1/ Nr. 20 — neimer 2* N Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R 1, 4-6 Telefon 4 41 51-86 Heidelberg. Rohrbacher Str. 5-7 Tel. 4440 Ludwigshafen /Rh., Rheinstr. 37„6 27 88 Bezugspreis: Monatl. DN 2, 80 zuz. DM, 40 Tragelohn. Postbezug mtl. DM 3, 20 zuz. DM-, 54 Zustellgebühr. Kreuzbandbezug DM 4, einschl. Porto. Bei Abholung im verlag oder in den Agenturen DM 2.80. Erscheint täglich außer sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 9. Bel Nichterscheinen infolge höherer Gewalt desteht kein Anspruch auf die Rückerstattung des Bezugspreises. Für unverlangte Manuskripte über- uimmt der verlag keinerlei Gewär. Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Donnerstag, 30. August 1931 Washington.(UP) Der amerikanische Außenminister Acheson erklärte am Herausgeber: Mannheimer Morgen verlag. Druck: Mannheimer Groß- en bruckerel. Verlagsleitung: H. Bauser; anns chefredakt.: E. F. v. Schilling, Stellv.: ein bat pr. K. Ackermann. Politik: E. Schäfer, 5 95 A k. K. Hauser; Wirtschaft: P. O. Weber; Oper A keullleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: seinem gl pr. F. W. Koch, NI. Eberhardt; Ludwigs: and, der ce hafen: E. schneekloth; Frau: H. Hoff- men Spiez mann; Sport: H. Schneekloth; Soz.-Red.: respel“. 1. A. Simon. Chef v. Dienst: O. Gentner. Serade dig Bankkonten: südwestbank. Allg. Bank- Ge ne geselschatt, städt. Sparkasse. Bad. Dünn kommunale Landesbank, sämtl. Mann- tor Profegp] helm. Postsch.-K.: Karlsruhe Nr. 800 16, 26 als red, ludwigshafen am Rhein Nr. 267 43. * Hocischh mie für g; h Mittel ms mit J f Jahrgang Nr. 201/ Einzelpreis 15 Pf. and verzegh r Teutschg!? orius feitg staltung ul Auf dig Weltruf gr arzehnten e Ins zen. men des I. er, der such in 18. 1 dall. eb u f 1 2 4 rien Mittwoch auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz, die Vereinigten Staaten hofften, indes Baer lersen- Nein stehenden Konferenz der Westmächte in itliche„lag. det, in gen 8 2 10 de. gefaßt würden. 1 Die Frage der künftigen Beziehungen der itz in fag] Hestmächte zur Bundesrepublik würden zur n Andersen. Leit sorgfältig von den USA geprüft. Die er deutscher gere Zeit n arig in Heß den Philos. Baden-Baden Jaspers mit „Die Unde⸗ ophische Le. e Senddereile 3 Uhr, und chen fortge⸗ nter Leitung ch einer er. golle Deutschlands in Europa und die Revi- gon des italienischen Friedensvertrages eien als Hauptpunkte in die Tagesordnung der Washingtoner Konferenz einbezogen worden. Hinsichtlich des japanischen Friedensvertrages erklärte Acheson, Japan könne einen geson- derten Friedensvertrag mit Rotchina ab- cchließen. Solche Verträge müßten jedoch den Bedingungen des Vertrages von San pranzisko entsprechen. Er sei im übrigen nicht der Ansicht, daß die Vereinigten Staa- ten voreilig gewesen seien, als sie auf den die neu er Premiere 1 5 Sagt it dich Bran. 0 2 5 11 Zwischenfälle imentzer⸗ 1 1 2 bee beim Metallarbeiterstreik Volken zul] Frankfurt.(dpa) Zu Zwischenfällen bei 1 e ten nunmehr drei Tage dauernden Streik e der hessischen Metallarbeiter kam es am jewskij und te Sommer“ rt von Wer- sind Werke und Frank emble wird Gäste ver. Hochmann, gisseur die fte. Ferner rg, Als Gad Sten füller tet, Fg. Auslande ptember en Thera- Mittwochmorgen in Frankfurt. Vor der Hektromaschinenfabrik Schöller& Co. in Rankfurt-Sachsenhausen versammelten sich rz nach sechs Uhr etwa 150 Streikende und inderten die Arbeitswilligen, zu ihrer Ar- batsstätte zu gelangen. Der Polizei gelang e nach Hinzuziehen von Verstärkungen, eine Gasse durch die Menschenmenge zu bahnen, durch die die Arbeits willigen die Pabki betreten konnten. Vereinzelt wurde a Polizei Wid et. Zu Verhaf- luer Kam es E. nicht. Gewerkschafts- kunktlonäre versuchten die Streikenden zu denhigen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor in ste werden] dem Heddernheimer Kupferwerk der Ver- m, d it stattfin. neben 200 rikanischen außenpol- 5 5 schen Fol. Die Arbeiter von zwei weiteren Betrieben iBte. verden sich heute Donnerstag) dem Aus- vor eine] dand anschließen. Damit wird sich die Zahl ufgabe ge der in den Ortsbereichen Frankfurt, Darm- Guthaben] dadt, Ofkenbach und Hanau streikenden Ar- sind, Seti] beiter auf über 60 000 erhöhen. daß diese Der Geschäftsstellenleiter der Industrie- Runderlab ewerkschaft Metall in Herborn, Karl undeswirk. strau eh, drohte allen Zeitungen mit Boy- nehr be-] bott, die Stellungnahmen der Arbeitgeber Guthaben] zur Streiklage in der hessischen Metallindu- September] slrie veröffentlichen. Die Ortsstelle Herborn, nzumellen fügte er hinzu, werde ihre 7000 Gewerk- 1 chaktsmitglieder anhalten,„Zeitungen, die er Milkon solche Berichte drucken“, künftig nicht mehr bel der f au kaufen. Strauch sagte weiter, auch solche , beweis! Presseberichte seien gewerkschaftsfeindlich, Guthaben] in denen Gewerkschaften und Arbeitgeber einschätet] gleichberechtigt zu Wort kämen. ktspolitisch ne l iger Tro al weniger on n anderen c O. Weber 5 8 Franzisko. Die AbKöpfige sowjetische elegation unter Führung des stellvertretenden um 6 Pro. augenministers Andrei Gromyko trifft am immen i] amstag mit der Bahn in San Franzisko ein. als„Sen, Genk. Der Wirtschafts- und Sozialrat der ch berent] Uno beschloß am Mittwoch mit elf gegen fünf en küntt ümmen bei zwei Enthaltungen den Entwurf em Well. 11 5 Abkommens über die Menschenrechte der eneralversammlung der Vereinten Nationen rden, dad du überweisen. icklung i. Faris. General Pierre Koenig, der bei den britannen] krangösischen Parlamentswahlen im Juni als h der br Saullistischer Abgeordneter in die National- enz en Posammlung einzog, wurde am Mittwoch zum orsltzenden des Verteidigungsausschusses der —— ationalversammlung gewählt. London. Der deutsche Geschäftsträger in 1 l Dr. Hans Schlange- Schöningen, fährt dle Preh. 2. August mit einigen seiner Mitarbeiter n Schrott„ Bam ichterstattung für eine Woche nach Kreise.. 8 1951 9 London. Der britische Hohe Kommissar in tt 5 Pfund Mitschland, Sir lvone Kirkpatrick, ist am ou moch aus Deutschland kommend in Lon- 805 eingetrofken. Eirkpatrick wird im bri- 82 5 en Außenministerium Besprechungen füh- 15 bevor er zur Teinahme an den Wa- i ingtoner Dreimächtebesprechungen über das 1 im 5 beutschlandproblem nach den USA weiterreist. ur agen N. San Juan, Portoriko. Der portorikanische arkten u. ai ne Pedro Albizu Campos ist tzten ih 2 ittwoch wegen versuchten Staatsumstur- mann s zu 12 bis 54 Jahren Zuchthaus verurteilt terpepet worden. Die Geschworenen fanden den An- lebe ung feblasten in zwölf Fällen staatsfeindlicher 1 triebe schuldig. 1 5 be. brrocnum. Der Vorschlag der Internationalen unten e. zersarbeiterkonferenz in Luxemburg auf Ein- behauptet dhrung der 40-Stundenwoche im Bergbau nd go,. am Mittwoch vom Vorsitzenden der b ö bedustrlesewerkkschaft Bergbau, August Schmidt, l. er. N Der Gewerkschafts vorsitzende betonte merzbenk doch, daß sich in der Bundesrepublik die Belgien, en U8d einigten Deutschen Metallwerke, zu deren Vorstand der Vorsitzende der Bundesvereini- gung der Arbeitgeber verbände, Dr. Walter aymond, gehört. Dort blockierten etwa kundert Streikende die drei Zufahrtsstraßen zum Werk. Ein kleineres Polizeikommando bonnte den Weg jedoch ohne Schwierigkeiten Meder freimachen. Reduzierung der Arbeitszeit aus wirtschaft- *— Gründen vorerst noch nicht durchführen V/ dpa daß eine Entscheidung über den Beitrag Deutschlands an der westeuropäischen Ver- teiligung noch bis Jahresende gefällt werde. Die deutsche Frage werde auf der bevor- Washington ausführlich behandelt werden. Es sei zu hoffen, daß die Beschlüsse über die Zukunft Deutschlands ohne Verzögerung Abschluß eines japanischen Friedensvertra- ges drängten. Mit Jugoslawien sei kein Abkommen für den Fall eines kom- munistischen Angriffs getroffen worden, da die amerikanische Politik nicht im voraus für den Eintritt eines solchen Ereignisses festgelegt werden könne. Er erinnere jedoch an frühere Erklärungen von Präsident Tru- man und ihm selbst, denen Zufolge die USA einen kommunistischen Angriff auf einen freien Staat nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er werde, so sagte Acheson weiter, den tschechoslowakischen Botschafter Prochazka von der Absicht des amerikanischen Kon- gresses unterrichten, die beiderseitigen Han- delsbeziehungen abzubrechen, bis der ameri- kanische Korrespondent Oatis freigelassen werde. Der Außenminister meinte, die Sowjet- union wäre nicht in der Lage, eine Revision des italienischen Friedensvertrages seitens der Westalliierten durch ein Veto zu verhin- dern. Der Wunsch Italiens nach einer Stär- kung seiner Rüstung werde in Washington von den drei westlichen Außenministern er- örtert werden. Die USA wollten sich nicht allein zum Fürsprecher einer Revision des italienishen Friedensvertrages machen. Ueber dieses Thema müsse mit allen Atlan- tikpaktstaaten verhandelt werden. Die USA hofften im übrigen, daß Jugoslawien und Italien sich an einen gemeinsamen Kon- ferenztisch setzen würden, um die Zukunft Triests zu klären. Araberstaaten gehen nach San Franzisko Kairo.(dpa) Der politische Ausschuß der Araberliga beschloß unter Vorsitz des ägyp- tischen Außenministers Salaheddin Pascha, daß die Araberstaaten an der Konferenz in San Franzisko über den japanischen Frie- densvertrag teilnehmen. Jedoch wollen sich die Liga-Staaten die Stellungnahme zu Deutschlands Rolle bis Jahresende geklärt? Deutscher Wehrbeitrag und italienischer Friedensvertrag Hauptpunkte der Washingtoner Konferenz einigen Paragraphen des Friedensvertrages vorbehalten. un indischen Regierungskreisen wurde am Mittwoch erklärt, daß eine indische Ant- wortnote auf die letzte Note der USA wegen der ablehnenden Haltung Indiens zum Frie- densvertrag für Japan nach Washington ab- gesandt wurde. Ridgway lehnt ab Tokio.(dpa) Der UNO-Oberkommandie- rende General Rid gway lehnte am Mitt- woch das Ersuchen der kommunistischen Führung ab, die angebliche Bombardierung der neutralen Zone von Kaesong durch UNO- Flugzeuge nochmals zu untersuchen. In einer kurzen über den Rundfunk gegebenen Bot- schaft wiederholte General Ridgway aber sein Angebot, die Waffenstillstandsverhand- lungen wieder aufzunehmen. Das kommu- nistische Ersuchen war einem Verbindungs- offizier der UNO am Dienstag übergeben worden. Das Oberkommando der achten Armee gab am Mittwoch die Erstürmung des letzten von den Kommunisten auf dem„blutigen Kamm“ besetzten Hügels bekannt, auf dem die Nord- koreaner in der letzten Woche Verluste von 8905 Toten und Verwundeten hatten. Der Kampf um diese Hügel am Ostteil des Mittel- abschnitts der Front oberhalb von Langgu dauert bereits vierzehn Tage. Die nordkorea- nischen Kommunisten führten am Dienstag acht verschiedene Angriffe gegen die Hügel des„blutigen Kamms“ durch. Sie wurden alle nach heftigen Kämpfen, die im Regen und Schlamm stattfanden, abgewiesen. Kein Abkommen über Oder-Neiße-Linie London.(dpa) Die„Exilpolen“ haben kein Abkommen mit amerikanischen Stellen über die Zukunft der deutschen Ostgebiete jen- seits der Oder-Neißge- Linie Setroffen. Diese Erklärung wurde am Mittwoch von einem autorisierten Sprecher der polnischen Exil- regierung in London mit aller Bestimmtheit abgegeben. Sie bezog sich auf eine Meldung, die Organisation der emigrierten Polen sei mit den USA übereingekommen, daß eine Volksabstimmung unter Ausschluß der deut- schen Vertriebenen über das Schicksal der umstrittenen Gebiete entscheiden solle. FOP. Bedenken gegen Schumanplan Erst schriftliche Garantien durch die Alliierten Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Die FDP-Fraktion des Bundestages wird der Ratifzieriung des Schuman- Planes erst dann zustimmen, wenn die westlichen Untezeichnerstaaten des Potsdamer und des Londoner Abkommens der Bundesregie- rung in diplomatischen Noten zugesichert haben, das alle Produktionsbeschränkungen für die deutsche Industrie bei dem In- krafttreten des Montanvertrages aufgehoben werden. Die Funktionen der alliierten Sicherheitsamtes müssen ebenfalls soweit eingeschränkt werden, daß eine Beschnei- dung der deutschen industriellen Produk- tion und Kapazität nicht mehr möglich ist. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Euler machte diese Mitteilung nach einer mehrstündigen Unterredung des Fraktions- vorstandes mit dem Bundeskanzler. Euler erklärte, Dr. Adenauer stimme im Grund- satz mit diesen Forderungen überein. El befürworte, daß bei der zweiten Lesung, die möglichst bald erfolgen solle. diese Forde- rung des Bundestages der Weltöffentlich- keit mitgeteilt werde. Die dritte Lesung solle solange hinausgeschoben werden. bis die verlangten schriftlichen Zusicherungen vor- liegen. Nach Ansicht Eulers wird die Ratifizierung des Schumanplanes der„erste wichtige Entwicklungsschritt“ sein, um über die Aufhebung des Besatzungs- statuts auch die Frage des Verteidigungs- beitrages zu regeln. Euler forderte die völ- lige Gleichordnung der Bundesrepublik als unerläßliche Voraussetzung eines Verteidi- gungsbeitrages. Die theoretische Anerken- nung dieses Wunsches genüge nicht, solange die konkreten Handlungen der Alliierten diesen Geist der Gleichberechtigung vermis- sen ließen. Als weitere Voraussetzung für einen deutschen Verteidigungsbeitrag be- zeichnete der FDP-Fraktionsvorsitzende die Gewißheit,„daß Deutschland zu den Gebie- ten gehört, die verteidigt werden sollen und die man verteidigen kann“. Wie Euler erklärte, hat sich aus der Un- terredung mit dem Kanzler ,„erfreulicher- weise“ ergeben, daß von einer Koalitionskrise keine Rede sein kann. Mit Genugtuung habe die FDP festgestellt, daß bei den Unterredun- gen zwischen Dr. Adenauer und dem DGB keinerlei Zusagen gemacht worden seien, die mit den Richtlinien der Koalitionspolitik nicht vereinbart wären“. Es herrsche weder eine Tendenz zur Planwirtschaft und zu So- zialisierungsexperimenten noch bestehe die Absicht, die Mitbestimmungsregelung bei Kohle und Stahl auf andere Wirtschafts- zweige zu übertragen. Schumacher krilisiert alliierte Deuischlandpolitik und innerpolitische Entscheidungen der Bundesregierung Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Eine Stärkung der Massenkauf- kraft und eine Politik der Vollbeschäftigung forderte der SPD-Vorsitzende Dr. Schu- macher am Mittwoch in einer Ansprache über den bayerischen Rundfunk als Grund- lage einer erfolgreichen Bekämpfung des Kommunismus, Statt dessen sei der Lohn- anteil am Produktionswert der deutschen Industrie, der 1936 50 Prozent betrug, auf unter 39 Prozent gefallen. Die heutigen Gewinnspannen dagegen seien„einzigartig in der Welt“. Auf außenpolitischem Gebiet beschuldigte Schumacher die Westmächte, durch ihre Deutschlandpolitik den Aufbau eines lebens- fähigen Europa zu hemmen. Die Alliierten hätten in den letzten Wochen in einer Reine von Fragen eine„rücksichtslose Siegerpolitik“ gezeigt. Schumacher erwähnte in diesem Zusammenhang die Behandlung der Schrottlieferungen, die Wegnahme deut- schen Eigentums an fremden Wertpapieren und Devisen und die ablehnende Haltung der Ruhrbehörde zu den deutschen Wün- schen auf Senkung des Kohlenexports. Auch in der Frage der Besatzungskosten hätten die Alliierten einen„unrealistischen Hoch- mut“ und geringes Verständnis gezeigt. Die Alliierte Politik gehe dahin. kleine wider- rufbare Rechte gegen große unwiderruf- bare Verpflichtungen auszutauschen. Die Westlichen Alliierten hätten es bisher auch nicht für nötig gehalten, irgendeiner deut- schen Instanz oder Persönlichkeit ihre strategische Konzeption bekanntzugeben. Die Plevenplan- Verhandlungen in Paris zeigten das„trübe Bild eines Europäertums der Phrase. Der Bundesregierung warf der SPD- Vorsitzende vor, daß sie mit ihren Reden von den Erfolgen deutscher Außenpolitik die rechtzeitige und durchgreifende Revision der alliierten Deutschland-Politik ver zögere Die allierte Note zur Saarfrage nannte er die„größte außenpolitische Niederlage der Bundesregierung“. Eine Bühne macht Weltgeschichte Zwischen der Ope- rette„Anni, hol Dein Gewehr“ und Verdis Oper„Othello“ wird auf der Bühne des Opernhauses in San Franzisko ein Stuck Weltgeschichte abrol- len. Auf dem tiefen Buknenviereck vor den Hufeisen und den Ga- lerien des insgesamt 3252 Zuschauer fassen- den Hauses wird vom 4. bis 8. September der Friedensvertrag mit Ja- pan abgeschlossen wer- den. Vertreter von etwa 50 Nationen wer- den an einem mächti- gen ovalen Tisch die Urkunde unterzeichnen. Unser Bild zeigt das Opernhaus von San Franzisko. Bild: UP US. Sonderbotschaſter heute in Bonn Harriman wird mit Mecloy und Adenauer zusammentreffen * Bonn.