beduemmnar „.————e LA ausen rt im 4 L 2392K MVeine ——— el 3038K En 4 4* nen OKal 66 isen gt! 117¹ ——— Hohrgang 3. Nr. 245 DAS NATIONMALSOZIALISTISCH Schriftleitung: Mannheim, K 3, 14/15. Fernruf 204 86 u. 314 71.— Das„Haken⸗ kreuzbanner“ erſcheint 7mal wöchentlich und koſtet monatlich.10 RM.; bei Trägerzuſtelung zuzüglich 30 Pfennig, bei Poſtzuſtellung zuzuglich 36 Pfennig. Einzelpreis 10 Pfennig. Beſtellungen nehmen die Poſtämter und Briefträger Mannderm 1 Snmmtkog, 24. Depbenrder 138 V ssed W x& Wo⸗ N entgegen. Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) verhindert, beſteht kein Anſpruch auf Entſchädigung. Regelmäßia erſcheinende Beilagen aus allen Wiſſensgebieten. heulige Ausgabe 32 seiten m an Cerze Wiet ,,. Le. ide Mreen Der erſte Spatenſtich zum Bau der Autoſtraße Frankfurt—Mannheim—geidelberg Der Führer eile im Ae Bei Wiederholung Rabatt nach auf nnahme: 19 Uhr. Mannheim, R und 314 71. Zahlungs⸗ un Gurd Mannheim.— Poſtſcheckkonto: Das Hakenkreuzbanner Ludwigshafen 4960. ür unverlangt eingeſandte 4 übernehmen wir keine Verantwortung. Beachien Sie Belte 3: Regierung und Dol, eine Eingeif III KaMPFBLATTMORDWESTBADENMS die 10geſpalt. Minuimeterzeile 15 Pfg. 150 Wfh. Fn Dfe Die Ageſpalt. Millimeter⸗ r kleine——.—— 10geſpalt. Miuimeterzeile iegendem Tarif. Schluß der Anzeigen⸗ „ 14/15, Fernruf 204 86 Erfüllungsort: Mannheim. Ausſchließlicher Gerichts⸗ erlaasort Mannheim. 5 N 5 leitet das größte Bauprojekt der Welt ein/ Staatsakt auf der Arbeitsſtätte/ Adolf Hitler ſpricht Frankfurt a.., B. Sept. Die alte Kaiſerſtadt iſt heute der Mittelpunkt hi⸗ ſtoriſchen Geſchehens. Der große Plan der nationalſozialiſtiſchen Regierung, als Teil des Kampfes gegen die Arbeitsloſigkeit Deutſchland mit einem Netz von Auto⸗ ſtraßen zu durchziehen, wird heute mit dem erſten Spatenſtich zu der Teilſtrecke Frank ⸗ furt—Darmſtadt- Mannheim— Heidel ⸗ berg ſeine Verwirklichung finden. Ganz Frankfurt nimmt freudigen An⸗ teil an dieſem geſchichtlichen Ereignis. Aus der Umgebung Frankfurts, aus Heſſen und Naſſau ſtrömen fortgeſetzt Zehntauſende in die Stadt, um den Führer, der zum erſtenmal nach der Machtübernahme in Frankfurt weilt, zu begrüßen. Die Feier vor dem Arbeiksamk Vor und auf dem Hofe des Arbeitsamtes ver⸗ ſammelten ſich um 7 Uhr die mehr als 700 bisher arbeitsloſen Volksgenoſ⸗ ſen, die dazu auserſehen ſind, den Autoſtra⸗ ßenbau zu beginnen. Der Präſident des Landes⸗ arbeitsamtes, Oberregierungsrat Dr. Kühne, beglückwünſchte die Arbeiter. Dieſer Tag des Arbeitsbeginnes an der erſten Autobahn Deutſchlands weiſe nicht nur dem deut⸗ ſchen Verkehrsweſen neue Wege, dieſer Tag bedeute einen großen Fortſchritt in der Ankur⸗ belung der Wirtſchaft. Die Bedeutung dieſer Stunde liege aber auch darin, daß ſie die Verbundenheit der deutſchen Arbeit mit dem Führer zum Ausdruck bringe. Der Redner dankte dem Führer für die große Arbeitsſchlacht, die er be⸗ gonnen und mit Erfolg weitergeführt habe. Seine Anſprache klang in ein dreimaliges Sieg⸗ Heil auf den Führer aus. Und nun formierten ſich die Arbeiter zu einem langen Zuge, um unter Vorantritt einer Muſikkapelle und unter Begleitung einer SA⸗ Abteilung zum Börſenplatz zu marſchieren. Der Feſtakt auf dem Börſenplatz Auf dem Börſenplatz begrüßte Reichs⸗ ſtatthalter und Gauleiter Spren⸗ ger die Arbeiter der Stirn und der Fauſt und wies darauf hin, daß mehr als zwei Mil⸗ lionen durch die Maßnahmen des Führers aus der verelendenden Arbeitsloſigkeit wieder einer fruchtbaren Tätigkeit zugeführt worden ſind. So werdet ihr nun als Wahrzeichen eurer Arbeit die Schaufeln erhalten, um an dem Bau der Autobahn„Main—Neckar“ Hand anzulegen. So bleibt nun beſeelt als Sol ⸗ daten der Arbeit von dem zähen Willen, der die Kämpfer der NSDaApP umlohte, als ſie auszogen, den Nationalſozialismus in den Bau zu tragen, und vollendet das Werk des größten Deutſchen, Adolf Hitler. Nachdem der ſtürmiſche Beifall zu der An⸗ ſprache des Reichsſtatthalters verklungen war, ergriff Generalinſpekteur Dr. Todt das Wort und führte u. a. aus: Wir haben euch jetzt aus dem Arbeitsamt her⸗ ausgeholt, um euch Arbeit und Brot zu geben. Wir bauen Autoſtraßen, nicht nur in Frankfurt am Main, ſondern im gan⸗ zen Reich und geben euch nicht nur Arbeit für ein paar Wochen, ſondern nach und nach hoffen wir, 300 000 Mann für fünf, ja viel⸗ leicht ſogar für zehn Jahre beſchäftigen zu können und darüber hinaus werden in Zu⸗ ſammenhang mit dieſen Autoſtraßenbauten eine Million Menſchen Beſchäftigung fin⸗ den können. Wir bauen keine Straßen nur für Luxusautos. Im Gegenteil, der Laſt⸗ wagen ſoll dominieren, der die Rohſtoffe von den Häfen nach den Fabriken, die land⸗ wirtſchaftlichen Erzeugniſſe vom Lande in die Stuͤvte bringt. Ihr ſeid die erſten, die bei dieſem Bau eingeſetzt werden. Und nun ergreift die Werkzeuge, die nicht roſtig werden ſollen, bis der letzte Kilo⸗ meter der Autobahnſtraßen fertiggeſtellt iſt. Mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf den Führer ſchloß Generalinſpekteur Todt ſeine Anſprache. Die Verteilung der Werkzeuge Reichsſtatthalter Sprenger über⸗ reichte dann im Namen des Führers jedem ein⸗ zelnen der über 700 Arbeiter das Werk⸗ zeug. Die Zimmerleute und Holzfäller be⸗ kamen ſchwere Beile. Die Ingenieure und Meßgehilfen Schieblehren und Meßmaße, die Maurer und Betonierer Kellen, die Tiefbau⸗ und Hilfsarbeiter je eine Schippe., Damit war die Kundgebung auf dem Bör⸗ ſenplatz beendet. Die Arbeiter formierten ſich zu einem impoſanten Zug mit geſchulter⸗ tem Werkzeug und marſchierten durch die Straßen der Stadt in ſüdweſtlicher Richtung nach dem gleich vor den Toren der Stadt ge⸗ legenen Arbeitsplatz, an dem der Führer den erſten Spatenſtich vornehmen wird. Der Führer trifft ein Frankfurt, 23. Sept. Der Führer, Reichskanzler Adolf Hitler, traf heute vor⸗ mittag um 10.08 Uhr im Flugzeug auf dem Frankfurter Flugplatz ein, wo er von einer un⸗ geheuer großen Zuſchauermenge begeiſtert empfangen wurde. S A, SS, Hitler⸗ jugend und Jungvolk empfingen den Führer mit großen Blumenſträußen. Mehrere Flug⸗ zeuge der Fliegerſtaffel der SA und der Alade⸗ miſchen Flugſchule umkreiſten den weiten Platz, um Adolf Hitlers Flugzeug zu empfangen. Unter den anweſenden Führern der Partei und der Spitzen der Behörden bemerkte man Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger, den Frankenführer Streicher, General von Hammerſtein, Generalinſpekt. Dr. Todt, Reichsſtatthalter Röver⸗Oldenburg, ſowie den Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller. Adolff Hitler begab ſich im Kraftwagen durch ein Spalier von SA⸗Leuten durch die Stadt nach, der Arbeitsſtätte. Kurz vor dem Führer war Reichsminiſter Dr. Goebbels ebenfalls auf dem Flugplatz ein⸗ getroffen. Die Fahrt geſtaltete ſich zu einer Triumph⸗ fahrt ohnegleichen. Erhebend war die Begrüßung des Führers durch die 30 000 Frankfurter Schulkinder, die auf der prächtigen Forſthausſtraße Aufſtellung genom⸗ men hatten. Der Kanzler ließ das Auto hier langſamer fahren und konnte ſo die Huldigung einer Jugend entgegennehmen, von deren Her⸗ zen er voll und ganz Beſitz ergriffen hat. Die Parole des Gauleiters Der Gauappell im Rahmen der Srenzlandkundgebung am Sonn- tag, 24. September, in Zarlsruhe iſt eine Heerſchau all derer, die bereit ſind, die ſüũ dweſtdeutſche Grenzmark Baden zu einem unerſchütterlichen Bollwerf des Deutſchtums und des Dritten Reiches neu zu geſtalten. Deshalb auf zum Ganu-Appell! Robert Wagnerd) Der Gtaatsakt auf der Arbeitsſtätte Frankfurt a.., 23. Sept. Der Platz auf dem der erſte Spatenſtich zu dem Bau der Auto⸗ Teilſtreck Main⸗Neckar ſtattfindet, liegt dicht am Ufer des Mains. Arbeiterhütten, Feldbahnen und ein aufge⸗ ſtelltes Profil für die Autobahnbrücke über den Main ſowie eine einzige Fahnenſtange, das iſt der Platz, auf dem dieſer feierliche Staatsakt vollzogen wird. Schon lange vor Beginn des feierlichen Aktes iſt der Platz von einer dichten Menſcheylette umſäumt. Um 10 Uhr marſchieren unter Voran⸗ tritt der Muſik die 700 eingeſtellten Arbeiter mit Hacken und Spaten über den Schultern auf und nahmen mit der Front nach dem Stand des Führers Aufſtellung. Dahinter grupvieren ſich die Angehörigen der Arbeiter. Nach und nach treffen die Ehrengäſte ein, unter ihnen auch der Führer der Deutſchen Arbeitsfront, Pg. Ley, der vielen Arbeitern die Hände ſchü:telt, und Reichsbankpräſident Dr. Schacht. Um 10.45 Uhr verkünden heranbrauſende Heilrufe das Nahen des Führers. Er begrüßt zu⸗ nächſt Dr. Schacht und Dr. Dorpmüller und nimmt dann die Huldigung einer Gruppe von Kindern entgegen, die ihm prächtige Blu⸗ menſträuße überreichen. Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger begrüßt den Reichskanzler im Namen aller, die von jenem Geiſt erfüllt worden ſind, den er zu⸗ erſt gepredigt habe. Oft ſind Sie zu uns gekom⸗ men und haben uns durch Ihr perſönli⸗ ches Beiſpiel Mut gegeben und den Glau⸗ ben erhalten, daß letzten Endes Ihr Wille in Deutſchland zum Siege führt, daß das Volk ſich letzten Endes zu Ihnen, zum Nationalſozialis⸗ mus bekennt. Heute glaube ich, darf ich im Na⸗ men aller ſprechen, die deutſch geſonnen ſind. Allenthalben dankt Ihnen das deutſche Volk, daß es durch Ihre Tatkraft nun ans Werk gehen kann. Wir ſind uns bewußt, daß der Bau der Autobahnen, der heute begonnen wird, ein Denkmal ſein wird für den Führer. Ich ſchätze mich glücklich, als Reichsſtatthalter von Heſſen, daß hier an dieſer Stelle das große Werk begonnen werden kann. Mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf den Füh⸗ rer, das begeiſterten Widerhall fand, ſchloß der Reichsſtatthalter ſeine Anſprache. Nach dem Geſang des Deutſchland⸗ und des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes meldete der Generalinſpek⸗ teur des deutſchen Straßenweſens Dr. Todt dem Führer die Arbeitsbereitſchaft der erſten deutſchen Reichsautobahnen. Die Arbeiter ſeien bereit, auf den Beſehl des Führers die Arbeit zu beginnen. Darauf überreichte der Vorſitzende des Vorſtandes der Deutſchen Reichsautobahnen, Generaldirektor Dr. Dorp⸗ müller, dem Reichskanzler einen Spaten und dankte gleichzeitig namens der Deutſchen Reichs⸗ bahn, daß er die deutſche Reichsbahn und die Autobahnen zuſammengeſchloſſen habe zu Nutz und Frommen unſeres Vaterlandes. Dann ſprach der Führer Meine Herren Miniſter! Meine Herren Prä⸗ ſidenten der Reichsbahn und der Reichsbank! Meine Herren Statthalter, Gauleiter und Parteigenoſſen und meine deutſchen Arbeiter! Wir ſtehen heute am Beginn einer ge⸗ waltigen Arbeit. Sie wird in ihrer Be⸗ deutung nicht nur für das deutſche Verkehrs⸗ weſen, ſondern in weiteſtem Sinne für die deutſche Wirtſchaft erſt in ſpäteren Jahrzehn⸗ ten vollſtändig gewürdigt werden. Dem Verkehr beginnen wir nunmehr neue Schlagadern zu bauen! Neue Verkehrs⸗ wege werden nun in der Geſtaltung des deutſchen Autoſtraßenweſens die gebührende 5 en 3. 25——— 5 —— — 2——— —— ———————— In Jahrzehnten wird man dann den Ver⸗ kehr abhängig ſehen von dieſen neuen gro⸗ ßen Verkehrsſtraßen, die wir nunmehr durch ganz Deutſchland ziehen wollen. 6400 Kilonieter ſind der erſte Beginn dieſes Werkes. Ich weiß, daßz dieſe gigantiſche Arbeit nur denk⸗ „bar iſt durch die Zuſammenarbeit vieler, daß dieſes Werk nie hätte entſtehen können, wenn nicht, angefangen vom Kabinett, der Reichsregierung, über die Deutſche Reichsbank und die Deutſche Reichs⸗ bahn, die Erkenntnis der Größe dieſes Werkes Platz gegriffen hätte und der Wille, dieſes Werk zu verwirklichen. Wir kämpfen damit zugleich an gegen die ſchwerſte Rot und das tiefſte Unglück, das über Deutſchland im Laufe der letzten 15 Jahre gekommen iſt. Der Fluch der Ar⸗ * Den zweckmäßigſten Weg, das deutſche Voll oieber in den Prozeß der Arbeit zurückzufüh⸗ ren, ſehe ich dann durch große monumen⸗ tale Arbeiten, irgendwo zunächſt die deut⸗ ſche Wirtſchaft in Gang zu ſetzen. Wenn Ihr heute eine ſchwere Arbeit übernehmt und in den harten Zeiten des Herbſtes, des Winters und des Frühjahrs weiterführen müßt, dann ſorgt Ihr dafür, daß durch eure geſteigerte Kon⸗ »ſumkraft wieder hunderttauſend andere in Fa⸗ briken und Werkſtätten Arbeit bekommen. Es iſt unſer Ziel, die Konſumkraft der Maſſen langſam zu heben und auf dieſem Wege die Produktionsſtätten mit Aufträgen zu verſehen und die deutſche Wirtſchaft wie ⸗ der in Bewegung zu bringen. Ich bitte euch daher, ſtets zu bedenken, daß es heute nicht in unſerem Ermeſſen ſteht, welche Arbeit wir zu wählen haben. Ich bitte euch, zu bedenken, daß wir in einer Zeit leben, die das Weſentliche in der Arbeit an ſich ſieht, die Arbeit ſchätzt um ihrer ſelbſt willen, weil er eine Pflicht an der Nation erfüllt, einen Staat, der durch ſeinen Arbeitsdienſt jeden er⸗ ziehen will, iedes Söhnchen auch hochgeborener Eltern zur Achtung der Arbeit, zum Reſpekt vor der körperlichen Tätigkeit im Dienſte der Volksgemeinſchaft.(Beifall.) Ich weiß, daß dieſer große Prozeß des inne⸗ von heute auf morgen vollzogen werden kann. brach, daß Ihr verzogen und verbildet wurdet, das können auch wir nicht in wenigen Monaten beſeitigen. Die Menſchen haben ihre Voreingenommenheit zu ſehr in ſich einge⸗ » pflanzt erhalten, als daß ſie von heute auf — morgen vergeſſen ſein könnte. Allein ſie werden vergeſſen. Wir haben den Entſchluß, aufzubauen auf dem Gedanken der Achtung vor der Arbeit, ganz gleich, wie ſie ausſehen mag. Das Schickſal läßt uns nicht die Freiheit, ſie im — einzelnen auszuſuchen, wie ſie uns paßt. Wir wollen unſer Volk erziehen, daß es ſich entfernt von dem Irrſinn der ſtändiſchen Ueberheblichkeit des Standesdünkels, der Einbildung, daß nur die geiſtige Arbeit zu ſchätzen wäre, daß das Vollk begreife, daß —iede Arbeit, die notwendig iſt, ihren Träger adelt und baß nur etwas ſchändet, nämlich nnichts beizutragen zur Erhaltung der Volls⸗ gemeinſchaft, nichts beizutragen zur Erhal⸗ 103 tung des Volkes. Eine notwendige Umſtelung, die wir vollziehen 3 werden nicht durch Theorien, nicht vollziehen 4 werden durch Erklärungen oder durch Wünſche und Hoffnungen, ſondern die wir nur voll⸗ ziehen durch das Leben ſelbſt, in dem wir . heute Millionen Menſchen anſetzen für die Wie⸗ 1 dergeneſung der deutſchen Wirtſchaft. Indem wir Hunderttauſende anſetzen für große monumentale, ich möchte ſagen, Ewig⸗ keitswerte in ſich tragende Arbeiten, werden wir dafür ſorgen, daß das Werk ſich nicht mehr trennt von denen, dies geſchaffen haben. Man ſoll in Zukunft nicht an die denken, die »es projektiert, oder die es als Ingenieure in — Pläne brachten, ſondern auch an die, die —durch ihren Fleiß, durch ihren Schweiß und durch die ebenſo harte Tätigkeit die Pläne und die Gedanken verwirklichen zum Nutzen des ganzen Volkes. So kann ich mir in dieſer etunde nichts Schöneres denken als das, daß nicht nur eine Stunde der Einleitung für den Bau dieſes gröſten Straßennetzes der Welt, ſon ⸗ dern daß dieſe Stunde zugleich wieder ein Markſtein ſei für den Bau der deutſchen „Volksgemeinſchaft(Beifall), einer Gemein · ſchaft, die uns als Volk und als Staat das geben wird, das wir mit Recht auf dieſer Welt fordern und verlangen dürfen. So bitte ich Sie denn: Gehen Sie jetzt zur Arbeit! Der Bau muß heute beginnen! Das Werk nimmt ſeinen Anfang! Und ehe wieder Jahre vergangen, ſoll das Rieſenw erk zeu⸗ gen'! von unſerem Fleiß, unſerer Fähigkeit und und notwendige finden. ———(„„„„.„«.————— gu einer unwürdigen und u Lebenz⸗ führung verdammte, muß beſeitigt werden. Wir ſind uns darüber klar, daß der Kampf gegen die Arbeitsloſigkeit nicht von heute auf mor⸗ gen zum vollen Erfolg führen kann, aber wir ſind uns auch klar darüber, daß dieſer Kampf — allen Umſtänden durchgeführt werden muß. Wir ſind entſchloſſen, es zu tun, denn wir haben der Nation das Gelöbnis abgelegt, dieſe Not zu beſeitigen. Stürmiſche Heil⸗Rufe) Vier Jahre haben wir ang damals ausgebeten und wollen dieſe vier Jahre nützen zum Segen und Frommen unſe⸗ res deutſchen Volkes und damit in erſter Linie für den deutſchen Arbeiter. Ich bin, meine Arbeiter, in der Zeit meines Kampfes um die Macht in Deutſchland von denen, die ſelbſt vorgaben, Arbeiterinter⸗ beitsloſigkeit, der Millionen i bis ſchließlich auch die Sirenen daß wir einen Staat aufbauen wollen, der ren Zuſammenſchmiedens unſeres Volkes nicht chWas in 30, 40, 50, 100 Jahren auseinander⸗⸗ eine eſſen zu vertreten, oft amgegriffen worden ſelbſt helfen unſerer Entſchlußkraft. Deutſche Arb eiter, an das Werkl Im Anſchluß an die Rede des Führers wurde eine Lore mit Sand umgekippt und der Reichskanzler warf einige Schippen Sand auf die Bauſtelle. In dieſem Augenblick ging die Hakenkreuzflagge am Fahnenmaſt hoch, die Feldbahnlokomotive gab ein langanhaltendes Pfeifenſignal und die auf dem Main liegen⸗ den Schiffe nahmen das Signal auf und lie⸗ ßen ihre Sirenen und Schiffspfeifen ertönen, ſämtlicher Frankfurter Fabriken mehrere Minuten lang in dieſe Sinfonie der Arbeit einſtimmten. Nach dem Staatsakt begab ſich der Führer zur Einweihung des neuen Gauhauſes. Gau⸗ leiter Sprenger überreichte dem Führer das Reichswehr „„——*„*—.— mit dem Oinweis auf meine Herkunft. Da⸗ mals pflegte man zu ſagen: Was will denn der ehemalige Bauarbeiter oder Anſtreicher eigentlich? Ich bin glücklich und ſtolz, daß mich das Schickſal gezwungen hat, dieſen Weg zu gehen. So habe ich vielleicht mehr als andere Verſtündnis bekommen für den deutſchen Arbeiter, für ſein Weſen, für ſein Leid, aber auch für ſeine Lebensnotwendig · leiten. Wenn wir dieſes Werk beginnen, dann tue ich es aus dieſen Gefühlen, aus dieſen Erfahrungen meines eigenen Lebens heraus; ich weiß daher auch, daß das, was heute mit einem Feſt beginnt, für viele Hunderttauſende Mühe und Schweiß be⸗ deuten wird. Ich weiß, daß dieſer Tag des Feſtes vergeht, daß die Zeiten kommen, da Regen, Froſt und Schnee dem einzelnen die Arbeit ſauer und ſchwer machen werden. Aber es iſt notwendig, dieſe Arbeit muß getan werden. Ans hun niemand, wenn wir uns nicht Ehrengeſchenk des Gaues, das ähnlich wie das offizielle Gauparteitagsabzeichen den vierjähri⸗ gen Wiederaufbauplan Adolf Hitlers ſymboliſch darſtellt. Nach abermaligen ſtürmiſchen Ovationen ver⸗ abſchiedete ſich der Führer und wurde vom Gauleiter Sprenger zum Flugplatz geleitet, wo der Kanzler ſofort den Weiterflug mütß Hannover antrat. Adolf Hikler in hannover Hannover, 23. Sept. Um 13.35 Uhr traf Reichskanzler Adolf Hitler, von Frank⸗ furt kommend, in Hannover ein. Der Reichs⸗ kanzler wurde von dem Oberpräſidenten Lü tz e ſowie den Vertretern der Behörden und der begrüßt und ſchritt ſodann die Front der SA-Obergruppe Hannover und del Schuppolizei ab. Der Führer wurde von der Menge ſtürmiſch begrüßt. Zehn Minuten ſpäter verließ der Reichskanzler im Wagen den Flug⸗ platz, um ſich zu der Reichsführertagung des Stahlhelms zu begeben. Berlin wird ſanierk Berlin, 23. Sept.(Eig. Medlnug.) In einer Preſſebeſprechung der Stadt Berlin gaben die Staatskommiſſare Dr. Lippert und Dr. Maretzky einen Ueberblick über die allge⸗ meine kommunalpolitiſche Lage und die finan⸗ zielle Sanierung der Stadt Ber⸗ lin. Dabei teilte Staatskommiſſar Lippert mit, daß im preußiſchen Staatsminiſterium heute mittag ein Geſetz beſchloſſen wurde, das der Durchführung des Führerprinzips in der Berliner Stadtverwaltung dient. Durch die Neuregelung der Erwerbsloſenlaſten wird Berlin monatlich 15 bis 20 Millio⸗ nen RM. ſparen. Das neue Reichsgeſetz über die Umſchuldung der Gemeinden ſetze die Stadt in die Lage, rund 300 Mill. RM. kurzfriſtige Schulden zu konſolidieren. der Stahlhelm marſchiert in Hhannover Hannover, 233. Sept. Die Stabdt Smo⸗ ver gleicht heute morgen einem rieſigen Heerlager. Mit wehenden Fahnen und klingender Marſchmuſik durchziehen die feld⸗ grauen Marſchkolonnen die Zufahrts⸗ ſtraßen, die von einer rieſigen Menſchenmenge dicht umſäumt werden. Man bemerkt zahlreiche hohe Offiziere der alten Armee, u. a. ſind jetzt von Ehrengäſten eingetroffen Generaloberſt a. D. Heye, Oberſtleutnant von Förſter, der Be⸗ gleiter des Kronprinzen, der Fürſt von Waldeck 4 ſund Staatsſekretär Lammers. Heute vormittag fanden zwei geſchloſſene Ta⸗ gungen ſtatt, und zwar eine des Wehrſtahl⸗ helms unter der Leitung des Beauftragten der oberſten SA⸗Führung für den Stahlhelm, von Moroczowicz, und eine Tagung des Scharnhorſtbundes. 4* Beginn des ſtändiſchen Staatsaufbaues Reue wichlige eichgeſen verabſchiedet— Bildung einer Reichskulturkammer— Schutz der deulſchen Warenausfuhr— Neue Siedlungs gebiete werden erſchloſſen Las Reichskulturkammerge' etz Berli n, 23. Sept. Das Reichskabinett ver⸗ abſchiedete in ſeiner geſtrigen Sitzung das vom Reichsminiſter für Volksaufklärung und Pro⸗ paganda vorgelegte Razettean. W6feb Danach wird der Reichsminiſter fur BVolts⸗ aufklärung und Propaganda ermüchtigt, die Angehörigen der Tütigkeitszweige, die ſei⸗ nen Aufgabenkreis betreffen, in Körperſchaf⸗ ten des öffentlichen Rechts halenk⸗ faſſen. -Errichtet werden: eine Reichsſchrift⸗ tumkammer⸗ eine Reichspreſſekam⸗ mer, eine Reichsrundfunkkammer, Reichstheaterkammer, eine Reichsmuſikkammer und eine Reichs⸗ kammer der bildenden Künſte. Die vorläufige Filmkammer erhält den Namen. [Reichsfilmkammer. Alle dieſe Körper⸗ ſchaften werden zu einer Reichskulturkammer vereinigt. Das Reichskabinett genehmigte ferner Aen⸗ derungen des Geſetzes zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933, wodurch Zweifelsfragen geklärt werden, die ſich aus der bisherigen Faſſung des Geſetzes er⸗ geben haben. Die Vorſchriften des Geſetzes werden ausgedehnt auf Beamte, die vor dem 8. April 1933 ausgeſchieden ſind. Ferner wird durch dieſe Ergänzungsbeſtimmung die Mög⸗ lichkeit geſchaffen, die Fälle, in denen die Prü⸗ fung bereits eingeleitet, aber noch nicht abge⸗ ſchloſſen iſt, bis zum 31. März 1934 zu Ende zu bringen. Weiterhin beſchloß die Regierung ein Ge⸗ ſetz zum Schutz der deutſchen Waren⸗ ausfuhr, das eine handelspolitiſche Vertei⸗ digungsmaßnahme darſtellt und die Möglich⸗ keit ſchafft, gegenüber ſolchen Ländern, die deutſche Erzeugniſſe Einfuhrbeſchränkungen unterwerfen, zum Schutze der deutſchen Waren⸗ ausfuhr ebenfalls Einfuhrbeſchränkungen an⸗ zuordnen. Das vom Reichsjuſtizminiſter vorgelegte Pa⸗ tentanwaltsgeſetz wurde geſtern eben⸗ falls verabſchiedet. Dieſes ſieht nach dem Vor⸗ bild der Rechtsanwaltsordnung die Gründung einer Patentanwaltskammer vor und überläßt das ehrengerichtliche Verfahren wie bei den Rechtsanwälten weitgehend der Handhabung durch die Patentanwälte. Schließlich wurde das vom Reichsarbeits⸗ miniſter bereits früher beantragte Geſetz über die Aufſchließung von Wohn⸗ ſiedlungsgebieten durch die Reichs⸗ regierung beſchloſſen, nachdem der Reichsmini⸗ ſter für Ernährung und Landwirtſchaft Ge⸗ legenheit gehabt hat, zu dem früheren Entwurf Stellung zu nehmen. Dieſes Geſetz ſoll die Beſiedlung des Bodens ordnen und nur in ſolchen Wohnſiedlungsgebieten Anwendung fin⸗ den, in denen ohne die Vorſchriften des Ge⸗ ſetzez die ausführenden Stellen nicht mehr in das folgende Geſetz beſchloſſen, das ver⸗ Popagench wird beauftragt und ermächtigt, nen Aufgabenkreis betreffen, in Körperſchaften den handelsvertraglichen Abmachungen beſonders kungen anzuordnen und die erforderlichen der Lage waren, die Siedlungsbewegung in ge⸗ ordneten Bahnen zu halten. Der Worklaut des Geſetzes Berlin, 23. Sept. Die Reichsregierung hat K wilws. 8˙1 Der Reichsmkniſter für Volsauſtlürung A die Angehörigen der Tätigkeitszweige, die ſei⸗ des öffentlichen Rechts zuſammenzufaſſen. 8 2. Gemäß 5 1 werden errichtet: 1. eine Reichsſchrifttumkammer, eine Reichspreſſekammer, „eine Reichsrundfunkkammer, eine Reichstheaterkammer, eine Reichsmuſikkammer, „eine— der bildenden Künſte. SK92 Bei der 5 in 8 2 Kammern ſind die Beſtimmungen entſprechend anzuwenden, die für das Filmgewerbe durch —— Geſetz über die Errichtung einer vorläufi⸗ Filmkammer vom 14. Juli 1933— RGBl.1 S. 4 3— und die dazu ergangenen muschfüy⸗ rungsbeſtimmungen bereits erlaſſen ſind. 8 4. Die Errichtung der Kammern hat ſich inner⸗ halb der Richtlinien zu halten, die für den be⸗ rufsſtändiſchen Aufbau von der Reichsregie⸗ rung beſchloſſen werden. 5 5. Die in 2 Körperſchaften wer⸗ den gemeinſam mit der vorläufigen Filmkam⸗ mer, die den Namen Reichsfilmkammer erhält, 5 einer Reichslulturkammer vereinigt. Die eichskulturkammer ſteht unter der Aufſicht des Reichsminiſters für Volksaufklärung und Propaganda. Sie hat ihren Sitz in Berlin. f§ 6. Der Reichsminiſter für Volksaufklärung und Propaganda und der Reichswirtſchaftsmini⸗ ſter werden ermächtigt, durch gemeinſame Ver⸗ ordnung die Beſtimmung der Gewerbeordnung in Einklang mit den Beſtimmungen dieſes Ge⸗ ſetzes zu bringen. Der Reichsminiſter für Volksaufklärung und Propaganda wird ermächtigt, zur Durchführung —57— Geſetzes Rechtsverordnungen und allge⸗ meine Verwaltungsvorſchriften, auch ergänzen⸗ der Art, zu erlaſſen. Die Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltun durch die finanzielle oder gewer liche elange des Reiches berührt werden, bedürfen der Zuſtimmung des Reichs⸗ ee bzw. ers Geſetz zum Echutze der deutſchen Warenausſuhr Berlin, B. Sept. Die Reichsregierung hat das folgende Geſetz beſchloſſen, das hiermit ver⸗ kündet wird: 5 1 Die Einfuhr von Erzeugniſſen ſolcher Länder, die deutſche Erzeugniſſe Einfuhrbeſchränkungen unterwerfen, ſind zum Schutze der deutſchen Warenausfuhr ebenfalls beſchränkt, es ſei denn, daß die von dieſen Ländern erlaſſenen Einfuhr⸗ beſchränkungen ihrer Art nach in den beſtehen⸗ vorbehalten ſind und ihre Anwendung den han⸗ delsvertraglichen Abmachungen entſpricht. Bei Feſtſetzung der Einfuhrmengen für ein Land iſt zu berückſichtigen, ob die Einfuhr ſol⸗ cher Erzeugniſſe von dieſem Lande ungünſtiger als die von Erzeugniſſen irgend eines dritten Landes behandelt wird. Der Reichsminiſter des Auswärtigen und der Reichsminiſter der Finanzen, der Reichswirt⸗ ſchaftsminiſter und der Reichsminiſter für Er⸗ nährung und Landwirtſchaft werden ermächtigt, in Ausführung dieſes Geſetzes Einfuhrbeſchrän⸗ Rechtsverordnungen zu erlaſſen. mehr die geſetzliche Grundlage Das Geſetz tritt mit dem auf ſeine W dung folgenden 828. in Kraft. Geſetz über die Aufſchließung von Wohnungsſiedlungsgebieten Berlin, 23. Sept. Das vom Reichskabinett beſchloſſene Geſetz über die Aufſchließung von Wohnſiedlungsgebieten hat für Maßnahmen geſchaffen, deren Fehlen ſeit lan⸗ gem beſonders nachteilig empfunden wurde und bereits zu erheblichen Schädigungen der Allge⸗ meinheit und vielfach auch der ſiedlungsfreudi⸗ gen Kreiſe des Volkes geführt hat. Der neue Staat unterſtützt mit ganzem Herzen die Be⸗ ſtrebungen, die den deutſchen Volksgenöſſen wieder in Verbindung mit dem Heimatboden bringen. Er iſt ſich aber bewußt, daß größere Bewegungen wie die Siedlungsbewe⸗ gung der Ordnung und Regelung bedürfen, wenn ſie nicht zu Rückſchlägen führen ſollen. Während ſich die landwirtſchaftliche Siedlung wegen der Eigenart ihrer Vorbedingungen ſtandortmäßig überwiegend befriedigend voll⸗ zog, haben ſich auf den Gebieten der Wohn⸗ ſiedlung, insbeſondere in der Umgebung der Großſtädte, Verhältniſſe entwickelt, die ein ordnendes Eingreifen des Staates ver⸗ langen. Es ſind bisher wie auch wegen des Fehlens geſetzlicher Handhaben Gebiete für die Bebauung erſchloſſen worden, die niemals der Bebauung hätten zugeführt werden dürfen. Daraus ſind den Gemeinden volkswirtſchaftlich nicht vertretbare, zum Teil unerſchwingliche La⸗ ſten entſtanden, die bei geregelter Beſiedlung —— bütten ver die einzeln durch geſch erwarben, oͤffentlichen Das vor der Beg iſt, die“ oder hin Ordnung grundſätz deutſche iſt, den d gemeinhe Volkgeno Der Inh Die oberſte Gebiete, in ſiedlungstä notwendig klären. JIi ein Wirtſch beſtehen. 9 Bebauu Jeder Gru zum Zweck behördliche. kann verſag Grundſtücks würdt; ſie den. Aus? ſetzes getre Entſchädigr tums nicht Verordi Berlin Zolländeru hält eine 9 teilweiſe C weiſe Zoll gungen ve darſtelle. Soweit beruhen di ſen, die b von Verhe den beteili⸗ Vizeadm ———— Geſprüch n Geſchi Im grol Werke ſt ſchöner ein gewöl welche Spe ſie ſo kenn aber er he ſchwindigke über holpt elegant zu Steyr⸗Wer gedacht, de voll vor Als er ge Polizei in mer E1⸗ teren zu v Steinet und die höchſte irgendw Wenn er vor ſich hit Zylinderko flegelt wu heit ſchon Auspufftti Gelegenhe Maria⸗Th Dachel“ f Spiegelſch Sein Anf immer ord klebte nie E ptember 1939„ lover und bel urde von der tinuten ſpäter zen den Flug⸗ ertagung des 4 tedlnug.) In Berlin gaben ert und Dr. ſer die allge⸗ d die finan⸗ tadt Ber⸗ iſſar Lippert tsminiſterium n wurde, das inzips in der t. Durch die ilaſten wird 20 Millio⸗ chsgeſetz über etze die Stadt N. kurzfriſtige ſiert in Stadt Hanno⸗ rieſigen Fahnen und en die feld⸗ die Zufahrts⸗ enſchenmenge erkt zahlreiche . a. ſind jetzt raloberſt a. D. ter, der Be⸗ von Waldeck ſchloſſene Ta⸗ 3 Wehrſtahl⸗ uftragten der ahlhelm, von Tagung des hen at ſich inner für den be⸗ Reichsregie⸗ ſchaften wer⸗ en Filmkam⸗ mmer erhält, reinigt. Die der Aufſicht klärung und Berlin. fklärung und tſchaftsmini⸗ einſame Ver⸗ ſerbeordnung n dieſes Ge⸗ fklärung und durchführung n und allge⸗ ich ergänzen⸗ allgemeinen e finanzielle iches berührt des Reichs⸗ tſchaftsmini⸗ ung von bieten teichskabinett chließ ung en hat nun⸗ dlage für len ſeit lan⸗ n wurde und n der Allge⸗ lungsfreudi⸗ t. Der neue zen die Be⸗ Zolksgenöſſen Heimatboden daß größere ngsbewe⸗ g bedürfen, hren ſollen. he Siedlung bedingungen digend voll⸗ der Wohn⸗ Umgebung ckelt, die ein aates ver⸗ wegen des ebiete für die niemals rden dürfen. wirtſchaftlich vingliche La⸗ Beſiedlung 4 Zahrgang 3. Nr. 245. Seite 3 vatten verhindert werden können. Aber auch die einzelnen Siedler ſind in vielen Fällen da⸗ durch geſchädigt worden, daß ſie Bauparzellen erwarben, deren Bebauung ihnen nachher im oͤffentlichen Intereſſe unterſagt werden mußte. Das vorliegende Reichsgeſetz will, wie in der Begründung dazu ausdrücklich geſagt iſt, die Siedlungstätigkeit nicht erſchweren oder hindern, ſondern im Gegenteil durch Ordnung fördern. Es ſteht auf dem grundſätzlich richtigen Standpunkt, daß der deutſche Grund und Boden kein Gegenſtand iſt, den der Einzelne zum Schaden der All⸗ gemeinheit und zum Nachteil für andere Vollgenoſſen ausnutzen oder mißbrau⸗ chen darf. Der Inhalt des Geſetzes iſt kurz folgender: Die oberſten Landesbehörden können beſtimmte Gebiete, in denen eine beſonders ſtarke Wohn⸗ ſiedlungstätigkeit ein ordnendes Eingreiſen notwendig macht, zu Wohnſiedlungsgebieten er⸗ klären. In den Wohnſiedlungsgebieten muß ein Wirtſchaftsplan für die Nutzung des Bodens beſtehen. Nach dieſem Wirtſchaftsplan hat die Bebauung des Gebietes zu erfolgen. Jeder Grundſtücksverkehr, der vorausſichtlich zum Zwecke der Bebauung erfolgt, bedarf der behördlichen Genehmigung. Die Genehmigung kann verſagt werden, wenn eine Bebauung eines Grundſtücks dem Wirtſchaftsplan widerſprechen würde; ſie kann auch an Auflagen geknüpft wer⸗ den. Aus Maßnahmen, die auf Grund des Ge⸗ ſetzes getroffen werden, können Anſprüche auf Entſchädigung wegen Beſchränkung des Eigen⸗ tums nicht hergeleitet werden. Verordnung über Jolländerungen Berlin, 23. Sept. Die Verordnung über Zolländerungen vom 20. September 1933 ent⸗ hält eine Reihe von Zollmaßnahmen, die teilweiſe Erhöhung der bisherigen Zölle, teil⸗ weiſe Zollermäßigungen und teilweiſe Beſeiti⸗ gungen von bisher beſtehenden Unklarheiten darſtelle. Soweit es ſich um Zollerhöhungen handelt, beruhen die neuen Zölle durchweg auf Beſchlüſ⸗ ſen, die bereits vor längerer Zeit aufgrund von Verhandlungen der Reichsregierung mit den beteiligten Kreiſen gefaßt worden ſind. Vizeadmiral Foerſter, der neue Flottenchef Berlin, 23. Sept. In der großangelegten Rede, mit der Dr. Goebbels geſtern abend im Berliner Sportpalaſt den Propa⸗ gandakampf für die Winterhilfe des deutſchen Volkes eröffnete, gab der Miniſter zunächſt einen Ueberblick über die Lage, in der ſich Deutſchland bei der Ueber⸗ nahme der Macht durch den Nationalſozialis⸗ mus befand. Er betonte, daß die Nationalſozialiſten es von Anfang an abgelehnt hätten, irgend⸗ welche Verſprechungen zu machen⸗ Selbſt vor der Wahl am 5. März hätten ſie immer wieder betont, daß vier Jahre das Mi⸗ nimum an Zeit ſeien, das nötig ſei, um einen Erfolg zu erzielen. Er glaube heute nicht, daß ſoviel Zeit dafür erforderlich ſein werde, ſon⸗ dern er ſei der Ueberzeugung, daß, wie die poli⸗ tiſche Reinigungsaktion ganz ſchnell und über⸗ raſchend hätte vorgenommen werden können, ſo auch die wirtſchaftliche Sanierung unſeres ganzen Produktionslebens ſchneller vonſtatten gehen werde, als es heute alle für möglich halten wollten. Nachdem der Miniſter die Bedeutung der Vernichtung des Kommunismus auch für die übrige Welt unterſtrichen hatte, beſchäftigte er ſich eingehend mit einer anderen Großtat der Regierung, der Verein⸗ heitlichung des Reiches, die nach der Vorſtellung der Einheit des Denkens und Handelns zwiſchen Regierung und Volk die dringendſte Aufgabe geweſen ſei, denn das Reich ſei nahe daran geweſen, wieder aus⸗ einanderzufallen. Daß auf dieſem Wege weiter fortgeſchritten werde, ſtehe über jedem Zweifel. Wie der Nationalſozialismus Bauer, Bür ⸗ ger, Arbeiter, Katholik und Proteſtant ver · einige, ſo werde er auch Süddeutſche und Norddeutſche, Oſtdeutſche und Weſtdeutſche vereinigen. Es werde die Zeit kommen, wo man auf die Frage:„Woher kommſt du?