55/ Nr. — Herausgeber: Mannheimer Morgen Verlag. Druck: Mannheimer Groß- 1 druckerei. Verlagsleitung: H. Bauser. ey cgnetredakteur: E. F. von schine; stellv.: Dr. K. Ackermann; Politik: gegen d. Hertz-Eicnenroue; Wirtschaft: F. O. ellt wen weber; Feuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Lokales: H. Schneekloth; Kommunales: rbar! D pr. Koch; sport: K. Grein; Land: C. as schlich gerr; Soziales: F. A. Simon; L'hafen: H. r. In de kKimpinsky: Cher v. D.; 0. Gentner; brand 3 stellv. W. Kirches; Banken: Südd. Bank, Rhein-Main Bank, Städt. Spark., 2s Konnte Bad. Kom. Landesbank Bad. Bank, sämtl. erufliche klannheim. Postschecl- Kto.: Karlsruhe Nr. 80 016, Ludwigshafen Rh. Nr. 26 748. näßzig unt Es besit viederhi ese Mel n Zeitung oulevard. Obilrevue 8 Them Alienisch ber einen atsachen. aten Per. nüht wat Während n kühne Amstand Honor Und mi te er n schaffung, 58. 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Februar 1958 Pinay soll neue Regierung bilden Mendeès-France wurde mit 319 gegen 273 Stimmen gestürzt paris.(dpa) AP) Der französische Staatspräsident, Rene Coty, hat am Sonntag- abend nach dem Sturz der Regierung Mendés-France den ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Antoine Pinay zu sich gerufen, um ihm das Amt des Minister- präsidenten anzubieten. Pinay war bereits 1952 französischer Ministerpräsident und ist Unabhängiger Republikaner. Er teilte nach seiner Unterredung mit Coty mit, daß er den Auftrag angenommen hat. Als am Freitagabend in einer Atmosphäre die einem Begräbnis glich, vor zunächst fast leeren Abgeordnetenbänken und überfüll- ten Zuschauergalerien die entscheidende Sit- zung der Nationalversammlung begann, be- stand über ihren Ausgang kaum noch Zwei- fel. Nachdem Rene Mayer, der Führer des Er könne seine Gefühle und seinen Kummer micht verbergen, sagte Mendes-Hrance nach dem Sturz seiner Regierung, und er bedauere, daß das von ihm begonnene Werle nieht fort- gesetzt werden konnte. Unser Bild zeigt inn del einem Intervieu nach der entscheidenden Abstimmung der Nationalversammlung. . Bild: dpa rechten Flügels der Radikalsozialen Partei des Ministerpräsidenten, sich als Abgeord- neter eines algerischen Wahlkreises gegen die versöhnliche und kompromißbereite Politik von Mendeès-France in Nordafrika ausgesprochen hatte, stand fest, daß die ver- einte Opposition die Gelegenheit Wahrneh- men würde, den Regierungschef über das heikle Problem Nordafrika zu stürzen. Un- ter atemloser Spannung begann Morgens, um 3.44 Uhr, die Abgabe der Stimmen. Eine knappe Stunde später stand fest, daß Men- des-France mit 319 gegen 273 Stimmen das Vertrauen des Parlaments verloren hatte und geschlagen war. Die bis dahin ruhig verlaufene Sitzung fand einen tumultarischen Abschluß: Ent- gegen aller Gewohnheit ergriff Mendès-France nach der Abstimmung noch einmal das Wort. Im Klappern der Pultdeckel und in Zwi- schenrufen gingen seine Worte unter, die er schließlich dem Parlamentsstenographen dik- tierte:„Ich bin mir bewußt, daß ich meinem Lande gut gedient habe. Ich hoffe, daß die Nationalversammlung den Franzosen neue Hoffnung geben und die Feindseligkeiten überwinden kann, die sie nur zu oft gezeigt Hat. Es lebe Frankreich!“ Die Sorge um das Schicksal der Pariser Verträge, die noch vom Rat der Republik behandelt werden müssen, kennzeichnete die erste Reaktion des Auslandes auf den Sturz von Mendès-France.„Es ging nicht um die Fariser Verträge“, lautete die erste lakoni- sche Stellungnahme eines Sprechers des bri- tischen Außen ministeriums zur französischen zeglerungskrise, In Washington erwartete man eine leichte Verzögerung der Ratifi- zierung durch den Rat der Republik, betonte jedoch, daß dies vor allem technische Gründe habe. Man sei überzeugt, daß, wer immer auch Nachfolger von Mendès-France werde. er doch den Ratiflkationsvorgang zu Ende führen werde. Man hoffe auf eine schnelle Lösung der Krise, so daß die Verträge viel- leicht doch noch, wie vorgesehen, bis Ende CDU: Möglichst bald ratifizieren a Parteiausschuß und Parteivorstand hörten Adenauers Bericht Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Parteiausschuß und Parteivorstand der CDU prüften am Wochenende in Bonn eingehend die Situation vor der Ent- scheidung über die Pariser Verträge. Ein- stimmig wurde eine Entschließung angenom- men, die der Regierung und der Fraktion empfiehlt, die Vertragswerke sobald wie möglich zu verabschieden und von dem vor- gesehenen Termin, dem 24. und 25. Februar, nicht abzugeben. Dr. Adenauer vertrat vor dem Parteiausschuß die Meinung, die jüngste Entwicklung in Frankreich werde keinen Einfluß auf die Fortsetzung der Vertrags- politik haben. Eine neue Regierung in Paris könne keine andere Haltung einnehmen als die Regierung Mendèes-France. Die Auf- forderung des SPD- Vorsitzenden Ollenhauer, aus dem Sturz der Regierung Mendeès-France Konsequenzen zu ziehen, wurde spontan abgelehnt. Höhepunkt der Veranstaltung war das Referat des Bundeskanzlers. Adenauer sagte unter anderem, ein Abweichen von der bis- herigen Politik, wie es die Opposition ver- lange, würde zum politischen und wirtschaft- Uchen Niedergang der Bundesrepublik füh- ren, Zur Haftung der Opposition erklärte Adenauer, die Situation würde leichter sein, wenn Dr. Schumacher noch lebte. Dieser habe immer eine klare Haltung vertreten. Heute jedoch müßten Regierung und Koali- tion mit großer Mühe festzustellen versuchen, was die Opposition eigentlich wolle. Dem Dog warf er vor, er habe die politische Neutralität verletzt. Eine Volksbewegung, Wie sie die SPD anstrebe, erinnere an Vor- gänge in sowjetzonalen Wahllokalen. Nach Auffassung der CDU und der Koalition liege die Entscheidung beim Parlament. „ Bundeswirtschaftsminister Erhard befaßte sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Verträge. Wenn sie abgelehnt würden und die deutsche Politik sich vom Westen abwenden würde, dann gebe es keine aus- 9 reichende Beschäftigung der deutschen Ar- beiter und keine soziale Entwicklungsmög- lichkeit mehr. Satellitenmäßige Abhängigkeit und wirtschaftliches Vegetieren würden die Folge sein. Die finanzielle Seite der Verträge behandelte Bundesfinanzminister Schäffer. Er sagte, die Verpflichtung, Verteidigungskon- tingente aufzustellen und zu bezahlen, könne im Rahmen der deutschen Steuerkraft erfüllt werden. Die vorgesehenen Aufwendungen in Höhe von 9 Milliarden Mark seien bereits seit Jahren im Rahmen des Haushalts aufge- bracht worden und niemand habe dabei an eine Gefährdung der finanziellen und sozia- zen Ordnung gedacht. Anders lautende Aeuße- kungen der Sp seien falsch und hätten nur den Sinm, das Volk zu erschrecken. Sicherheitsbeauftragter Theodor Blank wandte sich gegen die Behauptung der Op- position, daß zwölf deutsche Divisionen bei der heutigen Kriegsführung nicht ins Gewicht flelen. Zusammen mit den in Deutschland stationierten alliierten Truppen werde da- durch jedenfalls ein Ueberraschungsstoß der Sowjetunion unmöglich gemacht. Der Parteiausschuß hat zum Abschluß sei- ner Tagung in einer Entschließung zum Aus- druck gebracht, daß er vor der Entscheidung des Bundestages über die Pariser Verträge boch einmal die damit verbundenen Fragen gewissenhaft geprüft habe und zu einem ein- mütigen Ja gekommen sei. Die Vorteile einer jahrelangen mühevollen Politik dürften nicht durch die Ablehnung der Verträge gefährdet werden. Der Parteiausschuß der CDU wählte am Sonntag Bundesminister Dr. Robert Till manns zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU. Dr. Tillmanns erhielt 91 von 97 Stimmen. Februar im Rat der Republik behandelt wer- den könnten. Die„Prawda“, das Organ der sowjetischen kommunistischen Partei, deutete den Sturz der Regierung Mendeès-France als eine Nie- derlage der amerikanischen Europapolitik. In dem vom Moskauer Rundfunk verbreiteten Leitartikel des Blattes heißt es, der Sturz habe den amerikanischen„Fahrplan“ für die Ratifikation der Pariser Verträge durchein- ander gebracht. Mendès-France habe seine Hauptaufgabe darin gesehen, das Wohlwollen jener amerikanischen und französischen Kreise zu gewinnen, die an einer Militari- sierung Deutschlands interessiert seien. Die französische Regierungskrise wird in Bonn angesichts ihrer möglichen Auswirkun- gen auf das Schicksal der Pariser Verträge mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Die Bundesregierung enthielt sich am Samstag noch jeder offiziellen Stellungnahme. Spre- cher der Koalition gaben jedoch ihrer tiefen Besorgnis über eine etwaige Gefährdung der Verträge Ausdruck. Der SPD-Vorsitzende Ollenhauer bezeichnete bereits die endgültige Rratifizierung der Verträge als unwahr- scheinlich. * Die ersten von den Tachen-Inseln evakuierten Zivilisten Duser Bild Zeigt Frauen und Kinder, die an Deck des Bild: dpa sind bereits auf Formosa eingetroffen. Transportschiſffes duf ihre Ausladung warten. Die Tachen-Inseln werden geräumt Neues Stadium der Formosa-Krise London ist das Zentrum diplomatischer Aktivität Taipeh.(AP/ dpa) Die nationalchinesische und die amerikanische Flotte haben am Sonntagfrüh mit der Räumung der 15 Meilen vor der Küste des chinesischen Fest- landes gelegenen Tachen- Inseln begonnen. Derweil gingen auf diplomatischer Ebene die Bemühungen um eine Waffenruhe im Gebiet um Formosa weiter. Noch am Vor- abend der Räumung faßte Präsident Eisenhower neue Schritte zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes ins Auge. Der amerikanische Chefdelegierte bei der UNO, Cabot Lodge, kündigte an, neue amerikanische Maßnahmen würden vielleicht bereits am Dienstag oder Mittwoch bekanntgegeben werden. Neben nationalchinesischen Einheiten be- teiligen sich dem Vernehmen nach minde- stens 70 amerikanische Kriegsschiffe und Transporter, darunter sechs Flugzeugträger, an den Räumungsaktionen im Gebiet der Tachen- Inseln. Es wird möglicherweise zwei Wochen in Anspruch nebmen, die etwa 15 000 nationalchinesische Soldaten mit Waffen und Ausrüstung und auch viele der rund 15 000 auf den Inseln lebenden Zivilisten nach der etwa 200 Meilen weiter südlich gelegenen Insel Formosa zu transportieren. Die Opera- tionen werden unter beträchtlichem Flieger- schutz ausgeführt. Nördlich des Räumungs- gebiets war es am Samstag über dem Gelben Meer, zehn Meilen westlich der Küste Nord- koreas, zu einem Luftkampf gekommen, Als acht kommunistische MIG-Jäger, deren Na- tionalität nicht bekannt ist, mehrere ameri- kanische Sabre- Düsenjäger und einen Auf- Kklärungsbomber angriffen. Zwei der kommu- nistischen Maschinen wurden abgeschossen, wie die amerikanischen Luftstreitkräfte in Tokio mitteilten. Das Hauptquartier der nationalchinesischen Luftstreitkräfte mel- dete einen schweren Angriff seiner Sturz- kampfflugzeuge auf die am 18. Januar von den chinesischen Kommunisten besetzte Insel Jikiangschan, von der aus Störversuche gegen die Räumungsaktionen unternommen wer- den könnten. In Taipeh herrscht der Eindruck vor, daß Weitere Gebietsverluste für Nationalchina unzumutbar seien und daß man die übrigen Inseln mit oder ohne amerikanische Unter- stützung auf alle Fälle halten werde. Der nationalchinesische Vertreter bei den Verein- ten Nationen, T. F. Tsiang, erklärte in New LVork, seine Regierung könne und werde Matsu und Quemoy nicht aufgeben. Das amerikanische Außenministerium sprach am Wochenende die Hoffnung aus, daß die Rau- mung der Tachen-Inseln zur Wiederherstel- lung von Frieden und Sicherheit im West- Pazifik führen werde. Inzwischen geht die diplomatische Aktivi- tät zur Befriedung des Formosa-Gebietes Weiter. Unterrichtete Kreise in London mei- nen, eine vom indischen Ministerpräsidenten Nehru zu vermittelnde Formosa-Konferenz außerhalb der UNO biete die Möglichkeit, einen Waffenstillstand zu erreichen. Der Ge- danke an eine solche Asien-Konferenz nach dem Muster von Genf wird jedoch in Washington abgelehnt. Britische diploma- tische Kreise gaben zu verstehen, daß sich die Sowjetunion den geheimen britischen und indischen Bemühungen angeschlossen habe, einen„ungeschriebenen“ Waffenstillstand zu erreichen. Dem Foreign Office liegt ein aus- führlicher Bericht des britischen Botschafters in Moskau, Sir William Hayter, über seine Unterredung mit dem sowjetischen Außen- minister Molotow vor. Der Generalsekretär der UNO, Dag Hammarskjöld, hat dem chine- sischen Minister präsidenten, Chou En Lai, eine persönliche Botschaft über das Formosa- Problem zukommen lassen. Eine Antwort Chou En Lais ist nach Mitteilung aus unter- richteten Kreisen noch nicht eingetroffen. Der erste Sekretär der sowjetischen KP, Nikita Chruschtschew, bekräftigte am Sams- tag in einem Interview mit dem amerikani- schen Verleger Randolph Hearst jun, die Be- reitschaft der Sowjetunion, gemeinsam mit anderen Ländern Bemühungen zu unterneh- men, um die Ausweitung des Formosa-KRon- flikts zu einem größeren Krieg zu verhindern. Chruschtschew wiederholte die sowjetische Ansicht, dag Formosa zu China gehöre, Die Volksrepublik China könne von ihrem An- spruch auf Formosa nicht abgehen. Peking spricht von„Provokationen“ Radio Peking erklärte am Sonntagabend, die siebente amerikanische Flotte habe„mi- litärische Provokationen in der Nähe chine- sischer Gewässer“ unternommen, die den „Frieden und die Sicherheit Chinas und des Fernen Ostens bedrohen“, In der Sendung hieß es:„Diese laufenden provozierenden Aktionen amerikanischer Militärflugzeuge bedrohen den Frieden und die Sicherheit Chinas und des Fernen Ostens. Das chine- sische Volk und die chinesische Volks- befreiuungsarmee verfolgten aufmerksam die Entwieklung der Lage.“ SpD: Verträge hängen in der Luft Ollenhauer zog Folgerungen aus dem Sturz von Mendes- France Herford.(dpa) Das gesamte Pariser Ver- tragswerk hängt nach Ansicht des SPD- Vorsitzenden Erich Ollenhauer durch den Sturz der Regierung Mendès-France in der Luft. Die französische National versammlung werde die Verträge wahrscheinlich noch ein- mal beraten müssen, da der Rat der Repu- plik voraussichtlich Zusatz forderungen stel- len werde. Es sei aber fraglich, ob die Nationalversammlung dann ohne Mendeès- France den Verträgen noch einmal zustimme. Ziscen Gesfern und Morgen Für die Besetzung der Stelle des Ober- bürgermeister von Ludwigshafen steht jetzt nur noch der 47 jährige Oberstadtdirektor von Lüneburg, Werner Bockelmann, in engerer Wahl. Am Samstag hat der 45jährige Oberechtsrat Dr. Keidel aus Karlsruhe seine Bewerbung zurückgezogen. Dr. Keidel War vom Personalausschuß des Ludwigshafener Stadtrats in die engere Wahl gezogen worden. Die Deutsche Rundfunk- Union, die dem DGB angeschlossene gewerkschaftliche Or- ganisation der Arbeitnehmer und freien Mit- arbeiter des Hör- und Fernsehfunks, hielt in Stuttgart ihre Delegiertentagung ab. In einem Aktionsprogramm bekennt sich die Rund- funk-Union uneingeschräkt zum Grundsatz der Unabhängigkeit des Rundfunks und dem demokratischen Prinzip der Meinungsfrei- heit. In sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht wird die Aufnahme von Vertretern der Be- triebsräte der einzelnen Rundfunkanstalten und der Rundfunkunion in die Aufsichts- gremien, bzw. in die Arbeitsgemeinschaft der öfkentlich rechtlichen Rundfunkanstalten, so- Wie die Sicherung aller betrieblichen Sozial- leistungen in Tarifverträgen, die Verwirk- lichung des Prinzips der Fünftagewoche bei 40stündiger Arbeitszeit und die rechtliche Statuierung einer Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung bei allen Rund- kunkanstalten gefordert. Der 77. Deutsche Katholikentag wird vom 27. August bis 2. September 1956 in Köln ab- gehalten werden. N „Operation Renntier“, die größte ameri- kanische Lebensmittel-Spendeaktion für be- dürftige Deutsche seit dem Jahre 1950, ist am Samstag mit dem Eintreffen von 1728 Ge- schenkpaketen an Bord eines amerikanischen Frachters abgeschlossen worden. Im Rahmen der„Operation Renntier“ haben private amerikanische Wohlfahrtsverbände insgesamt 155 000 Tonnen Lebensmittel nach Deutsch- land verschickt. Das Gutachten des Neugliederungsaus- schusses, der von der Bundesregierung auf Beschluß des Bundestages gebildet wurde und unter Vorsitz von Reichskanzler a. D. Dr. Hans Luther steht, wird dem Bundes- innenministerium fristgerecht bis zum 1. April übergeben werden. Wie am Sonntag in Bonn bekannt wurde, wird das Gutachten, über dessen endgültige Fassung der gesamte Aus- schuß vom 10. bis 12. Februar in Bad Ems beraten wird, sehr umfangreich und in 42 bis 44 Einzelreferate aufgegliedert sein. Botschafter Dr. Conant, der amerikanische Hohe Kommissar, ist am Samstag für zwei Wochen nach den USA gereist. Er wird Be- sprechungen mit Präsident Eisenhower und Außenminister Dulles führen. Dr. Ottomar Schreiber, der frühere Staats- sekretär im Bundesvertriebenenministerium, ist in der Nacht zum Sonntag in München im 66. Lebensjahr gestorben. Kritik an der Wiedergutmachung in der Deutschen Bundesrepublik übte der Präsi- dent der jüdischen Wiedergutmachungs- Konferenz, Dr. Nahum Goldmann.„Zehn- tausende von Verfolgten warten noch auf irgendeine Entschädigung für Verluste und Verletzungen, die sie durch die Nazis er- litten haben“, erklärte er. Goldmann for- derte die Bundespegierung auf, der Durch- kührung der Wiedergutmachungsgesetze „die größte und dringendste Aufmerksam keit“ zu widmen. 5 Vier neue Atombomben- Explosionen wur- den von September bis- November vergange- nen Jahres im Raum der Sowjetunion fest- gestellt, erklärte der französische Staats- Sekretär für wissenschaftliche Forschung und technischen Fortschritt, Longchambon, in der Pariser Zeitung„France Soir“. Mit die- sen vier neuen Explosionen betrage die Ge- samtzahl der großen Atombombenexplosio- nen in der Sowjetunion sechs. Die beiden ersten, bereits früher bekanntgewordenen Explosionen fanden am 22. und 26. August 1954 statt. Die amerikanische Atomenergiekommis- sion hat in einem Bericht an den Atomener- gieausschuß des Kongresses mitgeteilt, daß Besprechungen mit Vertretern Großbritan- niens, Kanadas und Belgiens über den Aus- tausch von Informationsmaterial nichtmili- tärischer Art über Entwicklungen auf dem Atomforschungsgebiet stattgefunden hätten. Der ägyptische Ministerpräsident Nasser ist am Samstag an Bord des jugoslawischen Schulschiffes„Galeb“ mit Staatspräsident FPito zusammengetroffen, der sich auf der Rückreise von seinem Staatsbesuch in Indien und Burma befindet. Im Verlaufe der Be- sprechungen der beiden Staatsmänner nahm Tito die Einladung Nassers an, im August zu einem Staatsbesuch nach Aegypten zu kommen. Ollenhauer wiederholte auf einer SPD- Kundgebung am Samstag in Herford seine Forderung nach Verhandlungen der Besat- zungsmächte über die Wieder vereinigung vor Ratifizierung der Verträge. Die zwölf deut- schen Divisionen hätten im Zeitalter des Atomkrieges keine entscheidende Bedeutung. Die Aufrüstung der Bundesrepublik könne nur verwirklicht werden, wenn die Sozial- leistungen reduziert und der allgemeine Lebensstandard gesenkt wird. Ollenhauer versicherte in diesem Zusammenhang, daß es bei der Probeabstimmung gegen die Pariser Verträge keine kommunistische Unter wande- rung geben werde. Das Ergebnis der Befra- gungen werde die SPD bei den Beratungen im Bundestag verwenden. Ollenhauer wandte sich gegen die von Bundeskanzler Dr. Adenauer am Sonntag- vormittag vor dem CDU-Parteiausschuß ver- tretenen Auffassung, ein Schwanken der deutschen Außenpolitix würde ein Hin- wenden zur Sowjetunion bedeuten. Die Alternative zu den Pariser Verträgen sei nicht, Deutschland in ein östliches Verteidi- gungssystem zu führen. Es gehe vielmehr darum, ein in Freiheit wiedervereinigtes Deutschland in ein Sicherheitssystem zu bringen, das weder gegen Ost noch West ge- richtet sei. Die Opposition habe den Grund- satz nie bestritten, daß ein freies Volk seine Freiheit im Ernstfall verteidigen müsse, Die Pariser Verträge forderten aber vom deut- schen Volk„ein sinnloses Opfer“, weil eine westdeutsche Armee die westliche Sicherheit nicht verstärke. Der FDP- Bundestagsabgeordnete und frü- here baden- württembergische Ministerprä- sident Dr. Reinhold Maier trat am Sonntag in Unterschlechtbach im württembergischen Kreis Waiblingen für eine Fühlungnahme zwischen allen deutschen Persönlichkeiten ein, die mit antiautoritären und demokrati- schen Mitteln innerhalb der Richtlinien ihrer Partei oder Organisation die Wiedervereini- gung durchsetzen wollen. Aus einer solchen zunächst losen Fühlungnahme könne später ein festerer überparteilicher und interparla- mentarischer Zusammenschluß werden. e MORGEN Montag, 7. Februar 1955/ Nr. Jelefonat aus Bonn Bedauerlicher Streit Im Bundestag brach jetzt offen eine Aus- einandersetzung aus über einen Gegensatz, der seit langem besteht und zu den schwer- sten Belastungen des Parlaments zählt. Schon im Parlamentarischen Rat diskutierte man erbittert die Frage: ist die Bundes- republik als Staat die Repräsentantin und Stellvertreterin des gesamten Deutschlands gleichsam der Kern, aus dem heraus sich die Neuorganisation des wiedervereinigten Vaterlandes entwickeln wird? Oder stellt sie nur ein Provisorium dar, eine Art Not- schuppen, den man, wenn ein frei gewähl- tes gesamtdeutsches Parlament besteht, ein- reißen wird, um dann aus dem Willen des gesamten Deutschlands heraus eine neue Verfassung, ein neues Staatsbild zu schaf- ken? Das sind heikle Erörterungen, die über das rein juristische hinausgehen und auf eng mit den Vorstellungen des Deutschen von Deutschland, des Staatsbürgers vom Staat, zusammenhängen. Wenn man sich auch damals bekämpfte, Ansicht gegen Ansicht stellte, so blieb doch immer der Respekt vor der Meinung des anderen. Das hat sich im Laufe der letzten Jahre bedenklich geändert. Außerungen im kleinen Kreise zeigten ein schwelendes Mißtrauen im Hinblick auf die letzten Hintergründe. Im Nervenkrieg dieser Wochen ging man offen zum Angriff über. Der SpD-Abgeord- nete Wehner, Vorsitzender des Bundestags- ausschusses für gesamtdeutsche Fragen, soll in Kiel erklärt haben, der Bundeskanzler opfere das„Erstgeburtrecht“ des deutschen Volkes— in einem Staate zu leben und nicht gespalten zu sein— um des„Linsen- gerichtes einer bundes republikanischen Streitmacht von 300 000 Soldaten willen“. Der CDU-Abgeordnete Huth sah darin eine schwere Beleidigung und verlangte die Abberufung Wehners von dem Ausschuß Vorsitz. In den Wandelgängen wiesen christlich-demokratische Politiker auf die kommunistische Vergangenheit des SPD- Abgeordneten hin, der zu den führenden Männern um Ollenhauer gehört. Am 27. Januar bat der Vorsitzende der CDo/ SSU-Bundestagsfraktion, von Brentano, den Vorsitzenden der SPD- Bundestagsfraktion um eine Stellungnahme zu den Kieler Aeußerungen Wehners., Ollenhauer antwor- tete einen Tag später und lehnte Klärung und Erklärung„grundsätzlich“ ab. Nach Zeitungsmeldungen soll Wehner einige Tage später in Braunschweig gesagt haben, der Kanzler wolle das„Erstgeburtsrecht der deutschen Wiedervereinigung für das Lin- sengericht einer westdeutschen Souveränität opfern.“ Soweit Tatbestand und Streit. Was die politische Vergangenheit Herbert Wehners angeht, muß man denen Vertrauen schen- ken, die für ihn geradestehen, für ihn bür⸗ gen, nämlich, der sozialdemokratischen Par- teiführung und der sozlaldemokratischen Bundestagsfraktion. Umgekehrt ist eine Zu- sammenarbeit im Parlament und in den Aus- schüssen fast unmöglich, wenn man dem Vorsitzenden der größten Partei unterstellen Will, er sei gegen die Wiedervereinigung Deutschlands und seine Politik versuche, die Spaltung aufrechtzuerhalten. In den beiden großen Parteien des Bundestages Jehnt die Mehrheit derartige Diffamierun- gen ab. Sie zerstören nicht nur die Arbeits- möglichkeit, sondern treiben auch einen Keil ins Volk hinein. Mit leeren, unbewie- senen Behauptungen werden leichtfertig Tatsachen geschaffen, die unten Umständen die Zukunft des ganzen Deutschlands und seine demokratische Entwicklung zerstören können. Aus diesem Grunde wurde von Sozialdemokratischer Seite unlängst im Aus- Wärtigen Ausschuß betont, man müsse end- ch davon abkommen, der einen Seite den Willen zur Wiedervereinigung abzustreiten und der anderen Seite vorzuwerfen, sie sei Handlanger der Sowjets. In diesem Sinne War auch der Brief Dr. von Brentanos an Ollenhauer zu verstehen. Der Fraktions- Vorsitzende der CDU strebte im Grund eine Art gegenseitiger Ehrenerklärung an, weil nur Leute, die untereinander von der Sau- Herkeit ihrer Ziele überzeugt sind, gute und anständige Politik machen können, selbst Wenn die Meinungen im Sachlichen auf wel⸗ ten Strecken auseinanderklaffen. Im Bundestag fragen sich die ruhigen und einsichtigen Leute, wie die Dinge nun wei⸗ tergehen sollen. Für die CDU-Abgeordneten ist es schwer möglich, im Gesamtdeutschen Ausschuß unter dem Vorsitz eines Mannes Weiterzuwirken, der hre Zuverlässigkeit in Aller Oeffentlichkeit angezweifelt hat. Die Sozialdemokraten wiederum haben bereits gedroht, daß sie sich aus sämtlichen Aus- schüssen zurückziehen wollen, falls die Koalition Wehner absetzen und einen neuen Mann an die Spitze des Gesamtdeutschen Ausschusses setzen würde. Man braucht kaum darauf hinzuweisen, wie unselig eine derartige Auseinandersetzung gerade im Augenblick in der Oeffentlichkeit wirkt. Sie belastet nicht nur diese oder jene Partei, sie belastet das ganze Parlament in den Augen der Wähler, Vielleicht könnte sich hier der Bundestagspräsident und sein Prä- sidium ein besonderes Verdienst erwerben. Stil und Würde des Hohen Hauses hängen letztlich nicht vom Cut ab oder davon, daß man sich von den Plätzen erhebt, wenn der erste Mann des Parlaments erscheint. Wesentlicher als äußere Formen, deren Wert nicht bestritten werden soll, bleibt immer die Achtung, die sich die vom Volk gewählten Vertreter gegenseitig zollen. Hugo Grüssen Japan will verhandeln New Tork.