(dpa) Der amerikenische Sonder- botschafter Averell Harri ma n wird heute Donnerstag) die Bundeshauptstadt Bonn besuchen und bei dieser Gelegenheit mit dem amerikanischen Hohen Kommissar John MeCloy und auch mit Bundeskanz- ler Dr. Kcenhrad Adenauer zusammen- treffen. 1 1 a Harriman kommt aus Paris. Wo er mit dem Oberbefehlshaber der Atlantikpakt- Streitkräfte General Eisenhower und französischen Regierungsvertretern Bespre- chungen führte. Er wird am Donflerstag- morgen auf dem Flugplatz Wahn bei Köln eintreffen und nachmittags wieder nach Pa- ris zurückfliegen. Das Gespräch mit Mecloy wird— wie von unterrichteter amerikanischer Seite in Bonn verlautete— besonders Wirtschaftli- chen Fragen gelten. In Paris hatte Harri- man am Dienstag auf die Frage, ob seine Bonner Reise mit einem etwaigen deutschen Verteidigungsbeitrag zusammenhänge, er- pariser Jelefonai: c Vor der Abfahrt nach Amerika von unserem Pariser Korrespondenten&. Lang Paris. Das französische Kabinett bereitet die Reise des Außenministers Schuman, des Wehrministers Bidault und des Finanz- und Wirtschaftsministers Mayer zu den Kon- ferenzen von Washington, San Franzisko und Ottawa vor. General de Lattre seinerseits ist von Staatssekretär Marschall zu einer Be- ratung über Indochina eingeladen. Am wenigsten Sorgen bereitet den fran- zösischen Verantwortlichen noch die Frage der europäischen Armee, in der ihnen durch die Bekanntgabe der Er- Klärungen Eisenhowers vor einer Senats- kommission in Paris unerwartete Hilfe zu- kommt. Washington ist anscheinend für die- sen Plan günstig gestimmt. Die Zustimmung Eisenhowers und sein bemerkenswert festes Eintreten für die Einigung Europas und seine militärische Zusammenfassung haben Wohl auch die britischen Befürchtungen teilweise zerstreut. Zwar hat man es in Paris sorg- fältig vermieden, die Einzelheiten der Zu- geständnisse bekanntzugeben, die man kürz- lich den Deutschen in der Verteidigungsfrage machte, doch ist bekannt, daß Botschafter Alphand, der französische Unterhändler, so- Wohl in der Frage der Divisionsstärke wie der Gleichberechtigung der deutschen Stäbe die Konzessionen gemacht hat, ohne die der ganze Plan graue Theorie geblieben wäre. Dornenreich aber ist das finanzielle Problem General de Lattre ist bereits damit beauf- tragt, Staatssekretär Marschall Wieder ein- mal, und diesmal mit aller Deutlichkeit, auseinander zusetzen, daß Frankreich un- möglich weiter den indochinesischen Krieg und die Aufrüstung in Frankreich gleich- zeitig finanzieren kann. Die heimische Rü- stung wird rund 3,5 bis 4 Milliarden Dollar, der Indochina-Feldzug 1 Milliarde Dollar in: nächsten Jahr erfordern. Wenn Frankreich nicht den größten Teil der neuen Trumen- Hilfe, an deren Beschneidung im Augenblick der Kongreß mit Energie herangeht. für sich erhält, muß entweder in Indochina der Abbau erfolgen, oder aber das Rüstungspro- gramm in Frankreich selbst stark gekürzt werden. Ein bemerkenswertes Novum ist das beabsichtigte Verlangen der Pariser an die Washingtoner Regierung, ihr 15 Millionen Tonnen amerikanische Kohle und den zum Fortsetzung siehe Seite 2) klärt, man dürfe diesem Besuch keine be- sondere Bedeutung beimessen. Bei Bundeskanzler Dr. Adenauer wird Harriman mittags zu einem Essen im Pa- lais Schaumburg zu Gast sein. Bonner Re- gierungskreise begrüßen das Zusammentref- ken mit dem Bundeskanzler als eine „Geste., Es sei von Bedeutung, daß Harz riman bei seinem kurzen Aufenthalt in Westeuropa auch die Bundesrepublik be- suche. „Auslandshilfe ist Selbsthilfe“ Washington.(dpa) Die Auslandshilfs- programme beruhen auf gegenseitiger Hilfe und sind damit Hilfe für die Vereinigten Staaten selber. Mit dieser Begründung setzten sich am Dienstag vier demokratische Sena- toren— Green, MeMahon, Sparkman und Fullbright— für die Aufhebung der bis- herigen Kürzungen an Präsident Trumans Auslandshilfsprogramm in Höhe von 8,5 Mil- liarden Dollar ein. Die bisherigen Kürzungen betragen rund eine Milliarde Dollar. In der Erklärung der Senatoren heißt es: „Nach unserer Ansicht ist es ein schwerer Fehler, diese Gelder mit ‚Auslandshilfe zu bezeichnen. Es ist keineswegs nur Hilfe für das Ausland, es ist gegenseitige Hilfe und damit Hilfe für die Vereinigten Staaten selber“. Vollmachten für den Präsidenten Der amerikanische Senat hat einen Ge- setzentwurf gebilligt, der den Präsidenten mit unumschränkten Vollmachten in der Kür- zung oder Einstellung der Auslandsbilfe an Staaten, die mit dem Osten Handel treiben, ausstattet. Damit wird Präsident Truman die alleinige Entscheidung übertragen, in welchen Fällen die amerikanische Unter- stützung gekürzt oder gesperrt wird. Rat der OEEC zusammengetreten Paris.(dpa) Der Rat der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit der euro- päischen Länder(OEEO, dem die Minister der europäischen OEEC-Staaten angehören, trat am Mittwoch zur ersten Sitzung zusam- men. Den Vorsitz hat der holländische Außenminister Dirk Stikker. Weitere Teilnehmer sind der deutsche Vizekanzler und ERP- Minister Franz Blücher, der österreichische Außenminister Karl Gru ber, der belgische Außenminister Paul van Zeeland, der französische Finanzminister Renèe Mayer und der italienische Budget- minister Giuseppe Pella. 388 BNN urztelegramm Die Bundesregierung bereitet eine neue deutsche Note an die Hohe Kommission über die Frage der deutschen Auslands- guthaben vor. In alliierten Kreisen werden die Aussichten auf eine Aenderung des kurz vor der Verkündung stehenden alliierten Ge- setzes sehr ungünstig beurteilt. Man weist darauf hin, daf dieses Gesetz auf einem Ver- trag zwischen 38 Staaten fußt, der nicht ein- seitig von den Besatzungsmächten geandert werden kann. Die deutschen Auslandsguthaben seien bereits seit langem beschlagnahmt und von der Brüsseler Reparationskonferenz auf die Kriegsgegner Deutschlands aufgeteilt wor- den. Zum großen Teil seien die deutschen Aus- landsguthaben bereits verkauft. * Der Vorsitzende der Deutschen Partei, Bun- desminister Heinrich Hellwege, hat Bundes- kanzler Dr. Adenauer in einem Schreiben ge- beten, sich für den endgültigen Abschluß der Entnazifizierung einzusetzen. Hellwege wendet sich dagegen, daß die Ent- naziflzierung immer noch fortgesetzt wird. r MORGEN Donnerstag, 30. August 1951/ Nr. Donnerstag, 30. August 1951 Großbritannien ungeeignet? Das Teberaner Zwischenspiel der Oel- Verhandlungen durch Lordsiegelbewahrer Stokes und vor allem sein Ausgang muß be- reits jetzt als Debakel der britischen Politik bezeichnet werden. Dabei spielt das Oel die verhältnismäßig geringste Rolle. Viel wich- tiger ist die Rückwirkung der Ereignisse auf die öffentliche Meinung in den USA und die daran geknüpften Befürchtungen über die Zukünftige Entwicklung in Persien sowie die Beurteilung der Rolle Grohbritanniens im Verteidigungssystem des Mittleren Ostens. Noch ist man in Großbritannien über- zeugt, daß der Zusammenbruch der persi- schen Wirtschaft die Regierung in Teheran auf die Knie zwingen und geneigt machen Wird, die britischen Vorschläge anzunehmen. Man hat dabei aber vergessen, daß dieses Schicksal, das einst auch Mexiko nach der Enteignung der britischen Erdöl-Gesellschaft Mexican Eagle prophezeit worden war, am Stolz der Mexikaner gescheitert ist. Die Mo- hammedaner Persiens stehen sicherlich an Stolz den spanischen Nachkommen in Mexiko in nichts nach. Es zeigt sich außerdem immer deutlicher, daß es für die Perser nur darauf ankommt, die nächsten Monate zu über- stehena. Denn die von britischer Seite er- Waärtete Verschlechterung der persischen Wirtschaftslage werden die Amerikaner ver- suchen aufzuhalten. Zum Ueberstehen der Situation bedarf es aber in Persien auch wohl kaum eines anderen Mittels als des in der gleichen Lage in Mexiko angewandten: eines Aufrufs an die nationalistisch aufgeputschte Bevölkerung, dem Staat in seiner schwie- rigen Lage ein Opfer zu bringen. Im verhält nismäßig armen Mexiko waren damals selbst Trauringe von der Bevölkerung zum Ueber- stehen des Kampfes abgeliefert worden, Die Persische Regierung hofft, einen gleichen Erfolg zu erzielen. Spätestens bis dahin wür- den aber die Amerikaner eingreifen, um zu verhindern, daß es zum Schlimmsten kommt. In London schwindet aber langsam die IUusion, daß das Spiel in Persien noch zu gewinnen ist. Schlimmer ist es aber für Groß- britannien, daß in den USA die Ansicht im- mer weitere Anhänger findet, Großbritan- nien habe gerade mit der Aussetzung der Oel- Verhandlungen in Persien bewiesen, daß es unmöglich mit einer führenden Rolle im Nah- und Mittelöstlichen Verteidigungs- System betraut werden könne. Die„Daily Mailé lieg sich aus den USA berichten, dag der ständige Verlust des britischen Prestiges im Nahen Osten hohe amerikanische Poli- tiker davon überzeugt habe, daß die briti- schen Chancen zum Aufbau eines wirklichen Verteidigungsbündnisses in diesem Raum geradezu als hoffnungslos zu betrachten seien. Die Ereignisse der letzten Wochen hätten Washingtoner Stellen davon überzeugt, dag Sroßbritannien für diese Aufgabe ungeeig- net sel. Großbritannien körme in diesem Raum nicht mehr führen. Solche Meldungen verursachen verständ- licherweise in britischen Kreisen einen Schock, denn man erblickt darin die ersten Anzeichen dafür, daß auch der Posten des Oberkommandierenden im Nahen und Mitt- leren Osten für Großbritannien verloren zu gehen droht. Das wäre für Großbritannien ein schwerer Schlag, da er das Prestige, das Großbritannien dort noch besitzt, zerstören müßte, Außerdem sieht man darin die ameri- KRanische Absicht, sich selbst in diesem Ge- biet in den Vordergrund zu spielen. 5 K. TV., London US-Botschafter Grady beim Schah Teheran.(UP) Der Schah von Persien empfing am Mittwoch den amerikanischen Botschafter Henry Grady zu einer län- geren Unterredung, in deren Mittelpunkt die britisch- persische Oelkrise stand. Wie aus BRegierungskreisen verlautet, Wird Grady in den nächsten Tagen mit Ministerpräsident Mussadegh zusammen- treffen, um die Möglichkeiten einer Fort- Setzung der britisch- persischen Verhand- ngen zu besprechen. Wie der Vor- Sitzende der parlamentarischen Oelkom- Mission erklärte, liege der nächste Schritt bei den Engländern, denn Persien habe seine Vorschläge unterbreitet. Bleibt Frau Hofinger Vertriebene? Wissenswerte Einzelheiten aus dem Entwurf des„Bundesvertriebenengesetzes“ Um eine einheitliche und wirksame Vor- aussetzung für die Eingliederung der ver- triebenen und Flüchtlinge in das politische, Wirtscheftliche und soziale Leben der neuen Umgebung zu schaffen, hat das Bundes- Kabinett am 24. August den vom Bundes- vertriebenenministerium ausgearbeiteten Ent- Wurf eines„Gesetzes über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge“ gut- geheißen. Wenn das„Bundesvertriebenen- Sssetz“. wie es kurz genannt wird, auf seinem Weg über den Bundestag und Bun- Jesrat auch noch manche Aenderung er- fahren mag, so kann doch bereits heute ge- sagt werden, dag mit ihm die allgemeinen Begriffsbestimmungen, die Voraussetzungen und Grundsätze für die Betreuung, die Frage eines einheitlichen Ausweises, die Schaffung von Flüchtlingsbeiräten, die Ein- Sliederung der Vertriebenen sowie einzelne Rechtsverhältnisse und sehr vieles mehr, wes hinsichtlich des Status der Vertriebenen noch unklar oder uneinheitlich gewesen ist, eine längst fällige bundeseinheitliche gesetzliche Grundlage finden werden. Fräulein Metschke, aus einem Dorf bei Breslau, seit ihrer Geburt im Jahre 1930 dort ansässig gewesen, ist 1945 aus ihrer Heimat vertrieben worden. In Oberbayern, wohin sie verschlagen wurde, hat sie den einhei- mischen Bauern Hofinger geheiratet. Ist auch Frau Hofinger noch Vertriebene? Jawohl, sie ist sogar„Heimatvertriebene“. Der Entwurf, vom ZBundesvertriebenenminister einmal „Grundgesetz der Vertriebenen“ genannt, be- antwortet neben einer Unzahl von anderen an erster Stelle alle solche Fragen, die mit dem Begriff„Vertriebene“ zusammenhängen. Er unterscheidet zwischen„Vertriebenen“, Heimatvertriebenen“ und„Sowjetzonen- flüchtlingen“. „Vertriebener ist jeder, der als deutscher Staatsangehöriger oder deutscher Volkszuge- höriger seinen Wohnsitz in den deutschen Gebieten ostwärts der Oder-Neiße-Linie oder in den Gebieten außerhalb der Grenzen des deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 hatte und ihn im Zu- sammenhang mit den Ereignissen des zwei- ten Weltkrieges infolge Vertreibung verlo- ren hat. Zusatzlich wird der Begriff Volks- zugehöriger definiert und festgelegt, was unter Aufgabe der Heimat„im Zusammen- hang mit den Ereignissen des zweiten Welt⸗ Krieges“ zu verstehen ist.