geber: Mannheimer Morgen 3 Druck: Mannheimer Groß- 1. Verlagsleitung: H. Bauser; r: E. F. von Schilling; 91 3 Ackermann; Politik: 5 Kobbert; Wirtschaft: F. 0. i 5 peuillet.: W. Gilles, K. Heinz; . 1. L. Eberhardt; Kommunal: 1 1* Koch; Ludwigshafen u. Sport: Ane Laune dt, Land: C. err: Solal- daktion: F. A. Simon; Chef v. D.: 1 1 ntner. Banken: Südd. Bank, Rhein- ius dem z, ak, Städt. Sparkasse, Bad. Kom- in Bede u e Landesbank, Bad. Bank, samtl. kunbeln. Postsch.-Konto: Karlsruhe u 0 l Ludwigshafen /Rh. Nr. 267 43 dle B. 2 85 — e e Mannheimer ORC E Ungbhängige Zeitung Badens und der Pfalz PPP r Geschäftsstellen: Mannheim, R 1. 4-6, Telefon 4 4131-54; Heidelberg, Haupt- straße 43, Tel. 29 3/8(Hdlb. Ta ebl.); Ludwigshafen/ Rh., Rheinstr. 37, Tel. s 27 68 Bezugspreis: Monatl. 2,80 DM zuzügl. 40 Pf. Trägerlohn, Postbezug 3,20 VM zuzügl. 54 Pf Zustellgebühr, Kreuzband- bezug 4,.— DRM einschl. Porto. Bei Ab- holung im verlag oder in den Agen- turen 2,80 DM. Erscheint täglich außer sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreis- liste Nr. 11. Anz.-Ltg.: R. Adelmann; Werbg.: C. Faust. Bei Nichterscheinen infolge höh. Gewalt kein Anspruch auf Rückerstatt. des Bezugspreises. Für un- verlangte Manuskr. keinerlei Gewähr Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Mittwoch, 3. Dezember 1952 bontagabend vor der in- den pundesregierung in Bonn, auch die Bundesregierung sei jederzeit bereit, mit der fran- wichtiger als die Saarfrage sei die Eu- r wpapolitiæ und ein gutes deutsch- franzö- bccbes Einvernehmen, erklärte Schu- 9 Buckel ban;„die Saarfrage darf weder die t der Nef zusch- französische Harmonie noch die hen und d. Fropapolitiæ an Gewicht übertreffen“, rechts le e er in einem Kommentar zu den Wah- We in in Saargebiet.„Statt eines Hlinder- onfess intl, des kann die Saar ebensogut zum Symbol ier Vereinigung Europas werden.“ gchuman sprach sich für die sofortige u„direkte Saarbesprechungen aus. Jubeschadet einer Entscheidung der fran- ischen Regierung, wiederhole ich, daß wir 4e Ausarbeitung eines Saarstatuts durch ſrekte Verhandlungen zu beschleunigen unnschen. Das heutige Saarstatut sei einem Ursprung nach nicht ein zwischen nkreich und der Saarregierung verein- hartes Statut, sondern ein internationales zetut. Sowohl von deutscher als auch von enzösischer Seite sei immer wieder darauf Ingewiesen worden, daß das Saarproblem ier an Nag ur durch einen Friedensvertrag oder einen Werden e geichwertigen Vertrag geregelt werden Kulturte inne. Ein solcher Vertrag müsse nach lin mittelt zigglichkeit die Unterschrift aller derjeni- „ zn Mächte tragen, die sich mit Deutschland en Kriegszustand befunden hätten. In An- arkus-Rirch betracht der heutigen weltpolitischen Lage rarl Thecph gien aber zumindest die Uaterschriften der undd von iche Westmächte sowie der Beneluxstaaten überaus eus unmittelbare deutsch- saarländische schönen if gechbarn notwendig. ondern alt hr Zzustattel 3 22 ene Zwei Zentralbehörden rteilhaft 2 für Mannheim vorgesehen Karlsruhe,(mn. l.-Eig.-Ber) Ministerpräsi- dent Maler empfing am Dienstag den Farlsruner Oberbürgermeister Klotz und eine Delegation von Stadträten aller Frak- Mienen und Vertretern der Industrie- und endelsxammer sowie der Handwerkskam- 9 1 ger, Der Ministerpräsident nahm die Wün- 1 utbe l ce der Stadt Karlsruhe entgegen und „ war dine wachte ihre Vertreter mit den Plänen der Worten aa keeierung Baden- Württembergs bekannt, wirkten mi de n einem am Dienstag den Fraktionen zu- nzer(Geiz leiteten Vorschlag niedergelegt sind. Da- n der 055 aach sind für Mannheim an zentralen . fi dae atedehören das Landesarpeitsgericht und spricht fer Staatsschuldenverwaltumg vorgesehen. Manmzeims ir die Oberfinanzdirektion kämen Mann- e Erzähl em oder Karlsruhe in Frage. mzoldt, I Maier wies darauf hin, daß in der Frage mphonielte er Oberkinanzdirektion nicht Stuttgart 1 an lein entscheiden könne, sondern daß dazu 8 Rach ach Bonn gehört werden müsse. Er machte kiß, Schlee zer darsut aufmerksam., daß bei jeder zt die Pia, Ktertigen Entscheidung die Frage geprüft erden müsse, ob in den betreffenden g Helten ausreichende Büroräume und Woh- ungen vorhanden sind. en ee —— 5 Berlin, Die Gattin des Ratsvorsitzenden der Jusellschen Kirche Deutschlands, Frau Arm- zal Dibelius, ist am Dienstag im 70. Lebens- 4 A 5 m einem Berliner Krankenhaus gestor- . erst del en Frau Dibellus hatte sich im Frühjahr . 895 1 der Gallenoperation unterziehen müssen, vor n einsene Kren Folgen sie sich nicht mehr erholte. mit dir u] Berlin. Die Möglichkeit eines Schauprozesses Er saß aun der Sowjetzone nach dem Muster des Pra- ntem Knit lieesleergerlchſes“ gegen Slansky und Kom- g die Sttet fg 5 deutete der stellvertretende Minister- die ental, W Heinrich Rau, in einer Rede in Leip- 8 dene gane Der rumänische Ministerpräsident eng 1 10 8 Gheorghiudej kündigte in einer von nd e 55 Bukarest übertragenen Rede einen ne Anti een Prozeß gegen umstürzlerische Ele- a, und eln 15 an. Politische Beobachter nehmen mit i eth Stall 0 an, daß sich Anna Pauker, der, 85 endet* alige rumänische Außenminister, unter 4 T0 eanseklagten befinden wird. elsten Iden gulien. Der tschechoslowakische Außenhan- uszukleldes ebminister Antonin Gregor würde, wie Rädlio agte sie. Naarn Dienstagabend bekanntgab, durch den der letitelenesenten der Republik, Klement Gottwald, lange i Amtes enthoben. o. geg ee arenen Laut Radio Bukarest wurden bei den sie, da meinen Wahlen letzten Sonntag % p. vorn Is Wenn 9 Adden aller gültigen Stimmen für die Ein- lisaben a sis mit den Kandidaten der kommunisti- Hand ne le bemokratischen Volksfront“ abgegeben, waren ke 10505 Millionen Rumänen, das sind fast entlich. 10 e Wahlberechtigten, nahmen an ch i Menden, in einer Erklärung des britischen an 00h e 4 ministeriums vom Dienstag heißt es. in ar do 1 do dtzonen republik stünden gegenwärtig bei der e 0 000 Deutsche unter Waffen. In Pase- ones. Hazet, sei ein Hauptquartier für das erste So- nen- Armeekorps eingerichtet worden. r ehemalige italienische Minister- ent Vittorio Emmanuele Orlando, der m per tr der großen Vier“, die den Versailler e schaft 0 ler b. entworfen haben, ist am Montag im at sie el lee) n, 92 Jahren einer Lungenentzündung ist es feat Kabinettchef De Gasperi hat für den fragte den enen ein Staatsbegräbnis angeordnet. in der Hol, dukin Ork. General Eisenhower hat Martin on ihr, unde„zum Arbeitsminister und Sinclair „en dum Handelsminis f f künf- zu el, en. minister in seiner kün 10 wel. Neben rib e ernannt. Die Kabinettsliste 5 ers ist damit vollständig. UP/dpa al etzung k nischen Regierung über eine Lösung des Saarproblems zu verhandeln. Schuman kündigte an, er werde in Kürze Bundeskanzler Dr. Adenauer schriftlich zur Wiederaufnahme der Saarbesprechungen ein- laden. Frankreichs Haltung in der Saarfrage bleibe die gleiche. Die Bevölkerung des Saar- gebietes werde zu gegebener Zeit unter allen internationalen Sicherungen in einer freien Abstimmung über ihre Zustimmung zu einem endgültigen internationalen Statut befragt werden, das ihr von den Signatarstaaten des bisherigen Statuts vorgelegt werden würde. Es sei zwar selbstverständlich, sagte der Außenminister, daß die Lösung des Saar- problems eine Einzelfrage darstelle, die mit Neuer Anfang mit der Saar Auhenminister Schuman will jetzt Adenauers letzten Brief beantworten paris.(dpa/ UP) Der französische Außenminister, Robert Schuman, sprach sich am und ausländischen Presse in Paris für die sofortige Fhiederaufnahme der Verhandlungen mit der Bundesrepublik über den zukünftigen gtatus des Saargebietes aus. Am Dienstag versicherte dann der offizielle Sprecher der der Lösung anderer Probleme nicht in einem unmittelbaren juristischen, wohl aber in einem ursächlichen Zusammenhang stehe. Zum Beispiel würde— so meinte Außen- minister Schuman auf eine Frage— das Zustandekommen der Europäischen Verteidi- gungsgemeinschaft„außerordentlich schwie- rig“ sein, wenn es nicht vorher oder zumin- dest gleichzeitig zu einer Regelung des Saar- problems käme. Auch das Inkraftsetzen des Generalvertrages werde naturgemäß schwie- rig sein, solange die saarländische Unbekannte zwischen dem Deutschen und dem französi- schen Volk stehe. Die Wahl im Saarland, erklärte Schu- man, bedeute einen„immensen Fortschritt“. Drei von vier Wählern hätten den bestehen- den Parteien, die eine„europäische Lösung“ anstrebten, durch ihre Stimmen das Ver- trauen ausgesprochen. Wie Bonn sich neue Verhandlungen denkt Bonn.(dpa). Die Bundesregierung sei jederzeit bereit. mit der französischen Re- gierung über eine Lösung des Saar-Pro- blems zu verhandeln, erklärte am Dienstag der offizielle Regierungssprecher in Bonm. Voraussetzung dafür sei, daß bei einer Europäisierung des Saargebietes die fran- z6sisch- saarländischen Wirtschafts- konventionen abgebaut werden. Eine Aufrechterhaltung der Konventionen würde nach deutscher Auffassung ein wirt- schaftliches Uebergewicht Frankreichs in einem autonomen Gebiete bedeuten. Die Hälfte der Bevölkerung an der Saar sei vom Bergbau und der Eisenbahn abhängig, die beide weitgehend in fremzösischem Be- Sitz seien. Die offene Frage bei den künf- tigen Verhandlungen sei daher, was man unter Europäisierung in wirtschaftlicher hinsicht verstehe. Die französische Auf- fassung, die Wirtschaftskonventionen der Entwicklung anzupassen, stehe der deut- schen Ansicht gegenüber, die Ronventionen aufzuheben. Bei der Klärung dieser Pro- bleme sei sowohl die Meinung der Bundes- republik und Frankreichs, als auch die der Saar wirtschaft in gleichem Maße zu berück- sichtigen. Der Bundeskanzler habe daher am 16. Oktober in einem Schreiben dem französischen Außenminister vorgeschlagen, Experten beider Staaten und des Saarge- bietes sollten sich zusammensetzen, um ein- mal Ordnung in die wirtschaftlichen Zu- sammenhänge en der Saar zu bringen,. Der Sprecher unterstrich, daß es nach Auffas- sung der Bundesregierung nur im Friedens- vertrag eine endgültige Regelung der Saar- frage geben könne Jetzt sei darum uur an eine provisorische Lösung zu denken. Unter provisorischer politischer Autonomie ist nichts anderes zu verstehen, als ein Status der dem Saargebiet seine politische Selb- ständigkeit bis zum Friedensvertrag unter Kontrolle einer suprenationalen Behörde“ gibt. Dieser Status werde sicher auch Ge- genstand der künftigen Verhandlungen mit Frankreich sein. Und wenn Korlsrube Bonn vor der großen Debatte über die deutsch-alliierten Verträge von unserer Bonner Redaktion Bonn. Bis in die späten Abendstunden haben die Bundestagsfraktionen am Dienstag die deutsch- alliierten Verträge behandelt. „Fünfzig bis fünfundfünfzig Stimmen Mehr- heit wird der Kanzler herausholen“, prophe- zeien einzelne Abgeordnete der Regierungs- koalition. Die Sozialdemokraten sind vor- sichtiger. Sie hoffen, die zweite Lesung bis in den Freitag hineinziehen zu können. Da ein Aenderungsantrag vorliegt, müßte dann, bei dessen Annahme, die dritte Lesung um 48 Stunden ausgesetzt werden. Auf diesem Weg könnte es vielleicht gelingen, die Schluß lesung in die nächste Woche hineinzudrücken, in die gleiche Woche, in der Karlsruhe seine öffentliche Verhandlung über das Gutachten für den Bundespräsidenten beginnt. Die Koalition dürfte alles daransetzen, den Fahrplan einzuhalten, dessen Ablauf am Mittwoch um 13.30 Uhr beginnt. Nach der Berichterstattung des Auswärtigen Aus- schusses wird der Bundeskanzler Wahrscheinlich in einer einstündigen Rede noch einmal seine Vertragspolitik vor dem Hintergrund der weltpolitischen Entwicklung begründen. Dann sollen die übrigen Bericht- erstatter der Ausschüsse zu ihren Themen sprechen. Donnerstag vormittag um 9 Uhr, geht die Sitzung weiter. Man hofft, schon in den Mittagsstunden den Auftakt zur dritten Lesung geben zu können, hier werden u. à. Dr. von Brentano und Erich Ollenhauer die Klingen kreuzen. 18 weitere Redner sind bereits jetzt vorgemerkt. Mittwochmorgen befaßt sich der Aeltestenrat allerdings noch einmal mit den Redezeiten; bislang waren für die Debatte 16 Stunden vorgesehen. Ge- Wiese Bemühungen, besonders der christ- lichen Demokraten, zielen darauf ab, die Redezeit auf 12 Stunden herunterzudrücken. Nicht ganz ohne Sorgen sehen die Chefs der Fraktionen den drei harten Tagen entgegen. „Ich wollte, es wäre Freitabend“, meinte einer von ihnen am Dienstag. Viel Zünd- stoff steckt in der Debatte. Ein wesentliches Moment wird immer die Frage bleiben, was geschieht, wenn Karls- ruhe bei einigen Punkten die Verfassungs- mäßigkeit anzweifelt? Aenderung der Ver- fassung? Woher soll die Zwei-Drittel-Mehr- heit kommen? Aenderung der Verträge? Ein Informationsdienst stellt in seiner letzten Ausgabe die Prognose:„Die Abstimmung des Bundestages wird als Demonstration des gu- ten Willens neue Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und westlichen Alliierten sehr erleichtern.“ Der Süddeutsche Rundfunk übertragt die Debatte am Mittwoch von 13.30 Uhr bis gegen 21 Uhr, am Donnerstag von 9 Uhr bis gegen 21 Uhr auf Mittelwelle. Der Südwest- funk hat die Uebertragung am Mittwoch für die Zeit von 16 Uhr bis 21 Uhr vorgesehen. Dr. Gurk will Fraktionsvorsitz der CDU niederlegen Karlsruhe.(m. l.-Eig.-Ber.) Der Karlsruher Stadtrat wählte am Dienstag als Nachfolger kür den Ende Dezember zurücktretenden, 74 jährigen ersten Bürgermeister Heurich(CDU) den bisherigen Beigeordneten Dr. Guten kunst(SPD). Zum Beigeordneten wurde der frühere Stadtkãàmmerer Dr. G ur k(CDU) gewählt, der sich bereit erklärte, den Frak- tionsvorsitz der CDU in der Verfassung- gebenden Landes versammlung niederzulegen, um sich ganz seinen kommunalen Aufgaben widmen zu können. Der Rhein weiter gestiegen Düsseldorf.(UP). Der Rhein ist in den letzten 24 Stundleri weiterhin gestiegen. ob- wohl durch den inzwischen eingetretenen Frost die Schneeschmelze aufhörte und die Regenfälle vielfach nachließen. Verschie- dentlich wurde das„mittlere Hochwasser“ leicht überschritten. Eine Reihe von Wagen- und Personenfähren mußten eingestellt werden. Zwischen Koblenz und Andernach jst eine Schiffahrtssperre angeordnet wor- den. Auch der Wasserstand des Hochrheins und seiner Nebenflüsse ist nach den unge- wöhnlich starken Niederschlägen der letzten beiden Tage angestiegen. Zwischen Rhein- felden und Chalampe wurde die Rhein- Schiffahrt gesperrt. Bei Rheinfelden stieg der Wasserspiegel innerhalb von 24 Stunden um einen Meter. Basel verzeichnete mit über dreißig Millimetern innerhalb eines Tages die stärksten Niederschläge seit 1874. Auch in der Westschweiz kam es zu umfangreichen Ueberschwemmungen, die an mehreren Stellen Erdrutsche auslösten. f Die auf dem Main angekündigte Hoch- Wasser welle wird„flach und langgestreckt“ verlaufen, wie das Wasser- und Straßen- bauamt Frankfurt am Dienstag mitteilte. Infolge des Frostes werde der höchste schiffbare Wasserstand vorläufig nicht er- reicht und die Schiffahrt brauche nicht ein- gestellt zu werdem. Auch die Hochwasser- gefahr auf dem Neckar und der Mosel geht zurück. „Hausbuch“ in der Sowjetzone eingeführt Berlin.(UP) Alle Hauseigentümer oder Hausverwalter in der Sowjetzone müssen nach den Durchführungsbestimmungen zur „Meldeordnung“ vom 15. Dezember 1952 an ein sogenanntes„Hausbuch“ führen, in dem jeder auswärtige Besuch eines Mieters und sogar ortsansässige Gäste einzutragen sind, wenn sie über Nacht bleiben wollen. Die Kreispolizeiämter der Sowjetzone halten aur Zeit Versammlungen ab um die Bevölke- rung von der Notwendigkeit dieser— wie es in den Durchführungs bestimmungen heißt —„Sicherungsmaßnahmen gegen Saboteure, Diversanten und Feinde des sozialistischen Aufbaus“ zu überzeugen. Den Hausbesitzern und den Verwaltern wird der Besuch dieser Versammlungen zur Pflicht gemacht. 25 Die umworbene Rheinpfalz Politix mit Pfälzer Wein könnte auch unter diesem Bild stehen. Bayern nat den Pfälzer Wein in den Dienst des Werbens um eine Wie der vereinigung mit der Ffalz gestellt., Bayern und Pfalz— Gott erhalt's«“ war dieser Tage das Motto einer großen Kundgebung in Re- gensburg. Eine Abordnung aus Deidesheim, mit Bürgermeister Oberhettinger an der Spitze, war eigens dazu in die Donaustadt gekommen. Auf unserem Bild sieht man den Regensbur- ger Oberbürgermeister, Herrmann, mit der Deidesheimer Weinprinzessin auf eine gute Freundschaft zwischen Bayern und der Pfalz trinken. Aufbau der Montanunion beendet Der Ministerrat bestellte den Beratenden Ausschuß und das Gericht Luxemburg.(UP/ dpa) Der Ministerrat der Montanunion einigte sich am Dienstag über die Verteilung der 51 Sitze im sogenannten Be- ratenden Ausschuß, dem je 17 Vertreter der Produzenten, der Arbeitnehmer und der Verbraucher angehören. Die Einigung kam jedoch erst nach langen Verhandlungen am Montag und Dienstag und nach Einsetzung eines Fachausschusses zustande. Schwierigkeiten waren vor allem bei der Verteilung der Arbeimehmersitze entstan- 0 Diese Sitze verteilen sich nun wie folgt: Frankreich einschließlich eines Ver- treters für die Saar: 5: Deutschland: 5: Ita- lien: 2; Luxemburg: 1 Sitz. In den ersten zwei Jahren entsenden Belgien drei und Holland nur einem Vertreter. In den da- rauf folgenden zwei Jahren entsenden beide Länder je zwei Delegierte. Damit ist Deutschland in dem Gesamt- ausschuß mit 16 Mitgliedern vertreten(3 Produzenten von Kohle, 2 Produzenten von Stahl, 5 Arbeitnehmer, 6 Verbraucher), Frankreich mit 14, Belgien mit 7 oder 8. Italien 5. Holland mit 4 oder 5 und Luxem- burg mit 3 Mitgliedern. Die fünf deutschen Gewerkschaftsvertre- ter im Beratenden Ausschuß sind: Walter Freitag, Dr. Franz Grosse. Hans Platte, Hans Brümmer, Heinrich Sträter. Der Ministerrat hat ferner einen Sach- verständigen-Ausschuß eingesetzt, der einen Bericht über die Bedingungen der Erhebung einer„europaischen Steuer“ zur Deckung der Verwaltungskosten und der Zuschüsse an arbeitslose Kohle- und Stahlarbeiter so schnell wie möglich vorlegen soll. Die Steuer darf nach dem Vertrag nicht mehr als ein Prozent des Wertes der Kohle- und Stahl- produktion betragen. Die Steuereinnahmen würden sich dann etwa auf 200 bis 300 Mil- lionen Mark im Jahr belaufen. Ueber diese Frage will der Ministerrat voraussichtlich am 20. Dezember entscheiden. Am Montag hatte der Ministerrat auch die sieben Richter für das Hohe Gericht er- nannt. Die Richter werden am 10. Dezember in feierlicher Form in Luxemburg ihren Eid leisten und anschliegend sofort mit der Aus- arbeitung einer Verfahrensordnung für ihre Tätigkeit als europäische Richter beginnen. Deutsches Mitglied des Gerichtshofes ist Professor Dr. Otto Riese vom Bundes- gerichtshof. Wie dpa erfährt, liegen der Hohen Behörde bereits konkrete Pläne für eine künftige In- vestitionspolitik vor. In diesen Plänen spielt der Ruhrkohlenbergbau eine zentrale Rolle. Neue Niederlage Pinays Paris.(UP/dpa) Die französische Natio- nalversammlung bereitete dem französischen Ministerpräsidenten Antoine Pin ay aàm Dienstag eine neue Niederlage. Mit 388 zu 211 Stimmen lehnte sie den Antrag Pinays Ab, umgehend in die Debatte über seine Steuergesetzgebung einzutreten. Zugleich wurde die Debatte über das Budget des Mi- nisteriums für die Versorgung der Kriegs- teilnehmer bevorrechtigt auf die Tagesord- nung gesetzt und eine Aussprache über die Außenpolitischen Angelegenheiten auf Don- nerstag und Freitag verschoben. Die französische Nationalversammlung beschloß am Dienstagabend, über die von Ministerpräsident Pinay gestellte Ver- trauensfrage am kommenden Donnerstag zu entscheiden. 2 Mehrheit für Indiens Vorschlag Sowjetischer Plan zur Lösung des Koreakonflikts abgelehnt New Fork.(UP/ dpa) Der indische Ver- mittlungsvorschlag zur Lösung der koreani- schen Kriegsgefangenenfrage ist am Mon- tagabend von dem Politischen Hauptaus- schuß der Generalversammlung der Ver- einten Nationen mit 53 Stimmen gegen die 5 Stimmen der Ostblockstaaten gebilligt worden. Nationalchina enthielt sich der Stimme, der Vertreter Libanons war nicht anwesend. Eine Reihe von Vermittlungsvorschlägen, die der sowjetische Außenminister W- schinskIi zu der indischen Korearesolu- tion eingebracht hatte, wurden mit großer Mehrheit abgelehnt. Obwohl auch Indiens Vorschlag wegen des bereits angekündigten Widerstandes Chinas kaum zu einer Lösung der Kriegs- gefangenenfrage— dem einzigen Punkt, der einem Waffenstillstand noch im Wege steht — führen wird, darf die überwältigende Bil- ligung der indischen Korearesolution zumin- dest als ein propagardistischer Erfolg ge- wertet werden. Westliche Kreise messen der Tatsache besondere Bedeutung zu, daß der unter sowjetischer Führung stehende Block gegen eine Friedensresolution ge- stimmt hat, die von einer asiatischen Na- tion eingebracht wurde. Der Politische Hauptausschuß der Gene- ralversammlung der Vereinten Nationen lehnte am Dienstag den sowjetischen„Frie- densplan! für Korea ab und bekundete da- mit noch einmal seine Entscheidung zu Gunsten des indischen Kompromißvorschla- ges für die Beilegung der Koreakrise. Syngman Rhee fordert neue UNO-Offensive Seoul.(dpa) Der südkoreanische Staats- präsident Syngman Rhee forderte am Dienstag erneut eine sofortige Offensive der UNO gegen die Streitkräfte der Chinesen und Nordkorèeaner. Die Truppen der UNO müßten bis zu den Grenzflüssen Jalu und Tumen vordringen und diese Linie dann halten. Eine derartige Offensive könne zwar das Risiko eines dritten Weltkrieges mit sich bringen. Da aber die Sowjets auch im Herbst 1950 nicht eingegriffen hätten, als sich die Alliierten dem Jalu näherten, be- stehe kein Grund zu der Annahme. daß sie es diesesmal tun würden. Japan lehnt volle Wiederaufrüstung ab Tokio.(UP) Der japanische Ministerpräsi- dent Schigeru Loschi da stellte n Tokio fest, Japan würde es ablehnen, den Ver- einten Nationen beizutreten, falls der Preis dafür die volle Wiederaufrüstung des Landes sein müßte. Er betonte, Japan sei noch nicht genügend genesen, um ein größeres Wieder- aufrüstungsprogramm verwirklichen zu kön- nen. Japan sei bestrebt, seine Sicherheit durch das System der„kollektiven Vertei- digung“ zu erhöhen. Grohßßangriff auf das„Verdun Indochinas“ Hanoi.(UP) Ein Sprecher des franzö- sischen Ministeriums für die assoziierten Staaten teilte am Dienstagabend mit, daß Nasan, das„Verdun Indochinas“, sich am Montag schwerer Angriffe der Vietminh er- wehren mußte. Die vollständig eingeschlos- sene Festung, die von einem Ring von etwa 20 000 Mann Vietminh-Truppen umgeben ist, habe sich jedoch erfolgreich behaupten können. Die Verteidiger von Nasan sollen bei der Abwehr des ersten starken kommunistischen Angriffes schwere Verluste erlitten haben. 