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Die eine Kammer des Parlaments der politischen Ge- meinschaft, die Völkerkammer, solle aus all- gemeinen unmittelbaren Wahlen in den Sek- tionen hervorgehen, die andere werde mit- nd ab telbar von den Parlamenten gewählt und Hier solle gleichzeitig die Verbindung zwischen che uropaischer politischer Gemeinschaft und nationalen Parlamenten sicherstellen. Dr. Na von Brentano betonte, daß sich die europä- reiht sche politische Gemeinschaft in eigener agebuü Dynamik entwickeln und die Fusion Z Wi- 75 vie schen den Sonder gemeinschaften in eigener 115 1% Zuständigkeit vollziehen müsse. Der Aus- 2 t schuß habe sich bei seiner Arbeit auf dem metal engen Grad zwischen politisch Möglichem 18 1c, and politisch Unmöglichem gehalten. 255 18 Als Berichterstatter des Unterausschus- 5 81 8s für die Zuständigkeiten der europäischen 5 woe bolitischen Gemeinschaft wies der italieni- umbe cde Delegierte Benvenuti darauf hin, gat die Gemeinschaft mit der Montanunion üchte und der EVG eine Rechtseinheit bilden bsurd werde. Die Ubertragung der Zuständigkeiten Sense on Montanunion und EVG auf die poli- rc tische Gemeinschaft habe keinen neuen Ver- we Sonderausschuß der SPD N untersucht Sicherheitssystem lingt, Bonn.(dpa) Der Vorstand der SpD gab iner dam Mittwoch nach seiner gemeinsamen Sit- uktuf zung mit dem Parteiausschuß und der Kon- trollkommission in einem kurzen Kommu- niqus bekannt, daß ein Sonderausschuß ein- gesetzt worden sei, der die Konzeption der ed ͤ über eine deutsche Beteiligung an des Jae Wirksamen System kollektiver Sicher- ist dießeite auch in Einzelfragen ausarbeiten soll. 55 0 bas Ergebnis dieser Ausschußarbeit soll den renge ständigen Parteikörperschaften bis Ende bzurleshebruar vorgelegt werden. s Mi, Dem Ausschuß gehören neben dem Par- ewonnteivorsitzenden Ollenhauer und seinem n der Stellvertreter Mellies u. a. auch die Bundes- kultiytagsabgeordneten Professor Carlo Schmid. r, 575 Dr. Arndt und Dr. Lütkens an. it W es Diskontsatz auf 4 Prozent gesenkt n Erd Frankfurt.(Je-Eig.-Ber.) Der Zentral- a-FProßebankrat der Bank deutscher Länder be- Morsschloß auf seiner Sitzung am 7. Januar eine bangufterabsetzung des Diskontsatzes von 4% auf N Prozent und des Lombardsatzes von 5% auf 5 Prozent mit Wirkung vom 8. Januar. Amel 5 Prozent mit Wirkung vom 8. Januar. en Lehlsiehe auch Wirtschaftsteil.) gung Bezien aufzun Wong tierte b 1 Mainz. Der Dienststellenleiter der deutschen spielte ärbeitseinheiten bei den französischen Besat- Erunnezungstruppen(FAMo), General à. D. Weck t. mann, will— wie er versicherte— seinen gan- en Einfluß geltend machen, um eine Wer- Vortrabung für die französische Fremdenlegion zu erke änterbinden. Stuttgart. Regierungsrat Dr. Werner Leins — m vorläufigen Leiter des Autobahnamtes F Baden- Württemberg ernannt worden. Dr. ces Nuteins hat bisher die Abteilung Autobahnen vorletgelen technischen Lemdesamt in Ludwigsburg eleitet. 1 al Uelzen. Im Notaufnahmelager Uelzen-Bohl- 80 mm sind 14 Besatzungsmitglieder volks- her n ziSener Fischerboote aus Saßnitz eingetrof- s, das en, die in den letzten Tagen des vergangenen ner Sclahres in kleineren Gruppen mit ihren Booten verbalus der Sowjetzonenrepublik nach Schweden Sorgssflohen waren. gen u Nom. Zwei monarchistische Gruppen Ita- 85 dens, di 187. 7 1 id dunn d„Italienische Demokratische Partei“ tig bling die„Nationalmonarchistische Front“, 1 en sich entschlossen, der Monarchistischen n meisfartei(Partito nationale Monarchico) beizu- licht aketen Damit ist in Italien eine monarchisti- Iiegenche Einheitsfront entstanden und ein beson- Schliters von Exkönig Umberto seit langem ange- Fenstetrebtes Ziel erreicht. Tokio. Der südkoreanische Staatspräsident, zenau s ehgenan Rhee, ist am Mittwoch wieder aus rmelig ge abgereist, wo er— wie schon gemeldet mei es Besprechungen mit dem UNO-Oberbefehls- meistegber General Clark und dem japanischen U unitlinisterpräsidenten Voshida hatte. Vor sei- er Kapfem Rückflug erklärte Rhee, erst nach einer el meruhigung des Verhältnisses zwischen Korea lickes 98 aban könne der Frieden im Fernen en gesichert werden. N Tokio. Die USA-Marine wird Japan sechs e. sen pesatten und vier große Landungsschiffe wel Mibergeben. Insgesamt soll Japan von den Ver- misten Staaten 18 Fregatten und 50 Landungs- 5 Minen leihweise erhalten. Die Einheiten wer- gen den Kern der neuen japanischen Kriegs- zan barine pilden. 055 Lee dashinston. 46 000 amerikanische Soldaten nicht esertierten seit Beginn des Koreakriegs. Nach aner Mitteilung der US-Armee wurden sie nis 5 auf 11000 Mann wieder gefaßt oder sind etwillig zur Truppe zurückgekehrt. „Jen Vork. Der Leiter der UNO- Abteilung lich. Wirtschaftsstabilität und Entwickelung, a Weintraub, ist zurückgetreten. Wein⸗ icht Aud War vom amerikanischen Außenministe- eien um verdächtigt worden, Kommunist zu sein dagel er den Kommunisten nahezustehen. Seinen lestritt begründete er mit der Erklärung, er 5 folie die notwendigen rechtlichen Schritte n, u n sich gegen die fortgesetzten Angriffe zu schützen. UP/ dpa von Paul Henri Spa ak nahm die von der Montanunion gebildete europäische Sonder versammlung am Mittwoch die Erörterung auf. zicht auf Souveränitätsrechte zur Folge. Die Frage einer Revision der Verträge soll, wie Benvenuti erklärte, jetzt nicht aufgenommen Werden, da sie die Ratifikation behindern könnte. Wenn der Vertrag über die poli- tische Gemeinschaft in Kraft sei, könne das neue Parlament bestimmte Abänderungen vornehmen. Als bedeutsam bezeichnete Ben- venuti die Tatsache, daß die politische Ge- meinschaft befugt sein soll, außenpolitische Verträge der Nationalstaaten anzufechten und vor den Gerichtshof der neuen Ge- meinschaft zu bringen. Die EPG werde auch fiskalische Befugnisse erhalten, und ihr Parlament werde ermächtigt sein, ein Steuergesetz zu erlassen. Der Belgier Dehous e betonte bei sei- nem Bericht über die Institutionen der EPG, daß im neuen Parlament die Bürger und die Staaten— in Völkerkammer und Senat— vertreten sein sollen. Die Parlamentssitze sollten nicht nach Bevölkerungszahlen ver- teilt Werden, sondern die Vertretung werde „gewogen“ sein, wobei das Abgeordnetenver- hältnis des EVG- Parlaments zugrunde ge- legt, aber die Zahl der Abgeordneten auf 261 Im Widerstreit In der Debatte am Nachmittag sagte der gaullistische Delegierte De bre, die Euro- päische Verteidigungsgemeinschaft und die europäische politische Gemeinschaft könnten auf keinen Fall Wirklichkeit werden. Das vorgeschlagene Parlament, in dem die Stim- men der einzelnen Delegationen unterschied- liches politisches Gewicht hätten, sei unmög- lich, weil es undemokratisch sei. Der deutsche FDP- Abgeordnete Max Becker setzte sich für die Unkündbarkeit der Verträge über die Bildung einer euro- päischen politischen Gemeinschaft ein. Er sprach sich gegen die Schaffung eines Mini- ster ausschusses aus, der die europäische Ar- beit hemmen könnte. Falls die Ministeraus- schuß durchgesetzt werden sollte, dürfe er höchstens ein aufschiebendes Vetorecht ha- ben. Becker verlangte eine Stärkung der europäischen Bundesexekutive. Becker legte einen Abänderungsantrag vor, der vorsieht, die Zuständigkeiten der politischen Gemein- Eine Verfassung für Europa Die Sonderversammlung debattiert über die politische Gemeinschaft verdreifacht werde. Danach erhalten: Frank- reich, Bundesrepublik und Italien je 63, Bel- gien und Holland je 30, Luxemburg 12 Dele- gierte. Dabei könnten, das sei besonders zu beachten, zwei große Staaten nicht etwa die übrigen Mitglieder majorisieren. Dehouse forderte das Plenum zur politischen Entschei- dung über die Saarvertretung in der Völker- kammer auf und warnte davor, dies Problem auf die lange Bank zu schieben. Der Delegierte der Deutschen Partei, Dr. von Merkatz, stellte in seinem Bericht über die gerichtlichen Institutionen der po- litischen Gemeinschaft fest, oberstes Prin- zip müsse die Einheit des Rechts sein. Es handele sich dabei nicht um internationales, sondern um internes Recht. Der CDU/ CSU- Delegierte Dr. Semler erläuterte die Be- stimmungen des Verfassungsentwurfs, die sich auf die Beziehungen zu dritten Staaten und zu internationalen Organisationen er- strecken, und nannte die„Entente“ als Form eines Zusammenschlusses, für den kein Ratifizierungsverfahren notwendig sei, das sich aber in der Vergangenheit als wirksam erwiesen habe. Der belgische Delegierte Vigny forderte die Abänderung der Statu- ten des Europarates, um enge Beziehungen mit der politischen Gemeinschaft auf der Basis der Gegenseitigkeit zu ermöglichen. der Meinungen schaft in außenpolitischen Fragen nicht starr, sondern von Fall zu Fall von den Außenmini- stern der Mitgliedstaaten festlegen zu lassen. Der Holländer van der Goes van Naters forderte einen engen Anschluß Grogbritan- niens an die politische Gemeinschaft. Die In- tegration der Wirtschaft sei für Holland eine unabdingbare Forderung. Keine Sitzung des Straßburger Ministerausschusses Bonn.(P) Zuständige Stellen der Bun- desregierung bezeichneten am stagg. abend Meldungen als unrichtig, in denen von einer Verschiebung einer Sitzung ge- sprochen wurde, die der Ministerausschußg des Europarates angeblich für den 9. Ja- nuar geplant haben sollte. Nach der Erklä- rung dieser Stellen war eine Sitzung dieses Gremiums weder für den Januar noch für den Februar vorgesehen. Die Gaullisten gaben den Ausschlag René Mayer vom Parlament zum Minister präsidenten bestellt Von unserem Pariser Korrespondenten A. Lang Paris. Am Mittwochmorgen wurde um 3.15 Uhr das Ergebnis der Abstimmung der Na- tionalversammlung bekanntgegeben, durch die nach einer bewegten Nachtsitzung der radikale Politiker René Mayer mit 389 Stimmen der Gaullisten, der gaullistischen Dissidenten, der Unabhängigen, Bauern, Radikalen, Volksrepublikaner und Wider- Ständler, also der gesamten Mitte und Rech- ten, gegen 205 Stimmen der Sozialisten und Kommunisten zum Ministerpräsidenten be- stellt wurde. Zwanzig Abgeordnete der Rechten enthielten sich der Stimme. Diese Abstimmung hat erhebliche innen- und außenpolitische Veränderungen zur Folge. Auf innenpolitischem Gebiet ist das wichtigste, daß zum ersten Male seit ihrem Auftritt in der Oeffentlichkeit die Gaul- listen in eine Regierungsmehrheit eingetre- ten sind, und an dem„System“ teilnehmen, das sie bisher schonungslos verurteilt hat- ten. Auf außenpolitischem Gebiet ist etwas geschehen, was die steigende Nervosität der politischen Kreise Frankreichs seit langem ankündigte: es wurde ein Schlag gegen die Europäische Verteidigungsgemeinschaft ge- führt. René Mayer hat in dieser Frage dem Drängen der Gaullisten nachgegeben. Er nat einerseits für die Ratifizierung der Ver- träge die Bedingung gestellt, daß vorher die Saarfrage bereinigt und die politische Föde- ration Europas begonnen werden müsse und er hat andererseits angekündigt, daß seine Regierung bei der Ratifizierungs- debatte nicht die Vertrauensfrage stellen und keinen Einwand dagegen erheben werde. wenn zusätzliche Abmachungen zum EVG- Vertrag von der Mehrheit gefordert werden sollten. Wie die Pariser Zeitung„Le Monde“ sich am gleichen Tage ausdrückte: Die EVG ist flügellahm. In Paris wollen viele Beobachter an den Zusammenhalt einer Mehrheit nicht recht glauben, in der feindliche Brüder sind: Gaullisten und gaullistische Rebellen, Wi- derständler und Reaktionäre, antiklerikale Radikalisten und katholische Demokraten, sozial- fortschrittlich gesinnte Vertreter der christlichen Gewerkschaften und Vertreter der Unternehmerschaft, Befürworter der EVG und erbitterte Gegner dieses Vertrags. Schon die Stimmenthaltung von zwanzig Abgeordneten der Rechten zeige, so wird erklärt, ein gewisses Unbehagen an. Dieses Unbehagen müsse sich in den nächsten Ta- gen stärker bemerkbar machen und sich auf die Bildung der Regierung auswirken, die am Dienstag der Nationalversammlung vorgestellt und in einer neuen Abstim- mung endgültig eingesetzt werden soll. Es sei vorauszusehen, daß die Anfertigung der Ministerliste dem neuen Ministerpräsi- denten große Schwierigkeiten bereiten werde. Es sei diesmal alles unsicher. Adenauer: Keine Ueberraschung Bonn.(dpa) Bundeskanzler Dr. Aden- auer sagte am Mittwoch, daß die Erklärun- gen des neuen französischen Ministerpräsi- denten, Renèe Mayer. über die Europaische Verteidigungsgemeinschaft keine Ueber- raschung seien. Von vornherein sei klar ge- wesen, daß der EVG-Vertrag bestimmten neuen Entwicklungen angepaßt werden müsse. Grundsätzlich wichtig sei, daß sich auch der neue französische Regierungschef für eine Europäische Verteidigungsgemein- schaft ausgesprochen habe. Wenn bestimmte französische und deutsche Aenderungs- wünsche in Zusatzprotokollen festgelegt würden, so bedeute das keine Aenderung des EVG-Vertrages. Er habe darüber auch schon mit früheren französischen Regie- rungsmitgliedern gesprochen. Im Flüchtlingsviertel von Karachi Pakistan) Ueber die Entstehung Pakistans, des„mit Blut getauften“ zueiten Staates auf dem Boden der ehemaligen britischen Kolonie Indien, berichtet auf der zweiten Seite dieser Ausgabe unser Reiseberickterstatter J. A. Elten. Bild: Elten „Lenin lebte vor dem Atomzeitalter“ Truman warnt vor Furcht— und vor unvorstellbaren Vernichtungswaffen Washington.(dpa) In seiner letzten Bot- schaft an den aàmerikenischen Rongreß Wärnte Präsident Fruman am Mittwoch vor der„zersetzenden Kraft der Furcht“, die der Sowjetunion im Kalten Krieg Erfolg bririgen könnte.„Eines der Dinge, durch die wir verlieren könnten, ist die Furcht, die Furcht, die unseren Glauben untergräbt, un- sere Freiheiten zersetzt und Bürger gegen Bürger aufbringt. Die Sturmzeichen sind schon gesetzt. Der zersetzende Prozeß hat schon begonnen.„Jede Schwächung unserer Toleranz, jeder neue Schritt zu einer er- zwungenen Gleichförmigkeit, jede unnütze Anklage, jeder Ausbruch einer Hysterie und jedes neue einschränkende Gesetz ist aber ein Zeichen dafür, daß wir die Schlacht gegen die Furcht verlieren könnten.“ „Es gibt einiges, was ich Stalin sagen würde: Sie glauben an Lenins Voraussage, daß in der Entwicklung der kommunisti- schen Gesellschaft der Krieg zwischen Ihrer Welt und der unsrigen einen Ab- schnitt darstellt. Aber Lenin lebte vor dem Atomzeitalter und er sah die Gesellschaft und die Geschichte mit den Augen der da- maligen Zeit. Seit er schrieb, hat sich etwas Außerordentliches ereignet. Der Krieg hat seine Natur und seine Ausmaße grund- legend geändert.“ Der Krieg könne jetzt, auch wenn man ihn als notwendigen Ab- schnitt in der Entwicklung ansehe, nur Vernichtung für„ihr Regime und ihre Heimat“ bringen. Weiter sagte Truman: „Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergehen wird, bevor die kommunistischen Macht- haber sich dieser Wahrheit bewußt wer- den. Aber wenn sie sie erkennen, dann werden sie utis bereit finden, eine Verstän- digurig zu erreichen, die die Welt vor den Gefahren schützen wird, die sie heute be- drohen.“ Neujahrsempfang bei Heuss Mit Zweispitz und Degen in Villa Hammerschmidt Bonn.(UP/dpa) Als glanzvollen Auftakt des neuen Jahres gab Bundespräsident Heuss am Mittwoch in seinem Bonner Palais den zweiten Neujahrsempfang in der Geschichte der Bundesrepublik. Farbenprächtige Uni- formen, Frack und Cutaway beherrschten mehr als vier Stunden lang das Bild in den Räumen der Villa Hammerschmidt-⸗ Zunächst gratulierten die engen Mit- arbeiter des Bundespräsidenten, die Stadt- oberhäupter von Bonn und Bad Godes- berg, die Vertreter der in- und ausländischen Presse, Beauftragte der Bundesländer und der Protokollchef der Hohen Kommission sowie der Präsident des Bundesverfassungs- Serichts, Dr. Höpker-Aschoff, und seine Kollegen vom Bundesfinanzhof und- vom Bundesrechnungshof. Die Präsidenten der obersten Gerichtshöfe waren zum ersten Male seit 1918 zu dem Neujahrsempfang ge- laden. Das Protokoll hat sich damit den internationalen Gepflogenheiten angepaßt und durch diese Einladung die Bedeutung der richterlichen Gewalt in der Bundesrepublik hervorgehoben. a 5 Höhepunkt war der Empfang der 37 Diplomaten unter der Führung des aposto- lischen Nuntius, der im Namen der Missions- chefs die Wünsche ihrer Staatsoberhäupter überbrachte. Unter den zum Teil mit bun- ten Uniformen, Zweispitz und Degen er- schienenen 15 Botschaftern und 22 Gesand- ten befanden sich zum ersten Male ein Diplomat aus dem nahen Orient(Syrien) und ein Vertreter Finnlands. In einer kurzen Ansprache würdigte Erzbischof Münch die Aufbauleistungen des deutschen Volkes. Bundespräsident Heuss erwiderte, daß er auf eine Vertiefung des Verständnisses der Völker der freien Welt für die Probleme der Bundesrepublik hoffe. Von dem Surren der Wochenschauen- und Fernsehkameras und den Blitzlichtern der zahlreichen Fotoreporter begleitet, über- brachten die führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Bundesrepublik mre Glückwünsche für das neue Jahr. Das Bundestagspräsidium unter Führung von Präsident Dr. Ehlers übermittelte die Glück- wünsche des Parlaments. An der Spitze des Kabinetts dankte Bundeskanzler Dr. Ade- nauer dem Bundespräsidenten für die Güte und Menschlichkeit und für das Verständnis, das er in der Zusammenarbeit mit der Bun- desregierung bewiesen habe. Im Anschluß an die Ansprachen von Münch und Heuss unterhielten sich der Bun- desprasident und der Bundeskanzler mit jedem einzelnen der Diplomaten und erkun- dügten sich nach den besonderen Problemen ihrer Heimatländer. Die amerikanische Bevölkerung forderte Truman auf, größere Opfer zu bringen, da die militärische Stärke der USA der Rraft- quell der freien Welt sei. Die Versuche mit der Wasserstoffbombe auf dem Eniwetok⸗ Atoll hätten„eine neue Aera der zerstören den Kräfte“ eingeleitet, so daß die Greuel von Hiroshima und Nagasaki dagegen ge- ringfügig erschienen. Aber selbst die Was- serstoffbombe sei vielleicht nicht„die letzte Waffe“. Die Atomforschung entwickle sich in einer Richtung, die unvorstellbare Aus- maße der Zerstörung vorausahnen lasse. Die amerikanische Politik habe aber nicht nur eine militärische Stärke aufgebaut, son- dern der freien Welt die Möglichkeit ge- geben,„die Kräfte des Fortschritts zu ent- falten“. Europa habe die Grundlagen für eine nicht- militärische Einheit gelegt.„Ich glaube, der Segen dieser Einheit wird sich, auch dann noch auswirken, wenn die kom- munistische Tyrannei nichts anderes mehr ist Als eine unselige Erinnerung.“ An seinen Nachfolger richtete Truman den dringenden Appell, die Außen- und Innenpolitik der Vereinigten Staaten ohne große Veränderungen fortzusetzen. Wenn Wir jetzt in unseren Anstrengungen nachlie- Ben, dann wären die Opfer der letzten acht Jahre umsonst gebracht worden. Eisenhower wurde am Dienstagabend von dem neuen amerikanischen Kongreß in der ersten gemeinsamen Sitzung beider Häuser offiziell zum 34. Präsidenten der Vereinig- ten Staaten proklamiert. Am 20. Januar wird Eisenhower den Amtseid ablegen. Churchill sprach mit Foster Dulles New Tork.