Ir . ach eim rK War der 85 t. Schich. Xpress s Ringen er gröhte Als Weit selbst de Wenn e stkabinef geht: do ch begeg. dreiund. liche des ichnungen undsiebzg in Aachen Niescher r Kurzem ate, unte ublik ge · mals oder öflentlich ich frühe icht deut. schreiben r Küng. ebespaatt in einer em Para. an Tou. n„Plau. 1897) de mer Aus. Verkstatt. e Skizzen n in der . Mehrere neben den en Ueber- lung. Die zen dies Von der Anfänge 1 Zu ver- Ja Luyken gel ind austausch lers Man Sik, eta den. Da- Zildenden h das ge- Zwischen nders ab 1 C 1 Herausgeber: rannheimer Morgen verlag. Druck: Mannheimer Groß- aruckerel. Verlagsleitung: H. Bauser. chetredaktion: E. F. von Schilling; pr. K. Ackermann; Politik: W. Hertz- gichenrode; Wirtschaft: F. O. Weber; peuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Loka- les: H. Schneekloth, H. Barchel Land); kommunales: Dr. Koch; Sport: K. Grein; Soziales: F. A. Simon; Ludwigshafen: H. Kimpinsky; Chef v. D.: O. Gentner: Stellv.: W. Kirches. 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Oktober 1957 Kein Alleingang der USA Zweiseitige Verhandlungen mit Moskau über die Kontrolle der Weltraumgeschosse nicht geplant Washington.(dpa) Das durch den sowjetischen Parteisekretär Chrust- schow am Dienstag zum ersten Male aufgeworfene Problem einer internationalen Kontrolle von künstlichen Erdsatelliten und Weltraumgeschossen war am Mittwoch das Hauptthema in der westlichen Welt. In den Hauptstädten der Westmächte bekräftigten Regierungsmitglieder und Diplomaten die Bereitschaft ihrer Regierun- gen, in Verhandlungen über eine derartige Kontrolle einzutreten. In Washington waren Präsident Eisenhower und das amerikanische Außenministerium bemüht, klar- zustellen, daß die USA keineswegs daran denken, zweiseitige Verhandlungen mit der Sowjetunion über diese Frage zu beginnen. Dieser Eindruck war ursprünglich durch eine miß verständliche Aeußerung des ameri- kanischen Außenministers John Foster Dul- les hervorgerufen worden, der àam Dienstag nach einer Unterredung mit Präsident Eisen- hower vor der Presse erklärt hatte, die USA seien bereit, mit der Sowjetumion über eine internationale Kontrolle von Weltraum- geschossen zu verhandeln. Die Verhandlun- gen müßten allerdings im Rahmen der Ver- einten Nationen geführt werden. Falls die Sowjetunion es wünsche, das Problem ge- sondert von den Londoner Abrüstungsvor- schlägen zu erörtern, seien die USA damit einverstanden. Präsident Eisenhower machte dagegen am Mittwoch durch eine Erklärung auf seiner Pressekonferenz deutlich, daß die amerika- usche Regierung keine zweiseitigen Ge- präche mit der Sowjetunion über die inter- Hationale Kontrolle von Erdsatelliten und Weltraumgeschossen führen wollten. Dieses problem könne nur durch eine internationale Untersuchung gelöst werden, die USA seien aber bereit, eine Satelliten-Kontrolle auch unabhängig von den Abrüstungsvorschlägen 1e Autoß, aufhält cher Her- Min dem en Staat den Auf- oder de: gen nicht der Anne rods, der Privat- Tel Aviv 1 gut ge- ö „ daß es bstandes 2u seht n. Ueber te Brod, Stück 80 Folk von ein Thea- Autoren renmatts Hrt. Von hur Mil. od eines g gefun- Anouil lis Selbe hen, mit Theater- ahren in Rebell Summe istischen wei Jah- men, um Isseldort jüdische dz — achte el st als e tehrte e zalzen di dak gibs er ange Hof Kall, chte ihm an und „ und e t Sarns d Warum er. nicht be⸗ ich Siau Holt, und Zt, Valet 1g Aufl, mer übe 3 2¹¹ dem ten Pa ockte a inen ad und a e glünte ragte eingerie chultenm chen de te Saru 65 gen un zeschieh b verlie! Der alte gefrotel terte di n Schl zört un sich, n gte seil 18 folg der Westmächte zu untersuchen. Die USA würden aber in dieser Frage nur in Ueber- einstimmung mit ihren Verbündeten handeln, USA-Satellit startet im Dezember Die Vereinigten Staaten wollen ihren ersten Erdsatelliten im Dezember in den Weltenraum schießen, erklärte Präsident Eisenhower. Der erste amerikanische Satel- lit soll klein sein, nur wenige Pfund wiegen und keine Meßgeräte enthalten. Weitere kleiner Satelliten sollen ebenfalls noch in diesem Jahr von den Vereinigten Staaten aus abgeschossen werden. Der Start eines großen amerikanischen Erdtrabanten ist für März nächsten Jahres vorgesehen. Er soll bei einem erfolgreichen Abschuß mit Hilfe zahl- reicher Instrumente mehr wissenschaftliche Erkenntnisse liefern als der gegenwärtige sowjetische Satellit. Der Präsident beglück- wünschte die sowjetischen Wissenschaftler zu ihrem Erfolg, stellte aber gleichzeitig fest, daß der erste künstliche Mond keinen allzu großen militärischen Wert habe. Die Existenz des Erdtrabanten bedeute keine zusätzliche militärische Bedrohung der USA. Bis solche Erdtrabanten in der Lage seien, als Basis für kriegerische Unternehmen zu dienen, werde noch eine lange Zeit vergehen. Der neue amerikanische Verteidigungsminister Neil H. MeElroy hat zuvor mitgeteilt, daß eine Be- schleunigung des amerikanischen Entwick- ljungsprogramms für ballistische Raketen ernstlich erwogen werde. Der„Sputnik“ hat zwei Trabanten Die Signale des sowjetischen Erdsatel- liten sind auch am Mittwoch von zahl- reichen Funkstationen auf der ganzen Welt empfangen worden. Von einem frühzeitigen Absturz des„Sputnik“ ist nicht mehr die Rede. Nach einer Darstellung des sowjeti- schen Parteiblattes„Prawda“ wird der Satellit von zwei weiteren künstlichen Tra- banten begleitet, der Raketenhülle und dem Schutzkegel der Rakete. Der sowjetische Satellit wird nach Angaben des Moskauer Rundfunks am Donnerstagfrüh um 4 Uhr MEZ etwa 78mal die Erde umrundet haben, wobei sich seine Umlaufzeit nach sowieti- schen Bahnmessungen nur um etwa drei Se- kunden täglich verringert. Die Geringfügig keit dieser allmählichen Wiederannäherung an die Erde bedeutet nach Radio Moskau, daß der Satellit„noch geraume Zeit die Erde umkreisen wird“. Die„Prawda“ bestätigte, daß der Satellit verschlüsselte Berichte über Temperaturen und andere Bedingungen im Weltraum ge- funkt habe, gab jedoch keinen Hinweis dar- auf, daß man den Schlüssel anderen am Internationalen Geophysikalischen Jahr teil- nehmenden Nationen mitgeteilt habe oder mitteilen werde. Abrüstungsfrage hat Vorrang New Fork.(dpa) Der politische Aus- schuß der UNO- Vollversammlung hat be- schlossen, der Debatte über die Abrüstungs- frage Vorrang einzuräumen. Die Debatte wird bereits am heutigen Donnerstag begin- nen. Der Ausschuß beschloß ferner, daß der Abrüstungsdebatte eine Erörterung der Auswirkungen der Atomstrahlung folgen Soll. Die Frage, ob noch andere Themen mit Vorrang behandelt werden sollen, wurde offengelassen. Otto van Volxem Wurde Innenminister von Rheinland-Pfalz Mainz(rp) Der rheinland- pfälzische Ministerpräsident Dr. Peter Altmeier hat am Mittwoch den 44jährigen Weingutsbesitzer und CDU-Landtagsabgeordneten Otto van Volxem aus dem Trierischen Grenzkreis Saarburg zum neuen Innenminister des Bun- deslandes ernannt. Van Volxem wird Nach- folger von Dr. Alois Zimmer, der nach seiner Wahl in den Bundestag zurückgetreten ist. Der neue Minister muß am kommenden Dienstag vom Landtag bestätigt werden, um die Geschäfte übernehmen zu können. An der Zustimmung des Landtages ist nicht zu zweifeln. Minister van Volxem wird, ebenso wie sein Vorgänger, in Personalunion auch das Sozialministerium übernehmen. Versuch mit Atomsprengkopf„Gentleman“ „Den Amerikanern jetzt weit voraus“/ Ende der britischen Testserie Maralinga(Südaustralien).(dpa). Zum Abschluß der diesjährigen britischen Test- serie mit Kernwaffen brachten britische Wissenschaftler am Mittwochmorgen im australischen Versuchsgelände bei Maralingæ den Atomsprengkopf einer Fernrakete zur Explosion. Der Sprengkopf, der den tech- nischen Tarnname„The Gentleman“ trägt, hing in 300 Meter Höhe an einem Ballon. Demonstrationen gegen General Speidel Steinhagel in Oslo trai den Falschen Hakenkreuzfahne in Kopenhagen Oslo.(dpa AP) Zu einer Reihe von Demonstrationen gegen den deutschen Ge- neral und Oberbefehlshaber der NATO- Land- Streitkräfte in Mitteleuropa, Speidel, kam es am Mittwoch in Oslo. Dabei wurden irrtümlicherweise der britische NATO- Oberbefehlshaber des Abschnittes Nord, Ge- neral Sir Cecil Sugden und sein Stellvertre- ter General Cooper mit Steinen beworfen. Die Norweger hielten General Sugden für Speidel und verletzten ihn leicht am Kopf. Als die Maschine der Briten auf dem Flug- hafen Fornebue landete, glaubten die etwa 500 Demonstranten, Speidel vor sich zu ha- ben. Sie trugen Plakate mit den Aufschriften Wie„Heraus mit dem Nazi- General“,„Dem deutschen Volk haben wir verziehen, aber nicht dem General Hitlers“ und„Speidel geh' nach Hause“. Aus Protest gegen den Besuch des deut- schen Generals hatten mehrere Osloer Be- triebe eine Viertelstunde lang die Arbeit niedergelegt. Die Straßenbahnen und Auto- busse blieben zwei Minuten lang stehen, um somit gegen den Besuch zu protestieren. Weitere Demonstrationen sind geplant. Inzwischen war Speidels Flugzeug umge- leitet worden und auf dem NATO-Flugplatz Rygge gelandet. Da seine Ankunft auf die- sem Platz überraschend kam, blieben De- monstrationen aus. Es war auch kein offi- zieller Vertreter zum Empfang erschienen. Am Tag zuvor war es auch in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu Protesten gegen den Besuch des deutschen Generals gekom- men. Ueber dem Hotel d' Angleterre, dem ehemaligen Sitz der deutschen Militärver- waltung während der deutschen Besetzung Dänemarks 1940 und jetzigen Logis Spei- dels, wehte plötzlich eine Hakenkreuzfahne. Das Hotelpersonal wurde erst aufmerksam. als etwa 500 Demonstranten vor dem Hause mit Pfuirufen und Pfiffen auf die Fahne wiesen. Da die Flaggenleine gekappt und der Fahnenmast mit Schmierseife eingerie- ben war, mußte der Fahnenmast schließlich am Fuß abgesägt werden. Demonstranten zogen durch die Innenstadt. Die Polizei schritt nicht ein. Brentano warnt vor übereilten Ostkontakten Bonn,(gn-Eig.-Ber.) Bundesaußenminister Lon Brentano warnte am Mittwoch in einem Referat vor der CDU /CSU-Bundestagsfrak- tion in Bonn vor übereilten Schritten in der Ostpolitik. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu den Ostblockstaaten, vor allem zu Polen, sei keineswegs 80 einfach, wie es vielfach in der Oeffentlichkeit darge- stellt werde. Die Bundesrepublik dürfe keine Lawꝛine der Anerkennung des Sowijetzonen- regimes auslösen, wodurch ein Gewöhnungs- zustand der Spaltung Deutschlands herbeige- führt werde. Es sei Sache der neuen Regie- rung und des neuen Parlaments, die Wel tere Behandlung der Ostfragen sorgfältig zu Untersuchen und sich dann zu entscheiden. Erst dann werde sich auch ergeben, welche Reaktion die„überraschende Neuorientie- rung“ der jugoslawischen Politik nach sich ziehen werde. Nach Berichten von Beobachtern verlief der Versuch erfolgreich. Aufgabe des „Gentleman“ im Ernstfall wäre die Ver- nmichtung feindlicher Anlagen bei einem Minimum von radioaktivem Niederschlag. Der Tarnname„Gentleman“ soll deshalb ge- wählt worden sein, weil man von einem Einsatz dieses Atomsprengkopfes nur ge- ringe Opfer unter der Zivilbevölkerung er- Wartet. Nach dem Reuter-Bericht über die Ver- suchsexplosion soll ein kompetenter austra- licher Beobachter die Ansicht vertreten haben, daß„die Briten jetzt den Amerika nern weit voraus sind. Sie haben die ame- Trikanische Forschung durch eigene wissen- schaftliche Erkenntnisse ergänzt.“ Nach den britischen Plänen soll der Sprengkopf „Gentleman“ von einer Rakete über weite Entfernungen getragen werden. Informierte Kreise vermuten, daß das erste dieser Fern- geschoße mit atomarem Sprengkopf bald von den Weihnachtsinseln über den pazifischen Ozean geschossen werden wird. Beobachter des Versuches berichteten, damit sei bewiesen, daß Großbritannien nun im Prinzip in der Lage sei, gegen jeden Feind, der einen Atomkrieg begänne, die Offensive zu ergreifen. Nach Ansicht unter- richteter Kreis besitzt der„Gentleman“ eine Sprengkraft zwischen 10 000 und 20 000 Tonnen herkömmlichen Sprengstoffes. Das erste Bild des„Sputnik wurde uns gestern aus der sowjetischen Hauptstadt ubermittelt. Der hermetisch abge- schlossene Körper des Satelliten(er mißt 58 Zentimeter im Durchmesser) ist aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Zum Ausgleich der starken Temperatur differenzen, denen der Erdtrabant im Weltraum ausgesetzt ist, enthält er eine Füllung von gasförmigem Stichstoſf. Die auf der Erde empfangenen Morsezeichen werden von zwei starken Radio- sendern mit Hilfe von Antennen ausgestrahlt. Vor dem Aufstieg waren die Antennen- achsen an den Raketenkörper gepreßt. Sie wurden erst nach dem Start ausgefahren. Die Antennen messen 2,4 bis 2,9 Meter. Untersatz vor der endgültigen Montage zum Start. Unser Radiofoto zeigt den„Sputnik“ auf einem Bild: dpa Noch kein Kabinettsbeschluß über Preise Erhard will die Erhöhung von Strom- und Gastarifen verhindern Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Eine sorgfältige Ueberprüfung der gesamten Energiewirtschaft und die Ausarbeitung eines neuen energiewirt- schaftlichen Programms kündigte Bundes- wWirtschaftsminister Professor Erhard am Mittwoch vor der CDU/ CSU-Bundestags- fraktion an. Der Minister äußerte sich sehr zuversichtlich über seine Bemühungen um eine Aenderung des Montan- Vertrages, die ihm eine stärkere Einflußnahme auf die Kohlepreisgestaltung sichern soll. Die Revi- sion werde voraussichtlich nach der im Ver- trag vorgesehenen Fünfjahres-Frist im Fe- bruar des kommenden Jahres stattfinden. Zbiscen Gesfern und Moroen Versetzt wurde der im Iller-Prozeß krei- gesprochene Oberleutnant Alfred Sommer zum Kampfgruppenstab der Luftlandedivi- sion in Ehlingen. Sommer führte bis zum Unglückstag des 3. Juni die zweite Kompanie des Luftlandejägerbataillons 19 in Kempten. Sein Bundestagsmandat niedergelegt hat der nordrhein- westfälische Finamzminister Willy Weyer FDP). Nach der nordrhein- Westkälischen Verfassung kann ein Landes- minister nicht gleichzeitig Bundestagsabge- ordneter sein. Für Weyer, der über die nord- rhein- westfälische Landesliste der FDP ge- wählt wurde, wird Dr. Viktor Hoven in den Bumdestag nachrücken. Einen verkehrsunfall erlitt der Berliner Senator für Arbeit und Sozialwesen, Eduard Bernoth(CDU), auf der Autobahn Berlin Marienborn. Sein Wagen wurde im Nebel von einem anderen Auto gerammt. Senator Bernoth, der Hand- und Beinverletzungen erlitt, befindet sich gegenwärtig im Kran- kenhaus Haldensleben(Sowjetzone). Nähe- res über seinen Zustand ist noch nicht be- kannt. Im dichten Nebel fuhr am Mittwochmor- gen vor dem Bahnhof Bad Hersfeld ein mit Kali schwer beladener Güterwagen beim Rangieren frontal auf einen mit Arbeitern vollbesetzten Triebwagen der Hersfelder Kreisbahn auf, Bei dem Aufprall wurden nach Angaben der Kreisbahn über 90 Per- sonen verletzt. Während 15 Fahrgäste mit zum Teil schweren Verletzungen ins Kran- kenhaus eingeliefert werden mußten, konn- ten alle anderen nach ambulanter Behand- jung entlassen werden. Vier ungarische Schriftsteller sind wegen „ihrer fortgesetzten konterrevolutionären Ta- tigkeit“ nach einem mehrere Tage dauern- den Prozeß zu längeren Haftstrafen verur- teilt worden. Zoltan Molnar erhielt drei, Do- mokos Varga zwei Jahre Gefängnis. Aron Tobias und Gyula Fekete wurden zu je einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt. Die Zahl der verhafteten ungarischen Angestellten der britischen Botschaft in Budapest ist auf fünf gestiegen. Wie das britische Außenminsterium am Mittwoch mitteilte, sind die Leiterin der Schule der Botschaft, Frau Batyka, und der Telepho- nist Elmer Kovacz am Montag von der ungarischen Polizei festgenommen worden. Der Finanzminister der Negerrepublik Ghana, K. A. Gbedemah, der zur Zeit einen imme Letele fleldung Pleven verzichtet auf Regierungsbildung Paris,.(dpa) Der ehemalige französische Ministerpräsident René Pleven hat Staats- präsident Coty am Mittwochabend den Auf- trag zur Bildung einer neuen französischen Regierung zurückgegeben. Damüt ist sein Versuch, ein Kabinett aller nichtkommuni⸗- stischen Parteien von den Unabhängigen bis zu den Sozialisten zu bilden, gescheitert. Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Nixon erwidert, wurde aus einem Restaurant in Dover im Staate Delaware(USA) verwie- sen. Man bedeutete ihm, daß Farbige dort unerwünscht seien. Gbedemah befand sich mit seinem Kraftwagen auf dem Wege nach Maryland, wo ihm zu Ehren ein Empfang gegeben wurde. Der Minister, der fliegend englisch spricht, erklärte in New Vork, er könne das nicht verstehen. Als der amerika- mische Vizepräsident in Ghana geweilt habe, sei er sein persönlicher Gast gewesen. Die kommunistische Regierung der Zwerg- republik San Marino gab bekannt, sie werde kapitulieren. Der„starke Mann“ der Roten, Innenminister Morganti, erklärte:„Meine Re- gierung wird das Regierungsgebäude verlas- sen, sobald unsere Gegner es zu übernehmen wünschen.“ 5 Der Volksrepublikaner Maurice Schu- man, früher Staatssekretär im französischen Außenministerium, wurde mit großer Mehr- heit zum neuen Vorsitzenden des außen- politischen Ausschusses der französischen Nationalversammlung gewählt. Damit ist den Sozialisten der Vorsitz in einem der wich- tigsten Parlamentsausschüsse verlorenge- gangen. Pandit Nehru, der indische Ministerprä- sident, der sich gegenwärtig zu einem Be- such in Japan aufhält, hat mit den führen- den japanischen Staatsmännern eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in der UNO erörtert. An dem Gespräch nah- men von japanischer Seite Ministerpräsident Kishi und Außenminister Fujiyama teil. Vor dem Bundeskabinett, das ebenfalls die Kchlepreissituation srörterte, gab der Bundeswirtschaftsminister bekannt, daß er gegenwärtig mit der Strom- und Gasindu- strie verhandele, um dort Tariferhöhungen zu verhindern. Ein Regierungssprecher sagte im Anschluß an die Kabinettssitzung, daß Maßnahmen auf dem gesamten Preissektor erst von der neuen Bundesregierung und dem neuen Bundestag getroffen werden könnten. Die beteiligten Ressorts seien je- doch schon dabei, die entsprechenden Vor- schläge auszuarbeiten.(Siehe auch Wirt- schaftstei). Das Bundeskabinett hat auch noch keine Entscheidung über die Sanierung der Firma Henschel und Sohn in Kassel getroffen. Die Firma hatte kürzlich das Vergleichsverfah- ren beantragen müssen, da sie ihren Zah- lungsverpflichtungen nicht mehr nachkom- men konnte. Ein Regierungssprecher gab nach der Kabinettssitzung nur bekannt, daß im Augenblick der Bericht einer Kommission aus dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesarbeitsministerium geprüft werde, die sich über die Situation im Werk informiert hat.. Preisindex unverändert (dpa) Der Preisindex für die Lebenshal- tung hat sich nach Mitteilung des Statisti- schen Bundesamts von Mitte August bis Mitte September nicht verändert. Der Index blieb auf 116(1950 gleich 100) oder 181(1938 gleich 100) stehen. Purchschnittlichen Preis- rückgängen um 0,4 Prozent bei„Ernährung“ und„Getränke und Tabakwaren“ standen geringe Preiserhöhungen vor allem bei„Be- kleidung“ und„Bildung und Unterhaltung“ gegenüber. Botschafter Dr. Pfleiderer f Bonn.(dpa) Dr. Karl-Georg Pfleiderer, seit 1955 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Belgrad, ist am Dienstag- abend im Alter von 58 Jahren in einer Go- desberger Klinik einem Herzinfarkt erlegen. Er war Mitte September zur Berichterstat- tung in die Bundesrepublik gerufen worden, nachdem der polnische KP-Chef Gomulka und Marschall Tito die Oder-Neiße-Linie als endgültige Grenze bezeichnet hatten.(Siehe auch Seite 2.) Zelte 2 MORGEN MEN Donnerstag, 10. Oktober 1937 Spion Sputnik Ein Fenster nach dem Weltraum hat sich aufgetan. Der zirpende Kreisel neunhundert Kilometer über unseren Köpfen hat uns kundgemacht, daß unsere Erde immer klei- ner wird, und daß der Tag nicht fern ist, da die Reise nach den Sternen angetreten Wird. Ein Ereignis fürwahr, das sich vor hundert Jahren noch die größten Geister nicht als Möglichkeit erträumten. Wir haben es erlebt. 5 Wir haben es erlebt, daß sich der Geist der Menschheit von seiner Erdenschwere löste, daß jener Denkprozeß, der um und mit Cartesius begann und über Hume und Leibnitz in Einstein seine kühnste Prägung fand, daß dieser Hochflug der Idee sich nun in Tat und Wirklichkeit erprobt. Und dabei ist— beiläufig angemerkt ganz und gar unwesentlich, ob es die Russen, Lankees oder auch die Deutschen Waren, die diesen ersten Weltraumdrachen steigen ließen. Denn es ist in dieser Hinsicht mehr als Zu- fall, daß es gerade russischen Physikern als ersten gelang, die Aufgabe zu lösen, die ein Gemeinschaftswerk von abertausend Wis- senschaftlern und damit der ganzen Mensch- heit war und ist. Wenn etwas die Verstie- genheit der nationalen Nabelschau erwiesen hat, so ist es dieser wissenschaftliche Erfolg, der ohne den weltbürgerlichen Aufbau der Gelehrtenwelt niemals errungen worden wäre. Das Fenster, das uns aufgegangen ist, Was hat es uns gebracht? Etwa die Einsicht, dag Wir nun nicht mehr eingeschlossen sind in dem Gefängnis unseres Selbst und unserer engen Erdenhaftigkeit, die man Monade mermt? Etwa den Rausch, den einst der Grieche Xenophon empfand, als er die Weite und Unendlichkeit des Meeres sah? Oder die Nüchternheit von Newton, dem Engländer, als er noch ganz benommen von der Gröge seiner Forschung trocken ausrief: Hypothe- Sen stelle ich nicht an. Nichts von Alledem. Die epochalste Großtat unserer Zeit hat bei der Masse unserer Zeitgenossen weder Ein- sicht noch Begeisterung, weder Nüchternheit noch Klarheit ausgelöst. Nicht anders als ob im Mittelalter ein Komet aufstieg und Narr- Beit in den Hirnen brüten lieg, so hat sich Hysterie und Angst auf uns gelegt. In ellen- großen Lettern wurde hinausgeschrien, daß „Sputnik“, wie der künstliche Trabant sich menmt, nichts anderes als ein russischer Spion Sei, der nun mit Basiliskenaugen aus dem Weltraum auf uns blickt. Die Weltvernichter sollen ihm Befehl und Anweisung gegeben Haben. Die Generale des totalen Krieges ha- ben das Teufelswerk ersonnen. Wehe uns! So sehr ist also die Eingleisigkeit des Denkens im Ost-West-Konflikt in uns schon Wirksam, so wenig können wir uns von der kleinen Tages wirklichkeit noch lösen, so sehr sind wir befangen in den zumeist so törich- ten Geschwätz von Weltenkrieg und atoma- ren Untergang, daß wir schon alle Erlebnis- fähigkeit verlieren und nur noch zittern. Es soll gar nicht geleugnet werden, daß Chrust- Schowy sicherlich nicht Millionen, wenn nicht Milliarden, für die Eroberung des Weltraums ausgegeben hätte, wenn ihn nicht auch stra- tegische Erwägungen leiteten. Auch Amerika entwickelt seine Waffen immerzu. Noch ist der Krieg der Vater vieler Dinge. Heißt das aber. daß die Dinge darum nur des Teufels sind? Als Isabella von Kastilien jenem Ko- lumbus drei Caravellen finanzierte, mit denen er Amerika entdeckte, da war es ihr auch nicht zuerst um Wissenschaft und Welten- geist zu tun, sondern um Macht, Reichtum und Weltherrschaft. Ist darum die Entdek- kung von Amerika als imperiales Ereignis aufzufassen oder als eine Großtat, die ein neues Zeitalter einleiten half? So auch in unserem Fall. Mögen auch die Strategen ihr Hühnchen am Feuer der Atome und der MWeltraumraketen rösten, uns soll das nicht beirren. Für uns ist„Sputnik“ eine Großtat des Geistes und der menschlichen Erfin- dungskraft, die die Welt verändert. Was wol- len wir nun ächzen, daß mit diesem Mittel Kriege noch immer schrecklicher zu werden drohen. Erstens, wer denkt an Weltkrieg? Etwa die Russen, die froh sind, wenn man sie in Ruhe ihre verunglückten Wirtschaftspläne Korrigieren läßt? Oder die Amerikaner, deren Diplomaten genau wie auch die gestürzten und noch stürzenden Sowjetstaatsmänner mitunter mit dem Feuer spielen, aber doch lieber Dollars machen, als ihre werten Köpfe hinhalten. Oder wir Deutschen in unserer Ohnmacht und mit verbrannten Fingern?— Zweitens können wir uns gleich begraben lassen, wenn wir den menschlichen Fort- schritt aufhalten wollen, weil er dem Kriege dienen kann. Viel schlimmer als die Möglich- keit, daß Mars auch das Atom regieren und Sputnik kommandieren will, ist doch die Panische Angst vor jedem technischen Erfolg des Gegners. Sie hat uns doch die Bombe auf Hiroshima beschert. Sie kann uns ohne jeden Sinn und Zweck in Abenteuer jagen, die niemand dienen und die niemand will. Angst ist nicht nur im individuellen Leben die schlechteste Münze, die wir auszugeben ha- ben. Sie kauft auch im Völkerleben nur Un- Beil ein. Oder hätte Josua gut getan, nach seinem Erfolg von Jericho aus Angst vor ähnlicher Vergeltung die Trompeten abzuschaffen? Es ist mitunter sehr betrübend mit welcher Kurazschlußlogik in dem so aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert uns mitten in Europa aufgewartet wird. Als ob die Inter- nationale der Sowjets dadurch an Ueber- zeugungskraft gewönne, daß sie die Techmik meistert, nachdem die Internationale der Wissenschaft ihr alles an die Hand gab. Hat etwðͤa ein V eins für Hitlers Rassenwahn ge- zeugt oder ist die Entdeckung atomarer Kettenreaktion die Großtat eines dritten Reiches? Mögen doch die Sowjets ihren „Sputnik“ und alle Fußballsiege auf dem Kontinent dazu besitzen, ist das ein Nach- Weis für ein besseres System des sozialen Zusammenlebens, für Völkerglück und Men- schenliebe? Sind wir so wenig von unseren eigenen Qualitäten überzeugt, daß wir die Angst zu unserem Diktator machen müssen? Dann allerdings werden die politischen Dik- taturen triumphieren, denn Angst ist ganz genau der Polizist, der ihre Sicherheit be- schützt. Wir brauchen diesen„Sputnik“ nicht zu fürchten. Er ist nicht das, was Denkpanik in ihm erblickt und überdies: Die Welt wird morgen tausend Sputniks haben. Dr. Karl Ackermann Von unserer Bonner Redaktlon Bonn, 9. Oktober Im Kreise seiner engsten Mitarbeiter stellte Bundeskanzler Dr. Adenauer die Schaffung eines„Schatzministeriums“ zur Diskussion. Dieses Ministerium soll in Zu- sammenarbeit mit den Ressorts für Finanzen, Wirtschaft und Arbeit die Grundlage für die Verwirklichung der Parole„Eigentum für alle“ erarbeiten. Es würde neben einer Aktivierung der Anleihenpolitik zu prüfen haben, welche Teile des Bundes- vermögens in private Hand(Volksaktie) überführt werden können. vier bis fünf Milliarden Mark sind in bundeseigenen Unternehmen investiert. Damit beherrscht der Bund nach Schätzungen 70 Prozent der Aluminiumerzeugung, 30 Prozent der Eisenerz- förderung, 35 Prozent der Autoproduktion, 30 Prozent des Schiffsbaues, 33 Prozent der Starkgaser zeugung, 60 Prozent der Stromerzeugung, 20 Prozent des Rohölversands sowie 20 Prozent der Erdöl- und Steinkohleförderung. Hierzu muß man noch die Saarzechen rechnen. Trotz des eindeutigen Wahlergebnisses ist für Dr. Adenauer nicht einfach zu entschei- den, wen er in das Regierungsschiff hinein- nehmen will und wie das neue Kabinett über- haupt aussehen soll. Man denke nur an das Europa-Ministerium. Schon vor den Wahlen scheiterte es an dem Widerstand Erhards und von Brentanos, die ihre Kompetenzen in Ge- fahr sahen. Der an sich diskutable Gedanke eines Energie-Ministeriums kann leicht den gleichen Weg gehen. Bundeswirtschaftsmini- ster Erhard ist gegen den Plan, ein beson- deres Energieministerium zu errichten und den Vizepräsidenten der Hohen Behörde der Montan-Union, Etzel, mit diesem Amt zu be- trauen. Aus Kreisen, die dem Minister nahe- stehen, verlautete am Mittwoch, es sei kaum anzunehmen, daß Erhard einer ressortmäßi- Sen Trennung von Energiepolitik und allge- meiner Wirtschaftspolitik zustimmen werde. So wird die dritte Variante, die von Dr. Adenauer persönlich ins Spiel gebracht wurde, verständlich, nämlich einen„Schatz- minister“ zu berufen. Denn wenn es darum geht, das Bundes vermögen zu„liberalisie- ren“ und von der öffentlichen in die private Hand zu legen, ziehen wohl alle Gruppen mit— mit Ausnahme von Fritz Schäffer. Es ist leicht zu sagen, daß das Bundes- kabinett ein Kollegium standfester, hoch- qualifizierter Männer sein müsse. Aber der Forderung„den besten Mann auf den rich- tigen Platz“ stehen die Realitäten und die verschiedenen Gruppeninteressen gegenüber, die Dr. Adenauer respektieren muß, wenn die Regierungsarbeit in den kommenden vier Jahren reibungslos funktionieren soll. Man erinnert sich noch sehr gut, daß die Union unter dem Schlagwort„Adenauer und seine Mannschaft“ in den Wahlkampf gezogen ist. Sie hat es durch die Formeln„Keine Expe- rimente“ und„Weiter aufwärts wie bisher“ untermauert. Das sind nicht nur Wahlparo- len, sondern auch handfeste Versprechungen. Wahrscheinlich auch in personeller Hinsieht! Die Zusage, es solle alles beim alten bleiben, gilt auch für die Männer, welche die CDU/ CSU plakatiert hat. Dazu gehören Brentano, Erhard, Schäffer, Schröder, Strauß. Dazu ge- hören auch Bundestagspräsident Dr. Eugen Gerstenmaier, der Fraktions vorsitzende Dr. Heinrich Krone— beide einflußreiche Mit- arbeiter, obwohl es sie nicht zur Minister- bank zieht. Oder Kurt-Georg Kiesinger, einer der befähigsten Männer aus dem Team, der die CDU/CSU in mancher Redeschlacht „rettete“ und dessen Fleiß und Intelligenz ihn kür eine hohe Position qualifizieren. Daß Kie- singer sicherlich ein glänzender Justizmini- ster wäre, wird von keiner Seite bestritten. Und dann die verschiedenen Gruppen. Da sind die Bayern. Sie haben vier Männer vorgeschlagen. Eine erneute Berufung Fritz Schäffers zum Bundesfinanzminister stößt auf mancherlei Schwierigkeiten. Zahlreiche Stimmen melden sich, die für eine Weniger kiskalische Finanzpolitik plädieren und be- zweifeln, dag Schäffer der Mann der Steuerreform sein könne. Oder Franz-Josef Strauß! Muß der Verteidigungsminister eigentlich ein Bayer sein, fragen CDU-Ab- geordnete, die nicht vergessen haben, wie Strauß seinen Sessel erkämpft hat. Oder der Bundestags-Vizepräsident Jäger! Er leistete als Vorsitzender des Verteidigungs- ausschusses so glänzende Arbeit, daß auch sein Name als Bundesjustizminister genannt wird. Dem steht aber anscheinend die kon- fessionelle Parität im Wege. Die CSU Wünscht, einen evangelischen Minister zu stellen. Das wäre schließlich wieder Atom- minister Balke— das heißt, wenn Erhard sich durchsetzt und das Energieministerium verhindert. Starker Druck wird auch nach wie vor einer neuen Berufung Lübkes zum Bundes- Lockerte Chrustschow das Gängelband? Moskau soll den Ostblock-Staaten Bewegungsfreiheit eingeräumt haben Diesen Aufsatz haben wir— stark ge- kürzt— dem Tagesdienst„Realpo li- tik“ entnommen. Wir halten die in ihm enthaltenen Informationen für interessant; da wir ihre Richtigkeit aber nicht nach- prüfen können, veröffentlichen wir diesen Beitrag außerhalb der eigenen redaktio- nellen Verantwortlich keit. Die Redaktion ö Warschau, im Oktober Als der polnische Außenminister Rapacki im groben Sitzungssaal der Generalver- sammlung im Wolkenkratzer der Verein- ten Nationen in New Lork seine Rede be- Sann, war das der Anfang der Verwirk- lichung einer Absprache, die Tito und Chrustschow bei ihrem letzten Treffen in Rumänien vereinbart hatten. Der Außen- minister der neuen Bonner Bundesregierung wird sich einer neuen Situation im Ostblock Bereich gegenübersehen. Die neue Entwick- lung läßt besonders von der protokollari- schen Seite her Bonn die Möglichkeit, wen- dig und ideenreich in den Beziehungen zu diesem politischen Raum zu agieren. Wie aus Informationen zu entnehmen ist, die über diplomatische Kanäle aus Warschau und Belgrad in Berlin eintrafen, hat Chrust- schow stillschweigend eine Korrektur im Verhältnis der Satelliten-Staaten zur Sowjetunion vorgenommen. Diese Korrektur betrifft zugleich eine Aenderung des bisheri- gen Verhältnisses der einzelnen Ostblock länder zu den einzelnen westeuropäischen Staaten. Grundlage dieser Korrektur ist ein Prinzip, auf das sich Chrustschow und Tito geeinigt haben, und das inzwischen von allen KP- Chefs der Ostblock-Staaten, einschließ- lich Gomulka und Mao Tse-tung, akzeptiert worden ist. Dieses Prinzip ist eine Abwand- lung der Devise Moltkes:„Getrennt mar- schieren, vereint schlagen!