(AP) Der japanische Beobach- ter bei den Vereinten Nationen, Renzo Sa- wadla, hat dem sowjetischen UNO-Delegier- ten, Arkady Sobolew, am Semmstag mitgeteilt, daß die japanische Regierung bereit sei, in Verhandlungen zur Normalisierung der japa- nisch- sowjetischen Beziehungen einzutreten. Bange Frage in Paris: Was nun? Mendeès-France:„Die Nation hat den bitteren Geschmack der Wahrheit endlich wieder erkannt“ Paris. Die Würfel sind gefallen. Zwanzig radikale Abgeordnete, die sich, dem ehe- maligen Ministerpräsidenten René Mayer folgend, der Opposition angeschlossen haben, tragen nun vor der Geschichte die Verant- Wortung für den Sturz ihres Parteigenossen Mendes-France. René Mayer und die Seinen — indem sie sich zu Wortführern der Inter- essen der durch die Reformpläne von Men- des-France bedroht fühlenden europäischen Großgrundbesitzern in Algerien machten— haben dem persönlichen Groll des MRP, dem Ultrakonservatismus der Unabhängigen und der rein negativen Opposition der Kom- munisten zum Sieg verholfen. Bei seiner Investitur im Juni 1954 verzichtete Mendeès- France auf die kommunistischen Stimmen. Mit 419 gegen 51 Stimmen gewählt, kam er auch ohne sie aus. Seine Gegner hätten sich — trotz ihres scharfen Antikommunismus diesen Verzicht nicht leisten können. Unter den 319 Gegnern des Ministerpräsidenten, die sich gegenüber seinen rund 280 Getreuen durchsetzten, waren 100 Kommunisten. So wurde der Mann, den die Rechte stets als einen verkappten Kommunistenfreund aus- gab, von der Rechten zusammen mit den Kommunisten gestürzt. Mit ihm fällt die Hoffnung, daß eine starke Persönlichkeit der gemäßigten lin- Ken Mitte, von echtem Patriotismus und vom Glauben an die Demokratie getragen, die Kriegsschäden der Vierten Republik von innen heraus— gegen den Willen der gro- Ben Parteien und der verschiedenen Privat- Von unserem Pariser Korrespondenten interessen— beheben könnte. Die heilsame Wirkung des Schreckens von Dien Bien Phu hat genau siebeneinhalb Monate gedauert. Das ungeheure Kapital an Vertrauen, das die öffentliche Meinung Mendeès-France ent- gegenbrachte und das noch lange nicht ver- braucht war, hat einen Teil der Parlamen- tarier nicht daran gehindert, das geliebte alte Spiel wieder von neuem zu beginnen. Nach der Verkündung des Abstimmungs- ergebnisses herrschte in der Nationalver- sammlung einen Augenblick lang tödliches Schweigen. Da geschah etwas Unvorher- gesehenes. Gegen jedes Herkommen bestieg der gestürzte Regierungschef noch einmal die Rednertribüne. Es war 4 Uhr mor- gens. In die erschöpfte und erregte Ver- sammlung hinein sprach Pierre Mendès- France sein Schlußwort. Er gab der Hoff- nung Ausdruck, daß sein Nachfolger die Verhandlungen in Nordafrika zu einem glücklichen Ende führen werde. Dann fuhr er fort:„Wie auch immer die Zukunft aus- sehen wird, die Nation hat den bitteren Ge- schmack der Wahrheit endlich wieder er- kannt“. Wütende Unterbrechungen der Geg- ner wollten ihn am Weitersprechen hindern. Einem ihn unterbrechenden Abgeordneten des MRP rief er zu„Nicht Sie, Herr Kol- lege, werden den Schlugpunkt setzen— das werde ich tun“. Er diktierte den Stenogra- ken den Schluß seiner Rede. Kommunisten, MRP, Rechte protestieren von allen Seiten. Mendèes-France hat zeigen wollen, daß sein Sturz nicht dem einer der vielen anderen Richtungskämpfe in Italiens KP Parteichef Togliatti schickte den Draufgänger Secchia in die Provinz, doch wer wird zuletzt lachen? Von unserem Korrespondenten Dr. Richard Wichterich Rom. Den auf der letzten Parteikonferenz sichtbar gewordenen Richtungsstreit inner- halb der kommunistischen Partei Italiens beleuchtet ein nach dem Hinauswurf des Organisationschefs, Pietro Secchia, aus der Zentralleitung veröffentlichtes Flugblatt der „Aione comunista“, welches unter anderem besagt, daß die der Aktion verschworenen Genossen keineswegs aus der Partei aus- treten, sondern diese lediglich„von ihren inkohärenten Unkohärenz Mangel an Zu- sammenhang) und kompromittierten Führern befreien wollen, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr das Vertrauen der sie stützenden Massen besitzen.“ Das ist die aggressive Sprache der„Dissi- denten“ innerhalb der Partei, der Männer um Seechia, dem die mitreißende Tat über alles geht und dem jegliches Paktieren mit den bürgerlichen Gegnern verwerflich erscheint. Abgewogenes taktisches Spiel, kaltblütiges Berechnen der Gegebenheiten und Chancen, Geduld und ruhiges Zuwarten sind dein Draufgänger fremd— im Gegensatz zu dem in Moskau in die Schule gegangenen Partei- chef Togliatti, dem diese maßhaltenden Eigenschaften zu seiner zweiten Natur ge- worden sind. Würde es sich um interne, nur auf die italienische Partei beschränkte Auseinander- setzungen handeln, dann wäre der Anteil der gesamten Oeffentlichkeit nicht so groß. Es wird von„Palastrevolution“ geredet, von Spaltungstendenzen im scheinbar festen Par- teigefüge, von der Ungnade, in die der bis- lang gegen alle von Moskau geschleuderten Blitze gefeite Togliatti gefallen sei. Seit aber der in seinen vorsichtigen Methoden Togliatti ähnelnde Advokat und ehemalige Kammer- präsident Terracini sich mit seiner Frau jen- seits des Eisernen Vorhangs begeben hat, scheinen sich die vielfältigen Gerüchte zu einer klaren Schau zu verdichten. Nun heißt es, die schroffen Auseinandersetzungen zwi- schen Togliatti und Secchia seien nur das fast tragikomische Widerspiel der Diadochen- kämpfe in Moskau, die seit einiger Zeit zwi- schen Malenkow und Chrustschow ausgebro- chen seien. Ganz eindeutig wird gesagt: „Togliatti setzt auf Malenkow, den Mann des neuen Kurses der echten Entspannung, Secchia dagegen auf Chrustschow, den Mann der Fortsetzung des kalten Krieges zwischen Ost und West.“ Wer hat recht, wer wird siegen? Tatsächlich hat auf der Generalkonferenz der Partei in Rom Togliatti gesiegt. Kein mit Lorbeeren geschmückter, sondern ein mit Diktatorengestè errungener Sieg. Gesiegt hat die„Richtung“ Togliattis, der sich seit der verunglückten„Frühjahrsoffensive“ von 1954 für die Entspannung, für die Abschwächung der demonstrativen Aktionen einsetzt. Tog- Uatti hat— für die Gegenwart wenigstens die von Secchia bevorzugte Methode der Furchterregung bei den„Bürgerlichen“(ge- (meint sind alle Nichtextremisten) preisge- geben, natürlich nur aus dem Grunde, weil er diese, besonders die zahlreichen Arbeit- nehmer der demokratischen Parteien, in sein scheinbar glückverheißendes, den Arbeits- und den Weltfrieden versprechendes Fahr- Wasser lenken will. Daher auch sein selbst- sicheres und nachsichtiges Verhalten gegen- über den Frondeuren von heute, die er nicht aus der Partei hat ausstoßen lassen, weil er sie morgen als reuige, bußetuende Sünder und um so treuere Diener zurücker wartet. Der früher gewaltige Agitator und Demagoge Pietro Secchia, gestern noch der zweite Mann in Rom, ist in die Provinz verbannt, in die lombardische Region, wo er über seine Fehl- tritte nachdenken soll. Sind die zahlreichen, zumal im industriel- len Norden wirkenden Anhänger der„Kom- munistischen Aktion“ nur deshalb„Deviatio- nisten“ Deviation Abweichung), weil sie in bestem Glauben dem Bemühen Togliattis um Entspannung mißtrauen? Vielleicht ist Togliatti seiner Sache doch nicht so sicher, wie er es nach der Parteikonferenz vortäuscht. Es mag also sein, daß sein intelligenter Ge- nosse Terracini, der schon vor drei Jahren öffentlich den Kurs der„Entspannung“ vom Moskauer Standpunkt zu früh! steuerte, bei den mächtigsten Männern der Hierarchie in Moskau Erleuchtung und Rat sucht und findet. 25 „Aufsicht“ und„Kontrolle“ dasselbe Sowjetische Zeitungen legen die Moskauer Deutschland-Erklärung aus Moskau.(AP) Sowohl das sowjetische Re- gierungsorgan„Iswestija“ als auch die par- teiamtliche„Prawda“ haben am Samstag er- klärt, daß nach sowjetischer Auffassung zwi- schen einer internationalen„Aufsicht“ und einer internationalen„Kontrolle“ gesamt- deutscher Wahlen kein Bedeutungsunter- schied bestehe. Die„Iswestija“ schreibt, zu den von den Gegnern der Wiedervereini- gung Deutschlands beharrlich vorgebrachten „falschen Behauptungen“ gehöre, daß die Sowjetunion angeblich keine freien deut- schen Wahlen unter internationaler Kon- trolle wolle, wobei sie mit dem Umstand Migbrauch trieben, daß die Sowietregierung in ihrer Deutschland-Erklärung vom 15. Ja- nuar den Ausdruck„internationale Aufsicht“ gebraucht habe. Weiter heißt es:„Die Zei- tung Iswestija“! hat den Bonner Freunden Philologischer Streitereien erklärt, daß die Sowietregierung der Errichtung einer inter- nationalen Kontrolle zugestimmt habe und damit den Forderungen der drei anderen Mächte entgegengekommen sei. Diese Erklä- rung ließ keinen Zweifel, daß Versuche, ir- gendeinen Unterschied zwischen den Worten Nabjudennije und Kontroll“ zu finden, ge- genstandslos sind.“ Was geschah mit Konsul Naliwaio? Wien.(dpa) Die sowjetischen Behörden in Oesterreich haben am Samstag die ame- rikanischen Behörden in Wien des Versuchs beschuldigt, einen sowjetischen Konsul zum Hochverrat verleiten zu wollen. In einer Note, die dem amerikanischen Hohen Rom- missar in Wien, Botschafter Thompson, über- Teieht wurde, heißt es, zwei Amerikaner hätten in einem Wiener Café versucht, den sowjetischen Konsul B. J. Naliwaiko„zu er- Pressen“ und zum„Ieberlaufen zu den Amerikanern“ zu bewegen. Thompson er- Klärte, er sei sicher, daß die sowjetische Be- schuldigung nicht richtig sei; er werde die Angelegenheit jedoch untersuchen. kaum mehr zu unterscheidenden Regierun. gen, die vor ihm Frankreichs Niedergang begleitet haben, gleichzusetzen sei. 2 Stein des Anstoßes für seinen Nachfolger — morgen vielleicht als Chef der Opposition Dewird er dafür sorgen, daß Parlament uni Nation seine Erscheinung und sein Anliegen nicht vergessen. Die Regierung Mendeès-France ist daran gescheitert, daß sie nie eine echte Basis im Parlament hatte und haben konnte. Leiden schaftlich folgten dem großen Warner der Jahre 1945 bis 1954 nur einzelne Männer aus kast allen Fraktionen. Aber in allen Parteien hat er zu bitteren Gegnern, wer im. mer von den„Reizen und Giften“ des Regi. mes— wie General de Gaulle sich ausdrüctt — nicht lassen konnte. Da er aber parlamen- tarisch regieren wollte, mußte Mendes. France immer wieder diesen und jenen Gruppen— diesen und jenen Interessen Konzessionen machen. In jeder Partei gab es bald Männer, die ihm vorwarfen, nicht sie zu Ministern gemacht zu haben. Der Indochina-Frieden stieg auf die Gegner. schaft seiner Vorgänger von der MRP, de. nen es nicht gelungen war, den Krieg 2 beenden. Die Nordafrika-Politik rief den Widerstand der Kolonialisten ins Feld. Die Sanierung der Landwirtschaft stieß auf die unversöhnliche Feindschaft des Zucker. rübenbaues, dem der Staat früher unver- tretbare Sonderrechte zugebilligt hatte, Der Kampf gegen den Alkoholismus rief kleine und große Brennereien auf den Plan. Jede derartige Gruppe verfügt im Parlament über ihre patentierten Interessenvertreter. Um die Agrarreform zu verhindern, stimmte man gegen die Nordafrika-Politik. Die un- versöhnlichen Anhänger der EVG, die ge selbst, als sie an der Regierung waren, nicht durchgesetzt hatten, intervenierten nun im 1 Vatikan, um den Papst zu verhindern, den „Totengräber des Europagedankens“ 1]1. empfangen. Dieser Koalition von ideologl. scher Abneigung und wirtschaftlichen Pfl. vatinteressen hat Mendéès-France fast adt Monate standgehalten. Kein Ministerpräsi-“ dent hat je so viele Abstimmungen mit der Vertrauensfrage durchkampfen müssen. Rein physisch machten ihm die Gegner die Arbeit unmöglich. Obwohl er immer vorausgesagt hatte, daß ein parlamentarisches Regime mit Proporz- Wahlsystem und ohne das Recht für die Re- gierung, die Kammer aufzulösen, auch die besten Männer nutzlos aufbrauchen würde, hat General de Gaulle Mendès-France vom Anfang bis zum Ende seine Unterstützung zu- kommen lassen. Von den 75 gaullistischen Abgeordneten sind ihm zwei Drittel— dar- unter die höchsten Freunde des Generals bis zum letzten Tag, trotz vieler Unterschiede in der Auffassung, treu geblieben. Man kann noch nicht absehen, welchen Weg Mendeès- France in den nächsten Monaten gehen wird. Fast zwangsläufig wird ihm die eigene bittere Erfahrüng mit der gewohnten Kritik zu- sammenführen. Tiefgreifende Neuorientie- rungen bereiten sich in der französischen Politik vor. v— 5 Kein Ende der Kontroverse zwischen Aegypten und dem Irak Beirut.(AP) Der irakische Ministerpräsi- dent, Nuri Es Said, hat nach Mitteilung eines Sprechers des libanesischen Präsidenten den Vorschlag des ägyptischen Regierungschefs Nasser zurückgewiesen, den Abschluß eines Paktes mit der Türkei von einem Mehrheits- beschluß der Mitglieder der Arabischen Liga abhängig zu machen. Damit sind die Aus- sichten auf eine Zusammenkunft zwischen Nuri Es Said und Nasser einstweilen ge- schwunden. Der libanesische Staatspräsident, Camille Chamoun, hatte die beiden Regierungschef? eee, eingeladen, in Beirut über eine Beilegung der durch den geplanten Abschluß eines irakisch-türkischen Verteidigungspaktes ent. standenen Kontroverse zwischen dem Irak und anderen Mitgliedstaaten der Arabischen Liga, insbesondere Aegypten, zu verhandeln, WIRTSCHAFT S-KABEL In Kürze Ausschreibungen für Inter zonenhandel wo) Die Ausschreibungen auf Grund des kürzlich abgeschlossenen Interzonen- Handelsabkommens für 1935 werden inner- Halb der nächsten Monate erfolgen. Wie der Gesamtverband des Deutschen Groß- und Außenhandels mitteilt, ist vorgesehen, so- wohl für die Lieferung als auch für den Bezug die Hälfte der Werte sofort und den Rest in einigen Monaten auszuschreiben. Das für den Handel besonders inter- essante Unterkonto II ist zwar nicht mit Wertgrenzen versehen worden, doch hat sich die westdeutsche Seite vorbehalten, für einige besonders neuralgische Positionen wertmäßig begrenzte Kontingente autonom kestzulegen und auszuschreiben. Ueber die- sen Punkt haben Verhandlungen zwischen den Fachverbänden des Handels und der Industrie sowie gemeinsame und einzelne Besprechungen mit den zuständigen Res- sorts stattgefunden. Das Bundes wirtschafts- ministerium ist bestrebt, die Zahl der Posi- tionen, die aus inner wirtschaftlichen Grün- den einer einschränkenden Kontingen- tierung unter worden werden, so klein wie möglich zu halten, um den Interzonen- Handel so freizügig wie möglich zu gestal- ten. Zwischen Handel und Industrie konnte über die wesentlichsten Positionen Ueber- einstimmung erzielt werden. Es ist damit zu rechnen, daß auch das Bundes wirtschafts- ministerium sich den Vorschlägen anschließt. Diese kontingentierten Waren werden be- sonders ausgeschrieben. Bei den Global ausschreibungen werden die Zuteilungen nach dem Reihenfolge-Prinzip erfolgen. Um den illegalen und„grauen“ Bezug on Sowietzonen waren zu unterbinden, werden einige Vorkehrungen getroffen und eine entsprechende Verordnung in den nächsten Tagen erlassen werden. Man hat kestgestellt, daß in manchen Bereichen der illegale oder graue Bezug sowjetzonaler Waren die legitimen Geschäfte übersteigt. Neue Richtlinien im Versicherungs wesen (VoD) Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen hat neue Rechnungs- legungsvorschriften erlassen, die erstmalig für das nach dem 31. Dezember 1954 begin- nende Geschäftsjahr gelten. Wie der Gesamt- verband der Versicherungs wirtschaft hierzu mitteilt. soll damit ein Beitrag zu einer ver- besserten Publizität auf dem Gebiet des Ver- sicherungswesens geleistet werden. Bei den Vorschriften, die Mindestrichtlinien für die Erstellung der Jahresabschlüsse und der Ge- schäftsberichte darstellen, wurde besonderer Wert darauf gelegt, daß die Bezeichnung der bei allen Versicherungszweigen vorkommen den Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einheitlich ist. Auch die Erläuterungen hierzu, sowie die Reihenfolge in den Bilanzposten, sollen möglichst einheit- lich sein, um eine statistische Verwendung der Zahlen zu erleichtern. Werkfernverkehr in ökonomischer Sicht (VoD) Das Bundesverkehrsministerium hält nach wie vor an der im Regierungs- entwurf eines Verkehrsfinanzgesetzes vor- gesehenen Besteuerung des Werkfernver- Kkehrs fest. Im Gegensatz zum Arbeitskreis Werkverkehr, in dem die Spitzenverbände der Wirtschaft zusammengeschlossen sind, bezeichnet das BVM einen Selbstkostensatz von Durchschnittlich 11 Pf je Tonnen- kilometer unter Anwendung ökonomischer Grundsätze als sachlich gerechtfertigt. Im Bulletin erklärt das BVM, ein Ver- gleich zwischen den Selbstkosten im Werk- kernverkehr und den Beförderungsentgelten der Eisenbahn und des gewerblichen Güter- fernverkehrs habe ergeben, daß die Selbst- kosten des Werkfernverkehrs erst dann rechnerisch über den Beförderungsentgelten im gewerblichen Güterfernverkehr lägen, wenn die Beförderungssteuer von 5 Pf je Tonnenkilometer voll angerechnet werde. Bei Einrechnung der Roll- und Umlade- kosten im Eisenbahnverkehr ergebe sich, daß der Werkfernverkehr auch nach der Erhöhung der Beförderungssteuer auf 5 Pf je Tonnenkilometer kostenmäßig in vielen KURZ NACHRICHTEN Insgesamt 27 858 000 Tonnen Kohle sind im Kalenderjahr 1954 von der Bundes- republik exportiert worden. Wie der Unterneh- merverband Ruhrbergbau in Essen am 5. Fe- bruar mitteilt, belief sich 1953 der Export auf 24 598 000 Tonnen. An die Montanunionländer gingen 19 314 000 Tonnen gegenüber 17 439 000 Tonen im, Jahre 1953. 75 v. H. der Güter, die in den Jahren 1936 bis 1954 von der. Bun- desbahn ab wanderten, hat die Binnenschiffahrt nach Mitteilung des deutschen Industrieinstitu- tes übernommen. In den Monaten März bis November 1954 betrug der Anteil der Bundes- bahn nur noch 68 v. H. der von den beiden Verkehrsträgern beförderten Gütermenge. Mit einem Kapital von etwa drei Mill. DM wird in Argentinien mit deutscher Hilfe dem- nächst ein Werk für die Herstellung von Bril- lengläsern und anderen optischen Erzeugnis sen errichtet werden. Deutsch- österreichische Verhandlungen sind am 5. Februar in Hamburg mit der Para- Phierung vorläufiger Warenlisten abgeschlossen worden. Die wesentlichen Kontingente brachten für beide Seiten befriedigende Ergebnisse. Lediglich die Schwierigkeiten auf dem Holz- sektor konnten noch nicht ausgeräumt werden. Relationen noch immer Preisvorteile biete. Dies treffe vor allem für hoch tarifierte Güter zu. Nur bei den niedrig tarifierten Gütern führe eine Erhöhung der Beförde- rungssteuer auf 5 Pf je Tonnenkilometer zu einer Kostensteigerung Die preispoliti- schen Auswirkungen würden sich aber nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums in erträglichen Grenzen halten. Im übrigen sei eine Rückverlagerung dieser Transporte auf die Eisenbahn verkehrspolitisch erwünscht. Grundsätzlich müsse erwartet werden, daß die Wirtschaft volks wirtschaftlich not- wendige, geringfügige Kostensteigerungen hinnehme und bereit sei, für die höher wer- tige Leistung des Kraftverkehrs auch ein höheres Entgelt zu zahlen. Vor der endgültigen Unterzeichnung des neuen deutsch- österreichischen Handelsvertrages, die in der zweiten Hälfte Februar in Wien vor- gesehen ist, sollen noch Sachverständige zu einigen Fragen, insbesondere auf dem Holz- gebiet, gehört werden. Die Curtiss-Wrisht- Corporation, eine der größten Hersteller von Flugzeug- motoren und Propellern, gab bekannt, daß sie von der deutschen Firma Pr. Lehfeldt und Co. die amerikanischen Marktrechte für die Her- stellung und den Vertrieb von Ultraschall- geräten erworben habe. Die Techniker von Curtiss- Wright erklärten, die deutschen Geräte seien die modernsten, dié auf der Welt gebaut würden. Einige von ihnen erreichten 300 Mill. Schwingungen in der Sekunde. Ein Ultraschall- Hopfenextraktor könne die zur Bierherstellung benötigte Hopfenmenge um 50 v. H. verringern. Außerdem habe das auf diese Weise herge- stellte Bier einen ausgezeichneten Geschmack. Die Schweizer Mustermesse in Basel, die Industriemesse der Schweiz, die mit der vergangenen Veranstaltung einen großen Neu- bau in Betrieb genommen hat und nun über rund 125 000 am Ausstellungsfläche verfügt, wird vom 16. bis 26 April 1955 zum 39. Male durchgeführt. In 17 Fachgruppen werden sich rund 2300 Aussteller beteiligen. 1 gabe erfolgte durch Staatspräsident Peron, Bemberg- Vermögen an Brauerei-Arbeiter rung enteignete Vermögen des vor 22 Jahren in Paris verstorbenen Finanziers Otto Bem- berg ist am 4. Februar in die Hände der argentinischen Brauerei- Arbeiter über- gegangen. Das Vermögen setzt sich aus neun Brauereien in Buenos Aires, fünf in den Provinzen, 18 Fabriken für nichtalkoho- lische Getränke und eine Hefefabrik zu- sammen. (AP) Das von der argentinischen Regie- 4 Das Besitztum ist von der argentinischen Regierung für 300 Mill. Pesos(rund 100 Mill. DM) an die Brauereiarbeiter-Gewerk⸗ schaft(75 v. H.) und den Allgemeinen Argentinischen Gewerkschaftsverband(25 V. H.) verkauft worden. Die offizielle Ueber- der die Einziehung des Bemberg- Vermögens Als rechtlich einwandfrei bezeichnete. Die Bembergschen Unternehmen in Argentinien waren nach der Machtergrel⸗ fung Perons der Steuerhinterziehung für schuldig befunden und mit einer Strafe von 97 Mill. Pesos belegt worden. Später W 2 3 * trust- Bestimmungen beschuldigt und ent- eignet. Die Entschädigungssumme von 228 MMIII. Pesos wurde jedoch der Familie Bemberg und den anderen Aktienbesitzern nicht ausgezahlt, sondern auf Grund Wei⸗ terer Steuer forderungen der Regierung ein- behalten. Die Brauereiarbeiter können jetzt Aktien der Firmen erwerben, doch darf keiner von ihnen einen 50 000 Pesos(14 000 D) über- steigenden Anteil besitzen, Die Kaufsumme kann in zehn Jahresraten gezahlt werden 1951 hatte der Gewerkschafts verband auf die gleiche Weise die enteignete grole unabhängige Zeitung„La Prensa“ erworben Der Gewinn aus der Weiterführung 7 Unternehmens war so groß, daß d wurden sie des Vergehens gegen die Anti- 1* . Gewerkschaft schon nach einem Jahr den N. Kaufpreis amortisiert hatte. 80 eee. eee ——— 5 25 . — 5 Nr. 80/ Montag, 7. Februar 1955 DER SPORT VOM WOCHENENDE Seite 3 eee Hermann Möchel Deutscher Doppelmeister im Langlauf „Goldener Ski“ für Helmut Böck egierun. dergaug 159 Zum chf. 5 3 7 3 2 2 2 N Weitere Sportereignisse: Oberliga- Spitzenreiter Eintracht Frankfurt verlor gegen Augsburg/ Au Sigge Ericsson(Schweden) neuer Europameister im Eisschnellauf/ De atschland gewann Mann- schaftsspringen beim internationalen Reitturnier in Berlin/ Frischauiĩ Göppingen wurde süddeut- d. dar scher Hallen-Handballmeister/ Tennismeisterschaften: Gullbrandsson gewann Dameneinzel I. Leiden- ner der— 8 0 00 0 a fflöchel beim Js Em- Langlauf eine tasse fit 81 Wer im. 2 5 2 8 es Regl. Der dreifache Kombinationsmeister Hans Hauser wurde von Helmut Böck aus Nesselwang entthront usdrückt 5 4 3 rlamen. Die Denkens Nordische Skimeisterschaft 1955 wird allen Teilnehmern und den auftauchte. Drei Kilometer vor dem Ziel Mendes. wenigen Zuschauern in höchst unangenehmer Erinnerung bleiben! Das Wetter verlor der bereits mit fast einer Minute füh- 1 jenen war wie verhext: mit Temperaturen zwischen 2 und 27 Grad() und dem stän- rende Möchel durch einen Skibruch wert- essen- digen Wechsel zwischen Sonnenschein,„Schürdlregen“ und Hagelsturm hätte es volle Zeit, die er im Endspurt nicht wieder rtei gab weit besser in den launischen April als in den sonst in dieser Höhenlage Neustadt einholen konnte. Das spannendste deutsche n, nieht liegt rund 900 m hoch) schneesicheren Monat Februar gepaßt. Wenn doch noch der Staffelrennen nach dem Kriege endete also en. Der größte Teil der Wettbewerbe auf den beiden Sprungschanzen bzw. auf dem Feld- mit einem Sieg der Bayern(Gesamtzeit Gegner. berggipfel pünktlich und unter meisterschaftswürdigen Bedingungen durchgeführt 3:20,36 Stunden), während die überraschend RP, de. werden konnte, so ist das den tüchtigen Männern des Skiclubs Neustadt zu ver- starken Schwarzwälder durch Möchels Pech trieg u danken.