„Heimatvertriebe- ner“ ist ein Vertriebener, der bereits vor dem 1. Januar 1938 seinen Wohnsitz in diesen Ge- bieten gehabt hat, wie Frau Hofinger, als sie noch Metschke hieß. Da durch Heirat oder Adoption nach der Vertreibung die Vertrie- beneneigenschaft weder erworben noch ver- joren wird, bleibt Frau Hofinger also auch als Frau Hofinger Heimatvertriebene. Hin- sichtlich ihrer materiellen Betreuung wird sie allerdings hinter weniger glücklichen Schicksalsgenossen zurückstehen müssen. Der Begriff des„Heimatvertriebenen“ innerhalb des Vertriebenenbegriffes lehnt sich an den Artikel 116 des Grundgesetzes an und ist geschaffen worden, um diesen Kreis bei der Betreuung gegebenenfalls be- sonders zu berücksichtigen. So sieht der Eastenaussleichsgesetzentwurf einen beson- deren Heimatzusckilag vor. Sowjietzonen- „ 1 flüchtling“ ist derjenige, der Wegen einer ihm drohenden Gefahr für Leib und Leben oder seine persönliche Freiheit seinen Wohn- sitz in der sowjetischen Besatzungszone oder im Sowjetsektor Berlins aufgeben mußte. Hier lehnt sich der Entwurf an das bereits geschaffene Notaufnahmegesetz an. Auch derjenige, der sich im Zeitpunkt der Besat- zung außerhalb dieser Gebiete aufhielt und ohne eine Gefahr für Leib und Leben oder seine persönliche Freiheit nicht nach dorthin zurückkehren kann, ist ein Sowietzonen- flüchtling. Auch an den Nachwuchs von Hofingers denkt der Entwurf. Nach der Vertreibung geborene Kinder erwerben die Vertriebenen- und Flüchtlingseigenschaften des Elternteils, dem im Zeitpunkt der Geburt oder der Legi timation das Recht der Personensorge zu- steht. Die aus der Ehe Hofingers entspringen- den Kinder werden also nicht mehr Heimat- vertriebene sein, weil bei Ehen zwischen Einheimischen und Vertriebenen die Kinder den Status des Vaters erwerben. Für unehe- liche Kinder ist der Status der Mutter maß- gebend. Auch an die Flüchtlinge aus dem Westen zum Beispiel aus dem Saargebiet, der Stadt Kehl, der Insel Helgoland und den unter niederländische oder belgische Verwaltung gestellten Gebieten denkt der Entwurf. Die een e und die Cauberstadt EIN RHEIXNISCHER KINMESRO MAN UOX HEIXRICH RUM 18. Forts. Copyright by Deutscher Verlag, Berlin Am Sonntagmorgen traf sie endlich auf dem Deukershof ein. Der alte Postbote Griese, der regelmäßig die Kölnische Zei- tung des Vortages brachte, packte sie aus seiner von Wind und Wetter rissig gewor- denen Tasche aus, Lena konnte sie gerade noch aus Fräulein Hedwigs hurtigen Fin- gern retten. Sie flüchtete damit in die Laube oberhalb der Landstraße. die neuer- dings zu ihrem Lieblingsplatz geworden War. Erglühend las sie: „Liebes Fräulein Zum Busch. wir sind in Burscheidt am Sontag, auf der Kirmes. Mit dem Bläg. Alles neu gemacht. Sehr schön. Kommen Sie kucken. Es wird mich Sehr freuen. 5 Freundlich. Gruß M. Carlotta.“ Neben der Unterschrift stand flüchtig, von anderer Hand mit Bleistift geschrieben: Und Sohn. Am Rande stand noch etwas, klein und verwackelt: Gruß an der Onkel.“ Sonst zeigte sich alles in einer braven ABC-Schützenschrift(die Negergret gehörte) sozusagen fehlerfrei, darob Lena ein Stein vom Herzen flel. Fehler wären ja begreif- lich gewesen, doch furchtbar unangenehm dem Onkel gegenüber. Erst nach dem Mittagessen, das sonntags nur mit Fräulein Hedwig im Wohnzimmer eingenonimen wurde., konnte sie sich ent- schließen, dem Onkel die Karte zu über- reichen— in der kindlichen Berechnung, er werde sich nach schweigender Kenntnis- nahme zur gewohnten Mittagsruhe zurück- Ziehen. Leider kam es anders. Zunächst sah er natürlich nur den Fehler. Er höhnte: „Gruß an der Onkel! Wenn dat nich Zi- geuner sind! Ich danke für der Gruß!“ „Auch du machst schon mal Fehler!“ sagte Lena schnell und gereizt., Das hat die Frau vam Weert geschrieben, und sie ist Ausländerin. Das hört man doch an der Sprache.“ Onkel Tobias schlug mit der flachen Hand auf den Tisch, daß die kleinen alt- modischen Volantrandtellerchen, die eisern zu der eisernen Einrichtung des Sonntags- nachtisches gehörten, lustig in die Höhe sprangen.„Die Frau vom Weert! Warum sagst du nich gleich die jnädige Frau Baronin von Weert, geborene Klotzam- bein!?— Dat ein Mensch überhaupt be- halten kann, wie so Völker heißen, begreif ich nicht!“. Fräulein Hedwig fühlte, daß ihre Zeit bald abgelaufen sei, und machte ein eifriges Wesen mit dem Einsammeln der Teller. Lena aber sah das ganze Wiedersehen ge- kährdet; der überraschende Mut, den inr des Hannes Besuch schon einmal gegeben hatte, kehrte zurück. Ich begreife nicht, Bundesregierung wird nämlich ermächtigt, durch Rechtsverordnung andere Personen- Sruppen, auf welche die im Entwurf bezeich- neten Merkmale des Vertriebenen- und Flüchtlingsbegriffs zutreffen, als Vertriebene oder Flüchtlinge anzuerkennen, und den Um- fang ihrer Betreuung zu bestimmen. Hier- unter werden auch solche Sowietzonenflücht- linge fallen, die in Zusammenhang mit der Neuordnung der Zonengrenzen im Sommer 1945 auf Anordnung der Militärbefehlshaber Zzwangsweise in das Bundesgebiet oder nach Westberlin verbracht wurden. Jeder der Heimatvertriebenen, Vertrie- benen oder Sowietzonenflüchtlinge wird auf Grund des Gesetzes einen Ausweis erhalten, der für jede der Kategorien eine besondere Farbe hat. Im übrigen sind aber die Aus- Weise A(für Heimatvertriebene), B(für Ver- triebene) und C(für Sowjietzonenflüchtlinge) einheitlich. Damit wird endlich ein im ganzen Bundesgebiet und Westberlin geltender Aus- weis für diese Personengruppen geschaffen sein. Die Betreuung Als wichtigster Punkt der im Gesetz aufgestellten Betreuungsgrundsätze ist fest- gelegt, daß Vertriebenen und Sowjet- zonenflüchtlingen im allgemeinen die glei- chen Rechte und Vergünstigungen zustehen. Damit wird eine alte, oft wiederholte For- derung der Sowjetzonenflüchtlinge erfüllt. Im übrigen wird u. a. klargestellt, daß nur solche Vertriebenen und Flüchtlinge eine Betreuung in Anspruch nehmen können, die sich befugt im Bundesgebiet und Westber- lin aufhalten. Rechte und Vergünstigungen können— mit Ausnahme von Heimkehrern, der im Zuge der„Operation Link“ Zurück- kehrenden und anderen Einzelgängern— von Vertriebenen und Flüchtlingen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die Betreffenden bis zum 31. Dezember 1949 im Bundesgebiet oder Westberlin befugt ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt genommen haben. Mit der Festlegung dieses Stichages wird ein sonst unausbleibliche Sogwirkung des Gesetzes vermieden. Nutznießer werden von der Betreuung ausgeschlossen. Ein Vertriebener, der sei- nen Wohnsitz erstmalig in ein nach dem 31. Dezember 1937 eingegliedertes oder von der deutschen Wehrmacht besetztes oder sonst in den deutschen Einflußbereich ein- bezogenes Gebiet verlegt und dort die durch die Maßnahmen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geschaffene militärische, Politische oder wirtschaftliche Lage aus- genutzt hat, ist nach dem Entwurf ein Nutz- nießer. Diese Bestimmung entspricht einer ähnlichen des Soforthilfegesetzes. Ab 4. September Verfassungsgericht? Bonn.(gn-Eig.-Ber.) Man hält es in Bonn für feststehend daß Dr. Höpker- Aschoff am 4. September zum Präsiden- ten des Bundesverfassungsgerichtshofes ge- wählt wird. Auch die CSU hat ihren Wider- stand aufgegeben. Infolgedessen ist es mög- lich, daß das Verfassungsgericht noch vor dem Termin der Südweststaatsabstimmung über die badische Klage entscheiden kann. Wohleb bittet erneut um Abstimmungs-Aufschub Freiburg.(Ft-Eig.-Ber.) Der südbadische Staatspräsident Wohle b hat in einem, der Presse am Mittwoch übergebenen Fern- schreiben an Bundeskanzler Pr. Adenauer eneut dringend darum gebeten, daß der Ter- min der Volksabstimmung über die Neu- Sliederung der südwestdeutschen Länder- grenzen bis zum Vorliegen einer endgültigen Entscheidung oder einer einstweiligen An- ordnung des Bundesverfassungsgerichtes über die südbadische Klage gegen die Neu- Sliederungsgesetze verschoben wird. Südwürttemberg wird sich notfalls WB anschließen Tübingen.(UP) Mit dem Anschluß des Landes Württemberg Hohenzollern an das Land Württemberg-Baden drohte Staats- präsident Dr. Gebhard Müller am Mitt woch in einer Regierungserklärung vor dem südwürttembergischen Landtag. Die Geduld der Tübinger Regierung sei durch die bishe- 78e Verz68erüngskaktik Badens bel der Durchführung der Länder-Neugliederung erschöpft, Die Staatsregierung von Württem- berg-Hohenzollern„wird gegebenenfalls nunmehr ihr Ziel über den Zusammenschluß Württemberg-Hohenzollerns mit Württem⸗ berg-Baden zu erreichen versuchen. Zu die- sem Zweck behält sie sich vor, dem Landtag einen Vorschlag zur Aenderung der Landes- verfassung durch Aufnahme eines Artikels, der den Anschluß an ein anderes Land er- möglicht, zu unterbreiten“ Die Regierungserklärung wurde von al- len Parteien des Landtages, mit Ausnahme eines einzelnen kommunistischen Abgeord- neten, gebilligt. Bürgerrechtsgesellschaft zum Fall Platow Hamburg,,(dpa) Die Hamburger Gesell- schaft für Bürgerrechte bezeichnete am Mittwoch das bisherige Verfahren gegen den Hamburger Wirtschafts journalisten Dr. Ro- bert Platow als ungewöhnlich.„Bisher war es üblich“, so heißt es in der Stellung- nahme,„in solchen Fällen zunächst abso- lutes Stillschweigen zu bewahren, bis die Untersuchungen zu einem greifbaren Er- gebnis gediehen waren. Hier hat es der Bun- desjustizminister für richtig gehalten, dem Endergebnis in erheblichem Maße vorzu- greifen“. Hierdurch ist nach Ansicht der Ge- sellschaft der Beschuldigte in der Oeffent- warum sich ein Mensch da aufregen kann“, äuherte sie in jenem kühlen Ton, der ge- eignet ist, Weißglut zu erzeugen.„Es sind doch anständige Leute. Niemand darf sie verachten, weil sie eine Kirmesbude besit- zen. Wir haben doch nicht über sie zu klagen!“ Ratlosigkeit und Zorn ließen Onkel Tobias aufspringen, zum Schreibpult hin- überhasten, als brauche er den vom gan- zen Hof respektierten Platz zur Stützung seiner Autorität. Dat wär noch schöner!“ schrie er außer sich. Zu klagen? Ich will mit dem Gesocks nix zu tun haben, ver- stehste mich? Jenug, dat man sich schämen muß, wat sie mit nem Tier vom Deukers- hof für Schindluder treiben!“ So heftig hatten weder Lena noch die Haushälterin ihn jemals gesehen. Während letztere es für ratsamer hielt. sich mit be- leidigtem Geschirrklappern hinauszustehlen, zitterte Lena unter einem itineren An- sturm, den sie sich nicht zu erklären ver- mochte. Heftig atmend sah sie den alten Marm an, wie er da an seinem Pult stand, das mit den sorgfältig geführten Konto- büchern, mit Dutzenden von Berechnungen und Aufstellungen seinen Wirkungskreis, ja sein Leben verkörperte, hager, straff auf- gerichtet— und doch mit jener kleinen Beu- gung des Rückens, gegen die nicht mehr Anzukämpfen war. War es nicht ergreifend, dachte sie in einem Anflug reiferer Er- kenntnis, wie die Jahre so langsam den stärksten Willen besiegten, mit ihrer Last unmerklich auch den stolzesten Rücken krümmten? Für Sekunden fragte sie sich auch, ob der alte Mann vielleicht doch um sie litt, weil er fühlte, wie sie mit allen Fibern von ihm wegstrebte? Ob er sie viel- leicht mehr liebte, als er zeigen konnte, mehr als sie je angenommen hatte? lichkeit so stark bloßgestellt worden, daß auch ein späterer Freispruch die vorher verursachte Schädigung seines Ansehens micht wieder gutmachen könnte. Anderer- seits kritisiert die Gesellschaft auch die Journalisten vereinigung, die, so heißt es, „ihrerseits durch ihre Proteste die Staats- anwaltschaft und die Regierung angriffen, bevor noch bekannt gegeben ist. worauf sich die Vorwürfe gegen Dr. Platow überhaupt beziehen.“ Beamte werden in Bonn vernommen Bonn.(dpa) In Bonn sind, wie jetzt bekannt wurde, bereits einige Angehörige von Bonner Bundesministerien, die ver- dächtigt sind, dem verhafteten Hamburger Journalisten Platow Informationen ge- lefert zu haben, von der Bonner Staats- anwaltschaft vernommen und von ihrem Dienst zunächst suspendiert worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sol- len sich hauptsächlich auf die Ministerien für Finanzen, Ernährung, Wirtschaft und Verkehr erstrecken. Schwierige Flüchtlingsumsiedlung Bonn.(dpa) Das im Umsiedlungsgesetz für dieses Jahr aufgestellte Soll von 300 000 Umsiedlern aus Bayern, Niedersachsen und Schleswig- Holstein wird nicht erreicht wer- den. Bundesvertriebenenminister Dr. Lu- kKaschek will deshalb neue Wege ein- schlagen, die mehr Erfolg versprechen, Wie verlautet, weigern sich die Aufnahmeländer, Vertriebene aufzunehmen, weil nicht genü- gend Wohnraum vorhanden sei. Eine andere Schwierigkeit bestehe darin, daß ständig So- Wjetzonenflüchtlinge aus den Auffanglagern in die Aufnahmeländer umgesiedelt werden und die Vertriebenen deshalb zurückstehen müssen. Schließlich werde die planmäßige Umsiedlung dadurch erschwert, daß viele Umgesiedelte auch aus ihrem neuen Auf- nahmeland abwandern, um sich in einem anderen Aufnahmeland Arbeit zu suchen. Dadurch werde der ganze Quotenplan hin- fällig. Best begnadigt Kopenhagen,(UP), Dr. Werner Best, der ehemalige„Reichs bevollmächtigte“ in Danemark, ist von der dänischen Regierung begnadigt und am Dienstag ausgewiesen worden. Am Dienstagabend gegen 22 Uhr überschritt er die deutsche Grenze. Best war wegen Kriegsverbrechen zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Davon hat er sechs Jahre abgebüßt. Das dänische Justizministerium gab bekannt, Best dürfe Dänemark nie wieder ohne spezielle Genehmigung betreten. Widrigenfalls werde er verhaftet werden und müsse dann noch die restlichen sechs Jahre seiner Strafe abbüßen. Standteil der Waffenhilfe zur Verfüg ng u . 