lung orrag. 14 vier, gebr. 7 Profes· ——————◻ ⏑ο ngen fer Ken m eee LC dung 4 tes er! + t 2 Der rei! hen inꝰ der g 50 b. H. mg 4 e E 3 n Zabrgang 3, Rr. 170 DaS NArioMALSOZIALISTISCHE Schriftleitung: Mannheim, K 3, 14/15. Fernruf 204 86 u. 314 71.— Das„Haken⸗ kreuzbanner“ erſcheint 7mal wöchentlich und koſtet monatlich.10 RM.;: bei Trägerzuſtenung zuzüglich 30 Pfennig, bei Poſtzuſtellung zuzualich 36 Pfennig. Einzelpreis 15 Pfennig. Beſtellungen nehmen die Poſtämter und Briefträger entgegen. Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) verhindert, beſteht kein Anſpruch auf Entſchädigung Regelmäßia erſcheinende Beilagen aus allen Wiſſensgebieten. ————————— W KampFBLATT MonnwrEsTBADENnS Anzeigen: Die 10geſpalt eile i 40 Mimimeterzgile 15 Pigzie Je Ageſpalt. Millimeter⸗ , W0 n a. Für kleine Anzeigen:— Millimeterzeile ,,, Pfg. Bei Miederbolung Rabgtt nach auflſegendem Tarif. Schluß der 25 , ,,. Annahme: 15 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: Mannheim, k 3, 14/15, Fernruf 204 86 und 314 71. Aab ungs⸗ und Erfüllungsort: Mannbeim, Ausſchließlicher 6 tand Mannheim.— Po enut Das„Hakenkreuzbanner 0 ür unverlangt eingeſandte Manuſkripte üßernehmen wir keine Verankwo 4960. nd. Verlaagsort Mannbeim. Gewalkige Milgliederverſammlung im Nibelungenſaal— Tauſende mußlen wieder umkehren— Der Gauleiler gibk die Richllinien zur Forkſetzung unſeres Kampfes bekannk— Stürmiſche Ovalionen bei der Abfahrt Roberl Wagners—4— Es iſt in der letzten Zeit keine Seltenheit, daß unſer verehrter Gauleiter Robert Wagner in Mannheim weilt. Ein Beweis, wie ſehr un⸗ ſeren Reichsſtatthalter die Geſchicke der größten Stadt Badens intereſſieren. Geſtern abend nun fand im Roſengarten der Generalappell der Träger der nationalſozialiſti⸗ ſchen Idee ſtatt, der ſich zu einem grandioſen Bekenntnis für die neue Staatsführung und für Adolf Hitler geſtaltete. Lange vor Beginn war der Saal ſo überfüllt, daß eine Kette von SS⸗Männern abriegeln mußte. Viele, viele Mit⸗ glieder, die noch Einlaß begehrten, mußten wie⸗ der zurückgewieſen werden. In dieſem Augen⸗ blick, da werden unſere Gedanken unwillkür⸗ lich auf jene Zeit zurückverſetzt, wo wir in dumpfen Nebenzimmern, unter dem Schutz eini⸗ ger wackeren SA⸗Männer, die Gedanken unſeres Volkskanzlers in der damals noch roten Hoch⸗ burg propagierten. Mit welchem Stolz erfüllte uns noch vor ganz wenigen Jahren die Tat⸗ ſache, daß es uns gelungen war, anläßlich gro⸗ ßer Wahlverſammlungen, den größten Saal Mannheims mit Freunden und Gegnern zu füllen. Und heute gibt es keinen Raum mehr, der imſtande wäre, all jene Bekenner zum Na⸗ tionalſozialismus, all jene Kämpfer und Aktivi⸗ ſten für die Weltanſchauung des zwanzigſten Jahrhunderts zu faſſen. Der Einzug der Fachſchaften, SA und SS mit ihren Fahnen bot einen prächtigen Anblick. Nachdem die Fahnenabordnungen zu beiden Seiten auf dem Podium placiert waren, be⸗ grüßte Kreisleiter Dr. Roth den Reichsſtatt⸗ halter, dem ein herzlicher Empfang durch die Maſſe zuteil wurde. Adolf Hitler hätte keinen beſſeren Mann an die Spitze des badiſchen Lan⸗ des ſtellen können als Robert Wagner, der durch alle politiſchen Verfolgungen des deutſchen Volkes hindurchgegangen ſei, der für ſeine Ueberzeugung ſelbſt Gefängnisſtrafen über ſich ergehen laſſen mußte. Stürmiſch begrüßt ergriff der Gauleiter Robert Wagner das Wort und dankte zunächſt den Partei⸗ genoſſen für ihre Arbeit und betonte, daß die Niederwerfung der Marxiſten in Mannheim zu den beſten Taten der an großen Taten rei⸗ chen nationalſozialiſtiſchen Bewegung und ihrer Geſchichte gehören würde. Nach der Abſtattung ſeines Dankes an die Parteigenoſſen fuhr Gau⸗ leiter Robert Wagner fort: Wir ſind in jenem glücklichen Zuſtand an⸗ gelangt, heute nicht nur die ſelbſtſüchtigen ſe⸗ paratiſtiſchen Neigungen in Deutſchland, ſon⸗ dern vor allem auch den brudermörderiſchen Klaſſenkampf überwunden zu haben. Es iſt gelungen, in wenigen Monaten eine geſchloſſene Volksfront aufzurichten und endgültig den Kampf um die Lebensrechte unſerer Nation, insbeſondere aber den end⸗ gültigen Kampf um die Lebensregelung der deutſchen Nation nach außen hin in der außenpolitiſchen Front aufzunehmen. Daß es gelungen iſt, die egoiſtiſchen, ſeparatiſti⸗ Das Fundamenk aber mußz feſt, ſchen und individualiſtiſchen Neigungen der Stämme, der Konfeſſionen, nicht zuletzt der Klaſſen und Stände zu überwinden, würde ſchon unſeren Kampf unſterblich machen. Wenn je der wirtſchaftliche Wiederaufſtieg ermöglicht werden ſoll, dann kann er heute möglich werden deshalb, weil die allgemeinen Vorausſetzungen dafür jetzt geſchaffen ſind und das deutſche Volk endlich einig geworden iſt. Unter Hinweis auf die Schaffung der deut⸗ ſchen Arbeitsfront betonte der Gauleiter, daß ſich in den beiden Gruppen Politik und Arbeit in Zukunft das deutſche Schickſal geſtalten wird. Nach einer Aufzählung der Aufgaben, die der Löfung durch die nationalſozialiſtiſche Bewe⸗ gung harren, unterſtrich Gauleiter Robert Wag⸗ ner die Tatſache, daß die NS DARheute zum Staate und damit zum Funda⸗ ment des deutſchen Geſchehens, der deutſchen Politik und des deutſchen Lebenskampfes überhaupt gewor⸗ den ſei. mußz unerſchüklerlich ſein, es muß zur dauernden Grundlage jenes Reiches werden, das wir das Drilte Reich nennen, das ewige Reich des deukſchen Volkes. Zerbreche je einmal die NSDAp, zerbreche das Fundament des neuen Deutſchlands. Ich habe mich, als man mich als Reichsſtatthalter oder als Reichskommiſſar in Baden eingeſetzt hat, über dieſe Sendung gefreut und bin ſtolz über die Aufgaben, die man mir geſtellt hat. Allein ich bin ſtolzer auf die Aufgabe, die ich innerhalb der nationalſozialiſtiſchen Be⸗ wegung als Gauleiter zu löſen habe. Denken wir dabei doch immer bei allen Ar⸗ beiten an unſeren Führer, an ſeine Einfach⸗ heit, an ſeine Beſcheidenheit, an ſeine Opferbereitſchaft, an ſeine Einſatzwilligkeit, an alles das, was dieſer auf ſich geladen hat, und es wird uns nicht ſchwer fallen, i h mna chzueifern. Aus tiefſtem Herzen kam des Gauleiters Mahnung an die Parteigenoſſen, mit der alten Opferbereitſchaft die alte Nationalſozialiſtiſche Partei wieder herzuſtellen. Drei Punkten gelte es, unſere Aufmerkſamkeit zu ſchenken. Moraliſch und tatſächlich iſt der Marxismus zu Boden gerungen, nicht zuletzt— wir wollen uns das einmal eingeſtehen— durch die grund⸗ loſe Schlechtigkeit der Führer der marxiſtiſchen Organiſationen. Was hat man ſich früher alles im bürgerlichen Deutſchland für falſche Vor⸗ ſtellungen über die Mächte und die Kräfte des „Marxismus gemacht Wie ängſtlich hat der Bürger auf die Idee des Marxismus, auf die moraliſche Kraft des Marxismus und auf die organiſatori⸗ ſche Linie des Marzismus geſchaut und wie jammervoll iſt das alles zuſammengebro⸗ chen vor dem Anſturm der jungen Deutſchen in dieſer nationalſozialiſtiſchen Bewegung. Ich habe es eingehend ſchon feſtgeſtellt, es iſt das Größte, daß die marxiſtiſchen Verbände niedergerungen ſind. Allein auch wir haben zuviel geſehen in dieſer marxiſtiſchen Bewe⸗ gung. Jammervoll und brav ⸗bürgerlich ſind ſie abmarſchierk nach Kislau. Wir haben ja nicht das Bedürfnis, uns an unſeren Gegnern zu rächen, wenigſtens nicht in dieſem Sinne, wie es der Marxismus getan hätte. Wir ſind Deutſche und gehören der deutſchen Kulturwelt an und wir lehnen es ab, eine Rache im jüdiſchen oder marxiſtiſchen Sinne heute auszuüben, und doch werden wir die Sieger ſein. Ja nicht zuletzt deshalb werden wir die Sieger ſein, weil wir den Mordterror des Juden⸗ und Freimaurertums des Marxts⸗ —— mus ablehnen. Wir ſind nicht gekommen, um zu morden, um zu zerſtören, um niederzureißen, wir ſind gekommen, um wieder aufzubauen und unſerem Volk wieder zur Freiheit und zu ſeinem Glück zu verhelfen. Indeſſen ſollen ſich unſere Gegner nicht täuſchen über unſere Ent⸗ ſchloſſenheit und über unſere Entſchiedenheit. Wer an den Lebensfragen der Nation, den un⸗ verſchiebbaren Lebensgeſetzen zur Erhaltung und Förderung unſeres Volkes und ſeines Wiederaufſtiegs rüttelt, wer die Grundfeſten des jungen Deutſchlands zu zerſtören glaubt, der wird unſere Entſchloſſenheit und unſere Entſchiedenheit kennen lernen. Der wird ein⸗ ſehen müſſen, daß wir auch in der Lage ſind, die Macht, die wir erkämpft haben, im Intereſſe des deutſchen Volkes und ſeines Wie⸗ deraufſtiegs zu gebrauchen und den niederzu⸗ ſchlagen, der es wagt, ſich in den Weg des Wiederaufſtiegs zu ſtellen. Ausführlich ging Gauleiter Wagner auf bie Selbſtauflöſung der Zentrumspartel ein und bezweifelte zunächſt, daß in dieſem Falle aus einem Saulus ein Paulus geworden ſei und fuhr dann fort: Es mag vielleicht der eine oder andere ſich ehrlich gewandelt haben. Ich glaube aber nicht, daß es plötzlich ſo viele Paulus in Deutſchland geben kann, als in den letzten Tagen in Erſcheinung ge⸗ Die Zeit der poliliſierenden Konfeſſionen iſt ein ⸗ für Sie mögen ſich um die Religion, um die reli⸗ giöſe Einſtellung des Einzelnen und des ganzen Volkes und um das Seelenheil des Einzelnen und des Volkes kümmern. Sie ſollen aber die Erziehung des Volkes zum Staatsvolk uns überlaſſen. Hier werden wir unerbittlich bleiben und die Uebergriffe der Konfeſſionen auf die Politik und Staatsführung und die Erziehung zum Staats⸗ volk mit derſelben Schärfe und Härte zurück⸗ weiſen, wie wir ein Wiederaufleben der mar⸗ xiſtiſchen Idee in Deutſchland niemals mehr dulden werden. Es iſt nur auf dieſer Linie ge⸗ legen, wenn in dieſen Tagen ein Reichskonkor⸗ dat mit der katholiſchen Kirche zuſtande gekom⸗ men iſt. Ich glaube, daß wir unſerem Führer ewig dankbar ſein müſſen dafür, daß es ihm gelungen iſt, die verderblichen Einflüſſe auf die deutſche Politit und deutſche Staatsgeſtaltung ſeitens des politiſchen Katholizismus zurückzudrüngen und ſchließlich zu überwinden. Es gibt im natio⸗ nalſozialiſtiſchen Staat keinen Geiſtlichen in der Politil. Drittens wollen wir unſer Augenmerk unab⸗ läſſig der Reaktion ſchenken. Wir ſind nicht da⸗ von überzeugt, daß die Reaktionäre ein für alle⸗ mal in Deutſchland ausgerottet ſind. Nein, wir wiſſen, daß die Kraft der Reaktion noch da und dort fortlebt. Es iſt aber kein Platz im nationalſozialiſti⸗ ſchen Staat für die Anmaßung, für die Hohl⸗ heit, für die unverlüßliche Einſtellung dieſer Reaktion, für das mangelnde Verſtündnis zu den Schichten und Gruppen unſeres Volles. Reaktion. Eine weitere große Aufgabe ſehe ich darin, wie ich vorhin kurz bemerkte, daß nun die Maſſe weltanſchaulich im Sinne des National⸗ ſozialismus gewonnen werden muß und zu er⸗ ziehen iſt. Die Erziehung der Maſſen im nationalſozia⸗ liſtiſch⸗weltanſchaulichen Sinne bedeutet, daß wir unſer neugeſchaffenes Reich, den neugeſchaf⸗ treten ſind, und ſo muß es ſich die aufge ⸗ löſte Zentrumspartei gefallen laſſen, daß wir argwöhniſch ſind, daß wir mißtrauiſch ſind, und daß wir uns erſt von der inneren Umſtelung und Verwandlung tatſüchlich überzeugen laſſen wollen. Wenn das der ehemaligen Zentrumspartei ge⸗ lingt, nun wir bleiben unſerem alten Grundſatze treu, wir reichen jedem die Hand, der entſchloſ⸗ ſen iſt, mit uns das neue Deutſchland aufzu⸗ bauen.(Zwiſchenruf: aber ehrlich.) Ich glaube, daß es auf dieſen Zwiſchenruf hin alle be⸗ griffen haben. Wir wollen es offen ausſprechen, wir haben den dringenden Verdacht, daß die Zentrumspartei ſich aufgelöſt hat, weil ſie glaubte, daß ſie im Stillen ihr Daſein fort⸗ ſetzen könnte. Die Zentrumspartei dürfte ſich jedoch in dieſer naiven Anſchauung getäuſcht haben. Wir ſind zwar nicht mit allen Waſſern gewaſchen wie die Zentrumspartei, wir ſind vielleicht auch der Skrupelloſigkeit der Zen⸗ trumspolitik nicht gewachſen, jedoch glauben wir, das ehrliche Wollen, die größere Kraft und vor allem den Kern des deutſchen Volkes zu be⸗ ſitzen. Es iſt bekanntlich endlich auch dahin ge⸗ kommen, daß die politiſchen Konfeſſionen über⸗ wunden werden konnten, daß ebenſoſehr der evang. Volksdienſt als politiſche Konfeſſion und politiſche Macht überwunden worden iſt, wie die Zentrumspartei und ihre verſchiedenen ſo⸗ Es iſt aber auch kein Platz mehr für dieſe genannten katholiſchen Verbände. allemal vorüber. fenen Staat auf ſeine Aufgaben vorbereiten. Dieſe Aufgaben können für uns nur durchge⸗ führt werden, wenn hinter uns nicht nur die Kraft der NSDaAp, ſondern die Kraft des gan⸗ zen nationalſozialiſtiſch gewordenen deutſchen Volkes ſteht. Meine Freunde! Wir täuſchen uns darüber nicht hinweg, daß ſich uns heute von außen her neue Gefahren aufdrängen und daß man uns neue Kämpfe aufzwingt! Den Kampf in der außenpolitiſchen Front! Hier wollen wir mit gläubigem Herzen unſerem Führer vertrauen.—— Eine weitere letzte große Aufgabe tritt heute mit ihrer ganzen Kraft an uns heran, die Auf⸗ gabe, unſere deutſche Wirtſchaft wie⸗ der aufzurichten. Indeſſen iſt gerade auch auf dieſem Gebiet das Größte geleiſtet worden. Niemand unter uns kann heute auftreten und erklären, daß in dieſer wirtſchaftlichen Front hütte mehr geleiſtet werden können, wenn es möglich war, in wenigen Monaten zwei Millionen erwerbsloſe Volksgenoſſen in die Arbeitsfront einzureihen. Auch dieſer Erfolg ſteht beiſpiellos da. Wir wollen deshalb uns mit aller Kraft anſchicken an die Löſung der gelennzeichneten Aufgaben und wollen das bleiben, was wir ſind: die Sol⸗ daten Adolf Hitlers und damit eines glücklichen Deutſchlands. Wir wollen mit gläubigem Her⸗ zen an unſere Arbeit und auf die Macht der Idee unſeres Führers vertrauen. Wir wollen mitarbeiten, wir wollen opfern und kämpfen, nicht für uns, ſondern für unſer Deutſchland und ſeinen Wiederaufſtieg. Minutenlanger Beifall dankte Badens Reichs⸗ ſtatthalter und Gauleiter Robert Wagner für ſeine, den Parteigenoſſen aus dem Herzen ge⸗ ſprochenen Ausführungen. Nachdem Kreislei⸗ ter Pg. Dr. Roth in ſeinem Schlußwort erneut das Gelöbnis der Treue zur Bewegung und ihrem Führer Adolf Hitler abgab, wurde die Verſammlung mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf Adolf Hitler und Gauleiter und nach Ab⸗ ſingen des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes geſchloſſen. Die ſich auf der Straße fortſetzenden Ovatio⸗ Fahrgang 3. Nr. 170. Seite 2 „Hakenkreuzbanner“ Wensrag, 1I. Bult 19⁰5 nen für Robert Wagner dürften dieſem die grenzenloſe Liebe und Verehrung auch der Mannheimer Nationalſozialiſten bezeugt haben. Der Wagen unſeres badiſchen Führers konnte ſich nur mit Mühe einen Weg durch die begei⸗ ſterten Menſchen bahnen, die immer und immer wieder Heilrufe auf Robert Wagner ausbrach⸗ ten. Langſam nur leerte ſich der Platz vor dem Roſengarten, der wieder einmal Schauplatz er⸗ hebender Augenblicke in unſerem Kampfe war. Dieſer Kampf geht weiter bis das Gelöbnis unſeres Kreisleiters Pg. Dr. Roth ſeine Er⸗ füllung gefunden hat: Nicht 10 000, nicht 30 000, 40 ganz Mannheim, muß nationalſozialiſtiſch erden. Zweile Durchführungsverordnung zum landwirkſchaftlichen Schulden⸗ regelungsgeſeh Berlin, 10. Juli.(Gig. Meld.) Zum land⸗ wirtſchaftlichen Schuldenregelungsgeſetz vom 1. Juni 1933 iſt jetzt die zweite Durchführungs⸗ verordnung erlaſſen. In dieſer Durchführungs⸗ verordnung iſt klargeſtellt, daß das Amtsgericht die Eröffnung eines Entſchuldungsverfahrens ausſetzen kann, damit der Schuldner im Wege freier Vereinbarung mit ſeinen Gläubigern eine Regelung der nichtmündelſicheren Schulden herbeiführt. Weiter gibt die Durchführungsverordnung dem Amtsgericht die Möglichkeit, einen einſt⸗ weiligen Vollſtreckungsſchutz anzuordnen, wenn der Antrag auf Einleitung des Entſchuldungs⸗ verfahrens geſtellt iſt. Es kann ferner die Ent⸗ ſcheidung über einen Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens oder des gerichtltichen Ver⸗ gleichsverfahrens ausſetzen. Sonderbeauftragter für Fragen des bäuerlichen Brauchtums ernannk Berlin, 10. Juli. Um im Arbeitsbereich des Reichsminiſteriums für Ernährung und Landwirtſchaft und des preußiſchen Miniſte⸗ riums für Landwirtſchaft, Domänen und For⸗ ſten ſowie in den Arbeitsbereichen der preußi⸗ ſchen Landwirtſchaftskammern und der Reichs⸗ verbände der freien landwirtſchaftlichen Selbſt⸗ verwaltungskörper in den Fragen des bäuer⸗ lichen Brauchtums, der bäuerlichen Sitte und Geſittung eine einheitliche Arbeitsrichtung hin⸗ einzubringen, ernenne ich für die mir unter⸗ ſtehenden Arbeitsbereiche den Referenten für die Fragen des bäuerlichen Brauchtums, für Sitte und Geſittung im Amt für Agrarpolitik bei der Reichsleiter der NSDApP, Herrn Erwin Metzner, zu meinem Sonderbeauftragten für die Fragen des bäuerlichen Brauchtums, für Sitte und Geſittung. Das Geſchäftszimmer des Sonderbeauftrag⸗ ten Herrn Erwin Metzner befindet ſich im Reichsernährungsminiſterium. gez. R. Walter Darré, Reichsminiſter für Ernährung und Landwirtſchaft Miniſterpräſidenk Gömbös aus Wien abgereiſt Wien, 10. Juli. Miniſterpräſident Gömbös iſt heute mittag mit dem Flugzeug nach Buda⸗ peſt abgereiſt. In Abſchiedsworten betonte er, er verlaſſe Wien mit der Genugtuung, daß er gute Arbeit für Ungarn und für Mitteleuropa geleiſtet habe. Bundeskanzler Dollfuß dankte, daß Miniſterpräſident Gömbös der Einladung nach Wien Folge geleiſtet habe und bei dieſer Gelegenheit die laufenden Probleme im Geiſte des beſtehenden Freundſchaftsvertrages hätten beſprochen werden können, nicht nur zum Nut⸗ zen für die beiden Länder, ſondern auch für Mitteleuropa und darüber hinaus für ganz⸗ Europa. Vor ſeiner Abreiſe machte Gömbös Preſſe⸗ vertretern gegenüber Mitteilungen über ſeine Wiener Beſprechungen. Sein Beſuch ſei bereits ſeit längerer Zeit vorbereitet geweſen. Das Schwergewicht der Beſprechungen habe bei den wirtſchaftlichen Beziehungen gelegen. Um dieſe zu vertiefen, etwa auftauchende Hinderniſſe durch perſönliche Fühlungnahme beiſeite zu ſchaffen, ſei das Ziel der Beſprechungen gewe⸗ ſen. Das gemeinſame Intereſſe erfordere ſo⸗ wohl in wirtſchaftlichen wie auch in anderen Fragen einen ſtändigen Kontakt zwiſchen beiden Ländern. Nach einem Hinweis auf die Herzlichkeit des Empfanges, den er in Wien gefunden habe, ſchloß Gömbös: Ein gutes Ergebnis unſerer Arbeit iſt umſo gewiſſer, als ich ſehe, daß nicht nur die Politiker, ſondern auch die Völker für die Weiterentwicklung der guten Beziehungen zwiſchen Oeſterreich und Ungarn lebhaftes In⸗ tereſſe zeigen. Brigade Ehrhardt in die SS ein⸗ gegliederl Berlin, 10. Juli. Am letzten Sonntag fand in Berlin eine Tagung ſämtlicher Unterführer der Brigade Ehrhardt ſtatt, auf der Kapitän Ehrhardt die Ausführungsbeſtimmungen zu der Eingliederung in die SS und der zuſtändigen Arbeit bekannt gab. An den Führer Adolf Hitler wurde folgen⸗ des Telegramm geſandt:„Die zur Führer⸗ tagung der Brigade Ehrhardt in Berlin ver⸗ ſammelten Männer melden dem Kanzler und Führer, daß ſie in ſoldatiſchem Pflichtbewußt⸗ Das Endziel der Förderung von Eheſchließungen 800 000 Eheſchließungen— Finanzielle Enklaſtung der Arbeitsloſen⸗ fürſorge— Belebung der deukſchen Wirkſchaft Berlin, 10. Juli.(Eig. Mldg.) Das Reichsfinanzminiſterium hat ſoeben unter obi⸗ gem Titel eine lleine, 15 Seiten umfaſſende Druckſchrift veröffentlicht, die alles Wiſſens⸗ werte über die zahlreichen Vergünſtigungen enthält, die der neue Staat den Heiratsluſtigen unter gewiſſen Vorausſetzungen zu bieten be⸗ reit iſt. Das Heftchen gliedert ſich in acht Ab⸗ ſchnitte, die ſich zunächſt über den Zweck von Eheſtandsdarlehen, über den Perſonenkreis der Empfangsberechtigten, über die Form und den Verlauf der Antragsſtellung und über die Form der Bekanntgabe des Darlehens ausſprechen, und weiter noch wichtige Hinweiſe auf die Ver⸗ wendung der Bedarfsdeckungsſcheine, auf die Rückzahlungsvorſchriften und ſchließlich noch auf die Fälle bringen, bei denen ein Erlaß oder eine Unterbrechung der Rückzahlung eintreten kann. Durch das neue Geſetz zur Förderung von Eeheſchließungen ſoll erreicht werden: 1. Erhöhung der Zahl von Eheſchlieſſungen um jährlich 200 000; 2. Verminderung der Arbeitsloſigkeit um 400 000 im erſten Jahr und 200 000 in jedem weiteren Jahre; 3. Entlaſtung der Arbeitsloſenfürſorge um 200 Millionen RM. im erſten Jahr, 300 Mil⸗ RM. im dritten Jahre uſw.; 4. Verbeſſerung der Aufkommensſumme an Steuern und Abgaben auf die Dauer um rund 100 Millionen RM. jährlich, ſowie ſchließlich 5. Belebung faſt aller Zweige der deutſchen Wirtſchaft, insbeſondere der Möbelinduſtrie, der Hausgerüteinduſtrie, der Textilinduſtrie, der Bauwirtſchaft und des Güterverkehrs. Auch an die Aermſten wird gedacht Regierung verfügt Milderungen in der Hinterbliebenen⸗Verſorgung Berlin, 10. Juli. Wie das VDZ⸗Büro mel⸗ det, hat der Reichsarbeitsminiſter eine Ver⸗ ordnung zur Durchführung und Ergänzung von Notvorſchriften der Sozialverſicherung erlaſſen, die neben einer Anzahl von techniſchen Vor⸗ ſchriften zur Klarſtellung von Beſtimmungen alter Notverordnungen auch wichtige neue An⸗ ordnungen bezüglich der Hinterbliebenenrenten in der Sozialverſicherung enthält. Durch die Not⸗ Telegrammwechſel zwiſchen Vize· kanzler und Reichspräſidenk Berlin, 10. Juli. Vizekanzler von Papen hat an den Herrn Reichspräſidenten aus Rom folgendes Telegramm gerichtet: „Es gereicht mir zur großen Freude, Herrn Generalfeldmarſchall melden zu können, daß heute nach ſchwierigen Verhandlungen das Kon⸗ kordat paraphiert wurde. Ich bin feſt über⸗ zeugt, daß der Abſchluß des Vertragswerkes ſo⸗ wohl der Verinnerlichung der Kirche wie durch die Abgrenzung großer Zuſtändigkeiten ganz be⸗ ſonders dem inneren Frieden des deutſchen Vol⸗ kes dienen wird, und ich bin dankbar, daran habe mitwirken zu können, das neue Deutſch⸗ land auf den geeinten Autoritäten der chriſt⸗ lichen Kirche und des Staates auszubauen.“ *. Der Herr Reichspräſident hat wie folgt geantwortet: „Für die Mitteilung vom Abſchluß des Reichskonkordates danke ich beſtens und beglück⸗ wünſche Sie herzlich zu dem in ſchneller, erfolg⸗ reicher Verhandlung erzielten Ergebnis, in dem ich eine wertvolle Förderung des Reichsgedan⸗ kens und der inneren Befriedung unſeres Vol⸗ kes erblicke.“ Engliſche Stinme zum Abſchluß des Reichskonkordates London, 10. Juli. Der„Daily Telegraph“ nimmt in einem Leitartikel zum Abſchluß des Der vom Reichskanzler zum Generalinſpektor für die Reichsautoſtraßen ernannte Dr. ing. Todt gab einem Vertreter des„Angriff“ einen Ueberblick über den Stand der Arbeiten bei dem Autoſtraßenprojekt. Er führte u. a. aus, daß die ſtändige Erneuerung und In⸗ ſtandhaltung unſerer beſtehenden Landſtraßen jährlich größere Summen erfordere. Vielfach ſeien die Straßen in einer Zeit entſtanden, wo die neueſten Straßenbaumethoden noch nicht bekannt waren, und wo man mit einer wiſſen⸗ ſchaftlichen Erforſchung der in Frage kom⸗ menden Bauſtoffe erſt begann. So mußten zwangsläufig große Ausgaben für die Unter⸗ haltung der Straßen geleiſtet werden, die man nun zu den Ausgaben für die Schaffung von ſein, Treue und Einſatzbereitſchaft zu ihm nach neueſten Erkenntniſſen herzuſtellenden lionen RM. im zweiten Jahr, 400 Millionen verordnung vom 8. Dezember 1931 war für die Renten aus der Invaliden⸗, Angeſtellten⸗ und Knappſchaftsverſicherung eine längere Wartezeit eingeführt worden. Wenn beiſpielsweiſe ein Rentenbezieher im Sommer 1932 ſtarb, dann war bei der Hinterbliebenenrente neu zu prüfen, ob die Wartezeit bei dem Rentenantrag erfüllt war. Auf Grund der Notverordnungsbeſtim⸗ mungen war das meiſt nicht der Fall, und die Hinterbliebenen konnten keine Renten mehr be⸗ ziehen. Dieſes Verfahren hat zu großen Härten für die Hinterbliebenen geführt. Deshalb wird jetzt angeordnet, daß, wenn ein Verſicherter über den 31. Dezember 1931 hinaus bis zu ſeinem Tode Invalidenrente, Ruhegeld aus der Angeſtelltenverſicherung oder Rente aus der Knappſchaftverſicherung bezogen hat, f. den Anſpruch auf Hinterbliebenenrenten nicht die neue Wartezeit, ſondern die kürzere Wartezeit des bisherigen Rechtes gilt. Dieſe Beſtimmung hat zur Folge, daß in vielen tauſend Fällen in Zukunft wieder Hinterbliebenenrenten gezahlt werden. Iſt ein Leiſtungsantrag auf Grund vom 8. Dezember 1981 rechtskräftig abgewieſen worden, ſo iſt jetzt auf Antrag eine neue Prüfung durchzuführen. Nachzahlungen von Leiſtungen auf Grund der neuen Vorſchriften werden allerdings für die Zeit vor dem 1. Julit 1933 nicht mehr gewährt. Reichsbahn unlerſtüht Hillerſpende Weitere 20 000 RM. für Fahrkoſtenverbilligung. Berlin, 10. Juli.(Drahtbericht unſ. Ber⸗ liner Schriftl.) Die Deutſche Reichsbahngeſell⸗ ſchaft hat bekanntlich zur Unterſtützung der Hitlerſpende des deutſchen Landvolkes allen SA., SS.⸗ und Stahlhelmleuten für die Fahrt zu den Erholungsorten eine 50prozentige Fahr⸗ preisermäßigung, und zwar für die Hin⸗ und Rückfahrt, gewährt. Um den Erholungsaufent⸗ halt auch dann zu ermöglichen, wenn das er⸗ mäßigte Fahrgeld nicht aufgebracht werden kann, hat die Hauptverwaltung der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft nunmehr dem geſchäfts⸗ führenden Präſidenten des Reichslandbundes, Pg. Meinberg, einen Barbetrag von 20 000 RM. zur Verfügung geſtellt, der ausſchließlich ver⸗ wandt werden ſoll, die nach der Fahrpreis⸗ ermäßigung noch entſtehenden Koſten der Fahrt Zum Konkordatsabſchluß zum Landaufenthalt zu decken. Konkordates zwiſchen Deutſchland und dem Vatikan ausführlich Stellung und ſchreibt u..: Von allen den Erfolgen des nationaſozialiſti⸗ ſchen Regimes in Deutſchland iſt keiner ſo be⸗ merkenswert wie der Abſchluß des Konkordats. Das Blatt führt alsdann im Zuſammenhang mit der Auflöſung der Zentrumspartei aus, daß noch vor wenigen Wochen die ſchärfſten Pro⸗ teſte gegen die Regierungspolitit gerade von den Zentrumsorganiſationen erhoben worden ſeien. Die Verhandlungen von Papens ſeien ſehr ſchnell zu einem erfolgreichen Ende ge⸗ bracht worden und ein neuer Beweis für den Nationalſozialismus, der ſeine unmittelbaren Ziele ſicher und erfolgreich erreiche. Der Carilasverband dankk der Reichsregierung für Abſchluß des Konkordats Freiburg i. Br., 10. Juli.(Eig. Meldung.) Nach Bekanntwerden der⸗ Paraphierung des Konkordats zwiſchen dem Heiligen Stuhl und der Reichsregierung hat der deutſche Caritas⸗ Verband folgendes Telegramm an den Herrn Reichskanzler geſandt: „Mit aufrichtigem Dank gegen Gott beglück⸗ wünſchen wir die Reichsregierung zum erfolg⸗ reichen Abſchluß des Konkordates und geloben allezeit die treueſte Pflichterfüllung im Dienſte der Notleidenden unſeres heißgeliebten Volkes“. Generalinſpektor Dr. Todt über die Reichsautoſtraßen Autoſtraßen heranziehen könne. Die wichtigſten Fernverkehrsſtraßen ſollten mit der Zeit in die neuen Autoſtraßen umgebaut werden. Es ſolle aber ausgeſchloſſen ſein, daß eine der Reichs⸗ bahn ſchädliche Konkurrenz gemacht werde. Grundſätzlich ſollen alle Motorfahrzeuge dieſe Straßen, die die kürzeſten Verbindungen zwi⸗ ſchen den wichtigſten Verkehrszentren darſtell⸗ ten, benutzen können. Die Großſtädte ſollen nur an der Peripherie berührt werden. Es werde beſonders darauf geachtet, daß keine öden und reizloſen Auto⸗ und Rennſtraßen geſchaffen wer⸗ den. Mit dem Projekt würden Zehntauſenden deutſcher Volksgenoſſen Arbeit gegeben werden. Der Bau ſolle in allerkürzeſter Zeit begonnen Widerlegung falſcher Gerüchle über den Reichskanzler Beuthen.⸗S., 10. Juli.(Eig. Meld.) Die„Oſtdeutſche Morgenpoſt“ veröffentlicht fol⸗ gende Erklärung des Kuratus Kaſcha in Ober⸗ witz. Kreis Großſtrehlitz: „Da in weiten katholiſchen Volkskreiſen noch immer die Anſicht verbreitet iſt, daß unſer Herr Reichskanzler Adolf Hitler der katholiſchen Kirche als Katholik feindlich gegenüberſteht, möchte ich als ehemaliger Kaplan von Paſewalk, wo ich gleichzeitig Garniſon⸗ und Lazarett⸗Seel⸗ ſorger war, und zwar in der Zeit von Auguſt 1918 bis Auguſt 1920, die Erklärung abgeben, daß der damalige Gefreite, Herr Adolf Hitler, andächtig dem katholiſchen Gottesdienſt bei⸗ gewohnt hat und ich ihn aus dieſer Zeit als gläubigen Katholiken kenne. Dieſe Erklärung möchte ich abgeben, da der damalige Pfarrer bereits tot iſt und damit den Schmähungen gegen den Herrn Reichskanzler endlich die Spitze abgebrochen wird.“ Neugeſftallung des deulſchen Rechls Berlin, 10. Juli. Die am Sonntag in Nürn⸗ berg abgehaltene Vertreterverſammlung des Deutſchen Richterbundes als der einzigen Zen⸗ tralorganiſation der Richter und Staatsanwälte aller deutſchen Länder und des Reiches faßte folgende Entſchließung: Der Deutſche Richterbund, der mit ſeinen ſämtlichen Landesvereinen dem Bund national⸗ ſozialiſtiſcher Deutſcher Juriſten angehört, fühlt ſich eins mit der großen Idee, die von dem BNS getragen wird und bekennt ſich leidenſchaftlich zu dem von dem Führer dieſes Bundes, Reichs⸗ juſtizkommiſſar Dr. Frank, ausgebauten Ar⸗ beitsprogramm. Der DR ſieht ſeine Hauptaufgabe in der Mitwirkung des geſamten Richtertums an der Neugeſtaltung des deutſchen Rechts und der deutſchen Rechtsordnung, die in Zukunft von einem Reichsrichtertum getragen ſein ſoll. Der DRB dankt daher dem Volkskanzler für den an Dr. Frank gerichteten Brief vom 30. Mai 1933 als organiſatoriſche Bevollmächtigung des BNSzF. Der Volkskanzler Adolf Hitler ehrk einen unbekannken S A⸗Mann Berlin, 10. Juli.