), der Blick nach dem Rundhorizont der Hinterbühne ist frei. Das Zuschauerhaus kann den akkustischen Erfordernissen dienend jede Grundrißform erhalten, der Vorhang ist und bleibt an seinem Ort, in feuerpolizeilicher und sicherheitlicher Hinsicht treten nicht die Mängel des Stöck⸗ knschen Entwurfes auf. S. L. Umbenennungen im Schloß Auf das Eingesandt„Fragwürdige Umbenen- nungen“ in Ihrer Nummer vom 16. Mai, tei- len wir mit: 8 Die ständige Verwechslung zwischen linkem und rechtem Schloßflügel forderte eine Um- benennung der Bauteile. Hierbei wurden die Bezeichnungen so gewählt, daß sie möglichst eindeutig den betreffenden Bauteil bezeichnen und an einen Inhalt anknüpfen. Wir geben nachfolgend die vorgesehenen Aenderungen der Bezeichnungen bekannt und würden uns freuen, wenn sich die Bürger- schaft mit Vorschlägen beteiligen würde und sich hierbei Benennungen ergäben, die sinn- voller und einprägsamer wären: ö Bisherige Benennung: Vorgesehene Benennung Mittelbau Suüdostflügel Ehem, kaiserl, Quartier Mittelbau Nordwest- Ehem. kurfürstl. auar- flügel tler. Rechter Flügel am Ehrenhof Behördenflügel Linker Flügel am Ehren- hof Stefanlenflügel Galeriebau an der Bis- marckstraße Bibliotheksflügel Stallbauten um den Marstallflügel am Schneckenhof Rhein usw. Verwaltungsflügel an der Bismarekstraße Gerichtsflügel Pavillon 1 Serichtspavillon Pavillon 3 Helzpavillon Pavillon 4 Finanzpavillon Pavillon 3 Sonnenpavillon Pavillon 8 Kunstvereinspavillon Pavillon 8 Pavillon am Bauhof Pavillon 9 Atellerpavillon Pavillon 10 Galeriepavillon Wir bemerken noch, daß vorgeschlagen Wurde, das Wort„Pavillon“ durch„Turm“ zu ersetzen. Badisches Bezirksbauamt Mannbeim üblich, recht dünnen Handlungsfaden d ein biederer, aber etwas extravagant Schneidermeister geht in die Welt und wandelt dort auf den Spuren eines Fan und Dior. Das zu Hause auf ihn wartend Mädchen spielt Maria Andergast, und Pa Kemp fungiert als Schneidergeselle und g. treuer Paladin Lingens. Am Ende steht e Doppelhochzeit. Um das Thema legt sich das hier Hauptargumentation werdende humor Beiwerk, voll von Situationsschelmereles Musik, Stoffen und weiblichen Reizen. U dazwischen schlagen die Herztöne eint echten Rührung, die mit Sentimental nichts zu tun hat. 8 Paul Dörfler hat mit viel Charme, leid beschwingt und unterhaltend, einen Fin gedreht, dem die schönste Resonanz, die eh Mensch geben kann, sicher ist— d Lachen rob Kurze MM“- Meldungen Neue Kohlräbchen und Mangold. Recht“ hoch lagen auf dem Dienstag- Wochenmarz immer noch Spargel und Obstpreise. Obtt notierte folgende Pfundpreise: Aepfel 60 55 85, Orangen 1,10, Bananen 1.— bis 1,20, 2. tronen je Stück 25 bis 30 Pf. An Gemusen waren mit Pfundpreisen angeboten: Spa- gel 75 bis 1,80 DM. je nach Sorte, Spinat 10 Rhabarber 10, neuer Wirsing 15 bis 20, T0, maten 1,10 bis 1,20 DM, Rotkraut 30, Meer rettich 1,.— DM, Mangold 20 Pf. Und ml b Stückpreisen waren zu haben: Karotten a Büschel 25, Zwiebeln je Bündel 15 bis 2 Blumenkohl 50 bis 1,50, Schlangengurken. 90 bis 1,10 DM, Kopfsalat 10 bis 2 Stück Kchlräbchen 10 bis 35, Radieschen 12 un Mairettiche 20 Pf. je Büschel. ö Grundgesetzliche Beflaggung. Heute haben N die öffentlichen Gebäude anläßlich der Wie- derkehr des Tages der Verabschiedung de Grundgesetzes geflaggt. Die Waerland-Lebensweise. Das Stock. holmer Ehepaar Waerland— die Begründer g der sogenannten Waerland- Lebenswege 1 (einer auf bestimmte Kost basierende Re. ö formbewegung)— sprechen am 23. Mal um 19.30 Uhr im Wartburg-Hospiz über des Thema„Lebenserneuerung durch Are Waer, g land“. f Christlicher Verein Junger Männer Amn i 24. Mai, 20 Uhr, spielt die Evangelische Ju- gend Feudenheim im Hause des 11 G 4, 1-2, das Laienspiel aus jüngst vergan- g ener Zeit:„Wir klagen an!“„ 8 Feiertagsdienst der Apotheken. Felerte bzw. Nachtdienst haben ab heute, 18 Uhr, 15 N gende Apotheken: Pelikan-Apotheke, Qu 1 5 (Tel. 4 23 64), Roland-Apotheke, Mittelstr. 1. (Tel. 5 36 36), Friedrichs-Apotheke, 7% straße 18(Tel. 4 26 15), Storchen-Apothele Neckarau, Schulstr. 17(Tel. 4 85 70), 8 Apotheke, Gartenstadt, Freyaplatz 9-11(f lefon 5 90 60), Flora-Apotheke, Feudenheim Hauptstr. 112(Tel. 5 34 15), Blumen- Apotheke Käfertal, Lindenstr. 22(Tel. 5 28 79). a 2 Sonntagsdienst der Heilpraktiker. 0 Mai ist Pr. Georg Bader. Schwetzinger Str. (Tel. 4 28 53), dienstbereit. 5 Wir gratulieren! Hans Prinz, Mannheim Feudenheim, Neckarstraße 6, wird 70 Jahre alt. Mathilde Zeller, Mannheim-Sandholen Gaswerkstraße 1, begeht den 77. Geburtstas Das 85. Lebensjahr vollenden Katharina Lang Marmheim-Feudenheim, Eichbaumstr. I, 0 Maria Esche, Mannheim-Rheinau, 1 hofstraße 16. Die Eheleute Wilhelm Beil“ Wenger und Frieda, geb. Kunz. Mannheim Käfertaler Straße 176, und Friedrich Metzgel und Marie, geb. Schmiedlin, ran Rheinau, Bruchsaler Str. 34(früher T 6, 30 haben silberne Hochzeit. Aus dem Polizeibericht 1 Eine Gehirnerschütterung, einen 0 des linken Unterschenkels und eine 1 wunde am Einn erlitt ein Radfahrer, 1 an der Einmündung der Diffenéstraße 5 die Sandhofer Straße mit einem Lastzus 4 sammenstieß und zu Boden geschleude Wurde. g b Reifendleb. Ein Rad im Werte von e 51 350 DM wurde in der Nacht vom Ae, eines Lastzuges, der in den N-Quadra Parkte, gestohlen. ken Gesucht und gefunden. In der 1 5 gegend wurde eine Frau mit falschen 7 pieren aufgegriffen. Bei näherer Betrs 5 tung stellte sich heraus, daß sie 1 Diebstahls, Betrugs und Unterschlagun? durch die Gerichtsbehörden gesucht Wirt eee, ee do b 1 N 8 e 8 4 8 8 2— 2 8 N 8 2 3 1 1 5 2 8—— e 5 8* 225 8 5 8 75 185 5 5 58 a. 5 Nr. 117/ Mittwoch, 23. Mai 1951 —— MORGEN Seite 3 Nr... — ů“ B EK ANNTMAcHUN GEN M²ein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater 2 1 a Ein gufer Dink. und Opa, Herr e 25 1 5 den 25. Mal 1951, von 7.30 bis 13.00 Uhr, Dir zur Belehrung, 5 Nimm Essig, doch natürliche Gd ö Arbeitsvergebung. Die Landkreisselbst It Mannhei gibt fü 10 285 5 reisselbstver waltung Mannheim ver 1 5 5 he ö Ott h den Neubau der Gewerbeschule in schwetzingen die Innentüren, 2 ee U ö o Thomas FFTTCVCECTT0T0TC C 5 Lester 225; Unsterbliche Gelenie heute im Alter von 70 Jah 1 50 sind ab sofort bei der Hauptverwaltung in Mannheim, I. 8, 8,— 1 77 Stürme 195 ist n vor ren nach schwerem Leiden, Zimmer 10, erhältlich.— Angebotsabgabe bis 30. Juni 1951. vormittags N ab Freitag: HUN IA der Leldenschatt nd Mez. wohlvorbereitet, für immer von uns gegangen. 11.00 Uhr. Mannheim, den 21. Mai 1931. K U RP FAI Z itt 5 mkelhe⸗!! 7 ALS TER 1400, 18 b, 13.48, 20.30 Def Untergang vun pompeil ehren Mannheim, den 21. Mai 1951 Auslösung von Pfändern. 