185 n den 1 eine mer. oldaten die sie Dieser Härte ar für n See- auluz n dem ichtung dad. Ex Sollten nd 2 en aut wim⸗ eb, er- i und en von rn der mende ch aut en, die en ge- 0 Kroll * . —— — Herausgeber: Mannheimer Morgen verlag. Druck: Mannheimer Groß- druckerel. Verlagsleitung: H. Bauser; chefredakt.: E. F. v. Schilling, Stellv.: Df. K. Ackermann. Politik: E. Schäfer, H. H. Hausser; Wirtschaft: F. O. Weber; teuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: Dr. F. W. Koch, NI. Eberhardt; Ludwigs- hafen: H. Schneekloth; Frau: H. Hoff- mann; Sport: H. Schneekloth; Soz.-Red.: F. A. Simon. Chef v. Dienst: O. Gentner. Bankkonten: südwestbank, Allg. Bank- gesellschaft. Städt. Sparkasse, sämtl. in Mannheim. Bezirkssparkasse Wein- neim, Postscheckk.: Karlsruhe Nr. 800 16, Ludwisshafen am Rhein Nr. 26743. OR MGE Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R 1, 4-86 Telefon 4 41 81-80 Heidelberg, Rohrbacher Str. 5-7 Tel. 4449 udwigshafen/ Rh., Rheinstr. 37„ 6 27 63 Dreis: Monatl. DM 2,80 zuz. DM 40 Sostbezug mtl. DM 3,20 zuz. unr. Kreuzbandbezug i Abholung im aturen DM 2.80. infolge höherer in Anspruch auf des Bezugspreises. Manuskripte über- 46 keinerlei Gewähr. eee 6. Jahrgang/ Nr. 186/ Einzelpreis 15 Pf Mannheimer Morgen verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Vor Wiederaufnahme des Inlerzonenhandels Berlin.(UP) Der Leiter der Interzonen- treuhandstelle in Berlin, Dr. Gottfried K a u- mann, und der Regierungsbeauftragte für den innerdeutschen Handel der Sowjetzone, Josef OrIo pp, werden am Wochenanfang neue Verfahrensvorschläge für die baldige Wiederaufnahme des Interzonenhandels und für einen ungehinderten Warenverkehr zwi- schen Westberlin und dem Bundesgebiet be- sprechen. Die Vorschläge sind von einem gemisch- ten deutsch- alliierten Ausschuß in Bonn for- muliert und gebilligt worden und koppeln die Frage des Inter zonenhandels mit dem problem des Gütertransportes von Berlin nach Westdeutschland. 5 Zwei Milliarden Dollar zuviel? Washington.(UP) Der demcekratische Senator Walter F. George, Vorsitzender des Finanzausschusses des amerikanischen Senats, forderte am Samstag eine Kürzung des 8,5 Milliarden- Dollar- Auslandshilfe Programms der amerikanischen Regierung um 2 Milliarden Dollar. da die Durchfüh- rung dieses Programmes im ursprünglich vorgesehenen Ausmaß für den amerikani- schen Steuerzahler eine zu große Belastung darstellen würde. Dies ist eine schlechte Nachricht für das State Department, weil George einer der einflußreichsten amerikanischen Senatoren ist und sich im Kongreß einer großen An- nängerschaft erfreut. Deprimierende Entscheidung der Ruhrbehörde Kohlenexportquote bleibt zu hoch/ Düsseldorf.(dpa) Keine Berücksichtigung der deutschen Nach zweitägigen Verhandlungen hat der Rat der inter- nationalen Ruhrbehörde am Samstag erneut gegen die Stimmen der deutschen Dele- gation die deutsche Kohlenexportquote für das vierte Quartal 1951 auf 6,2 Millionen Tonnen festgelegt. Die Bundesregierung hatte 3,2 Millionen Tonnen angeboten. Von mehreren ausländischen Delegationen war ein Export von rund 6,5 Millionen Tonnen gefordert worden. In der Freitagsitzung der Ruhrbehörde hatte sich die deutsche Delegation bereit erklärt, einem Kohlenexport von 5,7 Mil- lionen Tonnen im vierten Quartal zuzustim- men. Von belgischer Seite wurden sechs Mil- lionen Tonnen als Kompromißvorschlag an- geboten, unter der Bedingung, daß ein ein- stimmiger Beschluß zustandekommt. Dieser Vorschlag wurde von der britischen und amerikanischen Delegation als annehmbar angesehen. Die Sitzung wurde dann vertagt, damit die einzelnen Delegationen mit ihren Regierungen Rücksprache nehmen könnten. Am Samstag teilte die deutsche Delegation der Ruhrbehörde mit, daß sie nicht gegen eine Exporthöhe von sechs Millionen Ton- nen stimmen würde, sondern sich bei dieser Quote der Stimme enthalten müsse. Die meisten ausländischen Delegationen waren jedoch der Ansicht, daß nur dann sechs Mil- lionen Tonnen angenommen werden könn- ten, wenn dies einstimmig— einschließlich der Deutschen beschlossen würde. Darüber konnte keine Einigung erzielt wer- den, so daß gegen die deutschen Stimmen eine Exportquote von 6,2 Millionen Tonnen beschlossen wurde. Frankreich hat wieder eine ſtegierung Kabinett Pleven erhielt das Vertrauen/ Schuman bleibt Außenminister Paris.(UP) Die mit 33 Tagen längste Re- gierungskrise im Nachkriegs-Frankreich ist am Samstag mit der Bestatigung des Kabi- netts Pleven durch die Nationalversamm- lung beendet worden. Ministerpräsident René Pleveu erhielt ein Vertrauenvotum, das in seinem günsti⸗ gen Abstimmungsergebnis— 390 gegen Trotz der augenblicklichen Unterstützung der Nationalversammlung hat der neue Mi- nisterpräsident Pleven allen Grund, sich gedanken- und sorgenvoll hinter den Ohren zu kratzen n 2 Wien. Der österreichische Bundeskanzler Dr. Leopold Figl appellierte am Wochenende erneut an die Allijerten, die staatspolitische wi, wirtschaftliche Souveränität Oesterreichs Wieder herzustellen. 8 p 52 75 Der UNO-versöhnungsausschuß für 95 hat Israel und die vier Nachbar- aten Jordanien, Aegypten, Syrien und den 8 on eingeladen, am 10. September in ais an neuen Besprechungen über alle zwi- ichen diesen Staaten schwebenden Fragen teil- zunehmen Berlin. Im Schacht VI des Urangebietes bei gen scklema(Sachsen) hat sich, Pressemeidun- 180 zukolge, am Freitag ein schweres Unglück zh. ch bei dem drei Bergleute getötet und 1 schwer verletzt wurden. Wie der West- 915 ner Telegraf« am Sonntag meldete, soll ch falsche Berechnung der Geologen bei 1 Stollensprengung ein Nachbarschacht ein- bedrückt worden sein. 95 nainz. Auf einem bewachten Bahnübergang Fein er auf der Strecke Bad Münster am ein Poelcalserslautern wurde am Samstagabend 295 rüersonenauto von einem Eilzug erfaßt und wurden wert. Zwei Insassen, Vater und Sohn, def Fir schwer verletzt. Der Vater starb nach 5 peielerung ins Krankenhaus. Die Frau men all erbenon war noch vor dem Zusam- 8 aus dem Wagen herausgesprungen. kahrt eine Sn Nnrter hatte nach der Durch- zeitig geöftnete. One nauges die Schranke vor- der ders. Die Regierungschefs der drei Län- Preita r kranzösischen Zone haben sich am 1 5 dreistündiger Verhandlung über den eines Staatsvertrages für den Süd- 8 Sesinigt. Der Entwurf muß noch 1. Kabinette von Freiburg, Mainz und Woche en sebilligt und soll in der kommenden 1 en Landtagen zugeleitet und veröffent- 9 75(dpa/ UP) 222 Stimmen— einzig in der Geschichte der Politisch ungefestigten vierten Republik da- steht. Indem es sich sofort nach der Ab- stimmung auf den 21. August vertagte, ver- mied das Parlament für den Augenblick jede delikate Debatte, die der losen Regierungs- Koalition gefährlich werden könnte Für Pleven ist die Abstimmung eine Be- stätigung seiner bereits weithin anerkannten Verhandlungsfähigkeiten. In den vergan- genen drei Tagen gelang es ihm, eine Partei nach der anderen zur Zurückstellung ihrer scheinbar unverrückbaren Forderungen zu bewegen. Einzig die Sozialisten sprangen ab, so daß er nun— nach de Gaulle— dem bis- her konservativsten Kabinett vorsteht. Er selbst vertritt darin mit seiner kleinen Wider- standsunion die„äußerste Linke“. Wie lange das Kabinett leben wird, wagt niemand vorauszusagen. Vorläufig haben die Koalitionsparteien nicht mehr als einen Burgfrieden geschlossen, und die strittigsten Fragen, darunter immer noch die der Kon- fessionsschulen, sind noch nicht ausgefoch- ten. Indem sie so die Auseinandersetzung vertagt haben, richten die Parteien gleich- zeitig ihr Augenmerk auf die im Oktober stattfindenden Kantonal- Wahlen, und hoffen, daß ihr Ausgang das Bild etwas zu ihren Gunsten verändern werde, damit sie mehr Druck hinter ihre Forderungen setzen kön- nen. Bei der Abstimmung in der National- versammlung stimmten die Sozialisten, alle Mittelparteien, und viele Abgeordnete der Rechten für Pleven. Gegen ihn stimmten die Kommunisten und die äußerste Rechte, ein- schließlich der Anhänger de Gaulles. In dem neuen Kabinett ist der katholi- sche Volksrepublikaner(MRP) Robert Schuman wieder als Außenminister ver- treten. Georges Bid ault, der Vorsitzende der MRP, ist einer der zwei Vizeminister- präsidenten und übernimmt zugleich das Verteidigungsministerium. Der Radikal- sozialist Renè Mayer, einer der sechs Kan- didaten, dessen Bemühungen um eine Re- gierungsbildung fehlgeschlagen waren, ist der zweite stellvertretende Ministerpräsi- dent und gleichzeitig Minister für Finanzen und Wirtschaft. Der stellvertretende deutsche Delegierte, Dr. Heinz Potthoff, nannte in einer Pressekonferenz das Ergebnis dieser Sitzung enttäuschend“. Die deutsche Delegation habe mit einer Lockerung der bisherigen Haltung der Ruhrbehörde gerechnet. Dieses Ziel sei trotz ernsthafter Bemühungen nicht erreicht worden. Bei der Frage, warum die Bundesregie- rung einem Export von sechs Millionen Ton- nen nicht habe zustimmen wollen, wies Dr. Potthoff darauf hin, daß dies einen even- tuellen Revisionsantrag unmöglich gemacht hätte. Dr. Potthoff weigerte sich jedoch, be- Kkanntzugeben, ob ein Revisionsantrag der Bundesregierung beabsichtigt ist. (Siehe auch unseren Wirtschaftsteil 18 Bergbau fordert Revision Unter Hinweis auf die psychologische Auswirkung auf die Arbeitsleistung der deutschen Bergarbeiter forderte der Vor- stand der Industriegewerkschaft Bergbau, in der 600 000 Bergarbeiter organisiert sind, am Samstag die Internationale Ruhrbehörde auf, ihren Beschluß über die Beibehaltung der Kohleexportquote für das dritte Quartal 1951 schnellstens zu revidieren. Der Vorstand der 18 Bergbau, so heißt es in einer Verlaut- barung, habe von dem Beschluß der Ruhr- behörde mit Bestürzung und Empörung Kenntnis genommen. Der Beschluß gehe offenbar von der Vorstellung aus, daß im deutschen Bergbau verhältnismäßig leicht eine größere Förderung zu erzielen ist. Dies sei jedoch auf Grund der bisherigen Lage und Entwicklung des deutschen Kohlenberg- baues nicht möglich. Es könne vor allem nicht durch eine noch stärkere manspruchnahme der menschlichen Arbeitskraft geschehen. 587 188 müsse mit allem Ernst auf die Psychologische Auswirkung des Beschlusses hingewiesen werden. Die Tatsache, daß ein großer Teil der deutschen Wirtschaft infolge des Kohlenmangels mit Betriebsstillegungen und erhöhter Arbeitslosigkeit zu rechnen hat, während auf der anderen Seite im Kohle- Wirtschaftslage/ IG Bergbau warnt export keinerlei Einschränkungen vorgenom- men werden, werde von der Bergarbeiter- schaft nicht verstanden werden und sich auf die Arbeitsleistung nachteilig auswirken. Sie werde vor allem radikalen Elementen neues Agitationsmaterial liefern. Blücher begründet seine Haltung Bonn.(dpa) Der deutsche Delegierte in der Ruhrbehörde Vizekanzler Franz Blü- eher stellte am Sonntagabend fest, daß die Bestimmungen für die Ruhrbehörde ge- ändert werden müßten. Er glaube nicht, sagte Blücher, daß die Ruhrbehörde ihre Aufgaben ohne eine grundsätzliche Aen- derung des Ruhrstatuts noch erfüllen könne. Blücher begründete seinen Entschluß, als deutscher Vertreter aus der Ruhrbehörde auszuscheiden. Er wies darauf hin, daß er nur seinen persönlichen Austritt aus der Ruhrbehörde wünsche, und daß damit die Bundesrepublik nicht ausscheide. Blücher hat den Bundeskanzler vor einigen Tagen ge- beten, ihn von seinen Aufgaben in der Ruhr- behörde zu entbinden. Blücher hob daher hervor, daß das Statut als solches und nicht die Delegierten der Ruhrbehörde Schuld„Al der unglücklichen Entwicklung“ trage, da es unter gänzlich anderen politischen und wirt- schaftlichen Voraussetzungen entstanden sei. Es fehle die notwendige Zweiseitigkeit. Wenn der gerechte Zugang zur Ruhrkohle gewahrt bleiben solle, gehe es in Zeiten des Mangels nicht an, dag nur Deutschland die notwen- digen Unterlagen wie Uebersichten über die Förderung, Verbrauchsschätzungen usw. vor- lege und die anderen Lander nicht. Zum Verhältnis zu den Alliierten sagte Blücher, es werde die Tatsache nicht ge- nügend überdacht.„daß wir die unmittel- baren Nachbarn der Sowjets“ sind. Alles, Was die Bundesrepublik tue, um das schwere Problem der fehlenden agrarischen Grund- lage und die Eingliederung der politischen Flüchtlinge und FHeimatvertriebenen 2 168enn, sei sicherlich ein ebenso großer Bei- trag zur Verteidigung wie so manches. was Anderswo geschieht“.„Und wenn man die freie Welt festigen will, dann sollte man nicht nur an das Materielle denken, sondern ebenso stark an die soziale und wirtschaft- liche Ordnung bei den Nachbarn eines tota- litären Regimes“. Mehr Erfolg auf„höherer Ebene“? Schäffer unterrichtet Adenauer über Besatzungskosten- Verhandlungen Bürgenstock.(dpa) Bundesfinanzminister Fritz Schäffer unterrichtete am Sonntag auf dem Bürgenstock bei Luzern den Bun- deskanzler über das Ergebnis der Verhand- lungen, die Ende der vergangenen Woche mit den alliierten Finanzberatern auf dem Petersberg über die Höhe der Besatzungs- kosten geführt wurden. Diese Besprechungen dauerten den Vormittag über an. Einzel- heiten über ihr Ergebnis wurde nicht be- Kanntgegeben. Der Regierung nahestehende Kreise ver- muten, daß bei der Unterredung zwischen Dr. Adenauer und Finanzminister Schäffer die Finanzlage der Bundesrepublik ein- gehend erörtert wurde. Nachdem der Bun- desfinanzminister in den Petersberg- Gesprä- chen mit den alliierten Finanzexperten ver- geblich versucht hatte, eine angemessene Verminderung der Besatzungskosten zu er- reichen. Ferner dürfte über den alliierten Vorschlag gesprochen worden sein, die Be- satzungskosten durch zusätzliche Steuern zu decken. Politische Beobachter glauben, daß die Bundesregierung die Verhandlungen über die Besatzungskosten auf höherer Ebene fortzusetzen gedenkt, sobald der Bundes- kanzler die Regierungsgeschäfte wieder auf- genommen hat. Spo fordert Abkehr von der„Vorleistungspolitik“ Dr. Schumacher: Beschluß der Ruhrbehörde schädlich und unerträglich Bonn.(dpa) Der Beschluß der Ruhr- behörde, die deutsche Kohlenexportquote von 6,2 Millionen Tonnen aufrechtzuerhalten, ist schädlich und unerträglich, sagte am Sonntag der SPD-Vorsitzende Dr. Schu- macher in einem Interview mit dem Nord- westdeutschen Rundfunk.„Der Widerstand der nationalen Selbsterhaltung und der inter- nationalen Vernunft gegenüber dem primi- tiven Egoismus der anderen ist das Gebot der Stunde. Sonst profitiert Sowietrußland.“ Die unnachgiebigsten Widersacher beim deutschen Kchlenexport seien Frankreich, Holland und Luxemburg. Also die kommen- den Partner des Schumanplans.„Jetzt, wo die Kohle Mangelware wird“, sagte Schu- macher,„kennt man keine Gemeinsamkeit der Einschränkung, sondern befiehlt einsei- tige Einschränkung“. Besonders hart werde im Bundesgebiet der kleine Mann getroffen, dèssen Arbeitsplatz durch die hohe Kohlen- exportquote bedroht sei. Außerdem habe man auf alliierter Seite„kein Verständnis dafür, daß es kein Zeichen europäischer Ge- meinschaftsgesinnung ist, wenn die kleinen Leute in Deutschland frieren, und zwar al- lein frieren“. In den Haushalten anderer Länder,„die von der Wegnahme der deut- schen Kohle leben“, betrage die Hausbrand- versorgung 35 bis 40 Zentner. Die Kohlenkrise werde in der Bundes- republik auf vielen anderen Gebieten Krisen und Zersetzung erzeugen. Aus diesem Di- lemma könnten die Bergarbeiter nicht her- aushelfen, denn sie hätten bereits das ihre „und mehr als das ihre“ getan. „Die Haltung der Ruhrbehörde bedeutet den Zusammenbruch einer ganzen Politik“, betonte Schumacher bei einem Vergleich zwischen Ruhrstatut und Schumanplan. Hier sei eine eindeutige Belehrung gegeben, wie die Bundesrepublik voraussichtlich auch in der Hohen Behörde des Schumanplanes majorisiert werde. Die Bundesregierung müsse als Konsequenz ihre„Periode des primitiven und leichtfertigen Optimismus“ beenden. Es müsse sich die Einsicht durch- setzen,„daß so eine Vertretung des deut- schen Volkes überhaupt nicht möglich ist“. Gleichzeitig mit dem Hinweis auf das ver- hängnisvolle Mitverschulden der offiziellen deutschen Regierungspolitik müsse die end- gültige Umkehr von diesem Weg gefordert werden. Damit sei allerdings„der Egoismus der Alliierten nicht entschuldigt“. Die Alliierten haben— wie verlautet bisher alle deutschen Vorschläge nach einer Senkung der Besatzungskosten abgelehnt und wünschen die Anerkennung ihres Haus- haltes in Höhe von 6,6 Milliarden Mark zu- züglich eines Uebertrages von 1,9 Milliarden aus dem Etatjahr 1950/51. Der alliierte Standpunkt, daß die deutsche Zahlungs- fähigkeit noch nicht voll ausgenützt worden sei, wird vom Bundesfinanzminister nach- drücklichst zurückgewiesen. Ein Besatzungs- Stat kann nach seiner Ansicht auf keinen Fall mit den deutschen Leistungen für einen Verteidigungsbeitrag gekoppelt werden. Es Selte vielmehr, die bestenden Uebergangs- schwierigkeiten— wie sie durch die Ver- mehrung der alliierten Besatzungstruppen entstanden sind— durch provisorische Re- gelungen zu meistern. Ueber die Höhe eines deutschen finanziellen Verteidigungsbei- trages kann nach Ansicht des Finanzmini- sters erst dann entschieden werden, wenn zwischen der Bundesrepublik und ihren westlichen Partnern grundsätzliche Verein- barungen getroffen worden sind. Dieser Standpunkt schließt ein, daß Deutschland den Willen hat, seinen Beitrag innerhalb des wirtschaftlich und sozial möglichen zu lei- sten. Abwehr der eigenen Not— Abwehr der Diktatur Bundeswohnungsbauminister Eberhard Wildermuth FDP) warnte am Sams- tag die Besatzungsmächte„vor der Vor- stellung, daß aus der Bundesrepublik noch mehr Gelder herausgeholt werden können“. Die Behauptung, der deutsche Lebensstan- dard sei zu hoch, werde entweder leichtfer- tig oder bewußt unwahr ausgesprochen. Wildermuth, der auf einer Kundgebung des deutschen Volksheimstättenwerks in Hanno- ver sprach, betonte, daß die Bundesregierung bereit sei, ihren Beitrag zur Verteidigung Westeuropas zu leisten. Eine Abwehr der östlichen Diktatur sei aber nur dann mög- lich, wenn die eigene Not gelindert werden Kkömme. Auch was kopfsteht ist echt Bonn.(UP) Auch Zweimarkstücke mit einer auf dem Kopf stehenden Rand- beschriftung seien echt, versicherte das Bundesfinanz ministerium am Samstag. Es gebe zwei Arten von Zweimarkstücken: solche, bei denen die Schrift auf dem Kopf steht, und solche bei denen sie ‚znormal“ ausschaut. Dies sei durch die technischen Vorgänge während des Prägevorganges in den Münzstätten bedingt. Bei Zweifeln an der Echtheit von Fünfzigpfennig-, Eine; mark. und Zweimarkstücken empfehle sich ein Blick auf die Randbildung der Münze, die bei Fälschungen nicht so aus- geprägt sei. Montag, 13. August 1951 Der. Sport berichtet: Vor 150 000 Zuschauern konnte sich auf dem Hockenheimring die deutsche Elite der Motorrad-Rennfahrer gegen erste ausländische Klasse des Privat- fahrerlagers ausgezeichnet schlagen. Im Mainzer Floßhafen wurde um die Meistertitel der Ruderer gekämpft. Mannheim blieb diesmal ohne Titel- gewinn. Bei den Deutschen Schwimm-Mei- sterschaften in Lüdenscheid konnten sich durchweg die Meister des Vorjahres auf den ersten Plätzen behaupten. Die Internationalen Deutschen Ten- nismeisterschaften im Herren-Einzel ge- wann der Schwede Lennart Bergelin. Im Endspiel des Herren-Doppels unter- lag das deutsche Paar v. Cramm/ Goepfert den Dänen Nielsen/ Ulrich in fünf Sätzen. In Berlin-Tegel wurden die Deut- schen Kanu- Meisterschaften ausgetragen. Der Mannheimer Noller konnte keinen Titel erringen. Kompromiß in Kaesong? Tokio.(UP) In der am Sonntag stattge- kundenen 22. Sitzung der Waffenstillstands- konferenz in Kaesong wurden zwar— wie das alliierte Kommuniqué besagt— erneut „keine sichtbaren Fortschritte“ erzielt, es wurde jedoch von der kommunistischen Delegation eine Karte vorgelegt, die nach Ansicht der alliierten Unterhändler vielleicht dazu beitragen kann, daß in der Frage der Festlegung einer Demarkationslinie und der Schaffung einer entmilitarisierten Zone ein Kompromiß erzielt wird. Die Waffenstillstandsverhandlungen wer- den am Montag fortgesetzt. Brigadegeneral William Nuckols, der Leiter des Informa- tionsamtes der Truppen der Vereinten Nationen, teilte mit, daß der von den Rom- munisten angeschlagene Ton in der Sonn- tagssitaung gemäßigter gewesen sei als an den beiden vorhergegangenen Tagen. Kommunistische Beschuldigungen Unmittelbar vor dem Beginn der Sonn- tagssitzung in Kaesong verbreiteten die kommunistischen Sender in Peking und Pyongyang jedoch erneut weitere Beschul- digungen der Alliierten. Radio Peking be- zeichnete die alliierte Forderung auf Fest- legung einer Demarkationslinie längs des gegenwärtigen Frontverlaufes als unverant- Wortlich. Zur gleichen Zeit machte der Sen- der Pyorigyang den Alliierten den Vorwurf, bei den Kämpfen in Korea Giftgas verwen- det zu haben. Es wurde mitgeteilt, daß die nordkoreanische Regierung den Vereinten Nationen eine entsprechende Protestnote zugeleitet habe. Die Frontlage An verschiedenen Abschnitten der Korea- front, vor allem im Norden des Hwachon- Staubeckens, haben die Kommunisten seit Samstag mehrere„Abtastversuche“ der alli- ierten Linien durchgeführt. Im Nordwesten von Vanggu wiesen die Alliierten am Sonn- tagmorgen drei kommunistische Angriffe ab. Die Kommunisten zogen sich nach einem mehr als drei Stunden dauernden Gefecht wieder zurück. Ein kommunistischer Ver- such, einem im Südwesten von Kansong lie- genden strategisch wichtigen Berg zu er- obern. haben die Truppen der Vereinten Nationen vereitelt. An den übrigen Abschnitten der Korea- kront war es am Sonntag relativ ruhig. Geldsorgen und Argwohn in Persien Teheran.