Ar. — ackerel. Verlagsleitung: H. Bauser. n Pro auß enz. is Oslo verfasse, DN.* as Oslog aren peß Kt stellt 1 Joham ist. Der egenühe ette en des Tez,. Text tritt h eteiligie nterzelch. m Gene. ben; da Sein iter Jen Siebzehn erblichen lemieml. itung der rer Gas. aten un etzt auch mumig an rtwängler ters ge- ner Seat eiter he. iner Tra. Mehrheit stimmung deutschen zodesberg . Ludwig Auswall mmenden Bundes. er Haupt, rschungs. bestimmte 590 U Jedanken t die Ge. sammen. n„Woche verb mi ler Deu. eben. A m Wet r Staatz. ten müs. bei det sammen. mersdo verden. Zwischen ollen die Itur-Aus- utschland ler Städ. gode, auf mitteilte März mit gastieren, en Nürn- ndemiths ten Male nstimmi- t lateinf- yvurde im evangeli 1 an die vor 00 je Messe inter Be- n Gege· ben. Das erkes ißt rde von rchesters dach, det nnasiumg gelischen von Stu- bringt in reinigung tag, den r Mann- es Iberb. r findet lit einem Dick) am isaal des Konzert r Volks- 3 e alt, sie en. 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Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim,& 1, 46, Tel.-Sa.-Nr. 4 41 51 u. 4 12 45; Heidel- berg, Hauptstr. ch, Tel. 7 12 41 ÜHdlbg. Tagebl.); Ludwigshafen) Rh., Amtsstr. 2, Tel. 6 27 68. Bezugspr.: Monatl. 3,25 DN zuzügl. 45 Pf Trägerl., Postbez. 3,25 DM zuzügl. 55 Pf Zeitungsgeb. u. 54 Pf Zu- stellgeb., Kreuzband bez. 3,25 DM zuzügl. 2, 40 DM Porto. Bei Abholung im verlag oder in den Abholstellen 3,25 DM. Er- scheint tägl. auß. sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 13. Anz.-Ltg.: R. Adelmann; werbg. C. Faust. Bei Nicht- erscheinen infoige Streiks u. höh. Ge- walt keine Rückerstatt. d. Bezugspr. Für unverlangte Manuskripte keine Gewähr. —— 1. Jahrgang/ Nr. 57/ Einzelpreis 20 Pf Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Donnerstag, 10. März 1955 3 Die französische Regierung bemüht sich, die Verhandlungen mit der Regierung der Saar bis zu diesem Zeitpunkt zum Abschluß zu bringen. Außenminister Pinay deutete am Mittwoch im Ministerrat an, daß die Verhandlungen sehr günstig verlaufen und das das Abkommen bereits bis auf einen oder zwei Punkte ausgearbeitet sei. In amtlichen französischen Kreisen wird Wert darauf gelegt, den erneut aufgeflacker- ten Meinungsstreit zwischen Paris und Bonn über die Auslegung des Saarstatuts im Hin- blick auf die bevorstehende Entscheidung im gat der Republik möglichst zu dämpfen. In einer Ministerratssitzung entwickelte pinay am Mittwoch seinen Plan für das wei- tere Ratifizierungsverfahren. Wie in Paris perlautete, wies Pinay darauf hin, daß die Ratifizierung den diplomatischen Kredit Frankreichs erhöhen und die Möglichkeit bieten würde, die Kontakte mit den beiden 4 . Bonn. Die sogenannte Bonner Koalitions- krise steht vor ihrer Beilegung. Der Haupt- zusschuß der Freien Demokraten faßte am Mittwoch in Bonn eine Vier-Punkte-Ent- schließung, in der er die Aufrechterhaltung der bisherigen Koalition als„im deutschen Interesse für erforderlich“ bezeichnet. An der Sitzung, die unter dem Vorsitz von Dr. Dehler stattfand, nahmen auch die Bundes- agskaktion der FDP und die vier Bundes- minister teil. Von seiten der CDU/ CSU- Fraktion wurde die FDP-Entschliegung als „maßvoll“ begrüßt und festgestellt, daß sie geeignet sei, die aufgekommenen Meinungs- verschiedenheiten einer Klärung zuzuführen. in Sprecher der Freien Demokraten teilte mit, das möglichst bald Eoalitionsbespre- chungen mit dem Bundeskanzler zur Berei- nigung der ganzen Angelegenheit geführt werden sollen. Der Hauptausschuß der Freien Demokra- ten kaßte folgende Entschließung: 1. Der Hauptausschuß der FDP billigt die klare Stel- lungnahme der Bundestagsfraktion in der zweiten und dritten Lesung über das Saar- abkommen und die Haltung ihrer Sprecher Dr. Max Becker und Dr. Thomas Dehler. 2 Der Hauptausschuß der FDP weißt mit Entschiedenheit Einmischungsversuche von 5 Neuwahl des Ra Espelkamp.(epd/ dpa) Die gesamtdeutsche evangelische Synode in Espelkamp wählte am Iittwochabend den Rat der Evangelischen kirche in Deutschland. Zu Mitgliedern dieses leitenden Gremiums der EKD wurden ge- wählt: Bischof D. Dr. Dibelius(Berlin), Lan- desbischof D. Dr. Lilje MHannover), Bischof Haug(Stuttgart), der bisherige Synodal- bräses Dr. Dr. Heinemann(Essen), Ober- Hirchenrat Professor D. Dr. Herntrich Ham- burg), die Präsides Dr. Kreyssig Magdeburg) und Mager Dresden), Landesbischof D. Mit- zenheim(Eisenach), Kirchenpräsident D. Nie- möller(Wiesbaden), Moderator Professor 55 Miesel(Schöller /Rheinland) und Oberkirchen- rat Riedel München). Als zwölftes Mitglied behört dem Rat verfassungsgemäß der neue Präses der Synode Professor D. Dr. von Tietze Freiburg) an. Vor der Wahl gab der Vorsitzende des Neminjerungsausschusses, Landessuperinten- dent Schulz(Hannover) bekannt, daß die dufnahme des früheren Präses Dr. Dr. einemann in den Rat dadurch möglich Jure, daß von reformierter Seite auf einen Weiten Ratssitz verzichtet worden sei. Die- zer Beschluß habe die politischen Spannun- gen in der Synode mindern helfen. Zu der rwägung, auch Kirchentagspräsident Dr. 1 von Thadden in den Rat zu berufen, eilte Landessuperintendent Schulze mit, f. von Thadden habe von sich aus auf seine erufung verzichtet, aber dem Wunsch nach mer engeren Zusammenarbeit zwischen der mode und dem Kirchentag Ausdruck ge- eben. Superintendent Schulze bezeichnetè es erwünscht, daß die Synode an den Kir- entag ein Wort der Verbundenheit und des ankes richte. Im Anschluß an die Ratswahl wählten 1 und Kirchenkonferenz zum Rats- 85 itzenden Bischof D. Dr. Dibelius und als üulertreter Bischof D. Dr. Lilje. Bischof 2 5 erhielt von insgesamt 140 Stimmen Bischof Lilje 114 Stimmen. er Darmstädter Pfarrer Herbert Mo- gulski hat in einem offenen Brief, den er an Dienstag an den Vorsitzenden des Rates 9 805 Wangelischen Kirche in Deutschland, scho D. Otto Pibelius absandte, die Kri- 0 zurückgewiesen, die Dibelius während er Generalsynode in Espelkamp am Sonn- paris.(dna) Das politische Geschehen in der französischen Hauptstadt stand am Mittwoch im Zeichen der Vorbereitungen für die Ratifizierungsdebatte im Rat der Republik und der Bemühungen Außenministers Pinay, die Ratifizierung in Frankreich durchzusetzen. Der Wirtschaftsausschuß des Rats der Republik hat sich am Mittwoch- mittag mit 12 gegen 3 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen für die Ratifikation aus- gesprochen. Die am Mittwoch in Paris wieder aufgenommenen Verhandlungen über neue französisch- saarländische Wirtschaftskonventionen, die im Saarstatut vorgesehen sind, dürften ebenfalls eine wichtige Rolle im Hinblick auf die am 22. März begin- nende Ratifizierungsdebatte im Rat der Republik spielen. angelsächsischen Mächten zur Herbeiführung einer Vermächtekonferenz mit den Sowjets zu verstärken. Die Stellung Frankreichs an der Saar müsse gewahrt bleiben. Dies sei aber weniger durch juristische und vertrag- liche Sicherungen möglich, als durch die Art der französischen Wirtschaftspolitik gegen- über dem Saarland. Für die Saarländer müsse es interessanter werden, nach Loth- ringen zu blicken als nach der Ruhr. Die Re- gierung könne weder eine Verschiebung der Ratifizierungsdebatte noch Vertragsänderun- gen oder Zusatzanträge annehmen. Der Ausschuß für Industrieproduktion des Rats der Republik beschloß trotz Billi- gung des Vertragswerkes einstimmig, den Präsidenten der Republik aufzufordern, die Ratifizierungsurkunden über die Pariser Verträge erst dann zu hinterlegen, wenn zwischen den Mitgliedern der Westeuropäi- schen Union ein Abkommen über ein euro- Koalitionskrise vor ihrer Beilegung Hauptausschuß der FDP billigte Haltung der Bundestagsfraktion und Blüchers von unserer Eonner Redaktion Einzelpersonen oder Organen anderer poli- tischer Parteien in parteiinterne Vorgänge der FDP zurück. 3. Der Hauptausschuß ver- steht, daß der Bundesminister Franz Blücher aus seiner von der Fraktion abweichende Hal- tung in der Abstimmung des Saarabkommens die nach demokratischen Regeln übliche Kon- seduenz durch das Rücktrittsgesuch gezogen hat; er achtet seine aus eigenem Entschluß getroffene Entscheidung. 4. Der Hauptaus- schuß empfiehlt der Bundestagsfraktion, weiterhin die Ziele zu verfolgen, die den Sinn der Koalitions zusammenarbeit bilden. Er hält die Fortsetzung der durch eindrucksvolle Er- folge auf allen Lebensgebieten in der großen Gesamtlinie als richtig bestätigte Koalitions- arbeit im deutschen Interesse für erforderlich. In Bonner politischen Kreisen wird das Ergebnis der Beratungen dahingehend zu- sammengefaßt, daß Dr. Dehler weiterhin die Leitung der Fraktion behält. Die Entschei- dung über das Rücktrittsgesuch von Vize- kanzler Blücher sei offensichtlich in die Hände des Bundeskanzlers gelegt worden. Ein Beschluß gegen Blücher wurde von dem Hauptausschuß abgelehnt und mehrere An- träge gegen ihn nach einer ausführlichen, in ruhiger Atmosphäre verlaufenen De- batte, zurückgezogen. Bischof D. Dr. Dibelius wiedergewählt ts der EKD durch die gesamtdeutsche Evangelische Synode tag an einer Aeußerung Mochalskis geübt hatte. Dibelius hatte die Aeußerung Mo- chalskis„1945 kapitulierten wir, 1955 pro- stituieren wir uns“ als eines evangelischen Pfarrers unwürdig bezeichnet. Mochalski schreibt in dem offenen Brief, er könne ich nicht vorstellen, daß Dibelius angesichts einer Lebensfrage des deutschen Volkes den bloßen Gebrauch des Wortes„prostituieren“ für eines Pfarrers unwürdig halte. Die„Zen- sur“ beziehe sich doch wohl auf den Zusam- menhang, in dem es gebraucht wurde. Zwischen Gesfern und Moroen Unter Vorsitz von Vizekanzler Blücher be- schloß das Bundeskabinett auf seiner Mitt- Wochsitzung, vor einer endgültigen Entschei- dung über die Ladenschlußzeiten nochmals mit den Bundestagsfraktionen Fühlung zu nehmen. Ferner beschloß das Kabinett, daß eine Aufhebung der Zuckersteuer zum gegen- Wärtigen Zeitpunkt wegen der Haushaltslage nicht möglich ist. Der Staatssekretär im Bun- desinnenministerium erstattete Bericht über den Stand der Angelegenheit„Vulkan“. Bun- desinnenminister Schröder hatte seinerzeit bekanntgegeben, die Bundesregierung werde für solche Personen, die zu unrecht beschul- digt oder verhaftet wurden, eine Ehren- erklärung abgeben. Zur Zeit wird geprüft, in welchen Fällen Anspruch auf die Ehrenerklä- rung geltend gemacht werden kann. Der sozialdemokratische Bundestags- abgeordnete Fritz Erler hat erklärt, die SpD werde den Wehrgesetzen, die zur Er- füllung der Pariser Verträge notwendig sind, ihre Zustimmung verweigern, solange nicht ein ernsthafter Versuch zur Wiedervereini- gung Deutschlands zu Bedingungen unter- nommen worden sei, die die Beteiligten ais erträglich ansehen könnten. Der erste Sekretär des SED-Zentral- komitees, Ulbricht, warf dem amerikanischen Hohen Kommissar vor, er wolle die Zonen- grenzen schließen, um die Aufrüstung der Bundesrepublik besser durchführen zu kön- nen. Gleichzeitig versicherte er:„Wir sind gegen eine Abschließung der Zonengrenzen und für gegenseitige Besuche, nicht nur der Arbeiterdelegationen, sondern in höherem Pinay bereitet Ratifizierung vor Neue Wirtschaftskonventionen mit der Saar werden beschleunigt ausgearbeitet päisches Rüstungsamt abgeschlossen wor- den ist. Britische Haltung zum Saarproblem Zum ersten Male hat die britische Regie- rung am Mittwoch mit einer Erklärung Außbenministers Edens offiziell die britische Haltung in der durch widersprechende Be- richte aus Paris und Bonn entstandenen neuen Saarkontroverse definiert. In schrift- licher Beantwortung zweier Labouranfragen zu dem Thema stellt Eden fest, die britische Regierung habe das deutsch- französische Saadrabkommen als einen wesentlichen Be- standteil deutsch- französischer Zusammen- arbeit in der westeuropäàischen Union be- grüßt.„Vorausgesetzt, daß die Saarbevölke- rung dem Statut in einem Volksentscheid zu- stimmt, wird es die Regierung ihrer Majestät bis zum Abschluß eines Friedensvertrages unterstützen. Bei einer Friedenskonferenz wird die Regierung ihrer Majestät ebenfalls eine Lösung unterstützen, die auf der bereit- willigen Annahme durch die Saarbevölke- rung und durch die französische und die deut- sche Regierung basiert. Damit hofft sie, daß die Saar, statt ein Anlaß zum Konflikt zu sein, zu einem ständigen Symbol der Aus- söhnung Frankreichs und Deutschlands und der Schaffung eines neuen Geistes europä- ischer Einheit und des Vertrauens wird.“ Die SPD sucht Mitstreiter Die Bundestagsfraktion der SPD, die beim Bundesverfassungsgericht eine Verfas- sungsklage gegen das Saarabkommen ein- reichen will, versucht jetzt, Mitglieder an- derer Fraktionen für ihr Vorhaben zu ge- winnen. Der Saarexperte der SPD, Dr. Karl Mommer, forderte am Mittwoch in einem Schreiben fünfzig Abgeordnete der FDP, des Gesamtdeutschen Blocks BHE, der CDU CSU und der Deutschen Partei auf, sich an der Klage zu beteiligen. Für einen Antrag auf Normenkontrolle beim Bundesverfas- sungsgericht durch eine Minderheit des Bundestages ist das Einverständnis eines Drittels der 487 stimmberechtigten Mitglie- der des Hauses erforderlich. Da die SPD nur über 151 stimmberechtigte Abgeordnete ver- fügt, braucht sie für das erferderliche Drit- tel von 163 Abgeordneten mindestens noch 12 Unterschriften aus anderen Parteien. Lohnkampf im Bergbau spitzt sich zu Bonn.(AP) Bundeswirtschaftsminister Erhard bemühte sich am Mittwoch, in dem drohenden Lohnkampf im Ruhrbergbau zu vermitteln. Er führte Besprechungen mit Vertretern der IG Bergbau, unter ihnen der Vorsitzende Heinrich Imig. Erhard möchte einen Streik im Bergbau unbedingt ver- meiden. Die Industriegewerkschaft Bergbau hat sich in dieser Aussprache bereiterklärt, auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Unternehmensverband Ruhrbergbau am Mittwoch, 16. März, über seine Lohnforde- rungen zu verhandeln. Mit der Situation im Bergbau beschäf- tigte sich am Mittwoch auch das Bundes- kabinett. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Im Bundeswirtschaftsministerium ver- folgt man die Entwicklung im Ruhrberg- bau mit großer Sorge. Der Unternehmensver- band Ruhrbergbau hatte bei Besprechungen mit Erhard am Dienstag erklärt, er könne zu den gewerkschaftlichen Forderungen auf Lohnerhöhungen von durchschnittlich zwölf Prozent solange keine Angebote machen, als nicht ein voller Ausgleich seiner Mehrkosten zugesichert würde. Erhard hat sich bisher stets nachdrücklich gegen jede Preiserhö- hung für Kohle ausgesprochen. Maße auch der Bauerndelegationen, der Delegationen der Konsum- Genossenschaften, der Sportorganisationen, der Arbeiter-Ge- sangvereine usw.“. Ulbricht fragte in einer Rede:„Wie wäre es, wen man die Sowzet- gewerkschaften darum bittet, eine westdeut- sche sozial demokratische oder Gewerk- schaftsdelegation einzuladen, damit sie eine Sommerreise in das schöne Sibirien durch- kührt?“ Die Teilung Deutschlands werde, so er- klärte der schwedische Außenminister Un- den vor dem schwedischen Reichstag, zu- nächst weiter bestehen bleiben. Die Aus- sicht auf eine Annäherung der Standpunkte zwischen Moskau und dem Westen sei im Augenblick äußerst gering. Ihren ersten Abstimmungssieg hat die französische Regierung Faure in der Natio- nalversammlung errungen, als die von ihr vorgeschlagene Erhöhung der Gehälter und Pensionen im öffentlichen Dienst trotz zahl- reicher Widersprüche mit 364 gegen 262 Stimmen angenommen wurde. Die drei Westmächte, so verlautet in London, werden eventuell der Sowjetunion anbieten, sich an einer Garantie gegen An- schlußbestrebungen Oesterreichs an Deutsch- land zu beteiligen, nachdem Oesterreichs Unabhängigkeit wiederhergestellt sein wird. Der ungarische Ministerpräsident, Imre Nagy, wurde vom Zentralkomitee der un- garischen KP wegen„Rechtsab weichungen“ in seinem Kurs stark angegriffen und im übrigen der ernsten Schwierigkeiten, in die Die hochfliegende weiße Taube ist in aller Welt das Symbol des Friedens. Hier entflattert eine weiße Taube den Händen des indischen Ministerpräsidenten Nehru, dessen politische Konzeption zur Erhaltung des Friedens in dem Bestreben der Verwirklichung einer Koexistenz von Ost und West und dem Eintreten für eine allgemeine Abrüstung und Aechtung aller Massenvernichtungs- waffen ihren Ausdruck findet. Wäkrend der britische Außenminister Eden sich vor allem in der Formosafrage weitgehend den Mahnungen Nekrus, beide Seiten möchten einen tragbaren Kompromiß durch vernünftiges Nachgeben finden, anschloß, machte der amerika- nische Außenminister Dulles jetzt— getreu seiner Losung von der Politik der Stare in einer Rede erneut den Versuck, Rotckina durch die Anſcündigung neuer„Präzisions- waffen! einzuschüchtern. Bild: dpa Dulles droht mit„Präzisionswaffen“ Nachdrückliche Warnung an Washington.(AP) Der amerikanische Auhßenminister, Dulles, hat das kommu- nistische China nachdrücklich vor dem Ver- such einer Eroberung der Insel Formosa ge- warnt. Die chinesischen Rommunisten seien offensichtlich zu einem Feldzug gegen For- mosa entschlossen, würden jedoch bei einem Angriff auf die größere Macht der Vereinig- ten Staaten stoßen, die mit Hilfe neuer „Präzisionswaffen“ die militärischen Zentren Chinas vernichten würden. Der Außenminister nannte in seiner Rundfunk- und Fernsehansprache über seine Reise nach Südostasien die neuen Waffen nicht, betonte jedoch, sie arbeiteten so präzise, daß mit die ungarische Wirtschaft geraten sei, für schuldig erklärt. Es werde deshalb in Kürze weitgehende personelle Veränderun- gen in der Moskauer Vorbild erwartet. Das jugoslawische Parlament hat Wla- dimir Dedijer, der Anfang des Jahres mit dem früheren Vizepräsidenten Djilas wegen angeblicher Verschwörung gegen die Re- gierung vor Gericht stand, aus seinen Reihen ausgestoßen. Die sowjetische Note an die USA, deren Ueberreichung wir bereits gestern meldeten, enthielt die Mitteilung, daß die Ausweisung des amerikanischen Geistlichen Pater Bisso- nette aus der Sowjetunion eine Vergeltung für die Weigerung der USA sei, die Aufent- haltserlaubnis für den Exarchen Boris in den USA zu verlängern. Die Sowjetregierung hat der Regierung der Niederlande, nach einer Meldung der Sowjetzonen-Nachrichtenagentur ADN, mit- geteilt, daß sie die vom zaristischen Ruß- land ratifizierten Haager Konventionen und Deklarationen der Jahre 1899 und 1907 an- erkenne. Das Endergebnis der Wahlen im indischen Teilstaat Andhra weist 119 der insgesamt 196 Sitze für die indische Kongreßpartei Nehrus auf. Die Kommunisten sind nur noch mit 15 Abgeordneten im Parlament vertreten. Bei Fluzgeugabstürzen wurden in Me- xiko 32 Personen getötet. In Südkorea fan- den am Dienstag und Mittwoch bei zwei Autobusunfällen 59 Menschen den Tod. ungarischen Regierung nach die rotchinesische Regierung ihnen die militärischen Ziele„vollständig vernichtet werden können, ohne daß die nicht betroffene Zivilbevölkerung darunter leidet“. Bei diesen Waffen handelt es sich wahr- scheinlich um sogenannte Baby-Atombom- ben und ferngelenkte Geschosse mit Atom- sprengköpfen. Die Zusicherung, daß beim Einsatz dieser Waffen die Zivilbevölkerung soweit wie möglich verschont bleibe, wird in Washington als beruhigender Hinweis an diejenigen Verbündeten Amerikas und die- jenigen neutralen Mächte verstanden, die sich gegen einen Einsatz von Wasserstoff- und Atombomben wegen ihrer massenver- michtenden Wirkung wenden. „Rotchina“, sagte Dulles,„scheint ent- schlossen, Formosa zu erobern, und verbrei- tet die Propagandathese, daß die Vereinig- ten Staaten nur ein papierner Tiger seien. Wenn die chinesischen Kommunisten eine offene, bewaffnete Aggression unternehmen, dann würde dies wahrscheinlich bedeuten, daß sie einen allgemeinen Krieg in Asien wollen. Sie müßten dann die Beistandspakte zwischen den Vereinigten Staaten und der Republik Korea sowie der Republik China in Rechnung stellen und die Streitkräfte, die im Rahmen dieser Verträge unterhalten werden. Somit würde ein allgemeiner Krieg die chinesischen Kommunisten im Süden, im Zentrum und im Norden binden und ihnen Aufgaben stellen, die ihr unzureichendes Transportnetz überanstrengen würde.“ Die Vereinigten Staaten hofften nach wie vor auf einen Waffenstillstand in der For- mosa-Straße und bedauerten, daß die bishe- rigen Bemühungen darum vergeblich ge- wesen seien. Die Entscheidung, Formosa und die Pescadoren-Inseln zu verteidigen, sei schon gefallen. Die einzige Frage sei, in welcher Form diese Verteidigung erfolgen werde.„Wie diese flexible Verteidigung Formosas durchgeführt wird, wird Präsident Eisenhower im Lichte des Gesamtwertes, den gewisse Küstenpositionen für die Ver- teidigung Formosas haben, und der Kosten, die ein Halten dieser Inseln erfordert, ge- mäß der ihm vom Kongreß erteilten Voll- machten entscheiden.“. Von amtlicher nationalchinesischer Seite wurde am Mittwoch mitgeteilt, daß die Gar- nison auf den Matsu-Inseln verdreifacht und die Inseln selbst unter allen Umständen verteidigt werden würden. Seite 2 MORGEN Donnerstag, 10. März 1955 Nr. 9) W Donnerstag, 10. März 19535 Die„neue Phase“ Durch die Telegramme der Agenturen und die Berichte der diplomatischen Mis sionen geht immer häufiger eine Formel, die Beachtung und Beobachtung verdient: Das Wort von der„neuen Phase“. Auch der Bundeskanzler verwandte es kürzlich. Vor einem Kreis amerikanischer Journalisten meinte er, die Weltpolitik werde nach der Ratifizierung der Pariser Verträge in eine neue Phase eintreten. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Handelt es sich le- diglich um ein Schlagwort, wie sie in der internationalen Diskussion üblich sind, oder verdichten sich hier Vorstellungen und Pläne zur echter Realität? in den letzten Wochen und Monaten veränderten eine Anzahl wesentlicher Fak- toren das allgemeine Bild des„politischen Theaters“. Das gilt vor allem auch für das Gebiet der militärischen Sicherheit. Das, was mit dem Begriff„Pariser Verträge“ umris- sen wird, kam seiner Verwirklichung durch die Entscheidungen der französischen Na- tionalversammlung und des Bundestages ein Stück näher. Im Fernen Osten ver- Stärkte sich die auf der Basis des Manila- Paktes geschaffene südostasiatische Orga- nisation. Als Element von bedeutsamer Tragweite muß auch das Vordringen Groß- britanniens auf dem Gebiet der Wasser- stoffbömbe einbezogen werden. Die West- europa-Union, der England angehört, hat damit auf dem weiten Feld der Sicherheit eine veränderte Position zwischen den bei- den Kolossen USA und Sowjetunion ge- kunden. Seit den unglücklichen Vorgängen nach dem letzten Weltkrieg, in erster Linie aber seit Korea, ging durch die westliche Welt der Ruf nach Stärkung der gemeinsamen Verteidigungskraft. Dieser Ruf wurde aus- gelöst durch die Drohung, als die man das gewaltige Kriegspotential der Sowjetunion und ihres Blocks empfand. Die sich hieraus ergebende Politik gelangt allmählich an den Rand ihrer Erfüllung. Infolgedessen begin- men andere Töne aufzuklingen. Ueberlegun- gen, man könne den Kommunismus nicht durch den Aufbau von Streitkräften eindäm- men, spielten schon immer eine wesentliche Rolle. Die Anlage der amerikanischen Wirt- schaftshilfe ist ein Beweis dafür, wie sehr man bemüht war. der Schaffung stabiler Verhältnisse den Vorzug vor dem Drang nach höchstem militärischem Nutzeffekt zu geben. Die entscheidende Ergänzung des von Ohurchill geprägten Schlagworts vom„Frie- den durch Abschreckung“ ist die Sicherung dieses Friedens durch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Maßnahmen, 5 Das heißt: Viele internationale Beobach- ter sind der Auffassung, daß sich die Aus- einandersetzung zwischen West und Ost einem Schnittpunkt annähert, der ein gewis- ses Umdenken voraussetzt. Aus dem zuneh- menden westlichen Selbstbewußtsein heraus Wächst der Wunsch nach Verhandlungen. Das große Thema lautet: Abrüstung. Zwi- schen der Ueberlegenheit der NATO auf dem Gebiet der atomaren Rüstung und der Ueber- macht der Sowjets hinsichtlich der her- kömmlichen Streitkräfte wird ein Ausgleich gesucht, der Entspannung gewährleisten soll. Jeder Optimismus wäre verfrüht. Die Erfahrungen mit der Sowjetregierung haben gelehrt, wie vorsichtig man solche Chancen beurteilen muß. Aber es ist anzunehmen, daß die Bundesrepublik in diesen künftigen Ver- handlungen als mitgestaltender Partner einen völlig anderen Platz einnehmen wird, Als er ihr bisher vergönnt war. Unter anderen Weltproblemen hat das „deutsche Problem“ den ihm eigenen Rang. Bonn wird bemüht sein müssen, zu seiner Lösung mit eigenen mutigen Ideen aufzu- Warten und sie möglichst zum Tragen zu brin- Sen. Die Ausführungen, die der sowjetische Minister Mikojan in Leipzig machte, gelten als ziemlich aufschlußreich. In ihnen War nicht mehr die Rede davon, daß nach der Ratiflzierung der Pariser Verträge der Eiserne Vorhang endgültig herunterrasseln sollte, wie von manchen Seiten in den letzten Monaten behauptet wurde. Im Gegenteil: Mikojan sprach sich sehr betont für einen zunehmenden wirtschaftlichen Austausch und eine Belebung des Handels aus. Auch die Bonner Regierung ist daran interessiert. Die Möglichkeit, mit Moskau in ein direktes Ge- spräch zu kommen, dürfte sie, auf die Dauer gesehen, kaum außer Acht lassen., Das soll natürlich in enger Uebereinstimmung mit den Westlichen Bundesgenossen geschehen. Der Gedanke an die Aufnahme von Handels- beziehungen und schließlich auch von diplo- matischen Beziehungen zwischen der Bun- desrepublik und der Sowjetunion scheint heute längst nicht mehr so absonderlich wie noch vor Jahr und Tag. Man muß sich aber darüber klar sein, daß derartige Entwicklungen sehr viel Ge- schick, Sorgfalt und diplomatischen Takt verlangen. Auf der einen Seite darf nichts Seschehen, was im Westen neues Mißtrauen gegen Deutschland und die Deutschen sàen könnte. Auf der anderen Seite muß die Sowjetunion wissen, daß das Anliegen Deutschlands, die Forderung nach Wieder- Vereinigung, nicht als Mittel zur Fortset- zung des Kalten Krieges ausgebeutet wer- den darf. Die Bundesregierung tut gut dar- an, mit festumrissenen und eindeutigen Grundlagen in dieses neue Stadium ihrer Außenpolitik einzutreten. Es sollte Sorge dafür getragen werden, daß eine so lebens- wichtige und zugleich empfindliche Ange- legenheit nicht weiterhin Tummelplatz eifriger Sonntagsredner bleibt. Hier muß Wirklich alles getan werden, um endlich eine große und gemeinsame Linie der Parteien und der führenden Männer festzulegen. Denn jede Vernebelung, jeder falsche Zun- genschlag, jede Leichtfertigkeit kann ge- rade in dieser Phase und angesichts der Bedeutung der deutschen Situation sehr ge- fährlich werden. Hugo Grüssen Bonn) Getulios Schatten über Brasilien Der Kampf der Anhänger und Gegner des toten Präsidenten beherrscht die Innenpolitik des Landes Brasiliens Präsident Getulio Vargas, der sich im vergangenen August eine Kugel ins Herz schoß, als er durch einen Militärputsch zum Rücktritt gezwungen werden sollte, be- herrscht noch im Tode das politische Leben seines Landes. Selbst die Präsidentschafts- Wahlen, die am 3. Oktober dieses Jahres bevorstehen, sind letztlich Wahlen um Getu- io. Das liegt vor allem daran, daß die Demo- kratische Union(UDN), die hinter dem Putsch gegen Vargas stand, bei den Par- laments- und Senatswahlen im vergangenen Herbst von den Wählern keine Bestätigung ihres Vorgehens erhielt. Zwar stellt sie immer noch den Großteil der„Fachleute“, mit denen Getulios Nachfolger, Café Filho, sein Kabinett bildete, aber die Regierung muß sich im Parlament von- Fall zu Fall auf immer neue Mehrheiten stützen. Wahlsieger wurde wieder die stärkste brasilianische Partei, die Sozialdemokratie, von der starke Teile Getulio Vargas unterstützt hatten. Auch Getulios eigene Organisation, die Arbeiter- partei, ging gestärkt aus den Wahlen hervor. Diese Scharte wollen die Anhänger der UDN bei den Präsidentschaftswahlen aus- Wetzen. Wenn sie auch nicht imstande sind, Allein einen Kandidaten durchzubringen, 80 wollen sie doch über ein Wahlbündnis den neuen Präsidenten mitbestimmen. Ein „Getulist“, ein Vargas-Anhänger, darf es nicht sein, wenn die UDN nicht alle Früchte des Putsches vom vergangenen August ver- eren will. Sie wünscht aber auch keinen „Personalismus“, das heißt, sie fürchtet sich vor den„Caudilhos“, den Volkstribunen wie Vargas einer war, die ihre Macht weniger einer einigermaßen klar umrissenen poli- tischen Gruppierung verdanken als ihrer Popularität bei den Massen, Es gab deshalb starke Bestrebungen, einen Kandidaten der „nationalen Konzentration“ aufzustellen. Aber da entschlossen sich die Sozial- demokraten, selbst einen Kandidaten zu benennen, der mit großer Wahrscheinlich- keit auch von Getulios Arbeiterpartei unter- stützt werden wird und deshalb viele Er- kolgschancen hat. Es ist Juscelino Kubit- schek, der sich als Gouverneur des wichtigen Bundesstaates Minas Gerais einen aus- gezeichneten Ruf erworben hat. Aber Kubit- schek gehört zu den alten Vargas-Anhängern und ließ bereits durchblicken, daß er auch dessen Wirtschaftsprogramm fortsetzen und auf eine verstärkte Industrialisierung Bra- siliens hinarbeiten wolle. Die Produktion von Konsumgütern, mit der das Land gegen seine Außenhandelsschwierigkeiten zu Felde zieht, müsse, so meint er, durch die Produktion von Fabrikeinrichtungen ergänzt werden, Weil Brasilien jetzt auch zu derartigen Importen kaum noch in der Lage sei. Die Angriffe, die von der UDN und dem Großgrundbesitz sofort gegen Kubitschek Von unserem Mitarbeiter Dieter Käufler gestartet wurden, sind allerdings kaum nur von diesem Wirtschaftsprogramm ausgelöst worden. Sie gelten dem populären und tüch- tigen Vargas-Anhänger. Eine Zeitlang sah es S0 aus, als werde die UDN in ihrem Kampf gegen Kubitschek sogar auf ihr Prin- zip des„Antipersonalismus“ verzichten und ihm den Gouverneur von Sao Paulo, Janio Quadros, entgegenstellen, den sie bisher selbst scharf ablehnte. Quadros ist ein Cau- dilho und Demagoge reinsten Wassers. Er kann reden wie Demosthenes und auf Volks- versammlungen weinen wie Mussadegh. Er gilt als der einzige, der ernsthafte Chancen hätte, Kubitschek im Wahlkampf zu be- Siegen. Bevor es allerdings zu diesem Duell mit Stimmzetteln kommt, wird vielleicht an an- derer Stelle noch ein Machtwort gesprochen. Diese vieldiskutierte Möglichkeit aber gibt dem Wahlgeplänkel eine äußerst ernste Note: Man hält ein neuerliches Eingreifen Geheimagent„Bambi“ und der Berner Handstreich Ein Nachspiel zu dem Ueberfall auf die rumänische Gesandtschaft Die schweizerische Bundespolizei hat jetzt die Namen der vier Rumänen veröffent- licht, die am 14. Februar die rumänische Gesandtschaft in Bern überfielen und 42 Stunden lang besetzt hielten. Die vier ka- men nach der Mitteilung der Polizei mit einem deutschen Kraftwagen, der von einem Deutschen aus München gefahren Wurde, in die Schweiz. Der deutsche Fah- ver, dessen Name nicht angegeben wurde, sei auf Antrag der schweizerischen Behör- den in München von der deutschen Polizei verhaftet worden.(AP) Zürich, im März Die Villa der rumänischen Gesandtschaft in der Schlößlistrage in Bern liegt wieder in spät winterlicher Stille. Die stahlhelmbedeckte Stadt- und Kantonspolizei, das Militäraufge- bot, die zum Angriff in Aussicht genommenen Panzer sind abgezogen, nachdem die kleine Schar Rumänen, die das Gebäude überfallen und besetzt hatten, den Schweizern gegen- über kapitulierten,— angeblich ihrer sieben, von denen zwei entkamen, einer sich der Poli- zei stellte und eine Mappe mit Spionage- material übergab, drei nach langwierigen Verhandlungen sowie ärztlicher und seel- sorgerischer Fürsorge maskiert im Schweizer Polizeiauto davon fuhren und einer aus stra- tegischen Gründen vom hochgebildeten, sprachgewandten Rädelsführer nur„erfun- den“ gewesen sein soll. Spätwinterliche Stille umgab bis vor eini- gen Tagen auch das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement und die Bundes- der Armee für möglich. Am Neujahrstage hat die Generalität einen Beschluß gefaßt, in dem sich die einzelnen Generäle ver- Pflichten, sich allenfalls für eine Kandidatur der nationalen Konzentration zur Verfügung zu stellen. Dafür käme vermutlich nur Ge- neral Eduardo Gömez in Frage, der maß- gebend an Vargas' Sturz beteiligt war, und mit dem die UDN zweifellos einverstanden Wäre.) Später aber sickerte durch, daß die Generäle dem Präsidenten gleichzeitig er- klärt haben sollen, sie würden eine Kandi- datur Kubitscheks keinesfalls dulden. Da aber Kubitschek keine Anstalten macht, sich zurückzuziehen, besteht die Gefahr eines neuen Putsches, der diesmal wahrscheinlich mit einer Militärdiktatur enden würde. Und das erst würde wirklich einen Schlußstrich unter die Rebellion gegen Vargas setzen, die bisher noch zu einem rechten Ergebnis ge- führt hat. Von unserem Mitarbeiter Ossip Kalenter anwaltschaft, die sich— nach einem Agree- ment zwischen Berner und Bundes-Behörden — der drei Rumänen angenommen hat. Um so geräuschvoller gebärdete sich eine Flut von Sensationsmeldungen in der Schweizer Presse, die im allgemeinen nicht nur für die Zuver- lässigkeit ihres Nachrichtenteils, sondern auck für die Zurückhaltung berühmt ist, die sie sich in ihrer Berichterstattung wie in ihren Kommentaren auferlegt. Aurel Setu, der von den Eindringlingen erschossene Chauffeur der rumänischen Gesandtschaft,— ein Athlet mit treuherzigem Terroristengesicht— sollte in Wirklichkeit ein Hauptmann Petrescu von der rumänischen Sicherheitspolizei und der eigentliche Chef de mission gewesen sein. Die zwei entkommenen Rumänen seien, 80 hieß es, über Belfort nach Paris gelangt: samt den wichtigsten, aus der Gesandtschaft ent- führten Dossiers der östlichen Spionage- zentrale, als welche die Berner rumänische Gesandtschaft anzusprechen sei. Als gar noch ein Geheimagent„Bambi“ ins Spiel gebracht Wurde, wuchs der Verdacht an den Quellen dieses allzu reichlich fließenden Nachrichten- borns und nicht nur einzelne Redaktionen und Journalisten, sondern auch das Justiz- und Polizeidepartement selber gingen dem Ursprung dieser Meldungen nach, die inzwi- schen auch von ausländischen Agenturen auf. gegriffen und verbreitet worden waren. Alle Spuren führten zu dem— erst vor zwei Monaten eröffneten— Zürcher Büro 470000 Wohnungen in zehn Jahren Innenminister Ulrichs Bericht vor dem Landtag in Stuttgart Von unserem Korrespondenten Fritz Treffz- Eichhöfer Stuttgart, 9. März. Innenminister Fritz Ulrich gab am Mitt- woch im Landtag bei der zweiten Lesung des Einzelplanes der Innenver waltung be- kannt, daß im Gebiet des Landes Baden- Württemberg im Laufe der vergangenen zehn Jahre 470 000 Wohnungen gebaut wor- den seien. Dafür sei eine Gesamtsumme von rund 7 Milliarden Mark ausgegeben worden. In den Jahren 1952 seien 62 000, 1953 76 000 und 1954 82 000 Wohnungen bezugsfertig ge- worden. Ulrich bezeichnete diese Leistungen als bewunderungswürdig. Trotz dieser stolzen Bilanz fehlten zur Behebung der Wohnungs- not in unserem Land heute aber immer noch 250 000 Wohnungen. Falls es gelinge, das bis- herige Bautempo beizubehalten, könnte der Wohnungsmangel in etwa fünf Jahren be- hoben sein, es sei denn, daß neue Flücht- Iingsströme aus der Sowjetzone alle Kal kulationen über den Haufen werfen. Ulrich betonte besonders die Steigerung des Woh- nungsbaues im Jahre 1954, obwohl in diesem Jahr weniger Bundesmittel zur Verfügung gestanden hätten. Der Anstieg sei auf die Private Bautätigkeit zurückzuführen, die durch Flüssigkeit des Kapitalmarkts und die Beihilfen der Bausparkassen möglich ge- Wesen sei. Leider kämen die privaten Woh- nungsbauten zum großen Teil weder den notleidenden Familien, noch den Evakuier- ten und den jungen Ehepaaren zugute, son- dern in erster Linie gutsitujerten Familien. Erfreulich aber sei, daß 1955 über 10 Mil- lionen Mark weniger für den Sowijetzonen- Flüchtlingsbau ausgeworfen werden müßten, da der Flüchtlingszustrom in letzter Zeit stark nachlasse. Weiter sagte Ulrich, für das kommende Baujahr müsse mit einem Ab- sinken der Bauleistung gerechnet werden, de dem Land infolge starker Reduzierung der Bundesmittel 88 Millionen Mark Wohnungs- baugelder weniger zur Verfügung stünden als wie im Vorjahr. Dennoch hoffe er, 1955 wiederum mindestens 60 000 Wohnungen erstellen zu können. Der Minister stellte fest, dag die Innen- verwaltung zur Erreichung des Haushalts- ausgleiches die größten Opfer bringen müsse. Das wirke sich überwiegend auf die Investitionen für Wohnungs-, Straßen- und Brückenbauten, auf Verkehrsaufgaben und die Ausstattung der Polizei aus. Der Wasserversorgung, fuhr Ulrich fort, komme neben dem Wohnungsbau in Süd- Westdeutschland die größte Bedeutung zu. Auf diesem Gebiete seien für rund 60 Mil- lionen Mark 338 Erweiterungs- und 170 Neubauten der Wasserversorgung erstellt, für 44,5 Millionen Mark Klär- und Kanali- sationsanlagen gebaut worden. Zwischen Regierung, Regierungspräsidien und kommunaler Selbstverwaltung bahne sich allmählich ein gutes Zusammenspiel an, betonte der Minister. Es gebe Allerdings noch„Friktionen“ zwischen den Badenern urid Württembergern, die jedoch auch gute Elemente eines gesunden Wettbewerbs in sich trügen, einstweilen müsse man noch von einer Art„Koexistenz“ zwischen Badenern und Württembergern sprechen. Die Regie- rung hoffe aber zuversichtlich, daß aus der Etatgestaltung, der Gesetzgebung und den 500 3 Ale 7 5 n ohlfurt rr 8 Hiraburg 2 0 4000 5000 chung INNERHALB Zwischen dem Rhein- Ruhr- Ge- 278 ID. SEZAHUTE biet und Baden Württemberg FAHRZEUGE schtboillt der Verkehrsstrom in 1000 der Bundesrepublik zu seiner 4200 größten Stärke an. Hier wurde auch das in der Bundesrepublik am meisten befahrene Stuck er- mittelt, als zwischen Darmstadt und Mannheim innerhalb 24 Hoooo 8 AUTOBAHNHN Stunden nicht weniger als 30 000 III BUND ESS TRI Fahrzeuge gezählt wurden. Dies Mach lerfehts. war nur eine der 10 00 Zänl- stellen, an denen die Verkehrs- strme im Bundesgebiet gemes- sen wurden. Dank dieser Ver- kehrszühlung knnen wir uns heute ein vollständiges Bild der Verkehrsstruẽtur machen. Es be- einträchtigt das Gesamtbild we- nig, daß der Zeitpunkt der Zü- lungen bereits eineinhalb Jahre azurucleliegt und ihre Auswertung au einer Verehrskarte der Bun- desrepublił erst jetet möglich ist. Die großen und ſeleinen Zug- straßen des Straßenverkehrs kaben sich seitdem nicht verün- dert; wohl aber ist die Ver- lehrsdickte allgemein noch an- gegiegen. politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen zugunsten aller Lan- desteile und mit dem guten Willen aller Bevölkerungskreise endlich die Verschmel- zung zu einer wirklichen Einheit er wachse. Die von der KPD beantragte Streichung der Mittel für das Landesamt für Verfas- sungsschutz wurde abgelehnt. Als der KP- Sprecher, Abg. Eckert, von einer„Refaschi- sierung Westdeutschlands“ sprach und das Verfassungsschutzamt mit der Gestapo ver- lich, wurde er von Präsident Dr. Neinhaus energisch gerügt. In der Aussprache über die Förderung der Wasserwirtschaft erklärte der CDU-Ab- geordnete Rauch, leider sei der Wasserhaus- halt unseres Landes nicht 80 ausgeglichen, wie der neue Staatshaushaltsplan. Sehr kri- tisch äußerte sich Rauch zum Problem der Abwasserbeseitigung.„Wir sehen schöne Straßen und Siedlungen“, sagte er,„Aber die Abwasserwege sind oft noch wie zu Noahs Zeiten. Das führt dazu, daß unsere Gewässer bald nichts anderes mehr sind als Abwasserkanäle.“ Er kritisierte auch die Kürzung der Mittel für staatliche Flußbau- maßnahmen. Dabei, so sagte er, würde ein Ausbau der Flußbette das Land vor den Hochwasserschäden schützen, die alljährlich den Staat viel Geld kosteten. Die Türkei als strategisches Bindeglied Aber die Balkanpakt-Staaten sehen Von unserem Korrespondenten Franz von Caueig Istanbul, im März. Zur gleichen Zeit, da in Ankara die Außenminister der drei Balkanpakt-Staaten (Jugoslawien, Griechenland und Türkei) sich zu einer„Balkankonferenz“ trafen, flelen in Gaza, nahe der ägyptisch- israelischen Grenze, Schüsse, durch die auf beiden Seiten Sol- daten den Tod fanden. Man könnte sagen, dag diese Begleitmusik bei den Griechen und Jugoslawen als sehr schrill empfunden Wurde. Zwar ist die Türkei an dem Zwi- schenfall von Gaza in keiner Weise beteiligt oder auch nur annähernd zu irgend welchen Maßnahmen genötigt, aber vor kurzer Zeit wurde in Bagdad ein irakisch- türkischer Pakt geschlossen, den die beiden anderen Balkanländer mit sehr gemischten Gefühlen entstehen sahen. Es sind bereits vor der Balkan-RKonfe- renz von Ankara Stimmen laut geworden, die aus Belgrad und Athen herüberklangen und die in der Türkei zu denken gaben. Als vor nunmehr Jahresfrist die Balkan- staaten einen gemeinsamen Verteidigungs- akt abschlossen, galt es, für die Ruhe und Ordnung in diesem Südostwinkel des euro- päischen Kontinents Sorge zu tragen. Nie- mals aber war qugoslawien bereit, Verpflich- tungen irgendwelcher Art zu übernehmen, die außerhalb der engen Sphäre des Balkan- raumes liegen könnten. Man hat in Ankara diesen Standpunkt nicht nur verstanden, sondern auch begrüßt. Nun hat aber die Türkei gegen die Vor- behalte der Partner im Balkanpakt ein sehr gewichtiges Argument in die Waagschale zu Werfen, und zwar die Tatsache, daß der Irak Notiz zum Tage Friedrich Ebert unbe kann- Die beiden SPP. Landtagsabgeordneten 9 Alem Möller und Willi Lausen üben in ein in ironischem Tone gehaltenen Anfrage an dg badisch- württembergiscken Kultus mining scharfe Kritik an der Tatsacke, daß in dem Kultus ministerium genehmigten Geschichtsbug für die höheren Schulen Baden- Württembe die Verdienste des Reickhspräsidenten Friedrig Ebert mit keinem Worte erwähnt worden dil Die Fragesteller wollen wissen, ob den per fassern des Buches und den Ministerialbean. ten, die für die Zulassung des Buches vera wortlich sind, die geschichtlichen Leistunge Friedrich Eberts bekannt seien. Falls diet Frage bejaht werde, wollen die Abgeordnete wissen, warum in dem 160 Seiten umfassendeg Buck, das die Jahre 1815 bis 1930 behangel eine Würdigung Eberts enthalten ist. 17 schließlich, den Verfassern und den beteiligten Ministerialbeumten den Teæt der Rundfunk. ansprache des Bundes präsidenten anläßlich den 2 80 7 Abgeordneten empfehlen dem e 57 Vas Sco britisch Werk schen beiseite paris mes de bessin Derem nen W. eine fa land zustel l. Der no 00 PU gentlic Die St. Als Nighti. Krank 30. Todestages des verdienstvollen ersten den 85 schen Reichspräsidenten zur Verfügung 21 5 stellen. J ger C! um di gen 5. sind ir. Heime chen dauert ten. L d 4 4 4 geselli. es amerikanischen Pressedienstes„Globe Fraue Press dessen Hauptsitz sich in Ney! Fork befindet und der in rund 50 Länden re Agenturen unterhält. Im Gegensatz zu an.] 4 in deren Ländern, wo die„Globe Press“ nur 9 5 populär- medizinische Informationen Verbrei- tet, gab die Niederlassung in der Schwe einer auch politische Nachrichten durch. Und ZWar 8 an ausländische Agenturen und an 35 Schwei. Bückg zer Zeitungen, wie sich bei der bundesan- einem waltschaftlichen Einvernahme ihres Leitet nur, w. eines Berners, ergab. ben Dieser Herr sah sich plötzlich dem vielerör- 8 terten Paragraphen 272 des schweizerischen gen W. Strafgesetzbuches gegenüber, der den poli · tischen Nachrichtendienst für das Ausland Der mit Gefängnis und in schweren Fällen mit i Det Zuchthaus bestraft und dessen unscharte er gen Abgremzung gegenüber dem journalistischen Assist Nachrichtenwesen sowie dem berechtigten Interesse der Oeffentlichkeit an politischen Die Vorgängen nicht erst seit heute Anlaß u kritischer Diskutierung in der Schweizer“ Aae Presse gibt. Da vor dem Jupiterlicht diess Bel de Paragraphen auch das Redaktionsgeheimni 11 schmilzt, mußte der Leiter des Zürcher Büro antrie der„Globe Press“ seinen Gewährsman an- Kamps geben, einen angeblich in Bern alxkreditier- en, P ten Diplomaten eines Ostblockstaates, der im 16 d. Begriffe sei„abzuspringen“, mit dem er je. doch nicht persönlich, sondern durch einen f Mittelsmann verkehre. Paragraph 292, Un. 55 gehorsam gegen eine amtliche Verfügung 505 ahndend, entlockte dem„Globe Press“-Ver- Obele treter den Namen seines Mittelsmannes 10 eines tschechischen Emigranten in Bern, 2u gen- 1 dem eilends die Stadtpolizei geschickt Wurde le 1 und dieser Emigrant gestand, daß er sich Alge sämtliche Sensationsmeldungen für die Aust „Globe Press“ von Anfang an aus seinen f 195 K Wohlinformierten Fingern gesogen habe und davon daß alles frei erfunden sei. Millio Während sich die Behörden auf den e Standpunkt stellen, daß die Sensationsmel- 5 dungen den Landesinteressen abträglich! Die waren, erheben sich doch Bedenken, ob det 8 Paragraph, der den„politischen Nachrich-] mt e tendienst“ verbietet, hier anwendbar ist ase und ein so zurückhaltendes und angesehenes 1 5 Blatt wie„Der Bund“(Bern), der, wie auch 8 andere namhafte Schweizer Blätter, von den Nillio Informationen der„Globe Press“ Gebrauch ae gemacht hat, weist gleichzeitig auf die Mög- für E lichkeit hin, daß der tschechische Informator 75 vielleicht nur, um sich weiteren Fragen 2 wird entziehen, behaupte, er habe alles frei er: befass funden. Möglich sogar, daß er doch einen] hirts absprungbereiten, aber noch amtierenden Techn Oststaaten- Diplomaten deckt. Ob der an- ind! fangs erfundene„siebente Mann“ und der, dit erfundene„Diplomat“ wirklich existieren vress. wird die weitere Untersuchung der Bundes- 0 anwaltschaft zeigen. Be verbr. Als einziger Ausländer ist der Regie- 5 rende Bürgermeister von Westberlin, Otto Suhr, zu der vom 19. bis 21. Mai in New abu Vork stattfindenden amerikanischen Bür- 5 germeisterkonferenz eingeladen worden. 