51/ Nr. 10 gerausgeber Mannheimer Morgen verlas. Druck: Mannheimer Groß- 4 e. Wwatautnabng 18k ledig r Vercdeut- ht aber al nd an elner rkkrankung, Ursprache b bewunde⸗ Bllsabeth Srohartige kener Swen ung mehr. ville der sein dimo- tore Vene datto) und m von be- Scala ge- k Zu einem 5 rst Rüdiger dänger tingen ickung der atingen bei roßes Kon- n von jun- tten wurde. etten“ lau- tem Beifall Programm. auf(Tenol) egleitet von te und Ter- atführung⸗ s Ozem erm am Ang und Lebin eils. Ohne sager fun- Mannemer. g. kstudio 8t. gramm wir „ Dienstag. oba, Weyl —— ——— haltsdeft, us auszl- seele. W Schalker „ Maßgnak- ekt? Dann, immel. Bel usgeschlos⸗ 't, um uns nicht be. Tex + ndel, Prof, jesjährigen ler Tabak- bregts er- n Haushalt uern und eansprucht er Backge- Brotindu- Kunden höhung E West ⸗ Ost-Brotes r 1,80 DAI eint: Bun- Meblver- ein und erronnen“ ckgewerbe Angebote tärker am ückhaltend trakte be- eim, In- im, Brau- 47 franko alität un Hafer 30, 64,20 ohne on, Brot: Empfangs. Sack 5258 it Papier“ it Papier“ 1 mit Fa- itzel, lose, etrocknele fJannheim, t 2020,50 sack 23,00 Sack 45,00 Proz. Pro- rikstation, gert, Kar. Kosschrof cernschrot dreise fü in Leih- prompl“ — druckerei. Verlagsleitung: H. Bauser; chetredakt.: E. F. v. Schilling, Stellv.: Dr. K. Ackermann. Politik: E. Schäfer, H. H. Hauser; Wirtschaft: F. O. Weber; peuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: pr. F. W. Koch, M. Eberhardt; Ludwigs- hafen: H. Schneekloth; Frau: H. Hoff- mann; Sport: H. Schneekloth; Soz.-Red.: 5. A. Simon. Chef v. Dienst: O. Gentner. Bankkonten: Südwestbank, Allg. Bank- gesellschaft, Städt. Sparkasse, Bad. kommunale Landesbank, sämtl. Mann- heim. Postsch.-K.: Karlsruhe Nr. 800 16, budwisshafen am Rhein Nr. 267 43. Ungbhängige Zeitung Badens und der pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R I, 4-6 Telefon 4 1 819 Heidelberg. Rohrbacher Str. 5-7 Tel. 4440 Ludwigshafen /Rh., Rheinstr. 37„6 27 68 Bezugspreis: Monatl. DM 2, 80 zuz. DM, Tragelohn. Postbezug mtl. DM 3,20 zux. DM, 34 Zustellgebühr. Kreuzbandbezug DM A.- einschl. Porto. Bei Abholung im verlag oder in den Agenturen DM 2,80. Erscheint täglich außer sonntags. Zur Zeit glit Anzeigenpreisliste Nr. 9. Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf die Rückerstattung des Bezugs preises. für unverlangte Manuskripte über- aimmt der verlag keinerlei Gewähr. 3 4 Jahrgang Nr. 218/ Einzelpreis 15 Pf. E Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Mittwoch, 19. September 1951 Entschlossene Politik der Bundesrepublik Grotewohl wird den Zusammenschluß Europas nicht verhindern, sagt Adenauer B On n.(dpa) In einer von allen Sendern der Bundesrepublik übertragenen großen politischen Rede wies Bundeskanzler Dr. A denauer am Dienstagabend die neueste Grotewohl-Intervention als einen Versuch zurück, den Zusammenschluß Europas zu ver- hindern. Der Bundeskanzler versicherte, daß der Zusammenschluß der freien Völker der welt der sicherste Weg sei, um den Frieden in der Welt zu erhalten. Auf diesem Wege werde auch die Einheit Deutschlands wiederhergestellt werden. Dr. Adenauer kündigte an, daß voraus- sichtlich am 24. September mit den drei Ho- gen Kommissaren die Verhandlungen begin- nen werden, deren Ziel es sei, die Bundes- republik zu einem freien und gleichberech- tigten Partner des europäischen und nord- atlantischen Verteidigungssystems zu ma- chen. Bezüglich des Grotewohl-Angebots, eine gesamtdeutsche Beratung aufzunehmen, die über gesamtdeutsche Wahlen und den Ab- schluß eines Friedensvertrages beschließen solle, verwies der Bundeskanzler auf die frü- neren Erklärungen der Bundesregierung und des Bundestags zur deutschen Einheit. Die Bundesrepublik hat darin die Notwendigkeit gesamtdeutscher Wahlen anerkannt und als ihre Voraussetzungen die persönliche und po- tische Freiheit und Sicherheit in der Sowiet- zonenrepublik sowie die Auflösung der mili- tärischen Volkspolizei bezeichnet.„Wir ste- hen zu den bisherigen Erklärungen und blei- ben dabei“, sagte Dr. Adenauer. Wie die Sowjetunion vor San Franzisko alles versucht habe, um Frankreich von der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Japan abzuhalten, so versuchten heute die SED und Grotewohl im Auftrage Sowiet- zußlands, den Zusammenschluß Europas zu Was macht Persien jelzt? Teheran.(UP) Premierminister Mussa- ech hatte am Dienstag erneut eine Unter- ſedurnng mit dem Schah über das Schrei- en des amerikanischen Sonderbotschafters Farri man, in dem dieser die Uebermitt- ug des persischen Ultimatums nach Lon- don ablehnte. Der stellvertretende Premier- minister Hussein Fatemi gab zugleich bekannt, die Regierung werde das Schrei- den Harrimans am Mittwochnachmittag veröffentlichen. Inzwischen hat die Polizei bei ihrer Kampagne gegen pro- britische Elemente weitere Verhaftungen vorgenommen. Die verkolgten Kreise sollen angeblich den Sturz der Regierung geplant haben. Der stellvertretende Premier Fatemi teilte kerner mit, die Regierung habe alle re Ministerien angewiesen, ihre Gut- haben aus der britischen Bank von Teheran zurückzuziehen. Dieser Schritt ist ein Gegen- Schachzug, der die Antwort auf den Be- schluß der Bank von England darstellt, die Ronvertierbarkeit der persischen Devisen in London aufzuheben. un London verlautete inzwischen, die britische Regierung werde sich durch das angekündigte Handelsabkommen zwischen Persien und der Sowjetunion nicht dazu verleiten lassen, das persische Ultimatum ohne weiteres anzunehmen. Das Forelen Okkice wolle vor Abgabe einer amtlichen Stellungnahme einen Bericht von dem bri- tischer Botschafter in Teheran anfordern. New Vork. Der philippinische Staatspräsi- den, Elpidio Quirino, teilte am Dienstag mit, daß er eine Einladung des spanischen Staats- chefs Generalissimus Franco zum Besuch Spa- niens angenommen habe. Woodriver. In der Nacht zum Dienstag er- eignete sich in der hiesigen Raffinerie des Shell Brennstoffkonzerns eine schwere Explosion, bei der zwölf Arbeiter den Tod fanden. Das Un- glück ereignete sich, als ein großer Oelerhitzer abgebaut wurde, um einer Reparatur unter- z0gen zu werden. Vier Arbeiter wurden sofort getötet, acht weitere starben im Lauf des Vor- mittags im Krankenhaus an den erlittenen Ver- letzungen. Brüssel. Der Schumanplan steht auf der Ta- gesordnung der ersten Sitzungen des belgischen Parlamentes, wenn es im November zu seiner ordentlichen Sitzungsperiode zusammentritt. Hongkong. Der Jangtse und seine größeren Nebenflüsse führen Hochwasser. Ueber 100 000 ann wurden aufgeboten, um eine Katastro- phale Ueberschwemmung in Zentralchina zu verhüten, wWie die kommunistische Nachrichten- agentur am Dienstag mitteilte. In der Man- aschurei und Nordchina wurden schon Tausende Hektar Ackerland überschwemmt und die rei- tende Ernte vernichtet. An die drei Millionen Menschen wurden schon von den Fluten aus ren Heimen vertrieben. f Peine. Das Schöffengericht Peine verurteilte am Dienstag den 26jährigen Metzger Heinrich ehrmann wegen böswilliger Fortnahme und Zerstörung dreier Bundesfahnen zu sieben Mo- naten Gefängnis. Die wegen Anstiftung zu die- der Straftat mitangeklagte Hausangestellte Ruth Schöne erhielt zwei Monate Gefängnis. Mehr- mann hatte beim zweiten Peiner Flaggenraub em 26. August auf dem Bahnhofsvorplatz in beine drei dort aufgehängte Bundesfahnen beradgerissen und in die Fuhse geworfen. Stuttgart. In seiner ersten Sitzung wählte der neue Verwaltungsrat des Süddeutschen Rundfunks den Vorsitzenden des Finanzaus- unde und der SPD-Fraktion des württem- ler Schebadischen Landtages, Abg, Alex Möl- r(Karlsruhe) zu seinem Vorsitzenden. UP/dpa verhindern. Dieser Versuch werde erfolglos bleiben; die ganze Sachlage sei zu klar, als daß irgendjemand auf die Note hereinfallen könnte. Es gibt nur ein Entweder-Oder Dr. Adenauer ging aus von den Ergeb- nissen der Washingtoner Konferenz.„Aus den Veröffentlichungen“, sagte er,„spricht ganz stark der feste Wille der Westalliierten, uns eine volle Partnerschaft als Gleichberech- tigte anzubieten. Wir Deutschen können da- von nur mit großer Freude Kenntnis neh- men.“ Nun müßten die Verhandlungen mit den Hohen Kommissaren abgewartet wer- den, in welche die Bundesrepublik mit Opti- mismus und Vertrauen hineingehen könne. In der gegenwärtigen Situation, in der sich die hochgerüstete Sowjetunion, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei und auch die östliche Hälfte Deutschlands auf dem Wege des Kalten Krie- ges angegliedert habe, in der sie durch Divi- sionen und fünfte Kolonnen versuche, Furcht zu erregen, und in der das Bundesgebiet als Niemandsland zwischen dem Ostblock und den Westalliierten schwebe, stehe die Bun- desrepublik vor folgender Entscheidung: ent- weder politisch und militärisch ein Nie- mandsland zu bleiben, damit den Zusam- menschluß Westeuropas zu verhindern, die ISA zu desinteressieren und in die Einfſuß- Sphäre der Sowjetunion zu kommen mit allen Schrecken des asiatischen Kommunis- mus— oder ein souveräner, freier und gleich- berechtigter Partner der freien Welt gegen jede Aggression Sowjetrußlands zu werden. Die Situation Deutschlands müsse unter einem völlig kühlen und verstandesmäßigen Abwägen und Beurteilen der gesamten Welt- lage betrachtet werden, losgelöst von allen Parteipolitischen Erwägungen und Zielen. Der Bundeskanzler stellte auch die Frage, ob nicht der Beitritt der Bundesrepublik zur europäischen Verteidigungsgemeinschaft und damit zur Nordatlantikpaktorganisation zum Krieg mit Sowjetrußland hinführen werde. „Ich glaube“, sagte er,„ich kann Ihnen diese Frage beantworten, und ich bin überzeugt davon, daß ich sie Ihnen mit einem entschie- denen Nein beantworten kann.“ Europäische Verteidigungsgemeinschaft und Nordatlantik- pakt seien der ganzen inneren Struktur nach absolut defensiv. Organisationen, deren Teil- haber über ein Dutzend Staaten sind, könn- ten niemals eine aggressive Politik treiben. Die Sowjetunion könne in diesen Zusammen- schlüssen keine Aggression sehen und sie sehe sie auch nicht darin. Sie wolle auch keine größeren Risiken eingehen. Wenn aber Europa und die USA sich zur Verteidigung zusam- menschliegen, würde es für die Sowjetunion mehr als gefährlich sein, einen Krieg mit dieser Macht zu beginnen.„Ich bin überzeugt, Jag dann auch Verhandlungen mit Sowiet- rußland möglich sein werden, um der Welt einen dauerhaften Frieden zu geben. Man kann die gegenwärtige Situation immer Wie- der betrachten; man kommt zum gleichen Ergebnis: das, was jetzt die kreien Völker der Welt eingeleitet haben, ist der sicherste Weg, der Welt den Frieden zu erhalten.“ Dr. Adenauer schloß mit dem Bekenntnis:„Wir wollen den Frieden. Wir wollen Deutschland nicht zum Schlachtfeld werden lassen. Auch der Kalte Krieg muß aufhören. Die Welt muß Wieder zur Ruhe kommen. Der Frieden kann durch eine klare und entschlossene Politik gerettet und gesichert werden.“ Volkskammer-Appell an Ehlers übergeben Der stellvertretende Direktor der Sowijet- zonen- Volkskammer Gerhard Jat z k e über- gab am Dienstagvormittag Bundestagspräsi- dent Dr. Hermann Ehlers in Bonn den neuen Volkskammer-Appell. Jatzke hatte be- reits am Montag versucht, Dr. Ehlers zu er- reichen. Der Bundestagspräsident war jedoch nicht in Bonn. Nachdem Ehlers die Botschaft am Dienstag entgegengenommen hatte, reiste Jatzke sofort hach Berlin zurück. Städtetag lehnt Einladungen aus der Sowjetzone ab Köln.(dpa) Der Deutsche Städtetag hat Einladungen zur Teilnahme an einem ge- samtdeutschen Städtetag abgelehnt, die meh- rere seiner führenden Mitglieder von Ober- bürgermeistern aus der Sowjetzone erhalten haben. Der Deutsche Städtetag stellte hierzu am Dienstag fest, daß von einer echten kom- munalen Selbstverwaltung und einer demo- kratischen Legitimation der Städteverwal- tung in der Sowjetzone nicht mehr gespro- chen werden könne. Adenauers Washington-Reise noch nicht spruchreif Washington.(UP) Die für diesen Herbst geplante Reise Bundeskanzler Adenauers nach Washington wird nach Ansicht infor- mierter amerkanischer Kreise wohl kaum zustandekommen. Eine offizielle Einladung an Adenauer ist noch nicht ergangen. Warum nicht Wahl. Experiment in Berlin? „Neue Situation verlangt neue Antworten“, meint Schumacher Bonn.(dpa) Der SPD-Vorsitzende Dr. Kurt Schumacher forderte am Dienstag in einer Rundfunkansprache freie Wahlen für Berlin als„Probe aufs Exempel“ zu dem Grotewohl-Vorschlag„Freie Wahlen in ganz Deutschland“., Als Voraussetzung für solche Wahlen bezeichnete Schumacher nicht nur die Freiheit der Wahl in ganz Deutschland, sondern auch Freiheit für alle Personen und Parteien und Pressefreiheit in der Zeit vor und nach dieser Wahl. In der Sowjetzone seien solche Wahlen unter Einschaltung einer internationalen Ueber wachungsorganisation, am besten der UNO, abzuhalten. In Berlin könnten sie unter Viermächtekontrolle funk- tionieren. Die neue Situation verlange neue Ant- worten. Nicht die Machthaber der Sowjet- zone, sondern die Sowietunion müßte die Freiheit der Wahl, die Unverletzlichkeit der Person und die Gleichheit der Bedingung als bindend anerkennen. Am Beispiel Berlin könne sich erweisen,„was die anderen für ganz Deutschland wollen“. Reuter „Wenn das Angebot Grotewohls für ge- samtdeutsche freie Wahlen ehrlich gemeint ist, dann kann das in Berlin unter unge- wöhnlich günstigen Voraussetzungen durch- exerziert werden, um die Linheit dieser Stadt wieder herzustellen“, erklärte Berlins regie- render Bürgermeister Prof. Reuter am Dienstag vor der Presse in Berlin. In Berlin könnten für alle vier Sektoren jederzeit freie Wahlen veranstaltet werden mit dem Ziel einer künftigen Einheit dieser Stadt in echter Freiheit.„Gegen unseren Willen hat die so- wjetische Besatzungsmacht die Verwaltung der Stadt gespalten. Wir wollen alles tun, um eine einheitliche Verwaltung zu erzielen.“ Sorgfältige Prüfung Das Berliner Abgeordnetenhaus wurde von seinem Präsidenten Dr. Otto 8 u h r(Sp) für den kommenden Samstag zu einer außer- ordentlichen Sitzung einberufen, auf der der regierende Berliner Bürgermeister Ernst Reuter eine Erklärung des Berliner Senats zu den Vorschlägen des Sowjetzonen-Mini- ster präsidenten Otto Grotewohl über gesamt- deutsche Wahlen abgeben wird. Im Anschluß hieran werden die einzelnen Fraktionen dazu Stellung nehmen. Die CDU-Fraktion kam am Dienstag in einer Sitzung zu dem Ergebnis, daß die Vor- schläge Grotewohls nicht von vornherein in Bausch und Bogen abgelehnt werden dürften. Sie müßten sorgfältig auf ihren wirklichen Willen geprüft werden, die Einheit Deutsch- lands wieder herzustellen. An dieser Frak- tionssitzung nahm auch der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen Jakob K à Iser teil. Ostberliner Magistrat berät Der Ostberliner Magistrat wird am Don- nerstag die Erklärung des Berliner Senats vom Montag über Gesamtberliner Wahlen beraten. Der Senat hatte erklärt, die Sowiet- zonenregierung könne Berlin zum Prüfstein ihrer Forderungen nach freien Wahlen ma- chen. Die Wahlen könnten ohne besondere Verhandlungen erfolgen. Ein Sprecher des Ostberliner Magistrats ließ durchblicken, daß der Ostbeniner Magistrat nicht mehr unbe- dingt auf eine paritätische Zusammensetzung des Beratungsgremiums zur Vorbereitung der Wahlen bestehen werde. Weshkingtoner Beschlüsse Auf dem Petersberger Tauschmarkt... Die Ausdehnung des Allantikpaktes Nur noch dänische Opposition gegen Griechenland und die Türkei Ottawa(UP). Die überwältigende Mehr- heit der Mitgliedstaaten des Atlantikpaktes sprach sich am Dienstag für die Aufnahme Griechenlands und der Türkei in den Atlan- tikpakt aus. Dänemark hinderte den Atlan- tikpaktrat jedoch zunächst an einer entspre- chenden Beschlußfassung, indem der däni- sche Außenminister Kraft den Aufschub einer Entscheidung um 24 Stunden beantragte. Der Rat hat diesem Antrag ohne lange Diskus- sion stattgegeben. Die Delegation der Vereinigten Staaten zweifelt nicht, daß sich die für die Aufnahme der beiden Staaten erforderliche Einstimmig- keit im Atlantikpaktrat ergeben wird. General Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der atlantischen Streit- kräfte in Europa, hat sich für die Finbe- ziehung Griechenlands und der Türkei aus- gesprochen. Die USA, Großbritannien, Frank- reich und die Niederlande wandten sich am Montagabend an den Rat und forderten die- sen zu einer entsprechenden Beschlußfassung auf. Selbst Norwegen, das bisher Bedenken gegen einen derartigen Schritt geltend ge- macht hatte, befürwortete am Dienstag eine entsprechende Maßnahme. In Konferenzkrei- sen wird gehofft, daß auch Dänemark für dieses Vorhaben gewonnen werden kann, ob- wohl es dem amerikanischen Außenminister Dean Acheson in seiner letzten persön- lichen Unterredung mit seinem dänischen Kollegen Kraft noch nicht gelungen sein soll, dessen Bedenken zu zerstreuen. Kraft soll gegenwärtig neue Anweisun- gen seiner Regierung erwarten. Dänemark befürchtet, daß es zu wenig geschützt wäre, falls eine Ausweitung des atlantischen Ver- teidigungssystems nach dem Südosten vorge- nommen würde. Die Befürworter einer Aufnahme Grie- chenlands und der Türkei in den Pakt mach- ten geltend, daß Griechenland und die Türkei über stehende Heere mit einer Gesamtstärke von 600 000 bis 750 000 Mann verfügen, daß General Eisenhower Europa als eine„Halb- insel“ ansehe, die von ihren beiden Flanken aus verteidigt werden müsse und daß außer- dem der militärische Zusammenschluß Grie- chenlands und der Türkei mit dem westlichen Bündnissystem in einem getrennten Mittel- meerpakt so umständlich wäre, daß dazu etwa ein Jahr benötigt würde. Da der Atlantikpakt auf dem Grundsatz beruht, daß ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle ange- sehen wird, würde die militärische Stärke der beiden Länder als wirksames Abschrek- kungsmittel gegen eine Aggression dienen. Der italienische Ministerpräsident Alcide De Gasperi hatte am Montag mitgeteilt, daß 2** Sie treffen sich wieder Vor Wiederaufnahme der Kaesong-Verhandlungen?/ Schwere Kämpfe Tokio.