(dpa-REUTER) Der persische Finanzminister Ali Varasteh teilte am Sonn- tag dem persischen Parlament mit, daß Per- sien sich in Finanzschwierigkeiten befindet. Die Regierung, sagte er, sei außerstande, ihr jährliches Steueraufkommen zu berechnen, da ihre Einkünfte aus dem Oelhandel auf- gehört hätten. Das Parlament nahm darauf eine provisorische Ermächtigung für die Re- gierung an, die Kosten für die Verwaltung des Landes zu zahlen. Hierin sind auch die Gehälter und Ausgaben der staatlichen An- gestellten und Beamten enthalten. Obwohl die Einzelheiten der Vorschläge des britischen Verhandlungsführers, Lord- slegelbewahrer Richard Stokes, für eine Lösung der Oelfrage noch nicht bekannt sind, wiesen die Teheraner Zeitungen bereits am Sonntag jeden Gedanken eines Kom- promisses zurück und brachten starken Argwohn gegenüber den britischen Absich⸗ ten zum Ausdruck. Die für Sonntagabend vorgesehene Zu- sammenkunft der britischen und persischen Erdöldelegationen ist auf Montag verscho- ben worden, wie aus Teheran gemeldet wird. Beide Delegationen teilten mit, daß die Vertagung„im gegenseitigen Einver- ständnis“ erfolgt sei, um Zeit für die Vor- bereitung der erforderlichen Dokumente zu gewinnen“. Seite 2 MORGEN Montag, 13. August 1951/ Nr. 186 . Südweststaat-Streit wieder voll entbrannt Baden faßt Abstimmungsverweigerung ins Auge/ Stuttgart und Tübingen fordern energische Bundesmaßznahmen Von unserem ft- Korrespondenten und unserer Stuttgarter Redaktion Freiburg. Die Möglichkeit, daß der Vollzug der Abstimmung über die süd- westdeutsche Länder-Neugliederung am 16. September in Südbaden unter Umständen verweigert werden wird, ist, nachdem sie bisher nur von den altbadischen Partei- gängern in informatorischen Gesprächen erwähnt worden war, nunmehr durch die am Wochenende bekanntgewordene Note der südbadischen Regierung an Bundeskanzler Dr. Adenauer offlziell bestätigt worden. In dieser Note bittet die Regierung um Verständnis dafür, daß sie vor der Entschei- dung des Bundesverfassungsgerichts über die Klage gegen die Neugliederungsgesetze die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Durchführung der Volksabstimmung in Baden nicht als gegeben ansehen könne. Wenn die Abstimmung nicht im Laufe dieser Woche von der Bundesregierung oder vom Bundes- Verfassungsgericht verschoben würde, müßte sich die Regierung als Treuhänderin des ba- dischen Volkes die Frage beantworten, ab sie an der Durchführung einer, ihrer Ueber- zeugung nach auf einem verfassungswidri- gen Gesetz berulfender Volksabstimmung, Weiter mitwirken darf. Bei der zu erwarten- den Verneinung dieser Frage werde sie aus ihrer eigenen Verpflichtung vor der Bundes- Verfassung zu folgern haben, daß sie die Durchführung der Abstimmung und damit die Verantwortung den Organen des Bundes überlassen müsse. 5 Südbadener CDU nicht mehr neutral Im ersten Teil ihrer Note forderte die südbadische Regierung die Bundesregierung auf, den Termin der Volksabstimmung zu verschieben, daß nach ihrer Auffassung die Abhaltung der Abstimmung vor dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts nicht ver- tretbar sei. Diese Regierungsnote wurde am Samstag vom Landesausschuß der südbadischen CDU gebilligt. Gleichzeitig beschloß der Landes- Ausschuß offiziell die Aufgabe der Neutrali- tät der südbadischen CDU in der Südwest- staatfrage und forderte in einer mit Drei- Viertel-Mehrheit angenommenen Entschlie- ung die Parteimitglieder auf,„sich für die Wieder herstellung Badens einzusetzen“. Der südbadische CDU- Vorsitzende Anton Dichtel erklärte je- doch auf einer Pressekonferenz, für eine ak- tive oder flnanzielle Beteiligung der Gesamt- partei am Abstimmungskampf habe die CDU badische Wunsch erfüllt und man dürfe ge- spannt sein, ob Baden auch in diesem Fall die Anfechtungsklage aufrecht erhalten werde. Wenn aber in drei von den vier Abstim- Ulbrichts„aktiver Widerstand“ Berlin,(dpa) Zum erstenmal seit Bildung der Sowietzonenregierung stellte sich der SED- Generalsekretär und stellvertretende Ministerpräsident der Sowjetzone, Walter Ulbricht, am Samstag auf einer Presse- konferenz anläßlich der kommunistischen Weltjugendfestspiele der Presse vor. Auch Ministerpräsident Otto Grotewohl war erstenmal seit seiner im Frühjahr 1950 Anstalteten Pressekonferenz erschienen. Die beiden Sowietzonenpolitiker wieder- elten im wesentlichen ihre Propaganda- Angriffe gegen die Bundesregierung und die drei Westmächte. In diesem Zusammenhang lehnte Ulbricht es für die Sowjetzonenregie- rung ab, Bundeskanzler Dr. Adenauer nochmals ein gesamtdeutsches Gespräch vor- zuschlagen. Solche Verhandlungen seien nicht mehr nötig, da friedliebende Menschen im Bundesgebiet die Führung der politischen Geschicke in ihre Hände nehmen würden. Die„Friedenskämpfer“ in der Bundesrepu- blik wüßten schon, wie der von der Sowiet- Zonenregierung propagierte„aktive Wider- stand“ geführt werden müsse. Bei diesen Worten begann der ebenfalls anwesende EPD-Vorsitzende Max Reimann mit über dem Kopf erhobenen Händen zu klatschen. Zu Beginn der Pressekonferenz hatte der Vorsitzende des Präsidiums des National- rates der Kommunistischen Nationalen Front, Dr. Correns, ein Weißbuch über die „amerikanisch- englische Interventionspolitik in Westdeutschland und das Wiedererstehen des deutschen Imperialismus“ erläutert. Darin werden die westlichen Regierungen beschuldigt, bewußt die Verpflichtungen von Valta und Potsdam zu verletzen, indem sie den deutschen Militarismus wieder aufrich- ten. mungsbezirken das Volk mit Mehrheit für den Südweststaat stimme, werde diese Ent- scheidung nur Geltung haben, wenn das Bundesverfassungsgericht das Gesetz über die Neuregelung als verfassungsmäßig an- erkennen wird. Dem Lande Baden könne so- mit gar kein Nachteil entstehen. Die Regie- rung Württemberg-Badens werde dem neuen Verschleppungsmanöver bei der Bundes- regierung entschieden entgegentreten und zuviel mit der Vorbereitung der nächsten Landtagswahlen zu tun. Der Konstanzer Bürgermeister Schneider, der dem süd- Weststaat freundlichen Flügel der CDU an- gehört, hat eine Stellungnahme zur Auf- hebung der Neutralität angekündigt. Die Reaktion in Stuttgart Der stellvertretende Ministerpräsident von Württemberg Baden, Wirtschaftsminister Dr. Hermann Veit und der Südwürttem- bergische Staatspräsident, Dr. Gebhard Mül- ler, wandten sich am Samstag in Erklärun- gen scharf gegen die südbadischen Forde- rungen auf Verschiebung des Termins der Volksabstimmung über den Südweststaat und die Drohung, die Abstimmung am 16. September nicht durchzuführen. In der Erklärung des stellvertretenden württembergisch- badischen Regierungschefs denten hatte. Wenn Demokratie noch einen Sinn haben solle, dann müsse dieses Gesetz unter allen Umständen durchgeführt wer- den. Der Stuttgarter Regierungschef, Dr. Rein- hold Maier, hatte bereits vor einigen Tagen auf die Diskrepanz zwischen den Ab- heißt es u. a., das Verhalten der südbadischen sichten des südbadischen Staatspräsidenten Regierung überrascht niemand, der die Tak- und seinen Ausführungen vor der Altbade- tik dieser Regierung in der Südweststaat- ner Versammlung im Münchener Hofbräu- krage in den vergangenen Jahren bis zum haus hingewiesen. Wohleb hatte seinerzeit Ueberdruß miterlebt habe. Die angebliche Pressevertretern auf die Frage. ob er für die Sorge, Baden werde durch ein mit dem Volksabstimmung am 16. September ein- Grundgesetz im Widerspruch stehendes Ge- trete, mit einem klaren„Ja“ geantwortet. setz über die Neuregelung des südwestdeut- schen Raumes benachteiligt, sei nicht mehr als ein Vorwand und dazu noch ein sehr Beamte fordern Gehaltserhöhung schlechter. Dem Lande Baden könne nichts passieren, auch wenn das Bundesverfas- sungsgericht erst nach dem 16. September entscheidet. Wenn die Abstimmung zu Gun- sten der Altbadener ausfalle, sei der süd- die Durchführung des Gesetzes zum fest- gelegten Zeitpunkt verlangen, damit die Be- völkerung endlich zur Ruhe komme und den Kopf frei habe für die großen Aufgaben, die in naher Zukunft zu lösen seien. „.. und in Tübingen Auch Staatspräsident Dr. Gebhard Müller (CDU) verlangt energische Maßnahmen der Bundesregierung, falls die südbadische Re- Sierung tatsächlich ihre Drohung verwirk- lichen wolle. Wenn die Bundesregierung das Neugliederungsgesetz nicht durchführe, laufe sie Gefahr, daß die Länder sich weigern würden, eine Reihe anderer von ihnen be- anstandeter Gesetze zu vollziehen. Bei dem Sücdweststaat-Gesetz handele es sich um ein ordnungsgemäß zustande gekommenes Bun- desgesetz. das die Unterschriften der gesam- ten Bundesregierung und des Bundespràsi- „Ein Erfolg der freien Welt“ Bürgermeister Reuter zu den kommunistischen Weltjugendfestspielen Berlin.(dpa) Der Berliner Bürgermeister Professor Ernst Reuter stellte am Samstag in einer Rundfunkansprache fest, daß die kommnistischen Weltjugendfestspiele in Ost- berlin zu einem Erfolg der freien Welt ge- worden sind. Der Strom der Westberlin besuchenden FDꝗi-ler reiße nicht ab.„Die wenigsten haben eine Vorstellung davon, wie tief die Angst den Kommunisten drüben in den Knochen sitzt“, sagte Reuter. Die Kom- munisten wüßten ganz genau, daß die freie Welt stark sei.„Wir müssen ihnen zeigen, daß die freier Welt viel stärker ist als sie selber drüben ahnen, und wir müssen auch selbst davon überzeugt sein, daß wir stärker sind als wir in kleinmütigen Stunden ge- legentlich glauben.“ Die Stärke der sowjetischen Machthaber sei gleich aull. Sie liege nur in der Schwäche der freien Welt.„In dem Maße. in dem es Uris gelingt, in diesen Tagen den Hundert- tausenden von jungen Menschen, die zu uns kommen, die lebendige Ueberzeugung einzupflanzen, daß wir Deutsche, die wir frei sind vom sowietischen Joch, bereit sind, die deutsche Einheit wieder herzustel- len, in dem Augenblick schlagen wir dem Stalinregime jede Waffe aus der Hand“, führte Reuter aus. Die freie Welt hätte noch viel Zeit, um das zu tun. Alle Versuche, Westberlin abzusperren, seien vergeblich, gewesen. Seit dem„Pfingstmarsch“ der FDJ im vergangenen Jahr bis zum„Welt- jugendfest 1951“ sei ein komischer Wan- del“ eingetreten:„damals der Marsch auf Berlin und diesmal die Angst vor dem freien Berlin“. 5 „Deutsche Komsomolzen“ Der Staatssekretär im Bundesminister ium für gesamtdeutsche Fragen. Franz The- die ck, forderte am Sonntag in einer Rundfunkausprache die Jugend der Sow- jetzonenrepublik auf, sich den kritischen Blick gegenüber dem Bolschewismus und gegenüber der kommunistischen Politik in der Sowjetzone zu bewahren. Den FDJ Mitgliedern, die bisher noch geglaubt hät- ten, einer deutschen Jugendorganisation an- zugehören, müsse bei den kommunistischen Jugendfestspielen in Berlin der Schleier von den Augen gefallen sein. Es sei klar, daß sie nichts anderes mehr sein sollten, als die deutschen Komsomolzen, die be- ingungslos zu gehorchen hätten. FD steht Schlange in Westberlin Die seit vergangenen Sonntag anhaltende „FDJ-Invasion“ in Westberlin hat sich zum Wochenende derart verstärkt, daß sich vor fast allen Jugendheimen und Betreuungs- stellen Schlangen von FDIA-Festspielteil- nehmern bilden, die geduldig warten, bis sie eingelassen werden. Trotz der Verkehrs- schwierigkeiten im Sowjetsektor und der Stuttgart.(tz.-Eig.-Ber.) Auf der Bun- deshauptversammlung des Bundes der deut- schen Zollbeamten in Stuttgart, forderte der erste Vorsitzende des deutschen Beam- tenbundes, Oberregierungsrat Hans 8 c h à- ker, die Erhöhung der, Beamtengehälter um 33% Prozent. Bei den jetzigen Besol- dungsverhältnissen sei die restlose Ver- Proletarisierung der deutschen Beamten: schaft, die heute schon in einem geradezu katastrophalen Ausmaße verschuldet sei, nicht aufzuhalten. Gegenüber 1927 hätten sich die Beamtenbezüge nur um elf Prozent erhöht. Schäfer wandte sich gegen eine Zurücksetzung der Ruhestandsbeamten und unkferstrich die Forderungen der Beamten- schaft, zur bevorstehenden Neuordnung des deutschen Beamtenrechts. Das Berufs- beamtentum müsse als Ordnungssäule des demokratischen Staates mit den sauberen Grundsätzen des öffentlichen. rechtlichen Dienst- und Treueverhältnisses unter allen Umständen erhalten bleiben. Die Beam- tenschaft werde in ihren Forderungen auf volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung nicht nachlassen. Schäfer forderte die Stärkung der Selbstverantwortlichkeit der Beamten und die Einführung des Leistungs- Prinzips sowie die strikte Ablehnung des Parteibuch Beamtentums,„durch das irgendwo erworbene Verdienste an der Staats-Krippe abgegolten werden sollten“. Landarbeiterstreik in Hessen beendet Kassel.(dpa) Der Landarbeiterstreik in Hessen ist beendet. Die Streikleitung in Sesperrten U- und S-Bahnhöfe an der Sek- Nordhessen— in Südhessen war überhaupt torengrenze strömten Zehntausende„voa nicht gestreikt worden— hatte in der Nacht. FDJ-Angehörigen im Blauhemd oder in Zivil, zum Samstag zur Wiederaufnahme der einzeln oder in Gruppen nach Westberlin. Arbeit am Samstag morgen aufgerufen. Die Da die Heime nicht in der Lage sind, für alle Gewerkschaft Gartenbau. Land- und Forst- Gäste genügend warme Speisen zuzuberei- wirtschaft und der Arbeitgeber verband, teil- ten, haben mehrere Großküchen zusätzlich ausgeholfen. „Friedensparade“ vor Tschuikow ten übereinstimmend mit, daß die Arbeit überall wieder begonnen hat. Neue Verhandlungen in Hannover Unter Vorsitz von Ministerialrat Deutsch- 5 Berlin.(UP) Mit Militärmärschen und Fanfarenchören demonstrierten am Sonntag bein vom niedersächsischen Sozialministe- Zehntausende von FDJ- Angehörigen und rium begann am Samstag in Hannover die ausländische„Friedensfreunde“ in einem zweite Verhandlung zwischen den Sozial- achtstündigen Vorbeimarsch vor den Macht- partnern über das Ende des Landarbeiter- habern der Sowjetzone und dem sowjetischen Streiks in Niedersachsen. An der Verhand- Befehlshaber in Deutschland, General Vassily jung nehmen je drei Vertreter der Arbeit- I. TS chufiko w,»Unter den Linden und geber und der Gewerkschaft teil. Nach Mit- aut dem Marx-Engels-Platz im Berliner teilung des niedersächsischen Landvolkver- Sowjetsektor gegen die„Remilitarisierung 5:. Westdeutschlands und für einen Friedens- bandes nimmt die Zahl der streikenden vertrag im Jahre 1951“, 5 1 3 Die Land wirtschaftsgewerkschaft erklär die sich vor der Ehrentribüne im früheren Lustgarten“ auf dagegen, dan Wesentlich mehr Landerbeiter siebzig im Rhythmus klatschende Jungen im Ausstand seien als vom Landvolk zu- und Mädchen ausdehnten, wurden unzäh- gegeben werde. lige Transparente mit den Köpfen Stalins und anderer kommunistischer Machthaber, sowie Fahnen und Spruchbänder, herum- g inderlähmun geschwenkt. Sprechchöre wünschten„Tod Segen spinale Kinderla 8 den anglo- amerikanischen Kriegsverbre- Neustadt. Weinstraße.(dpa) Mit einem chern und den deutschen Imperialisten“ und Vebergreifen der zur Zeit im Saargebiet den Funktionären auf den Tribünen„ein herrschenden Kinderlähmungsepidemie auf CVVCVCCVVCCCCCVCTCCTCCCCCCCV die Pfalz wird gerechnet. Der Regierungs- 1 i U l d gegen g den Westen und varllerten von der For- präsident der Plalz in Neustadt teilte am derung„ami go home“,„Tod Adenauer“ bis Samstag mit, daß in Zweibrücken bereits zur Hymne„Es lebe der große Stalin, der ein Fall von spinaler Kinderlähmung fest- Bannerträger des Friedens und weise Lehrer gestellt wurde. Nachdem bereits geschlos- der Jugend aller Länder“. sene Kindertransporte ins Saargebiet ver- Immer wieder ergossen sich aus kleinen boten wurden und die Paßbehörden an- Luftballons tausende von Flugblättern der gewiesen wurden, der Einreise von einzelnen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ auf Kindern und Erwachsenen dringend zu die endlosen Marschkolonnen, in denen widerraten. hat der Regierungspräsident an- Freiheit für die Menschen in der Sowjet- geordnet, daß mit sofortiger Wirkung sport- zone gefordert wurde. Die Volkspolizei, die liche Veranstaltungen in der Pfalz, an e R 110 5 ee denen Saarländer teilnehmen, abgesagt wer- schen Ehrengästen abschirmte, zeigte sich den N Zehn Prozent der im Saar- machtlos gegenüber der Flut der Aufrufe land an Kinderlähmung Erkrankten ind aus dem Westen. Erwachsene. mee. In breiten Marschreihen, Pfälzische Schutzmaßnahmen —— Lend und dlie e EIN RHEIXISCHER KIRMESROMAX VOX HEIX RICH RUM PFE 3. Forta. Zu der kleinen Gruppe auf der mittler- Weile leergewordenen Plattform gehörte noch eine vierte Person. Auch sie hatte die der zarten Schultern bemerkt. doch nicht zu deuten verstanden. Es war dies ein untersetzter junger Mann von aufge- Wecktem Aussehen. Dunkelblonde Haare fle- jen ihm locker in die gebräunte Stirn und Verliehen dem Gesicht mehr jugendliche Weichheit, als in Wirklichkeit darin war. Spöttlsch verzog er den Mund.„Stutenkieken mit dem Kirmesvogel, Fräulein Lena?“ fragte er sehr laut. 5 Mamma Carlottas Sohn entdeckte ihn erst jetzt. Aha, der Freund: Wahrschein- lch, wie das bei denen üblich war, gleich der Bräutigam! Dutzendware! Viel zu bil- lig für so ein Mädchen. Und protzig oben- drein. Kirmesvogel, hatte er gesagt. Mamma Carlottas Sohn zuckte die Ach- seln. Gegen solcherlei Bemerkungen macht die Landstraße unempfindlich. Stutenkieken war so eine landesübliche Probe. wer am längsten des anderen Blicke aushalten konnte.„Da würd' sie bei mir wenig Glück haben“, sagte er leichthin und schlug den Vorhang beiseite„Aufpassen, Frollein, Hier isn Tritt!“ Schon hatte er ihre Hand ergriffen; sie verspürte einen leisen Druck, der ihr das Blut ins Gesicht trieb. Hastig, mehr unnd mehr verwirrt, zog sie die Hand zurück. Der junge Mann lachte.„Keine Angst, Frollein. ich beiß nicht. Kommen Copyright by Deutscher Verlag, Berlin Sie her, hier is nochn schön Plätzchen für Mantel, der ihm augenblicklich das Aus- son lecker Schätzchen.“ Er ging voran zur mittleren Sitzreihe des nur mäßig besetzten Zeltraumes. Die Innenausstattung von Carlottas Un- ternehmen war denkbar primitiv. Die zu ebener Erde gelegene rechteckige„Arena“ wurde an drei Seiten von einer etwa andert- halb Meter höher liegenden Galerie einge- faßt, auf der schmale Bretter ohne Lehnen eine einzige Sitzreihe bildeten: dahinter der Schranke. Das war die Erziehung sei- bestätigt. Sie erlangten ein Alter von fünf ner Mutter: vor der Schranke saß Publi- Monaten, drei Tagen und sechs Stunden!“ kum! Es war blöde von Natur aus und nur Hier kam regelmäßig eine Pause, um dem gut genug, sein Geld herzubringen, Sonst Publikum Gelegenheit zu geben, seine Ent- ging es einen nichts an, weil man ihm von täuschung zu verdauen: denn die siamesi- Natur turmhoch überlegen war. schen Zwillinge der Vogelwelt, die er jetzt Leichtfüßig sprang der junge Mann in hochhop und langsam an den drei Zu- die Arena, e sich e schauerseiten vorbeitrug, waren ausge- einen bemerkenswert sauberen weißen stopft. Ueberdies waren sie schon sehr Kklapprig und gehörten eigentlich längst sehen eines Assistenzarztes aus Lustspie- wieder einmal aufgearbeitet; neue Köpfe len verlieh, und schob den Vorhang zurück. hatten sie seit einem Jahr nicht bekom- Eine Reihe von geheimnisvollen käfigarti- men. gen Kisten wurde sichtbar. sowie hinter Ja, Mamma Carlottas Unternehmen Sirlem Verschlag ein groger Bottich, darin stand gleich dem Zuschauerraum auf sehr Jimmy, das Meeresungeheuer, sich als ein wackeligen Füßen. Ihre Mißachtung des phlegmatisch plätschernder, körperlich et- Publikums war widersinnig: wovon hätte Was Zzurückgebliebener Seehund entpuppte. sie leben sollen, wäre das Publikum weniger „Meine Damen und Herren!“ begann der duldsam gewesen? Was das Unternehmen Assistenzarzt leer und griff nach der zu- taugte, wußte die kluge Elbanerin insge- heim ganz genau. TLandafbeiter in Niedersscnsen stängis a. polnischen Minensuchbootes befand sich auf mäßig ansteigendem, ziem- nächst stehenden Kiste,„wir zeigen Ihnen . 