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Ein leidiges Problem ist zum Beispiel bei sämtlichen beweglichen Teilen einer jeden Maschine die Reibung und damit verbundene Verluste an Material und Energie. Aus del Unvermeidlichkeit des Reibungsvorganges hat sich daher eine eigene Wissenschaft ent- wickelt, die sich damit beschäftigt, Reibungs- widerstände und verluste auf ein denkbar geringes Minimum zu reduzieren. Nicht zu- letzt ist die Schmierung und OGlung einer der Wege, dieses Ziel zu erreichen. Eine ganze Industrie ist parallel zur Entwicklung des Maschinenbaues daraus entstanden, an die ständig höhere Ansprüche gestellt werden in dem Maße, wie sich Umlaufgeschwindig- keiten und andere Konstruktionsmerkmale moderner Maschinen steigern. Von der For- derung nach Schmierung überhaupt über die Schmierung von Hand wird heute der Anspruch auf automatische Schmierung er- hoben, die den Bedienungsvorgang durch Personal überflüssig mächt.. Oelkännchen bis Automatik Welcher Weg vom Oelkännchen von eins“ bis zur selbsttätigen Schmierung von heut, zurückgelegt worden ist, mag eine Schema- darstellung einer vollautomatischen Steven rohr- und Wellenschmierung im heutigen Schiffbau zeigen, wie sie als komplette An- lage von einem der größten deutschen Un- ternehmen dieser Branche, der Firma De zu schmierenden Stellen geführt wird. Diese mechanisch betriebene Pumpe versorgt die Schmierstellen zwangsläufig. Eine Neuerung die auch für die Fachwelt von Interesse ist, stellt sich mit der Spur- kranzschmierung dar, die von dem gleichen Unternehmen entwickelt wurde und bei Lokomotiven die Lebensdauer des Räder- werkes verlängern hilft, da der Materialver- schleiß, der durch die starke Reibung zwi- schen Schiene und dem profllierten Teil des Rades, der dazu dient, die Lokomotive zwangsläufig im Geleis zu halten, stark ver- ringert wird, ohne daß jedoch auch die eigentliche Lauffläche des Rades geschmiert und damit die Fahreigenschaft(besonders etwa bei Steigungen) beeinträchtigt würde. Wieder zeigt unsere Zeichnung den Vorgang schematisch. Schmieren mindert Verschleiß Die von der Radwelle(f) angetriebene Pumpe(a), deren Förderleistung durch einen Schwinghebel(e) variiert werden kann, pumpt durch die Leitungen Fett(g) und Luft(h), die das durch die Düse(e) austretende Fett so auf die Spurkranzfläche sprüht, daß ein gleich- mäßiger, festhaftender Fettfllm entsteht, der nicht auf die Radfläche(schon wegen der Zentrifugalkraft des in Bewegung befind- lichen Rades nicht) ablaufen kann. Dieses Schmiersysxem bewährt sich besonders bei Kurvenfahrt. Das Mannheimer Werk des Weltunter- nehmens BBC ist mit elektrischen Schweiß- geräten vertreten. Zum Produktionspro- gramm dieses Werkes gehört ein Schweiß- automat, der— nachdem die bisherigen Konstruktionen vornehmlich für Auftrags- schweißung konstruiert waren— auch Ver- Schematische Darstellung der Spurkranz schmierung für Lokomotiven, die den Verschleiß von Rad und Schiene reduziert — Der universelle Elektro-Schweißautomat„Uni“ von BBC mit dem patentierten Schweißkopt, der die Verwendung von Nacktdraht bei der Elektroschweißung zuläßt. bindungsschweißungen ausführen kann. Seine Besonderheit liegt darin, daß er auch nicht- umhüllten Draht verschweißen kann, be- ziehungsweise eine Umhüllung des blanken Drahtes beim Austritt aus dem Schweißkopf selbsttätig vornimmt. Die Entwicklung die- ses Patentes basiert auf der Beobachtung, daß fertig vorbereiter, also umhüllter Schweißdraht(Elektroden) durch den Vor- schubmechanismus eines Schweißautomaten wie auch durch die Stromzuführung verletzt und dadurch sowohl Kontinuierlichkeit wie Qualität der Automatenschweißung beein- trächtigt wurde. Der Schweißkopf von BBC schließt diese Nachteile aus, indem die Um- hüllung des Nacktdrahtes unmittelbar vor dem Schweißvorgang dadurch eintritt, dag der bis dahin blank durch den Automaten gelaufene Draht erst bei Austritt aus dem Schweißkopf durch magnetisiertes Schweiß- pulver umgeben wird und damit die gleiche Eigenschaft annimmt wie eine fest umhüllte Handelektrode. führt dem Draht ständig neues Schweiß- pulver zu. „Denkende“ Kranen Das Mannheimer Unternehmen Mohr& Federhaff hat die Ausstellung mit einem Kranmodell beschickt, das im automatischen Betrieb mehrere Arbeitsvorgänge verbindet, von denen jeder variiert werden kann. Das Neuartige besteht weniger in dieser Mehr- fachleistung, als vielmehr in der Steuer- anlage, die, übersichtlich angeordnet, zentral bedient wird, die Antriebsaggregate auf ge- ringem Raum unterbringt und in der Be- dienung„narrensicher“ ist. Der Kran greift Lasten, hebt sie, transportiert sie an einer Laufkatze, entlädt auf ein Förderband und legt den gleichen Weg wieder zurück, um Ein Schweißpulverbehälter von neuem damit zu beginnen. Ein Mann genügt für Bedienung, besser gesagt Ueber- wachung, und Einstellung. Mit dieser An- lage ist das Werk, das schon viele Häfen Deutschlands und der Welt mit Krananla- gen ausgerüstet hat, mit einer technischen Weiterentwicklung auf dem Gebiete des Kranbaues auf der Ausstellung vertreten. Unser Bild zeigt den größten Wippdreh. kran am Rhein in Amöneburg/ Wiesbaden- Rhein, der ebenfalls von Mohr& Federhafl gebaut wurde. ile Ein Mohr& Federhaff-Wippdrehkran von ungewöhnlich großen Abmessungen Jeder Europäer sollte diese Ausstellung gesehen haben! Der Zug, der durch dos ganze freie Europa fährt, vermittelt eine eindrucks⸗ 3 volle Vorstellung von der Stärke der freien Völker. 18 Länder orbeiten zusammen und zeigen, daß tlie Leistungsfähigkeit der europöischen Menschen in Verbindung mit den Rohstoffquellen und der produklionskopeizität Europas die beste Garantie för ein friedliches Leben sind. Diesen Zug werden Millionen sehen! Er beginnt seine Rundreise durch Europe bei uns in Deutschland und besucht I/ Groß-Städte. Bewegliche Modelle, Filme und Broschüren vermitteln einen interessanten Einblick in die europäischen Probleme. Der kuropa-Zug steht in MANNHEIM in der 5 bdammstraße. Die Ausstellung ist bis 27. Mel 1951„500 täglich ab 9 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei! ö Europas Stärke ist beine Ssicherheitl der kuropa-Zug zeigt es Diri Dellörde Nudenseblfahutg AussIüng bis einschließlich Sonntag, 27. Mal, durcligehend von 9—12 Uhr geöffnet. Die Fachausstellung interessant und lehrreich für den Fach- mann und den Laien Binnenhäfen und ausländischer Häfen. Rheinfunk- Telephonſe mit Funkverbindung zu sämtlichen Rhein- schiffen. Modernstes Schnellboot der Wassersennte panne Hafenmodelle zahlreicher e Auch in cb weren File von krone hitte Asthma, Husten, Verschleimung, und Luttrönren-Katarrh herwäbßren zich dit Dr. Boether-BRouchrr Ex, eine natur- gemaſſe Heilpflanzen bomponition in Tab. letrenform, roονach erprobt, Originalrezept von Dr. med. Boether zu- Auf, zur Binnenschiffahrts- gusstellung! 80 Sie bringen Emeündung and Verichleimungen der Aimumg gewebe aum Abklingen. Schon nach demſSchrauch Wider Erwarten sind wir noch 5 Tage hier HERA-BT1IT2Z in Halle 6 Das ideale Heiß- u. Kaltwassergerät vo geprüft, f. Küche u. Bad einer einkigen Kur- Packung werden dis 7 2 8 ide 1 7 fahig gegen Erballungen. Kliniken und Arrie verord- nen die Dr. Bocther-BxoNcHTrTEx, Mehr als tausend Arate bescheinigten ihr gaiten Erfahrungen. 