20¹ ZU-Uνπνο ABRNANDERUN USER DF RUD SR 19500 N e 14 8 S AG 22 Jeder 13. Westdeutsche wandertg Fast eine Halbe Million Menschen sin in vergangenen Jahr in die Bundes repubiit. gewandert. Da nur 134 b sie Verlage kaben, verbleibt ein Zuwanderung, schuß von rund 330 00 Menschen. Zusammen mit dem Geburtenuberschuß, der 7050 A0 betrug, ist Westdeutschlands Bevölkerung u einem Jahr um 608 000 angewachsen, de der Zuwanderung in das Bundesgebiet Fiel der größte Teil, nämlich 246 000, auf dhe sorojetische Zone; in die Sowjetzone sind da. gegen nur 32 000 abgewandert. Es verblieh also der Bundesrepublik ein Wanderung. gewinn von 214 Oo Menschen; 1949 waren eth 220 00 Deutsche mehr aus der Sotbjetzone in die Westzonen eingewandert als den um. geehrten Weg nahmen. Dabei handeh 05 sick nur um jenen Austrom, der polige registriert wurde. Es ist keine Frage, da ein solcher Zustrom auch die Wirtschaft. lichen Verhältnisse Westdeutschlands beeſh. flußt. Würde man— um nur ein Beispiel“ zu nehmen— für den gesamten Zuwande rungsuüberschuß der Bundesrepublik, der 330 00% Menschen betrug, im gleichen pen. in brüt hältnis wie für die übrige Bundesbepblke. r char rung Wohnraum zur Verfügung stellen, 30 Wären hierzu 65 00 Wohnungen gleich ern ein Fünftel der gesamten Neubaurate 1550 nötig. Wenn auck nicht im Augenblicß, 5 ist auf die Dauer gesehen dieser Mehrbelan an unc doch dureh entsprechenden Mehr- Wohnungs. Aat auch bau oder längere Zeit für die Deckung den gradies Defizits zu befriedigen. ert h Die Ergebnisse der Wanderungsstatistix des len u. Jahres 1950 vermitteln das Bild eines immer en noch àußerst umfangreichen Hin- und fler, rem F strömens von Menschen. Addiert man züm. liche Zu- bau. Fortzüge: sowohl diejenigen über die Grenzen der Bundesrepublit, ute auch jene von einem Land des Bundes ein anderes(z. T. Flüchtlingsumsiedlung) und schließlich jene innerhalb des gleichen Bur- deslandes, so erhält man die ungehkeine Summe von 3 600% zügen in einem Jahr. Jeder 13. Einwohner der Bundesrepublik hd demnach also 1950 seinen Wohnsitz gewech. selt bæw. neu in Westdeutschland aufgeschln. gen. 5(Globus), Vor der Abfahrt nsch Ae Fortsetzung von Seite 1 Transport notwendigen Schiffsraum als Be. m fer W i Nacho duhause ohen len a kelegur Horde ehr wi I hande ken Stocl Da vi durch 2x Heere stellen, und nicht als Wirtschaftliche e e bauhilfe. Die tranzeischen Mimster e alif dem Standpunkt, daß die heim In sd Kohlenförderung und die normalen Hinfuk, aber f ren gerade für die normalen zivilen Anfor- nen K derungen der französischen Industrie aus- f Scho reichen, wobei die Eisen- und Stahlindu- Das strie nur mit 85 Prozent ihrer Erzeugung, zug de kraft arbeitet. Die restlichen 15 Prozent ir Gew die für Rüstungszwecke verwendet werden hem könnten, können wegen des Kokstmangel Assen nicht ausgenützt werden. Frankreich könne cher, Also sein Militärprogramm nur mit Ei men amerikanischer Konlen und Frachtschif Im We erfüllen und müsse daher die Belieferungen hren, Se unter dem Kapitel der Waffenhilfe erhul ten. Es ist vorauszusehen, daß das Ering sowohl wie die verlangte Quantität a einigen Widerspruch nicht nur bei den Amerikanern, sondern auch bei anderen Atlantik-Partnern stoßen wird. 5 So reisen denn die drei Minister mi leeren Taschen zu den Konferenzen, di über das Schicksal unseres Erdteiles be- stimmen können. Es hätte im Interest Acht Europas gelegen, wenn wenigstens die po- 51 5 tische Autorität dieser Männer durch em 75 parlamentarische Mehrheit gesichert und de. finanzielle Ohnmacht des Landes weniger ale laut verkündet worden wäre. So treten de n Minister als arme Verwandte und Bil.. steller auf, und das ist eine Situation, in det 1 0 1 man nicht energisch werden kann, so gerne 8 8 ments h. man es auch möchte. trum „Süch Ange de Ageleg e ener tlegu, Allein das ging schnell vorüber. Das Feuer, das in ihrem Herzen entflammt war, strahlte zu hell; es blendete des Onkels graue und müde Erscheinung einfach hin- Weg, an den Rand der unklaren Erwägun- Sen, die seit kurzem so nachhaltig ihr Gleichgewicht störten. Nein, er war nur ein verknöcherter Hagestolz, ohne Sinn für die Freude, die Schönheit des Lebens! Das Waren Herrn Worringens Worte.) Das Alter beherrschte sein Denken. ließ ihn der Ju- gend mißgönnen, was er selbst längst ent- behren mußte. Tobias Deuker focht in diesen wenigen stummen Minuten einen schweren Kampf aus mit seinem besseren Wissen, das die Unverrückbare Ordnung der Dinge auf dem Hof und in der Welt manchmal anzuzwei⸗ feln wagte. Sein Stolz verbot ihm anzunch- men, etwas anderes als jugendliche Neu- gier könne Lena zu jenem fahrenden Volk hinziehen, das allein schon durch sein Auf- tauchen, mit dem bösen Blick der Zigeuner, dem Hof ein ungutes Zeichen aufgedrückt hatte. Er wollte vergessen, daß er, seine, Tobias Deukers, Nichte Hand in Hand mit einem Vagabunden hatte in der Laube stehen sehen. Solche Gedankengänge, ver- bunden mit der Erinnerung an den unbe- rechenbaren Starrsinn ihrer Mutter, den im- mer mißachteten Beruf ihres Vaters, muß- ten in Treibsand führen, aus dem man nicht mehr herausfand,. Gewaltsam rettete er sich in die einzig gegebene und begrün- dete Vorstellung, Lena sei ja längst ver- sprochen. Mit nervös zitternder Hand setzte er den Klemmer auf, spähte zu ihr hin- über, die wie in einer Theaterszene immer noch am Tisch saß und das Muster der Decke studierte. Er wußte nicht, daß er 80 die Mägde anzusehen pflegte, wenn ein paar Hühner vergessen hatten. Eier zu legen, oder wenn er im Kartoffelvorrat ein mißgünstige Greis da fähig. den N notwendigen Ausflug zu verbieten. Bloß. belogen hatte man ihn noch nie hof“, raschend aus ihr,. gleich fort, ich kann ihn doch nicht lassen.“ mmm fich dann et Leite be ach bil muß do. Saatsbi fdundert gelder; andtag rger. ig das Hugte benberg 0 28 5 geile Joch de diese A Ateuerg Besetzt Baden 0 denden lerwen⸗ sehe aus die un mn Wiegel verdächtiges Loch entdeckt zu haben glaubte. 5 Lena kannte den Blick. Sie ertrug iin ohne Wimperzucken. „Kommt Jochen Lüsebrink mut“, fragt Onkel Tobias seltsam tonlos. t Jetzt schrak sie doch zusammen, Al diesen Namen war sie nicht gefaßt. sen. Jochen Lüsebrink?— Ach. ja, J Beinahe hatte man ihn vergessen. Sac mam jetzt die Wahrheit, so war dieser „Wir treffen uns in Born auf dem 3 redete eine glatte Stimme ug ich al deshalb muß Warten Onkel Tobias schob mißtrauisch 5 Unterlippe vor. Das bessere Wissen e ihn, Log sie jetzt schon— wie ihre 1205 ter damals gelogen hatte., die doch 80 200 ter und klar gewesen war wie nur 1 Wiesenquell? Lerne einer die Mens 5 kennen, die Weiber, die jungen 1 5 5 ö „Dann mach, daß du fortkommst 9 75 es ihm härter als beabsichtigt. 1 sie ihm nur aus den Augen kam 1 innerung wurde zu mächtig. Doch 1 sere Wissen machte sich urversehens an „Bringst du Unehre über mein Haus, Wir geschiedene Leute!“ Lena sprang auf. Uneh ein? Beinahe haßte sie Augenblick. Ganz. von ihren Lippen, mit ganz mütigem Klang:„Was ich tue. 1 verantworten! Wenn ich auch hier 75 mich denbrot esse, hast du doch kein Recht, grundlos zu beleidigen!“ Fortsetzung folgt) amm den ö mmer politic re? Was flel ihm dusküh ihn in diesem Worte stürzten kremdem, hoc 4 201/ Donnerstag, 30. August 1951 MANNHEIM Seite 3 Ueber dem Lampertheimer Altrhein und der Halbinsel Biedensand leuchtet Spätsom- mersonne. Auf einem Holzknorren sitzt eine telmöwe und putzt sich. Und obschon ger Nachen noch ziemlich weit vom Schilf- el entfernt ist, fliegt ein Fischreiher auf nd streicht ab. Auf einmal fängt auch die mee weiße Gänsekolonne, die geschlossen 380 8 8 2 ease den sind in epubli z. Verlage 2 80 1950 200 ölKerußg 144 nsen, ein gebiet ent. 000, auf dhe ne sind da. 28 verdled andefungs. waren el Som jetzoge Is den um. handelt e; pbalixeiheß Frage, dag Wirtschaft. ends bei. in Beispiel Zuthande. ublik, der ichen per. desbebölxe. stellen, 30 Neich etun en a bter entlang schwimmt, heftig zu schnat- Mehrbelan en und zu schimpfen an. Aber ihr Zorn Wof nung, at auch dem bösen Feind in diesem Vogel- ckung des Aradies, der Rohrweihe, die sich stark ver- gehrt hat und samt der Wiesenweihe, dem en und auch Schwarzen Milan und an- nem Raubzeug die besondere Vogelwelt, Fotos: Starck i brütender Haubentaucher im Schilf mit n charaleteristischen Kopffeder, der er sei- nen Namen verdankt. tatistiß des nes immer und Her. man samt. diejenige 1 Neue, alte Schulräume a wieder für Schul zwecke chen Buß. fachdem durch Fertigstellung des neuen ungelene nbauses und der hierdurch ausgelösten 1 hen Umzugsaktion städtischer Dienst- 2 gewecl. en auch Räume in der U-2-Schule durch aufgeschis. legung des Hochbauamtes nach K 7 frei- (Globuh orden sind, werden diese Räume nun- ehr wieder schulischen Zwecken zugeführt. I handelt sich zunächst um die beiden obe- len Stockwerke und das Kellergeschoß. Da viele der einstigen großen Klassensäle M al Be, Nc wischenwände unterteilt wurden, um eee weckentsprechende Räume für He n- Liess tellen zu schaffen, müssen sämtliche er Stege dame vollständig renoviert werden. Die Ar- heimische den sollen bis zum Schulbeginn am 15. Sep- n Huf; kaber fertiggestellt und die wiedergewon- en Anfor- nen Klassenzimmer bis zu diesem Termin strie aus- u Schulmöbeln ausgestattet sein. Stahlindue] pas gesamte Gebäude ist zur Unterbrin- Zeugunes zug der Gewerbeschule III, die zur Zeit in ö Prozent ir Gewerbeschule II ein Notquartier besitzt, t werden stimmt. Zunächst werden nach U 2 die astnangel lassen der Bäcker, Konditoren, Schuh- ich könne uücher, Schneiderinnen und Weißzeugnähe- nit Hie nen übersiedeln. Im Kellergeschoß wer- ichtschi an Werkstätten für Schuhmacher, Kondi- eferungen N 5 5 5 te t ben, Sattler und Tapezierer eingerichtet. s Prinzip tität aul bei den anderen nenika ster mit nzen, die eiles be: Interesse die po: urch eine t unc die weniger reten die ind Bitt⸗ n, in der 80 gerne „Südweststaat oder Altbaden, das ist keine age der politischen Parteien, sondern eine ugelegenheit, die jeden einzelnen Bürger Abeht“, sagte Bürgermeister Trumpfheller in Dienstagabend in der Luzenbergschule einer von der Vereinigung Südwest ein- erde Versammlung. Die Entscheidung her die Länderneuordnung im südwestdeut- en Raum müsse grundsätzlich nach den deten der Vernunft“ gefällt werden und t aus vagen Sentiments oder Ressenti- nents heraus. Trumpfheller berücksichtigte in seinen ſrlegungen am Rande zwar auch die gro- emmunmnmmnummmummmummmmnmmmmmmmuumumumnummn lle madchen rechnung 8. es nur sein, wenn von altbadischer a bpebeuptet wird, kleine Länder ließen 0 gultser verwalten als große, denn es Neat och jeder Vernunft widersprechen, den der glauben machen zu wollen, 100 ert Bürger müßten weniger Steuer- 1 aufbringen, um zum Beispiel einen Pürgen„n unterhalten als etwa tausend 1 1 Zahlenbeispiele widerlegen eindeu- wbt s altbadische Argumente: Jeder Bürger bebe im Rechnungsjahr 1948/49 in Würt⸗ 1 Bir den 71,8 DM, in Südbaden aber gegeii kür persönliche Ausgaben der loch 8 SGesamtverwaltung aufbringen. 15 eutlicher wird der Unterschied, wenn Iten Ausgaben in Verhältnis zum Gesamt- gesetzt ukOnmen jedes einzelnen Bürgers 0 151 werden. So wurden in Württemberg⸗ ende 44.3 Prozent der dem Land verblei- je ein wrwen Steuer für persönliche Ausgaben ace endet, in Südbaden aber 91,8 Prozent. 1 112 sehen kritisch betrachtet die Argumente 1 5 e wollen, daß eine kleine tien ch r Milch gibt als eine große. Diese „ Wenn Hlerelkechtereſen stammen 5 die Er- 0 aus Südbaden las bes- U „ eeeeneeeenmmmmmunmmumnmmmununnmmmm 18 Luft: us, sind n z b enmendnomischen und politischen Zu- mitch gte stellte jedoch die kommunal- kunt Sicht in den Mittelpunkt seiner Netten eon.„Von allen badischen und 088 rohe relsched Städten hat Mannheim aun ich( dat Igte Interesse daran. daß der Südwest- is Gna⸗ Wester tende kommt“ meinte der Bürger- it, mich din 5 Nachdem die Stadt der Quadrate zu- i 0 9 Vorübergehend von ihrer früheren „aader, der Saar, abgeschnitten sei, — — Haben trug ihn 500 Tragte en. Au zt gewe. Jochen! nu. Sagte dieser lebens- Bloß. n Bahn- über- ich auch 5 Warten flel ihm diesem stürzten die hier haust, immer mehr dezimiert. Sie sind eine Art Sanitätspolizei und das ewige Memento mori in diesem Reich der Scheuen und Mißtrauischen, die das laute Treiben der Welt hassen, eigenbrödlerisch und für den Menschen manchmal etwas komisch sind, doch als sehr gute Eltern und zärtliche Ehe- gatten ihm zum Vorbild dienen könnten. Sie lieben die stillen Gewässer, auf denen wie hier Wasserknöterich, Wassernuß und See- rosen schwimmen. Sie lieben die dichten breiten Schilfgürtel, in denen sie Nest, Ge- lege und sich selbst verbergen können. Den Bläßhühnern, schwarzen Wasserhühnern mit weißem Stirnfleck, sagt man sogar eine be- sondere Mission zur Verbreitung der See- rosen nach, da deren Samen den Darm eines Bläßzhuhns durchlaufen müssen, um Wurzel zu schlagen. Hier ist auch das feuchte Reich der Reiher, oder richtiger: ein Reich, da ein anderes Rei- her-Paradies sich zwischen Hirschhorn und Binau befindet. Und aus diesen Reiher-Ko- lonien fliegen die Fischreiher aus und kom- men bis zu einem Mannheimer Vorort und in einzelnen Exemplaren bis zur Friesen- heimer Insel, um im Neckar und Rhein zu fischen. Wundersume Vogelwelt vor Mannheims Toren Eigenbrödlerische Vögel, die im Nassen leben und vorbildliche Ehemänner sind Ueberhaupt birgt auch die große Neckar- schleife, soweit die Ufer und das Vorgelände genügend bewachsen sind oder einen Schilf- gürtel aufweisen, Wildenten, Bläßhühner, Teichhühner, Wiesenrallen. Und wenn man besonderes Glück hat, kann man vielleicht auch einmal das buntglänzende gefiederte Juwel des Eisvogels sehen, der auch Königs- fischer genannt wird, sich in Steilufern Wohn- löcher gräbt, mitunter aber— seiner Spechts- art gemäß— auch in hohlen Bäumen haust. Hier nistet die Stock- oder Wildente, der kleine Steißfuß oder Zwergtaucher, der Haubentaucher, der als Hochzeitsschmuck einen schönen rostroten Kragen trägt und auf dem Kopf einen zwei Hörner bildenden Federbusch. Er ist ein überaus zärtlicher Gatte, der sich nie von seiner Gattin tren- nen will, und beide sind auch gute Eltern, die tatsächlich sich ihre Jungen„auf den Buckel steigen lassen“, wenn diese vom Schwimm- unterricht ausruhen wollen. Hier nistet auch die am Tag sich verbergende Rohrdommel; gelegentlich streicht pfeifend der große Brachvogel über die Schilf wälder, es finden sich Bekassine, Flußregenpfeifer, Strand- läufer und Kiebietz, im Winter manchmal auch Wildschwäne und sogar Kraniche. rei und baut sick das Bläßhuhn Nest Gelege im feuchten Revier mit einer„Frei- treppe“ aus Schilf. Kunstvoll Psychologie hilft Erziehungswiderstände überwinden Ein Versuch des Caritasverbandes mit günstigen Ergebnissen Am 28. August ging ein am 3. August begonnener psychotherapeutischer Versuch zu Ende, den der Mannheimer Caritasver- band gewagt hatte. 