41 ich wackeligem Bretterboden das„Steh- parkett“. Die vierte Seite der Arena, paral- lel zur Zeltfront, trug an einer bogenför- mig verlaufenden dünnen Eisenstange einen schmuddeligen Vorhang aus Zeltlein wand, der die Schauobjekte und das Künstlerper- sonal verbarg. Himmel durch einige beiseite gerollte Lu- ken im Zeltdach, an trüben Tagen dagegen eine über der Arena pendelnde Karpid- lampe, die im übrigen das ewig im Raum muffiger Fischen. Mottenpulver schwebende Duftgemisch von Leinwand, Tieren, und schwitzigen Menschen vervollständigte. Vertraulich nickend nahm der Direktor des Hauses von der so auffallend bevor- zugten Zuschauerin Abschied: den Beglei- ter, der nicht zu leise etwas von einem„un- verschämten Kerl“ gar nicht. gleichen gefallen lieg. so wenig kümmerten ihn die Aeußbßerungen der Menschen vor Beleuchtung spendete der 23 Unvermittelt stockte er. brach ab wie magnetisch wurden seine Augen von dem silbernen Flimmern um des Mädchens Haupt angezogen, er suchte seinen Blick, fand ihn für eine halbe Sekunde und be- gann geistesabwesend von neuem:„Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Zu Beginn unserer heutigen Vorführung Ebenso ausgestopft, so unzuverlässig, so mottenzerfressen wie die erste war die zweite Nummer, die Hannes herumzeigte: die Ziege mit den zwei Köpfen, auch ge- nannt die ‚Wunderhippe', von der der be- gleitende Text behauptete, sie habe im Garten des Notars Schleierühl in Oldenburg Vier Monate lang ein amtlich kontrolliertes doppelköpfliges Dasein geführt! Einmal hatte Auherte. beachtete er So wenig er sich von seines Endlich setzte das Urwerk ein und der Ansager sich versprochen und zur schnarrte alles ganz von selbst herunter: Freude einiger aufmerksamer Zuhörer vier „.„ zeigen wir Ihnen in der wissenschaft- Minuten“ statt vier Monate gesagt. Aber lichen Abteilung die beiden zusammenge- selbst das stimmte nicht; für die Erzeugung wachsenien Hähnchen, genannt die siamose- der Abnormität war einzig und allein Herr nen Zwillinge der Vogelwelt! Sie wurden Schmitz, ein ebenso geschickter wie ge- in Szegedin, in der Nähe von Budapest, wo schäftstüchtiger Düsseldorfer Präparator, sonst nur der Paprikagulasch auf den Bäu- verantwortlich zu machen. Nach einigen men wächst, ausgebrütet, und zwar, worauf weiteren ähnlich un kontrollierbaren Unge- jch besonders aufmerksam mache, in einem heuern folgte in der zweiten, der 2z00lo- einzigen Ei Sie wurden von Aerzten und gischen“ Abteilung eine zweifellos leben- den berühmtester Kappazatetten Europas dige, auf drei Beinen etwas scheu herum- Untersucht, sowie amtlicherseits mehrfach hinkende Katze, die im Zivilleben sehr * Bayrisches Verbot gegen Remer-Parlei München.(UP) Der bayerische Innen- minister Dr. Wilhelm Högner hat am Sonntag alle Versammlungen der SRP Bayern verboten. Dr. Högner erklärte er habe das Verbot aukgesprochen, weil 2 erwarten sei, daß durch SRP- Versamm- lungen die öffentliche Ruhe und Sicherheit Sestört werde. Der zweite Vorsitzende der SRP, Otto Ernst Remer, hält sich be. Kkanntlich gegenwärtig in Bayern auf Und versucht, Ortsgruppen seiner Partei zu bil. den. Saargewerkschaft droht mit Streik Saarbrücken.(dpa) Das Führungsorgan der saarländischen Einheitsgewerkschaft, der Sog. Gewerkschaftsausschuß. hat in einer Entschließung scharf gegen die Regierung Hoffmann Stellung genommen. Es heilt darin. daß die jüngste Gesetzgebung dez Saarlandtages in offensichtlchem Gegensatz zu den Interessen der Arbeitnehmerschaff stehe. Der reaktionären Einstellung von Regierung und Landtagsmehrheit könne nicht länger tatenlos zugesehen werden. Der Gewerkschaftsausschuß fordert ein Betriebsrätegesetz. ein Tarifvertragsgesetz für alle Arbeiter und das volle Mitbestim- mungsrecht auf betrieblicher und über- betrieblicher Ebene. Er befürwortet die For. derung des Industrieverbandes Bergbau auf Neuwahlen des Landtages und Revision der mit Frankreich abgeschlos- s enen Gruben- Konvention, In der Entschließung wird erwähnt. daß der Ge. werkschaftsausschuß sich nicht scheut, die gewerkschaftlichen Kampfmittel anzuwen⸗ den, wenn die Forderungen in der nächsten Landtagssession nicht erfüllt werden. Bohrstelle Wolfskehlen geschlossen Wolfskehlen.(dpa) Mit einem neuen Erd- gasausbruch in Wolfskehlen ist nach mensch. lichem Ermessen jetzt nicht mehr zu rech- nen. Die Bohrstelle ist am Freitag und Samstag mit einer Zementmischung ausge- füllt worden. Dafür wurden 800 Sack Ze ment benötigt. Die Trümmer des zusam- mengestürzten Bohrturmes werden bis Mon- tagabend beseitigt sein. Dann soll nach Mit- teilung der technischen Leitung eine neue Bohrung durch den Zementkern angesetzt werden. Außerdem ist beabsichtigt, zur Entlastung der ersten Bohrstelle in etwa 300 Metern Entfernung einen zweiten Bohr- turm zu errichten. Pakistanisches Weißbuch gegen Indien Karatschi,(dpa- REUTER) Pakistan be- schuldigt die indische Regierung in einem am Sonntag veröffentlichten Weißbuch, die Tei- lung Indiens rückgängig machen und Paki- stan sich wieder einverleiben zu wollen, In dem Weißbuch behauptet die pakistanische Regierung, daß die indischen Führer sich niemals mit der Teilung des Landes abgefun- den hätten. Sie hofften, daß sie nur eine vor- übergehende Erscheinung 928 und 3 bald wieder von Indien aufgesogen Würde, Insbesondere wird Indien vorgeworfen, ch den Ostteil Pakistans(Ostbengalen) Wieder angliedern zu wollen. Zu diesem Zwecke werde unter der Hindubevölkerung dieses Gebietes künstlich Unruhe erzeugt, und ent- gegen den klaren Bestimmungen, die im Delhi-Abkommen zur Teilung des Landes niedergelegt wurden, würde die Hindubevöl- kerung Ostpakistans ermutigt, nach der indischen Regierung um„Schutz auszu- schauen“. Französischer Staatssekretär von seiner Frau erschossen . Orleans. r ier Chevalller, der 52jährige Staatssekretär für Fragen der technischen Ausbildung, der dem neugebil- deten französischen Kabinett angehörte wurde am Sonntag von seiner eifersüchtigen Frau noch einer scharfen Auseinander- setzung durch fünf Revolverschüsse getötet, Schweden liefert polnische Meuterer nicht aus Stockholm.(dpa-REUTER) Die schwe- dische Reglerung hat die polnische Forde- rung zurückgewiesen, zwölf Matrosen eines auszuliefern, die am 2. August meuterten und in Schwe. den an Lamd gingen. ä— schlecht auf den Namen Nizza“ hörte; diess Nummer war sehr kurz: daß das Vierte Bein einem Verkehrsunglück oder einem dunkleren Attentat zum Opfer gefallen 10 wurde auch den unbefangensten 1 ziemlich schnell klar. Als letzte folgte die artistische Abteilung“, Sie wurde von, em dicken Pröff mit einigen seit Jahrbund, erprobten Manegescherzen, sowie von U b Ulah, der Halbwilden vom Kongo, 15 5 Künstlerischen Darbietungen“ 8 diese wiederum erschöpften sich neben 5 Reifenrasseln in jenem vor dem Zelt 15 gepriesenen Wellenschlagen des 1 leibes, einer Art frommem Bauchtanz, day die weiblicher Zuschauer leicht eee wurden. Zum Schluß kam die Hauptetum 1 tion: Jimmy, der dressierte Seehund.. Carlotta hatte ihn einmal von der 1 rin des Zirkus“ Hermanni, einer Wat freundin, geschenkt erhalten, da 105 11 wegen Altersschwäche den Ensem 5 forderungen nicht mehr Zee 5 Er konnte immer noch Balle balanclen eine kleine Leiter überklettern und 1195 1 feuerung des Publikums in die 1 55 klatschen; zuviel jedoch durfte man rtete nicht zumuten, denn eigentlich 1 man sein Ableben schon vor Wel Alam täglich. Wie oft hatte es da Tabac 855 gegeben! Mittlerweile hatte man 8 406 gewöhnt, daran zu denken; es wäre Ja zu rücksichtslos von ihm gewesen Carlotta hielt zwar die Ohren. 50 hellhörig sie sonst war— um tunen sätzattraktion für Jimmy blieb alles 10180 Die Kuriositäten schienen 1 0 Nirgendwo fand sich nur die kleins 05 al reicherung.. weder für die e de liche, noch für die zoologische, noch nicht i artistische Abteilung Zumindest 2d der Preislage, die Mamma Carlotta legen gedachte. f 5 5 Fortsetzung folst) — — 4 Sete e t..—⁵Ü ⅛,.e ²˙X ˙»n ˙—c§(. ↄĩè.,.—1r¹U.. ²˙DaA. ̃̃ ͤU•Bcn lass ler lr. 186 Innen- lat am RP in rte, er eil zu samm. nerheit de der ch be. H und zu bil. reik Sorgan it, der einer erung heißt g des ensatz schaft von könne en. rt ein gesetz stim- über. e For. au auf slon los- In der r Ge. it, die uwen⸗ chsten Sen Erd- ensch⸗ rech · und ausge- k Ze usam· Mon- 1 Mit- neue gesetzt „ lt etwa Bohr. dien n be- m am e Tei- Paki⸗ en. In nische sich efun⸗ o vor- Kistan ſürde. 7 leder wecke dieses U ent- e im andes evöl⸗ der uszu- ler, n der gebil⸗ nörte, nigen nder⸗ tötet. rer hwe⸗ orde- eines fem, hwe⸗ —. ——ů Eintracht Minden— TSV Schwartau Nr. 186/ Montag, 13. August 1951 DER SPORT VOM WOCHENENDE Seite 3 Walter Zeller auf BMW holt sich den Internationalen Rheinpokal in Hockenheim In.. Unger Sch enimelster Eric Oliver Mannheimer Ruderer im Mainzer F lobhafen diesmal nur auf den Plätzen Zahlenspiegel: wwestdeutschland: Borussia Dortmund— VfB Mühlburg Iserlohn 46— Grashoppers Zürich Rheydter SpVYV— VfL Osnabrück SV Detmold— Viktoria Aschaffenburg Spfrde. Gladbeck— Eintr. Kreuznach Essen-West 81— Bayer Leverkusen 1. FC Köln— FV Engers Bezirksauswahl Hagen— SSV Hagen Tura Bonn— Rhenania Würselen Paderborn 08— SC Cronenberg Union Ohligs— Solingen-Gräfrath BV Altenessen— Tura Essen VIB Speldorf— Glückauf Sterkrade SV Byfang— VfR 09 Kupferdreh SpVg. Borbeck— Tus Helene Essen SG Eschweiler— Preußen Dellbrück VIL Benrath— 1. FC Köln Hamborn 07— VfE Osnabrück Norddeutschland: F St. Pauli— Bremer Sx TSV Goslar— Göttingen 08 TSV Eimsbüttel— FC Basel VfB Oldenburg— Werder Bremen Arminia Hannover— Bremen 1860 Eimsbüttel— Rheydter Sv Süddeutschland: VL Neckarau— Borussia Neunkirchen Bayern München— Hamburger SSV Hessen Kassel— Preußen Münster Kickers Stuttgart— Admira Wien BO Augsburg— 1. FC Kaiserslautern 1. FC Pforzheim— Karlsruher FV sc Schwenningen— Wacker Berlin SV Waldhof— VfR Mannheim Bayern München— HSV Hamburg Um 46— VfB Stuttgart Bayern Hof— FSV Frankfurt Darmstadt 98— Vienna Wien Südwest: 1. FC Idar— Wormatia Worms Tus Neuendorf— Olympique Lille Phönix L'hafen— 1. FC Saarbrücken FV Engers— FC Antwerpen 1860 München— 1. FC Kaiserslautern Tus Neuendorf— Olympique Lille Berlin: Spandauer SV- Berliner SV 92 VfL Nord— Tasmania 1900 TB Berlin— Hertha Berlin Union Berlin— Hertha Zehlendorf Deutsche Mannschaften im Ausland: Z St. Gallen— SpVg. Fürth Fola Esch— Fortuna Düsseldorf HANDBALL IV Hassee-Winterbek— Pol. Hamburg 12:6 Stadtauswahl Bremen— RSV 5 11ʃ7 3:2 0˙2 3:4 4˙4 1·8 3:2 7⁵0 322 2:5 22 121 22 8:2 3•2 2273 3:2 123 2. 1 d O de te e de te g. S g SSE S (kloth/-nori Eigenberi neun Nationen boten an Start und sportliches Großereignis— der ers die deutsche Elite, würden insbes gegen die ausländischen Klassenf am 26. August bringen. Aber die Nortons, ihren A9 S-„Stachelschweinen“ betreute“ Maschinen in Hockenheim an harte und spannende Kämpfe es geben länglich angedeutet. Der Italiener Enrico Lorenzetti mit seiner „Guzzi“ hatte in den zwei Solo-Klassen alles „in Grund und Boden“ gefahren. Sein 250 cem-„Hirsch“, die Moto-Guzzi-Gamba- lunghino war phantastisch schnell und drehte 155 Km /st.-Runden, dicht gefolgt von dem Engländer Tommy Wood(ebenfalls Guzzi). Dann erst kamen H. Thorn-Prikker, Gablenz und Wünsche. Auch in der 500er Klasse ran- gierte Guzzi-Lorenzetti mit 171,8 km/st. vor BMW-Meier-Zeller(168 und 167 km /st.) und was bei den Solisten Lorenzetti besorgte, schaffte bei den Gespannen Weltmeister Eric Oliver(Norton), der in beiden Klassen(500 und 750 cem) schneller als alle deutschen Bei- Wagen(einschließlich Meister Wigger! Kraus) War. Doch nicht das Training— das Rennen würde entscheiden! Ist es nicht ein Trick der großen Kanonen, sich im Training nicht ganz auszugeben? Auftakt mit den„Bienen“ Einen herrlichen Auftakt bot das 22. Fahrer-Feld der„kleinen Bienen“(125 cem). H. P. Müller bewies ab der Startrunde, daß die Werks-DKW jetzt„fit“ ist. Doch ab Runde 4 klebten NSU-PDietrich und NSU Daiker an seinem Hinterrad, die beide die Der Start der 38. Deutschen Rudermei- sterschaften in der traditionsreichen Hoch- burg Mainz stand leider im Zeichen von Petrus, der mit kräftigen Schauern seine Regentschaft antrat. Trotzdem hatten sich zu beiden Seiten der Ziellinie auf den lang- gestreckten Tribünen etwa 3000 bis 6000 Un- entwegte eingefunden. Auf der Haupttribüne sah man die erfolgreichen Rennruderer der vergangenen Jahrzehnte, die deutschen Mei- ster und Olympia- Sieger, sowie den gesam- ten Vorstand des deutschen Ruder verbandes, an der Spitze Ehrenpräsident Dr. Ruperti, Hamburg. Tus Rheinhausen— Altturm Wien Hoher FCK-Sieg 30 Augsburg— 1. Fo Kaiserslautern 1:8(1:3) Vor 20 000 Zuschauern unterlag am Sams- tag der BC Augsburg gegen den deutschen Fußballmeister FO Kaiserslautern mit 1:8 (i) Toren. Die beiden„Internationalen“ Fritz und Otmar Walter erzielten ze drei Tore und Wanger 1 Tor. Der achte Treffer par ein Eigentor der Augsburger. Den Ehren- trekker der BCA schoß Schlump eine Minute vor Halbzeit. DSC spielt außer Konkurrenz Der Badische Fußballverband hat be- schlossen, die Mannschaft des Dresdener Sportelubs, die sich der TSG 78 Heidelberg angeschlossen hat, in der ersten Amateurliga Nordbadens außer Konkurrenz mitspielen zu lassen. Voraussetzung ist, daß sich die Spie- ler reamateurisieren lassen. Keine 2. Nord-Division Der Beirat des norddeutschen Fußball- verbandes beschloß am Samstag in der Sportschule Barsinghausen/ Hannover, für die ommende Spielzeit keine zweite Division in Norddeutschland einzuführen. In einer ein- stimmig angenommenen Resolution wendet zich der Beirat gegen die Entscheidung des Kontrollausschusses des deutschen Fußball- undes und bestätigt seinen eigenen Be- schluß vom 14. Juni, nach dem die zweite Division nicht eingeführt werden kann, weil mur sechs Vereine die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. i sch das in der Stadtkurve im Hauptrennen, ler, Nr. 1 Meier und Nr. 4 Lorenzetti. Wie das ausgefallen, W. Zeller jedenfalls, nahm den Rhein-Poka] Die flaggengeschmückte Rennstrecke war mustergültig abgesteckt, doch beeinträchtigte ein ungewöhnlich starker Seitenwind die Rennen. Dagegen war der Mainzer Regatta- Zug mit insgesamt zehn Wagen stark fre- Juentiert. Die große Mannheimer Kolonie auf dem Mainzer Regattagelände im Floßhafen erwartete das erste Meisterschaftsrennen Nachrichten aus der Welt des S Bereits deutscher Meister Nach dem 5. Meisterschaftslauf in Hocken- heim stehen zwei deutsche Meister bereits fest: Hein Thorn-Prikker in der 250- cm- Klasse(Guzzi, 26 Punkte) und Kraus/ Huser (BMW, Seitenwagen, 500 cem, 30 Punkte), haben bereits einen so großen Vorsprung, daß sie nicht mehr eingeholt werden können. „Marianne“ mit Jahresbestleistung Der deutschen Meisterin im Diskuswer- fen, Marianne Schulze-Werner(Preußen Münster) gelang bei leichtathletischen Wett bewerben in Bielefeld ein Wurf von 43,81 m, der eine neue deutsche Jahresbestleistung darstellt. Algol hinter Takrour Bei ansprechendem Wetter wies die Nie- derrader Bahn zu ihrem Internationalen Renntag großen Besuch auf. Der im Vorder- grund stehende Preis des französischen Hohen Kommissars(10 000 DM, 2500 m) nahm mit dem Sieg des von K. Narr gesteuerten Franzosen Takrour vor dem bisher auf süd- deutschen Bahnen ungeschlagenen Algol dem Lauf der 500-cœcem-Klasse aus: Nr. 21 Zel- Rennen geendet hätte, wäre Lorenzetti nicht und hätte Meier nicht an den Boxen halten müssen, kann niemand sagen. strahlend in Empfang. Bild: Gayer Internationale Elite auf dem Hockenheim-Rin Ueber 150 000 Zuschauer sahen begeisternde und mitreißende Motorradrennen 8 cht)— Es mögen rund 130 000 Zuschauer gewesen sein, die am Sonntag den 7,7 km langen Ring von Hockenheim umsäumten. Flaggen von Ziel ein festliches Bild, symbolisierend, daß ein motor- te Internationale Rheinpokal— gestartet wurde. Würde ondere die Werksrennställe von NSU, BMW und DRW ahrer bestehen können? Gewiß, die ganz große Feuer- probe würde erst das Solitude-Rennen mit dem Kampf der ausländischen Werksrennställe Mehrzahl der Ausländer brachte mit ihrem„Federbett“ und den italienischen Guzzis, sogenannte„werks den Start, die sie als Privatfahrer steuern. Welch würd e, hatte bereits das zweitägige Training hin- neu entwickelte Viertakt-Renn-Fox fuhren. Diese vom„Pech verfolgten Vögel“ waren in Hockenheim„da“ und lieferten„ hin- Wilder Kurvenkampf der 350er reißende Kämpfe, die schließlich mit einem NSU- Doppelsieg endeten. Dietrich kam mit 123,9 km /st. Schnitt knapp vor Dal- Nudermeisterschatlen an traditionsreiche: Siaiie Hannover verteidigte im„Vierer mit“ den mit ganz besonderer Spannung. Ging es doch im Vierer mit Steuermann darum, ob der Deutsche Ruderelub Hannover seinen Titel mit Erfolg verteidigen konnte, oder ob es der Tochtermannschaft des MRV Ami- eitia gelingen würde, den Titel zum 7. Male in die Rhein-Neckarstadt zu bringen. Am Start waren der Oldenburger RV, MRV Amicitia, Wikinger Berlin und DRK Hannover 1844. Pünktlich gingen die Boote auf die Strecke. Hannover, Amieitia und Oldenburg hatten eine kleine Führung, doch bei 1000 m gelang es dem Meister, sich eine Länge Vorsprung zu sichern. Auf dem zwei- ten Platz lag nach wie vor Amicitia Mann- heim. Als die Boote in Sicht kamen, hatte der Deutsche Ruderclub Hannover seine Führung bereits über eine Länge ausgedehnt und fuhr auf dem günstigen Außenstart dem Feld davon. Mit hoher Schlagzahl und hart rudernd sicherten sich die Hanno- veraner auch im Endspurt den Sieg und ließen die stark spurtende Amicitia-Mann- einen überraschenden Ausgang. Algol ver- suchte zweimal vergeblich, innen durchzu- gehen und verlor dadurch wertvollen Boden. Der Schweizer Katmandu lief zum Schluß noch dicht zu Algol auf. Toto: 212, Platz: 22, 15, 36 EW: 588. Opera im Gladiatoren-Rennen Opera(W. Weidner) gewann am Sonntag auf der Trabrennbahn in Hamburg- Farmsen das als Stichfahren ausgetragene Gladiato- ren-Rennen(30 00 DM— 1600 m) in zwei geraden Stechen gegen Permit. USA im Interzonenfinale Die Davis-Cup-Mannschaft der Vereinig- ten Staaten qualifizierte sich in Montreal für das Interzonen-Finale gegen den Eu- ropa-Zonen-Sieger Schweden durch eine 3:0. Führung gegen Kanada in der Schlußrunde der Amerika-Zone. Nach dem Gewinn der Elnzelspiele am Freitag schlug das amerika- nische Doppel mit Budge Patty und Tony Trabert die kanadische Kombination Henri Rochon/ Brendan Macken klar mit 6:4. 6:3, 6:2. Start der 250-Cm-Klasse: H. P. Müller Nr. kamen die drei Erstplazierten auf ihren Guzzis. Sieger) sind sie noch in der Meute. Guzzi-Maschinen. 8 ker ein und dieser war wiederum knapp vor H. P. Müller. Im Feld lieferten sich auf den weiteren Plätzen Lottes, Schneeweiß(Oester- reich) und Reichert, die in dieser Reihenfolge das Ziel passierten, nicht minder prächtige Kämpfe. Ex-Europa-Meister von 1927 Das Rennen erfordert eine rühmende An- merkung: In der Mitte des Feldes fuhr der deutsche Europa-Meister des Jahres 1927, Seppl Giggenbach, heute nahezu ein 50 jähriger, aber ein ewig junger Motorsport- Fan, auf einer Puch wacker mit! Ein Bravo dem alten Kampen!— Für den NSU-Sieger Dietrich erklang nach dreizehnjähriger Un- terbrechung erstmals wieder zur Ehre seines Vaterlandes das Deutschlandlied! Guzzi— Guzzi— Guzzi Und dann schickte Rennleiter Ernst Christ das 250er-Feld auf die 20-Runden- reise. Ab der ersten Runde lagen die „Guzzianer“ Lorenzetti und Tommy Wood, die Teamwork fuhren, in selten gesehener Souveränität an der Spitze. Hinter den Aus- ländern„rauften“ H. Thorn-Prikker(eben- falls Guzzi) vor DKW- Müller, Meister Gablenz und dem Engländer Pike, beide auf der Parilla. Aber alles„Raufen“ half nichts. Die beiden Führenden, deren Fahrweise geradezu„lässig“ anmutete, fuhren, sich ge- genseitig„Windschattendienste“ leistend, davon und setzten bereits in Runde 9 zum Ueberrunden an. Nachdem Gablenz aus- gefallen war, konnte sich DKW- Wünsche hinter H. P. Müller auf Platz 5 und DR W- Kluge auf Nummer 6 schieben. Vorne fuhren derweil Lorenzetti- Wood, außer Thorn- Prikker restlos alles überrundend, dem Sieg Fortsetzung Seite 4 „el-Neporler waten dabei Meistertitel erfolgreich 100) ist am besten abgekommen. Das schwere Anspringen ist eine Eigenheit aller Motto- schaft nicht mehr aufkommen. Sie hatte so- Sar Mühe, die zähen Wikinger aus Berlin auf den dritten Platz zu verweisen. Auch am zweiten Rennen des Täges war die Rudererhochburg Mannbeim-Ludwigs- hafen interessiert. Hier traf der Leicht- gewichtsvierer ohne Steuermann des Lud- wigshafener RV auf den Emder Ruder- verein. Ludwigshafen hatte vom Start weg eine leichte Führung, die es jedoch durch Versteuerung einbüßte. Emden setzte sich bei 500 m an die Spitze und kührte bei 1000 Meter mit einer Länge. Der prächtige End- spurt des LRV führte zwar an das Emder Boot heran, doch zum Endsieg reichte es nicht mehr. 5 Das Rennen um die Meisterschaft im Einer brachte eine unvermeidliche Pro- grammänderung, da dem Ex-Meister Horst Wilke kurz nach dem Start ein Skull ge- brochen war. Sämtliche Skuller Waren da- Fortsetzung Seite 4) ports Geister schlug Kraus und Zandt Beim Essener Start der deutschen Leicht- athletik-Nationalmannschaft traten Fütte- rer, Haas und Kluge wegen Verletzung nicht an. Die Leistungen der 35köpfigen Expedition waren trotz der überstandenen Anstrengungen ansprechend. Ueber 100 m hatte sich Geister schon auf der halben Strecke einen Vorsprung erkämpft und siegte klar vor Kraus und Zandt. Sieben Läufer bestritten einen 2 000-m-Lauf, den Schade in 5:43,4 Minuten gewann. Ergebnisse: 100 m: Geister 10,7 Sekun- den vor Kraus(10,8) und Zandt(10,9); 200 m: Kraus 22.2 Sekunden vor Zandt (22,6) und Thurandt(22.9); 800 m: Bonach 1:58,3 Minuten vor Biebahn(1:58,4) und Surray(1:59,4); 110 m Hürden: Trogbach 15,0 Sekunden vor Zepernick(15,1) und Theilmann(15,1); Kugelstoßen: Hipp 14, 70 m vor Theurer(14,30) 2 Belgischer Wasserball-Meister wurde der Titelverteidiger Antwerpse Zwem Club mit 26 Punkten und 123:21 Toren vor dem ZU Gent (24 P.) und dem Sc Brüssel(20 P.). Von oben nach unten: Kampfszene vom Spiel VfL Neckarau— Borussia Neunkirchen 2:2. Gertrud Herrhruck in Aktion. Nach dem Titelgewinn die strahlende Pirmasenserin mit dem Jungengesicht. Nr. 118, Lorenzetti auf seiner 250-Cm-Guzzi.