Nr. 1 he ag, Wit — da ndlich iristus, IZspiel Aft zul erlichen n E Jahres enspie auch in en und emente eit und er All- Woren, nsalter „ arme g dem aun und rt. Vor Fürstin, zer, die ter, der en, der Auliche Soldat inweg⸗ hat die sch und 1 eines 1 Auf- on der gesetz- Suppe, rakter- damit Haisie- stim- Stellen 1 Hach- Arran- 1 Ver- icherer hender d ein- C. O. e föhrt R. ssance- reicht, „„eine as Ge- elke ist vor einer a, samt spukt stunde, Green- findet. doch 1 Zim- ück. Er keinen photo- n und es. e Erde uholen. B statt gen zu been- Nach- ichtlos lang- „Weiße in Ge- m recht ort die „ und Selbst Theo r, lau- produ- reeller zeniert, Erich s Büh- . 9 Jahre r ihm erzielte rund Kunst- rr Sul- Hand at und auf er te,„ja, Heilen. Lucera m sich s einer Soldat pf.„O Leuten, in die k. Wir as hat je Wie- sichere über- n ist es dafür, t, dem Groß- ben sie Männer o gern Das tut kt liege an das H dem je auch es Ge- n Zeit ja da bendi- ommen is dem ell und Kaiser Nacht n hin- beit.“ kolgt) 1 Herausgeber: Mannheimer Morgen Verlag. Druck: Mannheimer Groß- druckerel. Verlagsleitung: H. Bauser. Chefredakteur: E. F. von Schilling; Stellv.: Dr. K. Ackermann; Politik: W. Hertz-Eichenrode; Wirtschaft: F. O. Weber; Feuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokales: H. Schneekloth; Kommunales: Dr. Koch; Sport: K. Grein; Land: C. Serr; Soziales: F. A. Simon; L'hafen: H. Kimpinsky; Chef v. D.: O. Gentner; Stellv. W. Kirches; Banken: Südd. Bank, Rhein-Main Bank, Städt. Spark., Bad. Kom. Landesbank, Bad. Bank, sämtl. Mannheim. Postscheck-Kto.: Karlsruhe Nr. 80 016, Ludwigshafen/ Rh. Nr. 26 743. Mannheimer ORG E Undbhängige Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R 1,=, Tel.-Sa.-Nr. 4 41 51 u. 4 12 43; Heidel- berg, Hauptstr. 48, Tel. 7 12 41 Hdlbg. Tagebl.); Ludwigshafen/ Rh., Amtsstr. 2, Tel. 6 27 68. Bezugspr.: Monatl. 3,23 DM zuzügl. 45 Pf Trägerl., Postbez. 3,25 DM zuzügl. 55 Pf Zeitungsgeb. u. 54 Pf Zu- stellgeb., Kreuzbandbez. 3,25 DM zuzügl. 2, 40 DM Porto. Bei Abholung im Verlag oder in den Abholstellen 3,25 DM. Er- scheint tägl. auß. sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 12. Anz.-Ltg.: R. Adelmann; Werbg.: C. Faust. Bei Nicht- erscheinen infolge Streiks u. höh. Ge- walt keine Rückerstatt. d. Bezugspr. Für unverlangte Manuskripte keine Gewähr. 10. Jahrgang/ Nr. 2/ Einzelpreis 20 Pf 1 Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Dienstag, 4. Januar 1955 Präsident von Panama ermordet Auch zwei seiner Begleiter getötet/ Die Täter entkamen/ Kriegsrecht proklamiert Panama- City.(dpa) In der mittelamerikanischen Republik Panama ist nach Ermordung des Präsidenten Oberst Jose Antonio Remon am Montag für 30 Tage das Kriegsrecht proklamiert worden. Rund 20 Personen wurden verhaftet. Remon war am Sonntagabend auf einem Rennplatz in Panama-City von mehreren Atten- tätern durch Geschoßsalven aus Maschinenpistolen schwer verletzt worden und zwei Stunden später in einem Krankenhaus gestorben. Auf einer Sondersitzung der Natio- nalversammlung wurde Vizepräsident Jose Ramon Guiz a do am Montagmorgen als neuer Präsident vereidigt. Die Attentäter konnten in einem Kraft- wagen unerkannt entkommen. Sie werden im Kreis des im Mai 1951 gestürzten Präsi- denten Arias vermutet, der zusammen mit mehreren Freunden am Montagmorgen auf seiner Kaffeeplantage in der Provinz Chi- nidui, 320 Kilometer westlich von Panama- City, verhaftet wurde. Die Regierung von Panama hat den Tod Remons in einem Kommunique bekanntge- geben und mitgeteilt, daß im ganzen Land Ruhe herrsche. In einer Regierungserklärung heißt es, der Mord sei sorgfältig vorbereitet und von„ausländischen Söldnern“ begangen worden. Die Behörden von Panama haben sofort nach dem Attentat eine strenge Nach- richtenkontrolle eingeführt, so daß Einzel- heiten über die Ermordung nur sehr lang- sam bekannt werden. Die Ausfahrtsstraßen von Panama-City sollen von der Polizei scharf bewacht und alle Personen, die im Gebiet der Hauptstadt unterwegs sind, streng kontrolliert werden. Nach den bisher vorliegenden Berichten über den Hergang des Attentats wurde die mit Maschinengewehren bewaffnete Atten- täter-Gruppe von einer Frau namens Thelma King geführt. Die Attentäter stürzten zur hellerleuchteten Tribüne, auf der Remon einen Sieg seines Rennstalls feierte und schossen auf den Präsidenten und seine Be- gleitung. Der Unterleib Remons wurde von Kugeln förmlich durchsiebt. Zwei seiner Be- gleiter wurden getötet, vier verletzt. Später wurde in Panama- City eine Frau unter dem Verdacht verhaftet, an dem At- tentat beteiligt gewesen zu sein. In ihrer Handtasche habe man einen Revolver ge- kunden, wie der UNO-Delegierte Panamas, Ernesto de La Ossa, in New Vork mitteilte. Die Frau soll Mitglied der„Kommunalen Aktionspartei“ des Expräsidenten Arias sein. Die Frau des ermordeten Präsidenten, Cecelia Remon, war zur Zeit des Attentats in Miami(Florida), wo sie an der Spitze einer panamaischen Delegation an der Amts- einführung des neuen Gouverneurs von Flo- rida teilnehmen wollte. Sie ist sofort nach Panama-City zurückgeflogen. Der amerika- nische Außenminister Dulles hat gleich nach Nehru lief Hammarskjöld warten Indiens Regierung zeigt sich reserviert Neu Delhi.(dpa/ AP) Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Dag Hammarskjöld, hat Neu Delhi nach 24stündigem Aufenthalt am Montagnachmittag wieder verlassen und ist nach Peking weitergeflogen. Am Montag- morgen hatte er eine Besprechung mit dem indischen Minister präsidenten Nehru, um dessen Ansichten über seine Mission in der Volksrepublik China zu erfahren. Maßgebende Kreise teilten mit, dag die indische Regierung es abgelehnt habe, einen höheren indischen Diplomaten für die Mis- sion Hammarskjölds abzustellen, der im Auf- trag der Weltorganisation die Freilassung von elf im kommunistischen China wegen angeblicher Spionage inhaftierten amerika- nischen Fliegern erwirken soll. Wie Weiter verlautet, habe Nehru den Generalsekretär 19 Stunden lang warten lassen, bevor es zu einer Aussprache unter vier Augen kam, zu der in der letzten Viertelstunde der indische Chefdelegierte bei den Vereinten Nationen und erste außenpolitische Berater Nehrus, Krishna Meno n, zugezogen wurde. Weder Nehru noch Menon noch ein Regierungsmit- glied im Ministerrang gaben Hammarskjõôld das Geleit zum Flugplatz. Zur Ablehnung von Hammarskjölds Wunsch, ihm einen indischen Diplomaten beizugeben, erläuterten unterrichtete Kreise, Indien könne sich mit dem Auftrag Ham- marskjölds nicht voll identiflzieren, da es Seinerzeit bei dem Beschluß der Vollver- sammlung sich der Stimme enthalten habe. Die Vollversammlung hatte damals gleichzei- tig das kommunistische China wegen Bruches des koreanischen Waffenstillstandes ver- Urteilt.. Vor der Ankunft des UNO-Generalsekre- tärs in der indischen Hauptstadt hatte sich Nehru negativ über die Art und Weise ge- außert, wie die Vereinten Nationen den Fall der in China verurteilten amerikanischen Flieger behandelte und er sagte, die Reise des UNO- Generalsekretärs nach Peking zeige, wie falsch es war, die Volksrepublik China nicht in die UNO aufzunehmen. Hammarskjöld sagte zu Vermutungen, die Volksrepublik China werde in die INNO aufgenommen, wenn sie die verurteilten amerikanischen Flieger freilasse, derartige Spekulationen seien„unangebracht“. Sein Besuch in Peking bedeute auch keine still schweigende Anerkennung Chinas. In seiner Eigenschaft als Generalsekretär der Verein- ten Nationen sei er berechtigt, sowohl Ge- spräche mit Mitgliederstaaten zu führen als auch mit Nichtmitgliedern, die von einigen Ländern anerkannt, von anderen nicht an- erkannt wurden.(Siehe auch Seite 2.) Kommt Mendès-France nach Bühler Höhe? In Bonn wird damit gerechnet/ Morgen große Gratulationscour Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Bundeskanzler Pr. Adenauer hat am Montag die Arbeit nach den kurzen Weihnachtsferien wieder aufgenommen. Er empfing den künftigen Berliner Bürger- meister, Dr. Otto Suhr, zu einer Aus- srache. Dabei drückte der Bundeskanzler seine Genugtuung über die Koalition zwi- schen der SpD umd der CDU in Berlin aus. Am Freitag wird Dr. Adenauer auch den neuen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Högner(SPD) zu einem ersten Besuch empfangen. Man erwartet in Bonn gespannt den Verlauf dieser Aussprache, weil allge- mein erwartet wird, daß der Bundeskanz- ler sich über die künftige Stellung der baye- rischen Regierung in Fragen der Auhen- politik erkundigen wird.. Morgen Mittwoch wird die politische Ar- beit in Bonn durch die große Gratula- tionscour bei Dr. Adenauer unter- brochen werden. Das Diplomatische Corps, die Vorsitzenden der Parteien, führende Mitglieder des Bundesrates und Bundes- tages werden im Palais Schaumburg vor- sprechen, um dem Kanzler zur Vollendung seines 79. Lebensjahres zu gratulieren. Am Donnerstag wird Dr. Adenauer die Fraktionsvorsitzenden der Koalition zu einer Aussprache über die allgemeine politische Lage und über Fragen der Zusammenarbeit zwischen den Koalitionspartnern empfangen. Auch die Vorbereitung der weiteren Ratifi- gierungsdebatte über die Pariser Verträge Wird Gegenstand dieser Aussprache sein, zu der die Sachverständigen der Koalitionspar- teien hinzugezogen werden. Die Abreise Dr. Adenauers zur Bühler Höhe ist auf Samstagmorgen festgesetzt worden. Eine Nachricht aus Paris, daß der französische Ministerpräsident Mendes- France auf der Rückreise von einem offi- ziellen Besuch aus Italien auf der Bühler Höhe halt machen werde, um sich mit Dr. Adenauer zu besprechen, wurde am Montag in Bonn nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert. Politische Beobachter halten ein solches Zusammentreffen der beiden Staats- männer nach der Ratifizierung des Vertrages in der französischen Nationalversammlung für durchaus möglich, da sich seit der Unter- zeichnung der Pariser Verträge noch keine Gelegenheit zu einem direkten Meinungs- austausch zwischen Dr. Adenauer und Mendeès-France ergeben hat. Inoffiziell wird in Bonn davon gesprochen, daß ein solches Gespräch am 14. oder 15. Januar auf der Bühler Höhe stattfinden werde. Bekanntwerden des Attentats sein Bedauern über den Tod des Präsidenten Remons aus- gesprochen. Die Republik Panama hat besondere stra- tegische Bedeutung, weil sie die Zugänge zum Panama-Kanal beherrscht. Erst vor we- nigen Wochen hatte die USA und Panama die Verhandlungen über einen neuen Ver- trag beendet, der die Verwaltung des Pa- nama-Kanals regeln soll. Remon war im Mai 1952 mit großer Mehrheit zum Präsiden- ten gewählt worden. Er hatte die Unterstüt- zung der Fünfparteien-Koalition des Landes. (Siehe auch Seite 2). Motive noch ungeklärt () Der Kommandeur der panamesischen Polizeitruppe, Oberst Flores, erklärte am späten Montagabend, man wisse noch immer nicht genau, auf welche Motive das Attentat zurückzuführen sei, wenn auch großer Ver- dacht gegen die Anhänger von Arias be- stehe. Wenn das Attentat einen Staatsstreich eimleiten sollte, dann müsse dieses Vorhaben als mißglückt bezeichnet werden, da die 5 die Lage fest in der Hand Abe. Neue Spannungen zwischen Tunesien und Frankreich Paris.(dpa) Die französisch- tunesischen Spannungen haben sich am Montag wieder verschärft. Der Generalsekretär der Neo- Desturpartei, Salah Ben L uss ef, beschul- digte in einem sämtlicher Pariser Redak- tionen zugesandten Rundschreiben die fran- 26sische Regierung, sie wolle die von ihr gemachten Zusagen über die Herstellung einer völligen Autonomie in Tunesien nicht einhalten. Ben Vussef verlangt im Namen der tunesischen Nationalisten für sein Land a eine eigene Polizei und Armee. „Der Augenblick ist jetzt gekommen, um jede Zweideutigkeit zu zerstreuen“, erklärte Ben Lussef weiter. Das tunesische Volk Wird niemals eine illusorische Autonomie annehmen, die einer völligen Unabhängig keit Tunesiens den Weg versperren würde. Von unserem Volk wird nur eine Autonomie angenommen werden, die eine ausschließlich nationale Vollzugsgewalt schafft, die unbe- schränkt den tunesischen Boden verwaltet“. Salah Ben LVussef bezeichnet seine For- derungen als„Mindestbedingungen“. Er fügte hinzu, die tapferen Kämpfer der tune- sischen Befreiungsarmee hätten die Waffen niedergelegt und damit den guten Willen des tunesischen Volkes bewiesen. Einem Attentat zum Opfer gefallen ist der Prùsident von Panama, Jose Antonio Remo(unser Bilch, sowie Zwei Herren seiner Begleitung. Vier weitere Personen würden schwer verletzt. Die Täter konnten entkommen, und über die Gründe des Anschlages herrscht bisher noch weitgehend Un- klarheit.(Siehe auch nebenstehenden Bericht) Ko-Exkistenz und Bild: dpa wahrer Frieden Die Weihnachtsbotschaft des Papstes Vatikanstadt.(dpa) Papst Pius XII. ver- urteilt in seiner am Montag veröffentlichten Weihnachtsbotschaft mit Nachdruck den Zustand des„Kalten Krieges“ und den des „Kalten Friedens“. Eingehend behandelt der Papst in der Botschaft, die wegen seiner Erkrankung diesmal nicht rechtzeitig fertig- gestellt werden konnte, den Begriff der Ko-Existenz. Er unterscheidet drei Formen der Ko- Existenz: die in der Furcht, die in der Täuschung und die in der Wahrheit. Die Botschaftsrat Schlitter bat um Abschied Seine Frau hatte in London von Bonn.(dpa) Der Botschaftsrat bei der diplomatischen Vertretung in London, Oskar Schlitter, ist wegen einer Aeußerung seiner Frau, die bei einer Weihnachtsfeier der deut- schen diplomatischen Vertretung von„feind- lichem Ausland“ gesprochen hatte, beurlaubt worden. Wie das Presse- und Informations- amt der Bundesregierung am Montag mit- teilte, bedauert Frau Schlitter diese Ent- gleisung, die ihrer Nervosität und Unerfah- renheit zuzuschreiben sei, aufs höchste. Ueber ein Abschiedsgesuch von Schlitter ist noch nicht entschieden worden. Schlitter malt sich mit seiner Frau seit Montag in Bonn auf. Seine Vertretung hat Botschafts- rat von Braun übernommen. Ein Sprecher des Foreign Office bezeichnete den Fall als eine„völlig interne deutsche Angelegenheit“. „feindlichem Ausland“ gesprochen In der Mitteilung des Bundespresse- amtes heißt es, die von Ministerialdirektor Dr. Löns in London angestellte Unter- suchung habe ergeben, daß die Vorgänge übertrieben dargestellt und einige in die Presse gelangte Formulierungen in der wie- dergebenen Form von Frau Schlitter nicht benutzt worden seien. Alle politischen Rück- schlüsse, die aus dem bedauerlichen Vor- kommnis geschlossen werden könnten, seien gegenstandslos, da die politische Gesinnung des Boschaftsrates Schlitter und seineer Frau nach dem Urteil vieler Beobachter seiner Tätigkeit in London und genauer Kenner seiner Haltung während des nationalsozia- listischen Regimes über allen Zweifel er- haben sei. Die Untersuchung des Falles wurde vom Bundeskanzler Dr. Adenauer angeordnet. Zwischen Gesfern und Morgen Für drei Monate im Saarland verboten hat das saarländische Innenministerium am Montag die in Ludwigshafen erscheinende Tageszeitung„Die Rheinpfalz“. Das Ministe- rium bezog sich dabei auf die Verordnung über die vorläufige Regelung des Presse- wesens an der Saar vom 9. März 1948 und wies darauf hin, daß die Gründe für das Verbot dem Verlag mitgeteilt worden seien. Der Verlag der„Rheinpfalz“ konnte jedoch am Montag noch keine Angaben über die Gründe machen, da bei ihm das Schreiben noch nicht eingegangen sei. 170 000 Liebesgaben-Pakete aus Amerika werden von heute an in Westberlin ausge- geben. Die Berliner Spende ist ein Teil von insgesamt 2,5 Millionen CARE- Paketen, die in 32 Ländern der Erde ausgegeben wer- den. Der Inhalt, je 13 Pfund Lebensmittel, ist von der amerikanischen Bevölkerung für Notleidende im Ausland gespendet worden. Sowietzonen Präsident Wilhelm Pieck beging am Montag seinen 79. Geburtstag. „Unser heißester Wunsch ist es, daß Du, lie- ber Genosse Wilhelm Pieck, uns noch recht lange in voller Gesundheit an der Spitze der Deutschen Demokratischen Republik erhal- ten bleiben mögest“, schrieb das Zentral- komitee der SED. Rehnliche Glückwünsche übermittelten, nach Berichten der Ostpresse, der Ministerrat, die Volkskammer, die Natio- nale Front und der kommunistische FDGB. Eine Unterredung mit Mendès-France hatte am Montagvormittag der saarländische Ministerpräsident Johannes Hoffmann. Wie verlautet, habe Hoffmann vom französi- schen Ministerpräsidenten Aufklärung über seinen Standpunkt hinsichtlich der Aus- legung des deutsch- französischen Saarab- kommens haben wollen. In einer Sondersitzung des britischen Kabinetts, die Premierminister Churchill für heüte, Dienstag, einberief, soll ein letz- ter Versuch gemacht werden, den für den 9. Januar drohenden Streik von 400 000 Eisenbahnern zu verhindern. Der Streik der 11 000 Arbeiter der großen britischen Automobilfabrik„Standard Motor Company“ ist am Montag nach fünf Tagen beendet worden. Der schärfste Gegner des portugiesischen Ministerpräsidenten Salazar, General Jose Mandes Ribeiro Norton de Matos, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er war 1949 Gegenkandidat Salazars. Der Suezkanal, der seit Freitag infolge einer Kollision des Tankers„World Peace“ mit einer über den Kanal führenden Eisen- bahnbrücke gesperrt war, ist am Montag- abend wieder für den Verkehr freigegeben worden.. Sechs Führer der Moslem- Bruderschaft, die zum Tode verurteilt worden waren, sind vom ägyptischen Revolutionsrat zu lebens- länglicher Haft begnadigt worden. Die irakische Regierung hat nach Rund- funkmeldungen aus dem Nahen Osten den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion beschlossen. Der irakische Ministerpräsident, Nuri Es-Said hatte in seinen letzten Erklärungen vor dem Parla- ment dem Kommunismus und dem Zionismus einen verschärften Kampf angesagt. Als Vergeltungsmaßnahme gegen die Reisebeschränkungen, die den àmerikani- schen Bürgern in der Sowjetunion seit Jah- ren auferlegt worden sind, hat die amerika nische Regierung am Montag 27 Prozent der Fläche der Vereinigten Staaten zum Sperr- gebiet für alle Sowjetbürger erklärt. Die SEATO- Konferenz ist für den 23. Fe- bruar nach Bangkok(Thailand) einberufen worden. Die Außenminister aller Unter- zeichnerstaaten werden als Teilnehmer erwartet. Dies ist die erste Zusammenkunft seit der Unterzeichnung des SEATO-Paktes, dem die USA, Großbritannien, Frankreich, Australien, Neuseeland, Thailand, Pakistan und die Philippinen angehören. Jugoslawiens Staatschef Tito beendete am Montag seinen 18tägigen Staatsbesuch in In- dien und reiste von Kalkutta nach Burma Ab. Außenminister Popovic erklärte in Kal- kutta, zwischen Tito und Nehru seien wich- tige Uebereinkünfte erzielt worden. Er teilte ferner mit, daß das gegen den jugoslawi- schen Politiker Dedijer eingeleitete Straf- und Parteiverfahren„ohne Rücksprache“ mit Marschall Tito begonnen worden sei. Popovic sagte außerdem, die, Westmächte“ schenkten dem Fall Dedijer übertriebene Beachtung. Südkorea beschuldigte die Kommunisten, den Waffenstillstand durch den Bau von über 40 Flugplätzen seit der Feuereinstellung ver- letzt zu haben. ————— gegenwärtige Ko-Existenz in Furcht biete nur zwei Möglichkeiten,„entweder erhebt sie sich zur Ko-Existenz in Gottesfurcht und dann zum Zusammenleben im wahren Frie- den, oder aber sie führt immer mehr zu einer eisigen Lähmung des internationalen Lebens, deren schwere Gefahren schon jetzt vorauszusehen sind“. Zudem könne kein Volk auf unbeschränkte Zeit ein Wettrüsten mit seinen verheerenden Wirkungen auf die normale wirtschaftliche Entwicklung er- tragen. Der Papst bezeichnete die Furcht als wichtigste Grundlage, auf die sich der gegen- wärtige Zustand verhältnismäßiger Ruhe stütze. Er sagte:„Jede der Gruppen, in welche die Menschheitsfamilie geteilt ist, duldet das Bestehen der anderen, weil sie nicht selbst zu Grunde gehen will“. Es sei kein Kriegszustand, aber auch kein Friede. „In jeder der beiden Gruppen herrscht ner- vöse Furcht vor der militärischen und wirt- schaftlichen Macht der anderen und in beiden ist die Besorgnis über die vernich- tenden Wirkungen der neuesten Waffen lebendig“. „Nur eine vorläufige Ruhe“ Der Papst betonte, dag die einfache Ko-Existenz nicht den Namen„Frieden“ verdiene, wie ihn die Kirche als„Ruhe“ in der Ordnung“ verstehe.„Der Kalte Friede ist nur eine vorläufige Ruhe, deren Dauer bedingt ist durch die wechselvolle Empfin- dung der Furcht und die schwankende Be- rechnung der jeweiligen Kräfte und hat nichts von der rechten Ordnung an sich“. In dem„Ko-Existenz in der Täuschung“ über- schriebenen Abschnitt weist der Papst die Auffassung zurück, daß die Entwicklung der modernen Wirtschaft zu einer Lösung aller Probleme führen könne“. Die Täuschung, die in einem solchen der modernen Wirtschaft entgegengebrachten Vertrauen liegt, ver- bindet noch einmal die beiden Teile, in welche die Welt von heute zerfällt“. Der Papst betonte weiter, daß die Ko-Existenz in der Wahrheit begründet sein müsse, um die Hoffnung der Menschheit auf Frieden zu rechtfertigen. Er fügte hinzu: „Aus der Wahrheit läßt sich aber nur dann eine Brücke zwischen den beiden getrennten Welten errichten, wenn sie sich auf die die- sen Welten lebenden Menschen stützt, nicht aber auf ihre Regierungsformen oder gesell- schaftlichen Systeme“. Die Frage Frieden oder Krieg Mit Nachdruck wandte sich der Papst gegen die Auffassung, daß der Krieg eine erlaubte Form des politischen Handelns, eine notwendige, fast natürliche Art sei, nicht. beizulegende Zwistigkeiten auszutragen. Die Frage Frieden oder Krieg müsse vielmehr unter der höheren christlichen Verantwor- tung vor Gott und dem Sittengesetz betrach- tet werden. Auch sei der Grundsatz wider- sinnig und unannehmbar, daß ein Regieren- der, der einen Krieg erklärt, nur dann zur Rechenschaft gezogen werden könne, wenn der Krieg verloren wird. Der Papst ging in seiner Botschaft auch auf die Europa-Idee ein und bedauerte, daß „die jüngsten Vereinbarungen“ nicht mehr „den Leitgedanken einer größeren Einigung Europas“ zur Grundlage hätten. MORGEN Dienstag, 4. Januar 1955/ N. INR Kommentar! Dienstag, 4. Januar 1935 Nach der Pariser Debatte Drei Ereignisse der letzten Tage stehen in engem Zusammenhang: die Zustimmung dier Nationalversammlung zu den Pariser Abkommen, das Neujahrs-Interview Ma- lenkows und die„Prager Konferenz“ füh- render Parlamentarier aus der deutschen Sowjetzone, aus Polen und der Tschecho- slowakei. Wie man in Bonn über die neue Situa- Kon denkt, berichten wir an anderer Stelle. Unsererseits möchten wir Mendès-France ein Wort der Bewunderung widmen. Der Ministerpräsident unseres großen Nachbar- landes stand mit unerschrockener Beharr- lichkeit zu der Unterschrift, die er unter die Pariser Protokolle gesetzt hat. Er schonte weder sich selbst, noch die Ab- geordneten. Er zwang das störrische Par- jament zu einer klaren Entscheidung und schuf so mit der Zustimmung zu den Rati- flzierungsgesetzen eine Tatsache, die als Anfang einer neuen Phase der Nachkriegs- litik gewertet werden kann. In Frank- reich selbst mag Mendeès-France diese ravour vielleicht noch übel vergolten wer- den; wir werden ihm auch dann nicht ver- gessen, daß er durch das Ja, das er seinem schwierigen Parlament abrang, eine große Politische Tat vollbracht hat. Eine zweite Beobachtung aus der Pariser Katiflzierungsdebatte verdient unsere Auf- merksamkeft: das tiefe Mißtrauen den Deut- schen gegenüber, das in den Reden vieler geordneter zum Ausdruck kam. Wir soll- ten das nicht leichthin mit einem Achsel- zucken abtun oder mit einem ebenso tiefen Migtrauen beantworten. Wenn es richtig ist, daß Frankreich und Deutschland im gemein- samen Interesse ihrer Völker vertrauensvoll zusammenarbeiten müssen, dann ist es auch richtig, wenn wir alles tun, das gegenseitige ertrauen wachsen zu lassen. Die Pariser Abkommen geben den Franzosen und uns dazu einen politischen Rahmen und eine menschlich-nachbarliche Chance. Mancher mag erstaunt gewesen sein, daß nach all dem massiven Gedrohe das Echo auf die Pariser Ratifizierungsdebatte relativ gemäßigt blieb. In den westlichen Haupt- stäckten bemerkte man„Erleichterung“, die SPD allerdings wich und wankte nicht in ihrer ablehnenden Haltung zu den Abkom- men und aus den Ostblockstaaten kam das gewohnte Gepoltere. Aber— und das ist doch bemerkenswert— die Sowjetunion übte einige Zurückhaltung. Malenkow zelbst benutzte die von Stalin übernommene Einrichtung des Neujahr- Interviews mit einem amerikanischen Journalisten zu un- erwartet milder Kritik. Zwar läßt sich aus dem Interview eine Aenderung des offiziel- m sowjetischen Standpunktes zur Europa- Politik nicht herauslesen; aber hier macht der Ton die Musik: Malenkow asagte nichts on einer Weigerung der Sowiets auf Zeit und Ewigkeit, mit den Westmächten jemals wieder zu verhandeln, sondern lenkt die icke zu einem politisch weniger verhär- teten Teil der Welt, nach Asien, wo der Generalsekretär der UNO gerade von Hauptstadt zu Hauptstadt reist. Die Zurückhaltung der Sowjetunion findet eine indirekte Bestätigung in der„Prager Konferenz“, auf der Parlamentarier der Sowjetzone Polens und der Tschechoslowakei Mre Entschlossenheit bekundet haben, die „Unantastbarkeit der Grenzen und des Terri koriums“ Mrer Staaten zu sichern. Mag sein, daß es eines Tages zu der angekündigten Gründung einer Osteuropa-Union kommt. Aber es sieht so aus, als werde— abgesehen von den militärischen Aspekten— ihr Doll UAsches Kernstück ein Dreierbund zwischen Sowjetzone, Polen und Tschechoslowakei Sein. Darin deutet sich éine wichtige Unter- scheidung der militärischen und der politi- schen Gewichte durch die Sowjets an: mit einer Osteuropa-Union würde sich die Sowjetunion den Oberbefehl über die Armeen der osteuropäischen Staaten sichern; den tages politischen Propagandakampf dagegen irde sie weitgehend dem Dreierbund über- jassen, um selbst nach außen hin die Hände frei zu behalten. Auch das spricht nicht dafür, daß die Regierung Malenkows nach der Rati- fizierung der Pariser Abkommen nie wieder it den Westmächten über europäische Fra- gen verhandeln wolle. S0 entwickeln sich die Dinge oftmals weniger aufregend, als eine auf Nervenkrieg abgestellte Propaganda es zuvor beschworen Bat. Die Bundesregierung hat in dem Propa- ganda- Kreuzfeuer ihre Gelassenheit be- „und das ist gut so, weil sie noch ein 5 Maß an Mut, Zuversicht und Festigkeit brauchen wird. Denn es kommen vel große Aufgaben auf sie zu. Innenpoli- Zilt es, durch Wehrgesetze die aufzu- 8 lende Armee so zu verkraften“, daß sie eine andere Rolle als die ihr zugedachte len kann. Mit diesen Problemen wird deutsche Oeffentlichkeit in den näch- Wochen und Monaten auseinander- tzen haben. Und außenpolitisch wird die weräne Bundesrepublik ihre Beziehungen un Ostblock, vor allem aber ihr Verhält- deutschen Sowjetzone, im Sinne einer Interessenwahrung aller Deutschen zu alten haben. Was wir darüber denken, Wurde im Leitartikel unserer Neujahrs- sgabe gesagt Hier erwartet den neuen tußen minister eine Aufgabe, die wahrlich nen Meister der Diplomatie mit dem Format eines Staatsmannes verlangt. 