8 — das Bündnis mit dem Irak nicht gern Hilf bereit ist, für seine Verteidigung alle Hilfs- 1 Ne mittel einzusetzen, oder auch— wenn es fand nötig sein sollte— alle eigenen Einrichtun- 1 gen ausländischen Verteidigern zur Ver- 91 fügung zu stellen. Man kann das 80 auffas- 1 15 sen, daß die Türkei dadurch rückenfrei ge- 00 G worden sei. Allerdings besteht zwischen dem 905 Irak und der Türkei auch die Klausel der oll gegenseitigen Hilfe und die Türkei hat sich Diese erpflichtet, für Ruhe, Ordnung und Sicher- 9150 Beit im Nahost-Raum einzutreten. Es könnte Schw, natürlich passieren, daß Bagdad an die Tür- neuer kei herantritt, um Unterstützung zu erbitten, die u Der Fall wird wahrscheinlich nicht eintreten Wei so lange nicht der ganze Nahe Osten bedroht Veite ist. Wenn es aber— was Ankara doch an- idea strebt— gelingen sollte, eines Tages alle J davor Araber-Staaten dem irakisch- türkischen Pak leib zuzuführen, dann könnte die Angelegenheit jon i (80 lange mit Israel noch kein Frieden ge- den schlossen ist) ein anderes Gesicht erhalten. ger 8 Das ist es, was Belgrad und auch Athen der eue Türkei zu bedenken gaben, das war auch der uber Grund, warum man in Ankara die Nachrich letzt über die Schüsse von Gaza gerade in die- icke sem Augenblick mit großer Besorgnis auf- fetzt nahm. 5 Gesc Inzwischen hat sich aber in der türki⸗ 18 schen Hauptstadt der„Balkan-Rat“ gebil- 910 det, eine ähnliche Einrichtung wie der K „Europa-Rat“. Es ist also der Türkei nicht Teuen mehr allein möglich, in allem und jedem anbws die Entscheidung zu treffen. Beratungen tung missen den wichtigsten Beschlüssen voran- 550 gehen. Darauf kann sich Ankara nunmehr. denz berufen. Es kann sich auch den Krabern Gast gegenüber darauf berufen, wenn diese die 1 1 5 Ansicht vertreten sollten, daß sich die Türkel ral durch allzuviele Bindungen schwäche. Weit MORGEN Seite 3 Scotland Vard ist es gelungen, ein dem keitishen Museum gehörendes seltenes erk über die Uniformen der napoleoni- e an da chen Armee wieder herbeizuschaffen, das S minis beiseitegebracht worden war. Das 1822 in dem een] paris verlegte Buch„Collection des Unifor- ientsbug] mes des Armes Frangaises de 1791 à 1814: tembeſn] pessinses Par h. Verbet et e. Lami“ war im Fried] dezember von einem Unbekannten ausgelie- den aul] ben worden, der eimen falschen Namen und den per eine falsche Anschrift angegeben hatte. Scot- vialbean, zend Vard gelang es jetzt, einen Mann fest- zustellen, der das Buch verkaufen wollte. Der nominelle Wert des Werkes beträgt etwa us dier] 800 DM, doch liegt sein Liebhaber wert we- ordnen Kentlich höher. assendeg“ ehandel,, ist. 5 sministe eteiligteg * s verant. eistungeß Dieser Tage sind hundert Jahre vergan- seit zum erstenmal ein Heim für be- Autstätige junge Mädchen errichtet worden St. Als die bekannte Philanthropin Florence 0 hientingale während des Krimkrieges 1855 gie Krenkenpflegerinnen aufrief, die den Ver- 1 a mdeten auf den Schlachtfeldern Hilfe en dei] bringen sollten, eröffnete die V. W. C. A., die zung z pereinigung Christlicher Junger Frauen, in 6 der Charlotte Street in London ein Heim, um die nach der Krim durchreisenden jun- n Mädchen unterzubringen. Inzwischen zind in fast allen Ländern der Welt ähnliche feime entstanden, zunächst für junge Mäd- chen auf der Reise, später auch zu ihrer dauernden Unterbringung in den Großstäd- ten. Und heute werden allenthalben Jung- gesellinnen-Heime gebaut, die berufstätigen 10 Frauen ein behagliches Zuhause bieten. eV* ic „Gl in 7. Langen Trotz strömenden Regens hatten am Mon- an an. geg in Rom mehrere Leute ihre Hüte mit der 158 nur Hefknung nach oben auf dem Kopf sitzen. In Verbrei- zner Bank in der Via Tritone trank ein Schwen gassierer ein Wasserglas voll Rizinusöl. Ein nd zar] Jann hate auf seinem Anzug mit Kreide ein Schwei, päckgrat aufgemalt. Ein anderer kam mit indesag, einem halben Schnurrbart ins Büro. Alles Leiten zur, weil bei der Begegnung der beiden gro- ben römischen Fußballmannschaften am Lonntag Lazio seinen Rivalen Roma 3:1 ge- delerör, schlagen hatte. Die eigenartigen Erscheinun- erischeg gen waren die Sühne für verlorene Wetten. en poli⸗ 4 145 der Chirurg Dr. William Honor starb en mt n Detroit infolge eines Herzanfalls, während nschartg] er gerade einen Patienten operierte. Sein stischen] zesistent führte die Operation zu Ende. chtigten!* 5 litischen Die amerikanischen Luftstreitkräfte be- ſbsichtigen, 700 Millionen Dollar für den au von 200 Tankflugzeugen auszugeben. gel den Tankflugzeugen handelt es sich um chnelle Transportmaschinen mit Düsen- antrieb, die die Treifstoffvorräte von reditie Kampfflugzeugen in der Luft ergänzen Sol- 5 ere jen, Die Flugzeuge vom Typ KC 135 sollen 1 1 von den Böing- Werken gebaut werden. 12* 9 Die Gesamtauflage der in den USA er- fügung scheinenden Zeitungen hat im Jahr 1954 die 8 0 1 Rekordhöhe von über 55 Millionen erreicht. mannes Obgleich die Zahl der Tageszeitungen um 20 3812 50 mrückgegangen ist und insgesamt 1765 Mor- U gen- und Abendblätter betrug, stieg die Auf- 155 ich ge um über 600 000 Exemplare. Auch die er Fuel ausgaben des amerikanischen Publikums für ür ae Hasle befinden sich ständig im Ansteigen. seinen 1954 betrugen sie über eine Milliarde Dollar. abe und] davon 325 Millionen für Instrumente, 225 Millonen für Schallplatten, 50 Millionen für Konzerte und 30 Millionen für Noten. nan an; uf den onsmel-.. ſträglich! Die Gesamtauflage der 7800 in der So- ob der Wietunion herauskommenden Zeitungen wird achrich⸗ mit etwas über 44 Millionen Exemplaren dar ist angegeben. Sie erscheinen in 119 verschiede- sehenes nen Sprachen. Darunter befinden sich 93 je auch] Leitungen für Jugendliche und 20 für Kin- „on den der; die zusammen eine Auflage von acht Aillionen haben. Außerdem erscheinen noch 4 hn Zeitschriften für Jugendliche und 22 n für Kinder mit einer Gesamtauflage von igen 11 Wei Millionen. Die Zahl der Zeitschriften ird mit gegen 1500 angegeben; von ihnen krei er.] belassen sich 265 mit Politik, Sozial- und 1 einen] pirtschaftsfragen, 250 mit Industrie und renden] fechnik, 222 mit Wissenschaft, 156 mit Kunst zer an. und Literatur, 128 mit Landwirtschaft, 103 ind der& zit Medizin, 103 mit Pädagogik. 103 mit stieren,( resse und Bibliographie. zundes- 5 Bei einem furchtbaren Autobusunglück verbrannten in Südkorea 21 Fahrgäste. Lwanzig wurden schwer verletzt. Nach dem Regie 5 8 Bericht der südkoreanischen Polizei über- 4, Otto In den Vereinigten Staaten arbeiten die Konstrukteure der verschiedenen Flugzeug- Werke mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Hubschraubertypen werden Helikopter herausgebracht, die noch sicherer, noch schneller oder noch größer sind als ihre Vorgängertypen. Seit einiger Zeit richten die amerikani- schen Luftfahrtexperten ihr Augenmerk vor allem auf die Möglichkeit, die Flugleistung des sogenannten„Convertiplanes“ weiter zu verbessern. Diese neuartige Flugmaschine, der man in den USA eine große Zukunft Vvoraussagt, ist sowohl mit Drehflügeln als Dieser Transport- Convertiplane, eine Kreuzung zwischen Helikopter und Staryrflügelflug- zeug, wurde von den amerikanischen Sikorsky- Werken herausgebracht. Er ist mit zwei Rotoren und zwei Kolben motoren ausgerüstet, die an den kurzen Tragflächen montiert sind. Vorteile dieser Neukonstruktion: Sicher und wendig wie ein Hubschrauber, hohe Geschindigeit im Geradeausflug, Fluggesckwindigkeit 2 Emã/st im Durchschnitt. * 5 Neue Hubschraubertypen in der USA Hauptaugenmerk der Konstrukteure liegt auf der Weiterentwicklung des Convertiplanes strie. Einige Werke experimentieren deshalb mit einer geradezu verwirrenden Vielfalt an Konstruktionsformen und Triebwerken, Kol- benmotore, Raketen, Düsenaggregate aller Art, Staustrahltriebwerke und Turboprop- Maschinen. Die Ergebnisse dieser umfang- reichen Versuche können durchaus eines Tages zum Bau von Flugzeugen führen, die schneller, wendiger und sicherer sind als die Gebrüder Wright es jemals zu hoffen wag- ten. Die Jacobs Aircraft Engine Company in Pottstown Pennsylvania) haben zum Bei- spiel ihr neues Convertiplane-Modell 104 entwickelt. Der Rumpf besteht aus einer kleinen, in ihrer Form äußerst gefälligen Kabine mit kurzen Tragflächen an jeder Seite und drei Rotorflügeln auf dem Dach. Am Heck sind zwei Luftschrauben ange- bracht, von denen eine die Aufgabe hat, die Torsionswirkung des FHauptrotors aufzu- heben, während der andere zum Antrieb im waagerechten Flug dient. Der mit einem 350 PS-Kolbenmotor aus- gerüstete Convertiplane 104, in dem außer dem Piloten vier Passagiere Platz haben, soll nach den Berechnungen seiner Kon- strukteure eine Höchstgeschwindigkeit von 288 km/st und eine Durchschnittsgeschwin- digkeit im Geradeflug von 240 kmist ent- wickeln. Damit wäre diese Flugmaschine mindestens doppelt so schnell wie jeder bis- her herausgebrachte Helikoptertyp.. Die Sikorsky- Werke arbeiten nach ähn- lichen Plänen. Sie beabsichtigen den Bau eines Riesen-Transporthelikopters mit zwei gekoppelten Motoren, der in der Stunde ebenfalls etwa 240 km /st zurücklegen kann. Einen Hubschrauber mit erstaunlich gro- gem Laderaum und starken Antriebsaggre- gaten hat kürzlich auch die Piasecki Heli- copter Corporation angekündigt und gleich- zeitig stellte die Gyrodyne Company of America einen Helicopter-Bus für 50 Passa- gierer in Aussicht. auch mit festen Tragflächen ausgerüstet. Sie kann daher wie ein Hubschrauber üblicher Bauart senkrecht aufsteigen und landen so- wie in der Luft„stehen bleiben“ und dar- über hinaus beim Geradeausflug wesentlich höhere Geschwindigkeiten erreichen als alle anderen Helikopter, denn waagerecht flie- gend wird sie von Propeller- oder Düsen- motoren betrieben und von Starrflügeln ge- tragen. Die idealste Lösung für diese Kreuzung zwischen Hubschrauber und Tragflächen- Flugzeug zu finden, ist zur Zeit das größte Problem der amerikanischen Flugzeugindu- Immer wieder Luſtfahrtforschung hinter dem Eisernen Vorhang Zeitalter der Düsenfſugzeuge nur als Uebergangsstadium gewertet Das Wetter Aussichten bis Freitag abend: Zunächst noch wolkig, später aufheiternd. Tages- temperaturen in der Rheinebene zwischen 5 und 8 Grad. Bauland und Odenwald wenig über null Grad. Nachts immer noch Frost. Rheinebene zwischen minus 3 und minus 3 Grad, Odenwald und Bauland bis minus 10 Grad. Schwacher, zeitweise mäßiger Nord- ostwind. Uebersicht: Der vom atlantischen Hoch ausgehende Keil schwenkt weiter nach Süd- osten; das Mittelmeer-Tief bleibt erhalten. Damit verstärkt sich die östliche Strömung erneut. Im weiteren Verlauf kommt auch Süddeutschland in den Bereich des hohen Drucks. Eine Veränderung der derzeitigen Lage ist vorerst noch nicht angedeutet. Vorhersage-Karte tür 10.3.1985 6 . Pegelstand am 9. März 8 Rhein: Maxau 433(3), Mannheim 298 (2), Worms 221(—5), Caup 223(—7). 5 Neckar: Plochingen 132 F), Gundelsheim 182(—3), Mannheim 302(2). 3 „Spielstraßen“ Nürnberg. Der Schul- und Kulturausschuß Der ehemalige Chefkonstrukteur der Junkerswerke, Professor Baade, erklärte Pressevertretern der Oststaaten, die Rück- kehr der 30 deutschen Spezialisten des Flugzeug- und Motorenbaus aus der Sowiet- union sei auf eine gewisse Stagnierung in der aeronautischen Forschung zurückzufüh- ren. Sie hätten durch ihre langjährige Ar- beit in der Sowjetunion Gelegenheit ge- habt, sich nicht nur wissenschaftlich und technisch auf dem Laufenden zu halten, sondern auch auf völlig neuen Gebieten der Luftfahrt erfolgreich tätig zu sein. Aller- dings sei es trotz intensivster Bemühungen nicht gelungen, eine Lösung für das Pro- blem des„Magnetausgleich-Antriebs“ zu finden. Hier müßten erst die Physiker bes- sere Vorarbeit leisten. Angaben darüber, was Unter diesem Antrieb zu verstehen sei, lehnte Professor Baade ab. Professor Bock, der frühere technische Leiter der Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof, erklärte ostzonalen und polnischen Korrespondenten, gewisse Teil- ergebnisse der neuesten aeronautischen Forschungen hätten erkennen lassen, daß das Zeitalter der Düsenflugzeuge nur als Uebergangsstadium gewertet werden könne. Man werde bei der Konstruktion dieser Flugzeugart und ihrer Geschwindigkeits- steigerung über bestimmte physikalisch ge- setzte Grenzen nicht hinauskommen, die praktisch schon heute erreicht seien. Kei- nesfalls werde man bei der Eroberung der Stratosphäre von den durch Düsenkonstruk- tionen gewonnenen Erkenntnissen ausgehen können. 5 „Wir haben erkannt“, sagte Professor Bock,„daß eine beliebige Geschwindigkeits- steigerung mit anderen Mitteln möglich ist, ohne dem menschlichen Organismus Scha- den zuzufügen oder ihn gar versagen zu lassen. Wir hatten Gelegenheit, in der So- Wjetunion gewisse Voraussetzungen für eine erneute Revolution in der Luftfahrt zu schaffen. Allerdings sind bis zur Verwirk- morgen werden sich nach unserer Ueber- zeugung völlig geräuschlos bewegen und heute noch für unmöglich gehaltene Manö- ver ausführen können. Sie werden völlig treibstoffunabhängig sein und von Kräften angetrieben, deren Erschließung noch 20 bis 30 Jahre dauern kann.“ Professor Baade bezeichnete die tech- nischen Einrichtungen der Sowjetunion zur Beschreitung und Erforschung neuer aero- nautischer Wege als sehr großzügig. Es werde an sich alles getan, um die noch be- stehenden wissenschaftlichen Lücken mög- lichst schnell zu schließen. Aber dann und wann ergebe sich eben ein„dunkler Punkt“, der selbst für den besten Spezialisten wie eine unüberwindbare Barriere plötzlich vor- handen sei. Dann müsse es der Zeit oder dem Zufall überlassen bleiben, die Schlüs- Flugwesen auch in un Die Arbeit der internationalen Neben der IATA, der internationalen Vereinigung der zivilen Luftfahrtgesell- schaften, findet die andere große inter- nationale Organisation der Zivilluftfahrt, die Organisation de Aviation Civile In- ternationale(OA), meist weniger Beach- tung, obgleich ihre Leistungen für die Ent- wicklung des Weltflugverkehrs nicht min- der bedeutsam sind. Diese vor nunmehr zehn Jahren auf einer Konferenz in Chi- cago ins Leben gerufene Organisation faßt die für Luftfahrtfragen zuständigen Re- glerungsämter der Mitgliedstaaten der Ver- einten Nationen zusammen und beschäftigt sich besonders mit der Aufstellung und Durchführung einheitlicher Sicherheits- maßnahmen für die internationale Zivil- luftfahrt. Seit es der OAcCl gelungen ist, für die wichtigsten Fragen des Flugwesens, der Piloten-Lizenzierung, des Flugplatzdienstes, des Karten- und Wetterforschungswesens allgemein gültige Standardvorschriften auszuarbeiten und für ihre Durchführung Sorge zu tragen, hat sie sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Förderung des Zivilflugwesens in wenig entwickelten Län- des Nürnberger Stadtrats hat beschlossen, in Nürnberg 40 Straßen für den Durchgangs- verkehr zu sperren und zu„Spielstraßen“ zu erklären. Nürnberg will damit den Kin- dern, für die Grünflächen und Spielplätze in ausreichender Anzahl nicht zur Verfügung stehen, zu Spielstätten abseits des Verkehrs verhelfen. Aus dem Zug gestürzt 5 Düren. Nach Mitteilung der Polizei ist am Dienstagmittag ein fünf Jahre altes Mäd- chen, das sich mit seiner Mutter im Per- sonenzug Köln Aachen befand, in der Nähe von Buir(Kreis Bergheim) aus dem fahren den Zug gestürzt und tödlich verletzt wor- den. Das Kind hatte vermutlich mit der Tür gespielt. sellösung zu finden. Das Werk der deut- schen Spezialisten führen jetzt sowjetische Wissenschaftler weiter, doch müssen sich die 30 deutschen Konstrukteure und Tech- niker vorerst noch zur Verfügung halten. „Das kann sich aber täglich ändern“, sagte Professor Baade. 5 Nach der polnischen Pressedarstellung würden die deutschen Spezialisten nach einer Uebergangszeit die Erlaubnis erhal- ten, Teile ihres Wissens ihrem„Vaterland“ zur Verfügung zu stellen. Die Sowjetunion wünsche jedoch nicht, daß sich eine etwaige spätere deutsche Flugzeugproduktion und -forschung mit den aeronautischen Möglich- keiten befasse, über die sich die deutschen Spezialisten nach Abschluß ihrer Arbeiten in der Sowjetunion zu schweigen verpflich- teten. 5 Sittlichkeits verbrechen Aachen. In einem leerstehenden Aachen Luftschutzbunker entdeckten spielende K der am Dienstag die Leiche eines siebenj rigen Mädchens, das am gleichen Tage elterliche Wohnung verlassen hatte, um seinem Kindergarten zu gehen. Nach Mit teilung der Kriminalpolizei ist an dem Kind ein Sittlichkeitsverbrechen begangen worden. Der Täter, nach dem die Polizei noch fahn det, erdrosselte anschließend das Kind mit einem Schal.* entwickelten Ländern Organisation der Zivilluftfahrt biete delegiert, die wirtschaftlich und tech- nisch allein nicht imstande sind., ein ziviles Flugwesen aufzubauen, obwohl aus geogra- phischen Gründen ein besonderes Bedürf- nis dafür besteht Ausbildungskurse wur- den eingerichtet, an denen über 1000 Teil- nehmer teilgenommen haben, um als Flug- platzkontrolleure. Bordfunker. Radiomecha- niker, Flugmeteorologen usw. ausgebildet zu werden. So wurden mit Hilfe der OAcCl in Abes- sinien 6 Flug- Wetterstationen eingerichtet und mit einheimischem geschulten Personal versehen. Im Iran konnten die vorhandenen Fluglinien wesentlich verbessert und mit augsebildetem Personal besetz werden. In Mexiko würde ein Regional-Zentrum für die Schulung von Flugplatzbedienungen er- richtet, an dem 275 Anwärter aus fast allen Ländern Lateinamerikas ausgebildet wur- den. In Indonesien wurde ein Luftfahrt- Informationsdienst eingerichtet, und die Regierung kann nunmehr zur Schaffung eines besonderen National-Instituts für Flugwesen schreiten, Auch der Vorsitzende der isländischen Luftfahrt-Kommission er- Hochbetagtes Geschwistertrio e Deggendorf. Die drei Geschwister Jakob, Xaver und Maria Geislinger in Wischlburg im bayerischen Landkreis Deggendorf zählen zusammen 251 Lebensjahre. Jakob ist mit 87 Jahren der àsteste Einwohner der Gemeinde, Maria hat 83 und Xaver 81 Jahre erreicht. Das Geschwistertrio hofft, zusammen 300 Jahre alt zu werden. 5 Tiefstand im Kaffeeschmuggel Aachen. Der Kaffeeschmuggel an der Aachener Grenze erreichte im Februar einen noch nie dagewesenen Tiefstand. Lediglich 92 Pfund Kaffee wurden während des letz- ten Monats im Bereich der drei Aachener Hauptzollämter beschlagnahmt. In der Blüte- „„˖ͤ Tb 3 lichung der technischen Pläne noch die vom befaßt d 105 18 Geb klärte, daß das Fl f Land Bür⸗ östlich v. Seoul. Dabei explodierte der. dern befaßt und auch au iesem Gebiet arte, da as Flugwesen seines Landes 3„ 45 5 nta 1 5 das N geriet in Kollegen Baade angedeuteten physikalischen ansehnliche Pionierarbeit geleistet. Ueber durch die Tätigkeit einer GACI-Mission zeit des Schmuggels waren es oft über 200 e eee Probleme zu lösen. Die Flugkörper von 100 Sachverständige würden in soiche Ge- anz wesentlich gefördert worden sei. Zentner monatlich. 755 d i K 2 d E 81 d en bearbeitende Maschine hinein- und heraus- Säule liefert ständig eine elektrische Lei- der Kinderlähme Beziehungen bestehen Un riindun gehoben werden(der Zylinderblock wiegt stung von 15 Milliwatt. Damit ist zunächst müssen, denn Kinderlähme- arme Jah n N eue Er enntnisse 85 roh etwa 48 kg). Bei der neuen automati- bewiesen, daß das Prinzip zur Nutzung die- waren solche mit epidemieartiger Ausbrei Hilfte für Strickerin lichen Abmessungen. Sie kann von zwei schen Maschinenstraße dagegen werden die ser Energiequelle einwandfrei arbeitet. O tung der„Bornholmer Krankheit“. Hilfs- Nähmaschi 1 der Faden von Mann getragen werden und erreicht inner- Blöcke mit einem Luftheber auf die Roll- es sich zu Großanlagen ausbauen läßt, bleibt 1+ 1 K 1 . ea 8 maschinen, bei denen der 1 2 0 ute halb 15 Sekunden ihre volle Leistung. bahn gehoben und zur Ladestation der er- abzuwarten. ermitenkontrolle 1 . 155 gespult werden muh. 8 5 5 35 g f sten Transfermaschine gebracht, die die Siepenmal soviel(df) In Zusammenarbeit mit einer elek- e, P Großsbpeiehe? Blöcke, wie in Heft 3 der„Umschau in Wis- f 5 a 8 trotechnischen Fabrik ist von einem Ento- 1255 Aandstrickmaschinen ist das anders. is ut.(g) In Westberlin gibt es jetzt 15 fern- senschaft und Technik“ Crankfurt) ausge-(8) Die rapide Ausbreitung der elektri- mologen der Universität von Kalifornien 7 gesteuerte elektrische Großspeicheranlagen. führt wird, dreht, wendet, bearbeitet usw., schen Klima- Anlagen in amerikanischen ein„Mikroschalldetektor“ entwickelt wor- e ein Widerspruch, wenn man 50 bis rei ge- 100 Gramm Wolle in drei bis sechs Minuten n dem berstrickt, jedoch allein zum Aufwickeln der el der Jolle zum Knäuel sieben Minuten benötigt. at sich] diesem Uebel will— laut„Deutsche Näh- sicher- maschinen Zeitung“, Bielefeld— eine cönnte Schwarzwälder Firma abhelfen. Mit dem e Tür. neuen Wollwickler dieser Firma wickelt auch bitten. die ungeübte Strickerin mühelos in ein bis treten, wei Minuten 50 bis 100 Gramm Wolle. Ein edront] peiterer Vorteil: Man erhält ein sozusagen ch an- ideales“ Knäuel, das beim Stricken nicht es alle J davonläuft, sondern auf dem Tisch stehen n Pakt tleibt, und das sich leicht und gleichmäßig ſenheit bon innen aufziehen läßt, bis der letzte Fa- en ge. ben verstrickt ist. Auch der Gleichmäßigkeit alten.(ber Strickarbeit kommt dieser praktische en der eue Wollwickler zugute. Das Gerät ist ch 10 ö laberst einfach zu handhaben und nicht zu- 1 5 ett pillig. Männern, die bisher zum Wolle 1 1 ckeln hre Arme herhalten mußten, ist auf- fetzt die Möglichkeit gegeben, ein praktisches schenk„an die Frau zu bringen“. türtl- 1 leichte Löschpumpe a ſcht Kürzlich wurde in England eine kleine j6d m eterlöschdumpe mit Gasturbinenantrieb jeden idckelk. Sie nat die sleiche Förderlei „ 3 von 1890 1/min. wie die bisherige . were Standard- Feuerlöschpumpe mit 15 rn Gastanmotor. Der wesentliche Vorteil der aber(Lssturbinen-Löschpumpe, die in Heft 3 der 1 8 W in Wissenschaft und Technik“ ure! f prankkurt) beschrieben wird, Hiegt in ihrem itaus geringeren Gewicht und ihren räum- Sie versorgen Wohnhäuser und Wohnblocks mit Warmwasser. 