— HI. Aderhold gewann erneut den Titel im Kunstspringen Bilder Gayer/ Schirner War Ihr Tip richtig? Nord-Toto: 1— 1 2 2—1äͤ — 1 ⏑ 1 — 1. West- Süd- Block: 1 0 1— 22 2 VVV Bayern: r use 1 1— 1— 0— 2— 2. Bayern Untern. Zehn): 0— 1 2— 2— 2— 2— 122— 0. Schlecht weg Auf unserem Bild(Nr. 118, rechts außen, der Bild: Gayer Seite 4 MORGEN Montag, 13. August 1951/ Nr. 106 — Alte Rivalen spielten Spygg. Sandhofen— Phönix Mannheim 4:1(3:1) Zum Auftakt der neuen Spielsaison trafen sich die beiden ehemaligen Rivalen aus der Landesliga zu einem Freundschaftsspiel im Mannheimer Norden. Dem Treffen fehlte naturgemäß die Rasse eines Punktekampfes, obwohl beide Mannschaften aus Prestige- gründen bestrebt waren, das Beste zu bieten. Leichte Feldvorteile der Einheimischen brachten bis zur Pause eine 3:1-Führung, die auf Grund des besseren Zusammenspiels als verdient anzusprechen ist. Nach dem Wechsel konnten die Deckungs- reihen vorläufig die Oberhand behalten, was dadurch zustande kam, daß Sandhofen eine Umstellung im Sturm vorgenommen hatte, Wodurch die Durchschlagskraft der ersten Halbzeit nicht ganz erreicht werden konnte, so daß auf beiden Seiten weitere Treffer lange Zeit ausblieben. Erst kurz vor Schluß gelang Sandhofen ein 4. Treffer, während Phönix zu keinem Erfolg mehr kam, trotz- dem die Mannschaft sich alle Mühe gab, das Ergebnis zu verbessern. In die Tor- schützenliste, des Siegers reihten sich Scheithe, Steckermaier(2) und Packlin, ein. Schiedsrichter Gräber, Weinheim, leitete gut. Die neuen Rudes-leisiet. Vierer mit Steuermann: Deutscher Meister 1951: Deutscher Ruderclub von 1884 Hannover 6:45, 3: 2. Mannheimer RV Amieitia 6:51,2; 3. Wikinger Berlin 6:51,44; 4 Oldenburger RV 6:51, 5. Leichtgewichtsbester Vierer ohne: 1. Emder 252,1; 2. Ludwigshafener RV 6:57, 1. Doppel-Zweler für Frauen: 1. Bremer Ruder- elub Hansa 3:51; 2 Kölner RV 1877 3:55,3; 3. Ruder- elub Mark HagenſwWetter 3:59,3; 4. RV 1882 Mün- Ster 4:00,1 Zweier o. St.: 1. R RV Gelsenkirchen 7:29, 1; 2. Renngemeinschaft„Sturmvogel“) Studentischer KRuderelub 7:87,2: 3. Mannheimer RG„Baden“ 7:47; 4. Bremer Ruderclub Hansa 7:51.1. Einer: 1. Renngemeinschaft Saar/ Undine Saar- brücken(Günther Schütz) 7:31,22; 2. Frankfurter Germania(Günther Lange) 7:34, 1; 3. Kitzinger RV (Waldemar Beck) 7:43, 1. Leichtgewichts-Achter: 1. RV Kassel 6.25; 2. Etuf Essen 6:30; 3. Renngemeinschaft Ludwigs- hafener RV/ Heilbronner Schwaben 6:38. Doppelvierer m. St. für Frauen: 1. Hamburger Ruderinnenelub 3:44: 2. Hansa Bremen 3:44, 2; 3. Renngemeinschaft RG Bochum/ Münster 3:44, 3; 4. Frauen- RV Frankfurt 3:52. Achter: 1. RG Flörsheim- Rüsselsheim 6:17,83; 2. Kölner RV 7 021,1; 3. Berliner RC 6.28, 1; 4. Mühlheimer RG 6:31, 4. Deutsche Schwimm- Meisterschaften 1951: Altmeister in Lüdenschei d durchweg in Front Herbert Klein,„Hase“ Lehmann, Gertrud Herrbruck, Ria Lingen, Paula Tatarek und H. Aderhold errangen, wie erwartet, Meistertitel Am Wochenende wurden die Deutschen vom Start bis zum Ziel führend, seine zweite Schwimm- und Springmeisterschaften in Lüdenscheid ausgetragen. Bereits am Freitag erzielte Blauweiß Pirmasens in der 4 100- Meter-Rückenstaffel der Frauen mit 45,6 einen neuen deutschen Rekord. Am Samstag Waren es dann 4000 Zuschauer, die den Kämpfen beiwohnten, und am Sonntag spen- deten rund 8000 den neuen Meistern Beifall. Im ersten Rennen des zweiten Tages über 200 m Kraul sicherte sich Europameister und Titelverteidiger Heinz Günther Lehmann, Meisterschaft. Die Pirmasenserin Gertrud Herrbruck verteidigte anschließend ihren Titel über 100 m Rücken erfolgreich. Herbert Klein nie in Gefahr Das 100-m- Brustschwimmen war das Rennen nur einen Mannes, Herbert Kleins. Bis zur 50-m-Wende konnte der Wuppertaler Dieter Korte noch etwa mithalten. Auf der letzten Bahn zog der Münchener unaufhalt- sam davon und siegte in 1:09,8 Min. Bei den Opel-Rüsselsheim gewann den Achter (Fortsetzung von Seite 3) mit einverstanden, daß das Rennen einen späteren Zeitpunkt verlegt wird! Die Boote zum Rennen im Zweier o. St. gingen dann bei strahlender Sonne, doch immer noch heftigem Wind., an den Start. Alle kamen gut ab. Gelsenkirchen und Mannheim nahmen bald die Spitze. Bei 1000 m führte Gelkenkirchen bereits mit einer Länge vor der MRG Baden. Als Gel- senkirchen unwiderstehlich spurtend davon- gezogen war, schlossen Bfemen und Ber- lin zum Mannheimer Boot auf. Ia dem nun einsetzenden Endspurt gelang es der Berliner Renngemeinschaft das Mannhei- mer Boot zu überspurten und auf den drit- ten Platz zu verweisen. Das Rennen um die Meisterschaftskette des Deutschen Ruder- Verbandes wurde von den drei deutschen Meistern Horst Wilke, Waldemar Beck und Günther Lange, sowie dem 34jährigen Saarbrücker Günther Schütz bestritten. Das Gesetz der Serie wurde be- stätigt: Deutschland hat in Günther Schütz einen weiteren Deutschen Meister der Nach- kriegsjahre. Den Doppelvierer m. St. für Frauen gewann der Hamburger Ruderinnen- club in einem außergewöhnlich scharfen Rennen gegen Bremen. Im Leichtgewichts- Auf achter gab es ebenfalls eine kleine Ueber- raschung, da die favorisierten Essener sich von den sauber rudernden Kasselanern schlagen lassen mußten. Mit ungeheurer Spannung sah man der Ausein andersetzung, der Krone der Renn- boote. dem Achter entgegen. Flörsheim Rüsselsheim und Köln 77 waren Favoriten. Berliner Ruderclub und Mühlheimer RG konnten in diesem mörderischen Rennen nur bis etwa 1000 m mithalten. Bei 1500 m hatte Flörsheim- Rüsselsheim eine halbe Länge Vorsprung. Im verzweifelten End- spurt vermochten die Kölner das Rüssels- heimer Boot nicht mehr zu gefährden. Tosen- der Beifall belohnte den Sieger. Das 38. Deutsche Meisterschaftsrudern hat weder für Mannheim noch für Ludwigshafen den erhofften Erfolg gebracht. Es ist nicht müßig, nach den Gründen zu suchen, Tat- sache ist jedenfalls, daß der deutsche Ruder- sport gerade in diesem Jahr einen ungeheu- ren Aufschwung genommen hat, und daß die Leistungsspitze eine recht stattliche gewor⸗ den ist. Die in Mainz gemachten Erfahrun- gen werden sich die Mannschaften zunutze machen, und, wenn es im kommenden Jahr wieder um Sieg und Titel geht, wird auch Mannheim wieder vertreten sein! tz Walle/ Zelle, gewann internalionalen Nheinpokat Endgültige Kraftprobe mit Ausländern durch Lorenzettis Ausfall verhindert Fortsetzung von Seite 3) im Gentleman-Kampf entgegen. Der in Italien den Spitznamen„Sprinter“ füh- rende Lorenzetti nahm Wood in der vorletz- ten Runde an und gewann dieses reine Guzzi-Rennen mit zehn Meter vor Wood und Thorn- Prikker mit 142,2 km /st in neuer Klassenbestzeit. Nachdem die neue, choralähnliche Hymne, Verklungen war, begann das mit Spannung erwartete Duell in der 500-œ m-Seitenwagen- Klasse zwischen Weltmeister Oliver und BMW.- Kraus, in dessen Verlauf sich der deutsche Mei- ster it Huser im„Pantoffel“ sofort an die Werks-Norton des Engländers anhängte. Wird Wiggerl beweisen, daß unsere Bei- Wagen bereits wieder Weltklasse sind? Hartnäckig jagten die„Germans“ die „Tommies“, und in der 6. Runde gingen sie Unter tosendem Beifall der 150 000 erstmals an die Spitze. Doch wenig später führte das Weltmeisterpaar wieder. Hinter ihnen kämpften, da Hockenheim für alle Deutschen 5. Meisterschaftslauf war, die Privatfahrer Noll/ Cron auf BMW, vor dem Oesterreicher Vogel(Norton) und Lipp(BMW) um die wich- tigen Punkte. NSU-Böhm/ Höller auf der„leicht verbaut Wirkenden Vierzylinder-Maschine waren in der 2. Runde bereits ausgefallen.— Laute Jubelrufe gab es auf den Tribünen, als„Wig⸗ gerl“ dann bei Start und Ziel in der 11. Runde vorspurtete. Hinreißendes Finish: Kraus/ Huser führen — der Weltmeister geht vor— die Deutschen kämpfen bis zum Aeußersten— in der letz- ten Runde machen sie einen Generalangriff — das Unglaubliche geschieht: vor der Haupt; tribüne fängt das deutsche Gespann die Welt- meister ab und gewinnt mit einer Vorder- radlänge! Die gesamte Direktion des BMW- Werks macht, einschließlich der alten Herren, einen Freuden-Luftsprung. Für beide Ge- spanne wurden mit 140,9 km /st neue Seiten- wagen- Bestzeiten gemessen. 5 Rein Ausländisches Maschinen material. startete dann im 32-Mann-Feld der 350er- Klasse. Schade, daß Deutschland keine einzige Maschine besitzt, die mit den AgS', Nortons, Velocettes und Moto-Parillas kon- kurrieren könnte. Roland Schnell OParilla) hatte den besten Start, und mit seiner von ihm selbst weiter entwickelten Zwei-Nocken- Moto-Parilla immer schneller werdend, fuhr der Deutsche mit 154,9 km/st(neue Saug- Motoren-Bestzeit) das Rennen vor den ihn ständig verfolgenden Engländer Tommy Wood(Velocette) und Bill Petch(AJS) mit 25 Sekunden Vorsprung nach Hause. Das restliche Feld hatte sich in Kampfgruppen aufgelöst, in denen durchwegs die Engländer dominierten. Weltmeister bei„schweren Brocken“ Das Rennen der„schweren Brocken“ bis 750 cem erhielt wieder seinen besonderen Reiz durch die Teilnahme des Weltmeisters Oliver, den ehrenhaft Unterlegenen in der Halbliter-Beiwagenklasse, Obwohl dem fai- ren sympathischen Side-Car-Champion kein ausgesprochener„Wigger!“ in diesem Lauf beschieden war, kurbelten Hillebrandt/Bahrt und Ebersberger/ Krauß das letzte aus ihren BMWꝛ's heraus, um wenigstens Schritt hal- ten zu können. Englands Seiten wagenkönig legte aber ein derart mörderisches Tempo vor, daß an seinem vielumjubelten Sieg mit einem 141,1 kmist-Schnitt(Bestzeit aller Beiwagenfahrer) nicht zu rütteln war. Er fuhr außerdem mit 143,2 km /st die schnellste Seitenwagenrunde. Ebersberger Strauß und Hillebrandt/ Bahrt beide BMW) passierten als Zweiter und Dritter die Ziellinie. Endgültige 500er-Kraftprobe verschoben Die Spannung der Massen erlebte Mren Höhepunkt, als bei den 500ern gewichtige in- und ausländische Renner an den Start ge- schoben wurden. Wird dieses schwerste Ren- nen des Tages wiederum eine Domäne der BMW-Asse sein, oder sollte die sagenhaft schnelle„Guzzi“ eine Ueberraschung brin- gen? Ein„Ah“ hörte man auf den Tribünen, Als nach einem wunderschönen Start zwar nicht„Schorsch“ aus der Startkurve, dafür aber Zeller anbrauste, dicht gefolgt von Lo- renzetti mit der knallroten Halbliter-Guzzi. BMW- Meier hatte wegen einer Knieverlet- Zung Starthilfe gehabt und wurde deshalb in der letzten Startreihe placiert. Doch schon nach drei Runden hatte sich der„Gußeiserne“ An Lrenzekti vorßeigsseHoben Und klebte sich an seinen Stalgefährten Zeller. Die 6. Runde bereits brachte ein Bild, das zu erleben, jedem Motor-Fan das Herz höher schlagen ließ: Schorch vorne! Im Schatten Zeller und an dessen Hin- terrad die geradezu umheimliche Guzzi des Italieners. Hinter diesem phantastischen Dreigestirn folgte— mit gewaltigem Respektabstand— Englands Roland Pike und der schon zum dritten Male mit der gleichen Norton ge- startete Erie Oliver. Runde 7 erlebte einen Führungswechsel! Zeller— absolute Weltklasse— vor Meier In der 10. Runde sorgte und Lorenzetti. dann der Italiener für eine neue Sensation: er hatte sich Georg Meier geschnappt und war beängstigend knapp hinter dem füh- Damen sah es so aus, als ob es zu einem scharfen Kampf zwischen der Titelverteidi- gerin Ria Lingen-Lörper, Ursel Happe-Krey und Inge Schmidt kommen würde. Doch Ria Lörper wendete vorbildlich und war schnell in Front. 4 100-m-Rücken für Braunschweig In der 4K 100-m-Rückenmeisterschaft(Her- ren) war der Titelträger MTV Braunschweig nicht am Start, Trotzdem ging die Meister- schaft durch die Eintracht-Staffel erneut nach Braunschweig. Die Niedersachsen siegten überlegen in 5:09,7 Min. Henny Schuster hatte als dritter Schwimmer Poseidon Berlin vorübergehend in Front gebracht. Alte Meister in Front Sowohl beim Turmspringen der Damen als auch beim Kunstspringen der Herren setzten sich Paula Haase-Tatarek(Lüden- scheid) und Hanns Aderhold(Gronau), die alten Meister, mit sicherem Vorsprung wie- der durch. Paula Haase-Tatarek beherrschte ihre Konkurrenz in Pflicht und Kür klar. Verbessert zeigte sich Susanne von Hartun- gen(Gummersbach), die einen guten dritten Platz belegte. Im Kunstspringen der Herren hatte man nie das Gefühl, als ob der Titel- Verteidiger und Europameister Aderhold ein- geholt werden könnte. Um so spannender War der Kampf um die Plätze zwischen Wal- ther, Sobeck und dem beinamputierten Ex- Europameister Haster, der vom Publikum besonders stark gefeiert wurde. Souveräne Startziel- Siege gab es am Sonntag am laufenden Band. Den Anfang machte der kraftvolle Berliner Hitziger, der auf der 100-m-Kraul- Strecke nie gefährdet War. Der Münchener Weltrekordler Herbert Klein(VfVS) hatte über 200 m Brust nichts zu schlagen. Mit 2:36, 4 Minuten war seine Zeit in Anbetracht der schweren Bahn her- vorragend. Die Ueberraschung: Klinges Zweiter Platz in 2:48, 1. Als stilistisch bester Rückenschwimmer hatte Henny Schuster (Poseidon Berlin) über 100 m nichts zu be- fürchten. Bei den Damen gab es zur großen Ueber- raschung vieler keinerlei Sensationen. We- der die vielfache deutsche Altmeisterin Inge Schmidt Hamburg), noch ihre„Kolle- gin“ Wera Schäferkordt Düsseldorf) waren stark genug, die prächtig aufgelegten west- deutschen„Asse“ Ria Lingen-Loerper Kem- pen) und Elisabeth Rechlin(Blau-Weiß NBochum) zu schlagen. Die Ria gewann die 200 m genau so souverän wie am Vortage die 100 m, und erzielte mit 3:02,7 sogar eine Persönliche Bahn- Bestzeit. Ueber 100 m Kraul führte Wera, aber dann kam die Bo- chumerin mit langem, ruhigem Zug, um in 1:10,8 Min. noch klar zu gewinnen. Das Fazit nach den deutschen Schwimm. meisterschaften 1951 im Lüdenscheider Na. tenberg-Bad läßt sich in dem einen Satz 2u. sammenfassen: Nur selten haben die Titel. verteidiger ihre Meisterschaften so Sicher und souverän nach eindrucksvollem Start. Ziel-Rennen zu sichern gewußt, wie wölt Monate vor den Olympischen Spielen in Helsinki. 5 Ergebnisse 4x10 m Rücken(Frauen): 1. Blauweig Pp. masens 5:40,56 Min.; 2. SFC Berlin 605,6; 3. Düssel. dorf 98 T 6:10,74. 4x 200 m Kraul: 1. Eintracht Braunschweig 10:10, 0; 2 Hannoverscher SV 10 714,2; 3. Duisburg h 10:15,0 Min. a * 200 m Brust Damen): 1. Sc Berlin 134126 Min.; 2. Ss Bonn 13.21, 0: 3. Westfalen Dortmun 13:28,0 Min. 4200 m Brust(Herren): 1. Olympia Gladbec 12:05.0 Min. 2. MTV Braunschweig 12:05,6; 3, 8y Hannover 12:07, 9. 400 m Kraul(Frauen): 1. Elisabeth Rechih (Blauweiß Bochum) 3:55,5 Min.; 2. Vera Schäfer. Kordt(Düsseldorf 98) 6:08,7; 3. Kathi Jansen(Age Kempen) 6:11, 0. 400 m Kraul(Herren): 1. Lehmann(Asy Aachen) 5:04,.8 Min.; 2. Dahlström(Hamburger 80 524,5; 3. Hilker(Duisburg 98) 5:31,1; 4. Koch(Ruft ort 09) 5:31,7. 100 m Rücken Damen): 1. Gertrud Herrbruc (Blauweiß Pirmasens) 1:19, Min.: 2. Maria Neu- kirchen(Aachen 06) 125,9; 3. Gundala Geil(Stern Hamburg) 1:25.,9; 4. Christa Jarling(Blauweiß Pur. masens) 1:26, 8. 200 m Kraul(Herren): 1. Heinz Günther Leh. mann(Aachen 06) 2:17,3 Min.; 2. Werner Ditzinger (Eintracht Braunschweig) 2:23, 2; 3. Uwe Dahlstrom (Hamburger SC) 225.5. 100 m Brust Damen): 1. Ria Lingen-Lörpet (Agir Kempen) 124,6 Min.; 2. Inge Schmidt(Ha. burger Sc) 126,2; 3. Ursel Happe-Krey(Wes falen Dortmund) 1:27,83; 4. Ruth Henschel(88 Bonn) 1:30, 4. Zx10Oom-m-Lagenstaffel: 1. VFVS (Schlaps, Klein Sobotta) 3:34,7 Min,; 3:25,83; 3. HSV Hannover 3:39, 0. Damen-Kunstspringen: 1. Susanne von Hartun- gen(VfB Gummersbach) 127,96 Punkte; 2. Lilo Schloßnagel(Bayern 7 Nürnberg) 128,36; 3, Käthe Warga-Flemming(Vrys München) 123 Prunkte. 3xIOO-m-Lagenstaffel Damen): 1. Düsseldorf 9 4:13, Min.; 2. SsF Bonn 4:14,99; 3. Ss Berlin 5:15,6 Min. Vereinswertung: 1. Düsseldorf 98, 79 Punkte; 2. SSC Berlin 74 Punkte; 3. SSF Bonn 63 Punkte, 4. Blauweiß Pirmasens 42 Punkte; 5. Agir Kem- Pen 36 Punkte; 6. Blauweiß Bochum 28 Punkte. 200 m Brust(Frauen): 1. Ria Lingen-Lörper (Agir Kempen) 3:02, 7 Min.; 2. Inge Schmidt(Ham- burger Sc) 3:06,43 3. Detta Stern(Göttingen 00) 3:10,2 Min 100 m Kraul(Männer): 1. Harry Hitziger(Was. serratten Berlin) 1:02, 2 Min.; 2. Ditzinger(Hin. tracht Braunschweig) 1:02,3; 3. Kühnel GBremer- haven 93) 1:03,11. 200 m Brust(Männer): 1. Herbert Klein Vs München) 236,4 Min; schweig) 2:48, 1; 2:51,38 Min. München 2. Ruhrort 0 3. Deuerlein(Rote Erde Hamm) 100 m Rücken(Männer): 1. Henry Schuster (Poseidon Berlin) 110,7 Min.; 2. Kriesten(Biele- feld 02) 111,4; 3. Henschke(Ruhrort 09) 113,7. 100 m Kraul Frauen): 1. Elisabeth Rechlin (Blauweiß Bochum) 1:10, Min.; 2. Vera Schäfer⸗ kordt Düsseldorf 98) 1:12,0; 3. Kathi Jansen(Agtr Kempen) 1:13, 2. renden Zeller“? Eine, fahrerliche Glanz leistung, die die gesamte Fachwelt in Stau- nen setzte. Lorenzetti fuhr die nicht mehr im internationalen Rennsport übliche Stoß- Stangen-Gambalungha. Meier verlor in der 13. Runde wertvolle Sekunden durch einen Boxenaufenthalt, konnte sich aber seine dritte Position sicher vor Pike und Oliver halten. Leider mußte schon nach wenigen Runden das NSU-Team Fleischmann und von Woedfke ihre Vierzylinder-NSU wegen Maschinenschadens an den Boxen stehen lassen. 5 1 Ab der 16. Runde drehte dann Walter Zeller(leider!) allein seine Runden, da Lorenzetti„sauer“ wurde. Meier konnte seine Maschine, die wahrscheinlich Kupp- lungsschaden hatte, nicht mehr auf volle Touren bringen und mußte sich hinter Ro- land Pike England) mit dem dritten Platz begnügen. Strahlender Sieger und Rhein- flachltange zum Stoceholmer Leichiathletikb- Sieg „Deutschland ist eine zu fürchtende Läufernation geworden“ „Svenska Dagbladet“ „Die beiden herrlichen Tage in Stock- holm wurden zum größten Sieg, den die deutsche Leichtathletik seit ihrem Bestehen errungen hat“, sagte DLV- Präsident Dr. Max Danz(Kasse) bei der Ankunft der deut- schen Ländermannschaft auf dem Flughafen Düsseldorf-Lohausen. Am meisten impo- nierte den Schweden die fast amerikanische Unbekümmertheit unserer Jungen, von denen der großartige Doppelsieger Herbert Schade Barmer TV) und der junge Hindernisläufer Helmut Gude(Eßlingen) Beifallsstürme hervorriefen, wie sie das Stockholmer Sta- dion selten erlebt hat. Ohne Grumminger kein VII-Wirbel Endspurt versöhnte: VfL Neckarau— Borussia Neunkirchen 2:2(0:1) Der Gast aus Neunkirchen, der seinen alten Namen„Borussia“ wieder führt, blieb seinem guten Ruf manches schuldig. Man bot schlichte, einfache Hausmannskost ohne nennenswerte Höhepunkte. Da der VfL, ohne seine Spielmacher Gebrüder Gram- minger auch nicht viel mehr zeigte, fehlte dem Treffen lange Zeit jeder Reiz. Der Neckarauer Sturm zeigte wenig von seinem berühmten Kampfgeist. Mittelstür- mer Resche scheiterte an der konsequenten Deckung des harten Stoppers Eckert, Rey vermochte seine Schußqualitäten nicht un- ter Beweis zu stellen und Ehmann war in einigen Fällen reichlich langsam. Befrie- digen konnte lediglich die linke Flanke mit dem jungen Spöhrer und Gärtner. Vollblut- stürmer Preschle rackerte sich in der Lau- ferreihe ab, in der Zeilfelder seine Bälle hoch nach vorne drosch. Das spritzige Stop- Perspiel von Jenewein versöhnte ebenso mit manchem Leerlauf, wie die Verteidiger- arbeit von Uhrig und Conrad, der in zweiter Hälfte für Kastner spielte. Torwart Bahlke machte seine Sache soweit recht gut, er wird aber in 8 Tagen zum Saisonauftakt, genau wie seine Vorderleute, etwas mehr zugeben müssen, um voll zu genügen. In der 29. Minute schoß Seidl auf Vor- lage des Halblinken Wilhelm das Führungs- tor der Borussia, nachdem vorher Rey einen Foulelfmeter Torwart Brademann auf den „Pelz“ geknallt hatte. Als Kastner die Not- bremse zog, diktierte Schiedsrichter Eise- mann(SV Waldhof) einen Elfer für den Gast, den Siedl neben den Kasten setzte. Ein Handelfmeter, von Jenewein in höchster Not verbrochen, brachte durch Lau- fer Bousonville das 0.2. Preschle, der nun für Schwung im An- griff sorgte, köpfte auf Hereingabe von Ehmann in der 81. Minute den 1. Gegen- treffer ein und eine Bombe von Ehmann ergab in der 86. Minute den verdienten Gleichstand. H. Sch. Sensation in Plankstadt Eintr. Plankstadt— VfL. Neckarau 4:3(0:2) Neckarau hatte sich das als Ablösung für den aus Plankstadt zugewanderten Rey ver- einbarte Freundschaftsspiel bestimmt an- ders vorgestellt. Erstmals in einem sau- beren gelb- schwarzen Dreß antretend, lag der VfL bis zur Pause durch Tore von K. Gramminger und Preschle 2:0 in Führung Alle Athleten taten ihre Pflicht und be- stätigten ihre Düsseldorfer Leistungen. Nur Lueg und Kluge flelen durch ihren taktisch unklugen 1500 m-Lauf aus dem Rahmen. Das schönste Erlebnis war der Augenblick, als die deutsche Flagge am Mast unter den Klängen des Deutschlandliedes emporstieg. Herbert Schade, Helmut Gude und Karl Storch werden in den Zeitungsüberschriften als Weltklasseleute gefeiert.