ö Herausgeber: Mannheimer Morgen Verlag. Druck: Mannheimer Groß- druckerei. Verlagsleitung: H. Bauser; chefred.: E. F. v. Schilling. Stellv.: Dr. K. Ackermann. Politik: E. Schäfer, Dr. E. Kobbert; wirtschaft: F. 0. weber; Feuillet.: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: M. Eberhardt; Kommunal: Dr. F. W. Koch; Ludwigshafen u. Sport: H. Schneekloth; Land: C. Serr; Sozial- redaktion: F. A. Simon; Chef v. D.: O. Gentner. Banken: Südd. Bank, Rhein- Main-Bank, städt. Sparkasse, Bad. Kom- munale Landesbank, Bad. Bank, sämtl. Mannheim. Postsch.-Konto: Karlsruhe Nr. 800 16, Ludwigshafen/ Rh. Nr. 267 43 „ ee oc Mennheimer Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz e e 3 Geschäftsstellen: Mannheim, R 1. 66 Telefon 4 41 31-54; Heidelberg, Haupt- straße 43, Tel. 29 3¾8(Hdlb. Tagebl.); Ludwigshafen/ Rh., Rheinstr. 37, Tel. 8 27 68 Bezugspreis: Monatl. 2,80 DM zuzügl. 40 Pf. Trägerlohn, Postbezug 3,20 DM zuzügl. 54 Pf Zustellgebühr, Kreuzband bezug 4.— DM einschl. Porto. Bei Ab- holung im Verlag oder in den Agen- turen 2,80 DM. Erscheint täglich außer sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreis- liste Nr. 11. Anz.-Ltg.: R. Adelmann; Werbg.: C. Faust. Bei Nichterscheinen infolge höh. Gewalt kein Anspruch auf Rückerstatt. des Bezugspreises. Für un- verlangte Manuskr. keinerlei Gewähr ä— . lahrgang/ Nr. 256 Einzelpreis 20 Pf. Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz vier Jahre. Uebereinstimmende Berichte aus New Vork, Minneapolis, Baltimore, Detroit, Phila- delphia, Chikago, Ohio und anderen Städten bis zur Pazifikküste sprechen von einem „noch nie dagewesenen Andrang“ in den Wahllokalen. In Minneapolis, Baltimore und verschie- denen Stadtteilen New Lorks hatten schon zwei Stunden nach Oeffnung der Wahllokale 25 Prozent der eingetragenen Wähler ihre Stimmen abgegeben. In Kansas City war, wie in vielen anderen amerikanischen Städten, schon in den ersten Stunden der Andrang zu den Wahllokalen so stark, daß die Wahlzettel auszugehen begannen und zusätzliche Wahlurnen aufgestellt werden mußten. Ein Wahlleiter sagte:„Wir hatten ein Dutzend Wahlurnen in Reserve. Wir könnten jetzt noch zehn Dutzend weitere brauchen.“ ö General Eisenhower und seine Frau Mamie gehörten zu den ersten, die morgens, um 6.30 Uhr, in Manhattan zur Wahl gingen. am Abend fährt Eisenhower in das Haupt- quartier der Republikaner im Hotel„Com- modore“ in New Lork, um dort die Ergeb- nisse abzuwarten. Noch unmittelbar vor dem Abschluß des amerikanischen Wahlkampfes ereilte Eisenhower ein kleines Mißgeschick. Als er in einem Fernsehstudio sprach, löste sich eine große elektrische Uhr von der Wand und fiel dem General auf den Kopf. Eisen- hower, der eine kleine Stirnwunde davon- Maler Rol er Publikun Ausstellun. hner„Neuen man ihn iner eigenen sich, begeg. Kunsthand en Künstler zchen Traum 1 der Sein oft bis in das Uebe Bildnerische zu beengen 1 Aquarelle; Wenn ma Herr Hell n Besuchen mittelbare Material un ren gelang rade in di bezaubern. und— Weng unst erlau Ich dent „Mondnacht, Y Färbskfia cher Engel, Axel v. Han — Dr. Maier beschwert sich über den Bundesinnenminister Stuttgart.(tz.-Eig. Ber.) Ministerpräsident Dr. Maier übte am Dienstag scharfe Kritik an der mangelhaften Unterrichtung des Bundesrats und der Länder durch das Bun- desinnen ministerium. Die Landesregierungen eien in der letzten Zeit erneut von sehr ein- schneidenden Maßnahmen des Bundes nur unzureichend und zu spät unterrichtet wor; den, obwohl die Bundesregierung nach dem Grundgesetz verpflichtet sei, den Bundesrat auf dem laufenden zu halten, Trotz aller Bemühungen sei es ibm als Bundesratsprä- sident beispielsweise bis heute nicht gelun- gen, den Referentenentwurf des Bundes- innenministeriums über das die Länder sehr berührende Bufidesrundfunkgesetz zu er- halten.. e 2. 2 London. Die sowjetische Nachrichtenagentur IAss dementierte am Dienstag offiziell Be- m führt richte über angebliche Geheimverhandlungen r, im Mus wischen der Sowjetunion und den Vereinig- gung W 55 1 zur Beendigung des Konfliktes in 5 1 Teheran. Das persische Unterhaus ermäch- und ab liete Ministerpräsident Mussadegh, den Mil- und Gala fionar Ghavam es Sultaneh wegen der Zwi- schenfälle vom 21. Juli gerichtlich zur Rechen- Schaft zu ziehen. Ghavam soll am Tod von über 20 Menschen schuldig sein. Ghavam trat am 21. Juli nach einer Ministerpräsidentschaft von vier Tagen unter dem Druck der Demon- 1 und Ausschreitungen in Teheran Zurück. Tel Aviv. Das israelische Parlament sprach der Regierung Ben Gurion mit 56 gegen 36 Stimmen das Vertrauen aus. iger Je.. Kapstadt. Zu einem schweren Zusammen- 8 Jeiser, 1 ton zwischen Eingeborenen und der südafrika. ngaus tel nischen Polizei kam es vor einem Eingebore- ze, Obst, id nen-Hotel in Johannesburg. Polizeibeamte ackenes Bl machten von ihren Schußwaffen Gebrauch und lühe macht schossen drei der farbigen Demonstranten. zunterwüre lie weitere wurden verletzt. s Aehnlich Kairo. Der deutsche Botschafter in Aegyp- 8 2 1 ande ten, Pr. Günther Pawelke, will seine Pension, V 00 die er als ehemaliger Luftwaffenoffizier be- mußte. 1 dient, einem ägyptischen Fonds für Soldaten 1 Flelscheg alikten die im Palästinakrieg schwer verwun⸗ Kaffee nat det wurden. auch ein“ Kairo. Den Abzug der britischen und der gesund u keyptischen Streitkräfte aus dem Sudan zu- selber in g mindest ein Jahr vor Wahl der Verfassung schlapp 1 ſebenden Versammlung hat Aegypten in einer stunde m ote an die britische Regierung vorgeschlagen. beth aß,. Berlin. Die antikommunistische„Kampf- Menge lil duppe gegen Unmenschlichkeit“ in Westberlin 5 ird zur Zeit unter dem Einfluß deutscher und a alliierter Behörden reorganisiert. Dabei soll n Keller l dafür gesorgt werden, daß sich die„Kampf- chen, da8 d ede jeder Handlung in der Sowjetzone chte Es 1. die Menschenleben gefährden könnte. em, nach Jen d sich auf die Aufklärung Über die Verhält- 2 kent isse hinter dem Eisernen Vorhang beschränkt. Aer 6% A0 Berlin. Einen neuen„Rekord“ bedeutet die e 05 der am Montag nach Westberlin geflüch- 21 Wa 85 Volkspolizisten. Innerhalb 24 Stunden ihre 1 men 34 Volkspolizisten und stellten sich un- e. Elisa ber den Schutz der Westberliner Polizei. an wenig!( dürnberg. Die im Juli in Nürnberg gebil- stören, 1 zArbeitsgemeinschaft christlicher Volks- 5 rl 91 5 hat sich unter der Bezeichnung„Evan- nittacsd 10 der Volksdienst“ als politische Partei kon- en, die P, dert, Kis Vorsitzender wurde der 56fährige iHtentabak ebe Angestellte Julius Zirkelbach ge- drücke a Arbeitsprogramm der neuen Partei N 1 heiß de die„Protestantſsche Grundhaltung“ in 2 15 lch Vordergrund und bezieht sich im wesent- gesehen 00 Stage auf die soziale Einstellung, die deutsche nd putzte Jerantssnutkassung und nationale Haltung. Die 0 mile ene Landeskirchenleitung hat sich setzung fe ich von der Gruppe distanziert. UP/ dpa ö 18 hatte Les im das Wel ehr freundlit spürbare. sich nur nog m wachgele wie man in Nicht zulen zlückliche u. 1 sein. 6. bei Renors, entdeckt v kans bekar er Loggia- l stes Paul Il uert Word s mäldes soll dalbert fil der, 15,15 Ul ttgart, Wen —— ie Küche l ar in diess genheit, el Mittwoch, 5. November 1952 eee ee trug, rieb sich die Schmerzstelle mit der Hand und erklärte,„ich bin wirklich froh, daß der Wahlkampf vorbei ist.“ Der demokratische Präsidentschaftskan- didat, Gouverneur Stevenson gab in sei- ner Heimatstadt Half Day bei Chikago in Begleitung zweier seiner Söhne seine Stimme ab. Er wurde von einer großen Menschen- menge herzlich begrüßt und stellte sich, wie die anderen Wähler, am Ende einer langen Schlange an. Ellen Borden Stevenson, die geschiedene Gattin des demokratischen Präsidentschafts- kandidaten, hat Stevenson für die Wahl Glück gewünscht, gleichzeitig aber erklärt, daß sie republikanisch gesinnt sei. Truman stimmte mit Frau und Tochter Margaret in seiner Heimatstadt Independence tür Stevenson. Gefragt, ob er auch für den Gewinner gestimmt habe, erklärte er:„Aber natürlich, darüber gibt es keinen Zweifel mehr.“ Dann bestieg Truman zum letzten Male seinen Wahlkampfsonderzug, der ihn über 30 000 Kilometer kreuz und quer durch die Staaten geführt hat, und begab sich nach Washington zurück. In Rochester(New Vork) ging der 111 jäh rige Jim H ar d, der älteste noch lebende Teinehmer des amerikanischen Bürger- Krieges, von zwei Helferinnen gestützt, zur Wahlurne. Bei der ersten Wahl seines Lebens hatte er einst für Abraham Lincoln ge- stimmt. Diesmal gab er Eisenhower seine Stimme. Auch die Delegierten aus aller Herren Länder, die sich in New Vork zur General- versammlung der Vereinten Nationen einge- funden haben, warteten am Dienstag voller Spannung auf das Ergebnis der amerikani- Hohe Wahlbeteiligung in den USA Heute gegen Mittag wird die Welt wissen, wie der neue Präsident heißt New Vor k.(dpa/ UP) Bei strahlendem Sonnenschein in den meisten der 48 Staaten der USA wählte das amerikanische Volk am Dienstag seinen Präsidenten für die nächsten schen Wahlen. Der Politische Ausschuß der Versammlung hat sich bis Mittwoch vertagt, Die meisten anderen Ausschüsse hielten nur kurze Sitzungen ab. Hochbetrieb herrschte lediglich in den drei Bars auf dem „exterritorialen“ Gelände der Vereinten Na- tionen— denn in den Vereinigten Staaten durfte am Wahltag kein Alkohol ausge- schänkt werden. Die über 800 000 Einwohner des amerika nischen District of Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington liegt, dürfen nicht wählen. Die Bevölkerung ging zwar ihrem gewohnten Leben nach, wartete aber ebenso gespannt auf die Wahlergebnisse wie ihre Landsleute in den 48 Staaten. Als eine Washingtoner Firma ersucht wurde, zur Wahl die Nationalflagge zu bissen, setzte sie sie zu Ehren ihrer nicht stimmberechti nn Kunden halbmast. Fast jeder amerikanische Kongreß erörterte bisher die unglückliche Lage des Distrikts, ohne aber etwas zu unternehmen. Mehrere amerikanische Bürgervereinigungen sind entschlossen, solange gegen die ‚Besteue- rung Washingtons ohne Vertretung“ zu protestieren, bis der Kongreß Abhilfe schafft. Die ersten Wahlergebnisse wurden schon am Dienstagmorgen bekannt. Sie stammten aus einigen winzigen Gemeinden, in denen alle Wahlberechtigten kurz nach Mitter- nacht ihre Stimme abgaben, sowie von ame- rikanischen Schiffen. Natürlich ließen sich aus diesen Ergebnissen keine Schlüsse zie- hen. Die ersten Wahlergebnisse, aus denen sich vielleicht ein„Trend“ ablesen läßt. sind im Laufe des heutigen(Mittwoch) Vormit- tags zu erwarten. Der Sieger dürfte heute Mittag feststehen, doch kann es Donnerstag werden, bis die endgültigen Resultate ver- flentlicht sind. Adenauer: Berlin im Aufschwung e Der Bundeskanzler weist Vo Bonn.(dpa) Der von der SpD erhobene Vorwurf, die Berlin-Hilfe des Bundes reiche nicht aus, wird in einem Brief des Bundes- kanzlers an den zweiten SPD- Vorsitzenden Wilhennm Mellies zurückgewiesen. Dr. Adenauer betont, daß sich die Berliner Wirt- schaft auf Grund der Förderungsmagnahmen des Bundes im Aufschwung befinde. Die Lieferungen der westberliner Indu- strie hätten im August einen neuen Rekord erreicht. Der Produktionsindex in Berlin nehme schneller zu als im Bundesgebiet. Der Auftragseingang habe sich gegenüber dem Vorjahr erheblich vermehrt und die Zahl der Arbeitslosen sei um 40 000 auf 275 000 zu- rückgegangen. Zur Zeit würden Verhandlun- gen geführt, um die Fortsetzung des Berliner Investitionsprogramms mit mehreren hun- dert Millionen Mark amerikanischer GARIOA-Mittel zu ermöglichen. Dr. Adenauer bemerkt. die Bundeshilfe für Berlin sei eine Ausgabe für die fried- liche Verteidigung Europas. Es sei eine wichtige Aufgabe, die Anerkennung dieses Verteidigungsbeitrages zu erwirken, so daß sie beim Bemessen der deutschen Verteidi- gungsanstrengungen in Rechnung gestellt werden. Der Bundeskanzler gibt in seinem Brief einen umfangreichen Ueberblick über die Maßnahmen des Bundes zu Gunsten Berlins. 90 Millionen DM Bundesmittel seien zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Berlin vorgesehen. Durch die Umsatzsteuer- befreiung und zusätzliche Umsatzsteuerrück- vergütung erhalte die Berliner Wirtschaft einen Kalkulationsvorsprung von 8 Prozent gegenüber dem Bundesgebiet. Daneben sel vom Bumd eine Garantie für den Warenver- kehr mit Berlin im Umfang von 100 Mil- lionen DM genehmigt worden. Dagegen sei es nicht möglich gewesen, dem Wunsch auf Frachterleichterungen für die Berliner Wirtschaft zu entsprechen, weil die Sowietzonen-Reichsbahn an dem Bahn- verkehr beteiligt sei. Ebensowenig sei es möglich gewesen, Berlin eine Ausnahme von der Kohlepreiserhöhung zu gewähren. Die steuerlichen Vergünstigungen machten jedoch nach Auffassung der Bundesregierung die Mehrbelastung für die Kohlepreiserhöhung bei weitem wett. Schließlich weist der Bun- deskanzler darauf hin, daß mit der Einrich- tung einer besonderen Auftragsstelle eine Zunahme öffentlicher Aufträge für Berlin er- wartet werden könne. Die von der SPD geforderte Einbeziehung Berlins in ein Bundeswahlgesetz sei unmög- lich. Eine solche Maßnahme würde den Vier- mächtestatus Berlins gefährden und damit die Sicherheit der Stadt und ihrer Bevölke- rung aufs Spiel setzen. * WI ñ¹ñ Zu Spitzeldiensten aufgefordert Berlin.(dpa) Der Sekretär der kommu- nistischen„Nationalen Front“, Wilhelm Könen(SED), setzt sich in der sowietischen „Täglichen Rundschau“ für eine verstärkte systematische Aufklärung in der Sowiet- zone ein. Diejenigen, die nicht zu den poli- tischen Versammlungen kämen, müßten in ihren Wohnungen aufgesucht werden, damit man sie über die kleinsten Tagesfragen, .. 1 rte über mangelnde Berlin-Hilfe zurück über Kriegsgefahr und Friedenssicherung aufklären könne. Die zu schwache Auf- klärungsarbeit habe sich besonders unter der ländlichen Bevölkerung auf die Erfül- jung und Ablieferung des Produktionssolls ausgewirkt. Die Aufklärer werden gleich- zeitig aufgefordert, Spitzeldienste zu leisten. Adenauer empfing die Vorsitzenden der nicht zugelassenen Saar-Parteien Bonn.(dpa UP). Bundeskanzler Dr. Adenauer empfing am Dienstag die drei Vorsitzenden der deutsch- orientierten und zu den saarländischen Landtagswahlen nicht zugelassenen Saarpartelen, Dr. Hubert Ney(CDV), Kurt Conrad Oeutsche So- zialdemokratische Partei im Saarland) und Richard Becker Oemokratische Partei des Saarlandes) zu einer Aussprache im Bonner Bundeskanzleramt. Eine Wiederaufnahme der deutsch-fran- Zzösischen Saargespräche steht nach Infor- mationen aus unterrichteten politischer Kreisen der Bundeshauptstadt nicht unmit- telbar bevor. Mau-Mau gefährdet neue Empire-Strategie Der Terrorismus des Mau- Mau- Geheimbundes in der Kolonie Kenhd gefährdet eine zen- trale Position der nach dem Kriege entwiccelten neuen Empire- Strategie. Auf Grund der Er- fahrungen des letzten Krieges vermag sich Groſbritannien nickt mehr auf die Linie Gibral⸗ tar— Malta— Suez zu verlassen, zumal der ägyptiscke Druck auf die Suez Stellung immer stärker wird. Die Empire- Strategen richteten ihre Blicke auf das mittlere a quatoriscke Afrika mit seinen Kolonien in West- und Ostafrika. Wenn Großbritannien auch das Mittel- meer nicht aufgibt, so hat es in den letzten Jahren doch begonnen, Ost- und MWestafricda ⁊u Eclepfeilern einer neuen„aquatorischen“ Strategie auszubauen. Kenya wurde in dieser strate- gischen Konzeption eine Schlusselstellung zugewiesen. Es verfügt über den ausgezeichneten Hafen Mombassa, der die größten Schlachtsckiſfe aufnehmen kann. UDeberall in der Kolonie wurden in den letzten Jahren Flugplätze, De pots und Magazine angelegt, um Kenya jeder- zeit zu einem militärischen Kraftfeld erster Ordnung ausbauen zu können. Dr. WP Churchill legt Reprivatisierungsgesetze vor Die Königin eröffnete die Sitzungsperiode des Parlaments London.(dpa) Mit einer Thronrede Köni- gin Elisabeths II. wurde am Dienstag in feierlichem Zeremoniell die neue Sitzungs- periode des britischen Parlaments eröffnet. In der Thronrede lag die Betonung auf inner politischem Gebiet in der Ankündi- gung, daß die Regierung ihren Plänen zur Reprivatisierung des Straßentransportwe- sens und der Eisen- und Stahlindustrie Ge- setzeskraft geben wolle. Damit ist das Startzeichen zu erbitterten parlamentari- schen Auseinandersetzungen mit der soziali- stischen Opposition gegeben, die beide Pro- jekte aufs schärfste bekämpft. Das innenpolitische Programm umfaßt kerner Maßnahmen zur Konsolidierung der britischen Wirtschaft, zur Steigerung der Produktion, zur Herabsetzung der Regie- rurngsausgaben, zur Intensivierung des Woh- nungsbaues und finanzielle Hilfe für die Fischereiindustrie. Außenpolitisch enthielt die Rede das Be- kenntnis zur UNO und zum Atlantikpakt, zur Zusammenarbeit mit dem Common- wealth und dem Kolonialreich sowie zur Aufrechterhaltung engster Beziehungen mit den USA. Die Aufrüstung Großbritanniens und der Ausbau der Zivilverteidigung, sagte die Königin, würden„unter Beachtung der Notwendigkeit zur Erhaltung der wirtschaft- lichen Stärke und Stabilität“ fortgesetzt. Die britische Regierung werde den west- europäischen Einheitsbestrebungen größte Unterstützung geben und sich weiterhin für eine gerechte Regelung des Problems der deutschen Einheit und für den Abschluß des Oesterreichischen Staatsvertrages einsetzen. Die Königin kündigte aktive Maßnahmen Der Rundfunk will unabhängig bleiben Wilhelm Keil befürwortet eine stärkere Mitarbeit der Regierung Von unserem M. L.- Korrespondenten Karlsruhe. Der Rundfunkrat des Süd- deutschen Rundfunks wandte sich am Dienstag in Karlsruhe in einer einstimmig angenommenen Entschließung mit Bedauern gegen die bisher unterbliebene Freigabe der Referenten-Entwürfe zum Bundesrund- funkgesetz zur öffentlichen Diskussion. Er bezeichnete es als unverständlich, daß die gewählten Aufsichtsorgane der Rundfunk- anstalten zu diesen Entwürfen bisher nicht gehört worden sind und sie überhaupt nicht kennen. Bei zwei Stimmenthaltungen bekannte sich der Rundfunkrat zu seiner Entschließung vom 15. Oktober 1951. in der es hieß, daß zur Freiheit und Unabhängig- keit des Rundfunks der Verzicht des Staa- tes und der jeweiligen Regierung gehöre, auf Programmgestaltung, Personalpolitik und Haushaltführung des Rundfunks Ein- kluß zu nehmen. Der frühere Landtagspräsident Wilhelm Keil warf die Frage auf, ob sich der Rund- funk um seiner Unabhängigkeit willen vom Staat und der Regierung distanzieren müsse, wie er es bisher tut. Keil befürwor- tete eine stärkere Mitarbeit der Regierung, denn der Rundfunk existiere nicht aus eige- nem Recht, sondern beruhe auf einer Rechts- grundlage, die der demokratische Rechts- staat für ihn geschaffen habe. Parlament und Regierung hätten dem Rundfunk ohne jeden Vorbehalt eine gewaltige Machtfülle eingeräumt, die in der Möglichkeit der ste- ten Beeinflussung der öffentlichen Meinung bestehe. Der Staat seinerseits sei von je- dem Einfluß ausgeschlossen. Ihm sei weder eine Aufsicht, noch eine Beobachtung zuge- standen worden. Keil schloß sich der Ansicht des Staats- sekretärs Bredow an, daß die Unabhängig- keit des Rundfunks da ihre Grenze haben müsse, Wo das Interesse der Allgemeinheit beginne. Der Rundfunk könne nicht eine Welt für sich bilden, es gehe nicht darum, die Selbstverwaltung und Unabhängigkeit in der Programmgestaltung zu schmälern, son- dern darum, dem obersten staatlichen Organ die Möglichkeit der Mitarbeit und der Auf- sicht einzuräumen. Diese Aufsicht bedeute keine Beeinträchtigung der Unabhängigkeit, solange der Rundfunk seine Aufgabe im Geiste der demokratischen Verfassung er- fülle. Die Unabhängigkeit sei aber mit Ge- fahren verbunden, wenn er dieser Aufgabe nicht gerecht werde. In diesem Falle müsse der Staat berechtigt sein, einzugreifen. Präsident Keil fand für das von ihm be- fürwortete Zugeständnis an Staat und Regie- rung nur wenig Zustimmung. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Süddeutschen Rundfunks, Abgeordneter Alex Möller (SPD), wies auf die Gefahr der Einengung der Rundfunkunabhängigkeit durch das in Vorbereitung befindliche Bundesrundfunk- gesetz hin, das unter anderem eine Genehmi- gungspflicht der Bundesregierung bei der Einstellung der leitenden Redakteure und ihre jährliche Bestätigung durch die Bundes- regierung vorsehe. Auch die Einziehung der Bundesrundfunkgebühren durch das Bundes- postministerium und die nachträgliche Ver- teilung an die Rundfunkanstalten bezeichnete als eine Gefährdung der Unabhängigkeit der Rundfunkanstalten. Abgeordneter Dr. Haußmann FDP/DVP) wandte sich gegen die überspitzte Ausschaltung der Regierung durch das alliierte Rundfunkgesetz. Abgeord- neter Wiedemeyer(CDU) empfahl, einen Weg zu suchen, der Bundesregierung die Möglichkeit zu geben, zum ganzen Volke zu sprechen. Chefredakteur Cron riet den Rundfunkgesellschaften, allen Versuchen des Staates, auf den Rundfunk Einfluß zu neh- men, zuvorzukommen. Großbritanniens zur Stärkung der Freund- schaft und Handelsbeziehungen mit Süd- amerika an. Sie verwies auf die große Be- deutung der bevorstehenden Londoner Com- momwealthkonferenz und das im Januar folgende Treffen zur Verwirklichung der Pläne für eine zentralafrikanische Födera- tion. Das Auftreten der Königin im Parlament wurde zu einem glanzvollen Staatsakt, un- ter genauester Beachtung des seit Jahrhun- derten überlieferten Zeremoniells Die Rö- nigin sprach mit klarer Stimme, ohne sich ein einziges Mal zu unterbrechen, von einem vergoldeten, breiten Thronsessel aus Neben ihr hatte ihr Gemahl, der Herzog von Edin- burgh, Platz genommen. Tausende säumten die Straßen und Plätze und jubelten der Königin zu, als sie in ihrer punkvollen Staatskarosse, der Herolde auf Schimmeln vorausritten, zum Parlament fuhr. In einer stürmischen Unterhaussitzung un- mittelbar nach der Parlamentseröffnung durch die Königin kündigte Churchill die unmittelbar bevorstehende Einbringung der Reprivatisierungsgesetze für den Fernlast- verkehr und für die Stahlindustrie an. Zu außenpolitischen Fragen wird, wie Churchill mitteilte, am kommenden Donnerstag Außenminister Eden sprechen. Die Debatte über die Thronrede der Königin zieht sich bis Mitte nächster Woche hin. Churchill zer- störte die Spekulationen über eine allgemeine Neuwahl, indem er erklärte:„Wir haben nicht mehr das Gefühl, in einer Vorwahlzeit zu stehen.“ Vorher hatte er die Spannung auf das höchste gesteigert, indem er bemerkte, man werde nach der bevorstehenden Wahl 5 sehen-„ich meine die amerikanische A 5 De Gasperi zu Titos Triest-Erklärung Redipuglia.(UP) Ministerpräsident Alcide De Gas per i erklärte am Dienstag, Italien sei bereit, Freund und Alliierter Jugosla- Wiens zu sein, falls Marschall Tito seinen guten Willen dadurch beweise, daß er einer gerechten Lösung des Triestproblems Zu- stimme. s De Gasperi betonte, daß jede Lösung des Triestproblems in Uebereinstimmung mit der Alliierten Triesterklärung aus dem Jahre 1948 erfolgen müsse. Die Westmächte hatten in dieser Erklärung die Eingliederung Priests einschließlich der Zonen A und B nach Italien befürwortet. Den am Montag ge- machten Vorschlag des jugoslawischen Staats- chefs, das Triestproblem vorläufig zurück- zustellen, lehnte De Gasperi ab. Das jugoslawische Außenministerium über- mittelte am Dienstag dem italienischen Ge- schäftsträger in Belgrad eine Note, in der gegen die„allmähliche Annexion der Zone des Freistaats Triest durch Italien“ Prote- stiert wird. Frankreichs Antwort auf NATO-Fragebogen f Paris.(dpa) Frankreich wird Ende 1952 die versprochenen zwölf Divisionen auf- gestellt haben. Es wird aber darüber hinaus im kommenden Jahre seine militärische Schlagkraft nicht erhöhen können. Diese Feststellungen trifft die französische Regie- rung, wie„Le Monde“ am Dienstag berichtet, in ihrer soeben übergegebenen Antwortnote auf den NATO- Fragebogen. Sie werden dahin ausgelegt, das Frankreich 1953 keine weite ren Divisionen aufstellen will. Als Begrün- dung wird die notwendig gewordene Herab- setzung des Verteidigungsbudgets um 44 Mil- liarden Francs angegeben, die auf die Kür zung der amerikanischen Rüstungsaufträge zurückzuführen sei. . 2J232VVVSFFFFſTꝓTTTTTTTTTFTTfT7T7T7T7T0T7T7T7T7T7T7T7T7T7TTTTTTTTCTT—T—T—T—T—T—T—— eee eee Seite 1 MORGEN Mittwoch, 3. November 1952/ Nr. MEN Mittwoch. 5. November 1952 Schattenspiele Die„Freiheit des Aethers“ ist möglicher- weise noch umstrittener als die„Freiheit der Presse“. Denn hier bekriegen sich Geschäfts- interessen, Regierungsgewalt, Eigengerech- tigkeit der Institutionen und die Vertretung des zwar zahlenden, aber nichtssagenden Publikums noch viel heftiger als bei allen anderen Organen der öffentlichen Meinung. Angesichts dieses Widerstreits einen wirk- lich unabhängigen deutschen Funk zu schaf- ken ist keine kleine Aufgabe. Nach Aussage Mrer Manager hat sich die Arbeitsgemein- schaft der sechs deutschen Rundfunkanstal- ten diese Aufgabe gestellt. Sie hat allerdings bis jetzt kaum die Schaffung eines Gemein- schaftssenders zu Wege gebracht, geschweige denn, daß die dringend notwendigen Refor- men im engeren Sendebereich auch nur einigermaßen in Angriff genommen wären. Dagegen ist jede einzelne Sendeanstalt an der Stärkung ihrer Hausmacht und an der Erhöhung ihrer Finanzen mit nicht immer ganz unbestrittenen Mitteln bestrebt. Die Unabhängigkeit ist daher bisher äugerlicher Natur geblieben. Der Kampf um die innere Freiheit steht erst noch bevor. Die erste Runde dieses Kampfes ist vor- erst beendet. Das vom Bonner Innenmini- sterium geheimnisvoll umwobene Bundes- rundfunkgesetz ist auch in seinem zwei- ten Entwurf zurückgezogen und den Geheimräten erneut anvertraut worden. Es hat im Bundestagsausschuß für Presse, Funk und Film angeblich keine Gegenliebe ge- kunden. Vielleicht siegte dort die Einsicht, daß die nur noch kurzlebige Parlamentsära nicht noch mit einer weiteren unlösbaren Frage belastet werden sollte. Im übrigen soll der Entwurf auch danach gewesen sein. Näheres wissen allerdings nur die Eingeweih- ten. Nur eines ist sicher: Ein Entwurf hat destanden, und er hatte eingestandenermaßen auch die stärkere Einschaltung des Staates und der Post in das Rundfunkwesen zum Ziel. Wenn nun am Dienstag der Rundfunkrat des Süddeutschen Rundfunks sein Bedauern zu der geheimnisvollen Behandlung der Referentenentwürfe ausgesprochen hat, so berührt dabei merkwürdig, daß die Bundes- regierung es nicht einmal für notwendig ge- kunden hat, die unmittelbaren Fachleute von dem Inhalt ihres Vorhabens in Kenntnis zu setzen. Da aber nun der Entwurf zurück- gezogen ist, so ist es eigentlich uninteressant geworden, über dessen Inhalt weiter zu rät- seln und zu polemisieren. * Notwendig aber bleibt nach wie vor, Klarheit über den Charakter des Rundfunks und die„Aetherfreiheit“ zu schaffen. Wol- len wir einen Staatsfunk oder besteht das Grumdrecht der Meinungsfreiheit auch in den Funkgebäuden? Das Referat, das un- ser ehemaliger Landtagspräsident Keil zu diesem Thema gehalten hat. ist sehr um- stritten. Und das mit Grund. Wozu soll dem Staat ein Aufsichts- und Mitarbeiter-Recht eingeräumt werden, wenn er grundsätzlich die öffentliche Meinung nicht regelementie- ren darf? Was der Presse recht ist, muß dem Funk billig sein. Es kann da keine zweierlei Maßstäbe geben. Der Rundfunk hat tatsächlich eine eigene Rechtsgrundlage. Diese hat die demokratische Verfassung in mren Freiheitsartikeln ausdrücklich für ihn geschaffen. Davon sollte man nichts ab- zwacken und abhandeln. Wo Gefahr für die demokratische Ordnung eintreten könnte, bietet das allgemeine Strafrecht genügend Handhaben dagegen. Dazu bedarf es wahr- haftig keiner besonderen Funkprophylaxe. Sollte aber der Bund und die Regierung ein eigenes Propaganda-Organ benötigen, 80 sollten sie sich ein solches errichten, sofern sle dazu die Zustimmung und die Mittel vom Parlament erhalten. Nicht aber sollte Hintenherum etwas erschlichen werden, was auf normalem Wege nicht zu erreichen ist. Der Prozeß der Vorbereitung des Bun- desrundfunkgesetzes mahnt uns alle in die- ser Hinsicht zu größtem Mißtrauen. Mit den Entwürfen sind tatsächlich ähnlich unbehol- fene Wege beschritten worden wie vor kur- zem mit dem Bundespressegesetz. Erst wird ein Entwurf unter Ausschluß der Oeffent- chkeit produziert und irgendwie geheimis- voll unter ausgewählte Interessenten ge- worfen. Dann wird ein zweiter Entwurf hergestellt und in ähnlicher Weise herum- gereicht, immer mit einem Finger auf dem Mund und einem leisen Pst! auf den Lip- pen. Daß doch ja das Volk, der dumme Tölpel, nichts davon merkt. Endlich tritt man zögernd an irgendeinen Ausschuß der Volksvertretung heran und fällt dort durch oder auch nicht. Ist man sich einer weit- gehenden Uebereinstimmung oder auch nur eines Desinteressements der Opposition sicher, wird endlich das Plenum bemüht. Das alles ist für eine Demokratie überaus merkwürdig. Man hat den Eindruck, in einem Schattenspiel zu sitzen, in dem sich die wirklichen Spieler dem Blick der Zu- schauer entziehen und auch die vorgezeig- ten Figuren nur in Umrissen flüchtig ange- deutet werden. Warum eigentlich diese Ge- heimnistuerei? Hat irgend ein Jemand An- jag, sein Treiben zu verbergen. oder soll hier eine metaphysische Form von Demo- kratie einexerziert werden, etwa eine De- mokratie auf höheren Ratschluß? Möglich ist Vieles, wenn auch nicht alles. Dr. K. A. Schweden errichtet Vertretung i bei Montanunion Stockholm.