— Als bester deutscher Langläufer erwies sich der bis vor kurzem in 3:22,51 Stunden, also 2,15 Minuten länger ief den Mannheim und jetzt als Zollbeamter in Kiefersfelden lebende Sudetendeutsche benötigten. Auf den dritten Platz folgte eld. Die Hermann Möchel, der sowohl über 30 als auch über 15 Kilometer nicht zu schlagen Bayern II vor Bayern III und Harz I. auf die war, durch schwache Sprungleistungen allerdings einen guten Platz in der Nor- Zucker. dischen Kombination vergab. Den„Goldenen Ski“, die höchste Auszeichnung im Toni Brutscher Sprunglaufmeister unver. deutschen Skisport für die beste Leistung im Lang- und Sprunglauf, gewann der. 1 tte. Der 23jährige Helmut Böck aus Nesselwang, der damit den dreifachen Kombinations- Deutscher»Springerkönig 1955 wurde E kleine meister Heinz Hauser nicht unerwartet„entthronen“ konnte. am Sonntagnachmittag zum Abschluß der im. Jede Deutschen Skimeisterschaften vor 15 000 Zu- rlament Ein Schnee- und Hagelsturm peitschte Hauser drei Kombinierte anführten. Daß schauern der 29jährige Oberstdorfer Toni ertreter, am Samstagvormittag über den Feldberg, als Möchel ein schlechter, ungeübter Springer Rrutscher. Bombensicher stand er 89 und 81 stimmte 85 Läufer an den Start des 15-Kilometer- ist, war bekannt und so wunderte sich nie- Met d hielt i 5.. Die n. Laufes gingen, der erstmals nach skandina- mand, daß er seinen grogen Punktevorsprung Meter und ere t im ersten Durchgang au a g die 6—Vischem Muster(zwei Läufer starten jeweils verlor umd mit dem achten Platz zufrieden die beste Haltungsnote. Ueberraschend folg- e d Sönth delegten beim„Großen Preis von Deutschland“ n, nickt leichzeitis) durchgeführt Wurde. sein mußte. Die Entscheidung lag allein zwi- ten auf den nächsten Plätzen der 28jährige OyoOdagd un Unther zes internationaken Reit- und Springen, nun n 5 2 schen den beiden Bayern Hauser und Böck. Heiligbrunner(Gmund und Toni Landen- Berlin am Samstag gemeinsam den ersten Platz. Sechs deutscke und drei ausländische rn, den Klare Sache für Möchel 5 55 1 73 e e 3 55 hammer(Reit im Winke. Vorjahresmeister pferde hatten den ersten Umlauf fehlerfrei beendet, so daß ein Stechen notwendig war. 4 5 N ar, lag nach dem Langlauf nu 1 5 1 ö„Hält! ö ö 35780 5 ns Schon der Streckenposten bei Kilometer 7 1.5 e 1 Seng l Franz Eder verdarb sich durch einen Sturz Hier bewältigte Goyoaga(links) mit Fahnen könig den Parcours i in 16,2 Sek., 8 ee ür 5.. 5 S 0 49,5 1 5 ard Böck auf alle Chancen. Paul Ludwig einer Zeit, die vorher schon Walter Günther(rechts) auf„Goldanger“ erreicht hatte. „der letzten gestartet war, die beste Zwischen- 44 und 48 Meter kam. Im letzten Durchgang a AZ ꝗc2eit, obwohl erst der zweite Teil der Strecke stand Böck aber bombensicher 52 Meter und De la Vigne verlor die Beherrschung und wurde vom Platz gestellt mit der die größten Schwierigkeiten aufwies. Auf damit 05 225 N 1 1 155 5 müssen, dem Herzogenhorn, zwischen Kilometer 11 seinen Gunsten gefallen. Die Kampfrichter 00 0 7 12 90 1 1 75 5 2 0 f 14 90 f 1 ö 5 inen errechneten 441,2 Punkte für Böck, 436,8 ö 10 e e ee e eee e e e eee Haen dem O: Hätte de: eilerstiltmen missen tte, daß viele Teunehmer und vor allen Pingen die(abo h ewe weitere Wee. Der Club präsentierte sich in prächtiger Form 1. FC Nürnberg— VfR Mannheim 6:2(3:1) roporz- dort postierten Kameramänner in die Knie i er Club präàse 8 P 8„: 5 dne. wang. Als erster blieb Heinz Hauser mit Skibruch Möchels kostete Staffelsieg Bei diesem Tretten stand für den nocn ten inn nlittelteld nac Belieben andtert fine wegen Beleidigung vonn f. in der 43. uch de 9,16 Minuten unter einer Stunde, doch schon gi leichtem Schneetreiben wurde am immer abstiegsbedrohten VfR. ähnlich wie und walten und fädelten einen Angriff Minute wegen Beleidigung vom Platz gestellt würde, Sekunden später übernahm Helmut Böck itta 8 0 Feldberg die in einer Bockrunde im Skat, der doppelte schöner als den anderen ein. Der Clubsturm, wurde. Kapp, rauh wie ein kanadischer Eis- ce vom mit 58,55 Minuten die Führung. Atemlose Sonntagvormittag auf dem Feldbers die Einsatz auf dem Spiel. Die Rasenspieler der sich in prächtiger Form präsentierte, hockeyspieler, hatte de la Vigne gereizt, und ung zu- Spannung herrschte dann, als Mochels rote 4 10-Km-Staffel ausgetragen, die wesentlich Waren sich dessen bewußt und spielten so- verstand diesmal Kapital daraus u schla- der sympathische Mannheimer verlor leider 1 Mütze 1 den N der 1 1 spannender 1 als nach 8 1 fort ihre stärkste Trumpfkarte 85 die 2 t 1 1„ einen Augenblick die Selbstbeherrschung. — dar- nen auftauchte, und als seine Zeit— 57,22 ergebnissen des Vortages erwartet wẽer en Schnelligkeit des äußerst agilen und aktiven ug hielt er die Bälle, lockte die Gegner Die Mannheimer spiele. erals- 5 552 5 117— 8 2 5 5 8 4 5 l 2 5 7 D n na em e,. 5 5 1 1 konnte. Bis zum letzten Wechsel hatten die Mittelstürmers Maier. Der Stich saß. 728 15 5 55 1 5 i Webel ib 1 ö einen Zweifel mehr, da er für des Bayern nur fünf Sekunden gegenüber der Blondschopf, der auch durch seine Spiel- lie Mannheimer g. 1 gefährlich. 15 Minuben Lare Grän 5 455 heimer Skiklub bzw. den Skiverband Schwarzwaldstaffel gewonnen. Burgbacher, intelligenz beeindruckte, stand in der 1. Mi- tige Miersberger, der Wühler Slomb und 8 8 8 e N Schwarzwald gestartete Deutsche Meister der Schwarzwälder Startläufer verlor gegen nute, als ihn eine Vorlage von Langlotz er- der Dribbler Winterstein wie Pfeile hinein- lub in Seine dal e zurück und schufen im- n wird über 30 Kilometer nun auch unangefochtener 7 ei zunächst 20 Sekunden, doch Heitz reichte, goldrichtig und schoß ohne langes stießen. Keuerleber, der von seinen Neben- mer wieder gefährliche Situationen, wobei bittere J. Siezer über die Kurtstrecke geworden dur 155 den Vorsprung gegen Haug aus. Als Fackeln zum 10 für den VfR ein. Dieses leuten zu wenig entlastet wurde, lieferte oft viel Glück der Clubabwehr beistand. diese 1 0 und 9 185 dene Seine Konkur- 05 5 3 5 8 8 eee ee weiß Tor hätte den Mannheimern zeigen müssen, eine i 9 5 1— zu bereinigen. Selbst das 4. Nürnberger Tor „ renten klar distanziert hatte. 15 ese daß Nürnbergs Abwehr durchaus verwund- diesem Ansturm machtlos gegenüber. In der in der 63. Minute durch Baumann brachte sischen 85 a 185 ee e par war. Daher war es unverständlich, daß 25. Minute erzielte Schade das 151. an der non Reine endgültige Wendung. Mannheim Böck bester Springer e sicher schien; denn die Gäste sofort auf Defensive 1 38. 8 B„ gab noch nicht auf und bei einem Freistoß in 3 f 1. i ann in die Dek- vor Halbzeit Zirkelte 1 5 8 5 erse Da das Kombinationsspringen am Freitag allen Zuschauern War klar, daß Hermann Na e 18 er 5e. rafkniert aufs Tor, den Langlotz unglücklich der 75. Minute durch Meyer spritzte der weten des starken Windes ausgefallen we Möchel als Senlulläufer der Schwarzwaldes kamen dadurch völlig freie Hand. Sie konn- zum 3:1 abfälschte. Vollends aber brach dem rechte Läufer Haberkorn in den Nürnberger rak mußten die„Kombinierten“ schon drei Stun- den Bayern Kopp nicht nur diese fünf Strafraum und sein Kopfball schlug zum 4:2 e den nach dem Langlauf über den Backen Sekunden sondern mindestens eine Minute— a ein. Doch schon der Gegenzug eine Minute 8 gehen. Dennoch gab N 5 abnehmen würde. Klarer 3:0-Sieg— aber.. später brachte das 5:2 durch Miersberger, der Sturz, dafür aber eine Reihe von Verände- 5 ten 15 rungen nber der Langlauf-Placierunga, Aber es kam anders Kopp mar schon 5 7*. 6 75 e und de e Brust c die ja überraschend mit Möchel, Böck und mehr Als zwei Minuten im Ziel, ehe Möchel I. 75 4 70 12 0 5 alle If 5 140 U Ce 7 E. Sirnau ie. Nen i ,, heits- in der 89. Minute fiel durch Winterstein das en Liga Neuling Kobberger schoß zwei Tore Sv Waldhof— ASV Durlach 3:0(1:0) 6.2.— Schiedsrichter Frank aus Offenbach e Aus- 8 85 5 pfiff nach dem 0:1 nur noch für den Platz- vischen Der klare 3:0-Sieg, den der S Waldhof Bindung zu seinem Nebenspieler Cornelius e wich 1 über den Tabellenletzten Durlach erzielte, fand, schieden auch noch die Flügel des blau- spiegelt keinesfalls den verbissenen Wider- schwarzen Sturmes aus. In der Mitte aber 5 5 Laumille stand der Gäste wider. Bei dem ausgezeich- war Nennstiel trotz allem Bifer nicht der Bayern spielerisch überlegen 2 neten, gegnerischen Stopper Hutzler fand Mann, der an Stopper Hutzler vorbeikom- Bayern München— Spvgg. Fürth 1:2(0:1) l Schwarze Innensturm kein Durch- men konnte. Lediglich ein großartig getre- 5 1 der blau- se 1 5 2 1 kommen, und erst als Kobberger und Hoh- tener Freistoß Lipponers aus 30 Metern, der Beide Mannschaften erschienen in stärk- 5 mann von ihren Bewachern nicht mehr so von Balzer gleichgut pariert wurde, ver- ster Formation. Bereits in der ersten Hälfte 5 5 scharf markiert wurden, gelang es ihnen, söhnte die Zuschauer mit dem Spiel- gab es trotz des schlammigen Spielfeldes eine bel die zahlreichen Waldhof-Angriffe mit drei geschehen. In der 44. Minute war es soweit. Reihe gefährlicher Situationen vor beiden andeln. Treffern zu krönen. Der Sieg bedeutet Kobberger schoß nach artistischem Rück. Toren, wobei die Bayern die größeren Chan- jedenfalls die endgültige Sicherung. zieher Hohmanns das 1:0 kür den Waldhof cen hatten. Geißler im Fürther Tor klärte — bwohl der Tabellenletzte nur vier heraus. einige Bombenschüsse von Faltermeier und 0. 8 Stürmer vorne hatte und damit die bewußt Nach der Pause drängte der Waldhof auf Resch. Kurz vor dem Seitenwechsel Selang defensive Einstellung dokumentierte, schaffte eine schnelle Entscheidung, aber der aus- es Mittelstürmer Gawell mit einem Bomben er anfänglich mit drei Spielzügen mehr, als gezeichnete Gästehüter verhinderte vorerst schuß ins rechte Lattenkreuz die Fürther mit Regie · die Waldhöfer mit ihren übertriebenen dieses Vorhaben. Durch ihre starken Außen- 120 in Führung zu bringen Jahren Kombinationen. Da zudem Wagner, Nenn- äufer Schon und Wasco sow-iüe die„freundliche. Bem- stiel und Cornelius den Ball zwar schön, Unterstützung“ des Schiedsrichters Drangen- Die Bayern waren auch nach der Pause Je der aber meistens zu lange führten, hatte die stein Kassel) gewannen die Durlacher vor- spielerisch klar überlegen, aber die Kunst der über⸗ hart zuschlagende Durlacher Abwehr mit übergehend Feldüberlegenheit. Stürmer endete meist schon an der Straf- h aus ihrem glänzenden Stopper Hutzler kein Aber die 67. Minute brachte dann die raumgrenze. Mayer, der in den Sturm gegan- ünf in allzu schweres Amt. Trotzdem hätte der Sicherung des Waldhof-Vorsprungs. Kobber- gen war, wurde verletzt, so daß die Bayern Ikoho- Waldhof nach einer halben Stunde 3 ger erwischte eine e. auf zehn Mann reduziert waren. Bei einem — Toren in Führung liegen können, aber Wag- Bombe Lipponers und erzielte mi arfem 1 i 3 ner war sich bei günstiger Einschufposition Schrägschuß das 2:0. Zu dieser Zeit War del der der e 1 Uschen selbst im Wege und die Fernschüsse des allerdings der Gäste-Rechtsaußen 1 5 15. 5 4 Bert . a 8 icher 1 ten weit neben j uss a1 it Mayer verletz 2 5: N ben Vergeblich Parat Hohmann e ec enne Lietkraugen Kop worden war, nicht im Spiel. chmanm tellte Sure vor dem scklus wrde dern aeg Werk⸗ Durlach. Hohmanns Prachtschuſß i. It f 8 3 5 5 958 1 6 Bayern ein Foulelfmeter zudiktiert, den Lett. 2 5 0 ast zwei hrspieler, die verdutzt dem berger nach anfänglichen Schnitzern sein in der 78 Minute durch einen Prachtschu g 5 1 0 05 e VVV Bild: Steiger Selb stertra den verlor und Hohmann kaum den klaren 3:0-Sieg sicher. Kimpinsky zum 1:2 verwandelte. Krieger N en. 5 f Ueber- Peron,„ bee ZAHTLENSPIEGEEI n in 1 f 2. Liga Süd: n. 1 5 1 1. Liga West 1. Liga Nord Eis argrel- 1. Liga Sück: 1. Liga Südwest 50 Ei üttel— Harb er TB 1:1 8 1 ü 1 j:— 1. FC Köln 4:2 Eimsbütte arburger Aschaffenburg— TSV Straubing 9˙3 ig für„ Eintracht Frankfurt— Schwab. Augsburg 0.2 PV Spesen 1. FC Kaiserslautern 5 5 e 25 e 2:1 Holstein Kiel— Hamburger 8 2.4 Freiburger FO— 1860 München 222 Sale rg Stuttgart— Kickers Offenbach bie pkk. Seervruacen—-Wormgtia Worms 271 Schalke 04— Baver Leverkrsen 5.1 Eintracht Braunschweig— Altona 3 31 1. FC Pforzheim— 1. FC Bamberg 251 1 8 Reutungen— Rarkernner ic.„ 1— e e 142 Fort. Düsseldorf— Bor. M.-Gladpam 00 Werder Bremen— fn Oldenburg N 224 0 FC Nü. g 1 6:2 Bor. Neunkirchen— Tu: 8 80 8 8 5 192 96 11 eustadt„ 8 ent- 50.„„ ausgef. Eintracht Trier— FR Pirmasens 2:2 Preußen Dellbrück— SW Essen a 5 8 75 5 240 480 Cham— Su Wiesbaden 622 von Schweinfurt 05— Kickers Stuttgart 2:0 Tura Ludwigshafen— Mainz 5 1 11 r 5 5 224 Arm. Hannover— VfL Osnabrück 12 5 eee 8 3 1 3 amili 175 13 8 5 5:. 8„ arlsruher— Darms 5 1 ndern München— SpVgg. Fürth 5. i 2:2 Westfalia Herne— Alemannia Aachen 1:2 VIL Wolfsburg— Bremer 8 1:0 itzern 6 Jahn Regensburg— Hessen Kassel ausgef. Saar Saarbrücken. 7 3575 Rot⸗Weil Essen 18 13 4 1 42,19 3026 Hempurger sy 1 16 9 3 4030 Vikt. Aschaffenbg. 22 15 3 4 78.23 33119 e Len e 20 1 f 5 3322 20 18 Sai deck fn 10 8 5 29728 3012 8 Scangen 19 10 é den end wat ren. 1g 10 8 4 36224 2943 1000 beigen 2 13 3 4 2 25 8 Kia cbeussburg 20 10 4 5 449 e eee, e e e ee ee e e Werder Bremen 10 c 5 2 0 2 L 0 Place 2 33 auen Ferenc e 10 2 f 4638 2446 l. Fe Sgarbruck 19 4 4 4 2844 Lor Buss 16 6 5 8 3831 21.17 Bremernaten 93 1 e 5 n 210 Bevern Hol 2 10 7 4 0. 8 er von aaszuher sc 20 1 4 J 4928 22.16 f„ I 11 6 4 29.26 28514 Fort. Düsseldort 19 8 4 4814 300 Wine g 20 9 3 8 323 1 2 1% 1 J. EC Nürnberg 20 9 4 7 42:28 22.18 Wormatia Worms 6 54•32 28-14 Bor. Dortmund 19 8 4 7 41.•36 20.18 Altona 93 17 8 3 6 40.29 19:15 Singen 04 22 9 5 8 3029 23•21 11 Reutlingen 20 10 2 8 4834 226 E Pirmasens 1 1 1 9 485532 23.19 Bor. M. Gladbach 16 5 6 doi dene ente! i f 6 f 2822 18.20 Prelburger be 22 8 6 8 22221 22722 umme Schweinfurt 05 197 32:28 21:17 Tura Ludwigsh. 2 1 8 20.22 Meidericher S 183 28.39 19719 FC St. Pauli 10 66 26:22 18:20 Freiburger FC 22 10 2 10 49.43 22— erden, Ve Stut 9 40.42 20.20 VIE Frankenthal 21 9 2 10 38.43 18: 22 Vfl. 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Bochum 10 3 5 J 2959 lere Les Oidenrers id 4 410 20 112 380 orden 4 5 3 1 80 381 vern München 19 6 1 12 33:42 13.25 Spfr. Sastorü 14 30.51 11:31 Westfalia Herne 18 5 3 10 833.42 13:23 Harburger T5 19 2: 2e eee a 5 Hessen Kassel 18 4 2 12 24:45 10:26 FV Speyer 21 4 3 ö* 9 1 ö 8 Vi Stuttgart- Kick. Offenbach—2 2 Rot- wei Essen- I. FC Köln 4 1 SSV Reutlingen- Karlsruher 80 132 Schalke 04 Bayer Leverkusen 5˙1 1 Bor. Neunkirchen- Tus Neuendf. 122 Eintr. Frafkfurt- Schwab. Augsb. 0˙2 2 Preußen Dellbrück- S.-W. Essen 21 1 Eintracht Trier- FK Pirmasens 220 Schweinfurt 05 Kickers Stuttgart 2.0 1 westtalia Herne- Alem. Aachen 122 Duisburger Sy- Preußen Münster] 0.2 82 BO Augsburg- FSV Frankfurt—— FV Speyer- 1. FO Kaiserslautern 0.42 Fort Düsseldf.- Bor. BI.-Gladbachf 00 00 Seite 6 A MORGEN 772SSFEASrTT. e Montag, 7. Februar 1955/ Nr. U Weitere Ergebnisse: Stadtliga Berlin: Spandauer SV— Viktoria 89 1:0 ITB Berlin— Union 06 ausgef. Minerva 93— Alemannia 90 Ausgef. Hertha/ BSC— Wacker 04 ausgef. Blau-Weiß 90— Südring 1. Amateurliga Amieitia Viernheim— Spygg. Birkenfeld 1:0 FE Daxlanden— Olympia Kirrlach 42 VL Neckarau— DSC Heidelberg 1:0 Sd Plankstadt— Germ. Friedrichsfeld 2:1 s Hockenheim— VfR Pforzheim 30 Karlsruher SC— SV 9s Schwetzingen 21 FO Neureut— Vfg Leimen 21 VfB Bretten— Fv 09 Weinheim 2·4 AS Feudenheim 22 13 5 4 35.24 31:13 FV Daxlanden 21 12 5 4 60:35 29:13 09 Weinheim 22 13 3 6 46:32 29 15 Amie. Viernheim 22 10 7 5 51:28 2717 188 Plankstadt 23 10 5 8 35:48 2521 8 Hockenheim 23 10 3 10 45:40 23:23 VfB Leimen 21 9 4 8 5232 2220 VfB Bretten 22 8 6 8 36:43 22.22 VfR Pforzheim 23 9 4 10 35:44 22724 Ds Heidelberg 23 8 8 10 32:33 21:25 SV Birkenfeld 22 7 5 10 26:30 19:25 1. FC Neureut 22 8 3 11 39:51 19:25 Germ. Friedrichsf. 23 7 3 11 37:44 19:27 98 Schwetzingen 23 7 5 11 35:54 19:27 VfL Neckarau 21 8 2 11 38:47 18:24 Karlsruher Sc 22 7 4 11 33:46 18:26 6 8 14 4467 15:31 Olympia Kirrlach 23 2. Amateurliga, Staffel 1: 80 Käfertal— 03 Ladenburg 3˙2 Phönix Mannheim— SpVgg. Wallstadt 8:0 03 Uvesheim— S6 Hemsbach 5:0 ISG Rheinau— SV Waldhof(Res.) 22 Olymp. Neulußheim— 50 Ladenburg 2·0 FV Oftersheim— Fort. Heddesheim 24 Phönix Mannheim 19 13 5 1 53:24 31:7 Olymp. Neulußh. 20 13 3 4 52:27 2911 SV Ilvesheim 18 12 1 5 25.11 Sc Käfertal 17 10 4 3 43:29 24:10 Fort. Heddesheim 19 10 4 5 44:23 24.14 50 Ladenburg 1 8 2 1 18.20 Sg Hemsbach JS Eintr. Plankstadt 18 7 3 8 51:52 17:19 03 Ladenburg /•W SpVgg. Sandhofen 18 7 2 9 38:42 16:20 07 Seckenheim 18 3 6 9 12 SV Wallstadt 19 3 2 2 39 1220 TSG Rheinau 18 5 1 12 22:49 11:25 SV Oktersheim 20 1 2 17 19:70 4:36 Waldhof Res. a. K. 14 7 2 5 27:24 16:12 2 Amateurliga, Staffel 2: 188 Ziegelhausen— Union Heidelberg SV Sinsheim— SV Sandhausen 1. FC Walldorf— TSV Handschuhsheim SG Kirchheim— TSG Rohrbach VfB Eppingen— VfB Rauenberg VfB Wiesloch— VfB Eberbach ASV Eppelheim— FV Sulzfeld 788 Rohrbach 20 14 4 2 32:24 32:8 ASV Eppelheim 19 11 6 2 42:21 28:10 SG Kirchheim 19 12 3 4 46:21 27:11 SV Sandhausen 19 9 6 4 4826 24:14 VIB Rauenberg 20 9 5 6 8142 23.17 VfB Eberbach 18 7 8 6 29:28 1917 Union Heidelberg 20 7 5 8 41:38 19:21 1. FC Walldorf 19 8 2 9 49:38 18:20 VfB Wiesloch 19 7 4 8 40:37 18:20 ITSV Handschuhsh. 20 6 4 10 35:43 16.24 SV Sinsheim 19 6 3 10 34.37 15:23 188 Ziegelhausen 20 6 2 12 44:62 14:26 VfB Eppingen 19 4 5 10 29:60 13:25 FV Sulzfeld 19 1 2 16 19:82 4:34 England, I. Division: Arsenal— Preston North End 2ꝛ0 Blackpool— Sunderland 0:0 Bolton Wanderers— Wolverhampt. Wand. 6:1 Charlton Athletie— Aston villa 6·1 Everton— Chelsea 1:1 Huddersfield Town— Manchester United 1:3 Manchester City— Cardiff City 41 Neweastle United— Leicester City 2·0 Portsmouth— Tottenham Hotspur 9·3 Sheffield Wednesday— Sheffield United 1:2 West Bromwich Albion— Burnley 2·˙2 Sunderland 28 10 13 3 46:38 35:21 Wolverhampton Wanderers 28 13 8 7 61:46 34:22 Manchester United 27 14 5 8 39:47 33:21 Chariton Athletic 27 14 4 9 61:42 32:22 Manchester City 29 13 6 9 52750 32:24 Bverton 27 12 7 8 42:38 31:23 Chelsea 28 11 9 8 52:42 31:25 Portsmouth 27 11 9 8 50:38 30:24 Huddersfield Town 26 10 9 7 44739 2923 Neweastle United 27 12 4 11 60:56 28:26 Burnley 28 10 8 10 34:39 28:28 Preston North End 26 11 5 10 59:38 27:25 West Bromwich Albion 27 10 7 10 52:57 27:27 Tottenham Hotspur 29 10 6 12 51:52 26:30 Bolton Wanderers 26 8 9 9 43:42 25:27 Sheffield United 27 11 3 13 45:59 25:29 Cardiff City 26 9 6 11 43:52 24:28 Arsenal 27 9 6 12 45:46 24:30 Aston Villa 27 9 6 12 40:57 24:30 Blackpool 28 7 7 14 36:49 21:35 Leicester City 27 5 8 14 44:63 18:36 Sheffield Wednesday 26 4 6 19 4173 14:42 War Ihr Tip richtig! West- Süd- Block Nord-Süd- Toto: 0— 2— ausgef. 1— 1— ausgef.— 2 22 12 2232— 1 2— ausgef. Interview nach dem Rennen: fflöchel:„Je muß an die Eubungt denten!“ Der sechsfache deutsche Meister will nach der Olympiade zurücktreten „Wissen Sie, mit 30 Jahren muß man an die Zukunft denken und den Beruf über den Sport stellen; wenn ein Sportler den Höhe- punkt seiner Laufbahn überschritten hat, denkt niemand mehr an ihn.“ Hermann Möchel, der sechsfache Deutsche Meister und Doppelsieger der Nordischen Skimeister- schaften 1955, ist klug genug, sich schon zu einer Zeit, in der es ihm nicht an guten Freunden und Gönnern fehlt, Gedanken über Beruf und Zukunft zu machen. In Mann- heim, wo der in Rochlitz im Sudetengau geborene Möchel nach dem Krieg eine zweite Heimat fand, stand noch der Sport über seiner Tätigkeit als Schreiner. Jetzt hat er den Sport mit dem Beruf verbunden, denn „ein Zollbeamter in Kiefersfelden hat nur auf den Bretteln eine Chance, Schmuggler zu fangen* Ueber seine Siege und Meistertitel führt Möchel nicht Buch.„Ich kann sie schon nicht mehr zählen“, lächelt er, und nur in gemein- samem Nachdenken gelingt es uns, wenig- stens seine wichtigsten Erfolge in die Er- innerung zurückzurufen.„1949 nahm ich zum ersten Male an den Deutschen Meisterschaf- ten teil, die damals in Todtnau stattfanden, und zwar startete ich bereits für den Skiclub Mannheim. Aber erst 1952 klappte es zum ersten Male: In Braunlage sicherte ich mir den Titel im I5-Km-Langlauf.“ Ein Jahr später mußte er in Baiersbronn allerdings mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Hinzu kam ein dritter Platz im 50-Km-Langlauf, der zu Möchels größtem Kummer jetzt nicht mehr auf dem Programm steht. Im vergan- genen Jahr war er nämlich über diese Mam- mutdistanz, die dem Läufer wirklich alles abverlangt, nicht zu schlagen! Daß er sich im gleichen Jahr zum ersten Male den Titel über 15 km sicherte und in rasantem End- spurt der Schwarzwälder Staffel zum ersten Nachkriegserfolg über die favorisierten Bayern über 4 10 km verhalf, das beweist doch seine Vielseitigkeit und sein über- tragendes Können über alle Distanzen. „Ich habe in den letzten Monaten mit Feuereifer trainiert und bin an vielen Tagen mehr als 50 km durch den Schnee gestapft, aber daß ich auch in diesem Jahr Doppel- meister werden könnte, habe ich doch nicht erwartet.“ Als Möchel dies freimütig ge- stand, war der Staffellauf noch nicht gestar- tet. Der Leser wird inzwischen wissen, ob für ihn auch in diesem Jahr„alle guten Dinge Drei“ sind! Uebrigens startete Möchel ja auch als„Kombinierter“ und legte durch seinen Langlaufsieg ein beachtliches Punktekonto an.„In der Kombination mache ich aber bloß mit, weil ich nicht zum Zuschauer tauge; zum Springen komme ich nur selten und ohne Traming kann ich den Punktvorsprung gegen die bayerischen Favoriten Hauser und Böck natürlich nicht halten.“ Ueberraschend ist sein Entschluß, nur noch ein Jahr lang aktiv zu bleiben!„Bei der Olympiade will ich natürlich noch dabei sein, aber dann ist Schluß. Von einigen Starts für den Zoll abgesehen bringt mich dann nie- mand mehr auf die Langlaufspur.“ Unseren Einwand, daß 30 oder 31 Jahre für einen Langläufer doch noch kein Alter ist, das zum Verzicht zwingt, läßt Hermann Möchel nicht gelten.„Der Laſe ahnt ja gar nicht, wie schwer es ist, ständig in Höchstform zu sein. Ein zeitraubendes Spezialtraining kann ich mir auf die Dauer nicht mehr leisten— und hinterher laufen würde mir doch keinen Spaß machen Bevor Möchel die Sprungskier schultert, bittet er uns noch, den Funktionären und seinen Kameraden vom Mannheimer Skiclub herzlich für ihre Unterstützung in den ver- gangenen Jahren zu danken.„Ich habe mich in Mannheim immer wohlgefühlt und werde deshalb auch weiterhin dem Mannheimer Skiclub die Treue halten, selbst wenn mir die Bayern böse sind. Mannheim, wo ja auch meine Eltern wohnen, wird meine zweite Heimat bleiben!“ Paul Ludwig Hallen-Tennismeisterschaften in Köln: fflerlo iurde Heister im Hereneinzel Koch/ Merlo qualifizierten sich für die Vorschlußrunde im Doppel Bei den internationalen deutschen Hal- lentennis-Meisterschaften in Köln erreichten am Samstag die Engländerin Shirley Bloo- mer und die Schwedin Brigit Gullbrandsson das Finale im Damen-Einzel. Shirley Bloo- mer schlug die Schwedin Mary Lagerborg 11:9, 6:4. Das Match wies keine besonderen Höhepunkte auf, da beide Damen zu wenig ans Netz vorgingen. Die Schwedin Gull- brandsson siegte über die Engländerin Pat Ward mit 6:3, 3:6, 9:7. Entscheidend für den Sieg der Schwedin waren die bessere Rück- hand und die offensive Spielweise, mit der sie ihre Gegnerin immer wieder in Bedräng- nis brachte. 