„Svenska Dag- bladet“ schreibt:„Deutschland ist mit einem Male eine zu fürchtende Läufer-Nation ge- worden. Nur die USA können auf der Olym- piade möglicherweise konkurrieren.“ Nachstehend veröffentlichen wir die Ein- zelergebnisse des zweiten Tages, deren genaue Aufführung in der Samstagausgabe bei Re- daktionsschluß nicht mehr möglich war: 400 m Hürden: 1. R. Larsson(S) 52,6; 2. G. Sallen(D) 53,9; 3. K. Kohlhoff(D) 54,0; 4. K. G. Johans- son(S) 54,3. 200-m-Lauf: 1. Kraus(D) 21,6; 2. Zandt(D) 22,1; 3. Brännström(S) 22,4; 4. An- dersson(S) 22,5. Dreisprung: 1. R. Norman(8) 14,72 m; 2. E. Martinsson(S) 14,62; 3. H. Tro- z0 ski(D) 14,28; 4. A. Bodenhagen(O0) 14,19 m. 1500 m: 1. O. Aaberg(S) 3:54, 2; 2. S. Landquist (S) 3:55,6; 3. W. Lueg(D) 3:57,83; 4. K. Kluge (D) 4:03,0 Min. Speerwurf: 1. T. A. Berglund (S) 71,31 m; 2. R. Ericson(S) 70,36 m; 3. Schmid (D) 59,95 m; 4. E. Siek(D) 59,22 m. Hammer- und hätte bis dahin, den Chancen nach, mit mindestens 5:0 den Sieg sicher haben müs- sen. Daß dies nicht der Fall war, rächte sich nach der Pause, als die Oberligisten stark nachließen und die Platzbesitzer in gleichem Maße besser ins Spiel kamen. Mit- telstürmer Berlinghoff schoß schon kurz nach Wiederbeginn das erste Tor für Plankstadt. Preschle erzielte mit schönem Schuß zwar nochmals den alten Vorsprung, in der letz- ten Viertelstunde kamen die Eintrachtler je- doch durch Berlinghoff, Weick, jeweils auf Eckball hin, sowie durch Engelhardt zu drei Toren, die den vielbejubelten Sieg sicher- stellten. Das Ueberraschendste war die Tat- sache, daß der A-Klassenvertreter in der zweiten Halbzeit einen durchaus gleichwer⸗ tigen Kampf lieferte. Wurf: 1. K. Stoch(D) 358,89 m(Jahres weltbest- leistung); 2. K. Wolf(D) 54,95 m; 3. A. Ring- ström(S) 53,45 m; 4. B. Ericsson(S) 53,15 m. 10 000 m: 1. H, Schade(D) 29:55,04(neue Jah- resweltbestleistung); 2. V. Nyström(S) 30:38, 04; 3. W. Müller(D) 31:04, 02; 4. B. Karlsson(S) 31:13,00 Min. Stabhoch: 1. E. R. Lundberg(8 4,25 m; 2. J. Schneider OO) 4,20 m; 3. I. Allar (S) 4,00 m; 4. E. Stürck(D) 3,70 m. 4400 m: 1. Deutschland(Cleve, Huppertz, Haas, Gei- ster) 3:12,6; 2. Schweden(Brännström, Eckfeld,- Larsson, Wolfbrandt 3:12,2 Min. ln pokalgewinner blieb der Hammera er Wal ter Zeller mit 166,6 km/st. Er Hatte mit Hon auch die schnellste Runde gefahren, 125 cem: 1. Dietrich, Frankfurt, NSVU-Fox 49:88, 123,9 km) st: 2. Daiker, Stuttgart, NSU-Fox 48:43,3= 123,4 kmist; 3. H. P. Müller, Ingoldstadt, DKW 48:43,9= 123,4 kmyst; 4. Schneeweiß, Oester- reich, Puch 1 Runde zurück= 114,3 kmyst; 5, Lot tes. Marburg, MV-Agusta 114,3 Km/st.— Schnellste Runde: Dietrich, NSU-Fox 3:386,6 1271 kmist. 250 cem: 1. Lorenzetti, Italien, Guzzi 120451 143,2 Kkm/st; 2. Wood, England. Guzzi 1704.46 143.2 km/st; 3. Thorn Prikker, Godesberg, Gua 1:07,40, 2 138,0 Kkm)/st; 4. H P. Müller, Ingolstadt, DKW I Runde zurück 135,0 km/st; 5. Wünsche Ingolstadt, DR W 133, km/st; 6. Kluge, Ingolstadt DKW 131 4 km/st.— Schnellste Runde: Wood, Eng. land, Guzzi 3:05 3= 150,2 km) st. 350 cem: 1. Schnell,. Karlsruhe, Parilla 50.50% 154,9 km/st; 2. Petch, England. As 1:00,46 153,9 km/st; 3. Wood, England, Velbcette 1:00, 15,5 153,9 km/st; 4. Knees, Braunschweig, AS 151, km/st; 5. Matthews, Irland, Velovette 150,9 Km/st; 6. R. Zeller, Offenbach, Als 1500 Km/st; 7. Thomas, England, Velocette 150,9 kms, 8. Mason, England, Velocette 149,1 kmist; 9. Baltis- berger, Betzingen, As 149,1 km/st.— Schnellste Runde: Schnell, Parilla, 2:56, 1577 kmist. Beiwagen 300 cem: 1. Kraus/ Huber, München, BMW 42:44, 2 140,9 kmyst: 2. Oliver/ Loren England, Norton 42.4% 140,9 kmist; 3. Noll Cron, Kirchhain, BMW Ii Runde zurück 1270 kmist; 4. Vogel/schneeweiß, Oesterreich, 1 Runde zurück= 126,6 kKm/st; 5. Wille Haase, Neustadt BMW 1 Runde zurück- 126,5 km/st.— Schnellste Runde: Oliver Norton) 3:12, 9 144,0 km /st. Beiwagen 750 cem: 1. Erie Oliver, England, Nor ton 42:48 141,1 kmyst Bestzeit Beiwagen 2. Hbersberger/straug. Nürnberg. BMW 139,1 K st: 3. Hillebrandt/Bahrt. Amberg, BMW 1360 Em 500-cem- Solo: 1. Zeller, Hammerau, BMW,. 55540 166,6 km/st; 2. Pike, England, Norton 150,5; 3,0. Maler- München, BMW 1 Rd. zurüct 187, 4. 01g ver, England, Norton, 157,5; 5. Pabsch. Englan Norton 157,2 km /st. . Zünftiges Kerwespiel uuf dem Wuldhol Vor 10 000: SV Waldhof— Vfk Mannheim 2:0(010) Wie die Wurst zum Brot. gehört zu einer zünftigen Kerwe auch ein zünftiges Kerwe⸗ spiel. Was lag näher für den Waldhof, dazu und gleichzeitig als letzte Bewährungsprobe vor der„Funktehatz“ den ewigen Lokal- rivalen VfR einzuladen. Gut 10 000 Fußball- hungrige hatten so den Weg zum Waldhof stadion gefunden, um Zeuge eines recht spannenden und temperamentvoll durch- geführten Treffens zu werden. Wider Erwarten spielte die mit vielen neuen Kräften durchsetzte Waldhofelf fast die ganze Spielzeit die erste Geige, während der höher eingeschätzte und erstmals mit Baßler angetretene VfR nicht richtig in Fahrt kam. Die Stärke der Waldhofelf lag besonders in der konsequent deckenden Hin- ter mannschaft, in der sich Reuther und Hoh- mann weit besser zur Geltung bringen konnten als im Mittwochspiel gegen Pirma- sens. Auch der Waldhofsturm fand schneller den nötigen Kontakt u id Jöckel sah sich Weitaus mehr beschäftigt als sein Gegen- über Hölzer, der für den verletzten Lennert das Tor der Platznerren hütete. Dem Wald- hofsturm fehlte nur noch die nötige Konzen- tration vor dem Tor. Sonst wäre der VfR sicherlich schon bei Halbzeit im Hintertref- fen gelegen. Das Spiel hatte mit einer guten Chance von Dahlmer begonnen. Der Ball flitzte je- doch am Tor vorbei. Ein Lipponer-Kopfbal ing knapp daneben und Keuerleber fabrt Zierte fast ein Eigentor. Einer der wenigen guten Angriffzüge des VfR endete mit einem Vorbeischug von de la Vigne. Auch Babes der sich erst noch einfinden muß. traf 1 daneben. Die beste Waldhofchance bot 755 Wagner in der 30. Minute: der Ball rutsch jedoch knapp über die Latte des leeren Tores. In der zweiten Halbzeit erschien dei Waldhof umgruppiert, blieb aber zunäcde am„Drücker“. In der 51. Minute War soweit: den 7. Eckball erwischte Lippones fein mit dem Kopf, ehe Jöckel richtig 55 packen konnte. In der Folge drängte Vin minutenlang auf den Ausgleich. 1 Waldhofs Deckung ließ sich nicht aus Angeln heben. Einmal schlug Unvertern den Ball aus dem leeren Tor. bei a weiteren Angriff rettete Siegel in 5 Not vor Langlotz. Die endgültige ane dung fiel in der 79. Minute: Lupponer 91 sich am linken Flügel durchgespielt. 18 schöne Flanke leitete Schnepp sofort an bold weiter. Herbold zcögerte nicht lan und traf in die lange Torecke zum 1 a Waldhofs Sieg war zweifellos verc. und bedeutete Wohl zur Kerwe ein 8. stes Geschenk. Die jungen Talente 2c daß sie für die Zukunft Gutes verhelfen, 1 2. Klinge(MTV Braun- Se I hatt. Zahl nigs Zeit, alles als! die 3 Spo nah. Ehr vor. „ erhi „ Vere für Schl stis 25 J Kilte dem Ehre fand ster Aus herat Mani sters⸗ dem und gegel eines Zu. spielt Kreis Auch benm Jugen Von Kohl 5 eben! aktiy seiner der I folge. In Eline der! genor Schw Weser erster Hofkn Verle ständ schaff vertre Mann der erhiel den 8 — 8 bel ub Aus; Schön- 1 titel Wwimm. er Nat. atz zu- e Titel. Sicher Start. e wolf den in eis Pf. Düssel. schweig sburg g n 13126 ortmund Nadbecg ; 8. Sy Rechlin Schäter. n(Aglr ASyY 9 Ber 80) Ruhr- rrbruc ia Neu- . Stern eiß Pfr. er Leh itzinger lström -Lörper t Fam. (West. el(88f lünchen hrort 0 Hartun- 2. LIlo Käthe nkte. dorf 9 Berlin Punkte; Punkte; r Kem. nkte, -Lörper t Ham- gen 00) r(Was. r(Ein- gremer. VIS Braun- Hamm) chuster (Biele· 5 Rechlin schäfer- n(Age 10 Wal- Non E 40.35, SU-Fox idstadt, Oester- 5. Lot nnellste /st. 1204,41 1˙04,436 , Guzzi zolstadt, ünsche, zolstadt, d. Eng. 1 50750 1200446 elocette ſchweig, elovette 8 1600 km st. Baltls. nnellste t. Unchen, renz 3. Noll 1270 Runde eustadt nnellste t. d, Nor- Wagen) „1 k kmist. 65.7200 5; 3, 0. 4. Ol. angland Nr. 186 Montag, 13. August 1951 MORGEN Seite 3 — 6 IV Niederbühl badischer Handball- meister ö Im Rückspiel um die gesamtbadische Handballmeisterschaft gelang dem südbadi- schen Meister, Turnverein Niederbühl, über den nordbadischen Meister, Turnverein Rot, mit 14-8 Toren ein klarer Sieg. Niederbühl hatte bereits das Vorspiel in Rot mit 1577 Toren gewonnen, so daß damit die Südbade- ner die Meisterschaft erkämpften. SpVgg. Ketsch badischer Jugend- Handballmeister Im Entscheidungsspiel um die badische jugend-Handballmeisterschaft besiegte die Sphgg. Ketsch die Mannschaft von Gröt- zingen 18:2(9:1). Auf dem herrlich gelegenen Germania- Sportplatz in Karlsruhe fanden am Sonn- tag erstmals nach dem Kriege die gesamt- badischen Meisterschaften im FPreistilringen aller acht Gewichts- klassen statt. Mit nahezu 100 Kämpfern war das Teilnehmerfeld nicht allzu rosig besetzt, wobei die nordbadischen Vereine das Haupt- koftingent stellten. Gerade beim Freistil ringen erwiesen sich die Nordbadener als die wesentlich vertrauteren und routinier- teren Ringer, sie kassierten auch den größ- ten Teil der zu vergebenden acht Titel. Im Fliegengewicht allerdings, der am schlechtesten besetzten Gewichtsklasse, be- gann es im Gegensatz dazu mit einem glücklichen südbadischen Sieg. Der Feu- denheimer Ernst Lehmann hatte dabei alle Trümpfe in der Hand. ließ sich aller- dings in seinem großartig geführten Kampf gegen Dierings(ASV St. Georgen) in der Schlußphase noch schultern. Dieringer wurde dadurch erstmals Titelträger vor Lehmann und dem Eppelheimer Neureuther. Der 21jährige Ladenburger Freund gewann in Abwesenheit von Spatz, Feuden- beim und Maslack, Sandhofen, überraschen- 1 derweise den Bantam-Gewichtstitel ohne fenlerpunkte von Faulhaber, Eppelheim und Die Jahresversammlung des SV Waldhof hatte am Samstagnachmittag eine stattliche Zahl von Mitgliedern in der großen Trai- nigshalle versammelt. Zwar dauerte es einige Zeit, bis sich, infolge des frühen Zeitpunkfs, les eingefunden hatte. Die Kapelle Mohr, As Vorbote der Waldhöfer Kerwe, verkürzte die Zeit jedoch mit flotten Weisen. Dr. Klingen, der 1. Vorsitzende des Sportvereins, begrüßte die Erschienenen und nahm dann in feierlichem Rahmen die Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder Vor. Die goldene, Ehrennadel des Vereins erhielten Direktor Dürr, für besondere 4 Verdienste um den Verein, Schmetzer für seine unermüdliche Tätigkeit für das Schiedsrichter wesen, sowie Joseph Seba stian für 40jährige treue Mitgliedschaft. 25 Jahre gehören W. Block, A. Herbold, W. Filtau, P. Hahl, G. Venter und Rosa Staab dem Verein an, wofür ihnen die silberne Thrennadel überreicht wurde. Anschließend kand die Ehrung der Kreis- und Landesmei- ster der verschiedenen Sportsparten statt. us der Fülle der Erfolge seien folgende herausgegriffen. Ila, III. und IV. Fußball- Mannschaften holten sich die Gruppenmei- sterschaft, die dritte Mannschaft dabei mit dem einmaligen Ergebnis von 48:0 Punkten und 156.20 Toren. Ihr flel auch im Endspiel gegen die IIa-Mannschaft der Sieg und Titel eines Kreismeisters der Privatmannschaften zu. Neun Jugend- und Schülermannschaften welten 1950/1. Die Al-Jugend wurde reismeister mit nur einem Verlustpunkt. Auch die 1. Schülermannschaft wurde Grup- benmeister. Stolz der Handballer War die Jugend, die die Kreismeisterschaft errang. on den Boxern wurden Müller(Welter), roh itte) und Baader Galbschwer) ebenkalls Kreismeister, während der älteste Aktive Kegler die Badische Meisterschaft demer Klasse erkämpfte. Ihnen allen galt 9 des Vereins für die erzielten Er- e. 100 seinem Jahresbericht vermittelte Dr. ingen ein Bild von der Entwicklung, die der Klub im abgeschlossenen Vereinsjahr genommen hat, sowie von den zahllosen Merigkeiten, mit denen zu kämpfen ge- neben war. Im Blickfeld stand natürlich in 8 Linie die 1. Liga-Elf. Mit großen pettnungen War man gestartet, aber viele letzungen und die dadurch bedingten zundigen Umstellungen warfen die Mann- erat zurücke und nahmen ihr alles Selbst- rtrauen. Daß trotz der Krisen sich die annschaft unter einem neuen Trainer wie- er kand und dem Verein die Oberliga athielt, verdient alle Anerkennung. Neben en Spielern galt sein Dank dem Spielaus- 1 ** tſamburges Endspiel, eine zchioedisehe Angelegenlieit Deutsches Doppel v. Cramm/ Göpfert im Endspiel von Nielsen/ Ulrich mit 3:6, 6:4, 5.7, 6:3, 624 geschlagen Mit jeweils 7500 Zuschauern waren die Tennis-Anlagen am Hamburger Rothenbaum am Wochenende restlos ausverkauft. Meh- rere Hundert Menschen mußten umkehren. Größtes Interesse fand am Samstag auf dem Centre Court die Vorschlußrunden-Begeg- nung zwischen„Lehrmeister“ Gottfried von OCramm und seinem„Schüler“, dem Schweden Lennart Bergelin. Während Bergelin, der v. Cramm im Davis-Cup-Kampf vor 14 Tagen glatt schla- dem favorisierten Knoch(Germania Bruch- sal). Rudolf Reibold(ASV Feudenheim), einer der talentiertesten badischen Ringer, erkämpfte sich im Federgewicht erstmals den badischen Meistertitel vor dem gefürch- teten Weingartner Weiß und dem erst 16jàäh- rigen Kirschner(ASV Heidelberg). Mit dem Viernheimer Willi Mayer wurde in der bestbesetzten Gewichtsklasse, dem Leichtgewicht, der erste diesjährige Doppel- meister ermittelt. Mayer gewann diese Mei- sterschaft in überzeugenderweise vor dem talentierten Schweiß(ASV Ladenburg) und Heipel(Germania Freiburg). In den späten Nachmittagsstunden wur- den in den restlichen vier Gewichtsklassen die neuen badischen Ringermeister des kreien Stiles ermittelt, wobei die nordbadi- schen Kraftsportvereine besonders gut ab- schnitten. Der Kirrlacher Lothar Martus zeigte sich allen Weltergewichtskonkurrenten überlegen und verwies Fischer(Germania Freiburg), sowie Held(Sv Brötzingen) ein- deutig auf die nachfolgenden Plätze. Alfred Böhm(ASV Feidelberg) holte sich im Mittelgewicht den diesjährigen zweiten Titel unangefochten vor dem Eppelheimer Mirke und Mirrle(Brötzingen). Außer Böhm ge- wann auch Helmut Rupp Eiche Sandhofen) benerulversummlung des 8 Waldhof Schöne Erfolge in der vergangenen Spielzeit/ Ehrung verdienter Mitglieder schuß für die geleistete schwere Arbeit. Große Aufmerksamkeit erforderte die Platz- anlage, die weiter ausgebaut wurde und auch im neuen Jahre vervollständigt wer- den soll. Für 1951/52 sind wiederum 22 Spie- ler unter Vertrag genommen worden. Dem Kassenbericht von Fr. Schäfer War zu entnehmen, daß die Kassenverhält- nisse des SV Waldhof gesund und wohlfun⸗ diert sind. Fast 160 000 Zuschauer besuchten im letzten Jahre die Spiele der 1. Elf, man hofft jedoch, daß die neue Spielzeit hier eine Steigerung bringen wird. In der De- batte gingen kurze Zeit die Welle hoch, Aber schließlich wurden die richtigen Worte gefunden, so daß die würdig verlaufene Versammlung ihren harmonischen Ausklang fand. ö FE. H. gen konnte, den ersten Satz in knapp sieb- zehn Minuten 6:1 gewann. war im zweiten Satz von Cramm wesentlich besser, konnte am Netz spielend Punkte sammeln und ge- Wann mit 6:3. Hart umkämpft war der dritte Satz, der über 50 Minuten dauerte. Bergelin ging in Führung, dann glich von Cramm aus und kam auf 3:2. Nach wechselnder Füh- rung siegte von Cramm nach erbitterten Duellen 10:8. Kennzeichnend für den vierten Satz war, daß fast jeder Spieler abwechselnd seinen Aufschlag abgeben mußte. Trotz Budische Meisterschulten im Freistilringen Freund und Reibold, beide ASV Feudenheim, Meister im Bantam- und Federgewicht/ Rupp und Litters, beide Sandhofen, Meister im Halbschwer- und Schwergewicht neben dem FHalbschwergewichtstitel im griechisch- römischen Stil nun auch den im freien Stil vor den beiden alten Feuden- heimer Widersachern Brugger und Benz. Seppel Litters(Eiche Sandhofen) und Fritz Krämer(ASV Lampertheim) bestrit- ten den Endkampf der Schwergewichts- klasse, wobei Krämer in unsportlicher Art und Weise den Kampf aufgab, so daß Lit- ters vor Krämer und dem Freiburger Zel- ler Titelträger wurde. Einen neuen französischen Landesrekord gab es beim traditionellen Schwimmfest in Algier über 3x100 m Lagen für Frauen Ger- lioux, Lusien, Jany) mit 3:52,2 Min. wunderbarer Großbälle und gekonnten Stops konnte von Cramm den 6:4-Satz-Sieg des Schweden nicht abwenden. Der fünfte Satz brachte Bergelin zunächst 3:1 in Führung. Durch konzentriertes Spiel schaffte von Cramm den Ausgleich. Dann zog der Schwede erheut auf 6:5 davon, konnte aber seinen ersten Matchball nicht zum Sieg verwan- deln und erst beim Stande von 7:6 mit dem dritten Matchball mit 8:6 Satz und Spiel ge- winnen.— Trotz der Niederlage hat v. Cramm eine großartige Leistung vollbracht. Beide Spieler wurden mit Beifall überschüt- tet. Die zweite Vorschlußrunden-Begegnung zwischen Sven Davidson und Kurt Nielsen wurde zur gleichen Zeit ausgetragen. Wäh- rend man auf dem Centre Court in erster Linie klassisc 2s Grund linien-Tennis sah, gab es auf dem Nebenplatz modernstes ame- rikanisches Angriffstennis. Die beiden gleich- altrigen Gegner stürmten unentwegt zum Netz und schon im ersten Satz entspann sich ein äußerst hartes und schnelles Duell. das der Däne mit 14:12 für sich entschied. Den zweiten und dritten Satz gewann Davidson 6:3. 7:5. Der vierte Satz wurde von Nielsen mit 6:4 gewonnen. Im entscheidenden fünf- ten Satz siegte Davidson 6:3. Somit stand die rein schwedische Schlußbegegnung Ber- gelin— Davidson fest. Dieses Endspiel zwischen L. Bergelin und S. Davidsson holte sich nach fünf hart um- kämpften Sätzen Bergelin 4:6, 6:3, 4:6, 64, 7:5. Beide Spieler, die sich jahrelang ken- nen und in ihrem Heimatland in einem Club spielen, gaben sich nichts nach. Eine Entschädigung für Cramms knappe Niederlage wurde dem Publikum im Herren- Doppel geboten: Das deutsche Davispokal- paar G. v. Cramm/ R. Göpfert besiegte de Kombination T. Johannsson F. Ampon (Schweden/ Philippinen) in der Vorschluß- runde in vier Sätzen mit 7:5. 6:4, 5:7, 6:4. Ueberraschend unterlag das schwedische Da- vispokaldoppel L. Bergelin /A. Davidsson den jungen Dänen K. Nielsen/ T. Ulrich eben- Talls in vier Sätzen mit 6:3, 3:6, 6:2, 6:3. Da- mit war es zu einer deutsch-dänischen End- runde gekommen, die allgemein nicht erwar- tet worden war. Die Hoffnungen der deut- schen Tennisgemeinde wurden dann aber im Endspiel enttäuscht, denn das deutsche Doppel verlor durch den weit unter seiner Form spielenden v. Cramm 3:6, 6:4, 5:7, 6:3, 6:4. Göpfert spielte in Ueberform, aber alleine konnte er es nicht schaffen. Die erste Entscheidung fiel im Damen- doppel: deutsche Tennismeister 1951 wurden die Australierinnen Nancy Bolten und C. Proctor, die im Finale die argentinisch-süd- afrikanische Kombination Weiß Bartlett glatt mit 6:1, 6:4, besiegten. Den Titel im Dameneinzel bei den internationalen deutschen Tennismeister- schaften in Hamburg holte sich am Sonntag erwartungsgemäß die Australierin Nancy Bolton durch einen glatten 6:3, 6:3-Sieg über die Titelverteidigerin Marie Weiß(Ar- gentinien, Mancy Bolton gewann mit dem Franzosen Jean Borotra auch noch einen dritten Titel. Im Endspiel des gemischten Doppels gelang ein leichter 6:0, 6:3-Sieg über die deutsch- österreichische Mannschaft von Ladiges/ Huber. Ueberruschungen bei den Kunu-Meisterschuften Neue Meister in Berlin-Tegel/ Wanderfalke Essen Meister im Vierer-Kajak Die Wettbewerbe des zweiten Tages der Deutschen Kanu- Meisterschaften in Berlin- Tegel, die infolge des starken Südwestwindes mit einer einstündigen Verspätung bei ver- hangenem Himmel gestartet wurden, brachten eine Reihe von Ueberraschungserfolgen. Dies gilt insbesondere für den Vierer-Kajak, den der Vorjahrssieger Wanderfalke Essen nach lang anhaltendem Zweikampf mit der Holzheimer SG dank der größeren Kraftreser- ven für sich entschied. Der Sieg der Essener der laufenden Saison noch nicht recht Tritt Eine weitere Ueberraschung war im Einer- Kaj a k fällig. Der dreifache west- deutsche Meister Miltenberger Herdecker KC) unterstrich seine beachtliche Form- verbesserung durch den sicheren Erfolg auf der langen Strecke. Bis zu 7000 m überließ der Herdecker dem Kieler Schäfer die Führung. Der kraftvolle Schlag des neuen Meisters und seine vorbildliche Wasserarbeit führten ihn dann an die Spitze, die er bis ins Ziel behaup- tete. Der erschöpfte Kieler Schäfer mußte sich im Endspurt dem Kaiserswerther Schauer noch um eine Länge geschlagen geben. Von den Vorjahrsmeister verteidigten auf der Langstrecke lediglich Johannsen(Einer- Canadier), Knepper/ Kleine(Zweier-Kajak) und Wanderfalke Essen(Vierer-Kajak) er- folgreich. Die Meisterschafts- Ergebnisse: Langstrecke, 10 000 m); Einer Kajak: I. Miltenberger Herdecker KC) 50:25, Min., 2. Scheuer(KC Kaiserswerth) 51:32, 0, 3. Schäfer(Kieler KC) 51:49, 0; Zweier-Kajak: überrascht umso mehr, als die Mannschaft in fassen konnte. 