“ Chrustschow hat es umgekehrt: Vereint marschieren, ge- trennt schlagen! In die verständlichere Sprache gesetzt, bedeutet es, daß nach einer Konsolidierung der Bindungen der Satelli- ten-Staaten an Moskau diese freiere Hand für die Innenpolitik und— im Rahmen der gemeinsamen Maximen auch für die Außenpolitik erhalten. Im Mittelpunkt dieser neuen Bestrebun- gen steht der Wunsch nach einem engeren Kontakt der ost- und westeuropäischen Staaten, mit dem Ziel, durch direkte und ge- zielte Einzelinitiativen zu dem von Moskau gewünschten europäischen Sicherheitspakt zu kommen. Den offiziellen Startschuß zu diesen Einzelinitiativen gab der polnische Außenminister Rapacki vor dem Forum der Vereinten Nationen in New Vork. Sein tschechischer Kollege folgte ihm auf dem Fuße. Im Mittelpunkt ihrer Reden steht ein „Einzelplan“, nämlich eine atomfreie Zone, der neben den beiden Teilen Deutschlands Polen und die Tschechoslowakei angehören würden., der aber in der Konsequenz eine Basis für einen europäischen Sicherheits- pakt schaffen soll. Die Ostblock-Staaten haben nunmehr— unter Beachtung einer festen Bindung zur Sowjetunion— die Möglichkeit, ihre eige- nen Beziehungen zu den Ländern des Westens, vor allem Westeuropas, zu verbes- sern und zu vertiefen. Sie können gegen- über den vergangenen Jahren im diploma- tischen und wirtschaftlichen Kontakt mit dem Westen eigenständiger, aktiver und viel- kältiger werden. Willi Michael Beutel Das Bonner Spiel mit Ministersesseln Adenauer schlägt Schatzministerium vor/ Erhard gegen Schaffung eines Energieministeriums ernährungsminister entgegengesetzt. In erster Linie läuten die Präsidenten der Bauernverbände die Alarmglocken, obwohl das Wahlergebnis gerade in bäuerlichen Be- zirken für Lübke spricht. Agrarpolitiker, denen das kleine Bauerntum am Herzen liegt, behaupten, niemand sei geeigneter als er, das große Werk der Strukturgesundung fortzuführen und den Grundgedanken der „Grünen Pläne“ zu erfüllen. Wer an seine Stelle treten soll, falls Lübke ausgeschaltet werden sollte, weiß niemand recht. Aus Baden- Württemberg wurde der Landesmini- ster Farny genannt, der aber inzwischen persönlich dementiert haben soll. Die Ueber- legung, einmal einen Norddeutschen als Er- nährungsminister in die Bonner Verantwor- tung zu bringen, hat sehr vieles für sich. Aber wen? Derweil zerrt das Hin und Her um die Bonner Kabinettsbildung manchen Leuten an den Nerven. Die einen murren wieder einmal über die einsamen Beschlüsse des Kanzlers, die zweiten, weil sie in den Zei- tungen genannt wurden, die dritten, weil sie überhaupt nicht genannt werden. Df. Adenauer aber schweigt und dürfte das Ge- heimnis erst am 23. Oktober, um 12.30 Uhr, lüften, wenn er seine Mannschaft auffor- dert, sich im schwarzen Anzug beim Bun- despräsidenten einzufinden. Alles geht streng nach Verfassung und Protokoll vor sich. Im diplomatischen Dienst ist kein Revirement geplant Bonn.(dpa) Im Auswärtigen Amt wird es nach der Regierungsbildung kein Revirement geben. Es steht bereits heute fest, daß die wichtigsten Botschafter auf ihren Posten bleiben. Das schließt jedoch nach am Mitt- Woch vorliegenden zuverlässigen Informatio- nen nicht aus, daß sich„irgend wann einmal“ auf Grund einer zu erwartenden organisa- torischen Veränderung in den leitenden Stel- lungen der Bonner außenpolitischen Zentrale personelle Rückwirkungen auch für den di- plomatischen Dienst der Bundesrepublik im Ausland ergeben. In der amtlichen Formulie- rung werden diese beabsichtigten Verände- rungen— es heißt vorsichtig, sie werden einen„gewissen Grad der Wahrscheinlichkeit haben“— gesprächsweise als eine„Verbrei- terung der Spitze oberhalb der Direktoren ebene“ bezeichnet. Unter dieser etwas vage klingenden Formulierung dürften sich die schon bei früheren Anlässen bekanntgewor- denen Pläne zur Errichtung eines zweiten Staatssekretariats und zur Einführung der Posten von Unterstaatssekretären verbergen. Der plötzliche Tod des Belgrader Bot- schafters Dr. Pfleiderer hat im diplomati- schen Dienst der Bundesrepublik eine schwere Lücke gerissen. Auch andere Außen- posten müssen im Laufe der nächsten Zeit neu besetzt werden: verstorben ist der deutsche Botschafter in Südafrika, Dr. Strohm, zur Pensionierung stehen an die Bot- schafter in Chile(Von Campe), Griechenland Or. Theo Kordt) und der Generalkonsul in Mailand Dr. Reuzwald). 5 Kombinationen, die sich auf eine Umbe- setzung noch anderer diplomatischen Posten beziehen, werden offiziell nicht bestätigt. Es Wurden in diesem Zusammenhang vor allem die Botschafter Dr. Haas(Moskau), Dr. Kre- keler(Washington), Dr. Gielhammer(Iran) und Dr. Holzapfel(Schweiz) genannt. Bot- schafter Dr. Wilhelm Haas, der sich zur Zeit zu einer sechswöchigen Erholungskur in Süd- deutschland befindet, wird anschließend nach Moskau zurückkehren. Der Parteitag der Konservativen beginnt Die Stimmung der Delegierten gegenüber der Regierungspolitik ist kühl Von unserem Korrespondenten Dr. K. H. Abs hagen London, 9. Oktober Der Parteitag der Konservativen beginnt heute, Donnerstag, in Brighton. Den Auftakt bildete schon am Mittwoch die alljährlich am Vorabend des Parteitages tagende Kon- ferenz der konservativen Kommunalpoliti- ker. Sie wurde mit einer Rede des neuen Parteivorsitzenden, Lord Hailsham, eröffnet, der den wissenschaftlichen Erfolg des ersten sowjetischen Erdtrabanten als einen Tri- umph der technischen Erziehung würdigte und dabei für England in Anspruch nahm, 68000 Beamte des Landes dürfen hoffen Das neue Besoldungsgesetz verursacht einen Mehraufwand von 120 Millionen im Jahr Von unserem Korrespondenten Fritz Treffz-Eichhöfer Stuttgart, 9. Oktober Finanzminister Dr. Karl Frank erläu- terte am Mittwoch vor der Landespresse- konferenz die wichtigsten Einzelheiten und Auswirkungen des dem Landtag zugeleite- ten neuen Landesbesoldungsgesetzes, das jährliche Mehraufwendungen in Höhe von mindestens 120 Millionen Mark erforderlich machen wird. Dem Gesetzentwurf der Re- gierung zufolge soll die neue Besoldungs- ordnung, von der rund 68 000 Landesbe- dienstete betroffen werden, rückwirkend ab 1. April 1957 in Kraft treten. Da die Um- rechnung der gegenüber bisher durchweg verbesserten Beamtenbezüge längere Zeit in Anspruch nehmen wird, ist daran gedacht, eventuell nochmals Ueberbrückungsgelder zu zahlen. Die neue Besoldungsordnung ver- folgt nicht nur das Ziel, die wirtschaftliche Stellung der Berufsbeamten zu festigen, sondern will auch die Vielzahl der unter- schiedlichen Besoldungsregelungen im Lande koordinieren, größere Uebersichtlichkeit in die Materie bringen und dadurch der Ver- Waltungsvereinfachung dienen. Wie bisher setzen sich künftig die Be- amtenbezüge aus Grundgehalt. eventuell mit Stellenzulage, Ortszuschlag und eventuell Kinderzuschlag zusammen. Es wurden nicht nur die bisherigen Grundgehälter generell auf 165 Prozent des Standes von 1927 an- gehoben, sondern auch die Orts- und Kin- derzuschlagstarife verbessert. Um welch er- hebliche finanzielle Verbesserung es sich— die Annahme des Gesetzes durch den Land- tag vorausgésetzt— handelt, geht daraus hervor, dag zum Beispiel ein 21jähriger le- diger Volksschullehrer in Großstädten ein Grundgehalt von 488 Mark zuzüglich 102 Mark Ortszuschlag, also zusammen 590 Mark erhalten wird; die bisherigen Bezüge lagen um rund 130 Mark niedriger. Die Ortszu- schläge würden in diesem Falle auf dem Lande 68 Mark, in mittleren Städten 85 Mark betragen. Die Besoldungsordnung sieht ferner erst- malig die Ernennung von Ministerialdiri- genten als Zwichenstufe zwischen Ministe- rialrat und Ministerialdirektor vor. Sie führt auch eine Beseitigung der bisherigen Unterschiede zwischen planmäßigen und außerplanmäßigen Beamten und Richtern ein. Angesichts der besonderen Schwierigkei- ten ihrer Tätigkeit ist für Strafvollzugs- beamte eine bessere Einstufung vorgesehen. Diese Beamten sollen künftig die Bezüge der Spitzengruppe des einfachen Dienstes, zuzüglich besonderer Stellenzulagen, erhal- ten, die ihnen in jedem Falle die Bezüge von Beamten des mittleren Dienstes sichern. Auch für die Beamten des Polizeivollzugs- dienstes ist eine Anhebung der Bezüge um eine volle Besoldungsgruppe vorgesehen. Bei Lehrern ist eine Regelung beabsichtigt, die es ermöglichen soll, eine finanzielle Lei- stungsbeförderung vorzunehmen. Die bis- herige Richterbesoldung, die eine Besser- stellung des Richterstandes gegenüber an- deren Beamtenkategorien vorsieht, wurde im wesentlichen übernommen. Für die Hochschullehrer schlägt der Gesetzentwurf Vergünstigungen gegenüber den bisherigen Regelungen vor. Für die Versorgungsempfänger des Lan- des sollen die künftigen, meist höheren Be- züge nicht individuell neu berechnet, son- dern es sollen Pauschalzuschläge gezahlt werden. Die Regierung glaubt, daß diese Zuschläge den Belangen der Versorgungs- empfänger vollauf entsprächen. Finanzminister Dr. Frank äußerte zu dem Gesetzentwurf, Baden- Württemberg werde, wenn der Landtag ibn verabschiedet, im landespolitischen Aufbau ein gutes Stück vor angekommen sein, Die finanzielle Bewe- gungsfreiheit des Staates werde durch seine Auswirkungen allerdings noch mehr einge- schränkt werden. Mueller-Hillebrand gibt nicht nach Bonn.(AP) Der amtsenthobene militäri- sche Personalchef der Bundeswehr, Brigade- general Mueller-Hillebrand, hat im Bundes- verteidigungsministerium eine Klärung der von Minister Strauß gegen ihn erhobenen Vorwürfe beantragt. Ein Sprecher des Mini- steriums bestätigte am Mittwoch vor der Presse diesen Vorgang, konnte jedoch über die Begründung, mit der Müller-Hillebrand diesen Schritt unternommen hat, keine Aus- kunft geben. In unterrichteten Kreisen wird jedoch angenommen, daß der General Wert darauf legt, insbesondere den Vorwurf des ungebührlichen Verhaltens gegenüber Strauß geklärt zu sehen. Donnerstag, 10. Oktober 1957 Nr. W — Gedenkwort für 8 i Karl-Georg Pfleiderer W. Die Nachricht vom unerwarteten Able 1 des deutschen Botschafters in Belgrad, kahr Karl-Georg Pfleiderer, hat in Bonn allgemez Wet tiefe Bestürzung ausgelöst. Der 58jähig Gru Junggeselle amtierte seit zwei Jahren in R stieg Hauptstadt. Man weiß, daß der Botschaſgi plan sich in Jugoslawien ein beträchtliches Nu Schle an persönlichem Kredit erwerben konnte, db 500 Wertvollste Kapital eines Diplomaten. 10 und 0 allem hat die Elastizität des außerordent Kauf chen Denkens Anklang gefunden, die diese zehn Vielseitig gebildeten Protestanten aus den schwäbischen Remstal in besonderer Wei N ö auszeichnete. 5 Plleiderers Name ist der westdeutschz 555 Ofkentlichkeit besser aus der Zeit her ve, 0 traut, als er als Abgeordneter der FDP 10 5 kom. 1 flleg von Wass gege Erds Sate Sa 2 geris 8 want Capi gefa! 140 0 hatte Vene Aus; n etat zieht denne 7 Strei ver. wur wese Gef deren eigenwilligsten Köpfen im Bundests 0 gehörte. Der mit behutsamer Feder literati. welle sche Skizzen schreibende Bonner Politiker 5 0 war damals so etwas wie ein Hecht im Karp Schu fenteich der bundeshauptstädtischen Außen] ster politik. Im Frühjahr 1954 schockierte er d old Regierungskoalition durch eine Extratoh ſärt nach Karlshorst, wo er mit dem stellvertie eine tenden sowjetischen Hochkommissar Miront] bata schenko ohne Auftrag die Möglichkeit eine Begl Bonner Parlamentarierreise nach Moskau et scher örterte. Schon zwei Jahre vorher hatte ern schie dem sogenannten„Pfleiderer-Plan“ ein Schw aktivere Ostpolitik Bonns gefordert un Sekr Europa eine Mittlerrolle zwischen Ruflant kon und Amerika zugewiesen. Er machte erneut sich von sich reden, als er im Sommer 1955 in Oesterreich mit Minister präsident Nehru zu- sammentraf, der dort seine Reise nach Mos- 1 kau unterbrach. Als Diplomat war Pfleiderer wieder di Prot Korrekte Auslandsbeamte jener alten Schule Opfe in der er sich einst sein perufliches Rüstzehg feige erworben hat— als Attaché in Peking, bd nem Legationssekretär in Moskau, als Konsül f lang Leningrad und Kattowitz, dann in Paris, ad ford Rittmeister und Verbindungsoffizier des Aus, glüc wärtigen Amtes bei einem Armeeoberkom Tror mando im Osten und von 1943 bis 1945 ah Ohr Gesandtschaftsrat und Generalkonsul i trot: Stockholm. Schon 1922 war der Amateur- Weinbauer der Nachkriegszeit in den aus. 5 wärtigen Dienst des Reiches getreten. A. Na Kenner des Ostens wurde er zu einem de Nah wichtigsten Berater des i 157 ministers.(5 Ribe Met Qua der Fay besc Ein ken. daß der führend an der Entwicklung diese, künstlichen Mondes beteiligte sowjetische Wissenschaftler, Professor Kapitza, Sein Wit Ausbildung als Schüler des englischen Atomphysikers Lord Rutherford in Cam- 7 5 bridge erhalten habe. elbe Das wichtigste Referat des Parteitae sche dürfte die Rede sein, mit der Schatzkandet ließ Thorneyeroft heute auf die zahlreichen k Wo tischen Entschließungen aus den Wal. dier kreisen über die Finanzpolitik der Reg rung antworten wird. Dem Vernehmen nad hat das Kabinett beschlossen, in Brigchm von ministerieller Seite sich aller Angriſte gegen die Gewerkschaften zu enthalten. Unter den in Brighton zusammenstri“ menden konservativen Delegierten ist di 16 Stimmung gegenüber der Regierung im al, 85 gemeinen skeptisch und abwartend. Es wit 85 als durchaus möglich bezeichnet, daß d Fin Parteitag noch keine Klärung der Stell EI) der Landesorganisationen gegenüber d chis Regierung Macmillan bringen werde, M gen Trüsse, so meint man, erst abwarten d Ses Macmillan und Thorneycroft auf die stakes an. Worte, die der Schatzkanzler in den letzen PII Tagen gebraucht habe, Taten folgen lasse Ser werde. Die meisten Konservativen in Brid, eur ton teilen die von der„Times“ in einen Die Leitartikel am Mittwoch vertretene Auffas- K sung, daß rein monetäre Maßnahmen alle 20 nicht ausreichen dürften, um die Inflatic 1 anzuhalten, und daß die Regierung desbaf nicht davor zurückschrecken dürfe, not“»„Ue auf die Lohnverhandlungen in den sta“ 208 lichen Betrieben durch direkte Anweisun, Sit⸗ gen an die Betriebsleitungen einen Einfil lich im Sinne der Mäßigung auszuüben. un Zur Verteidigungspolitik wird heute M. 5 nister Duncan Sandys Stellung nehmen Im Während Außenminister Selwyn Lloyd an 405 Freitagvormittag auf Entschließungen a 195 den Wahlkreisen in außenpolitischen Frage La antworten wird. ha Premierminister Macmillan hat mit d vo bisherigen Tradition gebrochen, nach de! ten der Regierungschef sich an dem eigentlichel 821 Parteitag nicht beteiligt, sondern die s, treue Gefolgschaft erst nach Abschluß d! N. körmlichen Verhandlungen am letzten Tab: in einer Rede anspricht. Macmillan nimm ur an den Sitzungen des Parteitages berel Eu heute und morgen teil. vo me Siehe auch Seite 10 1 Ter en Ableh el grad, 5 1 allgemeg 58 jährt ren in Ii Zotschaftg liches Md Fonnte, d aten. h erordenth, die diese aus deg erer Weig tdeutsche t her Voß. r FDP g Bundestag r literari. Politiker im Karp n Außen rte er d Extratohm tellvertte 1 11 keit einer Los kau et. latte er in Ar!“ eig dert uni Rußland te erneut r 1959 in Nehru zu- ach Mos. ieder de: en Schule, Rüstzeug eking, al Konsul in Paris, ab des Als. oberkom- s 1945 ah onsul in Amateur- den aus- eten. Ab inem del lesaußen- (15 unt kühl ng dieses W etische A, Seile nglischen in Cam: irteitase tz kant chen Kt. 2 Wall r Regie. nen nad Brighton Angrile Uten. mens üist di g im al, Es Wi daß dd Stellunt ber d de. Mel ten, 0 2 Starke! n letalen m Lasse! n Brig. n einen Auffas· en allen Inflati deshalb notfals n Stad. aweisung. Einfhl 1 eute M. nehmel, loyd a gen a 1 Fragel entlichen die ge. Nuß del Fchulklassen Ar. 25 Donnerstag. 10. Oktober 1957 MORGEN Seite 3 Was sonst noch gescha g. Die japanische Gesellschaft für Raum- kahrt berichtete, daß seit dem Start des so- ö wietischen Erdsatelliten die Nachfrage nach Grundstücken auf dem Mars sehr stark ge- stiegen sei. Grundbesitz auf dem Nachbar- planeten den die Gesellschaft als Werbe- schlager„Verkauft“— habe früher meist 500 Len(etwa 5,80 DM) je Hektar gekostet und es seien mehr als 16 000 Hektar ver- kauft worden. Jetzt aber sei Marsland zum zehnfachen Hektarpreis im Handel. * Die tägliche politische Karikatur in der größten Zeitung Japans,„Asahi“, war am Dienstag dem Satelliten gewidmet. Sie zeigt drei besorgt dreinschauende Marsmenschen mit der Unterschrift:„Die Erdmenschen kommen.“ * Dummheit und Furcht machte sich ein fllegender Händler zunutze, der den Bauern von Valsabbia bei Brescia(Oberitalien) Wasserdichte Overalls anbot, die angeblich gen die„Ausstrahlungen“ des sowjetischen Erdsatelliten schützen sollten. Die„Anti- Satelliten-Bekleidung“ fand reißenden Ab- Satz— bis Carabinieri hinzukamen und dem gerissenen Händler das Handwerk legten. * Statt in Venezuela landeten zehn aus- wanderungslustige italienische Bauern in Capri. Sie waren einem Betrüger zum Opfer gefallen, der sich gegen Bezahlung von 140 000 Lire(rund 1000 Mark) verpflichtet hatte, den Bauern zur Ueberfahrt nach Venezuela zu verhelfen. Die hoffnungsvollen Auswanderer wurden von ihrem Vermittler in Neapel auf einen kleinen Dampfer ge- tetzt, der den Nahverkehr nach Capri ver- zieht. Erst bei der Ankunft auf der Insel zing den Bauern ein Licht auf, welchen Streich man ihnen gespielt hatte. Der Reise- vermittler ist spurlos verschwunden. Er wurde von einem Gericht in Neapel in Ab- wesenheit wegen Betruges zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Osterreich wird von einer neuen Grippe- welle heimgesucht. In Wien und vor allem in der Steiermark müssen immer mehr geschlossen werden. Vom sterreichischen Heer befinden sich 5000 Z oldaten, das ist ein Siebentel des gegen- Färtigen Bestandes, im Krankenrevier. Als eine Ehrenkompanie des Wiener Wach- bataillons aus Anlaß der Ueberreichung des Beglaubigungsschreibens des neuen türki- schen Gesandten vor der Burg aufmar- schierte, mußten neun Mann wegen eines Schwächeanfalles aus dem Glied treten. Das Sekretariat der in Wien tagenden Atom- konferenz hat alle Delegierten aufgefordert, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Der Burgschauspieler Hanns Ernst Jäger wurde bei der Premiere von Anouilhs„Die Probe“ im Wiener Akademie-Theater das Opfer einer allzu realistischen Bühnenohr- feige. Die Rolle schreibt Jäger vor, von sei- nem Gegenspieler Albert Rüprecht zu ver- langen, daß er ihn ohrfeigt, damit er ihn fordern kann. Rüprecht traf Jäger so un- glücklich am Ohr, daß es einen leichten Trommelfellriß und einen Bluterguß im Ohr gab. Jäger spielte aber seine Rolle trotz einer leichten Gehörstörung weiter. * Die durch vulkanische Eruptionen in der Nähe der Azoreninsel Fayal emporgestie- gene Insel hat nach den Angaben des nach Horta(Azoren) zurückgekehrten Professors Ribeiro inzwischen eine Höhe von etwa 200 Metern und eine Ausdehnung von fast neun Quadratkilometer erreicht. Die Evakuierung der Bevölkerung der gefährdeten Insel Fayal wird auf Anordnung der Behörden beschleunigt fortgesetzt. Annkhernd 1500 1 sind bereits in Horta eingetrof- en. * Durch eine explodierende Höllenmaschine wurde die 24jährige Stewardess Maude Coo- per in der englischen Stadt Slough erheblich verletzt. Die Höllenmaschine befand sich in einem Paket, das ein Unbekannter der hüb- schen Stewardess durch die Post zustellen ließ. Als der Briefträger das Paket in der Wohnung Maude Coopers fallen ließ, explo- dierte die Höllenmaschine und verletzte sie im Gesicht und an den Beinen. Touristenstrom zu Indianertänzen bei„Atomfackeln“ Rothäute hielten im„Feuertal“ von Nevada trotz der gefährlichen Nachbarschaft der Atompilze aus Nevada, sagte sich die Atomenergie- Kommission— und die Nordamerika-Karte gab ihr ebenso Recht wie die Bevölkerungs- statistik— ist so dünn besiedelt, dag die „Atompilze“ hier am wenigsten giftig wir- ken können, wenn die Wüstenprovinz“, nach Quadratmeilen gemessen, auch an sechster Stelle der Unionsstaaten rangiert. Seit die Atombombenversuche nach Nevada verlegt Wurden, steht der Name Las Vegas(36 000 Einwohner) sehr häufig in den Zeitungen. Vom 11 900 Fuß hohen Charleston Peak oder von den Parkplätzen des, Engelsberges“ außerhalb von Las Vegas genießt man einen großartigen Ausblick auf das 88 Kilometer entfernte Lucca Flat. Freilich nur, wenn, zu- meist in den ersten Morgenstunden, kein „Atomgewitter“ ausgelöst wird. Auch der Highway 95, eine Gebirgsstraße, die 200 Meilen von Las Vegas nach Nordwesten an verlassenen Gold- und Erzminen oder salz- weißen Alkaliseen entlang verläuft, ist dem „Show- Bedürfnis“ geöffnet. Beatty(Nevada) ist dort die dem stäh- lernen Explosionsturm von Lucca Flat am nächsten gelegene Stadt.„400 Einwohner— ungerechnet die zehnfache Zahl an Hunden und Katzen, die wir als ‚Testtiere' in Pen- sion haben!“ sagt Sheriff Gilbert Landis.„In der ersten Zeit, als man drüben auf dem Schießplatz der 6. Armee mit den atomaren Waffen anfing, wagte aus Angst vor ràdio- aktiven Teilen niemand, auf die Straße zu gehen. Heute haben wir gelernt,, to live with the bomb', mit der Atombombe zu leben! Man sieht kaum noch hin.“ Die Touristen der„Atomstraße“ versäu- men nie, die verwaiste Goldgräberstadt Rhyolite mit ihren fünf Bewohnern aufzu- suchen. Um die Jahrhundertwende beher- bergte Rhyolite noch 8000 goldhungrige Dig- ger, aus deren Einkünften zwei Eisenbahnen, drei Zeitungen, ein Theater und zahllose Varietes unterhalten werden konnten. Geisterstädte dieser Art hat Nevada viele, aber keine besitzt auch ein„Bottle House Museum“, das gleichermaßen für die„Höl- lenhitze“ Nevadas zeugt wie für den Durst der Goldgräber. Mister Lewis Murphy, ein pensionierter Zollbeamter, verwaltet das aus 51 000 Bier- flaschen errichtete Haus inmitten verwitter- ter oder vom Sand begrabener Ruinen. Atombombenexplosionen, obwohl sie durch die geschlossenen Jalousien in seinen Mor- genschlaf grellen und rummeln, findet er nur auf der Titelseite der„Los Angeles Times“ interessant. Beatty und die Geisterstadt Rhyolite lie- gen 80 Kilometer von Lucca Flat entfernt, aber noch näher dran leben die Sheahans: eine dreiköpfige Familie, die mit einer Hand- voll Grubenarbeiter ein kleines Erzbergwerk unterhält. Nur 30 Kilometer vom„blast“, dem aus hochgewirbelten Sand, Dunst und „märchenhaften Farben“ bestehenden„Atom- pilz“ entfernt, waren sie, samt ihrer Katze Cleopatra, nicht zu bewegen, ihren Stollen- betrieb zu verlassen. Wie„Cleo“, der sich bei Atomexplosionen das Fell sträubt, erschrecken auch die kup- ferfarbenen Männer und Squaws der Indian Reservation am Moapa Fluß immer wieder vor dem höher und höher in den Himmel Wachsenden, atomaren Feuerball. Ihr Sheriff und Häuptling, Luther Hill, erwägt ernst- haft eine Umsiedlung aus dem„Valley of Fire“, dem„Feuertal“, das allerdings lange vor 1951 auf Grund seiner feuerroten Ge- steinsschichten seinen Namen erhielt. Was Die eigensinnigen Männer von Wenn die Einwohner von Little Rock es wie ihre Vorväter halten../ Sechzig Jahre Streit um einen Buchstaben Zwischen Little Rock, der Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates Arkansas, und Washington D. C., der amerikanischen Bundeshauptstadt ist, wie unseren Lesern bekannt ist, wegen der Rassenintegration eine Fehde ausgebrochen. Wenn die Ein- wohner von Little Rock es mit dem Buch- staben des Gesetzes, dag aus Washington kommt, halten wie ihre Vorväter, so ist ein Ende dieses Streites nicht abzusehen. Denn in Arkansas ist man eigensinnig, seit es Ar- kansas gibt. Eine riesige Sonnenkamera wird hier in Neu Brigh- ton, im amerikanischen Staate Minnesota, zum Auf- stieg vorbereitet. Ameri- kanische Wissenschaftler wollen mit ihr Aufnah- men von der Sonne außer- halb der Dunstschicht der Erde machen. Die Kästen oben an der Kamerad ent- nRalten die Batterien für die elektrisch arbeitende Kamera. Das eigentliche Kernstück des Apparates befindet sich in dem Zu- linder in der Mitte, der das Sonnenteleskop ent- Rält und nach Erreichen der erforderlichen Höhe automatisch in die Hori- zontale gebracht wird. Elektrische Zellen richten die Kamerd immer auf die Sonne aus. Unten an der Kamerad hängt ein Stoßdampfer aus Gummi, der die spätere Landung mit Hilfe eines Fall- schirms dämpfen soll. Der Fallschirm ist zwischen dem Ballon, der hier au unserem AP-Bild gerade mit Helium gefüllt wird. und der Kamerad zusam- mengerollt sichtbar. Im Jahre 1819 fing es an. Durch einen Akt des Kongresses in Washington wurde damals jenes westlich des Mississippi ge- legene, seit einen halben Jahrhundert von Weißen besiedelte Gebiet formell zum„Ter- ritory of Arkansaw“ erklärt. Ein von der Ostküste nach Little Rock eingewanderter Buchdrucker namens Wil- liam Woodruff, der über Rechtschreibung seine eigenen Ansichten hatte, druckte in der ersten Nummer seiner Zeitung den Text des vom Kongreß verabschiedeten Gesetzes über Arkansaw nach. Doch statt Arkansaw die Indianer hier noch hält, ist der über den Highway 95 kommende Touristenstrom, sind gute harte Silberdollers, die man für rituelle Tänze im Schein der blendendweißen, orange farbenen und dann tiefpurpurnen„kos- mischen Fackeln“ zahlt— 35 Meilen weit angesteckt. So menschenleer„Amerikas Streusand- büchse“ auch statistisch erscheint, es wohnen überall in den karstigen Schluchten der Sierra Nevada eigenbrötlerische Farmer, Digger und Prospektoren, denen durch keine AEC- Warnung klarzumachen ist, daß sie in der Nachbarschaft des Atompilzes gefährlich leben! a Man will keine„lebenden Testpersonen“, wenn man von den Els in präparierten Kampfanzügen und in den Schützengräben absieht. Aber entlang der„Todeszone“ bleibt dennoch ein kleiner Prozentsatz der Zivil- bevölkerung freiwillig und scheut die Ge- fahren nicht. Sie verharren so trotzig wie die Riesenkakteen Nevadas, das harte vucca- Gras, über das der versengende, nukleare Tornado hinwegfegt, der im Zentrum der Atomexplosion die Wüste zu jadegrünem Glas umschmilzt. 175 Vogelarten und etwa 60 frei schweifende Tierarten vom Berg- löwen bis zum bizarr gehörnten Wildschaf leben ebenfalls im Testgebiet. In Las Vegas vergißt man bis heute nicht, jenen Berglöwen zu erwähnen, der nach dem ersten Atomversuch 1951 mit eingekniffenem Schwanz in einem Villenvorort erschien und völlig verstört in eine— Hundehütte kroch! Vom Hubschrauber aus, hinter dessen Plexiglas Biologieprofessoren sitzen, werden die Auswirkungen des„Atomblitzes“ auf das Pflanzen- und Tiepleben studiert. Erich Winter Arkansas setzte er beharrlich Arkansas. Woodruff er- wies sich dem Kongreß gegenüber als der Mächtigere. Die Schreibweise Arkansas siegte, während die Aussprache Arkansaw (mit Betonung auf der ersten Silbe) blieb. Nachdem das Territorium 1836 als Staat in die Union aufgenommen worden war, flammte der Streit erneut auf und spaltete die Bevölkerung in zwei Lager: in die Be- fürworter der Aussprache Arkansaw und diejenigen, die den Namen des Staates der Schreibweise entsprechend Arkaànsas aus- sprechen wollten. Der Streit wurde mit grimmiger Erbitterung bis in die höchsten Gremien getragen, und jedes Lager schickte einen Senator ins Capitol nach Washington. Dort aber hütete man sich, sich in die, in- neren Angelegenheiten von Arkansas zu mischen, und der den Vorsitz im Senat füh- rende Vizepräsident titulierte den einen als den„Senator von Arkansaw“, den anderen als den„Senator von Arkànsas“. Neue Generationen wuchsen heran, der Bürgerkrieg fegte über das Land, und der Streit schien nach einem halben Jahrhun- dert vergessen. Arkansas hatte sich durch- gesetzt, und nur noch Hinterwäldler sagten Arkansaw. Doch auf einmal brach der Eigen- sinn dieser Männer wie eine Lohe aus der Asche hervor. Irgendjemand hatte den Ver- dacht geäußert, die Aussprache Arkansas sei eine Erfindung der Damn-Vankees, der verdammten Nordstaatler, und der Gesetz- geber in Washington. Und jetzt war man sich plötzlich in Arkansas einig: Fort mit der Vankee-Aussprache! Diesmal gab es in Washington kein Ausweichen. Der amerika- nische Kongreß mußte einen Sonderaus- schuß aus gelehrten Männern einsetzen, der nach einjähriger intensiver Forschungs- arbeit 1880 weise beschloß, keinen neuen Bürgerkrieg zu riskieren und den Dickköp- fen aus Little Rock willfährig zu sein: der Name des 26. Staates der Union sei„Arkan- saw“ mit Betonung auf der ersten Silbe zu sprechen, hingegen Arkansas zu schreiben. Und so blieb es. Ob den eigensinnigen Männern von Little Rock aber auch in der jetzigen Fehde mit den„Lankees“ in Washington ein Sieg be- schieden sein wird, ist mehr als zweifel- haft. Denn in der Frage der Rassenintegra- tion geht es um mehr als nur einen Buch- staben des Gesetzes. Wetterbericht mitgeteilt von der Wetterwarte Mannheim Aussichten bis Freitagabend: Vor allem in den niederen Lagen verbreitete Nebel oder Hochnebel. Sonst heiter. Trocken. Ta- geshöchsttemperaturen 15 bis nahe 20 Grad, in Räumen mit längerer Nebelandauer nied- riger. Frühtemperaturen 2 bis 5 Grad. Im allgemeinen bodenfrostfrei. Nur in den un- günstigsten Lagen von Odenwald und Bau- land Gefahr geringen Bodenfrostes. Schwach windig. Richtung wechselnd. 