5 05 Wilfried Hertz-Eichenrode Sowjetzonen- Funktionäre müssen nacharbeiten Berlin(dpa) Alle Beschäftigten der Be- d Staatsbetriebe in der Sowjet- missen die infolge des früheren Dienst- usses am Heiligabend und Silvester aus- e falle en 5 a. einer 152855 adiskallende Arbeitszeit nicht 1 werden sollte. Der Uhr festgesetzt worden. nststellen sollen jetzt die ie Nacharbeit festlegen. Karriere und Ende eines Diktators Schon vor seiner Präsidentschaft herrsche Oberst Remon in Panama Bis zum 11. Mai 1952, also dem Tage, an dem sich Oberst Jose Antonio Remon zum 28. Präsidenten der mittel amerikanischen Republik wählen ließ, war er„politisch un- verwundbar“, denn er hütete sich bis dahin wohlweislich, selber einen Regierungsposten zu übernehmen.„Chichi“, wie er im Volke genannt wurde, führte vielmehr seit 1946 hinter den Kulissen„Regie“, und das bei jedem der zahlreichen Szenenwechsel, die dort über die politische Bühne gingen. Für diese Stellung eines„Regisseurs“ fühlte er sich dadurch prädestiniert, da er Chef der etwa 2500 Mann starken Polizei war und da- mit der einzigen bewaffneten Macht Pana- mas, das keine Armee besitzt. Remon begann seine Laufbahn damit, daß er unter der milden Staatsführung des Präsidenten Daniel Chanis„friedlich“ sein polizeiliches Amt ausfüllte. Nach gut süd- amerikanischer Tradition benutzte er dann diese Stellung dazu, sich nach und nach auch eine lukrative Kontrolle über die Fleisch- versorgung und über eine große Zahl von Autobuslinien Panamas anzueignen. Das ging so lange gut, bis die ihm schlecht ge- sinnte Presse immer lauter„Korruption!“ schrie und Präsident Chanis sich genötigt sah, einen Plan zu entwerfen, seinen Poli- zeichef zu Fall zu bringen. Unter einem Vor- wand ließ er Remon in das Präsidenten- palais rufen und dort festnehmen. Doch im Handumdrehen setzte Remons Polizei als Repressalie vier Minister gefangen, umstellte das Palais und forderte die sofortige Frei- lassung ihres Chefs. So wurde offenkundig, daß Remon sich längst zum eigentlichen starken Mann Panamas gemacht hatte. Seine Freilassung und der Sturz Chanis' war eins. Neuer Präsident wurde der bisherige Vize- präsident Chiari, aber nur für fünf Tage, denn der abgesetzte Chanis versuchte mit Hilfe der Nationalversammlung, sein Come- back zu erreichen. Die neue Revolution be- nutzte Remon, die beiden miteinander riva- lisierenden Präsidenten kurzer Hand fort- zujagen und Arnulfo Arias, einen Nationa- listen, als neuen Präsidenten einzusetzen. Doch Arias war keineswegs„neu“. Er hatte das Land bereits während des zweiten Welt- Krieges regiert, und die Panamesen nannten ihn„El Hombre“. In Washington war er in unangenehmer Erinnerung, denn er hatte ausgerechnet während des Krieges die Auf- hebung der Exterritorialität für die Panama- Kanalzone gefordert und über den Atlantik mit der„Achse“ Berlin- Rom und über den Pazifik mit Tokio geliebäugelt. Grund genug, um im Weißen Haus„shocking!“ zu rufen. Washington wachte in der Folgezeit arg- wöhnisch über„seine Sicherheit“ am Pa- namakanal. Diese schien daher 1949 durch die neue Präsidentschaft Arias wiederum„be- droht“, zumal, als 1950 der Korea-Konflikt ausbrach. So wurde Arias am 11. Mai 1951 „reif zur Absetzung“. Remon führte sie mit Hilfe seiner kurzen, aber blutigen Schießerei Hammarskjö . Neu Delhi, Anfang Januar Daß der Generalsekretär der UNO, Dr. Hammarskjöld, vom chinesischen Minister- präsidenten Chou En-Lai empfangen wird, führt man in Delhi auf die Vermittlungs- bemühungen Jawaharlal Nehrus zurück. Um so mehr Bedeutung mißt die indische Oeffentlichkeit dem Besuch Dr. Hammarsk- zölds in der indischen Hauptstadt bei, da er Nehru Gelegenheit gab, den Unterhänd- ler der Vereinten Nationen vor seiner Be- sprechung mit Chou En-Lai über den chine- sischen Standpunkt und über die indische Einstellung zur Kontroverse um die „Spionage“-Affäre zu unterrichten.(Siehe auch Seite 1) Nach indischer Auffassung ist eine Ver- ständigung der streitenden Parteien nur zu erwarten, wenn Dr. Hammarskjöld in Pe- king mit größerer Bewegungsfreiheit ver- handeln kann, als es sein Auftrag erkennen läßt. Die chinesische Regierung hat Nehru wissen lassen, daß sie„mit größter Ent- rüstung“ die Resolution der UNO zurück- weise, die Peking wegen der Aburteilung der angeblichen amerikanischen„Agenten“ durch chinesische Gerichte beschuldigt, das Korea-Waffenstillstandsabkommen über den Geſangenenaustausch verletzt zu haben. Nehru teilt Standpunkt, daß die nach dem Waffenstill- scheinbar den chinesischen durch. Nachfolger wurde Vizepräsident Aro- semena, der die Präsidentschaftsperiode bis 1952 zu Ende führen konnte, obwohl auch noch drei andere Staatsoberhäupter„inzwi- schen an der Reihe“ waren. Jetzt hielt Remon seine Zeit für gekom- men. Aber er legte Wert darauf, diesmal nicht zu putschen, sondern auf Grund einer Wahl Präsident zur werden. Seine Frau, Dona Cecilia, schaltete sich in den Wahl- kampf ein. Sie ließ den Bauern und Indios kostenlos von angeheuerten Aerzten und Zahnärzten Medikamente verabreichen, ver- teilte gratis Kochtöpfe, Bratpfannen und Sa- mereien, und das alles mit einem charman- ten Hinweis auf„Chichi“ Remon. Erfolg: der Oberst wurde gewählt, und zwar gegen die Stimmen der Kommunisten! Nun ist er tot. Amerikas Außenminister Dulles sprach unmittelbar nach dem Tode Remons sein„tiefes Bedauern“ aus. Er hat allen Grund dazu, denn eine der nunmehr verhafteten Personen, eine Frau, die der Mit- täterschaft am Attentat verdächtigt wird, ge- hört der Partei des ebenfalls verhafteten Ex präsidenten Arias an, der als Gegenkandi- dat Remons 1952 von der rein kommuni- stischen„Volkspartei“ stärkstens unterstützt wurde Dr. Helmut Lange öld auf dem Wege nach uus Zwischenstation in Indien/ Rotchina geht es um die Anerkennung als Großmacht Von unserem Korrespondenten H. W. Berg stand auf chinesischem Hoheitsgebiet ge- fangenen amerikanischen Flieger nicht in die Kategorie der„Austausch-Gefangenen“ gehören; er glaubt zudem, eine Versteifung der UNO auf den Rechtsstandpunkt in die- ser Frage wäre schon deshalb problematisch, weil bei der Durchführung des Gefangenen- austausches von beiden Seiten Rechtsbrüche begangen worden seien. Die Inder glauben, daß es den Chinesen weniger um die Prinzipien der Kontroverse selber geht— das heißt: um die Abwehr amerikanischer Agenten-Tätigkeit—, als vielmehr darum, Argumente für Verhand- lungen von größerer politischer Tragweite zu gewinnen. Das Fernziel der chinesischen Absichten dürfte das alte Verlangen nach einer Vertretung in den Vereinten Na- tionen sein; aber vermutlich würden sich die Chinesen schon damit begnügen, etwa über eine Wiederaufnahme der Korea- Ver- handlungen erneut ins internationale Ge- spräch zu kommen. Nehru und U Nu Gurma), die beiden asiatischen Regierungschefs, die 1954 in Pe- king waren, sind beide daran interessiert, einen Konflikt zwischen der chinesischen Volksrepublik und den USA zu vermeiden. Sie haben in diesem Sinne auf die chine- sische Regierung Einfluß zu nehmen ver- sucht, und gewiß sind auch Nehrus Vermitt- Gemeinsame Politik wichtiger als Wehrbeitrag Wie man in Bonn die Lage nach der Pariser Ratifizierungsdebatte beurteilt Bonn, Anfang Januar. Das hart umkämpfte Ja der franzö- sischen Nationalversammlung zu einer engen Zusammenarbeit Europas und einer gemeinsamen Politik der freien Welt ist ausgesprochen. Wer mit Jubel in der Bun- deshauptstadt Bonn gerechnet hat, sieht sich enttäuscht. Nach den dramatischen letzten Monaten des Jahres 1954 mit ihrer unge- heuren Nervenbelastung brachte die Jahres- Wende und die Entscheidung von Paris allerdings eine starke Entspannung. Will man die Reaktion der Politiker in Bonn genau analysieren, so muß man sich noch- mal die Entwicklung der vergangenen Jahre vor Augen halten. Das Stichwort von einer möglichen Wiederbewaffnung der Bundes- republik fiel schon 1950, im engsten Zusam- menhang einerseits mit dem zunehmenden sowjetischen Druck und andererseits mit der Forderung der jungen Bundesrepublik auf Beendigung und Ablösung des Besat- zungsrechts. Das Ergebnis waren der Deutschland-Vertrag und der Vertrag über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVO), die über zwei Jahre lang in den beteiligten Parlamenten heftig umstritten und immer wieder starkem sowjetischem Störkeuer ausgesetzt waren. Im August 1954 sagte die französische Nationalver- sammlung Nein. Damit schien der End- punkt der Politik einer deutsch- französi- schen Zusammenarbeit auf der Basis der westlichen Partnerschaft erreicht. Auswege zeichneten sich wenige ab. Der französische Ministerpräsident Mendès- France wurde verdächtigt, ein doppeltes Spiel zu spielen. Außenminister Dulles kündigte den Rück- zug der Vereinigten Staaten aus Europa an. Bundeskanzler Dr. Adenauer sprach damals im Kreise seiner engsten Freunde offen von der Möglichkeit seines Rücktritts. Der Zu- sammenbruch der Europa-Hoffnungen kün- digte den größten sowjetischen Erfolg seit 1945 an und beschwor die 8 eines kontinentalen Chaos herauf. In dieser Lage ergriff der e Außenminister Eden die Initiative. Er be- reiste die Hauptstädte Europas. Das Ergeb- nis war die Neunmächte-Konferenz in Lon- don, die vom 28. September bis zum 3. Ok- tober 1954 dauerte. Diese Verhandlungen liefen sehr krisenreich, aber schließlich trug die Vernunft den Sieg davon. Insbesondere das starke Engagement Großbritanniens an Kontinental-Europa gewährleistete den Er- olg und die Befürwortung des Beitritts der Bundesrepublik zur NATO und zum Brüsseler Pakt durch den französischen Ministerpräsidenten. Am 23. Oktober konn- ten in Paris die Vertragstexte unterzeichnet Werden. Am 30. Dezember erlangte Men- dèes-France die Zustimmung der National- versammlung nach einer sehr wechselvollen Parlamentsschlacht. Die Mehrheit betrug 27 Stimmen für die Aufnahme der Bundes- republik in die Westeuropa-Union. Sie war in Bezug auf die Wiederherstellung der 8 desc. erheblich viel N Von unserem Korrespondenten Hugo Grüssen Andererseits übersieht man in Bônmn nicht jene Empfindungen, welche die Aussprache und die Abstimmung der französischen Par- lamentarier überschatteten. So wies der Bundeskanzler darauf hin, daß die Verhand- lungen der Kammer gezeigt hätten,„welche außerordentlichen Schwierigkeiten psycholo- gischer und politischer Art auf dem Wege zu einem einheitlich handelnden Europa noch bestehen“. Das Urteil der Bundesregierung lautet: Die Zeit des Schwankens ist zwar vorüber; aber es gilt für die Bundesrepublik, auch künftig die tragischen Erfahrungen der Vergangenheit zu berücksichtigen und„be- harrlich und maßvoll“, wie Dr. Adenauer sagte, den Beitrag zu dem gemeinsamen Werk der westeuropäischen Völker zu lei- sten. Im Mittelpunkt aller Betrachtungen der führenden Männer der Bonner Regie- rungskoalition steht eindeutig der politische Gesichtspunkt.„Es ging uns in erster Linie um die Wiederherstellung der Einheit des Westens und Europas und um die Grund- lagen der gemeinsamen Politik“, sagte ein Regierungssprecher. Der Wehrbeitrag komme erst an zweiter Stelle. Man werde sich da- mit Zeit lassen, ihn sehr sorgfältig und nur schrittweise voranbringen. Prinz Juan Carlos tritt in Francos Armee ein Zwischen Regime und Bourbonen kam es zu einer vielbeachteten Annäherung Madrid, Anfang Januar Zum ersten Male seit sechs Jahren ist Franco mit dem Grafen von Barcelona, dem Erben Alfons XIII. und offiziellen Anwärter auf den spanischen Thron, zusammengetrof- fen. Die Begegnung fand auf dem Schloß „Las Cabezas“ statt, das der Graf von Ruisenada, einer der führenden spanischen Reeder und Großindustriellen, in der Pro- vinz Cacceres, nicht weit von der portugiesi- schen Grenze, besitzt. Hauptgegenstand der Unterredung war die Erziehung des 17jähri- gen Sohnes des Grafen von Barcelona, Infant Juan Carlos, der von Franco seit längerem als sein künftiger Nachfolger in Aussicht genommen ist. Für den größten Teil der spanischen Oeffentlichkeit, ein- schließlich mancher Minister, ist die Begeg- nung von Las Cabezas völlig überraschend gekommen. Sie ist ohne Frage das wichtigste Ereignis der spanischen Innenpolitik seit vielen Jahren und vielleicht der entschei- dende Schritt auf dem Weg zur Restauration. Noch während der letzten Monate haben die Beziehungen Francos zu den Monar- chisten wechselvolle Entwicklungen durch- gemacht. Im Juni hatte der Infant Juan Carlos, der seit mehreren Jahren mit Söhnen spanischer Granden und Offiziere auf einer bourbonischen Besitzung in San Sebastian erzogen wurde, prüfung bestanden und war anschließend von Franco empfangen worden. Es schien damals Einigkeit darüber zu bestehen, daß 10 78 Prinz auch nach dem Abitur weiterhin seine Reife- Nach der Nationalversammlung wird in Frankreich noch der„Rat der Republik“, in dem Gaullisten und Kommunisten stark ver- treten sind, gehört werden müssen. Man kann damit rechnen, daß bis zur Inkraft- setzung der Verträge noch einige Zeit ins Land zieht. Ein Scheitern wird nicht mehr erwartet. Die Verträge müssen in zweiter und dritter Lesung den Bundestag, schließ- lich den Bundesrat passieren, um von dem Bundespräsidenten unterzeichnet werden zu können. In England und Italien ist die Rati- fizierung praktisch schon unter Dach und Fach. Die erwartete Deklaration des ameri- kanischen Kongresses dürfte auch nicht auf sich warten lassen. In Bezug auf die Benelux- Staaten herrscht Zuversicht, so daß sehr Wahrscheinlich Ende Februar der Ministerrat der Westeuropa-Union konstituiert werden kann. Das hat auch hinsichtlich der Saar- frage einige Bedeutung, da der Rat den Kommissar für das Saargebiet wählt und die Richtlinien für seine Tätigkeit bestimmt. Nach Bonner Auffassung wird, wenn die parlamentarischen Spannungen abgeklungen sind, das Klima für weitere deutsch- franzö- sische Saargespräche besser sein. Von unserem Korrespondenten Heinz Barth in Spanien ausgebildet werden sollte, um sich auf seine späteren Aufgaben vorzube- reiten. Im Herbst trat jedoch ein Rückschlag ein. Denn dem Vorschlag Francos, der Prinz Juan Carlos möge in die Militärakademie von Saragossa und damit in die spanische Armee eintreten, standen monarchistische Forderungen gegenüber, die dem Staatschef unannehmbar erschienen, 5 Das bourbonische Familienoberhaupt ver- langte für seinen Sohn die offizielle An- erkennung des historischen Titels eines Prinzen von Austurien, den die spanischen Thronfolger früher immer geführt haben. Mit dieser Anerkennung sollte aber kein Verzicht des Grafen von Barcelona auf die Krone verbunden sein, wie es Franco immer wieder gefordert hatte, seit der Thronanwär ter 1946 in einem Manifest scharf gegen den politischen Kurs des Regimes Stellung bezo- gen hatte, Eine weitere Bedingung der Mo- narchisten bezog sich auf die Einstellung jeder anti-dynastischen Propaganda. Da über diese Punkte zunächst keine Einigung zu erzielen war, unterblieb die für Herbst ge- plante Rückkehr des Infanten nach Spanien. Er nahm seine Studien in Lissabon auf. In weiten Kreisen wurde es auch als eine anti- hourbonische Demonstration verstanden, daß Franco dem jüngst geborenen Sohn seiner einzigen Tochter durch die Cortes in feier- licher Form seinen Namen übertragen ließ. Damit war immerhin die Möglichkeit des Entstehens einer Franco-Dynastie angedeu- tet. Nicht zuletzt wohl, um nachhaltigeren Verstimmungen und Mißverständnissen vor- beiderseitigen Positionen intakt läßt. Notiz zum Tage Milchmädchen Ministerpräsident Mendès-France emp die hübsche acht zehnjährige„Prinzessin von der Milchstraße“, eine„Botschafterin“ amerikanischen Molkerei- Industrie, die de französischen Regierungschef 48 Flaschen Milt — je eine aus jedem Staat der USA— üb reichte. Die amerikanisckhen Molkereien wolle Mendès-France durch diese Geste ihre A* erkennung für seine Bemuhungen um die Pro pagierung des Milchkonsums ausdrücken. 2 gleich überreichte„Prinzessin Kap“ Mendel France eine amerikanische Milchverteilef maschine. 5 Bevor der Ministerpräsident die„Milch botschafterin“ empfing, leerte er auf dem Flug platz von Orly in Gesellschaft des UNO-Gene ralsekretärs Hammarsjöld eine Flasche Milch Hummarskôld hielt sich jedoch an Champagne Mendès- Frances Begeisterung für den Milch konsum und seine ablehnende Haltung gegen über dem Alkohol findet durchaus nicht d Zustimmung der gesamten französischen Be. völkerung. Der Mann auf der Straße murrt „Soweit kommt es noch— wir trinken di Milen 1 die Kühe fressen unsere Wein rauben.(dpa N lungsbemühungen in der„Spionage“-Affän vom gleichen Wunsche diktiert. So, wie el der chinesischen Regierung die Vorteil einer kompromißbereiten Haltung darge stellt haben dürfte, so wird er vermutlich auch Dr. Hammarskjöld empfohlen haben die Verhandlungen mit Chou in einem ver. söhnlichen Geiste zu führen, der mehr um. faßt, als den eigentlichen Gegenstand 9 Kontroverse. Eine Voraussetzung für den verband jungserfolg könnte nach indischer Aul. fassung darin bestehen, daß die von Peking „mit Entrüstung zurückgewiesene“ Resolu· tion der UNO auf eine Weise modifiziert würde, die den Chinesen eine Entlassunb der amerikanischen Gefangenen ohne„Ge; sichtsverlust“ ermöglichte. Da die Inder das Verdienst für die Anbahnung der Verhand- lungen für sich in Anspruch nehmen, Wer⸗ den sie bei einem Scheitern der Pekinger Gespräche mit um so empfindlicherer Kritik der Seite begegnen, die sie für den Migerfolg verantwortlich machen. Es ist durchaus möglich, daß die Chinesen solchen propa- gandistischen Effekt von vornherein im Auge gehabt haben und eine Demonstration ihrer„kriedfertigen Koexistenz- Gesinnung“ um so Wirkungsvoller empfänden, je mehr sieh die UNO durch eine unversöhn- liche Haltung in den Augen des nichtkom- munistischen Asiens ins Unrecht setzen las. sen würden. Auch auf diese Gefahr wird Nehru Dr. Hammarskjöld aufmerksam ge · 5 macht haben. Man hofft in Delhi, daß die Vollmachten des UNO- Generalsekretärs 50 elastisch sind, daß er auch nach seiner Unter- redung mit Nehru noch mit einem Erfolg der Pekinger Verhandlungen rechnen kann Die neuen Mitarbeiter des Generalsekretärs der UNO i New Tork.(AP) Die Vereinten Nationen haben die neue Zusammensetzung des Mit⸗ arbeiterstabes des Generalsekretärs der Welt. organisation bekanntgegeben. Die beiden Wichtigsten Mitarbeiter Hammarskjölds wer- den nunmehr die beiden Unterstaatssekretäre ohne Portefeuille, Ilja Ts hernytsche W (UdSSR) und Ralph G. Bun che(US), sein Tschernytsche w- ist bereits seit Mai 1953 stellvertretender Generalsekretär der Ver- einten Nationen. Während der Reise 1 88 marskjölds nach Peking liegt die Leitung der Weltorganisation in seinen Händen,. Bunche War bisher Leiter der Treuhandabteilung der Vereinten Nationen. Seinen Bemühungen war im Februar 1949 der Abschluß des Waf⸗ kenstillstandes zwischen Israel umd den ara- bischen Ländern zu verdanken. Im Jahre 150 erhielt er den Friedensnobelpreis. 1 4 zubeugen, hat sich Franco jetzt mit ver- blüffender Eile zu der Begegnung mit dem Grafen von Barcelona entschlossen. Wie man hört, ging die Initiative vom Staatschef aus Es war im Gegensatz zu seiner bisheri- gen Reserve eine gehende Geste, daß er den bourbonischen Thronanwärter auf spanischem Boden emp- king und ihm auf halbem Wege bis in die Nähe der portugiesischen Grenze entgegen kam. Die letzte Zusammenkunft hatte 19 an Bord der Jacht Francos vor der span schen Küste stattgefunden. Seit Alfons XII im April 1931 das Land verlassen mußte war es das erste Mal, daß der Träger des legitimistischen Anspruches, der von den Monarchisten als rechtmäßiger Juan III. betrachtet wird, wieder die b sche Grenze überschreiten durfte. nächste Folge dieser Ereignisse wird nun der Eintritt des Infanten Juan Carlos in die Akademie von Saragossa sein. Seine Aufnahme in die Armee wird auf Wunsch seines Vaters in feierlicher Form erfolgen. Die Sonderstellung des Prinzen wird durch die Einrichtung eines kleinen Hofstaat von Erziehern und Ehrenadjutanten unte strichen. Die Dynastie hat auf die Proklam tion zum Prinzen von Asturien verzichte Dafür ist Franco von seiner Forderung 2 gegangen, daß der Graf von Barcelona reits jetzt zugunsten seines Sohnes de Thronansprüche entsagt. Es handelt sie also um ein Kompromiß, das praktisch di die Annäherung ist unverkennbar. überraschend weit ⸗ ö König Die ihre sich an schn Jah! ler ten men im im! mal dies Auf trug 6ffe Was 20 räte ten, Rac Fer 195. 2a ZU. Zei Za MI! d —. K Mx Nr. 2/ Dienstag, 4. Januar 1955 MORGEN Seite 9 Was sonst noch geschah.. 7 25 3 Schweinerei“ 8 Pausenlose Wühlarbeit im Dunkeln e bes ee Einen nicht alltäglichen Unfall ver- 7 ursachte der deutsche Kraftfahrer Alfons Das Leben des Maulwurfs/ Erbitterte Untergrundkämpfe/ Stromlinienform mit Grabeschaufeln Silvesternacht dem Bauern Sanders in Hohenbostel in der Lüneburger Heide ge- Mayer aus Grieskirchen(Niederbayern). 5 Mayer hatte auf seinem Lastauto eine acht Wänscht hatte, sah am Neujahrsmorgen im Tonnen schwere Schleifmaschine geladen. die 15 Zentimeter lange, 170 Gramm schwere über der Erde oder einen kleinen Kollegen graben die Würmer sich in die kühle Feuch- Stall sehr eigentümlich aus. Der Neujahrs- 1 Bei der Durchfahrt durch den Eisenbahn- und ausgesprochen untergründige Persönlich- om Tunnelbau, einen Wurm, in tieferen tigkeit der Region von 30 Zentimeter Tiefe wurf von Sanders Zuchtsau in Gestalt von viadukt in Steyr wurde durch die etwas zu keit des Maulwurfs kennenzulernen. Das Regionen. und mehr hinab. Hier muß der Maulwurf elf quicklebendigen Ferkeln entpuppte. sich hoch herausragende Last der Brückenkopf liegt vor allem daran. daß sich die Lebens- Das wichtigste an ihm aber sind seine eine neue Technik anwenden, denn die ein- als Beweis für einen herbstlichen Fehltritt. derartig gehoben, daß die Gleise barsten Kreise kaum überschneiden; das Maulwurf- gewaltigen, fleischfarbenen Grabeschaufeln. fache Methode des Anhebens und Hügelauf- An den langen Rüsseln und der dunklen und der Eisenbahnverkehr unterbrochen Paradies ist ein nachtdunktles Tunnel-Laby- Mlit nach hinten gerichteten„Handflächen“ Werfen ist dann nicht mehr möglich. Statt- Hauttönung War un mißverständlich zu er“ wurde. Glücklicherweise Konnte der Eisen- rinth mit Myriaden von Würmern. Außer- und langen, gebogenen Klauen hat der Maul- dessen schiebt er die von den Grabeschaufeln kennen, daß sich Mutter Sau beim letzten ben. 21 bahnverkehr jedoch noch rechtzeitig um- dem haßt der Maulwurf jede Gesellschaft. wurf es nicht leicht, sich über der Erde zu Sefurderte Erde unter seinem Bauch hindurch Weidegang mit einem Wildschwein-Keiler ö nach hinten, wo sie von den zusammen- eingelassen hatte. 5 5 Nur wenige Menschen haben Gelegenheit, wurf einen neugierig schnüffelnden Hund Wenn aber die Erde hart und trocken ist, Mendes geleitet werden, so daß eine Katastrophe Sein einziges Interesse in diesem Leben ge- bewegen, aber in seinem unterirdischen Reich 3 verteilen vermieden wurde. hört der Nahrung. Das ist verständlich, wenn könnte es keine geeigneteren Grabewerk⸗ gelegt nach vorn gebrachten, mit einer art 5 d K k 5 man bedenkt, daß er nicht länger fasten zeuge geben. 