1. Knepper/ Kleine KScC Lünen) 48:45, 7, 2. Hemmers/ Schmidt(Bertasee Duisburg) 48:46, 3. Stoboy/ Bach Holzheimer Sd) 49:07; Vierer-Kajak: 1. Wanderfalke Essen 43:10,8, 2. Holzheimer Sd 42:19, 3. BSC Bam- berg 40:59,5; Einer-Faltboot: 1. Paar(Rhein- treue Düsseldorf) 56:36, 2. Füß(MTV 79 Mün- chen) 57:54,6, 3. Collignon(PRS Trier) 58:24; Zweier- Faltboot: 1. Esser/ Schlupp (Holzheimer Sc) 51:07, 2. Geuß/ Reinlein(SW C Coburg) 51:34, 3. Seiling/ Meierhöfer(Tg. Mün- chen) 52:37,5; Einer-Canadier: 1. Johann 8e n 64:18, 2, 2. Kober 66:0 7,8, 3. Nowinsk(alle Hamburger KC) 69:00,8; Zweier-Canadier: 1. Witt/ Krämer(Hamburger K) 58:50, 2. Bader/ Otten HTV Hamburg) 59:00,8, 3. Frunzke/ Bluhm Polizei Hamburg 59:28 Mi- nuten. Der letzte Tag in Beflin-Tegel Männer, 1000 m: Einer-Kajak: I. K. H. Schäfer(Kieler Kc) 4:23, 7; 2. Miltenberger (KC Herdecke) 4:24, 2; 3. Scheuer(KC Kai- serswerth) 4:31, 1. Zweier-Kajak: 1. Hemmers- Conny Rux und Peter Müller siegreich 15 000 Zuschauer sahen in Köln Conny Rux in ausgezeichneter Form/ Peter Müller konnte Szüzina nur knapp nach Punkten schlagen Vor 15 000 Zuschauern besiegte am Samstagabend in Köln Conny R ux(Berlin) den italienischen Halbschwergewichtsmeister im Berufsboxen, Renato Tont in i, hoch nach Punkten. Titel mit schieden. Richard Grupe, Hamburg, Jones. Im Müngersdorfer Stadion in Köln, wo nach dem Vorbild der Berliner Waldbühne mit Hilfe von Tibrünenaufbauten eine weit⸗ räumige Boxarena errichtet worden War, er- rang Conny Rux einen eindrucksvollen Punktsieg über den italienischen Halb- schwergewichtsmeister Tontini. Die Zu- schauer waren begeistert von dem gut vor- bereiteten Berliner, der sich bei seinem er- sten Auftreten in der Domstadt im Sturm die Sympathien der sportfreudigen Kölner eroberte und sich mit einer meisterlichen Leistung für für seinen bevorstehenden Titelkampf gegen Europameister Don Cok- kell bestens empfahl. 5 Szuezina ein wirklicher Herausforderer Das hätten die wenigsten erwartet, daß Szuezina dem Mittelgewichtsmeister Pe- ter Müller ein solches Gefecht liefern würde. Der junge Bremer wurde seiner Auf- gabe als Herausforderer in dieser freiwilli- gen Titelverteidigung mehr als gerecht. Sein vorwärtsdrängender Stil nahm Müller alle Möglichkeiten zur Entfaltung seines Kön- nens. Aergerlich über diesen unvermutet starken Widerstand des erstaunlich gut mit- Der deutsche Mittelgewichtsmeister Peter Müller(Köln) verteidigte seinen einem knappen Punktsieg nach 12 Runden gegen den Bremer Franz Sue zin a erfolgreich. In der Mittelgewichts- Endausscheidung besiegte Heinz Berliner Fredy Teichmann über 10 Runden nach Punkten. gewichtskampf trennten sich Burl Charit 5(USA) und Leo 8 Sänger(Celle) den In einem weiteren Mittel- taros ch(Essen) unent- verlor in der 4. Runde durch K. o. gegen Tiger haltenden Bremers verstärkte der Meister von der 7. Runde an das Tempo und warf seine ganze physische Ueberlegenheit in den Kampf. Er verschaffte sich in den letzten Runden gegen den schwächer werdenden Szuezina leichte Vorteile, ohne allerdings wirklich überzeugen zu können. Das Publi- kum war von der Leistung Müllers ent- täuscht und quittierte den Urteilsspruch „Punktsieger Müller“ mit Pfiffen. Grupe ging gegen Jones k. o. Den einzigen K. o.-Sieg der Kölner Be- rufsboxveranstaltung erzielte„Tiger“ Jo- nes gegen Richard Grupe(Hamburg). Den Wirbelnden und doch so überlegten beidhän- digen Schlägen von Jones hatte Grupe kaum etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen. Der Hamburger mußte in der dritten Runde vier- mal und in der vierten Runde dreimal zu Boden. Dann wurde er endgültig ausgezählt. Hucks und Elandon boxten unentschieden Der Hauptkampf der Berliner Boxveran- staltung am Freitag zwischen Dieter Hucks und dem Belgier Eli Elan don endete un- entschieden. Huckes konnte seinen Gegner, der ihm technisch überlegen war, wohl einige Male erwischen. Es fehlte ihm jedoch die Luft, um energisch nachzusetzen. Die besten Momente hatte Elandon in der fünften Runde, als er zweimal mit Körperserien durchkam. Hucks konnte seinen Gegner noch einmal in der neunten Runde anschlagen; aber durch geschickte Deckung entging Elan- don weiteren harten Schlägen. Petri mußte kämpfen Auch die zweite Veranstaltung des Frank- furter Internationalen Box-Rings brachte am Sonntagvormittag im Franz-Althoff-Bau karbige und spannende Kämpfe. der Kasseler Ludwig Petri mußte in seinem Leicht gewichtskampf gegen den Ostzonen-Boxer Brandscheidt Magdeburg) hart kämp- fen, um über acht Runden ein Unentschieden Zu erreichen. Einen klaren Punktsieg errang der Frankfurter Weltergewichtler Ernst Zetzmann, der seinen zweiten Profi- Kampf bestritt, gegen Heinz Rü mk e(Han- nover). Der jüngste deutsche Berufsboxer, der 19jährige Karlsruher Teus che r, schlug im Mittelgewicht den saarländischen Mei- ster Weber hereits in der ersten Runde k. o. Teuscher brauchte für seinen K. O.-Sieg nur 45 Sekunden. Einen recht farblosen Kampf lieferten sich im Bantamgewicht der Wiesbadener Willibald Koch und En 821 (Magdeburg). Die Begegnung endete nach acht Runden unentschieden. Schmidt(Bertasee Duisburg) 4:02, 6; 2. Rnep- per-Kleine KC Lünen) 4:06,5; 3. Schwart⸗ Rahle(St. Pauli) 4:09, 0. Vierer-Kajak: 1. Holz- heimer SG(Stoboy, Bach, Froitzheimer, Es- ser) 3:55, 3; 2. Bertasèe Duisburg 3:35,8; 3. Rheintreue Düsseldorf 3:37, 4. 500 m: Einer- Kajak: 1. Klaus KC Minden- Oberstadt) 2:09,7; 2. Miltenberger(KC Herdecke) 2:13, 9; 3. Schäfer(KC Kiel) 2:16,7. Zweier-Kajak: 1. Steinhauer- Breitenstein(Mann- heimer KO) 2:03,9; 2. Schlüssel- Bringmann ( Fheintreue Düsseldorf) 2:05,8; 3. Schwart⸗ Rahle(St. Pauli) 2:06,00. 4 mal 500 m-Staffel: 1. Rheintreue Düsseldorf aar, Grobbel, Hück, Wassenberg) 10:02,8; 2. Mannheimer KC 11:01, 4; 3. Tegeler KV Berlin 11:11,5. Frauen, 500 m: Einer-Kajak: 1. Hartmann (Herforder KC) 2:31,8; 2. Schwarz(St. Pauli) 2:33,0; 3. Köster(KC Lippstadt) 2:44, 0. Zweier-Kajak: 1. Fehlau- Scheider(Alster KC Hamburg) 2:15, 4; 2. Dörner-Kromholz (Kheinbrüder Karlsruhe) 2:18, 4; 3. Schwarz- Cohrs(St. Pauli) 2:21,44. Vierer-Kajak: 1. Al- ster Kande-Club Hamburg Fehlau, Scheider, Schipper, Fehls) 2:07, 2; 2. Rheinbrüder Karls- ruhe 2:07, 5; 3. Holzheimer SG 2:08, 4. Männer, 1000 m: Einer- Kanadier: 1. Jo- hanssen Hamburger KC) 5:25, 4; 2. Storm (Lübecker KV) 5:30, 0; 3. Kober Hamburger K) 5:37,0. Zweier-Kanadier: 1. Krämer Wett(Hamburger KC) 2:56,5; 2. Frunzke- Blum Polizei Hamburg) 5:30, 1; 3. Berger- Bülow(Hamburger KC) 5:37,5. Mannschafts- Kanadier: 1. Hamburger KC 3:57,66; 2. VFR Wuppertal 3:59, 2; 3. Tegeler KV Berlin 4:04, 4. Handball-Städtekumpi Bei der Jugend siegt Mannheim, bei den Männern Ludwigshafen Auf dem Phönixplatz standen sich am Sonntagvormittag die Stadtemannschaften Mannheims und Ludwigshafens gegenüber. Zunächst trafen die beiden Jugendmann- schaften aufeinander, wobei Mannheims Vertretung auf eine Revanche für das vor dem Länderspiel Deutschland— Frankreich verlorene Treffen sann. Nun dieses Vor- haben gelang. Die Mannheimer Vertretung sehr geschickt zusammengestellt zeigte ein taktisch und technisch hochstehendes Spiel, gegen das diesmal die Linksrheiner nicht aufkommen konnten. Schon bei der Pause führte Mannheim mit 7:2 und schraubte die Torskala im Verlauf der weiteren 30 Minu- ten auf 14:6. Bei den Männern: 10:5 für Ludwigshafen Nach Anpfiff des sicher amtierenden Un- Parteiischen Siebert, Waldhof, können sich die Gäste gleich durchsetzen und wissen den starken Wind als Bundesgenossen zu nützen. So muß Scheffler vier Freiwürfe Passieren lassen, ehe Klotz den ersten Ge- Sentreffer anbringen kann. Mit 4:1 für den Gast werden die Seiten gewechselt. Als Mannheim nach der Pause durch Zwei Treffer von Klotz und einen Erfolg Schröderseckers auf 4:5 verkürzen kann, hofft man doch noch auf einen Mannheimer Sieg. Aber die Gäste drehen nun wieder stärker auf, mit dem Erfolg, daß Mann- heims Vertretung immer mehr in Bedräng- nis kommt und schließlich mit 10:5 im ge- schlagenen Felde endet. 3 VE RK AUF E Holz-Bettstelle m. Rost, 30,-, zu vk. Adr. einzus. u. A 09826 im Verl. VezschigoEN Es II ERMIETUN GEN ILWeN GNSS TAU das Einriehtungshaus Bett m. Rost kunein Gn 5 16.10 * Iweigstelle: Er. 48, Straße 29 derschrank, 2tür., D.- Wintermantel, Gr. 42, 8 H.- Wintermantel, Schwetzinger kaufen bei Weber, C 3, 18. u. 3teil. Matr., Klei- hellgr. Anzug, 2-m- Schrank. stühle, Atürig. Gr. 48, zu ver- 1 komplett, n ach. Bettumf andungen, neu, 75, awereloassngche eie 20 am- Kleicberschränke Schlafzim.-Teile nachlieferbar. Küchenschau kauf en. Seeberger, 8 ahagont-Schlazimmer 2 Polster- mit kleinen Schönheitsfehlern billig z u ver- Schäferhündin entlaufen, schwarz, 150 am Lagerraum, Stadtmitte, zu Biete 2 Zim. u. Kü. m. Bad Heidel- vm. Ang. u. Nr. P 09843 an d. 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Seckenheimer Straße 82 Für die vielen Beweise aufrich- tiger Teilnahme, besonders für die überaus zahlr. Kranz- und Blumenspenden anläßlich des Heimganges unserer lieb. Ent- schlafenen, Frau Katharina Erler geb. Bortne sagen wir unseren herzlichsten; Dank. Unser besonderer Dank gilt Herrn Stadtpfarrer Schäfer für seine ehrenden u. trost- reichen Worte beim Begräbnis. Mhm.-Käfertal, 11. August 1951. Familie Friedrich August Erler Für die herzl. Anteilnahme so- Wie die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, Herrn Leonhard Mind sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichst. Dank. Besonderen Dank Herrn Kir- chenrat Philipp für die trö- stenden Worte und dem Män- Hergesangverein„Aurelia“ für die letzte Ehrung. Ilvesheim, den 10. 8. 1951 Neue Schulstraße 14 Die trauernden Hinter- bliebenen. Familie Heinrich Schönhaar Familie Heinrich L. Becker Statt Karten Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie die Kranz- u. Blumenspenden beim Heimgange unseres lieb. Verstorbenen, Herrn Karl Keßler sagen wir allen unseren innig- sten Dank. Unser besonderer Dank gilt Herrn Pfr. Wernz für die trostreichen Worte. Mannheim, den 11. August 19381 U 6, 23 Frau Anna Keßler und Sohn Immer wieder müssen wir daher die Einsender von Offerten darauf aufmerksam machen, vor allem keine Original-Zeugnisse beizufügen, wie wir die Inserenten bitten, nicht benötigte Per- sonalpapiere so schnell wie möglich zurückzusenden, da jede Verzögerung für den Stellungsuchenden entgangenen Verdienst bedeuten kann. 5 Wir suchen für die selbständige Leitung unserer Ab- teilung Kamin- und Stahlbetonbau eine geeignete Persönlichkeit für den Innen- und Außendienst Herren mit guter, abgeschlossener Schulbildung, die nach- weislich weitgehende Erfahrungen auf dem genannten Ar- beitsgebiet besitzen, die Statik u. Wärmetechnik beherrschen, können Berückstichigung finden. Sicheres und gewandtes können Berücksichtigung finden. 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Die Nachweise über das Grund samt Schätzung kann jedermann einsehen. Es ist zweckmäßig, ache zwei Wochen vor dem Termin eine genaue Berechnung der e an Kapital, Zinsen und Kosten der Kündigung und der die Belgn. digung aus dem Grundstück bezweckenden Rechtsverfolgung mit gabe des beanspruchten Ranges schriftlich hierher einzureichen. tt Grundstücksbeschrieb: Grundbuch von Mannheim, Band 25, 1 Lgb.-Nr. 358b, 2 Ar 72 qm, Riedfeld, Lortzingstraße Nr. 45, Ho 20 mit Gebäuden. Schätzung: 13 000,— DM chöchstzulässiges Gebot). behör ist nicht vorhanden(Bl. 29%/R). 3. Mannheim, den 20. Juli 1931 Notariat v vollstreckungszerich führendes Spezialgeschäft för erstklassige Damenkleidung O 4.6 Planken) MANNHENM Ruf 413 48 u. Liebe den Beruf eines Le- bensmittelkaufmannes erlernen. Will. Angeb. unt. Nr. P 31035 an den Verlag 0 StTelign.es such: Kranbsein ist teuer · Vir helten! Behandlung als Privatpatient ohne Krankenschein! Kirankenhauspflege 3., 2. oder 1. Klasse nach Wahl! 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Aber dann kommt einer aus Braunschweig, der auch Hannover gesehen hat, und macht ein be- dächtiges Gesicht. Er findet. daß wir hler vergleichsweise doch erheblich zurück wären. Er sieht Lücken und Ruinen. wir sehen mit Vorliebe das, was wächst. Aber dann kommt der Korrespondent aus Paris und staunt. Wieviel ist doch schon gebaut worden, und dann dieses Tempo, und alles glatt, sauber, schmucklos.— in seiner ein wesensgetreues Der Korrespondent kennt in Frankreich nur wenige Beispiele für einen Neu- oder Wiederaufbau mit Kargheit vermutlich Abbild unserer Zeit. ahnlichem Elan Einem richtigen Mannheimer hebt sich cie Brust, wenn er so etwas zu hören be- kommt. Aber dann kommt ein Stadtrat aus Bochum, sieht sich sehr interessiert um, kragt viel und sagt zum Schluß: Im Kohlen- pott sind wir doch schon viel weiter. Hier gibt es ja ganze Strecken, auf denen sich überhaupt noch nichts gerührt hat. Da bleibt einem Kummer gewöhnten Quadratstadt- bewohner nur übrig, dem Herrn Stadtrat zu gratulieren und einen Besuch im Kohlenpott in Aussicht zu stellen. Ganz ernst ist es mit dieser Zusage nicht. Denn nun ist die Frage. der lückenhafte Aufbau hier oder der lückenlose was mehr Aufmerksamkeit verdient. Aufbau dort? Endlich kam noch der Korrespondent aus Spanien. Vier Jahre war er fort. Er staunte in Mannheim. Immerhin— Mannheim 1951 und Mannheim 1947, das ist kein kleiner Unterschied. Er staunte noch mehr in Stutt- gart. Immerhin— siehe oben. nur muß man fur Mannheim Stuttgart setzen. Er kam nach München, setzte sich hin und schrieb dieser Stadt eine Liebeserklärung, weil sie sich in den vier Jahren so tüchtig heraus- gemacht hat. Aber wie Liebende so sind, sie vergöttern ihre Liebe und teilen Seiten- niebe aus auf die anderen. Im Sturm der von München entfachten Leidenschaft nennt unzer Korrespondent den Aufbau in Stutt- gart zögernd, den Aufbau in Mannheim Tückständig, den Aufbau in München be⸗ wunderungswürdig. Was sollen wir tun? Nun. die Mannemer Spanner bedanken sich bei diesem Spanier für die gratis und franco verabreichte Be- urteilung. Er übersah zwar. daß die zu 33 Prozent zerstört gewesenen Städte Stuttgart und München einen besseren Start hatten für ihre Wiederaufbauten, aber er unter- strich mit seinem unbefangenen Urteil, daß eine fünfzigprozentig zerstörte Stadt wie Mannheim auch nach mehreren Aufbaujah- ren wie auf der Strecke liegen geblieben dem Außenstehenden sich darbleten kann. Wir werden uns Mühe geben, in den nächsten vier Jahren einiges aufzuholen. F. W. Kk. Ein Haus des Geistes wurde der Gemeinde übergeben de ebengelische Gemeinde des Almen- notes hat ihr Gotteshaus Wieder. Zahlreich Praren die Gläubigen, die gestern dem Ruf der Glocken zur Einweihung der 1938 er- stellten, 1944 zerstörten und jetzt im wesent- lichen wiederaufgebauten Markuskirche folgten. Kirchenrat Joest, Dekan des Kirchenbe- Ars Mannheim, öffnete die Pforten des Gotteshauses, das die Gemeinde unter dem Gesang„Lobe den Herren. zum ersten- mal seit vielen Jahren wieder betrat. Dann sprach Stadtpfurrer Speck, der seine Pre- digt unter das Wort:„Die Zeit ist erfüllt, tuet Buße und glaubt an das Evange- Hum“ stellte, von der Existenznotwendig- keit der Kirchen,„in denen Gott zu uns reden kann, damit wir diese an Mängeln gewiß nicht arme Zeit Überhaupt ertragen können“. „Wir grüßen uns aus dem gleichen Glau- ben, sagte Stadtpfarrer P. Hollerbach von der katholischen St. Paulus-Kirche, und Bei- Feordneter Professor Langer übermittelte derzliche Glückwünsche im Auftrag des Oberbürgermeisters und im Namen 5 10 Kerweschlorum zeichnete am zweiten Augustsonntag das Geschehen in den Vororten Käfertal, Wald- nok und Wallstadt. Mutter mußte tief in Mehl- und Zuckersack greifen, mit Rosinen und anderen Zutaten wurde nicht gespart und die Hühner mußten mehr Eier legen als Lewönnlich. Ueberall roch es höchst ein- ladend. Schon am Samstagabend ging es los mit verschiedenen Bällen, so z. B. im Käfer- taler Löwen, wo der Sc Käfertal eingeladen hatte Auf dem Waldhof gab es Sonntag- morgen ein vielbeachtetes Strandkonzert, das on einem kleinen Kerwezug abgelöst wurde, au dem sich der SV Waldhof bereitgefunden hatte. Auf originell geschmückten Wagen Wurde traditionsgemäß der Kerweschlorum augzekündigt und im Chor beantwortete jung und alt die von dort ausgestreuten Kerwe- ragen. Eine besondere Kerwedelikatesse natürlich das Lokalderby SV Waldhof— VfR, doch darüber im Sportteil. Wohin gehen wir? San lntag. 18. August: Amerikahaus 20.00 Uhr: ſdallplaktenkonzert: Volkstümliche Musik, 0 und Tänze; Eisstadion Friedrichspark, e Gastspiel:„Harlem Globetrotters“. pienstag, 14. August: Amerikahaus 20.00 *. Lortrag:„Religiöse Erziehung in USA“, . A. N. Fuerst, USA. Wie wird das Wetter? 2 D Unbeständig, r verhältnismäßig kühl Vorhersage bis Dienstag früh: Wechselnd, zeitweise auch stär- ker bewölkt und einzelne Regen- schauer. Höchsttemperaturen we- 2 nig über 20 Grad, mäßige bis der N krische südwestliche Winde. In acht zum Dienstag tells klar mit Tlefst- aturen nahe 10 Grad. 1 Ein neuer Schritt zur Normalisierung des Wugenpaurks f Aus Rastatt erhält Mannheim vier neue Triebwagen und sechs Anhänger Auch Straßenbahnwagen haben Schicksale. Sie werden geboren, in Dienst ge- stellt und müssen abdanken, wenn sie alt und Klapperig geworden sind. Das heißt, wenig- stens in normalen Zeiten. Der Krieg brachte es mit sich, daß auf Grund des durch Zer- störungen stark eingeschränkten Wagen- Parks heute noch in Mannheim wie in an- deren deutschen Städten schon längst pen- sionsreife Vehikel durch die kommunale Geographie kutschieren. Aus diesem Nachholbedürfnis heraus haben sich auch die Stadtverwaltung, bzw. die Städtischen Verkehrsbetriebe schon vor einiger Zeit zur vordringlich gewordenen Ergänzung ihres Wagenparks entschlossen. Ste gaben bei einer Waggonfabrik in Rastatt Vier neue Trieb- und sechs Anhängerwagen in Auftrag, die mit das Neueste auf dem Ge- biet der Straßenbahnwagenkonstruktion dar- stellen und nur deshalb noch nicht in Mann- heim in Betrieb genommen werden konnten, Weil das Lieferwerk unter Rohstoffknappheit (Schwierigkeiten in der Eisenbeschaffung) zu leiden hat. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß sie oder wenigstens ein Teil von ihnen noch in diesem Jahr ihr schienengebundenes Leben in der Stadt der Quadrate beginnen. Vor- aussichtlich werden sie das Nummernschild der Linie 16 erhalten, wobei man nicht 2u- letzt an die Verlegung der Straßenbahn von der Rhenania- in die Casterfeldstraße und an die damit in Verbindung stehende größere Steigung durch den neuen Uebergang an der Friedrichstraße in Neckarau denkt. Die neuen Trieb- und Anhängerwagen entsprechen im wesentlichen dem Bild, das in Freiburg einen der dort bereits laufenden neuen Wagentypen zeigt. Im Gegensatz zu alteren Modellen hat hier der Wagenführer einen bequemen, übersichtlichen Sitzplatz. Die Eingänge, die 1200 mm Durchgang haben gegenüber 700 bis 750 mm bei den alten Bah- nen, können durch Teleskopschiebetüren ver- schlossen werden. Gepreßte Einzelsitze in Queranordnung zur Fahrtrichtung arran- ihre giert, sollen für die Bequemlichkeit der Fahr- gäste sorgen, Springrollos(Sonnenstores) hal- ten unliebsame Sonnenblendung ab und Lüftungsklappen oberhalb der festen Fenster Sarantieren für zugfreie Entlüftung. Die Wagen haben eine Baulänge von 10 500 Millimeter, eine Breite von 2200 und eine Höhe von 3100 Millimeter. Der Radstand beträgt drei Meter. Zur Erhöhung der ver- kehrssicherheit wollen die Städtischen Ver- kehrsbetriebe neben den bisher üblichen elektrischen Betriebs- und Handbremsen noch als Notbremsen im Falle der Gefahr Schienenbremsen einbauen lassen. Das Fas- sungsvermögen der neuen Trieb- und An- hängerwagen wird mit 22 Sitz- und 38 Steh- plätzen angegeben. rob Oststadt-Sauna öffnete die Pforten Am Samstag wurde in der Otto- Beck Straße 12 die„Oststadt-Sauna“ eröffnet, die für sich in Anspruch nimmt, über eine Raumeinteilung zu verfügen, die gleichzei- tiges getrenntes Baden von Männern und Frauen,„täglich von 10 bis 20, sonntags von 8 bis 12 Uhr“, einschließlich Massage, Fuß- pflege und Höhensonnenbehandlung ermög- licht. Daneben weist das„Schwitzbad“ zwei als Einzel- oder Familiensaunen gedachte kleinere Räume sowie Einzelauskleide- kabinen, Einzelliegeräume usw. auf. Die räumliche Ausstattung, die mehr auf indi- viduelle Bedienung ais auf Massenbetrieb abzielt, wurde von der Inhaberin, L. Schütze, selbst entworfen und macht einen ebenso soliden wie sauberen Eindruck. Die Be- handlung erfolgt durch Personal, das Wie die Masseusen- Inhaberin sich aus bewähr⸗ ten Fachkräften zusammensetzt.