(UP) Am Mittwochmorgen um 9 Unr Ortszeit werden in Pan Mun Jon, süd- lich von Kaesong, alliierte und kommunisti- sche Verbindungsofflziere zusammentreffen. Es ist nicht bekannt, aus welchem Grunde die Kommunisten um diese Zusam- menkunft gebeten haben, der General Mat- thew Ridgway, der alliierte Oberbe- kehlshaber im Fernen Osten, unmittelbar nach Bekanntwerden des kommunistischen Vorschlages am Dienstag zugestimmt hat. Diese Zusammenkunft könnte nach Ansicht alliierter Beobachter jedoch zum Wende- punkt in den Verhandlungen zur Herbei- führung eines Waffenstillstandes werden. Die Kommunisten schlugen dieses Tref- fen vor, nachdem sie die Alliierten der 12. angeblichen Verletzung der neutralen Ner- handlungszone von Kaesong beschuldigt hatten. Vier Soldaten der Truppen der Ver- einten Nationen sollen in das Gebiet der Neutralen Zone eingedrungen sein. Längs der gesamten rund 130 Kilometer langen Ostfront zwischen Chorwon und Kanson kam es am Dienstag zu heftigen Gefechten. Ein eingeschlossener chinesischer Truppenverband hat im Gebiet von Chor- won zwei alliierte Angriffe abgeschlagen. Obwohl von alliierter Seite mit Flammen- werfern gegen die Kommunisten vorgegan- gen wurde und es verschiedentlich zu er- bitterten Kämpfen kam, gaben die Kommu- nisten nahezu an keinem Punkt der Kampf- front Gelände auf. Die Aktionen der Luft- streitkräfte wurden durch niedrig hängende Wolkendecken stark behindert. Ridgway besucht den japanischen Kaiser Tokio.(dpa-REUTER) Der UNO- Ober- befehlshaber, General Rid gway, suchte am Dienstag Kaiser Hirohito im Tokioter Kaiserpalast auf. Dies war der erste Besuch eines alliierten Oberbefehlshabers in Japan seit Beginn der Besetzung vor sechs Jahren. In den vergangenen Jahren war Hirohito mehrfach zum alliierten Oberbefehlshaber gekommen. General Ridgway war von seiner Gattin, dern USA- Botschafter in Tokio, William Sebald, und dessen Gattin begleitet. Der Tenno empfing seine Gäste zum Mittagessen. die Außenminister der drei Westmächte einer Anderung des italienischen Friedens- vertrages grundsätzlich zugestimmt haben. Der Beweis dafür werde sein, daß Italien in die Vereinten Nationen aufgenommen wird. De Gasperi sprach in einer Pressekonferenz in der italienischen Botschaft. Der Rat hat im übrigen einen Ausschuß gebildet, der langfristige Pläne für die engere wirtschaftliche, soziale und politische Zusammenarbeit der Signatarstaaten aus- arbeiten soll. Zu Mitgliedern des Ausschus- ses wurden Kanada, Norwegen, die Nieder- lande, Italien und Belgien gewählt. Der Ausschuß soll dem Rat noch vor Beendigung der gegenwärtigen Tagung am Donnerstag einen ersten Bericht vorlegen und vor der nächsten Tagung in Rom erneut zusammen- treffen. Tito winkt mit dem Zaunpfahl Belgrad.(dpa) Der jugoslawische Außen- minister Kar de lj erklärte am Dienstag in einem Presseinterview, Jugoslawien könne bei Verhandlungen mit Italien über eine Regelung des Triest- Problems nicht von der Forderung ausgehen, daß der ganze Frei- staat an Jugoslawien fallen solle. Anderer- seits könne aber auch die Dreimächte- Erklärung vom März 1948 nicht als Ver- handlungsgrundlage dienen. In dieser Er- klärung hatten sich die drei Westmächte für 5 Rückgabe Triests an Italien ausgespro- en. In einem Interview mit der Triester Zeitung„Corriere di Trieste“ sagte Kardelj: „Offensichtlich müssen beide Regierungen eine dritte Lösung finden. Und diese kann nur durch guten Willen und gegenseitige Ver- ständigungsbereitschaft gefunden werden.“ Kardelj betonte, daß Jugoslawien eine Revi- sion des italienischen Friedens vertrages nur dann posifiv aufnehmen werde, wenn die zwischen Italien und Jugoslawien schweben den Fragen gelöst worden seien. Keine Liebe für UNO-Palästina- Vorschläge Faris.(UP) Die Friedens vorschläge der Falästina- Kommission der Vereinten Na- tionen, die die Lösung der arabischen Flücht⸗ Iingsfrage in den Mittelgrund stellen, sind bei den arabischen Delegierten auf kühle Aufnahme gestoßen. Die israelische Dele- gation hat das Schriftstück noch nicht an- genommen, sie will erst einen Kabinettsbe- schluß in Tel Aviv abwarten. Ahmed Chu- k air i, stellvertretender Generalsekretär der Arabischen Liga und Leiter der syri- schen Delegation bei den Besprechungen in Paris, erklärte:„Dieser Beginn wird zu kei- nem erfolgreichen Ende führen“. Chukairi bezog sich auf die Friedensvor- schläge, die den arabischen Staaten am Mon- tag durch die Palästina-Kommission über- reicht wurden. — 5 i NNurzfelegramm Bundeskanzler Dr. Adenauer hat, wie am Montagabend aus Regierungskreisen verlautete, in seiner Eigenschaft als Außenminister gegen die von der„Frankfurter Rundschau“ kürzlich in einer Artikelserie kritisierten Mitarbei- ter des Bonner Auswärtigen Am tes ein Dienststrafverfahren eingeleitet. Das Verfahren sei von den beschuldigten Persön- lichkeiten selbst angeregt worden. Der Kanzler werde die Oeffentlichkeit über das Ergebnis des Verfahrens unterrichten. * Das Bundesfinanzministerium wandte sich am Dienstag in einer Erklärung gegen den Schwarzhandel mit Zigaretten, Zigaret- tenpapier, Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Seife und anderen Waren, die für den Eigen- verbrauch von Besatzungsangehörigen abgabe Frei in das Bundesgebiet eingeführt werden. Das Bundesfinanz ministerium sei deswegen schon wiederholt bei den Besatzungsmächten vorstellig geworden. . 9..... e W 0 Seite 2 MORGEN Mittwoch, 19. September 1951 vr. 5 1 N— 3 5 10 8 schoben worden war. Welches ist der Inhalt Der Bundestag: 1 1.2 De N des Gesprächs„von größter Bedeutung“, das 8 Honne. Jeleonas. 1 5 5 der britische Botschafter Sir David Kelly vor 20 8 5 Kommentar seinem kürzlichen Abschied mit Außenmini- Bund estag berät über Hausbrand freiwilligenwerbung 98 5 e e ster Wyschinski gepflogen hat? Und welches 8 3 5 8 er ist der Grund, der Gromyko veranlaßt hat, Erster offlzieller Besuch ausländischer Parlamentarier im Plenarsaal Wehrpflicht? Mittwoch, 19. September 1951 in San Franzisko nur einen schwach hin- von unserer Bonner Redaktion K haltenden Widerstand zu leisten? Sind das Von unserem Korrespondenten Rugo Orlen leite E nicht alles Perlen auf einer Kette, auf der Bonn. Der Schwerpunkt der Sitzung des Bundestages am Dienstag lag in einer aus- Bonn. Bundeskanzler Dr. Ade 115 in ventua täten sich nun auch der Grotewohl- Vorschlag in führlichen Debatte über die Versorgung mit Hausbrandkohle. Bundeswirtschaftsmini- richtete am Dienstagmorgen die Prakt. in Roll Das Angebot der Regierung Grotewohl gleicher Weise anreiht? Es ist ja nicht das ster Prof. Erhard versicherte noch einmal den festen Willen der Bundesregierung, für der Regierungskoalition gesondert üb** ppsch an den Bundestag, das gesamtdeutsche Ge- erste Mal, daß der Kreml die westliche Welt das gesamte Jahr 20 Zentner Kohle je Haushalt zur Verfügung zu stellen. durch die Washingtoner Beschlüsse N gleher spräch wiederum aufzunehmen, ist gewiß nicht neu. Die Antwort, die in Bonn darauf erwogen wird, nämlich das Angebot als einen Propagandatrick abzutun, ist auch keines- Wegs originell. Neu und originell aber sind die ganzen Umstände, unter denen der Appell der Volkskammer an den Bundestag erfolgt. Westdeutschland, das bis vor kurzem noch Objekt der alliierten Politik War, ist nämlich im Augenblick im Begriff, auf dem diploma- tischen Parkett wieder festen Fuß zu fassen. Das ist auf der Konferenz von Washington ganz offenbar geworden. Die Politik gegen- über Deutschland, 1945 mit der„eisernen Faust des Siegers“ begonnen, ist 1951 gerade zu in eine Politik der Samthandschuhe um- geschlagen. Dies hat dazu geführt, daß West- deutschland, dieser Veränderung der Spiel- regeln nur allzu wohl bewußt, sich mit un- geheuerer Vitalität aufbäumt und den Sie- gern eine Rechnung Präsentiert, die diese wiederum nur sehr ungern zu bezahlen be- reit sind. Der britische„Economist“ kom- mentiert diesen Tatbestand mit den betrüb- ten Worten:„Die Aufgabe besteht jetzt da- rin, mit der bestehenden Situation fertig zu Werden. Im Mittelpunkt steht die Tatsache, daß die freiwillige Zusammenarbeit Deutsch- lands mit den westlichen Alliierten zu einer Sache geworden ist, die den westlichen Alli- jerten wesentlich wertvoller erscheint als den Deutschen. Daß dies die Deutschen in eine starke Verhandlungsposition Versetzt, ist nicht zu umgehen.“ Offenbar glauben die Politiker des Ostens in dieser eigenartigen Kräfteverschiebung eine weiche Stelle in der Marshall-Front entdecken zu dürfen. Sie könnten etwa argumentieren: Wenn bereits die Lebenskraft des westlichen Rumpf- deutschlands sowohl den Politikern Frank- reichs wie Englands einen Schreck in die Glieder jagt, so daß sie von einer„Erpres- Sungspolitik“ Bonns reden und trotz des Ubereinkommens von Washington weniger denn je geneigt sind, den Deutschen eine Aktive militärische Rolle zuzugestehen, wie- viel mehr muß sie die Eventualität er- schrecken, eines Tages ein geeintes Deutsch- land vor sich zu haben, das dann eine dop- pelte Stroßkraft entfalten könnte. Paris ist Wohl eine Messe wert. Warum sollte es sich nicht lohnen, das bisher nur unvollständig geglückte Experiment einer deutschen demo- Kratischen Volksrepublik zu Gunsten einer deutschen Einheit, auf einer wie immer ge- arteten föderativen Grundlage aufzugeben, Wenn dadurch die Möglichkeit entstände, die Bildung eines für den Osten bedroh- lichen, westeuropäischen Militärkolosses zu unterminieren? Würde nicht gerade Paris gezwungenermaßen näher an Moskau heran- rücken, Wenn Berlin Wieder deutsche Relchis- hauptstadt Wäre? Bigentümlicherweise ist gerade vom euro- päischen Westen her der Bundesregierung geraten worden, die Verhandlungen mit Srotewohl nicht in den Wind zu schlagen. Wenn dieser Rat nicht nur darauf hinaus- läuft, die Absicht des Ostens zu erforschen, so möchte man fast annehmen, daß der neue diplomatische Vorstoß der Volkskammer ge- Wissen Verzögerungsstrategen in Paris und London nicht ungelegen käme. Die Heftig- keit der amerkanischen Politik in bezug auf die Bildung eines vereinten Europas, ins- besondere aber auf die Reaktivierung der militärischen Kräfte Deutschlands, hat dort sowieso längst Befremden erregt. Man fühlt sich so etwas wie von einem Hurrikan mit- Serissen und ist sich keineswegs im klaren darüber, wo diese wilde Jagd eigentlich enden wird. Wenn jetzt, wie es bei ober- flächlicher Betrachtungsweise der Fall zu sein scheint, die Sowjetunion eine Umorien- tierung ihrer Außenpolitik anstrebt, warum sollte man dann nicht noch so lange zu- Warten bis eventuell der kalte Krieg ab- geblasen wird? Was hat es auf sich, so fragt man, daß Schukow, der Eroberer von Berlin, vom Kreml wieder in den Vordergrund ge- rückt wird? Man glaubt zu wissen, daß ge- rade dieser hohe sowjetische Militär wegen seiner nicht- antiwestlichen Haltung bisher etwas in den politischen Hintergrund ge- vor ungeheure Uberraschungen gestellt hätte. Es. Könnte jedoch auch sein, daß sich die westliche Diplomatie in gefährlicher Weise irrt. Wie, wenn der Grotewohl-Aufruf nur ein letzter Appell wäre, um nach seiner Ab- lehnung jeden Versuch, den die Sowjetpoli- tik bisher gemacht hat, die Tür nach dem Westen offen zu halten, zu beenden und das Tor mit Krachen ins Schloß zu werfen? Rey nold News hat kürzlich davor gewarnt, den Osten durch eine forcierte deutsche Remili- tarisierung herauszufordern. Nichts wäre leichter für den Kreml, als seine bisherige Friedenspropaganda plötzlich abzustoppen und angesichts einer vom Westen drohen- den Gefahr auf die„vaterländische Vertei- digung! umzustellen. Bereits deuten die Reinigungsmaßnahmen in der Tschechoslo- Wakei und in Polen darauf hin, daß man dort die Politik des Kompromisses und der Zugeständnisse zu beenden gedenkt und die Reihen gegen den Westen fester schließt. Diese Politik könnte auch auf die DDR aus- gedehnt werden. Die Aufstellung deutscher Kontingente in einer Europa-Armee wird Potsdam bestimmt nicht dazu veranlassen, die Friedensschalmeien lieblicher zu blasen. Eine Preußen-Armee nach altem Schrot und Korn aber ist gewiß die letzte Einrichtung, die wir uns im Westen wünschten. Indes, bange machen gilt nicht! Wir sind nicht der Meinung, dag Deutschland Wegen der Osten und der Westen in absehbarer Zeit aufeinanderplatzen. Viel wahrschein- licher ist, daß, wenn zwischen Washington und Moskau keine Annaherung gefunden wird, sich der Kreml möglicherweise in eine „splendid isolation“ zurückzieht und ver- sucht, vorläufig innerhalb seiner„Kontinen- talsperre“ seine wahrlich nicht kleinen inne- ren Probleme zu lösen, um dann etwa ein Menschenalter später, wenn es ihm gelungen ist, sowohl China wie seine europäischen Randgebiete erfolgreich zu sowjetisieren, mit Macht in die Weltpolitik einzutreten. Vor- ausgesetzt, daß ihm Amerika diese Atem- pause gestattet. Jedenfalls, die Vielfalt der Möglichkeiten, ob nun einer gegenwärtigen oder zukünftigen Entwicklung, erlaubt es uns nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und das Angebot Grotewohls als Trick ab- zutun. Es stecken sehr ernste Eventualitäten dahinter und unsere Bundesregierung täte gut daran, diese durch Bereitschaft zur ver- handlung mindestens kennen zu lernen. Dr. Karl Ackermann Die„Gummi-Klausel“ sowjetischer Handelsverträge London.(dpa) Die Sowjetunion macht die Ausfuhr von Getreide nach England von der Gegenlieferung von Kautschuk abhängig. Wie am Dienstag aus dem Inhalt des Han- delsvertrags bekannt wird, den Großgbritan- nien und die Sowjetunion in der vorigen Woche abschlossen, können Getreideliefe- rungen zurückgehalten werden, wenn die Sowjetunion nicht in der Lage ist, für die erworbenen Sterling-Guthaben Gummi zu kaufen. Ahnliche Bedingungen sind in einem britisch- sowjetischen Holzlieferungsabkom- men enthalten. Nach den Abmachungen über die Getreidelieferungen soll die Sowjetunſon aus der nächsten Ernte rund eine Million Tonnen Gerste, Hafer, Mais und Weizen nach England liefern. Mit der Bekanntgabe der„Gummi- Klausel“ dieser Verträge deutet„Financial Times“ das Geheimnis der schwierigen Wirt- schaftsverhandlungen an, die zur Zeit Schatzkanzler Gaitskell in den USA führt. Die Amerikaner werfen den Englän- dern vor, der Sowjetunion strategisch wich- tige Waren zu liefern, und drohen mit der Sperre jeder militärischen und wirtschaft- lichen Hilfe. Großbritannien besteht jedoch darauf, daß der Ost-West-Handel mit Ge- treide bzw. Holz und Gummi ihm mehr Nutzen bringe als den Oststaaten. Lend und die Cauberstadt EIN RHEIXISCHER KIR MES ROMAN DON HEINRICH RUM HFT 20. Fort. Copyright by Deutscher verlag. Berlin Hannes nickte freundlich.„Oo jol Uns Kirmesbud! Dat kann mer auch m Je- schäft nenne. Et künnt bloß wat besser jehnl“ 5 Sichtlich enerviert schloß die Konsul- Witwe einen Moment die Augenlider.„Par- don! Ich verstehe nicht recht. Sie wollen sagen, Sie betreiben eine Art wandernder Bühne? Einen Cirque vielleicht? Ahh, Mane Seluft, Trense und Peitsche und so weiter — mon dieu, das ist ja unerhört romantisch und interessant „Mir han en Raritätenkabinett, Frau Konsol“, erzählte Hannes gemütlich und Ueß seine Hand einen Kreis durch den Raum beschreiben,„so ähnlich wie hier, Madamm! Bloß die Raritätcher, die mir han, sin zum Teil noch lebendig! Un da is noch jet mit ze verdiene! Aber Ihr werdt hier aus dem ahlen Kram sicher nix mehr eraus zaubere als Staub un Motte! Jedenfalls“, fuhr er, wäh- rend die Dame hörbar nach Luft schnappte, harmlos fort und zog Lena mit elastischem Schwung vom Stuhl empor,„jedenfalls. Frau Konsol, hat et mich jefreut un inter- esslert, son fein Madamm ens us der Näh becbachte 20 könne. Un wenn Ihr ens op de Kirmes jeht, dann kommt ruhig bei uns an de Kass Ihr sollt umesons exein!“ Hier hatte die Dame sich gefaßt, aufge- stachelt von tiefer Empörung. Sollte eine welterfahrene Aristokratin so einem Land- straßgenritter vielleicht die Antwort schuldig bleiben?„Oh, in der Tat, äußerst liebens- würdig!“ flötete sie mit überlegener Geste und halbgesenkten Augenlidern.„Ich fürchte nur, eine Dame wie ich würde in einem solchen. sie fand nicht gleich den rich- tigen Ausdruck—„solchen, nun, zweifellos auf den Gusto allerbreitester Volksmassen zugeschnittenen Institut etwas deplaciert Wirken.“ Hannes freute sich diebisch.„keen Angs, Frau Konsol! Mir han esu viel Mumien un Ausgestoppte Repptepilien darumstehen, da fallen Sie bestimmt nit aufl Also, bis da- hin!“ Und er schüttelte der Fassungslosen herzhaft die Hand., etwa mit dem gleichen Schwung, den der ewige Großknecht Herr Pickardt heute früh bei der Gratulation ausgeübt hatte. Diesmal war es das nied- liche Bräutchen, das liebe Kind, das von den grünlich schillernden Augen der Dame fast unbemerkt aus dem adeligen Kabinett hin- ausschlüpfen konnte. An der Tür wandte Hannes sich noch einmal um.„Einen juten Rat noch, Frau Konsol, janz unter uns: Kuckt heut nit in der Milchpott, sons wird die Milch sauer!“ Trotz der Lachlust, der sſe sich, wieder in ihrem kleinen Wagen, hingaben, war eine kleine Verstimmung nicht wegzuleugnen. „Mir hängt die Besucherei eigentlich zum Halse heraus“, sagte Hannes. Da in den Sommermonaten davon nur zwei Zentner ausgeliefert wurden, entfallen auf die restlichen drei Quartale je sechs Zentner. Einen kommunistischen Antrag, der 30 Zentner je Haushalt forderte, lehnte Prof. Erhard mit der Begründung Ab, daß dies zu einer Senkung des Kohlenexports auf 1,7 Mill. Tonnen je Vierteljahr führen müsse. Eine solche rigorose Einschränkung sei nicht vertretbar. Die Bundesregierung werde aber erneut bei der Ruhrbehörde beantragen, daß die Kohlenexportquote für das vierte Quartal den deutschen Bedürf- nissen angepaßt werde. Für das letzte Vierteljahr 1951 stehen für den deutschen Inlandsbedarf 22,3 Mil- ionen Tonnem zur Verfügung. Davon wer- den 6 Millionen dem Hausbrand zugeführt. 600 000 Tonnen gehen nach Berlin, 3,4 Mil- lionen entfallen auf die Verkehrsbetriebe, 2,8 Millionen auf die Kraftschaffenden und 1,28 Millionen auf die Gas- und Wasser- Werke. Der Eisenindustrie werden 2,6 Mill. deutscher Kohle zur Verfügung stehen. 