(Eig. Meldung.) Die kleine Landgemeinde Falkenberg, bekannt als märkiſcher Luftkur⸗ und Erholungsort, verlieh bekanntlich als eine der erſten märkiſchen Ge⸗ meinden dem Volkskanzler die Ehrenbürger⸗ rechte. Auf Wunſch der Gemeinde beauftragte der Kanzler einen erprobten Berliner SA⸗ Mann, die Urkunde in feierlichſter Weiſe für ihn in Empfang zu nehmen. Am Sonntag wurde nun dieſer SA⸗Mann gelegentlich eines großen SA⸗, SS⸗ und St⸗Treffens und Fah⸗ nenweihe von einer begeiſterten Menge, die aus allen Gegenden zuſammenſtrömten, emp⸗ fangen und gefeiert. In dem herrlich gelegenen Ort wird der SA⸗Mann acht Tage Erholung finden und dann dem Kanzler die Urkunde perſönlich überbringen. Das nennt man wahre Volksverbundenheit. Am WMittwoch Gauleiter und Bezirksleiter der Arbeit beim Kanzler Berlin, 10. Juli. Am nächſten Mittwoch weilen ſämtliche Gauleiter der NSDApP. und Bezirksleiter der Arbeit beim Reichskanzler, um weitere Maßnahmen zur Schaffung von Arbeit und Brot durchzuſprechen und die für ihre Ar⸗ beit erforderlichen Richtlinien vom Führer ent⸗ gegenzunehmen. Die Zuſammenkunft erhält namentlich dadurch beſondere Bedeutung, als zum erſtenmal politiſche Exponenten der NSD⸗ AP. mit ſozialwirtſchaftlichen Perſönlichkeiten ſich zuſammenſetzen, ſo daß bei dieſer Gelegen⸗ heit zweifelsohne auch alle Möglichkeiten zu einer gedeihlichen Zuſammenarbeit beider Gruppen zur Sprache kommen dürften. Für die Opfer der Arbeit Berlin, 10. Juli.(Eig. Meldung.) Wie der Preußiſche Preſſedienſt der NSDaAP erfährt, haben die Beamten des Preußiſchen Juſtiz⸗ miniſteriums einen Betrag von über 1100 Mark der Spende für Opfer der Arbeit zur Verfü⸗ gung geſtellt. Ueberflüſſige Beſuche bei den Miniſterien verzögern den Geſchäftsverkehr Berlin, 10. Juli. Die Beſuche von Ab⸗ ordnungen in den Miniſterien, und beſonders im Innenminiſterium, haben ſich, wie von unter⸗ richteter Seite mitgeteilt wird, außerordentlich gehäuft. Von ſeiten des Miniſters wird zwar der größte Wert auf Volksverbundenheit der Miniſterialbeamten gelegt, durch zweckloſe Be⸗ ſuche aber werde dieſe Volksverbundenheit nicht gefördert. Zwecklos ſeien Beſuche insbeſondere dann, wenn nicht das Miniſterium, ſondern die Pro⸗ vinzial⸗, Kreis⸗ und Ortsbehörden zuſtändig ſeien bzw. wenn die Entſcheidungen im Mini⸗ ſterium noch nicht ausreichend durch Bericht die⸗ ſer Behörden vorbereitet ſeien. Der Miniſter weiſt darauf hin, daß zweckloſe Beſuche die Volkswirtſchaft ſchädigten, einen Raub der Zeit darſtellten und lediglich Koſten verurſachten. Häufig verzögerten ſie auch die werden. Ugeſchäftsmäßige Erledigung. keit u preiſi Die von aber licher ihre natio dern ————— —— — 2— Fahrgang 3. Nr. 170. Seite 3 — 3 „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 1939 Sieghatte Jugend von Viscount Rothermere Der folgende Artikel von Lord Rothermere iſt heute, am 10. Juli, in der„Daily Mail“ erſchienen: Ich ſchreibe aus einem neuen Land auf der Landkarte Europas. Es heißt Naziland. Von allen hiſtoriſchen Wandlungen unſerer Tage iſt die Umformung Deutſchlands unter Hitler die ſchnellſte, vollkommendſte und plötz⸗ lichſte geweſen. Dieſe Nation von 65 Millionen ſteht hinter ihm, einig wie nie zuvor. Seitdem, vor fünf Monaten, die Nazis die Macht erlanat haben, iſt Deutſchlands politiſche Struktur revolutioniert, ſeine Verfaſſung um⸗ worden, und ſeinem Volke wurde reuzzugmut eingeflößt. Etwas viel bedeutungsvolleres als eine neue Regierung iſt inmitten der Deutſchen erſtanden. Eine plötzliche Ausdehnung ihres National⸗ gefühls iſt eingetreten, wie damals in England unter der Königin Eliſabeth. Jugend hat die Befehlsgewalt übernommen! Ein Strom jungen Blutes belebt das Land neu. Er fließt ſo ſtark in den entfernteſten Kanälen des Nationallebens wie bei ſeinem Herzen. Auf Beſuch in Norddeutſchland finde ich die Anzeichen des neuen Hitlergeiſtes ebenſo offen⸗ bar in dem entlegenſten Dörſchen wie in den größten Städten. Ueber die kornbeladenen Fel⸗ der hinweg ſieht man die Naziflagge auf den Dächern einſam liegender Landhäuſer wehen. Faſt jedes Fahrrad, dem man auf den langen, geraden Landſtraßen begegnet, trägt ſeinen Hakenkreuzwimpel, und durch die maleriſchen Gaſſen kleiner Landſtädte ſchreiten die harten jungen Männer in Braunhemden— wie ihre braungekleideten Gehilfinnen— und haben die Herrſchaft über Deutſchland von den untaug⸗ lichen Aelteren übernommen. Seit mehreren Jahren habe ich die Entwick⸗ lung dieſer Bewegung ſehr aufmerkſam ver⸗ folgt. Im September 1930 ſchrieb ich von Mün⸗ chen aus an die„Daily Mail“, daß Deutſchlands junger Nachwuchs„entſchloſſen wäre, die Füh⸗ rung in den nationalen Belangen in ſeine Hand zu nehmen“. Ich habe mit jetzt bewieſe⸗ ner Genauigkeit vorausgeſagt, daß dieſe Be⸗ wegung zu einer„nationalen Wiedergeburt Deutſchlands“ führen würde. Selbſt Sechziger, begrüße ich dieſes der Welt ſo gegebene Beiſpiel. Ich trete für das Recht der Jugend auf Herrſchaft ein. Muſſolini hat die höchſte Gewalt Italiens im Alter von 39 Jahren erreicht. Seine Mitarbeiter waren noch jünger. Sie zuſammen haben ihr Land zum beſtregierten in Europa gemacht. Ich baue feſt darauf, daß Hitler, der im Alter von 43 Jahren zur Macht gelangt iſt, ähnliche Erfolge in Deutſchland erzielen wird. Als Großbritannien ſein Leben und die Frei⸗ heit Europas gegen Napoleon verteidigte, wa⸗ ren ſeine nationalen Führer auch jung. Pitt, Wellington, Nelſon, alle hatten ſie das volle Maß ihrer Verantwortlichkeiten mit 40 Jahren erreicht. Während heute die Regierungen von Deutſch⸗ land oder Italien aus zehn oder einem Dutzend lebensſtarker, friſcher Männer in der Blüte ihrer Fahre beſtehen, bringt eine britiſche Ka⸗ binettſitzung 20 grauhaarige alte Herren zu⸗ ſammen, deren Durchſchnittsalter 63 iſt. Die Nachſicht oder Gleichgültigkeit, mit der die britiſche Oeffentlichkeit abgewirtſchafteten Parteiführern geſtattet, ſich an der politiſchen Macht zu klammern, iſt eine der Haupturſachen des Wirrwarrs, in dem ſich unſere nationalen Angelegenheiten ſeit langem befinden. Bis ſich die jüngere Generation in Britannien durch⸗ ſetzt, wie es die Jugend in Deutſchland und Italien getan hat, werden die ſelbzufriedenen Schönredner, die jetzt im Amte ſind und durch Preisgabe unſerer Macht in Indien auf den Verfall des Reiches hinſteuern, ihren verhäng⸗ nisvollen Einfluß weiter ausüben. Ich lege es allen jungen Briten und Bri⸗ tinnen dringlich nahe, den Fortgang der Naziherrſchaft in Deutſchland aufmerkſam zu verfolgen. Sie dürfen ſich nicht durch falſche Darſtel⸗ lungen durch die Gegner dieſer Bewegung irre⸗ leiten laſſen. Die einfache, ungeſchminkte Vater⸗ landsliebe Hitlers und ſeiner Gefolgſchaft bringt unſere Salonbolſchewiken und Kultur⸗ kommuniſten in große Aufregung.. Die ge⸗ häſſigen Herunterreißer der Nazis findet man in hen den Kreiſen der britiſchen Oeffentlich⸗ keit und Preſſe, die am eifrioſten in ihren Lob⸗ preiſungen der ruſſiſchen Sowjetherrſchaft ſind. Die Kuliſſenreißer, die im Sowjetſyſtem nichts von Sklavenarbeitslagern wahrnehmen, woh aber ein bewundernswertes Beiſpiel bürger⸗ licher Organiſation darin erblicken, verſchließen ihre Augen vor den tatſächlichen Erfolgen der nationalfozialiſtiſchen Bewegung und erſchau⸗ dern vor dem Anblick der Begeiſterung, die ſie in jedem Lebenszweig in Deutſchland erweckt hat. Sie haben einen lärmenden Verleumdungs⸗ das aufgenommen, was ſie„Nazi⸗ greueltaten“ nennen, was aber— wie jeder Beſucher Deutſchlands ſchnell ſelbſt entdeckt— nur aus ein paar wenigen, vereinzelt daſtehen⸗ den Gewalttaten beſteht, wie ſie in einem Volk, das anderthalbmal ſo groß iſt wie unſeres, un⸗ vermeidbar ſind, die man aber verallgemeinert, vervielfacht und übertrieben hat, um den Ein⸗ druck zu als wäre Naziherrſchaft eine blutdürſtige Tyrannei. ſich die engliſchen Zeitungen der Jahre 1922 und 1923 vornimmt, findet man, daß die alten Weiber beiderlei Geſchlechts in unſerem Lande genau ſo hyſteriſch über angeb⸗ liche faſchiſtiſche„Ausſchreitungen“ in Italien waren. Die Verfolgung einiger Doſen Rizinus⸗ öl an kommuniſtiſche Gegner wurde in Aus⸗ iprücken des Grauens dargeſtellt, die jede Kran⸗ —— kenſchweſter, die dergleichen oft getan hat, ſich wie ein weiblicher Borgia fühlen laſſen mußte. Jetzt, da Italien ſeit zehn Jahren nicht nur friedfertig und fortſchrittlich, ſondern auch, im Vergleich mit anderen Ländern, wohl gediehen iſt, ſind die gelegentlichen Ueberſpanntheiten der früheren Tage des Faſchismus vergeſſen. Gleichermaßen werden die geringfügigen Fehl⸗ griffe einzelner Nazis untertauchen in der Fülle der Wohltaten, die das neue Regime ſchon heute Deutſchland bringt. Allen voran iſt da die Befreiung des Landes von der Herrſchaft jener muffigen, ſtets kuſchen⸗ den deutſchen Republik zu nennen, die ganz und gar kein Anſehen, kein Selbſtvertrauen und ſo⸗ gar keine Selbſtachtung hatte. Enthüllungen, die der Sturz der republika⸗ niſchen Miniſter mit ſich gebracht hat, be⸗ weiſen, daß deren Verwaltungstätigkeit nichts war als ein Wandſchirm, hinter dem Banden gewiſſenloſer Politiker unter Vorſpiegelung republikaniſcher Geſinnung das Volk ſyſtematiſch ausplünderten. Zum erſten Mal in Deutſchlands geſamter Geſchichte hatten Betrug und Beſtechung ange⸗ fangen, ſich in großangelegter Weiſe über den geſamten Staatsdienſt zu verbreiten. Ueberdies aber fiel das deutſche Volk raſend ſchnell unter die Bevormundung durch artfremde Elemente. In den letzten Tagen des vorhitleri⸗ ſchen Regiments gab es 20mal ſoviel Regierungsbeamte in Deutſch⸗ land wie vor dem Krieg. Iſraeliten mit internationalen Bindungen hat⸗ ten ſich in Schlüſſelſtellungen der deutſchen Ver⸗ waltungsmaſchine eingeſchmuggelt. Nur drei deutſche Miniſterien hatten unmittelbare Be⸗ ziehungen zur Preſſe, aber in jedem dieſer drei Fälle war der für die Nachrichtenverbreitung und Auslegung der Politik vor der Oeffentlich⸗ keit verantwortliche Beamte ein Jude. Von ſolchem Schimpf hat Hitler Deutſchland befreit. Durch Mobiliſierung der Jugend zur Unterſtützung einer kraftvollen Nationalpolitik hat er ſchon jetzt eine verzagende, verbitterte Nation zu einer hoffnungsfreudigen, auf ihre Zukunft vertrauenden gemacht. Die erſte Folge des neuen Geiſtes, den er Deutſchland einge⸗ fenes hat, iſt eine erſichtliche Wiederbelebung eines Binnenhandels. In England iſt die Einflüſterung weit ver⸗ breitet worden, die Nazis wären finſtere junge Raufbolde, die mit Terror über eine einge⸗ ſchüchterte, empfindliche Bevölkerung herrſchten. Das iſt eine gänzliche Verdrehung der Tat⸗ ſachen. Ich habe mich mit eigenen Augen und Ohren überzeugt, daß die Sympathien der überwältigenden Maſſe der deutſchen Bevölke⸗ rung auf Seiten dieſer Organiſation wackerer junger Patrioten ſtehen. Sie ſind der Vortrupp einer nationalen Erhebung, die unter der ſach⸗ gemäßen zweckbeſtimmten Führung Hitlers und ſeiner Hand voll Gehilfen außerordentlich ſchnell Deutſchland das Vertrauen in die eigene Kraft und ſein Geſchick wiedergibt, das durch die Kriegsniederlage erſchüttert war. Nichts hat die Welt heute ſo nötig wie Rea⸗ lismus. Hitler iſt ein Tatſachenmenſch. Er hat ſein Land aus der fruchtloſen Leitung durch zaudernde, halbherzige Politiker gerettet. Er hat ſeinem nationalen Leben den unüberwind⸗ lichen Geiſt ſieghafter Jugend eingeflößt. Schwer verhehlter Peſſimismus Die Ausſichten der Wellwirkſchafls⸗ konferenz London, 10. Juli. Bei der Wiederaufnahme der Unterhausdebatte über die Voranſchläge des Foreign Office ſchilderte Schatzkanzler Cham⸗ berlain die Ausſichten der Weltwirtſchaftskon⸗ ferenz. Er gab zu, daß die Arbeit der Konferenz „eine ſehr ernſte Stockung“ erlitten habe, er hoffe jedoch, daß es in den allernächſten Tagen möglich ſein werde, die Schwierigkeiten zu über⸗ brücken. Chamberlain betonte, daß die Stockung den Ausſichten, zu einem Uebereinkommen über die weſentlichſten Weltprobleme zu gelangen, keinen Todesſtoß verſetzt habe. Wir müſſen, ſo erklärte er, Gleichmut bewahren und uns nicht durch die zeitweiſen ſtörenden Faktoren der Entwertung des Dollars, die in hohem Maße künſtlich nur das Ergebnis der Spekulation iſt, zu übereil⸗ ten und ſchlecht überlegten Entſchlüſſen treiben laſſen. Die britiſche Politik bleibe, fuhr Chamberlain fort, wie ſie von Anfang an geweſen ſei. Die Erhöhung der Großhandelspreiſe ſei weiterhin das Hauptziel der britiſchen Regierung. Die britiſche Regierung ſei weiter der Auffaſſung, daß es nicht möglich ſei, die Erhöhung der Preisniveaus durch Geldaktion allein zuſtande zu bringen. Das Büro der Weltwirkſchafks⸗ konferenz auf heute verkagt London, 10. Juli. Das Büro der Welt⸗ wirtſchaftskonferenz vertagte ſich, nachdem es die Einſetzung von vier Berichterſtattungsaus⸗ ſchüſſen beſchloſſen hatte, auf Dienstag 15 Uhr. Das Büro nahm den Bericht des Wirtſchafts⸗ ausſchuſſes an. Der Währungsausſchuß wird um 16 Uhr wieder zuſammentreten, um dem Büro der Weltwirtſchaftskonferenz ſeine endgül⸗ tigen Vorſchläge zu unterbreiten. Die briliſch⸗ruſſiſchen Handels⸗ verkragsverhandlungen wiede aufgenommen London, 10. Juli. Die engliſch⸗ruſſiſchen Handelsvertragsverhandlungen wurden heute nachmittag im Handelsamt wieder aufgenom⸗ men. Sir John Simon erklärte heute im Unter⸗ haus zu dieſen Verhandlungen, ein endgültiger Vertrag mit der Sowjetregierung könne nur dann abgeſchloſſen werden, wenn die Anſprüche Englands in befriedigender Weiſe geregelt würden. Die Käufe Litwinows London, 10. Juli. Die„Daily Mail“ er⸗ fährt, daß Litwinow während ſeines Pariſer Aufenthaltes die Geſchäfte zum Abſchluß brin⸗ gen werde, über die er bereits in London ver⸗ handelt hat. Es geht beſonders um den Ankauf großer Metallmengen, die zum Erzeugen von Kriegsmaterial dienen können, insbeſondere Kupfer, Aluminium und Rickel. Für dieſe Käufe würden Rußland Kredite bewilligt werden, ſo⸗ bald das Einfuhrverbot auf ruſſiſche Waben nach Großbritannien aufgehoben worden iſt. Gleichzeitig verhandelt Litwinow in Paris mit einer franzöſiſch⸗amerikaniſchen Geſellſchaft ebenfalls über Metallverkäufe. Auch dieſe Ver⸗ träge ſollen in den nächſten Tagen unterzeichnet werden. Litwinow will aber auch große Mengen ruſſiſchen Petroleums und anderer Rohſtoffe verkaufen. Im ganzen werden die Umſätze, über die der Volkskommiſſar in London und Paris verhandelte, die Höhe von 80 Millionen Pfund erreichen. Rooſevelk verzweifelt an der Abrüſtung Waſhington, 9. Juli. Es ſteht nunmehr definitiv feſt, daß der bisherige Vertreter der Vereinigten Staaten auf der Abrüſtungskon⸗ ferenz, Norman Davis, nach Genf nicht zurück⸗ kehren wird. Präſident Rooſevelt erklärte per⸗ ſönlich, der amerikaniſche Geſandte in der Schweiz, Wilſon, ſei gleichzeitig Delegierter auf der Abrüſtungskonferenz. Er teilte hierher mit, daß vorläufig und für die nächſte Woche die Rückkehr von Davis nach Europa ohnedies nicht erforderlich ſein würde. Infolgedeſſen ſoll Nor⸗ man Davis in den Vereinigten Staaten bleiben; wenn die Ausſichten für die Abrüſtungskonfe⸗ renz günſtiger wären, könnte er wiederum nach Genf zurückkehren. Wenn Davis in den Vereinigten Staaten ge⸗ blieben iſt, ſo deshalb, weil Rooſevelt ſich dar⸗ über klar geworden iſt, daß der Konſultativpakt, an dem Davis gearbeitet hat, niemals die Zu⸗ ſtimmung der amerikaniſchen Oeffentlichkeit fin⸗ den wird. Im Gegenteil widerſpricht man den Grundanſchauungen dieſes Konſultativpaktes; man möchte nicht, daß die Vereinigten Staaten ſich in die europäiſchen Angelegen⸗ heiten einmiſchen. Rooſevelt hat jede Hoff⸗ nung, daß in der nächſten Zeit eine mate⸗ rielle Abrüſtung vollzogen werden könnte, aufgegeben. Beſonders die Haltung Japans in der Frage der Seerüſtung brachte Rooſe⸗ velt zu der Ueberzeugung, daß die geſamte Abrüſtungsfrage in eine Sackgaſſe geraten iſt, aus der ſie z. Zt. nicht herausg⸗langen kann. Parkeiamkliche Bekannkmachungen München, 10. Juli. Der Reichsſchatzmeiſter gibt bekannt: Pg. Martin Bormann, der bis⸗ herige Leiter der Hilfskaſſe, wurde mit ſoforti⸗ ger Wirkung zum Stabsleiter des Stellvertre⸗ ters des Führers Pas Rudolf Heß ernannt. Als Leiter der Hilfskaſſe berufe ich den bis⸗ herigen Stabsleiter der Hilfskaſſe, Pg. Fried⸗ rich Geiſelbrecht. Zum Stabsleiter der Hilfskaſſe ernenne ich den Pg. Konrad Welße. Bei dieſer Gelegenheit iſt es mir ein Be⸗ dürfnis, dem Leiter der Hilfskaſſe, Pg. Bor⸗ mann, für die außerordentlichen Verdienſte, die er ſich in jahrelanger Arbeit um die Hilfskaſſe, die er geſchaffen hat, und damit um die NSDaApP erworben hat, Dank und vollſte An⸗ erkennung der Reichsleitung auszuſprechen. Schwarz. — Ein Augenzeuge berichtet über das 2⸗Zug⸗Unglück in Thüringen Berlin, 10. Juli.(Gig. Meldung.) Bei An⸗ kunft des Unglückszuges auf dem Anhalter Bahnhof ſchilderte— wie der„Montag“ mit⸗ teilt— ein Augenzeuge die Zugentgleiſung mit folgenden Worten: Es war genau drei Uhr 15 Minuten nachmit⸗ tags. In zwei Minuten mußten wir die kleine Station Niedertrebra durchfahren. Da plötzlich gab es einen gewaltigen Stoß. Ich taumelte, ein zweiter Stoß folgte. Scheiben klirrten, und der Wagen ſtand. Ich blickte aus dem Fenſter und ſah einige Wagen die Böſchung hinabſtür⸗ zen. Alles ging in wenigen Sekunden vor ſich. Ich ſprang aus der Tür auf die Böſchung, denn die Trittbretter waren abgeriſſen. Mit einem Blick erfaßte ich die Situation. Der Zug war in mehrere Teile zerriſſen. Die Lokomotive mit zwei oder drei Wagen ſtanden unverſehrt auf den Schienen, vier Wagen lagen zertrümmert auf dem Felde am Rand des Bahndammes. Gin Stück des Schienenſtrangs war verbogen und bildete nur noch ein eiſernes Zickzack. Andere Reiſende eilten aus den Wagen zum Trümmerfeld. Schon kamen Menſchen entgegen mit zerfetzten Kleidern, rauchgeſchwärzten Ge⸗ ſichtern. Eine Aerztin und ein Arzt— ſein Arm blutete— griffen ſofort ein. Sie waren mit dem Zuge gefahren. Wir ſchleppten Verbands⸗ zeug herbei und nahmen uns der erſten Ver⸗ letzten an. Vom Dorf kamen zu Fuß und zu Pferde die Einwohner herbeigeeilt. Später kam ein Hilfszug aus Weißenfels und nahm ſich der Verletzten an. Schweres Mokorradunglück Brautpaar getötet Kiel, 10. Juli. Ein ſchweres Motorrad⸗ Unglück ereignete ſich heute früh auf der Ham⸗ burger Chauſſee bei der Gaſtwirtſchaft„Eider⸗ krug“. Ein junger Motorradfahrer Clauſen aus Meldorf fuhr mit großer Geſchwindigkeit gegen ein Laſtauto; der Fahrer wurde auf der Stelle getötet. Die auf dem Soziusſitz mitfah⸗ rende Braut des Fahrers wurde durch die Wucht des Zuſammenpralls mehrere Meter weit geſchleudert und blieb mit Schädelbrüchen ebenfalls tot liegen. Fünf Tole, 16 Verleßte bei einem Autobusabſturz auf Sumatra. Pedang(Sumatra), 10. Juli. Bei Mo⸗ cara⸗Laboch ſtürzte ein Auto⸗Omnibus eine ſieben Meter tiefe Böſchung hinunter, Fünf In⸗ ——55 fanden den Tod, 16 wurden ſchwer ver⸗ etzt. Vor dem Stark Balbos Reykjavik, 11. Juli. Der italieniſche Luft⸗ fahrtminiſter Balbo hat einen endgültigen Entſchluß über den Start von hier aus noch nicht gefaßt, aber es iſt wahrſcheinlich, falls die Wetterausſichten über Labrador ſich nicht ver⸗ ſchlechtern, daß er heute nacht oder morgen ganz früh ſtarten wird. Drohungen gegen das Geſchwader Balbos Chikago, 10. Juli. Der hieſige italieniſche Geſandte, Konſul Caſtrucci, teilte der Polizei mit, daß ihm von in Chicago lebenden Anti⸗ faſchiſten Drohbriefe zugegangen ſeien, worin dieſe mit der Vernichtung der Flugzeuge des Generals Balbo drohen, für den Fall, daß es dieſer wagen ſollte, auf dem Michigan⸗See zu landen. Die Polizei traf bereits umgehende Sicherheitsmaßnahmen, um den Schutz der ita⸗ lieniſchen Flieger und ihrer Apparate zu ge⸗ währleiſten. Zur Vorbeugung etwaiger Sabo⸗ tageakte wird nunmehr beabſichtigt, das Ge⸗ ſchwader nicht auf dem Michigan⸗See, ſondern auf dem kleinen Geneva⸗See 145 Kilometer von Chicago im Staate Wisconſin landen zu laſſen. Fälſchung von Suez⸗Kanal⸗Aktien Paris, 10. Juli. Wie der„Matin“ berich⸗ tet, ſind eine Anzahl dex im Kurſe ſehr och ſtehenden Aktien der Suez⸗Kanal⸗Ge⸗ ſellſchaft im Werte von etwa 20 000 Franes je Stück gefälſcht und in Umlauf gebracht worden. Man iſt der Fälſchung dadurch auf die Spur gekommen, daß eine Aktie, die ſeit dreißig Jahren amortiſiert iſt, im Börſenhandel be⸗ ſchlagnahmt wurde. Es ſollen im Zuſam⸗ menhang mit der Angelegenheit bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen worden ſein. Die Tribüne vom Tempelhofer Feld auf der Wellausſlellung in Chikago Berlin, 10. Juli. Eine Berliner Firma hat ſoeben ein großes Modell der Rieſentribüne des Tempelhofer Feldes vom Tag der nationa⸗ len Arbeit fertiggeſtellt, das alle Einzelheiten und insbeſondere die gewaltigen Ausmaße des Bauwerkes klar veranſchaulicht. Das Modell wird bereits in den nächſten Tagen nach Chi⸗ kago verſandt werden, um auf der dortigen Weltausſtellung öffentlich gezeigt zu werden, damit auch das Ausland den richtigen Eindruck von der Einſtellung des neuen Deutſchland zur Arbeit und zum Arbeiter gewinnt. Aufgeklärker Feuerüberfall auf ein SA-Heim Eſſen, 10. Juli. Der am 1. Februar dieſes Jahres verübte Feuerüberfall auf ein SA⸗Heim in Eſſen, bei dem ein SA⸗Mann durch mehrere Schüſſe lebensgefährlich verletzt wurde, konnte jetzt von der Polizei reſtlos aufgeklärt werden. Als Täter wurden drei Kommuniſten aus Eſſen, die einer Terrorgruppe angehörten, feſtgenom⸗ men. Sie gaben nach längerem Leugnen die Tat zu und wollen im Auftrage der KPdD ge⸗ handelt haben. Außer dieſen drei Kommuniſten wurden noch zehn weitere Perſonen feſtgenom⸗ men, weil ſie mit dem Feuerüberfall in unmit⸗ telbarem Zuſammenhang ſtanden. Zuſammenſtoß zwiſchen Eiſenbahn und Autobus Sieben Verletzte. Bamberg, 10. Juli. Ein von Bamberg kommender Perſonenautobus ſtieß heute mit⸗ tag auf der Staatsſtraße Bamberg— Lichten⸗ fels in der Nähe von Breitengüßbach mit einem Arbeitszug, der die Staatsſtraße kreuzte, zu⸗ ——— Sieben Inſaſſen des Autobus wurden verletzt. Jahrgang 3. Nr. 170. Seite 4 „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 1933 Grenzlandkundgebung der RedAp in Kork Eine Rede des Miniſterpräſidenten Köhler Kork(Amt guteh 10. Juli. Das geſtern hier veranſtaltete zweite Kreistreffen des Kreiſes Kehl der NSDaAP geſtaltete ſich zu einer gro⸗ ßen Grenzlandkundgebung. Nachmittags 2 Uhr nahm die eigentliche Kundgebung auf dem Feſt⸗ platz mit dem Einmarſch der SA, SS, HF ſowie des Pinonier⸗ und Reiterſturmes ihren Anfang. Stürmiſch begrüßt von der rieſigen Menſchen⸗ menge wurde Miniſterpräſident Köhler, der mit der Kreisleitung ſämtliche Fronten abſchritt. Miniſterpräſident Köhler wies anfangs dararf hin, daß gerade die Gemeinde Kork und das ganze Hanauerland dem Führer und ſeiner gan⸗ zen Bewegung die unwandelbare Treue gehal⸗ ten habe. Der Nationalſozialismus war die einzige Rettung für unſer deutſches Volk und Vaterland. Wenn wir heute an der Macht ſitzen, ſo fuhr Miniſterpräſident Köhler fort, wollen wir uns nicht hinter Akten verkriechen, ſondern etreulich dem Ziel unſerere Bewegung unſere iſſion erfüllen. Bezugnehmend auf den beſon⸗ deren Charakter dieſer Kundgebung erklärte der Miniſterpräſident weiter, daß wir als Grenzlandvolk den Frieden ſchätzen und lieben und ihn auch halten wol ⸗ len, wie es auch der⸗Wille unſeres Füh⸗ rers iſt. Der beſonderen Grenzlage und der dadurch be⸗ dingten Not bringen ſowohl der Reichsſtatthal⸗ ter wie auch die n das allergrößte Verſtändnis entgegen. Kampf liege hinter uns, aber auch vor uns. Darum wollen wir auch wei⸗ terhin treu zu unſerem Kanzler und Führer Adolf Hitler und ſeinem Werk ſtehen. In das dreifache Sieg⸗Heil fiel die Menge begeiſtert ein, worauf das Horſt⸗Weſſel⸗Lied angeſtimmt wurde. Gegen 6 Uhr erfolgte ſodann durch den ſtellvertretenden Bürgermeiſter der Gemeinde Kork, Bezirksrat Veid, die Ueberreichung der Ehrenurkunde der Gemeinde an den Miniſter⸗ präſidenten Köhler. Ehrenurkunden waren auch fia den Reichskanzler Adolf Hitler und Reichs⸗ tatthalter Wagner ausgeſtellt worden. Eingliederung des Scharnhorſt Baden in die Hitlerjugend Karlsruhe, 11. Juli. Zwiſchen dem Ver⸗ treter des Scharnhorſt, Kamerad Hamber⸗ f er, und dem Landesjugendführer Kemper ind folgende Vereinbarungen getroffen worden: Ter geſamte Schornhorſt in Baden tritt ab 15. D unter den Befehl des Gebietsführers der Hitlerzugend. Der Gauführer des Scharnhorſt Mittelbaden, Hamberger, wird in den Stab des Landes⸗ jugendführers als Verbindungsoffizier aufge⸗ nommen und tritt als Mitglied des Führerrats in den Landesausſchuß für Jugendpflege ein. Die drei Oberbanne der Hitlerſugend bekommen je einen Verbendungsoffizier zugeteilt, den der Gebietsführer ernennt. Die Organiſation des Scharnhorſt wird in Baden mit ſofortiger Wirkung der Organiſation der Hitlerjugend angepaßt. Alle Scharnhorſt⸗ jungen bis zu 14 Jahren kommen entſprechend ihrer Stärke als geſchloſſene Formation ins und unterſtehen dem jeweiligen ſandortführer des Jungvolks. Das gleiche gilt auch für alle Scharnhorſtmitglieder über 14 Jah⸗ ren. Die Scharnhorſtmitglieder über 14 Jahre lommen demnach in die Hitlerjugend als ſelbſt⸗ ſtändige Formation und unterſtehen dem Stand⸗ ortführer oder dem nächſthöheren Führer der Hitlerjugend. Die bisherige Uniformierung des Scharnhorſt bleibt vorläufig. Für die Scharnhorſtjungen, die zum Jungvolk gehen, iſt das Armabzeichen des Jungvolks anzulegen, und für die Scharn⸗ orſtmitglieder, die zur Hitlerjugend gehen, die rmbinde der Hitlerjugend. Außerdem darf der Scharnhorſt auf ſeiner Uniform Schulterriemen tragen. Scharnhorſtführer erhalten entſprechend ihes Ranges Rangabzeichen der Hitlerjugend. Es ſteht natürlich den Scharnhorſtführern und Scharnhorſtkameraden, die nunmehr zur Hitler⸗ jugend kommen, frei, ſich ſofort das Braunhemd anzuſchaffen. Die geſchäftliche Abwicklung der einzelnen Gruppen iſt bis zum 1. Oktober durchzuführen. Ab 1. Oktober erfolgt auch die kaſſenmäßige Ein⸗ gliederung in die Hitlerjugend. Ummeldeſcheine ſind ſchon heute auszufüllen. Die Beittagspflicht wird jedoch erſt ab 1. Ok⸗ tober durchgeführt. Die alten Feldzeichen des Scharnhorſtbundes dürfey bei beſonders feſtlichen und größeren Anläſſen weiterhin mitgeführt werden. Den Be⸗ J010 dazu gibt der zuſtändige HF⸗Führer. In olchen Fällen iſt oben an die S arnhorſtfahne der Wimpel der HJ anzuheften. Ich begrüße die neuen Hi⸗ und Jungvolk⸗ kameraden in der großen nationalſozialiſtiſchen Staatsjugend auf das herzlichſte. Ich erwarte von ihnen, daß ſie ſich mit dem Gefühl einglie⸗ dern, als ehrliche Kämpfer des nationalen und Freiheitskampfese die Sache der ugend vorwärts zu tragen. Der alte Kampf gegen Marxismus und Reaktion muß durch eine revolutionäre Jugend zielbewußt zu Ende ge⸗ führt werden, und aus dem Bürger und Mar⸗ von geſtern muß der neue Menſch des ritten Reiches durch die Jugend geſchaffen werden. Wenn ihr, Scharnhorſtkameraden, in dieſem Geiſte zu uns kommt, dann reichen wir euch gern die Hände als unſere He⸗ und Jung⸗ volkkameraden und rechnen auf eure tatkräftige Mitarbeit. Meine HJ⸗Kameraden bitte ich ihre neuen HI⸗Kameraden einzugliedern in die Sturmbataillone der deutſchen Staatsjugend im Geiſt der nationalſozialiſtiſchen Revolution als Jugendgenoſſen und Kameraden. Heil Hitler! Friedhelm Kemper, Gebietsführer der H8. Das Aufgehen der ehemaligen D in der NSDAP Karlsruhe, 10. Juli. Gauleiter Robert Wagner gibt im„Führer“ parteiamtlich be⸗ kannt: Entſprechend dem Abkommen des Füh⸗ rers mit dem Vorſitzenden der ehemaligen Deutſchnationalen Volkspartei iſt auch ein Ab⸗ kommen zwiſchen der ehemaligen Deutſchnatio⸗ nalen Volkspartei, Landesverband Baden und der Gauleitung der NSDAp Baden über das Aufgehen der ehemaligen Deutſchnationalen Volkspartei zuſtandegekommen. Näheres geht Karlsruhe, 9. Juli. Wie uns die Reichs⸗ bahndirektion Karlsruhe mitteilt, traf am Sonn⸗ tagvormittag die telegraphiſche Mitteilung von der Hauptverwaltung der Deutſchen Reichsbahn⸗ Geſellſchaft Berlin hier ein, daß die am Ver⸗ trag über den Bau der neuen Rheinbrücken bei Maxau, Speyer und Mannheim⸗Ludwigshafen Beteiligten(Reich, Deutſche Reichsbahn⸗Geſell⸗ ſchaft ſowie die Länder Baden und Bayern) „damit einverſtanden ſind, daß mit dem Bau der Brücke bei Maxau ſofort begonnen wird. Dem⸗ entſprechend werden die erſten Arbeiten zur Vergebung an die Unternehmer alsbald aus⸗ geſchrieben werden. Karlsruhe, 10. Juli. Durch die Preſſe⸗ ſtelle beim Staatsminiſterium wird mitgeteilt: Der Reichsminiſter für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hat den Preſſe⸗ chef des badiſchen Staatsminiſte⸗ riums, Moraller, mit der Leitung und Organiſation der Landesſtelle Baden⸗Württem⸗ berg für Volksaufklärung und Propaganda be⸗ auftragt. Die Landesſtelle Baden⸗Württemberg übernimmt damit die Funktionen des Reichs⸗ propaganda⸗Miniſteriums in den genannten Ländern. In den Aufgabenkreis der neuen Stelle, deren Sitz in Karlsruhe iſt, werden alle Faktoren der öffentlichen Bildung, ferner Ver⸗ kehrswerbung uſw. einbezogen werden. Die Ge⸗ ſchäftsräume befinden ſich im Staatsminiſte⸗ rium. Seine bisherigen Funktionen als Leiter der Preſſe⸗ und Propaganda⸗Stelle des Badi⸗ ſchen Staatsminiſteriums wird Preſſechef Mo⸗ raller ehrenamtlich beibehalten. Reuer Reklor in Heidelberg Heidelberg, 10. Juli. Am Samstag hat die Univerſität einen neuen Rektor für das Jahr 1933/34 gewählt. An Stelle von Profeſſor Dr. Willy Andreas tritt Profeſſor Dr. Wilhelm Groh. Zum rector disignatus, d. h. zum ver⸗ mutlich nächſten Rektor wurde Profeſſor Dr. Kallius beſtimmt. In der Zuſammenſetzung des Senats tritt keine Aenderung ein. Wilhelm Groh ſtammt aus Darmſtadt, wo er am 13. Auguſt 1890 geboren wurde. Nach Gymnaſial⸗ beſuch und Studium wurde er 1913 Referendar und 1919 Aſſeſſor; während der Kriegszeit ge⸗ nügte Groh ſeiner ſoldatiſchen Pflicht. 