5 Als erster erreichte im Herreneinzel der Italiener Guiseppe Merlo das Endspiel. In der Vorschlußrunde besiegte er seinen Landsmann Nicola Pietrangeli 9:7, 6:4, 6.2. Merlo verdankte seinen Sieg seiner hervor- Leutershausen konnte kein Spiel gewinnen: Fischau öppingen wiede Hallenmeisie: Kempa-Elf in drei Spielen ungeschlagen/ Bayern München auf zweiten Platz Frischauf Göppingen erkämpfte sich am Samstag in der Freiburger Stadthalle er- neut die süddeutsche Hallenhandball-Mei- sterschaft. Zweiter und damit zweiter Teil- nehmer an den deutschen Hallenhandball- Meisterschaften am 26. und 27. Februar in Karlsruhe wurde Bayern München. Die Kempa-Elf erreichte ungeschlagen sechs Punkte und eine Torquote vor 18:11. Die Münchener Bayern erreichten 4 Punkte (15:12 Tore). An dritter Stelle placierte sich der südbadische Landesmeister, die Freibur- ger Turnerschaft von 1844, während die etwas unglücklich kämpfende, wegen ihres zligigen Spiels aber von den 3000 Zu- schauern mit viel Sympathie bedachte Mann- schaft des nordbadischen Meisters Sd Leu- tershausen kein Spiel gewinnen konnte. Göppingens Spiel lief diesmal nicht auf vollen Touren, während die Leistungen der anderen Bewerber beachtliche Fortschritte und wesentliche Verbesserungen der Spiel- stärke erkennen ließen. Frischauf Göppin- gen, das seinen Sieg vor allem wieder der Aufbauarbeit von Nationalspieler Bernhard Kempa und der enormen Wurf- und Sprung- kraft des talentierten 20jährigen Horst Singer verdankt, hatte es besonders im ersten Kampf gegen Bayern München schwer, mit 4:3 Toren zu dominieren, um so mehr überraschte dann der ebenso knappe 5:4-Sieg der Bayern über die schnelle und ziel- strebige Sd Leutershausen, die für alle Mannschaften ein äußerst gefährlicher Geg- ner war. Die Freiburger, die zunächst als aussichtsreichster Bewerber um den zweiten Platz gegolten hatten, konnten sich gegen die durchweg starken Deckungen nicht wie gewohnt entfalten, a Ergebnisse: Göppingen— München 4:3; Leutershausen— Freiburg 3:4; München Leutershausen 5:4; Göppingen— Freiburg 7:3; Göppingen— Leutershausen 7:5; Mün- chen— Freiburg 7:4. ragenden Fußarbeit und seinem klug aufge- bauten Spiel. Im gemischten Doppel erreich- ten Frau Vollmer/ Borotra(Mönchen-Glad- bach/ Frankreich) mit 6:4, 6:3 über das bel- gische Paar Mercelis/ Moreau das Endspiel. Ausschlaggebend in dieser Partie war das gute Ueberkopfspiel des Siegerpaares. In der zweiten Vorschlußrunde des Her- reneinzels siegte der Italiener Orlando Sirola mit 6:3, 6:2, 4:6, 7:5 über den Dänen Kurt Nielsen, In den beiden ersten Sätzen versuchte Nielsen vergeblich, gegen die lan- gen und harten Schläge des Italieners anzu- kommen, aber erst im dritten Satz vermochte er zeitweilig das Spiel Sirolas zu durch- brechen und buchte den Satz für sich. Bis 5:5 im vierten Satz war die Partie völlig ausgeglichen, bevor Sirola das Match für sich entschied. Es gibt nunmehr im Herren- einzel ein rein italienisches Endspiel zwi- schen Sirola und Merlo. Die erste Entschei- dung flel im Damendoppel, dessen Endspiel die Engländerinnen Sherley Bloomer/ Pat Ward gegen das belgisch-französische Paar Christiane Mercelis/ Annemarie Seghers 612, 6:2 dank ihres besseren Zusammenspiels ge- wannen. Im gemischten Doppel gelangten die Nheinländer Pohmann/ Koch, die gut aufein- ander eingespielt waren, mit einem 6:4, 7:5, 6:4 Sieg über Vogler/ Merlo in die Vorschlug- runde. In den späten Abendstunden des Freitags qualifizierten sich Engelbert Koch/ Giuseppe Merlo für die Vorschlußrunde des Herren- Doppels. Internationaler deutscher Hallenmeister wurde der Italiener Guiseppe Merlo durch einen 816, 4:6, 613, 16. 63 ⸗Sleg über seinen Landsmann Orlando Sirola. Sirola erreichte nicht die Form, in der er am Samstag den Dänen Kurt Nielsen in der Vorschlußrunde geschlagen hatte. Der Sieger glänzte durch seine bestechende Laufarbeit und variations- reiches Spiel. Die Meisterschaft im Dameneinzel sicherte sich am Sonntag die Schwedin Birgit Gull- brandsson durch einen 6.1, 1:6, 613-Sieg über die Engländerin Shirley Bloomer. Die här- teren und schnelleren Schläge der Schwedin, die Theorie spielte, entschieden das Match. Internationales Hallen-Reitturnier in Berlin: Deuschland Im Sa-Jagdspringen um den Preis von Das Mannschaftsspringen des interna- tionalen Hallen-Reitturniers in der Berliner Sporthalle am Funkturm, das vor ausver- kauften Rängen von Equipen Spaniens, Frankreichs, Deutschlands, der britischen Rheinarmee und einer kombinierten Mann- schaft bestritten wurde, brachte am vorletz- ten Tage der Veranstaltung einen Erfolg der deutschen Equipe, die aus den beiden Durchgängen nur mit vier Fehlerpunkten belastet hervorging. Den zweiten Platz be- legte die kombinierte Mannschaft mit 12 Fehlern vor Spanien(28), Frankreich(36) und der Rheinarmee(44%). In der Einzelwer- tung teilten sich Spaniens Ex weltmeister Franeisco Goyoaga auf„Vergel“ und Alfons Lütke-Westhues(Westbevern) auf„Ala“ mit 0 Fehlern in den Sieg, da wegen der noch ausstehenden drei Jagdspringen auf ein Stechen verzichtet wurde. Am Vorabend hatte Goyoaga den ersten Platz im Sa- Jagdspringen um den Preis von Deutsch- land mit dem Kölner Günther nach Stechen gemeinsam belegt. Der deutsche Dressur- reiter-Champion Willi Schultheis holte sich mit„Doublette“ die internationale S-Dres- sur. Beim Mannschaftsspringen, das mit zwei Umläufen über einen 450 m langen Par- cours mit 11 Hindernissen(1,35 m bis 1,50 m) und 15 Sprüngen ausgetragen wurde, setzte sich die deutsche Mannschaft mit A. Lütke- Westhues, M. v. Buchwaldt (Helmstorf) auf„Jaspis“, Gerlinde Merten (Gummersbach) auf„Sabine“ und Jochen Matz ODorotheentah) auf„Heinke“ bereits im ersten Durchgang in Führung. Im zwei- ten Durchgang, bei dem nur Gerlinde Mer- ten vier Fehler unterliefen, die aber keinen Einfluß hatten, da der schlechteste Reiter jeder Mannschaft nicht gewertet wurde, blieb die deutsche Equipe fehlerfrei. Auch der kombinierten Mannschaft gelang ein tadelloser Umlauf, während die Franzosen mit 24 Fehlern abfielen. Dank Goyoagas prachtvollen Ritten sicherte sich Spanien noch den dritten Platz. Insgesamt gab es dreizehn fehlerfreie Ritte in den beiden Umläufen, von denen fünf auf die deutsche Mannschaft entfielen. Deutschland belegten Walter Günther Das Sa-Jagdspringen um den Preis von Deutschland sah zehn der 70 Starter auf dem 426 m langen Parcours mit zwölf Hindernissen mit 15 Sprüngen fehlerfrei. Da im Stechen erneut fünf Reiter ohne Fehler blieben, mußte die Zeit entscheiden. Goyoaga auf seiner Neuef werbung„Fahnen könig“ und Walter Günther auf„Gold- anger“ blieben mit je 16,2 Sekunden gleich- auf vor v. Buchwaldt mit„Jaspis“(17,0). Das internationale Kanonenjagdspringen der Klasse SB um den Großen Preis von Berlin gewann Magnus von Buchwaldt auf Jaspis nach dreimaligem Stechen vor dem französischen Kapitän de Fombelle auf Acrobate mit 4 Fehlern und dem spanischen Ex-Weltmeister Franeisco Goyoaga auf Fahnenkönig mit 7 Fehlern. Elf Reiter be- endeten den ersten Durchgang fehlerlos. Nach dem ersten Stechen, für das die Hin- dernisse bis zu 1,70 m erhöht wurden, waren noch sechs Teilnehmer fehlerlos. Beim zwei- ten Stechen betrug die Höhe der roten gewann das fflannschafis- Springen und Goyoaga gemeinsam ersten Platz Mauer 1,80 m, die der Triplebarre 1,75 m. Hier gelang es nur noch den drei Erst- Placierten, den Parcours fehlerfrei zu be- wältigen. Mit je 4 Fehlern kamen Kurt Laabs auf Zeder und Lütke-Westhüs auf Schwan- gard auf den vierten Platz. Zum dritten Stechen war die rote Mauer auf 1,93 m und die Triplebarre auf 1,80 m erhöht worden. Kapitän de Fombelle übersprang die Triple- barre, scheiterte aber an der Mauer. Goyoagas Pferd verweigerte an der Triplebarre und riß die Mauer. Nur Magnus von Buchwaldt bewältigte als letzter Reiter auch diese bei- den Hindernisse ohne Fehler und wurde damit Sieger. Den Siegerpreis der Springpferde, ein Jagdspringen der Klasse SA, für die erfolg- reichsten Reiter und Pferde gewann nach Stechen Francisco Goyoaga(Spanien) auf „Fahnenkönig“ mit 0 Fehlern in 14,6 Sek. vor Walter Günther(Köln) auf Goldanger mit 4 Fehlern in 15 Sek. Goyoaga errang damit seinen fünften Sieg im Berliner Jubiläums- turnier. Hein ten Hoffs schneller K. o.-Sieg: Das war nicht Kampf- sondern Krampf Die Befürchtungen, die manche Fachleute Angesichts des„Kampfes“ zwischen Hein ten Hoff und Hugo Salfeld hegten, haben sich in schlimmster Weise bewahrheitet. Es soll jetzt micht mehr darüber gesprochen Werden, ob es Anigängig war, einen Stallkameraden von Helnz Neuhaus gegen den langen Hein ten Hoff zu stellen, da man ja im Lager von Neu- haus und ten Hoff am Zustandekommen eines dritten Kampfes zwischen Beiden interessiert ist. Nach der Kieler Komödie müßte eigent- lich der BDR eine Untersuchung darüber an- stellen, warum Salfeld eine so erbärmliche Vorstellung gegeben hat. In der Ostseehalle war der 96 kg schwere Mann aus Reckling- hausen überhaupt nicht im Bild. Der in den Hüften füllig gewordene frühere Amateur- meister hatte keine Kondition, wirkte fast ängstlich und war nicht einmal in der Lage, vor den Links-Rechts-Schlagkombinationen des 100 kg schweren Hein ten Hoff wegzu⸗ Steppen. Schon in der ersten Runde mußte er zwei- mal zu Boden(einmal bis„9“, dann bis„8% und beim dritten Mal wurde er nur vom Gong gerettet. Beim vierten Niederschlag anfangs der zweiten Runde hob er, auf den Knieen kauernd, ohne ersichtlichen Grund, bereits bei„6“ die Hand zur Aufgabe. Natürlich galten gellende Pfiffe und Rufe Wie„schiebung“ dem Verlierer, der vorher noch erklärt hatte, es gäbe für inn kein Auf- geben, denn sein Manager Steinacker würde kein Handtuch zur Aufgabe mitnehmen. Jedenfalls wurden die 8000 Zuschauer in der fast ausverkauften Ostseehalle bei diesem KR H)ampf“ um ihr Geld betrogen. Falls Hugo Salfeld wirklich sich am Ende seiner Karriere und nicht starkgenug für einen Fight mit Hein ten Hoff fühlte, hätte man ihn nicht gegen den Exmeister antreten lassen diirfen. Dem deutschen Berufsboxsport wurde mit diesem Debakel, bei dem Hein ten Hoff kei- nen Leistungsbeweis für einen möglichen Kampf mit Heinz Neuhaus erbringen konnte, ein schlechter Dienst erwiesen. Man sprach in Kiel offen von einem„Flaschen-Kampf“ Bickel und Baumann. — Eisschnellaufmeisterschaften: Sigge Ericsson Europameister Neuer Europameister im Eisschnellaufeg Wurde am Sonntag in Falun der Schwedh Sigge Ericsson, der die starke Konkurrem der sowjetischen Läufer abwehrte und den ersten Titel in dieser Sportart seit adm Jahren für Schweden holte. Epicsson legte den 10 000 Meter-Lauf aut dem schneebedeckten Eis in 18:32, Minuten zurück und erzielte damit eine für de schwierigen Bahnverhältnisse beachtliche Zelt, Im 5000 Meter-Lauf hatte der 24jährige Schwede am Samstag den 19. Platz belegt. Schlechte Eis verhältnisse und starke Schneefall beeinträchtigten am Samstag die Leistungen bei den Europameisterschaften im Eisschnellaufen in Falun. Die erste Ent. scheidung flel über 500 m. Sieger wurde Eugen Grischin(Sowjetunion) in 44:7 Sekun- den vor Toivo Salonen(Finnland) in 45,3 und dem Sowjetrussen Dimitri Sakunenko in 460 Sekunden. Bester Norweger war Roald Elve. nes, der in 46,2 Sekunden vor Gunnar Stroem (Schweden) und dem Sowjetrussen Oleg Gontscharenko den vierten Platz belegte. Olympiasieger Hjallis Andersen kam zusam. men mit seinem Landsmann Roald Aas in 46,7 Sekunden nur auf den zwölften Platz Die beiden deutschen Teilnehmer Ernst Räpple und Hans Keller(beide München kamen in 50,0 bzw. 50,1 Sekunden auf den 33. bzw. 35. Platz. Europameister über 500 m wurde der Schwede Sigge Ericsson in 8:5 Minuten vor dem holländischen Ex-Welt. rekordmann Kees Broskman in 8:57,88 Minu- ten. Als bester sowjetischer Teilnehmer kam Gontscharenko in 8:58,7 Minuten nur auf den dritten Platz. Hans Keller(München) lief zu- g sammen mit Olympiasieger Hjallis Andersen und buchte mit 936,4 Minuten eine beacht⸗ liche Zeit. Räpple hatte den Engländer Cron- shey als Partner und lief 9:37,5 Minuten. Mit 2:27,38 Minuten kamen beim 1500-m⸗ Lauf der Russe Grischin und Elvenes(Nor- wegen) auf den ersten Platz, vor Sigge Eriesson, der 2:27,9 Minuten benötigte. 7 Nielsen lief Hallen-Weltrekord Einen neuen Hallen-Weltrekord über eins englische Meile(1609.34 m) stellte der dänische Mittelstreckler Gunnar Nielsen am Samstagabend im New Vorker Madison Square Garden mit 4:03, Min. auf. Er ver- besserte damit den erst am 29. Januar von ckem Amerikaner Wes Santee erzielten Re- kord um 0,2 Sek. f Nielsen lief den Rekord in einem àuferst spannenden Rennen um die Wanamaker- Meile, in dem er die bis dahin führenden Amerikaner Wes Santee und Fred DwWyer etwa 90 m vor dem Ziel überspurtete, um mit einem Vorsprung von 9 m zu gewinnen. Das Rennen über eine halbe eng- lische Meile gewann der Norweger Audun Boysen in 1:51,0 Min. Er verbesserte damit den bisherigen Rekord von Heinz Ulzheimer, Frankfurt(1:52,00 Min.). Boysens Zwischen- g zeit bei 800 m betrug 1:50, Min. Nur„Lütge“ war erfolgreich Im ersten Nachkriegsländerkampf der Billard vertretungen von Belgien und Deutschland kam Belgien am ersten Tage in Rheydt zu einem 6:2-Vorsprung. Walter Lütgehetmann Frankkurt) holte im Cadre 7¼ mit 300.230 gegen Europameister Cle- ment van Hassel den einzigen deutschen Erfolg. Die drei belgischen Europameister. Rene Vingerhoedt(50:21 im Dreiband über Lütgehetmann), Vervest(freie Partei 500.80 über den Düsseldorfer Spielmann) und Gabriels(im Cadre 47% mit 400:299 gegen den Kölner Ernst Rudolf) waren 80 klar überlegen, daß an einem belgischen Sieg kaum zu zweifeln ist. 20 Nationen haben gemeldet Zur Ringer-Weltmeisterschaft im grie- chisch- römischen Stil, die in der Zeit vom 21. bis 24. April in Karlsruhe stattfindet, haben bisher 20 Nationen mit über 130 Ak- tiven und 91 Funktionären ihre Meldung abgegeben, U. a. liegen Nennungen der Län- der Belgien, Bulgarien, Frankreich, Finn land, Griechenland, Luxemburg, Italien, Norwegen, Oesterreich, Rumänien, Schwe⸗ den, Schweiz, Tschechoslowakei, Türkel, Ungarn, Jugoslawien, Sowjetunion, Saar, der Sowjetzone und Westdeutschlands vor. Mannheimer Schwimmer-Erfolg beim Jahn- Schwimmen in Osnabrück Der Deutsche Turnerbund und der Deut- sche Schwimm- Verband führten am Wochen- ende in Osnabrück das alljährliche Jahn- Schwimmen durch, bei dem Mannheim mit vier Schwimmern des TSV 46 vertreten War. Eine der schwersten und vielseitigsten Kon- kurrenzen ist der Jahn-Sechs-RKampf, wel- cher aus Schwimmen, Tauchen, Kunstsprin- gen vom I- m-Brett sowie Reck-, Barren: und Bodenturnen besteht. In dieser Viel- seitigkeitsprüfung wurde Gerhard Adler vom TSV 46 in der Jugendklasse A und B Zweiter Sieger. WII Mannheim Gruppensieger im Fußball Die Fußball- Meisterschaft der deutschen Hochschulen wird in zwei Gruppen ausge- tragen, wobei sich die erste Gruppe aus der Technischen Hochschule Karlsruhe, der Land wirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, der Technischen Hochschule Stuttgart und der Wirtschaftshochschule Mannheim zusam- mensetzt. In dieser Gruppe holte sich die Wirtschaftshochschule Mannheim ungeschla- den den Gruppensieg und schlug im letzten Treffen der Runde die Technische Hochschule Karlsruhe 5:3. Das Vorspiel in Karlsruhe endete 0:0. Damit kam die Mannschaft der Wirtschaftshochschule Mannheim unter den letzten Acht. Die Mannschaft, die beacht- lichen Erfolg erringen konnte, stand im letz- ten Treffen: Höly; Scheu, Hupp; Legelein, Burkhardt, Weise; Sohn, Henn, Baumgart, De 1 2 2 4 Nr. Nr. 30/ Montag, 7. Februar 1955 MORGEN en: 1 Bezirk Mannhei. 3 Isler 5 im hat Anschluß gefunden Oesterreichische Skimeisterschaften: * 0 9 0 2 2 2 dg Leichtathleten in beute? Obht Bradl Kombinationssieger kurre 5 5 Ohne Sturz bewältigten nur zwei Teilneh- 110 5 Wilhelm Kehl seit 30 Jahren Mannheimer Kreisvorsitzender 5 75 den Gesterteichegen, 8 eit 5 g ꝛeisterschaften am Semmering beide Durch- acht Mannheims Leichtathleten, deren Funk- Maier und Hermann Spieß in dieser Reihen- Sänge des Spezialslaloms der Damen auf tionäre sich am Sonntagvormittag im„Feld- folge bestätigt wurden. einer mit 51 Toren aufgeflaggten Strecke: auf au schlög!“ zu ihrem Bezirkstag zusammen- Seinen vorläufigen Terminkalender hat Thea HHochleitner und Luise Jaretz, die mit Minuten gefunden hatten, dürfen zufrieden sein. der Kreis mit einem umfangreichen Pro- Gesamtzeiten von 147, bzw. 148 Sek. die kür di Nicht nur die Kassenverhältnisse sind ge- gramm ebenfalls festgelegt: 5. März: Wer- beiden ersten Plätze belegten. Auch in der ce Zelt sund, viel interessanter noch ist die Tat- fertag der MTG, 13. März: Kreis-Waldlauf- alpinen Kombination siegte Thea Hochleitner Aährige sache, daß Mannheim den Anschluß an den Meisterschaften, 27. März: Landesmeister- Vor Luise Jaretz. slegt. Standard der Nachbarkreise Heidelberg und schaften, 3. April: Nationaler Rheinauer Den 16-km-Langlauf der Männer gewann starker Karlsruhe im Badischen Leichtanthletik- Waldstaffeltag, 30. April: Bahneröffnungs- erwartungsgemäß der Tiroler Sepp Schnee- stag dig Verband gefunden und in bezug auf Mit- Wettkämpfe, 8. oder 15. April: Junioren- berger in der ausgezeichneten Zeit von 51:58 schaften gliederzahlen und Breitenarbeit die füh- Wettkämpfe, 11. bis 12. Juni: Jugend-Kreis- Min, vor zwei weiteren Tirolern, Dr. Ossi Ei h li N te Ent. rende Position eingenommen hat. meisterschaften, 22. Mal: Kreis-Volksturn- Schulz(54:00) und Karl Raffreider 64:37). Ein herzlicher wurde Wilhelm Kehl, nunmehr seit 30 Jahren fest in Neckarau, 2. bis 3. Juli: Badische Den Titel in der nordischen Kombination E 7 Sekun. erster Vorsitzender, gab von dieser erfreu- gqugendmeisterschaften, 31. Juni: Jugend- sicherte sich auf Grund seiner Uberlegenheit mprang 45,3 Und lichen Entwicklung im Jahre 1954 in seinem sportfest TSV 46, 9. bis 10. Juli: Badische im Sprunglauf Sepp Bradl Bischofshofen), Hurde der erfolgreichen o in 460 Rechenschaftsbericht Kunde. Er würdigte Meisterschaften, 13. bis 14. August: Landes- der im Langlauf 1:00:04 Std. benötigte. Mercedes- Renn mannschaft Id Elxe. die Leistungen„ und. a. sportfest in Brühl, 10. bis 11. September: Bee e das Verhältnis zu den anderen Fachverbän- Rhein-Neckar-Kampfspiele. thal 8 n t, 5 3 den, daß im großen und ganzen gut war. 35 i PTS 5 11 en halt die Spielmacher 25 1 5 in„ 81s 15 Veranstaltungen organisierte, bzw. be- In letzter Minute. inkr. Frankfurt— Schw. Augsburg 02(0.0) 3. 8 1 2 schickte der Kreis, also eine recht beacht- schoß Füssen in Tölz den 4:4-Ausgleich Das Meisterschaftsspiel der beiden Süd- 7 1 1 Aas in liche Anzahl. Der neue deutsche Eishockeymeister EV 5 Eintracht gegen Schwaben 5 ee e n Platz Klar, daß unter diesen Umständen die Füssen entging bei seinem letzten Meister- ussburs auf dem Frankfurter Niederwald fe Weubauer. Ernst obligatorische Entlastungsszene reibungslos schafts-Punktspiel am Samstag in Bad Tölz hatte mit knapp 15000 Zuschauern nicht den Keystone-Bild Unchen) vonstatten ging. Fast ausnahmslos wurden nur knapp einer Niederlage, denn die kampf- erwarteten Rekordbesuch erhalten. Ob die den 33 alle wieder gewählt. Und zwar Wilhelm freudigen Tölzer trotzten ihren Gästen ein Daheimgebliebenen ihrer Eintracht so Wenig 5000 m Kehl zum ersten Vorsitzenden, in Personal- 4.4(1:1, 3.1, 0:2) Unentschieden ab. Noch Vertrauen schenken da diese wiederum ohne m l 8 N 8 1 1 1 8 it ihre beiden Spielmacher Pfaff und Weil n 8.57 union als Kassierer, Seppl Gruber zum eine 5 ver piece eie e e bächer(immer noch verletzt) antreten muß Welt. iten Vorsitzenden, in Personalunion als 4:3 geführt. 5. 2 5 15 7 wart, zu Beisitzern Hermann Steitz Dr VII. Bad Nauheim verlor am Samstag ten? Jedenfalls schienen diese, Pessimisten er 9 und Karl Weiß, zum Jugendwart Heinz ein Meisterschaftsspiel der Eishockey-Ober- zunächst einmal nicht Unrecht zu behalten, auf 1 Throm, während zum Frauenwart, Lehr- liga gegen SC Rießersee mit 0:3(0:0, 0:1, 0.2) denn nach Anpfiff des Unparteiischen let 20. wart, Kampfrichterobmann, Stützpunktlei- Foren. Beide Mannschaften Waren unter pen dteer tene i 5 5 f 5. in Weinheim und Schwetzingen und ihrer Durchschnittsform. Die drei Tore für 18 telstunde ganz munter 8 0 5 3 Herbert Abend, Hein- Rießersee schossen Günzroth, Huber und 111 5 e. 5 7 2E Hen 3 1e en El en ng ef N 5.. 5 5 Bier 18geg„ja die Platzherren r Cxon- rich Buß, Erich Frieß, Kurt Schütz, Georg 5 hatten sogar zeitweise mehr vom Spiel. Aber 5 f d 5 f ten. 1 3 Was der Ersatzmann Krömmelbein und der Spitzenreiter und Verfolger gaben Punkte ab Feudenheimer 7:1- Kantersieg 5 5 5... 5 8 g 4 Aus ist's mit der Verfolgerrolle. des a 1. Auf sämtlichen mittelbadischen Matten„Eiche“ zum besseren bewenden können 15 5(Nor- 8 8 3 5 lautete die Parole: 4:41 Die leidtragenden jedoch bekamen Roth und Maier die Punkt- 5 aufgeregte Publikum, das mit einigen aller- 3 J 3 f 1 852 6 en 6¹ L 2 6 en d 7 i j 2 5 Gäste enstammen mit Heidelberg, Sandhofen siege zugesprochen und obendrein warteten te. 0 EN 7 El IL 7 4 A EN er Sgen dings zweifelhaften Entscheidungen des und Brötzingen alle aus der Spitzengruppe. noch Knebel(über Dürr) und Ehmann(über f Mannheimers nicht einverstanden war, nur Bj i f 1 1 a Nen e 5 di Die Heidelberger hatten beim Tabellenvor- Cygan) mit Fallsiegen auf. Durchaus verdient: VfB Stuttgart— Kickers Offenbach 0:2(0:0) erste Halbzeit für 8„ 8 letzten KSV Kirrlach beizeiten für ein be- Hoch' schlugen die Wogen der Begeisterung and iti Bundes- etwa 12 m jagte der Karlsruher Halblinke täuschend. e 755 85 3 5 in Eeudenheims»Goldenen Stern“, wo die i Unter den kritischen Augen von Bun 7 3 5. Nach Seitenwechsel hatten die Platzher- Mud Gänzler gesoret—, 3 och schaffte Kirr- wieder prächtig aufgelegte ASV-Staffel sich der eine trainer Herberger lief das Spiel beider Mann- den Ball ins Netz. Fünf Minuten später fle ren nns e dle 5 lach durch Schumacher, Hock, Heiler, Hauck am Schlußlicht“ Germania Rohrbach für das 2 schakten ziemlich schnell auf Hochtouren. der Ausgleich, als der Karlsruher Mittel- 3 1 8 5 285 1 zurück- eine 4.3-Führung, ehe Böhm im Schwer- 4.4 vom Vorkampf her mit einem 7.:1-Kanter- K Hüben und drüben gab es Prickelnde Tor- läufer Geesmann den Ball mit der Hand 25 n Ai n 4 gewicht den 4:4-Teilerfolg zu Stande brachte. sieg tüchtig revanchierte. Nur Rüds Ueber- 5 3 szenen, wobei der Gast in der 21. Minute die 8 Den Strafstoß 3. augen der Este Niontand vie die f Den ähnlichen Kampfablauf diktierte Sewicht ermöglichte den Rohrbachern den Von te Chance hatte, aber VfB-Torwart lingens Mittelläufer Werner Müller zum 1.1. 5 1 5 5 e Eh k. 5 5 dickste ance hatte, 5 5 5 5 5 rung. Dem gleichen Spieler gelang fünf Oestringens„Deutsche Eiche“ dem favori- renpunkt durch W. Scherz(Weltergewicht), lar von Bögelein flog förmlich in den aus drei Meter Aber schon wieder fünf Minuten später Mindit, Abpfi 5 5 1 sierten SV 98 Brötzi 4 ich gewaltig nachdem es zuvor durch Bauer Gampflos) en Re. abgefeuerten Schuß von Preißendörfer und kamen die Karlsruher zur Führung, als ihr muten var abpüff das 270. Es zeigte sich 8 FCC Wunsch(SS), Spatz PS), und Höfer(S8) be⸗ die Gefahr. Die Offenbacher wirkten Rechtsaußen Kohn sich einen weiten Paß erneut, daß die Eintracht öhne ihre beiden strecken mußte durch Held. A. Mürle, E. unseres b a bannte die Gefahr Die 0 e N Spielmacher nicht in der Lage ist, ihre der- Mürle und Broß eine 4:4-Punkteteilung zu reits 4:0 hieß und nachher Hogen(SS), Benz 5. igen Aufbau zielstre- erlief und unhaltbar für Torwart Schober 5 8„„ i 8 7 aufersf durch ihren Weiträumigen 8 5 f 0 5 zeitige Favoritenroll 5 erreichen. Ebenfalls mit einem 4:4-Teilerfolg(SS) und Brugger(As) für den hohen Sieg maker. piger als der im Sturm zu sehr tändelnde zum 1:2 einschoß. nl der 88. Minute leiste- 8 ritenrolle gerecht zu. t mußte sich auch RSC Eiche Sandhofen 5 verantwortlich zeichneten * D 8 5 75 0 7 4 155 25. eisdor. 5 5 5 8 5 8 renden 8 8 1 Spielern immer Zeit zur 8 3 5 5— vier klägliche Punktsiege von A. Feth, Mas- Ac Germania Ziegelhausen schloß durch 8 ln der zweiten Halbzeit wurde die Partie nützte. Schiedsrichter Ruhmann, Regens- Die Eishockey-lannschart der us A für die lac Weber, und Tenor waren die Beube— einen verdienten 5s Heimsſes nder ne te, um. chti fregend. Offenbach arbeitete burg, leitete vor 8000 Zuschauern sicher Weltmeisterschaft unterlag in London der Be- beim KSV Wiesental zufrieden geben. Viernheim punktemäßig zum Dreier-Mittel- Vannen. erst ri 15 1048 1 Schreiner und Weber a Kolb rufsspielermannschaft Harringay Racers mit„Fliege“ H. Feth und H. Rupp in der schwer- feld auf und ist endgültig aller Abstiegs- 1 durch 8 Ben 1 i ie 2:6, hinterließ aber einen starken Eindruck. sten Gewichtsklasse hätten das Blatt für die sorgen enthoben. Schnellbach II, Hauck und Audun e durch Bögelein vereitelt Hoffmann rangen die 3:0- Führung heraus, damit 8 5 itinger-.. f g a 8 welcher Bischoff und Krebs die noch sieg- 1. 1 1 1. Zmateurliga: Friedrichsfeld verliert in Plankstadt bedeutenden Punkte folgen ließen. Götz und ischen resten wunderte Müller hatten zwischendurch die Viern- aSskllege. 8 heimer auf 3:2 und später Reis lediglich noch einem das 0:1 für Offenbach nicht, das Mit- telstürmer Preißendörfer in der 69. Minute & Heckatau besiegte DSC tſeidelberg knapp Auf 5:3 herangebracht. In Ketsch, wo die Bruchsaler Germanen ö durch Kopfball auf Kaufholds Flanke er- 5 8 8 5 i 11 ich zielte. Der VfB kam langsam aus den Fugen. Das spielentscheidende Tor fiel erst in der 73. Minute durch Schneider/ Vfl.