55 eee neee eee MORGEN DN Kommentar Mittwoch, 3. Dezember 1952 Gerichtshof oder Nebenregierung? Wenn auch vor Weihnachten das Parla- ment in Bonn den Beitrag Westdeutschlands zu einer europäischen Verteidigungsarmee bewilligt, so ist damit der Vertrag einer Ver- teidigungsgemeinschaft nicht unterschrieben. Noch steht das Gutachten des Verfassungs- Zerichtshofes in Karlsruhe darüber aus, ob die Verfassung in Gefahr ist, und ehe dies nicht vorliegt, braucht der Bundespräsident nicht zu unterschreiben. Und ehe nicht unter- schrieben ist, wird nicht marschiert. Wenig stens nicht legal. Der Bundesverfassungsgerichtshof ist da- mit zum Deus ex machina erhoben worden, der der Tragödie ersten Teil beendet. Ob solche Rolle gut ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Denn um ein Haar hätte der Verfassungsgerichtshof zum dritten Male Als aktive politische Gewalt fungiert und hätte angesichts der eingefrorenen Haltung der Politiker Funktionen übernommen, die seinem Wesen nicht entsprechen. Erst kürzlich ist auf dem Celler Juristen- tag davon gesprochen worden, wie Abträg- lich es der Autorität des demokratischen Gemeinwesens sein muß, wenn staatliche Souveränitätsakte nicht mehr vom Sou- verain und seinem Stellvertreter vollzogen, sondem dem obersten Richter zugeschoben werden. Er wird mit wesensfremden Auf- gaben überhäuft und kann durch solche Zumutung leicht zum Urheber werden von Verfassungskrisen, also genau dem Tatbe- stand, den er verhindern soll. Es bedarf wohl eines großen Salomonischen Humors, um dieser Falle auszuweichen. Man darf gespannt sein, wie Karlsruhe dies Meister- stück vollbringt. Die Folitiker hätten nun Grund zu über- leger, vie sle in Zukunft anders operieren, denn dieser Vorgang müßte überzeugen, daß so das Kapital nicht gut zu retten ist. Das Parlament bringt sich um alle Autori- tät, wer auch vielleicht erwogen werden muß, dag die Misere daher kommt, daß eben das Parlament und die Regierung die volle Souveränität und damit auch die Au- torität nicht haben. Es scheint, daß der Verfassungsgerichtshof just immer dann Zitiert wird, wenn anmmehmen ist, daß der Souverän, das Volk mit seinen Politikern nicht einer Meinung ist und daß mit diesem Anruf höheren Rechts die Legitimität er- Worben werden soll. die nicht vorhanden ist. Das aber wäre ein höchst zweifelhaftes und zweischneidiges Verfahren. Wo immer Politik und Recht vermischt wird, unter- liegt das Recht. Noch ist der Verfassungs- gerichtshof ein junger Körper. Es wird ihm viel Vertrauen entgegengebracht, obwohl er keine Tradition hat. Wie leicht kann eine Falsche Aufgabenstellung dazu führen, daß der Vertrauensfundus untergraben wird und dann kein staatliches Organ mehr da ist, an Aas geglaubt wird. Zum aridern ist es auch gefährlich den Rechtsstaat in den Justiz- staat urmumünzen. Wie nahe können wir Huf solchem Wege an die Volksgerichtshöfe unseeligen Angedenkens herankommen. Wie schnell wird Demokratie auf diese Weise Hohn und Spott. Es gibt hier kein Schwan- Ren: die Teilung der Gewalten muß erhalten bleiben. Das Recht kann der Politik die Ent- scheidung nicht abnehmen auch nicht als Vorbeugung, um Schlimmeres zu verhüten. Rechtsakt und Staatsakt sind grundver- schieden und müssen darum in ihrer Sphäre bleiben. Der Hinweis, daß in Amerika der Oberste Gerichtshof auch oberste politische Instanz ist, nützt uns in Deutschland nichts. Es wird vergessen, daß die Zentralgewalt in den USA im wesentlichen Rechtscharakter hat. Die Macht liegt bei den Gliedern. Bonn aber hat die Macht und kann sie nicht ver- schieben. Wenn es die Autorität nicht auf- bringt, kann sie sie auch in Karlsruhe nicht ausborgen, es könnte sonst leicht geschehen, daß das Volk an diesem Zustand unklarer Souveränität verzweifelt und Zuflucht sucht bei denen, die zwar Recht beugen, aber Stärke versprechen. Uns aber sollte nichts mehr am Herzen liegen, als das Recht hochzuhalten, auch wenn wir nicht über Stärke verfügen. Dr. K. A. Steuerfreie Zusatzzahlungen für alle Bundesbediensteten Bonn.(gn.-Eig.-Ber.) Alle Beamten, An- gestellten, Ruhestandsbeamte und 131er Pensionäre des Bundes sollen noch vor Weihnachten eine einmalige steuerfreie Zu- satzzahlung in Höhe von 30 Prozent des Grundgehaltes erhalten. Zusätzlich wird eine Weihnachtszu wendung von 50,.— Mark für Verheiratete, 30,.— Mark für Ledige und 15,.— Mark für jedes zuschlagberechtigte Kind gewährt. Der Haushaltsausschuß des Bundestages hat diese Regelung am Dienstag Damit sind die Vorschläge des Bundes- finanz ministeriums zwar in ihrer Form ab- geändert, in ihrem Kern aber erhalten ge- blieben. Der Bundesfinanzminister hatte Wie gemeldet— die Einführung einer 7pro- zentigen steuerfreien Zulage angekündigt, von der vier Monatsbeträge, also 28 Prozent, vorausgezahlt werden sollten. Vom 1. April 1953 ab sollen dann bis zur endgültigen Besoldungsreform monatlich Zu- schläge zum Grundgehalt gewährt werden. Im Gegensatz zum Vorschlag des Finanz- Ministers soll dieser Zuschlag jedoch nicht steuerfrei sein. Sowohl Haushaltsausschuß Wie Beamtenrechtsausschuß hatten gegen die Gewährung fortlaufender steuerfreier Zu- lagen Bedenken erhoben. Zivile Aufsichtsbehörde für NATO-Bauprogramme Paris.(UP) Die nordatlantische Verteidi- gungsorganisation(NATO) gab am Montag die Bildung einer„zivilen Bauaufsichts- behörde“ bekannt, der die Ueberwachung der großen Flugplatzprojekte und anderer mili- tärischer Bauprogramme in Europa über- tragen werden soll. Eine der Hauptaufgaben dieser Behörde wird darin bestehen, die un- nötige Verschwendung von Geldern durch nichtfachgemäße Organisation und Ueber- wachung dieser Projekte und Programme zu verhindern. Mit der Ernennung von 24 neuen Kardi- nälen hat Papst Pius XII. das Kardinals- Kollegium wieder auf seine volle Stärke ge- bracht. Der Papst hat damit an der Zahl 70 kestgehalten und keine Ausweitung dieses höchsten Organs der katholischen Kirche vor- genommen, wie zuvor vielfach erwartet wor- den war. Auch hat der Papst entgegen zahl- reichen Vermutungen die Zusammensetzung des Kardinalskollegiums nicht weiter inter- nationalisiert. Er ist aber auch nicht zur alten Tradition einer italienischen Mehrheit im Kardinalskollegium zurückgekehrt. 43 der Kardinäle sind Nichtitaliener, 27 Italiener. Nach den letzten Kardinalsernennungen im Jahre 1946 waren es 42 und 28. Das Verhält- nis ist also fast konstant geblieben. VUeberraschungen und Enttäuschungen Neben dem italienischen Element tritt im neuen Kardinalskollegium das iberische sehr stark in den Vordergrund. 17 Kardinäle ge- hören dem spanischen und portugiesischen Sprachbereich an. Es war eine der größten Ueberraschungen, daß sich unter den neuen Kardinälen allein drei Südamerikaner be- finden und zwar die Erzbischöfe von Bahia (Brasilien), Quito(Ekuador) und Bogota(Ko- lumbien)., Damit stellt Südamerika jetzt allein neun Kardinäle, ein Zeichen für die wach- sende Bedeutung dieses Kontinents für die katholische Kirche, aber wohl auch eine Folge der inneren Festigung, die der Katholizismus in den letzten Jahrzehnten gerade in Süd- amerika erlebte. Die Erwartungen der Nordamerikaner, die zum Teil auf vier neue Kardinäle für ihr Land hofften, sind enttäuscht worden. Nur einer der Neuernannten ist Nordamerikaner, der Erzbischof von Los Angeles. Aber auch die Hoffnungen der asiatischen Völker, vor Von dpa- Korrespondent Dr. H. W. Lm. allem der Inder und der Filipinos, daß einer der Ihren Kardinal werden würde, haben sich nicht erfüllt. Zu den Ländern, die im neuen Kardinals- kollegium schwächer als früher vertreten sind, gehört auch Deutschland. Gab es 1946 die allerdings ungewohnt hohe Zahl von vier deutschen Kardinälen, so sind es heute nur noch zwei. Neben dem Kölner Erzbischof, der den Kardinalshut seit 1946 trägt, ist jetzt der erst vor wenigen Wochen inthronisierte Mün- chener Erzbischof in den Kardinalsrang er- hoben worden. In unterrichteten Kreisen Roms hält sich hartnäckig die Version, daß die relativ schwache Berücksichtigung Deutschlands bei den neuen Kardinalsernen- nungen auch darauf zurückzuführen sei, daß die Bundesrepublik immer noch keinen Bot- schafter am Vatikan hat. Kardinäle aus dem Osten Polen, das 1946 zwei Kardinäle hatte, die beide inzwischen verstorben sind, ist in Zu- kunft durch den Primas von Polen und Erz- bischof von Gnesen- Warschau, Stephan Wy- s Zins ki, im Kardinalskollegium vertreten. Im vergangenen Jahr hatte Wyszinski in Rom Verhandlungen über die Haltung der polnischen Kirche geführt und damals we- gen der schwierigen Lage der katholischen Kirche in Polen vom Vatikan weitgehende Vollmachten erhalten. Später schlossen dann die polnischen Bischöfe mit dem Staat ein Abkommen, zu dem der Vatikan offlziell nie Stellung genommen hat. Die Ernennung Wyszinskis dürfte nun aber zumindest be- deuten, daß die vom polnischen Episkopat eingenommene Haltung von Rom nicht miß- billigt wird. Eine weitere politisch bedeutsame Er- nennug ist die des Agramer Erzbischofs Stepinac. Der kroatische Kirchenfürst war von den jugoslawischen Behörden zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verur- Volksdeutsche in Osteuropa Sehr verschiedene Lage in den einzelnen Ländern Von unserem Ost- Europa-Mitarbeiter Artur W. Just Vorsichtige Schätzungen, die sich teilweise auf amtliche Volkszählungsergebnisse stützen können, ergeben, daß in Südosteuropa immer noch annähernd 700 000 Volksdeutsche leben; diese Zahl macht freilich nur ein knappes Drittel der Vorkriegsziffer aus. Vertrieben oder geflüchtet, zumeist nach Deutschland, sind über eine Million. Der Rest kam ums Leben oder muß als vermißt gelten. Bestand stark gelichtet Das Deutschtum in der Slowakei(früher 150 000) und in Jugoslawien(früher 600 000) ist bis auf kümmerliche Spuren vernichtet. In jedem dieser Staatsgebiete leben Heute kaum mehr als 20 000 Deutsche. Anders liegen die Dinge in Rumänien und Ungarn. Rumä- nien, das im Zuge der Kriegshandlungen am krühesten von der Sowjetarmee„befreit“ wurde und damit Moskauer Weisungen unterstand, verzichtete überhaupt auf ge- waltsame Austreibungen von Deutschen. Viele Tausende Siebenbürger„Sachsen“ wur- den aber zu Zwangsarbeit nach der Sowjet- union verschleppt. Die Zahl der Opfer, die den unmenschlichen Verhältnissen erlagen, ist sehr grog. Aber die Mehrzahl konnte in- zwischen entweder nach Rumänien oder nach Deutschland heimkehren. Oft wurde das Ent- lassungsziel durch Zufälle bestimmt. So leben denn im Bereich der Volks- republik Rumänien heute noch etwa 200 000 Banater und Sathmarer Schwaben und 160 000 Siebenbürger Sachsen: etwa 70 Pro- zent der Volksdeutschen der Vorkriegszeit. Dies ist heute die größte Gruppe, die übrig geblieben ist. Geistig waren die Volksdeut- schen in Rumänien auch früher die regsten, nicht nur als Folge ihrer Wohlhabenheit, die heute namentlich in den Städten vernichtet ist. Sie bewohnen relativ geschlossene Sied- lungsgebiete. Die Geflüchteten, die in der Bundesrepublik als„Vertriebene“ leben, sind nur eine Minderheit im Verhältnis zu den Daheimgebliebenen. Beschränktes kulturelles Eigenleben Die rumänische Verfassung sichert den Deutschen den freien Gebrauch ihrer Mut- tersprache zu. Es gibt eine deutschsprachige Tageszeitung„Neuer Weg“ mit einer Auflage von 30 000 Exemplaren und drei deutsche Zeitschriften, 342 deutsche Sektionen staat- licher Schulanstalten und 1254 deutsche Ab- geordnete in den verschiedenen kommunalen, regionalen und Landesvolks vertretungen, deutsche Gruppen in der Jugendorganisation der„Pioniere“ und in der Gesellschaft für rumänisch- sowjetische Freundschaft. Trach- tengruppen von Banater Schwaben und Sie- benbürger Sachsen tanzten in Bukarest Aus Anlaß der Feier zum Gedenken der„Be- freiung! Rumäniens durch die Sowjets am 23. August. In der neuen Zeitschrift„Brücke zum Westen“, die in München von einigen emigrierten Rumänen und Rumäniendeut- schen gemeinsam herausgegeben wird, schreibt Herwart Scheiner in sachlicher Beurteilung der heutigen Wirklichkeit:„Die Vertreter der älteren Generation ertragen die heutigen politischen Verhältnisse sehr schwer; völig abwegig aber wäre die An- nahme, daß das Regime— ähnlich wie in der deutschen Sowjetzone— unter den Jugendlichen keine begeisterten Anhänger hätte“. Die neue rumänische Verfassung hat dem Land der Szeékler, einem ungarisch sprechen- den Volkssplitter umstrittenen nationalen Ursprungs, kulturelle Gebietsautonomie ge- währt. Ein Anspruch der Deutschen auf ähnliche Rechte ließe sich kaum bestreiten. Die föderative Lockerung der Staatsorgani- sation der Randvölker hat unter Moskauer Gesichtspunkten sicher manche Vorteile. Zwischen Ungarn und Rumänien wurde be- reits Ende 1951 ein Kulturabkommen ge- schlossen, das unter anderem Zusammen- arbeit auf dem Gebiet des Verlagswesens für nationale Minderheiten vorsieht. Lehrbücher, wissenschaftliche und schön- geistige Bücher sollen jeweils in einem der beiden Länder hergestellt, jedoch in beiden vertrieben werden. Das ist naheliegend, weil sich in beiden„Volksdemokratien“ die Min- derheitenpolitixk nach Stalins Grundsatz „national in der Form, sozialistisch im In- halt“ richtet. Nullpunkt Ungarn Den Vorteil, wenn auch nur einen rela- tiven Vorteil, hätten bei Verwirklichung dieses Programms offensichtlich die 260 000 Volksdeutschen in Ungarn, die bisher keine einzige Schule besitzen, in der die Kinder ihre Muttersprache lernen, keine einzige Zei- tung, kein einziges deutsches Buch kennen. Von diesem Nullpunkt aus betrachtet, ist das deutschsprachige Kulturleben in Rumänien verhältnismäßig hoch entwickelt. Die Moos- kauer Kommandostellen haben für die Situa- tion der deutschen Minderheit in Ungarn bis- her wenig Interesse bekundet. Stalins Formel für die Minderheitenpolitik ist dort noch keineswegs berücksichtigt worden. Anderer- seits steht fest, daß die ungarische Bevölke- rung sich nach 1945 nirgends zu Haßgausbrü- chen gegen die Volksdeutschen oder gar zu Massenschändungen und Massenvernichtun- gen hat hinreißen lassen. England und die deutsche Aufrüstung Zwiespältige Auffassungen verhindern aktive Entschlüsse Von unserem Londoner Mitarbeiter Peter Priestley Wenn in früheren Jahren Deutsche nach England kamen, lautete meist die erste Frage: „Sind wirklich in England die Witterungs- verhältnisse so eigenartig und regnet es wirk- lich so häufig?“ Die heutigen Besucher aus Deutschland stellen diese Frage nicht mehr, sondern erkundigen sich in den meisten Fällen, welche Stellung England zur deut- schen Aufrüstung einnimmt. Jeder in England Ansässige hat größte Schwierigkeiten, diese so klar gestellte Frage genau so klar zu be- antworten, da Englands Ansicht zu geteilt ist und die Aeußerungen der politischen Führer durchaus nicht immer auch die Meinung des Volkes spiegeln. Zwischen Angst und Bewunderung Als während des Krieges Bomben auf England niedergingen, als die Städte in Schutt- und Aschenberge verwandelt wurden und Hunderte von Menschenleben den An- griffen zum Opfer flelen, konnte man selbst zu dieser Zeit nie ein Haßgefühl gegen Deutschland feststellen. Man wollte natürlich den Angreifer unschädlich machen und den Krieg gewinnen, aber zur gleichen Zeit hatte man auch Furcht vor den Schrecken des Krieges und empfand Mitleid mit denen, die in Deutschland unterdrückt und verfolgt wurden. Diese zweigespaltene Haltung Deutschland gegenüber ist erhalten geblieben. Man hat Angst vor der Tüchtigkeit und dem Fleiß des Deutschen, man hat Angst, daß sich wieder eine extreme politische Bewegung in Deutsch- land bilden könne. Zur gleichen Zeit be- wundert man den Lebensmut und Aufbau- willen. Angst und Bewunderung sind die Gefühle des kleinen Mannes in England Deutschland gegenüber. Aber Angst und Be- wunderung lassen sich schwer mit dem Pro- blem der deutschen Aufrüstung in Einklang bringen. Man liest zwar in den Zeitungen, daß ein bewaffnetes Deutschland nicht nur zur Sicherung Westeuropas beitragen wird, son- dern auch zur Verminderung der eigenen militärischen Streitmacht verhilft. Um der Gefahr, selbst nur für kürzeste Zeit Soldat spielen zu müssen, entgehen zu können, würde jeder Engländer gerne Opfer bringen. Eines dieser Opfer wäre, einer deutschen Auf- rüstung zuzustimmen. Man schwankt, ob man dle eigene Sicherheit im Augenblick gegen eine zukünftige neue deutsche Armee ein- tauschen kann. Man schwankt, ob der Preis, nicht selbst Soldat werden zu müssen, dieses Risiko lohnt. Man schwankt, weil man selbst Die vierundzwanzig neuen Kardinäle Papst Pius XII. bringt das Kardinalskollegium wieder auf volle Stärke teilt, nach fünf Jahren aber wieder frei- gelassen worden, Doch durfte er sein Ant als Erzbischof nicht wieder übernehmen und lebt seitdem in seinem Heimatdorf. Bei sei- ner Ernennung zum Kardinal wird er vom Vatikan jedoch nach wie vor als Erzbischof von Agram bezeichnet. Viele sehen darin ein Zeichen dafür, daß die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Jugoslawien auch weiterhin gespannt sein werden, und fürchten sogar, daß sie sich auf Grund die- ser Ernennung noch weiter verschärfen werden. Auf jeden Fall kommt Tito in eine schwierige Lage, wenn Stepinac als Kardinal aus Rom nach Jugoslawien zu- Tückkehren würde. Es besteht aher auch die Möglichkeit, daß gerade diese Ernen- nung die Voraussetzung für eine Entspan- nung zwischen dem Vatikan und Belgrad schafft, dann nämlich, wenn Stepinac in Zukunft als Kurienkardinal in Rom wirken Würde, Personelle Veränderungen Nur vier der elf neuernannten italieni- schen Kardinäle sind Inhaber eines erz- bischöflichen Stuhls, und zwar der 46 jährige Erzbischof Giuseppe Siri von Genua, der der Jüngste des neuen Kardinalkollegiums sein wird, der aber gleichzeitig als eines sei- ner fähigsten Mitglieder und als„Papabile“ (möglicher Nachfolger des Papstes) gilt, so- Wie die Erzbischöfe von Bologna und Neapel und der Patriarch von Venedig. Vier kom- men aus dem diplomatischen Dienst. Es sind die bisherigen Nuntien in den vier lateini- schen Ländern Italien, Frankreich, Spanien und Portugal. Zwei enge Mitarbeiter des Papstes, die bisherigen Substituten im Staatssekretariat, Domenico Tar dini und Giovanni Battista Montini, wurden wider Erwarten nicht zu Kardinälen ernannt. Sie wurden Pro-Sekre- täre des Staatssekretariats. Dagegen wurden die Assessoren der Kongregation des Heiligen Offlziums und der Kongregation der Kirchen des Orients, sowie der Sekretär der Propa- ganda, Fide, zu Kardinälen ernannt. Die beiden neuen französischen Kardinäle sind der Erzbischof von Paris und der 80jäh- rige Erzbischof von Le Mans, der der älteste der Neuernannten ist. Auch der neue kanadi- sche Kardinal, der Erzbischof von Montreal, hat einen großen Teil seiner Ausbildung in Paris genossen. Der weitaus größte Teil der kanadischen Katholiken spricht als Nach- kommen der alten französischen Einwanderer auch heute noch französisch.) Vollversammlung des Kollegiums Am 12. Januar werden die neuernannten Kardinäle in Rom zu ihrem neuen Rang er- hoben werden. Zu diesem Ereignis ist das Kardinalskollegium traditionell, wenn irgend möglich, stets vollzählig versammelt. Einer wird dieses Mal fehlen, der Primas von Ungarn, Kardinal Erzbischof Josef Minds 2 ent y, der 1949 von den ungarischen Be- hörden eingekerkert und zu einer lebensläng- lichen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Bereits 1946 konnte er nicht rechtzeitig nach Rom kommen, da die russischen Besatzungsbehör- den ihm damals Ausreiseschwierigkeiten be- reiteten. Wenige Tage nach den Feierlich- keiten traf er jedoch in der Heiligen Stadt ein und konnte so doch noch den Kardinalshut aus der Hand des Papstes entgegennehmen. Am 12. Januar 1953 wird man nicht einmal mit Sicherheit wissen, in welchem Gefängnis sich Kardinal Mindszenty befindet, ja ob er überhaupt noch am Leben ist. ein überzeugter Zivilist ist aus den Zeitungen herauszulesen glaubt, Deutschlands höchstes Ziel und heißester Wunsch sei, wieder eine Armee aufstellen zu können. Widerstreit der Interessen Wesentlich klarer, weil es sich ja um keine Ueberlegungen der Volksmasse, um Meinungen und Empfindungen des kleinen Mannes handelt, sondern um politische oder ökonomische Gedankengänge derer, die be- rufsmäßig die große Politik betreiben, ist die Stellung der britischen Regierungspartei urid die der Opposition. Die Opposition, die Labour Party, verkündete durch den Mund Attlees ihre vier Bedingungen zur deut- schen Aufrüstung: Keine deutsche Aufrüstung, keine deut- sche Armee, bevor nicht die dem Atlantik 8 angeschlossenen Staaten aufgerüstet sind. Keine Waffen- und Materiallieferung an Deutschland. bevor nicht alle übrigen Pakt teilnehmer von den Vereinigten Staaten die notwendige Ausrüstung erhalten haben. Keine national-deutsche Armee., sondern nur eine der Europa-Armee eingegliederte militärische Formation. Keine deutsche Aufrüstung. bevor sich die Deutschen selbst nicht zur Aufstellung einer Armee bereit erklärt haben. Nichts kann Deutschland hindern, eine große und starke Macht zu werden, erklärte Attlee weiter, aber wir müssen bestrebt sein, dieses Land auf unserer Seite zu wis- sen. Es wäre eine Utopie zu glauben, daß ein Abkommen mit Rußland eine deutsche Aufrüstung gegenstandslos machen könne. Käme es zu einer Verständigung, würden die vier Besatzungsmächte deutschen Boden räumen. Die Russen würden sich dann 80 Kilometer zurückziehen und in Polen und in der Tschechoslowakei in doppelter Stärke stehen. Die amerikanische Armee aber müßte sich Tausende von Kilometern in ihr Heimatland zurückziehen. Im Interesse der Sicherheit wäre eine deutsche Aufrüstung daher zu begrüßen, aber nur nach einer deutschen Volksabstimmung. Einen Beitrag Deutschlands zur Verteidigung Europas kann es nur nach einem deutschen Volksbeschluß geben. Die Alternative Die Regierungspartei, die Konservativen, haben politische Ueberlegungen nicht zum Ausdruck gebracht, sondern auf ihrem Par- Mittwoch, 3. Dezember 1952/ Nr. U kr. 279 3— 7 2 Der Zwischenfall in Ockten Was Von unserem Mainzer Ft-Korres Die Mainz.(Ft.-Eig.