Perauszeber: Mannheimer Morgen Werlag: Druck: Mannheimer Groß- g druckerei. Verlagsleitung: H. Bauser; Chefredakteur: E. F. von Schilling; Stellv.: Dr. K. Ackermann; Politik: Dr. E. Kobbert; Wirtschaft: F. O. weber; Feuillet.: W. Gilles, K. Heinz; Lokal: M. L. Eberhardt; Kommunal: Dr. F. W. Koch; Sport: H. Schneekloth; Land: C. Serr; Sozialredaktion: 2 Simon; Ludwigshafen: H. Kimpiſs Chet v. D.: O. Gentner. Banken: gu Bank, Rhein.-Main-Bank, städt. 8 Bad. Komm. Landesbank, Bad. samtl. Mannheim. Postsch.-Kto. ruhe Nr. 300 16, Ludwigshafen/ Rh. Nr Mannheimer abhängige Zeitung Badens und der Pfalz Geschäftsstellen: Mannheim, R 1. 66. Telefon 4 41 51-54; Heidelberg, Haupt- straße 45, Tel. 29 37/8(Halb. Tagebl.); Ludwigshafen/ Rh. Amtsstr. 2, Tel. 6 27 68 Bezugspreis: Monatl. 2,80 DM zuzügl. 40 Pf. Trägerlohn. Postbezug 3,20 VM zuzügl. 54 Pi Zustellgebühr. Kreuzband-⸗ bezug 4,.— DM einschl. Porto. Bei Ab- nolung im Verlag oder in den Agen- turen 2,80 DM. Erscheint täglich außer sonntags. Zur Zeit gilt Anzeigenpreis- liste Nr. 11. Anz.-Ltg.: R. Adelmann; Werbg.: C. Faust. Bei Nichterscheinen infolge höh. Gewalt kein Anspruch auf Rückerstatt. des Bezugspreises. Für un- verlangte Manuskr. keinerlei Gewähr e 8. Jahrgang/ Nr. 77 Einzel Mannheimer Morgen Verlagsges. m. b. H., Mannheim, am Marktplatz Mittwoch, 1. April 1933 Die SPD zieht ihren Antrag zurück Unterschrift unter die Vertragsgesetze erst nach verfassungsrechtlicher Klärung Von unserer Bonner Redaktion Bon n. Auf Empfehlung des Parteivorstandes der SPD haben die Prozeßbevollmäch- tigten Dr. Arndt(SPD) und Dr. Re is mann(Föderalistische Union) am Dienstagabend durch ein Telegramm an den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes ihren Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung gegen die Bundesregierung zurückge- z0gen. In dem Telegramm wird dargelegt, daß nach einer klärenden Aussprache zwischen dem Vorsitzenden der SPD, Ollenhauer, und Bundespräsident Heuss die Antrag steller„die Gewißheit gewonnen haben, daß die Ratifizierungsgesetze nicht ausgefertigt werden, bevor das Verfasungsgericht geprüft hat, ob die Verträge mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Die Antragsteller seien dadurch überzeugt worden, daß die unmittelbare Gefahr einer Ausfertigung der Verträge und damit ihrer völkerrechtlichen Wirksamkeit vor Klärung des Verfassungsstreites weggefallen sei, der Weg zur Klärung sei damit ofkengehalten. Durch die von der SPD beantragte einst- weilige Anordnung sollte der Bundesregie- rung untersagt werden, die deutsch- alliier- ter Verträge dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorzulegen, bevor das Bundes- verkassungsgericht darüber entschieden hat, ob die Verträge mit dem Grundgesetz zu vereinbaren sind. Inzwischen hatte die Bun- Ein Schwede wird Nachfolger Trygve Lies Newy Lork.(dpa) Die fünf ständigen Mit- glieder des Sicherheitsrats haben sich am Dienstagabend darauf geeinigt, den Schwe- den Dag Hammar¾skjoeld als Nachfol- ger Trygve Lies für den Posten des General- Sekretärs der UNO vorzuschlagen. Die Einigung in der seit Monaten um- gtrittenen Frage kam bei einer der internen Besprechungen der Vertreter der fünf Grog mächte zustande, die im Sicherheitsrat das Vetorecht haben. An der internen Beratung nahm der sowjetische Chefdelegierte Andrej Wyschinski teil, der kurz vorher zum erstenmal seit seiner Rückkehr aus Moskau das UNO-Gebäude wieder betreten hatte. W eee, Mainz. Zuständige Stellen der Landesregie- rung von Rheinland-Pfalz bezeichneten den Antrag der Föderalistischen Union im Bundes- tag, in der Pfalz einen Volksentscheid über die Rückgliederung an Bayern vorzunehmen, als freichlich naiv“. Nach Artikel 29 des Grund- gesetzes könne der Wunsch nach einem Volks- entscheid nur vom Volk selbst kommen, aber nicht von irgend einer Partei, vor allem nicht von der Bayernpartei, die in der Pfalz nicht einen einzigen Anhänger habe. München. Der im vorigen Jahr in Nürnberg gegründete„Evangelische Volksdienst“ hat nach Rücksprache mit Landesbischof D. Hans Meiser einstimmig beschlossen, seine Tätigkeit als Partei einzustellen. Er will künftig die Ar- beit im Sinne der evangelischen Wähler- gemeinschaft auf Landesbasis fortsetzen. Die Bindung des Volksdienstes an eine einzelne Partei stehe auf Grund der neuesten Entwick- lung nicht mehr zur Diskussion. Prag. Wegen angeblicher„Wühltätigkeit in der Tschechoslowakei und Verbreitung ameri- kanischen Propagandamaterials umstürzleri- scher Tätigkeit staatsfeindlicher Natur“ wur- den von einem Prager Bezirksgericht eine Gruppe leitender Mitglieder der Zeugen Jehovas“ zu Gefängnisstrafen von fünf bis zu achtzehn Jahren verurteilt. Rom. Die italienische Armee verfügt— wie die italienische Nachrichtenagentur“„Ari“ am Dienstag mitteilte— über 2000 Panzerfahr- zeuge der verschiedensten Typen. Bis zum Ende des Jahres 1953 würden die italienischen Landstreitkräfte aus 15 vollausgerüsteten Di- Visionen bestehen. Belgrad. Marschall Tito sagte am Dienstag bei seiner Ankunft in Belgrad, Winston Chur- chill habe ihm in London die feste Zusiche- rung gegeben, daß Großbritannien Jugosla- wien im Fall einer Aggression Hilfe leisten werde.. Lissabon. Sieben ehemalige portugiesische Okkiziere und Zivilpersonen wurden am Diens- tag von einem portugiesischen“ Militärgericht zu Freiheitsstrafen zwischen vier Monaten und vier Jahren verurteilt. Sie waren schuldig ge- prochen worden, sich gegen das Regime des Staatspräsidenten Salazar verschworen und dessen Sturz beabsichtigt zu haben. Moskau. Eine Gruppe von zehn amerikani- schen Journalisten und Rundfunkkommentato- ren ist auf Einladung der sowjetischen Regie- lens am Dienstagabend in Moskau eingetrof- en. Washington. Das Ehepaar Julius und Ethel Rosenberg, das wegen Atomspionage zugunsten der Sowjetunion zum Tode verurteilt wurde, Hat jetzt zum dritten Male an das Oberste Bundesgericht der Vereinigten Staaten appel- liert, um der Hinrichtung zu entgehen. Die beiden Rosenbergs berufen sich darauf, daß sie Auf Grund eines Meineides zum Tode verur- teilt worden seien. Washington. Die vier Bundestagsmitglieder Franz Strauß(CSU), Gerhard Schröder(CDU), Hans von Merkatz DP) und Karl Pfleiderer Fp) wurden am Montag von dem Vorsitzen- den des außenpolitischen Ausschusses, Senator Wiley, dem Plenum des amerikanischen Senats Vorgestellt. Washington. Der neue amerikanische Bot- schafter in Moskau, Charles Bohlen, wurde in Washington auf sein Amt vereidigt. Er wird am Freitag nach Moskau abreisen, wo er spä- testens am 10. April eintreffen wird. Bohlen will sich unterwegs etwa zehn Tage in Paris und in Deutschland aufhalten. New Vork. Der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen hat am Dienstag den Belgier Louis Scheyven zu seinem Präsidenten Sewählt. Von den 18 Nationen, die in dem Rat Vertreten sind, stimmten nur die Sowjetunion, Polen Indien und Schweden gegen den von den Vereinigten Staaten vorgeschlagenen Kan- didaten. Vp/ dpa desregierung erklärt, daß sie die Ratifika- tionsurkunden zu den Verträgen erst hin- terlegen wolle, wenn alle anderen beteilig- ten Staaten dies getan haben. Der Antrag der SPD, der in der ver- gangenen Woche in Karlsruhe gestellt wor- den war, ging im wesentlichen auf Ollen- hauer, Arndt und Heine zurück; er stieß von vorneherein auf heftige Ablehnung bei maßgeblichen Sozialdemokraten, darunter auch Mimisterpräsidenten und Minister der Ländern. Hauptsächlich wurde der Zeit- punkt Kritisiert. Es sei kurz vor der Ab- reise des Bundeskanzlers nach den Ver- einigten Staaten nicht zu vertreten gewesen, den Verfassungsstreit mit ausgesprochen krisenhaften Zügen erneut heraufzube- schwören. Offen blieb in Bonn auch am Dienstagabend die Frage, inwieweit die SPD über den Kabinettsbeschluß unterrichtet Waren, vor der Hinterlegung der Vertrags- urkunden den Karlsruher Spruch abzu- warten. In einer parteiamtlichen Verlautbarung der SPD wird festgestellt, daß die politische Auseinandersetzung über die Verträge wei- tergehe und die Forderung nach einer Ent- scheidung des Bundesverfassungsgerichtes aufrechterhalten werde. Der Bundesparteiausschuß der Deutschen Zentrumspartei in der Föderalistischen Union bedauert, dag der Bundeskanzler den Be- schluß der Bundesregierung, die Ratifikati- onsurkunden der deutsch- alliierten Verträge erst nach den anderen Vertragspartnern zu hinterlegen, nicht früher bekanntgegeben habe. Damit hätte die peinliche Lage ver- mieden werden können, die durch den Antrag Auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung beim Bundesverfassungsgericht habe entste- hen müssen. Die Moskauer Politik wird„getestet“ Bürgermeister Reuter berichtet über seinen Aufenthalt in Amerika Von unserer Bonner Redaktion Bonn. Eine stärkere Aktivität im Ost- West-Gespräch steht nach Ansicht des Ber- liner Regierenden Bürgermeisters, Ernst Reuter, für die nächste Zeit bevor. Reuter berichtete nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten am Dienstag vor der Bonner Presse, er habe bei seinen Gesprä- chen in Amerika den Eindruck gewonnen, dal man sich auch dort auf eine neue Periode vorbereitet, um die sowjetische Poli- tik zu„testen“ und die Erklärungen Malen KkoW²«s uf ihre Substanz hin zu untersuchen. Die amerikanische Oeffentlichkeit sei sich darüber klar, daß eine Lösung der Span- nungen zwischen Ost und West in der Welt micht ohne die Wiederherstellung der deut- schen Einheit möglich sei. Reuter sagte, er habe das Vertrauen, daß die Vereinigten Staaten sich auch bei der kommenden Ent- Wicklung ihrer Verantwortung für die freie Welt voll bewußt bleiben. Man habe in den Vereinigten Staaten auch erkannt, daß der Flüchtlingsstrom nach Berlin nur ein Symptom der Krankheit am europäischen Körper sei, daß es sich nicht nur um ein deutsches Problem handle, son- dern daß es internationale Beachtung ver- diene. Reuter äußerte sich mit außerordent- licher Genugtuung über das Verständnis, das die Flüchtlingsnot in Amerika gefunden habe. Allein 600 000 Dollar und dazu eine große Menge von Sachspenden habe das amerikanische Hilfskomitee für die Flücht- linge aus der Sowjetzone gesammelt. Präsi- dent Eisenhower habe ihm zugesichert, daß aus Beständen der amerikanischen Regierung Lebensmittel geliefert würden. Diese Hilfs- maßnahmen sollen den Flüchtlingen in Ber- Iin zusätzlich zugute kammen. Auf die Frage nach der Resonanz der Ratifizierungsdebatte im Bundestag in der amerikanischen Oeffentlichkeit sagte Reuter, die Zeitungen in den Vereinigten Staaten hätten diese Tatsache im allgemeinen mit verhältnismäßig kurzen Meldungen verzeich- net. Er habe die Erfahrung gemacht, daß die amerikanische Oeffentlichkeit über die innerdeutschen Meinungsverschiedenheiten und auch über die verfassungsrechtlichen Schwierigkeiten nur wenig informiert sei. Das Interesse konzentriere sich in erster Linie auf die Entscheidung des Bundestags. Man habe in Amerika aber traditionell einen grogen Respekt vor Richtersprüchen, nach seinem Eindruck werde man in den Ver- einigten Staaten auch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes respektieren. Pekings Plan der UNO unterbreitet General Clark zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bereit New Fork.(UP/dpa) Die kommunistische chinesische Regierung hat am Dienstag ihre Vorschläge zur Beendigung des Koreakon- klikts formell den Vereinten Nationen unter- breitet. Der chinesische Ministerpräsident und Außenminister Tsehu En Lai hat seine Vorschläge dem Präsidenten der Ge- neralversammlung der Vereinten Nationen, Lester Pearson, übermittelt, mit der Bitte, sie allen Mitgliedstaaten, mit Aus- nahme Nationalchinas, als offizielles Doku- ment zuzuleiten. In diplomatischen Kreisen wurde dazu erklärt, die Bedeutung dieser Aktion liege darin, daß die Vorschläge Tschu En Lais jetzt zu einem formellen Friedensangebot gewor- den seien. Man nimmt ferner an, daß die Regierung in Peking den Plan verfolgt, die Vorschläge von der Generalversammlung der Vereinten Nationen billigen zu lassen. Diese Meinung wurde indirekt durch Nachrichten aus Moskau bestätigt, nach denen der sowje- tische Chefdelegierte bei den Vereinten Na- tionen, Wyschins ki, die Vorschläge vor den Vereinten Nationen begründen soll. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Vereinten Nationen in Korea, General Mark Clark, schlug in einem der kommunisti- schen Verbindungsoffizieren in Panmunjon am Dienstag überreichten Schreiben die bal- dige Aufnahme von Besprechungen über den Austausch von verwundeten und kranken Kriegsgefangenen und die Wiederaufnahme der allgemeinen Waffenstillstandsbespre- chungen vor. Die Zusammenkunft in Pan- munjon dauerte jedoch nur zwei Minuten, da den Kommunisten lediglich die Note General Clarks übergeben wurde, die sie ohne Kom- mentar entgegennahmen. Es liegt nunmehr an den Kommunisten, ein neues Treffen der Verbindungsoffiziere anzuregen. Ein Berater des südkoreanischen Staats- präsidenten Syngman Rhee erklärte, der Präsident werde einen Waffenstillstand nur unter folgenden Bedingungen akzeptieren: Sofortige Entwaffung der nordkoreanischen Streitkräfte, Rückzug der Chinesen, Wahlen in Nordkorea unter Aufsicht der Vereinten Nationen, Gewährung einer Sicherheits- garantie und Teilnahme Koreas an allen in- ternationalen Konferenzen, die sich mit ko- reanischen Problemen befassen. Der nordkoreanische Ministerpräsident EK im II-s ung erklärte am Dienstag über Radio Pyongyang, daß Nordkorea den chine- sischen Kompromißvorschlag zur Lösung der Kriegsgefangenenfrage gebilligt habe. Tschu habe diese Erklärung„mit voller Zustim- mung“ der Regierung Nordkoreas abgegeben. Der amerikanische Sicherheitsrat ist un- ter Teilnahme von Präsident Eisenhower am Dienstag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten. Frankreichs Regierungschef und sein Außenminister haben in diesen Tagen— wie mehrmals berichtet— mit der amerikanischen Regierung in Washington und anschließend mit der kanadischen Regierung in Ottawa bedeutsame Verhandlungen geführt. Am Donnerstag wird die Delegation, der auch Finanzminister Bourges Maunoury angehört, von New Vork aus die Rüclreise nach Frankreick antreten. Unser Bild zeigt Präsident Eis en hover, rechts neben ihm Ma nisterprdsident Ma er und Außenminister Biddault, an Bord der Präsidentenjacht„Williamsburg“ auf dem Potomac River bei Washington. Keystone-Bild Die alte Koalition in Oesterreich „Prinzipielle Einigung“ über die Regierungsneubildung erzielt Wien.(UP) Die Koalitionsverhandlungen zwischen den beiden größten österreichischen Parteien haben am Dienstag zu einer Eini- gung geführt. Sowohl die Volkspartei als auch die Sozialisten teilten mit, daß man sich über die Bildung einer neuen Regierung„im Prin- 2zip geeinigt habe. Ein Sprecher für beide Verhandlungspart- ner erklärte, Ausschüsse beider Parteien würden am Mittwoch zu getrennten Beratun- gen zusammentreten. Anschließend werde die Bildung der neuen Regierung formell ver- kündet. Die Ministerliste der neuen Regie- rung werde wahrscheinlich am Donnerstag Bundespràsident Körner und nach Ostern dem Parlament vorgelegt werden. Neuer österreichischer Bundeskanzler wird Julius Ra ab von der Volkspartei. Er wurde beauftragt, nachdem der bisherige Bundeskanzler Figl seinen Auftrag zur Re- gierungsbildung zurückgab. Figl hatte auf Einbeziehung des„Verbandes der Unabhän- gigen“ einer auf dem rechten Flügel stehen- den Partei, bestanden und war damit auf scharfe Opposition der Sozialisten gestoßen. Die neue Kabinettsliste wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht viel von der bisherigen unterscheiden. Der Streik in Italien verlief ohne ernste Zwischenfälle Rom.(dpa-UP) Beim sechzehnstündigen Generalstreik in Italien, den die Kommuni- sten als Protest gegen die Annahme des neuen Wahlgesetzes durch das Parlament ausgerufen hatten, ist es— abgesehen von Schlägereien in mehreren Städten— zu kei- nen ernsten Zwischenfällen gekommen. Ueber tausend Personen wurden festgenom- men. Millionen von Italienern hatten sich an dem Streik beteiligt. In vielen großen Indu- Neue Atom-Explosion in USA Auch der Atommotor für U-Boote in Betrieb gesetzt Las Vegas.(UP/ dpa) In der diesjährigen Versuchsserie neuer Atomsprengsätze auf dem Uebungsgelände für Atomwaffen im nordamerikanischen State Nevada wurde am Dienstag die dritte Atomexplosion ausgelöst. Es war der 24. derartige Versuch auf dem Territorium der Vereinigten Staaten. Der Sprengsatz war wiederum auf einem 100 m hohen Turm untergebracht. Sofort nach der Explosion breitete sich ein heller Spreng- blitz über Hunderte von Kilometern aus. Die amerikanische Atomenergie- Kommis- sion gab— wie üblich— auch diesmal keine näheren Informationen über die Art des Atomsprengsatzes heraus. Im Gegensatz zu den beiden ersten Versuchen dieses Jahres nahmen keine Truppen an der Uebung teil. Jedoch etwa 30 Flugzeuge der amerikanischen Luftstreitkräfte überflogen das Uebungsge- lande während des Versuchs Die Besatzungen sollten sich daran gewöhnen, während einer atomaren Explosion die Nerven zu behalten. In der Nähe des Stahlturms waren Automo- pile und Käfige mit Tieren, vor allem Mäu- sen, aufgestellt worden. Die Kriegsmarine der Vereinigten Staaten hat nach einer amtlichen Ver- lautbarung das erste Unterseeboot mit einem Katapult für ferngesteuerte Ge- schosse(Raketen) neuester Bauart in Dienst gestellt. Das ferngesteuerte Geschoß trägt den Namen Regulus“ und soll nach den Angaben der Kriegsmarine Ueberschall- geschwindigkeit erreichen. Es ist außer- dem mit einer besonders starken Spreng- ladung ausgestattet. Obwohl von offizieller Seite nähere Einzelheiten vorenthalten wurden, vermutet man, daß das Geschoß auch atomare Sprengladungen tragen kann. Aeuherlich äbnelt es einem kleinen Düsen- jäger mit angewinkelten Flügeln. Das Unterseeboot stammt aus dem zwei- teri Weltkrieg und ist für seine neuen Be- stimmungen umgebaut worden. Die amerikanische Atomenergiekommis- sion teilte am Dienstag mit, daß der erste bisher bekannte Atommotor— er ist für den Antrieb des amerikanischen Atom-U- Bootes„Nautilus“ vorgesehen— in Betrieb gesetzt worden ist. Es handelt sich um ein Modell des Atommotors, der in das U-Boot eingebaut werden soll. Eine weitere Staffel amerikanischer Dü- Senijäger vom Typ„F- 86 Sabrejet“ befin- det sich nach Mitteilung der amerikanischen Luftflotte auf dem Wege nach Deutschland, um die dort stationierten Jagdfliegerein- heiten zu verstärken. Die schnellen„Sabre: jets“— der einzige amerikanische Düsen- jägertyp, der den sowjetischen MIG- 15“ gewachsen ist— sind als Ersatz für die „F 84 vorgesehen, von denen eine vor kurzem unweit der deutsch-tschechoslowya- kischen Grenze abgeschossen wurde. strien im Norden des Landes sollen fast 100 Prozent der Arbeiter im Ausstand ge- Wesen sein. In mittleren und kleineren Be- trieben war die Ziffer wesentlich geringer. In Geschäften, Büros, Schulen, Restaurants und kast allen Regierungsstellen war von dem Streik kaum etwas zu merken. In Rom, Mailand und anderen großen Städten ver- kehrten etwa ein Drittel der öffentlichen Verkehrsmittel. Starke Einheiten der italienischen Be- reitschaftspolizei waren in allen Städten des Landes eingesetzt, um Demonstrationen zu verhindern. Innenminister Scelba er- klärte, die Zahl der Arbeiter, die dem Streikaufruf folgten, sei kleiner gewesen als bei allen früheren kommunistisch gelenk ten Streikaktionen. Der italienische Staatspräsident Luigi Einaudi hat am Dienstag das neue ita- lienische Wahlgesetz für die allgemeinen Wahlen, die voraussichtlich Anfang Juni ab. gehalten werden, unterzeichnet. Queen Mary beigesetzt Windsor.(UP) Die am 24. März im Alter von 85 Jahren verstorbene Queen Mary, die Großmutter der regierenden Königin, wurde am Dienstag in der St.-Georgs-Kapelle des Schlosses Windsor an der Seite ihres Gatten, König Georg V., beigesetzt. Der Beisetzung ging eine kurze Trauerfeier voraus, an der außer den Mitgliedern der britischen Königs- familie nur wenige geladene Gäste teilnah⸗ men. Zwei Könige— Boudouin von Belgien und Jussein von Jordanien—, vier Königin nen— Elisabeth II., Königinmutter Elisabeth, Juliana der Niederlande und Friederika von Griechenland— sowie eine große Anzahl von Prinzen, Prinzessinnen, Herzögen und Her- zoginnen der europäischen Fürstenhäuser (darunter auch aus Deutschland) waren zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach Windsor gekommen. Neben den vier Herzögen aus der königlichen Familie— dem Herzog von Windsor, dem Herzog von Gloucester, dem Herzog von Edinburg und dem Herzog von Kent— sah man unter den Trauergästen auch den einzigen noch lebenden Bruder der Verstorbenen, den 78 jährigen Earlof Athlone. Die Bevölkerung Großbritanniens Hatte schon in den beiden vorhergehenden Tagen in der Westminster Hall von Queen Mary Abschied genommen. Dort waren mehr als 120 000 Menschen an dem Katafalk vorbei-⸗ defiliert. Am Dienstagmorgen wurde dann der Sarg nach Windsor übergeführt. Geld aus dem Ausland für den Naumann-Kreis Bonn.(UP) Bundeskanzler Dr. Adenauer teilte vor amerikanischen Journalisten in Bonn am Dienstag mit, daß der Kreis um den von britischen Behörden im Januar ver- hafteten ehemaligen Staatssekretär Naumann vom Ausland finanziert worden sei. Es sei deshalb möglich, daß Anklage wegen Hoch- verrats erhoben werde. Der Naumann-Kreis habe danach Geld aus französischen, briti- schen und belgischen Quellen erhalten. Naumann habe auch mit dem früheren SS- General SKkorzeny in Spanien und Oberst Rudel in Argentinien in Verbindung ge- standen und von ihnen Geld erhalten. Zu den Geldgebern habe ferner der frü- here belgische Faschistenführer Degrelle gehört. Aus Großbritannien sei Geld von dem faschistischen Politiker Mosley gekommen. Es sei außerdem mehr als wahrscheinlich, daß der Nqumann-Kreis auch aus dem Osten Geld erhalten habe. MORGEN Mittwoch, 1. April 1953/ Nr. E Kommentar Mittwoch, 1. April 1953 8 Ausgabefreudige Parlamente Unter der Ueberschrift Krise der De- mokratie“ veröffentlichte die Pariser Zei- tung„Le Monde“ dieser Tage einen Auf- Satz des früheren Ministerpräsidenten Edgar Faure, der zu der jungen Generation der Tadikal-sozialen Partei und der franzö- sischen Politiker überhaupt gehört. Darin wird mit Sorge von einer Entartung der Demokratie in Frankreich gesprochen. An- laß zu diesem recht bösen Aufsatz War der Verlauf der Sitzung der Pariser National- Versammlung vom 24. März. Man wird aber unschwer erkennen, daß es sich nicht allein um eine Erscheinung des politischen Lebens in Frankreich handelt, sondern um Krank- heitssymptome des parlamentarischen Le- dens überhaupt. Nur ist vielleicht die Stel- lung der französischen Nationalversamm- lung gegenüber der Regierung stärker als in anderen Ländern. Der 24. März war das Datum der Abreise dier französischen Minister nach Washington. Das Flugzeug, das den Ministerpräsidenten, den Außenminister, den Finanzminister und den Minister für Indochina befördern sollte, stand für den Abend startbereit. Am Morgen des Tages wurde überraschend bekanntgege- ben, daß die Regierung ein Abkommen mit der Staatsbank getroffen habe, nach dem die Bank dem Staat einen Ueberbrückungskredit von 80 Milliarden Frank(1 Milliarde Mark) bis Ende Mai einräumen wollte. Nationalver- Sammlung und Rat der Republik sollten noch am gleichen Tage ein entsprechendes Gesetz beschließen. Sie taten das auch, aber Mayer bekam überaus harte Worte zu hören und erhielt die Zustimmung der Nationalver- Sammlung erst durch die Drohung, er werde das Flugzeug nach Washington abbestellen und eine Regierungskrise herbeiführen, falls man die 80 Milliarden nicht bewillige. Die Abgeordneten indessen, die dem Regierungs- chef die heftigsten Vorwürfe wegen seiner Finanzpolitik gemacht hatten, setzten nach dem Abflug Mayers ihre Beratungen fort. Am frühen Morgen beschlossen sie, daß der Staat die Kosten für die zwangsweise Impfung der Rinder gegen die Maul- und Klauen- Seuche zu tragen habe. Kosten: 1 Milliarde. Das War offenbar ein Zweckgeschenk für die bsuerlichen Wähler, die in einigen Wochen ihre Gemeinderäte zu erneuern haben. Eine von den 80 Milliarden, die Mayer eben erst bekommen hatte, war schon wieder ausgege- ben. Am nächsten Tag beschloß das Parla- ment eine Ausweitung der Renten für Krie- Serwitwen. Die Fürsorge für die Witwen der Sekallenen Soldaten ist gewiß eine gute Sache, Aber jetzt wurde sie auch auf Frauen aus- gedehnt, die schon anderweitig gute Versor- Sungs möglichkeiten hatten. Kriegerwitwen Und ihre Familien stellen nämlich eine groge N Wählern. 22 8 1 Ausgaben zu bewilligen, die 1 äklern Sympathie für ihren Abge- ordneten wecken können, und alle Einnah- men abzulehnen, die zur Deckung dieser Aus- gaben notwendig sind. Denn Bewilligung von innahmen heißt Steuererhöhung oder Re- orm eines fiskalischen Systems, das nur den Sstbezahlten packt, aber den Großverdiener lagt. Das Kabinett Pleven(das fünfzehnte seit Friegsende) stürzte im Januar 1952, weil sein Finanzminister René Mayer eine Steuererhö- ung verlangt hatte. Das nachfolgende Ka- inett Edgar Faure stürzte fünf Wochen Spa- aus dem gleichen Grunde. Kabinett Nr. 17 inay) wurde eingesetzt, weil sein Chef ver- sprach, die Steuern nicht zu erhöhen. Der Ministerpräsident René Mayer, der als manzminister im Kabinett Pleven für neue teuern eingetreten war, übernahm diesmal ie Formel von Pinay. Jetzt kann man Aber schon voraussehen, dag Mayer im Mai, nach den Kommunalwahlen, doch die Steuer- chraube wird anziehen müssen. Da für den dest des Jahres 1953 keine Wahlen mehr auf dem Programm stehen, wird die National- rsammlung vielleicht dazu ja sagen. Zu aver oder zu seinem Nachfolger, denn auch Mayer steht nicht mehr fest. Soweit sind das inner französische Angele- Senheiten. Wie oft aber hört man auch aus Deutschland, daß dies oder jenes im Hinblick uf die bevorstehende Neuwahl zum Bundes- ig nicht mehr angefaßt werden könne. Dar- über hinaus stellt sich noch eine andere Uber- ung ein, die jedes europäische Parlament vor Augen haben müßte, wenn es in Ver- zuchung kommt, die Wünsche starker Wähler- Sruppen zu erfüllen, nicht aber bei seinen Entscheidungen die Erfordernisse einer ge- n Finanzpolitik obenan zu stellen. Ob- noch längst nicht alle großen Pläne für men Zusammenschluß Europas Wirklichkeit Ssworden sind, ist die Verpflichtung doch chon so stark, daß finanzielle Angelegen- eines Staates in Europa oft eine ganze tengruppe berühren. Wenn man auf Zoll- en oder Wirtschaftsunionen hinstrebt, as Gesundhalten der inneren Finanzen en einzelnen Staaten die erste Voraus- um Beispiel müßte sich die Finanz- es Landes in der Montanunion, in opäischen Zahlungsunion, in der anisation für die wirtschaftliche Zusam- arbeit Europas(OEECO) notgedrungen ken. Wenn man eine gemeinsame ae Politik erstrebt, sollte es auch nd dahin kommen lassen, daß es unter ruck seiner finanziellen Sorgen politi- ungen zustimmt, von denen es sich ſchterung verspricht, eine Entwick- man zum Beispiel in Frankreich bei n über die Verteidigungs- t beobachten kann. Es ist nichts diese Gemeinschaft Zustimmung insicht in die veränderten Ge- ropas findet, sondern weil an kunde gewissermaßen ein eheftet ist. Die Dringlichkeit . verschieden sein, aber deskanzler in Bonn hat in seinen lädoyers für die Ratiflzie- ge zuweilen mit der Drohung amerikanischer Hilfe ge- . Sselbstverstäàn Nicht nur vo „Le Monde“ sehr unumwunden ausgespro- chen hat, sondern von Politikern aller Grup- pen. Aus einer sich zuspitzenden Finanzkrise kann natürlich die heilende Einsicht kom- men. Wie ein gaullistischer Abgeordneter es ausdrückte: Das Parlament muß erst einmal tüchtig durchgeschüttelt werden., die über- reifen Früchte müssen herunterpurzeln, der sachliche Ernst und das Verantwortungsbe- wußtsein könnten nur durch eine gefährliche Krise wieder geweckt werden. Muß man es aber erst bis zu einer solchen Krise kommen lassen? Die Gewaltkur verzehrt viele Kräfte, und als helfende Aerzte bieten sich schließ- lich andere Kräfte als die heute Regierenden an. Alfred Lang Paris) Hamburg wünscht mehr Bundesmittel Hamburg.