5505551005 000, K ioo N Vorhersage- Karte für. 12.19. 2 Uhr 8 festlondstun i 8 = 42 anabeim 2 80 1025 8 2— 23 W 925 . 1 Ngo 5 5 7 1 2 2 1— 5 2 47 5 113 2 leis 1018 ei O wings tin Nordwind OA Osei wolkenlos 10 Km in 20 Hm eiter halb bedeckt Sucd wing O Westwind 3O Hm 4O Hm H wolkig bedeckt WARMF RON KAL T FRONT a Soden 4 di der Hehe AAA E oc0KNν st O Varme D kbae Luftströmung Schauer g Gewitter Niesein * Schnee Regen Nebel 22 Niederschlagsgebiet Luftdruck in Millibar. Temp. in C Grad H= Hoch- 7 Tiefdruckgebiet Pegelstand vom 9. Oktober Rhein: Maxau 432(10); Mannheim 284 (8); Worms 207(—9); Caub 218(16). Neckar: Plochingen 116(3); Gundels- heim 165(—9); Mannheim 288(12). „Pillensucht“ auch in der Sowjetunion und Asien Die„Pillensucht“ ist nicht nur ein Cha- rakteristikum der abendländischen Welt. Der Mißbrauch von schmerzstillenden und Schlafbekämpfungsmitteln hat nach den Feststellungen des Rauschgiftausschusses der Vereinten Nationen in Genf auch jenseits des eisernen Vorhangs und in Asien Einzug ge- halten. Besonders betroffen sind Japan und die Sowjetunion. Der technisch- wirtschaftliche Aufschwung in der Sowjetunion, so heißt es in dem Bericht, sei nicht ohne die konzen- trierte Geistesarbeit Hunderttausender mög- lich. Der Griff zur Pille zwecks Bekämpfung von Mattigkeit und Kopfschmerzen sei die Folge gewesen, In der Sowjetunion wird das 1950 erfundene„Premedol“ verwendet. Die sowjetische Regierung sucht dem weitver⸗ breiteten Mißbrauch dieses Mittels dadurch zu begegnen, daß sie es den gleichen Ver- kaufsbeschränkungen unterwarf wie das Morphium. Der Mißbrauch von Opium— so stellt der UNO- Hauptausschuß fest— geht in der Welt mehr und mehr zurück. Nur in Thailand wird das Opiumrauchen noch gesetzlich geduldet. Seit 1956 versucht die thailändische Regie- rung jedoch, diese Duldung stufenweise ein- zuengen und dem Opiumgenuß schließlich ganz die Basis zu entziehen. Wieweit es der Volksrepublik China ge- lungen ist, das alt eingewurzelte Laster des Opiumrauchens auszurotten, ist nicht be- kannt. Dagegen scheint Indien weitgehend mit diesem Problem fertig geworden zu sein. Europäer 16 Eisenbahngesellschaften in der EUROF IMA 5 Die Europäische Gesellschaft für die Finanzierung von Eisenbahnmaterial EURO- FIM) hat als weitere Mitglieder die grie- chischen und türkischen Staatsbahnen auf- enommen. Damit gehören ihr Eisenbahn- Zesellschaften von 16 europäischen Ländern an. Möglicherweise wird sich die EURO FIMA, so hat sich der Verwaltungsrat Ende September geäußert, an einem gemeinsamen Suropäischen Beschaffungsprogramm für Diesellokomotiven zu beteiligen. Klarheit über Garantien tür Investitionen Am 5. November hält die Arbeitsgruppe »Ueberseeische Gebiete“ des Deutsch-Fran- 268ischen Wirtschaftskomitees ihre nächste Sitzung ab. Sie ist überwiegend mit Persön- lichkeiten der Privatwirtschaft besetzt und unterhält ein eigenes Sekretariat. Die deut- schen Delegierten sollen einen Fragebogen vorbereiten über Garantien, die sie für die Investitionen in Französisch Afrika wün- schen und ergänzend mitteilen, welche Ga- rantien deutsche Investitionen in anderen Ländern, vor allem in Südamerika, erhalten haben. Die französische Seite wird dann die von den überseeischen Gebieten zu erwar- tenden Garantien und Vergünstigungen zu- sSammenstellen. Nur erster Schritt Auf seiner diesjährigen Generalversamm- lung hat der Rat der Handelsföderationen Europas, 1953 gegründete Dachorganisation von Handelsverbänden in den meisten Mit- Sliedsstaaten der OEC, unlängst zum Ge- meinsamen Markt Stellung genommen. Er am Werk bezeichnet den Gemeinsamen Markt lediglich als ersten Schritt in Richtung auf einen welt- weiten freien Handel. Die neue Gemeinschaft müsse von Anfang an die Notwendigkeiten dritter Länder berücksichtigen und die Ver- tragsbestimmungen in liberalem Geist an- wenden. Eine baldige Auswertung des Mark- tes durch Schaffung der geplanten euro- päischen Freihandelszone sei äußerst wün- schenswert. Mit seiner Erklärung, daß der Handel aktiv an der Verwirklichung der europäischen Integration mitarbeiten müsse, verbindet der Rat der Handelsföderationen die Forderung auf Anerkennung als reprä- sentatives Organ des Handels durch alle Einrichtungen und Ausschüsse, die zur Reali- sierung der Integration geschaffen sind oder noch entstehen werden. Das Präsidium des Rates hat der Franzose Jean Bourcier inne. Kampf dem Analphabetentum 42 Prozent der Bevölkerung des Bel- gischen Kongo sind keine Analphabeten. Gegenwärtig unterrichten in den Schulen des Landes 48 000 Lehrkräfte, Weiße und Ein- geborene, 1,3 Mill. Menschen. Die Aufwen- dungen für diese Zwecke im Haushalt des Belgischen Kongo übertreffen die in Agypten um das Doppelte. Kuren ausgleich in 16 euro- päischen Ländern angestrebt Der Deutsche Bäderverband ist jetzt in die Bemühungen des Europarates eingeschal- tet worden, in seinen 16 Mitgliedsstaaten einen„Kurenausgleich auf Gegenseitigkeit für Sozialversicherte“ zu schaffen. Ministe- rialrat Professor Dr. Michael Bauer, der Präsident des Deutschen Bäderverbandes, teilte am 8. Oktober zur Eröffnung des 53. Deutschen Bädertages in Bad Wiessee mit, eine stattliche Anzahl deutscher Bader habe bereits zugesichert, daß sie auch Auf diesem Wege dem europäischen Gedanken dienen wollen. Hohe Sozialbeitæzäge Der bezahlte Jahresurlaub, die Sozial- und Versicherungsleistungen der Arbeit- geber, Wohnungsbeihilfen und andere Zu- Wendungen steigern den Stundenlohn in der europäischen Industrie um 50 Prozent und machen im Durchschnitt in den einzelnen europäischen Staaten ein Viertel bis ein Drittel der gesamten Lohnkosten aus. Diese Feststellung wird in einem Bericht des Gene- raldirektors des internationalen Arbeits- amtes über die Sozialbeiträge der Arbeit- geber getroffen. Die Struktur der Sozial- leistungen in den einzelnen Ländern und ihre Höhe in den verschiedenen Industrien ist teilweise sehr unterschiedlich. In dem Bericht werden die Löhne der europäischen Arbeiter(diese Feststellung bezieht sich auf die neun untersuchten Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Jugoslawien, Oester- reich und die Türkei) auf Schweizer Franken umgerechnet. Danach liegen die Franzosen an der Spitze. Es folgen Belgier, Engländer, Deutsche Italiener, Türken, Oesterreicher, Jugoslawen und Griechen. Für die Sozial- versicherung wurden 1955— nach den von den Regierungen gemachten Angaben— in Frankreich 12,7, in der Bundesrepublik 11.4, in Belgien 11,1 in Oesterreich 10,6, in Groß- britannien 38,4 Prozent des Bruttoeinkom- mens ausgegeben. O EEE Ministerrat tagt spater Auf Antrag der Bundesrepublik, deren Minister durch Verhandlungen für die Re- glerungsumbildung in Bonn unabkömmlich sind, hat der Europäische Wirtschaftsrat (OEEC) die für den 16. Oktober geplante Sitzung seines Ministerrats auf etwa 5. No- vember vertagt. Zur Diskussion steht vor allem die Freihandelszone. Eine weitere Verzögerung infolge der französischen Re- gierungskrise ist nicht zu befürchten. In sol- chen Fällen nahmen wiederholt in der Ver- gangenheit die jeweils geschäfts führenden Regierungen die Interessen ihres Landes Wahr. 5 Alles fürs Hotte! Vom 22. bis 31. Januar nächsten Jahres wird in der Londonef Olympia-Hall eine Internationale Hotel- und Gaststättenaus- stellung gezeigt. Sie soll alles für das Hotel- wesen wichtige enthalten. 250 Firmen haben ihre Teilnahme bisher zugesagt. IF AP- Kongreß auf Weltausstellung Der nächste Kongreß der Internationalen Föderation Land wirtschaftlicher Erzeugung (IF AP) wird vom 4. bis 13. Oktober 1958 in Brüssel abgehalten. Die dann gleichzeitig stattfindende Weltausstellung soll der Ta- gung besonderes Gewicht verleihen. Waren für den Kongo In den ersten fünf Monaten 1957 haben Belgisch-Kongo und Ruanda-Urundi, dem Kongo als Treuhandgebiet der Vereinten Nationen angeschlossen, Waren im Werte von 1,8 Md. belgischen Frances eingeführt. 35% davon kamen aus Belgien. Die Bundes- republik folgt als Lieferant nach den SA und Großbritannien. Privater Verbrauch 4% höher Der private Verbrauch in den Mitglieds- ländern des Europäischen Wirtschaftsrates (OEEC) war 1956 ͤ um rund 4% höher als 1955. Die Bundesrepublik weist mit 10% die höchste Zunahme auf. Es folgen Frank- reich mit rund 6 und Italien mit 4%. In Großbritannien blieb der private Verbrauch annähern auf dem Stand von 1955. Gabun braucht Europa Auf Veranlassung des französischen Hochkommissars in Französisch-Aequa- torialafrika, Paul Chauvet, der auch in der Bundesrepublik durch Vorträge in führen- den Kreisen bekannt ist, sind in Paris Vor- verhandlungen zur Bildung einer„Gesell- schaft für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Gabun“(Société pour le développement économique et social du Gabon) geführt worden. Neben parlamenta- rischen Vertretern des Gabun nahmen der stellvertretende Ministerpräsident des Ga- bun, Léon Mba, der Wirtschaftsminister, Paul Flandre, der Generaldirektor für Wirt- schaftsfragen in Französisch- Zentralafrika, Georgy, und Georges Picot von der„Asso- ciation Eurafricaine Minière et Industrielle“ teil. Das Gründungskapital, das auf eine Höhe von 60 Millionen Francs festgelegt wurde, soll zu gleichen Teilen vom Gabun. von französischen und von europäischen Interessenten eingebracht werden. Zu den Zielen der Gesellschaft gehören: die plan- mäßige Ausrüstung zur Erschließung aller Bodenschätze und zur land wirtschaftlichen Entwicklung, um den wirtschaftlichen, tech- nischen und sozialen Fortschritt der Bevöl- kerung zu fördern; Bildung entsprechender Nutzungsgesellschaften mit Hilfe öffentli- cher und privater örtlicher französischer und europäischer Kapitalien; um Hilfe des im Rahmen des bei dem Europäischen In- vestitionsfonds im Gemeinsamen Markt für den Ausbau der wesentlichen Infrastruktur nachzusuchen. MANNHEIM Donnerstag, 10. Oktober 1957/ Nr 5 „Oeffentlichkeitsdebatte“ im nichtöffentlichen Gemeinderat: Der mag Dem Gemeinderat wurde am Mittwock eine magere Tagesordnung vorgesetzt: Aus- schüsse Waren veränderten Bestimmungen entsprechend zu besetzen und sachkun- dige Bürger dafur æ⁊u bestellen; außerdem waren in sechs Fällen Straßenfluckten z2u ändern und neu festaustellen, ferner war die Vollzugsvorschrift zur Getränkesteuer- ordnung für den Bezirk der Stadt Mannheim vom 8. Januar 1931 zu ändern. Es gilt Jetzt der Satz:„Von Erhebung der Getränkesteuer aus Fruhstucksgetränken im Hotel- detried wird abgesehen.“ Schließlich war der Einspruchsausschuß in Flrsorgeangelegen- heiten neu aufzustellen. Stadtrat Schölch meinte dazu, bisher sei dieser Ausschuß nicht tätig geworden, warum eigentlich? Stadtdirektor Schell erlduterte, bisher habe das Referat alle Beschwerden bekoben, im Zweifelsfalle auf das Regierungspräsidium ver- Wiesen, aber künftig solle der Ausschuß sich mit Beschwerden befassen. Zu Beginn der Sitzung gedachte Ober- bürgermeister Dr. Reschke des verstorbenen Altbürgermeisters Richard Böttger und er- innerte an sein herzerfrischendes Auftreten am 24. Januar 1957, als Böttger die Würde eines Ehrenbürgers verliehen wurde. Sein Kkerniges, aufrechtes und aufrichtiges Wesen Werde immer in Ehren gehalten. Der Ober- Hürgermeister ging dann auf die jedem Stadtrat vorgelegte Publikation„Sigmund Schott— Ausgewählte Schriften“ ein. Die Herausgabe stelle nachträglich eine weitere des hochverdienten Ehrenbürgers dar und mache wichtige Arbeiten Schotts erneut fruchtbar für Gegenwart und Zu- kunft. Der Oberbürgermeister dankte ins- besondere Direktor Pr. Dr. Karl Hock für das Gelingen dieser 350 Seiten umfassenden Sammlung, zu der Dr. Hock Biographie und Verzeichnis der Veröffentlichungen Schotts beisteuerte. Um diese etwas magere Tagesordnung zu Würzen, wünschte Stadtrat Professor Dr. Schachtschabel, daß Punkt 16 der nichtöffent- lichen Tagesordnung„Erwerb eines Jugend- Freizeitheims“ öffentlich verhandelt werden sollte. Stadtrat Kuhn hatte dagegen an sich keine Bedenken, fand aber den bisher befolg- ten Grundsatz Grundstücksverkäufe oder mung bei ausgeschlossener Ziel der Debatte sich noch„Oeffentlichkeit“ Nis. schon nicht mehr ankommt, obwohl. 9 heben, daß Aenderungen gungsfragen nicht zu verquicken sind. Da Ein Bild mit einem bunt gekleideten Männlein, das sich mit einem merkwürdi- gen Fahrzeug fortzubewegen versucht, trägt die Unterschrift:„Freiherr von Drais“. Es Grundstück 8 icht öffentlich“ hängt im FHofgebäude des Reiß-Museums er de und ist ein Stück der Ausstellung„Zeichen 5 5 5 d ken“, die Stadtoberschulr Dr. Mittelstandsinstitut:. 8 8 Kamm eröffnete. Die Ausstellung der Schülerarbeiten der Mannbeimer Volksschulen soll nach seinen Worten keine Sammlung von Kunstwerken, sondern der Spiegel der Leistungen sein, deren die Kinder unter der Leitung der Lehrer und gemäß ihrer Reife fähig sind. Dabei ist es das Hauptanliegen der Lehrer, die Kinder nicht zu gängeln, sondern ihnen lediglich die Fertigkeit und die Technik zu Vermitteln, die es ihnen ermöglicht, selbst zu gestalten. In den Zeichnungs- und Werks- arbeiten soll das Kind seine eigenen An- lagen und sein Wesen äußern können. Nicht Dekorationsmalerei und Perspektive sind heute ausschlaggebend in der Kunsterzie- hung, sondern die schöpferische Gestaltung. Dr. Kamm dankte der Stadtverwaltung und Museumsdirektor Dr. Böhm, die die Ausstellung unterstützten. Für die Zusam- menstellung sind Konrektor Baumeister und Oberlehrer Scheurer verantwortlich. Dr. Kamm betonte, daß die Arbeiten im Werk- und Zeichenunterricht der Mannheimer Volksschulen um so größere Beachtung und Anerkennung verdienten, als es an den Volksschulen keinen hauptberuflichen Kunsterzieher gebe. Die Lehrer erteilen die- sen Unterricht ausschließlich neben ihren übrigen Fächern. Auf-der-Stelle-treten führt nicht zum Ziel „Die baden- württembergische Landesregie- rung hält die Errichtung eines Mittelstands- institutes für notwendig, erklärte Wirtschafts- minister Dr. Hermann veit gestern vor der Landespressekonferenz in Stuttgart. Ob aller- dings Baden- Württemberg eine Chance habe, dieses Institut in das Land zu bekommen, sei kraglich. Die Landesregierung habe in dieser Frage bereits Fühlung mit dem Bundeswirt- schaftsministerium aufgenommen, doch wün- sche die Bundesregierung, daß das Institut nach Bonn kommt.“ Zu dieser gestern über dpa verbreiteten Meldung gibt unser Stuttgarter Korrespondent den folgenden Kommentar. D. Red. Um den Standort des geplanten Mittel- standsinstituts für die Bundesrepublik schei- nen sich jüngstens besonders energisch die Regierungen von Rheinland-Pfalz und vom Saargebiet(Mainz und Saarbrücken) zu be- mühen. Beide haben beim Bundeswirt- Schaftsminsterium entsprechende Bewer- bungen eingereicht. Die Bundesregierung selbst würde es dagegen gerne sehen, wenn dieses in seiner Bedeutung nicht bestrittene Institut künftig in der Nähe Bonns arbeiten würde. Baden- Württembergs Regierung da- gegen zeigt bei all diesen Bemühungen neuer- dnigs eine merkwürdig anmutende Scheu, ein Auf- der-Stelle- treten, das um so unverständ- licher erscheint, als unser Land nachweislich die stärkste Mittelstandsdichte aller Länder der Bundesrepublik aufweist und daher den best fundierten Anspruch auf ein Mittel- standsinstitut erheben könnte, als dessen Sitz Mannheim in Aussicht genommen ist. Unser bisher die Interessen des Landes stets energisch und erfolgreich verfechten- der Wirtschaktsminister übt in diesem unkte eine leider kaum verständliche urückhaltung. So äußerte er am Mittwoch vor der Landes pressekonferenz, nachdem zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Bundesregierung hinsichtlich des Institutssitzes eine weitgehende Absprache erfolgt sei, glaube die Landesregierung, ab- Warten zu sollen“. So lange die Verhand- jungen zwischen diesen beiden Stellen noch nicht gescheitert seien, solle Baden-Würt⸗ temberg sich nicht mit einem Angebot ein- mischen. Auch Ministerpräsident Pr. Müllers Antwort auf eine Journalistenfrage ließ deutlich werden, dag sich die Landesregie- Tung noch nicht offiziell um das Mittel- standsinstitut beworben hat. Wenn es auch erfreulich ist, dag der Regierungschef seinem Minister für Bundes- angelegenheiten beauftragt hat, die Inter- essen des Landes beim Bundes wirtschafts- ministerium in dieser Frage energisch zu Vertreten, so dürfte eine solche allgemein gehaltene Marschroute gegenüber dem mas- siveren, konkreteren Auftreten der übrigen interessierten Länder kaum viel einbringen. Uns scheinen— durchaus nicht zur Freude Unserer handwerklichen Wirtschaft ir- gendwelche hemmenden Vereinbarungen oder Rücksichtnahmen auf andere Länder eine Rolle zu spielen. Vielleicht ist auch irgendein bedeutendes Kompensationsge- schäft schuld an der Haltung der Landes- regierung. Mit offenen Karten wird in diesem Falle gegenüber den Wünschen des Hand- Werks und der Oeffentlichkeit jedenfalls nicht gespielt. Fritz Treffz-Eichhöfer Im distinguierten kleinen Konferenzzim- mer des Palasthotels hielt der Mannheimer Club berufstätiger Frauen eine seiner Zu- sammenkünfte ab. Die zweite Vorsitzende, Gisela Schliephake, begrüßte die Gäste. Danm berichtete Erika Harre über die erste nationale Tagung des französischen Verban- des berufstätiger Frauen im Juni 1957 im Bordeaux. Zu dieser Tagung hatten die Fran- zösinnen einige Gäste aus anderen Ländern eingeladen. Da die Präsidentin des nationa- len Verbemdes, Dr. Gisela Graeff, aus beruf- lichen Gründen nicht nach Frankreich reisen konmte, hatte sie E. Harre gebeten, sie zu vertreten. Die Fahrt führte die deutsche Delegierte durch die landschaftlich reizvollsten Gegen- den Frankreichs. Von Paris über Chartres, die Loireschlösser und das Städtchen Cognac gelangte sie nach Bordeaux. Außer der Ver- treterin Deutschlands nahmen noch Damen aus Norwegen, der Schweiz und Belgien an der Tagung teil, die von der Präsidentin der französischen Clubs, F. de Saint-Blanquat er- öfknet wurde. Das Zentralthema der Vor- träge, die von Medizinerinnen, Soziologinnen, Juristinnen und Erzieherinnen gehalten wur- den, lauteten:„Das Gefühl der Unsicherheit in der modernen Welt.“ Die Vorträge sollten nur Diskussionsgrundlagen für die Club- abende zu Hause abgeben, um dem Kongreß nächt zu sehr den Charakter einer Arbeits- tagung zu verleihen. Er sollte vielmehr ein „Rendezvous der Freundschaft“ werden. Bei einem Empfang durch die Stadtver- waltung von Bordeaux zeigte sich— wie die Redmerin betonte— die gute Zusammen- arbeit und Wertschätzung zwischen den Be- hörden und Frauenorganisationen in Frank- eren Jagesordnung fehlte die Würze Aenderungen von Straßenfluchten schließen Entschädigungsfragen nicht aus droht, so daß nach der mageren Tagesord- Oeffentlichkeit über„Herstellung der Oeffentlichkeit oder nicht?“ verhandelt werden mußte.(Ob am in greifbarer Nähe befand, die entweder wei- terhin auszuschließen war oder eventuell für den einen Punkt 16 noch einmal hergestellt werden konnte, entzieht sich unserer Kennt- Die Oeffentlichkeit erfährt so vieles nicht, daß es auf den kleinen Punkt 16 fast Oberrechtsrat Dr. Stamm, der über die sechs Fälle von„Aenderung und Feststel- lung der Bau- und Straßenfluchten“ zu refe- rieren hatte, mußte immer wieder hervor- mit Entschädi- aber den Grundbesitzern solche Trennung Papp-Maschee und Freiherr von Drais Ausstellung„Zeichnen und Werken“ der Volksschulen eröffnet Rendezvous der Freundschaft in Bordeaux Berufstätige Frauen hörten Bericht über französische Tagung der Ressorts nicht geheuer zu sein pflegt, werden Einsprüche„aòuf alle Fälle“ einge- legt, keiner will halt etwas versäumen und bringt verwaltungsjuristischen Distinktionen sein tiefgefühltes Mißtrauen entgegen. Aus der Mitte des Stadtrats wurde eine etwas Weniger formale, etwas weniger mißver- ständliche Form der„Verbescheidung“ ge- Wünscht: Wer geschrieben bekommt, sein Einspruch sei nicht ordnungsgemäß begrün- det und deshalb abgewiesen, sieht sich be- reits enteignet. obwohl Entschädigungsfra- gen natürlich nicht umgangen werden sollen. Stadtrat Kuhn schlug vor, die gewünschte Grünfläche in der Schwetzingerstadt in Ver- bindung zu bringen mit Bild oder Modell vom„Stefanienschlögchen“, das hinter trüben Häuserfassaden eine Aschenbrödelrolle spielte, bevor es die Bombeèn zerstörten. Un- erfreulich nannte Kuhn Vorlage 8, die im Quadrat N 2 die noch nicht aufgebauten Grundstücke für Parkplätze sichert, Stadtrat Dr. Schachtschabel sagte, der Mangel an weitsichtiger Planung habe die Situation dort zugespitzt, jetzt müsse die letzte M6g- lichkeit ausgeschöpft werden. Alle Vorlagen fanden Zustimmung. Kurz vor Redaktionsschluß erreichte uns die Nachricht, daß Punkt 16 der Tagesord- nung schließlich doch in nichtöffentlicher Sitzung behandelt wurde. f. W. K. 4 Beim Rundgang durch die Ausstellung War festzustellen, daß die Lehrer in weitem Maße das erreichen, was sie sich bei der Kunsterziehung versprechen. Rein hand- werklich zeigte die Ausstellung hervor- ragende Leistungen, was sowohl für die Handarbeiten der Mädchen wie auch für die Werkarbeiten der Jungen zutrifft. Modellier- arbeiten und Zeichnungen, Scherenschnitte und Flächenkompositionen verrieten Fan- tasie und beachtenswerte Ansätze individuel- ler Ausdruckskraft. Nicht auf technische Vollendung kam es an, sondern auf Anfänge künstlerischer Gestaltung. Die Ausstellung Der erste Betonpfeiler brücke abaugeichnen. Auf einer Anzahl von wächst in diesen Tagen auf der Großbaustelle in Schloßgarten hoch. Nachdem der Mutterboden abgetra- gen war, san es in den letzten Wochen dort wie in einem riesigen Spielsandkasten aus. Jetat beginnt sich aber die Linienführung der ersten Vorlandbauten für die neue Rhein- uber Auffahrts- und Abfahrtsrumpen hinweg kreuzungsfrei in den Verkehr der neuen Rheinbruce„eingefädelt“ werden. Bis zum Jahresende wird das Bauwerk, dessen ele- gante Konstrultion von Fachleuten gerühmt wird, im Rohbau stehen. schlanken Betonpfeilern soll die Straßenbahn Bild: Steiger der ist bis zum 30. Oktober, dienstags bis sams- tags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, sonntags durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sie ist nicht nur für die Eltern der ausstellenden Schüler interessant hifa Schiffahrt ruhte Wegen Bodennebel Bis in die frühen Nachmittagsstunden war die Schiffahrt auf Rhein und Neckar gestern lahmgelegt, weil der dichte Boden- nebel keine Bootslänge Sicht zuließ. Zum ersten Male in diesem Herbst mußten die Schiffer gestern einen längeren Zwangsauf- enthalt in Kauf nehmen. An den drei Tagen dieses Monats, an denen es am Morgen neblig war, konnten die Schiffe jeweils schon um 9 Uhr ihre Fahrt wieder auf- nehmen. Obgleich auch die Autobahnen in dich- tem Nebelschleier lagen, kam es zu keinen Unfällen, meldet der Landespolizeiposten Seckenheim. lori Aus dem Polizeibericht: 1 2 2217. „Ich will ins Gefängnis! 54 jähriger bat um Aufnahme Bei der Kriminalpolizei meldete sich ein 54 jähriger Mann aus Stuttgart, der angab, er habe dort einem Unbekannten den Geld- beutel gestohlen. Er wollte unbedingt ins Gefängnis aufgenommen werden. Die Kri- minalpolizei wird zunächst versuchen, die Hintergründe des angeblichen Diebstahls aufzuklären. Betrügerischer Kammerjäger Ein Kammerjäger aus Bayern wurde wegen eines Einmietbetruges festgenom- men. Im Lauf der Ermittlungen stellte sich heraus, daß der 25jährige insgesamt 38 Be- trügereien auf dem Gewissen hatte. Gegen geringe Anzahlungen hatte er Motorräder und Radioapparate gekauft und sie weiter- veräußert, unter verlogenen Angaben hatte er sich Geld erschwindelt, das er sofort wie- der für Alkohol ausgab; er blieb Mieten schuldig und benutzte Mietwagen, ohne Ge- bühren zu zahlen. Auch beruflich arbeitete er nicht reell. Er ließ sich von zahlreichen Landwirten Aufträge zur Schädlings- bekämpfung erteilen, wobei er hundertpro- zentige Vernichtung der Schädlinge zu- sicherte. In Wirklichkeit bediente sich der Betrüger aber untauglicher Mittel und schädigte so seine Auftraggeber. 5 reich.(Wie später ausdrücklich festgestellt wurde, ist Mannheim in dieser Beziehung ebenso vorbildlich.) Auf der Heimfahrt wur- den einige der Gäste auf einem großen Wein- gut bei Bordeaux unter feierlichen Zeremo- mien in einen der berühmten französischen „Weinorden“ aufgenommen. Mit einigen Farblichtbildern schloß der „französische Abend“ des Mannheimer Clubs. i 5 helm Einbrüche wurden geklärt Ein unbekannter Täter war in der Nacht zum 7. September in der Tattersallstraßge in ein Zimmer eingestiegen und hatte eine Goldenes jubiläum der Franziskuskirche Stadtdekan Nikolaus hielt die Predigt/ Festakt der Gemeinde Das Jubiläum der Franziskuskirche in Waldhof(vgl. unseren Bericht in der Diens- tag- Ausgabe) wurde am letzten Sonntag festlich begangen. Es begann mit einem levitierten Hochamt, das Stadtdekan Niko- laus zelebrierte. Die mit Blumen und Fah- nen geschmückte Kirche war dicht besetzt. Der Kirchenchor sang unter Leitung von Al- fons Schmitt die Orchestermesse in B-Dur von Franz Schubert. In der Festpredigt schilderte Stadtdekan Nikolaus, ausgehend von der Konsekration des Gotteshauses vor 50 Jahren, die große, Umwälzung im politischen und weltanschau- lichen Leben. Das Gotteshaus sei erhalten geblieben und nach den Schäden des letzten Krieges in alter Schönheit wieder erstanden. Die Kirche sei aber nicht nur das Gottes- haus aus Stein, sondern bedeute die leben- den Menschen, die sich zu ihr bekennen. Der gläubige Christ müsse nach seinem Glauben leben und Zeugnis in der Oeffentlichkeit ab- legen, die er mitzugestalten hat. Der Festakt am Nachmittag versammelt die Gemeinde im Franziskushaus. Die musi- kalische Umrahmung gab das Orchester der Liedertafel Mannheim. Eindrucksvoll brachte der Kirchenchor mit Orchesterbegleitung „Die Himmel erzählen“ und„Singet dem Herren alle Stimmen“ von J. Haydn zum Vortrag. Die Begrüßung der Ehrengäste und der zahlreich erschienenen Gläubigen über- nahm Stiftungsmitglied Fritz Lederer. Für die Festrede war der Laienvorsitzende der Katholischen Aktion der Erzdiözese, Prof. Karl Burghardt Pforzheim) gewonnen wor- den, Seine Grundgedanken: Die Kirche, das Haus Gottes unter den Menschen; das Zelt Gottes in den Menschen und das Zeichen Gottes unter den Menschen. Bürgermeister L. Graf überbrachte die Glückwünsche des Dekanats-Männerwerkes, und Geistlicher Rat Dörfer brachte in seinem Schlußwort nochmals den Dank zum Ausdruck für alle, die sich bisher aktiv in den Dienst des Got- teshauses und der Pfarrfamilie gestellt haben.— eb Fraꝛ Brieftasche mit Personalausweis, ein Posh vor sparbuch und 700 Mark Bargeld gestohle kete Der Dieb wurde jetzt in Germersheim fe Por genommen. Das Postsparbuch war noch! mat seinem Besitz.— Auch der bereits gem,„Sp. dete Einbruch in der Schopenhauerstrah konnte jetzt aufgeklärt werden, Der Tate ist ein herumstreifender 18jähriger Bursche I schv gesc näh, bew sam Brei den Erd vor Sät⸗ Fach lich seit Ist ü liche Bun Mac NUR EINMAL IM JAR hat man Gelegen. heit, Qualitäten, Dessins u. Farben von Teppicher und Gardinen aus 19 Staaten, ausgebreitet zu einer Fläche, von über 1000 qm völlig zwangle und ungestört zu prüfen und zu vergleichen Vom 14. bis 17, Okt. im Mannheimer Rosengarten EINTRITT FREI: KEIN VERKAUF! Mhm., N 4, 11-12 Kunststr., T. 2 11 08 der in Stuttgart festgenommen wurde. Eine Teil des gestohlenen Gutes im Gesamtwer von 2000 Mark stellte die Polizei noch sichef Vorfahrt nicht beachtet In Käfertal prallte der Fahrer eine amerikanischen Personenwagens beim Bin biegen von der Rollbühl- in die Mannheim Straße mit einem Mopedfahrer zusammen dem er nicht die Vorfahrt überlassen hatt Der Mopedfahrer erlitt bei dem Zusa menstoß eine Gehirnerschütterung, eine, Nasenbeinbruch und Gesichts verletzungen Bewußloser Mann starb auf dem Transport Gestern früh um 9.40 Uhr wurde OEG-Bahnhof Weinheim ein 53jähriger Mam aus der Neckarstadt bewußtlos am Bode liegend aufgefunden. Auf dem Transport in Krankenhaus starb er, vermutlich an eine Herzschlag. Da er keine Ausweispapiere be sich hatte— eine Einkaufstasche ließ da. auf schließen, daß er nur kurz von zu Haus kort sein wollte— konnte die Polizei sell Identität erst im Laufe des Tages klären. Filmspiegel Palast:„Dakota“ Die Zeiten des ganz wilden Westens su. in diesem Film schon vorüber; die Indlaub haben den großen Kampf verloren und sin zum Teil seghafte Farmer geworden. A. schaulich wird das Leben in einer kleine Stadt Dakotas in der Mitte des vorige. Jahrhunderts gezeigt. Aber der„böse well Mann“ läßt seine roten Brüder auch je nicht in Frieden ihre Rinder weiden. Gin es zuvor um die Weideplätze, geht es je um Erdölquellen. Die Indianer haben ab inzwischen dazugelernt, greifen nur noch 1 Notwehr zum Messer und haben auch une den Weißen Freunde gefunden. So Klin der Rassenstreit nur am Rande mit, ist abe guter Vorwand, die mit dem Western vel wachsenen Schießereien und Raufereien Glorienschein des Edelmuts zu ersticken. 8½ Ster sein Zuri sun Und Har Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Pf. spekt„Sigella Quick“ der Siegel- Werk GmbH, Köln- Braunsfeld, bei. i. Il li nie. 0 ONKO- KAFFEE ist der coffeinhaltige Qualitatskaffee der HAG- A. C. Bremen be, Ücoles, 7 22 2 NK 5. Se N n e .* 3 ä ä A. — Ar. 235/ Donnerstag. 