“ nicht mehr antwortet:„Ich bin ein Bayer oder Preufſe!“, ſondern wo die Ant · wort von 66 Millionen lauten werde:„Ich bin ein Deutſcher!“(Stürmiſcher Beifall). Die Regierung befinde ſich bei ihren Handlun⸗ gen immer in Uebereinſtimmung mit dem Volk. Das könne das Ausland gar nicht verſtehen. Es ſei ein Irrtum, daß das Volk ſich ſelbſtrregieren wolle; auf einen ſol⸗ hchen Gedanken komme es immer nur, wenn es ſchlecht regiert werde. In dem Augenblick aber, wo das Volk merke, daß es gutregiert werde, laſſe es ſich auch gernregieren; das ſei der Sinn einer wahren Demokratie. Denen, die glaubten, die Maſſe ſei ausſchlag⸗ gebend, ſei wieder das Autoritätsgefühl einge⸗ hämmert worden, und zwar nicht nur in der Regierung, ſondern herun⸗ ter bis zum letzten Mann im Volke, in der Wirtſchaft, im Kultur⸗, Theater⸗ und Kon⸗ „Hakenkreuzbanner⸗ Regierung und Volk, eine Einheit Dr. Goebbels im Berliner Sportpalaſt— Eröffnung des Proyagandakampfes gegen die Winkersnot zertleben, in der Su, der Se, in der politi⸗ ſchen Organiſation, in der Jugend, in den Schulen, in den Univerſitäten; üͤberall habe ſich das Perſönlichkeitsprinzip wieder durch⸗ geſetzt, ebenſo wie das Prinzip der natio · nalen Lebensauffaſſung gegenüber dem In ⸗ ternationalismus. Die Verfallserſcheinun · gen ſeien in acht Monaten reſtlos beſeitigt worden. Je ſchärfer und rückſichtsloſer die Staatsfüh⸗ rung durchgegriffen habe, um ſo größeres Ver⸗ ſtändnis habe ſie damit bei den breiten Maſ⸗ ſen gefunden. Deutſchland habe zum erſtenmal in ſeiner Geſchichte begonnen, eine geſchloſſene Nation zu werden. Damit habe die Regierung an die Frage der Arbeitsloſigkeit herantreten kön⸗ nen. Sie ſei ſich darüber klar, daß ſie unſchlag⸗ bar ſei, wenn ſie dieſes Problem löſe; löſe ſie es nicht, dann werde auch ihr, Regiment nicht von langer Dauer ſein. Mit übermenſchlicher Kraftanſtrengung ſei es gelungen, zwei Millionen Erwerbs⸗ loſe in die Fabriken zurückzuziehen. Daß die Regierung dabei mit bergverſetzendem Optimismus vorgegangen ſei, ſei ganz ſelbſtverſtändlich, denn für eine ſchwächliche Re⸗ gierung, die nicht einmal von der Richtigkeit ihres eigenen Handelns überzeugt ſei, opfere niemand etwas. Die Regierung habe ſich jedoch über die Schwere der Probleme nicht hinwegzutäuſchen verſucht, ſondern ſie ganz nüchtern und ſachlich geprüft. Man ſei aber entſchloſſen, mit dieſen Maßnahmen nicht Halt zu machen, ſondern nach Ablauf der nächſten ſechs Monate den Angriff gegen die Arbeits⸗ loſigkeit mit anderen Mitteln wieder aufzu⸗ nehmen. Im nächſten Sommer würden wieder zwei Millionen Arbeitsloſe in die Betriebe ge⸗ bracht werden, und im übernächſten würde die Zeitkrankheit der Arbeitsloſigkeit endgültig be⸗ ſeitigt ſein. Bis dahin würden die unglück⸗ lichen Opfer der Kriſe nicht ſich ſelbſt über⸗ laſſen bleiben. Die Regierung ſtelle ſich hierbei natürlich an die Spitze, ſie organiſiere das Winterhilfswerk in einem Maß⸗ ſtabe, daß ſie beſtimmt garantieren könne, es. werde niemand frieren und hungern. Einer werde für alle und alle würden für einen ein⸗ treten. Er, der Miniſter, glaube, daß ſich vor allem der deutſche Bauer in dieſem Winter für das deutſche Volk einſetze und alles, was er übrig habe, für die Armen und Notleidenden gebe. Der Miniſter richtete ſodann an die Volks⸗ genoſſen einen Appell, mit eiſerner Beharrlich⸗ keit den Kampfgegen die Wintersnot aufzunehmen und ſich nicht von Fehlſchlägen entmutigen zu laſſen, auf der anderen Seite aber gegen jede Sabotage vorzugehen und über⸗ all darauf zu achten, wo ein Saboteur Zum 350. Geburstag Wallenſteins Am 24. September 1583 wurde Albrecht von Wallenſtein, Herzog von Friedland, der große Generaliſſimus des 555 igjährigen Krieges, geboren. ſitze, um ihn zu vernichten.(Stürmiſcher Beifall.) Das müſſe geſchehen, nicht um Denun⸗ zianten zu züchten, ſondern um unſer Volk zu reinigen. Die Regierung werde ihre Arbeit zu Ende führen ohne Kompromiſſe. Wenn hier und da ein Umweg eingeſchlagen werden müſſe, dann könne auch er nur zum beſten füh⸗ ren. Seien wir davon überzeugt, daß wir nicht für ein paar Wochen oder Monate, daß wir auf lange Sicht, auf Jahrzehnte, vielleicht auf Jahr⸗ hunderte hinaus arbeiten. Dann ſei der Na⸗ tionalſozialismus in der Tat der Bahnbre⸗ cher eines neuen Zeitalters.(Stürmi⸗ ſcher Beifall.) —5ðriðv:.LðsÄ2ð— Auflöſung des Tannenbergbundes „Eine überflüſſige Angelegenheit. Berlin, 23, Sept, Der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt teilt mit: Auf Grund des§ 1 der Verordnung des Reichspräſidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 2. Februar 1933 in Verbindung mit 8 14 des PVG. iſt der Tan⸗ nenberg⸗Bund und die Organiſation des Deutſchvolks im Gebiete des Freiſtaates Preu⸗ ßen aufgelöſt und verboten worden. Geſpräch mit Gauleiter Hofer: Geſchichte einer Cimouſine Von Mungo Im großen Auslieferungshofe der Steyr⸗ Werke ſtand vor längerer Zeit ein wunder⸗ ſchöner Wagen, Modell 30. Es war zwar ein gewöhnlicher Serienwagen ohne irgend⸗ welche Spezialitäten und Raffineſſen, wie man ſie ſo kennt an den Ariſtokraten ſeiner Kaſte, aber er hatte ſeine 120 Kilometer Stundenge⸗ ſchwindigkeit im Leibe und verſtand es, ſich auch über holprige Wege mit ſeinen Schwingachſen elegant zu bewegen. Wie er damals im Hof der Steyr⸗Werke geſtanden iſt, hatte er nicht daran gedacht, daß ihm das Schickſal ein Leben voll von Aufregungen zugedacht habe. Als er gekauft wurde, meldete er ſich bei der Polizei in Innsbruck und erhielt die Num⸗ mer E1400. Dieſer Nummer hatte er des öf⸗ teren zu verdanken, daß ihm fauſtgroße Steine nachgeworfen wurden und die Starhembergſchen Heimwehren in höchſte Wut gerieten, wenn der brave Steyr irgendwo in Tirol bei einer Ortſchaft um die Ecke kam. Wenn er des Nachts in der Garage ſtand und vor ſich hindöſte, zerbrach er ſich des öfteren den Zylinderkopf, warum er in allen Straßen ange⸗ flegelt wurde, obwohl er in ſeiner Beſcheiden⸗ heit ſchon nicht mehr wagte, richtig in ſeinen Auspuffttopf zu puſten. Nie ließ er die Gelegenheit vorübergehen— ſo er über die Maria⸗Thereſien⸗Straße gegen das„Goldene Dachel“ fuhr— ſich flüchtig in den großen Spiegelſcheiben der Warenhäuſer zu betrachten. Sein Anſtrich war dezent, die Spiegelfenſter immer ordentlich geputzt und an den Kotflügeln klebte nie der Dreck der ſtaubigen Landſtraßen. Und faſt wäre der brave Kraftwagen me⸗ lancholiſch geworden, wenn er nicht eines Tages zufällig hinter das Geheimnis gekom⸗ men wäre, warum er regelmäßig von Leuten, die einen kühnen Spielhahnſtoß auf einem verdepſchten Hütchen trugen, angeflegelt wurde. Und das kam ſo: Ein Schutzmann pflanzte ſich vor ihm auf, ſchwang wichtig ſeine in Waſch⸗ leder gezwängten Pfoten und brachte durch dieſe Pantomime eindeutig zum Ausdruck, daß er den Steyr anzuhalten wünſche. Es machte dem bra⸗ ven Wagen Spaß, ihm mit der Stoßſtange faſt die Schienbeine anzufahren, doch mit der Gran⸗ dezza eines ſpaniſchen Stierkämpfers ſtoppte er in der letzten Zehntelſekunde ab, ohne daß eine der Vierradbremſen auch nur ganz leiſe quietſchte. Der Wachbeamte öffnete die Kupee⸗ türe, und der Kraftwagen glaubte ſchon, daß er es nur deshalb täte, um ſeine fabelhafte Polſte⸗ rung zu bewundern, oder das ſpiegelnde Arma⸗ turbrett. Doch der ſchnauzbärtige Mann ſchien nicht das geringſte Intereſſe für den Tachometer, die Oel⸗ oder Benzinuhr zu zeigen. Vielmehr lud er nur den Inſaſſen ein, aus dem Fond zu ſteigen, und erklärte ihn rund⸗ weg für verhaftet. Nun wußte der Steyr 30 wohl, daß ſein Herr des öfteren bei der Stadthalle vorgefahren war, drinnen vor einer begeiſterten Menge Reden gehalten hatte und im Triumph zum Wagen zurück⸗ begleitet wurde, doch war er nie bei einer Betriebsſtoffſtation den Preis ſchuldig ge · blieben und hatte ſomit keinen Anlaß ge · boten, ganz einfach auf die Polizei mitge⸗ nommen zu werden. Und da ſein Beſitzer mit Würde dieſe Erniedrigung trug, ver⸗ zichtete auch er darauf, empört in das Boſch · horn zu tuten, und folgte in die Garage der Bundespolizei mit vornehm verhaltenen Pferdekräften. Die Behandlung, die ihm dort zuteil wurde, war einfach ſchmählich. Niemand wiſchte ihm mit einem weichen Rehhäutchen die Lam⸗⸗ pengläſer ab, damit er beſſer ſehen könnte, beine Bürſte pflegte den Plüſch auf dem Lenkerſitz, und wenn wirklich einmal jemand kam, um ihn zu betrachten, ſo muſterten ſie ihn mit begehr⸗ lichen Augen. In einer ſtockfinſteren Nacht, in der der Kraftwagen wieder kein Auge zuge⸗ macht, obwohl er die Motorhaube bis über die Ohren gezogen, damit er von der undankbaren Welt nichts mehr ſehe und höre, verfiel der Steyr auf den Gedanken, ſein Interieur etwas zu unterſuchen. Er ließ den Su⸗ cher aufleuchten, ſchielte nach dem Ueber⸗ fallsauto an ſeiner Seite, doch vieſes ſchnarchte, und aus ſeinem Kühlergeſicht ſprach friedfertige Argloſigkeit. Unſer Wagen unter⸗ ſuchte die Taſchen an der Innenſeite der Türen und fand darin die Dokumente ſeines Beſitzers. Mit unverhohlener Freude ſtellte der Sucher feſt, daß er im Beſitze des Tiroler Gaulei⸗ ters Hofer ſei, den man wegen national⸗ ſozialiſtiſcher Umtriebe verhaftet, wie er aus einer Zeitung erſah, die er unter dem Führerſitz fand. Mit dem Bewufßtſein, im Dienſte für das Volk in der Bundespolizei⸗ Garage zu ſchmachten, wurde es ihm plötz ⸗ lich warm um den Vergaſer, und er ſchwor bis zum letzten Magnetzünder durchzu⸗ halten. Einige Tage darauf kamen zwei Herren, von welchen der eine einen Vollbart trug, der wie von Ratten angenagt ausſah. Er nannte ſich Steidle und wurde von dem anderen krampfhaft mit„Herr Sicherheits⸗ direktor“ angeſprochen. Der alſo Benamſte ſtrich mit lüſternen Fingern über die Kühler⸗ figur, tippte neckiſch auf den Signalring, ſo daß der zweite mit einem leiſen Aufſchrei zurück⸗ ſprang, als ein ſonorer Ton aus dem Signal⸗ horn klang. Der Herr Sicherheitsminiſter, wie er ſich nennen ließ, erklärte nun kurz und bün⸗ dig, daß er den Wagen für ſich benötigte, und ſteckte zum Zeichen der Beſitzergreifung den An⸗ laſſerſchlüſſel in ſeine Weſtentaſche. Die nun folgende Zeit war ſo ziemlich die ſchrecklichſte, die ein Kraftwagen aus Steyr, Modell 30, erleben kann. Vergeblich bemühte ſich der Gauleiter Hofer aus dem Gefäng⸗ nis heraus um den mißhandelten Wagen, der ihm unter den verſchiedenſten Formen nicht ausgefolgt wurde. Einmal hieß es, der Wagen käme nicht früher aus der Verwahrungshaft, bevor der Gauleiter nicht ſeine Geldſtrafen für nationalſozialiſtiſche Geſin⸗ nung in der Höhe von 5000 Schil⸗ ling berappt hätte, und als er ſie auf den Tiſch legte, hieß es wieder, er ſolle vorerſt den Mercedes⸗Kraftwagen hergeben, den er der Heimwehr geſtohlen hätte. Gauleiter Hofers Alibiführung, zur Zeit des Diebſtahls im Inns⸗ brucker Gefängnis geſeſſen zu ſein, brach jäm⸗ merlich in ſich zuſammen, da der Indizienbeweis gegen ihn ausgefallen war. So blieb dem ſchickſalsverfolgten Steyrwagen nichts anderes übrig, als Frondienſte im Hauſe des Sicherheitsdirektors Steidle zu leiſten. Was mußte er da nicht alles erfahren! Der alte Herr, wenn er ſich ſo recht wohlig in die Polſter drückte, ſprach gerne von ſeiner hei⸗ ßen Vaterlandsliebe, insbeſondere zum Heiligen Land Tirol, obwohl es die eiſernen Gocke“ auf den Kirchtürmen jedem zukrähten, der es wiſſen wollte, daß Herr Rechtsanwalt Dr. Steidle den italieniſchen Staat gegen das Land Tirol vertreten hatte, eine Aufgabe, die ſümtliche E r10 ve en ohon 55 ao ehod unv d nK- un Selen in allen Apofheken erhölflich zum Prelse von RMM..93 u..88. . — 2 22 4 ———— ——„H aken kr e uU 3 5 an n e 1* e n 7. 1. A onmg, 21. Erpierber lrt Enzii in enna Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 4 Vernehmung der Bulgaren Dimitroff und Popoff im Leipziger prozeß— der dritte verhandlungs kag Leipzig, 23. Sept. Am dritten Ver⸗ handlungstag wird die Kontrolle am Eingang zum Reichsgerichtsgebäude erheb⸗ lich verſchärft und auch die Preſſevertreter werden im Gegenſatz zum Vortage wieder auf Waffen unterſucht. Beim Eingang in den Sitzungsſaal muß abermals eine Kontrolle paſ⸗ ſiert werden. Urſache dieſer Maßnahmen ſoll der Umſtand ſein, daß es geſtern einigen Per⸗ ſonen geglückt iſt, ohne Karte in den Sit⸗ zungsſaal zu kommen. Wahrſcheinlich haben dieſe Leute die Tätigkeit der Preſſevertreter ausgenutzt, um die Kontrollen zu täuſchen. Im Gerichtsſaal ſelbſt iſt vor dem Richter⸗ tiſch ein großes Mikrophon aufgeſtellt und am Mitteleingang ſowie auf der gegen⸗ überliegenden Fenſterſeite ſind Lautſprecher angebracht, um den Preſſevertretern das Ver⸗ folgen der Vorgänge zu erleichtern. Nach Schluß der geſtrigen Sitzung erklärte der Angeklagte Ernſt Torgler Ver⸗ tretern der ausländiſchen Preſſe, daß er ſich nicht von dem amerikaniſchen Rechtsanwalt Hayes, der ſich ihm als Verteidiger an⸗ geboten hatte, verteidigen laſſe, ſondern daß er vollſtes Vertrauen zu ſeinem Verteidiger Dr. S a ck habe. Nach halb zehn Uhr erſcheint der Gerichtshof. Präſident Bünger ſtellt feſt, daß er bei der Erörterung der perſönlichen Verhältniſſe zunächſt mit denen des Angeklagten Di⸗ mitroff beginnen wolle. Rechts anwalt Dr. Sack: Die Mutter des Angeklagten Torgler iſt heute im Krankenwagen nach Leipzig gebracht worden, um zu ſehen, wie es dem Angeklagten Torgler geht. Ich wäre Ihnen ſehr dankbar, Herr Präſident, wenn Sie der alten Mutter geſtatten würden, auch an der Verhandlung teilzunehmen. Präſident Bünger: Ich genehmige dieſen Antrag. Verhör des Angeklagten Dimitroff Der Vorſitzende ſchreitet dann zur Vernehmung des bulgariſchen Angeklagten Dimitroff. Der Angeklagte, ein hochgewachſener Mann mit dichtem graumeliertem Haar, tritt bei der Ver⸗ nehmung vor den Richtertiſch. Er iſt 1882 in Radomir in Bulgarien geboren und lebte bis zu ſeiner Verhaftung in Berlin⸗Steglitz als Schriftſteller. Vorſitzender: Sie ſind vorbeſtraft in Bulgarien. Wollen Sie ſich darüber äußern? Angeklagter Dimitroff: Ich habe ge⸗ hört, daß ich in Bulgarien zum Tode verurteilt worden bin. Nähere Erkundigungen habe ich darüber nicht eingezogen, denn das intereſſiert mich nicht. Vorſitzender: Nach der Auskunft der bulgariſchen Geſandtſchaft ſind Sie im Januar 1924 zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden wegen der Anſtiftung des Septemberaufſtands in Bulgarien In einem zweiten Urteil iſt dann die Todes⸗ ſtrafe verhängt worden wegen der Orga⸗ niſierung eines bewaffneten Aufſtandes. Haben Sie ſich denn nicht vielleicht auf Umwegen über die Verurteilungen informiert? Angeklagter Dimitroff: Für mich hat die Verurteilung kein Intereſſe und keine Be⸗ deutung. Vorſitzender: Aber vielleicht für uns. Ich frage Sie nur, ob Sie die Ihnen vorgehal⸗ tene Auskunft über Ihre Vorſtrafen beſtätigen können? 5 1 Angeklagter Dimitroff: Nun gut, dann be⸗ ſtütige ich das eben. Vorſitzender: Dimitroff, ich will Ihnen eines ſagen: Benehmen Sie ſich hier be · ſcheiden und ruhig. Wenn Sie das nicht tun, kommen Sie bei uns nicht durch. Wenn ich Ihnen die Vorſtrafen vorhalte, ſo kommt es nicht darauf an, ob Ihnen das gleichgültig iſt oder nicht. Aus dem Vorleben des Angeklagten Dimi ⸗ troff iſt hervorzuheben, daß er bereits lange vor 1923 Mitglied des Zentralkomitees der bulgariſchen Kommuniſtiſchen Partei war. An dem Aufſtand von 1923 habe er aktiv und führend teilgenommen. Die Organiſation der bulgariſchen Kommuni⸗ ſten ſei durchaus unbolſchewiſtiſch geweſen, die Führung ſei opportuniſtiſch und nicht revolu⸗ tionär geweſen. Das habe den Mißerfolg die⸗ ſes Aufſtandes zur Folge gehabt. Als der Auf⸗ ſtand niedergeſchlagen war, ſei er nach Wien übergeſiedelt und dort Redakteur an der „Arbeiterzeitung“ geworden. Gleichzei⸗ tig habe er mit einzelnen Kommuniſten die Ver⸗ bindung aufgenommen. Auf weitere Fragen des Vorſitzenden erklärt der Angeklagte, daß das Attentat auf den König und der Brand der Kathedrale im Jahre 1924 gegen den Willen der Kom⸗ muniſtiſchen Partei durchgeführt und von der Partei verurteilt worden ſeien. Er ſelbſt ſei damals in Moskau geweſen. Als ſich ſpäter herausſtellte, daß er als Führer des Aufſtandes nicht unter die bulgariſche Amneſtie falle, habe er von Wien aus verſchiedene Reiſen nach Moskau, Berlin und Paris unternommen, um die internationale Unterſtützung der bulgari⸗ ſchen Kommuniſten zu organiſieren. Das ge⸗ ſammelte Geld habe er meiſt durch Kuriere nach Bulgarien geſchafft. Im weiteren Verlauf der Ausſage des An ⸗ geklagten ſah ſich der Vorſitzende wiederum genötigt, den Angeklagten zu erſuchen, be⸗ ſcheidener aufzutreten als bisher. 1 Ke dann an, daß er im Jahre 1929 na erlin gekommen ſei. Er ſei niemals polizeilich gemeldet gewe⸗ ſen, und begründet dies damit, daß er verfolgt wurde. Der Angeklagte beſtreitet entſch'eden, im Beſitze eines gefälſchten Paſſes geweſen zu ſein, obwohl, wie der Vorſitzende betont, durch Sachverſtändige feſtgeſtellt worden ſei, daß es ſich um einen Paß einer kommuniſti⸗ ſchen Paßfälſcherzentrale gehandelt habe Der Angeklagte gibt dann auf Befragen an, daß er bis Ende 1931 in Adlersbof gewohnt hat, er iſt bis etwa Juli 1932 in Moskau ge⸗ weſen. Die Frage, ob er ſich in Adlershof in der Wohnung wiederholt mit dem kommuniſti⸗ ſchen Abgeordneten Eberlein gtroffen habe, verneint der Angeklagte. 75 Vorſitzender: Eine Zeugin hat das aus⸗ geſagt und ſie hat ſogar beobachtet, daß Sie mit Eberlein zuſammen Schreibmaſchinenarbeiten ausgeführt haben. Angeklagter Dimitroff beſtreitet das ebenfalls. Nach ſeiner Rückkehr von Moskau hat Dimitroff vom Juli 1932 bis Ende Dezember in Zehlendorf gewohnt. Es tritt dann eine kurze Pauſe in der Ver⸗ handlung ein. Nach der Pauſe wurde die Vernehmung des Angeklagten Dimitroff fortgeſetzt. Auf Fragen des Oberreichsanwaltes be ⸗ ſtätigt Dimitroff, daß er Mitglied des Eze⸗ kutipkomitees der Internationalen Krmmu ⸗ niſtiſchen Partei war. Zur Roten Hilfe in Berlin will er keinerlei Beziehungen unter⸗ halten haben. Der Vorſitzende fragt dann den Angeklagten Dimitroff, wielange er die beiden anderen bul⸗ gariſchen Angeklagten Taneff und Popoff kenne. Dieſer erwidert darauf, daß er ſie aus der Emi⸗ gration aus Jugoflawien kenne, wie viele an⸗ dere Parteignoſſen. Er gibt auf Fragen auch zu, daß er von Zeit zu Zeit ſeit dem November 1932 in Berlin mit den beiden Angeklagten zu⸗ ſammen geweſen ſei. Die Bernehmung Popoſfff Das Gericht ſchreitet dann zur Vernehmüng des Angeklagten Popoff. Popoff iſt im November 1902 in einem Dorf bei Sofia geboren. Er iſt verheiratet. Seine Frau lebt in Moskau. Bei der Erör · terung ſeiner Vorſtrafen gibt der Angeklagte zu, daß er im Juni 1932 wegen ſeiner Mit⸗ gliedſchaft im Zentralkomitee der Bulgari⸗ ſchen Kommuniſtiſchen Partei in Abweſen · heit zu 12½ Jahren Zuchthaus und 15 Jahren Ehrverluſt verurteilt worden ſei. An dem bewaffneten Aufſtand von 1923 habe er aber nicht teilgenommen. Er ſei deswegen auch nicht verfolgt oder verurteilt worden. Als aber nach dieſem Aufſtand viele Kommuniſten ver⸗ haftete wurden, ſei er auch aus Bulgarien ge⸗ flüchtet, weil er fürchtete, daß man ihn als Kom⸗ muniſten auch verhaften würde. Er habe dann eine Handlungsgehilfenſtellung in Wien ange⸗ nommen. Der Vorſitzende unterbricht die Verhandlung durch eine größere Pauſe und erklärt vorher, daß er die Vernehmung des Angeklagten Popoff heute noch eine Stunde lang durchführen werde. — Was iſt mit Max Hölz? Die Aktipität, mit der die kommuniſtiſche Räteregierung Rußlands das Ertrinken Max Hölz, in alle Welt poſaunte, hat ſchon vielen Leuten zu denken gegeben. Der Verdacht, daß da irgend etwas nicht ſtimmen muß, wird jetzt beſtätigt. Ein paar Tage iſt er tot und ſchon wird im Moskauer Verlag für ausländiſche Ar⸗ beiter ein großes Werk über das Leben und Schaffen des Hetzers verlegt. Ein bißchen ſchnell, zu ſchnell geht das. In drei bis vier Tagen kann kein Menſch ein großes Buch ſchreiben, wenn er ſich dabei erſt das Material zuſammentragen muß. Irgendein Ju de hat es fertig gebracht. 55 Auf jeden Fall muß man alſo auf den„Xod von Max Hölz gefaßt geweſen ſein. Wir haben den Verdacht, daß er entweder plan⸗ mäßig„umgelegt“ wurde oder noch lebt. Und dann werden wir aufpaſſen, daß er nicht unter dem Schutz des Totgeſagtſeins in Deutſchland unterminiert. 8 Furchtbare Blultal in Niederbayern Pfarrkirchen, 23. Sept.(Eig. Meldung.) Im benachbarten Dietersburg hat ſich eine furchtbare Bluttat ereignet. Der dort wohnhafte 34jährige Gendarmeriehauptwacht⸗ meiſter Joſeph Eichinger erſchoß ſeine bei⸗ den Kinder, ein dreijähriges Mädchen und einen fünfjährigen Knaben und hierauf ſich ſelbſt. Man fand Eichinger und den Knaben be⸗ veits tot, das Mädchen ſtarb nach kurzer Zeit. Ein zentrumsabgeordneler in Schutzhaft Radolfszell, 23. Sept.(Eig. Meldung.) Im Verlauf der Anſchuldigungen, die im Zu⸗ ſammenhang mit dem Kauf des Grundſtückes des Reichstagsabgeordneten Carl Dietz(Zen⸗ trum) durch die Spitalverwaltung im Jahre 1929 gegen dieſen erhoben wurden, iſt nunmehr in Schutzhaft genommen worden. In Zuſam⸗ menhang damit iſt auch der frühere Bürger⸗ meiſter Schroff, der die Schiebungen begün⸗ ſtigt haben ſoll, feſtgenommen worden. zwei Chemnitzer Todesurteile rechkskräftig Leipzig, 23. Sept. Das Reichsgericht ver⸗ warf am Freitag die von den beiden Chem⸗ nitzern Bartl und Winkler gegen das Ur⸗ teil des Schwurgerichts Chemnitz vom 23. Mai eingelegten Reviſiionen als unbegründet. Durch dieſes Urteil waren die Angetlagten wegen gemeinſchaftlichen Mordes zum Tode verurteilt worden unter gleichzeitiger Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Bartl und Winkler waren in der Nacht zum 5. Auguſt v. Is. in das nationalſozialiſtiſche Verkehrslokal„Herold“ in Chemnitz eingedrun⸗ gen und hatten unter dem Ruf„Hünde hoch!“ ihre Revolver auf die dort anweſenden Gäſte gerichtet. Als der Dentiſt Krebeck dem Bartl die Waffe entreißen wollte, erſchoß Winkler den Dentiſten von hinten durch einen Kopfſchuß, als Bartls Re⸗ volver infolge Ladehemmung verſagte. Rechtsanwälte Oeſterreichs zurückgewieſen haben. und wenn der Herr Sicherheitsdirektor von Volksverbundenheit ſalbaderte, knirſchte der Steyr 30 mit den Bremsſcheiben und gedachte der Mutter des Herrn Steidle, die als Wäſche⸗ rin das Geld aufgebracht hat, damit ihr Sohn Jus ſtudieren könne, und die ihn auf ihre alten Tage vor Gericht zitieren mußte, weil er es nicht für nötig gefunden, ſeiner Mutter eine kürgliche Un⸗ terſtützung zukommen zu laſſen. Und erſt ſein Sohn, der Steidle junior! Hun⸗ derte Male hatte der Kraftwagen ſchon den Entſchluß gefaßt, an einen Baum zu fah⸗ ren, wenn dieſer nette junge Mann, mit einem ſchwarzen Hemd bekleidet und einer fetten Jüdin an ſeiner Seite, die ſteile Straße nach Jals hinaufraſte. Schon am erſten Tage konnte der Steyr den Jungen nicht ſchmecken, der ſich als Rohling entpuppte. Rückſichtslos ſtartete er mit der zweiten Ge⸗ ſchwindigkeit vom Platz weg und ließ die Kupp⸗ lung aus, bevor der dritte Gang eingeſchaltet war, ſo daß es im Getriebe unheimlich krachte und der Wagen glaubte, ſein letztes Stündlein habe geſchlagen. Nur der Gedanke an das rechte hintere Fenſter hielt den braven Wagen davon ab, Selbſtmord zu begehen, um den jungen Steidle ſamt der Füdin mit in das Verderden zu nehmen. In ver Verſchalung des Fenſters nümlich war das geſamte Adreſſenmaterial des Gaues Tirol und andere wichtige Doku⸗ mente verſteckt und wenn der Sohn des Sicherheitsdirektors auf den Gedanken kam, das geheimnisvolle Fenſter herunterzulaſ⸗ ſen, mußten die wichtigen Aktenſtücke ent⸗ deckt werden! Gott ſei Dank ließ Steidle iunior nie die Fenſter, ſondern nur die Jaluſien herunter, wenn er ſeiner Jüdin ein neckiſches Wort ins Ohr flüſtern oder ihr ſonſt einen greifbaren Beweis ſeiner Zuneigung anvertrauen wollte. So mußte der Kraftwagen ſich noch glüͤcklich ſchätzen, daß er von Herrn Steidle nur zu „Porzellanfuhren“(wie der Wiener Volksaus⸗ druck für ſolche Fahrten lautet) verwendet und auf dieſe Weiſe ſein Geheimnis im rechten Fen⸗ ſter nicht entdeckt wurde. Zwar ſahen ihn die anderen Autos an den Benzinzapfſtellen ob ſeiner derzeitigen Verwendung nur verüchtlich über die Kotflügel an, doch er ertrug die Er⸗ niedrigung mit ſeinen ganzen Pferdekräften. Bis eines Nachts vorſichtig die Garagetüre aufgeſchoben wurde und einige Geſtalten ſchnurſtracks auf ihn— den wackeren Gau⸗ keiterkraftwagen— zuhuſchten. Eine vorſichtige Hand drückte die Kupeetür nie⸗ der, und eine Perſon kletterte in den Fond. Wer vermag den Jubel des ſchwergeprüften Wagens zu beſchreiben, als er in dem nächt⸗ lichen Beſucher einen bekannten Innsbrucker Nationalſozialiſten erkannte. Doch dieſer hatte es ſehr eilig und machte ſich an dem rechten hinteren Fenſter zu ſchaffen. Vorſichtig entnahan er aus dem Verſtec das Adreſſenmaterial und die Dokumente der NSDAp, Gau Tirol, und verſchwand eben⸗ ſo leiſe, wie er gekommen. Doch zwei Tage ſpäter ſollte der brave Steyr eine noch freudigere Ueberraſchung erleben. Der junge Steidle, an ſeiner Seite der Vater in ſeiner Eigenſchaft als Sicherheitsdirektor von Tirol, fluchte heftig, und den Alten drohte jeben Augenblick ein Schlagfluß zu ereilen. Sie geſti⸗ kulierten heftig und hielten ſich gegenſeitig eine Zeitung unter die Naſe. Dann zerknüllten ſie das Preſſeprodukt, warfen es mit einem ver⸗ haltenen Wutſchrei zu Boden und ſtie⸗ gen aus. Neugierig blinzelte der Kraftwagen mit ſei⸗ nem Scheibenwiſcher nach der Zeitung. Nach⸗ dem er die erſten Zeilen geleſen hatte, brach er in homeriſches Gelächter aus, ſo daß ihm die Tränen nur ſo über die Windſchutzſcheiben kol⸗ lerten. Kaum noch, daß er genug Luft durch die Düſen bekam, ſo hatte ihn der Lachkrampf er⸗ faßt, und es ſchüttelte ihn, daß die Schwing⸗ achſen nur ſo ferderten. Denn nichts anderes ſtand auf der Titel⸗ ſeite, als daß der Gauleiter Hofer von vier Nationalſozialiſten aus dem Gefängnis ent⸗ führt worden war und unter den kühnen Burſchen auch jener ſich befunden hatte, der tags zuvor die wichtigen Dokumente aus dem Verſteck geholt hat! —————————— Iett im neuen dicken Kormat und in den Beilagen erweitert durch prãchtige Aniformbilder der Kũãmpfer und Hieger des Dritten Reiches, der 5d 55 9. — Dieſe liegen allen„Sturm“⸗Marken abwechſelnd mit den Nniformbildern lder„Deutſchen Einigung“ bei.„o Slurm⸗Eigaretten-Fabrik, Dresden. Jahrgang ee 4 „ Karlsr und die St Fahnen und Badens bei Von überall ßeren Trup neuen Deut men vor de gebräunte E im Braunhe daß er ſchon verlaſſen un ſchilderte be auf ihn ma kommenden Trompeter führer zuſar in Bewegun darte 1/109, Erntewagen gen zur St ſchieren, um Darré⸗Hauſe Straßen der cher Freude erwartet wo Inzwiſche und erfahre der als 3 Grundſtein ſchluß aller unterſtützt d denen 40 Ki Heute erſtre Bauernſchaf entlegenſten Ahteilungsl Berlin tätig Weiter hö der Unterbi reuth, wie das leiblich hat. Uebe Verfügung: der Baumei gen für die Bauernſchaf früher dem ein und iſt Heute beſtel in der badiſ mit ſein H Bauern wu kolonnen ve marſchiert. Aufſtellung, in langer 9 bemerkt zal führer, dart Regierungs⸗ „Auf ein Die n Vorder⸗ un amtlichen der wieder Ers 9. bi Iliminmmiman emder 1889 ———— 5137 mmuniſtiſche brtrinken e, hat ſchon der Verdacht, muß, wird ſchon wird idiſche Ar ⸗ Leben und legt. l geht das. Menſch ein ch dabei erſt z. Irgendein 3 den„ 0 D* ſein. Wir weder plan⸗ h lebt. Und rnicht unter Deutſchland erbayern 3. Meldung.) ſich eine „ Der dort ehauptwacht⸗ z ſeine hei⸗ Nädchen und hierauf ſich Knaben be⸗ urzer Zeit. eler in Meldung.) die im Zu⸗ Grundſtückes Dietz(Zen⸗ im Jahre iſt nunmehr In Zuſam⸗ ere Bürger⸗ ngen begün⸗ den. urkeile Sgericht ver⸗ iden Chem⸗ gen das Ur⸗ zom 23. Mai ündet. Durch igten wegen de verurteilt tennung der Zzeit. Nacht zum lſoztaliſtiſche z eingedrun⸗ „Hände anweſenden rebeck dem „ erſcho n hinten Bartls Re⸗ ate. e er Vater in direktor von drohte jeden u. Sie geſti⸗ enſeitig eine rknüllten ſie einem ver⸗ en und ſtie⸗ gen mit ſei⸗ tung. Nach⸗ tte, brach er daß ihm die ſcheiben kol⸗ uft durch die chkrampf er⸗ ie Schwina⸗ der Titel⸗ von vier ngnis ent · àn kühnen hatte, der nente aus 1 ————— Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 5 2 „Hakenkreuzbanner“ *5(Sonderebricht des HB.) Karlsruhe, 23. Sept. Schönſtes Wetter und die Stadt Karlsruhe, im Feſtgewand der Fahnen und Girlanden, begrüßte die Bauern Badens bei ihrer Ankunft am Samstagmorgen. Von überall her zogen die kleineren oder grö⸗ ßeren Trupps ſtolz hinter den Fahnen des neuen Deutſchland in die Stadt ein und nah⸗ men vor der Feſthalle Aufſtellung. Geſunde, gebräunte Geſichter, knorrige Geſtalten, meiſtens im Braunhemd. Ein alter Bauer erzählte uns, daß er ſchon um 4 Uhr ſeinen abgelegenen Hof verlaſſen und nach Karlsruhe gezogen ſei. Er ſchilderte begeiſtert den Eindruck, den die Stadt auf ihn machte und ſeine Erwartung vor den kommenden großen Ereigniſſen. Trompetenſignale rufen die Kreisbauern⸗ führer zuſammen, und dann ſetzt ſich der Zug in Bewegung, voraus die Kapelle der Stan⸗ darte 1/109, geführt von einem hochbeladenen Erntewagen. 15 Kreiſe haben ihre Vertretun⸗ gen zur Stelle, die zur Baumeiſterſtraße mar⸗ ſchieren, um an der Einweihung des Walter⸗ Darré⸗Hauſes teilzunehmen. Die geſchmückten Straßen der Stadt zeigen den Bauern, mit wel⸗ cher Freude, ja Begeiſterung ſie in Karlsruhe erwartet worden ſind. Inzwiſchen laſſen wir uns etwas aufklären und erfahren, daß es Pg. Pleſch geweſen iſt, der als Landesbauernführer Badens den Grundſtein gelegt hat zum jetzigen Zuſammen⸗ ſchluß aller badiſchen Bauern, aufs tatkräftigſte unterſtützt durch die im Laufe der Zeit entſtan⸗ denen 40 Kreisbauernſchaften und ihre Führer. Heute erſtreckt ſich das Netz der badiſchen Bauernſchaft über das ganze Land bis in den entlegenſten Weiler. Pg. Pleſch iſt heute als Abteilungsleiter im agrarpolitiſchen Amt in Berlin tätig. Weiter hören wir von der Organiſation und der Unterbringung der Bauern in Tetſchneu⸗ reuth, wie die NS⸗Frauenſchaft die Sorge um das leibliche Wohl der Bauern übernommen hat. Ueber 300 Privatquartiere ſtehen zur Verfügung und eine Reihe Maſſenquartiere. In der Baumeiſterſtraße werden die Vorbereitun⸗ gen für die Eröffnung des Hauſes der badiſchen Bauernſchaft getroffen. Das Gebäude gehörte früher dem badiſchen landwirtſchaftlichen Ver⸗ ein und iſt von dieſem übernommen worden. Heute beſteht dieſer Verein nicht mehr. Er iſt in der badiſchen Bauernſchaft aufgegangen, wo⸗ mit ſein Haus auch Eigentum der badiſchen Bauern wurde. Und jetzt kommen die Bauern⸗ kolonnen vor dem einzuweihenden Haus an⸗ marſchiert. Die Führerabordnungen nehmen Auüfſtellung, ihnen gegenüber auf der Straße in langer Reihe die Bauernabteilungen. Man bemerkt zahlreiche bekannte badiſche Bauern⸗ führer, darunter mehrere Abgeordnete ſowie Regierungs⸗ und Preſſevertreter. „Auf ein Trompetenſignal ertönt das Kom⸗ Die neue amtliche Preußenſtandarte. Vorder⸗ und Rückſeite der neuen preußiſchen amtlichen Standarte mit dem Preußenadler, der wieder wie früher in den Fängen Blitz und Schwert trägt. Der Tag der deutſchen Bauern Einweihung des Walter⸗Darrẽ· hauſes— Staalsrat Meinberg ſpricht zu den badiſchen Bauern mando:„Stillgeſtanden!