gerausgeber: Mannheimer Morgen verlag. Druck: Mannheimer Grog aruckerel. Verlagsltg.: H. Bauser. Chef- red.: E. F. v. Schilling; Dr. K. Acker- mann; Politik: W. Hertz-Eichenrode; wirtschaft: F. O. Weber(erkrankt); peuilleton: W. Gilles, K. Heinz; Loka- les: H. Schneekloth, H. Barchet(Land): kommunales: Dr. Koch; Sport: K. Grein; Soziales: F. A. Simon; Ludwigshafen: H. Kimpinsky; Chet v D.: O. Gentner; stellv.: W. Kirches. Banken: Deutsche Bank, Dresdner Bank, Städt. Sparkasse, Bad. Kom. Landesbank, Bad. Bank, sämtl. Hannheim. Postscheck- Kto.: Karlsruhe Nr. 80 016 Ludwigshafen) Rh. Nr. 26 743 Unabhängige Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R I, 6 Telefon-Sammel-Nr. 2 49 51; Heidelberg, Hauptstr. 45, Tel. 2 72 41(Heidelberger Tagebl.); Ludwigshafen Rh., Amtsstr. 2, Tel. 6 27 68. Bezugspr.: Monatl. 3,50 DM zuzügl. 50 Pf Trägerl., Postbez 3,50 DM zuzügl. 60 Pf Zeitungsgebühr u. 54 Pf Zustellgeb.; Streifbandbezug 3,50 DM zuzügl. Porto. 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Der sowjetische Parteisekretär Chrustschow deutete einen Tag später in Kiew die Möglichkeit weiterer Rüstungsbeschränkungen der Sowietunion an. Ausgangspunkt dafür seien einige Erklärungen der NATO-Mitglieder,„wonach diese Staaten den Standpunkt der Nichtanwendung von Gewalt gegenüber anderen Ländern vertreten“, und die Hoffnung,„daß diese Erklärungen in praktischen Schrit- ten der NATO- Staaten ihren Ausdruck finden werden“. Eisenhower und Dulles berichteten über sämtliche amerikanischen Fernseh- und Rundfunkstationen über die Pariser NATO- Konferenz. Der Präsident versicherte, da alle 15 Regierungschefs der NATO-Mit- gliedstaaten fest entschlossen seien, einen neuen Krieg zu verhindern., Wir haben nicht die Hoffnung aufgegeben, daß die Männer im Kreml früher oder später die Notwendig- keit eines weltweiten Friedens einsehen“. Nach amerikanischer Auffassung könne eine Entspannung der internationalen Lage nur erreicht werden, wenn die Sowjets bei neuen Abrüstungsverhandlungen den Be- weis erbringen, daß ihre Vorschläge auf- richtig und ernst gemeint sind. Langstreckenraketen und Atomwaffen für Europa Dulles teilte mit, daß sich die Delegatio- nen bei der Pariser Konferenz lange und sorgfältig mit der Stationierung von Kern- und Raketenwaffen in Europa befaßt hät- ten. Es sei grundsätzlich Einigung darüber Selbstbesinnung und Friedenssehnsucht Weihnachtsansprachen des Bundeskanzlers und der Berliner Bischöfe Bonn.(dpa). In seiner Weihnachtsansprache hat Bundeskanzler Dr. Adenauer am ersten Feiertag zur inneren Besinnung aufgerufen. Diese innere Besirmung sei nötig, da sonst das Leben trotz aller äußeren Erfolge unbe- friedigend und unglücklich werde. Der Kanz- ler Warnte vor der Ansicht,„daß wir in Sicherheit und in Glanz leben“. Es gebe noch viel Elend, viel Not und viel Unsicherheit. Dr. Adenauer setzte sich dafür ein, dag Weihnachten ein Fest der Familie pleibe. Das Familienleben zu pflegen, mehr als bis- her zu pflegen, sollte das Weihnachtsgelob- mis sein. Der Bundeskanzler sagte, der Heilige Abend habe, so hoffe er, auch etWas Ruhe und Selbstbesinnung beschert.„Selbstbesin- nung, Besinnung auf die inmeren Güter des Menschen ist so selten möglich in dieser stürmischen Zeit. Doch der Mensch braucht sie notwendig, um zur Ruhe und zur Zu- kfriedenheit zu gelangen. Mit Entschlossen- heit müssen wir uns die Stunden Abringen, die wir zur inneren Besinnung nötig haben, sonst wird unser Leben trotz Aller äußeren Erfolge unbefriedigend und unglücklich, ein sinnloses Leben“. Die schönste Einleitung zum Weihnachts- test nannte Dr. Adenauer am Dienstag die Bescherung für 300 Waisenkinder im katho- schen Waisenhaus der Bundeshauptstadt und im evangelischen Kinderhort Probsthof in Niederdollendorf bei Bonn. Am Vormittag des Heiligen Abend pesuchte der Kanzler, vie in den vergangenen Jahren, die beiden Häuser, wo er mit Krippenspielen und Weih- nachtsliedern begrüßt wurde. Stolz zeigten dabei die 14jährigen ihre neuen Uhren, die Sie als persönliches Geschenk Dr. Adenauers für den bevorstehenden Schulabgang erhal- ten hatten. Die Hoffnung auf Frieden im christlichen Geist und die Verbundenheit mit den Men- schen jenseits der Zonengrenze bekundeten der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland und Bischof von Berlin, D. Dr. Otto Dibelius, und der katholische Bischof von Berlin, Dr. Julius Döpfner, am Heiligen Abend im Sender Freies Berlin. Bischof Dibelius sagte, kein Anliegen und keine Hoffnung sei zu Weihnachten 1957 80 groß wie der Wunsch, daß das Kind von Bethlehem den Frieden bringen möge. Bischof Döpfner unterstrich die enge Ver- bundenheit mit den Menschen im sowꝛjetisch besetzten Gebiet mit den Worten;„Gerade heute gehen unsere Wünsche über Alle Grenzpfähle hinweg, die quer durch deut- sches Land aufgerichtet sind.“ Kämpferischer Ausblick des DAG- Vorsitzenden Rettig Hamburg.(AP) Der Vorsitzende der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft DAG) Fritz Rettig, hat in einem am Diens- tag in Hamburg veröffentlichten Artikel zum Jahreswechsel in der Januarausgabe des „Angestellten“ angekſndigt, daß das Jahr 1958 für die Angestellten zu einem„ausge- sprochenen Kampfjahr“ werden wird. „Schon in den ersten Monaten des neuen Jahres werden die Angestellten beweisen, daß sie fähig und bereit sind, überall dort für ihr gutes Recht zu kämpfen, wo man es innen streitig machen will.“ Stille Weihnachten in Deutschland 2000 Christen Frankfurt am Main(AP/ dpa) Mildes Wetter und eine tiefe Ruhe, in der die Hoff- nung vom Frieden auf Erden sich in Ge- danken und Gebeten neu belebte, kennzeich- neten in diesem Jahr das Weihnachtsfest in Europa und der übrigen christlichen Welt. Die weiße Weihnacht, die man sich fast über- all erhofft hatte, gab es nur in wenigen höheren Gebirgslagen. In Australien, Wo jetzt Sommer ist, suchten die Menschen beim Baden Erholung von der gegenwärtigen Hitzewelle. Stiller als in den Vorjahren ist das Weih- nachtsfest in Deutschland vergangen. Der Reiseverkehr hatte am Sonntag vor dem Fest seinen Höhepunkt erreicht und ebbte sofort am Montag ab. Der Interzonenverkehr war nur halb 80 lebhaft wie im vergangenen Jahr. Die Unsicherheit, die durch das neue Paßgesetz der Sowjetzone hervorgerufen wurde, hielt viele Deutsche vom Besuch ihrer Angehörigen jenseits der Zonengrenze ab. Papst Pius sprach am Heiligen Abend sein Gebet für den Weltfrieden, das von zahl- reichen Rundfunksendern in alle Teile der Welt übertragen wurde. In Bethlehem hatten sich auch in diesem Jahre, trotz aller politi- schen Widrigkeiten, wieder über 2000 christ liche Pilger eingefunden, um dort in Gebet und Gottesdienst der Geburt des Christus- kindes zu gedenken. In Warschau versicherte Erzbischof Kar- dinal Wyszynski, daß der Tag kommen Werde, an dem„wir wieder glücklich und fröhlich sein werden“, Der Geistliche wünschte dem polnischen Volk einen Frieden nicht der Sklaven, sondern freier Gotteskinder“, In Ungarn mußten Tausende von Teil- nehmern am Volksaufstand des Jahres 1956 bittere Weihnachten in Gefängnissen und Lagern verbringen. Eine Amnestie hatte das Kadar-Regime abgelehnt. Für die übrige Be- völkerung war das diesjährige Weihnachts- test ein wenig festlicher als das vergangene nach dem gescheiterten Freiheitskampf. In der Sowjetunion, Wo das Weihnachts- fest für die Anhänger der griechisch-ortho- doxen Kirche auf den 7. Januar fällt, fand für die ausländischen und russischen Katho- pilgerten nach Bethlehem Friedensgebet des Papstes liken eine Christmette in der Moskauer Sankt- Ludwig-Kathedrale statt. Die Kette der Unglücksfälle in allen Tei- len der Welt riß jedoch auch über Weihnach- ten nicht ab. Bei Verkehrsunfällen, Flugzeug- abstürzen, Explosionen und auf See wurden seit Montag mehr als 200 Menschen getötet. Die meisten Unglücksfälle ereigneten sich auf dem amerikanischen Kontinent, während Europa in dieser Hinsicht eines der ruhigsten Weihnachten der letzten Jahre erlebte. erzielt worden, dem NATO-Oberbefehls- haber in Europa ballistische Langstrecken- raketen zur Verfügung zu stellen.„Aller- dings wird noch eine kleine Zeit vergehen, bevor diese Raketen in Europa stationiert Werden können. Sollte aber in der Zwischen- zeit ein Abrüstungsabkommen erreicht wer- den, dann würde dieses Abkommen natür- lich Vorrang haben. Wir alle hoffen. das Abrüstungsvereinbarungen zustande kom- men, und wir werden mit allen realistischen Mitteln versuchen, ein solches Abkommen 2 erreichen.“ Bedauerlicherweise habe die Sowjetunion alle bisherigen westlichen Ab- rüstungsvorschläge abgelehnt. Statt dessen sei von Moskau vorgeschlagen worden, die- Ses Problem vor die UNO zu bringen. Doch würden alle 82 UNO-Mitgliedstaaten nie- mals ein brauchbares Verhandlungsgremium abgeben. Moskau hofft auf„gebührendes Ver- ständnis“ Chrustschow sprach vor dem Obersten Sowijet der Ukraine, der aus Anlaß des 40 jährigen Bestehens der Ukrainischen Sowiet- republik eine Jubiläumssitzung abhielt. Zu- gleich mit dem Hinweis auf die mögliche Rüstungsbeschränkung wiederholte der Par- teisekretär die Vorschläge des Obersten Sowjet zur Minderung der internationalen Spannungen und petont:„Wir hoffen, daß diese Vorschläge bei den Westmächten ge- pührendes Verständnis finden werden.“ Zwar sei festzustellen, daß bei der NATO- Tagung die Notwendigkeit von Verhandlun- gen mit Moskau anerkannt wurde, doch müsse man allgemein noch den Schluß zie- hen, daß die führenden NATO-Mächte das Wettrüsten und den Kalten Krieg fortsetzen wollten. Neuer Sowietbotschafter für Washington ernannt Washington.(dpa) Nach fünfjähriger Amtszeit wurde der sowjetische Botschafter in Washington, Georgi Sarubin, nach Mos- kau zurückberufen. Zu seinem Nachfolger wurde Michail Menschikow ernannt, der bis vor kurzem sowjetischer Botschafter in Indien War. Sarubin wird voraussichtlich Mitte Januar nach Moskau zurückkehren. Man hält es für möglich, daß er zum stell- vertretenden Außenminister ernannt wird. Weihnachten als freie Menschen feierten hundert Griechen, die als politische Häftlinge bisher in Lagern inhaftiert waren. Durck eine Amnestie des britischen Gouverneurs durften sie ihre Sachen paclcen und zu ihren Angehörigen zurückkehren. Bild: AF Auch für atomare Angriffe gerüstet 7. amerikanische Armee wurde in bewegliche Kampfgruppen umgegliedert Frankfurt.(dpa). Mit mehr Feuer- kraft, als sie alle amerikanischen Streit- kräfte in Europa am Ende des zweiten Welt- Krieges besaßen, geht die 7. amerikanische Armee in Deutschland ins neue Jahr. Das wird in dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresrückblick des Heidelberger Haupt- quartiers der amerikanischen Armee in Europa festgestellt. In der Erkenntnis, daß jetzt Minuten den militärischen Erfolg von der Kata- strophe trennen, habe die amerikanische Armee in Europa ihre fünf Kampfdivisionen, die zusätzlichen drei Panzerregimenter und eine Panzergruppe so umgegliedert, daß diese Streitmacht atomaren wie nichtatomaren Angriffsstößen begegnen körme. Kern jeder Neue Mehlpreise festgelegt Roggenmehl wird je Doppelzentner um 5,15 Mark teurer Bonn.(dpa) Das Bundeswirtschafts- ministerium hat, wie jetzt in Bonn bekannt wird, am 21. Dezember im Einverständnis mit dem Bundesernährungsministerium durch Erlaß die neuen Mehlpreise festgelegt. Diese neuen Kartellpreise wurden durch den Be- Schluß des Bundeskabinetts erforderlich, mit dem Auslaufen der bisherigen Mehl- subventionen eine Reihe anderer Subventio- nen auf dem Getreidesektor wegfallen zu lassen. Danach erhöht sich der Roggenmehlpreis im Bundesgebiet einheitlich um 5,15 Mark je Doppelzentner. Die Erhöhung beim Wei- zenmehlpeis beträgt 5,10 Mark je Doppel- zentner im sogenannten„Subventions- gebiet A!— Schleswig-Holstein, Nieder- sachsen und östliche Bezirke Bayerns— und 5,45 Mark im„Subventionsgebiet B. der Westen und Süden der Bundesrepublik. Am selben Tage hat Bundesernährungs- minister Lübke, wie ferner verlautet, die Einfuhr- und Vorratsstelle angewiesen, die Abgabepreise für ausländischen Weizen den im vergangenen Jahr erhöhten Inlands- preisen anzugleichen. Landarbeiter-Tarife sollen gekündigt werden Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft hat die Kündigung aller Lohntarife in der Land- wirtschaft zum 31. März 1958 beschlossen. Der erste Vorsitzende der Landwirtschafts- gewerkschaft, Heinz Frehsee, setzte sich in diesem Zusammenhang dafür ein, auch die Bauernkinder in die Bestimmungen eines neuen Bundesjugendarbeitsschutzgesetzes mit einzubeziehen. Zwiscen Gesfern und Moroen Im Bundesanzeiger vom 24. Dezember hat der Bundesinnenminister die am 29. Novem- ber vom Bundesrat gebilligte Verordnung über die Erhöhung der zahnärztlichen Min- destgebühren um 33 Prozent veröffentlicht. Die Kassengebühren der Zahnärzte werden davon nicht betroffen. Mit den Krankenkas- senverbänden soll erst über eine Anpassung an die neuen Mindestsätze verhandelt wer- den. Ein neues Angebot hat die kommunisti- sche SED der Sowjetzone am Weihnachts- abend am die SpD gerichtet. In dem von Walter Ulbricht unterzeichneten Schreiben Wird eine Volksbewegung in ganz Deutsch- land für eine atomwaffenfreie Zone vorge- schlagen. Ein SPD- Sprecher sagte dazu, wenn ein solcher Brief eintreffe, werde er behandelt„wie alle vorangegangenen An- biederungsversuche der SED: er wird in den Papierkorb wandern.“ Belgien hat die gesetzgeberischen Maß- nahmen zur Ratifizierung der Verträge über Euüratom und den Gemeinsamen Markt mit der Veröffentlichung der Zustimmungsge- setze im belgischen Staatsanzeiger„Le Mo- niteur“ abgeschlossen. Charles Pathé, einer der Pioniere der französischen Filmindustrie, ist im Alter von 94 Jahren in Monte Carlo gestorben. Er war Mitgründer der von den Brüdern Pathé 1897 ins Leben gerufenen ersten französi- schen Filmgesellschaft, Pathé eiméma“, einer der ältesten Filmunternehmungen Europas. Zur Zeit der Dreyfuß-Affäre und des Buren- krieges stellte er aktuelle Filmberichte her, die zu den Vorläufern der 1908 geschaffenen Pathé- Journal- Wochenschauen wurden. Charles Pathé legte auch den Grundstein zur französischen Grammophonindustrie. James Richards ist nach Mitteilung des Weißen Hauses von seinem Posten als Son- derberater Präsident Eisenhowers für den Nahen Osten zurückgetreten. Der ehemalige demokratische Kongreßabgeordnete war in der ersten Hälfte dieses Jahres bekannt ge- worden, als er im Auftrag der amerikani- schen Regierung durch den Nahen Osten reiste und den Regierungen die Ziele der „Eisenhowerdoktrin“ erläuterte. Als Richards sein Amt im Januar antrat, hatte er schon seine Absicht angekündigt, höchstens ein Jahr auf dem Posten zu bleiben. Eine Raketenstufe der Vanguard-Rakete, mit der die Amerikaner ihren ersten Erd- Satelliten abschießen wollen, ist auf dem Versuchsgelände von Kap Canaveral sta- tisch erprobt worden, Bei einem statischen Versuch ist die Rakete auf der Abschuß- rampe befestigt, so daß nur die Arbeitsweise des Raketenmotors erprobt wird. Die Sowjetunion hat Ungarn einen Kre- dit in Höhe von 300 Millionen Rubel(ein Rubel offiziell gleich eine Mark) gewährt. Der Kredit soll zum Ausbau der großen Eisen- und Stahlwerke von Stalinvaros (Czepel) bei Budapest dienen. Die Sowiet- union wird auf Grund dieses Kredites bis 1965 Maschinen und Ausrüstung liefern. 99,92 Prozent soll bei den Wahlen in Bul- garien am letzten Sonntag die Wahlbetei- ligung betragen haben. 99,74 Prozent der Über fünf Millionen gültigen Stimmen sind nach einer Meldung des Senders Sofia für die Kandidmaten der Vaterländischen Front abgegeben worden. Andere Kandidaten als die der Vaterländischen Front waren nicht zugelassen gewesen. Zu Besprechungen hielt sich UNO-Gene- ralsekretär Hammarshjöld an den Weih- nachtsfeiertagen in Kairo auf, nachdem er den Heiligen Abend bei UNO- Truppen im Gaza- Streifen verbracht hatte. Gesprächs- themen waren dabei wahrscheinlich der Suezkanal und die ägyptisch- israelische Waffenstillstandskommission, die schon lange nicht mehr zusammengetreten ist. Zum ersten Male seit der Abdankung König Faruks im Juli 1952 hat die Regie- rung Nasser dem ehemaligen ägyptischen Königshaus vorgeworfen, es habe mit Hilfe eines Umsturzes den Thron zurückgewinnen wollen. Prinz Abdel Moneim und seine Frau Nazli Schaa wurden nach Kairoer Zeitungs- berichten unter Hausarrest gestellt. Die der Regierung nahestehende Zeitung„Al-Schaab“ berichtet, die Verschwörung sei von briti- schen Geheimdienstofflzieren in Beirut ge- plant worden, die auch Geld zur Verfügung gestellt hätten. umgegliederten Division seien die fünf auf sich selbst gestellten, schnell beweglichen Kampfgruppen, jede etwa von der Stärke eines Regiments. Mit der Aufgabe, 650 Kilometer Gelände entlang dem„Eisernen Vorhang“ in der Bun- desrepublik zu verteidigen, beginne die 7. Armee 1958 in einer Verfassung, die sie befähigt, sofort den großen Konflikt oder kleine Auseinandersetzungen durchzukämp- fen. Zur Erhöhung ihrer Bereitschaft habe die 7. Armee 1957 auch die 8. Infanterie division nach Rheinland-Pfalz verlegt und die ablösende 4. Panzerdivision nach Würt⸗ temberg. Mysteriöse Tunnelgeschichte spielt zwischen Ost- und Westberlin Berlin.(AP/ dpa) Der Leiter der Ost- berliner Volkspolizei- Inspektion Mitte, Oberstleutnant Godesen, behauptete, eine mehrfache Absperrung im unterirdischen Gang zwischen der Reichstagsruine und dem ehemaligen Reichspräsidentenpalais, dem jetzigen Institut für Marxismus-Leninismus, sei von Westberliner Seite aus durchbrochen worden. Der mannshohe Gang, der bereits 1933 beim Reichstagsbrand eine Rolle spielte, führt unter der Ebertstraße über die Sek- torengrene. Etwa auf Höhe der Straßen- mitte auf Ostberliner Seite war der Gang bisher durch zwei bis zur Decke reichende Mauern und durch Gitter aus Stahlstäben gesperrt gewesen. Bei der ersten Ueberprüfung konnte aller- dings nicht festgestellt werden, von welcher Seite die Sperrmauer durchbrochen wurde. Die Westberliner Kriminalpolizei wurde be- auftragt, den Fall zu untersuchen. Flugzeugabsturz im Pazifik forderte wahrscheinlich 19 Tote Honolulu(dpa) Bei dem Absturz eines amerikanischen Militärflugzeugs über dem Paziflk sind am Dienstag wahrscheinlich 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine, die mit einer großen Radaranlage ausgerüstet war und 23 Mann an Bord hatte, ging nördlich von Hawaii auf unruhiger See nieder und versank schnell in den Wellen, Unter schwierigen Bedingungen wurden vier Ueberlebende geborgen. 150 000 Obdachlose auf Ceylon Ceylon wurde an den Weihnachtsfeier, tagen von schweren Ueberschwemmungen heimgesucht. Rund 150 000 Menschen sind da- durch obdachlos geworden. Bahn-, Straßen- und Telefon verbindungen wurden unter brochen. Auf Zentral-Ceylon ist ein Perso- nenzug mit rund 1000 Menschen völlig von Wassermengen eingeschlossen. Professor von Eckardt gestorben Heidelberg(dpa) Der Heidelberger Somio- loge und Zeitungs wissenschaftler Prof. Dr. Hans Felix von Eckardt starb am Heiligen Abend im Alter von 67 Jahren an einem Herzschlag. Eckardt, ein Onkel des Bundes- pressechefs, hat das Institut für Publizistik an der Universität Heidelberg begründet und war bis zu seinem Tode dessen Direktor. In den Jahren zwischen 1933 und 1946 mußte er aus politischen Gründen seine Lehrtätigkeſt einstellen.(Siehe auch Seite 2.) Seite 2 LORGEN 1 Kommentar Freitag, 27. Dezember 1957 Wo bleibt das große Konzept? Der Weihnachtsfrieden ist erfüllt vom Lärm der Konferenzen, Botschaften und Be- richtigungen. Vom Frieden sprachen Chrust- schow, Eisenhower, Dulles, Gromyko. Vom Frieden und wie er nicht gefährdet werden dürfe, sprachen Spaak und andere NATO- Größen. Die Weihnachtsbotschaft aus dem Vatikan enthielt das gleiche Thema. Und dennoch dünkt es uns, als ob vom wahren Frieden nie weniger die Rede gewesen wäre als eben jetzt, da die Raketenrohre zum höheren Ruhm der Menschheit gen Him- mel starren. Das soll nicht heißen, daß wir nicht so- viel Optimismus hätten, wie ihn cr Chef des internationalen Kommunismus offenbar allein für sich in Anspruch nimmt. Wir möchten allerdings ein wenig kritisch fra- gen, auf was hin Chrustschow soviel Zu- versicht in Hinblick auf die Lösung inter- nationaler Schwierigkeiten für sich in An- spruch nimmt. Denn, das was Harriman, der Gouverneur New LVorks, dem Außen- minister seines eigenen Staates vorwirft, daß er nämlich der Welt kein neues größes Kon- zept für den Frieden auf der NATO-Tagung vorgelegt habe, genau das wäre auch auf Ohrustschows Antwort an die NATO vor- zubringen. Wo ist der Silberstern am unheil- schwangeren Himmel des Atomzeitalters? Chrustschow hat ihn nicht gezeigt. Der So- wyjetführer hat nicht eine einzige neue Bot- schaft angekündigt, die diese abgespannte, müde Welt aufhorchen ließe. Er ist nur im- mer wieder im alten Kreise herumgegangen, hat seine Gegner heftig angegriffen und hat zum weiß wievielten Male die Gipfelkonfe- renz der ganzen Menschheit vorgeschlagen, obwohl er wissen muß, daß dies kein Vor- schlag ist, der Gegenliebe findet. Und um- gekehrt ist auch vom Westen her kein Zau- ber wort gefallen, das an der Kremlmauer wüderklänge. Die Diskussion hat sich ge- Wissermaßen eingeigelt. Das Thema um eine atomwaffenfreie Zone in der Mittéèe von Europa hat nur ein Stacheldickicht diplo- matischer Geschäftigkeit hervorgerufen. Wo ist der Sinn von fünfhundert unbewehrten Kilometern, ruft Henri Spaak, der General- sekretär der NATO, wenn Fernwaffen zwei- tausend Kilometer schießen? Nicht Ab- rüstung und Frieden sei Chrustschows wahre Absicht, als vielmehr Ohnmacht seiner Geg- ner und ein neutrales Deutschland, das nicht mehr widerstehen könne, wenn einst die Hammer- Sichel-Zange die Mitte von Europa knacken wolle. So oder ähnlich wird wohl auch Dulles auf den Lieblingswunsch von Chrustschow reagieren, ein konförderiertes Deutschlamd, frei vom Schrecken des Atoms au schaffen. Tatsächlich ist der Körper dieser Welt schon so verseucht, daß örtliche Sterilisierung einer einzigen Wunde, wie sie die kranke deutsche Einheit darstellt, kaum mehr von Nutzen ist. Der Eingriff muß schon so be- schaffen sein, daß mehr dabei herauskommt Als ein abgestorbenes Geschwür. Wer aber von den grogen Medizinmännern der inter- nationalen Politik ist fähig und bereit, Wie Harriman es fordert oder wie es auch bei ums der Leiter der Politischen Abteilung im Auswärtigen Amt Professor Grewe kürzlich anklingen ließ, ein wirklich großes Konzept für den Frieden anzustreben. Ein Konzept, das nicht nur eine abermalige Versammlung hilfloser Arzte am Krankenbett verlangt, nicht nur ein leeres Rezept, ein Blatt Papier, einen Pakt des Nichtangriffs, einen Vertrag zur Verewigung des Mißtrauens, überhaupt kein Hin und Her, das nur die Art der Waf- ken und ihren Einsatz regeln soll. Frieden schafft man nicht mit Auf- und Abrüstung. Das wissen selbst die Kinder. Frieden, so paradox es klingt, ist überhaupt keine Frage von Krieg und Nichtkrieg. Kriege von epochalem Ausmaß sind Katastrophen, die über uns hereinbrechen und mit der Weis- heit der Politiker nur insofern noch zu schaffen haben, als sie die Abwesenheit von solcher sichtbar machen. Darüber läßt sich schlechterdings gar nicht verhandeln. Wenn einer kühn behauptet, daß er durch sein Geschick den Weltkrieg wieder einmal ab- gewendet habe, so ist er einfach nur ein Scharlatan, der andere zum besten halten WiIl. Frieden aber kann man wirklich halten und erhalten, wo sich Kraft, Willen und Vernunft zusammenfinden. Denn er ist Sache des Vertrauens, des Zutrauens und der gegenseitigen Beratung. Dort aber wo nur Mißtrauen mehr oder minder wächst und sich durch Ab- und Aufrüstungs- gespräche sichtbar macht, dort freilich ist die Erdkruste so dünn geworden, daß sich der ewig lauernde Vulkan der Tiefe leicht be- freien kann und uns mit seinen Feuermassen überschüttet. Darum tut not, die Erde fest zu machen. Festmachen aber läßt sie sich nicht durch das bisher geübte gegenseitige Unterminieren, wie es der offenbare Sinn der Konferenzen, Angebote, Briefe und Ge- spräche unserer Tage doch wohl ü ist. Wäre es nicht so schrecklich in die Wüste nei gesprochen, im Zeichen des Weihnachts- festes wäre man versucht, das zweitausend- jährige Thema aller Menschheitsnöte zu Wiederholen. Aber wer möchte davon an- fangen, wenn selbst der Papst in seiner Botschaft Abschreckung des Friedensstörers mempfiehlt. Wüßte man freilich nur zum vornherein, wer Friedensstörer ist. Gemein- hin behauptet es ja einer nur vom andern, und so besteht zu guter Letzt die ganze Welt nur noch aus Friedensstörern. Was soll da Solidarität noch nützen? Haben wir nicht schon diese grauenhafte Solidarität der West- und Ostmenschheit? Ist darum aber dieser Ziel gegenseitigen Vertrauensschwundes aneutrinnbar? Weitaus entfernt von jedem mismus möchten wir daran festhalten, daß es ein großes neues Konzept des Frie- dens gleichwohl geben muß. Ohne es selbst im Vorrat zu haben, kann doch dies fest- sehalten werden: Es ist kein technisches und auch kein militärisches Problem. Es ist auf Ebenen von Sputniks und von Lenkraketen nicht zu lösen. Es ist auch nicht ein diplo- matisch-kasuistisches Anliegen. Alle Ab- machungen, Paragraphen und Vereinbarun- Sen, Einkreisungen und Blöcke bringen uns dem angestrebten Ziel nicht näher. Dem Ziel, von dem nur eines feststeht, daß es alle Wollen. Dies ist jedoch schon große Ver- heißung unserer Zeit: Alle wollen den Frie- den. Jeder scheut den Krieg von dem man Weiß, daß er den Untergang bedeutet und Zz war aller. Das war bekanntlich nicht zu allen Zeiten so. Insofern lohnt es sich, mit aufmerksamer Wachsamkeit das Zeitge- schehen zu studieren, den Worten großer Monner nachzuspüren. Eines Tages kann uns unverhofft das große neue Konzept in Wor- ten oder Taten ausgesprochen werden, so Wie vor zweitausend Jahren schon einmal die Botschaft ausgegeben wurde, die eine Welt veränderte. Wer Ohren hat zu hören, der höre nicht auf, zu hören! Dr. Karl Ackermann „Geist von Bandung“ In Kairo tagt ein afrikanisch- Vor rund 3000 Delegierten und Gästen aus 37 Ländern und abhängigen Gebieten ist am zweiten Weihnachtstag in der Kairoer Universität der Solidaritätskongreß der afrikanisch- asiatischen Völker eröffnet wor- den, der ohne Beteiligung der Regierungen von den Solidaritätsausschüssen der ein- zelnen Länder veranstaltet wird. Auf der einwöchigen Tagung, die im Zeichen eines festlichen Flaggenschmuckes der Kairoer Straßen und zahlreichen Transparenten mit Willkommensgrüßen in Chinesisch, Russisch, Englisch, Französisch und den arabischen Sprachen begann, werden wahrscheinlich mehrere Entschließungen gegen die Kolo- nialherrschaft und dle atomaren Waffen verabschiedet werden.