49 katholische und evangelische schwer erziehbare Kinder aus Mannheim, darunter 15 Mädchen, waren in Ladenburg zu einem Ferienlager vereinigt. Die Lagerleitung lag in Händen der be- kannten Berliner Psychotherapeutin Day, die sich ehrenhalber zur Verfügung gestellt hatte. Eine weitere Psychologin, zwei junge Heidelberger Mediziner und zwei Heidel- berger Studentinnen standen ihr zur Seite. Das katholische Jugendheim Ladenburg, das frei außerhalb der Stadt liegt, war als Lagerplatz sehr günstig gewählt, die Küche besorgten ausgezeichnet, wie die Kinder rühmten, Frauen aus der katholischen Ge- meinde Ladenburg. Im Anfang herrschte unter den vier- bis 16 jährigen Kindern ein unbeschreibliches Chaos, da alle im Widerstand gegen den Druck zu Hause weitgehende Freiheit für sich in Anspruch nahmen und nach Kräften „genießen“ wollten. Eine der Psychologin- nen und einer der jungen Aerzte berichten, dag die Kinder sich zunächst gar nicht einfügen konnten, daß Fensterscheiben in Trümmer gingen, Steine durch die Luft flogen und aus Leibeskräften gebrüllt wurde. Aber allmählich begann dann doch in schwieriger und geduldigr, behutsamer Ar- beit Ordnung einzuziehen und ein modus vi- vendi sich zu bilden, der schließlich zu einer Gemeinschaft führte. So gab es gegen Ende dieser Lagerzeit ganz annehmbare Tisch- sitten, und selbst das Waschen und Baden. das zu Anfang von manchen Kindern als höchst überflüssig angesehen wurde, fand nach dem Vorbild von Helfer und Helfe- rinnen Anklang. Liegen im Freien. Malen und Zeichnen, Sport, Rhythmik. Musik und Geländespiele lösten manche Spannung und Verkrampfung. Eine romantische Nacht- fahrt mit Lagerfeuern, Mut- und Intelli- genzproben konnte gewagt werden und brachte gute Erfolge. Buben, die den Vater entbehren, nannten spontan die jungen Mediziner Vater. weil sie anscheinend ihrer müsse sie versuchen, ein Staatengebilde schaffen zu helfen, in dem es die Chance habe, einen seiner Bedeutung entsprechenden Platz zu erhalten. Der Sprecher wandte sich insbesondere gegen die Behauptung von Vertretern des Altbaden-Gedankens, dag Baden durch Würt- temberg in einem gemeinsamen Land benach- teiligt oder gar„aufgefressen“ würde. Die jüngste Vergangenheit habe gerade Nord- paden den Wert der Zusammenarbeit mit dem württembergischen Landesteil gezeigt, und die dabei gesammelten Erfahrungen sprächen eindeutig zugunsten des Südweststaates. Sich vor einer Majorisierung Badens durch Schwa- ben zu fürchten, hieße nichts anderes, als die Fähigkeiten und das Leistungsvermögen der badischen Bevölkerung zu verniedlichen. Trumpfheller beschäftigte sich eingehend mit dem homogenen Charakter und den landsmännischen Gleichheiten der beiden Länder und vergaß auch nicht das oft zitierte Argument eines stark verminderten Ver- waltungsapparates im Südweststaat und die Möglichkeit einer zentralen Verwaltungs- Vorstellung von einem richtigen„Vater“ entsprachen und brachten ihnen nach und nach rührende Liebe entgegen. Auch an die Psychotherapeutinnen und Helferinnen zeigten sich die Kinder sehr anhänglich. Das Leben der Psychologen unter und mit den Kindern gab sehr wertvolle Klä- rungen, Erfahrungen und Anregungen. Ein Kind erwies sich als nicht nur seelisch, son- dern auch geistig krank und wird psychia- trischer Behandlung zugeführt werden. ein anderes psychiatrischer Beobachtung. Angst- psychosen der Kinder konnten gelöst, das Bettnässen bei über einem Dutzend Kin- dern bis auf seltene Rückfälle behoben wer- den. rei Standkonzerte der Feuerwehr z um 100 jährigen Jubiläum Zum Mannheimer Feuerwehrjubiläum werden von der Mannheimer Feuerwehr- kapelle unter Leitung von A. Wahl am 31. August um 17.30 Uhr am Meßplatz und am 2. September um 11 Uhr am Wasserturm Standkonzerte gegeben. Bei der Abend- serenade spielt die Feuerwehrkapelle den „Fackeltanz“ in B-Dur von Meyerbeer und den„Fackeltanz“ von Stieberitz. Der Festzug der Mannheimer Feuerwehr wird sich am Samstag um 19.30 Uhr von der Augusta-Anlage aus in Bewegung setzen. Neben mehreren Musikkapellen nehmen sehr viele Mannheimer Vereine daran teil. Historische Gruppen und ein symbolischer Festwagen werden die lange Reihe einleiten. Reitergruppen und eine Fahnengruppe der auswärtigen Feuerwehr lösen die histori- schen Löschgeräte und alten Feuerspritzen der Freiwilligen Feuerwehr ab. Die Bevöl- kerung wird gebeten, die Häuser zu schmük- ken und zu beflaggen. Vorhang auf! Theater beginnt am 2. September Das Nationaltheater nimmt seinen Spiel- betrieb bereits am 2. September wieder auf. Als erste Vorstellung der Spielzeit 1951/52 ist die Oper„Carmen“ von Bizet angesetzt. Das Schauspielensemble des Nationalthea- ters hat inzwischen mit den Proben zu Schil- lers„Wallenstein“(Trilogie für einen Abend, Neuinszenierung von Schauspieldirektor Riedy), begonnen. Voraussichtlich wird„Wal- jenstein“ am 14. September zum erstenmal gegeben werden.. Das Geld lug zwur nicht uuf der Struße .. aber in unverschlossenen Schränken/ Ergebnis: 11 000 DM Der heute 39jährige Drehergeselle muß, als er seine Dinger drehte, einen sechsten Sinn gehabt haben, denn stets fand er in Großbauernhöfen, Gastwirtschaften und Metzgereien auf dem Lande das, was er suchte: Geld in Beträgen von 25 bis 1590 DM. Dieses Geld lag allerdings nicht auf der Straße, sondern in Kaffeetassen, unter Ma- tratzen, in un verschlossenen Schränken und Kommoden, und schließlich in Manteltaschen ahnungsloser Bewohner. Er war ein Virtuose der Gewaltlosigkeit und brauchte bei seinen insgesamt 73 Diebstählen, von denen er über 50 zugab, niemals einen Nachschlüssel. Gerade das Unverschlossene reizte ihn. Und „Mannheim hat dus größte Interesse um Südweststuut“ Bürgermeister Trumpfheller beleuchtet die kommunal politischen Vorteile reform nach dem Länderzusammenschluß. der im übrigen später ein Anreiz für den Beitritt der Pfalz zum Südweststaat werden könne. Im Grunde sei der Südweststaat nichts anderes als das Zusammenfinden zweier Län- der, von denen zumindest das eine weder krisenfest, noch wirtschaftlich lebensfähig sei, zu einer für beide Teile besseren staat- lichen Gemeinschaft, deren Gewicht auch im Bund gegenüber den anderen Ländern zum Tragen komme. Zum Schluß zitierte der Bürgermeister eine jetzt vom Städtetag in Konstanz gefaßte Resolution, nach der dieser für eine Vereini- gung der drei Länder auch aus kommunal- politischen Gründen eintritt. Die Entschlie- Zung wendet sich entschieden gegen jeden Versuch, die Abstimmung am 16. September hinauszuzögern oder sie unmöglich zu machen. Der Südweststaat, heißt es in der Resolution, werde die Belange des in ihm zusammengeschlossenen Raumes und seiner Bevölkerung wirksamer vertreten können, als es den einzelnen Ländern möglich sei. rob Wenn er wirklich einmal überrascht wurde, gab er sich als harmloser Versicherungsver- treter aus. f Der Angeklagte G. erzählte dem Gericht mancherlei von seiner Reise, die ihn und seine um 16 Jahre jüngere Freundin zwei Jahre lang durch Deutschland führte. Aus- gangspunkt war die Bayreuther Gegend, Wo seine Frau mitsamt seinen zwei Kindern ins Mend geriet, während die Freundin jeden Monat neue Kleider, Musikschrank, Radio und andere schöne Sachen erhielt. Die Reise führte durch Oberbayern und die Bodenseegegend, schließlich nach Mann- heim, wo sich das Paar niederließ, um einen längeren Aufenthalt zu nehmen. Der„Geld- quellen“ waren viele, und die Bewohner von Bergstraße, Ried und Pfalz konnten sich über Besuch des tüchtigen Großverdieners nicht beklagen. Einer Familie in der Nähe von Frankenthal stahl er die 900 Mark, die sie sich für die„Ueberführung des gefallenen Sohnes“ geliehen hatte, und er hätte wohl das Leben mit seiner Freundin bis an das Ende seiner Tage fortgesetzt, hätte ihn nicht die Mannheimer Polizei bei seinem 73. Dieb; stahl“ durch die Geistesgegenwart einer be- herzten Frau endlich erwischen können. Der Mann, den der Zufall ausgerechnet noch mit einem Totogewinn von 764 DM be- dachte, der Mann, der sich zum Zwecke des behaglichen Rentnerdaseins 15 Hühner an- schaffte und in knapp einem Jahr 5000 DM für Einrichtungsgegenstände ausgab, begann die verhängnisvolle Reise eigentlich nur, um einem kleinen Verfahren, das ihm wegen eines Diebstahls drohte, zu entgehen. Und nach dem Satz„der Weg ist begonnen, voll- ende die Reise“ wurde der Berufsverbrecher, als den ihn der Staatsanwalt, und der cha- rakterlich defekte Mensch, als den ihn der Sachverständige bezeichnete. Die Große Strafkammer verurteilte ihn zu drei Jahren und sechs Monaten Gefäng- nis, und die Freundin kam mit fünf Monaten wegen Hehlerei davon. web Filmspiegel Alster:„Hoffmanns Erzählungen“ Wo die grundsätzliche Achillesferse einer jeden Opernverfilmung liegt, zeigt der Farb- film„Hoffmanns Erzählungen“ bereits im Prolog. Hier wird die in der Theaterfassung als Sängerin dargestellte Stella durch eine Tänzerin ersetzt, weil das oberste künst- lerische Gesetz des Phänomens Film dem optisch Darstellbaren vor allen anderen Ausdrucksformen das Primat einräumen muß. Diese filmdramaturgisch durchaus lo- gische„Umbesetzung“ ist ein unausgespro- chenes Eingeständnis, daß ein in die Form einer Oper eingekleideter Stoff im filmi- schen, also primär bildhaften Sinne. nicht in Vollendung faßbar ist. Damit schließt sich ein Opernfilm von selbst und zwangs- läufig von dem Anspruch, ein Kunstwerk im ganzen zu sein, aus, denn die Elemente, die eine Bühnenoper dazu machen, kann die Kameraà nicht bannen, und die quasi stell- vertretende optische Aufmachung bleibt Hilfsmittel, das nur in sich selbst künst- lerischen Rang zu erreichen vermag. Innerhalb dieser a priori gezogenen Gren- zen hat allerdings der von Michael Powell und Emerie Preßburger inszenierte Film insgesamt ein bisher nicht gekanntes Niveau erzielt, das ihn weit über vorausgegangene Versuche ähnlicher Art hinaushebt. Schon allein deswegen und nicht zuletzt der durch- weg erstklassigen Besetzung halber darf er ein filmisches Ereignis genannt werden. Ein, wenn nicht das Hauptverdienst ist der von Hein Heckroth besorgten Ausstattung zuzu- schreiben, der Farbe und Raum mit den Au- gen eines Malers in die Dramaturgie mit- einbezogen und besonders in der ersten der drei Erzählungen eine bewunderswerte künstlerische Einheit geschaffen hat, gegen die die nächste, in völlig verändertem Cha- rakter gehaltene Geschichte etwas und die dritte Erzählung noch mehr abfällt. In die- ser letzten Erzählung mit Hoffmann und An- tonia ist der Operncharakter der Offenbach- schen Vorlage entsprechend am stärksten und damit logischerweise die filmische Ge- staltungsmöglichkeit am geringsten. Die ins Seelische projizierte Handlung, die der Ka- mera kein Objekt liefert, zwingt hier zu stän- dig wechselnder Dekoration, um einen künstlichen, äußerlichen Handlungsfluß zu schaffen, bei dem die bis dahin bewiesene Instinktsicherheit stilsicheren Geschmacks zeitweilig verloren geht. Vom rein Filmischen gesehen hervorragend gekonnt wird schließ- lich zum Epilog übergeblendet, der wie Pro- log und erste Erzählung optisch vorwiegend durch Tanz gestaltet wird. Die besten englischsprachigen Künstler wurden für diesen Film verpflichtet. Sir Thomas Beecham dirigiert mit dem König- lichen Philharmonischen Orchester London Werkgetreu die Musik von Jaques Offenbach mit Ausnahme der Ballettmusik des Prologs, die offenbar eigens für den Film arrangiert wurde. Moira Shearer tanzt mit der für die Rolle erforderlichen Seelenlosigkeit und einer unheimlich anmutenden Präzision und voll- endetem Können die Puppe Olympia, Robert Rounseville spielt und singt den Hoffmann, sein Gegenspieler in allen drei Erzählungen ist stimmlich Robert Helpman, schauspie- lerisch Bruce Dargavel. Eine tänzerisch be- stechende Leistung ist das Marionetten- ballett der ersten Erzählung, an dem der Maskenbildner— wie überhaupt am ganzen Film— einen nicht unwesentlichen Anteil hat. Ein Film, der an der künstlerischen Po- tenz der Beteiligten gemessen, ohne weiteres hätte ein Kunstwerk werden können, wenn nicht der an sich filmfeindliche Theater-Stoff diese Vollendung verhindert hätte. mle Tödlicher Betriebsun all a uf der Autobahn Bei Kilometer 585 auf der Autobahn, Ge- markung Walldorf, wurde gestern früh gegen 7 Uhr ein Arbeiter der Straßenmeisterei tödlich verletzt. Bei Bauarbeiten auf der ab- gesperrten Straßenseite hatte ein LkW. der Straßenmeisterei mit der rechten Vorder- seite die unter Druck stehenden Eisen- schienen an der Baustelle gestreift. Die Schiene wurde dadurch weggeschleudert und verletzte den Arbeiter. Er ist gegen 11 Uhr im Städtischen Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Kurze„MM“- Meldungen MdL. Angstmann spricht. Am 31. August spricht in der Turnhalle der Waldhofschule nach einer Filmvorführung zur Volksabstim- mung am 16. September Landtagsabgeord- neter Kurt Angstmann. Beginn 20 Uhr. „Fröhlich-Pfalz“-Mitglieder treffen sich zur Teilnahme am Fackelzug der Feuer- wehr am 1. September um 18 Uhr im Lo- Kal„Prinz Manx H 3, 3. Sänger beim Fackelzug. Die Mitglieder des Arbeiter-Sängerbundes Mannheim tref- ken sich am 1. September, 18.45 Uhr, im Vereinslokal Fahsold zur gemeinsamen Be- teiligung am Jubiläumsfackelzug der Feuer- wehr. Verkehrsverein verkauft Theaterkarten. Der Verkehrsverein, dessen Geschäftsstelle in N 1, 1(Hadefa) jetzt werktags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr ge- öfknet ist, hat nun auch einen Vorverkauf für das Nationaltheater übernommen. Für jeden Vorstellungstag sind Karten bis 12 Uhr zu haben, ebenso für die Konzerte der Musi- kalischen Akademie des Nationaltheater- Orchesters. Wir gratulieren! Johann Epting, Feu- denheim, Schwanenstraße 46, wird 70 Jahre alt. Wilhelm Kratz, Waldhof, Freyastr. 70, begeht den 78. Geburtstag. Barbara Kalten maier, Mannheim, Waldhofstraße 8, voll- endet das 81. Lebensjahr. Aus dem Polizeibericht 60 Verkehrssünder. Bei einer Verkehrs- kontrolle mußten 60 Kraftfahrer wegen ver- kehrswidrigen Verhaltens angezeigt werden. 43 Kraftfahrer müssen ihre nicht ganz ver- kehrssicheren Fahrzeuge zur Ueberprüfung vorfahren. 67 Radfahrer und ein Fuß- gänger handelten verkehrswidrig und wur- den angezeigt. Von ihrer sonntäglichen Freizeit werden 75 Verkehrssünder“ zur Teilnahme am Verkehrsunterricht eine Stunde erübrigen müssen. Glück im Unglück. Mit dem Fahrrad geriet in der Diffenéstraße ein qunge in die Straßenbahnschienen. Er kam zu Fall, doch überfuhr die in gleicher Richtung fahrende Zugmaschine nur sein Rad. 5 Schwerer Verkehrsunfall. Einen Bek- kenbruch und Prellungen erlitt eine Rad- fahrerin, die auf dem Friedrichsring vom ersten Anhänger eines Lastzuges gestreift wurde, stürzte und vom zweiten Anhänger überfahren wurde. Aufgebrummt. Auf einen Pkw. fuhr auf der Relaisstraße ein Kleinkraftrad auf, Der Motorradfahrer mußte mit einer Gehirn- erschütterung und einer Platzwunde am Kopf in das Krankenhaus eingeliefert wer- den. 5 Es brannte. Gestern nachmittag entstand vermutlich infolge Maschinenschaden in einer Gummifabrik ein Brand. der sich auf in der Nähe gelagerte Abfälle ausdehnte. Die drei von der Berufsfeuerwehr einge- setzten Löschzüge konnten nach einer hal- berni Stunde wieder abrücken. Wer ist der Eigentümer? Am 24. August wurde aus einer Einkaufstasche. die sich an einem vor dem Kinderheim Rheinau in der Relaisstrage abgestellten Damenleicht- motorrad befand. ein Geldbeutel mit 65 DM gestohlen. Der Täter wurde ermittelt. Die Geschädigte wird gebeten, sich bei der Kri- minalpolizei Mannheim. Zimmer 133, Fern- sprecher 45031, App. 289 zu melden. Wer kann Angaben machen? Am 21. Au- gust wurde aus dem Rhein, etwa 150 m un- terhalb der Neckarspitze, ein verschnürtes Paket, das die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechts enthielt, aus dem Wasser gezogen. Die Leiche war in einen Wweikleinenen Sack von 84 em Länge und 42 em Breite eingewickelt. Auf der oberen Innenseite des Sackes befinden sich Wäsche- zeichen in Form zweier Kreuzstiche aus grü- nem Garn. Der Sack war in starkem bräun- lichem Papier— vermutlich von einem Pa- piersack herrührend— eingewickelt und mit einer starken Schnur verschnürt. Auf dem Papier sind mit Rotstift die Buchstaben„Sp“ oder„Sn“ aufgeschrieben, Das Ganze wie- derum war mit einem groben Jutesack von 85 m Länge und 34 em Breite umhüllt. Dieser Sack, der mit einem zylindrischen Eisenstück von sechs mal sechs em, Bohrung 20 mm, Gewicht etwa 750 g, beschwert war, war oben zugebunden. Wo werden Wäschezeichen mit grünen Kreuzstichen verwendet? Sachdien- liche Mitteilungen, die auf Wunsch vertrau- lich behandelt werden, erbittet die Kriminal- polizei— Auswertungsabteilung— Zim- mer 87 in L 6, Fernruf 4 50 31, Apparat 254. Wohin gehen wir? Donnerstag, 30. August: Palast 22.00 Uhr: „Rote Signale“;„Badischer Hof“, Seckenheim, 20.00 Uhr: Prof. Rittershausen und J. Bernstein sprechen über„Es geht um die Aufwertung unserer geraubten Spargelder“, Protestkund- gebung(Hilfsverein der Altsparer und Bau- sparer e. V.); Amerikahaus 20,00 Uhr: Deut- scher Vortrag:„Als Studierender der theoreti- schen Physik in USA“, Spr.: E. Nerzbacher, USA. Freitag, 31. August: Amerikahaus 135.00, 17.00 Uhr: Filme:„‚Wochenschau“,„Freie Fahrt“, 20.00 Uhr: Klavierabend mit Alex de Vries. Wie wird das Wetter? — 3— Weiterhin — Or sommerlich . 