(dpa) Ministerpräsident Chur- chill hatte am Dienstabend in New Vork eine fast zweistündige Unterredung mit dem künftigen Außenminister der Vereinigten Staaten, John Foster Dulles. An der Unter- haltung nahm auch Winthrop Aldrich teil, der als Botschafter der USA in London vor- gesehen ist. BONNEI Kurzfelegramm Eime Gesandtschaft der Bundes- republik in Thailand ist am 22. De⸗ zember eröffnet worden. Leiter ist der Ge- sandte Dr. Kaumann. * Das Bundespresseamt dementierte am Mitt woch Meldungen, nach denen der Bundeskanz- ler die Geschäftsführung des CDU-Abgeord- neten und Vorsitzenden des„Bundes vertrie- bener Deutschen“, Dr. Kather, in dessen Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lastenausgleichsbank nachprüfen lasse. Es seien keinerlei Tatsachen bekannt, die zu einer solchen Prüfung Anlaß geben könnten. * Der„Zentralverband der vertriebenen Deutschen“ und„Der Deutsche Beamtenbund“ mit seinen Mitgliedsverbänden(Verband hei- matvertriebener Beamten und Angestellten) sowie der„Verband Deutscher Soldaten“ haben in einer gemeinsamen Eingabe an den Bundestag den Regierungsentwurf z um Bundesbeamtengesetz scharf kritisiert und einen Entwurf verlangt, der die „ellthergebrachten Grundsätze des Berufsbeam- tentums“ berücksichtige. eee Seite 2 MORGEN Donnerstag, 8. Januar 1953/ Nr. g g Mn Kommentar EN Donnerstag, 8. Januar 1933 Paris und Straßburg Jeder Fortschritt muß gegen die Kräfte des Verharrens erkämpft werden. Am gestri- gen Mittwoch zeigte sich das in einer zeit- lichen Straffung auf wenige Stunden, die wie ein dramatischer Kunstgriff des Schicksals anmutete. Ort der Handlung war im ersten Akt Paris, im zweiten Akt Straßburg. Schon die seltsame Umkehrung des Verhältnisses dieser beiden Städte hinsichtlich ihres geisti- gen Standortes im Spannungsfeld des Kamp- kes um die zukünftige Gestalt Europas offen- barte die Dynamik dieses Ringens. Paris, einst gerühmt als Geburtsstätte kühner Eu- ropa- Pläne, wurde gestern— zumindest vor- dergründig— zum Schauplatz eines Sieges der beharrenden Kräfte; Straßburg dagegen, einst viel geschmäht als Platz eines sinnlosen Auf-der-Stelle-Tretens auf dem Wege nach Europa, strahlte die Hoffnung auf eine gei- stige Wende aus, die im Politischen den Durchbruch zur Einheit Europas nach sich ziehen wird. In Paris sagte René Mayer noch am Dienstag in der Rede, mit der er die National- versammlung um seine Investitur als Mini- sterpräsident ersuchte:„Der Bau Europas bleibt der Eckstein der französischen Außen- Politik. Wir wollen für unsere Kinder ein geeintes, blühendes Europa schaffen.“ Dann unterbrach das Parlament die Sitzung. Noch einmal begann das Tauziehen um eine trag- kähige Mehrheit im Abgeordnetenhaus, das Tauziehen um das Ja der Gaullisten. Um die Anhänger des im Jahre 1945 als Retter Frankreichs gepriesenen und nun innenpolitisch so unbequemen Generals zu gewinnen, machte Mayer eine Konzession an das nationale Ressentiment. Er versprach, „Verhandlungen über eine Modifizierung des EVG-Vertrages vor seiner Ratiflzierung“ auf- zunehmen. War das noch derselbe René Mayer, der einmal einem so angesehenen Po- litiker wie Herriot gegenüber die EVG mutig verteidigt hat? Ist René Mayer, der Europàer, umgefallen? Wir glauben das niemals; denn im Grunde versprach er den Gaullisten nicht mehr, als er kurz vorher schon in seiner In- vestiturrede als Absicht einer von ihm gebil- deten Regierung hervorgehoben hatte, näm- lich: Seine Regierung würde in der Zwischen- zeit bis zur Ratifizierung des EVGd-Vertrages Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, ge- wisse Klauseln durch Zusatzprotokolle ge- nauer zu definieren. Wir können nicht glau- ben, daß René Mayer unter einer„Modiflzie- rung des EVG- Vertrages“ dasselbe versteht Wie die Gaullisten. Deshalb kommen wir zu dem Schluß: Zur Investitur Mayers haben die Gaullisten Ja gesagt; ihre Zustimmung zu einem von Mayer gebildeten Kabinett bleibt Aber sehr zweifelhaft, wenn der Ministerprà- sident sich selbst nicht untreu werden will. Freilich verkennen wir nicht die große Ver- suchung, der Mayer ausgesetzt ist. Gelänge es ihm wirklich, die Gaullisten wenigstens auf der parlamentarischen Ebene an die Re- Sierungsverantwortung zu binden, dann Körmte das eine bedeutsame Wende in der innenpolitischen Entwicklung Frankreichs bedeuten. Es sieht so aus, als stünde Mayer vor der Gewissensfrage, ob er seinem an- gestammten Vaterland Frankreich oder dem von ihm heiß erstrebten größeren Vaterland Europa den Vorrang geben solle. Und nun nach Straßburg. Dort begann gestern die von der Montanunion gebildete aAd-hoe- Versammlung die Debatte über den unter maßgeblicher Mitwirkung des deut- schen Bundestagsabgeordneten Heinrich von Brentano erarbeiteten Entwurf einer euro- päischen Verfassung. Brentano selbst erläu- terte: Eine politische Autorität mit echter Parlamentarischer Kontrolle, ein einziges Parlament, ein einziger Gerichtshof und ein einziger Ministerrat müßten die Organe der Montanunion und der werdenden Europài- schen Verteidigungsgemeinschaft ablösen. Das bedeutet praktisch das Aufgehen der Montanunion und der Verteidigungsgemein- schaft in der politischen Gemeinschaft Euro- Das. In der Stadt am Rhein wehte ein anderer und— wir hoffen— kräftigerer Wind als in der Stadt an der Seine. Während in Paris das Bekenntnis zur EVG in den Sog des Parteien- Haders geriet, sah man in Straßburg in die- sem Vertragswerk nur eine Etappe, die man im Vorwärtsdrange nach Europa längst hin- ter sich gelassen hat, Die Verteidigungsge- meinschaft ist nur ein Teilprojekt, das umso Weniger Befürchtungen auslösen sollte, je klarer sich das Gesamtprojekt, die politische Gemeinschaft, abzeichnet. Die Gewichte haben sich verlagert und Brentano deutete das an, Als er vor einigen Tagen sagte: Die politische Einigung müsse vorausgehen, denn es habe noch nie eine Armee ohne Staat gegeben. Damit ist auch die allein wünschenswerte Tendenz einer Modifizierung des EVG-Ver- trages gegeben. Sie darf nur solche Bestim- mungen des Vertrages betreffen, die von der Entwicklung überholt sind, weil sie den Auf- bau einer lebensfähigen politischen Gemein- schaft erschweren. Das bezieht sich vor allem uf das Vetorecht des Ministerrats und auf die Abgrenzung der Zuständigkeiten des Europa- Parlaments. Eine Modifizierung des Vertrags darf niemals einen Rückfall in natio- nalstaatliches Denken herbeiführen, sondern muß einen Fortschritt bedeuten— einen Fort- schritt zur Einheit Europas. whe — Belgische Regierung denkt nicht an Neuwahlen Brüssel.(dpa UP) Die belgische Regie- rung wird, wie am Mittwoch in Brüssel be- kannt wurde, den EVGd-Vertrag unabhängig von dem Gutachten des Staatsrates dem Parlament vorlegen und auf seine Ratifi- zierung drängen. Der belgische Staatsrat hatte— wie schon gemeldet— der Regie- rung mitgeteilt, daß die Schaffung einer Europa Armee verfassungswidrig sein Würde. In belgischen Reglerungskreisen denkt man, wWẽie weiter verlautet, nicht an eine Verfassungsanderung als Voraussetzung für die Ratifizierung des Vertrages über die Europaische Verteidigungsgemeinschaft. Eine Aenderung der belgischen Verfassung kann nur nach der Ausschreibung von Neuwahlen 8 mit dem ausdrücklichen Ziel einer Verfas- gungsänderung vorgenommen werden. Stalins Geste gegenüber China Am 1. Januar ging die Tschangtschung-Eisenbahn in chinesischen Besitz über Am ersten Tag des neuen Jahres hat sich in der Mandschurei, kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, ein bemerkenswerter Be- sitzwechsel vollzogen. Die Tschangtschung- Eisenbahn, deren Verwaltung seit 1945 in sowjetischen Händen lag, wurde von Beauf- tragten des Kreml der chinesischen Regie- rung übergeben. Mit der Rückgabe der bei- den mandschurischen Hauptverkehrslinien, der ost chinesischen und der südmandschu- rischen Eisenbahn, an die Volksrepublik China hat Moskau ein wichtiges Mitsprache recht in diesem Gebiet aufgegeben, und Mao Tse-tung hat es nicht versäumt. in einem Telegramm an Stalin den Wechsel in der Verwaltung der wirtschaftlich und strate- Sisch wichtigsten Verkehrslinie als„neuen Beweis für die Freundschaft zwischen der Sowjetunion und China“ zu preisen. Die beiden Rivalen Die Geschichte Ostasiens ist in den letz- ten drei Jahrhunderten in stärkerem Maße bestimmt worden durch den russischen Drang, die Mandschurei zu beherrschen, und durch das nicht minder hartnäckige Bemühen Chinas, diesem Streben Widerstand ent- gegenzusetzen. In den letzten sechs Jahr- zehnten gab es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen um das strategisch und wirtschaftlich gleichermaßen wichtige Land. Nach dem japanisch- chinesischen Krieg von 1894 ließ sich das zaristische Rußland vom kaiserlichen China die Konzession für den Bau der ostchinesischen und der süd- mandschurischen Eisenbahn geben und pach- tete Port Arthur für fünfzehn Jahre. Be- reits um die Jahrhundertwende waren die beiden Bahnen fertiggestellt, die unter dem Begriff„Tschangtschung-Eisenbahn“ seitdem ständig wachsende Bedeutung gewonnen ha- ben. Sie sind auf der Karte als ein riesiges I zu erkennen, dessen Querbalken die Strecke Mandschuria—Pogranitschnaja ist, während die in Charbin abzweigende und über Tschangtschung nach der Hafenstadt Dairen führende südmandschurische Eisenbahn den vertikalen Strich bildet. Gestützt auf Bahn und Hafen versuchten Von unserem Mitarbeiter F. K. H. die Russen, die Mandschurei wirtschaftlich und politisch zu durchdringen. Im russisch- japanischen Krieg, der 1905 mit der über- raschenden Niederlage Rußlands und der Uebergabe Port Arthurs an die Japaner en- dete, verlor Rußland seine Vormachtstellung im Fernen Osten. An die Stelle des ge- schwächten Zarenreichs trat das erstarkte Japan, das schließlich 1931 die ganze Man- dschurei eroberte und 1934 zu einem Satel- litenstaat machte. Faustpfand Mandschurei Der zweite Weltkrieg schien endlich den Chinesen die Chance zu bieten, die Man- dschurei zurückzuerhalten. Da traten die Ver- einigten Staaten und Großbritannien auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 der Sowjetunion Kontrollrechte über die man- dschurischen Eisenbahnen sowie über Port Arthur und Dairen ab. Es war der Preis, den Roosevelt und Churchill auf Kosten und ohne Einwilligung Chinas an Stalin für seinen Ein- tritt in den Krieg gegen Japan zahlten. Als dann Mao Tse-tung die Herrschaft über China erobert hatte, gewährte der Kreml den chinesischen Kommunisten einen Freund- schaftsvertrag, durch den China unter gewis- sen Bedingungen die Rechte in der Man- dschurei zurückerstattet wurden, auf die Tschiangkaischek schweren Herzens hatte verzichten müssen. Der im Februar 1950 in Moskau abgeschlossene Vertrag sah vor, daß die Bahnen, Häfen und industriellen Anlagen der Mandschurei spätestens Ende 1952 wieder unter chinesische Verwaltung kommen soll- ten. Allerdings behielt sich die Sowjetunion das Recht vor, über diesen Zeitpunkt hinaus in der chinesischen Nordprovinz zu bleiben, wenn bis dahin zwischen China und Japan kein Friede geschlossen wäre oder wenn China von seiten Japans oder dessen Verbün- deten eine neue Aggression drohen würde. Der Moskauer Diplomatie war es also gelun- gen, sich eine Hintertüre offen zu lassen, um re Machtposition im Fernen Osten aufrecht- zuerhalten. Der nahezu das ganze Jahr über eisfreie russische Kriegshafen Wladiwostok allein genügt hierzu nicht, wie die Geschichte ge- zeigt hat. Mit Stützpunkten in Port Arthur und Dairen, der Mandschurei als Hinterland und dem Faustpfand Nordkorea sieht der Kreml seine Interessen in Ostasien jedenfalls besser gewahrt. Ein Nordkorea unter so- Wjetischer Kontrolle sichert zudem die Land- verbindung zwischen Wladiwostok und Port Arthur und schützt die hierfür unentbehr- lichen mandschurischen Eisenbahnen, die in Charbin Anschluß an die Transsibirische Bahn besitzen. Eine Geste Stalins Im Sommer des vergangenen Jahres hat dann noch einmal eine große chinesische Delegation unter Führung des Ministerprä- sidenten und Außenministers Chou En Lai wochenlang in Moskau mit der Sowijet- regierung verhandelt. ohne daß dabei nach außen hin mehr herausgekommen wäre als die fällige, und jetzt vollzogene Rückgabe der Tschangtschung-Eisenbahn an China. In dem am 16. September 1952 herausgegebenen Abschlußkommuniquè wurde ausdrücklich festgestellt, daß die Sowietunion weiterhin den Kriegshafen von Port Arthur und den Handelshafen von Dairen an der Südspitze der mandschurischen Halbinsel Liaotung be- nutzen darf. und zwar so lange, bis Ruß- land und China einen Friedensvertrag mit Japan abgeschlossen haben werden. Da Japan aber inzwischen erklärt hat. es werde unter keinen Umständen einen Friedens- vertrag mit diesen beiden Mächten unter- zeichnen, der ungünstiger sei als der Vertrag von San Franzisko, dürfte das praktisch be- deuten, daß sich die Häfen auf unbestimmte Zeit fest in der Hand Sowietrußlands befin- den werden. Moskau hat mit der Freigabe der Tschang- tschung- Eisenbahn zwar eine Konzession an China gemacht, doch dürfte die Geste Stalins durch die Fortdauer der sowietischen Beset- zung der Häfen Port Arthur und Dairen er- heblich an Zugkraft einbüßen. Schließlich aber wird es den Chinesen doch nicht so un- angenehm sein, die Russen in der Nähe ihrer heißen Gremze zu wissen, solange die Ameri- kaner in Korea kämpfen und Japan als Stützpunkt benutzen. Vier Wände- und ein neuer Staat Vor einigen Jahren galt Pakistan noch als ein Hirngespinst 8 Karachi.„Als ich hier ankam, gab es nichts. Es gab keine Schreibmaschine und kein Te- lefon, keinen Tisch, keinen Stuhl, keinen Bleistift, kein Papier. Es gab nur diese vier Wände und einen neuen Staat, der Pakistan Hieg. Ich war aus Indien gekommen, aus der Gegend von Bombay. Ich hatte meine Frau und meine zwei Kinder in ein Flugzeug ge- setzt, das 25 Personen transportieren sollte. Als es startete, waren 60 Menschen an Bord. Es War das letzte Flugzeug, und es ging um Leben und Tod. Tausendè von Moslems wur- den in den Straßen der indischen Städte nie- dergemacht. In Karachi bezogen wir eine Hütte aus Schilf und Lumpen. Ich kaufte mir einen Bleistift und begann meinen Dienst als Beamter der pakistanischen Regierung. Wir arbeiteten Tag und Nacht; Tag und Nacht kamen Hunderttausende von Flüchtlingen aus Indien über die Grenzen unseres neuen Staates. Mit ihnen kamen die schlechten Nachrichten: Deine Schwester ist ermordet, dein Bruder ist tot und dein Schwager Wir arbeiteten. Die Hindus verließen unser Land und gingen nach Indien. Viele wurden getötet. In wenigen Monaten wurden in In- dien und Pakistan mehr Menschen getötet, als die westlichen Alliierten während des ganzen zweiten Weltkrieges verloren haben. Die Hindus hatten in einflußreichen Stellun- gen gesessen. Sie waren die Bank-, Post- und Verwaltungsbeamten, die Kaufleute. Als sie ingen, nahmen sie alles mit. Sie vernichteten die Akten, bauten die Telefone aus, selbst die Lichtleitungen. Wir befestigten in unserem kahlen Büro ein Bild von Jinnah an der Wand und gingen daran, Pakistan aufzubauen, den Staat, für den wir so hart gekämpft und den wir nun bekommen hatten.“ Der schmale, keinnervige Mann von 45 Jahren beendete seine Geschichte, die die Geschichte Pakistans ist:„Das war alles erst vor fünf Jahren, mein Herr, vergessen Sie das nicht, wenn Sie sich das Land ansehen. Vergessen Sie nicht, dag Pakistan aus dem Nichts geschaffen wurde und daß niemand außer uns selbst an den Be- stand dieses Landes glaubte.“ Der zweigeteilte Staat Am 14. August 1947 wurde Pakistan eine geschichtliche Tatsache. Der jüngste Staat der Welt war das Werk eines einzigen Mannes, des Muhammed Ali Jin nah, der seine Er- ziehung in Oxford genossen hat. Mit eiserner Zähigkeit hat er gegen alle Widerstände sein Pakistan- Projekt, das durchaus nicht bei allen Mohammedanern Britisch- Indiens spon- tane Zustimmung fand, durchgesetzt. Als er sein Ziel erreicht hatte, ist Jinnah gestorben. Pakistan verehrt ihn als seinen National- helden. Sein Bild ist Überall. Fakistan wurde buchstäblich mit Blut ge- kauft. Diese Staatskonstruktion hatte man noch vor sieben Jahren für das Hirngespinst eines ehrgeizigen Politikers gehalten. Es ist Von unserem Reiseberichterstatter J. A. Elten ein Staat, der in zwei Hälften zerfällt. West- Pakistan zieht sich als ein mehr als 1500 Kilo- meter langer Gebietsstreifen im Norden des indischen Subkontinents hin. Es reicht vom Indischen Ozean bis zum Himalaja. Von der pakistanischen Hauptstadt Karachi bis nach Peschawar im Norden fährt man 36 Stunden mit dem Expreßzug. Von Karachi bis nach Ost-Pakistan aber muß man mehr als zehn Stunden fliegen. Ost-Pakistan fängt hinter Kalkutta an. Dazwischen liegt die Indische Republik und das heißt für Pakistan Feind- gebiet, durch das man nicht mit der Eisen- bahn fahren kann. Wer nicht mit dem Flug- zeig fliegt, ist eine Woche mit dem Schiff unterwegs, um von West- nach Ostpakistan zu kommen. In beiden Teilen spricht man verschiedene Sprachen, man hat entgegenge- setzte Klimata und unzusammenhängende Wirtschaften. Westpakistan hat weite Wüsten und ist trocken. Ost-Pakistan ist sumpfig feucht und fruchtbar. Und doch gibt es ein Pakistan, von ein em Mann geschaffen, mit 80 Millionen Menschen, die Allah huldigen. Pakistan ist der östliche Außenposten der islamischen Welt. Wie von einem geheimnis- vollen Magneten unwiderstehlich angezogen, hat es sich, nach dem Abzug der Engländer von Indien gelöst um an den großen Bewe- gungen des islamischen Orients teilzunehmen, der von Tunis bis nach Karachi reicht. Aus den gleichen verborgenen Quellen, die auch die heftigen Eigenbewegungen der islami- schen Völkerfamilie des Nahen Ostens mit Energie versorgt, schöpft Pakistan seine Kräfte. Baumwolle und Jute Vielleicht ist das der Grund, warum Pa- kistan sich gewissermaßen gegen jede Ver- nunft durchgesetzt hat. Der größte Teil der gebildeten Oberschicht bestand früher aus Hindus, die inzwischen als Flüchtlinge das Land verlassen haben. Dafür strömten acht Millionen mohammedanische Flüchtlinge aus Indien ein. Die organische Wirtschaft, die in Britisch-Indien vor der Teilung gewachsen War, wurde zerrissen. In Indien befindet sich die Textil- Industrie, im neuen Pakistan lie- gen die Anbaugebiete für Baumwolle und Jute. Pakistan erbte keine Industrie. Dafür sitzt es auf den Rohstoffen. Man vergleicht Pakistans Lage von 1947 gern mit der deut- schen von 1945. Der Vergleich hinkt. Wir hat- ten Techniker, geschulte Verwaltungsbeamte, Aerzte und ausgebildete Schwestern. Wir hatten gewisse Organisationser fahrungen und unsere Flüchtlinge bestanden nicht zu 90 Prozent aus Analphabeten. All das hatte Pakistan nicht. Dafür mußte es von der Mi- mute seiner Geburt an seine Existenz nach außen hin verteidigen. In Kaschmir War es in einen Krieg mit Indien verwickelt, den die Vereinigten Nationen inzwischen in einen täglich gefährdeten Waffensillstand verwan- deln konnten. Bei der Teilung hat die indische Armee fast alle Waffenarsenale der briti- schen Kolonialarmee übernommen. Obgleich Pakistan über die Hälfte seiner Haushalts- mittel für die Armee auswirft, befindet es sich in einem hoffnungslosen Rüstungswettlauf mit Indien. Der Korea-Boom ist vorbei Allah muß bei der Geburt dieses Landes Pate gestanden haben. Mit der Korea-Krise schossen die Baumwoll- und Jute-Preise in die Höhe. Pakistan machte ein doppeltes Ge- schäft, denn es hatte sich(im Gegensatz zu Indien) nicht der Abwertung des britischen Pfundes angeschlossen. Pakistanische Baum- wolle und Jute erzielten damals gute Preise und fand reißenden Absatz. In jener Zeit ent- Warf die Regierung einen großzügigen Fünf- jahresplan. Wasserkraftwerke, Textilfabri- ken, Bewässerungsprojekte und Siedlungen entstanden. Vor den Augen der skeptischen Nachbarn vollzog sich das pakistanische Wunder. Die frohe Zeit der vollen Kassen ist inzwischen vorbei. Die Preise für Baumwolle und Jute sanken. Im internationalen Konkur- renzkampf ist Pakistan durch seine teure, nicht abgewertete Rupie benachteiligt. Die Regierung in Karachi mußte bereits einen großen Teil der vor jährigen Ernte aufkaufen. Während sie noch auf den vollen Lagern sitzt, drängt die neue Ernte auf den Markt. Und um das Maß vollzumachen, droht eine ernste Lebensmittelknappheit.„Pakistan ist in der Krise“ heißt es und das ernste Wort ist nicht übertrieben. In das sechste Jahr seines Beste- hens geht Pakistan mit schweren Sorgen. Nur mit alten Pistolen bewaffnet Zurückhaltung der Alliierten bei der Ausrüstung der Westberliner Polizei Von unserem Korrespondenten A. N. Berlin.(A. N.-Eig.