nz, dle h tungen o- Gedäch lulction an München, eutendetg 10 van raren sein 1 gepil. ztaurierug der Win man dat len Ruinen der ganzen n erhalten enmeit di den bisher tnismälg „ die nun- r mehr a Dom unt auf Schah würdige nerausgeber: Mannheimer Morgen verlag. Druck: Mannheimer Groß- druckerei. Verlagsleitung: H. Bauser; chefredakt.: E. F. v. Schilling, Stellv.: pr. K. Ackermann. Politik: E. Schäfer, H. H. Hausser; Wirtschaft: F. O. weber; reuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: pr. F. W. Koch, M. Eberhardt; Ludwigs- hafen: H. Schneekloth; Frau: H. Hoff- mann; sport: H. Schneekloth; S0z.-Red.: F. A. simon. Chet v. Dienst: O. Gentner. Bankkonten: Südwestbank, Allg. Bank- gesellschaft. Städt. Sparkasse, sämtl. in Mannheim. Bezirkssparkasse Wein- gelm, Posts checkk.: Karlsruhe Nr. 800 16, Lud wisshafen am Rhein Nr. 26743. Mannheimer Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R 1, 4-6 Telefon 4 41 51-34 Heidelberg, Rohrbacher Str. 5-7 Tel. 4440 Ludwigshafen/ Rh., Rheinstr. 37„ 2768 Bezugspreis: Monatl. DM 2, 80 zuz. DM-, 40 Tragelohn. Postbezug mtl. DM 3,20 zuz. DM 54 Zustellgebühr. Kreuzbandbezug DM 4,- einschl. Porto. Bei Abholung im Verlag oder in den Agenturen DM 2,80. Erscheint täglie h außer sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 9. Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf die Rückerstattung des Bezugspreises. Für unverlangte Manuskripte über- nimmt der verlag keinerlei Gewähr. — Jahrgang/ Nr. 142/ Einzelpreis 13 Pfg. Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz ) Paris. kür zwecklos hielten. Der Standpunkt der Westmächte wurde on ihren drei Beauftragten auf der Pari- ger Vorkonferenz am Donnerstag nachmit- dag dargelegt. Mit ihrem Hinweis auf„normale diplo- matische Wege“ haben die drei Westmächte dle Tür offengelassen. Sie machten die Sowjetunion darauf aufmerksam, daß sie zich immer noch mit der Einladung des We- Adenauer auf der Heimreise Rom.(UP) Bundeskanzler Dr. Konrad gdenauer verlieh am frühen Freitag norgen die italienische Hauptstadt, um sich zu die Heimreise zu begeben. Der Kanzler stattete zunächst dem deut- chen Helden friedhof im Pomezia füdlieh von Rom in den trocken gelegten pontinischen Sümpfen gelegen, einen Besuch ab. Adenauer legte an dem großen Kreuz des Friedhofes, auf dem einige tausend in alien während des zweiten Weltkriegs nzigartign rs, desseh r vielleich vollende. n, Farben + melstet ichhun⸗ *I. einen rden, d. läblich( aphik(fat. von d Preis ag a0 ILzschnitte Pfalz ne Ausstell stellen um die eine as Leben uher Alz, an Andts und Ren vertieft i. nicht a auf dem asser, das fzufangel id Haber de seife ngen del 1+ empor b ar, lief ic um etwas Fällen des . Zu 7 5 verwa etroleum zahm eint rend mel ait zu be Platz Ul ine Mass er Regel a mir ab- e in de laft. Del erteufelte blaß vol ung folgt 1 geallene deutsche Soldaten ruhen, einen lorbeerkranz nieder und verweilte einige Minuten in stillem Gebet.— Im Anschluß daran begab sich der Kanzler im Kraft- hagen über Assis i, dessen Sehenswürdig- leiten er besichtigte, nach Florenz, wo er übernachtete. leute Wahl des be. Vorsitzenden Düsseldorf.(dpa) Heute wird der außer- drdentliche Bundeskongreß der Gewerk- Murten in Essen den neuen DGB-Vorsitzen- e Delegierte der 16 dem DGE escklessenen Gewerkschaften werden rüber abstimmen, ob der vom Bundes- 9 ſusschuß vorgeschlagene Vorsitzende der ewerkschaft Druck und Papier, Christian Fette, Nachfolger Hans Böcklers werder U. Der Kongreß kann als höchstes Gre- rium der Gewerkschaften auch andere andidaten vorschlagen und wählen. Die Vahl erfolgt mit einfacher Mehrheit. Der DGB-Vorsitzende ist der höchste Re- bräsentant der Gewerkschaftsbewegung, die er gegenüber der Bundesregierung, der alli- lerten Hohen Kommission und dem Ausland lertritt. Er ist nur dem Bundeskongreß gegenüber verantwortlich und bestimmt mmerhalb der vom Bundeskongreß fest- gelegten Richtlinien die Gewerkschaftspoli- A, Streikbeschlüsse sind dagegen Angele- tenheiten der jeweiligen Industriegewerk- hakten, die ihren Vorstand hierzu in Ur- abstimmungen ermächtigen. Der DGB- Vor- u zende kann keinen Streik anordnen. Die lite des verstorbenen DGB-Vorsitzenden köckler wird dem Kongreß als Ehrengast Wohnen. Außerdem werden führende 0 ersönlichkeiten aus dem In- und Ausland as Gäste erwartet. Der stellvertretende DGB Vorsitzende, georg Reuter, erklärte am Donnerstag im DR, daß es kein politisches Testament“ des Verstorbenen DGB- Vorsitzenden Dr. ans Böckler gebe, in dem der Nachfolger döcklers benannt sei. 5 e. ulandon. Die gesamte Londoner Feuerwehr * am Mittwochabend zur Bekämpfung 3 der gewaltigsten Brandkatastrophen seit * alarmiert. Das Feuer brach in ulld leeren Schuppen der verstaatlichten n Eisenbahnen in dem dichtbesiedelten atteil Whitechapel im Londoner Osten aus. a breitete sich so schnell aus, daß ar lamenen schon den Himmel röteten, als a erste Feuerwehrmann an der Brandstelle utrak, Hunderte von Familien in den benach- en Häuserblocks mußten ihre Wohnungen umen. hianol. Französisch-vietnamesische Truppen 0 en bei ihrer Säuberungsaktion im Raum n Thanh Hoi, 40 Kilometer südlich der ius wesischen Hauptstadt Hanoi, drei Batail- 5 der Aufständischen aufgerieben, gab das er sche Hauptquartier bekannt. Die Viet- ah-Fruppen hatten bei Thanh Hol einen enepe gebildet, um die Verteidigungs- l der französischen Truppen in der„Reis- kn im Tonkindelta zu durchbrechen. bunganekurt. Die Frankfurter Polizei hat am tömerstaß den Druck des Zentralorgans der kainunistischen VVN, der Wochenzeitung„Die „wegen Verstoßes gegen das von Bund u Ländern ausgesprochene Verbot der Wer- 110 kür die kommunistische Volksbefragugs- 1 len unterbunden und die bereits hergestell. bantemplare der Nummer 24 vom 23. Juni Schlagnahmt. erlin. am Donnerstag reichten die so- I detischen Behörden in Karlshorst etwa 1 750 akenbegleitscheine für Berliner Waren, die ut. as Bundesgebiet befördert werden sollen, ge„eichnet an den Berliner Senat zurück. 75 dem gegenwärtigen Tempo der Unterzeich- 1 wird damit gerechnet, daß etwa 3 200 1 Karlshorst liegende Scheine im Laufe der Aächsten Tage abgefertigt werden. Damit wird Tien, Berliner Senat die sowjetische Abfer- uns der Warenbegleitscheine als wieder völ- normal angesehen. UP. dpa 0 Die drei Westmächte teilten der Sowjetunion am Donnerstag, mit, daß sie eine Fortsetzung der Pariser Konferenz der Außenminister- Stellvertreter Wegen der hartnäckigen sowjetischen Haltung sei nicht an- zunehmen, daß noch eine Einigung über die Tagesordnung der geplanten Außen- minister konferenz zustandekomme. Der weitere Meinungsaustausch zwischen Ost und West könne„auf normalem diplomatischem Wege“ abgewickelt werden. stens einverstanden erklären könne, an einer Außenministerkonferenz auf der Grundlage der unvollständigen Pariser Ta- Sesordnung teilzunehmen. Auf der Konfe- renz werde die Sowjetunion Gelegenheit haben, sich zum Atlantikpakt und den amerikanischen Stützpunkten in Europa zu äußern. Der Westen weigere sich nur, diese Punkte auf die Tagesordnung setzen zu lassen. Dies würde bedeuten, daß die Außen- minister eine Entscheidung über den Atlan- tikpakt fällen könnten, der aber nur die zwölf beteiligten Mächte etwas angehe. Als die Außenminister- Stellvertreter der drei Westmächte ihre Meinung dargelegt hatten, schien der sowjetische Delegierte Andrew Gromyko völlig perplex zu sein. Er fragte verwirrt:„Ich verstehe nicht ganz. pariser Vorkonferenz gescheitert Westmächte hielten nach der sowjetischen Antwort vom 19. Juni weitere Besprechungen für nutzlos Bedeutet dies, daß wir nicht mehr zusam- menkommen?“ 8 Der britische Delegierte Ernest Davies erläuterte ihm, daß genau dies gemeint sei, und bat den amerikanischen Delegierten Dr. Philip C. Jessup, noch einmal den- jenigen Absatz vorzulesen., in der es heißt, daß eine Fortsetzung der Vorkonferenz zwecklos sei. Darauf fragte Gromyko wieder:„Findet morgen wirklich keine Sitzung mehr statt? Ich möchte auch gern noch etwas dazu sagen.“ 8 Davies wiederholte, daß es keine weitere Sitzung geben werde. Darauf bat Gromyko um eine kurze Un- terbrechung, damit er seine Antwort vor- bereiten könne. Die 74. Sitzung der Außenministerstell- vertreter in Paris ist, wie wir bei Redak- tionsende erfuhren, um 22.43 Uhr MEZ zu Ende gegangen. Ein Mitglied der sowjeti- schen Delegation erklärte beim Verlassen des Konferenzraumes:„Die Konferenz ist beendet, endgültig beendet.“ Aufruhr und ee e in Jeheran London hält das ganze für„Nervenkrieg“ und appelliert erneut im Haag Teheran.(UP) Der iranische Minister- präsident Mohammed Mussadegh erhielt im Parlament am Donnerstag ein fast einstim- miges Vertrauensvotum für sein Vorgehen im britisch- iranischen Oelkonflikt. Die Ab- stimmung ergab 91 gegen 0 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Der Ministerpräsi- dent erklärte in seiner Rede, er brauche das Vertrauensvotum, da die Oelfrage jetzt in ein neues Stadium getreten sei— das der Uebernahme der Vermögenswerte der Ang 10 Iranian Oil- Company. Mussadegh richtete in seiner Rede An- griffe gegen Großbritannien und verlas die letzte britische Note mit den Gegenvor- schlägen. Er betonte, daß er bestrebt ge- wesen sei, mit den Briten zu einem Ab- kommen zu gelangen. Jetzt sei jedoch allen Klar, daß die Oelgesellschaft verschwinden müsse. Vor dem Parlamentsgebäude hatte sich inzwischen eine vieltausendköpfige Volks- menge mit Fahnen und Bannern versam- melt, um für Mussadegh und für die so- kortige Uebernahme der britischen Erdöl- gesellschaft zu demonstrieren. Eine erregte Volksmenge zog durch die Straßen Teherans und drang in die Gebäude der Anglo- Iranian Oil Company ein. Auf den Gebäu- den wurde die iranische Flagge gehißt. Die Polizei griff nicht ein, sondern versiegelte alle Eingänge und Türen, nachdem alle Be- amte die Gebäude verlassen hatten. In Abadan mußte eine britisch-ira- nische Konferenz zur Uebernahme der Fel- der und der Industriebetriebe der briti- schen Oelgesellschaft abgebrochen werden, weil die iranischen Vertreter sich weigerten, mit dem britischen Generalkonsul zu ver- handeln. Der Direktor der Anglo-Iranian erklärte, er habe den Generalkonsul gebe- ten, der Besprechung als Zeuge beizuwoh- nen. Von iranischer Seite ist aber stets be- tont worden, daß es sich bei dem Oelkon- klikt nur um eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Iran und der Anglo-Iranian Oil Campany handele. Eine Einmischung der britischen Regierung sei daher in keiner Weise gerechtfertigt. Unter Vorsitz von Außenminister Mor- rison beriet das britische Kabinett am Donnerstagvormittag über die stark zu- gespitzte Lage in Persien. Beobachter weisen darauf hin, daß zwar nach dem Zusammen- bruch der Besprechungen„etwas geschehen kann“, was ein Eingreifen notwendig macht, daß sich bisher aber alle persischen Ankün- digungen als Manöver erwiesen haben. Bis zu diesem Augenblick wird die Situation als „Nexvenkrieg bezeichnet. Die akute Gefahr sieht man in London zur Zeit darin, daß der technische Stab der Oelgesellschaft die Kon- trolle über den Betrieb verlieren könnte. Dieser Fall würde eintreten, wenn das Per- sonal evekuiert werden müßte, oder wenn die Perser ihre Drohungen wahrmachen, die Oelzufuhr nach Abadan zu sperren. Die Sachverständigen weisen darauf hin, daß eine Unterbrechung der Oelleitungen ohne Ab- spboppen des Oelzuflusses aus den Oelfeldern größte Katastrophen auch für die Stadt Abadan herbeiführen kann.„Wenn die Pumpstationen nicht ebenfalls stillgelegt werden“, sagte der Direktor der Oelgesell- schaft, Dr a ke,„dann werden die Leitungen in die Luft fliegen. Die Perser scheinen diese Kleinigkeit übersehen zu haben.“ Der stellvertretende Oppositionsführer Anthony Eden erklärte am Donnerstag vor dem britischen Unterhaus, die Evakuierung des britischen Personals von den persischen Oelfeldern würde eine Katastrophe zur Folge haben.„Eine solche Maßnahme wäre ein schimpfliches Nachgeben vor einer Dro- hung mit Gewalt“. Diese Worte ernteten lauten Beifall der Abgeordneten. Eden, der die Sondersitzung des Unterhauses über den britisch- persischen Erdölkonflikt eröffnete, stellte sich hinter den Beschluß der Regie- rung, den Internationalen Gerichtshof im Haag anzurufen,„Es geht nicht um die Ver- staatlichung“, sagte Eden.„Es geht um die Frage, ob die Perser das Recht haben, unsere Anlagen durch einseitigen Beschluß zu über- nehmen.“ 8 Die Romreise des Freitag, 22. Juni 1951 Bundeskanzlers hat inren Abschluß gefunden. Sie hat nickt nur in Italien selbst ein außerordentlich freund- liches Echo gefunden— von dem unser Korrespondent im Innern des Blattes keute berich- tet— sondern auch im ganzen übrigen Ausland große Aufmerksamkeit ausgelöst. Man sieht in der Reise allenthalben einen viel versprechenden Fortschritt in Richtung auf die euro- pdische Einheit, denn die Vision eines neuen Europa, in dem die drei großen Kulturnatio- nen Frankreich, Italien und Deutschland eng zusammenarbeiten, ist eine der großen Zu- kunftshoffnungen unserer Zeit. Bevor Dr. Adenauer Rom verließ, stattete er dem Vatikan einen ausgiebigen Besuch ab. Nach seiner Audienz bei Papst Pius XII. wurde ihm von Monsignore Ludwig Kaas, dem früheren deutschen Zentrumspolitiker und Verlassen des Domes ein goldenes Modell de 7 Pforte zugemauert wurde— eine Geste unverkennbarer Symbolik. keutigen Administrator der St. Peterskirche, beim Maurerkelle uberreicht, mit der die Heilige Bild: UP festslellungsgesetz zum Lastenausgleich soll Gesamtsumme der Kriegsschäden ermitteln Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Die CDU/CSU-Fraktion hat jetzt nach eingehenden, zum Teil recht lebhaften Beratungen einem Feststellungsgesetz zum Lastenausgleich zugestimmt, das von den Flüchtlingsabgeordneten der Fraktion unter Führung von Dr. Linus Kather schon seit langem vorgeschlagen war. Nach diesem Gesetz soll die Gesamtsumme der von Flüchtlingen und Bombengeschädigten er- littenen Kriegsschäden ermittelt werden, die als Grundlage des künftigen Lastenausglei- ches dienen soll. In der CDU/ CSU-Fraktion herrscht Einmütigkeit darüber, das Fest- stellungsgesetz vor dem Gesetz über den eigentlichen Lastenausgleich zu verabschie- den. Dr. Kather, der Vorsitzende des Zentral- verbandes der Vertriebenen. hofft, daß eine Beschlußfassung noch vor den Parla- mentsferien möglich ist. Um eine Verzöge- rung des Lastenausgleichsgesetzes zu ver- meiden, hat der Vorsitzende des Lastenaus- gleichsausschusses, Abg. Kuntze(CDU) für die kommende Woche., die ursprünglich sitzungsfrei sein sollte, den Lastenaus- gleichsausschuß an vier Tagen zusammen- gerufen. Noch in der vergangenen Woche hatte Kuntze die Befürchtung ausgespro- chen, daß die Verabschiedung eines Fest- stellungsgesetzes, den Lastenausgleich um drei Monate verzögern würde. Außerdem hatte er erklärt, daß durch eine solche Pro- zedur die Verwaltungsausgaben verdrei- facht würden. Kuntze hatte sich demgegen- Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit Bundesregierung soll sich gegen Eingriffe in die deutsche Rechtspflege verwahren Bonn. Der Bundestag nahm am Donners- tag noch einmal zum Fall Kemritz Stellung. Nach einer ungewöhnlich kurzen, nur ein- tägigen Beratung im Rechtsausschuß, wurde mit den Stimmen aller Parteien— die KPD enthielt sich— ein Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Gleichzeitig legte der Bundestag gegen die Eingriffe der Ameri- kaner in die deutsche Rechtspflege im Fall Kemritz feierlich Verwahrung ein und for- derte, dem Ehrengerichtsver fahren gegen Kemritz freien Lauf zu lassen. In der Entschließung heißt es:„Der Bun- destag ist der Ueberzeugung, daß die Ver- Wirklichung des Rechts nicht Erwägungen der Staatsraison geopfert werden darf“. Der Bundestag ersuchte die, Bundesregierung, in Verhandlungen mit der Hohen Kommission dahin zu wirken, daß die Einschränkung der deutschen Gerichtshoheit beseitigt und ins- besondere das Recht der Besatzungsmächte, in die deutsche Rechtspflege einzugreifen, aufgehoben wird. Das Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit bedroht jeden mit Zuchthaus, der „durch List, Drohung oder Gewalt“ jeman- den in das Gebiet außerhalb der Bundes- republik lockt oder verschleppt, wenn der Verschleppte infolgedessen politischer Ver- kolgung, Gewalt und Willkürmaßnahmen oder Freiheitsberaubung ausgesetzt ist. Mit Gefängnis wird bestraft, Wer durch An- zeigen oder Verdächtigungen eine politische Verschleppung verschuldet. Das Gesetz, das von unserer Bonner Redaktion in Berlin schon seit längerem gültig ist, soll am Tage nach seiner Verkündung in Kraft treten. Doch getrennte Besteuerung der Ehepaare Die Frage, ob Ehemann und mitver- dienende Ehefrau gemeinsam oder getrennt steuerlich veranlagt werden sollen, ist jetzt endlich in zufriedenstellender Weise geklärt. Für das Jahr 1951 wird es bei der jetzt gül- tigen getrennten Veranlagung bleiben. Bun- desfinanzminister Schäffer hat zugesichert, auch nach dem 1. Januar 1952 diese Regelung beizubehalten. Allerdings soll dann nur noch der Ehemann entsprechend seinem Familien- stand in günstigere Steuerklassen eingestuft werden, während die Ehefrau grundsätzlich in Steuerklasse I bleibt, also wie ein Jung- geselle behandelt wird. Auf Grund dieser Zusicherung des Bundesfinanzministers hob der Bundestag am Donnerstag auf Vorschlag des Vermittlungsausschusses die Bestim- mung des Einkommensteuergesetzes auf, wonach nur bei einem Einkommen bis zu 600 DM getrennte Veranlagung vorgesehen War. Nachlese zur„Spiegel-Affäre“ Zuvor hatte der Bundestag noch eine Nachlese der„Spiegel-Affäre“ zu halten. Er verwies mit großer Mehrheit einen Antrag der SpD an den Rechtsausschuß, der die gerichtliche Verfolgung von Abgeordneten in Zukunft möglich machen soll. Der Antrag, der eine Ergänzung des Grundgesetzes be- inhaltet, sieht vor, daß das Bundesverfas- sungsgericht den Abgeordneten das Mandat aberkennen kann, falls sie es gewinn Süchtig mißbrauchen. Die Einleitung des Verfahrens muß der Bundestag bean- tragen. Der FDP-Abgeördnete Dr. Becker forderte, daß neben diesem Gesetz so schnell wie möglich eine Ehrenordnung geschaffen werden müßte. In zweiter und dritter Lesung verabschie- dete der Bundestag zwei Gesetze, die die Sicherung der inländischen Tabakerzeugung zum Ziel haben und bei den untersten Preis- klassen für Feinschnitt einen 50prozentigen Beimischungszwang deutscher Tabake vor- sehen. Diese Tabaksorten sollen steuerlich begünstigt werden. Lohnzahlung an gesetzlichen Feiertagen Die Lohnzahlung an gesetzlichen Feier- tagen wurde vom Bundestag durch ein Ge- setz einheitlich für die ganze Bundesrepublik geregelt. Danach hat in Zukunft der Arbeit- geber den Lohnausfall für einen gesetzlichen Feiertag zu bezahlen. Die Arbeiter haben keinen Anspruch auf Vergütung, falls sie einen Tag vor oder nach dem Feiertag un- entschuldigt der Arbeit fernbleiben. Die Festsetzung der Feiertage bleibt Sache der Länder. Sie schwankt zur Zeit zwischen sechs Tagen in der britischen Zone und fünf- z ehn in Württemberg-Baden. Ein Antrag der FDP, für die zu zahlenden Feiertage eine Höchstgrenze von zehn Tagen einzuführen, fand keine Mehrheit. 5 über für die Schadensermittlung durch Fragebogen ausgesprochen. Mit dem jetzt gefaßten Beschluß ist die CDU/ CSU-Fraktion nach langwierigen Be- ratungen einer oft wiederholten Forderung der Flüchtlinge nachgekommen. Bei der Verabschiedung dieses Gesetzes spielte u. a. auch der Gedanke eine Rolle, daß man auf diese Weise die Schäden, die das deutsche Volk in seiner Gesamtheit erlit- ten hat, dokumentarisch feststellen kann. Eine solche Feststellung dürfte, so sagt man, nicht ohne Einfluß auf die finanziellen Forderungen der Alliierten gegenüber der Bundesrepublik bleiben. Frankfurter Polizeichef verhaftet Frankfurt. Ge.-Eig.-Ber.) Die Frank- furter Polizeipräsident Willy Klapproth ist nach Mitteilung des Ersten Staatsanwalts beim Landgericht Frankfurt am Donnerstag verhaftet und in das Untersuchungsgefäng- nis eingeliefert worden. Im Frankfurter Polizeibestechungsprozeg hatte Klapproth die sensationell wirkende Aussage gemacht, er habe vor der Wäh- rungsreform wöchentlich etwa zwei Stangen unverzollter amerikanischer Zigaretten von einem Major der Besatzungsmacht erhalten und diese entweder selbst verbraucht oder in seinem Büro verschenkt Kurz vor der Verhaftung hatte der Frankfurter Oberbürgermeister Walter Kolb Klapproth vorläufig seines Dienstes ent- hoben. Die Festnahme Klapproths erfolgte nach einer richterlichen Vernehmung wegen Verdunkelungsgefahr Das Delikt wurde noch nicht bekanntgegeben, um noch vorzu- nehmende Zeugenvernehmungen nicht zu erschweren. Loritz aus WA-Fraktion ausgeschlossen Bonn.