- DSc Heidelberg 1:0(0:0 eK enn ichn e Sechs Minuten vor Schlull krönte der Halb-. f 1 Senke e ie 5 55 rechte Kraus eine Sololeistung mit dem 0.2, Mäßige Leistungen auf beiden Seiten, die 5 In der zweiten Halbzeit war der DSC zu- Friedrichsfeld kam gleich anschließend N 6.2 Erfolg 1 5 5 8 5 un einem durch und durch verdienten Spiel- man nur zum Teil mit dem schlüpfrigen Bo- nächst noch einmal am Drücker, bis in den auf Grund eines Deckungsfehlers durch sei- N Tage ausgang. Dr. Stokinger den entschuldigen kann waren nicht der Rah- letzten 20 Minuten der VfL mit genzer Kraft nen Linksaußen Hoffmann zum Anschluß- n der angehende Gruppen- Walter f el m platz men, um die 1000 Neckarauer Fans nach acht die Entscheidung zu erringen suchte, nach- treffer. Damit war aller Torsegen erschöpft, ies 8 Nord der 3 Cadre Und das auf eigene Wochen währender Spielpause im Waldweg- dem Kunzmann in der 50. Minute für den obgleich im Verlaufe der zweiten Halbzeit badischen Ringer-Landesliga, einmal mehr 1 Cle⸗ SsVy Reutlingen— Karlsruher SC 1:3(0:0) stadion zu ermuntern. Dem VII. Neckarau DSC ein Elfmeter ausgelassen hatte. So blieb für beide Mannschaften, besonders für Plank einziger Auswöärtssieger Den K itschen Reichlich nervös begannen beide Mann- fehlte es an System, obwohl Schneider und es den beiden besten Stürmern Neckaraus stadt, noch Möglichkeiten gegeben waren Siegeszug vermochte auch Ex-Operligist KS geister schaften. Die Reutlinger stellten den wieder Preschle ständig bemüht waren, Schwung in vorbehalten, den an einem Seidenfaden hän- Linksaußen Hoffmann wurde in der zweiten 1884 Mannheim nicht aufzuhalten und mußte 1 über genesenen Helmut Lidiensky an Stelle von die Aktionen zu bringen und von dem für genden Sieg sicher zu stellen, als Preschle in Spielhälfte wegen Foulspiels des Feldes ver- sich mit 2:6 Punkten geschlagen bekennen 190 Rechtsaußen Waldschmidt. Erst in den letz- diesen Boden unmöglichen Kurzpaf auf einen der 73. Minute Schneider wunderbar be- wiesen. Eine überraschende 0%, 500 80 25 785 i ziigigeren Langpaß umschalteten. Aber dazu diente, der aus 10 m mit einem Schlenzball 5. e ö ten 20 Minuten der ersten Halbzeit wurde 5 5 5 101 1 f auch für die Lampertheimer AsSV- Staffel und g 0 hätte es zweier Außenläufer bedurft, die den ausgezeichneten Hecht schlagen konnte. Amieitia Viernheim— S0 Birkenfeld 1:0. 5 5 5 segen dee Spiel edsutend lebnakten Reunegter 1, Elelchzeltig in der Zerstörung wie im Autbau 5 8 1200 Zuschauer sahen auf dem Waldsport- Size ich mt 3.8 Pfei Sterlie her ngen . 5 mer 7. f 8 a ö i port- f it 5: beg i 0 klar Kohn vom Ks trug zwäar die Num. ittel- Sewirkt hätten. Da Uhrig und Ganter aber 85 1 1 platz ein von den Platzherren überlegen ge- VVV fungierte jedoch von Beginn an als Mitte ur Aaudt K Aut die n 1 TSG Plankstadt— Germ. Friedrichsfeld 2:1 kührtes Spiel 4 5 KSV Sulzbach hinweg und mit demselben Sleß Ser unnd ien Allein dier are fee, fp,]). 5 8 8 üartes Spiel Trotz der 10 Eckbälle und Ergebnis triumphierte ASV Eppelheim Über genheiten aus. Auf der Gegenseite hatte Tor- teten, so klaffte zwischen Läuferreihe und In einem Spiel ohne sonderliche Höhe- zahlreicher mustergültiger Angriffe in die ASV Ladenburg.— Landesliga-Gewichtheb wart Rudi Fischer zweimal die größte Mühe, Sturm eine große Lücke, die der DSO Heidel- punkte blieben die Platzherren knapper. aber sich Alter gekonnt einschaltete, blieb es bei Pünktekampf: 1 1884 1 5 II 3 sein Tor reinzuhalten. Gegen Schluß der berg geschickt zu Angriffen aus der Tiefe verdienter Sieger, Obgleich mit Ersatz antre- einigen herrlichen Torchancen, die Burkert Sd Kir 5 33 98555 4 5 det Ersten 15 179 drängten die Karlsruher ausnützte. Mit langen Vorlagen war der DSC, tend, hatten die Gäste am anfang leichte auniente machte, Mit einern schmefchelhaften Kreisklass 88 Schöna 855 As F 1 ö 8 A gefährlicher waren als besonders in der ersten Halbzeit weit gefähr- Vorteile und die erste groge Chance des 070-Halbzeitergebnis konnten die Gäste in die heim I 375 N 8 5 erle- die der Reutlinger, zumal sie meist über die licher. Allerdings war nur eine Lattenbombe Spieles, doch traf das Leder nach einer Eche Kabinen gehen. N 5 5 8 5 b 1. von Seifert in der 12. Minute die magere Aus- nur den Pfosten. Zunehmend kam dann die Nach dem Wechsel behielten die Grünen t vom Flügel vorgetragen wurden 5. findet, Die bessere Mannschaftsleistung der beute der deutlich fühlbaren Ueberlegenheit. TSG in Front, doch konnte sich der Sturm des Heft in der Hand. Erst der 16. Eetball. 8 n Villa setzte o Ak- Karlsruher, die sich schon in der ersten Jedoch auch der VII. hatte einige Chancen, gegen Stopper Berger und seine Nebenleute wurde den Gästen zum Verhängnis. Nach 5 E00 755 e 81 2 4 ed Heibreir Eine Nlale zeigte, setzte sich all- die überhastet vergeben wurden und nur nur sehr schwer durchsetzen. Ein herrlicher mehreren Abprallern konnte Georg Neff das Spielen an die Spitze der Torjägerliste 11 5 N 12 mählich 3 8 In der 65 Minute flel das Preschle traf fast mit dem Pausenpfiff zusam- Rückzieher Engelhardts brachte der TSG in alles entscheidende 1:0 erzielen. Ein gewal- lands Fußball- Spitzenklasse. Nationalmittel⸗ n: erste Tor 1 Karlsruher Der Halblinke men ins Schwarze, allerdings hatte der der 21. Minute den Führungstreffer. In der tiges Aufbäumen der Gäste in den Schluß stürmer Allen(West Bromwich) und Glazzard Finn⸗ Kunkel erhielt eine Vorlage seines in der Schiedsrichter zuvor wegen Abseits abge- 29. Minute erhöhte der gleiche Spieler durch minuten änderte an dem Ergebnis nichts(Huddersfield) mit je 10 Toren folgen auf den talen, Mitte e Rechtsaußen Kohn. Aus pßiffen. Kopfball auf 2.0. 8 Platzen chwe⸗ 5 Urkel,. Saar, 5 N 8 Vor. Usshiich?— Nein, bei Kopfweh vertköbofe Schuppen stoßen ab! für unsere Umgebung Nheums-, Zahn-, Nerven- Schmetz 3 sind e Zeichen der e n e P 5 55 heit. Der Wissenschaftler aber nimmt Schuppen folg e e werteten. Bauder, oh- ernster: Haarausfall droht! ck nimmt schmerzen Wiesenstraße 51. Seborin föhrt der Kopfhaut die fehlenden Aufbau- Deut 45 ee eee 1 5 stoffe 20(Thiohorn). Schoppenbildung und Kopf. * 2 Irkun zu jeder bis 60, 2 8 8 N chen Jehrzehnſe Srallich dete en. Parkring gb. 8 5 5 5 Lird SAOSSEN PRNEIS Jahn- in Apelfe ten ig fexlelleg. Oblaten. Pulvers Gastwirte! Großküchen!— 1 BBC- gekfäffigt,dertlaofwuc sgefördeft. ON it a Elektrokocher, 5 kW, 220 V, fast zugleich ist die tögliche Seborin· Behand- SALG NIA! 1 755 neu, billig zu verk. 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Neckarau wehrte sich auch nach der Pause wacker seiner Haut, kam auf 10:11 heran, mußte aber nochmals den Gast auf 1013 davon ziehen lassen. Bis zum Schluß der re- gulären Spielzeit konnten die eifrigen Nek- B-Klasse Nord: og Weinheim 1b— Fortuna Schönau Sc Ketsch gegen SV Waldhof brachte bei Schlußmann zwischen den Pfosten. SG Mannheim— 80 Reilingen denkbar ungünstiger Witterung keine be- sonderen Leistungen. Lediglich die beiden Torhüter wußten durch ihre Leistungen zu re guten Paraden Beifall auf offener Szene. Die Ketscher waren schon nach der ersten jertelstunde mit drei Treffern in Führung gegangen, mußten aber noch vor der Pause den ersten Gegentreffer entgegennehmen. Nach dem Wechsel behielten die Haus- herren weiterhin die Oberhand. Beim Stand 5:1 vergab Rapp die groge Chance eines 13-Meters. Die Waldhöfer, die wieder einmal en Senior Zimmermann in ihren Reihen Hatten, konnten zwar bis 513 aufholen, der Beim VfR-Angriff wurde die glänzend disponierte Fünferreihe mit weiten Vorlagen bedient. Mit fünf Toren Schobers und Tref- fern von Dr. Reinhardt und Hentzsch waren die Seckenheimer bis zur Pause gut bedient. Verständlich, daß im zweiten Durchgang das Tempo merklich nachließ. schien sich mit der Niederlage abgefunden zu haben. Erst als nach fünfzehn Minuten Spiel- zeit das fünfte Gästetor fiel, legte man einen energischen Endspurt ein, kam auf 8:6, nach Hentzschs Strafwurftor auch auf 9:7 heran. Kurz vor Spielende wurde Wörner wegen Foulspiels vom ausgezeichnet amtierenden Schiedsrichter Mülleisen, Seckenheim Heilbronn, vom VIL Neckarau— Karlsruher SC 14:15 Das vorentscheidende Spiel um den ba- dischen Handballpokal verlor der VfL Neckarau erst in der Verlängerung vor etwa 1500 Zuschauern mit 15:14 etwas unglück- lich. Die Neckarauer waren in diesem Spiel vom Pech verfolgt. So gelang ihnen kurz vor Schluß beim Stand von 14:14 die Ver- wandlung eines 13-Meters nicht. Im großen und ganzen gesehen boten allerdings die Karlsruher Gäste eine feine Leistung und gewannen die Partie auch auf Grund der besseren Gesamtleistung ver- dient. Die Führung der Gäste hatten die Platzherren bald egalisiert, mußten dann aber den KSC auf 311 davonziehen lassen. Zwar wurde auch dieser Vorsprung wieder leg der Platz-Elf, die die Partie noch auf 6˙3 stellen konnte, war jedoch nie gefährdet. Die Tore des Siegers erzielten Rapp, Schmei- Ber und Kemptner. Für Waldhof waren Platz gestellt. Seinen Posten übernahm Ver- 2. Amateurliga, 1. Staffel: Neulußheim siegt weiter karauer aber den Gleichstand 13:13 erreichen und damit eine Verlängerung erzwingen. In dieser Verlängerung konnten die Platz- herren erstmals eine 14:13-Führung errin- gen, die nun aber die Gäste ausgleichen Konnten. Nachdem Karlsruhes Torwart einen 13 Meter pariert hatte, wurde KSC glück- licher 15:14-Sieger und ging damit ins Po- Kal-Endspiel ein. Erfolgreichster Stürmer der Gäste war Reubelt, während für den Leins, Zimmermann und Klotz erfolgreich. Der Tsd. Ketsch ist damit der Staffelsieg trotz aller Widerwärtigkeiten gelungen. Hoffen Wir mit ihr, daß bis zu den Endspielen 5 die Elf wieder in stärkster Aufstellung zur Stelle sein kann. VR Mannheim— 98 Seckenheim 10:8 Protz schwerer Bodenverhältnisse ent- wickelte sich im Herzogenriedpark ein an- sprechendes Spiel, in dem der VfR Mannheim Verdienter, als es das knappe 10:8-Resultat vermuten lassen könnte, Sieger blieb und sich damit den Klassenverbleib sicherte. Ent- scheidend waren die klaren Vorteile des Gast- gebers in den ersten dreißig Minuten und seine kluge taktische Konzeption(nämlich den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen), sondern ihn schon im ersten Durchgang klar zu distanzieren. Zunächst sah es allerdings nicht so aus, Als Sollte dieses Vorhaben in die Tat um- gesetzt werden können, denn in den ersten Zenn Minuten zeigten die Gäste ein anspre- chendes Feldspiel, ließen den Ball laufen und trugen schöne Angriffe vor. Allerdings nur bis Vor den VfR-Riegel; denn dort stand 2 Je-ka-mi“ im Baseball Baseball— das Spiel mit der Holzkeule und den über dimensionalen Handschuhen, „National- Spiel“ in USA, nicht weniger populär aber auch in Australien, Südamerika, Südafrika und neuerdings sogar in verschie- denen Ländern Europas, stand am Sonntag p Amerikahaus zur Diskus- Sion. Wer es noch nicht wissen sollte: Mann- heim beginnt sich zu einer Hochburg dieser Disziplin in Deutschland zu entwickeln, denn Wahrscheinlich werden bereits vier Teams auf dem Gelände des amerikanischen Sport- platzes in Käfertal im März 1955 die Saison eröfknen. Der Vortrag des US-Airforce- Majors John F. Glynn, einem alten Exper- ten, kand denn auch große Beachtung. Glynn hielt sich nicht lange mit der Vorrede auf; er drückte vielmehr seinem Auditorium „Bats and Gloves“ in die Hand und hieß sie mitmachen. Nun, man lieg sich nicht nötigen und begleitet von humorvollen Erläuterun- gen des amerikanischen Fliegerofflziers wur- den nacheinander die wichtigsten Techniken dieses„Schlagballspiels“, nämlich das„thro- Wing“ und„pitching“, das verschiedenartige Werken des Balles, das bunting“ und„bat- ting spezielle und reguläre Schläge mit dem „Enüppel“ und das„eatching“(Ballfangen), gelibt. In der abschließenden Debatte stellte sich heraus, daß die Mannheimer„Baseball- Players“ nicht nur in der englischen Sprache, sondern auch in den Spielregeln bewandert sind, denn Glynn sparte durchaus nicht mit Pfõnix ſflaunheim spietie wie de: walte Meiste: SpVgg. Wallstadt unterlag 0:8 Käfertal bleibt dicht auf verfügte. Die Jlvesheimer Mannschaft selbst pot eine gute Gesamtleistung. Keller war der überragende Mann auf dem Platz, und der junge Kraft der treibende Motor im Angriff. Her erste Treffer flel schon sehr früh, als Kraft einen abgefälschten Ball ins leere Tor schoß. Miltner erhöhte aus einem Ge- dränge heraus auf 2:0, Während bis zum Seitenwechsel abermals Miltner durch einen Schuß in die lange Ecke einen weiteren Treffer erzielte. Auch in der zweiten Hälfte waren die Platzherren durchweg tonangebend und er- zielten durch Hofmann noch zwei weitere Tore. Wenn es noch eines Beweises für die Be- rechtigung der Tabellenführung bedurft hätte, dann wäre er von der Phönixmann- schaft im heutigen Spiel erbracht worden. Nach einer, mit den nicht guten Platzver- hältnissen entschuldbaren Anlaufzeit dik- tierten die Mannheimer das Spielgeschehen derartig eindeutig, daß es kaum glaublich schien, daß der Gegner zur gleichen Spiel- Klasse zählte. Als Harter etwa in der 30. Minute nach spritzigem Alleingang den Tor- reigen eröffnete und noch in derselben Mi- nute Stegmann Nummer 2 anreihte, brachen die Gäste völlig zusammen. Sie konnten sich gegen die pausenlos an- rollenden Angriffe des weit überlegenen Gegners nur mit verstärkter Abwehr erweh⸗ ren, Wilhelmy stellte das Halbzeitresultat Ber. Schon unmittelbar nach Wiederbeginn gelang Claus Treffer vier. Stegmann und zweimal Bauersfeld waren dann an der Reihe, und Harter beendete den Treffer- segen, indem er dem Torwart das Leder vor der Nase wegschnappte und einschob. Daß daneben auch noch zwei Dutzend Eckbälle getreten wurden, sei nur am Rande ver- merkt. 03 Ilvesheim— SV Hemsbach 5:0 Die Jlvesheimer zeigten auch heute Wie- der ein zielstrebiges und gekonntes Spiel und waren von Anfang bis zum Schluß ihrem Gegner klar überlegen. Der klare Sieg ist noch um so höher zu bewerten, da selbst der Gegner über eine ansehnliche Spielstärke Olympia Neulußheim— 50 Ladenburg 2:0 Die Platzherren enttäuschten in diesem Spiel, da ihr Sturm über weite Strecken harmlos wirkte und auch die Hintermann- schaft und Läuferreihe, besonders in der zweiten Halbzeit, nicht überzeugen konnten. Aber auch die Gäste waren ziemlich harm- los, denn auch ihre Fünferreihe verstand es nicht, die vielen Torgelegenheiten auszu- nutzen. Die beiden Treffer fielen kurz vor Halbzeit in der 40. und 43. Minute, als zu- nächst ein Schuß von Geng durch einen Gäste- verteidiger ins Tor abgefälscht wurde und durch Sperber, der einen Abpraller unhaltbar einköpfte. Käfertal— 03 Ladenburg 3:2 Auf dem auf gebrochenen Platz war kein gutes Spiel möglich und die Ballkontrolle beiderseits mangelhaft. Trotzdem die Blau- A-Klasse Süd: JU biernlieim gab einen Punlel ab SV Waldhof(Amateure) erzwingen ein verdientes 222 den In der 32. Minute gingen die Gäste durch Riehm, der einen Freistoß von Burkart leicht einschoß, in Führung. Fünf Minuten nach dem Wechsel konnte der gleiche Spieler auf 0:2 erhöhen. Obwohl die Gastgeber schon 2 Minuten später den Anschlußtreffer erzielten, als der Torhüter einen Freistoß von Müller zu kurz abge- wehrt hatte, so daß Lang unbehindert ein- schieben konnte, verlegte sich der Tabellen- führer unverständlicherweise auf die Ver- teidigung des knappen Vorsprungs. Die Waldhöfer lagen nun dauernd im Angriff und erzielten in der 77. Minute durch einen anerkernenden Worten. thal Foul-Elfmeter, den Lang, der Schütze des Anschlußtreffers, sicher verwandelte, verdienten Ausgleich. FV Brühl— 08 Mannheim 3:0 Die beiden Mannschaften lieferten sich ein spannendes Spiel, wobei die Platzbesit- zer den Gästen in marmschaftlicher Zusam- menarbeit überlegen waren und einen ver- dienten Sieg errangen. Der Brühler Halblinke erzielte in der 26. Minute das Führungstor, Als er eine Flanke des Rechtsaußen mit dem Kopf einlenkte. In der 49. Minute verwandelte der gleiche Spieler einen Elfmeter zum 2:0. Der Mittel- stürmer stellte fünf Minuten vor Spielende mit schönem Kopfball das Endrèesultat her. Weißen mehr vom Spiel hatten, kam Laden- burg durch ein Tor von Meyer in Führung. Erst kurz vor Halbzeit konnte Käfertal durch ein Tor von Heim ausgleichen. Ladenburg trug meist durch Aktionen von rechts seine Angriffe vor. Durch zwei Elfmeter für beide Mannschaften blieb der Torabstand derselbe und erst im letzten Spielabschnitt brachte nochmals Heim durch ein Tor seine Farben in Front. TSG Rheinau— Waldhof 212 Mit einem mächtigen Tempo begann Waldhof, bei dem man einige Spieler der ersten Garnitur sah, um für sich am Anfang einen Vorteil zu erzwingen. Rheinaus Hinter- mannschaft stellte sich taktisch klug zu die- sem Stürmerspiel ein und begann seinen Sturm mit langen Pässen zu versehen. In der 35. Minute 20g Wagner mit dem Ball davon und Duschel brauchte nur noch einzu- lenken. In der 39. Minute konnte Waldhofs Mittelläufer nur noch mit der Hand ab- wehren und Acker verwandelte sicher zum 2:0. In der zweiten Halbzeit lieg das Tempo merklich nach. Ein Mißverständnis zwischen Mittelläufer und Torwart nützte Waldhof zum billigen Anschlußtreffer aus. Ein schöner Kopfstoß von Kleber brachte in der 85. Mi- nute das 2:2, Was ein gerechter Ausgang des Spieles war. Viktoria Neckarhausen— Post Mannheim 9.2 Schon bei Halbzeit lagen die Gäste hoff- nungslos im Hintertreffen und mußten auch in der zweiten Hälfte die klare Ueberlegen- heit des Tabellenführers anerkennen. Durch hervorragendes Stellungsspiel verhinderte der Schlußmann der Postler eine noch höhere Niederlage. Durch diesen erneuten Sieg baute die Viktoria ihren Vorsprung auch zahlenmäßig weiter aus und dürfte bereits als Aufsteiger feststehen. TSV Birkenau im Pokal-Endspiel St. Leon— TSV Birkenau 9:10 Das Vorschlußspiel um den badischen Handballpokal in St. Leon, das die Platz- herren, die zum Staffelsieger Mitte geworden Wären, und den TSV Birkenau gegenüber sah, brachte hervorragenden Sport. Wohl hielten sich die Mannschaften im Feld die Waage, aber der Sturm der Birkenauer War in seiner Spielauffasung reifer und seine Vorstöße kamen blitzartiger. So mußte St. Leon leer ausgehen, trotz manch hervor- ragender Leistung und trotz des grohen Einsatzes. Mit 9:10 mußte man die Segel Streichen. VfB Gartenstadt— TSV Neckarau A-Klasse Süd: FV Brühl— 08 Mannheim A-Klasse Nord: SV Waldhof(Amat.)— TSV Viernheim 98 Seckenheim— 62 Weinheim TSV Sulzbach— SV Schriesheim SV Unterflockenbach— Fortuna Edingen 1: Die Spiele der unteren Klassen Straßenbahn SV= SC Blumenau Vikt. Neckarhausen— Post SV Spfr. Waldhof— 09 Lützelsachsen TSV Lützelsachsen— Einheit Weinheim B-Klasse Süd: 92 Friedrichsfeld— Alem. Rheinau VfL. Zabler, Specht, Hofmann, Geiling und Handballergebnisse Rothmer erfolgreich waren. Wenn die Nek- karauer nun auch aus dem Pokal ausgeschie- Verbandsklasse: den sind, so verdient die gute Leistung der 88 Nußloch— TSV Rot 8:13 Mannschaft doch eine besondere Anerken- TSG Ketsch— SV Waldhof 6ꝛ3 nung. VfR Mannheim— 98 Seckenheim 10:8 Bezirksklasse: 09 Weinheim— SpVgg. Sandhofen 6:6 62 Weinheim— TSV 1846 Mannheim 92 TV Edingen— SV Ilvesheim ausgef. Vorschlußrunde um Handballpokal: VfL Neckarau— KSC Karlsruhe 14:15 n. V. SG St. Leon— TSV Birkenau 9:10 Kreisklasse A: y Schriesheim Badenia Feudenheim 10:11 07 Seckenheim— Mrd Mannheim 12:7 TSV Neckarau— TSG Rheinau 5:8 99 Seckenheim— TSV Viernheim 8:6 8:6 TV Oberflockenbach— Tus Weinheim 1 Kreisklasse B: Staffel 1 TV 64 Schwetzingen— TB Reilingen 19:7 TSG Ketsch IB— Germania Neulußheim 8:7 Staffel II: TSG Ladenburg— Fortuna Schönau 10 VfB Gartenstadt— SV Wallstadt 5 Spiele in essen Lampertheim— VfL Marburg 2:0(1:0) Die Lampertheimer haben die Gefahr er- kannt, in der sie sich befinden und Schritt für Schritt beginnen sie sich aus der Gefah- renzonèe zu spielen. Sie erreichen ihre Punkte zwar mit Kraft und Energie, aber das spielt ja im Augenblick wenig eine Rolle. In der 10. Minute hatte Wendler mit einem kurzen trockenen Schuß die Platzherren in Führung gebracht und an diesern kostbaren und knap- pen Vorsprung mußten die Lampertheimer recht lange zehren 5 Es sollte bei diesem einen Treffer blei- ben, trotzdem die Gäste streckenweise für das Auge gefälliger spielten und auch mehr im Angriff lagen; aber sie rannten sich fort- laufend an der ausgezeichneten Lampert- heimer Deckung fest, in der Lott den türki⸗ schen Studenten Nedin vollkommen aus- schaltete und damit die Spitze prach. Die Gästedeckung harmonierte ausgezeichnet und zerstörte manchen Lampertheimer An- griff schon im Entstehen Die Ueberraschung War auf Lampertheimer Seite, Wo der junge Nachwuchstormann Boch trotz gefahrvoller Situationen seine Feuertaufe sehr gut be- standen hat. Die Gäste strichen die Segel, als abermals Wendler in der 70. Minute mit einem placierten Schuß die scheidung berbeiführte. VfR Bürstadt— SV Beerfelden 8:0 Beerfelden war mit Beginn des Spieles in die Defensſve gedrängt und nur in den letz- ten Spielminuten der ersten Halbzeit war der Gast ebenbürtig. Bis dahin konnte Bür- stadt drei Tore schießen und zwar durch Indwig Fetsch(1) und Walter Fetsch(2). In der zweiten Hälfte war es dann um den Oden waldvertreter geschehen. Fünf wei⸗ tere Tore durch Walter Fetsch, Bräunig, Siff- ing, Stadtmüller(Valentin) und Gebhardt waren die Ausbeute, wobei der Beerfelder Torwart Hormes durch gute Paraden eine größere Niederlage verhüten konnte. „ 7 6 7 Kreislaufstörungen, Bluthochdruck Das uuhtæ Arterienverkalkung können durch Antisklerosin erfolgreich bekümpft wer den. Der bekannte Erfolg beruht auf der sinnvollen daß hartes Wasser der gorfen Hout der Kinder schadet. Dorum fehlte die rote KAISER BO RHAN-Schochtel nie in ihrem House. K AIS ER-EO RANK macht jd des Wosser sofort weich und gib eine 50 schöne, z20rte Haut. 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Jerl. slch der nche inter relb⸗ orh. ek. irk. A. V. ork. telle. rlag. 80/ Montag, I. Februar 1955 MORGEN Seite 1 — „Die Nacht der blauen Wunder“ Das letzte Fest der Wirtschaftshochschule/ Nachruf eines Dagewesenen Wrtschchchuhwtwyaoux“ ist wohl das zige Wort der deutschen Sprache, das den kignissen jener gewühl- und gefühlvollen tin den Räumen der Wirtschaftshoch- Nule gerecht wird, denn wie sollte man an- is die ungedrückte Stimmung, in der sich um Eindrücke herumdrückten, aus- cken? Abdrücke gab es auch(das Gesicht Chronisten blieb davon nicht verschont), der Ueberdruck, der allenthalben bei em letzten Maskenfest der Hochschüler nnen herrschte, füllte das Haus von der a bis zur gut besetzten Treppe im öber- n Stück werk. Und des Sichfindens und derverlierens war kein Ende. Wie gesagt: ſechchchuhwyty aok. Das War eine Flasch-Nacht, eine schallende Pehnacht, auf liebevollen Traditionen und Hosen Treppenstufen beruhend. Die indfesten der Lessingschule wankten bei em Grund-Fest, das Audimax wurde zum Udimax, der Hörsaal zum Störsaal, Mas- g zu Menschen und umgekehrt, und in der a tanzte Paula mit dem korpulenten rn, dem der Seeräuber mit blutrotem ppenlift auf der mächtigen Brust geschrie- stand. 5 Zweitausenddreihundert kamen als Ha- asdamen, Seeherren, Maharadschahs, Teu- —— Kraftfahrer wurden zu Narren Mit 120 PS und einem Benzintank voller mor kurvte der Kraftfahrerverein am ustagabend in die Narretei. Der Stim- ng, die von der Kapelle Muto heftig an- urbelt wurde, waren nach oben keine mzen gesetzt. Es gab keine Verkehrs- chen, die ein Halt geboten hätten! Bei Ausgestaltung des Saales(TSV 1846) ten künstlerische Talente gewaltet. Selbst dem 76jährigen Ehrenpräsidenten Her- un Heine, der den Verein gegründet hat, ſchten die Stimmungswogen nicht Halt. ſrrische Glückskäfer und viele Sommer- ſchtsträume schwirrten durch den Kon- ttiregen, den Karl Klenk kistenweise un- r dem Vorstandstisch verborgen hielt. do Wieder Coca-Cola-Ball Im Zeichen des Tanzs ports Eine wohltuende Atmosphäre strahlte der Coca-Cola-Ball des Stadtjugendrings dieser rage im Rosengarten aus. Das ansprechende Niveau wurde durch die sauber und adrett gekleidete Jugend untermalt, die sich zu- nächst im Musensaal sowie auf der Empore nach den flotten Weisen des Tanzorchesters Werle im Takt wiegte. Die erwartungsvolle Stimmung der weit über tausend Augen- paare wurde zu Begeisterung, als acht Paare unter der Jury C. Koch, F. Knapp und O. Lamade und Schiedsrichter Leo Helm zum Wettbewerb um das silberne Tanzsportabzei- chen antraten, Unter großem Beifall setzten zich dabei fünf Paare bei anspruchsvollen Anforderungen durch. Dankbar wurde im Verlauf des Abends das Einspringen eines improvisierten Schülerorchesters registriert, das die„verwaiste“ Wandelhalle belebte. 