(AP) Kairo, im Dezember Diese neueste afro- asiatische Konferenz hat nur sehr entfernte Beziehungen zur Konferenz von Bandung, die im April 1955 die Länder Asiens und Afrikas in einer sol- chen Begeisterung der Solidarität vereinigte, daß sie als eine gewisse Herausforderung der weihen Welt angesehen wurde. Aus vielerlei Gründen hat keine zweite Bandung-Kon- ferenz mehr stattgefunden und es wird auch sobald kaum eine erneute Demonstration dieser Art geben. Die westliche Welt kann sich freuen, daß die Herausforderung keine Fortsetzung gefunden hat. Dennoch läuft sie Gefahr, daß die Fackel der„Solidarität der farbigen Völker“ von solchen Händen er- griffen wird, die ihren Interessen mehr Schaden zufügen könnten als die Fackel- träger von 1955. Und diese Gefahr dürfte gerade in Kairo bestehen. In Bandung fand die Konferenz auf der Ebene der Außenminister statt. Der Kolonialismus und seine Merkmale standen unter Anklage, doch blieb der dort herr schende Ton höflich und im Rahmen der diplomatischen Regeln. Im Endergebnis Waren die Anklagereden, die verschiedene Teilnehmer trotz der Anwesenheit Tschou En-lais— er war sogar eine der Haupt- figuren der Konferenz— gegen den Kom- munismus hielten, viel heftiger als die gegen den Westen vorgebrachten Beschwer- den. In Kairo dürfte sich jedoch eine ganz andere Situation ergeben. Im Gegensatz zu Bandung wird hier ein Kongreß abgehalten, der von privaten Or- ganisationen einberufen worden ist. Diese Organisationen können sich zwar auf den „Geist von Bandung“ berufen, beunruhigen aber wegen ihrer Bindungen zur extremen Linken die antikommunistischen Regierun- gen der asiatischen Länder. Als die Tagung in Kairo angekündigt wurde, sprach sich die jordanische Regierung gegen sie aus. Saigon und Manila folgten wenig später diesem Beispiel. Der Kongreß von Kairo ist nicht die erste Initiative dieser Art. Einige Tage nach der Bandung- Konferenz wurde eine soge- nannte Vorkonferenz gleichfalls unter dem Zeichen der asiatischen Solidarität in Neu- Delhi abgehalten. An ihr nahmen im wesent- lichen linksgerichtete Intellektuelle— Schrift- steller und Wissenschaftler— und einige Politiker teil. 23 Länder waren hier ver- treten, darunter auch die UdssR. die zur Bandung- Konferenz selbst nicht eingeladen Worden war. Obwohl die Vor-Konferenz in Neu-Delhi stattfand, hat sich Nehru wohl gehütet, sie unter seine Schirmherrschaft zu stellen. Sie hat im übrigen nur ein sehr schwaches Echo in der Welt gefunden, weil Die Austreibung der Holländer aus Indonesien Freitag, 27. Dezember 1957/ Nr. 298 7 Die Ereignisse im Inselreich geben den kommunistischen Tendenzen Auftrieb Von unserem Korrespondenten Christian Rol Die Niederlande haben nach langem Zögern bei den Vereinten Nationen wegen der„feindlichen Aktionen“ der indoneèsi- schen Regierung gegen niederländische Bür- ger und niederländische Interessen prote- stiert. In einem Schreiben an UNO-General- sekretär Hammarskjöld wird der indone- sischen Regierung vorgeworfen, daß sie„aòus freien Stücken und systematisch die wach- sende Feindseligkeit der Bevölkerung gegen eine ausländische Minderheit in ihrem Land Provoziert“ habe. In Djakarta hat das indo- nesische Parlament den„Zustand des Krieges und der Gefahr“ verkündet. Ministerpräsi- dent Djuanda begründete diesen Schritt damit, seine Regierung habe Beweise da- für, daß Indonesien mit Gewalt bedroht werde.(dpa) Diakarta, im Dezember Lange Reihen von Holländern, meistens Frauen und Kinder, stehen geduldig in der tropischen Hitze vor dem indonesischen Im- migrationsbüro in Kota, um eine Ausreise- diesmal ganz privat asiatischer Solidaritätskongreß sich die ganze Aufmerksamkeit auf die eigentliche Bandung-Konferenz konzentierte. In der Folgezeit geriet die Konferenz von Neu-Delhi in Vergessenheit. Man hatte zwar die Gründung von„afro- asiatischen Solidari- täts-Ausschüssen“ in den verschiedenen Län- dern(auch in der Sowjetunion) angezeigt, aber diese Ausschüsse sollten sich anschel- nend hauptsächlich den Aufgaben kulturel- ler Art widmen. Sie sind die eigentlichen Träger der Konferenz von Kairo. Der Wie- derauftrieb der Solidaritätsbestrebungen setzte kurz nach der Suezkrise ein. Die Tat- sache, daß Aegypten als Sitz der neuen afro- asiatischen Konferenz gewählt worden ist, scheint anzudeuten, daß sie den„Geist von Suez“ zumindest in dem gleichen Maßbße wie den„Geist von Bandung“ beleben soll. An- gehörige französischer Gebiete in Afrika und aus britischen Kolonien und Protektoraten Werden teilnehmen, und es ist 2u erwarten, daß hier viel massivere Angriffe gegen den Westen vorgebracht werden als in Bandung. P. Thierry(AFP) Ben-Gurion sucht Hilfe in Bonn Aber dieser Plan führte zu parlamentarischen Schwierigkeiten in Israel Von unserem Korrespond Jerusalem, im Dezember. Die Verschlimmerung der auhenpoliti- schen Situation Israels im Zusammenhang mit dem englisch-türkischen Vorstoß Zu- Zunsten der arabischen Gegner Israels hat nun zumindest indirekt, auch zu einer schweren innerpolitischen Krise geführt. Das Kabinett BenGurion, dem, außer den Ver- tretern der Mapai, einer Teligiösen Partei und der Progressiven, auch je zwei Minister der Halblinken Ahduth-ha'avodah und der ganz linken Mapam angehören, ist durch einen Akt einer Koalitionspartei— der Ahduth-halavodah— in eine Situation ver- setzt worden, die die Mapai veranlaßte, die Ahduth-ha'avodah ultimativ aufzufordern, aus der Regierung selbst auszuscheiden oder aber ausgeschieden zu werden. Der Anlaß dazu war die Absicht Ben-Gurions, eine„sehr hoch gestellte Persönlichkeit“ in geheimer Mission nach Bonn zu entsen- den, um sich die Unterstützung der Bundes- regierung gegen den englisch- türkischen Teilungsplan zu sichern. Diese Absicht wurde in einigen Ministerkonferenzen be- sprochen und hätte in der letzten Kabinetts- sitzung zum Beschluß erhoben werden sol- len, als die Bombe platzte. Die der Ahduth- ha avodah angehörigen Minister veröffent- lichten in ihrem Parteiblatt diese— wie jede Ministerbesprechung geheimzuhaltende — bevorstehende Beschlußfassung. Die Folge versteht sich von selbst: es kam zu sehr scharfen Auseinandersetzungen zwi- schen Ben-Gurion und den Linken, denen er vorwarf, dag sie„die Sicherheit des Staa- tes aus parteipolitischen Motiven gefähr- den. Die Sache bildet im Augenblick in Israel das Hauptgesprächsthema und hat sogar die Diskussion über die prekäre außenpolitische Situation in den Zeitungen von der ersten Stelle verdrängt. Beinahe die gesamte Presse nimmt in der An- gelegenheit gegen die Linke Stellung, weni- Ser aus prinzipieller politischer Gegner- erlaubnis zu erhalten. Doch die indonesi-„Hotel des Indes“, wurde von seinem Per. schen Immigrationsbeamten lassen sich Zeit. sonal übernommen, das den Holländischen Hier in Kota, dem alten Batavia mit seinen Manager einsperrte und sich Aller Schlüssel Kanälen, Bankpalästen und Handelshäusern, erinnert alles an die holländische Kolonial- zeit. Ueber 400 Jahre haben die Holländer in Indonesien gewirkt und dem Archipel, vor allem Java, ihren Stempel aufgedrückt. bemächtigte. Neben der rotweißen Flagge Indonesiens weht überall die rote Fahne, die auch viele Pejak-Fahrer Cahrradrikschs) 55 ihrem Fahrzeug tragen. Derweil ist der Handel und Warenver. Jetzt bereiten sich die Holländer endgültig kehr zum Erliegen gekommen. Von den auf ihren Abzug aus der ehemaligen Kolo- Plantagen treffen keine Produkte mehr ein nie vor, in die sie viel Geld und Arbeit ge- aber auch die Käufer für indonesischen steckt haben. Aus dem Innern Javas und von den anderen Inseln des Archipels treffen täglich holländische Familien, mit wenigen Habseligkeiten bepackt, in Djakarta ein, um sich eine Flugpassage nach Singapur zu er- kämpfen. Viele, die Eigentum in Indonesien zurück- lassen, fragen sich allerdings, ob es ein end- gültiger Abzug sein wird oder ob man viel- leicht doch noch bleiben oder zurückkehren kann. Manche sind der Meinung, die Regie- rung in Den Haag hätte besser getan, den Indonesiern West-Neuguinea zu überlassen, als den gesamten holländischen Besitz in In- donesien aufs Spiel zu setzen. Andererseits fühlt sich niemand sicher, denn niemand Weiß, wohin die Wellen des indonesischen Nationalismus noch treiben. Auch zahlreiche andere Europäer, Engländer, Franzosen und Deutsche, tragen sich mit dem Gedanken der Heimreise. Für die primitiven indonesischen Massen ist schließlich jeder Weiße ein „Blanda“, ein Holländer. Für die Holländer ist das Leben in ihrer ehemaligen Kolonie zur Hölle geworden, aber sie tragen es mit einer bewundernswer- ten Ruhe und Geduld. Sie nehmen es mit Gleichmut hin, wenn ihnen das Wasser und Licht abgedreht wird, der Zutritt zu den Kinos und Restaurants verweigert und in den Ladengeschäften nichts verkauft wird. Inzwischen haben indonesische Arbeiter und Angestellte mit roten Binden am Arm im Auftrag der kommunistischen Sobsi- Gewerkschaft die Firmen ihrer Brotgeber besetzt. Die großen holländischen Banken unterstehen der direkten Kontrolle der in- donesischen Regierung und werden von den Maschinengewehren der Armee„bewacht“. Djakartas erstes Hotel, das holländische Kautschuk, Kaffee und Tee bleiben Alls. Das in den Jahren der Unabhängigkeit herun. tergewirtschaftete Land steht vor der Pleite In der von hohen Mauern umgebenen rotchinesischen Botschaft herrscht hingegen emsige Tätigkeit. Von dort aus laufen die Fäden zum Zentralkomitee der„Partai Komunis Indonesia“, zur Sobsi- Gewerkschaft und zum„Nationalen Volkskongreg“. Die Massen werden, um sie vom Hunger abzu- lenken mit Propagandaparolen zur Befreiun West-Neuguineas gefüttert. Zahlreiche West. Irian-Befreiungskomitees wurden gegrün- det, die bereits Freiwilligenregimenter auf. gestellt haben. Doch auch im Hauptquartier der indonesischen Armee herrscht emsige Tätigkeit. Doch es fragt sich, ob die militärl. sche Regsamkeit der Vorbereitung eines Angriffes auf West-Irian gilt oder der Ver- hinderung einer eventuellen kommunisti. schen Machtergreifung. Gedenkwort für Hans von Eckardt Am Feiligen Abend starb in Heidelberg im Alter von 67 Jahren der Soziologe und Zeitungs wissenschaftler Professor Hans von Eckardt an einem Herzschlag. Rasch und un- erwartet endete damit das Leben eines wis- senschaftlichen Kämpfers und politischen Rebellen gegen jegliche Form offener oder geheimer Diktatur. Im geistigen Raum der Heidelberger Universität wird von nun an eine der markantesten Gestalten fehlen, eine der tapfersten Stimmen schweigen. Der Bal- tendeutsche Hans von Eckardt hatte im 24“ ristischen Rußland studiert. 1914 trat er alg Freiwilliger in die deutsche Armee ein und wurde nach 1918 einer der Mitbegründer der Demokratischen Partei. Wie wenige andere ist er im Wandel der Zeitläufte, in allen Wirren und Krisen der Weimarer Republik seinen demokratischen Idealen treu geblie- ben, und sein politischer Instinkt, sein tief eingewurzeltes Mißtrauen gegen alle ideo- logischen Phrasen liegen ihn schon früh- zeitig die Gefahren erkennen, die mit den ersten Anfängen des Nationalsozialismus für die Zukunft des deutschen Staates und den Bestand seiner Kultur heraufbeschworen wurden. Er blieb wachsam und Wurde, allen Anfechtungen zum Trotz, nicht müde, vor dem kommenden Unheil zu warnen. In Sei- nen Vorlesungen und Seminaren herrschte bis zuletzt eine weltoffene, Freiheitliche Atmosphäre, lebte eine Gesinnung von Fair- neß und Humanität, wehte aber auch der scharfe Wind geistiger Auseinandersetzun- gen, dem mancher weiche, unentschlossene Charakter nicht gewachsen War. Dieser akademische Lehrer und Publizist machte es keinem leicht, weder seinen Freunden noch seinen Feinden, am aller- Wenigsten sich selbst. Sein eminentes Wis- sen, seine brillante Dialektik und sein rück- sichtsloser persönlicher Mut trugen ihm den Ruf eines höchst anregenden, aber auch ge- fürchteten Redners ein, wie er im Bereich der deutschen Hochschulen selten zu finden Wär. So konnte es nicht ausbleiben, daß man ihn 1933, nach der„Machtübernahme“, als einen der ersten Professoren davonjagte. Im Jahre 1945 kehrte er nach Heidelberg auf seinen alten Posten zurück, voller Hoff- mungen und Pläne, die sich aber nicht er- füllten. Die bittere Erkenntnis, daß sich trotz mancher äußeren Verwandlungen die Welt nicht viel geändert hat, ließ ihn allmählich müde und einsam werden. Das Telegramm Alfred Webers und einer Anzahl Heidel- berger Professoren an Bundeskanzler Aden- auer, in dem gegen atomare Bewaffnung Protestiert wurde, trug auch die Unterschrift Hans von Eckardts. Das war das Letzte, was die Oeffentlichkeit von ihm hörte. Es War die konsequente Haltung eines Mannes, der bis zu seinem Tode einen guten Kampf ge- kämpft und sein Gewissen nie verleugnet Hat. Eva Pataig enten M. Y. Ben- gavriel schaft als vielmehr aus der Ueberlegung, daß es gleichgültig ist, ob ein engerer Kon- takt mit Deutschland als Provokation Ruß- lands ausgelegt werden könnte oder nicht, da die russische Mittelostpolitik ja keines- 3 durch Israels Verhalten beeinflußt Wird. Es ist im Augenblick, da diese Zeilen geschrieben werden, noch Nicht ganz Klar, Wie BenGurion— der nun natürlich die Reise der„hochgestellten Persönlichkeit“ abgesagt hat— auf den Affront reagieren Wird. Es ist anzunehmen, daß er die Konse- quenzen aus dem Ultimatum seiner Partei an die Linken ziehen und sich nach andern Koalitionspartnern umsehen wird. Deutsche UL Boote für Israel? (AP). Die israelische Regierungskrise konnte durch eine Parlamentserklärung Ben- Gurions und eine darauffolgende dreiein- halbstündige Kabinettsitzung nicht über- Wunden werden. In einem amtlichen Kom- muniquè wurde am Dienstagabend mitgeteilt, daß eine endgültige Entscheidung getroffen Werden solle, nachdem Ben-Gurion in den nächsten Tagen mit Vertretern der ver- schiedenen Koalitionsparteien verhandelt habe. Im israelischen Parlament verteidigte Ben-Gurion inzwischen die Bemühungen seiner Regierung,„gewisse Ausrüstungsteile, die für die Sicherheit Israels lebenswichtig sinds, voa der Bundesrepublik zu kaufen, Ben-Gurion, der auf einen scharfen Angriff des nationalistischen Abgeordneten Chaim Landau antwortete, erklärte, diese Aus- rüstungsteile würden dringend gebraucht und könnten nur aus der Bundesrepublik bezogen werden. Aus der ganzen Ausein- andersetzung ging nicht hervor, um welche Art von Ausrüstung es sich dabei handeln Soll. Den einzigen Hinweis enthielt eine Rede des kommunistischen Abgeordneten Mosche Sneh, der erklärte:„Die Frage ist, ob Wir neue Unterseeboote oder eine neue Politik brauchen“, Interview mit dem Sparkommissar Willi Lausen äußert sich über die Möglichkeiten von Einsparungen in der Verwaltung Von unserem Korrespondent Stuttgart, Ende Dezember Als hauptberufliches Mitglied der neuen staatlichen Kommission zur Ueberprüfung der Wirtschaftlichkeit der Verwaltung in Baden- Württemberg ist der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SpD im Landtag, Willi Lausen, ernannt worden. Mit der Ernennung scheidet Lausen aus der parla- mentarischen Arbeit aus, Falls die neue Tä- tigkeit das hält, was Lausen sich von ihr verspricht, wird er im Juni 1958 sein Land- tagsmandat niederlegen. Da die beiden an- deren Mitglieder der Sparkommission, der Präsident des Rechnungshofes, Dr. Schlee hauf, und der Ober bürgermeister von Rastatt, Dr. Kunze, nur nebenberuflich tätig sein werden, wird die Hauptlast der Arbeit, die mit Beginn des Jahres 1958 ein- setzt, auf Lausens Schultern liegen. Auf An- laß seiner Ernennung hat Willi Lausen un- serem Stuttgarter Korrespondenten folgende Fragen beantwortet: Frage: Versprechen Sie sich von der Tätigkeit der Kommission baldige Verbesse- rungen und fühlbare Vereinfachungen der Staatsverwaltung oder wird sich die Arbeit der Kommission, da sie keine Weisungs- befugnis gegenüber der Verwaltung besitzt, in der Erstattung von Gutachten erschöpfen? Antwort: Die Tätigkeit der Kommis- sion wird dort in einiger Zeit zu greifbaren Ergebnissen kommen können, wo der beste en Fritz Treffz-Eichhöfer Ansatzpunkt für eine Rationalisierung der Verwaltung im Sinne einer Ausnutzung der bürotechnischen Revolution der letzten Jahr. zehnte gegeben ist. Ich bin davon überzeugt, daß in solchen Fällen Regierung und Parla- ment mitziehen werden. Frage: Wo werden Sie— in Zusam- menarbeit mit Ihren beiden Kollegen— den Hebel zunächst ansetzen und wie gedenken Sie in der Praxis vorzugehen? Antwort: Mir persönlich scheint dort der beste Ansatzpunkt gegeben zu sein, wo sich ständig wiederholende Arbeitsgänge zu finden sind, die man einer technischen Ratio- Nalisierung zugänglich machen kann. Frage: Besteht nicht die Gefahr einer doppelgleisigen Arbeit, da der Rechnungshof Baden- Württemberg sich seit Jahren schon mit der gleichen Materie, die die Kommis- sion jetzt zur Grundlage ihrer Tätigkeit machen muß, befaßt? Antwort: Da der Präsident des Rech- nungshofes Mitglied der Kommission St, besteht meiner Meinung nach gar nicht die Gefahr von Kompetenzstreitigkeiten; denn es ist wohl selbstverständlich, daß erst nach erfolgter Verständigung unter den drei Mit. gliedern eine Arbeit grundlegend in Angriff genommen werden wird. Frage: Welches werden Ihrer Ansicht nach die größten Schwierigkeiten sein, die Beispiel die Kreis- oder Landesbezirkseintel. lung? Antwort: Es hat sich gezeigt, daß die Fragen der Kreis- und Landesbezirksneu- ordnung politisch nicht spruchreif sind. Wir Werden zu prüfen haben, welche Fragen, die Ausgesprochen im politischen Raum liegen, für das Parlament diskutabel sind. Solche Fragen gibt es. Aber sie werden begreifen, daß ich nicht an Probleme herangehe, die von vornherein keine Aussicht auf eine L- sung im parlamentarischen Raume haben. Frage: Muß jede Bestrebung nach Ver- waltungsvereinfachung nicht Stückwerk bleiben, so lange der heutige komplizierte Staatsaufbau nicht durch einen weniger kostspieligen ersetzt wird? Antwort: Diese Frage ist nur im politischen Raume zu beantworten. Reali- stisch betrachtet ist jeder Teilerfolg im Stre- ben nach Verwaltungsvereinfachung erfreu- lich. Daß die Länder zu einem Gutteil in der Gestaltung ihrer Verwaltung vom Bunde abhängig sind, ist in der Oeffentlichkeit bis- er noch gar nicht richtig erkannt worden. Der Bund ist es, der den Ländern ständig neue Aufgaben auferlegt. — Das wertvolle Grundstück der deutschen Schule in der römischen Via Savoia ist durch eine Vertragsumterzeichnung, die am Heilig- abend mit einem amtlichen deutsch-italie- nischen Notenaustausch besiegelt wurde, wieder Besitz des deutschen Schulvereins ge- worden. Die Schule vir nach dem zweiten weltkrieg zunächst als Feindleigentum be- schlagnahmt worden. sich Ihnen bei Ihrer Arbeit entgegenstellen werden? Antwort: Die Schwierigkeiten liegen schon heute ziemlich offen zutage. Die Bun- desgesetzgebung macht dem Lande mit 3e dem Gesetz Sorgen, weil gleichzeitig sich die Notwendigkeit ergibt, dafür neues Personal einzustellen. Die Oeffentlichkeit muß dar- über hinaus erst dafür Verständnis nden, daß wir über bestimmte Arbeitsgebiete einen zunehmenden Bedarf an Beamten haben werden. Denken Sie an den Lehrerbedarf für Schulen und Hochschulen, aber ebenso an die Vermessungsbeamten, die über die bisherige Zahl hinaus erforderlich sind, wenn die Flurbereinigung schneller vonstatten gehen soll. Die absolute Zahl der Staats- bediensteten ergibt ein falsches Bild. Daß uns darüber hinaus auch der Ressortgeist, der mancherorts herrscht, Kummer bereiten wird, dürkte nicht einmal verwunderlich sein; denn ihn trifft man nicht nur in der staatlichen Verwaltung an. 2 Frage: Rechnen Sie auf Grund Ihrer Erfahrungen mit einer offenen, vorbehaltlosen Unterstützung der Verwaltung bei Ihren Be- mühungen um eine Verkleinerung der Staatsverwaltung? Antwort: Ich schätze die Zahl derer, die zu vorbehaltloser Unterstützung unserer Arbeit bereit sind, höher ein, als gemeinhin getan wird. Man kann es von vornherein gar nicht von allen erwarten; denn gerade hier müssen erst einmal Psychologische Schwierigkeiten überwunden werden. Frage: Wird die Kommission sich auch mit Verwaltungsproblemen befassen, die in den politischen Raum hineingreifen, wie zum Fr. 29 3 Vas Ein gachts! ien s nachts ädch gachts zu ein, wollte! keiten Aus d. meiste leb er täter, hatte, rissen erklär zu Vel bringe jedoch schliel einen verde Be abend Leben Gesch Be für F Abenc lin sie wurde Au dellin Abhal ande Schwe warer Wein Be der N sind Der tage etwWa 40 In. Verle We Uebe gersn kührt insel mehr wurd samsn den. keine D Jägen ger jar einer eines Pleis Gebi und mit in d. D God! Vort Ehec fähr gen, 49 J 50 jähr fälle em Per. indischen Schlüssel r Flagge ahne, die scha) an arenver. Von den nehr ein, desischen Aus. Das t herun. r Pleite. ebenen hingegen ufen die „Partai erkschaft el“, Die er abzu- zefreiung e West. gegrün. iter auf. quartier emsige militäri- 8 eines der Ver- munisti. idelberg Ooge und ans von und un- nes wis- litischen ler oder aum der nun an len, eine Der Bal- im 24. N er als ein und nder der andere in allen Nepublik geblie- sein tief le ideo- n früh- mit den mus für und den chworen de, allen ide, vor In sei- errschte heitliche on Fair- uch der rsetzun- hlossene Publizist seinen n aller- es Wis- in rück- ihm den uch ge- Bereich 1 finden laß man ne“, als gte. idelberg er Hoff- icht er- ich trotz lie Welt mählich egramm Heidel- r Aden- affnung schrift ate, wWas ES War nes, der mpf ge- Heugnet 4 Patzig ee seintel. daß die rksneu- nd. Wir gen, die liegen, Solche greifen, e, die ine Lö- aben. ch Ver- ickwerk zierte weniger ur im Reali- n Stre- erfreu- in der Bunde eit bis- vorden. ständig utschen t durch Heilig -italie- Wurcle, ins ge- weiten m be- NORGEN Seite 8 r 208/ Freitag, 27. Dezember 1957 as sonst noch gescha g Ein versöhnliches Ende nahm am Weih- ſiachtstag ein Vorfall, der die Gemüter in ien sehr erregt hatte Kurz vor dem Weih- nachtsfest hatten drei Rowdies drei junge ädchen überfallen und ihnen einen Weih- hachtsbaum entrissen, den diese als Geschenk u einer alleinstehenden alten Frau bringen gollten. Die Burschen hatten die Süßhig- as das Wiener Stadtoberhaupt, Bürger- meister Franz Jonas, von der Sache erfuhr, ſieb er sich am Weihnachtstag die drei Uebel- äter, die die Polizei inzwischen festgestellt latte, kommen und redete ihnen so ins Ge- issen, daß sich die drei spontan bereit- erklärten, auf alle ihre Weihnachtsgeschenke zu verzichten und sie der alten Frau zu bringen. Soweit wollte der Bürgermeister jedoch nicht gehen, und so einigte man sich schließlich darauf, daß die Jungen der Frau einen Monat lang bei ihrer Hausarbeit helfen werden. 