(dpa) Die WAV-Bundestags-Frak- tion hat Alfred Loritz am Donnerstag nach einer mehrstündigen Fraktionssitzung mit sechs gegen vier Stimmen aus der WAV- Fraktion ausgeschlossen, nachdem sie ihn vorher mit dem gleichen Stimmenverhältnis als Fraktionsvorsitzenden abgesetzt hatte. 1 nN NKurzlelegra m Der Rat der alliierten Hohen Kommission hat am Donnerstag auf seiner 66. Sitzung be- schlossen, die deutsche Note über die Roh- 1 enversor gung in der Bundesrepublik im dritten Quartal dieses Jahres den Regierungen der drei Westmächte zuzuleiten. Auf Ersuchen der Bundesregierung verabschiedete der Rat kerner ein Gesetz, das die Artikel 1 und 3 des Kontrollratsgesetzes nunmehr 15(Aenderung der Umsatzsteuergesetze) außer Kraft setzt. Die Erhöhung der Umsatzsteuer von drei auf vier Prozent hatte die Aenderung dieses Ge- setzes erforderlich gemacht. * Ein Sprecher des Bundesjustizninisteriums erklärte, daß das Bundes verfassungs- gericht seine Arbeit aufnehmen könne, Sobald der letzte Richter für das Bundesverfas- sungsgericht gewählt sei. Der verfassungs- mäßige und organisatorische Unterbau Sei fertig. — MORGEN e GeeEN Kommentar 1 Freitag, 22. Juni 1931 Lebneiche Verhandlungen Bevor der Sonderbeauftragte Präsident Trumans für den Friedensvertrag mit Japan seine Londoner Besprechungen unterbrach, um am 11. Juni am Quai d'Orsey vorzu- sprechen, nannte er das vorläufige Ergebnis der Verhandlungen mit Morrison„wenig be- kriedigend“. Nur über die Verfahrensweise bestand schon damals Einigkeit: mit Rug- land, wenn möglich— ohne Rußland, wenn notwendig. Die von Moskau vorgeschlagene groge Friedenskonferenz wurde sowehl von London wie von Washington abgelehnt. Das amtliche Kommuniqué vom 14. Juni, das dann eine„volle Uebereinstimmung“ in der ganzen„wichtigen und verwickelten Materie“ meldete, mußte aber einige Ueberraschung hervorrufen. Das Kommuniqué sagt zwar nichts über den Inhalt der Einigung aus; inoffizielle Be- richte lassen aber keinen Zweifel, daß Lon- don in den entscheidenden Punkten nach- gegeben hat. Da für England eine Beteili- gung Nationalchinas am Friedensvertrag un- annehmbar ist, die Vereinigten Staaten aber eine Beteiligung der Chinesischen Volks- republik strikt ablehnen, hat man sich auf die von Foster Dulles vorgeschlagene Formel geeinigt, es den Japanern selbst zu überlas- sen, zu gegebener Zeit einen entsprechenden Vertrag mit einer der beiden chinesischen Regierungen abzuschließen, vorausgesetzt, daß diese sich an die Grundsätze der UNO- Charter hält(was Peking vorläufig nicht tut). Im Sinne amerikanischer Vorschläge wird weiter die Frage offen gelassen, welches China der„rechtmäßige Erbe“ Formosas ist; Japan wird also im Friedensvertrag den Ab- machungen von Kairo in der Form genügen, dag es der Rückgabe der Insel an„China“ zustimmt. Bis zum 14. Juni mußte es aber auch als fraglich erscheinen, ob England überhaupt den amerikanischen Grundsatz eines echten„‚Verständigungsfriedens“ ak- zeptiert habe. Jetzt verlautet aus London, dag von einer„Kriegsschuldklausel“, nen- nenswerten Reparationen oder langfristigen Beschränkungen der japanischen Wirtschaft nicht mehr die Rede ist. Was hat diesen Plötzlichen Umschwung hervorgerufen? Ge- rade jetzt, wo nach den Worten von Vize- Kanzler Blücher die Frage des deutschen Verteidigungsbeitrages wieder akut wird. und wo der Londoner Economist die Bon- ner Politiker der„Erpressung“ in Fragen der Besatzungskosten und des Kohlen- exportes bezichtigt, ist eine genaue Analyse dieses englischen Einlenkens für uns von größter Bedeutung. Die Amerikaner hatten keinen Hehl dar- aus gemacht, daß sie ihr Konzept der japa- nischen Friedensregelung notfalls auch allein durchführen würden. Nachdem Foster Dul- les sich mit den Franzosen in Paris geeinigt Hatte, wäre Großbritannien in eine alles andere als Slänzende Isolierung Seraten, hätte es den Botschafter mit leeren Händen Abreisen lassen. Dieses Argument, das man auch positiv als angelsächsische Schicksals- gerkteinscffakt definieren kann, wird es Attlee und Morrison ermöglichen, den Widerstand des linken Labourflügels zu überwinden, als dessen Sprecher„New Statsman and Na- tion“ Foster Dulles als„politischen Aben- teurer und Eindringling“ bezeichnet hatte. Das Einlenken scheint der englischen Regie- rung auch noch besonders durch die sowie- tische Note vom 10. Juni nahegelegt worden zu sein, die allzu offenkundig die englisch- amerikanischen Meinungsverschiedenheiten auszunützen trachtete: Moskaus Geschoß war ein Bumerang. Nachdem man in London auf den Boden der weltpolitischen Tatsachen zurückgefun- den hatte, konnte es Foster Dulles auch nicht mehr schwerfallen, die besonderen Gründe geltend zu machen, die für einen baldigen Abschluß des Friedens mit Japan sprechen. Ein willkürliches Hinausschieben, so hat Trumans Botschafter gesagt,„könnte den Vielversprechenden Beginn einer repräsen- tativen Regierung in Japan lähmen, es könnte den good will und die Freundschaft des japanischen Volkes in eine verdrossene Feindseligkeit verwandeln und sogar die Iusion schaffen, daß die Sowjetunion ein Befreier sei und nicht der grausame Kerker- meister, der sie in Wirklichkeit ist“. Foster Dulles hat den Engländern klargemacht, daß ein Mißerfolg seiner Londoner Mission die Regierung Joschida und damit ihre Zustim- mung zu einem Frieden auch ohne Rußland und Rotchina und zu einem japanisch- ameri- kanischen Sicherheitsahkommen, das den Vereinigten Staaten Stützpunkte und Garni- sonen in und um Japan einräumen wird, ge- fährdet haben würde. Die Engländer haben also eingesehen, daß selbst einer besiegten Nation gegenüber der alte Grundsatz des quid pro quo gewahrt werden muß. Es gibt Grenzen dessen, was man dem Feind von gestern zumuten kann, wenn man in ihm den Freund von heute und den Verbündeten von morgen sehen will. 5 Foster Dulles hat die Engländer aber offenbar auch davon überzeugt, daß Be- schränkungen der Souveränität Japans auf wirtschaftlichem Gebiet nicht nur vom Standpunkt eines japanischen Verteidi- gungsbeitrages(im Rahmen des von der UNO- Charter verbürgten Rechtes auf Selbstverteidigung), sondern auch weltwirt- schaftlich gesehen untunlich sind. Die Welt und vor allem Asien haben Mangel an Gü- tern, die Japan herstellen und liefern kann. Ihm dies zu, gestatten, ist wichtiger als künstlich„Märkte zu horten“, schreibt der Economist:„Die Japaner haben gegenüber den unterentwickelten Teilen der Welt einen Beitrag zu leisten, und der gesunde Men- schenverstand verlangt, sie nicht durch Be- stimmungen des Friedens vertrages daran zu hindern.“(Ob sich diese Einsicht auch in bezug auf die japanischen Werften durch- gesetzt hat, bleibt abzuwarten,) Sieht man in London nicht, daß der gleiche Grundsatz auch für die Bundesrepublik Geltung hat, oder will man es nicht sehen? Der von Foster Dulles und Morrison aus- gearbeitete Friedensvertragsentwurf wird nach der Zustimmung der beiden Regierun- gen noch einmal die Runde bei den Regie- rungen machen, mit denen bereits bisher darüber verhandelt worden ist. Er wird dann den übrigen am Kriege gegen Japan beteiligten Ländern mit dem Ersuchen zu- Spekulationen um Korea-Frieden ohne Ende Washington rechnet mit einer realen Chance/ Kann man Peking und Moskau entfremden? New Lork. Die amerikanischen Diskus- sionen um die Zukunft des Korea-Krieges bewegen sich in neuester Zeit auf zwei ver- schiedenen Geleisen, münden aber beide in einer realen Friedenschance. Der Friedensoptimismus, der sich durch- zusetzen beginnt, gründet sich dieses Mal nicht auf irgendwelche Gerüchte von Füh- lern, sondern auf eine klare Erkenntnis der Lage. Dabei spielt ein Gespräch eine Rolle, das der amerikanische Außenminister. Dean Acheson, kürzlich mit dem kanadi- schen Außenminister, Lester Pearson, in Washington hatte. Dean Acheson habe sich sehr optimistisch über die Friedensaussich- ten geäußert und sich dabei vor allem auf folgende Tatsachen gestützt: daß der Zu- sammenbruch der kommunistischen Früh- jahrsoffensive Rot-China große Verluste an Menschen und Material gebracht, daß die rot- chinesische Unzufriedenheit über die unvollkommene sowjetische Hilfe wächst, Von unserem J. J.- Korrespondenten daß die chinesischen Widerstandskämpfer gegen das kommunistische Regime die Situation durch größere Aktivität ihrerseits nutzen. Ueber all das habe man im State Department zuverlässige Informationen. Lage- Analyse Eine Analyse der Lage in Korea läßt nach Ansicht von Fachleuten erkennen, daß bis jetzt Rot-China nur der Sowjet-Union mre höheren politischen Wünsche erfüllt hat. Rot-China schwächt sich durch den aufreibenden Krieg und bindet gleichzeitig amerikanische und europäische Truppen zum Nutzen des Kreml. Es gehe praktisch alles nach Moskauer Wunsch, und das müßten die Machthaber in Peking doch eines Tages überdrüssig werden. Bei dieser Hypothese setzen denn auch die anderen Beobachter ein, die den gegen- wärtigen Friedensoptimismus nicht in vol- lem Umfange teilen und die Ansicht vertre- Die schönen Tage von Rom Nachklang zum Besuch des Bundeskanzlers in der italienischen Hauptstadt Von unserem Korrespondenten Rom. Streicht man vom üblichen italieni- schen Enthusiasmus, der beim Besuch Dr. Adenauers in Rom in Erscheinung trat. einiges ab, und stellt dann die Frage nach dem Ergebnis dieser Reise, so ergibt sich ein Erfolg für Deutschland, der auch in dieser nüchternen Beurteilnug noch als ungewöhn- Uch groß bezeichnet werden kann. Das ist insofern bemerkenswert, als es— wie Dr. Adenauer noch einmal ausdrücklich detonte— zu keinerlei Verträgen kam, und die angekündigten Kultur- und Wirtschafts- abkommen eigentlich nur die Fortsetzung dessen darstellen, was vor langem praktisch schon begonnen wurde. Daß aber dieser Be- such trotz des Fehlens konkreter Ergebnisse als so großer Erfolg gebucht werden muß, ist in erster Linie der Persönlichkeit Dr. Ade- nauers zuzuschreiben. Er wurde in Rom auch von den französischen und englischen Kreisen aufmerksam beobachtet, und immer wieder hörte man ein Lob über die Umsicht, die politische Weitsicht und Klugheit, das Be- achten solch schwerwiegender„Kleinigkei- ten“, wie z. B. der Bes uehderevange- lis ehen Gemeinde inmitten der Stadt, die als Zentrum des Katholizismus gilt und immer wieder die Erwähnung seiner Ueber- zeugung, daß auch andere Staaten, denen an einem einigen Europa liegt, den Weg der ehrlichen Freundschaft beschreiten möchten. Da gab es keine Ansatzpunkte für Befürch- tungen oder Bedenken und am allerwenig- sten die, daß in Rom erneut das Schmieden einer„Achse“ eingeleitet werden könnte. Man hörte es oft, und man mag in Deutsch- land selbst aus innerpolitischen Gründen anderer Meinung sein, aber man gewann Selbst die Veberzeügünig, daß Deutschland den besten Außenminister seiner demokrati- schen Jahre hat. 5 51 g 5 Gibt es also wenige praktische Ergebnisse, so gibt es doch Ergebnisse von weittragender Bedeutung und von lange anhaltendem Ein- fluß auf die internationale Politik. Das wird besonders auf französischer und britischer Seite unterstrichen und dort vor allem sehr klar erkannt. Man ist nicht immer glücklich darüber, daß sich Westdeutschland so schnell und besonders so wirkungsvoll außenpoli- tisch selbstständig macht. Aber man kann nicht umhin, anzuerkennen, daß gerade die Adenauersche Außenpolitik am meisten dazu angetan ist, die Bedenken, die man auf west- alllierter Seite gegenüber Westdeutschland hatte, zu zerstreuen. Hier wird ein gut Teil des Mißgtrauens mit Tatsachen und einer überraschenden Zielstrebigkeit abgebaut, die in Erstaunen versetzt und das deutsche Sym- pathiekonto anreichert, so daß es interna- tionale Zinsen einzutragen verspricht. Man wird noch oft Gelegenheit haben, an die „schönen Tage von Rom“ zurückzudenken. ten, die Zeit sei noch nicht gekommen, da Peking— unter Umständen ohne den so- wjetischen„Segen“— Friedensfühler aus- strecken oder wenigstens wissen lassen werde. Besonders auf militärischer Seite vertritt man den Standpunkt, soweit sei man noch nicht und noch hätten die Rot- Chinesen erhebliche Reserven an Menschen und vielleicht auch an Material. Militärische Pläne? Trotzdem beginnen auch sie optimisti- scher in die Zukunft zu schauen und aufzu- hößen, an den„ewigen Krieg“ in Korea zu glauben. Ihr bedingter Optimismus stützt sich auf die kürzliche Reise des Verteidi- gungsministers, George Marshall, nach Tokio. Sie beharren darauf, daß er mit den Militärs im UNO- Hauptquartier Pläne be- sprochen habe, die Aspekte zur Beschleuni- gung der rot- chinesischen Niederlage eröff- neten. Man ergeht sich dabei teilweise auf Gebieten„neuer Waffen“ und in Ge- rüchten über Pläne einer neuen Landung hinter der gegenwärtigen Frontlinie, um den rot- chinesischen Zusammenbruch voll- ständig zu machen und so militärisch die Voraussetzungen für einen Frieden in Korea weiter zu verbessern. Wie weit hinter diesen militärischen Plänen auch die Absicht steht, durch eine Ausweitung der psychologischen Kriegsfüh- rung Peking und Moskau einander zu ent- fremden und so das Terrain für eine völlige Veränderung der politischen Konstellation in Ostasien zu bereiten, kann noch nicht ge- sagt werden. Daß aber der Wunsch sehr rege ist, mit dem Korea-Problem vielleicht sogar gleichzeitig die internationale Stel- lung Rot-Chinas revidieren zu können, kann nicht geleugnet werden. Ist jede Auskunft verbindlich. ... auch wenn sich ein Beamter irrt? Das Schatzkästlein fehlerfreier Staats- akte konnte endlich um einen Seltenheits- wert bereichert werden. Dieser besteht da- rin, daß einem schwer enttäuschten Steuer- bürger Gerechtigkeit im Handumdrehen zuteil wurde, ohne daß er zeitraubend und kostspielig um sein Recht hätte kämpfen und dieses auf dem Prozeßwege erstreiten müssen. Ein Geschäftsmann beabsichtigte vor kur- zem, mit seiner Gesellschaft einen Vertrag abzuschließen, auf Grund dessen ihm eine gröbere Abfindungssumme ausbezahlt wer- den sollte. Um sich zu vergewissern, welchen Anteil der Staat davon zu bekommen hatte, ob sich also dieses Geschäft für den Ab- findungsnehmer noch lohne, bat er vorsichts- halber vorher bei seinem zuständigen Fi- nanzamt um Auskunft, mit welchem Steuer- Satz diese Summe belegt ist. Der zuständige Beamte nannt ihm einen Steuersatz, der das Geschäft rentabel erscheinen lieg. Im Vertrauen auf die Zuverlässigkeit dieser amtlichen Auskunft schloß der Ge- schäftsmann den Abfindungsvertrag ab und überwies sofort die fällige Steuersumme an das Finanzamt. Unmittelbar darauf erhielt er den Bescheid, daß er die doppelte Summe zahlen müsse, da sich der Finanzbeamte bei der Auskunfterteilung geirrt habe. Unter diesen steuerlich ungünstigen Bedingungen hätte der Kaufmann den Vertrag aber nicht abgeschlossen, den er deswegen aber nicht mehr rückgängig machen konnte. Er be- gehrte nun, daß der Staat diesen ihm zu- gefügten Schaden trage und es bei der amt- lich angegebenen niedrigen Steuersumme belasse. Das wurde unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen abgelehnt, nach denen der Steuerflskus auf jeden Fall zu dem ihm zustehenden Anteil kommen müsse. Der Geschäftsmann wandte sich unmittel- bar an den bayerischen Finanzminister Dr. Zorn mit der Bitte um eine gerechte Ent- scheidung. Dr. Zorn entschied kurz und bün- dig, daß es bei dem ursprünglich genannten Steuersatz zu verbleiben habe.„Maßgebend für das Verhältnis zwischen Staat und Bür- ger ist der Rechtsgrundsatz von Treu und Glauben“, heißt es in der Entscheidung.„Das Vertrauen des Bürgers in die Zuverlässig keit einer amtlich erteilten Auskunft muß unter allen Umständen gewahrt werden. Wenn ein zuständiger Beamter in offizieller Eigenschaft eine Auskunft gibt, die sich nachträglich als objektiy falsch herausstellt, 50 ist der- Stast hach dem Prinzig von Treu Und Glauben verpflichtet, die dadurch 88 schaffene Lage zu akzeptieren,“ Es gehe nicht an, daß ein durch Ein Versehen sinies Be-“ amten geschädigter Privatmann die Nach- teile auf sich nehmen müsse, die daraus er- Wachsen. Wie jeder Geschäftsmann für die Fehler seiner Erfüllungsgehilfen eintreten müsse, so habe auch der Staat für die Fehl- griffe seiner Organe zu haften.„Soweit dem Staat dadurch ein Schaden entsteht, so hat er sich im Regreßgwege an der für die falsche Auskunft verantwortlichen Beamten zu hal- ten.“ Für den sozialen Rechtsstaat stehe im Vordergrund die Idee der Gerechtigkeit, die in den Gesetzen nur ein Mindestmaß recht- lich- sittlichen Verhaltens gefunden habe. MF Flüchtlingsproblem als Prüfstein für Europa Europàisches Flüchtlingsamt— oder nur internationale Konferenz: Straßburg fand noch keine Antwort Der Europarat in Straßburg hat soeben seiner ohnehin nicht übermäßig ruhmreichen Geschichte ein neues Kapitel hinzugefügt: der Sachverständigenausschuß für Flücht- lingsfragen hat nach langwierigen Verhand- lungen, die über den vorgesehenen Endter- min hinaus verlängert werden mußten, dem Ministerrat einen Bericht zugeleitet, worin diesem alle Entscheidungen überlassen wer- den. Das bedeutet mit anderen Worten, daß die europäischen Nationen über die nächst der äußeren Sicherheit wichtigste Frage der europäischen Politik keine Einigung erzie- len können. Die Beratungen drehten sich hauptsäch- lich um die Frage, ob man ein besonderes europäisches Flüchtlingsamt schaffen oder die Lösung der Flüchtlingsfragen den be- reits vorhandenen internationalen Organisa- tionen überlassen sollte. Für ein europäi- sches Flüchtlingsamt treten die kontinenta- len Staaten ein— vor allem Deutschland, Frankreich und Italien— während die Eng- länder und Skandinavier ein europäisches Flüchtlingsamt für überflüssig erklären und der Meinung sind, daß eine internationale Flüchtlingskonferenz einberufen werden sollte. Die Entscheidung hierüber soll nun der Ministerrat treffen, doch ist es wenig Wahrscheinlich, daß dort leichter Einigkeit erzielt werden kann. Es wäre vielleicht ungerecht, wollte man nicht erwähnen, daß der nunmehr fertig- gestellte Bericht der Sachverständigen auch einige positive Vorschläge enthält. Dazu ge- hört der Austausch von Af beits-⸗ kräften zwischen verschiedenen euro- päischen Staaten, die Regelung der Auswanderung nach Uebersee und die Schaffung neuer Industrie- z weige, um den Flüchtlingen neue Exi- geleitet werden,„ihre Bemerkungen zum frühestmöglichen Termin bekanntzugeben“. Danach soll dann der endgültige Text aus- gearbeitet werden, so daß die Friedens- konferenz lediglich die formale Aufgabe der Unterzeichnung haben wird. Der Erfolg von Foster Dulles in London War ein Sieg der Vernunft, wie auch wir ihn uns für die Friedensregelung mit der Bun- desrepublik wünschen.. E. stenzmöglichkeiten zu bieten. Zu dem letz- ten Vorschlag ist zu bemerken, daß die fort- schreitende Industrialisierung aller Länder auf längere Sicht keineswegs eine Lösung, sondern eine Komplikation der wirtschaft- lichen und sozialen Probleme bedeuten muß, sofern es nicht gelingt, großzügig auf über- nationaler Grundlage zu planen. Nun fehlt es aber in manchen Ländern ganz offensichtlich gerade an der Bereit- schaft, unter Verzicht auf gewisse Eigen- rechte einer internationalen Planung freie Bahn zu schaffen. Es ist das alte Krebs- leiden des Europarates, das num auch eine Lösung der Flüchtlingsfrage bedroht. Denn nach den bisherigen Erfahrungen kann kein vernünftiger Mensch mehr daran zweifeln, dag nur eine übernationale Lösung hier noch helfen kann. Das Argument der Engländer und Skan- dinavier, daß die bisherigen internationalen Flüchtlings organisationen sowie die Verein- ten Nationen zur Lösung des Problems aus- reichten, ist wenig stichhaltig. Damit soll nichts gegen die teilweise großartige Hilfs- arbeit der IRO und anderer Verbände und Institutionen gesagt sein. Im tiefsten Grunde ging es dabei aber stets nur um Linderung, nicht um durchgreifende Heilung. Das hatte mancherlei Gründe, die hier im einzelnen nicht dargestellt werden können. Auf je- den Fall ist die bisher geleistete Arbeit kein Argument gegen die Schaffung eines euro- päischen Flüchtlingsamtes; denn wenn es überhaupt eine Aufgabe für eine gesamt- europäische Politik gibt, so ist es die L- sung der Flüchtlingsfragée, Hier, wenn ir- gendwo, können die europäischen Nationen beweisen, daß sie ein gemeinsames Verant- Wortungsgefühl besitzen. Daß Europa seine Flüchtlingsfrage allein meistern kann, ist wenig wahrscheinlich. Immerhin würde gerade hier die Mitwirkung Großbritanniens wesentliche Hilfe bedeuten. England— in geringerem Maße auch Frank- reich, Belgien und Portugal— können durch ihre überseeischen Besitzungen einen ent- scheidenden Beitrag zur Lösung der Flücht⸗ Ungsfrage leisten; England kann über sein Kolonialreich hinaus als Vermittler zu den Commonwealthländern auftreten, die teil- weise stärkstes Interesse an einer geordneten Einwanderung aus Europa haben. Trotzdem würde, wenn alle europäischen Möglichkeiten H. erschöpft sind, immer noch ein Rest unge- löster Fragen übrigbleiben, mit denen Europa sich an die Vereinigten Staaten und an die UNO wenden müßte. Man kann sich aber unschwer vorstellen, um wieviel schnel- ler und bereitwilliger von dorther Hilfe kom- men würde, wenn ein gesamteuropäischer Plan vorgelegt würde, der teilweise àus eigenen Kräften Europas bereits verwirklicht wäre und daher unverzüglich weitergeführt und abgeschlossen werden könnte. Diese Ueberlegungen sind so einleuchtend, daß die Argumente der Gegner eines euro- päischen Flüchtlingsamtes einfach unglaub- würdig erscheinen. Es wäre wohl ehrlicher, wenn Großbritannien und Skandinavien einmal deutlich aussprechen würden, daß sie an einer Einigung Europas überhaupt nicht interessiert sind, sondern allein an einer europaischen Zusammenarbeit. Dann nämlich könnten die Kontinental- staaten endgültig darangehen, jenes„Klein- Europa“ zu schaffen, von dem Graf Sforza zu Beginn des Staatsbesuches von Dr. Adenauer in Rom gesprochen hat. Das wäre nicht eine Lösung gegen England, sondern lediglich ein Schritt, durch den die Zahl der zusammen- arbeitenden Partner in Europa vermindert würde. Dr. H. Lindemann Ausschuß zur psychologischen Kriegführung Washington.