5„Schwimmhaut“ ausgerüsteten Hinterfüßen Mit 104 Jahren: Kaffee un en 5 „ Fünfzehn Großkraftwerke sind in den ann als acht Stunden; acht Stunden ohne 1 j 7 311 1% Sepackt und hinter sich geworfen wird. Münster. Die älteste Einwohnerin von 1 1 sterreichischen Alpen geplant. Wurm sind sein Tod. e ven der 1 5 580 Sobald er einen kleinen Haufen Erde Nordrhein- Westfalen, die, krihere Lehrerin em Flug 5 5 085 1 8 f 1— 31 3. 8 hninter sich angesammelt hat, macht der Ella Esser die am Neujahrstag in einem a er: Westdeutschlend, F eich 1 Um seinen wütenden H— N 7 5 l 5 n uts 1 rankreich, Italien unger zu befriedi- Bei kühlem, feuchtem Wetter, wenn Würmer Maulwurf einen„Ueberschlag Schwanz über Altersheim in Rinkerode(Kreis Münster) O-Gene und Oesterreich wollen das Kapi fü K in ei inzi 1 an di 3 1 1 n 5 1 pital dafür gen, Kann er in einer einzigen Nacht einen an die Erdoberfläche streben, arbeitet er nur 8 8 5:„ 3 a2 Milch aufbringen. 4 Tunnel Vorl 80 Meter Länge graben— eine wenige Zoll unter der Oberfläche. Er stemmt 1 5 2 1 5 n Kücken und 5 104 Jahre alt. 3 noch 1 5 5 mpagner en tischen Apen San das Leistung, die zu vergleichen wäre mit der einen Vorderfuß gegen den Tunnelboden, len em Kopf in die Richtung aus der drei Tassen Bohnenka 125 e 15 3 a 11 N 3 P ank eines Mannes, der in einer Nacht einen Tun- zieht den andern nach vorn, drückt ihn dann er gekommen ist. Dann dreht er Sich wieder Kognak. Als man bei der Geburtstasee en Milch Thermometer an einigen Stellen bis minus nel von zweieinhalb Ki 0 t der 6 i 8 1 um und, die eine Grabschaufel wie einen„Tante Ella“ den Eierlikör mit etwas Milch ff Kret e und wieder Schneepflug verwendend schiebt er die mischte, stellte ie sofort fest:„Der ist nicht 10.„ 8 sie 8 St:„Der 1 a ce 9 gegen 23 Grad Celsius. Aber auch auf Sizilien war preit und hoch genug ist, um hindurchzu- hat er eine Schaufel voll Erde hinter sich 5 8 rde hinter sich jockere Erde den ganzen Weg zurück bis zu richtig. Da ist Milch drin! nicht dd der Kälteeinbruch bei Temperaturen um den kriechen! Dieser anstrengende Nahrungs- gebracht. D i i nen 3 Gekrierpunkt herum 2u spüren. In den Ber- erwerb liegt dem Maulwurf 50 Auf der Seele, Fug edel der. 1 1 der Oberflächenöffnung. Sich im Gebrauch 8 i „ müß Messina flelen 15 cm Schnee. daß man schon beobachtet hat, wie er im nach oben— und schon erscheint über der der beiden Grabeschaufeln abwechselnd, Nürnberz gedachte der Luftkriegsopfer ken di 0 8 Schlaf Seile typischen Grabebewegungen Erde ein kleiner Maulwurfshügel. Wie lästig schiebt er sich auf drei Beinen vor, bis die Nürnberg. Nürnberg, nach Dresden die e Weiß Die Zahl der Einreisen nach der Schweiz ausführt. diese Hügel auch sein mögen, man kann lockere Erde wie in einem kleinen Vulkan- am stärksten kriegszerstörte Stadt Deutsch- . am deutsch- schweizerischen Grenzübergang Der Maulwurf hat nun aber den großen nicht umhin, die Stärke dieses Wühlers zu ausbruch an der Erdoberfläche erscheint; das lands, gedachte am Sonntag der zehnten. ist die zweite Entstehungsform der Maul- Wiederkehr des 2 Januar 1945. An diesem lang Basel erreichte im Jahre 1954 mit 2 060 000 Vorteil, daß er mit letzter Raffinesse auf den bewundern. Mit Leichtigkeit hebt oder stößt 85 g 5 5 5 ſimren bisherigen Höchststand. Seit 1949 hat Tunnelbau spezialisiert ist. Von der spitzen er sein dreißigfaches Gewicht in Erde. wurfshügel. Dann wieder ein großer Ueber- Tage sank innerhalb einer Knaben Stunde 1 sich die Zahl der Einreisen aus Deutschland Schnauze bis hin zum haarlosen Schwanz ist Während dieser Tätigkeit ist sein sehr schlag, und zurück geht es„vor Ort“ zur Nürnbergs Kleinod, die sagenumwobene aan dieser Stelle verzehnfacht. er vollendet stromlinienförmig. Sein Pelz— empfindlicher Rüssel ununterbrochen auf der weiteren Wühlarbeit. Altstadt mit ihren unersetzlichen Kultur- 5. 5 weich, dick und sehr kurz— liegt flach an, Jagd nach Nahrung. Erdwürmer werden mit Nun freuen sich, wie gesagt, Gärtner und fütern, unter dem Bombenhagel von iber 300 Sonnenstunden fehlten den Parisern in welcher Richtung er sich auch bewegt, dem Maul Zepackt und Wie, Spachetti hin- alle die Wert aut einen Sspfssten nenen tausend Flugzeugen zu 20 Prosent n acta im Jahre 1954 im Vergleich zum Dur A vorwärts, rückwärts oder seitwärts. Er hat untergeschlungen. Wenn nichts besseres da legen, gar nicht über diesen unterirdischen und Asche. 1829 Menschen mußten diesen keine hervorstehenden Ohren, und seine ist, akzeptiert er auch recht gern Käfer und Wünler. Aber der Maulwurf leistet Unver- Angriff mit ihrem Leben bezahlen. Ueber schnittsjahr. Die Meteorologen stellen am Augen sind so klein und so wunderbar ver- Larven, die entweder an der Tunnelwand sleichliches in der Auflockerung und Durch- 155 50 e bn Nin 5 n einer Gedenkfe Nürn 17 n- e eg aer Affärt— „Wie rbradte„ borgen, daß sie kaum au entdecken sind. zerquetscht werden, oder er vergräbt sie in lüttung des Erdreiches. Und die Tatsache, 5 5 f Vortemn ten Sommer und bisher einen anomal war- Sein zwei Zentimeter langer, kümmerlicher einem kleinen Erdhaufen und beißt ihnen daß er dabei noch im Laufe eines einzigen haus bezeichnete Oberbürgermeister Otto . 85 5 8 Schwanz ist keineswegs so überflüssig wie den Kopf ab. Wenn Würmer und Käfer Jahres rund 40 000 Portionen Erdwürmer Bämreuther die Luftangriffe auf offene und schädliche Käfer verzehrt, sollte auch Städte als ein Verbrechen. Stadt und Kir- darge. 805 ö 112 25 er aussieht. Während sich der Maulwurf knapp sind, nimmt der Maulwurf auch schon rmutlic im Sommer be 335 55 N 5 7 0 nd durch seinen Tunnel vorwärtswühlt, fungiert einmal mit einem Getreidekorn vorlieb oder im Dezember 6,9 Gra arme. Zum ersten- der kleine, rosa Stummelschwanz als eine Art er nascht ein wenig Gemüse Aber seine Leib- diejenigen besänftigen, die geneigt sind, in chen ehrten die Luftkriegsopfer in stillen ihrem Zorn aus einem kleinen Maulwurfs- Kranzniederlegungen auf den Friedhöfen. 1 haben 5. 3. 10 mal seit zwanzig Jahren war in Paris in unterirdischer Antenne 2 5 3 5 5 5 f 8. diesem Dezember kein Frost zu verzeichnen. e eee Maul- speise sind und bleiben Würmer. i 5 n n Skelettfund in Bützow) 5 J 5 3 zelgänger wird. Seine Abneigung gegen Ge- Berlin. Die Reste von acht menschlichen 8 def Die Anzahl der Radioapparate, die 1953 Der moderne Hund Von London selligkeit geht soweit, daß 2 mien 2 Skeletten kamen nach einer Meldung der auf der ganzen Welt in Betrieb waren, be-. 2. einen Artgenossen in seinem Territorium Sowjetzonen-Nachrichtenagentur AN bei erhand trug nach einer von der UNESCO ver- Geistesgegenwärtig wie ein aufgeweckter Junge überquert er die Straße duldet Stoßen zwei Maulwürfe zusammen, Ausschachtungsarbeiten auf dem Gelände s ökkentlichten Statistik über 230 Millionen, 5 dann gibt es einen Kampf auf Leben und der Strafvollzugsanstalt Bützow-Dreibergen Nach bisherigen Feststellungen Soll Eine große Anzahl von Autounfällen in bewußten Hilfe des Homo sapiens bediente Tod. Mit ihren scharfen Zähnen fügen sie 2u Tage. 8 2 was einer Welt-Hörerdichte von 9,5 Pro- 5 Peking zent entspricht. Rund die Hälfte dieser Ge- England wird— wie in anderen Ländern—— das hatte ich nicht erwartet. sich furchtbare Wunden zu, und die Wild- 88 sich um die Leichen von Antifaschisten Resolu. rate befindet sich in den Vereinigten Staa- durch Hunde und Katzen verursacht, die die Einer der beiden Schutzleute wandte sich heit des Kampfes wird nicht beeinträchtigt handeln, die 1945 von Nazis ermordet und „dinziel ten, in denen allein 25 Millionen Auto- Straßen zu überqueren versuchen. Der rück- lachend an mich:„Das tut der Hund jeden durch die Enge des unterirdischen Schlacht- namenlos in einem kleinen Erdloch ver- scharrt wurden.. Tag dreimal, ohne Fehl. Dreimal täglich feldes und die völlige Dunkelheit. Manch- 13 5 198 1 88. 9205 sichtsvolle Fahrer will innen ausweichen, Ercuzt er hier die Straße, und jed ne a ernsehgerä alten di 8 1 f 1 1 zt er hier die Straße, und j 5 in; e 81 5 485 43 1953 waren es 25,ů Millionen, und diese i 5 5. wie Sie es eben jetzt 888 8 e 1 1 Neues Hamburger Hafengesets 1 ö 8 n fährt er oft mit anderen Fahr- haben wir ihm dabei geholfen, jetzt kann Hrde den Kampf zu einem blutigen Ende Hamburg. Am 1. Januar trat ein neue Hamburger Hafengesetz in Kraft. Es hebt Zahl nimmt jährlich um weitere 40 Prozent . zu. In Großbritannien wurden zur gleichen en, Wer. Zeit 2,9 Millionen Fernsehgeräte gezählt, die erhand- f 5 5. 5 r 1 zeugen zusammen; das Unglück ist ge- er es alleine. Und keiner weiß, wo er her- führen. Nur eine Zeit gibt es, Wo er seine 2. u.. den im Kriege eingeführten Lotsen- schehen, noch bevor er sich besonnen hat. kommt oder hingeht. Aber er kennt sich Einzelgängerei aufgibt. Pas ist im Frühling,. zwang im Hafen auf und tritt der Ver- dekinger ſehrlich um 70 Prozent zunehmen und deren Ich fand es deshalb verständlich, wenn besser aus in den Verkehrsregeln als man- ü r Kritik Zahl inzwischen bereits auf über dreieinhalb auch albern, als ich gestern an einer Zebra- ches Kind.“ Wade der e e e 5. unreinigung der Hafengewässer durch„ener- ligerfolg Millionen angewachsen ist. Kreuzung zwei Schutzleute sah, die zu einem Staunend sah ich dem Hunde nach dem Prau Maulwurf mit fünf bis sechs nackten Sische Verbote und Androhung fünlbarer lurchaus* mittelgrozen Hund unbestimmbarer Rasse mittelgroßen Hunde unbestimmter Rasse, Babys ein glückliches, wenn auch fnsteres Geldbußen“ entgegen. 5 5 Propa-· In Pnom Penh, der Hauptstadt von Kam- sprachen. Die Unterhaltung War natürlich dem modernen Hunde Londons. L. Felix Familienleben führen. C. Morrison f F leit ferti tellt ein in ocdsscha, versuchte eine erbitterte Menge, einseitig, der Hund mhm keinerlei Notiz een ee, 5 Strato e zu lymchen, die 1 dem Ver- 5 8 1 1 N N Ei b h. h tt 5 1 F d 5 5 1 1 i e 1 180 dacht der versuchten KEindesentführung ver- Eigen ich erwartete ich, daß sie etwas un- Se 5 5 ettwig— Ratingen— Hlden Bersisch⸗ 1 haftet worden sind. Gerüchten zufolge soll- ternehmen würden, etwa auf einen Augen- senbahner hatten einen scheuen reun Gladbach, mit deren Bau im Frühjahr ver- W ten die Kinder einem Flußgott als Menschen- blic den Verkehr anhalten würden, damit Stellwerker am Rande der Großstadt sorgten sich um einen Rehbock gangenen Jahres begonnen wurde, ist ter- 9 opfer dargebracht werden. der Hund die Straße überqueren könne, was 8 mingerecht fertiggestellt und in Betrieb chtkom- 5 1 ganz augenscheinlich sein Bestreben war. Ein kleiner Rehbock kehrte jetzt in grüßte er von der Höhe herunter seine ihm genormten worden, teilt die Ruhrgas KG zen las. Die mexikanische Polizei hat eine Ein- Ich fand die Handlungsweise des Hundes seine Heimat, in die Wälder, fernab vom inzwischen vertraut gewordenen Freunde in Essen zum Jahreswechsel mit. f hr wird brecherbande festgenommen, die aus acht Weit intelligenter als die der beiden Schutz- Getriebe der Menschen, zurück, nachdem er vom Stellwerk. Oftmals machte er kleine 18,88 Milli g Ken Mitgli 1 sam ge-. Prauen bestand. Die Bande, die unter dem leute. Im Lärm des Verkehrs konnte ich na- Über ein halbes Jahr lang in einem kleinen Ausflüge ohne sich aber allzuweit vom 5. 8 ene ee daß die Namen„Die Schönheiten“ bekannt war, hat türlich nicht hören, Was die beiden eigent- Buschwerk am FKande des Wuppertal- Bahnhof und seinem Getriebe zu entfernen. Bonn. Der Miteliederbestand in der allge- etärs ss nach Schätzungen der Polizei in den lezten lich dem Hunde sagten, und so ging ich Miberkelder Bahnhofes„zu Hause“ gewesen Ait Anbruch der kalten Jahreszeit sorg. dn en EKrankenversicherung hat sich nach 1 Unter- drei Monaten bei Einbrüchen und Raubüber- näher, um das zu fun, was rechtens ihres War. f ten sich die Stellwerker, was aus ihrem dem neuesten Ausweis des Bundesarbeits- Erfolg fällen rund eine halbe Million Pesos(160 000 Amtes war, nämlich um dem Hunde zu hel- Von Hunden gehetzt, war das Tier im kleinen Freund nun werden sollte. Vor ministeriums auf 18.88 Millionen Mitglieder 1 Erfolg DI) erbeutet. Außerdem konnten zwel männ- fen. Auf einmal aber änderte sich die ganze Frühjahr aus irgendeinem der Wälder am wenigen Tagen— wohl an einen nächtlichen erhöht. Davon entfallen allein 14,21 Millionen n kann, liche Hehler der„Schönheiten“ verhaftet Situation. 1 der großen Stadt geflohen, hatte„Ausgang denkend— geriet der Rehbock Mitglieder auf die Orts-, Land-, Betriebs werden. f 88 g. ich ein neues Asyl gesucht und dieses auf den Bahnkörper. Eine Rangier lol mit und Innungskrankenkassen.. 1 N 5 Um die Ecke kam ein alter Herr mit wenige Meter vom Bahnhof entfernt i i i 5 5 0 5 l f 5 5 N ge- ihren Lichtern erschreckte das Tier derart, 5 5 a 5 er n 1 8 eee 5 kunden. Sehr schnell hatte sich das von daß es, wie von Hunden gehetzt, in Richtung Mine aus 1. Weltkrieg angeschwemmt 0 1 deutsch-dänische Grenze am Zollübergang tigt, der 988 81 den Hund noch die Schutz- Natur aus scheue Tier an das Gefauche der Unterbarmen zwischen den Gleisen fort- Cuxhaven. Eine Seemine aus dem ersten ö 5 f. 8 2 Lokomotiven, an den Lärm des Bahnhofes rannte. Im Nu waren alle Freunde des Reh Weltkrieg, die in der vergangenen Woche in 18 EKrusau bei Flensburg passiert. leute noch überhaupt etwas bemerkte, trat 8 5 5. 5 8. 5 22 Nationen 0 e 1 e gewöhnt und dann oft von einer Stütz- bockes alarmiert. Selbst die Bahnpolizei der Elbmündung angeschwemmt worden ist, des Mit- 5 5 mit forschen Schritten an die Lebt Kreud mauer an der Bahnhofseinfahrt auf das schaltete sich ein, um das Tier vor einem wurde vom Bombenräumkommando Han- er Welt⸗ Ueber eine unfehlbare Methode, die zung, erhob gebieterisch seinen Stock und 5 2 5. 1. 5 5 1. 5 85 Treiben der Menschen herabgeschaut. grausigen Tod zu bewahren. Schließlich fan- nover gesprengt. beiden Echtheit von Diamanten zu prüfen, berichtet begann, die Straße zu überkreuzen. Der Die Besatzung des dem Buschwerk den die Polizisten den Ausreißer. Er Iag er- Ids wer ⸗ die namhafte britische Physikerin Dr. Mary Hund, geistesgegenwärtig wie ein auf- gegenüber gelegenen Stellwerks entdeckte mattet, mit zitternden Flanken, doch 1 Gewinne im Zahlen-Lotto Skretare. berühre den Stein e een eee 1 3 auf e bald den neuen Bahnhofs-Anwohner“, sehrt zwischen den Gleisen. Trotzdem wehrte Berlin. In der ersten Ziehung des Ber- S hew testen Stück— Trockeneis. Wenn man ein eman fährt hier lie, s) und daher geschützte und von Stund an galt ihre Sorge dem sich das Tier noch heftig, als die Bundes- ner Zahlenlottos im neuen Jahr gab es in Seite des Mannes, ließ sich von dem kleinen Tier. Es wurde für sie zur lieben bahner ihren Schützling aufnoben und ihn der ersten Klasse mit fünf richtigen Zahlen A), sein Zuietschen hört, ist der Diamant echt. Glas 1 5 0 oder falsche Steine geben keinen Laut von Ahnungslosen über die Straße geleiten und Pflicht, ihrem“ Rehbock die Sorge um das in Si ine e en keinen Gewinner. Vier richtige Zenlen 5 Das Tier fand ein vorübergehendes Heim der zweiten Klasse tippte ein Gewinner, der 8 1 sich. 5 lief 8 3 e. 5 5 tägliche Brot abzunehmen oder wenigstens.. 5 8 e Ham- Ein sowjetischer Fischer im Kaspischen 5 1* 3 Avon. Der à r zu mildern; mittels einer Leiter wurde bei den Bahnpolizisten, die allerdings ver- dafür 252 956 Mark erhält. In der dritten tung der Meer hat ein mit Glühbirnen beleuchtetes hatte nichts„. dann das Futter ans Buschwerk heran- geblich versuchten, dem kleinen Wesen etwas Klasse mit drei richtigen Zahlen gab es etwa Bunche Fischmetz aus Nylon konstruiert, mit dem Sprachlos sah ich diesem Schauspiel zu: gebracht. Der Rehbock beobachtete das Tun von ihren noch aufbewahrten Weihnachts- 840 Gewinner mit je 156 Mark und in der lung der zu jeder Jahreszeit Rekordfänge gemacht ein Hund, der die Verkehrsregeln kannte, seiner Menschenfreunde aus sicherer Ent- gaben als„Not- und Beruhigungsnahrung“ vierten Klasse mit zwei richtigen Zahlen ühungen werden können. Seine Netze wurden mit der allein und nach allen Vorschriften eine fernung. Nie lieg er es Zu, daz ihm jemand anzubieten. entfallen ungefähr vier Mark auf rund les Waf⸗ Gebrauchanweisungen auch an andere so- Straße Londons an der vorgeschriebenen zu nahe kam. Nie stellte er sich den Foto- Ein Waidmann brachte nun das Tier 32 000 Gewinner. Die Gewinnzahlen waren den ara- wjetische Küsten verschickt. Stelle überschritt und sich dazu der un- geräten der Menschen, aber immer wieder zurück in den Wald. 87, 78, 66, 88 und 62. N hre 1950— 1 5 a der Stationsschwester. Ein pneumatisches Kinder sehr gefährdet sind, zuaml bei ihnen lich werden am Weltgesundheitstag wohl 5 Modernes Gesundheitswesen 5 5 erlaubt Vebersendung von auch Bißverletzungen im Gesicht häufiger folgende Fragen im Vordergrund 8 f 5 f 1 chriftlichen Nachrichten, Anordnungen, vorkommen. Trinkwasserhygiene und-versorgung, rin Frostbeulen? wieder ins warme Wasser bis zur uten NI edikamenten, pathologischen Präparaten. 5 Camillo“ ein- kuren, Abwasseriragen, Heilbäder, Wasser- Frostbeulen sind eine Krankheit feucht- Durchwärmung(etwa 2 bis 3 Minuten). Dieses 1 5 Sekund, nn also„Hektor er„Camillo“ e N 28 5 2 eulen sind eine Kran ht. Hin und Her macht man jeweils 10—20 mal. usw. inmerhalb Von ekunden zu 21 ver- mal zugeschnappt haben, soll man sich über heilkunde, Baden in Ses lossenen ode 1 kalten Klimas. Sie stellen für viele Menschen Banach gut abtrocknen, Schutz vor Wärme- schiedenen Stationen. Aerzte können von die Schwere der Verletzung nicht dadurch freien Schwimmanstalten usw. Mit der 5 eine wenig angenehme Besten. 85 1 80 der ins Bett oder guter verschiedenen Stellen im Krankenhaus tauschen lassen, daß derartige Wunden meist Parole„Wasser und⸗ Gesundheit“ 8011 als uit dieser 1 ahreszeit dar. Während des rf Kälteschutz. Per Telefon direkt in ein zentrales automa- nur wenig und nur für kurze Zeit bluten. die Menschheit daran erinnert werden, Wel R mit dem 3015 n 895 0 5 W den Wetter Wichtig ist, die Wechselbäder nicht schon 0 e 1 19 5 3 Die hineingepreßten Eiter- und Fäulnis- kostbares Gut das reine Wasser in deln Wie man hab e 85 1555 r begonnen. nach dem ersten oder zweiten Male auf- 18. lle 3 28 nl. os erreger, die durch den Blutstrom micht bin- e Amer eee ee ef aus, A ert N 5 9 5 die zugeben. Sie müssen Über längere Zeit regel- 5 e e 8 8 e ent werden, stellen vielfach eine die Volksgesundheit darstellt. bisheri- verschiedensten Mittel an und ist dann aller- mäßig durchgeführt werden. Dr. KEnierer jn der Vorstadt Overbrook 5 Infektions que! le dar. Um sie zu patienten nicht frieren lassen 1 Weit- dings oft enttäuscht, daß das Leiden im all- meint, daß die zahlreichen Salben und Ein- 5 beseitigen, 5 75 die 1 daher im 0 Vor urid während einer Arztlichen Unter⸗ onischen gemeinen nicht so rasch wieder verschwindet, e e 8 2 8 Im Winter Baden gehen„. 5. 15 suchung soll man Patienten, besonders wenn 1 E 5 klar machen, daß die e eee 8 durch die Warmung Eine der besten Abhärtunssmethoden— arzt aufzusuchen. Pieser entscheldet über figben, ficht e e atgegen · Ursache ectd 88 in einer anlagemäßig mittels Verband beruhen, Ein? Massage solle erade während der kalten bzw. naßkalten die Behandlung(unbedingte Ruhigstellung, haben, nicht unnötis warten und Sar, Trieren ite 1% bedingten örtlichen Disposition der Blut- ebenfalls geaumdie und( Baden. evtl. Bettruhe, antibiotische Therapie, Te- lassen, Segen, das ärztliche Grundregel r span- gefälze zur abnormen Reaktion auf Wärme- geführt werden. Es wird jedoch stets zweck- Natliirlich nicht unbeckingt im Freien ver tan Serum, unter Umständen Issa W 8. 185 iwie de ns XIII. verlust besteht. Nässe, feuchte Luft, Ver- mäßig sein, vor Einleitung der Behandlung steht sich! Aber, Hand aufs Herz, Waren Sie Schutzimpfung bei Verdacht auf Tollwut Sprechstundenhilfen, Pflegepersonal und mußte, dunstungskälte— vor allem hervorgerufen und zur Verordnuns spezieller Salben und in ctietem Winter schon einmal in der Baden us wo. Die ärztlichen Anordnungen erscheinen Kerzte sollten stets um möglichst geringe iger des durch un zweckmäßige, beengen de Kleidung— sonstiger Heilmabnahmen den Arzt zu kon- anstalt oder in der Sauna? Wie wäre es. dem Laien, wenn die Wunde Augerlich Wartezeiten 8 ausreichend warmen Räumen von den führen zu e ungen oder örtlichen sultieren, insbesondere wenn es sich um Wenn Sie gleich heute einmal den Anfang harmlos aussieht. mitunter vielleicht über- und eventuell um die Bereithaltung gut des- dungen des 88 die die aulzeren offene Frostpeulen handelt. machten. Keine Zeit“— das gilt nicht! Sie trieben vorsichtig und streng. Es ist daher infizierter Decken bemüht sein. i e span- Partien der Füße oder Hände versorgen. Allgemein ist als Schutz gegen Kälte das müssen allerdings selbst entscheiden, ob Sie notwendig, sich über die besondere Gefähr- e 1. be. Die Die beste Behandlungsmethode besteht Tragen von Handschuhen, genügend weiten etwas mehr für Ihre Gesundheit tun wol- lüchkeit der Tierbigverletzungen, nicht zu- Pockenimpfrung N E nach Angaben von Dr. Knierer, München, in und warmen Schuhen sowie 2 Paar nicht zu len. Es liegt alles bei Ihnen! Regelmäßiges letzt im Hinblick auf Tollwut- und Gasbrand- Nach Ansicht maß gebender Fachärzte und Arles einem guten und genügend lange fort- engen Strümpfen zu empfehlen. Längeres Baden und Schwimmen kräftigt Sie und gefahr, unbedingt klar zu werden, um den Hygieniker sollte die Erstimpfung gegen 1. 86 gesefzten Gefäßtraining des möglichst schon Stehen in der Kälte ist möglichst zu ver- stärkt Ihre Leistungsfahigkeit. Nur ein ge- Heilmagnahmen und Vorschlägen das rich- Pocken möglichst frühzeitig durchgeführt Wunsch im Sommer begonnen werden sollte. Dieses meiden. sunder Körper ist widerstandsfähig genug, tige Verständnis entgegenzubringen. werden, am besten vor Vollendung des erfolgen. Gefäßtraining wird besonders nachhaltig um mit Krankheiten und Ueberbelastungen welt g an 178 195 ersten Lebensjahres. Die günstigste Zei ed durch durch Wechselbäder erzielt. Man legt die er- Modernes Krankenhaus fertig zu werden. FFF 5 liegt zwischen dem 8. bis 10. Lebensmonat. okstaates krenkte Partie— zum Beispiel bei den In Philadelphia, USA, wurde vor kurzem Hundebisse ernst neh In Deutschland hat man wie in den Jom Ende des zweiten Lebensjahres steige u unter⸗ Fingern die ganze Hand— in sehr warm eines der modernsten Rrankenhzuser der g. 8 8 meisten übrigen Mitgliedsstaaten der Welt- die Gefährdung durch die Erstimpfung oklama- empfundenes Wasser bis zum Gefühl guter Welt in Betrieb genommen Es handelt sich Wunden durch Tierbisse, insbesondere gesundheitsor ganisation mit den Vorberei- Man solle sie dann möglichst nur bei dro- er zichtet Durchwärmung. Dann geht man, Wie Dr. um das neue Lankenau-Hospital mit 378 Hundebisse, S01U man stets ernst nehmen. tungen des nächsten Weltgesundheitstages hender Pockengefahr und tunlichst unter ung ab- 5 Enierer in der Münchner medizinischen Betten. Alle Krankenzimmer haben ent- Auch kleinste Bigwerletzungen erfordern, am 7. April 1955 begonnen Die Parole lau- stationsrer Behandlung im Krankenhaus ona be. Wochenschrift genau beschreibt, in als sehr weder eigene Toilette oder Bad mit. Toi- Wie in der medizinischen Fachpresse immer tet diesmal„Wasser und Gesundheit“, Was- durchführen. Das Risiko der Erstimpfung sei 5 ö jette. Die Zimmerdecken sind grundsätzlich wieder mitgeteilt wird, vollste Aufmerk- ser spielt bekanntlich als Gesundheitsbrin- bei sachgemäßem Ausschluß ungeeigneter f ger eine sehr bedeutende Rolle. Von nicht Linder und bei genügendem Schutz vor Se- kalt empfundenes Wasser so lange, bis ein Srl 5 5 a 0 8 leichter Schmerz auftritt, der das Zu- mit schallschluckendem Material versehen. samkeit, da gerade diese zu schweren Kom- sammenziehen der Gefäße verursacht. Dies Von einer zentralen Stelle wird Sauerstoff plikationen, vor allem zu langwierigen Eite- ist meist in 10—20 Sekunden der Fall nicht in jedes Zimmergeleitet. Von allen Betten rungen, neigen. In der medizinischen Fach- seits die Gefahren einer Kramkheitsüber- länger als 30 Sekunden bleiben). Danach besteht eine direkte Sprechverbindung mit Presse wird erneut darauf hingewiesen, daß tragung durch verunreinigtes Wasser. Folg- einer * geringerer Bedeutung sind jedoch anderer- kundärinfektion so minimal, daß es gegen- über den Vorteilen und der Sicherheit bei Epidemie klein erscheine. 