5 Flutlicht für einen Groschen (g) Ein guter Einfall macht sich in der Stadt Bamberg bezahlt. Zur Fremdenver- kehrswerbung hat man Automaten auf- gestellt, die beim Einwurf eines Groschens eine imposante Beleuchtung einschalten, die ein Barockpalais und idyllische alte Fi- scherhäuser überflutet. Der Automat Sollte nur helfen, die Unkosten zu decken. Fremde und Bamberger Bürger haben solche Freude am Licht, daß sich die Anlage bezahlt. Styropor Poröse Kunststoffe gibt es bereits eine ganze Anzahl. In dem neuen Kunststoff „Styropor“ jedoch liegt eine Masse vor, die in einfacher Weise— bei kochendem Was- ser— plastisch und ver formbar wird, so daß man sich selbst gemäß einem Bericht in Heft 3 der„Umschau in Wissenschaft und Technik“(Frankfurt) Gegenstände herstellen kann, wie etwa Schwimmgürtel, Spielzeuge, Puppenmöbel, Tropenhelme usw. Transferstraße Eine„Transferstraße“ in der Autoindu- strie, wohl die erste dieser Art in Deutsch- land, ist seit einiger Zeit bei Opel zur Be- arbeitung der Zylinderblöcke in Betrieb. Bisher wanderten die Blöcke auf einem Rol- lentransportband und mußten jeweils in die um sie schließlich auch noch zur nächsten Maschine und damit zum nächsten Bearbei- tungsvorgang C e Energie aus dem Meer (df) Eine neue, bisher noch ungenutzte, ja unbekannte Kraftquelle, die für menschliche Zwecke dienstbar gemacht werden könnte, besteht an allen Stellen, an denen Flüsse in den Ozean münden. Hier vermischt sich nämlich das salzfreie Wasser der Ströme mit dem salzhaltigen Wasser der Meere. Nun hat aber Salzwasser gegenüber salzfreiem Wasser einen sogenannten osmotischen Druck, der sich für Meerwasser auf 20 Atmosphären beziffert. freies Wasser in Salzwasser von der Stärke des Meerwassers ergießt, bleibt die gleiche Energie ungenutzt, die vorhanden wäre, wenn dieselbe Wassermenge aus 200 m Höhe herabflele. Die Aufgabe, diese Energiequelle technisch zu nutzen, hat, wie„Angew. Che- mie“ berichtet, jetzt der Engländer R. E. Pattle in Angriff genommen. Er konstruierte eine sogenannte hydro- elektrische Säule, die aus rund 100 Zellen von je 1 Millimeter Dicke besteht; die Zellen werden aus Mem- branen mit ganz bestimmten chemischen Eigenschaften gebildet und wechselweise von Süß- und Salzwasser durchflossen. An den beiden Enden der Säule, die nur acht Quadratzentimeter Querschnitt hat, erhäit man eine Spannung von drei Volt, und die 5 Das heißt: überall wo sich salz- Wohnhäusern und Büros wird bis zum Jahre 1963 wahrscheinlich zu einer Steige- rung dieses Stromverbrauchs auf das Siebenfache führen. „Bornholmer Krankheit“ Seit etwa 1951 hält sich in Deutschland eine epidemieartige Krankheit, die im 18. Jahrhundert zum ersten Male von einem Arzt in Schleswig beobachtet und beschrie- ben wurde. Meist sind Kinder und junge Erwachsene betroffen. Es kommt plötzlich zu starken Brust- und Bauchschmerzen und auch zu Schmerzen in der Arm- und Bein- muskulatur, Sie führt jedoch nicht zu Läh- mungen, sondern verläuft gutartig, auch ohne Behandlung Nachdem die„Bornholmer Krankheit“(genannt nach der größten Epi- demie, die 1930/34 auf der Insel Bornholm grassierte) in den dreißiger Jahren in großen Teilen Norddeutschlands auftrat, wurde sie während des 2. Weltkrieges nicht beobachtet. Die Ausbreitung nach dem Kriege in Ge- samtdeutschland geht eng einher mit der Ausbreitung in ganz Europa und Uebersee, ein Zeichen, wie eng verknüpft die Länder eines Kontinent und sogar die Kontinente untereinander sind—„dank“ des zeitlich stark verkürzten Verkehrs der zivilisierten Länder untereinander. Interessant dürfte die Beobachtung sein, über die unter anderem in Heft 3 der„Umschau in Wissenschaft und Technik“(Frankfurt) berichtet wird, daß zwischen der„Bornholmer Krankheit“ und den. der bei der Bekämpfung von Termiten Hilfe leisten kann. Termiten haben nämlich die Eigenschaft, einander dadurch zu war- nen, daß sie mit den Beinen gegen den Bo- den klopfen und so ein— normalerweise für menschliche Ohren unhörbares— Ge- räusch verursachen. Dies erschwert die Kontrolle der Termitenplage. Mit Hilfe des neuen Geräts kann das„Termitengetrampel“ in einem Kopfhörer vernehmbar gemach werden. a Stoffwechsel- Forschung (df) Für die Erforschung des Stoff wechse prozesses ist eine Entdeckung wichtig, die Professor Lardy und seine Mitarbeiter(Uni- versität Wisconsin) gemacht haben. Es ge- lang, die Teile lebender Zellen zu isolieren, die unmittelbar auf das Schilddrüsenhormor Thyroxin ansprechen. Dieses Hormon b stimmt die Rate des Grundumsatzes im Or- ganismus. Lardy konnte jetzt feststellen, daß Thyroxin, das nach seiner Sekretion dure die Schilddrüse im Körper in Trijodthyronin verwandelt wird, die Mitochondrien beein- flußt, die gewissermaßen das Kraftwerk jeder lebenden Zelle darstellen. Ueber die Mitchondrien wirkt sich Thyroxin offenbar auf das Enzymsystem aus, das Fette ur Kohlenhydrate in Energie umsetzen Bilf wobei, nach Professor Lardy, eine speziflsche Wirkung auf eine Zwischenstufe in der Um- setzung der Kohlenhydrate ausgeübt Wird. Seite 4 MANNHEIM Donnerstag, 10. März 1955 Nr. g Toto, Hunde, Grippe Die Ellbogen dominieren: In der Stra- Benbahn, im geschäftlichen Konkurrenz- kampf, im sogenannten täglichen Leben überhaupt.„Der Tüchtige denkt an sich selbst zuerst“, könnte die Abwandlung des Zitats heißen, wobei tüchtig mit„clever“, „Sewieft“ oder„allen Wassern gewaschen“ übersetzt werden sollte. Um so erfreulicher, daß dem nicht immer 80 ist, daß ein Zehnjähriger einer Insassin des Altersheimes auf dem Lindenhof frei- Willig zehn Pfund Kartoffeln heimträgt, daß die berüchtigte Jagd nach dem Erfolg zu- Weilen abgeblasen wird, daß es noch Leute gibt, die das zum Schlagwort avancierte „Von Mensch zu Mensch“ nicht nur zerreden, sondern vorleben: Machte da ein junger Neckarauer kürz- lich einen mit viel Fleiß ertüftelten, dennoch unverhofften, größeren Totogewinn. Außer- dem machte er etwas Ungewöhnliches: Er lud vier Waisen aus dem Kinderheim Rheinau und er kleidete sie mit einem „Kostenaufwand“ von rund 400 DM von Kopf bis Fuß ein. Anschließend bewirtete er sie mit Schokolade und Torte. Der junge Mann aus Neckarau hat da- durch— zu seinem Geld, das ihm zu gön- nen ist— einen weiteren Gewinn gemacht. * Was dem Menschen recht ist(sein sollte), ist den Tieren billig: Der Mannheimer Tier- schutzverein hat seit wenigen Tagen eine Art„Stellenvermittlung“ für veränderungs- bedürftige Vierbeiner eingerichtet und nennt das„Positiver Tierschutz“. Wer keinen Hund oder keine Katze oder keinen Stallhasen mehr halten kann, wer einen Hund oder eine Katze oder einen Stallhasen haben möchte, wendet sich an die Zentrale— ihm kann geholfen werden. Durch eine Kartei, durch guten Willen, durch Arbeit im Dienste einer Einrichtung, deren Ziele sich mancher von uns zum Vorbild nehmen sollte. Man höre und staune: Stellengesuche und Stellenangebote verspielter Kater, ernst- Hafter Dackel oder steifbeiniger Foxterriers werden ehrenamtlich und daher gebühren; Frei behandelt. Das gibt es noch—. Die Adresse heißt: Tilly Nagel, Augusta Anlage 15. Meinen Sie nicht auch, daß der aus Raumnot oder sonstigen Gründen abzuge- bende Pudel Ali aus dem vierten Stock ein Jubiläumsgewedel von der Schweifwurzel läßt, wenn er in gute Menschenhände kommt??? * Weniger nächstenlieb ist das, was zur Zeit Wieder einmal heftig umgeht, ja geradezu grassiert: Die Grippe, auch Influenza ge- nannt, hat mit tückischen Bazillen alle ver- fügbaren Rachenschleimhäute besetzt, Fie- ber erzeugt und den Umsatz der Apotheken gewissenhaft erhöht. Stöße von Taschen- tüchern(und Tabletten), sowie bekämpfen- der Alkchol sind ebenso an der Tages- und Nachtordnung, wie gerötete Nasen, heisere Worte oder ver-weinte“ Augen 5 Rief mich mein Freund und Kollege ge- stern belegten Stimmbandes und fliegenden Riechorgans bettlägrig an:„Ich hab' die Gripp'!“ Er soll, dem Vernehmen nach, unter drei überdimensionalen Deckbetten aus dem Nachlaß Alexander des Großen in die Unterwelt der„schweißtherapie“ hinab- getaucht sein und bis jetzt das Licht des Genesungstages noch nicht erblickt haben. In drei bis vier Monaten— so erwartet man— herrscht hierorts voraussichtlich eine Bullenhitze. hwWD Unhaltbare Zustände herrschen in der Turnhalle der Luzenbergschule, ab, ein fruchtbarer Nährboden für all die Menschlichkeiten und Rei- wo die Hockwassergeschädigten von der Friesenheimer Insel in einem berelen, die entstehen, wenn Menschen zu nake„aufeinandersitzen“. Massenlager untergebracht sind. Alle Lebensdußerungen: Schlafen, Waschen, Stricken, spielen sick in voller Deckungslosigkeit Kochen, „Insulaner“ verlieren die Geduld: Unsere Steiger-Bilder zeigen, wie sich die Familienmütter bei ihren nduslichen Verrichtungen behelfen müssen. Immer noch Massenlager in der Luzenbergschule Sechs Wochen nach der Katastrophe: 40 Menschen leben unter primitiven Verhältnissen in einer Turnhalle „Von welcher Partei kommen Sie denn? So. Sie sind von der Presse] Ste mußten nur einen Tag dei uns kier wohnen, dann wüßten Sie genug zu schreiben!“ Feindlicke. spöttische, verbitterte und auch amüsierte Blicke nenmen uns ins Kreuz- feuer. Aber wir glauben schon jetzt, nach Erzählungen und Beobachtungen uns ein richtiges Bild darüber macken zu können, wie die Hochwasser geschädigten der Frie- senkeimer Insel nock heute— sechs Wochen nach der Katastrophe— in der Turn- Ralle der Luzenbergsckhule leben: 40 Betten, ein paar Stühle und Tische Gerettete Küchenmöbel. Kleider frei an der Sprossenuwand oder an den Wänden aufgehängt, nähende und waschende Frauen, müde und mißmutige Männer. Buben zwischen den Betten, das zerhackte Kinderlied, das ein kleines Mädel auf dem Schulkluvier spielt— Lärm, Unruhe, Angst und Haß. Vor 23 Uhr ist keine Ruhe im Saal, und morgens um fünf gehen die ersten wieder zur Ayxbeit. Was die Nerven auf das äußerste strapa- ziert, ist, neben dieser Unruhe, die„Dek-⸗ kungslosigkeit“ gegenüber dem Nachbarn. „Sehen Sie“, deutet eine Frau neben sich, „hier schläft ein fremder Mann und hier ein Kind“. Keine Tätigkeit, kein Gespräch, keine eheliche Ausein andersetzung, keine Kinderstrafe, die sich nicht in aller Oeffent- lichkeit abspielt. Man wagt nicht, seinen Hausrat, der unter den Betten und auf Fen- sterbrettern verstreut ist, allein zu lassen. Vier Wochen lang waren hier über 70 Per- sonen untergebracht, ein halbes Jahr alt das jüngste Kind, 83jährig der älteste Mann. Das Hochwasser hat die„Insulaner“ zu einer Schicksalsgemeinschaft gemacht, aber nicht die menschlichen Gegensätze weggeschwemmt, die bekanntlich in Siedlungsgebieten recht kraß sein können, wo neben sauberen Häus- chen die Lauben der anderen steh'n. Dieses zusammengepreßte Neben- und Durchein- ander kann auf die Dauer nicht gut geh'n. Es ist auch nicht immer gut gegangen Wer irgendwie konnte, ist auf die Insel zurückgezogen, aus Ueberdruß und Verzweif- lung.„Wenn wir nur endlich Klarheit über die Entschädigung bekämen“, klagt Monteur Z., ein Berliner, der mit einer Ostpreußin verheiratet und Vater dreier gepflegter Kin- der ist. Er würde sich dann Urlaub nehmen und sein Haus, das vier Räume enthält, Wieder instandsetzen. Müde und apathisch Geistliche Woche: „Die Botschaft mit rechter Freude verkünden“ Professor v. Loewenich über Aufgaben des Protestantismus Ueber die Aufgabe des Protestantismus in unserer Zeit sprach im Rahmen der„Geist- chen Woche“ am Dienstagabend in der dichtbesetzten Christuskirche Professor D. von Loewenich(Erlangen). Der Redner unter- schied zwischen einer protestantischen— die Weitere Kreise einbezieht— und einer evan- gelischen Aufgabe und kam zu dem Schluß, daß es der heutige Auftrag aller evangeli- schen Christen sei,„die Botschaft von Gnade und Kreuz Christi“ mit rechter Freude zu hören und zu verkünden. Von Loewenich leitete seine Gedanken im wesentlichen von Luther ab, dessen Bekennt- nis zu Gottes Wort und Gewissen er eines der revolutionärsten Momente der Geistes- geschichte nannte. Von dieser Haltung, in der die Freiheit des Christen begründet liege, (allerdings eine an die Bibel gebundene Frei- heit), dürften die modernen Protestanten ebenso wenig abweichen wie von einigen aus der Zeit des Liberalismus stammenden Ge- Pflogenheiten der evangelischen Kirche: Die Historische Arbeit an der Bibel müsse immer ein Anliegen der protestantischen Theologen bleiben, und die Kirche müsse bemüht sein, die Verbindung mit dem allgemeinen Wahr- heitsbewußtsein aufrecht zu erhalten. Einen Wohin gehen wir? Donnerstag., 10. März Theater: Nationaltheater 11.00 bis 13.15 Uhr: „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua“; 20.00 bis 22.15 Uhr:„Das Glas Wasser“. Filme: Planken:„Ludwig II.“; Alster:„Ein neuer Stern am Himmel“; 20.30 Uhr:„A Star is born“; Capitol:„Die gebrochene Lanze“; Palast:„Karawane westwärts“, 9.50, 11.50 und 22.20 Uhr:„Aufruhr in Laramie“; Alhambra: „Des Teufels General“; Universum:„Romeo und Julia“; Kamera:„Symphonie des Her- zens“; Kurbel:„Dem Rauschgift verfallen“; Volkshaus Neckarau, 20 Uhr: 4 Dokumentar- Filme über die Ostzone. Vorträge: Christuskirche, 19.30 Uhr,„Was hat uns Adolf Schlatter heute noch zu sagen?“, Sprecher Prälat D. Schlatter, Ludwigshafen; Aula der Wirtschaftshochschule, 20 Uhr,„Char- tres— die Bildsprache der Kathedrale“, Spre- cher Dr. Wilhelm Nyssen, Köln. Gewerkschafts- haus, 19.30 Uhr, Der Rechtsschutz in der So- zial versicherung“, Sprecher Regierungsamt- mann Herrmann; Kunsthalle, 20.00 Uhr,„Die Frau in der heutigen Gesellschaft“, Sprecher Dr. Arthur Mayer; Apollo-Lichtspiele, Mhm.- Rheinau, 19.30 Uhr,„Die gelbe Gefahr“, Dr. Pfafkf-Giesberg. Weitere Lokalnachrichten auf Seite 8 . Bruch zwischen modernem Menschen und Christen dürfe es niemals geben. Professor von Loewenich, der sich im Sinne Luthers dafür einsetzte, daß religiöse und geistige Fragen nur religiös und geistig gelöst werden dürften(„Ketzer verbrennen ist wider den heiligen Geist“), wandte sich gegen das Massendenken und bezeichnete je- den Menschen als„besonderen Gedanken Gottes“, der in der Kirche noch als Indivi- duum gewertet werde. Er ging abschließend noch, auf die Symbolik des Kreuzestodes ein und mahnte seine Zuhörer, sich die Antwort auf die so moderne Frage nach dem Sinn aller Dinge aus den Evangelien zu holen. 1¹ sitzt er nun, eben von der Arbeit gekommen, auf seinem Bett. Aber nicht jeder kann sich auf die eigene Kraft verlassen, bestimmt nicht der schmale junge Mann, der eine schwere Operation hinter sich hat und ge- wWissermahen hier seinen„Erholungsurlaub“ verbringt. Auch nicht die verhärmte, kränk- liche Kriegerwitwe aus dem Warthegau, die 1951 mit ihren drei Kindern nach Jahren des Hungers und Leids aus Polen ausgewie- sen wurde und nun wiedermal alles ver- loren hat.„Dorthin, wo man uns unterbrin- gen will, geh ich nicht“, und sie meint damit den Hinteren Riedweg; sie habe ihre Kinder anständig erzogen. Bittere Klagen und Vorwürfe bekommen Wir zu hören. Man sei ja nicht zum Ver- gnügen auf die Insel gezogen, nachdem man jahrelang auf der Dringlichkeitsliste des Wobhnungsamts gestanden habe, und für die Veberschwemmung könne man nichts. Für die bayerischen Hochwyasser geschädigten habe man hier gesammelt, um die Mann- heimer selber aber kümmere sich niemand. Der Polizeibericht meldet: Nur Vertreter der KPD seien hier gewesen, mit großem Interesse für die Notlage Wörtlich darf man solche Beschwerden nun nicht nehmen. Da sind immerhin die Leistungen; Anordnungen und Maßnahmen von Wohlfahrtsamt, von Gesundheits- und Wohnungsamt. Aber„funktioniert“ nicht wieder mal alles zu gut? Was die Menschen dort kränkt, ist die allgemeine„Trägheit der Herzen“, ist das Fehlen einer persön- lichen Fühlungnahme von verantwortlicher Seite aus. Die bürokratische Langsamkeit, die Unklarheit über die Zukunft, und viel- tach das Gefühl, daß man keinen Einfluß auf diese Zukunft hat, treiben allmählich zur Verzweiflung. Daß dieser Zustand, der zuerst nur einige Tage dauern sollte, schnellstens zu beendi- gen ist, fordert auch Rektor Kramer. Die Luzenbergschule ist ohnehin räumlich äußerst beschränkt. Seit sechs Wochen fällt der Turnunterricht aus. Während der im Schulhof aufgestellte Abortwagen des Tief- bauamts tagsüber von den Einquartierten be- nutzt wird, stehen nachts die Schülerinnen- toiletten des Erdgeschosses zur Verfügung, die vor 8 Uhr morgens desinfiziert werden müssen. Gewaschen wird an der Wasserlei- tung des Abortraums. Und dahinter liegt das Massenlager der Halbwüchsigen zusammen mit den Erwachsenen. Da war doch einmal die Rede von Jugendschutz? Nicht nur Jugendschutz und qugendnot— die ganze nackte erbarmungslose Not wohnt bei den Insulanern in der Luzenbergschule, bei den Insulanern mit dem berechtigten Ruf nch Hilfe. Dr. Annemarie Knoll Das Auge des Gesetzes mit Füßen getreten Die Polizei aber zähmte den Widerspenstigen In Rheinau wurde ein junger Mann wegen groben Unfugs festgenommen, nach- dem er die Angabe seiner Personalien ver- weigert hatte. Ein Freund wollte den Fest- genommenen aus den Händen der Polizei befreien, und wurde deshalb ebenfalls fest- genommen. Dagegen wehrte er sich mit Hän- den und Füßen. Als er auf die Wache ge- bracht wurde, trat er einen Beamten mehr- fach gegen den Leib. Der Widerstand nützte ihm wenig; er wurde mit einem Polizeifahr- zeug an seinen„Bestimmungsort“ gebracht. Neun Karambolagen Am Dienstag wurde die Polizei zu neun Verkehrsunfällen gerufen. Glücklicherweise wurde nur eine Person leicht verletzt. In zwei Fällen gab es mittleren Sachschaden. Dunkle Bunkergeschichte Ein 48 jähriger Mann wurde von der Kri- minalpolizei festgenommen, weil er sich in einem Bunker vor einem anderen Kind an einem I1jährigen Mädchen vergangen hatte. Der Festgenommene wurde schon 1951 ein- schlägig vorbestraft. Er gab seine Ver- fehlung zu. Spritztour mit fremden Wagen Ein 21 jähriger Kraftfahrer holte aus dem Anwesen seines Arbeitgebers zwei Volks- wagen heraus und machte damit zusammen mit seinem 18 jährigen Freund ausgedehnte Spritztouren. Einen Wagen brachten die bei- den wieder zurück, den zweiten ließen sie auf der Straße stehen. Die beiden Täter, von denen der Aeltere schon wegen Kraftfahr- zeugdiebstahls vorbestraft ist, sind unter- getaucht. Vorgesetzter rehabilitiert In unserer Meldung„ganze Kompanie raustreten zum Appell“ wurde von dem Versteckspiel eines schlechten Kavaliers be- richtet. Der Vorgesetzte der baltischen US- Arbeitseinheit hatte jedoch, wie jetzt gemel- wird, davon keine Kenntnis. Hilfe für Lebenserhellung und Welterfahrung Gut ausgestattete und richtig gestreute Jugendbüchereien leisten positiven Beitrag Der offenkundige Lesehunger der Jugend ist eher Lebenshunger als Unterhaltungstrieb — 80 ungefähr heißt es in einer fesselnd ge- schriebenen Untersuchung, die Bücherei- direktor Dr. Willi Wendling über die„Wirk- kraft der öffentlichen Jugendbüchereien“ in der Zeitschrift„Bücherei und Bildung“ ver- öfkentlicht hat. Am Mannheimer Beispiel wird diese Wirkkraft dargestellt, für Mann- heimer Verhältnisse ergeben sich daraus ge- wisse Konsequenzen. Die Bücherei- Organisationen sind der Jugend eine Hilfe für Lebenserhellung und Welterfahrung geworden. Sie setzen der Hochflut minderwertigen Schrifttums einen Damm entgegen und gewinnen durch Ver- mittlung gesunder Lektüre die Jugend für die Rechte des Geistes. Die Ausleih-Statistik und die Ergebnisse einer Leserumfrage geben interessante Aufschlüsse über Quantität und Qualität der Jugendbüchereiarbeit in Mann- heim. 6830 Kinder benutzen hier die für sie geschaffenen Einrichtungen. Fünf standort- gebundene Büchereien liegen im Stadtkern und in den ihn umgebenden Wohnbezirken, eine Autobücherei versorgt die Jugend der Außenvororte und Stadtrandsiedlungen 6830 Kinder— das sind 22 Prozent der rund 31 000 Kinder im schulpflichtigen Alter von sechs bis 15 Jahren. In Wohngegenden mit Jugend- büchereien beträgt der Anteil sogar 50, 2 Pro- zent. Jedes zweite Schulkind besucht da regelmäßig die Jugendbücherei! Die größte Lesefreudigkeit zeigen die 13. und 14jährigen. Die 15jährigen Berufsschüler fühlen sich von Lehre und Unterricht bis zur Uebermüdung in Anspruch genommen. so daß sie in der Ent- leih-Statistik zurücktreten. Sie lesen die be- quemen Seriengeschichten und sind für Kitsch (und Schund) anfällig. Der jugendliche Lesehunger ist so groß, daß er durch die öffentlichen Jugendbüche- reien nicht zu stillen ist. Die Kinder dürfen nur alle 14 Tage zum Bücherumtausch kom- mefl und nur zwei Bücher mitnehmen. Ein Teil nimmt auch andere Bücherquellen(auch Leihbüchereien) in Anspruch und die Hälfte tauscht die entliehenen Bücher untereinander aus, um mehr spannende Lektüre zu bekom- men. Der Bestand(16 689 Bände, fast ein Drit- tel des Gesamtbestandes der Volksbücherei) ist zu klein für diese enorme Beanspruchung. Auf jeden Leser kommen nur 2,4 Bücher. Der gesamte Bestand wurde im vergangenen Jahr neunmal umgesetzt. Auf den einzelnen Leser entfallen 21,8 ausgeliehene Bücher. Das Lese- bedürfnis der Jugend ist gröher. Für Auswahl und Gliederung des Be- standes waren bestimmend die Altersgrup- pen der jungen Leserschar, ihre unterschied- lichen Interessen, sowie das Angebot geeig- neter Jugendliteratur. In der Reihenfolge der sechs Gruppen— Erzählungen, Aben- teuer, Mädchenbücher, Sagen und Märchen, Tiergeschichten und geschichtliche Erzählun- gen— kommt der Anteil am Gesamtbestand und an der Anzahl der Entleinhungen zum Ausdruck. Obwohl die Auswahl breit ge- streut ist und eine Beratung durch die Aus- leihe nur auf Wunsch erfolgt, dominieren die teilweise geradezu schon klassischen Namen Defoe, Cooper, Mark Twain, Spyri, Sapper, Siebe, Steuben, Fleuron, Kästner, Matthiesen, Weinland, Gebrüder Grimm, Andersen, Hauff, Bechstein, Bürger, Schwab, Swickt, Bergengruen. Brehm, Freytag, Scott, Dahn. Dr. Wendling macht mit Recht auf den gesunden Geschmack dieser Jugend auf- merksam: Eine Jugend, die sich zu diesen gediegenen Büchern gedrängt fühlt, kann micht„verbogen“ sein. Grundlegende Aen- derungen in ihrer Persönlichkeitsstruktur müßten sich in der Art ihrer Lesewünsche äußern. Sie wünschen aber genau das, Was auf der Linſe der Wünsche ihrer unmittel- baren Vorfahren und ihrer Lehrer liegt. „Ein Plebiszit der Jugend für das lite- rarische Kulturgut im allgemeinen und für die öffentliche Jugendbücherei im beson- deren“ nennt Dr. Wendling die Ergebnisse der Ausleih- Statistik und der Umfrage. Sechs Jugendbüchereien versorgen 22 Prozent der sechs bis fünfzehnjährigen. Die Jugend- bücherei im Wohnbezirk versorgt sogar über 50 Prozent. Die Nutzanwendung liegt klar auf der Hand: Schritt für Schritt sollten alle Wohngebiete in den Genuß einer Jugend- bücherei kommen.