10. Oktober 1957 stelle im abgetra- sten aus, 4e Rhein- ahenbahn er neuen ssen ele- : Steiger ein Posh gestohlel zheim fes, ar noch its gemeh⸗ auerstraß Der Tate T Burscht an Gelegen. n Teppichel breitet au 8 zwanglo vergleichen dosengartel rde. Eine, esamtwer och sichel rer eine beim Ein. annheime zusammen ssen hatt 1 usam. ng, einen letzungen ort rurde d iger Mat. um Bode sport in an einen apiere b. ließ dat. zu Haus Iizei Se klären. stens sul Indians und sin den. A. T Kleine Voriges 58e Weil uch jet len. Gil t es jell ben abe r 1 ich unte 50 Kling „ ist abel tern vel. reien ken. 8. ein Fil el- Wert 1 — MANNHEIM Seite 8 e Erdsatellit: —— Fachmann und Laie im Weltraum- Gespräch Auch in Mannheim ist der sowjetische Erdsatellit„Sputnik“ das Tagesgespräch und er bietet auch genügend Stoff für nächt- iche Diskussionen. Die Jeberheblichen sprechen von„Satellitaneien“, die Zyniker erzählen vom Kunst-Honig-Mond auf der venus, und die Gründlichen wälzen das Konversationslexikon. Aber es steht nicht viel drin: Weltraumfahrt war bisher ent- weder ein spannendes Thema für Zukunfts- romane oder ein ernsthaftes Thema für Wissenschaftler. Erst jetzt ist es auch Kon- versationsthema geworden. Seit Freitag letzter Woche. 4 Die Laien haben zahllose Fragen: Warum fliegt die dritte Stufe eigentlich mit?“„Warum kommt„Sputnik wieder auf die Erde zurück?“. Und die Wissenschaftler haben noch mehr Fragen: Sie wollen näm- lich wissen, wie stark die Bremswirkung des in 900 Kilometer Höhe noch immer nicht ab- solut luftleeren Raums ist und wo der ab- solut luftleere Raum beginnt. Der Laie fragt,„in welcher Höhe“. Aber auch der Fachmann wundert sich. Ein Fachmann wohnt draußen in Nek- karau. Es ist der 52jährige Diplom-Ingenieur Otto Mülhäuser, der vor dem Krieg an der Aerodynamischen Versuchsanstalt in Göttin- an der Erforschung von Windkanälen gearbeitet hat. Er ist der Erfinder der„Heiß- Vasser-Rakete“, die er damals als Antrieb tür seine Modellversuche benutzte und die, iwie er glaubt, in Zukunft bei interkontinen- talen Postraketen eine Rolle spielen könnte. Well sie nämlich in der Herstellung relativ billig ist. Und die Erforschung des Alls durch den Menschen ist heute Weniger eine der Technik, als der Finanzierung. 0 diese Finanzierung in Deutschland tehlt, befaßt sich Otto Mülhäuser heute statt mit Raumraketen mit den Kranen einer Mannheimer Firma. * Aber er spricht auch am 25. Oktober in der Gesellschaft für Weltraumforschung in Frankfurt über seine Erfindung. Und er war vor Monaten bei einer internationalen Ra- ketenforscher-Tagung in Pforzheim dabei. Dort dozierten die Russen harmlos über mathematische Probleme. Vom Kunstmond „Sputnik“ flel kein Sterbens wörtchen . Kosmische Strahlungen— die Fallge- schwindigkeit ist größer als die Abschuß- geschwindigkeit— die verschiedenen An- näherungsrichtungen hängen mit der Eigen- bewegung der Erde zusammen— das Zu- sammenspiel zwischen Erdanziehung und Bremswirkung durch Gasmoleküle bringt den Satelliten wieder in einer Spirale zur Erde zurück— an eine Weltraumstation ist Porerst nicht zu denken. Das sind Worte und Satze aus einer Unterhaltung mit einem Fachmann. Der Fachmann war vom künst- lichen Mond nicht überrascht, denn er war selt Jahren technisch möglich. Der Laie aber ist überrascht von einer Großtat des mensch- lichen Geistes(die der von Angst gepeinigte Bundesbürger zuweilen über strategischen Machtblöcken vergißt). * Der Kunstmond„Sputnik“ wird zu Sternstaub zerschmelzen, wenn er am Ende seiner Fahrt wieder in die Erdatmosphäre zurückkehrt.„Weitere Versuche und Mes- sungen werden folgen“, sagt der Fachmann. Und der Laie geht sehr nachdenklich aach Hause. ö hw Goethe: Das eigentliche, einzige und tiefste Thema: Der Konflikt des Unglaubens und Glaubens Professor Siegmund bot in der Volkshochschule einen Blick auj den„Kampf um Gott“ Unter brennenden Zeitfragen die bren- nendste behandelte Professor Dr. G. Sieg- mund(Fulda) in seinem Volkshochschulvor- trag„Der Kampf um Gott“. Goethe hat den Konflikt des Unglaubens mit dem Glauben das eigentliche, das einzige und das tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte genannt. Der russische Atheismus ist keine russi- sche Erfindung, er stützt sich auf Kant, Fichte, Hegel, Marx, Engels, Feuerbach, und behauptet, deren ursprüngliche Auffassun- gen rein zu vertreten, während deutsche Epi- gonen in Halbheiten und spießbürgerliche Kompromisse zurückgefallen seien. Für Marx und Engels war die deutsche Arbeiterbewe- gung Erbin der deutschen Philosophie. Lenin warf den deutschen Sozialdemokraten Verrat an der deutschen Philosophie vor, Abfall von ihrer größten Errungenschaft, die im Pro- Islamisches Weihnachtsfest in Mannheim Muslims feierten„Id Milad an Nabi“ im Palasthotel Den Geburtstag Mohammeds, des Be- gründers des Islam, feierte die seit sieben Jahren in Deutschland bestehende islamische Gemeinde am Montagabend in einem festlich hergerichteten Nebenzimmer des Palastho- tels. Auf der weißgedeckten Tafel standen Blumen und brennende Kerzen, und an der Stirnwand hing die Fahne Aegyptens; auf grünem Grund drei Sterne in der Beuge des Halbmonds. Der Imam(Gemeindevorsteher) Abdulleh Weisser(Mannheim), erläuterte in seiner Festrede, der er die erste Sure(Vers-Gebet) des Korans vorausschickte, Mohammeds Le- ben und Wirken. Im Monat„Rabi al Awad“, der vor 1423 Jahren in die Frühlingszeit fiel, wurde Mohammed in der Nacht des 12. Tages geboren. Der Sohn Abdullahs, Al Emin, der Vertrauenswürdige, wie er von seinen An- hängern ehrenvoll genannt wurde, lebte ge- treu seinem Glauben und ist heute noch das große Vorbild aller gläubigen Muslims. Die fremden Gäste, Glaubensbrüder der deutschen Islamisten aus Aegypten, Persien, Arabien und Syrien, die hier studieren oder arbeiten, waren sicher eigenartig berührt von dem so völlig von ihren sonstigen Gebräu- chen abweichenden„Id Milad an Nabi“ im Palasthotel, und werden sicher gerade des- halb oft an diese Feierstunde in Deutschland 2zurückdenken. Abdullah Weisser bewies großes Ge- schick, die sich persönlich unbekannten Glaubensbrüder ins Gesprach zu bringen. Als schließlich die einzelnen Gruppen bei Fruchtsaft, Tee oder Kaffee— Lieder ihrer Heimat sangen, war das Eis gebrochen und manche alte Freundschaft wurde aufgefrischt und neue geschlossen, waren doch auch An- gehörige nahestehender Gruppen, wie der Bahai, erschienen, die Mohammed ebenfalls ehren und achten. Sto Kleine Chronik der großen Stadt „Des Feuers Macht“ ein guter Kulturfilm „Eine Kulturgeschichte des Feuers“ von der ersten Flamme, die der Blitz auf der Erde entzündete, bis zur Atombombe gibt ein Farbtonfilm, der von der Abendakademie in einer Reihe von Vororten gezeigt wird. Der Film„Des Feuers Macht“ wurde im Auf- trag der BV-Aral vom„Erlanger Institut für wissenschaftliche Filme“ gestaltet unter der Regie von Erich Menzel, der Mitwirkung zahlreicher bekannter Schauspieler, des Bavaria-Symphonieorchesters und mit einem Sprechtext von Max Geisenheyner. Original- unterlagen des Deutschen Museums fanden für die historisch-technischen Szenen Ver- wendung. Zeitgeschichtliche Dokumente sind eingefügt; alte Kunstgegenstände werden gezeigt; Erzgießerei und Glockenguß, Feuersbrunst der Kriege und Hexenverbren- nung, Gutenbergs Druckerei und Alchi- mistenküchen, Montgolflere und Englands erste Lokomotive„spielen mit“. Der einstün- dige Filrn ist ein guter Kulturfilm, der jede offene Werbung vermeidet. Ak „Verein für Hundefreunde“ Weihte seinen Platz ein Tatkräftige Förderung ermöglichte es, dem 1952 gegründeten„Verein für Hunde- freunde“ in Feudenheim, am Neckarkanal neben einem 6500 Quadratmeter großen Uebungsplatz ein Klubhaus und Hunde- boxen zu errichten. Das erste Bauziel ist so- mit erreicht. Die Schulung von Gebrauchs- hunden wird seitdem vorangetrieben, eben- so wie die Erziehung vierbeiniger Haus- genossen zu manierlichen Tieren. Der Ver- einspräsident Fritz Heß weihte jetzt feier- lich den Platz in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste und Vertreter befreundeter Vereine ein. Vorsitzender Herbert Bimmler dankte allen am Bau und an der Anlage Beteiligten. Besondere Verdienste erwarb sich Experte Adam Alles. Dem Förderer Adolf Frankfurter verlieh Heß die goldene Ehrennadel des Vereins. Ein Schaukampf zwischen 19 Hunden beschloß die festliche Platzweihe, nach der die Gäste in fröhlicher Runde zusammenblieben. f Mit der Liedertafel im Amicitia-Haus Die große Familie der Mannheimer„Lie- dertafel“ traf sich am Samstagabend zur tra- ditionellen„Geburtstags-Gesellschaftsfeier“ im festlich geschmückten Saal des Amicitia- Bootshauses. Bei den sangesfreudigen„Fa- milien angehörigen“ waren Karl Zöller(Sän- gerbund Käfertal), Burghard Hochberg(vom Chor des National-Theaters) und Fritz Hackl, die Ausschnitte aus ihrem Repertoire brach- ten. Für die heitere Note im bunten Pro- gramm, das„Liedertafel-Unterhaltungskom- missär“ Kurt Hoffstätter geschickt mixte, sorgten der vielseitige humoristische Zau- berer Alois Groasser mit seiner Partnerin und das Musical-Clown-Duo„Gulle& Gulle“. Hilde Frank umd die Hauskapelle der„Lie- dertafel“ waren aufmerksame Begleiter. Sto „Gift am Lido“ Bademodenschau im Parkhotel Zwar steht noch nicht fest, wo„man“ 1958 baden wird, wohl aber schon wie. Campari, duelle, gift und royal sind die Farben, mit denen für 1958 zu rechnen ist. Man kann mit „BH's“ aus lauter Valenciennes- Spitzen oder „mit Pflaumen bedruckt“ in die Fluten stei- gen, auf alle Fälle aber hochmodisch und Aktuell. Zumindest ist dies das Resümee einer kleinen Bademodenschau, die Benger-Ribana im Parkhotel zeigte. Junge Damen mit blen- dender Figur erwiesen sich im Badedreß, im Strandemzug und im knappsten aller Bikinis, schottisch bedruckt oder mit Dirndlschürz- chen, als für alle Badereisen 1958(von den Schären über das Strandbad im Rhein bis zum Lido) bestens gerüstet. Man konnte Sehnsucht bekommen nach blauem Himmel, Meer und Sand und Urlaubszeit i-tu metheus-Symbol gipfelt: Dieser Titan er- barmte sich der dumpf dahinlebenden Men- schen, brachte ihnen mit dem Feuer auch Licht, lehrte sie, Geräte zu entwickeln, Häu- ser zu bauen, Felder zu bewirtschaften, Ströme zu bändigen, Meere zu befahren usw. Hinter den allem Menschenwerk widerstre- benden Elementen erkannte der Titan den Göttervater Zeus, dem er in tiefer Empörung die Vernachlässigung der Menschen vorwirft. Während Aeschylos der Empörung Grenzen setzt mit dem feinen griechischen Sinn für das Maß, sprachen Epikur und Lukrez den Menschen vollkommen unabhängig von Göt- tern und stellen ihn ganz auf sich selbst, um ihn mit titanischem Selbstbewußtsein zu er- füllen: Karl Marx hat in seiner Dissertation diesen Zusammenhang herausgearbeitet und sich zu Prometheus bekannt, der anders als bei Aeschylos mit Göttern abrechnet, ihr „verpfuschtes“ Werk aufgreift und besser weiter und zu Ende führt. So ist es gekom- men, sagte Professor Siegmund, daß russi- sche Revolutionäre, durchdrungen vom Selbstbewußtsein des Titanen Prometheus, das Verpfuschte an sich rissen, um es als Ingenieur einer rationalen Weltordnung bes- ser zu machen. Man hat gefragt, ob die atheistischen Bestandteile marxistischen Denkens als et- was Zeitbedingtes auf sich beruhen bleiben könnten, während marxistische Auffassungen zur Grundlage für das Denken der Völker erhoben werden. Marx und Lenin haben Aber solche Versuche scharf zurückgewiesen. Für sie ist der Verzicht auf Gott, nach dem Vorgang von Epikur und Lukrez, Voraus- setzung für den titanenhaften Versuch, sich der Weltordnung zu bemächtigen und Men- schen anderer Auffassung zu liquidieren. Das Prinzip des„höheren Rechts“ wurde bei seiner Verwirklichung geopfert, als Mil- lionen von Menschen diesem Prinzip geop- kert wurden. Es seien tiefe Enttäuschungen über dieses nicht verwirklichte, nicht ge- währte, vorenthaltene Recht zu vermuten, meinte Professor Siegmund. Wenn aber das enttäuschte Volk dieses Recht einfordere, sei zu befürchten, daß das Verlangen nach Freiheit nur neuen Zwang bringen würde. So treibe ein Keil den anderen einer„per- manenten Revolution“ entgegen. Die erlö- sende Rückkehr zu der religiösen Haltung des Dichters Aeschylos oder des Dulders Hiob oder zu der Weisheit der Spätwerke Platos sel Sache des einzelnen, schloß Professor Siegmund seinen hochinteressanten Vortrag. Der Vortrag beendigte die kleine Vor- lesungsreihe„Unser Verhältnis zu Religion und Glaube“, Im nächsten Trimester Wer- den die gleichen Themen von evangelischen Theologen behandelt. f. W. K. Hinweise für Kohlenhändler gibt das Polizeipräsidium Das Polizeipräsidium weist die Kohlen- händler darauf hin, daß die Berechnung eines Importkostenausgleichs(Mischpreis- bildung) schon seit 1. Juli 1957 nicht mehr zulässig ist. Der Kohleneinzelhandel ist ver- pflichtet, bei der Errechnung der Kleinver- kaufspreise für importierte Brennstoffe aus- schließlich nach der Anordnung PR Nr. 7/0 (vom 17. März 1950) zu verfahren. Deren wichtigste Bestimmung schreibt vor, daß für eingeführte Brennstoffe höchstens Preise verlangt werden dürfen, die dem Einkaufs- preis(plus Nebenkosten) zuzüglich eines volks wirtschaftlich gerechtfertigten Kosten- und Handelsaufschlages entsprechen. Ferner erinnert das Polizeipräsidium an die Bestim- mungen des 8 2 der Verordnung über den Nachweis von Preisen(vom 23. November 1940), wonach die Preise so aufzuzeichnen sind und die Aufzeichnungen und Belege so aufbewahrt werden müssen, daß die Höhe und das Zustandekommen der Preise jeder- zeit ohne Schwierigkeit nachgeprüft werden können. Falls Listen oder Statistiken geführt werden, müssen auf den Kundenrechnungen die Importkohlen(oder die aus Importkoh- len hergestellten Mengen) getrennt aufge- führt werden. 0 Termin-Kalender VDI: 10. Oktober, 20 Uhr, Musensaal, Licht- bildervortrag von Prof. Dr. Herbert Kühn, Mainz:„Der Aufstieg der Menschheit“. Mannheimer Frauenring: Am 10. Oktober, 20 Uhr, Cafè am Wasserturm, Besprechung; Thema:„Fünf-Tage-Woche auch für die Schule?“. Club„Graf Folke Bernadotte“(Internatio- naler Kreis): 10. Oktober, 20 Uhr, Kunsthalle, „Stilwandlungen und Wandlungen der Kunst- technik“; Sprecher: Dr. H. Fuchs. Gesamtverband der Sowietzonenflüchtlinge: 10. Oktober, 17.30 bis 18.30 Uhr, Rathaus E 3, Zimmer 5, Sprechstunde. 8 Städt. Institut für Erziehung und Unter- richt: Die für 10. Oktober vorgesehene„Vor- Dereitung für die zweite Lehrerprüfung“ Dr. . wird auf einen späteren Termin ver- egt. Abendakademie- Veranstaltungen am 10. Ok- tober: Wirtschaftshochschule, Hörsaal 138, 18 Uhr, Prof. Schachtschabel„Aktuelle Wirt- schafts fragen“;— Schönau„Unser Kino“, 20 Uhr, Farbtonflim„Des Feuers Macht“;— Rheinau„Apollo-Lichtspiele“, 20 Uhr, Farb- lichtbildervortrag von Gartenbaudirektor Buß- jäger„Der Garten— ein kleines Stück Natur“. Reichsbund, Ortsgruppe Rheinau: 10. Okto- ber, 20 Uhr, Lokal Flörsch, Monatsversamm- lung; 19 bis 20 Uhr Sprechstunde. DHv: 10. Oktober, 20 Uhr, Wartburg-Hospiz, Vortrag von Fritz Irwahn, Hamburg, über„Die Sozial- und Gesellschaftsordnung im Span- nungsfeld der Interessen und Gegensätze“. Siedlergemeinschaft Gartenstadt im Deut- schen Siedlerbund, Landesverband Baden- Württemberg: 10. Oktober, 20 Uhr,„Wald- 5 Kasseler Straße, Mitgliederversamm- ung. Wir gratulieren! Heinrich Biedermann, Mannheim Feudenheim, Wartburgstraße 10, vollendet das 82. Lebensjahr. Die Eheleute Jakob Stephan und Berta geb. Kunkel, Mann- heim, J 4a, 10, können goldene Hochzeit feiern, zugleich begeht Jakob Stephan sein 50. Geschäfts- jubiläum. August Hester, Mannheim, Mönch- wörthstraße 102, kann auf eine 40jährige Tätig- keit bei Firma Badische Anilin- und Soda- fabrik, Ludwigshafen/ Rhein, zurückblicken. Wohin gehen wir 7 Donnerstag, 10. Oktober Theater: Nationaltheater Großes Haus 19.30 bis 23.00 Uhr:„Carmen“(Miete H, Th.-G. Gr. H, freier Verkauf); Kleines Haus 20.00 bis 22.15 Uhr:„Philemon und Baukis“(Miete B, Halbgr. I, Th.-G. Gr. B, freier Verkauf). Konzerte: Deutsch- Amerikanisches Institut 85 Uhr: Musikleben in Amerika(Schallplat- en). Filme: Planken:„Nachts, wenn der Teufel kam“; Alster:„Die Nächte der Cabiria“; Schau- burg:„Die Killer“; Capitol:„Tag ohne Ende“; Palast:„Dakota“, 10.00, 11.50, 22.30 Uhr: Der Weg zur Hölle“; Alhambra:„Der tolle Bom- berg“; Universum:„Monpti“; Kamera und Kurbel:„Das Gesetz der Straße“. Kulturen, Vorzugsmilch, Mi bewirken regelmäßige, leicht Darmentleerongen, Wie sie von Darmträgheit naturgemäß geregelt ohne Chemikalien durch Joghurt-Milkinen, ein distetisches Natur- miffef in Wörfefformz hergestellt unfer Verwendung von 1 chzucker, Woldhonig, Pflaumen, Fei und anderem Pffonzenzusdtz, sowie angereicheft mit biologischem Vitaminöl. Die vorzögſich schmeckenden Joghurt-Milkitten-Worfel und angenehm sich vollziehende Natur dus sein sollen. 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Eine so aus Kunststoffen herge- Weitreichende Verwen- 8 aus der Forde- ction, anderer- rung nach rationeller P Seits aber auf Grund de kahrungen, die Für einen erhöhten Unfallschutz ausgewertet wurden. Schaumstoffgepolsterte Armaturen- bretter, Sicherheitsgurte aus Nylongeweben und Kunststoff- Karosserien(man kann nicht Wie bei Blech eingeklemmt werden) sind die Vorboten einer industriellen Entwicklung, deren Ziel die größere Sicherheit von Fahrer und Insassen ist. Allerdings setzt sich dieser Gedanke in Deutschland erst langsam durch. Immerhin gibt es aber auch bei uns schon bedeutende Firmen der Automobil- Industrie, die erfolgreich mit den neuen Werkstoffen arbeiten. So berichtet die Fachzeitschrift „Kunststoffberater“, Umschau-Verlag, Frank- furt, Heft 9/57. Weitreichende Möglichkeiten in der Lmienführung und Stilisierung bieten die Kunstharze dem Formgeber beim Entwurf emes neuen Modells. Die Acrylharze sind Zwar teurer als Glas, setzen sich aber trotz- dem durch. Entscheidend waren: geringere Bruchgefahr beim Transport, gute Wetter- beständigkeit, leichte Verarbeitbarkeit zu Phantasieformen, die mit Glas nicht durch- führbar wären. Darüber hinaus werden Markenbilder, Kühlerverzierungen aus glas- klarem oder metallisiertem Material, Be- leuchtungskörper aller Art, Richtungsanzei- ger und Parklichter gerne unter Verwen- dung von Acrylharzen gestaltet. Bemerkens- Wert ist ein„Experiment“ des italienischen Karosseriebauers Pinin Farina, der Kotflügel und Stoßfänger aus Plexiglas entwarf. Die Rückscheibe der BMW. Isetta ist gleichfalls aus Acrylharz. Im Jahre 1952 erprobte die Firma Ford Nylonzahnräder für Tachometer auf dem Prüfstand. Ueber eine Strecke von 160 000 Kilometer bei einer Stundengeschwindigkeit von 128 km haben sich diese Werkteile aus- gezeichnet bewährt. Seitdem werden Poly- amide häufig auch für Antennenstäbe, Pum- penkupplungen, Ringe, Buchsen, Stoßkeile für Türen, Oelventile und Kupplungslager — sie sind geräuschlos und erfordern keine Schmierung. korrodieren nicht und sind ab- riebfest— verwendet. Seit kurzem gibt es Nylonschläuche für zentrale Druckschmier- systeme. Dagegen werden schon seit vielen Jahren Knöpfe, Schalter, Lautsprecherverkleidung, Das„As der Nachtfahrer Lenkräder, Bremsgriffe, Armstützengerüste und die sonstige Innenausstattung aus Cel- lulosekunststoffen hergestellt, besonders we- gen der leichten Verarbeitung, Farbenfreu- digkeit und des angenehmen„Griffes“ der Teile. Unter der Bezeichnung Saran wurde ein Material bekannt, das in Form von Fa- sern, als Gewebe oder als Folie ausgedehnte Verwendung findet. Die Kraftfahrzeugindu- strie beyorzugte das Gewebe für Polsterun- gen, da der Stoff eine hohe Abnutzungs- festigkeit besitzt. Saran ist gegen Schmutz aller Art widerstandsfähig und läßt sich leicht reinigen. Die Forderung nach erhöhter Sicherheit legte es nahe, im Kfz-Bau ge- eignete Kunststoffe auch als Schaumstoffe zu verwenden. Eine der bedeutendsten Neuerungen in dieser Richtung ist das Ar- maturenbrett aus PVC-Schaum. In gleicher Weise wird der Sonnenblendschutz gearbei- tet. Es zeigte sich hierbei, daß Kunststoff- schäume fünfmal stärker stobßauffangend Wirken und den Stoß besser verteilen als Schaumgummi. Das sehr schnell populär gewordene Poly- äthylen— viele Haushaltartikel bestehen aus diesem Werkstoff— wird überwiegend für Kabelisolierungen verwendet. Aus dem neuen Vulkollan werden Präzisionsriemen mit Stahleinlage zur Kraftübertragung vom Motor zur Kupplung hergestellt. Derartige Riemen besitzen eine längere Lebensdauer als Rollenketten. In kürzester Zeit hat sich eine Kombina- nation von Glasfasern mit verschiedenen härtbaren Harzen unter den Bauelementen durchgesetzt. Eines der bedeutendsten An- Wendungsgebiete für diese Kunststoffe ist der Karosseriebau. Die Idee ist nſcht neu. Bereits vor 20 Jahren führte Ford die ersten Versuche durch, stellte jedoch nur Einzel- stücke her. In Deutschland wurden bereits vor dem Kriege Schichtstoffe verwendet. Nach dem Krieg war es die Sowjetzone, die diesen Gedanken zuerst wieder aufgriff. Heute werden auch bei uns von einigen Fir- men Kunststoff-Karosserien serienmäßig hergestellt. Die Vorteile der Kunststoff-Karosserie sind: große Gewichtsersparnis, erhöhte Schlagfestigkeit, leichtes Reparieren von Schäden auch ohne besondere fachmänni- sche Kenntnisse, kein Rostanstrich erforder- lich, verringertes Dröhnen, Quietschen und Rattern, geringere Wärmeleitfähigkeit als Stahl, so daß der Wagen in der Sonne kein Brutkasten wird. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß den Vorteilen wie erhöhte Sicherheit, geringerer Kostenaufwand für die Werk- zeuge zum Formgeben und leichte Behebung von Schäden, als Nachteile der langsame Arbeitsrhythmus und die dadurch bedingten erhöhten Lohnkosten gegenüberstehen. Ge- lingt es, den Arbeitsprozeß stärker zu me- chanisieren und die Rohstoffpreise weiter zu senken, dann wird sich die Kunststoff- karosserie durchsetzen. — Sterne des Pariser Salons Nr. Die„Goldene Rakete“, einen zweisitzigen Sportwagen mit Kunststoffcarosserie, zeigen 72 die amerikanischen Oldsmobile- Werke auf der Internationalen Automobilausstellung in Paris. Die außerordentlich schnittige Karosserie sitzt auf dem Fahrgestell des Typs 88 von Oldsmobile.. Aschenputtel des Autos Der Wagen ist eine Gemeinschaftsleistung Aus mehr als. 3000 Einzelteilen— ein bahnhof, die ausziehbare Plattform für Re- Amerikaner will sie gezählt haben— soll paraturen von Oberleitungen, die riesigen der Personenwagen von heute bestehen. Tankwagen für Heizöl und Benzin mit elek- Nun ist verständlich, daß ein Automobil- trischer Pumpanlage, die Kolosse von werk alle diese Einzelteile selbst herstellen 30-Tonnen-Muldenkippern. Wer aber weiß, kann, zumal sie ja durch verschiedene Wa- daß— um nur einige Beispiele anzufüh- gentypen einer Marke noch vervielfachen. ren— Magirus eine 30 Meter lange Feuer- Wer interessiert sich schon dafür, woher zum Beispiel Mercedes das Lenkrad bezieht, Opel die Lager, Ford die Räder, Borgward, Goliath oder Lloyd die Zylinderkopfmuttern, Wer für das Goggomobil, den USU-Prinz oder den BMW 600 den Kühlergrill liefert? Dabei gibt es in Deutschland das einzige Werk Europas— vielleicht sogar der Welt—, das den kleinen, innen hochglanz-geschlif- fenen Zylinder für einen führenden auslän- dischen Stößdämpfer in der erforderlichen Qualität herstellen kann. Die Teile-Industrie fristet als Aschenputtel des Autos ein der breiten Oeffentlichkeit verborgenes Dasein. In einer etwas glücklicheren Lage befindet sich ihre Schwester, die Zubehör-Industrie. Es sei dabei nur an Robert Bosch, an Con- tinental, Dunlop, Phönix oder Veith erin- nert, an die Brems- und Kupplungsbeläge von Jurid, die Luft- und OGelfilter von Knecht, den Solex-Vergaser, die Meßgeräte von Kienzle, Ruberg- Ketten, SWF-Schei- benwischer, Goetze-Kolbenringe oder an die 4 er von Blaupunkt, Philips und an- eren. Die Auswertung der Ausstellerzahlen bei der 38. IAA in Frankfurt führt zu dem interessanten Ergebnis, daß dort 16 deutsche Personenwagen-Werke vertreten waren, Sleichzeitig aber rund 500 Firmen der Teile- und Zubehörindustrie oder als Vorlieferan- ten. Zahlreiche Zubehörfirmen stellen unter anderem Bestandteile her, die zu keiner Serienausrüstung gehören oder nur an teu- ren Wagen zu finden sin. Fast unübersehbar ist die Fülle der Erzeugnisse. Sie reicht vom Gummipuffer für Stoßstangen bis zum elek- trischen Anschluß für eine Handlampe, vom Fernthermometer für Kühlwasser oder Oel bis zum Stützkissen für Wirbelsäule oder Nacken, vom Kofferhalter bis zum Skiträger, von der Kühlbox bis zum blinkenden Rich- tungsanzeiger, der sich in wenigen Minuten anstelle eines Winkers anbauen läßt— kurz, es gibt kaum ein Teil am Wagen, das nicht irgendwie verbessert, erweitert oder be- quemer gestaltet werden kann. Zum Mon- Das ist die neue Bilum- As- Lampe für das strum aber würde das Fahrzeug, das alle Wehrleiter montiert und ein Löschfahrzeug mit 8000-Liter-Tank herstellt, MAN einen Vielstoffmotor einbaut, daß es einen Büche- reiwagen gibt, einen Filmvorführungwagen, eine fahrbare chirurgische Klinik, daß die Heckklappe des Lastwagens zum hydrauli- schen Lastenhebers werden kann, ja, daß man den gesamten Ladungskasten mit Bord- hydraulik auf den Boden setzen und wieder hochhieven kann? Und das alles ist nur ein kleiner Bruchteil dessen, was die einschlä- gige Industrie an Einsatzmöglicheiten bietet. Hinzu kommen noch unter anderem die Campingentwicklungen, vom Autozelt über den Wohnwagenanhänger bis zur fahrenden Villa mit Unterflurmotor und Kaffeeterrasse auf dem Deck. Eine Maschine für vier Arbeiten wurde der Siebketten-Vorratsroder VR 1 von Hein- rich Lanz. Als Kartoffel- und Rüben-Vor- ratsroder, halbautomatischer Kartoffel- Vollernter und Rüben-Vollernter mit Quer- schwadablage kann der VR I in Hackfrucht- betrieben je nach den gegebenen Erntever- hältnissen als Grundgerät oder als Voll erntemaschine eingesetzt werden. Das größte Flugplatz-Tanklöschfahrzeug der Welt lieferte Magirus-Deutz nach Uru- Suay. Das Löschpotential von 8000 1 Wasser, 800 1 Schaummittel und 60 Kg Kohlen- Sdure reicht aus, um eine Brandfläche von 2860 am in 14 Minuten fünf Zentimeter hoch abzudecken und jedes Feuer sicher zu ersticken. 7* Bereits vor einiger Zeit entschlossen sich General Motors, sämtliche Wagentypen des Konzerns im kommenden Jahr mit Luft- kederung auszrüsten. Nun folgte auch USA- Ford diesem Beispiel. Die American Motors bleiben dagegen nach eingehender Prüfung asymmetrische Abblendlicht, das auf der In- Möglichkeiten verwendet, die die Industrie ternationalen Autodusstellung in Frankfurt bietet. Hier muß der Fahrer entscheiden, der Oeffentlichheit erstmalig gezeigt wurde. Was für ihn nützlich und wertvoll äst. 5 Man erkennt die neue Lampe an ihrem„Tel- Ein anders Stiefkind der breiten Masse Das von der Ford- Werke AG, Köln, im lersockel! sowie an der veränderten Form sind die Nutzfahrzeuge. Gewiß, man sieht Jahr 1955 aufgestellte Erweiterungs- und beim bisherigen Federsystem. der Abblendxappe, die eine bessere Ausleuch- tung der rechten Fahrbahnseite ermöglicht. (und bewundert) im Vorbeifahren den neu- Rationalisierungsprogramm wird mit einem artigen Bagger oder Greifer im Straßenbau, Kostenauf von rund zweihundert Millio- Werkfoto den schwenkbaren Kran auf dem Güter- nen DM bis Anfang 1958 durchgeführt sein. Passend zum Kleid der Fahrerin ist das in die Kunststoffarosserte dieses SSO m-Pan- hard mit Spezial karosserie eingearbeitete Blumenmuster. Der Wagen wurde auf der a Pariser Automobilausstellung gezeigt. Kraftfahrzeug-Mosaik Wie der Vorstandsvorsitzende des Unter- nehmens, Erhard Vitger, anläßlich der Vor- stellung des neuen Römer Fordwagens Tau- nus 17 Mü erklärte, wird sich die Tageskapa- zität des Unternehmens dann auf 450 Wa- gen belaufen gegenüber 240 Fahrzeugen Anfang 1955. Der Anteil der Eigenfertigung an der Gesamtproduktion werde sich dann von weniger als 20 Prozent auf 33 Prozent erhöht haben. Das Anlagevermögen der Ford- Werke werde 1957/8 schätzungsweise 330 Millionen DM betragen und sich damit innerhalb von vier Jahren verfünffacht haben. * Der Continental von Ford, das teuerste Auto der USA, wird um 200 Dollar auf 8000 Dollar im Preis gesenkt werden. Ins- gesamt wurden bisher nur 3000 Stück von diesem Wagen verkauft. Aus den USA hört man, daß nicht der hohe Preis störend war, sondern die Tatsache, daß nur ein zweitüriges Coupé gebaut wurde. Die Besitzer dieses Wagens fahren aber zumeist mit einem Chauffeur, deshalb wollen sie vier Türen haben, um beim Ein- und Aussteigen un abhängig vom Fahrer zu sein. * Trittplatten-Kupplungsventil, Kupplungs- Steuerventil und Kupplungs-Tandemzylinder — das sind die einzelnen Teile, aus denen sich die von Bosch entwickelte druckluftbetätigte Fahrzeugkupplung für Omnibusse und schwere Lkw) zusammensetzt. Die Anlage findet be- sonders bei Fahrzeugen mit Heckmotor Ver- Wendung, wo die Verlegung des langen Kupp- lungsgestänges seither nicht einfach war, und überall dort, wo die Bedienung der Kupplung erheblichen Kraftaufwand erfordert. Unter dem Namen„Scotsman“ bring Studebaker einen vereinfachten„Champion heraus, der mit 1776 Dollar(= 7460 DM, Heizung, Defroster und Blinker eingeschlos- sen, der billigste Wagen der USA ist. eee eee eee Jeden Tag eine frische Bluse! Seit ĩch mit Wipp · perfekt wasche, können wir uns jeden Tag frische Wäsche leisten. So leicht und mit 80 wenig Mühe habe ich nie zuvor gewaschen. Ja, durch Wipp- perfekt haben wir jetzt mehr von unserer Wäsche. Und mein Mann sagt morgens beim , Anziehen manchmal lachend zu mir:, Schatz, du bist eine perfekte Frau.“ Diese Kur wirkt auf Nervöse! Kosmetik-Wagner Mannheim Planken 0 6. 3 Beseitigung von unreiner Haut Vervielfältigungen: Lingott, U 6, 12 Klavier- u. Flügeltranspolte W. 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Pan- f der t einem r Türen gen un⸗ pplungs- Zylinder men sich betätigte Schwere adet be- tor Ver- n Kupp- ar, und upplung bringt ampion 60 DB, geschlos- eee „ U 6, 1 — Ispofte Schiller- 1. 