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Verfeinerung der Nahrungs- ansprüche in nicht unerheblichem Maße betei- let ist verbrauch je Kopf und Jahr je kg 1946 1949 1950 47,5 27,0 38,9 3 Fette einschl. Butter 28,0 13,5 175 Butter allein 8 5, 6 Trinkmilch 112,0 49,8 69,9 Käse 5,55 3,8 3.7 Eler/ stück 93,0 81,0 87,0 Zucker 24,3 17,1 3174 Fisch 11,9 16,1 12,9 Kaka 1 Südfrüchte 70 3,2 1.9 Kartoffeln 175,0 200,0 170,0 Preisdifferenzen steuerlich unberücksſichtigt Der Bundesfinanzminister ist der Ansicht, daß Uebergewinne dort entstanden, WO Handel oder Industrie trotz niedriger Einstandpeise beim Ver- kauf die indes gestiegenen Rohstoff- oder Ein- kaufspreise ins Kalkül setzte. Diese Uebergewinne dunken Dr. Schäffer beglückende Möglichkeit, die Steuerschraube einzusetzen. Der Einwand der Wirtschaft: Wenn wir teurer einkaufen müssen und uns die Anrechnung des künftigen Einstandspreises nicht ermöglicht Wird, so bedeutet das für uns Substanzverzehr. Bei- spiel: 100 kg Auslandsware kosteten 4m DM. Wir verkauften sie um 450 Mark, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Preis auf 600 Mark ge- stiegen war. Da mußten wir 600 Mark berech- nen, denn sonst hätten wir nicht mehr 100 kg dieser Ware einkaufen können, sondern nur 8 kg, weil wir keine andere Kapital- und Kre- ditreserve haben als bestenfalls die 400 Mark, jenen Betrag, den wir für die Einkäufe aufwen⸗ den können. Soweit es sich um Rohstoffe han- delt, vermindert die Abschöpfung der von Dr. Schäffer konstruierten Uebergewinne die Lei- stungskapazität der Betriebe. Den Finanzminister ficht es nicht an, denn er erklärte auf Anfrage des Zentrums, daß steuer- liche Begünstigung dieses Sustanzverzehrs nicht in Frage komme. Dr. Schäffer bedauert anschei- nend, diese Preisdifferenzen nicht anders ab- schöpfen zu können, als im Wege der rigorosen Einkommen- und Körperschaftsbesteuerung. Griechenland importiert wieder deutsche Ware Die griechische Regierung hat den Einfuhrstop gegen deutsche Waren im Rahmen des bis zum 90. Juni laufenden deutsch- griechischen Handels- abkommens aufgehoben. Dem seit Ende April m Deutschland verhandelnden griechischen Dele- gatlonsführer wurde soeben aus Athen mitgeteilt, daß bereits die ersten Lizenzen für deutsche Waren erteilt worden seien. Grundsätzliches Kartell- Verbot Aus nahmen sind je doeh statthaft Der Bundeswirtschaftsminister hat den in den letzten Tagen im Bundeswirtschaftsministerium fertiggestellten Kartellgesetzentwurf unterzeich- net. Der Entwurf sieht grundsätzlich ein generel- les Verbot von Kartellen vor. Unter gewissen Voraussetzungen können jedoch Ausnahmen ge- nehmigt werden. In Bonner politischen Kreisen wird angenommen, daß das Kartellgesetz gegen Ende des Jahres nach Verabschiedung durch die Bundesregierung, den Bundestag und den Bun- desrat Rechtskraft erlangt. Buttereinlagerung ohne Qualitäts minderung 2 Bund eingelagert werden soll. Ebenso könne in Süddeutschland nicht von einer„Milch- schwemme““ gesprochen werden, da sich die kalte Witterung der letzten Wochen und der Kraftfuttermangel ungünstig auf den Milch- anfall ausgewirkt hätten. Zu den in der letzten Zeit in der Presse verbreiteten Ansichten, daß die Qualität der Butter durch die Einlagerung leide und erheb- liche Verluste verursache, teilt der Deutsche Bauernverband mit, daß die qualitätsmäßig hervorragende Uebergangsbutter durch den infolge der kühlen Witterung gestiegenen But- terverzehr guten Absatz finde. Die Einlage rungsaktion der Vorratsstelle sei daher durch die Qualitätsfrage in keiner Weise behindert und der Hinweis auf Preisnachlässe sei in diesem Zusammenhang als Zweckpropaganda aufzupassen. Im übrigen diene gerade die Aufnahme der Ueberschüsse zur Vorratsbil- dung dem Ziele, den Butterpreis auf dem gesetzlich fixierten Stand zu halten. K URZEZNAC Wieder Einzahlungs-Ueberschũsse bei den Sparkassen Von den dem„Rheinischen Sparkassen- und Giroverband“ angeschlossenen 108 Sparkassen im Gebiet von Nordrhein-Westfalen konnten im April 70 Sparkassen einen Einzahlungsüberschuß ver- zeichnen, während bei den restlichen Kassen noch ein geringer Auszahlungsüberschuß vorhan- den war.— Nach Abzug der Gesamtausgaben erreichte der Spareinlagenzugang im April rund sechs Millionen DM. Nach Ansicht von Fachleu- ten dürfte dieses günstige Ergebnis durch eine gewisse Beruhigung in der Preisbewegung her- vorgerufen worden sein. 8 Großhandelspreis-Index sinkt Der von der britischen Wirtschaftszeitschrift „Economist“ errechnete Großhandelspreis-Index ist von 228,1 am 1. Mal auf 226,8 am 15. Mai zurückgegangen. Borgward wieder auf Touren Die Borgward Automobilwerke in Bremen haben am 21. Mai wieder die volle Arbeit (48-Stundenwoche) aufgenommen. Durch Material- beschaffungsschwierigkeiten waren die Werke ge- Zwungen gewesen, seit dem 7. Mai wöchentlich nur an drei Tagen insgesamt 27 Stunden zu arbei- ten. Besonders schleppend war die Belieferung mit Blechen und Walzwerkerzeugnissen gewesen. Entlassungen sind nicht vorgenommen worden. Neue EssoO-Destillationskolonne Eine neue Destillationskolonne für die Herstel- lung von Spezialbenzinen wurde in der ESSO- Raffinerie Hamburg-Harburg gerichtet. Der Tagesdurchsatz der Anlage, die die Arbeit im Herbst aufnehmen soll, wird etwa 140 Tonnen Benzin betragen. Vorsichtiges Oesterreich erhöht Kohlenpreis In Oesterreich wurde mit Wirkung vom 1. Mai ein Ausgleichszuschlag auf Ruhrkohle von 40 Schilling(etwa acht DW je Tonne Steinkohle und 10,05 Schilling(2,80 DN) je Tonne Braunkoh- lenbriketts eingeführt. Diese Maßnahme des Handelsministeriums wird damit begründet, daß mit einer Preiserhöhung für westdeutsche Kohlen zu rechnen sei. Der Ausgleichszuschlag ist bis zum 31. Mai befristet. Eiserner Vorhang im Reiseverkehr Der direkte Eisenbahnverkehr zwischen Prag und Hoek van Holland sowie Kopenhagen wird mit Wirkung vom Samstag eingestellt, berichtet die Agentur CETEKA. Als Grund wird die ge- ringe Zahl der Passagiere angegeben. Künftig werden täglich nur noch zwei Züge von der CSR nach Nürnberg fahren, wo Reisende, die weiter fahren wollen, umsteigen müssen. Bestrittener 30-Milllonen-Sterling-Kredit an Jugoslawien Von seiten der amerikanischen Regierung sind Berichte aus London dementiert worden, wonach Großbritannien und INDUSTRIE-- UND HANDELSBLATT Wenig Devisen wenig Holz- Importe Wie aus agrarpolitischen Kreisen verlautet, ist der deutsche Holzimport durch den Devisen- stop in den letzten Wochen fast völlig zum Er- liegen gekommen und auch im Mai und Juni sei mit nennenswerten Einfuhren kaum zu rechnen. Wenn auch nach dem 1. Juli 1951 in einem bestimmten Verhältnis zu den vorjährigen Einfuhren für die einzelnen Sparten Devisen freigegeben werden,, so sei doch schon jetzt ab- zusehen, daß es dann für eine ausreichende Einfuhr zu spät sei. Von den in Schweden abgeschlossenen etwa 220 000 ebm Schnittholz seien bereits 35 000 cbm annulliert und man rechne mit noch größeren Annullierungen, so daß wahrscheinlich nur etwa 100 000 cbm in diesem Jahr eingeführt werden können. In zuständigen Kreisen ist man der Ansicht, daß nur durch eine möglichst schnelle und HRICHTEN USA kürzt Fleischpreise um 10% Gegen den Widerstand der amerikanischen Fleischindustrie sind die Preise für Lebendvieh in dien Vereinigten Staaten durch den Leiter des Preiskontrollamtes, Michael Disalle, um 10% herabgesetzt worden. Es ist dies die erste Maß- nahme zum stufenweisen Abbau der Kleinhan- delspreise für