(UP) Präsident Truman hat in der vergangenen Nacht einen neuen Ausschuß für die psychologische Krieg- führung im Kampf der Ideen mit der So- Wjetunion geschaffen. Das Weiße Haus gab den offiziellen Namen des Ausschusses mit „Ausschuß für psychologische Strategie“ an. Zum Leiter dieser Or- ganisation wurde der Präsident der Univer- sität von Nord-Carolina, Jordon Gray, ernannt. hm werden der Unterstaatssekre- tär im Außenministerium, James Webb, der stellvertretende Verteidigungs minister, Robert Lovett, und Generalleutnant Walter Bedell Smith, der Leiter der zentralen Nachrichtenbehörde zur Seite stehen. Die Entscheidung für die Schaffung die- ser Behörde soll auf die Kritik des Kon- gresses zurückzuführen sein, in der der langsame Fortschritt bei der Festsetzung eines wirksamen psychologischen Pro- gramms gegen die sowjetische Propaganda bemängelt wurde. Freitag, 22. Juni 1951/ Nr. 10 . Bundesrepublik in der UNESCO Paris.(UP) Die Organisation der Verein. ten! Nationen für Erziehung, Wissenschah und Kultur,„INESCO“, nahm am Donnerz. tag Deutschland und Japan als Mitglieder auf. b Die deutsche Bundesrepublik erhielt hf der Abstimmung 40 gegen eine Stimme bei drei Stimmenthaltungen. Die Gegen. stimme kam von Israel. Japan erhielt 9 gegen eine Stimme,— ohne Stimmenthal. tungen. Die Gegenstimme kam von den Philippinen. Der israelische Delegierte sagte, Deutsch. land habe„keine Beweise dafür geliefet daß es bereit sei sich den Grundsätzen der Zivilisation zu unterwerfen“. Die Hauptversammlung der„UNESCO. nahm ferner Vietnam, Kambodscha und Laos als Mitglieder auf. Commonwealth- Verteidigungs- konferenz in London f London.(dap) In London begann au Donnerstag eine einwöchige Geheimkonferem über den Stand der Verteidigung des brit. schen Commonwealth. An der Konferem nehmen über 30 Verteidigungsminister und militärische Berater aus sechs Common. wealth-Staaten teil. Den Vorsitz führt de britische Verteidigungsminister Emanud Shin well. Die Delegierten werden keine Entschel. dungen treffen, sondern nur Empfehlungen ausarbeiten. Eines der Hauptthemen ist di Verteidigung des Nahen und Mittleren Ostem Teilnehmerstaaten sind Großbritannieg Australien, Neuseeland, Südafrika, Südrho. desien, und Kanada. Indien, Pakistan und Ceylon haben eine Teilnahme ab- gelehnt. Korea-Kampflage Tokio.(UP) Verstärkter Druck der UNO. Streitkräfte zwang die Kommunisten an Donnerstag, die Stadt Kaesong, hne letzte Bastion in Südkorea dicht unterhab des 38. Breitengrades aufzugeben. Die En- nahme der Stadt erfolgte ohne wesentlichen gegnerischen Widerstand. Hingegen werden von der Ostfront schwere Kämpfe gemeldet Ein kommunistisches Bataillon versuchte an Vormittag die alliierte Front zu durch- brechen. Der Angriff brach am Nachmittag nach teilweise erbitterten Nahkämpfen h dem schweren Abwehrfeuer der UNO- e- bände zusammen. Nördlich und nordöstlich von Vanggu wurden alliierte Einheiten n mehrstündigem Feuer von Artillerie u Granatwerfern belegt. Ein Angriff blieb q. doch aus. Im Raum des sogenannten„Eiserne Dreiecks“ stießen alliierte Spähtrupps d. lich von Kumhwa nur auf geringen Wider. stand. Oesterreichs Präsident tritt sein Amt an Wien.(dpa) Der am 27. Mai gewählte neue österreichische Bundespräsident General a.) Dreh. c., Theodor Körner wurde am Dot. nerstag auf sein Amt vereidigt. Körner der der Sozialistischen Partei Oesterreichs ae hört, ist 78 Jahre alt.„ Die im Amt befindliche zweite 68e, reichische Koalitionsregierung Figl ble auch weiterhin in ihrer alten Zusa mme, setzung im Amt. Der Bundespräsident d,. sicherte Bundeskanzler Dr. Fi g und Vit kanzler Dr. Schärf am Donnerstag, di die Regierung, die nach seiner Kenntnis di Vertrauen des Nationalrats genießt, aud sein vollstes Vertrauen habe, Er sehe dae keinen Anlaß für die Bundesregierung, un hre Enthebung vom Amt zu ersuchen, Endergebnis der französischen Wahlen Paris,(dpa-REU TER) Eine Nachzählunt der bei den französischen Parlaments wablel vom Sonntag im Wahlkreis Rouen abgeßt, benen Stimmen ergab am Donnerstag eln leichte Verschiebung in der Mandatsverte“ lung. Die 625 Sitze in der Nationalversamm jung— die zwei restlichen Sitze in Guln und Neukaledonien werden erst im Juli bi im September ermittelt— verteilen nunmehr folgendermaßen: Gaullisten, 10 Sozialisten 104; Kommunisten 103; Unab- hängige 98; Radikalsozialisten 94; Volk, republikaner 85; sonstige 23. General Koenig ist doch gewählt Nach dem nun bekanntgegebenen Fu. resultat der Wahlen im Unterelsa ß h ben die Volksrepublikaner fünf Abgeotl netensitze, die Gaullisten drei Sitze und d Kommunisten einen Sitz erhalten. Pe gaullistische Kandidat, General Koenig und der volksrepublikanische Kandida Landwirtschaftsminister Pflim lin,, den gewählt. Verfahren gegen Kemritz gefordel. Berlin.(UP) Das Berliner Abgeordnetef- haus hat am Donnerstag den Senat d gefordert, für die Einleitung eines Gericht“ verfahrens gegen Dr. Hans Kemritz zu 0. gen. Das Stadtparlament nahm einen Print lichkeitsantrag aller drei Fraktionen an, ub. nach der Senat in Verhandlungen mit det zuständigen Bundesorganen und dem 550 des amerikanischen Hohen Kommissare del auf hinwirken soll, daß die amerikanischen Eingriffe in den Fall Kemritz aufhören u ein Strafverfahren gegen den der Bei zum Menschenraub beschuldigten vor einen Berliner Gericht stattfinden kann.. Vor der Behandlung des Falles Dr. 1 5 ritz ersuchte das Haus auf Grund eng Dringlichkeitsantrages der SPD einstimms den Senat, von den Westalliierten 1 chenden Schutz aller Interzonenreisende gegen östliche Uebergriffe zu fordern. Bayerischer Landtag für Todesstrafe München.(UP) Der Rechts- und Verte, sungsausschuß des bayerischen Landtn hatte vor kurzem dem Plenum die Ale nung eines Bayernpartei-Antrags empfohlen der die Regierung ersuchte, beim Bund 15 die Wiedereinführung der Todesstrafe hn, zuwirken. Das Plenum war jedoch am Dog nerstag anderer Ansicht und entschied m 89 gegen 72 Stimmen, die Empfehlung. Rechts- und Verfassungsausschusses à b lehnen. Damit hat sich der bayer Landtag für die Todesstrafe ausgespro- junge Him hatte schön wollt trug. endet — Wa Fi wurd wegel ten Jahre inner gamtv gorgu mark De schaft Ansck lestig beten auszu De dos S schwe einem Der 2 ernst“ Iich ei Lissal getöte den, gen. gegen Eit aus d gemel deine und e Vr. e en f 8 In helfsr ufer stürzt geret. gefüh auf d andrö Dä bereit die L. jemal Magzn land runge angeb die plane Un woche Wolfs 55 Auger Mitte Pinne die 1 nicht Vstadt lang. eee — Was 5 Natü Wir eigen zahlt uns 1 brämn dern guter veni der Dam Schw geht Aität 0 Güte auch MORGEN Seite 3 Sen schalt Donnets. Iitgliede: II. rhielt de Und wieder zündete ein Funke zwei Stimm Menschenherzen.„On reviendra toujours à Gegen. bes premiers amours“— singt der Franzose. erhielt& immer wieder wird man zu seiner ersten wmenthel. Liebe zurückkehren. von de Sie trennten sich nicht mehr. Abbas Hümi war Mohammedaner. Er brauchte nur dreimal zu rufen:„Ich scheide mich vor 8 dr!“— und seine erste Ehe war gelöst! atze 10„Mutabor!“ sagte einst der Kalif von Bagdad n 4 und ward aus einem Bettler wieder ein großer Herr. Und wie ein Traum aus Tau- UNESCO. zendundeiner Nacht begann die Zweisamkeit scha und der Liebenden im Parkhaus zu Neuilly. Bereits am 1. März 1910 wurde in Tschibou- lou am Bosporus Komteß Török unter dem ings- gamen Zubeida Djavidan Hanem die Gattin l des Vizekönigs von Aegppten. gan, Der Gipfel des Glückes war erreicht. Die Konfe n unge Vizekönigin lebte an der Seite Abbas 485 bin Hümis ein prunkvolles Leben in Kairo. Sie Lonten batte alles, was sie sich wünschte, traumhaft ſcchöne Kleider, Diener Zofen, edle Pferde und Hunde— vor allem Hunde, so viel sie wollte, und einen Mann, der sie auf Händen trug. Aber genau nach tausend Tagen endete dieses Märchenleben. Die Ehe wurde Sbunen] Was sonst noch geschah. en ist ds Fünf amerikanische Soldaten in Korea 5 vurden, wie in Washington berichtet wird, „Südrhg, wegen Beteiligung an Schwarzmarktgeschäf- Kisten ten zu Zuchthausstrafen bis zu dreißig ahme ah. jahren verurteilt. Die Soldaten hatten innerhalb von acht Tagen Waren im Ge- amtwert von 76 000 Dollar aus einem Ver- I borgungslager gestohlen und an Schwarz- der UNO. markthändler weiterverkauft. usten em* 5 Der Pfarrer der südfranzösischen Ort- schaft Borbotan-les-Thermes hat folgende Anschrift an der Tür seiner Dorfkirche be- kestigt:„Meine lieben Freunde werden ge- beten, keine Kirchenstühle für das Eino auszuborgen.“ sentlichen n Werden suchte am 0 u durch.— 3 achmitgg Der portugiesische Stierkãmpfer Manuel mpfen h dos Santos wurde am 17. Juni in Madrid INO-Ver- schwer verletzt. Dos Santos wurde von ordöstich einem Stier mit den Hörnern aufgespießt. leiten nu Der Zustand des Portugiesen wird als„sehr lerie un ernst“ bezeichnet. Dos Santos hatte kürz- blieb se. lch entgegen den portugisischen Gesetzen in I lissabon einen Stier während des Kampfes „Eiserte!] tötet. Er war daraufhin verhaftet wor- upps di. den, wurde später aber wieder freigelas- . ben. In Kürze soll ein Gerichtsverfahren egen ihn durchgeführt werden. V* t Ein merkwürdiges Familienereignis wird aus dem kleinen Dorf Austrup in Jütland gemeldet. Ein dortiger Hofbesitzer und eine Frau haben vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter, die alle verheiratet sind. am Dor r einem Monat traf bei allen vier Fami- denen der len kast gleichzeitig ein Erbe ein. ichs ae e 5 In London brach am 17. Juni eine be- ählte neue neral a.). A helfsmäßige Landungsbrücke am Themse- iel ble uter plötzlien zusammen. Vierzig Personen Aarau stürzten ins Wasser, wurden aber sämtlich 130 gerettet. Das Unglück wird darauf zurück- 81 geführt, daß sich eine große Menschenmenge 5 5 auf der Brücke an eine Schauspielerin her- 1 1 andrängte, um Autogramme zu erhalten. 7 4 5* 0 11 Dänische Armeepioniere treffen Vor- 101 bereitungen, um Brücken und Straßen in die Luft sprengen zu können, falls sich das chen jemals als notwendig erweisen sollte. Die Maßnahme wurde aus dem südlichen Jüt- land bekannt. Wie es heißt, werden Boh- chzüählun rungen zur Aufnahme von Sprengladungen ntswablen angebracht. Diese Vorbereitungen sollen in n abgegz] die allgemeinen dänischen Verteidigungs- rstag ein pläne hineingehören. latsvertebsf 5 9 versamm] Um an einer internationalen Jugend- in Guine Foche teilzunehmen, trafen zwei Finnen in Juli ban] Folksburg ein. Sie kamen zwei Monate zu eilen daf küh. Die Jugendwoche war im letzten isten I Augenblick bis August verlegt worden. Eine 3; Unab. littellung aus Wolfsburg hatte die beiden 4, Volle] knnen nicht mehr erreicht. Um die Gäste, die 1000 Kilometer umsonst gereist waren, 4 licht zu enttäuschen, veranstaltete die ählt nen End- fa Is a b hö. Ab geo e und d ten. Da Koenig, Kandidat. in, Wü“ Stadt ihnen zu Ehren einen offiziellen Emp- ng. 5 as wir hörten: 5* „Im Namen des Gesetzes“ heißt eine Sendereihe des Süddeutschen Rundfunks, in dell der an jedem Freitagabend der Schriftsteller oforde fermann Mostar über Menschen spricht, die ordneten ihm im Gerichtssaal begegnet sind: Unglück- enat aul] che, Verirrte, Gestrauchelte, Schuldige Gericht“ Menschen vor dem Richter. Ihre Geschichten tz zu sal, dind seltsamverworrene, traurige, oft dra- en Drink] matische Schicksale der Nachkriegszeit, Ro- en an, u, mane, die das Leben schrieb. Dem Bericht- u mit„ erstatter kommt es dabei nicht auf reißeri- . dem 100 che Reportagen und sensationelle Pointen Ssars del,] n. Was ihn allein interessiert, ist der kanische Mensch, sein Charakter, seine Umwelt, seine nören un ſerhaltungsweise und das Motiv seiner Tat. 1 Beil en star spürt hinter dem Fall X., der juri- vor einen] disch gesehen ziemlich uninteressant sein Ken mag, die tieferliegende psychologische und Di eig deisle Problematiß des Angeklagten auf, er ind eng neig, dat kür jede Schuld die objektiven ans e lebensumstände mitverantwortlich sind: der n dena] keles und das Chaos der Nachkriegsjahre. weisenden] Natürlich, wir wissen das ebenfalls, denn rn. dir haben das Unheil dieser Zeit ja mit esstrafe] tenen Augen gesehen. Warum also er- b 5 zählt Mostar das alles? Gewiß nicht, um d n mit einer dichterisch- philosophisch ver- Landtat brämten Kriminalstory zu unterhalten, son- je Aplel'] dern um uns aus der Ruhe unseres allzu mpfonlen buten Gewissens wachzurütteln und uns ein denig nachdenklich zu machen. Damit sich er Mensch seines Mitmenschen erbarme. amit er aufpaßt und hinhört, wenn ein qchied mu schwächerer neben uns um Hilfe ruft. Es nung 4 daut hier nicht um eine übertriebene Huma- is a be. 1 uitätsduselei, sondern nur um ein bißchen dvergen( alte und Verständnis, denn, nicht wahr?— sprochen auch wir hätten vielleicht in ähnliche Situa- glanzkäfer, geschieden. Man europäisierte den Namen der Ex-Vizekönigin in Prinzessin Bayan Djavidan. Und sie wurde mit einer mäßigen Rente— nicht gerade königlich abgefun- den, wie der Koran es befahl. Ein Frauen- schicksal im Orient. Im letzten Augenbliek gerettet! Ein Jahr nach der Scheidung flammte der erste Weltkrieg auf. Es kamen die Jahre der Inflation und der Entwertung. Abbas Hilmi verlor seine königliche Würde, ging ins Exil. Er lebte in Südfrankreich und der Schweiz, ohne sich um die Prinzessin 2 kümmern. Arm geworden— überstand sie auch den zweiten Weltkrieg in Innsbruck Im Jahre 1945 sollte sie den einstigen Gat- Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht im Jahre 1951 Gestern Vizekönigin— heute Schneiderin ten wiedersehen. Er war bereit, in Genf etwas für sie zu tun. Als sie die Koffer Packte, starb er plötzlich. Im Frühjahr 1951 fuhr sie mit dem Rest ihrer Barschaft nach Neuilly. Sie war am Ende. Die Erinnerung an glücklichere Tage überwältigte sie. Und sie brach zusammen Als die Welt von dieser Tragödie erfuhr. fehlte es nicht an freundlichen Unterstüt- zungen. Eine Amerikanerin wollte die Leid- geprüfte als Erzieherin ihrer Kinder gewin- nen, eine Engländerin bot ihr Aufenthalt als Gesellschaftsdame auf ihrem Landsitz bis an Lebensende. Zwei Türken, ein siebzig- jähriger Professor und ein junger Student, bewarben sich um die Hand der Prinzessin Sie lehnte dankend ab. Aber als der Negus Unbeabsichtigte Verluste im Kartoffelkäferkrieg Rebhühner und Fasanen 5 Aus allen Hegeringen kommen jetzt, da die Jagdberechtigten zu tagen pflegen, die Nachrichten, daß der Hühnerbesatz der Re- viere dadurch, daß dies Niederwild die durch die chemischen Bekämpfungsmittel vergifteten Kartoffelkäfer gefressen hat, arg zurückgegangen sei. Die Fasanen, so heißt es, seien fast ausgestorben. Die Schädlingsbekämpfer befinden sich da in einer bösen Zwickmühle. Man erinnert sich, daß die Landwirtschaft große Hilfe bei der Vernichtung tierischer Schädlinge von den Fasanen und Rebhühnern als natür- lichen Bundesgenossen erwartete. In einem besonders geeigneten niedersächsischen Re- vier— im Kreise Soltau— ward im Vor- jahr eigens eine Fasanen-Zucht- und For- schungsstätte gegründet, von wo aus die freglustigen Vögel in die Reviere Nieder- sachsens versandt werden sollten. Nun hat es sich gezeigt, daß in dem Kartoffel- käferkrieg diese Waffe bereits auf der Strecke geblieben ist, die leichte Infanterie der Rebhühner und Fasanen, vernichtet von den Mörsern der eigenen chemischen Artillerie. Resiegniert beschließt man, keine Fasanen mehr auszusetzen. Der Krieg geht nur chemisch weiter. Ob bier nicht eine Störung der natur- weisen Strategie vorliegt? Einst besorgten die Vögel, allen voran die Rebhühner und Fasanen, das Geschäft der Vernichtung der schädlichen Larven und Insekten allein. Erst als der Mensch, der die freien weit überschaubaren Nutzflächen liebte, daran ging, den Vögeln durch Beschränkung von Busch und Raum die Nistgelegenheit zu nehmen, konnten es die Fasanen allein nicht mehr schaffen und die Industrie kam auf. Sie beschäftigt heute mit der Herstellung von Fraßgiften Hunderttausende von Men- schen, die damit im Effekt die Arbeit der Fasanen und Rebhühner verrichten. Gewissenhafte Zähler haben im Magen- und Kropfinhalt eines Fasans an 4000 Drahtwürmer, Ackerschnecken, Fritfliegen, Hessenfliegen, Getreideblasenfußs, Raps- Rübenaaskäfer, Erdspinnen, Maulwurfsgrillen und verschiedene Raupen und Larven aller Art, ja Mäuse u. a. m. ge- zählt, und die Freßlust des schmuck- und blieben auf der Strecke federstolzen Tieres ist zoologisch sprichwört- lich. Unsere schlesischen Landsleute er- innern sich, daß ihre Heimat eigentlich„das Land der Fasanen und Rebhühner“ war, d. h. jeder land wirtschaftliche Großbetrieb besaß dort seine eigene Fasanenfarm, deren natürliche Aufgabe die Schädlingsbekämp- fung war. Man wußte, daß der Ertrag des Anbaues von Getreide, Hackfrüchten und Gemüse weitgenend vom Besatz der Land- schaft mit Fasanen und Rebhühnern abhän- gig war. Daher so ganz nebenbei auch die östlichen Jagd- und Tafelfreuden mit ihren Histörchen, von denen heute in irgendeiner Ladenecke nur noch verstaubte Stilleben wissen. Man spricht von Monokultur, wenn nur eine Fruchtart angebaut wird, und kennt deren verhängnisvolle Folgen, da der Fruchtwechsel den Boden ernährt. Bei uns werden viele Früchte und mannigfaltig in ihren Sorten angebaut Ist es nicht aber eine andere Art der Monckultur, wenn man den Giften, weil man sie braucht, auch das Getier zum Opfer bringt, das man auch braucht und zu Feld und Flur gehört wie der Halm, der da im Winde schaukelt? Eine böse Zwickmühle zwickt und zwackt da hin und her; vielleicht finden die Exper- ten einen Ausweg. von Abessinien ihr kürzlich ein Angebot machte, nahm sie es an. So wurde sie Zu- schneiderin in der Nähstube des kaiserlichen Schlosses in Addis Abeba. Frisch wie eine Rose Wenn die Welt Mitleid mit einem Men- schen empfindet, macht sie ihn uralt. Und so erzählte man sich bald, die Prinzessin sei 74 Jahre alt, sehe aber aus wie eine blühende Fünfundvierzigerin. Nun, nach dem Geburtsregister von Philadelphia zählt die einstige Gräfin Török heute 64 Lenze. aber selbst für eine kosmetisch erfahrene Frau ist es nicht leicht, in diesem Alter Wie eine Mitvierzigerin auzusehen. Man hat die Prinzessin gefragt, wie sie das Geheimnis ihrer Jugend trotz aller Schicksalschläge bewahrte. Sie bemerkte dazu folgendes:„Essen Sie täglich dreimal Salat, und trinken Sie viel Loghurt! Setzen sie sich nie in eine heiße Badewanne, und schlafen Sie zusammengerollt wie ein un- geborenes Kind. Waschen Sie sich ihr Gesicht nicht mit Seife, nur mit Mandelöl, und be- denken Sie stets, daß sich die Schönheit einer Seele im Antlitz widerspiegelt!