-Ber) In don h kleinen Winzergemeinde an de Vor schen Grenze bei Saarburg, kam 1 gentlic gemeldet, in der Nacht vor dem Walen. der Saar in einer Wirtschaft zu Handgr 0. keiten, der Wirt verwies die Streitengel N dale ve dem Lokal, und auf der nächtlichen 902 damer bondenteg Ocken, e der ale tötete dann der 43jährige Met g Apel 1 Martin Benzmüller durch Messerstiche 5250 22 jährigen Mann und verwu. e zweiten. N a ee Eine Sründliche Untersuchung der y Wäh. gänge und die gerechte Bestrafung des Ah auf net wären die einzigen Folgen dieser 10 8 Mount Wesen, wenn nicht das Opfer der 8 hdische Soldat Ernest Dobois gewesen wüten 1 5 ein wurde der Vorfall zu einem deutsch- its 0 gerufen schen Zwischenfall mit hochpolltische fi zen 1. Das zu verhindern hätte zuerst n al in Hand der französischen Gendarmeriebeg 10 Aufruf liegen können. Es war nicht sehr aul im von ihnen, die deutsche Kriminalpolize] Arpedit der Klärung des Verbrechens dadurch 10 gehend auszuschalten, daß nicht 90 4 Täter, sondern auch die etwa Zwanzig gad gzjähri zeugen festgenommen und bisher noch 1 b wieder freigelassen wurden, Die 1 Kkriminalpolizei konnte daher das Gesche nicht völlig rekonstruieren. Gestüt einen einzigen Zeugen, den inzwischen 0 gelassenen Sohn des Wirtes, 5 Kriminalpolizei aber die beiden Soldaten angetrunken gehe selen und die deutschen Gäste beleg hätten; die im Lokal gesungenen und u Schallplatten gespielten Lieder seien Volk. lieder, Schlager und Potpourris gewesen 00 teten französische Version, daß die Soldaten Ne Las 5 nationalsozialistische Lieder in der Wirtsch tete protestiert hätten, daraufhin verprügelt pu] kiten den seien und nach ihrer Verwundung en* Hilfe erhalten hätten, steht dem 80 Schal entgegen, daß eine von deutschen und fan sischen Beamten gemeinsam betriebene. rung wünschenswert ist. Der Landeskommissar von Rheinl Pfalz, Brozen-Faverau, nannte hingegen u ungewöhnlicher Schärfe den deutschen g/ richt„einen Verstoß gegen jeglichen Ausen und Menschlichkeit“, der darauf hinziele dd Verbrechen zum unglücklichen Ausgang eng Handgemenges zwischen Trunkenbolden g bagatellisieren. Brozen-Faverau vertritt. ter die Ansicht, der Zwischenfall hätte hehe derartig tragischen Ausgang gefunden, uu nicht ein Teil der Bevölkerung der Ortsch unter dem Einfluß einer Aufhetzungstan pagne gestanden hätte, die in letzter Zeit u Politikern mit dem Ziel geführt worden das Vorhandensein eines Terrorregimes f Saarland glaubhaft zu machen. tung Die Einwohner von Ockfen sind über d das Bl Vorfall„sehr niedergeschlagen“; der Rte, tag und der Landrat in Saarburg haben d Bluttat und die Störung des guten Emes vater nehmens mit den französischen Streitkräe fleirate bedauert und gebeten, die Tat nicht u man 1 Anlaß für politische Schlußfolgerungen u 18 Jah nehmen; der Ministerpräsident von Rhen land-Pfalz, Peter Altmaier, hat dem fran 2868ischen Landeskommissar in Mainz en Kaiser Anteilnahme übermittelt, und schließlich he Schiffs auch der Bundeskanzler selbst dem Hohe peuer Kommissar Franeois-Poncet sein RedauH Aale ausgedrückt. Diese einmütige Haltung dd Museu enes k war tot Dunkel Herzsch Der vor ein bt nac in der kahr ei müssen werden graben ſahrt n In ſeidigun 35 pro Unter Leger, und 8 Effel. Ein sicherlich auch von der übrigen westded Skuset schen Bevölkerung geteilt wird, mihi Kocher eigentlich dazu beitragen, die Franzosen uu Jetzt einer Verallgemeinerung und einer pot wollte schen Ueberbewertung des Vorfalls abzaubt zertrüit ten, selbst wenn sich herausstellen sg zu ver daß in Ockfen tatsächlich politische Hi sten E köpfe in brutaler und verabscheuungswi] 80 sc diger Weise am Werk waren. welche Ein chemis Höhe züblen trat d Gestar hätte teitag festgestellt: Laßt uns die Altea In betrachten, also einen Versuch, Deutscher eto; nicht in den Westen einzubeziehen. Im Laut dienis der Zeit würde es ohne Rüstungslasten 0 brach! ohne Besteuerung in unserem Ausmaße 1 cher Möglichkeit haben, auf dem Weltmarkt 1 terkar Vorteil aufzutreten! Aehnliche Genen gänge entwickelte schon Außen De Eden, der nur befürchtete, daß ein u Upton mit Aufrüstung beschäftigtes Deutsche]! zurück alle seine wirtschaftliche Kraft in 1 1 schätz zeugung anwenden würde und unumscuf 5 Unfal Maschinen, Haushaltsgeräte, Chemie Autos und Schiffe herstellen und expente würde, während zur gleichen Zeit die b Länder Europas einen Teil ihrer Produx 1 von Exportwaren einzustellen hätten, unn Tri Verteidigungsprogramm weiterzuführe uhr Beide politische Gruppen gehen 7915 al ein. Feststellungen von völlig verschie 5 a Ueberlegungen aus. Erst wenn alle an 5 590 N Staaten aufgerüstet sind, dann 1 7 5 Deutschland beginnen. Oder, schon im 10 1 teresse der westeuropäischen Industrie 15 9 0 Deutschland aufrüsten. um 2⁊zu 1 vitale großzen Gefahr, zu keinem zu gefahr dn kin d Konkurrenten auf dem Weltmarkt zu Wer einen Entschlußlosiskeit 10 5 Es bleibt als letzte Gruppe dür% karde und seine Freunde, die drohend aut n kamm enormen Kosten jeder Aufrüstung an Geste weisen und hoffen, zu einer Verstand, Veber mit Rußland zu kommen, damit stal, 55 wum nonen, Tanks und Atombomben ae 9 5 Schulen und Altersheime gebaut wa n körmen, damit statt einer Armee der 1 5 sundheitsdienst und Sozialmaß nan 4 murüe geführt werden können. Jeder Wẽel, dent] schen sehr heißes Eisen berührt, und es litischen J0 daß England noch nie in seiner Polen.] ben.“ Geschichte vor einem derart schwer 6 len 8 scheidenden Problem gestanden bst dan 5 5 möchte die militärische Hilfe, man gelbe dalle einen Bundesgenossen, man e den] schaft entlastet sein und wein nicht, op rage die i heutigen Bundesgenossen nicht eines zin] ir g wieder ein Widersacher werden n en erpre würde es sicherlich viel lieber höre gen a sich deutsche Besucher lieber 5 ur en Aach Wetter erkundigen würden, a Mur Smith, ohne Antwort zu warten, die weder il sie h ach noch Mr. Brown geben können, wel ie es in dle e noch nicht entschieden haben oder W. 5 liehte Englischen heißt: They could not 1 a der their mind— Sie haben sich noch rig einer Meinung entschließen können. ch, 3. Dezember 1952 MORGEN Seite 2 52/0 fl u. 228.“ Mittwo Vas sonst noch geschah. Oelen bondenteg cken, eh r Saarläng die Ls, wie Sc eigen Wakltegzſ pruch andgreifſaf wurde tenden zu seite ichen Str 1 tegermegzf Gpfel rstiche e 0 eoweit Die dition ndete en gcher 2u gehen. ng der n ng des Jah Ser Tat. Mount kranzöszaf disch väre. 80 gha dung eines gu neue a Everest-Expedition Wartet, hat schweizerische Mount-Everest-Expe- hat ihren Zeitplan ändern müssen, da e Vorbereitungen zum Angriff auf den tlichen Gipfel doch mehr Zeit in An- nehmen, als ursprünglich erwartet Wie in Zürich von unterrichteter verlautete, haben die Expeditionsteil- er beschlossen, auf dem Wege zum noch einige Lager anzulegen, um— überhaupt möglich— ganz„auf Während die Weltöffentlichkeit gespannt Nachrichten von der Schweizer der e Bergsteiger Karma Paul zur Grün- „Mount-Everest- Committees“ auf- das eine indische Expedition zu sch-framigf gerufen, 5 tischer fu dem höchsten Berg der Erde vorbereiten uerst; 60ll. Indische Zeitungen unterstützten den gerlehe b gurul und kragen, warum indische Sher- 8 10 15 bes iner nur als Träger für europäische alpolize iu krpeditionen zum Himalaja kommen sol- adurch wei en. 45 cht mur d in Barkingside(England) wurde die Wanzig Ja ghhahrige Engländerin Annie Bowring seit er noch nel ier Tagen vermißt. Jetzt fand sie ein To- Die Lande ſengräber im Friedhof auf dem Grunde 8 Gescher enes krisch ausgeschachteten Grabes. Sie Jestütet uf der tot. Die Polizei vermutet. daß sie in der wischen he punkelheit in das Grab stürzte und A Kommt 4 arb. rsebniz 4 Herzschwäche st den gener pie zweitälteste Eisenbahnlinie der Welt, de del„ im Jahre 1830 in England eröftnet wurde. zen und u t am Wochenende stillgelegt worden. Zum Selen vo Male befuhr am 29. November ein 17 zug die zehn Kilometer lange Strecke von Idaten en ſchitstable nach Canterbury. Auf dieser m Fahrt ließ die alte Lokomotive indung 00 mhezu ununterbrochen 4 Pfeife ertönen. m ieee Der panamasische Frachter Faustus“, der 1 undd fran rlebene Ku Jer e. Rheinlanz] fahr eine em Monat vor Hoek van Holland sank. st nach den letzten Berichten der Taucher n der Mitte auseinandergebrochen. Unge- halbe Million Kubikmeter Sand ningegen a müssen noch unter dem Schiff weggesaugt zutschen ze perden, bevor das Wrack tief genug hen Anse graben“ liegt, um die hinziels dad ſehrt nicht mehr zu gefährden. Ausgang eln. tenbolden vertritt we] leidigung der hätte kee] 35 prominente unden, pen Unter ihnen sind die Maler Picasso ler Ortschhſ Leger, die Rosenbergs“ gegründet, Zter Zeit us Ekel. 4 1 10 Die jüngsten Eltern in Schweden Ssimes e dach einer Meldung der Stockholmer 3 tung„Expressen“ beide 13 Jahre alt. nabe des iekt berſentet bal ein 1 danre 98 Rotterdamer Schiff- in Paris wurde ein„Komitee zur Ver- dem Persönlichkeiten angehören. und Schriftsteller Aragon, Cocteau etzungsten und Sartre und der Karikaturist Jean sind Zei- Wie Altes Madchen aus Mittelschweden Anfang dieser eg haben ad woche ein Kind geboren. Der gleichaltrige nen Fim pater hat gerade die Schule verlassen. An Streitkräle fleiraten ist zunächst nicht zu denken, da t nicht gerungen von Rhens t dem fra man nach schwedischem Gesetz erst 18 Jahren„ehetauglich“ ist. 5 mit em fra Ein großer stählerner Waschkessel. den Mainz zen Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1904 mit einer hließlich be Schiffsladung anderen Hausrats der vom dem Hole euer verwüsteten norwegischen Stadt in) Redeun u Aalesund geschenkt hatte, ist jetzt ins Haltung, dd Museum gewandert. Der Bauer Bjarne n wWesfdel, Skuset hatte den Kessel jahrzehntelang zum ird, müht Kochen seines Schweinefutters verwendet. anzosen u iner poll, Als abzuba, ellen sole tische Hi, euungs gil, 2 Alternatht Deutschen m. Im Lal lasten in dusmaße dt Imarkt m Gedanler igenminti 6 ein ni Deutsche in der. wumschränt Hemikelien Ein Kopenhagener chemische Fabrik zu einer Geldstrafe in Höhe von 10 000 Pfund verurteilt, da sie züblen Geruch“ verbreitete. Das Gericht ver- trat den Standpunkt, daß die Fabrik den Gestank durch hätte verhindern können. Jetzt erstand er sich einen neuen und wollte den alten mit dem Vorschlaghammer zertrümmern, um die Scherben als Schrott zu verkaufen. Doch auch mit dem schwer- sten Hammer kam er dem Stahl nicht bei. 8o schenkte er den Kessel dem Museum, welches die Gabe dan bar annahm. Gericht hat eine technische Vorkehrungen In Kalabrien und in der Provinz Gros- eto wurden am Sonntag im Zuge der ita- lienischen Landreform wieder 1332 Hektar brachliegende und enteigneten Bodens rei- cher Grundbesitzer an 235 arme Landarbei- terkamiljen verteilt. 8 * Der 69 jährige Londoner Taxifahrer Alf Upton hat sich aus dem„aktiven Dienst“ zurückgezogen, nachdem er in 45 Jahren schätzungsweise 1 110 000 Kilometer ohne Unfall bewältigte. Der Traum Das Ermittlungsverfahren gegen den Bonner„Diamantenmacher“ Meincke, soll sich, wie informierte Stellen am Montag in Bonn mitteilen, noch einige Monate hin- ziehen. Die Untersuchungen über Vorleben, Werdegang und Herkommen bringen fast täglich neue Momente, die zu prüfen sich äußerst schwer gestalte. Entsprechende Akten, Papiere und ambliche Eintragungen seien entweder gar nicht, oder doch nur Auf zeitraubenden Umwegen zu beschaffen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Sonder- beauftragten für den„Fall Meincke“ ein- gesetzt. g Diamanten sind Edelsteine, aber längst nicht alle Edelsteine sind Diamanten. Das zu- erst sollte jeder wissen, der einem angeb- chen„Diamantenmacher“ sein Geld und seine Protektion gibt, wie es in Bonn offen- bar im Wettlauf hoffnungsvoller Geldgeber um den jetzt verhafteten Dr. Meincke ge- schah. Es ist nämlich völlig ausgeschlossen, daß heute ein ernsthaftes wissenschaftliches Intitut die Serienproduktion synthetischer Diamanten für praktisch möglich erklärt. Ganz anders ist es mit der Herstellung Künstlicher Edelsteine. Künstliche Rubine und Saphire, Edel- steine in fast allen Farben mit Ausnahme eines tiefen Smaragdgrüns werden seit Jah- zehnten von mehr als zwanzig Fabriken her- gestellt. Diese Weltrevolution auf dem Edel- steinmarkt ist lange vorbei. Damals gab es eine kurze Zeit, in der kein Leihhaus mehr Rubine annahm, weil man nicht wußte, ob der Stein ein Naturstein oder Fabrikprodukt war. Dann lehrte aber die Forschung die „echten“ und die synthetischen Steine unter- scheiden, und der gefürchtete Preissturz für erstere blieb aus. Die künstlichen Rubine und Saphire sowie Smaragde aber wurden in Idar, in Pforzheim, von der 18 Farben, in der Schweiz, in Frankreich und in den Zwei Buddha- Jünger feierlich beigesetzt Seit 1851 waren die Särge mit den Gebeinen in einem Londoner Museum Im Beisein des indischen Ministerpräsi- denten Nehru und vieler Regierungsmitglie- der, zahlreicher buddhistischer Mönche und unübersehbarer Scharen von Pilgern wurden am Sonntag die sterblichen Ueberreste von zwei Jüngern Gautoma Buddhas in einem prächtigen Tempel in Sanchi(Bhopal) auf- gebahrt. Die Särge mit den Ueberresten der Jünger Sariputta und Mahamoggalana, die den Buddhismus in großen Teilen Asiens ver- breitet hatten, waren in Sanchi beigesetzt und wurden dort über 2000 Jahre verehrt. Aber im Jahre 1851 hatte der Leiter der briti- schen archaeologischen Kommission in Indien, Sir Alexander Cunnigham, die Metallsärge aus dem Heiligtum von Sanchi entfernt und in das Londoner Victoria and Albert Mu- seum überführen lassen. Die indische Maha- bodhi Gesellschaft, die sich die Wiederher- stellung des Buddhismus in Indien zum Ziel gesetzt hat, erhielt nach langen Bemühungen im Jahre 1939 die Genehmigung, die sterb- lichen Ueberreste der beiden Buddhajünger nach Indien zurückzuführen. Durch den Krieg wurde der Plan jedoch zunichte ge- macht. In der Zwischenzeit ließ die Gesell- schaft zwei neue kostbare Schreine herstel- jen und in Indien eine neue würdige Grab- stätte bereiten. Die Ueberführung der Särge erfolgte mit größter Feierlichkeit. Sie wurden zunächst nach Ceylon gebracht, wo sie von den Gläu- igen verehrt wurden. Dann reisten sie nach den indischen Provinzen Bihar, Uttar, Pra- desch und Assam, wo viele indische Buddhi- sten wohnen. Vor dort ging es nach Ladak und Kaschmir, nach Nepal am Fuß des Hima- laja und im Flugzeug nach Kambodja. Der Pariser Weib Der Weihnachtsmann ist tot und die Kin- der werden wohl an seiner Beerdigung nicht teilnehmen, denn man wird ihnen diese trau- rige Geschichte wahrscheinlich gar nicht er- zählen. Adrien Claude, der heute im Alter von 72 Jahren seinem Leben selbst ein Ende be- reitete, hatte viele Jahre lang in den Waren- häusern des Montparnasse- Viertels die Rolle des Weihnachtsmannes gespielt. Ein Wenig ängstlich hatten sich die Kinder dem Weiß- bärtigen Nikolaus genähert, mm ihre Wünsche gesagt und aus dem großen Sack Süßigkei- Er selbst aber hatte keinen Glauben mehr und keine Hoffnung. Mit klei- nen Gelegenheitsarbeiten hatte er sich müh- sam durchgeschlagen, denn von der Kriegs- veteranen-Rente von ca. drei PM im Mo- nat konnte er nicht existieren. Sein Mut zerbrach endgültig nach einem Besuch dei ten erhalten. seiner Frau in einem hiesigen Altersheim als er feststellen mußte, daß der Geist seiner Lebensgefährtin sich verwirrt hatte und Sie ihn nicht mehr erkannte. „Pere Nosl“, wie die Angestellten der verabschiedete sich von den Verkäufern und auch von Sei- nem Nachfolger. In seiner Dachstube in der Rue Vaugirard räumte er gründlich auf, Warenhäuser ihn nannten, Er hatte keine Hoffnung mehr und nahm sich das Leben Die Särge mit den Gebeinen der beiden Jünger wurden am Donnerstag in feierlicher Prozession am Grabe von Gautama Buddha in Dharmarajika Vihara(Provinz Kalkutta), vorbeigetragen. Von dort begann die Reise mit der Bahn nach Sanchi, wo die Gebeine am Samstag eintrafen. Tausende von Buddhisten sàumten die Straßen bei Sanchi, als die Särge nach dem Heiligtum gebracht wurden. Die eigentliche Beisetzung erfolgt am Montag. Die Buddhisten hoffen, daß Sanchi jetzt wieder zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wird, wie in den 2000 Jahren, bevor die Särge mit den Gebeinen der Buddhajünger nach London gebracht wurden. Landverbindung zwischen Sibirien und Sachalin Bestandteil der sowjetischen Fernoststrategie Ein Damm, der die Insel Sachalin mit dem russischen Festland verbindet, ist jetzt nach zuverlässigen Berichten auf dem Fer- nen Osten fertiggestellt worden. Zwischen der Insel und Sibirien soll nunmehr sowohl eine Straßen- als auch eine Eisenbahnver- — bestehen, die über Wladiwostok ührt. Der Bau dieser Verbindung wird von diplomatischen Beobachtern des Westens als Bestandteil der neuen sowjetischen Fern- oststrategie angesehen. Dazu kommt, daß die Sowjetunion in letzter Zeit ein zuneh- mend starkes Interesse an den wirtschaft- lichen Möglichkeiten der Insel Sachalin be- kundete. Die Oelvorkommen auf Sachalin werden von britischen Oelsachverständigen als so groß angesehen, daß die Insel eines Tages zu einem der wichtigsten Oelprodu- zenten im Fernen Osten werden könnte. nachtsmann ist tot 165te dann das Abzugsrohr des kleinen Ka- nonenofens und stellte ihn in die Mitte des Zimmers, heizte tüchtig ein und legte sich dann in seinem besten Anzug auf das Bett. Die von den Nachbarn alarmierte Polizei fand Pere Noel am nächsten Tage. Vor seinem Bett standen säuberlich ausgerichtet seine Hausschuhe. N Wer stellt die roten Eine Jahrhunderte alte Hutmacherfirma in Rom hat sofort nach Bekanntgabe der Er- nennungen mit der Herstellung der zahlrei- chen Hüte für die neuen Kardinäle begonnen, die im Januar vom Papst verliehen werden. Das Hutgeschäft Berbiconi hat seit 1825 das Privileg für die Herstellung der Hüte und geistlichen Kleidung für kirchliche Würden- des Gründers. Personen, die zu seiner Fsmilie gehören. vom künstlichen Diamanten Ermittlungen gegen Bonner„Diamantenmacher“ kompliziert Von Alfred Nobel zum„Ueberdiamanten“ USA jährlich in Millionen Karat hergestellt und fanden vor allem in der Technik als Lagersteine für Uhren und andere Zwecke sowie in der Schmuckindustrie Verwendung. nen steine aus Kohlenstoff, haben sich noch künstlich züchten lassen. Wohl wei Wissenschaft von heute, daß eben dieser Kohlenstoff, außerdem aber eine sehr hohe Temperatur und ein riesiger Druck nötig a waren, damit sich in früheren Zeiten Erdgeschichte aus dem flüssigen Gestein Diamanten wurde seitdem der Naturvorgang nachzuah- men versucht. Zucker(Kohlenstoff) in geschmolzenes Eisen mischte, dabei bis auf 4000 Grad Hitze ging, dann den erkalteten Eisenblock in Säure auf- löste und winzige Eistalle zurückbehielt. Bauerntochter geworben Waren das Diamanten? Der Versuch wurde in der nach einem Bericht von 1943 aus Leipzig mit Weise: 3200 Grad Hitze und unter Riesendruck wie- den derholt, mit dem Ergebnis, daß dieser Weg Strahlrohr hoffnungslos ist. seinen Sprengstoff Kordit in einem geschlos- senen Stahlzylinder explodieren. Für kurze 5 855 Zeit gab es dabei 5200 Grad Hitze und einen e e e e 7 5 phantastischen Druck. Der Explosionsrück- 3 1 II begriffen stand. wurde untersucht. Winzige Diamanten- 1 Der a UVeberfs 8 kristalle sollen gefunden worden sein, un 5 doch hat man sonst nie wieder etwa davon f 1 rmerie nahm den gehört. Was nützen auch solche Zufallssplit- 1 Die Genda ter? Winzige Diamantenkristalle hat man. schon in Meteorsteinen aus Eisen gefunden. Sie sollen mikroskopisch klein auch in eini- gen gehärteten Stahlsorten vorkommen. Römische Hutmacherfirma hat mit der Produktion bereits begonnen träger in Rom. Der jetzige Inhaber, Fer- nando Berbiconi ist ein direkter Nachkomme Er arbeitet nur mit sieben Kardinalshütèe werden in zwei Farben her- gestellt: In Rot und in Schwarz. Der viel- genannte„Rote Hut“ ist ein breitrandiger flacher roter Hut mit zwei Quasten zu je fünf- manten zu schaffen? Die gigantische Macht- gruppe des Weltdiamantensyndikats wurde soeben alarmiert durch eine winzige Meldung aus USA. Die Bell Telephon-Gesellschaft hat danach aus Polivinylbenzol diamaut- harte glänzende Kugeln hergestellt. Wenn diese Gebilde sich wie die begehrten Car- bonados oder Bortkugeln für die diamante- Bohrkronen der Gesteinsbohrer und an- Nur Diamanten, diese wertvollsten Edel- dere technische Zwecke eigenen, dann Wären nicht dies tatsächlich die ersten Diamanten aus g die der Fabrik. Der bevorstehende Bonner Dia- mantenprozeß wird im Vergleich damit nur eine Tragikomödie werden, aber ein er- regender Hintergrund ist ihm ebenso sicher der wie dem Bonner Staatsanwalt viel unge- die wohnte Arbeit. 2 Blick ins Land Die Rache des Verschmähten Kiefersfelden(Oberbayern). Ein Tiroler Rnecht aus einem Unterinntaler Ort. der monatelang erfolglos um die Gunst einer hatte. rächte sich Nacht zum Sonntag auf eigenartige Er schloß gegen Mitternacht an Dorfhydranten einen Schlauch und ein an und machte das Haus der Schönen zum Ziel einer Feuer wehrübung. Dabei gingen sämtliche Fensterscheiben in Trümmer und die Schlafzimmer des Mäd- chens und seiner Eltern standen im Nu voll auskristallisierten. Und Zuerst von Meison, der verbrannten Der Dynamiterfinder Alfred Nobel ließ hatte inzwischen das Weite gesucht, den Hydranten aber weiter Straßenraub per Motorrad Bayreuth. die Bayreuther Polizei hat in der Nacht zum Samstag zwei Straßenräuber Wird es eines Tages doch gelingen, mit verhaftet, die mit einem Motorrad an allein- Gebläse, Lichtbogen oder Elektroofen und gehende Frauen heranfuhren und ihnen die einem noch unbekannten Katalysator Dia- Handtaschen entrissen. Erdöl im hessischen Ried Darmstadt. Die Gewerkschaft Elwerath hat offiziell bestätigt, daß in der Gemarkung Stockstadt Erdöl gefunden e In 355 Meter Tiefe stieß man bei Bohrungen au Die Verbindung zwischen der Insel und leichtes Erdöl, das mit etwa vierzig atmo- dem Festland soll an dem Punkt hergestellt sphären Druck aus der Tiefe emporschießtt. worden sein, an dem die Tatarenstraße am Ueber die vermutliche Größe des Erdölvor- schmalsten ist, und zwar unmittelbar im kommens wurde bisher keine Auskunft ge- Norden des sowjetischen Marinestützpunktes geben.. 1 3. Gegen Sammelunwesen ie Sowjetunion vertri en Standpunkt, 8 5 5 1e 2 daß sowohl Süd. Sachelin als euch die Kuri- der Geld- We e, len, die während des Krieges sowietisch be- nachten empfahl die Industrie- und Han- setzt wurden, für alle Zeit sowjetisch blei- 5 für Rheinhessen allen Unter- ben sollen, während die USA einer derarti- nehmen, Waren und Geldspenden zu ver- gen Regelung bisher nicht zugestimmt haben. i 2 1 ordnungsgemäße c S panisch. Die Trennungslinie verlief längs Sed 80 N 25 S 5 6 ohne amtliche Geenen seien ea 7 N 3 l und Anträge au enehmigung von Samm- 8 1 1 1 3 3 5 lungen und sammlungsähnlichen Veranstal- Wjetunion besonders interessiert ist. Wäh- 1 1 N„ rend 1940 auf Sachalin rund 600 000 Tonnen Wokirahrtsverbände handele Oel produziert wurden, sollen jetzt bereits 5 5 8 Million Tonnen Oel jährlich gefördert Täglich 2111 Verunglückte. 7! hundert Millionen Faß geschätzt. Auf Sach nach Mitteilung der gewerblichen Bauberufs- 85. a- genossenschaft täglich 2111, Werktätige, Un gibt es jetzt zwei Oelraffinerien. Der davonn elf tödlich undn 106 schwer. Die Be- größte Teil des Oeles soll von den Sowjets 8 8 3 1 3 a 2 8 rufsgenossenschaften müssen für Todesfälle bisher über eine unter dem Bieeresspiesel und Hlellbehandlung jährlich im Durchschnitt der Tatarenstraße verlegte Rohrleitung und 306 Millionen DM aufwenden. mit Tankern in die Sowjetunion gebracht. 0 1 uswanderer n r. Worden sein. Außerdem hat Sachalin einen großen Bremerhaven. Fünfhundert deutsche Fach- Reichtum an Nutzholz und Kohle aufzu- arbeiter und Hausangestellte fuhren am Montag mit dem Dampfer„Fairsea“ von weisen. Bremerhaven nach Australien ab. Sie haben 0 3 einen zweiſährigen Arbeitskontrakt und Kardinalshüte her? können anschließend in Australien bleiben. Blond bei Negern sehr beliebt Darmstadt. Ein südafrikanischer Neger- häuptling hat in Darmstadt eine größere Menge Haarfärbemittel bestellt, damit sich feierlichen Zeremonie aufs Haupt. Später er- seine fünfzig Frauen die Haare blond färben halten die Kardinäle noch einen zweiten roten können. Der Häuptling hat eine Schwäche Hut, der in ihrer Heimakkirche als Symbol für blonde Frauell. a ihres Amtes aufbewahrt wird. Der vatikani- 2 855 N 5 sche Vizekämmerer überreicht den neuen„Rheinpfeil“ wird„Rheingold“ Bonn. Der„Rheinpfeil“, der zur Zeit Kardinälen dann noch ein rotes Käppchen, das zur Messe bis zur Präfation und nach der schnellste und àm besten ausgestattete Zug der Bundesbahn zwischen Hök van Holland Kommunion getragen wird. Ein Kardinal muß ferner für besondere und Basel, wird mit Beginn des Sommer- nächsten Jahres be- Anlässe einen flachen breitkrempigen roten fahrplans im Mai und schwarzen Hut mit Fell- oder Filzbesatz schleunigt und erhält wie vor dem Kriege haben und außerdem ein rotes und schwarzes den Namen„Rheingold“. Der bisberige „Birett“, das jeder Priester beim Betreten„Rheingold“-Zug wird dann den Namen oder Verlassen der Kirche trägt.