(dpa) In einer interfraktionel- len Entschließung der Hamburger Bürger- schaft heißt es, die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung entsprächen nicht der Bedeutung Hamburgs als des größten Ha- kens und Handelsplatzes der Bundesrepu- blik Die Bürgerschaft erwarte, daß der Bund über die im Vorjahr für Hamburg und Bremen bereitgestellten Hafenkredite hinaus weitere Mittel für den Wiederauf- bau des Hamburger Hafens zur Verfügung stelle. Die Bürgerschaft erwartet ferner, daß der Hamburger Flughafen entsprechend seinem wachsenden Verkehrsvolumen geför- dert wird. Schließlich bezeichnet das Par- lament die für die Fertigstellung der Auto- bahnstrecke Hamburg- Hannover im Bun- desetat 1953 eingesetzten 15 Millionen DM als völlig unzulänglich. Zum neunten Male nach dem Kriege Wählte die Hamburger Bürgerschaft am Dienstag den 78jährigen Soualdemokraten Adolph Schönfelder mit groger Mehrheit wieder zu ihrem Pràsidenten. Abschiedsparade für General Manton Eddy Frankfurt.(je-Eig. Ber.) Der bisherige Oberkommandierende der amerikanischen Streitkräfte in Europa, General Manton S. Eddy, beschloß am Dienstag seine militäa- rische Laufbahn mit einer ihm zu Ehren ver- anstalteten Abschiedsparade im Frankfurter Stadion, an der sieben Bataillone und eine Staffel Düsenjäger teilnahmen. Unter den Gästen befanden sich auch der Oberkom- mandierende der atlantischen Streitkräfte, General Ridgway, der Nachfolger Eddys, General Bolte, der amerikanische Hohe Kom- missar, Professor Connant, der Oberbefehls- haber der britischen Streitkräfte in Deutsch- land, General Dale, und der Oberkomman- dierende der französischen Truppen in der Bundesrepublik, General Noiret. In seiner Abschiedsansprache sagte General Eddy, die vor ihm angetretenen 6000 amerikanischen Soldaten seien ein Symbol der großen mili- tärischen Streitmacht, die heute über die Sicherheit Europas wache. Diese Armeen seien bereit und entschlossen, Europa unter allen Umständen zu verteidigen. Im Anschluß an die Parade trat General Eddy mit seiner Familie eine Reise an, die ihn durch Spanien und das Mittelmeergebiet führen wird, ehe er sich in die Vereinigten Staaten nach einer langen militärischen Karriere in das Privatleben zurückziehen Wird. Eine Mißernte rettete die freien Bauern Warum die Kollektivierung der jugoslawischen Landwirtschaft aufgehoben werden mußte Agram, Ende März Wie bereits in unserer gestrigen Aus- gabe gemeldet, hat die jugoslawische Re- gierung beschlossen, den Genossenschafts- zwang in der Landwirtschaft aufzuheben. Unser Korrespondent erläutert nun, wie es zu diesem Ende der jugoslawischen Kolchosen kam, von denen schon im ver- gangenen Jahre etwa 1000 stillschweigend aufglöst worden waren. Nach dem Sieg Tit os im Jahre 1945 war man in Belgrad bestrebt, auch in der Land- Wirtschaft die„Erfahrungen des Leninismus Stalinismus“ zu kopieren und errichtete die ersten 31„bäuerlichen Arbeitsgenossenschaf- ten“. Von Partei und Staatsführung gefördert, wuchs ihre Zahl auf 1318 im Jahre 1948 an und schnellte auf 6608 Kolchosen im Jahre 1949 hinauf. Diese respektable Zahl umfaßte damals über 340 000 Anwesen mit 1,8 Mil- lionen Hektar Land, was 24. Prozent der ge- Von unserem Balkankorrespondenten samten Anbaufläche ausmachte. Aber gerade, als man der selbständigen Bauernschaft den Todesstoß versetzen wollte, trat ein Ereignis ein, mit dem man nicht gerechnet hatte: Die Mißernte des Jahres 1950. Man sah sich jetzt in Belgrad wieder auf die kleinen Bauern angewiesen und konaute sich auch— Aus Rücksicht auf die Hilfe des Auslands— keine brutalen Maßnahmen mehr erlauben. So paradox es klingt: Die Dürrekatastrophe von 1950 hat die freien Bauern Jugoslawiens gerettet und wahrscheinlich auch das Land selbst vor noch größeren Schäden bewahrt, als sie ohnedies schon durch die Experimente mit der Landwirtschaft verursacht wurden. Schon im Sommer 1951 begannen sich die ersten Krisenzeichen in den jugoslawischen Kolchosen zu zeigen. An vielen Orten waren nunmehr drei Jahre seit ihrer Bildung ver- gangen Trotz zahlreicher Vorteile, die die Genossenschaften boten(Coupons zum Bezug Zapotocky- der Mann der offen sprach Der neue Staatspräsident in Prag ist bei den Arbeitern angesehen Von unserem Korrespondenten W. O. in Wien . Wien, Ende März Die Prager Staatsführung wählte vor kurzem den bisherigen Ministerpräsidenten Za pot oe ky zum Nachfolger des Präsiden- ten Gottwald— allerdings bei Abwesenheit von nicht weniger als 29 auf einer Einheits- liste gewählten Abgeordneten. Mit dieser Entscheidung hat das Regime einen guten Zug getan; trotz des Spottnamens seiner Gegner, die oft genug vom„Gauleiter Hinter- bacher“(in Uebersetzung seines Namens ins Deutsche) sprachen, kann über die Popula- rität Zapotockys kein Zweifel herrschen. Die- ser Mann ist bis heute bei seiner einfachen Lebenshaltung geblieben; er hat während des Krieges schwere Zeiten im Konzentrations- lager Sachsenhausen mitgemacht. Mitgefan- gene schildern ihn als einen guten Bauarbei- ter, der mit seinen Kameraden das letzte Brot teilte. Als langjähriger Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes blieb er später immer im engsten Kontakt mit der Arbeiterschaft und scheute sich nicht, die Mängel des Regimes offen anzuprangern. Im Juli vorigen Jahres hielt er zum Beispiel auf der Gewerk- schaftstagung in Prag eine Rede, in der er die Bürokratie dieses Verbandes abkanzelte und sie beschuldigte,„die Feststellungen der Kommunistischen Partei und der Regierung einfach nachzuplappern“; dabei hätten„in einem sozialistischen Staat die Gewerkschaf- ten niemals Befehle der Partei entgegen- zunehmen. Noch mehr Freude bereitete Zapotocky den Arbeitern durch seine kritischen Reden in den Fabriken und Gruben. Im Dezember sprach Zapotocky vor Bergarbeitern in Kladno und gab dabei die im Volke herr- schende„Unzufriedermeit imd Auflehnung“ offen zu, ja er erwähnte sogar den Wider- stand der Arbeiter gegen die sowjetischen Produktionsmethoden und kam zu der Fest- Stellung:„Unsere Arbeiter gehen auf Arbeit, aber sie arbeiten nicht.“ Nach einer solch vehementen Kritik flel es ihm dann nicht schwer, die Arbeiter„in ihrem eigenen Inter- esse wieder zu neuen Leistungen anzuspor- nen. Und es Waren nicht wenige, die zwar vom Regime recht wenig hielten, die „Tonda“ aber als den Ihren ansahen, mit dem sie reden und dem sie ihre Beschwer- den vorbringen konnten. Indessen wäre es falsch, wenn das Ausland nun deshalb auf einen anderen Kurs rechnen würde. Das ist recht wenig wahrscheinlich, weil Zapotocky ein alter Kommunist ist, der für seine Veberzeugung Verfolgungen und lange Haft ertragen hat. Regierungschef ist zum ersten Male seit 1938 wieder ein Slowake. Villiam Siroky War bisher— und zwar schon seit 1945— stellvertretender Ministerpräsident. Er hat an der forcierten Industrialisierung der Slo- Wakei mit Hilfe der in den sudetendeutschen Randgebieten demontierten Maschinen ent- scheidenden Anteil, womit gleichzeitig auch die schmale Basis seiner Partei in der Sehr Katholischen Slowakei verstärkt werden sollte. 1938 flüchtete Siroky nach Moskau und dann nach Paris, von wo aus er sich für „eine enge brüderliche Union zwischen Tschechen und Slowaken“ einsetzte, im Ge- gensatz zu Clementis und anderen kommu- mistischen Führern der Slowakei die mög- Uchst kreie Hand haben wollten. Drei Jahre Saß Siroky dann als Gefangener auf der Brünner Festung Spielberg. Knapp vor Kriegsende gelang ihm die Flucht. Die von Siroky vorgenommene Kabinetts- umbildung war weniger umfangreich, als man allgemein erwartet hatte. Durch die Ernennung von zwei neuen Vizeminister- präsidenten ist die Regierung jedenfalls zu einem fast unübersichtlichen Körper ange- Wachsen. Die eigentlichen Entscheidungen dürften nur durch das Präsidium des Mini- sterrats, das aus dem Regierumgschef und seinen nunmehr acht Stellvertratern besteht, gefällt werden. Dieser interne Kabinettsrat ist ausschließlich kommunistisch, während unter den übrigen 33 Ministern auch noch fünf Nichtkommunisten sind. Plädoyer für den Europarat Sein Beitrag zur Einigung Europas und seine bleibenden Aufgaben Mit diesem Aufsatz wird die Auswertung von Diskussionsergebnissen einer verfas- Sungsrechtlichen Arbeitstagung der Europa- Union, die unter Leitung von Dr. Walter R ohn in Speyer stattfand, fortgesetzt. Es Sibt sehr viele Menschen, die das geeinte Europa wollen. Leider Sibt es nur Wenige, die bereit sind, für dieses Ziel auch zu arbeiten. Die weitaus meisten ziehen sich in den Schmollwinkel zurück und sagen: Es wird zu viel Sequasselt und zu Wenig getan. Stimmt das eigentlich? Setzen wir als offiziellen Beginn der neuen Europapolitik den Tag der Konstituierung des Europa- rats in Straßburg. Das war im Sommer 1949. Seitdem sind knapp vier Jahre ver- Sangen. Wo stehen wir heute? In der Mon- tanunion ist der erste europàische Zusam- menschlugß Wirklichkeit geworden, die Ver- teidigungsgemeinschaft ist auf dem Wege und wenn alles gut geht, dann werden wir im kommenden Jahre das erste echte Europa-Parlament wählen. Und das alles acht Jahre nach der kurchtbarsten Kata- strophe der europaischen Geschichte. Man muß es einmal sagen: es ist ungeheuer viel erreicht worden in so kurzer Zeit. Nie- mand hat im Mai 1945 auf solche Erfolge gehofft. * Die heftigste Kritik richtet sich gegen den Europarat. Es stimmt: mit seinen konkreten Ergebnissen hinkte er hinter den allgemeinen Erwartungen umd den poli- tischen Notwendigkeiten so weit nach, daß er sich die Initiative von der Montanunion abkaufen lassen mußte. Dabei werden aber vielfach die inneren Zusammenhänge über- sehen Die sechs Mitglieder des Minister- rats der Montanunion, die den Auftrag zur Ausarbeitung des Europa-Statuts gaben, gehören zugleich dem Ministerausschuß des Europarats an; und die Abgeordneten der erweiterten Montan-Versammlung(ad hoc- Versammlung), die das Statut aufstellten, sind zugleich Mitglieder der Beratenden Versammlung des Europarats. Wahr ist, dag der Europarat als Institution nicht der Vater des Statuts ist; die Väter kamen aber aus seiner Mitte. * Hat der Europarat Wirklich versagt? Kommt darauf n, Was man von ihm er- Wartete. Hoffnungen, die das Bild eines engeren Zusammenschlusses von Island bis zur Türkei(beide sind Mitgliedstaaten des Europarats) vorgaukelten, waren überspannt. Das konnte und kann der Europarat nicht leisten. England sorgte dafür, daß er nur beratende Punktionen erhielt. Er darf an die„ Empfehlungen en, kann icht be Manchmal glückt es ihm, auf dem Umweg über die nationalen Parlamente, in denen die Mitglieder der Beratenden Versamm- lung als Abgeordnete sitzen, auf die Regie- rungen Einfluß zu nehmen. So wurde zum Beispiel die Ratifizierung der Konvention der Menschenrechte beschleunigt. Tatsäch- lich ist der Europarat also eher ein Forum als ein Parlament. 5 3 5 „Bitte kritisieren Sie den Europarat nicht“, darum bat Professor von der Heydte (Universität Mainz) wiederholt in Speyer. Hier seine Argumente: 1. Wenn Europa eine Gemeinschaft des Handelns werden soll, dann muß es zuvor eine Gemeinschaft des Denkens und Wollens geworden sein. Dazu gehört eine gemein- same ideologische Basis, Der Europarat hat sie geschaffen. Sein durch die Satzung er- klärter Zweck ist ein stärkerer Zusammen- schluß seiner Mitglieder(das sind 14 Staa- ten und das Saargebiet) zum Schutze und zur Förderung der Ideale und Prinzipien, die ihr gemeinsames Erbe sind, zum Besten ihres wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts. Es bleibt die Aufgabe des Europarats, die europäische Gesinflung zu pflegen; denn nicht Institutionen können Europa schaffen, Sondern allein Menschen. die sich als Euro- päer fühlen. 2. In der Beratenden Versammlung sit zen dtie Abgeordneten nicht in„nationalen Fraktionen“ Zusammen, sondern in der Reihenfolge des Alphabets. Die Abgeord- neten vertreten Parteien, nicht ihre natio- nalen Regierungen. Es zeichnet sich die Entwicklung zu„europäischen Fraktionen“ Ab; das heißt, die nationalen Gruppierungen Werden langsam aufgelöst durch übernatio- nale Weltanschauungsgruppen. Beispiel: die deutschen Sozialdemokraten stimmten ge- gen den Deutschen von Brentano(CDU) und kür den Belgier Spaak(Sozialist), als der Präsident der Gemeinsamen Versammlung der Montanunion gewählt wurde, Hier bahnt sich ein Strukturwandel an, der ein echtes integrierendes Moment ist. Die Par- teien stellen sich auf ihre europäàische Auf- gabe ein. Der Europarat ist so der Bahn- brecher des echten Europa- Parlaments. 3. Der immer enger werdende Zusam- menschluß der sechs Schumanplan-Staaten 501Il ja kein Selbstzweck sein, sondern ein Anfang. Der Europarat muß„Kerneuropa-“ in den Zusammenhang ganz Europas stel- len. Beispiel: Der Eiserne Vorhang ist für „Kerneuropa“ Zwangsläufig eine Grenze; für den Europarat ist er zwar eine poli- tische Realität, aber niemals im Sinne eiter Grenze.. 5. 4. England will aus guten Gründen Nicht dem„Kerneuropa“ angehören. Der Europa- rat muß darauf bedacht bleiben, England mit der wachsenden europäischen Ein- heit stets eng verbunden sein zu lassen. Zum Vergleich: Das alte Oesterreich hatte als deutscher Staat vieles Gemeinsame mit Deutschland, war jedoch zugleich der Völ- Kerfamilie der Donaumonarchie verpflichtet. Zum Nachteil Europas ist nicht ein Weg gefunden worden, der es Oesterreich er- laubt hätte, ein deutscher Staat zu sein, ohne seine historische Aufgabe, die Wien den Völkern der Donaumonarchie gegen- über hatte, zu vernachlässigen. England ist heute als europäischer Staat an Europa gebunden, zugleich aber dem großen Ver- band des Commonwealth verpflichtet. Der Europarat kann eine Brücke sein, die England mit Europa verbindet, ohne seiner Stellung als Mutterland des Commonwealth zu schaden. 5. Der Europarat muß Mittler sein 2 Wi- schen den Gliedern Europas im Sinne der Wahrung des gemeinsamen Erbes“, von dem in seiner Satzung gesprochen wird. Welche Möglichkeiten der„Verzahnung“ sich bieten, sei angedeutet mit dem Hinweis, daß Wahrscheinlich die zweite Kammer(Senat) des Parlaments der„Europäischen Gemein- schaft(Kerneuropa) die gleiche personelle Zusammensetzung haben wird wie die Ge- meinsame Versammlung der Montanunion, die ihrerseits eine Art„Ausschuß“ der Be- ratenden Versammlung des Europarats ist, Wie bereits geschildert wurde. * Die Kritiker mögen zur Kenntnis nehmen: Der Europarat ist durch seine Satzung dazu verurteilt, mehr zu„quasseln“ als konkret zu handeln. Er hat keine Entscheidungsbe- kugnis. Dennoch ist er aus dem Werdegang der europaischen Einigung nicht mehr Weg- zudenken. Er hat die Gemeinschaft des Denkens geschaffen. Sie zu erhalten und zu stärken, ist seine große Aufgabe. Ein Schlaglicht aus Straßburg. Dort hielt ein Franzose eine chauvinistische Rede. Dann ging ein Landsmann von ihm zum Rednerpult und sagte nur ein paar Sätze. Etwa so: Ich bin stolz darauf, ein Franzose zu sein; nach der Vorausgegangenen Rede schame ich mich, ein Franzose zu sein. Das ist es, was wir europäische Gesinnung nennen. 1 Hat der Europarat versagt? qeder mag nun selbst urteilen. Jedenfalls hat er als etwas gewirkt, das in der Sprache der Politiker „Integrationsmittel“ heißt. In diesem Sinne muß er erst recht in der Zukunft wirken. Der Europarat darf durch die geplante „Europäische Gemeinschaft“ und ihr direkt gewähltes Parlament nicht in eine verderb- liche Zweitrangigkeit hinabgedrückt werden. Er hat noch vieles zu le Deswegen bat Professor Kritisiert den E oparat verbilligter und sonst schwer erhältliche Waren, niedrige Abgaben und billige K dite) mehrten sich die Austritte, die n durch offene Drohungen der Staatsführung in gewissen Grenzen gehalten werden konn? ten. Gleichzeitig wurde aber der Druck aut das freie Bauerntum verschärft und der Ablieferungsquote erhöht. Die Bauern, die it, das Hen sel ei Pock von der Hollektivwirtschaft genug hatten zen ist d Srifken daraufhin zum Arbeitsstreik, 80 daß Zwei P. die Regierung Arbeiter von weit her ein. setzen mußte, um die Ernte überhaupt ein Zubringen. Als man dann die Eisenbahn- und Strompreise um ein Vielfaches erhöhte, kamen die Bauern einfach nicht mehr zum Markt in die Städte und brachten dadurch etten. deren Versorgung in Verwirrung. Auch u die Aussaat mußte die Regierung fürchten, Ursache da man es unter diesen Umständen damit nicht eilig hatte. Natürlich gab es innerhalb der Komm nistischen Partei Stimmen, die eingesehen hatten, daß das Experiment gescheitert war und die daher einen Kurswechsel in d Einstellung der Landwirtschaft gegenüber d Wort redeten. Ihnen stellten sich aber radikalen Verfechter der marxistischen Ideologie entgegen, die behaupteten, d Kleinbauern würden die Konkurrenz m den Kollektiven nicht mehr lange aushalte Doch ihr Widerstreben nützte nichts, d Entscheidung war bereits gefallen. 0 Abgesehen von der Propagandistische Wirkung gegenüber dem Westen, hat di die hagen „Wildww jugoslawische Staatsführung eingesehen, daß sie sich die Fortführung ihrer bisherige auf dogmatischen Erwägungen aufgebaut 1 iti cht mehr länger leist Kann. Es hat sich nämlich gezeigt, daß di Kollektivwirtschaft eine Bürokratie groß gezüchtet hatte, die etwa ein Viertel alle land wirtschaftlichen Arbeiter ausmachte. Von einer Rentabilität und Konkurrenz- kähigkeit der Kolchosen konnte unter diesen. Umständen nicht die Rede sein. Schließlich War man auch darauf gekommen, daß di Kollektive, die von der Regierung gewähr ten Kredite dazu benützten, um zu speku-. ihren laufenden lieren, indem sie nämlich 5 Geldbedarf durch die Regierungsgelder deck ten und mit ihren Markt kamen, wenn Preissteigerungen ein- getreten waren. 51 Die Folge dieser Praktiken war der Rück⸗ gang der Gesamtproduktion der Landwirt⸗ schaft von rund 8 Millionen Tonnen in der Vorkriegszeit auf 7.4 Millionen und damit Waren erst dann auf den Jahren nischen kanntg. decke, fer unc verbunden ein großer Rückgang des Expor- tes. Die dem Staat entstandenen Schäden konnten nun nicht mehr länger übersehen Werden. Daher der Entschluß Titos, die „Sozialisierung des Dorfes“ zu beenden. Preissenkung in der Sowjetunion Moskau.(dpa) Die sowietiselle Regier und das Zentralkomitee der sowjetische RB gaben am Dienstag eine neue Preissenkung für Lebensmittel und industrielle Fertig- Waren bekannt, die am 1. April in Kraft tritt. Die Preise für Mehl und Teigwaren, Reis und Hülsenfrüchte, Getreide und Futtermittel werden um zehn Prozent, die für Fleisch- und Fleischwaren um 15 Prozent gesenkt. Fische Werden durchschnittlich um zehn Prozent bil- liger. Die Herabsetzung bezieht sich auf die staatlichen Einzelhandelspreise. Fette, Zucker und Eier werden um zehn Prozent, Kartoffeln, Gemüse und Obst durchschnittlich um 50 Prozent, Genußmittel Wie Tee, Kakao und Kaffee durchschnittlich um 20 Prozent, Wodka und andere alkoho- lische Getränke um elf bis 15 Prozent billiger. Die Preissenkungen bei Textilien und Schu hen schwanken zwischen acht und 20 Prozent. Die Preise für Zigaretten und Machorka werden um 5 bis 10 Prozent gesenkt, die für Haushaltswaren durchschnittlich um 10 bis 20 Prozent. Streichhölzer werden 17 Prozent, Fahrräder, Autoersatzteile und Uhren 5 bis 20 Prozent billiger. 8. Die am Dienstag bekanntgegebene Preis senkung ist die sechste seit Kriegsende. Ihre Bedeutung kann unter anderem daran er messen werden, daß im Jahre 1946 die Nah rungsmittelpreise in der Sowjetunion bis 2 Tschuikow schreibt an Dr. Wirth 8 Hamburg.(dpa) Der Vorsitzende del sowjetischen Kontrollkommission in Deutsch- land, General TSchuik o W, bestätigte in einem Schreiben an den„Rat der deutschen Sammlung“, daß die Sowietunion ihre Vor- schläge für eine Viermächtekonferenz Vorbereitung des Friedensvertrages Deutschland und der Wiederherstellung der Einheit Deutschlands“ aufrechterhält. Drei Michig Leben. bensgel haben: Sammne Wird v dene 1 setzen Bonn Rat der deutschen Sammlung— eine von den Sowjetzone geförderte Organisation— hatte in gleichlautenden Briefen an die vier Bes zungsmächte„die Durchführung von Vier- mächteverhandlungen zur friedlichen Lösung der deutschen Frage“ gefordert. 2 85 In seinem an die beiden Vorsitzenden der deutschen Sammlung, Reichskanzler a T. Joseph Wirth und Wilhelm EIfe 8, dre sierten Antwortschreiben, das am Diensta von der kommunistischen„Hamburger vol zeitung“ veröffentlicht wurde, bestätigt Tschuikow, daß er den Brief seiner Regierung zugeleitet habe. Er schreibt dazu:„Wie Ihn bekannt ist, ist die Sowietregierung i einheitlichen, unabhängigen, demokratische und friedliebenden deutschen Staates müht. Darum ents derherstellung der Einheit Deutschlands e zuberufen, voll und ganz dem Standpunkt der Sowjetregierung in diesen Fragen.“ 5 Moskau. Yves Farge, Präsident der franzö. Zischen„Friedenspartisanen“ und Träge Stalin-Friedenspreises, ist am Dienstag 5 Folgen von Verletzungen gestorben, die i einem Autounfall in Titlis(Kaukasus) ezogen hatte.. u MORGEN Scotland Lard teilte am Dienstagmittag it, daß John Reginald Christie gefaßt wor- den sei und von der Polizeiwache von Putney Westlondon verhört werde. Christie wird Zusammenhang mit den schauerlichen TLeichenfunden in einer Sackgasse des Lon- oner Stadtteils Notting Hill gesucht. Es wird genommen, daß Christie der Mörder der ort aufgefundenen sechs erdrosselten Frauen ins gewesen ist. * In rodmorden bei Halifax England) sind deren hunter den Arbeitern einer Baumwollspinne- 1 ei Pocken ausgebrochen. Bei zehn Erkrank- zatten en ist die Krankheit zweifelsfrei festgestellt. o daf zwei Patienten sind gestorben. Eine Liefe- ng Baumwolle wurde zur Untersuchung * Die Londoner Standesämter können sich zum zeit einigen Tagen vor Heiratslustigen nicht h um lingsbeginn zusammen? chten, damit 1 d sche 8 3 alte vnd/ Oregon etten. Hängt diese Tatsache mit dem Früh- Keineswegs: die Ursache dieses Ansturms ist recht trival: inkommensteuer. Alle Paare, die vor dem „April in die Ehe eingehen, rücken für das aufende Finanzjahr in eine niedrigere Steuerklasse ein. * Ein zwölf Jahre alter Junge in Cowboy- tracht lauerte am Wochenende in Kopen- hagen einem sieben Jahre alten Mädchen „Widwestmanier“ auf und entriß ihm die Geldbörse mit 100 Kronen. Das Mädchen War von der Mutter zum Broteinkaufen ge- schickt worden. 8 Fünf Jahre hat der 56jährige Edward Oscar, ein Neger aus Kansas City, unschul- dig hinter Gefängnisgittern verbracht. Vor nigen Tagen wurde er freigelassen. Er War der Notzucht an einem weißen Mädchen schuldig befunden und seinerzeit zu 99 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Das zwischen 16jährige Mädchen ging vor kur- zem zu einer Nonne und sagte ihr, sie habe gelogen, als sie Oscar vor fünf Jahren als Täter identifizierte. In einem neuen Prozeß wurde Oscar daraufhin freigesprochen. Bei seiner Entlassung aus dem Zuchthaus sagte „Ich bin nicht böse auf das kleine Mäd- chen, ich bin auf niemanden böse“. 0 Durch Zufall hat ein Postbote àus Port- (USA) den Schädel eines Mammuts entdeckt, das vor zehn Millionen Jahren lebte. Wie der Kurator des amerika- nischen Natur geschichtlichen Museums be- g Michigan) bei „ kanntgab, umfaßt der Fund die Schädel- diecke, den mit Zähnen versehenen Oberkie- fer und die beiden Stoßzähne. ** Drei Halbwüchsige kamen in Three Rivers einer„Mutprüfung“ ums Leben. Zwei andere schweben noch in Le- bensgefahr. Die fünf Jungen Zwischen 15 und 19 Jahren saßen in zwei Autos. die bei Dunkelheit ohne Licht in höllischem Tempo aufeinander losfuhren. Bei diesem Spiel kommt es darauf an, bessere Nerven zu haben: wer zuerst ausweicht, um einen Zu- sammmenstoß zu vermeiden, hat verloren und wird von den anderen als, Chicken“(Küken) verspottet. In diesem Fall waren die Ner- ven beider Fahrer allzugut. Keiner wich aus, * In Bernay Frankreich) war Robert Val- lee nicht wenig überrascht, als er im Gar- ten seiner Villa ein Kästchen mit Juwelen im Werte von etwa 15 Millionen Francs ent- deckte. Der Schatz gehörte dem Vater des Finders, der die wertvollen Steine drei Jahre vor seinem Tode aus unbekannten Gründen in seinem Garten verscharrte. Der Sohn wußte wohl von dem Schatz, nicht aber sein Versteck. * 5 Augusto Lunedei beging in Bari Ctalien) gestern Selbstmord, indem er vom Dach seines Hauses sprang. Nächsten Monat wäre er 100 Jahre alt geworden. 5* Der sechsjährige Rehpintscher„Bonnie“ in Sydney ist der berühmteste Hund Au- Straliens, seit sein Frauchen ihm eine gol- dene Brücke mit fünf falschen Zähnen ein- setzen ließ, damit er wieder kauen kann. „Bonnie“ hatte eine Zahnkrankheit und rde ganz elend, als er seine Zähne ver- r und nicht mehr kauen konnte. Jetzt geht 28 m Wieder glänzend. Diktatoren der Mode(VII„ Hans Tasiemka Captain Molyneux ist nicht nur ein tap- ferer Soldat gewesen; die Aerzte warnten ihn eigentlich von 1919 ab vor Ueberarbeitung. Er lieg nicht locker und kümmerte sich nicht um ihre Ratschläge. Es gab keine Zeichnung seiner Assistenten, die er nicht selbst nach- prüfte. Jedes Modell, das er selbst entworfen hatte, studierte er ungeheuer gewissenhaft von der ersten bis zur letzten Anprobe. 