1922 habilitierte er ſich in Gießen, wo er 1924 außer⸗ ordentlicher planmäßiger Profeſſor wurde. Auflöſung jüdiſcher Studenken⸗ verbindungen Karlsruhe, 10. Juli. Wie die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium Karlsruhe mitteilt, hat der Kultusminiſter folgende Verfügung an die badiſchen Hochſchulen erlaſſen: Ich erſuche die an der dortigen Hochſchule beſtehenden Verbin⸗ dungen oder Vereinigungen jüdiſcher Studie⸗ render aufzulöſen, falls ſie nicht von ſich aus ihre Auflöſung ſofort beſchließen und auch tat⸗ fächlich durchführen. Ich erſuche um Mitteilung innerhalb zehn Tagen, welche Verbindungen auf Grund dieſes Erlaſſes aufgelöſt wurden. Bei etwa noch beſtehenden kommuniſtiſchen oder marxiſtiſchen Organiſationen iſt in gleicha Weiſe zu verfahren. Verbandskag der Bad. Schneider⸗ meiſter Lahr, 10. Juli. Der Landesverbandstag der badiſchen Schneidermeiſter war aus dem ganzen Lande ſehr gut beſucht. Die eigentliche Tagung begann am Samstag mit den vorbereitenden Sitzungen des Geſamtvorſtandes und der Sterbekaſſe. Auf der eigentlichen Verbands⸗ Tagung am Sonntagvormittag konnte der erſte Vorſitzende Arthur Hellmuth die Vertreter der Behörden, der Stadt uſw. begrüßen, wo⸗ rauf der Bericht über die Geſchäftsführung er⸗ ſtattet wurde. Es folgte ſodann ein Referat des Schneiderobermeiſters Müller⸗Pforzheim über die Ziele des Kampfbundes des gewerb⸗ lichen Mittelſtandes. Ihm folgte ein längerer intereſſanter Vortrag des Syndikus des Reichs⸗ den Kreisleitern durch Rundſchreiben zu. Das Abkommen war um ſo leichter möglich, als zwiſchen den Führern der NSDaAp und der ehemaligen Deutſchnationalen Volkspartei nie ernſtliche Differenzen beſtanden haben und ins⸗ beſondere die Zuſammenarbeit im Landtag eine freundſchaftliche geweſen iſt. Die Mitglieder der ehemaligen Deutſchnationalen Volkspartei oder deren Verbände werden als gleichberech⸗ tigte Mitglieder in die NSDäAp aufgenommen, falls ſie der DMVp ſchon vor dem 30. Januar 1933 angehört haben und bis 1. Auguſt 1933 Antrag auf Aufnahme in der NSDaAp ſtellen. Führende Perſönlichkeiten und Mitglieder der Deutſchnationalen Volkspartei, die der NSDA nicht beitreten wollen, haben daraus keine Fol⸗ gerungen für ihre Bewertung ſeitens der NSDaApP oder des Staates zu gewärtigen. Sofortiger Veginn des Maxauer Brückenbaues Errichtung des Reichsbahn⸗Neubauamkes für die Maxauer Brücke Karlsruhe, 10. Juli. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Die erſten Bauarbeiten für den Bau der Rheinbrücke bei Maxau werden dieſer Tage ausgeſchrieben. Die Reichsbahndirektion Karlsruhe errichtet mit ſo⸗ fortiger Wirkung ein Reichsbahn⸗Neubauamt Karlsruhe. Die Geſchäftsräume des Amtes be⸗ finden ſich im Verwaltungsgebäude der Reichs⸗ bahnämter im Perſonenbahnhof Karlsruhe, Bahnhofplatz 1. Das Reichsbahn⸗Neubauamt ift für die Ausführung der rechtsrheiniſchen Zu⸗ fahrtsrampe und der Strombrücke zuſtändig Mit den Arbeiten der Strombrücke ſelbſt lann zunächſt noch nicht begonnen werden, weil noch umfangreiche Vorarbeiten zu leiſten ſind. Für die Arbeiten an der linksrheiniſchen Zufahrts⸗ rampe iſt die Reichsbahndirektion Ludwigs⸗ hafen/ Rhein zuſtändig. Moraller Leiler der Landesſtelle Baden⸗Würllemberg für Volls aufklärung und Propaganda verbandes für das deutſche Schneidergewerbe, Dr. Jung ⸗München, über die Gegenwarts⸗ fragen im Schneiderhandwerk. In ſeinen Aus⸗ führungen verbreitete ſich der Redner auch über den kommenden Aufbau der berufsſtändiſchen Organiſationen. Seine mit großem Beifall auf⸗ genommene Rede klang aus in einem Sieg⸗ Heil auf Volk und Vaterland. Am Nachmittag wurde das Lehrlings⸗ und Prüfungsweſen be⸗ handelt. Hierüber referierte wiederum der ſtell⸗ vertretende Vorſitzende Müller⸗Pforzheim. Die neuen Führer des Verbandes, Hellmuth⸗Pforz⸗ heim als 1. Vorſitzender und Müller als deſſen Stellvertreter, wurden in ihren Aemtern ein⸗ ſtimmig beſtätigt. Dem ſeitherigen langjährigen Verbandsvorſitzenden Weick⸗Karlsruhe wurde für ſeine Tätigkeit gedankt. Einen breiten Raum in den Beratungen nahm das Thema „Lieferungsweſen“ ein. Es wurde eine Landes⸗ lieferungsgenoſſenſchaft gegründet, um bei der Herſtellung von Uniformen für die Arbeits⸗ dienſtpflichtigen ſeitens des Reichs ebenfalls be⸗ rückſichigt werden zu können. Mit einem mar⸗ kanten Schlußwort des Vorſitzenden, das mit einem Sieg⸗Heil auf Reichspräſtdent und Reichskanzler ausklang, war die arbeitsreiche und für die gedeihliche Fortentwicklung des badiſchen Schneiderhandwerks bedeutſame Ta⸗ gung beendet. Gleichſchallung aller deulſchen Slenographenvereine auf die Einheitskurzſchrift Karlsruhe, 10. Juli. Die Reichsleitung des NS.⸗Lehrerbundes meldet: Der Reichsminiſter des Innern hat die Reichs⸗ leitung des Nationalſozialiſtiſchen Lehrerbun⸗ des mit der Gleichſchaltung aller Kurzſchrift⸗ verbände und⸗Vereine Deutſchlands beauftragt. Der Verband Stolze⸗Schrey hat ſich jetzt auf den Boden der Denkſchrift des NS⸗Lehrerbun⸗ des geſtellt und wird fortan für die Einheits⸗ kurzſchrift werben. Eine Vereinfachung ihres Regelwerkes entſpricht den Ausführungen der Denkſchrift des NS-Lehrerbundes. Das Syſtem der Einheitskurzſchrift ſelbſt wird da⸗ durch nicht geändert. Damit iſt das Ziel der Durchführung einer einheitlichen deutſchen Kurzſchrift, für die der Deutſche Stenographen⸗ bund von jeher eingetreten iſt, erreicht. Spende für die Förderung der Arbeit Wiesloch, 10. Juli. Von den Aerzten, Be⸗ amten, Angeſtellten und Arbeitern der Heil⸗ und Pflegeanſtalt Wiesloch wurde als Spende zur Förderung der nationalen Arbeit ein Betrag von 468,40 RM. gezeichnet und an das Finanz⸗ amt Heidelberg abgeführt. Enkfernung von Wahlparolen an öffenklichen Straßen und Pläßen Karlsruhe, 9. Juli. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Aus der Zeit der letzten Reichstagswahlkämpfe befinden ſich an Häuſern, Zäunen, Mauern, auf den Straßen uſw. noch vielſach Anſchriften und Wahlparolen, die meiſtens von ſtaatsfeindlichen Organiſatio⸗ nen wie KPꝰ und SPd herrühren. Es beſteht kein Zweifel, daß dies einen poli⸗ zeiwidrigen Zuſtand darſtellt und deshalb ein Eingreifen der Polizei rechtfertigt. In den meiſten Fällen wird es nicht mehr möglich ſein, den Störer zu ermitteln, der ohne weiteres zur Beſeitigung oder Koſtentragung verpflichtet wäre. Es bleibt daher regelmäßig nur die In⸗ anſpruchnahme des Eigentümers oder Beſitzers der betr. Anlage, die die Inſchrift trägt, als Störer übrig(§ 30 PStrGB.). Die auf öffentlichen Straßen und Plätzen an⸗ gebrachten Inſchriften ſind durch den Wege⸗ unterhaltungspflichtigen zu entfernen. Im übrigen, insbeſondere bei Aufſchriften, die an Gebäuden angebracht ſind, trifft die Pflicht den Grundſtückseigentümer. Erfolgt gegenüber einem Grundſtückseigentümer, der ſich weigert, die Er⸗ ſatzvornahme, ſo ergibt ſich eine Koſtentragunos⸗ pflicht aus 8 30 PStrGB. Der badiſche Landesjugendlag Karlsruhe, 9. Juli. Der NSPB meldet: Als die Marxiſten in Baden noch regierten, wurden für Jugendpflege ſinnlos Tauſende von Mark vergeudet. Für rote und ſchwarze Ver⸗ bände wurden Beträge von 60 bis 80 000 RM. ausgeben. In den letzten Jahren wurde mehr und mehr abgebaut. Die neue Regierung fand leere Kaſſen vor, und der Jugendpflegeetat war dermaßen erſchöpft, daß kaum ein Bruchteil von dem aufgewandt werden konnte, was einſt die Marxiſten nutzlos verpulvert hatten. Der nationalſozialiſtiſche Staat iſt ſelbver⸗ ſtändlich in weit höherem Maße darauf bedacht, die Jugend zu fördern. Allerdings wird er nicht ſo planlos verfahren. wie das alte Syſtem, ſondern er wird bei den Ausgaben, die er für die Jugendpflege macht, ſein Augenmerk darauf richten, daß die Mittel für die geländeſportliche Ertüchtigung und vor allen Dingen im Geiſte der ſtaatlichen Jugenderziehung verwandt wer⸗ den. Der neue Staat wird ſehr großen Wert auf die Gründung von Jugendſchulen legen, in denen die nationalſozialiſtiſche Idee als die Grundidee des Staates in jeder Hinſicht in den Vordergrund geſtellt wird. Da der ſteuerliche Etat nicht weiter für Zwecke der Jugendppflege belaſtet werden darf, hat der Miniſter des Kultus, des Unterrichts und der Juſtiz, Dr. Wacker, im Einvernehmen mit dem Jugendführer des Landes Baden die Jugend ſelbſt herangezogen, um die notwen⸗ digen Mittel zu beſchaffen. Dieſem Zweck dient der Badiſche Jugendtag. Es iſt ein ſchöner Ge⸗ danke, die Jugend ſelbſt in den Dienſt der Sache zu ſtellen. Der Jugendtag ſelbſt wird ungefähr in der Weiſe durchgeführt werden, daß Bezirksämter, Bürgermeiſterämter uſw., ſowie die Schulen die Werbung für die Jugendpflegemittel unter⸗ ſtützen. Der Staat ſtellt lediglich Mittel zur Herſtellung von Nlaletten und Druckſachen zur Verfügung. Er überläßt es der Jugend in Stadt und Land ſelbſt, die nötige Propaganda für ihren Tag zu machen und ſo die Ausgaben für Plakatierung und dergl. zu beſchaffen. Der Jugend wird empfohlen, den Jugendtag am 15. Juli durch eigene Veranſtaltungen ein⸗ zuleiten, z. B. durch kulturelle Werbeabende, durch Volkstanzabende und vielleicht durch Auf⸗ führung von Laienſpielen. Am 16. Juli ſoll dann die Jugend durch eine gemeinſame Hand⸗ lung hervortreten, indem für das ganze Land ein gemeinſamer Kirchgang der Jugendver⸗ bände ſtattfindet. Es ſchließt ſich ein gemein⸗ ſamer Aufmarſch mit einer großen Kundgebung an. Im Rahmen einer großen Veranſtaltung in Karlsruhe wird der Reichsſtatthalter den Patenbrief der HJ entgegennehmen und zur Jugend ſprechen. Ferner wird Miniſter Dr. Wacker in einer badiſchen Stadt ſich in einer Rede an die Jugend wenden. Der Jugend⸗ führer des Landes Baden wird in der Woche vom 15. bis 22. Juli allabendlich in den ber⸗ ſchiedenen Landesteilen, und zwar vorwiegend in mittleren Kleinſtädten einen Vortrag über die Aufgaben der Jugend halten. Bildung des Vorſtandes des Vad. Gemeindelages Karsruhe, 9. Juli. Miniſterialrat Schind⸗ ler, welcher als kommiſſariſcher Vorſitzender des Badiſchen Gemeindetages mit der Durchführung des Zuſammenſchluſſes der badiſchen Gemeinde⸗ verbände beauftragt iſt, hat zu Mitgliedern des vorläufigen Vorſtandes des Badiſchen Ge⸗ meindetages nunmehr folgende Herren berufen: Bürgermeiſter Böſch⸗Rheinfelden, Bürgermeiſter Fauth⸗Bühlertal, Bürgermeiſter Dr. Hein⸗Sin⸗ gen a.., Komm. Bürgermeiſter Dr. Held⸗Kehl, Oberbürgermeiſter Jäger⸗Karlsruhe⸗ Oberbür⸗ germeiſter Dr. Kerber⸗Freiburg i. Br., Kreis⸗ ratsvorſitzender Dr. Maiſack⸗Aglaſterhauſen, Bürgermeiſter Merkel⸗Doſſenheim, Oberbürger⸗ meiſter Dr. Heinhaus⸗Heidelberg, Oberbürger⸗ meiſter Renninger⸗Mannheim, Kreisratsvor⸗ ſitzender Rechtsanwalt Schmidt⸗Bretten, Bür⸗ germeiſter Schmitt⸗Zaizenhauſen, Bürgermeiſter Schwedhelm⸗Baden⸗Baden, Landrat Winter⸗ mantel⸗Karlsruhe. Großfeuer im landwirlſchafklichen Verſuchs⸗ und Lehrguk Raſtakt Raſtatt, 11. Juli. Am Montagabend brach vermutlich durch Heißlaufen eines Transmiſ⸗ ſionslagers im Landwirtſchaftlichen Lehr⸗ und Verſuchsgut der Badiſchen Bauernkammer ein Brand aus. Nahezu das ganze große Oekono⸗ miegebäude ſtand in Flammen. Die Stallung und eine große Scheune können als verloren gelten. Die Feuerwehr mußte ſich zunächſt darauf beſchränken, das große Wohn⸗ und Ver⸗ waltungsgebäude zu ſchützen. Gegen halb zehn Uhr brannten die Stallung und die Scheune noch lichterloh. Die Retung von etwa 100 Stück Vieh machte große Schwierigkeiten. Der Geſamt⸗ ſchaden an Gebäuden, Getreide und Früchten wird auf Zehntauſende von Mark geſchätzt. Menſchenleben ſind bei dem Brand erfreulicher⸗ weiſe nicht zu beklagen. Die jetzt vom Brande zum größten Teil zerſtörten Stallungen waren erſt im Frühjahr dieſes Jahres neu erſtellt worden. Wetervorausſage bis Dienstagabend Fortdauer der warmen Witterung, Gewitter⸗ neigung. 48 MSss'nn 8883 8 ———— 2—— eS.SHHes 8= ——— 12 een 933 tzers als an⸗ zege⸗ Im an den inem Er⸗ nos⸗ * ldet: rten, von Ver⸗ ſanda zaben ndtag ein⸗ ſende, Auf⸗ i ſoll hand⸗ Land dver⸗ mein⸗ bung ltung den zur 13 einer gend⸗ Woche mver⸗ egend über zad. chind⸗ r des hrung einde⸗ n des Ge⸗ rufen: neiſter iSin⸗ ⸗Kehl, erbür⸗ Kreis⸗ auſen, ürger⸗ ürger⸗ tsvor⸗ Bür⸗ neiſter zinter⸗ hen alt brach nsmiſ⸗ ⸗und er ein hekono⸗ allung rloren unächſt d Ver⸗ b zehn ſcheune Stück zeſamt⸗ üchten ſchätzt. tlicher⸗ Brande waren erſtellt witter⸗ * „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 1988 Gedenklage Sonnenaufgang.39, Sonnenuntergang 20.20 Uhr Mondaufgang 22.14, Monduntergang.54 r. 1657: Geboren König Friedrich J. von Preußen in Königsberg(geſt. 1715)). 1700: Stiftung der Akademie der Wiſſenſchaften in Berlin. 1873: Geboren der Maler Edmund Steppes in Burghauſen an der Salzach. 1897: Der ſchwediſche Ingenieur Salomon Aug. Andrée ſteigt auf Spitzbergen im Freibal⸗ lon zur Fahrt nach dem Nordpol auf, blieb lange verſchollen, bis ſeine und ſeiner zwei Begleiter Leichen am 6. Au⸗ guſt 1930 auf der zum Spitzbergen⸗Archi⸗ pel gehörigen Weißen Inſel gefunden wurden. Brüder in Uot! Es hetzt und ſchürt die ganze Welt— dem deutſchen Dolk zum Schaden! Man publiziert mit reichlich' Geld das Märchen von den„Greueltaten“! Man ſchreibt von abgehau'nen händen— von Judenmord und von Terror! Der fremde Leſer läßt ſich blenden und glaubt dem falſchen Tumpenchor! Was ſich jedoch in Wirklichkeit in Rußland zugetragen— das unermeßlich große Leid!!— hat man hier nichts zu ſagen?? Weiß denn das„zarte Weltgewiſſen“ noch nicht, wie's mit dem Oſten ſteht?— Daß Tauſende verhungern müſſen,— daß dort ein bolk zugrunde geht?? Nur Deutſchland hat bis jetzt erkannt, das gräßliche Derderben, weil fern vom ſchönen Daterland auch deutſche Brüder ſterben!! In Schneidemühl, da lagert heute wohl eine große Leidensſchar, die der verbrecheriſchen Meute— — dem Hungertod entgangen war!! Wir woll'n als deutſche Brüder jetzt nicht tatenlos beiſeite ſteh'n— nein! Wenn die ganze Welt auch hetzt— Uns darf kein Deutſcher untergeh'!! Solange noch ein Tropfen Blut in unſern Gdern rinnt— hier helfen wir mit hab und Gut, So wahr wir Deutſche ſind!! Erwin Messel. Vom Wochenmarkt „Gehe Se mool her, Fraa, zuckerſieß die Kerſche, Sie kenne ſe verſuche.“ Wahrhaftig, die Herzkirſchen ſind zuckerſüß und außerdem mordsgroß und koſteten nur 25 Pfg. das Pfund. Das Angebot war auch geſtern wieder ſehr groß, Obſt kann man haben in Hülle und Fülle, zum Roheſſen, zum Einkochen, wie man's haben will. Schwarze Kirſchen koſteten auch Die Sechs von der Skaalsoper auch in Mannheim Ein guter Wurf iſt der Leitung des Fried⸗ richspark gelungen. Die Sechs von der Staats⸗ oper, die mit triumphalem Erfolg, wie ſchon neulich berichtet wurde, zur Zeit durch ganz Deutſchland reiſen, werden am kommenden Sonntag, den 16. Juli im Friedrichspark in Mannheim gaſtieren. Das Gaſtſpiel findet als Freiveranſtaltung auf dem Podium über dem Raſen vor der großen Terraſſe ſtatt. Das Po⸗ dium wird beſonders auf dieſes Gaſtſpiel ein⸗ gerichtet. Die ſechs Künſtler, Iſabella Bruck, Eliſabeth Grube, Daiſy Spies, Jens Keith, Rudolf Kölling und erner Stammer, alle ehemalige Solotänzer der Staatsoper Berlin, werden mit ihren eigenen Tanzſchöpfungen, mit herrlichen Dekorationen und mit prächtigen Ko⸗ ſtümen auch das hieſige Publikum zu begeiſtern verſtehen. Verein für Nalurkunde Dur önes Wetter begünſtigt, unternahm der ee 3 Naturkunde letzten Samstag eine Beſich⸗ tigung der Dr. Franckſchen Saatzuchtwirt⸗ ſchaft auf dem Straßenheimer Hof. War ſchon der Gang durch die Aehrenfelder von Viernheim aus im Anblick der Bergſtraße ein herrlicher Natur⸗ genuß, ſo bot die Bewirtſchaftung des Gutes, deſſen Entſtehung bis in die Römerzeit zurückgeht, und das heute über 250 Hektar groß iſt, eine Fundgrube für praktiſche Beiſpiele der Mendelſchen Vererbungslehre in der Biologie. Auf Diluvialboden mit hohem Kalkgehalt, der von alten Neckarläufen durchzogen iſt, entſtand hier in neueſter Zeit ein Muſtergut. Viele Auszeichnungen und erſte Preiſe auf landwirtſchaftlichen Ausſtellungen und Landwirtſchaftskammern geben davon Zeugnis. In liebenswürdiger Weiſe führte der Direktor ſelbſt und ſein Mitarbeiter die Gäſte durch ihre Anlagen und ihr Gefilde. Glaubt man durch künſtliche Kreuzung oder durch natürliche Ausleſe ein Getreide von beſonderer Güte zu haben, ſo werden zunächſt auf ſchmale Beete die Eliten, die Pflanzen einer Aehre, ausgeſät. Dabei Deutſche Luftfahrtausſtellung Mannheim 1933 Mitte dieſes Jahres wird die große deutſche Luftfahrtausſtellung„Dela“, Mannheim 1933 in den Rhein⸗Neckar⸗Hallen eröffnet werden. Schon heute wird fieberhaft an dem Aufbau dieſer großen Luftſportſchau gearbeitet. Sämt⸗ liche Organiſationen der Luftfahrt unſeres Be⸗ zirks wirken an der Erreichung des großen Zie⸗ les mit. Das Ausſtellungsprogramm iſt um⸗ faſſend und ſieht einleitend eine Gegenüber⸗ ſtellung von Flugzeugen der Vergangenheit und Zukunft vor. Zum erſten Mal auf einer Luft⸗ fahrtausſtellung werden hier auch Flugzeug⸗ typen der Zukunft in natürlicher Größe gezeigt werden. Ein Flugauto, ein Anphibium(Wo⸗ chenendflugzeug der Zukunft) und ein Bau⸗ kaſtenflugzeug ſollen den wahrſcheinlichen Ent⸗ wicklungsgang der nächſten Jahrzehnte auf dem Gebiete des Luftſports andeuten. Die Gegen⸗ wart wird in einer großen, der Luftfahrt⸗ induſtrie gewidmeten Abteilung behandelt. Hier wird man neben der geſamten Motoren⸗ induſtrie alle Typen von Sportflugzeugen, wie ſie heute lieferbar ſind, antreffen. Auch die Zubehörinduſtrie, welche für die Fertigung von Luftfahrzeugen Bauſtoffe liefert, wird ihren Anteil an der Luftfahrtentwicklung in der Aus⸗ ſtellung aufzeigen. Eine andere Abteilung wie⸗ derum wird ſich dem Lehren und Lernen des Luftſports widmen, und praktiſche Darſtellun⸗ gen werden erkennen laſſen, wie die Motor⸗ und Segelflug⸗Ausbildung vor ſich geht. Gro⸗ ßes Intereſſe dürfte unter anderem auch ein Flugzeuglehrmodell finden, das durch den Beſucher der Ausſtellung von einem normalen Führerſitz aus geſteuert wer⸗ den kann. Eine andere Abteilung wird der Bodenorganiſation und Luftfahrzeugprüfung gerecht werden. Alle Einzeldarſtellungen dieſer Gruppe geben in leichtwerſtändlicher Weiſe einen Einblick in die Grundlage unſeres modernen Luftverkehrs. Die ſieg⸗ und erfolgreichen Flug⸗ zeuge aus allen deutſchen Wettbewerben ſind naturgetreu nachgebildet und ermöglichen auf dieſe Weiſe die anſchaulichſte Ueberſicht über die Entwicklung unſeres Flugweſens. Den Ab⸗ ſchluß dieſer Schau werden die im diesjährigen Europarundflug bewährten Aminsdeſl⸗ deutſcher Bauart bilden. Dem Flugzeugmodell⸗ bau iſt in einer beſonderen Abteilung breiter Raum gegeben. Auch eine Baſtlerwerkſtätte wird im Betrieb gezeigt. Die von ſtarker Kameradſchaft zeugende Ar⸗ beit der deutſchen Luftfahrtvereine wird ab⸗ ſchließend in einer beſonderen Schau gewürdigt, in der vom einfachen Gleitflugzeug bis zum leiſtungsfähigen Motorflugzeug alles vertreten iſt, was in den Selbſtbauwerkſtätten der Ver⸗ eine entſteht. Eine Jungfliegerwerkſtätte wird während der Dauer der Ausſtellung ebenfalls im Betrieb gezeigt werden. Keine Liuftſport⸗ ausſtellung hat bis heute ein ſo vollſtändiges Bild von den zahlreichen Einzelgebieten der Luftſportbewegung gegeben. Außer dieſem gro⸗ ßen Ausſtellungsteil wird die„Dela“ eine Reihe bemerkenswerter Sonderveranſtaltungen brin⸗ gen, auf welche im Verlaufe der Ausſtellungs⸗ zeit noch näher wird eingegangen werden. Der Luftſport iſt heute eine Angelegenheit, für welche ſich nicht nur die Generation zu intereſſieren hat, welche berufen iſt, Deutſch⸗ lands Zukunft zu ſichern, ſondern ſie iſt eine Sache des ganzen Volkes. In einer Zeit, in der die allgemeine Tendenz beſteht, daß jeder junge Deutſche fliegen lernen ſoll, in einer Zeit, in der alle Nationen ſich anſtrengen, wie Italien z. B. in dem Balbo⸗Atlantikflug, den Vorrang auf dem Gebiete der Luftfahrt zu erreichen, darf kein Deutſcher achtlos an einer ſo wert⸗ vollen Schau, als welche die„Dela“ unbedingt anzuſprechen iſt, vorbeigehen. Wenn auch der Probleme ſchwerſte auf den Nägeln brennen, Die Wunder deutſcher Luftfahrt auf der„Dela“ lmuß ein jeder kennen! e nicht mehr wie 25—30 Pfg. Für die Sauerkirſche, die ſich beſonders für den Kirſchkuchen und für die Mar⸗ melade eignet, wurde 30—35 Pfg. verlangt. Viel Himbeeren gab's zu 35 Pfg. das Pfund, wer ein ganzes Körbchen nimmt mit 5 Pfund, kann das ſchon für.45—.50 RM. haben, garantiert ohne Wurm. Auch Stachelbeeren gibt es jetzt ſchon mehr, und dem⸗ entſprechend billiger geworden, die ganz reifen koſteten 22—28 Pfg., während man für die Einmachbeere nur noch 15 Pfg. haben wollte. Das Angebot an Garten⸗ erdbeeren läßt nach, ſie wurden für 30—35 Pfg. aus⸗ gewogen. Heidelbeeren gibt es jetzt ſchon recht viele, man konnte ſie für 28—35 Pfg. kaufen. Für ſehr ſchöne Reineclauden wurden 30 Pfg. verlangt, ebenſo für deutſche Pfirſiche. Neu waren geſtern kleine Bir⸗ nen für 25—30 Pfg. das Pfund. Auch an Gemüſen hatte man wieder eine große Auswahl. Der Preis für Weißkraut und Wirſing hat ſich mit 10 Pfg. für das Pfund nicht geändert. Spinat kommt auf 20—25 Pfg. Die Bohnen ſind her⸗ untergegangen und koſteten nur noch 25—30 Pfa., Wachsbohnen ſind etwas teuerer, man verlangte da⸗ für 35 Pfg. Für den deutſchen Blumenkohl will man je nach der Größe 15—35 Pfg. bhaben. Erbſen wurden angeboten zu—20 Pfg. Zuckererbſen 22—25 Pfg. Ab 20 Pfg. aufwärts kann man die ſchönſte Gurke bekommen. Der Preis für Karotten und gelbe Rüben iſt gleich geblieben, 5 Pfg. für das Bündel und 10 bis 15 Pfg. das Pfund. Auch Kohlrabi koſten un⸗ verändert 5 Pfg. das Stück. Sehr ſchönen feſten Kopfſalat konnte man ſchon für 5 Pfg. haben, Endi⸗ vienſalat ab 7 Pfg. Verſchiedentlich ſah man auch deutſche Tomaten zu 30—35 Pfg. das Pfund. Die Preiſe auf dem Butter⸗ und Eiermarkt ſind unver⸗ ändert geblieben. en. muß auf möglichſt gleichen Abſtand und gleiche Bedin⸗ gung geachtet werden. Beſtockung, Halmfeſtigkeit, Höhe, Reifezeit, Art der Begrannung uſw., wird ſorgfältig notiert. Mühſelig iſt die Ernte. Jede Eliteform wird mit der Sichel für ſich geſchnitten, jeder Stock geſon⸗ dert gebündelt. Dreſchen, Zählung der Körner, Feſt⸗ ſtellung von Größe und Gewicht, des Klebegehaltes uſw., ſind Arbeiten, die dann in den Hallen und Laboratorien ausgeführt werden. Und ſchon wartet die langwierige Berechnung der Anzahl der Körner für die Stellung der Saatmaſchine, damit die Stämme zur rechten Zeit geſät werden können. Zeigten ſich ſchon bei der erſten Ernte große Unterſchiede in den einzernen Stöcken, ſo treten dieſe Varietäten noch deutlicher in den Stämmen in Erſcheinung. Hier gilt es wieder, die Minusvarianten auszuſcheiden, um all⸗ mählich eine erbfeſte Getreideart zu erhalten, die den Anforderungen an Menge und Güte für die unver⸗ änderlichen Faktoren Boden und Klima genügen. Wahrlich eine Arbeit, die im Sommer den Menſchen von morgens 4 Uhr bis abends 10 Uhr in Anſpruch nimmt. Aber Leiter und Züchter ſind ſich ihrer großen Aufgabe bewußt, hängt doch von dem Erfolg die Sicherung der Ernährung des deutſchen Volkes ab. Kein Wunder, wenn man hier bewußt national ein⸗ geſtellte Menſchen antrifft, die ohne viel Aufhebens ihre Pflicht erfüllen. Drei beſondere Weizenarten, einen Gelbhafer und zwei Gerſtenſorten, haben bereits den Siegeszug aus der Saatzuchtanſtalt in die freie Wirt⸗ ſchaft angetreten. Mögen bald alle Landwirte den Wert der Neuzüchtung erkennen und die alten, ſeit Generationen benützten und daher minderwertigen und degenerierten Sorten ausmerzen. Ebenſo lohnend iſt die Beſichtigung der Tier⸗ zucht. Die Milchkühe unterſtehen derſelben ſcharfen Ueberwachung in bezug auf Ernährung und Milch⸗ lieferung, wie die Schweine inbezug auf ihre Ge⸗ wichtszunahme. Was nicht den Anforderungen ge⸗ nügt, wird rückſichtslos beſeitigt. Kreuzungen dürfen nur unter ganz beſtimmten Bedingungen und Voraus⸗ ſetzungen zugelaſſen werden, ſonſt treten Fehlleiſtungen ein, wie vor einigen Jahren in der Schweinezucht, wo ein Eber in einem unbewachten Augenblick die ganze Zucht„verſaut“ hat. Das Ergebnis der Mühe und Arbeit konnten die Teilnehmer ſelbſt feſtſtellen an der Koſtprobe der„Markenmilch“, die der Straßen⸗ heimer Hof nach Mannheim liefert. Mit Worten des Dankes ſchieden die Gäſte. Der Beſuch kann jedermann als Beiſpiel einer planmäßigen Zuchtarbeit in Deutſch⸗ lant beſtens empfohlen werden. K2Zg. Jubiläum. Reichsbahnbetriebsaſſiſtent Gg. Menger und Frau Katharina geb. Bletzer Mannheim⸗Waldhof, Stationsſtraße 6, feiern am heutigen Tage das Feſt der Silbernen Hochzeit. Gleichzeitig feiert Herr Menger das 35jährige Dienſtjubiläum bei der Reichsbahn. Wir gratulieren. Mögen dem Ehe⸗ paar noch viele glückliche Jahre beſchieden ſein. Was alles paſſierk Vorſicht beim Ueberholen. Am Samstagvor⸗ mittag ſtieß auf der weſtlichen Zufahrtsſtraße zur Rheinbrücke ein Radfahrer beim Ueber⸗ holen eines Laſtkraftwagens mit dieſem zuſam⸗ men und wurde vom Rad geſchleudert. Der Radfahrer erlitt mehrere Verletzungen und mußte ins Allg. Krankenhaus verbracht werden, von wo er nach Anlegung eines Notverbandes wieder entlaſſen wurde.— Beim Ueberholen ſtreifte am Samstagmittag auf der Friedrichs⸗ brücke ein Perſonenkraftwagen einen Radfahrer, der zu Boden geworfen wurde und eine Arm⸗ verſtauchung davontrug. Der Unfall iſt darauf zurückzuführen, daß der Führer des Perſonen⸗ kraftwagens beim Ueberholen nicht genügend weit nach links ausbog.— Am Samstagmittag kam auf der Neckarauerſtraße beim unvor⸗ ſchriftsmäßigen Ueberholen einer Zugmaſchine ein Radfahrer zu Fall. Er wurde von der Zug⸗ maſchine erfaßt und überfahren. Dabei erlitt Sängerwellſtreit im Friedrichs⸗ park Geſtern abend 8 Uhr begann die Konkurrenz der Amateurſänger im Friedrichspark. Da die Anmeldun⸗ gen zu dieſer für Mannheim erſtmaligen Veranſtal⸗ tung äußerſt groß ſind, traten am erſten Abend 23 Bewerber vor dem Urteil des Publikums an. Und zwar ſind ſo ziemlich alle nur denkbaren Inſtrumente vertreten: Geige, Laute, Accordeon, Banjo, Saxophon, Guitarre, Zither und ſogar ein Bewerber mit Glocken⸗ ſpiel! Die Beſucher des erſten Abends behamen ein Programm zu ſehen, das einzigartig war. Als Attrak⸗ tion trat Montagabend außer Konkurrenz der phäno⸗ menale Jongleur Otilon(Berufsartiſt) auf, der unter ſeinem bürgerlichen Namen(Otto Getroſt) vielen Mannheimern bekannt ſein wird. Es iſt im Intereſſe der zahlreichen Bewerber zu wünſchen, daß die Abende wie in allen anderen Städten ein durchſchlagender Erfolg werden mögen. Der Eintritt koſtet nur 50 Pfg. Bei Löſung im Vorverkauf nur 40 Pfg. Vorverkauf findet ſtatt bei Muſikhaus Heckel, Mannheimer Ver⸗ kehrsverein, in Ludwigshafen Muſikhaus Kurpfalz, Ludwigſtraße 8. Film Schauburg:„Das letzte Erlebnis“ Das letzte Erlebnis, die große, tiefe Liebe zweier ſchon vom Tode gezeichneter Menſchen⸗ kinder— ein Film, ja, aber doch ein Stück alltäglichen Menſchenſchickſals, wie es ſo man⸗ chesmal der Zufall in die Herzen zweier Lieben⸗ den hineinpflanzt. Ein ſehr ſympathiſcher ameri⸗ kaniſcher Tonfilm in deutſcher Bearbeitung. William Powell, der wegen Mordes zum Tode verurteilte Verbrecher, ſo reich an rühren⸗ den menſchlichen Eigenſchaften, groß in ſeiner Liebe, und ſeine Partnerin, Kay Franeis, die durch eine unheilbare Krankheit für den Tod Beſtimmte, bis zum letzten Augenblick hoffend in ihrer großen Liebe. Die Leidensgeſchichte die⸗ ſer großen Liebe ſpielt auf einem Ozeandampfer, und verrauſcht wie die Meereswellen, die das Schiff in der großen Trennungsſtunde im Hafen von San Franzisko umſpülen.. Man verläßt tief ergriffen das Theater.—„Der ſingende 3 12 2 5 40 4 der Radfahrer erhebliche Verletzungen am Kopf und an den Schultern, ſodaß die Ver⸗ bringung ins Allg. Krankenhaus erforderlich wurde. Auto gegen einen Baum. Auf der Werder⸗ ſtraße ſtieß geſtern nachmittag ein Perſonen⸗ kraftwagen gegen einen Baum, ſodaß faſt ſämt⸗ liche Scheiben des Fahrzeugs zertrümmert wurden. Außerdem würde ein Rad beſchädigt, ſodaß der Kraftwagen abgeſchleppt werden mußte. Die vier Inſaſſen des Wagens wurden durch Glasſplitter im Geſicht bzw. an den Hän⸗ den verletzt und dem Allg. Krankenhaus zuge⸗ führt. Anhänger entgleiſt. Geſtern nachmittag ſprang am Paradeplatz der Anhänger eines Straßenbahnzuges angeblich infolge zu früh⸗ zeitiger Weichenſtellung aus dem Gleis und ſtreifte den Anhänger eines entgegenkommenden Straßenbahnzuges. Durch Zurückfahren wurde der entgleiſte Anhänger wieder auf die Schie⸗ nen gebracht. Von der Straßenbahn geſtreift. Auf der Rhe⸗ naniaſtraße kam ein jugendlicher Radfahrer, der hinter einer Gruppe anderer Radfahrer fuhr, und raſch bremſen mußte, zu Fall und wurde von einem Straßenbahnzug geſtreift. Er erlitt einen Bruch des rechten Schlüſſelbeins und —.— in das Allg. Krankenhaus aufgenommen werden. Unfall. Um die geſtrige Mittagszeit kam ein Mann auf der Waldhofſtraße zu Fall. Er trug einen Bruch des linken Fußes davon. Blitzſchlag. Während des Gewitters geſtern nachmittag ſchlug der Blitz in der Nähe des Strandbades in eine Pappel. Ein in der Nähe ſtehender Mann erlitt am rechten Oberarm mehrere leichte Brandwunden. Schutzhaft. Aus verſchiedenen politiſchen Gründen, hauptſächlich wegen kommuniſtiſcher Umtriebe, wurden in den beiden vorletzten Tagen 7 Perſonen in Schutzhaft genommen. Aus dem Fenſter geſtürzt. Am Samstagvor⸗ mittag iſt in der Oſtſtadt ein 71 Jahre alter verh. Mann aus dem Fenſter ſeiner im 4. Stock gelegenen Wohnung in den Hof geſtürzt, wo er mit gebrochenen Gliedern tot liegen blieb. Der Verlebte ſoll in letzter Zeit Spuren geiſtiger Störungen gezeigt haben. Beim Baden ertrunken. Am Sonntagvor⸗ mittag iſt bei der Feudenheimer Fähre ein 15 Jahre alter Formerlehrling aus Rheinau beim Baden in dem Neckar ertrunken. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden.— Am gleichen Nachmittag iſt im hieſigen Strand⸗ bad ein bis jetzt unbekannter Mann beim Baden im Rhein ertrunken. An Kleidungs⸗ ſtücken wurden aufgefunden: Ein ſchwarzer Lüſterkittel, eine braune Hoſe, ein hellblaues Trikothemd, ſchwarze Schnürſchuhe, im Geld⸗ beutel etwas deutſches, franz. und Schweizer⸗ geld, ferner blieb ein Herrenfahrrad, Marke „Geg“, Nr. 283 330, zurück. Es ſoll ſich um einen Mann mittleren Alters handeln. Hannnelmer, vereesse nicht Aas Ballfans! mit seinem einzig schönen Garten, wo Jung und Alt Erholung findet! Draht“ im Beiprogramm iſt ein ſehr gefälliges Wildweſtſtück, mit den üblichen Senſationen, Ueberfällen und Knallereien. Obgleich ſich derlei Stücke überlebt haben, ſieht man ſie doch immer wieder einmal ganz gern, wenn ſie etwas von der üblichen Schablone abweichen. Das Ganze ein empfehlenswertes Geſamtprogramm. H. Sch. Tageskalender Dienstag, 11. Juli 1933 Nationaltheater:„Der fliegende Holländer'“ von Richard Wagner. Miete C. 20 Uhr. Roſengarten: Deutſcher Handlungsgehilfenverband, Ortsgruppe Mannheim: Verſammlung im Nibe⸗ lungenſaal. 