4 1. I kel, Engel, Neger, Gorillas, in grellen Waikiki- Hemdchen und langen Unterhosen, mit Bril- en, Bärten, Nasen, Zöpfen, Netzstrümpfen und bunten Bauchbinden. Zweitausenddrei- hundert stampfen rast-, aber nicht lustlos durch die Gänge, ergossen sich in die scho- nungslos dekorierten Räume, sagten sich Ssgenseitig die dümmsten und die tief- oder stiefsinnigsten Dinge. Und hatten Durst. Und bissen lauthals in pralle Würste. Und suffen sattsam sonnigen Sekt— so sehr suchten sie sichtlich Saftiges Es war alles sehr voll. Und nur wenige fanden an einem Tisch Gelegenheit, hr heig- gewordenes Tanzbein zu kühlen. Es war aber auch alles sehr lustig: Eine Stimmung, die stimmte. Der hohe Besuch Ihrer Tollität, Ur- sula I. von Bäckerblumien ging im turbulen- ten Trubel fast unter. Und eine stille Gédenk- minute sei dem ersten AS TA- Vorsitzenden Hermann Maier gewidmet, der im korrekten schwarzen Abendanzug, schwitzend, aber hoffnungsvoll, die Häupter seiner vielen Lie- ben zählend in Einklang mit den organisato- rischen Erfordernissen zu bringen suchte. 20 Räume, zehn Institute, vier unermüd- lich tutende Tanzkapellen und sieben Bars und närrische Menschlein, wohin das trübe Auge blickte.„Die Nacht der blauen Wun- der“, vie das offizielle Motto des Balles lau- bebe, ist vorbei. Es war eine sehr blaue Nacht, in der mancher Wunder erlebte, auch das hübsche Mädchen mit dem Parkverbotsschild an der schmalen Hüfte, auch der Zigeuner, dem gegen 4.30 Uhr ein sanft-blödsinniger Matrose mit einem Strohhalm in der aufs Kinn gesunkenen Nase zu bohren versuchte, auch die würdige Dame, die unter dem Tisch in der Sektbar saß und bellte. Und mancher steht heute noch fassungslos vor den Nach- wirkungen seines blauen Wunders. Dank, denen, die sich bei diesem letzten Ball so viel Mühe gegeben haben, um ihn zu dem zu machen, was er war: Wrtschchchuhvytwyaolüx. hwWb Auch die Kinder feierten Fasching Große Prunksitzung für kleine Leute im Musensaal Am Sonntagnachmittag war wieder einmal eine Prunksitzung im Rosengarten. Aber die Narren und Närrinnen, die diesesmal in hel- len Scharen dem Eingang zuströmten, waren kaum über 1,50 Meter groß: Sie kamen in bunten Masken, mit viel Konfetti, Luft- schlangen und noch mehr mit herrlich knal- lenden Pistolen bewaffnet, um ihren MM- Kinderfasching zu feiern, Zuerst machten die Kleinen mit Kasperle und Seppl vom Mär- chentheater„Kurpfalz“ eine schrecklich auf- regende Kabinenroller fahrt zum Mond, lan- deten dann mit einem Bumms wieder im Musensaal, wo inzwischen Prinzessin Liselott von der Kurpfalz mit Elferrat und Hofstaat eingetroffen war. Unter vielen Ahoi-Rufen verkündete Pill Eulenspiegel die Proklamation ihrer Lieblich- keit, die so recht nach dem Herzen der großen und kleinen Kinder war. Als dann Kasperle MM-Reporter auf karnevalistischem„Dauertrab“ Kurzberichte einer Faschingsreise an die Peripherie Leutchen, Leutchen, die Macht von Prinz Jokus wächst zusehends! In Mannheim und Umgebung rumorte es in allen Ecken und Kanten. Wenngleich es zeitweise Sanz anständig nieselte, so machten sich alt und zung doch auf den Trab, um irgendwo sei- ner närrischen Hoheit in Form von Kappen- abenden oder Maskenbällen den nötigen Tribut zu zollen. Für den Chronisten aber bedeutete das Vergnügen der anderen einen Abend voller Schweiß, denn es fiel tatsäch- lich schwer, überall aufzukreuzen. Während die„Grokageli“ in Secken⸗ heim weilte und der„Feuerio“ seinen Staatsbesuch im Schwetzinger Rokoschloß machte, kam die Fröhlich Pfalz bei den Neckarstädtern in der„Flora“ zu einem neuerlichen Triumph. Die Neckar- gärtler waren mit Leib und Seele bei die- sem Humor-Feuerwerk der Männer um Carl Blepp nebst Elferrat und Prinzessin Eleonore I. Eine Büttenbombe löste die andere ab und das närrische Volk feierte seine Kanonen ehrlichen Herzens. Es war die Generalprobe der„Fröhlich Pfalz“ für die am kommenden Sonntag steigende große Prunksitzung. Musik: Kühner& Co. VWM- Paddler Närrische Kanuten sind immer eine zünftige Gesellschaft. Zünftig war es auch beim Volkstümlichen Wassersport Mann- heim im Bootshaus an der Sandhofer Straße Karl Walter als Spriritus rector hatte viele gute Einfälle. Männerchor 1913 Neckarstadt Im„Kaisergarten“ trafen wir Valentin Bomrich vom Katholischen Männerchor 1913 gutgelaunt an der Bar, der sein närrisches Volk sich in bunter Aufmachung lustig nach den Weisen der Kapelle Rohr drehen und Kanuten schwammen auf Alkoholwogen „KA-TA-HE“-Ball im Rosengarten: Ein voller Erfolg Zu Hunderten kamen, sahen und siegten die Faschingsbegeisterten, als es in allen Höhen- und Tiefenlagen des Rosengartens darum ging,„KA-TA-HE“ zu feiern. Dies ist nicht etwa ein hoher ostasiatischer Würden träger, sondern der traditionelle große Mas- kenball der Mannheimer Kanu- Gesellschaft gemeinsam mit der Tanzschule Helm. Aus- gelassene Fastnachtslaune und witzige Ein- fälle in der Kostümierung feierten wie immer Triumphe. In der Bierklause(Kapelle Henn) Hockten die Klausner. die nicht in der Einsamkeit, sondern in der Zweisamkeit ver- lebt waren und mit intensiver tänzerischer Hingabe„zweisiedelten“. Die Wandelhalle Kapelle Wolf Kaiser) hallte wieder vom Schlachtenlärm des heißen KA-TA-HE-Tref- nn. tens, und im Musensaal(Kapelle Karl Werle) mußten sich die Musen angesichts des dahin- brausenden fastnächtlichen Orkans diskret zurückziehen, Bel hohem tänzerischen Wellengang kam es zu Netzstrumpf-Havarien und keineswegs zu Kanukatastrophen großen Stils. Leck wur- den allerdings die Portemonnaies, ein Mißg- geschick, das mit Würde ertragen wurde, da die flüssig,“ gemachten Mittel„Flaschen- post“ sonder Zahl am Tanzgestade an- schwemmten;: die darin verkorkten„Mittei- jungen“ förderten maßgeblich die allgemeine Erheiterung.—„Als Verein mit 23 Deutschen Meisterschaften und einer Weltmeisterschaft wollen wir einmal im Jahr auch närrisch sein“, sagten die Kanuten, und Tanzlehrer Leo Helm schloß sich ihrer Ansicht an. Hk amüsieren sah. Stimmung ganz prima. Aus- dauer bewunderungswürdig. Liederkranz Waldhof Guten Besuch und Stimmung trafen wir auch bei GY Liederkranz Waldhof im Brückl- Bernauer. Nicht nur auf dem Par- kett, sondern auch auf dem Schießstand und an der Bar war Hochbetrieb, zu dem Nor- bert Ditzer die nötigen Akkorde lieferte. DoW Waldhof Wohl einer der nettesten Maskenbälle veranstaltete der Dramatische Club Wald- hof im Franziskushaus. Wir wurden gerade von einem Wirbel toller Tanzspiele auf- gesogen— und machten mit. Originelle Kostüme, toller Betrieb und die unermüd- liche Hauskapelle machten den Abend zu einer gelungenen Veranstaltung. RSV 1897 In der„Siedlergaststätte“ am Märker Querschlag zeltete der Radsport-Verein 1897 Mannbeim- Waldhof mit Fritz Volz als Häuptling. Die„Drei Rhythmiker“ waren hier das belebende Element und munter machten die vielen Besucher mit. ARKB Solidarität Schönau Im„Siedlerheim“ Schönau Hochbetrieb beim ARRKB Solidarität Schönau. Bei den engen Platzverhältnissen kam man sich schnell näher und das erwies sich als aus- gesprochen stimmungsfördernd. Die Haus- kapelle animierte erfolgreich. Sängerbund 1873 Käfertal Menschenklumpen im ganzen Haus des „Löwen“ Käfertal, den der Sängerbund 1873 E. V. Mannheim-Käfertal mit Beschlag be- legt hatte. Ein wogendes Meer ausgelassener Menschen um Karl Annameier, der seiner- seits Ihre Hoheit DJK- Prinzessin Ursula J. von Porzellanien nebst engerem Gefolge und Elferrat willkommen heißen durfte. Ordensverleihung— Tusch und Ahois, Bar und flotte Weisen der Feuerwehrkapelle Heddesheim besorgten den Rest der frohen Nacht. Kr „Tanz ins Glück“ im Mozartsaal Zum„Tanz ins Glück“ traf sich die Katho- lische Bürgergesellschaft im lustig mit chinesischen und japnischen Ampeln ge- schmückten Mozartsaal. Schlaue kamen in irgendeinem echten oder improvisierten Tro- pengewand. Die anderen bekamen die Last gediegener malerischer Kostüme zu spüren, die im Laufe der Nacht und bei zunehmen- der Tuchfühlung mit der Lust am Tanz in Konflikt geraten konnte. Unermüdlich spielte die Kapelle Ottusch aus der kurpfälzischen Nachbarschaft auf. Ob mit deren Berufung die„Bürgerwehr“ einen kommunalarbeits- gemeinschaftlichen Nebenzweck verfolgen wollte, blieb dem Berichterstatter egal— er hatte alle Hände voll anderweitig zu tun. Es war eine rauschende Ballnacht. Un- gestört durch kurzfristige, langfristige, lang- Weilige Prominente oder gar durch ein Pro- gamm konnte man glücklich tanzen. Nicht einmal der neue erste Vorsitzende kürzte die Zahl der Runden. Unter den vielen witzigen kurzen Reden, die Oberrechtsrat Hermann Geist bei solchen Gelegenheiten schon ge- halten hat, war die vom Samstag— weil Kürze des Witzes Würze ist— die kürzeste. Die Festivität war wieder umsichtig vor- bereitet. Es bedurfte nur eines Marsch- Walzers, um die anfänglich steife Menge gründlich durcheinander zu quirlen, dann lief alles wie am Schnürchen. Um noch einmal auf die Kapelle Ottusch(Ludwigshafen) zurückzukommen:„Sie kramte nach Noten 50 Jahre Schlagererinnerungen aus, was den vorgerückten Semestern behagte, feilte aber auch die„schräg“ aus, was den jün- geren ungemein gefiel. Farbenbuntes Ge- wimmel beherrschte den Mozartsaal bis zum Ende im Morgengrauen. Mit einem angeneh- men Nachgeschmack auf der Zunge der Er- innerung konnte die schwer mitgenommene 8„putzbaren“ Geistern überlassen wer- en. —.— zu Ehren des Kurpfalz-Balletts Leitung Fränzl Rothmund) die ersten Raketen steigen lieg, wachten selbst die schüchternsten Mäsk- chen auf und bald saß die ganze kleine Bande fröhlich schunkelnd im Parkett und sang mit Vati und Mutti Karnevalsschlager um die Wette. Mittlerweile hatten auch die ersten Bütten- redner mit viel Bravour und fast möchte man sagen Routine ihre Sprüchlein und Lied- chen zum besten gegeben. Aber es wurde nicht nur gesungen und erzählt, sondern auch junge Musiker zeigten ihre Künste. Eine besondere Attraktion war ein kleines, kaum silebenjähriges Mädelchen, das sich ohne alle Hemmungen und ohne Noten an die Ham- mond-Orgel setzte und seine Fingerchen meisterhaft über die Tasten gleiten ließ. Aus der Vielzahl der übrigen Mitwirkenden ge- fielen noch besonders die drei Artisten, zwei Cowboys und ein Cowgirl, die mit atem- beraubenden Lasso- und Messerwerfereien ihre Kollegen im Saal begeisterten, vier„Ber- liner“ Kindertanzpaare, die den Leuten ein- mal zeigten, was„ne kesse Sohle“ ist, und ein Musikalelown, dessen Pudel Klavierspie- len konnte. Als der Kapellmeister schließ- lich zum letztenmal den Taktstock hob, walz- ten Kaminfeger, Indianer und Rotkäppchen ganz wie die Alten durch die Gänge. Ch. Z. Närrische Infanteristen für den großen Mannheimer Fastnachtszug werden immer noch gesucht. Der Verkehrsverein hat es be- sonders auf heimatverbundene Karnevalisten abgesehen, die am Sonntag, dem 20. Februar, bei den Fuß gruppen mitwirken wollen. Sie werden gebeten, sich am 9, und 10. Februar im Verkehrsverein N I, 1, Eingang durch den Hof) zwischen 15 und 20 Uhr zu melden. Gute Laune im Landesgefängnis Mann- heim zauberte die Spielgruppe der katholi- schen Jugend. Sie brachte unter Leitung von Hans Kox mit dem Lustspiel„Ueberstunden“ auch die Menschen zum Lachen, die sonst nicht viel zu lachen haben. Zwei Stunden lang unterhielten die Laienspieler in der Zentralhalle 350 fröhlich- aufgeschlossene Zu- schauer. Die Schauspieler wurden mit stür- mischem Applaus belohnt. Auch die Hand- harmonika- Vereinigung Neckarstadt bot kürzlich mit Solisten und Orchester ein ab- wechslungsreiches Programm, wofür ihr das Publikum dankbaren Beifall spendete. Mannheimer Termin-Kalender Deutscher Verband für Schweißtechnik: Licht- bildervortrag„Schweißprobleme der chemisch beständigen Stähle“, 8. Februar, 19 Uhr, Mo- zartsaal. Club berufstätiger Frauen: Vortrag von Pe- ter Günther, Stuttgart,„Butter, Brot, die Pari- ser Verträge und die Frau“, 8. Februar, 20 Uhr. Viktoriahotel. Junghandwerkerschaft Mannheim: Mitglie- derversammlung, 8. Februar. 20 Uhr,„Kanzler- eck“, S 6, 20.. Amerikahaus: Vortrag von Frank S. Hop- kins„Washington und Lafayette“, 8. Februar, 20.00 Uhr, 8 Filmabend des Columbus-Reisebüros in Zu- sammenarbeit mit der Impex-Speditionsgesell- schaft, 9. Februar, 19.30 Uhr, Aula der Wirt- schaftshochschule. Arbeiterwohlfahrt, Ortsausschuß Mannheim: Vortrag von Frau Dr. Erdmute Falkenberg „Methoden und Probleme der öffentlichen Er- ziehung“, 9. Februar, 20 Uhr, Sickinger- Schule, U 2, Zimmer 11. Städt. Institut für Erziehung und Unterricht: In Verbindung mit der Abendakademie und Volkshochschule Gedenkstunde für Caroline von Günderode, 11. Februar, 20 Uhr, D 1, 3. Gesangverein„Liederpalme“ und Heinkel- Roller-Club!„Rhein-Neckar“: Maskenball, 12. Februar, 20.11 Uhr,„Durlacher Hof“, Käfertaler Straße 168. Spar- und Unterhaltungsverein, Neckarau: Versammlung, 12. Februar, 20 Uhr, Gasthaus „Zur Stadt Mannheim“, Neckarau, Schulstraße. Männergesangverein„Liederhalle“: Masken- ball, 12. Februar, 20.11 Uhr, Rosengarten. Mv Mannheim-Rheinau von 1896: Masken- ball unter dem Motto:„Tausend und eine Nacht“, 12. Februar. 20.11 Uhr, Lokal„Flörsch“, Stengelhofstraße. TSG Rheinau, Abt. Handball: Maskenball, 12. Februar, 20.11 Uhr, Turnhalle am Heuweg. Reiterverein Heidelberg und Mannheim: Maskenball, 12. Februar, 20.11 Uhr, Hotel Me- tropol. In der„Amicitia“ großer Maskenball, 12. Februar, 20.11 Uhr; Kindermaskenball, 18, Fe- bruar, 15.11 Uhr. Karnevalverein„Fröhlich Pfalz“: Karnevali- 3 Sitzung, 13. Februar, 18.11 Uhr, Musen- saal. DLRG: Am 15. Februar, 19.30 Uhr, werden im Rahmen einer Feierstunde im Amerikahaus die Grund- und Leistungsscheine der Lehr- gangstellnehmer des letzten Kurses der DLRG ausgehändigt. Gesamtdeutscher Block) B. H. E., Kreisverband Mannheim- Stadt: Generalversammlung und Neuwahl des Vorstandes, 14. Februar, 20 Uhr, „Kleiner Rosengarten“, U 6. Abendakademie: Die Mütterarbeitsgemein- schaften(Anregungen für Haushalt, Heim- gestaltung, Erziehung, Literatur) können noch Teilnehmerinnen aufnehmen; Jugendheim Gar- tenstadt: dienstags 9.30 bis 11.30 Uhr; Jugend- heim Erlenhof: donnerstags 9,30 bis 11.80 Uhr. Teilnahme gebührenfrei. a Wir gratulieren! Maria Albert, Mannheim Schönau, Kattowitzer Zeile 85, wird 70 Jahre alt. Den 77. Geburtstag begeht Peter Rettig, Mannheim, Rainweidenstraße 23. Lotte Wenkel, Mannheim, U 1, 20, feiert mren 70. Geburtstag. Weitere Freigabe. Im Rahmen des deutsch- amerikanischen Wohnungsaustausch- Programmes wird in den nächsten Tagen ein weiteres Haus in der Böcklinstraße frei Laupf der Para dentage! Das Mundfluidum ej fear Iberrascht immer Weder durch seine schnelle und starke antibakterielle, desinfizierende ſiefenwirkung Es bekümp alsentzündungen beselio fesfigl Velhütel und Mandefenttündunges nde Tähge als erfrischend 4% igt auch zur krhaftung g 0 „Nur U Topfen lußtderepdes l 157 mit derer Wirkung zu b erhältlich in Apotheken und Drogerien- Originoſfosche BM 3,75 (ONE DROP ONLY alt organisehen Fluor. ferbindungen) entzündlichen Zahnfleſsch- ischbſuten, Tahafloiseh e Sehon d. abvfädledlerlee) Fotzündung, üblen Mundgeruch bakteriell bedingte ſockere Tähge und das Labafleisch ö Kroftfahtzeuge Verlein Auto-Werleih Opel, Rekord, Schmidtke. Rhein- näuserstraße 31, Telefon 4 60 60 Autoverleih Walter VW. Busse, Pk W. 1. 10, 10, T. 4 40 89. Autoverleih Büchner Rneinnäuserstr 14 fel. 402 84 ee VW(synchr.) frei Haus. 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Februar 1955„Nr Vierachsiger Wagen als Standardtyp „Straßenbahn heute und morgen“ als Vortragsthema beim VD Kürzlich sprach Dipl.-Ingenieur Neubron- ner in der Gewerbeschule C 6 zu Mitglie- dern des Vereins Deutscher Ingenieure D)) über„Die Straßenbahn heute und morgen“. Das Thema war nicht zufällig gewählt wor- den, weil die neuen Mannheimer Straßen- bahnen(über die wir schon berichteten), den Anlaß gegeben hatten. Neubronner warf zu Anfang die Frage auf, ob sich heute, im Zeit- alter der Motorisierung, der Kostenaufwand für eine Verbesserung der öffentlichen Ver- Kehrsmittel noch lohne. Aber gerade dieser Individualverkehr sei an dem Chaos auf unseren Straßen schuld, deren Leitfähigkeit Für ihn zu klein sei. Der Redner zeigte an einem kleinen Beispiel, daß 1500 Personen- Wagen, mit 2000 Menschen besetzt, eine Straßenlänge von 30 Kilometern einnehmen, Während die gleiche Anzahl Personen in zehn Straßenbahnzügen mit einer Gesamtlänge Von nur 600 Metern befördert werden könne. Deswegen müsse gerade für diese Verkehrs- Mittel besonders gesorgt, und der in allen Stäckten des Bundesgebietes stark überalterte Wagenpark erneuert werden. Vor allem sei es nötig, größere und schnellere Wagen zu bauen. Diplom-Ingenieur Neubronner zeigte Schloß im Schmuck dann mit Hilfe von Lichtbildern, welche Fortschritte man schon in dieser Hinsicht ge- macht habe. Von den gewohnten zweiachsi- gen Wagen, die nicht länger als zehn Meter gebaut werden konnten, kam man allmäh- lich bis zu den sechsachsigen Großraum- Wagen, wie sie in Stuttgart eingesetzt wer den. Für Großstädte hat sich aber im allge- meinen der vierachsige Wagen als Standard- typ herausgebildet, dessen Fassungsvermögen beträchtlich vergrößert werden konnte. Um schnellere Wagen zu schaffen konnte natür- lich nicht einfach die Höchstgeschwindigkeit gesteigert werden, aber durch Verminderung der Anfahr-, Brems- und Aufenthaltszeiten Wurden schon wesentlich höhere Reisege- schwindigkeiten erzielt. Neubronner erklärte seinem interessierten, aus Fachleuten beste- henden Publikum die Neukonstruktionen, die an Motor, Bremse, Drehgestell und anderen technischen Einrichtungen vorgenommen worden sind. Direktor Dietrich, der Leiter der Städti- schen Verkehrsbetriebe, der als Zuhörer an- wesend war, dankte D. Neubronner für seinen ausgezeichneten, von viel Sachkennt- nis getragenen Vortrag. Ch. Z. neuer Grünanlagen Schöne gärtnerische Gestaltung des alten Ehrenhofes Leise und unbemerkt sind in den ersten Frosttagen Großherzog Karl Friedrich und Kurfürst Karl Ludwig von ihren Sockeln vor den Seitenflügeln des Schlosses herabgestie- gen, um sich abwartend irgendwo im Wind- schutz unterzustellen. Standen die beiden Denkmäler, die ‚der Stadt Mannheim Zzu ihrem 300jährigen Jubiläum“ 1907 von Groß- herzog Friedrich von Baden gestiftet wur- den, bisher etwas verloren auf den breiten seitlichen Rasenflächen, so werden sie nun im mittleren Ehrenhof in eine gärtnerische Schmuckanlage ein komponiert. Nur ungern hatten die westlichen Schloßherren die Aus- Wanderungsgenehmigung für„ihren“ Sou- verän gegeben. Festliches Gepränge von Wagen und Pfer- den sah der große, von den beiden Wach- Bhäuschen aus kontrollierte Hof in kurfürst- licher Zeit, Das ganze öffentliche Leben des Schlosses spielte sich hier ab. Auch der Uurnfangreiche Nachschub für die Küchen wurde hier abgeladen. Später erhielt der kahl gepflasterte Hof eine gut gemeinte Aus- Am Sonntagmorgen: Zwei Welten Als ich am Sonntagmorgen durch die In- nenstadt ging— es war gegen 7.30 Uhr— wurde ich Zeuge einer Begegnung zwischen zwei Welten: Vor einer Kirchentüre trafen sich Menschen, die auf dem Weg zum Früh- gottesdienst waren, und drei junge Burschen, die, bunte Luftschlangen in den Knopf- löchern und am Kragen ihrer Anzüge, heim- Wärts wankten. Selten ist mir ein Kontrast so stark erschienen. Hier ausgeschlafene Bürger, dort übernächtige Bummler, hier die d-Moll-Fuge von Bach, dort noch Syn- kopen-Fetzen von Jary, Ollias oder Irving Berlin, hier der Pfarrer, dort der Bütten- redner, hier stille Andacht, dort überlaute Ausgelassenheit— zwei Sphären prallen aufeinander, sehen sich einige Sekunden lang in die Augen, und du merkst: Keiner kann den anderen verstehen. Die Entfer- nung ist zu groß, obwohl beide Parteien sich auf nur wenige Schritte gegenüberstehen. Hier herrscht nur Trennung, kann keine Ge- meinschaft sein „ meinte ich. Und sah im nächsten Augenblick, daß ich mich getäuscht hatte: Der korrekte, ältere Herr im schwarzen Mantel trat auf den jungen Mann von viel- leicht 23 Jahren zu, dem ein grellrotes Tri- kot unterm Sakko hervorleuchtete, und sagte:„Na, dann schlafen Sie sich mal schön aus, Herr Soundso“!. Der andere stutazt, schaut ein bißchen verlegen aus, lächelt dann, nickt mit dem Kopf und geht zögernd wei- . Das muntere Liedlein von„heute, morgen und übermorgen blau“ wurde unterbrochen. ES macht nichts, daß die„zwei Welten“ wahrscheinlich flüchtig miteinander bekannt waren. Der versöhnende Funke, der hier übersprang, erscheint viel wichtiger: In sei- nem Blitz erkannte ich, daß jeder Gegensatz überbrückt werden kann— auch der vor der Kirche. Werm auch nicht mit tiefgründigen Ge- danken über die Bedeutung der Toleranz, so doch recht nachdenklich, bin ich nach Hause gefahren. Um mich ebenfalls auszu- schlafen H. W. Beck Wohin gehen wir? Montag. 7. Februar Theater: Nationaltheater 20.00 bis 22.30 Uhr: „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua“; Haus Friedrichsplatz 20.00 bis 22.15 Uhr:„Der Zaubertrank“. Konzerte: Amerikahaus 16.00 Uhr: Ballett- Musik(auf Schallplatten). Filme: Planken:„Wenn es Nacht wird in Paris“; Alster:„Die wunderbare Macht“; Capi- tol:„Tripolis“; Palast:„Mündungsfeuer“; 22.20 Uhr: Stählerne Schwingen“; Alhambra:„Der letzte Sommer“; Universum: Drei vom Varieté“; Kamera:„Nächte in Lissabon“; Kur- bel:„Wenn Frauen hassen“. Vorträge: Kunsthalle 20.00 Uhr:„Die biolo- gische und soziale Stellung der Frau“, Spr. Prof. Dr. K. Goerttler(„Akademischer Winter“); Farblichtbilder-Vortrag Inseln zu den Gestaden von Sizilien“, H. Mai(Abendakademie). „Von den Aeolischen Spr. Wie wird das Wetter? 