„Loreley“ führen. zehn Troddeln Diesen Hut setzt der Papst den neuen Kardinälen im Rahmen einer 2 Xportierel die übrige“ — setzte Bu Notizen über Bücher 8 Truman Capote: Die Grasharfe, Roman. t Verlag. Berlin und Frankfurt am ain) Auf der„Grasharfel, dem Friedhofs- 5 einer amerikanischen Kleinstadt, spielt er Wind und ruft die Lebensgeschichte lie- nswerter, junger und alter Menschen voller oktnungen und Schrullen wach. Sie alle lie- 85 das Leben auf verschiedene Weise und N ihre skurrilen Wesenszüge mit einer Ein Selbstverständlichkeit enen aellcker 2 wist wird mit der Flucht auf 2 0 riesigen Maulbeerfeigenbaum quittiert bpchedert schlagt sich num in präentigen pos- 8 und gütig ironischen Impressionen ein 5 Kreis von Schicksalsskizzen zu- Aettalle⸗ Capote sieht das Menschliche seiner 5 1855 plastisch und mit einer erstaunlichen Hu legenheit, an der man— neben dem rr Vertung des Daseins schätzt. Ein gut über- ch eines jungen sehr begabten ame- einander bin. vor allem die gesamte positive e. rikani 1 e der 00 kanischen Autors, der mit einer ganz feinen hmen fort. iti schildert und zugleich zu der Weisheit Typisch nordisch und vertraut ist die kraft- 1 d N 1 5 eig, daß 1. kh Andet. die aus echten und tiefen seeli- volle, eindringliche und spröde Art, in der 5 8 1 ver- den nichts zu Sagen ist. e allzu des jungen, unkomplizierten Leutnants, der es schein en Bereichen fließt W. St. Leben, Arbeit. Sorgen und Feste der ein- 8 88 ungen in das Spanien humoriges Buch, das seine Karriere vom durch seine Bekanntschaft mit dem gelähmten 80 105. 5 5 ö 5 5 5 f kurz nach dem Bürgerkrieg führt. Der Hinter- Radioverkäufer, Reiseleiter einer Theater- 80 f f litischen ef Maria Frank: Wir alle tragen Mas- fachen Bauern und Fischer geschildert wird, g 5 5 Sn Sater- Mädch Edith Entscheid stellt poli 5 ben.“(Sddverlag 1 1 Ein fremd und fast beklemmend der primitive grund ist mit ausgesprochen malerischem Sinn gruppe. Schauspieler, Bühnenautor, Rund- 8 1 5 8 dead e, ver u eh een hema und mystische Glaube, der den Grundton des beschrieben, und die Atmosphäre jenes spa- funkmann zum Filmschriftsteller schildert, Zweig das Probl des Mitleiese,, hat. 60 der Geständnisspritze 8 5 5 5 hwester Buches besfimmt 8 8 80. Bergstädtchens Villalarga, wo kein der nach unruhigen, glücklichen. wenn auch 5 e e 2 van m einer elegant 1 5 e: Der Groß-Mogul“(Hans E. Baum wächst und keine Blume blüht, greift manchmal ärmlichen Jahren zu Geld und 5 1 1 B 15 chte zelt] katkenten, alle Mitglieder der 1 Gun ther- Verlag, Stuttgart), Der Vertssser, ein immer wieder entscheidend in den Gang der Ruhm, zu- viel Acnor meberdtus und te e uf der Werse b aur e der Halbnarkose Geständnisse über hervorragender Kenner Asiens spult vor einer 1 5 Daß. 115 58 VFC 3 hat, in ein Verhältnis dämonischer Hörigkeit ines Ja ale intimsten Seiten ihres Pri und rs bartisen eren eee ee ee eee eee las Mensch- gen! Sein outrierter Humor ger, f 1 i 110 Man 75 Seschiedener 8 88 e e Arzt, n 0 Hancllung aus dem Indien des liche und Seelische stimmt. läßt dies erzäh- macht ebenso ärgerlich wie seine salopne Bilan werden ace en ben, wen g sie dann. Es ist erstaunlich und ziem- 17. Jahrhunderts ab. Der junge Schiffbauer lerische Erstlingswerk eines heute in Spanien Sprache, die als amerikanischer Slang viel- Alter zu seiner Erholung und Entspannung u den kane starker Tobak, welche Deſixte da ans Sterben Taverner verlägt seine britische Hei- lebenden Oesterreichers s0 erfreulich und 8 5 erträglich sein mag, in der deutschen diese Kunst übte, gab dem Buch Züge aus at en weben ent kommen: Unterschlagung, Ehe- mat Devonshire. In Indien tritt er nach man- empfehlenswert erscheinen. USE. ersetzung von Rudolf Krämer-Badoni seinem eigenen Erleben. Der„Lesering das 4 Sill, obne; Blutschande, Homosexualität sind das cherlei Abenteuern in den Dienst des Kron- Ahmad Kamal:„Drei Jungs, ein Hunde- e ee dem anspruchslosesten Leser, dem gertelsmann-Buch“, dem sich innerhalb von Mr. 5 9 enende Feld für Erpresser. Daraus ergibt prinzen Schah Dschehan, der seinen Hltern, herz und eine Seele“, Roman.(Lothar-Blan- 158 1 8 58. ist. den 1 Wil- zwei Jahren 325 000 Mitglieder angeschlossen en e 9 5 e geheimnisvoller Selbstmorde, dem tyrannischen Kalserpaar. 25 Macht 5 8 Berlin), Der Verfasser dieses treipt. üsleren zu lassen, gründlich— haben, liefert seine Bücher durch den Buch- Wie lebte 85 tiger, junger und natürlich ver- winden will. Der Engländer bau Kanonen für lesens und liebenswerten Buches gehört zu Si. handel aus und wird sich mit diesen zwei t make ber uu bemilist aufclärt. Pie Schauplätze die Armee des Kronprinzen. Der Kaiser erfährt den seltenen Männern, die nicht Vergessen Tom Hanlin:„Einmal im Leben“(Franz Romanen, die in hübschen Halblederbänden ch nicht 1 einen s Handlung sind nicht eben davon, läßt Taverner aufgreifen, dessen Ge- haben, was sie als zehnjährige Lausbuben Schneekluth Verlag, Darms adt). Der ameri- erscheinen, sicher zahlreiche neue Freunde 5 liebte ermorden und den Engländer mit der gedacht, getan, erfunden und gelitten haben. kanische Autor hat den Schauplatz seiner erwerben. egi. aber bewährt und erfolgverspre- chend: die elegante Villa eines Bankiers eine nicht minder elegante Bar und nicht zu- letzt Klinik und Operationsraum eines be- nicht schlechter und immer spannender. Gabriel Scott:„Er kam vom Meer.“(Kleine norwe- gische Dichter, dessen Werk Knut Hamsun 80 hoch schätzte, erzählt hier das einsame Le- ben eines Fischersohnes, der mit dem zwei- ten Gesicht begabt war und heilen konnte. Als Kind gelähmt, wird er durch die Holzplastik eines Heiligen geheilt und bald darauf durch dem Meer gerettet, als einzig Ueberlebender seiner Familie an ein fremdes Ufer gespült wird. Damit beginnt sein eigent- liches Leben, abgesondert von den anderen halb und in großer Einsamkeit bis zu seinem frühen Tod von tiefem Glauben und Glücksgefühl erfüllt. rühmten Chirurgen. Trotzdem ein roman. Verlagsgesellschaft Stuttgart). Der das gleiche Bild aus er sich daran anklammert und als Menschen, halb verehrt und geliebt, gemieden, immer bereit zu helfen, „seidenen Axt“ foltern. Taverner gelingt es zu liehen. Prinz Dschehan wagt den Aufstand. Nach schwankendem Kriegsglück stirbt der Kaiser Das Alles ist spannend und sauber erzählt. Payne gelingt eine Intensität, daß man beim Lesen das Rote Fort von Agra vor sich sieht, die Aepfel der Dschamma-Ebene riecht und den Gesang der Radschputen am nächten Feuer hört. Wenn man Paynes Buch aus der Hand legt, empfindet man wieder einmal den Man- gel in der deutschen Literatur, der das Erleb- nis der Ferne fehlt. Mit Freude würde man manche unserer Freistil-Autoren der enalysie- renden Konstruktionsliteratur eintauschen ge- gen ein paar angelsächsische Schriftsteller, die Keinen anderen Ehrgeiz haben als den, klar und ungekünstelt zu beschreiben, was das Le- E. Sch-er „Die Monstranz von Villalarga“, Roman.(Nymphenburger Verlags- handlung, München.) Ein Kriminalroman mit geistigen Ambitionen: Um ein entführtes mit- telalterliches Kunstwerk entwickelt sich eine sehr komplizierte Geschichte, die mit einer kaum noch übersehbaren Fülle von Personen und Prinz Dschehan besteigt den Thron. ben tatsächlich bietet. Josef Hans Lazar: Er schrieb die Geschichte von drei Jungens,„Geschichte einer jungen Liebe“ in das schot- die sich einen Hund wünschen, mit Nägeln tische Bergwerksgebiet gelegt. In seiner und Zähnen dafür kämpfen, die phantastisch- zur Unbeholfenheit gesteigerten manierierten sten Einfälle haben, um Geld für ihn zu ver- sprachlichen Einfachheit läßt er den Berg- dienen, dafür so heftige Prügel beziehen, daß mann Frank Stewart erzählen, wie die Kin- sie auf den Knien frühstücken müssen, und der freundschaft zu dem Nachbarmädel Jenny die schließlich ihren Hund bekommen und Dewar zur Liebe wird, wie er das Mädchen nach vielen Kämpfen auch behalten. Der ame- vergißt und eine andere heiratet und wie rikanische Autor mit dem seltsamen Namen Jenny an dem harten, armen Leben zerbricht hat nicht nur ein gutes Gedächtnis, er kann und stirbt. Die Kulisse, vor der der Autor auch großartig schreiben. Man lacht Tränen seine einfache Geschichte abrollen läßt, die bei der Lektüre der haarsträubenden schwere Arbeit im Streiche dieser drei Brüder von Mark Twains merlichen Lohn und das dürftige häusliche „Huck Finn“. Das Buch hat einen einzigen Leben. ist ihm überzeugender und echter ge- Fehler: es hat nur 233 Seiten. egi. lungen als die Gestaltung der Charaktere, 5 5 1 1 M. M. Musselman:„Heiratet Rothaarige!“ enn seinem Vergeßlichen Bernt n (Verlag Heinrich Scheffler, Frankfurt a. M.). egi In seiner Jugend Maienblüte heiratete der Der„Lesering das Bertelsmann-Buch“ 7 Amerikaner M. M. Musselman die rothaarige, fert 9 zwei neue Bände aus: Ste- temperamentvolle, eigensinnige, begabte und fan Zweigs Ungeduld des Herzens“ und Ger- geschäftstüchtige Schauspielerin Milly, von part Hauptmanns Wanda“ der er nach etlichen aufregenden Ehejahren Buchgemeinschaft in Sonderauflagen von . 3 5 5. 5 er ein 120 000 Exemplaren gedruckt wurden. Stefan mmoriges Buch über sie schrieb. worin er Zweig schrieb nur diesen einzigen Roman. sein Beispiel dringend zur Nachahmung emp- Sein übriges Werk besteht aus Novellen, Ge- kfiehlt. Das ist ein schöner Zug von ihm, gegen Sichten und Biographien. In der Geschichte Bergbau mit ihrem küm- d man die große Liebe nicht s recht glauben. die für diese een alben Seite 4 Widerstandsrechte gegen demokratischen Mussenstaul? Geheimrat Prof. Dr. Alfred Weber sprach darüber im Gewerkschaftshaus Seine These von der legitimen Zulässigkeit gewerkschaftlicher Kampfaktionen gegen im Entstehen begriffene gesetzliche Regelungen erläuterte Geheimrat Professor Dr. Alfred Weber, Heidelberg, beim Angestellten-Aus- schuß im DGB Mannheim mit einer Skizze unserer staatlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Die gescheiterten Aktionen hätten in einer ungeklärten Atmosphäre stattgefunden, die Offentlichkeit sei sich über Berechtigung oder Nichtberechtigung des gewerkschaftlichen Vorgehens nicht klar ge- worden. Alfred Weber sah in den Aktionen ein Politikum hohen Ranges, das nur in einer Gesellschaft, die alle politischen Vorgänge beim Staate monopolisiert sehen möchte, er- staunen und befremden konnte. In Webers Auffassung ist der Staat, das heißt die aus Allgemeinen Wahlen hervorgegangene Regie- rung und die Verwaltung, nur ein Teilgebilde neben anderen, die untereinander in Span- nung geraten können. Der moderne demokra- tische Massenstaat sei ein unaufhörlicher „Prozeß politischer Integration“, der die Prinzipien der Menschenrechte und Men- schenwürde immer besser auszuprägen habe. Zwar habe der Staat das Privileg legitimer Gewaltanwendung und der Begrenzung der mit eigenen Daseinsrechten ausgestatteten gesellschaftlichen Kräften, aber er könne jederzeit überrundet werden von Gebilden mit fortschrittlicheren Demokratisierungsten- denzen, wenn er nicht richtig spure. Die Gewerkschaften seien ihrer Natur nach, im Unterschied zu ständischen Unter- „Der Lindenhof baut uuf“ Unter diesem Titel hat der Männergesang- verein„Lindenhof“ eine Festschrift zu seinem Konzert im Mozartsaal am 6. Dezember, 20.30 Uhr, herausgegeben, das keinem besonderen Jubiläum gilt, keinem Festakt für langjährige Mitgliedschaft oder einem der sonst üblichen Anlässe, sondern allein der Freude darüber, daß es nun doch langsam vorangeht mit dem oft„stiefmütterlich behandelt“ genannten Stadtteil, als dessen Repräsentant mit ande- ren zusammen sich der Verein auf kulturel- lem Gebiet nicht zu Unrecht fühlt. Nichts charakterisiert den ganz speziellen Lindenhöfer Lokalstolz wohl treffender und Witziger zugleich als der alte Spruch, den Oberbaurat Urban seinem Festschriftartikel über den Aufbau des Lindenhofs voranstellt: „Es gibt nur ein Deutschland, und dieses Deutschland heißt Mannheim; und es gibt nur ein Mannheim, und dieses Mannheim heißt Lindenhof“. Außerdem enthält die 45 Seiten starke und hauptsächlich für die Lindenhöfer gedachte Schrift eine ausführliche Geschichte dieses Stadtteils von Karl Joos mit zwei historischen Bildern und vom gleichen Verfasser eine Chronik des Vereins, der sich zu seinem Fest- konzert den Stadtbaudirektor und den Kul- tUrdezernenten eingeladen hat mit der Bitte, über„Die städtebaulichen Voraussetzungen für den Wiederaufbau des Lindenhofs“ und „Der kulturelle Wiederaufbau des Linden- hofs“ zu sprechen. Wie Vereinsvorsitzender W. Herrmann im Vorwort sagt, empfindet der Verein das Kon- zert als eine ausgesprochene Lindenhof-Ver- anstaltung und ist stolz darauf, wieder ein- mal am Anfang einer neuen Entwicklung jenes Stadtteils dabei zu sein, dessen Werden er selbst einmal miterlebt und-gefördert hat. Der Mut des nicht gerade sehr großen Vereins und ebenso seine Verwurzelung und Lokalbewußtsein nötigen Respekt ab. Glück auf für den 6. Dezember! ni Wohin gehen wir? Mittwoch, 3. Dezember: Nationaltheater 19.30 bis 22.00 Uhr:„Der Barbier von Sevilla“; Mo- zartsaal 19.30 bis 21.30 Uhr:„Der eingebildete Kranke“; Alster:„Späte Mebe“; Palast:„Opfer der Unterwelt“; 22.20 Uhr:„Weizes Gift“; Ufa Theater 14.30 Uhr: Der verlorene Himmels- schlüssel“; Kunsthalle 19.30 Uhr: Vortrag von Dr. Niels von Folst, Eisenberg: Barock und Rokoko in Nord- und Ostdeutschland“(Freier Bund zur Pflege der bildenden Kunst): Pschorr- Bräu, O 6, 9. 20.00 Uhr: Ueber„Aufgaben und Bedeutung der Handelsschule für den kauf- männischen Nachwuchs“ spricht Oberstudien- direktor Roth(Deutscher Handlungsgehilfen- verband); Gewerkschaftshaus 19.30 Uhr:„Film- zensur“, Sprecher: Gentgen(Gewerkschafts- jugend der Gewerkschaft Oeffentliche Dienste, Transport und Verkehr); Wirtschaftshochschule 19.30 Uhr: Veber„Gewerkschaft und Staat“ spricht Prof. A. Weber(18 Metall, Angestell- tengruppe); Amerikahaus 14.30, 16.00, 18.00 Uhr: Film für Erwachsene:„Amerika lernt“; 19.30 Uhr: Schallplattenkonzert mit Werken von Weelkes, Dowland, Corelli u. a. Die Vorstellung des Nationaltheaters am 3. Dezember„Der Barbier von Sevilla“ ist auch für die Mietgruppe J vorgesehen, die versehentlich auf den Plakaten des Theaters nicht mitaufgeführt wurde. Donnerstag, 4. Dezember: Nationaltheater 14.00 bis 16.15 Uhr:„Peterchens Mondfahrt“; 20.00 bis 22.30 Uhr:„Moral“; Gewerkschafts- haus 19.30 Uhr: Referat von Prof. Dr. Schacht- schabel über„Soziale Sicherheit— ökonomi- scher Fortschritt“ DGB, Betriebsräteschulung): Amerikahaus 20.00 Uhr:„Jeder ist reich“, Kul- turfilmabend: 14.00, 15.00 Uhr: Film für die Jugend:„Weißt du schon?“. Wie wird das Wetter? Frostwetter hält an Vorhersage bis Donnerstag früh: Morgens stellenweise stark dunstig bis neblig. Mittagstem- peratur selbst in der Ebene un- ter 0 Grad bleibend. Im Laufe des Tages aus Nordwesten wie- der aufziehende Bewölkung, nachfolgend und in der Nacht nach Sudosten ausbreitender Schneefall. Vorübergehend nach West drehende Winde. Wetteramt Karlsruhe Pegelstand des Rheins am 2. Dezember: Maxau 663(—27). Mannheim 675(33), Worms 380(37). Caub 588(86). 5 Pegelstand des Neckars am 2. Dezember: Plochingen 248(8), Gundelsheim 380(718), Mannheim 690(445). * nehmer verbänden, demokratische Gebilde, deren„Führungskopf“ sich der Abstimmung aber nicht der Allgemeinheit— zu stellen habe. Die Gewerkschaften hätten die Demo- Kratisierung des Lebens als Ziel und Aufgabe. Gegenüber fortschrittlicheren Länderregelun- gen sei die Regelung des Mitbestimmungs- rechtes auf Bundesebene, eigentlich nur mehr ein Einspruchsrecht, ein Rückschritt gewesen, gegen den die Gewerkschaften das Recht der kortschrittlicheren Demokratisierungstendenz hätten in Anspruch nehmen können. Leider habe die Aufklärung nicht geklappt, außer- dem sei die Verteidigung klarer Rechte ver- knüpft gewesen mit unerprobten Forderun- gen(Hälftelung der Aufsichtsratsposten und paritätischer Umbau der Industrie- und Han- delskammern), die die Aktion belasteten. Wenn oligarchische Gruppen im Staate lebenswichtige demokratische Rechte ab- bauen, habe die Gewerkschaft ein Wider- standsrecht gegen diesen Staat, führte Alfred Weber aus. Zur Betätigung dieses Rechtes gehöre jede Form der Demonstration. Bei dieser„dynamischen“ Auffassung vorn Bestand des Staates würde sich die Situation von 1933„legitim“ wiederholen lassen. Ganz andere Anwärter auf„Ablösung“ melden sich bereits an Ff. W. K. MANNHEIM Am Rande beobachtet Mittagessenbetrieb in einer großen Gaststätte: die Sekretärin von nebenan schlingt hastig ein Paar Saftwürstel mit Kartoffelsalat hinunter, der Herr am Ecktisch schaufelt schnell ein Rippchen mit Kraut in sich hinein, und der be- leibte Mann im Hintergrund schlachtet in größter Eile einen halben Hahn. Da- zwischen plärrt Musik aus dem Laut- sprecher, und die Zeitansage schneidet das bißchen Privatleben diktatorisch entzwei. Die Hetze geht weiter Und da zeigt sich allen, die da auf der Insel im Getriebe ein paar Minuten „Freizeit“ machen, die„gute alte Zeit“: Ein weißhaariger Greis im ehrwürdigen Bratenrock läßt sich gemächlich an einem noch freien Tisch nieder, bear- beitet Schnurr- und gepflegten Knebel bart mit dem Bürstchen und bestellt sich, nach einem Blick auf die massiv- goldene Taschenuhr, ein Bauernomelette und ein gutes Glas Rotwein. Die Zeit steht still und ein alter, liebenswür⸗ diger Herr, der wie ein Grandseigneur aus vergangenen Epochen unseres ver- rückten Lebens anmutet, paßt ganz gut hinein. Trotz des Bratenrocks, den wir Schnellebigen vielleicht„altmodisch“ finden. Aber er bringt die Ruhe mit, die wir alle nicht mehr haben max Nach 12 Tagen: Bergung beendet Mannheimer Unternehmen hob ein bei Worms gesunkenes Schikf Unser Bild zeigt eine Phase der Bergung des am 10. November auf dem Rhein bei Worms 700 Meter unterhalb der Ernst-Lud- wig-Brücke gesunkenen Motorschiffes, das — seltsame Laune des Zufalls— ebenfalls „Ernst Ludwig“ heißt. Das 300 Tonnen große, mit Kies beladen gewesene Schiff, war bei ungewöhnlich stürmischem Wetter durch starken Wellengang mit Wasser vollgeschla- gen worden;, so daß es plötzlich mitten im Strom sank und sich auf der Flußsohle quer zur Fahrrinne legte. Wie wir damals bereits berichteten, ertrank ein Matrose, während die anderen auf dem Schiff befindlichen Personen gerettet werden konnten. In einer mühseligen Bergungsaktion, die einschließlich der Vor- arbeiten zwölf Tage in Anspruch nahm, konnte das Wrack nun von dem Mannheimer Bergungsunternehmen Lothar Fasbender ge- hoben und nach Mannheim gebracht werden. Vor dem eigentlichen Hebevorgang, der mit einem Hebeschiff und zwei Tanks von zu- sammen 240 Tonnen Tragfähigkeit ausge- führt wurde, mußte die Ladung des bei dem gegenwärtigen Hochwasser 7,50 Meter unter der Wasseroberfläche liegenden Schiffes von Tauchern mit Spezialgeräten abgesaugt wer- den. Für das Unternehmen L. Fasbender war die Bergung des„Ernst Ludwig“ das 300. Ob- jekt in der Zeit seines Bestehens. Ein Warenlager uus plombierten Güterwagen Sieben Monate für allzuoftes„Anspringen“ „Räder müssen rollen für den Lebens- unterhalt“ sagten sich zwei Herren in den Dreißigern und folgten einer nicht gerade un- gefährlichen, aber enorm„billigen“ Methode, diese Räder für sich rollen zu lassen. Es waren die Räder mehrerer Güterwagen und noch mehr die verschlossenen Türen, die sie reizten und die sie kurzentschlossen aufbrachen, Die „Beute“ lohnte den Zweck des Unterfangens: Sechs Kisten eingefrorener Hühner, amerika- nische Feldblusen, ein Ballen Gewebe von 103 Metern Länge, 148 kg Kupferdraht, 150 Handwaschbürsten und 174 Paar Schuhe jeder Art und Güte. Und nicht zuletzt: 120 Kisten Zigarren, denn eine solche„Giftnudel“ ver- leiht die erforderliche Ruhe und schafft Wohl- behagen Es waren acht Fälle, in denen die Ange- klagten überführt wurden und die sie auch gestanden. Fahrende Züge hatten sie bei Verlangsamung des Tempos„angesprungen“, stehende Wagen bereiteten kaum Schwierig- keiten. Trotz dieser ziemlich happigen Angele- genheit mit nicht unbeträchtlichem Schaden (den die Bundesbahn geltend gemacht hat) ließ das Schöffengericht mildernde Umstände walten, weil die beiden Angeklagten in schlechten sozialen Verhältnissen lebten und noch nicht vorbestraft waren. So blieb es bei je sieben Monaten Gefängnis wegen fort- gesetzten schweren Diebstahls und Siegel- bruchs. lex Spezialist in VW.-Ersulzrädern: Ein Jahr Gefüng Der Erlös aus mindestens 21 Verlegen, schüchtern oder teilnahmslos stand der schlaksige junge Mann vor dem Schöffengericht. Beruf: Hilfsarbeiter mit etwa 50 DM netto in der Woche. Familien- Stand: geschieden, trotz seiner 22 Jahre. Passion: Glücksspiel. Und dazu reichte ihm natürlich das Geld nicht. Vier Vorstrafen Wegen geringfügiger Delikte bildeten seine kleine„Gerichtspraxis“. Die Anklage warf ihm Diebstahl von Volkswagen-Ersatzrädern in 30 Fällen vor. 21 davon gab er zu. obwohl er sich nicht mehr an die einzelnen Tatorte entsinnen konnte und auch die Namen der Eigentümer nicht kannte, denen im Juni und Juli dieses Jahres plötzlich das unter der Vorderhaube des Volkswagens liegende Ersatzrad fehlte. Einzeln tauchten sie dann wieder zaum„Ver- kaufswert“ von 30 bis 40 DM an Tankstellen wieder auf. „Ich habe weiterverkauft. um Geld zu be- kommen.“ Geld zum Spielen, Geld zum Kleine Chronik KKV Columbus. Am 3. Dezember 20 Uhr, spricht im katholischen Jugendheim, C 2, 16, Steueroberinspektor Adolf Pabst über„Der steuerliche Teil des Lastenausgleichs“. Frauengruppe DAG. Am 3. Dezember, 19 Uhr, im Hotel„Rheinbrücken“ letzter Abend des Lehrgangs„Zeitgemäße gesell- schaftliche und gastliche Gebräuche“. Reichsbund, Ortsgruppe Neckarstadt-Ost. Am 3. Dezember, 20 Uhr, im Lokal„Feld- schlössel“ Mitgliederversammlung., Thema: Lastenausgleichsgesetz. b Wir gratulieren! Magdalena Kiefer, Mann- heim, Käfertaler Straße 50, wird 76 Jahre alt. Jakob Wetzel, Mannheim, Werftstraße 17, begeht den 83., Pauline Danner, Weinheim, Gunterstraße 18(früher Mannheim, H 5, J), den 85., Philipp Bär, Mannheim. Laurentius- straße 22, ebenfalls den 85. und Josef Joh- mann, Mannheim-Rheinau, Poststraße 3, den 87. Geburtstag. Silberne Hochzeit haben die Eheleute Heinrich Oest und Elisabeth, geb. Herrwerth, Mannheim- Käfertal, Ladenburger Straße 9, Wilhelm Rudolph und Anna, geb. Bossert, Mannheim, Moselstraße 32, Karl Heinzelmann und Anna, geb. Hugger, Mann- heim-Waldhof, Föhrenweg 25, und A. Feuer- stein und Maria, geb. Brauch, Mannheim- Käfertal, Schwalbenstraße 9. Postsekretär Franz Zöller, Mannheim, Seckenheimer Straße 44, konnte das 40. Dienstjubiläum feiern. 