„Wem die Sauna nicht hilft, der ist reif zum Sterben“, sagt der Finne, und Frau Schütze hofft, daß neben jungen und gesunden Menschen ins- besondere auch ältere und kranke Personen die Einrichtung, quasi als Heilbad, benutzen werden. rob „Pelri Heil“ am Nordrund der Studt Volksfest-Treiben in Sandhofen „»Der Charakter der Eigenständigkeit der Gemeinde soll erhalten bleiben“ sagte Ober- bürgermeister Dr. Heimerich vor einigen Wochen anläßlich des großen Sängerjubi- läums in Sandhofen. Was konnte die histo- rische Eigenständigkeit besser charakteri- sieren, als das vom Angelsportverein Sand- hofen über das Wochenende glänzend ge- staltete Fischerfest? Fahnengeschmückte Straßen wiesen auf dieses Fest hin und der Veranstalter verstand es, ganz Sandhofen und Umgebung auf die Beine zu bringen. Eine gediegene Volkstümlichkeit wurde ge- wahrt, dafür sorgte Vorsitzender Johannes Legleiter mit seinem getreuen Helferstab. Auf dem Festplatz und im Festzelt lebte ein schönes Stück Alt-Sandhofen mit zünftigem Fischerleben auf. Die Sandhofener wußten, Was sie der Ueberlieferung schulden und kamen in rauhen Massen. J. Begleiter malte in seiner Begrüßung ein Bild des einstigen Fischerdorfes, das seinen Charakter durch die Industrie mehr und mehr aber doch nicht ganz verlor. Zum Stolz des Mann- heimer Nordens sei festgehalten, daß meh- rere Achtzigjährige, mit mehr als 60 Erlaub- nisscheinen in der Rommode, noch unent- wegt dem Fischfang nachgehen. Der Fisch hält frisch! Im Zeichen der Harmonie hatten sich die vier Sandhofener Gesangvereine, der Ring- und Stemmklub„Eiche“, SB Rhein-Neckar und nicht zuletzt der ARRB„Solidarität“ in den Dienst des Volksfestes gestellt. Die Kapelle Mohr wartete mit zündenden Wei- sen auf. Am ersten Tag wurden nicht weni- ger als über zwei Zentner knuspriger Fische — gebacken oder eingelegt- vertilgt: Höhe- Punkt war am Sonntagvormittag das von Nachwuchsfischern gezeigte interne Angel- sportfischen, das einen befriedigenden Ver- lauf nahm. Ein Fest. voller Fröhlichkeit und Freude, das sich in der Erinnerung behaup- ten wird. kr Scherben brachten kein Glück. Eine Poli- zeifunkwagenstreife sichtete auf der verlän- gerten Ladenburger Straße einen Radfahrer, der ein zwei Meter großes Gewächshaus- fenster mit sech führte. Als er die beabsich- tigte Kontrolle der Polizeistreife bemerkte, Warf er kurzerhand das Fenster weg, so daß es in Scherben ging und flüchtete auf seinem Fahrrad querfeldein. Unser Bild zeigt den Straßenbahntyp, von dem die Stadt Mannkeim vier Triebwagen und sechs Anhänger gekauft hat. Foto: rob Scharfschiegende Jäger sprachen ihr Ziel un Es geht um die Wiederherstellung der deutschen Jagdhoheit Karl Seidler, Vorsitzender des Kreis- vereins Mannheim in der Württembergisch- badischen Jägervereinigung, verurteilte am Samstag auf einer Hauptversammlung der von ihm vertretenen Organisation im Park- hotel ebenso temperamentvoll die durch die Verordnungen 5 und 6 der Besatzungs- macht legalisierten teilweise„ rowdyhaften Jagdausübungsmethoden“ amerikanischer Besatzungsangehöriger in Württemberg-Ba- den wie er einer Wiederherstellung der un eingeschränkten deutschen Jagdhoheit das Wort redete. Die Auswirkungen der zitierten Ver- ordnungen seien teilweise geradezu kata- strophal, sagte Seidler. In ihrem Kielwas- ser führten sie eine un verantwortliche Ver- minderung des Nutzwildbestandes mit(vor allem die Fasanen seien trotz Schonzeit fast ausgerottet worden), während auf der ande- ren Seite in einem zu 40 Prozent vermin- derten Gebiet die durch Raub und ins- besondere Schwarzwild angerichteten Schä- den von zwei Millionen in den Jahren 1934 bis 1939 auf heute 30 Millionen zugenom- men hätten. Es sei bedauerlich. daß gerade in der amerikanisch- besetzten Zone die „diktatorisch gelenkten“ Jagdverhältnisse weitaus mehr zu wünschen übrig ließen als im übrigen Westdeutschland. Die ange- strebte Wiederherstellung der deutschen Jagdhoheit habe ebenso wenig wie die vom Deutschen Jagdschutzverband geforderte Waffenamnestie ein Wettschießen mit ame- rikanischen Truppenangehörigen zum Ziel, sondern einen vordringlich gewordenen neuen Aufbau des deutschen Nutzwildbe- standes. Der Vorsitzende des Landesbezirks, Gottfried Waldecker, Karlsruhe, unterstrich zwar die Argumente seines Vorredners, gab Alidererseits aber zu bedenken, daß der Hohe Kommissar MeCloy in nech andauern- den Verhandlungen einmal die UDebergabe der Waffenamnestie inzdie Hände der B desregierung und zum anderen auch eine befriedigende Neuregelung des amerikani- schen Jagdausübungsrechtes. die allem An- schein nach den Forderungen und Wünschen der deutschen Jäger entgegenkomme, in Aussicht gestellt habe. Nach den geplanten Bestimmungen sollten amerikanische Jagd- Micht jede Flasche trägt dus„Deutsche Weinsiegel“ Nur besonders gepflegter Rebensaft wird mit Gütezeichen versehen In letzter Zeit hat man sie wieder öfters gesehen, die kleinen, in Rot und Schwarz gehaltenen runden Wappen, auf denen eine Gestalt des Altertums eine Weinrebe em- Porhält. Es handelt sich hierbei um das „Deutsche Weinsiegel“, das alleinige Güte- zeichen für anerkannt gutgepflegte und ein- wandfreie deutsche Weine, das nach seiner Wiedereinführung allein in der Pfalz bereits an 50 Firmen und Erzeuger ver- liehen wurde. Schon seit Jahrzehnten haben sich nam- hafte Weinfachleute bemüht, den Weintrin- ker durch ein Garantiezeichen auf sorgfältig gepflegte Gewächse aufmerksam zu machen. So garantiert das Verbandszeichen der Na- turweinversteigerer einen wirklich natur- reinen Wein, während die bunten Etiketts bekannter Weingüter und alteingesessener Weinhandelsflrmen dem Käufer für einen guten Tropfen bieten. Demgegen- über steht die Masse der vielen Weine we- niger bekannter Lagen, ihrer pfleglichen Behandlung ebenfalls eine gute Qualität besitzen. Daneben gibt es aber auch— und das soll keineswegs verkannt werden— die weniger sorgsam gepflegten Weine, die trotz ihrer klingenden und hoch- trabenden Bezeichnungen den Verbraucher nicht befriedigen, sondern enttäuschen. Gewähr die jedoch dank Das„Deutsche Weinsiegel“ wird im Auf- trag der Deutschen Landwirtschaftsgesell- schaft 0 durch besondere Kommissionen verliehen. in den einzelnen Weinbaugebieten Diese Kommissionen setzen sich vollkommen paritätisch, und zwar aus Vertretern der Winzer und Winzergenossenschaften, des Weinhandels, des Gaststättengewerbes so- wie von Weinfachleuten aus Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Um das Weinsiegel kann sich jeder be- werben. Voraussetzung hierfür ist allerdings in erster Linie die Zuverlässigkeit des Be- triebsinhabers sowie eine Betriebs- und vor allem— Kellereinrichtung, die Gewähr genug für eine sach- und fachkundige Be- Handlung der jungen und ausgereiften Weine bieten. Betriebe, die sich um das„Deutsche Weinsiegel“ bewerben, werden durch die Gebietskommission besichtigt und hinsicht- lich ihrer Eignung beurteilt. Frecher Dieb, schlechter Fahrer Ludwigshafen. Einen recht„großen Brocken“ hatte sich ein unternehmungs- lustiger Dieb in der Nacht zum Donnerstag ausgesucht: Einen beladenen Lastkraftwagen mit Anhänger, der an der Ecke Kurfürsten- straße und Koschatplatz abgestellt War. Ohne Hemmungen nahm er am Steuer des Wagens Platz, fuhr los und— landete am nächsten Baum. Resultat: Eine beschädigte Vorderachse, ein zerbeulter Kotflügel und ein großes Loch, wo einmal ein helleuchten- der Scheinwerfer war. Offenbar war die Fahrkunst nicht so groß wie die Frechheit des Autodiebes, der nach diesem frühen Ende der Fahrt mit Windeseile den Un- glückswagen verließ und in Richtung Süd- weststadion das Weite suchte.— Dieser Tage versuchte ferner ein 20jähriger Bursche, ein Auto, das er vom Mezgplatz in die Jahnstraße geschoben hatte, in Gang zu bringen. Als er von dem Besitzer des Wa- gens überrascht wurde, stieg er aus dem widerspenstigen Gefährt und flüchtete. Notkirche in Lampertheim Nachdem der Gemeinderat in seiner letz- ten Sitzung dem Geländetausch für Schule und Kirche zugestimmt hat, hat nunmehr die katholische Kirchengemeinde in einer Versammlung im„Schwanen“ beschlossen, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Nokkirche zu beginnen. Sie ist für die Be- wohner des Nordteils der ausgedehnten Lampertheimer Gemarkung bestimmt. Zur Finanzierung des Baues wurde ein Kirchen- bauverein gegründet. Außerdem soll der Reinerlös religiöser Veranstaltungen dem Kirchenbaufonds zufließen. Für die katholische Pfarrgemeinde stand bisher nur die Kirche„St. Andreas“ zur Verfügung; sie steht unter Denkmalsschutz. Eine Urkunde aus dem Jahre 1141 berichtet zum ersten Male von ihr. Sie dürfte also 1951 mindestens 810 Jahre alt sein. Ihr Symbol, das schräggestellte Andreaskreuz, ist schon früh zum Lampertheimer Wappen geworden und zeugt für das enge Band, das die Kirche mit der Geschichte Lampertheims verknüpft. Gummi oder Leder? Marsch dureh den Odenwald Neustadt i. O. Seit einigen Tagen sieht man auf den Straßen des vorderen Oden- Waldes an den verschiedensten Stellen zwei Männer. die durch ihre weißen Mützen auf- fallen. Beide klappern so nach und nach fast sämtliche Straßen des Odenwaldes ab. Ihr tägliches Marschpensum beträgt 40 bis 45 Kilometer. Beide, der 44 jährige Friedrich Meister aus Höchst und der 48jährige Nan Wieß mann aus Neustadt, mar- schieren im Auftrag des Gummiwerkes in Neustadt. Schuhe und Strümpfe werden vom Werk gestellt. Mit den Schuhen hat es nämlich eine besondere Bewandtnis. Die beiden rechten Schuhe sind mit Schlen und Absätzen des Gummiwerkes versehen. Mei- ster hat auf dem linken Schuh eine Leder- sohle, während Wießmann links einen ge- nagelten Schuh trägt. Die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit der Gummischlen sol- len hierdurch geprüft und bewiesen werden. Nach der Rückkehr ins Werk werden der Straßenzustand und die Beschaffenheit der Marschroute nach den Angaben der beiden Männer genauestens festgehalten und die Sohlen einer eingehenden Prüfung unter- zogen. Deutschlands älteste Bäcker-Dynastie Weinheim. Die Bäckerei und Kondito- rei Schütz in Weinheim kanm in diesen Ta- gen auf ein 275jähriges Bestehen zurück- blicken. In vierzehn Generationen vererbte sich der Bäckerberuf von dem Urahn Jo- hann Schütz auf den heutigen Besitzer, den Bäcker- und Konditormeister Hermann Schütz. In den Akten der Weinheimer. Bäckerzunft hat die Familie Schütz stets eine große Rolle gespielt, und. wie es früher üblich war, hatte die Bäckerei Schütz mit ihrer Bäckerei stets das Wirtsgewerbe ver- einigt und mehr als ein halbes Dutzend Gastwirtschaften war im Laufe der Jahr- hunderte mit der Familie verbunden. partien nur noch an bestimmten Tagen zu- sammen mit dem deutschen Jagdpächter abwechselnd in den verschiedenen Revieren Wild schießen dürfen. Es bestehe berech- tigte Hoffnung, daß das Anliegen der deut- schen Jägerschaft mit dieser Revision im Grundsätzlichen erfüllt und der deutsche Waidmann wieder Herr seines Reviers werde. Dr. Egetemeyer vom Mannheimer Kreis- verband winkte mit dem Zaunpfahl passi- ver Resistenz der deutschen Jäger, wenn die Gesetze 5 und 6 durch ein neues Diktat statt durch eine„vernünftige Regelung er- setzt würden. rob Aus dem Polizeibericht Vor Aufregung in den Tod. In der Schwet⸗ Zinger Vorstadt fuhr ein 17jähriger einen kleinen Jungen, der mit anderen Jungen spielte, auf der Straße mit seinem Fahrrad an und warf ihn zu Boden. Der Junge, dem weiter nichts passiert war, rannte weinend zu seiner Mutter, die auf den inzwischen abgestiegenen Radfahrer zuging, beschimpfte und auf ihn einschlug. In der Aufregung ging die Frau in ihre Wohnung zurück und erzählte den Vorgang ihrem Mann, der es seinerseits auch nochmals für notwendig hielt, auf den jungen Mann einzuschlagen. Plötzlich während des Schlagens hörte er auf, lehnte sich an die Hauswand und brach zusammen. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende bereitet. Luftig gekleidet. Schnell verließ gegen 5 Uhr ein Mann in der Innenstadt ein Lokal. nachdem er zuvor seine Kleider weggewor⸗ ken hatte, so daß er nur noch mit einer Un- terhose bekleidet war. Eine Polizeistreife holte den Nachtwandler in N 7 ein. Sehr aufgebracht war ein Arbeiter in Sandhofen. weil seine Braut angeblich von einem Besatzungssoldaten in sexueller Hin- sicht migbraucht worden war. Er nahm die W in des amerikanischen Soldaten Aut A will nach seinen Angaben von diese dreimal beschossen worden sein. Eine Fahn- dung nach dem Soldaten blieb ergebnislos. Die Aufklärung des Falles hat die amerika- nische Kriminalpolizei übernommen. Unbekannte Kabelzwicker waren an der Riedbahnunterführung am Werk, um 25 m Kupferdraht an einer Leitung abzuzwicken. Zum Abtransport kam es aber nicht, weil eine Polizeistreife auftauchte, und die Diebe flüchtig gehen mußten. Der Kupferdraht konnte sichergestellt werden. Gleich zwei Wagen auf einmal lieh sich ein Autoschlosser bei einer Autoverleih anstalt und„entführte“ sie in eine unbe- kannte Gegend. Die eingeleitete Fahndung hatte insofern Erfolg, als der Täter in Co- burg festgenommen werden konnte. Einer der beiden Wagen wurde in Ludwigshafen sichergestellt und dem Eigentümer zurück gegeben. Nach einem Volkswagen wird noch gesucht. 5 AOK-Mitglieder entnehmen einer Be- kanntmachung im Alfzeigenteil, daß am 18. August Haupt- geschlossen bleiben. Wir gratulieren! Heinrich Krotz. Mann- heim, Pestalozzistraße 11. und Josef Ott. Mannheim, Mittelstraße 83, werden 70 Jahre Alt. Johann Volkert. Mannheim- Rheinau: Poststraße 1, vollendet das 71. Lebensjahr. Friedoline Malmberg. Mannheim-Garten- stadt, Eichenweg 27, begeht den 78. Geburts- tag. Peter Gruber. Mannheim-Seckenheim, Breisacher Straße 38. kann seinen 72. Ge- burtstag feiern, Theodor Jetter, Mittel- straße 95, seinen 74. Geburtstag. und Verwaltungsstellen Iuch Feigen wachsen un der Bergstruße Eine„Rekordernte“ von 35 Pfund in Dossenheim Heidelberg. Daß ein guter Tropfen an der Bergstraße wächst und sogar Mandeln dort sogar gedeihen, ist in ganz Deutsch- land bekannt; aber wußte man schon, daß echte Feigenbäume in Dossenheims Mauern reiche Erträge liefern? Tropische Früchte Wie Zitronen, Bananen und Apfelsinen haben die Mainau und Reichenau am Boden- see berühmt gemacht. Nun tritt Dossenheim mit seinen Feigen in Konkurrenz. Aber wie kommen Feigen nach Dossenheim? Ein weitgereister Heimatforscher brachte in den dreißiger Jahren von einer seiner zahlreichen Auslandsfahrten zwei Feigen setzlinge mit. Sein kühner Versuch, die tro- pische Pflanze an der Bergstraße heimisch zu machen, glückte wider Erwarten gut. Die Bäume gediehen nicht nur, sondern trugen auch schon recht bald Früchte. Im Juli fangen die Feigen an zu reifen und bis in den letzten warmen Tagen im September kann man dann ernten, ohne daß auch nur ein Finger für die Pflege der Baume krumm gemacht wurde. Ueber- raschenderweise hören wir, daß die Feigen nicht blühen, sondern die grüne Knospe in Stecknadelkopfgröße aus dem Zweig hervor- bricht Im Reifestadium wechseln die Früchte in eine bläulich- bräunliche Farbe. Der Geschmack einer reifen ungetrockneten Feige definiert die Besitzerin mit:„Ein Ge- misch zwischen Melone und Erdbeere.“ Wenn die Dossenheimer Feigen beim Bäcker ge- trocknet werden, unterscheiden sie sich in keiner Weise von denen im Laden käuf⸗ lichen. Als Beigabe zu dem üblichen Trok-⸗ kenobst, wie Zwetschgen, Birnen usw. las- sen sich die Feigen vortrefflich verwenden. Trotz der zahlreichen grimmigen Winter, die die Bäume in den 15 Jahren überstehen mußten, gedeiht insbesondere das Exemplar an einer geschützten Stelle vortrefflich, wäh⸗ rend der zweite Baum an anderer Stelle des Gartens wesentlich„magerer“ aussieht, ebenfalls zahlreiche Früchte trägt. Dies Jahr ist Sogar eine Rekordernte von 35 Pfund von beiden Bäumen zu erwarten. Sandhausener Düne unter Naturschutz Heidelberg. Die letzten gelben Stroh- blümchen, genannt Sonnengold, durften vorigen Sommer in der Dünenlandschaft Sandhausens noch geholt werden, denn seit August 1950 stehen auch 2827 Hektar teils offener, teils bewaldeter Dünenteil nord- westlich des Ortes unter Naturschutz. Es War nicht einfach, unter den über 125 Waldbesitztümern wenigstens von den Eigentümern der ausgelesenen Streifen das Einverständnis zu erwirken. 114 „Seite 8 MORGEN Montag, 13. August 1951 Nr. 40 PA Wenn der Tag graut/ vo Albsea Drever In der Nacht hatte es geregnet. Aber schon als der Tag beraufdämmerte, hatte das ununterbrochene Rauschen aufgehört, und Martin hatte. noch im Bett liegend, das„Tropf-Tropf“ im Gelaub der Bäume und Sträucher gehört, die das Haus um- gaben. Unten im Hause schlug es dumpf Sieben Uhr. Er wußte, gleich würde seine Mutter hereinkommen, um ihn zu wecken, und er genoß die wohlige Wärme des Bet- tes so, als könnte er liegen bleiben. Ihm War, als dämmere der Tag nur zögernd herauf, und er wünschte sich. diese dämm- rige graue Frühe mit dem nassen, glän- zenden Gelaub vor dem offenen Fenster und der Wärme des Bettes möge andauern. War soeben nicht eine zarte Vogelstimme zu hören? Wehte es nicht frisch und kühl von draußen zu ihm herein? Da hörte er Schritte. Die Tür knarrte. Er wußte, seine Mutter kam und würde ihn wecken wollen. Er stellte sich schlafend. Aber es half nichts. Er fühlte eine Hand aàn seiner Schulter, und er reckte sich langsam und tat so, als erwache er eben erst. „Du mußt dich beeilen. es ist schon spät!“ 5. Martin fühlte ein Unbehagen in sich Aufsteigen. Er wünschte sich seit langem, der Tag möge einmal andes beginnen— unter einem freien Himmel. in einem Zelt am Wasser oder am Rande einer Wüste oder im Urwald. Man dürfte noch gar nicht wissen, was der Tag bringen würde, dachte er jedesmal, wenn er sich vorstellte, gar nicht in seinem Bett zu liegen. Aber das gab es nicht— nicht für ihn. Eine Marmeladeschnitte in der Hand, die Büchertasche unter dem Arm verließ er Kulturnachrichten Das Theaterprogramm der Salzburger Fest- spiele 1951 erreichte am Freitag mit der Auf- Führung von Kleists Lustspiel„Der zerbrochene Krug“ seinen letzten Höhepunkt. Oskar Homolka als wuchtig-pfifflger Dorfrichter Adam und Wilfried Seyferth in einer Glanzleistung Als Schreiber Licht gaben dem Spiel in der Inszenierung von Berthold Viertel das künst- lerische Gepräge. Die Rolle der Marthe Rull hat Therese Giehse übernommen. Inge Kon- radi spielte die Eve und Erich Auer ihren Ver- lobten Rupert. Der Generalmusikdirektor der Stuttgarter Staatsoper, Ferdinand Leitner, ist von der Mai- länder Scala eingeladen worden, die Gesamt- einstudierung und musikalische Leitung der am 8. September dieses Jahres in Venedig statt- findenden Uraufführung der neuen Oper Igor Strawinskys,„The Rake's Progreß“, zu über- nehmen. Die Premiere dirigiert der Kom- ponist, die späteren Aufführungen General- musikdirektor Leitner. Die gleiche Oper wird Gustaf Gründgens im Frühjahr 1952 an der Wiener Staatsoper bei der Erstaufführung für Oesterreich inszenieren. Die musikalische Lei- tung liegt bei Clemens Krauß. Das Programm der Luzerner Musikfest- wochen 1951 wurde am Samstag mit dem ersten der fünf großen Symphoniekonzerten, unter Leopold Stokowski, eröffnet. Zu den Gastdiri- genten der Festwochen gehören auch Karl Schuricht und Wilhelm Furtwängler. Der zweite„Ring“-Zxklus der Bayreuther Festspiele, der von Herbert von Karajan diri- iert wird, wurde am Samstag eröffnet. Zum Präsidenten der Akademie der Wissen- schaften für die Amtsperiode vom 1. Septem- ber 1951 bis 1. September 1953 wurde Prof. Dr. Curt Oehme, zum Sekretär der Philo- Sophisch- historischen Klasse Prof. Dr. Karl Englisch, gewählt. Der bisherige Sekre- tär der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse, Prof. Dr. August Seybold wurde für die kommende Amtsperiode wiedergewählt. Zu ordentlichen Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften wurden gewählt: In der Phi- losophisch- historischen Klasse Prof. Dr. Sieg- fried Reicke, Heidelberg(deutsche Rechts- geschichte und Kirchenrecht), in der Mathema- tisch-naturwissenschaftlichen Klasse Prof. Dr. Horst Habs, Heidelberg Hygiene). Zu korre- spondierenden Mitglieder der Philosophisch- Ristorischen Klasse wurden gewählt: Prof. Dr. Franz Wieacker, Freiburg(römisches Recht) und Prof. Dr. Richard Thurnwald, Berlin(Eth- nologie). Knut Hamsun, der am 4. August 92 Jahre alt wurde, ist seit einiger Zeit schwer er- krankt. Sein Befinden hat sich jetzt so ver- schlimmert, daß man Zweifel hegt, ob der greise Dichter die Krise überstehen kann. eine halbe Stunde später eilig das Haus, das am Rande eines kleinen Wäldchens lag. Jeden Morgen war er versucht. die Bücher- tasche ins Gebüsch zu schleudern, vom all- täglichen Weg abzubiegen, tiefer in den Wald hineinzulaufen, getrieben von einem Hunger nach überraschenden Abenteuern. Er tat es nicht. Einmal hatte er es ver- sucht. Er wußte, was danach kam. Als er zwischen den Kiefern am Hang zu seiner Rechten em Eichhörnchen hocken sah, nahm er einen Stein auf. zielte knapp und warf. Das Eichhörnchen machte einen Satz zur nächsten Kiefer hin und huschte mauzend am Stamm hinauf, um dann an- zuhalten und hinter dem Stamm argwöh- nisch hervorzuäugen. Martin beachtete das Tierchen nicht Weiter, sondern setzte seinen Weg fort. Der Uaterricht begann wie immer. Der Lehrer kam herein. Sie erwiderten seinen Morgengruß, blieben stehen und sagen„Je- sus geh voran Martin fühlte einen starken Widerwillen gegen dieses Lied, überhaupt gegen alle Kirchenlieder, die sie morgens singen mußten, und auch an die- sem Morgen brachte er es nicht fertig, mit- zusingen. Der Lehrer merkte es nicht. „Martin, das Vaterunser!