(dpa) Schweden wird als drit- ter Staat eine ständige Vertretung bei der Hohen Behörde der Montanunion in Luxem- burg errichten. Großbritannien und die USA sind bereits seit einigen Wochen durch Mis- sionen in Luxemburg vertreten. Die Montan- union hat dem Schritt der schwedischen Re- glerung zugestimmt. Kann Deutschland mehr zahlen? Sorgen des Bundesfinanzministers vor dem Fragebogen des Atlantikpaktes Bonn. Am Montagabend beriet das Bun- deskabinett den„Fragebogen“ der Organi- sation des Atlantik-Pakts(NATO). Von der Beantwortung der Fragen der sogenannten „Drei Weißen“ hängen die Lasten ab, die die Bundesrepublik künftig für die gemeinsamen Verteidigungsaufgaben zu tragen haben wird. Die Erörterung blieb, wie von gutunterrich- teter Seite bekannt wird, vorab im Grund- sätzlichen. Man legte Richtlinien fest, die den einzelnen Ministerien bei der Beschaf- fung der Unterlagen als Handhabe dienen sollen. Wenn auch nicht viel aus der Ka- binettsitzung veröffentlicht wurde, so steht doch fest, daß sie wenig von jenem Optimis- mus zeige, der die amerikanische Sachver- ständigen bewegt haben mag. als sie West- deutschland mit Belgien gleichsetzten und von Washington her verkündete, diese bei- den Länder würden im nächsten Rechnungs- jahr der NATO in der Lage sein, einen hö- heren Beitrag zu den militärisch- wirtschaft- lichen Anstrengungen aufzubringen als bisher. Bundesflnanzminister Schäffer versucht daraufhin nachdrücklich seinen Sorgen über den Bundeshaushalt Gehör zu schaffen. Ein Bericht aus seinem Ministerium rechnet zu- sammen, daß die Mehrausgaben und die Mindereinnahmen, wie sie sich aus den von verschiedenen Seiten vorgebrachten Wün- schen ergäben, im Etat ein Loch von 22 Mil- liarden Mark entstehen ließen. Der Minister befürchtet, daß sein starkes Drängen nach einer Herabsetzung des monatlichen deut- schen Verteidigungsbeitrages entwertetwürde, Wenn man diesen vielen Anforderungen ent- gegenkäme. Diese Sorgen des Bundesfinanzministers kommen nicht nur aus den Forderungen nach Verwaltungsaufbau nahezu abgeschlossen Verordnung über die Aufgaben des Landwirtschaftsministeriums Von unserer Stuttgarter Redaktion Stuttgart. Der Ministerrat von Baden- Württemberg verabschiedete am Dienstag eine Verordnung über den Aufbau der Land- Wirtschaftsverwaltung und bestellte die Stellvertreter der vier Regierungspräsiden- ten. Damit ist der Verwaltungsaufpau des neuen Bundeslandes bis auf die Regelung des Aufbaues der Landesfinanzverwaltung abgeschlossen. Die Regierung wird der Lan- desversammlnug einen Gesetzentwurf vor- legen, der sie ermächtigt, mittelfristige Kre- dite zur Fortführung und zum Beginn bedeu- tender wirtschaftspolitischer Maßnahmen, die nicht aus dem ordentlichen Haushalt gedeckt werden können, in Höhe bis zu 40 Millionen DM aufzunehmen. In dieser Summe sind auch weitere Teilbeträge zur Fortführung der Elektriflzierung der Bahn- strecke Mühlacker— Bruchs al— Heidelberg— Mannheim enthalten. Der Ministerrat beschloß außerdem, den nordbadischen Förderbezirken und der Kreis- stadt Buchen Ende November Anfang De- zember einen Staatsbesuch abzustatten. Die Stellvertreter der Regierungspräsidenten Zu ständigen Vertretern der Reigerungs- präsidenten wurden ernannt: für Nordbaden der in Mannheim geborene Ministerialrat August Herbold, für Nord württemberg Oberregierungsrat Dr. Ernst Heubach, für Südbaden Ministerialrat Arnold Köpfler und für Süd württemberg Ministerialrat Karl Storz. Nach einer am 15. November in Kraft tretenden Verordnung über den Neuaufbau der Landwirtschaftsverwaltung übernimmt das Landwirtschaftsministerium folgende Aufgaben: Die Lenkung der landwirtschaft- lichen Forschung einschließlich der Aufsicht über die staatlichen land wirtschaftlichen In- stitute, Versuchs- Forschungs- und Lehr- aristalten, die staatlichen Lehrgüter, die Leitung des Ausbildungs- und Prüfungs- wesens, die Lenkung und Ueberwachung des Saatgutwesens und der Schädlingsbekämp- fung, die Aufsicht über die Tierzucht und EKörämter, über das Fischereiwesen, die Er- zeugungsförderung und das Beratungs- wesen. Auf dem Gebiete der Ernährungs- wirtschaft übernimmt das Ministerium die zentralen Aufgaben auf dem Gebiete des Absatzes und der Verwertung landwirt- schaftlicher Erzeugnisse sowie die Haupt- aufgaben des ländlichen Siedlungs- und Bodenreformwesens. Außerdem gehen die Regelung des forstlichen Ausbildungs- und Prüfungswesens, die Befugnisse des Landes- jagdamtes und die Aufgaben aus den Wild- schadensgesetzen sowie die Beaufsichtigung der Domänenbetriebe in die Zuständigkeit des Ministeriums über. Die Aufgaben der Landessiedlungsausschüsse übernimmt ein Landessiedlungsausschuß. Keine Aenderung der Bezirksgrenzen Die Verordnung bestimmt ferner die Bil- dung eines Landesamtes für Umlegung und Siedlung, das dem Ministerium unmittelbar unterstellt ist. Für jeden Regierungsbezirk wird vorläufig eine Forstdirektion errichtet, die ebenfalls dem Ministerium direkt unter- stellt wird. Die seitherigen Forstdirektionen in Stuttgart und Tübingen werden auf- gehoben. Dr. Maier erklärte zu der neuen Ver- ordnung, die Regierung glaube, damit den Wünschen der Landwirtschaft weitgehend Rechnung getragen zu haben. Es sei nicht zu verantworten, auch bei der Landwirtschaft, ähnlich wie bei der Schulverwaltung, neben den Mittelinstanzen noch selbständige Mit- telstellen für Landwirtschaft zu bilden. Außerdem wandte sich der Ministerprä- sident nachdrücklich gegen Gerüchte über eine bevorstehende Aenderung der Grenzen der Regierungspräsidenten, der Kreise und Gerichtsbezirke. Die Regierung sei an das Ueberleitungsgesetz gebunden, das vier Be- zirke vorsehe. Alle Diskussionen über die Neueinteilung der Kreise und die Zuteilung von Kreisen an andere Regierungsbezirke selen verfrüht. Das Justizministerium unter- suche zur Zeit lediglich die Möglichkeiten einer späteren Neueinteilung der Gerichts- bezirke. In der nächsten Zeit sei allerdings die Entscheidung über die Einteilung Baden- Württembergs in nur zwei Oberlandes- gerichte zu erwarten Senkung der Kaffee- und Teesteuer, der Tabaksteuer, des Kriegszuschlages auf Sekt und andere geplanten Steuer vergünstigungen. Allein aus dem Londoner Schuldenabkommen werden für das nächste Haushaltsjahr An- korderungen von 400 Millionen Mark er- wartet, aus dem Vertrag mit Isreal 200 Mil- lionen Mark, aus dem Abkommen mit der Schweiz 65 Millionen Mark. Nach der jetzi- gen Einschätzung durch die Sachverständigen des Atlantikpaktes müßten außerdem 1,4 Mil- liarden mehr an Verteidigungslasten ein- gesetzt werden. Die Wirtschaft hat Forde- rungen erhoben, deren Erfüllung— nach Schäffers Rechnung— etwa 2,5 Milliarden Mark Mindereinnahmen bedeuten würden. Die Verbände der Kriegsopfer haben Wünsche angemeldet, die zusammen etwa 1 Milliarde erfordern würden. Die SPD hat einen Gesetz- entwurf vorgelegt, nach dem der Bund jähr- lich 1,6 Milliarden Mark für den Wohnungs- bau ausgeben soll. Das wären über 750 Mil- lionen Mark mehr als bisher. Ferner fordern die Sozialdemokraten aus öffentlichen Mit- teln Kinderbeihilfen von 20 Mark. Zu der langen Liste von sozialen Wünschen, in die sich Koalition und Opposition teilen, kom- men noch Mehranforderungen einiger Res- sorts, so für die Verdoppelung des Bundes- grenzschutzes, für Luftschutz, für Remon- tagekredite, für den Aufbau des deutschen Luftverkehrs, den Ausbau von Straßen und Wasserstraßen und so weiter. Diese Aufzählung aus dem Bericht Schaf- fers erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- keit, und sie läßt die Frage nach der sozialen oder wirtschaftlichen Berechtigung der ein- zelnen Wünsche beiseite. Sie genügt aber, um die Lage des Bundesflnanzministers und seine Sorgen angesichts des Fragebogens der Organisation des Atlantikpaktes zu zeigen. Gegenüber denen, die soziale Mehraufwen- dungen oder sonstige Anforderungen an den Bundeshaushalt im Hinblick auf die kom- menden Wahlen vorbringen, meint Minister Schäffer, man unterschätze den deutschen Wähler, wenn man glaube, ihn mit Zu- geständnissen gewinnen zu können, die am Ende das wirtschaftliche Gefüge der Bundes- republik zerstören müßten.„Wir müssen hart bleiben und den Anfängen wehren“, ist sein Programm. Hugo Grüssen Auch 200000 Beamte wurden gewählt Die Wahlen in den Vereinigten Staaten erneuern die Verwaltung Washington. Bei den Wahlen in den Ver- einigten Staaten ging es gestern Dienstag) nicht nur um den Pràsidenten, den Vizepräsi- denten, die neuen Mitglieder des Repräsen- tantenhauses und um ein Drittel der Sena- toren. Gleichzeitig wurden auch in allen ame- rikanischen Bundesstaaten, sowie in einem großen Teil der Städte und Landkreise Tau- sende von neuen Abgeordneten, Gemeinde- vertretern und Beamten gewählt, die zwar im nationalen Rahmen gesehen nicht so ein- flußreich wie die Mitglieder des Kongresses in Washington sind, aber dennoch innerhalb ihres Aufgabenbereiches für die amerika- nische Bevölkerung große Bedeutung haben. Der Eigenart der amerikanischen Staats- form gemäß fallen den 48 Einzelstaaten viele Funktionen- und damit ein beachtliches Maß an Rechtsprechung- zu, die in anderen Ländern einer Zentralregierung vorbehalten bleiben. Städte und Landkreise haben in- nerhalb ihrer Grenzen ebenfalls beachtliche Machtbefugnisse. Die Zuständigkeiten der Einzelstaaten sind in allen 48 Staaten im allgemeinen die glei- chen, obwohl ihre Verfassungen gering- fügige Abweichungen aufweisen. Die Einzel- staaten können zum Beispiel bestimmte Per- sonen-, Körperschafts- und Umsatzsteuern erheben, eigene Polizeieinheiten aufstellen, eigene Gerichtshöfe zur Ahndung von Ver- stößen gegen die Gesetze des Staates ein- setzen, sowie besondere Bestimmungen für die Ausübung von Handel und Gewerbe in- nerhalb ihrer Grenzen erlassen. Sie über- wachen ferner ihre eigenen Schulsysteme, ob- wohl die Verwaltung der Schulen selbst im allgemeinen von den betreffenden Gemeinden durchgeführt wird, die auch einen großen Teil der erforderlichen Geldmittel aufbrin- gen. Alle Bundesstaaten unterhalten jedoch eigene Hochschulen und Universitäten. In 29 amerikanischen Bundesstaaten wur- den neue Gouverneure als Exekutivorgan für die den Einzelstaaten zustehenden Macht- befugnisse gewählt. Gleichzeitig wurden in allen Staaten neue Mitglieder für die Parla- mente bestimmt, die die für diese Staaten gültigen Gesetze erlassen. Diese gesetz- gebenden Körperschaften stehen zu dem Gouverneur ihres Staates in dem gleichen Verhältnis wie der amerikanische Kongreß zum Präsidenten der USA. Beide haben große Machtbefugnisse und können sich gegenseitig kontrollieren. Ferner wählten die Bürger zahlreicher Einzelstaaten gestern im Gegensatz zum obersten Bundesgericht neue Richter in ihre obersten Gerichtshöfe der USA, dessen Mitglieder vom amerika- nischen Präsidenten ernannt werden. Damit wurden gestern rund 7500 Mit- glieder in die verschiedenen gesetzgebenden Körperschaften, sowie etwa 200 000 Kommu- nalbeamte,- Bürgermeister, Polizeichefs und sonstige Verwaltungsangehörige- neu ge- Wählt. Alle diese Abgeordneten und Kom- munalbeamten haben eine bestimme Amts- zeit- im allgemeinen vier Jahre- und kön- nen meist nur dann von ihrem Posten ent- fernt werden, wenn sie wegen schlechter Amtsführung unter Anklage gestellt und für schuldig befunden wurden. In zahlreichen Einzelstaaten kam es bei den Wahlen auch zu Volksbefragungen über bestimmte in Aussicht genommene Maß- nahmen. So konnte der Wähler auf dem Wahlzettel zum Ausdruck bringen, ob er beispielsweise die Absicht der für seinen Wohnsitz zuständigen Schulbehörde gut- heißt, zum Bau neuer Schulhäuser Schuld- verschreibungen auszugeben. In anderen Fällen betraf die Volksbefragung eine Ab- änderung der Verfassung des jeweiligen Staates, da deren Inkrafttreten zum Teil von einem derartigen direkten Entscheid des Volkes abhängt. FS) Blank:„Kommiß alten Stiles“ wird nicht wieder aufleben Bonn.(gn.-Eig.-Ber.) Ein„Ziviler Grund- satzausschuß“ werde künftig die entschei- denden Vorschläge der Dienststelle Blank daraufhin kontrollieren, welche Verbesse- rungen in den Entwürfen den Aufbau der deutschen Kontingente möglich sind, teilte der Sicherheitsbeauftragte Theo Blank, am Dienstag in Bonn mit. Blank wies später in einem Rundfunkgespräch darauf hin, daß die entscheidenden Gesetze— Disziplinarstrafordnung, Militärstrafgesetz sowie ein Gesetz über Rechte und Pflichten des Soldaten— von Bundestag und Bundes- rat erlassen würden. Hinsichtlich der Führerauslese hob Blank hervor, daß insbe- sondere das Kabinett, genau so wie bei der Ernennung jedes höheren Bundesbeamten. bei der Auswahl der höheren Offiziere mit- wirken werde. Er betonte, daß man selbstverständlich von jedem künftigen Offlzier eine Bejahung der demokratischen Staatsform und des Grundgesetzes erwarte. Das bedeute aller- dings nicht, daß das Offlzierskorps auf irgendein Parteiprogramm festgelegt wer- den soll. Vor seiner militärischen Tätigkeit wird jeder einen staatsbürgerlichen Unter- richtskursus absolvieren müssen. Der„Kom- miß alten Stiles“ werde nicht wieder auf- leben. FDP- Bundesvorstand will klären Bonn.(dpa) Der Bundesvorstand der FD wird sich am 9. November in Bonn mit der Frage des Zusammenschlusses der FDP- Verbände im neuen Bundesland Baden- Württemberg befassen. Der Sitzung des Gesamtvorstandes geht am Donnerstag eine Zusammenkunft des geschäfts führenden Var- standes in Bad Godesberg voraus. Aus Vorstandskreisen verlautet, daß eine Klä- rung der organisatorischen Verhältnisse in- nerhalb der FDP im Südwestraum erfolgen müsse. Das Nebeneinanderbestehen zweier Landesverbände in einem Bundesland sei satzungswidrig. Um sich hinsichtlich des Delegationsrechtes klare Verhältnisse zu schaffen, werde unter Umständen in den südwürttembergischen Kreisverbänden eine Art„Urabstimmung“ notwendig werden. Das Handwerk fordert Bundesmittel Bonn.(gn.-Eig.-Ber.) Bundeszuschüsse in Höhe von sechs Millionen Mark zur För- derung des deutschen Handwerkes forderte der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, Uhlmeyer, am Diens- tag vor der Bonner Presse. Das Bundes- wirtschaftsministerium und der Bundestag haben ähnliche Forderungen erhoben. Die Fraktion der CDU/ CSU hatte fünf Millionen verlangt. Gegenwärtig ist im Nachtrags- haushalt aber nur eine Million vorgesehen. Uhlemeyer appellierte an den Bundestag, diesen Betrag auf sechs Millionen zu er- höhen. Der Zuschuß soll zur Rationalisie- rung der Handwerksbetriebe und zur Aus- kuhr förderung, besonders für eine Beteili- gung des deutschen Handwerks an Aus- landsmessen verwandt werden. Gleichzeitig meldet Uhlemeyer Wünsche des Handwerks für eine Aenderung des Einkommensteuer- gesetzes an, die sich zum großen Teil mit Anträgen decken, die schon im Bundestag vorliegen. Sektsteuerermäßigung in Kraft Bonn.(dpa) Das Schaumweinsteuergesetz ist im Bundesgesetzblatt vom 3. November verkündet worden und bereits in Kraft ge- treten. Danach wird die Sektsteuer für die ganze Flasche(0,73 Liter) von drei Mark auf eine Mark herabgesetzt Für kleinere und größere Flaschen wird die Steuer nach dem Inhalt berechnet. Für schaumweinähnliche Getränke beträgt die Steuer für die ganze Flasche 0,20 Mark. Fünfzehn Jahre Zuchthaus für Klagges Braunschweig.(dpa) Das Braunschweiger Schwurgericht verurteilte den ehemaligen nationalsozialistishen Ministerpräsidenten von Braunschweig, Dietrich Klagges, am Dienstag zu 15 Jahren Zuchthaus. Die im April vorigen Jahres gegen Klagges wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und 18 anderer Straftaten verhängte lebensläng- liche Zuchthausstrafe war vom Obersten Bundesgericht in Karlsruhe aufgehoben worden. Klagges wurde überführt, insgesamt 18 verschiedene Delikte begangen zu haben, darunter Aussageerpressungen, Freiheits- beraubungen, Nötigungen und zahlreiche Körper verletzungen, zum Teil mit Todes- folge. Da Klagges seit dem 12. April 1945 in Haft ist, hat er noch rund siebeneinhalb Jahre zu verbüßen. Todesurteil für zwei US-Soldaten Augsburg.(UP) Das Oberste amerika- nische Kriegsgericht der 43. US-Infanterie- Division verurteilte die amerikanischen Sol- daten German Emerson und Edward Freeman, beide 23 Jahre alt, wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlich began- genen Notzucht und schweren Körperverlet- zung zum Tode. Die beiden Angeklagten hatten in einem Haus bei München die Frau eines deutschen Arztes und seine Hausange- stellte vergewaltigt und den Arzt vorher zu Boden geschlagen. Die Amerikaner bremsten Südkorg 5 New Vork,(UP). Der süd korean Außenminister, V. T. Pyun, gah vor den Politischen Hauptausschuß der UNO tt zu, daß die südkoreanische Regierung 1 entschlossen gewesen sei, das nordkos nische Gebiet mit allen Mitteln, einschie lich denen des Krieges, zurückzugewing An der Verwirklichung dieses Entschus, sei die Regierung Syngman Rhee fes durch die Vereinigten Staaten gehn zagte worden.„Ob richtig oder falsch“, sagte wied südkoreanische Außenminister,„ob zu us rem Glück oder Unglück, es ist eine hig 4 rische Tatsache, daß die amerikanische 0 gierung seinerzeit nicht die Absicht Bat 11251 diese koreanischen Ziele zu unterstütz 3 4 oder ausführen zu lassen, aus Furcht, g 8 der viel gefürchtete dritte Weltkrieg 3 brechen könnte. Es liegen Beweise In daß die amerikanische Regierung, welt c Lern: von entfernt, uns mit schwerer Artie“ Mme oder Kampfflugzeugen zu versorgen, 5 eine Offensive zu ermöglichen, sogar sog ging, ihr besonderes Augenmerk das ds zu richten, daß die südkoreanische 12 nur mit einem geringen Bestand an leg ter Munition ausgestattet würde, um Auslösung eines langen, totalen Krieg E. durch die südkoreanische Regierung u entht möglich zu machen“. Schw mene Oesterreichische Regierung verlang. Aufklärung über eine Rede Dehlen game Wien.(dpa) Die österreichische Bu Schm regierung hat den Leiter ihrer Verbindung stelle in Bonn, Dr. Schöner er, beaufteg 8 bei Bundeskanzler Dr. Adenauer u Poliz klärung über Aeußerungen zu verlangen Justizminister Dr. Dehler in einer. rede am Sonntag in Göttingen gemacht Hat gesch Der österreichische Kabinettsrat beschloba rosa Dienstag, in Bonn zu protestieren, falls, Bude herausstellen sollte, daß Dr. Dehler die h wegen qualiflzierbaren Aeußerungen“ tatsächlich macht hat. Dr. Dehler hatte den österred“ De schen Regierungsparteien in seiner Rede u nach geworfen, sie„mästeten sich“ an den dd schen Vermögenswerten in Oesterreich. Ein Kompromiß- Vorschlag Bonns an die Araber Bonn.(UP/dpa) Die Bundesregierung den arabischen Staaten einen unverbtt lichen Kompromiß-Vorschlag für die Du führung des deutsch- israelischen Wi gutmachungsabkommens unterbreitet. De Von unterrichteter Seite wurde mitget der a daß sich die Araber auch von diesem de in 8 schen Entgegenkommen nicht befriedigt? organ zeigt hätten, sondern nach wie vor dan plik u bestünden, daß das Abkommen zwisde beträs Bonn und Tel Aviv nicht ratiflziert ven macht dürfe. Die israelische Regierung hat d 1,6 Mi zu den deutschen Vorschlägen an die Arab und s noch nicht geäußert. Bis zum Eintreffen en Antwort aus Tel Aviv werden die Eu heiten des deutschen Angebots geben n F gehalten. Nach Aeußerungen aus Parlament cashil kreisen soll die Bundesregierung vo herau schlagen haben, die Lieferungen der Buh eines republik an den Staat Israel im Rahm eines besonderen Ausschusses der einten Nationen überwachen zu lassen, wärtig im Bundesgebiet aufhält, wurd Dienstag vom ersten Vorsitzenden der S Erich Ollenhauer, empfangen. In ner Regierungskreisen wurde starke fremden darüber geäußert, daß die Bundesregierung gewährte Gastfreund zu benutzen, um einen Keil zwischen gierung und Parlament auf der einen u zei der deutschen Wirtschaft auf der andef li Seite zu treiben. Die Araber hatten sicht die in müht, Vertreter der deutschen Wirtsdi nicht für ihre Ansicht zu gewinnen, daß die schar! tifizierung des Abkommens zwischen, auf M Bundesrepublik und Israel verhindert% den müsse 5 70 Das Bundeskabinett will sich In ent beten seiner nächsten Sitzungen mit der Liste“ Valtet Waren beschäftigen, die auf Grund asche Wiedergutmachungsabkommens en Staat Israel geliefert werden sollen. Sie“ auf Waren überprüft werden, die nach arabischen Vorstellungen als„Kriegssi zu bezeichnen wären. Von den Bundes kraktionen haben sich bisher nur CDUGH und SPD vorbehaltlos für das deu israelische Abkommen ausgesprochen,“ der FDP und der Deutschen Partei ha sich einzelne Abgeordnete vor kurzen einem Schreiben an den Bundeskanzler? eine Prüfung der jüdischen und arab Wünsche durch die UNO ausgesprochen. N . Gegenüber pfälzischen Anschlul plänen zurückhaltend: Stuttgart.(tz.-Eig.-Ber.) Zu der am I chenende abgehaltenen Sitzung des Ver ümm Kurpfalz, der— wie berichtet— einen 1 reite schluß der Pfalz an den Südwest Tabor wünscht, erklärte Ministerpräsident“ Maier, die Regierung von Baden- temberg sei an der Frage der Länder 15 gliederung völlig desinteressiert. Es hand, rühmt sich hierbei um die ureigenste Angeles den“ heit der Bevölkerung. Verbindungen 1 hat, b schen dem Verein Kurpfalz und der bad 1 Hilfer württembergischen Regierung besfün treffer nicht. Gerade in der Frage der Pfalz en fahren sich das neue Bundesland der größten rückhaltung befleißigen. N zu langsam Stuttgart.(tz.-Eig.-Ber.) In gierten versammlung der SPD sagt vertretende Fraktionsführer in der 5 1 versammlung, Willi Lausen, die SPD 56 dem Tempo der Verfassungsarbeit Keine g. wegs zufrieden. Wenn weiter 80 gearde werde wie bisher, sei die erste Austel, lesung kaum vor Ostern beendet. zweiten Lesung würde es dann Herbst werden. Wie lange Zeit die Beratung. zweiter und dritter Lesung im Plenum 95 noch brauchen würden, sei überhaupt n ein v abzusehen, besonders da die Verfasst eis a versammlung auch noch vor der stehe, den Staatshaushaltsplan, das La 4 0 85 verwaltungsgesetz, das Wahlgesetz as freun Gemeinde- und Kreisordnung zu verabs den. Da all diese Gesetze äußerst dri seien, wolle die SpD sie gemeinsam Verfassung fertigstellen. — 2 r 8 2. e 2 9 2 1952(Nr g 6 5. November 1952 MORGEN Selte 9 EB ‚ Riesige Uranlager in Australien entdeckt ie 8 2 3 3 0 ee 1 2. Haftbefehl gegen 14 Zollbeamte 5 wpieler und 5 5 5 3„Felsen, schwerer als Blei“/ Regierung verhindert Uran-Run/ Technischer und finanzieller Beistand der USA Aachen. In einem Ermittlungsverfahren eee en 25 Pari 1 5 15 2 3 1 1 f 311 gegen Zollbeamte der Zollgrenzaufsichts- SSlerung Ambassadeurs 55 5 785 8 1 hrenmnitslied Die kürzlich durchgeführten Atombom- Helligkeit erstrahlten. Dann gerät das Gesetz in den Besitz des uranhaltigen Nord- Stelle Aachen-Grenzdorf sind nach Mittei- 5 norcko in ihre. t autsenom- A eee aut den Montepello-Inseln Dschungel auf 60 Jahre in Vergessenheit. territoriums gesetzt. Da die Ausbeute dieser lung des Aachener Hauptzollamtes bisher , einschig men wurde, verwandelte sich in brausendes die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit Uran im Rum Dschungel 1949 Lager moderne Maschinen und Apparate so- in vierzehn Fällen Haftbefehle erlassen Gelächter, als der große Komödiant um ein Haar in den Souffleurkasten gefallen wäre. Das ist 50 meine gewöhnliche Arbeit“, lagte Chaplin geistesgegenwöärtig, als er wieder zum Stehen kam. * Aus Anlaß des Allerheiligenfestes haben nach Schätzungen der Pariser Polizei 1891 000 Personen die Friedhöfe im Raum der französischen Hauptstadt besucht. * In Nimes wurde die Belgierin Eva Closset verhaftet, die zugab, das Opernhaus von Nimes in Brand gesteckt zu haben. Wie sie 0 vor der Polizei zu Protokoll gab, tat sie das, um sich für die Entlassung ihres Sohnes oke om ag dem Opernchor zu rächen. Das Feuer 11 dera vernichtete am 3 888 den gesamten 6 es ernhauses. and an l Zuschauerraum 05 uses 1 Kats Eine Gerichtsverhandlung in Belfort gierung enthüllte das Geheimnis von„siamesischen Schwestern“, die an den Hüften„zusam- mengewachsen“ waren und deren unge- wönnlicher Wuchs eine der Attraktionen ig verlang der Belforter Messe War. Einem aufmerk- de Dehlen tzamen Besucher war trotz der vollendeten ische Bunde Schminktechnik der merkliche Altersunter- Verbindung schied zwischen den„unzertrennlichen“ r, beaufteg Schwestern aufgefallen. Er verständigte die nauer a Polizei, die feststellte, daß die Fhefrau des verlangen d Budenbesitzers mit ihrer wesentlich jünge- einer Wa ren Angestellten nur durch ein geschickt geschneidertes, trikotähnliches Gewebe in rosa Farbe„zusammenge wachsen“ war. Der Budenbesitzer und seine Ehefrau erhielten wegen Betrugs Geldstrafe. 2 8 tatsächlich g en österre, Der Wiener Lehrer Dr. Hans Weis erklärte iner Rede m nach seiner Rückkehr aus Nordafrika, er an den d habe im nördlichen Fessan weit südlich der sterreich. bisher angenommenen Grenze des antiken römischen Reiches Ruinen von Festungen in byzantinischem Stil entdeckt. Damit erweise zich, daß die römische Besetzung des Landes, das heute Wüste ist, bis etwa 900 Kilometer in das Innere Nordafrikas vordrang und nicht, wie man bisher glaubte, an den Höhen- ür die Dum zügen des Dschebbel es-Soda halt machte. chen i 0. 5 breitet. Der deutsche Geologe Dr. Hans Merensky, rde mitgetd der am 21. Oktober im Alter von 81 Jahren diesem des in Südafrika starb, hat Wohltätigkeits- befriedigt) organisationen in der Deutschen Bundesrepu- ie vor dam plik und in der Südafrikanischen Union Bar- nen zwisch beträge in Höhe von 1,2 Millionen DM ver- Hiziert wer; macht. Seine Verwandten bedachte er mit ung hat ed 1,6 Millionen, seine Freunde mit 1,4 Millionen an die Ara und seine Angestellten mit 600 000 DM. * Dem zehnjährigen Roy Thompson wurde bots gehen zn Krankenhaus von Waterloo in Lan- is Parlament cachire vor einigen Tagen der Blinddarm erung daß herausgenommen, obwohl er nur wegen n der und eines Mekallsplitters an der Hand operiert 1 im Raum werden Sollte. Er war mit einem gleich- es der ſe altrigen Zimmergenossen verwechselt wor⸗ u. ssen, 1 den, der wegen Blinddarmreizung eingelie- ie sich gege fert worden war. Die Behörden untersuchen Ut, wurde e jetzt, wer kür die„falsche“ Operation ver- lden der S antwortlich war. gen. In Der 20jährige Soldat Mufty steht in Exeter(England) unter der Anklage, bei einer Felddienstübung den„außerordent- lich strengen“ Korporal Smith erschossen zu haben. Bei der Uebung hatte Mufty mit ler einen u zeinen Kameraden in einem Hinterhalt zu der andes liegen und Smith die Abteilung zu führen, atten sich th die in die Falle ging. Scharfe Munition war en Wirts nicht ausgegeben worden, Mufty aber soll daß die scharf geschossen haben. Die Anklage lautet zwischen dd auf Mord. rhindert d* Totengräber und Feuerwehrleute arbei- sich in el teten kieberhaft, um einen Friedhofsver- der Listes walter auf einem Glasgower Friedhof frei- Grund d Auscheufeln. Er war von einer Sand- und Geröllawine zugeschüttet worden, als er s an f zollen. Sies eine neuausgehobene Gruft besichtigte. die nach ein winziges Luftloch konnte er „Kriegsgiſe atmen, bis nach fünfzig Minuten sein Kopf 1 Bundeste freigegraben werden konnte. nur CDU 0„ das deu Von den 33 Schiffen, die während des Krieges im Fjord von Narvik versenkt burden, sind seit Kriegsende 17 deutsche, or Kurzen norwegische und britische Schiffe mit zu- leskanzler! cammen 75 000 Tonnen gehoben worden. nd arab Die meisten Schifle konnten repariert und esprochen. erneut in Dienst gestellt werden. 2— auf Australien. Noch so gut wie unbekannt ist, daß Australien die für die westliche Welt vielleicht wichtigsten Uranlager besitzt. Das bisher streng gehütete Geheimnis um die Vorkommen dieses höher als Gold im Kurs stehenden Edelmetalls ist endlich gelüftet worden. Die Legende vom Rum-Dséhungel April 1886. Ein Ochsenkarren, in allen Fugen krachend, rumpelt einge hundert Kilometer südlich von Darwin durch das subtropische Dschungel. Fluchend ob der Anstrengungen und Hitze machen die inn begleitenden Männer Rast. Sie öffnen eines der Rumfässer, die eigentlich für die im Dickicht arbeitenden Gold- gräber bestimmt sind und schlürfen das Zeug wie Wasser, bis sie völlig betrunken am Boden liegen. Als sie erwachen, sehen sie, daß sie das Spundloch wieder zu schliegen vergaßen, so daß der Rum bis zum letzten Tropfen ausfloß. Als die Männer nach Darwin zurückkeh- ren, schwören sie, im„Rum- Dschungel“ in der Nacht„Felsen schwerer als Blei“ ge- sehen zu haben, die in phosphoreszierender entdeekt 1949 findet Jack White auf der Suche nach Glimmer einen seltsam gestreiften Kiesel- stein gelber, grüner und orangefarbener Tönung. Als er diesen in einem Laborato- rium in Melbourne abliefert, ahnt er nicht, welche Folgen sein Fund haben wird. Eine Schar Wissenschaftler und Techniker, mit Geigergeräten ausgerüstet, stürzt sich in die Sümpfe und Eukalyptusdickichte des Rum- Dschungels. White erhält für seinen Fund die bescheidene Summe von 1000 australischen Pfund. Für jede Tonne Uran- oxyd, die aus seinem Bergwerk gewonnen Wird, sind ihm 2000 Pfund zugesichert wor- den. Er lebt mitten im Dschungel, und nur durch seine Wellblechbaracke unterscheidet er sich von den Neuankömmlingen, die in Zelten hausen. Eines Tages wird hier wahr- scheinlich eine Bergarbeiterstadt entstehen. Die Arbeitsbedingungen im feuchten, er- stickenden Klima Nordaustraliens sind hart, und bis jetzt hat sich eine einzige Frau ihrem Manne zugesellt. Um einen Uran-Run und Rausch zu ver- hindern, hat sich die Regierung durch ein November-Nebel machen schwermütig London 150 Tage im Nebel/ Zunahme der Selbstmorde. Wenn nach langen trüben Tagen die Sonne endlich durchbricht und die Natur in ihrem Glanze daliegt, erheitert sich unser Gemüt und wir sehen die Welt„in einem besseren Licht.