(Ein Organisationsplan liegt vor.) Es gibt keinen besseren Damm gegen Schund. Vielleicht lassen sich die Stadtväter, die zur Zeit den Haushalt vor- beraten, an diese Kulturaufgabe mit Erfolg erinnern. F. W. Kk. eee Augenarzt Dr. Fuchs 90 Jahre alt Dr. Robert Fuchs, ein Mannheimer Al. genspezialist, feiert am 10. März Seine 90. Geburtstag. Dr. Fuchs ist zwar kein g bürtiger Mannheimer(sein Vater war 5 Pirmasenser Schuhfabrikant), aber er Wutz hier erzogen und besuchte das Karl- Friel rich- Gymnasium. Nach seinem Studium un der Promotion in Marburg und Straßbunz eröffnete er in Mannheim seine Praxis uu wurde bald eine der bekanntesten Persdh. lichkeiten unserer Stadt. Der Jubilar jahrelang Vorstand des Badischen Blinden. vereins und hat sich tatkräftig für die Be. serung der sozialen Lage der Blinden eln. gesetzt. In privaten Kreisen ist er zudem 45 ein ausgezeichneter Cellospieler bekannt f. Fuchs, dessen Haus in L 2 vollständig 252. stört wurde, lebt und praktiziert heute 4 Städtischen Altersheim Schriesheim. Soldatentum bitter bespiegelt „Soldatentum im Spiegel der Dichtung war der Vortrag— oder vielmehr die Dich. terlesung— überschrieben, die Thoms Köller vom„Kleinen Theater München“ vg jugendlichen Gewerkschaftsmitgliedern n Gewerkschaftshaus hielt. Mit Bedauern muß man feststellen daß das eigentlich Thema nicht erschöpfend behandelt wurde daß die Problematik des Soldatentums f der grellen Schwarz- Weiß- Zeichnung, in de Gegenüberstellung von rückhaltlos kriegs. verherrlichender und rigoros ablehnende Dichtung unterging. Daß uns Theodor Kör- ners Aufruf„Frisch auf, mein Volk, di Flammenzeichen rauchen“ oder Richard Dehmels„Lied an alle“, in dem er pon „ehrlichem Krieg, heiliger Not, göttlichen Tod, herrlichem Sieg“ spricht, daß uns das Schlagwort von den„zitternden morschen Knochen“ heute nichts mehr zu sagen haß haben wir auch gewußt, bevor es Hei Köller unter dem Titel„Was man uz lehrte“ ad absurdum führte. Auch„Was man uns verschwieg“, die bitteren Antikrieg, gedichte von Shapiro, Kästner, Tucholszy Borchert, Dwinger(dem in diesem Zusam- menhang zu begegnen einigermaßen über- raschend war) und Brecht, bereichert durd einige Werke von Thomas Köller, sind um aus furchtbarer Erfahrung zum Allgemein. gut geworden, So daß es das einzige Ver. dienst des Abends war, ein uns allen auf de Seele brennendes Problem in seiner tra- gischen Schärfe aufgezeigt zu haben. Anson sten blieb ein Eindruck deprimierender Au-. Wegslosigkeit, der sich auch dem jugend. lichen Publikum mitgeteilt zu haben schien denn gegen Ende verstummten auch di durch politische Anspielungen animiertes Lacher. gez „Frauenfragen— Gemeindefragen Ausspracheabend und Film Mit einem Film über„Die Frau in der Keidel Einw-e anschl. lang i. Sin Landk Verbes nach Bürgen Cemei und 1 bronn reiche: bei de mit M 7 f Ka desger trüber terkor Fritz verfas ökkent und P einer ehemeẽ Karl! eine( Unter Strafe bürge aberk . mizil tion 0 KPD- des H brämt man die ul sen 1. tion! der P Gemeinde“ leitete der Frauenausschuß der CDU seinen letzten Ausspracheabend eln, bei dem sich Dr. Frieda Eckrich als Vertre terin der„vox populi“ mit Stadtrat Dr. Mar. Proze es da. züberz tini und den Stadträtinnen Lutz und Sche. Unter rer über„Frauenfragen“— Gemeindefra- gen— Nebenfragen“ unterhielt. Das Anliegen des Filmes, der Frau den Weg zu einer erfolgreichen Gemeindearbel zu zeigen, lag auch der Diskussion u Grunde, deren Bilanz Dr. Martini zog, a er abschließend sagte: Die Frau solle sid von der reinen Politik distanzieren und n den Bereichen der Verwaltung tätig sein, Dr. Martini und seine Kolleginnen waren sich darüber einig, daß das politische Wirkung feld der Frau die Gemeinde sei, wo sie he der Lösung sozialer Probleme ihren Einffub am besten geltend machen könne. Es wur. den auch einige Fragen und Anliegen an den Stadtrat laut, wobei das Schulraumproblen den ersten Platz einnahm. Der Klage über fehlende Schulbauten und überfüllte Klas sen, setzten die Stadträte entgegen, daß d Erstellung und Einrichtung eines Schulzim⸗ mers 80 000 Mark koste und daß der Stad. muni. Schlo packt deuts terarr Winte tions! Freib 28. Fe schla mehr sten Ge 8 dag rat bis jetzt— unter Berücksichtigung der? ine fehlenden Finanzen— den Schulproblemen gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen 1 Salamanderhaus steht im Rohbau Gestern Nachmittag kletterten im Gänse marsch eine ganze Anzahl würdiger Herres die schwankenden Leitern am Neubau de Salamanderhauses in R 1 hoch, gefolgt vt dem Heer der Bauarbeiter. Der Richtkram mit seinen bunten Bändern grüßt von dem flachen Dach des fünfgeschossigen Hauses von dem man aus der Vogelperspektive au die Breite Straße, den Marktplatz, in ale Hinterhöfe und auf luftige Dachgärten blickt Nach altem Brauch deklamierte der Zim mermann seinen Richtspruch und ließ nach einem kräftigen Trunk sein Glas in Scher- ben zerspringen, Mit alten geschichtlichen Funden begann dieser Bau: Bei den 9 schachtungsarbeiten hatte man das Skelel einer 40 jährigen Frau aus dem 30)jährigel Krieg(bei der das Gebiß noch ganz voll ständig war) gefunden und war auf einen alten Brunnien gestoßen. Am 17. Dezenibel hatte man mit dem Bau begonnen. Heute 1 das Stahlbetonskelett fertig und in eine Woche kann schon das Salamander- Schul- geschäft eröffnet werden. Um eine geschlo sene Schaufensterfront zu erzielen, sind dle Erdgeschoßstützen zurückgesetzt. Archie, ten Karl Latteyer und Alfred Koch. Schrift weicht der Wand beim„Friedens engel“ Das von Gerhard Marcks geschaffele Mahnmal„Friedensengek“(Ecke B 4 an def Kalten Gasse) erhält zur Zeit den von dem Plastiker selbst gewünschten Hinter grüne Eine acht Meter hohe Mauer aus potel Bruchsandstein wird künftig die Ueber schneidungen durch die provisorische Ge. staltung des bisherigen Hintergrundes ves, meiden, so daß der„fruchtbare Momen der ungewöhnlichen Arbeit unvermindel warn C Das! über Bund kann deshe keit Vers gekle könn zur Geltung kommt. Die Beschriftung, 0 nicht gerade entbehrliche Beigabe, 5011 5 ser Maßnahme zum Opfer fallen. Wenn 10 gur und Placierung nicht unverständl werden sollen, wird etwas von der Besch tung beibehalten werden müssen. 0 1* vr. 57 Donnerstag, 10. März 1955 DREI-LANDER-SEITE e Seite 8 . 1 UMS CHAU IN Elektronengehirne und Roboter gegen Zugkatastrophen BLICK NA CI eden BAD EN-WURTTIEMB ERG RHEINLAND-PFALZ 1 85 Nen Glei 2 2 2 2 2 2 2 2 te erun 66 5 3 1 0 Bundespräsident kommt sbildstelltechnik und induktive Zugbeeinflussung haben sich bewährt/ Zukunftsmusik„Fernsteu 2 Piet r f r in idelberg Bundespräsident Theodor Frankfurt. Die furchtbaren Eisenbahn- rere hundert Meter messenden Gleisabschnit- Stellwerke ersetzt! Eine weitere Planung Neustadt. Eine große moderne Hollerith- rl. rial Hei 155 5 a en katastrophen der letzten Zeit haben zu er- tes. Die einzelnen Abschnitte sind gegenein- sieht vor, diese Fernsteuerstrecke auf 410 km Rechenmaschine will demnächst die Pkäl⸗ ium ug 2 n Heidelberger Hauptbahnhofs teil- regten Diskussionen geführt.„Wie kann man ander sorgfältig an den Schienenstößen iso- Länge bis nach Aschaffenburg und Passau zische Oberpostdirektion Neustadt in Kai- traßbütz des neu Wie die Stadtverwaltung Heil die Bahnsicherheit erhöhen?“, fragt sich die liert. Berührt der Zug auf seiner Fahrt in unter Einsatz von 4 Gleisbildanlagen zu ver- serslautern in Betrieb nehmen, die im Zuge axis n, eilte ird di enen Oeffentlichkeit, und es mehren sich die Stim- die Bahnhofsgleise dieses Melde-System, jangern. der Rationalisierungsmagnahmen in der Persbh. berg 1 5 85 und nicht wie ursprünglich vor- men, die fordern, jedem Reisezug vorne Wird der Strom über die Wagenräder und Hinter dem Zauberwort„Indusi“ verbirgt Verwaltung der Bundespost sämtliche Fern- klar wn] ann 25 am 7. Mal, stattfinden. Der feier- einen unbesetzten Schutzwagen beizugeben. Achsen in die andere Schienenseite abgelei- sich eine weitere Sicherung, die bereits an sprechrechnungsstellen in der Pfalz 8 Blinden. 905 Staatsakt beginnt um 10 Uhr morgens Bei der Bundesbahnhauptver waltung hält tet. am Stellwerks- Relais bleibt der Halte- über 400 Loks angebracht ist und später 255 Die neue Maschine„ Un die Be, sal. Port wird das erstemal der man nicht viel von diesem Vorschlag.„Bei strom aus, das Relais fällt. Unter dem,. über den gesamten Reisezugverkehr wachen 8 diert 1 nur 415 N 90 1 den el 9 kür die neue elektrische Strecke Bruch- uns stehen täglich 18 000 bis 20 000 Reise- 3. 5 15 eee Ssll: Ein Sender an der Lok strahlt während 5 5 5 e 55 udem g]-Hleidelberg eingeschaltet. Ein Sonderzug züge im Einsatz! Nur vorne einen Schutz- 8„F der Fahrt dauernd drei magnetische Kraft- 3 5 5 85 1111 1 Zahler u annt. Dr 0 Ehrengästen fährt sodann das erstemal Wagen anzuordnen, wäre Unsinn. Dann Jetle 2 8 418 4 ten verschiedener Frequenzen aus. Trifft 2 3 N 5 dig zer lat der elektrischen Strecke von Bruchsal müßte auch hinten an den Schluß jedes Zu- ÿn nun dieser Lokomotivmagnet auf einen Gleis- 9 N 85 neute 9 aach Heidelberg, wo in der Halle des neuen fleidelberger Hauptbahnhofs die eigentliche Finweihungsfeier beginnt. Die Stadt gibt anschliebend für die Ehrengäste einen Emp- ges ein Schutzwagen, der vor dem Auffah- ren eines nachfolgenden Zuges Schutz bie- tet. Macht also 40 000 Wagen, die ohne wirt- schaftlichen Sinn durch die Gegend kutschie- Standort an. Immer die gegenwärtige Situa- tion vor Augen, kann der Bedienende die je- weils notwendigen Signal- und Gleis-Stell- Aber auch bewegungen nun veranlassen. magneten bei Halt- bzw. Warnstellung eines Haupt- oder Vorsignals, so wird das dem Sendestromkreis zugeordnete Impulsrelais Gratifikation zurückgefordert Mainz. Eine Klage wegen der Rückfor- derung der Weihnachtszu wendungen von 1953 durch verschiedene Gemeinden er- eng im Königssaal des Schlosses. 5 1 f 5 wägt die Bezirksleitung Rheinland-Pfalz ichtung.. 1118 e N der Gewerkschaft Offentliche Dienste, die Dich. Schlechte Verkehrsverbindung Stelle rangierende Eisenbahnsicherheit noch 2 e 155 Thon insheim. Die Gemeinden im Süden des zu erhöhen“, sagte man uns bei der Frank- 111 3 der Tariffegahine mi hene vy Sinshe 5 e furter Buba- Hauptverwaltung.„Allerdings icht in 0 15 8 d Ton dern iu] bendkreises der Verkehrsverbindungen kosten die einige Millionen. und die fehlen Denkendes Stellwerk 1 5„ 85 1 Zeddauen ir er 1 Uns.“ Trotzdem— 80 erfuhren wir weiter Denkendes Steller, ängern, sondern im Gegensatz zum Lan Zentlicg] nach Mau* nden darauf hin, daß die sollen im Rahmen des Modernisierungspro- Der Ueberwachungsbe. auch ihren Beamten eine Weihnachtsgrati- t wurde 1 15 18 2 grammes der Bundesbahn nach und nach amte um Bedienungspult Akation gewährt hatten. Das Ministerium ums h Gemeinden Kürn 8. 5 umwälzende Sicherheitsvorkehrungen ge- eines modernen Stellwerles für Finanzen habe es nun, so teilte die OT g, in d] und 1 1 8 5 trofken werden. Und zwar durch elektro- hat ständig ein getreues mit,„durch Erlaß fertiggebracht“, diese Ge- krieg brenn un 1 8 3 8 Aen. nische Gehirne und elektrische„Roboter“: Bild der Gleisuonlage vor meinden zu veranlassen, daf sie die Weih- ehnendg] reichen 5. 5 8 3 Gleisbildstelltechnik und induktive Zug- Augen, das ihn Über alle nachtsgratiflkation zurückforderten. dor Kö. bei der. 1 5 1. beeinflussung, bei der Bahn kurz„Indusi“ Vorgänge auf der Strecke 8 A 5 Volk, du] mit Mühe ihre Arbeitsplätze erre e genannt. Beide Verfahren haben sich bereits genauestens informiert. ekordergebnis im Wohnungsbau Richarcd 3 im Bahnbetrieb hervorragend bewährt; Ziel Sollte er dennoch einen Mainz. Der Wohnungsbau in Rheinland- er von Urteil im Hochverratsprozeß ist es nun, ihre elektronischen Geister im fehler machen, sorgt das Pfalz hat im vergangenen Jahr einen neuen öttlichen isruhe. Der VI. Strafsenat des Bun- großen Stil auf allen Bahnstrecken dienst- elektrische Gehirn dieses Höchststand erreicht. Nach den bisher vor- 1 bote in Karlsruhe verurteilte den„ 5 C*Vk¼f„ 20% morschen] des 5 85 Der Reisende jagt dann im 120-Kilo- für, daß schlimme Folgen 5 5.: a gen hel. N e meter-Tempo bei Nacht und Nebel über vermieden werden. Jahre 1953 und 23 439 im Jahre 1952. Damit es Hen] krkomitees ges e ner Weichen und Brücken. Empfindliche elek- sind seit Kriegsende in Rheinland-Pfalz rund zan um] Prite Tn. 181 1 8 8 1 ung sowie trische Kontrollorsane sichern die Fahrt. an diese Vorgänge übernimmt das Gieisbild- auf der Lok umgesteuert und die gewünschte 130 000 neue Wohnungen gebaut worden. Was man ee 5 81 5 1 Sa anen Stelle der früheren handbedienten mecha- stellwerk. Und wenn der Beamte einmal eine Zwangsbremsung erzeugt. Praktisch sieht das Der Bauüberhang war am Jahresende sehr itikriegz.* 581 3 3 i zu nischen Stellwerke treten starke elektrische falsche Stellung vornimmt. verweigert“ das 80 aus: Steht ein Vorsignal in Warnstellung, groß, so daß auch für dieses Jahr wieder mit ucholsty und get 3 35 Weichenstellvorrichtungen. Kaum eine Um- Kontroll-Elektrohirn diesen Befehl! Ein Auf- so muß der Lokführer eine„Wachsamkeits- emen sehr guten Ergebnis im Wohnungs- i e 7255 e drehung macht das Wagenrad, ohne durch einanderprallen von Zügen ist dabei also taste“ betätigen. Versäumt er das, wird der bau gerechnet werden kann. Ende Dezem- n biet 8 80 4185 che Delikte feinste Apparate kontrolliert zu werden, die völlig ausgeschlossen. Die echnik überrun- Zug nach genau 5 Sek. durch Magnetein- ber waren bereits 24 146 Wohnungen im Bau. ert durch 900 e nenisstrae von zue Ihren, Bie 1 1 77 05 Stelle unaufhörlich Meldungen det die menschlichen Schwächen. wirkung automatisch abgestoppt. 22 Sek. 200 jähriger Wunsch erfüllt sind un pntersuchungshaft wurde bei beiden auf die. Ard 82. N N Nach dem Vorbild dieser Anlagen, von nach Drücken der Wachsamkeitstaste tritt eee ee b 8 lgemelſ] gtrafe angerechnet. Außerdem wurden J. die 5 5 1 N. denen bereits an die zwanzig auf einzelnen überdies eine automatische Bremsung ein, Nassau. In der kleinen Gemeinde Höm- ige Ver] pürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre 9 8 e und Schranken ihre Befehle Bahnhöfen Dienst tun, planen die Bundes- wenn der Zug noch schneller als 90 kmün berg bei Nassau bestanden bereits Vor 200 J Auf de aberkannt 5 Se. b 8 5 bahntechniker späterhin Hunderte von kilo- fahren sollte. 150 m vor dem Hauptsignal Jahren Pläne zum Bau einer eigenen Kirche ner tra! a 8 Die neue Eisenbahn- Signal-Technik hat meterlangen Strecken fernzusteuern. Als wird er zum 3. Male gebremst, wenn der oder einer Kapelle. Nun hat der Gemeinde- 5 2 Ausquartiert e 1 8 5 1285 ihr 48 5 Musterbeispiel dieser Entwicklung gilt die Zug schneller als 65 kmſüh ist und 4. beim N 1 3 0 1 151 der Aus. 1 ö e mit sämtlichen Weichen und Signalen Strecke Nürnberg-Regensburg(100 Em). Sie Hauptsignal selbst, wo immer eine Brem- Verfügung gestellt. Die Baumittel sollen dae. e i V wird durch eine zentrale Gleisbildfern- sung eintritt, wenn das Signal auf„Halt“ durch Spenden aufgebracht werden, so daß n schien] on der Bundesregierung beim Karlsruher 0 85 0 1 1 25 8 4 K N 3 steuerungsanlage überwacht, die 22 übliche steht. Hömberg in absehbarer Zeit ein eigenes much de] Rpp-Verfanhren durch den Geschäftsführer t 5 eee 80. Gotteshaus haben und den Einwohnern der mierten r asten getreten, die an den Stellen eingefügt weite Weg ins Tal nach Nassau erspart blei- n!Fbotets e 5 43 1 sind, wo sich die zu steuernden Welchen uud L h. 0 hl d 2 ben wird. Mit Stolz verweisen die Einwoh- brämte Kündisung Wut 2 e 5 Sate Signale auch in Wirklichkeit draußen in der Fernsehstar aus Sta un Eisen ner auf die noch vorhandenen Eingaben an ragen“ 9 33 8 e 8 5 55 88 10„ ͤ( 5 die Fürstlich-Diezischen Behörden, die vor 7 ilm die um. 0 3 a Die Gleise auf der Tischplatte als dunkle Spannendes Experiment: Bundesbahn erprobt Betriebsfernsehen 200 Jahren gemacht wurden und in denen f F a Streiten markiert. werden durch Slasabge- 55. 5 der Bau einer Kapele gefordert wurde. Doch 1 in det tion habe man nicht damit gerechnet. dat deckte Leuchtschlitze dargestellt, mit denen Frankfurt. Das jüngste Kind der Fern- bahn führt zur Zeit spannende Fernseh- alle Bemühungen sowohl damals wie auch muß det der Prozeß so lange in Anspruch nehme. Die die Zugfahrten getreu den wirklichen Be- sehtechnik, die„Industrial Television“, experimente durch. Ziel der Versuche: Er- später schlugen fehl. Der letzte Antrag end eln Prozeg vertreter der Bundesregierung zogen wegungen durch Aufleuchten von rotem kurz ITV, hat mehr zu bieten als Unterhal- höhte Wirtschaftlichkeit und Schnelligkeit. wurde vor knapp fünf Jahren gestellt. Verte es daraufnin vor, ins Karlsruher Schloghotel Licht nachgeahmt werden. Von den beiden tung. Es leistet überraschende Dienste in Auf den Groſßgüter- und Verschiebe- Dr. Mar. züberzusiedeln. Ihr Erscheinen in der neuen parallel verlaufenden Schienen wird nämlich Wissenschaft und Technik,. Nicht nur im pahnhöfen war es bisher eine recht um- deshalb für richtig, weil in der Oeffentlich- nd Sche.) Unterkunft hatte zur Folge, daß die kom- eine von einem Relais-Strom durchflossen, Paradies des Fernsehens, in den USt, seit ständliche und aufwändige Arbeit, di 08 eindefra⸗ 1 Prozeßgvertretung, die bisher im und zwar jeweils auf die Länge eines meh- kurzem auch in Deutschland: Die Bundes- besetzungskontrolle i Schloßhote! gewohnt hatte, ihre Koffer jedem Augenblick des Betriebsablaufes müs- rau den packte und in ein anderes Hotel umzog. sen die Abfertigungsbeamten wissen, auf idearbel 5 welchem Gleis, an welcher Stelle welche sion Niederschlagsreichster Winter Lokomotiven und Waggons stehen, wohin 20g, al 5 f 5 5 8 sie laufen usw. Nur so ist eine geordnete olle zich“ Freiburg. 1954/55 gab es in Südwest- Aufgliederung der ankommenden Güterzüge 1 und uf deutschland nach den Messungen des Wet 5 in neue Einheiten mit neuen Zielen möglich. Sein, Dr teramtes Freiburg den niederschlagsreichsten J ren sich 3 seit der 1 1 5 Skar den Gleisen in Wind und Wetter stehen ir kung: tionsnetzes im Jahre So wurden in 5 8 8 1 8 0 sie bei Freiburg vom 1. Dezember 1954 bis 3 nr 1 e 1 Einfüh 28. Februar 1955 insgesamt 306 Liter Nieder- Als aufmerksame und suchen richtete man 53 55 5 8 8 Es wür. cchlag pro am gemessen, das sind 25 Liter nimmermüde Wächter wert zelnen Aufnahmekameras 5 in die Höhe n an den mehr als in dem bisher niederschlagsreich- den in naher Zufeunft ger Massen, Een B roblen] sten Winter 1899/1900. JV!!! 8 age Ude kameras æwischen den Bildschirme in der Zentrale geschaltet, wo 1 775 Gebührenpflichtige Verwarnungen. 1 11 mit spitzem Bleistift die ä a 5 8 trece überwachen un 2 8 chulaim- stuttgart. Innenminister Fritz Ulrich sagte.% mumAůA ,,,] er Stadt-“ daß er persönlich keinerlei Bedenken gegen mitteln. Erste Versuche 1 n 5 3 e zung der) ine Erhöhung der gebührenpftichtigen Ver- xluppten voræuglich. i oblemen farnungen von zwei auf füntk Mark habe. Fotos:(2) K. H. Fonck gut 1 5 85 8 5 5 1 5 0. esen Sei. Das Ergebnis der gegenwärtigen Beratungen TT 5 15 50 diese Frage in den. 5 e ist in N nur ein An ſundesrats sei ihm allerdings noch nic e- 2 2 ˖ zur ein An- e bank br alte ane ren en ae Vorbereitungen auf 100000 qm Fläche See ee e eee e e len N unbegrenzt. Ein Hüttenwerk an der Ruhr 1 Gange: beit immer über mangelnde Ahndung von Hotel- und Gaststätten-Fachausstellung 1955 vom 29. April bis 9. Mai a 5 17 8 8 1 kehrsv 1 5 ant z. B. künftig dur zu über prü- 25. 5 1 i 4 8 8 1„ Karlsruhe. Die organisatorischen Vor- Ausstellungsgelände verbinden soll, prak- 1285 oh das 5 ds Sten 8 Nele N bau 10 F 5. Wert hab bereitungen für die Oberrheinische Hotel- tisch in Erscheinung treten. Bei dieser trans- Giegpfannen richtig verläuft. Vorläufig miis- 1 g olgt 115 nne durchaus erzieherischen Wert haben. und Gaststätten-Fachausstellung 1955 laufen portablen Brücke handelt es sich um eine sen die Hiitten erker daz nden Au e ichtkram gegenwärtig auf vollen Touren. An der mit Stahlrohrkonstruktion mit einer Spannweite plattform stehen ung d von den Elektrifizierungspläne ihr verbundenen Kochkunst- und Konditorei- von 13 m und einer lichten Höhe von 4.50 m. einem Spiegel beobachten. ITV macht 8 Hauses. Schau beteiligen sich u. a. amerikanische und Die Ausstellungsfläche ist bereits jetzt facher und viel kühler! Anmien mudnmnnntns ctive ait. e 1. französische Interessenten. nahezu„ausverkauft“. Die maßgebenden jzität 3 1 Aufi dem Fernsehschirm „„ voraussichtlich bis Mal 1985 In dem Gelände, das von der Schwarz- Spitzenfirmen der einzelnen Fachbranchen In Plettriaitä swerken sieht der Mann in en blüelt ert sein, kündigte Innenminister Haldhalle und der Neuen Stadthalle flan-— fast 60 Prozent der Aussteller kommen der Schaltwarte auf dem ITV. Bildschirm Donnerstag, 10. März er Zim. Fritz Ulrich an. Anfang Juni dieses Jahres kiert wird, entsteht eine regelrechte„Aus- aus dem gesamten Bundesgebiet— sind. das Wasserstandsglas eines Dampfltessels vor 16.30 Jugendstunde jeß nach“ wird auf der Strecke Bruchsal Heidelberg stellungsstadt“ mit einer Gesamtausstel- vornehmlich in der Schwarzwaldhalle und in Sich, der sich vielleicht vier oder fünf Stock- 17.00 Wir helfen suchen n Scher. der elektrische Betrieb aufgenommen und jungsfläche von annähernd 100 000 am ein- der Stadthalle mit ihren Großerzeugnissen werke höher befindet. Das Fernsehgerät er- 19.00 Die Münchener Abendschau chtlichen ein Jahr später wird die Elektrifizierung schließlich der beiden genannten Hallen. vertreten. So wird u. à. ein regelrechtes möglicht es ihm auch, eine Feuerungsanlage(nur über Sender Wendelstein“ en N Wischen Heidelberg und Mannheim abge- Die Ausstellung beginnt am Freitag, dem„Hotel in Betrieb“ mit Empfangshalle, in Betrieb zu setzen, ohne die Schaltwarte 20.00 Blauer Dunst N Colloquium Skelett] schlossen sein. Mit dem Abschluß der Elek- 29. April und endet mit dem 9. Mai. Speisesaal, Gastzimmer und allem, was dazu zu verlassen. Das hätte er früher nicht 2085 3 e Adressenkatalog 55 kostenlos. jährigen triflzierung der Strecke Karlsruhe Basel Erstmalig wird die neue, von der Stadt- gehört, aufgebaut. Neben den Großeinrich. wagen Können, denn er muß sich stets dureh von William Saroyan) inz voll solle dann auch auf der Strecke Karlsruhe verwaltung erworbene und der Ausstellung tungen, Wie Hotelküchen, Metzgerei- und Augenschein davon überzeugen, daß die 21.00 Kleine Biographie der Herrenmode ur einen] Pruchsal der elektrische Betrieb aufge- zur Verfügung gestellte Stahlrohrbrücke, die Bäckereimaschinen, werden die„kleinen Zündflamme, brennt und den Brennstoff 21.30 Instrumentarium der abendländi- dezembet] nommen werden. das durch eine Verkehrsstraße getrennte Dinge“ nicht zu kurz kommen. richtig entzündet. schen Musik(II): Die Blechbläser Heute 1 in einer.— i. Verleih Schuh- VW- Verleih 6). Telefon 6 48 21. Wer gibt guterh. VW gg. Lieferung e Ich lade höfl. die zahlreichen Aud, Zu 7 Tail 5 Vn P 180i anne nen Wei. f 8 7 5 aller Art Nr. 8074 an den Verlag. N Krofttahfzeuge Interessenten am. Aute- Verleih Kleinbusse 07 Irchitel 8 N Samstag, 12. März 1955 91. e e 1 SiE SPAREN DAS 0 verkauf 8. e. Txk. Telefon N a AbRESSEN SCHREIB . pe viereitzer. Pkw, 600 cem, Vor- Ford M 12, neuwertig 5 N N% Rheinhäuserstraße 51½3. 5 1 für Ihre N 8 Tre gtacesmod in einwandfreier Au-] DEW Nachkriegsmodelle(2 Zyl. 1 MaNNHETRH— Ausartenstr. 84. i unter Nr. 08610 an den Verlag. neee en en eee and, k. 790, DM zu verk. Anzus. Dreigang u. 3 Zylinder) f UTO-U E N 1 EI H direkt beschriften lassen, Verlangen Sie vw. B 1 schaffen„BJ. 50, gepfl., gg. bar zu verk.. 2 8 Mannheim 1 1 orter 4 an de Adr. einzus. unf.& 04516 im Verl.] V, Fransp ZU N DAD H 7, 30 Tel. 32581 Engl. u. Franz.„Privat“ Tel. 4 31 74 7 dem] ora 1 VW, Personenwagen Freie Beru 12 von de„Eitel, Rombiwagen, fahrbereit Opel, Olympia 885 8 ergrund Peisten 572 7 600, DM zu verk. 8 5 1 i n e VW(synchr.) frei Haus. 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Unser Haus verliert in dem Verstorbenen einen hervorragenden, in jahr- zehntelanger, gemeinsamer Arbeit bewährten Freund, der trotz seines schweren Leidens seine außerge wöhnlichen Fähigkeiten und unermüdliche Schaffenskraft bis in die letzten Tage seines Lebens dem Wohle des Unternehmens widmete. Ihm an dieser Stelle nochmals zu danken, ist uns eine Ehrenpflicht. Die Lauterkeit seines Wesens und seine Herzensgüte bestimmten den Geist unseres menschlichen und beruflichen Zusammenwirkens. Unser Dank, unsere Liebe und Verehrung sichern hm unauslöschliches Seiner Pflichttreue nachzueifern soll unser Bestreben sein. Gesellschafter, Geschäftsleitung und Betriebsangehörige der Firma DREI GLOCRKEN Erste Badische Teigwarenfabrik Wilhelm Hensel GmbH Weinheim/ Bergstraße Hlermit geben wir die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Karl Adelmann Inhaber der Firma Karl Adelmann, Heizungs- und Rohrleitungsbau am 9. März 1955 im Alter von nahezu 46 Jahren plötzlich und un- erwartet nach kurzer Krankheit für immer von uns gegangen ist. Mannheim- Friedrichsfeld, den 10. März 19535 Neckarhauser Straße 338 In tlefem Schmerz: Lucie Adelmann geb. Rammo Karl-Heinz Adelmann sowie alle Anverwandten Beerdigung: Freitag, den 11. März 1953, um 13.00 Uhr im Friedhof Friedrichsfeld. Gott der Herr über Leben und Tod hat am Montag meinen Berzensguten Gatten und Vater, Schwiegervater, Opa, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel, Herrn Adolf Weinkötz Im Alter von 69 Jahren zu sich in dle ewige Heimat gerufen. Mh m. Neckarau, den 7. März 1933 Rheintalbahnstraße 27 In tiefer Trauer: Frau Paula Weinkötz geb. Zöller Familie Adolf Weinkötz jun. und alle Angehörigen Beerdigung: Freitag, 11. März, 10.30 Uhr Hauptfriedhof Mhm. 1. Seelenamt: Freitag, 11. März, 7.15 Uhr Maria-Hllf-Kirche in Mhm.-Almenhof. Völlig unerwartet verstarb am 8. März 1955 kurz vor Vollendung seines 83. Lebensjahres unser allseits gütiger und herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater. Herr Wilhelm Schmelcher MHm.- Neckarau, den 10. März 1958 Rheingärtenstraße 18 Die trauernd Hinterbliebenen: Wimelm schmelcher jun., und Frau Friedrich Sehmelcher und Frau Berta Wüst geb. Schmelcher Enkel, Urenkel und Anverwandte Beerdigung: Freitag, 11. März, 10.00 Uhr Hauptfriedhof Mannheim Plötzlich und unerwartet ist meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Oma, Frau Katharina Walther geb. Garrecht im Alter von 71 Jahren nach sanft ent- kurzem Leiden schlafen. Mhm.