20.30 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung. Kleinkunſtbühne„Libelle“: 20.15 Uhr Gaſtſpiel Engel⸗ bert Mildes Künſtlerſpiele, Dresden. Köln—Düſſeldorfer Rhein⸗Lokalfahrten: 14.30 Uhr: Speyer—Germewsheim und zurück. Autobus⸗Sonderfahrten ab Paradeplatz: 14.00 Uhrt Bad Dürkheim—Lindemannruhe—Freinsheim. Tanz: Pavillon Kaiſer, Kabarett„Libelle“. Stäündige Darbietungen: Städt. Schloßmuſeum: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Städt. Schloſbücherei:—13 und 15—19 Uhr geöffnet. Städt. Kunſthallee 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Ausſtellung von Werken Mannheimer Bildhauer und Künſtler. Im Graphiſchen Kabinett werden Max Klingers„Intermezzi“, eine Folge von zwölf Radierungen gezeigt. Muſcam für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: 15—17 Uhr geöffnet. Städt. Bücher⸗ und Leſehalle im Herſchelbad: 10.30— 12 und 16—19 Uhr Buchausgabe. 10.30—13 und 16.30—21 Uhr Leſehalle. Lameyhaus R 7, 46: 15—19 Uhr ge⸗ öffnet. Der Film zeigt: Alhambra:„Der Schützenkönig“. Capitol:„S.⸗Mann Brand“. Gloria:„S.⸗Mann Brand“. Palaſt:„Eine Tür geht auf“. Roxy:„Der Kongreß»anzt“. Schauburg:„Das letzte Erlebnis“. Univerſum:„Kind, ich freu mich auf dein Kommen“. — Jahvgang 3. Nr. 170. Seite 6 „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 1983 Juli Die Schnitter dengeln auf dem Feld, Die Gehren ſchwanken körnerſchwer; In Sonnengluten liegt die Welt, Südwinde weh'n daher. Saftgrün die Wieſen ringsum ſteh'n, Buntfarbig übertupft, Und durch die Fluren Kinder geh'n, Die Blüten abgerupft. In Sommerfreude rings gehüllt Iſt weithin die Uatur; Und auch die Menſchen all' erfüllt, Ein Sommerfreuen nur! H. Schumann. — Die örkliche Kindererholung auf den Rennwieſen Neben den von der NS.⸗Frauenſchaft ge⸗ ſchaffenen Kindererholungsheimen kann ſich auch die örtliche Kindererholung ſehen laſſen. Die Rennwieſe mit Tribüne und ſonſtigen Bau⸗ lichkeiten iſt für dieſen Zweck nutzbar worden. Morgens in der Frühe werden die Kinder hingebracht, wo ſie von Schweſtern be⸗ treut werden und tagsüber dort bleiben. Wir fanden ſie vor dem Mittageſſen ruhend auf Pritſchen mit Decken zugedeckt; nach dem Eſſen wird 2 Stunden geſchlafen und die andere Zeit wird benutzt zum Herumtollen in Spiel und Tanz und zum Baden im Stadion. Unter den Kaſtanienbäumen ſtehen kleine niedliche Bänke und Tiſche mit bunten Sträußchen eſchmückt. Wie die Kinder an Ordnung und Sauberkeit gewöhnt werden, zeigen die Regale mit Na⸗ mensſchildchen, an denen Handtuch, die kleine Zahnbürſte und ein Becher aufgehängt ſind. Die Koſt iſt reichlich und gut. Die großen Kannen, die zeigen, welche Mengen an Milch hier von den durſtigen Mäulchen ver⸗ ſchlungen werden. Großer Jubel erſcholl, als die„Hitler⸗Tante“ Frau Roth Fähnchen und Bretzeln an die Kinder verteilte. Aus begeiſter⸗ ten Kinderherzen ertönte das Horſt⸗Weſſel⸗Lied, das uns bei der Rückkehr noch lange nach⸗ hallte. Th. Oe. Der NS. Reichsverband deulſcher Kriegsopfer Bezirk Mannheim, Ortsgruppe Sandhofen, hielt im Saale„Zum Adler“ ſeine erſte Mit⸗ gliederverſammlung ab. Unter den Verſamm⸗ lungsteilnehmern bemerkte man den Landes⸗ obmann Kam. Braun, den Bezirksvorſtand Kam. Damman, Kirchner, Geller, Koch und Bauchhenz, ſowie den Kam. Gnam von der Ortsgr. Waldhof, den Orts⸗ gruppenleiter Pa. Dold und Geſchüftsführer Pg. Wetzel, ſowie Kam. Herrmann vom Kyfhäuſerbund. Kam. Wacker begrüßte die anweſenden Gäſte und Verſammlungsteilnehmer und dankte für ihr zahlreiches Erſcheinen, ſodann erteilte er dem Geſchäftsſtellenleiter Geller das Wort. Kam. Geller ſprach über das Syſtem der letzten 14 Jahren(Penſionen und Bonzentum), Geſchäftsführung des ehemaligen Reichsbundes Gau Baden(Verteilung des Gauvermögens und den verſchwenderiſchen Ausgaben bei dem 15jährigen Stiftungsfeſt). Ferner ſprach er über die Erleichterung und Verbeſſerung der Auszahlung der Renten und Beihilfe. Er ſtreifte dabei das Verſtändnis unſeres Volls⸗ kanzler Hitlers zu den Kriegsopfern. Kam. Wacker ſprach über das Verſorgungsgeſetz der freiwerdenden Beträge und ihre Verwendung für Beſſerung der Verſorgungsrenten. Pg. Dold dankte im Namen der NSDap für die freundl. Einladung und betonte weitgehendſte Unterſtützung der Partei für die Ortsgr. Sand⸗ hofen des NoS⸗Reichsverbandes. Gauleiter Braun bedachte in ſeinen Ausführungen hauptſächlich die Klinik und die ärztliche Unter⸗ ſuchungsſtelle in Heidelberg. An Hand von Bei⸗ ſpielen geißelte er die ſeitherigen Unterſuchungs⸗ methoden und verſprach, hierin bald Wandel zu ſchaffen. Er wüßte aus ſeiner langjährigen Tätigkeit, wie die Unterſuchungen dort vorge⸗ nommen wurden und könne es auch begreifen, daß die Kriegsopfer die Einladungen zur Un⸗ terſuchung als Vorladung in die Rentenquet⸗ ſchungsanſtalten bezeichnen. Auf die Bemer⸗ kung des Kam. Wacker, daß noch ein Teil der Kriegsopfer außerhalb der Organiſation ſtände erklärte er ihm eingehend, daß denſelben bis zum 1. Oktober 1933 Zeit gelaſſen würde, ſich auf ihre Pflicht zu beſinnen. Kam. Braun ermahnte nochmals zum Ver⸗ kauf der Anſichtspoſtkarten zum Zwecke der Er⸗ holungsfürſorge für Kriegerwaiſen und Kinder von Kriegsbeſchädigten. Kgam. Dammann ſprach über den Betrug an den Kriegsopfern und Fürſorgeempfängern, ſowie über unſeren Führer Adolf Hitler, den Nationalſozialismus ünd über die Verpflichtungen des Staates egenüber den Kriegsopfern. Mit dem Abſingen des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes wurda die ſehr gut be⸗ fuchte und lehrreiche Verſammlung geſchloſſen. Zenkrum Mannheim 7 Der in der letzten Zentrumsverſammlung der Zentrumspartei Mannheim gewählte Arbeits⸗ ausſchuß beſchloß in einer itzung die Auf⸗ löfung der Partei und aller Unterorganiſatio⸗ nen. Das Parteiſekretariat wurde mit Wirkung vom Samstag ab geſchloſſen.— Spät, reichlich ſpät hat nun auch dieſe Partei —5 Daſein— beendet. Da hat alſo die VP ſeligen Angedenkens doch noch mit einer Naſenlänge geſiegt. Das Zentrum hat dabei noch nicht einmal ein allzu würdiges Ende ge⸗ funden. Acht Tage brauchte man, um ſich zu der rkenntnis durchzuringen, daß man nur noch, der Lächerlichkeit preisgegeben hätte weiterexi⸗ ſtieren können. Man hatte geglaubt, noch einmal verhandeln zu können, um noch einmal, wenig⸗ ſtens für ſich ſelbſt, etwas herauszuſparen. Dieſe Hoffnungen ſind bitter enttäuſcht worden. Sie ſind abgetreten und der Nationalſozialis⸗ mus wird dafür einſtehen, daß die ſchwanken⸗ den Geſtalten des nachnovemberlichen Deutſch⸗ lands die Bühne der deutſchen Politik nicht ein zweites Mal betreten. ————35! n— Allerlei aus dem Statiſtiſchen Amt „Statiſtik iſt eine Wiſſenſchaft, Die widerlegt, was klar iſt Und uns beweiſt unzweifelhaft, Was ganz und gar nicht wahr iſt!“ Das iſt einer der Verſe, die die Statiſtik ver⸗ äppeln. Es gibt deren unzählige und iſt es nicht zu verwundern, daß auch ich mir ganz andere Anſchauungen über ſo ein ſtatiſtiſches Amt machte, als der Wirklichkeit entſprechen. Wenn ich nun doch hier auf die humorvolle Seite meines ſonſt ſo ernſten und kritiſchen Ichs verfalle und einen heiteren Bericht gebe, ſo nur deshalb, weil ich unſere Leſer eben nicht mit Statiſtik langweilen will. Die erſten Ergebniſſe der Volkszählung, in Zahlen dargeſtellt, haben wir bereits laufend veröffentlicht. Und ſie waren gar nicht ſo unintereſſant, nicht wahr? Auf kleine Doſen verteilt, kann man Statiſtik ſchon vertragen. Mit gemiſchten Gefühlen nahm ich mir jedoch vor, die Werkſtatt des Statiſti⸗ kers, die vielbeſpöttelte, einmal zu beäugen. Als ich mich auf den Weg nach dem Stati⸗ ſtiſchen Amt machte, da glaubte ich es überall, nur nicht im Altersheim auf dem Linden⸗ hof zu finden. Ich hatte mir da irgend ſo ein verſtaubtes, dumpfes, lichtloſes Etwas vorge⸗ ſtellt. Und als weitere Ueberaſchung: ſtatt eines mürriſchen zerknitterten Statiſtikers, nahm mich ein ungemein freundlicher, ſympathiſcher Herr in Empfang, der bereitwilligſt Rede und Ant⸗ wort zu geben verſprach. Aber etwas Wunder⸗ liches gab es doch in dem von hellem Sonnen⸗ ſchein erfüllten Zimmer, nämlich ein erwachſe⸗ nes Krokodil und ein junges Krokodil. Sie weinten keine Tränen, daß ihr Beſitzer„in Statiſtik macht“, nicht weil ſie ausgeſtopft nur waren, ſondern weil Statiſtik eben keineswegs ſo trocken iſt, wie die Witze, die über ſie nun einmal ungerechterweiſe gemacht werden. Nun zunächſt einiges Allgemeines, denn ge⸗ mäß Geſetzesvorſchrift iſt es verboten, Angaben zu machen, die über Zweck und Ziel der Zäh⸗ lung gehen. Nur ſo nebenbei erfuhr man als Antwort auf die Fragen, mit denen man ſich gewappnet und die geſchickt zu ſtellen man ſich vorgenommen hatte, daß die Organiſation die⸗ ſer Volkszählung programmgemäß klappte. Eine gute und zufriedenſtellende Vorarbeit habe die Polizei geleiſtet und die Feldhüter. Letztere beſonders hätten die Siedler in den Gewannen aufgeſucht und zur Erfüllung ihrer Staats⸗ bürgerpflicht herangezogen. Bei einem Teil ihrer Kundſchaft habe allerdings die Polizei verſagen müſſen: bei all dem lichtſcheuen Ge⸗ ſindel in Smoking bis herunter zum Patſch⸗ kappenträger und deren weiblichem Anhang. Aber wenn auch dieſe unangenehmen Volks⸗ genoſſen bei der Zählung nicht erfaßt worden feien, ſo habe das für das Ergebnis, auch rein zahlenmäßig, nichts zu bedeuten. Trotz aller Mühe, die man ſich betreffs Aufklärung be⸗ züglich Ausfüllung gegeben habe, ſeien ins⸗ befondere bei den Erwerbsloſen die Angaben Beruf und letzte Arbeitsſtätte aus Mißverſtändniſſen heraus bei etwa 10 000 Liſten ungenau und bedürfen der Nacherhebung. Bei dieſem Kapitel angelangt, betonte Profeſſor Schott, daß die Prüfung wie im allgemeinen auch die Ausfüllung nichts zu wünſchen übrig gelaſſen hätten. Es habe aber auch Widerſpen⸗ ſtige gegeben. Bei ſchweren Fällen genügt es, SA und Ss zu ſchicken und da ſeien ſchließlich alle Hinderniſſe auf gütlichem Wege beſeitigt worden. Nicht zuletzt verdient das ſchon vor⸗ bildlich zu nennende Mitgefühl des Leiters er⸗ wähnt zu werden, der etwa 250 beſoldete Zäh⸗ ler einfetzte und damit mehr moraliſche Werte erzielte, als die 5000 Mark mehr Unkoſten der Stadt ausmachen. Wohl hätten auch für dieſe ſich genügend Leute für ehrenamtliche Tätigkeit gemeldet gehabt, aber die ethiſch nicht hoch ge⸗ nug einzuſchätzende Mitarbeit von Erwerbs⸗ loſen, denen zu dem Verdienſt wieder eine An⸗ erkennung ihrer Arbeitskraft und Vertrauen zu ſelbſtändiger verantwortungsbewußter und nutz⸗ licher Arbeit bewieſen worden ſei, rechtfertige die Ausgabe. Um ſich einen Begriff von der Arbeitsfülle zn machen, die nun angefallen 5 und bis „Auguſt vorſchriftsmäßig zu erledigen iſt, fü. nur genannt, daß 67 Ballen Liſten im Statiſti⸗ ſchen Amt geſtapelt ſind. Wenn man nirgends die Arbeitsentfaltung und geradezu gehetzte Ar⸗ beit der Regierung erkennen könne, in dieſer Volkszählung zeige ſie ſich. Habe man früher ur Bearbeitung des Materials fünf bis ſechs ahre gebraucht, ſo wären es bei dieſer nicht einmal ein Jahr. Und dieſes Tempo in einer Zeit, in der alle Regierungen durch die Macht⸗ übernahme und einer damit allein ſchon uner⸗ meßlichen Arbeitsfülle alle Hände voll zu tun hätten. Bis zum 1. Februar 1934 werde wohl das Geſamtergebnis zu erwarten ſein. Wie notwendig die dieſe Volkszäh⸗ lung gebraucht habe, gehe nicht allein darauf eine genaue Grundlage für den Vier⸗ ahresplan zu bekommen, ſondern um auch ſpäter einwandfrei eine Bilanz ziehen zu kön⸗ nen von der Arbeit ſeit dem Tage der Reichs⸗ übernahme. Die erzielten Unterlagen über die Zuſtände zur Zeit des Regierungswechſels lie⸗ ßen ſomit keine Unklarheiten offen. Nachdem man noch einiges über die In⸗ geſprochen hatte, die für den Statiſtiker bedeutungslos ſind und von ihm nur als notwendiges Uebel angeſehen werden, ka⸗ men wir doch noch auf Humor. Ein tüchtiger Dichter muß der„Verſemacher“ geweſen ſein, der zu ſtolz war, ſich„Schriftſteller“ einzutra⸗ gen. Er— ſeinen Beruf handwerklich auf. Sehr gewiſſenhaft war jener Tierfreund, der unter der Rubrik Tiere angab:„2 Kanarien⸗ vögel, 1 Männchen und 1 Weibchen“. Ein Kos⸗ metiker verdeutſchte ſeinen indem er ſchrieb:„Reparateur der menſchlichen Schön⸗ heit“ und den Beruf ſeines Sohnes betre fend: „Er macht die Tür auf und zu“. Der Vater wird wohl ein Portier aus ihm machen wollen. Und nun zum Schluß noch eine Satire, womit ſich Prof. Schott verabſchiedete: Ein engliſcher Staatsmann ſagte, daß die 25 7 in drei Formen einzuteilen wären: in einfache, verdammte und ſtatiſtiſche; wobei die letzteren die ſchlimmſten ſeien. ——————————— Einweihung einer Adolf⸗Hitler⸗Linde Nationales Schießen der Schützenluſt Käfertal. Am Sonntag weihte die Schützenluſt Käfer⸗ tal auf ihrem Schießgelände eine Adolf⸗Hitler⸗ Linde ein. Nach dem Einmarſch des Feſtzuges nahmen die Feſtteilnehmer im Halbkreis um das junge Bäumchen Aufſtellung. Die Weihe⸗ rede, welche der Kreisbeauftragte Körbel hielt, war eine Rede der Jugend für die Ju⸗ gend. Nachdem er kurz und treffend das Gene⸗ rationsproblem behandelt hatte, ſprach er über die Sendung der neuen Jugend, zeichnete er ein Bild vom Aufbruch der jungen Nation. Pg. Körbel wies darauf hin, daß mit dem derzeiti⸗ gen Umbruch des Denkens, mit der Neugeſtal⸗ tung der Lebensformen eine Weltenwende, eine Zeitenwende eingetreten ſei. Wie ein gewalti⸗ ger Baum rage heute Deutſchland in die Ewig⸗ keit des Allmüchtigen. So wie beim Baum erſt die Blüte und daraus die Frucht der Pflanze, dem Baum Daſeinsberechtigung geben durch den göttlichen Impuls, ſo iſt auch die Konſequenz und die höchſte Ausdeutung aller Lebenszweige der Staat durch die Genialität unſeres Führers! Wenn wir heute deutſcher Muttererde die Wurzeln eines deutſchen Bau⸗ mes übergeben, ſo erfüllen wir damit eine ſym⸗ boliſche Pflicht. Das darauffolgende Horſt⸗Weſſel⸗Lied ſowie einige Geſangsvorträge leiteten zu dem Preis⸗ ſchießen über, von dem beſonders die Erfolge der SA. intereſſieren dürften. Von der SA. des Sturmbannes 1/171 beteiligten ſich an dem Preisſchießen: 17 Mann Lehrperſonal⸗Aus⸗ bildungsabteilung Lim Gau Kurpfalz, 40 Mann Sturm 14. Durch eine gute Ausbildung, ver⸗ Nachruf Geſtern wurde unſer lieber alter iner Fri üller, der allen alten Vorkämpfer der DApP bekannt iſt, zu Grabe getragen. Fritz Müller, Inhaber des Lokales zum „Ochfen“, T 2, 7, war der erſte nationalſozia⸗ iſtiſche Wirt in Mannheim, der uns in einer Zeit des größten Terrors, wo alles wankte und verzagte, in ur Verfüt Weiſe ſein Lokal der alten Garde zur Verfügung ſtellte. Gar zu oft war für die SA ſein Haus die letzte Rettung vor dem roten Mob. Wenn wir urückkehrten von einem Propagandamarſch urch die Stadt, begleitet von dem Gebrüll der uns verfolgenden roten Horde, wenn Reichs⸗ banner und Rot Front Arm in Arm in zehn⸗ facher Uebermacht gegen unſer kleines Häufchen SA anſtürmte, wenn die Polizei eine rückſichts⸗ loſe Gummiknüppelattacke gegen uns unter⸗ nahm, immer bot er uns ſeinen Schutz. Unter der Trauergemeinde war der Stand⸗ artenführer Hans Feit der Standarte 171 mit Spielmannszug ſowie eine Abordnung der SA und des Marine⸗Vereins anweſend. Ferner — es ſich alte Vorkämpfer des Dritten eiches nicht nehmen laſſen, dem Entſchlafener die letzte Ehre zu erweiſen. Als erſter 75 unſer Standartenfüh⸗ rer Hans Feit einen Kranz nieder, wobei er die Verdienſte des Verſtorbenen in geziemender Weiſe würdigte. Der Marine⸗Verein Mann⸗ 7— widmete als letzten Gruß einen Blumen⸗ anker. Wir, die ihn kannten, werden ihn nie ver⸗ geſſen. Treue um Treue. bunden mit einem guten theoretiſchen Wiſſen der Schießlehre,— der Gauſchießlehrer Jä⸗ A117 der das Lehrperſonal des Sturmbannes 1171 heranbildet, die erſten Früchte ſeiner intenſiven Lehrausbildung inſofern ernten kön⸗ nen, als allein von der Lehrperſonal⸗Ausbil⸗ dungsabteilung 17 Mann mit Preiſen für ſehr gute Schußleiſtungen bedacht wurden. Es ſei noch erwähnt, daß in Klaſſe Ul für Nichtſchützen geſchoſſen wurde und hierbei der 1. Preis an einen SA.⸗Mann des Lehrperſonals fiel. Die Schießreſultate waren folgende: SA.⸗Mann Joſ. Maier, M2/171, 34 Ringe, 1. Preis, gold. Med. und Bild des Führers; SA.⸗Mann Hertenſtein, 19/171, 33 Ringe, brone. Med.; SA.⸗Mann Schneider, 12/171, 31 Ringe, brone. Med.; Truppf. Wiewecke, 19/171, 30 Ringe, broncene Med.; SA.⸗Mann Claas, M2/171, 29 Ringe, bronc. Medaille; SA.⸗Mann Albrecht, M2/171, 29 Ringe, bronc. Med., ſowie Gauſchießleiter Mayer, 31 Ringe, bronc. Med. Sämtliche vorſtehend erwähnten SA.⸗Männer ſind Teilnehmer der Lehrperſonal⸗Ausbildungsabteilung J. Weiter erzielten Preiſꝛ: SA.⸗Mann Sauer, 14/171, 32 Ringer, bronc. Med.; Stuf. Maier, 14/171, 31 Ringe, bronc. Medaille; SA.⸗Mann Schwöbel, 14/171, 30 Ringe, brone. Med.; SA.⸗Mann Gattunh, 14/171, 29 Ringe, brone. Medaille. Den Abſchluß des Abends nach der Preis⸗ verteilung bildete ein gemütliches kamerad⸗ ſchaftliches Beiſammenſein. — Für die Reichsaukoſtraßen Am geſtrigen Montag waren die verantwort⸗ lichen Leiter und Erbauer der in unſerer Stadt. Mit ihnen trafen der Reichs⸗ ſtatthalter von Baden, Robert Wagner, und der badiſche Mini eichsfatha Walter Köhler ein. Neben dem Reichsſtatthalter von Heſſen, Pg. Sprenger, waren zur Beſichtigungsfahrt erſchie⸗ nen der vom Führer für den Bau der Straßen beauftragte Pg. Dipl. Oberingenieur Todt, der Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmül⸗ ler ſowie Herr Direktor Hoff von der Hafraba. AMalzkaffoe? Ja. aber nur Kathreiner. den eduten/ Vor der Abfahrt der ſtattlichen Autokolonne fand eine kurze Beſprechung mit Herrn Ober⸗ bürgermeiſter Renninger ſtatt. Sie ergab in allenPunktenllebereinſtimmung und man konnte feſtſtellen, daß die Wünſchen der Stadt Mannheim in jeder Weiſe gerecht zu wer⸗ den beſtrebt iſt. Kurz vor der bfahrt beſich⸗ tigten die Herren das Carl⸗Benz⸗Denkmal. Man kann nicht gerade ſagen, daß es ihnen beſonders gut gefallen hat. it Vollgas Ka-An darum Rasn 10.30 Uhr von der—74 nlage in ichtung Frankfurt weiter. Hinter Weinheim trennten ſich die Mitglieder der badiſchen Re⸗ gierung und Mannheims Oberbürgermeiſter von den Beſichtigungsfahrern der Reichsauto⸗ bahnen, während die Herren ihre große Fahrt bis nach Hamburg fortſetzten. ————————— —— 5—————— Aufſchwung in der Induſtrie Den Bemühungen des Oberbürgermeiſters iſt es gelungen, den Aufſichtsrat der Firma Daimler⸗Benz AG. zu veranlaſſen, die Gießerei für den geſamten Konzern wieder in Mannheim zu konzentrieren. Die Firma hat ſeit März dieſes Jahres etwa 3000 Arbeiter in den Werken in Gaggenau, Untertürkheim und Mannheim neu eingeſtellt, was auf die Auswirkung des Reichsgeſetzes auf die Autoſteuer zurückzuführen iſt. Die Star! Mannheim freut ſich, die Firma wieder in er⸗ höhtem Maße in Mannheim tätig zu ſehen, zumal in Mannheim ſelbſt etwa 300 Leute neu eingeſtellt worden ſind. Es iſt zu erwarten, daß das Werk einen weiteren Aufſchwung nimmt. Wir wünſchen der Firma ein erſprießliches Ar⸗ beiten, Steigerung des Auftragseingangs und eine gute Entwicklung. Das iſt der deulſche Arbeiker Die enge Verbindung unſeres Volkes mit un⸗ ſerer Regierung und unſerem Führer Adolf Hitler, die immer wieder in Kundgebungen zum Ausdruck kommt, erweiſt ſich erneut in der Spende der Arbeit. So wurde in dem Bleikabelwerk Neckarau der Süddeutſchen Kabelwerke Mannheim faſt aus⸗ nahmslos von jedem Arbeiter der Fauſt und der Stirn für die Spende gezeichnet und ein Be⸗ trag von 117.90 RM. erreicht. Insbeſondere ha⸗ ben die Arbeiter der Fauſt durch ihre Spenden gezeigt, daß ſie nicht nur mit Worten, ſondern auch mit der Tat bereit ſind, wenn es gilt, dem Volk Arbeit und Brot zu ſchaffen. Dieſe Tat⸗ kraft iſt um ſo beachtenswerter als in dieſem Werk noch vor kurzer Zeit die Arbeiter der Fauſt die Not der zwei⸗ und dreiägigen Kurz⸗ ärbeit in der Woche ſelbſt erleben mußten. Aus dieſem Beiſpiel erkennen wir, daß der deutſche Arbeiter erwacht iſt und ſeinen Mann ſtellt für die Ziele unſerer nationalſozialiſtiſchen Bewegung. Kundgebung des DoV im Nibelungenſaal Wie bereits in der Samstagausgabe des „Hakenkreuzbanner“ und durch Anſchlag bekannt⸗ gegeben worden iſt, findet die erſte Kundgebung des neuen DoHV, Ortsgruppe Mannheim, am heutigen—.— 20.15 Uhr im Nibelungenſaal ſtatt. Außer ezirksgeſchäftsführer E. Menth pricht der Gaubetriebszellenobmann der SBo und Bezirksvorſteher des DHV Platt⸗ ner, Karlsruhe. Zu Beginn des Abends findet der Einmarſch eines SA⸗Sturmes und einiger n von den größten Betriebszellen ſtatt. Die Kundgebung wird geleitet durch den neuen Ortsgruppenführer Pg. Struck, Dieſe erſte Kundgebung des DHV muß die geſamte Kaufmannsgehilfenſchaft Mannheims zuſam⸗ menführen! Veranſtaltungsfolgen, die zum Eintritt be⸗ rechtigen, ſind noch an der A des Roſengar⸗ tens zum Preiſe von 10 Pfennig zu haben. Die Fahne hoch!“ Bei der Prozeſſion der 77 katholiſchen Gemeinde in einem Städtchen des Neckartals trug ſich dieſes Jahr— wie uns erzählt wird—, ein köſtlicher Zwiſchenfall zu: Der lange Prozeſſionszug ſetzte ſich langſam in Bewegung, voraus der Geiſtliche mit den Miniſtranten. Einer von dieſen trug eine prachtvolle Kirchenfahne, eine Ehre, die dieſer anſcheinend nicht genug einzuſchätzen wußte, denn er trug ſie ſehr läſſig, ſo daß das ſeidene Tuch faſt auf dem Erdboden ſtreifte. Der Geiſt⸗ liche konnte dem ſchließlich nicht mehr länger und ſagte etwas energiſch in halb⸗ autem Ton:„Die Fahne hoch!“, worauf die ——— anft die dabei eute anfingen zu ſingen e Fahne 353. die eizen oih gefhaen ———— 3 —————————————————— ſeh. brit ſpo 8 iſt mten eren. etwa nau, ſtellt, etzes ptart ter⸗ ꝛhen, neu daß nmt. Ar⸗ und —— Jahrgang 3. Nr. 170. Seite 7 „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 13 Kommerzieller Dialog Wir ſtanden auf der„2“ und wiegen uns in tauſend Sicherheiten, denn die„2“ tummelt ſich ſehr behutſam über den Ring. Sie iſt auch eine beinahe muſikaliſche„“, denn bei ihrem ſanften Gebimmel bevorzugt ſie eine wohltönende Dif⸗ ferenzierung in der Eigentlich bringt es nur ein n ſſener Motor⸗ ſportler an einer verkehrslebendigen Straßen⸗ kreuzung ſertig, ſie zum fortissimo 4 reizen. Dieſe ſeftoufiendang iſt jedoch ſelten; tritt ſie aber ein, gibt es einen Skandal auf dem Führerſtand, der ſeinen n in dem klaſſiſchen Wort„Du Simpel!“ 4 Alſo: auf der„2“ ſtanden wir und freuten uns ihrer Sanftheit und ihrer Muſikalität, als plötzlich in dieſe Harmonie ein jäher Mißton drang. Es wurde direkt real „Noch jemand ohne Fahrſchein?“, will eine freundliche Stimme durch eine Klappe hindurch wiſſen. „Umſteigen!“— Zwei blanke Groſchen klap⸗ „Wie wie Tür in 3 Klappe wird ge⸗ loſſen, die Tür öffnet ſich. 5—„Das koſtet aber 25 0 ni 5470—.— Wſmieſo 252 Ich bin doch vorhin die glei e Strecke gefahren, und da koſtete es nur 20 Pfg. Kurzes Beſinnen— in unſerem Schaffner bäumen ſich tauſend kommerzielle Energien auf: „Des koſch net 125 Pe 7555 Sie mit uns fahre, koſchts ewe enning! 54„Das iſt doch unmöglich! Wie kann eine Strecke zwei verſchiedene Preiſe „B fen b 9* Schaf Wir habbe kä verſchiedene Preis“, aber vun do, wo Sie eigeſtiege ſinn, koſchts 25 Penning!“ ahrgaſt:„Das verſtehe ich nicht. Dann fäßft—5 alſo bei Ihrem Kollegen billiger?. Schaffner:„Denke Sie, mir mache d Fahr, preiſe nach dem ſchöne Gſicht vun denne Leit? Fahrgaſt:„Das behaupte ich nicht, aber es iſt doch komiſch, daß ich für die gleiche Strecke einmal chr aucht: Pfennig bezahlen ſoll. inden Sie nicht auch?“ Secnfnes„Nä, des find ich nät! Wo ſinn ſe denn vohin eigeſtiege ẽ Erfolgt eine kurze und präziſe Antwort, wo⸗ rauf das Geſicht des Schaffners von den Leucht⸗ feuern der guten Erkenntnis ſtrah⸗ lend erhellt wird, und eine Stimme, die liebens⸗ wwürdigftes Verſtehen atmet, ſpricht das Fer Wort gelaſſen aus:„Jo, wenn Sie mit uns erſt rund um Mannem ſc de anſchtatt der direkte Weg znehme, dann iſch des kä Wunner! Wenn Sie zum Hauptbahnhof wolle, könne Sie z7erſch vun Seckenheim aach uff Heidelberg fahre und dann zurück, gell?“ 5 Sanft ſchließt 45 die Tür vor einem freund⸗ lich lächelnden Antlitz und ſanft bimmelnd nimmt die„2“ ihren Weg über den baumbeſchat⸗ teten Der Frieden iſt auf leiſen Sohlen rt. zurückgeke Womit ein Vorhang über die Szene und eine leichte Verlegenheitsröte über das Geſicht des Fahrgaſtes fällt, der ſich mit einem Mannheimer Schaffner der muſikaliſchen Linie„2“ in einen proſaiſchen Disput über Fahrpreife einlaſſen wohltee Die Kreisausſchüſſe zuſammengeſeßt Beim Kreiswahlausſchuß iſt nur eine Wahlvor⸗ ſchlagsliſte, und zwar die gemeinſame Liſte der Natio⸗ nalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiterpartei, der Kampf⸗ front Schwarz⸗Weiß⸗Rot und der Zentrumspartei ein⸗ gelaufen. Der Wahlausſchuß hat dieſe Liſte für gültig erklärt. Eine weitere Wahlhandlung findet nicht ſtatt. Auf Grund der Vorſchlagsliſte und der Ernennung der Vorſitzenden durch den Kreisvorſttzenden gemäß den Satzungen der Kreisanſtalten ſetzen ſich die Aus⸗ ſchüſſe wie folgt zuſammen: A. Ausſchuß für das Kreiskinderheim Ladenburg: Runkel Heinz, Kaufmann, Mannheim, Vorſttzender; Weisbrod Karl, Telegraphenauſſeher, Hockenheim; Schneider Wilhelm, Bankbeamter, Mannheim; Müller Hans, Hauptlehrer Weinheim; Engel Auguſt, Schloſſermeiſter, Ladenburg; Eichhorn vI, Jakob, Schloſſermeiſter, Reilingen(ſümtl. NSDAp.), B. Ausſchuß der Landwirtſchaftlichen Schule des Kreiſes Mannheim in Ladenburg: Marzenell Ernſt, Landwirt, Mannheim⸗Secken⸗ heim, Vorſitzender; Treiber Valentin, Landwirt, Plankſtadt; Seitz Georg, Landwirt, Mannheim⸗Schar⸗ hof:; Bechtold Wilhelm, Landwirt, Weinheim; Koch Willi, Landwirt, Edingen; Zahn Karl, Land⸗ wirt und Gaſtwirt, Hockenheim(ſämtliche NSDAß.), O, Ausſchuß für Ooſt⸗, Gemüſe⸗ und Weinbau in Ladenburg Pertl Joſeph, Gartenarchitekt, Mannheim, Vor⸗ ſttzender; Nilſon Karl, Landwirt, Ladenburg; Schweikert., Rentamtmann, Weinheim; Ur⸗ ban Fritz, Landwirt und Bürgermeiſter, Schriesheim; Müller Klaus Landwirt, Heiligkreuz; Bechtold, Georg, Landwirt, Weinheim(ſämtliche NSDAp.) D. Ausſchuß für die Kreispflegeanſtalt Weinheim: Frledrich Karl, Bankbeamter, Weinheim, Vor⸗ ſttzender; Gernandt Dr. Ernſt, Volkswirt, Mann⸗ heim; Bär Karl, Schloſſer, Weinheim; Hornber⸗ ger Georg, Oberſekretär, Schwetzingen; Lenz Rich., Hauptlehrer, Mannheim; Hübler Franz, Schloſſer, Mannheim⸗Käfertal(fämtl. NSDAP.). In den Rechnungsprüfungsausſchuß des Kreiſes Mannheim wurden gewühlt: als Mitglieber die Kreisabgeordneten Ger⸗ Wohin rollſt du, blauer Zug? Unſere Zeit iſt ſo voller Rätſel, auf deren Löſung wir harren, und die ſo ſchwerer Bedeu⸗ tung ſind, daß es wirklich einmal wie eine Er⸗ leichterung wirkt, wenn uns ein Rätſel aufge⸗ geben wird, das wir mit leichtem, munterem Sinn in den Kreis unſerer Betrachtungen ziehen können. Wie wenig kennen wir doch eigentlich unſere Heimat! Das iſt mir ſo ganz klar geworden, als in einer Geſellſchaft kürzlich ein weitgereiſter Engländer, der unſere „ſchöne Stadt Mannheim“(ſein eige⸗ nes Wort) beſuchte, über irgendeine Auffällig⸗ keit hinſichtlich unſerer architektoniſchen Schön⸗ heiten am Platze eine Frage ſtellte. Niemand in der ganzen Tafelrunde konnte ihm Auskunft Ri die meiſten mußten zugeben. daß ihnen ieſe Eigenart an einem Mannheimer Bau⸗ werk noch nie aufgefallen ſei. Die Augen auf! Deine Heimat iſt ſchön, Deutſcher! Der Blick dafür muß nur 74825 und geübt werden. Und keine Ge⸗ legenheit, dies zu tun, ſollte außer Acht gelaſſen werden. Das iſt der Sinn des Preisausſchrei⸗ bens des Reichsbahnverkehrsamtes Mannheim und des Verkehrsvereins Mannheim, welche eben durch die Preſſe weiteſten Kreiſen bekannt⸗ gegeben wird. Wer kennt die Bildchen unſerer Heimat, wer errät das Ziel, dem der Sonder⸗ fäh. der Reichsbahn am 16. Juli entgegen⸗ r an braucht kein Lexikon zu wälzen wie bei den Kreuzworträtſeln, die ſich zu Kreuz und Plage ſchon längſt herausgewachſen haben, man braucht nur in dem photographiſchen Archiv ſeines ſo zuverläſſigen Gehirns nachzuforſchen, und ſchon wird man kein Rätſel mehr vor ſich haben.„Halt, ich habs“, höre ich ſchon viele aus⸗ rufen! Das iſt... Ach ſo, beinahe hätte ich's hingeſchrieben. Nein, meine lieben Leſerinnen und Leſer, ſelbſt iſt der Mann bzw. die Frau! Da muß mal etwas früher aufgeſtanden wer⸗ den, als man ſonſt Sonntags zu tun gewohnt iſt. Um 6 Uhr morgens dampfen wir in den hoffentlich ſommerlich blauen Tag hinein. Der Wettermacher hat das Ehrenprotektorat über⸗ nandt Dr. Ernſt, Volkswirt, Mannheim(NSDAP); Hornberger Georg, Oberſekretär, Schwetzingen (NSDAp); als Erſatzleute die Kreisabgeord⸗ neten Hartmann Karl Heinrich, Architekt, Mann⸗ heim; Buchholz Auguſt, Tiefbau⸗Unternehmer, Mannheim; Lenz Richard, Hauptlehrer, Mannheim, (fämtliche NSSIlh.). Eheſtandsdarlehen Nach dem Reichsgeſetz vom 1. Juni 1933, Reichsgeſetzblatt Seite 323, können deutſche Reichsangehörige, die ſeit dem 3. Juni d. J. die eingegangen ſind oder einzugehen be⸗ abſichtigen, auf Antrag eine Darlehen in der Höhe bis zu 1000 R M. erhalten. Die An⸗ träge ſind bei dem Standesamt nach erfolgtem Aufge ot oder nach ſeit dem 3. Juni d. J. er⸗ folgter Eheſchließung auf amtlichen Vordrucken 30 ſtellen. Die Vordrucke werden beim Stan⸗ desamt unentgeltlich abgegeben. Im übrigen verweiſen wir auf die Bekanntmachung des Oberbürgermeiſters im Anzeigenteil. 