1 warm Vorhersage bis Freitag früh: Ueber wiegend heiter und tags- über recht warm mit Höchst- temperaturen vielfach über 25, „ in der Rheinebene bis nahe 30 Grad. Nächtliche Tiefstwerte 12 bis 15 Grad. Mäßige, zeitweise auffrischende Winde aus südlichen Richtungen. Pegelstand am 29. August: Maxau 466(5): 2 329(—2); Worms 252(-); Caub r— Seite 4 MORGEN Der Kreis will ein gutes Verhälinis zu den Gemeinden Landrat Dr. Gaa sprach über die Aufgaben des Landratsamtes und der Kreisverwaltung Weinheim. Im Rahmen einer zwanglosen Folge von Vorträgen, die von der Orts- gruppe Weinheim der CDU veranstaltet Werden, sprach Landrat Dr. Gaa über das Thema Der Kreis und die Gemeinden“. Der Redner gab einleitend einen Ueberblick über die historische Entwicklung des Krei- Ses zu seiner heutigen kommunalpolitischen Stellung. Er ging dabei vom Gesetz über die Organisation der inneren Verwaltung vom 5. 10. 1863 aus, die mit Ausnahme einer Reihe von Zusammenlegungen in den letz- ten dreißig Jahren im wesentlichen bis heute erhalten blieb. Unter die Zusammen- legung fielen auch die Bezirksämter Schwet⸗ zingen und Weinheim mit Mannheim. Anschließend behandelte Dr. Gaa die Stellung des Landratsamts und der Land- kreisselbstverwaltung und wies auf die Konsequenzen hin, die das Ausscheiden der Stadt Mannheim aus dem Verband des Landkreises zur Folge hatte. Für die Land- kreise sei es wünschenswert, daß die Groß- städte wieder in die Kreise eingegliedert werden, ob es aber dahin kommen werde, sei nicht abzusehen, denn die Städte weh- ren sich dagegen. Der Landrat sagte weiter, daß es eine Ein moderner Nachfolger des„Schneiders von UIm“ Aber das Fluggerät ließ den Konstrukteur auf der Erde zurück Freudenstadt. Der„Schneider von Ulm“, der in der Entwicklung der Luftfahrt eine nicht unwichtige, wenn auch tragische Rolle spielte, und heute noch von manchem guten Schwaben als eine Art württembergischer Nationalheros betrachtet wird, hat einen modernen Nachfolger erhalten, den Schuh- machermeister Max Kappler aus Pfalzgrafen- Weiler, Im ebenfalls württembergischen Kreis Freudenstadt. Sowohl den Schneider als auch den einige Jahrhunderte später geborenen Schuhmacher beseelte der gleiche glühende Wunsch: einmal mit einem eigenen Fahrzeug durch die Lüfte zu segeln. Während der Schneider seinerzeit jedoch bei der Generalprobe kläglich scheiterte und dafür von den enttäuschten Zeitgenossen ver- dammt wurde, ging es dem Schuster, der es mit einem Ballon versuchte, am vergangenen Sonntag wenigstens etwas besser: Sein Flug- gerät, ein von ihm selbstentwickelter und hergestellter Heißluftballon von etwa 1500 Kubikmeter Fassungsvermögen machte sich zwar selbständig und verschwand in den Wolken, während der Konstrukteur— vom Benzinfeuer schwarz wie ein Mohr— auf der Erde zurückblieb. Aber sein Humor hat ihn nicht verlassen, und er hofft nur, daß er seine Ausbildung in größeren Beirieben ist zu einseitig Früheres Niveau der Lehrlings ausbildung noch nicht erreicht Pforzheim. In einem Bericht über die Frühjahrsprüfungen 1951 für kaufmän- nische und industrielle Lehrlinge stellt die Industrie- und Handelskammer Pforzheim test, daß das frühere Niveau in der Ausbil- dung noch nicht wieder erreicht worden sei. Gegenüber den Dezember- Prüfungen habe sich das Niveau allerdings gebessert. Bei den kaufmännischen Lehrlingen wird vor allem eine fehlerhafte Rechtschreibung bemängelt. Bei Lehrlingen, die in größeren Betrieben beschäftigt seien, habe oft eine einseitige Ausbildung festgestellt werden müssen., Auch die Ausbildung in der Buch- haltung sei häufig mangelhaft. Scharlach im Kinderferienlager Pforzheim. In einem Kinderferienlager des evangelischen Gemeindedienstes im Kreis Pforzheim ist ein Kind an Scharlach erkrankt. Eine sofort eingeleitete ärztliche Untersuchung ergab bei elf der insgesamt einhundert Kinder Verdacht auf Scharlach. Sterben nach der Rangliste Kaiserslautern. In Rheinland-Pfalz wird in Zukunft streng nach der Rangliste ge- storben werden müssen. Nachrufe beispiels- Weise stehen nur höheren Beamten ent- sprechend ihrem Dienstgrad zu. Dies ist einem Runderlagß zum Ableben von Be- hördenangestellten zu entnehmen, den die- ser Tage das Ministerium für Unterricht und Kultus veröffentlichte. Im allgemeinen wird darin ein vierspaltiger 96 mm breiter Nachruf in Höhe von 80 mi als ausreichend angesehen. Anspruch allerdings haben nur Ballonhülle unbeschädigt zurückerhält, bevor ein Finder vielleicht auf den Gedanken kom- men könnte, sich daraus Unterwäsche anzu- fertigen, die nach Ansicht des Ballonfahrers allerdings die Hautfarbe erheblich dunkeln lassen würde. Auch die Mitbürger, die seine Versuche mit Begeisterung verfolgen, wün- schen sehnlichst, daß die Ballonhülle wieder Abgeliefert wird, damit ihr„Schuster von Pfalzgrafenweiler“, der seinen so seltenen und gewiß nicht billigen Sport selbst finan- Ziert, nicht allzu sehr geschädigt wird. Sobald dann nach dem Krieg die strengen Bestimmungen gelockert wurden, begann der flugbegeisterte Schuhmachermeister mit dem Bau des Ballons. In mühevoller Arbeit wurde ein Seidendreieck an das andere gelegt, bis endlich die Hülle fertig war. Die ersten Ver- suche Anfang August dieses Jahres verliefen zufriedenstellend. Auch die Generalprobe mit Ballongondel am vergangenen Sonntag entwickelte sich zufriedenstellend, bis bei einem abschließenden Versuch ohne Ballon- gondel das Halteseil riß. Jetzt wartet der dringende Notwendigkeit sei. ein gutes Verhältnis zwischen dem Kreis und den ihm angehörenden Gemeinden zu schaffen. Im Hinblick auf die besonderen Verhältnisse unseres Landkreises sei die Förderung der Industrie eine Hauptaufgabe. aber auch die besonders geartete Landwirtschaft, die Heime, die Verkehrswege(in keinem ande- ren Kreis sei die Verkehrsdichte so stark) und die sozialen Verhältnisse der arbeiten- den Bevölkerung erfordern besondere Maß- nahmen. Mit Bedauern sei festzustellen, daß man seitens des Staates versuche, die Selbstverwaltung einzuengen, Eine Verwal- tungsreform müsse die Entscheidungen näher an den zahlenden Bürger heran- rücken. Gegenüber der Frage, was das Landratsamt in Mannheim mit dem fünf- stöckigen Gebäude und dem vielem Personal mache, wies Landrat Dr. Gaa auf das An- Wachsen der Bevölkerung und die auf vielen Gebieten veränderten Verhältnisse hin. Die Bevölkerung stieg im Landkreis von 103 000 Einwohnern 1939 auf 136 000 im Jahre 1950, davon im Nordbezirk von nahezu 49 000 auf nahezu 68 000. Die Frage, woher der Kreis die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben nehme, wurde vom Redner eingehend beantwortet. Es sind in erster Linie die Zuschüsse des Staates auf Grund des inneren Finanzaus- gleichgesetzes(3 plus 4 Mark auf den Kopf der Bevölkerung) mit 900 000 Mark und die Kreisumlage mit 1.8 Millionen Mark. Die Kreisumlage, die nach der Steuer- kraftsumme der Gemeinden erhoben wird, Sollte ursprünglich nur den Spitzenbedarf decken, ist aber heute zur Grundlage des Haushalts geworden, Dr. Gaa wandte sich weiter dem Weinheimer Krankenhausbau zu und erklärte, daß er zur Zeit nicht in der Lage sei, dazu einen nennenswerten Betrag zur Verfügung zu stellen. Konstrukteur darauf, daß die Ballonhülle von einem ehrlichen! Finder zurückgebracht werden wird, damit seine Träume vom Flie- gen endlich Wirklichkeit werden. Behördenleiter bei Provinzialverwaltungen und höher gestellte Beamte bei den Ober- sten Landesbehörden. Auch die Kosten für die Kränze wurden geregelt. Ein Kranz mit Schleife einschließlich der Nebenausgaben darf als Höchstsatz 20 bis 30 DM nicht über- schreiten. Einbrecher überrascht Ludwigsburg. In der Nacht zum Dienstag, überraschte der amerikanische Kreisvertreter in Ludwigsburg, Thomas E. Griswold, in seiner Wohnung einen Einbrecher. Mit vor- gehaltener Pistole hielt Griswold den Ein- brecher solange in Schach, bis die inzwischen verständigte Polizei eingetroffen war. Neben gestohlener Wäsche und Zigaretten fand man bei dem Einbrecher auch eine Pistole Kaliber zäh 08, die der Dieb ebenfalls aus der Wohnung des Amerikaners entwendet hatte. Drei Häftlinge ausgebrochen Schwäbisch-Hall. Aus der Landesstraf- anstalt in Schwäbisch-Hall sind am Mon- tag drei Häftlinge ausgebrochen, von denen einer noch am gleichen Tage nach aufregen der Jagd durch die Straßen der Stadt ge- faßt werden konnte. Die beiden anderen sind zwei Polen, die von einem amerikani- schen Militärgericht zu lebenslänglichem Ge- kängnis bzw. zu vier Jahren Zuchthaus ver- urteilt worden waren. Sie hatten am Mon- tag kurz nach Mitternacht eine Gitterstange am Fenster ihrer Gemeinschaftszelle durch- gesägt und sich an einer aus Hosenträgern zusammengeknüpften Leine in den fünf bis sechs Meter tiefer gelegenen Gefängnishof hinabgelassen. Lohmann und Schorn enäuschlen Sie belegten im Weltmeisterschaftslauf fünften und letzten Platz Die beiden deutschen Steher, Walter Loh- mann und Jean Schorn(Köln), von denen zu- mindest Ex-Weltmeister Lohmann am Diens- tagabend in Mailand als Favorit in den Steher- Endlauf gegangen war, enttäuschten. Sie erreichten nur einen fünften und letzten Platz. Anfangs gaben die beiden Deutschen das Tempo an, aber nachdem Schorn nieder- gekämpft war, blieb Lohmann ohne Unter- stützung, während dem neuen Weltmeister, dem Holländer Pronck, von seinem Landsmann Bakker grohartig sekundiert wurde. Bakker schirmte großartig ab und kämpfte alle An- griffe von Leseur nieder. Nach einem heftigen Angriff kam Lohmann ins Schwimmen und flel aussichtslos zurück. Er wurde sogar noch zweimal überrundet. N Endergebnis: 1. und Weltmeister Pronck(Hol- land) 1:21:30,6 Std.= 73,160 km /st; 2. Leliaert(Bel- gien) 50 m zurück; 3. Lemoine(Frankreich) 170 m zurück; 4. Leseur(Frankreich) 180 m zurück; 5. Lohmann Deutschland) 500 m zurück; 6. Bakker (Holland) 1200 m zurück; 7. Schorn Oeutschland) 2800 m zurück. Nach Beendigung des Steher-Endlaufes Waren die beiden deutschen Teilnehmer selbst sehr enttäuscht. Beide hatten sich schon wäh- rend des Winters systematisch auf diesen Kampf vorbereitet, wählten ein Quartier in Como, um dort Ruhe zu haben und waren schließlich in den Vorläufen glatte Sieger ge- Wesen.„Es sollte nicht sein“, sagte Lohmann und ergänzte, daß er sich einige Tage nicht wohl gefühlt habe. Der Rennverlauf war nach Lohmanns Angaben für ihn nicht günstig. Nachdem er sich nach 15 km die Spitze erobert hatte, jagte ihn der Titelverteidiger Lesueur auf den Schluß des Feldes.„Durch das stän- dige Fahren im Windwirbel der vor mir lie- genden Schrittmacher maschinen wurden meine Kräfte schnell verbraucht. Als ich nach 70 km die Entscheidung suchte, kam ich zwar an Lesueur und Pronk vorbei, scheiterte aber an Bakker. Trotz dieses Mißerfolges und meiner 40 Jahre will ich es noch einmal versuchen, denn ich glaube nicht, daß ich schon zum alten Eisen gehöre.“ Jean Schorn und sein Schrittmacher Mer- tens zuckten nur die Schultern. Während sie am Sonntag im Vorlauf in Hochf ließ die Kraft diesesmal schon nach den e harten Angriffen nach. Einen Grun Schwäche wußten beide nicht. Nur knapp unterlegen Gebr. Pensel in Mailand Ganz ausgezeichnet abgeschnitten den Radsport-Weltmeisterschaften im Radballspiel die deutschen Mei der Pensel aus Kulmbach. Sie un entscheidenden Schlußkampf gegen vor über 12 000 Zuschauern nur knapp m und wurden damit hinter 12 Punkte errang, mit 10 Punkten Frankreich. Oestzrreich, Belgien, geschlagen. Dieses Mal waren sie dicht am Sieg. Süd— Südwest in Stuttgart der Süddeutsche Fußballverband Mittwoch erklärte, wurde das für den 14. Ogo ber in Stuttgart vorgesehene Repräsentatipzp Süd gegen Südwest endgültig abgeschloszen, Wie Beide Regionalverbände standen 81 am 11. November letzten Jahres in Lud hafen gegenüber. Sie trennten sich dabel 33 Wie der Süddeutsche Fußball. unentschieden. verband versicherte, werden beide ten in stärkster Besetzung antreten, Wobel auf beiden Seiten das Gros der Nationalmannscha zum Zuge kommen wird. Jugoslawiens Fußballmeisterschaft sieht pel. terhin Dynamo Zagreb mit 24 P. vor Titelverteidiger Hajduk Split(20 P.) und den punktgleichen Belgrader Mannsch Stern und Partisan(je 16 P.) an Dynamo Zagreb hatte allerdings zuletzt Müde den Tabellenletzten Napredak 1:0 zu Schlagen. Nach sechs Spielen und zwei Spieltagen ein Pünktchen für Mannheims Oberligisten Was gag, Dreigestirn det Maine: zu diese? ffliserel Aufschlußreiches Interview mit Waldhof-Maurischat, VfR-Schneider und VfL. Pölsterl/ Fazit: Müssen dabei bleiben Sämtliche Mannheimer Oberliga-Zeiger deuten auf Sturm. Nach sechs Spielen ein ganzes Pünktchen für drei Vereine nach zwei Spieltagen; das ist noch nie dage- wesen. Was ist passiert? Woran liegt das?: Wir befragten die drei Trainer und hier lesen Sie, was sie zu sagen hatten: Wie seine beiden Kollegen vom VfR und vom VfL ist Fritz Maurischat, der erfahrene Berliner, weit davon entfernt, zu resignieren. Im Gegenteil, er ist stolz auf seine Arbeit beim SV Waldhof, der heute über einen befähigten Spielernachwuchs verfügt. Mit Siegel, Rube und Lipponer standen gegen die Augsburger nur drei Mann der alten Mannschaft, sagte der Fußball- Psychologe, und fügte hinzu, daß man da nicht von heute auf morgen Wunder erwar- ten könne. Maurischat ist ein Trainer, der von einer Reform an Haupt und Gliedern gar nichts, von einer kontinuierlich- harmonischen Entwicklung alles 9 er uns ex- daß der ersten Mannschaft die Nerven zahlte, daß der erste i düren singen, als es galt, am Börnheimer Hang den letzten Zug zum Sieg zu tun, da erinner- ten wir uns an frühere Zeiten, wo es routi- nierteren und körperlich stärkeren Waldhof mannschaften nicht anders ergangen war. Die Jungens haben noch nicht das rechte Selbstvertrauen; am Können und Wissen fehlt es nicht, aber on vielen Kleinigkeiten, sagte Maurischat sinnierend und fügte scherzend hinzu, daß er manche Mama noch ins Kolleg einbeziehen müsse, damit es nicht mehr vor- komme, daß ein junger Spieler vor dem Kampf noch acht Kartoffelpfannkuchen ver- drückt! Im übrigen ist es Vertrauen, das Mauri- schat in seine Leute setzt. Es wird ihm auch . Und damit will er's schaf- Sn Klar und nüchtern sieht Helmut Schnei- der die Situation an den Brauereien, er ver- kennt die Schwierigkeit nicht.