“ Nach dem von der SA⸗Kapelle glänzend geſpielten Badenweiler⸗ marſch nahm Landesbauernführer Huber das Wort zur Feſtrede und richtete herzliche Be⸗ grüßungsworte an die Erſchienenen. Der Tag der Einweihung des Walter⸗Darré⸗ Hauſes bedeutet für die badiſche Bauernſchaft ein Markſtein in der bäuerlichen Entwicklung Badens. Pg. Huber hob hervor, daß unter der Führung Darrés ein einheitlicher Bauern⸗ ſtand erkämpft worden ſei. Adolf Hitler habe erklärt, daß der Nährſtand die Grundlage für den neuen Staat ſein müſſe. Der Bauer wiſſe, daß in ſeinen Händen die Ernährung des deut⸗ ſchen Volkes liege. Er wiſſe aber auch, welche große Pflicht er damit zu erfüllen habe. Daß die Scholle nicht mehr dem jüdiſchen Händlergeiſt preisgegeben werde, dafür garantiere die Regierung desFührers Adolf Hitler. Nach einem dreifachen„Sieg⸗Heil“ auf den Führer, auf den Bauernſtand und den Ernäh⸗ rungsminiſter Darré fiel die Hülle von der In⸗ ſchrift des Walter⸗Darré⸗Hauſes. Der feierliche Akt ſchloß mit dem Deutſchlandlied. Die Abteilungen ſetzten ſich ſodann nach dem großen Feſthallenſaal in Bewegung. Die Fah⸗ nenabteilungen marſchierten unter den Klängen der alten Armeemärſche dort ein und nahmen hinter der Rednertribüne Aufſtellung. Raſch fünte ſich der Saal mit Bauern, die durch mit Sonderzügen eingetroffenen Abteilungen der entfernteren Landesteile ſtarken Zuzug erhalten haben. Innenminiſter Pflaumer wird bei ſei⸗ nem Erſcheinen mit lebhaftem Beifall begrüßt. Nach einer kurzen Begrüßungsrede ſprach Staatsrat Pg. Meinberg. Schon nach den erſten Sätzen hatte er ſeine Hörer durch ſeine eindringlichen lebendigen Ausführungen in ſei⸗ nen Bann gezogen. Die Verſammelten fühlten: hier ſpricht ein Bauer zu Bauern! Wir werden über die häufig durch ſtürmiſchen Beifall unterbrochene Rede noch eingehend be⸗ richten. Der Reichsſtatthalter auf der Ausſtellung Die Viehprämiierungen Karlsruhe, 23. Sept. Wie Reichsſtatthal⸗ ter Robert Wagner bei ſeiner Eröffnungs⸗ anſprache ſagte, hatte er bereits vorher Ge⸗ legenheit genommen, ſich die Ausſtellung„Der Bauer im Grenzland Baden“ anzuſehen. Am Vorabend der Eröffnung war der Reichsſtatt⸗ halter, nachdem er den ganzen Tag über durch ſeine Dienſtgeſchäfte ſtark in Anſpruch genom⸗ men war, abends halb zehn Uhr unerwartet auf dem Ausſtellungsgelände erſchienen. Obwohl die Arbeiten noch nicht vollkommen abgeſchloſ⸗ ſen waren, äußerte er ſich ſchon bei der Vor⸗ beſichtigung äußerſt anerkennend über das vor der Vollendung ſtehende Werk. Nach der Eröffnungsfeier weilte der Reichs⸗ ſtatthalter zuſammen mit Miniſterpräſident Köhler noch Stunden auf dem Schmieder⸗ platz. Er beſichtigte eingehend die verſchiedenen Zelte und jeden einzelnen Stand. Im Wein⸗ bauzelt wurden dem Reichsſtatthalter und dem Miniſterpräſidenten ſowie den Ehrengäſten ein Ehrentrunk badiſchen Weines aus der nächſten Umgebung Karlsruhes, nämlich aus dem Dur⸗ lacher Weinbaugebiet am Turmberg verabreicht. Vom Schmiederplatz ging der Reichsſtatthalter zur Geflügelausſtellung in der Turnhalle der Goetheſchule. Der Reichsſtatthalter war voll des Lobes über das Gebotene, Nachmittags 3 Uhr wohnte er noch der Viehprämiierung bei. Am Freitag morgen um 8 Uhr wurde mit den Viehprämiierungen begonnen, die ſich bis in die Nachmittagsſtunden hinzogen. Es wur⸗ den verſchiedene Klaſſen, zunächſt Kaltblut⸗ pferde, und zwar zwei Hengſte und acht Stuten vorgeführt. Dann folgten 27 Warmblutpferde, ein⸗, zwei⸗, vierjährige und älteſte Tiere, alle aus Original Oldenburger Hengſten gezogen. Es ſchloß ſich die Prämiierung der Gemeinde⸗ farren und Zuchtfamilien an. Selbſtgezüchtete und nicht ſelbſtgezüchtete Kühe mit Nachzucht, ſowie ſelbſtgezüchtete Kalbinnen wurden vor⸗ geführt. Die Vorführung der Tiere gab ein umfaſſen⸗ des Bild von dem hohen Stand der badiſchen Tierzucht. Der Züchter fand Gelegenheit, bei dem großen Auftrieb von Tieren Vergleiche mit ſeiner eigenen Zucht anzuſtellen und daraus Anregung und Belehrung zu ſchöpfen. Ande⸗ rerſeits wurde bei den anweſenden Städtern das Intereſſe für die Arbeit unſerer Züchter geweckt. Die zur Hengſte ſtellen den vom Unterland gewünſchten Prämiierung gelangten Typ dar. Die Stuten ſind ein viel ſchwereres Material, das mit dem ſelbſt erzeugten Futter den geſtellten Anforderungen entſpricht. Einen vorzüglichen Eindruck machten die in großer Zahl vorgeführten Warmblutpferde, deren gute Ausgeglichenheit ſowie die gute Haltung und Pflege allgemeinen Beifall auslöſten. Unſere Warmblutpferde, die ſich als Reitpferde aus⸗ gezeichnet eignen, verdienen eine viel größere Beachtung und regere Nachfrage von ſeiten der reiterſportlichen Kreiſe. Für dieſe Tiere ſtehen die vom Staat aufgeſtellten Hengſte Oldenbur⸗ ger Original zur Verfügung. Die etwa 100 Rinder des Höhenfleckviehs, Schlag der Simmentaler Raſſe, zeigten den großen Fortſchritt der Zucht gegenüber der Vor⸗ kriegszeit. Beſonders die Spitzentiere und Fa⸗ milienzuchten ſtellen denjenigen Typ dar, den ſich die Genoſſenſchaften als Zuchtziel eines Rindes für den Kleinbauer geſteckt haben. Es ſind nicht zu große, tief am Boden ſtehende, lange, breiie und tiefe Rinder. Es handelt ſich um diejcnigen Tiere, die der Bauer heutzu⸗ tage benötigt, weil er ſie mit ſeinem eigenen Futter und ohne Zukauf ausländiſchen teuren Kraftfutters ernähren und die gewünſchten Lei⸗ ſtungen an Milch. Fleiſch und Arbeit aus ihnen herausholen kann. Wenn ſich die Zuchtgenoſ⸗ ſenſchaften bemühen, durch Ausmerzung der teilweiſe noch vorhandenen Mängel eine grö⸗ ßere Gleichmäßigkeit in den Schlag hineinzu⸗ bringen, ſo werden ſie insbeſondere mit den vorgeſtellten Farren, 13 an der Zahl, bald dem von ihnen geſicckten Ziel näherkommen. Die Ausſtellung hatte bereits am erſten Tag ſ——-◻ ̊ee, e ee ee eeee Sonntag, 24. September 1933 einen äußerſt regen Beſuch aufzuweiſen. Jeber iſt voller Bewunderung für die in kürzeſter Zeit geleiſtete Arbeit und die vorzügliche Zuſammen⸗ ſtellung der Schau. Von ſachverſtändiger Seite wird beſonders hervorgehoben, daß die Aus⸗ ſtellung weder zu groß noch zu klein ſei, daß alles Weſentliche aus dem weiten Gebiet bäuerlicher Arbeit vertreten ſei, und daß jeder⸗ mann eine Fülle von Anregung und Belehrung aus ihr ſchöpfen könne. Am Samstag 10.30 Uhr findet nochmals eine Vorführung ſämtlicher Pferde und Rinder ſtatt. Die Ausſtellungsleitung gibt bekannt, daß die Ausſtellung von 8 Uhr morgens bis 10 Uhr abends geöffnet ſei. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pfennig, für SA, SS, HJ, Schwerkriegs⸗ beſchädigte und Kinder 10 Pfennig. Die Ge⸗ flügelausſtellung im Turmſaal der Goethe⸗ ſchule kann mit der gleichen Eintrittskarte be⸗ ſichtigt werden. Um ½3 Uhr erfolgte die Verkündigung der Preiſe. Der Leiter der Tierabteilung, Veterinär⸗ rat Dr. Gerſpach⸗Karlsruhe, hielt eine An⸗ ſprache, in der er ſeine Freude über das Zu⸗ ſtandekommen der Ausſtellung ausſprach und all denen, die an ihrem Gelingen mitgearbeitet haben, insbeſondere aber der aufopfernden Tätigkeit des Freiwilligen Arbeitsdienſtes, die unter Leitung des Unterführers Braun ſchier Uebermenſchliches geleiſtet hat, dankte. Uebri⸗ gens hat der Reichsſtatthalter nach der Eröff⸗ nung der Ausſtellung in einer Anſprache an die angetretene Abteilung des Arbeitsdienſtes die⸗ ſer ſeinen beſonderen Dank ausgeſprochen. 7000 Tauben wurden aufgelaſſen Anläßlich der Erſten Nationalſozialiſtiſchen Grenzland⸗Werbemeſſe, bei der rund 7000 Tau⸗ ben, von denen eine Anzahl mit Alluminium⸗ ringen verſehen waren, aufgelaſſen wurden, beteiligte ſich auch die Reiſevereinigung Feudenheim mit 200 Tauben. 7, 4 , ., 2 l,, 7, Der 14 1 CrrROEN ist onerkanntermaßen ein deutscher Wagen, denn er besteht zu mehr als 950% cus deutschem Material und wird von deutschen Arbeitern in deufschen Fa- briken hergesfellt e Sie fördern also den deuischen Arbeitsmarkt, wenn Sie diesen Wagen kaufen, der Ihnen cuhßerdem den Fœhr- komfort und die Bequemlichkeit eines qroßen Wasgens zum Preise eines kleinen bietet AUSSTATTUNG: —-sitziqe Innensfeuer-Limusine: SCHWEBENDER MOTORES SXNCHBO. 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Ein⸗ 16—18 Uhr: Feierliche Verpflichtung der Mo⸗ trittspreiſe.90—.70 RM. tor⸗Reſerveſtürme der NSäK. und Verteilung der Zielfahrtplaketten an die Teilnehmer auf 19.30 Uhr: Aufführung der komiſchen Oper„Coſi fan tutte“ von SA. und SS. und HzJ. Veranſtalter: Kreis⸗ 20—22 Uhr: im Großen Feſthalleſaal: Uraufführung des Dra⸗ mas„Der ſteile Weg“, Weiheſpiel von Kuno Brombacher, unter Mitwirkung von leitung Karlsruhe der NSDAp. „Hakenkreuzbanner“ Sahrgang 3. Nr. 245. Seite 6 Gedenklage 1473 Der Landsknechtführer Georg v. Frunds⸗ berg in Mindelsheim geb.(geſt. 1528). 1541 Der Arzt und Naturforſcher Philippus Aurolus Theopheraſtus Bombaſtus von Hohenheim, genannt Paracelſus, in Salz⸗ „burg geſt.(geb. 1493). 1583 Albrecht von Wallenſtein auf Gut Her⸗ manitz geb.(geſt. 1634). 1862 Bismarck wird preußiſcher Staatsminiſter. 1916 Angriff von zwölf Marineluftſchiffen auf London, den Humber und Mittelengland. Sonnenaufgang.48 Uhr, Sonnenuntergang 17.56 Uhr. ondaufgang 12.22 Uhr, Mond⸗ untergang 19.17 Uhr. Was alles geſchehen iſt Verkehrsunfall Eine Radfahrerin geriet auf der Frieſen⸗ heimerſtraße in das Straßenbahngleis und kam zu Fall. Sie trug eine Bruſtquetſchung und einen Bluterguß am rechten Knie davon. Der Sanitätswagen brachte die Verletzte in das Städt. Krankenhaus. Selbſttötungsverſuch 1 In der Neckarſtadt⸗Oſt öffnete ein Mann in ſeiner Wohnung den Gashahn, um ſeinem Le⸗ ben ein Ende zu machen. Er fand im Städt. Krankenhaus Aufnahme. Als Grund zur Tat wird ein Nervenleiden angegeben. Schutzhaft Wegen politiſcher Umtriebe wurde vorgeſtern über fünf Perſonen die Schutzhaft verhängt. Selbſttötung Im Stadtteil Lindenhof verübte eine 33 Jahre alte Kinderpflegerin Selbſtmord durch Ein⸗ atmen von Leuchtgas. Hohes Alter. Frl. Anna Schlimm, eine geborene Mannheimerin, die ihren Lebens⸗ abend in voller Rüſtigleit im Laurentianum be⸗ ſchließt, feiert heute das Feſt ihres 80. Ge⸗ burtstages. Unſere herzliche Gratulation! Erklärung! Geht nicht zu jüdiſchen Aerzten Die Kranken⸗Unterſtützungskaſſe„Nothilfe“ Bezirksdirektion Mannheim(Hanſahaus) ſieht ſich veranlaßt, zu erklären, daß ſie mit dem in unſerer Ausgabe vom 11. ds. Mts.(Nr. 2³² charakteriſierten jüdiſchen Arzt Stern keiner⸗ lei geſchäftliche Bindung hat. Sie war ledig⸗ lich gezwungen, einige Auszahlungen an dieſen Arzt vorzunehmen, weil ſich verſchiedene Mit⸗ glieder von dieſem Arzt konſultieren ließen.— Es bedarf wohl keiner Erklärung, daß von den Mitgliedern zukünftig erwartet wird, daß ſie ariſche Aerzte in Anſpruch nehmen. Zum Preiskochen auf der Anuga Dem Bericht über das Wettkochen der jungen Mädchen in der„Anuga“, iſt folgendes hinzu⸗ zufügen: Es handelt ſich bei den Genannten durchweg um Schülerinnen der„Städtiſchen Hausfrauenſchule“. Die erſte Preisträgerin heißt Martha Strittmatter, Neckarau, Wörth⸗ ſtraße 23a Altgermaniens Wiedererweckung Bücher zur germaniſchen Vollsgeſchite Von keinem Volk haben wir aus ſeiner Früh⸗ zeit, aus ſeinem Altertum ſo aufſchlußreiche Quellen als von den Germanen, aber auch von keinem Volk iſt bis in die jüngſte Zeit die Kenntnis von ſeiner frühen, hohen Kultur ſo gering geweſen, als von den Germanen. Wie erklärt ſich dieſer Widerſpruch? Um 100 n. Chr. ſchrieb der Römer Tacitus ſeine„Germa⸗ nia“, die eine bei einem Römer erſtaunliche Sachtenntnis und Vorurteilsloſigkeit verrät, die mancher deutſche Gelehrte, der alles durch ſeine römiſch⸗griechiſch⸗orientaliſch gefärbte Brille fieht, beſchümt; von den Ausgaben des Tacitus ſei beſonders die lateiniſch⸗deutſche von E. Fehrle mit ihren wertvollen Erläuterungen und Abbildungen erwähnt. Aber mit Kaiſer Karl dem„Großen“, den man beſſer den„Sachſen⸗ ſchlächter“ nennt, und mit ſeinem frommen Sohn Ludwig beginnt die planmäßige Vernichtung alles„Heiv⸗ niſch“⸗Germaniſchen, aller Zeugniſſe altger⸗ maniſcher Kultur, beginnt die Verdunkelung unſerer Vorgeſchichte, die aufzuhellen erſt eigentlich die Romantik, be⸗ ſonders durch Jalob Grimm, begann. Aber erſt die„Wiſſenſchaft vom Spaten“ die Prä⸗ hiſtorie und Archäologie, dann die Volks⸗ und Raſſenkunde bahnte die Wege, auf denen wir jetzt zur Erkenntnis der Höhe altgermaniſcher Kultur vordringen, uns zugleich des nordiſchen Blut⸗ und Geiſteserbes unſerer Vorväter be⸗ wußt werden und uns auf die nerſchütteten Werte germaniſch⸗deutſchen Weſens beſinnen. Das grundlegende und bis heute unübertrof⸗ prachtvolle Buch von G. Koſſina: „Die deutſche Vorgeſchichte, alle Forderungen, die zur Zeit an ein ſolches ſene Werk über das deutſche Altertum iſt das eine hervorragend nationale Wiſſenſchaft,“ das Das heute noch vielfach gebrauchte Wort „Vandalismus“ bezeichnet einen Akt ſinnloſer Zerſtörungswut. Der Ausdruck knüpft an den Stammesnamen der germaniſchen Vandalen an, die einſt lange Zeit in Schleſien und in den nördlich angrenzenden Gebieten anſäſſig ge⸗ weſen ſind. Den Vandalen wird in dieſem Schmähwort vorgeworfen, daß ſie zerſtörungs⸗ luſtige Menſchen geweſen ſeien und bei der Er⸗ oberung Roms am 2. Juni des Jahres 455 unter ihrem König Geiſerich aufs Schlimmſte gehauſt hätten. Der durch zeitgenöſſiſche Quel⸗ len belegte Sachverhalt widerſpricht dem aber durchaus. Tatſächlich ſind die Vandalen mit der eroberten Stadt glimpflicher umgegangen, als es den Sitten der damaligen Kriegsjführung entſprach. Papſt Leo I. empfing nach den hiſto⸗ riſchen Ueberlieferungen den König Geiſe⸗ rich an den Toren Roms und erreichte durch ſeine Bitten, daß die Vandalen von Brand und Tötungen Abſtand nahmen. Er hat dann nach Abzug der Vandalen einen Dankgottesdienſt abgehalten, bei dem er ſogar die Rettung der Stadt pries. Der katholiſche Biſchof Salvianus von Marſeille ſtellt um 450 n. Chr. die Ger⸗ manen, obwohl ſie als Arianer in ſeinen Augen Am Samstagvormittag verſammelten ſich im Ausſtellungs⸗ und Vorleſeraum der neuen Ge⸗ ſchäftsräume der Völkiſchen Buchhandlung des „Hakenkreuzbanner“⸗Verlages eine Anzahl ge⸗ ladene Gäſte, um in einer ſchlichten Feier deut⸗ ſchen Gepräges den neuen Räumen die Weihe zu geben. Der ſtimmungsvoll mit Grün und Bildwerken nordiſcher Sagen geſchmückte Raum gab den Rahmen zu der kleinen Veranſtaltung ab, die mit den Sätzen 1 und 2 des Kammer⸗ trios für Oboe, Violine und Klavier von G. F. Haendel, eingeleitet wurde. Anſchließend er⸗ griff Verlagsleiter Pg. Schönwitz das Wort zu einer kurzen Begrüßungsanſprache, wobei er darauf hinwies, daß die Völtiſche Buchhandlung Mittlerin deutſcher Kultur ſein wolle. Im Rah⸗ men ſeiner kurzen Anſprache ſtellte Pg. Schön⸗ witz den Leiter der Buchhandlung, Pg. Walter Mittenzwei, und unſeren alten Pg. Nölt⸗ ner, der die Gründung der Buchhandlung mit⸗ erlebte, vor. Indem Verlagsleiter Pg. Schön⸗ witz die Pag. Mittenzwei und Nöltner zu ihrer Aufgabe beglückwünſchte, überließ er dem erſteren das Wort. Pg. Mittenzwei er⸗ innerte zunächſt an die ſchwere Aufgabe, die Po. Nöltner als erſter Leiter der Völkiſchen Buchhandlung während der Kampfzeit hatte und dankte ihm für ſeine bisherige aufopfernde Tätigkeit. In ſeinen weiteren Ausführungen be⸗ handelte der Redner die verſchiedenſten Auf⸗ gabengebiete des Buchhandels und geißelte ſcharf die Machinationen gewiſſer jüdiſcher Verlage. Er bezeichnete weiter die Berufung von ihm Vandalismus Ketzer waren, in ihrer Sittenreinheit ſeinen eigenen Landsleuten, den Römern, als leuch⸗ tendes Beiſpiel hin. Er ſchreibt u..:„Wo Go⸗ ten herrſchen, ſind nur die Römer liederlich, wo aber Vandalen herrſchen, erlauben ſie auch den Römern nicht, Laſten zu fröhnen.“ Das Schimpfwort„Vandalismus“ konnte daher auch garnicht in alter Zeit entſtehen, wie vielfach angenommen wird. Es iſt vielmehr franzöſi⸗ ſchen Urſprungs und ſtammt aus der Revo⸗ lutionszeit. In einem Bericht über die Plün⸗ derungen des franzöſiſchen Pöbels in Kirchen, Bibliotheken und Sammlungen hat der Abbé M. Grogoire, Biſchof von Blois, als erſter von„Vandalismus“ geſprochen(1794). Er gibt in ſeinen Erinnerungen zu, ſelbſt den Ausdruck „Vandalismus“ geprägt zu haben. Erſt ſeit dieſer Zeit wird der Name eines hochkultivier⸗ ten Germanenſtammes durch das Wort„Van⸗ dalismus“ mit einem entehrenden Makel be⸗ haftet. Noch heute wird der unwahre Aus⸗ druck ſogar von Deutſchen wieder gedankenlos verwandt. Streben wir danach, daß das unſere Vorfahren ungerechterweiſe beſchimpfende Wort aus unſerem Sprachgebrauch verſchwinde. Reueröffnung unſerer Völliſchen Auchhandlung und Pg. Nöltner als eine Berufung zweier Soldaten der Kultur, die ſo wie die SA im politiſchen, im geiſtigen Kampfe ihre Aufgaben zu löſen hätten. Mit dem Bekenntnis zur Not⸗ wendigkeit der Durchführung des nationalſozia⸗ liſtiſchen Kulturprogramms ſchloß Pg. Mit⸗ tenzwei ſeine Ausführungen. Nach der Anſprache von Pg. Mittenzwei brachte ein Vertreter des Hausherrn den Wunſch einträchtiger Zuſammenarbeit zum Ausdruck. Nun ergriff Pg. Prof. Dr. Uebel das Wort zu einem kurzen Referat über den Wert der Vorgeſchichte für das Volkstum. Er gab dabei wertvolle Beiſpiele, wie die Wiſſenſchaft die Kulturgeſchichte vergewaltigt und die Geſchichte unſerer Vorfahren in den Hintergrund gedrängt hat. Er bezog ſich in ſeinen Ausführungen auf die Edda und Sagga und feierte beide Kultur⸗ geſchichtlichen Werke als Beweiſe, daß die Ger⸗ manen ein hochentwickeltes Volk und keine— wie landläufig beſchrieben— Barbaren waren. Zum Schluß brachte er zum Ausdruck, daß im nationalſozialiſtiſchen Deutſchland auch auf kul⸗ turellem Gebiete Wandlung geſchaſfen werde. Nun klang das Lied„Geſang Weylas“ durch den Raum, dem ſich Rezitationen aus der Edda, vorgetragen von Pg. Godeck anſchloſſen. Seinen Vorträgen ſchickte Pg. Godeck einige Ausfüh⸗ rungen über Kulturauffaſſung voraus, wobei er auf die Notwendigkeit hinwies, daß ſich der Geiſt der Stillen und Geiſtigen im Lande ſam⸗ meln müſſe. Seine Rezitationen aus der Edda ließen den Geiſt unſerer Vorfahren offenbar der nur zu früh verſtorbene Altmeiſter der deut⸗ ſchen Vorgeſchichte mit ſeinem Herzblut ge⸗ ſchrieben hat, eine glänzende Darſtellung, die durch reiche Bildbeigaben die Anſchaulichkeit er⸗ höht. Ein kleines Büchlein desſelben Verfaſſers „Altgermaniſche Kulturhöhe“ zeigt an einigen beſonders beweiskräftigen Beiſpielen, daß unſere Vorfahren nicht die vielverſchrieenen „Barbaren“ waren, ſondern ein auf hoher geiſtiger Kulturſtufe ſtehendes Volk, deſſen Kunſterzeugniſſe damals ohne gleichen waren und zum Teil bis heute unübertroffen daſtehen. „Altgermaniſche Kunſt“ im beſonderen zeigt der ſchöne Bilderband von dem Kuſtos des Mainzer Zentralmuſeums Friedrich Behn. Eine gründ⸗ liche und ausführliche Darſtellung, die den gan⸗ zen Stoff zuſammenträgt, aber doch neueſte Forſchungsergebniſſe nicht genügend berückſich⸗ tigt, iſt das Werk des Heidelberger Prähiſtori⸗ kers C. Wahle:„Deutſche Vorzeit“. Neuer⸗ dings ſind drei kleinere Werkchen erſchienen, die alle einen guten Ueberblick über das deutſche Altertum geben: „Deutſchlands Urgeſchichte“ von K. Th. Straſſer, der die deutſche Vorzeit im größeren Rahmen der europäiſchen Urge⸗ ſchichte behandelt.„Deutſche Vorzeit“ von H. Hahne, der knapp, aber gehaltvoll neben der Sach⸗ auch die Geiſteskultur unſerer Vorfahren darſtellt, und von G. Wenz„Germaniſche Vorzeit“, die anſchaulich das Weſentliche zuſammenfaßt. Unter dem gleichen Titel erſcheint vom Verfaſſer dieſes Artikels ein Heft, deſſen Untertitel„Bil⸗ -(der aus dem deutſchen Altertum“ zum Ausdruck bringen will, daß aus dem reichen altgermani⸗ ſchen Kultur⸗ und Geiſtesleben unſerer Ahnen einige zuſammenfaſſende Kapitel geboten wer⸗ den. Eine umfangreichere Darſtellung iſt die„Ger⸗ maniſche Kultur“ von Th. Balzer, die alles Weſentliche in zum Teil neuer Auffaſſung bringt; im ganzen ſehr erfreulich, weiſt das Wert geſtellt werden können, mit wiſſenſchaft⸗ licher Gründlichkeit verbindet, ein Werk, das. Buch doch eine ganze Reihe von Flüchtigkeiten und ſchiefen Urteilen auf, und wenn der Ver⸗ faſſer in der Einleitung meint, daß die Erfor⸗ ſchung des Germanentums im Weſentlichen als abgeſchloſſen zu bezeichnen ſei, ſo ſtaunt man über ſolch oberflächliches Urteil, das von der noch zu leiſtenden ungeheuren Arbeit, von all 10 ſchwierigen Fragen keine Ahnung zu haben eint. Ein umfaſſendes Sammelwerk ſtellt das ſchöne Buch„Germaniens Wiedererſtehung“ dar, das einen- Ueberblick über die geſamte germaniſche Kultur und ihr Weiterentwickeln bis in unſere Zeit gibt. Aus den heute ſchon zahlloſen Einzeldarſtel⸗ lungen ſeien einige beſonders wichtige und in⸗ tereſſante genannt, ſo das Buch von W. Teudt: „Germaniſche Heiligtümer“, das ganz neue, für das religiöſe Leben unſerer Urväter aufſchlußreiche Forſchungsergebniſſe bringt: eine kleine Ausgabe behandelt die jetzt unter Schutz des Reiches geſtellten— am Südab⸗ hang des Teutoburger Waldes, wo einſt die herrliche Irminſul ſtand. Die Geſchichte des Hakenkreuzes, des alten heiligen Sonnenzeichens, behandelt das Buch von J. Lechler„Vom Hakenkreuz“, mit über 350 Abbildungen, und das kleine Heft von L. Wilſer. Dem„Germaniſchen Glauben“ gewidmet iſt das Buch von O. Hauſer, der die geſamte germaniſche ebenſo wie die orientaliſche Mythologie aus den Ster⸗ nen erklärt, wie das ſchon A. Drews auch für die chriſtlichen Glaubensvorſtellungen getan hat. Angeſichts der faſt reſtloſen Ausrottung alt⸗ 5„heidniſcher“ Dichtung durch die irche iſt es ein Glück, daß uns die leider in Deutſchland noch viel zu wenig bekannte alt⸗ nordiſche Dichtung der Edda und Saga erhalten geblieben iſt, die uns nicht nur eine Vorſtellung altgermaniſchen Glaubens, ſondern auch die Le⸗ bensauffaſſung und heldiſche Geſinnung unſerer Ahnen vermittelt. Die erſte Geſamtübertragung der Edda hat uns Simrock geſchenkt, aus der Judenliebchen! Paula Götz, H 7, 18 (Friſeuſe) verkehrt mit dem Juden Karl Beikmann Verkäufer bei Leo Roſenbaum. Fortſetzung folgt! Berichligung Zu unſerer Nachricht in der Samstagausgabe teilen wir mit, daß der Jude Straufß nicht in der Löwen⸗Apotheke, ſondern in der Schwa⸗ nen⸗Apotheke tätig iſt. ——————————————————————————————— werden und bildeten einen würdigen Uebergang zum Schluß der kleinen aber würdigen Feier, den das Kammertrio von Händel 3. und 4. Satz bildete. Mit einem kurzen Schlußwort und dem Dank an die Handwerker, die den neuen Räu⸗ men ihr würdiges Geſicht gaben, und einem Rundgano fand die Feier ihr Ende. Gebäudeverſicherung Die ſtädtiſche Preſſeſtelle weiſt auf die Be⸗ kanntmachung des Oberbürgermeiſters über die Anzeigepflicht für die Gebäudeverſicherung hin. Unterlaſſungen haben zur Folge, daß Gebäude nach eingetretener Werterhöhung unterverſichert ſind, und daß nach eingetretener Wertvermin⸗ derung(durch Abbruch, Einſturz oder Baufällig⸗ keit) auch weiterhin die Beiträge zur Gebäude⸗ verſicherung in der bisherigen Höhe bezahlt werden müſſen. Die Unterlaſſung der vorgeſchriebenen Anzei⸗ gen kann nach den Beſtimmungen des Bad. Ge⸗ bäudeverſicherungsgeſetzes mit einer Geldſtrafe verhängt werden. Der ſtädt. Verſicherungsſtelle iſt ferner Anzeige zu machen, wenn im lau⸗ fenden Jahre auf Pachtplätzen ſtehende Gebäu⸗ de in anderen Beſitz übergegangen ſind, bzw. wenn Gebäudeeigentümer, die nicht in ihrem verſicherten Gebäude wohnen, ihre Wohnungen und die Hausverwaltung ihrer Gebäude ande⸗ ren Perſonen oder Firmen übertragen haben. Die Frauenſchule der Hans⸗Thoma⸗ Schule beſichkigt unſeren Betrieb Am Samstagnachmittag beſichtigte die Frauen⸗ ſchule der Hans⸗Thoma⸗Schule unter Führung des Herrn Dir. Boos unſeren Druckerei⸗ betrieb. Die Teilnehmerinnen an der Beſich⸗ tigung zeigten ſich ſehr intereſſiert und hatten Gelegenheit, das Entſtehen unſerer Zeitung vom Manuſkript bis zum fertigen Exemplar zu ver⸗ folgen. ———— der Verfaſſer eine kleine Auswahl in neuer Be⸗ arbeitung herausgab. Die z. Z. weitaus beſte Verdeutſchung liegt in der Uebertragung von Genzmer in der prachtvollen Sammlung „Thule“ vor; daneben ſei die neueſte Uebertra⸗ gung von O. Hauſer erwähnt. Eine Auswahl aus der Saga⸗Dichtung gibt G. Neckel in ſeinem Büchlein;„Germaniſches Weſen der Frühzeit“. Auf die Wölſungen⸗Saga geht die Faſſung der Nibelungen⸗Saga in R. Wagners Muſikdrama zurück. Eine gute knappe Darſtellung der altnordiſchen Dichtung gibt G. Neckel in ſeiner„Altnordiſchen Litera⸗ tur“. Auf den altnordiſchen Quellen fußt im — deſſen Verfaſſer„Altgermaniſche Die Vorgeſchichte der germaniſchen Vorzeit, d. h. die der nordiſchen Raſſe über⸗ Rebt die Urgeiſtesgeſchichte der„weißen“ enſchheit, gibt H. Wirth in ſeinem umfang⸗ und ſtoffreichen Werk: „Der Aufgang der Menſchheit“ und der jetzt abgeſchloſſenen„Heiligen Urſchrift der Menſchheit“, worin er u. a. den Nachweis erbringt, daß un⸗ ſere heutige Schrift zwar auf die griechiſch⸗ römiſche zurückgeht, dieſe aber nicht von dem ſemitiſchen Handelsvolk der Phönizier erfunden wurde, ſondern aus einer atlantiſch⸗europäiſchen Urſchrift abgeleitet iſt, wie ſchon einige For⸗ ſcher von ihm annahmen, ohne jedoch bei der „zünftigen“ Wiſſenſchaft Gehör zu finden. Von dieſer Urſchrift ſtammen unmittelbar die altgermaniſchen Runen, die man ebenfalls aus dem griechiſch⸗römiſchen Alphabet ableiten wollte, ab. In einer kleinen Schrift:„Was heißt Deutſch?“ gibt Wirth einen knappen Auszug aus ſeinen großen Werken. Seine und anderer, ſowie eigene Forſchungsergebniſſe hat S. Kad⸗ ner in einem kleinen, aber wertvollen Büchlein: „Urheimat und Weg des Kulturmenſchen“ zu⸗ ſammengeſtellt, das am beſten in dieſes For⸗ ſchungsgebiet einführt. Dr. Otto Uebel. FJrei Es iſt ſch ⸗und Z rieben w vaterländiſch K alle elt zu ſch ner und Fre ten dieſen( Gaufe Bewiſſen al den ſo unſa müſſen wir derträchtiger die tiefgehet Unkraut ſpr nachläſſigun Der klein Millionenm Arbeiter, ſie doch keine 2 höhere Lebe en hineinz ährend di tens bemitt die Univerſi Beſitzloſen Beruf des Aber eben kend und d nen unſere lich ein Ar reichen Fan letarier in ſchon überge der kinderre daß doch je— milien wied bringen, fr Arbeiterſtan amten und denes Ausk kung. Der die gewaltie verſität und öchſtens fü das verruck Volkskraft Die Kinde men ſelbſwe Dummköpfe die unfähig Einjährige, anderen Se einem ſolche zeugnis zu verſchiedene hundert Kri und ſchließt zu kommen. Der Sohn gerlich in d ihn den Ke wenn ſeine der das dey wäre. Woh unendlicher Hunderte ſi⸗ Brei, der! umgibt. Wi eweſen, da en keine 2 wir Kraft mit dem be Heute ſin! ———— Nationa Am Mon oder der Robert W Für komn „Zauber bereitet(M Regie: Dr. Eduard Ld ben Prober Spielzeit, d von Fritz J Carl Mül Nation Am 1. 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Wollen wir alſo den ſo unſagbaren wichtigen Erfolg haben, ſo müſſen wir ſehr tief graben, müſſen dieſen nie⸗ derträchtigen Sumpfboden regelrecht rigolen und die tiefgehende Wurzel ausreißen, aus der das Unkraut ſprießt und die da heißt: ſoziale Ver⸗ nachläſſigung. Der kleine Bauer, der Taglöhner und die Millionenmaſſe der gelernten und ungelernten Arbeiter, ſie alle haben im großen und ganzen doch keine Ausſicht, ihre Kinder in beſſere oder höhere Lebensſtellungen und Lebensbedingun⸗ —7 hineinzubringen, als in der ſie ſelbſt leben. zährend die Kinder wohlhabender oder wenig⸗ 35 bemittelter Eltern die höhere Schule und die Univerſität beſuchen, bleibt den Kindern der Beſitzloſen die Volksſchule und demgemäß der Beruf des Handarbeiters. Das iſt die Regel. Aber eben dieſe Regel wirkt geburtenbeſchrän⸗ kend und damit gemeinſchädlich!„Lernen kön⸗ nen unſere Kinder doch nichts“, ſagte mir kürz⸗ lich ein Arbeiter, der ſelbſt aus einer kinder⸗ reichen Familie entſtammt,„weshalb alſo Pro⸗ letarier in die Welt ſetzen? Es gibt ja ihrer ſchon übergenug! Seht euch doch nur das Elend der kinderreichen Familien an!“ Mein Hinweis, daß doch jetzt alles getan würde, um dieſe Fa⸗ milien wieder zu Ehren und aus der Not zu bringen, fruchtete nichts. Aber nicht nur im Arbeiterſtand, auch in den Familien der Be⸗ amten und Bürger, die ein feſtes, aber beſchei⸗ denes Auskommen haben, zeigt ſich dieſe Wir⸗ kung. Der Vater denkt ſchon mit Schrecken an die gewaltigen Koſten des Studiums, der Uni⸗ verſität und des Vorbereitungsdienſtes. Es langt öchſtens für einen oder zwei, und ſo entſteht das verruchte, kindertötende Syſtem, das die Volkskraft auffrißt. Die Kinder derer, die Geld genug haben, kom⸗ men ſelbſwerſtändlich, und wenn es die größten Dummköpfe ſind, auf die höhere Schule. Selbſt die unfähigſten ergattern zum mindeſten das Einjährige, wenn nicht auf einen, dann auf der anderen Schule. Gar nicht ſelten gelingt es einem ſolchen Dummkopf aber auch, das Reife⸗ zeugnis zu erlangen, ſich ſtudiumshalber auf berſchiedenen Univerſitäten aufzuhalten, ſich auf hundert Krücken durch die Examina zu wurſteln und ſchließlich doch noch in Amt und Würde zu kommen. Der Sohn des Arbeiters aber kommt unwei⸗ gerlich in die Volksſchule; und wenn Gott in ihn den Keim zu einem Goethe gelegt hätte, wenn ſeine Seele den köſtlichen Schatz bärge, der das Za Volt beglücken könnte: er wird Bauer, Sch 7 oder Schreiner, und die köſt⸗ liche Gabe, die in iegensz ift, macht ihn üchtigen Werkführer oder Meiſter, anſtatt daß aus ihm ein großer Führer und Meiſter des deutſchen Volkes geworden wäre. Wohl hat ſich der eine oder andere trotz unendlicher Schwierigkeiten durchgerungen, aber Hunderte ſind erſtickt in dem trügen und zähen Brei, der den Aufſtieg von unten nach oben umgibt. Wäre die Bahn für alle Tüchtigen frei eweſen, dann hätten wir in den oberen Schich⸗ en keine Mittelmäßigkeit mehr, dann hätten wir Kraft und Kräfte genug—— alle Poſten mit dem beſten Material zu beſe en. Heute ſind wir ja nun glücklich ſo weit, daß Nationaltheater Am Montag wird die Komödie„Suſanna oder der Menſchenſchutzverein“ von Robert Walter zum erſtenmal wiederholt. Für kommenden Samstag wird Mozarts „Zauberflöte“ in neuer Inſzenierung vor⸗ bereitet(Muſiraliſche Leitung Philipp Wiüſt, Regie: Dr. Richard Hein, Bühnenbilder: Dr. Eduard Löffler). Das Schauſpiel hat mit den Proben zur zweiten Uranfführung der Spielzeit, der Volkskomödie„Die Kickers“ von Fritz Peter Buch begonnen(Regie: Hans Carl Müller). Nationaltheater ſpielt im Roſengarten Am 1. Oktober werden die regelmäüßigen Sonntagsvorſtellungen des Nationaltheaters im Neuen Theater wieder aufgenommen. Als erſte Vorſtellung wird an dieſem Tage Sudermanns wolkstümliches Schauſpiel„Heimat“ in neuer Inſzenierung gegeben, für das eine beſonders günſtige Beſetzung zur Verfügung ſteht. Die Regie führt Karl Vogt, der ſich damit in Mannheim als Spielleiter vorſtellt. Sonntagskonzert der Stahlhelmkapelle Lud · wigshafen im Hindenburgpark Wir weiſen nochmals auf die beiden Kon⸗ zerte hin, welche heute, Sonntag, nachmittags —6 und abends—10.30 Uhr, die Stahlhelm⸗ kapelle Ludwigshafen beſtreitet. Die bekannte Kapelle wartet mit einem erleſenen Programm auf. Da dies die letzten Sonntagskonzerte ds. Jahres in dem im ſchönſten Herbſtſchmuck pran⸗ genden Hindenburgpark ſind, iſt deren Beſuch ſehr zu empfehlen. Das Konzert findet nur bei günſtiger Witterung ſtatt. Herbſiſtimmung den begabteſten unbemittelten Schülern der Be⸗ r der höheren Schule ermöglicht wird. Man arf ſich aber nicht darauf beſchränken, einem ſolchen Kinde nur das Schulgeld zu erlaſſen, ſondern man muß es auch in eine Umgebung bringen, in der es wirklich geiſtig arbeiten kann. Wenn Knaben aus den armen Schichten der Bevölkerung in der Prima verſagen, wie dies von vielen Lehrern immer wieder behauptet wird,* liegt das wohl kaum daran, daß auf einmal die Begabung verſagt, ſondern das liegt meiſt daran, daß der Junge zu Hauſe in einer Atmoſphäre von Not und Sorge lebt, die ein ruhiges, befriedigendes Studium oft genug un⸗ möglich macht. Er hat kein Zimmer für ſich, keine Heizung im Winter, oft auch nicht ſatt zu eſſen— da iſt es wahrhaftig kein Wunder, wenn er nicht gleichen Schritt hält mit den gleichbegabten Mitſchülern, die in glücklicher Umgebung leben und die in ihrem Studium ge⸗ fördert werden durch alle Mittel, die Wohl⸗ habenheit gewähren kann. Man müßte alſo jene Kinder vor allen Dingen aus ihrer materiellen Not befreien und ihnen den Boden geben, auf dem ihre Geiſtesarbeit gedeihen kann. ür die Ausleſe der Tüchtigen müßte eine rechtliche Organiſation, ein Geſetz geſchaffen werden. Daß hierbei das Kind des kinderreichen Vaters bevorzugt wird, iſt ſelbſtverſtändlich, hat er ſich doch gegenüber dem kinderloſen oder kinderarmen Vater zehnfach verdient gemacht. Es iſt nicht damit getan, daß die Volksſchule regelmäßig ihren Anteil an der Zahl derjenigen erhält die durch höhere Bildung hinaufſteigt, und daß dieſe Auserleſenen das Schulgeld er⸗ laſſen und die Lehrmittel unentgeltlich geliefert Anna Bahr⸗Mildenburg wurde für die Thea⸗ terabteilung gewonnen. Die berühmte Vor⸗ tragsmeiſterin Anna Bahr⸗Mildenburg, Profeſſor an der ſtaatl. Akademie für Tonkunſt in München, wurde eingeladen, Vorträge und Vorführungen über„Muſik und Gebärde“ an der Hochſchule zu halten. Stüvtiſche Hochſchule für Muſik und Theater Mannheim. Die erſten Aufnahmeprü⸗ fungen für alle Abteilungen finden ab Mitt⸗ woch, den 27. d. Mts., täglich in dem neuen Anſtaltsgebäude, A 1. 