Fleisch. Zuerst der Profit— dann die Hilfe Argentinien wird Großbritannien höchstens 250 000 Tonnen Fleisch liefern, heißt es in einer Marktübersicht des amerikanischen Landwirt- schaftsministeriums— Auf argentinischer Seite halte man nämlich Fleisch zurück, um von den hohen Preisen für amerikanische Flelsch-Konser- Ven profitieren zu können. Energle-Union entwekielt sich rasch Wie in Bonn verlautet, soll in Kürze eine west- europäische Union zur Koordinierung der Erzeu- Sung und Uebertragung elektrischer Energien Segründet werden. Bie Vorarbeiten sollen soweit vorangeschritten sein, daß diese Gründung schon in den nächsten Tagen erfolgen könnte. „Erfolgreiche verpackungen“ ist eine mit zahlreichen IIlustrationen ausgestat- tete Schrift betitelt, die die„Gesellschaft zur För- derung des Deutsch- Amerikanischen Handels mbH., Frankfurt a. M., herausgebracht hat. Sie enthält in ihrem klaren und methodischen Auf- bau außer einem Ueberblick über Verpackungs- methoden und Erzeugnisse von 20 besonders be- kannten amerikanischen Markenartikeln auch eine praktische Anleitung, die nicht nur der Exportwirtschaft, sondern auch dem Handel im allgemeinen wertvolle Hinweise bietet. Wie finde ich die richtige Verpackung für mein Erzeugnis? — diese Frage zu beantworten, wird nach dem Studium der Schrift zumindest wesentlich ein- facher fallen.(Zu beziehen durch oben genannte 1 Segen eine Anerkenntnisgebühr von —). Frankfurter Effektenbörse vo m 27. Ma 1 Zum Börsenbeginn waren Angebot und Nach- trage in etwa ausgeglichen, so daß die Anfangs- kurse im allgemeinen nur unwesentliche Schwan- kungen gegenüber dem Vortag aufwiesen. Mon- tane tendierten leicht uneinheitlich, Während sich Harpener. Klöckner und Mannesmann je 4% sowie Rheinstahl um 1% erholten und Stahl- verein, Dt. Erdöl unverändert umgingen, wurden Gutehoffnung 4% und Hoesch 4% niedriger be- zahlt. Von Elektroaktien verkehrten Siemens St. ½% und Elektrische Licht und Kraft 1% fester. ABG gehalten. Accu fielen um 1% auf 134 zurück. Die Mehrzahl der übrigen Papiere konnte auf gestriger Basis gehandelt werden., So- Weit sich Veränderungen ergaben, bewegten sich weitgehende Devisenzuteilung für Holzimporte eine schwerwiegende Gefährdung des Woh- nungsbauprogramms und der Ausbau der In- dustrie verhindert werden könne, zumal über- höhte Forderung an die Holzlieferung aus dem deutschen Wald, dessen geschwächter Zustend einer solchen neuen Belastung nicht gewachsen wäre, nicht gestellt werden könnte. Treibstoffbewirtschaftung droht noch weiter Mineralöl versorgung hat sich gebessert In Bonn wird bekannt, daß sich die Mine- ralölversorgung seit einigen Wochen nicht unwesentlich verbessert habe. Dies sei vor allem deshalb möglich, weil die OEEC in Paris den deutschen Wünschen auf möglichste Be- rücksichtigung von Devisenzuteilungen für diese Zwecke im Rahmen des Notstandspro- gramms im EZU-Raum weitgehend nach- gekommen ist. Wie weiter verlautet, sind die Besprechungen über die Frage, ob auf Grund des kürzlich vom Bundestag verabschiedeten Gesetzes zur Aufhebung und Ergänzung von Vorschriften auf dem Gebiete der Mineralöl wirtschaft Dieselkraftstoff wieder bewirtschaf- tet werden muß oder nicht, noch nicht abge- schlossen. Einfuhr-Ueberschüsse Großbritanniens Die letzten britischen Außenhandelsstatisti- ken zeigen, daß sich die Differenz zwischen den britischen Einfuhren und Exporten stän- dig vergrößert. Das Handelsministerium führt diese Tatsache in erster Linie auf die stei- genden Weltmarktpreise zurück. Im April exportierte Großbritannien im Werte von 230,2 Millionen Pfund Sterling 2,762 Milliarden DM), während seine Einfuh- ren einen Wert von 311,5 Millionen Pfund Ster- ling(3,738 Milliarden DM) hatten. Damit war der Einfuhrwert Großbritanniens im April um 10 97 größer als im Durchschnitt des ersten Quartals dieses Jahres. Im Zeitraum Januar bis April 1951 waren die Einfuhren 34% größer als im Durchschnitt 1950, während die Exporte nur um 7% im Wert gestiegen sind. Zuckerversorqung s 0II gelenkt werden Einige Abgeordnete der CD haben dem Bun- destag einen Antrag eingereicht, wonach dieser die Bundesregierung ersuchen soll, alle Maßnah- men zu treffen, um die völlig unzureichende Ver- sorgung der Bevölkerung mit Zucker zu beheben. Vor allem sei in den Monaten Juni, Juli und August die Zucker versorgung erheblich zu stei- gern, weil sonst ein großer Teil der deutschen Beerenobsternte zu Grunde gehe. Zur Erreichung dieses Zieles soll die Bundesregierung prüfen, ob es möglich sei, für die genannten Monate den Verbrauch der zucker verarbeitenden Industrie auf das notwendigste Mindestmaß herunterzuset- zen und den so gewonnenen Zucker dem Mund- verbrauch zuzuführen. Vor allen Dingen sollen ausreichende Devisenbeträge zur verfügung ge- Stellt werden, um sofort den für die Schliesung der Versorgungslücke notwendigen Zucker ein- kaufen zu können. Außenhandelsnachrichien: Fortschritte bei den England Verhandlungen? Die Handelsvertragsverhandlungen mit Eng- land haben zwar, wie verlautet, gewisse Fort- ö 0 ö Von einem Butter-Ueberschuß könne in in Süddeutse nend keine Rede sein, heißt es in einer Erklärung des württemberg- badischen Bauernverbandes zu den Meldungen, wonach Butter durch den Württemberg-Baden und Frankreich die Vereinigten Staaten, erwägen, eine g außerordentliche Anleihe 50 Millionen Pfund Sterling zu gewähren. dings seien zur Zeit Besprechungen zwischen Experten der drei Staaten über lage in Jugoslawien im Gange. gemeinsam Jugoslawien in Höhe von Aller- markt 174 die Wirtschats⸗ diese zwischen 4% und ½. stoff Waldhof um je 1% befestigt. höher mit 30% den Besitzer mer N Buderus und Zell- Am Banken- konnten Berliner Handelsgesellschaft erst Wechseln. Dt. Bank wurden unverändert mit 34% bezahlt. Commerzbank und Pr 4% höher hewerket.,“!“? 5 Ned 105 schritte erzielt, doch bestehen die Schwierig- keiten eines Uebereinkommens anscheinend immer noch in der Schrottfrage, sowie bei den Eisen- und Stahllieferungen. Bei letzteren Miesen die deutschen Angebote bei etwa 30 000 Tönnen, während die Engländer das vier- Seite kache an Lieferung wünschen. Die deutschen Wünsche auf englische Kohlenlieferungen wer- den bisher ebenfalls nicht zugebilligt, so daß in den wichtigsten Punkten noch weitere Ver- handlungen notwendig sind, um zu einem be- friedigenden Ergebnis zu gelangen. Dr. Walter Raymond 65 Jahre Dr. Walter Raymond, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber- verbände, vollendet am 23. Mai sein 65. Le- bensjahr. Dr. Raymond ist seit Gründung der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber- verbände und deren Vorgängerin Vorsitzender dieser Organisation. Dr. Raymond ist der Oeffentlichkeit insbesondere durch seine Teil- nahme an den Verhandlungen mit den Ge- werkschaften und den zuständigen Regierungs- stellen über die Regelung des Mitbestimmungs- rechtes sowie durch seine Vorträge über die Bedeutung der sozialpolitischen Probleme be- kannt geworden. Dr. Raymond, der als Sohn des Ritter- gutsbesitzers Andrée Raymond in Kannelsitz bei Steinau an der Oder, Schlesien, geboren wurde, entstammt einer Hugenotten-Familie. Nach dem Studium der Mathematik und der Staats wissenschaften in Deutschland und Eng- land und der Promotion zum Dr. phil. in Göttingen, war er in Südamerika und zwar in Brasilien, Uruguay, Chile, Peru und Boli- vien. Nach Beendigung des ersten Weltkrieges War er in der deutschen Industie tätig. Seit 1927 ist Dr. Raymond Mitglied des Vorstandes der„Süddeutschen Kabelwerke Mannheim“ und seit 1930 gehört er dem Vorstand der Vereinigten Deutschen Metallwerke A. G., Frankfurt/ M.