14 Stunden Arbeit am Tag waren für ihn der Durchschnitt. Kein Wunder, daß sein Ge- sundheitszustand immer schlechter wurde. Sicherlich war es die schwerste Prüfung seines Lebens, als er im Oktober 1950 gezwun- gen war, seine beiden Häuser in Paris und London zu schließen. Der Abschied wurde ihm durch die tränenreichen Szenen, die sich am letzten Tag abspielten, als er seinen Ver- käuferinnen, Mannequiens und Schneiderin- nen Adieu sagte, nicht leichter gemacht. Captain Molyneux, der drei Jahrzehnte Modegeschichte machte, ist heute erst 56 Jahre alt. Sein Haus in London ist geschlossen, und im November 1950 segelte er nach Westindien. Captain Molyneux ist fast völlig erblindet, und er könnte, selbst wenn er wollte, den Faltenwurf der Kleider, die er entworfen hat, nicht prüfen— und das ist genug für ihn. So trat er von der Modebühne ab, ein tapferer, diskreter Mann, der sich fast zu Tode arbei- tete. Norman Hartnell— oder drei Königinnen und ein Schneider Werm heute ein Reporter nach London käme, um festzustellen, vor welchem großen Haus, vor welchem Schloß wohl die meisten und kostbarsten Autos parkten, so würde er unweigerlich herausfinden, daß nirgendwo anders so viele Rolls Royces, Bentleys, Packards und Daimlers stehen wie vor dem eleganten Gebäude in Mayfair Bruton Street 26. Bruton Street 26 ist das Mekka der Modewelt von London; es ist das Hauptquar- tier des Mr. Norman Hartnell, dem man auch nicht an der Wiege gesungen hat, daß er das Darling der Londoner Gesellschaft, der Lieb- Iingsschneider von drei englischen Königin- nen werden würde. 5 Kein Mensch würde auf die Idee kommen, Mr. Harnell für einen Damenschneider zu halten. Er könnte eher ein Sportsmanm sein, ein wohlhabender Farmer; er ist breitschul- trig, stubsnasig, hat dichtes, wolliges, lockiges Haar, und man kann sich kaum vorstellen, daß seine plumpen Finger einen Zeichenstift halten können. Im Grunde war es die Pionierarbeit eines Molyneux, die die Karriere eines Hartnell ermöglichte. Der einstige Cambridge- Student, der seine ersten Entwürfe für eine Amateur- Theater vorstellung der Universität machte, begann seine Modekarriere im Alter von 22 Jahren. Seine Feinde— und er hat zahlreiche — behaupten, daß er mehr Glück als Talent habe. In Wirklichkeit bereiteten sein Takt, seine diplomatische Geschicklichkeit den Weg kür seinen phantastischen Aufstieg. Hartnell begann, nachdem er einige Wochen in London in einem Modehaus volontiert hat, in den denkbar kleinsten Verhältnissen. Er arbeitete mit seiner Schwester in einer kleinen Dach- kammer und beschäftigte durch Jahre ledig- lich drei Schneiderinnen. Seine eigentliche Karriere beginnt im Jahre 1937, als Lady Alice Montague-Doug- las-Scott den Herzog von Gloucester, einen Bruder des englischen Königs, heiratete. Sie ließ sich von Hartnell nicht nur das Hoch- zeitskleid, sondern die ganze Garderobe für die Aussteuer entwerfen. Es war bei dieser Gelegenheit, daß die Königin(heute die Köni- ginmutter) das erstemal von Hartnell Notiz nahm; sie war so begeistert von dem Hoch- zeitskleid ihrer Schwägerin, daß sie Hartnell in den Buckingham-Palast zum Tee einlud und ihn sofort zu ihrem Hofschneider machte. Seit diesem Tage ist Hartnell der Spezialist für kürstliche Hochzeiten, für zeremonielle Roben, für prächtige Gewänder, die eigentlich nach unserem Geschmack eher in ein Museum als in einen Kleiderschrank gehören. Hartnell ist farbenbesessen. Er liebt grelle Farbensymphonien; er liebt das Prunkvolle, Auffällige. Diese Liebe für schreiende Farben hat ihm oft Kritik eingebracht. Im Jahre 1950 klagte ihn eines der größten englischen Blät- ter, der„Daily Mirror“, an, daß er für die oft zu grelle, zu„blumige“ Kleidung der dama- ligen Königin verantwortlich sei, daß er in seinem Stil zu monoton sei und keinerlei Un- terschied zwischen einer Frau von 20 oder 40 Jahren mache. Ich weiß nicht, ob Hartnell von diesen scharf formulierten Angriffen getrof- fen War; sie können ihn, Was sein Geschafft anbetrifft, kühl lassen. Als die heutige Köni- gin Prinz Philip heiratete, fertigte er nicht nur ihr Brautkleid an, sondern auch alle Kleider der Brautjungfern und die Kostüme und Tageskleider für die Aussteuer. Für die Australienreise der Thronerbin, die auf so tragische Weise unterbrochen wurde, entwarf er allein 57 Kleider. Es ist ganz klar, daß lese königlichen Aufträge seinen Ruf bei der Aristokratie Großbritanniens und bei den reichen Familien der Dominien und der Ver- einigten Staaten enorm steigern, daß er mehr Aufträge erhält, als er meistern kann. Der 51 jährige beschäftigt 350 Angestellte, von denen nur der Portier ein Mann ist. Sie ver- göttern ihn; er ist der taktvollste, liebens- Würdigste Chef; er zahlt die höchsten Gehäl- ter. Man hat noch niemals ein böses Wort von ihm gehört. Wenn er tadelt— und das Soll alle fünf Jahre nur einmal vorkommen— dann pflegt er seinen rechten Zeigefinger auf die Uebeltäterinnen zu richten und errötend und lächelnd zu stammeln:„Lou naughty Girl“(Sie unartiges Mädchen). Man mag über den Modeschöpfer Hartnell verschiedener Ansicht sein; sicherlich hat er nicht den Geschmack und die Kultur eines Dior oder eines Molyneux. Aber über seinen Beitrag zum Aufschwung der britischen Modeindustrie läßt sich nicht streiten, und das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß man ihm manche kleine Protzerei durch- gehen läßt. Es war nämlich Hartnells Idee, die führenden Modeschöpfer Grobritanniens in einer Interessengemeinschaft, die in Wirk- lichkeit eine Kampfgemeinschaft gegen die französische Haute Couture ist, zusammen- zuschliegen. Als diese Organisation 1941 ge- gründet wurde, hielt man die Idee für un- durchführbar. Man glaubte, daß die sieben Mitglieder heute sind es bereits elf) sehr bald aus Konkurrenzgründen miteinander streiten Würden und daß dieses Syndikat der briti- schen Mode sehr schnell auseinanderfallen Würde. Die Elf haben ihr Versprechen, den Konkurrenzkampf mit englischer Fairness zu führen und auf ein Mindestmaß zu reduzie- ren, eingehalten. Münchener Oktoberfest um sechs Monate vorverlegt Geprellte Valutaspekulanten von Augsbug Berühmte Aprilscherze Der 1. April und seine Geschichte Wenn der Vater am 1. April seine Kinder in die Apotheke schickt, um dort für fünf Pfennige„Ichbindumm“, Fliegenblutf oder Mückenfett zu holen, einer den anderen irgendwie zum besten hält und die Zeitun- gen die haarsträubendsten Sensationsnach- richten bringen, denkt wohl niemand daran, daß schon die alten Kelten, Perser und Rö- mer ähnlichen Gepflogenheiten huldigten. Auch in Indien war es bereits in grauer Vor- zeit üblich, anläßlich des jeweils Ende März gefeierten Hul-Festes anderen die unsinnig- sten Aufträge zu erteilen, die stets in einer großen Irreführung gipfelten.„Er hat sich zum Hul-Narren machen lassen“, pflegt man zu sagen, wenn wieder einmal jemand auf die Täuschung hereingefallen war. Dieses der Liebesgöttin gewidmete indische Früh- lingsfest stand im Tierkreiszeichen der Fische, das in den romanischen Ländern bei dem uralten Volksbrauch heute noch eine große Rolle spielt. In Italien und Frank- reich läßt man nämlich jemand einen„April- kisch essen“, wenn man ihn in der herkömm- lichen Weise zum Narren hält. Vielleicht ist jedoch dieser Ausdruck nicht einmal auf das Hul-Fest der alten Inder, sondern auf eine Merkwürdigkeit der Jah- reseinteilung zurückzuführen. Nach dem julianischen Kalender, der bis in das Mit- telalter hinein Geltung besaß, fiel das Neu- jahrsfest bekanntlich auf den 1. April. Es War nun üblich, sich aus diesem Anlaß ge- genseitig zu beglückwünschen und Geschenke zu machen, bis im Jahre 1564 Karl IX. die- sen alten Brauch verbot und zugleich das Neujahrsfest auf den 1. Januar vorverlegte. Nun wollten aber die Franzosen den 1. April nicht gänzlich ohne Frohsinn und Zeitver- treib vorübergehen lassen, weshalb sie sich kür diesen Tag allerlei Schabernack und tolle Streiche ausdachten, die sie nach dem Tier- Kreiszeichen dieses Monatswechsels„Fische“ nannten. Wohl den berühmtesten Aprilscherz aller Zeiten leistete sich im Jahre 1734 Herzog Franz von Lothringen, der von den Fran- zosen mit seiner Frau in der Festung Nancy gefangengehalten wurde. In der Nacht zum 1. April entkam nun das hohe Paar, das sich durch Freunde bäauerliche Kleidung zu ver- schaffen gewußt hatte, aus seinem Kerker. Auf der Straße jedoch wurde es von einem Einwohner erkannt, der die am Festungstor wachhaltenden Soldaten sogleich mit dem Rufe alarmierte:„Haltet den Herzog und seine Frau!“ Dieser schrie geistesgegenwär- tig lachend zurück:„April, April!“, womit er die Wachen täuschte und sich mit seiner Frau das Leben rettete. Un angefochten er- reichte das Paar die Meurthe, die es durch- schwamm, worauf es endgültig in Sicherheit War. Noch viel weiter geht wahrscheinlich der älteste Aprilscherz zurück, der in Deutsch- land die Runde machte. Im Jahre 1530 hatte der in Augsburg tagende Reichstag beschlos- sen, das staatliche Münzwesen zu vereinheit- lichen. Die Neuregelung sollte, da vorher noch viele Schwierigkeiten zu überwinden waren, erst am 1. April 1540 in Kraft treten. Gewissenlose Spekulanten, die hiervon Kenntnis hatten, gedachten nun diesen Ter- min für ihre Zwecke auszunutzen, indem sie große Valutenschiebungen vorbereiteten. Kurz vor dem langer warteten Monatswech- sel sah sich jedoch der Reichtstag abermals dazu veranlaßt, das Inkrafttreten des neuen Münzgesetzes zu verschieben. Die Spekulan- ten hatten hierdurch das Nachsehen und wurden damit, wie das Volk meinte, regel- recht„in den April geschickt“. Aehnliche Alle haben sich auch später noch mehrfach ereignet. Vor dem zweiten Weltkrieg meldete eine ganze Reihe im bayerischen Oberland er- scheinender Provinzzeitungen, daß das be- rühmte Münchner Oktoberfest„aus Zweck- mähigkeitsgründen auf den 1 April vorver- legt“ worden sei. Auch durch diesen April- scherz wurden Tausende von Menschen, die vergeblich nach München fuhren, zum Nar- ren gehalten. Die waffenlose Macht Roman der Barmherzigkeit/ Lebenswerk des„Mannes in Weiß“ Die völkerumfassende Idee des Roten Kreuzes der breiten Masse verständlich zu machen, ist das Ziel eines Sammelbandes „Die waffenlose Macht— Der Roman der Baumherzigkeit“, der anläßlich des 125. Ge- burtstages von Henri Dunant am 8. Mai unter der Aegide des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf und der Liga der nationalen Rotkreuz- Gesellschaften erscheint. Hauptbestandteil ist ein gleichnamiger Roman des österreichischen Schriftstellers H. G. Kernmayr, der zugleich für die Zusammen- stellung des Bandes zeichnet. 5 Der Verfasser schildert das Lebenswerk des großen Schweizer Menschenfreundes Henri Dunant, des„Mannes in Weiß“, sein erschütterndes Erlebnis auf dem Schlachtfeld von Solferino im Juni 1859, seinen unermüd- lichen Kampf um die Durchsetzung der Genfer Konvention zum Schutz der Verwun- deten, ihrer Pfleger und der Gefangenen, und ihr segensreiches Wirken im Verlauf des letzten Jahrhunderts. Berichte und Doku- mente über die umfassenden Leistungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und der nationalen Rotkreuz- Gesellschaften sind beigefügt, in denen die maßgebenden Führer dieser weltumspannenden Bewegung, darunter ihr Ehrenpräsident Max Huber, in eindringlichen Worten Ziel und Werk des Roten Kreuzes darstellen. Blick ins Land Vierjährige als blinde Passagiere Kiel.„Wir wollen nur zu Gerdi fahren“, sagten zwei vierjährige Mädchen, als dieser Tage der Schaffner des Triebwagenzuges einer holsteinischen Kleinbahn sie ohne Fahrkarten in einem Abteil entdeckte. Die beiden„Weltreisenden“ waren auf einer Station mit einer Frau eingestiegen. Der Schaffner selbst hatte den jungen Damen noch beim Einsteigen geholfen, da er dachte, daß sie zu der Frau gehörten. Erst als die Frau ohne die Kinder den Zug verließ,„ging ihm ein Licht auf“. Die beiden Kinder, die zu Hause schon vermißt worden waren, wur- den dann auf Kosten der Kleinbahn an den Ausgangspunkt ihrer„Weltreise“ zurück- gebracht. Polizisten überfahren Flensburg. Alle Tankstellen und Repa- raturwerkstätten im Bundesgebiet sind von der Polizei- Inspektion Flensburg gebeten worden, nach einem Kraftwagen zu kahnden, der dieser Tage bei Flensburg das Halte- signal einer Straßenverkehrsstreife der Polizei nicht beachtet, sondern nach kurzem Bremsen Vollgas gegeben und dabei einen Polizeibeamten überfahren hatte. Der Be- amte liegt jetzt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. „Steuersünder“ Hameln. Als„Steuersünder“ wurde die- ser Tage vom Amtsgericht in F un(We- ser) ein bei einer englischen Familie be- scläftigter Gärtner bestraft, weil er von der englischen Hausfrau Zigaretten als Trinkgeld angenommen hatte. Die Annahme dieser Zigaretten legte ihm die Zollbehörde als Steuerhinter ziehung aus. Das Gericht verurteilte ihn daraufhin zu 350 PM Geld- strafe und Wertersatz. Ein Vertreter des als Nebenkläger Augelassenen Zollamtes er- klärte vor Gericht, daß schon die geschenk weise Annahme einer einzigen englischen Zigarette, die einem eip bofreundeter Aus- länder Dauchen anbiete, eine Steuer- sünde sei. Allerdings bebe der Zoll aus „Zweckmäßigkeitsgründen“ davon abge- sehen, die Steuerhinterziemung in diesen Fällen strafregtlich zu verfolgen. Urlaubsfre n auf Dächern Tönning. Nur mit Hilfe der Feuerwehr konnte die Polizei am Wochenende in Tön- ning(Schleswig) einen 21jährigen Ruhrberg- mann festnehmen, der seinen ersten Ur- laubstag in bemerkenswerter Alkoholselig- keit verbrachte. Nachdem er mehrere Schau- fenster eingeschlagen hatte, begann er auf dem Dach eines Hauses mit der Schornstein- Demontage. Er schleuderte den Polizisten einen Stein nach dem anderen entgegen, schwang sich dann geschickt von Dach zu Dach und demolierte auch dort die Schorn- steine. Erst als ihm die Feuerwehr mit Löschwasser aus allen Rohren zu Leibe rückte, gab er sich geschlagen. Sorgen der Kleingärtner Bad Königstein. In einer Stellungnahme zum Entwurf eines Baulandbeschaffungs gesetzes äußerte der Verband deutscher Kleingärtner am Wochenende seine Besorgnis darüber, daß bei den Beratungen den Be- langen von nahezu einer Million deutscher Kleingärtner familien in keiner Weise Rech- nung getragen wurde. Der Verband fordert, dag zur Volkswohnung auch der soziale Kleingarten geschaffen wird und daß die bestehenden Anlagen erhalten bleiben. Fünftausend mit Herzsteckschuß Remscheid-Lennep. Etwa 5000 Männer mit Herzsteckschuß leben zur Zeit Deutschland. Wie Professor Dr. Robert Janker vom Röntgeninstitut der Universität Bonn in Remscheid-Lennep bei einem wis- senschaftlichen Filmvortrag sagte, ist diese Zahl auf Grund eingehender Untersuchun- gen ermittelt worden. 5 Osteransturm auf Landstraßen erwartet München. Die Landespolizei in Bayern erwartet zu den Osterfeiertagen wieder einen gewaltigen Ansturm auf die Land- straßen. Verstärkte Verkehrsstreifen wer⸗ den an allen Kreuzungen schon vor den i Feiertagen Aufstellung nehmen, um den Verkehr zu regeln. Besonders die Autobahn- strecke München— Salzburg soll unter Beob- achtung gehalten werden. Kurz vor Mün- chen wird sogar eine Umleitung geplant, um den rückflutenden Autosturm am letzten Feiertag sicher in die Stadt leiten zu können. Neue Erkenntnisse und Erfindungen Rauehtisch kühlt und wärmt Wenn an heißen Sommertagen eine Her- rengesellschaft um einen Rauchtisch versam- melt ist und dieser Rauchtisch angenehme Kühle spendet, ohne daß von einem Venti- lator Zug kommt, wird dies bei einem anre- 70 Senden Trunk und einer Zigarre oder Ziga- rette besonders angenehm empfunden. Wenn aber an kalten Wintertagen dieses gleiche Gerät eine anheimelnde Wärme ausstrahlt, mm möchte der Laie fast an ein technisches Wunder glauben. Hierbei handelt es sich aber, wie die Elektro-Nachrichten, Bielefeld, melden, durchaus nicht um ein solches, son- dern um ein Klimagerät einer deutschen irma, das sowohl der Raumheizung als auch der Raumkühlung dient. Das Gerät ist am Fuß mit einem Ventilator, über dem eine Heizbatterie sitzt, und für die Kühlung mit emem Kühleinsatz in der oberen Hälfte aus- Zestattet. Es kann je nach Wunsch auf Hei- zung und auf Kühlung gestellt werden. 10 Grad Warme Zimmerluft kann innerhalb von Minuten auf 70 Grad erwärmt werden, end beim Kühlvorgang 30 Grad warme merluft in der gleichen Zeit auf 10 ad herabgemindert wird. f ahlung von der Armbanduhr Künstlich radioaktiv gemachte chemische Elemente, sogenannte Radioisotope, sind in den letzten Jahren wertvolle Hilfsmittel der Forschung geworden. Nur scheint für diese Stoffe, die in grogen Mengen in den moder- nen Uranbrennern entstehen, nun auch das Wort des Goetheschen Zauberlehrlings zu elten, der die Geister, die er rief, nicht wie- der los wurde, Radioisotope von längerer Lebensdauer sind eine Gfährdung für den ischen, der ihrer Strahlung ausgesetzt ist. 3 Sie müssen daher unschädlich gemacht wer- den. In England wirft man, wie die„Nach- richten aus Chemie und Technik“ melden, die „Atomabfälle“ in Betonbehälter und versenkt sie im Meer. In USA sammelt man sie in unterirdischen Tanks und leitet sie verdünnt in die Flüsse. Die Frage, wie es in 100 Jah- ren möglich sein wird, der dann zweifellos Stark angewachsenen Mengen an Radioiso- topen Herr zu werden, stellt die chemische Forschung schon heute vor dringliche Aufga- ben. Man hat berechnet, daß eine Strahlung von 50 Milliröntgen pro Tag die obere Gren- ze dessen ist, was ein Mensch ohne Schaden ertragen kann. Eine Armbanduhr mit Leucht- Zifferblatt bestrahlt den Arm ihres Trägers mit etwa zehn Milliröntgen am Tag, sie ist also völlig unschädlich. Aber die Radioisoto- pe langer Lebensdauer erobern sich auch außerhalb der Forschung immer neue An- wendungsgebiete, so daß das Problem der Verhütung von Strahlungsschäden bald akut werden dürfte. Motorräder werden entstört Die Zündanlage der mit einem Otto-Motor ausgerüsteten Kraftfahrzeuge wirkt auf be- nachbarte UK W- und Fernsehempfangsgeräte Wie ein kleiner„Störsender“ ein. URW- Hörer, die an einer Verkehrsstrage wohnen, wissen davon ein Lied zu singen, und beim Fernsehempfang wird die Freude am leben- den Bild erheblich getrübt. Als Ergebnis ei- ner langen Versuchsreihe des Funktech- nischen Zentralamtes in Darmstadt wurden nun It. Radmarkt, Bielefeld, Entstörstek- ker für die Zündkerzen entwickelt, deren Wirkung von allen Fachleuten als ausrei- chend befunden wurde. Der Verband der Fahr- rad und Motorradindustrie hat dieser Ent- Störart zugestimmt. Immerhin wird es noch einige Zeit dauern, bis diese Funkentstörung Vorschrift wird, da die Motorradindustrie zur Umstellung ihrer Fertigung auf funkentstörte Maschinen mindestens sechs Monate Versuchs- zeit und 18 Monate Uebergangszeit bean- Sprucht. Schutz des Autochassis Nach langen Erprobungen ist jetzt ein Wirksamer Schutz des Autochassis gegen Steinschlag, Korrosion und Undichtigkeiten gefunden worden. Bei diesem neuesten Er- zeugnis der chemischen Industrie, das erst- malig auf der Internationalen Automobil- ausstellung in Frankfurt vorgeführt wurde, handelt es sich um eine gummiartige che- mische Masse, die aber keinen Naturkaut- schuk enthält und aus diesem Grunde her- vorragend alterungsbeständig ist. Die Schutzschicht wird gebrauchsfertig in Blech- dosen geliefert. Sie kann im normalen Spritzverfahren auf einfachste Weise auf die vorher zu reinigende Fläche des Neu- und — Was besonders wichtig ist— des Ge- brauchtwagens aufgespritzt werden. 8 bis 12 Stunden später ist das Fahrzeug wieder betriebsfähig. Nach der Austrocknung der Schutzschicht bildet sich ein hochelastischer Ueberzug, der auf Grund seiner chemischen Zusammensetzung eine hervorragende Wärme- und Kältebeständigkeit und eine ausgezeichnete Haftung aufweist. Der neue Unterbodenschutz hat neben den bereits er- Wähnten Eigenschaften noch den großen Vorzug, daß er die lästigen Dröhngeräusche ganz erheblich vermindert. Chemie gegen Fahrerflucht Der Einsatz der Chemie in der Krimi- malistik entwickelt sich ständig weiter. Ein interessantes Kapitel ist die Werkstoffprü⸗ Furig mit Hilfe der Chemie. Die chemisclie Prüfung von kleinsten Tatresten. wie z. B. Farbspuren, Metallspänchen und Verbren- nungsprodukten ermöglicht Schlüsse auf die Ausführung der Tat bzw. auf den Täter Selbst. Als besonders interessant ist zu er- Wähnen, daß die Untersuchung von Farb- spuren nicht nur bei Verbrechen, sondern auch bei Verkehrsunfällen wichtige Rück- schlüsse geben kann. In stark motorisierten Ländern, wie z. B. in den USA hat man eine Kartei von Autofarben und Autolackproben angelegt. Sie umfaßt die bei sämtlichen Fir- men hergestellten und verwendeten Lacke. So ist es häufig möglich, z. B. bei Fahrer- Hucht, allein auf Grund von Spuren der Fahrzeuglackierung nicht nur die Firma und die Autotype zu bestimmen, sondern auch das Herstellungsjahr des betreffenden Wa- gens anzugeben. Dreidimensionale Landkarten Professor William T. Holser von der Cor- nell- Universität Gthaca, New Lork), hat ein neuartiges karthographisches Verfahren entwickelt, bei dem mittels Radar vom Flug- zeug aus dreidimensionale Geländekarten hergestellt werden können. Diese Technik erlaubt genaue Luftaufnahmen auch bei schlechtesten Sichtverhältnissen. Radio 8011 Stadtbeleuchtung ein- und ausschalten a Die Stadtverwaltung von New Vork hat bei den zuständigen Behörden in Washing- beeinträchtigen. In New Lork gibt es fast 9500 Kilometer beleuchtete Straßenzüge. Gehirn produziert Schlafstoffe. 8 Daß unser Gehirn nicht ruht, während Wir schlafen, dürfte allgemein bekannt sein. Neu dagegen ist die Erkenntnis, dag das Gehirn im Schlaf laufend Stoffe produziert, die den Schlaf unterhalten bzw. überhaupt bewirken. Dieses Ergebnis brachten Tier- versuche, die kürzlich in einem deutschen Institut angestellt wurden. Aus den Gehir- nem von Tieren, die sich im tiefen Winter- schlaf befanden, wurden Extrakte gewon- nen, die man Hunden und Katzen injizierte und sie damit in langdauerden Schlaf ver setzte. Diese Stoffe naben mit den bereits bekannten Ermüdungsstoffen nichts zu tun es sind auch keine Hormone., Ihre Zusam- mensetzung ist bis jetzt jedoch noch nicht bekannt.. Fluor beschleunigt aden Heilung von Knochenbrüchen Das in zahlreichen amerikanischen Ge meinden dem Trinkwasser zur Verhütung von Zahnerkrankurgen zugesetzte Fluor. auhßerdem die Fähigkeit haben, den He lungsprozeß bei Knochenbrüchen und ande ren Knochenerkrankungen zu beschleu Chirurgen der medizinischen Fakul f Washington Universität haben— laut Ame rikadienst— bei zahlreichen, vor allem teren Patienten, denen im Trinkwasser rem von Fluor verabreicht wu 2 ton darum ersucht, die Sendeanlage der New' lich schnellere Heilungserfolg Vorker Radio-Station WVNC zum Ein- und Ausschalten der Straßenbeleuchtung verwen- den zu dürfen. Die Schaltung durch einen Funkimpuls soll bedeutend zuverlässiger und weniger kostspielig sein als das bisherige mechanische System und außerdem die Rund- kunksendungen der Station in keiner Weise Robot- Wetterstation 400 Kilometer von der nächsten bes Station entfernt wurde von der USA-L. waffe auf den Aleuten eine automat arbeitende Wetter-Station aufgestellt, di ihre Meßergebnisse regelmäßig für 1 und Flgugzeuge in den Aether 11 MANNHEIM Mittwoch, 1. April 1953/ Nr a Sag's mit Beumen Kein Aprilscherz, Gartenbaudirektor Buß- jäger ist heute seit 40 Jahren in städtischen Diensten als Gartengestalter tätig. 1935 kam er nach Mannkeim. Wenn wir unserem Garten- baudirextor aus diesem Anlaß ein besonderes Wort widmen, 0 deshalb, weil das Datum so passend in die Jahreszeit paßt. „Aber an Blumen fehit's im Revier“ Neißt es in Fausts Osterspaziergang, den jeder die Literatur liebende Zeitgenosse zur Zeit liest. Das ist Bugjägers Hochzeit, denn diesen Aus- spruch von Dr. Heinrich Faust kann er Sich nie und nimmer gefallen lassen. Und so wer- den wir denn sehen, daß sick alsbald alle Plätze, alle Anlagen, Rabatten, Beete und Hänge mit den Blumen der Jahreszeit füllen und unser Auge vor Ostern, an Ostern und nach Ostern erfreuen. 8 Seitdem unser Bauwesen wenig Gebrauch mehr macht von den Buntsandsteinen unserer engeren Heimat und matte Kunststeintafeln oder kũklen grau- grünen Muschelkalk vorzieht, schleicht sich Monotonie in unsere Straßen und Plätze, eine einlullende Einförmigkeit, die sel- ten genug durch interessante Konturen unter- brochen wird. Deshalb kommt dem Gartenbau- gestalter und seiner Phantasie desondere Be- deutung zu, weil er unablässig demükt ist, farbige Tupfen und lebendiges Blühen in die Nähe unserer Betonskelettstraßen zu bringen, deren xärglicke Nüchternheit uberwindend. Zu seinem Arxbeitsjubildum sprechen wir den Wunsck aus, daß möglichst wenig Flächen Seiner Arbeit entzogen, daß ihm im Gegenteil möglichst alle Leerfläcken zur Verfügung ge- Stellt werden. In Wille und Vorstellung hat er sie sowieso alle schon mit Blumen und Zier- strauchern bevölkert und in eine Augenweide verwandelt. F. W. K. Dienstjubiläum in L 6, 1 Im Präsidentenzimmer Vor 25 Jahren, am 1. April 1928, kam Dr. Rudolf Leiber als Abteilungsleiter an das Manaheimer Polizeipräsidium. 1930 wurde er Stellvertretender Polizeipräsident im Range eines Oberrechtsrats. In dieser Eigenschaft hatte Dr. Leiber die„Justizförmigkeit der Polizei zu gewährleisten“. Das war nach 1933 Sar nicht so einfach. Zunächst waren Polizei- präsidenten da, die nicht einmal in Gedanken in der Lage gewesen Wären, die Funktionen dier Polizei von Gesetz und Recht zu trennen. Dann Allerdings setzten sich die Tendenzen einer falsch verstandenen„Staatsraison“ durch. Diesem Staate gegenüber hatte der Einzelne immer Unrecht. Zu dieser Zeit war der gewissenhaft ratende Dr. Leiber nicht länger tragbar, der bis dahin durch seinen Mut und seine rechtlich fundierte UDeberzeu- Sungstreue Mißgriffe verhindern und mig- liebige Personen schützen konnte, die ohne seinen Einspruch, mit dem er sich jeweils selbst exponierte, in Kislau gelandet wären. 1938 wurde dieser unbequeme Verhinderer am Unrechttun an das Oberversicherungs- amt, das wir damals noch in Mannheim hat- ten, abgeschoben. Es war erfreulich, daß Ober bürgermeister Braun 1945 den verdien- ten und zu Unrecht zur Seite geschobenen Samteg an die Spitze des Polizeipräsidiums berief, es war das auch ein Akt der Rehabili- tierung. Unter dem Schutz der von Polizei- räsident Dr. Leiber geführten Polizei be- Hndet sich die Stadt Mannheim durchaus nicht schlecht, dünkt uns. Erdgas im Schloßgarten Gesucht war Schwefelduelle Seit drei Wochen werden im Schloßgarten zwischen Rheindamm und Eisenbahnlinie Bohrversuche unternommen mit dem Ziele, ine im 17. Jahrhundert dort nachgewiesene ſchwefelquelle wieder zu erschließen und utzbar zu machen. Zur großen Uberraschung der Bohrleitung kam es gestern abend 2u einem Erdgasausbruch, bei dem glücklicher- eise keine Menschenleben zu Schaden kamen. Im Laufe der Nacht, offenbar durch Funkenflug des kurz nach 22.00 Uhr die einbrücke überfahrenden Dortmunder Schnellzuges, geriet das Gas in Brand, so daß seitdem eine Stichflamme zum Himmel lodert. Die Mannheimer und Ludwigshafener Feuer- Wehren konnten bis zur Stunde das Feuer nicht löschen. Wo gehen wir hin? Mittwoch, 1. April: Nationaltheater 19.30 bis 25 Uhr: Die Macht des Schicksals“: Mozart- 19.30 bis 22.15 Uhr:„Bäume sterben auf- Palast: Flucht nach Nevada“, 9.50, 11.50, Uhr:„Die schwarze Maske“; Ufa-Theater Uhr:„Schneewittchen und die sieben rge“(Märchentheater Kurpfalz); Amerika- 20.00 Uhr: Kulturfilmabend:„Im Zeichen reuzes“; 14.30, 16.00, 18.00 Uhr: Film für chsene:„Millionen auf Achse“, 19.30 Uhr: allplattenkonzert mit Werken von J. S. Bach. )onnerstag, 2. April: Nationaltheater 19.30 21.30 Uhr:„Columbus“; Mozartsaal 19.30 22,15 Uhr:„Bäume sterben aufrecht“; Ro- zarten 14.00 bis 21.00 Uhr: Fernsehvorfüh- Amerikahaus 18.30 Uhr: Film für Er- „Wonders unlimited“, 14.00. 