1 8 Bei einem Großfeuer sind am Dienstag- bend in Buenos Aires 16 Menschen ums leben gekommen. Der Brand brach in einem Iseschäft für Feuerwerkskörper aus. 1* Bei der Explosion eines Verkaufsstandes für Feuerwerkskörper kamen am Heiligen abend in der kolumbianischen Stadt Medel- lin sieben Menschen ums Leben. 25 Personen wurden verletzt. 4 Auf einer bergigen Straße raste bei Me- dellin(Kolumbien) ein Omnibus über einen Abhang und stürzte in die Tiefe. 15 Reisende fanden den Tod, während zehn zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Die Insassen waren auf dem Wege nach Medellin, um dort Weihnachten zu feiern. * Bei einem schweren Autobusunglück in der Nähe der südafrikanischen Stadt Durban sind 13 Eingeborene ums Leben gekommen. Der Autobus, der sie über die Weihnachts- tage in ihr Reservat bringen sollte, stürzte etwa 300 Meter in ein steiles Flußtal hinab. 40 Insassen des Autobusses konnten sich mit Verletzungen retten. ** West- und Mitteljava werden zur Zeit von Ueberschwemmungen und von einer Hun- gersnot heimgesucht. Schwere Regenfälle führten im Westen der indonesischen Haupt- insel so starke Veberflutungen herbei, daß mehrere Dörfer einfach hinweggeschwemmt wurden. Etwa 15 Häuser stürzten völlig zu- sammen. Reisfelder erlitten schwere Schä- den. Nach bisherigen Berichten sind jedoch keine Todesopfer zu beklagen. * Die Leichen von zwei österreichischen Jägern, des 57 jährigen Philipp Pfeiffenber- ger— Vater von acht Kindern— und des jährigen Josef Scharfetter, wurden von einer alpinen Rettungsmannschaft am Fuß emes 200 Meter tiefen Felsabhanges am fleisnitzkogel gefunden. Beide hatten im Gebiet von Lungau(Salzkammergut) gejagt und waren dabei in die Tiefe gestürzt. Da- mit erreicht die Ziffer der in diesem Jahr in den Alpen tödlich Verunglückten 112. * Der amerikanische Scheidungsrichter Godfrey L. Munter bezeichnete in einem Vortrag in Washington die Zeit nach einer Thedauer von 20 bis 25 Jahren als die ge- kährlichste. Die meisten Scheidungen erfol- gen, wenn die Ehepartner zwischen 45 und 49 Jahre alt sind. Dieser Gruppe folgen die 50- bis 54 jährigen und dann die 55- bis 59. jährigen. In sieben von zehn Scheidungs- fällen wird den Frauen Recht gegeben. * In Pittsburgh Pennsylvania) wurden elf Wohnhäuser und eine Schule durch einen Großbrand vernichtet, der mehrere Stun- den lang in einem dicht besiedelten Vorort von Pittsburgh wütete. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Eine zwei Kilometer lange, zweigeschos- sige Brücke, die größte Moskaus, wird zur Zeit in der Nähe des Lenin-Stadions gebaut. Das Obergeschoß ist für Kraftwagen und Omnibusse bestimmt und das Untergeschoß für U-Bahnzüge. 5 i * Der indische Ministerpräsident Nehru übergab in Dardschiling, am Fuße des Hi- malaja, das neugegründete Himalaja-Berg- steigerinstitut seiner Bestimmung. In die- sem Institut soll der Scherpa Tensing, der zusammen mit Sir Edmund Hillary als erster den Mount Everest bezwang, als Chef- instrukteur tätig sein. Küche Stern stieg— Angst blieb/ druck: Der malerische Wüstenkönig Saud bekommt wieder einen fetten Stützpunkt- Vertrag(8.), der französische Regierungschef Mollet Verzeihung(25.) und der SPD-Chef Ollenhauer ein halbes Ohr(28). Januar kehrt das Saarland Am Neujahrstag politisch heim nach Deutschland. Fast der ganze Monat bringt abnorm mildes Wetter ö mit zehn bis fünfzehn Grad Wärme, aber leiten gestohlen und den Baum zertrampelt. im kalten Krieg frieren wieder die Fronten ein. „Gegenüber dem westlichen Imperialis- mus sind wir alle Stalinisten“, läßt Partei- chef Chrustschow wissen(1.). Nach der Un- garn-Tragödie knistert es im Ostblockgefüge — Moskau sendet Rotchinas Ministerpräsi- denten Tschou Solidaritätsapostel nach Warschau und Bu- En-lai als(erfolgreichen) dapest(ab 11). Ungarns Regierung geht for- mell zurück auf strengen KP-Kurs(6.) und läßt die Hinrichtungen von Freiheitskämp- fern beginnen(19.). Ulbricht und Grotewohl binden mit einem Truppenvertrag in Mos- kau(7., unterzeichnet 12. 3.) ihre Hälfte Deutschlands noch fester an die Sowjetunion und verzichten ausdrücklich auf einen„eige- men Weg zum Sozialismus“. Aber die Polen Wählen trotz erstmaliger Möglichkeit der Kandidaten-Streichung ganz groß für ihren National- Kommunisten Gomulka(20.). Im Westen Nachwehen der Suezkrise: Der unglückselige britische Premier Eden tritt zurück(9.) und Präsident Eisenhower, dessen zweite Amtsperiode beginnt(21) bringt im Kongreß seine Nahostdoktrin ein (5. bewilligt 7. März), wonach er fügsamen Nahostländern zusätzliche Waffen und Dol- lars geben und bei akuter roter Gefahr auch militärisch eingreifen darf,. Der sowietische Vorschlag nach dem bewegten Spätherbst, eine Abrüstungs-, Gipfelkonferenz“ im Gen- ter Stil abzuhalten, wird von den drei west- chen Regierungschefs abgelehnt(3.) mit dem Hinweis auf die Vereinten Nationen. Prompt bringen die Amerikaner in der UNO- Vollversammlung etwas sehr zeitgemäßes aufs Abrüstungs-Tapet: sie möchten eine internationale Kontrolle auch auf Fern- raketen, Satelliten und Raumstationen er- streckt sehen. „Zeitgemäß“ ist auch die Losung in der Bundesrepublik: die Musterungen beginnen (21) und General Speidel erhält ein hohes NATO- Kommando als Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte in Mitteleuropa(24., An- tritt 3. April). Innenpolitisch erleben wir die Konsolidierung der FDP(Reinhold Maier übernimmt den Vorsitz(10. und 24.) und das Eingehen der von ihr Abgespaltenen FVP (in die DP). Innenpolitisch Wẽar aber auch das Ereignis, das uns im Januar am meisten beschäftigte: der Bundestag begann mit der Rentenreform-Schlußdebatte(16). beschloß die Produktivitätsrente(17.) und verabschie- dete(22.) das Gesetz, das zwar viele neu in die Pflichtversicherung zwang, aber endlich Mit immer noch traurigen Augen sitzen die vor einem Weihnachtsbaum in einem Waisen und nur mit dünnen n einem Park in Rom aufgefunden worden waren, ternd, blau gefroren des 23. Dezember 1957 von Passanten 1 waren in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember ausgesetzt 0 im Frost umhergeirrt. Sie waren dann in ei auch für sie am Heiligen Abend der Weihnac inrer annahmen. Die Kinder konnten keine nad polizei waren bisher erfolglos. auch die Rentner am„Wirtschaftswunder“ teilnehmen lieg und die Rentenkaufkraft kür die Zukunft sicherte. Sonst noch: Fürstin Gracia, geborene Grace Kelly, bescherte Monako die staats- erhaltende Thronfolgerin(23.). Die Toten des Monats: Der österreichische Bundespräsident Theodor Körner(83, am 4.), die nobelpreisgekrönte chilenische Dichterin Gabriela Mistral(67, am 10.), der Größte des Zeitalters am Dirigentenpult, Arturo Tos- canini(90, am 16.), die unvergessene Berliner Kabarettistin Claire Waldorff(72, am 22.). Februar Das war ein kapriziöser„Wintermonat“ mit seiner Durchschnittstemperatur von 14 Grad über dem Pflichtsoll— da konnten die alteren Herren ihre langen Unterhosen gut entbehren, die nach einem von der Bonner Stellvertretenden Protokollchefin Erica Papp- ritz mitverfaßten Buch über den feinen Be- nimm der Gentleman nicht trägt. Diese Frage wie auch das Problem, wann der Gast. in einer Neubauwohnung die Wasserspülung zu betätigen hat, ließ die ganze Bundes- republik bis in den Bundestag hinein von Gelächter widerhallen. Viel Kummer mit der Widerspenstigkeit ihrer Mitmenschen hatten die Politiker. Das kleine Israel lehnt die sechste Aufforderung der UNO ab, seine Invasionstruppen zurück- zunehmen(4.) und läßt sich den Sanzen Monat lang von den USA drängeln. Immer- hin endet der längste deutsche Streik seit Menschengedenken, den die 18 Metall in Schleswig-Holstein führte und in dem weder die höchst- persönliche Einschaltung des Bundeskanzlers(10. 1.) noch die Schlichtung etwas gefruchtet hatten, nach 16 Wochen endlich mit Arbeitsaufnahme(15). Die Montan-Union- Regierungschefs einigen sich ini Paris(20.) über Euratom. Aus Moskau erhält Bonn eine bedeutsame und relativ freundliche Note: Ministerpräsi- dent Bulganin warnt vor Atombewaffnung, würde aber vertraglich geregelte Handels- und sonstige Beziehungen begrüßen(8.). Nun, darüber wird sich im Verein mit unse- ren Repatriierungswünschen reden lassen. anderweitig machen die Sowjets ein lange källiges Eingeständnis(J.): daß der bei Kriegsende in Ungarn verschollene schwe- dische Diplomat und Menschenfreund Raoul Wallenberg in Stalins Kerkern umgekom- men ist. Der sowjetische Außenminister Schepilow darf noch die Sitzung des Ober- sten Sowjets mit einer großen Rede be- schließen(12.) und wird dann unvermittelt von Gromykow abgelöst(15). In Washington machen drei Besucher Eisenhowers einen unterschiedlichen Ein- se 3 Kleinen, Giorgi, 6, Franco, 3 und Paola, 4. haus in Rom. Die Kinder, die vor Külte zit- Sommersachen bekleidet am früken Morgen orden und die ganze Nacht „n römisches Waisenhaus gebracht worden, wo ntsbaum brannte und sick liebepolle Menschen heren Angaben machen. Recherchen der AP-Bild „Reichsverweser“ Nikolaus Horthy(88, am 9.), der Schauspieler Erich Ponto(72, am 4.). Rückblick auf das Jahr 1957 Es starben: Der ehemalige ungarische März Seit Ende Februar und bis in den April hinein bekümmert uns wieder der stetige Preisauftrieb. Erhard spricht vom„Veits- tanz auf dem Vulkan“ und droht mit„bru- talen Maßnahmen“(100, trotzdem wird das Brot wieder teurer(14.). Was tut die übrige Regierungsprominenz in diesem Monat? Sie reist. Außenminister von Brentano ist den ganzen März hindurch auf Weltreise— USA, laufende Hochdrucbrücke Azorenraum und Südrußland behält Wirksamkeit auch in der nächsten Zeit. Eine alternde 500 bis 700 Meter mächtige Schicht von Bodenka 1 er in den niederen Lagen, während es in der Höhe klar und mild ist. mitgeteilt von der Wetter warte Mannheim niederschlagsfrei und meist heiter. In den niederen und mittleren Lagen anhaltend stark dunstig und in den Frühstunden ver- breitet Nebel. Tagestemperaturen um null Grad, minus 5 bis minus 7 Grad, im Bauland ört- lich auch bis nahe minus lagen des meist über null Grad, schwacher Wind. Wetterbericht Aussichten bis Samstagabend: Allgemein örtlich auch darunter. Tiefstwerte 10 Grad. Gipfel- Odenwaldes klar, Temperaturen Uebersicht: Die über Süddeutschland ver- zwischen dem ihre Itluft bestimmt dabei das Wet. Sonnenaufgang: 8.22 Uhr. Sonnenuntergang: 16.32 Uhr. Australien, Neuseeland, Indien und was da- zwischen liegt. Verteidigungsminister Strauß handelt mit den Türken, die anders nicht zahlen können, in Ankara einen Munitions- liefervertrag aus(23.). Bundeskanzler Aden- auer fährt nach Rom, um dort die euro- päischen Verträge mitzuunterzeichnen(25.) und dann zum Staatsbesuch in Persien(28. bis 2. 4.). In diesem Monat sind endlich auch die letzten Folgen des Suez-Abenteuers aus- gestanden. Nach feierlicher Entschlußver- kündung(I.) und allerletztem Rückzieher räumt Israel seine Positionen am Golf von Akaba und den Gazastreifen, Wo UNO-Poli- zeitruppen einzienen(C.). In Syrien darf die zerstörte Oelleitung nach Reparatur wieder in Betrieb genommen werden(II.). Der UNO- Generalsekretär kann seine Bespre- chungen in Kairo über die Enttrümmerung des Suezkanals erfolgreich beenden(27. Kanal am 9. April wieder für Schiffe bis 20 000 Tonnen frei). Die Vielfalt der sonstigen Ereignisse des Monats läßt sich nur chronologisch fassen: SED- Professor Walter Harich erhält wegen angeblicher Konspiration gegen das SED- Regime während des Ungarnaufstandes zehn Jahre Zuchthaus(9). Deutschlands National- fußballer, o Wunder, können Oesterreich in Wien 3:2 schlagen(10). Der Bundestag be- schließt wieder Höchstgeschwindigkeits- grenzen für Kfz. Wegen des wachsenden Verkehrs-Blutzolls(15.). In Großbritannien beginnt der größte Streik seit 1926(16., die Werftarbeiter, 25. die Metallarbeiter, am 30. streiken 1,7 Millionen). Die Abrüstungsver- handlungen beginnen wieder im Londoner Fünfmächte-Ausschuß. Ein Erdbeben in San Franzisko(USA) richtet nur große Sachschäden an(22.). Der Schweizer Bundesstaatsanwalt Dubois be- geht Selbstmord, nachdem herausgekommen ist, daß er diplomatische Geheimnisse Aegyptens an Frankreich hat gelangen las- sen(23.). Auf Bermuda treffen sich Eisen- 17 27 V 3 Hr . 5 2— — O Winds til Nordwind ON Ostiν 5 Wolkenlos 10 Km /n 20 KMmI¹⁵ heiter halb bedeckt Südwind Westwind 3O K mI 40 Km wolkig bedeckt. VARM FRONT KALTF RON am Soden 1A. 4 in der Höhe A A K OK KLUSON 5 e warme kalte Luftströmung Regen Nieselin Schauer = Nebel* Schpee e Gewitter , Niederschlagsgebiet Luftdruck in Milſibar, Temp. i C Stad HA non. T= rietoruehgebiet hower und Edens Nachfolger Macmillan: die außenpolitische Konsultation wird wieder eingerenkt, die USA treten dem Militäraus- schuß des Bagdadpakts bei, vor allem aber soll England amerikanische Atomraketen be- kommen(2124). Das Bundesverfassungs- gericht entscheidet im KRonkordatsprozeß lia zwei Pfund und 15 Schilling(etws für die Kulturhoheit der Länder und der 1 Libt, 1 e ehemalige führende Wirtschaftstheoretiker jährige Fischer Alf Danford in seinem 18185 2 D.* D 1 des DGB, Professor Agartas, wird wegen chen bei Grimsby. Auch dieses Jahr reichte Verdachts staatsfeindlicher Zusammenarbeit das Geld weder für ein üppiges Festessen 5 mit Pankow in Haft genommen(26). Die noch für genügend Kohle, um den Ofen britische Regierung ordnet die Freilassung an den Feiertagen in Gang zu Halten. gegen die klagende Bundesregierung und (aber nicht Heimkehr) des nach den Sey- chellen verbannten Erzbischofs von Zypern an(28.) und der„harte“ Salisbury verläßt deshalb das Kabinett(29.). Im März verließen diese Welt: Der Schauspieler Albert Florath(68, am 10.), amerikanische Polarforscher Admiral Byrd (68, am 110, der philippinische Staatspräsi- dent Magsaysay(49, bei einem Flugzeug- Unglück am 17), der schon legendäre fran- 268ische Politiker und Staatsmann Edouard Herriot(84, am 26.) und der geniale Film- regisseur Max Ophuels(55, am 26.) Aber halt, haben wir nicht einige wich- tige Ereignisse vergessen? Die CDU-Kam- pagne gegen SPD- Wehner, die sich in den April hineinzieht, den großen Knüppel, den die Sowjets wegen Zulassung etwaiger Atomstützpunkte gegen Japan, Norwegen, Dänemark schwingen(26.), vor allem aber die Katze, die der britische Luftwaffengeneral Earl of Bandon achtlos aus dem Sack läßt (14): Atomwaffen sind schon am Rhein! Makarios firma versehentlich zehn Zentner Kohlen in Lord Pandfords Vordergarten ablud, kam der alte der zur nächsten Polizeistation und berichtete Unerwartetes Glück zu Weihnachten Mit einer kärglichen Rente von wWöchent- Aber als am Montagmorgen eine Kohlen- Mann nicht auf den Gedanken, davon etwas für sich zu nehmen. Er lief zwei Kilometer den Vorfall, worauf auch prompt ein Wagen kam und die Kohlen wieder mitnahm. Danfords Verhalten machte in dem Küstenstädtchen jedoch schnell die Runde und am Nachmittag gaben sich die Leute in Danfords Häuschen die Tür in die Hand. Die Nachbarn kamen mit Kuchen, Nüssen, Obs und Süßigkeiten, ein Metzger schickte ein Huhn, der Gastwirt um die Ecke ließ eine Flasche Whisky abgeben und die Kohlen- firma schickte zwei Sack Kohle. Vom Für Sorgeamt erschien schließlich ein Mann, der Danford zwei Pfund(24 DM) in bar üb gab, die ein bessergestellter Rentner gespen- det hatte. Alf Danford saß mit Tränen in den Augen neben seinem jetzt 0 brenn en Often und sagte nur immer wieder: ke, vielen Dank.“ Was wir hörten: Die Botschaft irgendeine verborgene greifend, alles hatte den auch gar nicht anders sein, Bildern und Vorstellungen, schichten. So sprach man hörte noch einmal die Stimme des ver storbenen Erich Ponto, der Sendung„O glitzerbunter Baum“, mit Ge schichten von Andersen und Rosegger, er ja im Grunde nur die Wiederholung de an frohe Erwartung und Kinderwünsche, eine Stimmung, 5 Elwenspoek beim Südwestfunk mit seine Wie arm aber ist nicht mehr daran er Besorgen von Gedanken, Weihnachten ist vorüber und auch im Rundfunkprogramm hat wieder der Alltag das Wort. Aber für manchen Hörer wird vielleicht die eine oder andere Sendung aus den Festtagen noch nachklingen, weil sie weiche Stelle des Herzens anrührte. Die alten Weihnachtslieder und die alten Bibelworte, das alles war wie immer schön und feierlich, fromm und er- vertrauten Ton und gleichen Ablauf wie in jedem Jahr. Es durfte denn keines unse- rer Feste ist so erfüllt von unverrückbaren überlieferten Bräuchen und Symbolen, Gestalten und Ge- auch an diesem Heiligen Abend im Südwesttlunk Matthias Wiemann die Weihnachtserzählung des Neuen Testaments, den„Weihnachts- abend“ von Charles Dickens vorlas und die zählt von Joseph Plaut. Was wir feiern, ist gleichen Texte und Zeichen und das eigene Erinnern an Lichterglanz und Gabentisch, das Glück erfüllter wie sie Curt Träumereien in der Heiligen Nacht beschwor. der Mensch, der sich innern kann, der über lauter Arbeit und Erfolg vergessen Hat, daß Weihnachten mehr bedeutet als das hastige rasch und nüchtern der Weihnacht erledigt, einkäufen ermüdet, ist geschlafen und sieht das er selber war und und nun wieder zum Vorschein kommt. (Süddeutscher, Rundfunk) viel Schönes 1 dungen— n Karl Heinrich Waggerl„Und es begab sich. gemein“(Süddeutscher Rundfunk). eine kostspielige Verpflichtung, die gewissenhaft, doch ohne Freude absolviert wird. Von solch einem Mann handelte die Erzählung von Kurt Ihlenfeld(Südwestfunk) „Es war jemand zugestiegen“: ein reicher Fabrikant, von anstrengenden Weihnachts- in seinem Auto ein- plötzlich neben sich einen kleinen Jungen sitzen. Es ist das Kind, das ihn jetzt an den besseren Teil seines Wesens gemahnt, der allzu lange verschüttet und vergraben war Vom tieferen Sinn der Weihnacht wurde in diesen Tagen viel gesprochen, und selbst wenn es nur die äußeren Dinge Waren Wie der Gewürzduft weihnachtlicher Bäckereien oder der Anblick kleiner Tannenbäume, die punt geschmückt und kerzenhell das Fest krönen sollen, so wußte doch Friedrich Schnack in seiner Plauderei über„Weih- nachtssterne— ausgestochene und erblühte“ (Südwestfunk) und Wilhelm Hensler in sei- ner Betrachtung„Bäume kommen zu uns“ und Besinnliches zu sagen. Wieviel mehr aber noch wurde— auch in den weltlichen Sen- der eigentlichen Bedeutung dieses Festes offenbar, wenn die Erscheinung des Kindes von Bethlehem, das Sternenlicht dieser einmaligen, göttlichen Stunde die Ge- danken bewegte, wie in den Geschichten von oder in der Weihnachtsbetrachtung von Wer- ner Bergengruen„Machet euch dem Kinde So verschieden auch die dichterischen Bei- träge in Form und innerem Gehalt waren, so sehr glichen sie sich doch im Ernst ihrer gläu- bigen, tröstenden Verheißung. Da schilderte Marie Luise Kaschnitz unter dem Pitel„Das Wunder“(Südwestfunk und Süddeutscher Rundfunk) das schönste Weihnachtserlebnis, das ihr ein alter italienischer Hotelier aus seiner Jugendzeit berichtet hatte, und Ilse Langner beschrieb eine„Heilige Nacht im Wartesaal“, wie sie viele von uns in den ersten schweren Nachkriegsjahren als Flücht- linge und Heimkehrer erlebt haben mochten, als Reisende ohne Gepäck, Wanderer ohne Ziel, die für ein paar Stunden irgendwo hän- grübelnd ver- werten sie die Zeit bis zum nächsten Zug und wissen nicht, was das Schicksal für sie bereit- hält. Aber hier ist eine Flüchtlingsfrau, die plötzlich begreift, daß sie, als es ihr noch gut ging, den Sinn der Weihnacht eigentlich nie verstanden hat und daß sie erst jetzt, in ihrem tiefsten Elend, zu ahnen beginnt, wel- genbleiben. Schlafend oder Tiefsee unbekannter als Mond 46 Toronto beschlossen, ein (df) Noch birgt die Tiefsee einige uner- gründete Geheimnisse. Russische Forscher behaupten, daß das Tiefenwasser in gleicher Richtung und mit der gleichen Geschwindig- 5 keit fliehe wie das Wasser an der Oberfläche. Die anderen Wissenschaftler sind der Mei- nung, daß die Meeresströme an den Küsten nicht nur nach rechts oder links abbiegen, sondern sich auch zur Tiefe hin abzweigen oder daß an den Küsten Tiefenwasser empor- steigt. Ueber die Chemie des Tiefenwassers gehen die Meinungen noch weiter ausein- ander. Die Internationale Union für Geo- dasie und Geophysik hat darum Kürzlich in internationales Forschungsschiff auszurüsten, das zur Klä- che neue, wunderbare Kraft aus der Bot- schaft der Engel strömt. Und schließlich soll noch eine Sendung des Stuttgarter Frauenfunks erwähnt werden, weil darin alles zusammengefaßt war, was man gewöhnlich in der Hast und dem Trubel der Feiertage vergißt: die Besinnung auf den Ursprung.„Wenn doch Weihnachten erst vor- über wäre“ hieß diese Ansprache von Wal- traut Schmitz-Bunse, in der ein religiöser Mensch mit der„gemütvollen deutschen Weihnacht“, mit Lametta und Sentimentali- tät, mit dem ganzen aromatischen Festnebel und unserer eigenen Gedankenlosigkeit ab- rechnete. Weil wir das Fest mehr als das Ge- heimnis lieben, das dahinter steht, sollten wir einmal einen Herzschlag lang an das Wunder der stillen, der heiligen Nacht denken, das aus der Ewigkeit niederstieg und die ängst- liche Leere der Welt ausfüllt. Denn allein darauf kommt es an. N Neue Erkenntnisse und Erfindungen rung dieser Fragen dienen soll. Unter ande- rem soll auf den Fahrten dieses Schiffes eine ungefähre Karte der Phosphor- und Phosphat-Konzentration im Meerwasser angelegt werden. Flußgschläm me z Ur Boden verbesserung Sich in stillen Buchten ansammelnde Flußschlämme werden im Rheingau zur Ver- besserung sandiger oder steiniger Böden ge- prüft. Auch heraufgebaggerter Hafenschlanmm Soll nach einem Bericht in Heft 21 der„Im- schau in Wissenschaft und Technik“(Um- schau Verlag, Frankfurt am Main) nach dem Abtrocknen ein ausgezeichnet gekrümeltes Material darstellen, das der Schwarzerde gleichkommt. Auch sein Düngewert ist an- sehnlich. Es sollte also in Zukunft kein der Hafenreinigung anfallender Schlamm mehr in den Fluß zurückgekippt werden dies war bisher mangels sonstiger Nach- frage der billigste Weg. Der Flußschlamm trocknet rasch in grobe Schollen sich spal- tend, die beim Transport und der Boden- bearbeitung von selbst zerfallen. 5 5 Gegen Flugzeugbrände ö (BN) Eim neues Verfahren zur Verhütung von Treibstoffbränden bei Flugzeugen ist jetzt von einer britischen Firma entwickelt worden. Es beruht auf dem Prinzip, daß be Vorhandensein einer genügenden Menge Stickstoffgas im Treibstofftank der Luft- sauerstoff nicht zur Explosion führen kann. Der Stickstoff wird in flüssiger Form mitge- führt. Man rechnet damit, daß sich das Ver- fahren besonders wertvoll für die noch schnelleren Flugzeuge der Zukunft erweisen wird, deren Geschwindigkeiten sich der Hitzegrenze nähern. i Führen Strahlen zum Aus sterben von Schmetterlingen? (df) Auch in früher schmetterlingsreichen gebieten beobachtet mam einen auffallenden Rückgang an Faltern. Unkraut- und Schad- lingsbekämpfung, die Anwendung künst- lichen Düngers, die Anlage von Monckul- turen haben die Umwelt der Schmetterlinge weitgehend denaturalisiert. Auf eine weitere Gefahrenquelle weist Dingler im„Jahrbuch des Vereins zum Schutze der Alpenpflanz und tiere 1957“ hin, nämlich auf die Zu- nahme ionisierender Strahlen in der Atmo- sphäre. In dieser Strahlen-, Verunreinigung“ nehmen radioaktive Strahlen einen grogen Raum ein. Dingler gibt zu bedenken, daß sie möglicherweise schädigend auf die Fort- pflanzung der Schmetterlinge auswirken. MANNHEIM Freitag, 27. Dezember 1957 Nr. 290 Weihnachts- und Festtags-Chronik: Nur Kerzen- nicht die Gardinen brannten Kein Brand-Alarm bei der Feuerwehr/ Ruhige Feiertage mit wenigen„Schönheitsfehlern“ Kein Christbaumbrand, keine Verkehrskatastrophe, kein anderes Ereignis außer- gewöhnlichter Art störte den Mannheimer Weihnachtsfrieden. Es gab nur einige Wenige„Schönheitsfehler“ einer Großstadt gang und der Großstadttrubel, die festliche Ruhe früheren Jahren war das Weihnachtsfest gäbe sind. Alle — doch es waren immer nur Zwischenfälle, wie sie in s in allem: An den Festtagen verstummte war„tonangebend“. Noch deutlicher als in 1957 eine Familienweihnacht. Die Mann- heimer blieben zu Hause und erholten sich von den Strapazen der Vor weihnachtszeit. „Es war geradezu beängstigend still am Heiligen Abend“, meldete der Seckenheimer Landespolizeiposten von der Autobahn.„Es herrschte fast absolute Verkehrsruhe. Nur jede halbe Stunde kam mal ein Pkw evor- bei.