„Ich kann kurzfristig keine Lorbeeren ernten, ich stelle meine Arbeit auf längere Sicht ein und weigh, Ja nicht gerade jeder seien. daß ich von vorn anfangen muß“ Das ist die Erkenntnis des Alt- Internationalen, der vor der ungemein schwierigen Aufgabe steht, eine zwischen zwei Stilarten schwimmende Mann- schaft zur Präzision in der Zusammenarbeit (und zu Konditionsverbesserungen) zu brin- gen, so daß das moderne Tempospiel 90 Mi- nuten lang durchgestanden werden kann. Wenn Helmut Schneider kritisch feststellt, daß er„1000 Lücken“ in der Hintermannschaft habe, dann meint er in erster Linie die mangelnde Konsequenz in der Deckungsarbeit. Es ist auch durchaus richtig gesehen, wenn er feststellt, daß seit der errungenen Meisterschaft 1949 zwei Jahre verstrichen sind. um welche die Spieler älter wurden, ohne daß sich ihre Trainingsarbeit verschärft. ihr Einsatz erhöht und ihr Kampfgeist entsprechend verbessert hätten. Mit einer verblüffenden Sachlichkeit geht der junge Sportlehrer ans Werk. wobei er sich vollkommen klar darüber ist, daß er von jedem einzelnen Spfeler sehr viel wird ver- langen müssen, besonders in der persön- lichen Einstellung zur Mannschaft. zur Kame- radschaft und der harten Arbeit an sich selbst. Das heutige Spiel unserer erstklassigen Mannschaften steht im Zeichen der schnellen Kombination, und der Erfolg ist bei denen, die es verstehen, Technik, Stellungsspiel und Schnelligkeit am wirkungsvollsten zu paaren. Dahin will der VfR-Trainer mit seiner Mann- schaft kommen, die nach seiner Meinung zwei Wertvolle Jahre nutzlos hat verstreichen las- Sen. * Just an seinem 51. Geburtstag sprachen wir mit Fritz Pölster l, dem Ex-Münchener, der vor 20 Jahren schon Wormatia Worms trainierte und uber Berlin. Hannover und Aachen zum VfL Neckarau kam. Erst meinte er, wir wollten ihm zu 10:0„gratulieren“ und parierte mit dem Hinweis. daß die„Löwen“ Trotzdem ist auch ihm diese Packung etwas zu„dick“ aud. gefallen. „Meine Leute sind noch nicht so Weit, es fehlt an der Kondition und damit am ef- sprechenden Einsatz. Aber erst wird zusammengezählt und wir verlieren die Nerven nicht“! Mit einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, meinte VfL schon kritischere Situationen überstan- Zunächst müsse nun am Samstag den habe. gegen Aschaffenburg die Rehabili Mannschaft vorgenommen werden. malige Münchner„Löwe“ wies kritisch darau hin, daß seine Mannschaft ohne E bestehen könne und mit der Technik allein schon gar nicht. Er will zunächst verschiedene Spieler aus dem„Zeitlupentempo“ herausholen und ist im übrigen der Meinung, daß für den VfL auch in diesem Jahr nicht mehr drin sei, als sich in der Oberliga zu halten.. müssen dabei bleiben und müssen der Schwein Schwe Dänemark. Die noch jungen Brüder, g beste Zeit noch vor sich haben, wurden von dem mehrfachen Sch-veizer Weltmeister i paar Osterwalder- Breitenmoser immer uche orm wWa 186 d für 900 haben in Malm ster Gebt. terlagen die Schpen it l zwelttr m. die ian laber schon gam ch erste Mannsdul. zaften Roter der Spitze, am Schlub er, daß der tierung det Der ehe. insatz nicht dabei ble, ben, sagte das Geburtstagskind abschhebend. Pölsterls Meinung trifft sich mit der sede beiden Kollegen und der großen Mannheim Fußballgemeinde bleibt zunächst nichts ande“ res als die Hoffnung, daß es dem der Trainer gelingt, dieses Ziel zu erreichen, eee Der„MORGEN“-Tip West-Süd- Block: Fortuna Düsseldorf— Schalke 04 Kickers Offenbach— VfB Stuttgart Eintracht Trier— 1. Fe Kaiserslautern VfR Mannheim— SVS Waldhof SpVgg Erkenschwick— 1. FC Köln Bayern München— VfB Mühlburg Schwaben Augsburg- 1860 München Sporftr Katernberg— Preußen Münster FSV Frankfurt— 1. FC Nürnberg Preußen Dellbrück— Alemannia Aachen FV Engers— Tus. Neuendorf Hamborn 07— Rot-Weiss Essen 8 Eintracht Kreuznach— FK Pirmasens Schwarz-Weiß Essen— Bayer Leverkusen Dreigestim 529/ Pęfsfl.,, vedber ms oben S ee 1 S TFglifF NM. ad Ss ESOTE N Vertreter mit Pkw. bei hoh. Pro- vision schnellstens gesucht.— An- gebote unter Nr. 0744 an d. Verl. Junger, fleißiger Bäckergehilfe in UERTRETER an den Verlag für Mannheim v. 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Dieser„Chri- stoforo Colombo“ sei im Jahre 1476, also sechzehn Jahre vor der Entdeckung Ameri- Kas, mit einem Schiff vor der spanischen Küste untergegangen und ertrunken. Der Mann, der in den 80er Jahren des fünf- zehnten Jahrhunderts unter dem Namen „Columbus“ auf der portugiesischen Insel Madeira wohnte, angab, italienischer Ab- stammung zu sein und zuerst dem portu- Ziesischen, dann dem spanischen Königs- hof anbot, die Westroute nach Indien zu entdecken, und dessen Identität mit dem Genueser Colombo schon von anderen Ge- lehrten angezweifelt wurde. komme als Sohn des Genueser Tuchfabrikanten Co- lombo nicht mehr in Frage. Wer er wirklich war, läßt Marcela Gaya offen. Er schließt sich nicht früheren spa- nischen Forschern an, die eine Abstammung des Entdeckers aus der spanischen Provinz Galicia konstruierten. Gaya weist nur dar- Die neuen Kräfte des Mannheimer Nationaltheaters N E 5 5 5 Al erste Solotänzerin ist für das Ballett des Mannkeimer Nationaltheaters Lisa Kretsch- mar engagiert worden. In der vergangenen Spielzeit war sie, die im klassischen und mo- dernen Tanz ausgebildet ist, bei Heinz Hilpert am Deutschen Theater Göttingen tätig;, hier errang sie in der Göttinger Tanzgruppe bei der UJrauffünrung der Pantomine„Ratatuli“ einen weithin beachteten Erfolg(Vergl.„Mor- gen“ vom 30. Mai und 13. Juni 1951). Mit Solo- tanzabenden gastierte Lisa Kretschmar unter anderem in Berlin, Prag, Madrid, Rom, Amsterdam, Kopenhagen und Oslo und an vielen Orten der Bundesrepublik. Argentiniers Marcela Gaya auf hin, daß in jener Zeit die Zahl der Abenteurer aus aller Welt. die mit falschen Titeln und Namen sich um den portugie- sischen und spanischen Thron drängten, sehr groß war. Außerdem förderten die Monopolbestrebungen zum Beispiel auf dem Gebiete der Seefahrt nachweisbar den Namenwechsel und die spanische und ita- lienische„Wahlheimat“. Marcela Gaya neigt dazu, in dem Kolumbus von Madeira einen Spanier zu sehen, sieht aber auch keinen Gegenbeweis gegen die zu Anfang unseres Jahrhunderts von einigen Kolumbusfor- schern aufgestellte These, daß es sich um einen Engländer handelte, der vielleicht die Genueser Familie Colombo, die mit Eng- land Handel trieb, gekannt hatte und sich für einen Italiener ausgab, um in die Dienste der spanischen Seefahrt treten zu können. In bezug auf die wirkliche Entdeckung des amerikanischen Erdteils nimmt Gaya die schon vor dem ersten Weltkrieg von dem chilenischen Kolumbusforscher Manuel Climent aufgestellte These wieder auf, daß nicht Kolumbus(Wer er auch gewesen sein mag), sondern der bekannte spanische See- fahrer Alonso Sanchez de la Huelva der erste— nach den Wikingern— gewesen sei, der amerikanisches Gebiet betreten habe, und zwar sei er um 1480 herum. also zwölf Jahre vor Kolumbus, auf der Insel Kuba gewesen. Aus neu aufgefundenen Papieren des damaligen Gouverneurs von Madeira, Bernardo Palestrello, geht hervor, daß Alonso Sanchez ihm vor seinem Tode Pa- piere, Berichte und Karten von seiner letz- ten Seereise übergab, die Palestrello für so wichtig hielt, daß er, seinen eigenen Schwiegersohn, eben den Mann, der sich Kolumbus nannte, mit ihnen nach Lissabon schickte, um sie dort dem portugiesischen Hof zu übergeben. Während eine ganze Reihe anderer Zeugnisse dafür sprechen, daß jemand vor Kolumbus auf der Insel Kuba gewesen ist, haben auch die letzten Forschungen nicht Tubablasender Engel in der Initiale eines Hand- schriftenfragments des 14. Jahrhunderts. Diese Hand- 5 schrift, ein Beispiel römi- scher Quadratnotenschrift aus dem Besitz der Lan- des- und Stadtbibliothel Düsseldorf wird neben an- deren kostbaren Hand- schriften, seltenen Noten- drucken, interessanten In- strumenten und bildli- chen Darstellungen Musi- zierender in der histori- schen Schau der Deut- schen Musikmesse, die vom 31. August bis 5. Sep- tember in Düsseldorf statt- findet, gezeigt. das Dunkel aufhellen können., das über den ersten Besuchen von Kolumbus am portu- giesischen Hof liegt. Man hat feststellen können, daß Kolumbus verschiedene Male von portugiesischen Admiralen am Hofe empfangen wurde. Ob Kolumbus dabei die Papiere des Alonso Samchez de la Huelva übergeben hat, ob er sie unterschlagen hat, ob er aus den Papieren des Alonso Sanchez überhaupt erst seine Idee des Westweges nach„Indien“ bezog, ist nicht festzustellen. Ebensowenig weiß man über die Gründe der Absage des portugiesischen Hofes an Kalumbus. Auch Kolumbus selbst schweigt sich in seinen sonst sehr wort- und phanta- siereichen Erinnerungen über seine Mis- sion in Lissabon ziemlich aus. ein Grund mehr für die Zweifler an Kolumbus, anzu- nehmen, daß Alonso Sanchez de la Huelva der große Seefahrer war und Kolumbus bestenfalls sein eigenmächtiger Erbe. P. Haupt Eine Kafka- Cesamtausgabe 5 Bisher drei Bände bei S. Fischer, Frankfurt, erschienen Im Schaffen Franz Kafkas verkörpert sich für uns eine literarische Epoche um so gewisser, als sein Leben, seine Gestalt in den Schatten zurücktritt, der Legendenbil- dung anheimfällt Als ein Ereignis darf daher der Plan einer von Max Brod, dem Freund und Nachlaßverwalter des Pichters, betreuten europaischen Gesamtausgabe der Schriften Kafkas angesehen werden, welche der S. Fischer-Verlag Frankfurt a. M. in Verbindung mit Schocken Books, New Vork bis zum Herbst 1952 vollständig vorlegen Will. Der erste Band(328 S., Ganzleinen, 11,50 DM) enthält den Roman„Der Prozeß“, dessen Dramatisierung durch André Gide und Jean Louis Barrault in der bedeut- samen Inszenierung und Interpretation von Gustaf Gründgens auf den Düsseldorfer Bühnen gezeigt und heftig diskutiert wird. Wir können den Inhalt als bekannt vor- Aussetzen. Die ganze Rätselhaftigkeit des Vorgangs, Anklage, Verurteilung und Ur- teilsvollzug durch ein imaginäres Gericht, dem der namenlose Bankprokurist Josef K., nichtschuldig und doch durchaus Schul- diger im metaphysischen Sinne, verfällt, wird in der meisterhaften Prosa. ihrer rea- listischen, gleichzeitig durchleuchteten Dar- stellung zu einem Paradigma der religiösen Existenznot dieser Zeit. Die gnadenlose Un- erbittlichkeit des Romans., die furchtbare Einöde, in der sich der Mensch. Josef K., sprich Kafka, jedermann, ausgesetzt sieht, gewinnt in dem Roman ungleich profilier- tere Linien als in der mildernden Umdeu- tung und Ergänzung der übrigen fragwür- dig aus dem Französischen zurückübersetz- ten dramatischen Bearbeitung. Man wird also den Roman, das originale Werk, lesen müssen, ehe man sich ein Urteil über Kafka auf Grund des dialogisierten Prozesses“ zu bilden versucht. Die Buchausgabe hat überdies den Vor- zug, daß sie im Anhang auch die un- vollendeten Kapitel und die vom Autor ge- strichenen Stellen nachträgt. Drei Nach- worte Max Brods zur 1. bis 3. Auflage(im ersten befinden sich Auszüge aus Kafka- Briefen), beschließen den hervorragend aus- gestatteten Band. Inzwischen ist auch der Romam„Das Schloß“(13.— DM) und eben gerade ein weiterer Band„Tagebücher“ (24,80 Dux) in gleicher Ausstattung erschie- nen. In Vorbereitung befinden sich„Er- zählung und kleine Prosa“,„Hochzeitsvor- bereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlaß“, Briefe“,„Ame: ika“ und„Beschreibung eines Kampfes“. Gerd Vielhaber 5 Canz kurze Kurzgeschichten „Haben Sie in Ihrem Leben eigentlich nie etwas bereuen müssen?“ wurde Mark Twain eines Tages gefragt. „O ja“, erwiderte dieser lächelnd,„ich entsinne mich sehr wohl eines Anfalles von Reue. Das war, als ich noch ein kleiner Bursche war, so ein richtiger Stromer. Da sah ich einen Wagen mit Melonen unbewacht auf der Straße stehen. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Vorsichtig lugte ich nach allen Seiten— und als ich sicher war, daß keiner aufpaßte, griff ich die erstbeste Melone und eilte mit ihr davon. Was soll ich Ihnen sagen? Kaum hatte ich den ersten Bissen gegessen, da packte mich unwiderstehliche Reue. Sorgsam schlich ich zu dem Wagen zurück, legte die gestoh- lene Frucht zu den anderen und— wählte mir eine reifere!“ 4* Auf der Hauptstraße eines Städtchens verfolgte ein Hahn in durchaus männlichen Absichten eine Henne aus seinem Hühner- harem. Noch ehe er sie erreicht hatte, kam ein Auto des Wegs und überfuhr die arme Henne. In der Nähe standen zwei alte Jung- fern urid verfolgten die Tragödie.„Siehst du“, sprach da die eine zur anderen.„Lieber stirbt sie!“ * Aus einer Bar in Berlin— noch in bes- seren Zeiten— kam lange nach Mitternacht ein Herr und steuerte auf schwankenden Beinen ein Taxi an.„Chauffèeur“, sagte er, „fahren Sie mich siebenundachtzigmal um die Gedächtniskirche herum!“ Es geschah. Als sie zum zweiundfünfzigsten Male den An- fang des Kurfürstendamms kreuzten, klopfte der Fahrgast wütend an die Scheibe: „Schneller, Mensch. Sie glauben wohl, ich will niemals nach Haus kommen, was?“ * Ein Schotte war als junger Mann nach Amerika ausgewandert und hatte dort ein großen Vermögen erworben. Als er nach vielen Jahren seine Heimat wiedersehen wollte, kabelte er seinen drei Brüdern, sie sollten ihn am beimatlichen Bahnhof er- Warten. Als er nun dort aus dem Zug stieg, konnte er zunächst niemanden von seiner Familie entdecken, bis er schließlich in drei würdigen Mönnern seine Brüder er- Donnerstag, 30. August 1951/ Nr. Al — Ein Schillerbrief gefunden Unter den Trümmern von St. Nicolai In einem völlig unversehrten Folioba der bei Aufräumungsarbeiten in den Trüm mern der St.-Nicolai-Kirche in Hamburg 5 funden worden ist, fand sich das Ong eines Briefes Friedrich von Schillers au Selle Braut Charlotte von Lengefeld, 1789 in 10 geschrieben. In einem zweiten Brief Aus de Jahre 1850 dankt Schillers Tochter, Prein von Gleichen-Rußwurm, für die Mitteihm; über die Ehrung ihres Vaters durch d Stadt Hamburg: Auf die Vorderseite der größten Glocke der St.-Nicolai-Kirche„Con- cordia“ war zum hundertsten Geburtstz Schillers ein Profilbild des Dichters mit 55 Umschrift„Andenken an Friedrich von Schl. lers hundertjährige Geburtstagsfeier, 10. No. vember 1859“ eingetragen. Beide Briefe wd. ren dem Folioband in einem Umschlag bei. gefügt. Das mit schweren Lederdeckeln un Goldschnitt versehene handgeschriebene Al. bum enthalt die Namen der Spender, de zur Sammlung für die große Schillergloce „Concordia“ beigetragen hatten Die Glocke ist 1943, als die St.-Nicolai-Kirche durch Bomben zerstört wurde, herabgestürzt. kannte: sie trugen bis auf die Bäuche rel. chende Vollbärte. „Um Himmels willen,“ fragte der Heim- gekehrte,„warum habt ihr euch denn diese unheimlichen Bärte stehen lassen?“ „Uns blieb nichts anderes übrig,“ sagte der älteste mit beleidigter Stimme. u hast ja, als du nach Amerika gingst, den Rasierapparat mitgenommen!“ * Amerikas sagenhafter Millionär Roche. feller war Zeit seines Lebens berühmt fly seine schon schottisch anmutende Sparsam- keit in persönlichen Dingen. Eines Tages tadelte ihn ein guter Freund Wegen des allzu schäbigen Anzugs, den der Millionär trug.„Einfach unmöglich, George, sagte der Freund.„Dein Vater würde sich geschämt haben, mit so einem Anzug herumzulaufen“. „Aber“, protestierte der gekränkte Rocke⸗ feller,„das ist ja ein Anzug meines Vaters, den ich anhabe!