4,4 Millionen Tonnen werden in die übrigen Industriezweige fließen. Einen verhältnis- mäßig großen Kohlebedarf haben die Be- Satzungsmächte angemeldet. Sie fordern 898 000 Tonnen und haben damit im gan- zen Jahr 3,46 Mill. Tonnen verbraucht, dag sind 1,3 Mill. mehr als im vorhergehenden Jahr. Nach den Worten des Ministers ist bei einem Bedarf von 4.8 Mill. Tonnen die Einfuhr von 3,9 Mill. Tonnen USA-Kchle gesichert. Die Sitzung des Bundestages erhielt eine besondere Note durch den Besuch eitler Gruppe englischer Parlamentarier, die auf Einladung des deutschen Parlaments in Bonn weilt. Bundestagspräsident Ehlers begrüßte die Engländer und wies darauf hin, daß das englische Volk in seiner Ge- schichte einen entscheidenden Beitrag zur Pflege des demokratischen Gedenkens ge- leistet habe. Der Leiter der englischen Dele- gation, der Labour- Abgeordnete Arthur Woodburn, sprach die Hoffnung aus, daß die Entwicklung der Demokratie in Deutschland weitere Fortschritte machen Werde. Es war dies der erste Fall, daß ein Ausländer in einer Sitzung des Bundes- tages das Wort ergriff. Woodburn bezeich- nete es als den Grundgedanken der Demo- Kkratie, daß die Regierung durch das Volk kontrolljert wird. Ein wichtiges Mittel der Parlamentarischen Kontrolle der eng- lischen Regierung seien die sogenannten Fragestunden, in denen alle Abgeordneten über die Maßnahmen der Regierung Auf- klärung verlangen.— Die Einrichtung von Fragestunden im Bundestag wird bereits seit einiger Zeit erwogen. Schwierige Vermittlung im hessischen Metallstreik Frankfurt.(Je-Eig. Ber.) Der im hessischen Metallarbeiterstreik gebildete Vermittlungs- ausschuß, dessen Vorsitz der Heidelberger Arbeitsrechtler Prof. Friedrich Sitzler führt, hat am Dienstag in Schönberg im Taunus nach Anhörung der Standpunkte bei- der Sozialpartner einen ersten Vermittlungs- Vorschlag ausgearbeitet, über den nunmehr beraten wird. Trotz der Bemühungen des Vorsitzenden ist es, wie aus Kreisen der Ver- handlungsteilnehmer bekannt wurde, bisher nicht gelungen, eine Annäherung der Auf- kassungen zu erreichen. Kompromiß im Interzonenhandel? Berlin.(UP) Die westdeutsche Interzonen- treuhandstelle in Berlin und Vertreter der Sowjetzone sollen sich, nach Mitteilung gut- unterrichteter Kreise der Berliner Bundes- vertretung, über einen Kompromiß zur Wie- deraufnahme des innerdeutschen Handels geeinigt haben. Nach Unterzeichnung des Inter zonenhandelsabkommens werde, so ver- lautet, die von der Sowzjetzonen-Regierung eingeführte Straßensteuer fallen und statt- dessen die Bundesregierung eine jährliche Pauschalsumme für die Unterhaltung der Autobahn Helmstedt Berlin zahlen. Die Re- gierung der Sowjetzone soll sich bereit- erklärt haben, sämtliche anderen Behinde- rungen im Verkehr von Berlin nach West- deutschland, einschließlich der Behinderung Von Postzügen, aufzuheben. Der stellvertretende Leiter der Inter- zonentreuhandstelle, Dr. Kurt Leopold, soll am Montag nach Bonn gereist sein, um die Zustimmung der Bundesregierung zu der Kompromißgformel einzuholen. Intrigen am Königshof zu Amman Der neue jordanische König Talal sollte ermordet werden Von unserem Korrespondenten Paris. Die letzten Vorgänge in Jordanien sind in Frankreich sehr aufmerksam verfolgt worden. Dabei war weniger die Thronbestei- gung des ältesten Sohnes des ermordeten Königs Abdullah, die— wie man hier an- nimmt— deshalb von Großbritannien gebil- ligt wurde, weil London auf diese Weise glaubt, seine Position im Nahen Osten stär- ken zu können, Gegenstand erhöhter Auf- merksamkeit, als die sensationelle Meldung, daß die Wachsamkeit der Arabischen Legion ein Komplott gegen König Talal vereitelt habe. Die Nachrichten darüber sind noch ebenso lückenhaft wie blumenreich morgenländisch, wobei die„schwarze Königin“, die dritte Frau Königs Abdullah, eine große Rolle spielt. Es sei beabsichtigt gewesen, König Talal in dem Augenblick umzubringen, in dem er seine Thronrede hielt. Wichtiger ist für Pariser Ohren aber die Tatsache, daß die Berichte darin überein- stimmen, daß es der Wachsamkeit der Arabi- schen Legion und deren Kommandeur, Glu bb Pascha, gelungen sei, das Komplott aufzudecken und zu vereiteln. Glubb Pascha ist der Engländer, von dem es hieß, daß auf inn die Entscheidung König Abdullahs zurückzuführen gewesen sei, Kronprinz Talal in ein Schweizer Sanatorium zu schicken. Außerdem wußte man in der Weltpresse zu berichten, daß es zwischen Glubb Pascha und Kronprinz Talal wiederholt zu ernsten Auf- Lena seufzte recht von Herzen auf.„Aber der Onkel? Er hat sich so darum beküm- mert!“ Die Erwähnung des Onkels gab den Aus- schlag.„Dann soll er auch die Besuche selbst machen! Du gehst weg von hier, und wenn die Leute mich als Panoptikumsfigur an- sehen wollen, sollen sje auf die Kirmes kommen! Stimmt's?“ Zärtlich drückte er ihren Arm.„Schluß damit. Wir fahren zur Remscheider Talsperre, wir essen lecker zu Mittag, trinken ein lecker Püllchen Wein und feiern ganz allein Verlobung. Meinst du nicht, das wäre am schönsten?“ Statt aller Antwort blickte Lena ihn hin- gebungsvoll an. „Fahr zul“ rief der Hannes und schwang die Peitsche. Gott sei Dank, daß Albohm ihm heute noch einen Zwanziger zugesteckt hatte. Fahr zul Die Pferdchen griffen aus, das kleine Städtchen glitt schnell zurück mit all den leer bleibenden Besuchszimmern und den umsonst angelegten seidenen Sonntags- blusen. In der Ungerechtigkeit seiner Jahre vergaß das Mädchen leicht, wie heimisch es sich im Schutze dieses gemütlichen Kirch- turmes in den engen Straßen gefühlt hatte! Vergaß, daß auch etwas anderes darin wohnte als Neugier und Engherzigkeit. vielleicht auch so ein bißchen Herz, das selbst ein noch so kummererfahrenes Men- schenkind nicht für sich allein gepachtet hat. NEUNTES KAPITEL. Am Verlobungstage hatte Onkel Tobias dem Brautpaare freie Hand gelassen, es war ihm ganz recht, daß er niemanden zu sehen brauchte— die Leitung der Hochzeitsfeier- Üchkeit nahm indes er fest in Hand. Das Programm blieb so, wie er es von Anfang an umrissen hatte, wie er es sich und dem 1 tritten gekommen sei. Die berichtete A. deckung des Attentatsversuchs 885 lub Fascha müßte von König Talal als beson- deres Zeichen der Ergebenheit aufgefaßt Werden. Selbst wenn die Nachrichten über dieses Komplott übertrieben seſlen, müßte aber von den Meldungen über die Wachsamkeit Glubb Paschas und seiner Arabischen Legion eine günstige Wirkung auf das Verhältnis zwi- schen König Talal und Großbritannien aus- gehen. Eine Auswirkung, so meint man in Paris, die den Londoner Bemühungen, König Talal in allem als seines Vaters echter Nach- kfolger ansehen zu können, gerade jetzt sehr zustatten käme. Der für das kommende Frühjahr vorgesehene Staatsbesuch Talals in Großbritannien solle diese neue Freundschaft besiegeln. Paris sieht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, daß die britische Hand hier so deutlich wieder sichtbar wird. An stabilen Verhältnissen in Jordanien ist Frankreich natürlich genau so interessiert wie Groß- britannien und die USA. Aber diese Stabili- tät darf nicht versucht werden, auf fran- 26sische Kosten zu erreichen. Deshalb er- heben einflußreiche Politiker jetzt erneut die Forderung gegenüber der französischen Re- gierung ihre Levante-Politik zu aktivieren und vor allem eine Klärung der Stellung Jordaniens und des Irak zur Syrien-Frage herbeizuführen, Deukershof und einem Familienmitglied gegenüber schuldig war. Ebenso hart aber schien des Hannes Wi- derstand gegen eine Hochzeit auf dem Deu- kershof. Wochenlang sträubte er sich da- gegen, zu Lenas Schmerz; ihre seltenen Zu- sammenkünfte litten darunter. Allem, was mit Onkel Tobias zusammenhing, stand er ablehnend gegenüber. Niemand, nicht ein- mal seine Mutter, wußte, wie schwer ihn die Beleidigungen des Bauern getroffen hat- ten. Niemand auch, ja genau nicht einmal er selbst, wußte, wie er sie zu erledigen gedachte. Aber erledigt würden sie werden Hannes war es stets lästig erschienen, über seine Zukunft nachzudenken, vielleicht aus der unbestimmten Erkenntnis heraus, dem Leben bisher allerhand schuldig geblie- ben zu sein, Jetzt, da das Nachdenken ziem- lich notwendig geworden war, tat er es nur in Bausch und Bogen, beschäftigte sich nur mit dem unzweifelhaft ausgezeichneten Er- gebnis seiner zukünftigen Unternehmungen. ohne sich um ihren Charakter oder ſhre Entwicklung groß Sorge zu machen. Es würde halt etwas getan werden, davon der alte Geizkragen in die Luft gehen sollte! Wie eine Prinzessin sollte die junge Frau leben, alles, was der Alte je für sie getan Hatte, würde ein Bettel dagegen sein. Dar- um wollte Hannes auch die Hochzeitsfeier um keinen Preis geschenkt haben. Erst als Lena eines Tages wider Willen in Tränen ausbrach und er bestürzt er- kannte, wie schwer sie unter dem Zwist litt. erklärte er sich augenblicklich einverstan- den. Die ersten Tränen, die sie um ihn weinte! Er fand sich selbst niederträchtig. Wieviel Mädchen hatte er schon seinetwegen weinen sehen! Es hatte ihn stets kalt ge- lasgen, Lenas Tränen aber-erschütterten ihn. Er küßte sie ihr von den Augen.„Nicht weinen, Liebchen! Ich komm jal! Sein Stolz Auf- 5 fene Lage. Ein wesentlicher Teil toner Anweisungen an die Hohen R sare bezieht sich, wie am Dienstag aug all.. nter der Washng, der stell jerter Quelle bekannt wird, auf den deutschen el, Verteidigungsbeitrag. Zur Zeit werden. v. Bonn sowohl in Regierungskreisen Wie 5 ehr b innerhalb des Parlaments im Zusammen. el. hang hiermit zwei wesentliche Fragen ep. auer n örtert. Die eine lautet: Kekrutierung aul blind Freiwilligenbasis. Die zweite: Wer soll daß Jckabt bezahlen? e ist 350 000 Männer Ursp Wir wir erfahren, ist daran gedacht, 8h. 1 9 bald die Verhandlungen abgeschlossen g e mit einer Freiwilligenwerbung zu beg. 4 nen, um Stamm-Mannschaften und As.. bilder-Gruppen aufstellen zu Können. U. jedoch die volle Kontingentsstärke zu er⸗ reichen, wird man nach Ansicht der Sach. verständigen auf längere Sicht hin nickt um die zu zwei Jahren— herumkommen. Aus der bevölkerungspolitischen Stastistik geht her. vor, daß aus den Jahrgängen 1930 bis 1040 um besten Falle durchschnittlich 350 00 Märmer zur Verfügung stehen. Bel der früheren Wehrmacht rechnete man mt einem Untauglichkeitssatz von 28 big 40 Frozent je Jahrgang. Untersuchungen ha: ben. ergeben, daß dieser heute mindestens auf 50 Prozent veranlagt werden muß, E wäre also notwendig, daß jeder zweite Taug. Uiche des ausstehenden Jahrgang sich fel. willig meldete. Die allgemeine Auffassung ist, daß das nicht der Fall sein wird, well das Interesse der deutschen Jugend em 80. datsein mehr als gering ist. Infolgedessen werde man wohl kaum um die Schaffung eines Wehrgesetzes herumkommen. Zählen, Zahlen Alarmierend haben am Dienstag in Bonn gewisse Nachrichten aus Washington über die Aufbringung der Kosten für den deut- schen Verteidigungsbeitrag gewirkt. Aus Meldungen geht hervor, daß Westdeutsch⸗ land etwa 12 bis 14 Milliarden DM jährlich zusammen mit den Geldern für die fremden Truppen aufbringen müßte. Bundesflnanz- minister Dr. Schäffer bezeichnet diese Zah- jen unserem Korrespondenten gegenüber al „phantastisch“. Mit solchen Summen könne die Bundesrepublik nicht operieren. Nach seiner Auffassung müsse man die Meldungen, als substanzlos bezeichnen, da bisher in den Gesprächen mit den Alliierten diese Zahlen noch nicht genannt worden seien. In den Zusätzen zu den Washingtoner Kommuniquès soll übrigens, wie aus alliler- ten Kreisen bekannt wird, das Problem der Verteidigungskosten nicht angeschnitten seit, Das Bundesflnanzministerium rechnet damit, daß die Verhandlungen über dieses Them, jedoch in den nächsten Wochen begiune Werden. 2885 Bayern und der Soldatenbund 155 ö München(UP). Die Vereinigung ehemall- ger Fallschirmjäger, Sektion München- Ober- bayern, beschloß in einer Delegiertenver sammlung einstimmig, sich von der Grün dung des Verbandes deutscher Soldaten 205 distanzieren. Auch innerhalb der anderen bayerischen Soldaten- Vereinigungen sind Stimmen laut geworden, die sich gegen die Gründung eines gesamtdeutschen Soldaten- verbandes aussprechen. Reinhold Maier optimistisch Stuttgart.(tz-Eig.-Ber.) Das württember⸗ gisch- badische Kabinett beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung erneut mit den Fragen, die sich aus dem Verfassungsstreit über den Sücdweststaat ergeben. Ministerpräsident Dr, Reinhold Maier unterstrich in einer Presse- konferenz wiederholt die grundsätzliche Ubereinstimmung der Stuttgarter und der Tübinger Regierung in allen Fragen des? Verfassungsstreites. Uber die Frage, ob die beiden Regierungen unter Umständen doch noch Einspruch gegen die einstweilige Au- ordnung des Bundesverfassungsgerichtes er- heben würden, wollten die beiden Reglerun- gen jedoch vorläufig volles Stillschweigen bewahren. 5 5 ö————————— 5 zedoch meldete sich auch in dieser weichen Stimmung.„Aber meine Mutter bring ich mit!“ setzte er nach einer Weile entschlos- sen hinzu. 5 Lena blickte ihn sekundenlang ohne Ver- ständnis an. Seine Mutter?— Ja, 80 Mamma Carlotta! Natürlich sollte er sis mitbringen. Ganz selbstverständlich. 5 Der Gedanke an die Schwiegermutter hatte etwas Kältendes, Bedrückendes für die Seit dem Nachmittag im Salonwagen hatte sie Carlotta nicht wiedergesehen und War sich nicht klar darüber, ob sie es bedauerte. eber die jetzige Ankündigung konnte zie sich nicht freuen; Mamma Carlotta und der Deukershof samt den Verwandten— neim der Gegensatz war nicht zu überbrücken. Aehnlicheg dachte wohl auch Onkel 55 bias, als sie ihn schonend auf die Anku 55 der beiden neuen Familienmitęlieder 1 bereitete Er stülpte nach seiner Gewohn? heit die Lippen nach innen und N Auch als Lena um einen Wagen bat, 55 Schwiegermutter und Bräutigam am 11 zeitsmorgen vom Bahnhof abholen sollte, schwieg er. Oh, traurige Zeit! elch Mit verdoppeltem Eifer stürzte sie 1 in die Arbeit. Eine kleine, größtenteils 5 der Mutter geerbte Wäschesusstettes mußte programmgemaß vervollständidt in den; tagelang saß das hagere 3 10 Grothe aus Remscheid da, unabl 15 nühend und ausbessernd und e aus einer schöneren Zeit erzühlend. aus atlon Jugend, da es beispielsweise eine 1 500 bedeutete, eine Weltreise ins Hessenlan 185 machen. Zum Schluß mußte alles 8 185 nigt werden: einer Veränderung in Car Laie Reiseplan wegen erwies es sich als 2 dig, die Hochzeit um einige Tage e e legen. Endgültig wurde der letzte Donners Fan unz der Wehrpflicht— b leine Th Die ſigsha 00, N die Ge prämie 909. J. heatei ud ei und 40 karten it einem keife aer In een Eides-! endet feder Der Blat deu Kar Jost Ma! (üb tete sch Ho bac nei ger tag im August festgesetzt. (Fortsetzung folgt) Pre u 218/ Mittwoch, 19. September 1951 — 2 Sch icdes⏑fjỹm aus eigener Hund IV. Heiter, gutgelaunt und mit einem Lächeln, im alle Sympathien gewinnt, sitzt er n Rollstunl hinter seiner kleinen Theke,; gibt Ippscheine als und Lesekarten, bindet die biener für seine Leikbücherei und hat für alen ein freundliches Wort. Kaum einer ler seinen vanlreichen Kunden kat eine ſorstellung davon. wie schwer kriegsversehrt leer Mann ist: Querschnittsgelähmt, seit i Von den Hüften ab ist kein Körperteil ehr beweglich „eh hätte mein ganzes Leben hinter den lauern von Lazaretten und Krankenhäusern bringen mussen, wenn ich nicht das Glück habt hätte, meiner Frau zu begegnen.“ Seit i ist er verheiratet. Ursprunglien war er Konstrukteur von Be- 15 begeisterter Sportler,— ein Mensch, der ait beiden Beinen im Leben stand—. Hun- ante von Menschen, deren Leben so von und aur geändert wurde wie dieses, sind an gescheitert. Dieser Mann kat es fertig- bracht, unter den veränderten Bedingun- en eine Aufgabe zu finden, die ihm das leben wieder lebenswert erscheinen läßt. Mit emarbeiten fing es an. Fotomappen aus ſüntgenplatten und Tapeten, dann im eige- en Zimmer eine„kleine Leihbücherei“ mit Büchern dus Privatbesitz. Radio Stuttgart emittelte ihm durch die Sendung„Wir gallen helfen“ weitere Bücher: die Hauptfur- ſargestelle für Schwerversehrten- Arbeitsver- ulltlung gab nach einigem Zögern den ge- ünschten Kredit und heute floriert das leine Geschäft. i- tu Theatergemeinde erreicht 4000 in den nächsten Tagen Die Theatergemeinde Mannheim-Lud- ſleshafen wird in den nächsten Tagen ihr oo. Mitglied für sick gewinnen können. die Gemeinde will diesen Erfolg mit einer ramiierung feiern, bei der das 3998. und 09. Mitglied je sieben Freikarten für das theater, das 4000. Mitglied 15 Gratiskarten ud einen Reclam-Opernführer, das 4001. Jud 4002. Mitglied ebenfalls je sieben Frei- garten erhalten wird. Der Polizist als Ein eigenartiges Erlebnis hatte ein lannheimer Verkehrspolizist. Er war mit nem Beiwagenmotorrad auf Verkehrs- ſteike und hatte auf einer Straße zwischen ir Innenstadt und dem Vorort Waldhof aden Augenblick angehalten, als ein Mer- Kles-Personenwagen kurz vor ihm stoppte. gendete und in hoher Geschwindigkeit eder davonfuhr. md ehemall m-Ober⸗ rtenver⸗ N 0 r Grün⸗ jaten zu anderen m Sind agen die oldaten- ch tember · sich in Fragen, ber den dent Dr. Presse- zatzliche ind der gen des „ ob dle en doch ige An- htes er- glerun⸗ Weigen Krcedes Der Verkehrsstreifenpolizist. dem auf- fallen war, daß auf der Stoßstange vor im Kühler des Mercedes eine Akten- pe stand, setzte zunächst seine normale Jeitentour fort, stellte aber fest, daß der 6 bald eine Geschwindigkeit von hzig, siebzig dann achtzig und schließlich Iamlich genau hundert Stundenkilometern latte. Da der Mercedes somit die zulässige löchstgeschwindigkeit weit überschritten Mit der heute veröffentlichten Arbeit über Karl Freiherr von Stockhorn beschließen wir unsere Artikelserie, die sich mit der Deutung von Mannheimer Straßennamen befaßte. Die Stockhornstraße in der Nek- karstadt zieht sich von der Ludwig-Jolly- Straße zur Gartenfeldstraße hin. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrie- des hing im Mannheimer Schlogmuseum das hier wiedergegebene Bildnis eines badischen Generals in ordengeschmückter Uniform. Er atzt in zeremonieller Haltung in einem Impfangsraum mit Gipsabgüssen einer Athena und dem Apoll von Belvedere, an einem Tisch mit Schriftstücken und losen Plättern:„Statuten des Kunstvereins“ steht, deutlich sichtbar, auf ihnen zu lesen. Soldat und Freund der Künste— das war Karl Freiherr Stockhorner von Starein, den Joseph Weber, der gewandte Porträtist des Mannheimer Biedermeier 1838 in diesem übrigens unversehrt über den Krieg geret- teten) Gemälde lebensvoll dargestellt hat. Die Stockhorns waren ein altes Adelsge- zchlecht; als Hofbeamten und Offiziere dien ten sie dem 1807 mediatisierten Fürstentum benenlone, Den Söhnen bot danach das junge adische Großherzogtum die Chance Zu neuem, größeren Wirken. Gleich einem jün- 8 Vetter nahm hier der 1773 geborene reinerr Karl von Stockhorn ungewöhnlich rasch die Stufen einer bedeutenden militä- MANNHEIM Freie Irchitekten wollen dus Stadtbild mitgestalten helien Kritik an der„Monopolstellung“ der Planungs- und Baubehörden einer Stadt Architekt Marx, der am Dienstag in einer Mitglieder versammlung des Bundes Deut- scher Architekten über Ergebnisse der Bun- destagung in Hannover berichtete, brachte als wichtigsten Sinnspruch von dieser rich- tungsweisenden Veranstaltung die Devise mit:„Der Bauende verändert die Welt.