-Schönau, den 8. März 1933 Sonderburger Straße 53 (rüher Altersheim Lindenhof) In tiefer Trauer: Nikolaus Walther Familie Phil. Storck Familie Georg Storck Familie Paul Wagner Familie Mario Dabrowski und Enkelkinder Feuerbestattung: Freitag, den 11. März, 16 Uhr Krematorium Hauptfriedhof Mannheim. und Tante, Frau Eberbacher Straße 44 lieben Mutter, Frau Eigene Scholle 11 Statt Karten Herrn Traitteurstraßge 63 lieben Entschlafenen, Frau Am Kiefernbühl 36 Hauptfriedhof Kolb, Eva, J 3, 4 Krematorium Belm Heimgang meines nun in Gott ruhenden lieben Mannes, unseres treusorgenden Vaters Heinrich Biendl 1 wurden uns zahlreiche und überaus wohltuende Beweise herzlicher Anteilnahme zuteil, für die ich allen von Herzen danken möchte. Besonders herzl. Dank Herrn 0. Pfarrer Voges für die trösten- den Worte bei der Bestattung Unseres lieben Entschlafenen; ebenso herzl. Dank dem Dia- Kkonissenhaus für allen Beistand in diesen schweren Tagen. Mannheim, den 9. März 1935 Akademiestraße Im Namen aller Angehörigen: geb. Schmötzinger verw. Benzinger Nach neuem Leidensweg durfte heute unsere liebe, selbstlose Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwägerin Wilhelmine Herrmann geb. Sommerlad Kurz vor Vollendung ihres 78. Lebensjahres in den ewigen Frieden eingehen. Mhm.-Feudenheim, den d. März 1955 In stiller Trauer: Liesel Herrmann Hermann Blankart und Frau Philipp Röder und Frau und 7 Enkelkinder Beerdigung: Freitag, 11. März, 14.00 Uhr Friedhof Feudenheim Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie die zahl- reichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer Sybilla Müller geb. Eul sage ſch allen meinen herzlichsten Dank. Vor allem danke ich Schwester Helene für die aufopferungsvolle Pflege, den Arbeits- Kolleginnen für den trostvollen Nachruf am Grabe sowie den Hausbewohnern für den letzten Gru. Mhm. Gartenstadt, den 10. März 1955 Bestattungen in Mannheim Donnerstag, 10. März 1955 Lindenmaier, Katharina, Sandhofer Straße 242 Göhler, Karl, Bellenstraße 2 ðᷣͤ Bartmann, Dorothea, Gutemannstraße 11 Kempter, Otto, Ulmenweg 111i 0 Röck, Sabine, quedlinburger Weg 33. 13.30 Mitgetellt von der Friedhof verwaltung der Stadt Mannheim Ohne Gewähr Frau Sophie Biendi Greta geb. Herrmann Else geb. Herrmann Für die herzliche Anteilnahme sowie die schönen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer Frieda Weber geb. Haas sagen wir hiermit allen unseren innigsten Dank. Mhm.- Käfertal, den 10. März 1955 Die trauernden Kinder Für die herzliche Anteilnahme sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Vaters, Fritz Metz ebenso für die liebevolle Betreuung während seines langen Leidens sagen wir allen unseren innigsten Dank. Mannheim, den 9. März 1933 Im Namen der Hinterbliebenen: Fritz P. und Bodo Metz Emil Müller Zeit 10.00 10.30 11.00 11.30 13.00 22 bis 2,3 Tonnen Ruf 5 14 62. 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Neckarau Filmpalast fn end v Groſßer froher ö MMA-Hflärchen- Hachimittag tür unsere lieben kleinen und großen Leser. I. Teil: „Die Wunderpfeife“ II. Teil: „Beim Zauberer Packi-Knacki“ III. Teil: „Lügenmäulchen und Wahrheitsmündcehen“ Karten(auch im Vorverkauf) zum ermäßigten Preise von —,60,—,80, 1.—, 1,20 DM für Kinder und Erwachsene an der Theaterkasse des Filmpalastes und bel den Hausmeistern der Volksschulen. Alle Plätze sind numerſert Kaltwellen a 00 b einschl, Waschen, Schneiden, Wasserwellen HNaarfärben 7 „23 kompl. je DM unter Verwendung allererster Markenfabrikate SPEZIAL DAMEN SALON r N 7, 33 24 mod. Arbeitsplätze Telefon 3 21 62 6 9 Geldverkehf Die schönsten DOIRNDI. 1 Dringend 500, DM gut. Zins u. finden Sie bei 5 1 5.8 monatl. Rückzahlg. gesucht. An- Wäsche- Speck gebote unt. Nr. 04847 a. d. Verlag Dringend 1300, DM geg. gut. Zim N 3, 12, Kunststraße u. monatl. Rückzahlung gesucht, Angeb. unt. Nr. 04844 à. d. 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Beginn: 9.30 Uhr; Sat öflnung: 9.15 Uhr, Versteigert werden: Uhren, Gold- und Silberwaren Fotos, Kleider, Wäsche, Schuhe u. v. a. 2 numt Mannheim, den 9. März 1988. stüdt. Leib Zwangsversteigerung. Die Allgem. Ortskrankenkasse Mannheim 1 steigert im Zwangsvollstreckungswege am Donnerstag, 10. März 5 14.00 Uhr in Mannheim-Rheinau, Treffpunkt Ecke Altriper-HRhenan 1 straße: 1 Aufzugsmaschine„Osterroth“ kompl., 4 Schnellbauautzügg, 1 Pkw-Anhänger, 1 Hentschel-LKw- Anhänger, 1 Pumpe A. W. K. 10 2 Schläuchen, I elektr. Kreissäge mit Motor„Mühlhäuser“ Michelsts 5 1 Schreibmaschine„Torpedo“, 90 Sack Zement Dyckerhoff, 400 Koenen Bleche(I m lang), 100 Koenen-Bleche(0 em lang), 90 eiserne Spun dielen(6,40 m lang), 9 Stragen-Senkkasten kompl., gegen Barzahlung, Mannheim, den 9. März 1953. Der Vollstreckungsbeamte der Allgem. Ortskrankenkasse Mannheim. Mit wenig Haushaltsgeld t leben, ist nicht ein- ach. Die junge Haus- frau kocht deshalb òffer „Birkel 7 Hühnchen“ kiernudeln, Auch ohne Fleisch u. Gembse gibt es eine gute Mahlzeit. Erprobte Bild-Rezepte auf Jedem Birkel-Paket Fa A* Für in de Europ Europ beide richte Engle bleibt Tite He ning rings! Herbe Hein lager Er sp 208180 Mor De „Solic Preite versa die T Verei sport. gliede diese! MORGEN Seite vr. 57 Donnerstag, 10. März 1958 8 Heute abend gegen die RCAF-Flyers: weltmeister spielt in Mannheim Nach ihrem überzeugenden 5:0-Endspiel- geg inn Weltmeisterschaftsturnier über die ass befindet sich die kanadische Eis- bockeyertretung des Pentiction-, Vees“ auf einer Deutschlandtournee, in deren Rahmen ze am Dienstag gegen eine kanadische Sol- datenauswahl in Deilinghofen(Kreis Iser- Ichn) spielte und hoch mit 11:3 Toren ge- wann. Der Weltmeister trat gestern abend in Soest gegen eine Infanterie-Auswahl an und wird sich heute abend in einem Spiel gen die Zweibrücker RCAF-Flyers dem Mannheimer Publikum vorstellen. Wenn auch nicht zu erwarten ist, daß die„Vees“ im Friedrichspark voll aus sich herausgehen, die Tatsache, daß sie„unter ihresgleichen“ pielen, verspricht der Begegnung eine be- zondere Note und den Zuschauern eine eis- cportliche Delikatesse. Auf Max Schmeling geeinigt Für den Schwergewichtskampf am 27. März n der Dortmunder Westfalenhalle zwischen zuropameister Heinz Neuhaus und Ex- Furopameister Hein ten Hoff haben sich beide Lager auf Max Schmeling als Ring- richter geeinigt. Wie die Veranstalter Göttert- Englert am Mittwoch in Dortmund mitteilten, bleibt es bei einer Zehnrunden- Distanz ohne friteleins at z.. Heinz Neuhaus hat inzwischen sein Trai- ning in Iserlohn aufgenommen. Als Spar- tingspartner stehen ihm Günther Nürnberg, Herbert Wiese und Don Ellis zur Verfügung. Hein ten Hoff hat ebenfalls sein Trainings- lager in Montabaur(Westerwald) bezogen. Aer sparrt mit Heinz Zeelisch und dem fran- zbösischen Halbschwergewichtler Ayankin. Monats versammlung beim ARKB Der Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität“, Ortsgruppe Schönau, lädt für Freitag, 20 Uhr, ins Siedlerheim zur Monats- versammlung ein. Als wichtigster Punkt steht die Trennung der Motorsportabteilung vom verein auf der Tagesordnung. Alle Motor- Taktik und Tagesform werden ihn entscheiden: Gorkampf des ahres: Hôpner gegen ech Kann Herausforderer Höpner seine Siegesserie gegen den Europameister fortsetzen? Die ausverkaufte Hamburger Ernst- Merck-Halle erlebt am Freitagabend mit mit Titelkampf zwischen Europameister Gerhard Hecht und dem deutschen Meister Wilhelm Höpner den Schlager der deutschen Box- Saison. 27 Monate wartete Höpner auf diesen Fight, seit er am 21. November 1952 durch eine reife Leistung von Hecht in der Berliner Funkturm-Arena den deutschen Titel verlor, den er ein Jahr zuvor im er- sten Kampf der beiden Rivalen mit einem Punktsieg verteidigt hatte. Gerade dieser Figth aber, der Hecht in der dramatischsten Ringschlacht des deutschen Nachkriegs-Box- sports ein halbes Dutzendmal am Boden Sah, hinterließ einen so starken Eindruck, daß die Ringplatzkarten zu 50 DM schon nach wenigen Stunden Vorverkauf vergrif- fen waren. Die 46. Halbschwer-Europa- meisterschaft, in der sich nach Schmeling Domgörgen und Pistulla Heuser zum drit- tenmal zwei deutsche Boxer gegenüber- stehen, erinnert in ihrer ganzen Form an die Rivalität zwischen Adolf Heuser und Adolf Witt vor 20 Jahren. Es gibt keinen Favo- riten. Entscheiden werden die besseren Ner- ven und die Taktik. Für beide Gegner aber steht mehr auf dem Spiel, als nur ein Titel. In Größe, Reichweite, Schnelligkeit gibt es keinen Vorteil. Der Altersunterschied der beiden 32jährigen beträgt fünf Tage. Jeder hat seine Spezialwaffe, Höpner den linken Haken, Hecht die rechte Gerade, und in bei- den Fäusten steckt mehr Schlagkraft, als jeder zu nehmen vermag. Und so wie jeder gleichzeitig Titelverteidiger und Herausfor- derer in einer Person ist, haben Hecht und Höpner auch gleichviel zu verdienen oder zu gewinnen, neben dem Europa-Titel des Ber- liners und der deutschen Meisterschaft des Hamburger Rechtsauslegers geht es bei aller persönlichen Rivalität um den Platz an der Hecht besitzt ein überschäumendes Tempe- rament. Diese Tatsache hat dem Berliner schon manchen Niederschlag eingetragen, und sie war auch letztlich verantwortlich für Höpners Sieg in der ersten Begegnung. Die Revanche in Berlin aber gewann Hecht nur, weil er die beste taktische Leistung seiner Laufbahn bot und dem Hamburger keine Gelegenheit gab, seine vernichtende Linke anzubringen. Aehnlich ist die Situation auch bei Höp- ner, der oft schon alle Uebersicht verlor, wenn er erst einmal hart getroffen war. Eines spricht allerdings für den Hamburger: Er war längst nicht so oft am Boden wie Hecht und hat viel weniger kräftezeherende Kämpfe hinter sich. Dennoch wird die Tagesform in der Ernst- Merck-Halle den Ausschlag geben, die Kon- dition, die sich Hecht in dem Holzfällerdorf Moosbach und Höpner im Bergstedter Camp erarbeiteten. Ob Höpner die Serie fortsetzt, die ihm seit der letzten Niederlage gegen Hecht in 17 Kämpfen 14 K. o.-Kiege, zwei Punktsiege und das Unentschieden gegen Stretz brachten? Zum Länderkampf der Kunstturner: Deutsches Nufgebot für Zürich Für den Kunstturn-Länderkampf gegen die Schweiz am Sonntag in Zürich hat der Deutsche Turnerbund in Freiburg folgende Mannschaftsaufstellung bekanntgegeben: Helmut Bantz(Köln), Adalbert Dickhut (Köln), Robert Klein(GBergisch-Gladbach), Jakob Kiefer(Bad Kreuznach), Martin Mildt (Lübeck), Tteo und Erich Wied(Stuttgart) und Karl Nieling Düsseldorf). Als Ersatz- leute werden Karl Euteneuer GBockenbach/ Westfalen) und Hardy Frenger(Wuppertal) mit in die Schweiz reisen. Friedel Overwien (Essen) kann wegen Urlaubsschwierigkeiten nicht mitkommen. Die Mannschaft ist auf Grund der Ergeb- nisse des Ausscheidungsturnens zusammen- gestellt worden. Sie wird bis zum Freitag in Freiburg von Olympiatrainer Bugen Kopp (Vilingen) auf den Länderkampf vorbereitet und am Samstag nach Zürich reisen. Patek bleibt beim KSC Adolf Patek, der seit zwei Jahren die ein vertraglich gebunden ist, wird, wie der Karlsruher Sportelub mitteilt, auch Weiter- hin beim KSC bleiben. Patek führte in der vergangenen Woche in Wien mit dem öster- reichischen Fußballbund Verhandlungen we- gen etwaiger Verpflichtung als Trainer der österreichischen Nationalmannschaft. Utti Meyer im B-Auigebot Süddeutschlands Torschützenkönig, der schuß gewaltige VfR Mittelstürmer ᷓͥtti Meyer, wurde in das deutsche B- Aufgebot für das Länderspiel gegen England(23. März in Sheffield) berufen. Ungarischer Schiedsrichter leitet Deutschland— Italien Der Ungar Stefan Zsolt wird am 30. März im Stuttgarter Neckarstadion das Fußball- Länderspiel Deutschland— Italien leiten. Zsolt, der beim Weltmeisterschaftsturnier in der Schweiz Ende Juni vergangenen Jahres in Genf das Viertelfinale Deutschland gegen Jugoslawien pfiff, gehört zur jüngeren Ge- neration dex international bekannten euro- päischen Schiedsrichter. Er ist 34 Jahre alt In der Gewichtheber-Oberliga: Wird Ac 92 wieder Meister! Bei den Sportlern an der Scheibenhantel gehen die Punktekämpfe in Nordbadens Oberliga ihrem Ende entgegen. Nachdem die Karlsruher„Germania“ und KSV Durlach ihre Staffeln zurückziehen mußten, hatte in der Rückrunde nun auch der VfL Neckarau mit Aufstellungsschwierigkeiten zu kämpfen, so daß die Begegnungen mit AC 92 Weinheim und KSV 1884 als verloren gewertet werden mußten. Recht beachtlich hielt sich dagegen der Liga-Neuling Obrigheim, der den VIEL Neckarau auf den letzten Platz verdrängen dürfte. Wie in all den Jahren bisher wird die Meisterschaftsentscheidung zwischen Titel- Verteidiger AC 92 Weinheim und KSV 1884 Mannheim fallen. Weinheim geht auch dies- mal als Favorit ins Finale, wird jedoch beim alten Mannheimer Widersacher alle Register seines Könnens ziehen müssen, um als erster das Ziel zu erreichen. Die Entscheidung über den badischen Rin- germeister-Titel der Jugend ist gefallen: Nachdem der nordbadische Meister RSV Wie- sental im Vorkampf beim KSV Freiburg- Haslach nur einen 4:4- Teilerfolg erreichte, hieß es beim Rückkampf 7:1 für den Gast- geber. VWM-Jugend ist Meister Der Jugend- Wasserballvertretung Hörner, Bauder, Fiskus, Pfister und Ziemer vom „Volkstümlichen Wassersport Mannheim“ ist es nach systematischer Betreuung durch Heinz Dewald gelungen, in der nordbadischen Wasserballrunde den Meister zu stellen. Da- bei bewarben sich Fr und Nikar Heidelberg, sowie Neptun Leimen um den Titel. Die Schußkraft der VW ler fand in hohen Ergeb- nissen ihren Niederschlag. Bei sechs Spielen schossen die Jungen 63 Tore bei 18 Gegen- treffern und einem Punktverhältnis von 10:2. Die einzige Niederlage mußten sie gegen Nep- tun Leimen(7:8) einstecken. In Mannheim hingegen revanchierten sie sich mit 14:0. Den jüngsten Beweis ihres Könnens trat die junge Mannschaft bei der Begegnung gegen sportler, die weiterhin ihre Rechte als Mit- 0 Jah und von Beruf Schauspieler in Budapest. Er eine Auswahl von KTV 46, Ni 1 f Reder des Bundes wahren wollen, sind zu Sonne im deutschen Berufsboxsport. Un- Operliga-Mannschaft des KSC trainiert, und war auch bei den Olympischen Spielen 1952 und TSV 46 an, die die i dieser Versammlung eingeladen. N wägbare Faktoren sind Nerven und Technik. bis zum Jahre 1957 an den Karlsruher Ver- als Unparteiischer eingesetzt. gewannen. 5: 0 DT 3 Z¹„Küche, Bad, Balkon, Neu- K 66 2 5 Bin wieder 2 Tage in Mennheim 0 V erm 1 etun 9 en ö N 75 2000 Bez. zum 1 Einen Pelzmantel niemals nach Preis, 1. April 1955 zu vermieten. Adr. einzuseh. unt. Nr. A 04554 1. Verl. 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Unter„Casino's“ versteht Rieger(Be- schreibung Mannheims 1824) bravbürgerliche Tanzvergnügungen, wie sie den Winter über im kleinen Theatersaale, im Sommer auf dem Mühlau-Schlößchen stattfanden. Dann hießen So Vereine, in denen man las, Bücher entlieh, Spielte, tanzte, debattierte und konzertierte. Hernach auch die Häuser, in denen sie ihr Heim hatten. Das war ja der ursprüngliche Sinn des aus dem Italienischen(Casa) stam- menden Wortes. Als der Wiederaufbau der Stadt nach der grauenhaften Verwüstung des Orleans'schen Krieges einsetzte, erbaute ein Hofbankier— Hoffaktoren wurden sie huldvoll genannt— aus der als bereitwillige Geldgeber vielen Fürstenhöfen eng verbundenen Familie Op- penheimer dieses stattliche Domizil im Her- zen Mannheims. Der bekannte, aus Vorarl- berg stammende, seit 1700 in Heidelberg nach- Weisbare Johann Jakob Rischer darf wohl als Baumeister gelten. 1720 stellte die Stadt die- ses kurz vorher fertig gewordene, geräumige Haus dem von Heidelberg übergesiedelten Kurfürsten Karl Philipp zur Unterbringung seines Hofhalts und seiner Familie zur Ver- fügung und übernahm die Miet- und Unter- haltungskosten für diese Notwohnung, die durch mehrere Nachbarhäuser sowie einen zum Aerger der reformierten Kirchgänger auf dem Kirchplatz errichteten provisorischen Festsaalbau erweitert wurde. Das blieb so bis zum Umzug ins halbfertige Schloß 1731. Seit 1735 bewohnte der Minister und Re- gierungspräsident Reichsgraf von Filles- heim(aus dem niederrheinischen Geschlecht der Meerscheidt-Hüllessem) das von ihm erworbene Palais. Seine Erben vermieteten es an das„Casino“, eine wegen Meinungs- streit über die Mitwirkung von Damen von der„Harmonie“ im Achenbachischen Kaffee- Mannheimer Generalversammlungswelle Vereine und Organisationen Die Generalversammlungswelle der Ver- eine und Organisationen„überschwemmte“ auch an diesem Wochenende unsere Stadt. Von unserer„Pirsch“ konnten wir folgende Ergebnisse mit nach Hause nehmen: MGV„Frohsinn“ Käfertal In der Hauptversammlung im„Löwen“ wurden als Höhepunkte des vergangenen Jahres eine Sänger-Reise, ein großes Kon- zert und die zweite Fahnenweihe hervor- gehoben. Eine besondere Ehrung wurde Chorleiter Dr. Riehl zu seinem 50. Geburts- tag durch Ueberreichung des goldenen Sän- gerringes zuteil. Das Vertrauen zum Vor- Stand bewies die Wiederwahl von Michael Bletzer samt seinem Arbeitsstab. Nur der Posten des 1. Kassiers wurde mit E. Schlegel neu besetzt.) Gemeinnütziger Verein Sandhofen Dieser Verein befaßte sich mit verkehrs- technischen und baulichen Fragen und machte 1954 insgesamt 24 Eingaben mit teilweise gutem Erfolg. Auch für 1955 gibt es ein ge- rüttelt Maß Arbeit. 1. Vorsitzender: Stadtrat Josef Litters, 2. Vorsitzender: Karl Schweizer, Kasse: Manzka, Schriftführer: Fritz Wacker. Deutscher Alpenverein Der Deutsche Alpenverein besteht seit 1888. Eine seiner Stützen ist seit Jahrzehnten die Sektion Mannheim- Ludwigshafen. Bei der Generalversammlung im„Kanzler-Eck“ konnte Vorsitzender Bruno Mraczek eine er- freuliche Bilanz vorlegen: 676 Mitglieder, 40 Wanderungen, eine Serie hervorragender Filmvorträge, sechs Kletter fahrten der Jung- mannschaft sowie drei Ski-Wanderfahrten. Bei geordneten Kassenverhältnissen schied lediglich Ludwig Haase(1. Rechner) aus. Als Nachfolger wurde Hasso Ganter gewählt. gaben Rechenschaftsberichte Für 25jährige Mitgliedschaft erhalten neun Alpenvereinler das DAV-Edelweiß-Abzei- chen. Vom 6. bis 8. August wird anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Straßburger Hütte eine Fahrt nach Schesaplana unter- nommen. Siedlergemeinschaft Schönau Im Siedlerheim ausgezeichneter Besuch. Mitglieder 412. Gegenwärtige Hauptarbeit: Vorbereitung der Uebereignung von 146 Sied- lerstellen als Heimstätte. Sorgen: Anlieger- und Kanalisationskosten. Die Neuwahlen ergaben die Wiederwahl des bisherigen Vor- standes per Akklamation. Vorsitzender: Ju- stus Scheuer, 2. Vorsitzender: Stadtrat Koch, Kasse: Franz Berninger, Schriftführer: Gu- stav Nahm. Sudetendeutsche Landsmannschaft Rheinau Erfreulicher Zuwachs bei der Ortsgruppe, erfolgreiche kulturelle Arbeit und intensive Pflege des Heimatgedankens und heimischer Bräuche. 1. Vorsitzender: Otto Hübner, 2. Vorsitzender: Franz Kühnel, Kasse: Edwin Sobert, Schriftführer: Walter Neugebauer. VdK Rheinau Bei 466 Mitgliedern erfreulicher Zugang. Viel Arbeit, Jubilarehrung, gute Betreuung, geordnete Kassen verhältnisse. Vorsitzender: Willi Schnätz, zweiter Vorsitzender: Josef Max, Kasse: Erika Heinzelmann, Schrift- führer: Heinrich Schmidt. Kleingärtner-Verein Mannheim- Ost Etwa 900 Mitglieder. Guter Besuch in An- Wesenheit von Gartenbaudirektor Bußjäger und Bezirksvorsitzendem M. Knapp. Ge- schäftsjahr verlief normal. Wiederwahl von Walter Horchler und Boller(1. und 2. Vor- sitzender) sowie Kassier H. Reinhardt. Neu: Schriftführer Messemer jun. haus im D 2 abgezweigten Lese- und Musi- zier gesellschaft, die nicht identisch ist mit dem späteren, ebenso genannten Mittel- standsklub. Im Mietvertrag ist die Rede von einem dreistöckigen Hauptgebäude und einem Hofgebäude gegen R 2, von kostbaren, den Balkon-Mittelsaal zierenden Wandteppichen. Dieser Saal diente musikalischen Darbie- tungen und sah 1810 auch den jugendlichen Komponisten Carl Maria von Weber unter den Mitwirkenden. Das Obergeschoß war dem Spiel, den Büchern und Zeitungen ge- widmet; das Erdgeschoß enthielt die Räume eines Kaffeehauses, Von den FHillesheim- schen Erben ging das Haus 1820 für 14 000 Gulden an den Handelsmann und nach- maligen Oberbürgermeister Ludwig Jolly über, der es gewerblichen Zwecken zu- führte. Die 1825 aus Bürgerkreisen gegrün- dete Casino- Gesellschaft erwarb das Ge- bäude vier Jahre später und gestaltete es teilweise um. Der unter Verwendung eines Stückes Hofraum eingerichtete Saal war Jahrzehnte hindurch der beliebte Schauplatz für Vorträge, Versammlungen, Bälle und Konzerte. Dort fanden bis zur Jahrhundert- wende vor der Elite der Mannheimer Hörer- schaft die denkwürdigen Kammermusik- Morgenfeiern statt. Meister weltbekannten Ranges musizierten auf diesem Podium. Ein Umbau im Jahre 1926 räumte mit den alten Innenbeständen fast restlos auf. Damals verschwand auch die noch vorhan- dene Hofarchitektur mit ihren Pilastern und Balustraden. Bomben zerstörten den Rest. Professor Friedrich Walter Terminkalender Deutsch-Baltische Landsmannschaft: am 11. . 19.30 Uhr, im Hotel Victoria, Versamm- ung. Volkshaus Neckarau, 11. März, 20 Uhr. Lichtbildervortrag„Erlaubte und nicht er- laubte Spielweise“, Sprecher Emil Schmetzer, Schiedsrichterobmann. Pommersche Landsmannschaft, Kreisgruppe Mannheim: 11. März, 20 Uhr, im Kaisergarten, Zehntstraße, Pommerscher Kulturabend mit dem Dichter Kerner. Reichsbund, Ortsgruppe Schwetzingerstadt: 11. März, im Lokal„Schwarzwälder Hof“, Ecke e und Keplerstraße, Versamm- ung. ARKB„Solidarität“, Ortsgruppe Schönau: 11. März, 20 Uhr, im Siedlerheim, Monatsver- sammlung. Deutscher Handlungsgehilfen- Verband: am 11. März, 19.30 Uhr, im„Kanzlereck“, S 6, 20, Mitgliederversammlung und Vortrag über„Die Stellung der Frau im kaufmännischen Beruf“, Sprecherin: Ursula Stark. Deutscher Verband für Schweißtechnik E. V. Ortsverband Mannheim- Ludwigshafen: 11. März: 19.00 Uhr, im Mozartsaal des Rosengarten, Lichtbildervortrag„Die SIMMA-Stahlschwei- Bung und ihre zweckmäßige Anwendung“, Sprecher Ingenieur Berger. Wir gratulieren! Peter Zenkert, Mhm.