747 2 5 tzen und n in eig, 11g. See. 0. —— — — 8 Nr. 235/ Donnerstag., 10. Oktober 1957 BUNDES-LANDER-SEITE Seite 7 ate Herbstnebel— erhöhte Unfallgefahr! Zahlreiche Unfälle im Rhein-Main-Gebiet/ Schiffahrt lahmgelegt Frankfurt. Der dichte Herbstnebel, der zich seit einigen Tagen allmorgendlich über weite Gebiete unseres Landes breitet, hat am Mittwoch vor allem im Rhein-Main- Ge- piet zu zahlreichen Unfällen geführt, die allerdings bis auf wenige Ausnahmen glimpflich verliefen. Die sich mit Vorliebe in den Flußtälern— und vor allem auch im Rhein-Main-Gebiet— bildende Nebeldecke legte am Mittwochmorgen die Schiffahrt auf dem Mittelrhein für mehrere Stunden völ- lig lahm. Der Schiffsverkehr durch das Bin- ger Loch Wðar bis 10.30 Uhr gesperrt, erst dann konnte das erste Schiff von Bingen aus Leonberg protestiert Leonberg. Im Namen der Stadt Leon- berg hat Bürgermeister Otto Rexer beim Bundespostministerium und beim Präsiden- ten des Baden-württembergischen Landtags dagegen protestiert, daß auf der Sonder- brielmarke der Bundespost zum 500 jährigen Jubiläum des ersten württembergischen Landtags am 16. November das Landschafts- haus in Stuttgart abgebildet sein soll. Der Bürgermeister wies darauf hin, dag der Landtag vom Jahre 1457 in gar keiner Be- ziehung zu Stuttgart und seinem Land- schaftshaus steht, daß aber Leonberg heute noch die historischen Gebäude aus jener Zeit, vor allem das Schloß und der„Schwarze Adler“, erhalten sind. Außerordentliche Jahrestagung Heidelberg. Eine außerordentliche Jahres- tagung der internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, an der 300 Phar- maziehistoriker und Apotheker aus beiden Teilen Deutschlands und zehn weiteren europäischen Ländern teilnahmen, wurde am Mittwoch in Heidelberg abgeschlossen. Mit der Tagung war eine Sitzung der inter- nationalen Akademie für Pharmaziege- schichte verbunden, die unter dem Proték- torat der deutschen pharmazeutischen Ge- sellschaft erstmals in Deutschland abgehalten wurde. Bundesgerichtshof bestätigte Urteil Karlsruhe. Der Verkehrsstrafsenat des Bundesgerichtshofes hat die Revision des 23 Jahre alten Münchner Kraftfahrers Manfred Weißflog, der vom Landgericht Karlsruhe im März dieses Jahres wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Verkehrsge- fährdung zu 18 Monaten Gefängnis und drei Jahren Führerscheinentzug verurteilt wor- den war, als unbegründet verworfen. Nach den Feststellungen des Karlsruher Gerichts war das Unglück auf die Uebermüdung des Fahrers durch Nichteinhalten der Arbeits- zeitbestimmungen zurückzuführen. Wegen dieser Ueberschreitungen der Arbeitszeit- bestimmungen waren vier weitere Ange- klagte— Mitinhaber der Firma, für die Weigflog fuhr— zu Gefängnisstrafen zwi- schen 6 und 15 Monaten wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung verurteilt worden. Auch die Revision dieser Angeklag- 155 wurde vom Bundesgerichtshof verwor- en. Bemerkens werter Aufschwung Müllheim. Baden- Württembergs jüngstes Thermalbad Bellingen im Markgräfler Rheinvorland hat in den letzten Monaten einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Seit der Erweiterung der Badeanlagen und der Inbetriebnahme des großen Freiluft- Bassins ist die Besucherzahl sprunghaft in die Höhe geschnellt. Das milde Herbstwetter und der strahlende Sonnenschein locken in diesen Tagen immer noch täglich bis zu sechshundert Badelustige aus nah und fern an. Fast fünfzig Prozent der Besucher sind Schweizer. Inzwischen gehen die Planungen Weiter, die aus dem nur mehrere hundert Einwohner zählenden Dorf Bellingen mit der Zeit einen ansehnlichen Badeort machen sollen. die Bergfahrt wieder aufnehmen. Auch Zwi- schen Kaub und Oberwesel lag die Schiff- fahrt still. Zu einem schweren Verkehrsunglück ist es in der Nacht zum Mittwoch im dichten Nebel auf der Bundesstraße 26 zwischen Nauheim(Kreis Groß-Gerau) und dem Hof Schönau gekommen, wo ein Baulastzug aus Niederzissen(Kreis Ahrweiler) mit einem Tankwagen aus Koblenz zusammenstießg. Die Vorderachsen beider Lastzüge wurden durch den furchtbaren Anprall weggerissen, das Führerhaus des glücklicherweise leeren Tankwagens zerstört. Fahrer und Beifahrer schwer verletzt. Wie durch ein Wunder kamen die beiden Fahrer des Baustofflast- zuges mit dem Schrecken davon. Der Sach- schaden wird auf über 100 000 Mark ge- schätzt, beide Lastzüge wurden völlig zer- trümmert. Erst ein Hebekran der amerika- nischen Armee konnte den Baustofflaster, der sich quer über die Fahrbahn gelegt hatte, nach dreistündiger Arbeit zur Seite räumen. Glück im Unglück hatten die Fahrgäste eines vollbesetzten Triebwagens der Hers- felder Kreisbahn, der bei Bad Hersfeld im dichten Nebel mit einem Kali-Waggon zu- sammenstieß. Der Waggon war auf einem leichtgeneigten Rangiergleis in Bewegung geraten und auf das Hauptgleis gerollt, als ein Hemmschuh absprang. Es gab 20 Leicht- verletzte und 10 000 Mark Sachschaden. Auf der Autobahn Frankfurt Mann- heim, die wegen vieler Unfälle eine traurige Berühmtheit erlangt hat, ist die Nacht zum Mittwoch nach Mitteilung der Verkehrsbe- reitschaft Darmstadt unfallfrei verlaufen. Nach Auskunft des Frankfurter Wetter- amtes muß auch in den nächsten Tagen noch mit Morgennebel gerechnet werden, den die Sonne erst in den Vormittagsstunden durch- dringen kann. Die Nebeldecke über Hessen und Rheinland-Pfalz war nach Auskunft der Wetterfachleute in den vergangenen Tagen einige hundert Meter dick. Die über 500 Meter hohen Berge dagegen lagen schon nach Sonnenaufgang im schönsten Sonnen- schein. „Abgekarrt werden von der Hamburger Poligei künftig falsch oder zu lange parkende Autos mit einem von der Polizei selbst konstruerten Absckleppgerät. Es ist ein fahrbarer Wagen: heber, der sehr schnell unter jedes parkende Auto montiert werden kann. Neben den ublichen Strafen kostet der Abtransport eines Wagens 25,.— bis 30. DM, Keystone-Bild Vorläufig noch im Schreibtisch Merzenicher Atomforschungszentrum bis Mitte 1959 fertig? Düsseldorf. Das im Merzenicher Erbwald geplante Atomforschungszentrum von Nord- rhein- Westfalen soll nach Mitteilung von Staatssekretär Prof. Brandt Mitte 1959 fertig- gestellt sein. Die Arbeiten würden entspre- chend den Beschlüssen der Regierung plan- mäßig fortgesetzt. Ob der erneute Einspruch des rheinischen Braunkohlenbergbaus gegen die Wahl des Standortes Merzenich von Er- folg sein werde, lasse sich noch nicht über- Erschreckende Bilanz des Leichtsinns Die Sünder sind unter uns/ Die Bahnpolizei berichtet Stuttgart. Etwa 40 Menschen riskieren in Württemberg jeden Tag dadurch ihr Leben, daß sie auf einen schon fahrenden Zug noch aufzuspringen versuchen. Die 145 Bahnpoli- zeibeamten im Bereich der Bundesbahn- direktion Stuttgart verhängen jährlich schätzungsweise etwa 4000 gebührenpflich- tige Verwarnungen über zwei Mark gegen solche Sünder. Sie schätzen jedoch ihre Ge- samtzahl auf mindestens 15 000, da die Be- amten die Aufspringer nur dann fassen, wenn die Geschwindigkeit des Zuges das Risiko für ihr eigenes Leben nicht zu hoch erscheinen läßt. 5 Auf sogar rund 50 000 jährlich wird von der Bahnpolizei die Zahl der Fahrgäste be- ziffert, die, um ein oder zwei Sekunden zu gewinnen, vorzeitig von noch fahrenden Zügen abspringen. Weitere leichtsinnige Zeitgenossen, mit denen die Bahnpolizei zu tun hat, sind die Kraftfahrer, die an unbeschrankten Bahn- übergängen trotz des roten Blinklichts rasch noch die Gleise überqueren. Wie oft in die- ser Hinsicht gesündigt wird, geht daraus hervor, daß die 58 Beamte zählende Bahn- polizei-Wache Stuttgart in den ersten acht Monaten dieses Jahres bei ihren Strecken- streifen schon 450 solche Kraftfahrer anzei- gen mußte. Von den Stuttgarter Bahnpolizisten wer- den im Jahresdurchschnitt rund 100 Per- sonen festgenommen, die im Fahndungsbuch ausgeschrieben sind, und etwa 150 Jungen und Mädchen im Alter bis zu 16 Jahren, die aus Abenteuerlust oder Furcht vor Strafe das Elternhaus verlassen haben, wieder dorthin zurückgebracht. Zu den lästigsten Aufgaben der Beamten gehört die Entfer- nung der„Bahnhofsstrolche“, die in den Wartesälen nächtigen. In Stuttgart gibt es eine Kartei, die 250 Namen solcher Obdach- loser enthält. In den ersten beiden Fällen werden diese Menschen verwarnt und aus dem Bahnhof gewiesen, beim dritten Male erhalten sie ein schriftliches Bahnhofsver- bot, während sie bei vierten Male schließ- lich wegen FHausfriedensbruchs angezeigt und bestraft werden. Dennoch gibt es „Dauerkunden“, die schon bis zu 15mal mit einem Bahnhofsverbot belegt werden sind und trotzdem immer wieder kemme ni. „Nicht mögliche“ sehen. Die Pressestelle Braunkohle hat in einer jetzt veröffentlichten Erklärung darge- legt, daß durch die Errichtung des Forschungs- zentrums in Merzenich nach den neuesten Feststellungen etwa 480 Millionen Tonnen Kohle dem Abbau verloren gehen würden. Deswegen wird nochmals dringend vorge- schlagen, den Standort des Atomforschungs- zentrums in die Eifel zu verlegen.) Wenn der Ministerpräsident den Einspruch des rheini- schen Braunkohlenbergbaus als berechtigt anerkenne, so würde die Wahl eines neuen Standortes unangenehme Verzögerungen mit sich bringen. Die Planung für das Atomforschungszen- trum befindet sich nach den Worten von Brandt noch im Schreibtischstadium, soll aber in vier bis fünf Wochen so weit abgeschlossen sein, daß mit dem Legen der Fundamente be- gonnen werden könne. Die Fundamente sol- len Anfang nächsten Jahres stehen, so daß der erste in Großbritannien bestellte Atom- reaktor„Merlin“ geliefert werden könne. Im Herbst 1958 soll dieser Reaktor in Betrieb ge- nommen werden. Der andere Reaktor„Dido“ soll ungefähr Mitte 1959„kritisch“ werden. Das Atomforschungszentrum in Merzenich soll vorwiegend der Materialprüfung dienen Und Artregungen für den Aufbau der Atom- 8 Wirtschaft in der Bundesrepublik geben. Schlußfolgerung Urteil im„Halstenbeker Giitmordprozeß“ aufgehoben Berlin. Der Fünfte(Berliner) Strafsenat des Bundesgerichtshofes hat das Urteil des Schwurgerichts Itzehoe im„Halstenbeker Giftmordprozeß“ auf den Revisionsantrag der Verteidigung hin aufgehoben. Das Schwurgericht hatte den 33jährigen Kupfer- schmid Bernhard Wolter am 2. Mai 1957 wegen Mordes an seiner 30jährigen Ehefrau Lieselotte zu lebenslangem Zuchthaus ver- urteilt. Der Fall wurde zur neuen Verhand- jung und Entscheidung an die Vorinstanz zurückverwiesen. Das Schwurgericht Itzehoe hatte es in dem Indizienprozeßg als erwiesen angesehen, daß der Angeklagte in der Nacht zum 11. August 1955 seiner Ehefrau in Mordabsicht ein giftiges Pflanzenschutzmittel in das Bier geschüttet habe, nach dessen Ge- nuß sie starb. Bei der Aufhebung des Urteils folgte der Bundesgerichtshof der vom Verteidiger er- hohenen Revisionsrüge. Das Schwurgericht Itzehoe hatte die Möglichkeit eines Selbst- mordes der Verstorbenen ausgeschlossen, weil diese nach dem Genuß des vergifteten Bieres Ueberraschung über den bitteren Ge- schmack des Getränkes geäußert habe. Diese Schlußfolgerung wurde jetzt vom Bundes- gerichtshof als„nicht möglich“ bezeichnet, weil auch ein Selbstmörder überrascht sein könne, daß das Gift, das er sich selber zu- führt, dessen Geschmack er aber aus eigener Wahrnehmung noch nicht kennt, so bitter Sei. Der Angeklagte Wolter hatte in dem mehrtägigen Schwurgerichtsprozeß die Tat hartnäckig bestritten. Brutaler Lehrherr Schorndorf. Ein Schorndorfer Bäcker- meister ist vom Jugendgericht wegen fort- gesetzten Vergehens gegen das Jugend- schutzgesetz zu 1000 Mark Geldstrafe ver- urteilt worden. Außerdem muß er wegen fortgesetzter Körperverletzung 200 Mark und wegen übler Nachrede 30 Mark Geld- strafe bezahlen. Der Staatsanwalt hatte we- sentlich höhere Strafen beantragt. Der Bäckermeister hatte seit ungefähr sechs Jah- ren 14. bis 16jährige Lehrlinge oft bis zu 18 Stunden am Tag in der Backstube be- schäftigt und sie an Sommersonntagen außerdem noch Eis verkaufen lassen. Wäh- rend der Arbeit chrfeigte er die Jungen wegen Kleinigkeiten, und wenn sie einmal in ihrer knappen Freizeit ins Kino gingen, faßte er sie hinterher ab und ließ sie zur Strafe den Boden der Backstube putzen. Zweimal kam es auch vor, daß der brutale Meister die Lehrlinge mit einem Stück Gar- tenschlauch kreuz und quer über Kopf und Rücken schlug. Einem Gast gegenüber, der zufällig Zeuge dieser Züchtigung geworden war, verleumdete er die Jungen und be- hauptete, sie hätten ihm Wein gestohlen. Burgruinen nicht für Private Neustadt/ Weinstr. Die Burgruinen Fal- kenstein und Montfort im nordpfälzischen Landkreis Rockenhausen werden nicht an private Interessenten verkauft, teilte ein Sprecher des pfälzischen Bezirksverbandes in Neustadt auf Anfrage mit. Obwohl täg- lich„Kaufangebote“ von privaten Inter- essenten aus allen Teilen des Bundesgebie- tes einträfen, unterstütze der Bezirksver- band den Beschluß des Bezirksausschusses, die beiden aus dem frühen Mittelalter stammenden Ruinen nur dem Kreisverband Rockenhausen oder den Gemeinden Hallgar- ten und Falkenstein kostenlos zu übereig- nen. Der Bezirksverband wäre auch bereit, 2000 bis 3000 Mark für notwendige Unfall- verhütungsvorrichtungen als Zuschuß Zu geben. Ein Ausbau der Ruinen sei aussichts- los. Solchen kostspieligen Plänen würden sich wahrscheinlich auch die Denkmalspfle- ger und Naturschutzbehörden widersetzen, da von den beiden Ruinen teilweise nur noch die Grundmauern vorhanden seien. „Wirtschafitswunder“ in Baumholder Baumholder. In der 5000 Einwohner zäh- lenden Stadt Baumholder wurde am Mitt- woch mit dem Bau der 40. Gaststätte be- Sonnen. Damit hat die Stadt, die an einem von amerikanischen, französischen und deut- schen Truppen benützten Uebungsplatz liegt, die Zahl ihrer Gaststätten seit 1949 um das Vierfache gesteigert. Bürgermeister ohne Wohnung Traben-Trarbach. Weil ihm die Stadt Traben-Trarbach keine Wohnung für seine Familie zu bieten vermag, wird der am 2. August als neuer Bürgermeister einge- führte frühere Stadtdirektor von Bevensen, Karl August Wallis, die Moselstadt wieder verlassen. Er wurde inzwischen zum Bür- germeister von Bad Soden gewählt. Wallis hofft, dort schneller eine Wohnung zu be- kommen. Fünf Grippetote Kusel. Die mit un verminderter Heftigkeit grassierende Grippe hat in den letzten vier Tagen im Gebiet von Kusel drei Todesopfer gefordert. In allen Fällen hatte sich neben der Grippe eine doppelseitige Lungenent- zündung eingestellt, die den Tod der Patien- ten herbeiführte. Auch im Rheingau forderte die Grippe zwei Todesopfer. Nach einer Mit- teilung des Kreisarztes, Medizinalrat Dr. Ewald, sind im Rheingau gegenwärtig etwa 30 Prozent der Bevölkerung und über die Hälfte aller Schulkinder an Grippe erkrankt. 9er C Nach dem neuen ESSO EXTRA Kraftstoff nun das ebenbürtige Motoröl mit dem Weiten Schutzbereich kin neuer Wirkstoff löst ein aſtes problem. Der„Kurzatmige“ Start. und Stop- Betrieb den Krofffohrzeugmotor in gonz besonderem Moſze. Als eine bedeutsome Lei- stung der ESSO forschung sind doher die völlig neuen Wirkstoff-Zusätze anzusehen, mit denen des neue ESSO EXTRA MOTOR OIL ausgerüstet ist. Sie reduzieren die motorschädigenden Auswirkungen des Kurzstrecken betriebes weitgehend und beugen damit dem vorzeitigen Verschleiſß Wichti- ger eile unserer hochbeanspruchten Motoren vor. Neue Motoren bleiben länger„neu“, ältere länger„röstig“. Goldene Zeiten- auch für hren Motor Weſtere Vorzüge dieses neuen Mehrbereichsöſes: Es hät den Motor scuber 6 vefmindeft Reibung und Verschleiß s verhindert Kaſtschſammbiſdung o erleich- tert dos Anſossen s hôlf den Kroffstoffverbrouch niedrig s steigert das heschſeuni· gungsyermögen s verringert etwoige Klopfneigung e is sporSm im Verbroueh. des Stodtverkehrs beonsprucht gold- weißen In der i Dose 21 mal um die rde- mit deutschen Wogen um dos neue ESSO EN NOR O för die Praxis zu erproben, wurden nach der umfangreichen Arbeit in den Laborqtorien 24 Kraff- wagen der führenden deutschen Merken guf ſestfohrt geschickt. Diese Wagen legten im Kurz- und Longstreckenbetrieb einen Weg zoröck, der dem 21,-fachen Erdumfong entspricht. Das War ein Test eee — ob„oſte Möhle“ FUR ALLE JAHRE SZ EITE N: ne „cuf Herz und Nieren“- und wurde ein Ol, des„Herz und Nieren“ Ihres Wagens jung erhält FUR AllE VERSASER- UND Dikskl-MorokEN: ob Eis und Schnee FUR Alk SE TRIEBSGAfE)DINSGUNGEEN: — U ob Höchstbeenspruchung fahren Sie zum nächsten Ilwechsel zur ES 50- Station! Seite 8 Donnerstag, 10. Oktober 1957/ Nr. 233 Eine Römerstadt wird ausgegraben Wiederbeginn der Frankfurter Grabungen/ Bereits gute Ergebnisse Frankfurt. Nach 25jähriger Unterbrechung Wurden jetzt die Ausgrabungen einer alten Römerstadt im nordwestlichen Stadtgebiet von Frankfurt am Main wieder aufgenom- Men. Bisher war etwa ein Drittel des Grund- risses der Stadt, die im Altertum„Nida“ hieg, ergraben worden. Dabei war man auf Spuren mehrerer öffentlicher Gebäude, Bäder, eines Theaters, einer Kaserne, vier Mithrastempel, Zahlreicher Privathäuser und mehrerer Friedhöfe vor den Mauern der Stadt ge- stoßen. Die diesjährige Grabung, die durch die Aufschließung eines neuen Wohngebietes im Stadtteil Heddernheim veranlaßt Wurde, gilt insbesondere der inneren Bebauung des Ka- Stells, von dem bisher nur die äußeren Um- risse bekannt waren. Dieses im Osten der Stadt liegende Kastell, das mit einer Reiter- abteilung von 1000 Pferden, der ersten Flavia Gemina, belegt war, hatte die doppelte Größe der Saalburg bei Bad Homburg im Taunus. Die aus ihm entstandene Stadt war an Flächenraum etwas größer als die mittel- Alterliche Stadt Frankfurt innerhaub der Staufenmauer. Nach einer Mitteilung der Stadtverwal- tung haben die vom Frankfurter Museum kür Vor- und Frühgeschichte durchgeführten neuen Ausgrabungen in den ersten beiden Wochen bereits gute Ergebnisse gebracht. Da- bei wurden Spuren von Truppenunterkünf- ten gefunden, die aus verputztem Lehmfach- Werk bestanden, sowie Reste der gepflaster- ten Lagerstraßen, Mauerreste und Gruben der späteren Stadt. Zahlreiche Kleinfunde, vor allem große Mengen von Keramik, aber auch Münzen, Bronze- und Eisengeräte wur- den geborgen. Die Römerstadt, die aus dem Lagerdorf des Kastells unter dem Kaiser Domitian Ende des ersten Jahrhunderts entstanden ist, bil- dete im zweiten Jahrhundert den Hauptort der römichen Wetterau. Nach dem Verlust der rechtsrheinischen Teile des Römerreiches wurde sie im dritten Jahrhundert zerstört. Auf deutschem Boden gibt es nur zwei Römerstädte, die im Mittelalter nicht über- baut worden sind und daher einigermaßen vollständig ausgegraben werden können. Ne- ben„Nida“ ist dies die römische Stadt Cam- bodunum bei Kempten im Allgäu. Eine halbe Milliarde für 36 Millionen Durchschnittseinsatz des Bundesbürgers im Lotto: wöchentlich 33 Pfennige Köln. Fast eine halbe Milliarde DM haben die deutschen Bundesbürger innerhalb von Zwei Jahren auf dem Altar der Glücksgöttin Fortuna geopfert, die aus ihrem Füllhorn in Gestalt des deutschen Lottoblocks dafür rund eine halbe Milliarde DM an Gewinnen an etwa 35,5 Millionen Glücksritter ausgeschüt- tet hat. Der deutsche Lottoblock besteht am g. Ok- tober zwei Jahre und neun Bundesländer, mit Ausnahme von Baden-Württemberg, sind in ihm vertreten. Nach Mitteilung des Lotto- blocks erreicht der gegenwärtige Wochen- umsatz die Höhe von rund 16 Millionen DM. Nach 104 Ausspielungen innerhalb von zwei Jahren beläuft sich das Gesamt-Bruttoauf- kommen auf 959 400 00 DM, an dem das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen den Löwenanteil mit etwas über 400 Millionen DM stellt. Es folgen Bayern mit 157,5, Nie- dersachsen mit knapp 127 Millionen PM und das Saarland als jüngster Bundesstaat mit 12,5 Millionen DM. An Gewinnen wurden in dieser Zeit ge- nau 479 700 000 DM ausgeschüttet, die sich Auf 35 464 463 Lottospieler verteilten. Dabei gab es 288 Gewinner in der vielbegehrten ersten Klasse, 34611 Gewinner in der zwei- ten, 1 850 044 in der dritten und 33 579 520 in der vierten Klasse. Die Lottostatistiker errechneten, daß in den 104 Ausspielungen bisher 319mal gerade und 305mal ungerade Zahlen gezogen wur- den. Dabei habe sich die 31 mit 21 Ziehungen als die meistgezogene Zahl vor der 5 und der 36, die sich 19mal wiederholten, erwiesen. Aus den Bruttospieleinnahmen wurden neben der 16¾ Prozent betragenden Lotte- riesteuer rund 200 Millionen DM als Zweck- abgabe an die Länder abgeführt, die aus- schließlich für kulturelle. soziale, karitative und sportfördernde Zwecke verwendet wor- den sind. Bremen ist der Statistik zufolge gegen- wärtig das lottofreudigste Bundesland, wo der Wochenumsatz pro Kopf der Bevölke- rung 47,7 Pfennige betrage. Bayern liegt mit mur 24,4 Pfennigen am Ende der Liste. Auf die Bevölkerung der neun teilnehmenden Bundesländer umgerechnet, beträgt der wö- chentliche Durchschnittseinsatz im Lottospiel 35,3 Pfennige. Bundesbahn:„Behauptungen unzutreffend“ Cannstatter Gleisbildstellwerk voraussichtlich zu Winteranfang fertig Stuttgart. Die Bundesbahndirektion Stuttgart hat sich in einer Erklärung gegen Behauptungen gewandt, daß das neu errich- tete, aber noch nicht in Betrieb genommene Gleisbildstellßwerk im Bahnhof Stuttgart- Bad Sannstatt bereits betriebsfähig sei oder in Wenigen Stunden betriebsfähig gemacht Werden könne. Vor allem wies sie den da- mit zuammenhängenden Vorwurf zurück, die Verwaltungtellen der Bundebahn seien mit Schuld daran, daß das neue Stellwerk, des- sen Sicherungseinrichtungen das schwere Eisenbahnunglück im Cannstatter Bahnhof Wahrscheinlich unmöglich gemacht hätten, am 1. Oktober nicht in Betrieb gewesen sei. Im Wirklichkeit, betont die Bundesbahn- direktion, seien die Arbeiten zur Inbetrieb- nahme des Gleisbildstellwerks am 1. Oktober noch nicht abgeschlossen gewesen. Voraus- Sichtlich werde es möglich sein, das neue Stellwerk vor Eintritt der Winterkälte in Betrieb zu nehmen. Die Bauzeit würde dann für die signaltechnischen Einrichtungen zwei Jahre betragen haben. Diese Bauzeit sei durchaus angemessen, da es sich um eine Völlig neuentwickelte Schaltung handele, die mit der in den Gleisbildstellwerken Ulm und Bietigheim Württemberg nicht verglichen werden könne. Die Bundesbahndirektion wies darauf Hin, daß die derzeitigen Stellwerkseinrich- Unsere Korrespondenten melden: Paratyphus in Bayern Pfaffenhofen. In den letzten Tagen ist im Landkreis Pfaffenhofen eine epidemische Paratyphus- Erkrankung aufgetreten. Samt- liche Schulen in Scheyern wurden geschlos- Sen. Alle Metzgereien und Lebensmittel- geschäfte mußten vorläufig den Betrieb ein- Stellen, sind aber inzwischen wieder geöff- net worden. Wie Amtsarzt Dr. Fischer fest- Stellte, sind die Erkrankungen durch infi- zierte Fleischwaren hervorgerufen worden. Die Krankheitsfälle verliefen im allgemei- nen ziemlich leicht. Wie das Staatliche Ge- sundheitsamt erklärte, ist der Höhepunkt der Erkrankungen bereits überschritten. Geflüchtete Abiturienten gehen zurück Bonn. Die meisten der aus der Sowjet- zone geflüchteten Abiturienten, die ihr Stu- zum in der Bundesrepublik fortsetzen woll- ten, sind wieder in die Sowjetzone zurück- gereist, weil im Bundesgebiet nicht genü- gend Sonderlehrgänge für sie zur Verfügung stehen. Dies teilte der Bundes-Studentenring mit. Die Zahl der geflüchteten Abiturien- ten des Abschlußgjahrgangs 1957 war in den letzten Wochen auf 2900 angewachsen. Die Ergänzungslehrgänge sollen Sowjietzonen- Abiturienten die kulturellen und geistes- Wis senschaftlichen Grundlagen zur Studien- fortsetzung an westdeutschen Universitäten und Hochschulen vermitteln. Statistiker tagen in Nürnberg Nürnberg. In Nürnberg findet gegenwär- tig die Jahrestagung der deutschen Statistiker Statt, die gemeinsam vom Verband deutscher Städtestatistiker und von der Deutschen Sta- tistischen Gesellschaft bis zum 11. Oktober durchgeführt wird. An der Tagung nehmen rund 300 Statistiker aus der Bundesrepublik, der Sowjetzone und fast allen europäischen Ländern teil. Lebenslänglich für Raubmörder Wuppertal. Das Schwurgericht in Wup⸗ pertal hat am Dienstag den 26 jährigen Auto- tungen im Bahnhof Cannstatt in vollem Umfange den sicherheitstechnischen Erfor- dernissen entsprächen. Daher habe der Be- trieb dort wie bei allen Bahnhöfen im Di- rektionsbezirk, die mit den gleichen Ein- richtungen ausgestattet sind, lange Jahre Rindurch ohne jede Störung reibungslos ab- gewickelt werden können. Allerdings setz- ten diese älteren Stellwerkseinrichtungen ein gewisses Maß von Aufmerksamkeit der sie bedienenden Beamten voraus. Bei Ver- Wendung eines neuzeitlichen Gleisbildstell- werks sei diese Aufmerksamkeit im gleichen Umfange nicht mehr erforderlich. Es sei be- kannt, daß die Bundesbahn bemüht sei, im Rahmen der gegebenen Verhältnisse, wobei nicht nur die finanzielle Frage, sondern auch die Liefer möglichkeiten der Fachindustrie eine entscheidende Rolle spielten, ihre Stell- Werkseinrichtungen der neuesten technischen Entwicklung anzupassen. Es sei völlig ab- wegig, Betriebsstörungen oder Unfälle, die während der Einführung der neuen Signal- technik irgendwo auftreten, damit in Ver- bindung zu bringen, daß diese neue Technik eben noch nicht überall eingeführt sei. Nach menschlicher Voraussicht wäre das Cann- statter Unglück vermieden worden, wenn das neue Stellwerk zu diesem Zeitpunkt schon in Betrieb gewesen wäre. verleiher Wilhelm Andree und den 22 Jahre alten Dachdecker Robert Hehl, beide aus Remscheid, wegen gemeinschaftlichen Raub- mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. Beide gestanden, am Abend des 29. Juni die 24jährige Verkäu- ferin Iris Dick aus Remscheid an der Ab- fahrt Burg der Autobahn Leverkusen— Kamen mit einem Kabelstück und einem Moniereisen erschlagen zu haben, um in den Besitz von 6600 DM zu gelangen. Forschungsaufträge für Assistenten Düsseldorf. Rund 500 junge Hochschul- Assistenten werden in Nordrhein- Westfalen ständig mit Forschungsaufgaben außerhalb ihrer eigentlichen Täigkeit beauftragt, gab Staatssekretär Prof. Leo Brandt, der Orga- nisator der„Arbeitsgemeinschaft für For- schung des Landes Nordrhein- Westfalen“, be- kannt. Insgesamt habe die Arbeitsgemein- schaft während ihres siebenjährigen Beste hens 1467 Forschungsaufgaben allein auf na- turwissenschaftlichem Gebiet vergeben, von denen bereits 1335 bearbeitet seien. Rheinwein auf der Autobahn Braunschweig. Ein Abschnitt der Auto- bahn zwischen Braunschweig und Helmstedt schwamm buchstäblich im Rheinwein bester Lagen, nachdem der Fahrer eines Lastzuges aus Bingen die Kontrolle über sein Fahr- zeug verloren hatte. Der vollbeladene Last- zug kam von der Fahrbahn ab, stürzte eine Böschung hinunter, und mehrere tausend Flaschen Wein zerschellten auf der Fahr- bahn und auf der Stragenböschung. Dazu er- goß sich der Inhalt eines 1000-Liter-Wein- kasses auf die Chaussee. Ein Teil der Fla- schen, der den Sturz unbeschädigt über standen hatte, wurde die Beute der am Un- fallort zahlreich erschienenen„Zuschauer“. Die Landespolizei Braunschweig, die den Unfall auf Uebermüdung des Fahrers zu- Tückführt, schätzt den Gesamtverlust auf 80 000 Mark. Personen kamen nicht zu Schaden. praktisch, bequem und sportlich. Die klassische gagſan-Foim mit böftel zeigt dieser ganz gefütterte Chongeont-Bw.-Oobardine-Mantel. Zusätzlich mit warmem, ausknöpfbarem Wanterfotter ausgeröstef. In den fothen der Soison not Mit modischen Tiersteppnähten an Kanten und Posse, ein ganz gefütterter Mantel in Changeanf-Bw.-Gabordine. In vielen modischen Farben. Zusätzlich mit warmem Winterfutte.... nb 4 SRENNINKNHEVER „„ S, Barſcauf ist doch vorteilliaſter Und zum Raglan eine Spontmötze aus der großen Auswoßl unserer Hlöt-Abteilong. bföfe biet, prüfe da, Koufe Jannebe Ce 1 Eil 2 erziel den S lichtr ball-. ballw Diens das Fran! Unen spiel kirch. word, Di trafen parks Deuts 4⁴¹0 beim starte Manf Armi stadt, Hein: parks tertre 1 Pohl, Stab ning einer ö Arzt Fütte kann 4x 00 Laue einsa trete MORGEN Selte 9 r 235 Donnerstag. 10. Oktober 1987 5 dus gesundheitlichen Gründen“ 22 Walter nicht mehr Mannschaftskapitän Der Ehrenspielführer der Deutschen Fuß- pall-Nationalmannschaft, Fritz Walter, hat am Dienstag das Amt des Spielführers in seiner Vereinsmannschaft des I. FC Kaisers- gautern niedergelegt. Fritz Walter begrün- dete diesen Schritt mit dem Hinweis auf sei- nen labilen Gesundheitszustand, der es ihm in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr erlau- pen werde, Sonntag für Sonntag für den 10 Kaiserslautern anzutreten. Für die funktion eines Spielführers sei die kon- tinuierliche Teilnahme an den Spielen je- doch eine wesentliche Voraussetzung. In Zu- kunft würden daher sein Bruder Otmar oder Horst Eckel die Mannschaft der Roten Teufel“ auf das Spielfeld führen. Bereits vor vierzehn Tagen hatten Eckel im Spiel gegen Speyer und am letzten Sonntag Otmar Walter bei der Begegnung mit Neuendorf als Spielführer fungiert, 00 wohl Fritz Walter mit von der Partie War. Wie der Exkapitän der„Lauterer“ erklärte, hat sein Entschluß nichts mit der Anklage zu tun, die der Kontrollausschuß des Deut- schen Fußballbundes gegen ihn erhoben hat. Aachens Rekord rentiert sich Vier Nationalteams kommen Die Fußballmannschaft von Alemannia gachen, die nach neun Spieltagen als einzige bislang verlustpunktfreie deutsche Oberliga- elf vor der Herbstmeisterschaft in der ersten Liga West steht, erwartet in den nächsten Monaten prominenten Besuch auf dem Tivoli. am zweiten Weihnachtstag gastiert die vom Länderspiel aus Paris kommende bulgarische ſationalelf und im Frühjahr 1958 vor der ußball meisterschaft in Schweden die Natio- nalmannschaften von Brasilien, Mexiko und Argentinien in Aachen. Die großartigen Leistungen des westdeut- chen Tabellenführers, der das hervorragende Torverhältnis von 20:2 aufzuweisen hat, fand seinen Niederschlag in einer steigenden Mitgliederzahl, die sich gerade in den letzten Wochen sprunghaft auf 2200 erhöhte. Entscheidung durch Eckbälle Eintracht gewann Flutlicht- Pokalrunde Zwei Eckbälle mehr, als von Schalke 04 erzielt, gaben am Dienstag den Ausschlag für den Sieg von Eintracht Frankfurt in der Flut- lichtrunde der West- und süddeutschen Fuß- ball-Oberligavereine. Man mußte die Eck- ballwertung heranziehen, nachdem am Dienstagabend vor 15 000 Zuschauern auch des zweite Endspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Schalke 04 mit einem torlosen Unentschieden endete. Das Wiederholungs- spiel in Frankfurt war nach einem in Gelsen- kirchen vorangegangenen 3:3 notwendig ge- worden. Sprinterelite in Karlsruhe Die sechs schnellsten deutschen Sprinter trafen sich am Dienstag im Karlsruher Wild- parkstadion zu einem offiziellen Training des Deutschen Leichtathletikverbandes für die 4 100m-Staffel, die am Sonntag in Budapest beim Länderkampf Ungarn— Deutschland starten soll. Neben den deutschen Meistern Manfred Germar und Martin Lauer waren Armin Hary(Saarbrücken), Leo Pohl( Pfung- stadt) und die beiden Karlsruher Sprinter Heinz Fütterer und Lothar Knörzer im Wild- parkstadion. Unter Leitung des KSC-Sprin- — tertrainers Helmut Häfele übten Germar, Pohl, Lauer und Hary hauptsächlich den Stabwechsel. Heinz Fütterer konnte am Trai- ning nur als Zuschauer teilnehmen, da er an einer Nierenentzündung erkrankt ist. Der Arzt wird erst am Mittwoch entscheiden, ob Fütterer am Sonntag an den Start gehen kann. Voraussichtlich wird die deutsche 4100-m-Staffel in Budapest mit Pohl, Hary, Lauer und Germar starten. Sollte Fütterer . sein, wird er an die Stelle Lauers reten. Winkler siegte in London Hans Günter Winkler mit Halla holte sich am Dienstag im Londoner Reitturnier„Pferd des Jahres“ den Sieg in den„Beaufort Sta- kes“. Allen Reitern war zur Bedingung ge- macht worden, daß sie zunächst drei fehler- kreie Ritte zu bestreiten hatten, ehe sie in den Endkampf einzogen(380 m langer Par- cours mit acht Hindernissen). Anna Clements auf Nico konnte zwar ebenfalls dreimal feh- lerfrel bleiben, aber sie machte dann 16,5 Fehler. Hinter Winkler belegten Mary Bar- nes den zweiten und die Europameisterin Pat Smythe(beide England) den dritten Platz. Leichtathleten starten zum letzten großen Kampf des Jahres: Deulsche Läufer lauern auf Nekorde Trotz Leistungssteigerung der Magyaren sollte es der DLV-Vertretung auch in Budapest zum Sieg reichen „In Budapest will ich es noch mal wissen!