“ Architekt Stadtrat Henning schilderte die städtebauliche Situation in Mannheim heute, wobei er nach Bebauungsproblemen, die sich am Paradeplatz und bei der Gestaltung des Lindenhofes und der Rheinpromenade er- geben, auf die Wahl eiites künftigen Aus- stellungsgeländes einging, des nicht mehr am Rhein sondern zwischen Autobahn und Seckenheimer Landstraße angelegt werden soll. Bei der notwendig gewordenen Ver- breiterung der Breiten Straße, Kunststraße und Freßgasse dürfe der Geschäftsstraßen- Charakter nicht verloren gehen. Leider habe man am Marktplatz die ge- botene Chance nicht wahrgenommen. Die Westseite sei geradezu niederschmetternd ausgefallen; hoffentlich gelinge es, wenig- stens die Ostseite noch so zu gestalten, daß sie mit der Front der historischen Altbauten in eine überzeugende Harmonie gelange. Leider hätten sich auch am Tattersall Fehl- gestaltungen einnisten können. Dorthin hätte man eine Großgarage plazieren müssen, die in den engen Straßen nicht ganz zur Ent- faltung komme. Am Friedrichsplatz habe man durch problematische Wiederaufbauten keineswegs einen günstigen städtebaulichen Eindruck erwecken können, wie er unserer Zeit entsprechend wäre. Und der Bahnhof sei mit dem Bahnhofsplatz keineswegs eine gute Visitenkarte. Architekt Stadtrat Mündel ging besonders auf die Tätigkeit des Planungsrates ein, der leider nur aus Verwaltungsbeamten, Ver- waltungsarchitekten und auswärtigen Bera- tern bestehe. Die Mannheimer Bürger und die ortansäàssigen freischaffenden Architek- ten, die mit dem Stadtleben auf das Innigste von Jugend auf verwachsen sind, hätten Anspruch darauf, in einem solchen Pla- In 100„Sachen“ und 15 000 DM uuf der Stoßstange rettender Engel hatte und der Polizist sich zudem wegen der Aktenmappe vor dem Kühler Gedan- ken machte, überholte er den Wagen und stoppte ihn. Im gleichen Augenblick stürzte aber auch schon, wie der Polizist berichtet, der Fahrer aus seinem Wagen und bat in- ständig, ihn doch fahren zu lassen, dern er habe bei seiner Garage in der Innenstadt seine Aktenmappe mit 15 000 PM in barem Gelde auf dem Bürgersteig stehen lassen. Der Geschäftsmann war nicht wenig ver- würidert, als der Polizist sich bückte, die Aktenmappe vom Kühler nahm und sie ihrem erstaunten Besitzer überreichte. Das Geld war noch in der Tasche, aber Wie diese auf den Kühler gekommen war, blieb ungeklärt. Wegen der Geschwindigkeits- überschreitung aber drückte der Polizist in diesem Falle noch einmal ein Auge zu. rischen Laufbahn. Seine militärische Erfah- rung und nicht zuletzt seine diplomatischen Fähigkeiten empfahlen ihn später dem Groß- herzog Ludwig zur Vertretung badischer Interessen auf mehreren politischen und diplomatischen Missionen in Berlin, Hanno- ver und London. 1821 kam der inzwischen zum General avancierte Freiherr als Stadt- kommandant nach Mannheim. In Mannheim scheint Stockhorn schnell heimisch geworden zu sein. Noch litt die Stadt unter den Folgen der Revolutions Kriege; der Ubergang an Baden hatte den Verlust ihrer einstigen Bedeutung als Mittel- punkt der Kurpfalz endgültig besiegelt; die neuen Landesherren taten Wenig genug, um Mannheim für das Verlorene zu entschädigen. Das gesellschaftliche Leben bestimmte noch die scharfe Trennung von Adel und Bürger. Sie wurde durch das Mißtrauen, mit dem die Bürger Mannheims der neuen Landeshoheit begegneten, eher vertieft als gemildert. Das änderte sich erst in den dreißiger Jahren, als der wirtschaftliche und politische Auf- stieg des Bürgertums sich auch auf das gei- stige und kulturelle Leben der Stadt auszu- wirken begann. Antwort nach elf Wochen zu den Ausführungen vom 4. und 11. Juli teile ich, nachdem ich höheren Ortes angefragt habe, zu Ihrer Infor- mation folgendes mit: die zur Abgabe von Erklärungen an das Finanz- amt erforderlichen Vordrucke in einem Ab- druck kostenlos und frei Haus zugestellt. Antrag gibt das bei einem Erwerb in größeren Mengen durch Steuerberater und dergleichen wird ein Preis von fünf Pfennig für den Vordruck erhoben. Dies gilt sowohl für die Vordrucke für die Er- klärung zur Einkommensteuer- Veranlagung 1950 als auch für andere Vordrucke, wie beispiels- weise kür Vorauszahlung von Umsatzsteuer SW. 8 Der Preis von fünf Pfennig pro Vordruck ist ein Durchschnittspreis für Vordrucke jeder Größe. Er ist zur Vereinfachung der Abrech- nung im Benehmen mit der Preisprüfungsstelle in Stuttgart festgesetzt worden und wurde auf der Grundlage der Papier-Preisverhältnisse von 1949(Einkaufspreis pro 1000 Bogen 27.— DRM) kalkuliert. Durch die gerade bei Papier eingetretenen Preissteigerungen haben sich die Beschaffungskosten auf z. Z. 66.— DM erhöht. Der Vorsteher des Finanzamtes Mannheim „Segnung“ der Technik Mannheims Stadtverwaltung tut und tat zweifellos außerordtlich viel für das Allgemein- wohl, nicht zuletzt für die Wiedererschließung des Strandbades. In Spätsommer-Nachmittags- stunden findet man dort, was im Großstadt- getriebe schmerzlich vermißt wird: die ersehnte 5„Sanktionierter Wucher“ in den Leser-Zuschriften Ihres Blattes Jeder Steuerpflichtige erhält vom Finanzamt Auf Finanzamt auch einen zweiten Vordruck unentgeltlich ab. Darüber hinaus und nungsrat vertreten zu sein und gehört zu werden. Der Leiter der Veranstaltung, Dr. Schmechel, fing diese Beschwerden ab mit dem Bemerken, daß es an der Mannheimer Privatarchitektenschaft liege, baureife Vor- schläge zu machen, die außer acht zu lassen für die Stadt und ihre Verwaltung ein ver- hängnisvoller Fehler wäre. Architekt Thoma wünschte eine Arbeitsgemeinschaft der Architekten, die dem Planungsbeirat, der sich um den Oberbürgermeister geschart habe, einen Planungsbeirat des BDA gegen- überstellt. Auf alle Fälle sei mit Eingaben und Beschwerden wenig zu erreichen, nur ausgearbeitete Vorschläge könnten überzeu- gen, nur für baureife Projekte könnten die- jenigen Instanzen überzeugt werden, die über die Durchführung entscheiden. Im Rahmen der in Aussicht genomme- nen„Wiederaufbau- Gemeinschaften“, wie sie in anderen Städten mit sichtbaren Er- folgen schon bestehen, ließe sich der Wunsch nach einer stärkeren Einschaltung der Pri- vatarchitekten am leichtesten verwirk- lichen. Schmechel, Thoma und Mündel waren der Ueberzeugung, daß die Privat- architekten das Risiko planender Arbeit tragen müßten, an dem nötigen Arbeits- geist sollten und wollten sie es auf keinen Fall fehlen lassen. Nach einem gediegenen Kurzvortrag von Architekt Au jr. über moderne Schulhaus- bauten in Mannheim wurde mit einer ge- wissen Erbitterung die Frage gestellt, ob denn hier jemals ein Privatarchitekt zum Bau einer Schule zugelassen worden wäre. Die Privatarchitekten verlangten auch in dieser Sparte gemeinschaftsbezogenen Bau- Wesens Berücksichtigung und Einfluß, da sonst die städtischen Bauämter zu über- mäßigen Gebilden auswuchern müßten. Den zeitlich breitesten Raum nahm als letzter Tagesordnungspunkt die Theater- paufrage ein. Die vier bekannten Platzvor- schläge wurden fachmännisch begutachtet und miteinander verglichen, wobei sich im Allstausch der verschiedenartigsten Mei- nungen, die zum überwiegenden Teil be- reits öffentlich angeschnitten worden sind, als Gemeinsames die Erkenntnis heraus- kristallisierte, daß die Wahl des Platzes eine sich ständige erweiternde Proble- matik bedeutet, die nach allen nur denk- baren Perspektiven hin untersucht und ge- prüft werden muß, um voreilige Entschei- dungen zu vermeiden. Einigkeit bestand auch in der Ablehnung des Platzes am Weißen Sand, der sowohl vom architek- tonischen wie auch gefühlsmäßigen Stand- punkt aus als undiskutabel bezeichnet Würde. Ueber die drei verbleibenden Platz- vorschläge kormte selbstverständlich in solch relativ kurzer Zeit keine dominierende Auffassung herausgearbeitet werden, doch wurde die eingeleitete Aussprache über dieses Thema als Grundlage weiterer Ueberlegungen angesehen, die konkrete und ausreichend durchdachte Ergebnisse in Zu- kunft zeitigen wird. 5 wyk/mle „Wenn es über mich kommi, betrüge ich wieder“ Frechheit und ein paar Mark brachten sieben Monate „Ich habe nichts zu sagen“, sprach die überenergische, 21 Jahre alte Angeklagte und setzte sich so patzig wie möglich auf die Anklagebank. Und das stereotype„Hier- über verweigere ich vollkommen die Aus- sage“ wiederholte sich mindestens genau 50 Oft. Der Richter aber zeigte eine Engels- geduld und bildete sich sein Urteil aus den wenigen Fragen, die sie geruhte, zu beantworten, obwohl sie zu Anfarg gleich erklärte, das alles, was ihr die Anklage zur Last legte, stimme. Zur Verhandlung standen fünf kleine Betrugsfälle, die sie nach Absitzen von drei Vorstrafen in den letzten zwei Jahren von neuem begangen hatte. Eine alte Frau, pei der sie als Hausgehilfin beschäftigt war, brachte sie um eine Handtasche und ein Damenfahrrad. Eine andere Frau prellte sie um fünf DM.,„weil sie ihr Geld zu Hause gelassen hatte und nicht mehr hineinkonnte“, und sie brachte auch eine zweite Handtasche in ihren Besitz, die sie allerdings zusammen mit dem Fahrrad nach zwei Wochen wieder bei der Eigentümerin ablieferte, aber nur, weil sie gehört hatte, daß Anzeige gegen sie erstattet Worden War. r Vielleicht hätte sie das resolute„Es tut mir leid, ich bin immer so“ nicht sagen und beim Antrag des Staatsanwalts über sechs Heiherr von Stockhorn- der erste Vorsitzende des Kunstvereins Der adelige General besaß genug Vorurteilsfreiheit, um das Aufsteigen des Bürgertums zu respektieren Stockhorn war aufgeschlossen und vor- urteilsfrei genug, sich diesen Strömungen nicht zu versagen. Wie er als militärischer Kommandant sich die Achtung und Dank barkeit der Bürgerschaft durch eine gerechte, sachliche Führung seines Amtes und durch tatkräftige Hilfe, etwa schon bei der Hoch- wWasserkatastrophe von 1824, zu sichern wußte, so nahm er auch tätigen Anteil an den Bemühungen, dem geistigen Leben Mann- heims neue Impulse zu geben. Sie gingen zu- nächst allein von den bürgerlichen Kreisen aus und fanden ihren ersten fruchtbaren An- satz in der Gründung des Mannheimer Kunstvereins im Herbst 1833. Der adlige Stadtkommandant übernahm das Amt des Präsidenten und übte es bis kurz vor seinem Tode im Jahre 1843 aus. Die Ausstellungen, die der Verein jährlich im Erdgeschoß des Bibliothekflügels des Schlosses zeigte, waren zu ihrer Zeit ein bedeutendes künstlerisches Ereignis. Daß ihm die schönen Erfolge schon in den ersten Jahren nach der Gründung vor- nehmlich zu danken waren, bezeugt das Bild- nis des Generals, das der Mannheimer Kunst- verein von seinem ersten Präsidenten malen ließ. I. w. Ausspannung. Bedauerlicherweise aber nicht restlos. Am Eingang des Bades heißt es:„Das Mitnehmen von Fahrrädern und Hunden zum Strand ist verboten“. Nicht verboten ist leider die Mitnahme von Radios. Da kommst du ermattet und abgehetzt aus dem Beruf, suchst dir ein Plätzchen abseits oder bei Bekannten und legst dich längs, um dich, ohne denken zu müssen, zu entspannen. Kaum liegst du aber eine Weile, da schreckt dich das Gedudel eines Kofferempfängers in die Höhe, den ein soeben neu hinzugekom- mener Nachbar durch die Gegend schmettern läßt. Und wer sind die Veranstalter dieser „Gratis-Konzerte“? Meist junge Leute, die die Hetze des Berufslebens noch nicht kennen, denen aber auch jede Rücksichtnahme fremd ist. Du verziehst dich verärgert wo anders hin, immer wieder folgt ein neuer Ankömmling mit seiner Radau-Kiste. Ist gegen diesen offen- baren Unfug denn nichts zu machen? Hier hilft nur entweder ein Verbot des Mitnehmens von Empfängern ins Strandbadgelände oder die ausschließliche Benutzung von Kopfhörern für die Interessierten oder am besten die Zuwei- sung eines abgegrenzten Gebietes am Rande des Bades für diejenigen Besucher, die glau- ben auch während ihrer Erholungszelt auf die „Geräuschkulisse“ nicht verzichten zu 1 C. M. Nochmal: Astrologie! Die Leserbriefe in Nr. 212 könnten anneh- men lassen, der Einsender aus Nr. 207 stehe mit seiner Ansicht allein. Er hat aber vielen aus dem Herzen gesprochen! Die Beschäftigung mit kosmischen Einflüssen, für haltlose Seelen in Taschenbuchform mit Schlagwortregister vei- niedlicht, unmebelt die Gehirne. Einer bringt Monate Gefängnis nicht so ausgesprochen unverschämt grinsen sollen, denn das Ge- richt gab ihr schließlich sieben Monate— zum Abgewöhnen. Web Filmspiegel Capitol:, Herrin der toten Stadt“ Eine Wildwest-Räuberpistole von durch- schnittlichem Kaliber. Rauberbande räumt Bank aus, geht stiften, schleppt sich durch Salzwüste Colorados zu verlassener Gold- gräberstadt, die nur noch von Opa James Barton und schießwütigem weiblichen Enkelchen, der toten Stadt„Herrin“ be- wohnt. Beunruhigung, die Mädchen und von ihr bewachte Nuggetberge auf Ange- hörige des„Gangs“ ausstrahlen, erhöht Span- nung. Räuberboß(Gregory Pech) schließt „gentlemen agreement“ mit Opa, nach dem dieser den bärtigen Rowdies die Hälfte sei- nes Schatzes aushändigen soll. Aber nur Anführer der Bande ist ein ehrlicher Gau- ner, die anderen wollen das ganze Gold. Unter Führung eines von Geldgier Beses- senen— von Richard Widmark lauwarm dargestellt Kampf der Strauchritter gegen eigenen Häuptling. Letzterer behält Oberhand, zu der er noch das Enkelchen bekommt, wofür er als Symbol seiner Sau- lus-Paulus-Wandlung das der Bank gestoh- jene Geld dieser wieder auf Dollar und Cent in den Safe legt. Soll-Seite der Kritik: Thema ohne An- satz zu grundsätzlicher Aussage. Weiblicher Star Anne Baxter zu farblos für die ihr eingeräumte dynamische Rolle. Längen ins- besondere in der Exposition. Die positiven Posten? Die Sparsamkeit des Dialogs oder das Uebergewicht des Optischen gegenüber dem Akustischen, möglicherweise auch das Eolorit der„toten Stadt“... und schließ- lich noch die männliche Herbheit der von Regisseur William A. Wellman ausgearbei- teten filmischen Konzeption. rob Kurze MM“- Meldungen Erste Wintergemüse und dickbauchige Kürbisse. Der Dienstagwochenmarkt zeigte die reiche Fülle des Herbstes, aber auch schon die ersten Wintergemüse wie Rosen- kohl(Zu 40 Pf) und Meerrettich zu 1.40 DM je Pfund). Sonst waren an Obst angeboten: Aepfel 15 bis 35, Birnen 25 bis 40, Zwetsch- gen 28, Pfirsiche 25 bis 50, Weintrauben 35 bis 70, Bananen 90 Pf bis 1.— DM., Nüsse 1,40, Brombeeren 50 Pf, Quitten 28, Mira- bellen 25 bis 28, Zitronen je Stück 15, bis 3 Stück 50 Pf. Gemüse notierte folgende Pfundpreise: Spinat 15, Tomaten 15 bis 20, Weilßkraut 12 bis 15, Rotkraut 18, Wirsing 18 bis 20, Mangold 15 Pf, Pfifferlinge 1,50 bis 1,30 DM, Maronenpilze 80 Pf bis 1,20 DM, Kürbis 12, Paprika 50, Bohnen 25 bis 35, Gelbrüben 15 bis 20, Rotrüben 15, Gur- Keri 15 Pf. Eltern treffen sich. Für 20. September, 20 Uhr, werden die Eltern des Bezirks der K-5-Schule in die Aula der Sickinger-Schule, U 2, zu einer Elternvollversammlung von dem Elternbeirat eingeladen. Wir gratulieren! Das Fest der goldenen Hochzeit feiern die Eheleute Jakob und Berta Keßler, Zellerstraße 55; Philippina Fleischer, Waldhof, Kattowitzer Zeile 69, wird 78 Jahre alt; das 73. Lebensjahr vollendet Karl Volz, Bürgerheim, E 6, 1; Ludwig Stephan, Unter- mühlaustraße 202, feiert seinen 70. Geburts- tag. Ius dem Polizeibericht Der nasse Tod. Der aus dem Rheinauer Hafenbecken geländete Tote konnte jetzt als ein 21 jähriger aus Maikammer, der beim Baden im Rhein ertrunken ist, identifiziert werden. Heimliche Extratour. Einem Lkw.-Besitzer in Rheinau wurde von einem 16jährigen in der Nacht der Lkw. entführt. Bei der Ver- nehmung stellte es sich heraus, daß es schon das zweitemal war, daß der Wagen aus dem Lagerplatz geholt worden war. Unbekannte Diebe stahlen in der Nacht von einer Baustelle in Neckarau ein etwa acht Meter langes Kupferkabel. Dachziegel fiel. In Neckarau wurde ein alterer Mann auf dem Nachhauseweg von Hör KWVymit 85 tragen ie Ihren fachhängler einem herabfallenden Dachziegel so unglück- lich am Kopf getroffen, daß er auf der Stelle zusammenbrach und eine ernstliche Kopf- verletzung davontrug. Bei einem Tobsuchtsanfall rannte ein 24 Jahre alter Mann in seiner Wohnung eine Fensterscheibe ein und wollte sich anschlie- gend aus dem Fenster der im vierten Stock gelegenen Wohnung stürzen, Angehörigen und Hausbewohnern gelang es, den um sich Schlagenden bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten und den Sprung durch das Fen- ster zu verhindern. Da der Festgehaltene weiter tobte, mußte er ins Krankenhaus ein- geliefert werden. Fahrerflucht. Auf der Waldhofstraße wurde ein Radfahrer, der in Richtung Lu- zenberg fuhr, bei dem Versuch, vom Fahr- radweg auf die rechte Straßenseite hinüber- zuwechseln, von einem in gleicher Richtung fahrenden Volkswagen so schwer angefah- ren, daß er stürzte und sich neben einer Ge- hirnerschütterung eine Kopfverletzung zu- 20g. Der Fahrer des Volkswagens zog es Vor, sich der Feststellung seiner Personalien durch die Weiterfahrt zu entziehen. Festprogramm der Handwerkskammer z um 50. Geburtstag Die Handwerkskammer Mannheim, die in den kommenden Tagen ihr 50jähriges Bestehen(und nicht ihr 60jähriges, wie gestern irrtümlich in unserer Ueberschrift angegeben) feiert, hat dafür ein umfang- reiches Festprogramm vorgesehen. Am 23. September wird im Ufa-Palast um 9.30 Uhr unter Mitwirkung des National- theater-Orchesters eine Festfolge abrollen, in deren Mittelpunkt die Festrede von Wirt- schaftsminister Dr. Veit, der Ehrenmeister des württembergisch-badischen Handwerks ist, stehen wird. Der Präsident des Zentral- verbandes des deutschen Handwerks, Töp- kermeister R. Uhlemeyer, wird bei dieser AmRrGuNc EN.