5 Vorübergehend 5 ruhiger Vorhersage bis Dienstagabend: Am Montag wolkig mit Auf- heiterungen und trocken. Diens- tag wieder Bewölkungszunahme mit nachfolgenden Niederschlä- gen, teils Schnee, teils Regen. Kälter als bisher. Temperaturen einige Grade über Null. Nachts stellenweise leichter Frost. AB Winde um West. i Wetter warte Mannheim stattung mit Bäumen und Denkmälern, die vor dem letzten Krieg wieder beseitigt Wurde. Der Plan des Gartenbauamtes zeigt nun eine Neuanlage, die in ihrer Linien- führung auf die beherrschende Schloßmitte zu ganz dem Geist des Barock entspricht. Das große Rasengeviert wird tiefer gelegt. Ein mittlerer Weg führt die Achse der Breiten Straße weiter durch den Ehrenhof auf das zentrale Schloßportal zu. Die Blu- menbeete beiderseits des Wegs, die in ein- zelne Quadrate aufgeteilt sind mit Bux- bäumchen in den Ecken, unterstreichen in ihrer strengen Gliederung die Perspektive. Sie sind durch schmale Natursteinwege weiter von den seitlichen Rasenbeeten abgesetzt. Einjährige Sommerblumen werden in diesem Jahr noch auf den Beeten blühn; als Dauer- bepflanzung sind dann Polyantharosen vor- gesehen. Unter jeder zweiten Arkade wird eine Bank aufgestellt— willkommene Rast- stätten für miide Finanzamtsgänger. Die Grünanlage entlang der Wirtschafts- hochschule ist nun fast fertiggestellt. Parkplätze werden auf der Rückseite des Schlosses angelegt; in Front der Wirtschafts- hochschule und im Ehrenhof selbst, diesem weiten Raum einer gepflegten Stille, dürfen Fahrzeuge nur bei besonderen Anlässen ab- gestellt werden. Ak vier ver- dem Personen letzt wurden, ereignete sich am Samstag gegen 23.15 Uhr in der Schwetzinger Straße, als ein Ein Verkehrsunfall„ Pkw einer in Richtung Rheinau fahrenden Straßenbahn der Linie 16 in die Flanke raste und deen Motorwagen aus den Geleisen schob, so daß dieser in dus Schaufenster einer Möbel- firma gedrückt wurde(unser WS- Bild). Die Vier Plew- Insassen wurden leicht verletzt, der Straßenbahnfükhrer erlitt einige Prellungen. Sachschaden: 15 000 Mark. TV- Rentner Vergassen ihre Sorgen Der große Saal des Gewerkschaftshauses War viel zu klein, um alle von der Gewerk- schaft„OTV“ eingeladenen Rentner aufzu- nehmen, die gekommen waren, um ein bun- tes Programm zu genießen, das Anna Schlit- ter glücklich zusammengebaut hatte. Die „Drei Neckarauer Krakeeler“(K. Reinacher, W. Klemm und H. Jakob) produzierten da- bei allen möglichen Faschingwitz im Solo und Trio, Willi Licht(Bariton) sowie seine Quartettkameraden vom Eisenbahner Gx „Flügelrad“ ernteten für ihre abgerundeten Vorträge viel Beifall, und die kleine Rose marie Wälker gewann spitzentanzend, step- pend und in pfälzer Mundart die Herzen der Alten. K. Reinacher fungierte als Ansager und musikalisch gaben sich W. Gräger(Kla- vier) und H. Neu(Violine) viel dankbar an- erkannte Mühe.. Kr „Verschiedenes“ unter einem Hut Künstler des Nationaltheaters bei einer Veranstaltung der UTV Im Rahmen ihrer Fachtagung in der ver- gangenen Woche hatte die Gewerkschaft „GTV“ zu einer Abendveranstaltung im Musensaal eingeladen und dazu namhafte Kräfte des Nationaltheaters gewinnen kön- nen. Bei einer Tagung, zu der sich die ver- schiedenartigsten Temperamente einzufin- den pflegen, hat es einen gewissen symbo- lischen Reiz, Opernarien, Chansons und po- litische Satire,„große“ und„kleine“ Kunst unter einen Hut zu bringen. Theo Maret sprach die verbindenden Worte aus dem Stegreif. Sein überlegener Humor— oft mit aktueller Bezogenheit— schuf den notwendigen Kontakt zwischen den glänzenden solistischen Darbietungen und den auf unterschiedlichem Niveau ste- henden Programm-Teilen. Helene Schmuck gab mit kultivierter, Kraftvoller stimmlicher Schönheit und be- hutsamer Zurückhaltung grundmusikalische Interpretationen, von Wagner und Richard Strauß, und der Tenor Karl Bernhöft brachte die„Bildnis-Arie“ aus Mozarts„Zau- berflöte“ und die Arie des Max aus dem „Freischütz“ zu klanglich schöner Wirkung. Eine besondere Delikatesse waren die tänzerischen Leistungen der Primaballerina des Nationaltheaters, Lisa Kretschmar, und des Solotänzers Peter Ahrenkiel: Lisa Kretschmars„Radetzky-Marsch“, ein reiz- volles mixtum compositum aus Sachlichkeit, Charme und angedeuteter Koketterie, und „Die Scheinheilige“(eine exakte Studie prüder Aengstlichkeit und ekstatischer Lust) wurden zusammen mit einer Tanz- szene aus„Schwanensee“ zu stark gefeier- ten Höhepunkten. Gerda Liebold sprach mit herb verhan- gener Stimme das marschmäßig dumpfe allegorische und Chanson„Baut mehr Brücken“ und spielte ein„sachliches Mäd- chen“ am Rande der Resignation und den- noch„ins Leben verliebt“. Theo Maret rezitierte„Hugo, eine deut- sche Tragödie“(und ein beißendes Spottlied gegen Kriecherei und falschen Respekt), sang das Klagelied des„Niggers Jim“, zitierte Kurt Tucholsky und Heinrich Heine Und gab zeitgemäßen Humor zum Besten. Helene Schmuck und Karl Bernhöft sangen zum Schluß, voll beschwingten musikali- schen Temperaments, ein Duett aus„Tosca“. Kapellmeister Wolfgang Liebold am Flügel war während des ganzen Abends ein auf- merksamer, den gestellten künstlerischen Aufgaben immer gerecht werdender Be- gleiter. f Die Hörer zeigten sich beeindruckt und dankten den Künstlern mit starkem App- laus. 5 HE Kunst und Sonne Griechenlands Vortrag Dr. Kirsteins Er habe die klassischen Stätten Griechen- lands in ihren Naturbeziehungen zeigen Wollen, so führte Dr. Kirstein die Mitglieder des Deutschen Naturkundevereins in seinen Vortrag„Ewiges Griechenland“ ein. Seine eigenwilligen Farbaufnahmen spiegelten griechische Kunst und Sonne, die„rosen- kingrige Eos“ Homers ebenso wie die aus- dörrende Glut des Tages wieder. Knossos auf Kreta, die Akropolis, Eleusis, Delphi im Kalkgebirge des Parnag, Mykena, Korinth, Olympia: auch bei 60 Grad Hitze wurde Dr. Kirstein nicht müde, nach neuen Eindrücken und landschaftlichen Ausschnitten zu suchen. Vom Blickpunkt des Geographen aus wurde der ganzheitliche Geist der Antike lebendig. Ein Reisebericht, voll Humor und einfühlen- dem Verständnis, begleitete die Fülle der Bilder. Ak Ein närrisches Wochenende valistischer Mannheim: Stadt Direktor Böhm sprach über die Geschichte unserer Stadt Direktor Böhm von den städtischen Mu- seen sprach bei einem Vortragsabend der Abendakademie in der Hildaschule über die geschichtliche Entwicklung Mannheims„Vom Fischerdorf zur Großstadt“. An Hand seiner Lichtbilder führte er die zahlreichen Be- sucher zuerst in jenes Fischerdorf, in dem vor 5000 Jahren jemand einen tönernen Be- cher verlor, der jetzt einziger Zeuge der steinzeitlichen Siedlung am Zusammenfluß von Rhein und Neckar ist. Dieses Dorf wurde auch von den Römern erobert, wurde bei der Völkerwanderung immer wieder berührt und gehörte im Mittelalter zu dem Grundbesitz des Klosters Lorsch. Auch als die kleine Zoll- burg Eichelsheim errichtet worden war, blieb der dörfliche Charakter noch bis ins 17. Jahr- hundert erhalten. Friedrich von der Pfalz gründete dann die Stadt Mannheim, stattete diese Festung mit umfassenden Privilegien aus und gab da- mit den Anstoß zu einer schnellen Entwick- Kleine Chronik der großen Stadt Zur Förderung des Kulturfilmes In einer Mitgliederversammlung der „Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Kultur- und Dokumentarfilms“ in Mannheim wurde am Samstag bekanntgegeben, daß die Verhandlungen zwischen der Gesellschaft und dem Deutschen Städtetag erfolgreich abgeschlossen worden sind. Der Städtetag hat seinen Mitgliedern empfohlen, die Ge- sellschaft zu unterstützen, ihr als Mitglied beizutreten und sich ihrer Erfahrungen zu bedienen, um den Kultur- und Dokumentar- film in den Programmen der Lichtspielhäuser durchzusetzen. Die Gesellschaft hat in einem Memoran- dum als ihre Ziele die Kontaktaufnahme zu ähnlichen Organisationen des In- und Aus- landes, eine enge Verbindung zum Deutschen Städtetag, zu den Kultusministerien der Länder, zur Bundeszentrale für Heimat- dienst, zum Bundesinnenministerium, zum Institut für Filmkunde in Wiesbaden, zur Fachgruppe Kulturfilm im Verband deutscher Filmproduzenten, zu den Volkshochschulen, zum Bundesjugendring und zu den Indu- strie- und Handelskammern bezeichnet. Der Gesellschaft gehören 88 Städte, Firmen und Einzel persönlichkeiten an. Sie wurde im Jahre 1954 von Hamburg nach Mannheim verlegt. Ihr Vorsitzender ist der Präsident des Verbandes der deutschen Filmcelubs, Dr. Johannes Eckardt. Reise nach Spanien im Schönauer Kino Das Schönauer Kino war beim Kultur- abend der Abendakademie überfüllt, als Studienassessor Fritz Hoffmann(Schwetzin- gen) im Plauderton seine Zuhörer eine Reise nach Spanien nacherleben ließ, die ihn über Belfort, Besancon, Lyon und Avignon nach dem Dreitausendermassiv der Pyrenäen führte. Wenn der Franzose sagt:„Hinter den Pyrenäen beginnt Afrika“ und der Spanier sein Land als„eine Steppe und Halbwüste mit schönen Oasen“ bezeichnet, so haben beide Recht. Dafür lieferte bereits die Fahrt durch Katalonien mit dem altehrwürdigen Barcelona und Saragossa in Aragonien die ersten Beweise. Mitten in die Steppe hinein- gepflanzt: Das großzügig gebaute Madrid, weiter südlich Toledo, die Ruinen des Alka- zar, in Andalusien das schöne Sevilla mit der größten Kathedrale und der früheren mauri- schen Moschee, Granada mit der berühmten „Alhambra“ und schließlich Algeciras mit dem Blick auf die Festung Gibraltar. Ueber- all nicht nur landschaftliche Schönheiten, sondern auch die Zeugen maurischer Ver- gangenheit unter azurblauem Himmel in einem heute noch sehr sittenstrengen, viel- fach armen Land. Mit einer Spritztour nach dem afrikanischen Tanger endete die erleb- nisreiche Fahrt. Kr Erlebnisreiche Südlandreise in Farblichtbildern In der Aula der Wirtschaftshochschule ließ der Reisedienst Stürmer in einem Farb- lichtbildvortrag die Besucher an Ferienfahr- ten nach Tirol, Italien und Jugoslawien teil- nehmen. Er entführte sie zunächst in das immer wieder gern aufgesuchte Gebiet von Arlberg, St. Anton, St. Christoph. Nicht nur die„mondänen“ Verhältnisse, sondern vor Allem die vielen Naturschönheiten mit den verschiedenen Bergriesen sowie historische Bauten wurden auf die Platte gebannt. Auch wurde ein sommerlicher Urlaub im bereits mehrfach gewürdigten Thannheimer Tal mit all seinen Reizen und Annehmlichkeiten schmackhaft erläutert.— Bessere Verhält- mit einer Unmenge karne-] frühesten Morgenstunden„zurückgestellt“. Unsere Steiger-Bil- Veranstal- der— aufgenommen auf dem großen Ball der Mannheimer Wirt- tungen und Maskenbällen erlebte Mannheim am vergangenen schaftshochschule— vermitteln„lebendige Eindrücke von durst- Samstag. Veberall wurde geschwoft, getrunken urid geschäkert, und von Rheinau bis Sandhofen wurde löschenden, liebevollen und anderen Tätigkeiten, deren sich das der Schlaf bis in die! närrische Volk befleißigt hat. aus eigener Kraft lung. Trotz vier gewaltiger Zerstörungen, 0 Mannheim jedes Mal vom Erdboden fast ver schwinden liegen und seine Einwohner ver trieben,(1622 Zerstörung durch Tilly, 189800 Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1795 Zerstörung bis auf 14 Häuser und Sd kung der Befestigungsanlagen 1799 und schließlich die Zerstörung in den Flammen stürmen des zweiten Weltkrieges) habeg seine Bürger immer wieder aus eigener Kral N die Stadt zur Hochblüte gebracht. N Durch alle Zeiten der Stadt habe so dd Opfermut und der Geist des Bürgertum Mannheim zu einem Zentrum von Handd“ und Verkehr, aber auch zu einem Zentrum von Geist und Kunst gemacht. Mit dem sym- bolischen Bild eines Hafenkrans beschlo direktor Böhm seinen lebendigen, mit einen Minimum an Jahreszahlenballast durchge. führten Streifzug durch die Geschichte de jungen Stadt auf altem Siedlungsgelände. Batu nisse als früher findet man heute welg südlich in Jugoslawien, dessen Bevölker als sehr gastfreundlich bezeichnet wurde Die blaue Adria, goldener Sonnenschein, kilome terlanger Strand, großer Komfort im md. dernen Hafen Split-Dalmatien, romantisch Inseln mit versteckten Buchten(Bratsch llt Supetar), das gebirgsreiche Brela, Tuce beim altehrwürdigen Makarska sowie Ra. gusa, die Schwester von Venedig, bilden hie besondere Anziehungspunkte. Die von Stürmer meist selbst gemachten Aufnahmen öffneten der Sehnsucht nach den schönen Süden Tür, Tor und Angel.* Die kulturelle Aufgabe der Gärtner Im Rahmen der Generalversammlung dez Kreisgrtenbauverbandes überreichte Garten“ architekt F. Seidler 13 Junggärtnern iu? Gehilfenbriefe. Vorsitzender W. Kocher ehrte 13 Mitglieder mit der goldenen und Silber. nen Ehrennadel des Verbandes Badischer: Gartenbaubetriebe. Dann sprach der Refe. r. 30 rent, H. Schlöndorf vom Zentralverband in Bonn über zeitnahe Probleme des Zierpflan- zenbaus und beleuchtete die Stellung dieses Wirtschaftszweiges in der Gesamtwirtscha, „Der Blumengärtner von heute muß neben den kulturtechnischen Kenntnissen auch noch kaufmännische Kenntnisse besitzen, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu wer⸗ den.“ Dazu komme, daß die schlechte Ren- tabilität des Gärtnerberufes 50 Prozent der Gehilfen veranlasse, sich später einen ande. ren Beruf zu suchen. Gartenbaudirektor Buß jäger rief die Gärtner auf, sich fester in ihren berufs- ständischen Gemeinschaften zusammemu ,, schließen um so die großen Schwierigkeiten besser überwinden zu können. Immer wieder zigen seien, die dem Städter noch die Natuf betonte er, daß die Gärtner heute die ein- in die Stadt nachbringen könnten. 25 15 kulturelle Aufgabe müsse für alle verpflich- tend werden und ihnen den Mut geben, gegen alle wirtschaftliche Not ihrem Beru treu zu bleiben. Walter Kocher, der mit sei- nem geksamten Vorstand wiedergewählt wurde, konnte erst um 22 Uhr die gutbe- suchte Versammlung schließen. mat Hochwasserschäden an Gebäuden können durch die Eigentümer bei der Städtischen Versicherungsstelle/ Gebaude versicherung- in C7, 1 bis spätestens 20. Februar schrift. lich und unter Angabe der ungefähren“ Schadenshöhe gemeldet werden. N Das Geschäft„Wein- Endlich“ mit Stamm- haus in J 5, 8, hat dieser Tage in L. 4, 8 seine „Schloß- Weinstube“ eröffnet. Gleichzeitig mit dieser Neueröffnung begeht die Firma ihr 25. Geschäftsjubiläum. Der Stadtrat hat für die in der geplanten Aubuckel-Siedlung der GBG verlaufenden Straßen folgende Benennungen beschlossen N Die den Baublock zwischen den Straßen am Aubuckel, am Schelmenbuckel, Talstraße und Wingertsbuckel durchziehende Ringstraße erhält den Namen„Adolf-Damaschke-Ring, Die vom Adolf-Damaschke-Ring abzweigende Querstraße über die Talstraße hinaus heißt „Andlersenstraße“ und die Verlängerung des Schelmenbuckels soll„Hauffstraße“ genannt werden. Der Polizeibericht meldet: f Spieglein an der Decke N brachte es an den Tag Nächt das Spieglein an der Wand, sondern ein Deckenspiegel machte die Gäste einer Jungbuschwirtschaft auf einen Diebstahl aufmerksam, bei dem 45 Mark aus der Geld- schublade verschwanden. Die Bardame be- stritt zwar die Tat, an rem„Standplatz“ an der Theke wurden aber unter dem Latten- rost 30 DM gefunden, so daß ihr das Leugnen nicht viel nützen dürfte. g Verhinderte Pfalzfahrt Drei junge Ludwigshafener wurden von der Polizei ertappt, als sie ein in der Mittel- straße gestohlenes Motorrad in der Damm: straße abstellen wollten. Vorher hatten sie, um ihre beabsichtigte Pfalzfahrt unter- nehmen zu können, in der Lutherstraße ein zweites Kraftrad entwendet. „Gutsel- Hunger“ Kurz vor 19 Uhr holte sich ein 41 jähriger Arbeiter aus einem Verkaufskiosk in def 1 Ebert-Straße ein vier kg schweres Bonbon 5 glas und versuchte, damit zu verschwinden Der Kioskinhaber hatte aber den W beobachtet und konnte dem flüchtenden Dieb seine Beute wieder abjagen. Raubüberfall Gegen 20 Uhr wurde am Samstag auf det Herzogenriedstraße ein Taxifahrer von We mitfahrenden farbigen Soldaten überkallen. Eimer der Soldaten konnte in einer Gaststätte N 5 c im festgehalten und der Mp übergeben werden! sein Komplice konnte rechtzeitig entkommen. Der Taxifahrer wurde nur geringfügig verletzt.. Weitere Lokalnachrichten Seite 7 0 ö/ Nr. eee Februar 1955 MORGEN Seite eee 5— 85 2 t 0 leber vis MANTEI-WERBT-WOCHEN Mein geliebter, treuer Mann, mein lieber Vati, Bruder und Schwiegersohn, Herr 5. 5 5 3 8 3 7— 2 9 8 8 5 4 5* 2 5 Telefon 5 20 00 Jgdfr. ab 10 Jahre ingen, g Oskar Eduard Stöckert 1 A eee eee eee ee PNNKEN 13, 15.17, 19, 21 Unr ARA BAA 15,15, 17 19 u. 21 1 1 1 U N ö— 14 5.„Wenn es Nacht wird in Paris“ x H. Krüger, L. Pulver, M. Wieman 1 ast yen. 69e a Der Film, den man sehen muß! B. Horney.„Der letzte Sommer“ 1 7 2 2 1 55 1000 hat uns heute mittag, nach einem kurzen, schweren Herzanfall, im Alter von ALsrE 5 Tel. 4 46 47 Letzt. Tag UWE NSU Telefon 3 00 51 el 57 Jahren für immer allein gelassen. 13.45, 16.00, 18.18, 20.30 15.30, 16.00, 20.30 olgekrieg JANE WIA N in Artisten-Großtfilm a. Breitwand nd Schlel.„DIE wWwUNDERRBARE MAcHT-„DREI VvoM VARIE TFE.* 1799 Und 5 6 Mannheim, den 4. Februar 1955 8 3 Telefon 3 11 86 Telefon 4 03 96 Flammleg. Rhelnaustraßze 24 Im Namen aller Angehörigen: Cap0 14, 16.30, 19, 21 Uhr DiE KAMEN 14. 16, 18.15, 20.30 s) habe Gertrud Stöckert geb. Lemm Letzter Tag: Abenteurer-Farbf. e 1 5 N ö„TRIPOLIS“- Maureen O'Hara„Nächte in Lissabon X mer Kraft und Tochter Eva— ö 5 J 1. 6. Telefon 5 02 76 Telefon 5 18 95 be so dez. i pALAS T3580 11.50, 13.50, 16.00, DiE KUR BEL 12.30, 16.20, 18.45, 21 6: 1 1 1 1 1111 f 18.10, 20.20 Jugendl. zugelas Joan Crawford i irgertum Einäscherung: Dienstag. 8. Februar, um 13.30 Uhr im Hauptfriedhof Mannheim. Verhilligten Sonderpreis von be N 555„Wenn Fanen u 4 2 Hande Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. pelz- pelzgefönerte, ledet. und Plöschmöntel ousgenommen.„Mündungsfeuer“ Zentem ure ber Heute letzter Tag: 22.20 Uhr 5 1 11 9 Sbätvorst. JoHN WðãarNE in ment züsenckrel 0 eee aer, 1—* E 1 1 2 1 40 7 2— 2 Ne——— eschlo TTC. 8 8„Stählerne Schwingen nit einen 7 d y ͤ durchge. ichte des UNS EA KINO 8 Letzter Tag: Lände, 5 in der Schönau 13.158, 20.30 DIE HũEX E . 5 Betrieb und Laden: Kettengasse 17/19— Telefon 3940 a n 5 etre 85 g OIYN Heute 18.45 Ab morgen: 1 f Filialen: Plöck 93— Brückenstraße 12- Handschuhsheimer Land- u. 21.00 Uhr Sauerbruch jefer T eb ir d tete Ableb 1. straße 39— Dossenheimer Landstraße 49— Eppelheimer Straße 23 5 KAT ERTAIT letztmals Rosen-Resli 5 I NCC 8385 15 5 28 eben des Leiters unserer 5 Franz-Rnauff-Sstraße 16- ROhTr bach, Heidelberger Straße 18. 1 Niederlassungen Mannheim und Ludwigshafen a. Rh., Herrn. Weitere Annahmestellen in allen Stadtteilen. Weit ö 8 2—— telldienst 7 völkerue! Abhol- und Zus b 15 de 5 Direktor 1 7. Februar 1955-= zwei Jahre , Kilome. 80. 1 15 be Oskar Stöckert Ir Aten Puch mantische 99 atsch mg bekannt. bei Fred M.-Warden „ Tucen Tel. 2201 HE DELBERG Tel. 22 01 Wie fat Der Verstorbene stand seit mehr als zwanzig Jahren in den Diensten ildden hie unserer Organisation, der er seine unermüdliche Arbeitskraft und seine Ein außergewehnuicher Erfelg! mach reiche Erfahrung bis zum letzten Tage zur Verfügung gestellt hat.. F7C7VCFCCCTTTTTT nach den Wir schulden dem allzu früh Verschiedenen über das Grab hinaus Dank 15 5 5 0 vetsteigetungen ö TONI IECI FA am Fine 5 1 und Treue. Sein Name bleibt uns unvergessen. 5 5 aal. der„Wenner“, musiziert am Flügel, bringt Zeitgeschehen 0 8 auf der Multimonica und singt dazu— satirisch gesehen ö 0 Düsseldorf, Mannheim, Ludwigshafen, den 4. Februar 1955 5 ö ö Akon ROG= 5 f und andere g 5 Erstkl. Küche. Gepflegte Getränlte Heiterkeiten 1 2 5 Teppiche, Bilder, Bücher- dune an Werten ,,, ELZER ene eee ö „Garti Gesellschaft für Getreidehandel f 5 Felstermörel., denateimmen 1 55 0. 90 f ern ihre 5 Aktiengesellschalt STAATL. GEPR. O PTEKER Klavier, Porzellan u. and. Gaststätte. NM 1 N( H N EE K 1 N D 1 4 6 aim Wasserturm Mannheim, 0 4, J. Tel. 4 34 40 Mannheim, P 7, 19, an den Planken P 7 Planken 757 nnerstag, 10. 2. 58 1 GROSSEH AUSWAEL 3 SRossER KAPPEN ABEND 1b HH 5 rischbestellungen erbeten. Telefon 5 27 T7 55 in Lieferant aller Kassen Vertschie denes nerpflan. 8 1. N 1 ng dieses 5 Sägespäne wagenweise sof. kosten- Firtschaft, N N los abzugeben. Fa. Armbruster, 16 neben 3 Mannheim, Hemshofstr. 9—11. nuch noch Statt Karten Wenn vater waschen müßte, kauft „ um den Mitten aus einem arbeitsreichen Leben wurde meine Am 3. Februar 1955 haben wir meine liebe Tochter e 1125 3 N NA 3 1 N 2 8 T ö Zu Wer⸗ 7 Lebensgefährtin, unsere liebe Mutter und Oma, 5 2 Anzahlung, neue nach Vereinbarg. ee Erika Kohl 5 en a Elisabeth Krumbiegel een„ 1 ö All denen, die ihr durch Kranz- und Blumenspenden gedachten 2 5 5 geb. Hiller und welche sie auf ihrem letzten Gang begleiteten, sel auf die- weinßtol uu rief. 1 sem Wege aufrichtig gedankt. Besonderen Dank Herrn Pfarrer berufs- 4 5 25 5 20 3 1 Pechel für seine tröstenden Worte, auch allen, welche ihr auf ine am 4. Februar 1955 im 65. Lebensjahr in die Ewigkeit mrem schweren Krankenlager so viel Gutes getan haben. Nicht 8 lu morgel aden rigkeiten abberufen.. zuletzt der Firma Röchling, Mannheim und ihren Betriebs- Friedrichs 1 f f angehörigen innigen Dank. Chr. LEISER platz 15/7 zum Karneval an der Weinstraße am 12. Februar 1955. 5 15%% ͤv—ʒ—x W Heidelberg, den 5. Februar 1935 lie N05 0 5 In tiefer Trauer: Bergheimer Straze 31 5 ee 4 N 115 5 Im Saalbau Neustadt Mul 1 1 Die t. ter: A Wer nimmt zwei zahme Hühner in n. Diess Willy Krumbiegel 5!!. ß 5 erpflic Karl Wilhelm Krumbiegel Zu ostern die Herde von Roth- 5 t geben, und Frau Erika geb. Baumann ermel. Alte Kunden ohne Anzah- m Beruf 8 Otto Johannsen und Frau. 8 8 lung, neue nach Vereinbarung. mit sei. Elisabeth geb Krumbiegel statt karten 5 2 fahrbare leitern 1. mit dem Karnevalsverein„Fröhlich Pfalz“, Mannheim, rgewänt mit Kindern Kay, Silke u. Dirk Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie die Kranz- verleihen der Karnevalsgesellschaft„Rätsch“, Saarbrücken und e gutbe⸗ und alle Anverwandten. und Blumenspenden beim Heimgang unserer lieben Glas- u. Gebäudereinigungsinstitut natu. ROBERT MOSER dem Karnevalsverein Neustadt. ö Beerdigung: Dienstag, 8. Febr., 13.00 Uhr Hauptfriedhof Mhm. 5 3 Hichendorffstrage 46, Telefon 58 14 33 8 5 5 ö Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 5 Ingr id Boll Elferräte, Prinzen und Prinzengarden sowie bekannte Können 5 sagen wir auf diesem Wege allen innigsten Dank. Karnevalskanonen geben sich ein Stelldichein zum actischen 5 Besonders danken wir Herrn Pfarrer Burckard, ferner den Humor aus drei Landschaften rung— Schwestern und ganz besonders Frl. Dr. Völker von der Med. 6 schrift- Klinik Heidelberg für die liebevolle Pflege. Außerdem danken BADEN— PFALZ— SAAR gefähren Wir Herrn Kammermusiker Brückner für sein ergreifendes Cello- N Heute entschlief unser lieber, guter Vater, Opa und Bruder, Herr Solo und all denen, die unserer lieben Verstorbenen das letzte Abfahrt ab Mannheim 20.09 Uhr Rückkehr: 4.43 Uhr Geleit gaben. Preis: 3,50 DRI Stamm- 25 3 „ 8 Seine Fried rieh Mayer JIvesheim, den 5. Februar 19335 3 ichzeitig oberwagenführer i. R. amilien Boll-Kilthau Fahrkarten und Tischkarten: 5 e Firma im Alter von nahezu 78 Jahren.„MM“- Reisedienst, Mannheim(Am Marktplatz), Schalterhalle eplanten Mn m. ⸗Feudenheim, den 3. Februar 1955 und Hapag-Lloyd-Reisebüro, B 4, 2 und N I, 1 HA DEF. 1 Kastanienstraße 3 chlossen In tlefer Trauer: 6 411 8 Familie Wilhelm Mayer für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie die schönen agen. 0 5 Frau Gretel Fütterer geb. Mayer. EKranz- und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Ent-— Ahe. nebst Enkelkindern schlafenen, Herrn ngstra 8 5 Beerdigung: Dienstag, 9. Februar, 14.00 Uhr Friedhof Feudenheim 0 3 n e o v 1 f alentin Vierheller us heißt dagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. helfen Sparen rung des Insbesondere gilt unser Dank den Hausbewohnern, der Firma genannt Daimler-Benz, Herrn Dr. Ruof und Herrn Pfarrer Heinzelmann ö Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie für die»‚‚.. 2 2 ö schönen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer Mannheim, den 7. Februar 19535 1 GrieB-Mokkaroni ö lieben M. 1 utter und Oma, Frau 5 Langstraße 89 k chnitt. N 0 Die trauernden Hinterbliebenen 550 8„ gel a 0 3 0„„„ eka nntmacho agen ce Maria Friedrich Wwe. g geb. Burckhardt N Oldenbg. Gulasch Arpeltswergzpe, Pan Klinigbaupure Reldelpensgleffint fange der Oben. 5 f 5 3 5 finanzdirektion, Landesvermögens- und Bauabteilung, Karlsruhe, nach- sondern 0 e Für die überaus reichlich und herzlich erwiesene Anteilnahme an i N 12 stehend aufgeführte Arpeiten für das Kuchen- und Personalgebdude 2 einer Insbesondere danken wir Herrn Prediger Wolter und dem dem Heimgang unserer lieben Tochter, Schwester, Schwägerin 5 der Universitätskinderklinik„ auf dem neuen Universitäts- zebstahl gemischten Chor der Ev. Gemeinschaft söwie Herrn Dr. Perle- und Tante, Fräulein N gelände in e r Geld- berg für die ärztliche Betreuung. 5 Iten. Zimmererarbeite 93 Joh anna E 2. Dachdeckerarbeiten me be. Lief S der Türzargen E Mhm. Gartenstadt, den 7. Februar 1535 PP Tomatenmurk 9„ 3 tten⸗ Levkojenweg 30 Hauptlehrerin an der Seckenheimschule 100-g- Dose. DI i 5. Spenglerarbeiten 0 10 125 5 tiettrauernden danken Wir allen. Wir danken Herrn Pfarrer John für den Trost a 6. Blitzschutzanlage. eugne ÿ˙L und die Stärkung im christlichen Glauben. Dank sei der heran- 5 Angebote können, solange der Vorrat reicht, ab 8. Februar 1955 beim Familie Boebel wachsenden Jugend, die auch in der heutigen zerrissenen Zeit der Feines Jafel-Ul 8 Klinikbaubüro Heidelberg, verlängerte Jahnstraße(bei der Chirurg. 1 einstigen Lehrerin in Dankbarkeit und Verehrung gedachten. Klinik) abgeholt werden, wo auch in die Pläne Einsicht genommen ö 3 Ganz besonders danken wir der Schulleitung für die Anerken- V A Submission ist daselpst am 19. Februar 1986, vorm. Von nung und Wertschätzung, die sie unserer lieben Entschlafenen 90,390-Ltr.— 2 9 5 ee a zuteil werden ließ. Den Kindern, die mit einem erhebenden. Heidelberg, den 5. Februar 1955. Flu ngen meien P:!!! d Gesang Abschied von der Lehrerin nahmen, sei unser Dank. 85 Damm a Wir danken den Herren Aerzten der St.-Hedwig-Klinik für den Apfel- ten sie, 5 5 5 Beistand und Insonderheit den Schwestern für die getreue Pflege. 5 unter- Bestattungen in Mannheim In stiller Trauer: Die Eltern und Geschwister Nachpreßj-Gelee 5 aße ein 0 5 5 4 4 Montag, 7. Februar 1955 5.. 5 4 mit Glas 2 I nauptfriedhof zeit schnell gebräunt! 5 Köstner, Elise, Rathenaustrage7. 1390.30 2 Da es in Deutschland durchschnittlich ähriger 5 B ü%% ͤ f 1 m. ieee adpic ab, d 5 1 Dragee. Ostereier dus ge e in 1 5 VV a 1 12 1 re · 10 8 Damen und Herren jedoch den Wunsch zonbon-⸗ Friedhof Käfertal 17 8 in Cellophan-Beutel ö 8 0¹ 0 o Käterta 1 C1 haben, im Berufsleben stets frisch und winden, Nusselt, Kurt, Braustra en 135300 die„extragroße Packung KLOSTERFRAU 8 gesund auszusehen, wird die Weiße bn Friedhof Neckarau MELISSEN GEIST wurde in letzter Zeit mehrt Bitalis- Creme täglich von Tausenden en Die Seheerle, Katharina, Katharinenstraße 777 11.90 denn je gekauftl Ist das nicht ein schöner zur größten Zufriedenheit benutzt. Klaiber, Luise, Weinbietstraße 09 11.30 Beweis für das ständig steigende Vertrauen Die puderfreie und unschädliche weiße Bitalis-Creme hilft Ihnen, innerhalb von 20 Minvten ohne Sonne ein ge- zu diesem seit Generationen in seiner viel- seitigen Wirksamkeit bewährten Hausmit- Friedhof Sandhofen Fahlbusch, Ellen, Mönchstraße 1b 114.30 ber 1 ö 8 5 Friedhof Friedrichsfeld tel? Erprobt, gelobt, verlangt: Der echte biüvntes Aussehen xu erzielen. ö rfallen. 