“ Diese Worte des vierfachen Europarekord- läufers Manfred Germar charakterisieren die allgemeine Stimmung in der von Sieg zu Sieg eilenden deutschen Leichtathletik-National- mannschaft. Wenn, am Donnerstag unsere besten Läufer, Springer und Werfer auf dem Frankfurter Rhein-Main-Flughafen die Chartermaschine besteigen, die sie zum letz- ten großen Länderkampf des Jahres gegen die wiedererstarkten Ungarn nach Budapest fliegt, dann wird jeder bestrebt sein, im be- rühmten„Nep- Stadion“ noch einmal zu glän- zen. Vergessen sind dann die Strapazen der fünf schweren Kämpfe seit dem unglücklichen Treffen mit Finnland Mitte August in Hel- sinki. Vergessen das„Hundswetter“, das oft manche Hoffnung auf eine gute Leistung von vornherein zunichte machte. Eine schwere Saison geht zu Ende. Wird sie von einer Serie imponierender deutscher Laufleistungen gekrönt? Budapest war die Geburtsstätte vieler Weltrekorde. Hier, auf der schnellen Bahn des„Nep- Stadion“, verbesserte das ungari- sche Dreigestirn Iharos-Tabori-Rozsavölgyi einen Weltrekord nach dem andern, lief Rozsnyoi die bisher schnellste 3000 m-Hin- derniszeit(8:35, 6), stellte der Russe Litujew den 400 m-Hürdeneuroparekord auf 50,4, er- zielten viele Nationalstaffeln Landesrekorde über Landesrekorde. 1954 startete Heinz Ulzheimer als erster Westdeutscher auf die- ser„Wunderbahn“, die mit Korkgemisch und Weidengeflecht unter der Asche ungemein elastisch, griffig, federnd ist und verbesserte sich auf 47,6 über 400 m. Die deutschen Leichtathleten haben in der letzten Zeit mächtig aufgetrumpft. Die Schweden wurden mit 22 Punkten Vor- sprung, die Engländer mit 26 Punkten, die Tschechen mit 16 und die Franzosen mit 24 Punkten besiegt. Normalerweise müßte auch in Budapest ein Sieg herausspringen, wenn er auch niedriger ausfallen wird. Die Ungarn verzeichneten heuer zwei Niederlagen gegen Polen(31 Minuspunkte) und gegen Finnland (26 Minuspunkte), während sie gegen Grie- chenland mit 10 und gegen CSR mit 4 Plus- punkten siegten, Schon die CSR bekam im letzten Länderkampf in Prag zu spüren, daß sich die ungarischen Leichtathleten wieder erholt haben. Auch Deutschland muß diesen Leistungsanstieg einkalkulieren. Es hat dabei nichts zu sagen, daß die drei bisherigen Län- derkämpfe gegen die Magyaren mit 69:65, 5 in Wien 1925, mit 52,5:40 in Berlin 1935 und mit 117:80 in Budapest 1940 gewonnen wurden. Kein Zweifel, daß die deutsche National- manschaft bei ihrem letzten Start 1957 noch- mals letzten Einsatz zeigen wird. Hoffentlich können die Flugreise nach Budapest auch die an Grippe erkrankten Athleten Haas, Kauf- mann, Witte, Keller und Urbach mitmachen. Normalerweise müßten unsere Läufer in Budapest nochmals Glanzzeiten herausholen. Manfred Germar sollte, wenn das Wetter günstig ist, die 100 m in 10,3 und die 200 m in 20,6 sprinten. Haas oder Pörschke sind über 400 m für eine Zeit von 46,6 gut. Der Höhepunkt des Länderkampfes dürfte das Rennen über 800 m zwischen Stracke/ Schmidt und Roszavölgyi/ Szentgali werden. Der Aus- gang ist völlig offen, dagegen wird Rosza- völgyi die 1500 m glatt gewinnen. Auch über 5000 m sind die Ungarn mit Szabo und Iharos klar überlegen, während es über 10 000 m keinen Favoriten gibt. Vielleicht gefährdet Herbert Schade im Zweikampf mit Szabo seinen deutschen Rekord von 29:24,8 Minuten. Die deutsche Sprinterstaffel, die gegen Frankreich 40,6 herausholte, kann diese Zeit noch unterbieten, gleichgültig ob Lauer oder Fütterer eingesetzt wird. Manfred Molzberger steht mit seinem Düsseldorfer Sprung von 7,62 m zwar an Vierter Stelle der Europa-Rangliste, aber seine großen Duelle gegen Valkama(Finn- land) und Brackchi(Frankreich) hat er ver- ljoren. Wird er sich gegen Földessy, der heuer 7,41 m sprang, durchsetzen? Offen sind die Konkurrenzen im Hochsprung(Bodo gegen Püll), im Dreisprung(Bolyki gegen Strauß) und im Stabhochsprung, wo erstmals Zehn- kampfmeister Möhring(4,10 m) eingesetzt wird. Das Kugelstoßen wird Lingnau klar für sich entscheiden, jedoch sind wir im Diskuswerfen gegen Szocsenyi(Europa- bester mit 355,03 m) und Klics(54,13 m) so- wie im Hammerwerfen gegen Zvivotzky (62,83 m) und Czermak(62 m) ohne Chan- cen. Gerade die offenen Konkurrenzen über 800 m, 10 000 m, 3000-m- Hindernis, Weit- sprung, Stabhochsprung, Speerwerfen wer- den den gesamten Kampf entscheiden. Deutschland hat eine Siegeschance, wenn es in einigermaßen guter Besetzung antreten kann. Gibt es einen Favoriten für die Fußball- WM? Lecks Jeilnelime- stehen bis jetei ten Rätselraten um Argentinien/ Möglicherweise ohne Ex-Weltmeister Italien Das„Spiel um den Favoriten“ hat es vor jeder Fußball- Welt meisterschaft gegeben. 1950 zweifelte niemand daran, daß Brasilien im eigenen Land den begehrten Titel errin- gen würde. Aber Uruguay bereitete dem Land der Gastgeber mit dem 2:1-Sieg im entscheidenden letzten Spiel einer Punkt- runde die größte Enttäuschung. Dabei hätte Brasilien ein Unentschieden gereicht, um Weltmeister zu werden; denn Spanien hatte vorher mit einem 2:2 gegen Uruguay beste Vorarbeit geleistet. Auch 1954 gab es Favori- ten. Im März wurde Ungarn 3½ zu 1 auf dem Wettmarkt gewertet, ebenso Brasilien, während Uruguay 2½ zu 1 und der spätere Weltmeister Deutschland 9 zu 1 gelegt wur- den. Nun begann der Wettmarkt für die Welt- meisterschaft 1958. Argentinien nimmt hier überraschend eine Sonderstellung ein. Es gewann die Südamerika- Meisterschaft 1957 Sehr sicher. Fachleute wollen wissen, daß Ar- gentinien noch nie eime so gute National- mannschaft gehabt habe, wie jetzt. Und doch hat man in Buenos Aires schon größte Sorgen. Man wußte von vornherein, daß Bolivien und Chile Qualifikations-Gegner sind. die man auch in Brasilien und Uruguay fürchtet, weil sie im eigenen Land als nahezu un- schlagbar galten. Das Stadion in La Paz liegt nämlich in 3600 m Höhe. Wegen der dünnen Luft sind laufend Spieler-Austausche üblich. Bolivien erklärte sich auch einverstanden, diesen Austausch mit drei Spielern für die Begegnung der Qualifikationsrunde mit Ar- gentinien zuzulassen, aber die FIFA wies auf Schwere Auswärtsspiele für beide Spitzenreiter: Fultungswechsel in der I. Amateurliga? Auch ASV Feudenheim und Phönix sind am Wochenende auf Reisen Der aus der zweiten Vertragsspielerliga abgestiegene KFV spielt in Nordbadens Ama- teurliga am Wochenende erneut auf eigenem Platz und trägt damit sein sechstes Heim- spiel von seinen bisherigen sieben Treffen Aus. Gegner ist Tabellenführer Weinheim, dem die Karlsruher technisch zwar überlegen sind, doch bei der schwachen Form einiger ihrer Abwehrspieler kommen die Weinhei- mer durchaus nicht ohne Chancen, Neckarau könnte in Leimen stolpern, so daß vielleicht Birkenfeld, das zu Hause gegen Hockenheim antritt, die Spitze übernimmt. Im Vorderfeld der Tabelle sollte sich auch Durlach durch den Gewinn der beiden Punkte gegen Hei- delberg behaupten. Nach ihrem schönen Er- folg in Samdhausen rechnen sich die Forch- heimer Sportfreunde vor heimischer Umge- bung auch eine Erfolgchance gegen Feuden- heim aus. Zur Abwechslung könnten die Pforzheimer Rasenspieler ihre Anhänger durch einen Punktgewinn in Schwetz engen überraschen. Offen ist die Begegnung Sand- hausen gegen Phönix Mannheim. Engert/ Röchling badische Meister Nachdem Engert schon vor kurzem die ba- dische Meisterschaft im Senioreneinzel ge- winmen konnte, errang er nun auch die Mei- sterschaft im Doppel mit seinem Partner Röchling gegen das Paar Schwab Jung(sämt- lich Grün-Weiß Mannheim). Die beiden stärksten badischen Seniorenpaare erwiesen sich im Endspiel als fast gleichwertig, und- erst nach einem zweistündigen Dreisatz- kampf stand mit 9:7, 7:9, 7:5 das Siegerpaar 8 Süddeutsche Tennis meisterschaft am Samstag in Würzburg Am Samstag wird das in Wiesbaden we- gen Regens ausgefallene Endspiel um die Sücldeutsche Mannschafts meisterschaft im Tennis zwischen dem Titelverteidiger 1. FC Nürnberg und dem badischen Meister und letztjährigem Zweiten der Süddeutschen, dem TC Grün- Weis Mannheim auf der An- lage des TC Blau-Weiß Würzburg ausgetra- gen. Die inladung nach Mamnheim hatte der 1. FCN zaßbselehnt. Von besonderem Interesse ist das eElneute Aufeinandertreffen von Bra- novic und Bungert, in diesem Jahr Nr. 2 und 3 der deutschen Ramgliste. Branovie wird da- bei versuchen, sich für seine kürzlich gegen Bungert erlittene Niederlage zu revanchie- ren.— Die Spiele werden am Samstag um 14 Uhr ausgetragen. die Weltmeisterschafts- Bestimmungen hin und lehnte kurzerhand ab. Die 0:2-Nieder- lage Argentiniens unter diesen Bedingungen im La Paz ist keine Ueberraschung. Sie läßt sich sogar ertragen, wenn das nächste Spiel in Samtiago de Chile am 13. Oktober gegen Chile gewonnen wird, denn dann würden Heimsiege gegen Bolivien(17.) und Chile (20. Oktober) in Buenos Aires die Fahrt nach Schweden bedeuten. Die Frage ist nur: Wird es in Santiago einen Sieg geben? Wenn nicht, kamn eine Komplikation in dieser Gruppe eintreten, die vielleicht sogar Argentinien das Genick bricht. Deutschland als Titelverteidiger, Schwe- den als Veranstalter, Oesterreich, England, Brasilien und Paraguay stehen als Teilneh- mer im Juni 1958 endgültig fest. Frankreich braucht noch einen Punkt gegen Belgien (27. Oktober) oder muß im Falle einer Nie- derlage in Brüssel ein Entscheidungsspiel ge- gen den selben Gegner bestreiten. Für die UdSSR kommt es darauf an, am 20. Oktober in Warschau gegen Polen zu gewinnen; denn sonst gerät sie in die gleiche Situation wie Frankreich, und es würde dann nicht einmal leicht sein, ein neutrales Land für ein wei- teres Treffen UdssSR— Polen zu finden. Ungarn ist am Ziel, wenn es am 10. Novem- ber in Budapest gegen Norwegen gewinnt. Obwohl die Mannschaft vom Leistungs- niveau des Jahres 1954 weit entfernt ist, darf man annehmen, daß die Revanche für das 1:2 in Oslo gelingt. Ob die CSR, Jugoslawien, Italien(das am 3. Dezember in Belfast gegen Nordirland spielen muß), Schottland(dessen Chance gegen die Schweiz am 6. November in Glasgow groß ist)— alle müssen erst ihre Qualifikation bestehen, Es ist sogar wahr- scheinlich, daß Italien, Weltmeister der Jahre 1934 und 1938, nicht dabei sein wird, wenn es 1958 um diesen Titel geht. Tihtmann auch Blitzmeister Die Mannheimer Schach-Stadtmeister- schaften wurden mit der letzten Runde der Einzelfkämpfe, sowie den Blitzmeisterschaf- ten abgeschlossen. Die siebente Runde be- stätigte die bereits nach dem vorletzten Durchgang feststehende erfolgreiche Titel- verteidigung Horst Tihtmanns vom Schach- klub Feudenheim. Tihtmann gewann als erster Spieler in der Geschichte der Mann- heimer Stadtmeüsterschaften sämtliche Par- tien. Seine Position an der Spitze der Mann- heimer Spieler wurde durch die Verteidigung des Titels eines Blitzmeisters unterstrichen. Erfolgreichster Verein der Stadtmeisterschaf- ten war der Schachklub Feudenheim mit einem ersten, dritten, vierten bis siebenten und achten bis neunten Platz bei den Einzel- kämpfen, sowie dem ersten und zweiten bis dritten Platz im Blitzturnier.— Endstand der Einzel meisterschaft: 1. Tihtmann Feuden- heim) 7 P.; 2. Metzen Polizei SV) 5½ P.; 3. Platte( Feudenheim) 5 P.; 4.7. Hoffmann (Seckenbeim), Mail Feudenheim), Nirmaier (Käfertal), Rohrbacher(Sandhofen) je 4 P. Blitzturnier: 1. Tihtmemn 4 P.(aus 5 Spielen); 2.—3. Apholte und Dr. Meyer je 4½ P.; 4.—5. Schmitt und Dr. Zoder; 6. Hoffmann. H- DAU berat Ultimatum der Arzie „Vorschläge wären besser gewesen“ Der Hauptausschuß des Deutschen Ama- teur-Boxverbandes DABV) wird sich an- jäßzlich der deutschen Meisterschaften in der kommenden Woche in Kiel mit dem Be- schluß befassen, mit dem der Bayrische Sportärzte- Verband in Augsburg die Ab- stellung von Ringärzten solange ablehnt, bis sich der Deutsche Sportärztebund Ende die- ses Monats mit den neuen Schutzbestim- mungen befaßt. Tatsächlich kommt dieser Entschluß überraschend, nachdem der Technische Aus- schuß des DABV zum 1. Oktober neue Schutz bestimmungen einführte, die im we- sentlichen den Empfehlungen der Berliner Aerztekommission entsprechen. Größere Rechte kann man einem Sportarzt kaum einräumen, als ihm zu gestatten, bei Ge fahr nach eigenem Ermessen den Abbruch eines Kampfes zu veranlassen. DRBV- Sportwart Eugen Böhm meinte:„Vorschläge Wären auch in diesem Fall besser gewesen!“ Rudi Sigl KK- Europameister Bei den Junioren-Europameisterschaften im Schießen gewann am Dienstag in Bel- grad der erst 19 Jahre alte Rudi Sig! (Grötzingen) den Europatitel im Klein- kaliber-Dreistellungskampf mit klarem Vor- sprung vor dem Vertreter der Sowjetunion sowie den Spitzenkönnern der insgesamt elf beteiligten Nationen. Rudi Sigl, der bereits bei den Olympischen Spielen in Melbourne zusammen mit seinem Vater Deutschlands Farben vertrat, erzielte damit den größten Nachkriegserfolg der deutschen Schießsport- jer und trug auch wesentlich dazu bei, daß die deutsche Mannschaft in der gleichzeitig ausgetragenen Mannschafts-Europameister- schaft hinter der Sowjetunion und Jugo- slawien einen hervorragenden dritten Platz belegte. Borussia gegen Bukarest Nach der Auslosung des spanischen Fuß- pallverbandes am Mittwoch in Madrid für die zweite Vorrunde um den Europafußballpokal der Landesmeister trifft DFB-Meister Bo- russia Dortmund gegen CCR Bukarest. Fer- ner muß der Sieger aus dem Spiel Rapid Wien und FC Mailand sich im nächsten Tref- fen mit den Glasgow Rangers auseinander- setzen, während der Sieger aus dem Spiel Wismuth(Sowjetzone) und Gwardia War- schau auf den FC Ajax Amsterdam trifft. Die Orte und Termine für die Spiele müs- sen noch bestimmt werden. Abturnen beim IV Rheinau Das schöne Herbstwetter hatte viele An- hänger des TV Rheinau zum Abturnen unter Leitung von Oberturnwart Fritz Braun so- wie der Turn- und Spielwarte gelockt. Nach dem Handballverbandsspiel TV Rheinau Tbd Reilingen zeigten sämtliche Abteilungen einen recht eindrucksvollen Querschnitt des gesamten Turn- und Sportbetriebes. Alt und jung waren mit Begeisterung dabei. Zum Schluß gab es einen kleinen Faustball- kampf Turner— Handballer, dessen Sieger noch gegen den Turnrat anzutreten hatte. Bei der Siegerehrung am Samstag, 20 Uhr. im Vereinslokal„Zum Rheinauhafen“ werden gleichzeitig die Sieger des Landes- turnfestes ausgezeichnet. Kr Kegler- Wanderpokal wieder für Frauen des KV Waldhof Beim traditionellen Wanderpokal-Kegeln des KV Waldhof hatte die Frauenmannschaft die Vertretungen von Heidelberg, Mamnheim und Titelverteidiger Viernheim zu Gast. Auf drei Bahnen im Keglerheim warteten dabei die Gastgeberinnen mit einer ausgeglichenen Leistumg auf und kamen durch Sippel(319), Getrost(312), Hirschmann(349), Schmitt(317) und Feil(329) auf 1626 Holz, eine Zahl, die im weiteren Verlauf der Kämpfe nicht mehr erreicht werden sollte: Heidelberg hatte zwar die badische Meisterin Bühler dabei, kam aber nur bis auf 53 Holz an Waldhof heran. Mannheim hatte seine etatmäßige Mann- schaft nicht zur Stelle und mußte sich mit 1471 Holz begnügen. Viernheim vergab durch die mäßige Leistung von Heckmann(266 Holz) seine Chancen. Mit 1550 Holz mußten die südhessischen Gäste sogar noch Heidel- berg den Vorrang lassen. Der Pokalsieger Waldhof stellte mit Leni Hirschmann(349 Holz) auch die beste Spielerin des Tages. Mit Phönix nach Sandhausen Freunde und Mitglieder des MFC Phönix haben Gelegenheit, ihre Mannschaft in Om- nibussen zum Punktspiel in Sandhausen zu begleiten. Abfahrt 13.30 Uhr ab Gartenfeld- platz. N Sd lem Freunde erkennt man in der Not: Wenn sie die letzte Cigarette mit einem teilen. Seite 10 NMOZEGEN Donnerstag, 10. Oktober 1957/ Garantierter Jahreslohn wurde auf dem DAG-Kongreß befürwortet München.(Ap) Als Nittel gegen eine durch die fortschreitende Automation verur- sachte Arbeitslosigkeit schlug das DAG- Vorstandsmitglied Rolf Späthen(Hamburg) beim sechsten Deutschen Gewerkschaftstag der DAG am Mittwoch in München vor, altere Arbeitskräfte vorzeitig zu pensionie- ren und andere Arbeitskräfte rechtzeitig umzuschulen. Ferner setzte er sich für einen garantierten Jahreslohn nach Amerikani- schem Muster ein. Vor allem Aber müsse eme Wirtschaftspolitix gefunden Werden, die eine Vollbeschäftigung sicherstelle. Besuch Marschall New Tork.(dpa) Die Vereinigten Staa- ten hätten es abgelehnt, den sowjetischen Verteidigungsminister Marschall Schukow- 2u einem Treffen mit hohen amerikanischen Regierungsvertretern nach den USA einzu- laden, erklärte der sowaetische Parteisekre- tär Chrustschow in einem Interview dem Washingtoner Chefkorrespondenten der „New Vork Times“, James Reston, in Mos- kau. Chrustschow teilte dem amerikanischen Journalisten mit, daß die Sowjetunion am 23. Juli in einer Note den USA angeboten habe, Schukow nach den Vereinigten Staa- ten zu entsenden. Das Angebot sei nach der Aeußerung von Präsident Eisenhower auf einer Pressekonferenz am 17. Juli erfolgt, „Wonach eine Begegnung zwischen den ver- teidigungsministern der Sowjetunion und den USA, Schukow und Wilson, nütazlich sein könnte“. Eine Aussprache mit dem DGB hat heute der Bundeskanzler Bonn.(ęn-Eig. Ber.) Zu einer Besprechung Srundsätzlicher Fragen empfängt Bundes- kanzler Dr. Adenauer am heutigen Donners tag eine große Delegation der Gewerkschaf- ten. Delegationsführer ist der Bundesvor- Sitzende Willi Richter. Er wird begleitet von den Vorstandsmitgliedern Tacke, Beermann und Rosenberg. Außerdem nehmen die Vor- sitzenden der wichtigsten Industriegewerk- schaften teil: Brenner(Id Metall), Guter- muth(IG Bergbau), Gefeller Id Chemie) und Kummernuß(GTV). Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund am Mittwoch in einer Presseverlautbarung bekanntgibt, sollen in dieser ersten Unterredung nicht nur die Pro- bleme, die mit der Preisentwicklung zusam- menhängen, angeschnitten werden, sondern auf ausdrücklichen Wunsch des DGB auch vordringliche sozialpolitische Fragen. Ein Vertreter der sowjetischen Botschaft habe in Washington Außenminister Dulles aufgesucht und erklärt, wenn es zu einer Sol- chen Einladung an Schukov- kommen sollte, würde die Sowjetunion eine positive Antwort erteilen. Dulles habe dem sowietischen Di- plomaten erklärt, daß er erst Rücksprache nehmen müsse. Einen Tag später habe der Chef der Ostabteilung des Washingtoner Außenministeriums, L. Freers, nachdem eine solche Rücksprache mit Eisenhower stattge- funden hatte, der sowjetischen Botschaft mit- geteilt, daß Präsident Eisenhowers Erklä- rung über die Nützlichkeit einer Zusammen- kunft zwischen Schukow und Wilson eine „hypothetische Antwort auf eine hypothe- tische Frage“ gewesen sei. Für Evakuierte gelten jetzt bessere Bestimmungen Bonn.(dpa/ AP). Die in der ersten Novelle zum Bundesevakuiertengesetz vorgesehenen Verbesserungen waren am gestrigen Mitt Woch in Kraft, nachdem die Novelle am Dienstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Um Bundesgebiet und Westberlin gibt es zur Zeit noch rund 437 000 Personen, die während des Krieges aus ihren Heimat- orten evakuiert wurden und jetzt noch auf Mre Heimkehr warten. Der Haupthindernis- grund für ihre Rückkehr war der Wohnungs- mangel. Diesem Uebel soll jetzt abgeholfen Werden. Die neuen Bestimmungen sehen im einzelnen vor: 1. Die Frist für den Zeitpunkt der Eva- Kuierung wird bis zum Jahresende 1946 ver- Jängert. Bisher hatten nur diejenigen Eva- Kuierten Anspruch auf Rückführung in die Heimatorte, die zwischen dem 26. August 1939 und dem 7. Mai 1945 aus Kriegsbeding- ten Gründen ihren Wohnsitz im Bundes- gebiet oder Westberlin verlassen und einen Zufluchtsort innerhalb dieser Gebiete aufge- sucht hatten. 2. Die Betreuungsmaßnahmen des Ge- setzes kommen jetzt auch denjenigen Eva- kuierten zu Gute, die am 18. Juli 1953 an einem Zufluchtsort außerhalb des Bundesge- biets oder Westberlins waren. 3. Die Vorteile des Gesetzes gelten ferner Für Evakuierte, die aus den Gebieten außer- halb der Grenzen vom 31. Dezember 1937 evakuiert wurden, sofern diese am 18. Juli 1933 irn Büridesgebiet oder Westberlin wohn- ten oder Heute noch wohnen. 4. Der Bund vergibt in Zukunft zusätz- liche Wobnungsbaumittel zu Gunsten der Evakuierten, die von Land zu Land zurück- geführt werden. In dem Interview erklärte Chrustschow Weiter, die amerikanische Ablehnung sei den Mond als Versuchsfeld für Wasserstoff- bomben zu benutzen, machte am Mittwoch auf dem Kongreß für Raumfahrtforschung in Barcelona der amerikanische Professor S. F. Singer von der Universität von Mary- land, der seinerzeit auch die erste Beschrei- bung des künstlichen Erdsatelliten gegeben hatte. Da Professor Singer seinen Vorschlag als mit den derzeitigen technischen Mitteln ausführbar bezeichnete, fand dieser das be- sondere Interesse der sowjetischen Tagungs- teilnehmer. Nach Professor Singers Vorschlag kön- nen Wasserstoffsprengkörper mit inter- planetaren ballistischen Raketen zum Mond geschossen werden, die eine nur um 40 Pro- zent größere Schupleistung zu haben brau- chen als interkontineftale ballistische Ra- keten. An sich sei ein solches Vorhaben „Ohne weiteres ausführbar und an Schwie- rigkeit dem Abschuß einer interkontinenta- len Rakete mit thermonuklearer Spreng- ladung etwa gleich“. Die Verwirklichung des Planes biete zahlreiche praktische Vorteile und habe bedeutenden wissenschaftlichen Wert. Einmal werde infolge der zunehmen- den Gröhße der H-Bomben bei ihrer weite- ren Erprobung auf der Erde bald der Punkt erreicht sein, wo sie zur Gefahr für die Menschheit würden. Sodann würde ihre Er- Probung auf dem Mond viele wissenschaft- liche Aufschlüsse liefern, zumal ein Schauer In die Sowjetzone zurückgekehrt sind die meisten der in den letzten Tagen aus der Sowjetzone nach dem Westen geflüchteten Abiturienten des Jahrgangs 1957, weil es nicht gelungen ist, eine größere Zahl von Ergänzungslehrgängen zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Universitätszulassungsprü- kung im Westen zu schaffen. Chrustschow fühlt sich vor den Kopf gestoßen Schukows in den USA soll abgelehnt worden sein/ Eisenhower: Keine Beleidigung beabsichtigt „eine schlechte Sache“. Chrustschowe Sagte: „Wir sind eine stolze Nation und wir wollen keinen Kniefall machen, um solche Fragen zu arrangieren. Wir bewerten die Presse- konferenzen von Eisenhower sehr sorgfältig. Wir glaubten, als wir jene Worte hörten, daß die Amerikaner Schukow aufrichtig einladen Wollten und stellten in Rechnung, daß es von unserem Standpunkt aus gesehen wich- tig war, wenn Schukow reisen würde. Wir glaubten, daß dies zu einem beiderseitigen Verstehen beitragen würde. Wir haben die Srößte Hochachtung vor Eisenhower. Seine Worte sollten aber nicht in dieser Art ge- braucht werden.“ Während des Interviews machte Chrust- schow bei verschiedenen Gelegenheiten einen Unterschied zwischen Präsident Eisenhower Hoegner spricht von Verrat Wahl des neuen Ministerpräsidenten Von unserem Korrespondenten Gerd Schmitt München. Bayern hat im Augenblick keine Regierung. Gemäß der Verfassung hat der CSU-Landtagspräsident Dr. Ehard die Rolle des Staatsoberhauptes für die In- terimszeit übernommen. Am Donnerstag der nächsten Woche wird Dr. Ehard den Land- tag zur Neuwahl eines Ministerpräsidenten Zzusammenrufen. Der neue Ministerpräàsident wird unzweifelhaft Dr. Hanns Seidel heißen. Dr. Ehard erklärte, er habe den Termin so gewählt, daß der Landtag auf seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien sofort den neuen Ministerpräsidenten wählen könne. Zu dieser Erklärung war der Landtags- präsident vom Aeltestenrat des Parlaments ermächtigt worden, der gestern morgen zu Atombombenversuche auf dem Mond? „In naher Zukunft“ möglich, meint ein amerikanischer Forscher Barcelona.(AP) Den Vorschlag, künftig oberfläche in die obere Erdatmosphäre ge- langen würde. Da Professor Singer mit dem Bemerken schloß, er rechne damit, daß sein Vorschlag „in entspann sich eine halbstündige Diskussion, in der die russische Astronomin, Frau Mas- jewitsch, sofort die Frage stellte, ob die USA schon Vorbereitungen getroffen hätten, eine solche H-Bomben-Explosion auf dem Mond zu photograpieren. Professor Singer sagte, er wisse es nicht. maher Zukunft Wirklichkeit“ werde, Richtlinien für Eine bayerische Verordnung 1 Münchem(dpa Das Land Bayern, das nach den Scheitern des Atomgesetzes im Bumdestag als erstes Bundesland ein eigenes Atomgesetz verabschiedete, hat nun auch als erstes Land im Bund Richtlinien für den Strahlenschutz erlassen. In den am Mittwoch vom bayerischen Arbeitsministerium veröf- fentlichten Richtlinien ist die höchstzulässige Strahlendosis— das ist die vom menschlichen Körper in einem bestimmten Zeitraum auf- Senommene Strahlenbelastung— entspre- chend den neuesten Empfehlungen der in- ternationalen Kommission für radiologische Einheiten und Strahlenschutz auf jährlich fünf Röntgen bemessen. Diese Menge ent- spricht einer Wochendosis von 0,1 Röntgen. Mütter im Strahlungsbereich festgelegt, weil besonders empfindlich ist. Aus diesem Grund ist auch für Personen im Alter von 18 bis 25 Jahren die höchstzulässige Strahlendosis auf die Hälfte herabgesetzt. Besondere Beach- tung ist nach den Richtlinien der persönlichen Reinlichkeit der Beschäftigten zu widmen, um das Verschleppen radioaktiver Verunreini- gungen zu verhindern. Für Personen, die re- gelmäßig in Strahlungsbereichen arbeiten, ist die Arbeitszeit in den Richtlinien auf wö⸗ chentlich 35 Stunden und täglich sieben Stunden begrenzt. Sie müssen mindestens Nr. 2 Weltatomkonferenz wählte— Wien zum Sitz der Behörde Wien.(dpa) Wien wurde am Mittyg 1 nachmittag von den Teilnehmern der Atomkonferenz einstimmig zum Sitz(e Internationalen Atomenergiebehörde 1958 stimmt. Die Atomenergiebehörde wird! gere nächst provisorisch untergebracht. Spe Bunc soll ein eigenes Haus gebaut werden, fan Generalkonferenz nahm ferner den An nahmeantrag Finnlands ohne Gegenst R an. wWä! 80 und Außenminister Dulles und„äußerte sich in verletzender Art über Dulles“. Präsident Eisenhower erklärte dazu am Mittwoch, er wisse nichts davon, daß die USA einen von sowjetischer Seite angereg- ten Besuch des Verteidigungsministers Schukow zurückgewiesen haben sollten. Eisenhower bestritt, daß ein förmlicher Vor- schlag unterbreitet worden sei und dieser Abgelehnt wurde. Vielmehr habe wohl ein amtlicher sowjetischer Vertreter beim Außenministerium vorgefühlt und sei da- hingehend unterichtet worden, daß Eisen- . Der jugoslawische Chefdelegierte 5 Kos kündigte an, sein Land werde der] pelie ternationalen Atomenergiebehörde„Sen gchät Mengen“ natürlichen Urans zur Verfüz“ 95 stellen. Aebhnliche definitive Angebote eb, der Behörde bisher von den USA, Kal Ausg und Portugal gemacht worden. F kür howers seinerzeitige Aeußerungen nur hypo- 555 l 55 1 thetisch gemeint waren. Es sei nicht beab- Disziplinarmaßnahmen doch sichtigt gewesen, die Sowjets vor den Kopf zu stoßen. Einer Einladung Schukows müß- ten alle westlichen Alliierten zustimmen. gegen Warschauer Studenten angekündg Gros Warschau.(dpa) Der Rektor der Polt 55 nischen Hochschule in Warschau hat. laufe gestrigen Mittwoch an die volle Wie dere nahme der Vorlesungen unter der Vorn, J. setzung angeordnet, daß die Studen 5 Ruhe bewahren. Außerdem sollen Diszuß B von Bayern in der nächsten Woche narmaßnahmen gegen diejenigen getro, S. werden, die„gegen den Willen der Mehr V der Studenten die Vorlesungen gestört 1 N 1 ben“. Die Polytechnische Hochschule W 4 einer halbstündigen Sitzung zusammentrat. nach dem verbot der Studentenzeitun: 8 dieser Sitzung nahm 2 8 E Prostu“ der Ausgangspunkt von Dem ent Wilhelm Hoegner teil, der die Regie-. 5 11 rungsgeschäfte einstweilen weiterführt. An- tionen vor dem Warschauer Kultur- P in der vergangenen Woche. Inzwischen h seine ben die Warschauer Gerichtsbehörden 2 DN reiche verhaftete Personen wieder entlast weite die an den Unruhen teilgenommen halt die Die Gerichtsbehörden sammeln augenbif ente lich Beweismaterial gegen die Beschuldigt tisch Unruhe herrscht gegenwärtig unter 1 Steue Studenten der Universität Breslau, I ligt mußte eine Versammlung einberufen ue tag b den, um einen Studentenstreik abzuwend derve Einem Bericht der Jugendzeitung„Sztanl Esch Mlodych“ zufolge waren die Studierend durch Gerüchte über eine Kürzung ihrer 2 schüsse beunruhigt worden. schließend erzählte Hoegner den Journa- listen von der entscheidenden Kabinett- sitzung, die den Sturz seiner Regierung ein- leitete. Der Landesvorsitzende der Bayern- partei, Landwirtschaftsminister und stell- vertretender Ministerpräsident, Professor Baumgartner, habe Abschiedsworte an seine Kollegen gerichtet und erklärt, er hoffe, daß die guten persönlichen Beziehungen nicht durch die Ereignisse getrübt würden. Hoegners Amtwort darauf war:„Die persön- lichen Beziehungen sind durch Verrat Se trübt“. Auf die Frage, auf wen er das ge- miünzt habe, meinte der ehemalige Minister- Präsident:„Auf alle, die hinter dem Rücken 5 E der Regierung verhandelt und mich zum Peil Polnische Gewerkschaften und belogen haben“. wünschen Zusammenarbeit mit dem be . 