„ BEScHW ERDEN das„gewichtige“ Argument, er habe auf astro- logischer Grundlage geheiratet und könne von einer glücklichen Ehe sprechen. Herzlichen Glückwunsch, daß es trotzdem geklappt hat! Ich habe nicht auf astrologischer Grundlage geheiratet und habe auch eine glückliche Ehe. Was soll das denn beweisen? Ein anderer ver- weist auf die Dinge zwischen Himmel und Erde, die der Verstand nicht erfassen kann. Er kann sie tatsächlich nicht erfassen— aber die Astrologie, ob mit oder ohne Verstand, will wissen, was wir nicht wissen können, und zwar haargenau, schrankfertig jeden Samstag in der Zeitung, EFinheitskonfektion für alle. Daß die Astrologie kein Unfug ist, dafür ist sie selbst und nicht die Gegenseite— beweispflichtig. Geschichtliche Personen, die nach astrologischer Deutung gleiche Charakter- eigenschaften hätten haben müssen, waren grund verschieden. Und„große Geister der Ver- gangenheit“, auch der jüngsten Vergangenheit, die sich astrologisch beraten ließen, haben schweren Schiffbruch erlitten. Und dann die „Wochenkalender“: Alle„Löwen“— viele, viele Millionen!— finden in dieser Woche„Halt und Stütze durch eine nahestehende Person“. 80 einfach ist das Leben! Sämtliche„Waagen“ „müssen sich einen Wunsch zunächst versagen“. Nur für Millionen von„Wassermännern“ für jeden einzelnen!— ergeben sich„kleine Möglichkeiten in Geldsachen“. Bravo! Für jeden etwas, das sowieso passiert, und E. F. stellt dann verblüfft und zufrieden fest, daß es wieder mal genau hingehauen hat. Einfach, Was? R. B 8 mr astrologischer Kalender ist ein unter- haltsamer Lesestoff, den man nicht mehr ver- missen möchte. Feierstunde öffentlich Stellung nehmen zu dem kürzlich ins Leben gerufenen„Deut- schen Mittelstandsblock“, dessen Ziel dar- auf gerichtet ist, Einfluß zu nehmen auf die Gesetzgebung und Verwaltung und der ge- meinsamen Aktionen bei künftigen Wahlen vorbereiten will. Am gleichen Tag wird um 19 Uhr in den Räumen des Heidelberger Schlosses unter Mitwirkung von bekannten Künstlern ein Unterhaltungs- und Tanzabend gegeben. Für 24. September ist eine gemeinsame Modenschau um 14 Uhr im Ufa-Palast vor- gesehen, an der sich die Mannheimer Innun- gen des Bekleidungshandwerkes mit Spitzen- leistungen beteiligen. Diese Modenschau soll gemeinschaftlich den hohen Leistungsgrad des Handwerks dartun. Schließlich wird für Ende Oktober eine Ausstellung„Schaffendes Handwerk“ vor- bereitet, die in Heidelberg gezeigt Wird. Wohin gehen wir? Mittwoch, 19. September: Nationaltheater, 19.30 Uhr,„Die lustigen Weiber von Windsor“; Amerikahaus 19.30 Uhr: Schallplattenkonzert, „Schöne Stimmen“, Marion Anderson, Alt, Lieder, Arien, Spirituals; Filme, 15, 16, 19, 20 Uhr:„Wochenschau“„General Eisenhower“ — Malaya“; Amicitia, 15 Uhr, Mannheimer Hausfrauen- Verband,„Herbstmodenschau“. Donnerstag, 20. September: Nationaltheater, 19.30 Uhr,„O diese Kinder“; Amerikahaus, 20 Uhr, Englische Volkslieder— ihre Ge- schichte und Hauptmerkmale, Gitarrevortrag, Sprecher: W. H. Wolsey, England; Städtische Kunsthalle, 20 Uhr,(Gesellschaft der Freunde Mannheims),„Mannheim im bürgerlichen Zeitalter 18181914“, Sprecher: Prof. Franz Schnabel. Wie wird das Wetter? Weiterhin kühl Vorhersage bis Donnerstagfrüh: Am Mittwoch zunächst stark be- wölkt, und etwas schauerartiger Regen. Im Laufe des Tages 5 5 Uebergang zu wechselnder Be- wölkung, noch leichte Schauerneigung. Höchst- temperaturen um 15 Grad, Tiefstwerte 6 bis 9 Grad. Mäßige nordwestliche Winde. Uebersicht: Unser Gebiet gelangt in den Bereich schwacher Störungsfronten. Dabei nehmen die Temperaturen ein herbstliches Gepräge an. Wetteramt Karlsruhe Pegelstand am 19. September: Maxau 411 (8); Mannheim 265(—5); Worms 192(—5): Caub 170(2). 0 4 2„ Gee e— 2— 5 5. 5 5 i 5 * Seite 4 MORGEN Mittwoch, 19. September 1951 Nr. 2 E20 2 2 2 5 2 a 2 0 7 17 90 E— 1 0 Zwei Jahre und sieben Monute Gefängnis für Dr. Göring Spo und Spiel, Hein len ot Jauotit fu uropameis er Sch Fos 3 N 5 8 8 5 sere Außerdem fünf Jahre Berufsverbot/ Das Gericht ordnete Verhaftung an Hockey- Spiegel Auch Max Schmeling prophezeit Sieg des Hamburgers Heidelberg. Der 41jährige Arzt und Pflegeanstalt in Wiesloch, Medizinalrat a. D 3533 5 21 Seit Tagen gibt es in der Boxsport-Metropole Arbeit seiner starken Linken überlegen 1 Psycho-Therapeut Dr. Ernst Göring aus Dr. Alfred Schwenninger, als Sachverstän- n eee 5 88. 5 Berlin und bei allen Freunden dieser Sportart Punkten. Aus 22 Proflkämpfen holte er 0 g Waibstadt wurde am Dienstag nach sieben- diger vor Gericht gemacht hatte. Wer in] Der mehrfache. 8 in Deutschland und in England nur einen Ge- Siege. Dreimal muß 0„ seit 1940 M, zur täsiger Verhandlung vom Heidelberger einer derartigen Art, wie Dr. Schwenninger, Meister 8 N 3 sprächsstoff: Wer wird Europameister im N N zuletzt segen den Arge, Alte Schwurgericht wegen fahrlässiger Tötung zu offensichtlich entscheidenden Fragen aus- ene blen In dem stets fairen Schwergewicht? e. heil zwei Jahren und sieben Monaten Gefängnis weiche, sei nicht geeignet, das Gericht zu Treffen 9 8 die Gäste insbesondere in der Der jetzige Titelhalter, Jack Gardner(Groß- ade e 1 Hein EI. Sowie fünk Jahren Berufsverbot verurteilt. überzeugen. ersten Halbzeit Vorteile, kamen jedoch nur zu britannjen) Jahrgang 1926, ist in Deutschland 5 5 er aningnel ln i Das Gericht ordnete seine sofortige Verhaf- einem auf Strafecke hin erzielten Tor. ein fast unbekannter Mann, während der lange 5 A un in ene tung an. Die Verteidigung will gegen das In deg zweiten Halbzeit erzielte Dr. Breit- Hein für jeden Sportbegeisterten in der Bun- 1 e Verte pen vor allem Urten Revision einlegen. Dr. Göring hatte KPD-Stadtrat Feller verhaftet kopf nach einem Alleingang den zweſten Tref- dsrepublte ein Begriff 25 85 e. 1 Runden und in seiner ärztlichen Praxis in Waibstadt ein Ludwigshafen. Der frühere Landtagsab- fer. Greulich II brachte unmittelbar darauf au dee 98*** mit erstmalig über eine soſche Pistabz r 5 Heim für schwer erziehbare Kinder ein- geordnete und Wiederaufbauminister von durch überlegten Schuß das Anschlußtor an, 25 5 55 in Berlin ist zu erkennen, zwar, daß dieser Kampf kein Spatetgaz gerichtet, in das er im Januar 1950 den mit Rheinland-Pfalz, der kommunistische Stadt- 5„* daß Gees een aller Neisse die und der Engländer ihm körperlich ebend 0 5 einem schweren abnormen Leiden behafte- rat Willy Feller, Ludwigshafen, ist, wie die 88 e Torhüters nutzte Greu- meisten Chancen für einen Titelgewinn ein- ist, jedoch ist ee Erfahrung m ten, damals 15jährigen Jürgen Lehmann aus Ludwigshafener Polizei erst am Dienstag lich I erneut zum Tors di. geräumt werden. Während ten Hoff von der Kämpfen 5 5 1 un eerkclasße unn bein ere Hirschhorn aufgenommen hatte. Nach neun- mitteilte, am Freitag verhaftet worden. Pike auf mit dem Boxsport vertraut ist, und 8 8 5 e 881 von. monatisem aufenthalt im Hause des Dr. Feller hatte auf einer von etwa vierzig Per- 180 Bruchsal— Germania Mannheim 1:20 sich bereits als Amateur vor dem Kriege und. Gegenwaffe für die Lbenc e— Göring ist Jürgen Lehmann am 1. Septem- sonen besuchten Versammlung der Kommu- Dieses Pflichtspiel sah die Gastgeber als als Europameister während des Krieges einen e. 0 e der S 112 50 in völli 8 ste 1 nistisch Partei 1 inem Lokal in Lud- Slücklichen Sieger. Die Mannheimer waren Namen machte, trat Jack Gardner, den die Eng- k 220. 5 chlachtpan He ber 1950 in völlig ausgezehrtem Zustand im 8 en tei in einem Lokal in Lu 5 5 5 i 3 5 1 des Trainers Franz Mück unser Alt 16 Jahr verstorb Bei der wigshafen-Oggersheim gesproch d sich, über weite Strecken gleichwertig, hatten jedoch länder scherzhaft wegen seines Aussehens 85 den der 1 in Heldelberg a 89855 28 5 n 1 im Schußkreis nicht immer die nötige Konzen-„Clark Gable“ nennen, erst nach 1945 als Boxer„Ich ne. 1 1 8 am Sonntz Li 5 8 3 8 5 5 tration. woran auch die reichlich harte Gangart in Erscheinung. Jack Gardner lernte als An- in der Berliner Waldbühne die Schwergewicht Tod durch Verhungern bestgestellt. 5 und Beleidigungen Segen die Regierung und der Gastgeber schuld gewesen sein dürfte. Bei gehöriger der Grenadier Guards in Berlin als Furopameisterschaft durch einen Sieg 89 Landgerichtspräsident Dr. Anschütz be- Regierungsorgane“ ergangen. Kriminal- den Gästen flel zeitweise Kenngott durch Ver- Besatzungssoldat das Boxen. Am 27. März 1951 den e Jack 5(England) für ntolg tonte in der Urteilsbegründung, daß Dr. Gö- beamte, die in der Versammlung waren, ver- letzung aus. boxte der Engländer gegen Europameister Joe Deutschland gewinnen wird“, sagte Exweltmel. kaum ring nicht nur unärztlich, sondern unmensch- hafteten daraufhin den Redner und lösten Erst in den Schlußminuten kamen die Bruch- Weidinger und schlug ihn durch hervorragende ster Max Schmeling in einem dpa-Interviep. 3 lich gehandelt habe. Wenn er auch den Tod die Versammlung ohne Zwischenfälle auf. Saler durch Huck im Anschluß an eine abge- f geben des Knaben nicht vorsätzlich herbeigeführt Stadtrat Feller wurde inzwischen dem Er- wehrte Strafecke zum Tor des Tages. 0 2 607 neue ie 7 N 5 habe, so habe er ihn doch mit seiner„mono- mittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl 5 170 71 4. 5 16 I 1 8 9 gegan manen Besessenheit“ zogrundegerichtet. Das auf Grund des Strafrechtsänderungsgesetzes 10 78 Heidelberg— HTV 46 Heidelberg 2.2 l AN 4 5 ona 4 5 75 Gericht sei zu der Ansicht gekommen, daß vom 30. August 1951 erlassen hatte. e. Schweizer Handball-Elf darf nicht unterschätzt werden 2 Jürgen Lehmann mehr das Gbjekt des Ehr-„rundes ebdete mit einem ger 5 985 geizes von Dr. Göring gewesen sei, als Saujagd am Wachenberg 1 8. 8 Es wäre verfehlt, die Schwelzer Handball- Sides den A e d dsc aul. tet g 1 1 5 8 8 1 50 g 8 5 1 1 bietet, um in der Handball- un CCC/VG%C0%%%0õ0h dd 5 eKRIaf a en Seine„ berggebiet Wildschweine festgestellt. Am der zweiten Hälfte kamen die Platzherren dann 5 1 10 1 II biet können. Die deut der. 155 8 5 Samstagabend hörte der Jagdpächter auf besser in Fahrt und stellten durch Rahmer 55 V 8 9 1 0 Folizei Kieh, de 3 8/„Butzenfeld“ das Bre- 80845 e 1 3 vewinnen können und nur ein Torverhältnis Kiel), Isberg(Polizei Hamburg): Weist ol 5 Sekügt. 5 5 Usbegrün- chen eines Schwarzkittels und nach kurzer 8 Mittellage Kelle 3 8 80 Lon 25784 erreicht, aber am Können der Deut- Hamburg), Vick(Polizei Hamburg), Podoldbe 85 Dr. Anschütz nahm in der Urteils Sri? Zeit zog im hellen Mondlicht— es war 8888 N e n und Gsterreicher sind sie doch stetig(THW Kieh); Wanke(Polizei Hamburg), Käser betzeg dung auch zu den Aussagen Stellung, die gerade Vollmond— ein schweres Wild Ausgleichstreffer, Bei den Platzherren wußten empor gewachsen.(Berliner SV), B Kempa(FA Göppingen), Dah⸗ Gross der ehemalige Chefarzt der Fleil- und Schwein vorüber Nit denn. besonders Schneider, Rieth und Korn zu ge- J)) Unger(THW Kieh, Schädlich Hamborn 00. 95 5 kallen, während beim TV 46 einmal mehr Erich 18 2 8 1 0 1 CCC done. Rennfahrer Kurt Nitschy! „Miß Kohl lkop/ schwand. Am Sonntag in der Früh fand der kert 11 und Jehle nicht viel nachstanden. wonnen, gegen Spanien in Madrid 8:2 und 155 Der deutsche Motorsport erlitt mit dem 2 g 8 83 7 a 1 N 85 i 5 1 Elf schlug Luxemburg 21:6. Mit- Tode des Karlsruher Motorradrennfahrers Rurt Mit Schönheitsköniginnen fing es an, von Jagdpächter einen 157 Pfund schweren Kei Die Tabelle Schweizer B-E 1 5 0 8 8 Ku een auen keen 1e Paten ler, durch Herazschuß erlegt, im Felde. Nach ry 4c Heidelberg 4 1 1%% n be ktiente Stirtscningor war dabel der wurk- Nitschky einen herben Verlust. Der J fh bott, . ie dem Schuß kam das geschosse Tier nu SG Bruchsal 4 1 3 0 423 323 Kräftigste Stürmer. Der Internationale Hand- verstarb in den Morgenstunden des Montagg in 0d, 1 oder Sommersprossenkönig abgesehen, die S Seschossene Ti nur a 5 5 8 f Tod, man jenseits des großes Teiches zu Würden noch bis zum Waldrand, fiel tot zu Boden HC Heideiberg 2 0 1 1 ball-Verband hat den Leistungsfortschritt der seiner Heimatstadt an einer Angina pectoris. Krank erhob. Bald kamen fd Amerita, 4h Eng- und rollte den Abh Dintint ts Feld Jermania Mannheim 3 1 1 1 14 4.4 Schweizer dadurch anerkannt, daß er ihnen für Kurt Nitschky, der bereits 1932 zum Motor- unser, 0 775 92 ee aus hümumter aufs Feld. 46 Mannheim 1 li 1952 die Durchführung der 3. Weltmeisterschaf- sport kam, holte sich 1936 allein 17 Ausweis- erva land, China, Haiti, Baden, Württemberg; nun Beim Abtransport des Keilers durchs Müll. 1 g 5 5 N SP 8 1 S M 78 Heidelberg 3 1 8618 88 ten übertrug. fahrerrennen, war 1939 auf DKW der erkolg. Warten wir schon auf Miß Südweststaat de öft 5 Be Wildschwei büh 1 f f 10 58 me ld ich 10 4 3 Wurde öfters das groge Wi Wein gebüh- 8 Mannheim 2 0 2 0 626 2:2 reichste Privatfahrer der 350- c m-Klasse und 1 e eee e rend bewundert. Es ist der schwerste Keiler, vn Mannheim 4 0 0 4 00 0978. e 8 uhr schließlich 1948 in seinem erfolgreichen in 5. ein Spaus daneben ist. Es folgten die Wein- der bis jetzt auf dem Wachenberg erlegt i k. 5 5 5 s sesen Jahr allein acht Siege heraus, Nitschky zeich mit de Wännnen und Weinprinzessinnen und der wurde. Der derzeitige Jagdpächter hat bis. 5 nicht 1 unge ae Deutschen Weinkönigin die Beinkönigin. jetzt sieben Wildschweine im Wachenberg⸗ 0 ö N 75 I 92 1+ 22 77 2 22„f/ VVV 1 1 5 f ADM, des heutigen DMV, aus. Vorher hatte 5 8 F e ee. 0 enen E i An N 2 Amp en Nitschky kaum 218 Jahr nach Kriegsschluß die 15 2 35 2333 8 3 u ˖ d fahrer-Vereini 8 N 8 1 1 58. 500 000 auf dem„Worschtmarkt“ Internationales Kräftemessen in insgesamt sieben Sportdisziplinen ere uur da Me, . e 3. Bad Dürkheim. In den sieben Tagen des 0 erstes deutsches Motorsportrennen nach dem gen, ke n und Handkũse und ve den 5 i Waren es am vergangenen Wochenende drei Marathonläufer im Vordergrund. In Kri l 1 d ichtet Werde er, Königlienen würde Gewählt Bürkheimer Wurstmarktes tranken 500 000 Länderkämpfe, die deutsche Sportler austru- Wetzlar kommt!!!! ß 8 wurde nach den Spielregeln der Demokratie Besucher 120 000 Liter Wein. Sie verzehrten en, 80 stehen am kom 1 55 5 2 8 5 5 1 ö und der jeweiligen örtlichen schiebung. Ind dazu Fleisch- und Wurstwaren von 90 Stück 909111 858 fünf Fe 5 N„ 1 tik Carnera besiegte Kurt Zehe 9 5 die Strandbadkônigin nach dem Grad ihrer Grogvieh, 60 Rindern und 30 Kälbern, außer- Programm. Im Fuß bal! steigt in Wien und 1 15 8 055 5 5 Bei seinem ersten Start in Deutschland be- 5 Entheleidu 1 3 f i 1 Städtekampf Barcelona-Paris Stuttgart, das 70 1 N idung. 5 dem verspeisten sie 10 000 Hähnchen. Wie Kugsburg die Doppelpartie der A- und B- hervorragend besetzte Internationale Tennis- siegte der frühere italienische Boxweltmeister e Nun aber hat das mainfränkische Merken- die Stadtverwaltung von Bad Dürkheim Mannschaften zwischen Osterreich und Deutsch- turnier von Baden-Baden und den Europa- im Schwergewicht und jetzige Berufsringet., 5 o der Kohl sehr 1 3 ger außerdem mitteilte, parkten in der Stadt an land. Im Handball tritt unsere National- meisterschafts- Boxkampf im Schwergewicht Primo Carnera(USA), am Montagabend in— an em muh, eine„Krautkopfkönigin- ge- den Festtagen insgesamt 20 000 Fahrzeuge. mannschaft in Aarau gegen die Schweiz an. ischen Jack Gard England Hein Frankfurt den bekannten deutschen Finger. ür d kürt. Heil! Ob man daraus auf den Wer- de i g Im A t b 5 1. ardner(England) und Hein E. 18 2 isti kahme 55 5 t dre Die elektrische Nhein-Haardtbahn beför- Im mat esur boxen hofft die deutsche K 1 1 1 1 riesen Kurt Zehe in einem Freistilkampf nach sching der jungen Dame schießen darf? Wäre n K f ten Hoff Deutschland) in Berlin, dann sieht 5 f N Kranz i g. l is derte aus den Städten Mannheim und Lud- Staffel auf das Gelingen der Revanche gegen 3 it 1 h 3% 13:05 Minuten durch Niederschlag. mg es nicht aber viel netter, man würde 5.. l Irland in der Dubois-Arena in Essen. Die man, wie sich die Zeiten geändert haben. Die In der 3. Runde mußte Zehe auf einen Peet Konhlkonf nennen und den glorreichen n: h 5 5 sonen na an bürkb-[ Fechter reisen nach Como und bestreiten deutschen Sportler sind nach jahrelanger Isolie- Schlag mit dem Unterarm bis acht zu Boden, . zum„Mister 68 000 955 Bundesbahn mit 26 Sonderzügen 85 Italien den Sanne en 875 rung wieder sgachtete internationale Partner versuchte wieder aufzustehen, reg pern er. Ad 0 7 7 ersonen. ampf. In der Leichtathletik stehen ral die geworden.* neut zusammen und wurde ausgeht. 932 g 14 rie 5— ö Anm. 1 KRAfFT FAHRZEUGE IL auresss en b 15 1 9 0 5 5 4 8 7 2 GN C Lastwagen 15 9 Mein Kompliment— 355 2 85 Kupfer Messing 5 f . 8 1 3-Achser zu kaufen gesucht ee eee So gut hat's mir kine ber Mann im Mond ns uk Preis und näheren Eimzelheften an; Feickert, Geibelstr. 8, Tel. 5 01 66 für 1 lst zu bellagen, PETER ZZORN, nusseldorf- Hafen Neckarstadt Langergtterstraße Er kann nie Sleyle-Westen tragen Zollstation 12 Telefon 1 76 20 Bifte fordern Sie ö Leihautos an selbstfahr. Wal- (an der Uhlandschule) Flaschen schon lange nicht geschmeckt unsere farbigen Prospekte an Wilh. Bleyſe o., Stufigort WIr! FREIE BERUF E 5 1 Solbstianrer union in' nm. v 1 Mod. Opel-Olympia 1951 H 7, 30, Tel. 3 25 81 H= 2 Ich habe meine Zahnärztliche Tatigkeit Wieder aufgenommen und bin zu allen Krankenkassen zu- gelassen. Ur. g. Reſdel- Schlageler Mannheim 0 4, 15, Telefon 3 13 91 1 5 7 9 7 ier Gew, ferd, V Nüul 4 02 64 Büchner& Co., Rheinhzuserstr. 14. otorrad-Verlein 98er, 125er, 150er u. 750er m. Belwag. Neckarau, Friedhofstr. 16, Tel. 48483 Verkauf Opel P 4, in gut. Zustand, verst. u. versichert, b. abzugeben. Anzu- sehen bei Meffert, L 7, 3. GM, 3-Achser, 5 t Diesel, mit Me- tall-Kipper Preisg. zu verk. Fritz Ide, Mannheim, H 7, 18. 1951 Buick„Riviera“, Sportwagen, grau. Dach, rotbraune Karrosserie, weiße Reifen, Radio, Heizg., 12 800 km gef.(2. Preis d. Automobilschau Baden-Baden 1951) zu verkaufen. Tel. Mhm. 5 00 95. Opel-Olympia, atürig, in gut. Zust. Preis 2500, DM, zu verkauf. Adr. einzuseh. unt. Nr. A 35808 1. Verl. Gutbrod-Lleferwagen- Heck 604, mit Flane, 35 000 km, best. Zust., neu bereift, weg: Anschaff. eines gr. Wagens preisw. gg. bar zu verk. Angeb. unt. Nr. P 33820 a. d. Verl. BMW 1,5 Sport günstig abzugeben. Gabriel, Heidelberg, postlagernd. BSA, 250 cm, Takt, 350,.—, zu vk. Adr. einzusehen u. A 01912 im V. ter, Ne., Schulstr. 40. Tel 4 67 28 Liter u. Bordeaux Kauft laufend südkauf, B J, 4 AlTSOlb, Sil BER kauft zu höchsten Tagespreisen Ernst Eger, Mannheim, 8 6. 