5 0 2 8 Seite 4 Dienstag, 4. Januar 1933/ Nr. 1 5 Es ist erst knapp ein halbes Jahr her, daß wir über die Grundsteinlegung für das Al- tersheim der evangelischen Kirchengemeinde in Käfertal berichteten. Jetzt steht das Haus schon fix und fertig da, bereit für den Ein- zug seiner Bewohner. Am Sonntag feierte die ganze Gemeinde die Uebergabe des Hei- mes in einem Gottesdienst, bei dem der neue Dekan Schmidt die Predigt hielt. Von gan- zem Herzen flelen alle in den Choral ein: „Nun danket alle Gott“. Auf den Treppenstufen erwartete Bau- leiter Schmidt, der für Architekt Sandreu- ther die Ausführung des Baues überwacht hatte, die Ehrengäste und übergab den Schlüssel an Dr. Bergdold, den stellvertre- tenden Vorsitzenden des Gesamtkirchenrates, 6 „Als ich gestern N n memoriam, Kohlen klau“ Als ich gestern im Hafengebiet zu tun hatte es war irgendwo zwischen Kaiser-Wilkelm- und Industrie-Hafenbecken rumpelte ein Ronhlenzug vorüber. Es war frisch und kalt und eine schückterne Wintersonne kämpfte mit neheligem Gewölk. Der festgefahrene Schnee schimmerte schmutzig- eisig, sah glatt aus, und Steinstüchechen flimmerten manchmal wie ẽleine Kristalle in ihm auf. Damals, im dbitterkalten Winter 1946/47, war nicht im Wagen dagewesen, sondern zu Fuß. In einem alten Flieger-Overall und mit einem Ruclesack. Frraten Sie, was ich wollte? Schlicht ind einfach: Kohlen klauen. So wie gestern rumpelte er damals an mir vorüber, der Koh- lenzug. Droben kockten Neckarstadt- und an- dere Buben, die auf die fahrenden Wagen auf- gesprungen waren. Emsig warfen se Brikett- stüchce, Kohlen- und Koksbrocken, und was noch mehr der schwarzen Diamanten waren, er die Wagenrungen hinab, die dort von ikren Genossen hurtig aufgeklaubt und in Säcke versenkt wurden. Kohlenklau en masse! Den Zügen, die eine weite Reise hinter sich atten, fehlte damals oft ein Viertel ihrer Soll- last, wenn sie am Bestimmungsort ankamen. Oknmäcktig san ich dem emsigen Freiben zu. Neben mir stand— o Zeichen der Zeit— ine Dame, Frau v. N., eine Adelige, Gattin eines verstorbenen, einst berühmten Luftsckif- rs der Zeit vor und nach dem ersten großen rieg.„Werden wir auch etwas erhkasckhen?“, ebte sie frierend.„Wir werden“, sagte ich id glaubte selbst nicht daran, denn eine Kriegsverletzung hinderte mich, wie die Halb- Wüchsigen, einem Affen gleich, auf die fahren- en Wagen zu springen. Für uns, die auf die- sem Gebiet„Unfähigen“ waren, und für die Alten, blünte damals kein Weizen. Erst recht keine Kohle. Für uns blieb der„Grus“, die Bröckelchen, die so flein waren, daß sie die „Matadores“ dieses seinerzeit einträglichen Jobs legen ließen Immerhin, eine Handtasche da- konnte eine Kochküche drei Stunden lang otdũrftig erwärmen Der Kohlenzug— der von gestern, meine — War vorüber gerumpelt. Ich stieg wieder in den Wagen ein. Und ich war recht nach- denklich.— Tatsächlich, es ist erst acht Jahre er. Und gestern? Heute? Selbst das alte gramgebeugte Mütterckhen— das Durckschnitts- literaten für solcke Erlebnisse immer zur Hand aben— und das in Arm- und Demut die Brösel aufliest, war nicht zu sehen.„ kloth iber der Jesuitenkirche er Richtkranz deutet die Vollendung ohbauabscknittes an. Wenn die kleine nach unten ausgeführt. Ganz gegen alle nnheit, aber die Umkehr der Reihenfolge die Bauarbeiten. Die Kuppel mit Laterne rd etwa im März vollendet sein. 8 Foto: Steiger Moin gehen wir? Dienstag, 4. Januar: Nationaltheater 19.45 bis 5 Uhr:„Boulevard- Soirée“; Kunsthalle 20.00 30 Uhr: Günther Weisenborn liest aus hambra:„Auf der Reeperbahn nachts um ins“; Universum:„Die goldene Pest“. ula der Wirtschaftshockschule 20.00 Uhr: antisches Jugoslawien“, Farblichtbilder- g von W. Woseldlo Reisedienst Stürmer). Schneefälle Vorhersage bis Mittwochfrüh: Vorwiegend starke Bewölkung, zeitweilige Schneefälle, langsame Frostmilderung. Tagestempera- r wenig unter dem Gefrier- funkt. Nachts auf etwa minus rad absinkend. Oestliche Winde. 0 Sorgenfreie Heimat für sechzig alte Leute Einweihung des Altersheimes der ev. Kirchengemeinde in Käfertal und Leopold Heitzmann, Vorstand des Al- tersheims sowie Fräulein Hedwig Meckler, Leiterin des Heimes. Anschließend hatten die Gäste Gelegenheit, durch die Flure zu wan dern und einen Blick in die geräumigen Zimmer zu werfen. Es ist erstaunlich, wel- cher Raum auf dem verhältnismäßig kleinen Grundstück neben der Unionskirche gewon- nen wurde. Das Heim, das aus zwei recht- winklig zueinander stehenden Flügeln be- steht, von denen einer zwei, der andere drei Stockwerke hoch ist, fügt sich harmonisch in die Umgebung ein, in der die Kirche mit ihrem Turm wuchtig über die dörflichen nie- drigen Spitzgiebelhäuser hinausragt. 28 Ein- zel- und 16 Doppelzimmer werden hier für 60 alte Leute eine ruhige und sorgenlose Heimat werden. Die ersten beiden Bewohner Waren schon eingezogen und zeigten stolz dem Besucherstrom ihre„Klause“, Sie dür- ken bei der Tapetenwahl ein Wort mitreden und das Zimmer mit ihren eigenen Möbeln einrichten. So ist ihnen die neue Umgebung nicht mehr fremd.„Wissen Sie“, sagte ein Altes Mütterle,„im eigenen Bett fühlt man sich eben doch am wohlsten.“ In jedem Stockwerk ist eine kleine Koch- küche, in der sich die Bewohner selbst etwas zubereiten können. Aber auch die große Küche im Souterrain, die mit modernen Ma- schinen, Kesseln und Pfannen ausgerüstet ist, wird manchen Leckerbissen zu bièten haben. In weißen Schürzen stand das Personal vor den Besuchern Spalier und bot nach einer Kleinen Feierstunde im hellen, freundlichen Speisesaal, in dem sogar ein gestifteter Fern- sehapparat zur Unterhaltung bereitsteht, einige Proben seines Könnens. Der Vorstand des Heimes, Leopold Heitzmann, lud dazu die Ehrengäste ein: Dr. Fehsenbecker und Direktor Albrecht als Vertreter der Stadt, Oberrechnungsrat Ziegler von der Kirchen- verwaltung, Professor Heinlein, der die Holzschnitzereien der Kirche geschaffen Hat, 0 mehrere Pfarrer aus den Nachbargemein- en. Heitzmann erinnerte an die Schwierig- keiten, die bis zur Verwirklichung des Pla- nes gemeistert werden mußten. Pfarrer Lei- ser, der erst seit zwei Jahren in Käfertal lebt, sagte, er habe noch nie eine so rührige, tatkräftige Gemeinde gehabt. Es sei beson- ders erfreulich, daß jetzt auch ein Haus für die Alten geschaffen wurde, nachdem schon ein Jugendheim und ein Gemeindehaus in den Nachkriegsjahren gebaut wurden. Es zeige, daß die Liebe Christi lebendig und das Gebot:„Du sollst Vater und Mutter ehren“ verstanden worden sei. b-t i werden im Wohlverdiente Ruhe neuen Altersheim der protestantischen Ge- meinde Käfertal etwa 60 alleinstehende alte Leute fin- den. Die ersten Bewohner sind schon eingezogen, während die Handwerker dem Bau noch den letzten Schliff geben. Im Frühjahr wird eine kleine Grünanlage dem schmucken Haus neben der Unionskirche ein noch freundlicheres Gesicht geben.(Vgl. unseren Bericht über die Einweihungsfeier.) Foto: Steiger Kurze„MM-Meldungen“ Röntgen-Reihen untersuchungen. Der Ter- minplan für die Röntgen-Reihenunter- suchungen in Sandhofen wird dahingehend berichtigt, daß die für 6. Januar(gesetz- licher Feiertag) vorgesehenen Untersuchun- gen am 20. Januar von 11 bis 13 und 15.30 bis 20 Uhr in der Gustav-Wiederkehr- Schule nachgeholt werden. Intendanz und Verwaltung des Mann- heimer Nationaltheaters sind am Montag in das neu erstellte Werkhaus des Theaters umgezogen. Das Werkhaus wurde unweit des Goetheplatzes gebaut, wo der Theater- neubau errichtet werden soll. Das Sporthaus Wittmann, dessen Haupt- geschäft wir irrtümlich in die Kurfürsten passage verlegten, befindet sich nach wie vor in Qu 3, 22. In der Kurfürstenpassage Wurde lediglich eine Sportecke dieses Ge- schäfts eingerichtet. f Gas aus Mannheim. In der Nacht zum 1. Januar erfolgte die Umstellung der Wormser Gasversorgung auf Mannheimer Der Polizeibericht meldet: „Bargeld lacht“— dachte der Einbrecher aber er mußte unverrichteter Dinge wieder abziehen In der westlichen Neckarstadt stieg ein Einbrecher in die Wohnung eines Geschäfts- mannes ein, während dieser nicht zu Hause War. Er hatte es offenbar nur auf Bargeld abgesehen. Er durchwühlte alle Schubladen und Schränke und sprengte eine Kassette auf. Was er suchte, fand er jedoch nicht. Andere Wertgegenstände wie Schmuck, Uhren, Silberbesteck und wertvolles Porzel- lan sowie Kleider wollte er seltsamerweise nicht mitnehmen. Nur einige Tafeln Schoko- lade steckte er ein und verließ damit die Wohnung durch die Abschlußtüre, die er mit einem vorgefundenen Schlüssel von innen öffnen konnte. Der„Krieg“ fand nicht statt Drei Studenten warfen aus dem Fenster einer Wohnung im dritten Stockwerk in der Innenstadt Bierflaschen auf die Straße; an- geblich weil unten Soldaten lärmten und randalierten. Die durch diese Attacke er- boßten Amerikaner drangen in das Haus ein, um den Flaschenwerfern ihre„Mei- nung“ zu sagen. Dabei gingen im Haus mehrere Fensterscheiben in Trümmer. Die Flaschenwerfer versteckten sich so gut, daß die zu erwartenden„kriegerischen Hand- lungen“ nicht stattfanden Hund biß Polizeibeamten In der Lenaustraße wurde ein Polizist auf seinem nächtlichen Streifengang von einem vermutlich tollwütigen Hund ange- Sprüngen. Der Köter lieg sich weder durch Fußtritte, noch durch Schläge mit dem Gummiknüppel verscheuchen. Er sprang immer wieder an dem Beamten hoch und versuchte zu beißen. Erst der Knall eines Pistolenschusses jagte ihm Respekt ein. In Richtung Clignetplatz sprang er davon. Schlag mit einer Weinflasche An der Endhaltestelle der Straßenbahn auf dem Waldhof schlug ein 19jähriger nach 300 Mädchen- 300 Schides ale 300 deutsche Madchen heirateten 1934 wie die Pressestelle des Heidelberger Haupt- quartiers mitteilt— amerikanische Soldaten und Zivilangestellte aus dem nordbadischen Befehlsbereich,(Gebiet Heidelberg, Mann- heim, Karlsruhe. Es ist das kleinste Gebiet Aller Hauptquartierbefehlsbereiche.) Ueber 200 Bräute, die in den Jahren 1953 und 1954 mit Besatzungsangehörigen aus diesem Ge- biet den„Bund fürs Leben“ schlossen, haben bereits in den Vereinigten Staaten einen Haushalt gegründet. 50 von ihnen erhielten ihr Visum zeitig genug, um mit ihren Ehe- männern gemeinsam die Heimreise in die Staaten anzutreten. Die Wartezeit für ein derartiges Visum schwankt zwischen sechs Wochen und neun Monaten(durchschnitt- liche Zeit: drel Monate). Bisher konnte nur ein Viertel der Paare gemeinsam in die Staaten reisen. Nach den Kürzlich geinderten Bestimmungen des Suropäischen Hauptquartiers wird erwartet, dag gemeinsame Ueberfahrten in Zukunft Selbstverständlichkeit sein werden. Die alten Richtlinien über eine Heirat zwischen Solda- ten und jungen deutschen Damen besagten, daß die Dienstzeit nicht später als nach 120 Tagen der Heirat beendet sein mußte. Heute einem kurzen Wortwechsel einem um zehn Jahre älteren Mann eine volle Weinflasche auf den Kopf. Folge: ernstliche Verletzun- gen, Einweisung ins Krankenhaus. Drei schwer- und drei Leichtverletzte Im Laufe der Feiertage ereigneten sich drei schwere Verkehrsunfälle. Auf der ver- eisten, glatten Fahrbahn der Weinheimer Straße kam ein in Richtung Mannheim fah- render Personenkraftwagen ins Schleudern und stieg mit einem entgegenkommenden PRkW zusammen. Es gab einen Schwer- und drei Leichtverletzte. 8 Auf der Lilienthalstraße wurde ein Fuß- gänger, der die Fahrbahn überqueren wollte, von einem Personenwagen angefahren und lebensgefährlich verletzt.— In der Indu- striestraße streifte ein Mopedfahrer den Randstein und stürzte so schwer, daß er mit Gehirnerschütterung und Schädelbasis- fraktur ins Krankenhaus gebracht werden mußte. 85 O00 DM Schaden dureh Feuer in Us- Club Kurz nach der Silvesterfeier ist in einem eune rikanischen Soldaten- Club in Mannheim Sandhofen, wie erst jetzt bekannt wird, ein Brand ausgebrochen, der einen Schaden von rund 85 000 Mark angerichtet hat Hinter der Bühne ereignete sich plötzlich eine Explosion, die die angrenzenden Büros in Brand setzte. Die Kasernen- Feuerwehr konnte größeren Schaden verhüten. Untersuchungen des Hauptquartiers haben ergeben, daß das Feuer Wahrscheinlich durch Selbstentzündung in einem Vorratsraum hinter der Bühne ent- standen ist. In einem Schrank wurde ein Reinigungsmittel für Vervielfältigungsma- schinen aufbewahrt, das offenbar explodiert ist und das dort lagernde Material in Brand gesetzt hat. f kann ein Besatzungsangehöriger, der acht Monate im Befehlsbereich Dienst tut, sofort eine Heiratserlaubnis bekommen(normale Dienstzeit für amerikanische Soldaten in Europa: 24 Monate), Laut Reisebestimmun- gen ist ein Soldat, vom Unteroffizier auf- Wärts, oder ein Obergefreiter mit mindestens sieben Dienstjahren, oder irgendein ameri- kanischer Zivilangestellter, berechtigt, seine in Europa gegründete Familie auf Kosten des Staates mit in seine Heimat nach Ame rika zu nehmen. * 300 Mädchen, 300 junge Damen: Wieder — und immer noch— eine stattliche An- zahl. Beinahe zehn Jahre nach Kriegsende darf die Problematik jener jungen Deut- schen, die den Bund für's Leben mit einem Amerikaner schließen, spektiven gesehen werden, wie dies einst- mals der Fall war. Wir wissen schließlich, daß zwischen einem„Ami-Frollein“ und einer jungen Deutschen, die heute ihr Leben nach der Eheschließung in Amerika zu ver- bringen gedenkt, ein recht erheblicher Unter- schied besteht, Soldatenbräute hie— Lebens- gekährtinnen dort. Und doch legt die groge Zahl von 300 Ehen die Frage nahe, was die Aus anderen Per- Gas. Fast bis zur letzten Stunde war ge- arbeitet worden, um die Gasleitung Mann- heim Frankenthal und das Anschlußstück bei Worms fristgerecht fertigzustellen. Der durchschnittliche Wormser Tagesbedarf be- läuft sich auf 30 000 Kubikmeter. Bei einem Architektenwettbewerb für das Gymnasium in Lahr, an dem 77 badische Architekten teilnahmen, wurde der Entwurf der Mannheimer Architekten Dipl.-Ing Carl Fried Mutschler und Hans Richter(Mitarbei- ter Vera Evers) mit dem 4. Preis ausge- zeichnet. Devise:„Vergnügt ins neue Jahr“ Neues Kabarett-Programm in der„Roten Mühle“ „Vergnügt ins neue Jahr“, heißt die Ja- nuar-Devise der„Ro- ten Mühle“. Dafür, daß zumindest dieses Programm vergnügt wird, sorgt Hannes Richter aus Sachsen, ein Mann der selten zu Ende gesproche- nen Sätze, der sich nebenbei als einfalls- reicher und gedächt- nisstarker Stegreif- dichter launig zu produzieren weiß und als blubbernder Stimmungsmotor auf vollen Touren läuft. Was er anzusagen hat, sind durchaus an- sprechende Darbietungen: Collo— unser Kopfbild— ein äußerst wandlungsfähiger Musikal- Artist, der 14 Instrumente wahr- haft„spielend“ beherrscht. Er ist außer- dem ein erstaunlicher Verwandlungskünst- ler. Die„Zwei Sawadas“, die ihre Fuß- sohlen zum Fundament japanischer Anti- podenspiele machen und in verblüffend exakter Arbeit auch die schwierigsten Pas- sagen der Balance meistern, sind eines der wenigen Artistenpaare, bei denen beide Partner das gleiche können— und bei denen die weibliche Rolle nicht lediglich im Zurschaustellen eines gefrorenen Lächelns besteht, Schließlich noch die Geschwister Lore und Margit Groschetti mit einem Maximum an harmonischer Körperbeherr- schung und einer akrobatischen Leistung, die beeindruckt. Lauryn Rilvert erweist sich als eine Frau, die den choreographischen Kinder- schuhen entwachsen ist, zwar noch nicht auf der Höhe ihres Ruhmes, aber tadellos auf Spitzen steht und tanzt. Walter Witzel und seine Solisten, in der Pause abgelöst vom Hallmann- Trio, entlocken ihren Instrumen- ten verbindende und verbindliche Melodien und runden das flott abrollende Programm tanz- und solomusikalisch ab. HWB Wieder ein—meisterabend der sehr gut gefiel Auch der ersten Hoffmeister- Veranstal- tung des neuen Jahres war im Rosengarten Wieder ein volles Haus beschieden. Durch das Programm steuerte am Sonntagabend Maria Ney, die sich zu diesem Zweck eine attraktive Aufmachung mehr optischer als 1954 heirateten sie Amerikaner/ Was erwartet sie in der„neuen Heimat“? jungen Mannheimerinnen, Heidelbergerin- nen und Karlsruherinnen im fernen Land über dem großen Teich erwartet. Wir wis- sen, daß sich das Leben der Frau in Ame- rika— der Ehefrau wohlgemerkt— in Haus, Familie und Gesellschaft in ganz anderen Bahnen als in Deutschland abspielt. Wir wissen auch, daß viele Mädels, die nach drü- ben kamen, von ihren amerikanischen„Kol- leginnen“ nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen wurden. Ob der deutschen Gründlichkeit, ob des deutschen Fleißes, natürlich!(und so ist es nicht nur Frauen ergangen). 8 300 junge Mädchen— 300 junge Schick- sale! Eine der„Vorgängerinnen“ hat der Chronist gekannt. Die Fabrik ihres Texas- Boys, irgendwo im Mittelwesten, war, als sie in„Gods own country“ eintraf, nur ein schäbiger Wellblechschuppen. Schmerzliches Erwachen! Der kleine Laden aber, den die Eltern eines Corporals in Brooklyn betrie- ben, war ein riesiges Warenhaus. O freudige Ueberraschung!— 300 Schicksale: Es wird interessant sein, in einigen Wochen oder Monaten, vielleicht auch erst in einigen Jah- ren von den jungen Amerikanerinnen aus Mannheim wieder zu hören Neckarau, Rathausstraße 8a, Geburtstag. gen Zeit Treue, Wertschätzung und Vertrauen aller Kollegen erworben. Direktionen sind ge- kloth — Farbiger Soldat erstochen Amerikaner unter Verdacht Im Lokal„Kurpfalzkeller“ ist am ven BAD gangenen Samstag, gegen 23.15 Uhr, ein 223ähriger amerikanischer Negersoldat durch 555 einen Stich in die Kehle getötet worden. Die Heide sofort herbeigerufene Militärpolizei hat, wie Aus HHeic US-Dienststellen gestern mitteilten, bereits digungen einen Soldaten unter Mordverdacht vor- Steine u Häufig verhaftet und vernommen. Sie sucht Lohngelo jedoch noch nach weiteren Zeugen der Tat, telle in Der Erstochene gehörte dem 29. Nachrichten- Babe 80g bataillon an, das in Mannheim- Sandhofen pekomm stationiert ist. Er wurde sofort nach der teilt, de Messerstecherei von unbekannten Soldaten in Weihnac das Städtische Krankenhaus gebracht, wo er davonge nach einer Stunde verstarb. nachts wie „Norécrin II“ raste in Berg ö N Pilot Höhener fand den Tod den und Die„Norècrin II“, das superschnelle Sport- a und Reiseflugzeug, das zuletzt auf dem Flug- ten ente platz Mannheim-Neuostheim als Vorführ- 180 DPM modell stationiert war, und über das wir an- zahlt. Di lähblich einer Pressevorführung vor fünf zuviel at Wochen berichteten, ist vor einigen Tagen im Lohn fd Schwarzwald am Ruhestein zerschellt. Der Weihnac junge 23 Jahre alte Schweizer Pilot Höhener, nicht„ der die Maschine seinerzeit in Mannheim holder schwungvoll und— fliegerisch gesehen: zurückg jugendlich-kühn— vorführte, fand dabei den durch s Tod. Höhener wollte über die Festtage nach Werksck Hause(Basel) fliegen. Er wurde auf dem vorgehe Flugplatz Stuttgart-Echterdingen zuletzt ab- gefertigt. Offensichtlich war der sympathi- Le sche junge Flieger darauf aufmerksam ge. macht worden, daß er unter den gegebenen Heil Verhältnissen über Pforzheim zum Rhein Überras und dann das Rheintal aufwärts fliegen chen, müsse. Man vermutet, daß er, um Zeit zu Hautkl. sparen, Kurs quer über den Schwarzwald nen Tü nahm, dort in Nebelbänke, Sturm und bpereitet Schnee geriet und schließlich am Ruhestein lator i! zerschellte. durch Die„Noréerin II“, eine Entwicklung der suchten staatlichen französischen Flugzeugwerke— jetat der bekannten alten Messerschmitt„108 Tal- kassen. fun“ nachgebaut— wird im kommenden Jahr, nach Wiedererlangen der Lufthoheit, Verd in Deutschland käuflich zu erwerben sein. ö 1 Kar Kloth Operla tens, dienst! Marter Justiz er Zul 5 gericht zünftige Seemannstracht zugelegt hatte und und in zusammen mit Hans-Joachim Kuhlenkampff der Ju eine geistreiche Konference über die Reling zembe kippte. Dorit Serff setzte ihre Ambitionen Opberle darein, durch kokette Bewegungen und Zweig tänzerischer Mittelpunkt zu sein. Willy Ha- Stutte gara war aus der Stadt des Walzers und des bezeic liebenswürdigen Charmes— nämlich wien Karls — gekommen. Dieser landläufigen Vorstel- sident lung entsprach der Stil seines Vortrages. Er hatte einige Schlager mitgebracht, die er mit 1 Me symphatischer Stimme mikrophonverstärkt 01 ertönen ließ. Als kleine Zauberin uf Geige O0ß wurde Noucha Doina vorgestellt, eine Land: schwarzhaarige Rumänin, die sich mit ihrem nuar Können begeisterte Ovationen verdiente. des a Und dann kam Leila Negra, ein Mädchen, aus 4 das man an seiner Haarschleife erkennt und am 3 an seinem zarten Stimmchen, mit dem es Plüch kleine Liedchen zu kleinen Kunstwerken Lager macht. Ein Star mit jener liebenswürdigen unbel Bescheidenheit, die dem Schlagersänger Tage Horst Winter ein wenig fehlte. Macky Kas- Erat⸗ per, der kürzlich in dem Film„An jedem der! Finger zehn“ auch sein Leinwanddebüt gab, und 8 ließ mit seiner„hot-music“ die Herzen der liche a 8 aus 8 a 2 e VF 2 R J, 7, Breite Str. neben MM Sonst. ſeilzahlong gouf 20 Monde BPAEFE— Sroße AUS NW¼ a! Freunde„heißer Rhythmen“ höher schlagen. Das musikalische Rückgrat des Abends stellte das Tanzorchester Mario Traversa-Schoener. 5 0— Termine Reichsbund, Ortsgruppe Rheinau. Mitglieder- versammlung Mittwoch, 5. Januar, 20 Uhr, Lo- kal„Altes Relaishaus“, Rheinau. Württbg.-Bad. Jägervereinigung, Kreisverein Mannheim. Mittwoch, 5. Januar, 20 Uhr, Mo- natsversammlung, Hotel-Restaurant„Deutscher Hof“, Heinrich-Lanz-Straße 3. Deutscher Gewerkschaftsbund, Abteilung Schulung und Bildung.„Gesundheit und Ar- beitskraft im Zeichen der Rationalisierung“ ist das Thema eines Vortrags von Dr. med. Hubert Werner am 5. Januar, 19.30 Uhr, im Gewerk- schaftshaus. Wir gratulieren! Katharina Scheifel, Mann- heim Rheinau, Neuhofer Straße 21, wird 75 Jahre alt. Gustav Hochwarth, Mannheim begeht den 61. Wilhelmine Bruglacher, Mann- heim, Paul-Martin-Ufer 46, vollendet das 86. Lebensjahr. Berufstätige Frau schon 1905“ Hut ab, gnädige Frau 50. Jubiläum— einer Fabrik. eines Hand- Werksbetriebes, eines Geschäftshauses, das ist, was der Alltag zwar nicht alltäglien, aber doch des öfteren bringt. 50. Berufsjubi⸗ läum einer Frau aber, das kommt wohl, wenig stens noch nicht in unseren Tagen, allzu nduſig vor. Gebiß: Wenn es eine Hebumme ist! Mit- nichten. Es ist keine. Frdulein Johanna Raab, die Prokuristin der Suberit-Fabrib-aG in Mannheim Rheinau, feierte gestern dieses sel- tene Jubiläum. Fünf Jahrzehnte! Das ist ein großes Wort. Und wenn dir gestern vielleicht einer erzählt hätte, du, lieber Leser, lauthals gelacht. Raab, heute 67 Jahre alt. ein echtes„Mannemer Kind“(Schöpflinstraße), hat sich in dieser lan- nicht nur ihrer Geschäftsleitung, sondern auch bommen, Direktionen sind gegangen! Johanna Raab, Chef der gesamten Buchhaltung in der „Suberit- Ade, ist geblieben. 5 5 Hut ab, gnädige Frau eines Meisters, eines Politikers oder eines Beamten, a daß es die berufstätige Frau schon am I. Januar 1905 gab. dann hättest Johanna 8 DREI-LANDER-SEITE Nr.* 5 — Xr. 2 7 Dienstag, 4. Januar 1955 8 n nt UMSCHAU IN ver BADEN-WURTTEMBERC 4088 n Ich bekomme noch Geldi- Kaffeeschmuggel nur noch brotlose Kunst Zollfahndung 2z0g Jahresbilanz Andere Länder übertroffen 93* n. Die Lörrach. 1954 war ein relativ ruhiges Kaffeegeschäft zurückgezogen nat: Während belehrbarkeit müssen sie in jedem Falle Mainz. Die Verwaltung des Landes t, wie FT Jahr, sagen die deutschen Zollfahnder an in dem Halbjahr vor der an. Oktober teuer bezahlen. ANk!heinland-Pfalz habe sich als sauber, füchtig bereits 8 d Industri KSeiistt 8 der Schweizer Grenze, die jetzt ihre Bilanz 1953 erfolgten Kaffeesteuer-Senkung vom Ist die Kaffeekurve auch auf dem Tief- und leistungsfähig erwiesen. Dies sei ihr an- vor- nen er Indus 8 8 au, für das vergangene Jahr ziehen: An der südbadischen Zoll noch der Schmuggel von punkt angelangt, 80 sind die Fahndungs- läßglich des Besuches des Lutherausschusses en Steine und Erden in Kusel, er sei nicht mit ꝗeutschen Süd grenze geht es bedeutend 15,1 Tonnen Kaffee nachgewiesen Werden spezialisten doch nicht arbeitslos geworden. von durchaus kritisch eingestellten Sachver- r N 4, Lohngeldern von einer amerikanischen Bau- solider zu, seitdem die Steuersenkung d konnte, war es im Sommerhalbjahr 1954 Der Großschmuggel hat sich inzwischen ständigen bescheinigt worden, stellt Ober- al, stelle in Baumholder verschwunden, sondern 5 3 g uersenkung den nur noch knapp eine halbe Tonne. lohnendere Objekten zugewandt. Zum Bei- regierüngsrat Fritz Duppre von der Staats- chten⸗ habe sogar noch von den Arbeitern Geld zu EKaffeeschmuggel im Großformat zu einer Geblieben ist— das war an der Grenze spiel der illegalen Unreneinfuhr, schwarzen kanzlei in Mainz in einem am Donnerstag in 1 0 hoten bekommen. Die Gewerkschaft hatte mitge- een Kunst machte. Die großen schon immer so— der Gelegenheitsschmug- Goldgeschäften, vor allem aber verbotenen der„Staatszeitung“ veröffentlichten Jahres- 1 der tent, der Subunternehmer habe sich Vor Schmuggelfälle sind aus den Gerichts- gel der kleinen Sünder, die ihr halbes Kapifalverschiebungen. Die Zahlen geben bericht fest. Das Land habe auf vielen Ge- ten in weilmacht it einem Scheck über 5600 DPNñ annalen verschwunden. Die Bandeschmuss- Pfund Kaffee in der Aktentasche über die zum Nachdenken, Anlaß. Vom 1. April 1953 bieten die Leistimgen anderer Länder über- Weihnachten mit eine ler, die früher mit Lastzügen und Thermos- Grenze zu bringen versuchen. Im Bereich bis 31. März 1954 hat die südbadische Zoll- troffen. So lägen die Leistungen für die r fahndung unter anderem die ungesetzliche Rechtspflege und für das Bildungswesen über dem Bundesdurchschnitt. Im Sozial- WO e 0 d Sport- Flug- rkühr⸗ 180 DM Bru ir an- zahlt. Die fünf zuviel aus Lohn für di en im Weihnachten verrechne Der hener, nicht„verschwunden“, nheim sehen: zurückgefahren. W. kündigte an, ei den durch seinen R a nach werkschaft Bau, Steine und Erden in Kusel dem vorgehen werde. zt ab- 3 eichte“ Mädchen entschlüpften benen Rhein Überraschung haben zehn liegen chen, eit zu Hautklinik in zwald nen Türen Untergebracht waren. der Polizei und estein lator ihres durch den engen Ventilatorenschacht und g der suchten das Weite. ke fett die flüchtigen 3 Tal- kassen. enden 5 loheit, Verdienstkreuz für Wilhelm Martens . 