30 Jahre Umgang mit Kunst Das Kunst- und Auktionshaus Dr. Fritz Nagel, Stuttgart- Mannheim, begeht sein 30 jähriges Bestehen. Dr. Fritz Nagel setzte die 100jährige Tradition seiner Familie im Kunsthandel fort. 1924 verlegte er sich auf das Auktionswesen und hielt in Mannheim seine erste Auktion ab. Der Erfolg bewies den Bedarf: Im Laufe der Jahre wurden 145 Auktionen abgehalten, darunter die des Hauses Geheimrat Ladenburg, Mannheim (Porzellansammlung), der Sammlung Basser. mann, Mannheim, des Schlosses Langenzell, des Schlosses Eichtersheim, des Schlosses Friedewald, des Schlosses Benzenhofen, des Nachlasses von Graf Kuno von Hardenberg, der Gemaldesammlung Bensinger und viele andere. Dr. Nagel mußte nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft sein zerstörtes Ge- schäft wieder völlig neu aufbauen. „Ernst“ geht es besser under will nach Hause Errist Weiner, oder wie er als Original in ganz Mannheim bekannt ist: der„Zei- tungsernst“, der am Donnerstagabend letz- ter Woche mit seinem Dreirad mit einem Personenkraftwagen auf der Auffahrt zur Friedrich-Ebert-Brücke in Kollision geriet und dabei verletzt wurde, befindet sich auf dem Wege der Besserung. Er war ganz guter Laune trotz seines Sips verbundenen rechten Beines, als wir ihn gestern im Theresienkrankenhaus besuchten. Seine Verletzungen, unter anderem ein Wa- denbeinbruch, eine Brustkorbprellung und mehrere Blutergüsse hat er trotz seiner 73 Jahre ganz gut überstanden. Er will unbe- dingt so bald wie möglich nach Hause und Arran. e BESSHNWIERD EN Briefmarken gesucht Auf Umwegen erreicht uns ein Brief eins amerikanischen Soldaten in Korea, der mit Lesern unserer Zeitung in Verbindung treten möchte, um seine Briefmarkensamm- lung um deutsche Marken zu erweitern. Wir druchen nachstehend den ins Deutsche übersetzten Brief des Soldaten mit der Angabe seiner Postanschrift ab: An den Herrn Redakteur! Sehr geehrte Herr! Wäre es Ihnen vielleicht möglich, meine Bitte in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen? Ich wäre den Lesern Ihrer Zeitung dankbar, wenn sie mir Briefmarken, die sich auf Briefen be- finden, die sie herumliegen haben und für Wel sie keine Verwendung haben, zukom- men liegen. Briefmarken jeder Art wären ein Beitrag zur Erweiterung meiner Briefmarken- sammlung; außerdem würden sie dazu bei- tragen, die freien Stunden, die ich im Winter hier in Korea habe, auszufüllen. Wir haben zwei Soldaten hier in unserer Kompanie, die deutsch lesen und übersetzen können, so daß jeder, der mir schreiben will, in Deutsch oder Englisch schreiben kann. Ich bin Innen sehr dankbar für jede Unterstützung meines An- liegens und hoffe, daß mir vielleicht einige Ihrer Leser helfen können. Hochachtungsvolll gez. Andrew V. Bakasy, M/Sgt Andrew V Bakasy, R 06893448 45th M. P. Co, APO 86, c/o PM. San Francisco, Calif. USA. Feudenbeimer Sorgen Die Ilvesheimer Straße(in Feudenheim) als ehemalige Landstraße ist heute eine Verkehrs- straße mit allen Tücken geworden., Es ist da- her eine berechtigte Frage: wann wird die ge- plante Umgehungsstraße in die Wirklichkeit umgesetzt? Die Kanalisation wurde bereits für diesen Zweck schon vor dem Kriege gelegt. Wann wird die Ilvesheimer Straße verbreitert und ein Fußgänger- und Radfahrweg geschaf- ken?— Anerkennenswert ist es, daß die OEG eine Haltestelle an der Gärtnerei eingerichtet hat. Enttäuscht sind die Angrenzer aber nun, weil der Fahrpreis nicht im Verhältnis zur Fahrtstrecke steht, man zahlt z. B. ab Parade- Platz bei der Straßenbahn 0,25 DM und bis Gärtnerei bei der OEG nochmals 0,20 DM. Da- bei liegt die Gärtnerei im Vorort Feuden- heim!— Bei der Eingemeindung hat man es den Feudenheimern anheimgestellt, sich evtl. von der Müllabfuhr auszuschließen. Das war bei den Bauern zu verstehen. Nicht zu ver- stehen ist, daß bei der Erweiterung von Feu- denheim aber jeder automatisch der Müll- abfuhr angeschlossen wurde. Der Unterschied mit anderen Stadtteilen besteht darin, daß der Feudenheimer zu den gleichen Gebühren wie in anderen Stadtteilen, seine Müllkübel sel- ber stellen muß. Selbst die jüngeren Stadt- teile sind bereits mit Kübeln der Stadtwerke beliefert. Wie lange will uns die Stadt diese berechtigte Forderung vorenthalten?— Host- zustellung ist in Alt-Feudenheim zweimal am Tag. Nur in den Außenbezirken Neckarplatt und Ilvesheimer Straße. Heddesheimer Straße geschieht es einmal, obwohl hier sehr viele Geschäftsleute wohnen. Aus welchem Grunde? .. Hilfe, wir ertrinken! Es ist schon eine Zumutung für die Ein- wohner der Siedlungsgebiete Speckweg und Neues Leben, an Regentagen ihre Wohnung zu verlassen, denn man braucht hier wirklich ein Boot, um von einem Ufer zum anderen zu gelangen. Dieses Gebiet ist völlig über- schwemmt. Vor einiger Zeit hatte man in der Eigenen Scholle zwei Sickerlöcher angelegt, die aber keinen Sinn hatten, weil die Wassermas- sen so schnell gar nicht abfließen können. Es ist schon ein Kunststück, die Kinder ohne nasse Füße in die Schule zu schicken, und ebenso ist es für die Erwachsenen eine peinliche Angele- genheit, wenn sie nicht wissen, wie sie zur Omnibushaltestelle kommen sollen. Der Speck weg ist wirklich ein Dreckweg, durchzogen von Löchern und tiefen Gräben, die Eigene Scholle ein einziger See und ebenso der Sonnenschein ein unüberwindliches Gelände. Man sollte nicht kür möglich halten, daß sich die Anwohner 80 geduldig ihrem Schicsal ergeben. Viele Tau- send Menschen wohnen hier in diesem Sied- lungsgebiet und haben wohl alle den gleichen Wunsch: Daß doch endlich die Stadtväter den Mut aufbrächten, genau wie wir selbst, an Regentagen per pedes durch die Straßen gehen zu müssen! Kann man denn nicht end- ich einmal ordnungsgemäße Straßen bauen? H. D. Pro und contra Auf die am 26. November veröffentlichte Zuschrift, in der F. S. aus dem Gedanken der Versöhnung den Wiederaufbau der Synagoge in Mannheim zu einem confessio- nell ungebundenen Gotteshaus vorschlägt, erkielten wir mehrere, teils zustimmende, teils ablehnende Aeußerungen, von denen wir zwei typische hier wiedergeben: Der Einsender F. S. hat mir— wie be⸗ stimmt vielen— aus der Seele gesprochen. Ge- nug der Worte, der Reden und Denkmäler! Wären nicht auch nicht die Stadtväter im Sinne von F. S. zu interessieren? Wenn schon 60 000 DM für ein Totenmal ausgegeben werden Wieviel dann für die Lebenden? Sicher wür⸗ den viele Gutgesinnte der Ansicht sein, noch nicht genug getan zu haben und wohl auch solche, deren Hände und Gewissen nicht rein sind von den Untaten jener Zeit. Gerade jetzt wäre die Zeit, da die Welt sich anschickt(zwar mit 90 Prozent Aeußerlichkeiten) der Geburt dessen zu gedenken, der auch aus dem stamme Davids war, günstig. M. K. Ieh beneide F. S. um seine Sorgen! Meiner Ansicht nach wäre es wichtiger, Wohnungen zu bauen. Wer sorgt für die Kinder, deren Väter im Kriege geopfert wurden? Auch diese Opfer mahnen; sogar noch dringlicher! F. S. Wär während des Krieges wohl in Sicherheit, sonst käme er nicht auf solche Gedanken. Wir haben genug gebuüßt für die Verbrechen an- derer, obwohl wir vorher nicht gefragt wur- den und auch jetzt nicht gefragt werden. War- um hat sich F. S. nicht gewehrt gegen die Ver- brechen? Diese Zeichen der Versöhnung“ Wie F. S. es nennt— wären angebracht, wenn genügend Wohnungen für alle da wären. L. R. der großen Stadt Mittwoch, 3. Dezember 1952/. 5 * Diebstählen wurde verspielt Privatverbrauch abseits einer Famil der er jetzt gesetzlich getrennt ist 7 ihn kaum noch zu Gesicht bekam 00 jeden Tag unterwegs war„in Sa. 95 Satzreifen“. Er transportierte sie in 5 emütsruhe per Fahrrad zur nächsten 10 stelle, wo er sie harmlosen Gesichtz schlug, allerdings nur Schlauch Und 10 Während die nutzlose und Zekährliche pez am Demontageort stehen blieb. 9 Sein Geheimnis gab er nicht pres behauptete. an allen Wagen seien pe oder Türen offen gewesen,. und Cedn. habe er vom Wageninnern die Külehen öfnen können. Es war zu unglaubbß aber der Trick ist nun mal sein„ Gescddh geheimnis Das Schöffengericht gab ihm ein Gefängnis wegen fortgesetzten Diebstahl 21 Fällen. Das Urteil hat er nicht angendg men. 1 scheut sich nicht. diesem Wunsch mit en sprechender Lautstärke Nachdruck zu 90 Er ist noch einmal davongekommen „König der Zeitungsfahrer“. Unserem 5 auf weitere gute Besserung werden sich sere Leser, die ihn nur als„unser Ig kennen und schätzen gelernt habeg, dg gerne anschließen. 1 Advents-Basar der Trinitatis-Gemeinde Der vom Evangelischen Gemeindepert der Trinitatiskirche im Wartburghog arrangierte, bereits Tradition gepote Adventsbasar sprach in seiner Reichhaltz keit und Aufmachung für einen hohen meinschaftsgeist im Interesse einer gig Eine überraschende Entdeckung m te in diesen Tagen eine Hausfrau in Westilg als sie zum erstenmal mit SeipIx bobhez Einen solchen Glanz kannte sie noch u und so mühelos hatte sie noch nie gebobng Sache, denn Kinderschule und Krake schwesterstation bedürfen dringender Hi So gab es dank allseitiger Opferbereitsci nicht nur eine überreiche Tombola, allet Praktisches und Weihnachtliches, Trotz 0 üblen Wetters kamen viele Gemeinden“ lieder. Für das leibliche Wohl war in ze Hinsicht gut gesorgt. und für Stimmung z gesorgt, zumal die Kindergruppe, der chenchor und nicht zuletzt wieder die stal Singgruppe des MGV„Eintracht“ eine schaltet waren.. Otto Kauffmann gestorben im 80. Lebensiahr iel Am 25. November starb in Trogen 3 Kanton Appenzell im 80, Lebensjahr einn seiner Vaterstadt eng verßündener at Marmheimer, der frühere Mühlendireg Otto Kauffmann. Er entstammte einer Generationen in Mannheim ansässigen I milie, die Mannheims erste Großmühle d heute noch bestehende Kauffmanns- Mi gegründet hat. Nach dem Tode seines Va Friedrich Kauffmann übernahm Otto Kad mann die Leitung des Unternehmens,& später an einen rheinischen Mühlen konte überging. Vor 30 Jahren hatte er Seng Wohnsitz nach der Schweiz verlegt, und s langer Zeit bewohnte er das großartige wegerhaus in Trogen, mit dessen Bez imm verwandtschaftliche Beziehungen de. banden. Er war ein bekannter Sammer Mannheimer Blättern, Münzen und Bücken und ein begeisterter Förderer familien schichtlicher Arbeiten. Seiner Großziggg verdanken die Mannheimer Sammie Wertvolle Stiftungen. Aber auch einer g hen Zahl von Bedrängten und Notleidens hat er hilfsbereit und immer gütig bes standen. Otto Kauffmann war Ehrenmielt des Marinheimer Altertumsvereins, des Vorstand er früher angehört hafte Se Asche wird nach seinem letzten Wilen! der Familiengruft auf dem nelle Friedhof beigesetzt werden. Filmspiegel Palast:„Opfer der Unterwelt Ein„Ermordeter“ auf der Jagd nach. nem Mörder. Genauer und realistischer Bl Mann., dem„Leuchtgift“ einverleibt wur „Sie haben noch einen oder zwei Tage, Hö“ stens eine Woche zu leben!“ Wilde Jeg durch die Unterwelt von San Franzisko l Los Angeles. Teilweise Ich-Form der P. stellung.„Wer war es, der mich vergt hat?“ Der Stich ins kriminelle Wespen Ein Zuckerguſl Liebe:„Du wirst mir l fehlen.“ Ein Schuß Erotik: die Frau des 5 deren. Atmosphärische Störungen d Browning aus der Westentasche. Miel spannung: Das Duell in der leerstehende Fabrikhalle. Großstadtlichter im regenne sen Straßenasphalt., Schliefen Sie die A. Kommissar.“ Regie Rudolph Maté. Pfac zer Tagebud Kaiserslautern, In einem Wald bei 15 kenstein wurden ein Schädel, Knochen 15 Kleider aufgefunden. Man vermutet, 15 sich um die Leichenreste eines Wattenne, Ein wohners handelt, der vor knapp 12 5 1 ren mit der Aeußerung, er wolle im verhungern, verschwunden War. al- Deidesheim. Von 128 angemeldeten 1 zischen Edelweinen erhielten 116 eie e gen von der Landwirtschaftskammel 1 Es wurden dabei 17 goldene, 15 silberne 38 bronzene Kammermünzen een e Landau. Im Prozeß gegen Robert nein, schmidt und Willi Hänisch aus, die sich vor der großen Strafkammer Dieb⸗ wegen 36 Verbrechen des schwere, unt stahls, zweier des versuchten Nau gl eines Verbrechens der schweren Bra te det tung zu verantworten haben, 2 e Staatsanwalt für jeden Angeklagten Zuchthaus. Hei zeinen dern s lichen Einflu. das 80 nach Bunde groß n die Lo einem neren kannte ermes, beginn meine betrag dische (le 3) rungs- Flugze schiff, zeug-! 7151 Nr. 279 Mittwoch, 3. Dezember 1952 MORGEN N K r ee Seite 8 52/ WII 1 bogen Lehrauftrag ö 8 für Ex-Kreisleiter mani; Ladenburg. Der Stadtrat von Ladenburg t bat in einem scharfen Protest einstimmig egen die Einstellung des ehemaligen Familie Heidelberger Kreisleiters Wilhelm Seiler t ist n ils Volksschullehrer in Ladenburg Stellung kam, 1 enommen. Der Stadtrat beschwerte sich bei Sachen der Unterrichstver waltung in Karlsruhe dar- se in a über, daß die Gemeinde zu dieser Einstellung ichsten gz nicht gehört worden ist, hr mißbilligte eine Gesicht golche Stellenbesetzung und forderte den 1 und 11 Widerruf der Versetzung Seilers nach Laden- ihrliche 15 burg.— Der 61jährige Lehrer war im Novem- per von der Unterrichtsverwaltung in Karls- ruhe zum Schuldienst nach Ladenburg ein- cht preg z gewiesen worden. Wie verlautet, will sich zelen Pepe die Verfassunggebende Landes versammlung und daun] demnächst mit diesem Fall beschäftigen. Kühler Karlsruhe verkauft sein Weingut Karlsruhe. Der Stadtrat hatte vor einiger zeit eine Kommission eingesetzt. die die Wirtschaftlichkeit des der Stadt gehörenden Weingutes Istein überprüfen sollte. Eine Instandsetzung des Gutes würde erhebliche Mittel beanspruchen. Die Stadtratskommis- eon hat sich deshalb für den Verkauf des Schloß gutes ausgesprochen. Es soll zunächst dem Staat zum Tausch oder zum Verkauf angeboten werden. Auf unbeleuchtetes Pferdefuhrwerk aufgefahren. Tübingen. In der Nacht zum Sonntag fuhr zu der Straße zwischen Mähringen und Wankheim im Kreis Tübingen ein Motor- radfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf ein unbeleuchtetes Pferdefuhrwerk auf. Durch den Aufprall wurde der Motorrad- fahrer so verstümmelt, daß seine Leiche bis etzt nicht identifiziert werden konnte. Slaubhal a„ Ceschahd um ein Dies t Angengg, sch mit eh uck 2¹ gehe kommen, g erem f rden sich un Unser Erg haben, 1 einde meindepe e Sewordeg Reichelt n hohen 0 einer gig 2122 Flugzeugtypen berichtet. Heinkel beabsichtigt keinesfalls, sich auf zeinen Erfinderlorbeeren auszuruhen, son- dern setzt seit Monaten seinen in der west- lichen Welt auch heute noch ungebrochenen Finflug dafür ein, daß der englische„Comet“, bola, allet das schnellste Verkehrsflugzeug der Welt, 8. Trotz e nach Abschluß des Generalvertrages in der emeindem Bundesrepublik in Lizenz gebaut wird.„Wie War in fei] groß meine Liebe und mein Optimismus für pe, det kf einem Blick auf die die Wände seines Büros er die stau zierenden vielen Konstruktionen weltbe⸗ acht“ eine kannter Heinkel-Typen,„mögen Sie daran ermessen, daß ich auch heute an ein Wieder- beginnen denke, obwohl die Substanzverluste o rben meines Unternehmens mehr als 90 Prozent r enen betragen. Mein Leben gehört der Luftfahrt. Trogen g Kier einige Marksteine des Wachsens der Star einm deutschen Flugzeugindustrie in den Heinkel- idenel ae Werken von dem Jahre 1922 an: Bau von ihlendireh Schwimmern kür Wasser flugzeuge der schwe- te einer k dischen Marine, Bau von Wasserflugzeugen die Luftfahrt immer noch sind“, sagt er mit Heidelberg. Wetterlaunisch, wie das ganze Jahr, ist in diesen Tagen auch unser Neckar. Mal schwillt ihm der Kamm, daß man glauben Könnte, jetzt steigt er ergrimmt aus seinem Bett, um rundherum wieder allerlei Unheil anzurichten; dann scheint irgendeine geheim- nisvolle Macht dem wilden Knaben Baldrian zu geben, der Zornesausbruch bleibt aus. 5 Aber er kann— ehrlich gesagt— ja nichts für dieses fleberartige An- und Abschwellen seines Temperaments. Was will er machen! Er muß schlucken, was seine kleineren Art- genossen von rechts und links heranbringen, und der„Segen von oben“ will auch noch ver- kraftet sein. 8 Stuttgart. Professor Ernst Heinkel, der 65jährige Chefkonstrukteur und Er- finder der in aller Welt bekannten Heinkel-Flugzeuge, der trotz der Zerschlagung der deutschen Flugzeugindustrie heute wieder voller Optimismus in die fliegerische Zukunft schaut, kann im Dezember auf ein dreißigiähriges Bestehen seiner ruhm- vollen Firma zurückblicken. Aus Anlaß dieser Geburtstagsfeier hatte er anfangs die- ser Woche die in- und ausländische Presse zu sich in sein auf den Höhen Stuttgarts gelegenes Konstruktionsbüro geladen und ihr von der Entwicklung seiner Werke und Warnemünde den ersten Preis, 1932 fliegt erstmals der He 70, der mit einer Reise- geschwindigkeit von 370 km/h als„Heinkel Blitz“ von der Lufthansa als Schnellverkehrs- flugzeug eingesetzt wird. Die schnellste ameri- kanische Verkehrsmaschine flog damals nur 290 km/h. Aus der He 70 wurde ein zweimotoriges Flugzeug, die He 111 entwickelt, die 1935 als schnellstes Verkehrsflugzeug der Welt mit an- nähernd 400 km/h auf die Strecke ging. Spa- ter wurde die He 111 als Bombenflugzeug in tausenden von Exemplaren hergestellt. Mit dem Jäger He 100 überbot Udet Pfingsten 1938 den bisher von der Me 109 mit 604 km/h gehaltenen Weltrekord um 30 km/h. Welt- rekordflieger war damals der Italiener Agello mit etwa 700 kmh. Am 30, März 1939 gelang es Flugkapitän Dieterle mit der He 100 mit 746 km/h diesen Weltrekord für Deutschland zu brechen. Als erste Firma der Welt baute Heinkel Dem leckar an den Puls gefühlt Am Neckarstaden stehen vor einem kleinen Schild tagsüber viele Menschen, um das neue „Bulletin“ des Patienten zu lesen.„Hoch- wassermeldungen“ steht darauf, und da kann man ablesen, ob die Wasserkurve weiter- steigen oder zurückgehen wird. * Noch deutlicher aber durften wir gestern den Puls unseres Neckars abfühlen, als wir am späten Abend zu einer kleinen Stipvisite bei den Männern des Wasserstraßenamtes in der Karlstorschleuse aufkreuzten. * Jawohl, ein richtiges Fieberthermometer gibt es hier, oder, um es in der Fachsprache Heinkel:„Mein Leben gehört der Luftfahrt“ Dreißigjähriges Jubiläum der Heinkel-Flugzeugwerke/ Der Erfinder berichtet über die Arbeit seines Lebens gierung eine steuerfreie Belohnung von 100 000 Pfund Sterling und adelte ihn.„Wie sah dagegen der Dank an die deutschen In- dustriellen für deren Pionierleistungen nach dem Kriege aus?“, sagt Heinkel resigniert und fährt fort:„Die Entwicklung der Düsen- motore, die 1936 in meinem Werke begonnen hat, war der Anfang für eine neue Aera in der Fliegerei. Die Propellerflugwerke wur- den und werden durch Düsentriebwerke ab- gelöst. So wie die ganze Militärfliegerei heute schon weitgehend auf Strahltrieb- d. h. Dü- sentriebwerke übergegangen ist, so wird sich auch die Verkehrsluftfahrt auf diese neue Antriebsart umstellen müssen. Im letz- ten Sommer zeichnete sich diese Entwick- lung schon durch die Verwendung von Dü- sentriebwerken im britischen Luftverkehr ab. Bei Kriegsende stand Ernst Heinkel vor den rauchenden Trümmern seines einzigarti- gen Lebenswerkes. Sieben große Werke mit einer Belegschaft von 52 000 Mann waren zerschlagen. Verblieben ist ihm lediglich das Motorenwerk Zuffenhausen und die Ver- pflichtung, für seine Unternehmen einge- gangene Verbindlichkeiten heute ordnungs- gemäß abzuwickeln. Dabei sind die sehr hohen Forderungen aus Lieferungen an das Reich durch den Bund kraft gesetzlicher Re- gelung gestrichen worden. Der vitale, unge- 8 75 der„Wassermänner“ auszudrücken: einen elektrischen Pegelmesser. Dieser registriert wie auf einem Tachometer am laufenden Band die Bewegung des Wassers Für das Oberwasser das ist der Neckar oberhalb der Schleuse— gibt es einen eben- solchen elektrischen Pegelmesser, und wir lesen hier nicht nur ab, dag am Montag um 14.30 Uhr der Pegelstand seinen Höhe- punkt erreicht hatte, sondern daß auch zur Stunde zwischen Ober- und Unterwasser— bei geschlossener Schleuse— ein Höhen- unterschied von 65 Zentimetern besteht. Selbstverständlich ist hier im Bereich der Karlstorschleuse eine ständige Verbin- dung mit dem Oberlauf des Neckars. Wenn Gundelsheim gestern den höchsten Stand um 10 Uhr meldete, so kann man daraus ersehen, daß es rund 4 Stunden dauert, bis von dort aus die Flut die Schleuse Alt-Hei- delberg erreicht hat. 8 Es ist wie in einem Hauptquartier, das laufend die Bewegung des Feindes verfolgt. Und daß ein Hochwasser, für unsere Altstadt zumal, ein Feind Numero 1 ist, davon wissen wir ja ein Lied zu singen. Hoffen wir also, daß unser Patient sich in den nächsten Stun- den weiter beruhigen wird. Es sieht jedenfalls danach aus. Mit gezücktem Federkiel gegen Amts vorstand Tettnang. Mit gezücktem Federhalter bedrohte in Tettnang ein Arbeitslosenfür- sorge-Empfänger den Amtsvorstand des dor- tigen Arbeitsamtes. Außerdem versetzte er dem Beamten mehrere Ohrfeigen und Fuß- tritte. Der Unterstützungs-Empfänger, ein Jugoslawe, war gegen den Amtsvorstand handgreiflich geworden, nachdem ihm er- öfknet worden war, daß die Unterstützungs- zahlungen an ihn bis auf weiteres einge- stellt werden. Der Arbeitslose hatte nämlich durch den Verkauf von Altmetall innerhalb eines Jahres zusätzlich 1450 DM verdient, ohne diese Nebeneinnahmen dem Arbeitsamt mitzuteilen. Das Arbeitsamt hatte daraufhin die Auszahlung der Unterstützungen ge- Sperrt. Angetrunken über die Teststrecke Karlsruhe. Alkohol ist der größte Feind der Kraftfahrer, denn er führt zu merklichen Ausfalls erscheinungen und hat in zahlreichen Fällen schwer und schwerste Unfälle zur Folge. Fünfzehn Prozent aller Verkehrs- unfälle sind auf alkoholische Beeinflussung der Kraftfahrer zurückzuführen. Diese Mit- teilung machte Medizinalrat Dr. Rüdinger anläßlich einer von der Verkehrswacht unter Mitwirkung der Polizei durchgeführten Ver- anstaltung, bei der unter Alkohol stehende Kraftfahrer eine mit verschiedenen alltäg- lichen Verkehrs-, Warn- und Verbotszeichen versehene Teststrecke befahren mußten. Für Kraftfahrer erdacht! Die ESSO hat eine nette Idee in die Tat umgesetzt. Die numerierten Anhän- ger des ESSO- Schlüssel- dienstes machen jede ESSO-Station zur Fund- stelle verlorener Auto- schlüssel. Für Kraftfahrer, Fahrparks und Selbstfahr- unternehmen sind Schlüs- sel-Anhänger kostenlos an den ESSO- Stationen er- hältlich. Wie gefährlich sich der Alkoholeinfluß aus- wirkt, zeigten die von ihnen gemachten Fehler. Bedenkenlos über fuhren sie Haltsig- nale und Eisenbahnübergänge. Sie reagier- ten zu spät oder gar nicht und zeigten, ob forsch oder behutsam, ihre Schwerfälligkeit besonders auch beim Wenden des Wagens auf einer sechs Meter großen Fläche. Berutungsausschuß für GEMI-Streitfrugen „Kleine Vereine selten zu Verhandlungen über Gebührenzahlung bereit“ Stuttgart. Ein Beratungsausschuß für strittige Fragen in den Beziehungen zwischen der GEMA(Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfälti- gungsrechte) und interessierten Verbänden wurde in Stuttgart für das Land Baden- Württemberg gegründet. Die GEMA nimmt in Deutschland die Rechte von etwa 6000 Deutschen und von 90 000 ausländischen Komponisten, Textautoren und Verlegern wahr. Sie hatte, wie ihr Generaldirektor Erich Schulze erklärte, im Jahre 1951 eine Gesamt- einnahme von 17,5 Millionen Mark, von denen GEM und interessierter Verbände voraus- gegangen. In der Diskussion waren der GEMA vor allem zu hohe Verwaltungskosten und die Zwangseintreibung der Gebühren vorgewor- fen worden. Generaldirektor Schulze erklärte dazu, die GEMA sei vielfach zum gericht- lichen Vorgehen gezwungen, weil besonders die kleinen Vereine nicht immer bereit seien, über die Gebührenzahlung zu verhandeln. Der Vorschlag, Schiedsgerichte einzurichten, sei zum Teil verwirklicht worden Mit der Stuttgarter Diskussion, an der Vertreter der Landesregierung, des Parla- ments, der kommunalen Behörden, des Rund- Sässlgen 1(le 3, 1923 Lieferung an J apan: Aufklä- Düsenmotoren in seine Flugzeuge ein. Im brochene deutsche Erfinder aber steht heute 12,6 Millionen Mark an die beziehungsberech- funks, der Presse, der Musikveranstalter und ee rungs- und Jagdflugzeuge und Einbau einer August 1939 flog damit die He 178. Als vier mit seinen Mitarbeitern wiederum an seinen tigten Komponisten, Autoren und Verleger der freischaffenden Künstler teilnahmen, zanns- Mie Flugzeugstartbahn in das japanische Schlacht- Jahre später der erste englische Konstruk- Konstruktionstischen und glaubt unerschüt- weitergeleitet wurden. f wurde eine mehrwöchige Diskussionsreise der 991 ſchifk Nakado“, 1926 gewinnt der See-Flug- teur, Mr. Whittle, auch ein Strahltriebwerk terlich an die Zukunft der deutschen Luft- Der Gründung des Beratungsausschusses GEMA durch die Länder des Bundesgebietes N 0 zeug-Eindecker He 5 mit Pilot von Gronau in konstruierte, schenkte ihm die englische Re- fahrt, der er sein Leben geweiht hat. tz war eine Diskussion zwischen Vertretern der abgeschlossen. * ihlenkonzn e er selle t, ms MissMu ne; 5 Bartige 0 sind se, wenn d. On Geschdſts-Ameigen f trüge arbeitet. Sorgen sen Beste 0 5 nungen e we dann Sammler iu Ich bin richtig verwöhnt 40 stück 1.58 9. Ge dunstssunen ruhen 1 mit dem Essen. 