4 Tanzturnier im Geſellſchaftshaus Brückl, Waldhof Am letzten Sonntag begann im* fenlig ge⸗ haus Brückl ein Tanzturnier. Der feſtlich ge⸗ ſchmückte Saal war ſehr gut beſetzt. Es ſpielte die——2— Meßmer, Turnierleiter war der Tanzmeiſter Joſef Noe mit ſeinen Punktrich⸗ tern. In der Gäſteklaſſe tanzten ſieben Paare, von denen 4 Paare ausgezeichnet wurden. Am nächſten Sonntag wird in der Klaſſe B getanzt, wozu bereits mehrere Meldungen abgegeben wurden. Wenn in früheren Jahren die Tanzturniere hauptſächlich eine jüdiſch infzenierte Modeſchau waren, ſo möchten wir doch erwähnen, daß es 5 hier um eine intereſſante Darbietung han⸗ elt. Das Publikum verfolgte die vorgeführten Tänze mit regem Intereſſe, und wir ſind ſicher, daß auch die beiden nächſten Turnierabende gut beſucht ſein werden. Schmuhzige Bubenſtreiche Die Schauſtellung C. van Moli im.— am Markt, welche täglich gut beſucht iſt, erfreut ſich ſteigender Beliebtheit. Um ſo verwunderlicher iſt es, daß von bisher unbekannter Seite am Sonntag früh die Pla⸗ kate, Bilder uſw. durchweg mit Farbe beſchmiert wurden und dadurch dolſtändig unkenntlich ge⸗ macht worden ſind. Es iſt bedauerlich, daß in der heutigen Zeit, wo die Künſtler unter ſchwierigſter Exiſtenz⸗ ſorge zu leiden haben, ein derartiger Unfug ausgeübt wird. Zumal, da der Künſtler täglich erhebliche Speſen hat. Die bisherigen Ermitt⸗ lungen über die Perſon des Täters haben den nehmen müſſen und wird—— auch beſon⸗ ders freundlich benehmen. Wir können uns in den außerordentlich beguemen Wagen der Reichsbahn, die für den X⸗Zug eingeſtellt ſind, recht gemütlich machen, und wer ſein Bettlein ſchweren Körpers verlaſſen hat, kann den ver⸗ ſäumten Kaffee im Zug nachholen. Die Mit⸗ ropa hat einen ihrer bequemen Verpflegungs⸗ wagen zur Verfügung geſtellt und ſerviert den braunen Lebenswecker an Ihren Platz hin. Durchs herein lachen die blühenden Auen und junggrünen Wälder, von dort grüßt eine Ruine, eine Burg, ein altes oder modernes Schloß oder ein reizend gelegenes Kirchlein, dort blitzt ein munter dahineilender Forellen⸗ bach herauf. Und hier winkt ein ſommerver⸗ branntes, ſchwarzbraunes Mädel: Glück zur blauen Fahrt! Sie geht diesmal weiter als ſonſt in hiſto⸗ riſch bemerkenswerteſte Gegenden zu erinne⸗ rungswerten Beſichtigungen, zu Sport, Spiel und Tanz. Des Sommers Freuden ſollen aus⸗ gekoſtet werden in des Wortes voller Bedeu⸗ tung. Drum auf zur„Fahrt ins Blaue“, ihr Damen und Herren mit der großen Reiſeſehn⸗ ſucht und dem Bedacht auf geringen Koſtenauf⸗ Zirka.—— 84—53„Drum un van“ einer herrlichen Fahrt für nur RM..80! Die Reichsbahn will mit allen Mit⸗ teln die Liebe zur Heimat, Natur und Kunſt wecken! Wir treffen uns am Bahnhof. Nicht wahr, lieber Leſer? e ieeeeen Erfolg gezeigt, daß mit der Ergreifung zu rech⸗ nen iſt. Bei dieſer Gelegenheit ſei*5 155 —— daß die Schau C. van Moli bis onntag, 16. Juli, verlängert wird. Spenden Die Arbeiter der Städt. Straßen⸗ bahn Mannheim und zwar der Betriebs⸗ bahnhof I ſpendeten zur„Förderung der nationalen Arbeit“ RM. 196.60, Betriebsbahn⸗ hof Wgh IIT RM. 43.00, Betriebsbahnhof Wgh. III RM. 12.00, Betriebsbahnhof Wgh. IV RM. .00, Betriebsbahnhof Wgh. V RM. 98.50, zu⸗ ſammen RM. 354.10. Geſchäftsleitung, Schriftleitung, kaufmänni⸗ ſches und techniſches Perſonal, ſowie die Zei⸗ tungs⸗Trägerinnen der„Neuen Mannheimer Zeitung“ zeichneten 217.— RM. für freiwillige Spende„Zur Förderung der nationalen Ar⸗ beit“. 40 Die Parteimitglieder der Ortsgruppe Nek⸗ karau beteiligten ſich an der Sammlung„Opfer der Arbeit“ und brachten den ſchönen Betrag von 50.— RM. zuſammen. Die NSBoO⸗Mitglieder der Städt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerke, Verwaltungsge⸗ bäude K 7, ſammelten für die Spende„Opfer der Arbeit“ 76.40 RM.(nicht 46.70 RM., wie fälſchlicherweiſe berichtet wurde). Die Beamten und Angeſtellten der Finanz⸗ ämter Mannheim⸗Stadt und ⸗Neckarſtadt haben zur„Förderung der nationalen Arbeit“ den Be⸗ trag von 800.— RM. geſammelt und geſtiftet. Zur Nachahmung empfohlen. Die Sammlung der Arbeiter⸗ und Angeſtellten der Süddeutſchen Kabelwerke hat den ſchönen Betrag von 304.85 RM. erbracht, wel⸗ cher— das Finanzamt Neckarſtadt überwieſen wurde. Die Belegſchaft der Steindruckerei Ch. Seitz, Mannheim, zeichneten 21.50 RM. Spende zur „Förderung der nationalen Arbeit“. Zahlen, die zu denken geben Das Bevölkerungsſchwergewicht der Erde ver⸗ ſchiebt ſich ſtark von Europa auf Amerika und Aſien. Innerhalb Europas ſinkt der Anteil der germaniſchen Völker infolge des bei ihnen be⸗ ſonders ausgeprägten Geburtenrückganges ge⸗ genüber den Romanen und vor allem den Sla⸗ wen. Auf 1000 Einwohner wurden 1931 mehr geboren als ſtarben: in Deutſchland 4,7, in der Tſchechoſlowakei 7,2, in Polen 14,8 und in Ruß⸗ land zwiſchen 20 und 25. Die Vergleichszahlen von 1913 und 1931 über das Verhältnis von Geburt und Tod ſehen folgendermaßen aus: 1913 wurden geboren 1 838 750, 1931: 1 131 508; 1913 ſtarben 1004 950, 1931: 725 983. Es wur⸗ den mehr geboren als ſtarben: 1913 833 800, 1931: 305 525. Die Zahl der Geburten war alſo im Jahre 1931 um 528 275 Ar als 1913.— Der Bevölkerungsrückgang in den germaniſchen Ländern gegenüber den romaniſchen und flawi⸗ ſchen iſt auffallend. Es entfielen nämlich im Jahre 1931 auf je 1000 Einwohner Lebendge⸗ orene: in Schweden 14,8, in Großbritannien 16,2, in Oeſterreich 15,8, in der Schweiz 15,7, in Rorwegen 16,8, in Deutſchland 16, in Frarit⸗ reich 17,4, in Belgien 18,1, in der Tſchecho⸗ ſlowakei 21,5, in Ungarn 23,2, in Italien 24,7, in Spanien 28,3 und in Polen 30,3. , Das Sondergericht arbeitet In der Perſon des wegen Verbreitens ver⸗ botener Schriften mit landesverräteriſchem In⸗ halt angeklagten Löffler haben die kommu⸗ niſtiſchen Drahtzieher ein Menſchenſchickſal auf dem Gewiſſen. Löffler iſt faſt blind, auf einem Auge hat er immer noch einen Schimmer, ſo daß er auch noch leſen kann. Er war im Blin⸗ denheim——** für ſeinen Lebensunter⸗ halt war geſorgt, außerdem verdiente er etwas. ach der Zeugenausſage des Vorſtehers vom Blindenheim war Löffler früher einer der beſten und mglich. Eof Arbeiter und als Menf um 4 Erſt in letzter Zeit wurde er auf⸗ eſchwerte ſich öfters, weil er zu wenig zeld habe und wurde in ſeinen Pflichten nach⸗ läſſiger. Urſache dafür war der Einfluß, den ſein kommuniſtiſcher Bekanntenkreis auf ihn aus⸗ übte. Abends ging er meiſt aus ging in Ver⸗ ſammlungen oder traf ſeine Geſinnungsgenoſ⸗ ſen. Schließlich wurde er Mitglied der KPoD. Der Verteidiger führt aus, der Angeklagte habe auf ihn nicht den Eindruck eines geiſtig Voll⸗ wertigen gemacht, auch der Staatsanwalt be⸗ ſtätigte dieſen Eindruck. Gerade in dieſer Tat⸗ ſache des primitiven Verſtandes liegt die be⸗ dauerliche Tragik für den Angeklagten und darin liegt aber auch eine ſchwere Schuld für die Hintermänner, die ſich ſolche im Grunde harmloſe Weſen für ihr verbotenes Treiben ausſuchen. Vom Weltanſchaulichen des Kom⸗ munismus weiß der Angeklagte Löffler be⸗ ſtimmt nichts; was auf ſeine primitive Grund⸗ lage eingewirkt hat, war eben die Heilslehre mit ihren die ſich in groben Schlag⸗ worten ſeinem iriſfofen Hirn eingeprägt hat. Sein Vergehen iſt eins der üblichen, Varia⸗ . tionen gibt es ja faſt nie. Auf dem Marktplatz will er von dem ewigen„Unbekannten“ ein Flugblatt für 10 Pfennig gekauft haben. Er las es und ſuchte dann einen Bekanntenkreis auf, um das Blatt weiter zu verkaufen. In dem Blatt iſt dick aufgetragen die Geſchichte vom Reichstagsbrand. Die Lügen ſind phantaſievoll ausgeſchmückt, um ſie glaubhafter zu machen. Ein ganzes Märchen iſt daraus geworden.“ Der Staatsanwalt nimmt an, daß die Ver⸗ breitung nicht nur in dieſem einen Fall, in dem er angeklagt iſt, vorliegt. Bis jetzt ſei immer nachſichtig mit ihm umgegangen worden, be⸗ ſtraft wurde er nur einmal wegen Bettels. Der Antrag des Staatsanwalts lautet auf eine Ge⸗ fängnisſtrafe von 10 Monaten, abzüglich der Unterſuchungshaft. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisſtrafe von acht Monaten unter An⸗ rechnung der Unterſuchungshaft. Um einen ähnlichen Fall wie im vorſtehenden chhandelt es ſich bei dem Taglöhner Edmund Koch. Koch iſt ſeit langem arbeitslos, einſeitige Lähmung macht ihn körperlich minderwertig; dieſer Umſtand mag ſeine geiſtige Einſtellung ſtark beeinfluſſen. Mitglied der KPD. will er zwar nicht geweſen ſein, aber er habe mit der Partei ſympathiſiert. Am 23. Mai erhielt Koch von einem„Unbe⸗ kannten“ ein Exemplar der verbotenen„Ar⸗ beiterzeitung“ mit dem Aufdruck„Arbeiter⸗ zeitung trotz Verbots“ ausgehändigt. Zu ver⸗ abredeter Zeit ſollte Koch die Schrift wieder an den Unbekannten oder einen Dritten aus⸗ händigen. In der Herberge zur Heimat zeigte Koch die Schrift und las ſie dort. Zur verein⸗ barten Zeit ging er an den Trefſpunkt und übergab dort die Zeitung einem Dritten, der von dem„Unbekannten“ geſchickt war. Der An⸗ geklagte, der ſich der Strafbarkeit ſeines Tuns wohl bewußt war, gibt an, er ſei froh geweſen, als er die Zeitung wieder los hatte. Der Ver⸗ teidiger glaubt die Verbreitung in Abrede ſtel⸗ len zu können, da Koch nach ſeiner Meinung die Schrift wieder hätte zurückgeben wollen.— Aber Koch hätte von vornherein die Annahme des Blattes verweigern müſſen, beſonders da er von ſeinem unbekannten Bekannten auf die Gefährlichkeit aufmerkſam gemacht worden war. Nach der Meinung des Staatsanwalts han⸗ delt es ſich auch in dieſem Fall um einen Men⸗ ſchen, mit dem Mißbrauch getrieben wurde. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisſtrafe von ſechs Monaten unter Anrechnung von drei Wochen Unterſuchungshaft. Der Staatsanwalt hatte ſieben Monate beantragt. E. ORIEMIAIISCHE SI „F AHNEM- Und § T A N D A AXKEITEN CQMPACGNIE TQSMAA C. M. B.. B K E Srell Na lur ifi Si echl. mazedonischen und kürkischen Jabahen herqe. und ddher eine vöõn Auſders milde zuqleich ——— sehr dromaàtische Zigdòrelke. Zze * 7 ————— Jahrgang 3. Nr. 170. Seite 8 „Hakenkreuzbanner“ — Dienstag, 11. Juli 1933 Eine Erwiderung Herr Dr. Albert Kleinſchmitt hatte die Unverfrorenheit in ſeiner Erwiderung auf das „Eingeſandt“ in der Schwetzinger Zei⸗ tung betreff Nichtbeflaggung ſeines Zeltes bei der Turnfeſtplatzeinweihung mit Hakenkreuz⸗ fähnchen zu ſchreiben, daß es nur beſonders eifrige Märznationalſozialiſten geweſen ſeien, die daran Anſtoß nehmen, ebenſo daß dieſe innere Ausſchmückung mit allerlei Landesfähn⸗ chen ohne Hakenkreuzfähnchen den Turnverein angegangen wäre. Es iſt eine unerhörte Anmaßung von einem „Nichtnationalſozialiſten über ſogenannte Märznationalſozialiſten zu ſprechen, denn dieſen Ausdruck zu benutzen ſteht nur uns allein zu. In unſerem Eingeſandt iſt Dr. Albert Klein⸗ ſchmitt nicht genannt, aber ein getroffener Hund bellt. Wir wollen Herrn Dr. A. Kl. die An⸗ gelegenheit etwas mehr erläutern, nicht daß er es nochmals für nötig findet, eine Erwiderung u geben. Mit der Erwiderung iſt es nicht getan. bſtellen in Ihrer Firma, Herr Dr. A. Kl., und begreifen, daß wir in einem neuen Deutſchland leben, und daß Ihre Firma ſich auch baldigſt um⸗ ſtellen muß. Seien Sie beruhigt, es war kein Märznationalſozialiſt, dem dies beſonders auf⸗ gefallen iſt, ein alter SS⸗Mann hat es gemel⸗ det, und wir dachten, es dem Zeltbeſitzer indirekt beizubringen. Des weiteren können Sie be⸗ ruhigt ſein, Herr Dr. A. Kl., die Stelle, die dieſen Artikel aufgab, wird von jahrelangen Mitgliedern der NSDaAp geführt. Wir ſind auch im Bilde, daß Herr Moch das Briefkaſten⸗ geheimnis gelüftet hat, und den Namen des Einſenders preisgab. Es iſt doch ſo, daß man bellen will, dann bellt man, ob es der Wahrheit entſpricht oder nicht! Oder ſoll Herr Dr. A. Kl. vorgeſchoben ſein? Das Fehlen der Farben der nationalſozialiſti⸗ ſchen Revolution fällt jedem Nationalſozialiſten und Deutſchen, der deutſch fühlt, denkt und han⸗ delt, auf. Wir wollen Ihnen Herr Dr. A. Kl. noch etwas aufwarten, damit Sie nicht mehr den Beleidigten zu ſpielen brauchen. Die innere Ausſchmückung des Zeltes war nicht Sache des Turnvereins, dies wird allgemein vom Zelt⸗ ſtellenden gemacht, wie uns auch der Turnverein ungab. Wurde vielleicht nicht am andern Tag in der Fabrik herumgefragt, warum dies nicht ge⸗ ſchehen ſei, wurde da nicht geantwortet, daß dies eine Mehrausgabe geweſen wäre, die ſich nicht tentiert hätte. Natürlich, wenn bei Ihnen an der Spitze Zentrum, Kommuniſten uſw. vorherr⸗ ſchend ſind, können wir die Einſparung dieſer Koſten verſtehen. Sie müſſen etwas umlernen, Herr Dr. Kl. Kommuniſten und Schwarze ſind Ihnen zehnmal lieber in Ihrem Betrieb als Nationalſozialiſten. Wir werden dies nicht mehr lange zuſehen, und hoffen nur, daß auch in Ihrem Betrieb baldigſt der Geiſt der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Revolution einziehen wird. r wird bei uns nichts, es wird alles notiert. Ein Kümpfer wird zu Grabe getragen. Unter ſtarker Anteilnahme der hieſigen Be⸗ völkerung wurde am Samstagnachmittag die ſterbliche Hülle des ſo jäh aus dem Leben ge⸗ ſchiedenen Pg. Joſef Reuter, Tambourmajor des Spielmannszuges 22/171, zu Grabe getragen. Unter Trommelwirbel und den Trauerklängen der Stadtkapelle bewegte ſich der gewaltige Zug der Leidtragenden nach dem Friedhof. Voran ſchritten SA. Hockenheim u. Neulußheim, SS., zahlreiche Mitglieder der Ortsgruppe der NS⸗ DAP., Freiw. Feuerwehr, Freiw. Sanitäts⸗ kolonne, ſowie Vertreter der Militärvereine. Dem Leichenwagen folgten die Anverwandten des Toten und eine große Zahl von Trauer⸗ gäſten, die den Dahingeſchiedenen auf ſeinem letzten Gange begleiteten. SA.⸗Männer trugen den Sarg ihres Kameraden vom Eingang des Friedhofes bis zum Grabe. SA. und SS. bil⸗ deten zu beiden Seiten des Weges Spalier. Ortsgruppenleiter A. Neuſchäfer ſchilderte in bewegten Worten den Toten als einen lieben Kameraden, deſſen Pflichttreue allem ein Vor⸗ bild ſein möge, und legte als äußeres Zeichen des Dankes einen Kranz nieder. Es folgten weitere Kranzniederlegungen durch Sturmbann 1/171, Sturm 22/½71, Spielmannszug Stan⸗ darte 171 und III/171, Spielmannszug 22/171, Hitlerjugend, Freiw. Feuerwehr und Sanitäts⸗ kolonne, ſowie durch die Kameraden des ehe⸗ maligen Landſturmbataillons Mosbach, Verein ehemaliger 111er, Firma Eichhorn und die An⸗ geſtellten dieſer Firma. Möge die tiefe Verbun⸗ denheit und wahre Kameradſchaft, die hier zum Ausdruck kam und auch über das Grab dauert, der ſchwergeprüften Familie ein Troſt in ihrem Leide ſein. Generalverſammlung des Motorfahrer⸗Clubs Um die Aufnahme 5 und Der obige Verein hatte ſeine Mitglieder auf Freitag abend in den Badiſchen Hof zu einer außerordentlichen Generalverſammlung einge⸗ laden. Der 1. Vorſtand Bernhard Zahn be⸗ grüßte die erſchienenen Mitglieder, ebenſo den Motorſturm Schwetzingen, der in ſtattlicher An⸗ zahl erſchienen war. Die agesordnung um⸗ faßte zwei Punkte: 1. Glei ſchaltung, 2. Ein⸗ tritt in den SA.⸗Motorſturm bezw. NSͤg Der erſte Punkt war überflüſſig, denn der Ver⸗ ein entſpricht ſeit langem den aufgrund des Gleichſchaltungsgeſetzes vorgeſchriebenen Richt⸗ linien, ſo daß ſich über dieſen Punkt niemand zu Wort meldete. Der wicht. Punkt der Tages⸗ ordnung: Aufnahme in den SA.⸗Sturm, nahm 57 — hHwelzinder Beobachfer Das Soldatentreffen in Schwetzingen. Zum Soldatentreffen, das am nächſten Sonntag im Reigen der Feſte zur Jahrhundertfeier ſteigt, wurden 450 Vereine des ganzen badiſchen Landes eingeladen. Eine ganze Anzahl davon haben bereits ihre Zuſage gegeben. Ebenſo gingen Einladungen an die badiſche Regierung und eine Anzahl Perſönlichkeiten. Feſte Zu⸗ ſagen von Herren, die Einzeleinladungen er⸗ hielten, ſind die von Major Tho ma⸗Berlin, Exzellenz v. Bohlen⸗Hallbach, Rittmeiſter Wolf⸗Velbert(Rheinland), Major Klee⸗ mann vom Reiterregiment 18 Ludwigsburg, von zwei Eskadronchefs der 3. und 4. Esla⸗ dron in Ludwigsburg, und zwar ſind dies die Herren v. Ehrenfaucht und v. Berger. Sie werden erſcheinen mit einer Abordnung von 20 Mann. Ferner haben zugeſagt Exzellenz v. Eſchborn, Major v. Rödenbeck und Freiherr Röder v. Diersburg. Großher⸗ zogin Hilda v. Baden, die auch eingeladen wurde, hat bis jetzt noch nicht geantwortet.— Am nächſten Sonntag ſoll nun endlich, wenn die Witterung nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, die Schloßgartenbeleuch⸗ tung mit Höhenfeuerwert ſtattfinden. Zum Schulungsleiter ernannt. Bei ſeiner An⸗ weſenheit in Schwetzingen ernannte der Landes⸗ jugendführer Friedhelm Kemper den Turn⸗ lehrer König zum Schulungsleiter im Stabe des ie 171/ in der Hitler⸗ jugend. Nachtrag zum Jugendwandertreffen. Eine An⸗ zahl Schwetzinger Familien haben am Sonntag Jungens und Mädels tagsüber freiwillig ver⸗ pflegt und zum Teil auch Nachtquartier gegeben. Ihnen ſei hiermit der Dank ausgeſprochen. Berichtigung. In der Montagausgabe iſt uns unter der Notiz:„Der VoA teilt uns mit“ ein Fehler unterlaufen. Die Summe des eingegan⸗ genen Geldes bei der Kundgebung am Sams⸗ tag beträgt nicht 2000 RM, ſondern 200 RM. Fremdenbeſuch. Am Montag beſuchten wie⸗ der einige Reiſegeſellſchaften unſere Stadt, zum Beiſpiel der Gewerbeverein Stuttgart mit über 100 Perſonen und die Volksſchule Heimers⸗ heim mit über 50 Perſonen. Uebungs⸗ und Scharfſchießen. Die hieſige Po⸗ lizei hält heute, Dienstag, im Gemeindewald ein Uebungs⸗ und Scharfſchießen ab. Geldbeutel und Ausweis gefunden. Am Sonn⸗ tag wurde in einem hieſigen Kino ein Geldbeu⸗ tel und ein HZ⸗Ausweis gefunden, Der Eigen⸗ tümer möge ſich melden in der Geſchäftsſtelle der NSDAP., Karl⸗Theodor⸗Straße 9. Parole⸗Ausgabe Ortsgruppe Schwetzingen. Heute, Dienstag, abends 8,15 Uhr, außerordentliche Amtswalter⸗ Tagung im„Schwanen“. Erſcheinen Pflicht. Im Hinderungsfall Vertreter entſenden. Hockenheimer Brief eine längere Zeit in Anſpruch. Bezirksführer Joſt⸗Mannheim gab Zweck und Ziele des Motorſturms belannt. Man unterſcheidet hier drei weſentliche Punkte: aktiv SA.⸗Sturm, Re⸗ ſerveſturm u. NSKK. Im akt. Motorſturm hät⸗ ten die Fahrer ſelbſtverſtändlich an allen dienſtl. Veranſtaltungen wie bei der SA. teilzunehmen, im Reſerveſturm dagegen ſeien nur wenige Veranſtaltungen vorgeſehen. Wer ſich aktiv überhaupt nicht betätigen will, könne in das NSKc. eintreten. Die alten Verbände wie ADAC., DMV.,.v. D. hätten in Zukunft nicht mehr die Rollen, wie früher, dieſe übernehme jetzt der NSKK. Fachſchaftsverſammlung Vergangenen Sonn⸗ tag fand im„Zähringer Hof“ eine Verſamm⸗ lung der Fachſchaften der Maurer, Zimmerer, Maler, Lackierer und Kaminfeger ſtatt. Um 3 Uhr eröffnete der ehemalige Vorſtand, Herr Jakob Huber, die Verſammlung. Nach Be⸗ kanntgabe der Tagesordnung: 1. Neuernennung des Geſamtvorſtandes, 2. Gleichſchaltung, 3. Verſchiedenes gedachte Herr Huber des durch Unglücksfall aus dem Leben geſchiedenen Kol⸗ legen und Tambourmajor des Spielmanns⸗ zuges der SA, Sturm 22/171, Joſef Reuter, und forderte die Anweſenden auf, ſich von ihren Sitzen zu erheben. Anſchließend ſprach Herr Schüßler über den Aufbau der Gewerk⸗ ſchaften im nationalſozialiſtiſchen Staat. In ausführlicher und leichtverſtänd⸗ licher Rede erklärte Herr Schüßler, daß nur ein Ganzes dem Volke zum Wohle dienen kann. Dieſes Wohl liegt nur in der Organiſation der einzelnen Berufe, die wiederum in der großen, einheitlichen Organiſation der NSBo einge⸗ gliedert ſind und die Intereſſen jeder Fach⸗ gruppe pertritt. Hierauf gab 5 Echü ler die neue Zuſammenſetzung der Vorſtandſchaft be⸗ kannt. 1. Vorſtand, Herr Friedrich Jockel; Stell⸗ vertreter, Herr Joh. Eichhorn; Finanzwart, Herr 3 Klaus; Schriftwart, Herr Willy Liebel⸗ eimer. Evang. Kirchenchor Hockenheim. Wir fühlen uns verpflichtet, all denen herzlichſt zu danken, die mitgeholfen haben, das Feſt unſeres 50jäh⸗ rigen Jubkläums ſo zu geſtalten, wie es zur Durchführung gelangte. Unſer beſonderer Dank gilt noch dem Evangel. Kirchengemeinderat für das allſeitige freundliche Entgegenkommen und der Stadtverwaltung für die Bereitſtellung der Flaggen. Beſten Dank aber zollen wir noch der geſamten Einwohnerſchaft, die unſer Feſt in jeder Weiſe unterſtützte und durch die allſeitige Beflaggung und Ausſchmückung der Straßen aus Anlaß unſerer Feier der Stadt eine beſon⸗ dere Note gaben. Der Vorſtand: Büchner. Ernennung. Zum Bezirksführer IV/171 des Deutſchen Jungvolkes(§.), umfaſſend die Standorte Hockenheim, Neulußheim, Altluß⸗ heim, Brühl, Ketſch, Rohrhof, Oftersheim, Schwetzingen, Plankſtadt, Reilingen wurde Emil Klee, Hockenheim ernannt und ihm in dieſer Eigenſchaft die Erledigung der in dieſem Bezirk vorkommenden Jungvolk⸗Angelegenhei⸗ ten übertragen. Auszug aus dem Standesregiſter der Stadt⸗ gemeinde Hockenheim. Juni 1933. Geborene: 10. Ludwig Billmann, Luiſenſtr. 56, e. S. Heinz Hermann. 12. Michael Kroner, Scheffelſtraßeb, e. T. Elſa. 15. Karl Klaus, Hubertusſtraße 28, e. S. Kurt Philipp Lukas. 15. Rudolf Eugen Guttropf, Hildaſtraße 6, e. S. Herbert Albert Wilhelm. 16. Joſef Klebert, Bismarckſtr. 106, e. T. Mag⸗ dalena Klara. 23. Karl Geiß, Schützenſtraße 6, e. T. Grete. 23. Auguſt Haberacker, Hirſchſtr. 2, e. T. Irene Eliſabetha. 28. Alois Gaa, Adlerſtraße 9, e. S. Ewald Alfred. Eheſchließungen. 1. Faber Müller, Fabrikarbeiter, u. Eliſabetha aber 1. Marx Kraus, Fabrikarbeiter, und Anna Barbara Böhm. 3. Wilhelm Reuter, Arbeiter, und Johanna 3 ahn. Willy Valentin Ochs, Kaufmann, und Irma Suſanna Eberwein. 3. Hermann Wilhelm Klenner, Spengler, und Eliſabetha Weiler. 10. Max Hoffmann, Maler, und Hilda Chriſt. 17. Friedrich Schmetzer, Schloſſer, und Anna Müller. 17. Philipp Aſtor, Sortierer, und Hilda r uer. 21. Georg Weiß, Hilfsarbeiter, und Anna Greif. 24. Georg Ludwig Wilhelm Suhrweier, Packer, und Eliſabetha Klein. Geſtorbene: 9. Maria Magdalena Fahlbuſch geb. Götz⸗ mann, Witwe des Landwirts Joſef Fahl⸗ buſch 4, 52 Jahre alt. 11. Katharina Stohner geb. Nagel, Ehefrau des Feldhüters i. R. Friedr. Stohner, 67 J. alt. 30. Maria Fiſcher geb. Keilbach, Witwe des Gaſtwirts Ludwig Fiſcher, 83 Jahre alt. Friedrichsfeld Amtswalterappell Vergangenen Freitagabend fand im hieſigen Geſchäftszimmer des Alten Rathauſes der von der Kreisleitung angeſetzte Amtswalterappell ſtatt. Vertreten waren die Stabs⸗ und Amts⸗ walter der PO, der NSBoO, der NS⸗Bauern⸗ ſchaft und des Kampfbundes des gewerblichen Mittelſtandes. Kreisleiter Dr. Roth unter⸗ hielt ſich in intereſſierter und anregender Weiſe mit jedem Pg. über die Art der von ihm zu verrichtenden Parteiarbeit, Beruf, Eintrittszeit uſw. Nach ermahnenden, richtungweiſenden Wor⸗ ten und durch Beantwortung diverſer an ihn gerichteter Fragen, die den hieſigen Platz und Arbeit betrafen, verließ er unſeren Kreis mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf unſeren ober⸗ ſten Führer Adolf Hitler, in das die Amts⸗ walterſchaft begeiſtert einſtimmte. Friedrichsfelder Familiennachrichten Juni 1933: Geborene: 9. dem Schmiedemeiſter Adolf Geiſer e. S. Wilhelm Johannes; 19, dem Schloſſer Heinrich Franz Leib e. T. Ruth Lieſe; 20. dem Kaufmann Max Joſef Konrad Ban⸗ ſchenbach e. T. Doris Margareta Suſanna. Verehelichte: 3. der Monteur Friedrich Georg Weber mit der Anna Magdalena Stein; 17. der Arbeiter Georg Friedrich Junkert mit der Maria Barbara Schäpermeier; 29, der Kaufmann Artur Albert Friedrich Karl Bachmann mit der Hildegard Lydia Eliſab. Looſen. Geſtorbene: 16. der Tüncher und Maler Robert Bloß, 53 Jahre alt; 18. der Rentner Nikolaus Blum, 77 Jahre alt; 18. der Regiſtrator Fr. Emmerich, 34 Jahre alt; 20. der Poſtſchaffner Friedr. Link, 45 Jahre alt; 21. Willi Walter, 4 Jahre alt; 29. Katharina Bretzel, geb. Eiter, 33 Jahre alt. Schriesheim Bei der am 16. ni ds. Is. dahier ſtatt⸗ gefundenen Volkszählung wurden 2015 männ⸗ iche und 2292 weibliche Einwohner gezählt in 1131 Haushaltungen mit zuſ. 4307 Seelen. Der Religion nach ſind: 3264 evangeliſch, 932 katholiſch, 5 Altkatholiken, 39 Juden, 1 Sonſtig, 41 Baptiſten, 1 Adventiſt, 2 Freireligiöſe 1 apaſtoliſch, 3 Diſſidenten, 18 keine Religion. Oftersheim Patrozinium. Am Sonntag feierte die katho⸗ liſche Pfarrgemeinde in feierlicher Weiſe das — der Kirche. Die Beteiligung der Bevöllberung war ſehr groß. Bei Schießübungen leicht verletzt. Am Sonn⸗ tag erhielt ein junger Mann am einen Arm einen Streifſchuß, als er ſich anſchickte, die Ziel⸗ ſcheibe in Ordnung zu bringen. —————————————— Reuer Segelflug⸗Uebungsplaß am Kahenbuckel Wie hier ſchon mitgeteilt, fand am Sonntag am Katzenbuckel bei Eberbach i. B. die Eröff⸗ nung eines Gleit⸗ und Segelfluggeländes ſtatt. Die geſtellten Erwartungen haben ſich erfüllt. Die von der Segelfliegergruppe der Mannhei⸗ mer Ortsgruppe des Deutſchen Luftſportver⸗ bandes gezeigten Flüge wurden erwartungs⸗ gemäß und in überraſchend guten Zeiten durch⸗ geführt. Nach Sachlage und Geländeeignung wurde beſchloſſen, ſofort an die Einrichtung eines Gleit⸗ und Segelflug⸗Uebungsfliegerlagers heranzugehen. Die nötigen Maßnahmen wur⸗ den in die Wege geleitet, ſo daß bis zum Herbſt regelmäßige Flugübungen aller nordbadiſchen Gruppen gewährleiſtet ſein werden. 50jähriges Zubiläum des Geſang⸗ vereins„Sängereinheil“ Ladenburg Die Stadtverwaltung rief all den vielen Sän⸗ gern, welche zur Feier des 50. Stiftungsfeſtes des Geſangvereins Sängereinheit und zum Pfalzgauſängertreffen nach Ladenburg kamen, ein herzliches Willkommen zu. Es dürften wohl 3000 Sänger geweſen ſein, die dieſem Rufe Folge leiſteten. Als man geſtern Abend in dem kleinen Städchen, das überaus reich mit unſe⸗ ren Fahnen und mit Girlanden geſchmückt war, eintraf, herrſchte frohes Treiben auf allen Straßen und auf dem Feſtplatz unweit des Dr.⸗ Carl⸗Benz⸗Platzes. Für die Jugend waren Schiffſchaukel und Karuſſells aufgeſtellt, wäh⸗ rend wiederum die Aelteren ihre Schießkunſt uſw. zeigen konnten. Auch für die leiblichen Bedürfniſſe war beſtens geſorgt. Um 8 Uhr begann das Feſtbankett, eingeleitet durch einen Feſtmarſch, vorgetragen vom Muſikverein La⸗ denburg. In bunter Reihe folgten Geſangs⸗ vorträge der Geſangvereine Liederkranz Laden⸗ burg Männergeſangverein Frohſinn Mannheim, Silcherbund Mannheim und dem Kath. Män⸗ nerchor Mannheim⸗Neckarſtadt. Sämtliche ge⸗ ſungenen Chöre zeigten gute Schulung durch den Dirigenten aller Vereine, Muſikdirektor Willi Bilz⸗Mannheim. Im Mittelpunkt der Feier ſtand die Feſtrede von Herrn Hermann Hahn, Gemeinderat in Ladenburg und erſter Vorſitzender des feſtgebenden Vereins. An⸗ ſchließend wurde Herr Peter Bremer, einzig noch lebendes Gründungsmitglied der Sänger⸗ einheit Ladenburg, durch Ueberreichung einer ſchönen, praktiſchen Gabe beſonders geehrt. Eine Fahnenſchleife und ein goldener Kranz, zur Zie⸗ rung der Vereinsfahne, wurden von den Da⸗ men geſtiftet. Nachdem die Gaſtvereine ihre Glückwünſche dargebracht hatten, wurde die übrige Zeit einem echten deutſchen Tanze gewidmet. Zu erwähnen iſt die Anweſenheit des Ehrenpräſi⸗ denten und Bürgermeiſters der Stadt Laden⸗ burg Hermann Hagen, des Gaupräſidenten des Badiſchen Pfalzgau⸗Sängerbundes, Hermann Bauer und des Gauorcheſters Studienrat Fr. Steinecker. Am Sonntag morgen um 9 Uhr be⸗ gann das Gruppenſingen aller Gauvereine. Jede Gruppe war beſtrebt, das Beſte zu bieten. Die Vortragsweiſe und die Auffaſſung waren Wäi obwohl die Enge des Zeltes und die ärme allen zu ſchaffen machte. Beſondere Leiſtungen waren die Chöre des Dirigenten Adam und die der Herren Chormeiſter Treiber und Dienand. Der verregnete Feſtzug Der Feſtzug hatte ſich kaum in Bewegung geſetzt, als große, ſchwere Tropfen niedergingen. Von Richtung Schwetzingen zog ein ſchweres Gewitter heran. Alles mußte mit Windeseile unter irgend einem Dach Schutz ſuchen, um nicht bis auf die Haut naß zu werden. Sofort ging über das ganze Städtchen ein Wolken⸗ bruch von nie gekannter Stärke nieder. Bäume wurden umgelegt und die Fahnen umgeriſſen, das Feſtzelt drohte einzuſtürzen, denn der Wind hatte ſchon große Löcher in die Zeltbahn ge⸗ riſſen. So mußte das Feſt ein vorzeitiges und unvorhergeſehenes Ende nehmen. Der Feſtakt mußte ausfallen, in deſſen Mittelpunkt die Rede des Herrn Bürgermeiſters Hagen und der Vor⸗ trag zweier Maſſenchöre unter Leitung von Gau⸗Chormeiſter Steinecker⸗Mannheim ſtehen ſollte. Zur Erinnerung an dieſe ereignisvollen Tage erhielt jeder teilnehmende Verein die Dr. Carl⸗Benz⸗Medaille. Nachmachen! Lahr, 10. Juli. Die auf rein nationalſozia⸗ liſtiſcher Grundlage arbeitende Belegſchaft der Armaturenfabrik Karl Neſtler..b. H. hat in einer Betriebsverſammlung einſtimmig beſchloſ⸗ ſen, zu Gunſten der Hitlerſpende vier Wochen lang von der regulären Arbeitszeit insgeſamt acht Stunden zur Verfügung zu ſtellen. Dieſer echt nationalſozialiſtiſche Opfergeiſt verdient volle Anerkennung. Das Unternehmen hat trotz der ſchwierigen Zeitverhältniſſe den Arbeiter⸗ ſtand von 23 im Vorjahre auf 70 erhöhen können. Da antl. Aaan der 459AF. fürden Amtsbezirk Schwetzingen iſt allein das „Hakenkreuzbanner“ 2 Jah 4(Reda Die heim amt eine 0 reiche Bei bedin unn eits. die S 4 Es - 9925 ſen,! Arbei Schi werde welch gung zur 9 An Es ſtäütig lunge lichen leitun Sũ der 9 leitun öffent leiter Her Aer in⸗ tes um en, ohl ufe em ſe⸗ ar, len ren nſt hen Ihr ien La⸗ gs⸗ en⸗ im, än⸗ ge⸗ irch tor der inn ſter zig zer⸗ ner ine Zie⸗ Da⸗ ſche zeit Zu äſi⸗ en⸗ des inn Fr. be⸗ ten. ren die here iten iber zia⸗ der t in hloſ⸗ chen ſamt ieſer dzient trotz iter⸗ öhen I5. gen r 44 3 peg, * Jahrgang 3. Nr. 170. Seite „Hakenkreuzbanner“ —— ——— Dienstog, 11. Juni 1933 Parole-Ausgabe (Redaktionsſchluß für Paroleausgabe tüglich 19 Uhr) PO. Arbeitsvermittlung Die Leitung der HI und des BdM Mann⸗ heim wird hiermit aufgefordert, dem Arbeits⸗ amt Mannheim, Abt. Arbeitsvermittlung(Pg. Schilling und Stahlmann) umgehend eine Liſte ihrer erwerbsloſen Mitglieder einzu⸗ reichen. Bei Neueinſtellungen iſt in jedem Falle un⸗ bedingt die obengenannte Stelle in Anſpruch zei nehmen. Bei Vorſtellungen auf dem Ar⸗ eitsamt muß immer der Parteiausweis und die Stempelkarte mitgebracht werden. An alle Betriebszellenobleute Es wird hiermit nochmals darauf hingewie⸗ ſen, daß ſämtliche Neueinſtellungen über das Arbeitsamt, Abt. Arbeitsvermittlung(Pg. Schilling und Stahlmann) durchgeführt werden müſſen. Wer in Zukunft bei irgend⸗ welchen Neueinſtellungen nicht die Genehmi⸗ gung dieſer Arbeitsvermittlung hat, wird dafür zur Rechenſchaft gezogen werden. An ſämtliche Ortsgruppenleiter des Kreiſes Mannheim Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß Be⸗ ſtätigungen über Parteimitgliedſchaft, Empfeh⸗ lungen an Behörden oder Firmen oder ühn⸗ lichen Beſcheinigungen nur durch die Kreis⸗ leitung ausgeſtellt werden dürfen. Sämtliche Anordnungen und Notizen, die in der Paroleausgabe unter der Rubrik„Kreis⸗ leitung“ erſcheinen, bedürfen vor ihrer Ver⸗ öffentlichung der Genehmigung des Kreis⸗ leiters. Der Kreisleiter: gez. Dr. R. Roth. Rechtspolitiſche Abteilung Pg. Oberſtaatsanwalt Dr. Heinrich Bam⸗ mesberger, Mannheim, Staatsanwaltſchaft, wohnhaft Heidelberg, Ziegelhäuſer Landſtr. 