“ Meist waren es Amerikaner, die zwi- schen Mannheim und Heidelberg unterwegs Waren, oder es handelte sich um Fahrzeuge, die schon große Entfernungen zurückgelegt hatten, die aus Berlin, München, Hamburg und anderen Städten des Bundesgebietes stammten. Auch auf Rhein und Neckar ruhte am Fleiligen Abend(und an den beiden Feiertagen) die Schiffahrt. Die Fahrzeuge Waren vor Anker gegangen, die Kapitäne, die Matrosen und die Familien zündeten in den Kajüten die Christbäume an, und alle vergaßen für zweieinhalb Tage alle Termine, alle Frachten und die Unmenge Arbeit, die Rhein- und Neckarschiffahrt heute leisten müssen. Auch die Innenstadt war am Heiligen Abend wie ausgestorben. Noch wenige Stun- den zuvor aber waren Tausende zum Mann- heimer Hauptfriedhof und zu den Vorort- Friedhöfen gegangen, um die Gräber ihrer Lieben zu schmücken., An den Straßenbahn- Haltestellen der Linie 16 standen zahllose Menschen, die kleine Tannenbäumchen mit sich trugen. Etwa ab 16 Uhr bis in die Abendstunden hinein waren alle Straßen- bahnzüge, die in Richtung Friedhof fuhren, Stark besetzt. Selten waren die Friedhöfe so reich geschmückt wie in diesem Jahre. Eine Abteilung des evangelischen Stadt- posaunenchors intonierte auf dem Haupt- friehof Choräle und weihnachtliche Klänge. Auf vielen Vorortfriedhöfen sangen Chöre. Die Mannheimer waren diesmal vor- sichtig: Sie steckten nur die Kerzen und keine Gardinen an. So mußte die Feuerwehr Während der Feiertage nicht einmal zur Bremdbekämpfung ausrücken. Sie wurde nur alarmiert, um bei einigen Unfällen zu hel- fen. Insgesamt ereigneten sich im Stadt- gebiet elf Verkehrsunfälle. Die Fälle von grobem Unfug und Ruhestörung(elf) waren erfreulich gering. In der Neckarstadt kam es jedoch zu einem Familienzwist, der so ausartete, daß die Polizei gerufen werden mußte. Auf der Autobahn-Ueberführungsbrücke über die Bahnstrecke Heidelberg- Frankfurt (Hei Friedrichsfeld-Nord) passierte gestern nachmittag aus noch unbekannten Gründen ein Unfall: Ein Personenkraftwagen be- rührte während der Fahrt die Brücken- brüstung und geriet dadurch ins Schleudern. Während der Wagen hin- und hergerissen Wurde, stürzte der Beifahrer auf dem rech- ben Vordersitz des Fahrzeuges auf die Fahr- bahn; er wurde von einem nachfolgeriden Pkw erfaßt und einige Meter weit mitge- schleift. Der Fahrer dieses Wagens— es hemdelt sich um einen Ford 17 M, hellblau Termine „Der Kirschblütenzweig“, dramatische Le- gende von Friedrich Feld, wird am 27. Dezem- ber um 20 Uhr im Gemeindesaal, Lutherstraße 4, von der Laienspielgruppe Lutherkirche(Nord) wiederholt. Veranstaltung in Schönau: 20 Uhr, Siedlerheim, Silvester-Ball Schönau). Die Allgemeine Ortskrankenkasse veröffent- cht im Anzeigenteil, Seite 5, eine wichtige Bekanntmachung über die neuen Zahltage für Kranken-, Haus-, Wochen- und Stillgeld. Wir gratulieren! Ludwig Ohnsmann, Mann- heim- Waldhof, Freyastraße 60, wird 76 Jahre alt. Stephan Metzmaier, Mannheim, Garnison- Straße 20, begeht den 75. Geburtstag. Jakob Müller, Mannheim- Schönau, vollendet das 80. Lebensjahr. Kath. Stein, Mannbheim-Nek- karau, Wörthstraße 6, kann den 92. Geburtstag felern. Das Chepaar Heinrich und Barbara Becker(geb. Back), Mannheim Feudenheim, Weinbergstraße 16. feierte am 24. Dezember goldene Hochzeit. 31. Dezember, (ASV 3 72 tra estern nachmittag Marika Rökk 955 igen kommend in Mannheim ein und stieg im„Palust-Hotel Mannheimer Hof“ ab. Grund des Besuchs: Sie stellte sich gestern im Alhambra(„Nachts im grunen Kakadu) dem Filmpublikum vor. In unserer Kritik vor vier Tagen hieß es: Die Rö schien verschollen zu sein, aber nun ist gie wieder da, genau so lebendig und universal wie einst. Sie war und ist ein großer Revue- star und ih Speaialfach ist— trotz vieler Ver- suche jüngerer Kräfte— unbesetzt geblieben. Bild: Thomas und dunkelblau gestrichen— beging Fahrer- flucht. Der verletzte Beifahrer des ersten Pkw mußte in ein Mannheimer Kranken- haus gebracht werden. Die Bundesbahn hatte während der Feier- tage etwa 30 Sonderzüge eingesetzt, die in Mannheim Station machten. Die Mehrzahl der Züge verkehrte in Richtung Süden. Die Wagen waren— zum Teil mit Skiurlaubern — durchweg stark besetzt. Wintersport- möglichkeiten bestanden für die Mannheimer vor allem im nördlichen Schwarzwald, wo ab 900 Metern zehn bis zwanzig Zentimeter Schnee lag. Auch auf dem Feldberg und dem Belchen, wo eine Schneedecke von 30 Zenti. metern auf die Skifahrer wartete, waren die Wintersportverhältnisse recht gut. Auf der Mannheimer Wetterwarte bei Dr. von Kienle klingelte am Heiligen Abend (ausnahmsweise) nicht das Telefon, sondern „Weihnachtskantate“ nur die Weihnachtsglocke. Die Wintersport- ler, die sich nach den Schneeverhältnissen in den bayerischen Bergen und im Schwarz- wald zu erkundigen pflegen, legten eine Pause ein. Doch schon am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages begannen die Skihasen erneut aktiv zu werden: Einige Optimisten Wollten sogar wissen, wie hoch der Schnee im Odenwald liege. Doch die Wetterwarte mußte diesen Interessenten Fehlanzeige melden. Der Himmel war am Heiligen Abend fast Wolkenlos; in der Nacht sank die Tempera- tur auf einige Grad unter Null. Am ersten Feiertag schien die Sonne 5,4 Stunden lang das war viel länger als am zweiten Weih- nachtstag, wo sich die Sonne— trotz wolken losem Himmel— nur 2,1 Stunden lang sehen ließ. Wir saßen wieder einmal im Dreck; Nebel und Dunst ließen die Sonne nicht zu uns durchdringen. Während im Mann- heimer Luftsumpf niedrige Temperaturen gemessen wurden, war die Luft in höheren Lagen wärmer: Auf dem Weinbiet wurden zwei Grad(plus) gemessen. Ein wenig Rauh- reif verschönte in Mannheim die Natur und verlieh ihr weihnachtlichen Schmuck. Hk sprach zu den Herzen Die„Liederhalle“ feierte das Fest im Musensaal Würdiger Auftakt der traditionellen Weihnachtsfeier des Männergesangvereins „Liederhalle“ am ersten Feiertag im Musen- saal war die„Weihnachtskantate“ von Robert Bückmann. Die Lichter im Saal erloschen, an den Tischen strahlten nur noch die roten Kerzen und auf der Orgel erklang von Lud- wig Kümmerlin gespielt das Präludium, als der Sprecher Or. Heinz Roth) einsetzte:„Und hast Du Weihnachten nicht mehr..“ Abwechselnd oder gemeinsam vom Jugend- chor, dem Männerchor, der Sopranistin Maria Eigler-Fendt und der Streichergruppe vor- getragen, ertönten dann die alten, vertrauten Weisen der deutschen Weihnacht. Musik- direktor Max Adam hatte die Gesamtleitung und bereitet mit dieser festlichen Kantate der grogen Familie der Liederhalle— selbst der Rang war dicht besetzt— wohl das ergrei- fendste Weihnachtsgeschenk. Als der gemein- same Schlußgesang aller Anwesenden ver- klungen war, herrschte noch lange Schweigen: Der Sinn des höchsten Festes der Christen- heit,„Freude, Freude sei aller Welt und Ehre dem Gott in der Höhe“, war zu Herzen gegangen. Besinnliche Worte richtete der Präsident der Liederhalle, Georg Schäfer, an seine Sänger: Das Fest solle zum Herzen sprechen, an Vernunft und Einsicht appellieren. Die schnellebige Zeit Pedürfé eines solchen Ruhe- Punktes, damit die Menschen einmal im JaHr ihr hartes Gewand abstreifen, wieder den Glauben an das Gute im Menschen finden und sich wieder der göttlichen Sendung be- Wußt werden. Unter den zahlreichen Ehrengästen be- grüßte Präsident Georg Schäfer den Kultur- referenten der Stadt, Dr. Andritzky, Hafen- amtsdirektor Dr. Nörling und die Vorstände befreundeter Vereine. Eine Reihe aktiver und Passiver„Liederhaller“ war für langjährige Mitgliedschaft zu ehren: 50 Jahre war Fried- rich Soyez aktiv. Dafür erhielt er vom Deut- schen Sängerbund die goldene Ehrennadel und eine Urkunde, die seine Verdienste bei der Pflege des deutschen Volksliedes würdigt. Vom Badischen Sängerbund erhielten Karl Hering(50 Jahre) und K. Hollstein(40 Jahre) goldene Ehrennadeln verliehen. Silberne er- hielten für 25 Jahre Treue Willi Scharrer und Ludwig Mugler. Die„Liederhalle“ zeichnete Friedrich Soyez mit einem echt goldenen Ring aus. Karl Hering, er hatte den Ring schon an seinem 70. Geburtstag erhalten, er- hielt einen Geschenkkorb. Willi Scharrer und Ludwig Mußler steckte Präsident Schäfer die goldene Nadel mit Brillanten an. Weitere Ehrungen: 50 Jahre passiv Max Hankh; 40 Jahre aktiv Karl Hollstein(je einen Ge- schenkkarton); 15 Jahre aktiv Karl Ziegler, einen goldenen Ring; sechs weitere Mitglie- der für 45 Jahre Mitgliedschaft je einen Ge- schenkkarton, und sechs Sänger erhielten Urkunden für die goldene Ehrennadel des Badischen Sängerbundes ausgehändigt, dar- unter auch Präsident Georg Schäfer. Die Stunde der Ehrungen klang mit dem Bundes- lied von Wolfgang Amadeus Mozart aus. Viel Spaß und Freude hatten die Mitglie- der und Gäste der„Liederhalle“ dann an einem bunten Programm, das Rudi Burow humorvoll ansagte und das Maria Eigner- Fendt(begleitet von Musikdirektor Adam), die Jung-Liederhalle, Christin und Mario, die Tanzgruppe Schweska-Loebl,„Lutrix“, Walter Sohn, Maurer/ Ziegler und das Astoria- Orchester abwechslungsreich gestalteten. Sto Blind-Test ohne Würste bei der„Sezession 55“ Die„Sezession 35% ein Mannheimer Jazz- club, veranstaltet heute abend, 20 Uhr, im Pschorr-Bräu-Keller unter Leitung von Werner Pöhlert, ähnlich wie im vergangenen Jahr, einen Blind-Test. Es werden wieder einige Platten abgespielt. Titel, Arrangeure und Solisten sind zu erraten. Wer die meisten Fragen richtig beantwortet, erhält den ersten Preis. Dieses Mal winken aller- dings keine Würste Ein besonderes Anliegen der„Sezession 55“ ist die Pflege der Jazz-Hausmusik. Sie ruft jetzt alle Amateur-Musiker auf, sich in den nächsten drei Monaten zu melden. An jedem Freitag treffen sich die Jazz- Freunde im Pschorr-Bräu-Keller. Dort soll musiziert werden. Das beste Ensemble soll zum Amateur-Jazz- Festival nach Düsseldorf geschickt werden. Die erste Meldung ist be- reits eingegangen. Das Charley-Meier- Quartett gibt heute abend, im Anschluß an den Blind-Test, sein Debut. Mac Auch an die Menschen, die in der Weihnachtsnacht unterwegs sein mußten oder die fern von ihren Familien aus beruflichen Grun. den weilten, war in Mannheim gedacht worden. Zahlreiche Eisenbakner, Polizeibeamte, Taæifahrer und viele Reisende versammelten sich am Heiligen Abend in der Eingangshalle des Mannheimer Hauptbahnhofs, wo Bänke und ein riesiger Weinnachtsbaum! aufgestellt worden waren. Ergriſfen lauschten die Versummelten den Worten eines Geistlichen, der die Weihnachtsbotschaft verkündete. Ein Kirchenchor umrahmte die Stunde und gemein. sam sangen alle Versammelten unsere schönen alten Weihnachtslieder. Die Helferinnen der Bahnhofsmission überreichten kleine Gaben, die danhbaren Herzens angenommen wurden. Alle hatten die Gewißheit, nicht vergessen worden zu sein. Kabra/ Bild: Steiger Aus dem Polizeibericht: Rauflustiges Trio randalierte in der Neckarstadt Zwei Männer im Alter von 30 und 34 Jahren und eine 35 jährige Frau fanden Ge- fallen daran, in einer Schankwirtschaft in der Neckarstadt die Gäste zu belästigen und zu beschimpfen. Einige Anwesende wurden Sogar tätlich angegriffen Nicht genug damit, der 30 jährige und die Frau zertrümmerten auch noch Stühle, Gläser und Aschenbecher. Außerdem schlugen sie mit einer Holzlatte drei Fensterscheiben ein. Im Laufe der Aus- einandersetzung sammelten sich in der Wirt- schaft und auf der Straße viele Passanten An. Die öffentliche Ruhe und Ordnung war erheblich gestört. Moped- Dieb hatte Pech Der Fahrer einer Mannheimer Taxe be- nachrichtigte die Polizei, daß ihm im Hafen- gebiet ein Mopedfahrer begegnet sei, der das Moped, das unbeleuchtet war und dessen Motor nicht lief, möglicherweise gestohlen habe. Polizeibeamte nahmen die Fahndung auf. Sie konnten wenig später einen jungen Mann stellen, der unter erheblicher Alkohol- einwirkung stand. Der 17jährige hatte das unverschlossene Moped an einem noch nicht bekannten Ort entwendet und war damit mur auf die Pedale tretend— durch ver- Kleine Chronik der großen Stadt Aufbau- Gymnasien für begabte Volks schüler Das Oberschulamt Nordbaden in Karls- ruhe teilt mit:„Solange in Nordbaden noch kein Aufbaugymnasium besteht, werden ge- mäß Erlaß des Kultusministeriums auch Schüler des Regierungsbezirks Nordbaden in die in Württemberg und Südbaden vorhan- denen Aufbaugymnasien aufgenommen. Für die Aufnahme in Betracht kommen begabte Volksschüler, denen aus besonderen Grün- den— 2. B. abgelegener Wohnort— der Be- such eines Gymnasiums der normalen Form nicht möglich ist. Anträge auf Aufnahme von Schülern in ein Aufbaugymnasium für den an Ostern 1958 beginnenden Kurs sind von den Erziehungsberechtigten bis spätestens 15. Januar bei dem den betreffenden Wohn- sitz zuständigen Kreisschulamt einzureichen mit folgenden Angaben: Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Konfession, Wobn- ort, Klasse und Schulamt, Beruf des Vaters. Die schriftlichen Aufnahmeprüfungen finden in allen vier Regierungsbezirken zur gleichen Zeit statt, und zwar am 28. und 29. Januar. Da bei Bedarf in allen Kreisstädten des Lan- des— auch in Nordbaden— für die schrift- liche Prüfung Prüfungsstellen eingerichtet werden, bleibt den Prüflingen eine lange Bahn- oder Omnibusfahrt zum Ort der schriftlichen Prüfung erspart. Die mündliche Prüfung findet jeweils an dem Aufbaugym- nasium statt, in das der Schüler eintreten soll. Weitere Einzelheiten können bei den Kreisschulämtern erfragt werden.“ 0 Traditioneller Empfang a m Il. Januar im Rathaus Am 1. Januar überbringen um 15.11 Uhr die Mannheimer Karnevalsvereine tradi- tionsgemäß im Rathaus dem Oberbürger- meister ihre Neujahrsglückwünsche. Der Zug nimmt vor dem„Braustübl“ Habereckl in Qu 4 Aufstellung und führt durch die Planken und die Rheinstraße zum Rathaus in E 5. Vor dem Rathaus spielen die Kapel- len der Karnevalsvereine, während die Präsidenten dem Oberbürgermeister im Rathaus ihre Glückwünsche überbringen. o- Machscht ebbes mit. . an denne Feiertage Nach der Bescherung hatten wir, drei Trep- pen hoch, die„Bescherung“: Alles war so gut und reichlich in Paclepupier gehüllt, in Schach- teln und Schächtelchen verpackt, von Cello- phan umgeben, durch hübsches Schmuchepapier geschenh fertig gemacht, daß der anfallende Abfall enorm war. Die Is Mieter darunter und daruber durften die gleiche Feststellung ge- macht haben, daraufhin geht es bei den Mann- heimer Mülltonnen jetzt drunter und drüber. Aber lassen wir doch die Finger— wenigstens an Weinnachten— von der Kommunalpolitik. Am ersten Feiertag schien ein neuer Früh- ling angebrochen, die beschenkten Damen duf- teten so angenehm nach„Tosca“(oder einer anderen gesangsgewaltigen Operngestualt); die ledernen Münner rochen hingegen mehr nach „Juchten“. Man war versucht sie zu fragen, ob die von ihnen so gern gebrauchte Parole „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ am Feiertug umgekehrt aufgefaßt werden durfe, nämlich so, ob der Schnaps in der Tat dort anfing, wo ihr Dienst aufhörte, Aber die sahen so zugehnöpft in die Welt, hatten neue Hute, Handschuhe und Krawatten, das schüch- terte das Fragen ein. Mir hörten mit Vergnügen wie Klein-Mat- thias auf das Christkind reagierte:„Tut Christhind nie?“ fragte der Dreikasehoch miß- trauisch. Später war für ihn das Christ ind ein feiner Mann wie Neppermann, wo Mutter einkaufte und wo's die süßen Bonbons gibt. Matthias war begeistert über sein ballon- hereiftes Fahrrad, aber am Feiertag erwies er sich als ein echtes Kind seiner Zeit mit dem Appell an seine leicht bestürzten Eltern:„Auf, mit Christkind zu Neppermann, Auto Kau- A Damit fängt diese kurze Feiertagsglosse Wieder von vorne an: Nach der Bescherung hatten wir. Es erleichtert vielleicht, echt mannermerisch zu stöhnen:„Machscht ebhes mit, an so Felertage.“ f. W. K. Fragebogen für Bausparer bitte zurückschicken Von der Interessengemeinschaft der Bau- sparer sind(über verschiedene Bauspar- kassen, die das Anschriftenmaterial ent- gegenkommenderweise zur Verfügung stell- ten) einige tausend Fragebogen in den letz- ten zehn Tagen an die Mannheimer Bau- sparer verschickt worden. Ziel dieser Aktion ist eine statistische Erhebung, die u. a. fol- gende Fragen stellt:„Wann beabsichtigen Sie zu bauen(Jahr)?„In welcher Form soll Ihr Bauvorhaben errichtet werden?“„Wo wollen Sie bauen?“,„Ungefähre Grund- stücksgröhße?“, Ein großer Teil der Frage- bogen ist bereits zurückgeschickt worden. Nach Auswertung und Aufbereitung des statistischen Materials wollen die Verant- Wortlichen der Interessengemeinschaft wie- der bei Ober bürgermeister Dr. Reschke vor- sprechen, der sie in der vergangenen Woche schon einmal zu sich gebeten hatte, wobei er betonte, daß er den Anliegen aller Bau- Sparer aufgeschlossen gegenüberstehe. Die Interessengemeinschaft bittet nun dringend um Rücksenden der noch ausstehenden Fragebogen bis spätestens 7. Januar. Alle Bausparer, denen keine Fragebogen zugesandt wurden, können diese am Sams- tag, 28. Dezember von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr im Lokal„Rleiner Rosen- garten“ in U 6, 19(Stragenbahnhaltestelle „ Nationaltheater“) im Nebenzimmer abholen. 0 Wohin gehen wir? Freitag, 27. Dezember Theater: Nationaltheater Großes Haus 19.00 bis 23.00 Uhr:„Der Rosenkavalier“(Miete K, Th.-G. Gr. E, freier Verkauf).— Kleines Haus 14.00 bis 16.00 Uhr:„Pünktchen und Anton“ (außer Miete); 20.00 bis 22.30 r:„Eine Frau ohne Bedeutung“(Miete F gelb, Halbgruppe II, freier Verkauf). Filme: Planken:„EI Hakim“; Alster:„Alle Sehnsucht dieser Welt“; Capitol:„Stolz und Leidenschaft“, 23.30 Uhr:„Der Talisman“; Palast:„Heißer Süden“, 10.00, 11.50, 22.30 Uhr: „Fuzzy räumt auf“; Alhambra:„Nachts im grünen Kakadu“; Universum:„Die Beine von Dolores“; Kamera:„Die Pariserin“; Kurbel: „Zug der Furchtlosen“; Schauburg:„Träume von der Südsee“; Scala:„Oklahoma“. schiedene Straßen gefahren. Da das Fahrzeug micht ansprang. stellte der junge Mann es Kurz vor dem Eintreffen der Polizeibeamten im Hafengebiet wieder ab. Damenringkampf mit üblen Folgen In einer Wirtschaft in Käfertal gerieten Sich zwei„Damen“, 25 und 26 Jahre alt, in die Haare. Nachdem der Wortwechsel, der in wenig schmeichelhaften Ausdrücken ge- führt wurde, zur Erläuterung der jeweiligen Ansichten nicht mehr ausreichte griff die jüngere der rauflustigen Damen zu einer Kaffeetasse und warf sie der anderen ins Gesicht. Eine Platzwunde an der Unterlippe und beschädigte Zähne ware die Folge, Die Verletzte mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zwei Kinder hatten Glück Ein 13jähriger Junge und seine 6jährige Schwester überquerten am späten Nach- mittag auf dem Lindenhof eine Straße, ohne dabei auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Die beiden Kinder wurden von einem Pxw. angefahren und zu Boden geschleudert, Nach der Einlieferung in das Städtische Kranken- haus stellte sich glücklicherweise heraus, daß die Verletzungen nicht schwerwiegend Waren. Das Mädchen erlitt Hautabschür- fungen, der Junge eine Beinverletzung. Pkw landete im Vorgarten In Feudenheim fuhr ein 31jähriger Mann mit seinem Pkw so schnell, daß das Fahr- zeug schleuderte. Der Wagen geriet zunächst auf die linke Straßenseſte, raste auf den Gehweg und kam erst in einem Vorgarten zum Stehen. Der Pkw war in den Garten- zaun so eingekeilt, daß es zunächst unmög- lüch war, ihn wieder frei zu bekommen. Männern der Berufsfeuerwehr gelang es später, das Fahrzeug wieder flott zu machen. 7 escheren Mann- Alle Jahre wieder eine, Kraftfanrer die Männer der Verkehrspolizei, was beweist, daß das gegenseitige Verhältnis doch viel bes ser ist, als man manchmal denbt.„Gewiß, ge. legentlich gibt's eine gebührenpflichtige Vel. warnung“, meinte ein Kraftfahrer,„aber un gere Freunde und Helfer sind die Verkehrs- polizisten trotzdem“, Selbst dort, wo heute Signalanlagen den Verkehr steuern, wurden beim aufsichtsfünrenden Beamten Geschen fte niedergestellt. Naturlich waren an den 2 zungen, wo noch„von Hand dirigiert“ wird die Geschenke zahlreicher. Bild: Steiger lege! halle übert mind diese lichk Der dent, Land Bürg Vert. Hafe tige reed. firme der der und 1 Zahl tung chen ihre scha Bürs verv Weil fass gart 5 Eins schi dre! alte 8011 geh Nac lich Wi Näl Ihr. die soll in ten letz Die ver ber Pfl. mußten Grün. beumte, sKalle gestellt en, der emein. innen ommen Steiger Fahrzeug Mann es ibeamten gen gerieten re alt, in hsel, der cken ge- weiligen griff die zu einer eren ins nterlippe olge. Die Anspruch 6jährige n Nach- ige, ohne 1 achten. em PR ert, Nach Cranken- heraus, wiegend abschür· ung. . er Mann as Fahr- zunächst auf den orgarten Garten- unmög⸗ gommen. lang es machen. Mann- aftfahret beibeist, biel bes- wiß, ge⸗ ge Ver- ber un: ergcehrs- o heute wurden 2gchen be n Krell te wird, : Steiger Ar. 298/ Freitag, 27. Dezember 1957 AUS DEN BUNVDESLANDERN Seite 5 eee, Einweihung ist gleich umfassende Werbung Stuttgart schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe/ Kostenpunkt: 250 000 DPM Stuttgart. Die Stadt Stuttgart läßt sich die Einweihung ihres neuen Neckarhafens etwa eine Viertelmillion Mark kosten. Sie will das Einlaufen der ersten Schiffe am gl. März 1958 in den zwischen Weinbergen gelegenen Hafen, das größte städtische Bau- projekt seit Kriegsende, besonders würdig begehen. Die umfangreichen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der Hafenbecken zind vom Stuttgarter Gemeinderat bereits kurz vor Weihnachten in einer nichtöffent- ichen Sitzung mit Mehrheit beschlossen worden. Diese Feierlichkeiten werden die zurück- legenden Einweihungsfeiern für die Lieder- halle und den Rathaushauptflügel bei weitem übertreffen. Die Stadt Stuttgart beabsichtigt, mindestens einige tausend Einladungen für diesen Tag zu verschicken. Zu den Feier- lichkeiten sollen sich in Stuttgart einfinden: ber Bundespräsident, der Bundestagspräsi- dent, die Bundes- und Landesregierung, der Landtag, zahlreiche Oberbürgermeister und Bürgermeister aus dem Bundesgebiet, die Vertreter aller Rheinuferstaaten, die am Hafen angesiedelten Firmen, deren künf- tige Kunden, darunter mehr als 1100 Binnen- reeder, Spediteure, Großhändler und Groß- firmen sowie zahlreiche weitere Vertreter der heimischen Wirtschaft sowie Vertreter der Gewerkschaften, von Kunst, Wissenschaft und Verkehr. Die Stadt Stuttgart will mit der großen Zahl der Ehrengäste die künftige Bedeu- tung ihres Hafens nachdrücklich unterstrei- chen. Der Hafen soll nicht nur der Stadt und ihrer Umgebung, sondern auch der Wirt- schaft des Hinterlandes dienen, wird vom Bürgermeisteramt dazu erklärt. Die Stadt- verwaltung verfolgt mit der großen Ein- weihungsfeier aber auch das Ziel einer um- fassenden Werbung für den neuen Stutt- garter Hafen. Bei der Festlegung der Kosten für die Einweihungsfeierlichkeiten in Höhe von rund einer Viertelmillion Mark hat sich der Gemeinderat dabei zu einer Einschränkung beim Festessen entschlossen. Die Aufstellung einer mit Infrarotstrahlenheizung ausge- statteten überdachten Tribüne am Hafen wird dagegen aus jahreszeitlichen Gründen für notwendig erachtet. Die Ausschmückung des Hafengeländes, zahlreicher Straßen der Stadt sowie das Beflaggen vieler städtischer Gebäude fallen bei der Endabrechnung zu- sammen ebenso stark ins Gewicht wie ins- gesamt die bereitzustellenden 3500 Mittag- essen, die Omnibusse, die 15 000 spalier- stehenden Schulkinder, der Druck der Ein- ladungskarten, Festschriften und zahlreiche weitere Posten. Vor Beginn der Feier am 31. März wer- den 15 bis 20 Personenschiffe mit nieder- ländischen, belgischen, französischen, schwei- zerischen und englischen Delegationen an Bord von Stuttgart-Hafen aus am festlich geschmückten Neckarufer vorbei zum Hafen fahren, wo die ausländischen Gäste von Oberbürgermeister Dr. Arnulf Klett begrüßt werden. Nach Festansprachen des Oberbür- germeisters, des Bundesverkehrsministers und der Vertreter der Landesregierung und der Neckar AG wird Bundespräsident Theo- dor Heuss den Hafen eröffnen. Anschließend sind alle eingeladenen Besucher Gäste der „„ Stadtverwaltung auf dem KEilles- erg. Braunschweig hat trotzige Affen Westdeutschlands kleinster Zoo leistet der Bürokratie Widerstand Braunschweig. Die als„Braunschweiger Aflentheater“ bekannt gewordene Affäre um den kleinsten Zoo in Westdeutschland hat jetzt überraschend eine neue Wendung ge- nommen. Bei diesem Streit zwischen einigen Hundert Einwohnern und der Braunschwei- ger Stadtverwaltung geht es— wie wir be- reits berichteten— um Bauten für einen m Entstehen begriffenen zoologischen Garten, die ohne Baugenehmigung errichtet wurden. Während die Stadt schon allein aus recht- lichen Gründen den Abbruch dieser „Schwarzbauten“ verlangt, weigert sich nun der Zooverein ganz entschieden, etwas abzu- reißen, das erst vor