“ 8 In einem Berliner Bezirk trug lange Zeit ein junger, kesser Bursche mit rotem Haar und Sommersprossen Zeitungen aus. Eines Tages fragte ihn eine seiner Kundin- nen:„Wie heißt du denn eigentlich?“ „Willy Fritschl“, sagte der Bursche voller Selbstbewußtsein. „Willy Fritsch!“, wiederholte die Dame. „Was für ein berühmter Name!“ „Das will ich meinen“, sagte der junge Mann.„Schließlich trage ich die Zeitung hier auch schon vier Jahre lang aus!“ 2* Bei Madame Tussaud erschien ein Repor- ter, der über ihr weltberühmtes Wachs, Herau⸗ verlag drucke chefre Dr. K. H. H. peuille Pr. F. hafen: mann; F. A. S Bankk 5 zesells komm helm. Ludwi 3— 6. Jah e deutsc ſändi, kigurenkabinett in London eine Story schrel. ben Wollte. Im Laufe sémes Inter vis fragte er:„Sagen Sie mir, Madame, trageg eigentlich alle Ihre berühmten Herzoginnen und Kaiserinnen irgendwelche Unterwäsche unter ihren Prachtgewändern?“ „Um Ihnen die Wahrheit zu sagen: sie haben nichts darunter an“, antwortete Madame Tussaud.„Aber“, fügte sie hinzu, „mir wäre es lieber, Sie würden das nicht veröffentlichen. Bis jetzt weiß das nämlich noch niemand außer mir und ein paar australischen Soldaten“. INDUSTRIE UND HANDEL Lastenausgleich a Kreditgewinne abführen Lastenausgleichs-Ausschuß-Vorsitzer, MdB. Kunze, hat mit dem Bundesfinanzministerium Vorschläge über eine einheitliche Kredit- gewinnabgabe gewerblicher Betriebe aus- gearbeitet. Es handelt sich um eine Vereinheitlichung gesetzlicher Abschöpfung von bei der Wäh- Tümgsreform erzielten Kreditgewinnen. Ge- Werbliche Betriebe, die am 21. Juni 1948 eine DM-Eröffnungsbilanz aufzustellen verpflichtet Waren und solche Betriebe, die steuerliche Gewinnermittlung auszuweisen haben, sollen die erzielten Schuldnergewinne ermitteln. Bemessungsgrundlage soll der Ueberschuß sein, der sich ergibt, wenn von den Schuldnergewin- nen die Gläubigerverluste und Betriebsverluste abgerechnet werden. Voraussetzung ist, daß diese Betriebsverluste in der Zeit vom 1. Januar 1945 bis 20. Juni 1948 erlitten wur- den, und daß sie die Summe der in diesem Zeitraum entstandenen Betriebsgewinn über- steigt. Abgabeschuld sei jener auf den einzelnen Betrieb entfallende Gewinnsaldo, der 1 000 DM Milchkrieg zusammen- gebrochen Rechtslage entschied Nachdem Bremens Senator für Justiz und Verfassung festgestellt hat, daß die Ent- scheidung des Bundes ministeriums über den Milchpreis rechtsgültig und verbindlich sei für Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig- Holstein, beschloß der Bremer Se- nat,„trota schwerster Bedenken“ den Milen- Röchstpreis im Lande Bremen mit Wirkung vom 15. September auf 38 Dpf. je Liter zu erhöhen. Hermann Wolters, Bremens Wirtschafts- senator und„Milchkrieg- General“ lieg es sich nicht nehmen, zu sagen, dag er„Gegen- maßnahmen der Verbraucher“ erwarte. Bei der Preisfestsetzung handelt es sich um einen Höchstpreis und Herr Wolters braucht nieht mit Gegenmaßnahmen ⁊2u rech- nen. Sobald die Milehproduzenten, sehen Werden, daß sie, ohne Verlust zu erleiden, mehr Milch verkaufen können, wenn sie bil- ligeren Preis berechnen, werden sie schon mit dem Preis heruntergehen. Wer sich aber, Wie vielleicht Herr Wolters, der Jllussion hin- gibt, daß Verlustgeschäfte auch noch ein Vergnügen sind, der wird letztlich die Sa- nierung jenes Wirtschaftszweiges berappen müssen, der gezwungen wurde, Verlustge- schaffte zu machen und notleidend zu wer- den. Mit bloßem Politisieren wird kein Liter Mileh mehr erzeugt, mit bloßem Politisieren wird also Milch nicht verbilligt werden kön- nen. übersteigt. Die Abgabeschuld soll ab 1. Juli 1948 Jährlich mit 4% verzinst werden. Ab 1. Januar 1952 wäre die Abgabeschuld mit 3% plus ersparte Zinsen zu tilgen. Erklärungen über die erzielten Schuldner- gewinne und erlittenen Gläubigerverluste, so- wie die erzielten Betriebsgewinne oder erlit- tenen Verluste und Vermögensverluste sollen den zuständigen Finanzämtern bis zum 31. Dezember 1951 abgegeben werden. Die Leistungen auf die Kreditgewinnabgabe sollen, soweit es sich um Zinsen handelt, als Betriebsausgaben oder Werbungskosten steuer- lich abzugsfähig sein. Der Entwurf sieht vor, daß die Hypotheken, Obligationen oder ähnliche Komplexe behan- delnden Abschnitte des Gesetzentwurfes über den Lastenausgleich entsprechend angepaßt und zusammengefaßt werden. Liquidität wird gehortet Bd L- PTO gramm Kreditselektion und Banken- Cooperation Konjunkturell im Rückgang begriffene Wirtschaftsentwicklung stellt die BdL in ihrem am 25. August abgeschlossenen Juli-Bericht kest. Die Produktionsindices— selbst der der Bauwirtschaft— sind abgesunken. Die Absatz. stockungen in den Verbrauchsgüterindustrien hielten an.(Allgemeinen Zusammenbruch spe- Kkulativer Preiser wartungen). Der Einzelhandel reagiere auf vom Welt- markt ausgehende sinkende Preistendenz mit scharfer Einschränkung der Bestellungen. La- gerbestände, die nicht mehr in richtigem ver- hältnis zu dem Umsatz stehen, würden kor- rigiert, d. h. abgebaut. Die BdL schließt, daß es nicht Aufgabe der Kreditpolitik sein könne, flotte Liquidation zu verhindern. Eine Verhinderung flotter Liqui- dation überhöhter Lagerbestände würde Preis- stabilisſerung und Korrektur des Preisgefüges — soweit es durch Ueberhöhungen verzerrt ist gefährden. Neuerliche Lohnbewegung mit allen verhängnisvollen Konsequenzen für die Wirtschaft und für den Export wären die Folge. Das Absatzproblem für die Verbrauchs- güter würde dabei allerdings nicht gelöst wer- den. Die defizitäre Entwicklung im Bereich der öffentlichen Finanzen sei eine Folge der stän- digen Ausgabensteigerung. In der verhältnis- mäßig günstigen außen wirtschaftlichen Ent- Wicklung kündige sich mit der Verminderung des Ausfuhrtderschusses(Juni 1951 177 Mill. DM; Juli 1951 128 Mill. DM) allmählich das Ende der fast ständigen rohen Ueberschüsse in der westdeutschen EZ U-Bilanz an. Die Spareinlagen stiegen.(Einlagenüberschuß im Juli 70 Mill. DM: im Juni 57 Millionen DM). Gleichzeitig werden sowohl die wirtschaft- lichen Unternehmen als auch die Geschäfts- banken liquide. Seit Ende Januar stieg das Geldvolumen um 2,75 Mrd. DM. Der größte Teil dieses An- stieges rührt aus der aktiven Außenhandels- bilanz her(1,4 Mrd. DW). Der Bargeldumlauf, 1 Verteidigungsmaterialien ins Leben. sowie Einlagen von Wirtschaftsunternehmen und Privaten stiegen(ohne Einrechnung der Spareinlagen) um etwa 500 Mill. DM(im Juni 1951 700 Mill. D-). Eine fortgesetzte Verlang- samung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes schwächt jedoch Expansionstendenzen ab. Die Geschäftsbanken bauen ihre Verschuldung gegenüber dem Zentralbanksystem mit ihnen zufließendem Notenbankgeld ab. Diese Ver- schuldung betrug Ende März 1951 fast 4,7 Mrd. DM, im Juli 4,2 Mrd. DM.) Die Ueberschußreserven der Banken haben sich im Juli 1951 verdoppelt. Um ersten Halb- jahr 1951 durchschnittlich 60 Mill. DM, in der Berichtszeit 121 Mill. DM.) Die Bd betrachtet diese Entwicklung mit Besorgnis. Die Verflüssigungstendenz dürfte sich nach Fortfall der Bardepots verstärken. Es gilt, einer— durch weltpolitische, also außenpolitische Einflüsse— leicht möglichen, neuen Nachfragewelle vorzubeugen. Es werde in ziemlich großem Umfange Li- quidität gehortet. In zunehmendem Maße schöben Kreditnehmer ihre Zahlungsver- Pflichtungen hinaus und behalten— ungeach- tet ihrer eigenen Verschuldung— Sleichzeitig hohe Guthaben als Liquiditätsreserven. Der gegenwärtige Zustand erfordere wirksamere Kreditselektion und freiwilliges Zusammen- Wirken mit den Geschäftsbanken.(Etwa im Sinne des auch in Amerika praktizierten „Voluntary credit restraint program“) Es wird in Aussicht genommen: Noch engere Fühlung- nahme des Zentralbanksystems mit den ver- schiedenen Bankgruppen. Auch die seit Ende Januar 1951 von 160 auf 670 Mill. DM(Ende Juni 565 Mill. DM) ge- stiegenen Exportkredite machen der Bd Sor- gen. Es wird darauf hingewiesen, daß es sich im großen Umfange hier um normale Be- triebsmittelkredite handle, die— eine Folge der Kreditrestriktionen unter der uner- wünschten und unrichtigen Bezeichnung Ex- Pportkredite laufen.. Strich durch die Rechnung Nur 5 Mio. ECA-Dollar im August Wer damit rechnete, daß Westdeutschland im August 15 Mio. ECA-Doilar bekäme, sieht sich getäuscht. Somit sind die zuständigen Bonner Stellen ebenfalls enttäuscht worden. Sie rechneten damit, daß der USA-Kongreß sämtlichen Marshallplan-Ländern ebenso Wie im Juli— eine Wirtschaftshilfe von 143 Mio. Dollar zukommen lassen würde. Doch die ECA-Verwaltung in Washington hat dem ERP- Ministerium in Bonn mitge- teilt, daß Westdeutschland für August ledig- lich 5 Mio. Dollar zur Bezahlung von Ueber- seefrachten bekäme. K DURZ NACHRICHTEN Der Zahlungsmittelumlauf im Bundesgebiet ist in der mit dem 23. August beendeten Be- richtswoche um 276 Millionen auf 797% 000 000 D-Mark zurückgegangen. In dieser Summe sind, wie die Bank deutscher Länder mitteilt. 416 Millionen D-Mark Scheidemünzen ent- halten. Die Umlaufziffer lag trotz des Rück- ganges in der Berichtswoche noch immer um 186 Millionen D-Mark über den Vergleichs- zahlen vom 23. Juli dieses Jahres. Kunstdüngergeschäft floriert S0 gut, daß die bis zum Schlußtermin vorgelegten Bestellungen die Liefer möglichkeiten überschrei- ten, besagt ein Bericht des Ammoniakvertriebes, Bochum. West-Ost-Handelskonferenz d. h. gemeinsame Beratungen der unter den Auspizien der ECE-tagenden sechs west- und ost- europäischen Staaten scheint doch zustandezukom- men. Vorbesprechungen sind bisher erfolgreich verlaufen. Offizielle Konferenz über den Aus- tausch östlichen Getreides und östlicher Nutzhölzer Segen westliche Fertigwaren oder Bezahlung in Devisen dürfte Ende September 1951 nach Genf einberufen werden. 95 Ein Beschaffungsamt rief Präsident Truman für die Beschaffung von Zum ersten Leiter des neuen Amtes wurde Jess Larson be- rufen. Weitreichende Vollmachten sind vor- gesehen. Nicht nur An- und Verkauf kriegswich- tiger Materialien für die Verteidigungsproduktion, sondern auch Produktion solcher Güter in den USA und im Ausland zu fördern. 300 Mill. DM Investitionshilfe müßte rechtzeitig den westdeutschen Elektrizitäts- Werken zur Verfügung gestellt werden, damit die Kraftwerksleistung im Winter auf 6,9 Mill. kWh gesteigert werden kann. Damit würde der Strom- bedarf dieses Winters gedeckt sein. Am Rande bemerkt: Natürlich müßte sich auch die Kohlen- Versorgung der E-Werke bessern. 400 Köpfe und— Schrott Die Regierung der Us A hat eine Konferenz mit 400 Industriellen anberaumt, um eine wirksame Kampagne zur sammlung von Eisen- und Stahl- schrott zu organisieren. Der Bedarf der USA für diesen Winter beträgt 36 Mill. Tonnen, Britische Autos ohne CHromteile Ab 1. Oktober werden an neuen britischen Automobilen, Fahrrädern und Motorrädern Chrom- teile kaum noch zu sehen sein, denn die zustän- digen Behörden haben die Chromverarbeitung stark eingeschränkt. F. W. Borgward sucht Exportabsatz Der bekannte deutsche Automobilindustrielle unternimmt im kommenden Monat eine Reise nach Südamerika. In persönlichen Verhandlungen Will er den Export der in seinem Unternehmen hergestellten Kraftfahrzeuge auf Hochtouren bringen. Naturbrunnen fettmachen können nicht die 250 Tonnen Zucker, die vom Bundesernährungsministerium als Sonderzuteilung tür Saisonausgleſche(deutsche Naturbrunnen) ver- fügt wurden. Us A-Chemie investiert laut„Journal of Commerce“. Im Laufe des Jah! res 1951 vier Mrd. Dollar. Zweck: Gegenwärtige Produktionskapazität bis 1954 um 35% zu vergrö- Bern. Us A-Chemie hat in den ersten fünf Nach- Kriegsjahren rund fünf Milliarden Dollar Neu- investitionen durchgeführt. Portland-Zementwerke legen erfreulichen Geschäfts- bericht vor Das Jahr 1950 schloß mit dem bisher höchsten Zementversand seit Bestehen der„Portland. Zementwerke, Heidelberg A.-G.“ ab, Auch die Nebenbetriebe waren verhältnismäßig gut be. schäftigt. Die in Lochhausen gelegene Ziegelei war im Mai 1950 einem Brand zum Opfer gefal- len und kam im März 1951 nach Beendigung des Wiederaufbaues wieder in Betrieb. Der Anteil des Unternehmens am gesamten Zementversand des Bundesgebietes belief sich gleichbleibend in den Jahren 1949 und 1950 auf rund 15,5%, wobel nachstehende Entwieklung zu verzeichnen ist: Jahr Zement davon Export 9 95 t 1940 908 000 13 600 900 1949 1 300 000 68 690 0 400 1950 1679 800 75 920 63 250 Demgemäß entwickelte sich auch die Beschäf- tigtenziffer der Werke wie folgt: Jahr Arbeiter und Angestellte 1948 2 807 1949 3133 1950 3515 Die Bilanz weist im Anlagevermögen Zugänge und Berichtigungen in der Höhe von etwa 11 Mill. Df auf, wahrend die Abschreibungen, Abgänge und Berichtigungen mit 7,2 Mill., DM bezeichnet Wer“ den. Das Anlagevermögen hat sich demgemäß um rund 3 Mill. DM auf 36 011 558 DM erhöht. Beim Umlaufvermögen fällt der hohe Lagerpestant einschlieglich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen au (etwa 9,4 Mill.) Hierbei mag ins Gewicht fallen daß die Forderungen auf Grund von Warenlie- ferungen und Leistungen etwa 7,1 Mill. D be. tragen und somit den zweitgrößten Posten inner- halb der Aufstellung des Umlaufvermögens von 24,7 Mill. DM ausmachen. Auf der Passivseite der Bilanz figurierten u. d. etwa 21,2 Mill. DM Rücklagen und Rülcksteeg. gen. Die Höhe der Verbindlichkeiten einsenden Iich einer Gundschuld deckt sich in etwa mit 10 Forderungen auf Grund von Warenlieferunge und Leistungen auf der Aktivseite. 136 Die Gewinn- und Verlustrechnung 3 175 Mill. DM Aufwendung an Löhnen und Gehä 125 (einschließlich Sozialabgaben) aus. Die l von Einkommen, Ertrag und Vermögen sind Ge etwa 4 Mill. DN die drittgrößte Posſtion der fte winn- und Verlustrechnung auf der Aubwand re Einschließlich eines bescheidenen Gewinn en ges zum I. Januar 1950 wird ein Gesamtse von 1.9 Mill. DM ausgewiesen. 1 Der am 11. Sten stattfindenden Aanktien Haupt- Versammlung wird Ausschüttun 8185 boigen Dividende auf Inhaber-Aktien un Schl: 50% ige Dividende auf Vorzugs-Aktien i gen werden. Der Gewinnvortrag auf das 1 5 Geschäftsjahr soll sodann rund 40 000 D tragen. Frankfurter Effektenbörse vom 29. August 5 in ätigkeit hielt sich wiederum Die Umsatztätigkeit hi Pe un engen Grenzen. Die Tendenz die Mehrzahl der Eröffnungskurse war gut gens“ 1 tig ten. Montane teils unverändert, teils veidlersel ie bis ½% schwankend. Stahlverein plus e übrigen Industriepapiere wiesen ebenfalls nu 55 weichungen bis zu ib nach beiden Hergen wobei die Besserungen überwogen. 95 einige Maschinen- und Motorenwerte bis 17⸗ metal (Accu, BBC, Demag und Lindes Eis). Rhein nach verloren 1½¼%. Sehr fest auch Lechwerke, e Pause erst. 2½% Roher zu 125 umgesstat un bei konnten. Etwas belebter lagen Großbanke 15 Besserungen bis zu 10%. Versicherungen eben Realisationen bis 5 DM nachgebend. Allianz 60, Alllanz Verein 240 bezahlt. kortige dert.! Deleg öchi! einma wolle brauch rat St Verte. werde mächt tagte dachn dagna einer Vorbe plante A Par f gon d LO wird treter Volls! ben. 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