5 eite Erste Verhandlungen Leipzig.(dpa) Der Vorsitzende des 28 ue tralrats der polnischen Gewerkschaft dürft Ignacy Loga-Sowinski, unterstrich auf den den vierten Kongreß des kommunistisch gelt. keit ten Weltgewerkschaftsbundes(WGB) f ren“ Leipzig die Bereitschaft der polnischen c führt werkschaften, auch mit den dem Internate vorlä nalen Bund Freier Gewerkschaften(Bd Einke angeschlossenen Verbänden Zusammenm sions arbeiten. Die Gewerkschaften seines Land löst seien entschlossen, den Delegationsaustaut freigt mit westlichen Ländern zum beiderseitig fraue Nutzen weiterzuentwickeln. Gere (dpa) Der CSU-Landesvorsitzende Dr. Hanns Seidel, der mit Verhandlungen zur Neubildung der bayerischen Regierung be- auftragt ist, nahm am Mittwoch die ersten Kontakte mit anderen Parteien auf. Aus der Tatsache, daß Seidel zunächst ein. Gespräch mit Vertretern des BHE führte, bevor er mit der SPD als der zweitstärksten Partei des Landes konferierte, schließen politische Kreise der bayerischen Hauptstadt, daß Sei- del versuchen wird, eine Regierung aus CSU, BHE und Bayernpartei zu bilden. Notiz zum Tage: en 2 4 In Strahlenschutz Hilfspolizist Strauß dag Als„Hilfspolizist« betätigte und deuäiſ pere sich Bundesverteidigungsminister Franz ſoß 5 Strauß, als der Fakrer eines Lastwagens F her.“ rerflucht beging, nachdem er einen Wagen! der Kolonne des Ministers angefahren fat Der Minister war mit der Wagenkolonne g dem Weg zum Diuisionsleitstand der 4. Gren dierdivision, die zur Zeit in der Umgebu⸗ von Regensburg im Manöver ist. Zwisch Zolls Stefling und Marienthal rammte der Lu Zolls Wagen das erste Fahrzeug der Kolonne, Dal Ware Wurde dessen Fahrer so stare verletzt, dd Anwe er in ein Krankenhaus eingeliefert werde 20. 8. mußte. Als der Fahrer des Lastwagens d 0 Fahrt fortsetate, obwohl er den Unfall bene Bund kaben mußte, nahm Strauß mit dem zwei die Wagen der Kolonne die Verfolgung auf un, licher stellte den Flüchtigen in Marienthal, Der M Grun nister selbst hielt den Fahrer fest, bis Land st die erste im Bundesgebiet allgemeines Beschäftigungsverbot für Ju- gendliche sowie für werdende und stillende der in der Entwicklung stehende Organismus * von Neutronen und Partikeln der Mond- Grundsätzlich ist in den Richtlinien ein vier Wochen Urlaub im Jahr erhalten. Landpolizei eintraf.(ats schut, a Gesal Wert⸗ 8 Studentin sucht Ausn 4 5 2 möbliertes Zimmer. i es Vertr die neue Cabriolet-Limousine 500 in Stan- i 7 mit Heizung. 5.4817 12 Wasser. 1 1 schaf dard-Ausführung, jetzt nur 3250, DM plus B Angeb. u. Nr. 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UND HANDELSBLATT Seite 11 wähle— e zundes-Aufwandspyramide 1 Ait Wächst rn der 5 im Sitz leg) Der Ausgleich des Bundeshaushalts ehörde 1556 würde Regierung und Parlament grö- de wird gere Sorgen bereiten, als alle bisherigen acht. Spi Bundesetats, Verlautet aus dem Bundes- werden, fnanzministerium. Es lägen die r den Anforderungen der einzelnen Gegenstin* 2. Z. bei etwa 42,5 Md. DNœL . während die Einnahme- 5 gierte. schätzungen sich auf 34 35 Md. DM erde der pelieten. Allerdings hätten die Einnahme- rde„gent schätzungen nur vorläufigen Charakter, da r Verfüg man sich noch nicht darüber einig geworden ngebote sel, welchen Sozialproduktszuwachs man als SA, Kang Ausgangspunkt für die Steuerschätzungen für das nächste Jahr annehmen soll. Eine Scharfe Ausgabenkürzung würde sich je- doch kaum bewerkstelligen lassen, da ein Großteil der Mehranforderungen auf ge- setzlichen Bestimmungen beruhe. So be- ler Polyttt laufe sich zum Beispiel die Mehranforderung men ngekündig 1 kür auf Mill. DRI e Wie dere 85 Versorgungsbezüge 317 5 Von Luftschutz 115 Student, Forschung und Studentenförderung 110 len Dis, Bundesgrenzschutz 98 en getroff Straßenbau 375 ler Mehr Wiedergutmachung 300 gestört! Wasserwirtschaft 100 hschule Atomwirtschaft 153 it Wohnungsbau für meitune“ Sowjetzonenflüchtlinge 369 Demons ultur- Pa, Das Bundesverteidigungs ministerium wWiIII wischen h seinen Etat, der bisher konstant mit. 9 Md. ꝛörden 2 DM abschlog, erstmals auf 10 Md. DM aus- er entlas weiten. Unter diesen Umständen werden men halt die Aussichten für eine fühlbare Steuer- augenbii senkung im Bundesfinanzministerium skep- schuldig tisch beurteilt. Man meint, daß ein solcher g unter Steuernachlaß allenfalls dann bewerkstel- reslau, I ligt werden könnte, Wenn sich der Bundes- erufen ie tag bereitfinden würde, die geltenden Son- abzuwend dervergünstigungen im Steuerrecht ener- g„Sztand isch abzubauen. ztudierend 5 n 8 Die Steuerschraube WIr d gefeilt 1 1(eg). Die Steuerreferenten des Bundes laften und der Länder sind am 9. Oktober erneut dem West zusammengetreten, um über die Möglich- keiten zur Neuordnung der Ehegattenbe- ie des 28 steuerung zu beraten. Die Verhandlungen erkschaltg dürkten bis zum 11. Oktober fortgesetzt wer- ch auf qa den. Im Grundsatz herrscht darüber Einig- isch gelen keit, daß das sogenannte„Splittingverfah- (WGB) Aren“ nach amerikanischem Vorbild einge- nischen c führt werden sollte. Völlig offen ist dagegen 4 vorläufig die Frage, ob und bis zu welcher kten(Bre Einkommenshöhe der bestehende Progres- sammen sionstarif durch einen Proportionaltarif abge- ines Lanz löst werden soll, und wie hoch die Steuer- nsaustaud freigrenzen und die Freibeträge für Ehe- iderseitig frauen und Kinder bemessen werden sollen. (Vergl. MM vom 5. Oktober„Mehr nehmen als geben“, vom 9. Oktober„Schäffers Sün- den werden aufgedeckt“). Weder Räte noch Sozialisierung verbilligen die Kohle solange sozialer Scheinfortschritt zu Lasten des Verbrauchers geht Arm in Arm fordern Gewerkschafts- funktionäre und Bergassessoren die regie- rungsamtliche WirtschaftspolitiK in die Schranken. Ausgerechnet Heinrich Guter- muth, der erste Vorsitzende der Industrie- gewerkschaft Bergbau, kritisiert im DGB. Organ„Welt der Arbeit“ die Versuche des Bundeswirtschaftsministers, angesichts der Kohlepreiserhöhung die„sehr komplizier- ten wirtschaftlichen Probleme“ des Berg- baus mit„Druckmitteln“ zu lösen. Eine solche, aus„politischer Verärgerung“ ent- standene Politik sei kurzsichtig. Weder die Senkung der Umsatzausgleichssteuer für Einfuhrkohle, noch die Senkung der Mine- ralölzölle und der Transporttarife für Im- portkohle, oder die„etwas merkwürdige Idee, die bundeseigenen Zechengesellschaf- ten aus den Marktorganisationen herauszu- nehmen“, seien geeignete Hilfsmittel. Es kommt darauf an, den Kohlenbergbau nicht durch zeitlich bedingte, aus Verärgerung entstandene Maßnahmen zu schwächen, sondern ihn in seiner Gesamtheit leistungs- fähig zu machen und dafür zu sorgen, daß er die großen Aufgaben, die sich ihm in den nächsten Jahren stellen, erfüllen kann“, betont Gutermuth. Das immer mehr anwachsende Energie- problem werde„Aufgabe Nummer 1“ der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung der Bundesrepublik sein, denn die Energiever- sorgung der deutschen Wirtschaft drohe— nach der Voraussage von Fachleuten schon innerhalb der nächsten zehn bis zwan- zig Jahre vor außerordentlichen Schwierig- keiten zu stehen. Bis hierher könnten die Ausführungen Gutermuths von jedem beliebigen Berg- Assessor stammen. Das Merkwürdige ist, daß weder die Industriegewerkschaft Bergbau noch andere im DGB zusammengefaßte Industriegewerk- schaften solche Beweisführung vor Lohnfor- derungen oder anderen sozialpolitischen Wünschen anerkennen wollen. Die nachträg- liche Anerkennung ist jedoch mit einem Pferdefuß verbunden. In der Gewerkschaftszeitschrift„Bergbau- industrie“ hat Gutermuth im Zusammen- Jnteressanles fut die Haustrau Einkaufsberater für den Küchenzettel Die„Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher verbände“ gibt gemeinsam mit der zentralen Markt- und Preisberichtsstelle der Deutschen Landwirtschafts- GmbH, Bonn, folgende Marktvorschau: Butter: In schnell und sehr scharf kalku- lierenden Geschäften Norddeutschlands kann der Preis für 250 g deutsche Markenbutter um 1 Ppf steigen. Dort ist die Buttererzeugung stark zurückgegangen, und die Einstands- Preise sind angezogen. Im übrigen Bundes- gebiet bleiben die Verbraucherpreise unver- ändert. Die erste Auslandsware aus der neuen Ausschreibung ist bereits eingetrof- fen. Weitere Einfuhren folgen noch in dieser Woche. 250 g werden in der Regel etwa 5 Dpf weniger kosten als deutsche Marken- butter. Eier: Wo die Verbraucherpreise der gro- Ben Sortierungen noch nicht um 1 Ppf je Stück gestiegen sind, dürfte dieser Preis- anstieg in den nächsten Tagen erfolgen. Hol- land hat seine Forderungen wiederholt leicht erhöht. Andere Einfuhrländer sind stärker als Konkurrenz für die Bundesrepublik auf- getreten. Hauptsächlich werden jetzt Eier der C-Ware angeboten. Sie sind im Verhältnis zu anderen Sortierungen noch am preiswer- testen. Der Preisunterschied zwischen C- und B-Eiern, der normalerweise nur 1 Dpf aus- macht, beträgt gegenwärtig 2 bis 4 Dpf. Kartoffeln: Das Angebot an Speisekar- toffeln nimmt merklich zu. Die Zeit ist also für die Einkellerung günstig. Der Kartoffel- latgurken, Bohnen aller Art und Tomaten geben. Andererseits fallen laufend mehr Ro- senkohl und Feldsalat an. Fleisch: Für Rind- und Kalbfleisch werden die Hausfrauen soviel zahlen wie bisher. Das Rinderangebot ist zwar gegenwärtig groß, aber auch die Nachfrage ist gestiegen. Außer- dem kauft die staatliche Vorratsstelle ge- schlachtete Rinder für die Einlagerung auf. Ausländisches Gefrierfleisch, das wesentlich billiger als Frischfleisch ist, wird es nur in kleinen Mengen geben. Schweinefleisch kann weniger kosten als bisher. Die Notierungen aus den Schlachtschweinemärkten sind in letzter Zeit wiederholt unter dem Druck des größeren Angebots zurückgesetzt worden. Effektenbörse Frankfurt a. M., hang mit der Preiserhöhung für Kohle das Sozialisierungsthema angeschlagen. Das gerade jetzt, wo Sozialisierung nicht nur durch Wahlpropaganda schlecht gemacht worden ist, sondern durch die Mißerfolge, die sowohl der sozialisierte Kohlenbergbau Englands als auch der verstaatlichte Kohlen- bergbau Frankreichs zu verzeichnen hatten. Von dem völligen Debakel im Kohlenberg- bau jenseits des Eisernen Vorhanges braucht gar nicht gesprochen zu werden. In einem Artikel in der„Welt der Arbeit“ schlägt Gutermuth allerdings andere Töne anl. Er fordert eine Art Kohlenwirtschaftsrat, in dem Regierungsvertreter, Unternehmer und Arbeitnehmer(lies Gewerkschaften), so- wie Verbraucher(lies Gewerkschaften), als auch andere Interessenten(lies Gewerk- schaften) und Politiker(möglichst gewerk- schaftsverbundene) über die Energiepolitik entscheiden sollen. Dabei sei— so meint Gu- termuth— besonders Augenmerk der in- vestitionspolitik zu widmen; denn investiert werden müsse im selben Maße, in dem Er- höhung der Kohlenförderung erwünscht sei. Egal ob Sozialiiserung oder die Ernen- nung von geheimen Kohlenräten; es geht aus vorstehender Schilderung hervor, daß die Bergassessoren und Gewerkschaftsfunktio- näre Arm in Arm die regierungsamtliche Wirtschaftspolitik in die Schranken fordern. Wer aber bleibt dann übrig? Wer soll die Preise eigentlich zügeln? Mit Recht zweifelt Baden-Württembergs stellvertretender Ministerpräsident, Staats- minister Dr. Hermann Veit, an der Wirksam- keit der in Bonn erörterten Maßnahmen ge- gen die vom Ruhrbergbau beschlossene Kohlepreiserhöhung. Alle diese Maßnahmen werden an der gemeinsamen Front von Ge- werkschaften und Bergassessoren abprallen. Dr. Veit kritisiert: Solange das unrenta- belste Kohlenbergwerk an der Ruhr den Preis diktiere, würde wohl kaum eine Aenderung der Kohlepreispolitik zu erreichen sein. Da- mit trifft der Landeswirtschaftsminister den Nagel auf den Kopf. Es ist verständlich, dag er als Sozialdemokrat verschweigt, wie stark die Quote der unrentabel im Ruhrrevier ar- beitenden Bergbaubetriebe infolge überhöh- ter Sozialbelastung angewachsen ist. Sie be- Bayerische Hypotheken- und Wechsel- Bank Filiale Mannheim 9. Oktober 1957 Börsenverlauf.(VWD) Nach der Abschwächung des Vortages allgemein freundlicher. Die Um- sätze und die Kursbesserungen hielten sich jedoch in engen Grenzen, da weder Käufer noch Ver- käufer größere Unternehlungslust zeigten. I8-Farben-Nachfolge gesellschaften und Elektropapiere durch nachlassende Auslandsverkäufe bis zu 2 Punkte höher im Handel. Montanwerte teils be- hauptet, teils etwas fester. Kursbesserungen bis zu 3 Punkten verzeichneten Bergbau Neue Hoff- nung, Deutsche Edelstahlwerte und Klöckner-Werke. 3 Punkte ermäßigt. Von Spezialpapieren Deutsche Contigas bevorzugt. verändert. An den Rentenmärkten hielt das öffentliche Anleihen an. Motorenaktien uneinheitlich, Daimler um Banken überwiegend wenig Interesse für steuerbegünstigte Pfandbriefe und 7 5 5 1 Aktien 8. 10. 9. 10. Aktien 8 10. 9. 10. Aktien 8. 10. 9. 10. 6 5 801¹. 180 5 N verbrauch wird dadurch wesentlich billiger 1. je Neuregelung egatten- g 1 1 2 1 n. 8 3 als beim laufenden Einkauf von kleinen Accu. 146 14 Mannesmann 104½ 165 Bergb. Neue Hoffg. 154 156 d betbähn 8„ 5 2 7— Mengen während des Winters und Früh- Adler werke.. 108½ 108%[Metallges. 450 4⁵⁰ Gute Hoffnung 220 228 barer Steuerausfall entsteht, noch irgendein jah 5 ch b An„„„ 16% iss Rhein Braunk. 242 242 Bet. Ges. Rubrortf— Franz Je Steuerzahler stärker belast ird als bis- ans, Je nach Sorte und je nachdem, ob sz ll! 93[ahein-Elektr. 171 8 agens Ii here zahler stärker belastet wird als bis- die Kartoffeln vom Erzeuger oder Handel be- MA.. 201 ½ 20%[ Rheinstal!. 160% 162/ eh. Hoesch A8 Wagen d 5. zogen Werden, liegen die Zentnerpreise zur— 4 8 3 140 RWE H io.—— Hoeschwerke 139 139½ g 5 1 5 8 23 1 1 18 8 1 Semper gs. 80 T Salzdetfurtn 215 2 hren hal Gewerbliches Zolltief TTTTTTTTTTCCTCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCT 270% 276 ½ Bl eh. Kloeckner w.: cotonne g 5 5 6,50 bis acht DM. in Niedersachsen bei sechs BB. 227 ⁴ ũẽ226 Schlossduellbrau. 231 231 eee ne re 158 2 4. Gren ist erreieht bis 7,50 DM, in Westfalen bei 7,50 bis neun 1 5 2 15 Schubert& Salz.) 168½ 98 Klöckn. Humb. P 195 197 5 4 15 j i 1 81 j 8 hem. Albert U Schwartz Storch. 233 Kloeckner- Ber gb. 15⁰ Umgen WD) Durch die 69. Verordnung über PM, im Rheinland bei sieben bis neun DM, Conft Gum. 2309 258¾. Seilind. Wolff; 121 121[stahlw. Südwestf. 177% 178 „ Zubiscie Zollsatzänderungen Gonjunkturpolitische in Hessen bei 6.50 bis 8,50 DM, in der Pfalz aimler- Benz 284% 322, Siemens 189 130 n. ver. Stahlw.: der Lal Zollsenkung— 4. Teil) sind für die meisten bei 7,50 bis neun DM, in Baden- Württemberg Begussa 8 55 255%[Sinner 12 Z 1 onne, Dal Waren der gewerblichen Wirtschaft die zur bei acht bis neun DM und in Bayern bei 5,50 B. 461 1 7 12555 iz ück er 5 8 8⁰. 219 2223/ erletzt, d Anwendung kommenden Wertzollsätze am bis acht DRI. Salatkartoffeln werden teurer. Pt. Linoleum 8 282 7 27 e e 5.05— aten 138 130 ¼ rt wert 20. 8. 1957 erneut— und zwar um ein Viertel Es ist durchaus möglich, daß die Preise der B.— 5— Wintershall 240 2080 Gelsenberg 142 175 0 3 a l l ig zurück-. 8 5 40 Zeis- Ikon 207 2 Bochum. Verein 150 151˙ wagene!“— gesenkt worden. Nach Mitteilung des„ Sorten woe e en ace eee,, all beef Bundes wirtschaftsministeriums haben damit 5 5 5 n 5 5 12 Banken Hemporn. Bergb. 124%¼ 125½½ em auel die Wertzölle für die Waren des gewerb- Obst: Das mäßige Angebot an Aepfeln aus Gef ranr n 1% 1 Badische Ban 100 100 e 0 auf e lichen Sektors einen Stand erreicht, auf dem In- und Ausland behält feste Preise. Die 16 Farben Lidu. Barr, Hypothek., 1 8 1 3 ul. Der Grund dessen die Bundesrepublik als ein Qualität ist jedoch im allgemeinen gut. Reife Ant.-S ch) 31% 3½% 995 e 5 1 Niederrh. Hütte 8 st, bis Land mit ausgesprochen niedrigem Zoll- Birnen werden weiterhin nur in begrenztem BA. 0 55 175% 5 5 Reinst. Union.— (as schutz bezeichnet werden kann. Von der Umfang vorhanden sein. Sie kosten häufig 85 3 193½ 7 u Credit Bank 225 223% e Gesangtzahl aller im Zolltarif enthaltenen etwas mehr als in der letzten Woche. Die Ein- peldmümle. 331 31 Peutsche nenk)„/. 14% Kuhrst. Hatt iss 187 Wertzölle des gewerblichen Sektors(mit fuhr von Weintrauben ist kleiner geworden. Felten& Gulll. 187 F 5 5 05 5 Stahlw, Südwestf. 177% 178 2 8 5 5 4 ö 4 8 25 Ausnahme der Zollsätze, die auf Grund des Infolgedessen müssen die Hausfrauen mit.. 120 11 Presdner Banka G 202 202 2915 8 5 1 5 98 Vertra U f 41 in- höheren Preisen rechnen. Verhältnismäßig 1 1 5 Pfälz. Hyp-Bank 164 104 55 e nes ges über die Europaische Gemein 1 8 8 f 8 Grün& Eilfinger 170 171 e 82 925 schaft für Kohle und Stahl einer Sonder- Sünstige Einkaufsmöglichkeiten bieten Apfel- Harp. Bergbau. 142% 1420 e e e„ Unvestmentfonds tnermel regelung unterliegen) entfallen nunmehr sinen. Hocehster Farben 184% 184% Dese(Vorzug). 7% 7% goncentra. 100. 10.— an fund vier Fünftel auf die Zollsätze von obis Gemüse: Reichlich bleiben Weifkohl, Rot- Hofmann 238 238 nfontan-Machf.: FF Bense 10 v. H. Nur 2 v. H. aller Zollsätze be- kohl, Wirsing, Rote Bete und Porree. Auf Klein,Schanzi.u. B. 2101— 5 35„ 1% 1175¼ issenschal 1 5 5 2 1 8 5 K 3 325 Eis.& Hüttenw.: eps 5 10 Akaden lasten die Einfuhr mit mehr als 15 v. H. jeden Fall wird es aber auch genug Möhren, 11 25„5 525 182 Eisenhütte 140 150 Fondra 4.192% 192¾ 445 a d Ein über 16 v. H. liegender Wertzoll wird Sellerie, Zwiebeln, Blumenkohl, Kopfsalat, 5 5 92½ 92½ Stahlw. Bochum 135 13⁵ 1 5 8 3 nur noch bei wenigen Waren erhoben; so Endivien und Spinat geben. Wesentliche Linde's Eis 213 244 eh. GHH: 5 Bien del Wollsamt mit 19 v. H., bei Jutegeweben Preis veränderungen sind für die vorge- Ludw. Walzmühle 106 100 IEüttenw. Oberh.. I 160 165 lUsca fonds 1 97,0 1 97,40 Kk 1 mit 20 v. H. und bei Weichkautschukfäden nannten Erzeugnisse nicht zu erwarten. Der und handgearbeiteten Spitzen mit 21 v. H. Jahreszeit entsprechend wird es weniger Sa-)= RR. Werte 3. Tel, 40 norp f 23 25 8 to d der Wirtschafts- Ei se Ueb ö el. 6 51 fl 0 ausschüssen der Atom- und der Wirtschafts- ine große Ueberraschung gab es in . Schwächen der Hohen Behör de aufgedeckt gemeinschaft Fühlung nehmen. Luxemburg für die neutralen Beobachter. Die Keine Kohlepreis bildung im luftleeren Raum Eine Schlappe, eine Niederlage hat die Hohe Behörde erlitten. Noch vor einigen Tagen wurde von Luxemburg aus Erhards Foltern gegen die Ruhrkohlepreiserhöhung verurteilt. Verurteilt mit dem Hinweis dar- aus, daß zur Beurteilung und Kritik an der Kolle betreſfenden Geschäftspolitik im Be- reiche der Montan-Union lediglich die Hohe Behörde zuständig sei. Luxemburg hätte besser daran getan, zu schweigen, denn nach dem Rücktritt René Vers und nach Franz Etzels Flucht in den „plötzlichen“ Urlaub sind die Luxemburger ohne repräsentativen Kopf. Sie wurden von der Ministerratssitzung in der Montan- mion, die am 8. Oktober stattfand(Vgl. vom 9. Oktober) zwar nicht gerügt. Der Nünisterrat hat jedoch die Hohe Behörde der ene ersucht, bei der Ueberprüfung der Preislisten der Kohlenerzeuger der Kon- junkturpolitikx der Mitgliedsstaaten Rech- 1 tragen. Anlaß zu diesem Ersuchen Ne Meinungsaustausch über die vom ergbau vorgenommene Preiserhöhung zum 1. Oktober gewesen. Sowohl der niederländische Wirtschafts- 8 N Professor Jelle van Zijlstra, der 3 der Aussprache im Ministerrat, als 5 hard wiesen darauf hin, daß die von 10 Aut den abgetretene Verantwortung un Preissektor nicht im luftleeren 1 schweben und von niemand wahrge- 1 8 8 werden dürfe. Daraufhin waren da 48 Minister weitgehend darüber einig, Form 1 Montanvertrag in seiner jetzigen ie Preisprobleme nicht zufriedenstel- 2 0 0 a und keine Preisüberwachung Wie der Präsident des Ministerrates, der französische Staatssekretär für Energiewe- sen, Ramonet, mitteilte, hat jedoch kein Minister die Wiedereinführung von Höchst- preisen vorgeschlagen. Der Präsident der Ho- hen Behörde hatte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam gemacht, daß zum ersten Male die Ruhrkohle sich dem Preisniveau der Kohle in den übrigen Ländern der Ge- meinschaft— Italien ausgenommen— unge- fähr angepaßt habe. Den in den Büros der Hohen Behörde residierenden Schülern des Superplanwirt- schaftlers Jean Monnet kommt so eine Preis- angleichung sehr gelegen. Die Bürokraten von Luxemburg werden der Qual enthoben, sich die Klagen der verschiedenen Länder anzuhören über Wettbewerb darstellende Preisunterschiede für Kohle. Allerdings eines kommt ihnen nicht gelegen, nämlich dag die Minister der Montanunionsmitgliedsstaaten — Wie oben vermerkt— von etwaiger Re- vision des Montanvertrages gesprochen haben. Als dritte Niederlage der Hohen Behörde wird bezeichnet, daß in Abwesenheit von Er- hard, der Luxemburg nach der Aussprache über die Ruhrkohlepreise verließ, der Mini- sterrat die Vorschläge der Hohen Behörde hinsichtlich der künftigen Energiepolitik ab- änderte. Es handelt sich um die Festlegung des Verfahrens, das zu Uebereinstimmung (Koordinierung) der Energiepolitik der sechs Mitgliedsstaaten angewandt werden soll. Die Hohe Behörde soll danach die allgemei- nen Richtlinien für eine gemeinsame Ener- giepolitik ausarbeiten und dem Ministerrat dazu Vorschläge für ihre Verwirklichung vorlegen. Bevor die Hohe Behörde ihre Vor- schläge vorbringt, wird sie mit den Exekutiv- Die Hohe Behörde wurde beauftragt, zu- rückschauende Bilanzen über die Energie- struktur und Vorausschätzungen auf mittlere und lange Sicht, über Aufkommen und Be- darf an Energie sowie über die Investitions- tätigkeit bei Kohle, Gas, Erdöl umd Elektrizi- tät auszuarbeiten. Außerdem hat sie die Vor- aussetzungen für die Durchführung der Energieprogramme und deren Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz und den Arbeits- markt zu untersuchen und hierbei die Auf- rechterhaltung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts in der Expansion zu wahren. Die Hohe Behörde soll zu diesen Arbeiten einen bereits bestehenden gemischten Ener- gieausschuß heranziehen, der aus Vertretern der Hohen Behörde und der Regierungen zu- sammengesetzt ist und in dem ein Vertreter der Hohen Behörde den Vorsitz führt. Außer- dem kann sie Sachverständigengutachten einziehen. Ganz freimütig wurde das von den Unter- nehmern der Montanindustrie zur Rechtfer- tigung von Preiserhöhungen ins Treffen ge- führte Kostenelement erörtert. Es habe nur eine sehr bedingte Berechtigung, sagten sich die Minister, da es von einem Stillstand der Kostenbasis ausgehe und die neuen Kosten- belastungen durch Sozialgesetze hierauf auf- schichte. Eine solche Berechnung sei frag- würdig, denn sie berücksichtige nicht die ver- änderte Kostenlage, die sich durch Rationali- sierungseffekte oder durch die Absatzlage er- geben könne. Außerdem dürfe der Montan- vertrag nicht so ausgelegt werden, daß den Unternehmern im Vertrag zu jedem Zeit- punkt und in jeder konjunkturellen Lage die volle Kostendeckung, Abschreibung und nor- male Verzinsung des Kapitals gesichert werde. Die Kostendeckung, die Rentabilität und der Investitionsanreiz müßten allerdings auf längere Zeiträume gewanrt werden. so heiß umstrittene Bergmannsschichtprä- mie und auch der Bundeszuschuß zur Knapp- schaftsversicherung scheinen nur nebenbei zur Sprache gekommen zu sein. Auch nach der Tagung des Ministerrates der Montan- Union ist— wie unser Bonner eg-Korrespon- dent meldet Bundeswirtschaftsminister Prof. Erhard davon überzeugt, daß die Bun- deszuschüsse zu den Arbeitgeberbeiträgen der Knappschaftsversicherung vorläufig beibe- halten werden sollten. In der Ministerratssit- zung habe der Präsident der Hohen Behörde, René Mayer, lediglich erwähnt, daß über die- ses Problem noch verhandelt werden müsse. Entsprechende Gespräche dürften in der nächsten Zeit aufgenommen werden. Erhard verknüpft damit die Forderung, daß der Ruhrbergbau sich bereit erklärt, nach der Streichung der Bundeszuschüsse den Kohle- preis nicht noch einmal anzuheben. Pünktchen Freie Devisenkurse Geld Brief 100 dänische Kronen 60,67 60,79 100 norwegische Kronen 58,80 58,92 100 schwedische Kronen 81,11 81,27 1 englisches Pfund 11,756 11,776 100 holländische Gulden 110,66 110,88 100 belgische Francs 8,36 8,38 100 französische Francs 0,9934 0,9954 100 Schweizer Franken 95,90 96,10 1000 italienische Lire 6,677 6,697 1 US-Dollar 4,1961 4,2061 1 kanadischer Dollar 4,3265 4,3365 100 Schweizer Franken 97,935 98,135 100 österreichische Schilling 16, 135 16,175 100 DM-W= 452,50 PM-O; 100 OUM-O= 23, 7 DM-N NE-Metalle Elektrolytkupfer für Leitzwecke 227,25 229,25 DM Blei in Kabeln 108,00 109,00 DM Aluminlum für Leitzweck. 250,00— 265,00 DM Westdeutscher Zinnpreis 871,00 80,00 DM Messing: MS 58 180,00—185, 00 DM Messing: MS 63 204, 00— 210,00 DM trägt rund 70 v. H. Bei einem gepoolten Ein- heitspreis wäre es eine Vergewaltigung wirt- schaftlicher Vernunft, wäre es eine vergeb- liche Hoffnung, die Preisbildung bei Ruhr- kohle vom rentabelsten Betrieb— der mit etwa eineinhalb Prozent an der Gesamtför- derung beteiligt ist— auszugehen. Es muß schon eine Mischkalkulation stattfinden, und Weil die Mehrzahl der Zechen, der Großteil der Förderung der Unrentabilität verhaftet ist, kam und kommt es zu Mißhelligkeiten bei der Preisbildung. 5 Was die neuerdings geforderte Ueberprü- kung der Rentabilität des Ruhrbergbaues an- belangt, so kann heute schon gesagt werden, daß kein Wirtschaftszweig durch bloße Ueberprüfung der Rentabilität rentabler wird, wenn innerhalb der letzten zehn Jahre bei zwölfmaliger Ueberprüfung einhellig festgestellt wurde, daß keine Rentabilität Vorliegt. Egosum Ab 1. Januar 1958 noch mehr Liberalisierung (VWD). Im Bundeswirtschaftsministerium sind die Arbeiten für eine weitere An- gleichung der einzelnen Liberalisierungs- listen noch in vollem Gang. Nach dem gegen- wärtigen Stand der Dinge dürfte jedoch kaum damit zu rechnen sein, daß die beab- sichtigte Erweiterung der Liberalisierung vor dem Januar 1958 in Kraft treten wird. Wenn auch zur Zeit noch keine festen Vorstellungen über das Ausmaß der Libera- lisierungser weiterung gegenüber dem Dol- larraum bestehen, insbesondere deshalb, weil noch nicht gesagt werden kann, inwie- weit sich eine Einbeziehung des Agrarsek- tors ermöglichen lassen wird, so steht doch jetzt schon fest, daß auf dem gewerblichen Sektor annähernd die Hälfte der zur Zeit vonhandenen Negativpositionen freigegeben werden wird. Vollbeschäftigung unter der Lupe Der Präsident der Bundesanstalt für Ar- beitsvermittlung und Arbeitslosenversiche- rung, Anton Sabel, gab bekannt, daß die Zahl der Beschäftigten im Bundesgebiet am 30. Juni 1956 18,39 Millionen am 30. Juni 1957 18.92 Millionen + 0,53 Millionen betragen habe. Der Zuwachs an Beschäftig- ten gehe in der Hauptsache auf das Konto der Flüchtlinge und der weiblichen Arbeits- Kräfte. Letztere würden in zunehmendem Maße deswegen eingestellt, weil durch die Arbeits- Zzeitverkürzung ein Mehrbedarf an Arbeits- kräften eintrat. Sabel betonte auch, daß im Baugewerbe eine Belebung eingetreten sei. Angeforderte Kräfte hätten teilweise nicht zur Verfügung gestellt werden können. Ende September seien in den westdeutschen Arbeitsämtern noch 256 000 offene Stellen registriert ge- Wesen. Insgesamt gesehen sei der Wechsel auf dem Arbeitsmarkt vom Januar bis Sep- tember, begünstigt durch die gute Konjunk- tur, die vielfach einen Anreiz zum Wechsel des Arbeitsplatzes geboten habe, außer- ordentlich lebhaft gewesen. In diesem Drei- vierteljahr seien 7,5 Millionen Arbeitskräfte eingestellt worden. Die Arbeitsämter hätten allein im September 338 000 Stellen ver- mittelt. K U RZ NACHRICHTEN Erste Ausschreibungen für Moselkanalisierung (eg) Die Moselkanalisierung läuft auf deut- scher Seite jetzt an. Aus dem Bundesverkehrs- ministerium verlautete am 9. Oktober, daß die ersten Ausschreibungen für kleinere Vermes- sungsabschnitte bereits ergangen seien. Im De- zember dürften die ersten Ausschreibungen zur Räumung des Flußbettes und im Februar oder März 1958 die Ausschreibung für die Stau- stufe Trier folgen. Henschel- Betriebsrat fleht um Hilfe (AP) Der Betriebsrat der Henschel-Werke hat im Auftrage der Vertrauensleute des Be- triebes Bundeskanzler Dr. Adenauer in einem Schreiben gebeten, den 10 000 Beschädigten des Unternehmens und ihren Familien zu helfen. „Wir stehen auf dem Standpunkt, daß es nunmehr nach wochenlangen Verhandlungen der Bundesregierung möglich sein müsse, einen Weg zu finden, um die weitere Konsoli- dierung des Werkes sicherzustellen.“ Der Be- triebsrat bat den Bundeskanzler, seine ganze Autorität einzusetzen, um zu verhindern, daß die Betriebsangehörigen„zwischen den Mühl- steinen fiskalischer Ueberlegungen und bank- mäßiger Erwägungen zerrieben werden“. Baisse auf Wallstreet (AP) Bei äußerst großem Angebot und leb- haften Umsätzen gaben die Kurse an der Wall- street am 8. Oktober stark nach, konnten sich aber gegen Schluß bei offenbar vorwiegend spekulativer Nachfrage etwas erholen. Bei einem Gesamtumsatz von 3,19 Mill. Stücken (Vortag 2,49), dem größten dieses Jahres, betru- gen die Verluste bis zwei Dollar und mehr, während Gewinne in der Minderheit blieben und nicht über einen Dollar hinausgingen, Nach Ansicht von Maklern trugen die ungewissen Aussichten der wirtschaftlichen Entwicklung entscheidend zu der Schwächetendenz bei. Die Aufwärtsbewegung der Flugzeug- und Rake- tenwerte vom Vortag wich bei diesen Werten einer uneinheitlichen Entwicklung. Der A- Index von 60 Werten fiel um 80 Cents auf 163,50 Dollar, den tiefsten Stand dieses Jahres. Marktberichte vom 9. Oktober Handschuhsheimer Obst- und Gemüse-Großmarkt (VWD) Bei normaler Anfuhr guter Absatz. Es erzielten: Aepfel A 35—58; B 2434; Berleps A 45 bis 60; E 25.40; Goldparmäne A 5065; B 3040; Ribstonpepping A 45—55; B 35—42; Boskoop A 38 bis 50; B 27—35; Brettacher 3540; B 2834; Blen- heim A 35—45; B 2834; Landsberger Renette A 35 bis 44; B 28—34; Zabergeu Renette A 40—48; B 33 bis 40; Bohnapfel A 27-30; B 23—26; Gewürz- luiken A 3442; B 28-33; Jakob Lebel A 32—40; B 24—30; Kaiser Wilhelm A 36-43; B 28-34; Rhei- nischer Winterrambour A 3338; B 2733; Theu- ringer A 33-38; B 27-33; Birnen A 40-50; B 23 bis 37; Gräfin von Paris A 4050; B 3038; Christ liche von Charneu A 45—55; Madame Verté A 40 bis 50; Alexander Lukas A 43—55; B 3542; Pra- sident Drouard A 35-43; B 2834; Clairgeau Butterbirne A 42—50; B 3540; Neue Poiteau A 40 bis 50; Pastorenbirne& 3540; B 2834: Kopf- salat Stück 1520: Endivien Stück 8-10; Stangen- bohnen 30-50; Feuerbohnen 42-45; Blumenkohl Stück 250-300 mm Durchmesser 40—60; 290 bis 250 mm 30-45; 150200 mm 2030; Rosenkohl A 45; B 40—44; Möhren 10—15; Sellerie mit Laub 22—30; Lauch 2030; Zwiebeln 14—13; Tomaten B 5060; Durchmesser 17—23; 40-50 mm 11—14. Weinheimer Obst- und Gemüse- Großmarkt (WD) Anfuhr knapp, Absatz gut. Es erzielten: Birnen Kiefers Hybrieden B 36—48; Mollebusch B 51—55; Pulvermacher 44—51; Neue Poiteau E 46 bis 51; C 34—45; Pastorenbirne B 32—42; C 2531 Gräfin von Paris B 41-48; Lokalsorten und Koch- birnen B 2732; Präsident Drouard B 35—42; Aepfel Winterprinzen B 2832; C 19—286; Schöner aus Boskoop B 2732; Rheinischer Bohnapfel B 26 bis 30; Jonathan A 62-66; Frankfurter Borsdorfer B 27—34; Rheinischer Winterrambour B 27-40; To- maten C 10-13; Quitten 4032 Familien- Nachtiehten F Ein hartes Geschick entriß mir heute morgen plötz- lich im 49. Lebensjahr meine liebe Frau und treue Mitarbeiterin, unsere gute Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Ruth v. Fumetti geb. Scheel Mhm.