13 Geschäftszeit von 9.30 dis 11 Unr. Kostenlose Prüfung und Berstung. Chaiselongue, gebr., zu kf. gesucht. Angeb. unt. Nr. P 01943 8. d. Verl. Suche Nähmaschine gg. bar. Angeb. unt. Nr. 01947 a. d. Verlag. Friseur-Werkzeuge u. Apparate zu Kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 01916 a. d. Verlag. Schreibschrank(Sekretär), neuwert. zu kaufen gesucht. Angebote unt. Nr. 01913 an den verlag. Gebr. Koplerpresse zu kaufen ge- sucht. Helvetia, Mannheim, Wald- hofstrage 23, Telefon 5 38 40. Möbel Schmidr AN 1 E, auch bar. 15 Jahre Garantie für Fede- rordern sie Abbildung duns, mit sehenen Beugen. fur Dek-Couch verwend- 287. Möbel Schmidt 8 UNTERRICuT Junger Hauslehrer Tur Tjährigen Jungen sofort ge- sucht. Angebote erbeten unter Nr. P 35813 an den verlag. PR w., BMW, 0,9 Liter, Baujahr 1932, fahrbereit, günstig abzugeben. An- zusehen bei Karl Türke, Schlacht- hof-Garage. Neuw. Zündapp, DB 201, m. Telesk., Preiswert zu verkaufen. Ilvesheim, Frankfurter Straße 3. 1 NSU Fiat Pkw., neuwertig, zu verk. Adr. einz. unt. A 35809 1. V. Adler 1,5, schwz. Limous., gepflegt, fahrbereit zu verk. Weinheim, Friedrichstraße 26, Tel. 22 44. flannheimer abendakademie und Volkshochschule Wohlgelegenschule Telefon 328 34 Mathematische Lehrgänge: Astronomie. Beg inn: Montag, 24. September 1951 Rechenschieber- Rechnen, Algebra, Geometrie, Technisches Rechnen. Mathematisch- technische Arbeitsge meinschaft: Atomphysik, Elektro-Lehrgänge: Grundlagen der Elektrotechnik, Wechselstrom- technik, Elektrische Maschinen, Schaltanlagen, Rundfunktechnik, Fernmeldetechnik u. a. Bauwesen-Lehrgänge: Baukonstruktion, Bauzeichnen, Beton- und Stahlbetonbau, Bautechnische Fragen aus dem Hörerkreis. Meßtechnik, Elektrische Opel-Olympia, 18 00 Km, Baujahr 1950, von erster Hand gegen Bar- zahlung zu verkaufen. Angebote unter CP 35891 an den Verlag. DRW-Meisterklasse in sehr gutem Zustand, Adler- Junior, Limousine, mit Geldruck- bremse, billig abzugeben. Meffert, Mannheim L. 7, 3. Volkswagen-Enort in sehr gut. Zustand bill. abzugeb. Meffert, Mannheim, L 7, 3. ſercedes- Limousine 170 8 weinrot, wie neu, aus Privathand abzugeben. Angeb. unt. Nr. P 35823 an den Verlag. Gelegenheitskauf! Wegen Geschäftsaufgabe einige neuwertige reizeiden Hipp Abänger gunstig zu verkaufen. Angebote unter P 33816 an den Verlag. Vorsemesterklassen: Abteilung Maschinenbau, Elektrotechnik und Vorbereitungslehrgang zur Facharbeiterprüfung für Maschinen- K a uf schlosser und Dreher. Für Kassakäufer! Volkswagen oder anderen guten Pkw. gesucht. Auto-Nachweis, Mhm., Tel. 4 05 04. Tausch Gepflegter Mercedes, 170 v, gegen Volkswagen zu tausch. ges.(Auch rep.-bed.). Mannheim, Eichendorff- Bauwesen. Anmeldungen täglich von 9 bis 12 und 18 bis 19 Uhr straße 11, Telefon 5 18 75. ANNE NN E 32 eee f EEK KUFf E ö Das Iinriektungs haus Untbein S8 El iin: Ju 5.1648 5 L. Ausstellunzsnäche etwa 2000 am- Da.-W.-Mantel m. Pelzkr., Skunks- pelz, Sommerkleid, Gr. 48, zu vk. Adr. einzusehen u. A 01911 im V. Küche(2 Schr.), sehr gut erh., 300,-, Zz. Vk. Kötz, Waldhof, Roggenstr. 27 Skunks, Kanin, Gr. 42/44, preis w. zu verkaufen. Hilbert, Uhland straße 1. Anzusehen täglich bis 11.30 Uhr und ab 18.30 Uhr. Sechsteilige Sehrankkombinatien 4,40 m breit, 3,30 m hoch, ge- eignet für Lager Kassenschrank Fabrikat„Ostertag“ Einbaubadewanne tadellos erhalten und Zimmer- ofen zu verkaufen Gremm, 8 2, 3 Ihr tägliches Brot wird noch schmack hafter, wenn Sie Sanella nehmen. Denn Sanella schmeckt so frisch wie morgens Ihre frischen Brötchen; sie wird als Deutschlands meistverlangte Margarine im Handumdrehen verkauft. Kein Wunder also, daſs Sanella auch bei Ihrem Kauf- mann stets besonders frisch zu haben ist. 80 40 7 ... y Die Sanella- Frische gibt den feineren Geschmacke! am feineren Aufstrich! Tja, meine Liebe, das liegt 1 Fe A Die feine Sonello gibt es gie: mals ſose, sondern nut in det hygienischen Woörfeſpackung. SANEIIA 2 — — —— 2 Küchenherde, 2 Klchenschränke, 1 Kleiderschrank, 1 Küchentisch, Eisenbett kompl., und Gasherd zu Verk. Hausen, Karl-Mathy-Str. 7. Elektroherd BBC, 3 Kochstellen u. Baclcofen, 110 V, preiswert zu verk. Angeb. unt. Nr. P 33818 à, d. Verl. Zwel Fenster, neu, 180 br., 125 hoch, 140 br., 125 hoch. Daniel Deckert, Mhm., Humboldtstraße 8/III. Kleiderschranlt 2tür., 150/80. 80, 2zu Yk. Koch, Edingen, Concordiastr. 5. Paidi-Bett, 70/140, 13,-, Fön u. Heiz- kissen, 110 V, je 4, DM zu verk. Angeb. unt. Nr. 01927 a. d. Verlag. Küche, nat., kompl., runder Tisch 2 90; 60 m Gartenschlauch; Da.- u. He-Rad zu verk. Tel. 5 10 77. Schw. Pelzmantel Gr. 40, kl. Figur, f. 150, zu verk. Tel. 5 18 17. chön, Neue Doppel- Bettcouch, forms 5 mit 1 Bezug und Haarsuflage mit Bettkasten 250 DM. 4. 15. SEEHERGER. Mannheim, 8 Re- Eleg. Schleiflack- Garderobe u ng ramik- Waschbecken m. Zub. abzugeben. Tel. 4 40 27. 42, Neuer Damenwintermantel, Gr. u.! für 90, DM zu verkaufen. Breusch, Küifertal, Lindenstraße 12. Arbeits vergib Bruck Ichäft Mann — 14% legen na e er sich it 1946 0 den Argeg. f rs Hein Angszeit h ch in a vor allen Mit grober den und 0. 552. Er pe zlergang ebendörtg Schlachtplan am Sonnteg r gewichtz. Sieg gegen agland) tür Exweltmel. WInterviep, 97 hat uns sehr erschütter egang des Grab ihrer seligen Mutter e 5 8 55„ erer 8 N e i 8 2 8 b 5 8— 2 9 3. 8 5 2 8 e e 2* 0 MORGEN Seite 5 218/ Mittwoch, 19. September 1951 II S TEIIE N. ANGEBOTE 3 Unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, un- gere gute Oma, Schwägerin und Tante, Frau Maria Galm geb. Scheer durkte am Sonntagabend, dem 16. September 1951, im Alter von 83 Jahren nach einem arbeitsreichen Leben beimgehen. a Eislingen, Mannheim, Schwetzinger Straße 14 (rüher Augartenstraße 53— Bäckerei) In tiefer Trauer: „Familien Galm-Krähmer mit allen Angehörigen pie Beerdigung findet am Donnerstag, 20. September, II. zul dem Hauptfriedhof in Mannheim ststf.„ 11.30 Uhr, per für uns so unerwartete Hleimgang meiner teuren Frau, unserer geliebten Mutter, Frau Luise Ewald geb. Herzog 5 tolge eines Herzschlages nach kaum achttägigen Aufenthalt 5 n einem Kurhaus im Taunus t und eebeugt. Unser Trost ist; Gott; macht keine Fehler. Die Heim- ene ist bei ihrem Hei- land, den sie 80 liebte und dem sie in gesunden Tagen 30 ern diente. Wir haben sie in poliert eden Schuh 5 J SEIbyfRKEUHn 1 aschaft auf in Mannheim-Feudenheim ge- 8„. bettet. Es wurde in diesen Ta- erdesport. 10 vielfach mit Anteilnahme e e eee 0 8 r 0 15 Hand. en uns gedacht. Allen sei herz- Ben en ats d. e Aulstel. ich gedankt, besonders aber in guter Lage Mannheims? Angeb. ivers(TH ist(Polizel „ Podolkke arg), Käser ngen), Dah- dorn 00. hky!? mit dem ihrers Kurt r 38jäbrige ontagg in 1a pectoris. um Motor- 7 Ausweis- der erfolg. Klasse und greichsten mky zeich⸗ seiner Mo- ünder der ‚rher hatte sschluß die ereinigung ennen als nach dem Zehe ſchland be- veltmeister rufsringer, gabend in n Ringer ampf nach auf ehen zu Boden, denen, n 75. Lebensjahre, versehen Starke Hoffnung 19 welche unserer Heim- ihrer Krank, ane r din i d. Nerkeß Solide Großhandlung m. steigenden Umsätzen sucht Kapital zum Aus- bau von Lager-, Geschäfts- und Wohnraum. Gute Verzinsung und ggf. stille oder tätige Beteiligung geboten. Angebote unter Nr. 01939 an den Verlag. 1. Hypothek ges. Wohng. kann gest. Werd. Angeb. u. Nr. 01925 a. d. V. zegangenen in a beitszeit mit so viel Rücksicht- nahme, Freundlichkeit u. Liebe hezegnet sind. 0 Großsachsen a. d. B., 14. Sept. 1951 5 Namens der Familie: Philipp Ewald m. Töchtern Elisabeth und Ruth gott, der Herr über Leben und Tod, nat nach kurzer, schwerer Krankheit meinen lb. Mann, unseren guten Vater, Schwie- gervater, Opa u. Bruder, Herrn Lbbnhard Herrmann N Sci ez len du.. ſemagin 12 Tabletten lindern schon in korzer Zeit die Schmerzen, fördern die Durchblutung, be- seitigen das Krankheitsgeföhl und heben das Wohlbefinden. lemagin wird auch von empfind · lichen Menschen gut vertragen. Jemagin hilft zoverlössig. mit den hl. Sterbesakramenten, n die ewige Heimat abberufen 5 Mnm.-Waldhof, 16. Sept. 1951 krüner 8 6, 36) Anna Herrmann, geb. Weindel 8 nebst Kindern 5 u. Anverwandten Beerdigung: Mittwoch, 19. Sep- 5 ember 1951, um 13.30 Uhr, auf em Hauptfriedhof Mannheim 0 die überaus große Anteil- lahme sowie die zahlreichen kranz- u. Blumenspenden beim eimgang unserer lieben, un- ſergegzlichen Mutter, Frau Aioek gep. Kal b ir allen unseren tief- ſekühlten Dank. 0 Anm.-Feudenheim, 18. Sept. 1951 schwanenstraße 51 Blauer Wellensittich entflog. Abzug. geg. Belohng.,. Mollstr. 56/ L. Im Namen der Fahphare Leiter zu verleihen. trauernden Hinterbliebenen: LORENZ Netta Wötzel Lenaustraße 42 Telefon 333 11. in allen Apotheken lex E RSCHIEDENES Mittelgr., schw. Hund zugelaufen. Anfragen unter Telefon 5 22 32. Zeichnungen zed. Art fertigt neben- beruflich billig an, Körner, U 4, 27. Anfertig. eleg. Damengard., Mäntel, Kost. Anderg. bei sehr mäß. Preis. Angebote unt. Nr. 01918 a. d. Verl. ist bereit in einem bestehen- den Mietvertrag für eine kleine Fernsprechanlage(2 Apparate) ers UND Refs SCU nk Karoline Oberländer Mannheim, D 3, 8, Planken Heldelberg, Hauptstr. 121 2 — — — . 8 N rmschön, auflage. 8 4. 15. u. Re-: b. billig Gr. 42, greusch, geh“ zu 0 in letetplate 8 2. 7. T 31170. . leder 4 1 gegen eine geringfügige/%ah- res-Gebühr einzutreten? Mei- dungen erbeten unter CP 35556 an den Verlag. Ra diloekauf Reparatur Radio- Hoffmann nur 0 1 fan * Ubeitsvergebung. gergibt die Zimmerarbeiten für Richard-Wagner- brucknerstraße 1 und 3. Angebotsvordrucke können schäftsstelle Max-Joseph- Straße 1, Zimmer Nr. 308, Mannheim, den 18. September 1981. Gemeinnützige Baugesellschaft Mannheim mbH. b E KR AN NT Ma cCHUN SEN Die Gemeinnützige Baugesellschaft Mannheim mbH. Straße 79, 81. 83 und in unserer Ge- abgeholt werden. NANofEISsREEISIER Amtsgericht Mannheim sam oder durch einen Geschäfts- führer in Gemeinschaft mit einem 1 8 eueintrasungen: Prokuristen. Die Gesellschafter ver- 1 15— 25. g. 1951 Kaltschmidt& sammlung kann jedoch auch einem bebach Gesellschaft mit beschrünk- Geschäftsführer Alleinvertretungs- 1 Haltung in Mannheim(Land- befugnis erteilen. Jeder der Ge- 8 genstr. 7.11). Der Gesellschafts- schäftsführer Hans Forkert und 2 55 ist am 12. Julf 1951 errich- Wilhelm Reutter ist allein ver- 1 dsgenstand des Unternehmens tretungsberechtigt. die Fortführung der bisher von A 28790— 16. 8. 1951 Karl Müller n Gesellschaftern Wilhelm Kalt- industrlevertretungen Inh. Dr. Er- 3 Franz Kleebach und Her- win Müller in Mannheim-Feuden: 3 Rennig in Mannheim betriebe- heim(Nadlerstraße 4). Inhaber ist eb mins reparsturwertcstü ne Ver- Dr. Frwin Müller, Arzt in Mann- T Mineral- heim-Feudenheim. Durch Erbfolge 95 sowie Betrieb von Bunker- ist das unter der bisher nicht ein- 15 155 Die Gesellschaft kann sich getragenen Firma Karl Müller In- len ernenmen klelener oder ähn- qustrievertretungen betriebene Han- r Art beteiligen und Zweig delsge werbe übergegangen auf Or. um assungen errichten. Das rwin Müller, Arzt in Mannheim- mkapital beträgt 20 000 Feudenheim. Die Firma ist ge- kechelktskümrer sind Wine tg undert. e- A midt. Kau. bach, Motorermelster und Herbert A 2880— 20. 6. 1951 Teigwarenfabrik kung, Naur nune lle In Ilan: Stetner Naunneim kin maden Fun, ind wehrert Genenäftsführer tener in mnbeim(rater telt, 80 wird die Gesellschatt Arne 12), Inlaberin dat Ingeborg Fertreten Burch zel Geschäfts küh- Stegger zeb. Lern, Kurmann in 1 gemelnschaktiſch. Durch Gesell. Mannern. zakterdeschluß kann einem oder A 2881— 20. 6. 1951 August Geiger 1 in Mannheim(Großhandel mit Scho- kolade und Süßwaren aller Art einschließlich des Imports dieser Waren, Mannheim- Sandhofen. Kalt- horststraße 27). Inhaber ist August Geiger, Kaufmann in Mannheim. A 2802— 20. 8. 1951 Alpenhaus Berta in Mannheim(Feinkost, Molkereſerzeugnisse, Wurstwaren bayr. Spezialitäten und Spirituosen, R I,). Inhaberin ist Berta Wendel etllautmann in Ludwigsburg. 80h. Holzapfel, Geschäftsinhaberin rägnstand des Unternehmens ist in Mannheim. bbbhandel mit Garnen sowie Han- g. 2808 1. 40. 8. 1981„Apotheke am nehrertretungen in Garnen. Sind Strohmakt⸗ Gertrud Carl in Mann- i tere Geschäftsführer bestellt, 30 neim(N 4, 13/15). Inhaber ist Ger- id cis Gesellschaft vertreten trud Carl, Apothekerin in Heidel- Ahekas Geschäftsführern Einze den unssbskugnis verliehen Were . 8. 6. 1951 Hans Forkert lune dehakt mit beschränkter Hat 175 5 Mannheim(N 5, 2). Der Ge- la Aaktevertrag ist am 28. Febr. betrgt antet. Das Stammkapita and St 66 00 POM. Geschäftsführer n 5 Forkert, Textilkaufmann annbeim und Wuhelm Reutter, ö ken zwel Geschäftsführer gemein- berg. Tüchtiger, erfahrener REI SEVERTRETER für den Besuch der Lebensmitteleinzelhandelskundschaft im Bezirk Mannheim Neckarstadt- Bergstraße, von bedeutender, leistungsfähiger LEBENSMITTEL. GROSSHANDLUNG zum baldigen Eintritt gesucht. Geboten werden: Fixum, Provision und Spesen. Angeb. von Fachkräften mit Lebens- lauf, Lichtbild und Zeugnisabschriften erbeten unter Nr. P 35815 an den Verlag. durch unseren erstkl. Textilschl Provinz. Höchst-Provision, Leist geld biegt auf der Straße! an Private, Betriebe u. Behörden. Freie Pkw.-Beförderung in die Besitzer als Kolonnenfünrer erhalten hohes Wagen- u. Benzingeld. Herren und Damen mit guter Garderobe melden sich im „Bahnhofhotel“, Bezirksleiter Bretschneider, am Mittwoch, dem 19. September, von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr. ager. Spitzenverdienste. Vertrieb ungsprämie, Sozialfonds. PkwW.- Jüngerer strebsamer bheme-abor ant mit abgeschlossener Ausbildung u. einiger Industriepraxis von Rheinauer Betrieb gesucht. Angeb. u. P 35803 an d. Verlag. Einmalig- Reuartig Hohen mühelosen Nebenver- dienst erreichen Vertreter, Ge- schäftsleute, Privatleute mit groß. Bekanntenkreis deh. eine Auftrags- Annahmestelle v. international-expreg. Inter- essenten wollen sich bitte àm 21. September 1951, um 10 Uhr, im Badenia- Club, Breite Str., Mannheim melden Aufgeweckter Konditor-Lehrling m. guten Schulzeugnissen gesucht. Angeb, unt. BP 35801 a. d. Verlag. Tücht. Vertreter zum Verkauf von Textilwaren bei Privatkundschaft ges. Angeb. u. P 01902 an d. Verl. Für ein z. Z. im Bau befindliches Speiserestaurant, in bester Lage Ma eims, wird guteingeführter Küchenfachmann als Pächter gesucht. Bewerbungen unter P 01863 an den Verlag. Aanerin f. laufende Anfertigung v. Kaffee- wärmer in Heimarbeit gesucht. Angeb. u. Nr. 01944 an den Verlag. Schulfreies Mädchen od. Frau zmal in der Woche von 10 bis 14 Uhr in Kleinhaushalt gesucht. Vorzustell. Donnerstag, 10 bis 17 Uhr, Frau Jünger, P 5, 8. Perf. Stenotypistin, mögl. aus dem Papierfach, zunächst halbtags ges. Angeb. u. Nr. 01899 an den Verlag. Tücht. Friseuse f. samstags u. 2mal halbtags wöchtl. ges. Adresse ein- zusehen unter A 01903 im Verlag. Zuverl. jg. Mädchen zur Betreuung eines 4jähr. Kindes nach Käfertal ges. Adr. einzuseh. u. A 01906 1. V. Tücht. u. brav. Mädchen für alle Hausarbeiten in guten Haushalt sofort gesucht. Vorzustellen vor- mittags Mannheim, Viktoriastr. 10. Intell. Anfängerin, mit gut. Allge- meinbild., Steno u. Maschinenschr. für vielseit. Büroarbeit(gute Be- zahlung), zum 1. 10. 1951 gesucht. Angeb. u. P 35811 a. d. Verlag. Zur Führung meines kl. Haushalts 2 Pers. u. zur Pflege mein. krank- lichen Frau suche ich charakterv. brave Frau ohne Anhang. Schlaf- gelegenheit geboten, gute Behandl. Adr. einzus. unt. A 01891 1. Verlag. Braves jung. Mädchen, nicht unter 18 Ihr., für leichte Hausarbeit und Hilfe in d. Praxis gesucht. Angeb. unter Nr. P 35805 a. d. Verlag. suche tüchtiges Tagesmädchen oder Frau in gepflegten Haushalt bei gutem Lohn per sofort. Adr. ein- zuseh. unt. A 35802 im Verlag. Zigarettenverkäuferin gesucht. Vorzustell. von 19-20 Uhr Femina- Betriebe, K 2, 32. Friseuse nur erste Kraft, mit mehrjährig. Praxis ges. Salon Frey, K 2, 33. Konditorei- café liegr. balbergstraße 3 Weingroghandlung 1920 f. LulsenrIng Guugbesch) Wir senken die Preise Wir marschieren an der Spit 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche 1 Literflasche Nierstelner Forster Schn Achkarrer Grenze des Möglichen! Gaublckelhelmer Gleiszeller Traminer rreinshelmer Rotwen 41 Welsenheimer Kallstaclter-Weg 1,70 Lelstedter HGb el Mußbecher Eselsheut Ungsteiner Kkobnert Ungsteiner Nußriegel treinshelmer Musikentenbuckel 3,00 Keillstecter Rudelstein S Amtliche Weine sind von den ersten Weingütern, Winzer vereinen und Winzergenossenschaften selbst abgefüllt unserer Weine bis an die ze in Qualfrät u. Billigkeit! «„2„«„„„%„„„ Domall 1,70 .. 2.20 ... 2520 Spfenſlug .... 2,70 .. 3,00 .. 3,60 3,80 Herrliche Flaschenwelne, ſ½elerflesche, mit schöner Ausstattung von 1,30 bis 8, DV Gastwirte und sonstige Wiederv abnahme Preisermägigung.— Freie Zufuhr im Stadtgebiet und Vororten. Für 1 Literflasche wird 30 Pf in Anrechnung gebracht. erkkufer erhalten je bei Mengen- Das neuzeitliche gemöfliche bis 12 Un fomillen- Café ist töglich r geöffnet 1 V ERMIETUN SEN SESCHAFETIE Ton- Eimzeihandelsgeschäft von Fachmann zu kaufen oder pachten gesucht. Erbitte aus- führliche Zuschriften über Um- satz und erforderliches Anzah- lungs-Kapital unter Nr. P 35821 an den Verlag. 5. Eiscafé in Heidelberg gegen Bar- kaution, 4—5 Mille, sof. an Fach- leute zu verpachten. Angeb. unter Nr. P 35822 a. d. Verlag. 1 IMMOBILIEN Schönes Blendsteinhaus Luzenberg, bei 15 000, DM Anz. günstig zu verkauf. Angebote unt. Nr. P 35807 an den Verlag. Rulnenschgrunüstden Oststadtlage, früher 4 u. 5-Z1.— Wohng. pro Stock, hypotheken- frei, bei 14 000, DM Anzahlg., Rest 6000,— DM, kann stehen bleiben, günstig zu verkaufen. Karl Hch. Weidner Grundstücks verwertung Mannheim, U 3, 19, Tel. 4 47 70 Ausgebautes Ruinengrundstück mit Laden u. Wohng., beste Geschäfts- lage in Neckarau, Schulstraße, zu verkaufen. Angebote unter Nr. P 01884 an den Verlag. Ruinengrundst.-Lagerplatz m. Raum od. auch aufbaufäh., geeignet für Aufstellung von einigen Pkw., sof. ges. Angeb. unt. Nr. 01941 a. d. V. Bauplatz in Weinheim, schönste Lage, etwa 4 Ar, preisw. zu verk. Angeb. u. P 019086 an den Verlag. l Vobn-. Mekstatgebaude für Handwerksbetrieb geeignet, zu verkaufen. Dazu können etwa 3000 am Lagerplatz ge- pachtet oder erworben werden. Angeb. u. P 35817 an den Verl. Feudenheim. Baupl., g. Lage, z. vk. Verm. erw. Schillerstr. 2, 1 kx. Einfamilienhaus, 3 Zimmer u, Kü., mit Scheune u. Stallung preiswert in ruh. Lage mit 2 Ar Gartenl. in Mulden, Krs. Mosbach, geg. Bar- zahlung sofort zu verkaufen.(Ge- eignet für Wochenendh.) Angebote unter P 01924 an den Verlag. [ Mleregsüchk 2 amer. Soldaten suchen 2 möbl. Zi. in Waldhof oder Sandhofen. Ange- bote unter Nr. 01896 an den Verlag. Möbl. Zimmer, mögl. Neckarau od. Almenhof von Frl. gesucht. Angeb. unter Nr. 01897 an den Verlag. Berufst. Dame sucht ab sofort oder 1. 