-Heppenbheim an. Südzucker AG., Mannheim schlägt 4% ige Dividende vor Zum Unterschied von den anderen Bilanzen, die jetzt- nachdem die gesetzgeberischen Voraus- setzungen zur Rechnungslegung geschaffen worden sind zum Vorschein kommen, lassen sich in den Jahresabschlüssen der„Süddeutschen Zucker-A. G.“ keine stillen, bisher nicht zu Tage getretenen Re- serven feststellen. Im Gegenteil, die Reserven haben sich vermindert. Die RM- Abschlüsse wiesen durchwegs Verluste aus, während in der DM Aera Erträge zu verzeichnen sind, die zu den Über- aus großen Umsätzen des Unternehmens eigentlich in keinem richtigen Verhältnis stehen.(Wenn man bedenkt, daß die UsA-Zucker gesellschaften für das Jahr 1950 durchwegs 8 bis 15 ½ Dividende zah- len.) Das mag jedoch auf die überaus vorsichtige und korrekte Bilanztechnik des Unternehmens zu- rückzuführen sein. Den Dividendenvorschlag, den Gewinnvortrag des Vorjahres, einschließlich des diesjährigen Reingewinnes(zusammen rd. 2,4 Mill. D-) in Form von 4% Dividende auszuschütten. dürfte wohl die Hauptversammlung akzeptieren. Beachtlich ist die Verminderung der Bilanz- summe in der DM- Eröffnungsbilanz. Sie beträgt nach Abzug der Umstellungsverluste von den Währungsgewinnen immerhin etwa 10/ der Bi- lanzsumme und etwa 15%½ des Aktienkapitals. F. O. W. Bllanzübersicht in Millonen RM /DM Aktiva: 30. 6. 30. 6. 21. 6 20. 6. 28. 2, 1950 1949 1948 1948 1948 Anlagen 45,5 41,0 40,16 22⁵,14 21,60 Beteiligungen 3,22 3,29 3,48 13,26 14,49 Vorräte 28,37 25,02 31,80 30,37 21714 Wertpapiere 1,12 1,96 1.93 7,80 12,08 Forderungen 14,45 17,94 0,86 5,05 3,21 Flüssige Mittel 11,18 9,12 0,59 3,95 22553 Passlvs:. Grundkapital 60,60 60,60 60,60 60,60 60,60 Rücklagen 14,01 14,00 14,00 9,60 19,90 Rückstellungen 8,72 7,95 2,58 3,69 6,97 Verbindlichkeit. 19,00 14,88 2,22 17,4 12,94 Bilanzsumme 104,90 99,90 79,28 91,38 100,0 Gewinn/ Verlust 2,36 0,%—— 23,97 0,20 Schneller, els du dir's gedacht, ad deine Böden schön gemacht. Auf Haltbarkeit und Glen kommt's en. Aus dlesem Grund nimm )) ate g 8 On ef N Ds Mannheim: Atlas-Droger. Busch, Rheinhäuserstraße 3 Droger. Jaeger Wwe., Mittelstraße 109 Neckar-Drog. Körner, Mittelstraße 46 Lumo-Dregerie Moll, Käfertaler Straße 41 Drogerie Willier, 14 Schwetzinger Str. 24 kledriehsteld: Stadt-Drog. Hans Abt Necgrtal: Rath.-Drog. Udo Geh eckarau: Drogerie Keitel deuostheim: Drogerie sſeberling Aheinau: Löwen-Drog. Becker andhofen: Drogerie Geissinger deckenheim: Farbenhaus Roger Waldhok Drogerie Birnbräuer kadenburg: Domhof-Drog. Stenz deddesheim: Drogerie A. Schmitz Viernheim: Flora-Drog. Richter. [ Tiuteröo cr f Beschler, gutmöbl. Zimmer mit Bad in gut. Hause, Nähe Paradepl., ab zof. od. sp. an Berufst. zu vm. Ref. erw. Angeb. u. Nr. 05202 f. d. V. Lagerraum etwa 25 am in Neckarst. zu verm. Ang. u. Nr. 03224 a. d. V. Neubau Neuostheim. 4 Zimmer, Kü. u. Bad sowie 1 Zimmer, Küche u. Bad, gegen Bauzusch. zu vermiet. gebote u. Nr. 05217 a, d. Verlag. immer. wohng. m. 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Ja, begehrte Nahrungs- mittel werden schnell verkauft und sind deshalb immer ganz besonders frisch. 80 387 unser Brot ja besonders gut! Nein, dasselbe Brot, aber ein feinerer Aufstrich Guten Appetit- ein Brot mit frischer SANEIIA 5 3 grohe Fastzeltæ Vargudguaugsparl ——k 1 8 8 n 5 5 7 8 5— l— ö 8. 5 5. i 8 N a 2. 5.— e 8* 3 8 Seite 8 MORGEN. Mittwoch, 23. Mai 1951/ Nr. 10 Die leisen 8 chuhe von Anja Hegemann slut anderthalb Stunden weit, die Asphalt- auch damals sicherlich nicht. Ich merkte Gestern bin ich ihm wieder begegnet, nach fünfzehn Jahren Erwachsensein, ge- räuschvoll und gedankenlos, in denen ich inn vollkommen vergessen hatte. Er war einmal mein Lehrer, und nun ist er ein altes Männchen geworden. Wie er da so mit kleinen, ängstlichen Schritten über den Fahrdamm trippelte, sah ich seinen gebeug- ten Rücken, jene milde aber unwiderruf- liche Krümmung aus Müdigkeit und einem schweren Wissen von der Welt. Er hat mich nicht erkannt, ich bin ja nun nicht mehr seine Schülerin. Doch selbst wenn es noch einmal gälte, einen Packen Schulhefte für inn zu schleppen, ich weiß nicht sicher, ob er es mir übertrüge. Damals, es war mitten im Sommer, bat er mich nach dem Klassenaufsatz, ihm die eingesammelten Hefte nach Haus zu brin- gen. Zweiundvierzig Hefte, ein ansehnliches Paket für meine mageren Kinderarme.„Du wohnst ja gleich hier neben der Schule, da wird es wohl gehen“, sagte mein Lehrer und ich nickte erglühend und stolz. Ich sagte nicht, daß gerade in dieser Woche meine Eltern verreist waren und mich bei den Großeltern in einem entlegenen Vorort ein- quartiert hatten. Uber Mittag mußte ich die Hefte dorthin mitnehmen, um sie nach Tisch in die Wohnung des Lehrers zu tragen, und das bedeutete einen langen Fußmarsch quer durch die ganze Stadt. Freilich hätte ich von den Großeltern das Fahrgeld erbitten kön- nen, und wer begreift, weshalb ich es nicht tat, sondern die stille Mühsal vorzog, von der niemand außer mir selbst etwas wußte. Ach, wie wenig verbleibt später von dem abenteuerlichen kindlichen Opfermut, wenn man uns erst beigebracht hat, ehrgeizig oder auch nur vernünftig zu sein. Den Großeltern sagte ich einfach, dag ich noch einmal zum Lehrer müsse. Sie achteten nicht darauf, was ich in meiner Mappe mitnahm. Diese Mappe nun ließ sich nicht einmal schließen, die grauen Heft- umschläge mit dem Rotschnitt standen oben heraus. Ich mußte das Ganze unter den Arm klemmen und die Finger beider Hände darunter verschränken, damit es zu halten War. So beladen lief ich dann in der Juli- Hatem und Suleika Goethestunde mit Erieh Ponto und Edith Hleerdegen Der Vortragssaal der Kunsthalle war zwar nur knapp zur Hälfte besetzt, aber denen, die gekommen waren, blühte eine von goetheschem Geist beglückend erfüllte Stunde. Erich Ponto, einer der Besten und Feinsten aus der älteren Schauspielergilde, und Edith Heerdegen, eine Nachwuchsbega- bung, die unter Hilpert gespielt hat und ge- genwärtig am Stuttgarter Schauspielhaus tätig ist, fanden sich am Vortragstisch zu- sammen, um, gleichsam in verwandelter Gestalt als Hatem und Suleika, in unge- wöhnlich reizvoller Wechsellesung die schön- sten und beziehungsreichsten Stücke aus dem„Westöstlichen Divan“ miteinander auszutauschen. Das zauberhafte Liebes- erlebnis, das einst dem alternden Goethe und der jungen Marianne Willemer in der Frankfurter Gerbermühle, dem Besitztum der Willemers, und bei den Begegnungen Goethes und Mariannes in Heidelberg er- wuchs(allwo Hatem„noch einmal Früh- lingshauch und Sommerbrand fühlte), trat durch die Verkopplung der dichterischen