3, ſtatt. Für Orgel wird die Prüfung in der Chriſtuskirche abgehalten. Alles Nähere im heutigen Inſerat. Gaukonzertk der yfälziſchen Mandolinenſpieler Verlegung auf den 8. Oktober Das für den 1. Oktober geplante große Gau⸗ konzert des Gaues Rheinpfalz im DMGB (Reichsverband für Mandolinenmuſik) wird — des Erntedankfeſtes auf den 8. Oktober verlegt. Das Min findet im geplanten Um⸗ fange unter Mitwirkung der entſprechenden Gauvereine, unter ihnen auch der Spieler aus Pirmaſens, ſtatt. Das muſikaliſch hochſtehende Programm weiſt neben Vereinsdarbietungen auch Maſſenchöre ſowie ſoliſtiſche Darbietungen auf. Wir werden auf das Programm noch nä⸗ her zurückkommen. Entſprechend der Verlegung des Gaukonzerts auf den 8. Oktober erfolgt auch die Verlegung der der Gauvereine vom 30. September auf den 7. Oktober. Auf der Tagesordnung ſteht unter anderen wichtigen Punkten auch die bekommen, ſondern Staat und Gemeinden müſ⸗ ſen die Sorge für das Kind für die ganze Zeit ſeiner Studien und ſeiner Vorbereitüng über⸗ nehmen, wobei immer und immer wieder das ausſchlaggebende Moment ſein muß, daß den kinderreichen Eltern zuerſt und viel nachdrück⸗ licher geholfen wird, als allen anderen. Da für Staat und Gemeinde jedoch eine ſolche Laft momentan untragbar iſt, ſo müßte eben ein Geſetz geſchaffen werden— eine Art Kinder⸗ loſenſteuer—, das die wohlhabenden kinder⸗ loſen und kinderarmen Volksgenoſſen zwingt, die Ausbildungskoſten für einen beſonders Be⸗ gabten zu tragen. Ich will hier keinen aus⸗ geheckten Plan dafür ins Feld führen; das müſſen warmherzige und ſachkundige Berufene tun. Ich will nur die Pflicht ausrufen, die wirklich begabten Jungen und Mädchen ſo zu fördern, daß ſie im Leben diejenige Stellung erhalten, die ſie auf Grund ihrer Tüchtigkeit zum Nutzen der Allgemeinheit ausfüllen können. Man komme mir nicht mit der Predigt, daß doch auch der Bauernſtand, der Arbeiterſtand, tüchtiger Männer bedürfe und daß ſie ihre Vor⸗ züge und Freuden hätten. Für dieſe handarbei⸗ ienden Stände bleiben auch nach der Ausleſe noch genau ſo viele Millionen übrig wie bisher, denn es werden höchſtens hunderte ausſcheiden. Auch kann eine eventuelle Examenserſchwerung — eine viel gründlichere Intelligenzprüfung vor der Aufnahme in die höhere Schule wäre ebenfalls angebracht— den nötigen Ausgleich herſtellen. Sollte dennoch einmal Mangel an Bauernknechten und Fabrikarbeitern entſtehen, dann bin ich dafür, die Talentloſen aus den materiell bevorzugten Kreiſen auch etwas von — tag, 24. September 199a . en und Freuden dieſer Beruſe doſhen zu aßen. Wenn wir Kraft und guten Willen gwirh aben, dieſe Forderung recht bald zu verwi ichen, ſo wird dieſe Einrichtung viel dazu boi⸗ tragen, dem gewollten Geburtenrückgang Ein⸗ halt zu tun. Wenn der Bauer, der Arbeiter der Handwerker, der Unterbeamte ſieht, dgi ſeinen heranwachſenden Kindern überall die Hand geboten wird, daß dem beſonders begab⸗ ten Jungen oder Mädchen der Weg nach oben offen ſteht, dann wird auch die Liebe zur gro⸗ ßen Familie wieder belebt werden, dann wird auch der Gedanke wieder ſiegreich werden, daß Kinder ein Segen ſind. L..-E. Verwendung genormker Papier⸗ formate iſt nationale Pflicht Vor mehr als zehn JFahren haben in Deutſchland Induſtrie und Behörden gemeinſam Einheitsformate für Papier, die ſogenannten Normformate, geſchaf⸗ ſen. Man verfolgte damit den Zweck, die bis dahin üͤblichen vielen willkürlichen Papierformate durch einige wenige zu erſetzen, um dadurch mehr Ordnung in die Verſendung und Aufbewahrung von Schriſt⸗ ſtücken zu bringen, Herſtellung, Handel und Ver⸗ arbeitung zu vereinfachen und um ferner in der Ge⸗ ſamtwirkung dieſer Vereinheitlichung unnötigen Auf⸗ wand an Arbeit und Geld zu ſparen. In den letzten Jahren haben nicht nur ſämtliche deutſchen Behörden die Normformate als neue Reichs⸗ formate offiziell eingeführt, ſondern auch die maß⸗ gebenden Verbände, zahlreiche Firmen und viele Ein⸗ zelperſonen ſind zu den genormten Papierformaten übergegangen. An vielen Stellen läßt ſich heute ſchon der Nutzen nachweiſen, den die Formatnormung ge⸗ bracht hat. Die mit der Schaffung der Normformate erſtrebten Vorteile können ſich aber erſt dann ſowohl für die geſamte Volkswirtſchaft als auch für jeden Einzelnen voll auswirken, wenn überall nur noch Papier im Normformat benutzt wird. Das frühere amtliche Aktenformat, das Folio, muß endlich aus den Papierläden verſchwinden, weil dieſe Papiergröße, die von den Behörden längſt nicht mehr gewünſcht wird, nur die Papierherſtellung und Lagerhaltung unnötig erſchwert und verteuert. Ebenſo ſollte das in der Ge⸗ ſchäftswelt noch vielfach übliche Quartformat von allen einſichtigen Kaufleuten zugunſten des Normfor⸗ mates aufgegeben werden. Die Mannheimer Papierhändler arbeiten ſchon ſeit JFahren darauf hin, Induſtrie, Handel und Gewerbe von dem alten und unpraktiſchen Quartformat abzu⸗ bringen und dem vorteilhafteren Dinformat Eingang zu verſchaffen. Leider wird dieſen Beſtrebungen von ee Firmen immer noch Widerſtand entgegen⸗ geſetzt. Die Händlerſchaft hat es ſich daher zur Aufgabe ge⸗ macht, ab 1. Januar 1934 weder Quart⸗ noch Kanzlei⸗ format auf Lager zu legen, ſo daß von dieſem Zeit⸗ punkt ab nur noch das Dinformat im Handel erhält⸗ lich iſt. Eventuelle Vorräte ſind bis dahin aufgebraucht. Die allgemeine Einführung der Einheitsformate für Papier iſt eines von den vielen Mitteln, die geeignet ſind, Ordnung zu ſchaffen und ſparen zu helfen. Des⸗ halb iſt es nationale Pflicht, nur noch genormte Papierformate zu verwenden. Rheinwaſſerſtand 22. 9. 33 23. 9. 33 Waldshut„„„ 32 50 Rheinielden,„„„ 2⁰⁰ 29009 Breisach D D Dο 134 224 Kehl„„ 2⁵⁴ 305 Manan„„„„ 380 402˙ Mannheim„„ 29 2495 Caub„ n e 4⁴ 1⁰ Köln„„„Anee s 92 98 Neckarwaſſerſtand 22. 9. 33 23. 9. 38 57 66 Mannheiimi 232 242 ———————————————————————————————————————————————————————————————— Gleichſchaltung ſowohl innerhalb des Gauver⸗ bandes als der einzelnen Mit⸗ gliedsvereine. eſentlich iſt die Beſtimmung, die der Reichsverband für Mandolinenmuſik feſt⸗ gelegt hat, nach der in Zukunft alle Vereine, die Mandolinenmuſik pflegen, dem Reichsver⸗ band bzw. deſſen Untergliederungen(Gauver⸗ band) angeſchloſſen ſein müſſen, andernfalls ſie keine Exiſtenzberechtigung mehr haben. Etwaige Meldungen noch fernſtehender Vereine ſind zu richten an die Geſchäftsſtelle des Gaues Rhein⸗ pfalz, Ludwigshafen, Fürſtenſtraße 23. Sch. Hans Jaray und Marta Eggerth ſpielen die Hauptrollen in dem großen Spitzen⸗ film der Europa„Leiſe flehen meine Lieder“, in dem auch Willy Forſt als Regiſſeur debütiert. Tagestkalender Sonntag. den 24. September: Nationaltheater:„Ard“, Oper von Verdi. Miete B. Anfang 19.30 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung; 17 Uhr Vorfüh⸗ rung mit Lichtbilder⸗Vortrag:„Der Sternenhimmel im September“. Rhein⸗Reckar⸗Hallen: Letzter Tag„Anuga“, All⸗ gemeine Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗Ausſtellung. Geöffnet von—19.30 Uhr. Kleinkunſtbühne„Libelle“: 16 Uhr Fremden⸗ und Fa⸗ milienvorſtellung; 20.15 Uhr Kabarett⸗ u. Variete⸗ Programm der Sonderklaſſe. Anſchl. Tanz. Frievrichspark: 20.30 Uhr Luſtiger Pfälzer Abend mit Tanz. Tanz: Kabarett Libelle, Pavillon Kaiſer, Winter⸗ garten, 0 5. Cafaſd, Durlacher Hof, Gambrinus, Palaſt⸗ café. 5 Stländige Darbiekungen Städt. Schloſſmuſeum: 11—18 Uhr geöffnet. Sonder⸗ ausſtellung: Das deutſche Märchen in Schrift und Bild. Eintritt frei. Naturalienkabinett im Schloß: 11—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Städt. Kunſthalle: 11—13.30 und 15—17 Uhr geöffnet. Werbeausſtellung von Otto Hodapp, Karlsruhe. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: Kunſtausſtellungl 11—13 und 15—17 Uhr ge⸗ et. Muſeum für Ratur⸗ und Bölkerkunde im Zeughaus: 11—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Verantwortlich für Reichs⸗ und Außenpolitik: Dr. W. Kattermann; Ba f Kommunal⸗ und Wiri⸗ ſchaftspolitik: Wilhelm Ratel:— Anvpolitiſches, Be⸗ wegung und Sport: Maß Höß: für Lokales. Feuilleton und Beilagen: Willi Körbel; für Anzeigen: Arnold — Sämtliche in Mannheim. erliner ettung: Hans Graf Reiſchach. Berlim W 61. Blücherſtraße 12. Nachdruck ſämtlicher Originalberichte nur mit Quellen⸗ angabe geſtattet. „Hakenkreuzbanner“⸗Verlag G. m v. 0 Verlagsleiter: Kurt Schönwitz. Druck: Schmalz& Laſchinger, Abteilung Zeitungsdruck. Tiefgekühlte Rohmlileh das besfe Geftränk Gröste Hyglene Hoher Fettgehalt Beste Aufrahmung Hoher Nährwert Reich an Vitaminen Or. A. Franck'sche Saatzuchtwirtschaft Mannheim-Stragenheim 2u heꝛzlehen in jeter Menge durch den konzession. Mlichhandel und die Flaschenmiichvertrlebsgesellschaft Bel Verzögerung in der Belieferung bitten wir um sofortide Bekanntgabe unter Telephon Viernheim Nr. 8— Der ½ Liter Markenmilch kostet nur 1 3 mehr als Vollmiich — Bedingung fur die Ortginal-Ahfünung ah Hof ist der 3289 K Aluminium- Happen-Verschlus pappverschldsse sind unbedingt zurllckzuwoisen 3 8—— —— Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 8 „Hakenkreuzbanner“ Selbſtſchutz im Luftſchutz Von Major a. D. von Laer⸗Karlsruhe(Landesgruppenführer Baden⸗Rheinpfalz des Reichsluftſchutzbundes e..) Luftſchutz iſt not! Das hat grundlegend zum erſten Male nach der politiſchen Revolu⸗ tion des Frühjahrs der Luftfahrtminiſter Gö⸗ ring in ſeinem Aufruf vom 29. April 1933 aus⸗ geſprochen, als er erklärte, daß der Luftſchu zu einer Lebensfrage der Nation geworden ſe und eines jahrelangen zielbewußten Aufbaues unter fachmänniſcher Leitung und ſtraffen Füh⸗ rung bedürfe. Denn Straffheit und Führung in Leitung und Organiſation wird nunmehr an allen Stellen angeſtrebt und dazu die Mit⸗ hilfe des ganzen Volkes gefordert, da die Ar⸗ beit der Behörden allein nicht genügt. Die Organiſation des zivilen Luftſchutzes, wie er in den anderen Ländern längſt beſteht und bereh beſonders in den Staa⸗ ten bereits ausgebaut iſt, iſt Sache der Po⸗ lizeibehörden, federführend ſind die Miniſterien des Innern, die ihre einheitlichen Weiſungen von dem Reichsminiſterium für die Luftfahrt erhalten. Die oben geforderte Mithilfe der Bevölke⸗ rung ſoll den Weiſungen des Reiches im Reichsluftſchutzbund Za werden, der mit zahlreichen Landesgruppen über das Reich verbreitet iſt. Aufgabe dieſer Lan⸗ esgruppen iſt die beſchleunigte Durchführung der Bildung von Ortsgruppen, nicht nur an allen für den Luftſchutz wichtigen, ſondern an möglichſt vielen Orten, denn die Luftſchutz⸗ bewegung ſoll eine Volksbewegung werden, die jeden einzelnen, ob Mann, Frau oder Kind erfaßt. Wir dringen mit unſeren Luftſchutzmaßnah⸗ men in jedes Haus, wir fordern nicht nur Ver⸗ ſtändnis jedes Einzelnen, ſondern wir verlangen auch tätige und aktive Mit⸗ hilfe von jedem Einzelnen, denn der Luftſchutz iſt ein Selbſtſchu tz, iſt ein Kataſtrophenſchutz und wird damit zu einer Wohlfahrtseinrichtung, die ſich im Ernſtfall zum Wohle und Segen der Geſamtheit auswirken ſoll. Die Aufgabe, die der Reichsluftſchutz über⸗ nommen hat, beſteht in der Aufklärung und Werbung für den Luftſchutz, in der Vorbe⸗ reitung und Durchführung des Selbſtſchutzes der Bevölkerung und der perſonellen Ergänzung des behördlichen Luft⸗ ſchutzes, ſoweit das Perſonal des Roten Kreu⸗ —* der Techniſchen Nothilfe nicht aus⸗ reicht. Die übrigen Aufgaben im Flugmelde⸗ und Luftſchutzwarndienſt ſowie im Sicherheits⸗ und Hilfsdienſt des zivilen Luftſchutzes iſt Sache der Polizeibehörden. Die Vorbereitung und Durchführung des Selbſtſchutzes der Bevölkerung, die dem Reichs⸗ luftſchutzbund unter anderem übertragen wor⸗ den iſt, ſtellt den Bund vor ein umfaſſendes Aufgabengebiet voll höchſter Verantwortung das er ſelbſtändig zu bearbeiten hat, wobei aber— ich betone das immer wieder— engſtes »Zuſammenarbeiten mit den Polizeibehörden und beſtes Einvernehmen mit dieſen und allen ſonſt ernſt beteiligten und intereſſierten Stel⸗ len, die Vorbedingung für jede fruchtbare Ar⸗ beit bleibt. Dauernde Fühlungnahme mit den Behörden wie mit der örtlichen Leitung der Verbände des Roten Kreuzes, der Feuerwehr (Brandfachleuten), der Techniſchen Nothilfe uſw. iſt Vorausſetzung. Was iſt Selbſtſchutz? Selbſtſchutz iſt die geſamte Luftſchutztätigkeit innerhalb der Haustüren, alſo der Hausgemein⸗ ſchaften. Dazu werden ausgebildet: Luftſchutzhauswarte, Hausfeuerwehren, Luft⸗ ſchutzblockwarte, Luftſchutzobmänner. Zur Dur führung dieſer Aufgaben müſſen ſich Organi⸗ ſationstalent, theoretiſches Wiſſen und prakti⸗ ſches Können aller im Luftſchutz Tätigen mit der verſtändnisvollen Hingabe und Mitarbeit der Bevölkerung die Hand reichen. Alles zieht hier an einem Strang! Jeder iſt ſeines Schickſales Wegbereiter im wahrſten Sinne des Wortes geworden. Um dieſe große Arbeit zu erleichtern, haben ſich alle Behörden mithelfend in den Dienſt des Luft⸗ ſchutzes geſtellt. Das Bad. Miniſterium des Innern hat die Bezirksämter, Polizeipräſidien und Polizeidirektionen angewieſen, den Reichs⸗ luftſchutzbund bei der Bildung von Ortsgrup⸗ pen und in ſeiner ſonſtigen gemeinnützigen Tä⸗ tigkeit tatkräftig und mit allen Mitteln zu unterſtützen. Der ſtellvertretende Führer, Heß, hat an alle en der NRSDaAß die Wei⸗ ſung gegeben(3. 6. 33), daß alle nationalſozia⸗ liſtiſchen Luftſchutzorganiſationen ſich entweder dem Reichsluftſchutzbund einzugliedern oder aufzulöſen haben, und daß jede Sonder⸗ tätigkeit auf dem Gebiete des Luft⸗ ſchutzes verboten iſt. Denn ſo will es das Reichsminiſterium für die Luftfahrt unter dem Begriff der einheit⸗ lichen und ſtraffen Organiſation verſtanden wiſſen: 0 Für Aufklärung und Werbung gibt es fortan nur eine Stelle: Das iſt der Reichs⸗ luftſchutzbund mit ſeinen Landes⸗ und Ortsgruppen. Auf dieſen Ortsgruppen liegt die Hauptlaſt der Arbeit. Es iſt meine Aufgabe und wird mein ganzes Aufruf an die geſamke Bevölkerung, die Induſtrie, den Handel und das Gewerbe von Mannheim und Umgebung! Das Winterhilfswerk des deutſchen Volkes 1933/34 hat mit elementarer Wucht ein ⸗ geſetzt. Vön allen Seiten ſtrömen die Spenden und Beiträge den führenden Stellen zu. Die Meldungen von Preſſe und Rundfunk über die Höhe der Spenden gehen bereits in die Millionen. Mannheim muß es als Ehrenſache anſehen, mit in vorderſter Linie zu ſtehen. Wir appellieren an die oft erprobte Opferfreudigkeit unſerer Mannheimer und bitten Spenden auf Poſtſcheckkonto Nr. 16122 Karlsruhe oder auf Konto Nr. 3386 bei der Städtiſchen Sparkaſſe zu überweiſen. Beitrittserklärungen zur NS⸗Vollswohlfahrt, unter deren Führung das Winter⸗ hilfswerk des deutſchen Volkes 1933/34 ſteht, werden bei gleichzeitiger Entrichtung des Beitrages und der Aufnahmegebühren in der Kreisgeſchäftsſtelle B 1, 10/12, Telephon 251 18 und von den mit amtlichem Ausweis verſehenen Amtswaltern und Amtswalterinnen der NS⸗Volkswohlfahrt entgegengenommen. Heil Hitler! NS⸗Volkswohlfahrt Die Kreiswalterin: A. R oth. Sonntag, 24. September 19338 1 Beſtreben ſein, dieſe Arbeit mit allen Kräften zu erleichtern, zu fördern und zu unterſtützen. Zur Schulung der Selbſtſchutzkräfte werden in allen Landes⸗ und Ortsgruppen beſondere Perſönlichkeiten— ſogenannte Schulungs⸗ leiter— beſtimmt, die zentral ausgebildet, die Einheitlichkeit ſicherſtellen. Alsbald einzurichtende Schulungslehrgänge werden im Laufe der Zeit zu örtlichen Luft⸗ ſchutzſchulen ausgebaut. Werbewarte werden die geſamte Arbeit unterſtützen. Freiwillige vor! Das iſt auch hier die Parole! Denn die geſamte Arbeit im Dienſte des Vol⸗ kes ſoll und muß ehrenamtlich geleiſtet werden. Es iſt meine Aufgabe und mein Wunſch, daß ſich auch im Landesbezirk Baden⸗Rheinpfalz immer mehr vaterlandsliebende und verant⸗ wortungsbewußte Männer finden mögen, die ſich zuſamenſchließen und die Bildung von Ortsgruppen— deren Zahl in erfreulichem Wachſen begriffen iſt— in die Hand nehmen. Die Landesgruppe wird alle dieſe Beſtrebun⸗ gen auf das tatkräftigſte unterſtützen. Wenn dann— wie ich hoffe— in abſehbarer Zeit ein dichtes Netz ſolcher Ortsgruppen über das ganze Land gezogen ſein wird, dann wird ſich die bisher ſtille Vorarbeit der Landesgruppe ſchnell zu einem großen und einheitlichen, das anze Land erfaſſenden Arbeitsgebiet auswach⸗ — zum Segen der Bevölkerung — zum Schutz der Heimat. Aus dem Kreisrat Mannheim Aus der letzten Sitzung des Kreisrates iſt zu berichten: Der Kreisrat hat beſchloſſen, eine zweite landwirtſchaftliche Schule und zwar in Hockenheim, zu errichten, da für die Land⸗ wirte des Schwetzinger Bezirks die zuſtändige Fachſchule in Ladenburg räumlich weit ent⸗ fernt iſt und dieſe wegen ungünſtiger Bahnver⸗ bindung aus Richtung Schwetzingen ſchlecht zu erreichen iſt. Damit iſt einem dringenden Be⸗ dürfnis abgeholfen.— Die Kreisverſammlung iſt zum Zwecke der Genehmigung der Satzung und des Voranſchlages für die neue Kreisland⸗ wirtſchaftsſchule in Hockenheim auf 3. Oktober dieſes Jahres in den Rathausſaal zu Hocken⸗ heim einzuberufen.— Für die Verbreiterung des Kreisweges Nr. 22(Leutershauſen—Hed⸗ desheim), für die Herſtellung eines Verbin⸗ dungsweges Heiligkreuz—Rippenweier und für die Verbeſſerung derKreiswegſtreckeRittenweier⸗ —Oberflockenbach wurden den beteiligten Ge⸗ meinden Kreiszuſchüſſe in Höhe eines Drittels des jährlichen Aufwandes für Tilgung und Verzinſung der aufzunehmenden Kapitalien be⸗ willigt.— Die Anträge der Gemeinden Groß⸗ ſachſen und Oberflockenbach auf Umwandlung des Kreisweges Nr. 23(Großſachſen⸗Ober⸗ flockenbach) in eine Kreisſtraße wurden bis auf weiteres zurückgeſtellt. 3 parole · Ausgabe (Redatttonsſchluß für Paroleausgabe tüglich 19 Uhr) Wir erſuchen unſere Mitarbeiter, alle Zuſchriften an die Redaktion, nicht an die Schriftleiter perſönlich zu ſenden. Für Zuſchriften an die Redaktion, die an den Ver⸗ lag abreſſiert oder dort abgegeben werden, wird keinerlei Gewühr übernommen. Achtung! Hiermit verwarne ich jeden, den Namen der Kreis⸗ leitung bzw. des Kreisleiters zu mißbrauchen und unter Berufung auf die Kreisleitung irgendwelche Forderungen zu ſtellen oder Drohungen auszuſpre⸗ chen.— Weder bei Prozeſſen noch bei wirtſchaftlichen Verhandlungen oder irgendwelchen Amtshandlungen greift die Kreisleitung ohne Berechtigung ein. Beauf⸗ tragte der Kreisleitung haben dementſprechende ſchrift⸗ liche Vollmachten. Ich bitte jeden der Kreisleitung namhaft zu machen, der ohne Vollmacht im Namen der Kreisleitung irgendwelche Maßnahmen ergreift. Die Kreisleitung: Dr. R. Roth. PO Für die Veranſtaltung der„Deutſchen Bühne“ am Montag, 25. September, 20 Uhr, ſtellen die Orts⸗ gruppen Humboldt, Rheintor, Deutſches ECck, Neckarſtadt⸗Oſt, Strohmarkt, Friedrichspark und Lindenhof je Imtswalter in Dienſtkleidung. Antreten 6 Uhr im„eſengarten. Neuoſtheim. Die Schulungsabende finden nicht am Montag, ſondern am Dienstag, 26. September, 20.30, Uhr, bei Buck ſtatt. Am Sonntag, 17. September, iſt am Bahnhof Plank⸗ ſtadt vor Abfahrt der Amtswalter ein Abzeichen vom Reichsparteitag Nürnberg verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, es an die Geſchäftsſtelle der NSDApP., Beamtenabteilung, I. 13, 12a abzulieſern. Schwetzingerſtadt⸗Augarten. Montag, 25. Sept., 20.30 Ueßr, Gloria⸗Säle: Zellenabend für die Zellen —5.— Dienstag, 26. Sept., 20.30 Uhr, Gloria⸗ Säle: Amtswalterſitzung. NS.⸗Frauenſchaft Jungbuſch. Dienstag, 26. Sept., 20.30 Uhr, Mitgliederverſammlung in der„Stadt Heilbronn“. Humboldt. Montag, 25. Sept., 20.30 Uhr, dei Wag. Vogt, Langſtraße 91 Mitgliederverſammlung. Redner: Pg. Fiſcher. Friedrichspark. Dienstag, 26. Sept., 20.30 ubr, Mitgliederverſammlung im„Fliegenden Holländer“, S. NS.⸗Frauenſchaft und NS.⸗Vollswohlfahrt Dienstag, 25. Sept., nachm. 3 Uhr, in der Küche R 5 Beſprechung der Ortsgruppenleiterinnen der NS.⸗ Frauenſchaft und der Gruppenwalterinnen der NS.⸗ Volkswohlfahrt. BDM. Ab W. September befinden ſich die Geſchäftsräume ſowie das Heim des Bundes deutſcher Mädel in Mannheim, N 2, 4, eine Treppe. Sonntag morgen 11 Uhr Sondervorſtellung des „Hitler⸗Jungen Quex“ für B. d. M. und Jungſchar. Preis 25 Pfg. Treffpunkt 10.15 Uhr Marttplatz. (Bundestracht.) Neckarſtadt⸗Oſt. Sonntag früh Beſuch des„Hit⸗ lerjungen Quex“. Treffpunkt 10 Uhr am Meßbplatz. 25 Pfg. mitbringen. NSB0O. Deutſches Eck und Strohmarkt. Gemeinſchaftliche Amtswalterſitzung Montag, 25. d.., 20.15 Uhr, Reſtaurant Siechenbräu, N 7. NS.⸗HAGd. Feudenheim. Am Montag, B. Sept., findet im Lokal altes Schützenhaus in Feudenheim eine Mit⸗ gliederverſammlung ſtatt. Humboldt. Dienstag, 26. Sept. 1933, 20 Uhr, im„Kaiſergarten“, Zehntſtraße 30, öffentliche Ver⸗ ſammlung. Anhänger und Frauen ſind mitzubringen. Für Mitglieder Pflicht. Deutſches Eck. Montag, 25. Sept., 20.30 Uhr, findet Verſammlung im Lokal„Zum Hohenſtaufen“, Ou 3, 2(Pg. Kullmann) ſtatt. Redner: Stadtrat Behme und Dr. Thoms. Kampfbund für deutſche Kultur Mannheim Wir machen darauf aufmertſam, daß die erſte Stunde für den Lehrgang für Laienſpiel und Feſt⸗ geſtaltung erſt am Montag, den 2. Oktober 1933, 20 Uhr, ſtattfindet. NS⸗Volkstanzkreis Montag, 19.30 Uhr, Uebungsabend in der Schillerſchule. Sta. Sturm 22(Henſolt). Antreten Dienstag, den 26. September, 20 Uhr, im Sta.⸗Heim. Anzug: Dienſtanzug. Sturm 23(Hennrich). 28. September, 20 Uhr, im Dienſtanzug. nen FRNNMMNHWuͤNi o52 entuickelt-Kopiert- Vergröbert--erstKAss19 Badische Bank Karlsruhe-Mannheim 2 Annahme von Bareinlagen vVerwaltung von Wertpapieren Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen Antreten Donnerstag, Sta.⸗Heim. Anzug: 01 —+ Schwetzingen u. Umgebun S iE 966 0 E + —00 —455 — n SPARI I KA88E Hier sparst von Dr. Joh. von Leers. luden sehen Dich an brosch. M..50 Du sicher! II zu haben. Auch werd. Beſt. auf Filterkraut Mietgésuche Möbl. Zimmer geſucht, in ruhig. Hauſe, per 1. Oktbr. Sie Sefieimniobe von Gottfried zur Beek. brocch. Mk. 90 enigegengenommen. mögl. Nähe Karl⸗ Heidelberger Str. 27, Theodor⸗Straße. An⸗ Sit. geb. u. 3086 K Schw.] Werner, ſr. Möhlinger an die Geſchäftsſtelle(27 509) des Schwetzg. ——— Ehre deutsches Volk und hilte wissen? von einem Arbeiter Was muß der Arbeiter von der Weltpolitik geh. Mx. 20 Treulich deinen Handwerksstand Als das deutsche Handwerk blühte, Blühte auch das Vaterland. —— Schwetzingen Zu haben in der Geschäftsstelle des 3085K „Hakenkreuzbanner“ Karl-Theodorstr. 9 Zentralheizungen I. U U f 5 E N fohrleitungsbau BRCUHIL hei Mannheim Angebote, Entwürfe kostenlos/ Tel. 261 3 Jahrgang Jührern verein„ Am 16. Sängerhein ſchließend neuen Füh en die E tatt. Pg. ung und ſchläge zur Gegenkand der„Conce ihm entgee Wahl an u ner engeret ſetzt ſich nu Boſſert, ſier: Georg ner, Ver Stapf. 2 ſert durch im Vertra und im 8 verſehen. Mit dem ſtert aufge ehrwürdige ſchall v. Führer de. unſeren V Boſſert di „Deutſchla. hebenden Jührer Vom 2 wurde im außerordeir rufen, die ſuches erf eichen A äume ſe Herr Phi nenen un Ecker, de der bishe dem Vorft herzlichſter und erinr es war, d brachte. E geſchloſſen lipp Falt ſtimme zu Dankeswe des deutſch des neuen derte alle Sache zu die folger tern: Her treter, He K. Wei K. L. Jo ſchloß mi Reichsprä Volkskan; ſamen C Weſſel⸗Li⸗ moniſches In der lung de Neckarau kanntgege Heinrich geld, zwe führer ur rer dankt Vertraue len Regi⸗ Gartenſr freunde eine Beſt Sehr erf Führer ſchloſſen nalen 300 an kurzen 2 Otrsverl beſonder. gärtner l loufene ſchließen Gründ Im Ref 30 Kame Vereins wurde 9 mer Stit ſprechent menſtellt ——— 2 tember 1933 1 allen Kräften t unterſtützen. kräfte werden hen beſondere chulungs⸗ ausgebildet, ingslehrgänge rtlichen Luft⸗ ſarte werden enſte des Vol⸗ eiſtet werden. Wunſch, daß en⸗Rheinpfalz und verant⸗ i mögen, die Bildung von erfreulichem zand nehmen. ſe Beſtrebun⸗ tzen. Wenn harer Zeit ein n über das ann wird ſich Zandesgruppe eitlichen, das biet auswach⸗ hölkerung inheim kreisrates iſt ſchloſſen, eine und zwar in r die Land⸗ ie zuſtändige ch weit ent⸗ ger Bahnver⸗ en ſchlecht zu ngenden Be⸗ verſammlung der Satzung ie Kreisland⸗ f 3. Oktober lzu Hocken⸗ zerbreiterung jhauſen—Hed⸗ nes Verbin⸗ eier und für Rittenweier⸗ ſeiligten Ge⸗ nes Drittels Tilgung und apitalien be⸗ inden Groß⸗ Imwandlung chſenOber⸗ rden bis auf ſn n. Auch werd. uf Filterkraut ngenommen. erger Str. 27, „fr. Möhlinger 27 509) hilte rksstand erk blühte, nd. D — alheizungen ditungshau flannheim s/ Tel. 281 miekener Fahrgang 3. Nr. 245. Seite 9 „Hakenkreuzbanner“ Sonntag, 24. September 1989 Aus dem Vereinsleben Jührerwechſel beim Männergeſang⸗ verein„Concordia“ e. V. Mannheim „Am 16. September d. J. fand im Lokal des Sängerheim„Concordia“, Langſtraße 36, an⸗ ſchließend an die Geſangsprobe die Wahl des neuen Führers der„Concordia“ uneo ech die⸗ en die Ernennung der engeren Mitarbeiter tatt. Pg. Boſſert eröffnete die Verſamm⸗ ung und forderte die Mitglieder auf, Vor⸗ ſchläge zur Wahl des Führers zu machen. Ohne Gegenkandidat wurde Pg. Boſſert als Führer der„Concordia“ gewählt. Er dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, nahm die Wahl an und gab anſchließend die Namen ſei⸗ ner engeren Mitarbeiter bekannt. Der Vorſtand ſetzt ſich nun wie folgt zuſammen: Führer: Alb. Boſſert, Stellvertreter: Otto Quell, Kaſ⸗ ſier: Georg Kühn, Schriftführer: Guſt. Bron⸗ ner, Vertreter der Hauskommiſſion: Emil Stapf. Die Mitarbeiter wurden von Pg. Boſ⸗ ſert durch Handſchlag verpflichtet, ihre Aemter im Vertrauen zu ihrem Führer gewiſſenhaft und im Sinne der nationalen Regierung zu verſehen. Mit dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied und einem begei⸗ ſtert aufgenommenen Sieg⸗Heil auf unſeren ehrwürdigen Reichspräſidenten Generalſeldmar⸗ ſchall v. Hindenburg und auf den Retter und Führer des deutſchen Volkes und Vaterlandes, unſeren Volkskanzler Adolf Hitler, ſchloß Pg. Boſſert die Verſammlung, die mit dem Chor „Deutſchland, dir mein Vaterland“ einen er⸗ hebenden Abſchluß fand. Führerwahl des Männergeſang⸗ vereins Lindenhof Vom Männergeſangverein Lindenhof e. V. wurde im Vereinslokal„Zum Rheinparl“ eine außerordentliche Mitgliederverſammlung einbe⸗ rufen, die ſich eines bemertenswert guten Be⸗ ſuches erfreute. Die Verſammlung ſtand im eichen Adolf Hitlers, deſſen Bildnis die äume ſchmückte. Der bisherige Vorſitzende, Herr Philipp Falter, begrüßte die Erſchie⸗ nenen und ſetzte einen Wahlleiter ein. Herr Ecker, der dieſe Wahlleitung übernahm, ſagte der bisherigen Vorſtandſchaft, vor allem aber dem Vorſitzenden, im Namen des Vereins den herzlichſten Dank für die muſtergültige Leiſtung und erinnerte daran, daß dieſe Vorſtandſchaft es war, die den Verein auf ſeine heutige Höhe brachte. Es zeigte ſich ſofort, daß die Mitglieder geſchloſſen für die Wiederwahl des Herrn Phi⸗ lipp Falter eintraten, der dann ohne Gegen⸗ ſtimme zum Vereinsführer gewählt wurde. Mit Dankesworten gelobte der Führer, zum Wohle des deutſchen Liedes und des Vereins im Sinne des neuen Deutſchland ſich einzuſetzen und for⸗ derte alle auf, im gleichen Geiſt für die ideale Sache zu leben. Er beſtimmte ohne Wahlgang die folgenden Mitglieder zu ſeinen Mitarbei⸗ tern: Herrn Heinr. Walch zu ſeinem Stellver⸗ treter, Herrn Val. Lenz zum Kaſſier, Herrn K. Meidner zum Schriftſührer und Herrn K. L. Joos zum Beiſitzer. Der Wereinsführer ſchloß mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf den Reichspräſidenten v. Hindenburg und auf den Volkskanzler Adolf Hitler. Mit dem gemein⸗ ſamen Geſang des Deutſchland⸗ und Horſt⸗ Weſſel⸗Liedes fand die Verſammlung ein har⸗ moniſches Ende. Neue Vereinsführung In der ſtattgefundenen Halbjahresverſamm⸗ lung des Kleingarten⸗Vereins, Mannheim⸗ Neckarau wurde die neuernannte Führung be⸗ kanntgegeben: Es ſind dies die Gartenfreunde Heinrich Heitmann, erſter Führer, Georg Fünf⸗ geld, zweiter Führer, Jakob Schleihauf. Schrift⸗ führer und Georg Edelmann, Kaſſier. Der Füh⸗ rer dankte im Namen des Vorſtandes für das Vertrauen und gelobte, im Sinne der nationa⸗ len Regierung zu arbeiten, zum⸗ Woyle jur alle Gartenſreunde, ebenſo forderte er aile Garten⸗ freunde auf, di⸗ ganzen Kräfte einzuſetzen,'n eine Beſſerung im Gartenbau herbeiz tführen. Sehr erfreut waren die Anweſenden, als der Führer belann“ aab, daß in einer Sitzuna be⸗ ſchloſſen worden ſei für Zwecke dernane⸗ nalen Arb⸗: einen Betrag von Ren. 30 0 an das Finanzamt zu überweiſen. Noch kurzen Worten,'s inzwiſchen erſchienenen 1. Otrsverbandsvorſitzenden Fr. Grotz, der beſonders auf das Zuſammenhalten der Kloin⸗ gärtner hinwies, konnte der Führer die zut ver⸗ loufene Verſammlung mit einem„Sieg⸗Heil“ ſchließen. Gründung eines Regimenksvereins Im Reſtaurant Roſengarten vereinigten ſich 30 Kameraden zur Gründung eines Regiments⸗ Vereins ehemoliger 171. Zum Vorſitzenden wurde Kamerad Juſius Jobskpy, Seckenhei⸗ Es finden jeden erſten Freitag im Monat, erſtmalig am 6. Ottober, Kameradſchaftsabende im Reſtaurant„Morgenröte“, S 6. 25, ſtatt. Noch außenſtehende Kameraden werden ge⸗ beten, ſich anzuſchließen und ihre Adreſſe dem Herrn Vorſitzenden Herrn Jobsty mitzuteilen. Am Sonntag, den 8. Ottober, findet eine Zu⸗ ſammentunft ehemaliger 171er in Frankfurt a. Main ſtatt. Reichsſtatthalter Robert Wagner un ker ſeinen Kameraden Anläßlich der 60. Jahresfeier des Badiſchen Kriegerbundes in Karlsruhe ließ es ſich unſer Reichsſtatthalter Robert Wagner nicht neh⸗ men, mit ſeinen alten Regimentskameraden des Vereins ehemaliger 110er zu Mannheim län⸗ gere Zeit im Reſtaurant Nowack zuſammen zu ſein. Kurz nach ſeinem Erſcheinen begrüßte Kame⸗ rad Beuchle im Namen aller 110er die Gäſte, die ſichtlich erferut waren, unter Kameraden alte Erinnerungen auszutauſchen, von welchen ausreichend Gebrauch gemacht wurde. Jeder einzelne Kamerad kam zu Gebör. Es war eine Freude, mit welcher Begeiſte⸗ rung und Innigleit die klugen Augen unſeres Statthalters ſtrahlten bei jeder einzelnen Be⸗ grüßung. Kamerad Haberkorn hielt eine mitrei⸗ ßende Unſprache, bei der er beſonders die Treue der alten Soldaten zum neuenReich hervorhob. Unter uns ſeien recht alte Kameraden, ſelbſt mehrere aktive Feldwebel, die einem manchmal In einer Mitgliederverſammlung des Reichs⸗ bundes der Kinderreichen Deutſchlands zum Schutze der Familie e.., Ortsgruppe Mann⸗ heim, ſprach nach Begrüßungsworten des Vor⸗ ſtandes, Pa. Hönig, der Propagandaleiter für Baden, Pg. Dr. Vo gelſang, Karlsruhe, der zunächſt darlegte, daß nun unter der Füh⸗ rung des Reichsminiſteriums für Volksaufklä⸗ rung und Propaganda ein in einem Drei⸗ monatsplan feſigelegter bevolterungspolitiſcher Aufktlärungsfeldzug geführt wird, wie es in einem ſolchen Ausmaße noch nie der Fall ge⸗ weſen iſt. Die qualitat'ven Fragen des be⸗ völkerungspolitiſchen Problems nicht berührend, befaßte ſich der Redner vorwiegend mit den quantitativen Fragen und begann mit der Dar⸗ ſtellung der bevölkerungspolitiſchen Lage unter gleichzeitiger Berückſichtigung der Entſtehung dieſer Lage. Es iſt nicht zu leugnen, daz auf dem deutſchen Volke die Hypother des Todes laſtet. Bei gleichbleibender Geburtenziffer wird die Bevölkerungszahl etwa ab 1950 zurückgehen. Eine Vergreiſung iſt nicht aufzuhalten, ebenſo⸗ wenig wie die Tatſache wegzuleugnen iſt, daß Deutſchland mit ſeiner Geburtenziffer in Europa an letzter Stelle ſteht. Es hat ſech eingebürgert, die Fortpflanzungsfrage unter dem Geſichtspuntt des wirtſchaftlichen Dentens zu betrachten. Die Geburtenbeſchränkung wird als Allheilmittel zur Verbeſſerung der wirtſchaftlichen Lage angeſehen Der Spargroſchen wird beiſeite gelegt, nicht um die Aufzucht von Kindern zu finanzieren, ſon⸗ dern um ſich Autos, Motorräder und andere Dinge an' uſchotien. ner Reich⸗kanzler Adolf Hitler hat in ſeinem Buch„Mein Kampſ“ klar ſeine Stellung und damit die Stellung des Nationalſozialismus zum Auedruck gebracht: „Keine Geburtenbeſchränkung um der Zu⸗ kunft des deut““en Voltes willen.