5 Karlsruhe. Der Bundespräsident hat dem 0 Oberlandesgerichtspräsidenten Wilhelm Mar- dens, Karlsruhe-Durlach, das Große Ver- dienstkreuz des Verdienstordens verliehen. Martens ist seit dem Jahr 1920 im Justizdienst tätig. Nach Kriegsende wurde Wa er zunächst zum Präsidenten der Land- e S gerichte Mannheim, Heidelberg und Mosbach acht-wöchigen e und 5 und im September 1945 zum Landesdirektor ampfl der Justiz in Nordbaden ernannt. Am 13. De- Reling zember 1945 erfolgte die Ernennung zum tionen Oberlandesgerichtsvizepräsidenten bei der und Zweigstelle Karlsruhe des Oberlandesgerichts y Ha- Stuttgart. Im Jahr 1949 wurde ihm die Amts- id des bezeichnung Oberlandesgerichtspräsident in stische Vor Wien Karlsruhe verliehen. Oberlandesgerichtsprä- rstel- Sidler Martens tritt jetzt in den Ruhestand. es. Er mit Stärkt Geige eine ihrem liente. chen, it unt m es erkenn 1 digen Tage nach der Tat mit 5 änger Kas- jeder gab, n der 5 lle 1 — lagen. stellte dener. D0— jeder- r, Lo- verein „Mo- tscher ellung 1 Ar- g“ ist lubert werk⸗ Mann- wird heim- n 61. Mann- as 86. Hand- eines mten, glich, sjubi- e nig- nd uſig Mit- Raab, in s sel- t ein leicht tätige ättest anna demer lan- rauen auc d ge: zahn e lung 5 und hätte 8 1 ee 3 ee 82 8 55 N davongemacht und die Arbeiter in me Lohn gelassen. W. erklärte, seien zur raschen Fertigstel- des Baues kurzfristig eingestellt wor- n ihre Papiere nicht rechtzeitig den Arbeitern vor Weihnach- habe er ihnen auf, ttolohn 170 PM Vorschuß ausbe- Abrechnung habe ergeben, daß er pezahlt habe. Das habe er mit dem e letzten dreieinhalb Tage vor n müssen. Er sei auch und die Knochensplitter her!“ sondern von Baum- Backfisch richtet diese schaurige Aufforde- holder direkt in sein Büro nach Heidelberg rung an einen jungen Mann in Hendes daß er äarmeln und erhält auch prompt nachts woche oh die 29 Arbeiter vorgelegt. Um ten entgegen zukommen, Offenburg. Landgerichts Offe nuar die Verhand des angeklagten 31 aus Altenheim/ Kehl. Hetzel Wir am 3. September 1 Flüchtlingsfrau Mag Lager Ringsheim ermor unbekleidete Leiche der jungen Frau war am rung lehrte Würgemalen und 2 EKratzwunden in einem der Bundesstraße 28 zwischen Appen 5 und Sand aufgefunden worden. Der mutmaß- 3 5 8 liche Mörder hatte die Leiche an dieser Stelle übers tekren ürden⸗ aus seinem Kraftwagen geworfen. 2000 Philanthropen in Stuttgart Stuttgart. Etwa 2000 Angehörige der über- konfessionellen und unpolitischen Philan- a Gesellschaft„Menschenfreund- 5 thropischen ch vom 1. bis liches Werk“ versammeln si zum 4. Januar 1955 auf dem Killesberg zu mrem„Weihnachtskongreß“. diente der Vermittlung der„Bo 5 und der Aufklärung über wurde am Sonntag auf der Autobahn bei Charakter- und 1 5 5 Menschenwandlung nach dem Vorbild Jesu. Hedemünden semacht. Die Tiere wWẽaren aus dem Anhänger eines Fernlastzuges ge- schleudert worden, den die Schneeglätte ins Nächstenlie die Notwendigkeit der lichen Krankme meine Ortskrankenkass zeichen einer beginnenden Gri sehen. In den letzten Tagen wurden in Göp- pingen je 180 bis 200 neue vor allem infektiöser Er ten, verzeichnet. e . Reisekoffer(Mädlerkoffer) gebr., gt. Heilbronn. Eine unangenehme Neujahrs- 9 1 33335 f „leichte“ Mäd-„Arbeiter-Sernariter- Bund“ für die abend- deutsche Firma bemüht sich den Wünschen die in ein Sonderabteilung der lichen Uebungen mitbringt.„Katastrophen- 2 1 nt 3 1 5 Hilter e schminken“ heißt die sehr ernstzunehmende r„Samariter“ industriell gerecht zu un 5 Beschäftigung, bei der Mordprozeß Hetzel am 12. Januar An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus dem gamzen Bundesgebiet sowW-²Zöe aus Oester- reich, Frankreich, Holland, Belgien, 121 Schweiz, dem Saarland und aus eil. Anzeichen einer Grippewelle? In der Entwicklung der täg- dungen glaubt die Allge- e in Göppingen An- 5 Ppewelle zu Göppingen. burg beginnt am 12. Jahre alten Hans Hetzel 953 die 23 Jahre det N 59 5 5 merk:„Hier muß jet . wüurzelbruch verbunden werden!“ Die Erfah- schen Staatsministeriums die Parade ab, der Die Tagung Botschaft der Krankmeldungen, kältungskrankhei- der Weih- wagen operierten, rechnen kühl. Die Risiken sind zu groß und der Verdienst ist zu klein geworden. Zahlen be gehend sich der Groß- Stuttgart.„Manfred, echtsanwalt gegen die Ge- Büchse mit roter Spez der zum Anrühren benutzte Pinsel steckt. Die Knochensplitter 3. 1 1 Farben, die natürlich keine hautschädigen- 5 den Nebenwirkungen haben dürfen, wurden Großzgaststätte, deren, Koch sie fein sauber in mühevollen Experimenten entwickelt und 8 5 suc stammen sie aus der lich geputzt seinen Ve ersten gewesen zu sein, diese neuartige Lehrmethode aufgegriffen haben. Auf einem int lager im Kleinen Wa höheren leitungsbuch dazu herausgebracht haben. Zu strophenschminken sich die Stuttgarter Hilfe“, in denen sie weise vor Angehörige Die Wirkung des keis“ ist erstaunlich: sie es im Ernstfall tu daß die „Wunden“ aus Stumpfes senen Daumens, 75 Kassel. Jagd auf Italien, Schleudern gebracht beschädigt gebliebe „Wunden“ aus Knetplastik und Farbe Stuttgarter„Samariter“ schaffen realistische Voraussetzungen 5. 5. 8 6 5 Gruppe junger und. älterer Menschen 3 1 8 e 1 aller Berufe in ihrem Stuttgarter Versamm- Wc N 8. lungsraum belauschte. Die Polizei konnte bis Die Mitglieder der Stuttgarter„Kolonne“ deutsche Zentrale in Hannover sitzt, ist eine Dirnen noch nicht des überkonfessionellen und unabhängigen „Arbeiter-Samariter-Bundes“ behaupten, die danken von ihren dänischen Freunden gelernt, die sanitätsmäßgige Betreuung sie bei Veranstal- es schon seit einigen Jahren mit gutem Erfolg tungen und anderen Anlässen wahrnehmen. praktizieren und sogar ein hren Bildhauer-Künstlern Kurzkursen diese anschauliche Lehr- verbände und Industriebetriebe anwenden. dabei nicht nur eine sehr genaue und reali- stellung von den verschiedensten Verletzungsarten, sondern beim übungsmäßigen Behandeln der schreck- lich aussehenden„Wunden“ genau so, WI 5 schon etwas ganz anderes, wenn es gilt, am und ritten am vor dem Schwurgericht des Handgelenk des Partners aus einem„hlütis“ den Iintts- und rechtsrheinischen Stadtteter Ja- klaffenden„Fleisch- Wulst“, 5 lung gegen den des Mor- absolut perfekt ist, richtige 2 zu entfernen und vorsichtig einen d beschuldigt, anzulegen, als wenn dem Schüler eine völlig staltungen in der mittelrbeinischen Karne- alte gesunde Hand gezeigt wird mit dem Ver- 5 Ob es sich nun um eines von einer Maschine Abgeris- zen einer schweren, Rippenfraktur oder eines von der gesprun- selsheim veransta genen Windschutzscheibe verursachten Stirn- Aus der Hessischen Nachbarschaft Schweine tollten auf der Autobahn Afrika stürzte. Der Fernlaster hatte 83 schwere Schlachtschweine geladen und befand sich auf der Fahrt von Flensburg nach Kaisers jautern. Bei dem Unfall war ein Schwein ge- tötet und mehrere verletzt worden. Erst nach langem Bemühen gelang es, die 47 auf der Fahrbahn umherspringenden Schweine an der Böschung zusammenzutreiben, Wo sie der kalte Wind bald so steif blies, daß sie sich kaum noch bewegen konnten. Der un- seine Fahrt mit 35 Schweinen fort, während die aus dem Auto geschleuderten Tiere der großen südbadischen Hauptzollämte sind es durchschnittlich zehn Personen täg- lich, die mit kleinen und kleinsten Mengen weisen, wie weit- „heißer Ware“ erwischt Werden. Schmuggel aus dem reich' mal das Blut Ein munterer streng realistisch aber ohne jede Ueber- treibung nachgebildet sind. Die verwendeten Plastolinpasten und eine jalfarbe, in der noch reinsmitgliedern vom 5 5 7. 88 teilweise sogar aus Dänemark pezogen. Eine l den, denn man glaubt, daß diese Lehrweise unser Korrespondent auch in Deutschland eine Zukunft haben Vereinigung von Idealisten, die den Ge- die im Bundesgebiet und vornehmlich in die Betriebe hinein- den frei- ernlationalen Jugend- beiträgen beziehungsweise aus Isertal haben sie das willigen Spenden derer finanzieren, Die Arbeiter-Samariter wollen das Kata- 5 jetzt auch bei entwickelten Mitgliedergruppen in anderen deuts „Samariter“ in ihren Städten einführen. über„Erste bebildertes An- n Stuttgarter Jugend- „Ratastrophenschmin- Die Schüler gewinnen Mainz. Zum Jahreswechsel flel in Mainz der Startschuß für die Karnevalskampagne irn Prinzenjahr 1955, dem„fünf Mal elften e Jahr“ dieses Jahrhunderts. Von ihren Gene- den. Denn es ist ralfeldmarschällen angeführt, marschierten Neujahrstag die Garden aus sie verhalten sich n Wür dessen Imitation von Mainz durch die Straßen der Irmenstadt Knochensplitter und gaben in dieser traditionellen Form den Verband guftakt für die zahlreichen Fastnachtsveran- 8 valshochburg. Vor dem Theater am Guter- zt ein offener Hand- bergplatz nahmen die Mitglieder des närri- Anlernlinge an diese über 10 000 Mainzer Einwohner zusahen. Enetplastik und Farbe mit Erstmals trat auch seine Tollität Alexander I., Straßengraben an derselben inneren Scheu herangehen, mit der erste Karnevalsprinz seit 17 Jahren, vor eier ger sie auch einer echten Verletzung gegen- 7 sein närrisches Volk. Die„Maa-Gard“ des Frankfurter Karne- die Nachbildung des val-Vereins 1911, ein Fanfarenzug, die Prin- garde der„Heddernheimer KWwern“ und Prinzengarde des Karnevalvereins Rüs- teten ihren traditionellen Römer. Sie wurden offenen die Neujahrsaufmarsch zum mehreren Pferdefuhrwerken in eine nahe Scheune abtransportiert wurden. Der Ver- kehr auf der Autobahn wurde acht Stunden lang umgeleitet. 47 quiekende Schweine Sowzetzonenbesucher zahlen die Hälfte Frankfurt. Die hessischen Landestheater in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel geben nach einer Mitteilung der deutschen Zentrale hatte, so daß er um- sucher aus der Sowjetzone gegen Vorlage des Perscnalausweises zum halben Preis ab. Auf eine Anregung des Verkehrsvereins Darm- stadt hin hat sich der Magistrat dieser Stadt bereiterklärt, von Sowjetzonenbesuchern für alle städtischen Veranstaltungen nur Schü- lerpreise zu erheben. Die Kinos in Darmstadt haben sich geeinigt, für bestimmte Vorstel- jungen die besten Plätze für 60 Pfennige an Besucher aus der Sowjetzone zu verkaufen. ne Motorwagen setzte mit Ihre Un- Sen. die Za lionen Schweizer Franken, 19 900 englische Pfund und 86,5 Kilo Gold- Erfahrungsgemäß Summen nur einen Bruchteil der insgesamt verschobenen Zahlungsmittel risses handelt, immer wird genau erläutert, 8. 3 1 5 5 8 auf diesem Gebiet seien die Aufwendungen wie eine solche Wunde zustandekommt, wo- erste Stelle getreten. Dabei hat er seine bei die Beispiele aus dem leider allzu Arbeitsmethoden wesentlich verfeinert. Dem umd von häufigen Alltagserleben herausgegriffen und illegalen Kapitalverkehr dienen. Mill. Mark nier testen Verstecke, die bisher in der Ge- 1 Schichte des Zollkontrolldienstes entdeckt 5 wurden. Beachtliche Beträge fand man in 5 Futter eleganter Damenmäntel, deren Trä- gerinnen mit freundlich lächelnder Un- chuldsmiene die Zöllner zu täuschen ver- stein ein ten. Banknotenbündel in Konser ven- püchsen, im Futteral von Reisenecessaires oder in Koffern mit doppelten Böden sind keine seltenen Entdeckungen im Grenz- Alltag. Mit dem Uhrenschmuggel verhält es sich ähnlich. Edelsteine wurden eine Zeit- 5 g lang mit Vorliebe in hohlen Schuhabsätzen Der„Arbeiter-Samariter- Bund“, dessen geschmuggelt. Die Angriffsposition der Zöllner ist oft Alisten, 0 schwierig, wenn man bedenkt. wieviel Ver- der Ersten Hilfe in die Bevölkerung stecke ein Zugabteil oder ein Kraftwagen den mit allen Wassern gewaschenen Grenz- baren. Sen- ihren sen leg diesem Jahre erhebliche Anstrengungen 1 machen will, seine einst bedeutende Straßen- 1012 85 0 tastnacht wieder aufleben zu lassen.. für Fremdenverkehr Theaterkarten für Be- Devisen sind jetzt beliebteste„heiße Ware“ Aus- oder Einfuhr von 19 Millionen Mark und 81 000 Schweizer Franken nachgewie- Für das Sommerhalbjahr 1954 lauten hlen: 2,9 Millionen Mark. 1,79 Mil- tragen wollen und ihre Arbeit aus Mitglieds- schmugglern und Uhrenschmuggel deren würde die Zollfahndung gerne Stichproben und schlagartige Großkontrol- len durchführen. Andererseits soll der im Zeichen der Visumfreiheit stark angewach- e Grenzverkehr durch fahndungstech- chen nische Eingriffe nicht über Gebühr gestört zungen und dem Schrecken davon. werden. Närrischer Auftakt am Rhein In Mainz, Frankfurt und Worms fiel der Startschuß zur Karnevalsaison von Oberbürgermeister Dr. empfangen. Dabei übergab der Oberbürger- meister dem Kommandeur der Garde eine Urkunde, wonach an den Namen Garde“ führt. Während des Empfanges wur- den vom Spielmanns- „Maa- Gard“ der„Dr.-Walte Gruß der Maa-Gar Die Märsche wurden vom Stabführer des Fanfarenzuges, Ludwig Döhren, komponiert. Nach 20 Jahren zum erstenmal marschier- ten am Neujahrstag in Worms buntgeklei- von vier Jugendlichen dete Gardisten und Amazonen der Prinzen- senser Kriminalpolizei einen gefährlichen garde 8. um die Straßenfastnacht Einbrecher festnehmen 5 zu èröffnen. Ihnen folgten in einer langen 1 5 Wagenkolonne die Elferräte der Wormser Art»Schrotpistole, tun e Karnevalsvereine. Als Senior überreichte Narhalla-Elferratspräsident Willi Schlösser Wer* im Rathaussaal dem Bürgermeister und. 0 8 Landrat Gratulationsadressen. Bei dieser Ge- 118950 8 en B Sitrer des Hundes enheit wurde mitgeteilt, dag Worms in. 8. 2 8 gen und der, Neue Kriegsgefangenentransporte? stellt. Hünfeld. Mit weiteren Kriegsgefangenen- Rheinschiffahrt gesperrt transporten aus der Sowietunion ist nach Mainz. Auf Ersuchen der alliierten einer Mitteilung des Heimkehrerverbandes Hohen Kommission ist die Hünfeld vermutlich auch in diesem Jahre zu rechnen. So habe kürzlich auf einer Presse- konferenz in Dresden der Delegationsführer Germersheim, einer sowjetischen Rot-Kreuz-Delegation er- klärt, daß nach seinem Wissen im Laufe der kommenden Monate weitere Entlassungen von ehemaligen deutschen Kriegsgefangenen pevorstünden. Vorbereitungen für Transporte seien bereits getroffen. Nach die- 16.30 Rinderstunde 1 2 5 17.00 Wir helfen suchen sen Entlassungen verblieben lediglich deut- 17.10 Hyazinthen 3 5 19.00 Die Münchener Abendschau sche Kriegsgefangene im Osten, die die so- wjetische oder polnische Staatsangehörigkeit erworben hätten und eine Repatriierung ab- lehnten. BIK Nac RHEINLAND-PFALZ wesen würden die Aufwendungen von Hes- sen und Baden-Württemberg übertroffen. Auch mit seinem kommunalen Finanzaus- gleich liege das Land über den Leistungen von Nordrhein- Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Besonders bemerkens- wert sei auch, daß das Land mit seinen Lei- stungen auf dem Gebiet des Straßenbaues über dem Bundesdurchschnitt liege. Gerade 87 400 Dollar, stellen diese und Edel- in den letzten Jahren erheblich vergrößert elf Mill. Mark im Jahre 1949 Auf im Jahre 1953 gesteigert raffi- worden. In letzter Minute Kaiserslautern. Buchstäblich in letzter Minute konnte in der Silvesternacht in Ram- Großfeuer verhindert werden. Ein elf jähriger Schüler hatte einen Kanonen schlag in einem Astloch im Gebälk einer bis oben mit Stroh gefüllten Scheune angezün- det. Durch die Explosion wurde das Stroh in Brand gesetzt. Zum Glück gelang es sofort, das brennende Stroh auf die Straße zu wer- fen und ein Ausbreiten des Feuers zu ver- hindern. Zu Tode gequetscht Landau. Ein 33jähriger Oberfeuerwehr- mann aus Landau wurde von der Karosserie eines Mannschaftsfahrzeuges, das von einem Brand in Stein bei Annweiler nach Landau häufigere zurückkehrte, zu Tode gequetscht. Auf der schmeeglatten Straße kam das mit sechs Feuerwehrleuten besetzte Auto ins Schleu- dern und kippte um. Die übrigen fünf Feuerwehrleute kamen mit leichteren Verlet- bietet. Um vor allem den Devi- zu stoppen, „Inventur“ der Stadträte Worms. Unter dem Motto„Inventur 1954 fuhr der Wormser Oberbürgermeister am letzten Tage des alten Jahres mut allen Stadträten in einem Omnibus durch den Stadtkreis. Dabei wurden Wohn- und Schul- bauten, das Städtische Wasserwerk, die neue Debergabestation des Gaswerkes, Alters- heime, Krankenhäuser und der Altstadt- durchbruch besichtigt. Die Fahrt, die künftig in jedem Jahr Wiederholt werden soll, Soll die für das Wohlergehen der Stadt Verant- Wortlichen mit dem jeweils Geschaffenen in Ueberblick vertraut Walter Kolb die„Maa-Gard“ von nun „Frankfurter Karneval- und Fanfarenzug der r-Kolb-Marsch“ einem umfassenden 4 Uraufgeführt. machen. Einbrecher schoß mit Schrotpistole Pirmasens. Dank der Unerschrockenheit konnte die Pirma- . obwohl er mit einer Der 19 jährige Pole, der erst kürzlich entlassen wurde, war in ein Milchgeschäft von aufgestöbert worden nahmen vier Jugendliche die Ve Flüchtenden auf. Obwohl einen von ihnen durch einen Schuß ins G sicht verletzte und weitere Schüisse auf die andern abgegeben hatte, gaben sie die Ver. kolgung nicht auf. Er wurde von ihnen une der inzwischen alarmierenden Polizei ge. Rheinschiffahrt wegen militärischer Uebungen am 9. Janua, von 06.00 bis 18.00 Uhr bei Leimersheim, Rheinhausen, Brühl, Gerns heim und Nierstein gesperrt. 5 Saen Auf dem Fernsehschirm diese Dienstag, 4. Januar (nur über Sender Wendelstein Der sechste Erdteil 5 Interview mit Old Amerika Im Kreuzfeuer l 20.00 20.50 21.30 Die billige Schlafzimmer Macorè/ Mahag., 180- m- Schrank 1 Frisko, 2 Nachttische, 495 2 Betten DM 75 Küche. 1 Büfett, 1 Tise 2 2 Sine 280, Wohnzimmer 1 Wohnschr., 3tür., m. messing- vergl. Mitteltür, 1 Aus- 425 2 zugtisch, 4 Polst.-Stühle* — ͤäöũ— zusammen 1200. ANN r C0 9 8 un fl de und! O 4, 5, an den Planken gegenüber planken-Lichtspiele Telefon 5 2778 [ Sperlelobteilung: Unslehtbale Augenglösel 5 Lleferant aller Krankenkassen Das handwerkliche paßbild Bettfedern deren senen schnellstens. 3, 38 N ſalell u. Falern RTI er Fotokaioen im Stadt- und umzüge 5 Kabfgesuche 5 erh., zu kaufen gesucht. Angebote 5 unter Nr. 0688 an- den Verlag. Kaufe Nähmaschine oder Oberteil. Angeb. unt. Nr. PS 217 a. d. Verl. Schlafzimmer, Küchen, gebr. Möbel, Teppiche, Schränke, Porzellan, Hausrat gesucht für nächste Ver- steigerg. H. Witt,& 7, 29, Tel. 53781. 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Dennoch darf die- ses Resultat, gegen den deutschen Ex-Mei- Ster, den Krefelder Ev, erzielt, Mannheimer in Krefeld mit dem Saison- rekordergebnis von 1:22„in den Keller Jagte“, als einigermaßen ansprechend be- zeichnet werden. Die Mannheimer kämpften wieder einmal wacker, waren jedoch den in allen eishockeytechnischen Belangen— der Stock- und Lauftechnik und dem Zusammen- spiel um zwei Klassen überlegenen Gegnern in keiner Spielphase ebenbürtig. Wenn die Mannheimer mit ihrem„Hau- Ruck-Stil« einmal Feldausgeglichenheit erzielen konnten, dann war dies nur für Minuten der Fall. Obwohl Torwart Wesse- Jowski bei einigen Schüssen ausgesprochenes Pech hatte— zwei Schüsse fälschte er ins eigene Netz ab— trifft ihn keine Schuld an der Höhe der Niederlage. Im Gegenteil: Wesselowski hat einen höheren Sieg der Gastmannschaft im ersten und dritten Drittel verhindert. Den wirbelnden Kombi- nationen, vor allem dem glänzenden und genauen Zuspiel, das Nationalverteidiger Guttoweski für seine Stürmer aufbaute, stan- den die Mannheimer oft machtlos gegenüber. Und dennoch mußte der kanadische Trainer Girard im ersten Spielabschnitt mehrfach energisch an die Bande klopfen, bis seine Schützlinge das richtige Rezept fanden, um die unorthodoxe Mannheimer Deckung auf- zubrechen. Die beste Entwicklung von den Mannheimer Spielern hat unzweifelhaft der noch junge Lorenz-,Patschek“ genommen, dier mit einer fabelhaften Solo-Leistung das Mannheimer Ehrentor scorte. Rekordtor- schütze der Gäste war mit sechs Treffern Pescher. P. Puck 3 Erfolgreichste Torjäger: ue Seeler übernahm Führung g Vier Tore beim 8:4 des Hamburger S Huber Arminia Hannover brachten den jun- gen Nationalmittelstürmer Uwe Seeler an die Spitze der Torjägerliste. Während im f 3 Süden und West am 2. Januar keine Mei- sterschaftsspiele anstanden, war Herbert Martin(1. Fo Saarbrücken), der bisher ge- meinsam mit dem Reutlinger Grziwok und dem Dellbrücker Lorenz(je 15) führte, beim Saarbrücker 4:0 gegen Trier zweimal er- folgreich. Er belegt nunmehr mit einem Tor Rückstand gegenüber Seeler den zweiten Platz.— Die Spitzengruppen der einzelnen Ligen: 5 Nord: Uwe Seeler(Hamburger SV) 138, Apel(Arminia Hannover), Schlegel Ham- burger SW), Erb(Altona 93) je 13, Preuße (Werder Bremen) und Thamm(Eintracht Braunschweig) je 11 Tore; . West: Lorenz Preußen Dellbrüc) 13, Kar! Gramminger Fortuna Düsseldorf) 13, Islacker(Rot-Weiss Essen) 12, Vordenbäu- men(Rot-Weiß Essen) 9 Tore; Südwest: Martin(1. FC Saarbrücken) 17, Grzenia(VfR Kaiserslautern) 14, Sehrt (Wormatia Worms), Altmeyer(Saar 05 Saarbrücken), Warth(Tus Neuendorf) je 13, Otto(1. FC Saarbrücken) 12 Tore; f Süd: Grziwok(SSV Reutlingen) 15, Meyer(VfR Mannheim) 12, Hubeny(Jahn Regensburg 11, Schade(I. FC Nürnberg) und Fronenbitter(Stuttgarter Kickers) je 10 Tore: Berlin: Lange(Spandauer SW) 13, Nocht (Viktoria 89) 11, Graf, Wenske(beide Ten- nis- Borussia), Steffen(Minerva 93) je 9, Klein(Union 06) 7 Tore. 1. Amateure Nordbaden: Busch(ASV Feudenheim) 19, Kühn FV Daxlanden) 15, Rachner(ASV Feudenheim) 12, Preschle (L. Neckarau) 11, Hauck(SV Schwetzin- gen) und Bolleyer(Amicitia Viernheim) je Bei den Eiskunstlaufmeisterschaften in Berlin: helga Dudl ainsi und Meyne? Mronemann Faboriten Für den Titel im Paarlauf rechnen sich die Rollschuh-Titelträger Sigrid Knake/ Günter Koch Chancen aus. Eiskunstlauf besteht aus den Elementen Sport, Tanz und Musik. Es ist die Kunst, der die sich auf dem Eis zu benehmen. Das lernt sich nicht von heute auf morgen, denn alles braucht seine Zeit. Doch Zeit allein genügt nicht, zumindest nicht bei den Eiskunstläu- kern. Man muß auch über„Kleingeld“ ver- fügen. Und über Talent, Auch der Fleiß sei nicht vergessen; denn alle Sterne und Stern- chen, die heutzutage über das glitzernde Eis schweben, haben fünf bis zehn Jahre mühe vollster Kleinarbeit an sich leisten müssen. Oft ist es allein übertriebener Ehrgeiz der Eislauf-Muttis, der ihre Kinder zur Bahn treibt und sie einreiht in die große Schar der kleinen„Kringeldreher“, die tagsüber mre schönen Kreise ziehen und des Nachts von Sonja Henie träumen. 