“ Auch ein Schneefall, der die Landschaft plötzlich in schimmerndes Weiß hüllt, kann uns beglücken und erhei- tern. Dagegen drückt Nebel auf unser Ge- müt. Er verschleiert uns nicht nur die Welt, daß wir kaum hundert Schritte weit sehen können, er verdüstert uns auch das Leben. Wer in der nebelreichsten Großstadt der Welt leben muß, in London, kommt sich dort im November vor wie im Gefängnis, denn bei jedem Schritt stößt er gegen die un- durchdringliche Nebelmauer. Wie Statistiken zeigen, wächst dort in den Nebelmonaten die Zahl der Selbstmorde und Gewaltver- brechen rapid an. London hatte noch vor hundert Jahren im Winter 90 Nebeltage, heute sollen es bereits 150 sein. Schuld daran ist die zunehmende Verunreinigung der Luft mit Staub und Ruß. die die Bil- dung von Nebeltröpfchen begünstigen. Daß nebliges Wetter auf Menschen und Tiere bedrückend wirkt, daß langanhalten- der Nebel ausgesprochene Niederstimmung hervorruft, weiß man schon lange. Nebel- Wolken sind nach dem Geopsychiker Prof. Dr. Hellpach„zum Verzweifeln“, sie machen reizbar und mißmutig, unfroh und lebens- unlustig. Wir sollten daher gerade in diesen Wochen Beherrschung üben. Meteorologisch ist der Nebel feinstver- teilter Wasserdampf, ein Meer winzigster Wasserkugeln, die in uns förmlich hinein- kriechen und uns frösteln machen. Das graue Einerlei der vernebelten Landschaft legt sich auf unser Gemüt. das Farben und Kon- turen gewohnt ist. Ein Glück, daß dieser trübe„Wasser- staub“ bei uns so selten ist. An nebelrei- chen Tagen können wir nichts besseres tun, als uns in unserer Arbeitsstube einzuschlie- gen und in die Arbeit zu versenken, damit uns das graue Einerlei draußen nicht schwermütig macht. wie erstklassige Techniker erfordert, hat man von den USA technischen und finanziellen Beistand erbeten. Ein umfangreiches Programm gilt es jetzt zu verwirklichen: Straßen, Wege und Eisen- bahnen sind zu bauen; der Hafen von Dar- win muß erweitert werden, um das Uranerz nach den Vereinigten Staaten exportieren zu können, Siedlungen für die Arbeiter und Schulen für ihre Kinder sind vonnöten. Die Regierung hofft, diese Gegend nun so zu ent- Wickeln, daß trotz des ungesunden Klimas Menschen angesiedelt werden können. Australisch- amerikanisches Abkommen In diesem Jahre hofft man, aus dem Ver- kauf des Uranerzes an die USA fünf Millio- nen Dollar zu erzielen. Das ist vorläufig nur das Doppelte dessen, was Australien aus dem Verkauf seiner Hummerschwänze erzielt. Die Geologen behaupten, daß etwa 500 000 Quadratkilometer Land radiumaktive Metalle enthält. Denn der älteste Konti- nent der Welt, auf dem es noch Tiere gibt, die anderswo längst ausgestorben sind, ent- statid in einer geologischen Epoche, die die Bildung radiumaktiver Stoffe begünstigt. Hoffnung auf„Goldene Zeiten“ In Australien mangelt es an Kohle und Elektrizität. Ersatz dafür hofft man durch Auswertung radlumaktiver Metalle zu fin- den. Die Pläne für entsprechende Anlagen in Port-Pyrie liegen schon bereit. Auch will man später das Uranerz nicht mehr expor- tieren, sondern im Lande selbst verarbeiten. Fachleute schätzen, daß in einigen Jahren die Dollareinkünfte aus dem Uranexport den Erlös aus den Hauptausfuhrartikeln— Getreide und Wolle— übersteigen werden. Man geht deshalb mit Feuereifer daran, die Pläne voranzutreiben und viele Leute glau- ben, ein neues goldenes Zeitalter breche an. E. Gerwe Prähistorische Funde in Südfrankreich Wandmalereien aus der letzten Altsteinzeit in einer Höhle bei Penne In einer Höhle bei Penne in Südfrank- reich sind prähistorische Wandmalereien entdeckt worden, die zu dem Interessante- sten gehören, die der Wissenschaft seit der Entdeckung der Altamira-Höhlen in Nord- spanien im Jahre 1875 zugänglich wurden. Abbé Henri Breuil, ein Experte auf dem Gebiet der Höhlenmalerei. erklärte nach einer ersten Betrachtung der Malereien, sie seien in einem für ihre Zeit bisher unbe- kannte— man möchte fast sagen— klassi- schen Stil gehalten. Die Malereien wurden bereits im Juni dieses Jahres von einem Die Weiterent wicklung der„A weg- Bahn. 10 Wo wird die erste Strecke gebaut? Die Konstrukteurè der„Alweg-Bahn“, Dr. Josef Hinsken und Oberbaurat Georg Holzer trafen vor einigen Tagen auf Schloß Haeringe bei Stockholm mit dem Förderer und Finanzier der Bahn, Dr. Axel Wenner- gren, zusammen, um mit ihm über die Wei- terentwicklung der Bahn zu beraten, die am 8. Oktober 1952 erstmals der Oeffentlich- keit vorgeführt worden war. Wennergren gab als Ergebnis seiner Be- sprechung mit den„Alweg-Bahn“-Ronstruk- teuren bekannt, daß das Projekt große Fort- schritte mache. In Los Angeles sei ein Un- ternehmen für Elektrotechnik gegründet worden, das die neuen Apparaturen für die Fernsteuerung der in sehr dichter Folge mit außerordentlichen hohen Geschwindig- keiten fahrenden Alweg-Züge entwickeln wird. Dabei soll zur automatischen Synchro- nisierung der Geschwindigkeiten eine Art Radarsystem entwickelt werden. Ein anderes, neugegründetes Unterneh- men erarbeit in New Vork zur Zeit wirt- schaftliche Unterlagen für den Alweg- Bahn- betrieb und die Voraussetzung für die Ein- gliederung in die bestehenden Verkehrs- systeme. Hinsken und Holzer haben. informierten Kreise zufolge, erklärt, daß die Konstruk- tion für einen Zug in normaler Größe in Vorbereitung ist. Mitte nächsten Jahres könne ihrer Ansicht nach mit dem Bau des 1:1-Zuges begonnen werden. Wo diese Strecke gebaut werden soll, steht noch nicht fest. Besonders interessiert an dem Bau einer Alweg- Bahn sind die südamerikanischen Staaten und die britischen Kolonien. Die Wirtschaftliche Grundlage für die Bauten soll in einigen Fällen bereits gesichert sein. Studenten zufällig bemerkt. Abbé Breuil befand sich damals auf Reisen in Nord- afrika und Spanien, Nachdem er nun die Malereien von Penne gesehen hat, drückte er sein größtes Erstaunen aus. Neben einem Pferd und einem Wisent, die beide im Stile der sogenannten Made- leine-Kultur der nach der Höhle La Made- leine in der Dordogne benannten Kultur- stufe der letzten Altsteinzeit(etwa 20 000 bis 10 000 v. Chr.) gemalt sind. entdeckte man in Penne die Basreliefs von zwei nackten Frauen. Eine davon ist liegend dargestellt, den rechten Arm unter dem Kopf. Die andere überrascht besonders durch die voll- endeten Formen ihres Körpers. Diese beiden Darstellungen fallen völlig aus dem Rahmen der bisherigen Vorstellungen über die Madeleine- Kultur. Die berühmten Höhlen von Altamira(bei Santander) weisen nichts ähnliches auf. Die Wisent- Darstellung stimmt dagegen mit zahlreichen Darstellungen in der spanischen Höhle überein. Abbé Breuil ist der Ansicht. daß die Ent- deckungen von Penne zu einer erheblichen Meinungsänderung über die Madeleine- Kul- tur führen werden. Duisburger werden von Augenkrankheit geplagt Erreger der„indischen Augenkrankheit“ noch nicht bestimmt In Duisburg und im Gebiet des linken Niederrheins grassiert seit einigen Wochen eine Augenkrankheit, die schmerzhaft ist, aber im allgemeinen keine Nachwirkungen hinterläßt. Augenärzte schätzen, daß täglich etw]wũÿ I—Q 40 Menschen allein in Duisburg von der Krankheit erfaßt werden und daß bisher insgesamt rund 1000 Duisburger Einwohner betroffen sind. 5 Die Krankheitswelle setzte vor etwa drei Monaten langsam ein und erreichte vor 14 Tagen einen Höhepunkt. Der Erreger der Krankheit, ein Virus, konnte noch nicht be- stimmt werden. Man spricht im allgemeinen von der„indischen Augenkrankheit“, Die Krankheit kündigt sich im algemei- nen mit einer allgemeinen Mattigkeit auch Ohrenschmerzen an, der Schwellungen an den Augen folgen. Es setzen denn Rötun- gen ein und zuletzt kommt es zu einer Trü- bung der Hornhaut, die die Sehschärfe zum Teil stark beeinträchtigt. Bei rechtzeitiger Behandlung klingt die Krankheit nach den Erfahrnugen der Aerzte in etwa drei bis vier Wochen weiter ab. Es können aber auch noch nach zwei Jahren Nachwirkungen verspürt werden. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Tagen in Duisburg etwas zurück- gegangen. Von einem merklichen Abflauen wird allerdings noch nicht gesprochen. Bereits 1938/39 gab es einmal eine ähn- liche Erkrankungswelle, allerdings mit etwas anderen Symtomen. worden. Neun Beamte auf Widerruf sind bisher in Zusammenhang mit dieser An- gelegenheit entlassen worden. Die Beamten sollen von Belgien kleinere Kaffeemengen in das Bundesgebiet eingeschmuggelt und bei einem Aachener Lebensmittelhändler abgesetzt haben. „Fräulein Regierungsinspektorin“ Bonn. Die umstrittene Frage, ob ein Be- amter weiblichen Geschlechts auch mit der weiblichen Form seiner Amtsbezeichnung zu benennen ist, ist jetzt vom Bundesinnen- minister in einem Runderlaß positiv ent- schieden worden. Auf der Ernennungs- urkunde wird es also künftig nicht mehr heißen:„Zum Regierungsinspektor wird Fräulein Elly Schulze ernannt“, sondern: „Zur Regierungsinspektorin wird.“ Post sucht Nachwuchskräfte 5 Bonn. Das Bundespostministerium hat die Oberpostdirektionen ermächtigt, Nach- wuchskräfte für den Mittleren Postdienst als Postassistentenanwärter und-anwärterinnen anzunehmen. Die Bewerbungen sind an da zuständige Postamt zu richten. 5 „Gesprochene Briefe“ sind keine Briefe Bonn.„Gesprochene Briefe“, sogenannte Dimaphonplatten, können nach einer Mit- teilung des Bundespostministeriums jetzt als Warenprobe versandt werden Das gleiche gilt für Tonbänder und ähnliche Er- zeugnisse Viele Postämter hatten diese Sendungen bisher mit der Begründung be- anstandet, daß die Platten Mitteilungen enthielten und deshalb als Briefe zu be- handeln seien. „Gesundheitsingenieure“ gefordert Essen. Eine systematische Ausbildung von „Gesundheitsingenieuren“ forderte der Bau- direktor der Ruhrverbände, Dr. Max Prüßß. Bisher gebe es noch auf keiner deutschen Technischen Hochschule oder Universität Stu- dienpläne für eine umfassende Ausbildung von Ingenieuren für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. NRW- Polizisten müssen wieder turnen Düsseldorf. Der nordrhein- westfälische Innenminister Dr. Franz Meyers hat durch einen Runderlaß den Dienstsport für Poli- zeibeamten in Nordrhein-Westfalen allge- mein wieder eingeführt. Mit Beginn des kommenden Jahres müssen sich alle Po- lizeibeamte bis zum 44. Lebensjahr jährlich einer Ueberprüfung ihrer sportlichen Lei- stutigsfähigkeit im Schwimmen, Laufen, Stoßen und Springen unterziehen. Beamte vom 45. Lebensjahr an wird die Teilnahme am Dienstsport freigestellt. Dieb mit Teppichklopfer verprügelt Osterode. Mit dem Teppichklopfer in der Hand vertrieb eine Hausfrau aus Osterode einen Dieb, den sie nachts in ihrer Wohnung antraf. Der Dieb war über die Schläge s verdutzt, daß er einen bereits eingepackten Radioapparat stehen lies und die Flucht ergriff. Er gab dieser Tage bei einer Ge- richtsverhandlung zu, daß er noch nie im Leben so viel Schläge habe hinnehmen müs- sen. Er war später auf Grund der Angaben der Hausfrau gefaßt worden. 5 Pkw. als Reisegepäck? Kassel. Die Bundesbahn prüft zur Zeit die Möglichkeit, Personenkraftwagen als Reisegepäck zu befördern. Es ist dabei an Fernreisende gedacht, die die Strecke mit der Bahn zurücklegen, am Zielort jedoch ihren Wagen benutzen wollen. 8 Schiffswrack enthielt Soldatenleichen Kiel. In einem Munitionsversenkungs- gebiet in der Kieler Außenförde würde die- ser Tage das Wrackstück eines größeren Landungsprahms der ehemaligen deutschen Kriegsmarine geborgen, in dessen Achter-. teil sich nach den Feststellungen der Was- serschutzpolizei mehrere Leichen deutscher Marineangehöriger befinden. Nach den Er- mittlunget ist der Landungsprahm nach der Kapitulation auf eine Mine gelaufen und sofort gesunken. Auf dem Schiff sollen sich fünfzehn Männer befunden haben. 48 Pfund schwerer Silberlachs gefangen Berchtesgaden. Xaver Rummel, Fischer von Sankt Bartholomä am Königsee, fing einen Silberlachs, der 48 Pfund wiegt. Der Fisch, der größte der seit 1911 im Königsee gefangen wurde, ist 117 Zentimeter lang und hat einen Umfang von 75 Zentimetern. * f 2 Anschlul. end der am* g des Verte kg — einen Südwest räsident“ Baden- Mi 5 18 w die Spur zu kommen. Die gewisse Be- 5 5 ele, dhmtheit, die Dr. Steinhaus mit seinen bei- 5 1 len Assistenten in Fachkreisen gewonnen .der bade dat, bringt es mit sich, daß Anfragen und ö pestit külkerute aus allen Winkeln der Erde ein- treffe 1 2 r Pfalz U fah n, und unter den Mikroskopen der er Tote Käfer in kleinen Kästchen und ver- mmerte Raupen in bunten Kartons be- treiten den täglichen Posteingang in einem Laboratorium in Kalifornien, in dem sich ein paar Wissenschaftler in den Kopf gesetzt haben, den Insektenseuchen in aller Welt größten n menen Naturforscher wandeln sich ge- 8 neinmisvolle Insektenkrankheiten in eine 1 58 Dgamote. Ein Brief wird diktiert zin ein Rezept beigefügt, und kurze Zeit tuttgart später kehren 84150 e Sig- gore Leopardi in Sizilien oder beim mücken- einer De elasten Mister Jones in Afrika der Haus- agte bern 5 und die alte Selbstsicherheit wie- 1 der Land. e SPD sei n Das Institut für Insektenpathologie an irbeit keine“ 5 Berkeley- Universität beschränkt seine 80 gearbel 0 Seit nicht auf Amerika; die Wissen- te aktler finden ihre Hauptarbeitsfelder in det. Bis e und subtropischen Zonen, und n Herbst 1 eil dies dort allmählich bekannt geworden zeratungen t. Steigt die Arbeit der Insektendoktoren Plenum di Sin hantastische, und zwar im eigentlichen erhaupt n ei ne des Wortes, denn sie tritt in Bezirke Verfassung n, von denen die Natur wissenschaft bisher der Aug ee Vorstellung hatte. das Lag tz und u verabslh erst drine nsam mit&. 1 1 Du Insektendoktoren. könnte man fra- 8 Als Antwort ein Beispiel: ein Garten- die ud auf dem Peloponnes entdeckte, daß Blattläuse auf seinem Mandelbäumchen Slugen, noch ehe sie— wie sonst immer alle Zweige überzogen. Er sammelte eine N 9 Sprechstunden für Blattläuse solche kranke Kolonie ein, schrieb einen Brief:„. Ich wünschte, sie gingen jedes Jahr so früh ein“ und bat um Rat. Einen Monat später lag die Auskunft aus Berkeley vor, die Blattläuse waren von einem Pilz befallen. Mit den beigefügten Erläuterungen ging der Gartenfreund nach Athen und ließ sich in einem Laboratorium Ratschläge zur Zucht dieses Pilzes geben. Im Jahre darauf gab es keine Läuse mehr auf seinen Man- delbäumchen. Das Verfahren der Diagnose ist verhält nismäßig einfach: die in Berkeley eintref- fenden Sendungen werden in einem Kühl- schrank gelagert und, wenn sie an der Reihe sind, zur Untersuchung entnommen. Für Dr. Steinhaus ist die Diagnose leicht, wenn es sich um Virus-, Pilz- oder Flechtenkrank- heiten handelt. Schwierigkeiten machen da- gegen alle die Fälle, wo Bakterien und Pro- tozoen die Urheber sind oder sein könnten, zumal die Symptome an den kranken Glie- derfüßlern ganz unterschiedlich sind. Da- neben geschieht es, daß die eingeschickten toten Tiere oft gar nicht an Krankheiten gelitten haben, sondern infolge Alters oder chemischer Vertilgungsmittel zugrunde ge- gangen sind. Die Mikroben, die bei Insekten., und die- jenigen die bei Menschen Krankheiten oder Tod hervorrufen, gehören zum Glück ganz verschiedenen Arten an; mit anderen Wor- ten: ein Insekt kann nicht an Tuberkulose oder Polio erkranken wie ein Mensch nicht mit Insenktenkrankheiten behaftet werden kann. Dadurch ist die Bekämpfung von In- sekten durch Insektenseuchen eine unge- kährlichere Sache als eine Bekämpfung mit 1 chemischen Mitteln; darüber hinaus ist sie einfacher, ökonomischer und vor allem wir- kungsvoller. Die Frage ist nur, ob sie mög- lich gemacht werden kann, und die Beschäf- tigung mit diesem Problem bildet den Kern der Forschungsarbeit des Berkeley-Instituts. Zu den schönsten Erfolgen der Forscher- gruppe gehört die Vernichtung der sehr schädlichen Alfalfaraupe durch Verstäuben von Bakterienträgern über die verseuchten Felder. Sie praktizierten 5 Millionen Viren Pro tausendstel Liter in eine Wasserlösung, setzten sich damit in ein Flugzeug und sprühten die tödliche Flüssigkeit über die Felder. Kurz darauf befand sich keine lebende Alfalfaraupe mehr auf den Feldern — das Ergebnis von zwei Jahren unermüd- licher Forschung. Aehnliches wird vielleicht eines Tages über Wäldern, die von den Raupen eines Ringelspinners kahlgefressen zu werden drohen, geschehen, über Feldern, auf denen der Kernbohrer Millionenschäden anrichtet, oder Wiesen, in denen der Grashüpfer sein Unwesen treibt. Mit dem Institut arbeiten Fabrikanten von Insektenvertilgungsmitteln zusammen, die sich gesunde Kulturen zur Verfügung Stellen lassen, um ihre Präparate unter fachmännischer Assistenz zu testen. Dr. Steinhaus ist dankbar für die Mit- arbeit des Publikums. Sie hilft den Ge- sichtskreis zu erweitern, der heute schon einige hundert Krankheiten der Glieder- fühßler umfaßt. 30 Entdeckungen und Be- schreibungen gehen allein auf sein Konto. Seine Erfahrungen füllen bereits eine ganze Monographie, die erste, die es auf diesem Gebiete überhaupt gibt. 5 N b Aus„Science Digest“) Eine Provinz ging verloren Westdeutschland hat eine Provinz ver- loren und jedes Bundesland einen bis zwei Landkreise. Auf diese dürre Formel läßt sich das Ergebnis einer Entwicklung brin- Sen, die über Vorkriegs- und Nachkriegszeit hinweg der Landwirtschaft eine klaffende Wunde geschlagen hat. In trockenen Zahlen: die die Bodennutzungserhebung von 1938 ergab für das Gebiet der heutigen Bundes- republik 145 840 qkm land wirtschaftliche Nutzfläche— bereits 1500 qkm weniger als 1932, Bis 1951 aber hatte sich diese Fläche auf 140 2737 qkm vermindert. Das sind gegen- über dem Vorkriegsstand 5567 qkm weniger. Die einzelnen Bundesländer sind an diesem Verlust im nachstehenden Ausmaß in dkm beteiligt: Schleswig-Holstein 345. Hamburg 87, Niedersachsen 689, Nordrhein-Westfalen 863, Bremen 60, Hessen 637, Bayern 1105, Baden- Württemberg 892 und Rheinland- Pfalz 889. 5567 qkm sind mehr als ein Drittel Schleswig-Holsteins, etwa die gesamte Pfalz oder die Hälfte Niederbayerns. Nach all den Gebietsabtrennungen an den Grenzen trifft dieser stille, in der Oeffentlichkeit wenig bekannte Verlust innerhalb des Landes das über bevölkerte Westdeutschland doppelt hart, denn er schmälert die ohnehin unzu- längliche Ernährungsbasis empfindlich. a 5567 qkm sind 556 700 Hektar. Unter Zu- grundelegung des durchschnittlichen Hektar- ertrags von 23,5 Doppelzentner im Jahre 1951 hätten auf dieser Fläche 1.2 Millionen Tonnen Roggen geerntet werden können, genau die Menge, die an Brotgetreide aus den USA importiert und mit 100 Millionen eee, Dollars bezahlt werden mußte. Wenn man sich dazu vergegenwärtigt, daß die gesamte Kartoffelanbaufläche der Bundesrepublik etwas über 11 000 qkm beträgt, dann weis man den Wert des verlorenen Nutzlandes noch besser einzuschätzen: rund 12 Millionen Tonnen, etwa die Hälfte unseres Kartoffel- bedarfs, könnten darauf angebaut werden. 8 Ein erheblicher, aber nicht der ausschlag- gebende Teil des verschwundenen Landes wurde von den Besatzungsmächten für hre Zwecke beschlagnahmt. In beträchtlichem Ausmaß kommt der Nutzlandverschleiß auch auf das Schuldkonto der im Kriege zer- bombten Städte, die ihre 3 über den früheren Stadtrand hinaus ins Freie schieben. 3 Es ist aber noch nicht damit abgetan, daß die verlorenen 5567 qkm mit einer halben Milliarde DM auf unsere Außenhandels bilanz drücken, sie wiegen nicht minder schwer in einer anderen Waagschale: 556 700 Hektar böten Raum genug für etwa 60 000 bäuerliche Siedlerstellen; wären die neue Heimat für die gleiche Zahl heimatvertrie- bener Landwirte; könnten eine Viertelmil- lion Menschen wieder bodenständig machen und dazu die Nahrung für mindestens eine weitere Million liefern. Aber diese Rech- nung muß offen bleiben, Rein rechnerisch steht der Ausgleich für das verlorene Land zwar auf dem Papier; man könnte es aus den 12 00 qkm Mooren, Oed- und Unland Westdeutsctilands zurückgewinnen, doch die Milliarden, die man für die Kultivierung investieren müßte, kann die Landwirtschaft aus eigener Kraft nicht aufbringen. e Deittwoch, 5. November 1952/ Nr. Seite 4 Tod im Kellerschucht 68 jähriger stürzte In den frühen Morgenstunden wurde im Keller eines Neubaues die Leiche eines 68 Jahre alten Mannes aufgefunden. Es muß angenommen werden, daß der Mann in dem Keller des noch nicht fertiggestellten Hauses übernachten wollte, beim Einsteigen jedoch auf der nassen Erde ausrutschte und so un- glücklich in den für die Kellertreppe vor- gesehenen Schacht flel, daß er mit dem Kopf gegen die betonierte Wand flel und bewußt Jos liegen blieb. Nach Sachlage dürfte der Tod durch Bruch der Wirbelsäule oder durch Ersticken eingetreten sein. Acht Weber webten „gut“ und„ziemlich gut“ Nach einer dreijährigen Lehrzeit bei der Städtischen Webschule legten acht Schüle- rinnen und Schüler ihre Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Karlsruhe, Weber-, Wirker- und Strickerinnung, ab. Zum ersten Male wurde damit seit der Umwandlung der Handweberei in eine Web- schule ein geschlossener Jahrgang zur Gesel lenprüfung zugelassen. Vier Schüler bestan- den die Prüfung mit„gut“, vier mit„ziemlich gut“. Die mit Ablegung der Prüfung bei der Städtischen Webschule ausgeschiedenen Ge- sellen konnten alle in guten Arbeitsstellen untergebracht werden. MANNHEIM Liberalismus und Demokratie sind nicht idenlisch Eine Untersuchung über den veränderten Inhalt im Wort gleich gebliebene Begriffe Ofkenbar übte das Thema„Struktur- wandlungen der modernen Demokratie“, mit dem der zweite Vortragsabend der Reihe „Akademischer Winter“ in der Kunsthalle bestritten wurde, keine allzu große Anzie- hungskraft aus, denn Bundesverfassungs- richter Professor Dr. Gerhard Leibholz sprach vor einem Auditorium, das fast die Hälfte der Stühle frei ließ. Das ist um so mehr zu bedauern, als sich die Abwensenden um das Erlebnis einer Rednerpersönlichkeit gebracht haben, die ihr Anliegen scharfsinnig, aber ohne Kälte, analytisch, aber nicht negierend oder gar negativ, sprachlich bestechend klar und einfach darbot, ohne deswegen an gedanklicher Tiefe einzubüßen. Prof. Leibholz begann mit der Behaup- tung, wir lebten heute mit und von über- kommenen Begriffen und Kategorien, die nicht mehr mit der Wirklichkeit der Gegen- wart übereinstimmten, erfaßten mit der überlieferten Terminologie des 19. Jahrhun- derts und weiter zurückliegender Zeiten nicht mehr die inzwischen vollzogene Weiter- entwicklung der politischen Wirklichkeit. Die Behauptung bewies der Redner gültig und zwingend an dem veränderten Inhalt des Begriffes„Gleichheit“ im politischen Sinne, wenn er auch die Einschränkung vor- ausschickte, daß diese Veränderung vielleicht noch nicht überall vollzogen sei, die Tendenz dazu jedoch sich überall zeige. Heute werde politische„Gleichheit“ schematisch, mathe- matisch, in einem absoluten Sinne verstan- den— jedes Wählers Stimme gelte und wiege absolut gleich. Damit sei eine„Radi- kalisierung der Gleichheit“ eingetreten, die sich von der Auffassung der liberalistisch- repräsentativen Demokratie des vergangenen Jahrhunderts wesentlich unterscheide, die unter„Gleichheit“ individuelles(und damit gewogen unterschiedliches) Eingehen auf den jeweiligen Befähigungsgrad, auf Würde und Kapazität der einzelnen Person verstanden habe. Bezeichnend für die Demckratie des 20. Jahrhunderts sei auch, daß dieser, eine Entliberalisierung bewirkende Radikalisie- rungsvorgang sich auch auf nichtpolitische Bereiche— wie etwa das Bildungs- und Gesundheitswesen— ausdehne und damit gleichzeitig beweise, daß die weitverbreitete Meinung, Demokratie und Liberalismus seien identisch, nicht stimme. Im 19. Jahrhundert seien diese beiden Ideologien lediglich Ver- bündete gewesen im Ringen gegen den gleichen Gegner, die Monarchie. Wie kommt Mannheim dus dem Winkel heruus? „Oben“ weiß man zu wenig von den Nöten„unten“ An der alten Geschichte, daß Entschei- dungen ohne uns gegen uns ausfallen, hat Sich für Mannheim noch nichts geändert. Ob der Staat, in dem wir leben müssen, so oder so aussieht, macht nicht ganz so viel aus, wie manchmal erwartet wird. Wer im Winkel, im Dreiländerwinkel, lebt, lebt nicht angenehm. Da nun also Mannnheim wenige Vertre- ter in die Spitzen-Behörden entsendet, kann es vorkommen, daß in maßgebenden Gre- mien Beschlüsse gegen elementare Interes- sen der Stadt und ihre Umwelt gefaßt wer- den. Die gute alte Uebung, daß die Pro- bleme an Ort und Stelle studiert werden, daß ein Lokaltermin fehlende Kenntnisse verschafft, scheint kaum mehr üblich. Die hohen Funktionäre unserer Länder, auf deren Schultern sich die Aemter häufen, haben dafür weder Zeit noch Kraft. Es muß das Nachdenken anregen, wenn Mitbestim- mende sich nicht dazu verstehen wollen, einer besseren Einsicht zu folgen und ihr neu gewonnenes Sachwissen gegen andere Meinungen ins Treffen zu führen. Ein Ka- binettsbeschluß hat nur selten Anspruch auf Ewigkeitswert, man sollte seine Korrektur- Fähigkeit in Rechnung stellen. Es ehrt auch Minister, wenn sie ihre Haltung revi- dieren. Keiner ist allwissend, jeder kann zulernen, auch jeder Minister. 5 Kontakt— mit Takt m den letzten Wöchen hat Mannheim die Erfahrung machen müssen, daß der Der„Fremdling“ Mensch Kontakt mit Stuttgart nicht in Ordnung ist. Das soll nicht weiter beklagt werden, aber auf Abhilfe wird man bedacht sein müssen, ehe der Schaden größer wird. Je mehr Da- men und Herren sich hier umsehen kön- nen, um so besser für uns. Man sollte es innen bequem machen und den vorwurfs- vollen Augenaufschlag unterlassen. Man darf auch darauf aufmerksam machen, daß nicht nur Beamte für die hier gemeinte Kontaktpflege anzusehen sein sollten, es gibt auch Leute der Wirtschaft, die auf eine Sefällige Art die notwendigen Geschäfte der Information besorgen körmten. Nichts ist für Mannheim und die Mannheimer schlim- mer als ihr Geschick in die Hände der man- gelhaft Informierten gelegt zu wissen. Wer keine Ahnung hat, wie das ist, wenn drei Eisenbahndirektionen sich für unzuständig erklären, die im Großraum der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Rhein- Neckar auftauchenden Aufgaben zu mei- stern, wird für Aenderungswünsche keinen Sinn haben. Hier sind drei schwerwiegende Bahnhofsprobleme zu lösen, hier ist eine Brücke über den Rhein auszubauen— für uns in Mannheim, Ludwigshafen, Heidel- berg und Umgebung Kardinalprobleme, für drei Eisenbahndirektionen nur Rand-Er- scheinungen. Der groteske Zustand währt nun schon drei Generationen. Man kann bei Walter und bei Schott nachlesen, wie der Widersinn dieser Abgrenzungen, die organisches Leben zerschneiden, im Lauf der Zeit an hohen und höchsten Stellen vor- wird von Golt ungerufen Glaubenskonferenz der Evangelischen Allianz Mannheim-Ludwigshafen Krankenhauspfarrer Friedrich Steeger, der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Mannheim- Ludwigshafen, eröffnete am Mon- tagabend im Wartburg-Hospiz die gut be- suchte Glaubenskonferenz, die bis 5. No- vember dauern wird, mit einer Totenehrung des Methodistenbischofs Dr. Sommer, der Vorstandsmitglied der Deutschen Evange- schen Allianz und des Prälaten Dr. Harten- stein, der ein Freund der Allianz war. Zwischen Chorälen der Gemeinde und Gebet sprachen dann Kirchenrat Dekan Eckardt. Ansbach, und Seminardirektor Dr. Wunderlich, Frankfurt zum Thema:„Was ist es um die lebendige Hoffnung der Ge- meinde Jesu Christi?, und zwar auch nach dem Beginn des Petrusbriefes, der an den drei Konferenztagen in insgesamt fünf Vor- trägen von den beiden Rednern im Zusam- menhang behandelt werden soll.(, Wie wird man ein Mensch der lebendigen Hoffnung?“, „Wozu verpflichtet das Gottesgeschenk der lebendigen Hoffnung?“,„Welche Kräfte ge- hen von solcher Hoffnung aus?“ und„Be- währt sich diese lebendige Hoffnung?“) Dekan Eckardt nannte es das Ziel der Konferenz, die Teilnehmer gleichsam in un- mittelbarem Erleben nahe an die biblischen Personen, in diesem Fall an den Apostel Petrus, heranzuführen, sie an seinem Leben und seiner apostolischen Arbeit gleichsam teimehmen zu lassen, sie damit zur Bibel Wohin gehen wir? Mittwoch, 5. November: Nationaltheater 19.30 bis 22.30 Uhr: Ballett-Abend:„Die weiße Rose“, „Der verlorene Sohn“,„Petruschka“!: Kunst- Halle 19.30 bis 22.00 Uhr:„Der Apollo von Bel- lac“,„Die respektvolle Dirne“(Studio des Na- tionaltheaters); Ufa- Theater: 14.30 Uhr:„Hän- sel, und Gretel“(Märchentheater Kurpfalz): Palast:„Kronjuwelen“: Wartburg- Hospiz, 20.00 Uhr: Oberpostrat Dr.-Ing. Böhm spricht über „Freiheit oder Diktatur des Kollektivs bei der Bundespost“ Deutscher Postverband): Pschorr- bräu 20.00 Uhr:„Versicherung oder Versor- gung“, Spr.: W. Hammerschmidt Deutscher Handlungsgehilfen verband); Musensaal 20.00 Uhr: Musikrevue mit dem RIAS-Tanzorchester und bekannten Künstlern; Amerikahaus 19.30 Uhr: Schallplattenkonzer“: Sthöne Stimmen, 14.30, 16.00, 18.00 Uhr, Film:„Transportwesen in USA“; Gewerkschaftshaus 19.30 Uhr: Film- abend(Gewerkschaftsjugend der Gewerkschaft Oktentliche Dienste, Tremsport und Verkehr). Wie wird das Wetter? Wieder Uebergang zu unbeständigem Wetter Vorhersage bis Donnerstag früh: Am Mittwoch bei allmählich auffrischenden südwestlichen Winden und nach Temperatur- anstieg auf 10 bis 14 Grad im Laufe des Tages aus Nordwesten einsetzende Eintrübung und nachfolgend, etwa vom Abend an, zeitweise auch Regen. Nächt- Uche Tiefstwerte nicht unter 5 Grad. Pegelstand des Rheins am 4. November: Maxau 381 1 Mannheim 430( 10); Worms 343(9); Caub 6(78). überhaupt hinzuführen und ihnen dadurch Werte auch für den Alltag zu übermitteln. So war es nur folgerichtig, daß er zu- nächst das Menschen- und Apostelbild von Simon Petrus zeichnete, auch mit manchen seiner Widersprüche, die der Redner auf- zuhellen wußte, und die weit ausgedehnten Reisen dieses Apostels. Am Leben und Wir- ken von Petrus zeigte er, wie die Menschen Fremdlinge seien in dieser Welt,„im Dienste einer anderen Macht“, aber von Gott ange- rufen. Und wer von Gott berufen sei, sei erwählt zur Gottes Kindschaft. Das sei der Inhalt unserer lebendigen Hoffnung, die Frieden schenke in friedloser Welt. Dr. Wunderlich behandelte anhand des Petrusbriefes die Frage:„Worauf gründet sich die lebendige Hoffnung der Gemeinde Jesu Christi?