Zwiesprache der Liebenden im„Westöstli- chen Divan“ mit dem leidenschaftlichen Ueberschwang des zwischen Goethe und Marianne hin- und widerflutenden Gefühls- stroms kostbarer Briefe in sinnvoller Ein- dringlichkeit vor das innere Auge des Hö- rers— wobei über Goethes Anteil hinaus immer wieder die kultivierte Geistigkeit und beseelte Gefühlsintensität der Verse und Briefe Marianne Willemers entzückte, dieser seltsamen Frau, die in mancher Stro- phe an schöpferischer Bildkraft Goethe in nichts nachsteht. Das sehr gefesselte Auditorium dankte den beiden vortrefflichen Künstlern nach- drücklich für das freundliche Erlebnis die- ser Goethestunde. C. O. E. hitze drang durch meine Sohlen, an meinen Gelenken zog schmerzhaft das Gewicht der Mappe, und im Halse sammelte mir die An- strengung den Durst wie einen trockenen Kloß. Mir aber, ich weiß es noch gut, ver- schmolzen all diese Leiden zu etwas Wun- dervollem: ich sah das Gesicht meines Lehrers vor mir, nicht das nüchterne Magi- stergesicht aus den Schulstunden, sondern ein neues Antlitz, das eines Dichters viel- leicht oder eines Heiligen, wie sie in den Lesebüchern und auf Altären abgebildet sind. Mich erfüllte das Große, von dem diese Gesichter schön waren, und das blieb stärker als Durst und Mattigkeit. Ich stellte mir vor, daß mein Lehrer jetzt eine gewaltige Tat, ein großes Werk oder einen weltbewe- genden Befehl, vorbereite, und daß er dazu ein schweres und wichtiges Buch benötige, das ihm zu bringen ich in diesem Augen- blick beauftragt war. Unmöglich für ihn, ohne dies Buch auszukommen, alles stand in Frage, ja, es konnte sein Leben kosten, wenn ich nicht rechtzeitig damit eintraf. Ich begann zu laufen. Dabei sah ich mich, wie ich vor ihm niederknien und ihm das Buch reichen würde, nicht wagend, ihn anzu- blicken, so voll Hoheit mußte sein Angesicht sein, mit den Augen eines Cherubs am jüngsten Tag. Und er sprach: Ich danke dir, mein Kind, du bist zur rechten Stunde gekommen. Wie aber, wenn ich nun nicht zur rechten Stunde kam? Mit würgendem Atam rannte ich los. Ich sah mein Zuspät- kommen: ein düsteres Gemach und ihn darin, gebeugt, mit grauen, eingefallenen Wangen. Mein Kind, sagte er, alles ist ver- loren, aber du hast dich recht gemüht. Er weinte, und um ihn zu trösten, wollte ich etwas Frommes und Wohlklingendes sagen, ich weiß nicht mehr, was; ich wußte es Ein Leser schreibt: bloß auf einmal, wie ich schon am Haus meines Lehrers vorbeilief und daß mir von der Hitze sterbensübel zumut war. Alle Ge- danken, alle Bilder verschwanden urplötz- lich, die ganze heilige Erregung erlosch. Dann schellte ich an der Tür. Der Lehrer öffnete selbst.„Ah, du bist es“, sagte er freundlich,„komm herein“. Drinnen half er mir die ineinandergerutsch- ten Hefte aus der Mappe nehmen und legte sie säuberlich in drei Stapeln auf den Tisch. „So“,— er klopfte mir auf die Schulter, „nun fängt für mich die Arbeit an.“ Ich nickte nur, schwitzend vor Verlegenheit. Mein Traum von vorhin fiel mir ein, und ich kam mir unausstehlich dumm vor. Ich War froh, als wir wieder an der Tür waren. „Schönen Dank“, sagte mein Lehrer. Schüch- tern blickte ich auf: er hatte das Gesicht aus der Schulstunde.„Eigentlich“, fuhr er fort, „könntest du mir immer die Hefte bringen. Wenn man anfängt, alt zu werden, weißt du, trägt sich so ein Packen schon ein bißchen schwer.“ Ich glaube, er lächelte dabei. Die Hand, die er mir gab, war fest und kühl. Dies Kühle tat wohl. Ein sonderbares Glück durchrieselte mich, ich wußte nicht, Was es War. Gestern also sah ich ihn wieder und wußte es.„Wenn man alt wird—“. Damals konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Und doch stieg ich an jenem Tage in die Schuhe, die er mir hinhielt, in die leisen Schuhe, die nicht mehr Kinderschuhe sind. Immer trug ich diese Schuhe, wenn ich ihm die Hefte nach Haus brachte, und oft noch habe ich das getan. Wohl brachte ich ihm nie mehr das Buch meines verwirrten Trau- mes, und er hatte niemals ein Propheten- gesicht. Er hatte das dankbare Antlitz eines Menschen, dem ein anderer Mensch einen Dirck Bouts: Die Einsetzung des Abendmahls Dienst tut. Aber wieviel Ungetanes bleibt schließlich hinter uns. Gestern sah ich es, als ich ihn wiedertraf, so klein und so alt, und da sah ich auch, daß ich die Schuhe nicht mehr trug. Ich will sie wiederum an- legen, vielleicht erkennt er mich daran, wenn ich ihm noch einmal begegne. Ich meine, es müßte ihn freuen. Andere Cedanken über die Ak ademiekonzerte in Mannheim Die in der gestrigen Ausgabe veröffent- lichte Zuschrift von Ruth G. hat die nachfolgende, temperamentvoll vorge- tragene Entgegnung ausgelôöst: Der Artikel: Gedanken über die Akade- miekonzerte in Mannheim in Ihrer Nr. 116 vom 22. Mai 1951 veranlaßt mich, die darin zum Ausdruck gebrachten Ansichten einer Besucherin der Akademiekonzerte von einer anderen Seite her zu beleuchten. Da die Einsenderin des Artikels der Meinung zu sein scheint, daß jeder öffentlich Tätige auch jedem öffentlichen Angriff ausgesetzt ist, wird sie sich wohl nicht beklagen, wenn sie sich nun einer Kritik an ihrer eigenen kritischen Betrachtung gegenübersieht. Als gleichfalls alter Konzertbesucher vertrete auch jeh die Meinung, daß es jedem den- kenden Menschen, auch dem„simpelsten“ unbenommen bleiben muß, seine persön- che Hinstellung zu Kunstwerken oder künstlerischen Darbietungen zu finden und zu äußern. Ich möchte es aber zunächst einmal als für die öffentliche Musikpflege nicht unbedenklich, wenn nicht gar gefähr- lich bezeichnen, wenn jeder dazu über- gehen darf, seine höchst private Meinung über komplizierteste Fragen der Musik einer großen Oeffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen. Zumal, wenn es sich um sehr einseitige Formulierungen wie in unserem Fall, handelt. Das gedruckte Wort gilt vie- len Zehntausenden der Leser einer Zeitung immer noch als unumstößlich. Kleine Ur- sachen haben große Wirkungen und sehr rasch kann eine Beeinflussung großer Kreise des Publikums entstehen. Es bleibe dahingestellt, ob so etwas sich zum Segen der Sache, um die es sich handelt, auswirkt. Nach meiner Meinung haben wir als Konzertbesucher zunächst einma! ebenso- wenig Recht auf„Hochmut“ wie der Fach- mann. Der darstellende Künstler muß ja seine Interpretation so überzeugend wie möglich gestalten. Ihm das als Hochmut auszulegen, wäre wohl ein grundlegender Irrtum. Niemand kann die Oeffentlichkeit ernster nehmen, als der, der von ihr ab- ubs 52g eEbens ROMAN VON Copyright by Verlag des 56. Fortsetzung ö „Ja, Papsi?“ sieht sie unschuldig zu ihm auf. Sie freut sich, daß er kommt, sie streckt ihm herzlich beide Hände hin, sie strahlt über ihr lustiges Mädelgesicht: kann man sich eigentlich recht vorstellen, daß diese zunge Dame jetzt Mama ist? Sie küßt ihn tatsächlich fest auf beide Backen, sie hat einen verteufelt jungen und weichen Mund, es tut einem wohl, es ist einem etwas pein- lich vor den anderen Er sagt nichts mehr. Nach einer Weile bestellt er erst viele Grüße von der Mutter (ich werde ihr lieber sagen, sie soll nicht herkommen), erkundigt sich nach Grits Be- finden, läßt sich haargenau sein Enkelkind beschreiben, besinnt sich dann und fährt in seine Taschen. „Das hab' ich ganz vergessen“, und packt Eka- Schokolade und Kognakbonbon für sie aus. f „Au, prima! Da werden sich meine Mit- mütter freuen!