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Er ist aus dieser Gegend und wenn er vor den Häusern mit seiner Fahrradglocke klingelt, Suchen die Bauern schon das Geld hervor. 8 Die beiden Carabinieri hielten ihn unten in Sant Ambrogio bei den letzten Häusern auk. Ihre Motorräder blitzten in der Sonne und ihnen war gar nicht warm, während Antonio vom radeln der Schweiß in den Nacken rann.„Hast du viel Geld bei dir, Antonio?“ fragten sie ihn.„Sieh dich vor. Oben bei den einsamen Häusern ist der rote Ricco gesehen worden. Er hat vor einigen Tagen dem Viehhändler Bellini, der in Sant Arubrogio ein Kalb verkauft hatte, das ganze Geld abgenommen. Er ist bewaffnet.“ „Warum kangt ihr ihn nicht?“ fragte Antonio spöttisch.„Ich muß meinen Weg machen. Mir wird der rote Ricco übrigens nichts tun. Ich bin mit ihm zur Schule ge- Sangen. Einmal hat ihn der Lehrer, verprü- Selt, Weil er meinte, der rothaarige Riceo habe die Papierkugel geworfen, die das Tin- tenfaß auf dem 8 umstieg. Aber ich War es gewesen.“ Er lachte.„Wenn ihr es schießen hört, 3 nur recht rasch; dann hat er mich umgebracht.“ Er winkte und kuhr den Hügel hinan. Der rote Ricco rief ihn genau auf der Höhe an. Er stand urplötzlich an der Chaus- see und drohte mit der Pistole in der er- hobenen Hand.„Steige ab, Antonio. Gib das Geld her. Dann passiert dir nichts.“ „Du bist dicker geworden“, sagte Antonio und stieg ab.„Steck den Revolver ein.“ WWNein“, sagte der Brigant.„Gib die Tasche her!“ Antonio schüttelte den Kopf.„Dann Falle ich dich über den Haufen. Tut mir leid. Ich muß leben.“ „Wenn ich dir die Tasche gebe, werden sie mir unten nicht glauben, daß du sie mir n abgenommen hast. Sie werden sagen, ich habe das Geld versteckt und sie werden mich einsperren. Ich will dir das Geld geben, aber du mußt mir einen Beweis liefern, daß du ES geraubt hast.“ Er nahm seine Mütze vom Kopf, eine durchgeschwitzte Schirmmütze, aber mit einer Goldborte verziert. Er warf sie auf die Straße.„Schieß ein Loch durch die Mütze.“ a Ricco lachte mit offenem Mund. Zwei Sogar!“, rief er und zählte schlecht und knallte dreimal lustig. Antonio nahm seine Mütze wieder auf und betrachtete sie mißg- mutig.„Zwei Schüsse waren überflüssig“, Knurrte er. e „Gib nun das Geld her!“ Aber da machte Antonio neue Schwierig- keiten.„Sie werden auf dem Büro sagen: Kultur-Chronik Robert Hohlbaum, der sudetendeutsche Schriftsteller und Lyriker, ist am Freitag in Graz. wo er seit mehreren Jahren ansässig War, im 69. Lebensjahr gestorben. Hohlbaum ist mit einer großen Zahl von Romanen, Er- zählungen, Dramen und Gedichtbänden her- Vorgetreten. Zu seinen bekanntesten Werken gehören ein Roman über den Freiherrn vom die Roman-Trilogie„Frühlingssturm“, jährigen Krieg bis zum 19. Jahrhundert behan- delt, der Anton-Bruckner- Roman„Tedeum“ mit dem österreichischen Adalbert-Stifter- Preis ausgezeichnet) und der Roman„Weg nach Emmaus“, für den er 1924 den großen Roman- preis der„Kölnischen Zeitung“ erhielt. Erwin Piscator inszeniert Arthur Millers „Hexenjagd“ jetzt auch in Göteborg, Schweden, nachdem er dieses Schauspiel in Mannheim und dann in Tübingen auf die Bühne brachte. Die Sammlung Domnick, eine in Deutsch- in ihrer Geschlossenheit und Attraktivi- at e malige Schau gegenstandsloser Malerei, ist in einem renovierten Saal der Stuttgarter Staatsgalerie für die Oeffentlichkeit wieder zu- gänglich. Sie hat durch Bilder von Theodor Werner, Picasso, Schlemmer, Gerard Schneider (Paris), Anton Rosskens(Amsterdam) sowie durch mehrere Werke von Fritz Winter, Willi Baumeister und Max Ackermann eine Berei- cherung erfahren. Der Stuttgarter Kunstmäzen und Nervenarzt Dr. Ottomar Domnick hatte e Sammlung vor eineinhalb Jahren dem Ste at testamentarisch vermacht. Sie ist seither in der Obhut der Staatsgalerie und wird dort von ihrem verdienstvollen Stifter laufend er- .. Gefährliches Wiedersehen/ Ven Menbèle Mao wenn deine Mütze drei solche Löcher auf- Weist, müßtest du tot sein, Antonio! Deine Knallerei hat alles verdorben. Ich kann die Mütze so nicht vorzeigen, Du mußt mir eine Quittung geben.“ „Schreib auf, was du willst, Antonio, aber mach rasch, bevor jemand kommt.“ Antonio trat in den Schatten an einen der dicken Olivenbäume, lehnte sein Kontobuch mit dem harten Einband gegen den Stamm, nahm ein Blatt Papier und begann zu schrei- ben. Da erklang in der Ferne das Geräusch von Motoren. Es näherte sich rasch. Schon tauchten die Silhouetten der beiden Cara- binieri auf ihren Rädern in der Ferne auf. Antonio bestieg sein Rad.„Die Carabinieri“, Sagte er.„Lege dich in den Graben. Rühre dich nicht.“ Er fuhr davon. Ricco warf sich in den Chausseegraben, man sah ihn nicht. Die Carabinieri brausten vorbei. Sie holten Antonio ein, als er talabwärts rollte.„Er hat auf mich geschossen“, sagte er,„aber ich bin weitergefahren. Mir ist nichts geschehen.“ Wo das passiert sei, wollten die Polizisten Wissen. Er sagte es ihnen ganz genau. Auf der Höhe, bei den Olivenbäumen. Da dreh- ten sie um und fuhren wieder hinauf. Aber Antonio war ganz sicher, jetzt würde Ricco längst nicht mehr im Graben liegen. Er rollte im Freilauf talabwärts mit dem Gefühl einer gewissen Genugtuung. Er hatte sein Wort gehalten, die Carabinieri alar- miert und den dummen Ricco doch nicht verraten. Er hatte seiner Gesellschaft das Geld gerettet. Vielleicht würden sie ihm zur Belohnung eine neue Mütze kaufen. Mit zwei Goldborten. Sinclair Lewis Der 1951 verstorbene ame- rikanische Schriftsteller und Literatur-Nobel-Preis- träger wäre heute 70 ͤ Jahre alt geworden.(Siehe auch den untenstehenden Auf- satz.) Archiv-Bild Amerika war ihm zu eng, die Welt zu Weit Heute wäre Sinclair Lewis siebzig Jahre alt geworden Roosevelt selbst hatte 1935 auf einem Bankett für amerikanische Schriftsteller ein- mal über die Möglichkeiten eines amerika- nischen Faschismus gesprochen und dabei das Wort geprägt:„It can't happen here Das ist bei uns nicht möglich). Ein paar Autoren wetteten darauf um einen Kasten Champag- ner, ob es einem von ihnen möglich wäre, diese Roosevelt'sche These in einem Roman zu bekräftigen. Wer die Wette gewann, war Sinclair Lewis, und sein damals geschriebe- nes Buch„It can't happen here“ bewirkte daraufhin, daß das damalige NS- Deutschland alle Romane von Lewis auf die Liste des„un- erwünschten Schrifttums“ setzte. Zuvor frei- lich hatte er einen gar nicht so unerwünsch- ten, sondern in mancher Beziehung propagan- distisch höchst erwünschten Eindruck ge- macht. Lewis hatte sich nicht nur früher in die von dem Ozeanflieger Lindbergh be- gründete faschistische„America First“ Bewegung eingereiht, sondern in seinen Bü- chern hatte er auch den Durchschnitts- Amerikaner so bissig, so höhnisch karikiert wie kein anderer mehr. In einer großen sarkastisch- realistischen Utopie ließ Lewis in jenem erstgenannten Buch bei den Präsidentenwahlen von 1936 einen faschistischen Kandidaten aus dem Mittelwesten siegen, ließ einen Zwangsstaat nach anderswo bewährten Mustern mit Ortsgruppenleitern und Konzentrations- lagern errichten, ließ den Diktator Wendrik einen Krieg entfesseln und schließlich doch durch die Revolution der demokratischen Kräfte Amerikas bhinweggefegt werden. Lewis, der in den dreißiger Jahren geradezu als der literarische Exponent der Roosevelt- Demokratie galt, hatte damit seinen eindeu- tigsten Thesenroman geschrieben, der das Recht der freien Persönlichkeit, durchaus auf den Gedankengängen der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der Großen Französischen Revolution erwachsen, als die Grundlage des guten und dauerhaften Staats- lebens zu predigen versuchte. Und es mag vielleicht bezeichnend sein, daß ein Jahr- zehnt später, als MeCarthy immer mehr an Einfluß gewann, der amerikanische Verleger das Buch nicht mehr neu auflegte und daß Lewis selbst sich von„It can't happen here“ und der darin geäußerten Auffassung distan- zierte. Aber kann man Lewis wirklich als einen politischen Schriftsteller ansehen? Als er seiner Stellungnahme für Lindberghs „America First“ wegen in der Presse attak- kiert worden war, äußerte er nur seine Ver- wunderung darüber, daß man einen Satiriker wie ihn denn überhaupt ernst nehmen würde. Und als er im Jahre 1942, auf dem Höhe- punkt der ungetrübten Waffenbrüderschaft zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, nach Moskau reiste, gab er Wohl das gültigste Zeugnis seines politi- schen Desinteressements ab. Man hatte in Moskau einen großen Empfang für den be- rühmten sozialkritischen Schriftsteller vor- bereitet, dessen literarische Angriffe gegen den Kapitalismus von den sowjetischen Staatsverlagen in hoher Auflage verbreitet Waren; Politiker, Militärs und Journalisten erwarteten ihn am Bahnhof, und als der Zug in die Halle rollte, steckte Sinclair Lewis seinen rothaarigen Schopf aus dem Abteil- fenster und rief als erstes den Wartenden die Frage entgegen:„Where is Dorothy?“ (Wo ist Dorothy?). Als er erfuhr, daß seine Frau Dorothy Thompson sich nicht in Moskau aufhielt, benutzte er die nächstmögliche Ge- legenheit zur Heimfahrt. Penn nur sie, die mn verlassen hatte, die Suche nach seiner Frau also, hatte ihn dorthin gelockt. An einem langen und quälenden Herz- leiden ist Sinclair Lewis am 10. Januar 1951 in Rom verstorben. Aus seinem Nachlaß er- schien noch ein letzter, sein zweiundzwanzig- ster Roman„Wie ist die Welt so weit“, der vielleicht den Schlüssel zu seiner Persön- lichkeit und seinem Werk abgibt und der in gewissem Sinne alles aufhebt, was er zuvor jemals schrieb. Das Buch berichtet über ein Jahr im Leben Hayden Charts, eines jungen und erfolgreichen Architekten aus Newlife, der auf Wanderung durch die weite Welt geht und in Italien seßghaft zu werden be- Sinnt. Aber wo er auch hinkommt, wen er trifft, wem er sich anschließt, ist Amerika ner. Das ganze alte Europa scheint nur noch aus lauter Amerikanern zu bestehen! Und Hayden Charts, der alle möglichen kompli- zierten Liebesbeziehungen durchläuft, kehrt am Ende mit einem hausbackenen Frauchen in die Heimat zurück. Denn nirgends ist es, so meint Sinclair Lewis hier am Ende seines Lebens nun einmal ohne alle Ironie, so schön Wie im Mittelwesten in der Main Street. Mit„Main Street“ hatte Sinclair Lewis im Jahre 1920 seinen ersten großen literari- schen Erfolg. An der Main Street von Sauk Center in Minnesota war Sinclair Lewis am 7. Februar 1885 als Sohn eines Arztes ge- boren. Er studierte in Vale, promovierte, führte jahrelang ein Wanderleben als Jour- nalist im Mittelwesten, bis ihm schließlich der Sprung nach New Vork gelang. Zuvor abr War er einmal auf längere Zeit in Upton Sinclairs kommunistische Idealsiedlung He- likon Hall gegangen und hatte dort als Heizer gearbeitet; da die anderen vom Hei- zen genau so wenig verstanden wie er, über- ließ man ihm gern das mühselige und un- saubere Amt. An den Abenden aber saß er dann mit den anderen Schriftstellern, die sich in Helikon Hall zusammengefunden hatten, rund um den offenen Kamin und hörte aufmerksam ihren Diskussionen über den Sozialismus und die radikale Bewegung zu. Es dauerte einige Zeit, bis er davon genug hatte, und nun selbst Bücher zu schreiben begann. Als erster Amerikaner hatte Lewis im Jahre 1930 den Nobelpreis für Literatur er- halten. Da er dem experimentierenden Ro- man in der Art eines Marcel Proust oder James Joyce abhold war, da er nicht ins Ir- rationale hinüberspielte wie D. H. Lawrence oder einen neuen, angeblich„zeitgemäßen“ Stil schuf wie Hemingway, hatte das damals (und auch noch späterhin) etlichen Wider- spruch hervorgerufen. Lewis hat kein stili- stisches Neuland beackert, sondern seine Ahnen sind Swift und Dickens, die auch Zeit seines Lebens seine Lieblingsautoren blieben. Was er schrieb, sind soziale Sittenromane, mit denen er die Schwächen des Amerikaners und die Enge seines geistigen Weltbildes ironisierte. In„Main Street“ und„Babbitt“ ging es gegen den bornierten Spießer aus dem amerikanischen Mittelklassen-Kapitalis- mus, in„Dr. med. Arrowsmith“ gegen den riesenhaften Schwindel einer gewissen ver- antwortungslosen Kerzteschicht, in„Elmer Gantry“ gegen die Geschäftemacherei schein- heiliger Sektenprediger, in„Dodsworth“ ge- gen die reichen und versnobten Europa- Reisenden, in„Ann Vickers“ gegen die skan- dalösen Zustände in Frauengefängnissen, in „Gideon Planish“ gegen die zur Industrie ge- wordene organisierte Wohltätigkeit, und in „Kingsblood Royal“ gegen die rassische Dis- kriminierung. Er hat wohl so ziemlich alle Schichten Amerikas irgendwann einmal durch seine sarkastischen Attacken vor den Kopf gestoßen. Und nach dem zweiten Welt- krieg zog Lewis es vor, ins selbstgewählte Exil nach Italien zu gehen. Doch nun ereignete sich das Merkwür- digste und auf den ersten Blick hin Ueber- raschendste in seinem Leben: nachdem ihm die spiegbürgerliche Enge von Middle- West eben allzu eng geworden war, wurde ihm die Weite der Welt allzu weit— und er sehnte sich wieder nach der Heimat zurück. Schon in seinem so stillen Eheroman„Cass Timberlane“ von 1943 war das Sentiment weit stärker als die Satire, und mit den um Verzeihung werbenden Worten„Darf ich zu Dir kommen, Cass, vielleicht kannst Du mich wärmen“ kehrte darin die todkranke Ehe- brecherin wieder nach Hause zurück. Ulrich-Seelmann-Eggebert Herr Schmidt geht nach Bor premiere der Münchener„Kleinen Fteſbeh] Nach über zweihundert Aufführungen vc „Bier unter Palmen“, dem wohl Stärksten Erfolg, den ein Kabarett- Programm in den letzten Jahren erreichte, hatte die Münch. ner„Kleine Freiheit“ jetzt Wieder Premiere Es war vorauszusehen, daß diese Aufführ es schwer haben würde— Erfolg verpflich tet und schraubt die Ansprüche beim Pub. likum wie bei den Verantwortlichen hoch. Zum zweiten Male versuchten die beiden Textautoren Martin Morlock und Werner Wollenberger das von ihnen gefundene Re. zept der„Handlung mit dem roten Faden für ein Programm anzuwenden. Und e; zeigte sich, daß dies Rezept nicht unbeding ein Rezept ist, sondern vielleicht sogar eite Sackgasse.„Herr Schmidt geht nach Bonn; das neue Programm, zeigt, dag Morlocks und Wollenbergers roter Faden Schlaufen und Knoten aufweist und an entscheidenden Stellen zu dünn ist. Die Handlung: Herm Schmidt, einem bayerisch kabarettistisches Parsival, kommen gewisse Zweifel. An Ver. schiedenem und vor allem an gewissen poll. tischen Dingen. Er fährt nach Bonn, um di Zweifel zu zerstreuen, sieht dort mehr, ab, er an sich sehen wollte, beschließt energisch etwas dagegen zu tun, richtet nichts aus fährt wieder nach Hause und erfährt von seiner Familie, die vor seiner Abreise d- gegen“ war, daß eigentlich alles gar nicht 8 schlimm ist, wie einem werden kann, wem man bedenkt, Was hätte passieren können. Nun, dagegen ist an sich nichts einzu. wenden, So StWas kommt vor. Aber um wiede: auf die dünnen Stellen des roten Fadens 2 kommen, wie es gemacht ist, so geht es, zu- mindest teilweise, nicht. Was nützt es, wem bei dem von Helen Vita ausgezeichnet Ser- vierten Barchanson das Politische ganz obenauf liegt, so daß man es abnehmen kann, ohne daß der Verlust auffällt,. Wie schade ist es, wenn in der wirklich guten Spiegelszene(Ursula Herking und Helen Vita)— zwei Frauen, die sich im Spiegel sehen, wobei jede glaubt, die andere sei das eigene Spiegelbild Unbedingt noch eine Ost- West- Parabel aufgepfropft werden mußte. a Wo bleibt das Positive, Herr Kästner! nun, es ist auch da. Erschütternd genau im Ziel: der Song des kleinen geschlagenen Ab- geordneten. Der Kanzler, ebenso eisern, wie der Vorhang, sieht ihn nicht mehr an. Ein falscher Zwischenruf zerstörte seine Kar- riere. 1 Volksschauspieler Beppo Brem dargestellt ein Experiment, das Spaß macht. Brem ist kein intellektueller Kabarettist und es ist sicher auch nicht sein Ehrgeiz einer zu wer- den. Hier ist er wunderbar placiert, als quasi einzig fühlende Brust unter Larven, und wenn man überhaupt den Handlungsfaden noch verfolgen konnte, so war 2 1 sächlich sein Verdienst. Die Regie(Trude Kolman) aber ist bill lant, einfallsreich und allgegenwärtig- mitunter zu brillant, zu allgegenwärtig. Zu- mindest scheint hier ein Minimum mehr ge. tan worden zu sein, als der Regie(auch der besten) im Kabarett zukommt, wenn man nicht das Fluidum, die persönliche Ausstrah- lung des Interpreten gefährden will. Die Aber ist es, die das Kabarett ausmacht. Thomas Gnielka Martin Rosenstiel Ein-Mann-Kabarett in Heidelberg Daß auch ein Mann allein ein anderthalb- stündiges Kabarett- Programm tragen kann, exerzierte Martin Rosenstiel im Heidelber- ger Zimmertheater vor. Unter dem Titel „Humor ist, wenn man Menschen sieht“ hat er Texte nach Erich Kästner, Peter Bamm, Kurt Tucholsky, Victor Auburtin und ande. ren weisen Literaten zusammengestellt und trägt sie als gewiegter Conferencier vor. Da geht es mit flotten Klingen gegen die klei- nen menschlichen Schwächen und Dumm: heiten, und zwischendurch setzt sich Rosen- stiel ans Klavier und fabuliert zarte fran- zösische Chansons. Das für einen Kabarett; tisten so dankbare Gebiet des Politischen bleibt unbeachtet. Rosenstiel nimmt sich harmloserer, aber nicht weniger interessen: ter Gebiete an: der Mode des Testens, der Sucht nach Rekorden, des Talentes litera- rischer Zeitgenossen, sich geschraubt Un unverständlich auszudrücken. Ein wenig be- grenzt in seinen Möglichkeiten ist dieses Ein-Mann-Kabarett, ein wenig ärmlich aus: kleene aber immerhin amüsant.. — . nod Kamal: 1 Deutsche„„ von 5 8 5 Reiclemeicher Drei Jungs— ein Hundeherz uncl eine Seele Copyright by lother Blanvalet in Berlin-Wannsee f 16. Fortsetzung „Aber Kind“, sagte Mrs. Coffee,„wenn ihr Kklich Bestellungen kriegt, und wenn ihr ie Schildkröten fangt, wie wollt ihr sie denn herbringen?“ „Hauptsache, wir fangen sie erst mal!“ agte ich und brachte Bob und James mit 1 Blick zum.„Wir haben ne Als wir Wieder a der Straße waren, redete ich auf die Zwillinge ein: sie sollten ie eine Straßenseite übernehmen und ich die eigen! Wir würden tonnenweise Schild- ten verkaufen! Hatte an jeder Tür geklingelt, und sie hatten asselbe an ihrer Straßenseite getan. Wir andere. Wir würden es Mrs. Coffee schon n der Ecke trafen wir urs Wieder. Ich tten nicht eine einzige Schildkröte Vers Bob schüttelte den Kopf. James antwor- tete:„Ein so n oller Kerl fragte, ob wir ver- rückt geworden sind.“ „Vielleicht ist das wirklich Miele die rich- tige i meinte ich,„wie sie gesagt hat. Vielleicht. „Hör Wa sagte James und sah mich mit vorgestrecktern Kinn an.„Ich hab' mir's über- legt. Wir haben's uns beide überlegt. Wie sol- len wir eigentlich das ganze e in die Marsch kriegen?“ Das war mir auch schon des— als ich an der dritten Haustür klingelte. Mit der Pumpe und allem Drum und Dran waren's achtzig oder neunzig Pfund, vielleicht noch mehr. „Auf dem Handwagen“, sagte ich uner- schrocken.„Wir werden ihn N Wir wer- den laufen!“ „Ich könnt' mir denken, daß ich dir eins auf die Nase geb'!“ sagte Bob zu mir. „Jawohl!“ sagte James giftig. Für die ganze Klauerei könnten wir schon in Sing- Sing sitzen. Die Mineralwasserkerls sind schaf auf uns. In keinen Zehn-Cent-Laden 5 können Wir gehn— aus Angst, daß man uns erkennt. „Wir N uns Abernaupf nirgends mehr sehn lassen!“ mischte Bob sich ein. „Paß auf“, führ James mit gerunzelter Stirn und geballten Fäusten fort,„wenn Paps uns zum Eckladen nach ner Zigarre schickt, müssen wir elf Blocks weit laufen, hin und Zurück. Wir können's nicht riskieren, daß Mister e uns sieht. Bis zum eee f dore- Theater müssen wir! Und Paps kauft immer nur eine Zigarre!“ „Zweiundzwanzig Blocks, müssen wir jeden Abend rennen!“ knirschte Bob mit ge- ballten Fäusten. „Und dann fragt er noch, warum wir so lange brauchen!“ sagte James. Die Zwillinge waren kurz vor dem Explo- dieren. Mir wurde schwül. Aber in diesem Augenblick tauchten die Coffee-qungs unten in der Straße auf. Wir entschlossen uns, lieber weiter zugehn. Wir gingen zu meinem Haus und besich- tigten die Taucherausrüstung. Sie sah kompliziert und großartig aus; Wir waren stolz darauf. James pumpte, und die Luft strömte zischend in den Helm. Das war in Ordnung. Bob legte sich auf die Erde und steckte den Kopf in den Helm. Hochheben konnte man ihn nicht, dazu war er zu schwer. James und ich pumpten abwechselnd zehn Minuten lang, während Bob auf der Erde lag und atmete. Dann steckte James zur Abwechslung den Kopf in den Helm. Dann kam ich an die Reihe. Dann gingen wir sehr erfrischt auf die freie Parzelle neben Scotts Haus und setzten uns in die große Höhle, die unser Klubhaus War. Dort saßen wir eine Weile und dachten nach. Ich brach das Schweigen. „Herrgott, das funktioniert prima. Damit sollten wir doch Geld verdienen können.“ a Bob nickte geistesabwesend. James über- egte. „Tscha“, sagte er schließlich,„vielleicht, wenn wir mal draußen am See sind; viel- leicht ertrinkt dann einer, und du könntest tauchen und die Leiche bergen, und wir e ten ne Belohnung.“ „Wer?“ fragte Bob. Ich?“ „Nein, er“, sagte J ames.„Er 17 0 uns 10 in 8 5 sebraent!“„„ 8 Wir schwiegen eine Weile, Ich dachte dar- über nach, wie es sein müßte, wenn man eine Leiche auf dem schlammigen Grund des Sees findet und sie anfaßt. Die Zwillinge mußten ja eine schöne Wut auf mich haben! Nach einem Weilchen krochen wir aus der Höhle und gingen zum Vergnügungspark Euclid Beach hinüber. Bei der Automaten Passage blieben wir stehn, und die Zwillinge standen Schmiere, während ich hineinging und auf dem Fußboden nach Pennies suchte. Ich fand keinen, aber ich schüttelte ein paar Erdnüsse aus einem Automaten. Und ich sah in einem Automatenguckkasten die letzten Paar Sekunden eines Films; jemand hatte seinen Penny nicht voll ausgenützt. Eine liebreizende Frau im Hemd kämmte sich ruckweise ihr langes Haar. Als ich rausging, hörte ich hinter dem Zigeuner-Wahrsageautomaten eine Fleder- maus quieken. Ich zwängte mich zwischen die Automaten und fand in einer Mauernische die Fledermaus, die mit dem Kopf nach unten hing und im Schlaf leise murmelte. Ich packte sie, und sie big mich. Ich ließ los und stieg dabei gegen die mechanische Zigeunerin in ihrem gläsernen Gelaß Für einen zweiten Versuch mit der Fledermaus war keine Zeit. Die Zwillinge gaben ihre Warnungszeichen: Bob heulte wie ein Wolf, und qames rief wie ein Käuzchen. Der Mann von der Automaten- passage kam. In rasender Eile kroch ich aus dem Win- kel. Die wackelnde Zigeunerin nickte mir zu, als ich mich endlich befreit hatte. Der Mecha- nismus schnurrte und spie einen Pappstreifen aus, dann noch einen und wieder einen. Er spuckte immer weiter. Ich konnte es nicht abwarten. Ich nahm den ersten und rannte . 5. 195 Als Wir ger Gefahr Waren, Wag ellen wir die Erdnlisse und machten das 1 5 i auf. J ames las vor: „Verlassen Sie sich nicht auf künstliche Schönheitsmittel. Er will Sie so haben, Wie Sie sind. Entfalten Sie Charme und Sicher- heit.“ Wir bummelten zur Landungsbrücke A unter, die in den Erie-See hinausgeht. An beiden Seiten sagen Leute und angelten. Wir Herr Schmidt wird von dem bers 21. auf hat stũ Mi! erk 80 Ve! hab der 208 me rer. Seir zun Dor kör Fra. sier ral! den Alg rige Rog l Moi bes. tik Seir F. ! sich Schi Ver sitz. Spr den aus, Sch. wer lun; gingen auf der einen Seite zum Außzersten Ende und auf der andern Seite wieder zurück. Sie fingen nicht viel. Aber draußen, fast am Ende der Landungsbrücke, passierte. etwas sehr Bedeutsames Während Wir zu- cher etw. 1 blixk der wer ans sahen, wickelte sich die Angelschnur einer alten Dame im Wasser um die Pfähle. En Mann kam ihr zu Hilfe. Aber beim Versuch, die Schnur loszumachen, riß sie. „Verflixt!“ sagte die alte Dame. Sie fing an, ihren Kram zusammenzupacken und den 1 0 Rest ihrer Schnur aufzu wickeln.„Verflixt!“ sagte sie noch einmal. Diese Pfähle müsse wie Nadelkissen sein! Die dritte Schnur, di ich in einer Woche einbüße! Und das War die beste. Mit Darmsehne!“ kon und Pap: Set des! jedo eine Lest auch „Ich hab' heute früh einen Haken und ein lehn Senkblei verloren“, sagte der Mann. 3 erk unten muß ein Vermögen an 1 und(sche Senkblei liegen.“ län „Verzeihung, meine Dame“, sagte Bob. 5 „Wieviel haben Sie ungefähr verloren?“ a 10 „In Geld?“ fragte sie und musterte ihn. delr „Jab, antwortete James. Bob hatte wen tut genug kür die Konversation getan. 50 9 meine wie Dame.“ 5 liert „Jetzt eben oder die ganze Woche? Gese „Jetzt eben.“ edo da men „Etwa fünfzehn Cent. Die Haken 5 kosten jeder zwei Cent. Die Senkbleie au Das sind schon zehn. Die Darmsehne koste fünf Cent. Die Schnur rechne ich gar ni e 5„„ 8