-Ber.) Als sich am Weih- nachtsmorgen bei dem Feuerwechsel in Frohnau im französischen Sektor Westberli- ner Polizisten und Soldaten der sowjetischen Armee gegenüberstanden. rief ein Russe den Deutschen drohend zu: Wir automatic— Wir besser“. Nach diesem Zwischenfall, bei dem der Westberliner Polizeioberwachtmei- ster Bauer durch Schüsse aus einer sowijeti- schen Maschinenpistole getötet wurde, ist vom Westberliner Senat und von der Polizei die Frage einer besseren Bewaffnung der Westberliner Polizeiangehörigen erneut auf- geworfen worden. Die Polizisten machen in privaten Aeußerungen kein Hehl aus ihrer Verstimmung über die eigene Ohnmächtig- keit bei solchen immer wieder möglichen Zwischenfällen an der Zonengrenze. Bürger- meister Reuter wurde dagegen bei seiner letzten Unterredung mit den alliierten Kom- mandanten erklärt,„daß es nicht ratsam er- scheine, die Berliner Polizei mit automati- schen Waffen für den Grenzdienst auszustat- ten.“ Die Bitte des Senats. die Berliner Po- lizei im Grenzdienst mit Maschinenpistolen auszurüsten wurde vorläufig abgelehnt. Im Dienst innerhalb des Stadtgebietes tragen Westberliner und Ostberliner Poli- zisten einfache Pistolen. Aber auch hier sind die Westberliner im Nachteil. da es sich bei ihren Waffen um ältere Pistolen fast aller europäischen Fabrikate handelt. Sie stellen in Berlin auch die einzige Bewaffnung der Funkwa- genbesatzungen dar. An der àußeren Grenze zwischen Westberlin und der Sowjetzone ist die Polizei im Grenzdienst mit Karabi- nern ausgerüstet. Die Alliierten haben das erlaubt, weil auch die Volkspolizisten an der Grenze Karabiner tragen. Seit einem Jahr besitzt die Westberliner Polizei zwar auch Maschinengewehre und Maschinenpistolen. Sie liegen jedoch abgezählt auf den Revie- ren, Inspektionen und Stützpunkten entlang der Zonengrenze und dürfen nur verwendet werden, wenn vorher eine Anweisung der Alliierten eingeholt wurde. Die schlechtere Bewaffnung würde also bei einem möglichen Zusammenstoß mit Volkspolizisten der Sowjetzone kein so gro- Bes Risiko sein; sie flele aber, wie bei dem Zwischenfall in Frohnau, ins Gewicht, wenn es zu Konflikten mit den schwerbewaffneten Sowjetsoldaten kommt. Dies ist aber viel- leicht auch gerade der Grund, weshalb die westlichen Kommandanten sich bisher nicht bereit finden konnten, den Westberliner Po- Iizisten automatische Waffen in die Hand zu geben. Man kann sich leicht ausmalen, daß Zwischenfälle einen sehr viel ernsteren Cha- rakter annehmen, wenn es aus einer augen- blicklichen Erregung zu heftigeren Schieße- reien zwischen Westberliner Polizisten und Sowjetsoldaten käme. ddt E lanbat. I D. ne, Ent Zemren OC ee e- rf AH 5 Zbepis — 1 Badisch- württembergische Wirtschaf fordert erneut zweite Kammer Stuttgart.(tz.-Eig.-Ber.) Der Arbeitsau schuß der badisch-württembergischen Indi strie- und Handelskammer hat die Mitglie der des Verfassungsausschusses der süd westdeutschen Landes versammlung schritt lich gebeten, sich für das Zustandekomme einer zweiten Kammer einzusetzen und de ablehnenden Beschluß in der ersten Lesun des Verfassungsentwurfs vom 9. Septembt 1952 zu revidieren. Der Arbeitsausschi betont, es wäre eine nicht wiedergi zumachende Unterlassung, wenn die Mig lichkeiten eines organischen Zusammes Wachsens der regionalen und berufsständ schen Interessen, die in dem Gedanken eint Senats lägen, in ihrer Bedeutung verkan würden. Lukaschek dankt Baden- Württemben Stuttgart.(tz. Eig. Ber.) Bundesvertrieb nen minister Lukaschek dankte Min sterpräsident Maier in einem Telegram dafür, daß das Land Baden- Württemben Ende 1952 den vom Land aufzunehmende Anteil an Umsiedlern um einige Tausen überschritten hat. Er empfinde diese Le stung des Landes als eine besonders hol zu bewertende Unterstützung der gemeit samen Anstrengungen zur Lösung des Ve triebenenproblems. Insgesamt hatte Baden- Württemberg 10 Jahre 1952 im Rahmen der innerdeutsche Flüchtlingsumsiedlung nur 33 500 Flüchtling aufnehmen sollen. Tatsächlich wurden z doch 45 269 Flüchtlinge untergebracht un mit Arbeitsstellen versorgt. 9 Die FDP Pfalz stellt Strafanträge wegen Wahlbestechung Mainz.(dpa) Die FDP in der Pfalz l. beim Landgericht Frankenthal Strafantre gegen den Bezirkstagsvorsitzenden der Pfad Franz Bögler(SPD), wegen aktiver Wal bestechung und gegen den ehemaligen Ab geordneten der FDP, Max Ke ding, wege passiver Wahlbestechung gestellt. Außerden hat die FD beim Verwaltungsgericht in Neu stadt auf Nichtigkeitserklärung der Wal Böglers geklagt. Keding war, ebenso wie der Kandidat de FDP, Erwin Rumetsch, am 9. Novembe in den Bezirkstag der Pfalz gewählt worden Am 7. Dezember hatten beide überraschen ihren Austritt aus der FDP erklärt und a Tage darauf als Mitglieder der SpD bei de Wahl des Bezirkstagsvorsitzenden durch ih Stimmen den Ausschlag für die Wiederwal des bisherigen sozialdemokratischen ore zenden Franz Bögler gegeben.. Die FDP glaubt, daß es bei dem Ueber von Keding und Rumetsch„nicht mit rechſe Dingen“ zugegangen sei. Gegen Rumetsch! jedoch kein Strafantrag gestellt worden, d man ihn für einen„Mitläufer“ hält. Urkunden für Heimatvertriebene Berlin.(dpa) Eine amtliche Urkunden zentrale für Heimatvertriebene hat! Westberlin ihre Tätigkeit aufgenommen. I. Sitz ist das Standesamt 1 in der Albrecht Chilles-Straße 65/66. Dorthin können 8d Heimatvertriebene und andere berechtig Interessenten aus allen Teilen Deutschland Wenden, die standesamtliche Urkunden übe Geburt, Heirat oder Tod in den jetzt unte fremder Verwaltung stehenden deutsche Ostgebieten nach dem Stande vom 31. De zember 1937 benötigen. Die Dienststelle h- die bisher vom Hauptstandesamt in Ham burg geführte Sammlung von Registern un Urkunden aus den Ostgebieten übernomme und führt sie dort. Neue Angriffe gegen Bischof Dibeliu Berlin.(Up) Mit den Zwischenrufen„Ve brecher, Lump, Verräter“ titulierten 2 hörer auf einer Ostberliner Kundgebung de SED den Vorsitzenden des Rates der Evas gelischen Kirche Deutschlands, Bischof D. U, Dibelius. Die Zwischenrufe folgten a einen Angriff des stellvertretenden Min! sterpräsidenten Nuschke, der der dem von der Ostpress Sowjetzone, Ot scharf angegriffenen Bischof vorwarf, habe sich während seines Besuches in de USA nicht für die Verhinderung des Tod von Julius und Ethel Rosenberg eingesett Es war das erste Mal, daß Nuschke, der aud Vorsitzender der CDU der Sowjetzone 1 den Bischof öffentlich angriff. Notiz zum Tage: Zur Belehrung der Regierung „Das Aktionscomitee fùr eine übernationd, europäische Behörde“ nat beschlossen, Mit Mai die Bevölkerung der französischen Stal Caen inofſfieiell zu befragen, ob sie den 6. danben eines europäischen Staatenbundes gu heißt. Wie René Huillier, Generalsekretär d französischen Section der mitteilte, ist die Absicht der Organisation, de Regierungen zu beweisen, daß die Bevölkerus innen in ihrem Wunsch nach einem vereint ten Europa weit daran, daß idee gebracht habe. voraus ein ähnlicher schon in zwei holländischen und zwei deutsche Städten einen vollen Erfolg fur die Lare Europabewegu sei Er erinneſ „Volksentscheil 1 — Was Die ler hat festgest Hand w- rungen arbeite mensch holt de genial Varité Produk wurde. berer genaue einigun gekorde durchz. kfernwil 46 0 ten geit Mitteil. auf 11 freiwil Die Zeitun von 28 bei eir lionen gestieg auf 151 Völker Prozen auflage 94 Pro Als Vork) dem R diten seine zwung sich je sich de seine Tropfe Richte 500 De Au in der ein Al seines Beifah Steuer brett 1 mußte völlig gehen, hatte ner F. Der T hatte Schalt Ledigl Die im St: Frauer bis 19 nur 45 Männe höher teten! 32 Pre Säugli gang Israels boren Gu Bauer Selbst tablet lang, Besch Die ment der M scheid runge Ansicl ster v keit b 4 1 L A Ee 1 Sram embel nende ausen e L S hold mein 8 Ve erg i utsche Mtling den 1. t un doe en 5 räge . „ Ace alz i fantra r Prall r Wal en Al. Wegen Berden in Nel, dat de vembe Vordel Aschen and af bei de ech ihi lerwal Vorsi bertri rechte tsch den, d bene aden, at zen. I.. brech en 810 echtig chland en übe t unte utsche 31. De. elle h Ham rn un omme ibelin n„Vel en 20 ing de Evab f D. D. n a0 Min; Ot, tpress arf, é in de Tode geseti er aud dne f inge ation, „ Mitt 1 Stab en G. es g tar de vegull on, de IEeruß ereinis e gefordert, fkern wirksamer Nr. 6 Donnerstag, 8. Januar 199 MORGEN Seite 3 Was sonst noch gescha ng Die Vereinigung britischer Zauberkünst- jer hat auf ihrer letzten Tagung in Hastings festgestellt, daß die Fernsehkamera an ihr Handwerk ganz besonders hohe Anforde- rungen stellt. hr unbestechliches Auge arbeitet oft schärfer als die gewöhnliche menschliche Beobachtung, und so ist wieder- holt der Fall eingetreten. daß ein noch 80 genial durchgeführter Zaubertrick. der im Varitée das Publikum verblüffte. bei seiner produktion im Fernsehen sofort durchschaut wrde. Diese für den Berufsstand der Zau- berer lebenswichtige Frage soll nunmehr genauer untersucht werden, und die Ver- hat die Marconi- Gesellschaft auf- mit ihr gemeinsame Versuche durchzuführen, die zur Entwicklung neuer, Tricks beitragen sollen. * einigung 46 000 amerikanische Soldaten desertier- ö ten seit Beginn des Koreakrieges. Nach einer Mitteilung der US-Armee wurden sie bis auf 11000 Mann wieder gefaßt oder sind freiwillig zur Truppe zurückgekehrt. * Pie durchschnittliche TPagesauflage der Zeitungen in den Vereinigten Staaten ist von 28 Millionen Exemplaren im Jahre 1920 pei einer Gesamtbevölkerung von 106 Mil- lionen auf 54 Millionen im Jahre 1952 an- gestiegen, während die Bevölkerungszahl auf 155 Millionen angewachsen ist. Die Be- völkerungszunahme beträgt demnach 47 Prozent und die Steigerung der Zeitungs- auflage— trotz Radios und Fernsehens— 94 Prozent. 5 Als Dennis Meknight in Mineola(New Vork) wegen Trunkenheit am Steuer vor dem Richter stand, behauptete er, zwei Ban- diten hätten sein Auto angehalten, ihn seine Brieftasche abgenommen und ihn ge- zwungen, soviel Whisky zu trinken, daß er sich jetzt nicht mehr erinnern könne, Wo ich der Ueberfall ereignete. So erkläre sich seine Betrunkenheit; sonst komme nie ein Tropfen über seine Lippen. Der verblüffte Richter setzte ihn gegen eine Kaution von 500 Dollar vorläufig auf freien Fuß. 8 Auf offener Straße blieb kürzlich nachts in der Nähe von Astrup, Kreis Friesland, ein Auto stehen, dessen Besitzer angesichts seines leicht angeheiterten Zustandes als Beifahrer fuhr. Seine„aushilfsweise“ am Steuer sitzende Frau stellte auf dem Schalt- brett fest, daß das Benzin ausgegangen sein müßte. Acht Kilometer mußte der plötzlich völlig ernüchterte Autobesitzer 2u Fuß gehen, um Benzin heranzuschleppen. Kaum hatte er den Benzintank geöffnet, als er sei- ner Frau einen verzweifelten Blick zuwarf. Der Tank war noch halb gefüllt. Die Frau hatte den Geschwindigkeitsanzeiger am Schaltbrett mit der Bemnzinuhr verwechselt. Lediglich die Benzinleitung war verstopft. *. Die neuesten Statistiken bezeugen, daß im Staat Israel 1,8% mehr Männer als Frauen leben. In der Altersgruppe von 15 pis 19 Jahren entfallen sogar auf 55 Männer nur 45 Frauen. Die Zahl der unverheirateten Märmer dieser Jahrgänge ist um etwa 32% höher als die der gleichaltrigen unverheira- teten Frauen. Die Geburtsziffer erreicht mit 32 Promille eine beachtliche Höhe, und die Säuglingssterblichkeit ist in ständigem Rück- gang begriffen. Von der Gesamtbe völkerung Israels ist etwa ein Viertel im Lande ge- boren und drei Viertel sind Einwanderer. * Guido Rivani, ein robuster 39jähriger Bauer, unternahm in Bologna(Italien) einen Selbstmordversuch, indem er 22 Schlaf- tabletten einnahm. Er schlief 28 Stunden lang, erwachte und— war völlig frei von Beschwerden. * Die chilenische Regierung hat dem Parla- ment eine Gesetzesvorlage unterbreitet, nach der Minister bei Amtsantritt und beim Aus- scheiden aus ihrem Amt Vermögenserklä- rungen abgeben müssen. Damit soll der Ansicht entgegengetreten werden, die Mini- ster würden sich während ihrer Amtstätig- keit bereichern. 0 Beim Ausbau des neuen belgischen Luft- schutzsystems sind 13 000 Kilometer Kabel zur Bedienung der Alarmsirenen neu gelegt worden. Im Hafen von Antwerpen sollen in diesem Jahr zahlreiche kleinere Schutz- räume gebaut werden. In Florival ist eine Luftschutzschule eingerichtet worden. Weißt du, wieviel Paragraphen stehen? Alles ist schon statistisch erfaßt worden. Nur vor der astronomischen Zahl der Para- graphen mußte selbst der Statistiker in sei- nem unersättlichen Erfassungsdrang kapitu- lieren. Kein Mensch weiß heute, wie viele Paragraphen in Deutschland in geltenden Verfassungen, Gesetzen, Verordnungen, Ver- kügungen, Erlassen, Aus- und Durchfüh- rungs- sowie Ergänzungs- und Zusatzbestim- mungen, Ehren- und Standesreglementie- rungen zusammengefaßt sind. Sie alle, alle, alle nennen sich Kinder des Rechts, und sie sind doch so oft vom Recht ebensoweit ent- fernt wie die Sterne von ihrem Schöpfer. Aber sie funkeln ebenso in unser Alltags- leben hinein wie die Nachtlichter am Firma- ment, die gleichfalls unzählbar sind. So un- gewiß auch der Einfluß der Gestirne auf Unkenntnis schützt vor Strafe nicht unser Erdenwallen ist, so sicher ist jedoch die Gestaltung unseres Schicksals durch die Heerscharen der Paragraphen. Weil niemand die ganze große Schar kennen kann, eben deshalb schützt deren Unkenntnis vor Strafe nicht. Dieser Rechtssatz steht zwar nirgends ge- schrieben, und deshalb ist er auch von Ewig- keitsdauer. Paraphiertes Recht wechselt 80 schnell wie Regierungen und Gesinnungen. Infolgedessen ist heute todsündig, was ge- stern heilig war, morgen schon straf würdig, was heute noch rechtens ist. Was bei dem raschen Wechsel aber wirklich rechtgemäß und zuverlässig ist, selbst das wissen eher die Götter als jene Gesetzesmeister, die von Berufs wegen mit Paragraphen hantieren. Nur der gewöhnliche Rechtsstaatsbürger, der Karneval in Köln Fasching in München „Kölsch Thiater“ auf dem Rosenmontagszug/ 2000 Bälle in 44 Nächten Mit Rücksicht auf die diesmal nur sieben Wecken donmernde Sessien des Earnevals haben die Kölmer Narren bereits am Diens- tag ihr Zugprogramm für den diesjährigen Rosemmontagszug am 16. Februar bekannt- gegeben. Unter dem Motto:„Koelsch Thiater“ wird der dreieinhalb Kilometer lange Rosenmontagszug einen bunten Quer- scheitt durch die Welt des Theaters mit Parodien auf bekannte Opern und Theater- stücke zeigen. 29 Musikkorps, davon vier beritten, 19 Tambourkorps, 350 Reitpferde und etwa 2800 unberittene närrische Perso- nen werden eine Stunde laemg an den jubelndem Narren vorbeiziehen. Die Wagen des Karnevalzuges sollen erstmals rein motorisiert fortbhewegt wer- den und zwar in der Hauptsache durch ver- kleidete Trecker. Auf den Wagen ist u. à. Exkönig Faruk als„Armer Wandergesell“ mit Rucksack zu sehen, in dem sich Krone und Szepter“ befinden. Aus seinem Köffer- chen hängt Damenwäsche heraus. Der Finanzminister am Hals des Steuerzahlers“ heißt ein anderer Wagen. Mit beiden Han- den umfaßt der Finanzminister den Hals des Steuerzahlers, während dieser„wie eiskalt ist dein Händchen“ jammert.„Unverkäuf- lich“ steht unter einem Rahmen, den Eisenhower und Stalin in herzlicher Um- armung ausfüllen. Motto: Dies Bildnis ist bezaubernd schön“. In der süddeutschen Faschingsmetropole München begann der Zirkus“ bereits am Montag mit der Inthrenisation des Fa- schitigsprinzen-Ehepaares. Oberbürgermei- ster Thomas Wimmer übergab dem Prinzen Paul II. und der Prinzessin Inge die großen goldenen Schlüssel der Stadt. Die Prinzes- Sit erhielt dazu einen kleinen Schlüssel— um die Minchener Mänmerherzen zu öffnen. Eine Hesrechar Schwabinger Maler war in den letzten Wochen unterwegs und machte aus nüchternen, kahlen Lokalrädumen Ball- Sale. Sie liegen ihrer Fantasie freien Lauf. Seit Wochen ist auch der Münchener Ar- beitsmarkt belebt. Die Garderobe- Versiche- rungsgesellschaftenn machten sich auf einen Millionenansturm gefaßt. Sie ließen 1,5 Mil- lionen Garderobezettel drucken. Nicht weni- ger lebhaft war das Geschäft bei den Mün- chetier Scherzartikel- Fabrikanten. 3000 Zent- ner Kcnfetti, 250 Kilometer Papierguirlan- den und 15 000 Kisten mit Papierschlangen Warten auf die„Narren“. Rund 2000 Bälle in 400 Sälen sollen in dem 44 Nächten des Trubels stattfinden. Gäste aus der Schweiz, aus Oesterreich und Holland haben sich angesagt. Zentrum des Mürchener Faschings soll in diesem Jahr das wieder aufgebaute Deutsche Theater Seien, in das das Prinzenpaar am Samstag offiziell einziehen wird. muß wissen, was erlaubt oder verboten ist, widrigenfalls er dem Strafanspruch des Staa- tes zum Opfer fällt. So beging beispielsweise auch der Vertre- ter der Firma Kurz und Bündig mit der Ver- teidigung seines Eigentums eine Sünde wider die Paragraphen. Er hatte auf einer Geschäftsreise seinen großen Musterkoffer mit Stoffen bei seinem Freunde Peter Leicht- fuß untergestellt. Der Gerichtsvollzieher hatte bei der Pfändung für Peters Schulden auch diesen Koffer gepfändet und mit dem „Kuckuck“ versehen. obwohl Peter darauf hingewiesen hatte, daß der Koffer Eigentum seines Freundes sei. Da muß der angebliche Eigentümer eben Interventionsklage gegen Ihren Gläubiger erheben“, hatte der ungläu- bige Gerichtsvollzieher erklärt.—„Was heißt hier Inventurklage“, sagte der empörte Ei- gentümer.„Ich weiß gar nicht, was das ist; außerdem brauche ich meine Muster und muß heute abend weiterreisen.“ Er entfernte den„Kuckuck“, nahm den Hoffer und reiste mit reinem Gewissen ab Er hatte jedoch die Rechnung ohne den Wirt. hier ohne den Hüter der Rechtsordnung, gemacht. Auf Be- fehl des& 137 Strafgesetzbuch mußte der ahnungslose Kuckucksjäger für einige Zeit hinter„schwedische Gardinen“ reisen; denn er hatte sich des Verstrickungsbruchs schul- dig gemacht. wie in der Gesetzessprache das eigenmächtige Wahrnehmen des staatlich ge- siegelten Eigentumsrechts heißt. Er hätte eben wissen müssen, daß nach der einschlä- gigen Bestimmung der nur 1048 Paragraphen umfassenden Zivilprozeßordnung— das ist hier 8 771— es nötig war, am Gerichtsort der Pfändung Klage auf Freigabe zu erhe- ben, auch wenn er dadurch einen längeren Zwangsurlaub vom Erwerb hätte antreten issen. Die Inventur im Geset“erdasein ist eben anders als im produktiven Geechzfts- leben. Dr. M. Mielke Erinnerungen an Wiener„Kruppstab!