15.00 Film für die Jugend:„Männer der 80 N 8 Wie wird das Wetter? e 2 Vorübergehend Besserung Vorhersage bis Donnerstag früh: Meist heiter. Bei leichten Win- dien wechselnder Richtung Ta- geshöchsttemperatur nur bis 15 Grad ansteigend. Nachts teil- Eine neue Störung Über den britischen Inseln. des Rheins am 31. März 1933: )(anv.), Mannheim 2866(2), Worms ub 201 5). des Neckars am 31. März 1953: 2(45), Gundelsheim 192(712), unv.). 8 Föhnstimmung in E 4 Der Stadtrat zeigte sich ausgesprochen Rosengurten-müde Die Angleichung der Beamten- und Angestelltengehälter wurde beschlossen Keine Osterstimmung herrschte gestern im Stadtrat, wie Oberbürgermeister Dr. Sitzung feststellte. Iingshaftem Auftrieb gewichtige Vorlagen in Heimerich noch während der öffentlichen Teil gebracht hatte, lich kurz bemessenen Fristen, die ihnen den. Die reizbare Föhnstimmung erreichte ihren Höhepunkt, als das in verschiede- nen Ausschüssen niedergestimmte Terrassenrestaurant des Rosengartens aus der Versenkung hervorgeholt wurde. Auch in lage nicht genügend Freunde und mußte Wiedervorlage zu gewärtigen Sei, Beinahe wäre die Mißstimmung dem Be- treff„Gehaltsverhältnisse der Beamten und Angestellten“ zum Verhängnis geworden, der in der Folge den ordentlichen Haushalt jähr- lich um 5,3 Millionen belasten soll. Zunächst handelt es sich darum, daß die für die Bun- desbeamten und Versorgungsempfänger ge- troffene Erhöhung der Kinderzuschläge vom 1. Januar 1953 ab, des Wohnungsgeldzuschus- ses vom 1. Januar 1953 ab und des Grund- gehalts(20 Prozent) vom 1. April 1953 ab auch für die Beamten und Versorgungsempfänger der Stadt Mannheim übernommen wird. Der Mehraufwand zu Lasten der ordentlichen Haushaltspläne 1952 und 1953 beträgt zu- nächst 1 968 000 DM. für die Stadtwerke 710 00 DM. Für Weihnachtszuwendungen 1953 werden in die Haushalte 409 000 DM be- ziehungsweise 257 000 DM einkalkuliert. Nach längeren Debatten über Zweckmäßigkeit oder Unzweckmäßigkeit einer Vertagung wegen der Größenordnung der in der Vorlage ge- nannten Beträge stellte sich nach Ablehnung des Vertragsantrages heraus, daß die Frak- tionen ohne Ausnahme jedem einzelnen Be- amten und Angestellten die bescheidene ver- besserung seiner Bezüge sehr wohl gönnen, die eine völlige Angleichung an das Preis- niveau noch nicht bringt, wenn auch die enorme Belastung des Stadtsäckels ebenso einmütig beklagt wurde, weil sie die Verfü- Sungsmittel für Sachausgaben enorm ein- schränkt. Nicht ohne Neon Stadtrat Maier(CDU) hatte in der„Offen- lage“ die vom Verwaltungsausschuß mit klei- ner Mehrheit beschlossenen Verbesserungen und Verschönerungen am Rosengarten und um denselben herum angehalten und vor das Plenum zitiert. Er war der nicht unebenen Auffassung, daß die fremden werbenden Be- leuchtungsmaßnahmen für die Einheimischen überflüssig wären und vom Pächter getragen Werden sollten. Zum mindesten sollte die Ausgabe auf Zeiten mit besserer Kassenlage verschoben werden. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, daß die Stadt als Verpächterin beschwerten sich Stadträte über die außerordent- zurückgezogen werden. Während die Verwaltung in früh- den öffentlichen und den nicht- für die Durchsicht zur Verfügung stan- der abgeänderten Form fand die Vor- mit dem ahnungsreichen Vermerk, daß am Rosengarten die Verbesserungen des nächtlichen Erscheinungsbildes zu tragen habe. Terrussenrestuurunt ohne Gegenliebe Dafür sprach sich eine sogar noch größere Mehrheit mit aller Energie gegen die eben- Falls von Verwaltungsrat Dr. Hahn vorgetra- gene Ausgestaltung des Terrassenrestaurants an der Ecke Friedrichsplatz—Stresemann- straße aus. Die billigeren Vorschläge für ein solches Terrassenrestaurant erwiesen sich als minderwertig und für den ursprünglichen Plan, dessen Ausführung etwa 40 000 DPM(für 107 Sitzplätze) kosten sollte, konnte sich außer den Spitzem der Verwaltung niemand erwärmen. Uebers Jahr wird uns die Vorlage wieder begegnen. Einschaltung des Bericht- erstatters: Im normalen Wirtschaftsleben regelt ein Restaurateur seine Wünsche nach Theutermeubau- Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung er- stattete der Oberbürgermeister Bericht von dem Stand der Theaterneubaufrage nach dem Studium der in der Kunsthalle aus- Sestellten Entwürfe, nach dem Anhören der beteiligten Architekten und Bühnentechni- ker und nach der Generaldebatte, die sich im Theaterbauausschuß angesponnen hatte. Leidenschaftlich prallten die Meinungen aufeinander. Während die Spitzen der Ver- Waltung aus begreiflichen Gründen zu einer endgültigen Fixierung des Theaterplatzes kommen wollten, kämpfte eine Minderheit sehr energisch dafür, daß den von aus- wärtigen Sachverständigen vorgetragenen schwerwiegenden Bedenken gegen den Goetheplatz Rechnung getragen werde, lei- der ohne Überzeugende Vorschläge für einen anderen Platz machen zu können. Aus verschiedenen Lagern wurden Stim- men laut gegen„Bevorzugung“ Auswärtiger Architekten, worin man eine Unterbewer⸗ tung einheimischer Kräfte zu erkennen Slaubte. Von Wichtigkeit war der Sach- verhalt, daß die Mehrheit der Stadträte sich über die Einwande von Sachverständigen einem Terrassenrestaurant mit seinen Liefe- ranten, wer versucht's? Parkmöglichkeiten in R 2 Föhnstimmung durchzitterte heiße Debat- ten um die Frage, ob bei der R 2-Schule Park- möglichkeiten geduldet werden sollen oder nicht. In außerordentlich temperamentvollen Wendungen wurde der Direktor der Schule dafür verantwortlich gemacht, daß ein Vor- schlag des Tiefbauamts, die Straße zwischen R 1 und R 2 zu Lasten des Kirchgartens und des Schulhofes um 2,5 Meter zu verbreitern, um einen Geländestreifen für Parkmöglich- keiten zu gewinnen, nur sehr geteilten Wider- hall finden konnte Redner der CDV und der KPD waren für Lärmfreihaltung der Schule. Stadtbaudirektor Jörg trug vor, daß der Geländeverlust am Schulhof 70 Quadratmeter ausmache, daß aber nach einer Uebereinkunft mit der evangelischen Kirchengemeinde an „Auslauf“ für die Schüler 900 Quadratmeter Sewonnen werden könnten, für deren garten- bautechnische Herrichtung die Stadt Sorge tragen wolle. Nach heftigen Erörterungen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Parkproblems in der Innenstadt ergab die Abstimmung eine beachtliche Mehrheit für die Verbreiterung der Straße, um mit einem Kostenaufwand von 17 O00 DM Park- möglichkeiten für 12 bis 15 Wagen zu ge- winnen. nicht öffentlich Slaubten hinwegsetzen und mit den ungün- stigen Voraussetzungen des Platzes irgend- wie schon fertig werden zu können. Da über die Höhe der voraussichtlichen Kosten die mehr oder minder begründeten Meinungen sehr weit auseinander gehen, verdiente ein Vorschlag Beachtung, der für ein Studium der Ursachen für die großen Kosten- überschreitungen bei den Theaterbauten in München und Frankfurt sich aussprach, um aus den dort gemachten Fehlern eventuell hier etwas zu lernen. Fest dürfte stehen, daß das Städtische Hochbauamt den Theater- bau nicht baut, aber die Nebengebaude, und daß sich für die endgültige Gestaltung ein Plan herausschälen wird, der auf der Linie der Entwürfe von Professor Rudolf Schwarz, Köln, liegen wird, modifiziert durch àußerste Vereinfachungen im Bauprogramm. Ein Be- trag bis zu 20 000 DM. aus Mitteln der Rück- lage zum Wiederaufbau des Nationaltheaters für etwa noch entstehende Kosten bei der endgültigen Projektierung wurde mit Mehr- heit genehmigt. Mannheim hat seinen Zankapfel. F. w. k. Maimarkt 1953 mit südwestdeutscher Metzgereiſuchuusstellung Vieh- und Landmaschinenschau, Reitturnier, Pferdemarkt und ADñAC-Zielfahrt als Rähmenveranstaltunge Der traditionelle Mannheimer Maimarkt Warf seine Vorausschatten auf eine Presse- besprechung, zu der die Organisatoren Sestern in das Rosengarten-Restaurant ein- geladen hatten. Er wird dieses Jahr vom 1. bis 5. Mai auf dem Schlachthof abgehalten. Mittelpunkt ist eine große„Südwestdeutsche Metzgerei- Fachausstellung“ vom 1. bis 0. Mai, auf dem Friedensplatz, mit der gleichzeitig der 75. Geburtstag der Mannhei- mer Fleischerinnung begangen wird. Man hofft, während dieser Tage auch die schon seit längerer Zeit geplante Mannheimer Metz- gerei(meister)fachschule eröffnen zu können. Der Reiterverein wird ein Reit- und Springturnier an den Rennwiesen mit Schau- vorführungen veranstalten, der Mannheimer Automobilklub arrangiert eine Ziel fahrt, und die Einzelhändler werden ihre Geschäfte am „Mai- Sonntag“(3. Mai) offen halten. Der Maimarkt umfaßt während seiner fünftägigen Dauer— den Maimarkt-Diens- tag einbezogen— drei Sonn- und Feiertage. Im Schlachthof wird ein Pferdemarkt und eine Mastviehausstellung gezeigt sowie eine Schau land wirtschaftlicher Maschinen und Geräte mit einer größeren Ausstellungs- fläche als im Vorjahr. Eine Reihe weiterer Veranstaltungen ist vorgesehen. Die„Sümefa“, eine Fachschau des Flei- scherhandwerks, wendet sich nicht nur an den Metzger, sondern auch an den Gast- wirt und darüber hinaus die ganze Bevölke- rung. Sie ist eine über den örtlichen Rahmen hinausgehende Ausstellung. Ihre Träger sind der Landesinnungsverband im Deutschen Fleischerhandwerk und die Fleischerinnung Mannheim, die ihr 75. Jubiläum am 3. Mal damit verbindet. Am gleichen Tage wird auch der„Badische Fleischertag“ eine Dele- Fisch- Fund jetzt präpariert Für viele, die am 15. März 1953 ihren Sonntagspaziergang zum Weiher im Oberen Luisenpark unternahmen, war es ergötzlich zu sehen, wie einige Männer mit Wasser- stiefeln, Schleppnetzen, Nachen und Fisch- Kasten ausgerüstet daran gingen, Goldkarp- fen zu fangen. Herrliche Exemplare fanden ihren Weg in den Fischkasten. Eine große Ueberraschung war den Fischern insofern zuteil, als beim FHerausnehmen eines Schleppnetzes an der Ostseite des Weihers ein molchartiger Fisch mit sechs Füßen zum Vorschein kam, so wie sie mitunter noch an der Küste von Madagaskar gefangen werden. Es handelt sich um einen Fisch, der sowohl im Wasser als auch in der Luft leben kann und eine Länge von 60 em hat. Der Fisch wurde inzwischen in der Universität Heidel- berg präpariert und steht heute in R I, 2, am Marktplatz, zur Schau. Sierten-Versammlung und Kundgebung des Landesinnungsverbandes gestartet. Das Ausstellungsgelände auf dem Frie- densplatz mißt über 40 000 Quadratmeter, auf denen acht Hallen erstellt werden. Eine davon wird von den Fachorganisationen und der Mannheimer Handwerkskammer als „Ehrenhalle“ ausgestaltet, und die Berufs- schulen sowie die Interessengemeinschaft für Lederforschung und Häuteschädenbekämp- kung wollen Lehrschauen zeigen. Gleich- zeitig demonstriert Mannheims Fleischer- innung eine Wurstküche im Betrieb, deren Erzeugnisse in einem Musterladen angeboten Werden. Eine andere Halle ist Jubiläumshalle“ der Fleischerinnung überschrieben, während Metzger und Gastwirte eine gemeinsame 0 Sonderschau„Vom Schlachthof zur Fest- tafel“ bestreiten. Als von besonderer Bedeutung betrach- ten die Veranstalter die Tatsache, daß die „Sümefa“ auch„die Jugend anspricht und sie auf die Möglichkeit des Metzgerberufes aufmerksam macht, daß sie die Hausfrau an- spricht, die an Hand praktischer Beispiele erläutert bekommt, wie sich der Preis ent- wickelt, wenn sie sich einmal als Käuferin von Fleisch und Wurst Gedanken macht Wem imponierte als Verbraucher nicht eine „Die Persönlichkeit k Freiheit und Gleichheit durch Brüderlichkeit versb „Verfall und Aufbau der Persönlichkeit“ hatte Professor Dr. Stepun München) seinen Vortrag überschrieben, den er am Montag in der Veranstaltungsreihe„akademischer Win- ter“ in der Kunsthalle hielt und das„zentrale Zeitproblem“ der Persönlichkeit, wie er es nannte, von der philosophischen, soziologi- schen und religiösen Seite aus beleuchtete. Professor Stepun ging von der Verflüch- tigung der Persönlichkeit in das„speziali- stisch ausgerichtete Leistungssubjekt“ und in den Massenmenschen aus und zeigte am Bei- spiel eines modernen Industriebetriebes die „Auflösung in Methode ohne die Totalität der Gestaltung“ auf, die nicht nur wirtschaftliche Endprodukte, sondern in erster Linie der Persönlichkeit entkleidete Menschen schaffe, die nach Arbeitsschluß von allen möglichen Organisationen und Interessenverbänden ab- sorbiert würden. Diese Ausklammerung des Menschen im wirtschaftlich-soziologischen Raum habe vor 400 Jahren begonnen, schlage sich in der heutigen Form als typisches Ver- kfallsprodukt der Persönlichkeit nieder und löse den Menschen in vermaßten Kollektiv- empfindungen völlig auf. Schau von Würsten, deren Gewiefit 180 Zent- ner beträgt!“ 5 Die Aussteller hoffen, daß Maimarkt und „Sümefa“ sich gegenseitig bublikumsmäßig befruchten werden.„Ich bin überzeugt, daß der Maimarkt wieder wie früher ein Fest der ganzen Mannheimer Bevölkerung sein Wird, sagte Beigeordneter Riedel,.„Tradi- tion verpflichtet— auch im Fleischerhand- Werk“ war Obermeister Selzers Meinung und Verkehrsvereins- Geschäftsführer Dr. Vogel drückte seine Zuversicht aus, dag Mannheim als Fremdenverkehrsfaktor, jedem Ansturm gewachsen“ sei. rob Tödlich abgestürzt. In einem Neubau stürzte ein 51jähriger Arbeiter durch eine ffnung im Dachboden und blieb sechs Meter tiefer im Erdgeschoß liegen. Er zog sich schwere innere Verletzungen zu, an deren Folgen er im Krankenhaus verstarb. Der tägliche Unfall. Mit zu hoher Ge- schwindigkeit bog ein amerikanischer Last- Wagen aus der Amorbacher Straße in Wall- stadt in eine Seitenstraße ein. Er geriet ins Schleudern und auf die linke Fahrbahn. Ein, auf einem Fahrrad entgegenkommender Lehrling wurde erfaßt. Mit lebensgefaàhr- lichen Verletzungen mußte er ins Kranken- haus gebracht werden. „Akademischer Winter“: Aus dem Gegensatz zwischen Gemein- schaft(Von Persönlichkeiten) und Gesellschaft (Von Leistungssubjekten) zog Professor Stepun die Schlußfolgerung, daß die Persönlichkeit von der transzendenten Id se, der Mensch dieser Tage aber aus der zur Stützung ir- gendwelcher Machtpositionen konstruierten Ideologie lebe, die auf Grund der die sehenden Augen ersetzenden„Standpunkts Montagen“ keine Diskussion mehr miteinan- der, sondern nur noch Argumentation gegen- einander zulasse. Gegenüber der„Habenschicht“ des Men- schen, deren Inhalt(Sorgen, Autos, Angst, Hoffnung, Frau, Kinder) stets„AUs wechselbar und teilbar“ sei, führte Stepun weiter Aus, stelle die Seinsschicht“ den ruhenden Pol in der Erscheinungen Flucht dar, erlebe die„Ha- ben“!- Veränderungen unveränderlich mit, und sei nur dann einer Gemeinschaft fähig, wenn sie die„wahre Liebe zum Du“ enthalte. Aus dieser Liebe zum Nächsten(jeder Mensch hat einen bestimmten Auftrag Gottes zu erfüllen und ich bin verpflichtet, ihm die Freiheit zur Ausführung dieses Auftrages zu geben“) de- finierte der Vortragende den eigentlichen Sitz der Persönlichkeit.„Persönlichkeit ist der Kurze MM-Meldungen Badisch- Pfälzischer Luftfahrt- verein e. ach f Mitgliederversammlung am 2. April, 20 im Lokal„Landkutsche“, D 5, 3. Reichsbund Ortsgruppe Innenstadt. Sp stunden ab sofort jeden Donnerstag, 18.0 20.00 Uhr, im Lokal„Kleiner Gambrin G 5. 17. i Freier Bund zur Pflege der bilde Kunst. Der für 1. April, 19.30 Uhr., in Kunsthalle vorgesehene Vortrag von Dr ö Passarge„Querschnitt durch die europäis Malerei der Gegenart“ mußte auf einen 8 ren Zeitpunkt verlegt werden. j Tennisplätze spielbereit. Wie das Städtise, Gartenbauamt mitteilt, sind ab Karfreitag 1 Tennisanlagen im Mannheimer Stadion m der geöffnet. Wir gratulieren! Wilhelm Dieferba Mannheim, Hansastraße 30, 1 es 4 Bür Neckarau, Altersheim(früher H 7, 30), wird Josef Stumm, Mannheim Rheinau, stadter Straße 14, wird 79 Jahre alt. Franz, Mannheim- Rheinau, 46, ist 25 Jahre bei der Firma Sunlicht sellschaft AG. tätig. Im Kaufhaus Braun nen Sofle Kümmerle und Herta Neureuth das 40., beziehungsweise 25. Dienstjubilä begehen. Jakob Mayfarth, Mannheim-Neckara Maxstraße 16, kann auf einè 50jährige Tätig keit bei der Firma Rheinische Gummi- un Celluloidfabrik, und Fritz Boy, Oftershei Röchlingstraße 26, kann ebenfalls auf ei 50jährige Tätigkeit bei der desbahn. Bahnbetriebswerk Mannheim, 2 rückblicken. Arthur Röhnert, Mannheim-Lin 3 denhof, Adler-Drogerie, kann 50. Berufsjub läum feiern. Er ist weit über die Grenze Mannheims hinaus als Drogist bekannt. Widerspenstige Amazone. Ein 18 jäh Mädchen. Straße ohne Ausweispapiere herumstreunte x Wurde festgenommen. Sie setzte sich Händen und Füßen zur Wehr, wollte Bil 0 Stu Lar kle- erhielt gesetze, esamt Deutschen Bun f es Sk das auf der Friedrich-Eberh vielmel eit, E Da suchend in einen amerikanischen Jeep sprin, Kreide; Sen, alles ohne Erfolg. Dickrübendiebe. In Seckenheim wurden Aus Diekrüben ausgegraben und mit einem Last⸗ Wagen ahtransportiert. Schaden etwa 300 D. Brandstifter. Ein 54jähriger Mann, der offenbar zuviel getrunken hatte, versuch zweimal seine Wohnung in der Schwetzin. Serstadt anzuzünden. Die Nachbarn kKonn. ten ihn daran hindern, Bis zu seiner rnüch⸗ terung wurde er festgenommen. Filmspiegel Palast:„Flucht nach Nevada“ Ein Wildwester, der so etwas wie ei Psychologisch untermauerte Handlung b sitzt und dessen Held(Joel Mecrea) trotz eines bösartig ausgeführten Bankraubes mi hat ma einer Rübenmiete etwa 100 Zentner und N. denken er nich Geldve der Gi. allen sich daraus ergebenden verfolgenden Folgen kein Verbrecher ist, sondern sich als Mensch bewährt. Daß die Geschichte nich mit dem obligaten Sie-kriegen-sich aufhö sondern alle Lösungen offen läßt, berül sympathisch, wie auch die darstellerische Leistungen zwar nicht überdurchschnittlich, Aber doch überzeugend wirken. Einzig Hegi(Alfred E aht die diesen Seh N durch dort Leere, wo eine Fülle von Hand- Jung erwartet wird. In weiteren Rollen: bones Einhorn Frances Dee, Charles Bickford und Joseph Calleia. HW Kamera: Korea a Kaum vernarbte Wunden reißt dieser Film neu auf. Wir haben das Pfeifen der Bomben, das Heulen der Stukas noch in de Ohren. Um uns herum liegen noch ger Trümmer. Jeder Migton, N schneidet uns um so schärfer ins Herz. D. Konsequenzen des Films sind hoffnungs! 25 Das ganze„Gequassel“ in der UNO führt zu nichts. Korea beweist, daß am Ende do immer wieder die Gewalt entscheidet. Und dann ist da die fragwürdige Sache mit d Massaker eines Flüchtlingsstromes durch INO-Truppen. Der Versuch einer Rechtfer tigung mit dem Hinweis, daß Partisanen un Waffen mit den Flüchtlingen eingeschmuggelt Werden sollen und Ueberblendung auf ge kallene amerikanische Soldaten vermag na dem Drehbuch die Verlobte des verantwort. lichen Offiziers zu überz wertes Heldentum, sondern eine bedauerlich Folge des Kriegshandwerks. In den Haupt rollen Robert Mitchum und Ann Blyth, b-t unn nur aus dem Du heruus leben“ öhnen/ Vortrag von Professor Fedor Stepun Mensch, der nicht vom„ich“ ausgeht, sonde vom„Du“ aus lebt und im Nächsten die Wu zel seiner Existenz erkennt.“ 5 Der zweite Teil des Vortrages befaßte ich mit positiven Lösungsvorschlägen zur Krise der Entpersönlichung und verneinte nicht de heute nun einmal unentbehrlichen Spezi listen, sondern dessen„Arroganz“, die es ve hindere, daß er sich selbst ergänze. Durch lässig für andere Meinungen zu werden und eine„ordensartige Verbindung für das Lebe zum du“ seien die Voraussetzungen für die Verwirklichung der drei Forderungen der französischen Revolution: Die Versshnung von Freiheit und Gleichheit im Geiste chris licher Brüderlichkeit. 5 Als die drei„Territorien“, auf denen diese Synthese erreicht werden müsse, nannte Pro- fessor Stepun innerpolitisch die Aufhebung des Klassenkampfes zugunsten einer echt Solidarität, außenpolitisch die der Nation auf der Basis der V.. Nationalismus“ und, als die vornehmste euro päische Aufgabe, durch Ueberwindung de 1 weißen Rassendünkels die andersrassige 9 Völker zu nationalen Persönlichkeiten Zu machen. w/ D-Srot wird sie 80 sagt Fràulein G. aus Mannheim, Rathenau- Dir erhalten werden. straße, und so werden auch Sie sagen, wenn Sie regelmäßig das nahrhafte und bekömmliche 2 Brot Erhältlich in ellen führenclen Fechgeschäften. 8 lleinvertrieb u. Bezugs quellen nachweis: Sroßböckerei pfliegens dörfer, Weinheim 1 A N bring ildenigesetze, (Besamtstrafe in Dr. der 6114 5 ropäisgemeinschaftlicher MORGEN Seite 3 Bürkle- Prozesses. N Nr. 77 Mittwoch, 1. April 1953 1. Millionen gewonnen- Millionen zerronnen 120 Nach fünfmonatiger Verhandlungsdauer: Zweieinhalb Jahre Gefängnis und 2 500 Mark Geldstrafe für Willy Bürkle b Stuttgart. Gefängnis- und Geldstrafen verhängte die Zweite Große Strafkammer Sbreges Landgerichts Stuttgarts am Dienstag gegen die vier Angeklagten des Stuttgarter Der 46jährige Stuttgarter Kaufmann und Industrielle Willy Bürkle erhielt wegen Betrugsvergehens, übermäßigen Aufwands im Sinne der Konkurs- Anstiftung zur Untreue, aktiver Bestechung und ungenauer Buchführung eine von zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis, sowie 2500 DM Geldstrafe, hrige suspendierte zweite Girokassendirektor Martin Richter wegen fortgesetzter Untreue und schwerer passiver Bestechung zwei Jahre und sechs n spd Monate Gefängnis und 500 DM Geldstrafe, der suspendierte erste Girokassendirektor Rudolf Lämmle wegen fortgesetzter gemeinschaftlicher Untreue zwei Jahre, drei Monate tädtisg gefängnis und 500 DM Geldstrafe und der 35 Jahre alte Kaufmann Franz Pfitzmeier eitag wegen Untreue zwei Jahre und sieben Monate Gefängnis und 7000 DM Geldstrafe. on W. bach ), Mi instra unhein wird) Otter Mit dem Urteil gegen die Hauptbeteilig- Aten hat der größte Kreditskandal in der deutschen Sparkassengeschichte nach zwei Jahren Voruntersuchung und einer fünf Monate dauernden Hauptverhandlung seinen vorläufigen Abschluß gefunden. Noch immer August man geneigt, nach dem unentdeckten Ge- Straß icht-Gg un Kön reuthe abiläu d ckara Tätig i- un rshein A ein n Bun mn, 20. im-Lin ufszub, Frenze ährige Ebert reunte ch mi Hilfe- Sprin- vurden entner Last- 00 DM. n, der suchte vetzin- konn. rnüch⸗ 66 J Eins g be- trotz es mit eriden ch als nicht Hhört, rührt ischen ttlich, g die a Fil- über E da Land- ollen: Ooseph HW. lieser der 1 den üg echte „Die 2Slos: heimnis jener Vorgänge zu forschen. Der noch folgende Rattenschwanz von zivilrecht- üchen Haftungsprozessen wird jedoch kaum neue Sensationen zutage fördern. Der „Bürkle-Prozeß“ hat die Erwartungen der Oeffentlichkeit in mancher Hinsicht ent- tauscht: nicht große Gauner und korrum- pierte Beamte waren die Akteure des Skan- dals. Um die Affäre rankt sich vielmehr das Allzumenschliche: Mittelmäßigkeit, Ehrgeiz, Dilletantismus, Angst und Phantasterei. Der Bürkle- Prozeß“ hat die Erwartun- gen der Oeffentlichkeit in mancher Hin- sicht enttäuscht: Nicht große Gauner und korrumpierte Beamte waren die Akteure des Skandals. Um die Affäre rankt sich vielmehr das Allzumenschliche: Mittelmäßig- keit, Ehrgeiz, Dilletantismus. Angst und Phantasie. Da ist Bürkle, mit acht Millionen in der Kreide; ein hagerer 47er mit rotem Kraus- haar und zupackendem Blick. Allzu leicht hat man es ihm gemacht. Schon zu Kriegs- und Nachkriegszeiten, als seine Ersatznah- rungsmittel reißenden Absatz fanden, war er gewohnt, in siebenstelligen Zahlen zu denken. Nach der Währungsreform begreift er nicht, daß es nun anders ist mit dem Geldverdienen, denn die Verantwortlichen der Girokasse stopfen dem vermeintlichen großen Kunden Million um Million in die Tasche. Girokassendirektor Lämmle ist von dem Propagandisten Bürkle so beeindruckt, daß er ihn als Persönlichkeit„vom Rang eines Bosch und Daimler“ preist. Lämmle, erster Direktor des städtischen Geldinstitutes, ein jovialer Weltmann von grenzenlosem Optimismus und labiler Ge- sundheit, entschuldigt sich mit Ueberlastung und verweist auf die turbulente Zeit nach der Währungsreform. Sein Selbstmordver- such während des Prozesses läßt den tiefen Fall des Mannes ahnen, der als Verwaltungs- jurist nie mit dem Bankwesen zu tun ge- habt hat, bevor er— begünstigt von dem großen Aufräumen nach 1945 an die Spitze der Stuttgarter Spar- und Girokasse, der größten in Deutschland, gestellt wurde. Anders sein Stellvertreter Martin Richter. Schon äußerlich kann er den Subalternen nicht verleugnen. Das Gericht bescheinigt ihm Unfähigkeit. Auch er, der sich 18 Jahre lang als einfacher Angestellter der Giro- kasse hochgedient hat, präsentiert 1945 einen weißen Fragebogen, wird Chef der Personal- ahteilung, Betriebsratsvorsitzender und schließlich zweiter Direktor. Als Steinbruch- arbeiter fing er einmal an. Daß er dies ver- schweigt, hat die einzige Sensation des Pro- zesses zur Folge: ein im Gerichtssaal ver- lesener Brief aus der Ostzone zeigt an, daß Richter mit 17 Jahren zum Mörder eines Mädchens wurde und diese Tat mit acht Jahren Gefängnis gesühnt hat. Das Drama beginnt wenige Wochen nach der Währungsreform. Zu einer Zeit als solide kleine Geschäftsleute um wenige hundert Mark Kredit betteln, verläßt Bürkle den Schalter der Girokasse mit runden 360 000 Deutschen Mark unter dem Arm— in Zei- tungspapier eingewickelt. Ein vorheriges Telefongespräch ersetzt die vorgeschriebenen Antragsregeln.(Bürkle:„Formalitätenkram entspricht nicht meinen Auffassungen.