wenigen Wochen und Unter der stillschweigenden Duldung der zu- ständigen Stellen aufgebaut wurde. Dieser jüngste Zoo der Bundesrepublik zeigt über 150 Tiere, darunter wertvolle Geschenke und Leihgaben der großen deutschen Zoos, und die bisher auf dem Gelände vorgenommenen Investitionen haben inzwischen einen Wert von etwa 180 000 Mark erreicht. Die Stadtverwaltung machte nun keinen Furchtbare Tat einer Mutter Die Töchter sollten in ein Erziehungsheim eingewiesen werden Essen. Die 38 Jahre alte, zweimal ge- schiedene Grete Borchert aus Essen-Kupfer- dreh hat kurz vor Weihnachten ihre 13 Jahre alte Tochter Ulla erdrosselt. Das Mädchen sollte durch Beamten des Jugendamts ab- geholt und in ein Heim eingewiesen werden. Nach der Tat versuchte die Mutter vergeb- lich, sich selbst das Leben zu nehmen. Sie wurde mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Nähe des Baldeney-Sees in Essen gefunden. Ihre älteste Tochter, die 17 Jahre alte Carla, die auch in ein Heim eingewiesen werden sollte, fanden Passanten auf einer Straße in Kupferdreh, ebenfalls mit durchschnit- tenen Pulsadern. Sie hat sich diese Ver- letzungen wahrscheinlich selbst beigebracht. Die Kinder der Frau Borchert galten als verwahrlost. Das dritte Kind der Frau Bor- chert, ein achtjähriger Junge, befindet sich bereits seit längerer Zeit bei Verwandten in Pflege. Beamte des Jugendamtes hatten zuvor versucht, Carla und Ulla abzuholen. Frau Borchert ließ sie jedoch nicht in die Woh- nung ein. Carla drohte, aus dem Fenster zu springen, wenn die Tür gewaltsam geöffnet werde. Daraufhin gingen die Beamten fort, ohne ihren Auftrag auszuführen. Am Tag danach verließ Carla die Wohnung ihrer Mutter. Frau Borchert erstattete kurz darauf Vermißtenanzeige. Als sie selbst mit ihren Verletzungen aufgefunden wurde, tauchte bei der Polizei die Vermutung auf, daß sie ihren Kinder etwas angetan haben könnte. Daraufhin wurde die Wohnung gewaltsam geöffnet. Die 13jährige Ulla wurde erdrosselt und mit durchschnittenen Pulsadern in ihrem Bett aufgefunden. Frau Borchert hat in- zwischen zugegeben, ihre Tochter getötet zu haben. langen Prozeß, sondern gab dem Zooverein (über 300 Mitglieder) die verpflichtende Auf- lage, den Zoo, der seit diesem Sommer von annähernd 100 000 Personen besucht worden war, abzureißen. Von den behördlichen Sach- verständigen war zuvor auf einige Mängel hygienischer und städtebaulicher Art Auf merksam gemacht worden, aber es gab im Stadtrat auch positive Stimmen für das junge Unternehmen. Dem Zocverein gelang es dann, die Abbruchfrist bis zum Frün- jahr 1958 hinauszuschieben und bei den Stadtvätern wegen der„Schwarzbauten“ um gut Wetter zu bitten. Der behördlichen Ab- bau-Aufforderung will man aber erst dann nachkommen, wenn gewährleistet ist, daß es in Braunschweig einen Zoo, möglicherweise an einem anderen Standort, gibt. Dabei wollten die Braunschweiger Tier- treunde nicht etwa die Bürokratie heraus- fordern, sondern die Behörden zur Mitarbeit gewinnen. Die Zoogründung(Sommer 1957) ist eine private Angelegenheit, die auf der Ueberlegung basiert, daß eine Industriestadt Wie Braunschweig einen Zoo haben müsse. Das zu über 70 Prozent kriegszerstörte Braunschweig, in dem viele Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht sind, hat natür- lich dringendere Sorgen, als einen Zoo ein- zurichten. Um nun der Stadt die finanziellen Lasten und Vorarbeiten abzunehmen, bildete sich in der Bürgerschaft ein privater För- dererverein, dem es dann auch gelang, aus Geld- und Sachspenden sowie freiwilligen Arbeitsleistungen einen zwar kleinen, aber schönen und ausbaufähigen zoologischen Garten anzulegen. E. W. Platin-Diebstahl aufgeklärt Hanau. Nach fast vier Wochen ist es der Hanauer Kriminalpolizei gelungen, einen der größten Edelmetalldiebstähle 6 kg Roh- platin im Wert von 55 000 DMW) der letzten Jahre in dem Zweigwerk Hanau der Deut- schen Gold- und Silberscheideanstalt De- gussa) aufzuklären. Als Täter ist, wie die Kriminalpolizei bekanntgab, der 23jährige kaufmännische Angestellte Willi Kudell aus Hailer im hessischen Kreis Gelnhausen fest- genommen worden. Rohplatin im Werte von rund 45 000 Mark konnte die Kriminalpolizei noch sicherstellen. Schwindel mit flüssigem Sonnenschutz? Frankfurter Oberstaatsanwalt erhob Anklage 147 Zeugen Frankfurt. Das Scheibenfrostschutzmittel „Klar Glas“ und das Blendschutzmittel„Licht- folie“ waren nach einer jetzt vom Frankfur- ter Oberstaatsanwalt erhobenen Anklage ein groß angelegter Schwindel, durch den zahl- reiche Handwerksmeister im ganzen Bundes- gebiet um insgesamt etwa 156 000 Mark ge- schädigt wurden. Um dies zu beweisen, Hat der Staatsanwalt 147 Zeugen geladen, das bisher größte Zeugenaufgebot vor einem Frankfurter Strafgericht. Außerdem sollen drei Chemiker von führenden Laboratorien und technischen Hochschulen als Sachver- ständige begutachten, daß diese Mittel„völ- lig unbrauchbar und unverkäuflich“ Waren, wie der Staatsanwalt behauptet. Wegen Betrugs, unlauteren Wettbewerbs, Unterschlagung und Urkundenfälschung sind der mehrfach vorbestrafte 28 Jahre alte Kaufmann Theodor Röder aus Roigheim (Kreis Heilbronn) und der 34 Jahre alte Kauf- mann Harald Höchtel aus Wien angeklagt. Röder wird vorgeworfen, von November 1954 bis März 1956 in 75 Fällen allein und mit Höchtel durch den Verkauf des Frostschutz- mittels„Klar Glas“ einen Schaden von 38 000 Mark verursacht zu haben, wobei er und seine Vertreter sowohl beim Verkauf als auch in Postwurfsendungen und Inseraten un- wahre Angaben und Versprechungen über „Klar Glas“ machten. Durch den Verkauf des von August 1956 bis Januar 1957 vertriebe- nen Blendschutzmittels„Lichtfolie“, das mit den gleichen unwahren Behauptungen in In- seraten, Postwurfsendungen und bei Vertre- terbesuchen angepriesen wurde, schädigten die beiden Beschuldigten nach der Anklage geladen 46 Glaser-, Schreiner- und Zimmermeister um mehr als 57 000 Mark. 14 sogenannte Generalvertreter, die Röder gegen hohe Sicherheitsleistung unter falschen Angaben für den Vertrieb seiner Erzeugnisse geworben hatte, sollen durch die Abnahme minderwer- tiger Erzeugnisse 50 000 Mark verloren haben. Schließlich nahm Röder noch von einer Frankfurter Bank 11 000 Mark Darlehen auf, die er nicht zurückzahlte. In Langenhahn(Westerwald) richtete Röder in einem alten Stall einen Betrieb mit einem primitiven Kessel und einer Abfüll- vorrichtung ein. Dort wurde das„Chemische Autopflegemittel Klar Glasallglanz 105“ her- gestellt, obwohl Röder und seine beiden Ar- beiter keine chemischen Kenntnisse und Er- fahrungen hatten. Um einen großen Betrieb vorzutäuschen, kaufte sich Röder für seine Vertreterreisen einen Mercedes 300. Die Be- zirksvertreter mußten Sortimente bis zu 1950 Mark abnehmen und sofort in bar oder mit Barscheck bezahlen. Die„Lichtfolie“, die als „Der flüssige Sonnenschutz für den Kraft- fahrer“ und„Unentbehrlicher Helfer im Ver- kehr“ angepriesen wurde, wWwar nach Ansicht von Chemikern eine„verdünnte, minderwer- tige Farbe, die sehr schlecht auf die Scheiben aufzutragen war und nicht mehr Strahlen abhielt als andere Lacke“. Röder bestreitet die Anklage und behaup- tet, die beiden Mittel seien nach Rezepten einer großen chemischen Fabrik hergestellt worden. Ein Termin für die Verhandlung vor der Ersten Frankfurter Strafkammer steht noch nicht fest. Ein gewisser Verdacht bleibt Trotzdem Schlußstrich unter ein Freiburg. Nach dreiwöchiger Verhandlung Hat die Erste Große Strafkammer des Land- gerichts Freiburg den 56jährigen früheren Leiter der südbadischen Zollfahndung, Kar! Klingenschmidt, in allen noch verbliebenen sieben Punkten der Anklage aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Ein mitangeklagter 47 jähriger Spediteur aus Weil am Rhein er- hielt wegen Beihilfe zum Einfuhrvergehen acht Monate Gefängnis und 3000 Mark Geld- strafe. Diese Strafen sind zum Teil durch die Untersuchungshaft verbüßt, der Rest fällt unter die Amnestie. Ein ebenfalls mitan- geklagter 57jähriger früherer Zollverbin- dungsmann aus Lörrach wurde wegen Er- pressung und Unterschlagung schuldig ge- sprochen. Die Strafe fällt jedoch unter Am- nestie. Der nun abgeschlossene Prozeß griff bis in die Zeit der Währungsreform zurück, als Klingenschmidt versuchte, mit rigorosen und großzügigen Methoden den Groß- schmugglern an der Südwestecke der Bun- desrepublik das Handwerk zu legen. Da er die ihm zur Verfügung stehenden Gelder für Agenten und Spitzel sehr wenig bürokratisch verwaltete, tauchte 1950 der Verdacht der Unredlichkeit auf. In einem Prozeß, der gro- Bes Aufsehen erregte, verurteilte ihn das dunkles Kapitel Schmugglerzeit Landgericht Freiburg im Jahre 1952 zu 2 W ei Jahren Gefängnis wegen Amtsunterschla- gung, Urkundenfälschung und Untreue. Der Spediteur hatte damals 18 Monate und der Zollverbindungsmann ebenfalls zwei Jahre Gefängnis erhalten. Der Bundesgerichtshof verwarf jedoch das Urteil, das Klingen- schmidt der Unterschlagung von etwa 30 900 Mark, den Spediteur der illegalen Einfuhr von Waren im Wert von vier Millionen Mark und den Zollverbindungsmann vielfacher Betrügereien um größere Beträge beschul- digte. In dem erneut verhandelten Prozeß wurde vor allem betont, der Zollfahndungs- leiter habe sich nicht nachweisbar bereichert. Es bleibe jedoch nach wie vor der Verdacht gewisser Unterschlagungen. Heiligenfiguren gestohlen Stockach. Aus der 350 Jahre alten St. Martins-Kapelle in Aach sind dieser Tage zwei aus Holz geschnitzte Heiligenfiguren entwendet worden. Die beiden 60 bis 70 m hohen Statuen stellen den heiligen Rochus und den heiligen Sebastian dar. Sie sind etwa 250 Jahre alt und repräsentieren einen Wert von je 300 Mark. Die in der Kapelle verbliebene St.-Martins-Figur wurde vor- sichtshalber aus dem Gotteshaus heraus- genommen. ndesbau Bagſſche 5 Spuckaſſe 5 Jetzt heißt es handeln, Bekanntmachungen Allg. Ortsſero Bekanntmachung nkenkasse Mannheim kin guter Vorsatz Wenn Sie för dieses Jahr noch die Steuer- oder Prä- mienvorteile erlongen Wollen. Schließlich geht es um 400 OM oder mehr. Besuchen Sie daher die nöchst- gelegene Stadt., Bezirks- oder Kreissparkasse. Sie wissen jd: Der Endtermin 31. 12. 1957 ist nicht mehr fern. Prospekt IW 57 kostenlos. udleeb a Eee ASTA ots affine tis tc sank 3 beutscher Sekt „Unsere Housmorke“ 1 2.70 1. OOo 1.95 oel. Bockwörstchen, 450 9 zofng und knockig 5 1 385, feine Marinaden 6 0 pf in verschiedenen Sorten herzboff v. pikont 4 Ur. Dose + Stever Spun. Weigwein „Sol d' Espana“ ig, f. Süße, Wörzi eee Diese Woren föhren olle Geschöfte mit dem Aushong dieses gildplokotes Unsere Hauptgeschäftsstelle in Mannheim und unsere Verwaltungsstellen in Hockenheim, Ladenburg und Schwetzingen bleiben ab 1. Januar 1958 samstags geschlossen. diesem Grunde werden die Zahltage für Kranken- und Hausgeld Aus und Stillgeld bereits ab 30. Dezember 1957 Wie folgt neu sowie Wochen- festgesetzt: 1. für die von unserer Hauptgeschäftsstelle in Mannheim betreuten Mit- glieder: Montag für die in Neckarstadt-Ost, Neckarstadt-West, A bis K, Jung- pusch und L bis U wohnenden Mitglieder, Dienstag für die in Schwetzingerstadt, Neuostheim, Lindenhof, Feuden- heim, Friedrichsfeld. Neckarau, Rheinau. Seckenheim, Straßenheim und Wallstadt wohnenden Mitglieder, Mittwoch für die in Käfertal, Sandhofen mit Blumenau, Kirschgarts- hausen, Sandtorf und Scharhof, ferner in Schönau und Waldhof wohnenden Mitglieder, Donnerstag für die in Altlußheim, Heddesheim, Hockenheim, Ilvesheim, Lorsch, Ludwigshafen mit Vororten(Edigheim- Oppau, Friesenheim, Meudach. Mundenheim, Oggersheim, Rheingönheim), Neckarhausen, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt, Reilingen, Schriesheim und Schwetzingen wohnenden Mitglieder, Freitag für die in Viernheim, Weinheim und in allen anderen aus- wärtigen Orten wohnenden Mitglieder. 2. für die von unseren verwaltungsstellen in Hockenheim, Ladenburg und Schwetzingen betreuten Mitglieder: Kockenheim: 5 Donnerstag für in Altlußheim, Hockenheim, Neulußheim und Reilingen wohnende Mitglieder. f g Freitag für in allen anderen Orten wohnende Mitglieder. Il aden burg: Donnerstag für in Edingen, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim wohnende Mitglieder, N Freitag für in allen anderen Orten wohnende Mitglieder. Schwetzingen: Mittwoch für in Schwetzingen wohnende Mitglieder, Donnerstag für in Brühl-Rohrhof, Ketsch, Oftersheim und Plankstadt wohnende Mitglieder, Freitag für in allen anderen Orten wohnende Mitglieder. Dienststunden: 7.30 bis 13 Uhr. Wir bitten unsere Mitglieder, die Zahltage unbedingt einzuhalten. Mannheim, den 27. Dezember 1957. Brühl-Rohrhof, Bürstadt. Edingen, Ketsch, Ladenburg, Lampertheim. Neckarhausen und Veistleigefongen Pfänder aus der Zeit vom 16. Mai 1957 bis 15. Juni 1957 am Donnerstag, dem 9. Januar 1958 im Saale des Gasthauses „Zähringer Löwen, Schwetzinger Straße 103. Beginn 9.30 Uhr, Saal- öflnung 9.15 Uhr. Letzter Auslösungs- bzw. Erneuerungstermin für die Pfandscheine Gruppe A: Nr. 77 112 bis 78 315, Gruppe B: Nr. 81 799 bis 84 216 Dienstag, 7. Januar 1958. Näheres zu erfragen beim Städt. Leih- amt Mannheim. Versteigerung der verfallenen Wie ind dabei bei gallen sportlichen kreiggissen sind guch Sl dabei, sehr geehrter eser Und deshalb wenn hr erscheint—— Je den Sennteg oben d föf aer 20 Def fürs neue Jahr: in den kleinen Dingen sparsam sein, um„Großes“ an- schaffen zu können! Fangen Sie mit dem Sparen gleich beim Spülen an: 70 mal spielend spülen mit Spül-RE! für 35 Pfennig. Spül-REl mit Loramin die wirkliche Hilfe für die Hausfrau macht den Abwasch spielend leicht und pflegt gleichzeitig die Hände. mt Loramin N Normal-Paket 3 5 Pf 5 Doppel-Paket 3 5 Pf AUS DEN BUNDESLANDERN Freitag, 27. Dezember 1957 Nr. 298 Unsere Korrespondenten melden dußerdem: Chmielewski bald vor Gericht Ansbach. Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat die Ermittlungen in einem ihr vom Ober- bundesanwalt in Karlsruhe übertragenen Fall aufgenommen, der zu einem der Sröhten Prozesse nach Kriegsende werden kann. Die Ermittlungen richten sich gegen den 54jähri- gen früheren SS-Hauptsturmführer Chmie- lewski, dem vorgeworfen Wird, als Kom- mandant des Nebenlagers Gusen 1 des Kon- zentrationslagers Mauthausen von 1939 bis zum Frühjahr 1942 und danach als„politi- scher Referent“ in Mauthausen bis 195 zahl- reiche Morde, Folterungen und andere Ver- brechen begangen zu haben. Vier Brüder Opfer eines verkehrsunfalls Bad Segeberg/ Holst,, Vier Hrüder irn Alter von 13 bis 19 Jahren wurden am ersten Weihnachtstag in der Nähe ihrer Heimat- Stadt Bad Segeberg Opfer eines Verkehrs- Unfalls. Die beiden Nüngsten wurden ge- tötet, der älteste lebensgefährlich und der Nierte leichter verletzt, als die Jungen mit einem gemieteten Personenkraftwagen auf einem kurvenreichen Abschnitt der Bundes- Straße 206 bei schlüpfriger Fahrbahn gegen einen Baum prallten. „Sputnik-Bar“ ohne Sphärenmusik Frankfurt/Main. Um einem dringenden Bedürfnis abzuhelfen wurde in Frankfurt/ Main eine„Sputnik-Bar“ errichtet. Trotz der Höhe, in der die Erdsatelliten zu fliegen Pflegen, kündigt die Bar in einer Ameige in der Weihnachtsausgabe einer Frankfurter Tageszeitung„niedrige Preise“ an. Die tröstliche Gewißheit, daß der Besucher nicht Lon Marsmenschen bedient und von Sphärenmusik unterhalten werden Soll, scheint der Nachsatz anzudeuten, in dem Zwei„gutaussehende Bardamen“ und ein Alleinunterhalter gesucht werden. Ein Hin- Weis, ob(Laika-) Hündinnen in der„Sput- nik-Bar“ auch Zutritt haben oder draußen angebunden werden müssen, fehlt leider in der Anzeige. Doppelmord am Heiligen Abend Einbeck Niedersachsen. In der kleinen niedersächsischen Stadt Einbeck ist am Heili- gen Abend der Festtagsfriede durch einen Doppelmord jäh unterbrochen worden. In einer Holzbaracke wurde die Familie eines Gasarbeiters von zwei Hausbewohnern und einem Melker überfallen. Der Gasarbeiter und sein ältester Sohn brachen unter den Messerstichen der Eindringlinge tot zusam- men. Kurz zuvor war in der Familie des Gasarbeiters den Kindern beschert worden. Ueber das Motiv liegt noch kein genaues Untersuchungsergebnis vor. Hausbewohner sagten aus, daß der Gasarbeiter von den Tätern, die inzwischen alle drei verhaftet wurden, schon oft beschimpft und geschlagen worden sei. In Berlin verhaftet Berlin. Die Westberliner Kriminalpolizei hat einen 31jährigen Lohnbuchhalter aus Karlsruhe verhaftet, der seit Ende Juli Wegen des Verdachts der Unterschlagung gesucht wurde. Er wird beschuldigt, bei einer Stahlfirma in Grötzingen 6700 Mark unterschlagen zu haben. Auch mehrere Karlsruher Firmen soll er durch Betrügereien geschädigt haben. Der Verhaftete verweigerte jede Aussage. Es wird vermutet, daß er sich in die Sowjetzone absetzen wollte. 10 000 ausländische Studenten Bonn. Die Zahl der ausländischen Studen- ten an den Universitäten und Hochschulen der Bundesrepublik und Westberlins ist von rund 7000 im Jahre 1956 auf über 10 000 in diesem Jahre gestiegen. Nach dem Jahres- bericht des Auswärtigen Amtes erhielten rund 1500 Studenten Stipendien der Bundes- regierung gegenüber 500 im Vorjahre. Etwa 25 Prozent der Stipendiaten kommen aus den Entwicklungsländern. 1957 besuchten 120 ausländische Studentengruppen mit etwa 3000 Teilnehmern aus 30 Ländern und mehr als 6500 ausländische Praktikanten die Bun- desrepublik. 25 Zeugen und Sachverständige Hamburg. Zu der Verhandlung über die „Pamir“- Katastrophe am 6. Januar 1958 hat das Lübecker Seeamt 25 Zeugen und Sach- verständige geladen. Die Sachverständigen werden zur Meteorologie, zum Funkverkehr, zum Rettungs- und Signalwesen und zur Schiffsstabilität gehört. Als Zeugen stehen die sechs Ueberlebenden der am 21. Septem- ber gesunkenen Viermastbark vor dem See- Amt. Auch der Kapitän und die Offiziere des Schwesterschiffes„Passat“ sollen in der See- amtsverhandlung aussagen. Fernsehsender Flensburg in Betrieb Flensburg. Mit Proben- und Versuchs- sendungen nahm der Fernsehsender Flens- burg seine Tätigkeit auf. Durch den neuen Fernsehsender des Norddeutschen Rund- funks der auf einem 200 m hohen neu errich- teten Stahlmast— zusammen mit Sendean- lagen für die Mittel- und URK-Welle des Rundfunkprogramms angebracht ist, können die Bewohner des Grenzlandes das deutsche Fernsehprogramm genau 80 gut empfangen wie das dänische Programm vom Sender Rangstrup in Nord- Schleswig. Das deutsche Programm aus Flensburg kann auch in Dänemark bis ins mittlere Jütland empfangen werden. Der Sender ist nach einer internationalen Vereinbarung lediglich gegen Kopenhagen abgeschirmt. ———— In letzter Minute Müllheim/ Baden. Aufmerksame Nacnbarg haben am Tag vor Heiligabend in Müllhel in letzter Minute zwei kleine Kinder 1 einer brennenden Küche gerettet, Die 760 wehr konnte anschließend das Feuer 1 kreisen und verhindern, daß es auf das 8 Wohnhaus übergriff. Der Schaden. 10 00 Mark. Während die Mutter Well nachtseinkäufe machte, hatte eines der 1 den zwei und vier Jahre alten Kinder 445 kür kurze Zeit allein waren, die Für des Küchenhberdes geöffnet, wobei glühende Kch len herausfielen. Das ältere Kind versuchte die Glut mit einem Besen Unter 1 Schrank zu kehren, der alsbald in Flanuen stand. Dadurch wurde die übrige Küchen, einrichtung in Brand gesetzt. 7 Sobald die Mittel kommen Braunschweig. Die Forschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig-Völkenrode wird ein zentrales Isotopen-Laboratorium erhalten, das nach neuesten Erfahrungen der Atomforschung eingerichtet ist. Vorarbeiten beispielsweise die Kontrolle der Radioaktivi tät des Bodens und der Pflanzen, sind bereits im Gange. Mit dem Bau wird begonnen, 80. bald der vom Bund unterhaltenen Por⸗ schungsanstalt die Mittel überwiesen sind. Magen? 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Für die Beweise herzl. Anteilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, Frau 5 Margarethe Bezler geb. Feuerle sagen wir hierdurch unseren innigsten Dank. Man nheim- Käfertal, den 27. Dezember 1937 Auf dem Sand 27 Im Namen der Hinterbliebenen: Fam. Karl u. Kilian Bezler Bestattungen in Mannheim Freitag., den 27. Dezember 1957 Hauptfriedhof Haas Georg, Waldhof, Rindenweg 7. Röder Riener, K% Hädrich Richard,& 6 2 Hennrich Johannes, Fröhlichstrage Rahm Heinrich, Neustadter Straße 31. Krematorium Laspe Heinrich, Humboldtstraße 9. Wagner Gertrud, Sandhofen, Zlegelgasse 51 Friedhof Käfertal Geiler Johanna, Stolberger Straße 3. Friedhof Neckarau Krauß Wilhelm, Waldweg sg Regenauer Anna, Waldparkstraße 32. Friedhof Feudenheim Spreng Martin, Neckarstraße 20 Hahn Leonhard, Schwanenstrage 12. Frese Kurt, Kastanienstrage 8. Lriedhof Friedrichsfeld Kobitzsch Ernst, Bischweiler Ring 11. 13.30 14.00 14.30 15.00 1 14.60 Mitgetellt von der Friedhofverwaltung der Stadt Mannheim Ohne Gewähr versuchte er einen Elammen Küchen⸗ stalt fir Ikenrode ratorium ngen der arbeiten, ioaktivi- d bereits men, 80. en For- n sind. * ine ma elt Seite 7 Tiefbewegt erfüllen wir die schmerzliche Pflicht, davon Kenntnis zu geben, daß am 23. Dezember 1957 Max im 58. Lebensjahr für uns alle unerwartet nach kurzer Krankheit verschieden ist. g Der Verstorbene hat über vier Jahrzehnte dem Kreise der Dresdner Bank angehört und ihr mit seinem ausgezeichneten, auf reicher Erfahrung beruhenden fachlichen Wissen und Können sowie in vorbildlichem Pflichtbewußtsein hervorragende Dienste geleistet. In seiner Persönlichkeit verband sich ein gewinnendes Wesen mit hohen menschlichen Eigenschaften. Wir verlieren einen lieben Kollegen und alle, denen er näherstand, einen quten Freund. Er wird uns unvergessen bleiben. 5 Frankfurt a. M., den 27. Dezember 1957 DRESDNER BANK Ad Aufsichtsrat, Vorstand und Angestelltenschaft Trauerfeier am Samstag, 28. Dezember 1957, um 12.00 Uhr auf dem Friedhof in Fürth Bayern). Meine herzensgute, treusorgende Gattin, unvergessene Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine, Frau. ist am Heiligen Abend nach langem, schwerem und mit bewundernswerter Ge- duld ertragenem Leiden im Alter von 47 Jahren für immer in Gott entschlafen. Ein gütiger, edler und pflichtbewußter Mensch ist im Glauben an seine Wieder- genesung von uns gegangen. Mannheim, den 24. Dezember 1957 C 4, 18 Bardroff Mitglied des Vorstands der Dresdner Bank AG Caroline Stählin geb. Umbach verw. Ringle Die Beerdigung findet am Samstag, 28. Dezember, vorm. 11.00 Uhr im Hauptfriedhof Mannheim statt. 7 In unfaßbarem Schmerz: Ernst Stählin Buchdruckereibesitzer Anton Lindhuber Großhandelskaufmann und Frau Anni geb. Umbach Josef Sichert u. Frau Else geb. Stählin sowie alle An verwandten schlafenen das letzte Geleit gaben, sagen wir der Verbundenheit von ihm Abschied nahmen. Mannheim, den 27. Dezember 1957 K 3, 8 Die Ueberfülle der Beileidsbezeigungen zum Heimgang meines lieben Mannes, unseres unvergessenen Vaters, Großvaters und Bruders, Herrn Alois Bernhard Gaa macht es uns leider unmöglich, allen aus tiefstem Herzen persönlich zu danken für die herzlichen Worte der Teilnahme in Briefen und für die vielen Kranz- und Blumenspenden. Allen, die unserem lieben Ent- Herrn Pfarrer Scharnberger und allen, die mit 80 herzlichen Worten Es erfüllt uns mit Dank und Trost, daf sein Leben und Wirken in 80 aufrichtiger und ehrender Weise gewürdigt wurden. Anna Gaa geb. Hofmann im Namen aller Angehörigen Dank, ganz besonders den. Unser langjähriger Mitarbeiter, Herr land gearbeitet hat, ist völlig unerwartet für Herzschlag erlegen. nissen kannte. weiß was wir an ihm verlieren. Mannheim, den 24. Dezember 1957 Aufsichtsrat— Am Heiligen Abend holte Gott der Allmächtige unseren guten Vater, Schwiegervater, unseren lieben Opa und Schwager Johann Gund wohlvorbereitet mit den Fröstungen unserer heil. Kirche, zu sich in sein ewiges Reich. Mannheim; den 24. Dezember 1957 Ludwig-Frank- straße 2⁵ In tlefer Trauer: Anna Gund und alle Angehörigen Beerdigung: Siehe Bestattungskalender. unser lieber Vater, Herr Krematorlüm Ha Sanft entschlief heute nacht, nach Gottes unerforschtem Ratschluß, Heinrich Laspe im Alter von 76 Jahren. Mannheim, 7 23. Dezember 1957 ana ane In stiller Trauer: 1 Heinrich Laspe u. Frau Erika geb. Reichel Fritz Reichel und Anverwandte Freitag, den 27. Dezember 1967, 13.30 Uhr, im 1 ö Feuerbestattung uptkriedhof Mannneim. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, nach einem arbeitsreichen Leben am 26. Dezember 1957 unseren lieben Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager und Onkel, Herrn Heinrich Konrad Kilthau im gesegneten Alter von nahezu 81 Jahren aus diesem Leben abzurufen. Mh m. Käfertal, den 27. Dezember 1957 Enzianstraße 44 In stiller Trauer: Margarete Beyer geb. Kilthau(USA) Maria Sauer geb. Kilthau(O82) Elisabeth Engelfried geb Kilthau Anna Herrmann geb. Kilthau Auguste Blattmann geb. Kilthau, Enkelkinder und alle Anverwandten Beerdigung: Samstag, den 28. Dezember 1957 um 10.00 Uhr, Friedhof Käfertal. Nach langer schwerer Krankheit verschied am 26. Dezember unser Onkel, Herr. Jak. Delz im Alter von 83 Jahren. Mum. Feudenheim, den 27, Dezember 1957 Wartburgstraße 19 Familie Uhlmann u. Angehörige Beerdigung: Samstag, 28. Dez., 10.30 Uhr Friedhof Feudenheim Wiederum sind wir von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wor- Wilhelm Krauß der über vier Jahrzehnte für unsere Firma erfolgreich im In- und Aus- Wer ihn in seiner bescheidenen, rechtschaffenen Art, in seinem un- ermüdlichen Arbeitseifer verbunden mit hervorragenden Fachkennt- Er wird uns allen immer unvergessen und leuchtendes Vorbild bleiben. KARL SCHWEVYER AG uns allzu früh— einem Vorstand— Belegschaft Mein guter Mann, unser lieber Vater, Schwieger- vater, Großvater, Bruder und Schwager, Herr Georg Abel sen. ist am 21. Dezember 1957 im Alter von 73 Jahren für immer von uns gegangen. Wir danken den Aerzten und Schwestern des Theresienkrankenhauses für die liebevolle Pflege und Herrn Stadtpfarrer Kühn für die trestreichen Worte bei der Bestattung. f Mum. Neckarau, den 27. Dezember 1957 Nheingärtenstraße 8 Die trauernden Hinterbliebenen; Pauline Abel geb. Müller Georg Abel und Frau Elsbeth geb. Hassler Willi Abel und Frau Alma geb. Speidel Gerd Abel Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Beisetzung in aller Stille statt. 5 Plötzlich und unerwartet, für uns alle noch unfaßg- bar, ist mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, mein allerbester Papa, unser lieber Bruder, Schwa- ger und Onkel 5 Bernhard Bertsch kür immer von uns gegangen. Mannheim, den 23. Dezember 1957 Lange Rötterstraße 61 In tiefer rauer: 5 Anna Bertsch geb. Frank Tochter Heidrun und alle Anverwandten Beerdigung: Montag, 30. Dez., um 13.00 Uhr im Haupt- friedhof Mannheim. 0 5 a— bn Plötzlich und unerwartet wurde am 23. Dezember 1957 mein lieber, guter, treusorgender Gatte, Bruder, Onkel und Schwager Richard Hädrich im Alter von 73 Jahren nach einem unermüdlichen, arbeitsreichen Leben in die Ewigkeit abgerufen. Mannheim, den 27. Dezember 1957 G 6, 4 In tiefer Trauer: Magdalena Hädrich Die Beerdigung findet am Freitag, dem 27. Dezember 1957, um 10,30 Uhr im Hauptfriedhof Mannheim statt. 0 Nach kurzem schwerem Leiden verstarb meine liebe Frau, Schwester, Mutter, Tante und Oma, Helene Holzinger am 24. Dezember 1937 im Alter von 60 Jahren.„ Mannheim, 24. Dezember 1937 Jungbuschstragße 18 In tiefer FPrauer; Friedrich Holzinger 5 Familie Leonhard Hamm Elsa Höfler Wwe. Ewald Barkowsky Wolfgang Jochum ö und Anverwandte. Beerdigung siehe Bestattungskalender. Anzeigen- Annahmestellen: Hier können Sie Anzeigen zu Originol-Torifpreisen gufgeben. Almenhof: H. Schimpf, Brentanostraße 19 Feudenheim: Frau Wöhler, Hauptstraße 69[Schorpp- Filiale) Friedrichsfeld: Valentin Ihrig, Hagencver Stroße 22 Heidelberg: Heidelberger Togebloſt Hauptstraße 45 8 Käfertal: Jakob Geiger, Am Heltepunkt Käfertal-Süd: Albert Blatt, Dürkheimer Straße 11 1808. Hens Schmſeg, Ladenburg, Sievertstroße 3 Lempertheim: Emrich& Findner, Koiserstroße 19 Neckar: A. Groß orm. Göppinger, Fischerstraße.] 5 Gartenfeldstraße 3 Rheingau: Chr. Sroll, Inh. L. Durler, Dänischer Tisch 21 Sandhofen: Kirsch, Sandhefer Str. 328.328 Sectenheim: VIIhe m flotimena, Hauptstraße 80 schönen- Nord: Wilh. Geftner, Ortelsburger Straße 6 0 Schöngu-Söd: Friedr., Kremer, Kottowitzer Zeile 18 Schriesheim: Georg Knöpple, Stefngch, Tel. 349 Woldhof: A Heim Oopeber Streße 28. Selte 8 MORGEN Länderspiel: Frankreich— Bulgarien England, 1. Division: Blackpool— Leicester City Burnley— Manchester City Chelsea— Portsmouth Everton— Bolton Wanderers Manchester United— Luton Town Newcastle United— Nottingham Forest Sheffield Wednesday— Preston Northend Aston Villa— Arsenal Birmingham— West Bromwich Bolton— Everton Leicester— Blackpool Luton— Manchester United Manchester City— Burnley Nottingham Forest— Newcastle Portsmouth— Chelsea Preston— Sheffield Wednesday Sunderland— Leeds United Tottenham— Wolverhampton 1. Liga Nord: Hamburger SV- Eintr. Braunschweig Stadtliga Berlin: Spandauer SV— Union 06 Viktoria 89— Blau-Weiß 90 2. Liga West: Borussia M.-Gladbach— Rheydter S 1. Amateurliga Nordbaden: VfL Neckarau— ASV Durlach 2. Amateurliga: TSG Rohrbach— SV Wallstadt Eintracht Plankstadt— SV Altlußheim 1. Amateurliga Südwest: FC Sobernheim— VfR Baumholder Freundschaftsspiele: Karlsruher SC— MTK Budapest Neu-Isenburg— Marathon Remscheid Alemannia 90— Hansa 07 Berlin Amicitia Viernheim— Wormatia Worms SV Waldhof— Mainz 05 Stuttgarter Kickers— 1. FC Pforzheim VfL Osnabrück— SV Sodingen 1860 München— Csepel Budapest 1. FC Nürnberg— Tatabanya(Ungarn) KSV Hessen Kassel— MTK Budapest Hannover 96— Schalke 04 St. Pauli— Grün-Weiß 07 Hamburg Preußen Münster— Gornik Zabrze Westfalia Herne— Horst Emscher Bayer Leverkusen— Viktoria Köln Bonner FV— Meidericher Spy Hamborn 07— Sturm Graz Im Endspurt glich Bulgarien aus In einem Fußball-Länderspiel trennten slch Frankreich und Bulgarien in Paris vor 45 000 Zuschauern mit einem 2:2(1:0). Nach den letzten Mißerfolgen der französischen Nationalelf sah es zunächst so aus, als ob sich die„Equipe-Tricolore“ diesmal rehabili- tleren sollte. In der zweiten Halbzeit ließen che Gastgeber jedoch nach, und die Bulgaren kamen stark auf. 8 Frankreichs Führungstor fiel in der elften Minute durch den Rechtsaußen Wisnieski, der später jedoch verletzt ausschied und durch Mekloufi ersetzt wurde. In der 54. Min. glich Bulgarien dureh Djeff aus. Bereits in der 56. Minute ging Frankreich erneut, und zwar durch den Halbrechten Douis, in Füh- rung. Im Endspurt dominierten dann die Bulgaren. Sie erzwangen in der 74. Minute aus einem Gewühl im gegnerischen Torraum durch Destoroff das 2:2. Das Spiel wurde gegen Schluß ziemlich hart, so daß der deutsche Schiedsrichter Ternieden energisch durchgreifen mußte. Hidegkuti will zu„Bayern“ Nandor Hidegkuti, der 35 Jahre alte Kapitän der ungarischen FußBball-Nationalelf, WIII nach der Weltmeisterschaft 1958 nach Deutschland übersiedeln, Hidegkuti möchte danm einige Zeit als Stürmer beim FC Bay- ern München spielen. Er gab dem Münchner Oberligaverein während des Aufenthalts der ungarischen Nationalmannschaft auch bereits die Zusage. Dabei versicherte Hidegkuti, daß er wegen seiner Verdienste um den unga- rischen Fußball von seinem Heimatverband freigegeben werde. Der FC Bayern erklärte, Hidegkuti solle in der Saison 1958/59 als Aktiver Spieler und nicht als Trainer ver- pflichtet werden, 8 *. ** S = erpressen SSS 25 * 10:2 SSA er- erer d d do SN N D= S Stimmung auf den Rängen blieb frostig: Die flainzes Eli btieb ihrem uf alles schuldig Torsegen auf dem Waldhof: Die Blau-Schwarzen schlugen Mainz 05 Leider wurde diese Begegnung nicht zum erwarteten Vergleichsspiel zwischen dem drittplacierten Oberligisten des Südwestens und dem Zweitligisten des Südens. Den Mainzern fehlte ihr spiritus rector, Bergner, sowie Sommer und Neumaier, während die Waldhöfer auf den gesperrten Lebefromm verzichten mußten. Dafür hatten sie den Amateur Otto mit der Sturmführung be- traut. In ihm sahen die 2000 Besucher einen recht zweckmäßig spielenden und mit gutem Rüstzeug ausgestatteten Mittelstürmer, der manchem seiner Nebenmänner in nichts nachstand. Die ohne viel Eifer spielenden Mainzer glaubten offenbar anfangs, das Treffen im Handgalopp bestreiten zu können. Sie wur- den dann aber sehr schnell eines besseren belehrt: Nach 18 Minuten stand es durch Straub nach Fehler des Mainzer Torwartes 1:0 und in der 22. Minute hatte Lehn mit einem 25-Meter-Schuß auf 2:0 gestellt. Auf Vorlage von Hohmann hieß es in der 30. Min. Wiederum durch Straub 3:0 und auf weitere Vorlage von Hohmann konnte Otto in der 35. Minute auf 4:0 erhöhen. Auch nach dem Wechsel, als die Mainzer einige Spieler aus- gewechselt hatten, blieb das gleiche Bild. Die Waldhöfer spielten souverän, während die Mainzer zeitweise nur von den Fehlern der Waldhöffer lebten. Otto war weiterhin die erfreuliche Erscheinung in der Sturm- mitte der Blau-Schwarzen, während der Mainzer Torwart Schedler Fehler über Feh- ler machte und von kaum einem der Zu- schauer als etatmäßiger Torwart angesehen wurde. Nach guter Vorarbeit von Otto schoß Cornelius zwei Minuten nach dem Wechsel das fünfte Tor. 6:0 hieß es nach einem Eigen- tor des Mainzer Außenläufers Reski. Ein weiterer Fehler Schedlers brachte Otto den siebten Erfolg und mit einem verwandelten Foulelfmeter von Hohmann in der letzten Minute war der Torreigen beendet. Neckarau wieder Selbst in dieser Höhe ist der Sieg der Waldhöfer gerechtfertigt, denn die mann- schaftliche Leistung der Mainzer war eine ganze Klasse schlechter. Hohmann, Lehn, Otto und Cornelius bemühten sich mit Er- kolg um ein gutes Angriffsspiel, während die Außenläufer Grimbs und Kleber keiner- lei Mühe hatten, die Halbstürmer Elze und Buchmann(später Eppstein II) in Schach zu halten. Und Rößling und Preis bereinigten die anfallenden Situationen so, daß Lennert verdient mit 8:0(4:0) Toren nur bei zwei oder drei gefährlichen Aktionen in Tätigkeit zu treten hatte. Nein, diese Mainzer Mannschaft war kein rechter Feier- tagsgegner und so blieb die Stimmung auf den Rängen so frostig wie die Witterung. Lediglich Verteidiger Mattes, Außenläufer Jakobi und Halbstürmer Elze vermochten sich in einigen Situationen hervorzutun; alle anderen waren Durchschnitt in Können und Leistungo. Kaufmann(Walldorf) leitete das faire Treffen ordentlich. tz Gegen fast komplette Wormatia: eabateli fuhrte Nmieitia ⁊um Sieg Rappsilber schoß„goldenes Tor“/ Viernheim— Wormatia Worms 1:0(0:0) Eitel Freude herrschte gestern nachmittag unter den 2000 Zuschauern auf dem Viern- heimer Waldsportplatz, als es der Amicitia Viernheim im Freundschaftsspiel gegen Wor- matia Worms gelungen war, eine der zahl- reichen guten Chancen endlich zum Füh- rungstor zu verwerten, das schließlich auch den Sieg bedeuten sollte. Rappsilber hatte im Gewühl vor dem Tor der Gäste den maß- gerechten Freistoß von Kabitzki mit dem Kopf unhaltbar in die lange Ecke gezirkelt. Die Zuschauer kamen trotz der mageren Torausbeute voll auf ihre Kosten. Erfreulich die Fairneß beider Mannschaften, die sich zwar nichts schenkten, aber doch den Rah- men des Freundschaftsspiels nie sprengten. Die Wormser hatten außer Torwart Bär, der durch Godo glänzend ersetzt war, ihre etat- mähßige Mannschaft zur Stelle. Im zweiten Durchgang rückte Mechnig auf den rechten Läuferposten vor und zeigte sich auch dort als überragender Könner seiner Mannschaft. Klingler, der nach der Pause durch Löbert ersetzt wurde, zeichnete sich ebenfalls durch überlegene Aktionen aus. In der Deckung der Tabellenführer: Lest gegen Schluß libe⁊eugie de: U, Nachholspiel der 1. Amateur-Liga: VfL Neckarau— ASV Durlach 3:1(0:0) 4:0 verkündete die Anzeigetafel im Wald- Weg- Stadion während des Nachholspieles zwischen VfL Neckarau und ASV Durlach am zweiten Weihnachtsfeiertag. Das Resul- tat stand noch vom Treffen gegen Hocken- heim.. Wieder waren die Neckarauer in der ersten Halbzeit in ihrer Spielanlage zu verkrampft und übertrafen beim Abspiel noch die Schwächen des Treffens gegen Hockenheim. Im Feldspiel dominierten die Durlacher während der ersten 45 Minuten und besonders Merklinger und Mittelstürmer Gimmel sorgten für torreife Situationen, die aber von der VfL- Hintermannschaft be- reinigt wurden. Die 1600 Zuschauer auf den Rängen sahen mit Bangen der zweiten Halbzeit entgegen. Nachdem Breunig gleich nach Anpfiff aus drei Meter über das Tor geschossen hatte, erzielte aber dann Arnold in der 52. Minute auf Vorlage von Breunig aus einem Gedränge heraus den Führungstreffer. Durlach gab daraufhin seine Doppelstoppertaktik auf Und wurde offensiv. Erfolg: Der agile Merk- linger köpfte zunächst den Ball genau auf Vogelmann, in der 61. Minute aber streckte sich Neckaraus Schlußmann nach einem Kopfball von Gimmel vergeblich. Von diesem Zeitpunkt nahm das Spiel dramatische For- men an. In der 70. Minute gelang dann Ober- länder die erneute Führung und von diesem Zeitpunkt an war Neckarau endlich„Herr im Haus“, obwohl Merklinger die größte Chance vergab, als er aus zehn Meter frei- stehend über das Tor schoß. Sieben Minuten Nach den Eröffnungsspielen in Melbourne: Nustratien fuhri 2.0 im Dauiseupfinale Amerikaner leisteten unerwartet starken Widerstand/ Mackay im Doppel Titelverteidiger im Davispokal wettbewerb, Australien, führt nach den Eröffnungsspielen in der Herausforderungsrunde gegen die USA in Melbourne mit 2:0 Punkten und hat sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für einen erneuten Erfolg im Pokalturnier geschaffen. Zunachst sorgte der amerikani- sche(internationale) Meister Mal Anderson (Australien) gegen den jungen Amerikaner Barry Mackay in einem Fünfsatzkampf mit 6:3, 715, 3:6, 7:9, 6:3 für den ersten Punkt. An- schließend fertigte der Wimbledonfinalist Ashley Cooper den amerikanischen Tennis- Veteranen Vie Seixas ebenfalls erst nach schwerem Ringen mit 3:6, 7:5, 6:1, 1:6, 6:3 ab. Australien, das seit 1950 den begehrten Pokal im Lande hat, braucht jetzt nur noch einen Punkt, um die Trophäe ein weiteres Mal er- folgreich zu verteidigen. Endspielgegner war seit sieben Jahren jedesmal das amerikanische Team. Beinahe hätte es im Eröffnungseinzel vor 20 000 Zuschauern eine Sensation gegeben. Der 22 Jahre alte USA-Studentenmeister Barry Mackay brachte den gleichaltrigen Australier Malcolm Anderson an den Rand elner Niederlage. Beide Spieler wurden erst- mals damit betraut, im Daviscupfinale ihre Länder zu vertreten. Anderson, Sieger von Forest Hills, zeigte schließlich die gröbere Erfahrung. Hinzu kam, dag Mackay zwar einen herrlichen Aufschlag besitzt, aber etwa 20 Doppelfehler machte. Der 6:3, 7:5, 3:62, 719=, 6:3-Erfolg Andersons über den unbe- kümmert spielenden Mackay bedeutet für den Australier einen besonders glücklichen Sieg. Im zweiten Einzel benötigte der 21 Jahre alte Ashley Cooper ebenfalls fünf Sätze, um den 34 Jahre alten Amerikaner Vic Seixas 6 auszuschalten. Der frühere Wimbledonsieger Seixas holte sich den ersten Satz mit 6:3, wo- bei vor allem schöne Flugballspiele zum Satzgewinn verhalfen. Bei heißem Sonnen- wetter machten sich schon im zweiten Satz bei Seixas Ermüdungserscheinungen bemerk- bar, so daß Cooper mit 7:5 gewann. Im dritten Satz spielte Seixas völlig lustlos und über- ließ Cooper den Satzsieg von 6:1. Nach einer Pause erschien Seixas wieder wesentlich frischer und wendete das Blatt zu seinen Gunsten, indem er Cooper 6:1 abfertigte. Der fünfte Satz mußte die Entscheidung bringen, die mit 6:3 zugunsten Coopers flel, der sehr scharf placierte Bälle zurückgab, während Seixas' Flugbälle oft ins Aus gingen. Das Doppel bestreiten heute Mackay/ Seixas gegen die Australier Anderson/ Rose. Dann folgen am Samstag die beiden rest- lichen Einzel zwischen Anderson— Seixas und Cooper— Mackay. Die junge australische Tennisgarde mußte erkennen, daß ihr der Sieg diesmal nicht leicht gemacht wird. Bei etwas mehr Kon- zentration und Spielerglück hätten die Ame- rikaner 2:0 in Führung gehen können. Be- sonders Barry Mackay ist sehr stark und dürfte am Samstag Ashley Cooper schwer zu schaffen machen. Australiens Mannschafts- kapitän Harry Hopman hofft auf einen 4:1 Sieg für sein Land, während der amerikani- sche Mannschaftskapitän Bill Talbert seine Hoffnungen auf das Doppel und auf das Ein- zel zwischen Seixas und Anderson setzt und den Australiern nur einen 3:2-Sieg prophe- zeiht. Mit der Aufstellung Mackays im Doppel entfällt für Gardnar Mulloy die Möglichkeit, noch in die Geschehnisse einzugreifen, nach- dem er im Interzonenfnnale gegen die Belgier in Brisbane etwas enttäuscht hatte. vor Schluß erhöhte Dauth auf 3:1, nachdem Meier zuvor zweimal mit Faustparaden ge- glänzt hatte und Minuten vor Schluß eben- falls bravourös dem an diesem Tage 21 Jahre alt gewordenen Wickenhäuser das„Geburts- tagstor“ vereitelte. Das 4:0 auf der An- zeigetafel stand beim Abpfiff immer noch. H. M. Platzherren gefielen Georg Neff und Friedel am besten. Linker Läufer Weidner stand ihnen jedoch in nichts nach. Sein Aktions- radius ist enorm. Gutperle kam in der zwei- ten Halbzeit für Menz. Er paßte sich der Mannschaftsleistung gut an. Der Amicitia- Sturm spielte unter der Regie von Kapatzki eine ganze Reihe guter Torchancen heraus. Enormes Schußpech verhinderte lange Zeit Erfolge, wobei noch hinzukam, daß Godo im Wormser Tor die gefährlichsten Situationen meisterte. Die Amicitia fand vom Anspiel weg den berühmten Spielfaden. Der überraschende Rückzieher Rheins sah Godo auf dem Posten, und auch dem einschußbereiten Hofmann nahme er in der zehnten Minute den Ball vom Fuß. Den postwendenden Durchbruch von Klingler stoppte Neff. Die Deckung des Südwest- Oberligisten fand sich nach Anlauf- zeit zu einer geschlossenen Leistung und deckte die einheimische Fünferreihe genau. Die besten Momente hatten die Viernheimer Spieler um Kabatzki vor der Pause. Minu- tenlang stand Godo im Brennpunkt des Ge- schehens. Einen Volley-Schuß Hoffmanns faustete er aus der Gefahrenzone und noch dreimal war es Hofmann, der dem guten Mechnig das Leben sauer machte und Godo auf härteste Proben stellte. Außerdem no- tierten wir noch neben einigen mitreißenden Aktionen der gesamten Fünferreihe, die durch Spurts von Hofmann und Rhein, den Kopfstößen Rappsilbers und der Ball- schlepperarbeit Steins gekennzeichnet waren, Zwei Prachtschüsse von Kabatzki, die zu- sammen mit Godos Paraden zu den besten Szenen des Spiels gehörten. In der 80. Minute streckte sich dann Godo jedoch vergeblich nach dem placierten Kopfstoß Rappsilbers. H. S. Freitag, 27. Dezember 1957/ Nr. 298 — Nur knapp für Rießzersee In einem Eishockey-Freun schlug SC Rießersee am ersten W feiertag im Garmischer Olympia-Fisstauli. vor 1600 Zuschauern den EV Innsbruck kn ln init 54(0.1. 2.1, 3 Toren. Die Innsbrücht in deren Reihen auch ihr kanadischer Tra 720 Schooley mitspielte, zeigten ein gutes unt schnelles Spiel und gingen im ersten Dutt auch in Führung. Die Gastgeber, die 9 Fries, Pittrich und Endres angetreten 5 konnten mit ihrem mit 9 Ugendlichen er, 8 05 ten Sturm erst in den letzten Spielmift. den entscheidenden Treffer erzielen. 3 55 Der Sc Weßling mußte sich in Marktob dorf beim Punktespiel gegen den ESV K 10 beuren mit einem 3:2 begnügen 580 Weßling im ersten Drittel bereits 3•0 ellhrt hatte. ihrer Flugreise Etsspiel Wenige Stunden nach mußten die englischen Eishockeyspiel Harringay Racers am 1. Festtag B Moskau gegen eine dortige Stadtauswahl 00 treten, wobei sie mit 3:8(1.2, 142, 140) Ute. lagen. 1 Hochklassiges Kompinationsspiel Karlsruher S— MTk Budapest 24(180 In einem internationalen Fußb 1 schaftsspiel am ersten Feiertag une Tabellendritte der süddeutschen Fußball oberliga, Karlsruher Sc dem MTR Budapest mit 2:4(0:3). Die ungarische Spitzenelf trat mit Ersatz für ihre Nationalspieler Sandor Lantos und Torwart Geller an, doch wirkten Hidgekuti und Sipos mit. In der ersten Helb⸗ zeit zeigten die Gäste ein hochklassi 08 Kombinationsspiel. Nach der Pause kam 55 umgestellte Karlsruher Mannschaft durch Stärkeren Einsatz besser zur Geltung. Die Treffer erzielten für Budapest: Palotas(2) Karacz und Hlidegkuti, für Karlsruhe: Schwall Foulelfmeter) und Kunkel. ̃ Favoritensiege in Berlin In den Punktspielen der Berliner Ver- tragsliga kamen am ersten Feiertag die Favoriten Spandauer SV und Viktoria 89 zu den erwarteten Erfolgen. Der Spitzenreiter Spandauer SV war gegen den Vorletzten der Tabelle, Union G86, niemals in Gefahr und siegte hoch mit 5:0(3:0). Dagegen mußte sich Viktoria mit einem knappen 21(110 über Blau-Weiß 90 begnügen. Der SSy steht nunmehr mit 20:6 Punkten vor Viktoria (18:6) und Tennis Borussia(17:5) an der Spitze. Technik blieb unbelohnt TSG Rohrbach— SV Wallstadt 2:0 Beide Mannschaften waren stark ersatz. geschwächt angetreten, gaben aber auf glat- tem. gefrorenem Rasen ihr Bestes. In der 2. Minute erzielte Rohrbachs Mittelstürmer ein glückliches Tor. Wallstadt hatte während der gesamten Spielzeit technische Vorteile, konnte aber bis auf einen Lattenschuß nichts Zählbares erreichen. In der 83. Minute drückte Frentz zum 2:0 ein und stellte damit den Sieg sicher. Sechzehner-Feld bis zum 2. Februar komplett: fur sechs fa Qualifikationsspiele zur Fußball- Weltmeisterschaft fanden unerwartet starken In den Ausscheidungsspielen zur Fußball- Welt meisterschaft 1958 stehen nur noch drei Begegnungen aus, nämlich Nordirland gegen Italien am 15. Januar in Belfast sowie die Treffen Israel— Wales und Wales— Israel, die bis zum 2. Februar ausgetragen sein müssen. Bis zu diesem Termin wird dann das Feld der 16 an der Endrunde teilneh- menden Nationen komplett sein. Die Fahr- karten für Schweden haben in der Tasche: Deutschland, Schweden, England, Schottland, Frankreich, Ungarn, CSR, Oesterreich, UdssR, Jugoslawien, Brasilien, Argentinien, Paraguay, Mexiko. Italien braucht für seine Qualifikation nur noch ein Unentschieden in Belfast. Als 16. Teilnehmer wird sich wohl Wales, das gegen Israel die Oberhand be- halten sollte, qualifizieren. Die Ausscheidungskämpfe fanden ein viel stärkeres Echo, als man zu hoffen gewagt hatte. Zu 86 Spielen strömten 4 550 000 Zu- schauer. Nicht weniger als zwölfmal gab es mehr als 100 000 Menschen. Die bestbesuchte Partie war Brasilien— Peru im Maracana- Stadion in Rio mit 200 000 Besuchern. Noch mehr brachte das dreimalige Ringen zwi- schen den Russen und den Polen auf die Beine. 110 000 sahen das erste Zusammen- treffen beider Nationen in Moskau, 100 000 waren beim Rückspiel in Königshütte und 110 000 erlebten den Entscheidungskampf in Leipzig. Zweimal hatte das Stadion von Bu- karest mit 100 000 Zuschauern(bei Ruma- nien— Jugoslawien und Rumänien— Grie- chenland) ein volles Haus. 100 000 beherbergte auherdem das Olympiastadion in Rom beim Spiel Italien— Nordirland, das Stadion von Warschau beim Kampf Polen— Finnland, die Arena in Sofla bei Bulgarien— Norwegen und das Bernabeu- Stadion in Madrid bei Spanien— Schweiz. Den stärksten Zu- schauerstrom erlebte jedoch das Zentral- stadion in Leipzig, das dreimal 110 000 in seinen Rängen aufnahm, nämlich bei Sowiet- zone— CSR, Sowjetzone— Wales und UdSSR— Polen.. Gerade in diesen Ausscheidungsrunden bewies sich der Vorteil heimatlichen Gelän- des. Die auf eigenem Boden spielenden Na- tionalmannschaften waren 54mal siegreich, während die anreisendes Teams nur 20mal beide Punkte entführen und elfmal unent- schieden spielten. Pro Match gab es durchschnittlich 3,9 Tore. Das 10:0 der Russen über Finnland in Helsinki blieb der höchste Sieg überhaupt, doch auch das 8:0 von Frankreich über Island und die 7:O-Resultate von Oesterreich über Luxemburg bzw. von Bulgarien über Norwegen können sich sehen lassen. Die meisten Tore wurden im Spiel Belgien gegen Island(8:3) geschossen. Nur zweimal gelang es Nationalmannschaften, sich für eine Vor- spiel-Niederlage mit genau dem gleichen Ergebnis zu revanchieren. Italien, das in Lissabon 0:3 unterlegen war, besiegte in Mailand die Portugiesen mit 3:0. Und Spa- nien, das in Glasgow mit 2:4 den kürzeren z0g, drehte zu Hause in Madrid den Spieſ bei einem 4:2 über Schottland herum. Nur sechs Endrundenteilnehmer kamen ohne Niederlage zu den Flugkarten nach Schweden: England, Frankreich, Oesterreich, Brasilien, Mexiko und Jugoslawien. Man Wird diese Länder aber nicht ohne weiteres als Favoriten für den Titel ansprechen dür- fen, denn auch sie mußten wenigstens einen Minuspunkt in Kauf nehmen. England spielte gegen Irland 1:1, Frankreich trennte sich von Belgien torlos, Oesterreich kam in Amsterdam nur zu einem 1:1, Jugoslawien verlor einen Punkt in Athen, Brasilien mußte in Lima den Peruanern einen Zähler ab- treten und Mexiko kam im letzten Ausschei- Handball-Punktespiele an Weihnachten: Senmid warf alle dyei Hegentore des J0 98 Zu hohe Niederlage Seckenheims gegen Leutershausen Rot schlug Ketsch Da das Meisterschaftsprogramm zu Be- Sinn des neuen Jahres abgeschlossen sein soll, wurden in der Handball- Verbandsklasse auch an den Weihnachtsfeiertagen zwei Spiele angesetzt. Am ersten Feiertag standen sich in Seckenheim bei schönstem Winterwetter und sehr gutem Besuch die 98er und die SG Leutershausen gegenüber.