“ sagte er, die Hände gefaltet, als das Lied beendet war. Martin zuckte zusammen und sah den Lehrer mit einem schnellen Blick an, rührte sich aber nicht. „Na?! fragte der Lehrer. schwieg. Es meldeten sich andere Kinder. „Na, los, dann Beta“, sagte der Lehrer, und alle senkten die Köpfe, während Beta das Vaterunser sprach. Martin sah vorsichtig hoch. Waren sie eigentlich alle dabei? Auch der Lehrer? War er es ganz allein, der weder Mitsingen noch Mitbeten mochte? Ob sie sich alle gar nichts anderes wünschten. als so jeden Morgen in die Schule zu gehen, Lieder zu singen, die ihm irgendwie falsch vorkamen, zu beten, obwohl die Gedanken den schwe- ren Worten gar nicht folgen konnten, die Stunden über sich ergehen zu lassen, diese vielen Stunden im engen, grauen Klassen- raum, während draußen der Tag begann— im Wald etwa, mit den Tieren unten am Flußufer; auf den Wiesen und Weiden unter einem hohen Himmel Die Stimme des Lehrers traf ihn in sei- nen Träumen.„Die Hausarbeiten!“ Er holte sein Rechenheft hervor, obwohl er genau wußte, daß er die Aufgaben gar als Martin Die Mannheimer Mitwirkenden Autenrieth, Dr. Behr, nicht ausgerechnet hatte. Er war am Vor- tag gleich nach dem Mittagessen wieder nach draußen gerannt. In der Markusheide sollte ein Kreuzotternnest sein, das wollte er sehen. Die ersten Antworten wurden bereits vorgelesen. Da sah der Lehrer auch auf sein auf- geschlagenes Heft. Die nächste, Martin.“ Martin sah auf sein Heft. den Zeige- finger an einer Stelle, wo eine Antwort hätte sein können. „Nun mal los, Martin, die dritte Auf- gabe!“ Martin stand auf. Ich habe keine Auf- gaben“, sagte er und sah den Lehrer an. „Ach“, und der Lehrer kam an seinen Platz. Er nahm Martins Heft in die Hand. „Nicht gemacht, wieder einmal. obwohl du es kannst? Ja, mein Lieber“. und er warf ihm das Heft wieder hin, daß es ein klat- Mannheimer wirken in Bayreuth mit der Baureuther Festspiele:(von links nach rechts) Isolde Zisſea Werchau und Fred Bernhard. Aufnahme: Ingrid Autenrieth schendes Geräusch gab„dann bleibst du heute hier.“ Martin setzte sich wieder. Er wußte, „Hierbleiben“ bedeutete zwei Stunden sei- ner Freiheit zusätzlich beraubt zu werden. Er fühlte keinen Haß. nicht einmal Groll, es War etwas anderes. Der Unterricht nahm seinen Fortgang. Er beteiligte sich kaum. obwohl er wußte, daß er es eigentlich hätte tun müs- sen. Ob es gar keine Möglichkeit gab, die- sem Alltäglichen, grauen Einerlei zu ent- rinnen, anders zu leben, ganz anders?— Vorsichtig sah er sich in der Klasse um. Und wie war es mit seinen Kameraden? Fühlten sie ähnlich wie er oder wollten, sie gar nicht anders leben? Mußte man immer das Gegenteil von dem tun. was man sich eigentlich wünschte? Er hätte es brennend gern gewußt, aber keiner war da, der ihm diese Frage beantwortete. Ceorges Rouault, ein Meister religiöser Malerei Frankreichs älteste Maler sind auch seine modernsten. Picasso und Braque sind Sieb- ziger, Matisse hat das 82. Lebensjahr über- schritten. Daß aber Georges Rouault, der führende Meister der zeitgenössischen re- Ueiosen Malerei, soeben 80 Jahre alt wurde. VH Zermagen überraschend kommen. Und doch ist Es so: Georges Rouault hat das„patri- archalische“ Alter erreicht. Gleich Matisse, hat er sich eine bewun⸗ derungswürdige Aufgeschlossenheit für die Probleme unserer Tage bewahrt. In unge- brochener Schaffenskraft wirkt Rouault Sleich produktiv wie in jungen Jahren. Rouault kommt nicht aus einer Atmosphäre Wohlbehüteter Geborgenheit, wie man beim Anblik seiner Schöpfungen vielleicht anneh- men könnte, die auch in Mannheim mehr- fach ausgestellt wurden. In einem Keller- Selaß der Pariser Vorstadt Belleville kam der Künstler zur Welt. Seine Mutter hatte sich vor den exlpodierenden Granaten dort- Hin geflüchtet; es war während der Beschie- Bung von Paris, und die Kommune hatte ihr Schreckensregiment aufgerichtet.„Unter Donner und Blitz“ wurde Rouault geboren. Sein Vater war Arbeiter in der Klavier- fabrik Pleyel, wo er Notenhalter aus Eben- Bolz drechselte. Der Knabe kam zu einem Glaser in die Lehre. Dort erwachte, wie Rouault später erzählt, seine Freude an far- bigem Glas. Der Lehrling hatte die Aufgabe, die bunten Scherben aufzusammeln. Rubin- rot, saphirblau, smaragdgrün, topasgelb Zum 8 0. Geburtstag am 12. August leuchten sie ihm aus dem Staub entgegen. Es sind die gleichen Farbtöne, die wir heute so an seinen mystischglühenden Kompo- sitionen bewundern. Durch einen glücklichen Zufall geriet A eines Tages in das Atelier des alers Gustave Moreau. Dieser fand Gefal⸗ len an dem wortkargen Träumer und nahm ihn unter seine Obhut. Der Schüler geriet Sanz in den Bann dieses mystischen Sym- bolisten, dem er auch àußerlich in Kleidung und Habitus nachzueifern strebte. Als der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde um 1900 nach Paris kam, wurde auch er zunächst von keinem Künstler derart fasziniert wie von Moreau, dem man inzwi- schen ein regelrechtes Museum erbaut hatte. Ganze Tage verbrachte der junge Deutsche vor diesen leidenschaftdurchglühten Bildern. Uhdes Weg ging von Moreau zu dem später von ihm entdeckten Zöllnermaler Rousseau und zu Georges Rouault. Was besonders bei Rouault auffällt, ist seine ungewöhnliche Vielseitigkeit. Als Re- Tamiker schuf er Werke. die den Majoliken der Renaissance ebenbürtig sind, als Litho- Sraph und Radierer zählt er zu den gröhgten Buchillustratoren. Seine Glasmalereien atmen den Zauber mittelalterlicher Kirchenfenster. ohne doch im geringsten nachempfunden oder antiquiert zu sein. Die Kapelle des Paters Couturier im Savoyendorf Assy. wo Rouaults Fenster neben den Gobelins von Jean Lurcat, den Bildern von Bonnard und INDUSTRIE UND HANDEL Kohle und Geld Hiobs Geduld rbertroffen Rund 120 Stuttgarter Kohlenhändler veranstal- teten am Samstagmittag einen zweistündigen Um- Zug mit ihren Kohlenlieferwagen durch die Innen. stadt, um gegen die zu niedrigen Kohlenzuteilun- gen zu protestieren. Wenn wir über den biblischen Hiob zutref- fend unterrichtet sind, hat Westdeutschland eine Geduld im Anhören, Ertragen und Befol- gen ausländischer Auflagen und Weisungen an den Tag gelegt, die des besagten Hiobs Geduld in Schatten stellt. Die Stuttgarter Kohlenhändler mögen Bonn gerufen haben. Aber insgeheim dachten sie nicht an die in dem„Bundeshauptstädtle“ sit- zenden deutschen Stellen, sondern dachten an die Weisen, die im Düsseldorfer„Atlantic house“) ein Statut mizachten, das ihnen Daseinsberechtigung gibt. Das Ruhrstatut näm- lich, in dessen Artikel 14 es heißt, daß bei der Kohlenaufteilung die dringen- den Bedürfnisse Deutschlands berücksichtigt werden müßten. Es fing damit an, daß vor Jahr und Tag ge- rade ausländische Stellen den Investitions- bedarf des westdeutschen Kohlenbergbaues be- stritten. Heute wird eine andere Melodie ge- spielt. dpa weiß zu melden:„OEEC-General- sekretär Marjolin habe am 11. August 1951 be- tont, daß bei allen Investitionsfinanzierungen dem deutschen Kohlenbergbau der Vorrang gebühre“. Damals wurde den deutschen Stellen Panik- macherei vorgeworfen, weil wegen der zurück- gestellten Bergbaufinanzierung Protestrufe er- tönten, die sehr zart und sehr sanft waren. Heute ist die von einsichtsvollen Menschen vorausgesehene Malaise eingetreten. Jetzt wird wieder in einer anderen Tonart aufgespielt. Mr. Cattier wußte nur von deutschen Ver- ungünstiges Schicksal in seine Heimat zurückberief. Und der Bundes finunzminister kommt mit ghoehrotem Kopf vom Olymp genannt Peters- berg— auruck, uo er mit den Göttern ver- gebens rang, als es um die Höhe der Besat- zungs kosten ging. Die Ruhrbehörde hat inzwischen im Tal Setagt. FHielt den deutschen Vertretern vor, daß dem deutschen Verbraucher— trotz Bei- behaltung der Kohlen-Exportquote(6,2 Mil- lionen Tonnen im letzten Quartal)— um acht Millionen Tonnen mehr Kohle zur Verfügung ständen als 1950. Womit wir zufrieden sein sollen und mit höflicher Dankesbezeugung ob solcher Güte ung zurückziehen dürften. r————xßůßů—ßĩ̃— r ²˙ AAA 7˙1˙».—.— Der Exportquote ist eine Gesamtförderung von 28 171 000 Tonnen zugrundegelegt worden. Nach Abzug der Exportquote ergibt sich also ein dem deutschen Bedarf verbleibender Rest von rund 22 Millionen Tonnen. Vergessen haben die ausländischen Rechen- künstler vom„Atlantic house“) in Düssel- dorf den höheren Kohlenbedarf der deutschen Bevölkerung. Er hängt unmittelbar damit zusammen, daß außer Kohle auch in Fertig- waren ein Verteidigungbeitrag von West- deutschland gefordert wird und daß 2. B. Eng- land erhöhte deutsche Schrottlieferungen ver- langt, wodurch sich der Kohlenbedarf der deut- schen Eisen- und Stahlindustrie wieder ver- gröhert. Der Inlandsbedarf beträgt 27 Millionen Tonnen, somit entsteht ein Defizit von fünf Millionen Tonnen, das bestenfalls mit drei Mil- lionen Tonnen USA-Kohle-Importen gedeckt werden kann Preis eif. Bremen 97,20, also rund 220% des bisherigen deutschen Export- kohlepreises).. Was aber wird aus der nicht mehr hinaus- schiebbaren Erhöhung der Zuteilung verschie- dener Verbrauchergruppen(Kraftwerke drei Millionen Tonnen, Stahlindustrie vier Millionen Tonnen, andere Industrien 7,5 Millionen Ton- nen und für Kleinverbrauch sowie Hausbrand sechs Millionen Tonnen?) 5 f Nicht berücksichtigt, vergessen blieb auch die— wie immer während des Sommers, wäh- rend der Ferienschichten— sinkende Förde- rung, die sich jetzt bei 365 000 Tagestonnen be- Wegti statt erhoffter 379 000 Tagestonnen. Verteidigungsbeitrag zu fordern ist nur dann berechtigt, Wenn das Verteidigungsbeitrag er- bringende Volk etwas zu verteidigen hab. Ob die Verteidigung der Auflage, die die Ruhr- behörde beschlossen hat, für die westdeutsche Bevölkerung interessant ist, bleibt dahinge- stellt, denn diese Auflage ist ein Aktivposten, den das ostdeutsche Propagandaministerium buchen kann als von geradezu phantastischem Schwergewicht, 3 f Zu gleieher Zeit aber hat sich der Finanz- minister daruber den Kopf ⁊u zerbrechen, wie er. die Gelder fur die Besatzungs- und Ver- teicigungs kosten aufbringt, zu deren Vermeh- gung in den leteten vier Jahren alles erdenk- liche beigetragen wurde. Nieht nur dadurch, — ) Sitz der alliierten Ruhrbehörde lucuriös. Wähnte biblische Hiob. 9 Chagall den schönsten Ehrenplatz fanden, zeugt von der unerhörten Modernität dieses religiösen Künstlers.) Rouaults künst- lerische Vielfalt erschöpft sich jedoch noch nicht hiermit: Dem Maler Rouault steht noch der Dichter Rouault gegenüber! In einer eignen Typographie, die an Möfchis⸗ lettern erinnert, träumt er wunderbar volks- Uiesdhafte Verse auf Pergament, die in ihrer Zärtlichen Besinnlichkeit an die Verse von Francis Jammes gemahnen. 1 Der Rouault unserer Tage der unbestrit- tene Meister der religiösen Kunst, hat nicht mehr die Wortkargheit des rotbärtigen asketischen Jünglings von dazumal. Der Achtzigjährige neigt dazu. sich zu ereifern, zerbricht in Zornaufwallungen Gläser und stampft zur Bekräftigung seiner Thesen mit dem Fuße. Rouaults Temperamentaus- brüche haben etwas von den Exaltationen alttestamentarischer Propheten. Die Mit- teilsamkeit des Privatmannes erklärt sich aus seiner unerhört konzentrierten Arbeits- weise. Rouaults Werke nämlich sind im Wahrsten Sinne aus der Stille geboren. Nie- mand darf den Maler im Atelier stören, wo er von früh bis spät in mönchischer Abge- schlossenheit schafft. Die Freizeit sieht ihn gern mit Freunden an geselliger Tafel. Da entspannt sich sein Geist bei streitbaren Reden und Becherklang. Der Gast aber, der ihn so sStreitbar erlebt, hat alle Mühe zu glauben, daß es wirklich ein Achtzigjähriger ist, der da agiert, lacht und— tobt. Frithjof Kühn daß sich darunter auch Positionen für Tau- sende von Kilometern Dehorationsstoſfe be- inden, oder etwa Woknungseinheiten, deren Erstellung im Einzelfalle 175 000 DM ver- Schlingen. Amusant ist bei dieser Diskussion gleich- gültig ob sie um Kohle oder Geld gent da die Götter am Olymp(lies: Petersberg) den deutschen Stellen den Vorwurf machen, die deutsche Bevõlerung vergaße, daß sie den Krieg verloren habe, lebe 2⁊u kostspielig und n Amusant ist dies, denn jedermann haftet noch im Geduchtnis, daß auslandische Stellen scharfe Kritih übten an dem Umstand, daß im Rah men des Wohnungsbauprogramms in Baſern ein Wohnungstyp bevorzugt wurde, der je Ein- heit 5100 DN Kostet, wänrend ein anderes An- gebot(zwar in schlechterer Qualität) nur auf 4800 DM lautete. Amüsant ist auch, daß den deutschen Stel- len vorgehalten Wird, es sei trotz Kohlen- mangels noch nicht im nennenswerten Ausmaß zu Betriebsstillegungen gekommen, während die in der Ruhrbehörde vertretenen Länder Koh- lenvorräte für ihre Bahnen, für ihre Fabriken anlegen lassen, die auf mehrere Monate hinaus ausreichend sind. Vielleicht müssen diese Kohlenvorräte an- gelegt werden. Vielleicht sind die Herren in der Ruhrbehörde sich ihres Spieles mit dem Feuer bewußt. Kann doch möglicherweise den Gewerkschaften einmal der Gedultsfaden reißen— jener Gedultsfaden, den wir bereits länger gesponnen haben, als der eingangs er- F. O. Weber Lohnsubvention für Landwirtschaftsarbefber Der Staat sollte der Landflucht und dem damit verbundenen Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft dadurch entgegenwirken, daß er Lohnzuschüsse von etwa 50 DM je Monat und Landarbeiterfamilie zahlt. Diesen Vorschlag macht der Präsident des Landes- bauern verbandes für Württemberg-Hohenzol- lern, Bernhard Bauknecht(MdB), in der Aus- gabe der Zeitschrift des genannten Verbandes „Schwäbischer Bauer“, vom 11. August. Bau- krlecht betont in diesem Zusammenhang, es sei bei den derzeitigen Lohnverhandlungen nicht böser wille der land wirtschaftlichen Arbeit- Paul Venners Bekehrung Cronin konkurriert mit Hedwig Courths-Mahler Erich Schudde, der frühere Intendant d Pforzheimer Stadttheaters, dem es Sein Stadtväter übelnahmen, daß er ihr Theatg aus dem Dornröschenschlaf weckte, hat jetz in Karlsruhe mit Werner Wedekind Zusa. men ein eigenes Theater„Die Insel“ gegrün. det, das vor einigen Wochen mit„Gott Utopia“ von Stefan Andres eröffnet Wurdh Als zweite Premiere brachte das junge Thez. ter jetzt die deutsche Erstaufführung eine! Schauspiels von Archibald J. Cronin, dem h Deutschland besonders durch die Romate „Die Sterne blicken herab“ und„Die Zig delle“ bekannt gewordenen britischen Arzt. schriftsteller. Sein Stück„Jupiter lacht“, dag bereg 1940 in New Lork durchgefallen ist und Spe- ter in deutscher Uebersetzung von Wilkie Scheitlin im Burgtheater in Wien Aufgefühm worden sein soll, spielt in einem Nervensanz. torium und ist die Geschichte der Wand! des atheistischen Wissenschaftlers Paul Ven. ner zum gottsuchenden Philantropen, der Ruhm und Erfolg in Stich läßt und nach China fährt, um das Vermächtnis seiner vet. storbenen Braut zu erfüllen. Dieser Venn Erich Meines), der irgend ein tolles Hel. verfahren ausgetüftelt hat, ist ein grober 27. niker, der ein Verhältnis mit der Frau 8g. nes Chefarztes hat und sonst bei allen mn. beliebt ist. Er hat ein äthergeschwängertg Laboratorium, das Oberschwester Fanny eh Dorn im Auge ist, weil sie den Raum gell selbst bewohnen würde. Ihr Wunsch tbeih dann auch das Drama auf den Höhepulh Als Venner die Frau seines Chefs von 15 stößt, weil er in Liebe zu der Missionap. tochter Mary entbrennt, stiftet Fanny d Verschmähte an, doch ein bißchen in den Laboratorium herumzukokeln. Natüridd riecht die ebenso edle wie wachsame Man den Braten, will retten, was zu retten c und kommt gerade noch zurecht, um mit den Resten einer explodierenden Aetherffasch gen Himmel zu fahren. Ihr Tod bebeln Venner, der in der einen Hand das„en Testament“ und in der anderen seinen Be. genmantel nach China aufbricht, obwohl im daheim Ruhm und Ehren winken!—„en Gott war das Peinlich!“ sagt Mister Bügr Bragg(Erich Schudde) gegen Ende d Stücks beziehungsreich. Jedenfalls Hedwig Courths-Mahler hätg ihre helle Freude an dem hoffnungslosen Edelkitsch gehabt, obwohl man annehmen darf, sie hätte für„standesgemäßeres“ Be. tragen der an dem Spiel Beteiligten gesorgt. Die benehmen sich nämlich entweder wie ausgemachte Trottel oder wie Flegel, und wirklich menschlich sind nur die etwas ge- langweilt dahinvegetierende Gladys Bragg und ihr zuchtloses Leben. Gva Schi- macher). Wie weit Erich Schudde, der das Stück inszeniert hatte, mit daran sch War, daß alles aufgesetzt, unwahrscheinlich und trotz aller diesbezüglichen Unter- mauerungsversuche psychologisch krumm und schief wirkte, ist bei der mit billigsten Effekten garnierfen Fasson des Stücks schwer 5 Unterscheiden, wie es aueh ats eit, warum es ausgerechnet„Juplter lacht“ heißt, obwohl Jupiter allen Anlaß hätte, darüber zu weinen. Der Uebersetzet beteuert im Programm, daß er es auch nicht wüßte; auf die originelle Idee, den Verfasser zu fragen, ist er offenbar nicht gekommen, Trotzdem sei Erich Schudde und seinem Ensemble der herzliche Beifall seiner immer- hin zweihundertköpfigen Theatergemeinde gegönnt, der ihn. hoffentlich beflügelt, it dem gleichen Mut weiterzumachen wie bis. Ber. Ein schiefgegangenes Wagnis ist besser als gar keines. Werner Gilles — Etwa 400 Lehrer und Erzieher aus allen Tel. len Deutschlands haben an den ersten Nad Kriegsstudienwochen der freien Waldorf- Schi. len in Stuttgart teilgenommen. Die vom 20, Jul bis zum 11. August unter dem Thema Era. hung und Unterrichtsgestaltung auf der Grun. lage der Menschenkunde Rudolf Steiners“ ver- anstaltet wurden. Die öffentlichen Studien- wochen wurden eingerichtet, nachdem wie Lehrer staatlicher Schulen den Wunsch abs. gesprochen hatten, die an den Waldorf-Schuler angewandte Pädagogik kennen zu lernen, De 25 Waldorf-Schulen im Bundesgebiet und Wes. berlin werden gegenwärtig von 12 000 Schälen und Schülerinnen besucht.“ 2 —— geber, wenn sie höheren Löhnen nicht zustimm ten, denn das ständig sinkende Reineinkom men der Landwirtschaft lasse den Arbeitgeben in dieser Frage keinen Spielraum. Die 05 sei, daß in zunehmendem Umfang Felde brach liegen oder mangelhaft bearbeitet wür. den, da sich keine Hilfskräfte känden. Sanierungsprogramm für Notstandsgebiete Für die rote Zone in Rheinland-Pfalz, 5 den Bayrischen Wald und für die ee Sebiete mit dauernder Arbeitslosigkeit, 10 dersachsen und Schleswig-Holstein, wird gege wärtig in Bonn eine Bundeshilfe von zun 15 25 Mill. DM im Rahmen eines Sanber ane gramms am grünen Tisch verteilt. Auf An 1 Württemberg- Badens sollen im W Jahr auch einige nordbadische Note i biete als kriegszerstörte landwirtscha 15 Sanierungsgebiete in die Bundesaktion el zogen werden. 5 5 8 Der zuständige Ausschuß billigte ana 200 vom Land Schleswig-Holstein Lors gene Projekte, für deren Durchkühruns gun Spitzenfinanzierung von 9 Mill. DM i genbren desmitteln gegeben wird. Die Objekte 115„. vorwiegend zum gewerblichen Sektor e len in vielen Fällen auch erhebliche Be mittelkredite erhalten. 300 Entlassungen bei Goliath 20 Die Goliatn-Werke in Bremen 15 Be. 17. August 300 Arbeiter entlassen. 8 Ssungen triebsleitung mitteilte, sind die Ent 46 15 0 dureh die Batertalschwierigkeiten, besgotkt, wel Mangel an Feinblechen, bedingt. Man hofft, tere Kündigungen vermeiden zu können. Eigenheim- sparen groß schreiben. Wohnungsbauminister Wildermuth, nu ene einer Kundgebung des„Deutschen Lon gamen tenwerkes“ in Hannover gesetzliche Ma Es wirt zur Sicherung des Eigenheimsparens àn. d erwartet, daß dadurch die Baufinanziertg ge. Hergabe erster Hypotheken wieder in besonder bracht wird. Der Minister sprach sich ösung des kür den Eigenheim-Gedanken bei der L. Wohnungsbauproblems aus. ſchus Der Vorsitzende des Bundestagsauss l Wiederaufpau und Wohnungswesen, 1 9 0 Eigen forderte, daß alle Geldinstitute künftig ersten und Siedlungsbau durch Hergabe Wollt 8 Hypotheken stärker als bisher fördern 80 P 1 ASF. NT 22 1 öh Mor Nac Spie urte ihre Rec brit san riscl Zuge man Gan Sich das brüt eini fest.