“ Vergessener Verein„Verkühle Dich“ Dr. Panesch starb vor 10 Jahren Die Lebenslehre des Dr. Georg Panesch. der vor einem Jahrzehnt in Wien die Augen für immer schloß, vertrug sich nur schlecht mit Walzer, Melange, Sachertorten und Heu- rigenseligkeit. Der ‚Spezialarzt für natür- liche Heilmethoden“ gründete im Alter von 67 Jahren den Wiener Verein„Verkühle Dich täglich“, der alle Kneipp-Rekorde schlug. Er fand 1930 seine fanatischen An- hänger, belustigte und überraschte staunende Zuschauer. Die Jünger des österreichischen Gesundheitsapostels traten sogar als„Film- stars“ vor die Kamera. Der Gründer des Vereins hackte damals in bitterer Winterkälte das Eis der Donau auf und stürzte sich in die Fluten, um lächelnd— als wäre der sonnigste Sommer — ein Bad zu nehmen. Die Vereinsstatuten schrieben jedem Mitglied vor, sich in jeder Jahreszeit inn fließendem Wasser zu tum“ meln. Hinzu kamen gymnastische Uebungen, Luft- und Schineebäder. Jünglinge und Mäd- chen im zarten Alter. aber auch ehrwürdige Schmuggler mit Gasmaske im Benzintank Auf dem Weg zur Vernehmung geflohen 5 An der deutsch-belgischen Grenze haben sich die Schmuggler anscheinend einen neuen Trick ausgedacht. Bei der Kontrolle eines aus Belgien kommenden Güterzuges ent- deckten Eisenbahner in einem leeren Benzin- kessel wagen einen junger Mam, der eine Gasmaske bei sich trug und anscheinend Friedlich schlief. Bald stellte sich jedoch her- aus, daß der Schlafende in Wirklichkeit durch die noch in dem Kesselwagen vorhan- denen Benzindäampfe ohnmächtig geworden War. Mam machte sofort Wiederbelebungs- versuche, die auch Erfolg hatten. Als ihn aber später ein Bahnpolizist zur Verneh- mug auf die Hauptwache im Aachener Hauptbahnhof bringen wollte, machte sich der Bursche das Gedränge auf dem Bahn hof zunutze, gab dem Beamten einen Stoß und verschwand. Die Polizei glaubt, daß es sich um einen Schmuggler handelt, der in dem Kessel- wagen unbemerkt die Grenze passieren wollte. Er dürfte sich die Gasmaske mit- genommen haben, um gegen die Benzin- dämpfe geschützt zu sein. Er scheint dann Aber aus irgendeinem Grund die Gasmaske abgenommen zu haben und von den Ben- zindämpfen betäubt worden zu sein. Guter Fernsehempfang Matronen und seriöse ältere Herren wälz- ten sich mit unendlichem Vergnügen im „Puderzucker des Winters“. mit nichts als einer Badehose bekleidet. Wochenschau, Illustrierte und Tageszei- tungen brachten das posierliche Schauspiel in Großaufnahme. Das„Silvesterbad“ fand im Licht von Fackeln in der gar nicht schönen, blauen Donau inmitten von Eis- schollen statt. Dr. Panesch ließ sich als Pio- nier an seinem 73. Geburtstag 1937 in den Schnee eingraben. Dann wurde nach dem „Anschluß“ allgemein gelobt. Was hart machte. Man sollte hart wie Kruppstahl, zäh wie Hirschleder und flink wie die Wind- hunde sein, auch wenn man in der Stadt des Grafen Bobby und des alten Herrn Kanzlei- rats lebte. Dafür wurden aus dem„Eis- schrank-Rlub“, der ursprünglich Menschen Aller Hautfarben, Nationalitäten und Kon- fessionen beiderlei Geschlechts aufnahm, die zersetzenden semitischen„Aktiven! ausge- schlossen. Die harten und entbehrungs- reichen Kriegswinter taten bald darauf der Liebe zum„Tiefgefrorenen“ bei starkem Kalorienmangel weiteren Abbruch. Der Ver- ein mußte schließlich 1948„mangels Mit- glieder-Masse“ aus dem Wiener Register gestrichen werden. Sein Gründer, Dr. Panesch. aber starb bereits an der Jahreswende 1942/43(wie böswillige Zungen behaupten, an einem Bronchialkatarrh) in einem schlecht geheiz- ten Zimmer. auf 120 km Entfernung Erste Erfahrungsberichte vom NWDR Die erste Reaktion auf den Fernseh- dienst des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) ist positiv und läßt erkennen, da das NWDR- Fernsehprogramm bis auf eine Entfernung von 100 bis 120 Kilometer vom Sender Hamburg gut empfangen worden ist. Nach der ersten Kritik ist der Fernseh- empfang im Bereich des NWIOR„Allgemein gut“. Wie von technischer Seite des NWDR mitgeteilt wurde, hat das Fernsehen die Er- Wartungen erfüllt. Eine Zuschrift habe den Empfang sogar in einer Entfernung von 200 Kilometern bestätigt. Mit einer Spezial- antenne und einem besonders leistungs- fähigen Gerät wurde das NWDR- Fernseh- programm auch in Südschweden aufgenom- mer. Skandinavien ist an der Fernsehent- wicklung in Deutschland, die mit der Auf- nahme eines regelmäßigen Ferusehbetriebes durch den NWDR am ersten Weihnachtstag in eine neue Phase trat, sehr interessiert. Ein zuverlässiges Bild über die Fernseh- Arbeit hofft der NWDR in einigen Wochen zu bekommen, wenn geplante technische Messungen vorgenommen worden sind und mehr Erfahrungsberichte vorliegen. Blick ins Land 1952 außergewöhnliches Wetterjahr Garmisch. Die Garmisch-Partenkirchener Wetter warte stellte in einem Jahresfazit fest, daß das Jahr 1952 nicht nur hinsichtlich des kalten und schneereichen Winters im Januar und Februar und des frühen, ebenso schneereichen Winterbeginns schon im No- vember ein außer gewöhnliches Wetter jahr war. Es hatte auch den sonnigsten Juli- monat des Jehg hunderts und den kühlsten September seit hundert Jahren. Schadenersatz für.„Maikäferkrieg“ Nürnberg. Die im Frühjahr 1952 mit großem Aufwand unternommene Bekämp- kung der Maikäferplage in der Gegend Deg- gendorf— Vilshofen in Niederbayern be- schäftigt noch immer die Haftpflichtversiche- rungen, weil die Bienenhalter für ihre bei diesem chemischen Krieg gegen die Maikäfer vergifteten Bienenvölker Schadenersatz fordern. Nach einem Bericht aus der Januar- Nummer der Zeitschrift„Der Imkerfreund“ würden bisher etwa 60 00 PM Schaden- ersatzgelder an die geschädigten Imker aus- bezahlt. Männerschuhe als Tarnung Bamberg. Fünf Jahre lang suchte die Bamberger Landpolizei vergeblich nach einem raffinierten Einbrecher, der die Bau- ernhöfe heimsuchte und dabei fast immer deutlich sichtbare Spuren seiner kräftigen Märmerschuhe hinterließ. Jetzt wurde der Einbrecher durch einen Bauern erwischt. Es War eine Frau, die zu ihren Diebesfahrten Männerschuhe trug und mit diesem ein- fachen Trick die Polizei irre führte. Sie waren nicht zu beruhigen Nürnberg. Zum erstenmal seit ihrem Bestehen gelang es einer Nürnberger Poli- zeifunkstelle nicht, Störenfriede zur Raison zu bringen und zu beruhigen. Die Funk- streife wurde um Mitternacht von einigen in ihrer Ruhe gestörten Einwohnern um Hilfe gebeten, weil die Ochsen eines ver- lassen parkenden Viehtransportwagens ein solides Brüllkonzert veranstalteten. Der Wagen wurde an einen anderen Standort gebracht. Höchstgeschwindigkeiten für Amerikaner bleiben Frankfurt. Für die Amerikaner im Bun- desgebiet bleiben die Geschwindigkeitsgren- zen auch dann noch in Kraft, wenn sie dem- nächst durch Bundesgesetz für die Deutschen aufgehoben werden. Nach dem amerikani- schen Gesetz Nummer 49 dürfen amerika- nische Personenwagen und Motorräder auf Autobahnen nicht schneller als 80 Kilometer in der Stunde und Lastwagen höchstens 60 Kilometer in der Stunde, alle amerikani- schen Wagen innerhalb von Ortschaften nur bis 40 km/st fahren. 150 Verkehrstote 1952 in Hamburg Hamburg. In Hamburg., der größten Stadt der Bundesrepublik, ereigneten sich im ver- gangenen Jahr 18 473 Verkehrsunfälle, die 150 Tote und 8566 Verletzte forderten. 1951 waren es 17 196 mit 169 Toten und 7386 Ver- letzten. 5 15 Vermißte monatlich Saarbrücken. Bei knapp einer Million Ein- wohner werden im Saarland im Durchschnitt monatlich 15 Personen vermißt. Durchschnitt- lich 75 Prozent der Fälle können von der Kriminalpolizei aufgeklärt werden. Von 167 Vermißtenanzeigen, die in der Zeit vom Januar bis Oktober 1952 bei der Kriminal- polizei gemeldet wurden, sind 45 unaufge- klärt. Amerikaner lernen Deutsch Bremerhaven. Alle amerikanischen Ar- meeangehörigen in Bremen, die deutsches Personal zu beaufsichtigen haben und vor- aussichtlich noch ein Jahr in Deutschland stationiert sind, müssen jetzt in einem zwölf- wöchigen Kurs Deutsch lernen. Der Zweck ist, die Zusammenarbeit zu verbessern. Bisher keine Wölfe im Solling Hann.-Münden, Vermutungen über das Auftauchen von Wölfen im Solling und an der Weserlinie treffen nach Ansicht der zu- ständigen Forstverwaltung nicht zu. Der Leiter des Forstamtes Neuhaus im Solling, Forstmeister Steinhoff, erklärte, derartige Meldungen hätten ihren Ursprung an einer Stammtischrunde gehabt, wo allgemein über Wölfe gesprochen worden sei. Bisher seien weder Wolfsspuren noch von Wölfen ge- rissenes Wild gefunden worden. Crundzüge der Europäischen Verfassung Die sechs Länder der geplanten Europäi- schen Verteidigungsgemeinschaft und der bestehenden Kohle- und Stahlgemeinschaft sind dabei, sich zu einer Politischen Gemein- schaft zusammenzuschließen. Das Grund- gesetz dieser Gemeinschaft liegt in seinen Umrissen fest. Es ist nicht wie die zahlreichen, seit zwanzig Jahren immer wieder vorge- legten„Europäischen Verfassungen“ ein Wunschgebilde, sondern das Ergebnis von Erfahrungen und dem Willen, das heute po- litisch Mögliche zu verwirklichen. Wohlgemerkt wird die Europäische Poli- tische Gemeinschaft nur sechs Länder um- kassen und ihre Zuständigkeit erstreckt sich nicht auf alle Bereiche der Souveränität, sondern beschränkt sich auf die Verteidi- Sung, eine gemeinsame Außenpolitik und diejenigen Zuständigkeiten, die der Ge- meinschaft Kohle und Stahl übertragen worden sind. Die Verfassung ist also restrik- tiv, aber mit der Möglichkeit der Erweite- rung auf andere Teilgebiete der nationalen Souveränität. Die wichtigsten Organe der Gemeinschaft sind die beiden Kammern, die Exekutive und der Wirtschafts- und So- Aalrat. Die erste Kammer wird aus 207 direkt ge- wählten Abgeordneten bestehen. Sie verteilen sich auf die Mitgliedstaaten wie folgt: Deutschland 54, Frankreich 54, Italien 54, Belgien 18, Niederlande 18, Luxembung 9. Die europäischen Abgeordneten können auch ein Mandat in ihren nationalen Parla- menten besitzen. Sie sollen jedoch keine Funktionen innehaben, die mit der Ausübung eines parlamentarischen Mandates kollidieren (Beamte usw.). Die Abgeordneten stimmen einzeln nach ihrem gewissen. Die Wahlen zur europäischen Kammer sind allgemein und direkt. Jedes Land stellt einen Wahlkreis dar. Die Stimmabgabe kann, wie es in man- chen Ländern schon üblich ist, als obligato- risch erklärt werden. Als zweite Kammer ist ein Senat vorge- schen, der eine Vertretung der Länder dar- stellt und 87 Mitglieder zählt: Deutschland 21, Frankreich 21, Italien 21, Belgien 10, Nieder- lande 10, Luxemburg 4. Die Aufgabe des Senates ist es, die Politik der Gemeinschaft mit derjenigen der Mit- gliedstaaten in Einklang zu bringen. Die Se- natoren werden von den nationalen Parla- menten bestellt. Das gibt ihnen die Möglich- keit, zugleich der Beratenden Versammlung des Europarats anzugehören. Diese Bestim- mung ist bedeutsam, weil der Senat zugleich die Verbindung mit den der Gemeinschaft nicht als Mitglieder angehörenden Staaten bzw. mit dem Europarat aufrechterhalten soll. Es ist bemerkenswert, daß der Senat als Län- dervertretung nicht nach dem Grundsatz der Parität zusammengesetzt ist, und daß die Se- natoren einzeln, nicht an irgendwelche Mei- nungen gebunden, abstimmen. Es besteht die Möglichkeit, daß Beobachter der mit der Gemeinschaft durchVerträge asso- zilerten Länder— hier ist in erster Linie an Großbritannien und die skandinavischen Län- der zu denken— an den Arbeiten der bei- den parlamentarischen Organe teilnehmen. In der ersten Kammer besitzen diese Be- obachter kein Mitspracherecht, während inmen im Senat dessen Präsident das Wort erteilen kann. Während der parlamentarische Unterbau der Gemeinschaft ohne besondere Schwierig- keiten geplant werden konnte, hat der Kom- plex der europäischen Exekutive, als der Teilregierung, erhebliche Schwierigkeiten ge- 7 macht. Die Regierung als solche wird aus einem Europaischen Exekutivrat mit 9 Mit- gliedern bestehen, der ahnlich wie die Hohe Behörde der Gemeinschaft Kohle und Stahl, nach dem Kollegialprinzip arbeiten wird. Die Zusammensetzung des Exekutivrates ge- schieht wie folgt: Der Präsident wird vom Ministerausschuß mit Zweidrittelmehrheit gewählt und bestellt seinerseits 6 Mitglieder, die nicht unbedingt der ersten Kammer oder dem Senat angehören müssen. Ex officio- Mitglieder sind die Präsidenten der Gemein- schaft Kohle und Stahl sowie der Vertei- digungsgemeinschaft. Der Exekutivrat ist der Kammer verantwortlich und kann, nach dem Vorbild der Gemeinschaft Kohle und Stahl, von dieser mit einer Zweidrittelmehr- heit zum geschlossenen Rücktritt gezwungen werden. Neben dieser eigentlichen Regierung existiert der Ministerausschuß, der aus den Europa-Ministern der nationalen Regierung besteht und der eine Art Dienstaufsicht über den Exekutivrat ausübt. Dieses Organ, das mit Zweidrittelmehrheit beschließt. stellt zweifellos einen Rückschritt gegenüber der Verfassung der Kohle- und Stahlgemein- schaft dar. Es ist geboren aus dem Miß- trauen der Regierungen gegenüber einer der nationalen Politik entzogenen Tätigkeit der Gemeinschaft. Es dürfte hier noch nicht das letzte Wort gesprochen sein und es steht zu hoffen, daß sich die Regierungen doch noch zu einer Befreiung der politischen Gemein- schaft von Kontrollen und Fesseln national- staatlichen Denkens entschließen werden. Als reines Konsultativorgan soll eine Konferenz geschaffen werden, der die Mit- glieder des Exekutivrates, des Minister- ausschusses und Vertreter der assoziierten Regierungen angehören werden. Hierin zeigt sich wieder das Bestreben der Sechs, eine möglichst innige Zusammenarbeit mit euro- päischen Ländern zu pflegen, die nicht volle Mitglieder der Gemeinschaft werden können oder wollen. Sie wird in der Verfassung nicht erwähnt werden. Dagegen übernimmt der Wirtschafts- und Sozialrat eine wichtige Funktion im Leben der Gemeinschaft. Er soll im Rahmen der Straßburger Organi- sation eine enge Verbindung mit den 15 Län- dern des Europrates pflegen. Man denkt hier an einen Umbau des Europarates in seiner bisherigen Form, weil der beratende Cha- rakter dieser Organisation erhalten bleiben muß. Der Wirtschafts- und Sozialrat würde also aus Vertretern der sechs Länder der Gemeinschaft bestehen, und hätte die Mög- lichkeit, auch in seiner vollen Besetzung mit 15 Ländern seine beratenden Funktionen auf den Gebieten auszuüben, die sein Name umreißt. Europa im Kommen Personalführung und Lohnpolitik Im Sommer 1953 wird das britische In- stitut für Menschenführung wie alljährlich eine internationale Konferenz über Fragen der Lohnpolitik und Personalführung ver- anstalten. Im Erfahrungsaustausch wird man versuchen, neue Grundlagen gemein- samer Ausrichtung zu erarbeiten. Lack- und Farbenindustrie geeint In Paris haben sich die Verbände der Lack- und Druckfarbenindustrie aller west- europäischer Länder mit Ausnahme des bri- tischen zu einer europäischen Gemeinschaft durchschnittliche Jahresproduktion von mehr als 1,2 Mill. Tonnen an Lacken und Druckfarben auf im Werte von etwa 17 Mil- liarden DM. Alle sollen besser leben Vom 18. Juli bis 16. August 1953 läuft in Düsseldorf unter dem Motto„Alle sollen besser leben“, eine große Rationalisierungs- ausstellung. Sie wird Probleme und Auf- gaben im Zeichen der europaischen Initia- tive nach größerer Produktivität aufzeigen und soll breiten Schichten den Hauptsinn der Rationalisierung nahebringen: bei glei- cher Güte die Preise zu senken, um den Lebensstandard allgemein verbessern zu können. Europa hat größtes Arbeits- Kraftpotential 5 Westeuropas arbeitsfähige Bevölkerung — alle im Arbeitsprozeß stehenden Personen zwischen 15 und 65 Jahren— ist bei Ein- rechnung aller dazu gehörenden Länder außer Albanien, Bulgarien, Ostdeutschland, Polen, Rumänien, der Tschechoslowakei und Ungarn mit 186 Millionen dreimal so groß Wie die Osteuropas(62), doppelt so umfang- reich wie die der USA(98) und übertrifft die der UdSSR um etwa ein Drittel. Einheitlicher Viehhandel Eine Europäische Union des Viehhandels wurde in Interlaken(Schweiz) gegründet. Der Organisation gehören zunächst die Fach- verbände Oesterreichs, der Schweiz, Hol- lands, Frankreichs und Deutschlands an, Sitz ist Straßburg, das Sekretariat arbeitet in Basel. Tierzüchter nach Rom Eine dritte Studientagung der Europäi- schen Vereinigung für Tierzucht wird im Sommer 1953 in Rom abgehalten. Zur Be- ratung kommen moderne Methoden der Fleischerzeugung. Gartenbau der Welt Für die Internationale Hamburger Gar- tenausstellung im Jahre 1953 haben ihr Pflanzengut bereit geliefert oder angemeldet Dänemark, England, Frankreich, die Bene- luxstaaten, Deutschland, die Schweiz. Italien, Spanien, dazu an außer europäischen Ländern USA und Japan. Seite 4 MANNHEIM Donnerstag, 8. Januar 1953/ Nr Lufischlangenbeschwötung kür Konfettischisten Der Bürger sieht es ahnungsvoll entsetzt: Es nachtet- fast, die Schlange schlingt ihr Band. Die Netzhaut wird von einem Netz genetst, Das sich kariert um Damenbeine spannt. Konfetti quillt aus mottensich'rer Kluft, in kurzer Rock kommt kunterbunt ans Licht, Und Schnapsgeruck zieht brodelnd durck die 0 Luft Das türkische Kostüm ist ein Gedicht. Schon fliegt der Maskenball von Mund zu Mund, Das Geld fliegt bündelweise in die Bar, Das Auge tränt, und lechzend brennt der Schlund. Der Finger bohrt verträumt im Watte-Hadr. Ein Modekeft greift tollen Zeiten vor, Bald gilt es, sich die Nase zu beschmieren, Denn schon sckhallt's mit Gebimmel an dein Ohr: „Der Fasching naht! Du mußt dich amüsieren.“ Mar Niæ Im Kleiderschrank versteckt und doch gefunden Schon lange war die Polizei hinter einem 48 jährigen her, der wegen Verbüßung einer Fünfkmonatigen Gefängnisstrafe von der Staatsanwaltschaft gesucht wurde. Endlich Wurde er bei einer Kontrolle in einer Woh- nung in den K-Quadraten angetroffen; die Polizei mußte ihn jedoch erst aus dem Klei- derschrank, in dem er sich versteckt hatte, herausholen. Feuerwehrmann starb an Unfallfolgen Gegen 21.30 Uhr prallte am Bahnüber- Sang Käfertal auf der Straßenkreuzung Mannheimer Straße/ Boveristrage infolge zu hoher Geschwindigkeit ein amerikanischer Soldat mit seinem Sanitätswagen, der auf der Mannheimer Straße in Richtung Käfer- tal fuhr und die Vorfahrt hatte, mit einem auf der Boveristraße in Richtung Bahnhof Käfertal fahrenden Motorradfahrer zusam- men. Bei dem Zusammenstoß erlitt der Motorradfahrer, ein 57jähriger Feuerwehr- mann aus Lampertheim, derart ernste Ver- letzungen, daß er nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus starb. Ein zweiter ernster Zusammenstoß spielte sich auf der Langerötterstraße ab. Eine 41- jährige Frau lief beim Ueberqueren der Fahrbahn gegen ein Motorrad und erlitt einen Schädelbasis-, Schlüsselbein- und Oberschenkelbruch. Es besteht Lebensgefahr. Der Motorradfahrer kam mit leichteren Ver- letzungen davon. Seit 120 Jahren werden in Mannheim Schiffe„gewogen“ Eines der seltsamsten Aemter unserer Stadt: Das Schiffseichamt uferstaaten Wurzel gefaßt haben. „Maß halten“ ist das Motto des Schiffseichamtes beim Wasser- und Schiffahrtsamt Mannheim, das jetzt etwa 120 Jahre besteht. Es ist das einzige seiner Art im alten badischen Musterländle und. hier neben dem in Heilbronn, auch im neuen Baden- Württemberg. Seine Fundamente stehen auf der gesetzlichen Ebene der Rheinschiffahrtsakte vom 31. März 1831, in der die damaligen internationalen Vereinbarungen der Rhein- durch Reichsgesetz ein(Zweites) internationales Uebereinkommen über die Eichung von Binnenschiffen auch für Deutschland in Kraft gesetzt, das bis heute seine Gültigkeit bewahrt hat. Später, das heißt 1927, wurde dann Das Schiffseichamt Mannheim ruht auf den Schultern seines Vorstandes., der gleich- zeitig das Wasser- und Schiffahrtsamt leitet, und eines vereidigten Schiffsvermessers. Seine Aufgabe ist die Schiffsvermessung, das heißt praktisch(für die hier nur in Frage kommende Binnenschiffahrt) die Ermittlung der Tragfähigkeit nach Gewichtstonnen m Gegensatz zur Seeschiffahrt,. die mit Raum- maßen, nämlich Brutto- und Netto-Register- Tonnen rechnet). Die Vermessung der Schiffe geschieht auf Antrag der Schiffseigner, denen dafür ein Platz in ruhigem Wasser für ihr Schiff angewiesen wird. Erste Vereichungsstufe ist die Bestimmung der sogenannten Leer- ebene, das ist die Schwimmlage des Schiffes obne Ladung. Dabei dürfen nur die Aus- Tüstungs gegenstände, Vorräte und Mann- schaften an Bord sein. die zum Betrieb des Schiffes benötigt werden. Im Schiffsrumpf befindliches Wasser muß ausgepumpt, und bei Fahrzeugen mit eigener Triebkraft muß der Brennstoff von Bord genommen werden. Der Festlegung der Leer- folgt die der so- Senanmten Eintauch- oder oberen Eichebene, bis zu der das beladene Schiff im Höchstfall eintauchen darf. Diese wird bestimmt durch das„Freibord“; die Entfernung vom Was- Serspiegel bis zur ersten Schiffsöffnung (Bullauge usw.), das in der Schiffahrtspolizei- verordnung vorgeschrieben ist. Die ganze Eichung ist ein ziemlich kom- plizierter und umfangreicher Vorgang. Denn jetzt wird das Schiff noch nach seiner Breite, Länge und Seitenhöhe vermessen und dann der sogenannte Leertiefgang im Vorder-, Mittel- und Hinterschiff bestimmt. Darüber hinaus wird das Fahrzeug je nach Länge in verschiedene Abteilungen untergliedert, in denen die Außenmaße und dann auch die verschiedenen Schwimmlagen festgestellt werden. Die Einsenkungstiefen zwischen den einzelnen Schwimmlagen geben Anhalts- punkte für die Berechnung der Rauminhalte. Nun geht es an die Bestimmung der Eich- Skalen, die am Schiff eingemessen und auf der Schiffswand in Dezimetern mit Körnern kest eingeschlagen werden. Das Schiffs- eichamt und die maximale Tragfähigkeit werden an den beiden vorderen Klammern des Fahrzeugs angebracht. Am Erde des Eichvorgangs steht der der Schiffseichschein. ein amtliches Doku- ment, aus dem das Gewicht der jeweiligen Ladung sich ermitteln läßt. Aus der Ladung werden dann die Transportkosten, und unter Berücksichtigung der Tragfähigkeit auch Hafen-, Kanal-Gebühren usw. ermittelt. Der Eichschein erspart dem Schiffseigner und Verfrachter nicht nur Zeit und Geld, son- dern auch die Anbringung von besonderen (Wiege- usw.) Vorrichtungen bei Uebernahme und Löschungen von Ladungen. Die Binnen- schiffahrt läßt sich diesen Vorteil nicht ent- gehen, und es gibt darum praktisch kein Gütertransportschiff. dessen Kapazität nicht durch die Eichämter amtlich festgestellt und dokumentarisch festgenagelt ist. rob — Von Mensch zu Mensch Völlig überrascht war ich dieser Tage ich stand an der Haltestelle und sab betrübt meiner davonfahrenden Stra. Benbahn nach und betrachtete mir in.