27, wird mit ſofortiger Wirkung zum Kreisrechts⸗ berater der NSDApP, Kreis Mannheim, er⸗ nannt. Sandhofen. Alle Mitglieder, die an der Dampfer⸗ fahrt am 6. Auguſt nach Rüdesheim teilnehmen wol⸗ len, wollen ſich bis ſpäteſtens Mittwoch, 12. Juli, * im Parteilokal„Zum Abler“ in die Liſte einzeichnen. Fahrpreis.— RM. Mittwoch abend.30 Uhr Schulungskurs. Redner: Pg. Fleiſchmann. Erſcheinen Pflicht. Kundgebung der Deutſchen Arbeitsfront Samstag, 15. Juli, nachmittags 5 Uhr, mit Reichsleiter Pg. Dr. Ley, M. d. R. als Redner(ſiehe Anzeige). Achtung! Kundgebung mit Dr. Ley! Die Abzeichen, welche zum Eintritt zur Kundgebung am kommenden Samstag mit Pg. Dr. Ley be⸗ rechtigen, ſind eingetroffen. Dieſe werden für 10 Plg. abgegeben. Die Ortsgruppen⸗Betriebswarte und Be⸗ triebszellen⸗Obleute ſind verpflichtet, umgehend die ihnen zuſtehende Anzahl ſofort auf der Kreisbetriebs⸗ zellenleitung T 6, 17, in Empfang zu nehmen. Die Kreisbetriebszellenleitung der NSDAp. Strohmarkt. 13. Juli, 20.15 Uhr, im Saalbau, N 7, General⸗Mitgliederverſammlung. Humboldt. Die Singſtunde für Amtswalter und Anwärter findet am Dienstag, 20.30 Uhr, im Orts⸗ gruppenheim ſtatt. Kampfbund des gewerblichen Mittelſtandes Augarten. Dienstag, 11. Juli, abends 8 Uhr, öffentliche Mittelſtandskundgebung, Gloria⸗Säle, Sek⸗ kenheimer Straße. Redner: Pg. Stadtrat Runkel, Pg. Dr. Rotzinger. Schwetzingerſtadt. Pflichtmitgliederverſammlung am 13. Juli, 20.30 Uhr, Gloriaſäle. Ortsgruppe Deutſches⸗Eck. Freitag, 14. Juli 1933, 20.30 Uhr,„Großer Mayerhof“: Mitgliederverſamm⸗ lung. Redner: Pg. Quirin. Die Zahlſtele für die Monatsbeiträge befindet ſich nach wie vor in s 3, 3 bei Kaſſier Eulner. Neckarſtadt⸗Oſt. Am 14. Juli d.., 20.30 Uhr, im„Feldſchlößchen“, Käfertaler Straße 178, neben VfR⸗Platz: Zellen⸗Mitgliederverſammlung der Zellen 96, 97, 98, 99, 99a und 100. Es ſpricht Pg. Dr. Thoms über das Thema:„Die praktiſche Anwen⸗ dung des Nationalſozialismus“. Erſcheinen iſt Pflicht. NSJB. Nat.⸗Soz. Jugendbetriebszellen der Mannheimer Berufsſchulen Mittwoch, 12. Juli, 20 Uhr, im großen Saale des Wartburghoſpizes Schulungsabend für Klaſſenobleute. Kampfbund der deutſchen Architekten und Ingenieure(KDAg.) 13. Juli, 18—19 Uhr, Sprechſtunde für Mitglieder und Nichtmitglieder im Parkhotel, Zimmer Nr. 7, 19—20 Uhr Fachſchaftsführerſitzung. +— 14. Juli, 20.30 Uhr, im Bahnhoſhotel„National“ Verſammlung der Fachſchaft Architekten. NSKK. Heute, Dienstag, 20.30 Uhr, Kameradſchaftsabend bei Pg. Kam. Reith, Ou 3, 4. NSBoO. Jungbuſch. Am Dienstag, 11. Juli, 20 Uhr, findet im Saale des Evang. Hoſpizes, F 4, eine Verſamm⸗ lung der Großbetriebe, Betriebszellen und des Ver⸗ kehrsweſens ſtatt. Es ſpricht Pg. Zinkgraf über „Die Wirtſchaft im neuen Staat“. Erſcheinen iſt Pflicht. Ortsgruppe Waldhof. Zelle Luzenberg, Schulungs⸗ abend Mittwoch, 12. Juli, 20.30 Uhr, für NSBoO und Pgg. Lokal:„Schwarzer Adler“, Luzenberg. NS⸗Frauenſchaft Friedrichspark. Dienstag, 11. Juli, findet bei Pg. Keller„Fliegender Holländer“, C 3, 20, eine Mitgliederverſammlung ſtatt. Erſcheinen iſt Pflicht. Ref.: Frau Weidner. Sandhofen. Ab Dienstag, 11. Juli, findet jeweils Dienstags um.30 Uhr ein Heimatabend der NS⸗ Frauenſchaft im Gaſthaus„Zum Abdler“ ſtatt. Er⸗ ſcheinen iſt Pflicht. NS⸗Lichtbildner Nationalſozialiſtiſche Lichtbildner Mannheim. Mitt⸗ woch, 12. Juli 1933, 20.30 Uhr, Kaufmannsheim C 1, 10(Zimmer 26) Lichtbildervortrag über einen großen Amateurphotographen⸗Wettbewerb. Gäſte will⸗ kommen. Verſchiedenes NS⸗Schachgemeinſchaft Die Abteilung 1(Innenſtadt) ſpielt ab 11. Juli in ihrem neuen Lokal„Bauhütte“, D 4, 11, jeden Dienstag um 20 Uhr. Intereſſenten, die auf dem Boden der nationalen Bewegung ſtehen, ſind will⸗ kommen. 5 Rundfunk⸗Programm für Dienstag, den 11.„Juli 1933 Mühlacker:.00 Zeit, Nachrichten, Wetter..10 Frühtonzert. 10.00 Nachrichten. 10.10 Die Paſſacaglia, geſpielt auf einer Orgel. 12.00 Mittagskonzert. 13.15 Zeit, Nachrichten, Wet⸗ ter. 13.30 Konzert. 16.30 Unterhaltungsmuſik. 17.45 Vortrag: Die Ziele des NS⸗Reichsver⸗ bandes deutſcher Kriegsopfer. 18.35 Zeit, Wetter, Landwirtſchaft. 19.00„Stunde der Nation“.„Die Burg im Oſten“. 20.00 Unter⸗ haltungskonzert. 21.00 Arbeitslager Neckar⸗ zimmern. Hörbericht. 21.30 Klavierſonate von Chopin. 22.00 Zeit, Nachrichten, Wetter. 22.30 Nachtmuſik. München:.00 Frühkonzert. 12.00 Werke von Franz Schubert. 12.45 Mittagskonzert. 13.30 Fortſetzung. 16.30 Unterhaltungskonzert. 17.45 Die Weltgeltung des deutſchen Rechts. Vor⸗ trag. 18.05 Der Retter des Kaiſers. Zu Otto v. Wittelsbachs 750. Todestag. 18.25 Deut⸗ ſches Lied zur Laute. 19.00„Stunde der Na⸗ tion“. 20.00 Reichswehr⸗Konzert(Nürnberg). 21.10 Freiheit für Tirol. 21.40 Spuk im Funk⸗ haus. Eine merkwürdige bunte halbe Stunde. 23.00 Kammermuſikſtunde. Königswuſterhauſen:.20 Frühkonzert. 10.10 Schliemann, der Schatzgräber Trojas. 12.00 Konzert. 14.00 Konzert. 15.00 Jugendſtunde. 16.00 Nachmittagskonzert. 17.35 Kammermuſik. 18.05 Abſchied und Wandern. 18.30 Politiſche Zeitungsſchau des drahtloſen Dienſtes. 19.00 „Stunde der Nation“. 20.00 Konzert aus Bad Reichenhall. 23.00 Spätkonzert. At NARKt N — RADI o 7oBEHO8E LAUTSPRECHEN pANZE RANTENNHEN OSNπ NMARNMION Z%%% O721 Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Verantwortlich für Reichs⸗ und Außenvolitik: Dr. W. Kattermann; ſür Badiſche, Kommunal⸗ und Wirt⸗ ſchaftspolitik: ilhelm Ratzel: 555 Anpolitiſches, Be⸗ wegung und Sport: 3 Höß; für Lokales, Feuilleton und— Willi Körbel; für Anzeigen: Arnold chmid. Sämtliche in Mannheim. Berliner Schriftleitung: Hans Graſ Reiſchach, Berlin Sw 61, Blücherſtraße 12. „Hakenkreuzbanner“⸗Verlag G. m. b. H Verlagsleiter: Kurt Schönwitz. Druck: Schmalz& Laſchinger, Abteilung Zeitungsdruck. Deutf Eintrittspreis: 10 Pfg. DOHV cher Handlungsgehilfen⸗Verband NSA Heute, Dienstag, 11. Juli 20.15 Uhr im Nibelungenſaal Erste Kundgebung der Ortsgruppe Mannheim im DHV GES rechen: Gaubetriebszellenleiter der NSS0 und Bezirksvorſteher im Driy Pg. F r. Plattner und Bezirksgeſchäftsführer E. Menth „Der DHV in der deutschen Urheitsfront“ Muſikaliſche Darbietungen der SA-Standartenkapelle unter Leitung des MZf-Hohmann⸗ Karten in den Betrieben, an den Schaltern der DliV-Zahlſtelle, C1, 10/11 und ab 19 Ahr an der Kaſſe des Roſengartens. Erſcheinen für alle Mitglieder Pflicht. Zur Beachtung: Der in der„Kaufmänniſchen Gewerkſchaft/ Nr. 7 veröffentlichte Monatsplan wird außer Kraft geſetzt. Webau Die Sprechſtunden der Ortsgruppenführung im Monat Zuli finden jeweils Dienstags und—— von 17—19 Ahr im Zimmer 27 des Ortsgruppenheimes C1, 10/11 ſtatt. El Tuoten „Aitz“ Kote Kadter Telefon 21870 Hannheim, P 3, 11 Transporte.Umzlige. Botendienste, genehmigter Fornverkehr. Heldelberger Transporte. führräder in allen Ausführ. mit langjähriger Garantie, verkauft ſpottbillia bteinbach, Gr. Merzelſtr. 27; kein Laden. Kunststraße Wasserschläuche Gartenschlãuche Nasenmäher im führenden Spezlalgeschäft HILI& MULILER N 3, 12 *. — 7* Frank à Sdmandin mund allem Ungeziefer durch dle altbewährte Spezlalfirma kranz Hunc Heslnfektions- u. Ungez.-Vert.-Anstalt, Mannheim Gontardplatz 2 Telephon 322 98 69⁰⁰(Gegründet 1 900) Eriolↄreichstes Durchgesungsverfehren Prinz Wilhelmstr. 10, Teleion 4263 7. gegenüber dem Rosengarien. Installationsgeschäft für Gas-, Wasser- und Sanitäre Unlagen liefern schnellstens Lucharmchereien Schmatz& Larchinger R 3, 14/15 C7., 6 Hausentwässerungen fleparaturen. PREST0 billig und stark bei Pisfer U 1, 2(Eckladen) Reparaturen H 2, 7 Telefon 21714 7 Schreibmaschinen. Eht Steinmetzbrot Erhältlich in allen einschl. Geschãften Mannheims und Ludwigshafens.— Aetztl. empfohl. Alleiniger Hersteller Bäckerei L. Eisinger, Mannheim Teleph 213 47 B 2, 16 Tel. 213 47 Arbelier-Anzüge Adam Ammann Spezalhaus 1. Beruislhleiduns So bekommen blau und grau Qu 5, 1 KAisER FRIEDRIC MELIE noch 2 cieselben in allen e J vn. Wilin, Holler jun. U 4. 25, Tel. 21 656 u. 21612 peter Nhelus.mm..., Telephon 267 96/07 LAr fllg. auatie eeeeeeeeeeneee erev uh-ueur-nine fmusem- menmeebulanen unsere liebe, tteusorgende Mutter, Schwieger mutter, Großmutter, Schwester und Tante, łrrau Häibanna lan ue. im 84. Lebensjahr heimgegangen. Heidelberg, Waghäusel, Düsseldorf, 10. Juli. Dle truuernden Hinterbllebenen. Nach einem schönen Lebensabend ist 3963“ Die Beisetzung fand in aller Stille statt. Mannheim(T 2, 5, Sophienstraße 12) eeeeeeeeeee ne eenmneeeee -Neise: Teilnahme sichern Sesamtpreis 115.— RR. —— — Jabngang 3. Ar. 170. Seite⸗ 1 Dienstag, 11. Juli 1933 „Du holde Kunſt, ich danke Dir⸗ „Hakenkreuzbanner“ Von Joſeph Goebbels II. Es iſt deshalb falſch zu glauben, das Gut: ſetzt ſich durch, weil es gut iſt. und es iſt ebenſo naiv, eine Propaganda ihrer Methoden wegen abzulehnen. Propaganda iſt ja kein Selbſtzweck. Sie iſt ja nur Mittel zum Zweck. Erreicht ſie ihr Ziel nicht, dann iſt ſie ſchlecht. Wie ſie ihr Ziel erreicht, das iſt ganz gleich. Sie mögen nationalſozialiſtiſche Propaganda ab⸗ lehnen von oben bis unten. Eins aber können ſie nicht bezweifeln: daß dieſe Propaganda näm⸗ lich das erreicht hat, was ſie erreichen wollte. Denn die Propaganda iſt nicht eine Sache der Aeſthetik, ſondern eine Sache der Erfolgsmög⸗ lichkeit. 5 Kunſt hat Tendenz Das Weſentliche dieſer revolutionären Ent⸗ wicklung iſt, daß der Individualismus zertrüm⸗ mert wird, entthroniſiert erſcheint und daß an die Stelle des Einzelmenſchen und ſeiner Ver⸗ gottung nun das Volk und ſeine Vergottung tritt. Das Volk ſteht im Zentrum der Dinge. Die Revolution macht nirgends halt, erobert das Volk und das öffentliche Leben, drückt der Kultur, der Wirtſchaft, der Politik, dem pri⸗ vaten Daſein ſeinen Stempel auf. Es wäre nun naiv, zu glauben, daß die Kunſt ſo ein Dornröschendaſein neben der Zeit oder hinter der Zeit führen könnte. In dieſem Dornrös⸗ chendaſein behauptet ſie dann: Die Kunſt iſt überparteilich, die Kunſt iſt international, die Kunſt hat höhere Aufgaben als die Politik. Wir Künſtler ſind unpolitiſch, und die Po⸗ litik verdirbt den Charakter. Nein, nein! So einfach liegen denn die Dinge doch nicht. Die Politik verdirbt den Charakter, das ſagt immer der, der Gefahren läuft, mit ſeinem Charakter die Politik zu verderben. Es ſteht dem Künſtler wohl das Recht zu, ſich unpolitiſch zu nennen in einer Zeit, in der Politik nichts anderes dar⸗ ſtellt als ſchreiende Diadochenkämpfe zwiſchen parlamentariſchen Parteien. In dem Augen⸗ blick aber, in dem die Politik ein Volksdrama ſchreibt, in dem eine Welt geſtürzt wird, in dem alte Werte ſinken und andere Werte ſteigen, in dem Augenblick kann der Künſtler nicht ſagen: Das geht mich nichts an. Sehr viel geht es ihn an. Verſäumt er dieſe Beziehungſetzung der Kunſt zu den neuen Prinzipien, dann darf er ſich nicht wundern, wenn das Leben an ihm verbeirauſcht. Was ich nun von ihnen, meine Herren, will, iſt nichts anderes, als dieſe Beziehung herzuſtel⸗ len, ſie in Ihren Blickwinkel zu ſtellen, ihr Auge zu richten auf die Dinge, die in dieſer Zeit weſentlich ſind, und von der Weſenheit der Dinge die Nebenſächlichkeit auszuſchalten. Man mag der Kunſt dienen, wo immer man will. Kunſt iſt Kunſt und auch die Prinzipien der Kunſt ſind gleich, ganz unbeſchadet deſſen, welchen Stoff die Kunſt formt. Der Bildhauer, der Maler, der Dichter, der Komponiſt, im Weſen gehorchen ſie denſelben Geſetzen, nur daß ſie einen andern Stoff bearbeiten. Der Muſiker macht aus der Tonleiter eine Melodie, der Bild⸗ hauer macht aus dem Marmorblock eine Geſtalt, der Maler formt die Farbe zum Bild, der Dichter formt das Wort zum Drama. Das Ge⸗ ſetz aber, nach dem ſich die Form vollzieht, iſt immer gleich. Das wird auch dasſelbe bleiben, und in dem Augenblick, in dem man dieſes Ge⸗ ſetz der Formgebung antaſtet, in dem Augen⸗ blick tritt man der Kunſt als Kunſt zu nahe. Wir ſind viel zu künſtleriſch veranlagt, um dieſen grotesken Verſuch zu unternehmen. Wir fühlen uns auch als Politiker ſozuſagen als künſtleriſche Menſchen. Ich bin ſogar der Meinung, daß die Politik die höchſte Kunſt iſt, die es gibt, denn der Bildhauer formt nur den —*—— müſſe Parademarſch darſtellen oder ich würde kein Drama reſpektieren, bei dem nicht SaA⸗ Männer mitſpielen. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, SA⸗Männer müſſen auf der Straße marſchieren. Kunſt kommt vom Können Wenn ich ſage: Kunſt hat Tendenz, dann ſoll das nur heißen: Auch die Kunſt muß dieſe Be⸗ ziehung herſtellen. Sie hatte ja auch in der Ver⸗ gangenheit eine Tendenz, nämlich eine Bezie⸗ Reichsſtatthalter Robert Wagner nimmt die Ehrenbürgerurkunde in Empfang. Links auf dem Bild von ihm Gaupropagandaleiter Kramer, rechts ſtehend Bürgermeiſter Guſtav Adolf Roth, neben ihm, mit der Kappe in der Hand, Reichstagsabgeordneter Robert Roth Stein, den toten Stein und der Dichter formt nur das Wort, das an ſich tot iſt. Der Staats⸗ mann aber formt die Maſſe, gibt der Maſſe Geſetz und Gerippe, haucht der Maſſe Form und Leben ein, ſo daß aus der Maſſe dann das Volk entſteht. Ich habe damit das Weſen der Kunſt ſchon herausgeſchält, und zwar ſo lapidar, daß dar⸗ über eine Diskuſſion überhaupt nicht mehr mög⸗ lich iſt. Kunſt iſt nichts anderes als Formung von Stoff Der Stoff mag veränderlich ſein, die For⸗ mung und die Geſetzlichkeit, in welcher ſich die Form vollzieht, iſt immer dasſelbe. Und darin unterſcheidet ſich nun der Künſtler vom Men⸗ ſchen. Auch der Menſch im allgemeinen emp⸗ findet, fühlt manchmal dumpf, manchmal im Unterbewußtſein, er trägt Empfindungen in ſich. Aber was den Künſtler von ihm unterſcheidet, iſt das, was Goethe einmal mit den Worten zum Ausdruck bringt: Uund wenn der Menſch in ſeiner Qual verſtummt, gab ihm ein Gott zu ſagen, was er leide. Der Künſtler hat die gött⸗ liche Gabe, Empfindungen, Ahnungen, Mög⸗ lichkeiten, Zukünftiges zu formen, zu ſagen, zu geſtalten. Das unterſcheidet ihn vom Nicht⸗ künſtler. Inſofern iſt auch der Staatsmann künſtleri⸗ ſcher Menſch als er der rohen Maſſe, die ohne ihn rohe Maſſe bleiben würde, nun die Geſtalt, die Form, die Organiſation, das Tempo, den Rhythmus gibt, und ſie nun in den Dienſt ſeiner künſtleriſchen, hiſtoriſchen Ideen ſtellt. Wenn ich ſage, die Kunſt hat eine Tendenz, ſo ſoll anich doch niemand für ſo naiv halten. daß ich damit ausdrücken wollte, die neue Kunſt hung zum Individualismus, ſie wird auch jetzt eine Tendenz haben müſſen, nämlich eine Be⸗ ziehung zum Volk, als dem Zentrum des öffent⸗ lichen Wirkens, Denkens und Handelns. Im November 1918 iſt das, was ſich damals deutſche Kunſt nannte, zum größten Teil mit flatternden Fahnen in den neuen Zuſtand hineingeſchlittert. Das nehmen wir unpolitiſchen Menſchen nicht übel. Denn ſie konnten nicht wiſſen, wohin die Dinge führen würden. Die Kunſt, die darſtelleriſche vor allem, machte ſich zum Bannerträger dieſer Revolte. Das konnte man verſtehen zwei Jahre lang, drei Jahre lang. Dann aber brach aus dem Volk felbſt heraus der Widerſtand gegen den Geiſt der Revolte. Im Volke ſelbſt ſchon bildete ſich ein neuer Zuſtand, ein Zuſtand, den nun die Geiſtigen der Nation nicht erkennen wollten, in⸗ dem ſie der hochmütigen, ja bornierten Auffaſ⸗ ſung waren, ohne ſie könne ein ſolcher Zuſtand nicht kommen und ſie hatten ja die Abſicht, ihn nicht kommen zu laſſen. Er iſt nun trotzdem gekommen, und zwar für den, der ihm nicht mitkommen half, ſo elemen⸗ tar, daß nun derjenige, der mit der alten Zeit verhaftet war, vor einem Rätſel ſtand, das er nicht mehr in ſich aufnehmen konnte. Er iſt erſchüttert, er iſt aus den Fugen geriſſen, er hat den Halt verloren, die Sicherheit, er weiß nicht mehr hin und weiß nicht mehr her. Er taumelt im Irrgarten der Gefühle, der Gedanken, der Ideen, der Beweggründe. Das Volk hat das mit feiner Witterung ſehr bald herausgeſpürt, und es nimmt an der Kunſt die furchtbarſte Rache, die man dem Künſtler überhaupt antun kann: es intereſſiert ſich nicht mehr dafür. Der Künſtler ging allein, und das Volk ließ ihn allein gehen. Würde man dieſen Zuſtand aufrechterhalten, glauben Sie nicht, daß Sie die deutſche Kunſt damit vernichten würden? Nun iſt der November machtpolitiſch über⸗ wunden und ſeine geiſtespolitiſche Ueberwin⸗ dung iſt im Gange. Es beſteht jetzt die Gefahr, daß zwiſchen der Verſtändnisloſigkeit des ſchaffenden Künſtlers einerſeits und dem vorwärtsdrängenden Tempo der macht⸗ und geiſtespolitiſchen Entwicklung andererſeits ein luftleerer Raum entſteht, wie man ihn durch die leeren Theater geiſtern ſpürt. Glauben Sie nicht, daß ſtaatliche Subven⸗ tionen über dieſes Dilemma hinweghelfen können. Sie werden Subventionen nicht nötig haben, wenn Sie die Beziehung zum Volke wieder gefunden haben! In der Zeit, in der ſich auf den Straßen draußen das große Volks⸗ drama abſpielte, hatte die Republik der Kunſt kein Thema gegeben, das der Geſtaltung wert erſchien. Aus Mangel an Stoff und Thema hul⸗ digte nun das deutſche Theater der Experimen⸗ tierſucht. Es trieb den Individualismus auf die Spitze. Wer dem Grundſatz huldigt, daß die Kunſt nur für den Künſtler da ſei, der darf ſich nicht darüber beklagen, wenn das Volk ihn allein läßt. Die Kunſt verlor den Zuſammenhang mit dem Volke. Durchſtoßen wir dieſen luftleeren Raum nicht, laſſen wir ihn ſich vergrößern, dann iſt aller⸗ dings eine akute Gefahr für das deutſche Drama und für das deutſche Theater gegeben. Wenn wir aber durch dieſe luftleere Wüſte hindurch⸗ gehen wollen, an ihr Ende gelangen wollen, und von da aus neues Leben weihen wollen, dann iſt nichts verloren. Im Gegenteil, dann werden wir ſehr ſchnell die Kriſe überwinden und neues Terrain erobern. Ich möchte mich in dieſem Zuſammenhang gegen eine Reihe von Unterſtellungen verwah⸗ ren, die vielfach dem Nationalſozialismus der Oppoſition und auch heute noch gemacht werden. Die Kunſt kommt vom Können, nicht vom Wol⸗ len. Das äußere Merkmal der Kunſt iſt die Ge⸗ konntheit. Es ſoll alſo niemand glauben, daß Geſinnung allein es tut, Geſinnung muß zwar dazu gehören, aber ſie kann nicht die Kunſt durch ihre Geſetze an ſich erſetzen. Die dramatiſche Kunſt der Vergangenheit möchte ich in dieſem Zuſammenhang mit ein paar Strichen zeichnen. Was ſich vor dem Kriege Naturalismus nannte, das war nur in ſeinem Anfang eine theoretiſche Problemſtellung. Sie entartete ſehr bald zur blaſſen Milieuſchilderung, die in der marxiſtiſchen Ideologie auslief. Der Expreſſio⸗ nismus hatte geſunde Anſätze, denn die Zeit hatte etwas Expreſſioniſtiſches an ſich. Aber der Expreſſionismus kam in die Zeit der Experi⸗ mente hinein und verfiel alsdann im Dalles und ähnlichen literariſchen Scherzen, wenn ich mich ſo ausdrücken ſoll. Ein Anklang deſſen, was kam, war das, was wir die neue Sachlichkeit nennen. Denn wenn ich dieſe Zeit in ihrem Weſen kriſtalli⸗ ſiere, werde ich auf dieſe charakteriſtiſchen Merk⸗ male ſtoßen. Es iſt ein ähnliche Zeit, die hier ſchreitet, eine Zeit, die wunderbare Erſchütterun⸗ gen in ſich trägt, die aber dieſe Erſchütterun⸗ gen mit einer merkwürdig anmutenden Nüch⸗ ternheit erlebt. Der Heroismus, den wir heute auf der Straße ſehen, iſt ein anderer als der des bürgerlichen Pariotismus. (Fortſetzung folgt.) —— — —————— 20%⏑⁰4 62. Fortſetzung Ich bekam Sodbrennen. Aber der Heroſtrat prophezeite noch, daß fämtliche Bahnlinien des Rheins in franzöſiſchen Regiebetrieb übernom⸗ men würden, auch ſeien die Fahnenſtangen der Ruhrzechen reif für die ewige Trikolore! Die Verſammlung näherte ſich dem regneri⸗ ſchen Finale. Ich ſpähte im Halbdunkel der Fackelbrände auf meine Uhr, die dritte Stunde nach Mitternacht war längſt vorbei. Arme Ma⸗ ria. Die fünfhundert Männer hoben ihre Finger zum Eid: Die Rheiniſche Republik oder den Tod! War ihnen das Leben ſchon wertlos gewor⸗ den? Und noch eine Warnung des Obernbündlers: „Wer deſertiert, wird ſtandrechtlich erſchoſſen!“ Woher hatte er das? Dann ein Gebrüll nach Kommando:„Frei⸗ heit!“ Es klang, als hätte die Freiheit etwas mit Schnaps und Huren zu tun. Nie war mir ünromantiſcher zumute. Nie war mir der nüch⸗ terne Geruch meiner Mitmenſchen übler aufge⸗ ſtoßen. Stümper, wohin man ſchaute. Und Sit⸗ zungen wie dieſe fanden zur gleichen Stunde an vierunddreißig Punkten der Weſtmark ſtatt. Von Kleve bis nach Germersheim. Das war kein Rütliſchwur. Wäre wenigſtens ein ver⸗ wegener Abenteurer oder Vollblutbandit unter ihnen geweſen. ———————————————— .◻- Letzte Szene des Marionettenſpiels: Die fünfhundert Rheinfranken formierten ſich zum Abſchied in ausgerichteter Gruppenkolonne und defilierten im... Parademarſch am beritte⸗ nen Colonel vorbei, als hätten ſie keinen heili⸗ geren Abgott als das Exerzierreglement von Döberitz. Auch Adam Anker ſtrampelte an einer Flanke mit geſchultertem Schirm, ich wartete auf ihn, aber er beſprach ſich nach der Heer⸗ ſchau noch mit einem Sergeanten. Ich ſchlich unterm Schutz der Finſternis näher und fing zwei Worte auf:„Philipp Weber!“ Wurde der arme Weichenſteller denunziert? — In meiner Hoſentaſche ſtak die Waffe Abſeits vom Schwarm der Kolonnen wan⸗ derten wir heim. Der Regen war dünner ge⸗ worden, der Sturm friedlicher, meine Finger ſchwollen vor Kälte. Da der Weg bergab ging, kamen wir, wenn auch nur ſchrittweiſe, auf dem abſchüſſigen und vom Waſſer glitſchigen Humus ſchneller vorwärts. Das erſte Wort er⸗ wartete Herr Anker von mir. Ich ließ ihn war⸗ ten. Und überhörte auch ſeine ſchüchternen Stich⸗ proben, wenn wir auf dem Abhang zuweilen ins Rutſchen kamen. Er ſagte dann„holla“, oder er griff mir unter den Arm:„Manes, mußt Obacht gebe.“ Manes blieb ſtumm. Nach einer Stunde tauchten die Lichter des Rheintals auf. Die Quartiere von Moſtheim. Wir erreichten die ebene Landſtraße, die das linke Stromufer ſäumte. Unſere Lungen keuch⸗ ten, aber die Füße freuten ſich, daß ſie wieder waagerechte Erde unter ſich ſpürten. Da pumpte der Gaſtwirt den Leib voll Mut, blieb ſtehen, hielt mich am Aermel feſt:„Nu, wie hot dirs 'falle?“ „Es war ſehr luſtig, Adam!“ „Gell, ſiehſtes ei?““ So freudig er dieſe Antwort begonnen hatte, ſo nachdenklich ſchwieg er plötzlich, als er im Lichtkegel eines nahenden Kraftwagens mein Geſicht beobachten konnte. Wir traten zur Seite, ein franzöſiſches Auto raſte vorbei, der Schlamm ſpritzte uns in die Augen. „Du willſt ſpotte, Manes?“ Ich lachte ihn aus und ging weiter. Herr Anker folgte drei Schritte hinter mir und rief mich wieder an:„Du, ich brauch nur ze wolle!“ „Und?“ „Dan gehts dir ſchlecht!“ „Noch ſchlechter?“ Ich griff achtern nach der Hoſe, zog den Re⸗ volver. Der Gaſtwirt hob die Hände, ich trieb ihn vor mir her, und wenn er ſchreien wollte, klemmte ſich mein Finger feſt um den Hahn. Bald hatte ich den kleinen Katilina ſo weit, daß er mit dem Rücken an der Strömung ſtand. Und der Rhein war reißend hoch, die Waſſer⸗ maſſen ſchoſſen in gurgelnden Stößen. Ich wie⸗ derholte ohne Unruhe Adams eigene Drohung: „Du, ich brauche nur zu wollen, morgen würde man dich fiſchen. In Bonn. In Köln. Oder ſonſtwo. Oder überhaupt nicht. Denn das Waſ⸗ ſer iſt jetzt ſchneller in der Nordſee als ſonſt. Kein Huhn würde nach dir gackern!“ Dann warf ich die Waffe weit in den Fluß. „Aber ich will nicht. Keiner von denen, die ich da oben ſehen und hören durfte, wäre wert, daß ich eine Todſünde beginge. Du ſiehſt: nie war ich ruhiger als jetzt!“ Herr Anker ließ die Arme ſinken, ſprang zur Straße zurück und fühlte ſich geborgen. Da ich mich langſam näherte, lief er fort, blieb wieder ſtehen:„Nu biſte die längſte Zeit in Moſtheim 'weſe!“ Nach drei Sprüngen ſtand ich vor ihm. Da floh er wieder, aber ich ſetzte ihm nach und trat ihn ſo gut zwiſchen die Backen, daß er kopfüber in die Pfützen ſtürzte. Mein Hüftgelenk hatte ſich ausgekugelt. „Als Vorſchuß und zum Abſchied, Adam. Ver⸗ rate mich, laß mich verhaften oder ausweiſen: Für mich ſtehen zehn neue auf. Und wenn dieſe fort ſind, kommen wieder hundert für die zehn. Das wird ſo weiter gehen, bis von dir und deinen Leuten kein Schwanz mehr übrig iſt.“ Der Gaſtwirt ſtöhnte, wollte aufſtehen, fiel wieder in den Moraſt. Da half ich ihm. Aus —— Er rieb ſich die Weichen und andere Teile. „Da wachſen keine Haare mehr, Adam!“ Er wankte weiter, ich blieb an ſeiner Seite, weil er immer noch in die Knie ſinken wollte. Er war ja Vater, und die Autos der Fran⸗ zoſen fegten hier alle Augenblicke vorüber. „Menſch, Adam, haſt du kein Ehrgefühl?“ Da er ſchallend auflachte, ſchien die Ka⸗ naille in ihm noch wenig kuriert. „Geh, dofür kann ich mir nix kaufe!!“ Nun hatte ich mein Fett. Die Antwort der neuen Zeit. Da ſich der Stöhnende auf einen Kilometer⸗ ſtein ſetzte, wo er alenfalls noch mit Schlamm bekleckſt werden konnte, ging ich meiner Wege und überließ ihn ſeinem Gewiſſen. Auch machte ich mir Sorge um die Flut des Rheins, obwohl ich für das Schickſal der Ponte nicht zu haften brauchte. Philipp Weher hielt zwar Wache, wenn aber das Schartau noch weiter gelockert werden mußte, konnte ſeine Treue wenig nützen. Ich hielt mich auf der rechten Straßenſeite, wo der Makadam nicht ſchlammig war. Hier konnte ich im Trab laufen, um ſchneller am Ziel zu ſein(Fortſetzung folgt.) * 122 ſi 1933 ——— cht, daß ürden? über⸗ herwin⸗ hen der ünſtlers Tempo hicklung ht, wie n ſpürt. bven⸗ elfen haben, der ſich Volks⸗ r Kunſt ig wert na hul⸗ erimen⸗ us auf Kunſt ch nicht allein ing mit m nicht, t aller⸗ Drama Wenn ndurch⸗ en, und i,„ dann werden d neues enhang herwah⸗ ius der verden. n Wol⸗ die Ge⸗ n, daß ß zwar ſt durch natiſche dieſem eichnen. lismus ig eine ete ſehr in der preſſio⸗ ie Zeit ber der Experi⸗ Dalles enn ich ir das, Denn riſtalli⸗ Merk⸗ jie hier tterun⸗ itterun⸗ Nüch⸗ r heute der des olgt.) andere 1* Seite, wollte. Fran⸗ er. 12*“ ie Ka⸗ ort der ometer⸗ chlamm Wege machte obwohl haften Wache, elockert nützen. enſeite, r. Hier ſer am folgt.) des Nachmittags. Jung und alt kam auf ſeine „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 1933 ,,, . 33 122* 1 2„. 2 —— F 4. gee 5 —— 2 5 W2 74 4 Hillerjugend Gef.⸗Bann 171/II Jugendſonntag in Schwetzingen Am Samstagabend, dem Tag vor der Fahrt nach Schwetzingen, war die H§ zu einem Hand⸗ ballwettſpiel gegen die erſte Jugendmannſchaft der Turngenoſſenſchaft Jahn angetreten. Ob⸗ wohl die Sonne bereits am war, denn das Spiel begann erſt um 7 Uhr abends auf dem TG⸗llatz, An noch eine drückende Hitze. Jedoch der Kampfeseifer ließ ſich nicht zurückdämmen und ein flottes Spiel war bald im Gange. Schon in den erſten zehn Minuten lag die Jugendmannſchaft der TG mit zwei Toren Vorſprung in Führung. Aber lange konnte ſie dieſen Erfolg nicht halten, denn die Mannſchaft der HIJ drängte immer mehr das Spiel gegen das gegneriſche Tor, ſo daß bis zur Halbzeit nicht nur das Spiel ausgeglichen, ſon⸗ dern es ſogar mit einem Sieg für die HF endete, nämlich mit:2. Nach der Halbzeit ſetzte ſich der Angriffsgeiſt der HJ immer mehr durch, wurde zur Ueberlegenheit gegenüber der Ju⸗ gendmannſchaft der TG. So konnte der Aus⸗ gang des Spieles nicht mehr zweifelhaft ſein. Mit:3 gewann die Mannſchaft der Hitler⸗ jugend das Handballwettſpiel. Die Fahrt nach Schwetzingen Sonntagsmorgens hieß es beizeiten aufſtehen, denn ſchon um.30 Uhr mußte der ganze Ge⸗ folgſchaftsbann in Schwetzingen vor dem Schloß angetreten ſein. Einer nach dem anderen kam in der frühen—. in froher Stimmung angerückt. Im Laſtauto ging es hinüber nach Schwetzingen. Die Stadt hatie großen Flaggen⸗ ſchmu—— 1 Braune Kolonnen füllen immer mehr die Straßen, rücken gegen das Schloß. Scharfe Kommandos hallen über den Platz. Trommelwirbel der Spielmannszüge dröhnen auf. Scheinbar iſt nur die Unordnung, die ſich über den immer mehr ſich füllenden Platz ausbreitet, denn die einzelnen Gefolg⸗ ſchaften ſtehen in ſich geſchloſſen und harren nur der Befehle des Führers, um als feſtgefügte Marſchkolonne abzumarſchieren. In der„Wild⸗ nis“, einem in der Nähe des Schloſſes gelegenen Platze, wird der evangeliſche Feldgottesdienſt abgehalten, während der katholiſche Gottes⸗ dienſt in der Kirche ſtattfindet. In der„Wild⸗ nis“ haben ſich rings um die Kanzel die Fah⸗ nenträger aufgeſtellt. Zum Gebet ſenken ſich die Fahnen; tiefe Stille. Das gemeinſam geſungene Lied„Eine feſte Burg iſt unſer Gott“ beendet die Weiheſtunde. ——— — —— Nur eine kurze Pauſe iſt uns gegönnt. Denn ſchon iſt es Zeit geworden, um zum Aufmarſch für die Feierſtunde auf dem Schloßplatz abzu⸗ marſchieren. Die Sonne hatte wenig Erbarmen mit uns. Dichtgedrängt ſtehen HF, BdM und andere Bünde, die zum Jugendtreffen erſchie⸗ nen waren. Die Hitze wird immer ſtärker, Durſt peinigt einem. Aber wenig hat dies zu ſagen, denn wir wollen uns ja alle an Entbehrungen gewöhnen. Die deutſche Jugend muß hart wer⸗ den, wenn ſie die ihr geſtellte Aufgabe, den Neubau des Reiches feſtigen zu helfen, aus⸗ führen will. Aehnliches ſagte auch unſer Gebietsführer Kemper zu uns. Ein Stand im Staat, die Staatsjugend ſeid ihr, und ihr müßt euch dieſer Anerkennung auch würdig erzeigen. Dieſe Anerkennung wäre jedoch nicht möglich geweſen, wenn ihr in den zurückliegenden Kampfjahren nicht bereit heßefen wäret, Blut und Geſundheit für euer hohes Ideal„Deutſchland“ zu op'ern. Und heute müßtihr euch Annin heiligſte verpflichten, die Bereitſchaft für den Staat, für des Reiches Größe, zu ſtäh⸗ len, ſich hinzugeben für den Staat, für ihn zu marſchieren. Sich voll einzuſetzen für die Größe des Vol⸗ kes und für ſeine Auferſtehung. Die Worte unſeres Gebietsführers ſind uns tief in unſere Herzen eingedrungen, den Willen ſtärkend, uns ganz für unſer geliebtes Vater⸗ land einzuſetzen mit aller Kraft, ja mit un⸗ ſerem Leben. Nach der Feierſtunde, in der außer unſerem Gebietsführer der Bürgermeiſter kurze Begrüßungsworte geſprochen hatte, die Kapelle einige ernſte Muſikſtücke geſpielt und der Mann⸗ heimer Singkreis feine Lieder geſungen, war der Vorbeimarſch an unſerem Gebietsführer Kemper. Nach dem Mittageſſengroßer Aufmarſch durch die feſtlich geſchmückte Stadt. Die braunen Kolonnen ziehen im Gleichſchritt durch die Stra⸗ ßen, ein endloſer Zug. Die wenigen Bünde, die heute noch außerhalb unſeren Reihen mar⸗ ſchieren, fallen kaum auf, ſo gering iſt ihre Zahl, Die Wolken türmen ſich langſam immer höher, fernes Donnergrollen kündet ein Gewitter an. Der Wind fegt durch die Straßen, die Fahnen knattern über den Marſchkolonnen, Blitze zuk⸗ ken auf. Jedoch wir marſchieren, mar⸗ ſchieren immer weiter. Nichts kann unſeren Weg, den Weg für Deutſch⸗ lands Größe, hemmen. —————————————————— Waldfeſt der Weinheimer Militär⸗ en Die Militärvereine Weinheims vereinigten einige Stunden frohen und geſelligen Beiſam⸗ menſeins am Sonntag nachmittag auf dem idylliſch gelegenen Raſthaus im Weinheimer Kaſtanienwald bei Weinheim. Der Sonntag vormittag verſprach allerſchönſtes Wetter, das am frühen Nachmittag einem plötzlich ein⸗ tretenden Gewitterregen Platz machte. Was focht das„Wetter die alten Kameraden an, die oft im Feldquartier auf hartem Stein ſich müde niederlegten!