“ und beantwortete sie so: Sie gründe sich auf den Anruf Gottes, dessen Stimme wir auch heute noch hören und auf die Auferstehung Jesu Christi, an die wir auch heute noch glauben könnten, endlich auf Gottes Macht und seine unwandelbare Treue. All das bewahre uns vor Angst und Verzweiflung und schenke uns lebendige Hoffnung trotz allem Herzeleid und Zu- versicht im Zeichen des Kreuzes von Golga- tha, das Gott zum Zeichen untrüglicher Hoffnung aufgerichtet habe. rel getragen wurde— aber nie war wie heute die Möglichkeit gegeben, den altvertrauten Utisinn der besseren Einsicht weichen zu lassen. Beispiel Ruhrgebiet Eime Abstimmung der Bahn- und Brük- kenprobleme im Großraum um die Neckar- spitze auf die tatsächlichen Verkehrsbedürf- nisse wird nur unter einer Eisenbahndirek- tion möglich sein. Ein oberflächlicher Blick auf die Statistik beweist, daß der Verkehr mengen- und wertmäßig eine„pflegliche Behandlnug“ der hier auftauchenden Pro- bleme rechtfertigt, weil diese Werte in der Bundesrepublik an der Spitze rangieren! Im Rhein-Ruhr-Gebiet konnte vor einem Vierteljahrhundert die lang ersehnte Ord- mung geschaffen werden, man sollte sie dem Rhein-Neckar-Gebiet durch restaurative Verwaltungsrats- und Kabinettsbeschlüsse nicht länger vorenthalten. f. W. k. An die Stelle des kleinen Kreises einer Aktivbürgerschaft in der liberalistischen Phase der Demokratie trete heute das eman- zipierte Millionenheer von Bürgern, das zwangsläufig sich einer Partei als Sprachrohr bedienen müsse, die damit in immer stär- kerem Maße an die Stelle der früheren (überalistischen) Persönlichkeit trete. Rea- listisch gesehen bestehe heute kein Zweifel mehr, daß die Parteien das Staatsleben be- herrschten, da nur durch sie das Volk „reden“ könne. Als Konsequenz daraus ergebe sich ein Bedeutungsverlust der Parlamente, die heute kaum mehr seien als der Ort, an dem der Parteistandpunkt vorgetragen wird, während, früher das Parlament als eine im Wortsinn zu verstehende aristokratische Versammlung verstanden worden sei, die schöpferisch aus dem Augenblick heraus sich in individueller Auseinandersetzung um Kompromisse be- müht habe. Heute werde in den Parlamen- ten nicht unbedingt eine individuelle Mei- nung vorgetragen, sondern Beauftragte sprächen im Namen ihrer Partei, und damit spreche im Grunde genommen das Parlament nicht mehr untereinander, sondern zum die Dinge verfolgenden Volk, oft nur um für die nächste Wahl zu werben. Zwar beschließe, formal gesehen, das Parlament auch heute noch die Gesetze, aber die Anregung dazu und die wesentliche Vorarbeit komme nicht mehr aus Kreisen des Parlamentes selbst, sondern werde von außen(von der Regie- rung oder von einer Partei) an das Gremium herangetragen. Bei klarer Erkenntnis all dieser Gege- benheiten bleibe kaum etwas anderes übrig, als den Parteienstaat zu bejahen und die ethische Bemühung darauf zu richten, diese in ihrer Struktur veränderte Demokratie funktionsfähig zu machen, das heißt die Parteien selbst zu demokratisieren, soweit Parteibürokratie und-hierarchie das not- wendig machen sollten. mle Verband des Lebensmitteleinzelhandels. Der Verband lädt alle Lebensmittelkaufleute für 5. November, 15.30 Uhr, in die„Land- kutsche“ zu einer allgemeinen Versammlung ein. Are Waerland spricht am 6. November, 20 Uhr, in der Wirtschaftshochschule über „Ursachen der Herz- und Blutkreislauf- störungen“. Waerland ist der Begründer einer Bewegung, die bestimmte Reformen der Ernährung anstrebt. Groß wirtschaltsruum„Euruiriku“ als Zukunftsbild Der schwarze Erdteil im Spiegel eines Vortrags Im Rahmen einer Vortragsreihe der DA Mannheim sprach am Montag der Herausgeber der„Ost-Afrika- Warte“, Wirtschaftsredakteur Karl Wilhelm Hubl, über die Problematik des afrikanischen Kontinents Obwohl die ursprünglich vor- gesehenefi Lichtbilder aàus technischen Gründen nicht gezeigt werden korinten, Würden die Zuhörer im„Zähringer Löwen“ nicht enttäuscht, sondern durch eine inter- essante und fesselnd dargebotene Materie gewinnbringend unterhalten. Nach einem Abriß der geschichtlichen und geographischen Entwicklung des schwar- zen Erdteils und seiner wirtschaftlichen Probleme ging der Redner auf das Vor- kommen aller für den Menschen lebensnot- wendigen Dinge in Afrika ein, die bis heute noch nicht voll ausgenutzt würden. Es müsse eine Industrialisierung im großen Stil angestrebt werden, die durch den größ- ten Schatz Afrikas, 60 Prozent der Wasser- kräfte der Welt, durchaus möglich sei und auch die Wüsten ertragreich machen könne. Schlimmer als alle Atombomben aber drohe das Gespenst der Hungersnot dem schwarzen Kontinent. Wenn die vorhande- nen Schätze Afrikas nicht von Europa aus gemeinsam erschlossen würden, körme die- ses Schicksal der ganzen Wel drohen, die etwa um 1960 herum von einer Hungerkata- strophe größten Ausmaßes heimgesucht würde, weil die Bevölkerungsdichte sich um 12 Prozent erhöht, die Nutzbarkeit des Bo- — aber bisher nur 9 Prozent gestiegen Sei. Als verhängnisvollen Fehler des Euro- päers bezeichnete Hubl die in den letzten 400 Jahren immer mehr flxierte Festlegung in der Ost-West-Linie, die eine weit bessere Entwicklungsmöglichkeit in der Nord-Süd- Achse nach Afrika hin vernachlässigt habe. Auf diese Weise kämen alle Beteiligten in den Genuß der gemäßigten, subtropischen und tropischen Zonen. Der politische Ausblick, den der Redner abschließend gab, bestand in einem auf ehr- cher Partherschaft und guter Zusammen- arbeit beruhenden Großwirtschaftsraum „Eurafrika“ zum Vorteil beider Kontinente und darüber hinaus der gesamten W 5 N Kleine Chronik der großen Studt Badisch- Pfälzischer Luftfahrtverein. Mit- gliederversammlung am 6. November, 20 Uhr, in der„Landkutsche“. Minister Veit im Presseklub. Der Wirt- schaftsminister für Baden- Württemberg, Dr. Hermann Veit, spricht am 7. November über „Aufgaben der Wirtschaftspolitik im neuen Bundesland“ im Presseklub Heidelberg, Hauptstraße 244. „Monat der deutsch- sowäetischen Freund- schaft“. Am 7. November will die„Gesell- schaft für deutsch- sowjetische Freundschaft“ mit einer Kundgebung im Musensaal in Mannheim den bis 5. Dezember dauernden „Monat der deutsch-sowietischen Freund- schaft“ eröffnen. Ostpreußen vereinigung. Am 8. November, 19.30 Uhr, treffen im Wartburg- Hospiz. Er- fassung in der Heimatortskartei für den Lastenausgleich.) Club„Stella- nigra“, Am 8. November 34. Stiftungsfest in der„Landkutsche“. VdK, Ortsgruppe Innenstadt. Am 8. No- vember, 19.30 Uhr, Mitglieder-Monatsver- sammlung im Gewerkschaftshaus. Thema: Was bringt das neue Lastenausgleichsgesetz den Kriegsopfern? Odenwaldklub. Wanderung am 9. Novem- ber: Heidelberg Karlshütte Zur Grenze Aurum N.„ BEScNWWE DEN Markthalle Wie schon so oft: Es regnet in Strömen. Jede Hausfrau will zum Markt, besonders auch diejenigen, die durch ihren Beruf nur einmal in der Woche dort einkaufen können. Markt- stände sowie Käufer sind naß, wodurch viele den Markt meiden müssen. Wäre es nicht an- gebracht, einmal an das Problem einer Markt- halle zu denken? Die meisten Großstädte haben solche Hallen, warum soll Mannheim zu- rückstehen? Es ist zwar eine Finanzierungsauf- gabe, die erst gelöst werden muß, jedoch dürfte sich im allgemeinen Aufbaurahmen auch hier- kür eine Lösung ergeben, zumal die Notwen- digkeit von keiner Seite verneint werden kann. Viele Dankbare würden die positive Antwort begrüßen. A. M. . Zu früh Liebes Hauptpostamt! Ist es nicht für einen zu einer Großstadt gehörenden Stadtteil wie Feudenheim ein ziemlich unmöglicher Zustand, daß sonntags die einzige Leerung der Brief- kästen bereits um 11 Uhr erfolgt? Da ist wohl manches Dorf besser dran. Bitte, wäre es nicht möglich, die Leerungszeit in den Spätnachmit- tag zu verlegen wie in anderen Stadtteilen? G Verkehrstot Neue Verbotstafeln für Kraftfahrzeuge wur- den uns am Allerseelentag in Mannheim be- schert. Diese Tafeln sollen den Schillerplatz in einen„friedlichen Platz“ umwandeln. Vor nicht allzulanger Zeit wurde ein„Friedensplatz“ ge- schaffen, jetzt ein„friedlicher Platz“ und müßte wohl als nächstes, der Paradeplatz etwa, in einen„Friedhof“ verwandelt werden: das sind die Gedanken eines Anliegers, der sehr lange nicht bauen durfte, weil die Gestaltung des Schillerplatzes nicht geklärt war. Erst als das ö Bauen wesentlich teuerer war, konnte gebaut W werden. Doch nun ist es unmöglich, die Ge- schäftshäuser nutzbringend zu verwenden, denn ein Geschäft, das weder der Eigentümer noch der Kunde mit dem Kraftfahrzeug erreichen kann, ist unmöglich. Der ohnehin verkehrs- schwächste Stadtbezirk wird durch das Verbot künstlich verkehrstot gemacht, ohne daß vor- her mit den Anliegern Rücksprache genommen wurde. Sind sich die maßgebenden Leute über die Folgen eines solchen Verbotes, das die Be- troffenen nicht einhalten können, ohne Scha- den zu leiden, klar? Ist in einer Stadt, die den Anspruch erhebt, eine Stadt der Arbeit, der Wirtschaft und des Fortschritts zu sein, ein Verbot in solchem Umfang ohne jeden zwin- genden Grund denkbar? E. H „Opfer“ Ich fuhr mit einem Pkw. am 27. Oktober um 19.15 Uhr nach Feudenheim. Am Feuden- heimer Bunker kam ich an die mit Lampen deutlich markierte Absperrung der einen Stra- Benhälfte in Form eine Scherengitters. Ich fuhr demnach langsam auf der linken Seite weiter bis auf die Höhe der Schwanenstraße. Dort wurde ich von einem Schutzmann veranlaßt, in diese ein- 5 zubiegen und zu halten. Daraufhin stellte der Beamte die üblichen Daten fest, um mich zur Anzeige zu bringen, trotzdem ich versicherte, das Umleitungsschild, das an der Absperrung am Bunker angebracht ist, nicht gesehen zu haben. Gelegentlich meiner noch am selben Abend erfolgten Rückfahrt in die Stadt über- zeugte ich mich, daß tatsächlich ein Umleitungs- schild da war, und zwar innerhalb des weiß rot gestrichenen Scherengitters, so daß es sehr leicht übersehen werden konnte. Beweis dafür ist die Tatsache, daß noch während meiner Vernehmung durch den Schutzmann bereits ein zweiter Wagen auf dieselbe Art an die Schwa- nenstraße herankam und von dem Beamten ebenfalls festgehalten worden ist. Ich hätte Verständnis dafür, wenn sich der Beamte in dem Bewußtsein seiner Pflicht, Unfälle zu ver- hüten, an die Schwanenstraße gestellt hätte, um eventuelle Irrläufer in die richtige Umlei- tungsbahn einzuweisen. Seine Taktik aber, sich in einer ziemlich finsteren Seitenstraße zu po- stieren und auf„Opfer“ zu lauern, kritisiere ich auf das Entschiedenste! F. R. Verdichtungswagen Meine Frage lautet: Ist es nicht möglich, ganz besonders jetzt im Winter, in der Zeit zwischen 7.25 und 7.35 Uhr ab Käfertal noch einen Verdichtungswagen laufen zu lassen, oder wie in den letzten Jahren— einen Wagen der Rhein-Haardtbahn mit zwel bis drei An- hängern an Stelle des einen Verdichtungszuges Zwei Wagen) in der gleichen Zeit, oder aber einen Verdichtungswagen— wenn es gar nicht anders gehen sollte— ab Eisenlohrstraße, Rich- tung Wasserturm-Paradeplatz für die vielen Fahrgäste ab dieser Haltestelle. Auch ist die Haltestelle Eisenlohrstraße, Richtung Käfertal, (bei drei Wagen) knapp bemessen. Sehr oft ist den Fahrgästen beim Aussteigen im letzten Wagen der Eisendraht noch im Wege. A. E. Kalte Wagen Wir Vorortler sind der Stadtverwaltung sehr verbunden und dankbar, daß wir nach Theater- schluß durch Einsatz von Sonderwagen der Straßenbahnen nach allen Richtungen eine be- queme Fahrtmöglichkeit haben. Ganz beson- ders dankbar wären wir Theaterbesucher aber. wenn im kommenden Winterhalbjahr nicht wie bisher ungeheizte, eiskalte Wagen bereit- gestellt würden. Wir bitten die Stadtverwal- tung, diesen Wunsch von sicher vielen Thea- terbesuchern zu prüfen und um Abstellung dieses Mangels besorgt zu sein. S. —— Ius dem Polizeibericht Vo Illegaler Uhrenverkauf. Vor einem Loß Gar in dem hauptsächlich amerikanische Soldatg 2 verkehren, hatte sich ein 28 jähriger Arbeit Rech postiert, um den ein— und ausgehende Kane Soldaten Armbanduhren anzubieten. Bing e. Teil seiner Uhren hatte er bereits 18 5 äußert, als die Polizei erschien und ihn fes. 9 P. nahm. Der Uhrenverkäufer war nämit 80 nicht in der Lage, die Herkunft der Une die 8 nachzuweisen, so daß der Verdacht eins teuto Diebstahls besteht. Ein Betrag von did 1 Dollar der in seinen Kleidern versteckt w—§. ebe gefunden wurde, sowie drei Arm bende lich ö wurden sichergestellt. H. Einen regelrechten Ueberfall, bei dem u stöhn in der Anlage vor K 1 ein unbekannte ich 6 Täter den Geldbeutel mit 45 DM sowie d Erget Personalpapiere entrissen haben sollte, ma Urspr dete eine 30 jährige Frau bei der Polizei. Un Selbs mre Angaben beweiskräftiger zu mam, Graus i In Die Lieblingsfrau des Maharadsch Mode hat in ihrem Gemach einen Fußboden zu Sehr! Lapis Lazuli. Wir haben nur Parkett, Linoleum 1 8 Steinholz, Dielen usw., aber unsere Böden sii 88 ebenso schön, wenn sie mit dem bekanntes„Si Edel-Bohnerwachs SeiFIX gepflegt werdey 0 K 0 — Fim zeigte sle noch einige Rißwunden vor, d* ale angeblich bei dem Ueberfall ere meine, hatte. Wie die Ermittlungen ergaben, w o der Ueberfall aber frei erfunden. Die wan aden Absicht der Frau dürfte die gewesen seh auf Grund der Meldung zu einem neu Titel l Vorschuß durch das Fürsorgeamt zu kom Tro men, nachdem sie das ihr ausbezahlte de körigk bereits in einer Imbiß-Stube ausgegebe. 95 hatte. ö Zwel Zusammenstöße. Wegen Nichten“— 95 räumung des Vorfahrtsrechts kam es in de 5 d Nachmittagsstunden an der Straßenkrel 15 5 Zung Tattersall- Moltkestraße zu einem 2 57 sammenstoß zwischen einem Lieferwag 1 e und einem Lastkraftwagen, wobei der Id ep ker des Lkw's sowie ein mitfahrender Mum Aa, verletzt wurden. Sachschaden etw-a 1200 Dl nach 4 — Durch beiderseitiges Verschulden pralle) Chapli auf der Brückenstraße zwei Lieferwagen u„Olk sammen. Personen wurden nicht verleu„Haupt doch entstand ein Sachschaden von eh Sir m 1100 DM. Verein! ECA-Bauten 1 50 als Ausstellungsobjekt Ecbelte Vom 7. bis 14. November wird in der 8d zu teile kinger-Schule die unter dem Protektorat d Pfertpa Bundes ministeriums für Wohnungsbau u geit sin des(amerikanischen)„Amtes für gegenseitn in Euro Sicherheit“ stehende Wanderausstellun „ECA-Entwicklungsbauten“ gezeigt. Tempor Bei diesem Bauprogramm handelt es dd Der um ein sich über ganz Westdeutschland e ger Tag streckendes, mit Marshall-Plan-Gelden Rernme finanziertes Bauprojekt von insgesamt 3 warum Wohnungen, von denen in Mannheim nicht ni beim Ochsenpferchbunker errichtet worde sind. Die bereits in mehreren Städten de, Bundesgebietes gezeigte Ausstellung gibt 35 5 allem einen Ueberblick über die verschiédet artigen architektonischen Lösungen in dg einzelnen Städten sowie über die Kosten berechnung. 1 A αν. Kreuzgrund— Heidelberg. Hin- und Rid fahrt mit der OEG. Abfahrt 8.10 Uhr Ku pfalzbrücke. ö Wir gratulieren! Karl Müller, Mannbel Hochuferstraße 57, wird 65, Mannheim, B 5, 17/18, wird 70 Jahre a Franziska Hartmann, Waldhof, Eschenhof“ 9 degent den 77., Karoline Ernst, Mannen K 2, 1, den 78. Geburtstag. Luise Deng erte d Mannheim, Ackerstr. 31, vollendet das 9% Montssaf Katharina Buchler, Mannheim, Rheindamm Leopoldo straße 62, das 81., Wilhelmine Mundo, Sand meister hofen, Caritasheim Maria Frieden, d Ballen. 84. Lebensjahr. Die Eheleute Hein Endste Schnurr und Babette, geb. Hofmann, Käfe 2, Tiedtk tal, Königsbacher Straße 13, und Friedid gentinjen Prier und Lina, geb. Derschum, Mannhei reich) 13 Fardelystr. 6. haben silberne Hochzeit. U Gelgien) Eheleute Karl Mang(früher Mitglied d Nationaltheaters Marmheim) und Elisabe Der p. geb. Lenkner, Schriesheim, Kreisaltershen Bukarest Lokalrivs bat die 8 bprung. Schwe körmen ihre goldene Hochzeit feiern. Eumsplegel elano, des 5 3 66 Palast:„Kronjuwelen ene Ein sozusagen aus der gemäßigten Zu alien di des Reißerischen stammender Kriminal der trotzdem dank der straffen Regie(F Cap) von knisternder Spannung erfüllt l Die Idee(C. V. Rock) lägt um das Kernptt blem(wer hat das wertvolle Kollier gelt eine Kopie umgetauscht?) eine Reibe damit zusammenhängenden, untergeordnet 5 Fragestellungen kreisen, deren Ausenfuit 5e Fr lung von größerem Spannungsgehalt erf 1 ist als die übergeordnete Kernfrage, U vor allem deshalb, weil die Beantwortuf nötz der letzteren durch Andeutungen schon! Vorbereiti der Exposition latent gegeben ist. fiehtung Grundstimmung des Filmes ist betont 84d ieonalen lich und reserviert in den Gefühlsansps chen und bemüht sich auch in gefühlsm gen Höhepunkten um ein nicht überste wirkendes Pathos. Sybille Schmitz und, leichtem Abstand, Hans Nielsen könne Poto-Mitte Mren hauptdarstellerischen Spielraum ka Verhältnis besser ausfüllen. d Alhambra:„Vater braucht eine Frei] aur de 5 W eporthiz Die liebenswürdige Geschichte eines. tenden Beamten mit vier Kindern, en- Pach 5 ständig Schwierigkeiten mit seinen 1 1 duelle ga mädchen hat und dem deshalb seine 91 ittel ni 6 In sprößlinge durch ein Zeitungsinserat i Sports Witz und Einfallsreichtum eine Frau suche ein mügte Wie nicht anders zu erwarten, stellt 5, 25 me diese Frau nach den üblichen Kompiltg ae nen als die richtige heraus und rettet acbverbz, tuationen, Haushalt, Kinder und Vater in sinne dem sicheren Verderben. Ein launiges Def im klaren buch und eine mit Dieter Borsche, Bü dessportbül Leuwerik, Bruni Löbel und Günther 1 bombensichere Besetzung erhalten in W. Fllmkindern(Angelika Voelkner, Urs ff das au Migg Heß und Oliver Grimm) eine gens au krischend-natürliche und publikumssichel fold un Ergänzung, die den Film trotz einiger Pg gen und einer stellenweise zu starken 110 5 matislerung von sonstigen Stories die Genres wohltuend abstechen läßt. m Loki Soldatei Arbeit sehende N. Eine its per ihn fez. nämlich r Uhtrez ht eing on 8160 eckt vor. nduhte dem ih kannte owie d Ite, mal lizei. Un macheg — radsch den ag inoleun den sin Kannteg werde — Vor, d. erlitte ben, Wat ie waln sen sel n neut zu kom- Ute Gel sgegebel Nichteln 5s in del Benkrel nem. ferwagen der Le- ler Maut 1200 D. prallte agen u verlett on et k t der 8% torat di bau un enseitgg sstellun It es gd Uandd el. -Geldem amt 300 aeim „ Worclen dten de gibt von schiedet 1 in de Kostet, 6 d Rüd Mr K annheil rg Len ahre dd henhof“ annhein Dengle. das 00% indamm- 10, Sand len, di Hein n, Käle Friediid annhein Weit.. lied d Elisabel tershen n. ten 200 ninalflh ie(Frau rküllt l Kernpte er gebe eihe ordnete sentwich it 1 Age. ſtwortu schon g y ist. ont sad Isanspie mnlsmel ersteige Und, l Könnte um Kal 100 e Fral eines 1 lern, 0 ven- Fa Halb quelle ch en Ha ine Fill erat tellt 8 aplikatt rettet 0 Vater Ic zes Dreh He, er Län 1 in c Urs He eine mssiche 0 ue 8 Sports, 8 U Suche 0 Ra de e e 1 „Tot Seite 6 — MORGEN Mittwoch, 3 November 1952/ Nr. 286 Von berühmten Leuten Gar nicht selbst verständlich Der als Examinator sehr gefürchtete Rechtshistoriker von Amira stellte einem Kandidaten die Frage:„Ist der Begriff der gewaere cimbrischen oder teutonischen Ur- sprungs?“ In der nördlichsten Ecke Bayerns rauchen die Schlote, stampfen die Maschinen: Hof Da sich der junge Mann beharrlich aus- 3„ 3 Tender en brken. chwieg, suchte der Professor ihm etwas auf Industrie geben der Stadt. den Städtchen die Sprünge zu helfen:„Na, ist er vielleicht unher das Gesicht. den Menschen Arbeit teutonischen Ursprungs?“ und Brot. Worauf der Kandidat im Brustton der Ein Leben lang stehen sie an den Maschi- Ueberzeugung antwortete:„Selbstverständ- nen, in Tag- und Nachtschicht, Vater und lich, Herr Professor!“ 5 Sohn, Mutter und Tochter Staub und Hitze Händeringend sprang Amira auf und müssen ertragen werden, und manch einer töhnte:„Zehn Jahre meines Lebens habe; 1 3 i 10 darüber nachgedacht, bis ich zu dem ist diesen Feinden schon erlegen, vielen Ergebnis gelangt bin, dag er teutonischen Haben sie die Wangen bleich und schmal Ursprungs ist— und Sie sagen einfach werden lassen. Mehr als andere haben sie Selbstverständlich!“ Erholung nötig von Zeit zu Zeit, der Er- schöpfung Herr zu werden., neue Kräfte zu Grausame Rache gewinnen. In einem Pariser Weinlokal geriet der Modescho der Bankier sogar zu persönlichen Beleidi- gungen hinreißen. „Sie sollten den Kerl zum Duell fordern!“ rieten Diors Freunde empört. en sich damit abgefunden— wer sollte sich wohl ihrer annehmen? Nun— es gibt 2 solchen Menschen: den Leiter der 3. gemeinen Ortskrankenkasse Hof Doch der Modekönig winkte ab:„Um 2. 2 Himmels Willen, so eine Heldenrolle liegt 5 8 Erschöpften. Niedergedrückten, Ge- mi doch gar nicht:“ Und spöttisch lächelnd ig 178 wieder neue Kraft. neue Zuver- fügte er hinzu:„Aber zur nächsten Schau 125 vnd neuen Lebensmut Zu geben, sie an meiner neuen Wintermodelle werde ich 2 55 Seele. finden zu las- sowohl! Madame Jaquemin als auch ihre fall!. 5 usen so vor allem auch der An- beiden Töchter einladen.“ belcelt. dem Siechtum: von dieser Idee ist der Mann besessen. Titel kann keiner stehlen Die Ortskrankenkas Trote seiner ameritanischen Staatsange- sich bis Juli 1350 durch böriskeit lebt Douslas, Fairbanks jun., seit Kassen: Mitgliedsbeiträge werden einge- er von König Georg VI. in den Adelsstand hoben. Krankkenscheine ausgegeben. Erho- erhoben worden ist, mit Vorliebe in Eng- lungsverschickung. Kinderverschickung sind land. Als er kürzlich Charlie Chaplin in bis dorthin unbekannte Begriffe. Was aber Tandon, trat, beklagte er sich darüber, dag num mit diesem Juli 1950. sich zu entwik- keine Wohnuns nun schon zum vierten Male keln beginnt. ist ein einziges Beispiel dafür, im Verlauf von drei Jahren von Einbrechern was guter Wille vermag. ausgeplündert worden sei. „qa, warum gehen Sie denn nicht wieder nach Amerika zurück? fragte daraufhin Chaplin. „Ofken gesagt“, antwortete Fairbanks: „Hauptsächlich deshalb, weil mein Titel ir mir zu große Freude macht! In den Vereinigten Staaten könnte ich ihn nicht kühren.“ „Da bleibt Ihnen nichts anderes übrig“, lächelte Chaplin verschmitzt,„als Ihre Güter zu teilen. Bringen Sie Ihre Juwelen und Wertpapiere nach Amerika, wo sie in Sicher- heit sind, und behalten Sie Ihren Adelstitel in Europa. Den kann Ihnen keiner stehlen!“ 8e Hof unterscheidet rch nichts von anderen In Boston werden schwierige Es ist kaum vorstellba enn in ein Krankenha 2 000 Patienten eingeliefert Würden, von denen jeder nach ganz bestimmten Diät- Vorschriften leben und obendrein noch alle zwei Stunden gefüttert werden müßte. Das Angell-Memorial-Hospital in Boston erlebte kürzlich eine dedartige Invasion, als ein Tramsportflugzeug mit 2 weitausend Sing- vögeln an Bord wegen eines Schlechtwetter einbruchs zur Landung gezwungen war. Dieses größte Tierspital der Welt löste diese Aufgabe so gut, daß alle Tiere die Reise ohne Schaden überstanden. Im Memorial-Hospital wurde niemals ein Tier zurückgewiesen. Die meisten Patien- ten sind Katzen und Hunde, aber auch Ele- kanten, kranke Mäuse, Affen und Kängu- ruhs wurden hier schon geheilt. Einmal Wurde ein junger Alligator mit verdorbe- nem Magen eingeliefert, und, mit einer Mehlwurmdiät küriert; ein andermal waren es ein Foxterrier mit einer Gehirnentzün- dung, ein irischer Setter mit einem Hals- „No, wenn's nichts weiter ist“, meinte tumor, oder ein deutscher Schäferhund, der der Bürgermeister:„Dann suchen's sich halt zuviel Fett angesetzt hatte und nun davon gleich wieder eine andere Straße aus!“ befreit werden mußte. —— r, Was geschähe, us auf einen Schlag Tempora mutantur Der Bürgermeister von Ischl sprach die- zer Tage den österreichischen Schriftsteller Kernmair an:„Sagen Sie mal, Kernmair, Warum lassen Sie sich eigentlich überhaupt nicht mehr in Ischl sehen?“ „Ja, mein Gott,“ erwiderte der Gefra Sie wissen doch, in der N azi-Zeit haben“ Ischl eine Straße nach mir henannt, und gte: 8 in 1945 ich dann selber die Straßenschilder runterholen und kaputt schlagen müssen da fühl' ich mich eben jetzt in Ischl sozusa- gen ein bisserl heimatlos!“ Erholung für Tausende Ortskrankenkasse Hof(Bayern) gibt ein Beispiel Eigene Kurheime für kostenfreien Aufenthalt Der Kassenleiter weiß Mitarbeiter zu begeistern. Bis Ende 1950 erhalten 165 Mitglieder der Kasse oder deren Angehörige eines jener freundlichen Einladungsschreiben von ihrer Ortskranken- kasse, die in Zukunft Tausende müder Augen Wieder aufleuchten lassen werden: einmal Auszuspannen auf ein paar Wochen, einmal alle Sorgen zu Vergessen, neue Kräfte zu sammeln., neuen Lebensmut— irgendwo in einem freundlichen Heim, in guter, reiner Luft, bei bester Verpflegung und Fürsorge. Aber auh an die Kinder denkt der Menn. 98 dürfen bis Jahresschluß einmal vier Wochen lang ein Paradies erleben, in dem ihre Bäckchen sich röten beim Spiel in der Sonne und den vollen Tellern. Eigene Waldliegestätten 1950 zieht die Kasse drei Kinderheime und drei Kur- und Erholungsheime heran, 263 Personen wird Erholung und Genesung ermöglicht. Sämtliche Kosten trägt die Kasse, obendrein gewährt sie für die Zeit der Erholung ein Hausgeld. seine engeren Die gr Oelbohrungen haben jetzt eine Tiefe Seit 93 Jahren wird in der Welt Oel 8 bohrt. Den Anfang machten 1859 Bergleute in Titusville in Pennsylvanjen, die einen mächtigen Bohrer einige 20 Meter tief in die Erde trieben und dank glücklicher Bedin- ungen täglich 4500 Liter Petroleum zutage förderten. Abermillionen von Motoren und Maschinen haben indessen die Schätze in der Erdoberfläche verzehrt, immer neue Boh- rungen in immer größere Tiefen sind er- forderlich. Die Bohringenieure, die heute in Wyoming aus 6100 Meter Erdöl heraufholen, Im größten Tierspital der Welt Tieroperationen durchgeführt Das Spital ist für die Tierheilkunde von gleicher Bedeutung wie die weltberühmte Mayo-Klinik in Rochester für die Medizin schlechthin: hervorragende Fachleute Aus allen Teilen der Welt kommen dorthin, um an den schwierigen Tieroperationen zu lernen. Diese werden in modernst ausge- statteten Räumen durchgeführt, Röntgen- untersuchungen und Bestrahlungen sind eine Selbstverständlichkeit, und die Rekon⸗ valeszenten erholen sich in peinlich saube- reri geräumigen Zwingern. Das Forschungs- labor der Tierklinik, das sich in seiner Ar- beit von der nahegelegenen Harvard-Uni- versität unterstützt wird, ist ganz der Er- forschung von Tierkrankheiten gewidmet, doch wird die Vivisektion, der Versuch am lebenden Tier, strikt abgelehnt. Die Aerzte des Angell-Memorial-Hospi- tals stehen auf dem Standpunkt, daß beim Tier das Gefühlsmoment ebensowenig über- schen Werden darf wie bei der Behandlung des Menschen. Aengstlich wird deshalb alles vermieden, was das Tier in Angst und Panik versetzen könnte. Auch können Tiereigentümer ihre Patienten in der Kli- nik besuchen.(Aus„This Week“) nun die hochwertigen chemischen Verbin- dungen entdeckt, die jahrelang ungenutzt in die Abwässer geflossen waren. Die Folge in Heimen ermöglicht werden, 100 sollen bis Jahresschluß noch folgen. In unseren Waldliegestätten fanden 1952 445 Männer und Frauen Aufnahme. Und der Erfolg? Bei den Teilnehmern an den Erholungs- kuren konnte festgestellt werden, daß diese Männer und Frauen gestärkt an ihre Ar- beitsplätze, in dem Alltag zurückkehrten. daß die Anfälligkeit gegen Krankheit auf lange Monate hinaus behoben werden konnte. Und wenn anläßlich des 54. Deutschen Aerztetages in München eindringlich auf die Notwendigkeit der Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsvorsorge verwiesen wurde, 80 darf sich die Allgemeine Ortskrankenkasse Hof zugute halten, auf dem Wege der prak- tischen Durchführung dieser Erkenntnisse ein gutes Stück vorangekommen zu sein. Nicht zuletzt aber haben wir uns diesen Ideen verschrieben. weil wir des Glaubens sind. daß der Mensch der leidende, hilfs- bedürftige Mensch dieser Zeit— und er an erster Stelle und vor der Verwirklichung anderer Pläne und Ziele— Anspruch er- heben darf auf unseren guten Willen, un- sere Hingabe und Unterstützung. Dies um so mehr, als es ja seine Gelder sind. mit denen wir arbeiten.“ P. S. oße Kunst, Erdöl zu bohren von 6100 Metern erreicht/ Transportable Bohrsätze einschließlich Bohrturm sind die großen Meister eines schweren Handwerks, das hier vielleicht schon in das Gebiet des Artiflziellen eintritt. Bevor die Männer von Titusville ihrer Bohrer ansetzten, war Erdél in vielen Län- dern der Welt etwas durchaus Bekanntes und Nutzbringendes, in Persien und Aegyp- ten sogar schon seit dem Altertum. Verwen- dung fand es indessen lediglich für Brenn- zwecke und— in Form von Steins!— als Heilmittel. In jedem Falle aber hatte die Erde den Rohstoff freigiebig gespendet: als sprudelnde Quelle oder hin und wieder stagnierend in Erdhöhlen. Maschinelles Tiefbohren war vor 90 Jah- ren bereits bekannt: man wendete es zum Aufsuchen unterirdischer Minerallager an und hatte Salzsole dabei gefördert. Proble- matisch wurden die Bohrungen nach Erdöl aber dann, wenn der anfängliche hohe Druck der Erdgase nachließ und Pumpen in Tätigkeit treten mußten. Neue Schwierig- keiten traten auf, als man die Bohrer in größere Tiefen trieb: der Bohrkopf hielt den Beanspruchungen nicht mehr stand, für das Auswechseln wiederum brauchte man mäch- tige Hebe werkzeuge in den Bohrtürmen, der Druck der Pumpen mußte erhöht werden, das hohle Borgestänge begann in gröherem Tiefen sich zu verbiegen, das Bohrloch drohte krumm zu werden kurzum: die 93 jährige Geschichte der Erdölbohrung ist reich an harten Erfahrungen. Noch in unserem Jahrhundert gab es Zweifel am organischen Ursprung des Petro- leums. Was heute in Hunderten von ergie- bigen Lagern— in Kalifornien. in Baku, in Venezuela, in Abadan oder in Texas ge- fördert wird und die Weltpolitik beeinflußt, ist nichts anderes als der organische Rest einer vor Jahrmillionen zugrundegegangenen Meeresfauna. In den Laboratorien wurden 1951 werden sechs Kinderheime und sie- ben Kur- und Erholungsheime in das Pro- gramm einbezogen: 1265 frohe Menschen kommen in den Genuß einer kostenlosen Erholung. davon allein 780 Kinder. Rund 200 000 Mark werden für die Aktionen aus- geworfen. Im Mai 1951 realisiert der Kassenleiter eim Projekt als die Krönung seines bis- herigen Schaffens: Er erstellt, mit einem Aufwand von 19 000 Mark. ganz aus eigenen Mitteln der Kasse, im Fichtelgebirge drei Waldliegestätten. Die Bilanz mag der Kassenleiter selbst mit ein paar Worten ziehen:„Die Aktion geht weiter. Wir haben im Vergleich zum Vorjahr wiederum den Rahmen der Erholungsverschickungen erweitern können. 1258 Kindern konnten bis zum 30. September 1952 in acht Kinder- heimen vier frohe Wochen beschert werden, rund 350 sollen bis Jahresende noch dazu kommen. 