“ Das sagte die tausendtägige Vizekönigin von Aegypten und heute kaiserliche Zu- schneiderin in Addis Abeba. Sie muß es Wohl wissen!(Schluß) Für jeden Brief 5. Eine Olympia-Spendenmarke Deutschland ist der olympischen Idee nicht minder verpflichtet als andere Na- tionen. Sie lebt in den Herzen seiner Ju- gend. Die öffentliche Hand kann neben den EKriegsfolgelasten eine gründliche Vorberei- tung und eine Teilnahme Deutschlands bei den Spielen nicht bestreiten. Darum appel- liert die Deutsche Olympische Gesellschaft namens der deutschen Jugend an die Opfer- Willigkeit aller Kreise. 5 Jedem ist es möglich, eine Olympia- Spendenmarke zum Preise von 10 Pfennig zu erwerben. Sie ist als Briefverschluß- marke gedacht und wird als solche dazu beitragen, den olympischen Gedanken in Deutschland wieder lebendig zu machen. Die deutsche Olympia-Spendenmarke ist das Siegel des ganzen Volkes auf das Do- kument seiner wiedergewonnenen sport- lichen Gleichberechtigung und seiner Hin- gabe an die völkerverbindende olympische Idee. In Wien werden tolle Geschichten fabriziert Einhundert Schilling für detaillierte Berichte über Meutereien Der kruchtbarste Nährboden für die wil- desten Gerüchte ist heute zweifellos die österreichische Hauptstadt Wien. Die jüngste Blüte auf diesem Mistbeet war die Nachricht, daß Marschall Tito in einem Panzerzug nach Velden— einem österreichischen Dorf an der jugoslawischen Grenze— gekommen sei, um dort wäh- rend des vergangenen Wochenendes mit dem amerikanischen Hohen Kommissar John J. Mecloy zu konferieren, a In Wirklichkeit befand sich Mecloy in Washington. Doch österreichische„Nachrich- tenhändler“ behaupteten steif und fest, der Washington-Flug Mecloys sei erstunken und erlogen. Damit solle nur die Oeffentlich- Der älteste Zoo der Welt? „Tiergärten“ der Urmenschen in den Alpen In den Alpen wurden Felsenkessel ge- funden, die bei näherer Erforschung zu einer bemerkenswerten Entdeckung führten. Man stellte nämlich an den Felsblöcken seltsame Rillen fest, die künstlicher Natur waren. Sollte es sich um Zeichnungen von Ur- menschen handeln, die ja bekanntlich gern die Felswände„bekritzelten“? Aber man stieß auch auf merkwürdig abgewetzte Kanten. Diese hatten mit einer Zeichnung nichts zu tun. Eine Klärung brachten schließlich Knochenreste und ver- steinerte Ueberbleibsel von Kot: die Fels- spuren stammten von Höhlenbären her, die hier offensichtlich einmal als Gefangene leb- ten und nun, bereits seit Jahrtausenden, ausgestorben sind. Interessant ist, daß die von den Bären- rücken und den stumpfen Krallen abge- wetzten Kanten und Kratzspuren in gewal- tigem Maße ausgebildet sind. Hier lebten Von der Not des Menschen tionen geraten und schuldig werden können wie jene, deren Urteil gesprochen wurde. Es sind Menschen wie du und ich. Die Menschen brauchen Hilfe. Das gleiche, sehr ernste und dringende Anliegen wie Mostar, nur sachlicher und knapper, vertritt der Südwestfunk in senier Reihe„Eltern- sorgen— Jugendnöte“. Die erste Sendung „Jugendschicksale vor dem Richter“ schil- derte einige Fälle von Diebstahl, Straßen- raub und Brandstiftung, begangen von Halb- wüchsigen, die Heimat, Eltern und jeden normalen Maßstab verloren hatten oder durch Verbrecherfilme und Kriminalschmö- ker angeregt, ohne beosndere Not, auf die abschüssige Bahn gerieten. Nun sind das aber Dinge, die wir jeden Tag in der Zeitung lesen können und die daher in dieser refe- rierenden Form eines Polizeiberichts nicht mehr recht„ziehen“. 5 Anders liegt der Fall bei der Sendereihe „Wir jungen Menschen“— ebenfalls Süd- wWestfunk— wo zweimal wöchentlich„Pro- bleme kurz belichtet“ werden. Da war auch von der Not der Jugend die Rede: eine Funkreportage über die jugendlichen Schmugglerbanden im Regierungsbezirk Aachen gab ein sehr deutliches Bild von den katastrophalen Verhältnissen an der deutschen Westgrenze. Wir erfuhren dabei, daß hier im Jahre 1949 regelmäßig rund 7600 Kinder und Halbwüchsige schmuggel- ten; 1950 waren es immer noch mehr als 700, die entweder auf Geheiß der Eltern oder aus eigener Initiative diesem einträg- lichen Gewerbe nachgingen. Die Gründe? Die oft bittere Armut der Bevölkerung, aber auch Gewohnheit und Arbeitsscheu. Außer- demnach nicht einigé wenige, sondern eine Unzahl von Bären als Gefangene. Der ab- geschlossene Felsenkeller hatte keine Aus- gänge. Der Urmensch schien den Höhlen bären, der anderthalbmal so groß war wie der heutige Braunbär, in diesen Felsenkes- seln gezüchtet und gepflegt zu haben, und zwar als heiliges, den Göttern geweihtes Tier. 8 Diese Schlußfolgerungen stimmen gut überein mit anderen Forschungen, die das Aussterben des reckenhaften, urzeitlichen Höhlenbären zum Gegenstand hatten. Man fand z. B. am Gebiß fast aller Höhlenbären Spuren hochgradiger Karies, also die Spur jener Degeneration, die mit der Haustier- werdung zusammenhängt. Indem diese Bären— wie schon ihr Name besagt— in Höhlen lebten, engten sie ihre Lebensweise ein. Sie ebneten damit in selbstmörderischer Weise den Weg zu ihrer„Tiergartenhal- tung“, die einer Zähmung gleichkam. keit irregeführt werden. In Wirklichkeit sei Mecloy nach Salzburg geflogen, habe dort einen Sonderzug bestiegen und sei nach Velden gefahren. Dort stehe der Sonderzug gegenwärtig auf dem Bahnhof und werde von britischer und österreichischer Polizei sorgfältig bewacht. Ein Telefonanruf in Velden ergab, daß dort tatsächlich ein Sonderzug stand. Er hatte aber nicht MeCloy, sondern 16 hohe amerikanische Offiziere, die bei Felden jagen wollten, aus Salzburg hingebracht. Als der ehemalige tschechoslowakische Außenminister Vladimir Clementis vor eini- gen Monaten aus seinem Prager Büro ver- schwand, behaupteten gewisse Kreise in Wien, er sei nach Oesterreich entkommen, nach Jugoslawien weitergereist und habe dort Alyl erhalten. 0 Als die tschechoslowakische Regierung schließlich die Verhaftung Clementis be- kanntgab, mußten die klugen Leute sich rasch ausrechnen, wie er aus Jugoslawien nach der Tschechoslowakei zurückgelangt sei. Dafür gab es zwei Versionen: Erstens, daß er freiwillig zurückgekehrt sei, um sich an die Spitze eines Aufstandes in der Slo- Wakei zu stellen, und zweitens, daß Tito ihn an die Tschechoslowakei ausgeliefert habe. Beide Versionen, besonders die letzte. wurden von vielen Zeitungen, selbst seriö- sen Blättern im Ausland, übernommen und werden heute noch von manchen Leuten geglaubt. Für runde hundert Schilling(etwa zwan- 2ig D-Mark) kann man hier jederzeit detail- lierte Berichte über Meutereien in der tschechoslowakischen und der ungarischen Armee kaufen. Diese Berichte enthalten vollständige Namen der angeblichen Rebel- len, ihre Biographien und eine Liste ihrer Waffen und politischen Verbindungen. Blick ins Land Heidelberger Studenten gegen Mensuren Heidelberg. Der allgemeine Studenten- ausschuß der Universität Heidelberg lehnt „jeglichen Zweikampf mit der Waffe“ ab. Anlaß zu dieser Stellungnahme gab ein Vor- fall in Benthe bei Hannover, wo vor kur- zem Studenten von der Polizei bei einer scharfen Mensur überrascht worden waren. In der Erklärung der Heidelberger Studen- ten heißt es:„Mit Empörung sieht die stu- dentische Kriegsgeneration den für ein neues studentisches Gemeinschaftsleben schädigenden Einfluß einiger alter Herren, die dem tragischen Schicksal unsers Volkes und seiner derzeitigen sozialen Lage nur mit restaurativen— um nicht zu sagen reaktionären— Konzeptionen zu begegnen Wissen“. Freitod mit Hilfe von Auspuffgasen Pforzheim. Ein hiesiger Schuhwarenhänd- ler leitete mit Hilfe eines Schlauches die Auspuffgase seines Volkswagenmotores in das Innere des Fahrzeuges. Am nächsten Vormittag wurde der Lebensmüde tot auf den Rücksitzen aufgefunden. Deutsch- iranische Kulturgemeinschaft Stuttgart. In Stuttgart ist eine deutsch- iranische Kulturgemeinschaft gegründet worden, die die kulturellen und wirtschaft- lichen Beziehungen zwischen der Bundes- republik und Persien fördern will. General- konsul Entezam, der ehemalige württember- gisch-badische Kultusminister Theoder Bau- erle und Stuttgarts Ober bürgermeister Dr. Arnulf Klett nahmen an der Gründung teil. Drei Lastwagen voll Diebesgut Offenburg. Die Rekordzahl von 33 in der Zeit von Sommer 1950 bis Mai 1951 in Mit- telbaden begangener Einbrüche konnte einer Diebesbande nachgewiesen werden, die jetzt kestgenommen wurde. Der Fang war mög- lich geworden, nachdem nach einem Ein- bruch bei einem Fahrradhändler im Kreis Bühl ein 20jähriger Mann gefaßt wurde, als er die in einem Getreidefeld vorüber- gehend versteckten Beutestücke abholen Wollte. Von hier führte die Spur zu einem Molkereifachmann aus Hamburg, einem Eisenbahnarbeiter aus Karlsruhe, und zu vier anderen Tätern, die alle festgenommen wurden. Das bei Haussuchungen aufgefun- dene Diebesgut an Radios. Kleidungs- und Wäschestücken, Schreibmaschinen, Fahr- rädern und Fahrradersatzteilen. sowie an Schuhen und Nahrungsmitteln mußte auf drei(‚) Lastwagen abtransportiert werden. Hilfsaktion für Henny Porten 78 München. Aus Anlaß der Münchener Wiederaufführung des in den Kriegsjahren hergestellten Henny-Porten-Films„Familie Buchholz, hat die Münchener Filiale des Super-Verleihs eine Hilfsaktion für die in den Nachkriegsjahren in Bedrängnis gera- tene Künstlerin eingeleitet. Henny Porten wird an den Einspielergebnissen diese Films beteiligt. 5 Fingierter Raubüberfall! Hannover. Ein am 20. Juni in Hannover auf den Bankboten Remmert verübte Raup- überfall war fingiert. Polizeiliche Ermitt- lungen ergaben, daß Remmert den Ueber- fall mit einem 18jährigen Freunde verabre- det hatte. Remmert, der 40 00 DM zur Landeszentralbank bringen sollte, ließ sich die Aktentasche ohne größere Gegenwehr von seinem Komplizen entreißen. Sein Freund wurde drei Stunden später fest- genommen. Das Geld konmte sichergestellt Werden. 5 5 50 Millionen aus„Filmgroschen“ erhofft Wiesbaden. Die deutsche Filmwirtschaft erhofft sich von der Einführung eines „Filmgroschens“ 50 Millionen DM, von denen rund 22,5 Millionen DM der Film- produktion, 20 Millionen DM den Film- theatern und der Rest den Filmverleihern zufliegen soll. f Ein Motorroller ist zu gewinnen Bonn. Die„Gesellschaft Freies Europa“ ruft die deutschen Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren auf, in 300 Worten zu schildern, was sie über den Schumanplan denken. Die 1000 besten Aufsätze werden prämiert. Die ersten drei Preise sind ein Motorrad oder Motorroller, ein Paddelboot und ein wertvolles Radiogerät. Die Einsen- dungen müssen bis zum 1. September 1951 an die„Gesellschaft Freies Europa“, Bonn, Postfach, geschickt werden. 5 dem sind die Gelegenheiten in den unmit- telbar an der Grenze gelegenen Ortschaften so günstig und die Zollbeamten praktisch machtlos. Erst nachdem man dazu über- Sing, die aufgegriffenen Kinder— manch- mal bis zu hundert pro Tag— in Heime zu stecken, und die Mütter wegen Vernachläs- sigung der Aufsichtspflicht empfindliche Freiheitsstrafen erhielten, wurde es wesent- lich besser. Wer kann den Kindern einen Vorwurf machen? Es war die Welt der Großen, in die sie hinein wuchsen— und ihre Erfahrungen waren nicht dazu angetan, in dieser Welt sonderlich viel Gutes zu sehen. Oder wer kann die drei jungen Burschen verurteilen, deren Lebensläufe in der glei- chen Sendung geschildert wurden: elternlos, heimatlos, arbeitslos, vom Schicksal herum- gestoßen, ohne jemals Liebe und Verstehen gefunden zu haben Wundert man sich da noch, daß die Vagabunden und Verbrecher wurden, aus Not, aus Trotz. aus Selbst- erhaltungstrieb? Wir alle sind dafür ver- autwortlich, wir alle müßten uns um sie kümmern, ehe es zu spät ist. Das war die einidringliche Mahnung dieser Sendung. Der Sprecher erwähnte den Vorschlag eines Do- kumentarfilms über Jugendnot, um die Er- Wwachsenen aufzuklären, denn es ist ein Problem, das uns alle angeht. Aber es fin- det sich keine staatliche oder private Stelle, die bereit wäre, die benötigten 50 000 Mark für die Herstellung eines solchen Films auf- zubringen. Also: das Dokument wird nicht gedreht, die Aufklärung findet nicht statt Dabei sollten wir es alle wissen: die Jugend- not ist vielleicht die schwerste Hypothek des Krieges und ihre Linderung das zen- trale Anliegen unserer Tage. Aber dann kam noch eine Sendung aus Baden-Baden. die dieses Problem unter etwas tröstlicheren Aspekten zeigt„Repara- * turwerkstatt Muck“, ein Hörspiel von Gün- ther Eich, unter der Regie von Gert West- phal. Der Dichter greift ein Dutzendschick- sal heraus und es wird zum Symbol; er beschreibt das Leben eines verzweifelten Heimkehrers und es wird zur Anklage gegen einen Staat und eine Gesellschaft, in der dieses möglich war: daß ein junger Mensch, dem das Heim und die Eltern von den Bom- ben ausgelöscht wurden, dem die Verwandte kein Obdach und das Arbeitsamt keine Ar- beit gibt, bei fragwürdigen Freunden Zu- flucht suchen muß, bei dunklen Geschäften und kleinen Verbrechen. Immer tiefer wird der Sumpf, immer elender das Gewissen. Bis sie schließlich eines Nachts einen Frem- den niederschlagen und ihm die Brieftasche mit 235 DM rauben. Ja. und dann hat er schließlich doch eine gute Stellung als Automechaniker gefunden, ein Mädel, das ihn liebt, Kameraden, die ihn achten. Und hier muß er durch Zufall erfahren, daß der Fremde, den er damals beraubte. sein bester Arbeitskollege ist. Er geht hin und gesteht seine Tat und nimmt die furchtbaren Schläge des anderen wehrlos hin als ver- diente Strafe. Daß er seine Stellung ver- liert und am gleichen Tag verhaftet wird. weil seine früheren Komplizen ihn verraten haben, schließt den Ring von Schuld und Sühne. Soweit der dramatische Bericht von einem Menschen, dem das Leben erst eine Chance gab, als es zu spät war. Daum aber geschieht das Wunder der Menschlichkeit: der Bestohlene erkennt, daß dieser Mensch Hilfe braucht. Wer anders sollte ihm jetzt helfen als die Kameraden, das Mädel, der Chef? Also werden sie sich um ihn kümmern, jetzt und später. Und er Soll im Gefängnis wissen, daß er wieder bei ihnen arbeiten kann, wenn er frei ist. Der Dichter Günther Eich hat seinen Hörern damit ein Beispiel gegeben, das 1 . Schule machen sollte. Freilich, er konstru- jerte einen Idealfall— aber sähe unsere Wirklichkeit nicht besser aus. wenn wir alle ein wenig gütiger und hilfsbereiter wären? Wir sollten darüber nachdenken, du und ich. Wir alle. E. P. Notizen über Bücher Georg Edward: Komödie des Lebens. Ro- man aus Amerika(Verlag der Internationa- len Bibliothek, Freiburg i. Br.). Edward ist einer der vielgesuchten Autoren, die bis Kriegsende für die Schubfächer ihres Schreibtisches arbeiteten, in Erwartung einer Zeit, in der sie ihre Werke veröffentlichen könnten.., steht auf einer Umschlag- notiz dieses viel versprechenden Buches und man ist einigermaßen gespannt, was da nun wohl zum Vorschein gekommen ist. Je mehr man sich aber hineinliest in die 600 Seiten einer langweiligen, stilistisch ungenügenden 5 Geschichte, um so öfter fragt man sich, wozu dieser Schubladenaufbruch eigentlich nützlich sein soll. Was herauskommt sind ein Haufen Millionäre, moralisch unsichere Existenzen und ihre nichtssagenden Gesellschaftsbezie- hungen, zu denen der Verfasser weder ein subjektives noch ein objektives und zum aller- wenigsten ein künstlerisches Verhältnis hat. „Amerika, du hast es besser“— dieses Goethe-. Zitat, als Motto aufgeführt, ist eine unfrei willige sarkastische Spitze gegen einen Autor, dem es nicht einmal gelungen ist, auf beschei- denem Niveau zu unterhalten, geschweige denn, etwas wirklich lesenswertes zu schrei- ben: Amerika wäre, mit dieser billigen Ko- mödie des Lebens“ gemessen, bestenfalls zu bemitleiden. W. St. Thomas Manns neuer Roman„‚Der Er- wählte“ ist in den Vereinigten Staaten zum „Bock of the Month“ Buch des Monats) für den Monat August gewählt worden. Damit ist diesem Werk, das vor kurzem im S. Fischer- Verlag Frankfurt erschienen ist, auch in den USA ein außer gewöhnlicher Erfolg im Buch!! handel gesichert. 5 * 35 „Georg Seite 4 MANNHEIM 8 e N Freitag, 22. Juni 1951 Nr. 1 Die Sache mit den falschen Mieten Der Angeklagte drehte im Rudolf, ein mittelschwerer Junge von der Waterkant mit vier Vorstrafen wegen Be- trugs, war der Grund zu einer Strafver- Handlung wegen desselben Deliktes, das der 40 jährige Maschinist. Monteur, Handels- Vertreter und Losverkäufer diesmal auf der Mannheimer Maimesse begangen hatte. Er War damals, im April dieses Jahres, durch seine Ende März erfolgte letzte Haftent- lassung in schweren finanziellen Nöten, Ratte bereits Uhr und Mantel versetzt und War deshalb heilfroh, als ihn ein Heidel- berger Schausteller zum Verkauf seiner Lose engagl erte. Aber die Provision von einer D-Mark, die er und seine 14 Kollegen für je 75 der Verkauften Strohhülsen erhielten, erschien mm zu gering, und so entstand der Plan, den sich in einer Serie von Rechts wegen befindlichen 50 Nieten noch einige hinzuzu- kügen— im stillen Kämmerlein, in Ge- meinschaftsarbeit mit drei inzwischen abge- Urteilten Komplicen hergestellt und von den„echten“ Nieten äußerlich nicht zu un- terscheiden. Diese falschen Nieten wurden dann auch an einem Sonntag, als der Messebetrieb auf vollen Touren lief, tüchtig verkauft, zum Vorteil der eigenen Tasche. aus der im ge- gebenen Moment sich immer wieder neue Pseudonieten in den Bauchladen ergossen Gerichtssaal den Spieß um und zum Nachteil der ahnungslosen Käu- ker. Und auch zum Nachteil des Geschäfts- inhabers, der nach Zeugenaussagen vor einem Jahr„noch gar nichts hatte“, sich dann plötzlich enen 16 Meter langen Me- tallstand anschaffte und seither auch mit zwei Autos von Messe zu Messe rollt. Das nicht Alltägliche der Verhandlung bestand darin, daß eben dieser Geschäfts- mhaber, der als Zeuge gegen seinen unge- treuen Verkäufer geladen war, sich plötz- lich in die Rolle eines Angeklagten versetzt Sah, als auch Rudolf die Aussagen der Übrigen Nietenproduzenten dahingehend bestätigte, daß das Unternehmen nicht auf Sortderlich seriösen Füßen stehe. Es seien ganze Serien von Losen verkauft worden, die keine Hauptgewinne(im Werte von sechs DW) enthalten hätten. was die Ver- mutung nahe lege, daß Geschäft. Borgward und Chevrolet praktisch aus Nieten finan- ziert worden seien; eine Behauptung, die von dem tiefgekränkten Unternehmer nicht niet- und nagelfest widerlegt wer- den konnte. Jedenfalls ergaben die 20 Pfennige, die die Messebesucher pro Los zahlten und für die sie, wenn überhaupt, meist Gewinne im Wert von 10 Pfennigen erzielten, einen Sonntagsverdienst von rund 300 DM, so dag Kirchenrat Karl Maler Ein Nachwort Die älteren Mannheimer werden einen Sinn darin finden, wenn sie sich durch den Kopf gehen lassen, daß wenige Tage nach dem katholischen Stadtdekan Prälat Joseph Bauer auch der evangelische Stadtdekan Kirchenrat Karl Maler hochbetagt gestorben ist. 36 Jahre lang hat Kirchenrat Maler in Mannheim und für Mannheim gewirkt, bevor er sich 1935 in den Ruhestand zurückzog. Seine eindrucksvolle Erscheinung und seine vornehme Schlichtheit ist zumal den Mann- heimern der Innen- und Oberstadt noch in frischer Erinnerung, auch wenn sie lediglich als„Nachbarn“ mit dem ausgezeichneten Manne zu tun hatten, der tagtäglich Sozial-, Verwaltungs- und Seelsorgerarbeit in Hülle und Fülle bewältigte. Ueber seine kernfeste und milde Religiosität müssen Berufenere urteilen. In dem durch das notwendige Zusammen- leben in einer großen Stadt gezogenen Rah- men, hat Kirchenrat Maler ausgleichend und segensreich gewirkt. Durchaus nicht erst in den Jahren äußerster gemeinsamer Bedro- hung fand Dekan Maler Wege zu einem ge- meinsamen Verhalten, der christlichen Be- kenntnisse. Bei offlaiellen Anlässen kamen Kirchenrat Maler und Prälat Bauer zusam- men. Dem konfessionellen Hader waren beide zutiefst abgeneigt, weil sie als persönlichsten Auftrag das Liebesgebot empfanden. Beide waren edle Männer alter Schule, viel zu wissend um die Not des zeitgenössischen Menschen, als daß sie von den grobianischen Umgangsformen verflossener Jahrhunderte irgendetwas hätten halten können. Ihr Ge- heimnis war, daß sie dem— ziemlich dürftig ausgefallenen, seelisch enterbten— modernen Menschen mit Güte und Liebe und frei von Selbstsucht wie Selbstgefälligkeit begegnen konnten. Mit beiden Verewigten scheint ein Element aus unserem Stadtleben geschwunden zu sein. Niemand wird vermessen behaupten