10. gutmöpl. Zimmer. Angebote unter Nr. 01914 ͤ an den Verlag. Möbl. Zimmer von berufstät. Fräul. (mögl. Schönau) gesucht. Angebote unter Nr. 01910 an den Verlag. Großer Lagerraum mit Büro etwa 150 qm(trocken) im Zentrum der Stadt zu mieten gesucht. An- gebote unter P 01672 an den Verl. Möbl. Zim. von berufst. Herrn Be- sucht. Oststadt bevorzugt. Angeb. unter Nr. 01904 an den Verlag. Lagerraum gesucht. Gegend zwisch. Kurpfalzbrücke und Marktplatz. Angeb. u. Nr. 01907 an den Verlag. Möbl. Zimmer von berufstät. Dame gesucht.(Kein Waschen od. Koch). Angeb. u. Nr. 01898 an den Verlag, Nelle deschäftsräume etwa 50—80 qm, part., im Zentrum der Stadt gesucht. Angebote unter Nr. P 31221 an den Verlag. Berufst. Dame sucht ab sofort gut- möbl. Zimmer. Angebote unter Nr. 01886 an den Verlag. Zim. u. Kü. mit Bad gg. Bauzusch. ges. Ang. u. Nr. 01782 an den Verl. Möbl. oder Leerzimmer von Herrn in mittl. Jahren zum 1. 10. 51 ges. Angeb. u. Nr. 01885 an den Verl. Möbl. Zimmer von berufstät. Herrn in ruhigem Hause gesucht. Angeb. unter Nr. 01644 an den Verlag. Jg. kinderl. Ehepaar sucht möbl. Zimmer mit Küchenbenützung. Angeb. u. Nr. 01878 an den Verlag. Ehepaar(berufstät.), sucht bis zum 1. 1. 52, 2- Zimmer-Wohnung. Prgl. Besch. vh. Günzel, Mnm.-Wallstadt — — Sep. Leerzimmer ges.(mögl. Bad, oder fl. Wasser). Angebote unter Nr. P 35812 an den Verlag. Kü.-Herd u. Kinderschr. b. zu vk. Baumbusch, Neckarvorlandstr. 155. Mietvorauszahlung, an solvente erbeten unter Nr. P 35814 an d 200 am BURO-RRAUNE in kertiggestelltem Neubau, Zentrum. ohne Baukostenzuschuß; Firma zu vermieten. Angebote en Verlag. 38—40 am gr. Souterrain-Raum, mit Heizung, Nähe Wasserturm Als Büro oder Lagerraum zu vermiet. Tel. 4 38 27, von 8-10 Uhr. Etwa 130 am, hell, trocken, als Büro, Lager, Werkstatt in Schlacht- hofnähe zu vermieten. Angebote unter Nr. P 01920 a. d. Verlag. Lad EN mit Neubau m. gr. trock. Keller Mdbg., Stadt- rand, Hauptstr.), 170,.— Miete, per 15. 10. 51 abzugeben. Angebote unt. Nr. P 01898 an den Verlag. Eleg. möbl. Zimmer, fl. W., Zentr.- Heizg., Tel., vord. Oststadt, sof. zu Laclen vermieten (2 groge Schaufenster) ohne Wohnung, ab 1. Oktober in Neckarstadt Nähe Meßpl.). Ladenfläche 48 qm Lagerräume 18 am Fytl. als Auslieferungslager zu verwenden. Angebote unter Nr. P 35806 an den Verlag. verm. Angeb. u. Nr. 01842 an d. V. Möbl. Zimmer an berufst. Herrn zu vermieten, Muth, K 4, 28. Laden zu vergeben gg. Baukosten zusch. Sehr gute Lage Munden- neims. Größe nebst Nebenraum 30 qm, Keller usw. vorh., Einfahrt, evtl. m. Wohnung. Angebote unt. Nr. D 0136 an den Verlag. Möbl. Zimmer an berufst. Herrn in Viernheim, Nähe OEG, zu vermiet. Adr. einzuseh. unt. A 01929 1. Verl. * Lagerraum mit Büro, 150200 qm, gesucht. Angeb. unt. P 35810 an d. Verl. Herr in gut. Stellung sucht 2 leere Räume, beschl.-frei, od. Zi. u. Kü. Angeb. unt. Nr. 01893 a. d. Verlag. Möbl. Zimmer v. berufst. Dame ge- sucht. Rippel, Waldhofstr. 201. Möbl. Zimmer von 2 Abiturienten gesucht. Angeb. u. Nr. 01926 a. V. Frau mit 2jähr. Jungen sucht möbl. od. leer. Zimmer bei nett. Familie. Angeb. unt. Nr. 01928 a. d. Verl. Berufstät. Dame sucht 1 Zimmer u. Küche oder Leerzimmer mit sep. Eingang. Nicht Außenbezirke. An- gebote unt. Nr. P 01892 a. d. Verl. 1 oder 2 Zimmer u. Küche gegen Bauzuschuß gesucht.— Innenstadt, Sandhofen oder Waldhof. Angeb. unt. Nr. 01936 an den Verlag. [DTwonnunesfauscg 2 Zimmer, Küche und Bad gegen gleichw., Innenstadt od. Oststadt. Angeb. u. P 35819 an den Verlag. ict ein solcher neuer großer Film und Helli Seryi, Hons Olden, Gus mol in Grinzin gig · junge un gonz neue Schl Regisseur wor Ernst Marischka, ist heut for Sie nur ei Begriff: der Begriff und musikerföllten Film- erklungenes Wien mit diesen zwei Worten verbindet sich heute för die meisſen vielleicht nur die Erinnerung on einen Operetten · Abend im Radio, im Thecter. Oder un einen musikalischen Wiener Film, von denen einige die Welt eroberten. FPerklungenes Wien Morionne Schõndver, Wolf Alboch-Retty, f Lieder vom kleinen Hotel auf der Wieden,„Ich mo sein“ Und ein Dutzend andere, alte und doch Wiener Filme schrieb. perklungenes Wien n Filmtitel unter vielen. Morgen ist er ein for eines der schönsten, bezauberndsten 5 mit Paul Hörbiger, ritz Imhoff, Traute h Benctzkys wieder ein- dus Wien, i Wolf v. v. a. 1 ager erklingen. Verfasser und er Mann, der die schönsten Erlebnisse seif langem. EF II0 14.00, 16.30, 19.00, RICHARD WIDMARR: Ferrin dor ien Stadl 21.00 Morgen letzter T. DiE KURZ EIL 13.00, 15.00, 17.00, 19.00, 21.00 ag RIANON 13.45, 15.50, 17.55, Dennis Morgan FaxAsT e Der Himmel voller neigen 11. 6 Breite Str. Telefon 3 2635 10.00, 11.45, 22.00 Bis Donnerstag! Ray äuner, Uold u. Wilder Westen Corrigan FLANRER 13, 15, 17, 19, 21 Telefon 3 18 20 Die große Farbfilm- Revue mit Marika Rökk N. ch 2 T 1 7 3 2 21 Umdenzation in an Remo Gary Cooper in 14, 16, 18.15, 20.30 AIS IEK B ENGALI EAE Y Lustspiel: Meine Nichle Susanne 18.30, 20.45(Unter einem Regenschirm am Abend) Joel Me. Crea 18.45 21.00 SaALBA Entspeinnung vom Alltag Frohsinn und Heiterkeit mit der Kapelle K. Spreng täglich ab ½5 Unr im Cale Wägele rer Enörzerbau (dienstags Betriebsruhe) Mittwoch und Freitag TANZ Welnnachtseinkauf lelent gemacht Bei wöchentl. Zahlg. v. 1.— bis 5,.— DM herhalten Sie jeweils Fahrrad, Kinderrad, Dreirad (umsteckbar 3. Zweirad), Fahr- raddecke, elektr. Beleuchtungs- Anl., Kinderwagen, Sportwagen, Puppenwagen, Wäsche- Liesel oder Hausleiter Kauf. sie beduem, gehen Sie zu ꝗWINTERLING, H 3, 14 Besfecke nur 1a. Markenware, 90 g Sil peraufl. u. mass., rostr., kompl. 45, DM, Raten monatl. 10, DM liefert direkt an Private. Ver- langen Sie Katalog gratis und unverbindl. Jos. Pilgram, Groß- versand für feines Tafelsilber, Scherfede/ Westf. 5 HEIRATL 55 2 2 Eigen anzeige Dipl.-Ing., 45/1,67, evgl scheinung, wü. Dame bis 35, mit nur sehr gut. Aeußeren, entspr. Kreise, zw. Heirat. Bildzuschriften unter Nr. 01952 an den Verlag. „ gute Er- Zan Franzisko im Golunleber Die fülmarbelisgemeinschalt d. Mannheimer Anendakademle zeigt im Rahmen des„Sonder- zyklus kultureller Fimveran- staltungen“ im am Sonntag, 23. September, vormittags 10.30 Uhr def ZUK NF deb ned sleek Hofs EE 1 l Ermäßigte Sonderpreise: 1.—, 1,50, 2.— PM Holl. Import-Wolle 300 100% reine Wolle, 100 g nur sowie viele deutsche und aus- ländische Markenwolle 20 neuen billigen Preisen wollt suckegEIEEN- HMO NWAREN Cor Witwe, End-Vierzigerin, gut aus- schend, m. gepflegt. Heim, wünscht Briefwechsel mit gebildet. Herrn, evtl. spätere Heirat. Zuschr. unter Nr. P 35804 a. d. Verlag. ſetschzfrs-Au TEA VpHA-TRAHSFORTE und Liefer fahrten. Telefon 6 14 62. ME UTE Je. Ka- mi-Abend mit kapelle Schorsch Huner In der Bar Gastspiel der Rnytnmic-Stars Beginn 20.30; Ruf 3 12 76 Qu 3, 67, Telefon 3 28 69. Transporte Autoverleih. Ausführung sämtlicher Gravier- u. Ziselierarbeiten. Richard Rauscher, Modellbau, Ludwigshafen-Rhein- gönheim, Telefon 6 74 37. Vervielfältigungen Schreibmaschinenarbeiten. Schreib · 8. büro Lingott. U 6. 12. Tel. e 26 94. Aus unseren Herbst- Reisen: Bapern Werbetahrten“ Jg. ab 62. Usterrelon Jes woche 7g. 10 127. 1 ins Sakammergut 12. Schwelz zum Lage Maggiore 95, Aalto mit Bahn und dus Prospekte, Auskunft u. Beratung i REISED 8 Murmer Fanden Bens J, 1 LLL durch den herbstlichen Odenwald heim, Wertheim, Miltenberg. Am Reisebüro, P 4, Verkehrsverein, Omnibus- Reisedienst Feudenheim Sonntag, 23. 9.1951 Heckar- Tauber- Hain- fahrt Abfahrt 7.30 Uhr Wasserturm, Rückkehr etwa 21 Uhr. 12.50 DM. Anmeldung bei Reisebüro Col nach Eberbach, Tauberbischofs- orbach, Michelstadt u. Lindenfels. Fahrpreis umbus, T 1, Hapag-Lloyd- N 1, oder beim Veranstalter Neckarstraße 40, Telefon 5 23 61 2 Wir übernehmen die von Herrn Metzgermeister Adolf Spiegel geführte METZGEREI am Donnerstag, 20. Sept. 1951, ES wird unser Bestreben sein, die Kundschaft mit Fleisch und Wurstwaren nur bestens zu bedienen Karl Schultheiß Metzgermeister und Frau Neckarau, Katharinenstraße 81 Nalma-Ahguma Bitte fordern Sie gratis Prosp. u. Gratis-Probe für fünf Tage. Uberzeugen sie sich. Sofort Hilfe Adolf Martin, Heidelberg Hauptstraße 29, 1 Verbessern Sie Ihr Los! Um besser leben zu kön- nen brauchen Se Geld. Vermutlich eine ganze Menge davon. Wie aber zu diesem Geld kommen? Gamz einfach,— durch ein Klassenlos! Es kostet nicht die Welt, wyenger duch Sie es einmal! Gehen 85 DN noch heute 2u 3. Slurme: Staatl. Lotterle- Einnahme 0 7.11 Planktenbassage 2 MORGEN „Dort wo der Rhein mit seinen grün en Wellen...“ Tagebuchnotizen von einer herbstlichen Dreiländerfahrt II. zig Kantone der Schweiz. Zur Zeit ist eine Der Rhein, so belehrt das Lexikon, ist Kommission mit der Bearbeitung der 3000 1326 Kilometer lang, von denen 698 auf Lawinenschäden dieses Frühsommers be- deutsches Gebiet„entfallen“. Von den rest- schäftigt, für deren Wiedergutmachung 7,5 ichen 628 bilden etliche die Grenze zwischen Millionen Franken nötig sind. dem Fürstentum Liechtenstein und der 8 5 1711 Schweiz. Man sollte das wissen, sonst merkt. 1 1 5 8 man Sar nicht, daß man hier und über eine d F ene rüde von emem euro die dis zum Opcrelcpaß den Verkauf des Dalschen Land in das andere hinüberwech- Vorderrheins folgend, bis auf 2052 Meter seln kann, ohne daß dieses Geschehen von hinauffü 5 Zöllern Protokollarisch festgehalten wird. FVV 1 auf der östęrrei- wilder Geselle, der sich kopfheister den n des kaudes um 8e strenger, schneebedeckten Berg hinabstürzt, unge- 3 8 8 e 5 stüm wie der junge Wein, der nicht allein e f 8 5 8 0 1 des Reimes wegen auch hierzulande ge- V N 5 1 schätzt wird. Außerdem reimen sich Rhein 8 done. du und Wein wahrscheinlich nicht einmal in ja schon in der Schweiz,“ grollt ein kaiser- 41 5 5 8 3 5 dieser Gegend, deren Bevölkerung romanisch lich und königlich dreinschauender Grenzer. spricht, ein dem Italienischen entfernt ver- eine Feststellung, die zwar sachlich anfecht- 1 8 5 5„ Wandtes Idiom, das neben Deutsch. Fran- bar ist, da man bestenfalls in Liechtenstein zösisch und Italienisch als vierte gleich- r e berechtigte Landessprache seit einiger Zeit 85 85. offiziell bestätigt ist. Wer sich genauer in- V faomieren wil abenglere is Gessetts Ro⸗ 7 * 4* 1 * 2 montscha“, die im radioaktiven Disentis 5 N 8 1 1 1— 1 4.* ee F 1 1 f 8 * N 8 2 — 5 e 2 W — I Illustration: Bruno Kröll ändert, daß das Gesetz befiehlt, das vor- eilige Auto den fraglichen Meter nach Oester- reich zurückzubefördern. Nachher darf man aber doch passieren, und Liechtenstein tut sich auf und wieder zu, wie gesagt, ohne daß es einem amtlich bewußt gemacht wird. Und dann ist die Schweiz da und Buchs, wo der Gemeinderat an allen Straßenenden rätselhaft verkündet „Rauchen bei Windwetter verboten!“ Und der erste Schweizer, den man trifft, ist gar kein Schweizer, sondern ein sudetendeut- scher Flüchtling aus der Eifel, irgend ein armer Verwandter, der hier Ferien machen darf und den Tankwart spielt. Nachher geht es bergauf, das ist so eine Art ungeschrie- Benler Ehrenkodex aller eidgenössicheft Stra Ben, und schon ist man mitten in Graubün- den und immer noch am Rhein, der mit seinen verhältnismäßig grünen Wellen auch hier„so mancher Burg bemooste Trümmer grüßt“. Allerdings spielt er kaum die Rolle, die etwa dem„Bündner Fleisch“ oder der „Coppa“ zukommt, sündhaft teuren, luft- getrockneten kulinarischen Spezialitäten dieses größten und trotz Arosa, Davos, Pon- tresina und St. Moritz— wie man mir ver- sicherte— auch ärmsten der fünfundzwan- erscheint, wo es eine blitzsaubere„Bünd- nerstube“ gibt und das rührend altmodische „Hotel Post“ mit seiner blumenberankten „Commodité“. Ich mußte dort immer an meine steinalte Urgroßmutter denken, nicht nur, weil sie mich einmal als Buben in einem Kaffeehaus in peinlichste Verlegen- heit brachte, als sie einen Kellner nach der„Bequemlichkeit“ fragte, sondern auch der„Table d'hote“ wegen, die ich bislang nur aus ihren und Mork Twains Erzählun- gen kannte. In der„Post“ in Disentis füt- tert man die Fremden noch heute nach dieser etwas antiquierten, aber der Köchin bequemen Methode ab, ohne ihnen vorher zu sage. welche Geniisse ihnen bevoi- stehen Und morgens wird man vom Musik in Theorie und Praxis Die Städtische Hochschule für Musik und Theater(Leitung Richard Laugs) hat auch für das Studienjahr 1951/52 an 20 Abenden „Offene Musikstunden“ mit allgemein zu- Sänglichen Vorträgen berufener Lehrkräfte über ausgewählte musiktheoretische und musik geschichtliche Themen eingerichtet. Im Rahmen seiner Vortragsreihe über die Grundformen der musikalischen Klassik be- handelte dieser Tage Martin Schulze vor einem interessierten Auditorium die „Sonaten- Hauptsatzform“, jenes grund- legende und beherrschende klassische Form- Prinzip, an dessen Entwicklung nicht zuletzt auch die Vertreter der Mannheimer Schule bedeutenden Anteil hatten. Mit Hilfe an- schaulich am Flügel zum Klingen gebrachter Beispiele aus Werken Haydns, Mozarts und Beethovens erschöpfte der Vortragende sein Thema auf eine sehr instruktive Art. In einem weiteren Vortrag wird Martin Schulze noch eine Gesamtdarstellung der Entwick- lung der Sonate geben und außerdem im Laufe des Jahres interessante andere Themen — darunter an zwei Abenden Bachs Klavier- musik— behandeln. Hans Vogt widmet vier Abende den Instrumenten des Orchesters und ihrer Literatur und wird ferner über Kontrapunkt und Fuge, über die Voraus- setzungen zum Verständnis zeitgenössischer Musik und andere Themen sprechen. Direk- tor Richard Laugs kündigt Vorträge über melodramatischen Gebimmel langhaariger, schwarzweißkarierter Ziegen geweckt, die Allerdings ohne Auftrag des Hotels handeln, und nur daran vorbei zu inren blutgedüng- ten Weiden getrieben werden. Es ist nämlich recht historisch in diesem Graubünden, und die alten Burgruinen zu beiden Seiten des Rheins sind ebenso Wenig Zufallserscheinungen wie die neueren Sprengkammern in den Straßen und die mo- dernen Festungsanlagen in den Berggipfeln. Im„Jürg Jenatsch“ von Conrad Ferdinand Meyer kann man einiges über die bün- dische Historie nachlesen und wieder ande- res auf einer Tafel in der urweltlichen Schöllenen- Schlucht hinter Andermatt: die Liste der Toten nämlich, die der russische General Suworow im Jahre 1799 hier ver- lor, als er seinem Kollegen Korssakow ent- gegeneilte. Warum in aller Welt muß mar sich inmitten gegenseitig totschlagen? Aber das alles, Nürg Jenatsch ebenso wie Alexander Wa- siljewitsch Sumorow, sind nur Episoden fast zweitausendjähriger Kämpfe um Macht und Geld. Religion und Freiheit, in die be- ginnend mit den Römern einschließlich der Spanier und der Franken fast alle europäi- schen Nationen irgendwann einmal hier ver- wickelt waren. Solche Internationalität ver- pflichtet und hat sich im Bündnerland in neutralisierter Form bis auf den heutigen Tag erhalten. Es ist das um diese Jahres- zeit etwas ausgestorbene„klassische Reise- land“ geworden, auf dessen Straßen sich Autos und Menschen aller Nationalitäten begegnen— mit ausgesuchter Höflichkeit übrigens und, soweit man das von außen beurteilen kann, ohne feindliche Hinter- gedanken. Strömt herbei ihr Völkerscharen: der Rhein ist auch in der Schweiz ganz schön. 1 Werner Gilles Vortrag der Mus die Technik und geschichtliche Entwicklung des Dirigierens, sowie über Beethovens Diabelli-Variationen an. Leo Schatt gedenkt die Bedeutung der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts für unsere Zeit zu erläu- tern und Willi Schmidt wird sich in einem Vortrag über das reizvolle Thema„Opus 1“ mit den Erstlingswerken großer Kompo- nisten beschäftigen. C. O. E. 0 Ueber diese Theorie-Stunden hinaus werden sich verschiedene Dozenten der Mannheimer Musikhochschule aber auch noch als schöpferische Musiker in einem kleinen Konzertzyklus der Hochschule vor- stellen. Den Auftakt dazu bildete ein Abend mit Kompositionen Wilhelm Petersens, des 61 jährigen Seniors unter den komponie- renden Dozenten, zu dem sich im Athene- Saal der Kunsthalle eine erfreulich zahl- reiche, mit herzlichem Beifall nicht sparende Zuhörerschaft eingefunden hatte. Petersen, der nun schon im zweiten Jahrzehnt als Lehref für Komposition und Theorie an der Musikhochschule wirkt, ist als Kompo- nist mit bemerkenswerter Konsequenz sei- nen Weg gegangen. Sein Schaffen ist in der Spätromantik des ausklingenden 19. Jahr- hunderts verwurzelt und negiert bewußt die verschiedenartigen Strömungen der zeitge- nössischen Musik. Die an Brahms gemah- nende weitgespannte Themenführung wird INDUSTRIE UND HANDEL Zoll Paradox „Wer für den Eigenverbrauch der Besat- Zzungsangehörigen abgabefrei eingeführte Waren und Gegenstände jeglicher Art von Besatzungs- dienststellen oder einzelnen Besatzungsangehö- rigen entgeltlich oder unentgeltlich erwirbt, ist nach den deutschen Zollgesetzen verpflich- tet, diese unverzüglich dem nächsten Zollamt zur Verzollung und Versteuerung zuzustellen.“ Pressemitteilung des Bundesfinanz ministeriums Strafbar mache sich wegen Steuerhehlerei auch derjenige, der solche Waren„in Kenntnis ihrer Eigenschaft“ aus zweiter Hand ankauft, zum Pfand nimmt, an sich bringt, verheim- licht oder absetzt. Angesichts der schweren Schäden, die dem Steueraufkommen des Bun- des und der Länder durch den Schwarzhandel mit unverzollten Besatzungswaren zugefügt Werden, habe das Bundesfinanz ministerium seine Außendienststellen angewiesen, künftig auf diesem Gebiet mit besonderem Nachdruck vorzugehen. Einen untauglicheren Weg als diese Presse- veröffentlichung, hätte das Bundesfinanzmini- sterium nicht beschreiten können. Ist es nicht geradezu ein Hohn, an die Moral der Klein- Uchkeit zu appellieren? A propos Kleinlichkeit.