- Neckarau, Neckarauer Waldweg 67, feiert sein 40. Arbeitsjubiläum bei der Firma Daimler- Angesichts des fortschreitenden Nachfolgerbaus an der Marktplataecke R I, I tauchen Er. innerungen an das alte„Casino“, das schwer ſriegsverletzt weichen mußte, aus dem Däm. merlicht auf. Unser Bild: Nach einem Stich des 18. Jahrhunderts. Spezialistin für Ein Jahr Gefängnis für Griffe in fremde Geldbeutel Die Frau, hübsch von Ansehen und über- durchschnittlich gut in Schale, war Verkäu- kerin von Beruf, Sie nützte die Schlußver- käufe auf besondere Weise. Indem sie sich nämlich in dem obligaten Gewühle an kau- fende Frauen herandrängte, um ihnen die Geldbeutel aus den Taschen zu ziehen. Vom Sommer 1952 bis zum Winterschlußverkauf 1955 trieb sie ihr dunkles Geschäft und nach rem eigenen Geständnis fielen ihr durch rund 40 Diebstähle ungefähr 4000 DM in die Hände. Wahrscheinlich war es aber viel mehr. Wer will einer passionierten Taschen- diebin den„Umsatz“ von zweieinhalb Jah- ren nachweisen? Ein Taschendiebstahl trifft die Bestohle- nen meist besonders hart. Wenn die Diebin nicht in flagranti erwischt wird, haben die Opfer wenig Aussicht, je wieder zu ihrem Geld zu kommen. Wer kann glaubhaft gel- tend machen, daß ihm beispielsweise vor einem Jahr der Geldbeutel gegaaust wurde? Bei der Angeklagten hatten nur die letzten beiden Frauen das Glück, ihren Besitz wie- der zusehen. Die Polizei fand ihre Geldbeu- tel bei der Angeklagten vor. Dagegen waren die vier anderen Frauen, die beim Winter- schluverkauf 1955 dranglauben mußten, ge- nötigt, ihren Verlust endgültig abzuschrei- ben. Die Frau will aus Not gehandelt haben. Angeblich verdiente ihr Mann nicht genug. Nicht genug für die noblen Passionen, denen sie huldigte. Die Polizei fand ein Bündel Rechnungen über ausgesprochen kostspielige und letzlich unnötige Anschaffungen. Die verausgabte Summe innerhalb eines Jahres überstieg tatsächlich das Jahreseinkommen des Gatten. Unter diesen Umständen erntete Schlußverkäufe die Frau das Hohngelächter des Auditorium als sie weinerlich von ihrer Not sprach. Es gab ein Jahr Gefängnis. Um ein Haar wäre sie übrigens rückfällig gewesen, denn in ihrer Strafliste stehen zwei Diebstähle“ Weil sie die Strafen aber nicht zu verbüßen brauchte, lag nach dem Gesetz kein Rückfall vor, sonst hätte es wohl noch ganz anders „gebuttert“. Ihr letztes Wort war ein Schwur beim Leben des Gatten und des Sohnes sich künftig mit dem eigenen Geldbeutel au begnügen. Hoffentlich hält sich den Schwur, F. 8 120 Millionen DM ktaßt der Stadtsäckel 1955 Am Mittwoch gingen die Vor- Beratungen für den Haushalt der Stadt Mannheim im Geschäftsjahr 1955/56 zu Ende. Drei Tage lang sichteten und beurteilten die Mitglieder des Verwaltungsausschusses die von den einzelnen Abteilungen der Verwaltung in Einvernehmen mit dem Finanzreferat vor- gelegten„Anforderungen“. Die Unterlagen werden jetzt in den Fraktionen beraten und am 29. März in öffentlicher Sitzung dem Plenum zur Verabschiedung unterbreitet. Das Zahlenvolumen ist auch diesmal wie- der größer geworden: Der ordentliche Haus- halt für 1955 ist mit etwa 120 Millionen DM netto in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen, Für den augerordentlichen Haushalt müssen rund 70 Millionen angesetzt werden. Der Schwerpunkt dieser Ausgaben liegt bei den Werken, bei Schulen und beim Wohnbau. Die Kriegsfolgen sind noch nicht überwun- den, sie belasten Gegenwart und Zukunft. ist vorzüglich im Ceschmack 3 etwas ganz Delikates, wie Sie es bisher noch nicht kannten. Entscheiden Sie selbst! 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Eine künstliche Beeinflussung der Preisentwick- lung peschwöre aber die Gefahr einer Ueber- roduktion herauf, deren Schattenseiten sich Air die Landwirtschaft am Schweinemarkt agten oder in der Verdrängung der But- er durch die Margarine. Ruch von der lohnsefte drohe eine Verstärkung des Soges, den die Stadt auf die Landbevölkerung aus- lbe. Eine solche Entwicklung sei an sich zicht zu verhindern, sie dürfe aber nicht durch eine expansive Lohnpolitik forciert ſerden. Die entscheidenden Schwierigkeiten nd Probleme der Landwirtschaft lägen darin, daß der Anteil der in der Landwirt- chakt Beschäftigten an der Gesamtzahl weit größer sei als der entsprechende Anteil am Hialprodukt. Bei der Lösung des Paritäts- roblems sei die Landwirtschaft auf die Un- ſerstützung durch den Staat und die ge- perbliche Wirtschaft angewiesen. Für einen fell der Landwirtschaft sei ein Schutz des hlandmarktes notwendig, zumal der Ver- auch nur bei wenigen Produkten erhöht erden könne. = von Rohr nur Finsternis WD) Der Landwirtschaft müsse jetzt, nachdem die Bemühungen um eine Senkung der Produktionskosten erfolglos geblieben gelen, von der Preisseite her geholfen wer- den, so wurde auf der Tagung des Vereins für Agrarwirtschaft am 8. März in Bonn aum Ausdruck gebracht. Gemeinsam brach- ten die Vortragenden von Rohr, von Ohr und von Lüninck die Enttäuschung dar- uber zum Ausdruck, daß die bisherigen Be- tungen der Paritätsgesetzentwürfe noch ein praktisches Resultat ergeben hätten. von Rohr wies darauf hin, daß in allen an- deren Wirtschaftsbereichen der Grundsatz Alte, daß die Preise den Kosten entspre- Auch für die Agrarpreise müsse eine solche Forderung anerkannt perden, Die Forderung nach Parität gründe zich auf den Anspruch, daß die strukturell gesunden Betriebe eine angemessene Ren- gabilität erwirtschaften können. Dies sei leute, wie auch von Ohr und von Lüninck betonten, nicht der Fall. Eine Erhöhung der Agrarpreise kann nach Auffassung von Rohrs der Verbraucherschaft zugemutet erden, da auch die Arbeiterschaft bei dem heutigen Lohnniveau die von der Land- Mrtschaft nachzuholende Preiserhöhung ohne jede Schwierigkeit werde tragen kön- e. 5 2 8. im im t. Duisburger Kupferhütte Fünf- Tage- Woche mit Uberstunden- Klausel Die Einführung der Fünf-Tage- Woche Mrd gegenwärtig von der Duisburger Kup- kechütte vorbereitet. Die Fünf-Tage- Woche sell innerhalb des nächsten Vierteljahres Nerwirklicht werden, teilte die Werksleitung an 9. März mit. Dieser Schritt ist mit einer Reihe orga- Watorischer Fragen verbunden. So soll im lusammenhang damit auch für Arbeiter ein bauschallohn bei vollem Lohnausgleich und 8 mit big Freie Pevisenkurse vom 9. März Geld Brief 3,447 8,467 1,2069 1,2089 96.07 111,04 4,277 11,788 d Mz. 100 Helg. Francs 100 franz. Francs 100 Schweizer Franken 100 holl. Gulden 1 kanad. Dollar engl. Pfund 100 schwed. Kronen 81,07 100 dän. Kronen 60,825 100 norw. Kronen 58.89 100 Schweizer Fr.(frei) 97,935 9,135 140 1 Us Dollar 4.1973 4,2073 I M. v= 480,— DM-O; 100 DM-O= 22,12 DM-W 81,23 60,945 59.01 INDUSTRIE UND HANDELSBLATT Weiterem Entgelt von Ueberstunden ein- geführt werden. Mit dieser Maßnahme Würde ein wesentlicher weiterer Schritt zur gleichartigen Behandlung von Angestell- ten und Arbeitern getan werden, wie sie dem Vorstandsvorsitzender der Duisburger Kupferhütte, Dr. Ernst Kuss, seit Jahren vorschwebt. Bei der Kupferhütte wird hin- Arbeitern und Angestellten gemacht. Die im Vorjahre beschlossene Einstel- lungssperre bei der Kupferhütte wurde auf- gehoben. Ueber 100 neue Arbeitskräfte sind innerhalb der letzten Wochen eingestellt worden. Diese Einstellungen stehen u. a. auch im Zusammenhang mit den Plänen der Einführung der Fünf-Tage- Woche. Dabei wird sich wegen des aus technischen Grün- den erforderlichen durchlaufenden Betriebes eine neue, mehr Arbeitskräfte erfordernde Regelung des Schichtwechsels ergeben. Die Kupferhütte war auf sozialpolitischem Ge- biet bereits kurz nach dem Kriege durch die Einführung des„gerechten Lohnes“ hervor- getreten. Bei der letzten Verteilung des Er- gebnislohnes zu Weihnachten 1954 hatte jedes Belegschaftsmitglied durchschnittlich 1000. DM erhalten. Allerdings sind die Effektivlöhne bei der Duisburger Kupferhütte den— Mindestlöhne darstellenden— Tariflöhnen angepaßt. Wei- ter wird mit dieser„Lohngerechtigkeit“ auch die Weihnachtsgratifikationen abgegolten. Jugoslawien-Handel wurde notleidend (VWD) Die Schwierigkeiten im deutsch- jugoslawischen Verrechnungsverkehr neh- men zu. Wie aus dem Bundes wirtschafts- ministerium verlautet, können für neue Ex- den. Der Zuteilungsbetrag für März sei erst- malig so gering, daß durch ihn nicht einmal die Vorgriffe gedeckt werden könnten, die kür Lieferungen mit Zahlungsziel auf die Deviseneingänge vorgenommen worden seien. Bei der Bundesstelle für den Waren- verkehr in Frankfurt am Main lägen bereits unerledigte Anträge in einem Betrage zwi- schen 10 und 12 Mill. DM vor, für die der Erledigungstermin noch nicht angegeben werden könne. Jugoslawien hat viel mehr Aufträge in die Bundesrepublik vergeben, als Mittel zu deren finanzieller Abwicklung aus den Lie- kerungen an die Bundesrepublik angefallen sind. Im Februar sind die jugoslawischen Leistungen gegenüber der Bundesrepublik nun außerordentlich stark abgesunken. Die Deviseneingänge betragen nur 45 v. H. des Durchschnitts der Monate Juli bis Dezember 1954. Hierin komme der Ausfall der jugo- slawischen Lieferungen von Mais und Schnittholz zum Ausdruck. Die Beträge für Buchungsbescheinigungen in den kommen- den Monaten sind bis zum Ablauf des gel- tenden Vertragszeitraumes(30. Juni 1955) bereits mit je etwa 1 Million Dollar vor- belastet. Kölner Hausratsmesse warenmesse wurde am 8. März nach drei- tägiger Dauer als erster Teil der internatio- nalen Kölner Frühjahrsmesse beendet. 55 000 Einkäufer, darunter mehr als 8000 aus dem Ausland, besuchten die Messe. Das sind 30 v. H. mehr als auf der Hausratsmesse im Frühjahr 1954. Nach dem übereinstimmen- den Urteil der Messebesucher bot die Messe einen guten Ueberblick über die vielfältigen auf dieser Messe vertretenen Warengrup- pen. Die Geschäftsergebnisse werden allge- mein als gut bezeichnet. Kurz vor Beendi- gung der Messe unterrichtete sich Bundes- wirtschaftsminister Prof. Dr. Ludwig Erhard auf einem Rundgang durch die Messehallen eingehend über das Angebot der Kölner Hausratsmesse. Am 8. März besuchten sech- zig Fachleute aus Skandinavien die Messe. Die Kölner Messe bot vor allem zahl- reiche Neuheiten an Geräten für Küche und Haus. Die Heiz- und Kochgeräteindustrie wartete mit interessanten Neuheiten auf. Auf eine Milliarde DM verzichtet, 500 Millionen DM gesucht Tauziehen um verkehrsfinanz gesetz Unter einer Milliarde DM glaubten die westdeutschen„Verkehrs-Sanierer“ bislang nicht auszukommen. Das vorbereitete Ver- kehrsfinanzgesetz war deshalb auf zusätzliche Hereinwirtschaftung einer runden Milliarde DM abgestellt. Nun, man ist bescheidener ge- worden. In den letzten Verhandlungen(vergl. Der Finanz- und Verkehrsausschuß des Bundestages hat am 9. März in zweiter Lesung des Verkehrsfinanzgesetzentwurfes hinsichtlich der Besteuerung von Lastkraft- wagen, Kraftomnibussen und Anhängern auf eine neue Verkehrsordnung hinzielende Beschlüsse gefaßt. Danach soll künftig die Steuer 20 DM für je 200 kg Gesamtgewicht betragen. Dazu soll aber dann ein Steige- rungsbetrag von einer DM für jede weite- ren 200 kg ab zwei Tonnen Gesamtgewicht kommen, Damit sollen zwei Fliegen auf einen Schlag getroffen werden, 1. der bekannte Knick in der Steuer- gesetzgebung beseitigt, 2. der Zug zum Sattelschlepper unter- stützt werden(für Sattelschlepper und de- ren Anhänger ist eine 15prozentige Ermäßi- gung gegenüber diesen Sätzen unter Abzug des Auflagegewichtes vorgesehen). Es wird veranschlagt, daß sich das jähr- liche Steueraufkommen wie folgt verän- dert: bisher zukünftig* (Millionen D) 177,4 201,5 1852 275,8 39,00 43771 24,1 9,6 98,1 Lastkraftwagen Kraftomnibusse Anhänger 5 1 zusammen: 234,36 366,4 131,8 Neben der Bevorzugung des Sattel- schleppers sind auch Erleichterungen für die sogenanten Kombiwagen von den Aus- schüssen beschlossen worden. Diese sollen nämlich bei einem Laderaum bis 2,5 qm als Personenkraftwagen versteuert werden, für die, wie bereits verschiedentlich gemeldet, eine Kraftfahrzeugsteuersenkung von 20 v. H. vorgesehen ist. Dafür soll allerdings sowohl der Benzin- preis als auch der Dieselölpreis erhöht wer- den. Das Ausmaß der Erhöhung steht noch nicht fest. Es wird von eins bis zwei Dpf je Liter bei Benzin und sieben bis zehn Dpf je Liter Dieselöl gesprochen. Die endgültigen Sätze werden nach dem„Prokrustes- Sy- stem“) gesucht. Ihre Festsetzung hängt da- von ab, wieviel Geld an dem im Verkehrs- kinanzgesetz vorgesehenen Aufkommen in Höhe von 500 Mill. DM fehlt. Nach den bis- herigen Beschlüssen dürfte es sich um eine 1) Unhold der griechischen Sage, der Reisende auf auf eine Marterbank legte und ihnen, wenn sie zu groß waren, die Glieder einfach abhackte. damit sie auf die Bank paßten. Waren sie zu klein, so wählte er den umgekehrten Vorgang. MM vom 9. März„Tauziehen um Verkehrs- kinanzgesetz) war schließlich nur von 500 Mill. DM die Rede. In den anschließenden Beratun- gen— sie dauern bis zu Redaktionsschluß noch an— wird nur davon gesprochen, wie auch diese 500 Mill. DM abgerundet als zusätzliches Aufkommen erwirtschaftet werden können. Endsumme von rund 80 Mill. DM handeln. Dieses Defizit macht die Endgültigkeit der bisherigen Ausschuß- Beschlußfassung hin- sichtlich der Benzinpreiserhöhung fragwür- dig.. Wie bereits berichtet, ist beschlossen, den Nahverkehr steuerfrei zu belassen. Hinsicht- lich des Schienenverkehrs lautet der Mitt- wochbeschluß der Ausschüsse dahin, daß er pis zu einer Reichweite von 49 km mit 4 v. H. statt bisher 7 v. H. Beförderungssteuer be- lastet werden soll. Hinsichtlich der viel- umstrittenen Besteuerung des Werkfernver- kehrs, bei der die Bundesregierung eine Be- förderungssteuer von 5 Pf je Tonnenkilo- meter festgelegt hatte, sind die Ausschüsse zu einem Kompromiß gekommen. Danach sol! die Beförderungssteuer im Werk- fernverkehr in den ersten 1% Jahren nach Inkrafttreten des Verkehrsfinanzgesetzes 3 Pf betragen und sich dann im Zeitraum von je 1% Jahren auf 4 bzwy. 5 Pf erhöhen. Dabei sind jedoch Ausnahmen zur Vermei- dung von Preiserhöhungen für Lebensmittel usw. vorgesehen. Diese Ausnahmen betref- ken Milch- und Milcherzeugnisse, Frisch- fische, inländische Obstsäfte sowie Mineral- prunnen. Weitere Ausnahmen, also die Bei- behaltung des Steuersatzes von 0,99 Pf Effektenbörse je tkm auch für Getreide, Baustoffe, Kohle, Zucker. Salz sowie Gemüse und Fleisch wurden abgelehnt, doch sollen grundsätzlich für die Zonenrandgebiete sowie kür Westberlin nur die halben Sätze gelten. Wie in Bonn bekannt wird, hat das Bun- desverkehrsministerium in Ressortbespre- chungen vorgeschlagen, die Gesamtlänge und das Gesamthöchstgewicht für Lastzüge wie folgt zu verändern: bisher künftig Gesamtlänge 20 m 14 m Gesamthöchstgewicht 40 t 2⁴4 t Eine entsprechende Rechtsverordnung, die noch mit dem Bundesrat besprochen werden wird, soll bald nach Verabschiedung des Verkehrsfinanzgesetzes, also in wenigen Wochen veröffentlicht werden. Abwehr von Europa wird modern Die Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie in Düsseldorf hat dem Bun- deswirtschaftsministerium ein Gutachten überreicht, wonach die Bundesregierung nicht und Lohnsituation hin. Er e sichtlich Urlaub und Ruhegehalt schon seit VVV 55 0% Einkäufer verpflichtet ist, ihr Einverständnis zu de Preise und Löhne in der gewerblichen längerem kein Unterschied mehr zwischen Kein Buchungsbescheinigungen erteilt er(Wo) Die Kölner Hausrats- und Eisen- direkten internationalen Transporttarifen für Kohle und Stahl im Bereich der Mon- tanunion zu erteilen. In dem Gutachten kommt Rechtsanwalt Dr. Heinrich Lietzmann zu der Feststellung, daß die Mitgliedstaaten nicht gegen den Montanunionsvertrag ver- stoßen, wenn sie sich weigern, derartige Tarife einzuführen. Die Hohe Behörde vertritt die Ansicht, daß im grenzüberschreitenden Transport grundsätzlich gleiche Tarife gelten müßten, soweit die gleiche Ware befördert wird und sowohl die Entfernung als auch die Selbst- kosten des Transports die gleichen sind. Das Gutachten betont demgegenüber, eine solche Maßnahme setze die Anpassung der, ver- schiedenen Tarifsysteme in den einzelnen Ländern voraus. Die Mitgliedstaaten seien jedoch berechtigt, ihre Tarife nach eigenem Gutdünkel zu erstellen, ohne hierbei auf das Nachbarsystem Rücksicht zu nehmen. Ge- meinsamer Markt heiße nicht gemeinsamer Tarif. Auf keinen Fall könne die Hohe Be- hörde von sich aus direkte internationale Tarife festsetzen. Sie sei zu einem Eingriff in die Tarifhoheit der Mitgliedstaaten nicht legitimiert. 5 Ein sozialdemokratischer Sprecher er- klärte dazu, eine Reihe von Wirtschaftsver- bänden sei offenbar bestrebt, die Möglich- keiten der Hohen Behörde soweit wie mög- lich einzuschränken. Das Gutachten deute darauf hin, daß ein wesentlicher Sinnes- wandel bei den Kreisen eingetreten sei, die seinerzeit die Montanunion begrüßten. Mehr noch als die Fehlanzeige hinsicht- lich gemeinsamen Tarifes erschüttert den Chronisten der totale Mangel an gemein- samem Geist. Wenn schon soweit gegangen werden soll, daß die Unterschiedlichkeit der Tarifsysteme in den einzelnen Ländern als „zementiert“ betrachtet wird, d. h. als un- abänderlich, dann ist nüchtern zu konsta- tieren: Hier handelt es sich nur um Vor- wände zur Abwehr von Europa, denn nichts, gar nichts ist gerade so wandlungs- fähig wie Tarife. K URZ NACHRICHTEN (LSW) In Baden- Württemberg wird nun einheitlich für einen Sonntag oder einen staatlich anerkannten Feiertag Krankengeld gezahlt, wenn auf ihn der letzte Tag der Ar- beitsunfähigkeit fällt. Geplante Fusion von Isarwerke und Amper werke Den Aktionären der Isarwerke AG und der Amperwerke AG. beide in München, wird in einer außerordentlichen Generalversammlung am 22. März die Fusion beider Unternehmen zu den Isar-Amper-Werken vorgeschlagen werden. Durch diesen Zusammenschluß würde ein einheitliches privat wirtschaftliches Ener- gie versorgungsgebiet geschaffen werden. das nahezu den ganzen oberbayerischen Raum Mitgeteilt: Süddeutsche Bank AG. Filiale Mannheim Frankfurt a. M., 9. März Mangelnde Unternehmungslust ließ die Kurse der meisten Werte leicht abschwächen. Größere Verkäufe in Siemens-Werten riefen Kursabschläge bis zu 5% hervor. Die Übrigen Elektro-Werte wenig verändert. IG-Farben-Nachfolger geringfügig ermäßigt. Montan-Werte, auf die Pressemeldung 8 über Streikgefahr im Ruhrgebiet, abgeschwächt. sis umgesetzt. Reichsbank-Anteile 81¼½% bezahlt. Aktien 8. 3. 9 3. Aktlen Kali-Werte behauptet. Großbanken auf letzter Ba- Der Rentenmarkt lag freundlich 8 3. 9.3. Aktlen 8.85 93 Harpener Bergbau Heidelb. Zement. Hoesch!) Ln Mannesmann Rhn. Braunkohle Rheinelektra Seitwolft. Siemens& Halske Südzucker Ver. Stahlwerke!) Zellstoff Waldhof Badische Banx Commerzbank)) Commerz- u. Credit- Bank Deutsche Bank)) Süddeutsche Bank AFG . BMW Conti Gummi Daimler-Benz Dt. Erdöl! Degussa Demag.— Dt. Linoleum Durlacher Hof Eichbaum-Werger Enzinger Union 18-Farben Liqui., Ant.-Sch.) BASt. Farbenf. Bayer. Farbwerke Höchst Felten& Guill. Grün& Bilfinger 219% 270 109 255 288 „ . * *. „ 0 „ 5 * * . * * * „ 27⁰ ) RM- Werte. 9 Restquoten. 12 214 80 83 Dresdner Bk.)) Rhein-Main Bank Relchsb.-Ant. Sa. Montan Nachfolger Bergb. Neue Hoffg. Dt. Edelstahl 5 Dortm Hörd.Hütt. Gelsenberg GHH Nürnberg Hoes?k Klöckn.-Humb. D. Klöckner Hütten Phönix Rhein. Röhrenw. Rheinst. Union Stahlw. Süd westf. Thyssenhütte 138 249 12 176 233 158 ½ 238 85 280 185 20/ 174 ½ 160 10½ 198 143% 210 140½ 250 umfaßt. Die Amperwerke sollen das gesamte Vermögen der Isarwerke zu Buchwerten mit allen Rechten und Verbindlichkeiten überneh- men. Dazu erwerben sie von dem Münchener Bankhaus Merck, Finck& Co. eigene Aktien im Werte von nominell 14 Mill. Mark zum Kurs von 128 Prozent(derzeitiger Kurswert 201 Prozent). Da nach dem Aktienrecht der Erwerb eigener Aktien nur zum Zwecke der Kapitalherabsetzung gestattet ist, setzen die Amperwerke ihr Kapital von nominell 28 Mill. DM zunächst auf 14 Mill. DM herab. Danach soll eine Kapitalerhöhung durch Neuausgabe von Namensaktien auf 44 Mill. DM erfolgen. Davon werden dann wiederum Aktien zum Nominalwert von 30 Mill. DM an die Mutter- gesellschaft der Isarwerke AG, die Isarwerke GmbH(Stammkapital 30 Mill. DM) übertra- gen, wobei an eine Börsenzulassung der neu- geschaffenen Namensaktien nicht gedacht ist. Ueber 178 000 Klagen bei Arbeitsgerichten (dpa) Im vergangenen Jahr sind bei den Arbeitsgerichten der Bundesrepublik 178 381 (im Vorjahr 177 742) Klagen eingereicht wor- den. Wie das deutsche Industrieinstitut am 8. März mitteilte, betrafen von den durch die Arbeitsgerichte erledigten Klagen 90 913(96 259) die Höhe des Arbeitsentgelts und 46 499(41 732) die Kündigung. Der Rest bezog sich auf Strei- tigkeiten über die Arbeitszeit, Urlaubsentgelt, Arbeitspapiere und Zeugnisse. Von den 7913 (7697) bei den Landesarbeitsgerichten anhän- gigen Berufungsfällen sind 57 durch Vergleich oder auf andere Weise erledigt worden. Marktberichte vom 9. März Handschuhsheimer Obst- und Gemüse- Großmarkt (WD) Anfuhr mittel, Absatz normal. Es erziel- ten: Tafeläpfel Ia 23—30, A 14—22, B 3-12; Feld- salat 140—165;; Spinat 30; Rosenkohl 50-60; Karot- ten 25; Knollensellerie 33—41; Lauch 35; Zwie⸗ beln 1620. 185 NE-Metalle Elektrolyt-Kupfer für Leitzwecke Blei in Kabeln Aluminium für Leitzwecke Westdeutscher Zinnpreis 4244 DNN 127126 DM 240—242 PAL 879 DN Stellenangebote sucht ab sofort 1 Stellengesuche Kraftfahrer lang. Praxis, sucht für diens- PRO VISIONS-VERTRETER für den Vertrieb von Blindenwaren an die Privat- Kundschaft für die Stadt Mannheim von führendem staatlich anerkannten Blindenunternehmen in Ba- den Württemberg für sofort gesucht.— Bewerber müssen über Wandergewerbeschein verfügen. Angebote unter Nr. P 10363 an den Verlag erbeten. Vorföüöhrdame 44er figur Vorstellung am Samstag, dem 12. März 1955, 11.00 Uhr bei der Verkaufsleitung der Smbil, MANNHEIM Lange Rötterstraße I1— 19 — 1 gesucht. 471 — Uischbatt, ucht. An“ den Vell. ung suche ü., Ua Tel. 5370 les Moch 1 a, 0. — tags bis einschl. freitags Be- schäftigung. Angeb. u. 04539 an den Verlag 5 5 Perf. steno-Kontoristin sucht Ne- 77 710 benbeschäftigung i. d. Abendsstd. Angeb. unt. Nr. 04502 an den Verl. — Wer sucht zuverläss. Kraft? 38 J., absolut ehrl. u. zuverläss., zielbewußt, energisch, intellig., Kfm. Fähigkeiten, p. sof. od. sp. Stellg. als Portier, Lagerver w., Kontrolleur, Aufsicht usw. Angeb. unt. Nr. P 04514 a. d. v. 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Wie die Vereinbarung zustandegekommen war, ist nicht ganz deutlich geworden, doch erklärte die Intendanz des Mannheimer Nationalthea- ters alsbald, nichts damit zu tun zu haben. Allmählich hörte man dann etwas mehr, wo- von als das Hübscheste eine kleine Anekdote festgehalten zu werden verdient:„Was wol- len Sie denn spielen bei uns?“ soll danach ein Herr aus Mannheim den Herrn aus Wei- mar gefragt haben.„Ja, genau wissen wir das noch nicht“, habe der Weimarer sybil- Usch geantwortet.„Aber es dauert vierein- Halb Stunden.“—„Aha“, sagte da der Herr aus Mannheim,„dann spielen Sie wohl den „Teufelskreis“ von Hedda Zinner?“ Worauf der Herr aus Weimar etwas gezögert haben soll, ehe er achselzuckend antwortete:„Viel- leicht ja auch den„Faust'!