wollen, daß da nun Lücken wären, die sich nicht schließen lassen. Im Sinne von Kirchen- rat Maler und Prälat Bauer darf zuversicht- Wohin gehen wir? Freitag, 22. Juni: Nationaltheater 19.30 Uhr:„Maria Stuart“; Palast: ‚Der Ueberfall auf die Olive Branch“; Alster:„Schütze Bumm in Nöten“; Capitol:„Montana“; Ame- rikahaus 15.00 Uhr: Film:„Louisiana Le- gende“, 19.30 Uhr:„Claudia“, Komödie; Wart burg-Hospiz 20.00 Uhr: Vortrag:„Musik und Gesellschaft“, Spr.: Hubert Eckartz(Demo- Kratischer Kulturbund); Hochschule für Musik uni Theater 20.00 Uhr:„Préludes“ v. Debuss) Vortragsreihe„Musikdarstellung durch Ton und Wort“); Centre Franco-Allemand 18.00 Uhr:„Die moderne französische Malerei“, 19.00 Uhr: Conférence: Histoire et Bilan du Syndi- calisme frangais. Samstag, 23. Juni: Nationaltheater 20.00 Uhr: Der Konsul“; Kunsthalle 19.30 Uhr: „Die Höllenmaschine“; Amerikahaus 16.00, 17.00, 19.00, 20.00 Uhr: Filme:„Der menschliche Körper“,„Enträtselte Technik“,„Australien“. Wie wird das Wetter? — Erneut 8 rneu 5 gewittrig Vorhersage bis Samstag früh: Von Südwesten ber Uebergang zu wolkigerem Wetter mit Ge- Witterbildung. Warm u. schwül. Höchsttemperaturen zwischen 25 und 29, Tiefstwerte 13 bis 16 Grad. Abgesehen von örtlichen Gewitterböen schwache Winde aus Südost, später Südwest. bersicht: Erneut gewittrig. Mit dem Uber- greifen schwacher Störungen aus Südwesten kommt es bei weiter hohen Temperaturen erneut zu Gewitterbildungen. Wetteramt Karlsuhe Pegelstand am 21. Juni: Maxau 572(13); Mannheim 444(13): Worms 354(77); Caub 300(50). lich der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß jede Zeit ihre Aufgaben und ihre beson- dere Weise hat und sich die Männer prägen wird, die ihren Sinn erfüllen. Sie wären ja sonst keine Säleute gewesen F. W. K. Falscher Offenbarungseid kostete zehn Monate Gefängnis Der 30jährige S. aus Mannheim hatte im Herbst vergangenen Jahres, von Gläubigern bedrängt, den Offenbarungseid schwören müssen. Dabei beschwor er bewußt eine falsche Vermögensaufstellung und ver- schwieg, daß er bei einer Firma in Konstanz eine gutbezahlte Stellung innehatte. Die Strafkammer verurteilte ihn wegen Mein- eids unter Zubilligung mildernder Umstände zu zehn Monaten Gefängnis. Aus„Straßenraub“ wurde„Körperverletzung“ Die Grobe Strafkammer verurteilte am Donnerstag den 28 jährigen A. zu zehn Mo- naten Gefängnis abzüglich der erlittenen Untersuchungshaft. Er hatte eine Frau auf der Straße Scharhof—Eirschgartshäuserhof angesprochen und ihr aus Enttäuschung, weil sie nicht mit ihm gehen wollte, mit Fäusten und Füßen mehrere Verletzungen zugefügt. Das Gericht verurteilte ihn nicht, wie die Anklage ursprünglich beantragt hatte, wegen Straßenraubes(weil beim Handgemenge der Verletzten ihre Hand- tasche entrissen worden war), sondern lediglich wegen schwerer Körperverletzung. Grundrechts entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs In einer interessanten Rechtsentschei- dung hat die Erste Kammer des Verwal- tungsgerichts Karleruhe eine Verfügung der Stadtverwaltung Mannheim vom Septem- ber 1950 für unzulässig erklärt. Die Klage war vom Friedenskomitee Mannheim wegen des Verbotes einer geplanten öffentlichen Friedenskundgebung geführt worden. In der Begründung des Ge- richtes heißt es, daß nach Artikel 8 des Bon- ner Grundgesetzes das Recht der Versamm- lungsfreiheit nur durch ein Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden könnte. Da die beabsichtigte Versammlung weder zur Zeit eines polizeilichen Notstan- des, noch unter unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit, lediglich als„fried- liche“ Versammlung beabsichtigt war, ist das Vorgehen der Stadtverwaltung ein Ver- stoß gegen die Grundrechte, die das Recht der freien Meinungsäußerung, die Versamm- lungs- und Vereinigungsfreiheit garantieren. Es ist anzunehmen, daß die Mannheimer Stadtverwaltung gegen diese Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes Berufung ein- legen wird. 0 der Umsatz den Einsatz bei gutgehendem Absatz voll rentierte. Diese nun bei der Würdigung von Rus dolfs Taten auftauchende Frage. ob der Betrieb ein Schwindel war oder nicht, konnte aber nicht berücksichtigt werden, als ihm der Richter das Urteil sprach. Und so muß er sich nun, nach Abzug seiner Un- tersuchungshaft, noch etwas über drei Mo- nate ins Gefängnis setzen und dann auf- Passen, daß er den rechten Weg nicht ver- fehlt und nicht selbst zur Niete wird. web Bei Apollo fiel uns au daß es im Dreistundenprogramm des Zir- us“ keine Minute gibt, in der nichts geschieht. „daß alle Darbietungen mit Tempo ser- viert werden. „ö daß Apollo das beste Orchester hat, Wir seit Jahren hörten. . daß der Abbau des Zentralkäfigs nur knapp vier Minuten dauert. . daß der Tierlehrer Ernst Roß einer der Wenigen Artisten ist, die einen Frack auch 2u tragen verstehen. . daß nach Absolvierung der Hoken Schule das Pferd die Manege fast so trocken verließ Wie es sie betreten hatte. . daß der Drahtseilartist Pedro völlig ohne Podeste arbeitet, also während seines gan- zen Auftritts ununterbrochen auf dem Seil ist. . dag Ernst Roß die prächtigen Fjord- pferde, in die sich jeder Tierfreund sofort unsterblich verlieben muß, völlig ungeschirrt vorführt. „die Wazzans Rif-Kabylen, eine hervor- ragende Springertruppe, an ihrem eigenen Auf- tritt mindestens ebensoviel Freude kaben wie das Publikum. daß John Cooper seine dressierten Hunde im Winkel von 90 Grad auf ein galoppierendes Pferd aufspringen läßt. daß Julio und Lolita ihre Löwen nicht auf Angst, sondern auf Du und Du dressiert haben. daß die zwei Wilcos, eine Eæzentribe- nummer, neben ihrem artistischen auch kaba- rettistisehes Format haben. daß Poolo, den besten Jongleur, den wir seit langem sahen, auch ein ebenso guter Tän- zer hätte werden können. . daß Alma Pidid am Trapez jeden Mus- kel unter Kontrolle kat und trotzdem eine un- gewöhnlich charmante Frau geblieben ist. Gnikomson das Humor als Medizin im Städtischen Krankenhaus Das Versprechen, das Fritz Fegbeutel kurz vor seinem Tode gegeben hat, einen „Generalangriff“ auf das Zwerchfell der In- sassen des Städtischen Krankenhauses zu starten, lösten am Mittwochabend seine ver- dienten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein. Ludwig Schilling hatte das Programm ganz im Sinne des verstorbenen Freundes Zusammengestellt. Mit seinen spritzigen Dialektvorträgen und seiner urkomischen Mimik ist er den Mannheimern längst kein Fremder mehr Als echtes„Mannemer Bloo- maul“ schöpfte er aus dem reichhaltigen Repertoire Fritz Fegbeutels. Auch das Tem- perament von Else Ettè, gepaart mit einer zünftigen Vortragsweise, verfehlte seine Wirkung nicht. Papa Schmitz war ihr da- bei ein vertrauter Begleiter. Als älteste und treueste Verbündete Feg- beutels steuerte die Knorzebachin— alias Lene Kamuff— mit beneidenswerter Frische Wesentlich zur allgemeinen Stimmung bei. Bliebe als„Baby“ des Ensembles noch Wal- traud Bies zu erwähnen, die mit ihren Lie- dern erneut Beifall erntete. In den Dienst der guten Sache stellte sich auch der Gesangverein„Eintracht“ mit sei- nem stark verjüngten Chor, den Martin Dörrsam leitete. Die Kapelle Rohr sorgte für musikalische Vorträge und Theo Maret übernahm mit Brillanz die Ansage. Direktor Kiem dankte den überreich mit Beifall bedachten Künstlerinnen für ihr ehrenamtliches Auftreten und überreichte der Seniorin des Ensembles, Lene Kamuff, Als Anerkennung für die gespendete„Medi- zin“ ein prächtiges Blumenangebinde. ethes Idee der Cerechtigkeit Festrede von Rektor Prof. Below Mit der Gründlichkeit des Juristen für Fakten und dem Verstehen des Huma- nisten für geistige Werte behandelte am Mittwoch Rektor Prof. K. H. Below bei der Fünfjahrfeier der Wirtschaftshochschule Mannheim das Thema„Goethes Idee der Gerechtigkeit“ in seiner Festrede. Als Quintessenz arbeitete der Redner die Goethesche Definition und Vorstel- lung des Begriffes Gerechtigkeit als eine über die landläufige Version des Abwägens hinausgehende, in die Bezirke der Ethik und letzten Endes in das Religiöse mün- dende Idee heraus. Prof. Below belegte diese Auffassung des Großen von Weimar durch Heranziehung der Nachwelt über- lieferter Aeußerungen und Handlungen Goethes, durch Anführung und Deutung des Sinngehaltes Goethescher Dramen gestalten und durch zur Synthese werdende Schlüsse aus Leben und Dichtung des Gehei- men Rates. Der Begriff Gerechtigkeit zm Sinne einer göttlichen Funktion habe den jungen Goethe zum ersten Male bewußt bei der damals die Welt in Erregung versetzenden Nach- richt des Todes von 60 000 Menschen bei einem Erdbeben in Spanien beschäftigt, als er angesichts dieser Katastrophe sich zu fragen begann, ob es überhaupt eine gött- liche Gerechtigkeit gebe. Die irdische Ge- rechtigkeit sei dem Dichterfürsten zu Aus- bruch des Siebenjährigen Krieges Gegen- stand von Ueberlegungen gewesen, als er selbst bei seiner eigenen Verwandtschaft habe feststellen müssen, daß Gerechtigkeit im menschlichen Leben stark von Leiden- schaften bestimmt ist. Diese Beobachtung sei für Goethe mitbestimmend gewesen, daß er oft zum Menschenverachter neige, der glaube, der Mensch sei im allgemeinen zu Gerechtigkeit im absoluten Sinne nur selten fähig. Auch die Tätigkeit Goethes beim Reichskammergericht in Wetzlar, die ihm negative Einblicke in die damalige Justiz gegeben habe, sei nicht dazu angetan gewesen, sein Urteil über den Gerechtig- keitssinn der Masse zu revidieren. Um 80 mehr habe Goethe den im elterlichen Hause als Besatzungssoldaten einquartierten fran- 2000 Mannheimer Kinder gehen in Ferienluger Schule und Erholungsfürsorge arbeiten zusammen Die vorjährige Besichtigung der auswär- tigen Lager der Manmheimer Erholungsfür- sorge hat Früchte getragen und manche durch diese Fahrt gewonnene Anregung ist kür dieses Jahr schon in die Tat umgesetzt. So hat das Stadtjugendamt Teller, Bestecke vnd Becher angeschafft, dazu Spülbütten und eine ganze Anzahl von Waschschüsseln für alle Lager, die keine besonderen Wasch- räume besitzen. Für Lager, die im vorigen Jahr allzu primitiv erschienen. wurden an- dere Plätze gewählt. Die Nachfrage nach Unterbringung der Kinder in auswärtigen Lagern war in die- sem Jahr stärker als ia den Vorjahren. Aus- gesucht wurden sie in Zusammenarbeit von Schularzt, Schule, Familienfürsorge und Vertretern der Wohlfahrstverbände. Die auswärtige Erholung mit je 200 Kindern für jeden Wohlfahrtsverband ist für 3. bis 28. August vorgesehen. Bei der Arbeiter wohlfahrt sind folgende auswärtige Lager gemeldet: Mönchzell und Haag mit je einem. Waldwimmersbach mit zwei Lagern(jeweils Unterkunft für 35 Kin- der), Oberschönbrunn und noch ein weiteres Lager für je 30 Kinder. Die Innere Mission belegt die Ju- gendherbergen Eulenhof und Starkenburg in Heppenheim an der Bergstraße mit je 50 Knaben und die Jugendherberge Wert- heim voraussichtlich mit 30 Mädchen, die Jugendherberge Wiesloch bei Heidelberg mit 20, und das Missionshaus auf dem —— Annaberg in Baden-Baden mit 50 Mädchen Der Caritas-Verband, pringt 10 Mädchen ins Albtal nach Busenbach be Ettlingen, und 30 Madchen nach Reiche bach. Nach Etzenroth fahren ebenfalls Mädchen und nach Spielberg im Albtel 30 Buben. In die Jugendherberge Mosbach werden 32 und in das Lager Waldhausen 3; Buben einziehen. Zum ersten Male Werden auch 35 schwer erziehbare Kinder berüch. sichtigt, die unter Leitung einer Psychologn in Ladenburg untergebracht werden. Die örtliche Ferienerhol für den Zeitraum vom 6. bis 30. A tritt in diesem Jahr zum Teil an die Stele der während der Schulferien geschlossenen Horte und nimmt. soweit es notwendig 18, auch Kinder berufstätiger Mütter auf, Bis jetzt wurden folgende Lager gemeldet: Von der Arbeiterwohlfahrt Schönau. Schule(130), Sportplatz Rheinau 120), Fried. richsfeld-Schule(70) und Feudenhelm. Schule(80) Kinder. Von der Inneren Missjon: Jugendheim Sandtorf(20 Waldschule Gartenstadt(40). Evangelisch Jugendheim Käfertal(60). Blindenheim Ilvesheim(40) und in einem noch zu be stimmenden Lager die übrigen Kinder. Der Caritas- Verband kann von den rt. lichen Lagern bis jetzt bestimmen: St. Ur. sula Rheinau(50). Gemeindehaus Pflug. berg(80), Kindergarten Schönau(50 Kin. der), für die anderen Kinder kommen vor- aussichtlich das Fröbel-Seminar und der Kindergarten Gartenstadt in Betracht. Ung Wem gehört was? Freigabe von Mobiliar Die Besatzungsmacht hat erneut zahl- reiche Mobiliar- und Einrichtungsgegen- stände freigegeben und sie dem Besatzungs- kostenamt Mannheim zur Ermittlung der Eigentümer übergeben. Es handelt sich besonders um Möbel, zwei Standuhren, Teppiche, Läufer, Eis- schränke, Herde, Bilder und so weiter, aus beschlagnahmten Wohngebäuden des„Feu- denheimer Sektors“ sowie um Stücke aus anderen beschlagnahmten Wohngebäuden (u. a. Augusta- Anlage 28, Erzbergerstraße Nr. 10a, Oberer Luisenpark 5 und Tauber- straße 7 in Mannheim, Deidesheimer Straße Nr. 26 bis 28, Scheffelstraße 9, Weinheimer Straße 1 in Ilvesheim). Die von Beschlagnahmen betroffenen Personen haben Gelegenheit, die frei- gegebenen Einrichtungsgegenstände vom 15. Juni bis 13. Juli, täglich von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, samstags von 8.30 bis 11.30 Uhr im Unterstell-Lager im 6-Bunker in Mannheim zu besichtigen und ihre Eigentumsansprüche unter Vorlage von Beweismitteln geltend zu machen. Die Geltendmachung der Eigentums- ansprüche und die Abholung des Eigentums hat innerhalb von vier Wochen nach Er- scheinen dieser Bekanntmachung zu erfol- gen. Nach Ablauf dieser Frist wird über nicht abgeholte Gegenstände wie über herrenloses Gut verfügt werden. Nach dem von der Stadtverwaltung Mannheim erlassenen Ortsstatut soll das als herrenlos festgestellte Gut vorzugsweise an Flieger geschädigte, Besatzungsgeschädigte, Flüchtlinge, politisch Verfolgte und andere bedürftige Personen zu günstigen Preisen abgegeben werden. Die Abgabe erfolgt nicht durch das Besatzungskostenamt, sondern in „ der Stadtverwaltung Mann- eim. Bereitschaftspolizist gefällig? Bewerbungen bis 1. August Für die Einstellung in die Bereitschafts- polizei des Landesbezirks Baden können sich ledige Deutsche im Alter von 19 bis 22 Jah- ren(in Ausnahmefällen bei Spätheimkeh- rern bis zum 27. Lebensjahr) mit einer Min- destgröße von 1.68 m bewerben. Der Eintritt in die Bereitschaftspolizei eröffnet die Mög- lichkeit, später in den polizeilichen Einzel- dienst Überzutreten. Bewerbungen mit selbstverfaßten handgeschriebenen Lebens- lauf und Lichtbild können bis späte- stens 1. August an den Präsidenten des 268ischen Hauptmann bewundert, der nach von Goethe bekannten Aeußerungen sich durch Unbestechlichkeit und unterschieds- lose Behandlung von Freund und Feind als gerechte Persönlichkeit selbst ein Denkmal gesetzt Hat. In einem Gespräch mit Eckermann sagt Goethe sieben Jahre vor seinem Tode 1825 selbst:„Es ist viel zu erreichen durch Strenge, mehr durch Liebe, das meiste aber durch Gerechtigkeit“. Nicht das Recht der Gesetze meinte Goethe, auch wenn er den Standpunkt vertrete wie er im„Faust“ sich findet, daß dieses Gesetzesrecht einer Evo- lution unterworfen sei und bei Beharrung in der Form„Wohltat in Unsinn“ verkehre, und auch nicht das Naturrecht, das mit dem Menschen geboren werde, sondern jene Ge- rechtigkeit, die dem Unmenschlichen menschlich begegne und die. wie es in Wil- helm Meisters Lehrjahren formuliert ist, dem Unschuldigen Befreiung, dem Ver- kührten die begleitende Hand und dem Schuldigen eben diese Gerechtigkeit bringe, Tür die— und damit schloß Prof. Below seine Darstellung— das Bibelwort gelte „Ziehe deine Schuhe von deinen Füßen, denn die Stätte, die du betrittst, ist hei- ger Boden.“ mle achärzie Pesiäfigen pT einen lieblicheren Ieiul haben fünnen 01 nigen Gebrauch von IVE-S EIEE AE Landesbezirks Baden— Landesbezict direktion für Innere Verwaltung ud Arbeit— in Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 1, eingereicht werden, Be. reits vorliegende Bewerbungsgesuche brau- chen nicht erneuert zu werden. Bei den Dienststellen der Landespolizei liegen Merk. blätter über die Einstellungsbedingungen auf. Kurze„MM“- Meldungen Neuer Kindergarten. Im Fröbelsemint (TLindenhofplatz) wird am 25. Juni ein Kin- dergarten eröffnet. Anmeldung zwischen 9 und 17 Uhr. „Tag der Gemeinde“ in Käfertal-Sül Die evangelische Gemeinde in Käfertal-Sli beginnt am 1. Juli ihren„Tag der Ge. meinde um 9.30 Uhr mit einem Festgottes. dienst. Ab 14 Uhr frohes Beisammensen mit Kaffee und Kuchen. Abendfeier un 21.30 Uhr. Wir gratulieren! Joseph Erbach, Otter stadt/ Pfalz(früher Mannheim, Zeughaus Museum), wird 70 Jahre alt. Karl Barth, Mannheim, Kleine Riedstraße 6b, vollende. das 87. Lebensjahr. Pressebericht der Polizei Von der Leiter gestürzt. Im Mühlau hafen war ein 21 Jahre alter Arbeiter mit Anstreicharbeiten an einem außer Ber befindlichen Kran beschäftigt, und stand N diesem Zweck auf einer etwa fünf Meir“ hohen Leiter. Ein benachbarter Kran blieb unglücklicherweise mit seinem Ausleger un Löschhaken des außer Betrieb befindliche Krans hängen und zog diesen dadurch ein Zentimeter auf die Seite. Die angelehnt Leiter kippte um und der darauf stehend Arbeiter verlor den Halt und stürzte aul einige größere Eisenstücke. Mit einer Brust- korbprellung brachte man den Verletzten ins Krankenhaus. Schwer verletzt. Auf der Fahrt nach Feudenheim wurde ein Motorradfahrer am Wingertsbuckel aus der Kurve getragen, verlor die Herrschaft über das Rad und stürzte, nachdem er zuvor einen Garten- zaun- Pfosten gestreift hatte, auf die Fahr- bahn, wo er schwer verletzt liegen blieb Nach Feststellung des Krankenhauses erlit der Fahrer eine Schädelfraktur; es bestell Lebensgefahr. Den Schulden nicht gewachsen. Als Ma- nager stellte sich ein 21 Jahre alter Ange stellter vor, der bei einem amerikanischen Unternehmen beschäftigt war. Zunäch unterschlug er den Erlös für verkaufte Fu. trittskarten in Höhe von 125, DM. Dann kassierte er bei seinen Arbeitskameraden für eine Omnibusfahrt 138,— DM und„ver- gag“, das Geld abzuliefern. Einen weiteren Betriebsangehörigen legte er mit einen nicht zurückgezahlten Darlehen von 0b DM herein; das dafür als Pfand gegeben Radio war auf Abschlagszahlung gekauft und noch nicht bezahlt. Als der Angestellte merkte, daß ihm seine Gläubiger auf den Fersen waren, zog er es vor, zu verschwin- den, jedoch nicht, ohne vorher bei einem Schneidermeister noch einen Anzug zu be. stellen und unbezahlt mitzunehmen. A sein Kostgeber beklagt eine Schuld von 113, DM. Dieser erhielt von dem Fluch. tigen ein Schreiben, daß er sich das Leben nehmen wollte, weil er sich außerstande sche, seine Schulden abzudecken. Junger Dieb. Bei einer Kontrolle auf det Werftstraße gestand ein 16jähriger Bursche das mitgeführte Fahrrad aus dem Hofe eines Kinos gestohlen zu haben. Bei der au- schließenden Wohnungsdurchsuchung wurde ein weiteres gestohlenes Fahrrad gefunden Weiterhin konnte ihm nachgewiesen wer. den, daß er in der Schönausiedlung ein ebenfalls gestohlenes Fahrrad für 20. D verkauft hatte. Der Dieb wurde festgenom- men und ins Gefängnis eingeliefert. U — Schi der bieg Woce Olyr nich Tiscl leite gend der Spie die e Eine Neck ausg Man pfiff dem Man. gesck xnap Mitt! den 3.28 Vier trotz schlie gehlu Man! Lam! aben. Ir 2 2 0—— 5 * 8 2 1 8 5 8 8 8 r 5 5 8 5. 5 25 * 2 2 5 2 3 5 15 Nr. 142 Freitag, 22. Juni 1951 —— Nr. 12 — MORGEN l 5 Jof. und Spies: IMI): Jugend A: V. er— 6 Sn 1437 P.; 3 3 3016 P., 2 3 zn 5 rmania 2566 P.; Schi i 3177 k. 2 p 1 f f Phönix 1. FC Nürnberg mania 8430 P.;. VfR 9600 7 n Wel OSC 2 elm„Mekka der 8 0 1 1¹ 3 3 zem treten eien der 1 Ec mania 5135 Punkte VfR 5535 P., Ger- Klassische Prüfung der E portwagen Kreis-Kinderturnfest 2 ruberg u önix Ludwigs 5 üfung der Elite: auf Weinhei muacde Misbatener Stadien zu eine 105 N e„ ö te:„24 Stunden von Le Mans“ 1 5 Waldsportplatz wach g e 1 1 1 85 Meldung nach 12 Am Sonntag 1 2 er in Dudenhofen klassische ie die zu erreichen, und dafür ist das Spiel Tura Menrenn e 155 n bei“ age um den C1 in Dud g ist die bekannte Rad wagen-Elite. 