510 Erwachsemen konnte Erholung War, daß, um den Weltbedarf an Benzin, Schmierölen und Asphalt zu befriedigen, die Zahl der Bohrtürme sich nach 1900 verhun⸗ dertfachte. Bis dahin hatte man mit Bohrmeißeln gearbeitet, die am unteren Ende des Bohr- gestänges in gleichmäßigem Auf und Ab in das Erdgestein hineingestoßen wurden. Die Methode des Stoß- und Schlagbohrens be- diente sich an der Erdoberfläche eines hori- zontalliegenden Gestänges, das die Antriebs- kraft des Motors auf den Bohrer übertrug. Die neuen Ansatzglieder, heute bis zu 30 m lang, wurden mit Hilfe des Bohrturms an- gesetzt und in der Senkrechte gehalten. Tiefen über 1000 m wurden freilich nur sel- ten erreicht. Neunzig Prozent aller Erdölbohrungen werden heute mit dem sogenannten Rotary- bohrer vollführt. Das Bohrgestänge wird da- bei gedreht; zur Uebertragung der Antriebs- kraft dient ein großer Drehtisch, durch des- sen Zentrum die Zusatzglieder des Rohres eingeführt werden. Rund 100 Umdrehungen in der Minute helfen das härteste Gestein zu durchdringen, wenn man am Tage auch nur Wenige Meter vorwärtskommt. Daß der Bohrkopf aus bestem Stahl sein muß, ver- steht sich von selbst. Bei Abnutzung muß er ausgewechselt werden; das Heben des mehrere 1000 Meter langen Rohres und das Lösen der Rohrverschraubungen ist ein zeit- raubender Vorgang, der hohes technisches Können voraussetzt. Druckmesser helfen den Rohrdruck regulieren; zu hohe Drucklei- stung krümmt schließlich das Bohrloch und macht das Weiterarbeiten unmöglich. Natürlich stößt nicht jede Behrung auf Erdöhl; die Chance, Erfolg zu haben, wird im Laufe der Zeit nicht größer. Vm Geld zu Saren, sind amerikanische Bohrfirmen dazu übergegangen, komplette transportable Bohr- sätze einschließlich Bohrturm zu verwen- den; die vollautomatische Einrichtung kostet 250 000 Dollar. Nach„Science News Letter“) Fort und Spiet, Tiedtke verlor Billard-Endspiel In der letzten Runde der Billard-Weitmei⸗ gierschaft im Dreibandspiel in Buenos Aires Im Laufe verlor der Düs dor August Tiedtke am der deutsche Montagabend sein Sbiel gegen den Argentinier Leopoldo Carrera, der durch diesen Sieg Welt- meister wurde. Tiedtke unterlag mit Bällen. Endstan- 2. Tiedtke 1 1 55 je 16. Punkte, 4. Siguret Frank- i 3 Der DFB kam diesem rei, di 1 unsche des e ane, N entgegen, da der Holländer Carlier wegen einer n Nationalelf, die für das Augs- burger Spiel gegen die Schweiz vorgesehen sind, Pukarest wurde durch seinen Verfolger und sesehen 55 okalrivalen Dynamo 1:0 geschlagen. Damit 8 Hat di 0. 5 Spieler allenthalben besonders genau unter die 3755 elästenekt nur noch zwel Funiete Vor Lupe genommen. Und wie lauten die Kritiken? Schwergewichts-Weltmeister Rocky Mar- klano, dessen Vater aus Italien stammt, soll im me ommende Italien du in günstig beurteilt, wobei der Düsseldorfer n Jahr eine Schaukampfreise durch beim 0:2 gegen RW Essen naturgemäß rchführen. Spitzenarbeit unnötig gelemmi Für gerechte Verteilung der Toto-Gelder Schanko hat Paris längst ü 8 8 herige Mittelverteilung der Landessportbünde F an ihre Landes- Fachverbände festzustellen. v. Dle Fra achverbz bleme d der Spi nötigte rber ge der Finanzierung der Bundes- nde ist eines der Wichtigsten Pro- es deutschen Sports, da die Arbeit an tze vielfach durch das Fehlen der be- n geldlichen Mitte! gehemmt wird. g eitungen auf Olympische Spiele, Aus- dunung oder Teilnahme an großen inter- nationalen Veranstaltungen, Förderung des entlerten Nachwuchses, Ausbildung von Vebungsleitern und andere wichtige Auf- . stoßen immer wieder auf große Schwie- 1 eiten, weil den Spitzen-Fachverbänden Rulehee eur zeit übliche Verteilung der Deo-Mit keine oder auf Umwegen nur bis Anfang Dezember dem DSB bekannt, wel- chen Etat sie benötigen, um allen auf der Bundesebene anfallenden Aufgaben, 5 Förderung des Nachwuchses auf breitester Basis, UDebungsleiter-Ausbildung, Durchfüh- rung und Beschickung internationaler Veran- staltungen, gerecht werden zu können. Die Vorarbeiten sollen soweit vorangetrieben wer- den, daß zu einer weiteren Zusammenkunft am 3. Januar 1953 anläßlich der Veranstaltung „Olympia lebt! in Dortmund konkrete Maß- nahmen beschlossen werden können.“ Schon 1% Prozent des Toto- Gesamtumsatzes Damit stellten sich die Bundes-Fachver- bände einmütig hinter die Förderung von Dr. H Vanz, der gegenüber dem„sid“, zur Feststel- lung der Landessportbünde zunächst betont, daß die Totomittel in den Fachverbänden direkt für den Sport da sind.„Schon 1 bis 1 Prozent des Toto-Gesamtumsatzes würden ausreichen, um die Spitze zu finanzieren. Die- ser geringe Prozentsatz könnte m. E. allein 0 schon bei der Verwaltung des Toto eingespart werden, da die Verwaltungskosten sich Zwi- schen 8 und 16 Prozent bewegen“, erläutert der DLV-Vorsitzende, der abschließend be- tont:„Solange der notwendige Finanzaus- gleich nicht herbeigeführt ist und solange die Spitzen- Fachverbände und der DSB die für Mre Arbeit notwendigen Mittel nicht haben, obwohl Millionen im deutschen Spopt zur re Verfügung stehen, werde ich als verantwort- licher Sportführer nicht mehr davon abzu- bringen sein, daß eine vernünftige Aenderung der Verhältnisse umgehend notwendig ist. Mit einem brüsken„Nein“, wie es die Landes- sportbünde in Stuttgart sprachen, ti 4. 0 „Mittel Verhältnismäßig geringe Summen zufließen. Landessportbund-Kritik überholt 6 Auf der Stuttgarter Sitzung der Landes- detbünde wurde dennoch die Ansicht ver- lem daß bei einer Finanzlerung der Spit- Verbände durch den Toto diese Geld- mitte Sanz erliegen würde, und die Toto- el nicht für die Organisation innerhalb ondern direkt für den Sport da Pert ten. Im Zusammenhang hiermit kri- 5 Veranean DL V-Vorsitzenden Dr. Max Danz den ertreter dieser Forderung. Fast zur glei- 100 Leit aber kaßten in Köln die Spitzen- n Serbände einmütig folgenden Beschluß, ne des Leichtathletik- Präsidenten, der Jin laren Gegensatz zu der Stellung der Lan- rtbünde steht: Wendung bei„Olympia lebt“? 8 auk der letzten Sitzung des DSB-Prä- 8 aufgegrifkene Problem des Finanzaus- Ein end der gerechten Verteilung der Gulittel innerhalb des deutschen Sports baten des DSB und seiner Bundes-Fach- nude mutz nach einstimmiger Auffassung r ö 15 alsbaldigen, alle Teile befriedigenden vir nicht weiter. Dagegen führt der Schritt, erde zugekührt werden. Zu diesem Zweck den die Fachverbände ungen angestellt, um die bis- unternahmen, in dieser A 21 ein müz St m ld Ele Se en Erheb Richtung vorwärts.“ in München ein. Bei einem gibt es allerdings ebenfalls aus. Ueber Kohl 36:50 einen Tag Verspätung, denn Jupp Röhrig reiste Kritiken wenig günstig. Ab in den Nachtstunden zum Montag mit dem war das oft A er a(Argentinien) 18 P. 1. FC Köln nach Belgrad, wird gegen Partizan nur wenig e 8 1(Ar- eine Halbzeit spielen und am Donnerstag die so zu e Westdautschen Tabellenführers kende Kohlmeye Verletzung nicht spielen kann 5 in 220 e 8 Linie als Ersatz gegen die Welz vor- eine ze vor dem Der rumänische Tabellenführer Armeeklub erster Lin geg Turek und Bögelein werden allge- wu der Besten und bestätigte das gegen Erken- sch wick. tiken. Berni Klodt sicherte durch zwei l 1 1 b die Bundes- Fachverbände groge„Club“-Pirigent beim I in Münlbur A Und der wiederum sehr schnelle Hans Se hA- ter entschied mit zwei Toren auch das zehnte R Wie z. B. Spiel für den 1. Fœ Köln. Spiel durchbrachte. dem Hinterhalt prächtig auf. im Düsseldorfer Rheinstadi Rechtsaußen lange nicht mehr. Seine beiden Schüsse mit dem linken Fuß aus vollem Lauf, Unterkante der Latte(über rutscht und nicht anerkan den Be Es War eigentlich selten so leicht, die Beset- zung zu erraten; denn nur zwischen Eckel und kommen terbliebe Krü in Köln gemeinsam vom Ende des Feldes dds nun allein die spanis Die letzten Jage uo Nugsburg Torhungriger Klodt und überraschendschneller Schäfer des Mittwoch treffen die Spieler dem VfB Stuttgart in Man den VfR erreichte. nheim ein 8:1 gegen Retter zeichnete sich in diesem Spiel ien hinaus zwin . 1 5 1 1 corte/ v. d. Meerschaut(Belgien) 115, 9. Kilian/ Streitle spielte linker Läufer. In ver Lakeman(Deutschland Holland) 50, 16 Runden zurück: 10. Espin/ Cozullueala(Spanien). chiedenen Stimmen wird davon gesprochen, Spiel habe nur eine halbe Stunde gewirkt, so daß der alterfahrene Natio- Am letzten Sonntag wurden die deutschen. nach der Pause doch nachgelassen Eekels Verletzung scheint Wer zu sein, rde. Fur POS nicht 80 pa ergibt sich— als Stop- den HSV-Erfolg berstanden, chon acht Tage später für seinen Verein einer Drei Stürmer erhielten ausgezeichnete ᷑ri- ber auch durch Spritzigkeit und herrliche lanken gegen Preußen Münster den Teilerfolg on Schalke 04. Max Morlock war de Ueber die beiden Walters lauten die Kri- d ken weniger gut, aber Eintracht Trier, FC Kaiserslautern sein technisch großes e Röhrig hatte Is vierter Läufer des 1. Fe Ein Mann, der nicht nominiert ist, aber war on Held des Tages: elmuth Rahn. So gut spielte der Essener ner unhaltbar für Turek, der andere von der die Linie?) abge- nt. waren all such des Spieles Fortuna— Rot-Weiß ert. Mittwoch hat Herberger sie alle beisammen. 35 11 reitle dürfte noch die Wahl liegen. Vorentscheidung in München in Partner Ehmer, der Senior der 20„Hin- nen“, unterstützte ihn nach besten kten. Die Mannschaft dürfte sich endgültig ve abschiedst haben, che Mannschaft bildet. Uhr nach 104 Stunden und 2719,919 Km: I. Zehn- der/ Preiskeit(Schweiz/ Deuts meyer lauten die 2. Carrara/ Forlini(Frankre er gerade bei ihm den zurück: vor den Länderspielen so. Es gibt Deutschland) Spieler, die sich im Nationaltrikot land/ Bel iner Steigerung über das normale Kön- I gen wie der südländisch wir- 65 wie es zunächst vermutet ne noch 13 Mannschaft deutschen Mannsch ng entschied neben Lieses großem der Fahrer Pankoke aus in Osnabrück. auf, nachdem die Mann war harten Jagd um 20 Runden Zzurückgefallen war. Diese Jagd hatte wenige Minuten nach Mitter- nacht begonnen und zog sich bis 1.45 Uhr hin. Preis“ entgegen, die vom ein wir unangenehmer Gegner, spielte hart und ener- Coppi als Helden feiert und ihnen von seiten gisch nur defensiv und ließ nicht zu, daß der der Regierung hohe Orden für ihre radsport- lichen Erfolge verleint, sieht man dem Start eine beso idere Aufgabe. Holland Köln baute er aus findet si Weltmeister Heinz Müller Deutschlanc. den Holländern fahren die Deutschen Heinz Müller, L. Hörmann, Pfannenmüller, schwar- zenberg und Sauerborn. Erstklassige inter- nationale Equipen aus allen europäischen Rad- sportländern nehmen ab 8. November das 10-Etappen-Rennen über insgesamt 1718 Kilo- meter auf: 8. November: 1. E ein nach Foggia 180 Kilometer; Etappe: Mannschaftsrennen gegen die Uhr: von Foggia nach Bari 120 Kilometer; 10. November: senza 205 Kilometer; 12. November: 5. Etappe: von Cosenza nach Reggio Calabria 230 Kilome- ter; 13. November: 6. Etappe: vormittags: 100. km-Fahrt von Messina nach Catania 100 Kilo- 1 5 1 meter; 7. Etappe: nachmittags: gegen die Uhr- „„„* von Catania nach Syrakus 68 km; 14. November: Dauerjagd zwischen 23.30 und 3.00 Uhr. Den g 25 0 ersten Rundengewinn der Nacht erzielte der 15. 8 5. 5 55 Italiener de Sante, der mit der Dauer des cia 165 Kilometer; 16. Novem. 10. Etappe: Rennens immer stärker und schneller wurde. von Sciaceia nach Palermo 240 Kilometer. den Stiefel“ hinüber nach der Adria. Durch lag daes deutsche Paær ei Runden Vorsprung an Die Schweizer Mannschaft Roth, am Abend die alleinige Führung erobert hatte, flel in der großen Jagd wieder ab. Ihre Landsleute Koblef/van Bueren waren zeitweise bis zu drei Runden zurückgefallen, verloren jedoch nie die Uebersicht, gewannen ihre Runden wieder zurück und lagen dann an zweiter Position. Bis 5.00 Uhr hafte das Feld insgesamt 1 247,636 km zurückgelegt. Stand des Rennens nach 33 Stunden: 1. Sas ger Schorn 86 Punkte, zwei Runden zurück: 2. Koblet/ van Bueren 207, 3. Knoke Zoll 45, drei Runden zurück: 4. Terruzzi/ Intra 188, vier Run den zurück;: 3. Roth/ Bucher 199, 6. Petry/ Holt- höfer 84, 7. Siefert/ Schuermann 64, acht Run den zurück: 8. Goussot/ Godeau 126, 9. Rigoni/ Holzmann 78, zehn Runden zurück: 10. Smits/ Mlady 67, 11. Bitner Laursen 65, zwölf Runden zurück: 12. de Rick/ de Beuckelaer 59, fünfzehn Runden zurück: 13. Kaune/ Scherer 125. Der durch den Ausfall Pankokes verwaiste Fahrer Schwarzer ist noch als Ersatzmann im Rennen. Am Ende der Jagd Schorn/ Saager mit zw der Spitze. Bucher, die Stand des Rennens am Dienstagmorgen 6.00 chland) 423 Punkte, ich) 414, zwei- Run- 3. Strom/ Hoermann(Australien/ 240, 4. Berger Janssens Deutsch- gien) 187, 5. Ehmerſde Sante Deutsch- and Italien) 169, 6. van Est/ Boyen(Holland) vier Runden zurück: 7. Borkowski/ Veltmann Deutschland) 203, fünf Runden zurück: 8. De- Starke deutsche Mannschaften in Frankfurt Im Frankfurter Sechstageren- n sind nach einer ereignisreichen 3. Nacht en im Rennen. Von der Weinheims Boxer unterlagen aft 8 in Jugoslawien 8:12 Die Boxstaffel des Ac 92 Weinheim unter- lag am Montagabend bei ihrem ersten Start in Jugoslawien in Agran, gegen Lokomotive Agram mit 812 Punkten. Bielefeld um 1.40 Uhr schaft während einer Lennſahrer auf Sisilien- Dampfes verladen r Mittelmeer-Rundfahrt mit fünf Deutschen Rad weltmeister Müller am Start Italiens Radsportfreunde flebern jener ersten adrundfahrt um den„Großen Mittelmeer- bis 16. November Austrag gebracht d. In einem Lande, wo man Bartali und Apulien windet sich die Radfahrer-Schlange dann nach Tarent, wo der dortige Golf zum Ausruhen und vielleicht sogar noch zu einem Späten Bad einladet. Von dort ist eine Stei- Sung nach Cosenza zu erledigen, bis man in Reggio Calabria den Südgipfel Italiens er- reicht hat. Mit Dampfern geht es über die Meerenge von Messina, um am Vormittags des 13. November am 3279 m hohen Zetna vorbei eine 100-kKm-Etappe zu erledigen, ehe in Ein- zelstarts gegen die Uhr nach Syrakus gefahren wird. Kurvenreiche Bergstrecken führen dann vom Ionischen Meer hinüber nach Enna und Seiaccia am Mittelmeer. Ein Triumphzug dürfte die Schlußetappe nach Palermo bilden, wo man sich an den Gestaden des Tyrrhenischen Meeres endgültig ausruhen darf. Wenn, ja wenn man sich vorher genug Lire zusammengespurtet hat, um nach den Strapazen der 1718 Kilometer einige Tage der Ruhe zu pflegen.(ik) urch Italien und Sizilien 2 „gemischten Mannschaft“ Deutschland- mit großem Interesse entgegen. Be- ch doch in dieser Equipe der Straßen- Mit tappe: von Neapel 9. November: 2. Etappe: von Bari nach Tarent 180 Kilometer: Endgültige Gewinnduoten des November. 4. Etappe: von Tarent nach Co- Blocks: ZwWölferwette: DM; 2. Rang 345,80 DM; 3. Ra Zehnerwette: 1. Ran 47,70 DM; 3. Rang 3,70 PM. Quoten des Nord- Süd- Blocks: EIfer wette: 1. Rang 6275,50 DM; 2. Rang 316.50 DM; 3. Rang 34,60 DM. Norddeutsche Achter wette: 1. Rang 105,50 DM; 2. Rang 3,20 DM. Niedersächsische Achterwette: 1. Rang 329,50 DM: 2. Rang 22,60 DM.— Internationale Kurz Wette Bayern: 1. Rang 2829,50 DM; 2. Rang 113,50 PM. Pferde-Toto: 1. Rang 573,60 DM; 3. Rang 63, 70 West-Süd⸗ 1. Rang 7274,80 ng 33,70 DM. g 962,90 DM; 2. Rang Etappe: von Syrakus nach Enna 230 km; vom Golf von Neapel zur Adria und weiter zum Aetna Vom Golf von Neapel geht es quer, durch(10) 5449,50 DM; 2. R. DM. eee Feststellungen handelt es sich um einen Seite) Nr. 256 Mittwoch, 5. November 1952 MORGEN Ist die Jugend immer noch politisch gleichgültig? Hauptgründe für das politische Abseitsstehen: Drückende Alltagssorgen und mangelndes Vertrauen in die Parteien Zahl der jungen Menschen, die die Grenzen der Bundesrepublik überschreiten, um die Welt und ihre Völker kennenzulernen. Die kulturelle Interessenlosigkeit ist überwun- den. Theaterintendanzen berichten über zu- nehmenden Besuch der Oper und des Schau- spiels durch die Jugend. Und es trifft auch nicht mehr zu, daß die Jugend sich generell kür Fußball mehr interessiere als für das sogenannte„geistige Leben“. 80 erfaßt worden, daß sie eine unüberbrücke⸗ bare Scheu vor der Politik zurückbehalten haben. Zwel Hauptgründe sind heute vielmehr kür das politische Abseitsstehen maßgebend: die vielfachen privaten Interessen, verbun- den mit den oftmals drückenden Alltagssor- gen, die„keine Zeit“ für die Beantwortung politischer Fragen lassen— und nicht zu- letzt das mangelnde Vertrauen in die poli- tischen Parteien. Die nicht immer maßvolle gegenseitige Kritik der Politiker und die Wellen, die die politischen Skandale— wie z. B. unlängst die Odenwälder Partisanen- Affäre— schlagen, sind nach übereinstim- mender Meinung der zu diesem Thema Se- hörten Jugendsachverständigen nicht geeig- net, das Vertrauen der jungen Generation zu gewinnen. Das Verantwortungsgefühl der Jugend in der Bundesrepublik kann nicht mehr durch Parolen geweckt werden, nachdem sich die Parolen der Vergangenheit als Phrasen und so manche Parole der Gegenwart als Tödlicher Unfall im Nebel Neckarhausen. Am Dienstag früh ereig- nete sich hier am Ortsausgang nach Edin- gen ein schwerer Unfall. Der 18 jährige Heinz Werz, der mit dem Motorrad von einer ge- schäftlichen Besorgung in Edingen kam streifte im Nebel den Anhänger des au Frankfurt. Die Masse der politisch abseitsstehenden Jugend in der Bundesrepublik wäre heute imstande, die politische Entwick lung in ihrem Lande wesentlich zu beein- Aussen und das bekannte„Zünglein an der Waage“ zu bilden.— wenn sie für die deut- schen und internationalen Probleme interessiert werden könnte. Zu dieser Annahme be- rechtigen die Schätzungen zahlreicher mit der Jugendarbeit vertrauten Personen und Stellen, nach denen höchstens jeder dritte Jugendliche in Westdeutschland besonders am politischen Leben interessiert ist. Der Unterschied zu anderen Ländern Die Jugend Westdeutschlands ist heute war keinesfalls mehr so politisch gleichgül- dig wie noch vor drei Jahren. Viele haben die jüngsten Geschehnisse auf dem politi- Er wurde zu Boden geschleudert und war sofort tot. schen Parkett— vor allem die Diskussi Butterstreik in Freiburg um den Verteidigungsbeitrag— aufhorchen lassen. Das Gros der jungen Menschen hält sich aber nach wie vor zurück. Die Jugend der Bundesrepublik unterscheidet sich darin merklich von der durch die Parolen des Kommunismus„reif gemachten“ heranwach- senden Generation in der Sowjetzone, aber auch von der Jugend anderer europäischer Länder. Gerade aus den westlichen Staaten Europas wird über eine zunehmende Aktivi- Freiburg. Montag auch in Freiburg ein einwöchiger Butterstreik. Die Arbeitsgemeinschaft det Freiburger Frauen verbände, die zum Streik aufgerufen hatten will damit eine Senkung des überhöhten Butterpreises erzwingen, Gründe für die Indifferenz Die Gründe für die politische Indifferenz der Jugend in den ersten Nachkriegsjahren sind heute kaum noch gegeben. Damals do- minierte die Enttäuschung über eine poli- tische Lehre. die sich als falsch heraus- gestellt hatte, und die Jugend wẽar durch Der Mord bei Altlußheim Eine Beschreibung des Täters In der Nacht vom 1.2. November wurde Brand durch zündelnde Kinder Weißenau. Zündelnde Kinder setzten dle ledige Schneiderin Wülma Sulzer. zuletzt t der Jugend und von einem Hinstreben“ qen Krieg„ermüdet“. Seitdem sind aber wohnhaft in Altlußheim, auf dem Wege von 7080 8 F Sieben Jahre vergangen und die herange- Täuschungsmanöwver erwiesen haben. Nur inen Heuschober in der Nähe des Rah! 8 schweigen von der ame! wWachsene Jugend sollte„ausgeschlafen“ noch„vorgelebt Demokratie ohne Schmutz“ fofes in e e ben 5 l könmte die Masse der heute noch abseits stehenden Jugend für das politische Leben gewinnen. Brand. Da die Feuerwehr rechtzeitig ein- greifen konnte, verbrannten nur 55 von ins. gesamt 800 Zentnern Heu. Zeit sind im Oberland fast Woche für Woche Brände durch zündelnde Kinder verursacht worden. haben. Die heute Zwanzig bis Fünfund- zwanzigjährigen sind von der Propaganda maschine des Dritten Reiches kaum noch Lundwirischultsverbände schließen sich zusummen Arbeitsgemeinschaft der südwestdeutschen Bauernverbände gebildet Erfüllung dieser Aufgaben notwendig sind. Sie trifft durch ihre Organe die erforder- lichen Entscheidungen. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft arbeiten auf allen be- rufsständischen Gebieten eng zusammen und tauschen ihre Erfahrungen gegenseitig Aus. Das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus den Präsidenten der drei Süd- westdeutschen Bauernverbände zusammen, Neulußheim nach Altlußheim in der Nähe einer Transformatorenstation überfallen und nach Kampf ermordet. Nach den getroffenen Jugend, die gerade in diesen Tagen im Wahl- kampf für die Präsidentschaftswahlen ein Zeugnis ihres starken Interesses ablegte. Mangelnde Wahlbeteiligung im Bundesgebiet Bei den letzten Wahlen im Bundesgebiet ging— wie sich aus Stichproben in einzel- nen Wahlorten ergab— stellenweise kaum jeder vierte junge Wahlberechtigte zur Urne. Die Wahlversammlungen wurden vorwie- gend von Angehörigen der älteren Genera- tion bésucht. Dieses Bild hat sich in den letzten Wochen— beim Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 9. November in Nord- rhein- Westfalen, Niedersachsen und Rhein- land-Pfalz— kaum verändert. Den Parteien Sexualmord. Bei der Toten hat der Täter ungefähr den vierten Teil eines langen Bäckerlaibbrotes zurückgelassen, der in einer grauen Tüte verpackt ist. Nach dem Ergebnis der bisherigen Er- mittlungen handelt es sich bei dem Täter um einen 1,68 bis 1,74 m großen Mann im Alter von 23 bis 28 Jahren, der ein Herren- kahrrad mit sich geführt hat. auf dessen Ge- päck(Wahrscheinlich Wäschebeutel) befun- den hat, breite kräftige Gestalt. ovales Ge- sicht mit blasser Hautfarbe, ungepflegte Gesichtshaut; neben dem rechten Nasen- flügel beginnend zieht sich eine bogenför- bis zum rechten Mundwinkel, Dr. Frisch Oberbürgermeister von Lindau Lindau. Bei der Stichwahl am Sonntag wurde Geheimrat Dr. Walther Frisch zum Oberbürgermeister von Lindau wiederge- wählt. Er war von der CSU aufgestellt wor. den und wurde von den bürgerlichen Grup- pen unterstützt. Dr. Frisch erhielt von 8600 gültigen Stimmen 4940, der von der SD aufgestellte Regierungsrat Gustav Röhl 3600 Stuttgart. Die drei in Südwestdeutschland bestehenden Bauernverbände haben gestern auf einer Tagung ihrer Gesamtvorstände in Sigmaringen beschlossen, eine„Arbeitsge- meinschaft der badisch-württembergischen Bauernverbände“ zu bilden. Beteiligt wird der Badische Land wirtschaftliche Hauptver- band mit dem Sitz in Freiburg, der Bauern- verband Württemberg-Baden mit dem Sitz in Stuttgart und der Landesbauernverband mige Rötung a i l 5 spitze Nase, hellblonde, dichtes langes Haar. 5 e Württemberg-Hohenzollern mit dem Sitz und zwar Lambert Schill ür den Badischen 5 in Ravensburg. Land wirtschaftlichen Hauptverband), Hein- Stimmen. Dr. Frisch ist seit 1946 Bürgermel⸗ rich Stooß(für den Bauernverband Württem- ster und seit 1948 Oberbürgermeister von Rleidung: dunkle Hose. dunkelblaue, lange Manchester jacke, offener Kragen, blutroter Stoff- oder Wollschal, der über der Brust kreuzweise zusammengelegt getragen wird, weißes gestricktes Stirnband mit Ohren- klappen als Kopfbedeckung, heller Allwet- termantel; Schuhgröße Nr. 43 oder 44 mit glatter Sohle und Absatzhöhe 2 em.— Der Fater stammt nicht aus der näheren Umge- pung des Tatortes; er spricht schriftdeutsch mit leicht pfälzischem oder sächsischem Ein- schlag. Vor Begehung der Tat hat der Täter in kürzen Zeitabständen mehrere Frauen angesprochen und zum Teil bereits von hinten angefallen. Die Bevölkerung wird gebeten, Wahr- nehmungen und Hinweise. die zur Feststel- kumg und Festnahme des Täters führen kön- nen, der nächsten Polizeidienststelle oder der Staatsanwaltschaft Mannheim. L 4, 15— Aktenzeichen 2 Js 7901/52 oder der Krimi- nalstelle beim Landespolizei- Kommissariat Mannheim, L 4, 15, Fernsprecher 31151, 45261 oder 54281, Apparat 252, sofort mit- zuteilen. Erschreckender Mangel un wirklicher egubung Konzentrationsfähigkeit der Jugend ist schlechter als vor dem Kriege igkeit Professor Fritz Jöde hat sich neben seiner heute Lehrtätigkeit am Seminar für Privatmusik- erzieher. Jugend- und Volksmusikleiter nun Kreisen für sich zu gewinnen. Dieses innenpolitische Abseitsstehen fällt umso mehr auf, als gerade die deutsche Jugend eine große Begeisterung für den po- lütischen und wirtschaftlichen Zusammen- schluß der europäischen Länder zu einem vereinten Europa aufbringt und ihre auf anderen Gebieten in den ersten Nachkriegs- jahren geübte Zurückhaltung nahezu allge- mein aufgegeben hat. Ständig wächst die Iusgezeichnete Ouulität- uber nur halber Herbst Der 1952er verspricht auch den Beifall der alten„Weinzähne“ zu finden gegen war die gelesene Traubenmenge ört- lich sehr unterschiedlich. Nach Ansicht des Staatlichen Landessachwerständigen für Weinbau in Weinsberg. des Landwirtschafts- rats Raab. beläuft sich der Durchschnitts- ertrag in Nord württemberg auf etwa die Hälfte eines normalen Vollherbstes. der auf etwa 7200 Liter je Hektar veranschlagt Wird. Außzerordentlich günstig Wirkte sich das, Hinauszögern der Lese aus, das von 2aBI- reichen Weingärtnergenossenschaften Unter- Stürtzt wurde. Dies beweist ein Vergleich der Durchschnittsöchslegrade der Lese der er- sten Oktoberhälfte und der Spitzenweine der gleichen Sorten, die in der zweiten Oktoberhälfte gelesen wurden. So wurden beim Schwarzriesling Mostgewichte von 83 (erste Oktoberhälfte) bis 97 Grad Oechsle Lindau. Die Stichwahl war erforderlich ge. worden, weil keiner der Kandidaten im er- sten Wahlgang die absolute Stimmenmehr- heit erzielte. Sogar die Schaufensterpuppe wurde beraubt Eislingen. Zuguterletzt wurde sogar noch die Schaufensterpuppe im Schaufenster eines Eislinger Textilwarengeschäftes be raubt, in das zwei Burschen am Wochenende eingebrochen waren. Die beiden stahlen Herrenanzüge, Herrenhosen und Damen- In der Vereinbarung wurde als Zweck und Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft die Ver- tretung des land wirtschaftlichen Berufsstan- des im Lande Baden- Württemberg in all den Angelegenheiten bezeichnet, deren einheit- liche Behandlung im Interesse des gesamten Berufsstandes im deutschen Südwestraum geboten erscheint. Die Arbeitsgemeinschaft hat alle Maßnahmen zu beraten, die zur berg-Baden) und Bernhard Bauknecht(für den Landesbauernverband Württemberg Hohenzollern). Geschäftsführender Präsident ist der Präsident des Bauernverbandes Würt- temberg-Baden, Minister à. P. Heinrich Stooß, dessen Dienstsitz Stuttgart mit dem Sitz der Arbeitsgemeinschaft zusammenfällt. Der Vorstand besteht aus dem Präsidium und je zwei Vorstandsmitgliedern des Badi- schen Land wirtschaftlichen Hauptverbandes und des Landesbauernverbandes Württem- berg-Hohenzollern sowie vier Mitgliedern des Bauernverbandes Württemberg-Baden, von diesen vier Mitgliedern des Württem- bergisch- Badischen Bauernverbandes ent- fallen je zwei auf Nord württemberg und Nordbaden. Zum Geschäftsführer der neu- gebildeten Arbeitsgemeinschaft der Südwest- deutschen Bauernverbände wurde Direktor Dr. Herbert Wolff, Freiburg, gewählt. ˖2 Sie wollen zum Kreis Durmstudt „Los von Dieburg“ durch Abstimmung in zwei Orten bestätigt Im Verlaufe der Ermittlungen der Eislinget Kriminalpolizei stellte sich heraus, daß die beiden jungen Burschen in der Nacht vorher auch in einem Gasthof und eine Metzgerel eingedrungen waren und dabei Lebens. mittel gestohlen hatten. Weinsberg. Nachdem auch die Spätlese auf den grogen Weingütern Abgeschlossen ist, kann die allgemeine Weinlese in Nord- württemberg als beendet angesehen werden. Die Hoffnungen der Weingärtner auf die Qualität des neuen Jahrgangs wurden voll erfüllt, da sie die der beiden vorhergehen- den Jahrgänge zweifellos übertrifft. Da- Klein-Bieberau. Die Einwohnerschaft der Gemeinden Klein-Bieberau und Webern stimmten am Sonntag mit überwiegender Mehrheit in geheimer Wahl für einen An- schluß ihrer Gemeinden an den Landkreis Darmstadt. Bei der Kommunalwahl hatten Göppingen. Die Konzentrationsfäh und das Gedächtnis der Jugend seien dis zu 30 Prozent schlechter als vor dem und dient der Meinungsforschung der Bür- ger. Die endgültige Entscheidung liegt jedod beim hessischen Landtag. Neckarhausen herausfahrenden Milchautos Nach Karlsruhe begann em In der letzten mäntel im Gesamtwert von rund 4000 Mark. 2— Stimme ab, 30 für den Landkreis Darmstad 14 für den Landkreis Dieburg. Die Abstim- mung wurde auf Empfehlung des Dart städter Regierungspräsidenten a auch für Lehrgänge, die der Lehrerfortbil- dung dienen, zur Verfügung gestellt. Frau Nana Kohrs von der Güntherschule wurde die Leitung des Seminars für rhythmische Erziehung übertragen, in dem die Grundsätze der Arbeit von Carl Orff besonders berück- sichtigt werden sollen. Der Konzertmeister beim Süddeutschen Rundfunk, Roman Schim- die Gemeinden aus Protest gegen die noch nicht vollzogene Auskreisung nicht mitge- Wählt. In dem 281 Einwohner zählenden Klein-Bieberau gaben nun 180 von 206 Wahl- berechtigten ihre Stimme ab, 156 zugunsten der Eingliederung in den Landkreis Darm- stadt, 22 kür ein Verbleiben im Landkreis Dieburg. Zwei Stimmen waren ungültig. Von im benachbarten Webern Kriege, erklärte der Münchner Professor Dr. Huth auf der Eröffnungsveranstaltung der „Woche des Berufes“ in Göppingen. Gegen- Wärtig, betonte Huth, seien nur 18 Prozent der männlichen deutschen Jugend technisch begabt, während 45 Prozent der ausgeschrie- benen Lehrstellen eine technische Begabung erkorderten. Bei 78 Prozent der Lehrstellen Seit vier Jahren bemüht sich die Bevbl. kerung beider Gemeinden um den Anschlu an den Landkreis Darmstadt, Vor wiegen mis wirtschaftlichen Erwägungen. Heftig als bei den letzten politischen Wahlen wl den in beiden Gemeinden die Abstimmung, vorbereitungen getroffen. Scheunentore un Hausmauern wurden nachts von Unbekannt (Zweite Oktoberhälfte). beim Trollinger von 75 bis 88, Weißriesling von 78 bis 98, und beim Burgunder von 90 bis 105 Grad Oechsle erzielt. Am besten schnitt ein Lemberger mit einem Mostgewicht von 110 Grad Oechsle ab. Der 1952er verspricht bei gutem Ausbau ein ausgezeichneter Qualitätswein Werde die Fähigkeit der räumlichen Vor- stellung gefordert, aber nur 25 Prozent der mer, übernimmt eine Ausbildungsklasse für zu werden, der auch den Beifall der alten 90 Einwohnern jungen Menschen besäßen sie. Violine.„Weinzähne“ finden wird. waren 52 wahlberechtigt. 44 gaben ihre ten mit Sprüchen bemalt wie„Los von Die Protessor Huth wandte sich gegen die burg— Der Zwietracht ins Herz— Klein. e 5 8 1. 3 5 1 1„ Prof B K üb Bieberauer seid einig, einig, einig!“ n terstrich, daß ein Weg in den Beruf über den 6. k 1 h 93 k 1 rofessor Bornkamp über kreis Dieburg wurde sogar eines nachts Hilfsarbeiter führe, den die Industrie egen Us 17. 