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Wir bringen im folgenden Auszüge aus den Beiträgen des Spielausschuß- Vorsitzenden Hans Körfer, des Vorsitzenden des Vvertragsspieler-Ausschusses, Dr. Walter(Stuttgart), des Vorsitzenden des Kon- troll-Ausschusses, Kurt Müller(Stuttgart) und des bekannten Trainers und frühe- ren deutschen Nationalmittelstürm ers, Noch nicht zur europäischen Führungsgruppe „Es hat keinen Zweck, heute etwa zu sa- gen, daß unsere deutsche Nationalmannschaft — vor allem durch den Wiener 2:0-Sieg über Oesterreich— zur europäischen Führungs- gruppe zählt.“ So stellt der DFB-Spielaus- Schuß-Vorsitzende Hans Körfer(Düssel- dorf) fest. Er bezeichnet die derzeitige Län- derspiel-Saison als ein Jahr der Bewährung für unsere Nationalelf.„Jugoslawien wird uns vor die nach Wien größte internationale Auf- gabe stellen. Wir können in den europäischen Führungsblock, dem(von den Oststaaten ab- gesehen) Jugoslawien, Frankreich, Spanien und natürlich Oesterreich neben Italien und Untere Handball-Klassen Handball- Bezirksklasse Edmund Conen— jetzt Braunschweig. Schweden angehören, gleichberechtigt vor- stoßen. Es ist vielleicht die schönste Aufgabe nach dem Kriege, aber auch die schwerste.“ Und wie würde Deutschland gegen das domi- nierende Ungarn abschneiden? Auf diese Frage antwortet Körfer:„Es ist sicher, daß wir in Budapest im Augenblick auf keinen Fall, auf deutschem Boden aber nur sehr schwer gewinnen könnten, wenn so etwas überhaupt gegen eine solche Klasse-Elf, die alle Register des Fußballs traumhaft sicher beherrscht, möglich ist.“. Arm an wirklichen Klassestürmern Edmund Conen, der frühere deutsche Nationalmittelstürmer und heutige Trainer des MTV Braunschweig, bezeichnet als eine der ersten Nachkriegs- Erkenntnisse die Tat- sache, daß wir arm an wirklichen Klasse- stürmern sind. Dies ist nicht zuletzt eine Folgeerscheinung des genauen Deckens im WM-System. Conen ist deshalb der Ansicht, daß das Angriffsspiel entscheidend forciert „Ein Außenläufer, der seinen Halbstürmer konsequent deckt und nicht in der Lage ist, sich im entscheidenden Augen- blick in das Angriffsspiel einzuschalten, ge- den Anforderungen des modernen Es ist allerdings auffallend, daß unsere Stürmer auch heute noch mit zu wenig Witz und zu wenig Variationen operie- ren, um die Abwehrreihen vor schwierige Aufgaben zu stellen. In dieser Beziehung ist jedoch schon ein wesentliches Vorankommen gegenüber den Anfängen des deutschen Nach- verzeichnen.“ Edmund daß die WM- Formation des Sturms in Zukunft ein anderes Bild bekom- Vertragsspieler fordern gerechte Beurteilung Dr. Walter(Stuttgart), der Vorsitzende des Vertragsspieler-Ausschusses des DFB,. stellt sich hinter die deutschen Vertragsspie- ler. Er schreibt:„Diese wollen nichts anderes, Als in Ruhe gelassen zu werden, damit sie ihre Aufgaben in voller Konzentration erfül- len können. Es sollte endlich eine sachliche und gerechte Beurteilung dieses neuen Be- werden.“ Dr. Walter appelliert daran,„daß der Vertragsspieler und der ihn unterhal- tende Verein nicht eines schönen Tages durch beständige Angriffe und Verunglimpfungen wirklich vernichtet werden und dann viel- leicht die ärgsten Wortführer in diesem hin- terlistigen Vernichtungskampf die ersten Leid- tragenden wären.“ Den Vertragsspieler selbst definiert Dr. Walter folgendermaßen:„Es ist ein Mensch, der die ganze Woche ein geordnetes Berufs- leben führt und der in seiner Freizeit durch die angeborene Geschicklichkeit des Fußball- spielens und durch eine intensive Trainings- arbeit sowie ein sportgerechtes Leben mit sportlichen Höchstleistungen seinen Mitmen- schen Freude und Entspannung vermittelt, wofür er auf eine beschränkte Zeit seines Lebens sich einen zusätzlichen materiellen Gewinn sichert. Das Spiel kann er nie als Be- ruf ansehen und deshalb kann es in Deutsch- land auch keine Berufsspieler geben,“ Berufsfußball kommt, wenn seine Zeit da ist Nicht so kategorisch wie Dr. Walter lehnt Kurt Müller, der Vorsitzende des DFB- Kontrollausschusses, den Berufs-Fußballspie- ler ab. Er stellt fest:„Man würde sich selbst belügen, wenn man behaupten wollte, daß ge- rade im Fußballport, der unaufhaltsam in die Breite geht und ständig neue Anhänger. ge- Winnt, das Berufsspielertum aufzuhalten ist. Es wird kommen, wenn seine Zeit da ist, aber es wird organisch aus den weiter be- stehenden Vertragsspielerklassen herauswach- sen und es wird dann auch wirtschaftlich tragbar sein, weil dann der Fußballsport insgesamt sich weiterentwickelt hat. Auf kei- nen Fall aber kann die Einführung einer Berufsspielerorganisation erzwungen werden, wenn die Entwicklung noch nicht so weit ge- diehen ist.“ Lund um das Sporigeschehen Intra/ Joergensen weiter an 9. Stelle Im Kopenhagener Sechstagerennen be- hauptete die deutsch- dänische Mannschaft Theo Intra Wenzel Joergensen im Verlauf des Montagnachmittag und abend ihren neunten Platz mit zwei Runden Rückstand und 44 Punkten. Das dreizehn Mannschaften starke Feld wird weiter von Arie van Vliet(Hol- land) und Evan Klamer Oänemark) an- geführt. Tuli Abbruchsieger über Delplanque Der britische Empiremeister im Fliegen- gewicht Jake Tuli(Südafrika) gewann am Montagabend in Nottingham seinen Kampf gegen den Belgier Emile Delplanque durch technischen k. o., als der Ringrichter den Kampf am Ende der vierten Runde abbrach. Heinz Müller gab wegen Sonnenstichs auf Straßen weltmeister Heinz Müller(Schwen- ningen) mußte am Montag auf der sechsten Etappe der Argentinien-Radrundfahrt(La Paz — Mendoza Über 141 km) das Rennen wegen eines Sonnenstichs aufgeben. Aus ähnlichen Gründen gab auch der Italiener Casola auf. Die Montag-Etappe wurde von dem Argen Landsmann Movio(3:34:16) und den in 3:34:37 Stunden einkommenden Logli(Italien), van Steenberghen Belgien) und Vallmitana(Ar- gentinien) gewonnen. Gesamtwertung nach der sechsten Etappe für die Spitzengruppe: 1. van Steenberghen (Belgien) 28:05:40 Stunden, 2. Ockers(Belgien) 28:14:24 Stunden, 3. Sevillano(Argentinien) 28:21:38 Stunden. Roth/ Bucher weiter in Führung Die Schweizer Roth/ Bucher behaupteten in der vierten Nacht des Berliner Sechstageren- nens die Spitze, obwohl drei längere Jagden die Placierung wiederholt änderten. Die deut- sche Mannschaft Holthoefer/ Petry verlor hin- gegen eine Runde. Preiskeit/ Zehnder waren das aktivste Paar während der Nacht. Preiskeit und de Corte stürzten kurz vor Mitternacht schwer, konnten aber nach längerer Pause das Rennen fortsetzen. Stand am Dienstagmorgen bei der Neutvali- sation: 1. Roth/ Bucher 189 Punkte. 2. Carrara/ Zoll 183. Eine Runde zurtück: 3. Preiskeit/ Zehn- der 252, 4, Koblet/ von Bueren 230, 5. Holthoe- fer/ Petry 118. Zwei Runden zurück: 6. Strom/ Borkowski, 7. Bruneel/ de Corte. Fünf Runden zurück: 8. Schuermann/ Siefert. 17 Runden zu- rück: 9. Ehmer /Kutza. 20 Runden zurück: 10. Ziege/ Schulz. 22 Runden zurück: 11. Lehmæamn/ — NOK-Hauptversammlung in Frankfurt Die Hauptversammlung des Nationale Olympischen Komitees NOH) hat am Sams im Frankfurter Rathaus nicht nur das Prä dium neu zu wählen, sondern auch das bi herige zu entlasten und den neuen Haushalt, plan aufzustellen. Es handelt sich hierbei 1 die satzungsgemäß vorgeschriebene alljahrüch Hauptversammlung, auf der nach einer Erkli. rung des Präsidenten Dr. Karl Ritter von Hab keine weittragenden Beschlüsse zu erwarteg sind. In dem alle vier Jahre zu wählenden aidium verbleiben automatisch Ritter von Hal und Herzog Adolf Friedrich von Mecklendunz als deutsche Mitglieder im Internationalen Olympischen Komitee(CIO). Internationales Eishockey-Spiel in Mannheim Der Mannheimer Eis- und Rollsportelb MERC) hat die schwedische Eishockey-5ypl, zenmannschaft von Matteuspojkarna Stockho fur den 20. Dezember für ein Freundschattg, spiel nach Mannheim verpflichtet. Die Stock holmer Mannschaft steht an zweiter Stelle det ersten Division hinter dem schwedischen Mel, ster Soedertolje. Der Gegner der Schweden steht noch nicht fest. Der MERC ist mit ver. schiedenen Klassemannschaften in Verhand- lungen. Kunstspringerlehrgang in Mannheim Der Badische Schwimmverband führt kommenden Wochenende in der Halle 1 d Mannheimer Herschelbades einen Kunstsprp ger-Lehrgang durch, an dem aus ganz Baden die besten Kunst- und Turmspringer tellneh. men. Der Lehrgang steht unter der Leitung des Landesturnwarts Richard Lak us, Man. heim, der durch den Ex- Europameister ud 13fachen deutschen Meister im Kunst- und Turmspringen Ehrhard Weiß(Freiburg) und dem württembergischen Meister Franz Reich. mann unterstützt werden wird. Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wei schein des Württemberg-Badischen Totos in West-Süd-Block bei. Die 12er Wette brad bisher die höchsten Quoten, die leichte 10% VII Neckarau 8 6 1 1 75:53 18:3 TV 98 Seckenheim 8 8 1 2 76·60 11:5 18 Laudenbach 9 5 1 3 62:56 11:7 FW 09 Weinheim JC 915 werden muß. TVGroßsachsen 8 4 1 3 52:47 9:7 TV Altlußheim 10 3 3 4 77:83 9:11 TV Hemsbach 7 3 2 2 56:49 8:6 ITSV Viernheim 9 3 1 5 67:73 7:11 15 Schriesheim F 4:12 nügt SG Marmheim E 9 v 1 n 1:15 Systems nicht. Kreisklasse A, Staffel 1 Edingen 8 78:49 14:2 TSG Rheinau 7 55:49 7:7 1846 Mbun. 7 50:36 12:2 Neulußheim 8 47:51 6:10 Ketsch Ib 9 63:88 12:6 Blau-Weiß 6 34:49 4:8 SV Ilvesh. 7 74:43 11:3 Reilingen 8 45763 4:12 99 Seckenh. 6 39:38 7:5 Friedrichsf. 8 4178 3:13 8 TV Brühl 7 55:48 77 Neckarau 7 34781 1:13 kriegs- Fußballs zu Kreisklasse A, Staffel 2 onen glaubt, Hoh'sachsen 9 94:44 18:0 Polizei-sV 6 30:47 6:6 1 Heddesheim 8 57238 102 NMC Am. 3 43.71 4.2 men wird. Sandhofen 7 87:46 10:4 Sc Käfertal 6 28:63 2:10 Feudenheim 6 57:42 8:4 Ob'flockenb. 7 50.75 2:12 Tus Weinh. 6 68:54 6:6 VfR Mhm. 7 32:92 2:12 Kreisklasse B 7 Seck heim 7 67:29 12:2 62 Weinh. 1b 7 49745 17 TV Rheinau 8 59:46 12:4 Neckarhaus, 6 43:87 6786 Plankstadt 9 68:56 12:6 Wallstadt 8 46:49 6:10 Schwetzing. 7 59:33 10:4 Schönau 8 30:63 412 Pfingstberg 7 64:39 10:4 Gartenstadt 9 39:87 1:17 98 Seck heim 8 51:45 10:6 Heddesheim 7 29:87 0:14 Ladenburg 7 35:43 8:6 griffs im sportlichen Sprachschatz gefunden tinier Crispin in 3:33:12 Stunden vor seinem Weinrich. Wette viele lohnende Gewinne. und Onkel, Herr Karl Kieser wWohlvorbereitet in die Ewigkeit worden. Karlsruhe i Mannheim den 30. November 1952 In tiefer Trauer: Emma Kieser geb. Baro Alfred Kieser und Frau Mhm., K 1, 17 Josef Kieser und Frau dem 4. Dezember, um 11.30 Uhr. Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied am Sonntag, 30. November 1952, der frühere Bezirksdirektor unserer Geschäftsstelle Mannheim, Herr Karl Kieser Nach kurzer schwerer Krankheit ist mein lieber, treusorgender Gatte, unser Bruder, Schwager abgerufen Karlsruhe, Hohenzollernstr. 24 Mm., Richard-Wagner-Str. 29 Beerdigung: Mannheim, Hauptfriedhof, am Donnerstag, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Anna Bentzinger geb. Krämer nach längerem Leiden im Alter von 70 Jahren durch einen sanften Tod zu sich genommen. Mannheim-Feudenheim, den 1. Dezember 1952. Lützowistraße 5 In tiefem Schmerz: Else Geißinger geb. Bentzinger Eva Bentzinger Wilhelm Bentzinger vermißt) Hermann Geißinger Ella Bentzinger geb. Zitzmann e Bestattungen in Mannheim Mittwoch, 3. Dezember 1952 Hauptfriedhof Zelt Winelm, Michael, Alphornstrase s 9.30 Kästner, Hedwig, K 4, 7 10.00 Haumesser, Hermann, Sellerstraße 14 8 i J. 5 10.30 Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Gott der Allmächtige hat nun auch unsere liebe, herzens- gute Mutter, Schwiegermutter und Oma, unsere liebe Enkelkinder: Christel und Karin Beisetzung: Donnerstag, 4. Dez., 14.30 Uhr, Friedhof Feudenheim Für die herzliche Anteilnahme beim Heimgang meines lieben, treusorgenden Mannes, unseres gut. Schwagers u. Onkels, Herrn Hermann Rrumrein sowie für die Kranz- und Blu- menspenden sage ich innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn; Vikar Keintzel für die trost- reichen Worte, den Diakonig- senschwestern für die auf- opfernde Pflege und den Haus- bewohnern. 5 N danm.-Feudenheim, 1. Dez. 1982 Wallstadter Straße 40 5 Gretel Krumrein geb. Heim und Angehörige Lolſgang Die ſer Ein Knabe ist uns geboren, die Freude ist groß. Christel Rösler geb. Marezinkowski Josef Rösler Mhm.-Wallstadt, 30. Nov. 1952 Tauberbischofsheimer Straße 85 9. 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November 1952 Kinderballett berlorene Himmelsschlusset Eine höchst wundersame Weinhnachtsgeschichte von Ruth Ra a f in é Bildern, mit Musil, Gesang und Gnkeg 1V/42: Sozlal-Gewerk für Mannheim und Umgebung eingetra- zene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht 1. Lidqu. in Mannheim. ban Gericht beabsichtigt, die Genossenschaft wegen Vermögenslosigkeit nach dem Gesetz über die Auflösung und Löschung von Gesellschaften und Genossenschaften vom 9. Oktober 1934 zu löschen, falls bis 1. März B58 kein Widerspruch geltend gemacht wird. Zur Erhebung des Wider- ppruchs ist jeder berechtigt, der an der Unterlassung der Löschung ein berechtigtes Interesse hat. Es s plelt das 3. Dezember. 14.30 Uhr die schönste Weihnachtsvorfreude für die Kinder unserer Leser MARCHENTHEATER.KUR PFALZ. N liuimocl unter der Leitung von Ludw. Vaas, Mannheim Karten im Vorverkauf in der Schalterhalle des „Mannheimer Morgen“. Ermäß. Eintrittspreise: 0,60, 0,80. 1.— DM.(Er- wachsene und Kinder) . 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Desember, ein 8 des Bun-„a) Die Vollablösung, d. h. die Ablösung ist in reger, 3„Stuckiengeselne tages hat am 2. Dezember nach ausführlicher. 5 8 d 8555 5 5 amtlicher in Zukunft zu entrichtenden zum Ausbau r Alpenwasserkräfte-(UP) 8 Sestellten insbesondere der Bundespost und desfinanzministeriums in Bonn vor der sämtlicher in*. i 8 In r a ich Debatte beschlossen. im Rahmen von Not- Bundesbahn sowie an die unmittelbaren 5 Leistungen. Durch die Vollaplösung wird Eründet Worder. In ihr sind die Bus iet standsmaßnahmen noch vor Weihnachten Bundesbeamten und angestellten diese Zu- 1 18 8 85 die ganze Abgabeschuld getilgt. republik, Frankreich, Italien und Oegteg Kelockert den Beamten und Angestellten des öffent- lage zu Zhen wird in Bonn erwartet, dag Die erste Durchführungs verordnung zum. l 8 5 0 reich vertreten. a ebend Uchen Dienstes eine einmalige Zulage in sich die Länder dieser Regelung anschließen. Lastenausgleichsgesetz ermögliche die Ab- b) Die Teilablösung, das heißt die Ab- Der Beitritt der Schweiz und der Bel] der Höhe von 30 Prozent des Grund-Monats- Eine Steuerfreiheit ist insbesondere auch lösung der Vermögensabgabe, der Hypothe- lösung eines bestimmten Teilbetrags jeder luxstaaten wird in nächster Zeit erwettg Hheinis Sehaltes zu gewähren. Der Ausschuß hat die deshalb beschlossen worden. weil bei einer kengewinnabgabe und der Kreditgewinnab- der noch nicht fälligen Leistungen. Die Von deutscher Seite nahmen Cee haltsko Vorwegbewilligung dieser Mittel genehmigt. Abführung der Lohnsteuer für die Bundes- gabe, wobei erhebliche Vorteile gewährt Teilablösung hat zur Folge, daß künftig nur direktor L. Wolf von den Bayermpeie, iber die Gleichzeitig sollen einmalig jedem Ehepaar bahn und Bundespost eine untragbare Be- werden. An Stelle des Nennbetrags noch noch der Restbetrag jeder Rate zu entrich- und Ministerialdirigent S. Hessemann Kohlenm 50 DM, jedem Einzelstehenden 30 DM und lastung entstanden wäre. nicht fälliger Leistungen brauche als Ablö- ten ist. Bundeswirtschaftsministerium an der o bie Für jedes Kind zusätzlich 15 DM ausbezahlt Die endgültige Regelung der Besoldungs- sungsbetrag nur ein niedrigerer Barwert c) Die Ratenablösung, das heißt die Ab- dung teil. 5 ee im Je Werden. Die im Rahmen dieser Notstands- frage soll vom Bundestag schnellstens gere- entrichtet werden. Dieser werde errechnet, 16sung bestimmter, innerhalb eines beliebi- Zweck der Gesellschaft ist, die Mögt agesties maßnahme ausgezahlten Beträge sind steuer- gelt werden. Mit einer baldigen Verabschie- indem die abzulösenden Beträge jährlich mit Zeitraums Halli Leistungen, minde- keiten eines Ausbaues und Neubaues in nal in krei. dung eines entsprechenden Initiativgesetzes zehn Prozent abgezinst werden. Bei sofor- sen Zeitraums fälliger Leistungen, t. Wasserkrattwerken in Tirol und Verkez ud zum Bekanntlich hatte das Bundeskabinett am der Regierungsparteien kann gerechnet tiger Ablösung der Vermögensabgabe stens jedoch der Leistungen für einen Zeit- zu studieren. Diese Werke sollen dim bwendi 25. November in gemeinsamen Beratungen werden. brauche für die noch ausstehenden 106 raum von drei Jahren. nach Deutschland, Frankreich und als 5 5 mit den Experten der Regierungsparteien liefern. Zur Bearbeitung technischer 5 7 7 2 I. beschlossen(siehe Mannheimer Morgen vom. 0 0* rechtlicher Fragen wurde eine Reine Inkuhr 28 November weder nur provtserische'. Der Weg zum sozialen Frieden ist angetreten worden Kussenitsen gebildet, die des Shun d im Rahmen einer Notstandsmaßnahme eine S e 1 5 Detailfragen demnächst aufnehmen. In Se einmalige Notstandsbeihilfe für die Beam- 225 Betriebsräte und 268 Unternehmer reichen einander die Hand Etfektenbörze 1 85 8„ 35 eee 8 Schlicht gesagt, handelt es sich darum, daß dem Falle jener Entwicklung, die gekenn- Unternehmer wie Betriebsräte. die sich zu 5 Gru 8 halt. 2 3 5 5 die Ergebnislosigkeit revolutionären Sinnens zeichnet ist durch eine Ueberzüchtung der diesem Ziel der Einigkeit bekannt haben, Mitgeteilt von: 1 dtellt 8 8 We 3 5 85 8 5 erkannt wurde. Daß heute Bemühungen ge- Funktionärspolitik auf— ausnahmslos gaben dazu in Bonn Erläuterungen vor der Badis che Bank unmene 3— 8 855 8 5 11 1 8 e werden, die Revolution zu revolutio-— allen Seiten. Presse. Bundestagsabgeordneter Kuhlemann Filiale Mannheim lichter eihilfe sollte steuerfrei bleiben. nieren. Die Bemühungen gelten dem Ziel, meinte, man wolle keine neue Organisation Börsenverlauf: Frankfurt a. M., am 2. Der, Ig e da 0 Diese Notstandsmaßnahme, die nach den eine Verbindung herbeizuführen zwischen Das Echo oder ein neues Gremium schaffen. sondern rtnfoise mangelnder Beteiligung zeigte aud g lese Vorschlägen des FDP-Bundestagsabgeord- Unternehmer und Arbeitnehmer. Gelten so- hat micht kange auf sich warten lassen, ist hier gelte nur die persönliche Verantwor-— 55 3 Bild, Montan Ergän neten Kühn, am Bundeshaus inoffiziell den mit dem Ziel, den von Karl Marx und Fried- überraschend schnell gekommen. 268 Unter- tung des einzelnen. Betriebsratsvorsitzender falls 20 5 80 Verleue lechef altes v Namen„Lex Kühn“ erhalten hat, unter- rich Engels geschaffenen„Klassenkampf nehmer haben eine positive Antwort auf den Dikus von der Zeche„Graf Moltke“ in Glad- besserungen. Banken bis auf BIG kaum. ab sich Scheidet sich von einem auch kürzlich ge- gedanken“ zu ersetzen durch eine Synthese,„Ruf an alle“ der Betriebsräte gegeben. beck erklärte, dieser„Ruf an alle“ solle ändert. Um- ud zur faßten Beschluß ab 1. Januar eine Gehalts- 81 10 a 5 j 8 nicht miß verstanden werden: Man wolle Bezeichnung 5 ageskurg e die Kampf vermeidet. Kampf bedeutet immer Die Betriebsräte hatten auf der Grundlage 5 8 Stellg. 1. 13. 2% hen. erhöhung von 7 Prozent zu gewähren, wobei Gewalt. Gewalt schuf noch nie die wirklich der Ideen von Caux erklärt, man müsse eine weder einen faulen Kompromiß schließen. 5 günde tür chs ersten vier Monate eine vorzeitige gerechte und richtige Auslese, beglückte nie- Einigkeit finden, die von allen anerkannt noch eine neue Gewerkschaft oder Organisa- MMW. 414 3%„ rerun Auszahlung(noch vor Weihnachten) steuer- Is alle Beteili 5 j 3 2 2.. tion gründen. Man sehne sich in den Betrie- BMM ¶ʒů¶ 2 10 139% 10. i . 5 mals alle Beteiligten, sondern nur jenen Teil, werden könne. Sicherlich sei das, was uns i 3 5 aW„ 1053 30%½ J Ae een a frei möglich sein sollte. der sich stärker oder listenreicher erwies. einigt, wichtiger als das, was uns trennt. ben nach einer Einigung der Kräfte. Der Sonti dumm 1 120 1 der we Die Beratungen im Flaushaltsausschuß Jed 58 5 1 5. 5 5 40 Unternehmer Momm von der gleichnamigen Daimler-Benz 5.3 7⁴ 110 1 . eder neue Gedanke erheischt Zeit, um Wenn nach dem Prinzip„was ist Recht“ statt l 5 l Pt. Erdöl 121 907% bsstand Raben Jedoch am 2 Dezember ergeben, dag sich durchzusetzen, braucht Pioniere, die ihn„wer hat Recht“ verhandelt und gehandelt Baumwollspinnerei und Weberei Ad in Reuss 141 110% i abr dcn grundktelene Bedenken gegen eine vorantreiben. Als im September 225 Be- werde, würden die Konferenzen und Debat- Kaufbeuren formulierte, jeder solle nur das Bt. Kineisumwens:: kl 14% i add Bele Rane besten uns einer Gehaltserhö- triebsräte in Gladbeck Westfalen als Ergeb- ten Früchte tragen Seu betonte, man weiſe nt t nung bestehen. 18 5 7 5 erneut betonte, man wolle dami eine i— 1. 10.„ 8 8 Fr Die Unternehmer. darunter sehr viele„Friedhofsruhe“ in die Betriebe hineintra- 10 Farben n% a un Die SPD hat sich in den Verhandlungen 44 3517 i j 1 18 Farben 4% de zur f 5 Ruf an alle namhafte Persönlichkeiten, die ebenfalls in gen, sondern Felten e Gulil 105 77 N selbst gegen die steuerfreie Gewährung der 5 5 8 Sen, ten& Guillaume. 1018 N etwendi 1 f 1 1 ö 1 Caux gewesen sind., erklären Grün& Bilfinger 31 55 5 8 30 Prœent ausgesprochen. Die Vertreter der àn die Oeffentlichkeit appellierten, da schien 5. 