60 Fah he Sport- tagabend, 18.30 Uh as Spiel am Sams- stattfindende Ki immt das aldünzuen Reiche. ub. e ce, ahrzeuge werden insgesamt 7 rh ant i eee e e 1 Jung-Leichtathl; Veranstalt uplatz einer interess ur zugelassen für das mt Brauereien, sehr wichti an den gin. In diesem Zahre f 1 8 enfallg eten im Klubk ung. Im Flieger fah 5 anten nende R. am Samstag bégin- 8 wichtig. Der Gast, TSV Bret- hel l C ampf neute Zusammen ahren bringt das er- la ennen. Italiener, Franzos ten hat ebenso wie der Vn zwel de e e 18-11 rn n Albtel Auf dem Germania-Sport t ammentreffen des de r länder(alle Jah„Franzosen und Eng- und g ö zwei Minuspunkte fest i i 3 pigtz trat der Vin ters Trost mit de s deutschen Exmei- Ii e Jahre auch Mitglieder der kön! gewann bekanntlich das Vorspi CCC andi Mosbach Mannheim mit 24 Jung-Leichtathl er VfR hei a em deutschen Meist lichen Familie) pil j er könis- VfR h 1 as Vorspiel 9:7. Der Freis-Fach nn a 1 eim einen rads 1 Leister Potzern- e) pilgern zu diesem Mekka d 1 lat hier etwas gut 72 achwarten durchführt. D ich 1 va Rabbempt auf die e in einem u adsportlichen Höh Sportwagenfahrer. N A der eigentlich gel 1 zu machen, was Tal gele 8.Der herrlich im f 1 räfte de msomehr, als di 8 epunkt, dies Fi er. Nur einmal gelang és der Am 8 een ee ö f ß f e Germania und holte sich in all te S TV Wohl lese beiden Spurtsch irma Adler(im Jahre 19 Es der Am Sonntag fa seinem Schwimmb 5 5 s Vereins mit mies in der en vier Klassen auch die Meisterschaf nellsten feiern. D f e 1936) den Sieg zu hei tag fährt der VfR zum TV Od. Rah wimmbad gibt hierzu den äußeren r berüch 8 8.1 er A-Klasse k a ausmachen aft 1951 unter sich Damals reichten 119 km /st fü g eim. Er müßte trotz d st 11 en ahmen Die bie Jetzt 1¹ Fpüller(Germania) auf d 8 onnte sich werden. sich aus. Im Vorjah 1 1 ür den Sieg les al 1 es samstäglichen Spie- Sen v. i Sychologn er Sprintstreck Im Mannschaft. orjahr triumphierte Röosier-F 5 als klarer Sieger heimkeh 5 n etwa 2000 Buben und Ms gekochten durchsetzen und e unan- d aftsfahren geht d reich auf einem 4,5 Li 1 5 5 8*** ange en. g auf de eutsche Pa f as beste west. wobei Liter Talpęt mit i i b. Eingetellt in 3 i i holung 120. 818 1 und Curt elde mals in Süddesg id 5 l. 2 3 5 bm t„ Sommerfest auf der Sellweide 2 die K 1 5 Siek en deere; if die t a 80 n den Start. Geg- 5 en in der Klasse bi. f 5 e Kinder einen Drei- od 6. 0. Augut] waren die Gäst verweisen. Aber dan ner sind KlöB/TLan 5 Geg- zwei d a e bis 1100 cem Die Sports 1 D i i 1 el 5 t ste an der Reihe u un Weber(D ge Dortmund), N 1 deutsche Porsche-Wagen mit 0 ortsemeinachakt Mannheim die fru i i ümli vn die Stel mehrfach Doppelsiege. I nd holten sich armstadt) und die pfälzisc ester/ rern Veuillet/ mit den Fah- here Vereinigte freie T F U rein voltsürn ie e g l Im 1000-m-L zenfahrer ie pfälzischen Spit- Mouche und Sauerwein t 8 ie Turnerschaft, veranstal- mi er Fünf-Kampf gemisch lossen ogar die drei ersten Plät auf wurden 8 pit- net. Nach zahlreich 1 auer wein Bru- et am Wochenende auf d wei ei mit Schwimm iter en h(2151 atze von den VfRI nale ichen Siegen in internatio- großes Somme en Sellweiden ein immen oder als reiner Gerätek endig ist Curt(251,8), Ebel(2:58) und Schmi ern n Langstreckenprüfungen h a mmerfest. Der Startschuß fällt ausgeschrieben ist. In are belegt. mieder(2.57) Um den H Porsche-Wagen in di gehen die Samstagabend, 18 Uhr. mit ei zan haben di due bein 1e, auf. Biz In d ö n andballpokal fun gen in die schwerste Dauerprü- Anschließ 5 r, mit einem Fußballspiel. Schüleri ie Schüler beim Tauziehen und di det: v n der Jugendklasse B war Bojinski Die für den k gegen Rennsportwagen, obwohl liegend wird ein großes Unterhaltut Sendeunen dei einer 10 m 80. Peng n eur an icbm-Tauf von 21 ojinski(VfR) setzt r den kommenden Mitt Porsche als schnell Sen, WO der programm mit Tanz geb ngs- staffel Gel 5 Meter-Pendel- Schöng 0. von Zimmerma zte Zwischenrunde 1 Woch ange- nelles Reisefahrzeug ged ir. bei e ee ee äti, u. bedrängt und slegte im Wei un(Germ.) ge nde im Pokal mi und gebaut ist gedacht wird ab 9 Uhr ein Handball-BlIi 1 a deten der ö i 00), Fri j m Weitsprung mit gnungen SpVgg Sand it den Be- 5 13 Verei g all-Blitzturnier mit tigen. Einige Vereine warten mit 25 M 1 enen e e de, e i e ge ene . 5 n Gegner. i en Vorfällen i zausen kann überfahren hofen, F f„mum ent, ng: c üleri ee neren Schüler-Klassen lagen die ju In den einer Klär en in Seckenheim, die er VfB ken, Feudenheim, 788 Rheinau ie Schülerinnen ein tänzeri gen und ort(i ze ber dem vf dg eee ee 8 durchsetührt Nr 1 in iannbeim u 15 Bur eüsgstragen Nach den 89 deren as Punklen: Ab 645 0 Lage be, a dez gell des aber dem Vrk überlassen.— b mt. Sele in Sanna della eden dee hein. irchen zeigte im Mitt a VVV Dee er ee 50 1 W g„das ei 5 Rhein-Main- wochspiel um den ist wiederum Unt bortkämpfen Uhr Besi n 19 9 gebnisse: Spielverlauf zu 3 einen interessanten lein-Main-Saar-Pokal gegen den VfR. 1 nterhaltung und Ta eginn der Sonde 5 N 5 Mann- Verein hat ein g nz. Der Mannschaftska rvorkührungen und 9 1 5 men verspricht. heim eine überraschend ut i ein großes Zelt aufgestellt, das ü enn ee e. Ph 22 in der 5 gute Leistung. Schon 1 200 Personen f ö über staffel), Frei jenen und Tendel⸗ 90 önix-Schülerturnier vor seinem Höh Spe weg zun Lags und ing garch Bud Ul wiel der Schilerinnen, 16 30 Dbr Steserehrung en t. 5 Ohe in Führung. Auf urch Bild N ee i: St. ll Wer erringt in die bun U Leibe VVV ter KFV uuf . sem Jahr d 3 nguth in der 18. Minute auf 2: em eg nad 12 fing. Beim 8 en traditionellen Pokal? nachdem Siedel 1. a 0 erlin m Phönix-Schülerturni okal? 5 in der 52. Minute das dri Let ürde i j 5 (50 Kn. J W. 55. chülerturnier Tor für die Saarlä ritte etzte Hürde ist T d 8 t r gab es am Feldüperl 5 N aarländer geschossen hatte, kam roisdorf 05 am Sonnt men vor.] Olympia Lorsch a e Sensation, schied doch Schüler genheit 3:1 gewann, si Mannheim auf und drängte cu it r 4 8 f us. Allerding ich Schüler(C-Klas„siegten die stark, ohne ze krangte kurze Zeit sehr auch in der dri nne ue, i und der nicht auf dem Spi ings geschah die g se) sogar 5:1. Di ö jedoch die einheim i n der dritten Runde ei 1 Schwimmen wird es 1 S dies unterlag hingeg a 8 je B-Jugend mannschaft ü. mische Hinter- erspart blei 5 e eine Wiederholung W es interessante Staffelka e Lure nee,, 0 en e Das fair le 5 überwinden zu könn 1 part bleibt, wird das deut g Wertungsspringen kkelkämpfe, n 0 ekturen, di rt ert die Anmerk 288„ Play“ erfor- 62. Minute flel ei 5 önnen. In der Endspiel 1 j Aue eee.„ 8 leiter dieses Vereins die der Schüler- Ju ung, daß Ludwigshaf 5 ein sehr umstrittenes Abseits- rr e ee Nord- i genommen hatte 558 den Geburtstagen vor- 1 durch das Fehlen der Phöni N auf das hin die Mannheimer endgülti esse finden. Der Westen hat 8 es Inter baden ein Stelldichein 8 1 9 E? gen 0 271 f gehandicapt war. xspieler 5 Zwei Minuten später e 12 8 855 im Feuer, aber genau s. zwei Eisen w Seben. Manns. aus dem Wetth. olimann auf 5:0 rhöhte deutschland mi man in Nord. Wer wird bei ung un Die wichtigst ettbewerb). Am Sonnt. 10. 5 and mit Bremen 1860 oder im Sü eim VfL. ne j 18 a ich di Süden 5 u verpflichtet? Nördlice] spiele war en Ergebnisse der letzten ten de tag treffen sich die A-Mannschaf- g mit dem alten Karlsruher F. er Die Spiel rden. 5 15— B 2 Neckarstadt schlug e zu einem neuen 8 Aufstieg zur Verbandsliga. Meister war. e Sander, 1 u che brau- 2 Ueberraschung ne 5 Am. De auf dem VfR kämpft um den ersten Platz nach n e 5 e 5 4 0 Veseeren aulgekündtet Bel da Neckarau gegen, Phönix Lud a piel VII, wahl spielt in folgen- ei Nachde 1 kom e e. Ludwigshafen. Die mer(07); gender Aufstellung: 21 m der Mitbewerber um d 5 menden Jahre werten. Zwei. tet. Torwa n nicht neu verpflich- zen Melk. ausgezeichnete VfL-Elf unterlag 1:3 Die r(07); Holzapfel(07), Stolzenb. im- Platz, der bekanntlich en zweiten ganze Austragun g Zweifellos ist ihre rt Nenninger soll beabsichti 5 0 23. 1„ 2 5 1 1 gung mit vorwiege Kurpfalz Neck U sichtisen zu Angungen Mannheim II unterlag dann k Phönix Kast(07), Leger(08, Henning nberger(VfR); rechtigt, der TV Od auch zum Aufstieg be- zierten der Land vorwiegend Zweitpla- 15 arau überzuwechseln. U 5 pft dem Sc Käfertal 1:2 urz vor dem Ab- mann(VfR), Bohrma ninger(VfR); Hatz. unterlag, besteh enheim, in Nußloch mit 7:9 der Ve andes verbände nicht ideal, aber Pläne der anderen Spieler ist 1 1 e 8 a e ee, ok men 8 2759 t kür den VfR keine Gefahr N mußte gemacht werden.— Die bekannt geworden. ist noch nichts dem Spi öni s in dieser Woche mit fet(Vf), Rupp(VfR) und Raf- JJC J geen e 0 8 4 enen, Bis ge fenen des ien(VfR). e gesichert. B„( e Motorradsieg im Ausland geschwächten Linksrheine es Mittelläufers 5 n Ehrgeiz, den ersten Platz übe ing des KFV in Sindelfingen hat Der bereits mehrf 1 0 N 5 r konnten 1„ b derrascht. Die Mannschaft wi f a Karls rfach un Ausland gestarte els dneppe 1:2-Niederlage ni ö eine. j a lruher Motorrad 2 1. landete ee Daviscup- Spiel Deulschtand-Jiatien in Hun che Der N N 5 5 3 2. e Mole Pare en ene en einiger Schwäch f in- a 1 wehr, di 8 sehr starke ab- ar een r 8 n en V. Cramm: Ich ha 5 8„die vor allem körperli 5 g n 5 nnen in Schaffhaus T ff 5 ätte lieber in Berli 3 Man darf g örperlich hart einsteigt. eut die 350 cem-Klasse 5 en er- . das Treffen Amieitia Nach ie, rlin gespielt a gesparmt sein, wie sich legte di g„Se winnen. Schnell trotz Serin sss Olympia Lampertheim, das bundes wird 1. des deutschen Tennis- sprochen, d. Nee T A Keilten die Kilt Burgen eals keit von 5 45 Ems 5 1 schließlich i 87 3 Los brachte Begegnung. en Hauptlast 1„ e——œ;F 5 e a a und s. a 1 Verteidiger in di 15. Juli i 5— Italien v i 7 g„ bisheri 5 i i e 155 F Juli in 1„om 13, bis Kd rigen stegreick 5 5 Velocet r Mason auf 5 der Ge- 1 7 vier sind: Phönix Mannschaft. Die deutsche 1 5 11 berühmten. 553 Kinder- und Jugendschwimmfest F estgottes. Lampertheim— Sc Neckerstad und Olympia Ernst Buchholz und Rolf Glpfert bon Frame, zen von VV Plätzen hcen- des vfyW am Altrhein Der„MORGEN“-Ti munen 915 e 5 ae. Gulee) unverändert. i 55 Weltklassespieler. 2 1 Natz zum Wie alljährlich, veranstaltet d W. i 1 Heier un ebend ab 17.30 Uhr. erden heute die 85 7 1 Gianni Cucellt 31 8 die meisten Patzelt fe 1 5 0 i Wassersport eee für 5 Fe Kaiserslautern. 110 5 l 8„ n U„ en traditionelles Kinder-„ sein Jugoslawien— Sch 75 nster 1 2 Fußball-Vergleichskä Die Festsetzung d arcello del Bello. tragen ensee in Berlin ausge- am Sonntag r- und Jugendschwimmfest 1. be Roln ee e 1 * rgleie skämpfe do des Vorschlußrundenspiels 55 1 8, 24. Juni, vormittags 10 Eintr.— Eintracht Frankfurt 2 „ ô e„F/ ea we e. 13 1 e 5 5 ee ten te n Wunsch des ige, ie bisker schwerste des diesjanh- dungen ab eine haben über 350 Mel- armstadt 98— Tus Neuendorf* 2 1— kreismannschaft e spielten die geschen ngpielers Gottfried v. Cramm rigen Wettbewerbs für di 5 ir n 0. 5 1 vollende] kannheim haften der Fußball-qu on, der lieber in Berli a b für die deutsche Mann- Knirps bis zu vom jüngsten Alemanni 3 nheim in IL. N ugend von vertraut 1 Berlin auf den ihm schaft sein, da die 4 2 N* 8 m angehenden Ju 3 mannia Aachen— Hamb 1—ͤ— A-qugend des. 1 Diesen Wansen 1 596 gespielt hätte. besten europdischen„„ 3 3 N r das 1 ee Stuttgarter Kicke an Kechenn/AMoseb 3 he eichter siegreichen B ramm nach der mit Cuceliuνινα 75 n und Spi 5 eranstaltung, daß nich Lou B 1 VC VVV pitzenkönner, sondern 8. nicht nur ng Fellows Zürich— Sch 8 1—— 5 g ra- f 5 auch 8 wab., Au 15 JJ. TTT... f 5 5„ 5— wei 2 3 Zzu bepenten. Neben vielem Einzel- Var. Nec ig den er 1 8 e er e ub N au— VfB Neunkirchen 1—— 8 0 5 e aber Man Ser ä and, Bs Schwiegervater, Opa Side f G e err 5 Onkel und Schwa- f Meir. i ran blieb. Johann K ät 5 sleger n im Alter v ratzer i kindliche on 67 Jahren. 1 Mannheim- ich eine m- Waldhof, den 21. Juni 5:. Juni 1951 8 ngelehnh e 11 0 stehende ntiefer Trauer: 1 1„ geb. Schneider . ie Hermann Diehl Verletzten Familie Karl Mai Familie Franz Rosenfelder D a 3 mt 00 a nebst apeköri den 8 amen- Badeanzüge 21,50 17,90 13,75 ahrer am euerbestattung: Samstag, 23. Juni 1951, 11.3 5. Mädchen- Bad 5 5 getragen, nf Maine a 11.30 Uhr, Haupttried- A adedanzöüge 10,75 6,75 3,90 Rad und 3 Knaben- Badehosen 4,95 3,50 2.95 i a 7 . Herren- Badehosen 10,90 7,90 4.90 2 7 en blleh a Bademäntel 65,— 5475 3 1ses eli Duden 0 8 s 1 Beidem 's bestell Am 17. Juni 1951 entschlief nach langer, schwerer Gummi-Bud e 4 2 2 1— 8 Krankheit meine liebe Frau V 3 1„„ 41 f b ir führen bek annte Markenfabrikote: er Ange- A I B t—„Benger-Ribana · abffkqte: a. man kanischen n A Er 2 eler Heinzelmann. Urchidee · ·· Hiautana · Zunächs 8 8 0 eb. ukte En im Alter von 67 Jah„ M. Dann ahren. 1 ö Ladenburg, den 21. Juni 1951 * 118190. 1 5 Namen der Hinterbliebenen: on lobi helm Geier gegebene D gels t die Feuerbestattung hat in aller Stille stattgefunden ö ngestellte D auf den erschwin. a ae 8 Sit N 5 Selbstfahrer Union DK Compi 10 5 5 Nach lange 1 5 Für die viel 1 1 V. Standard u. E, 5 IW 8 2 be angem, schwerem, mit großer Geduld ertr. 1 1 5 heralicher Inte nnannds 2.. gon n. Auch N nach einem arbeitsreichen Leben wiel 1 beim Hinscheiden unseres lieben„ e 8 e 3%% 8 170* Auld von reusorgender Vater und guter Großvater, Herr 5 a e gelte eren damen. n f 1 5 gshafen- 5 Atür., LI a0 La Joh B Theo Kruss Lein-A TT.. 1 0 ann auer V 805 9. ultos b 20 1 n zu verkaufen.(Teil- 6 F e Saen 1150 des e 8 d gutbnss N 5 Suwert. Ford-Jaunus Mann n, 2 2 3 f 5 n, dem Hochw. Herrn Kap! 1 0 chwind. 1 6. 17 Faul. 8) VVK 0 Mhm. Feudenhe 1 reichen Worte d 1 Plan Münch für seine trost- 5 1 1 fel. 12 14 5 2 8 490%— DRM u* 5 im den 21. Juni 1951„der Firma Bopp& Reuth Gebr. DKW wi verk.. „. Nachruf und allen, die ihm das letzte Gel 5 12 3 ehrenden 5 e e 0 5 Selbstfahr. Wal- Bur VNVoèff Mannheim, Friedrichsring 30a 7 e BM 5 e ö n em Hole 5 ER Wm. Beiwagen, günstig, 500, 1 der an- 5 1 Bauer, geb. Knopf,„ U 5 e e e e 16 wurde e Söhne und alle Angehörigen F 5 ö i. 5 Seitenwagen, in N gefunden, Die Beerdigung findet am 8* 5 5 erstkel. Zust., Prsw. zu verk. Kl. ur guterh. Pkw., Höchstzah Abr 1 samstag dem 23.“ Juni 1951. um 17.00 6 Eroßzre dratu 5 10 25. e l d. N a. zen wer im Friedhof Feudenbeim statt Statt Karten! 1 e 3 Gertenst, Wotan, 34. ce e 8 i-Waldh., Gartenst en. DEW od. VW. in Sut ad 20 lung ein ruf 416 91 komplette Einzelantertig„ Wotenstr. 34. kern. A 20.— DM l!?!: 4—„ ee 5 ellnahme sowie die zahl- n ee Tankreparätursb JV7T7T7T0T10T7bT1T 122 g a ben Enitschlafenen. Herrn eim Heimgang unseres lie- Erich Spannagel 2 t. n schmerzlicher Trau ben J h a Wr allen F er ge Gott der Herr rief nach lan- 0 Annes Manz 1 kennten die unden une gem, schwerem Leid 1 bbauahe., 0 Nachrichf, daß am 8 en unseren sagen wir allen un Langerötterstraß F ee ae d e en. e a, Fr wester Macrina für 1 3 0 1. i Erna Kran johann Weber] I b. e e e e N 1 f 4 ändlerverein für die ehrenden worte am Gral 5 em Milch- M. 7 9 1. obergerichtsvollzieher i. R. Mannheim Gartenstadt, ä 5 e 5 3„ 30 oh . Spachmann im Alter von 83 Jahren zu sich 5 55 8 90% e Jahren plötzlich in die Ewigkelt....* 8 81 0. 5 n ist. 4 8 8. Meckesheim, Philippsburg,. ö 9 Dauer fac 1 2875 3 Sütch arg im, Kirchenstraße 4 den 18. Juni 1951 U K M AF ITF AHR TE UGOBE 6 N Rindleder eb 26 30 p . Storr A 15 christl. Trauer: Autovertieih im Zentrum AUro-vE at zur 333 88 Willi Wilhelm Weber, Pfarrer Kilometer 15. Qu 3, 6, Tel. 3 28 69 un mei 100. ir Ki e— Wr Kramer adolf weber, Rechtskon-— CCC 180 cen, Sang 8 und Angehörige sulent und Familie. 2 27 8 1 8 node bd e e 50 long E* 2 0 5 D 0 n beck. Waldhofst 0„ El We Uhr Freitag, 22. 6. 1951, Die Beerdigung fand in Mek 3 Temno. 40⁰ vom eee. Ledleoa ö , Hauptfriedhof Mum. kesheim statt A070 EUER FEFCCCV 55 8 i i ö 2 LEIN(opel) Zu besichtigen: Se enen Sdchs⸗ V 2 ene e 2 R 5 mit und ohne Fahrer, Tel, 3 2 58,. Telefon 419 85. Motor 5 stoße 43 G 3, 7 4 „ ungbuschstreiße 8 3, 7 8 a 3 3 n 8 3 n n 2 K n ä N 0 1 Seite 8 MORGEN Freitag, 22. Juni 1951/ Nr. 142 Fr. 14 .—— ,, eee... dd y U 9 Aem-Jneceten 4441141111111 1111111111111 Lie 95 Sie können wieder einmal richtig von Herzen Kree 2—— lachen über Schwedens großen Komiker Ucreciq 155 NILS POPPE u 285 21 1 sicher. den„europäischen Chaplin“ in 1 „ 2 ORCOCIA Am Meßpletz An den planken 3 ge ee 1 ee Schütze Bumm ebe und Leiden- ntern 13.00, 15.00, 17.00 schaft, deren Liebe Un problematisch* 5 19.00, 21.00 Uhr Tod bedeutete. mitreißend- in Nöten euer de Das Sittengemälde 0 vor verkauf einer grausamen unterhaltend. 1 0 e 195 15 täglich ab 10 Uhr Zeit ein Wildwest Großfilm J’! gchaftu and tel. 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Juni 1951 INDUSTRIE- UND HANDELSBLATT Seite eee eee eee. 3 * Kein Zinswucher a ber Wucherzinsen in abgewandeltem Sinne bewahrheiten sich eute des sagenhaften Bankiers Fürstenberg tonisch- grausamen Worte: Kredit bekommt, wer ihn nicht 0 braucht.“ bamit wollte Fürstenberg zum Ausdruck brin- gen, das Kredite nur den Besitzenden, die gcherheiten zu bieten vermögen, gewährt pürden. keine Seltenheit, sondern alltäglich ist je- doch heute, daß wohlfundierter und rentabler Internenmen Bemühungen um Kreditgewäh- zung scheitern, daß somit auch Anstrengungen m Kapazitäts-Erweiterung, um Schaffung geuer Arbeitsplätze, zum Scheitern verurteilt and. Is hat sich somit erwiesen, daß die Bewirt- chaftung des Kreditmarktes— und was sind Kreditrestriktion sowie starre Zinsfußbildung deres als Bewirtschaftung— zwar das Pri- leg, Kredite zu bekommen, für die Besit- enden illusorisch machte, gleichzeitig aber ann heute niemand Kredite erlangen? Das ist paradox, denn gerade heute setzt ach die Auffassung durch, es bestehe gewis- ermaßen eine Art Rechtsanspruch, ein Recht auf Kredib. n der Zeit der großen Arbeitslosigkeit als das politische Schlagwort von dem Arbeit“ entstand, oder etwa ähnlich wie das ele Gerede von„Kultura“ in Ländern, in denen gerade die Kultur mit Fußtritten be- dacht wird. Und doch in einem gewissen übertragenen anne ist heute noch Fürstenbergs Bankier- Jeisheit, gerden in die Einsicht: Kredit bekommt der, der ihn nieht bekommen sollte. lst es erforderlich, auf den Fall Bürkle, duttgart, auf den Fall der Hamburger Flei- dherbank, auf den Fall der Nassauischen landesbank, Wiesbaden(Kreditgewährung an ein Verlagsunternehmen), etc. hinzuweisen. Fucher zinsen ohne Zinswucher Es ist auch gar nicht 80 originell, daß Kre- ütgeber die fehlende Sicherheit dureh Wucher- insen zu ersetzen wünschen, ohne dabei Zins- „Recht auf eher zu treiben, denn von einem markt- nungen auf dem Kreditmarkt des Wohnungs- baues. Baukostenzuschuß gegen Doppel- verzins ung Es ist zum Beispiel Mode geworden(besser gesagt Unsitte), mit bloßer Genialität zu bauen, ohne Geid zum Bauen beizutragen. Mitunter ist sogar der Bauherr nicht ein- mal Besitzer des zu bebauenden Grundes und Bodens. Einzig und allein Besitzer einer ge- nialen Idee, die ein Badisches Kreditinstitut zu belehnen bereit ist, wobei sich der Vorgang wie folgt abspielte: Die Bausparkasse B erteilt einen Bau- kostenzuschuß an den Wohnungsuchenden H in Höhe von 10 00 DM. Der Wohnungsuchende wird verpflichtet, einen Bausparvertrag auf die Dauer von 15 Jahren auf 20 000 DM abzu- schließen. Er verzinst nicht den ihm im Vor- schußwege verliehenen Baukostenzuschuß von 10 00 DM, sondern den gesamten vertrag- lichen Bausparbetrag in Höhe von 20 000 DM mit 6,72 Prozent, von denen 1,72 Prozent als Tilgung des Kredites gelten und 5 Prozent als Zinszahlung. Praktisch bedeutet dies jedoch, daß für das tatsächlich gewährte Darlehen von 10 0% œ l 13,4 Prozent gezahlt werden müssen.“) Was Wunder, wenn solches Bauen sich nicht bewährt; wenn ein Bauvorhaben auf sol- chen Finanzierungsgrundlagen mitunter nicht einmal bis zu Ende geführt werden kann. Was Wunder, daß die Schuldner die horrende Die westdeutsche Binnenschiffahrt kann jetzt die Rückzahlung des Mehrpreises für Diesel- kraftstoff beantragen, wurde aus Schiffahrts- kreisen in Duisburg bekannt. Danach soll sich die Bundesregierung bereit erklärt haben, von den für eine Tonne Dieselkraftstoff gezahlten 495 DM einen Betrag von 220 DM zurück- zuerstatten. In Schiffahrtskreisen wird jedoch der Preis Auf den Kartoffelmärkten in Norddeutschland, insbesondere in Hamburg, kam es zu erheblichen Preisstürzen. Der Großhandelsabgabepreis für deutsche Frühkartoffeln flel von 20 DM je 50 Kilo Anfang der Woche auf 12 DM am Mittwoch. Trotzdem konnte der Markt nicht vollständig ge- räumt werden Am Donnerstag betrug der Ab- gabepreis 13 DM. Der Preisrückschlag für Früh- kartoffeln ist darauf zurückzuführen, daß in die- sem Jahr infolge der langanhaltenden kühlen Witterung in allen Teilen der Bundesrepublik die Rodung fast gleichzeitig in den Hauptanbau- gebieten im Rheinland und in Norddeutschland einsetzte. 