“ * Nun, daß es nicht der„Faust“ war, wissen Wir jetzt genau: denn wenn auch das Wei- marer Nationaltheater nicht kam und an sei- ner Stelle das Mecklenburgische Staatsthea- ter Schwerin, der viereinhalbstündige„Teu- felskreis“ ist uns nicht erspart geblieben. Weimar hatte sich entschuldigen lassen: Wal- demar Teuscher, einer der Hauptdarsteller der dortigen„Teufelskreis“- Inszenierung, sei Plötzlich gestorben. So kam denn Mannheim unverdient in den Genuß der, wie versichert Koltivierter Klavierabend pbline Gordon spielte in Mannheim Vor einem kleinen Zuhörerkreis spielte Pauline Gordon, Paris, auf Einladung des Mannheimer Centre d' Etudes Frangaises in der Städtischen Volks- und Musikbücherei. Mit dieser jungen Französin stellte sich eine excellente Vertreterin der modernen Pia- mistengeneration vor. Klare, verstandesbe- herrschte Wiedergabe, der selbst der Erz- romantiker Mendelssohn unterzogen wird, Temperament, aber gezügelt durch die Ra- tio. Technische Probleme scheinen bei dieser Pianistin überwunden. Mühelos vermag sie verschlungene Tongewebe vor dem Zuhörer zu entwirren und ihm zu zeigen, wie nett der Komponist dies doch alles verwickelt hat. Dabei kann man nicht einmal sagen, dag Pauline Gordon die Kompositionen durch besonders eigenwilliges Spiel„inter- essant“ zu machen sucht. Bei allen tech- nischen Finessen, donnernden Fortissimo- Passagen und verhauchenden Decrescendi sie spielt doch nur das, was in den Noten Steht, stellt die Töne in den Raum, wie man besonders schöne Blumen auf ein Möbel Setzt, ohne viel Aufwand, doch mit stillem Vergnügen und Ehrfurcht vor dem Geschöpf. Die Künstlerin hatte sich für ihr Mann- heimer Konzert, was die Spannweite ihres Programmes betraf, viel vorgenommen. Sie begann mit zierlichen Kabinett-Stückchen Jean-Philippe Rameaus, verspielten Ge- schöpfen des französischen Rokoko von ga- lanter Kühle. Dann gleich ein großer Sprung von diesen gefühlsfernen Pieces in das Reich Warmen, überschwänglichen Empfindens, zu Felix Mendelssohns„Variations sérieuses“ (Opus 54) aus dem Jahre 1841, die zu dem Schönsten, Reizvollsten und Reifsten ge- Hören, was der Komponist für Klavier ge- schrieben hat. Es ist eigenartig, daß Pauline Gordon, dieses Kind einer entromantisierten Zeit, nun im ganzen folgenden Teil ihres Vortragsabends bei den Ausläufern der Ro- mantik blieb, bei Chopin und seiner bewun- dernswerten Sonate h-Moll(Opus 58), bei dem französischen Spätling Gabriel Fauré (6. und 13. Nocturno) und endlich bei Claude Debussy, mit dessen„Prélude, Sarabande et Foccata aus dem Jahre 1901 sie schloß. Die- ses Stück, das erste völlig„impressionisti- sche“ Klavierwerk des Komponisten, gab Pauline Gordon mit seinen unwirklich-ver- waschenen, harfenklangähnlichen Passagen und seinen verschwimmenden Tongebilden noch einmal Gelegenheit zu einem fesseln den, kultivierten, gefühlvollen und dabei doch wieder merkwürdig sachlichen Spiel. wurde,„besten“ Inszenierung des Zinner- schen Schauspiels der Sowjetzone, deren Glanzpunkt Georges Stanescu ist, der ehe- malige lyrische Bariton des mecklenburgi- schen Ensembles, der hier allerdings weniger mit seiner Stimme paradiert als mit seinem balkanischen Akzent, der ihm die Prunk- rolle des Georgi Dimitroff in diesem Schau- spiel um den Reichstagsbrand am Abend des 28. Februar 1933 und den ihm folgenden Prozeß vor dem Reichsgericht in Leipzig ein- brachte. * Genau genommen allerdings ist dieser Prozeß um den Reichstagsbrand nur die dra- matische Staffage; und es geht einzig und allein darum, den Sozialdemokraten einmal wieder unverblümt und ohne jede Hem- mung ihr Versagen gegenüber der herein brechenden Katastrophe des Faschismus vor Augen zu halten, vor allem weil sie sich bis zuletzt weigerten, mit den Kommunisten ge- meinsame Sache zu machen. Und symbolisch sitzt dann auch die SPD auf der von Hedda Zinner gezimmerten Anklagebank in diesem Monstreschauprozeß. Personifiziert wird sie durch den sozieldemokratischen Reichstags- abgeordneten Wilhelm Lühring, der im be- quemen Gewerkschaftssessel die revolutio- nären Ideale der Jugend vergessen hat und den eigenen Sohn, einen aufrechten Klassen- Kämpfer, nach dem Reichstagsbrand davon- jagt, damit er selbst keine Scherereien hat. Denen aber entgeht er am Ende genau 80 Wenig wie den Prügeln in dem SA-Gefäng- nis, Wo man ihn in„Schutz!-Haft hält, bis man mit allerlei Folterungen aus ihm die Aussage herauspreßt, er habe den kommu- nistischen Abgeordneten Ernst Torgler am Tage des Brandes zusammen mit Marinus van der Lubbe gesehen, womit zum minde- sten ein Indiz für die Beteiligung Torglers gegeben war. Der ehemalige Klassenkämpfer Lühring aber ist zum Verräter geworden. * Damit ist an sich der Zweck der De- maskierung erreicht, doch wäre Hedda Zin- ner ein schlechter Einheits- und Friedens- apostel, wenn sie die klassenbewußte Flinte jetzt schon ins Korn werfen würde. Noch ist ja der Sohn Lührings da und dessen akti- viertes Bräutchen, die BZ-Journalistin Herta Ring, die gemeinsam eine linientreue Träne vergiegben über den irregeleiteten Vater, dann aber zur Tat schreiten. Mutter Lüh- ring muß her und dem Alten, der inzwischen aus dem Keller ins Gefängnis aufgestiesen ist, den Marsch blasen; menschliche Bezie- hungen sind nur erlaubt, solange sie der Partei dienlich sind. Mit dem für solche Fälle zugelassenem Höchstmaß an Sentimen- talität bringt sie den in bürgerlicher Sattheit Erstarrten dazu, vor Gericht seine Aussage zu widerrufen und schickt ihn damit in den sicheren Tod:„Ich habe erkannt, daß ich nicht gut getan habe an der Arbeiterklasse. Jetzt werde ich die Folgen auf mich neh- men“, bekennt er dem Gericht(und vor Dimitroff), und ehe er von den Nazischergen zu Tode geprügelt im Konzentrationslager stirbt, beschwört er noch einmal die Genos- sen:„Wir gehören alle zusammen, wir Ar- beiter.. So etwas darf nie wieder vorkom- men.“ Womit dieser alte Sozialdemokrat sich „rehabilitiert“ hat und von Hedda Zinner und den Genossen freigesprochen wird. An- scheinend hat die Autorin die Hoffnung, wie ihn auch noch die restliche SPD in die ge- meinsame Front der Klassenkämpfer über- führen zu können, denn das allerletzte Wort in ihrem Stück hat der andere Angeklagte, Georgi Dimitroff, den das Reichsgericht frei- sprach. Seine Rede endet mit der beschwö- rend vorgetragenen Versicherung, man werde Weiterkämpfen„.. bis zum endgültigen Sieg des Kommunismus!“ * Die heute 48jährige Hedda Zinner, die, ehe sie von Ludwig Renn zum Kommu- nismus geführt wurde, in Wien, Stuttgart, Baden-Baden und Berlin Bühnenerfahrun- gen sammelte, verstreut ihre Pointen recht Wirksam und weiß ihre Dialoge geschickt zu führen. Sie exerziert den Realismus bis zum Exzelß und gibt kein Pardon, bevor sie nicht alles gesagt hat, was sie auf dem Herzen Hat. Das dauert, wie gesagt, viereinhalb Stunden und ist dann doch zu strapaziös, um noch als Erbauung hingenommen zu werden (was aber vermutlich auch gar nicht beab- sichtigt ist). Der sogenannte Reichstagsbrand stifter-Prozeg war ja auch keine Erbauung und dessen Protokolle lieferten der Autorin zweifellos die besten Texte für ihr episches Bilderbuch. Sie hat da vieles wörtlich über- nommen, und wenn der dicke Göring aus der Versenkung aufsteigt und der geschlif- kenen Florettierkunst Dimitroffs nichts bes- seres als ein ohnmächtiges Gebrüll entgegen- zusetzen weiß, wenn dieser allen überlegene Dimitroff immer deutlicher vom Angeklag- ten zum Ankläger der Barbarei wird, wenn die Kronzeugen des Oberreichsanwalts sich in Lügen und Widersprüchen verfangen und alles immer brüchiger und nebulöser wird in diesem Prozeß, so ist das tatsächliche Wahrheit, die die ganze damalige Welt zum Zeugen hat; denn der famose Goebbels hatte sich besondere Wirkungen für seine Partei davon versprochen, den Prozegverlauf durch das Radio verbreiten zu lassen. * Diese Wahrheit hat Hedda Zinner mit etwas Dichtung für den kommunistischen Hausgebrauch vermischt und insofern zu- rechtgebogen, als sie sie reichlich mit SED- Parolen und mit besonderer Betonung der Spitzen gegen die Sozialdemokraten spickte (Beispiel:„Wenn es gegen die Kommunisten geht, haben die Sozialdemokraten noch nie versagt!“) im übrigen aber den Senatsprä- sidenten Bünger und seine strenge Recht- lichkeit um etliche Grade unsauberer zeich- nete, als er es verdient hätte, damit ja kein Schatten auf den Selfmadejuristen Dimitroff fällt, der am Ende als Anwalt der revolutio- nären Arbeiterschaft über den Naziklüngel siegt(was ohne Bünger doch nicht möglich gewesen wäre). Auch sonst segelt manches des Effektes wegen an der Wahrheit vorbei, nicht zuletzt die allzu billige Karikierung mancher SA- Bestien, die allerdings wohl zum Teil auch auf das Konto des Regisseur- Kollektivs(Walter Hunger, Eberhard Mel- lies, Hans Reupert) zu buchen ist, das diese Inszenierung einrichtete. Das geht so weit, daß man eigentlich nur noch die Lächer- lichkeit dieser Leute zu spüren kriegt(ins- besondere bei Röhm und Göring), ihre Ge- fährlichkeit aber, die immerhin ausreichte, Europa in ein Trümmerfeld zu verwandeln, kaum noch spürt. Solchen Regie- Irrtümern und Ueberspitztheiten standen die glänzen- den Zeichnungen mancher Arbeiter-Typen, die des SpD- Abgeordneten Lühring Edgar Bennert), die Hugenbergs(Rudolf Frickau) und vor allem die unheimliche Ausdeutung dieses völlig zerschundenen und zerbroche- nen Marinus van der Lubbe(Hans-Hartmut Krüger) gegenüber. * Am interessantesten aber war das Publi- kum, das die rührigen Mannheimer Kommu- „Das Schmofz- und Schundgesetz“ Stectsanwalt Schilling und die Vorwörfe gegen die Bundespröfstelle för jugendgefährdende Schriften Der Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, Staatsanwalt Robert Schilling, hat jetzt die Kritik des Kölner Bahnhofbuchhändlers Ludwig an der Prüfstelle als„gering fundiert“ zurück- gewiesen. Schillings Stellungnahme wurde als Sonderdruck in dem Fachorgan des Ver- bandes deutscher Zeitschriftengrossisten und des Verbandes deutscher Bahnhofsbuchhänd- ler,„Der neue Vertrieb“, veröffentlicht. Schilling stellt u. a. fest, daß die Bundes- prüfstelle im Gegensatz zu Ludwigs An- gaben nicht verbeamtet sei. In den entschei- denden Gremien hätten die Beamten in kei- nem Falle eine Mehrheit. Außerdem seien bei den Entscheidungen weder die Beamten noch die Freiberuflichen an irgendwelche Weisungen gebunden. Zur Gewahrung einer frelen Entschließung sei ferner über den Hergang bei der Beratung und Abstimmung Stillschweigen zu bewahren. Schilling weist darauf hin, daß über das Für und Wider des„Schmutz- und Schund- gesetzes“, das die gesetzliche Grundlage der Bundesprüfstelle bildet, schon in der Ent- stehungszeit jahrelang diskutiert worden sei. Die damaligen Gegner und Kritiker sollten nunmehr, wie es auch überwiegend geschehe, den Willen des Gesetzgebers respektieren und in loyaler Mitarbeit versuchen, das beste daraus zu machen. Das Ziel des Gesetzes könne nur mit Hilfe der am Buch- und Zeit- schriftenwesen beteiligten, verantwortlich denkenden Kreise erreicht werden. Jede Selbstkontrollbemühung müsse daher unter- stützt werden mit dem Ziel, allmählich das Schwergewicht der Sorge um Sauberkeit und Fritz Wotrubq: Ein Beispiel aus der Darmstädter Ausstellung der Wiener Secession auf der Darmstädter Mathildenhöhe, über die wir gestern berichteten. nisten zum Teil mit Omnibussen herbeige- holt hatten, um den großen Rosengarten saal zu füllen. Sie hielten wacker aus und ließen keine Gelegenheit fahren, dem Anti- fakämpfer Dimitroff auf der Bühne ihre Zu- stimmung zu geben. Jede seiner genialen Frechheiten quittierten sie mit stürmischem Beifall und Gelächter, und nachher waren sie so in ihrem Element, daß es genügte, wenn der Gerichtsvorsitzende die Ankunft Görings ankündigte, um einen Lachsturm zu entfesseln. Allmählich wähnte man sich in einer gutgelenkten politischen Versamm- lung, und Hedda Zinner konnte zufrieden sein; das war ja wohl ihre Absicht gewesen. Aber das nächste Mal sollte man sich in Mannheim doch überlegen, ob man Gästen von hinter dem gelüfteten Vorhang nicht doch lieber das National- Theater anbieten will. Die Atmosphäre wird dann von vornherein unpolitischer, als wenn man den Kommunisten die Organisation überläßt. * Es war also ein gelungener Abend, ob- wohl ein paar Fragen unbeantwortet blie- ben. Die eine ist die, ob Hedda Zinner und ihre Parteifreunde wirklich die richtigen Leute sind, uns die widerwärtigen Metho- Jugendschutz in den freien Bereich zu ver- lagern. In der Zeit vom Tätigkeitsbeginn der Bundesprüfstelle im Juli vorigen Jahres bis Ende Dezember sind nach Schillings Mittei- lung insgesamt 80 Anträge auf Aufnahme von Druckerzeugnissen in die Liste für jugendgefährdende Schriften gestellt wor- den. Diese betrafen 35 Comies(Bildstreifen- hefte), 24 Romane(überwiegend Leihbuch- romane mit dem Schema sex plus Brutali- tät), kür Sittenromane, fünf sogenannte Sexualaufklärungsschriften, drei Magazine, drei homosexuelle Zeitschriften, zwei Illu- strierte, zwei Plakate und eine Wochen- zeitschrift. Von den 80 Anträgen seien bis Ende vorigen Jahres 56 erledigt worden. In 40 Fällen wurden die Druckerzeugnisse in die Verbotsliste aufgenommen. Zwei Anträge wurden abgelehnt. In neun Fällen wurde das Verfahren wegen geringer Bedeutung und in fünf Fällen aus anderen Gründen, zum Beispiel Zurücknahme des Antrages, eingestellt. Von den 34 behandelten Comies wurden 23 auf die Liste für jugendgefähr- dende Schriften gesetzt. * Ein Frankfurter Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsrat Friedrich Wil- helm Kießling hat die Frage verneint, ob die Schriften von Pitigrilli„Der Keusch- heitsgürtel“,„Die Jungfrau von 18 Karat“ und„Der falsche Weg“ als unzüchtig gelten. Das Gericht schloß sich jedoch der Auffas- sung der Bundesprüfstelle für jugend- Sitzende Figur Foto: Pit Ludwig den der Nazi-Justiz(die hier übrigens à der Gesinnung eines seiner Unabhängigte bewußten Richters scheiterten) vor Auge zu führen. Man hat da so einiges aus ihre. Machtbereich gehört, was einen daran zwei feln läßt. Die andere Frage aber ist, ob der gemeinsamen(2) Sache der Wiederveg einigung, der das alles doch dienen soll 0 Wirklich förderlich ist, mit so dickaufgettz genen Spruchband-Parolen in den Westen zu Wallfahrten. Natürlich werden diejen gen, die das Licht aus dem Osten erwarten, solchen Dingen applaudieren, aber die q. deren werden sich wohl aus dieser Song Theater nur wenig machen. Bleibt als P für den Westen, daß die Schweriner Hause von der scuveränen Sicherheit de Westens berichten können, wo man s „solche“ Theaterstücke gefallen läßt; dem Weidlich erstaunt waren die mecklenburg, schen Gäste ja doch, daß man sie ungehie gerausge verlas · ſckere (hefrede gellv.: V. Hertz Feber; lokales: br. Koc! zer; Sor mpins stellv. unk, l gad. Kon nannhei . 80 01. — J, Jah. Aus europa amerik. Jerpflie itlenti n Pro beiten. setzung Staaten Verkügt Wunsck gen be leren Jorber Union cingto . dert gewähren ließ.— Wie wäre es dens püs nun, wenn der freiheitliche Osten einm File die gleiche Haltung zeigte und das we 5 heimer Nationaltheater zu einer Repts Neiorie von Arthur Koestlers„Sonnenfinsternis“ mein Schwerin oder Weimar einladen würde! 5 J Werner Gille 3 50 kiteter eutsck Aera v sich di ten, ge eine W gefährdende Schriften an, daß diese Büche wirken als jugendgefährdend anzusehen seie dazu, Durch drei andere Mestm waren die Bücher als„unzüchtig“ bezeichne worden. 1770 Amtsgérichtsrat Kießling sagte in d Begründung dieser Entscheidung, durch d Schriften werde die Scham und das sittlid Gefühl dritter nicht verletzt. Außerdem g- hörten Pitigrillis Bücher zur international Unterhaltungsliteratur und seien unange fochten in allen europäischen Ländern geles⸗ worden, wenn sie auch nicht Bestandteil dt Weltliteratur seien. Besonders betonte Amtsgerichtsrat Kiel ling jedoch in seiner Entscheidung, daß nicht Aufgabe des Gerichts sei, erwachsen Menschen zu bevormunden und die pers liche Freiheit einzuengen. Es müsse den Erwachsenen vielmehr selbst überlasse bleiben, sich seine Literatur auszuwäble Im Falle Pitigrilli sei außerdem zu beachte daß seine Darstellungen geschlechtlich Dinge zwar nicht„künstlerisch“ aber all nicht„Selbstzweck“ seien. N 5 Mit dieser Begründung wurde dem Lit spruch des Prokuristen einer Frankfurte Amtsgerichtsurtel 0 ausch der de ET daß ne nds Gesam träge trägen Gesam ielme rag Jertra Kano à nd e in die kender Ka Buchhandlung gegen einen Strafbefehl staff gsche gegeben, der wegen Verbreitung unzüchtig Schrifttums erlassen worden war. Da de Prokurist außerdem die Bestellungen dt Bücher Pitigrillis nicht selbst vornahm u diesen Schriftsteller nur dem Namen nal kanmte, wurde er aus subjektiven Gründe auch von der Beschuldigung freigesprochel mit den Bestimmungen über jugendgefahi. dendes Schrifttum in Konflikt gekommen 5 sein. ANNE MARIE SELINKO: kleine Dicke, blättert in Thesis Skizeen,„Außerdem wollte er, daß ich immer um lichen Gestalt fragt kameradschafflid greift Wahllos Fünf heraus. ihm bin. Sogar im Atelier sollte ich sitzen„Etwas angebracht?“ 5 „Diese fünf. Vierzig Kronen für jede, zu- und zuschauen, wie er zeichnet. Herr Direk- Thesi nickt:„Drei Abendkleider, BE HE IRATET MEIN MANN Deutsche Rechte bei Kiepenheber& Witsch, Köln 5. Fortsetzung Ein Ruck. Andersen stoppt den Wagen, es ist immer ein Zufall, wenn das Auto das macht, was der kleine Dücke gerade will. „Wir sind da—“, verkündet er. Thesi steigt schnell aus und sperrt das Haustor auf.„Gute Nacht, Direktor— es war ein netter Abend. Morgen bringe ich Ihnen neue Zeichnungen ins Büro, und“ Sie blimzelt Andersen vertraulich an— und damm erzähle ich Ihnen ganz genau, warum ich von Herrn Poulsen geschieden bin.“ Sie rutschte ins Haustor, Der kleine Dicke schiebt sich schnell nach, er klammert sich an die Klinke. „Kleine Frau, sagen Sie mir nur eines—“ „Nein“, sagt Thesi,„ich hab jetzt Zahn- Weh.“ Schluß für heute. Erinnerungen, Radio- rate, Sommerkollektion— alles egal. Wenn man Zahnwen hat, ist nichts mehr wichtig Doktor Aagaard, dieser Sadist. Vielleicht Hilft Pyramidon. Im Einschlafen fällt Thesi ein, daß sie ein schrecklich auffallendes Kleid braucht. Dann fliegen alle Gedanken davon, der vor- letzte Zahn tut weh, links unten. Und dann tut es links unten auch nicht mehr weh und Thesi schläft. II. „Ulla— haben Sie ein extravagantes Kleid, so ein richtig unanständiges Kleid?“ „Ja, natürlich“ antwortet Ulla,„soll ich es Ibmen borgen, Frau Poulsen?“ Thesi nickt:„Ich wäre Ihnen sehr dank- bar, wirklich, ich—“ Da kommt die Sekretärin aus Direktor Andersens Bürozimmer dazwischen:„Bitte, Frau Poulsen, der Herr Direktor erwartet Sie!“ Thesi geht durch den leeren Vorführsaal des großen Modehauses, Thesi kommt durch ein Zimmer mit klappernden Schreibmaschi- nenfräuleins, Thesi steht dann im Bürozim- mer vom allgewaltigen kleinen Direktor, und es kommt ihr unwahrscheinlich vor, daß sie mit diesem wildfremden kugeligen Menschen hinter dem lächerlich großen Schreibtisch gestern abend gegessen haben soll. „Bitte— Frau Poulsen“, macht der wild- fremde kleine Herr und zeigt auf den Stuhl neben dem Schreibtisch. Thesi setzt sich zere- moniell auf die Sesselkante und hält eine Riesenmappe auf den Knien. Kleine Frau, hat er gestern immerfort gesagt, fällt ihr ein. Unglaublich, daß das die Frau von gestern abend ist, denkt der Direktor und sieht an Thesi vorbei. Thesi hat ein graues Kostüm an, einen kindlich aufgebogenen Filzhut: eine junge, unbedeutende Zeichnerin. Es geht um die Miete und die Radiorate, überlegt Thesi noch, dann legt sie energisch die große Mappe auf den Schreibtisch, dem Herrn Direktor unter die Nase. „Hier— meine Entwürfe“, sagt sie und versucht, ein geschäftliches Gesicht zu machen. Unsere Damen werden schauen, wenn ich ihnen sage, daß Sven Poulsens erste Frau für uns Abendkleider zeichnet, denkt der frieden?“ Macht zweihundert im ganzen, Miete und Radiorate gerettet, denkt Thesi, sagt aber auf jeden Fall:„Es ist zu wenig, Herr Direktor!“ Sie macht einen großen bittenden Augen- Aufschlag. Das bewirkt leider nur, daß der Direktor wieder, kleine Frau sagt. „Kleine Frau— mehr kann ich nicht be- zahlen. Zigarette?“ Thesi nimmt eine Zigarette aus seinem Etui, schlägt die Beine übereinander— jetzt beginnt also der private Teil der Unter- redung. Sie denkt an Ulla und das Kleid, sie möchte schon wieder aus dem Zimmer sein, deshalb plappert sie geschwind los: „Ich wollte Ihnen erzählen, lieber Direk- tor, warum wir geschieden sind. Wissen Sie — Sven Poulsen ist so ein Familienmensch. Und ich bin gamz anders, ich finde, Familie ist Zwar eine Schicksalsfügung, aber man muß sich doch nicht jeder Schicksalsfügung unterwerfen, nicht wahr?“ Der Direktor blickt teilnahmsvoll in The- sis Gesicht, und Thesi macht eine Pause, da- mit es nicht aussieht, als ob sie eine aus- wendig gelernte Lektion aufsagte, nein, nein — sie schüttet doch dem lieben Direktor ihr Herz aus, also—„Schon in Wien bekam Sven nicht genug von meinen Tanten. Mit alten, uninteressanten Tanten kann er stun- denlang plaudern. Und hier— jede Woche hat er Verwandte eingeladen und sie reizend gefunden, seine alten Onkel. Er hat mir im- mer vorgeworfen, daß ich keinen Sinn für die gute alte Zeit habe, aber— ich habe es nicht ausgehalten, Herr Direktor, ich bin auf und davon. Ich weiß, Sie verstehen mich.“ Stopp, die tätschelnde Hand ist in der Nähe, natürlich, er versteht die kleine Frau. tor— wer hält denn das aus— immer da- sitzen und zuschauen und abends alte Tan- ten einladen! Herr Direktor— ich bin auf und davon! Herr Direktor, nicht wahr— Sie erzählen meine Geschichte nicht weiter, aber es tut so wohl, wenn man sich aussprechen darf... So, urid jetzt halte ich Sie nicht län- ger auf!“ Thesi amgelt nach ihrer Mappe und steht energisch auf. „Aber Sie halten mich doch gar nicht auf, kleine Frau— liebe kleine Frau“ „Herr Direktor, Sie sind so gut zu mir.“ Er hat mir noch nicht die Anweisung auf die zweihundert Kronen ausgestellt, er wird moch daran vergessen vor lauter Mitleid. Und morgen weiß ganz Kopenhagen meine blöd- sinnige Geschichte, es ist eigentlich gemein von mir, schießt es Thesi durch den Kopf. „Ja, die Anweisung— beinahe hätten wir sie beide vergessen“, lächelt Direktor An- dersen und beugt sich über den Schreibtisch. „Hier— bitte!“ Achtlos schiebt Thesi die Anweisung ins Täschchen.. „Wiedersehen, lieber Direktor!“ „Wann soupieren wir wieder miteinander. kleine Frau?“ ruft er ihr noch nach. Thesi tut, als ob sie es nicht mehr gehört hätte, und drückt schnell die Tür hinter sich zu. Steht dann wieder bei Ulla im Vorfür- saal. Ulla ist eine verpatzte Greta Garbo, sie hat rotblonde Haare, ein sehr weißes Gesicht und einen tragischen Mund Dabei ist sie überhaupt nicht tragisch. Ulla ist große Mode in Kopenhagen, alle Herren, die etwas auf sich halten, kennen Ulla. Ulla ist das schönste Probier fräulein zwischen Warne- münde und dem Nordpol. Diese Ulla mit dem Greta-Garbo-Gesicht und der süßen rund- men ein Taxi“, drängt sie und Thesi wunde Nachmittagskleid, ein Nachthemd.“ „Sehr ordentlich. Passen Sie alf. Sie fü, len much nachmittags um fünf hier ab ir fahren mit mir nach Haus. Dort probiere Sie dann das Kleid, ich garantiere Inner: Sie haben noch nie so etwas amgehabt!“ „Danke, Ulla. Also— um fünf!“ Um fünf hat Ulla es sehr eilig.„ Wir ne, sich, warum Ulla eigentlich kein Aufo de „Sie sollten ein Auto haben“, meint Ile“ „Kostet zuviel. Ich meine— die Eri tung. Meine Bekannten haben Aubos, kann autofahren sowiel ich will. Und in dk Früh fahre ich lieber mit der Tram ins, 1 schäft, ich bin das seit Jahren gewohnt“ Thesi sieht Ulla von. der Seite an. großer schwarzer Strohhut beschattet d helle Gesicht, und wenn sie davon epd daß die Erhaltung eines Autos zuviel Kost dann wird der tragische Mund noch tie gischer. Komisch— sie ist sparsam, verpatzte Greta Garbo, denkt Thesi, es s, nicht zu ihrem Stil. Oder doch— es Pai ihr, vielleicht paßt nur ihr Stil nicht zu 1 Sie fahren durch Vorstadtstraßzen 1 grauen Zinshäusern, dann kommen eint, 1 kleine Einfamilienhäuser mit winzigen 0 gärten, rechts zweigt eine Villenstraße 1 das Taxi hält. Thesi will den Chauffeur. zahlen, Ulla will auch bezahlen, beide 1 men in ihren Täschchen, Ulla läßt sich sich — 5— 81 lung d schon Kairo mema Aegyp Sicher Härte Konfe pflicht dies Aärte lich Zeit dabei und Thesi bezahlt.. Ulla schiebt Thesi schnell ins Haus bine „Wr müssen uns beeilen, i Gast zum Nachtmahl eingeladen, ein ren Herrn, und ältere Herren sind s lich pünktlich.“ 120 Fortsetzung fol 085 ich habe eine. 1 ich h en alte dünd chreck⸗ NT nein. 3 Di kenst