“ zwischen die Autos, die an mir vorbei fuhren und dachte im Stillen, so ein Wagen muß doch etwas Herrliches sein Plötzlich hielt— wenn auch keine II. mousine— so doch ein L²KW. vor mig urid der Fahrer lud mich mit einer seht schönen Geste ein, mitzufahren und brachte mich bis zur Kurpfalzbrücke Meine Ueberraschung war so groß, dal ich keine Unterhaltung aufbringen konnte. Vielleicht hat der Fahrer Ge. legenheit, diese Zeilen zu lesen und aul diese Weise meinen Dank entgegenzu- nehmen.. schloß „Diebstahl“ von Fingerubdrücken erwies sich als Enl an. Dafür traf der Einbruch in eine Gastwirtschaft zu Da stand er, der 26jährige, und man hatte das Gefühl, daß manches, was er da erzählte, von A bis Z erlogen war. So zum Beispiel die Geschichte, daß er bei Begehen eines seiner Vorstrafendelikte angeblich in Frankreich weilte und ein mit seinen Papie- ren von dort entflohener Kamerad mit sei- nem Namen die verschiedenen Verneh- mumgsprotokolle unterschrieben haben sollte. Das Bedauerliche war nur, daß auch der Fingerabdruck des„großen Unbekann- ten“, die diese Tat angeblich unter dem Namen des völlig Unschuldigen begangen haben sollte, haargenau mit den Abdrücken des jetzigen Angeklagten übereinstimmten. Und nach den Erfahrungen der Daktylosko- Die gibt es auf der ganzen Welt keine zwei Der Pluner sieht aus Trümmern Neues wachsen Probleme Scipio-Haus, Liselotteschule, Lindenhof und Bahnhofsplatz drängen Die Ruine des Scipio-Hauses in N 5 am Strohmarkt wurde jetzt abgetragen. Sie War baufällig geworden und mußte aus dem Derikmalschutz„entlassen!“ und bis Auf einige rückwärtige Gebäudeteile ein- geebnet werden. Ob an dieser Stelle ein Privates Wohnhaus oder ein Behördenbau errichtet wird, kann noch nicht gesagt wer- deri, Verhandlungen schweben noch. Der geräumige Baumgarten hinter dem Haus wurde der Stadt als Bauplatz zum Kauf angeboten. Mit Rücksicht auf den Alten Baumbestand wäre es aber tief be- dauerlich, wenn dieses Parkstück Bauplatz Würde. Im Kern der Grohstadt muß jeder 3830 Mark aus der Firmenkusse Hand in Hand arbeiteten eine Angestellte und ein Buchhalter und unterschlugen oder veruntreuten etws 3830 DM. Die jeweils der Rasse entnommenen Barbeträge wurden durch falsche Buchungen des Buchhalters verschleiert. Nebenher ließ sich die Ange- stellte noch von ihrer Firma unter falschen Angaben 728 DM ausbezehlen. Das unge- treue Paar wurde, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, festgenommen. Zwei unbekannte Betrüger noch in Freiheit Eine verlorene Kennkarte war für einen Betrüger, der sich vorerst noch seiner Frei- heit erfreut, willkommen, um einen Betrug zu begehen, bei dem ihm 353 DM in die Hände fielen. Er benutzte die gestohlene Kennkarte, um mit Hilfe einer von ihm ge- kälschten Lohnbescheinigung bei einem Kre- ditunternenmen Waren in vorgenannter Höhe einzukaufen. Der Inhaber der verlorenen Kennkarte, der von der Firma als der vermeintliche Kreditnehmer angemahnt wurde, hatte natürlich von dem Vorgang keine Ahnung. Sehr leicht machte es sich ein Unbekann- ter, der in einem Juwelierladen erschien und eine Armbanduhr im Werte von 165 DM kaufte. Als Zahlung legte er einen Scheck über 200 DM vor und bekam die restlichen 35 DM in bar heraus. Leider mußte die Ver- Kkäuferfirma nachträglich feststellen, daß sie einem Betrüger zum Opfer gefallen war; der Scheck, den sich der Unbekannte ver- schafft hatte, wurde nicht eingelöst. Unfälle nahmen zu von 1950 bis heute Der Monat Dezember brachte im Ver- leich zum Vormonat einen Rückgang in der Zahl der Verkehrsunfälle. Bei den im Mann- heimer Stadtgebiet von der Polizei 335(381) erfaßten Verkehrsunfällen gab es 5(3) Tote, 124(158) Verletzte und einen Sachschaden von 174 699(147 000) DM. i Wohin gehen wir? Donnerstag, 8. Januar: Nationaltheater 14.00 bis 16.15 Uhr:„Peterchens Mondfahrt“, 20.00 bis 22.45 Uhr:„Die Czardasfürstin“: Mozart- Saal 19.30 bis 21.45 Uhr:„Der Biberpelz“; Palast: 22.20 Uhr:„Der Wüstenfalke“; Sickin⸗ gerschule 20.00 Uhr: Vortrag von Prof. F. Fröhner:„Wandlungen in der Auffassung vom Wesen des Lichts“(Verein für Naturkunde); Kunsthalle 19.30 Uhr:„Goldrausch“(Filmar- beits gemeinschaft); Gewerkschaftshaus 19.30 Uhr: Betriebsräteschulung für die Betriebe L bis Z:„Betriebsverfassungsgesetz: Der Wirt- schaftsausschußs“ DGB); Amerikahaus 20.00 Uhr: Vortrag von Fritz Nötzoldt:„Hlefanten — Elefanten“; 19.30 Uhr: Film für Erwach- sene:„Study and life“; 14.00, 15.00 Uhr: Film für die Jugend:„Land arn Meer“. Wie wird das Wetter? Frostkaltes Winterwetter hält an Vorhersage bis Freitag früh: Vorwiegend noch starke Be- Wölkung, zum Teil neblig- trüb und zeitweilig noch aus Osten übergreifender leichter Schnee- 8 fall. Bei mäßigen, um Nord schwankenden Winden anhaltender, leichter, nachts teilweise mäßiger Frost. Sehr häufig Schneeglätte. Wetteramt Karlsruhe Der Krug ging so lang zum Brunnen War schon bei der vorjährigen Jahres- statistik eine beträchtliche Zunahme zu be- merken, so hat sich diese Entwicklung auch in dem jetzt abgelaufenen Jahr fortgesetzt. Hier das Jahresergebnis mit den Vergleichs- zahlen für die vorhergehenden zwei Jahre: 1952= 4069 Verkehrsunfälle(1951= 3565 und 1950 2655) mit 44 Toten(1951 41 und 1950 35) und 2069 Verletzten(1951 1999 und 1950= 1505). Der Sachschaden belief sich auf 1 336 000 DM im Jahre 1952, auf 804 000 DM im Jahre 1951 und auf 593 000 DM im Jahre 1950. lebensfähige Baum verteidigt werden. Das Hochbauamt hat daher vorgeschlagen, zwrl- schen die Bäume ein Studentenheim der Wirt- schaftshochschule so zu komponieren, daß der Baumbestand uriangetastet bliebe. Nach dem Niederlegen der hohen Abschluß mauern würde eine Grün-Verbindung mit Stroh- und Gockelsmarkt zu den Lauer- schen Gärten entstehen, eine Oase im ge- schäftigen Treiben der Großstadt. Mit diesem Vorschlag nimmt das Hoch- bauamt unter der neuen Leitung schon län- ger hier gepflegte Gedenken mit frischen Kräften auf. Mit diesen Grüriflächen-Ver- bindungen und mit dem Offenhalten der Durchblicke auf markante Gebäude wird die nicht immer angenehme Rechtwinklig- keit der Quadrateinstellung an einigen Stellen überwunden. * Gründlich geräumt wird zur Zeit die Teilruine Liselotteschlule. Die noch verwert⸗ baren Teile sollen als Kulissenmagazin und Theaterwerkstätten dienen; es werden auch einige Räume oben bewohnbar gemacht Werden können. Ein vollständiges Abtra- gen wäre zu kostspielig. Der Wiederaufbau Als Schule wird von Fachleuten abgelehnt: Die Lage im Verkehrslärm ist ungünstig und der Hof zu klein. Auch für die künf- tige Liselotteschule wird ein geeigneter Platz gesucht. 85 Mit dem erfreulichen Anwachsen der Bautätigkeit auf dem Lindenhof ist die Die„Fusnucht“ ruit- und alle Murren kommen Am Sonntag„Pfälzer Fasnacht“ der Badisch-Pfälzischen Karnevalsvereine Im Rheinland hat man leichter Karneval keiern. Die vielen Großstädte dort sind ein Wesentlich dichter besetztes Terrarium für Narrenpflänzchen und- pflanzen, die dann ur- plötzlich aus dem faschingsgedüngten Boden schiegen und in der Scheinwerferwärme der Bütt schönstes Blüten treiben. 5 Die Narrenbeete der Pfalz liegen weiter auseinander. Um ihre Prachtexemplare zu einem großartigen Strauß zu binden, verban- den sich 1937 in Speyer 33 heimische Karne- valsplantagen(ihre Zahl ist inzwischen auf 50 angewachsen) zum Badisch- Pfälzischen Karnevalsverein. Dieser zieht jedes Jahr eine große, zentrale Veranstaltung— die„Pfälzer Fasnacht“— auf, bei der die kostbarsten Exemplare der einheimischen Narrenzucht gezeigt werden. Die erste Fasnacht war in Kaiserslautern. Sie war ein so großartiger Erfolg, daß sie von den„Lauterern“ gleich abonniert werden sollte. Sozusagen auf Lebenszeit. Aber die Pfälzer Fasnacht sollte nicht das Vorrecht einer einzigen Stadt sein. Deshalb zog die bunte Schau durch das Land, und weil Lud wigshafen in diesem Jahre 100 Jahre alt wird, ist diesmal die Chemiestadt die glückliche. Am kommenden Sonntag, ab mittags 15.11 Uhr im Pfalzbau-Festsaal ist es soweit! Aus nah und fern werden die badisch- pfälzischen Karnevalsvereine ihre Abordnungen, an der Spitze Präsidenten, Prinzen und Prinzessin- nen, und ihre besten Büttenredner schicken. Spaliere von Garden und Funken werden blitzen und blinken, und der Bühnenaufbau Allein wird schon 200„Spitzennarren und märrinnen“ aufnehmen. In der Bütt werden die besten Blüten leuchten, zu blasse Farb- töne oder zu starker unmoralischer oder poli- tischer Duft wurden von dem Blumenbinder- Ausschuß nicht zugselassen. Warum auch? Und wie sagte doch schon immer der Pràsi- dent der badisch- pfälzischen Karnevalsver- eine, Willi Fleischmann, Speyer: Von Zoten Frei, die Narretei!“ Weit über 300 000 DM konnte die Wohnungsbaukasse allein aus dem Einzahlungsũüberschuß des Monats De- zember 1952 an verschiedene gemeinnützige Wohnungs bauunternehmen zuteilen. Es ist also nicht zuviel gesagt, wenn die Wohnungs- bauukasse immer betont, daß die Spargelder sofort dem Wohnungsbau zur Verfügung ge- stellt werden. Außerdem wurden in der gleichen Zeit etwa 100 000 DM an Sparer ausgezahlt, bei denen die dreijährige Spardauer abgelaufen War. Elternbeirut hilft der Gewerbeschule Werkstätten fehlen immer noch In dem Bestreben, im schulischen Leben lebendige Demokratie zu verankern, wurde der Elternbeirat der Gewerbeschule II zur Erstattung des Jahresberichts und zu einer eingehenden Aussprache eingeladen. Aus dem fruchtbaren Gespräch zwischen Eltern und Lehrern war das große Interesse der elterlichen Mitverantwortung in allen Fragen zu erkennen, die mit der Förderung des Erziehungsstrebens und aller Einrichtun- gen, die dem Wohl der erziehlichen Entwick- lung der Jugend dienen, zusammenhängen. Für die Gewerbeschulen darf der An- spruch erhoben werden, daß keine Ausbil- dung so nahe und eng mit dem sozialen Ge- küge und der Arbeitswelt verflochten er- scheirit wie die gewerblichen Berufsschulen, die heute im Brennpunkt der Nachwuchs- bildung stehen, Die Gewerbeschulen treten mit der einjährigen Vorlehre keineswegs in Wettstreit mit der Meisterlehre, sondern die Vorlehre versucht, die Meisterlehre zu rationalisieren. Sie ist eine goldene Brücke, die dem Schiller einen idealen Uebergang schafft aus der kindgemäßen Zeit in die Welt des berufstätigen Menschen. Sie Will durch diesen Uebergang den Jugendlichen von der Volksschule in das Berufsleben hin- überkühren, in eine Aktivitt der gebunde- nen Produktivität. Der Begabtenauslese und dem Begabtenaufstieg muß eine größere Be- achtung als bisher zugewiesen werden, um die Kräfte und Talente zu fördern, die in Unseren Jugendlichen schlummern. In einer einstimmig angenommenen Ent- schliebung wurde der Vorsitzende des schließung wurde der Vorsitzende des Eltern- ordneten der Stadtverwaltung für das Schul- Wesen eine Entschließung zu übergeben, in der um die bauliche Wiederherstellung der Gewerbeschule II durch den Aufbau des öst- lichen Flügels und der fehlenden Schulwerk⸗ stätten im Laufe des Jahres 1953 nachge- sucht wird, um der Schule auch die Mög- lichkeit zu geben, die ihr in der Ausbildung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß er- küllen zu können. Frage nach geeigneten Sälen für Zusam- menkünfte und Festlichkeiten gestellt wor- den. Die Vereine sind auf die Dauer nicht davon erbaut, daß sie„in die Nachbar- schaft“ gehen sollen mit ihren Veranstal- tungen. Vielleicht kann der Mannheimer Ruderclub mit den Ausbauplänen für sein Klubhaus am Rliein der Raummnot auf dem Lindenhof abhelfen und die fehlenden Säle zur Verfügung stellen.(Andere Pläne sind bisher nicht eingereicht worden.) Aber auch danm ist die Sorge um einen besseren Anschluß des Lindenhofs an den Kern der Stadt immer noch brennend. Die Verkehrsführung hängt ganz davon ab, was die Bundesbahn will oder kann. Die vor Jahr und Tag in Aussicht gestellte Höher- legung des Gleiskörpers hat inzwischen fast jedes Interesse verloren, so daß mit einer Verwirklichung„iin unserer Generation“ nicht mehr gerechnet wird. Aber mit der Tatsache der Elektrifizlerunngg Wird man sicht Vertraut macher müsserl. Der Lleadenhef- Uebergang„Beckebuckel“, die nur 18 Meter Herma Präside 3 d In e . die dieselben Fingerabdrüd Weinbe Den Einbruch, den ihm die Anklage dis Resiert mal zur Last legte, mußte er wohl od eine te übel zugeben, denn die Polizei hatte in als er gerade die„Beute“ im Werte vu etwa 350 DM auf der Fahrradlenkstang nach Hause balancieren wollte, geschnapp Kar Obwohl es ihm gelang, gleich darauf wi len im der zu entwetzen, war nichts mehr zu à deskre- dern: Die Funkstreife nahm ihn dann en Werder gültig fest. In der Tasche der ebenfalls g hinaus, stohlenen Jacke befanden sich übrigens not K 2 die Papiere des Bestohlenen, der dadur 899 noch in der gleichen Nacht wieder zu 80 len 700 nem Eigentum kam. dab Der Angeklagte hatte an dem fraglich 25 4 1 Abend mit einem Arbeitskollegen, dess pr de Janigen Namen er natürlich vergessen he Millior einige Bierlein getrunken. Bei der Tre Walt nung gegen Mitternacht wollte er derart h. Alters trunken gewesen sein, daß er nicht med ongre Wußte, was er tat. Trotzdem aber stieg einer so behutsam über das Hoftor der Gastwirt reitges schaft und durch das Fenster in Küche un Zimmer, daß ibn niemand hörte— aud micht der Wirt, der keinen allzutiefe Schlaf hat. 5 Einbre Und in den wie gerufen kommende weier Sack steckte er darm ebenso leise eine K, chen d mera, eine Hornbrille, Feldstecher, Kl, ꝓyaltur dungsstücke und eine Uhr. Der Rest gin inn ab von einer Schatulle mit Ehrenzeichen übe kuhren Bül ieee 5 Ueber 2 000 Eiserne Lungen amtes in USA in Betrieb„Hur Insgesamt 2175 Eiserne Lungen hat cl Bre amerikanische Stiftung zur Bekämpfung de nordbe: Einiderlähmung im vergangenen Jahr beson- schule ders schwer erkrankten Personen in de Tagun USA zur Verfügung gestellt. Das ist dd„Hum. höchste Zahl seit drei Jahren. Etwa 80 Pro Bedeu zellt der gegenwärtig in Betrieb befindliche sem 5 Geräte werden voraussichtlich das 84 1952 11 Jahr HRindurch Benutzt Werder; 10 Proz der 1 0 1. 0 1 f 1 S Hochs breite„Suez- Kanal“ genannte Unterfüh⸗ V 8 der O. rung und der Steg in der Verlängerung 5 dien. Tattersallstraße reichen nicht aus als Ver- 5 a 1 5— bindungsglieder zu einem Stadtteil, der Die amerikanische Stiftung zur ane Priv nach seiner völligen Erschließung 90 000 fung der Kinderlähmung ist eine stände Da Einwonner haben dürfte Einrichtung in Amerika. die sich jedes Jaht 6 . 8 mit einem schon Tradition gewordenen öffen Bregt. * lichen Werbefeldzug— dem 3 belhn March of dimes“— einen wesentlichen Tel einer Da am Bahnhofsvorplatz sich auch das. ö N dne nie e e en rer Spenden-Mittel beschafft. ö 5 Ludwigshafen entscheidet, wollen die mne berg Ueberlegungen nicht zur Ruhe kommen, bahne ie das Schlüssel- und Anschlußstück Bahn- Handtücher und Tischdecken bis zur letz- 1 8 Hofsvorplatz gestaltet werden soll: Wenn mit einer Vervierfachung der Verkehrsent- wicklung gerechnet werden muß, reicht die alte Größe des Platzes nicht aus. Nun kann der Platz aber auch nicht beliebig vergrö- Bert werden. Auf die Bebauung der ersten „Quadrate“ am Kaiserring ist Rücksicht zu nehmen, so daß die Abzweigung nach Ludwigshafen und Linderhof erst auf der Höhe des„Iduna“-Gebàäudes erfolgen kann. Vom dieser Stelle ab würden die Quadrate amn Ring„diagonal“ angeschnitten, wenn sich diese Ueberlegungen durchsetzen soll- tern. F. W. k. Kleine Chronik der großen Stadt Reichsbund, Ortsgruppe Schwetzingerstadt. Am 8. Januar, 20 Uhr, 5 im Lokal„Zur Zukunft“, Ecke Schwetzinger Viehhofstraße. Mannheimer Frauenverein. Am 8. Januar, 20 Uhr, spricht im Rosengarten(Weinzimmer), Oberamtsrichter Aichele vom Amtsgericht Mannheim über„Die Frau vor dem Straf- richter“. Schallplattenkonzert. Am 9. Januar, 19.30 Uhr, in U 3, 1(Musikbücherei) Schallplatten- Abend mit Werken von Strawinskij und Mo- Zart. Einführung: Horst Scharschuch. Deutsche Angestellten-Gewerkschaft. Am 9. Januar, 19.30 Uhr, spricht in der Ingenieur- schule Dozent F. Schulz-Linkholt über„Fern- sehen“(Berufsgruppe Techniker und Inge- niere).— Am 10. Januar, 19.30 Uhr, spricht im Lokal„Neckarpark“ H. Kalinke über„Arbeits- vorbereitung und Terminsystem“(Berufs- gruppe Werkmeister). Einsatzstelle der Reisetaubenzüchter Mhm.⸗ Neckarau-Rheinau. Am 10. Januar, 20 Uhr, im „Engel“, Neckarau, Generalversammlung. Gewerkschaft der Eisenbahner. Am 10. Ja- nuar, 14 Uhr, Versammlung der Pensionäre, Rentner und Hinterbliebenen in der Kantine Lindenhof. Thema: Jahresrückschau und Vor- blick. Neuwahl der Leitung und der Dele- Sierten. „Fröhlich Pfalz“, Am 10. Januar, 20.11 Uhr, im Saal des Turnvereins von 1846 erste große Prunksitzung mit Proklamation der Karnevals- prinzessin, Anneliese I. Landsmannschaft Sudetenland. Am 10. Ja- nuar, 20 Uhr, im Kaisergarten„Dirndlball“ unter dem Motto:„Auf der Alm, da gibt's ka Sünd'“. Hilfsvereine ehemaliger Oesterreicher. Am 11. Januar, 15 Uhr, Generalversammlung im Lokal„Zum Waldhorn“, Neckarau. 5 Motorsportelub„Condor“, Waldhof. Der vor einem Jahr gegründete Club tritt am 11. Januar, 16 Uhr, im Lokal Brückl, Waldhof, zum ersten Male mit einem Bunten Abend an die Oeffentlichkeit. Die Wohnungsbaukasse ist jetzt telefonisch auch über die Rathauszentrale(32260), Klinke 697, zu erreichen(außerdem, wie bisher, Spar- kassenzentrale 32230, Apparat 713). Kurse für kaufmännische Lehrfächer, Plakat, schrift, Englisch, Französisch und Amateuf, fotografie. Anmeldung und Auskunft im Schul Sekretariat R 2, 2. den an der Handelsschule für Mädchen, Mann- ten Rolle Drops eines wahren Lebensmittel lagers. „Er hot sich ganz vorschriftsmäßig al Verbrecher benumme“ sagte der Geschä. digte, der ja num wieder im Besitz seine“ Eigentums ist. Und diesen Eindruck Hatte das Gericht auch von dem wie ein Wasser- fall redenden Angeklagten, der seine schlechte Eirkommenslage immer wiede beteuerte. Die Lohnabrechnung seiner Firm sagte das Gegenteil. Er wurde vom Schöf, kengericht wegen schweren Diebstahls im Rückfall zu einem Jahr und zwel Monates Gefangnis verurteilt. les 1 Friedrich-List-Schule. Ab Mitte Janr Abendschulung. Vom Januar bis März wer. heim, C 6, Abendfachkurse über das gesamte kaufmännische Wissensgebiet gehalten. Wün. sche für Sonderkurse können bei genügender Beteiligung erfüllt werden. 5 Wir Sratulieren! Fritz Zahnleiter, Mann- heim- Sandhofen, Birnbaumstraße 10, wird 70 Jahre alt. Den 78. Geburtstag begeht Bar- bara Lück, Mannheim, H 4, 19-20. Barbar Schlachter, Mannheim-Neckarau, Rathausstraße Nr. 7. vollendet das 31. Lebensjahr.— Die Firma Julius Appel, Blechbearbeitung. Nek: karau, Heinrich-Hertz-Straße 14, konnte auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus kleinen Anfängen heraus wußte sich die Firma durch Spezialanfertigung schwieriger Blech- teile einen namhaften Ruf erwerben, der heute weit über Mannheims Grenzen hinausreicht. Pfäbzer Tageguci Ludwigshafen. Die Geburten-, Trauungs- 5 und Sterbeziffern des Jahres 1952 sind im Vergleich zu 1951 gesunken. 19352: 1970 Gebur- PRO bel- trar ten(1981), 924 Trauungen(1020), 1309 Sterbe⸗ talle(1395. 