11 emlsce 8 20 1 Um 7 die Frage: Wer soll studieren? Aufschrift„Landkreis Dieburg auf 0 Ortsschild mit einem Pappschild„Lande Darmstadt“ überklebt. pfabser Taqetuc Verantwortlichkeit auf einem Gebiet mün- dig werden. Wer studieren will, muß darüber hinaus bereit sein, zu hören und zu fragen, und zwar nicht nur auf seinem ureigensten Ge- Prauche, und ohne den viele Industriezweige geradezu undenkbar seien. Dabei sei der Aufstieg zum Facharbeiter und Meister auch dem Hilfsarbeiter nicht verwehrt. Der Red- ner setzte sich für eine vierjährige Lehrzeit nur dazu bei, das der Universität so abträg- liche„akademische Geckentum! zu för- dern. Wer ein Uniwersitätsstudium ergreife, misse sich darüber klar sein, daß er sich der Heidelberg. Im ganzen Bundesgebiet be- ganm am Sonntag die„Woche des Be- rufes“, die die jungen Menschen zu den irmeren Werten der Arbeit hinführen 801]. In der„Woche des Berufes“ finden in vielen Städten und Gemeinden Veranstaltungen und berufskundliche Vorträge statt. Das Arbeitsamt Heidelberg veranstaltete schon in der vergangenen Woche eine Reihe be- rufskundlicher Vorträge. Im letzten Vor- trag dieser Reihe sprach Prof. Bornkamp von der Universität vor zahlreich erschie- nenen Jugendlichen und Eltern über die zeitgemäße Frage: Wer soll studieren? Ludwigshafen. Nach jahrelangen mihungen des Verkehrsvereins dem Ludwigsplatz ein Pavillon der am Montag seiner Bestimmung ie geben werden konnte. leichzeitig öffne im selben Rundbau ein — Strafen von einem Jahr und fünf naten bis zu einem Monat Gefängnis bes tragte gestern der Staatsanwalt des Schi kengerichtes für 20 Angeklagte. Sie e biet, sondern in lebendiger Verbindung des Hörens und Fragens stehen mit allen An- gehörigen der Universität, denn nur aus dem bewußten Miteinander aller Wissens- gebiete kann das Erkennen der Wahrheit Wirklich und das erstrebte Ziel der„uni- versitas“ erreicht werden. Zu den allgemeinen Anforderungen, die zur Aufnahme eines akademischen Stu- pei den 30 Spitzenberufen der Wirtschaft ein. Die 670 Ausbildungsberufe könnten da- gegen leicht auf 400 vermindert und die Lehrzeit bei den meisten von ihnen auf ein Jahr verkürzt werden. i Nach Professor Huths Ansicht sind die Leistungen der Jugend in der Schule heute gegenüber dem Jahre 1910 deutlich schlech- ter, Dieser Mangel werde aber in einigen Wissenschaft verschreibe. Zwar führe selbst- verständlich auch die Universität den jun- gen Menschen zu einem Beruf, doch dürfe man nicht vergessen, daß die Universität mehr sei als ein staatlicher Zweckverband der den Nachwuchs für die verschiedensten Branchen heranbilde. Aus den einzelnen Zweigen des an der Universität Gelehrten durch das Medium . Jahren behoben sein. Viel tragischer sei da- gegen der Mangel 5 Wirklichen ee Es ging bei diesem Vortrag nicht darum, winzigsten und nur dem sich damit Befas- diums berechtigen, gehören eine ausge- s gen, der auf die beiden Kriege und die Ger dem einzelnen ab- oder zuzuraten. ein aka- senden verständlichen Teilgebietes erwachse prägte intellektuelle Begabung und gute umfangreicher Diebstähle an BAS Fe Der Vortragende begrüßte nem Baumaterial beschuldigt. Das Ute Vorkenntnisse. deshalb, daß die höheren Schulen größere Ansprüche an ihre Schüler stellen, betonte aber, daß keineswegs nun etwa nur der Erste und Zweite jeder Klasse zum Stu- dium zugelassen werden dürfe. Nicht das gute Examen lasse die Eignung zum Stu- dium erkennen, etwas von der elementaren Freude des Entdeckers, gepaart mit Zähig- keit und Geduld, müsse demjenigen zu eigen sein, der sich der Wissenschaft ver- schreibe. die Wissenschaft schlechthin. Selbstverständ- lich sei es Sache der Universität, Kenntnisse zu vermitteln, doch müsse sich der junge Student darüber klar sein, daß mmächst die Sache im Vordergrund stehe ohne direkten Bezug auf den künftigen Beruf. Was dem Studenten vermittelt wird, ist die Methodik, die ihn fähig machen soll, die Sache, der er sich widmen will, zu erfassen, das heißt, er soll nicht das Wissen seines Lehrers über- nehmen, sondern selbständig zu eigenen Er- kenntnisse gelangen und in Freier, eigener wird heute bzw. morgen verkündet werd Bad Dürkheim. Die Bohrversuche in Nähe von Freinsheim mußten wegen P lichen Wassereinbruchs eingestellt we Die Erdölgesellschaft will nun einen ten, 47 Meter hohen Bohrturm bei stein aufrichten. Offenbach(Pfalz. Nachdem eine F. im Jahre 1938 beim Melken ihren Enel verloren hatte, fand sie ihn, 14 Jahre spd beim Kartoffelausmachen wieder. demisches Studium zu beginnen, sondern der Referent versuchte den vor dem Schulab- schluß stehenden Schülern die Besonderheit des akademischen Studiums überhaupt klar zu machen, Jeder wisse, daß das akade- mische Studium nicht der Weg sei, möglichst rasch zu einem Maximaleinkommen zu ge- langen, daß jedoch nach wie vor ein aka- demischer Grad eo ipso“ eine gewisse ge- sellschaftliche Reputation mit sich bringe, Wer jedoch aus dem letztgenannten Grunde einen akademischen Beruf ergreife, trage Purtenbeschränkung zurückzuführen sei. Das körperliche Wachstum der jungen Menschen habe sich gegenüber der Zeit vor 30 Jahren um zwei Jahre beschleimigt, die seelische Reife sei dagegen um vier Jahre verzögert worden. Diese Differenz von sechs Jahren werde sich aber langsam ausgleichen. Trossinger Hochschulinstitut wird ausgebaut Trossingen. Das Hochschulinstitut für Musik in Trossingen wird Weiter ausgebaut. ie sie in der Vollmilch entholten sind, ist VEĨVFIA gerade in der jetzigen Jahreszeit für Alt und jung besonders wichtig. VEIVETA ist die erste Kdsemorke der Welt, in der die lebenswichtigen und Nährstoffe, die normalerweise bei der Kkäseherstellung — 2214 8s 96 Vitamine und alle sonstigen Aufbau- enthalten sind, so Wie der Körper sie wirksam qufnimmt. 7 Vollgehalt der Milch verlorengehen, in natörlicher Form 8 ELIVETA mit dem 5 185 Ein Il produkt 90 wurde Café seine Pfortt aue Durch e U. Frisch Haaraus In Mani Langer mit 10 Slchert Tabrikbe voll bes 7. init 20— ubernahn unter N. ite g R i 9 e 0 Ds n e 1 ur 256/ Mittwoch, 5. November 1952 MORGEN Seite 7 —— November 45 Houember 00 am. um— spricht in der 1 1 Samstag 222 V 13. donnerstlg 20 bn schaftshochschule—— Aula der Wirts%%%%öCF»Cͤ LS TER-LichrsPIEIl E Jenammlungssaal- Bosengartes 61 acht auf den Jahrgang“ Die Amnestierten Veranstalter: Heinz Hoffmeister, Konzertdir. GmbH., N 7, 8 Karten zu 1,80 bis 5.— DM in den Vorver- kaufsstellen: Schmitt, Böttger, Schleicher, Felber, Schreckenberger Gutmacher und ständig a. d. Kasse der Alster-Lichtspiele lun Fübbal-Ländeniel eudchlad-Jchmeiz am 9. Nov. 1952 in Augsburg, Eintrittskarten von 2,20 bis 11. DM. Abfahrt 7.00 Uhr Marktplatz. Preis 18,.— DM. Reisedienst Ernst schäfer, Mannheim, H 7, 13 relefon 3 12 62 Vetmietungen In günstiger Verkehrslage Innenstadt Mannheim „Iberpesdhag) 1 h Anme Eu bermieien. Bauzuschuß 10 000, DM(voll abzugsfähig), monatliche Miete etwa 240,— DM, 40% abwohnbar. Angeb. erb. u. Nr. P 64585 an d. Verl. 2 sep. leere Zimmer, fl. Wasser., be- 2 Zimmer, Küche u. Bad, Almenhof, schlagnahmefrei, sofort beziehbar, geg. Bkz. 4500, DM zu vermieten. geg. größere Mietvorauszahlg. zu] Angeb. u. Nr. P 04676 an d. Verl. erm. Adr. einzus. u. A 04691 1. V. Möbl. Zimmer zu verm. Immobilien Jos. Huber-Grabler, Mhm., Augusta- 140 qm Saul Anlage 19 part. re., N. Wasserturm. Gutmöbl. Wohn- schlafzim. m. Bad- in Stadtmitte, mit 2 separ. Eing., evtl. noch ausbaufäh., zu vermiet. ben. an ser. Herrn sof. zu verm. Hotel Kredell, Neckargemünd. Adr. einzus. unt. A 04721 1. Verlag. Handeln Sie fahrlässig ohne es zu wissen? Magengeschwüre und Entzün- dungen, Leber-, Gallenleiden, Hämorrhoiden usw. sind meist die Folgen ungenügender Pflege des Darms. Nehmen Sie daher Flügge in der Schlackenfeind Bestes Schlankheitsmittel. Reformhaus EDEN- K 1, 6 (neben dem Nationaltheater) Möbl. Zimmer laufend zu vermiet. Schwarz, Immobilien, Mannheim, Tulastraßge 1, Telefon 4 60 04. Schl.-Zimmer, Kü., Bad, Büro, groß. Balk., mod. möbl., sof. beziehbar, beschlagn.-frei, geg. grög. Mietvor- auszahlung zu vermieten. Adresse einzuseh. unt. Nr. A 04090 1. Verl. Schön. Raum, 70 qm, f. Gewerbe od. als Lager geeign., m. Gaskraft- u. Wasseranschl., Neckarst.-Ost ab sof. od. spät. zu verm. Friedr. Bruch, Kätertaler Straße 81, Tel. 5 11 00. Möbl. Zim. an Herrn zu vermiet. Schwander, Stamitzstraße 2 a. ARE WAERLAND Edin.. l Heinz der 76jährige Begründer des erfolgreichsten Lebensführungs- über 1 8 systems, ben Ursachen der Herz- Auz 8 ue I u. Blutkreislaufstörungen 1 Ein Vortrag, der nicht nur sehr aktuell ist, sondern der auch allen Gesunden und besonders allen jungen Menschen die Unbestechlichkeit der ewigen Naturgesetze im Zusammenhang mit unserer Lebensführung klar und einfach vor Augen führt. Unkostenbeitrag 1.— DM, Jugendliche, Rentner und 1 m Mitglieder der Volksgesundheitsvereine 0,50 DM chiget 5 t der Streik 5 Kung ks gibt halt nur ein gen. 06 5 8 5 ErDbabhern 99 3 in der Kunststrase Ahlen- 8 urg in Täglich Stimmung Konzert Tanz g ein- n ins. etzten Woche— / MM. Märchen- Sondervorstellung für unsere kleinen und großen Leser 1 5 1 am Mittwoch, 5. Nov., 14. 30 Uhr, im Ufa- Theater, N 7 onntag Das reizende Märchen h zum derge- t wor⸗ Grup n 8590 SD hl 3640 ermei- er von ich ge. im er- mehr ⸗ mit Musik, Gesang,. Engelsreigen und Kinderballett 1. Bild: Daheim 5 2. Bild: Im tiefen Wald 3. Bild: Bei der Knusperhexe a noch Aufgeführt vom e MAR CHENTHEATER KURPFEALZ ele Leitung: L. Vaas stahlen Spielleitung. Elisabeth Vaas 1 Musikalische Leitung. Alfred Köhler ielinge Tänze... Pränal Rothmund daß dis Technische Leitung.. Fleinz Kraft Vorher Ermäßigte Eintrittspreise für Erwachsene und Kinder auf 1 numerierten Plätzen—.60 DM. 80 Di und 1.— DM. ens · Kartenvorverkauf in der Schalterhalle des„Mannheimer Morgen“, R 1, Marktplatz; Buchhandlg. Böttger, am Wasser- turm; Zeitungskiosk Nöltner, am Ufa, N 7; Kiosk Schrecken- derger, Weinheimer OEG-Bahnh.; Kiosk Schleicher, Tattersall „Ne Kartenverkauf nach 12.00 Uhr an der Ufa-Kasse, N 7 2 Ben N L. AVIEREBE FLU GEIL Darm- 1 9 0 1 80 Große Auswahl, günstige Preise, Zahlung und Transport t jedodd] Planohaus Sattel, Speyer, Wormser Str. 51 Beid Ruf 25 65 8. Anschub Wiegen 3 0 o eee=eSEMALDE amung. Aquarelle- Zeichnungen 1 3 Nahm, Eichendorffstraßze 38, Telefon 3 01 02 von Die 5 — Klein L Fort mit grauen Hadren achts c burch einfaches Einreiben mit„Laurata“ erhalten Sie Ihre qugendfarbe 12 u. Frische wieder. Vorzügl. Haarpflegemittel auch gegen schuppen und uf 1 Raerausfall, garantiert unschädl. ½ Fl. D 5,15, ½ FI. DM 3.— u. Porto andkte in Mannheim zu beziehen: Drogerie Ludwig& Schütthelm, O 4, 3; Langerötter-Drog., Langerötterstr. 16 und Ad. Michels Gmbff., G 2, 2. ch Beteiligungen gen 1 a0 5 erich Ates Unternehmen zucht stillen 100 Teilhabertin) d Silhaberlin Pforte nuit 10 000 pis 15 000 DR. Grögere gesunde Aufträge vorhanden. ünf Jh Sicherheit kann gestellt werden. Angeb. unt. PS 64686 a. d. Verl. nis bei zuller och. tätiger Tellnaber(in) mit es Schi etre 10 0020 900 Dar lr Noto. Mit Hilfe staatlicher Sie el 5 5 gesucht. Angebote un- Vergünstigungen können Sen.de. auch sie sich. für The 28 10 Tabrinbetriebh, konkurrenzlos, Eigenheim 5%1 ges Baugeld b wa e weren kli, zucht sichern bei der größten 95 15 TEIIHASER deutschen Bausparkasse erte mlt 230 Mille. Später Allein- 4 1 Weile übernahme möglich. Angebote df Wöstenrot in ludwigsburg en D unter Nr. P 64809 a. d. Verlag. i eee 5 0 Immobilien 0 e Nohnungstausch Aa Us l a Limmer u. Kl. St. re Spa Hane Meßplatz)j. K. bel 25 000, DM Anzahlg. zu kauf. 1 Vercog spät. zu tausch, ges.(auch] gesucht. Angeb. u. Ps 64584 a. d. V. unseb. u. F 04665 3. d. V. ——ůĩů— SctigEISER e Nahrhaft. Sattigend und pillig! 500 9 DM und dozu 3& Rabott 1 armarten 7 1 denn. Wonnngus 2 Lerke resw, Weng Erforderl. 15 000,— DM. Angebote unter Nr. P 64506 an den Verlag. Tel, 4 06 80 ¹ o h.-Möller Mannheim 1. H. Fürstenberg a. Wassert Karl NMeh. Weidner Grundstücksverwertung und Verwaltungen seit 1926 Mannheim, U 3, 19, am Ring Telefon 4 47 70 ö Geschäfte 1 Alteingeführtes, gutgehendes tebensmittelgeschäft (erf. Kapital 7000—12 O0 DMI z. vk. Geschäftsmakler Schäfer, U 4, 14. Kleinerer Wirtschaftsbetrieb zu ver- mieten. Angeb. u. Nr. 04679 a. d. V. Gastwirtschaft in Mhm. mit wöchtl. Schlachtg. sof. zu verk. 20 0% DM Wie wör's, wenn Sie damit ein Achtellos der Süddeutschen Klassenlotterie nehmen? Gewinn- möglichkeit bis zu DM 50 000. Bei Beteiligung an der Zwischenklasse zahlen Sie DMI.-mehr. Prosp. u. Lose in jeder Staatl. Lotterie- Einnahme. SUR UMR MARTIN 81 Violin-Abend Henry Merckel Leclair— Hubeau— Hindemith Ravel— Honegger— Bartok Am Flögel: los Pugnlel-Calard Veranstalter: Deutsch-Franzö- sische Vereinigung E. V., Lud- Wigshafen-Mannheim, Ludwigs- hafen/ Rhein, Knollstrage 30 larle Karten zu 1,50 DM. Stu- denten 1.- DM in d. Vor- verkaufsstellen Böttger, Heckel, Schmitt u. stand. an der Kasse im Rosen- garten; in Ludwigshafen: Blatz u. Musikhaus Knoll Verkäufe Holzschuppen, 4* 3 m, mit neuen 200 Pfannenziegeln, Kachelofen, etwa 1,20 X 65. günst. zu vk. Tel. 4 40 76. Gebr. Möbel zu verk. Heck,& 2. 22. zu verkaufen. Tel. 4 24 54. Betteoueceh beste Verarbeitung 199 5 mit Bettkasten.. ab DM · C. Bealtolo Mennheim, Woldhofstroße 8, lager DM. Adr. einzus. u. A 04675 1. V. ger m. Pelzbesatz, 50.—-, Gr. 42, zu verkauf. Schiefer, Weylstraße 18. 2 Koffer-Schreibmaschinen (Erika u. Mercedes) neuw. günstig zu verk. Fr. Dörrmann, C 2, 19. Neue Doppel-Bettcouch, formschön, mit gutem Bezug u. Haarauflage, mit Bettkasten 250, DM. SEEBERGER, Mannheim. 8 3, 15. 1 Zick-Zack u. 1 Schranknähmasch. neuwert., billig abzugeb. Haußer, Neckarau, Friedrichstraße 1. Bettledern werden gereinigt Inlelt u. federn ERITEl. Pein Tel. 40771 2 Da.- u. 2 Mädch.-W.-Mäntel(44/46) u. 40 zu verk. Uhlandstr. 292/ III r. Wegen Räumung zu verkauf.: Klei- derschränke 2- u. stürig, Chaise- longues. Sessel m. Rohrgefl., 2 gut- erhalt. Kapokmatr., 1 Kachelofen zu weit herabgesetzt. Preis. F 7, 28. Heize mit Gas Große Auswahl— Montage wird mitfinanziert— 10% Anzahlung. Bis 24 Raten. . Mannheims größtes Fachgeschäft. Gebrauchte Geräte werden als Anzahlung entgegengenommen. Schwetzinger Platz 1 u. Ufer-Pass. Guterh. Kinderwagen u. Küchenherd zu verk. Sandhof., Ziegelgasse 45. Gebr. Möbel verk. Günther, E 7. 7. Br. Steinguttopf(50 I) weg. Platzm. bill. abzug. Adr. einz. u. A 04681 1. V. 1 Schülergeige 10,-; 2 elktr. Heizöfen (120 V) 10,-; 1 Alt. Küchenschrank (Pitschpin) 20,-; 4 Stühle 10,-; gut- erhalt. Kinderwagen 20, zu verk. Maurer. Mheindammstr. 34, 3. St. Khelcdtersehröänke das merke, das ist meine Stärke. Riesenauswahl. Bek. Preiswürdig- keit. Pass. Schlafz.-Teile nachlie- Terbar. Teilzahlung. Möbel-Streit, 500 bis 600 qm Betriebs-, Büro- und Lagerraum möglichst Innenstadt bzw. Innenstadtnähe Mannheims von angesehenem, ruhigem und sauberem Fertigungs-Betrieb zur Dauermiete geg. Mietvorauszahlung gesucht. Angebote, die vertraulich behandelt werden, unter Nr. 7827 an die Annoncen-Exped. Schwanitz, Mannheim. o 6, 5 erbeten. Für einen uns. Ingenſeure wird gut möbliertes Zimmer mögl. m. fliegend. Wasser oder Badbenützung gesucht. AEG. Mannheim, N 7 Gutmöbl. Zimmer mögl. mit voll. Verpflegung für 23 jähr. Volontär aus gut. Hause gesucht. Nähe Tattersall er- Wünscht, doch nicht Bedingung. Angeb. unt. Nr. P 04720 a. d. V. Alleinsteh. Kaufm. mit sicher. Einkom. sucht für sof. od. spät. Jodler 2 leerzimmer entrum oder Oststadt); evtl. 8 F 71, 3 42, 8 0 7, 11 7 B 6, 5.(Kein Laden.) Kredenz, Schrank. Waschtisch z. vk. Adr. einzus. unt. A 04683 1. Verl. Guterh. Badewanne m. Gasofen für Mietgesuche 150, Df zu verkaufen Flektro- Brehm, Langerötterstraße 7. 5 Ladeneinrichtung, senr gut erh., zu verk. Telefon 489 70. EHZimmerusen ggK135, dreif. ausziehb., m. 10 Stüh- len, auch für Konferenzzim. oder Pens. geeign. billig zu verk. Wald- Parkstraße 31, Dr. K., Tel. 3 28 14. 2 kür. pol. Kleiderschrank braun, emaillierter Zimmerofen, 1 Couch-Bett mit Matratzen und längere Mietvorauszahlung. An- gebote u. nähere Bedingungen 2 Ledersessel, gut erh., für 200,- DM Mädchenmantel, 12-18 J., zu vk. 25, Jugendl. braun. Mantel 40,-, u. Han- Setter Tag: L GaRY CooPER in Cecil B. De Milles Farbfilm hr. Wwassels Fucht aus Java Beginn: 14.00, 16.30, 19.00 und 21.00 Uhr am Mesplatzx Bonnerstag große Premisrel BURT LANC ASTER Telefon 8 11 86 Frauenraub in Marokko 14.00 DEUTSCHE URAUFTFTUHRUNGI Tel 40% RITA HATWORTH a uin dem denzötlonellen- sPlONnS EHT die KuR BEI 430 e FRE ININ iD Ein mitreißender Kriminalfilm mit ns NSN KRONJUWETIEN . 13.15, 16.00, 18.10, 20.20. Vorverk. ah 10.00, Jgdl. zugel. J 1. 6. Breite Str. Telefon 3 26 38 Täglich 9.50, 11.30 U. 22.20 Uhr Spätvorstellung: Der Roman eines Rauschgifthändlers 6 Glachetti Sklaven des Lasters 13.00, 15.00, 17.00, 19.00, 21.00 Uhr Die zauberhafte musikalische FILMROMUD IE lch hab mich 80 an Dich gewöhnt INGE EGGER— O. W. Fs CHER— R. LINDNER re Telefon 3 18 20 Ar HamsRA Telefon 3 21 48 13, 15, 17, 19, 21 Uhr Dieter Borsche— Ruth Leuwerik— Bruni Löbel Vater braucht eine Frau Das Wunder von Fallma Um Beiprogramm:„Monte Cass in o Täglich: 14.00, 16.00, 18.15, 20.30 Uhr 2043 Der Geigenmacher von Mittenwald SAATLBAU CAS BA, Verbotene Gassen 18.00 T vonne 0 LVN 55 Mittw. u. Donnerst. 18.45 u. 21 Uhr Farbgroßflim 20.30 d. Carlo stenal. Tel. 520586 Ualentino, Llehling der Frauen OTN KKFERTAI 4 Weitere Gastspiele des Tegernseer Bauern- thedters Telefon 4 46 47 FREVA freltag, J. und Samsteg, 8. November 1952 Drei im ſulschen Heit Sonntag, 9. November 2 e * Hochzeit Jugendliche zugelassen ze netes, 2. No,enbe, D ' Glöcherl unterm Himmelbelt seg verbot! Karten von 1.— bis 3.— DM im Vorverkauf E Uhr! För Jugendliche nicht geeignet v„FPEUERIO. im Musens cdl des Rosengarten Beginn 20 Uhr 11 Min. MOTO:„un Mannem is' doch Regierungssitz“ Kartenvorverkauf: Verkehrsverein, N 1. Rosengartenkasse und bei allen durch Plakat erkenntlichen Verkaufsstellen Amieitia-Gaststätten mannneim Paul-Martin-Ufer 3 Inh. Lu dwWIgE K 0oBhI Telefon 434 58 Sarl mit coca- cola Eintritt 1. DM Donnerstag, 6. November 19.300.320 Uhr ASTORTA-Tanzorchester erbeten unt Nr. 04730 a. d. Verl. Metzgerei Mäder sucht ab sofort LEERZ IMMER Angeb. unt. Nr. P 64304 a. d. verl. 2 Rüroräume ruhig, zentral, v. altangeseh. Firma ges. Ang. u. Nr. 04716 an d. Verl. Wir suchen für unseren General- vertreter und 3 Führungskräfte evtl. Wohnung. Eilangeb. unter Nr. PS 64587 an den Verlag. erfordl. Anga h. u. P%s a. d. V. ZIMMERNACRHWEIS Schäfer, U 4, 14. versch. Federbetten u. Kissen zu* verk. Adr. einzus. u. A 04610 1. V. Herren- Wintermantel 16 diſlorei 4 5 II. E E 7 8 3 wehr N 4 O El. 2 2 gut er en, zu verkaufen. An- gebote u. Nr. PS 58197 a. d. Verl. 5 85 Dalbergstr. 3— am Luisenring- Jungbusch 3 5 Ar. 52, 3 m. Fischotterkrag.; grauer Sport- f Möbl. u. leere Zimmer laufend zu Pelz m. Oposs.; schwa. Jackenkleid Telefon 31188— seit 1920 1 as 1 Immobilien, 1 1 5 1 e 1 55 annheim, Tullastr., Telef. 4 60 04. tel m. SKkunkspelz, Gr. 46; Sport- 797 5 a artet Pie ge tte, t J 8 Das Familien- Cal det Uei,&3ꝗ l e e 5 verk. Adr. einzus. u. A 04706 1. V. *—.* 8 ee ee e enen ben we P le rh. h lc iu user. ndenhof, od. Neuostheim bevorz. 5 2 3 5 3 7 Angeb. uft. Nr. 04886 an d. Verl. Neuwertiger Seaimantel, Gr. 48748, Herrliche, söffige Weine, Habereckl- Export- Bler geg Amm zg. 8 8 eee 9 55 ä Keffee, lee, Torten, Gebäck in hervorragender Söte DRM. Angeb. unk. Nr. 04669 à. d. V. 1 e Ne Täglich geöffnet bis zur Polizeistunde Teilmöbl. Zim. von berufstät. Herrn 1 Büro- Schreibtisch mit 2 Roll- ges. Angeb. u. Nr. 04682 3. d. Verl. Kästchen; Weinverkcufsstellen: röß werkstüätt 1 1 Olympia- Vorder- u. Hinterachse; M 5 5 Größere stätte zu mieten ges. 1 Profller-Raschine; annheim: lebensmittelhaus Fr. Stebler, Schwetzinger Str. 39 Auen unt. Nr. Ps bebt 8. a. V. 1 Sehweſgaprarst Gzetylen); Ladenburg: Coſs Schork, Markiplotz 9 Möbl. Leer- u. Dopp.-Zim. auch f. 1 schw, Flaschenzug; 5 5 5 185: Amerikaner, Läden, Wohnungen, verschied. Werkzeug zu verkauf. Rheindu: Eiskonditor Gloser, Wieblinger Str. 26 letzt. m. Bkz. f. vorgemerkte in- Anzusehen: Donnerstag u. Freitag Kt 1 Cofs G teressenten sucht Immobilien Jos. 14—16 Uhr. Kätertaler Straße 227. erte: Cofs Guſmonn, Wormser Str. 5 Huber-Grabler, Mhm., Augusta-An- Braunes Klavier, zu verkf. 700 DM. 1 7 lage 19. part. rechts. Tel. 4 38 70. Adr. einzus. u. A 04731 im Verlag. 14 0 0 6 1 ACHTUNG! Selbstbedienung! ACHTUNG! komplett, mit Kasse- und Ausgabeteil, Schau- N I 7 l 88 fensterrückwände, preiswert an schnell ent- schlossene Käufer Am Donnerstag, 6. November 1952, findet von 9 bis 18 Uhr egen Harzahtun ab zu eben im Hotel Wartburg-Hospiz, F 4, der Verkauf von bester 5 t N 55 3 5 1 n Strick- unc Angorawolle J 1, 8 zu niedrigsten Preisen statt. (Abwickklungsstelle) Woll-Zentrale Schwarzwald. R. Wauer, Blumberg/ Baden. Seite 8 Zuerst Kompetenzstreit dann bauen Das Plenum des Bundesverfassungsge- richts hat beschlossen, dem gemeinsam von der Bundesregierung, dem Bundestag und dem Bundesrat gestellten Antrag auf ein Rechtsguthaben über die Frage der Zustän- dligkeit des Bundes zum Erlaß eines Bau- gesetzes stattzugeben. Das ZBundesverfassungsgericht soll im einzelnen darüber entscheiden, ob der Bund das Recht der Gesetzgebung im Bauwesen auf folgenden besonderen Gebieten hat: Pla- nungsrecht, Recht der Baulandumlegung, Recht der Zusammenlegung von Grund- stücken, Recht der Bodenbewertung, Boden- verkehrsrecht, Erschliegungsrecht und Bau- ordnungsrecht. Der Art. 72 des Grundgesetzes(GG) der Bundesrepubli Deutschland vom 23. Mai 1949(BGBI. S. 1) sieht vor: () Im Bereiche der konkurrierenden Gesetzgebung haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung, solange und soweit der Bund von Effektenbörse Mitgeteilt von: Rhein-Main-Bank AG. in Mannheim, Mannheim Börsenverlauf: Frankfurt/M., am 4. November 1952) Von 1G.-Farben ausgehend Kurse Vielfach nachgebend. BBC, Dtsche Linoleum, Conti-Gummi kreundlich. Gegen Börsenschluß Ansätze zur Er- holung bei Montanwerten und Farben. m- Pages kurse 55 F JT 33 32½ B ff.. ĩͤ 11 135%) 130 II 33 31 Conti Gummi[14 125%j) 126 Daimler-Benz] 333 74/8 74 FTW 93 J 94½ VVV 118½⁰ 0 118¼ Dt. Linoleumwerke 11 143 0 143½½% Durlacher Hof 8 44 4⁴ Eichbaum Werger. 10.7 68 68 Enzinger Union J 54— B 70 T FCC 2 O41. Felten& Guilleaume 3.4 79 B 4 5 Grün& Bilfinger 31 2 PVP 255 Heidelberger Cement 1:1 144% 144 Hoesggnn— 160 170 Klöckner werke 198 108% J 60 60 Mannesmann 1˙2 140 148 Rheinische Braunkohlen“— 181 181 Rhein elektra 111 97 90 I 10³ 102˙¼ Seil wolf!!! 11—8—B Siemens& Halske 3.3 100) 108 Südd. Zucker 121 12³ 12¹ Ver, Stahlwerke 204 2⁰³ Zellstoff Waldhof 4.3 617 BB 50% Badische Ban 32 2⁴ 24 Semmerz bank] 2.1 48 487/. Deutsche Bann 100,25 60 ½ 600% Dresdner Bank 106,2 60 30% Reichsbank-Antelle Sal 67 66/ h PM. Notierung) ex Dividende.) ex Bezugs- recht. INDUSTRIE. UND HANDELSBLATT Mittwoch, 5. November 1952 Nr. 30 ö seinem Gesetzgebungsrecht keinen Gebrauch macht. 2) Der Bund hat in diesem Bereiche das Ge- setzgebungsrecht, soweit ein Bedürfnis nach bun- desgesetzlicher Regelung besteht, weil 1. eine Angelegenheit durch die Gesetzgebung einzelner Länder nicht wirksam geregelt werden kann oder 2. die Regelung einer Angelegenheit durch ein Landesgesetz die Interessen anderer Länder oder der Gesamtheit beeinträchtigen könnte oder 3. die Wahrung der Rechts- oder Wirtschafts- einheit, insbesondere die Wahrung der Einheit- Uchkeit der Lebensverhältnisse über das Gebiet eines Landes hinaus sie erfordert. 5. Bei der Frage um die Zuständigkeit zum Erlaß eines Baugesetzes handelt es sich ge- mäß Art. 74 GG um ein in das Gebiet der konkurrierenden Gesetzgebung fallendes Objekt, weil im Abs. 18 dieses Art. 74 die Bestimmung enthalten ist, daß sich die kon- kurrierende Gesetzgebung auf den Grund- stückverkehr, das Bodenrecht und das land- wirtschaftliche Pachtwesen, das Wohnungs- wesen, das Siedlungs- und Heimstättenwesen erstrecke. Im Art. 73 des Grundgesetzes, der den Umfang der ausschließlichen Gesetz- gebung des Bundes umreißt, hat das zu er- lassende Baugesetz keinen Raum Das Bundesverfassungsgericht wird sich in dem Gutachten insbesondere darüber zu außern haben, ob das Baugesetz durch die Gesetzgebung einzelner Länder nicht wirk- samer geregelt werden kann oder ob durch Landesgesetze die Interessen der anderen Bundesländer oder der Gesamtheit beein- trächtigt würden, beziehungsweise ob die Wahrung der Rechts- oder Wirtschaftsein- heit, insbesondere die Wahrung der Einheit- lichkeit der Lebensverhältnisse innerhalb des Bundesgebietes gefährdet werden könnte, wenn an Stelle des zu erlassenden Bundes- baugesetzes Länderregelungen vorgenommen würden. Hoffentlich wird in diesem nunmehr ge- richtlich zu beaugapfelnden Meinungsstreit um Kompetenzen ein Anliegen der gesamten Bevölkerung nicht zu kurz kommen: Die Förderung des Bauwesens Keine Filialen für Handwerksbetriebe (LSW) Die Handwerkskammer in Reut- lingen verweist in einer Veröffentlichung auf eine Entscheidung der Abwicklungs- stelle des Wirtschaftsministeriums in Tü⸗ bingen, wonach es einem Handwerksmeister nicht erlaubt ist, einen oder mehrere Filial- betriebe zu unterhalten, wenn die ständige Ueberwachung durch den Meister selbst nicht gewährleistet ist Die Handwerksord- nung gehe von der Voraussetzung aus, daß „an der Spitze des Handwerksbetriebes der Meister zu stehen hat, der für die meister- mäßige Durchführung der Leistungen des gesamten Betriebs verantwortlich ist“. Dies sei nur der Fall, wenn der Meister täglich oder wenigstens in kurzen Abständen in je- dem Betrieb einige Zeit anwesend ist“. Mittelstandsprogramm „reichlich mager“ (FHIi) Das Handwerk mit seinen 900 000 Be- trieben und deren 3,5 Millionen Beschäftig- ten werde sich der Notwendigkeit einer Ra- tionalisierung seiner Betriebe nicht entzie- hen, erklärte Präsident Uhlemeyer vom Zen- tralverband des Deutschen Handwerks am 4. November in Bonn. Wenn der Leistungs- wettstreit ausgeschaltet werden solle, müß- ten jedoch für das Handwerk die gleichen Startbedingungen wie für die übrige Wirt- schaft geschaffen werden, wo der Staat durch Hochschulen und Universitäten einen Teil der Ausbildungskosten trage, die das Handwerk in der Lehrlingsausbildung selbst aufbringe. Uhlemeyer lehnte in diesem Zusammen- hang eine Subventionierung oder Konse- vierung unrentabler Handwerksbetriebe ab, korderte aber nachdrücklich den vom Bun- deswirtschaftsminister in Höhe von 6 Mil- lionen DM zugesagten, vom Bundeskabinett aber auf 1 Million DM gekürzten Zuschuß der Bundesregierung an das Handwerk in der ursprünglichen Höhe für Gewerbeförde- rung. Dieser Betrag setzte sich aus einem jährlichen Zuschuß von 10 DM je Lehrling und 1 Million DM für die Exportförderung zusammen. Gesellschafts-Anteile und Lastenausgleich Hi) Nachdem die Heranziehung von An- teilen an Kapitalgesellschaften zum Lasten- ausgleich infolge der unklaren gesetzlichen Formulierung zu Auslegungsschwierigkeiten geführt hat, haben jetzt der Deutsche In- dustrie und Handelstag sowie der Bundes- verband der Deutschen Industrie ihre Auf- fassung zu dieser Frage bekannt gegeben. Wie das Lastenausgleichgesetz vorsieht, sollen Anteile an Kapitalgesellschaften, die vor dem 31. Dezember 1948 zum amtlichen Verkehr an der Börse zugelassen waren oder im Freiverkehr gehandelt worden sind, nicht erkennen, ob alle Wertpapiere, die zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem 31. Dezem- ber 1948 zugelassen waren, deren Zulassung bis zu diesem Termin nicht zurückgenom- men ist oder die vor diesem Termin ir- gendwann einmal im Freiverkehr gehan- delt worden simd, der Abgabepflicht unter- liegen. Demgegenüber müsse jedoch betont werden, daß der Gesetzgeber nur an eine Erfassung solcher Anteile gedacht habe, die auch einen ohne weiteres erkennbaren Handelswert besäßen. Dieser Handelswert sei aber nicht bei jenen Wertpapieren erkennbar. die sich mit Kriegsende bei Schließung der Börsen nicht mehr im Börsenverkehr befunden hätten. Von der Börse abgemeldete Werte seien daher solchen Werten gleichzusetzen, die niemals an der Börse oder im Freiverkehr zugelassen gewesen seien. Demzufolge könne eine Heranziehung aber nur bei den- jenigen Anteilen erfolgen, die einen Han- delswert in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 hätten erkennen lassen. Es sei dann dabei unwesentlich, ob die be- treffenden Wertpapiere in diesem Zeitraum zugelassen waren oder im Freiverkehr ge- handelt wurden. Als maßgebliche Börsen für den entscheidenden Zeitraum kämen Berlin, Bremen, Düsseldorf. Frankfurt. Hamburg, Hannover. München und Stutt- gart in Betracht. Bayern-Anleihe ohne Kapitalertragssteuer (Hi) Nach der Verabschiedung des Kapi- talmarktförderungsgesetzes im Bundestag Wird die Bayernanleihe nicht mehr der Ka- pitalertragssteuer unterworfen. Ursprünglich War angestrebt, sie zu dem ermäßigten Satz von 30 Prozent einzustufen. Dieses Papier wird damit zu einer außerordentlich lukfa- tiven Anlage. Im Bundesfinanz ministerium vertritt man jedoch die Ansicht, daß dies„keinen Schön- heitsfehler“ darstelle, sondern von den An- tragstellern im Bundestag bewußt beabsich- tigt gewesen sei. Von unterrichteter Seite Wird darauf hingewiesen, daß das Kapital- marktförderungsgestz nicht mit rückwirken- der Kraft Geltung erlangen könne, da dies nur zu einer Beunruhigung des Kapitalmark- tes führen würde und somit der eigentliche Zweck des Gesetzes verfehlt würde. Der Tatbestand, daß die Bayernanleihe lediglich der Einkommensteuer und nicht noch zu- sätzlich der Kapitalertragssteuer unterzogen wird, gelte als abgeschlossen, zumal die An- leihe kaum vom privaten Publikum gezeich- net worden sei. Eine nachträgliche Besteue- rung könnte möglicherweise zur Folge haben, daß die bisherigen Zeichner ihre Papiere abstoßen würden. Nach den vorliegenden In- formationen ist auch nicht damit zu rechnen, daß der Bundesrat, der in Kürze abschlie- Bend zum Kapitalmarktförderungsgesetz für festverzinsliche Wertpapiere und damit auch zur Bayernanleihe Stellung nimmt, den Ver- mittlungsausschuß anrufen wird. Damit könne, nach Ansicht des Bundesflnanzmini- steriums, die Debatten um die Bayernan- leihe als abgeschlossen gelten, zumal es sich nur um einen„einmaligen Fall“ handele. Verkehr in den Mannheimer Häfen im Monat Oktober 1952 Der Gesamtumschlag betrug in der Zufuhr 413 327 in der Abfuhr 33 596 Zusammen: 446 923 Ankunft: Fahrzeuge mit eig. Friebkr. 482 mit 308 514 t Ladung Fahrzeuge ohne eig. Triebkr. 425 mit 104 813 t Ladung Abgang: 5 Fahrzeuge mit eig. Triebkr. 