8 den eisernen Vorhang zwischen Harpener 1.37 245 a ſersorgu Regierungskoalition setzten sich jedoch für es noch zweifelhaft, ob dieses kleine Fähn-„Wir haben den mutigen Ruf gehört, den 80 par Heidelberger Cement.f— VAur K diese Steuerfreiheit ein. Wie verlautet, wird lein irgend ein Echo finden würde. Insbeson- 225 Betriebsratsmitglieder Deutschlands an P J 164 h yrtschat dere deswegen, weil der von diesen Männern alle gerichtet haben. Dieser Ruf zur Einigkeit wegräumen. Es wurde weiter von einer Ent- e 3 1 1 Jſeruhten ausströmende Idealismus sich schon dadurch durch moralische Aufrüstung geht uns an. krampfung der sozialen Fronten gesprochen. Mannesmann 4 142 10 liche K ee eee.. revolutionär offenbarte, daß verzichtet wurde 05 1 1 3 uns N Auf die Frage wie die Spitzenfunk- Eneinglera r unkonien 8„ im fee Re Nachrichtendienst des Deutsenen Gewerkschatts. auf das Ziel, eine neue Organisation ins Le- Sestreckte Hand im Bewußtsein unserer Ver- tionäre sowohl des DGB wie der Unterneh- R:: e regle sung fedlsiten eine egit Gela Agon e ben zu rufen. Daß der Glaube allein herr-. 3 1 5 1 merorganisationen zu diesen Bestrebungen Sefwel mm 14 0 d been 9 regierung lediglich ei 901 altserk n f 1 12 1„Un 2 5 0 1 5 7 85 r aur Ann n dend War, mit bester Ueberzeugung, mit 33 5 5 s von Xaux stünden, wurde geantwortet, daß 2477— Halske 101 158 h h eunden den Besoldungsreform in Aussicht genommen Ehrlichkeit und Reinheit zum sozialen Frie- a a auch diese einen solchen neuen Weg der Ver, Stahlwerke. 108 100 dukti 3 e e den zu kommen, 9 sie f Wir ergreifen die Hand: Lösung der sozialen Schwierigkeiten in den Zellstoff Waldhof. 4.3 65 05. i der Erklärung, den wiederholten Forderungen der Einigkeit 8 2 5 Betrieben begrüßten. Sem e 47 1 05 Postgewerkschaft, die sich erneut für die sofortige 8 8 Die Unternehmer erklären ihre Ent- 5 2 2, Sommerzbanxk. 3442 37„ nanat de Zahlung eines weiteren halben Monatsgehaltes àn nannten. Neue Ideen, die Sehnsucht, neue schlossenheit,„Mißstände der Vergangenheit Aus DGB-Kreisen wird jedoch mitgeteilt, eee Bank— 3* Augerdem werde it ug Gepfinger, ente ce. Wege zu erschließen, sind keine Zufällig- aus dem Wege zu räumen und eine Ver- daß den Bestrebungen Mißtrauen entgegen- ee eee e ee, 04 4 und Auserdem werde um die Gewährung„echter“ Ge. keiten, sondern das sich abzeich de K N* 1 Aichsbank- Anteile. Sal— 5 ö Baltszulagen vom 1. Januar 1953 an ersucht, die en, sonde:. cannende Kor- ständigung herbeizuführen nach dem Grund- gebracht werden und sie daher abzulehnen) Dhl-Notierung h en Dividende.. e(li) J den gegenwärtigen Lebenskosten entsprächen. rektiv bisheriger Entwicklung. In vorliegen- satz„Was ist recht“ statt„Wer hat recht.“ seien. Hi/ Tex recdit.. 5 Beute nten un undes w. Usenpre fliegen Sie mit der Wohnzimmer 7 7 e erfahrensten Fioggesellschuft Bug m. vitr.- 5 1 Kuszugt. 1 8 der Welt Aufsatz 4 Polst.-St. 90 che Walz BAUN ANN 200. geschmackvoll preiswert 5 1 ben. 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Wernweidg emann im n der Gg. die Mögls eubauez 5 d Vorarl ollen Stig und lag mischer. bach Reihe 100 Studium W men. n 2. Der, 1 zeigte auch g Montapen Farben Ale lelchte E G kaum 15 a Seskutg 12. 2 u 1* 87 135 51 15 5 10 l 15 10 — D E 2e 88ers ener Ar. 29/ Mittwoch, 3. Dezember 1932 3 3 INDUSTRIE. UND HANDELSBLATT 3 Von der Hand in den Mund Versorgungslage in Kohle, Eisen und Stahl lullenmarkt 1 Der Kohlenmarkt im Bundesgebiet t sich noch nicht wieder soweit auf- ockert, wWie dies in den übrigen bergbau- ſeibenden Ländern Europas der Fall ist. Zu deer Feststellung kam am Dienstag das einisch- Westfälische Institut für Wirt- gceltsforschung“ in einer Untersuchung lber die Entwicklung des westdeutschen Aonlenmarkktes. 5 5 Die westdeutsche Steinkohlenförderung im Jahre 1952 langsamer als erwartet— angestiegen. Die Gründe hierfür lägen ein- dem Rückgang der Sonderschichten in an anderen in der Schwierigkeit, die bez datwendigen Investitionen zu finanzieren. der immer noch drängenden Nachfrage Kohle und Koks sei es nur durch die Enkuhr amerikanischer Kohle(bis Ende mber rund 6 Millionen Tonnen) mög- ch gewesen, das Deflzit in der laufenden ſersorgung zu decken und die Bestände bei een Verbrauchern aufzufüllen. Die Kohlen- uerorgung werde sich aber voraussichtlich, h stellt das Institut weiter fest, in den anmenden Monaten bei normaler Witterung lachter gestalten als im vergangenen Win- ec da die Bestände bei den Verbrauchern Weesamt höher seien. Ergänzend zu der Untersuchung des In- Alutes wird aus dem Ruhrbergbau bekannt, ab sich die Haldenbestände in Westdeutsch- aud zur Zeit auf rund 130 000 Tonnen be- en. Als Mindestgrenze für Haldenbe- dei ende wurde früher etwa eine Tages- derung angenommen. Das würde unter en augenblicklichen Förderverhältnissen der wenigstens 350 000 Tonnen Halden- bestand bedeuten. wahrend in Großbritannien, Frankreich ud Belgien die Haldenbestände gewachsen den, hielten sie sich in Westdeutschland gh unverändert unter der Mindestgrenze, de zur glatten Abwicklung der Geschäfte wendig sei. Besonders knapp sei noch die ſersorgung mit Koks. Zur Kohlen versorgung wird vom Bundes- Mrtschaftsministerium gesagt, die Klagen herunten darauf, daß nicht genſigend inlän- sche Kohle zugeteilt werde, sondern dafür ure Randzechen- oder US-Kohle bezogen ſerden müsse. Auch bei Koks könne auf den eien Märkten nicht immer ein Ausgleich emden werden. Eine Behinderung der droduktion sei jedoch kaum zu erwarten, uma! Ende September die Vorräte etwa J Prozent höher waren als im Vergleichs- monat des Vorjahres. len und Stahl (li) Die Versorgung der Wirtschaft mit en und Stahl hat sich nach Ansicht des zundeswirtschaftsministeriums durch die Usenpreisfreigabe und die gleichzeitig er- keichterte Einfuhr im Oktober weiterhin ent- pennt. So allgemein auch sortenmäßig ene bessere und schnellere Belieferung durch de Walzwerke und den Handel zu beobach- len, Die bisher bei Baustahl und Transfor- eee eee seien verschwunden. Auch die Verarbeiter Würden keineswegs mehr jede angebotene Menge aufnehmen, sondern wieder nach Ausführung und Qualität kaufen, so daß sich die Eisen- und Stahlversorgung von mem Mengen- und Beschaffungsproblem Wieder zu einem Preis- und Kostenproblem Wwandle. Schwierigkeiten würden lediglich noch aus dem südwestdeutschen Raum Se- meldet. Hinsichtlich der Sorten könne von Engpässen im wesentlichen nur noch bei be- stimmten Abmessungen und Güten gespro- chen werden. Domäne deutscher Bautätigkeit im Ausland bedroht VWD) Der Exportausschuß der deutschen Bauwirtschaft hat den Bundeswirtschafts- minister erneut vor den wirtschaftlichen Folgen eines Abbruchs der Wirtschafts- beziehungen zwischen der Bundesrepublik und den Staaten der arabischen Liga ge- Warnt. Der Exportausschuß weist am 28. No- vember darauf hin, daß die deutsche Bau- Wirtschaft durch einen Boykott der Araber- staaten praktisch ihr gesamtes ausländisches Absatzgebiet verlieren würde. Der Nahe und Mittlere Osten sei heute die ,eigentliche Domäne der deutschen Bautätigkeit“, Durch einen Abbruch der Beziehungen würde daher die Bauwirtschaft schwerer betroffen Als irgendein anderer Wirtschaftszweig. Neue 20-DM- Banknoten dieselben geblieben in Grün (UP) Nach Mitteilung der Bank deutscher Länder vom 1. Dezember soll von der grünen 20 DM-Banknote demnächst eine abgeän- derte Ausführung dem Zahlungsverkehr übergeben werden. Das Druckbild auf Vor- der- und Rückseite ist im wesentlichen un- verändert geblieben. Der Hauptunterschied zu der bisher bekannten Ausführung besteht darin, daß sie in der abgeänderten Form nunmehr auf Vorder- und Rückseite den Namen der Bank deutscher Länder trägt und außerdem auf der Rückseite die Unterschrif- ten des Präsidenten des Direktoriums und des Vizepräsidenten der Bank deutscher Länder aufweist. Auf der Vorderseite ist bei der abgeänderten neuen Note der Nummern- aufdruck tiefblau gehalten, während die bis- herigen 20-DM- Banknoten einen roten Num- mernaufdruck zeigen. K URZNACHRICHIEN Veralterter Straßenbahn durch Belastung des Straßenverkehrs helfen ) Der Leiter des Verkehrswissenschaftlichen Institutes der Kölner Universität, Prof. Dr. Paul Berkenkopf, befürwortete am 1. Dezember in Essen die Einbeziehung des LkW.-Verkehrs in die Semein wirtschaftliche Belastung der Bundesbahn. Auf diesem Wege könne am besten ein Ausgleich für die zusätzliche Belastung in Höhe von 400 Mil- nonen DM geschaffen werden, die der Bundes- bahm durch ihre Verpflichtung gegenüber der Oeffentlichkeit jährlich entstünden. Die Binnen- schlffahrt dürfe jedoch mit Rücksicht auf ihre derzeitige wirtschaftliche Lage nicht zu einem sol- chen„Lastenausgleich“ herangezogen werden. Vor- dringlichste Aufgabe der Volkswirtschaft müsse es sein, die Bundesbahn auf den modernsten tech- nischen und organisatorischen Stand zu bringen. Erst dann könne das Straßennetz ausgebaut und 5 Kraftverkehr größere Freiheit gewährt wer- Sinkende Baukosten (Hi.) Wie das Bundeswohnungsbauministerium zur Kostentwicklung im Wohnungsbau erklärt, ist der Preisindex auf der Basis von 1936 seit dem Frühjahr erstmals wieder leicht gefallen; so sei er von 237 Punkten im Mai bis zum August auf 234 Punkte gefallen. Die Preise für Baustoffe„frei Bau“ sanken um 0,7, die Preise für handwerk- liche Bauarbeiten um 1, 4%. Der Preisrückgang für Baustoffe wäre im ganzen noch ausgeprägter ge- Wesen, wenn das Baueisen nicht im gleichen Zeit- raum um 4,4% im Preis angestiegen wäre. Erweiterter Europa-Güterwagenpool (VWD) Das Saarland wird am 1. Januar 1953 dem deutsch- französischen Güterwagenpool bei- treten, Wie die Informationen, für Industrie und Handel! am 1. Dezember berichteten, werden zum gleichen Zeitpunkt die Eisenbahnverwaltungen der Schweiz, Belgiens, Luxemburgs und der Nieder- lande Mitglieder der Güterwagengemeinschaft, die bisher 100 000 mit„Europ“ gekennzeichnete Wagen umfaßt. Wachsen Produktionsindexe in den Himmel? (VWD) Die industrielle Produktion in den Ver- einigten Staaten erreichte im November mit einer Inde xziffer von 229(Jahresdurchschnitt 1935/9 leich 100) gegenüber 227 im Oktober ihren höch- sten Stand in der Nachkriegszeit, wie der Federal Reserve Board auf Grund vorläufiger Angaben mitteilt. Die Erzeugung von Industrie und Berg- bau liegt seit September um etwa 3% über dem Niveau des Vorjahres und von Anfang 1952. Luxemburg gibt deutsche Warenzeichen frei (VD) Verhandlungen mit Luxemburg haben zur vollständigen Freigabe der deutschen Waren- teilchen geführt, teilt das Bundeswirtschafts- ministerium mit. Die Rückgabe erfolgt auf Antrag gegen eine Verwaltungsgebühr. Die Einfuhr- abgabe von durchschnittlich 2%, die bisher für die Benutzung der deutschen Warenzeichen bei der Einfuhr deutscher Waren in Luxemburg erhoben Wurde, fällt von jetzt an weg. Auf die Einziehung rückständiger Lizenzgebühren hat das luxembur- Sische Sequesteramt verzichtet. Preissenkende Absatzschwierigkeiten (Vo) Die schwedischen Zellulosehersteller haben eine Preissenkung für Viskosezellulose um nund 2 Pfund 10 Schilling für Lieferungen im 1. Quartal 1953 beschlossen. Dies entspricht einem Preis von 70 Pfund Sterling eif für beste Qualität. Mit ähnlichen Ermäßigungen seitens der finnischen und norwegischen Erzeuger wird gerechnet. Die Schweden versprechen sich von der Verbilligung eine Belebung des schleppenden Absatzes. Unbefriedigender Stickstoffabsatz (Vo) Infolge der Zurückhaltung von Handel und Genossenschaften war das Inlandsgeschäft in Stickstoff im November ruhiger als saisonmäßig üblich. Es ermöglichte jedoch die vorzeitige Erfül- lung von Exportverpflichtungen, wie die Ruhr- Stickstoff-AG. mitteilt. Die ungenügende Ab- nahmefreudigkeit der Landwirtschaft lasse be- fürchten, das im Frühjahr eine auf wenige Wochen zusammengedrängte große Nachfrage ein- setzt, die dann kaum zu befriedigen sein werde. Lohnvereinbarungen bei Chemie, Papier, Keramik (UP) Zwischen der Industriegewerkschaft Che- mie, Papier, Keramik und dem Arbeitgeber- verband, für die Kalk- und Dolomitindustrie in Wuppertal sind nach Mitteilung des DGB-Nach- richtendienstes vom 2. Dezember jetzt Verein- barungen über eine Erhöhung der Stundenlöhne um acht Pfennig getroffen worden. Die Stunden- lohnerhöhung ist mit dem 1. September wirksam geworden. Zwischen den gleichen Tarifpartnern wurde fer- ner eine sige Erhöhung der Gehälter für die kaufmännischen und technischen Angestellten sowie die Werkmeister vom gleichen Termin an vereinbart. Die gleichen Lohn- und Gehaltserhöhungen wurden auch für die gesamte Kalk-Industrie des Westfälischen Bezirks mit dem Arbeitgeberverband in Iserlohn abgeschlossen. Für die der Deutschen Angestelltengewerk- schaft angehörenden Angestellten und Werk- meister dieser Industrie War bereits Ende vorigen Monats eine sige Gehaltserhöhung mit Rück- Wirkung wen es ereinbhart den, mtorenplechęn 2 beobachtenden Engpàsse 2 4 Ein Weihnachtsgeschenk von bleibendem Wert. „Christine“ r— 1 —— . ee ee eee —— . 9 . Es geht um die Butter bei Verhandlungen mit Dänemark (Hi) In Kopenhagen haben Handelsver- tragsbesprechungen zwischen der Bundes- republik und Dänemark begonnen, um den Warenaustausch für das Jahr 1953 fest- zulegen. Im Vordergrund steht die Frage, in welchem Umfang und zu welchen Preisen Dänemark Butter liefern kann. Vor kurzem haben in Bonn bereits Vorbesprechungen stattgefunden, wobei sich beide Gesprächs- partner darauf geeinigt haben, im neuen Handelsvertrag lediglich Grundkontingente mit einer Besserungsklausel zu vereinbaren. Die Grundkontingente sollen in jedem Falle erfüllt werden. Vorkriegs-Remboursschulden auf der Wippe „Verluste müssen so lange hin- und herge- und verschoben werden, bis niemand mehr weiß, wer Verlust erleidet“. (Ausspruch des Bankiers Fürstenberg) In Presseveröffentlichungen der letzten Tage wurde von sogemannten„Rüchtlinien des koordinierungsbüros der deutschen Wirtschaft für private Auslandsschulden“ berichtet, die zu einer Regelung der Vor- kriegsschulden führen sollen. Hierbei wurde verschiedentlich der Eindruck erweckt, als handele es sich bei diesen Richtlinien um verbindliche Abmachungen, die auch mit den Banken abgestimmt worden seien. Hierzu stellt der Bundesverband des priva- ten Bankgewerbes fest: Die von dem Ko- ordinierungsbüro erarbeiteten Richtlinien stellen lediglich einen Diskussionsvorschlag dar, der bisher die Zustimmung der Ban- ker nicht gefunden hat. Der Vorschlag des Koordinierungsbüros bedeutet praktisch, daß die Zweitschuldner Undustrie und Handel) zu Lasten der Erst- schuldner(Banken) von ihren Rembours- verbindlichkeiten befreit werden sollen. Die Banken werden zur Abdeckung der ihnen dadurch entstehenden Verluste auf einen Beitrag der öffentlichen Hand ver- Wieser! Eine solche Lösung sei für die Benken nicht akzeptierbar. Nach dem Londoner Abkommen stellen diese Remboursverbind- lichkeiten eine Währungsschuld dar, für die Erst- und Zweitschuldner in voller Höhe haften. Wen geltend gemacht wird, daß den Zweitschuldnern infolge einer von hoher Hamd geschaffenen Zwangslage ein Schadens- ersatzenspruch gegen die öffentliche Hand zusteht, so kann dies niemals zu einer Schadensverlagerung von dem Zweit- auf den Erstschuldner Anlaß geben, vielmehr muß— falls ein solcher Anspruch anerkannt wird— der Schaden dort behoben werden, Wo er entstanden ist, nämlich beim Zweit- schuldner. Die Banken hätten bereits im Zuge der alliierten Währungsreform stärkere Ein- griffe in ihre Vermögensverhältnisse er- dulden müssen als jeder andere Wirtschafts- zweig. Es könnten ihnen daher neben den zur Zeit nicht realisierbaren. ihre Liquidität und Rentabilität stark beeinträchtigenden 0 i Hkorgepungen nicht noch weitere . Selte 5 * Forderungen gegen die öffentliche Hand zugemutet werden. Noch stärker betroffen Würden durch eine solche Regelung diejeni- gen Institute, die bisher keine Ausgleichs- forderungen zugeteilt bekommen haben. Diese müßten bei Verwirklichung der von dem Koordinierungsbüro gemachten Vorschläge die Differenz zwischen dem von dem Zweitschuldner zu leistenden Betrag und ihren Währungsverpflichtungen gegen- über den ausländischen Gläubigern praktisch aus eigener Tasche zahlen. Dr. Walter Kriege F Eine Persönlichkeit von Profil, von allsel- tiger Bildung und weltweiten Wissen, staats- mͤnnischen Gebaren und ein Mensch mit ein- nek mender persönlicher Güte ist der nervösen Ueberkastung des heutigen Arbeitstempos zum Opfer gefallen. Dr. Walter Kriege wurde am 15. März 1891 in Asuncion(Paraguay) geboren. Nach Been- digung seiner Studien an deutschen Universi- täten war er abwechselnd in der Reichsjustiz- verwaltung, bei der Reichsbank, sowie im diplomatischen Dienst tätig. Die Aerd des Na- tionalsozialismus endete für ihn als Oberleut- nant in einem Us-Gefagenenlager. Im Jahre 1947 zum stell vertretenden Vorsitzenden der „Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes“ berufen. Nach der Grün- dung der Bundesrepublik schlug Dr. Walter Kriege ein ihm angebotenes Staatssehretariat in Bonn aus, nahm jedoch als Nachfolger des ebenfalls zu früh verstorbenen Landeszentral- bank- Präsidenten, Hülse, den an ihn ergange- nen Ruf der Regierung Nordrhein- Westfalen nach Düsseldorf an. Seine außerordentliche diplomatische Be- gabung konnte Dr. Walter Kriege während der Londoner Auslandssckulden-Konferenz unter Beweis stellen. Als stellvertretender Vorsitzen- der der deutschen Delegation scheute er keine Mühe, um bei diesen Verhandlungen zu posi- tiven, die deutschen Belangen möglichst be⸗ ruclesichtigenden Ergebnissen zu kommen. In London wurde er von einer Kranſcheit befal. len, von der er sich nicht mehr erholte und dis inn den frühen Tod brachte. Dr. Walter Kriege war Mitglied des Zen- tralbankrates der Bd. Aufsichtsrats mitglied der Rhein- Neckar-Kanal-AG. und bekleidete andere wichtige Funktionen in Verwaltung und Wirtschaft. Marktberichte vo m 2. Dezember Handschuhsheimer Obst- und Gemüsegroßmarkt (VWD) Anfuhr gering, Nachfrage gut. Es er- zielten: Tafeläpfel A 1424, dto. B 8-13; Endivien 412; Feldsalat I 140—160, dto. II 90—130; Spinat 18 bis 16; Rosenkohl 26—31; Knollensellerie 1620. Mannheimer Gemüse- und Obstgroßmarkt (V) Anfuhr in Gemüse und Obst weiterhin verringert, flotter Verkauf bei anziehenden Prei- sen. In Feingemüse konnte die Nachfrage nicht immer gedeckt werden. Kernobst in besten Sor- tierungen gefragt bei fester Preistendenz. Zu nachfolgenden Preisen wurden umgesetzt: Blu- menkohl 40—100; Karotten/ Möhren 12—16; Kar- toffeln 3,50—9; Oberkohlrabi 10—14; Knoblauch 70 bis 380: Lauch Stückware 10—14, Gewichtsware 24 bis 26; Meerrettich 100-120; Petersilie 8—10; Rosen- Kohl 4360; Rotkohl 15—16; Rote Rüben 16.20; Endiviensalat holl. Steige 7,50—8, Stückpreis 18 bis 24; Kopfsalat holl. Steige 9,50—10; Schwarzwurzeln 70—80; Schnittlauch 8—10; Sellerie Stück 28-40; Gewichtsware 28-30; Spinat 16—18; Tomaten ausl. 43—50; Feldsalat geputzt bis 180, ungeputzt bis 120; Weigkohl 9—10; Wirsing 12—16; Zwiebeln holl. 24 bis 26. Obst: Tafeläpfel ausl. 25—40, inl. 2238; Wirtschaftsäpfel 16—24; Apfelsinen ital. Kiste 36 bis 38; Tafelbirnen 18—36; Kochbirnen 16-24; Kasta- nien ausl. 36—40; Quitten 16-20; Trauben franz. 50—58; Walnüsse 65—70; Zitronen Kiste 34—86, Stückpreis 15—20..—— . 9 1. . 2 9 8 N ——— f* . Modische Veuheiten au. 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Zum problem der Verdeutschung von Fremdwörtern Fremdwortfreunde und Fremdwortfeinde sind meist in einem Punkt einig: ein Ueber- maß von Fremdwörtern ist schädlich. Aber viele Fremdwörter lassen sich mit vorhande- nen Wörtern schwer ersetzen. Jedes Wort hat seine eigene Lebensluft, seine eigene Atmo- Sphäre. Es besteht daher zwischen zwei Wör- tern fast immer ein gewisser Sinnabstand. Wern dieser Sinnabstand geringfügig ist, können wir ihn übergehen. Bisweilen aber ist er zu groß. Können wir zum Beispiel Fremdwörter wie„Illusion“,„improvisieren“, „degradierené“, Dilemma“, pensionieren“, „suggerieren“,„adoptieren“ und„reagieren“ durch irgendwelche vorhandenen Wörter er- setzen? Selbstverständlich können wir im- Mer einen Ersatz finden, aber wer ehrlich ist, wird zugeben müssen, daß der Ersatz hier auch eine Aenderung bedeutet. Aus diesem Grunde schlagen manche Leute vor, einen Teil der Fremdwörter durch Neuwörter zu ersetzen. Solche Neuwörter sind in früheren Jahrhunderten in großem Umfang geschaffen worden. Der berühmte Sprachgelehrte Zesen hat im 16. Jahrhundert für Pistole„Meuchelpuffer“, für Fenster „Tageleuchter“, für„Schornstein“„Dach- schnauber“, für Natur„Zeugemutter“, ja so- gar für Vater„Pflanzherr“ vorgeschlagen. Obendrein handelt es sich hier um Wörter, die heute niemand mehr als Fremdwörter bezeichnen würde. Durch Neuwörter dieser Art wird natür- ich der Gedanke des Neuwortes lächerlich gemacht. Ein gutes Neuwort muß bestimmte Eigenschaften haben. Erstens muß es kurz sein; lange Zusammensetzungen bürgen sich niemals ein. Zweitens muß man Ableitungen daraus bilden können. Das Wort„Fernspre- cher zum Beispiel hat„Telephon“ nie ver- drängen können, weil wir von ihm keine Ab- leitungen bilden können wie telephonieren Und telephonisch. Ich habe mit ihm fern- gesprochen“, klingt hart. Bei den Fremd- Wörtern haben wir kein so zartes Sprach- gefühl; hier bilden wir unverdrossen die kühnsten Ableitungen. Wir schaffen auch ständig neue Fremdwörter: agitieren, banal, Dementi, Erotik, Reklame, sexuell und so weiter sind Kinder des vorigen Jahrhun- derts; Goethe mußte sich ohne sie behelfen. Aber gegen neue deutsche Wörter haben die meisten Menschen eine grundsätzliche Abneigung. Diesen Zweiflern kann man je- doch leicht eine Ueberraschung bereiten. Es gibt in unserer Sprache eine ganze Fülle von Wörtern, von denen niemand ahnt, daß die viel belachten Sprachreiniger des 17. und 18. Jahrhunderts sie erst geschaffen haben, um eine Anzahl damals üblicher Fremd- Wörter zu verdrängen. Solche Wörter sind zum Beispiel„Abhandlung“,„Ausdruck“, „duldsam“,„Ergebnis“,„Gewissen“,„Lieb- reiz“,„Mehrheit“,„unfehlbar“,„vertagen“, „Unzulässige Beeinflussung“ „Sengtor Londabl zum kunststreit Als„unzulässigen Versuch einer Beein- flussung durch eine Persönlichkeit in offi- Zzieller Stellung“ bezeichnete der Hamburger Kultursenator H. Landahl die von Bundes- innenminister Dr. Robert Lehr zum Beginn der Düsseldorfer Weihnachtsausstellung bil- dender Künstler geäußerte Empfehlung, der HKiinstler solle sich ans Leben halten und sich bemühen, ein für alle verständlicher Deuter des Lebens zu sein.(Vergl.