“ Daß es unſerer Regierung Ernſt iſt, das ſchtwierige Problem zu löſen, beweiſt zunächſt einmal die Schaffung eines Amtes für Bevöl⸗ kerungs politit und Raſſenpflege. Die Anfänge der Maßnahmen ſind bereits in die Wege ge⸗ ſettet: as(fetz über die Eheſtandsbeihilfen, da“ eſetz zur Verhütung erbkranken Nach⸗wuch⸗ ſes. Maßnahmen zur wirtſchaftlichen Beſſerſtel⸗ lung der kinderreichen Familien werden folgen. F.., Schwetzingen. Tragen Sie Ihren Fall ein⸗ mal Pg. Stadtrat Runkel vom Fürſorgeamt(Altes Krankenhaus, k 5) perſönlich vor. J.., Neckarau. Das müſſen Sie doch ſelbſt ein⸗ ſehen, daß ſich 4 Seiten lange Briefe nicht für die Be⸗ antwortung im Brieftaſten eignen. Wo ſollen wir denn die Zeit hernehmen, dies alles zu leſen? Wenden Sie ſich einmal an den Herrn Kommiſſar des Konſum⸗ vereins und tragen Sie dieſem Ihr Anliegen perſön⸗ lich vor. Lehrlingsvater. Laſſen Sie ſich nicht Angſt machen. Der Lehrmeiſter darf Ihren Sohn nur dann ent⸗ Entlaſſung rechtfertigt. Was als ein wichtiger Grund gilt, finden Sie in 8 14 des Lehrvertrags. Die Tat⸗ mer Straße 54, gewählt, der den Vorſtand ent⸗ ſprechend den Führungsanordnungen zuſam⸗ menſtellte. ſache, daß Sie bei der Handwerkskammer beantragt haben, daß der Lehrherr veranlaßt wird, einen Lehr⸗ vertrag auszuſtellen, berechtigt dieſen nicht, Ihren auf dem Kaſernenhof geſchliffen haben(Robert Wagner lacht vergnügt), aber wir haben Zucht und Ordnung gelernt für das wir noch heute dantbar ſind.(Lebhafter Beifall.) Kamerad Schellenberger wurde aufge⸗ fordert, die Zuſammenkunft in den gemütlichen Teil überleiten zu wollen, was auch prompt ge⸗ ſchah, indem er als Dirigent alte Soldaten⸗ lieder anſtimmte, bei denen auch unſer Statt⸗ halter mit einſtimmte. Unwilltürlich dachte man ſich in ein Manöver oder eine Ruheſtellung des großen Weltkrieges verſetzt. Beim Trinten wurde auch von unſerem Robert Wagner heine Ausnahme gemacht. Vor ihm ſtand ein Schoppen⸗Bierglas, gleich aller anderen. Wenn man ſich dieſes Bild angeſehen hat, was war das ein Kontraſt gegen die Schlemmerrechnungen der früheren Bonzen, die man in der Grenzland⸗Ausſtellung einſehen kann. Unter Glas ſieht man dort die Straf⸗ regiſter, Fingerabdrücke und Erhebungen unſe⸗ res Robert Wagner und ſeiner Mitkämpfer, bei deren Beſichtigung man ſich eigentlich erſt be⸗ wußt wird, was unſere alten Freiheitskämpfer miterleben mußten. Nur zu ſchnell verfloß die Zeit und Reichs⸗ ſtatthalter Robert Wagner verabſchiedete ſich nach ca. 1½ Stunden, indem auf den Führer Adolf Hitler ein drelſaches Sieg⸗Heil ausge⸗ bracht wurde. Unter brauſendem Jubel aller Anweſenden verließ er den Saal. Für alle, die dabei waren, werden es unvergeßliche Stunden ſein. Die Mannheimer 110er hatten Eile auf ihre Sonderzüge, Autobuſſe und Laſtwagen, in welchen die Begeiſterung und Freude oftmals laſſen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der die noch zum Ausdruck kam. Bevölkerungspolitiſche Probleme Denkbar wären Elternſchaft⸗ und Familien⸗ verſicherung, die Gewährung von Beihilfen an kinderreiche Familien, deren Summen durch Beitrüge der Ledigen und tinderlos Verheira⸗ teten aufzubringen wären. Durchdringung der Steuerpolitit nach ſamilienpolitiſchen Gründen und die kopfteilige Steuerberechnung auch nach familienpolitſchen Geſichtspunkten. W ichtig iſt die Förderung der Stadtflucht⸗ bewegung. Adolf Hitler hat erkannt, was der Bauernſtand für das Leben der Nation be⸗ deutet: er hat ſtets zuerſt an die Bauern ge⸗ dacht. Eine Rieſenpropaganda muß einſetzen, die auf das Ziel abgeſtellt iſt, in der Fortpflan⸗ zungsfrage eine grundlegend andere Stellung des geſamten Volkes herbeizuführen. Der Red⸗ ner wies zum Schluß auf die Aufgaben hin, die der Reichsbund der Kinderreichen bei dem Auftlärungsfeldzug zu erfüllen hat und betonte, daß man die Arbeit des Bundes amtlicherſeits ſo ſehr ſchätze, daß man dem Bund einen halb⸗ amtlichen Charakter verlieh. Eine zweites Referat hielt der Landesführer Pg. Kreisleiter Stüwe, Karlsruhe. Er ſprach über die gualitativen Fragen des bevölkerungs⸗ politiſchen Problems und ſtellte die erbgeſund⸗ beitlichen ſowie raſſehygieniſchen Dinge in den Vordergrand. Er führte u. a. aus, daß für die erblich Belaſteten, wie Idioten, Geiſteskranke und ſonſtige gebrechliche Menſchen der Staat unge⸗ heure Summen aufwenden muß, während die erbgeſunde kinderreiche Familie irgendwelche ſtaatliche Zuwendungen nicht erhält.— Man ſchätzt die Zahl der erblich belaſteten Menſchen, die in Anſtalten untergebracht ſind, auf viele Tauſende und die im übrigen Deutſchland auf Hunderttauſende. Die Forwflanzung die⸗ ſer erblich belaſteten Menſchen wird in Zukunft vom Staate unterbunden. Die hieſige Ortsgruppe des Reichsbundes der Kinderreichen gibt noch bekannt, daß erfreulicher⸗ weiſe die Stadtverwaltung Mannheim für die Belange des Bundes großes Intereſſe zeigt und dieſem ein Zimmer in einem ſtädtiſchen Amts⸗ gebände zur Verfügung ſtellt, zur Einrichtung einer Geſchäftsſtelle. Die genaue Anſchrift der Geſchäftsſtelle wird in den nächſten Tagen bekanntgegeben werden. HB.⸗Briefkaſten Sohne zu entlaſſen. Er darf auch die für die ver⸗ ſpätete Anmeldung zu entrichtende Einſchreibegebühr nicht von der dem Lehrling zuſtehenden Vergütung in Abzug bringen. J.., Mhm. Arbeiten dürſen nach unſerer Auf⸗ faffung an eine jldiſche Firma nur dann vergeben werden, wenn man ſich überzeugt hat, daß tatſächlich keine deutſche Firma in der gleichen Branche vorhan⸗ den iſt. Dies dürfte aber in der Praxis kaum vorkom⸗ men. Notwendigenfalls wende man ſich an die Han⸗ delskammer, die deutſche Firmen der betr. Branche namhaft machen kann.— Nähere Auskunſt über den Opferring erhalten Sie in deſſen Geſchäftsſtelle(Park⸗ hotel, Zimmer). O.., Mhm. Ihre Anfrage über den Lingner⸗ Skandal eignet ſich nicht für den Brieſtaſten. Frau A.., Secenheim. Wenden Sie ſich an den Ortsgruppenleiter der NSDAwp in Seckenheim. Deutſcher Sport. 1. Nach unſeren Informationen iſt die Füdin Frau Loeb ſeit etwa ſechs Wochen nicht mehr bei der Tennis⸗Abteilung des VfR.— 2. Der jetzige Führer der Tennis⸗Abteilung des VfR. iſt zwar kein Parteigenoſſe, hat aber für die Be⸗ wegung ſchon ſehr viel getan, ſo daß man ihn als Nationalſozialiſten bezeichnen kann.— 3. Auch wenn der Rektor einer Schule Jude iſt, müſſen Sie Ihr Kind zu ihm in die Schule ſchicken. Es will eben alles ſeine Zeit haben.(Auch die Entfernung eines Rek⸗ tors, der immer noch nicht begriffen hat, daß es für ihn das beſte iſt, wenn er ſtillſchweigend von allein verſchwindet, muß korrekt vorgenommen werden.) K.., Mym. Melden Sie den Vorfall der Kreis⸗ leitung der NSDAp in Breslau, die dann ſchon veranlaſſen wird, daß die dortige Handelslammer Ihnen die gewünſchte Auskunft gibt. Anonymus. Warum teilen Sie uns eigentlich die Tatſache, daß der Leiter des Schloßmuſeums mit einem Judenabkömmling verheiratet iſt, anonym mit? Das iſt doch für alte Mannheimer nichts neues Wenns Zeit iſt, kommt jeder dran. Wir haben noch mehrere Herren in maßgebender Stellung auf der Liſte derjenigen, die ihr Blut durch eine Heirat mit Juden oder Judenabkömmlingen verdorben haben. Ph. St., Hemsbach. Wir konnten hier nicht feſt⸗ ſtellen, ob die Firma Korndörfer u. Co., Lack⸗ und Farbenfabrik, Frankfurt a.., in nichtfüriſchen Hän⸗ den iſt. Wenden Sie ſich einmal o“ ohe Handelskam⸗ mer Frankfurt a. M. F.., Mhm. Nach einer Bekanntmachung des gHommiſſars der ärztlichen Spitzenverbände iſt es Pflicht des Arztes, die Höhe ſeiner Gebühren inner⸗, halb der feſtgeſetzten Gebührenordnungsgrenzen nach der Beſchaffenheit und Schwierigkeit der Leiſtung, der Vermögenslage des Zahlungs⸗ pflichtigen und den örtlichen Verhältniſſen zu bemeſſen. Nur dieſe Geſichtspunkte und nicht die Ta⸗ rife irgendeiner dem Privatpatienten Erſatz leiſten⸗ den Verſicherung dürfen demnach maßgebend ſein. K.., Mhm. Nachdem die Defaka ſich zu einem Spezialgeſchäft zurückentwickelt(5. h. die nicht zu einem Spezialgeſchäft gehörenden Abteilungen Erfri⸗ ſchungsraum, Photo uſw. auflöſt) und nachdem nach⸗ gewieſen worden iſt, daß eine deutſche Ge⸗ ſchäftsleitung den Betrieb mit deutſchem Kapital führt, beſteht für einen Nationalſoziali⸗ —— keine Veranlaſſung mehr, dieſem Betrieb fernzu⸗ leiben. H.., Mhm. Sie haben Recht! In der letzten Nummer des JB. befinden ſich verſchiedene Bifder vom Aufmarſch der Amtswalter in Mhrnberg, die mit der irreführenden Unter⸗ oder Ueberſchriſt „SA marſchiert!“ verſehen ſind. K.., Mhm. Sie irren! Der Anfrager hat uns nicht belogen, ſondern uns nur um Aus unft gebeten, ob es in Ordnung geht, daß jemand, der kisher gegen uns Nationalſozialiſten eingeſtellt war, Vor⸗ einsfthrer werden kann. Dieſe Auslunſt iſt ihm ge⸗ geben und ihm geraten worden, den Fall dem zuſtän⸗ digen Sportkommiſſar vorzutragen. Daß Sie ſch hier getroffen fühlen, ja daß Sie überhaupt derjenige ſend, um den es ſich hier dreht, haben wir erſt durch Ihr Schreiben vom 8. 9. erfahren. Ihrem Beſuch bei uns ſteht nichts im Wege, doch befürchten wir, dah er vergeblich ſein wird. Die Namen derſenigen, die bei uns im Briefkaſten anfragen, werden Dritten gegen⸗ über grundſätzlichnie genannt. A. J. 100 Sch. Wie kann man nur ſolche Fragen ſtellen! Selbſtverſtändlich kann ein Menſch, der von Juden abſtammt, niemals Mitglied der NSDAP oder der SA werden. Dr. jur. W. Reidel, Rechtsanwalt in Singen. Wir haben gerne davon Kenntnis genommen, daß Sie einwandfrei nachweiſen können, daß Sie ariſcher Ab⸗ ſtammung ſind, daß Sie als alter Burſchenſchaſter von jeher völkiſch und antijüdiſch eingeſtellt waren und daß auch Ihre Frau ariſcher Abſtammung iſt.“ Ketſch Nr. 102, E. M. Mhm., Ch. H. Mhm., A. Br. Mhm., E.., Mhm. Auskünfte über Eheſtandsvor⸗ lehen können im Brieftaſten nicht mehr erteilt werden. Leſen Sie die früheren Beantwortungen im Brief⸗ kaſten unſeres Blattes nach oder wenden Sie ſich an den Herrn im Zimmer 59 des Rathauſes, der Ihnen gerne, auch telefoniſch, Auskunft geben wird. C. 37, Mym. Auskunft über die beiden Rechts⸗ anwälte Dr. Oskar Metzger und Dr. Emmy Reb⸗ ſtein⸗Metzger erhalten Sie bei der Geſchäftsſtelle des Mannheimer Anwaltvereins, Mannheim. 2 Nazi⸗Frauen. 1. Sie haben richtig beobachtet.— 2. Das Inſerat im ZIſrael. Gemeindeblatt haben wir auch geleſen.— 3. Die Käſehandlung St. iſt aber trotzdem nicht jüdiſch. B.., Mhm. Wenn wir Sie recht verſtanden ha⸗ ben, dann ſind Sie förderndes Mitglied der SeS⸗ Standarte 81 in Frankfurt. Als ſolches dürfen Sie das Parteiabzeichen nicht tragen. Für Sie gibt es dagegen ein beſonderes, übrigens ſehr ſchönes Abzeichen durch die Standarte. Fordern Sie es dort an. Verltas vinclt: Ihre Mitteilung hat uns ſehr intereffrert. Wir werden Herrn Lauber zur Sache hören und dann an dieſer Stelle berichten. Sollte Herr Lauber ſich nicht äußern, ſo werden wir an⸗ nehmen, daß Ihre Angaben richtig ſind. E.., Mhm. Wie kann man nur ſo dummes Ge⸗ ſchwätz weitertragen. Das hätten Sie ſich doch ſelbſt ſagen können, daß derartige Lügen nur von Juden herumkolportiert werden, in der Annahme, daß es immer noch Dumme agibt, die ſo etwas glauben. Schümen Sie ſich und zeigen Sie derartigen Ver⸗ leumdern gegenüber künftighin mehr Rückgrat. E.., Feuvenheim. Das iſt ja unerhört. Die drei berufstätigen Töchter Ihres Hauswirts, der Ihnen gekündigt hat, weil ſeine berufstätigen Töch⸗ ter das Schreien Ihres acht Monate alten Kindes nicht vertragen können, hätten wir uns gerne ein⸗ mal näher angeſehen. Bitte geben Sie uns Gelegen⸗ heit, dieſe„Auch⸗Deutſche“ gebührend brandmarken zu können. R. K. ir., Mhm. Wenn es tatſächlich richtig ſein ſollte, daß die Städt. Werke in allerletzter Zeit ver⸗ ſchiedene Damen neu eingeſtellt haben, obwohl die zu leiſtende Arbeit auch von Herren hätte ge⸗ leiſtet werden können, dann wird man die Ange⸗ legenheit einmal dem Herrn Oberbürgermeiſter vor⸗ tragen müſſen. S —— 2 nannen begeiste die Mirtel- und Longwellensender Europos, stotionen in hisher ungeleo ichen sĩe beroll vnc ĩe derzeit einen MENDE RAD10 odoraster klochkrois · fornompfeagor mi Kurzwollontoil, Seloletionskrois, m lovfsprocher. Trotz des oledrigon preĩses ollen fröharon kinkrelsgerston wolt oborlegen. niõchsto Quolitẽ vollendete Klangschönhol. „MENOE EuropSKklIDο-̃ mit elngebeutem Lautsprecher olnschI. Rönren RI 70.—. rte Hörer diose beiden MENDE- Modelle. Sie empfongen olso nicht nur sondern auch dĩie õberseeĩschen Kurzwellen· nnter Vollendung. prãzis geeicht und schorff trennend, ermõg· kloren Empfong in bekonnter MENDO dor Groſj- fornompfonger mit Kurzwollonteil, ponthochon uncl ollon sonatigen Schinonon oĩnos lunun-Gerdtos,- vnerroĩcht hrennschorf undl klongschõn. Jogesempfong co.lI0 und mohr Stofionen, obencis ſost olle europ. Sender. „MKot weltktasse“ mit elngebautem Lautsprecher elnschl. Röhren RM 220.—. · Klongschõnheit. 43 1 Hahrgang 3. Nr. 245. Sette 10 ——— Nasoe und l/oll. zeilkage des U. Die farbigen Völler erdrücken die weiße Raſſe P. lem der Entvöllerung Von Miniſterialreferent Pg. Voelkel. Bereits in der Vorkriegszeit bereitete das Problem des Geburtenrückgangs einer Reihe von europäiſchen Staaten ernſthafte Sorgen. Insbeſondere erfreute ſich Frankreich des zwei⸗ felhaften Ruhmes, ſeine Geburtenziffern im ſtändigen Abgleiten zu ſehen. Aber auch in unſerem Vaterland begannen die Geburten in den letzten Jahren vor dem Kriege langſam ab⸗ zuſinken, und nur durch eine günſtigere Sterb⸗ lichkeitsziffer dank der immer ſtärker in Er⸗ ſcheinung tretenden, ſich ſterblichkeitsſenkend auswirkenden hygieniſchen Maßnahmen ver⸗ mochten wir, einen velativ hohen Geburtenüber⸗ ſchuß aufrechtzuerhalten. In der Vorkriegszeit war in den meiſten europäiſchen Staaten eine Geburtenziffer vor⸗ handen, die mindeſtens 25¼0 betrug und da⸗ durch ein vaſches Anſteigen der Bevölkerung ge⸗ währleiſtete. Ganz Oſt⸗, Süd⸗ und Südoſteuropa erfreuten ſich eines außerordentlich ſtarken Wachstums der Bevölkerung. Auch das Deutſche Reich verfügte noch über eine relativ hohe Ge⸗ burtenziffer. Frankreich war damals als das klaſſiſche Land des Geburtenrückgangs zu be⸗ zeichnen, und nur in den nordiſchen Staaten machte ſich ein Abſinken des Geburtenüberſchuſ⸗ ſes bemerlbar. In der Nachkriegszeit änderte ſich das Bild. Die geringſte Geburtenziffer beſitzt nicht mehr Frankreich, ſondern Schweden, das Deutſche Reich, Eſtland, Großbritannien, Norwegen, Oeſterreich und die Schweiz. Außerordentlich ſtark iſt auch der Geburtenrück⸗ gang in einigen Staaten Südeuropas. Italien hatte im Jahre 1932 ein außerordentlich ſtar⸗ kes Abſinken der Geburten zu verzeichnen. Auch in der Tſchechoſlowakei, Ungarn, Litauen, Lett⸗ land, Finnland und Dänemark nehmen die Ge⸗ burten außerordentlich ſtark ab. Selbſt Bulga⸗ rien, das vor dem Kriege eine Geburtenziffer von über 30% o beſaß, iſt von ſeiner ehemalz ſtolzen Höhe in bevölkerungspolitiſcher Hinſicht hepabgeſunken, wenngleich die Zahl der Gebur⸗ ten in den Balkanſtaaten noch relativ hoch iſt Verhältnismäßig günſtig iſt die Entwicklung noch in den Niederlanden, Portugal und eini⸗ hen Staaten des Südoſtens. In Polen begin⸗ nen die Geburtenzahlen ſeit zwei Jahren ſtark ſinken, ſo daß ſich der Druck des ſlawiſchen olksteils in Europa bei Anhalten dieſer Ent⸗ wicklung ſchwächer bemerkbar machen dürfte. Kußerordentlich günſtig(mehr als 30 /o) iſt die Entwicklung der Geburtenziffer nur noch in Portugal, Griechenland, Rumänien und Ruß⸗ Dieſe Entwicklung gibt zu um ſo ernſteren Geſorgniſſen Anlaß, als die weiße Raſſe auch in Ueberſee einen ſtarken Geburtenrückgang zu ver⸗ zeichnen hat. Insbeſondere die Vereinigten Staaten, Auſtralien ſowie Südafrila ſind als dieſenigen Länder zu bezeichnen, in denen die weiße Raſſe bedauerlicherweiſe nur noch ein ge⸗ ringes Wachstum aufweiſt. Verhältnismäßig günſtig iſt die Entwicklung noch in Kanada, doch üſt hierbei zu bemerken, daß das ſtarke Bevölke⸗ wrungswachstum ſich im weſentlichen auf die Frankokanadier beſchränkt. Von den Franzoſen wird, wenn verſchiedentlich von einer Degenera⸗ tion der franzöſiſchen Raſſe geſprochen wird, auf das„Wunder von Kanada“ verwieſen. Eine hohe Kinderzahl iſt bei den franzöſiſchen Kana⸗ diern als Regel zu betrachten. Einer hohen Ge⸗ burtenziffer erfreuen ſich noch Argentinien und Uruguay ſowie die meiſten übrigen ſüdamerika⸗ niſchen Staaten, wobei jedoch zu beachten iſt, baß in jenen Ländern auch die Sterblichkeits⸗ giffer ſehr hoch iſt und daß(zuverläſſige Sta⸗ tiſtiken fehlen, aber die Erfahrungstatſachen ſprechen dafür) in den ſüd⸗ und mittelamerika⸗ niſchen Staaten das farbige Element ſich weit ſtärker als die weiße Raſſe vermehrt. Mit Aus⸗ nahme von Argentinien, Uruguay und Chile dürfte das weiße Element in der Bevöllerung durch die ſtarke Miſchung mit Farbigen einen ümmer geringeren vaſſebiologiſchen Niederſchlag finden. Beſonders in den Antillen überwuchert das farbige Element bei weitem. Wenn man die Tatſache berückſich⸗ tügt, daß bei den farbigen Raſſen (wenn man vondenkleinen, im Aus⸗ ſterben befindlichen Reſtvölkernab⸗ ſäehth der Bevölkerungswille un⸗ gebrochen iſt und daß durch die Fort⸗ ſchritte der Mebizin ein Sinken der Sterblichkeitsziffer einzuſetzen be⸗ ginnt, ſo muß man mit größter Be⸗ orgnis die Zukunft der weißen Kaſte betrachten. Gewiß mag eine der⸗ artige Entwicklung ſich erſt in Jahrzehnten aus⸗ wirken; aber nichtsdeſtoweniger muß ihr eine ernſte Beachtung geſchenkt werden. Bekannt iſt, ß in Japan und Korea(über China fehlen ba bie Statiſtiken) ein Geburtenrückgang gegenüber ber Vorkriegszeit nicht eingetreten iſt und daß der Vermehrungswille bei Malaten und Drawi⸗ das(Gzirka 80 Millionen Köpfe in Südindien) ſowie in den iſlamitiſchen Ländern Vorder⸗ aſiens und Afrikas ungebrochen iſt. Wenn in der altgewohnten Ueberheblichkeit die ſogenannten Siegerſtaaten behaupten, den Weltkrieg gewonnen zu haben, ſo iſt dieſe Auf⸗ faſſung als völlig abwegig zurückzuweiſen, denn die Tatſachen in bevölkerungspolitiſcher Hinſicht reden eine zu deutliche Sprache, als daß ſie überſehen werden könnten. Es kann nicht oft auf dieſe Zuſammenhänge hingewieſen werden. Die Eingeborenen in Nordafrika, Indochina, Indoneſien und Vorderaſten beginnen die Vorherrſchaft der europäiſchen Mächte inſo⸗ fern abzuſchütteln, als ſie den Kolonial⸗ ſtaaten immer größere Konzeſſionen abzu⸗ nötigen wiſſen. Mögen die Erfolge noch nicht den gehegten Wünſchen entſprechen und mögen ſo manche Blütenträume noch nicht gereift ſein, immerhin darf die Tatſache nicht unbeachtet bleiben, daß die Rechte der Farbigen in weit ſtärterem Maße als in der Vorkriegszeit reſpektiert wer⸗ den müſſen. Es dürfte nur eine Frage der näch⸗ für Jahrzehnte ſein, daß die genannten Gebiete ür die weiße Raſſe verloren gehen. Die Ent⸗ wicklung im Sudan und in Innerafrika wird angeſichts des verhältnismäßigen Tiefſtands der dortigen Bevölkerung bis auf weiteres noch in entgegengeſetzter Rich:ung ſich bewegen; zwei⸗ felhaft bleibt jedoch, ob es möglich ſein wird, in künftigen kriegeriſchen Verwicklungen auch den Schwarzen widerſpruchslos auf die Schlacht⸗ felder zugunſten ſeiner europäiſchen Herren zu bringen. Im Vergleich zu derartig bedeutungsvollen Ausblicken iſt das Beſtreben der Siegerſtaaten nach einer Aufrechterhaltung des status quo als geradezu lächerlich zu bezeichnen. Weltperſpektiven von größtem Ausmaß eröff⸗ nen ſich. Deutſchland braucht nichts anderes zu tun, als in ſich ſelbſt die Kräfte zu ſeiner Ge⸗ ſundung zu entfalten. Es wird der Zeitpunkt kommen, wo diejenigen Staaten in Europa, die glauben, das entwaffnete Deutſchland nieder⸗ halten zu müſſen, einer Aenderung der beſtehen⸗ den Verträge zuſtimmen werden, lediglich aus dem Grunde, weil die Umſtände eine Aende⸗ rung des längſt als widerlegt erkannten Stand⸗ punktes erforderlich machen. Unſere Aufgabe iſt es, unbeſchwert von ge⸗ fühlsmäßigen Momenten, kühl und nüchtern unſere ganze Kraft in außenpolitiſcher Hinſicht für die Größe des Vaterlandes einzuſetzen. Wenn wir verſtehen, die Entwicklung für uns arbeiten zu laſſen, wird ſie den Weg gehen, der zum Wiederaufſtieg führt. Das nationalſoziali⸗ ſtiſche Deutſchland wird aus dem Zwang der Verhältniſſe heraus ſich auf friedlichem Weg die Freiheit zu erkämpfen wiſſen. Wer glaubt, die politiſche Entwicklung aufhalten zu können, wird durch die Wucht der Tatſachen eines Beſ⸗ ſeren belehrt werden. Raſſe und Wehrgedanke Von Dr. K. Zimmermann. Die Raſſenkunde wird in der künftigen Nationalerziehung eine ausſchlaggebende Rolle ſpielen. Dr. Zimmermann, der Leiter der Abteilung Erziehungswiſſenſchaft im NSeB., zeigt in ſeiner ſoeben erſchiene⸗ nen„Deutſchen Geſchichte als Raſſeſchickſal“, welche neuen Geſichts⸗ punkte der Raſſegedanke für die Geſchichts⸗ betrachtung bietet. Das gedankenreiche Buch ſollte jeder Volkserzieher leſen.(Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. Preis.20 Mk.) Der Kampf mit den Waffen iſt nur eine des nie raſtenden Kampfes von olk und Raſſe um Selbſtbehauptung und Selbſtentfaltung mit anderen Mitteln. Der kör⸗ perliche Kampf iſt zugleich die urſprünglichſte und höchſte Stufe menſchlicher Selſtbehauptung und Selbſtentfaltung. Wo er den Lebens⸗ einſatz fordert, iſt er die höchſte ſittliche Tat, das Opfer des Individuums für die Ge⸗ meinſchaft. Ja, das Leben von freien Völ⸗ kern und Raſſen vermag ſich nur bei dieſer Opferbereitſchaft zu erhalten und zu entfalten. Nur die Völker ſind verloren, deren Frauen nicht mehr Nachkommen gebären und deren Männer nicht mehr für dieſe kämpfen wollen. Ein beredtes Zeichen für das richtige Gefühl des inneren Zuſammenhanges zwiſchen dem opferbereiten lebenerhaltenden Muttertume und dem opferbereiten lebenſchützenden Heldentume iſt die Sitte gewiſſer Stämme, eine Mutter, die an der Geburt eines Kindes ſtarb, mit militä⸗ riſchen Ehren zu begraben. Der grundſätzliche Unterſchied zwiſchen den Herrenraſſen einerſeits und den Fellachen⸗ und paraſitären Raſſen andererſeits beſteht nicht ſo ſehr in der meiſt geiſtigen Ueberlegenheit der Herrenraſſen, ſondern vielmehr in der ſittlichen. Sie verſchmähen es, andere Völker ohne das Wagnis, das Leben einzuſetzen, lediglich durch Liſt oder Täuſchung zu beſiegen und zu ver⸗ drängen. Wie ſich Herrenvölker frei entfalten wollen, ſo wollen ſie auch offen dafür kämpfen und wagen. Darum ſind ihnen Freiheit und Ehre die höchſten Daſeinsgüter, die Frei⸗ heit iſt ihnen Vorausſetzung für die Entfaltung ihres Lebens, die Ehre die innere Gewißheit, daß ſie ihrer raſſiſchen Lebenspflicht gerecht ge⸗ worden ſind, d. h. daß ſie für ihre Raſſe ge⸗ arbeitet und gekämpft haben. Daher erſcheint ihnen Müßiggang und Feigheit, die beide im Leben ohne Kampf durchkommen wollen, als unehrlich.„Wehrlos— Ehrlos“, ſagt ein altes deutſches Sprichwort. Es iſt klar, daß bei allen Herrenvölkern mit dem Gute der wehrhaften Ehre auch das Vor⸗ recht des Waffentragens verbunden war und die niederen Raſſen das Herrentum der Herr⸗ ſchenden als Folgeerſcheinung von deren über⸗ legener Kampf⸗ und Wehrtüchtigkeit anerkennen mußten. Nicht minder verſtändlich iſt, daß der geſunde weibliche Inſtinkt ſich immer dem wehrtüchtigen Manne zugewendet hat, weil er in ihm die körperliche und ſeeliſche Geſundheit und Kraft erkannte. Dieſes richtige Gefühl war in geſunden Zeiten für die Gattenwahl und die Erneuerung der raſſiſchen Subſtanz aus den wertwoollen Erbanlagen des Volkes von höchſter Bedeutung. Wenn Adolf Hitler künftig⸗ hin die ſtaatliche Genehmigung zur Eheſchlie⸗ ßung von der Erfüllung der Arbeits⸗ und Wehrdienſtpflicht abhängig machen will, ſo wird dies die ſegensreichſte Maßnahme zur Aufartung unſeres Volkes und für die Aus⸗ lichen, kaum ſtillbaren Arbeitsdrang beſeſſen. da auf deutſchem Gebiete gerade in den Jahren merzung krankhafter und minderwertiger Erb⸗ anlagen ſein. Wie die Arbeit, ſo wird auch die Wehr⸗ haftigkeit erſt zu einem völkiſchen Grund⸗ werte, wenn ſie raſſebezogen u. Pflicht der nationalen Geſamtheit iſt. Die Söldnerheere der deutſchen Fürſten, insbeſon⸗ dere zur Zeit des Abſolutismus, opferten zu⸗ meiſt beſtes deutſches Blut für dynaſtiſche und konfeſſionelle Zwecke und machten damit Wehr⸗ kraft und Wehrtüchtigkeit zu einem Mittel des Raſſeverbrauches ſtatt zu dem einzig ſinnvollen des Raſſeſchutzes und Raſſeaufſtieges. Vollends tragiſch war, daß die für die Entfaltung der Kommt ein Geſetz eigenen Raſſe und des eigenen Volkstums ge⸗ züchtete blutmäßige Wehrkraft und Wehrtüch⸗ tigkeit des deutſchen Volkes zum Schutze und zur Entfaltung fremder Raſſen, Völker und führte den Kampf gegen Parther, Skythen und Germanen mit vorwiegend germaniſchen Le⸗ gionen. Immer wieder ſind Ströme germani⸗ ſchen Blutes rein italieniſchen Belangen ge⸗ opfert worden. Vom Landsknechtsweſen und den Verkauf deutſcher Soldaten nach Amerika deutſcher Heere für Napoleons ehrgeizige Pläne bis hin zu dem Frondienſte Deutſcher in den franzöſiſchen Fremdenlegionen geht ein Opfer⸗ datenehre. Die völkiſche Miſſion des Soldatentums iſt zu Nationalſtaaten und durch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht wieder ſtärker zur Geltung gekommen. Darüber hinaus haben die neueren Kriege immer mehr die ganze Bevölke⸗ rung eines Staates zu ſeiner kriegeriſchen Machtentfaltung herangezogen. Der Weltkrieg iſt zu dem gigantiſchſten Beiſpiel dafür gewor⸗ den. Sein unheilvoller Ausgang für das deutſche Volk wurde geradezu durch ſchwerſte Verfehlungen gegen den Gedanken eines all⸗ marxiſtiſcher Verrat, Unterführer, die vergaßen, daß in einem Volksheere ſoldatiſche Diſziplin und ſoldatiſche Kameradſchaft zuſammengehö⸗ ren, und ſtärker noch eine Kriegswirtſchaft, die Raſſefremde, Feiglinge und Kriegsuntaugliche wirtſchaftlich gewinnen und die Kämpfer Gut und Blut opfern ließ. Die Kriege der Zukunft werden bei der modern techniſchen Rütung und Organiſation und Charakterproben der geſam⸗ ten Nation werden und die geänderten Ver⸗ hältniſſe die Forderung Friedrichs des Großen, daß der Bürger nichts merken ſoll, wenn der Soldat ſich ſchlägt, in ihr Gegenteil verkehren. geſteigerten Formate der Durchführung, wieder ſtärker urſprünglichen Verhältniſſen nähern. Den Beſorgniſſen ängſtlicher Gemüter, daß dieſe Entwicklung den Untergang der Kulturvölker bedeuten könne, ſei zur Beruhigung entgegen⸗ gehalten, daß mit der Entwicklung der An⸗ griffswaffen auch die der Verteidigung Hand in Hand geht und daß die vollkommenſte ſee⸗ liſche und körperliche Rüſtung eines Volles der beſte Garant für friedliche außenpolitiſche Er⸗ folge und am wenigſten verluſtreiche Kriege iſt. gegen Miſchehen? Aus der Werkſtatt Deutſcher Raſſeforſchung. Eine Unterredung mit dem neuen Reichsraſſe⸗ wart Dr. Achim Gercke. Vor einiger Zeit wurde Dr. phil Achim Gercke als Sachverſtändiger für Raſſeforſchung beim Reichsminiſterium des Innern ernannt. Ueber ſein umfangreiches Tätigkeitsfeld und ſeine Ziele berichtete Dr. Gercke, der ſich ſchon vor ſeiner Berufung ſieben Jahre lang mit Raſſe⸗ forſchung für die Parteileitung der NSDAP beſchäftigte, in einer längeren Ausſprache un⸗ ſerem Mitarbeiter. Ein junger blonder Mann im ſchmucken Kleid der SA ſitzt im Reichsinnenminiſterium an ſei⸗ nem Schreibtiſch und iſt von einem unermüd⸗ Dr. Achim Gercke iſt es, deſſen Vater— einer niederſächſiſchen Familie entſtammend— Uni⸗ verſitätsprofeſſor und zuletzt Rektor in Bres⸗ lau war. Bei ſeinem Studium in Breslau fiel es ihm auf, daß es wohl vor allem fremdſtäm⸗ mige Profeſſoren waren, die den jungen deut⸗ ſchen Smdenten das Wiſſen vermitteln ſollten. Von dieſer Zeit an intereſſierte ſich Dr. Gercke brennend für die Raſſen⸗ und Judenfrage. Jahrelang kamen ſeine Forſchungsergebniſſe der NSDaApP zugute. Heute ſind ſie nun Gemein⸗ gut einer Volkseinheit geworden. „Herr Dr. Gercke, eine nicht unwichtige Frage iſt wohl, wer nach dem Geſetz als Arier ge⸗ rechnet werden muß?“ „Nichtarier iſt derjenige,“ beginnt Dr. Gercke zu berichten,„bei dem ein Großeltern⸗Teil jü⸗ diſch war, wobei nur die Raſſe, nicht die Re⸗ ligion die entſcheidende Rolle ſpielt, denn die Religion iſt ja nur ein Beweis der Raſſen⸗ zugehörigkeit; daher rechnen auch getaufte Ju⸗ den als der jüdiſchen Raſſe zugehörig. Der in letzter Zeit ſo häufig gebrauchte Ausdruck „deutſchſtämmig“ iſt nur ein weitergehender engerer Begriff, der die ariſche Herkunft ſchon einſchließt, denn Arier kann z. B. auch ein Franzoſe ſein, aber niemals wird er deutſch⸗ ſtümmig werden.“ „Und wie ſtellen Sie nun die oft ſchwierig zu ermittelnde Raſſenzugehörigkeit feſt?“ „Hier im Reichsinnenminiſterium gilt es, nach dem Geſetz vor allem die Abſtammung bis zu den Großeltern zu erforſchen. Die Partei da⸗ gegen geht in zweifelhaften Fällen bis zu der Generation, die vor 1800 geboren wurde, vor, 1808 bis 1813 eine gewaltig ſtarke Juden⸗ Emanzipation vor ſich ging. Wir müſſen uns häufig bei der Nachforſchung mancher Hilfs⸗ mittel bedienen, wenn z. B. die Raſſenzugehö⸗ rigkeit aus ſtandesamtlichen Beſcheinigungen und Kirchenbüchern nicht mehr feſtzuſtellen iſt. Auch meine wiſſenſchaftlichen Mitarbeiter haben es häufig ſehr ſchwer, aus Gemeindebüchern und alten vergilbten Amtspapieren die genaue Raſſeforſchung vorzunehmen. Gilt es doch hier vor allem Schutz den zu Unrecht Angegriffenen zu bieten und verantwortungsbewußt die Ent⸗ ſcheidung über Lebensſchickſale zu fällen. Und da möchte ich es mit allem Nachdruck betonen, daß wir uns nicht als Parteivertreter fühlen und nur nach dem Parteibuch urteilen, ſondern rein wiſſenſchaftliche Raſſeforſcher ſind. Wir be⸗ trachten das deutſche Volk als eine organiſche Lebenseinheit, die ſich nicht aus der Zahl ſeiner Volksangehörigen zuſammenaddiert, ſondern die aus der blutlichen, geiſtigen, geſchichtlichen und ſprachlichen Verbundenheit, Gleichheit und Einheitlichkeit erwachſen iſt.“ „Wird ein Geſetz kommen, das die Miſch⸗ ehen verbietet?“ „Mit Geſetzen“, ſetzt Dr. Gercke fort,„könnte man die Miſchehen vorübergehend und bis zu einem gewiſſen Umfang verhindern. Wirkſam auf die Dauer zur Verhinderung weiterer Ver⸗ miſchung kann aber nur die Erziehung zum in⸗ ſtinktſicheren, artſtolzen, ſelbſtbewußten deut⸗ ſchen Menſchen ſein. Daneben muß die Aufklä⸗ rung und Beratung treten; die Warnung auch im Einzelfalle. Geſchieht die Warnung vor der Miſchehe im ſpeziellen Falle, jeweils vor der Volksöffentlichkeit, dann wirkt ſie auf die Volks⸗ geſamtheit erzieheriſch und verhindert zugleich faſt jede weitere Vermiſchung. Anſtatt zu ſtra⸗ ſen und zu verbieten, gilt es zu erziehen!“ „Entſteht durch die Vermiſchung des deutſchen Blutes mit dem jüdiſchen ein Schaden, iſt er wieder gut zu machen oder nicht?“ „Auf den hiſtoriſchen Beweis ſei hier nur kurz hingewieſen. Das Judentum unterſcheidet ſich dadurch, daß es die ſtärkſte Miſchung und Vermiſchung raſſiſch verſchiedenartiger Beſtand⸗ teile iſt und zugleich das Ergebnis einer Zucht⸗ wahl darſtellt, die aus eigenem völkiſchen Wol⸗ len und dem äußeren Zwang der Verhältniſſe durch die Jahrhunderte einheitlich vor ſich ge⸗ gangen iſt, verſtärkt durch eifrige In⸗ucht. Des⸗ halb ſchlägt durch viele Generationen der jü⸗ diſche Bluteinſchlag durch und überdeckt die auz Staaten verkauft wurde. Das verfallende Rom dem Reislaufen der Deutſch⸗Schweizer über durch deutſche Fürſten und den Verbrauch weg deutſcher Wehrkraft und deutſcher Sol⸗ durch die Entwicklung der europäiſchen Staaten gemeinen Volkskrieges verſchuldet. Dieſe waren der Staaten im höchſten Maße Leiſtungs⸗ Damit werden wir uns indeſſen, wenn auch im ————— —— größerer wonnenen fahren.“ „Und w ſcheitert d Zwiſche wie dem weder ein vielmehr Fremdheit einer Miſ maſſen un Ergebniſſe glückt völl im Geiſtig heit) oder nungen be lich treten auf. Eine gen läßt.ſ nämlich a Ausleſe d tut, minde die Neigu ausſetzt, d. ſein Volks „Und w Ziele?