- Käfertal, den 9. Oktober 1957 Enzianstraße 61 Dr. Kurt v. Fumetti Wolfgang u. Christoph v. Fumetti Beerdigung: Freitag, den 11. Oktober 1957, 14.30 Uhr, im Hauptfriedhof Mannheim. Meine liebe, herzensgute Frau, unsere liebe Tante, Frau Martha Heift geb. Zimmer ist nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von nahezu 69 Jahren unerwartet verschieden. Mhm.-Wallstadt, den 8. Oktober 1957 Römerstraße 93 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Richard Heift Bestattung: Freitag, den 11. oktober 1937, 13 Uhr, im Haupt- trledhof Mannheim. Nach langer schwerer Krankheit verschied am 8. Okto- ber unsere liebe Schwester und Schwägerin, Fräulein Anni Etzel im Alter von 47 Jahren. In tlefer Trauer: Heinrich Etzel u. Frau Ros! Thomas Maier u. Frau Betty geb. Etzel Beerdigung: Freitag, den 11. Oktober 1957, 11 Uhr, im Haupt- Frledhof Mannheim. Gott 7 5 Allmächtige nahm am 9. Oktober, kurz vor Vollendung ihres 78. Lebensjahres meine gute Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma, Frau Maria Hofmann geb. Mark versehen mit den heiligen Sterbesakramenten zu sich in den ewigen Frieden auf. Mhm.- Rheinau Dänischer Tisch 34%½, ꝑ fm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christoph Hofmann Beerdigung: Freitag, den 11. Oktober 1957, um 14 Uhr, im Friedhof Rheinau. Statt Karten Für die vielen Beweise aufrichtiger Antellnahme sowie die zahl- reichen Kranz- und Blumenspenden beim Helmgang unserer Uedben Verstorbenen, Frau Elisabeth Geißinger geb. Kenz 4 sagen wir unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Rupp für seine trostreichen Worte, Frau Dr. med. Graeff für die ärztliche Betreuung, den Hausbewohnern sowie all denen, die unserer lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. Mannheim, den 7. Oktober 1957 Adam Geißinger und Kinder Bestattungen in Mannheim Donnerstag, 10. Oktober 1957 Hauptfriedhof N Zelt Vogl, Wolfgang, Lutherstraße 223 10.30 JJVVJJJVJ%%%0%0% DTT) % ᷣ ᷣ ᷣ v ̃ÿ¹..), ß ¼ li Kremator lum Müller, Friedrich,. JJ Frank, Georg, Spinozzastraße 5 13.00 13.30 Friedhof Käfertal Schmitt, Ramona, Jakob-Faulhaber-Straße 2 14.00 Friedhof Neckarau Simon, Georg, Rosenstraße 8g Reinecker, Anneliese, Rosenstraße 7 13.30 14.00 Friedhof Sandhofen Streckfuß, Mina, Domstiftstrage 8 323 14,00 Friedhof Rheinau Große, Albert, Casterfeldstraße 25 14.00 Mitgeteilt von der Friedhofverwaltung der Stadt Mannheim Ohne Gewähr 8 8ꝗ. Stahlbetonbinder ulaniagen spikekl Fersbndh. Waagen 1 14, 11 A K AIS ERRING pehz-Hän Edingen a. N., im Oktober 1957 Zurückgekehrt vom Grabe meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Herrn Hermann Kothe Fabrikant sagen wir für die vielen Beweise der Anteilnahme in Wort und Schrift und für die schönen Kranz- und Blumenspenden sowie Allen, die den Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleitet haben, uns eren innigsten Dank. Marga Kothe geb. Brüning Dr. Helmut Kothe u. Frau Helga Kothe Meine herzensgute Mutter, Oma und Tante, Frau Anna Burgstraße 2 Eu En Feuerbestattung: Freitag, geb. Rühling ist nach langem Leiden infolge eines Verkehrsunfalles im Alter von 75 Jahren sanft entschlafen. Mannheim, den 7. Oktober 1957 In tiefer Trauer: Charlotte Ehrler geb. Zinkernagel und Anverwandte den 11. Krematorium Hauptfriedhof Mannheim. Vetkä ble unsere liebe Schwiegermutter, Ehrler gen Ehrler kelin Ute Ehrler Oktober 1957, 14 Uhr, im ꝑKpl. Brunnenbohrgerät, Bohrrohr- länge 13,50 m, O 100 mm, zu verk. Karl Eder, Mannheim, Haydnstr. 4. Baracke, 5x10 m, abschlagbar, dop- pelwandig zu verkaufen. Hockenheim. Telefon 6 89. Pelzgefütterte schuhe für——— Herren u. Kinder, Pullover, Ano- raks, Parallelos, Pelzwesten VF ken Sie nur so billig bei Us-Waren- u. Textillager W. Lang, Ludwigshafen a. Rh.-Mundenheim, am Bahnhof.— Filiale Mannheim, Breite Straße, N 1, 10 Hadefabau) 2 Bettröste, Ix2 m, neuw., Stück 15, zu verk. Telefon 5 01 13. Sebr. Ladentheke mit Glasansatz zu vk. Bäckerei Platzöder, H 2, 6-7. Barocksofa zu verkaufen. Heinrich Stahl, M 4, 2. 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Der Schulter hinter sich schaute. und der Drach Bogen war a1 lich zu s Aber der Sagte Kanmst du Indianer item Eschenholz und eigent- as stockdünne „So, nun lauf, Spielen.“ Hanna stake durch die Spargelbeete mit ihrem Bogen da- Von, eckigen iegelenke stießen bei Jedem S itt aneinander, und sie lief den Sandweg hinauf zum Wald, holte ihr Buch zus dem Versteck und meinte, daß auch ein Va stand noch eine Weile über wurde immer kleiner, zerrte an der Schnu und gab nicht Ruhe, bis sie ganz Abgewickel 8 War. Dann stand er ganz klein oben Indianer sehr gut einmal ein Buch lesen Blauen, im klaren Oktoberhimmel. Der Vater 8 Wenn es mal nichts zu kämpfen gab. gab Gaby die Schnur in die Hand, sie lief Sie jeden War eben ein Indianer, der ein paarmal hin und her damit, dann nahm Ssrade Zeit hatte, und sie las Hauffs„Lich tensteind, und nach fünf Minuten hatte sie hren Bogen vergessen und war das Ritter- Fräulein Marie, und mit rotglühenden Ohren liebte sie den Ritter Georg. Der Vater wandte sich seiner anderen Tochter zu und sagte:„Du sollst einen Dra- chen haben, Gaby.“ Das Gestell hatte er Schnell fertig, ach, lieber Gott, wie viele Drachen hatte er als Junge gemacht, und arm gingen sie und kauften blaues Um- Schlagpapier, wie man es für Schulbücher Mrrumt, aber Gaby fand es nicht so schön, denn die anderen Kinder hatten knallbunte Drachen, und wenn überhaupt, dann wollte sie auch einen bunten haben, und eigentlich Wäpe sie jetzt viel lieber mit ihrer Mund- harmonika hinunter an den See gegangen. Der Vaeter legte, was Sie brauchten, auf dem Gartentisch zusammen, er berechnete Ales genau, und dann schnitt und klebte er das Papier auf das Gestell. Das Gesicht wurde mit Heftpflaster aufgeklebt, zwei Striche für die Augen, je einen für Nase und Mund, so hatte er es als Junge auch gemacht, aber Gaby standen die Tränen in den Augen. Der Vater kam gar nicht auf den Gedanken, Buntpapier zu kaufen, wer hätte ihm als Jungen Geld für Buntpapier gegeben, und der Drache sollte genau so sein, wie er sie sich als Junge gemacht hatte. Gaby sah trübe zu, wie der Vater jetzt dem Drachen einen Schwanz machte, auch er wurde nicht bunt, nur lauter Zeitungspapier- schnitzel wurden an die Schnur geknüpft, und Gaby lächelte krampfhaft, als der Vater sie kragte, wie ihr der Drachen gefiele. Jetzt nahm er ein großes Knäuel nagelneuer Schnur, be- festigte das Ende am Kopf des Drachens, und Gaby mußte mit dem Drachen stehen- bleiben, während der Vater mit der Schnur flir zwischen den Johannisbeerbüschen da- Vonllef und ihr zurief, wann sie loslassen aber dem Drachen war das einerlei, stil und gleichmütig stand er unter der Sonne noch einmal an den Setzte sich und zündete sich eine Pfeife an schwere daran hing, ein vernünftiger Mann, Hand, weil es ihn freute, wie es von oben her immer ein Wenig an seiner Hand riß, und er fand es komisch, daß er im Vorstand einer großen Gesellschaft saß, und daß sie ihn zum Direktor gemacht hatten. Vor zwan- zig Jahren noch hatte er in dem kleinen schlesischen Städtchen Damennachthemden Verkauft, aber jetzt, wenn die Ferien zu Ende waren, würde er nach dem Süden fah- ren und die Abschlußbilanz des großen Walz eisenkonzerns prüfen. Das Haus lag jetzt ganz weiß in der Sonne, die Mutter machte das Küchenfenster auf, sie stand eine Weile am Fensterbrett und schälte Kartoffeln. Der Nebel, der noch ein Wenig in den Bäumen und Sträuchern Se- hangen hatte, und die Rauhigkeit, die in der Luft gewesen, wichen jetzt einem warmen, wohligen Sonnenglanz. Die Aepfel prallten rot im Laub, und nur der Kohl stand in einem frostig satten Blau im abgeernteten Garten. Sie sah ihren Mann, wie er wieder Vom Stuhl aufstand und hin und her lief, die Schnur in der Hand. Sie mußte lächeln, Wie er auf einmal still stand, in der einen Hand die Pfeife, in der anderen die Drachen- schnur weit von sich abhaltend, voll Eifer und Feierlichkeit, seine blauen Augen blick- ten kindlich imd still nach oben, und es tat nur weh, nicht zu wissen, woran er gerade dachte. Von Rodin bis Henry Moore Das Vortragsprogramm der Kunsthalle Auch für den nun kommenden Winter bieten— einer alten, verdienstvollen Tradi- tion folgend— die Städtische Kunsthalle Mannheim und der Freie Bund zur Pflege der Bildenden Kunst eine Vortragsreihe mit Lichtbildern an, die jetzt den Titel trägt„Die großen Bildhauer des 20. Jahrhunderts“. So sprechen am 30. Oktober Professor Dr. J. A. Schmoll genannt Eisenwerth, Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Saar- rücken, über Auguste Rodin und am 13. No- vember der Direktor der Kunsthalle Bremen, Dr. G. Busch, über Aristide Maillol. Der Kunsthistoriker Professor Dr. H. Evers von der Technischen Hochschule Darmstadt wid- met seinen Vortrag am 4. Dezember dem deutschen Künstler Ernst Barlach. Der Direk- tor der Mannheimer Kunsthalle, Dr. W. Pas- sarge, wird im ersten Vortrag des neuen Jahres, am 15. Januar 1958, Wilhelm Lehm- bruck würdigen. Am 5. Februar spricht dann Dr. E. Trier aus Köln über Marino Marini, und am 5. März beschließt der Kustos der Mannheimer Kunsthalle, Dr. Heinz Fuchs, die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag über den englischen Bildhauer Henry Moore. Den Auftakt zu den Winter veranstaltungen in der Kunsthalle, die jeweils an einem Mitt- woch um 20 Uhr stattfinden, gibt am 23. Ok- tober C. N. P. Powell von der Kulturabtei- lung der Britischen Botschaft in Bonn mit einem Einzelvortrag„Das Porträt in England von Holbein bis Lawrence“. An Ausstellungen kündigt die Kunsthalle für die kommenden Monate an: Plastik und Zeichnungen von Philipp Harth im Oktober und November 1957,„Eine neue Richtung in der Malerei“ im November und Dezember 1957, das gesammelte Werk von Paula Moder- sohn-Becker im Januar und Februar 1958, Gemälde und Zeichnungen von Ludwig Meid- ner im Februar und März 1958 und im dar- auffolgenden Monat Plastiken von Arnold d' Altri. evy Ein Beethoven- Abend Das Städtische Orchester Heidelberg bringt unter der Leitung seines Dirigenten Karl Rucht auch in der Konzertsaison 1957/58 wieder acht Sinfoniekonzerte. Mit einnem Beethoven-Abend wird am Freitag, 11. Ok- tober, die Saison eröffnet. Karl Rucht diri- giert die Ouvertüre zu„Fidelio“ und die VII. Sinfonie. Der Pianist Professor Wil- helm Kempff spielt das„Klavierkonzert c-Moll“.— Wolfgang Fortners„Phantasie über die Tonfolge b-a-c-hé“ steht auf dem Programm des zweiten Konzertes am Don- nerstag, 14. November, das außerdem noch die„Variationen über ein Thema von Mo- zart“ von Max Reger und das„Violinkon- zert D-Dur“ von Johannes Brahms mit Wolfgang Schneiderhan als Solisten enthält. — Eine eigene Komposition, ein Scherzo für Orchester, führt Rucht am Donnerstag, 5. Dezember, neben der„IV. Sinfonie“ Peter Tschaikowskys auf. Die Solisitin des Abends, Dorothea Braus(Klavier), wird das„Kla- vierkonzert a-Moll“ von Robert Schumann vortragen.— Am Donnerstag, 9. Januar, stellt Rucht Arnold Schönbergs„Ode an Na- poleon“ zur Diskussion. Außerdem werden eine Sinfonie von Joseph Haydn, Igor Stra- Winskys„Feuerwerk“ und das„Violinkon- zert D-Dur“ von Ludwig van Beethoven (Solist: Max Rostal) zu hören sein.— Für das V. Konzert am Donnerstag, 27. Februar, sind Werke von Wolfgang Amadeus Mozart vorgesehen. Neben dem Divertimento B- Dur“ und der„Sinfonie Es-Dur“ wird Kam- mersängerin Erika Köth eine Konzert-Arie und die Pianistin Rosl Schmid das„Kla- wollte nicht steigen, Dann aber blieb er doch auf einmal in der Luft, er beschrieb einen Bogen und stellte sich senkrecht über den . dem Kirschbaum, dann, wickelte der Vater die Schnur ab, und der Drache stieg und stieg, im der Vater sie wieder und rannte auf und ab, Als der Vater sich nach einer Weile um- wandte, war Gaby verschwunden. Er rannte Johannisbeerbüschen entlang und spürte. wie stark da oben der Drache sich hielt. Pann wurde er vom vielen Laufen ein bißchen müde, er holte sich einen Stuhl, machte die Schnur an der Lehne fest, Er sah den Rauchwolken nach, blinzelte in die Sonne, um befriedigt den kleinen, blauen Punkt da oben zu beobachten, und ihm War, als seien so seine Kinderjahre in die Luft Sestiegen, während er hier unten mit Erden- und sich wunderte, daß die Welt ihn ernst nahm. Er nahm die Schnur wieder in die Der neue Heidelberger Konzertwinter 8 2 — + . U 1 Deutsche Burgen und Schl Ein umfassendes Lexikon des Moannheimers Dr. Curt Ti Den Sammlern wird nachgesagt, sie seien glückliche Menschen. Mit ihrem Stecken- pferd reiten sie— nach Friedrich Hebbel „das einzige Pferd, das über jeden Abgrund trägt“. Und so kennt der wahre Sammler keine Resignation: über Enttäuschungen, Verluste, ja Katastrophen hinweg findet er immer wieder einen Weg in die Gefilde seines Glücks. Zum echten Sammler wird man geboren, und nur dem echten Sammler wird sein Steckenpferd, sein„Hobby“, zur geistigen Leidenschaft, die zu einer schöpfe- rischen Leistung führt. Zu diesen Sammlern gehört der Mannheimer Curt Tillmann. Sein „Burgenlexikon“, von dessen Werden die Eingeweihten schon lange wußten, ist die schöpferische Leistung eines echten, eines Slücklichen Sammlers. Habent sua fata libelli— Bücher haben ihre Schicksale: dieses vielzitierte Wort des römischen Grammatikers Terentianus Mau- Tus aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. steht auch über diesem Werk. In einem liebens- Würdigen Büchlein hat Curt Tillmann vor Jahren von seinem Steckenpferd erzählt, das ihn von frühester Jugend an auf oft abenteuerlichen Ritten„Sammlerglück mit Zeitschriften und Buchumschlägen“ erleben ließ. Wie den Knaben schon jede Art be- druckten Papiers zum Sammeln reizte, wie der Beruf des Buchhändlers immer neue Berührungen mit neuen Sanimelobjekten brachte, so wurde ihm auch die Begegnung mit der Natur— der notwendige Ausgleich ten Tätigkeit hinterm Schreibtisch“— zum freudig wahrgenommenen Vorwand, sein „Steckenpferd im Freien grasen zu lassen“. So begann Curt Tillmann vor über 25 Jahren, als er auf einer Pfalzwanderung einige Ruinen entdeckte, über die weder in seinem Wanderführer noch im Dehio etwas verzeichnet war, die Burgen und Schlösser eines sich immer mehr erweiternden Um- kreises zu erwandern und alle Nachrichten über ihre Geschichte, ihre Erbauer, ihre Be- sitzer zu sammeln. Der gründliche Forscher in ihm fand rasch, daß da eine Lücke der Wissenschaft klaffte, denn seit Otto Pipers „Burgenkunde“ und seinem Burgen-Lexi- kon von 1895 fehlte eine neue vollständige Zusammenfassung für den Bereich des deut- schen Reiches. Der Sammler ging zuver- sichtlich und mit der ihm eigenen Beharr- lichkeit ans Werk; er wurde ein dem inter- nationalen Kreis der Burgenforscher be- kannter Fachmann. 1944 stand sein Werk vor dem Abschluß; ein Luftangriff vernich- tete das bereits druckfertige Manuskript. Aber der Sammler„Konnte so Wenig von seiner Art lassen wie die Katze vom Mau- sen“. Dennoch gehörte ein gutes Stück Be- sessenheit und ein unerschütterliches Ver- trauen zu sich selber dazu, das Werk von neuem zu beginnen. Curt Tillmann ist es dank einer bewundernswerten Arbeitskraft gelungen, sein Lexikon— vollständiger und ausführlicher noch als zuvor! neu zu schaffen. Von dem„Lexikon der deutschen Burgen und Schlösser“ ist die erste Liefe- rung vor kurzem(im Verlag Anton Hierse- mann, Stuttgart) erschienen. Wenn das Werk 1960 abgeschlossen ist, wird es auf 1300 großformatigen Seiten nicht weniger Als 6500 Burgen, Ruinen und Reste von Bur- gen, 5900 völlig verschwundene und zer- störte Burgen und rund 6600 Schlösser ver- zeichnen; in einem Tafelband werden auf 64 dreifarbigen Karten alle erhaltenen Bur- gen und Schlösser rasch aufzufinden sein. Eine erstaunliche Leistung! Schon die erste Lieferung, die von dem südbadischen Aach bei Engen bis zu der abgegangenen Burg Diepen bei Gardelegen in der Provinz Sachsen reicht, läßt die Fülle der Arbeit ahnen, die hinter diesem Unternehmen steckt. Die Literatur, die herangezogen wurde und oft nur unter größten Schwie- rigkeiten beschafft werden konnte: histo- rische, geographische, kunstgeschichtliche Werke, seltene landeskundliche Zeitschrif- eröffnet das Programm vierkonzert A-Dur“ vortragen.— Bela Bar- toks„Musik für Saiteninstrumente, Schlag- zeug und Orchester“ wird zusammen mit der IV. Sinfore von Johannes Brahms und dem„Violinkonzert D-Dur“ von Peter Tschaikowsky(Solist: Bronislaw Gimpel) am Donnerstag. 13. März, zu hören sein.— Die„Drei Orchesterstücke“ von Alban Berg und die, VII. Sinfonie C-Dur“ Franz Schuberts wurden für das Konzert am Donnerstag, 17. April, ausgewählt. Als Solist hat Rucht den Cellisten Gaspar Cassado gewonnen, der Robert Schumanns„Cellokonzert a- Moll“ spielen wird. Der letzte Abend bringt dann noch die Uraufführung des „II. Konzerts für Orchester“ von Friedrich Georg Treiber und Ludwig van Beethovens I. Sinfonie. Außerdem stellen sich in diesem Programm der Geiger Alfred Altenburger mit dem Violinkonzert von Serge Prokofleff und der Heidelberger Pianist Hans-Helmut Schwarz mit dem„Klavierkonzert d-Moll“ von Johannes Brahms vor. Daneben finden in Heidelberg noch drei Konzerte des Heidelberger Bachvereins unter der Leitung von Erich Hübner statt. So wird Hübner am Sonntag, 15. Dezember, in der Heidelberger Stadthalle das„Weih- nachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach. am Sonntag, 9. Februar, in der Pe- terskirche, Wolfgang Fortners Kantate „Grenzen der Menschheit“ und Claudio Monteverdis„Magnificat“ und am Palm- sonntag, 30. März,— ebenfalls in der Peters- kirche— Johann Sebastian Bachs„Mat- thäus-Passion“ aufführen. E Wolf Heinecke Mannheim): Schiffe im Hafen zu der„staubgebundenen, zimmerverhafte- Oktober 1957/ Nr . N sto Foto: Hans-Joerg Sold Dei 2 In N OSS 5 Sta mann hab 5 8 5 Pro tenreihen, entlegenes Heimatschrifttum den neben archivalischen Quellen, ist kaun ges mehr übersehbar und würde eine wissen schaftliche Bibliothek füllen. Gewig: diess A Lexikon ist kein Buch zum eigentlichen renz Lesen. Es ist ein Nachschlagewerk, knapp Aussp stichwortartig in seinen Angaben, in diesen meint aber zuverlässig, genau, erschöpfend. yon doch jeder Burg und jedem Schloß werden Ent stehungszeit, Baumeister, Bauherren und Besitzer genannt, eine kunstgeschichtlich Würdigung bei den größeren Denkmälem angeschlossen, die Schicksale(Zerstörungen Umbauten), der gegenwärtige Erhaltungszu- stand und am Ende jedes Artikels die ein- schlägige Literatur verzeichnet. Mit diesem„Lexikon der deutschen Bur- gen und Schlösser“ wärd zum erstenmal i wissenschaftlicher Gründlichkeit und Vol. ständigkeit ein Bestand an Baudenkmale erschlossen, der nirgends reicher und viel. kältiger ist als in Deutschland. Neben den Domen des Mittelalters, den Kirchen und Schlössern der Renaissance und des Barocks gehören die Burgen des Mittelalters und die großen Schloßbauten der Neuzeit, einen Zeitraum von nahezu 1200 Jahren umschlie- Bend, zu den ehrwürdigsten Zeugnissen deutscher Geschichte, zu den hervorragend: sten architektonischen und künstlerischen Leistungen. Das Burgenlexikon von Curt Tillmann verdient über alle Würdigung seiner wissenschaftlichen Bedeutung hinaus Unsere Bewunderung nicht zuletzt deshalb weil es im Zeitalter des Team-work die Leistung eines Einzelnen darstellt— eines Mannes, der unerschüttert durch Schicksals. schläge mit unbeirrbarer Zähigkeit und lei- denschaftlicher Liebe an einer selbstgestell- ten Aufgabe festhielt und sie vollendete. Iwd. Koltur-Chronik Luigi Malipiero, der Intendant, Regisseur Bühnenbildner und erste Schauspieler seines Theaters im Torturm von Sommerhausen am Main, will in seiner Heimatstadt Berlin ein zweites Theater einrichten. Wie Malipiero mit teilte, soll mit den Umbauarbeiten für des ungefähr 245 bis 260 Plätze fassende„Theatet in der Hundekehle“ demnächst begonnen wer den. Die für den Umbau des Gebäudes notwen. digen Mittel will er teilweise schon jetzt mi seinem Erfolgsstück„In dieser Nacht regnet von Pedro Bloch hereinspielen, und es Silber“ zwar in einem Raum im Dachgeschoß der „Hundekehle“. Den„Kleinen Bogen“ in Som- merhausen will Malipiero nicht aufgeben Der Berliner Senat beschloß, den seit Jahren umstrittenen Platz für den neuen Konzertse der Philharmonie endgültig auf das Grund- stück des ehemaligen Joachimstalschen Gym: nasiums in der Bundesallee festzulegen. Finam. senator Haas wurde ersucht, beim Bundes finanzminister zu erreichen, daß die noch fel. lenden acht Millionen Mark für das neue Ge- bäude bereitgestellt werden. Die Entscheidung des Senats muß noch vom Abgeordnetenhas gebilligt werden. VVV omen von Vicki Baum Deutsche Rechte bel Verlog Klepenhever& Witsch, Köln- Bertie Kul drang durchs Dorf in schnellen, kurzen Schlägen. Pak seufzte tief, band sein Kopf- tuch um und machte sich auf den Weg. Da diesmal das ganze Dorf vom Unglück betroffen war und niemand den Grund da- für wußte, obwohl manche das Erscheinen des Kometen und die Anwesenheit der zwei Holländischen Schiffe damit in Zusammen- hang brachten, beschloß die Gemeinde, daß die Götter befragt werden sollten. Ein Tag wurde abgewartet, der für ma- gische Dinge günstig War, und er fiel auf den vierten Tag der nächsten Woche, Inzwischen Waren etwas ziellos Opfer gebracht worden, Und die Ratten nagten den letzten Rest der wachsenden Ernte ab. An diesem Tag war- teten alle mit Ungeduld, bis der Abend ge- kommen war, und dann versammelten sie sich im Dorftempel. Der Gamelan spielte, und ein Zug von unverheirateten Männern und Mädchen ging zum Haus des Pedamda, um Teragia abzuholen, durch deren Mund die Götter sprechen sollten. Teragia sah ernsthaft und gesammelt aus, und sie hatte einen schwarzen Kain und ein weißes Brusttuch angelegt. Zwei Dienerinnen folgten ihr, die eine trug einen Korb mit Opfern, und die andere hielt das schlafende Kind. Ida Bagus Rai schloß sich dem Zug nicht an, denn es ist besser, wenn der Pe- danda sich den magischen Dingen fernhält; aber die Dorfpriester und Teragias Vater Warteten schon im Tempel. Zwei Schirme wurden über Teragia gehalten, und der Ga- melan wurde ihr vorangetragen, als sie die Straße hinunterschritt, denn sie war heilig. 59. Fortsetzung „Vor vielen Jahren kamen auch Ratten in die Felder, und niemand wußte, warum die Götter uns straften“, sagte er.„Dann fanden die Priester, daß ein alter Tempel in die Erde der Sawahs eingesunken war und keine Pflege erhalten hatte. Die Männer gru- ben ihn aus und bauten ihn neu, und die Ratten wurden gefangen und getötet. Wir machten kleine Türme und verbrannten sie, 50 daß die Seelen, die in den Tieren gefangen Waren, frei wurden, und wir trugen die Asche zum Meer. Und die nächste Ernte war groß, und nie mehr wurde eine Ratte ge- sehen.“ Pak begann zu lächeln, denn dies klang tröstlich, und er konnte sich die kleinen Ver- brennungstürmè der Ratten vorstellen. „Manche Leute sagen, daß in Ratten und Mäusen die Seelen von Kindern wohnen, die nicht verbrannt wurden, weil sie starben, bevor ihre Zähne gewachsen waren“, sagte er nachdenklich. Aber warum sollten Kin- derseelen uns so Böses tun?“ „Das ist Unsinn“, sagte der alte Mann. „Kinderseelen kommen als Tau auf die Erde, und sie sind gütig und benetzen die Sawahs mit ihrer Feuchte.“ Puglug erschien im Schein des Küchen- feuers.„Es ist ein Läufer des Subak gekom- men und hat bestellt, daß die Männer zu einer Sitzung zusammentreten, um über das Unglück zu beraten“, meldete sie. Der Kul- und die Frauen suchten in der Menge nach Als ihre Augen starr waren und ihr Kopf vornüberfiel und die Leute erkannten, daß Teragia bereit war, die Gottheit in sich auf- zunehmen, da wurde sie von ein paar alten Frauen gestützt, die hinter ihr kauerten. Ihr Haar lag so straff um ihren schmalen Kopf, als sei sie eine Priesterin, und ihr Gesicht war mit einem feinen Schweiß überzogen, Wie mit mattem Tau. Als ihre Glieder zu zucken begannen und sie in die Arme der alten Frauen sank, da hörte der Gesang auf, und alle wurden vollkommen still und war- teten auf die Botschaft der Götter. In der Stille hörte man einen Vogel in dem Kam- bodjabaum schlagen, der im Tempelhof wuchs, und dies lieg die Stummheit noch tiefer erscheinen. Plötzlich blähten sich Teragias Lippen, und sie begann zu reden. Ein Rauschen ging durch die Menge, denn aus ihr kam eine fremde, tiefe, tönende Stimme, und sie sprach eine unverständliche Sprache, Kawi, das alte Javanisch, das nur Pedandas und Schriftgelehrte kannten. Obwobl sie nichts verstehen konnten, hörten die Leute von Taman Sari atemlos zu, denn dies war von größter Wichtigkeit und die einzige Hilfe gegen das Unglück, das ihre Sawahs betrof- fen hatte. Die Gottheit sprach langsam und lange Zeit aus Teragias Mund. Die alten Frauen stützten ihren starren Körper, und ihr Vater saß unweit von ihr auf der Bale und horchte gespannt, damit er die Bot- schaft nachher in gewöhnlicher Sprache wie- dergeben konnte. Da und dort in der Menge fielen jetzt andere Menschen in Trance, Männer und Frauen und auch zwei halb- Wiichsige Kinder. Auch diese begannen zu reden, alle zugleich. Während das Durchein- ander der Stimmen und die Erregung wuch⸗ sen, schien Teragias Botschaft beendet zu sein, Sie verstummte und lag in den Armen der Frauen, aber ihre Seele war Hoch nient wieder zu ihr zurückgekehrt. Ihr Vater setzte „Wo üst Raka?“ fragten einige Männer, ihm. Aber Raka war nicht zu sehen, und jemand erzählte, daß er in Badung sei, beim Fürsten, seinem Freund. Teragia wurde in die Balé geleitet, und ihr Vater hatte schon das Wassergefäßg ge- füllt und das Räucherwerk in Gang gebracht, vor das sie sich mit untergeschlagenen Bei- nen setzten. Niemand sprach zu ihr, aber zwei Frauen stützten ihren Rücken und hielten sie, während ihr Kopf bald vorn- übersank. Der Gamelan spielte noch und ver- stummte dann, und in der Stille, die eintrat, begann die Menge zu singen, die Frauen zu- erst, und dann fielen auch ein paar Männer ein, mit den kehligen Tönen der alten Ge- sänge. Teragia hatte den halben Tag ge- fastet, denn sie wußte aus Erfahrung, daß dies es leichter machte, die Trance herbei- zurufen, Sie schloß die Augen und atmete den Rauch von Harz und Sandelholz ein, der zu ihr aufstieg, und sie löschte sich selbst aus, wie man ein Feuer ausdrückt. Sie spürte, wie sie sich selbst verlor und vergaß und wie eine Leere sich in ihr ausbreitete, als wäre sie kein Mensch, sondern ein Ge- faz. Auch wußte sie nichts mehr vom Ort und von der Zeit, sondern schwebte, und es War nichts um sie als der Gesang. Ihre Augen waren geschlossen, und sie hätte sie nicht mehr zu öffnen vermocht, und ihre Glieder wurden zuerst schwer und dann leicht und dann verschwanden sie, so, als hätte ihr Körper sie auch verlassen, nach- dem schon ihre Seele Platz gemacht hatte für die Gottheit. Sie wußte nicht, wie lange es dauerte, bis dieser Zustand erreicht war, aber dann Wurde alles gelb um sie, mit einer Farbe, die es in der Wirklichkeit nicht gab, sondern nur in der Trance, und dann wußte sie nichts mehr von sich. sich ihr gegenüber und wartete, denn es“ nicht gut, eine Trance zu zerbrechen. Al die Zeit verging, ohne daß sie zu sich a. rückkehrte, tauchte er seine Fingerspitid in das geweihte Wasser und besprengte dd Langsam löste sich die Starre aus dem Ge. sicht, und sie öffnete die Augen und lache ihrem Vater zu. Sie war sehr ermüdet, und sie hörte irgendwo in der Menge ihren Ke. nen Säugling klagen in den Armen der Di nerin, denn das Kind war aufgewacht un hungrig geworden. Sie schaute um sich, bei nahe verlegen, und glitt davon und 1 schwand in der Menge. Dort löste sie% Brusttuch und reichte ihrem Kinde Brust. Ihr Vater berichtete indessen den Haug tern der Gemeinde die Botschaft. die die Gol, heit durch hren Mund gegeben hatte, u alle Leute drängten sich um ihn, um alle zu hören. Dies aber war es, wðas der Balie sagte: Es befänden sich Dinge und Kostbal keiten in den Händen von Leuten aus del Dorf, die den Göttern zugehörten und wider rechtlich zurückbehalten würden. Nicht ehe würden die Götter versöhnt sein, als diese Dinge ihnen zurückgegeben würden Und zwar solle ein neuer Schrein im Reis tempel gebaut werden am Zusammenf der beiden Bäche nordöstlich von Tama Sari, und jeder Mann müsse dazu beitrag durch Arbeit, Geld und Abgaben, und eck Stück des Gestohlenen müsse zum Bau 55 wendet werden. So hätte die Gottheit sprochen und angeordnet und mit 1 gedroht, wenn ihr Befehl nicht erfüllt würd und Glück und gute Ernten versprochel wenn men ihr gehorche. Gortsetzung f0lbl lis“ l auf mung Kran! it d men Wollte deute preise Ne baldlig komm iten inen daß d den. Könnt. gig ve getrof Die litik der U lag 2 Politis amm Abrüs 29. A. Komi gabe systen steller in da. und v Loc nung schlag Jahre folgt Weltr. Fehle: dürfer Sagte Natio: 8 Wa Staate Schlei projel schein Traba Reise die v bereit chuß hat de ten M Millio hower möglic Der projek Aussc! dreist von d strum, ersten Schwi nuten Weck ihre I Sende der Ei Wird 1 Wiegt 4 8 werde trager ö liten Bahn Canav Stufe Auf e. Von e Höhe dritte ihnen verleil Se Liner Spezi erwar Erdsa