2,8 Mrd. DM für Elektrizität Dem bayerischen Ministerrat und dem wirt- Allmählich aber wird dem nüchternen Beobachter bange, wenn er sieht, was sich am Kapitalmarkt tut, trotz, oder besser gesagt, wegen der bestehenden Kreditrestriktionen, wegen des starren Festhaltens an einem Zins- fuß, der alles andere ist als marktgerecht. Der Präsident des Direktoriums der Bank deutscher Länder äußerte unlängst die An- sicht, es wäre empfehlenswert, nicht zu starr an dem vorgeschriebenen Zinsfuß festzuhalten. Geheimrat Vockes Empfehlung kommt reich- lich spät. Besser wäre gewesen, wenn die Bank deutscher Länder diese Empfehlung selbst beherzigt hätte und den Zinsfuß frei- geben würde. Was sollen all diese Reden von Verteuerung der Baukosten, wenn in der Tat diese Verteuerung ja auch eintritt in Fällen, in denen doppelter Zins gerechnet wird? Aus diesen Gründen ist die kürzlich er- folgte Umbesetzung in der Leitung der oben- erwähnten Bausparkassen ein unzulängliches Mittel, solchen Erscheinungen abzuhelfen, denn die weitere Beibehaltung künstlicher Fiktionen, auf dem Kreditmarkte ist hinläng- lich Ursache, um solche und ähnliche uner- kreuliche Erscheinungen immer wieder aufs Neue erstehen zu lassen. Zum Schluß werden Bank- und Sparkassendirektoren ebenso Man- gelware werden wie heute„Kredit“ zur Man- gelware gehört. Daß die Nachfolger der heu- tigen Bank- und Sparkassenleiter dann ähn- liche Mängel aufweisen dürften, wie sie das heutige Kreditwesen aufweist, sei am Rande nationale Filmproduktion für die Bundesrepublik besonders wichtig, da auf Grund des Karteligeset- zes jede Zusammenfassung der Flimgroßproduzen- ten untersagt ist. In diesem Zusammenhang kri- tisierte Mutzenbecher die Gewerbefreiheit im Be- reiche des Films. Gegenwärtig gebe es 130 Fir- men, die sich mit der Filmproduktion befassen. Seit Kriegsende seien im Bundesgebiet 43 Film- gesellschaften in Konkurs gegangen, nachdem sie jeweils nur einen Film hergestellt hatten.* teilt. Dividende wird nicht ausgeschüttet. Der Ge- winn des Geschäftsjahres 1949/0 wird von dem Verlustvortrag aus dem Jahre 1948/9 abgesetzt, so daß sich ein Restverlust von rund 30 00% DM er- gibt. Aus dem Vorstand schied Direktor Philipp Bohrmann aus und wurde einstimmig in den Auf- sichtsrat gewählt. Zu viel Feiertage Auf fast allen Zweigen des Bergbaues in Nie- dersachsen blieben die Produktionszahlen im Mai gegenüber dem Vormonat zurück. Dies wird in einer Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums in erster Linle auf die zahlreichen Feiertage zurückgeführt. Lediglich im Steinsalz- und Schwerspatbergbau, sowie bei der Erdölgewinnung wurden höhere Produktionszahlen erreicht, Lohnerhöhung und Straßenbahntarif EZ U-Kreditlinien werden überprüft Das Direktorium der EZ U wird sich am 26. Juni mit der Neufestsetzung der Kredit- linien der Teilnehmerstaaten befassen. Wie von gut unterrichteter Seite der Bundesregie- rung verlautet, wird das Direktorium keine endgültige Entscheidung fällen, sondern ledig- lich die besonders von der Bundesrepublik und Holland gestellten Anträge auf Erhöhung ihrer Kreditlinien prüfen. Kürzlich haben Sachverständige des Bun- desflnanzministeriums und der Bd und der EZ U in Paris über die deutsche Zahlungs- und Devisenbilanzlage berichtet. Wie verlautet, wurden diese Erläuterungen verständnisvoll aufgenommen, so daß in Bonn mit einer wohl- wollenden Prüfung des deutschen Antrages ge- rechnet wird. Deutsche Regierungsstellen be- tonen, sie hätten bei den laufenden Vorver- handlungen mit der EZ U den Eindruck ge- wonnen, daß man in Paris in Zukunft nicht mehr mit Sonderkrediten operieren wolle. Man sei bestrebt, eine Lösung zu finden, die die EZ U stärken und die Teilnehmerstaaten krisenfester machen soll. Die endgültige Ent- scheidung über den deutschen Antrag wird der Rat der OEEC voraussichtlich im Septem- ber treffen. Der Bauernverband fordert schen Milchfetts vertretbar sei. Die Andienungs- pflicht von Rohstoffen der Margarine- Industrie an die Einfuhr- und Vorratsstelle würde immer dring- licher und ebenso erscheine es im Interesse einer gesicherten Volksernährung erforderlich, einen Beimischungszwang deutscher Oele in Margarine amzuordnen. Kauf und Kreditierungszwang Das Präsidium betonte weiter, daß, nachdem die Bundesregierung den Butterpreis als Richt- preis stützen wolle, nicht nur die staatliche Ein- und Vorratsstelle anzudienen und soweit dies zur Marktentlastung notwendig sei, von dieser zu Übernehmen Außerdem sei der Preis für Im- portbutter dem deutschen Inlandspreis gleichwer- tiger Butter anzupassen. Weiterhin müßten vom Bundesernährungsministerſium die nötigen Mittel zur Kreditierung der übernommenen Butter be- schafft werden. Preisgleichmägigkeit im Bundesgebiet Was die Milchpreise anbelange, so erwarte der Bauernverband, daß die Bundesregierung sich für, eine gleichmäßige Preisverordnung im ganzen Bundesgebiet einsetzt, entsprechend der Verord- nung über Preise für Milch und Butter. Getrennte steuerliche menveranlagungen übergebührt belastet. ES würde ihnen dadurch erschwert, einen Haus- halt aufzubauen. Ersatzbesehaffung 5 Kriegs geschädigter abzugsfähig Ferner wurde ein Vorschlag des Vermitt- lungsausschusses angenommen, den Beschluß des Bundestages rückgängig zu machen, wo- nach für Kriegs- und Demontagegeschädigte Steuervergünstigungen bei Beschaffung von beweglichen Wirtschaftsgütern im Sinne der grundsätzlich beseitigten Selbstflnanzierung gewährt werden sollen. Diese Sonderregelung würde nach Angaben des Berichterstatters einen Steuerausfall von etwa 30 Millionen DM ausmachen. 2 Monate Moratorium für Ernst Hjleronymi Seit April befindet sich der Bauherr des Grundstückes O 7, 12, Ernst Hieronymi, Mann- heim, in Zahlungsschwierigkeiten. Gleichzeitig ist das von ihm im Auftrage der ehemals in Mannheim ansässig gewesenen Frau Demmler Detroit, USA) begonnene Bauvorhaben in O 7, 11 notleidend geworden. Bemerkenswert ist der in dem den Glau- bigern erstatteten Bericht enthaltene Satz: „Die Kosten für die noch nicht ausgeführ- ten Bauarbeiten betragen bei einem Ge- samtbauwert beider Häuser von rund 75 55 Mill. DM) lediglich 40 000 bis 60 000 nierbel bewahrheitet sich wieder einmal, daß Zinsbelastung nicht mehr értragen können. vermerkt. F. O. Weber 5 Atschen Beliern verbandes. 5. u wovon am meisten gesprochen wird, nicht f betente in einem Bericht zur Lage, daß dle Sub. Es fehlen jedoch Ernst Hieronyrni bereits ellstiert oder zumindestens Mangelware ist, K Zz N A ventlonierung der Margarine-Industrie nur bei Zur Bezahlung bisher aufgelaufenen 0 etwa wie die Arbeit und der Arbeitsplatz URZ NACHRICHTEN gleichzeitiger Stützung und Verbilligung des deut- Bauaufwandes sowohl für das Obfekt O 7. 11 Demmler) als auch für das Objekt O7. 12 je 250 00 DM, d. h. genau 331 045,88 DM. Werden die obenangeführten 40 000 DM bis 60 000 DM dazugeschlagen, so ergibt sich ein Fehlbetrag von rund 600 000 DM. Diesem Fehlbetrag sollen hypothekarisch noch nicht ausgelastete Bau- und Bodenwerte des Objektes O 7, 11 Demmler) in der Höhe von rund 370 00 DM bis 450 00 DMô) und bei dem Objekt O 7, 12 in der Höhe von rund N für Dieselkraftstoff trotz dieser Rückzahlung Die Brauerei Durlacher Hof A.-G., Mannheim 1 180 00 DM gegenüberstehen, zusammen also 5 5 18 8 1. noch als zu hoch bezeichnet. 5 3 A8. Die Authage de Vorstandes ut 8 e ee e 5 630 3 bis(schlimmstenfalls) 550 000 5 ist 5 für den Fall, daß sich bei heutiger Kre- 1 5 sprechend ausgerichtet werden müsse. Zu diesem M, d 8 züreftend, könnte vielleicht abgewandelt Kartoffelpreise purzein den Senenmist und dem Vorstand Entlastung er- Zwecke seſen alle Buttereinfuhren der Einfuhr- ditmarktlage jemand bereit fände, die Bau- objekte 100%% 1g zu belasten. Die Entstehung der Zahlungsschwierigkei- ten ist begreiflich. Das Bauvorhaben Demmler (O0 7, 1) wurde Wie die Aktenlage bisher verriet— ohne jegliches Eigenkapital lediglich mit der Einbringung des Grundstückes(Wert rund 200 00 DM) begonnen. 5 Als Eigenflnanzierung des Objektes O 7, 12 (Hieronymi) ist lediglich der Rest einer Eigen- tümerhypothek(zu Gunsten Hieronymis) von 85 00 DM erkennbar. Hauptflnanzier war nach dem vorliegenden Aktenmaterial die Badische Landesbauspar- kasse, die für das Bauvorhaben Demmler 400 00 DM und für das Bauvorhaben Hiero- 1 1 1 eit ent- schaftsausschuß des Landtages soll in nächster Der Aufsichtsrat„Sd 8 1 1 4 e erklaren 8 5 3 5 5 eee eee 1 3 5 0 Beines Lesen, ale Tra gerla der 2 Veranlagung e, e Du hypothekarisch sichergestellt karge zwischen„Effektivzinsfuß(gesetzlich den. Das Prosekt sieht einen Gesamtkapital o* im Kalenderjahr 1951 bei-„Pie Gläubiger einigten sich vorläufig auf Unt urgeschriebener Zinsfuß) und— wo es mög- bedarf von 2 600 000 000 Dl vor. nissen durch eine Erhönung der Fahrpreise der N behalten ein zweimnonatiges Moratorium, In der Zwi- ng ich ist— berechneten Wucherzinsen einen Essener Stragenbannen anzupassen. Gegenüber. schenzeit will man Mittel und Wege finden, ausgleich schaffen soll. Dieser Umstand und Dy-Kredite dem Vorjahr haben sich die Aufwendungen des Der Bundestag hat am 21. Juni die Vor- dem notleidenden Bauobjekt wieder zu helfen. rehe de Tatsache, daß sich die daran beteiligten Die zwischen der RO Unternationale Flücht- Unternehmens für Personal- und Sachkosten um schläge des Vermittlungsausschusses ange- Insbesondere sind mit der Badischen Lan- HL. dmanzierungsinstitute mitunter eines Mittel- lingsor ganisation) Gent und der Vertriebenen 2 5,% Nlillionen DM erhöht. Allein der Mehr- nommen, wonach für das Kalenderjahr 1951 desbausparkasse Karlsruhe Verhandlungen 11 znnes bedienen, der in ihrem Auftrag diese 8. 3 105 7 eee 8 belief 8 5 5 die getrennte steuerliche Veranlagung von wegen einer Zinsreduktion für den von ihr chwarzen Geschäfte“ abwickelnd, sie— die 50—.— 5 1—.— 8 1 J inne ungen suf mehr als Eheleuten beibehalten werden soll, Jedoch soll gewährten Kredit von 750 000 DM(für Demm⸗ Uhr) leschäkte— mit seinem Namen deckt, erhär- für die vertriebenen an die örtlichen Kreditinstl. 5 die Steuer der Ehefrau dann ohne Rücksicht ler 400 00 DM; für Hieronymi 350 000 DJ) im 0 an nur die Einsicht, daß Reglementierungen tute mit der Bitte wenden, die Funktion der Frankfurter Effektenbörse auf Familienstand und Zahl der Kinder nach Gange.) Es wird darauf hingewiesen, daß eine 05 1. 8 auch 95 1 nederunen für die ie der een zu vom 21. Jun! 3 1 5 werden. 8 Re- den Hauserträgnissen angemessene Verzinsung „ ung so wie alle Zwangsmaßnahmen a ernehmen.— An die Zentralorganisation des Das Geschäft bewegte sich in engen Grenzen gelung wird na en dem Vermittlungsaus- der Kredite eine verhältnismäßig rasche Ab- um: mendwelchen Marktgebieten ganz auto- Bankgewerbes ergeht gleichzeitig dle Bitte, die und die Kursentwicklung war daher wiederholt schuß gegebenen Zusicherungen der Bundes- stoß ung des See ermöglichen sen graue, schwarze oder schwärzeste ihnen pngegehlessenen Gelamstitute, soweit des dem Zufall überlassen. Montane eröffneten tells regierung, durch Rechtsveroränung oder Gesetz würde. e ens ö 2 Aktoren schaften.) 3 1—. Seschehen sein sollte, unverändert, teils bis zu 1½% niedriggr, Elektro- getroffen werden. 1 4— f 2 5 5 5 nmellstens über die Behandlung dieser Kredite werte ebenfalls uneinheitlich, aber überwiegen 8„ ohne Grundstückbewertung. Das Grundstück f 5 Die Erfahrung lehrt, daß die Funktion eu untergichten. Da es zich um eine internatſonale nachsenend. Maschinen werte lagen durchweg gut Der Bundestag hatte de a 1 cha 98 1 igen ltsgbetſe Panaelt. Ai 1 ien Ads wirküinges Papdüßtet Dla übrigen. 8. ö e 5 e e e er har dlesen uttischatteten bzw. zwielletisen auch der deut schen Wirtschaft zugute kommt, er- Vortag beilderseltige Verändartengertten Besefeber Lesulig des Gesetzes für dis Zussmmenver: andere Grundstück(0 7 12) ist von der Pen- 5, 21 ſebieten alles andere sind, als königliches Wartet die Bundesregierung eine Positive Und ent- ge Veränderungen bis zu ½% zu anlagung der Ehepartner entschieden, wenn sions- und Wohlfahrtskasse eines Mannheimer —aufmannstum. Nutznießer kann hier nur je- er sein, dessen Seele am wenigsten mit Skru- bein belastbar ist und der gleichzeitig— ge- gegenkommende Haltung aller Geldinstitute. Konkurs begünstigende Gewerbefreiheit verzeichnen. Wesentlich verändert lagen Südzuk⸗ ker, die auf Gund des gestrigen hohen Geld- Kurses von 134 stärker offeriert waren und erst 4% niedriger zu 130 untergebracht werden konn- das gemeinsame Einkommen 600 DM über- steigt. Gegen diese Regelung hatte der Bun- desrat Einspruch erhoben und den Vermitt- Großunternehmens an Ernst Hieronymi im Erb- baurecht bis zum 31. hen worden. Dezember 1979 verlie- 5 J 1 8 5 0 f a) infolge einer bezüglich der Abwertung noch U k ingt es ihm, einen Kredit zu akqulerieren— 1.— eee 5 8 ten. Löwenbräu gelen um 2 auf 54, Lahmeyer lungsausschuß angerufen, nicht nur, wie der nicht rechtlich geklärten Hypothek eines aus- cht viel, oder noch besser, gar nichts ver- 8 r lünen un 8. ee ee een Ae ee,% aut 35 Berichterstatter des Ausschusses betonte, aus ländischen Gläubigers schwankt der hypotheka- leren kenn. Dies bewelsen auch dle sich all- ee. 9 5 e 1 5— 5 55 13 be- kormalen Gründen der Bundestag hatte rische Ansatz bei dem Demmler- Grundstück, S nlich beängstigend vermehrenden Erschei- iu 1. 125 0 8 Vor len. 1 um. Verkehr zu 29 unverändert ene ä. die 5 als 5 5 3 eine Differenz von rund i clu„ Mutzenbecher mit, daß Vorbesprechun- Auch Spitzenwerte wie Conti Gummi, Demag, liches Einkommen zu kennzeichnen— sondern 9 51 1 1. Auf diesen Kapitalmärkten sind 18—22% Zins- gen mit 5 Gesellschaften bereits im Heidelberger Zement, Accu und Pt. Lino.— auch aus grundsätzlichen Erwägungen. Gerade. 750 e e e e eee 25 AD sitze keine Seltenheit. Gange seien. Seiner Ansicht nach ist eine inter- unverändert bezahlt. die jungen Fhen würden bei einer Zusam- 6,72% bilden. 5 Pünneg N dede⸗ Hewerbe⸗ LVEasTZEISeEZuNne EN Die bange Frage Waage? etrachtet es als selbstverständ- wos sagt die 9 nich. das ihm die beigefügten ee FicherpiERtergtgunattt. ock 1 ück at wer 22. Juni 1381. um 10 Uhr, werde ich liche Weise für eine gesunde Unterlagen zurückgesandt wel in Mannheim, an Ort und Stelle Biene i, 8 2= den, sobald die Wahl für die mit Zusammenkunft d. Steigerer Fräsen u ergtstig be an Ii. W 6 Stelle getroffen Haltestelle Viehhofstrage, gegen Auch als DURIX- DRAGEES. A N22 88 St. bare Zahlg. im Vollstreckungswege 2, 02,25 DM i. Apoth. u. Prog. —. Wir schließen uns dem Stand- öffentlich versteigern: 1 Zimmerei- 6 3*. e 1 Kreis- er 2, ese 8 0 Säge mi otor. Anschließend ver- L—Originalzeugnisse, Zeugnis- steigere ich in Mhm.-Neuostheim, 0 SEschkfTSs-AMZEHIeEN six. 1 5 1 15 7 5 5 3. 5 riginalurkunden, die oft un- er Steigerer, Endstation Linie 23: 5. 72 ersetzlich oder nur sehr schwer 1 Pkw. 9 1.8 Ltr. i Bemedern werden gereinigt 1 wiederzubeschaffen sind- un- buch ist vorhanden. Diese Verstei- ö F 0 ENTE R 3, 38 b 0 aufgefordert den Stellung- serung findet voraussichtlich be- Miel. Tellern el. 40% 71 suchenden zurückzugeben. 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Wenn Klein-Clivia in Pompeji an Vater Fabius obige Frage stellte, dann griff der nicht wie wir verlegen zum Schlips und sagte:„Frag nicht so dumm, freches Gör“, sondern erklärte ungefähr kolgendermaßen: Liebes Clivchen, die Erde hat die Form eines Kuchentellers, und dieser Kuchenteller ist meerumschlungen wie Schleswig-Holstein. Die Sonne ist ein sportliches Wesen, rekord- süchtig wie der Hochspringer Secundus Ma- Rimus, der seinen Namen daher hat, weil er neulich bei den Leichtathletik-Meisterschaf- ten in der Arena von Paestum die Maximal- höhe von zwei Metern erreichte. Jeden Mor- gen setzt die Sonne zum Sprung über die Erde an. Im Winter ist sie müde und schafft nur geringe Weiten, schon nachmittags um 5 Uhr plumpst sie kurz hinter Spanien ins Meer und begibt sich dann wieder unter dem Kuchenteller weg zu ihrem Absprungplatz Sarmatien, so sie am anderen Morgen wieder startet. Durch fleißiges Training im Frühjahr springt sie jeden Tag ein wenig höher und weiter, dabei wird ihr natürlich warm, was sich auf unser Klima auswirkt. In Wirklich- keit is t sie nicht wärmer, sie scheint nur wärmer, aber das ist im Fall der Sonne das- Selbe, und wir kommen hierbei schon in die Kritik der reinen Vernunft, die der Bar- barensprößling Immanuel Kant, ein später „Die Welt ist kein Wartesaal“ Uraufführung in Dortmund zum Abschluß der ‚Deutsch-Holländi- schen Woche“ in Dortmund stellte die Dort- munder Bühne den holländischen Dramati- ker Maurits Dekker mit seinem Schauspiel „Die Welt hat keinen Wartesaal“ vor und erzielte einen der bemerkenswertesten Er- folge ihrer Spielzeit. Die deutsche Bearbei- tung des spannenden Problemstücks stammt von dem Dortmunder Intendanten P. Walter Jacobs, der auch die tragende Rolle des Atomphysikers Prof. Thomas übernommen Hatte. So ist hier einmal die Bezeichnung „Deutsche Uraufführung! kein Pleonasmus. Dekker, 1896 in Amsterdamm geboren, ist in seiner Heimat ein bekannter Prosaist und Bühnenschriftsteller, der sich leidenschaft- lich für die Verantwortlichkeit des eigenen Gewissens eingesetzt und so folgerichtig zu aktuellen Themen greift. Er tut dies mit Geschick, mit Können und Einsicht in die ihm gesetzten Grenzen. Er ist ein moderner Moralist, dessen Aussage auch da, wo sie programmatisch und plakathaft wirkt, nicht Papier bleibt, wenn sie auch nicht Dichtung wird. Der Titel besagt, daß sich der Mensch nicht außerhalb seiner Welt und ihrer Ent- Wicklung stellen und zusehen darf, wie sich Verhängnisse vorbereiten, ohne sich zur Wehr zu setzen und mitverantwortlich zu fühlen. Er schafft einen modernen Vater- Sobhn-Konflikt im Labor einer Atomfabrik, die unter staatlicher Oberaufsicht steht. Der Vater, Prof. Thomas, ist mit den ab- schließenden Arbeiten für einen vorläufigen Schlußbericht über seine Pyradium-For- schungen beschäftigt. Der Sohn, Jacques, er- kennt die Riesengefahr, die der Menschheit droht, wenn erst die Ergebnisse der wissen- schaftlichen Arbeit in den Händen des Staates und des Heeres ruhen. Er kündigt dem Vater seine weitere Mitarbeit auf und verlangt von ihm eine ähnliche Entschei- dung. Als eine unvorhergesehene Störung innerhalb der mächtigen Apparaturen eine Kettenreaktion und damit eine unvorstell- bare Katastrophe für die Fabrik und Stadt heraufzubeschwören droht, opfert sich der Sohn und setzt sich den tödlichen Gamma- strahlen aus, die in qualvollem Siechtum seinen Körper zerstören müssen. An seinem Krankenbett spielt sich die entscheidende Ausein andersetzung zwischen Prof. Thomas und dem Vertreter des Staates, einem General, ab, bei der sich der Gelehrte wei- gert, seinen Schlußbericht abzuliefern und länger der Vernichtung zu dienen:„Ich bin kein Soldat“, sagt er, ,ich versuche zu denken“. Die straffe Inszenierung Hesso Hubers, die profilierte und verhaltene Dar- stellung vor allem Jacobs und Waldemar Schütz!(Sohn) erstritten dem anwesenden Autor einen nachdrücklichen Erfolg. Gerd Vielhaber Kollege Senecas, erst in zweitausend Jahren veröffentlichen wird. Aber bis dahin läuft noch viel Lava den Vesuv herunter.