“ „Unſere unſeres V dieſe Aufg matiſchen. wird den Geſetzlichle zung des leſe des Rein büro gen für eir denen Zuft kunft. Geſ weiſer, es Menſchen aus, den 1 nahmen re Wille in 1 die Uebert ſamtheit u lagen für gereinigt 1 das zu err höchſtes Zi Bayern: Der Amat lien am Fr geſtaltete ſio lpoxtlicher 4 Nicht wenig Kämpfen be Veränſtaltun beauftragte ſchen Staat der Generall dem hatte Max Schmel lin Anny O zuwohnen. Vor Beginn ner geehrt. überreichte il Seite erhielt ſchen Verbar Einleitend Fliegengewie Werner Spa kampf ſchlage Urbinati lat den letzten 9 dentlich har vanchierte ſie glarſti(Mün ner Mario xer ſetzten ſie Runde verm Punktvorſpru ſieg zu komt zeichnete Ita riſchen Meiſt migen Punk bayeriſche Er nen italieniſ mit linken äußerſt ſchnel gen des Mü nicht verhind es im Welte Kugler(Mür de Binazzi t. nach. Man t Würzburger ſter Neri lief Kampf, den knapp zu ſe Halbſchwerge! ſeiner beſſere den Staliene Anfangs wa ſeinem glänz Publikum 9 Kampf trater (Italien) ge⸗ 12 Pſund ſch bewrelich ur Geſamt/ gebr der Bayvern Jot Aus beruf Meiſterläufer betätigen. E volle Kraft u ein geregelte⸗ Der Rückti trotz der Ge ſchwirrten, 24 Jahre al Kampfbahn e deutſchen Me und 200 Met Bei den„ Jonath den hinter den dritten Platz. stums ge⸗ Wehrtüch⸗ chutze und ölker und ende Rom ythen und iſchen Le⸗ germani⸗ angen ge⸗ ſeſen und izer über Amerika Verbrauch ige Pläne er in den in Opfer⸗ ſcher Sol⸗ niums iſt n Staaten inführung tärker zur haben die Bevölke⸗ ſegeriſchen Weltkrieg ür gewor⸗ für das ſchwerſte eines all⸗ eſe waren vergaßen, Diſziplin mengehö⸗ ſchaft, die ntaugliche pfer Gut bei der aniſation ſtung s⸗ geſam⸗ rten Ver⸗ Großen, wenn der herkehren. mauch im g, wieder nähern. daß dieſe ſturvölker entgegen⸗ der An⸗ ng Hand enſte ſee⸗ olkes der iſche Er⸗ kriege iſt. ſſen uns er Hilfs⸗ nzugehö⸗ nigungen tellen iſt. ter haben ebüchern e genaue doch hier griffenen die Ent⸗ len. Und betonen, r fühlen ſondern Wir be⸗ rganiſche hl ſeiner ſondern ichtlichen heit und Miſch⸗ „könnte d bis zu Wirkſam rer Ver⸗ zum in⸗ n, deut⸗ Aufklä⸗ ing auch vor der vor der ie Volks⸗ zugleich zu ſtra⸗ jen!“ deutſchen n, iſt er ſier nur rſcheidet ing und Beſtand⸗ r Zucht⸗ en Wol⸗ hältniſſe ſich ge⸗ ht. Des⸗ der jü⸗ die aus Sonntag, 24. Sepkember 1933 Fahrgang 3. Nr. 245. Seite 11 größerer Variationsbreite nicht ſo erbſicher ge⸗ — Eigenſchaften der nichtjüdiſchen Vor⸗ ahren. „Und wodurch glauben Sie, Herr Dr. Gercke, ſcheitert die Aſſimilation der Juden?“ Zwiſchen raſſiſch ſo verſchiedenem Volkstum wie dem deutſchen und dem jüdiſchen beſteht weder ein Unterſchied in dieſem und jenem, als vielmehr eine grenzenloſe Fremdheit. Dieſe Fremdheit beweiſt in jedem Falle der Verſuch einer Miſchung, der, wenn tatſächlich die Erb⸗ maſſen unverträglich miteinander ſind, folgende Ergebniſſe haben müßte: Entweder er miß⸗ glückt völlig(Kinderloſigkeit) oder er mißglückt im Geiſtigen(Blödſinnigkeit, ſeeliſche Zerriſſen⸗ heit) oder im Körperlichen(Entartungserſchei⸗ nungen beſonders in ſexueller Hinſicht). Tatſäch⸗ lich treten dieſe Merkmale beſonders deutlich auf. Eine Reihe dieſer oder ähnlicher Wirkun⸗ gen läßt ſich nur noch aus einem erklären, daß nämlich auf beiden Seiten eine minderwertige Ausleſe den Sprung über die kaſſiſche Grenze tut, minderwertig allein ſchon deswegen, weil die Neigung zur deutſch⸗jüdiſchen Miſchehe vor⸗ ausſetzt, daß der Betreffende die Bindungen an ſein Volkstum verloren hat.“ „Und was ſind nun Ihre Aufgaben und Ziele?“ „Unſere Aufgabe iſt es, die raſſiſche Zukunft unſeres Volkes zu beſtimmen. Gehen wir an dieſe Aufgabe nicht mit bürokratiſchen und ſche⸗ matiſchen Maßnahmen heran, ſondern folgen wird den Geſetzen des Lebens, der biologiſchen Geſetzlichleit, ſoweit wir es können. Ausmer⸗ zung des Minderwertigen iſt notwendig. Aus⸗ leſe des Hochwertigen heißt die Forderung. Rein bürokratiſche Maßnahmen ſind Notlöſun⸗ gen für einen im Augenblick unhaltbar gewor⸗ denen Zuſtand, formen aber niemals eine Zu⸗ kunft. Geſetze und Verordnungen ſind Weg⸗ weiſer, es kommt aber in Zukunft auf den Menſchen an, der von ſich aus, von innen her⸗ aus, den richtigen Weg zu gehen weiß. Maß⸗ nahmen retten uns nicht, nur der unbändige Wille in uns, die Zukunft zu gewinnen, nur die Uebertragung dieſes Willens auf die Ge⸗ ſamtheit unſeres Volkes liefert die Grund⸗ lagen für ein neues Volk, das durch Ausmerze gereinigt und durch Ausleſe geadelt iſt, und das zu erreichen iſt wohl unſer einzigſtes und höchſtes Ziel.“ Bayerns Boxer ſchlagen Italien:7 4000 Zuſchauer in München Der Amateur⸗Boxländerkampf Bayern gegen Ita⸗ lien am Freitagabend im Münchener Zirkus Krone geſtaltete ſich in finanzieller ſowohl wie auch in ſpoztlicher Hinſicht zu einem ganz großen Erfolg. Nicht weniger als„4000„Zuſchauer wohnten den Kämpſen bei, unter ihnen auch der Protertor der Veränſtaltung, Staatsminiſter Wagner, der Sport⸗ beauftragte des“ Reichsſportführers bei der bayeri⸗ ſchen Staatsregierung, Studienrat Schneider, und der Generalkonſul Italiens Miniſter Pittalis. Außer⸗ dem hatte es der Ex⸗Weltmeiſter aller Kategorien, Max Schmeling, zuſammen mit ſeiner Frau Gemah⸗ lin Anny Ondra nicht verſäumt, den Kämpfen bei⸗ zuwohnen. Beide wurden natürli ſtark gefeiert. Vor Beginn der Kämpfe wurde Staatsminiſter Wag⸗ ner geehrt. Der Bayeriſche Amateur⸗Box⸗Verband überreichte ihm die Ehrennadel und von italieniſcher Seite erhielt er die Goldene Medaille des Italieni⸗ ſchen Verbandes. Einleitend traf der italieniſche Landesmeiſter im Fliegengewicht, der u. a. auch den deutſchen Meiſter Werner Spanagel(Barmen) beim letzten Länder⸗ kampf ſchlagen konnte, auf den Regensburger Schiegl. Urbinati landete einen verdienten Punktſieg. In den letzten Runden mußte der Regensburger verſchie⸗ dentlich hart zu Boden. Im Bantamgewicht re⸗ vanchierte ſich, der deutſche Europameiſter Hans Zi⸗ glayſkti(München) für ſeine letzthin durch den ZItalie⸗ ner Mario Saracin erlittene Niederlage. Beide Bo⸗ xer ſetzten ſich gegenſeitig mächtig zu. In der dritten Runde vermochte der Münchener ſich einen kleinen Punktvorſprung zu erobern und ſomit zum Punkt⸗ ſieg zu kommen. Im Federgewicht kam der ausge⸗ zeichnete Italiener Gino Bondavalli gegen den baye⸗ riſchen Meiſter Kaſtl(Landshut) zu einem einſtim⸗ migen Punktſieg. Im Leichtgewicht zermürbte der bayeriſche Europameiſter Schleinkofer(München) ſei⸗ nen italieniſchen Gegner Luigi Ferrari ſyſtematiſch mit linken Aufwärtshaken. Obwohl der Italiener äußerſt ſchnell war, konnte er nicht immer den Schlä⸗ gen des Müncheners ausweichen und den Punktſieg nicht verhindern. Einen ausgezeichneten Kampf gab es im Weltergewicht, wo der bayeriſche Meiſter Leo Kugler(München) auf den ausgezeichneten Iraliener de Binazzi traf. Beide Boxer ſtanden ſich nur wenig nach. Man trennte ſich ſchließlich unentſchieden. Der Würzburger Schmittinger und der italieniſche Mei⸗ ſter Neri lieferten ſich im Mittelgewicht einen harten Kampf, den der nordbayeriſche Meiſter ſchließlich knapp zu ſeinen Gunſten entſcheiden konnte. Im Halbſchwergewicht kam Schiller(München) auf Grund ſeiner beſſeren Leiſtungen in der letzten Runde gegen den Italiener Medici zu einem knappen Punktſieg. Anfangs war der Italiener bedeutend beſſer. Mit ſeinem glänzenden techniſchen Können fand er beim Publikum großen Anklang. Im abſchließenden Kampf traten ſich dann Juſt Nürnberg) und Larig (Italien) gegenüber. Obwohl der Italiener ganze 12 Pſond ſchwerer als Juſt war, zeigte er ſich ſehr bewiolich und gewann knapp nach Punkten. Im Gefomtengebnis ging man alſo mit einem:7⸗Sieg der Bayern auseinander. Jonath nicht mehr akliv Aus beruflichen Gründen will ſich der deutſche Meiſterläufer Arthur Fonath nicht mehr aktiv betätigen. Er iſt dem väterlichen Geſchäft eine wert⸗ volle Kraft und wird ſo ſtark beanſprucht, daß er an ein geregeltes Training nicht mehr denken kann. Der Rücktritt des deutſchen Meiſterläufers kommt trotz der Gerüchte, die ſchon hier und da herum⸗ ſchwirrten, etwas überraſchend. Jonath iſt erſt 24 Jahre alt und tritt damit ſehr früh von der Kampfbahn ab. Seine Erfolge, der Doppelſieg in den deutſchen Meiſterſchaften des Jahres 1932 über 100 und 200 Meter, ſind allen noch in guter Erinnerung. Bei den hmhiichen Spielen in Los Angeles war Jonalh den Iſte Weiße. Ueber 100 Meter kam er hinter den arzen Tolan und Metcalfe auf den dritten Platz. „Hakenkreuzbanner⸗ Nationalſozialiſtiſche Preſſepolitik Das amtliche Blatt des preußiſchen Miniſterpräſidenten, die Eſſener „National⸗Zeitung“, veröffentlicht den nachfolgenden außerordentlich bemerkenswerten Aufſatz zur Frage der nationalſozialiſtiſchen Preſſe⸗ politik, die von intereſſierter Seite in der letzten Zeit abſichtlich oft Die Redaktion. Durch den deutſchen Blätterwald geht ſeit Wochen und Monaten ein Klingen, das einen nicht ganz reinen Klang aufweiſt. Die liberaliſtiſch⸗gleichgeſchaltete Preſſe läßt keine Gelegenheit vorüber, ihren Leſern zu verſichern, daß ſie ſich der Gunſt höchſter und allerhöchſter nationalſozialiſtiſcher Stellen erfreue, und es hagelt Aufrufe und Flugblätter mit der Aufforderung, daß der x⸗ſtädter Stadtanzeiger in jedes deutſche Haus gehöre, verbunden mit weinerlichem Klagen über die Konkurrenzmanöver der böſen national⸗ ſozialiſtiſchen Preſſe. —3 könnte dieſen Klimmzügen mit ſtiller Heiterkeit zuſehen, wenn ſich nicht all⸗ mũhlich mißverſtändlich dargeſtellt wurde. ſehr ernſte Begleiterſcheinungen einſtellten. Zuvor ſind zur Klarſtellung einige ſachliche Feſtſtellungen vonnöten: es iſt verſtändlich, daß die liberaliſtiſche Preſſe ſich und ihre Leſer über die wahren Urſachen des unaufhaltſamen, weil ſelbſtverſchuldeten Abonnentenſchwundes zu tröſten bemüht iſt, indem ſie den Kampf vom weltanſchaulichen auf den wirtſchaftlichen Boden zu ver⸗ ſchieben verſucht. Unſer Preſſe⸗Kamp' iſt aber nicht'rtſchaftlicher, ſondern weltanſchaulicher Art und wird von wirtſchaftlichen Momenten nur inſoweit beeinflußt, als wir der libera⸗ liſtiſchen Preſſe eine Schon⸗ und Bewährungsfriſt gewährt haben, ähnlich und aus ähn⸗ lichen Gründen wie den Warenhäuſern, Konſumvereinen uſw., mit denen dieſe Rota⸗ tionserzeugniſſe ja auch eine innere Verwandtſchaft aufweiſen. Leider hat die liberaliſtiſche Preſſe von dieſer Bewährungsfriſt keinen Gebrauch gemacht. Man kann uns Nationalſozialiſten wirklich keine Engherzigkeit nachſagen: wir haben den Generalanzeigern uſw. für die zahlreichen Gemeinheiten während der Jahre des Kampfes gedankt, indem wir ihnen in reichem Maße Gelegenheit gaben, poſitiv mit⸗ zuarbeiten und ſich innerlich gleichzuſchalten. Wir haben vor einer langweiligen Uni⸗ formierung gewarnt, und wir haben ſogar dringend um eine ſachliche, ehrliche und fördernde Kritik gebeten. Das iſt den Herren von der anderen Seite unmittelbar nach der Machtübernahme des öfteren unmißverſtändlich zu verſtehen gegeben worden. Nichts der⸗ gleichen geſchah: es iſt typiſch, daß die Kritik an unerfreulichen Einzelerſcheinungen, die bei keiner Umwälzung ausbleiben können, ſtets und nur von nationalſozialiſtiſcher Seite kam. Es iſt eine öde Uniformierung eingetreten, in der höchſtens der eine Stadtanzeiger den anderen in plötzlich erwachtem nationalſozialiſtiſchen Ueberſchwang zu übertreffen ſucht. Die Gleichſchaltung iſt rein äußerlich geblieben. Aber auch das wäre noch zu ertragen geweſen. Wir haben in der Folgezeit einen Strich unter die Vergangenheit gemacht und nur hier und da beſcheiden auf die Heſinnungsloſigleit und die grotesken Purzelbäume innerhalb ſo kurzer Zeit hingewieſen, wenn die Ge⸗ neralanzeiger⸗Preſſe ſelbſt in gar zu kraſſer Spekulation auf das kurze Gedächtnis des Publikums den Strich ſelbſt auslöſchte und mißglückte Alibiverſuche für ihre„ſchon immer ſo nationale Haltung“ zuſammenlog. Der Verſuch, die liberaliſtiſch⸗gleichgeſchalteten Preſſe vom Generalanzeiger⸗Typ für die große weltanſchauliche Erziehungsaufgabe am deutſchen Volke einzuſpannen und dieſe Sorte Preſſe wieder zur Geſinnungspreſſe zu erziehen, kann als geſcheitert be⸗ trachtet werden. Dagegen ſtellen ſich allmählich immer ernſtere Schädigungen heraus, die geeignet ſind, das Aufbauwerk zu gefährden. Wenn beiſpielsweiſe ein Berliner Blatt zu dem Ergebnis kommt, daß die„Analyſe, die Hitler in Nürnberg gegeben hat, äußerſt feſſelnd“ ſei, oder wenn ein anderes Exemplar dieſes gleichgeſchalteten Intellek⸗ tualismus in der kulturpolitiſchen Rede des Führers in dieſer ungeheuren Prägnanz und Allgemeinverſtändlichkeit eine„Nüancierung und Detaillierung einer neuen und originellen Idee“ zu finden geruhte, dann kann man das mit dem dafür angebrachten Humor hinnehmen, weil ſich dieſe Art auf die Dauer von ſelbſt ausſchaltet. Erheblich ernſter wird es aber ſchon, wenn der Stadtanzeiger örtlich der Eitelkeit und dem Autorenehr⸗ geiz kleiner und kleinſter Unterführer kritiklos huldigt, wenn er aus dem Räuſpern eines Zellenwartes eine Staatsaktion macht und über einen Sturmappell im Stile einer Kaiſer⸗Geburtstags⸗Feier Bericht erſtattet, weil dadurch der Nationalſozialismus auf die Dauer verkitſcht, überzuckert, verſüßlicht und in einer allmählich nicht mehr erträg⸗ lichen Weiſe verzerrt wird. Eine noch ernſtere Gefahr droht aber auf außenpolitiſchem Gebiet. Die Lektüre von Hitlers„Mein Kampf“ ſcheint für die Zwecke der Gleichſchaltung obligatoriſch geweſen zu ſein, und dabei ließ ſich nicht überſehen, daß die großen außenpolitiſchen Linien des Führers etwa in der Richtung England—Italien lagen. Gleichzeitig ſind aber noch die Methoden der früheren Wilhelmſtraße lebendig, und ſo wird durchweg in der ge⸗ ſamten bürgerlichen Preſſe in Fortſetung der Etreſemannſchen Silberſtreifen⸗Wolitil und der Locarno⸗Illuſion ſo getan, als ob alles bereits in ſchönſter Ordnung ſei. Es iſt auch hier typiſch, daß eine ſachliche Darſtellung der wirklichen Verhältniſſe und eine poſitiv⸗kritiſche Einſtellung zu den außenpolitiſchen Vorgüängen nur in den national⸗ ſozialiſtiſchen Blättern zu finden iſt. die Aufgabe der deutſchen Preſſe, gleich welcher Richtung, liegt in der Rückkehr zu einer wahren Geſinnungspreſſe. Es kann nicht damit getan ſein, noch ſo zahlreiche Artikel führender Nationalſozialiſten zum Abdruck zu bringen und ſich äußerlich noch ſo nationalſozialiſtiſch zu gebärden. Die liberaliſtiſche Preſſe, die, um ihre Exiſtenz zu retten, nichts Beſſeres zu tun wußte, als ſich rein äußerlich, ohne Würde und innere Ueberzeugung, gleichzuſchalten, hat ihren Zweck verfehlt und ihre Aufgabe nicht begriffen. Gegen dieſe Preſſe geht der national⸗ ſozialiſtiſche Weltanſchauungskampf im wohlverſtandenen ernſten Intereſſe der welt⸗ anſchaulichen Erziehung unſeres Volkes unentwegt weiter. Er wird zur Zeit aus den eingangs erwähnten Gründen wirtſchaftlicher Schonfriſt als Geplänkel geführt, aber er muß eines Tages, und wahrſcheinlich ſehr bald, mit aller Energie durchgefochten wer⸗ den, wenn nicht die Aufgabe Schaden erleiden ſoll. 1. Mannheimer Arbeilsdienſi⸗ Sporffeſt Das Meldeergebnis für das Arbeitsdienſtſportſeſt iſt ein recht gutes zu nennen. Für die Wettkämpfe am heutigen Sonntag ſind neben den Arbeitsdienſtlern Hviele bekannte Mannheimer Sportler gemeldet. Der Gelündeſport⸗Fünfkampf ſtellt etwas ganz Neues für Mannheim dar. Hier kommt der Geländeſport reſtlos zur Geltung. Ein 100⸗Meter⸗Hindernislauf, Entfernungsſchätzen, Keulen⸗ weitwurf, Weithochſpringen und 100⸗Meter⸗Lauf, ſtel⸗ len große Anforderungen an die Beteiligten. Ein Vierkampf iſt beſonders für die Leichtathleten vor⸗ geſehen. Neben einer Reihe von Einzelkämpfen für den Arbeitsdienſt, kommen auch beſonders die Mann⸗ heimer Sportler in den Mittelſtrecken zu Wort. Auch die 800 Meter verſprechen einen intereſſanten Verlauf zu nehmen, haben wir doch heute in Mannheim wieder zwei Läufer, Abel und Hein vom Vfse. Neckarau, die unter 2 Minuten laufen und für das Arbeitsdienſtſportfeſt gemeldet haben. Die 10“1½ Rundenſtaffel vereinigt nochmals alle Mannſchaften im Sport. Der Ausgang dieſes Rennens dürfte beſonders im Hinblick auf das Zuſammentreffen der Mannheimer Vereine intereſſant werden. Das Handballſpiel des Arbeitsdienſtes gegen den Turnverein 1846 Mann⸗ heim ſieht beim Arbeitsdienſt eine Reihe guter Spie⸗ ler, in der Spengler und Zimmermann vom Sportverein Waldhof mitwirken. Das Handbanſpiel ſelbſt wird dem Turnverein Mannheim für die kom⸗ mende Verbandsſpielſaiſon über die Stärkeverhältniſſe einigen Aufſchluß geben. Alles in allem dürfte das 1. Mannheimer Arbeitsdienſtſportfeſt einen intereſſan⸗ ten Verlauf nehmen. Leichlathletit Mannſchaftskampf Polizeiſportverein Mannheim gegen Arbeitsdienſt Mannheim 50½:53½ Punkte Am Donnerstagabend wurde dieſer Mannſchafts⸗ kampf als Auftakt für das Arbeitsdienſtſportfeſt auf dem Platze des Arbeitsdienſtes Neckarau ausgetragen. Der Arbeitsdienſt konnte hier ſeine Vorkampfnieder⸗ lage wettmachen und den Polizeiſportverein nach ſpan⸗ nenden Kämpfen hinter ſich laſſen. Dieſer Mann⸗ ſſchaftskampf hat wieder den Beweis erbracht, daß der Sport im Arbeitsdienſt auf einer ſyſtematiſchen Grundlage aufgebaut iſt. Die Leiſtungen laſſen er⸗ kennen, daß der Arbeitsdienſt neben der großen An⸗ zahl Durchſchnittskönner über eine Anzahl guter Leute verfügt, die den Anreiz für den Sport im Arbeits⸗ dienſt überhaupt geben. Nachſtehend die Ergebniſſe: 100⸗Mtr.⸗Lauf: 1. B. Büthe, Ad. 11,9 Sek. 2. Baudrexel, PSV. 12 Sek. 3. Kraft, AD. 12 Sek. 4. Strauß, PSV. 12,2 Ser. Stabhochſprung: 1. Heiſer, PSv..90 Meter. 2. Weißer, AD. 2,80 Mtr. 3. Strauß, PSV. 2,70 Mtr. 4. Zimmermann, Ad. Hochſprung: 1. Hammerich, PSv. 1,70 Mir. 2. Nüß. AD. 1,65 Mtr. Oetzel, PSV. 1,65 Mtr. Wilhelm, AdD. 1,60 Mtr. 800⸗Mtr.⸗Lauf: 1. Weißer, AdD..13,4. 2. Groß, .13,5. 3. Bruſt, AD. 2,18. 4. Merkle, PSB. Kugelſtoßen: 1. Haas, PSV. 12.61 Mtr. 2. Ham⸗ merich, PSV. 12,31 Mtr. 3. Mayer, PSV. 10,95. 4. Büthe,., AD. 10,19 Mtr. 200⸗Mtr.⸗Lauf: 1. B. Büthe, Ad. 24,2 Ser. 2. Baudrexl, PSV. 24,6 Sek. 3. Hans Büthe, AD. 24,7 Sek. 4. Strauß, PSV. 25,6 Sek. 3 475 Schleuderball: 1. Zimmermann, Ad. 57,80 m. 2. Biſchoff, A D. 55,75 Mtr. 3. Reiſet, PSV. 55 Mir, 4. Saas 51,50 Mtr. Weitſprung: 1. B. Büthe, AD. 6,12 Mtr. 2 Reifer, PSV..12 Mtr. 3. Strauß, PSV. 6,09 Mir, 4. Hüß, AD. 5,97 Mtr. Diskuswerſen: 1. Haas, PSV. 34,23 Mtr. 2. Hammerich, PSV. 33,16 Mtr. 3. Biſchoff, AD. 30,01 Meter. 4. Zimmermann, AdD. 27 Mtr. *100⸗Mtr.⸗Staffel: 1. Arbeitsdienſt 47,5 Sek. Schwedenſtaffel: 1. Arbeitsdienſt.14,5. Das Handballſpiel konnte der Arbeitsdienſt mit:5 gewinnen. Tiſchlennĩs Sämtliche Vereine des Kreiſes Mannheim haben bis 27. September eine genaue Liſte ihrer fämtlichen Mit⸗ glieder an mich abzuſenden, die folgende Angaben enthält: 1. Zuname, Vorname, 2. Anſchrift, 3. Ge⸗ burtsdatum, 4. Datum des Eintritts in den Verein 5. gegebenenfalls frühere Vereinszugehörigkeit. Das Abgeben wiſſentlich falſcher Angaben wird beſtraft. Vereine, die bis zu obigem Termin nicht die Liſte abgegeben haben, werden mit.— RM. Strafe belegt. Ab 25. September dürfen Wettkämpfe vorerſt nicht mehr ausgetragen werden. Nach Eingang der Mit⸗ gliederliſte erhalten die Vereine Nachricht, welche Spieler ſpielberechtigt ſind. Nur ordnungsgemäß ge⸗ meldete und zugelaſſene Spieler haben in Zukunft die Berechtigung, an Turnieren und Mannſchaftskämpfen teilzunehmen. Sitzung. Mittwoch, 27. September, findet um 20 Uhr im Reſtaurant„Zur goldenen Schlange“, Mittelſtraße 73—75, eine Sitzung des Vorſtandes und Spielausſchuſſes ſtatt, in welcher die Einteilung und Ausloſung der Vereine für die kommende Saiſon vorgenommen wird. Vereine, die Intereſſe an der Sitzung haben, können einen Vertreter zu derſelben entſenden. Fritz Heger, Kreisführer. 99 272 Für eilige Leſer! Vom Gordon⸗Bennet⸗Wettfliegen der Freiballone liegt jetzt das offizielle Ergebnis vor. Sieger iſt der volniſche Ballon vor den beiden amerikaniſchen Teilnehmern und dem deutſchen Fahrzeug. Max Schmeling wird auf Wunſch hochgeſtellter Kreiſe im nächſten Sommer in Berlin einen Kampf beſtreiten. Weltmeiſter Lacquehay gewann bei den Radrennen auf der Pariſer Buffalobahn, bei der„Gala Victor Linart“, ein 40⸗Kilometer⸗Steherrennen in 31:05,8 Minuten vor Möller, Sawall, Graſſin und Linart, der ſich jetzt endgültig vom aktiven Rennſport zurück⸗ gezogen hat. Iſo⸗Hollo, der bekannte finniſche Langſtreckenläufer, gewann in Helſingfors bei einem Abendſportfeſt einen 10 000⸗Meter⸗Lauf in der in dieſem Jahre noch von keinem Läufer erreichten Zeit von 30:21,2 Minuten (Wetrekord Nurmis 30:06,2). Iſo⸗Hollo hat übrigens die Abſicht, einer Einladung nach Südamerika Folge zu leiſten. Spiele gegen ehemalige marxiſtiſche Sportvereine ſind, bevor der Herr Reichsſportführer noch keine endgültige Regelung getroffen hat, nicht erlaubt. Zahlreichen diesbezüglichen Anfragen gegenüber ſei das erneut feſtgeſtellt. Wolf Hirth, der Leiter der Segelfliegerſchule Horn⸗ berg, hat einen Lehrauftrag über Segelflug an der Techniſchen Hochſchule Stuttgart erhalten. Die Rudergeſellſchaft Speyer, der RV Sturm⸗ vogel Leipzig und der Potsdamer Ruderclub können Tagen auf ein 50jähriges Beſtehen zurück⸗ en. Das 13. Feſt der Sportpreſſe wird am Samstag, 4. November, im Berliner Sportpalaſt veranſtaltet. Wie ſchon in den Vorjahren wird auch dieſes Mal wieder das Sportpreſſefeſt zu der Sportſchau des Jahres werden. Zahrgang 3. Ar. 245. Seite 12 Schachvortrag Propagandawart Pg. A. Herrmann ſprach in Hder Hauptverſammlung des Badiſchen Schachverban⸗ des über das Thema: Wege und Ziele ſchachlicher Propaganda. Zum erſten Male im neuen Deutſchland hat der Bad. Schachverband im GSS. ſeine Mitglieder zum Kampf auf den 64 Feldern gerufen. In überaus rei⸗ cher Zahl häben ſich die Schächer aus allen Gauen Badens in unſerer ſchönen Kongreßſtadt Heidelberg zuſammengefunden. Es gereicht dem Verband zur be⸗ ſonderen Ehre, hier auch recht viele Nichtkämpfer und dem Schach noch verhältnismäßig fernſtehende Freunde in dieſen Tagen begrüßen zu können. Als Propa⸗ gandawart des Landesverbandes Baden iſt es mir darum ein Bedürfnis, vor ſo vielen Kämpfern fürs Deutſche Schach in kurzen Zügen einiges über Wege und Ziele ſchachlicher Propaganda zu ſprechen. Es war beſtimmt ein nicht zu unterſchätzender Nach⸗ teil für das Aufblühen des deutſchen Schachlebens, daß unſer edles Spiel viel zu wenig propagiert wurde und, gemeſſen an der Güte und Schönheit, einen be⸗ dauerlich kleinen Anhängerkreis hatte. Bei der packen⸗ den und feſſelnden Feinheit und Eleganz des Schachs eine äußerſt betrübliche Feſtſtellung. Nun iſt Ihnen allen bekannt, daß unſer königliches Spiel einen be⸗ dauerlichen Fehler hat: man braucht verhältnismäßig lange Zeit, um wirkliche Freude daran zu empfinden. Wenn es uns trotzdem gelungen iſt, in zähem Kampf den Mitgliederſtand unſeres Landesverbandes ganz übeträchtlich zu ſteigern, ſo muß uns dieſer erſte Erfolg zu neuer, verdoppelter Arbeit anſpornen. Vor allen Dingen iſt es notwendig, außerhalb der Mauern der Städte die Spieler und ſolche, die es werden wollen, izu erfaſſen und in Klubs zuſammenzuſchließen. Die Schachkunſt will nicht nur gelernt, ſie will auch getan und geübt ſein. Gewiß, es iſt oft nicht leicht, die Gründung eines Klubs in die Wege zu leiten, aber gerade hier müſſen wir raſtloſe Arbeit tun, ja uns als ſtarke Naturen danach ſehnen, die etwaigen Wider⸗ ſtände zu brechen. Ein vom Verzehrzwang freies Lo⸗ kal läßt ſich bei gutem Willen beſtimmt finden, unter Umſtänden kommt auch ein Bürger⸗ und Schulſaal oder dergl. in Frage. Bleibt noch die oft letzte Hem⸗ mung bei Neugründungen zu überwinden: die finan⸗ zielle Seite. Ich glaube aber, daß ſich nach ernſter Debatte der Schächer beſtimmt dazu verſtehen wird, daß eben Bundes⸗ und Vereinsbeiträge niemals um⸗ gangen werden können. Daß gerade der Bund gute „Kaſſenverhältniſſe aufweiſen muß, iſt ganz ſelbſtver⸗ ſtändlich; er wird dann auch in der Lage ſein, unſern Spielbetrieb einen ganz anderen Impuls zu geben. Es ſollte doch gaxr nie mehr vorkommen, daß ein Kon⸗ greß— doch der Höhepunkt unſeres ſchachlichen Lebens —, mit finanziellen Hinderniſſen überhaupt zu kämp⸗ fen hat. Damit ſoll natürlich nicht geſagt ſein, daß wir in Hinkunft auf den Opferwillen der einzelnen Vereine verzichten möchten, der doch immer dem feſt⸗ gebenden Klub ein zuverläſſiger Helfer war. Eine Hauptaufgabe erwächſt uns in Zukunft in der Betreuung kleiner Landklubs, um dieſe vor dem Aus⸗ einanderfallen zu bewahren. Hier muß andauernde und ſchwerſte, aber auch dankbarſte Arbeit geleiſtet werden. Durch Vorträge und Simultanvorſtellungen muß die gerade auf dem Lande ſehr im Argen lie⸗ igende Spielſtärke endlich über das Niveau der Fi⸗ glzenſchieberei gehoben werden, Daß zu dieſer Arbeit Weige freunde aus ünſeren Reihen ehren⸗ fämtlich herangezogen werden, die ſich auch der Schach⸗ ſingend annehmen müſſen, iſt wohl ſelbſtverſtändlich. Der kleinſte Klub ſoll ſeine Rangliſte haben, Kor⸗ reſpondenzpartien, Klubturniere ſollen zu regelmäßi⸗ gen Einrichtungen werden. Eine ganz andere Bedeutung wird in Zukunft der Werbung und Förderung des Schachs durch den Rundfunk zukommen müſſen. Leider iſt hier in un⸗ ſerom Verbandsgebiet ſeit langer Zeit überhaupt nichts getan worden. Wir müſſen verlangen, daß zu geeig⸗ neter Stunde ſich der Bezirksſender in den Dienſt unſerer Sache ſtellt und in inſtruktiven, ſorgfältig zu⸗ ſammengeſtellten Schachfunks unſeren Intereſſen dient. Die NS.⸗Preſſe in Baden hat bereits einer regel⸗ mäßig erſcheinenden Schachecke:„Badiſches Schach“ Raum gegeben. Ihr wollen wir unſer beſonderes Augenmerk ſchenken. Sie ſoll durch Partien, Probleme und, ſchachliche Nachrichten zwiſchen uns badiſchen Schachfreunden dauernden Kontakt herſtellen. Kein Werbemittel darf außer acht bleiben, um un⸗ ſerem Landesverband dauernd neue Glieder anzu⸗ fügen. Das dauernde Tragen unſerer Bundesnadel mögen Sie nie vergeſſen. Ferner iſt die Schaffung zeines für das ganze Reichsgebiet einheitlichen Schil⸗ des zur Kenntlichmachung der Klublokale unerläßlich. So ſehen Sie, meine lieben Schachfreunde, unſer Ziel vor Augen: Durch nimmermüdes Werben unſern Verband auszubauen und ihm die Stellung zu ver⸗ ſchaffen, die wir ihm ſchon lange wünſchen. Er möge werden zu einem Sammelbecken aller deutſch geſinnten »Schachſpieler und zu einem Born, aus dem alle, auch „die heute noch unſerm Spiel Fernſtehenden, zum Wohle von Seele und Geiſt ſchöpfen mögen. Um dieſes aber zu erreichen, muß jeder einzelne von Ihnen Propagandawart ſein und ſich unermüdlich ein⸗ ſetzen zum Aufbau unſerer Schachgemeinſchaft. Sorgen Sie dafür, daß die 2. nationalſozialiſtiſche Schach⸗ werbewoche, die dritte Oktoberwoche, zu einem vollen Erfolg wird. Auch hier leiſten Sie dann Arbeit an unſerm Volksganzen und tun Dienſt am Vaterland, das wir doch alle mit ganzem Herzen lieben. Areiswerkkämpfe der Ns⸗ Schach⸗ Meiſterſchaftsanwärter gemeinſchaft uueberraſchende Ergebniſſe der 2½Runde 1. Mannheimer Schachklub— NS⸗Schachklub Käfer⸗ tal 9½: ½ Punkte; NS⸗Schachklub Turm Mannheim gegen RS⸗Schachtlub Neckarau:7 Punkte; NS⸗ Schachklub Waldhof— NeS⸗Schachklub Feudenheim 6½: 3½ Punkte. — Die Tabelle ſieht nach der zweiten Runde fol⸗ gendermaßen aus: Sp. gw. vl. rem. Punkte 1. Mannheimer Schachklub 2 2—— 182 NS⸗Schachkl. Waldhof 2 2—— 12½: /½½ NS⸗Schkl. Anderſſen'au 2 1 1— 11:9 NS⸗Schachklub Feudenheim 2 1 1— 10½: 9½ NS⸗Schachkl. Turm Mhm. 2— 2— 4½:15½ NS⸗Schachklub Käfertal 2— 2—:½: 16½ Tabelle der Einzelkreis⸗Meiſter: Sp. gw. vl. rem. Punkte Huſſong 1. Mhm. Schachkl. 2 2—— 220 Ochs, Neckarau 2 1— 1 1½:½ Weinacht Feudenheim 2—— 2 81 Horſt Käfertal 2— 1 1:1½ Held, Waldhof—[1nu Tunnat, Schkl. Turm Mhm. 2— 1 1 1½: 11½ Die Ueberraſchung des Tages war trotz des Bom⸗ benſieges des 1. Mannheimer Schachklubs über Käfer⸗ tal, der Sieg des NS⸗Schachklubs Waldhof über den Feudenheim. Auch Neckarau kommt nun in Fahrt und es gelang ihm, nach der Niederlage in der erſten Runde die ſpielſtarke Mann⸗ Badiſches Schach „Hakenkreuzbanner“ —— ſchaft des Schachtlubs Turm Mannheim niederzu⸗ ringen. In der 2. Gruppe kamen folgende Ergebniſſe heraus: NS⸗Schachvereinigung Rheinau⸗Pfingſtberg gegen Rheinau 9: 1 Punkte; NS⸗Schachklub Oftersheim ge⸗ gen Schachklub Hockenheim 6: 4 Punkte. Tabelle der 2. Gruppe Sp. gw. vl. rem. NS⸗Schachklub Oftersheim 2 2 NS⸗Schachklub Hockenheim 2 1 Sch.⸗Vgg. Rh.⸗Pfingſtberg 1 1 NS⸗Schachklub Rheinau 2— NS⸗Schachklub Ketſch 1— Problem Nr. 8 Punkte — 11½:8½ — 9½: 10½ — 4 — 5½: 14½ — 4 ½: 5¹¼½ —⏑—-— 3 8 , 7 4 6 , 1, 7 4 3. 3 2„, 2 8 — a b o d t Zur Hinterſtellung Wir bringen heute eine weitere Aufgabe von Prof. M. Diſchler mit dem Thema»Hinterſtellung“. Durch den Schlüſſelzug wird der Zugzwang vollen⸗ det und eine weiße Figur ſo geſtellt, daß bei ent⸗ ſprechenden Wegzügen der ſchwarzen Steine(Ta 3 und Bg 7) die hinterſtellte Figur Matt geben kann. Problem Nr. 8 Matt in 2 Zügen Kontrollſtellung: K c 6. De l. Sb5, Bo7, d5, e 2, f 4. h4 „Kes..a 3, Se 4. B b 6, c 4, d 6. g 7. hH 5. Löſungen unſerer Septemberaufgaben am 1. Oktober, letzter Einſendungstermin 27. September. an die Redaktion des„Hakenkreuzbanner“ R 3, 14. Am 24. September, lachm..30 Uhr, ſpielt E. Bo⸗ goljubow in.⸗Baden im Sängerhaus„Aurelia“ ſimultan. Gäſte willkommen.— Schachbretter mit⸗ nehmen! Auflöſung aus Nr. 238 Auflöſung des Silbenrütſels Nr. 2 13. Eisenbart 14. Hyazinthe 1. Notbremse 2. Unfallversicherung 3. Raffael 15. Lawine ., Urania 106. Toscanini 5. Echternach 17. Detektiv 6. Boccaccio 18. Installateur 7. Ursula 19. Erika 8. Nansen 20. Kitzingen 9. Gneisenau 21. Rifkabyle 10. Säbel 22. Adalbert 11. Tresor 23. Forelle 12. Allerseelen 24. Tokaier Nur nebung ſtählt die Kraft, Kraft iſt“s was Leben ſchafft. lehens Sonntag, 24. Seplemher 383 * — Röſſelſprung es be ce al eo ßoirin reit fs“ ſe —— Dankkundgebung des Landesführers des Badiſchen Kriegerbundes Karlsruhe, 23. Sept. Nach dem glanz⸗ vollen und erhebenden Verlauf unſerer 60⸗Jahr⸗ Feier iſt es mir ein herzliches Bedürfnis, allen denen, die zum Gelingen dieſer eindrucksvollen Wiederſehensfeier beigetragen haben, im Na⸗ men des Bundes meinen aufrichtigſten Dank aus⸗ zuſprechen.— In dieſen Dank ſollen nicht nur die an den vielfältigen Zurüſtungen beteiligten Behörden und Kameraden, ſondern auch alle Teilnehmer, inſonderheit diejenigen einbegriffen ſein, die nicht ohne eigene Opfer dem Rufe zur Beteiligung gefolgt ſind.— Die Kundgebung, verbunden mit der Standartenweihe in der Feſt⸗ halle, ſowie der impoſante Feſtzug durch die Straßen der Landeshauptſtadt mit dem Fahnen⸗ aufmarſch zur erhebenden Feſtanſprache haben unſerem Bund vor aller Oeffentlichkeit neue Beachtung verſchafft und haben es deutlich er⸗ wieſen, daß die Angehörigen unſeres mächtigen Soldatenbundes gewillt ſind, neben der Pflege alter Tradition und treuer„meradſchaft auch feſt und unentwegt dem neuen Deutſchland un⸗ wandelbare Gefolgſchaft zu leiſten.