496 mit 18 732 f Ladung Fahrzeuge ohne eig. Triebkr. 426 mit 14 864 t Ladung Insgesamt: 1829 mit 446 923 t Ladung e fflarginalie. re, Des Preises und der Steuer Wellen In einer kleinen süddeutschen Stadt he strafte die Preisbehörde einen Gastyi weil er das io-Literglas Exportbier 0,0 DM verkaufte. Pro /10-Läter somit eh Wucher um jeweils 0, 01 DM trieb, denn 20. gelassener Preis— nach Auffassung q Preisbehörde— Wäre 39 Dpf gewesen. Dem„rechtsbrecherischen“ Gastwirt sich folgende prompt zu begleichende Rech nung auf: DM Bußgeld 60.— abzuführender Mehrerlös 125,.— Gebühren 9.— Kosten der Preisprüfung 28. 219.— Nr. 255 — ehr Es i Ministe. Dollar-! aber ste neuen dessen! fen Wus gedacht, ihrem 1 Stelle t finden, die Doll brauche und unt wir Eur der ewi Alles FI Der Schein des Rechtes erweist sich w. je und gerisch, denn alspald kam die Finanzbehörth und rechnete die Einkommensteuererklä nach. Die Steuer wurde auf Grund eing theoretisch errechneten Verkaufspreises fest gesetzt. Den Verkaufspreis ermittelte d Steuerbehörde scharfsinnig 0 DM N aus dem Einkaufspreis von 80. u. einem 35% igen Aufschlag von 44. macht zusammen 124,— pro was einem Preis von 41,3 Dpf je /-Lit glas entspräche. Wie man es macht, macht man es schled Die Preisbehörde bestrafte, weil nicht 39) berechnet worden sind und das. 1 dae bestrafte, weil der Gastwirt je Glas um Pfennig weniger„wucherte“ als ihm dh Betriebsprüfer zuzubilligen bereit war. Kommentar überflüssig. Nur eine be scheidene Anfrage: Wie macht man es je richtig? Rhein-Main-Donau-Projekt Wird von Weltbank a uf genommen? (VWD) Dem Schiffahrts- und Transpon, unternehmen Alexander Pohl aus Linz es in New Vork gelungen, die Weltbank wu der europäischen Bedeutung des Rhein Main-Donau-Kanals zu überzeugen und! Interesse an diesem Projekt zu wecken.. VWD erfährt, sind Weltbank-Vertreter 3% neigt, die Finanzierung des Unternehme unter gewissen Bedingungen zu unterzii zen. So soll die gesamteuropäische Bede, tung des Kanals genau belegt und dem 9 haben die Priorität vor anderen Weltbanl projekten zuerkannt werden. Die erste Voraussetzung— Bedeu des Kanals für Europa— hat die Weltba wie aus Berlin verlautet, bereits anerkam Es sei jetzt Sache der vier interessier Staaten— Folland, Belgien, Deutsche Bu desrepublik und Oesterreich—, mit d Weltbank offizielle Kreditverhandlung aufzunehmen. Pohl ist am 2. November au den USA nach Oesterreich zurückgekehrt. 1 ö Für die vielen Beweise aufrichtiger sowie die zahlreichen Kranz und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, Herrn Josef Schmid Ingenieur I. R. sagen wir unseren aufrichtigen Dank. Besonders danken wir der Direktion und Belegschaft der Firma Josef Vögele A.-G. Mannheim Rheinau, den 1. November 1952 5 Stengelhofstraßge 3 Frau Barbara Schmid geb. Roßrucker Familie Dr. med. Josef Schmid Schwägerin und Tante, Frau geb. Eichler im Alter von nahezu 74 Jahren. Mannheim, den 4. November 1952. Eichendorffstrage 40 Unser Opa, Herr Karl Fischer Schul- Fotograf ist gestern im Alter von nahezu 79 Jahren einem Schlaganfall erlegen. Emil Fischer und Familie Beerdigung: Donnerstag, den 6. November 1952, 11.30 Uhr Hauptfriedhof Mannheim. Hauptfriedhof Kübler, Karl. Sandhofer Straße 100 Krematorlum Martin, Franz, Fröhlichstraße 4 Ohne Gewilhr Nach schwerem Leiden verschied am 4. November 19532 meine herzensgute Frau, unsere liebe Mutter, Oma, Schwiegermutter, Margarete Hartmann In tiefer Trauer: Jakob Hartmann und Angehörige Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 6. November 1952, nachmittags 1.00 Uhr, auf dem Hauptfriedhof Mannheim statt. Freunden und Bekannten geben Wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Herr Franz Martin plötzlich und unerwartet im Alter von 70 Jahren von uns gegangen ist. Mannheim, den 3. Nov. 1952 Fröhlichstrage 4 In tiefer Trauer: Sybilla Martin geb. Etten nebst Kindern u. Angehör. Feuerbestattung: 13.30 Uhr, Hauptfriedhof Mhm. Bestattungen in Mannheim Mittwoch, 5. November 1952 Mitgetellt von der Friedhofverwaltung der Stadt Mannheim. e Vater. kel, Herr Anteilnahme g Wallstattstraße 49 . Friedhof Mannheim. schönen Kranz und die trostreichen Worte. Ziethenstraße 27 5 und Angehörigen Allzufrün ist am 3. November 1952 mein liebster Mann, unser Schwager und Schwiegervater, Wilhelm Schoch nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 61 Jahren für immer von uns gegangen. f Mannheim, den 6. November 1952 Feuerbestattung: Donnerstag, 8. November 1952, 14.00 Uhr, Haupt- Für die vielen Beweise herz- licher Anteilnahme sowie die Blumen- spenden beim Heimgang unse- res lieben Entschlafenen, Herrn* Ffieurich Nell sagen wir allen unseren innig- sten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Kammerer für Mh m.- Feudenheim, Die trauernden Kinder 0 Kaufgesuche ö Bruder, Guterhalt. Baudiele 5 em stark, zu kaufen gesucht. Angeb. u. Nr. P 64510 an d. Verl. In tiefer Trauer: Sophie Schoch und Angehörige Seifen Damm. 6 3, 11 Qualitäts-Roßhaarbesen in bester Ausführung ab BBl, 0 Gebr. Achtung! Kaufe laufend gebr. Bett- federn. Angeb. u. Nr. 04626 à. d. V. Guterh. Puppenwagen gesucht. An- gebote u. Nr. P 04640 a. d. Verl. 1 Kleiderschrank m. Wäsche- ach, Angeb. unt. Nr. P 04699 a. d. Verl. 400—500 gebr. Dachziegel(Falzziege) zu kauf. gesucht. Winkler, Dürer- straße 140, Tel. 4 27 04. Badleeinrichtg., gut erh.(Kohle) ges. Angeb. unt. Nr. 04712 a. d. Verl. Gaslampe(Wandarm) alt, zu kauf. gesucht. Gutenbergstraße 19. gesucht. Ang. u. Nr. P 64513 a. V. Kraftfahtzeuge höchst 1,20 breit, gesucht. 10,.— DM. Rittershausen, Klavier geg. Barzahlg. zu kfn. 1. Ludwigsnatener Ludwigshafen, Mundenheimer Straße 3 Besucht die Fast 200 Fahrzeuge bis zu den neuesten Modellen am Platz Telefon ß 75 37 Autoverleih nee 7 Rheinhäuserstr. 14. Tel. 402 84 und gestreift, Auswahl! in 7 N Wäsche- Speck jetzt N 3, 12, Kunststraße Hemdenpopeline, einfarbig „ 5 J, 7 für Autoverlein Olympia 52, m. Radio, Tel. 4 60 72, Moosbauer, Ne., Mönchwörthstr. 61 Autoverleih WALTER 0 N Telefon 4 87 39 und 485 07 Ständiger AUTOMARKT zeuge aller Größen u. Jahrgänge vorhanden, Stets Zu- u. Abgänge. Ubernahme von sämtl. Fahrzeugen zum Verkauf kostenlos. Günstige Verkaufspreise Zahlungserleich- terung. Us dau, Mannheim, Lutherstraße 23, Telefon 5 11 71. Mannheim u, Umgeb. Fahr- Neckarauer Str. 15, Esso- Tankstelle Bücker Sport 300 cem, prsw. z. verk. Leichtmotorrad b. 125 cem wird in Zahl. gen. Ang. u. Nr. 04686 a. d. V. Tüchtigem, Heilraten N solidem Bäckermeister mit guten Konditorei-Kenntnissen, kath., Anfang 50, wird bei gegen- seit. Zuneig. Einheirat in Bäckerei geboten. Etwas Kapital erwünscht. Zuschr. erb. unt. Nr. 04719 a. d. V. AUfo-UERT EIA Selbstfahrer-Union Fuſsboden doch auch die gute Erdal-OQualität Was Ihren Schuhen recht ist, sollte Ihrem Fußboden billig sein. Denn es gibt ja ein Bohnerwachs mit der immer zuver- lässigen Erdal-Qualität: Waxa. Dieses gute Bohnerwachs erzeugt selbst bei sparsamstem Gebrauch einen strahlen: den und dabei dauerhaften Glanz. SSS SUN »das gutę Bohner wachs. Gönnen Sie Ihrem ek nn tmachungen — MAN NN FEIN- AU GARTEN sT. 84 1 J. 38 Tel. 32581 H 7, 30 chtung! 5. Nov. 1952, Zeit 13.00 Erschefnungen der wechsefanre. Schwindelgefühl, heftige Kopfschmerzen, Hitzewellen Usw. machten mir lange zu schaffen. Vor rund einem Jahr nahm ich erstmals Klosterfrau Melissengeist: ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß schon nach dem ersten Gebrauch eine wesentliche Bes- serung eintrat! Heute ist Klosterfrau Melissengeist für mich und meine Familie das unersetzliche Haus- mittel!“ So schreibt Frau Marta Kattendahl, Kapellen, Krs. Mörs, am Silbersee. Es ist schon so: Klosterfrau Melissengeist, der ist und bleibt das * Hausmittel für alle! Den echten Klosterfrau Melissengeist gibt es in Apotheken Und Prögerien nur in der blauen Packung mit 3 Nonnen. Niemals lose. Reute endgültig Schlus de Pot ster möbel- Schau im Wa RTS URN G- Hs 12 150 Sitta-fotor roller schluß der Hauptve 16 800 000, DM neu cem, Jlo-Motor, 3-Gang-Fuß- Opel-Kapit., 40, schwarz, Radio, Heiz. in best. Verfass. v. Priv. günstig abzug. Angeb. unt. P 04678 a. d. V. der echte Heute wie seit 125 Jahren! OPEL 1.2 Lim. 1 neuwert., versteuert bis an. MEFFERT, Mannheim, L. 7. 3. 25 51 Aktionäre hiermit auf, mre auf Reichsmark“ estellten en unserer Gesellschaf d. schaltg., Teleskopfederg. 1415,„ 5. 0 Alfred Blaut h, Kraftfahrzeuge, während N I, 25 JJ J, 24-28. Tel. 3 23 66. der üblichen Schalterstunden bei der Süddeutschen Bank Ad Filiale Mannheim zum Umtausch einzureichen. Für je eine aite Aktie zum Nennbetrag von 1 000, RM bzw. 1 mit ividendenscheinen Nr. 18 uff, nebst Erneuerungsschein und Lie barkeitsbescheinigung werden neue Aktien im entsprechenden 1 betrag von 1 000, DM bzw. 100,— DM mit Gewinnantelischeinen Nr, dem Aktionär ausgehändigt. Die Umstellung der Guthaben auf Sammeldepotkonto erfolgt die depothaltenden Banken. Mannheim, im November 1952. Rheinische Elektrizitäts- Aktie ngesellschaft. b Aufforderung zum Umtausch unserer RM- Aktien Das Grundkapital unserer Gesellschaft von 16 800 000, RIA ist durch rsammlung vom 25. Mai 1961 im Verhältnis 1 festgesetzt worden. November 1952 bis 5. Februar 1953 100 duc Vorst Der Vo 1953, für 480, DM zu verk. ford- Personenwagen Bau]. 52, fabrikneu, umständeh. günstig zu verkauf. Zahlungs- erleichterung. Ang. u. Nr. P 63216 an d. Verl. Arbeitsvergebung. Die Gemeinnützige Baugesellschaft Mannheim tf Max-ꝗJoseph-Straße 1, vergibt folgende Arbeiten: 00 1. Spenglerarbeiten für Wohnbauten an der Landwehrstr., ö. Bausbeg 2. Dachdeckerarbeiten f. Wohnbauten an d. Landwehrstr., 5. Bauabs Angebotsvordrucke können solange Vorrat reicht in der stelle der Gemeinnutz. Baugesellschaft Mannheim, Max- Jo Zimmer 308, abgeholt werden. Mannheim, 4. Nov. 52. Gesch Gemeinnitz. Baugesellschaft Mannheim a 13.30 „„ 352% Wir haben noch einige sehr preiswerte Musterstücke neuwertig abzugeben. DK W- Sonderklasse, 1000 ccm, Stahl- karosserie, m. Radio, generalüber- holt, neu bereift, günst. zu verk. Mhm.-Neckarau, Katharinenstr. 31 (Laden), Telefon 4 89 46. Auch Sie kennen die monpigfoſtigen zeltiges Ermöden, Atemnot, nervöse Warnzeichen vorzeitigen Alterns! geschwerden wie Seed: Hetzuntruhe, Muskelkrämpfe, g, Einschlafen det Fingst, off Sie versäumen etwas! Renault-PkwW., 760 cem, z. kf. ges. a Angeb. unt. Nr. 04696 a. d. Verl. fördern die richtige 1 den Ktelslauf durch Wellungen, d, Fe ee, ie sind bedingt durch einen gesförten 81 NUckFzotoN-topfen Dorfchblotun hormondle 90 aller Organe und Gliedmaßen, nostpofse, euerong ond bekämpfeo damit witten Ursache obiger Kronkheits erscheinungen. packung DM 2.30 in allen Apolſe ordnung stehen, nalten v Ppräsider bisherig einer gr wird, Kc OEEC, e einigt h nicht al Grundla sche WI! Wie mar 2u Begin wird. Die I schwer läht sich weniger mehr do — Schul zu scher Amerike einführe kalls ihn zusagen oder ver Dollar- darauf v als einzi eine sole sie ein schüsse rückzahl! England, keine 20 delsbilan die Mög in Gesta zukomm. Inglände zent ihr. kelten L. Inzwri Gläubige ken jedo Zim Kol Oke Alles J05 — 1 Reche Acl. — len sches tadt be. Jastwi dier d omit en denn Au ung dz Wirt 100 de Rech. 5 „ sich irh. Zbehörch rklärum nd eine 'ses keit telte q pro M „ 10-Liten schlechl ht 39 Dp. inanzam is um 1 ihm dz War. eine he n es jeii jekt N ranspon, Linz bank vu s heil 1 und ih cken. i treter rnehmen untersti, e Bede dem 0 Weltbatk Zedeufüg Weltbank merkam ressierte sche Bui. mit de andlunge mber au gekehrt. 3 MORGEN Seite g Vr. 258 Mittwoch, 5. November 1952 —ͤ— Europas chronisches Dollar-Defizit Es ist nicht das erstemal. daß sich der Ministerrat der OEEC mit dem chronischen Dollar-Deflzit Europas beschäftigt hat. Woh! aber stand man in Paris insofern vor einer neuen Situation, als der Marshallplan, in dessen Rahmen die OEEC seinerzeit geschaf- ten wurde, und die als seine Fortsetzung gedachte amerikanische Wirtschaftshilfe ihrem Ende zugehen. Was wird an ihre Stelle treten? Werden sich die USA bereit nden, den europäischen Ländern weiterhin die Dollar zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen? Wenn ja— in welchem Umfang und unter welchem Titel? Und was können wir Europäer schließlich dazu tun. um aus der ewigen Dollar-Lücke herauszukommen? Alles Fragen, die heute aktueller sind denn je und auch an erster Stelle auf der Tages- dranung der Commonwealth- Konferenz stehen, die im November in London abge- halten werden soll. Da man ferner nach den Präsidentschafts wahlen in Washington die bicherige amerikanische Wirtschaftspolitik einer gründlichen Ueberprüfung unterziehen wird, kommt dem vierten Jahresbericht der OEEC, auf den man sich soeben in Paris ge- einigt hat, besondere Bedeutung zu. Wenn nicht alles täuscht, soll dieser Bericht die Grundlage für eine europäisch- amerikani- sche Wirtschaftsaussprache darstellen, die wie man in Paris annimmt— voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres stattfinden Wird. Die Frage, um was es dabei geht, ist un- schwer zu beantworten. Die Dollar-Lücke läßt sich nur dann schließen. wenn Europa weniger aus dem Dollar-Raum einführt oder mehr dorthin exportiert oder— wie bisher — Schulden macht, beziehungsweise Dollar zu schenken bekommt. Das heißt,. von den Amerikanern aus gesehen, wenn diese mehr einführen oder weniger exportieren oder, falls ihnen weder das eine noch das andere zusagen sollte, weiterhin Dollar ausleihen oder verschenken. Es gäbe überhaupt keinen Pollar-Mangel, wenn sich die USA nicht darauf versteifen würden. mehr auszuführen als einzuführen. Vor 1914 konnten sie sich eine solche Politik leisten. Bis dahin waren sie ein Schuldnerland. das Ausfuhrüber- schüsse nötig hatte, um seine Schulden zu- rückzahlen zu können. Das Gegenstück war England, das als größtes Gläubigerland keine Zölle kannte und eine passive Han- delsbilanz aufwies, die seinen Schuldnern ce Möglichkeit bot, ihren Verpflichtungen in Gestalt von Exporten nach England nach- zukommen. Darüber hinaus pflegten die Ungländer vor 1914 im Durchschnitt 7 Pro- zent ihres Volkseinkommens in unentwik- kelten Ländern zu investieren. Inzwischen sind die USA zum größten Gläubigerland der Welt geworden. Sie den- ken jedoch nicht daran, ihre Zölle zu besei- tigen und eine passive Handelsbilanz in Kauf zu nehmen, die allein zu ihrem Status als Gläubigerland passen würde. Auch ihre Kapitalausfuhr erreicht(einschließlich aller Hilfsleistungen) kaum 1 Prozent ihres Volks- einkommens. Kein Wunder, daß der ganzen Welt die Dollars fehlen, die zur Bezahlung amerikanischer Produkte und zur Bedie- nung amerikanischer Anleihen benötigt wer- den, und daß alle Länder gezwungen sind, amerikanische Waren zu diskriminieren und an der Devisenbewirtschaftung festzuhalten. Eine Aenderung der Wechselkurse gegen- über dem Dollar hätte nur dann einen Sinn, wenn sie zu einer Passivierung der amerika- nischen Handelsbilanz führen würde. Dem widersetzen sich jedoch die Amerikaner mit allen Mitteln. Unter diesen Umständen bleibt nur der Ausweg, daß die Amerikaner der übrigen Welt auch weiterhin die Dollar zur Verfü- gung stellen, die sie zum Ausgleich ihrer Zahlungsbilanzen mit dem Dollar-Raum brauchen. Ob dies in Form von Schenkungen oder Anleihen geschieht, ist eine Frage zweiten Ranges. Es macht auch keinen we- sentlichen Unterschied aus, ob Europa diese Dollar aus erster Hand erhält oder sie bei der Belieferung unentwickelter Länder ver- dient, die ihrerseits amerikanische Anleihen innerhalb eines erweiterten Punkt- Vier- Programms erhalten haben. Wichtig ist allein der kontinuierliche Fluß amerikani- schen Kapitals im Rahmen eines weltum- sappenden langfristigen Investitionsplanes, für den die OEEC erstmalig konkrete Vor- schläge gemacht hat. SLG Aufschub und Stundung von Eisenzöllen (UP) Der Bundesminister der Finanzen hatte angeordnet, daß für bestimmte Eisen und Eisenerzeugnisse, die in der Zeit vom 1. August bis 31. Oktober 1952 zum freien Verkehr abgefertigt wurden, die Zahlung der Zollbeträge auf Antrag ohne Sicherheit drei Monate aufzuschieben sei. Dies galt auch für den Teil der Umsatzausgleichssteuer, der sich aus dem aufgeschobenen Zollbetrag er- rechnete. Durch eine neue Verwaltungsanordnung des Bundesfinanzministers ist, wie das Mini- sterium am 4. November mitteilte, die gleiche Regelung auch für diejenigen Eisen und Eisenerzeugnisse getroffen worden, die in der Zeit vom 1. November 1952 bis 31. März 1953 zum freien Verkehr abgefertigt werden. Aufgeschobene Abgabenbeträge, die nach Ablauf der dreimonatigen Aufschub- frist fällig werden, werden jeweils ohne An- trag zinslos und ohne Sicherheit bis zum 25. Juni 1953 gestundet. Die gesetzlichen Zollsätze des Zolltarifs werden durch diese Verwaltungsmaßnahmen des Bundesministers der Finanzen nicht außer Kraft gesetzt. Beamten-Tagegeldsätze für Auslandsreisen Die Reisekosten der privaten Arbeit- nehmer und Unternehmer sowie der freien Berufe sind weitgehend für Inlandsreisen den Sätzen der vergleichbaren Beamten gruppen angeglichen. Zweifel bestanden bisher hinsichtlich der Tagegeldsätze für Auslandsreisen. Diese sind für Beamte mit Wirkung vom 1. Mai 1952 erhöht worden. In den Lohnsteuerrichtlinien 1952(LStR) Abschnitt 21 Abs. 4a sind diese neuen Sätze veröffentlicht und bereits auf die ver- gleichbaren privaten Arbeitnehmer aus- gedehnt worden. Im einzelnen sei auf die amtliche Handausgabe der LStR 1952 S. 126/127 hingewiesen, insbesondere auf die Sonderanlage I zu Abschnitt 21. Die Frage der Ausdehnung der Aus- Iandstagegeldsätze auf Unternehmer und Angehörige freier Berufe ist kürzlich von den Referenten der Süddeutschen Finanz- verwaltungen geklärt worden. Es wurde beschlossen, daß die Finenzverwaltungen sich dem Erlaß des Finanzministers Rhein- land/ Westfalen vom 28. Mai 1952 anschlie- Ben sollten. Es können demnach ab 1. Mai 1952 in gleicher Weise wie von den privaten Arbeitnehmern die obenerwähnten Sätze auch von Uaternehmern freiberuflich Tä- tigen in Anspruch genommen werden. 7 Schwierige Reform der gesetzlichen Kranken- versicherung Was die der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vorbehaltene Tagung der Gesellschaft für Versicherungswissen- schaft und-gestaltung(Köln) am 30. und 31. Oktober bemerkenswert erscheinen läßt, ist die Tatsache, daß auf der ganzen Linie der Aeußerungen eine glatte Absage an die zu weiterer Schematisierung führende Einheits- versicherung deutlich wurde. Vertreter der Landwirtschaft, der In- dustrie, des Handwerks, der Aerzte und der Versicherungspraxis bekannten sich gegen eine allgemeine Staatsbürgerversorgung, die dem Staat alle Sorge überläßt, dagegen für die Aufrechterhaltung der gegliederten deut- schen Sozial versicherung, die nicht aus den Angeln gehoben werden soll, wohl aber und zwar in mancher Beziehung— als än- derungsbedürftig gelten muß. Wie ein roter Faden ging durch die Veranstaltung die Be- tonung, daß die Aufgliederung der sozialen Krankenversicherung in eine ganze Reihe von Versicherungsträgern den natürlichen Voraussetzungen und den besonderen Eigen- arten der verschiedenen Gruppen von Ver- sicherten entspricht, weil das ganze viel- fältige Leben einer Erstarrung durch zu weit getriebene Vereinheitlichung zuwiderlaufe. Wiederholt kam auch zum Ausdruck, daß eine weitere Ausdehnung der Sozialversiche- rung nicht in Betracht gezogen werden dürfe. Was die eigentliche Reform der Kranken- versicherung angeht, so hat die Veranstal- tung der„Gesellschaft“, die auf der Ebene höchster Verantwortung an der Gestaltung der sozialpolitischen Entwicklung mitarbei- tet, an sich keine neuen Gesichtspunkte zu- tage gefördert, nachdem das Thema über das Dreiecks verhältnis Patient-Arzt- Versiche- rung seit geraumer Zeit nach allen Seiten hin und von allen Warten aus immer wie- der abgewandelt worden ist. Das hier zur Lösung drängende Problem ist so überaus vielgestaltig und so kompliziert, daß an die Vorlage eines fertigen Reformplanes nicht gedacht werden konnte. Andererseits hat die Veranstaltung gezeigt, daß die Meinungen in bezug auf Art und Weite einer Reform so mannigfaltig sind, daß es außerordentlich schwer werden wird. diese sehr kniffligen Fragen, über deren Lösung sich die Fach- leute längst noch nicht einig sind, schließ- lich vor der offiziellen Vertretung des Vol- kes, dem Parlament, ins reine zu bringen. Rb. Leipziger Messe-Bilanz in Rubel (UP) Die Sowjetzone hat in der jetzt vorliegenden Abschlußbilanz der Leipziger Messe 1952 erstmalig den Wert der Messe- Abschlüsse mit dem Ausland und der Bun- desrepublik in der sowjetischen Rubel- Währung angegeben. Bisher gaben die staatlichen Handels- organe der Ostzone über ihre Auslands- geschäfte auf der Dollarbasis Rechenschaft. Auf der Messe wurden nach dem amt- lichen Bericht von den Außenhandels- organen der Sowjetzone Abschlüsse über Lieferungen nach dem Ausland und West- deutschland in Höhe von 457 Millionen Rubel getätigt(Ein Rubel gleich 1,05 DM.) Davon entfallen 55 Prozent auf die Ost- blockstaaten, 27 Prozent auf westeuropäi- sche und überseeische Länder und 18 Pro- zent auf die Bundesrepublik. K URZNACNRRICHTEN Bank für Bundesunternehmen (Hi) Wie uns mitgeteilt wird, ist die vom Bun- desfinanzminister vorgesehene Bank für Bundes- unternehmen in Köln in das Handelsregister ein- getragen worden. Seitens des Bundesverbandes des privaten Bankgewerbes verlautet, daß dem- nächst mit dem Bundesfinenz ministerium Bespre- chungen über die geplante Neugründung erfolgen Würden. Dabei wurde betont, man wolle grund- sätzlich die Banken der öffentlichen Hand nicht vermehren. Hinsichtlich der Mitteilung von Prof. Oeftering vom Bundesinanz ministerium, wonach der Aufsichtsrat stark mit Vertretern des privaten Bankgewerbes besetzt werden solle, wurde er- klärt, daß hierüber noch keinerlei Verhandlungen stattgefunden hätten. Notenbankgesetz im Kabinett (Hi) Auf der Tagesordnung der Sitzung am 7. November des Bundeskabinetts steht die Be- handlung des Bundesnotenbankgesetzes. Wie ge- meldet, liegen dem Kabinett zwei Entwürfe vor, und zwar ein Entwurf des Bundeswirtschafts- und ein anderer des Bundesfinanzministeriums. 100 Jahre„Hüttenwerke Ruhrort-Meiderich AG.“ P) Die„Hüttenwerke Ruhrort-Meiderich AG.“ blickte am 4. November auf ihr 100jähriges Be- stehen zurück. Mit einem herzlichen„Glückauf Herr Bundes- präsident“ wurde das Staatsoberhaupt der Bun- desrepublik Deutschland von der Belegschaft der „Hüttenwerke Phönix AG.“ in Duisburg-Ruhrort begrüßt Auf einer Jubiläumsveranstaltung im Duisbur- Ser Stadttheater wies Hüttendirektor Fritz-Aurel Goergen in Anwesenheit führender Persönlichkei- ten aus Politik und Wirtschaft des In- und Aus- landes darauf hin, daß die deutsche Hütten- industrie trotz aller Anstrengungen nach dem Kriege gegenüber dem Ausland zurückgeblieben sei. Der Aufsichtsratsvorsitzende der„Hütten- werke Ruhrort-Meiderich AG.“, die am 3. Novem- ber auf Beschluß der Hauptversammlung in„Hüt- tenwerke Phönix AG.“ umbenannt wurde, gab be- kannt, daß Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen haben, einen angemessenen Betrag für die För- derung besonders begabter jugendlicher Beleg- schaftsmitglieder zur Verfügung zu stellen. Südafrikanische Straßenbaudelegation (Hi) Eine südafrikanische Delegation von Bau- fachleuten wird vom 11. bis 17. November die Bundesrepublik besuchen, um sich über neue deutsche Straßenbaumethoden und die dabei ver- wendeten Maschinen zu unterrichten. Der Admini- strator von Transvaal teilte hierzu mit, daß der südafrikanischen Regierung die Fortschritte be. sonders interessant erscheinen, die die deutsche Stragenbauindustrie und die deutsche Baumaschi- nenindustrie unter den erschwerten Bedingungen der Nachkriegsjahre erzielt habe. Brasil-Kaffee auf Dollar-Basis () Brasilien hat— wie einem Dekret des Finanzministerlums zu entnehmen ist den Exportpreis für Kaffee auf US-Dollar Urngestellt. Auf diese Weise soll dem Ausfuhrrückgang auf Grund von Spekulationen auf eine Abwertung des Cruzeiro begegnet werden. Der Kaffee-Export- preis wurde zunächst auf den„Gegenwert von 51,33 US-Cent in nationaler Währung“ festgesetzt. Marktberichte Mannheimer Gemüse- und Obstgroßmarkt vom 4. November (CW) Bei reichlicher Anfuhr besonders in Blumenkohl flotter Absatz, Preistendenz fest. Bei Blumenkohl und Grobgemũse Ueberstände. Obst- geschäft für gute Qualftäten und erste Sortierung bei anziehenden Preisen belebt. Es erzielten: Blu- menkohl 35—75; Karotten Bund 12—16; Kartoffeln 8—9; Kohlrabi Stück 8—12; Knoblauch Strang 70 bis 80; Lauch Gewichtsware 24—26, Stück 1014; Meerrettich 90—110; Möhren 12—16; Petersſlie Bund 7-10; Rettiche Stück 10—12, dto. Bund 12; Rosen- kohl 20—28; Rotkohl 13—15; Rote Rüben 16—18; Endiviensalat holl. Steige 8—10, dto. Stück 1524; Kopfsalat holl. 3—9,50 Steige, dto. Stück 20-80; Schwarzwurzeln 70-80; Schmittlauch Bund 79 Sellerie Stück 30—40, Gewichtsware 25—28; Spinat 18—22; Tomaten inl. 20—35, ausl. 40—45; Feldsalat 100—420; Paprika 40—45; Weißkohl 8—11; Wirsing 12—16; Zwiebeln holl. 26—30, dto. inl,. 2830. Obst: Tafeläpfel ausl. 25—40, inl. 22—38; Wirtschaftsäpfel 16—24; Orangen ital., Kiste 36-38; Bananen Kiste 16—18; Tafelbirnen ausl. 26—32, inl. 18-32; Koch- birnen 16—24; Datteln 120130; Feigen Kranz 30 bis 52, Paket 29—31; Kastanien 20—38; Quitten 13 bis 22; Trauben franz. 46—50, ital. 4550; Wal- nuüsse 65—70. Handschuhsheimer Obst- und Gemüsegroßmarkt (VWD) Ruhiges Obstgeschäft. Von Gemüse Rosemkohl, Feld-, Endivien- und Kopfsalat ge. fragt. Der Absatz in Blumenkohl läßt zu wün- schen übrig, geringe Qualitäten nicht zu ver- kaufen. Es erzielten: Tafeläpfel IA 21-28, dto. A 10-20; Tafelbirnen 7—23; Kopfsalat 9—15; Endivien- salat 8—15; Feldsalat 90—93; Spinat 10—12; Rosen- kohl 38-45; Blumenkohl 0 30—38, T 23—30, II 1020; Segeis Hu eee. Vetlangen sie Gtatisprobe von Dt. Rentschler& Co., Laupheim 562 Witbg. stellenangebote Nallli uit rasiert branche erwünscht. Automobilgroßhandelsgesellschaft sucht für das Reparatur-Büro zum sofortigen Eintritt einen ABRECHNER Gute Umgangsformen und Gewandtheit im Verkehr mit der Kundschaft sind Vorausbedingung. Fachkenntnisse der Auto- Bewerbungen mit Lichtbild, Nachweis der bisherigen Tätigkeit und Gehaltsansprüchen sind zu richten unter Nr. P 64581 an den Verlag. kahn mituntef gie Haut sein. Mit VasE WSI FEI CREHE Wird aueh rauſte Haut wiedef geschmeidig und Widerstandsfahig. Drũsen- u. Jüngerer Expeditionsarbeiter m. Füh- erschein Kl. III, gesucht. Kurzgef. Angeb. u. Nr. P 64501 an d. Verl. Sauberes Tagesmädchen od. unabh. Frau per 15. Nov. 52 gesucht. Vor- Zustell. in d. Zeit v. 12 bis 14 Uhr bei Frisier-Salon Rinderspacher, Friedrichsring 42. 2 Damen oder Herren für Werbung Damen und leren auch Kriegsbesch., als Bezieher werber von groß. Wochenzeitg. gesucht. Wöchtl. Verdienst 100, Pis 150,- DM. Vorzustell. Mittw. 5. 11., 11—14 Uhr:„Welt am Sonn- abend“, Richard-Wagner-Str. 72. Die bange Frage was sagt die Waage f? RICHTERTEE sorgt auf natũt liche Weise für eine gesunde 8 schlanke Figur. Er fegt die ermtätigkeit an. Auch als DRIX- BRNAGEES. 5 s BN. Kpeih. he Einhorn-Apotheke am Markt Drog. Ludwig& Schütthelm, 0 4, 3 Planken-Drogerie Erle, D 2, 9 Drog. Hoffmann, Langerötterstr. 16 Drog. Willier, Schwetzinger Str. 14 Feudenheim: Drog. Hein, Hauptstr. 63 Waldhof: Post-Drog. Rathgeber i Vertretungen N Jetzt noch günstigere Flugpreise nach den USA. Nur in der Zwischensdison. Große Ersparnis bei beiden Flugdiensten. von Foto-Vergrößeruigen gesuchſ. gut gelaunt! 4 eim gemütlich Ertahr. Speditions kaufmann für selbständige Führung einer mittl. Spedition in Führerschein Württbg. zum bald. Eintritt gesucht. erforderl. Wohnung vorhanden. Angebote von nur Sofort Geld. Angebote unter Nr. P 64502 an den Verlag. Bar-Dame gesucht. Adr. einzus. unter Nr. A 04715 im Verlag. Stellengesuche anlagen Schweiz. Fabrikat Bewerbung. unter Dr. Alles für Küche und Bad JOST sz, 4 Grun. steg) — Aus Anlaß unserer Betriebsvergrößerung suchen wir beruiliene Chance derurksverirelungen für vollautomatische Oelfeuerungs- tralheizungen zu vergeben. Weltner Werbung, Stutt- gart-O., Stöckachstraße 1. für Zen- V 5243 an 21 Jahre, gute Bürokenntnisse, Führersch. Kl. III, anpassungs- Gewerblich zugelass. Friseuse sucht von e Netall versierten Fachkräften m. Lebenslauf Zeugnissen, VV U ö 0 U 3 ö Dielengarnituren Referenzen, Lichtbild, Gehaltsansprüchen und Ein- Klasse 3 sucht Stelle als br 1 or 0 or olsen r N Zimmeröfen trittstermin unter Nr. P 64505 an den Verlag. Angebote unter Nr. P 64512 an den verlag. 1 25 Es kiriflert 5 besen EE den deen e eee 2 n kenschirme Wer bietet jungem mann Veen n veErRIX Uberan Wundervolle bietet . SIDENT 0 6 3 1 ich 4 ö 2 0 känig örtlich nicht VVVFFF CCC Zueideck Küche 5 Sebunden. Dauerwellen, Färben). Zuschr. Hlegle Unterdeck. 5 44 19e 44 Oer A.. Ef Angeb. unt. Nr. 04732 a. d. V. erb. unter Nr. 04631 an den Verl. 5 wondsziin aden ichkeiten. gech AUro- HAUS schMoltl sue fur m. Tochter nach Besuch de dure dete Ancpiu gu von eee 1 3 55 eee— 5 1 5 eu Hunststunen Gruner Sitte fordern Sſe bel den Bleyle- 9 acdatermaschinen Direkthändler der A. OPEL A.-G. Anfangsstelle als„ F e, im klantenhof Verkaufsstellen oder dlrekt bel uns l 1888 Schreibmaschinen Mannheim, T 6, 23/24, Tel. 4 38 17 Angeb. unt. Nr. 04702 a. d. Verl. de obs none nenen Frospekte, ag, Gegen geringen Preiss Perf. Stenotypistin, WIIh. Sleyle oHd., Stuttgart W 242 schlag große daunenweiche 5 Unterricht g 3 Korresp tin. Sekretärin Be . I. Kraft, Ia Zeugn., sehr gute äkts⸗ Führendes Fachgeschäft sucht per sofort jüngeren 3 Guch franzes.) Sprach, wer gibt italienischen Unterricht2 Geschäfts-Anzeigen 52 0„Steno, selbst., ungekünd.„ Angeb ter LLTLLL NLA 5 df K h K 304 1„(Konversation). ngeb. un Fallmann 8 uar 53 verant- lag. 0 annhel triedrict un un Mec Anl er wortl. Posten.— Angeb. unter wee Schnelltransporbe 3 0 zedrlenspigtz 0 fel. 4 47 87 möglichst mit Führerschein; N. 650 an den erlag. 5(Malerarbeiten such Tenzanlg anzen 8 1 durcb“ L 5 h 7 i. g Kfm. Angest., 30 J., ledig, zuverläss., lernen? SrünbkEBEER 5 erarbeiten ker ee. tis 1 strebs., sucht Stell. in industrie od. am Paradeplatz 9 8. 