„Morgen“ vom 26. November). Solchen Versuch, sagte Senator Landahl bei der Eröffnung der „Ausstellung Hamburger Künstler 1952“, müsse man aufs schärfste zurückweisen, denn er nähme dem Künstler die Lust am Experimentieren. Zu der Auseinandersetzung zwischen dem baden-württembergischen Kultminister Dr. Gotthilf Schenkel und dem Stuttgarter Kunstmäzen Dr. O. Domnick haben nun auch die Landesverbände bildender Künstler aus Baden- Württemberg in einem Brief an Dr. Schenkel Stellung genommen. Sie fordern darin, daß sich übergeordnete Stellen wie das Kult ministerium aus dem Streit um abstrakte oder naturnahe Kunst heraushalten müßten. Im Zusammenhang damit teilten die Ver- treter der Landesverbände mit, sie hätten davon absehen müssen, den Kultminister zur Eröffnung der Ausstellung„Bildende Hände“ am vergangenen Sonntag in Stuttgart einzu- laden, weil sie Protestkundgebungen gegen den Minister befürchtet hätten. dpa „Wesentlich“,„zerstreut“,„Zufall“ und Hun- derte von anderen. Diese Tatsache neues Wort) zeigt, daß die Gegner(neu)) der Neu- wörter falsche Vorstellungen daeuh) von dem Zartgefühl meuh der Sprachreiniger hatten; hoffentlich werden sie ihr Vorurteil(neu!) widerrufen neu). Alle diese Neuschöpfungen sind bei ihrer Entstehung mit Leidenschaft eu) be- kämpft worden; als ein Sprachreiniger das Wort„empfindsam“ erfand, um„sentimen- tal“ zu ersetzen, wurde es allgemein abge- lehnt, nur Lessing sagte prophetisch:„Wenn die Leute auch jetzt noch nicht wissen, was sie dabei zu denken haben, so werden sie es lernen“. Gegen das Wort„Feldzug“ für „Kampagne“ wandte der damalige Sprach- papst Adelung ein:„In welches Feld zieht man denn?“, und Klopstock verwarf„Schrift- Steller“, statt„Autor“, denn man stelle die Schrift nicht. Noch um 1880 wurden Neu- wörter wie„Scheinwerfer“,„Halsband“ und „Unlauterer Wettbewerb“ als„fürchterliches modernes Kunstdeutsch“ bezeichnet. Aber Wer sagt heute„Reverbere“,„Kollier“ oder „Concurrence illoyale?“ Diese Erfahrungen der Sprachgeschichte zeigen uns, daß man Neuwörter nicht vorschnell ablehnen soll. Für die am Anfang dieses Artikels ge- nannten acht Fremdwörter sind in unseren Tagen die Neuwörter„Einwähnung“,„steg- reifen“, ‚abwürdigen“,„Zwiefang“,„ent- diensten“,„einbannen“,„ansippen“ und„be- widern“ vorgeschlagen worden. Wer diese Wörter zum erstenmal hört, wird sie weit von sich weisen. Aber wenn er sich der eben genannten sprach geschichtlichen Beispiele entsinnt, wird er in seiner Ablehnung un- sicher werden. Wenn wir einmal einige Jahrzehnte lang statt adoptieren„ansippen“, statt Argument„Treffsel“, statt korrigieren „entfehlern“, statt Professional„Fachler“, statt Konversationslexikon„Allbuch“ gesagt hätten, so hätten diese Worte ihren komi- schen Beigeschmack eingebüßt. Die Beispiele stammen von Karl! Schneider, Theodor Steche, Bernhardt Feuck und Börries von Münchhausen. Es hat sich manches eingebürgert, was zunächst absurd schien. Der große Chemiker Emil Fischer stritt sich einmal lang mit Freunden über einen guten Namen für ein neues Schlafmittel. Schließlich sagte er:„Ich habe keine Zeit mehr, in einer Stunde geht mein Zug nach Verona. Das Mittel heißt einfach Veronal!“ Nur ist dieser Name mit seiner küchenlateinischen Endung gewiß kein Vorbild, aber vorbildlich ist die Ent- schlossenheit, mit der Fischer ihn festsetzte. Ludwig Reiners Willi Wernz: Schlafendes Kind Auf der großen Kunstausstellung„Bildende Hände“ in Stuttgart, wir bereits berichteten, sind außer Willi Wer na, uber deren Eröffnung von dem wir hier eine Zeichnung wieder- geben, folgende Mannheimer Künstler vertreten: Rudi Baerwind, Hanns M. Barchfeld, Kurt Becker, Paul Berger-Bergner, Waldemar Epple, Erich Hentze, Hermann Heraberger, Bruno Kröll, Imo Lieske, Paul Löffler, Ilse Loth-Bor koubski. Albert Ludwig, Ursula Ludwig-Krebs, Wolfram Niessen, Hansheinrich Palitzsch, Richard Papsdorf, Karl Petry, Otto Scheffels, Lore- Lina Schmidt, Frita Schnitzer, Franz Schömbs, Hermann Stösser, Trude Stolp-Seitz und Lud- wig Straub. Die Revolution frißt ihre eigenen Kinder. „Im Räderwerk“ von Jecan-pol Sartre in Zörich urqufgeföhrt In„Dantons Tod“ läßt Georg Büchner Danton und den Deputierten Lacroix darüber philosophieren, daß die Ziele aller Revolu- tionen notwendig verraten werden müssen, wenn die Revolutionäre an die Macht kom- men:„Die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eigenen Kinder.“ Eine abendfüllende Paraphrase dieser Er- kenntnis ist Jean-Paul Sartres bisher nicht gedrehter Film„L'Engrenage“, der 1946 unter dem ursprünglichen Titel„Les mains Sales“(und vor dem Bühnenstück„Die schmutzigen Hände“) entstanden ist. Im Vor- dergrund der manchmal verblüffend aktuel- len Handlung steht der Prozeß gegen den zum Diktator erwachsenen Umstürzler Jean Aguerra, der von seinen ehemaligen Freun- den des Büchnerschen Verrats an der Revo- lution angeklagt wird. während im Hinter- grund, in sich immer wieder überschneiden- för Kinder geschrieben, von Kindern gespielt Cesor Bresgens„Der Igel als Bräbtigam“ in Mannheim „Ein Söhnlein will ich haben, und wenn's ein Igel wär“, ruft die Fischersfrau halb klagend, halb fluchend aus und gibt damit den Anstoß zu einem lieben, bunten, frohen Mär⸗ chenspiel. Denn kaum gesagt, springt durchs Fenster der Hütte ein Igel, der natürlich ein verzauberter Prinz ist und nach mancherlei Abenteuern eine Königstochter findet, die ihn mit einem Messerchen aus seiner garstigen, stachligen Haut schneidet und ihm so wieder zur wahren Gestalt verhilft. Diesen ein wenig an den„Froschkönig“ erinnernden Stoff haben Ludwig Andersen als Textdichter und Cesar Bresgen als Komponist zu einer richtigen kleinen Oper verarbeitet, mit Arien, Duetten, Chor-Ensembles und einem großen Finale. Und das alles für Kinder, etwa im Alter von 10 bis 16 Jahren, ganz einfach, aber nicht banal in der Melodienführung, von einem kleinen Kammerorchester mit wenig Streichern, ein paar Bläsern, einem Akkor- deon, Schlagzeuginstrumenten und einem solistisch herausgestellten Klavier in fesseln- der, wechselvoller Rhythmik begleitet. Carl Orks Einfluß ist dabei deutlich abzulesen, Bresgens Partitur ist ein allerliebstes Töch- terlein der„Klugen“. Aber was tut's:„Der Igel als Bräutigam“(1949 in Eßlingen urauf- geführt und seither vielerorts gespielt) ist ein hübsches Stück und sehr willkommen für das nicht eben umfangreiche Repertoire an zeitgenössischen musikalischen Bühnenwer⸗ ken, die sich für eine Wiedergabe durch und für Kinder eignen. Die Aufführung, mit der das Mannheimer Karl-Friedrich- Gymnasium nunmehr vor die Oeffentlichkeit tritt, ist mit Liebe und Sorg- falt vorbereitet und spielt in der Inszenierung Klaus Hoffmanns(vom Nationaltheater Mann- heim) und in den Bühnenbildern von Studien- Assessor Oskar Harbrecht alle märchenhaften Züge in schöner Lockerheit aus. Neben Stu- dienassessor Kurt Kobisch, der den Erzähler spricht und singt, stehen, in hübsche Ko- stüme gekleidet, mit rot bemalten Backen und anngeklebten Bärten, nur Schülerinnen und Schüler auf der Bühne: der Qquartaner Helmut Werron als Igel, in seinem Stachelpelz sich offensichtlich wohler fühlend als im Prinzen gewand, der Untertertianer Dieter Ludwig als König, die Quartanerin Wiltraud Erhard als scheue, liebreizende Königstochter und neben vielen anderen der aufgeweckte, bur- schikose Obertertianer Peter Ensenauer als Kaspar. Mit silberhellen feinen Stimmchen singen sie alle ihre Lieder und Chöre; Stu- dienrat Armin Thoma hat sie dabei fest am Zügel und musiziert mit dem kleinen Schul- orchester(verstärkt durch Bläser und Schlag- zeuger vom Nationaltheater-Orchester) in prachtvoller musikantischer Frische und vor- bildlicher Exaktheit. Schade nur, daß sich kein anderer Raum als der Musensaal des Rosengartens dafür fand, in dessen„Monu- mentalität' doch manches verloren ging. Als die ausgelassene Schar der kleinen und schon größeren Zuschauer mit furioser Lebendigkeit aus dem Rosengarten stürmte, sang so mancher unter ihnen das eine oder andere Liedchen nach, das soeben erklungen War. Und gab damit der Aufführung und der Aufgeschlossenheit, die das Karl-Friedrich- Gymnasium mit diesem Griff nach einem „neuen Stück“ in dankenswerter Weise be- Wies, die schönste Rechtfertigung. E.. den Rückblenden, sein Leben abläuft und seine Wandlungen entdeckt werden. Mit Eifer wird demonstriert. wie Gewalt wieder Gewalt zeugt und wie die Ideale vor den Erfordernissen der Wirklichkeit zerbrechen. Und am Ende hat man fast ein bißchen Mit- leid mit dem lieben alten Diktatorchen, das doch immer nur das Beste gewollt und sich nur„schmutzige Hände“ gemacht hat, damit die seiner Freunde sauber bleiben können. Die blutige Schlußpointe ist, dag auch Aguerras Henker als dessen Nachfolger schnell die Revolution verraten lernt, und daß er genau wie Aguerra Kon- zessionen zu machen hat. Auch bei ihm erscheint der Gesandte des großen Nach- barstaates und droht mit seinen an der Grenze aufmarschierten Divisionen: der Vertrag über die Kontrolle der Oelvorkom- men des kleinen Landes durch das große, deren Nationalisierung eines der Hauptziele der Revolution gewesen ist. bleibt deshalb auch unter dem neuen Diktator unangetastet. Oskar Wälterlin, der schon Georges Ber- nanos Filmszenario„Dialogues des Carméli- tes“ für die Bühne bearbeitete und unter dem Titel„Begnadete Angst“ in Zürich ur- aufführte, hat nun auch Sartres Film-Dreh- buch dem Theater erschlossen und in eigner Regie im Schauspielhaus Zürich heraus- gebracht. Wälterlin machte den Zuschauer raum zum Gerichtsforum und erreichte mit blitzschnellen Verwandlungen vor offener Szene und dem filmischen Herausgreifen einzelner monologischer Szenen in„Groß- aufnahmen“ starke, wechselvolle Wirkungen und eine höchst gespannte Atmosphäre. Ihr Atem reichte weit genug, um dem Stück und seinen reißerischen Elementen mit Bravour über seines Verfassers auch hier wieder breit zur Schau gestellte Explizier- und Diskutierfreudigkeit hinwegzuhelfen. Neben Walter Richter(Aguerra), Richard Lauffen (als sein, Gegenspieler Drelitsch). Heinz Woester Francois), Lilian Westphal(Su- sanne), begegnete man in einer der wesent- lichen Rollen auch Elisabeth Höbarth (-Hélene), die fast unbeschäftigt eine Saison dem Mannheimer Nationaltheater angehörte. Der Beifall des Premieren- Publikums war außerordentlich und galt wohl in erster Linie der bezwingenden Leistung Oskar Wälterlins und seines brillant spielenden Ensembles. Werner Gilles Das Elfte Internationale Bruckner-Fest wurde in Basel eröffnet. Die internationale Bruckner- Gesellschaft begeht damit zugleich das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens. Das musikalische Programm des Bruckner-Festes wurde mit der Aufführung von drei geist- lichen Vokalkompositionen eingeleitet und sieht u. a. noch drei Symphoniekonzerte, drei Messeaufführungen im Münster, ein Motetten- konzert und einen Kammermusikabend vor. Heraus Was ist Amerika? I mn Vortrag im Mannheimer Amerikchoqʒ chefre Dr. Erik von Kühnelt-Leddihn, der 9 70 kulturpolitischer Schriftsteller ben. 2 1 5 en Peber; durch sein Buch„Jesuiten, Spieſer, che kal: wiken“ bekannt wurde und gegenwärtt 9 7. Mitarbeiter an deutschen und schw 0 3 schen Zeitschriften tätig ist, gab im Au. haus Mannheim auf die Frage„Amer. 3 Abendland oder Neue Weltz“ die er geg a Vortrag voranstellte, eindeutig die We unale daß die Vereinigten Staaten„Absolut ie 3 Wesentlich anders“ seien„als Westeur a Nr. 800 Zwischen England und dem Europ, N 5 1 5 0 Kontinent bestehen nach der Ansicht g Redners weit größere volcerpspchelhg ere Unterschiede als zwischen England und Jal USA. Trotz spanischer Elemente im 80 J. westen) und französischer Mentalitzt 0 dea. Louisiana) könne man alles, was Wir 1 „typisch amerikanisch“ zu bezeichnen. wehnt sind, auf englischen Ursprung zurich führen. 5 Entgegen der weitverbreiteten Meinm Amerika sei schon immer demokratisch. Wesen, behauptet Dr. von Kühnelt-Leddin der Geist der Gründer Amerikas sei vorpie. gend von aristokratisch- liberalen Ideen ag. gegangen. Auch die Liebe des Amerikaneg zum Geld diene vor allem der Aufrech erhaltung des sozialen Prestiges, denn f. Gesellschaftsschichtung in den Vereina] Staaten sei höchst konservativ. Nachdem g; 185 britische Mentalität die großen Einwan“!“ rerwellen im 19. Jahrhundert aufgsan!“ 5 hätte, zeige sich erst in den letzten zwa] dend. Jahren der jüngsten Gegenwart das We] une einer effektiv amerikanischen Kultur, Ne! pie zahlreichen weiteren Gesichtspunkten 3 Zusa diesem Wechselspiel politischer und kü] Lelbu reller Beziehungen äußerte der Vortragen mae Usa und England könne man vom Font. 557 nent aus viel leichter verstehen als Unnge belt! kehrt, doch zeige Westeuropa sich den Hare gegenseitigen Verständnis weniger aufg. Als schlossen. f 11 1 ng e 1 bank n Koltur-Chronik Aue Die Kontroverse um die Aufführung n ministe Leonhard Franks Heimkehrerstück„Kall u PD) Anna“ in seiner Vaterstadt Würzburg ist duc] den Ar einen Beschluß des Stadtrats mit 27 gegen dem F Stimmen zu Gunsten der Aufführung entsce, beimve den worden. Das Stück, das nach 3 Jah] zedoch zum erstenmal wieder auf dem Spielplan stand kraten, war auf Grund von Vorstellungen des Ren abgeleh kehrerverbandes und von Angriffen d antrag Würzburger Zeitungen wegen seiner N 109 05 sprechenden Auffassung der Ehe“ zunächst 1 bforde Volkstrauertag abgesetzt worden. Gegen Zulassung des Stückes stimmten Vertreter dh Bayernpartei und der CSU, während ander SSU-Vertreter mit denen von FDP, Sphp un 1 KPD für die Aufführung stimmten, Oberbiz Als germeister Dr. Stadelmayer(CSU) erklärte g Auswal habe von einer leichtfertigen Moral in dieset mann! Stück nichts bemerkt. Das Stück stelle aul, Bund dem Christen eine ganz große Aufgabe, 1 85 5 Die Eichendorff-Stiftung, die 1931 in Gemelz dann h schaft mit dem Dichterenke! Kar! olf peutsck Eichendorff in Schlesien ins Leben g. werde rufen wurde, ist jetzt in Regensburg neu ge. kt gründet worden. Die Stiftung wird sich de le 255 Erforschung von Leben und Werk Eichendorg eines und der deutschen Romantik widmen und de] Deutsch sen Aufgaben u. a. durch Herausgabe van seitige Schrifttum, durch Förderung von Persönlich. Gegenst keiten, die im Geiste Eichendorffs Schaffen, uu geword durch Betreuung des Eichendorff-Museum] die vi. dienen. Zum Sitz der„FEichendorff-Stiftug Deutsch wurde Neumarkt/ Oberpfalz bestimmt. 3 Ein literarischer und ein wissenschaft Preis, deren Höhe noch nicht bestimmt i wurden vom„Südostdeutschen Kulturwerk 1 anläßlich der Münchener Studientagung übe ö Südostfragen geschaffen. Sie sollen zum ers, was mal Ende 1953 für Arbeiten aus dem südts,] er arr europäischen Gendankenkreis vergeben e, deut 5 den. Ferner wurde für die Würdigung verdten.] 5. 5 ter Persönlichkeiten der südosteuropätschn kücktri Forschung und Volksgruppenarbeit ein Az] em Mit Müller-Guttenbrunn-Ehrenzeichen geschalfen] ben. das erstmals im März 1953 verliehen werten Nack soll. Das„Südostdeutsche Kulturwerk“ wur ru f als kulturelle Einrichtung für die deutsaa kTumar Volksgruppen aus Jugoslawien, Rumänien, U. bommer garn, der Slowakei und dem Banat gebiet eus de Als Zeitschrift des Kulturwerks werden de] mrückz „Südostdeutschen Heimatblätter“, deren ent] gehen. Nummer soeben erschienen ist. vierteliähid däplome herausgegeben. End vi Die evangelische Filmgilde empfiehlt ab lasen. besten Film des Monats Dezember 1952 de französisch- italienischen Gemeinschaften mdi „Don Camillo und Peppone von Jula 10 Duvivier. New In der Vortragsreihe„Barock und ok] der Vel im deutschen Sprachgebiet“ spricht am ni] den ind woch, 3. Dezember, 19.30 Uhr, im Vortrassad] des Ko der Mannheimer Kunsthalle Pr. Nielsen] gutgehe Holst, Elsenberg/ Pfalz über das Then degleru Barock und Rokoko in Nord- und Ostdeutc. klichen land“. otimmte — b iocks. Die Ehe der Flisabein Persenthein Roman von Vieki Baum Copyright by Droemer, Presserechte Prometheus Verlag Gröbenzell 7 25. Fortsetzung „Mit der Arbeit. Mit meiner Idee und allem. Es ist nichts damit. Was ich da ge- macht habe, ist alter Kohl“, sagte er.„Heute steht ein Artikel in der Medizinischen Zeit- schrift“ Andere Leute wissen das alles schon längst. Nur ich in diesem verdammten Win- kel habe mich noch wie ein kompletter Narr damit herumgequält.“ Sie richtete sich schnell auf und beugte sich über ihn, mit den Händen auf sein Bett gestützt.„Aber Kola-I, rief sie erschreckt. Sie war der einzige Mensch auf der Welt, der ungefähr verstand, welchen Zu- sammenbruch diese Worte umschrieben. Der Mann schloß die Augen und gab sich einen Augenblick der Nähe, der Wärme, der Geborgenheit hin, die darin lag, daß die Frau bei ihm war. Dann schaute er sie an, aufmerksam und stumm und lange. Es war jetzt etwas heller geworden, gerade so viel, daß die Fenster sich abzeichneten und die Möbel begannen. mit Umrissen aus der Nacht herauszuwachsen. „Wie kommt das Kind darauf— Rehle sagt— du willst fort— das ist doch nicht möglich?“, flüsterte Persenthein plötzlich zu dem geneigten Schatten ihres Gesichts hinauf. „Doch“, antwortete sie fast unhörbar und mit àußbßerster Anstrengung. „Bist du denn nicht zufrieden? Sind wir denn nicht zufrieden?“ fragte er etwas später und so unwissend, daß Elisabeth zu lächeln begann. „O nein“, erwiderte sie. „Du hast mir das nie gesagt.“ „Ich habe es ja nie gewußt.“ „Das ist ja alles Unsinn“, sagte er. „Wovon sprechen wir überhaupt? Wir sind nur müde. Du bist überreizt und ich auch. Komm— es ist ja Blödsinn, alles zu- sammen.“ Merkwürdigerweise und während Eli- sabeth gehorsam ihre Hand in die ihres Mannes legte, der nach ihr griff, schien es Mr beinahe richtig, was er sagte. Der kleine Spiegel drüben fing schon die erste Helle des Morgenhimmels. Hier, in den schräg abwärts stehenden Betten ihres Schlafzim- mers, unter den billigen Steppdecken aus rotem Satin, verlor es seine Stichhaltigkeit, das alles mit Karbon. Aber sie hielt sich noch daran.„Ich habe noch wenig vom Le- ben gehabt. Ich möchte auch etwas vom Leben haben.. flüsterte sie. „Elisabeth— das bist du gar nicht, die so etwas sagt“, flüsterte er erschreckt. „Dann habe ich es falsch ausgedrückt“, beganti Elisabeth und suchte die endlosen Gespräche der letzten Nacht zusammen, das Schweben, das Aufschwingen, das Fliegenkönnen wie aus Träumen. Da sind so viele Sachen— so neue Sachen. Ich habe das noch nicht gewußt, Kola. Ich dachte immer, ich habe dich lieb. Mit Kar- bon— das ist ganz anders, ganz. Du kennst mich ja gar nicht. Warst du schon jemals glücklich mit mir? Ach Gott, Kola, du kannst überhaupt nicht glücklich sein, wo⸗ zu brauchst du mich denn, wenn du nicht einmal glücklich sein kannst. Ich könnte es — aber du nimmst mir das alles weg. Ja, alles nimmst du mir weg“, wiederholte sie heftiger, obwohl er nichts erwidert hatte. „Du brauchst mich fürs Haus, ja, ich weiß, du packst mir auf, du läßt mich schleppen. Aber muß ich es gerade sein, ich? Mauch mal komme ich mir vor wie Lungaus, wahr- waftig, Kola; es ist gewissermaßen das- selbe, ich kann es nur nicht ausdrücken. Du benutzt uns alle nur, du bist unmensch- lich, das ist es, die Arbeit hat dich un- menschlich gemacht. Wenn ich zur Tür her- einkomme, oft warte ich— du siehst mich nicht an, du machst mir nie ein gutes Ge- sicht. Du kommst heim, gehst in dein Zim- mer— gibst du mir die Hand? Nein, nicht einmal die Hand gibst du mir,. Kola, das weißt du gar nicht, das ist dir nicht wich- tig. Aber mir. Mir war das wichtig“, sagte sie, und bei dem„war“ preßte der Doktor allen Atem in sich zusammen. Du— zum Beispiel“, fuhr sie fort,„hilfst mir nie in meinen Mantel, du hebst mir nichts auf, das mir herunterfällt, du hilfst mir nichts tragen, das schwer ist, du streichelst mich nie, du bist nie gut zu mir. Du— warte, sei still, ich weiß, was du sagen willst. Du um- armst mich manchmal, ja, aber das kommt so vom Himmel gefallen, so— aus der Pistole geschossen, ich mag es nicht, nein, ich mag es nicht, es tut mir weh, es setzt mich herunter. Wenn das alles ist, wozu du mich brauchst— nein, es ist nicht wert, daß ich dafür mein ganzes Leben hergebe Es kann alles so anders sein, so anders so anders— und das weiß ich erst jetzt—“ Petisenthein lag in seinem Bett drüben, wie am anderen Ufer eines unüberquer- baren Ozeans.„Aber Elisabeth“, sagte er leise,„wir sind doch verheiratet.“ „Ja, wir sind verheiratet, aber, mein Gott, mein Gott, Kola, ist denn die Ehe nichts anderes, wirklich nicht? Ich putze täglich deine Stiefel, sie sind vorne immer aufgebogen, weil du einen schlechten Gang hast: ich kann dir nicht sagen, wie ich diese Stiefel oft hasse. Und immer den Zigarren- geruch— oder wenn du Kaffee trinkst; du stellst jedesmal deine Tasse auf den Schreibtisch, da sind immerfort nasse Rän- der immerfort, wie ich das auswendig kenne, wie ich das über habe, immerfort ist alles schmutzig, immerfort putze ich hin- ter dir auf— wenn das die Ehe ist und sonst nichts das geht, solange man glaubt, so muß es sein, und etwas andres gibt es nicht. Aber wenn dann auf einmal ein Mensch dazwischenkommt, den man Ach, EKola, ich kann ja nichts dafür, aber wenn Karbon mich aus dieser Misere hier herausnehmen will, alles soll! ich haben, alles überhaupt. Keine Sorgen mehr, und Reisen, die ganze Welt, Musik und Klei- der, was ich will, was man sich nie zu den- ken getraut hat, alles geht ganz leicht, und hier ist es so unbeschreiblich schwer ge- Wesen.“ Es war das Wort„gewesen“, das den Doktor hochriß.„Elisabeth“, sagte er laut und rüttelte an ihren Schultern.„Wovon sprichst du überhaupt? Du bist doch fromm?“ „Jab, sagte sie ungewiß und drehte die Augen nach ihrem Mann.„Ich weiß schon, Kola. Aber das ist es ja gerade: das Frommsein hilft mir jetzt nicht. Das ist zu stark, das da“ „Elisabeth“, sagte er leise,„du fragst, ob das die Ehe ist. Ja, ich glaube, so ist sie: nicht ganz leicht, für dich nicht— für mich auch nicht. Der Wert liegt nicht obenauf, den spürst du vielleicht nicht im Augenblick, aber du spürst ihn in der Zeit. Wir gehören doch zusammen, du und ich, wir halten uns doch, wir helfen uns doch. Das Kind, id spreche nicht vom Kind, es liegt mir ni das Kind als Argument zu benutzen, Abe es ist doch da, unser kleines Mädchen, wWir wollten doch auch einen Buben haber später, wenn es uns besser geht. 905 weiß, es sieht nicht hoffnungsvoll aus“, Sach b er hastig, als er Elisabeths Mund verneine 5 zucken sah,„aber es wird besser welds Mich bekommt man nicht unter, mich — solange ich dich nur bei mir habe, en du denn wirklich nicht, daß du alles für 19 bist, alles überhaupt, der Motor, der i punkt— auch wenn ich vergesse dir in 85 Mantel zu helfen— Elisabeth?“ al Sie legte den Arm um seinen Hals nahm seinen Kopf in die Hand, nicht Zärtlichkeit und Vertrauen, wenn es 40 eine Bewegung der Gewohnheit War au Kola“, sagte sie leise,„es ist alles so che „Das Sittliche“, sagte er nachdent und nun ließ er sich neben ihr auf das il sen gleiten, schob auch den Arm unter Schultern,„das Sittliche ist ja imme Unangenehme und das Schwere, W 755 Ueber winden. Verzichten, Entsagen, Sn beherrschen— da hast du die Dinge f f der Seite des Sittlichen stehen Die Ehe 5 auf dieser Seite; die Treue auch. Das 4 Aber — ich verstehe, wie verlockend es 18. ichts es paßt nicht zu uns, Elisabeth. Es ist 1„ für Menschen wie wir. Das andlere, das Was 8 dir vorschwebt, ist keine Ehe, das ist 1 Verhältnis. 5 b. r Elisabeth rückte heftig von ihm 75 Be- wird mich heiraten. Es war meine ers 1 Indi, dingung“, sagte sie rasch.„Ich habe, ie ge sofort gesagt. Er heiratet mich natürl.. met Auf dies hin, das so unwissend 1 er 1 70 gann Doktor Persenthein zu lächeln, 5 10. 8 lächelte selten. Er war ganz 7 I berten f 1 ei ration. Wie bei einer schweren e rortsei folst Lakshn