5 Also denn: Gundi Busch, seit den Tagen Sonjas die beliebteste Erscheinung auf den Eisbahnen, ist seit Wochen hochbezahlter Star(man spricht von einer Wochengage von 2000 Dollar) bei der amerikanischen„Holly- wood Jee Revue“. Die Lücke, die sie im deutschen Eiskunstlauf hinterläßt, ist in der nächsten Zeit nicht zu schließen. Deutsche Meisterin sollte bei den Mitte Januar im Berliner Sportpalast stattfinden- den Eiskunstlaufmeisterschaften die 24jäh- rige Münchnerin Helga Dudzinski werden, die für EV Füssen startet und bereits drei- mal(1949 bis 1951) zu Titelehren gekommen ist. Helga hat den Sommer über viel Leicht- Athletik betrieben, ist nur ganz kurz in Lon- don auf dem Eis gewesen und hat all ihre Sprünge, Pirouetten und Monde unversehrt in die neue Saison gerettet. Ihr Vortrag zu- dem ist reifer und ausgeglichener geworden und die vielen Pflichtfiguren beherrscht sie ohnehin seit Jahren. Helgas größte Rivalin wird die Vorjahrs- zweite Rosel Pettinger Münchner EV) sein. Rosel, 20, Tochter eines fnanzstarken Mün- chener Metzgermeisters, der sich sehr ener- gisch für die Rechte seiner Lieblingstochter einsetzt, hat ein kurzes Gastspiel bei Megan Taylor im Prinzregentenstadion abgebrochen, ist auch nicht wieder zu Thea Frenssen nach Chamonix gegangen, sondern zum „Pflicht- Professor“ Gerschwiler nach Lon- don. In der Streatham-Halle war sie nicht allein. Mit ihr trainierten Erika Rucker und Rieke Kirsch(beide München) und der Bad Nauheimer„Springer-König“ Werner Krone- mann, der in zwei Wochen ebenfalls mit sehr guten Aussichten an den Start geht. Freimut Stein will, wie er kürzlich erklärte, nicht mehr mitmachen und dem Nachwuchs Platz machen. Gefahr für Kronemann Könnte nur von Kurt Weilert Berlin), und dem jungen Düsseldorfer Tilo Gutzeit dro- hen, der ein sicherer Pflichtläufer ist und bei Frau Frenssen viel gelernt hat. Ob der kleine— auch dem Mannheimer Eissport- publikum gut bekannte—„Eisclown“ Hans- Jürgen Bäumler vom Münchner EV bereits den Sprung in dle Meisterklasse wagen wird? Der Paarlauf- Wettbewerb ist in seinem Ausgang völlig offen, Im vorigen Jahr gab man Minor“ Braun den Titel, aber ob die beiden viel weitergekommen sind? Große Fortschritte haben die jungen Münchener Lilly Zettl/ Klaus Loichinger gemacht. Ihr tänzerisch-beschwingtes Programm(wenn fehlerfrei vorgetragen!) ist immer eine Augenweide. Marika Kilius/ Franz Ningel, das Frankfurter„Märchenpaar“ auf dem Eis, von Ria Baran schon vor Jahren auf den Schild gehoben, ist durch ein langwäh- rendes Rollschuhtraining bereits in der rich- tigen Form und immer für eine Ueber- raschung gut(wie auch die Münchener Evi Neeb/ Karl Probst). Ebenso aus dem Kollschuhlager kom- men die Hannoveraner Knake/ Koch, die seit einigen Wochen auf dem Düsseldorfer Eis trainieren. Falls es gelingt— und das ist die große Frage— die Rollschuhkür mit all den Schwierigkeiten, der Harmonie im Schattenlaufen und dem Gleichklang aller Bewegungen aufs Eis zu übertragen und den Kontakt mit dem Berliner Publikum Zzu fin- den, dann müßte der erste Meistertitel auf dem Eis auf Anhieb fällig sein. Jedenfalls sind Knake/ Koch unser„Geheimtip“. Tobias Ausschnitte aus den Weltmeisterschaftsläufen: Der ſflereedes- Siegeszug im Film Zusammenfassung der rennsportlichen Ereignisse des vergangenen Jahres Einen Tag vor der Abfahrt der Mercedes- Wägen zum ersten Weltmeisterschaftslauf für Rennwagen der Formel I nach Buenos Aires, präsentierten die Daimler-Benz-Werke am Montag in Stuttgart einen Filmstreifen vom Kampf der Formel-Rennwagen 1954 um die Welt meisterschaft. Packende Ausschnitte aus den sechs Weltmeisterschaftsrennen des ver- gangenen Jahres, die viermal Juan Manuel Fangio auf Mercedes als Sieger am Ziel sahen, ließen das motorsportliche Geschehen in einer eindrucksvollen Zusammenfassung noch einmal lebendig werden. Der von der Böhner-Film hergestellte Streifen soll in den nächsten Monaten in allen größeren Städten der Bundesrepublik und des Auslandes die Leistungsfähigkeit der ältesten Automobil- fabrik der Welt zeigen. Zum ersten Male stellte Rennleiter Neu- bauer der Presse das Mercedes-Rennfahrer- team für 1955 vor: Karl Kling, den neu ver- pflichteten englischen Nachwuchsfahrer Stir- ling Moss umd den jungen Stuttgarter Hans Bruno Leinweber sucht: Heeignele Spieler fu. Welimeisterschatt Trotz der beiden Niederlagen Zufriedenheit im deutschen Eishockey-Lager Eishockeyobmann Bruno Leinweber Füs- sen) und der kanadische Trainer der deut- schen Eishockey-Nationalmannschaft Frank Trottier waren mit den Leistungen der Spie- ler trotz der beiden Niederlagen gegen die Tschechoslowakei(0is in Garmisch und 3:7 in Füssen) am Sonntag im allgemeinen zu- frieden. Leinweber wies noch einmal darauf hin, daß die beiden Spiele den Zweck gehabt hätten, den geeigneten Spielerkreis für die Eishockey-Weltmeisterschaften zu finden. Es habe sich gezeigt, daß eine deutsche Natio- nalmannschaft nur aus Spielern des EV Füs- sen, des Krefelder EV und des Sc Riesser- see zusammengesetzt werden könne. Spieler anderer Mannschaften seien erwiesener- maßen ungeeignet. Zu denken gebe aller- dings die noch nicht ausreichende Kondition. Trainer Frank Trottler beabsichtigt, mit seinen Kollegen Girard(Krefelder EV) und 30. Januar in Sankt Moritz teilnehmen zu können. Zu der Schlägerei zwischen Bildberichtern und Bahnaufsehern, die am Sonntag die Photographen daran hindern wollten, Auf- nahmen von dem gestürzten Fahrer zu machen, sagte Johnson:„Ich kann diese sturen Funktionäre nicht verstehen. Selbst- verständlich müssen die Photographen unge- hindert ihrer Arbeit nachgehen können.“ Bei dem Handgemenge war einem Kameramann der Wochenschau das Nasenbein gebrochen worden. In einem Brief an den bei der Schlägerei verletzten Kameramann Bern- hard Stehisch drückte das Garmischer Sport- komitee am Montag sein„Bedauern über den peinlichen Vorfall“ aus. Herrmann.(Weltmeister Fangio hält sich zur Zeit in seiner argentinischen Heimat auf.) Diese vier Fahrer werden das Mercedes- Werk in diesem Jahre bei 18 grogen inter- nationalen Konkurrenzen, darunter sämt- licher Weltmeisterschaftsläufen, dem 24 Stun- den von Le Mans, der Mille Miglia und der Carrera Panamericana vertreten. tz „Endgültig und unumstößlich“ Ulzheimer zieht Rennschuhe aus Einer der erfolgreichsten deutschen Leichtathleten, der 29 Jahre alte Frankfur- ter Mittelstreckenläufer Heinz Ulzheimer, gab jetzt bekannt, daß er seine aktive Lauf- bahn„endgültig und unumstößlich“ abge- schlossen habe, Ulzheimer begründete sei- nen Entschluß damit, daß sich der aktive Leistungssport mit seinem Beruf— er be- treibt eine Tankstelle— nicht mehr verein- baren lasse. Der mehrfache deutsche Meister Ulzhei- mer erkämpfte 1952 bei den Olympischen Spielen in Helsinki die Bronze-Medaille über 800 Meter und nahm an der 4* 400 Meter-Staffel teil. Außerdem ist er ameri- kanischer Hallenmeister über tausend Vards. Für seine guten Leistungen hat er das sil- berne Lorbeerblatt erhalten. Noch vor weni- gen Wochen lief er in Japan die 400 Meter in 47,7 Sekunden und bewies damit, daß er noch immer zu den besten Läufern zählt. Bannister bestätigt Rücktritt In einem Brief an die ISK bestätigte Dr. Roger Bannister, der erste Bezwinger der Traum-Meile, seinen Entschluß, sich vom aktiven Sport zurückzuziehen. Der englische Nervenarzt schrieb, daß er sich sehr gefreut habe, von der Sportpresse der Welt zum „Sportsmann des Jahres“ gewählt worden zu sein. Diese Wahl habe ihn im erfolg- reichsten Jahr seiner Sportlerlaufbahn ge- troffen. Nun aber wolle er sich ganz von der Aschenbahn zurückziehen, denn seine beruflichen Pflichten lassen ihm nicht mehr die Zeit zum Training. 5 Behält Pfirrmann seine weige Weste“? Nit fänf 24jährigen auf Nordlandfahrt 0 7 bei der Mennschaftsmeister ob erstmals auf einer Winterbahn ausgeschrieb 0 nen Meisterschaft über 100 lem wurden in de Nacht zum 2. Januar in der Münsterer Kal, 7 Münsterland“ Hörmann/ Preiskeit, die sich v Theissen/ Holthõfer und Zoll Weinrich(ein Runde aurdeſe) den Titel sicherten. Ludwig Höß mann wurde mit diesem Sieg zum neunte Male, sein„Genosse“ Hans Preiskeit zun fünften Male deutscher Meister. Unser Bil zeigt die beiden auf ihrer Siegesfahrt. 1 Foto: dp Neue Sorge für„Bundes-Sepp“ Herkenrath im Krankenhaus Nationaltorwart Fritz Herkenrath Rot- Weis Essen) hat sich am Montag in; stationäre Behandlung eines Essener Kran- kenhauses begeben, nachdem die klinische Untersuchung den Gelbsuchtverdacht bestä- tigte und außerdem eine Leberschwellung festgestellt wurde. Der Essener, bei dem inzwischen auch Hautverfärbung eingetreten ist, Wird drei bis vier Wochen im Kranken-⸗ haus verbleiben müssen. Er sagte, daß er beim besten Willen keine Antwort auf die Frage wüßte, wWwo er sich wohl angesteckt haben könnte.. Die Essener werden für Herkenrath vor- aussichtlich Buß ins Tor stellen. Auch für Bundestrainer Sepp Herberger wird sich der Ausfall von Herkenrath so leicht nicht Ver- schmerzen lassen. 1 0 5 Morlock und Mai gut erholt Die ebenfalls von der Gelbsucht be- trofkkenen Spieler Max Morlock und Karl Mai haben sich gut erholt und werden in der kommenden Woche noch einmal auf Herz und Nieren untersucht. Der Fach-. arzt wird dann entscheiden, ob Karl Mai i etwa drei Wochen und Max Morlock An- fang März wieder trainieren können. Kaiserslauterns rechter Läufer Eckel, der im Spiel gegen den Lokalrivalen VfR Kaiserslautern einen Unterschenkel- bruch erlitt, läuft bereits wieder. Der Bruch ist gut verheilt, und die Genesung macht gute Fortschritte. Wann Eckel wieder trai- nieren kann, Horst a steht noch nicht fest. Der 10 Tore. N Neuer Hockeysieg in Pakistan Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft Hat am Montag in Karatschi eine kombinierte Vertretung der pakistanischen Luft- und See- Streitkräfte mit 3:1 geschlagen und damit ren sechsten Erfolg auf ihrer Pakistanreise errungen. Die deutsche Vertretung hat damit e drei bisher in der Landeshauptstadt aus- getragenen Spiele gewonnen. SVM-Flamingos wieder aktiv Die begeisternden Darbietungen der amingos“ vom Schwimmverein Mann- heim bei ihrem Debut im Herschelbad lie- hen den Wunsch nach einer Wiederholung laut werden. Der SVM hat sich daher ent- chlossen, das„Fest der schönen Schwimm- Künste“ am 9. Januar, 17 Uhr, zu wieder- im stellen. holen. Um auch den Wasserball freunden einen Genuß zu verschaffen, wird sich der hessische Oberligameister Tsd. Darmstadt Rückkampf der Fünf des SV Mannheim Lorney Trottier(Sc Riessersee) die Natio- malspieler einem sechswöchigen Konditions- training zu unterziehen. Etwa acht Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft müßte die Na- tionalmannschaft in einem gemeinsamen Lehrgang den letzten Schliff erhalten. Trot- tier wWwar der Auffassung, daß das schlechte Abschneiden im letzten Drittel des Zweiten Lloyd Johnson sagte am Montag, er hoffe zu- versichtlich, trotz seiner Verletzungen noch an den Weltmeisterschaften vom 23. bis Deutsche Boxer vor schweren Kämpfen in Finnland und Schweden Die zehn deutschen Boxer, die am 16. Ja- lar gegen Finnland in Helsinki und am 18. Januar gegen Schweden in Stockholm antreten, haben eine harte Praxis hinter sich. Alle Zehn bestritten bisher zusammen haben. Daß sie dabei erst 24 Jahre oder darum herum sind, zeugt für ihren Kamp- feseifer. Der DABV geht mit fünf 24jähri- Sen auf Nordlandfahrt. Der 19 jährige Wag⸗ ner aus Konstanz, der 20jährige Neuling abgenommen werden. Schäfer hofft, am 30. März beim Länderspiel gegen Italien in vierte Nationalspieler aus der Weltmeister- elf, der Kölner Linksaußen Schäfer, erhielt vom Arzt noch drei Wochen Schonzeit ver- ordnet. Der Gipsverband am Fuß(Riß im Sprunggelenk) konnte vor einigen Tagen Mit sieben deutschen Meistern der letzten Der fünffache Meister Pfirrmann hofft, sel- Jahre, zwei Vizemeistern und einem Dritten nen blütenweißen Rekord in Länderkämpfen (Schwarz) ist die Nationalstaffel gut gerüstet.(14 Starte, 14 Siege) weiter zu behalten. 5 8. 5 5 g 8 Stuttgart„bei Bedarf“ wieder zur Ver- Länderspiels in Füssen nicht nur auf Kon- 1658 Kämpfe. Drei Nationale sind darunter, Rudhoff und der 22jährige Schwarz sind die A eg a. stehen... 3 sondern auch N Re- die über 200 Kämpfe in ihrem Rekord Jüngsten, Betrachten wir die Mannschaft: 2 signation nach dem vierten Gegentreffer der 8 5 1. Tschechoslowakei zurückzuführen sel. Tor- Gewicht Nieme Alter Berut Kampte siege famofg Siege„„ ä 3 W. f id ic 5 5 5 Süd- N„ 1 Ratten gelen Ber srt ungen entsprechen Für fue, Sarel% eee, we, ß die Stürme schlug Trottier die Besetzungen Bantam: Senn„ 55 3 DM.— Zehner-Wette: 1. R.: 718,60 DPM; Sepp-Unsin-Guggemos Weide-Egen-Pescher Feder- Rudhotkt 20 Nechennter 103 45 5 8 2. R.: 41,10 DM; 3. R.: 4,10 DM.„ und Breitsamer-Pittrich-Fries vor Telent: Kursehat 24 Kutoschlosser 159 137 7 5 Nord-Süd-Block: Elfer wette: 1. R.; 4718 DMI, s Halbwelter: Wagner 19 Metzger 235 211 8 4 2. R.: 260,50 DM, 3. B.; 28,20 DM: Neunerwette; 85 i Welter: Oldenburg 26 Bäcker 131 102 1 1 1. R.: 342,50 DM, 2. R.: 26,20 DM. 8 Johnson will trotzdem starten Halpmittel: Rienhardt 2% Weesen e i 9 6 5 b A Der am Sonntag auf der Olympia-Bob- Mittel: Wemhöner 24 Werkzeugmacher 114 9 9 6 Seinen jährigen Nationalstürmer. JJ ⁵ ↄↄß. 24 Etm. Angest. 224 199 14 14 nerierte Mö dali brd g A 5000 Pfund bang gestürzte amerikanische Ex- Weltmeister Schwer; Witterstein 24 Bildhauer 136 102 5 3 erierte Middlesbrouen kür 1 60 000 Dua) an die gleichfalls zur zweiten Divi- sion zählende Hull City, die bereits mit Stop- per Neil Franklin einen ehemaligen Reprä-* sentativen in ihren Reihen hat. Plè im s ſecan wird gespart! Nichts leichter als das: Kaffee a mit 222 fiſtern! MELITTA Zeigt Ihnen, wie mon t Weniger Koffeemehl besseren Kaffee bereitet von 4. bis 8. Januar bei Mhm., Qu J, 2(Breſte Straße) kommen sje ein Probetägchen molittagefilterten Kaffees wird erzeugen! 9 Kraftfahtzeuge 5 Verleih Tel. 4 81 07 Autoverleih eim u. 4 93 19 För 12 M und UW.-Samba-gus Auto- Verleih Qu 3, 6-7. Tel. 3 28 69. VW- Verleih, Hick, Dalbergstraße 7. Telefon 3 22 67 u. 7 61 87. Auto-Verleih Olympla-Rekord u. Kapitän F. WacHTER, Telefon 4 25 84. Rheinhäuserstrage 51/53 Auto-Verleih Brice Käfertal-Süd, jetzt Ruf-Nr. 76546 Aute-Verleih VW u. 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Januar 1955 Hochuferstraße 9 In Die Kinder tiefer Trauer: Beerdigung: Mittwoch, den 5. Januar 1955, 9.30 Uhr, im Hauptfriedhof Mannheim. Leiblstraße 12 sanft entschlafen. Mannheim Neuostheim, den 1. Januar 1958 Beerdigung: Dienstag, den 4. Januar 1955, 14.00 Uhr, Kurz vor Vollendung ihres 89. Lebens jah res ist heute unsere Hebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma, Frau Frieda Dollmann geb. Meister Im Namen der Hinterbliebenen: Albert Dollmann im Hauptfriedhof Mannheim. aus 1(Rot. tag in Kran- linische bestä- wellung ei dem letreten anken⸗ daß er auf die gesteckt th vor- ich für zieh Aer ht ver- t uit be- 1 Karl werden einmal Fach- Mai in K An- reichen Worte, Horst rivalen jenkel-⸗ Bruch macht r trai- t. Der leister- erhielt it ver- dig im Tagen am 30. ien in Ver- Stille statt. e e 8 Holzstraße 9a denken bewahren. Holzstraße 18 5 * Plötzlich und unerwartet verschied am 2. Januar 1955 infolge eines Herzschlages mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, Herr Emil Sacherer im Alter von 627% Jahren. Mh m. Friedrichsfeld, den 3. Januar 1955 Unerwartet verschied am 1. Januar 1955 Herr Karl Holm Allen Bekannten die traurige Nachricht, unerwartet meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, germutter, Schwester, Tante und Oma, Frau Emilie Kirstätter 8 verw. Böh, geb. Kark um Alter von 62 Jahren verstorben ist. Wer sie gekannt, weiß, was wir verloren. Mannheim; den 3. Januar 1955 5 Hauptlehrer In tlefer Trauer: Sophie Sacherer geb. Schmid Klaus, Brigitte, Renate, Hanspeter und Magdalena Sacherer Ferd. Schmieg u. Frau Verena geb. Sacherer, Studienassessoren Beerdigung: Mittwoch, 5. Jan., 14 Uhr, Friedhof Friedrichsfeld Für die vielen Beweise herzlicher Anteflnahme beim Heim- gang unseres lieben Entschlafenen 5 Karl Barth sowie für die Kranz- und Blumenspenden sagen Wir auf dlesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Dr. Stürmer fur die trost· dem ehrenden Nachruf der Arbeitskollegen der Friedhofverwaltung und allen denen, die unserem lieben Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben. 5 Mannheim, den 3. Januar 1955 Hohwiesenstraße 114 Im Namen der Hinterbliebenen: Kuni Barth geb. Schrenker Auf Wunsch des verstorbenen fand die Trauerfeier im aller Nach kurzem schwerem Leiden ist in der Silvesternacht mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Karl Holm im Alter von 70 Jahren für immer von uns gegangen. Mannheim, den 3. Januar 1955 In tlefer Trauer: Anna Holm und Angehörige Beerdigung: Mittwoch, 5. Jan., 11.30 Uhr Hauptfriedhof Mhm. Kranführer 1. R. Der Verstorbene war nahezu 40 Jahre in unseren Diensten und ein Vorbild an Pflichterfüllung und Arbeitseifer, Wir betrauern sein allzu frühes Hinscheiden und werden ihm ein ehrendes An- N C. G. Maier Aktiengesellschaft für Schiffahrt, Spedition und Commission Geschäftsführung, Betriebsrat und Belegschaft Beerdigung: Mittwoch, 5. Januar, 11.30 Uhr, Hauptfriedhof Mhm. Wilhelm KEirstätter mit Kindern und Anverwandten Beerdigung: Dienstag, 4. Januar, 14.30 Uhr, Hauptfriedhof amm. Herrensand 29 In den frühen Morgenstunden des Sonntag rief der Herr über Leben und Tod meine herzensgute Mutter, Schwie- germutter, Oma, Schwester, Schwägerin u. Tante, Frau Karoline geb. Lang im Alter von 73% Jahren zu sich. Mannheim, den 2. Januar 1955 K 2, 24 Feuerbestattung: Mittwoch, den 5. Januar 1958, 13.30 Uhr, im Krematorium Hauptfriedhof Mannheim. 8 a FFFFPPPCCCCCbCTCTbTbTGTGTGTCTG'by.!ͤò p PPVCCCCCCCVPPPCCGGGGGCGk(T(TT(Tb''TéT'T'Té—'TTWç—TW''ͤTb''T'b'T'T'b''v'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'....w.w..w.w.w.ww p ö Kfz- Handwerker zum sofortigen Eintritt gesucht. In stillem Leid: Lora Egner geb. Stempfel August Egner Carlito Egner Mala J. V. Gonzales 659, Prov. Buenos-Alres Für die An verwandten: Frau Mannheim, Landteilstraße 17 Am 2. Januar 1955 entschlief unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, Herr Johann Krapp im Alter von 79 Jahren. Mannheim, den 3. Januar 1953 Waldhofstraße 43a Feuerbestattung: Mittwoch, 5. Januar 1955, 14.00 Uhr, im Krema- torium Hauptfriedhof Mannheim. Am 1. Januar 1955 verstarb unsere Bebe Tante, Fräulein Sophie Bender kurz vor Vollendung ihres 72. Lebensjahres. Mh m. Pfingstberg, den 3. Januar 1955 Elisabeth Krapp Friedrich Krapp u. Frau Rosel Georg Sees u. Frau Rosa Margarete Schuster u. Kinder sowie alle Angehörigen Die trauernden Hinterbliebenen Beerdigung: Dienstag, 4. Januar, 14 Uhr, Friedhof Rheinau Unsere liebe Mutter, schwiegermutter und Oma, Frau Elise Fromm 6 ist im Alter von 84 Jahren sanft entschlafen. Stellenangebote Stempfel ver, F. C. N. G. B. M. Tüchtiger. 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Januar 1955 Schwie- Intlefer Trauer: Josef Hänsel Voges für seine trostreichen Worte, legschaft der Firma Gg. u. und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Mannheim, den 3. Januar 1955 Jungbuschstraße 25 In stiller Trauer: und Angehörige Bestattungen in Mannheim Dienstag, 4. Januar 1955 Hauptfriedhof Zeit Nennstiel, Elise, Gartenfeldstraße 3 10.20 Mösel, Katharina, Fahrlachstraße 10 11.30 Neubauer, Franz, Jungbuschstrage 30 13.00 Dollmann, Friederike, Leiblstraße 12 14.00 Kirstätter, Emilie, Holzstraße 1 14.30 Friedhof Käfertal 5 Dietrich, Georg, Waldhof, Waldfrieden 9 14.00 Friedhof Sandhofen Gaa, Karl, Ausgasse 2 14.00 Friedhof Rheinau Bender, Sofie, Herrensand% 14.00 Friedhof Seckenheim 14.00 Blümmel, Karl, Bühler Straße 10 Mitgeteilt von der Frledhofverwaltung der Stadt Mannheim ohne Gewähr sagen wir herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer der Betriebsleitung und Be- Otto Kruse für die Kranzniederlegung Luise Hänsel geb. 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Händel CJephta“ oder„Jesua).— Sangesfreudige Damen u. Herren sind jederzeit herzl. Willkommen. Anmeldung: in der Chorprobe oder bei der Geschàftsführerin Frau E. Schuster, Ludwigsapotheke, Bismarck- straße 35, Tel. 6 22 73. Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. — e 7 8 80 II. OFFENTIICHES DEUTSCH-AMERIKANISCHES FORUx 0 ö In ein am Mittwoch, dem 5. Januar 1955, um 20.00 Uhr, im Amerika-Haus 5 1255 am Wasserturm. tried, 115 Zur Diskussion steht: 1 n hältni Polizei Murg „Das Verhältnis von Polize klare 2 geschehe. und Bürger im Staat“ der Gel Landwirt Den Vorsitz führt Dr. Max S ilberste in, landgerichtspräsident Mannheim uch die 8 bäuerlich Deutscherseits referiert: Dr. Rudolf Leiber, Polizeipräsident Mannheim 5 aft se Amerikanischerseits referiert: Lt. Col. Fred H. S toll, Civ Affairs Officer, befriedig Mannheim. a um eine 8 8 8 5 5 neuen J5 Die Mannheimer Bevölkerung ist zur Teilnahme an dieser Veranstaltung herzlich ein- Unter d geladen. Es Wird in deutscher Sprache referiert und diskutiert. chen L. . 5 1955 die DENISE ABB EV, Leiterin des Amerika- Hauses stehen. dmungen 8 fen wor C— Der der bad OD EON DiE UEHCHEN DER KAISERIN 5 87, 10 Ein Farbfilm voll Temperament und berauschen- Veranstaltungen Telefon 3 21 49 der Musik.— Beginn 15.43, 17.45 und 20.00 Uhr e Hoffmeister Konzert- und Gastspieldirektion II Non r m el rage e unt zue n: Mannheim, VIE Lorias, 31 Zeppelinstraße 23 ANNenEN VON TNRARAU Heute, Dienstag, 20.00 Uhr(dpa) (Erlenh.) T. 503 03 Frauenliebe und Mutterglück, gestaltet von kannt, 0 Ilse Werner 5 Trümpfe in einem programm 8 55 7 6 8„Ameri N E X Bis heute einschl. Donnerstag: Linda Darnell als Erwin Lehn liert die Augartenstr. 38/0 und sein Südfunk-Tanzorchester im Int Telefon 4 33 10 2 Bibi Johns- Die 3 Travellers Ausschl Fred Weyrich- Rudolf Förster 0 sche Re 3 g Dollar 5 7. Jan. Freitag) 20.00 Uhr 5 die große Kurtisane 0 2 hatte. Ein berauschender Farbfilm nach dem von Mil- Die große Abschluß-Veranstal- t lionen gelesenen Roman. 1 tung unseres Weihnachts- und 85 geänderte Anfangszeiten. Beginn: 16.15 u. 20.48, 8 5 Donnerstag 15.45, 18.18, 20.45 Uhr. Jugendverbot. Neujahrs Prosrammes Dollar Peter Alexander 88 PARK b ROSEN-RESLI 1 1 Tn Steer 1.00, 20.15 Uhr Maria von Schmedes den We F 9 KE* 1 18.30 Der prunkv. Farbfilm v. Sacha Guitry ee ee der 8 20.45 2 rwin mann wurde Gartenstadt O0,. 18.00 RSE S-Könige u. frauen ne rer cee Der 50. Feiertag) 14.00 fugdv.„Der große Aufstand“ Eario Traversa-Schoener e 16.00 Ein gewaltiger Indianer-Farbffim Eintrittskarten zu 2,- bis 6, DM 8 SAATLBAU 20.30 mit Jeff Auf tend in unseren Vorverkaufstellen:— t D0. a. 13.45 Schmitt, Böttger, Schleicher, 5 „ 15.45 Der grote Au— An Verkehrsverein, Felber, Heckel, 5 Gutmacher und ständig an der 75 + IENI DAL Die., al. nur 2d Unt Quo vadis Kasse im Rosengarten. 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UND HANDELSBLAII seite 9 Sorgen und Wünsche der Landwirtschaft In einem Rückblick auf das vergangene Jahr schreibt der badisch-württembergi- sche Landwirtschaftsminister Eugen Leib- Fried, die Landwirtschaft habe auch in die- sem Jahre durch die Auswirkung un- bperechenbarer Naturereignisse wieder ein- mal ein Opfer gebracht, das eine gerechtere Würdigung finden sollte, als es gemeinhin geschehe. So müßten etwa die Verluste bei der Getreideernte weitgehend von der Landwirtschaft allein getragen werden. Auch die gerade für die klein- und mittel- bpauerliche Landwirtschaft Südwestdeutsch- lands so entscheidende Lage der Milchwirt- schaft sei im vergangenen Jahre völlig un- befriedigend gewesen. Die Bemühungen um einen gerechten Milchpreis müßten im neuen Jahr energisch fortgeführt werden. Unter den Grundsatzaufgaben der staat- chen Landwirtschaftsförderung werde auch 1955 die Flurbereinigung im Vordergrund stehen. Die dazu notwendigen Vorausset- zungen seien im abgelaufenen Jahr geschaf- ken worden. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der badisch-württembergischen Bauernver- bände, Heinrich Stooß, hebt hervor, daß das 8 süd westdeutsche Landvolk trotz ernster Sorgen mit Zuversicht und Hoffnung in das neue Kalenderjahr gehe. Regierungen und Parlamente begännen mehr und mehr ein- zusehen, daß nichts unterlassen werden dürfte, um den Bauernstand leistungsfähig zu erhalten. Insbesondere habe man die über wirtschaftliche Fragen weit hinaus- gehende Bedeutung des Kleinbauerntums kür Volk und Staat erkannt. Der Präsident des Bauernverbandes Württemberg-Hohenzollern, Bernhard Bau- knecht, fordert in einem Jahresrückblick für die Landwirtschaft eine Gleichstellung der Löhne bei gleicher Leistung. Versage man ihr diese Forderung und zwinge sie 80 zu einer Verminderung ihrer Produktivität, 50 Werde es in absehbarer Zeit auch um die gewerbliche Wirtschaft geschehen sein. Die Landwirtschaft habe im vergangenen Jahr geduldig auf das vertraut, was man ihr zu- gesagt habe. Er glaube fest daran, betont Bauknecht, daß die Verantwortlichen im kommenden Jahr auch handeln werden. Wenn ruhige, friedliche, konservativ-christ- liche Bauern den Gedanken eines Käufer- Streiks erörtern, wie es kürzlich im Süd- westen der Bundesrepublik geschehen Sei, 80 sollte ein solches Zeichen immerhin zu denken geben. Ausschluß der CSR a Us der Weltbank o Uhr jramm (dpa) Die Weltbank gab am 2. Januar be- kannt, daß die Tschechoslowakei offiziell von der Bank ausgeschlossen wurde, wie der Amerika Dienst“ meldet,. Gleichzeitig ver- chechoslowakei ihre Mitgliedschaft 27. liert die Ts chester im Internationalen Währungsfonds. Der lers Ausschluß erfolgte, weil die tschechoslowaki- der cche Retzierung den Restbetrag von 625 000 b Uhr Dollar ihrer Kapitaleinlage nicht bezahlt —— hatte. anstal- Nach den Bestimmungen der Weltbank . und War die Tschechoslowakei verpflichtet, ihre 15 Gesamtkapitaleinlage in Höhe von 255 Mill. Dollar bis zum Juni 1951 zu entrichten. Nachdem der Restbetrag von 625 000 Dollar bis zu diesem Zeitpunkt nicht bezahlt wor- 3 den War, wurde die Tschechoslowakei von der Bank ausgeschlossen. Der Ausschluß wurde nunmehr endgültig. t Der Ausschluß vom Internationalen Wäh- 2 rungsfonds erfolgte, weil die tschechoslowa- 0 51 kische Regierung der für alle Mitglieder gül- stellen tigen Bestimmung des Fonds, detaillierte In- ſeiener, formationen über die wirtschaftlichen und Heckel Finanziellen Probleme des Landes zu unter- an der breiten, nicht nachgekommen war. Nach den n. Angaben des Fonds sind diese Informationen — erforderlich, um eine wirksame Unterstüt- —— Lans der Fondsmitglieder auf dem Gebiet — der Währungsstabilität und der Konwertier- tsbund barkeit zu gewährleisten. Die Tschechoslo- Wakel war im September vergangenen Jah- 00 res davon unterrichtet worden, daß sie bis vum Jahresende die gewünschten Informa- 1 1333 tionen liefern müsse. Dieser Aufforderung 5 war die Regierung in Prag nicht nachge- r: kommen. f tskratt 5 5 e Aluminium- Erzeugung er um ein Fünftel gestiegen esslerte(VWD) Die Produktion von Hütten-Alu- idlichst Ahr. Soh 5 reichenden Marktversorgung gerechnet, selbs rung um weitere 20 v. H. annimmt. auf fast 56 000 t gesteigert werden. Dies minium in der Bundesrepublik ist im abge- laufenen Jahr 1954 um reichlich ein Fünftel von 106 000 t im Jahre 1953 auf 129 000 f ge- stiegen. Bei einer Aluminjumeinfuhr von 15 000 t und einer Ausfuhr von rund 11000 f betrug der Verbrauch im Bundesgebiet 1954 133 000 t, das sind 30 v. H. mehr als im Vor- jahr. Der Aluminiumverbrauch je Einwohner der Bundesrepublik stieg im Berichtsjahr von knapp zwei kg auf 2,7 kg, liegt aber noch beträchtlich unter dem Prokopfver- brauch etwa in der Schweiz oder in den USA. Auch für 1855 wird mit einer aus- wenm man eine mögliche Verbrauchssteige- Auch die Produktion der Umschmelz- werke konnte 1954 durch den Import erheb- lücher Schrottmengen um rund ein Drittel Menge wurde ohne weiteres von der Gie- Berelindustrie aufgenommen, deren Erzeu- gung um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr auf 60 000 t zunahm. Für die kommenden Jahre erwarten die Umschmelzwerke ein er- höhtes Aufkommen an Aluiniumschrott mit entsprechend günstigen Auswirkungen auf die Preise. Neue Verordnung für Rheinschif fahrt Ab 1. Januar 1955 trat eine neue Polizei- verordnung für die Rheinschiffahrt in Kraft, die nur noch auf dem Rheinstrom selbst und nicht mehr, wie es bisher der Fall war, auch für Neckar, Main, Lahn und Mosel gilt. Gleichzeitig wird eine neue Binnenschiff- kahrtsstraßenordnung rechtskräftig, die für die übrigen Binnen wasserstraßen im Bun- desgebiet mit Ausnahme der Donau gültig ist und in ihrem allgemeinen Teil mit der Rheinschiffahrtspolizeiverordnung überein- stimmt. Für Rhein und Donau sind besondere in- ternationale Vereinbarungen notwendig, da an der Schiffahrt auf diesen beiden Flüssen mehrere Staaten beteiligt sind. Rund um die Börse den, denn 1. segnete am 3 Kapitalmarkt versperrende„ förderungsgesetz, das Zeitliche; Wirkungsbereich eingeschränkt worden. 