“) Da- mit ist der Stein angestoßen, den niemand aufhält. Die Direktion gibt bedenkenlos, ohne ausreichende Sicherheiten und im Widerspruch zu den Satzungen Million um Million. Bürkle kann sogar darauf hinweisen, daß er überhaupt nur ein einziges Mal offi- ziell um Kredit nachgesucht hat. In der Regel überzieht er einfach sein Konto. Anfangs Wähnt man, große Geschäfte mit Bürkle zu machen; bald aber ist Durchhalten die Parole. Es geht nur noch darum, die drohenden Ver- luste abzuwenden und Bürkles Sammel- surium von Unternehmungen mit immer neuen Summen vielleicht doch noch rentabel zu machen. Aber es ist ein Faß ohne Boden. Seine weitverzweigten Geschäfte reichen von einer Malzextraktfabrik, Trümmer- verwertung und einem unwirtschaftlichen Mustergut über Pläne zur Einfuhr eines kanadischen Hühnersuppenkonzentrats und der beabsichtigten Auswertung der Erfin- dung eines sich als Schwindel entpuppenden röhrenlosen Radios bis zum Ost-West-Handel. Als der Kredit schließlich im Mai 1950 auf 7,9 Millionen Mark angewachsen ist, wird der Skandal offenkundig. Die Staats- anwaltschaft greift ein. Beide Direktoren werden sofort entlassen und Bürkle nicht Weniger als achtmal in Untersuchungshaft genommen. Seine Betriebe gegen in Konkurs. Der Verlust für die Girokasse wird auf sechs Millionen Mark beziffert, wofür die Stadt Stuttgart die Ausfallbürgschaft leisten muß. Das Gericht bescheinigt der jetzigen Direktion, sie habe alles getan, die Fehler auszubügeln, und die neuen Herren ver- sichern, das Institut(12 Milliarden DM Um- Satz) werde den Verlust aus Gewinnen dek- ken können. Was nicht ausschließt, daß letz- ten Endes doch die Bürger der Stadt an dem Schaden tragen. Uebrigens ist Bürkle nicht faul und meldet seinerseits Schadenersatz- forderungen an die Girokasse von 19 Mil- lionen Mark an, für einen in kommenden Jahren errechneten Verdienstausfall. Schließlich sucht man die Schuldigen auch im Verwaltungsrat und Kreditausschuß der Girokasse. Diesen Gremien obliegt die Zu- stimmungspflicht zu allen Krediten, Gegen ihre beiden Vorsitzenden, Stuttgarts Ober- bürgermeister Dr. Klett und dessen Stell- vertreter Bürgermeister Hirn sowie drei Mitglieder des Gemeinderats ist seit langem Anklage wegen„Untreue“ erhoben worden; ein Strafprozeß, der noch aussteht. Nicht genug damit, die angestrengten Schaden- ersatz- und Disziplinarverfahren werden die Gerichte noch weitere Jahre beschäftigen. Zehntausende von Aktenseiten, Sachverstän- digengutachten und Protokollen sind bisher angelegt worden. Die Kosten der jetzt Ab- geschlossenen Verfahren werden auf etwa 100 000 Mark geschätzt. R. K. Schwere Verluste durch Hagel und Ueberschwemmungen In Baden- Württemberg betrug der Schaden über fünf Millionen Mark Stuttgart. Hagel und Ueberschwemmun- gen haben im Jahre 1952 an den Kulturen der Landwirtschaft und der Gärtnereien in Baden- Württemberg einen Schaden von rund 5,3 Mͤillionen Mark verursacht. Wie aus den Statistischen Monatsheften Baden- Württemberg weiter hervorgeht, haben sich die Unwetterschäden vor allem in den Mo- naten Mai, Juni und Juli gehäuft. Besonders groß war der Umfang der ver- hagelten Flächen in Nord- Württemberg, vor allem in den Kreisen Aalen(2,4 Prozent), Heidenheim(2,6 Prozent), Ulm(3,5 Pro- Zent), Heilbronn(3,7 Prozent), und Vaihin- gen/ Enz(4,0 Prozent). In Südbaden hat der Hagel vor allem im Landkreis Waldshut(2,1 Prozent), in Südwürttemberg-Hohenzollern in den Kreisen Balingen(1.92 Prozent), Calw (1,89 Prozent) und Reutlingen(1,36 Prozent) Schäden verursacht. Auch im Jahre 1952 haben die Weinberge am stärksten gelitten. Mehr als 600 ha wur- den durch den Hagel in Mitleidenschaft ge- 20gen. Der Schaden beziffert sich bei den Weinbergen auf 1,9 Millionen Mark. Beson- ders große Schäden sind in den Weinbergen des Kreises Heilbronn entstanden. Auch die Tabakpflanzen wurden schwer beschädigt. Bei Getreide betragen die Schäden 1,9 Mil- lionen Mark, bei Hackfrüchten 0,67 Millio- nen Mark, bei Hülsenfrüchten 25 000 Mark Und bei den Obstbäumen rund 400 000 Mark. Die Hagelstatistik ergibt jedoch, daß der Schaden im Jahre 1952 beträchtlich hinter dem des Jahres 1951 zurückblieb. 85 Noch 50 em Firnschnee Freiburg. Die ungewöhnlich milde Witte rung zu Wochenanfang hat die Schneehöhen im Schwarzwald weiter verringert. Bis in höchste Lagen hinauf sind die Südhänge schon meist schneefrei. An Nord- und Ost- hängen sind jedoch oderhalb neunhundert Meter noch große zusammenhängende Schneeflächen bis zu fünfzig Zentimeter Tiefe vorhanden, wo auf Firnschnee zum Teil gute Wintersportmöglichkeiten ange- troffen werden. Der Kaltlufteinbruch am Dienstag hat das milde Wetter beendet, so daß; zunächst mit keiner weiteren Schnee- schmelze in höheren Lagen gerechnet wird. Pfabzer Taqe tuch Kaiserslautern. Der Landwirtschaftsmini- ster von Rheinland-Pfalz kündigte an, daß noch in diesem Jahr in allen Städten des Lan- des berittene Polizeieinheiten aufgestellt wer- den sollen. Neustadt. Der vom Südwestfunk geneh- migte erste süddeutsche Fernsehsender auf dem Weingebiet bei Neustadt soll bereits gegen Ende Mai mit Sendungen beginnen. Er Wird zunächst mit einer Leistung von 50 KW. mit Richtstrahlung auf das Rheintal arbeiten. Der SWF will außerdem gleichzeitig auch kleine Fernsehumsetzer zur Versorgung von Trier, Pirmasens, Zweibrücken und Kaisers- lautern in Betrieb nehmen. Landstuhl. Neben der Errichtung von wei- teren Wohnungen für Besatzungsbedienstete in Baumholder, Landstuhl und Kaiserslautern ist der Bau von 500 Wohnungen für Angehö- rige der kanadischen Luftstreitkräfte in der Umgebung von Zweibrücken vorgesehen. Mainz.„Wir können unseren Mitgliedern nicht empfehlen, auf den Vorschlag der Bun- desvermögens verwaltung einzugehen, eine weitere Bunkerentschrottung zu dulden und als Entgelt 25,20 Mark je Tonne gewonnenen Schrotts dafür in Empfang zu nehmen“, er- klärte der Präsident der Pfälzischen Bauern- und Winzerschaft, Wilhelm Fröhlich. Viel- mehr stehe der Vorstand der Pfälzischen Bauern- und Winzergenossenschaft auf dem Standpunkt, daß einer Bunkerentschrottung eine Rekultivierung des Bodens folgen müsse. Auch diese Arbeiten seien eine Angelegenheit des Bundes. Wärmste März- Temperaturen seit 1947 Stuttgart. Stuttgart erlebte am Montag mit 22,3 Grad den wärmsten Märztag seit 1947. Damals hatte die Temperatur in Stutt- gart 22,8 Grad betragen. Die höchste März- temperatur war in Stuttgart im Jahr 1903 mit 23.8 Grad gemessen worden. In der Rheinebene wurden am Montag Tempera- turen zwischen 23 und 24 Grad festgestellt. Im Raum von Ulm wurden am Montag 20,6 Grad, auf der Alb 19,4 Grad gemessen. Dies waren die wärmsten Temperaturen auf der Alb seit vierzig Jahren. In der Nacht zum Dienstag ist die Temperatur wieder etwas zurückgegangen. Am Dienstagvermittag gab es in verschiedenen Teilen des Landes leichte Niederschläge. Nach Mitteilung des Wetter- amtes Stuttgart ist in den nächsten Tagen mit kühleren, im wesentlichen aber trocke- nem Wetter zu rechnen. MISSMU TI sind Sie, wenn d. Darm höge arbeitet. Sorgen Kraftfahrzeuge Volkswagen Export-Lim., mit Schiebedach, Sie durch Oglx-Dragees 1952/ö53, Synchron-Getriebe, ür eine gefegelte worcdauung. packung mit 40 Stück 1,38 o in Apotheken uv. Drogerien Einhorn-Apotheke am Markt Drog. Ludwig& Schütthelm, 0 4, 3 2 Vorführwagen Champion preisgünstig abzugeben. 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Das de- Weist u. a. die Tatsache, daß Nat Fleischer, Amerikas Ranglisten-Papst, den starken Westflalen in der April- Ausgabe des „Ring“ unter Berücksichtigung seines K. o- Erfolges über Johnny Williams(England) im Weltklassement der kampfstärksten . auf den sechsten Platz Stellt. Neuhaus rangiert hier hinter Weltmeister Rocky Marciano, Joe Wslcott, Ezzard Char- les, Roland La Starza und Rex Layne und befindet sich damit in allerbester Gesellschaft. Wie sehr man sich mit dem deutschen Europa- meister„drüben“ in der Presse bereits be- schäftigt, beweist die Tatsache, daß ein Teil der New Lorker Zeitungen Neuhaus nahe- legt, in die amerikanische Entwicklung nun einzugreifen. Hockey-Nachlese VfR Mannheim— Tv 37 Sachsenhausen 1:2 Die Hockey-Elf des VfR Mannheim hatte sich den deutschen Altmeister TV 57 Sachsen- hausen zu einem Freundschaftskampf ver- pflichtet. Beide Mannschaften lieferten sich sine äußerst flüssige Auseinandersetzung und der Glücklichere— in diesem Falle das Frank- 8 Team— verließ als Sieger das Spiel- keld. Kantersieg der 46er-Frauen Die für den vergangenen Sonntag vorgese- hene Entscheidung um die Handball- Kreis- meisterschaft der Frauen wurde um acht Tage verschoben. Zum Austrag Selangte lediglich das Spiel TSV 1846— VfR um den dritten Platz. Es war eine eindeutige Angelegenheit kür die Turnerinnen, die mit 6.0 einen hohen und vollauf verdienten Sieg feierten. Ungar Sido dreifacher Weltmeister— aber: umdinien war beste Halion 20. Lischtennis-Weltmeisterschaften ein Erfolg der Oststaaten Es K- Bericht aus Bukares9) Ehe Sir Montague, der englische Präsident des Tischtennis- Weltverbandes, in der Flo- rieska-Halle in Bukarest das Turnier um die 20. Weltmeisterschaften eröffnete, hatte es recht bedenklich um diese Veranstaltung aus- Sesehen. Aber dann hellten sich die Mienen der Organisatoren doch noch auf, denn zu guter Letzt trafen die Franzosen ein, ebenso — nach Ueberwindung von Visa- und Reise- schwierigkeiten— die Jugoslawen und schließ- lich die Tschechen, deren Regierung das vier- wöchige Verbot der Teilnahme an internatio- nalen Sportveranstaltungen wegen des Ab- lebens von Präsident Gottwald aufgehoben hatte. Die Treffen auf den grünen Sperrholz- tischen konnten also doch noch als echte Welt meisterschaft bezeichnet werden. Bis zum Jahre 1951 hatte Ungarn 80 von 133 vergebenen Weltmeistertiteln errungen. Doch 1951 gingen die Magyaren völlig leer aus und 1952 konnte nur Ferenc Sido mit seiner rumänischen Partnerin Angelika Roszeanu einen Titel holen. Diesmal schien sich in der rumänischen Hauptstadt eine ähnliche ungün- stige Lage für die Ungarn anzubahnen. Zwar schlug das Trio Sido, Koczian, Gyetwai im Swaythling Cup nacheinander Frankreich, Deutschland, Rumänien und Bulgarien jeweils 51, doch dann kam das denkwürdige Endspiel Segen die Engländer Bergmann, Leach und Simmons, das von dem elfmaligen Pokalge- winner überraschend mit 3:5 verloren wurde. Ferenc Sido, der beste der Ungarn, hatte eine Mordswut. Er hatte alle drei Sbiele im Finale Se wonnen und seinem Land jene drei Punkte erobert, die die einzigen geblieben waren. Nun Konzentrierte er sich ganz auf die Einzel- und Doppelwettspiele. Niemand hielt seinen Sieges- zug auf. Er wurde dreifacher Weltmeister. Im Einzel bezwang er zuletzt den Tschehen An- dreadis 3:0, im Doppel errang er mit seinem Wie steht mein Verein! Handball- Bezirksklasse: D 98 Seckenheim 18 18 1 2 0 101 81:5 fL Neckarau 1 12 1 8 1857:118 25111 8 Laudenbach 18 12 1 5 13:11 25211 IV Großsachsen 17%% f ‚ S m TV Hemsbach 17 8 2 7 116:120 18:16 FV og Weinheim 17 8 1 8 146:123 17:17 TV Altlusheim 17 1 8 7 1161384 17:17 TSV Viernheim 18 8 1 11 145:155 13:23 TV Schriesheim 17 3 1 99186 6:28 Sd Mannheim„ nn» Ran n Kreisklasse A: Staffel I: SV Ilvesheim R f i mine TV Edingen E nn 99 Seckenheim 17 9 8 5 104:98 21:13 TSV 1846 Mannheim 18 34 11358 21:11 Sd Rheinau 17 9 2 6 135:130 20:14 SpVg Ketsch IB 17 9 0 8 111:73 10:18 TV Brühl 17 8 3 8 99:120 15:19 TB Neulußheim 18 7 0 11 119 132 14:22 TB Reilingen 17 912 84:114 10:24 TSV Neckarau 17 2 2 13 65:142 6:28 TV Friedrichsfeld 18* 94157 5281 Staffel II: Sd Hohensachsen 18 16 2 0 204588 34:2 ITB Heddesheim 11 14 2 11 178107 4 SpVg Sandhofen 16 10 3 3 1387:111 23:9 Polizei-SV 17 12 0 5 185:134 24:10 Badenia Feudenheim 17 11 0 6 153:129 22:12 Tus Weinheim 16 S MTG Mannheim 16 3 1 91148 10:22 1 2 16 3 9 13 108:180 6728 Sc Käfertal 16 2 0 14 90:182 4228 VfR IB 17 1 0 16 87:200 22:32 Kreisklasse B: TV 64 Schwetzingen 18 14 2 2 155:77 30:6 97 Seckenheim 17 13 3 1 1385:62 29:5 TSG Plankstadt 16 11 2 3 133:98 24:8 So Pfingstberg 15 10 1 4 1322101 21:9 98 Seckenheim IB 17 rin n TV Neckarhausen 16 1 TV Rheinau 17 J IS Ladenburg 17 7 0 10 103:119 14:20 SV Wallstadt 15 68 0 9 91:97 12:18 Fortuna Schönau 14 2 0 10 54:108 3:20 VfB Gartenstadt 18 33 85:157 3231 TG Heddesheim 18 2 1 18 106:218 5231 Handball-Freundschaftsspiele: Tv Großsachsen Segen 62 Weinheim 9:8(5:6): HSV Hockenheim Segen Sd St. Leon 19:14(8:8); SV 98 Darmstadt Segen TSV Birkenau 14:17(6:11). Hallen handball- Turnier(in Haßloch): KSC Münlburg/ Phönix— VfR Mannheim 4:83: TSV Rot Segen TSG Haßloch 1:9; KSe Mühlburg/ Phönix Sesen TSG Haßloch 3:3; TSV Rot— VfR Mann- heim 41: TSG Haßloch— VfR Mannheim 12285 KSS Muhlburs/ Phönix— TSV Rot 7:1; Entschei- dungsspiel: Ksc Mühlburs/ Phönix 188 Hag loch 2:1. Endgültige West- Süd-Ouoten: Zwölferwette: 1677,60 DM; 83,.— DM; 6,60 DM. Zehnerwette: 875,50 DM; 53,50 DM; 4,40 DM. Redaktioneller Hinweis: Einem Teil unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wettschein des Württemberg-Badischen Totos im West-Süd- Block bei. Die 2er Wette brachte bisher die höchsten Quoten, die leichte iber Wette viele lohnende Gewinne. Landsmann Koczian und im Mixed mit der Rumänin Roszeanu die Weltmeistertitel. Ferenc Sido, dieser Akrobat an der 2,75 m langen und 173 m breiten Platte, hat damit bereits acht Weltmeistertitel in seiner„Sammlung“. Der größte Widersacher Sidos im ganzen Turnier war der Franzose Roothooft. Demsel- ben Roothooft vermochte der deutsche Meister Conny Freundorfer im Swaythling-Cup mit 2:1 eine Niederlage beizubringen. Dies war aber auch das einzige Mal, dag bei den! 17jährigen Freisinger das Weltklassetalent aufblitzte. Wei⸗ tere Erwartungen konnte er nicht erfüllen. Er War zweifellos zu früh als„Tischtennis-Wun- der“ bezeichnet worden. Das Damenendspiel wurde wieder einmal eine Auseinandersetzung zwischen Schwarz und Weiß, das heißt zwischen der dunkelhaarigen Rumänin Angelika Roszeanu und Ungarns „blonder Bombe“ Gizzi Farkas. Die Blondine aus Budapest zog wiederum mit 1:3 den Kürze- ren. Damit wurde Rumänien als Ausrichter der Weltmeisterschaften auch beste Nation. Ru- mänien holte sich dreieinhalb Titel, Ungarn Zweieinhalb und England einen. Alles in allem war das Bukarester Turnier ein Erfolg der Oststaaten.„England rettete durch den überraschenden Gewinn des Swayth- ling-Cups die„Ehre“ der westlichen Länder. TSV- Schwimmer in Neustadt Die Schwimmer des TSV 46 Mannheim tra- ten am Wochenende zu einem Klubkampf in Neustadt an. Das Programm bestand aus Staffel- Wettbewerben, in denen sich die Mann- heimer ausgezeichnet hielten. Vor allem in der großen Brust- und Kraulstaffel der Män- ner(je 10K 40 m) waren sie überlegen. Das Endresultat brachte einen knappen Sieg Neu- stadts(58 Punkte) vor Mannheim(57) und TV 34 Pforzbeim(4). Im Rahmenprogramm ernteten die Kunstspringer des TSV 46 reichen Beifall. Curopa-· Cup als Wel meisterschafis- probe Deutschlands Rollhockeyteam spielt in Montreux gegen sieben Länder Für die Rollhockey-Nationalmannschaften Europas ist das traditionelle Osterturnier um den Europa-Cup in Montreux àm Genfersee eine ausgezeichnete Gelegenheit, den letzten Schliff für die Weltmeisterschaften an Pfing- sten in Genf zu holen, Darum nehmen auch acht von den elf Ländern, die für Genf gemel- det haben, bereits am viertägigen Turnier im „Pavillon des Sports“ in Montreux teil. Da je- der gegen jeden anzutreten hat, müssen 28 Spiele absolviert werden. Als Favoriten gel- ten Portugal und Spanien. Belgien, Italien, die Schweiz und England sind für Mittelplätze gut, während Deutschland und Frankreich am Schluß der Tabelle erwartet werden Etwas anderes wäre eine Ueberraschung, denn in Deutschland kennt man im Winter keine Hal- lensaison und darum beginnt bei uns— im Gegensatz zu den anderen Ländern— erst jetzt die Wettkampfzeit. Deutschland stützt sich auf fünf Spieler aus Westdeutschland (Meier, Scholz, Theißen I., Theißen II— alle Walsum, Schledz, Hamborn) und zwei Spieler 3(die Stuttgarter Grob und Ruck). Portugal, der Weltmeister im Rollhockey, hatte es den Deutschen im Vorjahr sehr übel SMW. Zeller aus genommen, daß sie nicht an den Weltmeister- schaftskämpfen in Porto teilgenommen haben. Nun aber ist das„Kriegsbeil“ zwischen bei- den Verbänden wieder eingegraben worden. Die deutsche Nationalmannschaft trägt zwi- schen dem 20. und 26. April in Portugal drei Länderkämpfe gegen den Weltmeister aus, so daß wir wohlvorbereitet zum Weltmeister- schafts-Turnier nach Genf reisen können. Boxkampf Humez— Turpin kein Weltmeisterschaftstreffen Robert Christenberry, der Sprecher der National Boxing Association und des New Vorker Boxverbandes, sagte am Dienstag, der in London vorgesehene Boxkampf zwischen Charles Humez(Frankreich) und Randolph Turpin(England) werde in den USA nicht als Weltmeisterschaftstreffen anerkannt. Mit den Worten„Europatitel. ja; Weltmeistertitel, nein“ wandte sich Christenberry gegen eine Bekanntgabe des englischen Promoters Solo- nons, der diesen für den 9. Juni in London vorgesehenen Kampf im Mittelgewicht als e Begegnung proklamiert atte. England zurück Er erreichte mit Serien-R-68 gute Rundendurchschnitte Mit befriedigenden Eindrücken kehrte der BMW.- Rennfahrer Walter Zeller auf dem Luftwege aus England zurück. Bekanntlich hatte Zeller einen dreiwöchigen Aufenthalt auf der Isle of Man dazu benutzt, um die be- rühmte TT. Strecke kennenzulernen. Zeller be- nutzte für seine Trainingsfahrten ein BMw- Motorrad des Typs R 68, also nicht eine Renn-, sondern die schnellste deutsche Serien-Ma- schine. Er absolvierte insgesamt 60 Runden der Rennstrecke, was etwa 3 600 km entspricht. Zeller kam auf unabgesperrter Strecke auf eine Rundenzeit von unter 30 Minuten. In diesem Zusammenhang ist interessant, daß die geforderte Höchstzeit der Seniorklasse 33 Mi- nuten beträgt. Die von Zeller gefahrene Run denzeit würde ihn also bereits mit der BMW- Serienmaschine R 68 zum Start berechtigen. Es hatte sich natürlich auf der motorsport- begeisterten Insel sehr schnell herumgespro- chen, daß Zeller als offizieller Werksfahrer von BMW zum Studium der klassischen Renn- strecke eingetroffen war. Seine BMW R 68 stand stets im Mittelpunkt des Interesses. Zeller äußerte sich besonders anerkennend über die ihm von den Engländern zuteil ge- Wordene freundschaftliche Aufnahme. Die Beschaffenheit der sehr schweren Strecke, die 115 Rechts- und 117 Linkskurven aufweist, sei sehr gut, teilweise allerdings ein wenig schmal und leicht Wellig. Die lang- samste Kurve zwingt zum Heruntergehen auf 10-Km-Tempo, während die schnellsten Voll- Sas-Kurven sind. In den allernächsten Tagen dürfte nun entschieden werden, ob BMywW offiziell an der TT teilnimmt. Mittwoch, 1. April 1953/ Nr. 77 Deutsche junioren siegten Argentinien— Deutschland 2:3 Beim internationalen Fußballturnier Junioren gewann Deutschland am Diens 5 in Lüttich sein erstes Spiel gegen Arg Das tinien mit 3:2(2:2) Toren. Das Resultat h und e eine Ueberraschung: allgemein war gt ein einem Ausscheiden Deutschlands in der Akrika, 5 sten Runde gerechnet worden. en um e Nach zögerndem Beginn auf beiden Sei. ging Deutschland durch Stürmer(Glinde Ha er. burg) in Führung, die Argentinien jedoch Hurchein- reits zehn Minuten später ausglich. Nach wand das teren fünf Minuten zogen die Argentinier duom Ade Villamor sogar mit 2:1 in Front. Den Ausgles phen erzielte Seeler(Hamburg) in der 33. Minute Nutodafé Alleingang. Bereits zehn Minuten nach Ar ein a Pause fiel die Entscheidung durch A den 2 (Mark Trewer). In der Folge berannten die gentinier ständig das deutsche Tor und die A Der, wehr stand unter starkem Druck, doch kon don A sie weitere Gegentreffer verhindern. Die denn 1 sche Mannschaft lieferte das taktisch besses nn vo Spiel. während die Südamerikaner durch ihfle 5 artistisch wirkende individuelle Spielart gBan 0 flelen. 5 cht Deutschland trifft am Donnerstag in Ade inem 8 werpen auf den Sieger der Begegnung Spe zureic nien— Saarland. In einer weiteren Horesnüſzenättiet schlug Ungarn die Schweiz mit 4:0(2:0). kteigerte . sen zu Ferrari weiter überlegen? Beowult Nach dem Ausscheiden der gesamten relelenene rari-Equipe beim Großen Preis von Syrakusie 55 f erwartet die internationale Fachwelt mümate sol Spannung das Abschneiden der bisher 80 sieghin mul Sewohnten Wagen im 14. Großen Preis vd dienen, Pau am Ostermontag(6. Aprih). Die Well get biss bekannten Werke in Modena haben erneiljung 194 Weltmeister Ascari, Villoresi und den Eng“ d alle länder Hawthorn aufgeboten. Die Gordint un blet Mannschaft(Behra, Trintignant, Simon) 1 Soxhle in einem Feld von 15 Fahrern die gefähr pen Siet lichste Konkurrenz für die Italiener. nisse W. Wie Adenau ben, Ko Dis unter de Er. ein ty Aus den Vereinen A. Schöpfe bei PGM wiedergewählt. Paddelgesellschaft Mannheim plant eine 5 weiterung des Bootshauses an der Rhein zung de promenade. Ein neuer Zehnerkanadier 50ll bike v0 angeschafft werden. Die Aufwärtsentwicklung 91 7958 hält an. A. Schöpfe, seit 1947 im Amt, wurde durch als Vorsitzender einstimmig wiedergewähll stungen 2. Vors. R. Fog; Kasse F. Wächter; Sportwarf verfasst A. Rieger. noch du Der TTC Mannheim hielt, wie alljahrlich seine! kurz vor Saisonbeginn, seine Generalver“ Bundes! sammlung ab, die mit der Siegerehrung fh öffentlie das letzte Herbstturnier verbunden war. Die wonnen Frage des von den Amerikanern immer noch aber de nicht freigegebenen Klubhauses macht nach Brockhe Wie vor Schwierigkeiten. Richard Röchling Wurde einstimmig erneut Präsident: 2. Vors Oder W. Barner; Kasse M. Sauer. Sie, das Neuer MERC-Vorstand. Der Mannheimer und we Eis- und Rollsport-Club stand in der vergan- Wunde! genen Saison mit größeren Veranstaltungen— legte, 80 vor allem mit dem Länderspiel gegen die schen P Schweiz— mehrfach im Blickpunkt der 1936), ir Oeffentlichkeit. Gemeinsames Arbeiten allel zielbew Abteilungen, weitere Steigerung der Aktivi- b 1 tät, forcierler Aufbau der Eishockey-Abtel, Icher lung— dies waren die Punkte, die in scha, einem fen., aber fairen Diskussionen erarbeitet wur- zen des den. Dem Programm entsprechend fiel die Dank v Wahl aus: 1. Vors. K. Breuer; 2. Vors. K Buchner; Eishockey-Abteilung H. Schnee Kunstlauf-Abteilung W. Albrech Albrecht. f Kaufgesuche 5 debrauchtes Hinderfahrrad für sjähr. Mädchen sof. zu kaufen Ses. Adr. einzus. u. A 18139 1. V. Gebr. Lederjacke zu kauf. gesucht. Angeb. unt. Nr. P 19101 a. d. Verl. Gebrauchter, gut erhaltener Schreibmaschinentisch zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. P 19103 an den verlag. 1 Beschwer gut reisiert- Kaufe Nähmasch. und Leichtmotor- rad. 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Ar n Mittwoch, 1. April 1953 MORGEN 3 N 5 N 95 5 lich oder äußerlich verändert hat, und dieser zähen Kampf gegen die Armee, gegen ihre Wie S1 E We 1 OC vera ert 5 bescheidene Versuch mag als Anregung für sinnlose Kräftevergeudung, ihre Zeistlose 29 enier 4 Das Buch hat 750 Seiten. Es fängt mit A zultat h und endet mit Beowulf. Dazwischen aber war fegt ein gutes Stück unserer Welt(mit der Afrika, Asien und Australien) und das Wis- en um 80 Viele Dinge, Wie es nur auf dem n Seiteduldigen Papier eines Buches nebeneinan- de/Haler existieren kann. Denn das geht so bunt doch Rurcheinander, wie das Alphabet es befahl, ach wand das Bildnis des Herrn Adenauer wird er duom Aderlaß flankiert, Apolda und die Apo- dusglegryphen stehen beieinander, und Autobahn, inute utodafe, Autodidakt und Autodigestion, die 8 dur ein äußerst kunstvoll geschlungener roter date aden zu verbinden vermöchte, ebenfalls. die& per„Große Brockhaus“ ist da—„meu Kong en 4 bis 2.— doch wird man sich bis ie dein Z noch ein Weilchen gedulden müssen, a ien vorläufig ist erst einmal dieser erste 1 1 and erschienen(Verlag Eberhard Brock aus. Wiesbaden) und ein zweiter in nahe 1 Aussicht gestellt. Umsomehr Muße bleibt in autem das Wissen zwischen A und Beowulf 250 Spenzureichern, womit man befriedigend be- Fes ehäktist ist, falls man nicht von dem über- i steigerten Ehrgeiz geplagt wird, Dinge wis- sen zu wollen, die alphabetisch hinter dem n? Beowulf rangieren. Doch darf man selbst in n Feu solchem Falle in der frohen Hoffnung leben, Syrakusie eines Tages zu erfahren: alle fünf Mo- It minate soll ein neuer Band erscheinen. Bis da- 50 sieghin muß der alte braune„Meyer“ weiter eis vchclienen, hinter dessen neuntem Band(Ra- wellkett bis Sochlet) trotz pünktlicher Ratenzah- ernelſung 1944 plötzlich der Abgrund aufplaffte än undd alle Weisheit zu Ende sing Was hinter 5 in Sorhlet kommt, blieb uns ein Buch mit sie- gefahr ben Siegeln, das nie erschien. Die Zeitereig- nisse waren stärker Wie hat sich die Welt gewandelt seitdem Adenauer, um bei seinem Beispiel zu blei- ben, Konrad und damals Zentrumspolitiker, it. Dis unter dessen Leitung Köln— nach Meyer ne Er ein typisches Beispiel für die Ueberschul- 1 dung der Gemeinden in der Novemberrepu- icklung plik“ vorstellte, trat— nach Brockhaus t wurde durch bedeutende kommunalpolitische Lei- ewähll stungen hervor“ und hat„auf Grund seiner ö rtwart verfassungsrechtlichen Vollmachten, mehr noch durch seine politische Erfahrung und ährlich seine persönliche Ueberlegenheit in der ralver, Bundesregierung, im Parlament und im ag für ökfentlichen Leben eine starke Autorität ge- r. Die wonnen“— eine zu starke, memen manche, r noch aper das steht weder im Meyer noch im chli Brockhaus. Vors Oder nehmen wir mal„Arbeit“. Sehen Sie, das war früher eine nationale Aufgabe, neimer und wenn Tüßchen Schnickeldei der Frau er gan- Wunderlich das Haar in Wellen und Wogen Sen legte, so genügte sie damit einer vaterländi- 'n dlie schen Pflicht. Sie lesen das im„Meyer“(Von t de 1036) in dem Arbeit erklärt wird als zheder Aktiyi. zielbewußßte Einsatz geistiger oder Körper- Abtei, licher Kräfte für ein Werk, das— sei es in Schar, einem noch so geringen Maße— dem Gan- Wur- zen des Volkes dient“. Heute ist das Gott sei 98 94 Dank wieder einfacher, und wenn auch im Brockhaus noch immer allerlei dunkle Weisheiten darüber verkündet werden, ist doch wenigstens wieder anerkannt:„Arbeit ist eine Anstrengung, die für das Hervor- bringen einer Leistung aufgewandt werden muß. Eine Anstrengung also! Oder versuchen wir es mal mit dem Asphalt. Da gab es so allerlei Verbindungen: Asphaltmastix als Dichtungsmittel icht für Läteraten, sondern für Rohrleger), Asphalt- lack als Rostschutzmittel und Asphaltkultur nach Meyer eine„Verfallserscheinung art- fremder Herkunft“, von der im Brockhaus nur die Asphaltmalerei übrig geblieben ist, die sich jedoch als harmlose„Maltechnik“ erweist,„die Asphalt als braune Farbe be- ziehungsweise zum Lasieren verwendet“. A propos„artfremd“, was ist denn daraus ge- worden? Sie wissen doch noch:„alles, was zum Wesen der eigenen Rasse in Wider- spruch steht, also zersetzend wirkt!