— Mit die⸗ ſem machtvollen Bekenntnis wollen wir wieder an die Arbeit gehen. Alles fürs Vaterland! Heil Hitler! Der Landesleiter des Badiſchen Kriegerbundes 35 000 Rm. aredit für Altrip Der Kanaliſationsbau wird begonnen. Altrip. Unſerer Gemeinde wurde von der Rentenbankkredit⸗Anſtalt ein Darlehen von 35 000 RM. bewilligt, das gemäß Beſchluß des Gemeinderates zum Bau der Kanaliſation Ver⸗ ens findet. Die Tilgungsfriſt des Dar⸗ äuft 20 Jahre, der Zinsſatz beträgt 6 Prozent. Jährlich ſollen 1200 RM. an Kanal⸗ gebühren für die Finanzierung aufgebracht ers + 20 AeAasL 22— ah hi hie ZufAue mue ohe ger li, ich a, ſoie ai- ne — werden. Der Reſt wird aus Gemeindemitteln beſtritten. Das Kanaliſationsprojekt wird ſofort in Angriff genommen werden. Einbrecher am Werk Schifferſtadet. Seit kurzem ſind hier un⸗ bekannte Einbrecher am Werk. In der Nacht auf 14. September wurde in das Kellerlager einer Kolonialwarenhandlung in der Bahnhof⸗ ſtraße eingebrochen und Lebensmittel im Ge⸗ ſamtwerte von etwa 25 RM. entwendet. In der nächſten Nacht wurden zwei Einbrüche verübt. Bei dem Maurermeiſter Philipp Geimer in der Mannheimer Straße wurde ein größerer Poſten Wäſche im Werte von etwa 200 RM. und aus dem Spezereigeſchäft von Anton Mayer in der Burgſtraße Tabalwaren und Käſe im Werte von etwa 11 RM. geſtohlen. Die Gendarmerie nahm bereits mehrere Hausſuchungen vor, die jedoch ergebnislos verliefen. Verurteilte Milchpanſcherin Kehl, 23. Sept. Die im Nebenort Sundheim wohnhafte Landwirtsehefrau Eliſabeth Oberle, geb. Schütterle iſt wegen Milchfälſchung zu einer Geldſtrafe von 60 RM und zur Publikation der Strafe verurteilt worden. Beinahe im Auto verbrannt Michelbach(Murgtal), 23. Sept. Geſtern nachmittag fuhr ein Lederreiſender aus Frank⸗ furt mit ſeinem neuen Wagen die ſteile Straße von Michelbach Moosbrunn zu. Plötzlich be⸗ merkte er, wie aus dem Auto helle Flammen herausloderten. Auch der Motor ſtand ſtill. Im letzten Augenblick ſprang der Reiſende vom Führerſitz des rückwärts rollenden Wagens. Beim Anprall an einen Baum explodierte der Benzintank und das Fahrzeug war binnen we⸗ niger Minuten nur noch ein Trümmerhaufen. Schwerer Unglücksfall im Skein⸗ bruch Baiertal(Amt Wiesloch), 23. Sept. Im Steinbruch der Portlandzementwerke Leimen er⸗ eignete ſich geſtern nachmittag ein ſchwerer Un⸗ glücksfall, dem ein junges Menſchenleben zum Opfer fiel. Der 31jährige Arbeiter Filſinger und ein weiterer Arbeiter aus Baiertal waren an⸗ geſeilt in etwa 15 Meter Höhe mit Vorberei⸗ tungsarbeiten zu Sprengungen beſchäftigt, als über ihnen Geſteinsmaſſen ſich loslöſten, die die Halteſeile zerriſſen und die beiden ⸗in die Tieſe mitriſſen, wo ſie zerſchmettert liegen blieben. Während Filſinger an ſeinen ſchweren Verlet⸗ zungen nach kurzer Zeit verſchied, liegt ſein Arbeitskamerad hoffnungslos im Heidelberger Krankenhaus, wohin er verbracht wurde. gaufk deulſches Holz! Von gut informierter Seite erhalten wir fol⸗ gende Zuſchrift:. Die ungeheure Preisſteigerung für amerikani⸗ ſche Hölzer bietet eine günſtige Gelegenheit, der deutſchen Verbraucherſchaft eindringlich die Pa⸗ role„Kauft deutſches Holz“ ins Gedächt⸗ nis zurückzurufen. Daß dieſer Ruf nicht ohne Er⸗ folg bleibt, dafür ſorgten die Amerikaner und ihre deutſchen Importfreunde durch die neuen Preiſe, die infolge ihrer enormen Höhe für jeden deutſchen Verbraucher einfach unerſchwing⸗ lich ſind. Intereſſant iſt dabei die Begründung des Preisaufſchlages. Aus einem Schreiben einer amerikaniſchen Exportfirma an die deut⸗ ſchen Holzimporteure geht nämlich hervor, daß infolge der Herabſetzung der Arbeitszeit von 60 auf 40 Stunden bei der amerikaniſchen Holz⸗ induſtrie ein erheblicher Mehraufwand an Löh⸗ nen und Gehältern erforderlich geworden iſt, eine Belaſtung, die ſich bei der notwendig ge⸗ wordenen Mehreinſtellung von Arbeitern und Angeſtellten ſich noch beträchtlich erhöht. Die naturgemäß dadurch bedingte Preisſteigerung hat alſo die Wirkung, daß die deutſchen die amerikaniſchen Erwerbsloſen mit unterſtützen müſſen. Die neueſten Notierungen für Redpine⸗ Bohlen lauten zum Beiſpiel jetzt bei direkter Abladung für 5/4 2 Zoll Stärke ca. 125 RM je Kubikmeter verzollt rhein. Schiffsſtation. Vor einem Jahr war der Preis noch 85 RM pro Kubikmeter und vor einem halben Jahr 95 RM. Bis die neuen Zufuhren beim Detailhändler zum Verkauf kämen, müßte dieſer analog der neuen Einkaufspreiſe mindeſtens RM. 170 for⸗ dern. Es bedarf keiner Erklärung, daß kein Ver⸗ braucher z. B. für Fenſterholz einen ſolchen Preis bezahlen kann und jedermann amerikani⸗ ſches Holz in jedem Fall ablehnt. Vielmehr muß wieder deutſche Kiefer und Eiche zu Ehren kom⸗ men, die viel billiger ſind und ihren Zweck vollauf erfüllen. Lad Stiole ember 1933 ieindemitteln t wird ſofort rtł ſind hier un⸗ n der Nacht s Kellerlager der Bahnhof⸗ ittel im Ge⸗ ndet. In der rüche verübt. zeimer in der ößerer Poſten M. und aus Nayer in der e im Werte Gendarmerie igen vor, die cherin rt Sundheim ibeth Oberle, zung zu einer blikation der ſrannt zept. Geſtern aus Frank⸗ ſteile Straße Plötzlich be⸗ lle Flammen ind ſtill. Im eiſende vom en Wagens. plodierte der binnen we⸗ imerhaufen. nStkein- . Sept. Im ke Leimen er⸗ ſchwerer Un⸗ enleben zum Filſinger und lwaren an⸗ it Vorberei⸗ ſchäftigt, als öſten, die die ein die Tiefe gen blieben. ſeren Verlet⸗ d, liegt ſein Heidelberger hzurde. z1 lien wir jol⸗ r—.——¹ egenheit, der glich die Pa⸗ ins Gedächt⸗ ticht ohne Er⸗ erikaner und ch die neuen n Höhe für unerſchwing⸗ Begründung m Schreiben an die deut⸗ hervor, daß tszeit von 60 tiſchen Holz⸗ and an Löh⸗ ſeworden iſt, otwendig ge⸗ rbeitern und erhöht. Die eisſteigerung zeutſchen die unterſtützen für Redpine⸗ bei direkter 125 RM je ſtation. Vor 85 RM pro Fahr 95 RM. detailhändler analog der tM. 170 for⸗ aß kein Ver⸗ inen ſolchen n amerikani⸗ ielmehr muß Ehren kom⸗ ihren Zweck —4 ——— i. Engellicuclnaa⸗ (Sarl Morlé, Q 1.18 Reinſiard Suaſis Gmn 2,. M½ Kohlenherde/ Oefen Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 13 „Hakenkreuzbanner⸗ Zur Aussfeuer: Lomis 27 TGn fafei-Semice, Kaffee-Serwice, Gläser, Kristall, prebglas »Seeiuonntag, 24. Septenber 198d Nachstehende Firmen K0 2ur Entgegennẽhrne von Bedarfsdeckungsscheinen BeddłiSsdeCKUngSScHeImEn vom Oberbürgermeister der Heuptstẽdt lennheim zuselossen Paradeplat⁊ und Rathaus Gute duaſſtãt und nicht teuerl Teppiche DelO rat.-Stoffe— en Tapeten Lnoleurn f MoSBELHAUS Vorleger WILEI. RIESER Haus fũr gut burgerllche Wohnungs eln richtungen Grobe Ausstellungsrãume Boslchtigung unverblndllch/ Keln Laden Alles für den täglichen Gebrauch! Spezlalltät: Raatng Bettwaren Steppdecken, Wolldecken, Daunen, Beti- federn, Inlettstoffe, Dreille, Matratzen Bett-, Tisch- u. 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Eines Tages machten die Stier⸗ kämpfer, die gefeierten Helden der Arena, die überraſchende Wahrneh⸗ mung, daß die weibliche Welle auch ihren ſeit Jahrhunderten durch Kunſt⸗ fertigkeit und Ueberlieferung gehei⸗ ligten Beruf gepackt hatte. Immer häufiger erſchienen junge Damen in der Arena, darunter Angehörige be⸗ an⸗ en Lande geachteter Familien. Wohl hatte es in früheren Zeiten vereinzelt ehrgeizige s und Mädchen gege⸗ ben, die ſich als Heldinnen der Arena verſuchten, aber damals nahm man ihre Bemühungen nicht ſonderlich ernſt; man ließ ſie gegen Stiere an⸗ treten, deren Hörnerſpitzen vorher ab⸗ geſägt worden waren... Aber damit waren die angehenden Stars der Arena gar nicht zufrieden. Sie nah⸗ men ihre Sache Wefd ernſt, und junge Damen der Geſellſchaft ſtröm⸗ ten in immer größeren Scharen den Schulen zu, in denen Banderilleros und Picaderes ausgebildet wurden.. Vergeblich drohten ihnen die Eltern mit Verſtoßung und Enterbung, ver⸗ geblich löſten ihre zukünftigen Män⸗ ner ihre Verlöbniſſe auf, keine der Stierkämpferinnen ließ ſich in ihrem Vorſatz beirren. Immer häufiger prangten an den Litfaßſäulen die An⸗ kündigungen, daß Senorita Soundſo ſich demnächſt in der Arena X als Stierkämpferin produzieren würde. Stierkämpferin gewinnt den Schönheitspreis „Manche dieſer Matadoras erwies ſich als glatter 133 er. Aber es gab auch ſolche, die auf dem gefährlichen Boden durchaus ihren„Mann“ ſtell⸗ ten, und nach der Tötung ihres 75. Stieres den Matadorentitel anneh⸗ men durften. Die berühmteſte unter ihnen war Fräulein Pila Rodriguez, eine junge Schönheit, die aus einer vor⸗ nehmen adrider Familie ſtammte und mit 19 Jahren Matadoras wurde. Eine andere—* Stierkämpferin, Joanita de la Cruz, erregte den lebhafteſten Unwillen ihrer männli⸗ chen Berufskollegen, als ſie in einem —. Tänzerinnen⸗Koſtüm in der Arena erſchien. Sie wurde nach allen Regeln der Kunſt ausgepfiffen. Eine dritte kriegeriſche Dame, Senorita Va⸗ nico, trat ſogar in Barcelona zu einer Schönheitskonkurrenz an und gewann den erſten Preis. Aber gerade dieſer Erfolg erregte in Toreadorkrei⸗ ſen beſonders böſes Blut. Sie bezeich⸗ neten es als eine Difamierung ihres Berufs, wenn ein ernſter Matador, der in der Arena ſein Leben aufs Spiel ſetze, ſich wie ein Modepüppchen zur Schönheitskonkurrenz ſtelle. 20 000 Mark für ein Auftreten Zu den erfolgreichſten Stierkämpfe⸗ rinnen zählte Senorita Ascona, die in Mexiko und Südamerika große Triumphe feierte und bis zu 20 000 123 für ein einziges Auftreten er⸗ zielte. Auch Senorita Hollarez, der„Stern von Cordoba“, verdiente ſich in Spa⸗ nien und Sübamerika ein beträchtli⸗ ches Vermögen. Ihr war es aller⸗ dings nicht ſchwer gefallen, den Beruf einer Matadoras zu ergreifen, da ihr Vater ſelbſt vor zwei Jahrzehnten noch ein gefeierter Stierkämpfer war. Jetzt haben die männlichen Stier⸗ kämpfer gegen ihre Kolleginnen die Generaloffenſive ergriffen. Sie be⸗ zeichnen es als auf die Dauer un⸗ tragbar, daß die diverſen Senoritas ihren geachteten Beruf diskretieren. hren erſten Erfolg errangen ſie in alencia, wo das Auftreten von Stierkämpferinnen einfach verboten wurde. Eine dende Reihe von Städten folgte dann dem Beiſpiel Valencias, und in Kürze wird die Matadoras vollſtändig aus der ſpaniſchen Arena verbannt ſein. Zwar wehren ſich die Senoritas ihrer Haut und behaupten, daß der Stierkampf kein Kraftſport ſei, ſondern eine Angelegenheit, die Mut, Grazie und Geſchicklichkeit er⸗ fordere, igenſchaften, die gerade einer Frau in hohem Maße zu eigen ſeien. Die fleßi Aktion bezeichnen ſie als ausſchließlich vom Brotneid der Männlichkeit diktiert. Furcht vor Entzauberung Donn ſpielen auch wirtſchaft⸗ liche Motive bei der Aktion gegen die weiblichen Stierkämpfer eine erheb⸗ liche Rolle. Während in früheren Jah⸗ ren die Amateur⸗Matadoras aus⸗ ſchließlich aus ſportlichem Ehrgeiz auftraten, faſſen die Stierkämpferin⸗ nen von heute ihren Beruf als loh⸗ nenden Erwerbszweig auf. Und letz⸗ ten Endes fürchten auch die Veran⸗ ſtalter, daß der Matadorberuf ſeines romantiſchen Nimbus in den Augen der Zuſchauer entkleidet werden könnte, wenn dieſe einmal darauf kämen, daß die Sache durchaus nicht ſo gefährlich ſei, wie ſie ausſehe, und daß auch eine Frau den ſtärkſten Stier ſpielend fällen kann Die Aktion gegen die Matadoras hat in den letzten Wochen dazu ge⸗ führt, daß dieſe immer weniger Mög⸗ lichkeiten zum Auftreten finden und in Maſſen nach Lateinamerika aus⸗ wandern. Dort treten ſie bei erheblich niedrigeren Eintrittspreiſen auf, als ihre männlichen Berufskollegen und erzielen damit einen großen Zulauf. Wie lange dieſe Herrlichkeit dauern wird, läßt ſich allerdings nicht voraus⸗ ſehen, denn auch die Stierkämpfer Südamerikas und Mexikos werden von der Konkurrenz der zugereiſten Senoritas nicht ſonderlich erbaut ſein. Bluttransport in der Thermosflaſche Brisbaine(Auſtralien), im Sept. In dem Krankenhaus von Brisbaine lag ein Patient auf Leben und Tod. Die Aerzte erklärten, daß nur noch eine ſofort vorzunehmende Bluttrans⸗ fuſion das Leben des Kranken zu ret⸗ ten vermöchte. Da der geeignete Blut⸗ ſpender jedoch in Sidney, etwa 800 Kilometer entfernt, lebte, telefonierte man an das Krankenhaus von Sid⸗ ney. Dem Blutſpender wurde dort in aller Eile ein halber Liter Blut ab⸗ gezapft, und dieſer wertvolle Stoff in eine Thermosflaſche gefüllt, um ihn in Körpertemperatur zu halten. Durch ein bereitgeſtelltes Flugzeug wurde dann die Thermosflaſche nach Bris⸗ baine geſandt, wo dann die Transfu⸗ ſion mit vollem Erfolg ausgeführt werden konnte. Geheimſender funkt pikanten Stadt⸗ klatſch Bukareſt, im September. Die Polizei der jetzt rumäniſchen ſiebenbürgiſchen Stadt Oradea Mare (Großwardein) iſt ſeit ein paar Ta⸗ gen eifrig auf der Suche nach einem Schwarzſender, der jedesmal, wenn der Bukareſter Sender ſein Abend⸗ programm beendet hat, mit eigenen „Tagesnachrichten“ in Tätigkeit tritt. Und zwar bekommen die Groß⸗ wardeiner Bürger dann richtigen pi⸗ kanten Stadtklatſch zu hören. Der An⸗ ſager dieſes Schwarzſenders ſcheint fabelhaft informiert zu ſein, denn das „Programm“ umfaßt alle mehr oder weniger intimen Skandale und Skan⸗ dälchen, die ſich im Laufe des Tages innerhalb der Stadtmauern abge⸗ ſpielt haben. Aus der Regelmäßigkeit, mit der dieſe Sendungen in den letz⸗ ten Tagen erfolgt ſind, darf wohl der Schluß gezogen werden, daß dieſes originelle Nachprogramm weiteſten Anklang gefunden hat. Bisher ſind die Nachforſchungen der Polizei er gebnislos geblieben. 480 Sechs ſt Zu eine Militär u den Wahn Mathawar ſteskranke. „lagerung e „der Urheb „ troffen wo — derherzuſte Der Au gegen Mit dem Straf fährlicher? Wärter m — und, eine anderen K geſchoß hii er den Au barrikadien „Der Tun tenden un entſtanden⸗ Kranken ir Raſerei, ſi und die F *ten alles, auf die W „verſuchten. nahmen di licheren C. ſich die Lei gen, Milit Mit Gasb Es war „Wagen mi von wüſte geſchoſſen „dunklen mußte ſof „lichen, aber Gebrauch erſten Salt *ken ſich au zurückzoger jetzt in de Die Gef *noch nicht „ten ſich m mit denen ſich ihnen blieb nicht „nengas in „Izu leiten. im Augen Lärm. 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Durch gzeug wurde ſe nach Bris⸗ die Transfu⸗ g ausgeführt lanten Stadt⸗ September. rumäniſchen Oradea Mare ein paar Ta⸗ je nach einem hesmal, wenn ſein Abend⸗ mit eigenen rätigkeit tritt. die Groß⸗ richtigen pi⸗ zren. Der An⸗ nders ſcheint ein, denn das le mehr oder nle und Skan⸗ fe des Tages tauern abge⸗ egelmäßigkeit, n in den letz⸗ darf wohl der „ daß dieſes im weiteſten Bisher ſind r Polizei er⸗ Dahrgang 3. Nr. 245. Seite 15 „Hakenkreuzbanner“ —— Nachstehende Firmen snd zur Entgegennahme von Bedarfsdeckungsscheinen MummumrianniiVVVinummiiiiimnviniiivaaivnnnmimuiiviniunnsimiiiVVVrIni mriizrnrrutiit iinriririiirivrsvrrrririimrrzvzirtrrrrrivurrnnimilizzesrrnitikzizztvimztiIZszinziszaxzmimittiaksziritzIIIIzzzizikzzIIZIvxsztiitIZIZezzrisiLAAx vom Oberburgermeister der Heuptstadt NMnnheim 2ugelGSSen Nächtlicher Barrikadenkampf mit Geiſteskranken Sechsfündige Belagerung durch Militür— Der Wahnſinnige mit der Kinderpiſtole New PNork, Sept. Zu einem ſchweren Kampf zwiſchen Militär und 60 tobenden und brüllen⸗ den Wahnſinnigen kam es kürzlich im Mathawan⸗Hoſpital für kriminelleGei⸗ ſteskranke. Erſt nach ſechsſtündiger Be⸗ lagerung einer Barrikade und nachdem „der Urheber der Revolte tödlich ge⸗ „ troffen war, gelang es, die Ruhe wie⸗ 7 derherzuſtellen. Der Aufruhr war ausgebrochen, als gegen Mitternacht ein erſt kürzlich aus dem Strafgefängnis eingelieferten, ge⸗ fährlicher Verbrecher unvermutet einen Wärter mit dem Stuhl niederſchlug — und, eine Piſtole ziehend, mit vier Banderen Kranken die Treppe zum Erd⸗ geſchoß hinabſtürmte, wo er ſich— da er den Ausgang verſperrt fand— ver⸗ barrikadierte. Der Tumult, das Geſchrei der Flüch⸗ tenden und die unter den Wärtern entſtandene Aufregung verſetzte die Kranken in einen Zuſtand panikartiger Roaſerei, ſie zertrümmerten die Möbel „und die Fenſterſcheiben und ſchleuder⸗ ten alles, was ihnen in die Hände fiel, auf die Wärter, die ſie zu beruhigen verſuchten. Von Minute zu Minute nahmen die Gewalttätigkeiten bedroh⸗ licheren Charakter an. Schließlich ſah ſich die Leitung des Hoſpitals gezwun⸗ gen, Militär zu Hilfe zu rufen. — Mit Gasbomben gegen ven Aufruhr Es war um Mitternacht, als die Wagen mit den Soldaten, empfangen von wüſtem Gejohle und den Wurf⸗ geſchoſſen der Geiſteskranken, in den „dunklen Hof einfuhren. Das Militär mußte ſofort von ſeinen ungefähr⸗ Ernsi Gropp 4 I 4a, 9 „lichen, aber wirkſamen Aufruhrpiſtolen Gebrauch machen. Kaum waren die erſten Salven geſchoſſen, als die Kran⸗ *ken ſich auch ſchon von den Fenſtern zurückzogen. Um ſo wilder hauſten ſie wietzt in dem großen Schlafſaal. Die Gefahr für das Militär war * noch nicht vorüber. Die Kranken hat⸗ »ten ſich mit Glasſcherben bewaffnet, „mit denen ſie auf jeden losgingen, der ſich ihnen zu nähern verſuchte. Es blieb nichts anderes übrig, als Trä⸗ „nengas in großer Menge in den Saal „Izu leiten. Das beendete denn auch im Augenblick den ohrenbetäubenden „Lärm. Die Kranken wälzten ſich hilf⸗ „los auf dem Boden oder in ihren voll⸗ kommen zerfetzten Betten. Jetzt aber begann das Toben im Erdgeſchoß. Die fünf Kranken, hinter ihrer Barrikade, ſuchten mit lautem Geſchrei und höhnenden Schimpfwor⸗ ten die Aufmerkſamkeit der Wärter und des Militärs auf ſich zu lenken. Ihre Verſchanzung war allerdings wirklich außerordentlich geſchickt ange⸗ legt. Zwar gelang es den Soldaten, die große Tür zu dem Saal zu öff⸗ nen, aber die eigentliche Barrikabe be⸗ fand ſich in einem angrenzenden Raum. Da man aber die Fünf im Beſitz von mehreren Schußwaffen ver⸗ muten mußte, konnte niemand, ohne ſich ſchwerer Lebensgefahr auszuſetzen, herankommen. Auch die Fenſter hat⸗ ten die Anſtifter der großen Revolte dicht abgeſchloſſen und durch ſchwere Möbelſtücke geſchützt. So war ein Vor⸗ dringen von außen her ebenfalls un⸗ möglich. Verſuche, Tränengas in den Raum zu leiten, blieben ohne Erfolg. Da das ganze Gebäude in tiefes Dunkel gehüllt war, denn die Toben⸗ den hatten die Lichtleitung zerſtört, mußten ſich die Offiziere entſchließen, das Tageslicht abzuwarten. Aus Rück⸗ ſicht auf den anſcheinend gefährlichen Gegner blieb die volle Mannſchaft mit ſcharfen Schußwaffen in dem Vor⸗ raum. Der tragiſche Todesſchuß Die ganze Nacht hindurch arbeiteten die Belagerten an der Vervollkomm⸗ Tat den Anſchein, als ſtehe man nicht Geiſteskranken, ſondern verwegenen 3 verzweifelten Verbrechern gegen⸗ über. Als' der Tag heraufdämmerte, gab der leitende Offizier den Befehl zum Einreißen der Verſchanzung. Man ging vorſichtig zu Werke, eine größere Gruppe mit entſicherten Karabinern ſchützte die mit den Abräumungsarbei⸗ ten beſchäftigten Kameraden. Endlich, nach langem Bemühen, gelang es, eine Breſche in die feſt aneinander gebun⸗ denen Möbelſtücke und Balken zu rei⸗ ßen. Die Fünf kauerten apathiſch weit hinten in einer Ecke. Plötzlich aber ſprang einer auf und ſtürzte mit er⸗ hobener Piſtole auf die Soldaten los. Er tat nur wenige Schritte. Ein Schuß aus dem Karabiner eines Unteroffi⸗ ziers krachte auf. Ohne einen Laut ſank der Irre tödlich getroffen zu⸗ ſammen. In ſeiner vorgeſtreckten Hand hielt er— eine Kinderpiſtole! NMöbel, Betten u ledufen Sle vortellheft belm Fochmann. Beslchtlgung meiner relchheltlgen leget. OBEL-SlLBEE FHannheim-Waldhof Ate fronleturterstr. 6 Tel. 502 86 USV/. Unvewdincllene ENSTES UHDO Rl TESTES FACHGESCHATFT Endstetion der Elelctrischen, ber die Bahn 5 flnuten Webers Hüchenmagazin Schwelzingersfraſe 72- Gonfardnlaiz 1 1 empfiehlt àußerst billig Glas u. Dorzellan Haus- u. HKüdaengeräie, Eisenwaren Gas- und Honlennerde 2 W Watsene Gasveif UHREN aller Art Bestecke nur oerster deut- scher Merken Trauringe S- U. 14- Karätig FECHr Mittelstrase 1 Ecke Mespleatz Sg. Röser nung der Barrikade. 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Der Nati denken und und Nation ſchaftlichen! zur Erfüllu das notwen wendiges U notwendiger zur Erhaltu milie und Teil ſeiner haupt. Und ſo g einer Auff nicht nur a einer Pfli gegenüber. Die Arb. Arbeit ſi Er ſieht in lauſcht ihne mber 1938 El! men beil 325.•1 450.—• 145. 335.—•— J, 9 Aden - Und ree. a KET 222222222222 öledse 22222222222 lermelster n Capitol) 2165K bei mir für RM.“ 1000. lung erstr. 126 er 40524 tandsdarlehen in nur beim swahl die erbindlichen eschäft itstraße 8 288660 bllg „Hakenkreuzbanner“ 4 Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 27 „HB“ Industrie- Beilage eues Denkfen in der Wirtſchaft. Von Dipl.-Sfm. Sarl Goebel Mit dem erſten Auguſt 1914 begann die Deutſche Revolution, die Revolu⸗ tion als politiſcher Akt und als Beginn einer neuen Epoche im Denken des Volkes. Das deutſche Volk dachte und handelte zum erſten Male als Volk. Die Revolution des deutſchen Menſchen wird und muß da⸗ her immer in ihrem innerſten Weſen poli⸗ tiſch ſein, d. h. ihr Denken, Sinnen und Trachten muß auf das volksgenoſſenſchaft⸗ liche Zuſammenleben, ſo wie es ſich im Staat vollzieht, gerichtet ſein. wolitik iſt letztlich eine Angelegen⸗ heit öffentlichen Denkens, eine Sache des Volkes. Die Deutſche Revolution lehnt Politik als Denk⸗ und Willensprozeß des Individuums ab. Wir erkennen demgemüß auch als Teil⸗ gebiet politiſchen Denkens und Handelns innerhalb der Volksgenoſſenſchaft, das wirtſchaftliche Denken und Handeln. Nur als Teilgebiet! Der nationale Sozia⸗ lismus lehnt das Primat der Wirtſchaft vor irgendwelchen kulturellen und politi⸗ ſchen Intereſſen ab. Er verwirft den mar⸗ xiſtiſchen Standpunkt, wonach der Menſch das Produkt ſeiner Umwelt ſei und dieſe Umwelt ſein Denken und Handeln beeinfluſſe. Das materielle Bedürfnis des Menſchen, der„Bedarf“, wurde vom Liberalismus und dem ihm verwandten Marxismus als Element und Triebkraft des Lebens dargeſtellt, der Geiſt und die Seele im Menſchen zu einer Maſchine degra⸗ diert. Der Nationalſozialismus kann ſo nicht denken und fühlen! Der deutſche Menſch und Nationalſozialiſt ſieht in ſeiner wirt⸗ ſchaftlichen Betätigung, in ſeinem Handeln zur Erfüllung der Bedürfnisbefriedigung, das notwendig iſt, mehr als nur ein not⸗ wendiges Uebel, er ſieht auch darin einen notwendigen Lebensvorgang. Notwendig zur Erhaltung des nackten Lebens von Fa⸗ milie und Art, notwendig aber auch als Teil ſeiner ganzen Lebensbetätigung über⸗ haupt. Und ſo gelangte der deutſche Menſch zu einer Auffaſſung von der Arbeit, nicht nur als eines Rechtes, ſondern als einer Pflicht der Nation und dem Voltk gegenüber. Die Arbeit und die Ställen ſeiner Arbeit ſind dem Deulſchen heilig! Er ſieht in ihnen etwas Lebensvolles, er lauſcht ihnen den Rhythmus ab, er atmet ihren Geiſt! Der Geiſt der Arbeit und des Schaffens für eine größere Gemeinſchaft war es immer, der den Menſchen befähigte, Großes zu leiſten. Der deutſche Menſch hat ſich deshalb ſchon immer gegen jene ver⸗ derblichen und volksfremden Theo⸗ rien und Anſchauungen gewandt, in denen dieſer große Gedanke der Utopie einer„Un⸗ perſönlichkeit der Wirtſchaft“ unterſtellt völkiſchen Gebundenheit, nicht der klaſſen⸗ mäßigen. Denn der Kapitalismus kann nur überwunden werden durch volksmäßi⸗ ges Denken, durch die Volksgemeinſchaft. Der Nationalſozialismus ſieht daher im Staat, der Organiſation des Volkstums, den wirkenden Garanten für dieſes Denken, der Staat, als Vertretungserſcheinung des Volkstums. flhnnnmaamnnananvnnanmamannaaaantaanaaana Nalionailsoæialisiischᷣer Arbelinehᷣmer und nalionalsoæialislischer Arbeiigeber sind heide Beauftrugie und Sachwaller der ganæen bolksgemeinschᷣaft/ Adolf Hifler anmananannannnmnunnanmanananasasananasasaaaa wurde. Die wirtſchaftlichen Lebens⸗ und Arbeitsvorgänge wurden iſoliert be⸗ trachtet, zuſammenhanglos vom Menſchen. So mußte er zu der Auffaſſung gelangen, daß die Arbeit ein Fluch, der Ar⸗ beitsplatz eine Tretmühle, und die Maſchine ein Unglück ſei. Die Entperſönlichung und Atomiſierung aller wirtſchaftlichen Vor⸗ gänge nahm ihren folgerichtigen Fortgang und erreichte ihre Vollendung in der kapi⸗ taliſtiſchen Aktien⸗Geſellſchaft. Der Kapita⸗ lismus ſchuf ſich diejenige Wirtſchaftsform, die ſeinem liberalen und entwurzelten Den⸗ ken konform war. Im Mittelpunkt der Wirtſchaft ſtand nicht mehr der Menſch, ſondern die Ware und das Geld. Die Fortſetzung ſolchen Denkens offenbarte ſich im ſcheinbaren Gegner der kapitaliſti⸗ ſchen Wirtſchaftsordnung in der marxiſti⸗ ſchen Wirtſchaftstheorie. Niemals konnte der Marxismus ein echter Feind des Ka⸗ pitalismus ſein, da beide Syſteme und Denkrichtungen dem ſelben Vater entſtam⸗ men, dem Liberalismus. Der Atomi⸗ ſierung im Kapitalismus konnte nur ein reiner Sozialismus entgegengeſtellt werden, eine Gebundenheit im Sinne der Von dieſem Zentrum der Anſchauung, Willensbetätigung und Wertung geht der Nationalſozialismus an die Probleme der wirtſchaftlichen und ſozialen Fragen heran. Er vertritt nicht bedingungsloſe Wirtſchafts⸗ freiheit, ſondern organiſche Einglie⸗ derung des Einzelnen nach der Richtung und Leiſtung, Schaffung geſunder, wirt⸗ ſchaftlicher und ſozialer Grundzellen durch verantwortlichen Ausgleich zwiſchen Kapi⸗ tal und Arbeit, Ertrag und Entlohnung, Produktion und Konſumtion. Die Klaſſen⸗ politik weicht demgemäß einer organiſchen Berufs⸗ und Standesauffaſ⸗ ſung, einer Arbeitsgemeinſchaft der Wert⸗ gewinnung aus raumwirtſchaftlichen Kräf⸗ ten und Energien, mit der der Einzelne durch ſeine leiſtungswertige Tätigkeit in enger Verbindung ſteht. Der Begriff„Arbeit“ entſteht demgemäß aus der Zuſammenfügung von Geiſt und Stoff, Wille und Materie, ein Vereini⸗ gungsprozeß von Kraft und Leiſtung, Energie und Tätigung, Natur und ſchaf⸗ fender Formung.„Arbeiten“ bedeutet, ſich an dieſem Strom des Geſchehens mitdienend, mitformend, mitſchaffend anzuſchließen und damit die materielle Verrichtung zu einem Aufkrag der Volksgemeinſchaft zu erheben. So verſtehen wir die ſtrikte Ablehnung der marxiſtiſchen Wertlehre und der Klaſſenkampftheorie, denn es bedeutet ein Unſinn, den Teil einer Verrichtung, ein Stück des wirtſchaftlichen Ablaufs zu einem objektiven Wertbegriff zu erheben. Der Nationalſozialismus ſieht in der Arbeit die Dienſtleiſtung an der Allgemeinheit, die ſittliche Verankerung aller Lebensvorgänge. Alſo Suprematie der Arbeit, der für das Volksganze nützlichen und notwendigen Ar⸗ beit, deren Ertrag organiſchallen Teil⸗ gliedern zugute kommen muß. Die Begünſtigung einer Klaſſe, einer Kaſte hört auf! Wirtſchaft iſt demnach nicht Selbſtzweck, ſondern ein Mittel für Ziele, die in der Förderung des Gemeinwohles des Vol⸗ kes zu ſuchen ſind. Heute ſehen wir in der Wirtſchaft nicht nur etwas Stoffliches, Fragen des Aus⸗ tauſches, der Preisbildung und des Profits, ſondern wir ſehen auch in ihr ein Stück Geiſtesleben, ſehen, daß der Zweck des Wirtſchaftens auch auf das ſittliche Gebiet hinüberreicht und ſomit die Wirtſchaft zu einer ſittlichen Ver⸗ richtung wird. Wirtſchaftsgeſtaltung und ⸗Verrichtung iſt alſo ein Ausdruck der Denk⸗ und Urteils⸗ weiſe eines Volkes, iſtvölkiſchbedingt. Wir ſehen das wahrhaft Schöpferiſche in einer Einheit von Menſch, Arbeit und Werk. Wir lehnen es ab, von einer reinen Be⸗ darfsdechungswirtſchaft zu reden, die zudem zu einer„Bedürfniserregungswirtſchaft“ ausgewachſen iſt. Die durch den kapitaliſti⸗ ſchen Materialismus gezüchtete Wirtſchafts⸗ geſinnung muß fallen und eineridea⸗ liſtiſchen Wertung Platz machen. Geiſt ſteht vor Materie, Wille vor Stoff, der Menſch über dem Milieu! Allgemeinpolitiſche und raſſiſche Werte müſ⸗ ſen wirtſchaftlichen Werten immer über⸗ geordnet bleiben. So formt ſich der Menſch unſerer Zeit ſein Weltbild, das Geiſt von ſeinem Geiſte werden muß. Der nationale Sozialismus wird durch ſeine Arbeitsbe⸗ ſchaffung für den letzten Volksgenoſſen die geiſtige und willensmäßige Grundlage zu einer neuen, ſozialen Ordnung ſtellen. Das Feuer und der Rhythmus der Arbeit wird wieder durch die Induſtrieſtädte dröh⸗ nen und ein neues Zeitalter der völkiſchen Arbeit verkünden. Die Stätten der nationalen Arbeit wer⸗ den die Stätten nationalen Behaup⸗ tungswillens werden. Ein Volk der Kämpfer und ein Volk der Arbeit wird dieſem Zeitalter ſeinen unauslöſchlichen Stempel aufdrücken. Es iſt Aufgabe des deutſchen Volkes, dafür zu ſorgen und zu leben, daß man in der Geſchichte von einem Deutſchen Zeitalter ſprechen wird. ———————— „Jehrgang 3. Nr. 245. Seite 18 — . „Hakenkreunzbdanner“ Sonntag, 24. Septemder 188d ————————— Alktiengeſ ellſ chaft vorm.— ſeidel& Raumann Dresden Fahrräder u. Schreibmaſchinen her 2000 Arbeiter ſtellen Nähmaſchinen, Wer kennt dieſes Zeichen darauf, wenn ſie vor ihrer Nähmaſchine ſitzt, die ihr Stolz iſt und die ihr das Nähen zur Freude werden läßt. In den mannigfaltig⸗ ſten Gewerben finden ſich Naumann⸗Nähmaſchi⸗ nen und geben die Vorausſetzung für eine ſau⸗ bere Qualitätsarbeit. Und Millionen von gro⸗ ßen und kleinen Radfahrern, ſie haben S& N⸗Räder gewählt; ſie radeln dahin ſo leichtbeſchwingt und vornehm mit ihrem Seidel & Naumann⸗Rad, das ihnen verläßlicher und ſtets dienſtbarer Weg⸗ und Zeitüberwinder ge⸗ worden iſt. Eine rechte Freundin, ohne Falſch und Tadel iſt die S& N⸗Schreibma⸗ ſchine, ein Juwel im Büro, für den Haus⸗ gebrauch oder auf Reiſen. Schwerſte Arbeit hilft ſie leicht und mühelos überwinden und verleiht insbeſondere repräſentable Form und empfeh⸗ lenden Ausdruck. Seidel& Naumann⸗Fabrikate, millionenfach erprobt und als bewährt empfunden, ſie ſind Helfer und Wohltäter, ſie machen die Arbeit zur Luſt und ſind rechte Freuden ⸗ ſpender. mie ſo viele unſeret großen Werte, hat auch die Aktiengeſellſchaft vorm. Seidek& Naumann ſich aus beſcheidenen Anfängen heraus zu einer Weltfirma dank der Güte ihrer Erzeugniſſe ent⸗ wickelt. Zu einer Zeit, in der Deutſchland noch nicht? Die Hausfrau blickt Luftaufnahme des Hauptwerkes in Dresden ungeeint und gerade begann, den Vorſprung der Technik des Auslandes durch eigene, kon⸗ kurrenzfähige Erzeugniſſe einzuholen, verlegte ſich Bruno Naumann auf eine Idee, die ſkeptiſch von ſeiner Umgebung aufgenommen wurde: Er nahm im Jahre 1868 in Dresden den handwerksmäßigen Bau von Nähma⸗ ſchi nen auf. Unerſchütterliche Energie und Un⸗ ternehmungsgeiſt, denen keine Bedenken Ab⸗ bruch tun konnte, brachten das Unternehmen vorwärts und ließen es durch die Erfahrungen und das Können, durch die raſtloſe Arbeit und umſichtige Leitung ſeines Gründers Naumann zu einer Weltfirma entwickeln. Eindrucksvoll iſt der Anblick des mächtigen Werkes, noch eindrucksvoller iſt ein Gang durch dasſelbe. Ueberall herrſchen neuzeitliche Ar⸗ beitsweiſen vor, und in ſämtlichen Sälen iſt die Fließarbeit eingeführt. Erſtaunlich iſt die Orga⸗ niſation, angefangen vom Turbinenhaus, von dem aus durch zwei Dampfturbinen 2000 mo⸗ dernſte Werkzeugmaſchinen getrieben werden. Eigene große Spezialanlagen, wie Gießerei, Härterei, Nickelei, Lackiererei und Möbelfabrik gewährleiſten die Verwendung und Verarbei⸗ tung von nur erſtklaſſigen Materialien, die hauptſächlich zur überragenden Qualität des Naumann⸗Erzeugniſſes beitragen. So unterhalt⸗ S u. N- Schreibmaſchinen ſind ein Begriff geworden betreffs Leiſtung und Güte, ſie nehmen einen Ehrenplatz ein. Um die Jahrhundertwende wurden die erſten grund⸗ legenden Verſuche gemacht, und ſeit dem Jahre 1900 ſind ſie auf dem Markte führend⸗ Die war die erſte deutſche Typenhebel⸗Maſchine und ſo ſinnreich gebaut, daß durch die frei aufge⸗ hängten Typenhebel, die von vorn auf die Walze ſchlugen, der geſchriebene Buchſtabe ſo⸗ fort lesbar erſchien. Dieſes Sichtbarwerden der Naumann-Ideal⸗Schreibmaſchine kommnet, daß die Naumann⸗Ideal⸗Schreibma⸗ ſchine mit allen nur erdenklichen Möglichkeiten in der Verwendung ausgeſtattet iſt. Bei dem ausgeſucht guten Material weiſen ſelbſt die äl⸗ teſten Maſchinen noch eine Unverwüſtlichkeit auf, Die rechnende Naumann⸗Ideal Schrift unmittelbar nach dem Anſchlag war etwas ganz Neues. Dazu kam gleich bei der er⸗ ſten Maſchine eine erhöhte Schreibgeſchwindig⸗ keit und größere Durchſchlagskraft. In über 30 Jahren wurden die Maſchinen ſo vervoll⸗ ſam, es wäre, von der Herſtelung noch einige Zeilen zu bringen, ſo müſſen wir uns doch be. ſchränken, um die Erzeugniſſe in Wort und Bild vorzuführen. Da wären zunächſt die Naumann-Nähmaſchinen für Haushalk und Gewerbe Naumann⸗Nähmaſchine M 205 Raumſparender Nähtiſch 2 zu nennen. Sie haben ſich in über ſechzig Jahren von den Uranfängen bis zur heutigen Vollkommenheit entwickelt, ſie ſind leiſtungsfähig, nähen tadellos ſauber und ſchnell und eignen ſich vorzüglich auch zum Sticken und Stopfen ſowie mit Hilfe von ein⸗ —35 dar. Wer einmal auf ihnen gefahren, iſt begei⸗ ſtert von dem ſpielend leichten Lauf, dem gerin⸗ gen Gewicht bei größter Widerſtandsfähigkeit, und nicht zuletzt iſt es die elegante gedie⸗ gene Ausführung. Sie machten das Nau⸗ betriebsanlage hergeſtellt werden. fach anzuſchließenden Apparaten zur Ausfüh⸗ rung der verſchiedenſten Arbeiten wie Säumen, Kräuſeln, Wattieren, Faltenlegen. Die in letzter Zeit herausgekommene Naumann⸗Teppich⸗Ar⸗ beit erfreut ſich bereits allſeitiger Beliebtheit. Eine große Erleichterung iſt der elektriſche Antrieb für jede Haushaltnähmaſchine, der na⸗ türlich beſonderer Wertſchätzung nicht entbehrt. Obwohl eine Nähmaſchine in erſter Linie ihrem Zweck entſprechen muß, werden die äußeren Ausſtattungen nicht unbeachtet gelaſſen. Wo eine Naumann ſteht, muß ſie ſchmücken, ob nun in einfacher oder modernſter Form, dazu auch den Raumverhältniſſen und Beanſpruchungen ent⸗ ſprechen, insbeſondere beim Handwerk und im Großbetrieb, für welche Maſchinen mit Kraft⸗ Für den Haushalt ſorgt die umfangreiche Möbelfa⸗ brik für eine Ausſtattung, zu der Hölzer für jede Geſchmacksrichtung verarbeitet werden. Einen weiteren Zweig ſtellt die Herſtellung von Naumann-⸗Fahrrädern mann⸗Rad bekannt und begehrt. Neben luxu⸗ riöſen Damen⸗ und Herrenfahrrädern werden auch Halbrenner und Rennmaſchinen für Straße und Bahn, Spezialräder für Behörden und Ge⸗ ſchäftsräder mit Gepäckträger hergeſtellt. Naumann⸗Fahrrad Naumann„Erika“, Modell 6 ſtellt ein Modell dar, das ein kleines Wunder⸗ werk iſt. Erika iſt der Liebling, die Freundin, geworden, die überall ihren Platz behauptet. Leicht und elaſtiſch iſt ihr Anſchlag, ſie ſtört durch kein unnötiges Schreibgeräuſch den Ge⸗ dankengang. Wie bei ihren großen Schweſtern ſind alle Erleichterungen der Schreib⸗ arbeit vorhanden. Zwölf Durchſchläge, der letzte ſo ſauber wie der erſte, dreifache Zeilenſchal⸗ die geradezu ſprichwörtlich geworden iſt. Da auch die Schrifttypen in eigener Fabrik her⸗ geſtellt werden, können alle Spezialzeichen und Schriftarten für alle Sprachen der Welt angefertigt werden. Naumann Erika— die Königin der Aleinſchreibmaſchinen tung, einfache Umſchaltung, Umſchalttaſten auf beiden Seiten, normalgroße Farbhandſpulen mit 10 Meter langem Farbband, Einſtehung auf ſchwarz und rot für die Matritze, dazu eine wirkungsvolle Schrift, ferner vollwertiger auto⸗ matiſcher Setzabulator für Aufſtellungen, Rech⸗ nungen und Liſten, die Buchungseinxichtung, das ſind einige der Vorteile der Erika. Sie war ſchon immer die führende deutſche Kleinſchreib⸗ maſchine und mit ihren 1000 Wochen. Das Alter ſpricht für ſich. Die„Naumann⸗Ideal“⸗Buchungsmaſchine und die„Rechnende Naumann⸗Ideal“, die ſcheinen den Teufel im Leib zu haben. Sie ſchreiben, addieren, ſubtrahieren und ſaldieren in einem Arbeitsgang; und dazu können ſie mit einfachem oder vierfachem Taſten⸗Dezimal⸗Ta⸗ bulator und mit beſonderer Einrichtung für das Vor⸗ und Durchſteckverfahren geliefert werden. Hexerei ſcheint mit ihnen die Arbeit, Heinzel⸗ männchen vergleichbar iſt ihre Leiſtung. Zum Schluß wären noch einige Worte über die Opkiſche Profil⸗Schleifmaſchine Naumann zu ſagen. Mit der Zeiß⸗Optik iſt ſie ein bedeu⸗ tender Fortſchritt in der Lehren⸗Fertigung. Sie ermöglicht: Schleifen der Profile von gehär⸗ Die Naumann Profil⸗Schleifmaſchine teten Flachlehren, von Flach⸗ und Vierkant⸗Pro⸗ filſtählen mit doppelſeitigem Hinterſchliff aus dem Vollen nach vergrößerter Bleiſtiftzeichnung 50:1. Kontrolle von gegebenen Profilen 4 an Lehren, Stählen, Fräſern, Formwerkſtücken uſw. auf ihre Genauigkeit im Vergleich zu einer vergrößerten Zeichnung 50:1. Aufnahme von Formteilen aller Art, Zahnräder uſw. von Werkzeugformen(z. B. Reibahlenquerſchnitte, 4 Schneideeiſen) zur Unterſtützung derſelben auf Schneidwinkel, Hinterſchliffwinkel uſw. Ver⸗ größerung: der Längen 50:1 nach Art eines Pantographen, wodurch genaue, ſaubere Darſtellung der Form möglich iſt. Durch das Mi⸗ kroſtop Bi1 iſt eine leichte Beobachtung des Werkſtückpunttes und außerordentlich hohe Maßgenauigkeit geſichert. Der Arbeitsbereich iſt direkt 10* 10 mm lentſpricht Zeichnungsgröße 500„ 500 mm), indirekt 50& 50 mm, durch Verſchiebung des Werkſtückaufnahmekreuzſup⸗ portes. Alle Naumann⸗Erzeugniſſe haben einen Na⸗ men von gutem Ruf und Klang. In der ganzen Welt legen ſie ſtändig Zeugnis ab von deut⸗ ſcherr Präziſionsarbeit und deutſchem Fleiß. Sichtbarer Ausdruck ſind die zahlreichen. Aus⸗ zeichnungen des In⸗ und Auslandes. 