1948 anstrebte. 5 t stock durch 8 e Grenzen in diesem Streben waren gezogen, weil es sich bei der regierungs Marktwirtschaft hande Wohnung f 5 188 5 5 a Bundeswirtschaftsminister auf baldige Ab- u 1 1 Vertraul 1 2 bis 300 v. H. des Nominalwertes notieren. * lösung des Selbstflnanzierungssystems bedacht, f 2 8 4.0 uchbespteelt ungen wobei wohl in der zweiten Etappe der Kapital- Mit den gemachten Rendite-Erfahrungen a markettörderuns an Forete runs des Anleihe- kann diese Kursbildung nicht begründet Große Liebe zum Verkäufer. Von Dr. Gerhard und Darlehens wesens gedacht wurde. Den Ab. werden, denn die Dividendenausschüttung agen after e e, Schatte Nr. 3 der Schriftenre Seminars, Bonn, 1954. Durchdringung seines Berufes. Es Werkszeug zur Ausbildung zum„Lehr-Verkäufe dienen und damit die Möglichkeit der Uebernahm innerbetriebliche neuartigen Plastik-Blockband 9,60 DM. Prof. Dr. Andreas Smbkfl., Berlin und Frankfurt a. M. ein wissenschaftliches Lehrbuch be Jahren in 3. eugefaßter und er wei erscheint, so hat es damit seine deutung bereits bewiesen. des o. Professors an der das eine hervorragende Einführung in das rige, aber in Theorie und Praxis der Wirt politik sehr einflußreiche Keynes'sche System un seine modernste Weiterentwicklung gibt, hat diese Beweis erbracht. Wenn man nach der Lektur reits nach vie terter) Auflag. Fall wird man danach me nomie verstehen.— Preis 18,0 DM. Bayern. Wirtschaft in Wort und Bi ausgegeben im Zusammenwirken Wirtschaftsverbänden von gemeine Verlagsan mit bayerische nehmer Preis 3, DM. me des DOSCHAG- — Das lebendige, humorvolle Buch will den Verkäufer hinlenken zur geistigen will als Hand- r Unter welsung zur Entlastung der Geschäftsleitung bei der Heranbildung von Nachwuchskräften schaffen.— Preis der Taschen- ausgabe 6,30 DM, Preis der Sonderausgabe in einem Neue Wirtschaftslehre. Eine Einführung in die Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes und die Wirtschaftspolitik der Vollbeschäftigung, Von Paulsen. Verlag Franz Vahlen 1954.— Wenn pädagogische Be- Das vorliegende Werk Freien Universität Berlin, schwie- schafts- auch nicht gleich zum Keynesianer Wird: auf jeden hr von der Nationaléko- Id. Band II. Her- Dr. Josef Oesterle, All- stalt Dr. Josef Oesterle, Mün- ist auch der einer An- oder Umsiecung interessierten Unter- schluß sollte die Förd bildung über Aktienemissionen darstellen. + 2 durch Doppelbesteue unglimpfung der Aktie zu beseitigen, 8 des, der führbar gemacht. nicht zum Zuge. Das kügigen Neuemissi Gesamtheit einen B macht, die als steuerbegünsti papiere, den Kapitalmarkt d n e mütigkeit von geförderten n Wirtschaft. Die Commerz- Bank und Börsenleute, Kreise, die irgend- wie, irgendetwes mit Aktien zu tun haben, hoffen, das Jahr 1955 würde den seit mehr als sieben Jahren über die Aktie verhäng- ten Dornröschenschlaf bannen. Diese Hoff- nung ist begründet. Vom Jahre 1955 verlau- tet, es finge— weil mit einer Steuerreform eingeleitet— gut an. Die bislang Investitionen Wirksam verhindernde politische Investitions- lerikung ist übrigens auch geschwächt wor“ 1. Dezember 1954 das kapi- talhungriger Wirtschaft den Zugang zum Kapitalmarkt- 2. ist die „Siebenergruppe“ im Einkommensteuergesetz — zwar nicht beseitigt— doch in ihrem Somit sind jetzt die ersten Voraussetzun- gen für eine Entwicklung geschaffen, die der Bundes wirtschaftsminister bereits im J ahre Die Selbst- und Fremdfinanzierung kann einer gesunden— weil echten— Bildung von Eigenkapital weichen. Erhards Bemühungen— unmittelbar nach der Währungsreform über den Preismechanismus einen gewissen Kapital- elbstfinanzlerung zu schaffen, dul- deten keine Uebertreibung. Im Gegenteil, die ziemlich eng Ant- lichen Wirtschaftspolitik ja nicht um„freie“ sondern um soziale“, d. h. sozial verpflichtete It. Im vorhinein war der erung der Eigenkapital- Fiskalisten wußten jedoch die zweite Etappe ihren ureigenen Zwecken nutzbar zu machen. Es entstand das steuerbegünstigte Anleihe wesen, das Erhards Kabinettskollege Schäffer und die zuständigen Länderfinanz- minister zur Auffüllung der Staatskassen so gründlich mißbrauchten. Erhards Plan, die rung begründete Ver- wurde durch die unglückliche Fiskalpolitik des Bun- Länder und Kommunen undurch- Die Aktie kam bislang beweisen die gering- onen von Aktien, deren ruchteil jener Werte aus- gte Anlage- abschöpften. Folgeerscheinung dieser in seltener Ein- Fiskalisten und Sozialisten Entwicklung war die wach- sende Verschuldung der unternehmerischen und Creditbank hat in einer dingt einer Konsolidierung— sprich: Abr lösung des Eigenkapitals. Insbesondere schon Renten versicherung im Jahre 1955 Bei der Einreichung von Anträgen auf Invalidenrente in der ILV.(Invalidenver- sicherung) oder auf Ruhegeld in der A. V. (Angestelltenversicherung) wird im Jahre 1955 der Geburtsjahrgang 1890 an der Reihe sein. Die zu diesem Jahrgang zählenden Versicherten, die tunlichst einige Monate vor der Vollendung des 65. Lebensjahres den Rentenantrag stellen sollten, sind zu einem erheblichen Teil schon seit dem Jahre 1904 Mitglied der Rentenversicherung. Wenn auch die Beiträge in den ersten Jahren der nun ablaufenden Versicherungs- zeit sehr niedrig waren, so ergaben sie, vor allem unter Berücksichtigung der Arbeit- geberbeiträge, insgesamt doch einen ins Ge- wicht fallenden Betrag, dessen Höhe für die Errechnung der Rente zwar nicht ent- scheidend, aber doch sehr wesentlich 18t. Daß die Gesamtsumme der Beiträge für die Rentenhöhe nicht entscheidend ist, liegt daran, daß jeder Rentenzahlung— ohne Rücksicht auf die Summe der geleisteten Beiträge— vorab ein fester Bestandteil zu Grunde gelegt wird. Dieser Rententeil wird aus dem Grundbetrag(jährlich 444 DPM 111 der A. V. und 156 DM in der I. V.) und dem Zuschlag(in beiden Zweigen 180 DM jähr- lich) gebildet. Die Errechnung der darüber hinaus in Frage kommenden variablen Rentenbestandteile ist jedem, der nicht Fachmann ist, angesichts der Kompliziert- heit der Materie so gut wie unmöglich. Die Gesamtsumme der in der Versiche- rungszeit aufgebrachten Beiträge ist nur für die Feststellung der Steigerungsbeträge von Bedeutung, also derjenigen Beträge, um die sich jedesmal bei einer Beitragszahlung der Rentenanspruch in einem bestimmten Ausmaß erhöht. Zu der Summe von Grund- betrag, Zuschlag und Steigerungsbetrag(und gegebenenfalls Kinderzuschuß) kommen die auf Grund neuerer Gesetze zugestandenen Erhöhungen: einmal eine im allgemeinen 25prozentige Erhöhung nach dem Zulagen- gesetz von 1951, unter bestimmten Voraus- setzungen eine weitere Zulage von 36 DM jährlich nach dem Teuerungszulassungsge- setz von 1951, eine Heraufsetzung des Grundbetrages um 60 DM nach dem Grund- betrags-Erhöhungsgesetz und— für vor 1939 entrichtete Beiträge— ein Mehrbetrag von höchstens 360 DM jährlich nach dem deswegen, weil sich das Fremdkapital im Jahre 1953 laut Feststellung der Commerz- und Creditbank) bei den erwähnten 466 Ge- sellschaften wie folgt zusammensetzt: Kurzfristige Benkschulden u. Rkzepte 1324 Waren- und sonstige Schulden 2283 erhaltene Anzahlungen 1654 0 3 8 Zusammen 5 261 mittel- und langfristige Darlehen und Bankschulden 2 631 66 „Rückstellungen in die Passiven gerutscht sind. sehr unbefriedigendes Bild. richtet. Effektenbörse Mill. DM Der Mut, mit dem mitunter in dem blo- gen Anwachsen der Bilanzsumme bereits eine Bereicherung der unternehmerischen Wirtschaft gesehen wird, ist zwar bewun- dernswert, schafft jedoch die Tatsache nicht aus der Welt, daß selbst die Erhöhung der nicht als reine Quelle eigentumsvermehrender Freude aufgefaßt werden könne. Schließlich sind die Rückstel- lungen(nicht zu verwechseln mit den unter „Eigenen Mitteln“ enthaltenen„Rücklagen“) ja nicht nur pro forma da. Meistens zeigen sie vorsorglich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Ausgaben kür Steuerzahlungen. Mitunter sind auch die künftigen Aufwendungen für die Zukunfts- sicherung der Belegschaft darin enthalten; also alles Positionen, die nicht von ungefähr Unter diesen Umständen ist von einem echten Aktienwert, deren Börsenkurs etwa seinen Niederschlag fände, nicht mehr die Rede, wenn Aktienkurse mitunter bei 200 — größtenteils nach fast jahrzehntelanger kriegsbedingter Pause— ergab bislang ein 1952 1953 e Zahl der Gesell- Zahl der Gesell- schaften schaften 0 v. H. 185 124 bis 3 v. H 27 19 von 3 bis 4 v. H. 79 57 von 4 bis 53 v. H. 7⁰ 580 von 5 bis 6 V. H. 105 76 von 6 bis 7 v. H. 21 56 von 7 bis 8 v. H. 2² 5 mehr als 8 v. H. 1 4¹ Schlüssig geht daraus hervor, daß sich die Kursbildung nach anderen Maßstäben Von den 2700 Aktiengesellschaften mit 19,3 Md. DM Kapital, die in Deutschland vor- handen sind, werden 672 mit einem Grund- kapital von 10,9 Md. DM an den deutschen Börsen gehandelt. Der Kurswert dieser Pa- piere erhöhte sich im Jahre 1954 von 11,2 Md. Renten-Mehrbetrags-Gesetz, das erst vor wenigen Wochen verkündet worden ist. Die auf so schwierige Weise festzustel- lende monatliche Rente kann sich gegenwär- tig auf höchstens 184, 70 DM in der I. V. und auf 263,10 DM in der A. V. stellen. In Zu- kunft ergeben sich durch vermehrte Bei- tragsleistungen erheblich höhere Renten: So kann jemand, der seine Versicherungs- zeit erst jetzt beginnt, nach den zur Zeit geltenden Bestimmungen eine Höchstrente von monatlich 621 DM in der I. V. und von 405 DM in der A. V. erreichen.) Meist wird zu wenig bedacht, welch hohen Kapitalwert auch schon eine geringfügig erscheinende Rente darstellt. Wenn vom 65. Lebensjahre an bis zum Tode Monat für Monat nur eine Rente von jeweils 200 DM. gezahlt wird, s entspricht diese Rentenleistung einem Ka- pitalwert von rund 32 000 PM. Preissenkung der Adam Opel AG. (VWD) Die Adam Opel AG, Rüsselsheim, geht mit nennenswerten Preissenkungen für mre Fahrzeuge in das Jahr 1955. Mit Wir- kung vom 3. Januar wird der Preis für den Olympia Record von 6 250 DPM auf 5 990 DM herabgesetzt. Der Olympia kostet jetzt nur noch 3 250 DM gegenüber 5 690 DM bisher. Für die Typen Caravan und Lieferwagen betragen die neuen Preise 6 300 DM(6 550) und 5 800 DM(6 100). Besonders stark ist die Preisermäßigung für den Opel Kapitän, der von 9 500 DM auf 8 990 DM verbilligt wurde. Die Preissenkungen sind nach Mitteilung der Werksleitung durch die stark angewach- sene Produktion sowie den Ausbau und die Rationalisierung der Produktionsanlagen möglich geworden. Im Jahre 1954 stellte die Adam Opel AG 167 650 Kraftfahrzeuge her. Mit den neuen Opelpreisen dokumentiert die Adam Opel Ad die Zuversicht auf die wei- tere starke Entwicklung der deutschen Mo- torisierung. Der Export von Opelfahrzeugen hat sich von 51 923 Einheiten im Jahre 1953 auf 91 754 im abgelaufenen Jahr erhöht. Der Export- anteil an der gesamten Opelproduktion 1954 betrug 54,6 v. H. Im Dezember 1954 fertigten die Opel werke insgesamt 17 373 Personen-, Liefer- und Lastwagen gegenüber 15 771 im Novem- ber und erreichten damit die höchste von Monatsproduktion. In ihnen jemals erzielte den Export gingen im gleichen Monat 11 304 Opelfahrzeuge(im November 9 906). Den Aktienmarkt aus Dornröschenschlaf erwecken Fremdkapital dureh Eigenkapital ablösen DM auf 17,6 Md. DM, so daß der Durch- schnittskurs jetzt rund 162 v. H. beträgt. Bei einem Vergleich mit dem Kurswert von 1937/8— rund 133 v. H.— ergibt sich im Hinblick auf die inzwischen eingetretene Kaufkraftverschiebung eine beachtliche Re- serve in der Kursbildung(der Index für Le- benshaltungskosten stieg auf 17), die bis- jang noch nicht ausgenützt wurde. Der Kaufkraftveränderung Eritsprechend haben sich nämlich nicht nur die Bilanzsummen vergrößert, sondern es haben auch— und das ist wesentlich— die Umsätze zugenom- men. Der Vermehrung dieses Volumens steht eine fast umweränderte Größe, nämlich das Aktienkapital gegenüber. Oie Neuemissio- nen wurden durchwegs durch Umstellungen auf geringerer Basis als 121 aufgewogen.) Starrheit dieses Blocks begründet auch die Unzulänglichkeit des Angebotes am Aktien- markt. Wo aber gleichbleibendes Angebot auf stetig steigende Nachfrage stößt, erhöhen sich die Preise(sprich Kurse). In diesen Kurssteigerungen ist letztlich eine richtige wenn auch mehr gefühlsmäßige— Einschät- zung des Aktienmarktes enthalten, weil mit Recht die kommenden Bezugsrechte einkal- Kkuliert werden. Ausnahmen simd gering. 5 setzung mit dem Finck& Co. befindet. daß die teilweise lediglich fiktive Werte dar stellenden Liquidationsscheine entflochtener Gesellschaften zum lebhaften Spekulations element geworden sind. Die größten Verzer- rungen ergaben sich jedoch wie bereits eingangs erwähnt— aus der steuerpoliti schen Apparatur, die da aufgebaut wurde, um dem Kapitalmarkt das vorzuenthalten, wessen er bedurfte, nämlich— der Aktie. Mit dem Jahre 1955 wird rechtens die Aktien- marktes verknüpft. Im Grunde genommen handelt es sich um einen sehr einfachen Be- Hoffnung auf Bereinigung des reinigungsprozeßg. Er besteht darin, die Akti schlaf zu erwecken. Mitgeteilt: Badische Ba n k Filiale Mannheim von einer Ueberbewertung der an den westdeutschen Börsen gehandelten Aktien kann füglich bas auf die die Regel bestätigen- den Ausmahmen nicht die Rede sein. Diese Konkret ist nur ein Fall bekannt, daß Macht- kämpfe teilweise über die Börse geführt wer- den, nämlich der der Allianz- Versicherungs- AG, deren Vorstand sich in einer Auseinander- Chef des Bankhauses Merck, verzeichnend beeinflussen auch noch die Nachwirkungen der Entflechtung das Bör- sengeschehen. Es hat sich u. a. auch gezeigt, aus mehr als siebenjährigem Dornröschen- F. O. Weber KURZ NACHRICHTEN 15 BD kritisiert Umsatzsteuersystem (VoD) Auf die Notwendigkeit einer Ueber- holung der Umsatzsteuer weist die Steuerab- teilung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie(BED in einem Rückblick auf die Steuergesetzgebung des vergangenen, Jahres in. Dabei wird die Ansicht vertreten, daß jede Reformmaßnahme zunächst darauf unter- sucht werden sollte, in welcher Weise sie be- stehende Belastungen verschiebt und die Preis- bildung beeinflußt. Dem deutschen Exporteur müßte eine volle oder zumindest eine weit- stattung der im Preise des exportierten Wirtschaftsguts enthaltenen Um- satzsteuervorbelastung garantiert werden. Die zur Zeit in vier Vergütungssätzen gewährte Ausfuhrvergütung mit einem Höchstsatz von 3 v. H. könne auf die Dauer nicht als befrie- digend angesehen werden.. gehende Rücker Sehr hoffnungsfroh wird die Leipziger Frühlahrsmesse(mit tech- nischer Messe), die in der Zeit vom 27. Februar bis 9. März stattfinden soll, erwartet. Ausstel-? ler aus 30 Ländern haben nach Mitteilung des Leipziger Messeamtes ihre Beteiligung schon fest zugesagt. Die Volksrepublik China und die europäischen Volksdemokratien wollen in Kol- lektivausstellungen über die Exportmöglichkei- ten und den ständig wachsenden Importbedarf dieser Länder informieren. Während die Indu- strie der deutschen Bundesrepublik auf der Leipziger Messe 1954 bereits 12 0% am Aus- stellungsfläche in Anspruch nahm, würd zur Frühjahrsmesse mit einer Verdoppelung dieser Fläche gerechnet. 5 Interzonen-Permits für Binnenschiffahrt (dpa) Die Interzonen-Permits für die Bin- 5 nenschiffahrt zwischen der Bundesrepublies und Westberlin, die bisher alljährlich in Ver- handlungen zwischen Vertretern der britischen 5 und sowjetischen Besatzungsmacht neu verein- bart wurden, gelten diesmal vorläufig weiter. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurden bisher für 1955 keine neuen Vereinbarungen über diese Permits getroffen. 3 1,2 Mill. t subventionierte Kohle darf Belgien nach den übrigen Ländern der Montanunion im ersten Quartal 1953 exportie- ren, so bestimmte es die Hohe Behörde der Montanunion. Von dem Gesamtkontingent er- hält Holland 500 000 t, die Bundesrepublix Deutschland 400 000 und Italien 300 000 t. Im letzten Quartal 1954 waren die aus dem Kom- pensationsfonds subventionierten Exporte bel- gischer Kohle in den Montanunionsraum aut 1 120 000 t begrenzt worden. 3 Mit Hilfe des Kompensationsfonds, der je zur Hälfte von der Hohen Behörde und der bel- gischen Regierung gespeist wird, sollen die belgischen Kohlenpreise auf das niedrigere Ni- veau der übrigen Montanunionländer gesenkt werden. Der Anteil der Hohen Behörde an dem gemeinsamen Fonds wird zum Teil aus Um- lagen des deutschen und holländischen Kohlen- bergbaus finanziert. Fabrikant Walther gestorben Im Alter von 64 Jahren ist am Neujahrstage der Waffenfabrikant Georg Walther gestorben. Walther wurde in Zella-Mehlis(Thüringen) ge- boren. Nach dem ersten Weltkrieg trat er in den väterlichen Betrieb ein. Im Jahr 1945 wurde er als Waffenspezialist nach Württemberg eva- kuiert. Sein Stammhaus in Zella-Mehlis spreng- ten die Russen. Georg Walther baute in Ulm, Niederstotzingen und in Gerstetten neue Fa- brikationsbetriebe auf. 05 Marktberichte vom 838. Januar Mannheimer Produktenbörse(Off. Not.) (VWD) Ini. Weizen 44,50—45,25, stetig; inl. Rog- gen 40,75—41, 25, stetig; Weizenmehl Type 405 64,50 bis 65; Type 550 61,50—62; Type 812 58,2050, 0 Type 1050 56,5057; Brotmehl Type 1600 50,5051 Roggenmehl Type 997 56; Type 1150 54; Type 1370 52, Tendenz stetig; Braugerste 43,5045; Industrie- gerste 4040,30; Futtergerste inl. 36—38; dto. ausl. 39,7540, 75, Tendenz fest; Inlandshafer zu Futter- zwecken 3334; Industrienafer 36; Auslandshafer 36,50—37,50; Mais 40,30; Weizenkleie prompt 23,25; dto. per Termin 23,50 Rosgenkleie 21,50—22 Welzenbollmeni 24,5025; Weizennachmehl 34-36: Sojaschrot 33,3044; Erdnußschrot nicht notiert; Kokosschrot 35; Palmkernschrot 29; nicht notiert; Leinschrot 43; Hühnerkörnerfutte 43; Malzkeime 22,50; Biertreber 23; Trockenschnitzel jose 18,50—19,50; dt. Dorschmehl 7476; dt. Fisch- mehl 62—66; Tendenz fest.— Speisekartoffeln 5; Wiesenheu lose 12—13; Luzerneheu lose 1418; Weizen- und Roggenstroh bindfadengepreßt 3,80 bis 4,30; dto. drahtgepreßt 3,60—5,80, Tendenz stetig. Die Preise verstehen sich als Großhandels- Durchschnittspreise per 100 kg(Kartoffeln per 50 Kg), bei Waggonbezug prompte Lieferung Mühle, Werk, Verlade- oder Nordseestation. Mannheimer Schlachtviehmarkt 8 8 (Vo) Auftrieb: 448 Stück Großvien(in de woche 334); Kälber 232(133); Schweine 1828(1954) Schafe 20(16). Preise je ½ kg Lebendgewich Ochsen A 98-107(99-106); B 89—102(8097); Bullen A 102—110(101109); B 97—104(95105); Kühe A 80 bis 90(8092); B 64—76(6678); C 55—62(52—67) D 48—57(); Färsen& 103—110(10110); B 94 bis 105(95—104); Kälber A 158—178(160170); B 148 bis 157(150157); C 130—145(135145) P 108—126(bis 130); Schweine A 124-130(125129); B I 125130(12⁴ bis 129); B II 124—130(124129) C 124—129(123 129); D 122—129(120129); E 118—422(116—12 Sauen G1 108118(105115); G II 102—106 Schafe A 7375(1080), Marktverlauf Groß eh langsam, geräumt, Kälber mittel, geräu Schweine langsam, geräumt, Schafe ohne Tendenz, ltere fette Kühe und Ochsen vernachlässigt. Heidelberger Schlachtviehmarkt ( éWo) Auftrieb: 10 Ochsen, 24 42 Färsen, 134 Kälber,* Preise je h kg Lebendgewicht: Ochsen A 99105; B 86—983; Bullen A 100107; B 92101; Kühe A bis 37; B 65—73; C 5365; Färsen 95—107; B 87 bis 98; Kälber A 160170 B 1471583; C 130145; e D bis 126; Schweine BI und B II sowie C 122—128; D 119128; Sauen G I 109417; Schafe ohne Noti Marktverlauf: Großvieh langsam, kleiner Ueber- stand; Kälber langsam, geräumt; schweine lang- sam geräumt; Schafe geräumt. N 8 Handschuhsheimer obst- und Gemüse- Großmarkt wo) Anfuhr gering, Absatz gut. Infolge des n dle Versteigerungen noch in die Bullen, 80 Kühe, ine, 9 Schafe.— 9 A- werte.) RKRestquoten chen(1984).— Wie schon der I. Band, II. und abschließende Band wieder mit Sorgfalt,„on 1 U iertages finde önnen und, el Geschmack gestaltet worden. Er 7 75 555 e Frankfurt a. M., 3. Januar 1955 ger We Dienstag, Mittwoch und Freitag statt 5 5 1 28 5 8 schaften, deren Aktien an den deutschen Br. Börsenverlauf: Obwohl durch die Verkürzung der Frist für die Spekulationssteuer im neuen Es erzielten! Tafeläpfel 4 1 18.28. A 11 . Renrgungen. Dazu Rosunen interessante Berichte sen gehandelt werden, verglichen und kommt 15 8 3. überwogen die Kaufaufträge. Die Kursentwicklung war teilweise 8 e 8. . 1 1 5 1. 8 1 uneinheitlich, doch lagen die Notizen meist über den Jahresendkursen. Wesentlich fester waren g 5 5 5 . ee e e een, e 55 3. F unter anderem Larben.Liduls. Rheinstahl, Mannes mannwerte und Elektrowerte. 10—12: Sellerie mit Kraut Pfund 2530; Lauch R 8 und Dr. Fr. Gentner.. 3 5 zwischen Eigenkapital u 1949 8 5 N 4 Aktlen. Aktien 29. 12. 3.1. Aktien 29. 12. 3 1. bis 20; Zwiebeln 13-15. 5 5 ein wertvolles Dok t ü Entwicklung un— Lelstungstänigkeit ger N n dar. in Millionen Mark NE-Metalle. a — Preis des Einzelbandes 10.— DM; für Band 1 eigene Mittel 8 081 9 5¹⁰ 42 AEG. 1385 190 Harpener Bergbau 148 140%½ Dresdner Bank) 130 13. 5 5 und Tr zusammen 18.— DM. e 4 221 f— 1 8 323 33 5 1 5 Bossen) Zement. 245 252 T 5 N 3 2„ für Leitzwecke 5 DN Gesamt- 8„ 8 19535, fremde Mitte 3 3 Joes„ 8 8 eichsb.-Ant. 83 5„00—130,00 20. 5 N Zunahme der Passiven 8 7 100 Conti gummi. 224 22³⁴ Lanz„ Aluminium für Leitzwecke 240,00—242,00 D. steuet, Notepfer Berlin, Sozialversicherungebel- 3 tolgende Entwicklung der Ellanz- Balmler- Benz 7575 1 N 510 5 1 5 8 Westdeutscher Zinnpreis 950,90 D träge) kür die Länder Bayern und Baden-Württem- 3 e 2 n. Braunkohle 12 5 3„ 5 e ee ee u tenz summen(ohne Wertberichtigungen) gegenüber: Ses—— B e 277 e 155 152 Freie Pevisenkurse m- un ehaltszahlung. Hermann Luchterhan 1949 12 455 Mill. DM Demag 3533 8 elsta 8 2 F 5 Verlag, Neuwied a. Rn.(193%.— Preis 2,0 Px. l Dt. Linoleum 4 2 Seumwolet 85 N. a 1152 145 Geld Brief we deb sich neue e ansiedeln? Weg- 5 111 3 8 150 5¹ 255 2 5 Seiser 5 333 30 3 Welser zur Ansiedlung von Industrie Handel, Ge-. i 5 168 155 N K. 1 5—.—5 dee 122 100 100 8 e e 5— 1 f 4 1 5 1 mzinger Unjop Ver. Sta erke 5 4 5 U 160 1 weizer Franken 95,39 96,09 VVV Eigenkapitalbidung beschrankt sien lérParden gelaun. JJV 100 holländische Gulden 119.6 11 1 r se boten aß somit auf rund eine Milliarde PM. Es ergibt Anf. Sch.) 3% 4%] Badische Ban i 1 TFerdwega, fütt 3 4 1 kanadischer Dollar 4,341 4,351 der mans issen af. Lien der aten aas obigen Vergleich, daß die Parent Bae: 258, Soner ane aber 18, 14 1 englisches Pfund 11.74 11% 9 0 a 1 1 11311 1 F 1 8 0 7 2 f Re 5 0 100 wedisch 2 80,„008 N einen Artikel des Instituts für Fremdkapitalien auf insgesamt 92,7 v. H. des parbwerke Höchst 258½ 205 u. Credit Bank 183 184 7 3 5— 5. n 9— 8 5 S Bundes- und Landesplanung. Eigenkapitals stiegen. Dies erheischt unpe- Felten& Gun 163 16%[ Deutsche Bank)) 51 14% Stahlw. südwesttf. 156 107 100 norwegische Kronen 58.64 89.75 ist ein ausgezeichneter Ratgeber für den an Grün& bilfingerf 14/ I Sdddeutsche Bank 208 Tnyssenhütts. 16 67 100 Schmelzer freie Franken 9,00 8.00 1 US-Dollar i 4,1948 4,2048 100 PM-W= 470 Dpg- O; 100 9 8 Seite 10 MORGEN Dlenstag, 4. Januar 1955/ Nr. Als der alte Mann aufgestanden war, sah er, daß es aufgehört hatte zu schneien. In schweigendem Weiß umstand der endlose Wald sein Haus. Der alte Mann zog sich die Pelzstiefel über, um die Hunde zu füttern. Als er vors Haus trat, sah er hinauf zum Himmel und sog die Luft prüfend durch die Nase. Es war kälter geworden. Es würde nicht mehr schneien, und man konnte wieder auf die Jagd gehen und die Fallen auslegen. Er ging ein paar Schritte und dann sah er die Fährte. Sie kam vom Hundezwinger, lief dann in einem neugierigen Bogen um das Blockhaus und verlor sich im Weiß des Wal- des. Der alte Mann sagte nur:„Er war wie- der da.“ Seine Augen folgten der Fährte bis zum Waldrand und dann sahen sie ihn. Der Wolf stand unter den ersten Bäumen und schaute herüber. Der alte Mann sah, daß er groß und daß sein Fell eisgrau war. Der Wolf drehte sich langsam um., und als er davonlief, bemerkte der Mann, daß er den Unken Hinterlauf ein wenig schleppen ließ. her Mann trat in die Hütte und dachte: Früher, da hätte ich blitzschnell um die Ecke gegriffen, dorthin, wo das Gewehr Steht, aber heute bleibe ich wie angewurzelt stehen und gaffe. Und mit einem Male sagt er laut:„Ich bin eben ein alter Mann.