“ Da Paul Bowles: So mag er fallen. Roman (Rowohlt Verlag, Hamburg). Der sehr begabte, junge amerikanische Autor ist bei Sartre und Greene in die Schule gegangen. Er erreicht aber nicht Sartres prägnante Charakterzeich- nung und Greenes überlegene Menschlichkeit. Sein amerikamüder Held Nelson Dyar kommt nach Tanger und gerät augenblicklich in einen wilden Strudel von allerlei Perversi- täten, Schmuggel, Rauschgift. Unterschlagung. Spionage, Erpressung und Mord. Die Szene- rie dieses Uebermaßes an Abenteuer ist span- nend und farbig aufgebaut und mit überzeu- gend skizzierten Randfiguren versehen. Doch die Hauptfigur wirkt leblos und konstruiert: So handelt und reagiert kein Mensch! Dieser kopflose junge Mann ist ein entwurzelter Bankbeamter, der seiner gewohnten braven Welt entrinnen wollte und in der fremd- artigen, korrupten und lasterhaften Welt der internationalen Zone von Tanger jeden Maß- stab verliert, der nie weiß, was er will und stets das Falsche tut. Sein müder Versuch, jenseits von Moral und Gesetzen zu seinem eigenen Leben zu finden., scheitert an seiner Unentschlossenheit und Talentlosigkeit und führt ihn zum Abgrund: So mag er fallen— es ist nicht schade um ihn. egi. Johannes Rüber:„Das Mädchen Amarvyll“. Roman(Albert Langen— Georg Müller Ver- lag, München). Rom und der Ausbruch des zweiten Weltkrieges sind Schauplatz und Zeit dieser zarten, schwerelosen Liebesgeschichte des heute fünfundzwanzigiährigen Johannes Rüber. Durch das moderne Gewand jedoch, das die beiden Liebenden tragen, schimmert die Welt antiker Mythologien, ihr Leben und Zusammensein wird zu einer Hirtenlegende, zu der wohl die Idylle„Daphnis und Chloe“ des Griechen Longus Pate gestanden hat. Ge- scheitheit und Poesie mischen sich auf wun- dersame Weise in diesem Büchlein, Phantasie und Wirklichkeit fließen unablässig inein- ander. Pan und Eros sind die beiden Götter, die das Schicksal von Marcel und Amaryll bestimmen, ein Schicksal, das mit dem Tod des Mädchens bei der Geburt eines Knaben Kleine Erkenntnisse beim Blättern im„Stoßen Brockhaus“ haben wir's. Das gibt's gar nicht mehr. Und Herr Anacker ist auch verschwunden jedenfalls aus dem Lexikon. Ei der Daus, aber die Anthroposophen gibt es noch, obwohl„seit 1. 11. 1935 im Deutschen Reich verboten“ wegen ihrer „stärken Tendenz zur Internationalität, Ab- lehnung jeden Rassengrundsatzes, pazifisti- scher Propaganda, freimaurerischer Geheim- beziehungen zum Ausland Natürlich, da sind sie ja schon:„Die Anthroposophie ist eine Erkenntnis, die vom höheren Selbst im Menschen entwickelt wird. was sich eigentlich wesentlich harmloser anhört, aber Wahrscheinlich dasselbe bedeutet wie die vorher zitierten sympathischen Humanismen, die dem braunen Meyer so sehr in der Nase Kitzelten Ja, so wird man bis Beowulf, dem alteng- lischen Heldengedicht in 3812 Stabreimver- sen, noch mancherlei finden, Was sich inner- Notizen über Böcher schließt und Marcel, der das Leid in sich trägt als läuternde Kraft. in eine ungewisse Zukunft schickt. 1 Paule Regnier:„Am Schmerz gescheitert. Das verschleierte Antlitz und das Tagebuch“ (F. H. Kerle Verlag, Heidelberg)— Am 30. November 1950 ist die französische Dichterin Paule Regnier freiwillig aus dem Leben ge- schieden— aus lauter Verzweiflung über die Welt und über die Menschen. In jenem Essay über den Schmerz, den sie unter dem Titel „Das verschleierte Antlitz“ vorlegte, rang sie gleichsam mit der Wirklichkeit des Kreuzes von Golgatha und hat das Evangelium der Mühseligen und der Beladenen an sich selber erfahren; am schönsten und überzeugendsten wohl im vierten Kapitel„Vom Schmerz der Tiere“, das àus einem echt franziskanischen Geiste beraus erfühlt und erlitten scheint. In ihrem Tagebuch, das dem gleichen Band bei- gegeben wurde, sind nicht nur viele Anmer- kungen zur französischen Literatur- und Gei- stesgeschichte der letzten vierzig Jahre gege- ben, aus denen man allerhand an Anregungen und Aufschlüssen gewinnt, sondern hier hat sie auch ein menschliches Dokument all ihrer Seelenkämpfe hinterlassen, das zum Ergrei- kendsten und Erschütterndsten gehört. Was man seit langem las. Von 1922 ab bis in ihre Todesstunde hinein reichen diese Notizen, die sozusagen die Bekenntnisse einer schönen Seele unserer Zeit sind— mit all der abgrün- digen Gefährdung und Verzweiflung, aber auch der christlichen Selbstverwirklichung eines Menschen von heute. SE Francois Mauriac:„Der große Abend. Ein Bekenntnis“(Verlag Styris, Graz) Das eucharistische Geheimnis des Gründonnerstags wird hier von dem französischen Nobel-Preis- träger in einer ganz schlichten und einfachen, jedem Laien verständlichen Weise gedeutet. An jedem Gründonnerstag wird. so führt Mauriac darin aus, den Seelen— und Wð aä⁊ sie noch so sehr verachtet— zum Bewuß gebracht, daß sie Todesnot und Todesna nicht zu kürchten brauchen, sondern vielmehr unterhaltsame Quizabende mit dem neuen Brockhaus dienen. Was alles entdeckt sich am Rande dabei: daß die meisten Auto- mobilunfälle unter Alkoholeinfluß am Sams- tagnachmittag zwischen 16 und 18 Uhr pas- sieren, daß Almrausch nichts mit Alkohol zu tun hat, sondern eine Pflanze ist, daß Bäcker einen entwickelten Geruchs- und Ge- schmackssinn haben sollten, daß der Unter- mieter„mittelbaren Anspruch darauf hat, daß der Hauptmieter für ihn beim Grund- stückseigentümer die Bewilligung zur Er- richtung eine Antenne erwirkt“, daß bei Anilinvergiftungen kalte Begießungen und kiinstliche Atmung als„erste Hilfe“ dienlich sind, daß... Aber stellen Sie sich mal vor: 750 Seiten. Das kann man wirklich nicht alles erzählen wollen. Und ich will es auch gar nicht(siehe Arbeit). Aber schauen Sie sich doch selber mal um im„Großen Brockhaus“. Sie werden ihn sicher als eine unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung und des Wissens schätzen lernen. Werner Gilles erwarten und ersehnen sollen. Denn seit Christi Kreuzestod seien die Menschen ja nicht mehr allein in ihrer letzten schweren Stunde. Und jeder Katholik, der zur Kommunion geht, empfängt Christus ganz mit Leib und Seele und— jeder Katholik wieder steht hier stellvertretend für seine Angehörigen und vor allem auch für die Verstorbenen. Lange sinnt Mauriac in diesem schmalen Buch über diese Zusammenhänge nach, und Schritt für Schritt wird ihm so das heilisste Sakrament zum Mit- telpunkt der Welt und zu der zentralen Kraft der menschlichen Seele auf ihrem schweren. gefährdeten Wege zu und mit Gott. Neben den Bekenntnissen von Augustinus und Thomas von Aquin wird künftig auch dies christlich- demütige Bekenntnis des Dichters Francois Mauriac zu nennen sein. SE M. Y. Ben-Gavriel: Frieden und Krieg des Bürgers Mahaschavi(Bürgers Taschenbücher. Alfons Bürger Verlag, Schwäbisch-Gmüncdh. Das junge Land Israel hat in Ben-Gavriel einen geistvollen und witzigen Romancier, des- sen phantasievolle Bücher durch das Verdienst des Bürger Verlags nun erstmals in Deutsch- land bekannt werden. Seine humorvoll-sati- rische Geschichte des Weltverbesseres Maha- schavi ist bezaubernd. Im Frieden reformiert Mahaschavi sein kleines Dorf. dem er durch die Verwirklichung seiner surrealistischen Pläne zu Weltruhm verhelfen will. Seinem unermüdlichen Bestreben, das Heil für die Welt von K'far-haggibborim ausgehen zu las- sen und seinem listenreichen Kleinkrieg mit seinem ebenso erfinderischen Nachbarn Be- gatkefat macht sein freiwilliger Eintritt in die britische Nahostarmee ein Ende. Er war im ersten Weltkriegs Leutnant in der deutschen Armee und mußte nun lange darum kämpfen, in seinem vorgerückten Alter wieder Soldat werden zu dürfen. Als es ihm schließlich ge- lingt, glaubt er. er könne seinem armen Land einen Dienst erweisen und zum Fortschritt der Welt beitragen. Er bleibt zu seiner Ent- täuschung aber immer weit vom Schuß. muß mitten in der Wüste Depots und Bahnhöfe be- wachen und führt dabei einen humorvoll- Bürokratie und ihre recht deutlichen Rassen- unterschiede. Er wird nicht zum Eiferer, er ist nicht verbittert, aber er rettet seine mensch- liche Würde, und es gelingt ihm sogar manch- mal, in diesem ungleichen Kampf den Sieg da- vonzutragen. Ben Gavriel schenkt seinen Le- sern neben der Bekanntschaft mit dem er- staunlichen und liebenswerten Bürger Maha- schavi interessante Einblicke in das für uns fast unbekannte Leben des neuen Landes Israel. egi. Siegfried von Vegesack:„Das Weltgericht von Pisa“(C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh). „Eine Legende von der Macht des Bösen, der Schwäche und Schuld des Menschen und der allerbarmenden Liebe des Herrn“ nennt Sieg- fried von Vegesack im Untertitel sein„Welt- gericht von Pisa“, das— mit der Entstehung der berühmten Weltgerichtsfresken auf dem Campo Santo in Pisa als Nebenhandlung den Sturz des Tyrannen Ugolino, das Gericht über ihn und den stellvertretenden Kreuzes- tod des Fra Giovanni in nüchterner. leiden- schaftsloser Sprache schildert. Dabei werden ständig Fragen unseres eigenen Schicksals in den letzten Jahrzehnten berührt. die Frage der Mitläufer und Mitschuldigen. der Zwist zwischen den Siegern, das Problem der Rechts- kindung nach einem nicht bestehenden Recht. Um dieser Aktualitäten willen ist das Büch⸗ lein offensichtlich geschrieben, das„dem Ge- denken derer gewidmet ist. die stellvertretend kür uns der Macht des Bösen zum Opfer fie- len“. 2 John Knittel:„Jean Michel“. Roman(Wolf- gang Krüger Verlag. Hamburg). Dieser neue Roman John Knittels spielt in Nordafrika, in dem algerischen Dorf Thieryville. Seine Hand- lung bezieht ihre Spannung aus einem oft er- probten Gegensatz: hier der Blut- und Boden- verbundene, aufrecht-kernige Bauernvater und sein Helfer. ein entlassener deutscher Kriegs- gefangener, ein rechter Siegfried von Gestalt und Geisteshaltung, dort der Sohn, Jean Michel, der Prototyp des wurzellosen Intellektuellen, Anarchist aus Glaubenslosigkeit, ein Mensch, der mit der Ermordung eben jenes Siegfried- Deutschen sich selbst beweisen will, daß er zu Großem geboren ist. Dies alles ist nun weder originell noch sonderlich fesselnd. zumal gar vieles, vor allem um die Gestalt des Deut- schen, allzu primitiv gesehen und geschil- dert ist.„Wir sind keine Bettler, wir sind Deutsche“ ist nur einer der nicht eben seltenen Gemeinplätze, die Herr Knittel hier seinen Merischen in den Mund legt. Dieses Buch hat weder die Farbigkeit noch Lebendigkeit der früheren„Knittels“, es wirkt irgendwie nicht echt und auch nicht ganz glaubhaft. K. H. Friedrich Sieburg:„Hundertmal Gabriele“ (Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins, Tübingen). In diesem jüngsten, knapp 50 Sei- ten starken Werkchen wirft Friedrich Sieburg einen Blick auf das Liebes- und Ehegeschick des französischen Malers Jean Baptiste Greuze. Immer wieder( hundertmal“) hat Greuze seine Frau Gabriele gemalt und darüber ver- sàumt, sie als Frau zu sehen, als ein leiden- schaftliches Wesen zumal, das anderwärts suchte, was sie bei ihrem Mann nicht fand. Einsamkeit und eine abgrundtiefe Enttäàu- schung sind das Los dieses Malers, der den- noch nicht die Kraft fand, sich von der Ge- liebten zu trennen. Vier ganzseitige Repro- duktionen nach Rötelzeichnungen von Greuze schmücken dieses Bändchen, das wieder ein- mal Zeugnis ablegt für die gepflegte, meistex- liche Sprachkunst Sieburgs. 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April 1953/ Karl Rucht in Heidelberg Vom Stadtrat Zum neuen Musikdirektor gewählt In einer außerordentlichen, nichtöffent- lichen Sitzung hat der Heidelberger Stadtrat gestern einstimmig Karl Rucht, den Chefdiri- Senten des Pfalzorchesters, zum neuen Mu- Sikdirektor der Stadt Heidelberg gewählt. Rucht wird seine bisherige Stelle, die er seit 1951 inne hat, auch weiterhin beibehalten und von der kommenden Saison an sowohl die Symphoniekonzerte des Pfalzorchesters als auch die sechs Konzerte der Stadt Heidel- berg dirigieren und in den Städtischen Büh- nen drei Operneinstudierungen in jeder Spielzeit übernehmen. Der Vertrag mit ihm Wurde zunächst auf ein Jahr abgeschlossen. Gleichzeitig wurde eine Vereinbarung mit der Stadt Ludwigshafen und dem Zweckverband Pfalzorchester geschlossen, die bei notwendig werdenden Verstärkungen einen gegenseiti- gen Austausch von Musikern aus beiden Or- chestern vorsieht. Mit diesem Entschluß des Heidelberger Stadtrats ist nun endlich ein Nachfolger für den seit Ende der vergangenen Spielzeit in der Berliner Musikhochschule wirkenden Ewald Lindemann gefunden worden. Aus der großen Zahl der Bewerber hat man Karl Rucht gewählt, einen noch jungen Dirigenten, der aus dem Orchester der Berliner Philhar- moniker hervorgegangen ist und sich dank seiner musikantischen Vitalität sehr rasch als Leiter des Pfalzorchesters durchzusetzen ver- mochte. Ob sich die Erwartungen, die man an diese Personalunion wie auch an die Ar- beits gemeinschaft Heidelberg-Pfalzorchester knüpft, erfüllen, wird freilich erst die prak- tische Erfahrung des nächsten Jahres lehren Können. Es sei, so kommentierte Heidelbergs Oberbürgermeister, ein„erster Versuch“. z Seine liebste Kundin „Welche Frau haben Sie bisher am lieb- sten angezogen?“ fragte unlängst ein Re- porter den Pariser Modekönig Jacques Fath. Er wußte sehr wohl, daß eine Antwort hier- auf bei der Vielzahl der exklusiven Kund- schaft beinahe unmöglich sein mußte; denn wer vermag schon zwischen Prinzessinnen, Filmstars und Schönheitsköniginnen zu ent- scheiden. Der Gefragte jedoch überlegte nicht lange. Lächelnd wies er auf eine ent- zückende, dunkelblonde Dame im Hinter- grund seines Salons:„Die dort“. Und der Journalist erkannte Geneviève, früheres Star-Mannequin und jetzige Madame Jac- ques Fath. Neuer Angriff auf den Gipfel der Welt Engländer haben den In diesen Tagen bewegen sich zwei aben- teuerliche Karawanen hintereinander durch die Eichen- und Rhododendronwälder Ne- bals in Richtung auf den Mount Everest zu. 360 eingeborene Träger und Trägerinnen schleppen je eine 60 englische Pfunde schwere Last,— Funkgeräte und Zelte, Schlafsäcke und Teile einer kleinen Leichtmetallbrücke, Kisten mit Nahrungsmitteln, Strickleitern und Pickel, Sauerstoffgeräte und einen klei- ner Mörser. An der Spitze der Karawanen marschieren dreizehn britische Bergsteiger, die— nach sieben gescheiterten Versuchen in den letzten 32 Jahren— den achten An- Sriff auf den höchsten Berg der Erde unter- nehmen wollen. 5 Die Briten folgen der Route der Schwei- zer Expedition, die im letzten Jahr zum er- sten Male die Mount-Everest-Besteigung von Süden her versucht hatten, nachdem die bis- her bevorzugte Angriffsbasis von Nordosten wegen der veränderten politischen Verhält- nisse in Tibet nicht mehr zu benutzen war. Die Schweizer mußten im letzten Herbst 320 Meter unterhalb des 8880 Meter hohen Gipfels umkehren. Jede Expedition baut auf den Erfahrun- gen der vorherigen auf, die deshalb alle, sollte der Gipfel wirklich bezwungen wer- den, Anteil an diesem Sieg haben werden. Die Briten konnten auf Grund der Schwei- zer Erfahrungen ihre Ausrüstung wesentlich verbessern, und das ist im Kampf gegen die Kälte sowie zur Schonung der Kräfte ein Wesentlicher Faktor. Die Verwendung von Nylon und Baumwoll-Nylon-Geweben als Material für Zelte, Schlafsäcke, Seile und Kleidung verspricht bei reduziertem Gewicht erhöhten Schutz. Der mitgeführte Mörser soll notfalls eingesetzt werden, um drohende Lawinen zu lösen, bevor die Gruppe in ihren Gefahrenbereich gerät. In diesen Tagen sollen die Karawanen das erste Basis-Lager im Kloster Tyang- boche, 170 Meilen östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, erreichen. Dort wer- den sich die Bergsteiger während der fol- genden drei Wochen für die letzte Phase des Angriffs auf den Himalaja-Riesen vor- bereiten. Ende April will man zum Marsch ins vorgeschobene Baxsis-Lager aufbrechen, das in etwa 7200 Meter Höhe angelegt wer- den soll. Von da ab wird der Stoßtrupp in die Regionen des ewigen Eis mit sich und achten Versuch, den Mount-Everest zu bezwingen, begonnen dem Berg alleine sein. Die 17 Sherpas— aus- gesuchte, erfahrene Himalaja- Bergführer— müssen ihre Frauen zurücklassen, die sie bis dahin als Trägerinnen begleiten, und die Briten werden auf jede Post- und Funk- verbindung mit zu Hause verzichten, um all ihre Energien auf das Ziel konzentrieren zu können. Im Funk interessieren dann aur noch die Wettermeldungen, nach denen der Tag& bestimmt werden muß. Die letzte Angriffsstrecke kann nur unmittelbar vor Beginn des Südost-Monsums, das heißt, we- rend wenige Tage Ende Mai und Anfang Juni überwunden werden. Allerdings hofft man dennoch auf genügend Zeit, um notfalls einen ersten gescheiterten Versuch noch zwei Mal wiederholen zu können. Unter diesem Gesichtspunkt sind sowohl die Gruppe als auch ihre Ausrüstung zusammengestellt, die nicht geschlossen, sondern in Etappen zum Einsatz kommen sollen. Die Namen der ersten Bezwinger des Monut Everest werden in den entlegendsten Dörfern der Erde bekannt werden. Damit man die nicht vergißt, die zu diesem Sieg — Wann immer er errungen wird— ent- scheidend beigetragen haben, sei heute als einziger Name der des Sherpa-Führers ge- nannt, der mehr als eine Himalaja-Expedi- tion begleitet hat. Er heißt Nima Tensing und kann— wie seine Kameraden— seinen Namen nicht schreiben. Als ihnen in Kath- mandu dreißig Silber-Rupien im Voraus be- Zahlt wurden, mußten sie ihre Daumen in rote Tinte stecken, um so den Vorschuß auf eine Leistung zu quittieren, die die ganze Welt in Atem hält Dr. H. W. Berg Der Sonnenkompaß der Stare Angeborenes Wissen um Sonnengang und Tagesstunde Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie schwer es oft ist, sich in einem unbekannten Gelände zu orientieren. Die ungefähren Himmelsrichtungen können wir nur angeben, wenn wir den Sonnenstand und die Uhrzeit kennen. In Untersuchungen an Staren, über die in Heft 6 der„Umschau in Wissenschaft und Technik“(Frankfurt) berichtet wird, stellte sich heraus, daß diese Vögel die Him- melsrichtungen ebenfalls mit Hilfe des Son- nenstandes bestimmen können. Das Wissen um Sonnengang und Tagesstunde ist bei diesen Tieren angeboren. Folgende Versuche führten zu dieser An- nahme: Man kann einen zahmen Star in einem größeren runden Käfig an dessen Wand ringsum zahlreiche, gleichartige Fut- terspender sitzen, die er selbst öffnen muß, um Futter herauszulangen, leicht auf eine bestimmte Himmelsrichtung dressieren. Man braucht ihm nur öfters hintereinander allein in dem 2. B. im Osten befindlichen Napf Fut- ter zu bieten, so daß er durch Probieren schnell merkt, wohin er zu laufen hat. Wenn man solche Versuche im Freien ausführt, so läuft der dressierte Star zu jeder Tageszeit Zielsicher nach Osten. Führt man diese Ver- suche in einem völlig abgedunkelten Raum durch, in dessen einer Ecke, quasi als Son- nenersatz eine helle Lampe leuchtet, so zeigt sich das Erstaunliche: Wird dem Star, der keine Verbindung zur Außenwelt mehr hat, allmorgendlich um 9 Uhr in dem Futterspen- der, der in Richtung zur Lampe liegt, Futter geboten, dann kann man nach einigen Tagen keststellen, daß der Vogel, wenn er um 9 Uhr morgens ans Futter darf, zur Lampe läuft. Erlaubt man ihm nun eines Tages, erst um 12 Uhr mittags zum Futter zu gehen, so schlägt er eine ganz andere Richtung ein, nicht zur Lampe hin, sondern etwa 60 Grad links davon, und darf er um 16 Uhr noch einmal starten, so läuft er zielsicher zu einem Futterbecher, der fast entgegengesetzt dem seiner Morgenwahl steht. Der Vogel verhält sich so, als ob die künst- liche Lichtquelle, ebenso wie die Sonne, eine Tages wanderung ausführt, und als ob er nicht eine bestimmte Richtung zum Licht, sondern vielmehr eine gleichbleibende Him- melsrichtung einhalten wollte. Er rechnet die Sonnen wanderung ein und berücksichtigt die jeweilige Tageszeit. Man müßte also, wollte man mit menschlichen Maßstäben rechnen, bei den Staren eine Art„innere Uhr“ anneh- men, über die wir bis heute noch gar nichts Wissen. Briefmarken-Kaleidoskq Zum 70. Todestag von Karl Marx in der Sowjetzone am 14. März vier Song marken mit den Wertstufen 12. 20, 24 84 Pf erschienen verbunden mit der 4 N gabe eines Ersttagsbriefes. Weitere Marken(6, 10, 16, 35, 48 und 60 Pf) sind Vorbereitung. Außerdem soll zu den Lug Ku Cranach-Feiern im Oktober und zu Franz-Schubert-Ehrungen im November 5755 eine Gedenkmarke erscheinen. 1 5 ** Große philatelistische Tage stehen italienischen Sammlern im Mai in Ven bevor. Im Verbindung mit dem 28. Sam Kongreß wird hier vom Verkehrsamt 1 tadt und dem venezianischen Briefmark sammler-Verein eine europäische Postwe Pie zeichen-Ausstellung veranstaltet, zu 110 auch Sondermarke und Sonderstempel scheinen werden. * Schöne Vogelbilder bieten die Son marken der spanischen Kolonien zum„ der Kolonialbriefmarke“. Es sind je dg, bildgleiche Zuschlagsmarken in den We stufen 5 75 braun, 10 5 rot und 607 55 Cts grün. de *. He Bisher sagten alle Nachrichten über d Sonderausgabe zur Krönung Elisabeth übereinstimmend, daß nur ein Wert gepla und erscheinen werde. Indessen dürfte na im einer Aeußerung des britischen Generd postmeisters doch mit einem Krönungsss M. zu rechnen sein, der sich aus den Wertstufe Rie 1½, 2% und 4 Pence zusammensetzen soll. a * Obwohl die FIP den Postverwaltung empfohlen hat, auf die Ausgabe von Bled gänzlich zu verzichten, sind im Jahre 19 immerhin noch 11 Stück erschienen. D. Rückgang von 38 Stück im Jahre 1951 zar recht wesentlich, trotzdem hoffen dd Fer Philatelisten, daß mit den Blocks in diese 5 Jahr endgültig aufgeräumt wird. 1 * In Schweizer Anzeigen wurde eine brei, randig geschnittene farbfrische Dreier-Sach Ssem-Marke(Briefstück mit Ortsstempg Leipzig) sür 2950 sfr angeboten. Für eine Parale Moldau mit blauem Ortsstempf Jassy und unbedeuterid heller Stelle wurde 4250 sfr verlangt. N d eis Kräftigen de, „ ohischmeckende Zeil Teiljaliesmiidigłeit oniaz ol Ternengstansch l 9 vermietungen Ihnen ein besonders schönes Rezept. Wie Wäre es z. B. mit Badischem Hechi? Sie werden ehen, es wird ein wahrer festtogs- schmous för die ganze fomilie, Menn 81e ihn noch unserem Rezept kochen. Me immer fisch ion der zee 5 500 g Schellfisnn 59 Isld.-Kabelſau, 63 Goldbarsch-Filet. 78 Ferner: Steinbutt Heilbutt- Seezunge Schollen- Merlen- Makrelen Stockfisch Karpfen Schleie 85 usw. Fut die Osteriatel Appetitsiid, schwed. 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April 1953 MORGEN Seite 5 fertal-Süd: 19.30 Passionsandacht 1 05 und hl. Abendmahl, Staubitz. 2 55 Konkordienkirche: 20.00 Abend- 8 mahlgd., Weigt. Kreuzkirche: 20.00 Passionsand. mit hl. Abend- mahl, 1— Lutherkirche: 2 2 11 5 20.00 Uhr Abendmahlgd., Simon. schützen-lösen lindern ei 5 1 5 Markuskirche: 20.00 Passlonsand. bei Husten und Hei 8 erk mit hl. Abendmahl, Hasenbrink. Ski: 20.00 Passionsand 60 Ur d 1 00 in Apotl deken und Droger en atthäu rche en zu O, 5 2 schon ach langem, mit Geduld ertragenem Leiden ist heute mein lieber Mann, mein lieber Vater, Schwiegervater und Opa, Herr Hermann Schludecker Kohlenhändler nmehrmels föglich— mit hl. Abendmahl, Fuchs. Me- lanchthonkirche: 20.00 Abendmahl- gottesd., anschl. hl. Abendmahl, Feil. Pauluskirche: 19.30 Pas- II] sionsandacht anschl. hl. Abend- mahl, Rupp. Pfingstberg: 19.00 2 12 Abendmahlgd. Rheinau: 19.00 1811. Abendmahigd.- Sandhofen: 20.00 C911 Die Geburt eines kräftigen Sonntagsjungen Passionsandacht mit hl. 5 b 1 5 mahl. Pöritz. Schönausfedlung: geben in dankbarer Freude bekannt: e . Seckenheim: 20.00 Agd. mit hl. 2 Abendmahl. John. Städt. Kran- Dr. med. Weldfreauf Scrmeider 8 20.30 Passionsandacht m. hl. Abendm., Steeger. Theresien- P 8 Oe. Hoffrern krankenhaus: 38.45 Abendm.-Gd., WIIII 1 Fuchs. Thomaskirche: 20.00 Uhr F. TDSd. 1111 Scrmeider 3 Blail. Trinitatis- 5 irche: 20.00 Uhr Abendmahlgd., Mannheim, Palmsonntag 1953 Scharnberger. Wallstadt: 19.30 Geibelstraße 1. z. Z. Diakonissenhaus. f Abendmahlgd., Gscheidlen. Dos kurz vor seinem 67. Geburtstag von uns gegangen. Mannheim, den 30. März 1853 Waldhofstraße 77 In tiefer Trauer: Magdalena Schludecker geb. Burkart Hilde Bracht geb. Schludecker Walter Bracht Enkelkind Ursula und Verwandte Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 2. April 1953, im Hauptfriedhof Mannheim statt. IEvang. Kirche. Karfreitag, 3. 1 1 1953. Kollekte für den Melanch- A LS VERLOBTEGRUSSEN; thonverein für evang. Schüler- heime, nachmittags: für gesamt- 1 kirchl. Werke der Inneren Mis- Irmgard Dieter sion. Auferstehungskirche: 3 Hgd. mit hl. Abendmahl, Walter; Ol. ThHormes Edd 15.00 Lukas-Passion und Feier des 8 4 hl. Abendmahls.— Christuskirche: Baltimore, USA. 9.30 Hgd. und nhl. Abendmahl, Mayer; 17.00 Abendmahlsfeier, Dr. Weber: 19.30 Matthäus-Passion.— e Diskonissenhaus: 10.00 Gd. mit hi. Abendmahl, Dr. Bangerter.— Feudenheim: 9.30 Hg. mit hl. N Abendmahl, Kammerer; 19.00 Kir- 2 222 chenmusikal. Feierstunde(Kir- 5 chenchor) anschl. hl. Abendmahl. — Friedenskirche: 9.30 Hgd. m. hl. E 1 Haas Abendmahl, Staudt(Kirchenchor): 9 5 18.00 Agd. mit hl. Abendmahl, . f f 1 4 Mhm.-Waldhof Ein harter Schicksalsschlag entriß mir meinen lie- Hinterer Riedweg 87 pen Gatten, unseren guten Bruder und Schwager, Herrn Julius Stephan im Alter von nahezu 52 Jahren. 5 1 7 Staudt.— Friedrichsfeld: 9.30 Hgd. Mannheim Kanada, den 30. März 1953 e 0 en dA MAFA 6 und hl. Abendmahl. Birkholz jedfeldstraße 109 5 20.00 Abendmahlsgd.— Gnaden- 3 kirche: 9.30 Hgd. anschl. hl. 4 1 1 N Abendmahl, Weber(Kirchenchor): bs e e ue; 19.30 Passionsfeierstunde mit hl. Frau Amalie Stephan geb. Berger 3 2 Abendmahl(Kirchencnor,.— J- Friedrich Stephan(Bruder) Für die Osterwoele bieten Wir on: E Abendmahl.— Käfertal: 9.30 Hg. 1 17 Kirchenchor), Leiser; anschl. hl. Dina Bühler geb. Stephan(Schwester) Schwelzer Häse 8 10 ksk. Saltschinken 5 509 bender,; 18 5 Kad. Bens.. KB. 5 5585000 8 7„ rertal-süd: 9.30 Hgd.(Kirchench.) Feuerehrung findet am Donnerstag, dem g. April 1953. vor- Umbur er Hagge Staubitz, anschl. hl. Abendm; 18 mittags 11.30 Uhr, im Krematorlum des Hauptfriedhofes 200% 0 20 pfockwur gl Liturg. Karfreitagsfeier.— Kon- Mannheim statt. 55 i 8 8. 5 10 Kordienkirche: 9.30 Hgd. mit hi. 5 mb 1 schnittfest im Stöck. 100 8g Abendmahl, Weigt; 18.00 Agd. mit In Urger 1 85 2 35 hl. Abendmahl, Weigt.— Kreuz- 40% 100 kirche: 9.30 Hgd. mit hl. Abend- 2 9 5 . emembert 16 Dürkheimer Föllerberg 1 55 mahl, Stobbies; 20.00 Passionsan- 9..% 80 g 2 J dacht mit hl. Abendmahl.— e Lutherkirche: 9.30 Hgd. mit hl. Abendmahl, Hei mann; 20.00 Bratheringe 68 Ueniraumlen Liturg. Peter, Lehmann— Essen- nach Hausffauenart. Dose„ I Literffesche o. Gl. I, stragze 6: 9.00 Hgd. m. hl. Abend- flelschsalat 30 750 Het me bl. Abendmenl, Koch, 1 2 Sd. m.. en Koch; Mein lieber Mann, unser guter Vater und Opa, Herr„„. 9 5 Ulköre Adee mit Hl. Abendmahl. 1 Matthäuskirche: 8.30 Fgd.(Mat- 8 Sdlalmaponnalse 2 20 rtr 3 35 täusklrene) mit hl. 3 Hans Ficks%%%..„ JCCCC000 00 Kühn; 9.45 Hgd. mit hl. Abend- mahl. Kühn; 19.30 Agd. mit hl. 5 Osterha Abendmahl, Ganger.— Melanch- ist plötzlich und unerwartet im Alter von 74 Jahren sen und Osterartikel in großer Auswahl tnonkirche: 9,30 Hgd. mit anschl. Abendm., Feil; 17 Agd. mit anschl. von uns gegangen. a hl. Abendmahl, Stürmer.— Pau- . 5 IN 0 N 885 E 1 Iuskirche: 9.30 Hgd. anschl. hl. (Reichenbuch) a 8 9 1 Abendmahl, Rupp; 17.00 Agd. an- Mannheim, den 30. März 1953 ö entsinne en eee ee, Waldparkstraße 29 Duhm.— Pfingstberg: 9.00 Hgd. 5 hl. Abendmahl.— Rheinau: 10.00 Hgd. mit hl. Abendmahl; 15.00 Liturg. Passionsandacht.— Sand- ofen: 9.30 Hgd. mit hl. Abend- mahl, Pöritz; 15.00 Liturg. Got- tesdienst, anschl. hl. Abendmahl. — Schönausiedlung: 9.00 Hgd. Im Namen der Hinterbliebenen: Elise Ficks geb. Münch en BvBaerdisifiig: Donnerstag, 2. April 1953, 10.00 Unr. Haupt- den echten Brasil-ſee 1 8 garde i e ee een f ee, f 2 e. 8 5 e 5 2; 5* 1 f a „ i f das Wiksge trank Südamerikas 10 10 5 15 m en dee f 57, e„oo Agd. mit hl. Abe a I Hause 7. t 85 N i ur Diät und Schonkost 1 kenhaus: 10.00 Gd., anschl. hl. a 9 5 Abendmahl, Steeger.