1 Das Winterwetter brachte für den Arbeits- K amtsbezirk Ludwigshafen müt 3947 Personen* den Höchststand der Arbeitslosenziffer im He- Elli zember. We Der Innungsverband erörtert zur Zeit die Frage. ob sich das Handwerk einer Kunden. Kreditanstalt anschließen oder selbst eins Klein ährliche Einrichtung schaffen soll, da ein Um. Satzrückgang besonders im Bekleidungsgewerbe von etwa 60 Prozent zu Gunsten der KRonfek- tionsware verzeichnet wurde.. am Sonntag veranstaltet die Vereinigung badisch- pfälzischer Karnevalsvereine mit Mitwirkenden aus 50 Vereinen die Pfälzer „Fasnacht“, bei der die kostbarsten Fxemplare der Narrenzucht gezeigt werden sollen. Uebertragung des SW ab 15.11 Uhr. Seite 8 Nr. 8 ur. 6/ Do — ners — tag, 8. 9 anuar 1 a 953 reg Für 8e 1 4 0 ech 2 Sal NI Stra. 80 ir 9 Die H he und Wi o' 3 auptver irisch 1 0. uttgart. samml Ultl ö 0 genen. Im Bei ung des W 10 s Belo 8 enmini ter Zeiseln ei e inist Friedri von inbe I M e N e oN r 1 e Haup ttemb rich Bie mann rt- d Wü inb 8 0 ee e 5„ 11 n 1 ig 8 U— . Ser. 28 Haltet N de Steaen„ 1 n Baden 5 Er besiegte 8 Profi-Debü „ dal zähle an. Zu ist, gehö des n Verei Aliteil Del 5 e 1 e zum„Boss“ J üt ingen br unter. ge 80—* Arb 1 1e wee gegen- 13 een ack Kram r Ge. hold N. Heuss anderem 5 Wei im Wein t an eitsa e 1881 ähig gor, 8 2 9 Fre 8 übe er 5 d Prasi aer„Miri B. Utglied n- un einba den G ard daß zu Audi mitte nk Sed al-Spi rgewech e e 5 e e 1 g, unserm SZu- ische es fru iste ent Dr ent WI Sei ir rei gestehu bi ofis mi Lo nsta Ke mble- n La ruh r Fri Reil neue irtsch Durch ne Fami ngsk 8 W mit s An g im n M es der Präsi ndt eren ritz Ul r. Rein- li Urt. Aftswel 5 arm lier osten J. ährend wechs geles b Pan oGre- Ei NN — Scherl Asident ags, Wi württt rich, d lich ag alte eise ie Mod betri ack K Fra elnden ei in Pacifi N ishock 5 en B d ih embergl er sein! r R Sowi ernisi ebe e rame nk 8 Erf rem 1c Fü ach 85. 2 1 ne 5 13. 85 1 ee ede 3 8 it asg 1 ee 1 1 3 2112·-Nied ymeister KEV am LI ein i Di 85 a ergisch wie auf Land n dop nen h örmte D 8, 5:7. 8 egen Pan 6˙4 2 ienst r der erlag verli U. b„die Or ie Ha„ MIni badi Aufz Wehn pelten Alben es mõ ke am 1 edgm anch lug„Chef“ gegen ag 1 Deut e 8 rlier 55 5 auwerein 1 gamisati uptv ister 1 ustell r re Ert Arbei 68 nden An 883 0 Se„unt 120 A Ga utsche etzen t ge 7 deln ii in isstions! ersai 8. ensivi en, di gte trag eits Doll. An uar und M gura( erlag 20, 0˙4 eiste rmisch Eish. den gen 8 Se un Wei nsbezei mm D sivie„die R. Al 201¹ Sauf- 10 ar gebot entsch e Ecuad 11⁰3) Tor r SC Ri Pa ocke EV Be C Ri He d 3 zeichn. ung b„ sorti ren ebl Reb erzie Ar und M Kram 1088 regor 575 Pun 2 Rieß rtenkl ymei B ieß 5 man 8 me und ausbeks auſb len. F. a8 68 ers en, d hatt EV Fü kten ieße ers irch ster 1 erse Präsi n Schr'ederge erbend ung Wei Au mt 2u event Kkärm 4401 olge erste regor 25 der S em en f Füss vor d rsee ü ee mi en 2 mut erst i e 2:5 dri Asident eic Wähl umzu ein- erte u beg uell pfun Pläne zu lei Jahr 25 000 edgm verlok ühru en mi em K bern t 2:5 uch im en fü in den 8 00 In ei 2¹ N Heil beti Vo War! der W Dr. La renzen auch d g zu in eisten beim T Dolla an 75 000 ng. it 9: E ahm dan(11 2wel ür sich letzt a f i 5 zei 5 5. 8 8 000 Das 1 mit 1 n vo eiten ent. ten d Wein einem V n. brorim sitzend die eineinful ndweh Grog às Rebe Eni als G 3 Olympi unkte 0˙4 u mit n Mün Dritt schied ramati e dle R nbau 155 ortrag den den MII er für kuhren 1 r gegen e Bede en- irkus“ age sch 1 pia-Eis 8 0 250 3 Feldspie Stefi. 9 8 1 1 00 eglerungsdi me ee. 3 5 5 1 eee abelle ee* 1 1 d eins techn 1 as Tn rituosem ee ee e e 2 tönen ei E war u. Sag gte.„„ ra 42 becbe und ace e 5 8 und um.. e, do Bette we a Wee waete de 82 act Wi cat 1, St erte 1 ung 1 eU derte d. t. U 75,6 Sk S Meist„ harte atz gefül Zu- itte! v un die estdeuts N te Ri 1 tlich Uttge Ur d Mre tsche K er R nd Spi E Sg abe lt. Si zunäch ermoch 212 schen„ n 1700 iche Ref rt, B. r Eraeu Orb 70 5 pi- 8 port 25 tstreft 3 ie Rieß 1 8 te 3 Führu eit 123 1+ 55 Karl neu 9 zundesla ufbau d Snisse ũieine 2 auf ey B am D 0. ae elch 5 3 re 1. duren wii len sruhe e Woh zielle nd ve er Re 2u ur He l radl reikb 7 die K te WI mit 112 eich m Er letzt 211 3 im J. Rund nu Unterstt rlangte bkult ver vy 1. Der 5 gewa ni E urz ld 1 acht zu efelde en ah desker. Jahre 1 tau ngen 8 3 wenden 5 un B gsta 1 in de. r T0 mn end edlita 953 mi Send W zung de r Red im rr 45 zah ge Drei erg-I 9 1 1 8 E 2 in Fü uf br 7 54. Mi angte iden 1 Werd nstal mit d oh 3 8 8 ner di euen as lreich reiköni sel-Spri urch. Wi N Tref üh achte Bi n Schlie als alls rden. Di t(4 eri Mi Nun Eise taa die fi Sch groß er nigs pri w Willi fern rung Bie te d. liegli g kina Die S 5 Milli ittel gen s nbahn tes nan anz e Sbri Ski tag 8 ngen urde uni 8 gebe das und rsack der Au lich ns nd k us, wi tadtv illionen D; der 5 gesell a„nem e Sport tand i Zwelter, 2 d chulthei 8 durch Ender Enkler die Ba sgleleh, id lärte Obe erwalt n DM Lan- die ess loer schaft 214 Sieg 5 auf in zei- 7. e 0 is(ebe urden das gebnis en 1 . ei bur ung wi Seba 8 Akut für darauf vor Sep 1 20 0 der Itun 1 d ulngen Aus Iympie nfalls„Münste In se Publi her, e mit it 20 0 bee e e e— e e 2 15 58 1. 1 5 t a en 70 g vol n Mi agsba 2 E u Laser 1952 er Ban ie ten eitne este rwege 73 n mit 18 on 1,60 tzeh übe och ei nist“„ 4% Sch vier 1 gefeu 5 liche 80 0 0 Weit m Stad Illion uprogr 1. Agel ahnen Seng Platz 1(6755 1 Deu n) un. N. B Win! Me n Sprũ r vie in Ja einen i 55 ert 3. ö„ tsch. d Ber ote rzyb inkl. ter e rüng rzeh gd- in ei di des aB Ka ere W trat e en DM amm Schl ufen 1 5 mze bele und 7 er ergqui Isel er( ntschi en bi n H Ah eine die . Etwa Karlsruh ohnun hofft Wir der uch 1 ist Max bei Ste 0,5 m War quist 1(Vo aren jeden is zu Hin- ear 1 Kris en hi füt 1700 n e 5 stutt see 5 5), der Se 1 eee Di ne-P 5 ö r d eue W. gan gebau„ Sol- te gart erk Den tra mer pten wi der den fü PD pS auf auf er Wu 1 ie engli okal fi Tre Milli en Wied ohnu zen im t wer 1 id Nach volle übe dition Allg wurd Buch Unf⸗ VI„Al Halla“„ nglisch 1 fü e 6 ne den, en letzt Inbetri ndet 2 1 45810 ne ede enbe jed penja ie ing e Profi 1 R art be 1 onen ere 335 uen Jah 5 kes W enn M etrieb: it Hi km g Ski-S Spri r Füis g= Polizei erzeit u ger“ 1 au 1 Racers“ 1 acer t meh N15 von 700 vors der S alten 1 18 Gener aldsh aschim nahm. kel-K interz e Wann taffell unglauf sener 1 zei SV t ub 1 republik in ei 8 die ishock 8 1 f 000 esehe chul würd Sch atore ut ensatze e des vi Bei onku arten SCN auf 1 meist n di 5 erle Kön v inigen sich ey-M tieg K Tsheim erri DM n. Mi en sind 2 lach n und d 850 vie eim rrenz gew essel n Leu ter. das sem B W. gen nigs-T stell Spi End tannsch Fonkreß errich soll a 1 3.5 ken see. uin e Kraft- 1 e Wang teirch 1 ieslo 1 15 976830„ ant r halle si tet y ußerd nem Auf Hä erk Fump. degugehõ raft- ob(0 ational Verbandes 4810. Der Ski ate au jensta olspiel ch 3•1 0¹2 den E Stoch rd. er in der s Mo- he rei r neue sind 1,7 erden em ein uf mehr iusern 8 in en 8 hörig. ariann sttirol en Rat es Em- 1. Wahr sgetrs gnachmi aus 21(0:1) Sch. 11 urop olim reichte Bunde un eitgestel n Schwi 7 MIII Für di neu S0 iris Wit den tehe en Volk 2 8 ge ahor Schw taf-⸗ le es K gen ittag der V Schwedler 4.2) ameist vor 700 amn 85 1 It Wim jone die es Schim Sgesa zn drei n de er. eltsam Wann n-Ren Arz wal. gen; nnen wurde 55 51 5 en a Une 2 8 0 Zus Brel⸗ aud word mhell u, fü neue 524 en mi mt 2 ö und Wal, Kratewer⸗„bei 5 d. raden.„Lei 4 ee m 80 ntschied chwed chau duale 6 8 3 eee 00⁰——— eine 8 aldsh wer„. 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Wa Rahm nehm tvera rt zu roge anla im A 2u Ert! nur e Me Bier ist di 9 der t be⸗ Schöl. 0 tet er vom E. o Sen und ei en ei ern 1 nstal A Fel ge(H rber rreich unte iste sind e Si uch Me derzeiti 5 sp wor 8 Gegen- 3 ist di tung 8 arz) 53131 88985 1 er. ab die n Neis tige 5 senn— de ne e e 8 ae e an Lats e fun 5 erde Wied Wen! ug be 12 nisse eri Wi ahrt fü rt fü stellt W. er All. rambe aufen ingen Rhön der enzen ern noch en. Lex. einrans ber e Wind e n ein itte tur niet Wa Vunsi inter 8(Allgs Ems!„ Punkt der„ daß si nich N ten treck elegte e mõ erungs- Moto en Ane edel(F inter chwa gäu), R land) chene eut rund—— es K 5 E W porte m. besti enwah n KR glichs und rräde 1 Ko Fich berg 10 Sit 1„ nde ung e Sei 5 mit n stimm 1 ontr t gr Str r Wert ntrol telgebi(Roth d im get in 8 der n we Uchk Uh„ Telef. schl unge unter Ei ollpunk oBe 2 agen- et, da 1e Wi birge aargebi Verde Süd ragen andh Kum rden eit re„ e ginhalt kten b ahl vo em Starte gibt ird mi Da birge) 5 werd ofen 1 3 23 5 g gag 58 1 1 der ne Kane 3 5 dauere. Saeed a 3 aeg are Wo- r, 72 1 f K. an 175. turen Fer. P ole 188 50 Aueh men Sue ere 8 erreſche e el wa. 3 Sunegtan. 8 9 3 ae I e wee.— u. Baufz nan. 8 5 1 alle bene e at dre e 3 de beschert Dr e 5 Ul- 8 1„ 1 1 5 5 1 1 1 8 N züge 23* bopel Sit 5—.— 553 e Ge e 88 1 2 L h und 1 gut e ontro Fall den Mo rollen geks S0. 1 drei en ka iel zu schei- 5 95 El br. 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Januar 1953/ unsere langjährige Mitarbeiterin, Fräulein Pflichtbewußtsein und ihren großen Kenntnissen wesentlich zu lichen FHilfsbereitschaft gegenüber bild und in Erinnerung bleiben. allen In aufrichtiger Trauer gehen unsere Gedanken nach Ulm Donau, heute zur letzten Ruhe gebettet wird. Mannheim, den 8. Januar 1933 Nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief am Dienstag, 6. Januar 1953, Anna Ziegler ohne daß es ihr vergönnt war, den wohlverdienten Ruhestand in Gesundheit zu Senießen. Wir verlieren in der Verstorbenen eine zuverlässige Mitarbeiterin, die in 37jähriger aufopfernder und stets bewährter Tätigkeit, zuletzt als Leiterin unserer Abteilung Buchhaltung, mit ihrem nehmens beigetragen hat. Mit ihrer selbstlosen Treue für unsere Gesellschaft und ihrer freund- Mitarbeitern wird Fräulein Ziegler uns allen vor- Geschäftsführung und Belegschaft F. Grohe G. m. b. H. den Erfolgen unseres Unter- wo unser liebes Fräulein Ziegler der Firma Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater und Großvater, Herrn Martin Schürle Zuschneider im Alter von 81 Jahren am 6. Januar schnell und unerwartet zu sich zu rufen. Mannheim- Neckarau, Friedrichstraße 165 In tiefem Leid: Berta Kühnle geb Schürle Albert Münch und Frau Else geb. Schürle und Enkelkinder Beerdigung: Freitag, den 9. Januar 1953, um 13 Uhr Haupt- friedhof Mannheim. In tiefer Trauer geben wir zur Kenntnis, daß unser Zuschneider, Herr Martin Schürle nach einem arbeitsreichen und pflichtbewußten Leben im Alter von 81 Jahren verschieden ist. In seiner langjährigen Tätigkeit war unser lieber Heimgegangener ein leuchtendes Vorbild und wird uns stets in bester Erinnerung bleiben. A LAUKUTTER Maß-Schneiderei Betriebsführung und Belegschaft Beerdigung: Freitag, 9. Jan. 338, 13.00 Uhr, Hauptfriedhof Mhm. 42——*— 171 Nach langer schwerer Krankheit entschlief am 6. Januar meine liebs Frau, meine stets treusorgende Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Elise Hemberger geb. Sommer Mannheim, den 7. Januar 1933 Waldhofstraßge 10 In stiller Trauer: Rudolf Hemberger Rudi Hemberger Anna Rocktaeschel geb. Sommer Heinrich Rothermel und Frau Toni geb. Sommer Wilhelm Dennhard und Frau Josefa geb. Sommer Karl Steinmann und Frau Greta geb. Sommer Emil Schoen und Frau Helene geb. Sommer Beerdigung: Freitag, 9. Januar 1953, um 14.30 Uhr auf dem Haupt- kriedhof Mannheim. Am 6. Januar 1953 hat es dem Herrn über Leben und Tod ge- N Adolf Ziesche Glasermeister nach schwerer Krankheit in die Ewigkeit abzurufen. Mannheim, den 7. Januar 1953. Die Evangelische Kirchengemeinde ö Mannheim Die Feuerbestattung findet am Donnerstag, dem 8. Januar 1953, 13.30 Uhr, im Krematorium statt. Bestattungen in Mannheim 4 Donnerstag, 8. Januar 1933 Hauptfriedhof Müller, Rosa, G 7, 3 Mai, Wühelm, Beilstraße 20 Krematorium Hofmann, Elisabeth, U 3, 9 Friedhof Sandhofen Krämer, Elisabeth, Domstiftstraße 5 Friedhof Rheinau Heiß, Nikolaus, In den alten Wiesen 25 Friedhof Seckenheim i Erny, Georg, Waldshuter Straße 3 Friedhof Friedrichsfeld. Nase, Franz, Neudorfstraße 252. 134.00 Mitgeteilt von der Friedhofver waltung der Stadt Mannheim Ohne Gewähr 3 2 „Mein Kind f war in den ersten Wochen wund. Dann ver- suchte ich es mit Klosterfrau Aktiv- Puder: Ohne zu übertreiben, darf ich sagen, daß alle Wundstellen in knapp zwei Tagen völlig ge- heilt waren!“ So schreibt Frau Margret Kreb, Kastellaun, Bahnhofstraße 11. So wie sie, so sind unzählige Mütter von dem verblüffend wirksamen Aktiv-Puder beglückt! Wundsein Statt Karten Heimgekehrt vom Grabe unserer lieben Entschlafenen, Frau Statt Karten Heimgekehrt vom Grabe unse- rer lieben Entschlafenen, Frau 22 Amalie Brönneke geb. Götz ist es uns ein Herzensbedürf- nis, für die vielen Beweise herzl. Anteilnahme und die schönen Kranz- u. Blumenspen- den zu danken. Besond. Dank H. H. Pater Erwin für die trö- stenden Worte, Hrn. Dr. Leber und den Schwestern des There- sienkrankenhauses für die ärztl. Betreuung und die aufopfernde Pflege, den Kolleginnen und Kollegen der Fa. Kohlenkontor Weyhenmeyer& Co. sowie all denen, die unserer lb. Verstor- benen das letzte Geleit gaben. Mannheim, 8. Januar 1953 Verschaffeltstraßge 35 Rudolf Brönneke nebst Angehörigen dorch gisto-Zitron-Schlankheits-Rur. Keine Hungerdiötl Angenehm! . und bei Darmträgheit: Bisto- „ itronenenl in Apotheken und * Drogerien vorrötigl Stets in: Drogerie Ludwig& Schütthelm K. G., O 4, 3 lagen und Gehaltsansprüche unter UERTRETER zügen sof. gesucht. Nur qualiflz. Kräfte können Berücksichtig. find. Angeb. u. Fa. 464 an ANNONCEN- MAX ER, Frankfurt/ M., Goethestr. 3. 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Besonderen Dank Herrn Dr. Batz für seine ärztlichen Bemühungen, Schwester Liesel für Immobischäfer, Mannheim, U 4, 14. läßt er gar nicht erst aufkommen! Aktlv-Puder, Streudosen ab 15 Pf in allen Apotheken und Drogerien. Denken sie auch an Klosterfrau Melissengeist bei Beschwerden von Kopf, Herz, Magen, Nerven! 0 trostreichen Worte. ihre liebevolle Pflege und Herrn Pfarrer Burkhardt für seine J Ilvesheim Oeidesheimer Str. 12), den 8. Januar 1933. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Feuerstein und Angehörige Versteigetfungen Anzeigen- Vertreter für Bautechnische Monatsschrift gesucht. Angeb. u. P 07950 a. d. V. Führendes Industriewerk sucht noch einen Vertreter zum Vertrieb eines weltbekannt. Markenartikels. Wir bieten: Hohe Provision, Ein- arbeitung, bequeme Zah- lungsbeding., laufende Ver- im Zwangsvollstreckungswege am in Mannheim, Gartenfeldstrage 2 säge, Fabr. K. Backfisch; 1 Kre 1 Oberfräse gegen Barzahlung. Der Vollstreckungsbeamte der Allg. ortskrankenkasse Mannheim. 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Außerdem 0 erde die gewerbliche Wirtschaft weder en diesem Gesetz, noch von den zwei wei- kom ren vorbereiteten Entwürfen, dem Schutz- —reeichsgesetz sowie dem Landbeschaffungs- YNeęsetz. betroffen. Ihre Anwendung auf die erbliche Wirtschaft wurde bereits vom 5 I swurtschactemiuster als eritbehrlich zeichnet, da das Wirtschaftssicherungsge- deren tz ausreiche. Die genannten drei Gesetz- chlandtwürfe würden zwar Kabinettsreif ge- 0 Anfacht, doch ist mit ihrer Weiterleitung an fim en Bundesrat und Bundestag solange nicht AR rechnen, wie nicht geklärt ist, in welcher orm die europäische Verteidigungsgemein- att aufgebaut werden wird. 5 Im einzelnen erklärte Forschbach zum Ishofetvrurf eines Bundesleistungsgesetzes, seine nschenufgaben seien bewußt eng begrenzt auf die bfim edarfsdeckung der Stationierungstruppen nd der EVG- Streitkräfte. Es sei nur an- In dendbar hinsichtlich notwendiger Mag- rannte ahmen zur Beseitigung eines akuten Not- andes, so für Katastrophenfälle wie Hoch- asser oder Brände. Es können nur mobile LI enteignet werden, und auch nur zugel. am, wenn ein dauernder Gebrauch in e rage kommt. Da das alte Reichsleistungs- mlalhh set noch in Kraft sei, sei ein neues Ge- etz auf Bundesebene notwendig, denn nur durch wird ein Requisitionsrecht der See inerten verhindert, was eine Diskriminie- Tung des deutschen Partners bedeuten Im rde. Anforderungen auf Grund des Ge- Stzes können nur gestellt werden, wenn e Leistung auf andere Weise nicht oder ur mit un verhältnismäßig hohem Aufwand b 2 kreicht werden kann. Dabei ist der Eigen- darf des einzelnen zu schonen, auch der nentbehrliche Wohnraum muß gewähr- tetet bleiben. Für„normale Zeiten“ komme 6 as Gesetz nur für wenige Fälle in Be- hr kacht, so für Quartier leistungen während f er Manöver, ferner für die Uberleitungs- eit, in welcher den Besatzungsverdrängten as Eigentum noch nicht zurückgegeben wer- I en kann. Dabei ist wichtig, daß mit dem Virksamwerden des Gesetzes sich die Ver- ütungs- und Entschädigungsansprüche der ſerdrängten nach deutschem Recht richten rden, womit diese besser gestellt sein berden als heute. In allen Fällen, die das Jundesleistungsgesetz umfaßt, ist außerdem Effektenbörse Mitgeteilt von: Bankhaus Bensel& Co. Mannheim körsenverlauf:(Frankfurt a. M., am 7. Jan. 1933) Trotz kleinerer Umsätze blieb die Tendenz heute im großen und ganzen freundlich ter Führung Von Hgssch- Aktien konnten Mon- erte Wiederum einige Prozente anziehen. err Großbenkaktien etwas gebessert. 5 5 Um- Tages kurse Bezeichnuns elig 1. 2 1. 8 5 31 32¼ 32 Db inn% NM.„„10.3 34 B 34 B onti Gummi„„„ i% 13⁵⁵ Aimler- Ben: 10.6 74 ½ 76/ F 11) 03 94 /) 118% 5 t. Linoleum werke 1:1 0 148 148 E cber 6— 5 8 Bar ichbaum-Wer ger 5 5 nzinger Union„10.8 7⁰ 7⁰ E 2% 887 8 elten& Guilleaume. 10.8 81 5 ſrün& Bilfinger 3.1 75 15 307 ieder. 14 8 15 elberger Cement 2 12 eimer escn n 5 175¼ 180½ löcknerwerke 8— 198 201 E—ZZ·ĩ„ 10.7 59/ 60 ennesm ann 1˙2 156½ 159% N beinische Braunkohlenn 181 182 dein elektra 1˙1 90 957 F 3 107 ½ 109 ¼ enwolfk. 50 50 mens& Halske.. 