„Man schlage die Bürokratie mit ihren eigenen Mitteln“, sagte einmal ein Reisender, als in sein Abteil ge- rade über den Amtsschimmel gewettert wurde. Der Mann blickte auf die Uhr und zog die Notbremse. Auf seinen ihn begleitenden Sohn hinwei- send erklärte er dem herbeieilenden Schaff- ner:„Ich möchte eine Fahrkarte lösen, denn mein Sohn ist augenblicklich vier Jahre und eine Minute alt geworden, hat somit eine Kinderfahrkarte nachzulösen. Diese Methode in die Zollpraxis umgesetzt scheitert in Mannheim. Ein Mann, dem ein amerikanischer Besatzungssoldat für eine Ge- fälligkeit zwei unverzollte Zigaretten schenkte, lief von Pontius zu Pilatus, um die Zigaret- ten zu verzollen und konnte dennoch seiner Zollschuld nicht ledig werden. Mußte viele rauhe Abweisung einheimsen, bis in gütiger Zurede ein Zollamts- Angestellter unserem ehrlichen Zollpflichtigen auseinandersetzte, daß es ja eigentlich nicht so schlimm sei, wenn in solchen Fällen beide Augen gedrückt werden. Ein sehr vernünftiger Zollbeamter. Liegt zu-= daß dieser Handel nicht Ursache der auf zwei Milliarden geschätzten Zoll- und Verbrauchs- steuer-Hinter ziehungen in der Bundesrepu- blik sei, stehen dem Bundesfinanzminister genügend Gegenargumente zur Verfügung. Beweise, die flugs erbracht werden können. Nicht zuletzt in Mannheim, wo zu bestimmten Tageszeiten an bestimmten Orten der Um- schlag bewerkstelligt wird. a 5 Hat Fritz Schäffer— dem gewiß nicht Mangel an Zivilcourage abzusprechen ist, wenn er mit Achselzucken und wegwerfender Gebärde sämtliche Einwendungen von ihm zu Steuer zahlungen Verpflichteter abtut— nicht den Mut, dies zu verlangen und auch durch- zusetzen, dann wird sämtliches Bemühen um Besserung des Zustandes erfolglos bleiben, es sei denn, er entschlösse sich, die Vorausset- zungen des Schmuggels abzuschaffen, d. n. Schluß zu machen mit überhöhten Zöllen und Steuern. Ten Haushaltslücken Schäffer verhandelt in Königstein Am 20. September verhandelt Bundesfinanz- minister Schäffer in Königstein/ Ts. mit den Länderfinanzministern über die Beteiligung des Bundes an der Einkommen- und Körperschafts- steuer. Schäffer fordert bekanntlich 31,3 Prozent dieses Aufkommens für den Bund. während die Länder höchstens 20 Prozent des vorjah- rigen Aufkommens und 40 Prozent des Mehr- aufkommens im laufenden Haushaltsjahr von diesen beiden Steuern an den Bund abgeben wollen, was im gewogenen Durchschnitt etwa 25,4 Prozent des Gesamtsteueraufkommens bzw. einen Fehlbetrag von rund 465 Mill. DM in Schäffers Ausgabenwirtschaft ergäbe. Nunmehr soll ein Vermittlungsausschuß darüber entscheiden. Schäffers Bemühungen in Königstein zielen darauf ab, den Länderfinanz- ministern noch einmal die äußerst schwierige Kassenlage darzulegen. Mill. DM Die kurzfristige Bundeschuld überschreitet 1 300 Der Haushalt f. Soforthilfe lieh dem Bund 250 Der Bund schuldet für unverzinsliche Schatzanweisungen 200 1950 Hinzu kommt: Daß sich die geschätzten Zolleinnahmen um einige 100 Mill. DM als Ueberschätzung er- wiesen. Daß im außerordentlichen Haushalt 1,6 Mrd. DM für Besatzungskosten zu decken sind, für die bisher keine Gelder zur Verfügung stan- doch der hier gemachte Fehler an anderer den, obwehl die Besatzungsmächte laufend Be- Stelle. Dem Genuß unverzollter Waren beizukom- men, in dem der Verbraucher herangezogen wird, heißt, das Pferd am Schwanz aufzäu- men. Bei der Lieferquelle muß dies geschehen und deswegen verpflichtet ja auch der Ge- setzgeber seit jeher den Lieferanten zur Ver- zollung. Der Bundesfinanzminister muß zu einer 5 Uebereinstimmung mit den Besatzungsmäch- weiße Posten, z. B. bei träge abriefen. Schließlich war der Bund bereits zu Be- ginn des Haushaltsjahres mit 1,1 Mrd. DM verschuldet. Es handelt sich somit um insge- samt rund 5 Mrd. DM, wenn der fehlende Bundesanteil am Aufkommen der Einkommen- und Körperschaftssteuer berücksichtigt wird. Nebenher laufen allerdings noch sogenannte der Arbeitslosen- ten kommen, damit die Verfolgung und die hilfe usw. Bestrafung des Handels mit unverzollten Ohne Berücksichtigung der Bundesschuld Waren gewährleistet wird. Auf Einwände,(2,6 Mrüd. DMW) ergibt sich zwischen veran- schlagten Deckungsmitteln und den wirk- lichen Ausgaben des Bundes im laufenden Etatjahr eine Differenz von 3 Mrd. DM. Der Kreditplafond bei der Bd beträgt aber nur 2 Mrd. DM. Es wird deswegen dar- über gesprochen, diesen Plafond nach dem Haushaltgesetz für 1951/52 auf 3 Mrd. DM zu erhöhen. Auch der erwartete Eingang von 300 bis 400 Mill. DM aus den neuen Schatzanwei- sungen bis zum Jahresende und die eventuell einkommenden 200 Mill. DM aus der Autobahn- solch gewaltiger Schönheit ö—————————r————ůů—ß—ů————ð2—+A]⁴!7————3·P¶PÜʃ A ſ̃ j—— Willy Birgel 60 Jahre alt In fast 50 Filmen hat Willy Birgel, der heute seinen 60. Geburtstag begeht, mitgewirkt und sich dabei in die erste Reihe der deutschen Filmstars gespielt. 1934 drehte er seinen ersten „Ein Mann will nach Deutschland“; damals gehörte er noch(seit 1924) dem Ensemble des Mannheimer Nationaltheaters an, von dem er sich 1935 mit einer faszinierenden Darstel- lung des„Hamlet“ verabschiedete. Nach Kriegsende widmete sich Willy Birgel wieder mehr der Bühne, reiste mit dem Schauspiel „Der Staatsmann und die Kühe“ durch die Lande und gastierte dann noch im Mann- heimer Nationaltheater als General Harras in Zuckmayyers„Des Teufels General“ und als „Kaiser von Amerika“ in der gleichnamigen Komödie von Bernard Shaw. dpa- Foto S- und Konzertabende i K hochschule Mannheim in kunstvoller Satztechnik verarbeitet und zu einem dichten Gewebe verflochten. Das zeigte sich an diesem Abend besonders im Quartett c-moll für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, dem sich Richard Laugs(der zu Beginn auch die Klaviersuite b-moll ganz konzertant vorgetragen hatte), Helmuth Mendius, Heinrich Krug und Prof. August Eichhorn als Interpreten mit großer Sorg- falt und Einfühlungsgabe widmeten. Für die Reihe der Lieder, deren Klavierbeglei- tung der Komponist übernommen hatte, war der Bassist Friedrich Dalberg gewonnen worden, der noch vor wenigen Wochen bei den Bayreuther Festspielen als Veit Pogner in den„Meistersingern“ mitgewirkt hat. Mit seiner großen, tragenden und dabei sehr modulationsfähigen Stimme vermochte er den Liedern Wilhelm Petersens die ihnen eigene Ausdruckskraft zu geben, eine schöne verhaltene Innerlichkeit, die auch im Ge- kühlsausbruch noch eine maßvolle Beherr- schung zeigt. Z- Dore Hoyers neue Solotanzschöpfung„Kon- traste“ wurde im neuen Stadttheater in Kiel uraufgeführt. Die Künsterlin will ihre neue Tanzschöpfung auch auf anderen Bühnen der Bundesrepublik zeigen.. Das Württembergische Staatsschauspiel in Stuttgart bringt„Das Lied der Lieder“, ein in Deutschland noch unbekanntes Werk von Jean Giraudoux, am 20. Sept. zur ersten Aufführung. gebühr und der Aufwandsteuer— deren An- nahme durch den Bundestag als sehr fraglich bezeichnet werden muß— werden an dieser deflzitären Lage des Bundeshaushaltes nichts entscheidend ändern können. Wenn in Presse- meldungen auf eine eventuelle Erleichterung der Besatzungslasten hingewiesen wird, so be- tont doch das Bundesfinanzministerium in weiser Beschränkung: 5 Bei den Alliierten herrsche „der beste Wille“. 55 TELEGRAMMS TIL Bonn, 13. September. Die Deutsche Bun- desrepublik erzielte im August im Warenver- kehr mit der Schweiz einen Ausfuhrüberschuß von rund 30 Millionen Schweizer Franken. Mit Exporten im Gesamtwerte von 81,6— im Vor- monat 80,3— Millionen Schweizer Franken war das Bundesgebiet mit erheblichem Vor- sprung vor den Vereinigten Staaten der be- deutendste Lieferant der Schweiz. Die schwei⸗ zerischen Ausfuhren in das Gebiet der Bun- desrepublik betrugen im gleichen Zeitraum 32,3 Millionen Schweizer Franken.(dpa) ECE prophezeit Grubenholzmangel für das Jahr 1952. 5 690 000 cbm Grubenholz wür- den 1952 von den europäischen Bergwerken be- nötigt. Verfügbare Menge beliefe sich auf 3,5 Mill. ebm. Defizit: 2,19 Mill. ebm. Einzelhandelsumsätze stiegen im August um rund 3 Prozent. Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ist der im Juli 1951 erreichte Tiefstand somit überwunden. Im August 1950 lagen jedoch die Umsätze wertmäßig um 8 Prozent höher als in diesem Jahre. Bei Berück- sichtigung der Preissteigerungen ergibt sich eine erhebliche mengenmäßige Schrumpfung. Unklare Indexwahrheiten Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ist die Preisindexziffer für Lebenshaltung in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte August um 0,7 Pro- zent auf 99 Prozent der Lebenshaltungskosten im I. Quartal 1949 gesunken. Sie betragen somit 166 Prozent des Standes von 1938. Die stärksten Ver- änderungen haben die Gruppenindices für Er- nährung, Bekleidung mit Senkungen um 1,7 Pro- zent bzw. 1 Prozent und für Heizung und Beleuch- tung mit einer Erhöhung um durchschnittlich 1,4 Prozent erfahren. Im übrigen wiegen sich Erhö- hungen und Ermäßigungen so ziemlich gegenein- ander auf. Bulgarien kaltgestellt Präsident Truman hat alle Handelsvergünsti- gungen, die bisher Bulgarien eingeräumt wurden, mit Wirkung vom 17. Oktober aufgehoben. Es handelt sich dabei in erster Linie um die im Han- delsabkommen von 1932 festgelegten Zollvorteile bei der Einfuhr bulgarischer Erzeugnisse nach den Vereinigten Staaten. Das wichtigste Ausfuhrgut Bulgariens nach Amerika war bisher Rohtabak. Illegaler Druckerstreik in Kopenhagen verursachte, daß 85 Prozent der Zeitungsleser in der dänischen Hauptstadt keine Morgenzeitung bekamen. Grund: Komunistische Beeinflussung der Gewerkschaften. Akuter Anlaß: Entlassung eines Druckers, der seine Kollegen aufgefordert hatte,„auf legale und illegale Weise“ höhere Löhne zu erzwingen. Oesterreich in Inflationsgefahr weil die Lebenshaltungskosten seit Ausbruch des Korea-Konfliktes um 40 Prozent stiegen und eine Ausweitung des Geldumlaufes sowie eine Vergrö- gerung des Kreditvolumens nach sich zogen. Holländischer Haushalt defizitär mit 267 Mill. Gulden. Zwar schließt der ordent- liche Haushalt mit einem Ueberschuß von 304 Mill. Gulden ab, jedoch weist der außerordentliche Etat eim Defizit von 571 Mill. Gulden auf. Margarine-Konsum steigt an. Wie aus den Statistiken über den Fettverbrauch der Bevölkerung des Bundesgebietes hervorgeht ergibt sich ein pro-Kopf- Verbrauch für 1930/1 von 9,9 Kg Margarine, Oelen und sonstigen Speisefetten gegenüber 8,5 kg in den Vergleichsjahren der Vor- Kriegszeit. Demgegenüber liegt jedoch der pro- Kopf-Verbrauch an Butter mit 5 kg im Jahre 1950/%1 noch wesentlich unter dem Butter verbrauch der Jahre 1935/8(2 Kg). Ebenso hat der Konsum an Schlachtfetten(5,6 kg) den Verbrauch der Vor- Kriegsjahre(7 kg) noch nicht erreicht. 8 Hafenstreik im westlichen Sozialisierungsparadies wird aus London gemeldet. Von insgesamt 6700 Hafenarbeitern gingen rund 2000 Dockarbeiter zum Protest gegen Einstellung von mehr Arbeitskräf- ten in Ausstand. 200 weitere Dockarbeiter blie- ben wegen innerbetrieblicher Streitigkeiten der Arbeit fern. 4500 Besatzungsmitglieder von Hafen- fahrzeugen arbeiten„nur nach der Vorschrift“, Was zu einer erheblichen Verlangsamung des Hafenverkehrs führen dürfte. 14 Millionen t Ukraine- Weizen soll die diesjährige Ernte fachmännischen schät- Zungen gemäß ergeben. Die sowjetische Presse be- richtet aus der Ukraine von einer beträchtlichen Steigerung diesjähriger Weizenernte, und zwar soll sie um 1,4 Millionen t mehr erbringen als im Vorjahr. Versorgungskrise in polen Diplomatische Kreise der ö́sterreichischen Hauptstadt bezeichneten den gegenwärtigen stand der Lebensmittelversorgung in Polen als den kri- tischsten seit Kriegsende. Auf normalem Wege seien in ganz Polen weder Fleisch, Butter, Käse noch Fische oder Kochfette zu erhalten. Die Hausfrauen stünden oft tagelang vor den Ge- schäften Schlange und warteten umsonst auf das Eintreffen neuer Lebensmittelsendungen. Nach Ansicht dieser Kreise, ist Ursache für die gegen- Wärtige Krise vor allem in dem völligen Versagen der für die Lebensmittelbewirtschaftung verant- wortlichen Behörden zu suchen. Frankfurter Effektenbörse vom 18. September 1951 Spezialwerte sowie Schiffe lebhaft und fest, im übrigen ruhig. Montane abbröckelnd. Accu konn- ten erst 3½%% fester zu 166/ und Westdeutscher Kaufhof 3% höher zu 91 den Besitzer wechseln. Die Kurstaxe für Zellstoff Waldhof lautete etwa 100 und somit 3% fester. Die beiden Siemenswerte konnten ihre Aufwärtsbewegung ebenfalls fortset- zen und lagen nochmals bis 1½0% gebessert. Sehr fest tendierten Schiffahrtspapiere, von denen Ha- pag mit 45 bis 46 und Norddeutscher Lloyd mit etwa 34 taxiert wurden, Leicht zunehmendes An- gebot in Bergbauwerten löste überwiegend Ab- schwächungen bis zu 1% aus. Lediglich Klöckner auf 108 ½ erhöht. Deutsche Erdöl, die zum Kassa- kurs unverändert mit 113½ bezahlt wurden, gingen im variablen Verkehr zu 114½ bis 115 um. Kali- werte erneut um 1% bis 2% befestigt, Maschinen- und Motorenaktien im allgemeinen behauptet, Schubert& Salzer plus 2%. Mittwoch, 19. September 5 — Hartog:„Der Tod einer Ratte Deutsche Erstauffü 1 hrun im Stuttgarter Jungen Theater Schon über achtnundertmal ist Ja g Hartogs„Tod einer Ratte“ in Paris über g Bretter gegangen. Trotz dieses unge lichen Erfolges war die deutsche Erstaufti 5 rung des grausam realistischen Schaug i. im Stuttgarter Jungen Theater ein Tr ment— eine Zerreißprobe für die Nen des durch Sartre, Williams und Kafka 11 gerade verweichlichten Stuttgarter The publikums. 25 Es geht dem 37jährigen holländisch Autor, Schwiegersohn Priestleys, nicht et 9 um stimulierende Sensation, Doch die Pte um die eich sein Stück bewegt, ist von fag Unmittelbarkeit und Schärfe, die zich ness mit blumigen Metaphern noch mit Bon pathisch verwässerten Sentenzen bean ten läßt.„Ist der Kranke ein Mensch— fit ist er ein Versuchsobjekt„zum Segen 15 Wensenheit-“ heißt diese Prage. De fa ist ein scharfer dialektischer Verfechte des Immaterialismus. Er stellt Aerzte 11 Mediziner hinter den Röntgenschirm und läßt dem Zuschuaer die IIlusion, sich selbst kür den Diagnostiker zu halten. Die Schärfe der Bilder läßt indes keine Zweifel 2. Jolande, von einer Tuberkulose im End. stadium gezeichnet, liebt Job, einen jeg Arzt. Job nimmt Jolande zu sich in die Woh. nung seines Chefs, eines prominenten Krebs. korschers. Die Patientin hat die Hellsichtg. keit der Sterbenden; zu ihrem Unglück igt sie ein„interessanter Fall“, Medizinische Koryphäen reißen sich darum, mit ihr 20 experimentieren ihre Todesangst Wird zum Zwecke interessanter Dsychoanalytischer Untersuchungen systematisch gesteigert, Joh der sie liebt, kann nicht verhindern, da0 eine berühmte Psychiaterin an ihr eine Art seelischer Vivisektion durchführt. Per be⸗ deutende Pathologe kann es kaum erwar- ten, ihre Leiche zu öffnen. Während sich Job und die sterbende Jolande zum erstenmal küssen, informiert er in ihrer telefonisch den Seziersaal. Die sehr dichte Inszenierung von Maz Weber steigerte den Realismus des Stückes bis an die Grenze des Erträglichen, Sehr eindrucksvoll Hannelore Roeck, der die schwierige Aufgabe zuteil war, Zweieinhalb Stunden lang zu sterben, um schließlich ihr Herz einem etwas blassen Partner zu him. terlassen. Hervorragende, medizinische Sach- verständige“ waren Susanne Eggers, Carl Eberhard und Franz Scharwenka. Am Ende der Vorstellung War das Publikum vollkom- men gelähmt. Sehr langsam löste sich die Spannung in wachsendem Applaus. Susanne Ulrici Kultur nachrichten Prof. Dr. Hermann Friedmann, der Pd sident des deutschen Pen-Zentrums, hat an Montag den Vorsitz im„Pen-Club deutscher Autoren im Ausland“ niedergelegt. Sein Nat kolger wird am 29. September in London gewählt. 5 Der Verband der Geschichtslehrer Deutsch lands richtete auf seiner Bundestagung in Mar burg eine Resolution an die Kultusminiser- konferenz, in der auf die Zersplitterung der Geschichtslehrpläne Ge eine schwere Gefahr für die Gemeinsamtell des politischen und kulturellen Lebens des deutschen Volkes darstelle. 555 Karl Rinn und Josef Eisler spielen in einem Klavier-Duo-Abend, am Dienstag, 25. Sep- tember, 20 Uhr, im Athene-Saal der Mang. heimer Kunsthalle, Werke von Mozart sowie Bearbeitungen nach Mozart von Busoni, Reger und Liszt. Gegenpart Produktions-Index Württemberg- Baden— 5,4 Prozent Die industrielle Produktion ist in Württem. berg-Baden im Monat August erneut um 5 Prozent zurückgegangen. Wie das Wirtschafts, ministerium weiter mitteilte, beträgt sie jelet noch 130,2 Prozent des Standes von 1930, Der Rückgang vor allem der Investitionsgüterindu- strie(— 7,2 Prozent) wird auf die sich Ver schärfende Verknappung der wichtigsten Grund stoffe Kohlen, Eisen und Stahl zurückgeführt Der Produktionsrückgang in der Verbraucher. güterindustrie( 8,3 Prozent) ist neben dem saisonbedingten Rückgang vor allem auf die anhaltende Absatzstockung zurücheufihteg Die Ausfuhr wird nach den Angaben des Wirtschaftsministeriums durch die bern den Produktionsengpässe, durch hohe Einfu* 26lle, sinkende Weltmarktpreise und a haltung der ausländischen Käufer zunehmen erschwert. ö 1 5 Baumwoll-Importe finanzieren Dr. Hans Podeyn, der Chef der deutet ECA-Mission in Washington, hat mit der h Import-Bank informelle Besprechungen 5 5 die Möglichkeit eines Kredites zur e rung deutscher Baumwoll-Importe aus irc Vereinigten Staaten geführt. Wie betont 1 dienten diese Besprechungen aber nur Erörterung von grundsätzlichen Fragen. 406 Aus unterrichteten Kreisen verlauten 1 die deutsche ECA- Mission entspreche Schritte bei der Bank eingeleitet habe, 11 dem Landwirtschaftsminister Charles l im vergangenen Monat bekanntgegeben 2215 daß die US-Baumwollausfuhr in diesem wiederum kreditierb werden solle. Getreidehandelsspanne ü ter erregt Gem lautet Wie aus agrarpolitischen Kreisen Verler. wurde in 35 Sespbe bunge zwischen ben. tretern des Getreidehandels, der Gen Moh- schaften, der Getreide- Importeure, der 18 len und des Mühlenhandels im F eine rungsministerium von seiten des Han Kar b Höchstspanne von 16 PM pro Tord Znandel, Landhandel 5,0 DM für den Gro ordert, also insgesamt 21,40 DM je Tonne ür eine während der Raiffeisen-Verband sich 19550 Höchstspanne von 15 DM. je Tonne ait einer Als Höchstpreis erklärte er sich de jenigen Spanne von 18 DM je Tonne, die ichtomm der Einfuhr- und Vorratsstelle sleie ein. iniste⸗ Von seiten des Bundeswirtschatts rung 5 riums wurde die Meinung geäußert. rdnung nicht zweckmäßig sei, eine Rechtsvero der über eine Höchstspanne zu erlassen. 5 anderen Seite sei es jedoch ratsam Spanne von 9,50 DM für den Erfassu + 5,5 DM für den Großhand Tonne als legen. eine Steigerung el, also 15 Mindestspanne rechtlich 1 UL. Bezüglich des Importgetreides. ne von der Großhandels gelten des hingewieseen wird, dhe 0 Sou, Mitt Sene „Ges Gese zone Hütt erkle nach Gege Sam. kam. weil auch kein die zum Berl. guter an il berli Paro dem abzu Herr Wah in de tung Frag Aus, anla gatic ange cher pak batt 7,70 DM auf 8,25 DM je Tonne rden im Laufe de Handels angeregt. Die Verhandlungen we Woche weitergeführt.