“ Sie zogen unter klingendem Spiel der Weinheimer SA.⸗Kapelle zum Raſt⸗ haus, um dennoch zu ihrem Recht zu kommen. Ein richtiges Volksfeſt entwickelte ſich im Laufe Rechnung. Ein deutſcher Tanz vereinigte die Alten, Kinderbeluſtigungen, Kletterbaum, Topf⸗ ſchlagen und andere Spiele die Jungen. Die EA-Kapelle tat ihr Uebriges, um trotz der zeit⸗ weiligen Ungunſt eine echt ſoldatiſche Kamerad⸗ ſchaftlichkeit Platz greifen zu laſſen. Nur all u raſch verflogen die ſchönen Stunden. Mit klingenden Spiel zog man wieder zur Stadt zurück, das Bewußtſein im Herzen, einige ſchöne und gemütliche Stunden verlebt zu haben. Der Raſthauswirt, Fritz Hohenadel, hatte alles auf⸗ geboten, um den Bedürfniſſen ſeiner Gäſte in jeder Hinſicht gerecht zu werden. Die Veran⸗ ſtaltung, die am vorhergehenden Sonntag be⸗ reits ſtattfinden ſollte und wegen der ſchlechten Witterung verſchoben werden mußte, darf als wohlgelungen bezeichnet werden. Sie bleibt uns allen in angenehmer Erinnerung. Bildung eines Turnerſturmes Durch die beiden Turnvereine, Turnverein 1862 Weinheim und Turngenoſſenſchaft Jahn 1878, wurde am Samstag abend eine Grün⸗ dungsverſammlung für einen Turnerſturm der Jahrgänge 1912—1916 einberufen. Dr. Meiſer richteie an die Erſchienenen eine Anſprache, in der er die Bedeutung der Gründung eines Turnerſturms begründete und befürwortete. Man diene damit der Verwirklichung des Volks⸗ gemeinſchaftsgedankens auch innerhalb der deut⸗ ſchen Turnvereine in Weinheim.„Dr. Meiſer führte mit ſeiner Einzeichnung die Liſte mit weiteren 80 Aktiven und 26 Angehörigen des Reſerveſturms. Sturmbannführer Kraft hob in ſeiner Anſprache die Bedeutung des Turner⸗ ſturms hervor, der in gemeinſamer Arbeit mit der SA. und SS. am Wiederaufbau unſeres Vaterlandes mitwirken müſſe. Es ſei Pflicht einzelnen Volksgnoſſen, ſich einzureihen in die Front des neuen Deutſchland. + Einladung Am Sunfaft den 14. Juli 1933, abends.30 Uhr veranſtaltet die NSBO. Kreis Weinheim im Saale des„Schwarzen Adler“ einen Thea⸗ ter⸗Abend. Zur Aufführung kommt durch die NS.⸗Kampfbühne Gießen „Erſt dann wird Deutſchland frei“ Schauſpiel in drei Akten von Heinrich Bartho⸗ lomäus. Der billige Eintrittspreis von 40 Pfennig für Schaffende und 20 Pfennig für Erwerbsloſe erlaubt jedem dieſe Vorſtellung zu beſuchen und durch dieſe Aufführung den Kampf des Arbei⸗ ters und ſeine Befreiung mitzuerleben. Wir laden auch Sie zu dem Beſuch der Ver⸗ anſtaltung herzl. ein. NSBo., Kreis Weinheim. ———————— Vor der Eingliederung des Deulſchen Kolonialpfadfinderbundes Karlsruhe, 8 Juli. Der Jugendführer des Landes Baden teilt mit: Hierdurch gebe ich bekannt, daß der Deutſche Kolonialpfadfinderbund nicht unter die Auf⸗ der andern Bünde fällt. Es werden zur Zeit Verhandlungen geführt über die Einglie⸗ derung des Deutſchen Kolonialpfadfinderbundes in die Hitlerjugend. Bis dahin haben jegliche Reibungspunkte zu unterbleiben und das beſte kameradſchaftliche Verhältnis zu herrſchen. Das Ferienlager des Deutſchen Kolonialpfadfinder⸗ bundes vom 28. Juli bis 1. Auguſt wird vor⸗ behaltlich einer ſpäteren Regelung genehmigt. Heil Hitlerl! gez. Kemper Roberl Klausmann enlflohen Weinheim, 10. Juli. Der frühere Frak⸗ tionsvorſitzende der Kommuniſtiſchen Partei im Badiſchen Landtag, Robert Klausmann⸗Wein⸗ heim, der bekanntlich ſeiner Zeit in Karlsruhe trotz ſeiner Verkleidung erkannt und in Schutz⸗ haft genommen wurde, iſt am Samstag in Hei⸗ delberg flüchtig gegangen. Kurze Zeit nach Pfingſten wurde Klausmann wegen Krankheit in ein Krankenhaus nach Heidelberg eingeliefert. Auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weiſe iſt es ihm am Samstag gelungen, von dort zu ent⸗ fliehen. Rheinfahrt der NSB Am Sonntag veranſtaltete die Betriebszelle „Drei Glocken“ eine Fahrt nach dem Rhein. Als Vertreter der Direktion begleitete uns Herr Verkaufsleiter Schalow. W.30 Uhr verließen wir auf fünf Schnell⸗Laſtwagen un⸗ ſerer Firma, die mit Fahnen und Laub präch⸗ tig geſchmückt waren, mit insgeſamt 165 Per⸗ ſonen den Fabrikhof. Die wohltuende Kühle eines ſchönen Sonntagmorgen erzeugte bei allen Teilnehmern eine fröhliche Stimmung, und auf allen Wagen hörte man Lied und Scherz. Ueber Darmſtadt und Groß⸗Gerau erreichten wir um 8 Uhr Mainz⸗Biſchofsheim und fuhren rechts⸗ rheiniſch über Biebrich, Rüdesheim, Aßmanns⸗ hauſen, Lorſch, Caub zur Loreley. Ueberall auf der Landſtraße, den Dörfern und Städtchen am Rhein, wurden wir jubelnd begrüßt, von den Rheindampfern erſchollen frohe Zurufe, alles winkte mit Tüchern und grüßte mit dem Hit⸗ lergruß. Jetzt wars vorbei mit dem ruhigen Sitzen, alles ſtand auf den Bänken, um 40 nichts von all dem Schönen des herrlichen Stromes entgehen zu laſſen. Zuerſt der ſagen⸗ umwobene Mäuſeturm bei Bingen. Da zogen ſie vorbei, jene ſtolzen Burgen und Schlöſſer des Rheins: Ruine Ehrenfels bei Aßmanns⸗ hauſen, auf der linken Seite dicht hinterein⸗ ander Rheinſtein, Reichenſtein, Sonneck und Ruine Fürftenberg. Auf ſtolzer Höhe über Lorch die Ruine Nollich, mitten im Strom die Pfalz, über Caub die trutzige Burg Gutenfels, 6 löſte eine Sehenswürdigkeit die andere ab. ſei der Loreley ſchien die Hölle zu ſein. Ein ſchweres Gewitter, das ebenſo plötzlich, wie es kam, auch wieder abzog, konnte uns nicht hindern, den Felſen zu beſteigen. Für den beſchwerlichen Aufſtieg wurde reicher Lohn. Eine wunderbare Ausſicht zeigte uns das Rheintal mit St. Goar und St. Goarshauſen, darüber die Burg Katz. Tief unten auf dem Strom zogen in ruhiger Fahrt die Dampfer und Schlepper. Nach einem kleinen Frühſchop⸗ pen im Loreley⸗Gaſthaus gings wieder hinun⸗ ter zu den Wagen und in raſcher Fahrt zurück nach Rüdesheim. Dort erwartete uns im Gaſt⸗ haus zum„Münchhof“ und Reſtaurant Ge⸗ bürſch ein vorzügliches und reichliches Mittaz⸗ eſſen, das auch den Anſpruchvollſten vollauf zu⸗ friedenſtellte. Nachmittags ging jeder ſeinen Wünſchen nach, was bei den meiſten natürlich in einem guten und ſoliden Trunk beſtand. Die Droſſelgaß war bald dicht beſetzt, überall ſah man Arbeitskameraden in fröhlicher Stim⸗ mung, aber auch die Straußwirtſchaften wurden ſleißig beſucht. Viele machten einen Beſuch am Riederwalddenkmal und erbauten ſich an dieſem Symbol deutſcher Tapferkeit und Treue. Lang⸗ ſam wurde es Zeit zum Abrücken, alle trafen pünktlich zur feſtgeſetzten Zeit am Marktplatz ein, wo unſere Wagen⸗Karawane parkte. Dort hatte inzwiſchen eine SS⸗Kapelle ein Stand⸗ konzert gegeben. Gerade ſollten die Wagen be⸗ ſtiegen werden, als wir noch von einem guten Geſchäftsfreund zum„Viertele“ eingeladen wurden. Alſo auf zum letzten Abſchiedstrunk, es war wahrhaftig kein ſchlechter. So wurde es faſt 8 Uhr, als die Abfahrt angetreten wurde. Von allen Wagen ſangs weinfroh:„Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus“ und ein herzlicher Abſchiedsgruß wurde uns von den vielen Anweſenden zugerufen. Ueberall„Heil⸗ Hitler“ und„Auf Wiederſehen“. Ja, hoffentlich kommen wir wieder einmal nach dem freund⸗ lichen Städtchen und ſeinem Wein. Das war der Wunſch aller, die dieſe wohlgelungene Fahrt durften, ſie wird allen unvergeßlich eiben. Der Sinn dieſer gemeinſamen Fahrt der Ar⸗ beiter und Angeſtellten war, dem Arbeiter zu zeigen, daß der Klaſſenhaß früherer Tage end⸗ gültig überwunden iſt, wir kennen keinen Unter⸗ ſchied der Klaſſen mehr, wir ſind Deutſche, nur Deutſche. Der Arbeiter, von dem unſer Füh⸗ rer Adolf Hitler ſagte, er ſei des Kaiſers tapfer⸗ ſter und beſter Soldat geweſen, er wird und muß auch des Dritten Reiches treueſte Stütze ſein. Dann erſt kann wieder jenes herrliche Sol⸗ datenlied:„Die Wacht am Rhein“ frei und ſtolz geſungen werden. Unſerer Firma aber ſagen wir für ihr freund⸗ liches und großherziges Entgegenkommen un⸗ ſeren herzlichſten Dank. Die Wagen waren alle mit bequemen Sitzgelegenheiten verſehen und ermöglichten eine ausgezeichnete Fahrt; ſie er⸗ regten überall bei ihrem Erſcheinen freudiges Auſſehen und wollen wir nur hoffen, daß ſich dieſer Ausflug auch geſchäftlich gut auswirkt und der Firma W. Henſel damit ebenfalls einen Nutzen bringt. Hoffentlich können wir bald wie⸗ der eine ſolche Fahrt veranſtalten. Sport und Spiel Deulſche Ruderſiege in Zürich An der internationalen Ruderregatta in Zürich, die am Samstag und Sonntag bei herrlichem Wetter und ausgezeichneten Waſſerverhältniſſen vor ſich ging, be⸗ teiligten ſich auch einige ſüddeutſche Vereine, denen zwei Siege beſchieden waren. Der Mainzer RC von 18 75 holte ſich den Gaſt⸗Vierer mit Steuer⸗ mann in.27,2 leicht gegen den Basler RC in.30,8 und den Erſten Junior⸗Achter gewann der Main⸗ zer RV in.39 nach Kampf gegen den RC Schaff⸗ hauſen(.40), Seeklub Thun(.46,8) und Neptun⸗ Konſtanz(.51,8). Im Großen Achter zeigte ſich Ita⸗ liens Olympiamannſchaft, die Renngemeinſchaft Livorno, ihren Gegnern in.29,8 überlegen. Den zweiten Platz ſicherte ſich der Seeklub Luzern in.36,6 gegen den Mainzer RV(.38) und Neptun Konſtanz (.55,6). Den Großen Einer gewann der Schweizer Meiſter Studach(Grashoppers Zürich) in.52,4 über⸗ legen gegen den italieniſchen Junior Gavazzini(.57,2) Europameiſter Mariani⸗Italien mußte ſich in.15,4 mit dem dritten Platz begnügen. Ergebniſſe der übri⸗ gen Hauptrennen: Zweier o. St.: 1. Canottieri Lario Como(Italien).22,2; 2. Seeklub Biel.36,4; Junior⸗ Einer: 1. Gavazzini⸗Italien.15,4; Vierer m. St.: 1. FC. Zürich.35; 2. Basler RC.43,8; Zweiter Junior⸗Achter: 1. RC. Schaffhauſen.44,8. Frankfurker Regalka inkernatkional Engliſche und holländiſche Ruderer am Start Die Frankfurter Ruder⸗Regatta, die in dieſem Fahre erſtmalig am 29. und 30. JFuli auf der neuen Regatta⸗ ſtrecke bei Griesheim zum Austrag kommt, verſpricht ein bedeutendes Ereignis zu werden, denn außer ſehr guten Meldungen aus dem Reiche liegen nun auch Nennungen von engliſchen und holländiſchen Ruderern bor. Damit iſt nach langen Jahren die Frankfurter Regatta erſtmalig wieder international. Das Haupt⸗ intereſſe dürfte der Start des Vierers vom Pem⸗ broke College Cambridge beanſpruchen, da ja dieſer Vierer bei der Henley⸗Regatta Amicitia Mannheim aus dem Rennen werfen konnte. Das offizielle Avus⸗Ergebnis Erſt in den ſpäten Abendſtunden konnte man von der Rennleitung des Großen Motorradpreiſes von Deutſchland die genauen Ergebniſſe erfahren, die teil⸗ weiſe weſentliche Veränderungen ergaden. Die Sieger in den einzelnen Klaſſen blieben zwar die gleichen, doch Zeiten und Durchſchnittsgeſchwindigkeiten muß⸗ ten eine Aenderung erfahren. Die offiziellen Ergeb⸗ niſſe lauten: Bis 1000 cem: 1. Kratz⸗Oberohmen(BMW) .00,40(156,1 Stokm.); 2. Buvain⸗Königsberg(BMW) :07:19,8(148 Stdorm.); 3. Roſe⸗Düſſeldorf(BMW) 375(145,5 Stdkm.); 4. Brudes⸗Breslau:10:36,1 Bis 500 com): 1. Steltzer⸗München(BMW) :56:53,2(161,2 Stdkm.), beſte Zeit des Tages; 2. Sundquiſt⸗Schweden(Husauarna):58:27,2(159,1 Stdkm.); 3. Kalen⸗Schweden(Husquarna):59:53,4 (157,2 Stdkm.); 4. Rieſe⸗Freiburg; 5. Tyrell Smith; 6. Oettinger⸗Neckarſumm; 7. Bauhofer⸗München (BMW). Bis 350 cem: 1. Loof⸗Godesberg(Imperia) :04:10,6(142,3 Stdkm.); 2. Richnow⸗Berlin(Rudge) :04:10,8(142,2 Stokm.); 3. Ahlswede⸗Hamburg(Velo⸗ cette):15:58(130,9 Stdkm.); 4. Frentzen⸗Bonn (Rudge):15:41,3. Bis 250 cem: 1. Dodſon⸗England(New Im⸗ perial):59:32,8(138 Stdkm.); 2. Sandri⸗Italien (Guzzi):59:33,3(137,9 Stdkm.); 3. Geiß⸗Pforzheim (DaW):10:21,3(156,5 Stdkm.). Streckenlänge für 1000 und 500 cem: 333,999 Km., bis 350 cem: 294,426, bis 250 cem: 274,853 Km. ——— 2 1 Amaleur⸗Radrennen in Rhein⸗ gönheim Im Mittelpunkt der Amateur⸗Rennen in Rheingön⸗ heim ſtand ein Sechsſtunden⸗Mannſchaftsrennen, das Denzer⸗Ludwigshafen und Wei ß⸗ iederhöchſtadt mit 53 Punkten gewannen. Den zweiten Platz be⸗ legten Schorn⸗Köln und Meile⸗Mannheim(47 Prt.) vor Hafner⸗Speyer und Hilpert⸗Frankenthal(41), Kneller⸗Bonn und Zacharias⸗Koblenz(23) und Leichert Mannheim und Spahn⸗Frankfurt(15 Pkt.). 5 2 2 Neue Glanzleiſtung im Segelflug Das Segelflugzeug„Pa“ des Flugvereins Nieder⸗ rhein, beſetzt mit Oberlehrer Baumann und Flugleiter Bruzlauer, vollbrachte eine neue Glanzleiſtung im Segelflug mit Paſſagier. Die Maſchine wurde auf 150⁰⁰ Mtr. Höhe geſchleppt und dann losgelöſt. Nach längerem Kreiſen über Duisburg⸗Hamborn in 2000 Meter Höhe entſchwand der Apparat in Richtung Hol⸗ land, wo er nach ſchönem Flug in der Nähe von Eyndhoven glatt landete. Die zurückgelegte Strecke beträgt 76 Km., womit die von Günther Groenhoff aufgeſtellte Welthöchſtleiſtung von 33 Km. nunmehr als das Doppelte überboten wurde. Sporkneuigkeiten in Kürze Für die Vorſchlußrunde um den Adolf⸗Hitler⸗Fuß⸗ ball⸗Pokal haben ſich die Mannſchaften der Gaue Nordheſſen, Bayern, Berlin und Sachſen⸗Thüringen qualifiziert. Den vier Spielen der Zwiſchenrunde wohnten insgeſamt 23 000 Zuſchauer bei. 4* Auf den Tagungen des DFVund der DSB erhiel⸗ ten die Führer Generalvollmachten zu den notwendig gewordenen Satzungsänderungen. Die bisherigen Landesverbände werden aufgelöſt, das Vermögen geht an die Spitzenverbände über. Im Fußball beginnen die Meiſterſchaftsſpiele in den neuen Gauen am erſten Septemberſonntag. Es ſpielen in jedem Gau in der Oberliga zehn Mannſchaften und in der Gauliga in zwei Abteilungen je 12 Mannſchaften. 1 Einen deutſchen Reiterſieg gab es am Eröffnungs⸗ tage des Internationalen Reitturniers in Luzern. Haſſe gewann auf„Bosco“ das Jagdſpringen. 4* Bei den ſüddeutſchen Athletik⸗Meiſterſchaften gab es auch am zweiten Tag recht gute Leiſtungen. Im 200⸗Mtr.⸗Laufen der Frauen unterbot mit 25,0 Sek. Marie Dollinger⸗Nürnberg ihren eigenen Rekord, je⸗ doch dürfte dieſe Leiſtung keine Anerkennung finden, da in der Kurve Rückenwind herrſchte. K Berlin 1844 gewann am zweiten Tage der Ham⸗ burger Alſter⸗Regatta den Senatsachter vor Hanbur⸗ ger Renngemeinſchaft. Manfred v. Brauchitſch erzielte beim Gabelbach⸗ Rennen auf ſeinem Mercedes⸗SSͤ mit 114,2 Km. Stundenmittel die beſte Leiſtung des Tages. 2* 1 Die 12. Etappe der„Tour de France“, die am Sonntag von Nizza nach Cannes führte, wurde von dem Franzoſen Archambaud vor Rinaldi und Thier⸗ bach⸗Deutſchland gewonnen. Archambaud iſt dadurch wieder Erſter im Geſamtklaſſement geworden. 4* Stöpel⸗Deutſchland hält den ſechſten Platz. Im Län⸗ derklaſſement führt nach wie vor Frankreich vor Bel⸗ gien, Deutſchland, Italien und der Schweiz. * Ueberraſchend ging in Paris der Schwimm⸗Länder⸗ kampf Deutſchland— Frankreich verloren. Es iſt dies die erſte Niederlage in den Länderkämpfen der Schwimmer gegen Frankreich. Die Franzoſen gewan⸗ nen am Sonntag in Paris nicht nur die 4 mal 200 m Freiſtilſtaffel, ſondern mit:4(:2) auch das Waſſer⸗ ballſpiel. „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 11. Juli 1933 Fahrgang 3. Nr. 170. Seite 12 Wmirtscatis -Rundscau Die Warenhausfrage Von Dipl.⸗Kfm. K. E. Weiß Die Einſtellung des Nationalſozialismus gegen Warenhäuſer iſt ſchon aus den Verſammlungen in der Zeit vor der Machtergreifung bekannt und zudem im nationalſozialiſtiſchen Progromm eindeutig zum Ausdruck gebracht. Voreilige Leute behaupten heute, wir wären in der Warenhausfrage umgefallen und verſuchen dies mit einem Hinweis auf das unver⸗ änderliche Beſtehen der Warenhäuſer zu beweiſen. Das iſt genau ſo abwegig wie die Behauptung, die NSDaAp wäre in der Konſumvereinsfrage umgefal⸗ len. Die Verfügung des ſtellvertretenden Führers der NSDAP., Rudolf Heß, hat die voreiligen Leute eines Beſſeren belehrt und ihnen geſagt, daß die vor⸗ läufige Aufrechterhaltung der Konſumvereinsbetriebe zwecks Vermeidung ihres Zuſammenbruchs erfolgt. Aus ähnlichen Vorſichtsmaßregeln erklärt ſich die bisherige Schonung der Warenhäuſer. Es iſt längſt kein Geheimnis mehr, daß die Warenhäuſer trotz jener glänzenden Geſchäftsberichte und dementſpre⸗ chenden Dividenden während der letzten Fahre mehr und mehr Bankſchulden aufzuweiſen hatten. Es iſt ferner Tatſache, daß die Abwanderung des Publi⸗ kums vom Warenhaus zum Fachgeſchäft einen beacht⸗ lichen Umfang angenommen hat. Die Urſache hierfür iſt nicht nur die nationalſozialiſtiſche Propaganda, die bewußt und mit Recht auf eine Stärkung der mittelſtändleriſchen Fachgeſchäfte auf Koſten der kapi⸗ taliſtiſchen Warenhauskonzerne hinarbeitet, ſondern auch die Abneigung gegen das Warenhaus, die das Publikum in zunehmendem Maße von ſich aus emp⸗ findet, eingedenk der zahlreichen Verkäufe minder⸗ wertiger Waren, wie ſie beſonders in den Lebens⸗ mittelabteilungen der Warenhäuſer polizeilich feſtge⸗ ſtellt wurden. So iſt es nicht verwunderlich, wenn nach dem Be⸗ richt des Inſtituts für Konjunkturforſchung die Ver⸗ ſchlechterung der Lage der deutſchen Warenhäuſer in den letzten Monaten angehalten hat, trotzdem in allen anderen Wirtſchaftszweigen eine Beſſerung zu verzeich⸗ nen iſt. Im Mai d. J. war der Warenhausumſatz z. B. ein ganzes Fünftel geringer als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Auch der Juni brachte einen Rück⸗ gang. Für die ſteigende Unbeliebtheit der Waren⸗ häuſer beim Publikum ſpricht am deutlichſten die Tat⸗ ſache, daß der Hausrat⸗ und Textilwarenverkauf der Warenhäuſer um rund 18 Prozent unter Vor⸗ jahrshöhe liegt, derjenige der Fachgeſchäfte dagegen um —7½ Prozent über Vorjahrshöhe. Daß mit den Warenhäuſern in nächſter Zeit etwas geſchehen muß, iſt klar, zumal verſchiedene von ihnen verſuchen, die Folgen ihrer Ueberſchuldung auf den Staat abzuwälzen, d. h. ihre Sanierung durch den Staat erſtreben. Da ſich unter den Warenhaus⸗Groß⸗ gläubigern durchweg ſolche Banken befinden, deren Majorität bei der öffentlichen Hand liegt, ſind die bedeutendſten Warenhäuſer praktiſch auch ſchon im Be⸗ ſitz der öffentlichen Hand. Kein Staat, am wenigſten der warenhausfeindliche nationalſozialiſtiſche dürfte deshalb eine Sanierung der Warenhäuſer etwa durch Subventionen ohne Geltendmachung ſeiner Rechte vor⸗ nehmen. Das war unter Brünings Zeiten der Brauch, als man die Steuergelder zum Fenſter hin⸗ auswarf. Für die Bereinigung der Warenhausfrage unter den veränderten Verhältniſſen gibt es drei Wege: 1. Man ſchließt die Warenhäuſer und wirft das überwiegend ariſche Perſonal auf die Straße. Dieſer Weg widerſtrebt dem nationalen Sozialismus. 2. Man ſchließt die Warenhäuſer unter gleichzeitiger Verpflichtung der Fachgeſchäfte des betreffenden Stadt⸗ viertels bzw. des ganzen Ortes, Neueinſtellungen aus dem freiwerdenden Warenhausperſonal vorzunehmen. Berechtigt iſt dieſes Verlangen durch die unwiderleg⸗ bare Tatſache, daß die Summe der gekauften Waren in einer Stadt immer gleichbleibt, auch wenn die Warenhäuſer geſchloſſen ſind. Niemand wird aus Proteſt über die Schließung der Warenhäuſer etwa nach Paris oder London fahren, um dennoch in einem Warenhaus kaufen zu können. Auch wird niemand in den Käuferſtreik treten, ſondern nolens volens in den Fachgeſchäften ſeines Ortes kaufen, alſo deren Umſatz ſteigern und dort mit anderen neuen Stamm⸗ kunden zuſammen Neu⸗Einſtellungen möglich machen. Der dritte Weg iſt der einfachſte, und der dem Pro⸗ gramm der NSDaApP naheliegendſte: Man vermietet die Abteilungen eines Warenhauſes an ausgewählte, eine neue Exiſtenz ſuchende Kleingewerbetreibende, mit der Verpflichtung, das in der betreffenden Abteilung vorhandene Perſonal zu übernehmen. Jeder der bei⸗ den letzten Wege entſpricht der Grunderfordernis für alle heutigen wirtſchaftlichen Umbaumaßnahmen, näm⸗ lich„keine neue Arbeitsloſigkeit!“. Welcher von beiden Wegen beſchritten wird, wird die Zukunft lehren. Die deutſche Bleierzeugung im Mai 1933 Berlin, 4. Juli. Die deutſche Produktion von Original⸗Hüttenweichblei einſchließlich kleinerer Men⸗ gen Hartblei ſtellte ſich, wie der Geſamtausſchuß zur Wahrung der Intereſſen der deutſchen Metallwirt⸗ ſchaft, Berlin auf Grund der Berechnungen des Statiſtiſchen Büros der Metallgeſellſchaft AG., Frank⸗ furt a. M. mitteilt, im Mai auf 10 324 Tonnen gegen 9360 Tonnen im April. Erläuterungen zum Reichsbank⸗ ausweis vom 7. Juli 1933 Berlin, 10. Juli. Nach dem Ausweis der Reichs⸗ bank vom 7. Juli hat ſich in der verfloſſenen Bank⸗ woche die geſamte Kapitalanlage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards und Effekten um 153,3 auf 3 589,6 Mill. RM. verringert. Im einzelnen haben die Beſtände an Handelswechſeln und Schecks um 31,5 auf 3180,3 Mill. RM., die Lombardbeſtände um 125 Mill. auf 84,7 Mill. RM. und die Effektenbeſtände um 1 Mill. auf 319,7 Mill. RM. abgenommen, dagegen die Beſtände an Reichsſchatzwechſeln um 4,2 Mill. auf 4,3 Mill. RM. zugenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankſcheinen zuſam⸗ ——— fähigen Deviſen um 1,5 Mill. auf 86,1 Milk. RM. zu⸗ genommen. Die Deckung der Noten betrug am 7. Juli 8,3 Pro⸗ zent gegen 7,8 Prozent am Ultimo Juni ds. Is. Zur Favag⸗Abwicklung Frankfurt a.., 8. Juli. In der Favag⸗Ab⸗ wicklung ſtehen noch bedeutſame Entſcheidungen aus, die ſich aus dem engen Zuſammenhang mit der Süd⸗ weſtbank⸗Abwicklung und den Rechtsſtreitigkeiten mit der Firma Gebr. Gutbrod Gmbh. ergeben. Ausgangs⸗ punkt dieſes Streites iſt die vielerörterte Bürgſchaft der Heyl⸗Beringer Farbenfabriten AG. Inzwiſchen iſt durch rechtskräftiges Urteil zugunſten der Gebr. Gut⸗ brod Gmbh. feſtgeſtellt, daß die Bürgſchaft zurzeit des Favag⸗Zuſammenbruches nicht mehr beſtand, die dahingehenden Behauptungen der Favag⸗ und Süd⸗ Klage auf einen Millionenbetrag vor. Da außerdem vor dem OLG. Frankfurt a. M. noch die Anfechtungs⸗ klage des Rechtsvertreters der Gebr. Gutbrod Gmböh. gegen die letzten Generalverſammlungsbeſchlüſſe der Fzwag ſchwebt, die vom Landgericht Frankfurt a. M. als erſte Inſtanz gegen die Favag dahin entſchieden wurde, daß dieſe Beſchlüſſe ſittenwidrig ſeien, ſo iſt einſtweilen nicht abzuſehen, wie lange die Favag⸗ und Südweſtbank⸗Abwicklung ſich noch hinziehen wird. Ob unter dieſen Umſtänden noch irgendwelche Ausſchüt⸗ tungen zu erwarten ſind, erſcheint höchſt fraglich. Da⸗ gegen iſt nach Meinung der Gebr. Gutbrod Gmbh. bei dem Stand der von ihr geführten Prozeſſe mit der Möglichkeit zu rechnen, daß Liquidatoren, Aufſichts⸗ ratsmitglieder und an der Favag⸗ und Südweſtbank⸗ abwicklung beteiligte Großbanken ſchließlich noch ſcha⸗ denerſatzpflichtig gemacht werden könnten. Zellſtoffabrik Waldhof, Mannheim⸗ Berlin Berlin, 8. Juli. Trotz Rückgangs der Verbrauchs⸗ einſchränkung an Zellſtoff und Papier konnten die Werke in 1932 doch nicht mit ihrer vollen Leiſtungs⸗ ſähigkeit ausgenutzt werden. Im einzelnen hat ſich die Zellſtofferzeugung in 1932 etwas über Vorjahrshöhe gehalten, die Papiererzeugung hat ſich dagegen um ca. 13 Prozent verringert. Die Vorräte konnten auf etwa die Hälfte geſenkt werden. Die Erlöſe, beſonders im Ausland, erreichten einen Tiefſtand, dem die Herſtel⸗ lungskoſten trotz ſchärfſter Sparmaßnahmen nicht an⸗ gepaßt werden konnten. Die weitere Entwertung der nordiſchen Währungen hat den unnatürlichen Preis⸗ vorſprung gegenüber Deutſchland vergrößert, ſo daß eine Schrumpfung des Auslandsgeſchäftes die unab⸗ wendbare Folge war. Nennenswerte Erträge hat die Geſellſchaft aus ihren Beteiligungen nicht bezogen. Die wichtigſte Tochtergeſellſchaft, die O/. Waldhof AB., Kexholm, weiſt infolge der Produktionseinſchränkung, die zwiſchen den europäiſchen Sulfitzellſtoff⸗Fabriken vereinbart iſt, einen Verluſt von insgeſamt Fmk. 12.60(rund RM. 0, 75) Mill. aus. Die Zellſtoff⸗ fabrik hat nom. RM. 210 000 Vorzugsaktien Lit. A und nom. RM. 2 Mill. Stammaktien erworben. Die Vorzugsaktien wurden zu 100 Prozent, die Stamm⸗ aktien zu einem Durchſchnittskurs von ca. 57 Prozent gekauft. Der Generalverſammlung am 28. Juli wird die Einziehung dieſer Aktien und die Zuführung des Buchgewinns an die geſetzliche Reſerve in der Bilanz vom 31. Dezember 1933 vorgeſchlagen. Von den RM. 35,72 Mill. Stammaktien werden die auf der Aktivſeite der Bilanz erſcheinenden nom. RM. 5,72 Mill. zum Umtauſch für die Aktionäre und Obliaa⸗ tionäre der O/ Waldbof AB., Kexbolm, bereitaehal⸗ ten. Nach RM. 2,27 Mill. Abſchreibungen auf Anlagen und RM. 4,88 Mill. anderen Abſchreibungen(i. V. insgeſamt 13,31 Mill., und 3,43 Zuführung auf Rück⸗ ſtellungstonto) ergibt ſich ein Verluſt von 4 328 489 RM., der vorgetragen werden ſoll.(J. V. fand die Erfolgsrechnung unter Berückſichtigung des Gewinn⸗ vortrages von 0,39 Mill. ihren Ausgleich.) Mokorenfabrik Oberurſel, Oberurſel i. T. Frank furt a.., 11. Juli. Gegenwärtig ſind die Bemühungen auf eine Wiederinbetriebnahme der Motorenfabrik Oberurſel wieder in ein fortgeſchritte⸗ nes Stadium getreten. Es liegen zwei Projekte vor. Das eine, von Dir. Uſinger⸗Oberurſel ſtammende, ſieht die Wiederaufnahme des Motorenbaues unter Verwer⸗ tung verſchiedener, von Uſinger eingebrachter Patente vor, eventuell wird auch daran gedacht, wieder Flug⸗ zeugmotoren herzuſtellen und die Produktion verſchie⸗ dener Fahrzeuge zu betreiben. Die Produktion ſoll in Form einer Werksgemeinſchaft geführt und vom Staat finanziert werden. Dieſer Plan hat für ſich, daß die hochqualifizierte Arbeiterſchaft des Werkes etwa auf die gleiche Art beſchäftigt würde wie früher.— Das zweite, von der Deutzer Motorenfabrik AG. Köln⸗Deutz, ausgearbeitete Projekt nimmt die Herſtellung von Laſt⸗ wagen in Ausſicht, deren Motoren aber in Deutz ge⸗ tiert: Kirſchen 1. Sorte 16—23, 2. Sorte 10—15, Erd⸗ beeren 22—25, Spilling 28, Himbeereen 20—23, Pfir⸗ ſiche la 25—28, 1. Sorte 20—25, 2. Sorte 17—20, 3. Sorte 13—16, Birnen 15—21, Johannisbeeren rot —10, Fohannisbeeren ſchwarz 14—15 Pfg ver Pfd. Die Anfuhr betrug 180 Ztr. Abſatz und Nachfrage rege. 5 Weiſenheim a.., 10. Juli. Bei einer Anfuhr von 500 Zentner wurden folgende Preiſe notiert: Erd⸗ beeren 20—26, Weichſellirſchen 22, Stachelbeeren grün 10—14, dto. rot 17—20, Johannisbeeren—9, Bohnen 16—18, Pfirſiche 23—26, Aprikoſen 20—25 Pfg. Bad Dürkheim, 10. Juli. Auf der heutigen Auktion wurden bei gutem Abſatz und guter Nach⸗ frage folgende Preiſe notiert: Kirſchen rot 14—15, ſchwarz 20—24, 12—17, ſauer 22—26, Napoleon 23 bis 26, Erdbeeren 1. Sorte 24—27, 2. Sorte 19—20, Jo⸗ hannisbeeren—11, Aepfel 15, Stachelbeeren grün 10—12, rot 16—22, Wirſing 5, Pfirſiche 1. Sorte 20 bis 27, 2. Sorte 14—18, Bohnen 21, Blumenkohl 19, Kartoffeln 2 Pfg. Anfuhr 200 Zentner. Auf dem freien Markt wurden bei gutem Abſatz und guter Nachfrage folgende Preiſe notiert: Kirſchen rot 12—14, ſchwarze 20—25, ſauer 15—25, Napoleon 22—26, Erdbeeren 18—28, Johannisbeeren—11, Birnen 15—21, Stachelbeeren grün—12, rot 16—22, Heidelbeeren 27—31, Pfirſiche 1. Sorte 20—27, 2. S. 12—17 Pfg. Freinsheim, 10. Juli. Auf dem hieſigen Obſt⸗ großmarkt koſteten am geſtrigen Sonntag: Schwarz⸗ kirſchen 18—22(Durchſchnitt 20), braune 18—25(22), Sauerkirſchen 20—25(22), Napoleonkirſchen 18—22 (20), geringe Sorten Kicſchen 13—17, Johannisbeeren —10(8,5), Stachelbeeren grün—15(12), rot 15—20 (18), Erdbeeren 20—25(22), Pfirſiche 18—25(25), Heidelbeeren 25—28(28), Himbeeren 26—35(30), Birnen 15—18(16), Bohnen 16—25(18), Erbſen 4, Aepfel 12 Pfg. per Pfund. Die Anfuhr betrug geſtern 1020 Ztr. Der Abſatz war flott, die Nachfrage ſehr ut Heute koſteten Kirſchen 18—22(Durchſchnitt 20), braun 18—22(20), Sauerkirſchen 20—25(23), Jo⸗ hannisbeeren—10(10), Stachelbeeren grün 12—15 (12), rot 16—20(18), Erdbeeren 23—26(24), Pfirſiche 20—25, Birnen 16—20, Himbeeren 30, Heidelbeeren 25 und Bohnen 16 Pfg. per Pfund. Die Anfuhr betrug heute 380 Ztr. Der Abſatz war flott, die Nachfrage konnte nicht befriedigt werden. Schifferſtadter Gemüſeauktion Schifferſtadt, 10. Juli. Es wurden folgende Preiſe feſtgeſetzt: Johannisbeeren 11—12, Stachel⸗ beeren 10—11, Bohnen—15, Erbſen—8½, Weiß⸗ rohl 2/½— 3½, Wirſing 6½—8, Zwiebeln 3½, Ka⸗ rotten 5, Blumenkohl 1. Sorte 17—22, 2. Sorte 14, 3. Sorte—7, Schlangengurken 10—15, Endivienſalat —7, Kopfſalat 1/½—3, Kohlrabi 1/½—3, Rettich St. 1, Karotten Bdl.