— In der Vor- runde waren die Bergsträgler nur knapp mit 6:4 siegreich geblieben. In der Zwischen- zeit hat sich die Mannschaft nicht nur ver- stärkt, sondern auch ihre alte Form wieder- gefunden. So standen die Platzherren auf verlorenem Posten, wurden mit 31:9 aller- dings höher geschlagen, als es dem Spiel- geschehen entspricht. Die Gäste verloren durch Verletzung Kern, der sich vermutlich einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Leutershausen war schon früh durch Hoffmann, Lehmann und Zabler mit drei Treffern in Führung gegangen. Nach dem ersten Gegentreffer von Schmid, einem hoff- nungsvollen Nachwuchsspieler, erhöhten wie- der Hoffmann und Lehmann auf 5:1, doch gelang wiederum Schmid noch vor der Pause der zweite Gegentreffer. Nach dem Wechsel Wogte das Geschehen lange auf und ab. Schmid warf auch das dritte Tor für die Einheimischen, während die Gäste zunächst mit ihren hohen Würfen bei Stamm im Sek- kenheimer Tor scheiterten. Erst als der Gast zu Flachschüssen überging, kam er durch Hoffmann(2), Zabler und Lehmann noch zum klaren 9:3-Erfolg, während Seckenbheim nur noch einige Lattenschüsse verzeichnen konnte. Am zweiten Weihnachtsfeiertag behauptete sich Altmeister TSV Rot gegen die 788 Ketsch mit 10:7 Toren. Bei Halbzeit hatten die Gäste noch 5:1 geführt. len ungeschlagen nach Schueden Anklang: 4,5 Millionen bei 86 Spielen dungsspiel gegen Costa Rica nicht über ein 1:1 hinaus. 16 Stürmer schossen in den Qualiflka- tionskämpfen drei und mehr Tore. Taylor (England) ist mit acht Treffern Torschützen- könig vor Cisowski Frankreich) mit sieben. Je fünfmal trafen Mudie(Schottland) und Kubala(Spanien) ins Schwarze. Vier Tore haben Simonjan(UdSSR), Machos(Ungarn) und Guiterrez Mexiko) auf ihrem Konto. Man darf gespannt sein, ob diese Leute auch in Schweden zu den gefürchtetsten Tor- jägern zählen werden. Schade, daß man einen so hervorragenden Stürmer wie Kubala nicht erleben darf. Kubala und sein Kame- rad von der spanischen Nationalelf, Alfredo di Stefano, gehören zu den besten Fußbal- lern der Welt, aber das lächerliche Pünkt- chen, um das Spanien von Schottland über- troffen wurde, nimmt ihnen die Möglichkeit, zu den Stars der Weltmeisterschaft 1958 au gehören. Kunststoff ersetzte Schnee beim Bischofsgrüner Skispringen Beim traditionellen Weihnachts- Skisprin- gen auf der Ochsenkopfschanze in Bischofs- grün siegte am ersten Feiertag Heinrich Zapf(SC Bischofsgrün) mit der Note 222 und den Weiten von 44,5 und 45 Metern. Seine Vereinskameraden Helmut Bleier (216,2— 43 und 44) und Hans Lepper(209,3 — 42 und 42,5) belegten die nächsten Plätze. Die Veranstaltung war trotz der ungünsti⸗ gen Schneelage möglich, da Kunststoffmaftfen zur Verfügung standen. Bereits im ersten Durchgang setzte sich Zapf mit imponieren- dem Flugstil und sicherem Aufsprung an die Spitze. Im zweiten Durchgang erzielte der Sieger mit 45 Metern und der Note 11200 den weitesten Sprung und die beste Bewertung. Prellung und Platzwunde Erhardts Befinden zufriedenstellend Die Verletzung, die den Fürther Nationen spieler Herbert Erhardt am Vene Sonntag in Hannover beim Länderspié Deutschland— Ungarn in der zweiten Halb- zeit zum Ausscheiden zwang, hat sich 10 nicht schwerwiegend herausgestellt. 13 erlitt eine schmerzhafte Prellung un 5 Platzwunde am Enie. Er nimmt an, das 5 am Wochenende seiner Elf wieder zur Ver fügung stehen wird. Recknagel vor Max Bolkart Der Holmenkollensieger Helmut 1 nagel(Thüringen) gewann am zweiten Wein? nachtsfeiertg auf der Oberhofer Thüringen Schanze vor etwa 25 000 Zuschauern 115 Internationale Weihnachts- Skispringen 4 Sprüngen über 72,0 und 75,0 Metern und 5 Note 224,0. Den zweiten Platz belegte 1 Bolkart(Oberstdorf) mit Note 211,5 Vor 1 1 Sowjetrussen Koba Zakadse mit 210,0. 5 dem Wettbewerb nahmen 66 Skispringer 45 beiden Teilen Deutschlands sowie aus 155 Sowjetunion, der Tschechoslowakei, Pole und Oesterreich teil. r 1 4 5 9 N 2 5—— 8 2 7 / Nr ab Nr. 298/ Freltag, 27. Dezember 1957 MORGEN 3 — 1— see MERC erwartet Nauheim Nur im Südwesten volles Eufballprogramtn- Ausklang des Boxjahres te b in ts in Berlin und Karlsruhe chaftsspid Gestern gab es nur ein Unentschieden 5 5 4 25 e e e ee 95 ei 1 5 ax Resch u 5 i In der Nordgruppe der Eishockey-Oberliga Das Lenwer gewicht liegt auf pribalen egegnungen beiden nach Gustav Scholz kampfstärksten ck kü an ist der dritte Endrundenteilnehmer noch deutschen Mittelgewichtler, werden zum nsbrucker unmer nicht ermittelt. Durch einen Sieg über Der VfR Mannheim tritt gegen Rot-Weiß Oberhausen an und VfB Stuttgart erwartet den SV Waldhof Jahresausklang heute abend im Berliner ler Trainer den Krefelder EV will sich die Düsseldorfer 5 5 1. ie schwache SBortpalast noch einmal von französischen gutes 10 EG am Samstag die Qualifikation sichern. Das Schwergewicht im Fußball am letzten sichten im Heimspiel gegen Pirmasens ein- sein leichtes Heimspiel gegen die 1 Gegnern geprüft. Resch trifft auf den 29 äh- ten Drittel zm Sonntagabend empfängt der Mannheimer Wochenende des alten Jahres konzentriert räumen, zumal man erwarten darf, daß der Alemannia 90 gewinnt. Im 3 5 5 rigen Exmeister Robert Guivarch und Hans die ohne ERC den VfI. Bad Nauheim zum letzten sich auf eine Reihe von Freundschaftsspielen FKP-Stopper Laag seinem gefährlichen BSO— Wacker 04 Werden bei 5.. Werner Wohlers auf Sauveur Chiocca. ten Wann Spiel der Vorrunde und sollte auch dieses mit zum Teil prominenten ausländischen Gegenspieler Trapp wenig Spielraum ät.— müht sein, ihre Position zu ver 3 Bei der ersten Berufs-Boxveranstaltung en ergänz. Treflen klar für sich entscheiden. In der Mannschaften. Nur in der 1. und 2. Liga Falls Fritz Walter fehlen sollte. ist die Nut- Hertha Zehlendorf Könnte bei 9 118 851 in der Karlsruher Schwarzwaldhalle will der jelminuten Gruppe Süd wird am Samsta e Südwest gibt es ein volles Programm. Im gabe des 1. FC Kaiserslautern bei Saar 05 lage als Gast von Tasmania 90 noch in den Frankfurter Rechtsausleger Erich Walter n. An ischen ESV Kaufb 75 555 Westen steht das Nachholspiel Duisburger Saarbrücken noch schwerer.— Mainz 05 Abstiegskampf verwickelt werden. heute über den in deutschen Ringen viel be- Larktober 4 1 4 1 und 5 5 SpV— Meidericher Spy an, und in der(gegen Neunkirchen) und Wormatia Worms Das 0˙5 in Wuppertal Ist keine N schäftigten Spanier Correa, der zuletzt in 28 5 VFC Abstieg Oberliga Nord sowie in der Berliner Stadt-(gegen St. Ingbert) können in Heimspielen lung für den vorjährigen 1 1 Stuttgart mit Resch über die Runden ging, 5 nachdem in dieser Gruppe Bedeutung hat. liga wird dreimal um Punkte gekämpft. ihre gute Position festigen.. pertaler SV, der 5. P 1 e 4 den Anschluß zur Spitze wieder herstellen. 20 gefuhrt]! Im Eishockey-Freundschaftsspie! Gleichgültig, wie der FK Pirmasens die Hannover 96 benötigt.— um nicht ganz 3 Setzen den 4 vor einer Per Mannheimer Uli! Ritter erhält mit dem egen den Nordgruppenmeister ERC Mann- Reise zum N ling Tura Ludwigshafen Über- den Anschluß an die Verfolgergruppe des Uberraschung nicht sicher ist. i Holländer Schagen einen Gegner, der wesent- Lee i 5 2„oo ooo 1 Rin S 2 lieren— Recht umfangreich ist das private Pro- ich erfahrener ist und Köhler(Wien) sollte Tlugrehe beim erreichte der VII. Bad Nauheim ge- steht; eine Niederlage könnte die Faworiten- inen Sieg im Hennspiel gegen den VfI. gramm. Der traditionsreiche Mr Budapest P—k— pieler der stern nachmittag ein 2:2(0:1, 0:0, 2:1) und stellung der Schützlinge um Helmut Schnei- i 3 1 ee, e ac ist em Samstag bel Alemannia Aachen, dem 1 0„ 15 7 75 800 bereits in] eine Form, die die Mannschaft in sämtlichen der in der 1. Liga Südwest nicht beeinträch- 0 1 A 1 d-Oberliga westdeutschen Tabellenführer, unter Plüt⸗ te 15 Edgar Basel dagegen darf man iswahl an- 5 j a tigen, Der FKP aber ist ehrgeizig genug, chußstärksten Aukrifes der Nor l 1 5 stark sen Kaser de Ses 10 Punktspielen vermissen ließ. Vor etwa tau- seine prächtige Erfolgsserie fortzusetzen, die(2 Tore) nach der Stadt an der Leine licht zu Gast. Mit Csepel Budapest am auch gegen den völlig unbekannten Fran- unter. zend Zuschauern boten die Bad Nauheimer— 05 Siege in nin Rennen kommt. Ob der VII. Osnabrück seine gute Samstag beim FS Frankfurt stellt sich zosen Ceita einen Erfolg zutrauen.— Die eine überraschend gute Leistung. Hervor- umfaßt.— Der Splelplan: Tura Iadwige⸗ Position festigen kann, muß abgewartet eine Weitere ungarische Mannschaft vor. 1 übrigen Paarungen: Schilling(Frankfurt) onsspiel ragend der erstmals im Tor eingesetzte hafen— Fk Pirmasens, Sa.(0:2); Saar 05 werden. Der Gegner Göttingen 08, auf Sesn Stadtmanmchakt. e ee gegen Brandt(Oberhausen) und Klein t 224 bon reaktions- und fangsichere Amerikaner Saarbrücken— 1. FC Kalserslautern(0:1); 1 N 175 5 N„ i(Karlsruhe) gegen Lembgen(Saarbrücken). n arren Strelow, der großen Anteil an dem Wormatia Worms— Sw St. Ingbert(1:1); 8 jedenfalls zu Schlagen. Snelslen er, s 1 zndische G3 I 5 15 alltreund-] Erfolg der Hessen hatte. Auch der ameri- Eintracht Kreuznach— Phönix Ludwigshafen der Bremen als Gast von Altona 93 zumeist CCCCVVV Münster beendet Radsport-Jahr terlag der] kanische Gastspieler Johnson bedeutete eine(0:1); VfR Eaiserslautern— I. FC Saar- au Punkten Kam. darf die Elf aus Bremen Belgrad K(bei Kickers Offenbach). Das Als letzte deutsche Radsportveranstaltung Fupball. jeh taärk 5 5 i Brie(03); Mainz 05— Borussia Neun- diese Aufgabe nicht unterschätzen e 85 0 ändet des Jahres wird am Samstagabend in der c 2107 1775 i)J) ⁵⁵⁵⁵⁵⁵⁵ TTT d ĩ ĩ ̃̃ ̃ ⁵⁵⁵½Ä—— . durch gute Stocktechnik, saubere Scheiben- Firchen(1:0: T Speyer—. Eintracht Trier n der Berliner Stadtliga ist ein Füh- am Sonntag in Schweinfurt gegen 05 statt. 5 5 enelf trat] dure 8 5 6(0.1); VfR Frankenthal— Tus Neuendorf(1:3) rungswechsel wahrscheinlich. Der führende ö i 8 Mannschaftsrennen„1001 mal rund“ aus- r Sandor, kührung und kluges Zuspiel auf. Die Mann- 4.: jelfreie S 0 51 te Uberflüig t Weitere interessante Privatspiele: Preußen getragen. Favoriten sind die SN h wirkten] heimer hatten Torwart Wargenau durch In der Form der letzten Wochen kann Spleltrele pandauer SY könmte überflüself Münster— Viktoria 89 Berlin; RW Ober- Plattner/ Bucher. Sie sollten vor allem in ten Hab. Schönherr und Sepp durch den Ex-Bad Nau- man Tura Ludw-lgsnafen keine groſßen Hus werden, wenn der Verfolger Tennis-Borussla hausen— VfR Mannheirn! Corcordia Ham. GillenfHolzmann, de Rossi Vadder, den hklassi heimer Dr. Eichler ersetzt. Im ersten Drit- 0 burg— Eintracht Frankfurt; Bremerhaven 93 8 5 1 N N Solges g 8 f 1 N ö g deutschen Meistern Gieseler Donike und G. e kam die tel legten die Gäste ein Tor durch Guttow- Bayern München und Fortuna Düsseldorf: Segen Eintracht Frankfurt; Ulm 46— SpVgg Ziegler) Scholl ernsthafte Gegner haben. t durch] ski vor, während der Nauheimer Ulrich zwei 5 Fürth; VfB Stuttgart— SV Waldhof. Der Per Steher Marsell versucht sich wieder tung, Die Minuten auf der Strafbank saß. Das mittleré. 2 8 8 1. FC Köln ei VV Venlo) und VfI. Bochum einmal als Mannschaftsfahrer mit dem Stra- Alotas(), Drittel endete torlos. In dem äußerst tem- Jadlilionsteiche Ktubs III PDohat-Jinate(in Almelo) spielen im Ausland. genmeister Reitz als Partner. In Zürich er- Carlsrune:] peramentvollen Schlußdrittel kamen die e B g h pet wartet Klaus Bugdahl mit dem fast doppelt . Mannheimer zunächst durch Guttouski zum 66 72 Süd idi eee 1 eben so alten Holländer Gerrit Schulte eine lin zweiten Treffer. Brandt erzielte den An-„Bayern“ wollen letzte Domäne des Südens verteidigen zum Entscheidungsspiel im Europa-Pokal schwere Aufgabe gegen die Elite des Aus- f 4 ich fü r- 5 5 5 St i itt 3 8 f ner Ver T. Augsburgs Rosenaustadion, das durch Münchner 1932 mit 2.0 über Eintracht Frank- 33% 3 lands. 0 r. Losentscheid zum Austragungsort bestimmt furt, die Düsseldorfer ein Jahr später mit Fun i r en Der Aensche TSG Haßloch ungeschlagen Aas die 3 1 11 Wurde. erlebt am letzten Sonntag des Jah- 3:0 gegen Schalke 04, und in beiden Fällen 2 8 8. 5 85 5 5 nie i d Garmisch„importiert Schnee res das 14. Endspiel im Wettbewerb um den liegen die großen Erfolge nun schon so weit 3. n e Sieger im sechsten Vierstädteturnier un 011 Während die beiden traditionellen Weih- Vereinspokal. Bayern München, das durch zurück, daß eine Auffrischung des etwas e r Hallenhandball am zweiten e 92 ing i isch- Partenkirchen ei 3.1-Sieg nach Verlängerung über den verblichenen Ruhmes durch den Pokalsieg 4.2. Sieg i 85 8 tag in der Haglocher Pfalzhalle wurde un- n Gefahr nachtsspringen n Garmisc b 0 einen 8 5 8 95 4:2-Sieg in der ersten Begegnung und der geschlagen der Südwestmeister TSG Haßloch. en mußte auf der kleinen Olympiaschanze und in Mit- 1. FC Saarbrücken zum ersten Male ins sehr erwünscht käme. 4 a Bukarester 3:1-Revanche im Rückspiel ein Der SV Birkenau konnte ein Spiel gewinnen 2·1(110 tenwald auf der Karwendelschanze wegen Pokalfinale vorstieß, trifft auf die Mann- Die süddeutsche Umgebung bedeutet einen Heiteres Treffen aus, um die Mannschaft zu und nmel Unentschieden spielen und da SV steht Schneemangels ausfallen mußten, wird die schaft von Fortuna Düsseldorf, die sich mit gewissen Vorteil für die Bayern, die mit ermitteln, die in der nächsten Runde der mit den zweiten Platz erreſchen, während Viktoria Sroßge Olympiaschanze in Garmisch für das einem 1:0 über den Hamburger 8. quali- n Wie dem ungarischen Torwart Gegner des italienischen Meisters AC Mai- Sy Darmstadt 98 nur ein Spiel gewann. an der Internationale Neujahrs- Skispringen, auch fizierte. Im Gegensatz zu ihrem südwest- Fazekas, dem Verteidiger Bauer, dem jungen ſand ist. Vielleicht können die Dortmunder Der Saarlandvertreter TV Erbach blieb ohne wenn kein Flöckchen schnee mehr nieder- deutschen Gegner erreichten die Düsseldorfer Stopper Landerer, Sommerlatt und Siedl eine jn Italien ihr gutes technisches Können bes- Sieg. Gegen Birkenau spielten die Saar- gehen sollte, auf jeden Fall schneepräpariert bereits 1937 einmal das Endspiel, das damals technisch vorzügliche Mannschaft stellen ser zur Geltung bringen als in Bukarest, wo länder unentschieden. int werden. Das dazu notwendige kostbare Weiß in Köln gegen Fortunas großen westdeut- kann. Obwohl der Angriff gelegentlich die qie Rumänen von ihrem eigenen Publikum Die Ergebnisse: SV Birkenau— SV 98 t 2.0 soll aus einem Schneeloch an der bayerisch- schen Rivalen Schalke 04 1:2 verlorenging. notwendige Purchschlagskraft vermissen zu einer grogen Energieleistung angefeuert Darmstadt 9.5(4. J); TV Erbach— TSG Haß- 3 5 tiroler Grenze herangeholt werden, so daß Beide Klubs, Bayern und Fortuna, können läßt, erlitten die Münchner seit ihrem Vor- wurden. Im Dortmunder Angriff fehlt aller- loch 2:9(0:5); Birkenau Erbach 9:9(328); K ersatz. die Schanze termingerecht sprungbereit auf eine gute Vereinstradition zurüdeblicken. schlutzrundensieg über Saarbrücken in vier dings mit dem verletzten Peters der Mann, Darmstadt— Haßloch 2.4(05 Erbach auf glat- sein wird. Beide wurden einmal deutscher Meister, die Punktspielen nur eine Niederlage mit 1-8 bei dessen Leistung im ersten Spiel so viel zum Darmstadt 6:8(3:8); Birkenau— Haßloch 2 . In der Eintracht Frankfurt. Die drei übrigen Tref- Borussia-Sieg beitrug.(014). stürmer. 5 ken wurden mit 2:1 beim VfB Stuttgart, 4:0 während Letzter Handball-Spieltag des alten Jahres: gegen Fürth und 2:0 gegen Schweinfurt ge- i. Vorteile, i wonnen. Fortuna Düsseldorf kann mit Jus- Volles Programm bei den Amateuren: b f 2 7 kowiak, Harpers Mauritz und Görtz eben- 1 L- Abschiedsspiel gegen den J 20 falls eine Reihe prominenter Spieler ein- 0 8 61 2 I 2 333 te damit 5 setzen. Die Mannschaft ist allerdings gegen- 75 7 Spie III EA 41 et MN:. GMX Ketsch und SG vor sicheren Siegen/ Hallenturnier beim TSV 1846 Waärtig nicht mehr 80 beständig wie zur Zeit ihrer erstaunlichen Erfolgsserie vor über VfL muß beim VfR Pforzheim mit erbittertem Widerstand rechnen Die sd Leutershausen zeigte zuletzt eine können die Brühler optimistisch dem neuen einem Monat, bei der sie in neun Spielen 30 beachtliche Steigerung, daß nicht zu ers Jahr entgegensehen, denn dann ist dle Kreis hintereinander ungeschlagen blieben. Die In Nordbadens erster Fußball-Amateur- feld und Leimen sind Tabellennachbarn warten ist, daß sich die Elf kurz vor„Tores- meisferschaft der Klasse A schon so gut wie große Frage ist, ob der Angriff mit Steffen, liga stehen am letzten Wochenende des Jah- unter sich. Der Platzvorteil dürfte dabei von schluß“ noch einen Ausrutscher leistet. Auch geschafft. TV Sandhofen kann man in Walfram K. Gramminger, Jansen! M. Gram- res acht Spiele auf dem Programm. Von den ausschlaggebender Bedeutung sein. Eine der TSV Birkenau wird den Titelverteidiger Schwetzingen bei den 64ern ebensowenig minger, ins Spiel kommt. vier Erstplacierten müssen Neckarau und der weitere Niederlage werden die Durlacher am letzten Tag des alten Jahres in Leuters- Chancen einräumen, wie der Tus aus Wein- Hier die Ergebnisse der bisherigen Pokal- KW reisen. Da ihre Gastgeber in der unte- auch in Forchheim nicht verhindern können. 3 hause wohl zum Kampf zwingen, kaum aber heim in Seckenheim bei 07. Zu spannenden endspiele: 1935: 1. FC Nürnberg Schalke 04 ren Tabellenhälfte rangieren, dürften sie auf Daxlanden sollte seine Position durch einen Spielen schlagen können. Ebensowenig scheint TSG Auseinandersetzungen wird es dagegen in 2:0; 1936: VfB Leipzig— Schalke 04 2:1; entschlossenen Widerstand stoßen. Neckaraus Heimsieg gegen Sandhausen weiter ver- b Ketsch auf eigenem Platz durch TV Edingen Weinheim bei 09 gegen die TSG Plankstadt 1937: Schalke 04— Düsseldorf 2:1; 1938: Aufgabe in Pforzheim erscheint noch etwas bessern und schließlich startet auch Kirch- über ein gefährdet, zumal die Gäste noch immer ihren und in Heddesheim kommen, wo der ATB Rapid Wien— FSV Frankfurt 3:1; 1939: schwieriger, weil die Mannschaft erst gestern heim gegen Weinheim als Favorit. 5 Torwart Au ersetzen müssen. Der VfL Nek- die Feudenheimer Badenia erwartet. Der 1. Fe Nürnberg— SV Waldhof 2:0; 1940: das Nachholspiel gegen Durlach bestreiten Es spielen: FV Daxlanden— SV Sand- e karau nimmt mit seinem Spiel gegen den Polizei-SV rechnet sich gegen Oberflocken- Dresdener Sc— 1. FC Nürnberg 2:1(n. V.); mußte. Nur mit einem entschlossenem Sturm hausen; Spfr. Forchheim— SV Durlach; S e SV Rot nicht nur Abschied vom alten Jahr, bach eine gute Chance aus. 1941: Dresdner SS— Schalke 04 2:1; 1942: kann sich der KfV in Schwetzingen Sieges- Birkenfeld— VfB Leimen; SV Schwetzin- chützen⸗ sondern(hoffentlich nur für ein Jahr) auch s g a 1860 München— Schalke 04 2:0; 1943: Vienna hoffnungen machen. Feudenheim hat zwar gen— Karlsruher FV; ASV Feudenheim— 1 Abschied von der Verbandsklasse. Die SG Die B-Klasse hat nur ein. kleines Pro- Wien— LSV Hamburg 3:2(n. V.); 1953: Platzvorteil, doch mit Phönix Mannheim Phönix Mannheim; Sc Kirchheim— FV nd) und Nußloch hatte schon in der Vorrunde auf gramm. Durchweg sollten die Platzherren Rot-Weiß-Essen— Alemannia Aachen 2:1; einen Lokalrivalen zum Gegner, so daß eine Weinheim; VfR Pforzheim— VfL Neckarau; er kore] eigenem Platz Mühe, den TSV Handschuhs- beide Punkte behalten. So wird Sy Wall. 1954: Vg Stuttgart— I. FC Köln 140(n. V.): Vorhersage nicht leicht ist. Dagegen dürkte FV Hodtenheim— PSC Heidelberg. Ungarn) 9 30 daß es keine Ueber- stadt in Waldhof beim TV ebensowenig zu 1955: Karlsruher Sc— Schalke 04 3.2; 1956: Hockenheim dem Tabellenvorletzten PSC 1 Konto. heim niederzuhalten, so daß es teme ebene bestellen haben wie die Post beim TSV Lüt- Karlsruher Sc— Hamburger SV 3.1 Heidelberg keine Chance lassen. Mit Birken- 1 g ute auch F Neuling diesmal zeisachsen oder TG Heddesheim beim Sc 5 ö„Arrak“ noch einmal siegreich en Tor- 5 0 Pfingstberg. Etwas schwerer ist nur die Auf- 5. 5 1 5 aß man In der Bezirksklasse steht dem TV Groß- 8 des T Schriesheim, der Fortuna Sandhofens Ringer in Erbach: Diesmal im großen Weihnachts-Jagdrennen e Kubala sachsen noch im alten Jahr eine 3 Schönau erwartet. 8 Am 1 a 1 5 ame- Aufgabe bei der unberechenbaren TSG 6. 2 2 8 2 er Bahn in Mülheim-Duisburg das deutsche 2 r Auch in Hohensachsen kommt es zu Drei Tage lang ist die Halle des TSV 46 Wiesental prüft Spitzen reiter Turfsportjahr 1957 aus. Hauptereignis war Fußbal- einer interessanten Begegnung beim Zusam- in der Stresemannstraße Schauplatz des tra- a. 5 das mit 4000 DM dotierte Weihnachts- Jagd- Pünkt⸗ mentreffen der einheimischen Sc und dem ditionellen Einladungsturniers des TSV 46. In der Ringer-Gruppenliga Südwest wer- Bruchsel wird vom AsV Pirmasens nichts rennen, ein allgemeiner Ausgleich, der sich d über. Ty Hemsbach. Die schwerste Aufgabe steht Den Beginn macht, heute abend, 18 Uhr, die den die Kämpfe auch am letzten Sonntag erben Können. Dagegen rechnet Eiche Sand, an bessere Steepler wandte. Das Rennen lichkeit unstreitig den 99 ern aus Seckenheim bevor, Jugend. Im Mittelpunkt der Spiele steht des Jahres fortgesetzt. Am zueiten Rück- hofen beim Tabellenletzten 80 Erbach mit brachte dem Mannheimer Rennstall„Blau- 1958 20 die beim TSV Oftersheim antreten. dann morgen(Beginn 19 Uhr) das Männer- runden-Kampftag muß der Ad Heusweiler beiden Punkten. Der Vfk Schifferstadt muß Weiß-Rot“ seinen bisher schönsten Erfolg. a Turnier um den Wanderpreis des Ober- seine Spitzenposition beim Tabellendritten in Mainz gewinnen, Wũenn er sich in der„Arrak“ gewann das über 3700 m der schwe- Einen Platzsleg dürfte es in Viernheim pürgermeisters. Der Sonntagvormittag sleht KSV Wiesenthal verteidigen. Der noch un- Spitzengruppe halten will. Der KS Friesen- ren Diagonalbahn führende Rennen gegen lee geben, wo Laudenbach gastiert. Auch der ab 9 Uhr die Alten Herren mit zehn Ver- geschlagene Saarmeister wird in Baden keine heim hat gegen den Neuling KSV Riegels-„Rotdorn“, einen Vertreter des größten deut- SV Waldhof sollte dem TV Friedrichsfeld einen im Kampf um den Sieg, während es leichte Aufgabe vorfinden. Trotzdem ist mit berg Aussichten auf einen doppelten Punkt- schen Hindernis-Stalles von W. Schütz, des- en auf eigenem Gelände das Nachsehen geben. am Nachmittag bei den Frauen um den einem knappen Erfolg der Gäste zu rechnen. gewinn. sen Crack zur deutschen Spitzenklasse zählt. kisprin- Ein harter Kampf wird in Sandhofen er- Erwin-Specht-Wanderpreis geht. Beginn um Da der Tabellenzwelte VII. Thaleischweiler Die Kämpfe: V Köllerbach— SV Bröt- Allerdings mußte„Rotdorn“ an„Arrak“ ischofs- wartet, wo der SV Ilvesheim bei der SpVgg 15 Uhr. Die Turniere haben auch in diesem kampffrei ist, würde Heusweiler aber selbst Zingen; SG Erbach— Eiche Sandhofen; AsV einen ganzen Berg Gewicht geben. Dritter Jeinrich gastiert. Zwei Punkte wären für Sandhofen Jahr mit Vereinen u. a. aus Karlsruhe, bei einer Niederlage zunächst noch keine Ge- Bruchsal— ASN Pirmasens; Mainz 83— wurde„Loretto“; im geschlagenen Feld te 2228 noch ein wertvoller Gewinn. Frankfurt, Saarbrücken und den Mannschaf- fahr drohen. Der AV Köllerbach hat gegen fk Schifferstadt; KSV Wiesenthal— Ac waren Westfalia-Sieger„Flitzer“, Polarstern“, Metern. Wenn in der Kreisklasse A der TV Brühl ten der näheren Umgebung eine recht gute den Sv Brötzingen keine großen Chancen Heusweiler; KSV Friesenheim— KSV„Spiegelberg“ und der frische Sieger„Queck- Bleier am Sonntag auch der Sd das Nachsehen gibt, Besetzung gefunden. auf einen Punktgewinn, und auch der ASV Riegelsberg. silber“. er(209,3 8 . G ainhorn-Kreuatee a e kmatten Altbewährt bei Kreislauf-Störung., f Leber- u. 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Schilling, Stuttgart Nur Zeitungsleser sind in Form und immer informiert! 0 eee Seite 12 MORGEN „Tannhäuser“ als christliches Llegendenspiel Die Weihnachts- Opernpremiere des Mannheimer Nationalthedters En Wagner-Repertoire wieder zu er- arbeiten, hat Intendant Dr. Hans Schüler (unter anderem) bei der Eröffnung des neuen Nationaltheaters versprochen. Der„Parsifal“ machte dabei zu Ostern den Anfang, in einer durchdachten, würdigen und eindrucksvollen Aufführung. Ihm folgte nun, am ersten Weihnachtsfeiertag, der„Tannhäuser“, dem das Premierenpublikum mit sichtlicher Be- geisterung akklamierte. * Nun ist dieses Werk zeitlebens ein Sor- genkind des Bayreuther Meisters geblieben. „Ich bin der Welt noch den Tannhäuser schuldig“, meinte Wagner wenige Wochen vor seinem Tode. Wie dieses Wort zu inter- Pretieren sei, darüber vermag selbst der sonst in den Schriften seines Ahns so kun dige Enkel Wieland Wagner keine präzise Auskunft zu geben. Die verschiedenen dra- maturgischen Fassungen und die musikali- schen Korrekturen weisen jedenfalls ein- dringlich darauf hin, daß auch Wagner den Konflikt Tannhäusers nicht ganz glücklich und vollkommen gelöst sah. Daß die fleisch- liche Liebe(personifiziert durch Venus) zur nicht verzeihbaren Todsünde erklärt und die idealistische, minnesängerische Liebe(zu Elisabeth) aufs Ehrenschild erhoben wird, das will uns heute wohl auch nicht mehr so recht schmecken und bedarf, um ins Bewußt- sein zu dringen, angestrengter historischer oder philosophisch-theosophischer Ueber- legungen. Und der Beschwörung des zentra- len Erlösungsgedankens im Gesamtwerk des Bayreuthers. Es hatte also schon seinen legitimen Grund, daß Wagner nach der Dresdner Uraufführung für die Pariser Pre- miere des„Tannhäuser“ die Venusberg- Szene breiter anlegte und das Bacchanal noch steigerte, um so wenigstens die Polari- tät Venus— Elisabeth stärker herauszu- arbeiten. 