— Theresien- * krankenhaus: 8.45 Gd. mit hl. Abendmahl, Fuchs.— Collini- Klinik: 10.00 Gd. mit hl. Abend- mahl, Fuchs.— Thomaskirche: 9.30 Hgd., anschl. hl. 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April 1953 60 Gegr. 1841 gsten bis 24.00.— St. Nikolaus: Moderner Reren-Slipoer mit Göllner, Ludwig, Untergasse 4 114.30 Stamitzstraße 2 ilelcels N 2, 5 5 5 1 1 5 pper mi 5 5 f(Kunststr. 0 ommumionfeier der Kinder; f Feanor Rheinau Die trauernden Hinterblieb.: S 55 15.00 Betstunde: 19.30 feierl. Amt; flechtblottverzierung, . 14.00 Frau Elise Borlein geb. Fromm anschließend Trauermette u. An- bequem und elastisch, Poro- Eckert, Josef, Hallenßweg gs 8 und Angehörige Magelpflege- Etuis jeder Art betung bis 24.00.— 5. 90 Hl, Kommunion 7.00 und 8.00; 9.0 f f Mitgeteilt von der Friedhofverwaltung der stadt Mannheim Feuerbestattung: Donnerstag, Instrumenſe qus bestem Stahl Abecmunionteter der Kinder 12.0 kreppsohle, in broun Rindbox oder braun Wildleder N den.— Seckenheim: 7.00 hl. Kom- mumion; 8.00 feierl. Amt; 19.30 Trauermette.— Neckarau: 8.00 lev. Hochamt; 14.00 bis 18.00 Bet- stunden; 19.30 Trauermette. Sandhofen: Hl. Kommunion 7.00 und 8.00; 19.30 Trauermette; 20.00 feierl. 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Auferstehunsskirche: eng As tzurig ue 5 ach · 7 o Sande pie 0. e eee 1: 20. asslonsand. 00. e parat Tel. 448 02 MANNHEIM p 3, 5 3 Dr. Weber.. 00, 5.00 bi. Kommamion: 12.80 Diakonissenhaus: 20.0% Abendm. feierl. Hochamt; 21.00 bis 5.90 Bet- Sd., Dr. Bangerter.- N 5 3 bal-Sud: e 1 5 5 20.00 Abendmahigd. Friedens- 3 19. ette.— hre Metzgerei, der Sie Ihr Vertrauen schenken können Kirche, 20.00 Uhr Abendmahigd. benstadt: 600 und 1.00 in Nom- 5 1 7 munion; 18.30 Betsingmesse. ne o Schönau: 9.00 3 d. MAN N H EIM 8 AM PARADE PLATZ bendmahlgd., Birkholz. Gna- e 829.30 Passlonsandacht Kinder; 19.30 Hochamt, anschließ. Schl. hl. Abendmahl, Weber. Betstunden bis 6.00.— Ilvesheim: Johenniskeirche: 20.00 Abendmahl- 3.00 Hochamt, hl. Kommunion; gd.- Käfertal: 20.00 Passionsand. 19.00 bis 20.00 Betstunden, anschl. mit Bl. Abendmahl, Leiser. Kä- Trauermette. und die in prompter gedienung ihre Wänsche erföllt DN Seite 10 INDUSTRIE. UND HANDELSBLATT Mittwoch, 1. April 1953/ N. Unternehmer definieren sozialen Frieden Folgendes ist wesentlicher Inhalt der von der„Bundesvereinigung der Arbeit- geber verbände“ in einer Pressekonfe- renz— am 30. März 1953 zu Bonn der Oeffentlichkeit zugeleiteten GEDANKEN ZUR SOZTIALEN ORDNVVUNG Das privatwirtschaftliche Ordnungs- system der Gesellschaft habe mit der im Bundesgebiet praktizierten„sozialen Markt- Wirtschaft beispielhaft die Initiative von Millionen Einzel persönlichkeiten geweckt und gefördert. Das Ergebnis sei: Die Ueberwindung eines Trümmerfeldes. Der Aufbau eines leistungsfähigen Pro- duktionsapparates. Die Entwicklung eines, mit einem Vo- lumen von 16 Milliarden DM mehr als be- achtlichen Außenhandels. Die Schaffung der Grundmauern zu bes- serer Sozialordnung und friedlicher Ge- meinschaft zwischen den Sozialpartnern. Es wird nicht verhehlt, daß im derzei- tigen Eutwichlungsstadium sich noch man- cherlei Schönheitsfehler finden, Unzuläng- lichkeiten und Unvollkommenheiten, die je- doch mehr und mehr überwunden würden, Wie eben„Kinderkrankheiten“ überwunden zu werden pflegen. Die Feststellung der Lebensstandard des Arbeiters habe sich unter der— sogenann- ten„kapitalistischen Wirtschaftsform“ von Jahrzehnt zu Jahrzehnt gehoben, wird mit der Vorhersage verbunden: des Arbei- ters Lebensstandard werde durch höheren Reallohn und Verkürzung der Arbeitszeit weiter steigen. Die Wachstumsrate der pro- duzierenden Wirtschaft sei das Mittel zur Ueberwindung der Armut. Der Begriff des Proletariers gehöre— auf das Bundesgebiet bezogen— einer weit zurückliegenden Vergangenheit an. Für die Gegenwart entbehre er jegliche Glaub- Würdigkeit; im Gegenteil, zumindest der Facharbeiter hat in die Reihen des Mittel- standes hinübergewechselt. Demgemäß habe sich in den letzten 50 Jahren ein Wandel der Wirtschafts- gesin nung hinsichtlich der Wirtschaftsformen und So- zialordnung vollzogen. Ein Wandel, der seine Fortsetzung in der Bundesrepublik seit 1948 erlebt habe und darin zum Aus- druck komme, daß nicht mehr von einer „kapitalistischen Wirtschaftsordnung“, son- dern von der„sozialen Marktwirtschaft“ gesprochen würde. Selbst die sozialistische Internationale (die Dachorganisation der Sozialdemokratie der westlicher Welt.— Anm. d. Red.) habe anläßlich ihres Frankfurter Gründungs- kongresses im Jahre 1951 bereits die „ungeheuren Produktions- kräfte“ eines derartigen Wirtschaftssystems aner- Kkergen e könne daher niemand 50 kolgert ie Bundesvereinigung— der „sozialen Marktwirtschaft“ ungenügende Berücksichtigung der Produktivitätsförde- rung vorwerfen. Die deutsche Sozialhypo- thek aus Kriegs- und Nachkriegszeit fände kein Gleichnis in der Welt und in der Ge- schichte. Sie sei eindringliche Warnung— für andere Nationen ebenso, wie für die Deutschen— davor, sich auf zweifelhafte Experimente mit einer sozialistischen(oder pseudo- sozialistischen;— Anm. d. Red.) Wirt- schaftsordnung einzulassen. Sowohl mit der Erwähnung von Produktivitäts- erfolgen als auch mit folgendem Hinweis polemi- sieren die„Gedanken zur sozialen Ordnung“— ohne den Adressat zu erwähnen— gegen die Aus- Iassungen des badisch-württembergischen Finanz- ministers Pr. Veit als auch des Hamburgischen Wirtschaftssenators Prof Schillers auf der Wirt- schaftspolitischen Tagung der SPD vom 28. Fe- bruar(siehe„Mannheimer Morgen“ vom 3. März 1953:„Freiheit die ICH meine, die MEIN Herz erfüllt!): „Das soziale Gewissen und die Staats- raison machen den Kampf gegen Massen- chaotischen Effektenbörse Mitgeteilt von: Rhein-Main Bank AG. in Mannheim, Mannheim Börsenverlauf: Frankfurt a. M., 31. März 1933 In Börsenkreisen wurde die Ansicht vertreten, daß ein Waffenstillstand zum augenblicklichen Zeit- punkt eine Kürzung der Rüstungsaufträge zur Folge haben würde. Daher wurden die Flugzeug- Werke auch am stärksten von dem Kursrückgang betroffen. N f Um- Tages kurse 30. 3.. Bezeichnung stellg 1 9 3 0 „2„* „54„45 „ — 2325 BMW Conti Gummi Daimler-Benz Dt. Erdöl! 5 Degussa Dt. Linoleumwerk Durlacher Hof Eichbaum-Werger Enzinger Union J Felten& Guilleaume Grün& Bilfinger T Heidelberger Cement n Klöcknerwerke FFFFVVVCTT Mannesmann Rheinische Braunkohlen Rheinelek tre f Seilwolff a Siemens& Halske Südd. Zucker Ver. Stahlwerke. Zellstoff Waldhof Badische Banx Commerzbanx Deutsche Ban esdner Banxk 4 chsbank-Anteſlle Sa 3) ex Dividende. ex Bezugs- —— — — Lese 25 14 929 — 5 1 2 N — AE * 0 . 595„5„„6„6 e . * SSS 580 — —— arbeitslosigkeit zu einer Notwendigkeit. Der Bolschewismus beseitige die Arbeitslosig- keit, indem er zwölf Millionen Menschen in Arbeitslager sperrte. Das Experiment der englischen Vollbeschäftigung erfolgte in einem fast unzerstörten Siegerlande, ohne zehn Millionen Heimatvertriebene, mit dem Rückhalt des Commonwealth und mit einer starken Auswanderung von Engländern nach Uebersee. Die soziale Marktwirtschaft schuf im Bundesgebiet seit 1948 ohne Zwang Zwei Millionen neue Arbeitsplätze. Die uns verbliebene strukturelle Arbeits- losigkeit ist nicht die Auswirkung einer falschen Wirtschafts- oder Sozialordnung, sondern eine klare Folge des verlorenen Krieges. Es gibt für uns kein Patenmittel. Der Weg der„Vollbeschäftigung“ könnte auf Kosten der Freiheit— nur über ein ver- fassungswidriges Zwangsarbeitssystem oder über eine Dienstverpflichtung, über eine in- klationistische Gefährdung der Währung oder über Preisstop und Unterkonsum gehen.“ Arbeits beteiligung a m Leistungserfolg Die Lohnentwicklung müsse sich der gesamt wirtschaftlichen Entwicklung anpas- sen, müsse übrige Ordnungsbereiche be- rücksichtigen. Jeglichen Wirtschaftserfolg sofort durch Lohnerhöhung abzuschöpfen verböten Preissenkungen zu Gunsten der Allgemeinheit. Ziel der Lohnpolitik sei neben der Existenzsicherung die Anteil- nahme der Arbeitnehmer an der wachsen- den Produktion(d. h. an der Wachstums- rate des Volkseinkommens Anm. d. Red.). Die Bundesvereinigung führt sinngemäß aus, daß dies zur Steigerung des Reallohnes kühre, eine Entwicklung, die durch die Wäh- rungsreform wesentlich gefördert wor- den sei. Goldene Brücken den Gewerk- schaften baut die Bundesvereinigung mit einer eben- 80 sachlich wie menschlich, wenn auch ein- dringlich formulierten Stellungnahme zu den Problemen der betrieblichen und über- betrieblichen Mitbestimmung. Nicht eine das Wesen des Betriebes mig verstehende Demokratisierung, sondern die Humanisierung, die Wahrung der Menschen- würde und die Pflege der Persönlichkeits- Werte der Mitarbeiter seien der Inhalt der sozialen Betriebsgestaltung. Der Betriebsfriede soll— nach dem Willen der Unternehmerschaft— aus dem im Jahre 1952 geschaffenen Betriebsverfassungsgesetz gestärkt hervorgehen. Habe doch dieses Ge- Setz die Grundlage zur— heute schon weithin vorhandenem guten Zusammenwirken zwischen Betriebsleitung und Mitarbeitern geschaffen. Es böten sich große Möglichkeiten, wenn von beiden Seiten im Sinne dieses Gesetzeswerkes gehandelt würde und zwar im solidarischen Zusammenwirken zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern. Goldene Brücken bauen geschieht nicht immer ohne Darstellung der gegensätzlichen Möglichkeit und ihren Folgen. Die Bundesvereinigung Stellt dies sinngemäß so dar: Die betrieblichen und die überbetrieblichen Sczialordnungen hingen mit dem Problem der Gewerkschaften zusammen. Die geschichtliche Legitimation der Gewerkschaften beruhe in dem Auftrag der Arbeiter, deren Rechte gegenüber den Unternehmern zu vertreten. An diesem Ge- setz, nach dem sie angetreten seien, könnten die Gewerkschaften nicht rütteln, ohne ihre eigene Existenz zu gefährden. Die Gewerk- schaften wären mit Blindheit geschlagen, wenn sie glauben würden, diese ursprüng- liche Funktion mit einer fortschreitenden Uebernahme der betrieblichen und sogar der gesamt wirtschaftlichen Verantwortung sowie mit einer fortschreitenden Aushöhlung und schließlich der Vernichtung des Unternehmer- tums verbinden zu können. Pünhtchen Ex-Liberalisierungs-Schraube Frankreichs weiter angezogen () Frankreich hat eine weitere drasti- sche Kürzung seiner Einfuhr bekanntgegeben. Auf diese Weise hofft man, die sich immer ungünstiger gestaltende Entwicklung der Handels- und Zahlungsbilanz aufhalten zu können. Das monatliche Einfuhrvolumen wurde auf 116 Millionen Dollar festgesetzt gegenüber bisher 130 Millionen Dollar. Wirtschaftsminister Robert Buron erläu- terte vor der Presse den Beschluß der fran- zösischen Regierung. Er sagte, diese Maß- nahme habe sich schon wegen der schlechten Position Frankreichs innerhalb der Europài- schen Zahlungsunion nicht vermeiden lassen. Ende Februar habe das Defizit Frankreichs bei der EZ U rund 655 Millionen Dollar be- tragen. Im März sei es um etwa 20 Millionen Dollar weiter angewachsen. Frankreich werde die Einfuhrkürzung, die vorläufig für die Zeit vom 1. April bis 30. September befristet ist, auf der nächsten OEEC-Sitzung vertreten. * Marktberichte Handschuhsheimer Obst- und Gemüsegroßmarkt (WD) Anfuhr und Nachfrage gut, Es erzielten: Feldsalat geputzt 85—105; Spinat 22—253; Möhren 10 bis 12; Knollen- Sellerie 3340; Lauch 20-28; Ra- dieschen I 2629; dto. II 16-20; Petersilie 8-10; Schnittlauch 78. Mannheimer Gemüse- und Obstgroßmarkt (VWD) Die ausreichende Zufuhr entsprach der Kauflust zu den Feiertagen. Preistendenz für gute Qualitäten fest. Obstgeschaft normal. Es erzielten: Gemüse: Blumenkohl Steige 12—13,50; Kresse 100; Treibhausgurken Stück 160-180; Karotten 20-24; Knoblauch 8085; Lauch 45—50; Petersilie 12—14; Schnittlauch 12—15; Radieschen Bund 40-60; Rot- Kohl 14—16; Rote Rüben 16-18; Kopfsalat ital. Steige 10—11; dto span. Steige 12—13; Deutscher Kopfsalat Stück 50-65; Sellerie Gewichtsware 30 bis 35; Spinat 2528; Tomaten Warme 26-27; Feld- Salat 140160; Weißkohl 9—11; Wirsingkohl 2426; Zwiebeln 38—40.— Obst: Aepfel 26-40; Orangen ital. kernlos 45—46; Bananen Kiste 20-22; Zitronen Kiste 28—30; dto. Stückware 13—15. Kartell- Gesetzgebung a us Mittelstands perspektive betrachtet (Hi.) Im Rahmen der Ueberarbeitung des vorliegenden Kartellgesetzentwurfs soll auch der Begriff der Mittelstands- oder Abwehr- Kartelle zur Debatte gestellt werden. Diese Kartellart war bisher in dem Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums nicht behan- delt worden. Es geht dabei darum, daß mitt- lere Betriebe sich zur Abwehr gegen oligo- pole) zusammenschließen und daß die Ab- sprachen des Mittelstandskartells über das Kartellamt auch für die oligopole verbind- lich gemacht werden können. Allerdings ist eine gesetzliche Formulie- rung hier sehr schwierig, da diese, Abwehr“ Kartelle nicht leicht erfaßbar sind. Auch hinsichtlich der umfassenden Auskunfts- pflicht gegenüber dem Kartellamt, die stark Kritisiert worden ist, weil das Kartellamt eine zu groge Allmacht erhalte und dadurch praktisch„ein zweites Bundeswirtschafts- ministerium“ werde, seien Aenderungen— 50 wird in informierten Kreisen behauptet fällig. Dabei sei beabsichtigt, auf die Be- stimmungen der Auskunftspflichtverordnung von 1924 zurückzugreifen, die noch immer in Kraft ist. Es kann angenommen werden, daß die Ueberarbeitung des Regierungsentwurfs durch das Bundeswirtschaftsministerium in einer ) Die marktbeherrschende und beeinflussende Absprache einiger Großunternehmen. Form vor sich gehen wird, welche die grund- sätzlichen Bedenken der Gegner einer gene- rellen„Verbots“-Gesetzgebung ausräumt, so daß wahrscheinlich Verabschiedung dieses Gesetzes noch in dieser Legislaturperiode möglich sein wird. (Kein Aprilscherz) Freigabe der Energiepreise à b 1. Apr II 19532 Nach den Vorschlägen der Energiewirt- schaft, denen die zuständigen Referate des Bundes wirtschaftsministeriums bereits zu- gestimmt haben sollen, ist beabsichtigt, die Grundpreise, sowie die Grund-, Zähler- und Verrechnungsgebühren für Haushaltsabneh- mer von Strom und Gas mit Wirkung vom 1. April 1953 freizugeben, um auch die Haus- haltsverbraucher an den Kohlemehrkosten beteiligen zu können. Für die gewerblichen und land wirtschaftlichen Abnehmer waren die Grundpreise bereits durch die Verord- nung Pr 3/53 vom 30. Januar dieses Jahres freigegeben worden. Bei dieser Gelegenheit ordnete das Bun- deswirtschaftsministerium an, daß die Haus- Haltsabnehmer von Strom und Gas von den Auswirkungen der am 10. Februar dieses Jahres in Kraft getretenen sechsten Kohle- preiserhöhung von durchschnittlich fünf bis sechs DM je Tonne ausgenommen seien. Um eine allgemeine Erhöhung der Tarifpreise für Haushaltsabnehmer zu vermeiden, waren die Preise für die Kohlenmengen, soweit sie der Erzeugung der in den Haushalten ver- brauchten Mengen an Strom und Gas di nicht erhöht worden. Die sich daraus ergebende Mehrbela kann nach Ansicht der Energiewirts Von ihr nicht getragen werden. In handlungen mit dem Bundeswirtsch ministerium seien die Auswirkungen ab 1. April zu erwartenden Preiserhô gen für Energiekohle auf die Tarif bei Strom und Gas eingehend unter worden. Die Energiewirtschaft stehe auf dem Standpunkt, daß die Abwäl der Kohlemehrkosten auf die Haushalt nehmer nicht mehr zu vermeiden sei. rechnet pro Durchschnittshaushalt mit monatlichen Mehrbelastung von etwa zig Pfennig für Strom und Gas Zzusa genommen. Auch sei zu berücksichtigen, daß neuen Tarifgebühren jetzt von den munalen Körperschaften im Einzelfalle] gebilligt werden müßten. In denjen Fällen, wo eine Erhöhung der Grundpr nicht möglich sei, so zum Beispiel bei gen Gaswerken, die keine Grundgebülh erheben, sollen die weiterhin gebund Verbrauchspreise für Strom und Gas, heißt also die Kilowatt- und KRubikm preise entsprechend der Kchlenprei höhung um 0,5 Pfennig je Kilowattstu oder 1,4 Pfennig je. Kubikmeter her], gesetzt werden. Hierzu sei im Wege Ausnahmegenehmigung nicht nur die stimmung der kommunalen Körperscha sondern auch die Billigung der Pr behörden der Länder einzuholen. Näheres MANNI IAA-Epilog= Diagnose für Kraftfahrzeugwirtschaft Fis kalische Schwächung kann nur fiskalische Therapie beheben 5 Als„Kap der guten Hoffnung“ für die Westdeutsche Automobilindustrie erwies sich die soeben beendete internationale Automo- bilausstellung in Frankfurt. Die Demonstra- tion des motoristischen Interesses nämlich, die von den 650 000 Besuchern ausging, ist dafür eindringlicherer Beweis als die län- zende Parade der in- und ausländischen Fahrzeuge selbst. Ein Beweis, den die Tatsachen, daß auf der IAA verhältnismäßig wenig Erstkäufer auftraten, daß bei den meisten Abschlüssen Gebrauchtfahrzeuge in Zahlung genommen Werden mußten, eher erhärten als abschwä⸗ chen. Geht doch schlüssig daraus hervor, daß es sich um verhaltenes Interesse handelt. Mit anderen Worten um zurũückgestauten Bedarf, denn es möchte und müßte auf dem Automobilmarkt wesentlich mehr ge- und verkauft werden. Solange jedoch in der landläufigen Mei- nung der„Obertanen“(lies: Finanzbehör- den) das Automobil— sofern es nicht der gewerblichen oder gar behördlichen Zwek⸗ ken dienstbar ist— als Luxus anrüchig ist, solange wird es beim„verhaltenen Inter- esse“ bleiben, das seine Demonstration nur in der kuriosen Tatsache findet, daß im Be- reiche der IAA 300 000 Würste verzehrt wurden und 200 hl Bier getrunken. Wie KEH H Oοοẽeii j E 6 30 33 b 2. 10 20 — I. USA; H. Großbritannien; III. Frankreich; IV. Schweden; V. Belgien; VI. Schweiz; VII, Bun- desrepublik.. Widersinnig ein solcher Zustand ist, beweist der Umstand, daß der Kz.-Wirtschaftsbaro- meter Westdeutschlands selbst unter den nachstehend aufgezeigten steuerlichen Be- hinderungen folgende Tendenz verrät: Kraftfahrzeugproduktion Monatsdurchschnitt Gesamtproduktion 1951 30 783 369 396 1952 35 699 423 393 Leicht zu erraten, ja mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit zu folgern, daß eine Belebung des einheimischen Automobil- Absatzes die Grundlage dafür schüfe, auf den Auslandsmärkten noch erfolgreicher mit deut- schen Automobilen auftreten zu können Der Exportanteil an der deutschen Automobil- erzeugung betrug 1952 136 886 Wagen(gleich 32 Prozent). Hierbei kann nicht genug darauf hinge- Wiesen werden, daß es ausgeschlossen ist, über die Kapitalmarktlücke— vor die sich die deutsche Automobilindustrie gestellt sieht ohne Hilfe jener Seite zu springen, die ge- rade zur Verbreiterung und in gewisser Hin- sicht auch zur Verewigung dieser Liicke bei- getragen hat. Gemeint ist der Fiskus. Die unausgegorenen Pläne, über die sich andeutungsweise der Bundeswirtschafts- minister anläßlich der IAA-Eröffnung aus- ließ und die Herrn Preuskers Vorschläge in noch gärendere Wallung brachten, führten zur irrtümlichen Auslegung, daß mit einer entsprechenden Berücksichtigung der„Ge- braucht- Kraftfahrzeuge“ innerhalb der Hub- raumsteuer wesentliches geleistet werden könnte. Nun ist unzweifelhaft die Hubraum- steuer so ziemlich an der Grenze des für den Kraftfahrzeugbesitzer Tragbaren angelangt. Dennoch ist kaum anzunehmen, daß eine Er- Jah mäßigung hier wesentliche Vorteile schüfe, Weil diese Steuerbelastung doch nur einen geringen Teil der Betriebskosten für ein Auto ausmacht. Anders wäre es, wenn dem Käufer des Gebrauchtwagens entsprechende Abschreibungs möglichkeit eingeräumt würde. Im allgemeinen pflegt ja der Kraft- Wagen länger benützt zu werden als die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit läuft. Der Gebrauchtwagen-Käufer hat somit noch die Last der— gegenüber dem Erstkäufer verminderten Abschreibungs möglichkeiten zu tragen. Weiter wird wohl daran zu denken sein, daß der starre Treibstoffpreis nicht durch fiskalische Maßnahmen verewigt wer⸗ den darf. Wem ist es aufgefallen, daß wir— am Papier— freie Treibstoffpreisbildung ha- ben? Niemanden konnte es auffallen, denn — mit Ausnahme des fest umrissenen Ge- Fälles von Nord nach Süd— wird in West- deutschland an jeder Tankstelle der gleiche Preis sowohl für Vergaserkraftstoff als auch für Dieselöl bezahlt. 5 5 Das ist aber nicht Weniger eine Folge der Preisabsprachen der Mineralölwirt- schaft. sondern eine ) Folge des Umstandes, ſ den nebenstehende Zeichnung aufweist. Wo soll denn noch eine freie, sich auf Wettbewerbgründen de Preisbildung Raum haben. wenn minde- stens 50% des Ver- b braucherpreises für Treibstoffe vom Fiskus vorweggenommen Werden? Die Hoffnungen, die sich auf die Verab- schiedung des Gesetzes zur Neuregelung der Abgaben auf Mineralöl durch den Bundes- tag hinsichtlich der Verbilligung der Treib- stoffpreise gründeten, haben gründlich fehl- geschlagen. Bei der Behandlung dieses Ge- setzes erwies sich, daß mit Ausnahme Prof. einer 8 Gülichs SPD) und MdB Preusker 5 im Bundestag keine mit der Materie trauten Spezialisten Sitz und Stimme hab. Was Wunder, wenn die Bundestagsabged neten zur optischen Selbsttäuschung schuf ten. In landsmännischer Verbunde dessen gedenkend, daß die Haut(lies: M. deutsche Mineralölförder- und Vera turigsbetriebe) dem Körper(der westdel schen Wirtschaft) näher ist als das H (lies: Ausländische Mineralölförder. Verarbeitungsbetriebe) wurde der Zol der Mineralölsteuer auf 12,90 DMH je gesenkt. Er kann jedoch nach der Rent litätsquote der einheimischen Industrie nerhalb der nächsten 6 Monaten auf 16.50 erhöht werden. Ursprünglich war das umgekehrte fahren vorgesehen, jedoch der Weltma Preis ist niederer als der für deutsches Nach Belieben also kehren die Politiker Zollvergrößerungsglas um und sehen Je iacli deu 1 Or E. 0 Anmele 10 Tag Preis e Nächste 14 Ta; af Preis e Anmel. 0. 84 22 2220 8 den Zollsatz lieber größer oder klei Womit allerdings der Kraftfahrzeugwi schaft nicht gedient ist und auch nicht d deutschen Mineralöl wirtschaft. 1 Weder mit Stimmenthaltung, noch optischen Täuschungen— auch wenn die den technischen Ablauf im Parlamentar mus erleichtern— wird der Kraftfahrz Wirtschaft geholfen werden können. N. Dazu bedarf es schon einer ganzen und jeder Richtung hin sehr ausgewogenen 1 Auch mit Hilfsmaßnahmen ist hier nichts“ erzielen, wo einzig und allein die Pat], Silt: Handelt, statt zu helfen! 18 Optimistische BdL hat Sorgenkinder Nach dem am 26. März abgeschlossenen Monatsbericht der Bank deutscher Länder hat sich die Wirtschaftslage des Bundesgebietes im Februar und März nicht grundlegend ver- andert. Monetär ist die Situation ziemlich ausgeglichen. Einer nur geringen Zunahme der kurzfristigen Kredite an Wirtschafts- unternehmen und Private und einem be- trächtlichen Auszahlungsüberschuß im Devi- senverkauf des Bankensystems— beide Fak- toren wirken kreditpolitisch expansiv steht die weiterhin rege Spartätigkeit gegenüber, die das Geld- und Kreditvolumen kontrakto- risch beeinflußt. Bei den wöchentlich berichtenden Kredit- instituten erhöhten sich die Spareinlagen im Februar um 136 Millionen DM.(gegen 99 im Februar 1952) und um weitere 68 Millionen DM ein der ersten Märzhälfte Nach Auffas- sung der BdL hat die Kapitalbildung bei den Kreditinstituten(einschließlich der erhöhten Termindepositionen) die Kreditausweitung übertroffen. Die Bd spricht sogar von einem „Vorläufigen Nachfrageverzicht“, Von der kreditären Sphäre aus beleuchtet, stellt sich die gegenwärtige Phase also eher als eine 5 Wenn auch nicht als eine Krise Ar. 5 Konjunkturpolitisch gewähre sich aller- dings ein aufgelockerteres Bild infolge der saisonalen Produktionserhöhung. Außerdem sei mit Zunahme der Einzelhandelsumsätze zu rechnen.(Erhöhung der Beamtergehälter und Renten, Lastenausgleichszahlungen, Steuerermäßigung). Der Außenhandel zeige jedoch weniger erfreuliche Erscheinungen. Die Austauschrelationen hätten sich ver- schlechfert. Es sei nötig, den Export wenig- stens da sorgfältig zu pflegen, wo er ver- Wertbare Devisen brächte. Gefährlich sei durch hohe Neubelastung der Zahlungs- bilanz(Wiederaufnahme des auswärtigen Schuldendienstes u. à. Verpflichtungen), wWẽeil 8 dadurch an und für sich schon Engpo entstehen könnten, Eine Gefahr, die sich dem Moment vergrößert, in dem der kuhrbedarf wieder stärker wächst. In einem Sonderbeitrag analysiert die die Finanzierung der Anlageinvestitionen ö zweiten Halbjahr 1952. Im allgemeinen des Monatsbericht wird erstmalig und g sätzlich auch zu dem Abbröckeln der Akti kurse Stellung genommen. Das Wort, 0 bröckeln“ ist— bei allem Wohlwollen Wahrlich„milde“(um nicht zu sagen„den ciert“. Die Redaktion), wenn die BdL sel Line Seite vorher konstatiert:„Die Ak haben damit im Verlauf der letzten 14] nate im Durchschnitt reichlich ein Vie ihres Kurswertes eingebüßt. Die bis 1951 stehende Sachwertpsychose— 80 argume tiert die Bd.— habe inzwischen mehr mehr nüchternen Rentabilitätserwägul Platz gemacht Die Bd sieht hierin einen Weis für das zunehmende Vertrauen i Stabilität des Wertes der deutschen Währ Für die Masse der Unternehmungen, gel auch für die Grundstoffindustrien, ist Aktie als Finanzierungsinstrument pr tisch ausgeschaltet“. Ursache: Die durch Doppelbesteuerung der Erträge der ju schen Personen verursachte mangelhafte tabilität der deutschen Aktien müsse nämlich einmal deutlich im Kursniveau wirken(lies: Kursverluste) Hieraus( a Kann gar nicht genug betont werden. Die? daktion) können sich, je länger, desto 1 recht ernste Folgen ergeben für die wei Entwicklung der Investitionstätigkeit, damit letztlich für die Aufrechterhaltun Beschäftigungsgrades der deutschen 5 schaft. Diesen Teil(Börse) des Bdl.-B erich“ sollten sich vor allem die für die Kap“ marktpolitik zuständigen Stellen„zu Gem führen“. Die westdeutschen Aktieng schaften können bereits ein Lied davon s und vor allem die Aktionäre. Dr. Gi Nr daß n alle mjen ndpr bei e zebüh! r GN Tie e hab Wgeon schi adenb erarb estdd 8 H 25 Zol je Renta strie Seite 11 r. 7/ Mittwoch. I. April 1953 — Meute Mitt wech: Blätenfahrt in dle Pfalz Leistadt-Peterskopf-Deidesheim. Abfahrt: 13.30, Fahrpr.: 4,50 DM OSTERFAHRTEN: 9.00 Uhr: ANNWEILER— TRIFEL S„ DM 6.— 12.30 Uhr: LINDENFELS— ODEN WALD DM 4.50 13.30 Uhr: HAMBACHER HoHE— Weinstraße DM 3,50 2 Lage W Lichtenstein Hechingen— Altensteig 32.— Karfreitag: Samstag: Ostersonntag Ostermontag Hohenneuffen Urach a* 0. einschl. Ubern. m. Frühst. u. Eintr. z. Bärenhöhle/Karlshöhle ostersonntag: Große Schwarzwald- Rundfahrt Bad Liebenzell— Teinach— Zavelstein— Wildbad Abfahrt: 7.00 Uhr Fahrpreis: 12,.— DM Ostermontag: Hlrschhorn-Erbach-Michelstadt-Nelcholzheim Abfahrt: 13,30 Uhr, Fahrpreis: 6,— DM Abfahrtstelle jeweils Paradeplatz(vor O 2, Planken) Näheres und kostenlose Prospekte bei rem Reisebüro oder MANNHEIMER OMNIBUS- VERKEHRSC ESELLSCHAFT M. B. H. Friedrichsfelder Straße 38. Telefon 4 11 82 2 N (in der Kunststraſße) f ober banern Gründonnerstag und Karfreitag geschlossen Ostern 3 Jage Konstanz d. Bodensee Hinfahrt über Baden-Baden, Schwarzwaldhochstraße Rückfahrt durch das Mühlbach-Nagoldtal einschl. Fahrt, Uebernachtung u. Frühstück und DM DM 2.