“ Er beugte sich über die Glut und blies hinein. Dann richtete er sich auf und mußte husten. Ich weiß nicht, ging es ihm durch den Kopf, etwas ist anders mit mir geworden, ich bin müde, aber eine Krankheit ist es nicht. Es ist so anders. Es wird bestimmt nicht mehr schneien wenn ich heute.. aber das ist ja Quatsch, was würden die auf der Station Sagen, wenn ich plötzlich ankäme. Aber immerhin, übermorgen abend wäre ich da. Er schaute ins Feuer, lange. Dann drehte er sich um, sing langsam hinaus und zog den Schlitten heraus Der alte Mann hatte gute Fahrt gemacht. Es war zwar noch kälter geworden, aber es würde nicht mehr schneien.. Die Wolken Waren stellenweise aufgerissen, so dag man das matte Blau des nordischen Himmels Hbindurchschimmern sah. Die Hunde waren ausgeruht und liefen gut, ohne daß der alte Mann die Peitsche gebrauchen mußte. Er dachte an den Wolf. Sicher würde er folgen. Ein lahmer, hungriger Wolf ist treuer als ein Fund. Sie durchquerten eine breite offene Talsohle. Der alte Mann drehte sich um und sah den Wolf. Er hatte die Nase tief in der Schlittenspur und wenn er lief, Ueß er den linken Hinterlauf ein wenig schleppen. Der Mann hielt den Schlitten, hob das Gewehr an die Wange und drückte ab. Früher, dachte er, hätte der Wolf jetzt still in der Schlittenspur gelegen. Er drehte sich um und trieb dann die Hunde an. 5 Die Nacht war klar und kalt. Der alte Mann saß auf dem Schlitten und schob mit dem Fuß dürres Holz in die Glut.„Solange das Feuer brennt wird er sich nicht heran- Wagen.“— Er war sehr müde, sein Rücken schmerzte ihn. Aber er mußte wach bleiben und das Feuer nähren. Es knackte im Gehölz, und einige seiner Hunde fuhren auf und bellten heiser in den 3 1 äzöimn einem Theater am New Lorker Broadway wurde jetzt Gian-Carlo Menottis neue Oper„The Seint of Bleecker Street“ Die Heilige der Bleecker Straße) urauf- geführt. Auch hier zeigt sich der so unge- Wöhnlich vielseitige Komponist, der bei uns Vor allem durch seine Opern„Der Konsul“, „Amelia geht zum Ball“ und„Das Medium“ bekannt geworden ist, von der ihm eigenen Seite: Seine Melodien und Harmonien sind von dynamischer Vitalität erfüllt, von hei- Bem, leidenschaftlichern Feuer und von sprünglicher Erfindung, wenn auch von cini und Mascagni beeinflußt. Als sein gener Textdichter und Regisseur ist Menotti ganz in den Problemen seiner Zeit verwur- zelt. Die Symbolik des realistischen Gesche- hens wirkt überzeugend, weil der Dichter . Menschen, die armen Leute des Ita- ener-Viertels von New Vork, liebt und ver- 1 2 5 Es handelt sich hier um die Geschichte eines jungen Mädchens, Annina, die die Pas- sion Jesu neu erlebt, denn jeden Freitag blu- ten an ihren Händen die Wundmale Christi. Das Volk will, daß sich Annina einer Feier- tags Heiligenprozession anschließt, aber Anninas Bruder Michele, ein Fanatiker des Unglaubens, dem Materialismus unserer Page ergeben, will sie daran hindern. Da wird er von einem Fanatiker des Glaubens Wald. Der alte Mann drehte sich um und sah den Wolf. Er stand zwischen den Stäm- men, und seine Augen funkelten grün. Der Mann griff nach dem Gewehr und richtete seinen Lauf geradewegs zwischen die fun- kelnden Augen. Aber der Wolf glitt in den Schatten, und der alte Mann ließ das Ge- Wehr sinken. Die Müdigkeit kam wieder, und sein Rücken schmerzte. Er streckte die Hände gegen die Glut und wartete auf den Tag... Der alte Mann war fast etwas fröh- lich. Der Tag war milder und die Sonne lag blendend über dem Schnee. Die Hunde zogen gut, weil sie ausgeruht waren. Er schoß zu Mittag zwei Schneehasen und gab sie ihnen zusätzlich zu fressen.— Sie waren wieder aus dem Wald gekommen und erreichten das Ufer eines Sees.„Hier habe ich einmal ein ganzes Jahr lang Biber gefangen“, dachte der alte Mann,„damals habe ich noch gut ver- dient.“ Aber als er sich umblickte, sah er aus dem Wald die Wölfe kommen. Sie jagten von seitwärts aus dem Wald, und der alte Mann glaubte, während er zur Büchse griff, daß sie es auf seine Hunde abgesehen hätten. Die Hunde begannen stärker zu ziehen, weil die Wölfe frech waren und immer näher kamen. Als der erste Wolf nahe genug heran War, hob der alte Mann den Lauf und schoß. Der Wolf brach in die Knie und überschlug sich. Der alte Mann lächelte. So war es früher immer gewesen. Der zweite Schuß fehlte. Auch der dritte fuhr mit einer kleinen Fontäne in den Schnee. Die Hunde zogen immer stärker, und die Wölfe griffen an, griffen immer wieder an, wenn sie merkten, daß der Mann alt war und danebenschog. Der alte Mann spürte, Wie seine geblendeten Augen tränten. Schweiß brach ihm am ganzen Körper aus. Wieder legte er an, diesmal traf er. Er schob ein neues Magazin ein und versuchte wieder zu zielen, aber seine Augen tränten zu stark. Da war der erste Wolf bei den Hunden. Die Hunde brachen nach der Seite aus und stürmten den steilen Hang hinunter, der Schlitten ächzte und stürzte um. Der alte Mann fühlte den kalten Schnee im Gesicht. Er versuchte sich aufzurichten, aber er ver- sank bis über die Knie. Er wischte sich übers Gesicht und sah nach den Hunden.„Es hat keinen Zweck den Hunden nachzulaufen“, überlegte er.„Die Wölfe sind groß und stark. Und mein Gewehr.. ja, wo ist mein Ge- wehr. Das Gewehr war weg. Er hörte die Hunde kläffen und jaulen.„Lange wird es nicht mehr dauern, dann ist es still.“ Der alte Mann wischte sich erneut die Augen und schaute sich um. Am Waldrand stand der Wolf, eisgrau und gezeichnet, wie ein Schicksal. Der alte Mann wußte, das galt ihm.„Komm nur her“, rief er dem Wolf zu,„ich bin ein alter Mann, und mein Ge- wehr habe ich auch verloren.“ Aber seine Stimme war rauh und brüchig und hing wie ein grauer, zerschlissener Fetzen in der Luft. „Ich muß zu meinem Schlitten“, dachte er, „ich muß den Wolf Wolf sein lassen und mu zu meinem Schlitten.“ Er kämpfte sich müh- sam durch den Schnee, sein altes Herz schlug „Die Heilige der Bleecker Straße“ Sian-Carlo Menottis neue Oper am New Vorker Broadway urgufgeföhrt niedergeschlagen und selbst blutig mit weit ausgestreckten Armen an einen Straßenzaun gebunden, während die Anhänger des Frie- densgottes Annina triumphierend zur Kirche tragen. Im zweiten Akt gibt es eine weitere Verschärfung der Konflikte, eine lustige Hochzeit, Lieder in italienischer Sprache, einen Mord aus Liebe, religiöse und komische Elemente mischen sich, beißende Ironie, An- klage, feurige Melodramatik und poesie reiche Stille; wieder sind Glaube und Un- glaube gegeneinander gesetzt. Im letzten Akt läßt die Intensität der Ereignisse wie der Gefühle kaum nach. Der Bruder kann nicht gerettet werden, das Mädchen selbst nimmt den Schleier. Menottis Musik, bei der Uraufführung selbst von ihm dirigiert, ist stets farbig, her- zensstark, veristisch, oft dem Siedepunkt nahe, immer melodisch und vielleicht sein reifstes und wirkungsvollstes Werk. Als Annina war Gabriele Ruggiero stimmlich Wie schauspielerisch vorzüglich. Sie, David Polero als Michele und Gloria Lane als Micheles Geliebte hatten vor allem Gelegen- heit, auch in Solo-Arien ihr Können und Menottis reichen Einfall zu beweisen. Der Beifall, zum Teil auf offener Szene, war stürmisch. H. B. Kranz Wolfsfährte im Schnee/ Von Menbel Sendberg wild bis zum Hals und sein Atem fuhr pfei- fend aus dem Mund. Als er an den Hang Kam, versank er bis an die Brust im Schnee. „Ich schaffe es nicht mehr heute, der Schnee ist zu hoch, ich muß im Walde oben warten bis morgen, dann will ich zu meinem Schlit- ten.“ Er erreichte die ersten Bäume und war sehr erschöpft. Seine Beine zitterten und in seinen Ohren war nur das laute Schlagen seines Herzens. Es war dunkel geworden, und mit den Sternen kam die Kälte. Sie kroch heran und nahm von ihm Besitz wie eine Flechte.„Das kommt nur, weil ich nicht gegessen habe, vielleicht werde ich sterben müssen. Komisch— sterben, nie im Leben habe ich daran gedacht, und jetzt ist es da, auf einmal.“ Und dann sah er den Wolf wie- der. Seine Hand tastete nach dem Messer. Aber der Wolf griff nicht an. Er beschrieb vielmehr einen halben Kreis und tauchte dann wieder ins Dunkel. Der alte Mann schloß die Augen:„Schade, daß er nicht an- Sriff, ich hätte ihn getötet und sein Blut ge- trunken. Dann hätte ich bis morgen aushal- ten können.“ Der Wolf kam jetzt näher, und der alte Mann konnte an seinem Finterlauf schneeweiß die Narbe sehen.„Wenn er jetzt angreift“, dachte er,„würde ich es noch schaffen.“ Aber der Wolf griff nicht an. Der Mann lehnte mit dem Rücken an einem Baum, seine Füße waren gefühllos und kalt, seine Brust schmerzte. Er wartete noch eine Stunde, ehe der Wolf wieder kam. Er kam so nah, daß der alte Mann seine Augen sehen konnte.„Wenn er jetzt will, ging es ihm durch den Kopf,„schaffe ich es wohl nicht mehr!“ Aber der Wolf verlor sich zwischen den Stämmen. Seine letzten Ge- danken waren:„Meine Füße sind gefühllos und kalt, ich sollte ein paar Schritte tun.“ Aber die Beine versagten den Dienst, er brach in die Knie und fiel vornüber in den Schnee Und er spürte nicht mehr, wie der Schatten des Wolfes sich über ihn senkte Alois Zum Jahreswechsel hat die Städtische Bühne Heidelberg ihrem Publikum eine „Pfingstorgel“ dediziert, oder vielmehr ein Theaterstück dieses Namens, im Untertitel auch„Eine bayerische Moritat“ geheißen, die von Alois Johannes Lippl stammt, weiland Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels zu München. Als er vor einigen Jahren sel- biges Stück in dem von ihm geleiteten Haus serienweise herunterspielen ließ, nahm man dies in München Herrn Lippl gar gewaltig krumm. Der dünne Ast, auf dem er damals schon seit geraumer Zeit saß, wurde gleich- sam brüchiger mit jedem Abend, an dem die „Pfingstorgel“ erschallte. Bliebe zu fragen: wenn schon den Bayern fragwürdig war, was ihr Loisl für sie ersann, warum es dann den anderen Völkerschaften vorsetzen? Ein Volksstück ist es, gewiß, aber keines von Zuckmayer und keines von Pagnol, da wird halt so daherg'redt, und die Handlung, die schleppt sich müde dahin, da fehlt's an Kraft und Intensität, deren Mangel mit dem big- chen süddeutscher Gemütlichkeit kaum auf- gewogen wird. So viel über den Verfasser und die frag- würdige Notwendigkeit, die„Pfingstorgel“ hier, bei uns zuland, weiterzuverbreiten. Ge- spielt haben's die Heidelberger freilich recht brav. Als Regisseur hat Heinz Menzel schon vorn, wenn man ins Haus berein kommt, angefangen zu arbeiten und die Garderobie- ren und Türhüter in bayerische Trachten Koltur-Chronik Das Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenarchiv des Cotta-Verlages wurde von der„Stuttgarter Zeitung“ erworben. Es wird von ihr als Leih- gabe dem Schiller-Nationalmuseum in Marbach zur Verfügung gestellt. Die umfangreiche, ein- zigartige Sammlung umfaßt alle Bücher und periodisch erschienenen Veröffentlichungen des weltberühmten Verlags von seiner Gründung an im Jahre 1659 his zum Jahr 1899. Die vielen Doubletten sowie alle Veröffentlichungen von 1864 bis 1899 übergibt die„Stuttgarter Zeitung“ als Stiftung der Württembergischen Landes- bibliothek. Vor zweieinhalb Jahren hatte die „Stuttgarter Zeitung“ die Cotta'sche Handschrif- tensammlung gekauft und gleichfalls als Leih- gabe dem Schiller-Nationalmuseum in Marbach überlassen. ö Igor Strawinsky ist vom Süddeutschen Rundfunk für ein Sinfoniekonzert gewonnen worden. Das Konzert findet am 3. Mai im „Rosengarten“ in Mannheim statt. . Die Reise nach Porfluncule rt.— ROMAN VON STEFAN ANDRES Copyright R. Piper& Co Verlug Mönchen 47. Fortsetzung . Madonna, und dann denke ich an meine Mutter, die Hat elf Kinder großgezogen, Bat nie gestohlen und nie geflucht, nicht Gott und nicht den Heiligen und nicht den Reichen und nicht ihrem Mann. Ich bin ein Ignorant, Signore, und ich bin sogar zu dumm, um porale zu werden, und konnte deshalb auch nicht heiraten, so einen wie mich wollte keine haben, Aber über den Kaiser Friedrich abe ich doch nachgedacht. Und das weiß ich nun: ohne meine Vorfahren hätte er das icht fertiggebracht. Er hat es mit der Angst ernacht, genau wie unser Commandante! Der hat selber Angst, immer hat er Angst— vor dem Capitano, wenn der einmal kommt, und besonders vor der eigenen Frau, die ja im- mer da ist. Und wenn jemand gebracht wird, at er sogar vor irgedeinem armen Teufei angst. Er glaubt immer, da wäre etwas ganz chlimmes im Gange, oder er hätte einen roßen Verbrecher vor sich. Aber auch hin- erbher hat er meistens Angst— jetzt, heute, 3 etwegen. Jetzt fürchtet er sich vor Innen nehr als vor seiner Frau. Wenn Sie das alles Weitergeben— nach oben, wo Sie zu Hause nd! Er hat es jetzt erst gemerkt, daß Sie ei Herr sind, und doch haben Sie ihn schon stern abend ein Schwein genannt. Da hätte er wissen können, mit wem er es zu tun tte. Ich war dabei. als er das seiner Frau sagte. Ich holte gerade das Essen. In meiner egenwart sagt er alles, als wäre ich ein Esel und nur an die Wand gemalt. Jetzt wird r v eee in 8 Abruzmen. 80 nach Gambatesa, wer weil das! Wenn Sie aber der Ernesto Griffi gewesen wären, der schon eine Menge Autos gestohlen hat, dann Wäre er befördert worden. Jetzt steht aber heute morgen in der Zeitung, daß sie den Griffi in Matera gefangen haben, und da bleibt für den Commandante von Altamura kein Griffi mehr übrig. Wenn— so denk ich — wenn der Papst den Kaiser Friedrich ab- gesetzt und obendrein geköpft hätte, dann sagten heute alle Leute, daß der Kaiser nicht grog, sondern einfach grausam und gewalt- tätig und hochmütig und treulos war. Wie soll man sich da noch auskennen!“ Er verstummte mit einem jähen Hochzie- hen beider Schultern, hob den Kopf, den er tief auf die Brust gesenkt hatte, und blickte seinen Zuhörer mit einem Ausdruck lächeln- der Ratlosigkeit an. Herrn Sulpiz erinnerten die weitgeöffneten und unbeweglichen Augen an einen kleinen Nachtaffen, den er vor einigen Monaten im Käfig gehalten hatte. Kaum aber, daß der alte Soldat den prüfen- den Blick des andern auf seinem Gesicht spürte, blickte er in die Richtung der Tür. „Sind Sie zu allen Gefangenen so gut— wie zu mir?“ Diese Frage fiel Herrn Sulpiz plötzlich rund und ruhig von den Lippen. Er starrte seinen Nachbarn in großer Neu- gierde an. 5 „Was kann man tun. Signore“, sagte der alte Soldat und hob wieder die Schultern, „Was weiß ich von den Leuten, die man in dieses Loch sperrt? Nichts— aber sie haben mich alle nötig.“ Damit sprang er auf seine Füße, die Tür war aufgemacht worden, der Comandante stand auf der Schwelle und kam langsam herein. Der alte Carabiniere ging an ihm vorüber, packte den Kübel und trug ihn hinaus. Herr Sulpiz saß unbeweglich und obne aufzublicken auf der Britsche und starrte auf seine Schuhe. Er konnte an nichts den- ken als an den Mann, der hier neben ihm gesessen hatte, und hin und wieder an den Kaiser Friedrich und das Kastell und seine unteren Gewölbe.. Aber gleich waren seine Gedanken wieder bei dem alten Sol- daten, der den Gefangenen das Essen brachte und den Kübel forttrug. Seine Augen gewahrten neben den eige- nen die Schuhe des Commandante. Sie waren klein, hatten schwarze Haken für die Schnürbänder und traten in kurzen, lang- samen Schritten über die Steinfliesen. Herr Sulpiz sah diese Schuhe und hörte den Schritt, aber er wußte nichts davon. Eine Dflanzenhafte Ruhe erfüllte ihn, sie wuchs wie ein weicher, aber sehr starker Organis- mus durch seinen ganzen Leib bis in die Haarspitzen hinein. Was kann man tun, Signore! Die simplen Worte des alten Sol- daten durchzogen ihn wie Psalmengesang. Das eine weiß ich, sprach es in ihm weiter, daß ich von den Leuten nichts weiß, nichts, als daß sie mich alle nötig haben, alle. Ja, David, und ich danke dir, daß du mir ge- holfen hast—„ah, was denn, was denn!“ Er sagte diese Worte auf deutsch und warf den Kopf zurück, zugleich streifte er mit der Rechten die Hand des Commandante von seiner linken Schulter. „Aber Signore Kasbak, was haben Sie davon, wenn Sie mich ruinieren!“ Herr Sul- Piz blickte, ohne recht zu verstehen, in das schwammige Gesicht vor sich, dessen Fett, Heraus Verlag. drucker chefrec Stellv.: GOETHE KUGLERH. e e 2 n S e 3 8 Serr; 8. 5 Kimpin Stellv. Bank, 20 5 Bad. Ko Wo das enden mag, 9. ist nicht abzusehen 0 N 5 In der letzten Nummer 7— des Jahres 1954 veröffent- 8— 1 10 Jal licht das„Börsenblatt für 75 7„ den Deutschen Buckhan- e eee del“ die hier abgebildeten.. Entwürfe für Schutzum- 1 schläge mit folgendem jc, Stoßseufzer:„Die Tendenz unserer heutigen Schutz- umschlagzeichner zu einer eindeutigen Vordergrün- digkeit ist bemerkenswert SCT PENTFTELXTINR.. und unübersehbar. Was 8 E E U V ETR F 5 immer auch Titel und In- S AMTLICHE WERRE. galt eines Buches sein 5 9! mögen, mit List und Tücke 20 MATTEIScHULIEN Sen wissen die Zeichner in den 5 g auf Vordergrund zu rücken, in was ihnen besonders zeich- 5 8 nenswert erscheint. Wo Zus das noch enden mag, ist Die nicht abzusehen. Unser lichen Karikaturist at hier einen Abma Albtraum illustriert, in Gab d dem ihm eine Ahnung. germe von dem überkam, auf 1 Senat das sick die Vordergründ- 3 ihrer ler demnachst stürzen wer-. Bürge den. Wir hoffen aber, daß 5 stünd die Verleger das Schlimm- Stand ste verhüten mögen.“ 1 Verhe Text u. Zeichnungen: F. E.. 1 5 3 2 kine bayerische, Pfingstorgel“ in Heidelb 15 ne Odyerische„Fingsforgel in Heidelberg 1 Johannes Lippls Moritat in der Städtischen Bühne ö N St gesteckt. Und derweil man noch den Mantel den Leut', als da sind: die Musikanten, 00 in D. auszog, schallte es schon von der offenen Pfannenflicker, die Korbflechter, die Scheren alle Bühne herunter, mit Trompete, Geige, Kon- schleifer und die Bandlkramer. Doch das Was des d trabaß, Klarinette und Waldhorn, eine zünf- falsch, es rächt sich diese Tat gar kürchter es ib tige bayerische Musi! Neben den Musikanten lich! Die Fahrenden nämlich sammeln Gel klärt. (die dann später hinter die Kulissen sich ver- und schenken den Mautern Hohn und Spo“ Kirch zogen) stand auf einem grogen Leiterwagen über sie und schamrot sollen's werden) zun lius, eine noch größere Moritatentafel, zu der Pfingstfest eine Orgel. Damit das alles Abel kunk. Eduardo Wollitz und Ly Brühl den Sing- ja gut ausgeht, übergibt am Ende der Floh- lange Sang-Text mit grimmiger Entschlossenheit reiter-Bauer(Franz Rücker) dem Musika denh. vortrugen. Und alsdann fing es an, das Spiel ten-Ambros, in dem er seinen Neffen 1 um Liebe und Glück, vom Geiz und seiner erkennt, auch noch seinen Bauernhof. nicht gerechten Strafe. So eigensinnig und besitz- An einem Maibaum hat Heinz Lahaye 2 Kirch 48 nämlich sind die Bauern von Maut, diesem von Heinz Menzel mit manche N aß sie nicht mal eine Orgel in ihrer Kirche Schwankpointe versehenen Spiel Prospek! 8 haben. Und daß des reichen Bürgermeisters aufgehängt, die sich, bei offenem Vorhang Wen 8 1 5 Bittlers) Tochter Gertrud(Inge- umdrehen und wenden lassen und so imme 8 org Heiden den armen Musikantenschn wieder neue Bühnenszenerien schaffen. Ein 5 .(Artur Bauer) heiraten darf— hübscher Einfall, der dem ganzen Abend eine 5 ommt ja überhaupt nicht in Fragel Empört besondere Note gab und gewiß mit dazu bel“ en. über diese Zumutung beschimpft und belei- trug, daß man 915 5„Pfingst, den digt der Bürgermeister nicht nur den Freier, orgel! hier in Heidelberg schließlich doch. sondern gleich die ganze Zunft der fahren- mit freundlichem Applaus aufnahm. 8 K. H nan Wort 70 Au „Entartete Kunst“ in Packpapier R Sieben verschollene Bilder Carl Hofers kehrten nach mehr als zehn Jahren heim 3 118 ung Ein merkwürdiges Schicksal hatte eine wurden, gerieten sie in einem Abstellraun nur Reihe von Bildern des Malers Carl Hofer. In in Vergessenheit. halb den 3 des Br N Funtt: Per Braunschweiger Kunstverein meidet Felis vereins entdeckte man eines Tages beim gie sieben Gemälde, die, da sie sich bis au recht Oeffnen einer Rolle Packpapier zur allgemei-. e e . 2 z unwesentliche Beschädigungen in besten nen Ueberraschung sieben Oelgemälde, die 2 und 5 ustand befinden, einen erheblichen Wer man auf den ersten Blick als Werke von repräsentieren, als Fundsache bei der Poli i Kune Carl Hofer identiflzierte Es handelt sich um 55. e 1 925 1 9 lager zwei figürliche Darstellungen, drei Land- n n 1 0 5 N 15 8 15 0 Selb. schaften und zwei unter dem Eindruck des Eigentumsrecht gelte e 5 Krieges entstandene Bilder aus den Jahren 15 Big 85 55 1 8 t N ore etwa 1935 bis 1943. Niemand wußte, auf wel- Biese 5 1780 919 85 1015 8 t Jedoch sie Cal che Weise sie hierher gelangt waren und 110 8 8 8 5 28 8 8 5 lin wem sie gehörten. Eine Anfrage bei Hofer leb 148 055 8 521 5 5 125 11 nich blieb ohne Ergebnis. Auch der Künstler 85 8 45 1 18 8 e konnte keine Erklärung über den Weg der Ie 8 Aug 5 55 8 2 10 8918 2 Bilder geben. Man erinnerte sich aber daran, 8 1 85 N 8 kran daß im Gebäude des Kunstvereins während 1 8. 8 2 85. 1 rein des Krieges zum Schutz gegen Verluste durch bt, 5 it. l 5 8 0*. B Bomben eine Aktion zur Unterbringung von Slaubt, deunit seinen Bestrebungen zur Fü scher 5 8 derung von Kunst und Künstlern am un- Gebt Kunstwerken in Bunkern unternommen wor- 5. eigennützigsten nachzukommen. Die Bilder 79, 1 den war. Offenbar sind dabei die Hofer- 11. 5 5 8 wurden Hofer bereits übergeben, der bei den Bilder nach Braunschweig gelangt. Die Auf- 4; f 1 i .„55 dieser Gelegenheit dem Kunstverein sozu- das nahme in einem Bunker kam für sie jedoch sagen als bie en züri i nicht in Frage, da sie als„Entartete Kunst“ schenkte. 8 5 511 verfemt waren. Da sie nicht zurückgesandt enkle Dr. G. W. 45 8 8 g 5 Korp Herr Sulpiz legte die Hand an die Stirn Commandante glich einem Schüler, der ein! Steh und schloß die Augen.„Bitte“, sagte er nach gesehen hat, daß der Weg der Verteidigung 1 55 einer kleinen Weile,„haben Sie meine Toch- nicht mehr in Lügen und Ausflüchten, son- ber erreicht?“ dern im entgegen kommenden, offenen GE* „Sie wird morgen hier sein, ich nannte ständnis liegt. Ohne es allzu sehr merken Lats ihr das Albergo„Zum Castel del Monte“. zu lassen, war er von diesem Umstand, dad der „Nehmen Sie bitte ein anderes Hotel!“ das Opfer seines Fahndungseifers mit 1 i 1 bekannt und vielleich Präas Das Albergo Castel del Monte ist das Spitze der Provins 55 bestel“ Der Commandante verbeugte sich befreundet war, so erschüttert, daß er seine 1050 1 f 37 Lage nicht mehr nur als ungünstig, sondern 5 ein wenig und versuchte zu lächeln. tas krodd h. Das Glüch Fün „Trotzdem! Ich will dort nicht wohnen.. 1 7 5 1 5 2 5 Hunt 110115 Können Sie außerdem vielleicht Herrn della ds in seinen Augen schon irmmner eine Hu Sönli 1. War, hatte ihm den Ernesto Griffi in die Stuka, falls er noch lebt, benachrichtigen Naclib haft 1 ü doch nie ihre! oder einfach seine Tochter? Er war vor etwa e Sespu 325 55 5 1 ch das Areiais Jahren ier in Alten der Bare n der Nase fünren und auf diesen Free germeister.“ ö N i 1 fessc 5 hetzen, der vielleicht schon heute abend bel The Herr Sulpiz schaute den Commandante der Frau des Präfekten speist. Das konnt 1 8 an, er wollte mit diesem Blick feststellen, ob Degradierung bedeuten, sogar Ausstoßung. der Polizist ihn verstanden habe. Da sah aus seinem Beruf, ein Gerichtsverfahren 5 115 85— 5. 1 n Gefängnis! Aus seiner Polizeipraxis hatte 4. Alle neben seinen en ernporhob, und hinreichend Erfahrung, um ssen, dal wie sich sein Kopf und seine ganze Gestalt, 3 e 8 1 SO nder 5 5 als drückte ihn ein unsichtbarer Finger ger wem man übeltat. So lief er denn gewisser. telv. gen die Stirn, kaum merklich nach hinten maßen weinend und sich die Brust schla- CSI „„00000 gend auf diesen e 8 9 8 ö 8 Welchem er am meisten übelnahm, daß el kam „Ich fragte Sie, ob Sie den Herrn della nicht der Griffi war, obwohl doch der Steck- 8 Stufa kennten?“ Herrn Sulpiz' Stimme klang brief in allen Punkten auf ihn page. das ein wenig gereizt. Der Commandante ant- 5 5 ts wWortete zuerst mit einem hölzernen Nicken, In seiner ausführlichen, von großen, tra- 1 dann sagte er„Ja“ und zwar hüpften die 1 1 und 3 1h 0 kleinen i-Laute seines„Si, Signore“ wie ein belebten Darstellung, in die schließlich sogar f Gewieher und zugleich wie ein kindliches die heiligste Madonna und die fünf unmün:- und Schluchzen eine halbe Tonleiter hinab. Wer digen Kinder des Commandante und seine ein, kennt ihn nicht, sollte das heißen, zugleich jederzeit 19 Deutschland 3 5 9 aber auch: O weh, daß Sie ihn kennen und lichen Gefühle in die Waagse ale geworfen Er ich Sie! Plötzlich aber, als hätte er sich die wurden, stellte der Redner seinem schweig- schi Sache überlegt, trat er einen Schritt näher samen und wie im Traum dasitzenden 1 5 8 an Herrn Sulpiz heran und teilte ihm— hörer dar, auf welch einmalige Weise er, den „del resto“— voll einer angestrengten Ver- der Commandante Fasano, vom Glück ge- Ad! traulichkeit mit, daß der Herr della Stuka narrt und an den Abgrund seiner Existenl lau- nachdem keine gewaltsame Sicherheit es mehr aufblähte, Fasson und Farbe verloren Hatte. 0 . zwar gestorben sei, aber seine ochter sei mit W, Präfekten von& verheiratet. Der gebracht worden sei. a (Fortsetzung tolst)