“ Er findet sie so außerordentlich munter, fast„vergnügungssüchtig“, daß er mitten . einmal ganz ängstlich und ernsthaft ragt: „Sag' mal, du hast doch wirklich auch ein Kind gekriegt?“(ES kommt ihm ja auf VUeberraschungen schon nicht mehr an). Sie lacht, daß es sie schüttelt. Schließlich fällt sie ihm um den Hals und küßt ihn nochmals ab. Die anderen Frauen sehen zu und lachen. K ATH E Auch nicht von einem Kritiker hängt. Wer darf in der Kunst sich den Hochmut anmaßen, zu entscheiden, was richtig und falsch ist? Es liegt keine Aeuße- rung von Beethoven oder Bach über heu- tige Aufführungen seiner Werke vor. Wer weiß, was sich Schumann, bei gewissen Stellen seiner 4. Symphonie tatsächlich ge- dacht hat? Eine Erscheinung von der Be- deutung Mahlers mit ein paar Worten ab- zutun, ist meines Erachtens ebenso leicht- fertig wie eine uneingeschränkte Bewunde- rung oberflächlich sein könnte. Genau wie es nicht angeht, eine bewunderungswürdige und nahezu ehrwürdige Künstlerpersön- lichkeit, wie den Dirigenten unserer Aka- demiekonzerte mit Ausdrücken wie:„viel Paprika im Blut— Gedächtnisphänomen sprühendes Temperament“ zu definieren und mit der Feststellung seiner besonderen Eignung für bestimmte Virtuosenstücke festzulegen. Eine solche Kritik deutet wahr- lich auf eine bewundernswert hohe Mei- nung von der Sicherheit des eigenen Urteils. Hat ein Konzertbesucher wirklich das Recht, einen Künstler, der sein Leben lang um Gestaltung gerungen hat, der jede ver- borgenste Feinheit der von ihm interpre- tierten Partituren kennt, der dem Kunst- leben einer ganzen Stadt auf dem Gebiete der Oper wie des Konzerts einen besonde- ren, einmaligen Glanz verleiht, der sich in jeder Auführung bis zum letzten veraus- gabt und verschwendet, haben wir— 80 frage ich— das Recht, ihn öffentlich mit beckmesserhaften Bemerkungen anzugrei- fen? Selbst, wenn wir hier und da anderer Meinung sein sollten, was unser persön- liches Recht ist, so ist das nicht notwendig, sie gleich in die breiteste Oeffentlichkeit zu tragen. Wir sollten uns zunächst bemühen, einen großen Musiker und seine künst- lerischen Absichten überhaupt erst einmal zu verstehen. Wir sollten glücklich sein, in unserer Stadt, die doch wirklich noch kein Paradies auf Erden ist, eine solche Persön- lichkeit zu besitzen, und sollten froh sein, wenn es uns gelingt, sie für einige Jahre bei uns zu behalten. Ich glaube nicht, daß ein Künstler großen Formates besondere Vorliebe für eine Stadt gewinnt, die seine 1 AMS E R 7 Druckhauses Tempelhof. Berun Sogar Rosine Witt lächelt von ihrem Halma- brett herüber. Sie darf schon auf sein. Ueber- morgen soll sie nach Hause, und ihr bangt davor. Es war so schön hier: gut und still und freundlich. Sie hatte sehr viel Zeit gehabt, sich an ihrem kleinen süßen Kind zu freuen. Nun wird das alles wieder anders werden. Ein wenig tröstlich ist es allerdings: der Fritz ist schon ein paarmal auf dem Arbeits- amt gewesen; nur findet sich von heute auf morgen nicht gleich etwas Lohnendes. Und Rosine befürchtet, daß sein schöner Eifer zu schnell erlahmen könnte, die Schweigermut- ter wird sich dazwischenschieben, alles wird im Sande verlaufen, wie schon oft. Sie sieht ein wenig wehmütig zu der jungen fremden Frau hinüber, der der Schwiegervater Kon- fekt und Blumen für das Kleine mitgebracht hat. So eine möcht' ich auch sein, denkt Ro- sine Witt in einer kleinen frauenhaften Sehnsucht, so jung und unbeschwert und sie vergißt, daß sie tatsächlich nur ein paar Jahre älter ist als jene, nur sechs oder acht Jahre älter. Der Fabrikant Harlacher hat sich be- ruhigt. Er tätschelt die Hand seiner Schwie- gertochter zärtlich. Er atmet mit Vergnügen den frischen und gepflegten Duft des jungen Körpers ein, das feine„Juchten“ aus den plissierten Falten des blauen Pyjamas. Es ist wahrhaftig lange her, daß seine Emma auch einmal so dalag. Es ist so lange her, dag er es fast vergaß und sich nur dunkel erinnert, daß sie in einer soliden weißen Bettjacke unter sehr vielen hochgetürmten Federbetten schwitzte, und daß ein ewiger lahmer Geruch von Arnika, Fenchel und feuchten Windeln im Zimmer war, in dem die Fenster nicht geöffnet werden durften. Er findet es jetzt hübscher und appetit- licher, er findet, daß die Frauen seither an- ders geworden sind. Nur leider hat er per- sönlich nicht mehr viel davon. Und damit ist er auch soweit, auf einen Punkt zurückzugreifen, den er sich vorhin in seinem Aerger über Grits unerhörte Macht- vollkommenheiten zu verkneifen gedachte. Er verkneift ihn sich nicht mehr, er ist kein Unmensch, und warum soll er sich die kleine Freude nicht selbst gönnen? „Sag mal, Margarethchen, ich habe dir eine Extra- Belohnung zugedacht, ich meine für mein erstes Enkelkind, und da du doch gewissermaßen „Pit auch, Papsi, magen „Na Gott, schön, obwohl man weiß, was Männer dabei leisten! An erster Stelle stehst natürlich du, und du sollst dir was wün- schen, ich kauf dir was, nen Perserteppich, n kleines Auto, ne Perlenkette— na— 2“ Sie will schon„das Auto“! rufen. Da fällt ihr ein, sie hat noch einen anderen Wunsch, mit dem sie eigentlich auf ihn gewartet hat, den sie anbringen muß! Weil sie etwas Vor- genommenes auch durchzuführen pflegt. „Hör mal, Paps“, beginnt sie nachdenk- lich,„du hängst doch etwa nicht an diesen drei Vorschlägen fest? Ich darf doch, wenn ich will, mir auch was anderes wünschen?“ „Wünsch nur, mein Engel!“ „Also hör' mal zu“, sagt sie und setzt sich energisch auf:„ich wünsche mir, daß du jemand in deinen Betrieb einstellst! Ja, einen jungen Mann, der nicht gerade viel gelernt, aber sechs Kinder hat. Und eine Frau dazu, der es nicht gut im Haus der Schwieger- eltern geht. Die Leutchen müssen da raus, Papsi, die Frau geht sonst kaputt! Dort Pit auch gewisser- FCCTTPPCC00CCC0G0GTGGòTéTTTTbTTTTéTTTTfTTfTT von aller Welt anerkannten Leistungen durch Unberufene herabwürdigen läßt. Hier komme ich zum Ausgangspunkt meiner Betrachtungen zurück. Der Tenor des von mir angegriffenen Artikels ist ne- gativ und ablehnend. Es Könnte sehr be- dauerliche Folgen haben, wenn er von dem Angegriffenen ernst genommen wird. Da- rum mußte dieser Meinung eine andere gegenübergestellt werden: Es gibt sehr viele musikalische Menschen in Mannheim und ich wage zu sagen, daß es die über- wiegende Mehrzahl der Konzertbesucher ist, welche die Größe und Einmaligkeit der Persönlichkeit unseres Generalmusikdirek- tors zu lieben und zu schätzen wissen. Es gibt verschiedene Auffassungen der Mei- sterwerke. Es gibt Künstler und Hörer, die je nach ihrer innersten Seelenlage eine mehr subjektive oder mehr objektive Art der Werkdarstellung bejahen. Jeder mag das für sich entscheiden. Wie aber sagt Goethe?:„Höchstes Glück der Erdenkinder ist doch die Persönlichkeit.