8 Hans Schüler aber entschied sich in seiner Mannheimer Neuinszenierung für die erste Dresdner Fassung. Seiner musikwissen- schaftlich richtigen Argumentation, die Pari- ser Venusberg-Musik sei ein Fremdkörper in der„Tannhäuser“-Partitur, darf aller- dings entgegen gehalten werden, daß Richard Wagner selbst— nach Aussage Wieland Wagners Ueberlegungen dieser Art fremd waren. Und daß das Publikum an diesem tristanesken Einbruch Anstoß nehme — nein, das glaube ich nicht und bekenne auch, im Bannkreis des Werks der Pariser on Wagner allein gültig erklärten) Fassung Tannhäbsers Sänger-Wettstreit Ein Szenenfoto aus der Mannheimer Neuinsze- nierung von Richard Wagners„Tannhäuser“ im Nationaltheater: Linxs Gunter Baldauf als Walter von der Vogelweide, Eschert als Tannhäuser. rechts Hasso Foto: Adolf Falk — den Vorzug zu geben. Die Bayreuther Auf- führung der Jahre 1954 und 1955 hat eine gute Lösung aufgezeigt, wie man das ganze Bacchanal vom allegorischen Rankenwerk befreien und in moderner Choreographie darbieten kann. Tannhäuser muß nun ein- mal die Ekstase der Lust durchmessen haben, wenn das andere Extrem, die Ekstase der religiösen Inbrunst auf seiner Pilger- fahrt nach Rom, glaubhaft werden soll. Mannheim verzichtete jedoch darauf * In der Gesamtanlage bewegen sich die Inszenierung Hans Schülers und die Aus- stattung des Bühnenbildners Paul Walter in Richtung Neu-Bayreuth. Dabei bleiben sie auf halbem Wege stehen, doch ist dies noch kein Negativum. Eine kritiklose Bay- reuth-Kopie würde niemand erfreuen, zu- mal Wieland Wagners geometrischer„Tann- häuser“(Vom Venusberg abgesehen) auch nicht der Weisheit letzter Schluß war. Schü- ler und Walter blättern das Werk als christ- liches Legendenspiel auf— stark vereinfacht die Gebärde, stilisiert der Rahmen, zurück- gedämmt das romantische Dekor, leiden- schaftlich bewegt(und immer wieder zu Boden geschmettert) allein der fahrende, un- rastige Ritter Tannhäuser. Das wäre eine— vergleichbar dem„Parsifal“— durchdachte Lösung, wenn * .. Ja, wenn der Venusberg wirklich eine Lasterhöhle Wäre und nicht wie der hoch- schiffige Raum einer gotischen Kathedrale Wirken würde! Mit einer Freitreppe, die von der Drehbühne bei geöffnetem Vorhang ein- gefahren wird und auf der Tannhäuser höchst unbequem im Schlaf liegt. Wenn Weiter das blaßfarbige zweite Bild eine Maienlandschaft wärel Die von einem be- malten Vorhang vierkantig und kastenartig umrahmte Bühne gibt aber keinen echten Kontrast zum Venusberg. Und warum man schließlich im zweiten Akt, dem„Sänger⸗ krieg“, den Aufmarsch der Gäste gestrichen hat, den Chor im Ablauf des Wettstreits mit der sichtbaren Akkuratesse friderizianischer Grenadiere exerzieren läßt und den Land- Srafen zwingt, bei seiner Ansprache schwert schwenkend und pathetischen Schrittes auf und ab zu gehen, all das ist nicht reclit ver- ständlich und schon gar nicht zwingend. Sanz zu schweigen von den Pagen, die Herrn Wolfram von Eschenbach als ersten zum Sängerkrieg auffordern: zwar machen die „Knaben“ die entsprechenden Mundbe- Wegungen, die ihnen zugedachten Worte aber kommen von den Bänken her, auf denen der Frauenchor Platz genommen hat. Da war es nahe dran, dag das Haus in ein fröhlich! Gelächter ausbrach. * 8 Das seien Kleinigkeiten? Gut, doch beein- trächtigen sie nicht unerheblich die Wirkung dieser Aufführung, für die Paul Walter übrigens einen Wartburg-Saal entworfen hat, dessen Steil ansteigender, rot-weiß be- malter Eußboden, dessen kunstvoll ausge- kührter Kronleuchter und dessen fresken- hafter Abschluß-Prospekt eine prächfige Augenweide ist, Vorzüglich präsentiert sich dann schließlich der lichtmäßgig stark ein- gedunkelte dritte Akt: da ist die erste Dresdner Fassung, die ja noch nicht das Vorübertragen der toten Elisabeth Kennt, am Platz und da stellt sich auch in Mann- heim die legendär-verzauberndte Stimmung glückhaft ein. * Musikalisch steht dieser„Tannhäuser“ auf hohem Niveau. Zwar fällt es Hasso Eschert spürbar schwer, den großen An- Sprüchen seiner Partie(or allem in der Höhenlage und in der Leidenschaftlichkeit des Wettstreits) ganz gerecht zu Werden, dafür aber ist Gladys Spector eine über die Maßen herrliche Elisabeth, mit einer stimm- Iich makellosen Entfaltung und einem Nuan- cenreichtum, der immer wieder beglückt. Als Wolfram von Eschenbach hat Hans Günter Grimm abermals einen großen Tag, er singt die Partie mit der ihm eigenen Musikalität Und einer wunderbaren tonlichen Reinheit. Dem Landgrafen gibt Fred Dalberg die Wiirdevoll-männliche Gestalt sowie die Wärme und Fülle seines sonoren Basses. Elisabeth Thoma schließlich— von der sonst 50 phantasiereich und geschmackvoll arbei- tenden Gerda Schulte mehr als Rauschgold- engel denn als sinnbetörende Frau kostü- miert— hat für die Venus die groge, tragende Stimme, das Format der Hoch- dramatischen, das sie schon in der„Elektra“ bewiesen hat; in dieser Hinsicht ist sie eine gültige Gegenspielerin Elisabeths. Bleibt zu erwähnen der Kreis der Minnesänger: Gün- ter Baldaufs hell timbrierter Walter von der Vogelweide, Thomas Tiptons markanter Bite- rolf, Jakob Rees als Heinrich der Schreiber, Hans Rössling als Reinmar von Zweter und Als Hirtenbub der silberne Sopran Hertha Schmidts. Ingeborg Guttmann zeichnet für die gemäßigte Venusberg- Choreographie, Joachim Popelka für die souveräne Chor- einstudierung verantwortlich. * Daß Professor Herbert Albert der„Tann- häuser“-Partitur mit einer inneren Gleich- gestimmtheit begegnen würde, war, wenn man sich seinen„Mathis“, seinen„Frei- schütz“, seinen„Rosenkavalier“(um nur ein Paar zu nennen) ins Gedächtnis zurückruft, von vornherein klar. Schon die sorgsam an- gelegte Steigerung in der Ouvertüre be- stätigt diese Erwartung, und mag man im Ablauf des Abends auch das eine oder andere„Parsifal“-Zeitmaß beim„Tann- häuser“ nicht ganz angebracht finden, 80 entschädigen dafür doch der ungemein pla- stische Holzbläserklang, die Leuchtkraft des Blechs, die warme, gesättigte Tönung der treichinstrumente voll und ganz. Und wie Mannheims Generalmusikdirektor die Sänger führt und orchestral„stützt“ das beweist zum anderen Male seinen Erfahrunssreich- tum und seine künstlerische Gestaltungs- phantasie. Albert ist ein Wagner-Dirigent, bei dem das Herz mitspricht und der die Bekenntnishaftigkeit dem nüchtern rechnen- den Kalkül vorzieht. Und wie anders wäre — jenseits aller szenischen Problematik— das Werk Richard Wagners zu interpretieren, als mit der Begeisterungsfähigkeit des ge- 0 Sa U borenen Musikers! Kurt Heinz Besuch am zweiten Feiertag/ Ven Tbaddöbs 7.8. Wie gemütlich ist doch so ein zweiter Feiertag! Er ist eine wonnige Dreingabe für genießerische Faulenzer. Schon Feiertage sind etwas Schönes. Aber den richtigen Glanz bekommen sie erst durch den zwei- ten Feiertag, an dem es sich so trefflich in häuslicher Behaglichkeit schwelgen läßt. Wenn wir nur nicht so viel Schulden hätten! Ich meine das nicht finanziell— denn wo hätte ein Mensch, der für Geld schreibt, schon Kredit! Aber es gibt ein paar Leute, die uns so eindringlich einladen, daß wir nicht nein sagen können. Da wohnt in Unserer Straße eine Familie Güldenpfennig. Güldenpfennigs haben Kinder, die unsere Kinder verhauen. Sie haben einen Hund, der uns von Zeit zu Zeit beißt. Diese Be- ziehungen wecken in Güldenpfennigs den Wunsch, mit uns Umgang zu pflegen. Wir werden so oft von ihnen eingeladen, bis Urs keine Ausrede mehr einfällt. Solche Einladungen sind strapaziös. Derm Frau Güldenpfennig beherrscht zwei Gesprächs- themen meisterlich: Kindermund und Flie- gerangriffe. Direktor Güldenpfennig ist lei- denschaftlicher Amateurfotograf, der seine Gäste nicht eher gehen läßt, als bis sie einen Zentner Fotoalben bis zum bpitteren Ende durchgeblättert haben. Barbara meint, zweite Feiertage seien vorzüglich dazu geeignet, Einladungsschul- den zurückzuzahlen. Deshalb lud sie zum zweiten Weihnachtsfeiertag Güldenpfennigs ein. Um Frau Güldenpfennigs Kindermund zu stopfen, bat ich unseren Freund Felix, doch auch zu erscheinen. Wie andere Menschen unter Sodbrennen, so leidet Felix unter originellen Einfällen. Einmal zog er in einer Gesellschaft eine Pistole aus der Tasche. Die Herren nahmen die Hände hoch, die Damen riefen spitz um Hilfe— aber Felix beruhigte alle, indem er sagte, die Pistole sei nur mit einer Flüssigkeit geladen, die dazu beitrage, daß man sich das Rauchen abgewöhne. Ob- gleich niemand ein solches Bedürfnis hatte, schoß Felix. Im Raum verbreitete sich eine Dunstwolke, als sei eine Herde Moschus- ochsen losgelassen. Unter Weinen und Hu- sten verließen die Gäste die Wohnung und warfen wirklich vor Entsetzen ihre Zigarren Und Zigaretten weg, die groge Löcher in die Teppiche brannten. Vier Wochen stand die Wohnung bei weit geöffneten Fenstern leer. Die Wobnungsinhaber wohnten im Hotel. Sie hatten sich nicht das Rauchen, aber den Umgang mit Felix abgewöhnt. Felix sagte, er komme gern zu uns. Er sei inzwischen Mitglied des Zauberclubs Käthe Dorsch 1 Am ersten Weihnachts- feiertag ist in einer Wie- ner Klinik, in der sie schon seit Monaten mit einem Leberleiden lag, die Schau- spielerin Käthe Dorsch im Alter von 67 Jahren gestorben. Das deutsche Theater verliert mit ihr eine seiner großen Tra- gödinnen, eine Gestalterin von hoker Menschlickkeit und feunstlerischer Wahr- Raftigkeit. Inr Lebensweg Ratte von der Operette zum Schauspiel geführt, von Nürnberg über Mainz nach Berlin und Wien. In vielen Rollen bleibt sie unvergessen, auf der Buhne wie im Film, im historischen Kostüm wie in moderner Kleidung. Eine der großen Persön- lichkeiten des deutschen Theaters ist für immer von uns gegangen. Foto: Archiv Fidelitas geworden und er bereite ein paar Ueberraschungen vor. Güldenpfennigs brachten fünf neue Foto- alben und Pluto mit: einen riesigen Senn- hund mit weißer Brust und gelben Flecken. Er stammte aus dem Kanton Uri. Direktor Güldenpfennig beruhigte uns. Pluto habe erst am Heiligen Abend den Geldbriefträger gebissen und sei deshalb zunächst friedlich. Wir saßen gemütlich beim Kaffee, und Felix entzückte uns mit kleinen Proben seiner Kunst. Er überreichte Barbara einen Parfümkarton, aus dem eine Ratte sprang, die allerdings nur aus Stoff War. Er ließ Frau Güldenpfennigs Kaffeetasse magisch wackeln, bis sie überschwappte. Auf die Zigaretten legte er Tabletten, die sich in künstlichen Schnee verwandelten, der auf den Kuchen fiel und ihn ziemlich ungenießbar machte. Er hatte Kaffeelöffel mitgebracht, die sich in der Tasse auflösten, Zuckerstücke, die schwimmen konnten, und eine Streichholzschachtel, die Beine hatte, über den Tisch lief und zuschnappte, wenn man sie fassen wollte. Er zog Herrn Gul denpfennig ein Ei aus der Nase und warf es gegen die Wand, wo es zerplatzte und ein ziemlich fremdes Muster auf der Tapete bildete. Felix erschrak und entschuldigte sich: er habe das Ei verwechselt, es müsse eigentlich aus Gummi sein. Es War ein fröhlicher Nachmittag. Nach- dem der Kuchen ungenießbar, die Zigaret- ten vom künstlichen Schnee aufgeweicht, Frau Güldenpfennig etwas indigniert und Pluto unruhig geworden war, der Kaffee merkwürdig nach schwimmendem Zucker und aufgelösten Löffeln schmeckte, und niemand mehr von der Sahne nehmen Wollte, zündete Barbara den Weihnachts- baum an. Ich griff zum besten Kognak aus der Charente, um die fröhliche Stimmung zu konservieren. Da zog Felix eine Zeitung mit dem Titel„Magischer Bote“ aus der Tasche, nahm eine Tasse, fegte den schwim- menden Zucker aufs Tischtuch und goß den Kaffee in die zusammengefaltete Zeitung. Der Kaffee blieb verschwunden. Felix blät- terte vor unseren Augen die Zeitung durch. Er lächelte. Es sei ein ganz einfacher Trick. Die Zeitung sei innen präpariert und be- stehe aus den wasserun durchlässigen Ab- teilungen A, B und C. Mit geschickten Mani- pulationen könne man die Zeitung drehen und wenden, ohne daß die Flüssigkeit her- aus fließe. Felix faltete, drehte und mani- pulierte: schwapp— schoß der Kaffee her- aus und ergoß sich über Barbaras Cock tailkleid, Freitag, 27. Dezember 1937/ N. w — 2 i Barbara lächelte artig und sagte, ei mache gar nichts. Aber nun war Felix nicht mehr zu hal- De ten. Er sagte, er hätte einen Fehler ge- Beric macht, und er wolle es uns jetzt ganz genau hilfe zeigen. Er nahm die Kognakflasche und g05 verkr in der Aufregung die Hälfte neben die Zel. peitre tung. Den Rest manipulierte er schließlich in den„Magischen Boten“. Der bekam einel dicken Bauch. Felix drehte die Zeitung hin und her, faltete sie zusammen und stellte D sie auf den Kopf. Der„Magische Bote“ gluckerte drohend, als habe er eine Magen- Verstimmung. Schließlich zeigte er sich dem Kognak nicht mehr gewachsen und gab ihn B Wieder von sich. Diesmal erwischte es Herrn 5 Güldenpfennig. Er sprang auf. Felix wolle amen ihn mit seinem Taschentuch reinigen. Pluto am Verstand das falsch und sprang Felix an dle künd Kehle. Felix taumelte und stieß gegen den trop, Tisch. Der Parfumkarton fiel zu Boden, der 4 und die Ratte sprang heraus. Das* Pluto, der von Felix abließg, sich vor c 3 Ratte fürchtete, bellte und mit des eso! Schwanz einiges Geschirr vom Tisch sschaf peitschte. Frau Güldenpfennig schrie um tungs Hilfe, Felix wollte den mit Kognak ge. lese tränkten„Magischen Boten“ retten, kam eine aber dabei dem brennenden Baum zu 1 e e Erst brannte der Bote, dann der Baum, Ake wollte lösche und warf den Weihnacht. mit baum um. Er fiel gegen den Tisch, auf dem der ein paar Wunderzigarren lagen, die Fel, tiv mitgebracht hatte. Sie explodierten. E I ut. Kognak nährte das Feuer. Es griff aul D. Herrn Güldenpfennig über. Ich schlug mit Deut einem Sofakissen gegen die Flammen, wor, ftitee auf sich Pluto auf mich stürzte und das tagt Kissen zerfetzte. Es regnete Federn, die Ritge lustig zu brennen begannen und wie Komée- Zent ten durchs Zimmer flogen. Es war eine mit, Stimmung wie im Finale der„Walküre“, ena beste Bis die Feuerwehr kam, hatten wir die arbe Flammen und einen Zahn von Felix ausge- Rate schlagen. Barbara hatte ziemlich viel Was, nan ser vergeudet, das einen Stock tiefer be. Mitterers durch die Decke kam. Pluto hatte jeden von uns mindestens einmal 1 Felix sah wie eine Brandruine, Frau Gül⸗ denpfennig wie ein gebadetes und der Direktor wie ein gesengtes Huhn aus. Seither grüßen uns Güldenpfennigs nur P noch sehr kühl. Ich fürchte, sie werden uns sisch nicht mehr einladen. Felix aber hat ver- Exehk sprochen, daß mir der Weihnachtsmann zum sind nächsten Fest einen„Magischen Boten“ mit Verf einer reichen Kollektion Zauberutensilien Gail ringen wird. 995 WIII. Der Seelenbràu von Carl Zuckmayer Presserschfe durch Scientia, Homburg 9 Fortsetzung Matthias Hochleithners persönliche Be- Aehung zum Geisterzimmer war ziemlich kompliziert. Er glaubte nämlich in Wahrheit an seine Geister. Er war überzeugt, daß es sie gab, obwohl sich in seine Geschichten von tatsächlich vorgekommenen Umgängen und Erscheinungen immer ein undurchsich- tiger, doppelbödiger Zug von Ironie mischte. Man wußte nicht recht, wenn er davon er- zählte, ob er sich über die Gläubigen oder über die Zweifler, über die Zuhörer oder über sich selbst, über die Menschen oder über die Geister lustig machte. Zutiefst aber Waren die ruhelosen Seelen der beiden Söhne, die angeblich im sechzehnten Jahr- hundert in diesem Raum und vielleicht sogar in demselben riesigen Himmelbett ihre rei- che Mutter ermordet und den Geldkasten über die längst eingefallene Wendeltreppe Hiuruntergeschleppt hatten, für ihn so wirk- Ach oder so unwirklich wie die schweren, bedrohlichen Möbelstücke des Zimmers, die verblichenen Sammetvorhänge am Bett, die stechenden Augen der angedunkelten Fa- milienportraits und überhaupt wie Steine und Holz, Dachböden, Keller und Treppen in seinem Stammhaus. Er glaubte an die Exi- Stenz der Geister, aber er zweifelte an mrer Zuverlässigkeit. Sie erschienen nicht auf Verlangen, und er hatte durchaus keine Scheu, dem nachzuhelfen, indem er sie dar- Stellte und zur Bestrafung von Skeptikern oder auch nur zum eigenen Spaß selber spukte. Grade weil die Geister für ihn 80 Teal waren, konnte er sich erlauben, ihnen ins Handwerk zu pfuschen oder sozusagen eine Lektion zu geben. Denn schließlich war er ja doch noch der Herr im Haus. Er empfand wohl überhaupt eine heim- liche, nicht klar bewußte Verwandtschaft zu Geistern, Trollen, Dämonen, Halbwesen, Ruh- josen und Wiederkehrern aus dem Zwischen- reich— und das Schrecken der blöden Leute, Worunter er die große Mehrheit seiner Mit- menschen, alle nur ihren Augen Trauenden, verstand, war seine zweite Natur. So sehr identiflzierte er sich selbst mit Gewesenen und Abgeschiedenen, daß er nicht einmal den taktgebotenen Respekt vor ihnen kannte. Er war nicht davor zurückgeschreckt, sich unter das Leichentuch eines aufgebahrten Großonkels zu legen, um sich, als die Schul- kinder zum Totensegen kamen, langsam dar- unter aufzurichten und sich an ihrem pa- nisch entsetzten Davonstürmen zu weiden. Ein andermal hatte er sich selber totgestellt, als die taube Nanni morgens mit dem ge- Wwärmten Wasser in sein Schlafzimmer kam, Und er saß dann grinsend auf dem Bett, als Auf ihren heiser lallenden Alarm hin die Hinterbliebenen zusammenliefen. Aber nie- mand wußte ganz genau, ob er nicht in Wahrheit einen schweren Ohnmachtsanfall erlitten hatte und ihn als einen makabren Witz vertarnte. So interessierte, travestierte und parodierte er seine Hausgespenster wie der zynischste Rationalist— aber jedes Jahr an Mariä Lichtmeg, dem Todestag sei- ner Großmutter, hörte er sie in ihrer Sterbe- ecke pochen, wie sie mit ihrem Krückstock aufgepocht hatte wenn das Essen zu spät kam, und erstattete ihr mit ruhiger, sach- licher Stimme Bericht über die jüngsten Vorgänge und Entwicklungen im Geschäft. Denn, sagte er, sie will immer in alles ihre Nase hineinstecken, Und die Leute, die ihn Zufällig mit ihr reden hörten, wußten nicht, . Ob er ihnen etwas vormachte oder ob es ihm Ernst war.— Die Clementin wußte, dag es ihm Ernst war. Sie hatte das allles von Kind auf miterlebt, und es war für sie so sehr zu Köstendorfs Luft und Landschaft gehörig, daß sie nicht mehr darüber nachdachte als über die Entstehung eines Gewitters oder des Herbstnebels. Sie selbst glaubte nicht an die Geister, denn sie hatte sie nie gehört oder gesehen, wohl aber recht oft dargestellt Und bei ihrer Erscheinung mitgeholfen, wo- bei das Schönste war, daß man, obwohl man es selber tat, sich dennoch ein wenig fürch- ten und gruseln konnte. Sie war ihres On- kels bester Spukassistent und hatte manchen hysterischen Anfall furchtloser Geisterzim- merbewohner auf dem Gewissen. Selten aber hatte sie sich so grausam aufs Spuken gefreut wie heute nacht. Auch der Herr Bräu schien dem heutigen Zauber mit besonderer Genug- tuung entgegenzusehen. Der verdient's, brummte er vor sich— wenn er's net glau- ben will. Erst gewinnt er sechs Flaschen Champagner, dann sagt er, es gibt nix Uber- natürliches! Mam mußte warten, bis man annehmen konnte, daß er eingeschlafen war; die Zeit ging langsam, die schweren Getränke hatten die Festgäste stumpf und dröselig gemacht, die Musik war besoffen und brachte keinen rechten Tanz mehr zustande, und viele, die krüh aufstehen mußten, waren heimgegan- gen. Nur der Ammetsberger schien in groger Form und in immer sieghafterer Laune, denn auch jetzt wieder mißdeutete er die glühenden Wangen, lebhaften, spannungs- vollen Augen und die unruhige, etwas exal- tierte Lustigkeit der Clementin. Er fühlte sich ganz alls der glückliche Besitzer, trank große Mengen von dem starken, einheimischen Birnenschnaps, gab sich keine Mühe mehr. das häufige Aufstoßen zu unter grücken, ung lachte übertrieben über jeden Wit des Herrn Bräu. Endlich schien es so weit zu sein. Die Kellnerin, die als Spionin hinaufgeschickt Worden war, meldete, daß im Zimmer alles Stüll sei und das Licht abgedreht. Die Vorbe- reitungen waren rasch getroffen, und ein paar alte Vertraute und Mitarbeiter der Hochleithnerschen Infernalien, der Zipfer, der Dodey, als Ausnahme auch der Ammets- berger wurden eingeweiht. Nicht weiter be- merkt von der dünner gewordenen Ballge- sellschaft, entfernten sich die Beteiligten, einer nach dem anderen, und schlichen sich möglichst lautlos die rückwärtige Holztreppe hinauf, um sich dann auf dem Umlaufbalkon zu versammeln, auf den die Fenster des Gei- sterzimmers hinausgingen und von dem man die Vorgänge drinnnen belauschen konnte. Von diesem Umlauf gab es außerdem eine kleine Wandtür, die in einen außer Betrieb gesetz- ten Kaminabzug führte— früher wohl zum Rauchfangkehren benutzt—, und durch den offenen, von einem Gobelin verdeckten Ka- min konnte man das Geisterzimmer betreten und darin gleichsam aus der Luft erscheinen. Das Verschwinden war dann leicht, weil es außer dem Haupteingang, den der Gast ver- riegelt haben mochte, eine zweite, ebenfalls verhängte und unverschliegbare Seitenpforte gab. Dabei hatte der Herr Bräu vier lebende Zeugen, daß die wirklichen Geister, waren sie einmal zum Spuken aufgelegt, nicht sol- che Tricks benutzten, sondern aus der Wand kamen und durch die verschlossene Türe ab- gingen. Die Clementin sollte die weiße Frau spielen— Schleier und Phosphorfarbe hatte der Bräu für solche Fälle im Kapbinettchen bereit—, der Zipfer und der Dodey würden sich hinter ihr in den Kamin schleichen, um kür die unheimlichen Geräusche zu sorgen, wofür der Dodey das gewisse Tfampeln, Scharren und Klopfen, der Zipfer das Stöh- nen und das grausige Kichern verstand. Der Bräu und der Ammetsberger würden drau- gen lauschen und zuschauen, Da die Wände des Hauses unermeglich dick waren, hörte mam im ersten und zweiten Stock den Lärm aus der Wirtsstube drunten höchstens Wie ein ganz fernes, verworrenes Gelalle, das gleich Wind oder Regen die Nachts tille noch stiller machte. Selbst nervöse Leute konnten Regi hier droben eine im Erdgeschoß stattfindende scha Hochzeit verschlafen— falls es der Herr F Bräu nicht anders beschlossen hatte. unt 0 Der Schnee schauerte in den Aberdeen Just Umlauf hinein, der Clementin klapperten die Tisck Zähne, obwohl sie einen schweren Man 1. über ihre Geisterschleier geworfen hatte.. gest während sie sich, als letzte von allen, aut prac den flilzgesohlten Spukschuhen hinausschlich. beit Man wollte sich zuerst von außen überzeu- gen, ob im Raum drinnen alles still und un- eint: verdächtig sei. Die Vorhänge und Läden des spra Geisterzimmers waren so tückisch angeor 7 net, daß immer ein kleiner Schlitz frei blieb, die durch den man hineinschauen konnte. Hur ding diesen Schlitz flel jetzt, zur peinlichen Uber- 5 raschung der Anschleichenden, ein dünner 15 Lichtschimmer. Vielleicht hat er die Nacht- 5 7 lampe brennen lassen, flüsterte der Bräu zur er hat gesagt, er ist müd. Die Clementin 15 hatte bereits den Fenstersims erreicht. ihr 35 Gesicht an die Scheiben gepreßt und starrte fer reglos in den verwunschenen Raum. a 5 Der drinnen brannte wirklich die kleine dau Nochtkastenlampe. Der Handkoffer stand 5 D verschlossen auf dem unberührten Bett. Aust, sich gepackt waren nur die Ledermappe, deren Zest Inhalt, über den Tisch verstreut, sie sofort Rad als Noten und Notenpapier erkannte. Zwi- Viel schen Tisch und Bett wanderte auf Strümp⸗ mur ken, sonst noch völlig angekleidet, der junge Nat Mann auf und ab, dann und wann stehen- dem bleibend, um mit einem kleinen abgekauten fugr Bleistift auf das Papier zu kritzeln Seine unte Lippen bewegten sich lautlos, als würde er ten. in Gedanken etwas singen, vielleicht sang Bu er sogar wirklich leise vor sich hin, und man 1 konnte es durch die geschlossenen Fenster 10 nicht hören. Fortsetzung folgt) che gen Gru sehr parte polit