10:6) 108 107½ reiz: ldd Zucker 41 117¼ 117 Ex. Stahlwerke 205 20⁵ eustokr Waldho: 483 90 90 dische Bann 24 2⁴ mmerzbank 2.1 48 ½ 5⁰ heim eutsche Bank 0.6,25 61% 92 kesdner Bank 10.6, 61 61/ Elchsbank-Anteſle Sal 2 62 1— echt- Notzerung„ ex Dividende. ex Bezugs- Anrufung des ordentlichen Gerichts möglich, was beim Reichsleistungsgesetz nicht mög- lich war. Der zweite Entwurf betrifft das Schutz- bereichs-Gesetz, ähnlich dem früheren Rayon-Gesetz. Danach kann ein Schutzbe- reich nur noch um militärische Anlagen ge- bildet werden, die der gemeinsamen Ver- teidigung dienen. Als dritter Entwurf ist ein Landbeschaffungs-Gesetz vorbereitet, auf Grund dessen Grundstücke enteignet wer- den können, die für Kasernenbauten, mili- tärische Straßen usw. vorgesehen werden müssen. Hinsichtlich der Kasernenbauten Slaubt Forschbach jedoch, daß diese zumeist auf bundeseigenem Land gebaut werden, so daß für diesen Zweck Enteignungen kaum notwendig sein werden. Außerdem soll im wesentlichen freihändig gekauft werden. Es ist auch nicht daran gedacht, eine neue Reichs-Umsiedlungs-Gesellschaft zu grün- den, vielmehr soll eine zu gründende Sied- lungsgesellschaft als kleine Bundesbehörde mit etwa 15 Beamten und Angestellten nur dann zum Zuge kommen, wenn ein frei- händiger Erwerb nicht möglich sein sollte. Dabei wird die materiell-rechtliche Ent- schädigung dem Baulandbeschaffungsgesetz angepaßt werden, womit Rechtsanspruch auf Ersatzland besteht. Damit will die Bundes- regierung einer Verproletarisierung und Ab- Wanderung des Bauerntums entgegenwirken. Die Klippen des Bundeshaushaltes Deckung für Rentenerhöhung gesucht (Hi.) Der Haushaltsausschuß des Bundes- tages beschäftigte sich auf seiner ersten Sitzung nach den Parlamentsferien auch mit der Frage, wie eine Deckung für die vom Bundestag und Bundesrat vor Weih- machten beschlosserie Erhöhung der Grund- beträge um 5 DM bei der normalen, um 4 DM. bei der Witwen- und um 2 DM bei der Waisenrente gefunden werden könne. Das Bundeskabinett will in einer seiner er- sten Sitzungen in diesem Jahr ebenfalls eite Deckungsvorlage ausarbeiten. Auf Grund des Grundbetrag Erhöhungsgesetzes muß der Bund für diese dritte Rentenauf- besserung nach Schätzungen des Bundes- arbeitsministeriums etwa 300 Millionen DM jährlich aufbringen. Da die Deckungsgrund- lage noch nicht gegeben war, mußten vor Weihnachten die Vorbereitungen für die Ausgahlungeri gestoppt werden. Wie ver- lautet, dürfte die Deckung wahrscheinlich durch eine Streichung von Subventionen, vor allem beim Konsumbrot, versucht werden. Die zuständigen Bonner Regierungsstel- je werden sich außerdem mit der Forde- rurig des Bundesfinamzministers beschäf- tigen, die auf Grund des noch nicht verab- schiedeten Gesetzes zum Ausgleich der von den Trägern der gesetzlichen Rentenver- sicherungen für das Haushaltsjahr 1952 zu tragenden Mehraufwendungen für Renten- zulagen“ für den Bund entstehenden Mehr- ausgaben nicht voll in bar zu zahlen, son- dern diese auch für die Haushaltsjahre 1953 bis 1955 nur teilweise in bar den Versiche- rungsträgern zu entrichten. Schäffer hat er klärt, daß der Haushalt 1953 nur durch eine Kürzung dieser Zuschüsse gedeckt werden körme. Während er für 1952 80 Prozent in bar erstatten will, solleri es 1953 nur 25 Pro- zent sein, während der Bund für den an- deren Teil jeweils Schuldbuchforderungen geben will, wodurch die Versicherungsträ- ger bilanzmäßig keinen Schaden hätten. Der dadurch für das Haushaltsjahr 1952 ein- gesparte Betrag würde 140 Millionen DM betragen. Aus diesem Grunde hat das Bundeskabi- nett einen Gesetzentwurf„über die Dek- kung von Rentenzulagen nach dem Renten- zulagegesetz in den Haushaltsjahren 1953 bis 1955“ verabschiedet, der vom Bundesrat im ersten Durchgang mit wesentlichen Ab- Strichen versehen wurde. Es geht dabei um eine Einsparung für Schäffer von jährlich 555 Millionen DM. Dafür hat sich der Bun- desfinanzminister seinerseits zur Entlastung Auf wirtschaftliche Stabilität vertrauender Zentralbankrat lockert die Zügel, senkt den Diskontsatz Der überraschende beschluß, den Diskontsatz von bisher 4% auf 4 Prozent und die Lombardsätze von 5% auf 5 Prozent Zzu senken, entbehrt bisher amtlicher Begrün- dung. Gleichzeitig wurde eine 5- bis 10pro- zentige Herabsetzung der Mindestreserve- sätze der Landeszentralbanken, die nach den Bankplätzen verschieden gestaffelt sind, mit Wirkung vom 1. Februar beschlossen. Die Bank deutscher Länder bediente sich zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes Zwischen Geld- und Gütervolumen haupt- sächlich zweier Instrumente: der Diskontpolitix der Mindestreservenpolitik. Zentralbankrats- Was ist Diskont? Obwohl das Wort Diskont zu den am häufigsten gebrauchten Fachausdrücken des Kreditwesens gehört, können sich Laien sehr häufig darunter nichts Konkretes vorstellen. Wie viele andere Bankausdrücke stammt auch dieses Wort aus dem italienischen aus den Anfängen des mittelalterlichen Bank- Wesens. Das Wort„sconto“ bedeutet Abzug vom Nominalbetrag einer Geldsumme, die eine noch nicht fällige Schuld darstellt. Des- wegen wird Diskont häufig mit Skonto ver- Wechselt, eine Erscheinung im Warenhandel, ein Abzug, den derjenige einbehält, welcher eine erst nach einer Frist fällige Zahlung bereits vor Ablauf dieser Frist leistet. Ob überhaupt und in welcher Höhe bei Barzah- lungen ein derartiger Abzug gestattet wird, ist meistens Gegeristand freier Vereinba- rung zwischen Kunden und Lieferanten. Im Gegensatz dazu ist der Diskontabzug Höher zu halten als sich bei einer einfachen Verzinsung der Schuld ergeben würde. Wird nämlich der Zinsbetrag für eine Schuld von 1000 DM zum Beispiel zu 5 Prozent nach 90 Tagen gezahlt, so beläuft sich die Ver- pflichtung des Schuldners auf insgesamt 1012,50 DM. Bei Vorwegabzug würde der Schuldner nur 987,50 DM ausgezahlt bekom- men und muß nach Fälligkeit 1000 DPM Zu- rückzahlen. a Unter den befristeten Forderungen, welche von den Banken unter Abzug des Diskonts angekauft werden, spielen Han- delswechsel die Hauptrolle. Sie spielen in unserem Geldwesen insofern eine beson- ders große Rolle, weil die Landeszentral- banken gegen Berechnung von Diskont die vori den Banken verkauften Handelswechsel, die aus eigenen Kreditgeschäften der Bank herrühren, abnimmt. Wirtschaftlich steht hinter der Form des Ankaufs noch nicht fälliger Handelswechsel unter Abzug des Zinses bis zur Fälligkeit die Gewährung eines kommerziellen Kredites durch die Zentralbank und damit die Schöpfung von Zentralbankgeld. Die Zentralbanken kaufen in der Regel nur Wechsel an, deren Fällig- keit nicht über einen bestimmten Zeitraum, meistens 90 Tage, hinausgeht. Sie müssen darauf achten, daß ihre Forderungen im- mer in kurzer Zeit liquidierbar sind, da sie andernfalls eine Einbuße ihrer Manövrier- fähigkeit erleiden und kritischen Situa- tionen machtlos gegenüberstehen würden. Folgen der Diskontsatzsenkung Wird der Diskontsatz gesenkt, dann wird also Geld billiger, somit leichter zugänglich. Im allgemeinen wurden Diskontsätze immer dann herabgesetzt, wenn von vorhandenen Kreditmöglichkeiten nicht ausreichend Ge- brauch gemacht wurde. Hier beeinflußte das übergroße Kreditangebot den Diskontsatz, indem der Nachfrage nach Krediten durch Verbilligung der Anleihen Anreiz verliehen wurde. Der Entschluß des Zentralbankrates dürfte darauf zurückzuführen sein, dag 1. die Jahresabschlüsse der Banken eine außerordentliche Liquidität zeigten; 2. die Geldanlage in festverzinslichen Pa- pieren reizvoller ausgestattet werden soll; 3. die Wirtschaftsentwicklung auf derar- tige innere Stabilität schließen läßt, daß es geraten schien, auf die Zinssätze, die vor der Koreakrise galten, zurückzugehen. Zwisckengeschaltet Bekanntlich hat die Koreakrise eine Auf- blähung der Nachfrage nach Krediten aus- gelöst. Die durch die damaligen politischen Ereignisse ausgelöste Kaufwelle schuf aku- ten Geldmangel. Flugs würde der Diskontf- satz auf 5 Prozent heraufgesetzt. das Geld- ausleihen somit dadurch schwerer gemacht. Die Befürchtung, daß Wirtschaftliche Schrumpfung infolge Kreditmangels ein- träte, war nicht akut, denn die weltpoliti- schen Ereignisse deuteten auf ausreichende Beschäftigungs möglichkeiten. Am 21. August 1952 schien diese Entwicklung überwunden und der Zentralbankrat entschloß sich, den Diskontsatz auf 4,5 Prozent zu senken. Be- gründung: Der Zentralbankrat sei bemüht, die theoretisch scharfe Trennung zwischen Geld- und Kapitalmarkt praktisch zu über- winden, d. h. die vorhandene Flüssigkeit des Geldmarktes auf den Kapitalmarkt um- zudirigieren. Die Verzinsung von Tagesgeld lag zu diesem Zeitpunkt bereits unter dem offiziellen Diskontsatz. Billigłeitsgrunde, nicht Politik des leichten Geldes Aus Bankkreisen verlautet, daß Tagesgeld zum Ultimo 1952— der übrigens eine be- achtliche Versteifung aufwies— 4% bis 5% kostete, also noch über dem bisherigen Dis- kontsatz von 4½% lag. Diese Erscheinung scheint der Zentral- bankrat als saisonale Geldmarktentwicklung achtlos übergangen zu haben. Vielleicht lag ihm auch daran, das flktive Zinsgefüge durch Senkung des Diskontsatzes ins Gleichgewicht zu bringen. Ausschlaggebend dürfte jedoch kür die Entscheidung des Zentralbankrates die bewiesene innere Stabilität der Wirt- schaft gewesen sein. Ohne den bereits in vergangenen Jahrzehnten leidvoll? durch- exerzierten Weg des leichten Geldes zu beschreiten, wurde also aus Billigkeits- gründen der diskontpolitische Hebel zu einer Senkung des Satzes bemüht. Am Renten- und Aktienmarkt dürfte es nun eine Hausse geben. Besonders der Ren- tenmarkt, der ja gegenwärtig den öffent- lichen Kreditnehmern sehr am Herzen liegt, wird wahrscheinlich Auftrieb erhalten. Das schon deswegen, weil die öffentlichen An- lagen ja steuerfrei sind. Die leidtragenden Sparkassen Die Ertragslage des Kreditgewerbes ver- trägt keine in die Waagschale fallende Ver- änderung der Haben- Zinsen. Das schon des- wegen nicht, weil die Diskontsatzermäßigung (um /) in ihren renditären Auswirkungen nicht durch die Verminderung der Mindest- reservesätze(um o bis io) aufgewogen wird. Durch die neuerliche Diskontsatzsen- Kung werden also die direkten. auf Spar- Konten fließenden Gelder betroffen. Sie sind — soweit es sich nicht um steuerbegünstigtes oder um Prämiensparen handelt— steuer- pflichtig und können nicht mit den Anlagen am Wertpapiermarkt. am wenigsten mit den steuerfreien Anlagen am Rentenmarkt kon- Kurrieren, Das ist der Haken am Kreuze, den dieser Beschluß des Zentrelbenkrates dem deutschen Kapitalmarkt zweifellos bescherte. Es wird nunmehr Aufgabe des Zentralbank rates sein, die sich daraus ergebenden Här- ten zu lindern. Denn ein Kapitalmarkt, an dem die Sparkassen nicht teilhaben. ist eben Weder nur ein Torso. F. O. Weber der Versicherungsträger bereiterklärt, das Fremdrentengesetz, das soeben vom Bun- deskabinett dem Bundesrat zur Beschluß- fassung zugeleitet wurde, voll zu kinan- zieren. Dafür sind jährlich 290 Millionen DM. nötig. Der Bundesfinanzminister be- gründet seine Auffassung außer mit dem notwendigen Ausgleich der Bundeshaus halte 1952 bis 1955 mit dem hohen Ein- nahmestand der Bundesanstalt für Arbeits- vermittlung und Arbeitslosen versicherung Sowie der Sozialversicherungsträger. ES SeE1 keine unmbillige Forderung. erst für die Dek kung des Bundeshaushaltes beizutragen und es sei nicht zu verantworten, wenn Mil- lionenbeträge an die Versicherungsträger in bar gingen, während der Bund seinen Ver- pklichtungen nicht nachkommen könne. Voreiliges Schweden kann nur bedauern (U) Vertreter der Bundesregierung er- örtern zur Zeit in Stockholm mit schwedi-⸗ schen Sachverständigen Fragen der Behand- lung von deutschen Vermögen in Schweden und umgekehrt von schwedischen Vermö- genswerten in der Bundesrepublik Die Be- sprechungen finden auf Ersuchen der schwedischen Regierung statt. Die Schweden wollen, wie am 7. Januar in Bonn bekannt wurde, vor allem Vergün- stigungen bei der Heranziehung von schwe- dischen Vermögen in der Bundesrepublik zum Lastenausgleich erreichen. Es wird darauf hingewiesen, daß Schwei⸗ zer Staatsangehörigen, die Vermögen in der Bundesrepublik haben, zwar durch die Kürzlich abgeschlossenen Abkommen weit⸗ gehend von Lastenausgleichabgaben befreit würden. Die Schweizer Vertragspartner selen dafür bei der Freigabe der deutschen Vermögen in der Schweiz und bei der Re- gelung der deutschen Schulden gegenüber der Schweiz sehr entgegengekommen. Den Schweden werde es schwer fallen, ähnliche Gegenleistungen für die Befreiung vom Lastenausgleich anzubieten, da das deutsche Vermögen in Schweden schon zum größten Teil liquidiert wurde und der Liquidations- erlös teilweise schwedischen Gläubigern des ehemaligen Deutschen Reiches zugeflos- sen sei. Hermes- Garantiefonds verdreifachen (Hi.) Auf der turnusmäßigen Sitzung des ministeriellen Garantieausschusses wurde er- neut geprüft, wie nach dem Fall Brasilien das Konvertierungs- und Transferrisiko abge- deckt werden kann. Es läßt sich noch nicht sagen, wie die neuen Geschäfte mit Brasilien abgewickelt werden sollen. Jedoch wird ver- mutlich der Initiativgesetzentwurf der großen Parteien des Bundestages„über die Regelung von Zahlungsverpflichtungen aus Zahlungs- abkommen“ in dieser Form nicht zum Zuge kommen, da der Bundesfinanzminister da- gegen Bedenken erhoben hat, zumal eine Deckungsvorlage in dem Antrag nicht enthal- ten ist. 8 5 5 An seine Stelle wird deshalb mit aller Wahr scheinlichkeit eine Bundesgarantie über die Hermes-Ausführ-Rredif-AG. kreten, wo- bel wie gemeldet, der Bündesgarantiefonds bei Hermes um 1,1 Milliarden DM auf 3,5 Mil- liarden DM, erhöht werden soll. Zuständige Bonner Stellen betonen in diesem Zusam- menhange, daß eine Wiederholung des Bra- silienfalles durch weitere Sicherungsmagnah- men ausgeschlossen bleibe. K URZNACANRRICHIEN K. Feuchter& Co. KG., Karlsruhe, aufgelöst und von Commerz-Bank übernommen Die Commerz- und Credit-Bank Aktiengesell- schaft Frankfurt a. M. hat ihre bisherige Kom- mandite, das Bankgeschäft K. Feuchter& Co. KG., Karlsruhe, mit Wirkung vom 2. Januar 1953 nach Auflösung der Kommanditgesellschaft mit allen in der Bilanz per 31. Dezember 1952 ausge- Wiesenen Aktiven und Passiven übernommen, um es als eigene Filiale Karlsruhe weiterzuführen. Das Bankgeschäft K. Feuchter& Co. wurde am 20. Januar 1939 von dem Kaufmann Kari Feuchter und dem Steuerberater Paul Lenz ge- Sründet. Nach dem Ausscheiden des Mitgründers Feuchter 1943 und dem Tod des anschliegenden Alleininhabers Paul Lenz im Jahre 1944 wurde das Geschäft durch die Kinder des Letzteren, die Geschwister Käthe und Adolf Lenz, weiter geführt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1950 wurde die Firma durch Eintritt des Bankvereins für Württemberg-Baden, Stuttgart, der selbst am 25. September 1952 in der Commerz- und Credit- Bank Aktiengesellschaft aufging, in eine Kom- manditgesellschaft umgewandelt. Zum Leiter der neuen Filiale Karlsruhe der Commerz und Credit-Bank Aktiengesellschatt wurde Herr Direktor Hans Gerke, bisher Mitlei- bis 80. ter der Filiale Mannheim desselben Instituts, be- stimmt. Bilanz der Walzstahl-Fertigerzeugnisse (D) 1952 erreichte die Herstellung von Walz- stahlfertigerzeugnissen in der Bundesrepublik nach Angaben der Außenstelle Düsseldorf des Statistischen Bundesamtes 10 693 982 Tonnen ge- Senüber 9,36 Millionen Tonnen 1931 und 8,67 MI lionen Tonnen 1930. Auf Basis 1950= 100 betrug der Produktionsstand 1951 118,6 und 19352 131 Pro- zent. Damit hat sich die stetige Aufwärtsentwick June der letzten Jahre auch 1952 fortgesetzt. Zum Ministerlalrat ernannt g Der Leiter der Abteilung Handel im Bundes- wirtschafts ministerium, Oberregierungsrat Dr. Britsch, wurde zum Ministerialrat ernannt. Marktberichte vom 7. Januar Handschuhsheimer Obst- und Gemüsegrofmarkt CoD) Bei geringer Anfuhr aber guter Nach- Tage erzielten: Tafeläpfel 16-25, dto. Sorte b 10 bis 15; Feldsalat geputzt 160—180; Feldsalat unge- putzt 130—140; Rosenkohl 41—44; Möhren 1112; Knollen- Sellerie 22—23; Forree 2830; Kresse 68 Dann rasch den zuverlässigen wunzelskpp Harnsäure-Tee D 1. 25, ein Rheuma- Gicht- Tec, der das Blut entsãuert und entgiftet, alle Schlacken entfernt, Alleinverkauf für Mannheim: CCC ĩͤ TTT A heuma, Ischias, Gicht? n e 3 n *. Drogerie LIZZ& Schütmelm us. 0 4. 3 . y o — — laskenverlein Tel. 8 14 96 CH 2 3 misscstraße 1 Verschiedenes SchlgEI BER Der weiße Spitz der am 27. 12. verkauft wurde, ist wieder zugelauf. Mhm.-Neckarau, Wingertstraße 14. der Tobsfyab, Beute eintireffend. 3 fielen: 8e 53 blutfrisch lengfisch- Helges fiel dee gg. laut und Gräten, kochenforlig 4 80 Mering. Sugnucklunge aechshepinge Stöck 21 Schmidt, . rainspin hne Kopf 5 0. e Fiir. 2— 1.00 undd außerdem noch 3% Robot: 5 2 in Sparmarken 6 Faschings- Kostümverleih. Roth. Seckenheimer Str. 78, Tel. 4 39 88. 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Januar wird in Belgien erneut ein Prozeß um die Vermeer-Fälschungen des holländischen Meisterfälschers Han van Meergeren stattfinden. Der holländische Sammler D. G. van Beuningen will von dem belgischen Sachverständigen Dr. P. B. Core: mans 100 000 belgische Francs Schaden- ersatz einklagen, weil Coremens seinerzeit vor Gericht und später in seinem Buch „Van Meergeren fälschte Vermeers und de Hoogs“ auch ein in van Beuningens Besitz befindliches„Abendmahl“ im Stile Ver- meers als Fälschung bezeichnet hat. Denn entgegen dem durch das Geständnis des Fälschers bestätigten Sachverständigenbe- kund behauptet der Sammler, daß sein „Abendmahl! sowie die vom Rotterdamer Boymans-Museum angekauften„Emmaus- jünger echte Werke des Delfter Meisters seien. Schon die Persönlichkeiten der beiden Kontrahenten sichern diesem Prozeß die Anteinahme der gesamten Kunstwelt. Van Berningen ist einer der letzten Repräsen- tenten jener großzügigen und heute aus- sterbenden Sammlergeneration, deren Ahnentafel Namen wie Morgan, Widener. Mellon und Gulbenkian verzeichnet. Aber auch ein erfahrener Sammler kann sich irren. Nachdem er 1939 bereits einen gefälschten de Hoogh van Meegerens für 290 000 Gulden erworben hatte, kaufte van Benningen 1940 für 550 000 Gulden einen als Vorstudie für eine Abendmahlsdarstel- lung im Stile Vermeers gemalten„Christus- kopf,. Ein Jahr darauf hatte van Meegeren das großformatige„Letzte Abendmahl“ voll- endet. Es wurde wiederum van Beuningen Arigeboten, der sich jedoch schon derart ver- ausgabt hatte, daß er den vermittelnden Kuisthändler Hoogendijk bat, den„Chri- stuskopf“ sowie einige weitere Objekte aus seiner Sammlung in Zahlung 2u nehmen. Der Handel kam zustande. Van Beuningen Pezahlte für das„Abendmahl“ 1 600 000 Gulden, Hoogendijk übernahm den„Chri- Stuskopf,. Er hat inn heute noch. Als Persönlichkeit ist Dr. Coremans Sei- nem Widersacher durchaus ebenbürtig. Der Direktor des Zentrallaboratoriums der bel- gischen Museen vertritt jenen sachlichen Jnangenehme Geschichte Ein Versprechen soll man nRalten. Darüber gibt es, unter anständigen Leuten, gar nichts 2u diskutieren. Also: Obacht bei Versprechun- en! 5 Herr A, wie wir ihn der Bequemlichkeit halber nennen wollen, stieg in die Straßen- bahn, sah erfreut, daß noch ein Platz frei war, setzte sich darauf und fand das Leben angenehm. Als er aufsah, blickte er einem Herrn ins Gesickt, zu dem er vor einigen Wochen gesagt hatte:„Wenn ich Sie mal irgendwo erwische, haue ich Ihnen glatt eins hinter die Ohren. Darauf können Sie Gift neh- men“ Worauf der andere(namens B) keines- wegs Gift genommen, sondern zuruckgeschrien Ratte:„Vorker kriegen Sie von mir eine ge- wischt!“ So war es vereinbart worden. s Wun saß also Herr à Herrn B gegenüber und hätte inm eins hinter die Ohren hauen miesen. In einer Straßenbahn voller wohl er- zogener und wohl angezogener Leute. Die Köpfe der Herren A und B pendelten im gleichen Takt, den die hastende Straßen- bahn angab. Mitunter sah es dus, als nickten sie einander wohlwollend zu. Beiden war in- dessen nicht zum Nicken zu Mute. Beide starrten angestrengt und tief versun- ken ins Leere. Der eine ein bißchen mehr nach Unks, der andere ein bißchen mehr nach rechts. Beide sehnten sich mit aller Inbrunst nach einer möglichst großen Zeitung, hinter der sie sich bergen leonnten. Beide hatten nicht die geringste Lust, die Hand sum Schlage zu erheben, aber sie wußten es leider nicht von einander. Sie waren durch ihr Ver- sprechen gebunden. Unaufnaltsam näherte sick die Straßenbahn der Station, an der Herr B(der nicht Gift genommen hatte) aussteigen mußte. Aussteigen dedeutet erst einmal: Aufstehen. Der kritischste Augenblic nahte. Herr B erhob sich, tief in Gedanken. In diesem Moment bremste die Bahn scharf und warf den, der nicht Gift genommen hatte, dem, der es ihm empfohlen hatte, auf den Schoß. Zwei höfliche Herren griffen überrascht und mit vielen Verbeugungen an den Hut: Typ des modernen Kunstexperten, der sich nacht nur auf seine Kenntnisse und sein Auge verläßt, sondern sich außerdem der exakten Natur wissenschaften bedient. So ist es ihm vor allem mit den Mitteln der Rönt- genographie und der Mikrochemie gelungen, auch unter den heute wieder als echt dekla- rierten„Vermeers“ verräterische Unterma- lungen und in ihren Farben außer einem erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ent- deckten Kunstharz noch gewisse Verun- reinigungen festzustellen, die auf van Mee- gerens Atelier als Herkunftsort der Bilder Rinwiesen. Aus diesen und zahlreichen an- deren Untersuchungen resultierte schließlich das vom Dr. Coremans und sechs weiteren Experten unterzeichnete gerichtliche Gut- achten, nach dem die Gemälde zeitgenössi- schen Ursprungs sind und„Arbeiten FH. A. van Meegerens sein können“. Ein anderer belgischer Sachverständiger, Jean Decoen, widersprach diesem Befund je- doch schon vor etwa drei Jahren und er- klärte, van Meegeren hätte aus Ruhmsucht gelogen, als er behauptete, auch die Emmaus- jünger“ und das„Abendmahl“ gefälscht zu haben. Auf einen derartigen Protest hatte van Beuningen offenbar nur gewartet, um seinen kostbaren„Vermeer“ zu rehabilitie- ren und den durch das Geständnis des Fäl- schers erlittenen Millionenverlust wieder rückgängig zu machen. Jedenfalls bemühte er sich fortan um eine Wiederaufnahme des „Prozesses van Meegeren“, die er jetzt auch weitgehend erreicht hat. Ob es ihm aller- dirigs gelingen wird, sich gegen die„Kron- zeugen Röntgenstrahlen und Mikrochemie durchzusetzen, erscheint einigermaßen frag- lich. Karl Graak. Bernhard Heiliger: Entwurf eines Mahn- mals för den unbe- kannten politischen Gefangenen Das mit dem Preis der Bundesregierung ausge- zeichnete Modell(im Hin- tergrund der zeichnerische. Entwurf) eines Mahnmals für den unbekannten po- litischen Gefangenen des Berliner Bildhauers Bern- hard Heiliger.