“ Helmuth W. Harold Heiberg im Mannheimer Amerikahauz Der herzliche Beifall, mit dem der Pia nist Harold Heiberg im Mannheimer Ame- rikahaus begrüßt wurde. war das Zeichen für ein erwartungsvolles Wiedersehen mt dem sympathischen amerikanischen Küng. ler. Heiberg hatte sich als Solist etwa vor einem Jahr und später als Begleiter der ausgezeichneten Mezzosopranistin Beha Kibler in Mannheim glänzend eingeführt I kam diesmal mit einem weniger geschlosse nen Programm. Zwei zeitgenössische Werke eine Sonatine von David Diamond und eine Suite für Klavier von Allen Sapp, konnten darin kaum als Gewinne bestehen. Die bei- den Kompositionen leiden an der Zufällig. keit ihres thematischen und Klangcharak- ters. Den weit ausgesponnenen, melodisch wundervollen Sätzen von Schuberts a- moll Sonate(op. 42) verlieh Harold Heiberg ein organisches Blühen in einem männlichen, Stets vertieften Spiel. Auch Chopins Ballade 5 Lulturnachriditen 0 Die bayerische Akademie der Schönen Künste wählte zu neuen ordentlichen Mitglie- dern in der Abteilung Bildende Künste Profes- sor Bernhard Bleeker, München, Marie Caspar- Filser, Brannenberg, Professor Diez Brandi, Göttingen, Proofessor Olaf Gulbransson, Te- gernsee, und Professor Karl Knappe, München, als außerordentliches Mitglied den Schweizer Kunstsammler Oskar Reinhart und als kor- respondierende Mitglieder Prof. Karl Hofer, Berlin, Prof. Oskar Kokoschka, London/ Salz- burg, Hans Purrmann, Montagnola, und Pro- fessor Josef Scharl, New Vork. In der Abtei- lung Schrifttum wurden als ordentliche Mit- glieder gewählt Leonhard Frank, München, Benno Reifenberg, Freiburg, Friedrich Schnack, Ueberlingen, Reinhold Schneider, Freiburg, und als korrespondierende Mitglieder Paul Claudel, Paris, Benedetto Croce, Neapel, Rudolf Kaßner, Sierre, und Max Rychner, Zürich. Zum sechzigsten Geburtstag von Johannes R. Becher fand am Montag in der Berliner Staatsoper im Sowjetsektor ein Festakt statt, an dem u. a. der Präsident der Sowietzonen- republik, Wilhelm Pieck, und der stellv. Mini- drüben sitzt sie, die im braunen Kleid! Ich hab' versprochen, ihr zu helfen!“ Der Fabrikant Harlacher sieht nicht son- derlich erbaut aus. „Ich hab' doch gar nichts frei bei mir“, redet er sich raus und weiß schon, wenn sich diese kleine abscheuliche Person etwas in ihren hübschen Kopf setzt, mit dem sie seinem Peter Adam den seinigen verdreht hat, dann führt sie's durch; er kann sich's noch zur Ehre anrechnen, diesmal behilflich sein zu dürfen. 5 0 „Und außerdem, wenn er doch nichts ge- lernt hat, wie du sagst!“ „Er kann aber was lernen, wenn man ihm Gelegenheit dazu gibt. Er muß sogar was lernen, damit er genügend Geld verdient, um seine Familie zu ernähren. Du wirst ihm tüchtig auf die Finger- sehen.“ „Dann soll die Frau den Mann meinet- wegen zu mir schicken!“ brummt Harlacher. Sie zieht seinen Arm zu sich heran und schmiegt ihr Gesicht an den weichen Man- telstoff, so zärtlich und leise war sie nie zu ihm gewesen. Er nimmt sich vor, den Mann gleich morgen einzustellen. „Aber einen Gefallen köntitest du mir dafür auch tun“, grunzt er. Zieh aus die- sem Allerweltssaal raus. Nimm dir ein schöries Zimmer für dich allein! Wie soll ich sohst Mama mitbringen?“ „Das geht gegen mein Prinzip“, antwor- tet sie, ohne ihr Gesicht von seinem Arm zu heben,„aber da du ja meinetwegen auch Prinzipien aufgegeben hast.. Und schließ- lich nehme ich das befriedigende Gefühl in mein Prunkzimmer mit hinüber: eine Mis- sion erfüllt zu haben.“ 5 Ein wenig später fragt sie: „Wollen wir's der jungen Frau gleich sagen?“ Aber da wird er doch energisch. Mit bei- den Händen wehrt er ab:„Um Gotteswillen, nur keinen Volksauflauf, sag's ihr meinet- Wegen, wenn ich draußen Hin“ angeleimt dahin. Fortsetzung 0 leb 1 f-moll(op. 52) erwuchs aus dem vollen 5 Nachempfinden, das maßvoll und reif in der ur sehr glücklichen und natürlichen Musikall- Sti tät Heibergs entwickelt ist. Die Welt Claude] kurz Débussys erwies sich wie im Vorjahr aß des eine Domäne des Pianisten. Großartig wa- die 2 ren Hier wiederum das Schillernde, das far. 9 bis Aetnerische und die rhythmische Für ir ci rung Heibergs, der sich nach zwei Zugaben* (Chopin und Débussy) von dem lebhaft an⸗ 250 006 gesprochenen Publikum verabschiedete. Pforzl W. St die* DM d und d De sterpräsident Walter Ulbricht teilnahmen 5 Volksbildungsminister Faul Wandel Gd] gische sagte in seiner Festredé, Becher sei fru] ppl 2 Anhänger des Expressionismus gewesen, aber St at durch seinen Aufenthalt in der Sowjetunich aals politisch, kulturell und menschlich zue All. gewandelt worden“. Er sei zum„Dichter det theate Nation“ geworden. In einem Glückwunsch, elbst schreiben des Zentralkomitees der SED wl] Staats Becher, dem„die siegreiche Sowjetarmee del Prozei Weg zur Rückkehr in die Heimat aus den bringe Asyl beim großen Sowjetvolk gebahnt“ habe als Schöpfer der„Nationalhymne“ der 80. Wjietzonenrepublik gefeiert. In einem ele, gramm des Vorsitzenden der sowjetischen Watz Kontrollkommission in Deutschland, Armee: schlul general Tschuikow, an Becher heißt es.„et 8 geschlossene Kampf der deutschen Intellisem Bastie gegen die imperialistischen EFxiegsbrandstih Hinric ter, dem sie ihre ganze Kraft und Energie af kandi Verfügung stellen, ist ein wesentlicher Be. trag für die Sache des Friedens.“ Die Alfred-Kubin-Ausstellung des Mann heimer Kunstvereins(Schloß rechter Flügel ist noch in der laufenden Woche und am Sonn, ö tag, den 27. Mai, letztmals zu sehen. . Wa Grit nickt bereitwillig. Sie blinzelt u minist Rosine hinüber, die nachdenklich ihre Ha. Mi mafiguren setzt, ein wenig froh, ein wen 5 Sie traurig ist, ein keine Ahnung davon hab 1 daß sich ihr Schicksal in diesen Augenbllk. in ein ken schon gewandelt hat. des fi „Bist du jetzt glücklich?“ fragt der Ta, Ante brikant Vincenz Harlacher die Frau sein un Sohnes und hebt ihr Kinn empor. von „Ja“, sagt sie einfach, Sehr, Durch dich“] vorget Und welcher Mann läßt sich so etws 5 nicht gern sagen? 55 0 0 zel ge Christiam Holl kam am frühen Nac, 5 mittag in Lugano an. Sein Herz schl Dis dumpf und unruhig, er fühlte sich keines nume wegs vernünftig. In ein paar Augenblicken bande würde er vor Susanne stehen. deutsc Der Portier sah auf's Schlüsselbrett, und Mittwe drehte sich bedauernd um: Madame den in nicht auf ihrem Zimmer. Wahrscheinlich„Volks auf einem Ausflug, vielleicht auf eines 3 Bootspartie. 5. bender Holl wanderte unter den dicht belaubten, 1 0 auf Schattenabgabe zugeschnittenen Par] Soria, men am Kai entlang, sah ein paar mere dies Motorbooten zu, diéè anlegten und ite Monat abfuhren, suchte den Himmel nach 1 198 0 Wolkenspur ab und fand keine ier tike sah es plötzlich als irrsintiig genug an des] dent tatenlos die Stunden totzuschlagen, währen 1 zu Hause vielleicht der Teufel los e a Zuletzt ging er ins Café, ließ sich 10 Volks tungen geben, bekam einen ausgezeichnete, ten N. raffiniert servierten Mokka und seine 4 polizei garre. An anderen Tischen trank man 9 eitun fall und Eissorbet, eilige Paare schoben 005. in ernsthafter Andacht versunken, hes der un schwarze Glasparkett, die rauen kene Went strömten den Duft von allfn möslicefg zung Parfüms der Erde aus, die Lift blieb 750 icin und reglos, und die Stundenf schlichen 9