— 45, Preis. einer Schiffsfahrt auf die Insel Reichenau Beförderungssteuer Anmeldeschluß: Donnerstag, 2. April 1953 Nus unserem Frühjalitsprtogtamm 10 Tage Riviera: Cavi di Lavagna(Bahnreise) 1 EE 1 Preis einschl. Fahrt, Hotelunterkunft, Verpflegung DM 9 Nächster Reisetermin: 24. April bis 3. Mal 1953 14 Tage Spanien: Palma de Mallorca(Busreise) über Lausanne, Avignon, Barcelona Preis einschl. Fahrt, 2. Klasse Schiffsreise, Vollpension Anmeldung, Beratung, Auskunft beim Veranstalter Süd europäisches Reisebüro Mannheim Seckenheimer Straße 78 Telefon 439 83 oder beim Oomnibus- Reisedienst Feudenheim, Neckarstr. 40; Reise- büro Columbus, Mhm., T I, 3; Parf. Henne, Neckarau, Marktplatz 369, 6.50 te V tmar! hes 0 ker 15 8 27 20 ae — 7 Mit dem NMaummheigner MGRCEEN im modernen ſriebwagenzug der Bundesbahn er E die B nen en 1 grun Aktik rt len „del Selb Aki 14.1 Viel 9511 gume r U gung nen] in Ahr gerd ist „br Felöberg⸗ 5 Ski- Exgpreß O STERN 1953 nach Hinterzarten. Titisee, Feldberg- Bärental, Altglashütten, Falkau, Aha, Schluchsee, Seebrugg Rückfahrt ab Seebrugg: Ostersonntag oder-montag Mannheim ab: Karfreitag: 5.10 Uhr lanzug) 16.52 Uhr Ostersonntag: 5.10 Uhr— Planzug 16.52 Uhr Ostermontag: 5.42 Uhr— Ski-Expreß 17.32 Uhr Fahrpreis nach allen Zielbahnhöfen. Gültigkeitsdauer der Fahrkarten 14 Tage . DM 16⁰ Fahrkarten bel Reisedienst„mm. Morgen“, Am Marktplatz von 8 bis 17 Uhr. 8 P 4, 2. Reisedienst Stürmer, O0 7. Neueröffnung GASTHAUS Hammelbacher Hof Hammelbach im Odenwald Herrliche Lage. Fremdenzim- mer mit flieg. Wasser. 5 28 von Wäsche? 0 Des ist ja ein Universal- 4 1 waschmittel, mit dem ieh 0 5 5 7. Weiß-, Bunt- und Fein- 0 6. 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Kurpfal s“ bringt als Osterfreude für die großen und kleinen MM-Leser am Mittwoch, 1. April 1933, 14.30 Uhr im Ufa-Theater, Mannheim, N 7 Gneevwittchen und l die sieben Zwerge nach Gebr. Grimm mit Musik, Gesang u Kinderballett u. reizendem Tanz der Osterhasen Spielleitung: Elisabeth Vaas Tänze: Fränzl Rothmund Musik. Leitung: Alfred Köhler Bühnenbilder: Erwin Fritsche Karten im Vorverkauf in der Schalterhalle des MANNHEIMER MORGEN und den bekannten Vorver- kaufstellen, ferner ab 12.00 Uhr an der UFA-Kasse. Preise der Plätze(numeriert):—,60,—,80 und 1. DM Pirmasens Zweibrücken acllche Schnelloerhehrü 2 FIchrENMAIER-SsPFD¹ITION- Ruf 6 27 29 u. 6 36 26 nach und von Landau Ihr Fachhändler berät Sie gern! DEN Ee f Ne Gerade wer rechnen muß, sollte mit Waxa' rechnen. ist das gute Bohnerwachs aus den Erdal-Werken. Se eee . ist erstanden“ MORGEN Seite 12 n der Fremde/ An einer Straßenkreuzung stehen zwei Damen mit einigem Gepäck und werfen schüchterne Blicke auf den jenseits des Plat- zes liegenden Bahnhof, der sie vor Wenigen Minuten ausgespuckt hat. Es sind zwei rei- Sende Damen mit so ungefähr allem, was der Mensch fürs Leben nötig hat; sie sehen durchaus expeditionsfähig aus. Aber nun scheint ein Unglück eingetreten zu sein, sie können sich im fremden Gelände nicht orien- tieren. Die eine ist beiläufig 30 Jahre alt, die emdere etwa 20 Jahre älter. Aus ihren vier blauen Kinderaugen blickt unerschütterlicher Glaube. Nachdem sie längere Zeit beraten haben, Was sie tun könnten, tun sie, was reisende Damen in dieser Lage zu tun Pflegen, sie Wenden sich an einen Herrn. Sie lassen eini- ge Herren vorbeigehen, die ihnen ortsunkun- dig erscheinen, dann aber kommt einer, ein Augenscheinlich besserer Herr in mittleren Jahren, der ihnen Vertrauen einflößt. Sie erklären ihm, daß sie hier fremd seien. „Aha,“ sagt der Herr und lächelt. Die Damen haben Glück, es ist ein Ein- heimischer. Sie möchten nach der Finken- Straße. „Finkenstraßge?“ sagt der Herr und setzt eine nachdenkliche Miene auf,„eine Straße mit Vogelnamen.“ Er überlegt.„Ich kenne eigentlich die Stadt ziemlich genau, aber Fin- Kkenstraße.?“ Er schüttelt den Kopf und kragt:„War es nicht vielleicht ein anderer Vogel?“ Die Damen denken gläubig nach. „Taubenstraße zum Beispiel?“ schlägt der Herr vor. i Nein, die Damen erinnern Taubenstrage war es nicht. „Taubenstraße gäbe es,“ meint der Herr. „Vielleicht war es Schwalbenstraße?“ „Nein,“ sagt die jüngere Dame mit er- schrockenen Augen,„wir haben Freunde dort, wo wir übernachten Wollen; es war so Stwäas wie im Lied: Amsel, Drossel, Fink und Star.“ f „Hm,“ sagt der Herr gütig lächelnd und stellt die Beine bequem auseinander,„es gibt, Soweit ich es überblicken kann, keine der in Frage kommenden Straßen hier. Vogelnamen als Straßenbezeichnungen sind im Grund, ohne daß sich ersehen Hebe, warum, nicht Sehr üblich. Vielleicht dreht es sich um einen Hörfehler?“ 5 „Hörfehler?“ fragt die ältere Dame ent- setzt. „Ich meine nur,“ sagt der Herr,„es könnte J sein. Eine Amselstraße zum Beispiel gibt es hier nicht, dagegen haben wir eine An- Selmstraße, was nicht unähnlich klingt; viel- leicht war diese gemeint?“ i„Anselmstraße?“— Die beiden Damen blicken zum Himmel und erforschen ihr Ge- dächtnis. „Anselmstraße könnte es gewesen sein,“ sagt schließlich die Jüngere. „Meinst du?“ fragt die andere. „Ich glaube bestimmt, daß es Anselm- straße hieß.“ „Na, sehen Sie,“ sagt der Herr erfreut, zun haben wir es ja. Ich dachte mir's Sleich. Wenn Sie also in die Anselmstraſßje wollen, darm müssen Sie so gehen.. Und beschreibt mit vielen Hand- und Armbewegungen einen höchst verschlungenen Zickzackweg, wobei „linkerhand“ und„rechtsliegenlassen“ oft- mals wiederkehren. sich genau, Kultur- Chronik Der Schauspieler Karl Marx, dessen 25 jäh rige Zugehörigkeit zum Ensemble des Mann- heimer Nationaltheaters wir am 30. August Vergangenen Jahres zum Anlaß eines geden- kenden und würdigenden Aufsatzes nahmen, wird heute 70 Jahre alt. Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach wird am Karfreitag, 19.30 Uhr, in der Mannheimer Christuskirche aufgeführt. Es wir⸗ 07 unter Leitung von Dr. Oskar Deffner, mit: Milly Fikentscher-Willach, Carla Moritz, Franz Fehringer, Prof. Wilhelm Dürr, Claus Ocker als Gesangssolisten, Dr. Herbert Haag loOrgeh, Armin Thoma(Cembalo), das National- theater-Orchester, der Bachchor sowie der Kna- benchor des Karl-Friedrich- Gymnasiums. Die„Missa Brevis“(1950) von Zoltan Kodaly Wird im Rahmen eines liturgischen Festgottes- dienstes am Ostersonntag, 9.15 Uhr, in der Mannheimer St. Bonifatiuskirche unter Lei- tung von Adolf Berchtold wiedergegeben. Außerdem wird dabei die Festmottete„Christ von Joseph Ahrends aufgeführt. 1 Rodolf Schneider-Schelde Die beiden Damen sind überglücklich. Sie strahlen, bedanken sich, nehmen ihr Gepäck auf und entschwinden beschwingt um die nächste Ecke. Wie hübsch ist Höflichkeit und Hilfsbe- reitschaft.. meditiert der Herr hinter ihnen her. Ueberhaupt, denkt er, wenn alle einan- der in jeder Lage nach Kräften. es ihm einen Riß, und geradezu blitzartig er- leuchtet es ihn: Aber Finkenstraße gibt es doch, du Idiot! Finkenstraße! tobt er in Scham und Wut,— du läufst ja jeden zwei- ten Tag dran vorbei!!! In einer langen Minute des Zauderns und dufkeimender Verantwortungslosigkeit, Welt und Menschenliebe verabscheuend, kämpft unser besserer Herr den stillen Kampf der Selbstverleugnung, von dem kein Lied singt. Aber— da er in Wahrheit ein besserer Herr ist, hastet er den soeben beschriebenen Weg alsdann entlang, bis er die beiden expediti- onsfähigen Damen glücklich erreicht hat. Damit wäre die kleine Geschichte natür- lich aus, wenn sich nicht ganz zuletzt— al- lerdings ohne weitere Beteiligung des bes- seren Herrn, spät abends in einem kleinen Hotel, aufgrund eines Notizbuchs, das sich in den Tiefen des Koffers der jüngeren Dame fand— herausgestellt hätte, daß es sich auch nicht um die Finkenstraße, sondern um die Funkenstraße gehandelt hatte. Es war also doch ein Hörfehler im Spiel Sewesen, und eine Straße mit Vogelnamen War es auch nicht. Da gibt Ein moderner Kirchenneubau in Mönchen Der Baukunstausschuß der Stadt München hat mit 16 gegen 2 Stimmen das Projekt der neuen Matthäuskirche des Architekten Gustav Gsänger gutgekeißen. Es wird die erste moderne Kirche Münchens sein. Der monumentale Bau mit dem 60 Meter Roken Vier- cantturm wird am Sendlinger-Tor-Platz, im Zentrum der Stadt, errichtet. Mit den Bau- arbeiten wird noch in diesem Frükjahr begonnen werden. Keystone-Bild Ein allzu buntes Progromm Dos 6. Akodemiekonzert unter professor Herbert Albert im Musenscdl“ Das Programm des 6. Mannheimer Aka- demiekonzerts war äußerlich gekennzeichnet durch eine seltsame sprunghafte Bunt- scheckigkeit der Werkwahl. Professor Her- bert Albert begann mit Hindemith(„ Nobi- lissima Visione“), steuerte über Brahms („Haydn-Variationen“) zurück ins klassische Mozartgefild Es-dur- Sinfonie), warf dann mit der sich in dieser Gesellschaft doch reichlich windig ausnehmenden Ouvertüre zur„Italienerin in Algier“ unvermittelt ein Rossinisches Operngutsel ins Publikum und Schloß voll Glanz und Gloria mit den bild- haften Klangraffinessen des Jungitalieniers Respighi. Man darf hoffen, daß diese Art Programmgestaltung, die zu einem Teil als Folgeerscheinung der monatelangen dirigen- tenlosen Zeit im Vorjahre und der erst sehr spät erfolgten Verpflichtung Prof. Alberts anzusehen ist, im nächsten Konzertwinter einer durchdachteren Planung gewichen sein Wird. Die Mannheimer Akademie hat ja be- reits vor einiger Zeit die für 1953/54 in Aus- sicht genommenen Solisten ihrer Konzerte bekanntgegeben, was immerhin zeigt, daß man diesmal rechtzeitig Ausschau gehalten hat. Freilich sollten Mannheim, Ludwigs- hafen und Heidelberg nicht stur autark pla- nen, wie das offenbar bisher geschehen ist, sondern sich endlich einmal untereinander über Werke und Aufführungstermine recht- zeitig verständigen und die Programme wenigstens soweit aufeinander abstimmen. daß die so unerfreulichen Terminüberschnei- dungen und Doppelaufführungen gleicher Werke zu gleicher Zeit vermieden werden. Das ist gewiß ein schwieriges Problem(schon Weil sich die Konzertveranstalter terminlich nach den Dispositionen der reisenden Soli- sten richten müssen), aber gerade deswegen sollte man sich freundnachbarlich zusam- mensetzen und alles versuchen, die von den Musikfreunden der drei Städte seit langem beklagten Mißstände des Konzertbetriebes zu beseitigen. 5 N Von der stilistischen Diskrepanz der Vortragsfolge abgesehen, brachte der 6. Aka- demie-Abend doch starke und erlebnishafte Augenblicke. Die Wiederbegegnung mit Paul Hindemiths 1938 geschriebener Orchester- suite zur tänzerischen Franzikuslegende „Nobilissima Visione“(Mannheim hörte sie zuerst 1947 unter Leitung von Richard Laugs) ließ das schöne Werk erneut als eine bemer- kenswerte Station der fruchtbaren Ent- wicklung von FHindemiths sinfonischem Eigenstil erkennen. Es zeigt sich die begin- nende Annäherung des reinen Intellekts an das Gefühl, wenn auch an ein sehr objekti- viertes Gefühl. Prof. Albert ließ die drei Stücke der Suite in ihrer überzeugenden Formkultur und kraftvollen Eigenwilligkeit der rhythmischen Energien Hindemiths sehr Sebändigt, aber auch sehr spannungsvoll bis zur Fortissimo-Schlußsteigerung des Pas- Sacaglia-Satzes prächtig ausmusizieren. Auf die reizvollen Brahms- Variationen über den Haydnschen Antonius-Choral reagierte frei- lich das Publikum merklich intensiver als auf Hindemiths Werk. Die Wiedergabe ver- riet aber auch konzentrierteste Dirigenten- arbeit. Der jeweils wohlbegründete unter- schiedliche Vortragsausdruck(die manchmal besonders für die Bläser sehr heiklen Piano- und Pianissomostellen gerieten durchweg Slücklich) gab jeder Variation den ihr zu- kommenden Wert und Charakter. Es wurde Selockert und gelöst musiziert und das Ganze ins imposant aufgebaute Finale hineingestei- gert. 5 Echtes Mozartspiel entzückte die Hörer bei der Wiedergabe der bezaubernden klang- schönen Es-dur- Sinfonie. Alle Zartheit der noch unter Haydn-Einfluß stehenden Musik, den tiefen Schönheitsdrang Mozarts, aber auch das Leichte und Spielerische weckte Prof. Albert in Technik und Vortrag zu blühendem Leben, und als die(übrigens Slänzend interpretierte) Rossini-Ouvertüre geschluckt war, erklommen Dirigent und Orchester mit kaum zu überbietendem Elan den Gipfel klanglicher Grohßartigkeit und elementarer Musikalität in Respighis viel Sespielten„Pini di Roma“, deren erster Satz in prickelnder Hochspannung virtuos dahin- jagte und zu den Beklemmungen des düste- ren zweiten in wirksamen Gegensatz trat. Das mit schwereloser Feinheit gegebene Nachtigall- und Mondschein- Intermezzo führte dann mit meisterlichem Gelingen zu den donnernden Instrumentaleffekten des Ausklangs. Die Kunst Respighis, seine Aus- druckmittel aus der Situation heraus ins Musikalische zu projizieren, feiert in diesem trotæ mancher Aeuzberlichkeiten hinreigen- den Werk einen großen Triumph. Das Publi- kum war begeistert.. Arnold und Gulbransson Eine Geburtstags- Ausstellung in Mönchen Am 1. April begeht der Zeichner Kari Arnold seinen 70. Geburtstag, am 26. Mai Olaf Gulbransson seinen 80. Eine Wwillkom- merle Gelegenheit für die Staatliche Gra- phische Sammlung in München, diese bei- den Kampfgenossen und Ueberlebenden des alten„Simplizissimus“ in einer Ausstellung zu feiern und sie gerade in ihrer Verschie- denartigkeit von Stil und Temperament mit- und gegeneinander deutlich werden zu lassen. Daß die ausgestellten Blätter größ- tenteils aus dem Besitz der Künstler selbst stammen, die Auswahl also als„autori- siert“ betrachtet werden darf, erhöht nur den Reiz. Schon die Stimmung der Besucher ist in beiden Räumen grundverschieden. Bei Ar- nold kann es passieren, daß plötzlich irgend jemand seine Lachmuskeln aus der Gewalt verliert und losprustet. Denn die Komik in Bild und Text ist oft über wäl⸗ tigend und— wie das Beispiel beweist zeitlos, da sich der Humor immer über sei- nen Gegenstand erhebt. Da ist zum Bei- spiel eine Zeichnung:„Kokain“, Im ersten Moment glaubt men, der Künstler habe sich hier doch einmal in der Bitterkeit der so- zialen Anklage, im Genre der zwanziger Jahre verloren Aber bei näherem Hinsehen entdeckt man zu Füßen der Kokainsüchtigen Elemdsgestalten einen mindestens ebenso Kokainsüchtigen Mops. Der ist unwider⸗ stehlich! Und plötzlich ist mati selbst der- jenige, der lacirt, laut lacht in einer Kunst- Ausstellung! 0 Gilt für Arnold: am Anfang war der Einfall— 80 gilt für Gulbransson: am An- farig war der Strich Bei ihm scheinen Blei- stift oder Feder selbst die Einfälle zu ha- ben, die immer auf die Darstellung des Charakteristischen zielen, das für ihn nicht . wie für Arnold— eins ist mit dem Ko- mischen. Das zeigt gerade diese Ausstellung mit ihren vielen Porträtzeichnungen; Zarte, feinnervige und im Graphischen doch bei- nah malerisch wirkende Arbeiten, in denen die Karikatur nicht einmal im Schlummer- zustatid zu entdecken ist. Wo er sich aber der Satire zuwendet, ist er eher satyrhaft, naiv, und ohne Spekulation auf das Ge- Iächter des Beschauers, das einem denn auch im Halse stecken bleibt. Er bleibt das nor- dische Riesenbaby, das Albert Langen einst, sozusagen im Naturzustand, nach München importierte— ebenso, wie Arnold immer der Süddeutsche(aus der Gegend von Co- burg) bleibt, von der literarischen Sphäre Berlins mächtig angezogen und sie doch ohne Gefahr für Handwerk und Seele mit Münchner Feiterkeit überstehend und Slossierend.„Schwabing am Kurfürsten⸗ damm“ heißt ja bezeichnenderweise sein letztes, jüngst im Piper-Verlag erschienenes Buch. A. v. Hahn Theqter in St. Galler Altestes schweizerisches Berufsthe Das schweizerische St. Gallen, durd Kostbarkeit seiner Stiftsbibliothek in Dr. 0 3 F. Welt berühmt, bewahrt auch heute notfhebes 1 Manuskripte der ersten deutschsprad! Mysterienspiele auf. Diese* spiele, die mit unwahrscheinlichem aufgezogen wurden, fanden alle zwan dreißig Jahre statt, und man pilger i Deutschland, Oesterreich und Frantz 5 dorthin, wo die erste Niederschrift de matisierung der Ostergeschichte(au 10. Jahrhundert) zu bewundern War. das Kloster begonnen hatte, führ Protestantische Stadt, die ihren Name heiligen Gallus ableitet(dessen Le St. Galler Benediktiner Notker Balbu einem Verswerk verherrlichte), im 1 18. Jahrhundert getreulich fort: das R. zentrum zwischen Bodensee und 87 wurde gehütet und dem Theater geg Was des Theaters war. 3 Dreißig Jahre vor den Städten Basel Bern, im Jahre 1805, hat Carl Müller Friedberg in St. Gallen das älteste Ben theater in der Schweiz geschaffen und d 1 den Grundstein zu jenem Musentempel legt, auf den die Ostschweizer mit Rech Stolz sind. Bereits 1857 wurde in der Re der Fürstabtei gespielt, und der jewel Direktor hatte bis zum Ausbruch der en Weltkriegs auf eigenes Risiko seines A zu walten. Wer weiß heute noch, daß Kapellm Wie Hans v. Bülow und Hans v. He lange Zeit diesem Theater gedient hab Wer erinnert sich noch der großen A mit den Bassermanns und Ernst D mit Alfred Lohner, Leopold Biberti, A. Skoda, Ernst Ginsberg und Maria Be Wer weiß noch, wie das war, als Maria N mit einer einzigen Handbewegung Trans. zokal: ganze Welt erstehen— und untergehen I Sofortige Besonders Alfred Lohner vom Burgth ingenen bleibt unvergessen als Tasso und in des Erie! Rolle des van Meegeren in Arno Schwengelers vielbesprochenem Stück Fälscher“. In St. Gallen haben die schweizer. Dramatiker eine bleibende Heimstätte funden. Jakob Bührer, Albert J. Welti, rad Falke, Werner Johannes Guggen Arnold H. Schwengeler, Max Frisch Kachler, dem heutigen Direktor des Sta theaters, einen bewußten Betreuer Sein umfassenden Bühnenwerkes gefunden. heute 46jährige Dr. Kachler war mit Reinhardt in Wien und von 1930 bis 193 Deutschen Theater in Berlin. Der chemal Dozent an der Universität Bern ist in Weit eine ne Kreisen bekannt geworden durch seine 81 ung gel dentenaufführungen im römischen Thea bisherige von Augst, jenem bedeutenden Augu Rauracorum, wo er neben anderem Vögel“ ven Aristophanes, die„Iphige von Euripides,„Elektra“ von Sophokles i die„Antigone“ in der Hölderlin'schen Ue tragung herausbrachte. Der Antike ist Heute noch in St. Gallen ein weiters öffnet. 5 Als Uraufführung ging vor einiger „Le Malheur passe“ von Maurice Maeterl über die Bretter, denen auch der Urko 1 diant Alfons Hoffmann nachsagt, daß sie Welt bedeuten. Augenblicklich feiert Hilde Hildebrand in„Die Irre von Chailli und in den nächsten Tagen wird Alfg Lohner im„König Oedipus“ noch einmal Weisen, daß er würdig war, neben Al Bassermann und Ernst Deutsch zu ste Mit Bedauern ließ man einen schwa Pirandello, die deutschsprachige Erstauff rung seines Schauspiels„Die Pflicht Arztes“, neben einer Uraufführung„Mos log am Radio“ von Reto Roedel über siche gehen. Jetzt erwartet man mit einigem Inter die deutschsprachige Erstaufführung. „Blinde Liebe“(Gustos y digustos son mas que imaginacion), die im April Bera kommen soll. Hat der große Spanier nich einmal gesagt, daß das ganze Leben e Traum sei, nichts als Einbildung, urid das größte Glück noch klein sei, da das ben doch nur ein Traum ist? Was wird 45 Uns nun zu sagen haben in seinem Stü von den Vorlieben und Abneigungen, wiederum nicht mehr sind als Einbiidung“ Siegfried Eins ANGST UM DAPHNE Kriminalroman von Jonathan s tag g e So p ISht: scherz& doverts verlag, Stuttgart 30. Fortsetzung Das Streichholz flammte zwischen mei- nen Fingern auf, und wir starrten in dem flackernden Lichtschein auf die Kiste. Ein Sroßes Vorhängeschloß hing von der Mitte des Deckels herab. Don griff danach. Es War Versperrt. Wir blickten einander an. Ich sagte scharf: Evelyn wird wissen, Wo der Schlüssel ist!“ Ich schrie aus Leibeskräften:„Evelyn, Evelyn, kommen Sie her,. kommen Sie zum Badehauschen.“ Auch Don rief: Evelyn!“ Wie Echos begannen andere Stimmen rund um uns herum ebenfalls nach ihr zu rufen. Lucy erschien als erste. Gleich nach ihr kamen Tansy und Morgan. Don trat auf seine Frau zu und fragte sie eindringlich: „Tansy, kühlst du dich wieder wohl?“ „Ja, ja natürlich, mein Schatz. Aber was 18t los? Was ist geschehen?“ Jemand ist in dieser Kiste. Sanz be- timmt. Wir haben deutlich klopfen ge- 1„ Lucy stieß einen kleinen Schrei des Ent- setzens aus, und Tansy sage:„Oh, nein Don, das kann nicht sein.“ f a Spray eilte atemlos herbei.„Rebt ihr sie Sekunden, habt ihr sie gefunden?“ Don fluchte statt einer anten„Um Himmels willen. wo ist Evelyn??? Er rief wieder ihren Namen. die anderen ebenfalls. N 5 5 Mig Winters, oh, Miß Winters“, stöhnte ar. Mig Winters.* In diesem Augenblick erschien Evelyn mit Opappi, und ich eilte auf sie zu:„Wo ist der Schlüssel von der großen Kiste?“ „Kiste?“ wiederholte sie verständnislos. „Die Kiste— hier an der Wand.“ „Er hängt auf der Terrasse der Kabine, Wo er immer hängt.“ Ich packte ihren Arm: holen sie ihn sofort.“ Ich zerrte sie um die Mauer herum. Wir Tannten zusammen auf die Terrasse. Evelyn eilte zur Wand und tastete sie ab. „Hier, hier ist er. Oh, Doktor, sagen Sie mir, bitte Ich entriß ihr den Schlüssel. „Wir glauben, daß sie dort drinnen ist. In der Kiste.“. Ich lief zu den anderen zurück, und Eve- Iyn folgte mir. „Zünde ein Streichholz an, Don“, brüllte „Kommen Sie und ich Ein Flämmcehen flackerte auf. Vage war ich mir ängstlicher, starrender Gesichter be- Wußt, als ich den Deckel der Kiste aufriß. Alle drängten sich hinter mir und stießen nach vorne. Ieh blickte hinunter. Das Streichholz erlosch, aber ich hatte Zeit gehabt zu sehen, was in der Kiste War. Der Grund war mit grell gestreiften Ma- tratzen vollgestopft. Ein muffiger Gestank von feuchten Stoffen drang herauf. Auf den Matratzen lag Daphne Winters, das Gesicht elig an die Matratzen gepreßt. hr Mund War mit dem Oberteil eines Schwimm- anzuges geknebelt, und ihre Hände waren mit einem zweiten Oberteil eines Schwimm- anZuges auf den Rücken zusammengebun- den. Hinter mir schrie jemand auf. Don zün- dete ein zweites Streichholz an. Einen Augenblick lang war ich starr vor Entsetzen. Ich konnte nur an die Qualen der Todes- Angst denken, die Daphne, in diese luftlose Eiste gepreßt, erduldet haben mußte. Dann faßte ich mich wieder. Don rief:„Hilf mir sie herausheben.“ Die anderen drängten sich hinter mir. Ich rief:„Zurück, alles zurück! Morgan, schnell, laufen Sie ins Haus und verständigen Sie Reed.“ 5 Ich kümmerte mich nicht um das Ge- schwätz und Gekreisch. Meine Hände taste. ten sich durch die Dunkelheit hinunter. Ich fühlte Daphnes kalte Schultern unter mei- nem Griff und rief mir das schwache Pochen ins Gedächtnis. Wenn sie fähig war, um Hilfe zu pochen, war das Schlimmste noch nicht geschehen. Ich schob meine Arme un- ter ihre Achselhöhlen. Don hatte ihre Beine gepackt, und gemeinsam hoben wir sie her- aus. „Zurück“, rief ich,„Platzl“ Wir hoben sie über die Seite der Kiste und betteten sie in den Sand, Don und ich knieten neben ihr nieder. Don zündete erst ein Streichholz an und dann ein zweites Ich löste den Knebel und die Fesseln, dann drehte ich sie sanft um, so daß sie auf den Rücken zu liegen kam. Das Streichholz er- losch. Jemand schrie:„Licht!“ Ich fühlte Daphnes Puls. Don sagte:„Lebt sie? Sie ist doch nicht tot?“ g Der Puls war schwach, aber deutlich fühlbar. „Nein“, antwortete ich,„nur bewußtlos“. „Gott sei Dank, daß wir sie gehört haben. Sie wäre erstickt.“ a Ich erfaßte nur undeutlich, was um uns vorging. Jemand, ich glaubte, es war Evelyn, begann zu stöhnen. Dann plötzlich warf sich eine Gestalt zwischen Don und mich in den Sand— Spray Milliken. Sie starrte auf Daphne und streckte die Hand Aus. um sie Zu berühren. Sie stieß einen kurzen heiseren Schrei aus und begann zu stammeln: „Mig Winters, liebe, liebe Mig Winters. Miß Winters, Mig Winters. Sogar in diesem Augenblick schien Mir, Als hätte die Wildheit von Sprays Schmerz etwas Theatralisches. Scheinbar konnten auch die tragischsten Geschehnisse eine Mil- liken nicht zu vollkommener Aufrichtigkeit aufrütteln. 2 Aber Spray beschäftigte nur einen Teil meiner Gedanken. Der Detektiv in mir be- dachte eine Tatsache, die nun offenkundig War. Wer immer Daphne geknebelt und gefes- selt in diese Kiste gezwängt hatte— 80 War es bestimmt nicht Daphne Winters ge- Wesen. Tansys Theorie war aufgeflogen. Was jetzt in Bitterns Bay geschah, war keine Komödie, es war grausame Wirklichkeit. 17. KAPITEL. Morgan war gegangen, Reed zu holen, Und irgendwie war es uns gelungen, alle an- deren außer Evelyn loszuwerden. Obwohl Daphne noch bewußtlos War, beschlossen Wir, sie so schnell als möglich zu Bett Zu bringen. Wir dachten daran, eine Strand- matratze als Tragbahre zu improvisieren, ließen die Idee aber fallen aus Angst, sie Körmte beim Erwachen aus ihrer Ohnmacht durch die Matratze an das ausgestandene Grauen erinnert werden. Es gelang uns, den Deckel der Piste abzureißen, und wir trugen sie auf ihm fort. 5 Sie war eine tote Last. Ihr Gesicht Slänzte fahl unter den tiefschwarzen Haaren. Wir gingen langsam den Strand hinauf und über den gewundenen Pfad durch den Park. Der Duft der Rosen schwebte in der 1 milden Sommerluft. Vor uns erstrahlte groge Pseudoschloß im Lichterglanz. N. immer regte Daphne sich nicht. Ich Wa 1 cer Sendwie erleichtert, weil ich ebenso wie Da ti sehr besorgt war, wie sie aus der Ohnmad erwachen würde. Ein Sewöhnlicher, an Cla strophobie leidender Mensch könnte d ein solches Erlebnis dauernd den Verst 11 verlieren. Unsere einzige Hoffnung lag in, daß Daphne eben kein gewöhnlich Mensch war. Sie hatte unversehrt zwei Gi mordversuche ertragen. Sie war imstan auch das ruhig hinzunehmen. Es war der schnellste Weg, sie über d Terrasse in ihre Zimmer z2u bringen. V hatten einige Schwierigkeiten, die Trag 3 bahre schräg über die Stufen zu beförde aber es gelang. Als wir die Terrasse erreid ten, stürzten sich drei Gestalten aus de Dunkel auf uns und umschwirrten uns n Motten. Mädchenstimmen zwitscherten: „Oh, Dr. Lockwood, Spray hat uns g sagt, Was geschehen ist.. Oh, Dr. Loch Wood, lebt sie. sie lebt doch. nicht wahr! Die drei anonymen Symphonien blickte auf die Gestalt auf der Tragbahre, schauer ten zurück und blickten sie wieder an. bewunderte Sybils Willenskraft. Auch sl mußte alles gehört haben und in verzwe kelter Sorge um ihre geliebte Mig Wiriter sein, aber sie war zu Bett geblieben, um di Fiktion ihrer Erkrankung aufrecht zu Halte. Wir beruhigten die Symphonien, 50 gut konnten, und schickten sie in ihre Zim Zurück. Ich fragte mich so nebenbei, Was l ihren Köpfen vorgehen mochte. Sie durfte nie an irgendetwas teilnehmen. Man schick sie immer in ihre Zimmer zurück. Wuß 5 worden. Stellvert gegenna Oslo. nahm Ar Sir Patr sie, wWwas vorging? Und Wenn, machten sie“ sich ihre eigenen Gedanken, Verbrachten die Abende damit, endlose spannende Bri an ihre weniger bevorzugten Kolleginne nach New Vork zu schreiben? Fortsetzung fol