8. Strickwaren an Wiederverkäufer zu zo per, neue 1k Puppenkleidchen tür den Verkauf von Radiogeräten u. Hlektroartikeln, Handel. Angeb. u. Nr. 04711 à. d. V. Telefon 3 15 66 ünd 5 82 96. Sa in 85 N Neue Super- 1 990 80 Warz, Mhm., Tullastr. 1, Tel. 46004. 1861 in- Puppenschlafanzüge Angebote unter Nr., P 64586 an den Verlag. A N. K niedrige 1 alckurt nur 1 ra 0 Puppennachthemde f NGERI N Tanzschule MKnapp Hleinbu Leisten 2 285 1 Rudehues 3 Sie sparen naht schon jetzt zu Wein- Tüchtiger Auto-Verkäufer Fermtn. in Steno u. Maschinen- Kepplerstr. 19, Tel. 4 03 94, Anmeldg. M 2077 b. per dem le en in allen Größen für 22. 15 cht schr. sucht sof. Stelle. Tel. 4 75 49. für Nov.-Kurs erbeten. Einzelstund. J f 1 100 Silberaufl. ab Fabrik PM 1234.80 gegend! 5 „ Puppen angefertigt. III 9 70 rer. W h geswert. e kleche seit ub. 25 Jahren an Pri- 4 dent“- Flugpreis in 5 und Let F 3. 5 1) z. B. teilig nur re erte 175 115 1 Tenmnaus M O H N m. 1„ Friseuse, gute Kraft, gesucht. An- f— f Ze Vai ate 2250 DN. ketelos Hauptsaison. 11 80 . +6ãTſ dbediptucle Vinc. Stock Mann 0 86—.— en e Müdhotstrage 107. Ruf 5 00 26 Unfernenmeng d Pefag, mne nende, e wt deen Tpalhandelsschule Vine. aunnelm FFVTVCVCCCCCCC000 Mahlzeiten ter Nr. P 64312 a. d. Verlag. Ehrl., tüchtige, perf. Kraft(Kochen, 5 olgt dul, un„ 5 Inh. u. Leiter: Dipl.-Kfm., Dipl.-Hdl. Dr. W. Krauß folg„ Mannneim, Haus Fürstenberg àm Wasserturm, Vervielfäitigungen Die gleichen orful 5 1 vont Es wollen sich nur solche melden, r iedrichsplatz 1 Telefon 4 38 00 Foto-Druck 9 1 0 10 puch esatzungen l die beste Empfehlungen nach- Walter Lingott, U 6, 12, Tel. 4 26 94. auf beiden Flugdiensten. neim mf, 11. d f 0 weisen können. Angebote unter Halbjahreslehrgang mit vollunterricht. Beginn: 12. November 1952 Auskunſt durch Ihr Reisebüro Bababer U 09 anfrer Nr. 04697 an den Verlag. Abendlehr gänge: Eilboten- Schmidt eder Pan A Bauabst 1. Anfängerlehrgang in Steno u. Masch.-Schreib. mit neuzeitl. und ce Gers. ans wech) net Saubere Stundenfrau behördl. Schriftverkehr. Beginn: 11. November 1952 Qu 3, 6.7, Telefon 3 28 69.„ 1125 9 85 1 -S e ut. Leumund, von bedeutender Eilschri. 1 11. M. Am Haupfbahnho osep 12 fte renn nden Sunn 506. gesucht. Vorspr. 9-12 Unr. 2. Eilschriftlehrgang ab 100 Silben Beginn 41. November 1952. Mas enINEN.srickEREI heim ul tigen Eintritt gesucht. Bewerb. Feudenheim, Körnerstraße 42 part.* Anmeldungen rechtzeitig erbeten. 1 unter Nr. P 64511 a. d. Verlag. 5 1 8 preiswert 3 1 mann adenburg, QZeifvberlusſe e 8 Schokolade Ehrl. saub. Putzfrau e 40 u. finanziell. 33 gepfl. Haushalt ses. Tel. Versuche ersparen 81 e echt holländ., bei Magen-, Gallen- 1 Ipma 1000 8 Herren, wenn sie zuerst einmal zu Naarle Mer Oel Nieren-, Leber-, Stuhl-, Rheuma- Eiltransporte ee 8 14 62 enn let ph.. 17 eiten, spielen ei absetzbare 10 2 e, Vertreter Verkaufsschlager, tägl. pares Geld, nlemeneis braune Packg. 2.40 DR„FFC 79, ur erhältlich in den Ge- sichere arten r e Einlegekartoffeln ene f 4 chäft zum verkauf von Uhren an Üichkeiten, ründl. Finarbeit au 5 1 2 ERC reislolt en mit der Private gesucht. Gute Ver- für Berufsfremde bis zum Erfolg, 8 aus d. Sinsheimer Anbaugebiet eld hohe Zuschüsse für Pkw.-Gestel- nach und von Landau liefert frei Haus p. Ztr. 8,50 D. moſtletee gp 8 dlenstmoslten i. srort narf lung eln en eg 10 Pumsses-als Postkarte genügt Dik ERFTAURENSTE som de yramide 8 2 Fahrt 1 bin 13 u. 5. 19 1 e Kaiserslautern. Reichardt& Barther, Sinsheim LeekskiischAkr ok Wir len Adr. einzus. u. 5„ urg-Hospiz, annheim,„ 7— 12 8 3 pole ö— oder schrifti. unt. PS 64701 a. d. V. FICHTENMAIER- SPEDITION Roof 6 27 29 b. 6 36 62 L Els, eee 8 n Red. Sonehmigong liegt ein unscheinbares Hexenhäuschen, das von zwei hohen Akazien beschattet ist. Ein Schild über der Tür läßt einen Hasen er- kennen, der aus einer Bratpfanne springt. Andre Gill hat es um die Jahrhundertwende Für die Schenke gemalt, die damals noch das „Kabarett der Mörder“ hieß. wo aber nur Friedliche Hühner für den Suppentopf ge- mordet wurden. Das neue Schild gab dem merkwürdigen Lokal mit seinen dunklen Holztischen und den rotverschleierten Lam- pen seinen Namen, unter dem es in der. Ge- schichte der Montmartre-Boheme berühmt Wurde: Lapin Agile. Hier kam vor langen, langen Jahren eine Schar von jungen Künstlern und Habenichtsen allabendlich zusammen, um sich mit Rezitieren von Ge- dichten oder mit Bildern, die an die ver- Tauchten Wände gehängt wurden, einen Teller warme Suppe und ein Glas Rotwein zu verdienen. Den Wirt., der sie kreihielt, nannte man den Pere Frédé: Er trug einen langen weißen Bart und verkaufte am Tage mit seinem Esel Lolo Fische in der Rue des Saules, mit seiner Klarinette die Käufer Rerbellockend. Die Bohemiens, die in seiner Bude ihre Zuflucht fanden. hatten kuriose Namen, und auch ihre Kleidung stach sehr von der der braven Bürger des Montmartre- Viertels ab. Da war ein herkulisch gebauter Hollander, der sich auf Jahrmärkten für 10 Franken mit Boxern herumschlug: Mau- rice de Vlaminck, begleitet von einem rot- Därtigen Landsmann, dessen nackte Füße in Sandalen steckten und der sich und seine Familie durch Abladen von Gemüse und Früchten in den Pariser Markthallen zu er- nähren versuchte: Van Dongen. Da kam jeden Abend aus dem nahen Beteau Lavoir“ ein junger Spanier mit gelbem Teint und rabenschwarzem Haar, der sich Pablo Pi- casso nanmte und meist von seinem Freund, dem Dichter Max Jacob gefolgt War, mit dem er damals sein ärmliches Atelier teilte. Da kamen noch ein paar andere junge Dich- ter, die sich mühselig und oft abenteuerlich Ir täglich Brot verdienten, der junge Korse Francis Carco, Roland Dorgelès, der später den großen Kriegsroman des ersten Welt- Kriegs Die hölzernen Kreuze“ schreiben sollte, der dickliche Edelmann Wilhelm Apollinaris de Kostrovski, den man Guil- Jaume Apollinaire nannte. Es kam ein ha- Zerer junger Schauspieler, der unter Tags Koultur-Chronik Das Drama„Gotthard“ von Jakob Bührer wurde im Stadttheater St. Gallen urauf- gektührt. Das in Blankversen geschriebene. Fünfaktige Werk behandelt den Bau der Gott- hard- Straße als Saumpfad, der nach den Er- gebnissen der neueren Geschichtsforschung ungefähr in der zweiten Hälfte des 12. Jahr- hunderts von Alpgenossenschaften des Reuß-, Urseren- und Livinentals in einem Gemein- schaftswerk gebaut wurde, das die Bildung der Eidgenossenschaft vorbereitete. In der durch Eid verbundenen Genossenschaft fried- cher Talleute sieht der Autor den Keim einer auf herzhafte Zusammenarbeit begrün- deten Weltgemeinde. Durch das Hineinwir- ken der Geldwirtschaft des Tieflandes ver- wandelte sich die Genossenschaft jedoch in einen Schutz- und Trutzverband, der sich gegen Eroberer zur Wehr setzen und sich im Harten Existenzkampf der Nationen behaup- ten muß. Hedwig Fischer, die Witwe des Begründers des S.-Fischer-Verlages, ist àm Dienstag irn 32. Lebensjahr in Königstein im Taunus ge- Storben, Sie nahm bis zuletzt regen Anteil am Schaffen des Verlages, der seit 1934 von ihrem Schwiegersohn, Dr. Gottfried Berman-Fischer, geleitet wird. Das Mannheimer Nationaltheater bringt am Donnerstag, 6. November, 19.30 Uhr, erst- malig in dieser Spielzeit Mozarts„Zauber- 80 wieder heraus. Dabei stellt sich Gerti Charlent als Gast in der Rolle der Königin der Nacht vor. In Vertretung Irma Handlers, die indisponiert ist, singt am gleichen Abend Paula Liebherr die Partie der Pamina. als Maler, Carco, der Homer der Pariser Künstlerbocheme und Dorgelès als Schrift- steller, die beide heute Mitglieder der Aka- demie Goncourt sind; Guillaume Apollinaire Aber, der große Poet, ist an Kopfgrippe am letzten Tag des ersten Weltkrieges, den er als französischer Soldat mitgemacht hatte, gestorben, während der zarte Dichter Max Jacob in einem Gestapo-Gefängnis ver- schieden ist. Dieser Tage nun feiert der„Lapin Agile“, der immer noch wie zu Zeiten Père Frédé die Künstlertradition auf dem Montmartre pflegt, seinen 50, Geburtstag. Francis Carco war zu dieser Feier zusammen mit dem Maler Edmond Heusé an der Spitze der „Freunde des alten Montmartre“ erschienen um Erinnerungen an die romantische Zeit mrer Jugend zu erzählen, so die schöne Geschichte, wie Lolo, der Esel des Peère Frédé„unter dem Namen Boronali zu einem künstlerischen Triumph kam: Dorgelès Carco und ein paar Freunde hatten ihm einen Pinsel an den Schwanz gebunden, wobei ein futuristisches Gemälde entstand, das in der großen Kunstausstellung der Un- abhängigen als„Sonnenuntergang auf dem Adriatischen Meer“ eine Sensation hervor- rief. Armer Lolo: als der Pere Frédé sich nach Saint-Cyr-sur-Morin zurückgezogen hatte, hat er sich aus Sehnsucht nach dem „Labin Agile“ im nächsten Fluß ertränkt. Nach diesen wehmutsvollen EFrinnnerun- gen sang Carco mit brüchiger Stimme die gleichen Lieder, die er hier schon um 1910 Die klugen Frauen Eine Lithographie von Henri de Toulouse-Lautrec nach Molieres Komödie „Les femmes savantes“.— Aus„Pipers Kunstkalen- der 1953“, der zahlreiche Blätter älterer und zeit- genössischer Künstler in schönen Reproduktionen enthält. vorgetragen hatte— Nini Péau- d' Chien“, „Dis donc, Mimile“ und die ergreifende Ballade von der Rue Saint-Vincent. Man sah es Monsieur Carco mit seinem runden Ge- sicht und seinem wohlgenährten Bauch, mit der Rosette der Ehrenlegion im Rnopfloch des gut geschnittenen Anzugs, allerdings nicht mehr an, daß er sich in seiner beweg- ten Jugend an die Milchtöpfe vor den Haus- türen der Bourgeois halten mußte. Es hat sich viel geändert im Lauf der Jahre, und auch die Bohemiens von einst sind nicht mehr die gleichen. Aber die Boheme selbst ist unsterblich. Und heute wie ehedem singen junge Künstler im„Lapin Agile“ ihre Lieder, um den Hunger, den unzertrenn- lichen Begleiter der Boheme zu stillen. 5 Hubert v. Ranke Trojanisches Pferdchen der Sittlichkeit/ vos Hes Mntted Sabot, Nachstehenden Kommentar entnehmen wir der„Neuen Literarischen Welt“(Mon- tana Verlag, Darmstadt und Zürich). Der Bundesrat hat gegen das vom Bun- destag bereits verabschiedete Gesetæ über den Vertrieb jugendgefährdender Schriften keine sachlichen Bedenken erhoben. Ein An- trag des Landes Bremen, das Gesetz in sel- ner Gesamtheit zu verwerfen, wurde abge- lehnt. Die Proteste der deutschen Schrift- steller- und Verleger- Verbände. des PEN- Clubs und des Bundes deutscher Journali- sten, zuletzt noch die Warnung Dr. Josef Knechts, des Leiters des großen katholischen Verlages Herder und Vorsitzenden des Buch- nändlerbörsenvereins, blieben un berücksich- tigt. Damit beginnt nun im Dschungel der Bürckratie und der menschlichen Unzuläng- lichkeit das Abenteuer eines Gesetzes, des- Sen praktischer Wert von Sachverständigen bezweifelt wird, dessen listige Interpreta- tion aber einer heimlichen Zensur der„lite- rarischen Ignoranz“— diesen Ausdruck ge- brauchte Gerhart Hauptmann gegen die so- genannte„Lex Külz“— in den Sattel helfen kann. Der Erfolg der„Lex Külzé“, jenes ersten„Schmutz- und Schund- Gesetzes“, war inn den Jahren 19271932, nach dem Einge- ständnis des juristischen Leiters der seiner- zeitigen Berliner Prüfstelle, mehr Als be- scheiden. Der Paragraph 184 des Strafgesetz- buches, der die Verbreitung unzüchtiger Schriften unter Strafe stellt. hätte denselben Dienst getan und würde ihn auch heute noch tun körmen. Warum also wieder ein Gesetz, das die unterschwellige Phantasie manches kühnen Sittenrichters zu höchst individuel- len— und oft nur für eine persönliche Psy- choanlalyse aufschlußreichen— Definitionen des Begriffs„unzüchtige Literatur“ heraus- kordert? Ist damit einem Uebel zu steuern, das in sozialen Mängeln, nicht zuletzt auch im Mangel an einer vernünftigen Sexual- pädagogik gründet? Solange in den großen Städten gewisse Straßen für gewisse„ge- werbliche“ Zwecke von Amts wegen reser- viert sind, wird die jugendliche Neugier von dem einschlägigen„literarischen“ Schmutz und Schund nicht abzuhalten sein. Natürliche Erziehung der Geschlechter in der Jugend. sachliche Aufklärung, kurz: erotische Kultur inn Verein mit sozialen Maßnahmen— etwa der Hebung des Bildungsniveaus der oft auf so wenig gebildete Weise verachteten Mas- sen, die auch gern etwas anderes als Masse wären— schlügen besser an als jedes gesetz- liche Tabu, das doch nur Uebertretungen provoziert. Wen soll der Zaun schützen und Was Soll er verwehren. Die einfache Frage Wird viele Antworten finden. Aber wäre es nur ein Zaun! Doch da wird schon eifrig an Staketen gezimmert. die das erotische Vor- stellungsvermögen des einzelnen dem gewis- ser Staketenliebhaber anpassen möchten. Und wieder geseufzt: Wenn es doch bloß ellein um das erotische Vorstellungsvermö- gen gingel Man erinnee sich und höre:; In München wurde Egks„Abraxas“ verboten, ein Bonner Staatsanwalt bezeichnete Rehfischs Rorieam„Die Hexen von Paris“ als unzüchtig, emem Münchener Staatsanwalt kam die kleine Anzeige:„Wer möchte jungem Mann nette Freundin sein?“ verdächtig vor, in Darmstadt wurde eine Sammlung galanter Barockgedichte, Anfang des Jahrhunderts zum erstenmal von Franz Blei berausgege- ben,„sichergestellt“. Dieses letzte Beispiel führt uns zu Grundsätzlichem: Hofmanns- waldau und Lohenstein, der eine weiland Präsident, der andre erster Jurist des Rates zu Breslau., sind in ihren Gedichten nicht immer frei von— sagen wir es milde Ferkelei; aber die sittliche„Zensur“ einer Auswahl mußte dem literarischen Sachver- ständigen, der hier zudem Franz Blei heißt, überlassen bleiben, nicht einem Staatsanwalt Müller oder Krause. Wie ja auch die Aus- wahl der Geschichten des Alten Testaments. deren es recht bedenkliche gibt, für den Schulgebrauch Sache der Theologen und nicht der Juristen ist. Wenn Werke der Lite- ratur schon eine Sitteninstanz passieren sol- len, dann bleibt es eine mindeste Forderung, daß dabei das Urteil eines literarischen Sach- verständigen gehört wird. Wer böte sonst Sicherheit dagegen, daß ein Eiferer in Goe- thes, des bedenklichen Juristen,„Faust“ nicht nur die dramatisierte Verführungsge- schichte eines vierzehnjährigen Mädchens durch einen Universitätsprofessor zu erken- nen vermag? Oder in Flauberts„Madame Bovary“ und Baudelaires„Blumen des B66 sen“ Angriffe auf die ach. so gute Sitteſmfas- Saddle), wie schon geschehen? Und wer garan- tiert dafür, daß dem trojanischen Pferdchen der Sittlichkeit eines Tages nicht wieder mit exklusivem Geist Gewappnete entsteigen, die ren eigenen Begriff von Schmutz und Schund“ exerzieren— in Bücherverbrennun- gen? Diese Befürchtung ist gar nicht so un- begründet, wie es scheinen mag; denn ande- rerorts hat sich bereits mancher exklusive Begriff von„Sittlichkeit“ auf mehr oder minder robuste Weise zum Starren gewaff- net. Von den Verdikten der„kommunisti- schen Moral“, die manchen weltberühmten russischen Autor heute zwingt, seine in den zwanziger Jahren geschriebenen Bücher um- zuschreiben. wollen wir diesmal nicht reden. Es genüge, zu registrieren, daß in Italien neben Pirandellos„Lazzaro“ auch z. B. Schriften von Sartre. Moravia und sämtliche Werke von André Gide unter einem teils staatlichen, teils kirchlichen, teils stillschwei- genden Verbot liegen. Merkwürdigerweise sind diese drei Autoren auch vom Bannstrahl der Moskauer Byzantiner getroffen.— Viel- leicht sind den deutschen Juristen, die das neue Gesetz werden handhaben müssen, unsere durch Beispiele bekräftigten Beden- ken nichts als Literatur Deshalb sei zuguter- letzt noch an das 1882 von dem großen Rechtslehrer Binding abgefaßte Gutachten der Leipziger Juristischen Fakultät zum Pa- ragraphen 184 erinnert. in dem es heißt: „Nichts ist abschreckender als die Prüderie, die alles Nackte als unzüchtig betrachtet: sle stellt sich durch ein unfreiwilliges Ge- ständnis selbst an den Pranger!. Gerade gegenüber den Werken der Kunst darf der zum Urteil vielleicht angerufene Strafrichter nie vergessen, daß das Leben in allen Höhen und Tiefen der Vorwurf des Künstlers ist. und daß sein Werk nie schon dann als ein unzüchtiges aufzufassen ist, wenn es in diese Tiefen hinabsteigt, sondern erst dann, wenn es für die Unzucht Propaganda macht.“ 5 3 n 8 a Seite 10 MORGEN Mittwoch, 5. November 1952[ Nr. 280 Berau verlag 2 5 druck, Unsterbliche Bohème Doch höhere Zuschüsse ener 8 7 i 5 Dr. K. 5 Stimmt Stöndgens' Bilanz nicht? Fönfzigjahrfeier des Könstlerlokals„lapin Agile“ 5 5 8 1 Im Juli dieses Jahres hatte der Geschäfts. Weber Die Fremden, die in Paris auf den Gipfel Gedichte in Hinterhöfen aufsagte und hier kührer der Düsseldorfer Schauspiel- GmbH Lokal: des Montmartre-Hügels steigen, um von der in„Lapin“ Verse von Villon oder Verlaine Intendant Gustaf Gründgens, dem„verblüff. Dr. F. Terrasse der weißen Kirche vom Sacré rezitierte, bevor er sich sein Nachtquartier ten“ Aufsichtsrat seiner Gesellschaft mitge- H. Sch Coeur nachts auf das funkelnde Lichter- auf irgendeiner Bank suchte. Charles Dullin, teilt, daß er von dem für die Spielzeit 195152 redakt meer der Großstadt hinabzublicken, oder auch ein verwahrloster Trinker war hier eingesetzten Zuschuß der Stadt Düsseldort 0. Gen um die traditionellen Künsterlokale am pit- täglich zu sehen, der mit genialer Hand den des Landes Nordrhein-Westfalen und der Main- voresken Place du Tertre, die„Mere Chate- Pinsel führte, um den Erlös seiner Bilder„Gesellschaft der Freunde des Düsseldorfer muna! Trine“ und das Kabarett der„Lady Pata- gleich wieder in Alkohol umzusetzen: er Schauspiels“ nur 220 000 DM, das ist rund Mannb chou“ aufzusuchen, verirren sich nur selten wurde Monsieur Maurice genannt und ist ein Fünftel, in Anspruch zu nehmen brauche Nr. 80 in die abschüssige Rue des Saules. am. letz- später unter dem Namen Utrillo berühmt Jetzt hat sich die Konferenz der Ober- ten Weinberg von Paris vorbei. Zur vielbe- geworden. stadtdirektoren in Rheydt eingehend mit sungenen Rue Saint Vincent. die Utrillo so Sie sind alle berühmt geworden, die Gustaf Gründgens' Bericht beschäftigt und 8 okt mit seinem Pinsel verewigt hat. Gleich jungen Künstler der Tafelrunde des Père ist dabei zu dem Ergebnis gekommen da J. Jah inter der Kreuzung der beiden Straßen Frédé: Vlaminck, Van Dongen und Picasso Gründgens' Darlegung verschiedene Wesen ö 1 liche Tatsachen„unterschlage“. So erhalte Gründgens für das Schauspielhaus von der Stadt Düsseldorf jährlich 94 000 DM für die Ausgabe von verbilligten Eintrittskarten. Ferner stelle ihm die Stadt das Haus in benutzungsfähigem Zustand unentgeltlich zur Verfügung. Die Ausgaben für die bau- iche Unterhaltung und andere Positionen seien also in der von Gründgens aufgemach- ten Rechnung nicht ersichtlich. Wenn man diese Umstände berücksich⸗ tige, habe das von Gründgens geleitete Schauspielhaus im letzten Jahr rund 500 000 1 DMark Zuschuß erfordert. Dieser Betrag Da. entspreche durchaus den Normen, die sch der g in anderen Städten bei Theaterzuschüssen jubelte ergeben hätten. Es könne daher auf keinen auser Fall davon gesprochen werden, daß der u. Begeis schuß für das Düsseldorfer Haus niedrige seiner sei als der anderer vergleichbarer Bühnen. Bevor die jetzige Betriebsform für das Düs. seldorfer Schauspielhaus eingführt worden sei, seien die Zuschüsse für dieses Haus auch nicht höher als rund 500 000 DM gewesen. 19 Gerhard Oberländer Ausstellung in Frankfurt Das Frankfurter Kunstkabinett Hanm Bekker vom Rath hat in diesen Wochen seine beiden Räume dem Maler und Gra- phiker Gerhard Oberländer für eine Aus Stellung zur Verfügung gestellt. Bei der Auswahl hat man dem Künstler freie Hand gelassen. Oberländer entschied sich füt Werke aus seiner jüngsten Schaffens. periode. Für Oelbilder, deren bunte, leuch- tende Farbigkeit nur rhythmisch wechsel in ihrer Grundanlage aber im wesentlichen gleich bleibt. Auch in den Themen irg dieser spielerische Zug auf, eine vorhan- dene Vorlage zu variieren, sie von einet anderen Seite zu sehen, ihre Spannungen auszukosten und ihre Möglichkeiten zu en proben. Dazu dienen„Masken“ oder aud „Harlekine im Boot“, Gestalten ohne in- nemhafte Wesenheit, aber auch wieder nid ganz entstofflicht, figürliche Kompositionen von abstrahierter Einfachheit, lebendig allein im Wechselspiel der Farben. Das Pendant zu diesen 25 Oelgemälden bilden 17 graphische Blätter in wechselnden Tech. niken. Ein kindhaft humorvolles Gemit spricht aus den ganz klaren, einfachen Un rigzeichnungen. ein wenig an Paul Ke gemahnend, wenn die Häuser einer Stad unperspektivisch übereinander gestellt sini eine Welt ohne Schwerkraft und physike- lische Gesetze, unlogisch und unmotiviert losgelöst von irdischen Bindungen in den Raum freier Phantasie gestellt. Daneben aber hängen auch Porträt-Skizzen, die de auherordentliche handwerkliche Können und die seelische Durchdringungskraft Ger. hard Oberländers bezeugen. K. Geheim nun als aber wi Titel de zugedac stehen. schweng wenigste wesentli persönli es, daß anbeten nicht de sich ihre beit liel Zie liebe Ike kleinen Kas, Er keit auf auch me kennen. besonder irgendelt kleine S die der eine Hein sen Geist Verwüstl! Wille, au und jeder In Abiler Als Ike verläßt,! Der französische Bühnenschriftsteller Long verneuil, dessen Werke wie„Herr Lamber. thier“ und„Es bleibt in der Familie“ auch n Deutschland viel gespielt werden, ist am Mon- tag mit durchschmittener Kehle im Badezimmet eines Pariser Hotels tot aufgefunden worden Die Gründe für den Selbstmord des Schilf. Stellers, der erst vor kurzem aus den Jes, einigten Staaten in seine französische Heimat zurückgekehrt war, sind noch unbekannt. Hermann Brümmer, der Mannheimer Kunst maler, der vor einigen Tagen unauffällig, n er gelebt hat, von dannen ging, wird von den Ausstellungen der zwanziger und dreibiget Jahre her den Mannheimer Kunstfreunde noch Begriff und Erinnerung sein. Er war ein besinnlicher Poet des Stillebens, verhalten n Farblichen, aber von einer festen, gleichsam verläßlichen Struktur der Zeichnung. Mit se ner feinfühligen Aquarell- und Pastelltechu wußte er die Atmosphärenwerte der Rhe. landschaft bildlich zu binden. Kräftigen Ek fek. ten ging Karl Brümmer aus dem Wege, al jeden lauten Erfolg verzichtend. — 5 Die Ehe der Elisateth Dersenthein Roman von Vicki Baum Copyright by Droemer, Presserechte Prometheus Verlag Gröbenzell —— ——— * 2. Fortsetzung „Pub, Mutter“, sagte das Rehle, ohne auf- zuschauen, als Elisabeth ihre leise schmer- zenden Schulterblätter für einen Augenblick an den Türpfosten des Verschlages lehnte. „Fuß“ war Rehlers Grußform aus der Zeit, da sie noch klein war. Inzwischen hatte sie sich zu einem erstaunlich selbständigen Men- schen entwickelt, zu einem viel zu langen Mädchen von fünf Jahren. „Nasse Füße?“ fragte Elisabeth.„Natür⸗ uch“ sagte Rehle. Nasse Füße gehörten zu Kehle, und Schuhe wurden nicht gewech- Sielt. Das war ein Teil von Kolas Erziehungs- Prinzipien, ein Teil seiner Idee, ein Teil von seinem Kampf gegen die Disposition In Rehles Gegenwart fühlte Elisabeth sich im- mer ein wenig überflüssig Dieses Kind stand 80 kest in seinen kleinen nassen Stiefelchen, zeigte kein Gefühl, wollte kein Gefühl. Frau Persenthein tauchte wieder in der Wirtschaft unter und hatte reichlich zu tun bis fünf Minuten vor eins. Dann ging sie mit dem Essen zu Lungaus in die Kammer und dann ins Schlafzimmer, um den EKichengeruch von den Händen zu waschen. Sie hatte früher einmal hübsche Hände gehabt und war noch immer ein bißchen eitel darauf. Früher einmal: das hatte für die neunund zwanzigjährige Elisabeth einen Klang, als wenn sie achtundsiebzig Se- Wesen wäre. Sie schaute gedankenvoll in den Spiegel, während sie die Küchenschürze ab- band. Es war ein kleiner. alter Spiegel, der in Scharnieren schräg gestellt werden kormte; man sah nicht alles auf einmal in seiner grünlichen Tiefe, sondern hübsch eins nach dem anderen: Jetzt das Gesicht, schmal, mit der kleinen Falte überm linken Auge, die Lippen etwas zu breit und etwas zu blaß, die Haare mochten angehen, sie waren wie die von Rehle. glatt und hell- braun Dann der Hals, etwas zu lang, etwas zu mager Dann Schultern und Brust— nun jal Elisabeth fand sich nicht hübsch. Sie ging hinunter, klopfte dreimal an die Tür des Ordinationszimmers und flüsterte: „Kola, du mußt essen kommen. Es wird sonst zu spät.“„Sofort“, sagte der Doktor drirmen. Sofort bedeutete bei Kola noch eine Viertelstunde. Elisabeth ging wieder hinauf, der Tisch war gedeckt. sie öffnete für einen Augenblick das Piano, schlug ein paar Töne an und horchte ihnen mit ge- öfknetem Mund nach bis sie verschwebt Waren. * Doktor Persenthein, das ist ein Mann von achtunddreißgig Jahren, ein großer, ma- gerer Mensch, mit schweren. breiten Schul- terknochen und einer hellen Haut, unter der an Üüberanstrengten Tagen die Adern bläulich durchschimmerten. Das Haar tritt über der Stirn in zwei tiefen Ecken zurück und wird dünn. Die große Nase hat einen kühnen. schmalen Sat- tel, der Mund mit den breiten Zähnen nimmt viel Platz ein; von den tiefgekerbten Mund- Winkeln zur Nasenwurzel läuft eine Falte von heftigem und angespanntem Charak- ter. Doktor Persenthein, Sohn eines mittleren Beamten, der etwas Besseres als der Vater werden sollte, studierte Jus. sattelte um, setzte gegen Familie. Tod und Teufel den Willen zur Medizin durch, der sich lang- sam in ihn hineingefressen hatte. Studium in zwei kleinen Städten mit zwei großen Universitäten Physikum, Staatsexamen, Promotion, Anatomie, Physiologie, Histo- logie, Pathologie, Bakteriologie, Dissertation über Hypernephrom- Metastasen der Kno- chen. Der Weltkrieg. Volontärarzt an dem großen neuen Krankenhaus der Halbmil- lionenstadt Markenheim. Die ersten Fehl- diagnosen. Die ersten Kunstfehler. Die ersten letalen Ausgänge. Herzschlag während der Narkose. Warum? Luftembolie bei einer gang gewöhnlichen Kropfoperation warum? Verblutung nach einer Gallenblasen- naht— warum? Solche Dinge passierten nicht etwa ihm, dem kleinen Volontär, son- dern dem großen, weltberühmten Chirurgen, dem Geheimrat, der Kapazität ersten Ran- ges. Der kleine Volontär Persenthein durfte nur dabei stehen, Objektträger halten oder Klammern zureichen. Die ersten Zweifel an der Gottähnlichkeit der Chefärzte und an der Allmacht der Medizin tauchten auf, ver- schwanden aber wieder. als er Assistenz- arzt am Krankenhaus in Schaffenburg wrde und alle Hände voll zu tun bekam. In der gynäkologischen Abteilung war es, Wo er auf Elisabeth stieß, die Säuglings- schwester werden wollte und ein Zimmer mit neunzehn Neugeborenen zu betreuen hatte. Er ergriff das Gefühl für dieses große, gotisch lange, schmale und klare Mädchen so heftig und hielt es so eigensinnig fest, wie einige Jahre früher die Leidenschaft für die Medizin. Er sauste kopfüber in Ver- lobung und Ehe hinein und fand sich wie- der mit der jungen Praxis in Lohwinkel, die er von einem toten Onkel seiner Frau ererbte Er war Ehemann, Bürger, Mieter des Angermannhauses, an dem er alsbald zwei Tafeln befestigen lieg.„Dr. Nikolaus Persenthein, praktischer Arzt und Geburts- helfer“ stand auf der einen. Auf der andern:„Ich bin in. und komme zurück um. War Dr. Persenthein in eins der Dörfer gerufen und hing diese Tafel aus- gefüllt am Haustor, dann erweckte das den Anschein von stärkstem Beschäftigtsein und bewegter Praxis.. Zuerst holte man ihn nur. wenn es nicht anders ging: bei Geburten beispielsweise, wenn es nicht glatt lief und die Hebamme nicht allein fertig wurde. Die Leute von Lohwinkel hielten ihren Doktor für ein bißchen verrückt. mißachte- ten ihn ziemlich, aber sie liegen sich von ihm behandeln, hauptsächlich wegen der Bleikrankheit. Mam holte sich die Blei- krankheit in Profets Akkumulatorenfabrik, die eine Menge Arbeiter beschäftigt. Bei diesen Arbeitern hatte Doktor Persenthein einen Durchschnitt von 28 Prozent errechmet. die der Krankheit verfielen Pro- fets Fabrik mit ihren schlechten Anlagen, mit ihren notdürftig umgebauten Werkräu- men einer früheren Färberei war die reine Giftbude. Man konnte nicht einmal Herrn Profet allein dafür verantwortlich machen denn dem wieder waren die Hände gebun- den, solange Herr von Raitzold auf seinem Grund umd Boden saß und jedem Fabrikneu- bau und jeder Frweiterung seinen Dickkopf entgegensetzte. Die Arbeiter ihrerseits wa- Weg Zu g kreien E Freunden später be auszeichn Re schen Arr. Weiter als ren achtlos und fahrlässig im Umgang m dem Gift. Dr. Persenthein sah dem en 4 zu. und dann nahm er den Kamm Er begab sich auf die Suche nach eind Therapie gegen die Bleikrankheit. a Elisabeth hatte oft Angst vor dem trotil gen Kummer, der in seinen Augen wohnte ke Tälut vor seinem harten Auffahren bei Nac pon der vor de Ungeduld in seiner Stimme. Sie hätk der der den Mann gern in die Arme genommen, eit, stranlt d, gebettet, weich gemacht. ruhig gemacht Abe schen 80. gerade das konnte er nicht brauchen ds der ei stand im Kampf gegen eine Stadt, im Kan im Offlzie gegen die Krankheit, zuletzt sogar. gen, daß Kampf gegen die eigene Wissenschaft. erküllen! mußte hart und ruhelos bleiben.„obne Ri Nun hatte er seit drei Jahren den Arbe“ ünsche ter Lungaus im Angermannshaus. das Wide, im die sbenstige und streitsüchtige Objekt seite und viell medizinischen Experimente. um das seil Begeben, Gedanken kreisten Es war zwanzig Minuten meinschaf nach fünf, Schluß der Sprechstunde, und d dllichter Dunst aller àngstlichen und kranken Mien Leit als e schen, die den Nachmittag lang hier vorbe“ Veberhau defiliert waren,, machte die Luft im* che, Sel dinationszimmer schwer. usprechen „Anziehen“, sagte Dr. Persenthein i lane Red wusch sich die Hände. Lungaus krocd. r Me seine Kleidung zurück. Der Doktor sche kerl und tete Lungaus Krankenblätter zusammen, 5 len Streit gaben fast eine kleine Broschüre ab. 1 Leltdem al sind also jetzt gesund, Lungaus“.„Mann, des „Na—“ erwiderte Lungaus zweifelnd un zerbombte angelte nach seinem Hosenträger. U maligen J. Sie bleiben weiter bei mir im Haus g gelt als e unter Aufsicht, aber Sie fangen 0 Oberkomn zu arbeiten an Ich habe mit Herrn 1 mit einem gesprochen.“ Will er mich denn wieder% nd m men?“„Ich habe ihn gebeten. Er tue dlent, Di. mir zuliebe Ihnen. Er kann Sie doch b, 5 riechen.“ Vielleicht hat er Respent, 4 mir.“ Cortsetzung 105 2 2 .