— Der Kerl raucht heute übrigens wie ein alter In- dianer, wenn das nur nichts Böses bedeutet! Und heute, am Sommeranfang, stellt die Sonne ihren Jahresrekord auf. Sie springt mit mathematischer Sicherheit so hoch wie noch nie, weshalb sie heute länger in der Luft ist als an anderen Tagen und erst kurz nach 20.30 Uhr hinter den Säulen des Herkules ins Meer fällt. Ab morgen lassen ihre Kräfte nach, ihre Leistungen werden schwächer und der Sportberichterstatter des„Kuriers von Neapel“ wird von einem erstaunlichen Form- rückgang infolge mangelnder Kondition be- richten. So wird Papa Fabius sprechen, für den die Erde laut Ptolomäus noch Mittelpunkt aller Dinge war, um den sich sogar die Sonne drehte. Nun, Galilei hat es für Galimathias erklärt, und wenn heute die kleine Ev ihren Vater fragt, dann hat er es schon schwerer. Die Erde ist, so wird er sagen, eine et- Was verrückte Kugel, die wir nicht schieben. sondern die geschoben wird. Es genügt ihr nicht, sich wie ein Karussell um die eigene Achse zu drehen, wodurch all der Schwindel entsteht, den man mit uns treibt, sie saust auch noch wie eine geisteskranke Hummel um die Sonne herum. Innen ist die Erde feurig, und sie hat ein paar Pickel. die nennt man Vulkane, da kannst du hinein- schauen, und ihr Innenleben betrachten. Ich kann dir sagen, das stinkt nach Pech und Schwefel, und gibt zu allerlei Besorgnis Anlaß! Aber nicht genug damit, daß wir auf diesem unzuverlässigen Fahrzeug schief stehen, und wenn du dein Bett zufällig von Norden nach Süden stehen hast. dann hängst du mit dem Kopf nach unten ins Weltall: die Erde ist auch noch aus den Pantinen gekippt, was du an der Welt- geschichte leicht feststellen kannst. Die Erdachse steht noch schiefer als der schiefe Turm von Pisa. Das ist nichts Stabiles, Solides. Der Mai ist der Monat der Zuneigung. Davon macht auch die Erdachse in ihrer Loblied Im Zusammenhang mit der Aufführung des Schauspiels„Die Höllenmaschine“(La machine infernale) des französischen Schriftstellers Jean Cocteau im Mannheimer Nationaltheater veröffentlichen wir den nachstehenden Bei- trag über Leben und Werk des heute 62 jährigen. „Ich bin Pariser, denke als Pariser und spreche wie ein Pariser“, sagte Cocteau eines Tages, obwohl er in dem durch seine Renn- plätze und parkartigen Waldungen berühm- ten Maisons-Lafitte geboren ist, also in ziemlicher Distanz vom Weltzentrum einige Vorortbahnstationen nach dem We- sten. Der 5. Juli 1889 ist sein Geburtstag. Seine bürgerlichen, gut situierten Eltern liebten die Kunst und das Reisen, Dem eben 15 jährigen zeigten sie die Herrlichkeiten Venedigs. Mit 16 veröffentlicht er seinen ersten Band Verse. Er genoß eine gediegene Schulbildung, seine Eltern schickten ihn in das berühmte„Lycèe Condorcet“ in Paris, das aber seinem freien Geist nicht in aller- bester Erinnerung blieb. Starken Einffuß auf den sehr sensiblen und empfindsamen Jun- gen und seine Geistesbildung übte der per- sönliche Verkehr mit den Dichtern Catulle Mendeès, Edmond Rostand, Jules Lemaitre, Marcel Proust, später mit André Gide und dem Komponisten Igor Strawinsky. Bei Aus- bruch des ersten Weltkriegs wird er zurück- gestellt. In unzufriedener Revolte organi- siert er aus eigener Vollmacht Verwundeten transporte und landet schließlich bei der Marineinfanterie. Zu einer Kriegsauszeich- nung vorgeschlagen wird seine eigenmächtig vollzogene Kriegshilfe aufgedeckt und er wird verhaftet. Nach Paris zurückgekehrt knüpft er neue Freundschaften mit Roland Garros, dem damals berühmtesten Flieger- akrobaten Frankreichs, dem Maler Picasso und mit Blaise Cendrars, mit dem er ge- meinsam einen Verlag gründet. Er zählt zum intimen Freundeskreise der„Gruppe der Sechs“, die das moderne musikalische Leben Frankreichs maßgebend beeinflußte (Honnegger, Satie, Auric, Poulene, Durey und Germaine Taillefer). Er schreibt aus- gezeichnete Einführungen und Vorworte zu den musikalischen Werken Debussys und Ravels. IOoANLOWELL: Ich spucke gegen den Wind Deutsch von Richard Hoffmann Copyright by Paul Zsolnay Verlag, Wien-London (10. Fortsetzung) „Es ist ein so gottverdammt gutes Ge- kühl, sich in dem frischen Regen abzuküh⸗ len“, antwortete ich. Der Humor meiner Bemerkung schien ihm nicht einzugehen. Ich sah, daß mir wieder einmal Prügel plühten, und mein nackter Körper war eine gute Zielscheibe für ein Tauende. „Ich werde dich lehren, frisches Wasser zu verderben“, sagte er und ging nach vorne. Zurück kam er mit einer Hand- voll Seife. „Jetzt mach den Mund auf. Es macht dir ja solchen Spaß, dich gründlich zu Waschen; also versuche einmal das.“ Und er wusch mir das Innere meines Mundes mit der stinkenden Seife. 5 Seitdem habe ich niemals mehr das Be- dürfnis gehabt, mich gründlich zu waschen! PARFUM AN DES KOCHS FUSSEN DND HAARE AUF MEINER BRUST Als ich aufwuchs, stark und gesund, hatte ich drei sehr einfache Ambitionen im Leben: in Seemannsarbeit. im Segeln und Steuern tüchtig zu sein, go weit zu spucken Wie jeder beliebige Schwede und ebenso viel, wenn nicht mehr, zum Essen zu be- kommen als jeder andere. Auf Segelschif- ken wird die Nabrung in sogenannte „Whacks“ aufgeteilt, das heißt, jeder Per- son sind so uad so viele Unzen für eine Woche zugewiesen. Es gab keine Möglich- keit, die genaue Dauer einer Fahrt richtig abzuschätzen, da wir gänzlich von den Win- den abhingen, die uns zu unserem Bestim- mungsort bringen sollten. Wir führten keine Luxusnahrungsmittel — in unseren Vorratsräumen gab es nur Platz für die einfachsten Lebensnotwendig- keiten. Linsen. Reis, gesalzenes Rindfleisch, in Fässern gepökelt. Trockenmilch, ge- dörrte Pflaumen und Aprikosen als Feier- tagsnachtisch und Zitronensaft. Die Vor- räte waren in einem speziellen Raum unter Schloß und Riegel verwahrt. Nur der japa- nische Koch und mein Vater besaßen Schlüssel zu diesem Allerheiligsten der Le- bensmittel und bewahrten sie erbarmungs- los auf. Die verschlossene Vorratskammer machte mir das Leben reichlich schwer. Ich schien nie genug zu haben. So bestand zum Beispiel das Frühstück aus einer großen Platte mit gekochten Haferflocken, trocke- nem Brot und Kaffee. Wenn der Schiffs- junge die Frühstücksglocke läutete, hatte dies den Effekt eines Feueralarms und wir trabten alle in den Speiseraum. Der erste, der zum Tisch kam, griff nach der Schüssel mit Brei und füllte sich einen großen Hau- ken auf seinen Teller. Bald lernte ich es, am schnellsten zuzugreifen. Ich entwickelte in mir die Fähigkeit, für mich selbst zu sorgem. Einmal in der Woche, jeden Don- nerstag, hatten wir Pudding. Puddingtag auf See war stets ein Fest. Der Koch be- reitete eine zähe, klebrige Masse aus ge- dämpftem Talg und Mehl und gab ein paar Rosinen hinein. Das hieß Pflaumenpudding, aber ich war stets davon überzeugt, daß der 3 f N Karl Schmidt-Rottluff: Katzen Die Mannheimer Kunsthalle eröffnete, wie schon gemeldet, am Samstag eine große Kolleh- tivausstellung Karl Schmidt- Rottluffs, in der auch dieser Holzschnitt, der der Kunsthalle gehört, zu sehen ist. oberen Hälfte Gebrauch. Sie neigt sich der Sonne zu. Der obere Teil der Erdachse hängt nach innen durch. Und in diesen Junitagen hat die Neigung der Nordhälfte zur Sonne den Höhepunkt erreicht, und von heute an geht es abwärts mit Zunei- gung, Sonne und Liebe. Wie sich die Erde nämlich politisch in eine Ost- und eine Westhälfte spaltet, so teilt sie sich saison- lich in eine Nord- und eine Südhälfte. Und Wenn der Norden der Sonne sommerlich auf jean Cocteau/ von Pau Elmar In voller Pracht entpuppt und entfaltet sich in jener Nachkriegsperiode sein Uni- versalgenie, das von der Poesie zur Journa- listik, vom Theater zum Film, von der Tanz- kunst zur Kritik, von der Zeichenkunst zur Schallplatte so ziemlich alle Ausdrucks- formen der Kunst meisterhaft beherrscht. Sein erstes Stück„Parade“(1917) mit dem Bühnenbild von Picasso und der Musik von Eric Satie, brachte derart Neues, daß der Skandal unausbleiblich war. Sein zwei- tes dramatisches Werk war nicht minder originell. Schon der Titel„Le Boeuf sur le Toit“, die Bezeichnung eines Wirtshaus- schildes, eine Idee, die ihm Claudel aus Brasilien mitgebracht hatte— damals be- kannte sich Cocteau zum Katholizismus, dem er 1926 aber schon wieder einen berühmt gewordenen Absagebrief schrieb— machte Sensation. Das Stück war die erste Bewe- Sung gegen das Mode gewordene russische Ballett(1920). Seine Dramen„Orphée“ 1926, „Antigone“ 1928,„La Machine Infernale“ 1934, füllten die bekannten antiken Stoffe mit einer völlig neuen erregenden psycholo- gischen Ausdeutung.„Les Chevaliers de la Table Ronde“ 1937 wurden eine Wieder- erweckung des Mittelalters, des„Chanson de la Geste“, seine„Renaud et Armide“ ließ die Klassische Tragödie des französischen Klassischen 17. Jahrhunderts erstehen.„Les Parents Terribles“(1938) eine offene, sehr scharfe soziale Kritik an dem verantwor- tungslos zerfahrenen Egoismus gewisser Eltern wirkte wie eine Herausforderung und ergab einen solchen Skandal, dag man Coc- teau das Theater kündigte. Seine„Monstres Sacrés“ 1940,„L' Aigle à deux Tétes“ 1946 sind packende, ausgezeichnet gekonnte Bou- levardstücke, seine„Phädra“ ist ein nach Racine's Tragödie von Serge Lifar meister haft getanztes und gemimtes Ballett(1950). Es ist nicht allein die Originalität des Textes, die Ausdruckskraft des Wortes, die Wahl der Bilder, der erstaunliche Einfall, es ist ebenso die Darbietung selbst in ihrer Eigenart— Cocteau pflegt selbst zu inszenie- zugeneigt ist, dann ist der Süden winterlich abgeneigt. So spricht der moderne Vater und Klein-Ev sagt: du., das ist aber eine verrückte Welt. Und es ist anzunehmen, daß in 2000 Jahren wieder eine Tochter ihren Vater fragen wird: Sag mal Vati, warum haben Wir heute den längsten Tag. Ich bin ge- spannt, was Papi dann sagen wird. Wahr- scheinlich etwas von der Hohlwelttheorie, die nur noch Einsteinjünger verstehen. — ren— die eine Etappe in der Entwicklung des Geschmacks bedeuten, den Stil einer ganzen Epoche markieren. Cocteau ist ein Symbol seiner Zeit. In 32 Jahren— von 1918 bis 1950— veröffentlichte er über 30 Bände Dichtungen, Romane, Dramen, da- neben an die 10 Bände Zeichnungen und eine kaum noch zu überblickende Zahl von Essais, Kritiken, literarischen Portraits, Vor- reden, Ballettexten, Schallplatten usw. Uber 100 Titel hat einer seiner Freunde zusam- mengestellt. Bereits 1930 drehte Cocteau einen heute der Geschichte angehörenden surrealistischen Fum„Le Sang du Poste mit den Gegen- satzpaaren: Reinheit und Erotik, Zärtlich- keit und Gewalt, Schönheit und Scheußlich- keit. Im französischen Filmweser hat der heute 62jährige als Autor, Dialogist, Regis- seur eine führende Stellung. Er steht an der Spitze der Gruppe der Jungen, die mit aller Energie den künstlerischen Film ver- langen und mit ihren jährlichen Zusammen- künften in Biarritz eine Bewegung schufen, die in Frankreich heute mindestens ebenso viel Beachtung findet, wie die mehr kom- merziell ausgerichteten Biennale- Filmfest- spiele in Venedig. Dieses lebendige Universalgenie, das es nicht verschmähte, der Schutzpatron des nach seinem Stück„Le Boeuf sur le Toit“ genannten Kabaretts zu werden, was ihm den Spitznamen„Le Bluff sur moi“ eintrug, das die Spießbürger mit behäbiger Ent- rüstung als einen herausfordernden Frech- ling bezeichnen, von dem ein vergrämter Zeitgenosse behauptete, er habe die sagen- hafte Geschicklichkeit, immer im letzten, aber entscheidenden Augenblick sich auf das Trittbrett des letzten abgehenden Eisen- bahnwagens zu schwingen, um den Anschluß an die augenblickliche Mode nicht zu ver- Passen, ist von einer unfaßlichen dichteri- schen Schöpferkraft und Fülle, mit einer Schärfe der rapiden, klaren, präzisen Be- obachtung, ein Equilibrist in allen Künsten, eine Sphinx, wie in seiner„Machine Infer- nale“, deren Rätsel zu lösen uns Zeitgenos- sen wohl kaum völlig gelingen wird. Kulturnachriditen Erich- Maria Remarque, der Autor dez Romans„Im Westen nichts Neues“, arbeitet gegenwärtig an einem neuen Buch, dessen Handlung während des letzten Krieges ig Deutschland spielt. Der vorläufige Titel dez Werkes lautet„Superstition“(Aberglaube) wie Remarque in Paris erklärte, wðo er 2 einem mehrmonatigen Europaaufenthalt au; den Vereinigten Staaten eingetroffen ist. Die Helden seines Romans glauben nach seinen eigenen Worten an eine magische Kraft. Dag Buch soll zuerst in Amerika, später in Frank. reich herauskommen. Auf der Burgruine Weibertreu bei Wein. berg ist ein neues Naturtheater mit der Ur. aufführung des Freilichtspiels„Die Weiber von Weinsberg“ von Edgar Grüber eröffnet wor- den. Das Stück behandelb die bekannte Sage von den Frauen von Weinsberg, die 1140 als „ihr liebstes Gut“ ihre Männer auf dem Rük- ken aus der belagerten Stadt retteten. Der Autor und der Regisseur, Wilhelm Speidel, haben die Gefahr des Abgleitens ins Senti- mentale sorgfältig vermieden, die Schwer. punkte auf den schwäbischen Humor verlegt und so den herzlichen Beifall des Publikums gewonnen. „Captain Carvallo“, eine Komödie dez Engländers Denis Can nan. hatte bei der deutschen Erstaufführung in Köln trotz einer von Friedrich Siems bühnenkundig gesteuer- ten Inszenierung kein besonderes Glück. Es gab sogar Pfiffe und vorzeitigen Aufbruch eineg Teils des Publikums, während der andere die komischen Episoden beklatschte. Gegen Kriegsende auf einem Gutshof verschonen „ Widerstandskämpfer“ die fremde Einquar- tierung und machen aus einem geplanten Attentat ein„Rendezvous“ mit holden Weib. lichkeiten, um den Unfug des sich Bekriegeng zu demonstrieren. Die vernünftige Absicht wird durch dramaturgisches Unvermögen lei. der um ihre Wirkung gebracht. Gibt es wirk⸗ lich keine lohnenderen Einfuhren? 1. Das Narrenspiel„Wir armen deutschen Brüder“ von Albin Stübs wurde in den Städti- schen Bühnen Bonn uraufgeführt. Die Pre. miere vor geladenen Gästen, unter denen sich der Präsident und der Vizepräsident dez Bundestages, Dr. Ehlers und Prof. Carlo Schmid befanden, wurde zu einem großen Er- folg für den Autor und die Darsteller. Das 1941 verfaßte Spiel will ein Gleichnis sein, In zehn Bildern rollt pausenlos auf offener Bühne die Geschichte vom Hans ab, der einen Generalsrock findet, mit ihm verwächst und dafür büßen muß. Am Galgen flattert aber schließlich nicht die Person, sondern der Rock, der sich der Person bemächtigt hatte. Die Aufführung des Stückes, das das Problem „Kann man mit Bösem Gutes tun?“ umreist, War von Kurt Reiß inszeniert worden. Die Mannheimer Berufsgruppe„Musik- erzieher“ des Deutschen Musikerverbandes veransbaltete erneut im Goethesaal einen Schü- ler-Vorspielabend, der ausgezeichnete Leistun- gen bot und so das Vertrauen, das von Eltern und Schülern den Lehrkräften entgegenge⸗ bracht wird, in vollem Maße rechtfertigte. Von Anfang an war planmäßige Schulung erkenn- bar, die die Anlagen der Schüler liebevoll för- derte. Allerdings haben auch die Schüler ihre knapp bemessene Uebungszeit nicht mit leich- ter Kost vertan, sondern vielmehr zielbewuß“ angewendet. Neben der sorgsamen technischen Ausführung ist auch die Anleitung zu musika- lisch- künstlerischem Vortrag lobend hervorzu- heben. An diesem, von den zahlreichen Zu- hörern mit herzlichem Applaus begrüßten Abend beteiligten sich auch zum ersten Male Studierende des Violinspiels. Für die Sicht- baren erfreulichen Erfolge dürfen die Schiller folgender Klassen ihren Lehrern und Lehre. rinnen besonders dankbar sein: Klavier— Bin- chen Körner, Mathilde Schmidt, Elisabeth Huh, Gutti Gröger, Hildegard Haubold, Karl Ring Betty Eisele; Violine— Käte Mansar. chm. Von dem Mannheimer Komponisten Fried- rich Häckel sendet der Süddeutsche Rundfunk Radio Stuttgart, am Samstag, 23. Juni, 11.5 Uhr, eine Sonate für Violoncello und Klavier Werk 49. Solist: Dr. Ludwig Behr, am Klavier: der Komponist. 5 Die Galerie Rudolf Probst. Mannheim Schloß, eröffnet als nächste Veranstaltung am Samstag, dem 23. Juni, 16 Uhr, eine Ausstel- lung von Oelbildern, Aquarellen und Zeich- nungen des seit 1938 in Ischia bei Neapel lebenden Hamburger Malers Eduard Barg heer. Die Regensburger Domspatzen werden, von Paris kommend, am Montag, 25. Juni, 20 Uhr, in der Heidelberger Jesuitenkirche singen. Zum 150. Geburtstag des Heidelberger Ma- lers Ernst Fries am 22. Juni veranstaltet das KUur pfälzische Museum Heidelberg eine kleine Ausstellung von Gemälden und Zeichr nagen des Künstlers, die, zur Haupt- sache aus den Beständen des Museums ausge- Wählt, von Sonntag, dem 24. Juni an geöffnet sein wird. Der große Senat der Universität Heidelberg hat den ordentlichen Professor für Psychatrie und Neurologie, Prof. Dr. Kurt Schneide zum Rektor für das Amtsjahr 1951/52 gewählt Prof. Schneider war bisher Wahlsenator. Der ordentliche Professor der Atronomie, Dr. phil. Hans Kienle, wurde als Wahlsenator in den engeren Senat gewählt. — r———— 5— eee,——— Koch den Pudding aufs Krähennest stellte Ich versuchte von dem Brot. Es amerikanischen Konsuls an Bord; sie roch und dann vom Deck Pflaumen auf ihn Warf, ohne jemals zu treffen, denn es ge- lang mir nie, irgendeine Frucht darin zu finden. Der Ablauf der Wochen wurde mir wichtig wegen des Pflaumenpuddings und statt von einem zukünftigen Ereignis zu sagen ‚nächste Woche“, rechnete ich immer mit Zeitbestimmungen wie nächster Pud- dingtag, oder vor zwei Puddingtagen“. Das„Salzpferd“— dies war der Spitz- name des gepökelten Rindfleisches— stank häufig so, daß ich es nicht essen konnte ebensowenig übrigens wie die Matrosen—, ohne daß wir den Geruch mit Senfpickles übertäubten und den Atem beim Schlucken anhielten. Manchmal trug es auch zur Ab- wechslung im Menü bei, daß das Brot an- zusehen war wie Rosinenbrot. aber die Ro- sinen waren bloß unselige Küchenschaben, die dem Roch beim Kneten in den Teig gekommen waren. Derartige kleine Zu- bußen an frischem Fleisch verdarben uns niemals den Appetit. i Der Todesstoß für meines Vaters ästhetisches Gefühl kam eines Tages beim Mittagessen. Vater biß in eine Brotrinde und sein Gesicht begann vor Aerger alle Farben zu spielen. „Slops!“ so schrie er nach dem Schiffs- jungen. Wir hatten auf jeder Fahrt einen neuen.„Wie, zu allen Teufeln, nennt denn der Koch das verwünschte Brot? Es stinkt nach Parfüm wie ein Barmädchen.“ „Ich weiß nicht. Herr. Der Koch hat dies Brot erst heute morgen frisch gebacken“, antwortete Slops, Es gab niemals eine be- sonders große Liebe zwischen dem Schiffs- jungen und dem Koch und ich meine, daß sich Slops über die Aussichten freute, die seinem Gegner blühten. schmeckte nach Parfüm oder eigentlich eher nach Bayrum, jenem Zeug, nach dem der Japse immer roch, aber ich konnte mir dar- über nicht klar werden, wie das ins Brot gekommen war. Vater verließ den Tisch und eilte nach vorne zur Küche; ich in seinem Kiel Wasser. „Lamashita! Kommen Sie heraus aus Ihrem Rattenloch!“ Zitternd vor Furcht blickte der Koch von dem Platz, an dem er sag, vom Rand seiner Pritsche, auf. „Befehlen, Herr?“ fragte er und fuhr fort sich die Füße zu waschen. „Lassen Sie mich den Kessel sehen, in dem Sie den Teig für dieses Brot geknetet haben.“ Vamashita sah in aller Unschuld zu Vater auf und erwiderte:„Dieser Kessel, Kapitän. Dieser Kessel, ich eben meine Füße darin Waschen.“ Vater schnaufte vor Wut und Packte den Koch. Er schüttelte ihm beinahe das Leben aus dem Leib und er hätte ihn geschlagen, wenn der Koch auch nur an- nähernd so groß gewesen wäre wie er. Ich 20g mich zurück, um dem Kampf nicht bei- wohnen zu müssen, den der Koch war mein Freund. Jedesmal, wenn ich Gelegenheit fand, mich nach vorne zur Schiffsküche zu schleichen, tat ich es und ich pflegte auf des Koches Knien zu sitzen und seinen Erzäh- lungen über Japan zu lauschen. Ich duldete diese Erzählungen nur, damit ich auf seinen Enien sitzen und seinen Bayrum riechen könne. Dieser Geruch war für mich ganz exquisit, denn jeder andere auf dem Schiff roch nach Tauen und Tabak. Oft schätzte ich den Wert einer Person nach ihrem Ge- ruch ein. Eines Tages kam die Frau eines nach irgendeinem deliziösen Puder. Als ich mir eine Nase voll davon genommen hatte, sagte ich zu ihr: „Sie stinken nicht wie die Männer, nicht wahr?“ Ich hatte dies als Kompliment ge- meint, aber die Frau nahm es krumm und verflüchtigte sich in großer Eile, wobei sie irgend etwas über ungehobelte Personen murmelte, die auf Schiffen leben. Keine zwei Tage auf See glichen einan- der jemals. Selbst bei den monotonen Han- delswinden, bei einer Brise so stetig, daß man das Steuer festlaschen konnte und das Schiff allein seinen Kurs weiter verfolgte, Passierte doch immer irgend etwas. An einem solchen Tage war es, daß Joan MeLean, ein Matrose, mein Herz gewann. Er war ein riesenhafter, langarmiger Mensch mit mehr Muskeln als Hirn und so schwer zu behandeln, daß die anderen Matrosen Angst vor ihm hatten. Er war in seiner rauhen Art immer freundlich zu mir, denn ich konnte stundenlang zu seinen Füßen sitzen und ihn bewundern. Auf seiner Brust, die mit dichtem Haarwuchs bedeckt War, hatte er ein tätowiertes getakeltes Schiff, das einer meiner Lieblingsanblicke War. Wenn er guter Laune War, öffnete er sein Hemd und lieg mich das Schiff sehen, dann bewegte er seine Brust, so daß es aussah, als ob das Schiff in einem Sturm wäre. Dann pflegte er seine Brustmuskeln vorzu- Wölben, dann sah das Schiff aus, als segelte es unter günstigem Winde, oder er ließ seine Muskeln erschlaffen, dann sah es aus Wie ruhig daliegend auf windstiller See. „He, MeLean“, rief ich.„Glaubst du, daß ich auch jemals ein Schiff auf meiner Brust haben kann?“ Fortsetzung folgt) Hera Verla druck chefr pr. K Hl. H. reuill pr. F. nafen F. A. Bank! gesell: in Ma heim, bud 6. 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