(Wir be- richteten über die Ber- liner Ausstellung am 5. Januar 1953.) Familienleben bei Senqtspräsidentens Oder: Mössen Thedterstücke so sein? Pistole in die Hand:„Sohn, bete, und du, Weib. schieß! Triffst du ihn. ist er schuldig, fehlst du ihn, hast du gefehlt!“ Das Licht geht aus und es knallt.„Vati ist getroffen“, ruft Leo und das Licht geht wieder an. Aber der Senatspräsident steht wie eine Eiche und puhlt die Kugel aus seiner Taschenuhr, in der sie steckengeblieben ist. Noch gut ab- gegangen! Aber nicht genug des grausamen Spiels beflehlt der alte Münzenmaier seinem Chauffeur, den Sohn nackt ans Steuer des Mercedes zu binden, eine Zündschnur in den offenen Benzintank zu legen und den Wa- gen die abschüssige Straße von der Villa in die Stadt hinab rasen zu lassen. Frau Mün- zenmaier soll Augenzeugin sein und wird zu diesem Zweck ans Fensterkreuz gebunden. Der Wagen rast los, explodiert. überschlägt sich. Leo wird heraus geschleudert,. der Wa- gen kommt wieder auf die Räder. er brennt, Leo wird geschleift und fängt zu allem Un- glück noch Feuer. Kurz darauf wird ein ver- Kohlter Leichnam auf den Smyrna im Salon Münzenmaiers haben Familiensorgen. Der Senatspräsident hat einen fast erwachsenen, Sportbegeisterten Sohn namens Leopold mit in die zweite Ehe gebracht. Frau Senats- präsident leidet an einer schweren Neurose, wodurch sie zum Schrecken und zum Gespött des Personals wird. Eines schönen Tages sitzt die Familie beim Mittagessen. Münzenmaier unterhält Frau und Sohn mit seiner Lieb- lingsbeschäftigung: er gibt ihnen Rätsel auf. Leo gibt dabei eine unziemliche Antwort. Zur Strafe nimmt ihn der Vater nicht zum Kegelabend mit, flüstert ihm aber beiseite zu. er komme heute früher nach Hause, um Mutti eine Freude zu machen. Während diese mit dem Stiefsohn allein ist. macht sie ihm ein Geständnis. Sie simuliere ihre Neurose nur, damit sie der ungeliebte Präsident nicht begehre. Denn sie liebe nicht Vati. sondern ihn, Leopolden. Frau Senatspräsident wird dem Stiefsohn gegenüber in ihren Forderun- gen deutlich und benimmt sich ziemlich un- ziemlich. Der Junge ist verzweifelt. Er will Zeit gewinnen, bis Vati kommt. Deshalb tut er so, als wolle er die Wünsche der liebes tol- len Stiefmutter erfüllen, verlangt aber von ihr allerlei Vorbereitungen. Sie muß Blu- men ins Schlafzimmer streuen. Parfüm zer- stäuben, eine Flasche Sekt aus dem Keller holen, ihm das Getränk servieren und dabei re Liebe in Hexameter fassen. Der Senats- präsident kommt in dem Augenblick zurück, in dem seine Frau Leopolden verzückt an- stammelt und ihm erklärt, jetzt nicht länger warten zu können. Vati bezieht— beiseite — diese Worte auf sich und ist außer sich vor Freude, weil er es als ein Zeichen be- trachtet, daß seine Frau das seelische Trauma überwunden hat. Rasch zieht er sich mit ihr zurück. Am anderen Morgen läßt Frau Senats- präsident ihren Gatten schwören. ihr einen Wunsch zu erfüllen. Der begüterte Präsident meint, es handle sich um einen Nerz oder um eine Schnur Perlen. Aber Frau Präsident verlangt den Kopf Leopoldens. Hier kann doch was nicht stimmen, denkt Münzenmaier und läßt seinen Sohn holen. um ihn mit der Stiefmutter zu konfrontieren. Zur Sicherheit läßt er die beiden an eine Türklinke binden. In blindem Zorn droht er, ein paar Kanister Benzin in den Salon zu schütten und die Familie zu verbrennen. Leopold:„Mach mit mir, was du willst, aber laß mich nicht mit der da zusammen sterben.“ Das ärgert die Präsidentin und sie erklärt ihrem Mann, Kritik Max Halbe kam einmal verspätet und voll Zorn zum Münchener Künstlerstamm- tisch„Krokodil“, welcher der„Pflege und Züchtigung junger Krokodile“ diente und heute noch unter dem Präsidium des Thea- terprofessors Artur Kutscher regelmäßig tagt. Warum er denn so enragiert sei, fragte ihn sein Freund Wedekind.„Denk' bloß— meine kleine Tochter hat ein Manuskript von mir zerissen“, klagte Halbe. Boshaft fragte Wedekind:„Ja, kann sie denn schon lesen?“ 3 gelegt. Frau Münzenmaier bricht über ihm zusammen und erklärt dem Toten noch ein- mal ihre Liebe. Das ist dem Gatten doch zu bunt und er erwürgt sie von hinten. Da kommt auch schon der Senat ins Zimmer. der von dem Familienunglück gehört hat, kondoliert dem Präsidenten und spricht ihm sein Vertrauen aus. Aber der hat keine Lust mehr an der Arbeit.„ Präsidiert euch selbst — macht euren Dreck alleene!“ ruft er ihnen zu und geht. Ins Dunkel. Diese Schauermär, mit der verglichen jeder Gangsterfilm ein Rilkegedicht,. Sartres ehrbare Dirne eine Heilsarmeeschwester und Mit dem Unterschied nur. daß der Senats- präsident Theseus, seine Frau Phädra und sein Sohn Hippolyt heißen, daß der Mercedes ein Pferd, der Kegelabend eine Jagd und die Kugel ein Pfeil ist. Aber weil das Schauspiel in kreuzweis geschnürten Sandalen. also in der Antike spielt, schreit niemand Zeter und Mordio, droht kein Kulturausschuß mit Strei- chung der Subventionen. protestiert kein Gesellenverein und ertönt kein Ruf nach dem Schmutz- und Schundgesetz. Denn alles, Was vor dem Jahr Null passiert ist, scheint unter eine Art moralischer Weihnachts- amnestie zu fallen. Man mißverstehe mich nicht: ich bin über die Renaissance antiker Dramenstoffe, die wie bei einem Totalausverkauf in den letz- ten Spielzeiten das deutsche Theater über- fluteten, nicht sittlich entrüstet. Ich frage mich nur, warum unsere zeitgenössischen Autoren solche Stoffe brauchen, um damit dichterisches Zeugnis über das Edle, das Wahre, das Gute und das Schöne abzulegen, Wie das Programmheft die Neufassung vor- christlicher Familiengreuel so schön be- gründet. Da schläft der Sohn mit der Mut- ter und der Vater mit der Tochter. Da er- sticht die teure Gattin den aus der Gefan- genschaft heimkehrenden Gatten im Bad. Da treibt Gott Jupiter den verruchtesten Mummenschanz, um braven Erdenmännern göttliche Hörner aufzusetzen. Da sezt ein König dem anderen die eigenen Zwillinge ini Rahmsauce vor und frage beuchlerisch: „Hat Euch das Mahl gemundet?“ Und ver- wundert fragt sich das naive Publikum: warum darf Sartre von einigen staatlich subventionierten Theatern nicht gespielt werden? Weshalb verlangt in einer süd- deutschen Großstadt die Frau des Oberbür- germeisters, daß eine Ofkenbach-Operette so lange vom Spielplan abgesetzt wird, bis die Röcke der Tänzerinnen um zehn Zenti- meter verlängert sind? Weshalb traut man sich nicht,„Endstation Sehnsucht“ zu spie- len, während man an antiken Familien- greueln, wenn sie noch 80 abstoßend sind, aber mit stiller Einfalt und edler Größe in fünffüßige Jamben gepreßt wurden, für das prüdeste Publikum und den beschränk- testen Kulturausschuß keinen Anstoß nimmt. Und warum brauchen unsere dichtenden Altakademiker solch starken Tobak, um uris zeigen zu können, was ihnen auf dem Her- zen brenrit? 1 Heraus Koltor-Chronik date: Die Leitung des Wiener Theaters am Pa Chefred ring hat ein Angebot des französischen D. Stellv.; matikers Jean Paul Sartre abgelehnt, Dr. E. Stück„Der Teufel und der liebe Gott“ t weber; liemenfrei aufzuführen und von der vog Lokal: sehenen Aufführung seines Stückes J pr. F. V schmutzigen Hände“ abzusehen, aus gruß E. Schu sätzlichen Erwägungen abgelehnt. Sartre h kti schon im vergangenen Jahr gegen die bes redakktt sichtigte Aufführung der»Schmutzt 0. Gent Hände“, deren Rechte das Parkringthes Main-B Vom Züricher Europaverlag erworben ha munale Einspruch erhoben. Das antikommunistig Mannhe Drama sollte ursprünglich im Dezem Nr. 800 während des„Völkerkongresses für den fn den“ in Wien herauskommen. Mit dem Lustspiel„D'r Schagob het d' einer Umdichtung von Molieres„Eingebil 8. Jahr Kranken“ in alemannischer Mundart aus Feder des Heimatschriftstellers Dr. Fritz M. wurde am Samstagabend das Alemann, Theater Kehl, das seit dem Krieg geschlos war, wiedereröffnet. Das Theater plickt eine jahrzehntelange Tradition zurück. DU erfolgreiche Gastspiele hat es im südwestde schen Raum einen guten Namen erworben.. Ber Eröffnungspremiere war auch von vielen Bürger sässern aus dem benachbarten Straßbuf am Do Gebiet besucht. In der Inszenierung netenh Ludwig Haag fand sie stürmischen Beifa ten ge. Generalmusikdirektor Erich Kleiber hat; kassbg vergangenen Wochenende die Sowjetzone m das B. einem etwa dreiwöchigen Gastspiel verlas deutscl ohne eine ständige vertragliche Bindung 1 Berlin den Sowietbehörden eingegangen zu sein. leugne dpa berichtet, hat sich der Dirigent trotz Bezieh an ihn gerichteten dringenden Ersuchen ff deutscl render Sowjetzonenfunktionäre bisher nl 8 entschlossen, die ihm angetragene Leitung Somit, Ostberliner Staatsoper zu übernehmen. Es die Re lediglich vorgesehen, daß er voraussicht jeder im Dezember dieses Jahres wieder zu Gd republ spielen nach Ostberlin kommen solle. Lände: Ein„Neunter internationaler Musikw mende bewerb“ wird in Genf in der Zeit vom 21.. müsse tember bis 4. Oktober 1953 stattfinden und stanz Gruppen Gesang, Klavier, Cello, Streichqu nungs tett, Klarinette und Fagott umfassen. und B werden— mit Anmeldeschluß am 15. Jul a junge Künstler aller Länder im Alter von 8 bis 30 Jahren aufgerufen. Prospekte mit d Reu Reglement und dem Programm werden ese Sekretariat des Musikwettbewerbs, Genf, d liner 8 servatoire de Musique, versandt. missios Die Fiimbewertungsstelle der Länder eiten nach einem Bericht im Bundesanzeiger em eine Reihe von Filmen ausgezeichnet. Das. Vorlä dikat„besonders wertvoll“ wurde dem 8p Sud Sees aes. R film Die große Versuchung“ und dem Kull über fim„Vom Werdegang des Schreibens“ Kar „Am Feuerstrom des Eisens“ verliehen. ministe Der amerikanische Dichter, Biograph u] daß wð. Publizist Carl Sandburg beging am Diens ſassun seinen 75. Geburtstag. 115 Ve Der Kunsthistoriker Dr. Walter Stengel Grund! zum 1. Januar 1953 von seinem Posten Gesetz Direktor des märkischen Museums in Osth 800 5 lin nach 25jähriger Tätigkeit zurückgetref Sete Der 70 Jahre alte Gelehrte will„seinen Ru ständie stand im Kreise seiner Familie genießen“ zu Les Architekt Karl Augustinus Bieber, der bei de: her die Fachklasse für handwerkliche und lenden dustrielle Form an der Werkkunstsd sel. Braunschweig geleitet hat, ist vom Senat Freien Hansestadt Bremen zum Leiter Di Staatlichen Kunstschule Bremen berufen den. Er übernimmt dieses Amt am 1. Febr. Die hessische Landesregierung hat, Bot Sammlung von Musikhandschriften Noten! der Korrespondenz) der deutschen Kompond Dr. A von Bach bis Richard Strauß erstanden, Vorsite Sammlung befand sich bisher im Besitz Donne aus Leipzig stammenden Musikverlags Bx fische kopf& Härtel, der sie verkaufte, um eingeg Wiederaufbau seines Hauses in der Bund 1 republik weiter zu finanzieren. Die hesss e Regierung beabsichtigt, die Dokumente Bun Oeffentlichkeit zugängig zu machen. Schon! nne anderthalb Jahren bot der Verlag die Sam 2 lung öffentlich zum Verkauf an. Damals nicht. hinderte der Bundespräsident durch Verm Politik lung eines Kredits, daß die wertvollen Do Sicht mente in die Hände zahlungskräftiger aus Entwie discher Kaufinteressenten gelangten. Sätze Wilhelm Furtwängler, der nach seiner J nis zu dergenesung zur Zeit mit den Berliner F allen harmonikern eine Tournee durch die Bun könnte republik unternimmt, wird am Sonntag,“ Die 18. Januar, 19.30 Uhr, im Musensaal des Ma ten, heimer Rosengartens gastieren. Das Progras Ollenb enthält die erste Symphonie von Beethd enttä und von Furtwängler die zweite Sympfe Gesch e-moll. Mit diesem Mannheimer Gastspiel 10 3 Wilhelm Furtwängler zum ersten Male 18 Jahren wieder in die Stadt zurück, die anläßlich des 150ährigen Jubiläums des Nu nd-L naltheaters im Jahre 1929 das Ehrenburg eme recht verliehen hat. des S Die Mannheimer Pianistin Doris Roth spielte mit schönem Erfolg in einem So Schade, daß man sich erst jetzt bemerkte! Und. l. 175 5. i 3 schade, 575 Herr 8 8 aussteigen mußte, Leopold habe sie vergewaltigt. Der Präsident Tennessee Williams Dramen Erbauungslitera- Sicher: Goethe hat eine Iphigenie und konzert der Hofer Symphoniker in Hof einen Mun denn Eine recht schöne Empfehlung an ist sprach- und ratlos. Er läßt seiner Frau tur sind. ist der Inhalt eines Theaterstücks, Grillparzer eine Medea geschrieben. Die Solopart des Konzerts für Klavier und Darin cke Gattin! Hans Joachim Schneider die Augen verbinden und drückt ihr eine das in unseren Pagen uraufgeführt wurde. beiden waren aber auch Dichter. Hans Bayer chester von T. Szeligowski. halten —— Nein besser FRANZ WERF El. tete das erstemal in ihrem Leben ein Auto- taxi. Dieser Leichtsinn war nicht nur das Sinnbild des Verzichtes, sondern durfte schon als ein Anzeichen der moralischen Auflösung gelten, die dem Zusammenbruch des Planes folgte. Am nächsten Tage jedoch stand sie wie- der in derselben Straße, sie wußte nicht Warum. Diesmal aber fiel es ihr wie Schup- pen von den Augen und sie wunderte sich, Wo sie gestern diese ihre scharfen Augen gehabt hatte. Mit goldenen Balkenletfern copyright by S. Fischer Verlag. Frankfurt starrte Teta der Name„Karel Fasching“ 20. Fortsetzung Teta z0g eine Münze hervor und drückte sie dem Hausmeister in die Hand. Die Hand schloß sich mechanisch um das Geldstück, der Mann aber schiens nicht zur Kenntnis Er wurde um keinen Strich zu nehmen. freundlicher. Teta fragte schmeichlerisch: „Könnt' ich von dem Herrn vielleicht doch die neue Wohnung erfahren, es ist sehr wichtig, wenn ich bittlich sein Gar! „Geh'n Sie auf die Polizei“, riet der ein- silbige Torhüter einer nicht weniger ein- an, und zwar vom Ladenschild einer Spe- zerei- und Delikatessenhandlung, die sich in dem Hause befand, wo sie den gleich- namigen Baumeister gestern gesucht hatte. Zagenden Fußes trat sie in das Geschäft. Ein scharfes Glöckchen an der Tür bimmelte ihr warnend ins Ohr. Der Inhaber hatte ein winziges Schnurrbärtchen und einen ge- waltigen Bauch, mit dem er den Ladentisch vor sich herzudrängen schien. Sein Bariton empfing die Kundin melodisch: „Kompliment, Madame, wollen ein Nacht- mahl kaufen.. Ganz frischer Schinken, ich Wand und überlegte, ob's nicht am besten sei, mit dem nächsten Zuge heimzufahren. Unübersteigbare Wälle lagen zwischen ihr und dem Neffen, und sie hatte bei der Er- richtung dieser Wälle mit eigener Hand mit- geholfen. War's nicht an der Zeit, die Partie verloren zu geben und Gottes strenges Ur- teil geduldig abzuwarten? In diesem Sinne klang das Wort Polizei auf. Sie wußte wohl, daß es bei der Polizei überall Adressen- Amter gibt, wo man den Aufenthaltsort jedes Stadtbürgers erfragen kann. Hatte aber der gestrenge Hausmeister einer Kalt- schnäuzigen Baulichkeit nicht die andere urid gefährlichere Bedeutung des Wortes Polizei durchtönen lassen? Vielleicht war der Neffe mehr als nur ein Religionsfrevler, gegen den ein Verfahren bei der göttlichen Gerechtigkeit anhängig War. Vielleicht war er einer von jenen Leuten, für welche die Polizei ein warmes Interesse hegte, und sie, die verantwortliche Anverwandte, würde bei einer Nachfrage in die schlimme Geschichte mitverwickelt werden. Wer konnte ange- sichts solcher Möglichkeiten einen Gang auf die Polizei wagen? Wahrhaftig, es gab nichts anderes mehr, als sich abfinden, verzicht- ten, heimkehren, den großen Lebensplan fahren lassen für immer. Auf der Straße konnte Teta kaum mehr vorwärts. Sie mie- silbigen Wohnmaschine und kehrte sich ab. Auch dieses bedenkliche Wort„Polizei“ be- deutete nur einen neuen dumpfen Schlag. Teta aber grübelte jetzt nicht länger nach, sondern eilte mit einem breit auseinander- gezerrten Gesicht die alte Straße entlang, ein paar Häuser weiter, bis zu jener Haus- nummer, wo sich, dem seinerzeit empfange- nen Voranschlag gemäß, die Baufirma Karel Fasching befinden mußte. Dahin hatte sie vor wenigen Wochen bare fünf Hunderter durch die Wiener Bank anweisen lassen. In einem dunklen Hausflur holte sie ihre ver- bogene Stahlbrille hervor und las mit fle- berhaftem Eifer die Tafel der Wohnpartien voti vorn nach hinten und von oben bis unten. Keine Spur eines Architekten Karel Fasching. Da lehnte sie sich kraftlos an die schneid ihn an für die Dame Pracht- volles Oster wetter dieses Jahr, dafür wirds Madame ist ein schlechter Mai werden. fremd in der Gegend. „Also vielleicht zehn Deka Schinken“, murmelte Teta verlegen. 7 Der Kôloß wetzte zwei lange schmale Messer aneinander: „Bei mir gibts keine Maschinen“, be- kannte er„alles Handarbeit bei mir. Ich machs mit dem Gefühl, es schmeckt besser.“ Teta senkte ein wenig den Kopf und ihre Stimme klang unsicher: „Und der Herr ist der Herr Fasching selbst“, fragte sie leise. Der Mann mit dem Bauch schnaufte tief: „Zu dienen, Madame Ich bin mein eigenes Personal... Allein gehts besser, das war immer meine Lebensanschauung..“ Teta lächelte zuvorkommend, als teile sie vollkommen diese Ueber zeugung: „Aber in dem Haus hier wohnt noch der Herr Architekt Fasching, nicht wahr, ein Verwandter von dem Herrn Fasching, der Herr Bruder sicher Herr Fasching hielt betroffen im Wetzen inne und erklärte sonor: „Irrtum, die Dame.. Ich steh allein in der Welt, wie Sie mich hier sehen.. Kein Weib, kein Kind, kein Bruder, keine Schwe- ster, ein geprüfter Junggeselle.. Nur einen Neffen zweiten Grades habe ich in Chikago, es ist der letzte Fasching in dieser Welt neben mir Nach diesem Bekenntnis spitzte der Fein- kosthändler seine wulstigen Lippen, als wolle er sich eins dazu pfeifen. Teta aber wandte den Kopf weg und flüsterte: „Also den Herrn Architekten Fasching gibts gar nicht hier im Haus. Fasching, der das Messer wie einen Cello- bogen schwungvoll über den Schinken glei- ten ließ, sah gestört auf: „Was hat die Dame nur mit diesem Architekten Fasching.. 2 Steht er vielleicht im Traumbüchl...“ Teta hob darauf ihre Stimme und sagte mit abgehackten Silben: „Ich hab mit Erlaubnis ein Geld ge- schickt an den Herrn Architekten Fasching. Ich bin nämlich die Teta Linek aus Wien.“ Er unterbrach sie und legte das Messer hin: „Also Sie sind das, meine liebe Dame, Sie sind das Teta, ohne aufzublicken: „Mein Neffe, der Mojmir Linek, hat mir geschrieben deswegen und hat mir den Plan und die Rechnung vom Herrn Architekten mitgeschickt, da bin ich halt auf die Bank gegangen in Wien wegen der Anzahlung von fünfhundert für die Reparaturen“ „Wollen näher treten, Madame, wenn bitten darf“, schnaufte der Koloß und sd die kleine Teta mit seinem Bauch in el schmalen Nebenraum, der bis zur De mit Weinflaschen und Konservenbüch angefüllt war. Es roch hier modrig n. i Muskatnuß und Essig. Teta mußte 3 einem Schemel Platz nehmen, während der e laut atmende Mann wie ein Gebirge n ihr aufwuchs: 1 „Also Sie sind es, meine Dame, Sie hal bekanr die Angelegenheit geregelt.. Schau ein der At an, die Tante des Herrn Neffen, und se Kas kein Schwindel und sie lebt wirklich lichten da hat er einmal nicht gelogen. Wär dem 1 Geld nicht gekommen, meiner Seel, onder nächsten Tag hätt ich die Strafverfolg 8 einleiten lassen 8 Wegen betrügeris 50] Herauslockungen oder so...“ Titime Littma Teta sah mit zurückgelegtem Kopf n Fasching auf wie ein Mensch, der sich terial! nahe vor einem Turm befindet:„Hat Hanglt Neffe seine Einkäufe bei dem Herrn zur r sching nicht bezahlt“, fragte sie in Exil heimni würd ich gar nicht reden. Ich hab Bel Herz für meine Kunden. Wieviel Hi Schal! frauen der Gegend sind bei mir in hchen Kreide! Ich borg die Ware aufs Büchl Kirche laß das Geld anstehen, ein Jahr lang, we nen nötig ist.. Aber der Herr Neffe, m Nntge Dame, das waren keine gewöhnlichen Sd 2 den, das waren Herauslockungen, bet rische Zusicherungen und so... Ich bin jugosle Alleinstehender Mann ohne e aber Ordnung muß sein und Ehrban und d. muß sein und blöd machen laß Obergescheiten und Gebildeten, von te 3 der Butter genug auf seinem F reichte A chreiß Fortsetzung ii Sir Ol