—3, Suppengrünes Bdl.—3 Pfg. Mannheimer Produktenbörſe Mannheim, 10. Juli. Bei ermäßigten Preiſen für inländiſches Brotgetreide verkehrte die Börſe in recht ruhiger Haltung. Im heutigen Vormittagsver⸗ kehr hörte man folgende Preiſe in RM., per 100 Kilo, waggonfrei Mannheim, bei Waggonbezug: Weizen, inlandiſcher, 76/““ Kilo, gut, geſund und trocken, 20.90 bis 21, Roggen, inländiſcher, 72/73 Kilo, gut, geſund und trocken, 18.50; Hafer, inländiſcher, gut, geſund und trocken, 16—16.25; Futtergerſte 16.50—16.75; La⸗ Plata⸗Mais, gelber, mit Sack, 21.25; Weizenmehl, Spe⸗ zial Null, mit Austauſchweizen, 31.50—31.75; des⸗ gleichen aus Inlandsweizen 30—30.25; ſüdd. Weizen⸗ auszugsmehl, gleiche Bedingungen, 34.50—34.75 bzw. 33—33.25; füdd. Weizenbrotmehl, gleiche Bedingungen, 23.50—23.75 bzw. 22—22.25; Roggenmehl, 70⸗ bis 60proz. Ausmahlung, norddeutſches 23—24.50; desgl. füdd. und pfälziſches 24—25.50; Weizenkleie, feine, .75—8; Biertreber 12.75—13; Erdnußkuchen 14.50 bis 14.75 RM. Magdeburger Zuckernolierungen weſtbank⸗Abwicklung alſo unrichtig waren. Die ſich Reichsbanknoten um 89,7 Mill. auf 3392,2 Mill. RM., der darüber geführte Prozeß durch einen Vergleich beit würden mindeſtens 250 Arbeiter ihr Brot finden. Januar derjenige an Rentenbankſcheinen um 11,6 Mill. RM. bereits beendet ſchien, neu aufgerollt. Das neue Vor⸗ Eine Kommiſſton, beſtehend aus Bürgermeiſter Lange⸗ 505——— auf 384 Min. RM. verringert. Der Umlauf an dringen gegen die Südweſtbant ſtützt ſich auf Tat⸗] Oberurſel, Dir. Uſinger, einem Vertreter der Motoren⸗ebruar 5—— Scheidemünzen nahm um 16,6 Min. RM. auf 1447,0 ſachenmaterial, das dieſer ſchon vor, dagegen der Gebr, fabrit Deutz und dem Frankfurter Handelskammer⸗ März.40.20— Mill. RM. ab. Die Beſtände der Reichsbank an Ren⸗ Gutbrod Gmbc. erſt nach Vergleichsabſchluß, beſon⸗ bräſtdenten Dr. Luer, hat die Vorſchläge geprüft und April——.——— ienbankſcheinen haben ſich dementſprechend auf 24,9 ders durch den Strafprozeß gegen die Favag⸗Direk⸗an den preußiſchen Miniſterpräſtdenten Göring weiter⸗ Mai..50.40— Minl. RM., diejenigen an Steidemünzen auf 229,5 1 3 24— 38—5— geleitet.—— 125— Lerht D g en Vorwurf der bewußten Verheimlichung die⸗ 33 2 —5—.—.———+ ſes Tatſachenmaterials durch die Südweſtbank. Nach⸗ Obſt⸗ und Gemüſemärkle August 3 320 15 dem das. Ses Franklurt g. M. das neue Klagevor- Weinherm a. d.., 10. Juli. Kirſchen 14—22, September 3* 2 Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen bringen als ſchlüfſig anerkannt hat und daraufhin vor⸗ Himbeeren 18—25 Pfirſiche 15—24, Erdbeeren 20—22, Geme———•40 gaben ſich um 6, Mil. auf 280,1 Mill. Am erpöht. genommene neue Bergleichsverſuche geſcheitert ſind, Stachelbeeren 1020, Johannisbeeren rot 10 Birnen Oktober...•90 25 Im einzernen haben die Goldbeſtünde um 5, Mil. ſteht in dieſem Prozeß, der bisher nur um einen 15—20. Anfuhr 80 Zir. Abſatz und Nachfrage rege. November.90.70 18 auf 194 Mill. RM., und die Beſtände an deckungs⸗Jkleineren Teilbetrag geführt wurde, die Erhöhung der Am geſtrigen Markt wurden folgende Preife no⸗ Dezember.. 0.10.90— ————— L Frankfurker Miktagsbörſe Tendenz: freundlich. Auch zum Wochenbeginn erhielt ſich eine freundliche Grundſtimmung, obwohl man von der Weltwirtſchafts⸗ konferenz keine Anregung mehr erwartet und auch der Plan einer Wiedereinberufung der Abrüſtungskonfe⸗ renz kein ſonderliches Intereſſe fand. Etwas beachtet wurde dagegen die neuerliche Schwäche des Dollars. Das Publikum hielt mit Aufträgen ſtark zurück und auch bei der Spekulation zeigte ſich wenig Unterneh⸗ mungsluſt. Das Kursniveau zeigte demnach nur ge⸗ ringe Veränderungen von ½ Prozent nach beiden Seiten, wobei die Beſſerungen allerdings überwogen. Zellſtoff Waldhof wurden auf die Abſchlußveröffent⸗ lichunz ca. 1½ Prozent niedriger genannt, Chade⸗ Aktien ſetzten ihre Abwärtsbewegung nach Minus⸗ Zeichen um etwa 5 RM. fort. Von Spezialwerten fie⸗ len Rütgerswerke durch einen Verluſt von 1¼ Prozent auf, auch Deutſche Erdöl büßten/ Prozent ein, hin⸗ gegen lagen J. G. Farben/ Prozent gebeſſert. Am Schiffahrtsaktienmarkt war ein Rückgang von/ Proz. bei Nordd. Lloyd bemerkenswert. Hapag war be⸗ hauptet. Am Montanmarkt bröckelten die Kurſe meiſt geringfügig ab. Von Elektroaktien lagen Siemens etwa 2 Prozent höher. Der Rentenmarkt erweckte nur wenig Intereſſe und die Kurſe für deutſche Anleihen waren etwas abgeſchwächt, ebenſo für Reichsſchuldbuch⸗ forderungen. Eine kleine Erhöhung zeigten Reichs⸗ bahn⸗Vorzugsaktien. Von fremden Werten lagen Bag⸗ dad Serie II mit.60 gut behauptet. Im Verlaufe hielt die Geſchäftsſtille an, und in⸗ folgedeſſen ergaben ſich vielfach kleine Abbröcklungen. J. G. Farben und Mannesmann verloren/—1 Proz. Andererſeits kamen Lahmeyer 2½¼ Prozent, Kali We⸗ ſteregeln 2 Prozent und Conti Gummi 1½ Prozent feſter zur Notiz. Der Pfandbriefmarkt verzeichnete vereinzelt Nachfrage und die Kurſe lagen um etwa 1/% bis ½ Prozent feſter bzw. gut behauptet, Von Staatsanleihen lagen 5½prozentige Pounganleihe feſt und etwa 3 Prozent höher. Stadtanweiſungen wieſen nur geringe Veränderungen auf. Tagesgeld war zu 3½ Prozent etwas leichter. Kurſe der Frankfurker Abendbörſe Nachdem im Mittagsſchlußverkehr meiſt leichte Rück⸗ ſchläge zu beobachten waren, zeigte die heutige Abend⸗ börſe bereits wieder eine leichte Beſſerung, ohne daß aber die Umſatztätigkeit eine Belebung erfahren konnte. Für einzelne Spezialwerte lagen kleine Kauforders vor, denen ſich die Spekulation verſchiedentlich mit kleineren Deckungen anſchloß. Im Vergleich zum Ber⸗ liner Schlußkurs lag das Kursniveau etwa/ bis ½ Prozent höher. Feſtverzinsliche Werte blieben da⸗ gegen vernachläſſigt, allerdings waren die Kurſe be⸗ hauptet. In ausländiſchen Renten ſchien noch etwas »Angebot vorzuliegen. Amtliche Preisfeſtſetzung Geichsmark per 100 kg) KUPFER 8LEI ZINMK unregelmãßig lustlos ruhig Bez. Brier Oeld Ber. Brief Ceid Bez. Briet Oeld Januar-— 57 56½— 205¾ 19½ñ— 26¼ 26½ Februat-— 57 56¾&]— 21 20½— 27 26½ Mar:— 57½ 57— 21½ 20½— 27½ 26% Aprili— 58% 57½— 22 20%— 27½ 26%½ Mai— 58½% 57½— 22½ 21— 27% 27 Juni— 58½58— 22%½% 21½— 28 27 Juli— 55 54½— 19½ 18½— 2½ 24/ August 55 55 54/½————25½ 25 Sept.—55½ 55½— 19¼½ 18% 25¾ 25½ 25½ Okt. 55½ 55/½ 55½— 20 19—725% 25½ Nov.—56½ 55/— 20½ 19¼&— 25½ 255, Dez.— 56½ 56½— 20½ 19½** 26½ 258% Berliner Deviſenkurſe Geld Brief Geld Briet Buen.-Air..928.932ſ ltalien 22.34 22.38 Kanada.797.803. Jugoslavienſ.195.205 Japan.874.876 Kowyno 41.96 42.04 Kairo 14.37 14.41 Kopenhag. 62.49 62.61 Istanbul.008.012 Lissabon 12.73 12.75 London 13.99 14.03 Oslo 70.28 70.42 Newyork J2.917.923/ Paris 16.46 16 50 Rio do Jan..229.231 Prag 12 54 12.56 Uruguay.449.451/lsland 63.19 63.31 Amsterdamſ169.83 170.17Kiga 73.18 73.32 Athen.408.412 Schweiz 81.57 81.73 Brüssel 58.77 58.89 Sofia.047.053 Bukarest J.488.492ʃ Spanien 35.21/ 35.29 Budapest——(Stockholm J72.18 72.32 Danzig 81.92 82.08 Tallin(Estl)] 72.43 72.57 Helsingforsl.184.196] Wien 46.95 47.05 Berliner Melall⸗Notierungen Berlin, 10. Juli. Elektrolytkupfer(wirebars), prompt, cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 61.50 RM. für 100 Kilo; Raffinadekupfer, loco 58.50—59.50; Standardkupfer, loco 54—55; Standard⸗Blei per Juli 19.25—19.75; Originalhüttenrohzink ab nordd. Statio⸗ nen 25.25—25.75; Original⸗Hütten⸗Aluminium, 98⸗ bis 99proz., in Blöcken 160; desgl. in Walz⸗ oder Draht⸗ barren 164; Banka⸗, Straits⸗, Auſtralzinn in Ver⸗ käuferswahl(in Pfd. Sterling per engl. To.): 317; Reinnickel, 98—99proz., 330; Antimon⸗Regulus 37—39; Silber in Barren, ca. 1000 fein, per Kilo 37.50—40.50. Frankfurter Abendbörſe vom S. und 7. Juli vo 2 m vom vom vom Bezeichnung 8. Jult 7. Zult Bezeichnung 8. Juli 7. Juli Schuldverſchreibungen: Induſtrie⸗Aktien: Houng⸗Anleighe— 78,75 Accumulat Berlin—— Ablöſ.⸗Schuld d. deutſch. Allg. Kunſt Unie(Aku). 36,75 39,50 Reiches, Neubeſitz.. 10,25 10, 30 AEG. Stamm 22,75 22,75 do., Altbeſitz—90 000.. 75.75 78,25 Belula 104,00 103,00 Stahlbond„48,00— Spt Reichsſchuldbuchf.— 77%½ Chade Att.. 17450— Schutzgebietsanl. 1908. 6,90 6,90 Cement Heidelberg.... 82,00 82,00 dto. 1909. 6,.90— Chem. Albert. 40,00 40,50 dto. 1910% 6,90— JG. Chemie volle.... 143,00— dto. 1911. 6,90— dto. dto. 50 proz... 127,00 130,00 dto. 700(— Conti Caoutſchoue.... 155,50 155,75 dto. 14„.00——... 28,00 28,75 An 1 iſche Grzt 1— 114,75 Ausländiſche Anleihen: Dt. Gold⸗ u. Silber⸗Schd. 17300 173,25 Oeſt. Schatz von 1914.. 15½— Deutſche Linoleum.. 42.00 43,00 Türk. von 1905. Dresdner Schnellpreſſen 123,00— Liſſabon Stadtanl. v. 86[ 51,00 46,00 Dürkoppwerke... 102,50— Rumänien vereinh. Rte. 3,90 4,00 Elektr. Licht u. Kraft— 103,50 Glektr. Lief⸗Geſf.— Bank⸗Aktien: 35—.„11200 Bank für Dräggane Felien u. Salfe 14850 Zuvgz wepr, nd Boerſolbe.% 8300 SGef. Elektr. Untern... 8150 82.50 Dit. Bank u. Disconto.. 54,00 55,00 Goldſchmidt 43.00 43,25 Dresdner Bank.... 45 25 45,50 Holzmann 5200 76³ Reichsbank... 14350 144.00 Fn 57 Deutſche Kolonial⸗ und Lech, Mugsbarg Bergwerts⸗Aktien: Metallgef. Frankfurt... 57,00 57,00 Buderus Eiſenw... 7150— Ai 59,25 Gelſenkirchener. 56/ 56,50 Siemens& Halske 151,75 153,50 S— Leonhard Tietz.. 69,50— Kali Weſteregelnn. 12².75 Thür. Liefer., Gotha..— 68,00 Klöcknerwerkkk.— 52,.00 gen 85 62,75[ Transport⸗Anſtalten: erſchleſ. Eiſen 3 1 Phöni—„ 33.00 33,50—— 5 Reichsbahn Vz. 100,00 99,75 Sausahütte..... 4425 1450½ Fordd. Liobd%½ 14.50 Stahlverein 33,50 33,75 ordd. yd 15/½ 835 ————————————— —————— für 2 Offer Hleine Herdsch —— uli 1933 —15, Erd⸗ —23, Pfir⸗ te 17—20, beeren rot per Pfd. Nachfrage er Anfuhr iert: Erd⸗ eren grün ), Bohnen öfg. heutigen tter Nach⸗ t 14—15, on 23 bis —20, Jo⸗ ren grün Sorte 20 enkohl 19, em Abſatz : Kirſchen Napoleon n—11, ot 16—22, 27, 2. S. gen Obſt⸗ Schwarz⸗ —25(22), n 18—22 nisbeeren ot 15—20 -35(30), Erbſen 4, tg geſtern rage ſehr nitt 20), (23), Jo⸗ n 12—15 Pfirſiche delbeeren Anfuhr flott, die folgende Stachel⸗ 2, Weiß⸗ 31/, Ka⸗ Sorte 14, vienſalat ttich St. —3 Pfg. Preiſen Börſe in ttagsver⸗ 100 Kilo, Weizen, en, 20.90 t, geſund „ geſund .75; La⸗ ehl, Spe⸗ 75; des⸗ Weizen⸗ 75 bzw. ngungen, 70⸗ bis desgl. e, feine, en 14.50 igen Zezahlt 1 vom .Zuli 39,50 22,75 53,00 54,00 32,00 10,50 30,00 5,75 8,75 .75 3,25 8,00 3,50 9,00 8,00 8,50 2,.50 3,25 67 8, 9,50 0,00 7,00 9,25 3,50 8,00 9,75 4,50 Hahrgang 3. Nr. 170. Seite 13 Dienstag, 11. Juli 1933 Zu vermieten Wirtschaft zul verpachten —————— Für das von der NSBO. Uberwachungs- stelle übernommene Volkshaus werden zur Leituns der Wirtschaft mitsofortiger Wirkung, tüchtige, kautlonsfähige Fachleute gesucht. Angebote unter Nr. 3805. er i 8 1 Zuſt. 99055 drobcohnune 8 Ammer mit Hüche, Bad u. ſonſt. Nebenräumen, Zentralhzg., in unſerem Hauſe Prinz⸗Wilhelm⸗Straße 8 zu vermieten. Wegen Beſichtigung wolle man ſich an den Hausmeiſter wenden. Verſorgungskaſſe f. bad. Aerzte(Haus⸗ verwaltung) L 15, 1. Telefon 21 581. L 6, S 3 Schöne 4⸗Zimmer⸗Wohnung in ruhigem —4 zu vermieten. Anzuſeh. 10—4 Uhr. Waldhof, Oppauer Str. 40, 2 Tr. hoch, (3972“% öne(3814“% 5• imm.⸗Wohn. Beilſtr. 14, zu verm. Näh. 3. Stoct rechts. Beſichtig. ab 3 Uhr. J 4a Nr. 4 2 Zimm., Küche im Hinterhs., 3. St. a. ruh. Leute zu ver⸗ Hauſe per 1. Oktober zu vermieten. mieten. Näheres im Zu erfr.: I. 6, 8(Laden).(3363-)4—— Schön Z. Wohn »Ammercohnung mit Bad und Küche, 2. Etage, im Stadtzentrum gelegen Zu NI. 95.— monatlid Zzu vermieten. Näheres durch Hlli& Muller, N 3. 11. Telefon 265 75/76. Unser Sie verwohnen im Eigenheim, das im Waldpark(und Neuoſtheim und Feuden⸗ heim) von uns in beſter ſolider, mod. Ausführung erſtellt wird, mit 5 und 6 geräum. Zimmern ſowie Nebenräumen, Warmwaſſerheizung uſw. monatlich 80.— Mk. Baubeginn ſofort. Intereſſenten unter Nr. 0970 an die Geſchäftsſtelle d. Bl. 2 Zimmer und Küche in gut. H. Neckarſt.⸗Oſt p. 1. Aug. für 9— RM. zu verm.—— Möbelgeſch. .⸗Nachweis Rupprechtſtr. 8 3820* N7, 2 5⸗ bis 6⸗Zimmerwohnung mit Bav und reichlichem Zubehör billigſt zu vermieten. Näheres Kaltreuther. 099 U6, 12, 2 Tr., Frleurichsring 6 Zimmer, Mädchenzimmer, Diele, Bad und Speiſekammer, ſofort oder ſpäter zu vermieten. Näh. Akademieſtraße 13, bei Gengenbach, Tel. 29 592.(0996 Waldhofſtraße 17 Ecklabven m. 2 Schaufenſtern, evtl. mit 2⸗Zimmer⸗Wohnung zu verm. Schuh⸗ macherei im ſelben Haus zu verkaufen. Miete 30.— RM.(099 Nähe Schloß— in ſchöner Villa große Mllllüume für Anwaltspraxis geeignet, zu verm. Offerte unt. Nr. 3803“ a. d. Verlag. mit al. Zudehör auf 1. Auguſt zu vermiet. Näh. Fratrelſtr. 4, 2. St. rechts.(3824“ Telephon 27/420. 3 Zimm., Küche Nähe Marktplatz, zu vermieten. Ang. unt. Nr. 3982“ an den Verl. ds. Bl. Schöne 4⸗Zimmerwohn. m. Manſ., 1 Tr. hoch in der Oftſtadt per 1. Oktober zu verm. Näher. Seckenheimer Straße 30, 3. St. r j Zimer d Küche in beſter Verfaſſung, zentrale Stadtlage, p. 1. Okt. ſehr billig zu vermieten. Anfragen Alhambra, P 7, 23 2 Zimm., Küche 4. Stock, Miete 27.50 G 7, per 1. Sept. zu verm. Näheres Eig. Rich. Karmann, XN 5, 7 2 Ummer und Rüche in der Nähe unſeres Verlagsgebäudes von kinderl. Ghepaar zu mieten geſucht. Angeb. m. Preis unt. 3536“ a. d. Verl. Schöner Laden (Planken oder Breite Straße) z u mieten geſucht. Offerten unt. 3148 an den Verlag. 6⸗Zimmer⸗Wohnung geſ. z. 1. Okt. 33 mit Zubehör, Garten und Garage evtl. Einfamilienhaus. Lindenhof bevorzugt. Sof. Angeb. unt. Chiffre 3812“ a. d. Verl. Mietgesuche SS.⸗Mann, kinderl. Ehep., pktl.., ſucht 2⸗Zimm.⸗Wohn. Neckarſtadt⸗Oſt bev. Ang. unt. Nr. 3977“ an den Verl. ds. Bl. —5⸗Zimmer⸗ Wohnung in verkehrsreich, Lage Neckaraus, p. 1. Aug. zu mieten geſucht.— Ang. m. Preisang. u. Nr. 3980“ an d. Verl Laden mit od. ohne Wohn. zu mieten geſucht.— Ang. unt. Nr. 3965“ an den Verl. ds. Bl. Möbl Zimmer Gut m. Zimmer ſofort oder ſpüter zu vermieten. Schäfer, Qu 2, 15, 3 Treppen. (3966“%) ſey. Wöcenit ſof. z. v. Wöchentl. 4 RM. Mübergz, 3* II. Klein. möbl. Zim⸗ — u aack, Gel. Möbl. Wohn⸗ und Gchlafzimmer in gutem Hauſe im Zentrum, jedoch ruh. geleg., per 15. Aug. zu verm. Karcher, H 1, 3, 2 Treppen. (3973“) Dame ſucht freundl. Zimms r mit el. Licht Zen⸗ tralhzg., m. Oitſtadt. Ang. unt. Nr. 3816“ an den Verl. ds. Bl. zMod. Wohnung 1 Zimm., Küche mit Garage in gutem Hauſe bis Auguſt zu vermieten. Näheres Neckarau, Dorfgärten⸗ ſtraße 8.(3975) Eichendorffftraße 2 Zimm., Küche Speiſek., p. 1. Auguſt zu vm. Pr. 45.10 4. Hausverwalt. Richard Karmann, N 5, 7. Alphornſtraze 5 per 1. Aug. zu 38.50 RM. zu vermieten. Näheres bei Müller, 2. Stock. Hoch-uGasherde Hleine Unzahlung Benguemste Ieilzahlung. Hlerüschlosserei u. Ofonsetzerei Rrehs 1 7, 11 2215 Möbl. Zimmer m. Nebenraum, unge⸗ ſtört, in gut. Lg. zu mieten geſ. Off. unt. 3813“ an den Verlag Jung. Mann ſucht ieerſteh. od. teilw. Möbl. Zimmer. Umgeh. Preisang. u. Nr. 3808“ an d. Verl Werforen- Verloren! Sonntagmittag lold. Hamenring grünblauer Stein u. Brill.⸗Splittern. Um Abgabe b. Fundbüro Bezirksamt w. gebet. (3811“) Strebſam. Bäcker, in Stell., Witwer, m. 1 ., Mitte 40, mittel⸗ groß., evgl., ſ. paſſ. Lebensgefährtin 2 Zimmer vorhand. Bildofferte(w. wied. zurückgeſ.) unt. 3822“ an den Verl. ds. Bl. Zu verkaufen Handwagen, zweiräd. mit Federn, auch für Marktzw., faſt neu, ſehr billig zu verkf. K 4, 4, 2. Stock r. (3819“%) Gut erhaltene Pitchpine⸗Küche 5—— 5 mperſtra 2 Etos kls. 3035 1 Gasherd m. Back⸗ und Grillofen, Gas⸗ heizofen, 8 Röhren, faſt neu, zu verkauf. Feuvenheim, Talſtr. Nr. 70, 2. Stoc. (3823“ Einine gebrauchte bchreibmaſchin. Adler, Stoewer und Triumph bill. abzug. a⸗ 18004) 3. Zwei große Leder- 38382 ſehr gut erh., wegen Platzmangel bill. ab⸗ zugeben, evt. Teilzhl. Adr. zu erfr. unter Nr. 3976“ im Verlag Motorrad, 500—* D⸗ Rad, Bj. 28, guterh., Kinder⸗ wagen, zuſ. ⸗klappb., weiß, Kinderklapp⸗ ühichen bill. zu vk. Kaſe 5—7 Uhr. Max⸗Joſef⸗Str. 32, part. links.(3985% Peſtalozziftr. 35 2 gute Nußb.⸗Bett⸗ ſtellen wegen Platz⸗ mangel ſofort billig zu verk., daſelbſt 1 kl. Fügazer merkin uß od Laßer ſof. zu vm Zu erfr. 1 Treppe r. (3970“%) Kaufgesuche Markiſchirm guterh., ev. o. Stän⸗ der, zu kaufen gef. Off. unter Nr. 3801“ an den Verl. ds. Bl. öchlafzimmer wenig gebraucht, g. Kaſſa ſofort zu kauf. geſ. Ang. u. 3536“ an die Geſchäftsſtelle Gebraucht. weißer —. g. unt. Nr. 3817“ —1 die——— Leere Weinflaſchen Kognakflaſchen Fektflaſchen zu kaufen geſucht. Weinvertr. Gaubat, Wallſtadt. Entflogen! Al. Wellenſittich Belohnung bei Schwinn, U 3, 15. (3967“% Der ochweſternbund für Krankenyflege Mannheim, M7, 21 Tel. 258 09 ſendet in allen Gebieten der Krankenpflege gut durchgebildete und erfahrene Schweſtern in Privatpflege, auch nach auswärts. Der Schweſternbund übernimmt die Aus⸗ führung einzelner ärztlicher Verordnungen und Hilfeleiſtungen, Nachtwachen, Bäder, Maſſage uſw. Anfragen und Aufträge er⸗ bittet die Leiterin Schweſter Käthe Ochs. „Mein, ich danke!“ Fulnen ) Kes unel haſtein laufe ich nur bei Ueulich/ N 4, 13 Dort finde ieh die größte Auswahl und immer frische Ware! fanz- lek- Hrüchardeite Merkzeug- und Ipparatehau Massenartikel aller Art C.& F. Lenhardt, Metalwarenfabrix MHannheim Tel. 23338 erftstr. 21 Dumensuneitere Heel Anfertigung von Kostümen. Mänteln, Kleidern bei billigen Preisen.— Liefere nach Maß Kleider von 25.— RM. an mit Stoff in Hammerschlag, Angora. Marokk usw.— Garantiere guten Sitzl Offene Stellen? Ltenotypist(in) aus guter Familie mit höh. Schulbildung für.⸗G. in Mannheim geſucht. Bewerber müſſen nach kurzen Angaben ſelbſtändig und in gutem Deutſch fehlerfrei ſchreiben können. Angebote mit Lebenslauf, Zeug⸗ niſſen unter Nr. 3827 a. d. Verlag d. Bl. Für Mannheim und Umgebung wird tüchtiger Verkäufer der Lack⸗ u. Farbenbranche gegen hohe Proviſion geſucht. Offerte erbitten unt. Nr. 3825 an d. Exp. d. Bl. Hieſiger Zeitſchriften⸗Vertrieb ſucht per ſofort tüchtigen, verheirateten Lieferboten im Alter von 30—35 Jahren. Fahrrad und Barkaution erforderlich. Angebote unter 3978“ a. d. Verlag. Eine ſaubere anſt. Monatsfrau oder⸗Mädchen geſucht. Adr. zu er⸗ fragen unt. Nr. 3802 in der Geſchäftsſtelle Sdentiches Lehrmüdchen für Stickerei und La⸗ —5 +— Brten 59. Stelſengesuche Gchwetzingen. 19 Jahre alt, mit tadelloſen Zeugni 5 ſucht Stellung. L a. d. Geſchäfts⸗ elle der N S D A P Schwetzingen, Karl⸗ Theodorſtratze 9. immodilien Feines Papiergeſchäft J verkaufen. ng. unt. Nr. 3809“ an den Verl. ds. Bl. Halls mit Wirtſchaft i. Vorort, alt. ſ. gut. Geſch., bei größ. An⸗ zahl. zu verkauf. d. ert, mob. n Alteingeführtes Lebensmittelgeſch. Markthalle mit 2⸗Z.⸗Wohnung 81 verkanfen. ff. umer Nr. 3968“ an den Verl. ds. Bl. Geſdverkehr Darlehen von Bank u. Selbſt⸗ geber beſchafft raſch, ſicher, reell Schubert N 85. eamtenkredite Keine Vorkoſt. Keine Zweckſpark. Schnellſte Erledigung!(1049) Ludwi Mannheim, H 7, 15 p. Tel. 30548. Verschiedenes Wo k. ich in d. Nähe d. Rheins od. Neck. Faltboot gut mle uumtrrſgh7 e Gachahtsnee Wel f belſtücke nach Berlin beiladen? Fuchs, Rennershofſtraße 7, Telephon 33 714. (39797) Wer übernimmt Näharbeit i. Tauſch g. Gitarre⸗ o. Klavierunterricht? Off. unter Nr. 3821“ an den Verl. ds. Bl. Dieſe 5 jg. Hitler v. 16—22 Jah., die am 9. Mai abends.30, den Vorfall mit der Polizei und der Fr. Huttmann mitange⸗ ſehen haben, müſſen ſich ſofort melden. Peſtalozziſtr. 35 oder Ortsgr. Humboldt. (3974“) Ich nehme die Belei⸗ digung gegen die Spar⸗ u. Darlehens⸗ kaſſe Ketſch mit Be⸗ dauern zurück. Adam Krupy 10310 Unterzeichnet. nimmt die gemachte Ausſage gegen die Spar⸗ und Darlehenskaſſe„Es ſtinkt“ zurück. Georg Kemptner (3810“%) Immobilien Vilist Du Dir ein Hüuschen kaufen, darſst Du nicht zum uden laufen/ Zu kaufen gesucht.: Ein- oder Mehrfamilienhaus bei sehr gut. Anzahlung. Angebote v. Eigentr. erwünscht unter 21907 Amtl. Bekanntmachungen der Stadt Mannheim Eheſtandsdarlehen Nach dem Reichsgeſetz vom 1. Juni 1933, Reichsgeſetzblatt 1 S. 323, können deutſche Reichsangehörige, die ſeit dem 3. Juni d. F. die Ehe eingegangen ſind oder einzu⸗ gehen beabſichtigen, auf Antrag ein Dar⸗ lehen in der Höhe bis zu 1000 RM. erhalten. Die Anträge ſind bei dem Stan⸗ desamt nach erfolgtem Aufgebot oder nach ſeit dem 3. Juni d. F. erfolgten Ehe⸗ ſchließung auf amtlichen Vordrucken zu ſtellen. Die Vordrucke werden beim Stan⸗ desamt unentgeltlich abgegeben. Die Gewährung eines Eheſtandsdarlehens ſetzt voraus, daß die künftige Ehefrau in der Zeit zwiſchen dem 1. Juni 1931 und dem 31. Mai 1933 mindeſtens ſechs Monate im Inland in einem Arbeitsverhältnis ge⸗ ſtanden hat, und daß ſie die Arbeitnehmer⸗ tätigkeit ſpäteſtens zum Zeitpunkt der Ehe⸗ ſchließung aufgibt. Eheſtandsdarlehen wer⸗ den grundſätzlich nicht gewährt: a) wenn die Ehe vor dem 3. Juni 1933 geſchloſſen worden iſt; b) wenn einer der beiden Ehegatten nicht im Beſitz der bürgerl. Ehrenrechte iſt; c) wenn nach der politiſchen Einſtellung eines der beiden Ehegatten anzuneh⸗ men iſt, daß er ſich nicht jederzeit rück⸗ für den nationalen Staat ein⸗ etzt; wenn einer der beiden Ehegatten an vererblichen geiſtigen oder körperlichen Gebrechen leidet, die ſeine Verheira⸗ tung nicht als im Intereſſe der Volks⸗ gemeinſchaft liegend erſcheinen laſſen; e) wenn nach dem Vorleben oder dem Leumund eines oder beider Ehegatten anzunehmen iſt, daß die Ehegatten ihre Verpflichtung zur Rückzahlung des Darlehens nicht nachkommen werden. Der Nachweis, daß keine geiſtigen oder körperlichen Gebrechen vorliegen, die der Gewährung des Eheſtandsdarlehens ent⸗ gegenſtehen, iſt durch ärztliches Gutachten für die beiden künftigen Ehegatten zu füh⸗ ren. Hierzu genügt die Vorlage des Zeug⸗ niſſes eines Arztes. Kann ein Zeugnis nicht vorgelegt werden, ſo muß eine amt⸗ liche Unterſuchung durch die Stadtarztſtelle unentgeltlich erfolgen. Die endgültige Gewährung und Auszah⸗ lung der Eheſtandsdarlehen, die in der Form von Bedarfsdeckungsſcheinen ge⸗ ſchieht, iſt Sache des zuſtündigen Finanz⸗ amts. Der Stadt obliegt nur die Entgegen⸗ nahme und Prüfung der Anträge. Antragſteller, die ſich bis zur Veröffent⸗ lichung dieſer Bekanntmachung ſchriftlich an die Stadtverwaltung oder an andere Behör⸗ den gewendet haben, müſſen gleichfalls ihre Anträge auf dem Standesamt auf den amt⸗ lichen Vordrucken wiederholen. Eine beſon⸗ dere Aufforderung erfolgt nicht. Die Ausgabe der Vordrucke beginnt am 12. Juli 1933. Wegen der Zulaſſung der Geſchäfte zur Entgegennahme der Bedarfs⸗ deckungsſcheine erfolgt beſondere Bekannt⸗ machung. Der Oberbürgermeiſter. Mittwoch früh um/ Uhr lachthof Freibank Kuhfleiſch. Anfang Nr. 2500. Versteigerungen Zwangsverſteigerung Mittwoch, 12. Juli 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Ou 6, 2, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Motorradmotor, 1 Uebertragungsgerät, 3 Brillantringe, 1 Standuhr, 2 Bücher⸗ ſchränke, 5 Schreibmaſchinen, 1 Schreib⸗ maſchinentiſch, 5 Schreibtiſche, 4 Akten⸗ Rollſchränke, ferner an Ort und Stelle näheres im Verſteigerungslokal) 1 Laſt⸗ wagen(Büſſing). Mannheim, 10. Juli 1933. Braſelmann, Gerichtsvollzieher. d — Zwangsverſteigerung Mittwoch, 12. Juli 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Ou 6, 2, gegen bare Zahlung im Vollſtrechungswege öffentlich verſteigern: 1 Büfett, 1 Credenz, Ausziehtiſch, eine Vitrine, 2 Radio⸗Apparate und ſonſtige Möbel verſchiedener Art. Mannheim, 10. Juli 1933. Brand, Gerichtsvollzieher. c -Ungarn-Reise: Teilnahme sichern! Gesäamtpreis 115.— Ru.——— Im „Malenartus-Garten“ Fahrgang 3. Nr. 170, Seite 14 „Hakenkreuzbanner“ II I 4N n 0 17 144i Der Seh in Heuauffünhrung auf 3 lagel Weiss Ferdl NMan Adalberi die Könige des Humors, unternehmen einen Genetalangriff auf Ihre Lachmuskeln, in Ein derbes, urbayerisches Volksstück mit Greil Ineimer— Berihe Osion MIIaon 1* 1 MBRA Fahnen in allen Größen Unitorm- lusrüstungen Reitcord, Velveton BdM. u. Hemden- ScALA Spionage- Intrigen Skandalaflären-Lieheleien Unser vielseitiges Programm: bas letete Hur his Mittwoch! Lilian Harvey Willy Friiscn Conrad Veidt de Erlebnis—— pg florschli: D48 gEliliis Ein Tonfilm, packend durch seine Stärke— mitreißend durch die schlichte Menschlichkeit seiner Darstellung Das buntbewegte Leben auf einem großen Uebersee- S 3. 4 Der Koneres lunz Qualitäts⸗ Räder Chrom⸗Vallon Tiacäähonfg mit Paul fichter Ellen Nichter paul Wegener Sretl reimer Antonpointner I Paul Hörbiger dampfer. 51 des weinfröster 41.- 44.- 50.-F ads. Diehl I Fritz Aiherii Sonſt. Fahrrüder in rönendesBbelprosramm Der Singende rreen aulen Ausführungen. geeinn: 40, 6 3 n Draht Eriebnis! Auch Geſchafts, und eginn:.30,.30, 8. Fll Kinperräver ſpottbill. Eine Wildwest- I Schönes Tonvorprogr. Doppler, K 3, 2 Hinterhaus. Sensation des be- Jugendl. Einlaß liebten Cowboy- Vorzugskarten urrih gelten! Gr. Casino-Saal a. Markt Hen Mavnard f. 5. 7, 330 Unr Hatatzen Lurt TEIECRAMM Loes grolen Eriolges wogen wiri Ludzinsnafrpz nn. das Gastsplel des Zauhermeisters C. Vvan Moli „Schau der unbe- —¶ grenzten MHöglichkeiten““ und die neueste uhrräder von Mk. 24.50—95.— gebr. V. Mk. 15.- an pfaffenhuber, H 3, 2 ist führend! Verl. Sie Preisangebot ralachr die Leinwandi Fortsetzung der Lachkanonade in Liehesahenteuer in lrahien Dazu eine lustige Ton-Reportage: Ja, a, so Was gibis noch 111 MEUESTE FOK-TONWOME Beginn:.00,.00,.00,.30 Uhr. Aum Nachmittagskaſfee rveßen sick die Damen bei Wellenreuther, Anologische bis einschl. Sonntag, 16. Jull voriangert! ———————————— ————————— EinMo Das neue Ufl-Lustsniel begelstert aile! ANur noch einige Tage! (amor an der Leine) mit Lis sy Arna/ Iulius Falkenstein/ Otto Wallburg lda Wüst Kulturfilm/ Ufa-Tonwoche sSounkE 4 sENnTIns. Akrobaten am Reck ——————— Wochentags bis.30 Unr alle Saal- und Rang- platze nur 50 pPfennig LIIE Auf allen Plätzen bis.30. 70 Pfg. Ffiedrichspark berelts arn ersten Abend Heirn Hnateu-Säager- (eltstreit Heute Dienstag, 8 Uhr, Zweiter Iag 20 neue Bewerher Auser Konkurrenz: Harry Norton mit Partnerin Der verblüffende Zauberkünsrer und Manipulator Preisrichter: Das Publikum Eintritt nur Vorverkauf egenüber Uniersum) 0 7, 27 end. im Sis erwarten Inhaber Carl Bronner Kaihe Uhl vormals Elisabeth Uhl jetzt s 6, 21 am Ring- Tel. 21666 Anfertigung flotter Sport- u. Straßenkleidung, sowie MHäntel u. Kostilme hel billiger Berechnung extra ſtark, Fl, 14 flal-, Speise- enenmmmer Werkstatte für Malerei und Anstrich Taglich.15 Uhr große Votstellung die blitzsaubere Aufmachung! am Wasserturm 10 Dammstraße 17 Der größte Lacherfolg! Bodenwachs Kal-Kal la Pfund-Dose-. 36 ſpottbillig, fabrikneu, Sonntags z wei Vorstellungen, 4 Unr bis auf weit. Mk. l. die unerreichte Eleganz im schõnsten 1 e Der angen. Kühle Aufenthalt la piund-Dose- 33 Hug. Spangenberg,1.4 ab 25.— RM. nachmittags,.30 Uhr abends 3964“ Hch. Daub Dis fabelhaften Sensationen affee-bvarten Mannbeims f die billigen Entroeproise Bodenbeize Fahrräder peni, 414 Gegründet 1886 M ANNINEIM Meerlachstraße 8 Ae e Im Cafè Corso hören Sie täglich die Sfimmungs-Kapelle Otto Günther ———— 4 Olenstæag Mittvyoch Donnerstæag u. Sernsteg TANZI I Fernsprecher Nr. 222 60 eiche und poliert, Hiden natur und lackiert, verkauft billia Franz Vorho D 5. 7. reiümaschinen Hiamaschnen repariert fachmünn. und prompt Jolek Nr2t, X 3,.8. Tel. 22435 Wanzen Flöhe, Schwaben uſw., rotten ie ſamt Brut radikal aus durch die Wanzen⸗Vertil⸗ gungs⸗Eſſenz, aus der(3806% Kurfürſten⸗Drog. Th.— Hibel-veieennett Schlafzimmer, aut erhalten 18.— 165.—, 185.⸗ RM. Speiſezimmer aut erhalt., 195.—, Küche 95.— RM. Rudolf Landes Nachf., Qu 5, 4. ———————— und billigen nach dem idyllischen 1 Treppe. 3815* Oi 6 iant in Reichspost-Reisewagen 1 dülbgen kblientabrten de Peverischen Aipen haben begonnen. Dauer der Reise stets 8 Tage. eeeee e Mächste Fahrten: 16. Juli 1933, morgens 6 Unr. ab Wasserturm Mannhelm Preis nur-Mark 68.— einschließlich voller Verpflegung, Autofahrten usw. Prospekte, Anmeldungen und Auskünfte durch Stoll, Mannheim, 0 7, 26, Telefon 340 39. heutsche urdeltsfront „Deulschlond muß den deuischen Arbeiter haben, dann wird es ꝗroß und můchtig sein!“(Adolf Hifler) NMassen⸗ Kundgebung der Mannheimer Arbeiterschaft am Samstag, 15. Juli, nachmittags 5 Uhr pũnlctlich, am Wasserturm(Friedrichspl.) Der Führer der Deutschen Arbeitsfront Reichsleiter Pg. Dr. Le,.d. R. spricht ũber den ständischen Aufhau des deutschen Staates Es spielf die SA-Kapelle Abꝛeichen, welche ⁊um Zutritt der kundgebung herechiigen ʒind bei allen Amiswaltern zum Preis von 10 Pjg.zu hoben. Das arbeitende Mannheim ist zur Stelle Kreisbetriebszellenleitung der NSDApb Aalonll⸗Tedker Mannheim Dienstag, 11. Juli 1933 Vorſtellung Nr. 369. Miete C Nr. 29 Sondermiete C Nr. 15 Der fliegende Holländer Romantiſche Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner Muſikal. Leitung: Ernſt Cremer. Regie: Richard Hein. Chöre: Karl Klauß. Perſonen: Daland, ein norwegiſcher Seefahrer: Hans Görlich; Senta, ſeine Tochter: Margarethe Bäumer; Erik, ein Jäger: Alfred Färbach a..: Mary, Sen⸗ tas Amme: Nora Landerich; Der Steuer⸗ mann Dalands: Fritz Bartling; Der Hol⸗ länder: Wilhelm Trieloff. Matroſen des Norwegers. Die Mannſchaft des fliegenden Holländers. Mäbchen und Frauen. Ort der Handlung: Die norwegiſche Küſte. Anfang 20 Uhr. Ende nach 22.30 Uhr. Exxs Groſi Nachfolger Markipiofz F.6 STOFFE iür Damen. Herren u. Hinder Dienstags, Hittwochs, Famnstags Verlängerung. et Wos ehenswerle ve Le Dekoration- 25 ver— faoncn 10 MEn * ges.: S8-Mann Erwin Saalbaum No. * .— Der Glaser iür Sic? Glasdacher, Autoſcheiven, Wenſterſcheiben u. alle ins Glaſerfach einſchl. Arbeiten re⸗ pariert billigſt Friedr. Mößner, Mannheim, S 6, 4. Tel. 32 568. 0993 Teilnahme sichern! Gesamtpreis 115.— RüA. SS — — 82 — —„——.