55⁰ Weitere Worte erübrigen ſich. Welches Erzeugnis es ſei, wer das Werkzeichen ſieht, weiß, daß es für Leiſtung und Darum achte man beim Einkauf auf die Schutzmarke. K Ren Güte bürgt. Zebrgons. Sabri Gang Ein 5 Ueber! D Das wa „Sturm“ gen heraus genoſſen ker threr noch fehlte es n eigenen Kre zeigen“, da⸗ ſich hinwe⸗ durchzuf dꝛern. So gefäl heuers d Unternel ‚an den„ Sch Am An Entſchluß, nen, mußt das Werk Und es konnte. tionalſ. gedanke hart, die 2 gleich und bar. Auf b ſchafft, ge und Markt deutung, kämpfern dende, d Arbeitt rein na nehmen Adolf K Tat u mußte. dungstage wohl als deutſche 2 ſetzen ver kunftsmuf Einige kräfte l eine Na Und je me lachten ſie zu einer Raucherkr nicht lang ſich die, Sturmabt Markt ere dern auch eptemder 198 heal⸗Schreibma⸗ 1 Möglichkeiten t iſt. Bei dem n ſelbſt die äl⸗ wüſtlichkeit auf. vorden iſt. Da er Fabrik her⸗ zialzeichen und hen der Welt inen ſcharteſten auf Farbbandſpulen Einſtehung auf itze, dazu eine lwertiger auto⸗ ellungen, Rech⸗ ngseinxichtung, Erika. Sie war he Kleinſchreib⸗ Wochen... Das ngsmaſchine nn⸗Ideal“, zu haben. Sie und ſaldieren können ſie mit en⸗Dezimal⸗Ta⸗ ichtung für das liefert werden. lrbeit, Heinzel⸗ Zeiſtung. ge Worte über henen Profilen formwerkſtücken rgleich zu einer fnahm'e von ider uſw. von lenquerſchnitte, derſelben auf el uſw. Ver⸗ 50:1 nach Art ſenaue, ſaubere Durch das Mi⸗ eobachtung des rdentlich hohe rbeitsbereich iſt ſeichnungsgröße 50 mm, durch nahmekreuzſup⸗ iben einen Na⸗ In der ganzen ab von deut⸗ zutſchem Fleiß. ihlreichen Aus⸗ ides. orte erührigen Erzeugnis es Zerkzeichen ſieht, ür Leiſtung und Darum achte inkauf auf die Rez Sa—8— 3. Nr. 245. Seite 19 „Hakenkreuzbanner“ Sonntag, 24. Septemder 1988 —— Fabrianten! Nierſier seſien und Serona neſimen! Nationalſozialismus in der Gemeinnutz vor Eigennutz! 5 357 Tat 05 0 Gang durch die„Sturm“⸗Zigarettenfabrik in Dresden.— Sieg im Geiſte des nationalſozialiſtiſchen Wirtſcofts- gedankens gegen Truſt und Konzern Ein Bild der wahren Volksgemeinſchaft— Hier zeigt der Nalionalſozialismus im Kleinen, was er der einſt im Großen verwirklicht Von Eurt R. K. Raber Ueber die Maſchine den Menſchen, ſtatt Dividende Arbeit und Brot! „Allen Gewalten Zum Trutz ſich erhalten, Nimmer ſich beugen, Kräftig ſich zeigen.“ Das war der Wahlſpruch, unter dem die „Sturm“⸗Zigarette aus kleinſten Anfän⸗ gen heraus hergeſtellt wurde. Die alten Partei⸗ genoſſen kennen die Gründung, wiſſen ſich wohl ihrer noch gur zu erinnern. An Spöttern fehlte es nicht und Zweifler gab es ſelbſt im eigenen Kreiſe.„Nimmer ſich beugen, kräftig ſich zeigen“, das half über die ſchwerſten Hinderniſſe ſich hinwegſetzen. Es war nicht leicht, ſich durchzuſetzen gegen Truſt und Kon⸗ zern. So gefährlich auch der Rachen des Unge⸗ heuers des Materialismus war, das ein tionalſozialiſtiſchen Wirtſchaftsgedankens fand die„Sturm“⸗Zigarette in allen Kreiſen Eingang und erfreute ſich einer ſprunghaft ſich ſteigern⸗ den Beliebtheit. Die Belegſchaft der Unentwegten konnte die anfallenden Aufträge nicht mehr bewältigen und mußte in kurzer Zeit auf das Zehn⸗ fache, auf 250, erhöht werden. Da die Räume viel zu klein waren, wurde in zwei und drei Schichten gearbeitet, bis der großzügige Plan ſo weit gereift war, der heute ſich verwirklicht hat. Der vorjährige Maitag ermöglichte es, durch den Erfolg, in Dresden den ganzen Häuſerteil zwiſchen Lortzing⸗, Trinitatis-, Kreutzer⸗ und Blaſewitzerſtraße, die ſtillge⸗ legte Jasmatzifabrit und eine ehemalige Teil einer Handlöſerei unternehmen nach dem anderen verſchlang, an den„Sturm“⸗Zigaretten ſollte es ſich die Schnauze gründlich verbrennen. Am Anfang war die Tat. Dem mutigen Entſchlutz, eine Zigarettenfabrikation zu begin⸗ nen, mußten kluge Handlungen folgen, ſollte das Werk gelingen. Und es gelang, mußte gelingen, denn wer konnteernſtlichgegeneinenrein na⸗ tionalſozialiſtiſchen Wirtſchafts⸗ gedanken aufkommen'? Der Kampf war hart, die Waffen in materieller Hinſicht ſo un⸗ gleich und entgegengeſetzt wie nur irgend denk⸗ bar. Auf beiden Seiten wurde geſchuftet und ge⸗ ſchafft, geſchuftet von den Konzerngewaltigen und Marktſchreiern in des Wortes übelſter Be⸗ deutung, geſchafft von den unentwegten Vor⸗ kämpfern für ein Werk, das keine Divi⸗ dende, dafür jedoch den Mitarbeitern Arbeit und Brot verſchaffen ſollte, für ein rein nationalſozialiſtiſches Unter⸗ nehmen, das im Geiſte des Führers Adolf Hitler Zeugnis ſeiner in die Tat umgeſetzten Idee werden mußte. Nur wenige dachten in den Grün⸗ dungstagen an einen Erfolg; die Idee wurde wohl als ein Ideal anerkannt, aber daß eine deutſche Zigarettenfabrik der Nazi ſich durchzu⸗ ſetzen vermöchte, als ein Luftſchloß und Zu⸗ kunftsmuſik gewertet. Einige Fachleute und dazu wenige Hilfs⸗ kräfte begannen zunächſt den Konzernen eine Naſe und dann truſtfreie„Sturm“ Zigaretten zu drehen. Und je mehr ſie angegriffen wurden, umſo mehr lachten ſie ſich eins ins Fäuſtchen: So kamen ſie zu einer billigen Reklame. Schnell fand ſich ein Raucherkreis, der das Seine dazu beitrug, und nicht lange nach Beginn der Herſtellung hatten ſich die„Trommler“, unter dem Zeichen der Sturmabteilungen den Kampf führend, den Markt erobert. Nicht nur wegen der Güte, ſon⸗ dern auch im Intereſſe der Förderung des na⸗ Schuhfabrik, in der die geſamten Verwal ⸗ tungsräume eingerichtet werden konnten, aufzukaufen. Damit konnte nicht nur den immer mehr ſich geſteigerten Anforderungen für Herſteller und Kunden zufriedenſtellend Genüge geleiſtet, ſondern rund ein und ein · halb Tauſend Menſchen Arbeit und Brot verſchafft werden. Und warum eine ſo zahlenmäßig große Beleg⸗ ſchaft? Weil alle menſchenfeindlichen Maſchinen wohl aufgeſtellt wurden, aber nur... zu De⸗ monſtrationszwecken. Hier, in der „Sturm“⸗Zigarettenfabrik, iſt der Menſch über die Maſchine geſtellt, hier wurde der nationalſozialiſtiſche Geiſt in die Tat umgeſetzt. Hier wurden die Maſchinen kalt geſtellt, um Menſchen Arbeit und Brot zu geben. Hier weiß jeder Arbeiter, daß er nicht„zum Lohnſklaven herunter gewürdigt“ wird, daß er im Gegenteil Träger des Unterneh⸗ mens iſt, daß er nicht Aktionären und Schma⸗ rotzern im Akkord in die Taſche arbeiten muß, daß es hier nicht um Dividenden und Einſpa⸗ rungen durch Maſchinen und Menſchenmaterial um derentwillen, ſondern daß hier wirklich Gemeinnutz vor Eigennutz geht. Und das macht die Belegſchaft froh und heiter, das läßt ſie Menſch bei der Arbeit ſein. Hier in der „Sturm“⸗Zigarettenfabrik findet man das Bild der wahren Volksgemeinſchaft, hier zeigt der Nationalſozialismus im Kleinen, was er der⸗ einſt im Großen verwirklichen wird. Wie in einen zarten Schleier iſt Dresden im Morgennebel gehüllt, der über der Stadt lagert. Die erſten Sonnenſtrahlen ſind durch den Nebel⸗ ſchleier gedrungen und ſpiegeln ſich neckiſch in der Elbe. Entlang geht die Fahrt an ſchön ge⸗ ſchwungenen Höhenzügen, die das„Elbflorenz“ wie mit einem Prachtgewand umkleiden, vorbei an herrlichen großzügig angelegten Parkt, die zuſammen mit den Gärten und den villenbeſetz⸗ ten Höhen und deren Anlagen Dresden mit Recht den Beinamen einer Blumenſtadt ein⸗ trugen, über die kühn und doch ſanft geſchwun⸗ gene Carola⸗Brücke hinein in die bereits zum Leben erwachte geſchäftige Innenſtadt, und nicht lange darauf halten wir vor einer in der Mor⸗ genſonne vergoldeten Faſſade. Angenehm iſt die Ueberraſchung. Dieſer Ge⸗ bäudekomplex ſtößt nicht ab durch ein Fabriken ähnliches Geſicht, er ladet vielmehr zum Ein⸗ tritt ein, und die Menſchen, die ſich darin ver⸗ lieren, kommen mit hellen, arbeitsfreu⸗ digen Augen an ihre Arbeitsſtelle. 5 Es iſt ja ihr Wirkungskreis, an den ſie fg um des Verdienſtes allein, ſondern auch in dem Bewußtſein treten, an ihrer Stelle Glied ſein zu dürfen in einem Arbeitsfeld, das Volksgut iſt, das zu mehren durch mit Freude am Werk geleiſtete Arbeit letztlich nicht nur ihnen, ſon⸗ dern im Laufe der Zeit auch dem Wohle des ganzen Volkes zugute kommt. Und indem wir in dieſes Unternehmen einen Blick ⸗ geworfen, werden wir erfaßt von einem Geiſte, der dem Sturmzeichen entſpricht, ſich dieſes verpflichten⸗ den Ehrenwappens als würdig erweiſt. Menſchen arbeiten hier, keine Arbeitsſklaven Vor dem Eingang Sonnenſchein, und hier im Werk, wo es auch ſei, nicht minder. Lichtdurchflutet die Säle, die ein angeneh · mes Arbeiten gewährleiſten. Wir fühlen, daß hier freudig, frei von jeder Bedrückung, geſchafft wird. Ihr Fabrikherren, die ihr nur Wert legt auf eure Arbeitsräume und die Empfangsräume noch ausgetackelt habt, während eure Belegſchaft erſticken kann in ſchlecht zu lüftenden und unſauber gehalte⸗ nen Räumen, tut einmal hier einen Blick herein. Nur wo die Arbeitskräfte nicht wie Maſchinen in die Arbeit eingeſpannt werden, ſondern als Menſchen ihr Tagwerk verrichten können, kann die Rede von Hochleiſtung ſein. Eine Belegſchaft kann nur dann verläßlich ſein, wenn auf ihre Geſundheit, ihren Körper und Geiſt peinlichſt geachtet und nicht durch unſoziale Verhältniſſe i m Tran der Fabrik verſtaut, wo er bis zu fertept Ge⸗ brauch verbleibt. Wir folgen den Rohtabakbal⸗ len und kommen in Räume, in denen ein eigen⸗ artiger, angenehmer Duft auffällt. In den ver⸗ ſchiedenen Tabakſorten ſchlummert zwar das Aroma noch, aber was da die Geruchsnerven genießen, iſt„der Duft jener bodenſtändigen Heimaterde, die zwiſchen den ſauber und feſt gepreßten Tabakblättern hierhergetragen wor⸗ den iſt“. In der„Sturm“⸗Zigarettenfabrik wer⸗ den zumeiſt mazedoniſche, türkiſche und auch griechiſche Tabake, und von ihnen auch nur wie⸗ der die beſten Qualitäten, verarbeitet. Raſch iſt die Verzollung erledigt. Der Weg führt weiter in die Arbeitsräume, in Gefahr gebracht und vernichtet wertenz fer in der„Sturm“⸗Zigarettenfabrik fühlt man nicht nur den Rhythmus der neuen Zeit, ſon⸗ dern auch die Muſik, die bekanntlich durch den Ton gemacht wird. Nun kurz die Atmo⸗ ſphäre der„Sturm“⸗Zigarettenfabrik geſtreift iſt, wirſt du, lieber Leſer, wohl auch gerne im Geiſte folgen, um auch noch einiges von der Herſtellung deiner Zigarette erzählen zu laſſen. Und auch die Leſerinnen, die zwar nicht rauchen als Deutſche, ſind zu dem Gang durch die „Sturm“⸗Zigarettenfabrik eingeladen. Zunächſt führt der Weg in den glasüberbeck⸗ ten Hof, in dem gerade, wie das täglich der Fall iſt, große Wagenladungen Rohtabak angerollt kommen. Gleich ſind die Zollbeamten zur Stelle und nehmen ihn in Empfang, man kann auch ſagen in Beſchlag. Denn der Staat gibt den Rohtabak erſt frei, wenn die Abgaben entrich⸗ tet ſind, In Rieſenmengen wird er ſitlager jene für die Güte weſentliche und gründleg⸗de Feuchtigkeit. Wie es in der Löſerei ausſieht, zeigt eines unſerer beiden Bilder. Hel und luftig ſind, wie dieſer, alle Räume. Vor breiten rollenden Bändern ſitzen die Tabaklöſe⸗ rinnen, die die Tabakbündel ſauber zerlegen. Die erſten Miſchungen werden hier auch gleich mitbeſorgt. Gleichmäßig verteilt werden die zu einer Miſchung gehörenden Sorten Tabak auf die automiſch ſich bewegenden Längsbänder ge⸗ bracht, die an der Abgangsſtation den Tabak in Kiſten hineingleiten laſſen. Auf einem Schienen⸗ weg gelangen dieſe in die Mulde der Teil eines Packſaals die in techniſcher und hygieniſcher Beziehung zu den muſtergültigſten ihrer Art zu zählen ſind. In der Jeuchterei wird, wie der Name ſchon ſagt, der Rohtabak, der bei ſeiner Trockenheit bei der Verarbei⸗ tung zerbrechen würde, in warmer Luft ange⸗ feuchtet. Hier erhält er zu der Geſchmeidigkeit Schneidemaſchine. Von der Schneide⸗ maſchine, die den Tabak in jene duftigen Fäben verkleinert, wird er in Auflockerungs⸗ zylinder verbracht, wo er entſt aubt und alle Fremdkörper ausgeſchieden werden. Durch Röhren— wodurch jedes Berühren nach der Säuberung durch die Hand vermieden wird— wird der Tabak in das Schnitt⸗Tabak⸗ „Hakenkre uzbanner“ Sonntag, 24. September 1933 Hahrgeng 3, Mr. 245 Seite 20 14 ge r abgeſaugt und je nach Gebrauch in den Zigarettenmaſchinen⸗Saal weiterge⸗ leitet. Die Zigarettenmaſchine, mit der Hand drehen wäre unmöglich. Sie ver⸗ teilt und führt ihn in einem endloſen Strang zuſammen und in einem Arbeitsgang werden verſchiedene vielſeitige Arbeiten verrichtet. Die⸗ ſes Wunderwerk bereitet die Hülſen vor, beklebt dieſe mit den gerade entſprechenden Mund⸗ ſtücken, ſtopft den Tabak, drückt das Firmen⸗ zeichen auf, klebt das Papier, ſobald der Tabak in die endloſe Bigarette eingeſnhrt iſt, zuſam⸗ men und ſchneidet ſchließlich das fertige Erzeug⸗ nis ab. Und das alles mit einer ſolchen Ge⸗ ſchwindigkeit, daß das Auge dieſem Arbeits⸗ gang kaum zu folgen vermag. In ſogenannten Schragen werden nun die Zigaretten aufgeſta⸗ pelt, Unſer zweites Bild gibt Einblick in einen Teit eines Handpackereiſaal. Im Maſchinenſaal bekamen wir Wunder der 7* Technik zu ſehen, hier iſt die Handfertig⸗ keit zu beſtaunen. Fingerakrobatik in einer Vollendung wie ein Automat haben dieſe Packerinnen, daß es einem vor lauter Geſchwindigkeit ſchwin⸗ delig werden kann. Das geht ſo ſinnverwirrend: die Schablone der Faltſchachtel zuſammenlegen, Zigaretten und Gutſchein und Bild darin ver⸗ ſchwinden laſſen, die Hülle überſtreifen und die Schachtel weglegen, daß man dieſe Fertigkeit gar keinen menſchlichen Fingern zuzutrauen verſucht iſt. Tatſache, daß gerade durch dieſe Arbeit bewie⸗ ſen wird, daß auch dieſe durch Menſchenhand verrichtet werden kann und dazu keine Maſchine notwendig iſt. Mehrere hundert Packerinnen haben ſo ihr Brot, während Packmaſchinen in Kokurrenzbetrieben laufen und viele Menſchen um Arbeit und Verdienſt bringen und damit den Staat belaſten. Es fehlt hier etwa nicht an Maſchinen, dieſe ſtehen, wie oben ſchon geſagt, zu Demonſtrationszwecken da. ——— 8 Beſonders hervorzuheben iſt die W ——— Hier triumphiert der Menſch über die Ma⸗ ſchine. Gerade hier tritt ſo ein Stück in die Tat umgeſetzter Nationalſozialismus ein⸗ dringlich und unwiderlegbar vor Augen. Vielleicht lernen hier materialiſtiſche Fabri⸗ kanten und erweiſen ſich als Arbeitgeber. Es geht, und wenn der gute Wille fehlen ſollte, kann ja nachgeholfen werden und den Betrefſenden ſchließlich auch Zeit zum Nach⸗ denken gegeben werden. Der Rundgang findet, nachdem die Bande⸗ role im Banderolierſaal die Packung geſetzlich freigegeben hat, in dem Verſandraum ſein Ende. Mit der Poſt und Bahn, insbeſondere jedoch durch eigene Kraftwagen in Lieferwagen und Laſtzügen, treten die„Sturm“⸗Zigaretten den Weg ins Reich an. Unſere Gedanken begleiten ſie, verſuchen, den W I R V Raucher ſich vorzuſtellen und ſtellen die Frage: Denkt der Raucher auch daran, daß die„Sturm“⸗ Zigarette nicht nur einen Genuß in ſich ſchließt, ſondern auch einen Teil nationalſozialiſtiſcher Tat ſymboliſiert, nicht durch das hehre Sturm⸗ zeichen allein propagiert, ſondern auch durch ein Werk, das aus dem Nichts zu einem vorbild⸗ lichen wegweiſenden Muſterunternehmen ſich entwickelte. Deutſcher Raucher, denke daran, daß in här⸗ teſter Kampfzeit Dir eine Zigarette geboten wurde, die allen Gewalten zum Trutz den Kampf gegen Konzern und Truſt aufnahm, Dir ein deutſches Erzeugnis geſtern lieferte und heute erſt recht liefert, das im national⸗ ſozialiſtiſchen Geiſt Deinen Volksgenoſſen Arbeit und Brot gibt und nationalſoziali⸗ ſtiſche Taten propagiert. Die„Sturm“⸗Ziga⸗ rettenfabrik hielt Dir die Treue. Darum deukſcher Raucher: Jahrgang Vomn L0 In Eine der Regierung Verkehrs. Schienen hundert kehrs A treten u Bei ein Plan, wie! ran intere gonnen, il währten u gebote, ein der als de Wochen an ſein. Eine handeln ke gebenden 2 kurrenzkam und wie de in dieſen ſtimmung niſterium, dem Wirtſe mber 1933 die Frage: ie„Sturm“⸗ ſich ſchließt, zialiſtiſcher hre Sturm⸗ ch durch ein m vorbild⸗ ehmen ſich 65 iß in här⸗ e geboten Trutz den aufnahm, n lieferte national⸗ sgenoſſen alſoziali⸗ “-⸗Ziga · her: — Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 21 „Hakenkreuzb anner“ 0 Sonntag, 24.—— Bei Ep Vorm——— Aulohα— Degesnung zeeięsz Zuelten 42s LerEeE2 zögele Ag., Abteilung Etraßenbau⸗Maſchiner Ein intereſſanker Beſuch— Dieſes faſt ſeit 100 Jahren führende Werk auch Treffpunkk der Straßenbauer der Fukunft Abbildung 1 4—. Im Brennpunkkt aklueller Probleme Eine der großen Aufgaben, die ſich die neue Regierung geſtellt hat, iſt die Geſtaltung des Verkehrs. Schienenwege waren in den vergangenen hundert Jahren das Kennzeichen des Ver⸗ kehrs Autobahnen werden an ihre Stelle treten und Symbol des Verkehrs der Zu⸗ kunft zu Lande ſein. Bei einem ſo die Zukunft beſtimmenden Plan, wie die Reichsautobahnen, haben alle da⸗ ran intereſſierten Firmen ein Wettlaufen be⸗ gonnen, ihre Erzeugniſſe als die allein be⸗ währten und daher richtigen auzupreiſen. An⸗ gebote, eines preiswerter und zweckentſprechen⸗ der als das andere, mögen wohl in dieſen Wochen an die Generalinſpektion eingegangen ſein. Eine Lotterie und Feilſchen und Kuh⸗ handeln kennt man im neuen allein maß⸗ gebenden Amte nicht Dem unſachlichen Kon⸗ kurrenzkampf wurde die Spitze gebrochen und wie der Generalinſpekteur Dr. Ing. Tod: in dieſen Tagen ausführte, beſteht Ueberein⸗ ſtimmung zwiſchen dem Reichswirtſchaftsmi⸗ niſterium, dem Reichsverkehrsminiſterium und dem Wirtſchaftsbeauftragten des Führers, daß im deutſchen Straßenbau Teer⸗, Aſphalt⸗, Zement⸗, Natur⸗ und Kunſtſteinpflaſter als bewührt anerkannt ſind. Dr. Todt erſuchte, gelegentlich der Sitzung der Fachgruppe„Straßenbauſtoffe“, ihr ganzes In⸗ Abbildung 4 tereſſe auf die Steigerung der Quali⸗ tät zu richten. Um eine wirklich gute Qualität gewährleiſten zu können, dazu gehören heute unumgänglich Abbildung 5 »tragten Firmen eine Sicherhei“ Abbildung 2 auch Maſchinen. Wohl ſollen alle Arbeiten durch möglichſt zahlreiche, heute noch darbende Volksgenoſſen durchgeführt werden. Tauſende Erwerbsloſer haben Hoffnung, beim Straßen⸗ bau ihr Brot wieder verdienen zu können. übernommen. Um weitere Arbeitsmöglichkeiten erſchließen zu tönnen, wurde 1929 die Uebernahme der„Rheiniſchen Eiſengießerei und Maſchinen⸗ fabrit AG.“ gewagt. Die Umwälzung ſah man kommen und um Abbildung 3 Wenn man die ganzen Arbeiten überblickt, die zu leiſten ſein werden, ſo finden ſich auch ſolche, zu denen der Menſch Hilfskraft braucht, ſoll ſeine Arbeit nicht eine Fron werden oder nicht zu teuer und unerſchwinglich zu ſtehen kommen. Ganz ohne Maſchinen wird es nicht gehen, was aber nicht gegen die Arbeitsgrundſätze des neuen Reiches verſtößt. Denn ſchließlich wollen auch Maſchinen be⸗ tätigt, Maſchinen hergeſtellt ſein, wo⸗ mit ja auch Arbeit geſchaffen wird. Nicht zuletzt wird von den am Bau beauf⸗ betreffs Güte verlangt. Eines der Werke, das nur durch die zu er⸗ wartenden Aufträge der Baufirmen wieder mit ſeiner Belegſchaft hoffnungsvoller in die Zukunft blickt, iſt die Joſeph Vögele AG. in Mannheim. Wenn eine Firma berechtigt iſt, von Erfah⸗ rungen zu ſprechen, dann iſt es das Werk Vögele, ein Unternehmen, das im Jahre 1836 gegründet wurde und deſſen Leitung auch heute noch in den Händen der Familie Vögele liegt. Seit faſt hundert Jahren hat die Firma Vögele großen Anteil an der Ausgeſtaltung des deutſchen Eiſenbahnnetzes. Die große Drehſcheibe z. B. an der Linden⸗ hofüberführung, die geſamten Anlagen der O. E.., ſowie eine große Anzahl von Maſchinen an Bauſtellen tragen das Markenzeichen dieſes Werkes. Wie alle Weichen und die Mehrzahl der Sicherungsanlagen der Mannheimer, ſo haben ſich auch in den zahlreichen deutſchen und vor allem auch ausländiſchen Bahnhöfen und für Lokal⸗ und Straßenbahnen die Joſeph Vögele⸗Erzeugniſſe beſtens bewährt. Infolge der Weltwirtſchaftskriſe ſchrumpfte der Abſatz nach dem Auslande immer mehr zuſammen. Viele Angeſtellte und Arbeiter mußten feiern oder verkürzt arbeiten. Der früher beſte Kunde, die Reichsbahn, konnte durch die Einſpa⸗ rungen, bedingt durch die unſinnigen Vertrags⸗ verpflichtungen gegenüber dem Auslande, kaum mehr die dringendſten Beſtellungen aufgeben. Heute rechnet man auch bei der Reichsbahn nicht mehr mit einem weiteren Ausbau, ſondern kal⸗ kuliert nur noch mit laufenden, für die Aufrecht⸗ erhaltung des Betriebes notwendigen Aufträ⸗ gen, die konſtant geworden ſind und bleiben werden Daß die Mannheimer Firma Vögele einen beträchtlichen Anteil an das weitere Beſchaf⸗ fungsprogramm zugeführt bekam, verdankt ſie nicht zuletzt auch unſerm Oberbürgermeiſter Pg. Renninger, der ſich für die Belange der ortsanſäſſigen Induſtrie mit be⸗ ſonderem Erfolg einſetzte. Um das Arbeitsprogramm erweitern zu können, wurde bereits 1912 die„Mannheimer Eiſen⸗ gießerei und Maſchinenbau AG.“ konkurrenzfähig zu bleiben, wurden insbeſondere in der Ableilung für Baumaſchinen, die bei dem darniedergelegenen Bauhandwerkt ebenfalls zu leiden hatte, Verbeſſerung auf Verbeſſerung trötz aller Kriſen durch⸗ geführt. Heute beginnt die ſchon ſeit Jahren durchgeführte Umſtellung Erfolge auf⸗ zuzeigen. Die in den nächſten Monaten und Jahren notwendig werdenden Baumaſchinen ſind erprobt und als beſtens bewährt befunden worden. Die Fa. Vögele ſteht ſeit Jahren in einem Ge⸗ dankenaustauſch mit dr Firma Jäger u. Co. in Columbus im Staate Ohio in Nord⸗ amerika, mit der ſie auf dem Gebiete des Bau⸗ weſens führend geworden iſt. Nebenbei ſei be⸗ merkt, daß Fabrikant Jäger ein geborener Schwarzwälder iſt und daher über die Ge⸗ ſchäftsintereſſen hinaus die Erfahrungen, die in Amerika auf dem Gebiete des Straßenbaues gemacht wurden und die bereits in allen Bau⸗ arten Zweckmäßigkeit und Rentabilität bei größter Beanſpruchung aufgezeigt haben, auch ſeinem Vaterlande zugute kommen läßt. Die dort gewonnenen Erkenntniſſe wurden ent⸗ ſprechend unſeren deutſchen Verhältniſſen aus⸗ gewertet. Die Jäger⸗Fabrikate ſind ſo als deutſches Erzeugnis der Fa. Vögele deutſche Werks⸗ arbeit. Der Anſchluß wurde ſo, dank der Vorarbeiten, nicht verpaßt Im Gegenteil, Vögele kann mit Erfahrungen und Erzeugniſſen aufwarten, die das Werk zum Trefſpunkt auch der Straßen⸗ bauer der Zukunft bereits ſchon werden ließ. Daß alle bisherigen Bauſtoffe auch in Zukunft Anwendung finden würden, war vorauszuſehen und ſo ſind die Baumaſchinen der Ja. Vögele für alle zwecke und Beanſpruchungen geſchaffen, die Herſtellung der Maſchinen nur noch eine Frage der nun wohl ſtärker einſetzenden Auf⸗ träge. Das waren bie Probleme, die der aus ver⸗ ſchiedenen Gebieten ſich zuſammenſetzende Kreis von Fachleuten vor einer Werksbeſichtigung beſprach. Das Intereſſe galt weniger der Ver⸗ und Bearbeitung denn daß nur gute Mate⸗ rialien Verwendung finden, das bewies die Unverwüſtlichteit der ſich ſeit Jahren ſchon im Betrieb befindlichen Baumaſchinen. Das Haupt⸗ intereſſe war auf die Maſchinen gerichtet, die beim Bau allgemein und beim Straßenbau * Zahrgang 3. Nr. 245. Seite 22 „Hakenkreuzbanner“ Sonntag, 24. September 1933 ziell unumgänglich notwendig gebraucht wer⸗ en müſſen. Der Abteilungsleiter für Baumaſchinen konnte eine Garde paradieren laſſen, die bei den Fachleuten Aufſehen erregte. Zunächſt wurden Jaeger⸗Schnellmiſcher der Joſeph VBögele AG., Mannheim vorgeführt. Mit der ſteigenden Verwendung des Betons als konſtruktives Element war es Vorausſetzung, daß die Bauſtoffe: Kies, Sand, Zement, genau im verlangten Miſchungsverhält⸗ nis abgemeſſen und bei möglichſt geringem Schwund durch Waſſer ſo vorteilhaft als mög⸗ lich verarbeitet wurden. Um eine abſolute Ge⸗ währ für Qualität abgeben zu können, war es notwendig geworden, für gleichmäßige Betonzuſammenſetzung Sicherheit zu erhalten. Das kann nur erzielt werden durch mechaniſche, vollkommen genaue Zuteilung des Bindemittels der Zuſchlagsſtoffe aller Art und des Waſſers. Gleichmäßiges Miſchgut kann jedoch nicht durch Miſchung mit der Hand, ſondern nur durch Ma⸗ ſchinen ausgeführt werden. Da haben ſich die Jaeger⸗Erzeugniſſe der Fa. Vö⸗ gele als die führenden bislang erwieſen. Einige Filme, die den Inter⸗ eſſenten jederzeit gerne vorgeführt werden, zeig⸗ ten anſchaulich in allen Arbeitsphaſen, wie Qualitätsarbeit durch ſie geleiſtet wird. Die vorgeführten Baumaſchinen geben die Gewähr, daß die drei Hauptforderungen: Haltbarlkeit, Griffigkeit und wel⸗ lenfreie Ausführung erfüllt werden. Daß hierbei die Handarbeit verſagen muß, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Bei Betonbauten. z. B. iſt es ſogar polizeiliche Vorſchrift, daß der Beton durch die Maſchinen gemiſcht wird. Für alle Zwecke werden hier bei Vögele die Jaeger⸗Schnellmiſcher erzeugt, vom Kleinmiſcher„Perkeo“ angefangen bis zur Abt. Straßenbeu: Abt. Baumaschinen: Abf. Eisenhahnhedarf: Abf. Hartzerkleinerung: Abt. Weichzerlleinerung: Abi. Apparatebau: Abt. Oelerbau: Abt. Gießerei: ſerbſrſagrenden und kontinuierlichen Stra fenbetoniermaſchine. Kontinuierliche Miſcher gibt es einmal für Be⸗ ton, zum andernmal für Teer und Aſphalt, für die eine beſondere Miſchmaſchine Abbil⸗ dung 5) gebaut wird. Mit der letzteren ſind vollkommen neue Wege beſchritten worden; ſie kann die mineralogiſchen Beſtandteile ſowohl kalt, als auch warm mit bituminöſen Stoffen umhüllen. Für die Fachleute war es hochintereſſant, die bisher in Deutſchland noch unbekannten und Höchſtleiſtung ſichernden Jaeger⸗Schnell⸗ miſcher kennenzulernen. An Hand der Ab⸗ bildung 1, 2 und 3 ſei hier ein allgemeiner Arbeitsgang aufgezeigt. Bild 1 gibt eine An⸗ lage wieder, in der alle Bauſtoffe abgemeſſen in eine Beladeeinrichtung gelangen. Nach menſchlichem Ermeſſen werden hier die beſtmöglichſten Miſchungsverhältniſſe er⸗ zielt. Anſtatt die Bauſtoffe einzeln zu beför⸗ dern, können ſie an einem zweckmäßigeren Orte, gegebenenfalls gleich da, wo ſie gewonnen wer⸗ den, gelagert und je nach Gebrauch durch die schnellmiſcher auf Laſtwagen abgeholt werden. Dieſe Neuerung hat ſich in Amerika ſeit über einem Jahrzehnt beſtens be⸗ währt. Menſchenkräfte werden nicht ausgeſchal⸗ tet, jedoch eine Arbeitsweiſe erzielt, die Zeit einſpart und dabei, was die Hauptſache iſt, di e denkbar beſte Güte gewährleiſtet. Wie aus dem Bild 1 zu erſehen iſt, fährt der Laſtwagen mit dem Schnellmiſcher zur Be⸗ ladeanlage, wo er die Bauſtoffe aufnimmt. Je nach der Entfernung von der Bauſtelle wird der Miſcher während der Fahrt eingeſchaltet, entweder betrieben durch den Motor des Laſt⸗ wagens ſelbſt oder, wenn der Miſcher auf einem von einem Traktor gezogenen Anhänger gebaut iſt, durch einen eigenen zum Miſchet gehörenden Motor. Die Waſſerzufuhr bzw. Waſſeraufgabe⸗ vorrichtung, die für die ſpätere Feſtigleit des Betons ausſchlaggebend iſt, wird durch den 515 zur gegebenen Zeit icht nur Beton, auch Möftel, Aſphalt uſw. können auf die Minute pünktlich angeliefert, alle mit dem Antransport der Bauſtoffe auf den Bauſtellen verbundenen Arbeiten ausgeführt werden. Die wechſelnde Aufſtellung von Miſch⸗ anlagen bleibt ſo dem Unternehmer erſpart. Durch ſpezielle und verſtellbare Vorrichtun⸗ gen wird das an der Bauſtelle fertig ankom⸗ mende Material entladen. Wollte man die Straßendecken handarbeitsmäßig fertigſtellen, ſo könnten die beiden Forderungen haltbar und wellenfrei unmöglich gewährleiſtet werden können. Dafür ſind wieder zwei Maſchinen notwendig. Einmal iſt es der Verteiler, den wir auf der Abbildung 2 ſehen, der für eine gleichmäßige Verteilung ſorgt und mit die Halt⸗ barkeit bedingt. Wellenfrei iſt die Hauptfor⸗ derung, die der Automobiliſt an die Straßen⸗ decke ſtellt, wenn er mit ſeinem Fahrzeug eine hohe Geſchwindigkeit einſchlägt. Wellenfreie Straßendecken kann nur der „Fertiger“ der Joſeph Vögele AG.(Ab⸗ bildung 3) gewührleiſten. Bei Qualitätsarbeit kann in keiner Weiſe des „Fertigers“ entbehrt werden. Er allein vermag die aufgetragene letzte Straßendecke, gleich welcher Konſiſtenz, ob plaſtiſch oder erdfeucht an jeder Stelle der Straßenfläche gleichmäßig ſtampfen und verdichten, ohne Entmiſchung des Betons. Der Vögele⸗„Fertiger“ iſt die Univerſalma⸗ ſchine für Straſſndeckenbau. Abbildung 4 zeigt die zweite Neuigkeit für Deutſchland. So einfach dieſe Maſchine aus⸗ ſieht, ſo überraſchend groß iſt ihre Leiſtungs⸗ fähigkeit. Für Großbauſtellen, wo es ſich darum handelt, unter auf längerer Zeit gleichbleiben⸗ Z den Verhältniſſen große Mengen Beton herzu⸗ ſtellen, zu befördern und zu bearbeiten, leiſtet die Bekonpumpe denkbar beſte Dienſte. Die Schnellmiſcher ent⸗ laden den Beton in den Trichter, von wo aus ohne Beeinträchtigung die Miſchung bis zu einer Höhe von 40 Meter und bis zu 200 Meter weit gepumpt werden kann. Koſtſpielige Aufſtellung, von Gießtürmen, Aufzügen und insbeſondere das gefürchtete Entmiſchen des Betons, wenn er in Kübeln transportiert wird, fällt weg. Jedoch nicht nur für das Gebiet des Stra⸗ ßenbaues werden Maſchinen hergeſtellt. Ebenſo wie Steine nicht mehr mit dem Pickel gebrochen, ſondern geſprengt werden, ſo iſt auch das Auf⸗ bereitungsweſen ſchon ſeit Jahrzehnten ein maſchinelles. In einer der größten Hallen wurden zum Abſchluß des Rundganges Steinbrecher vom kleinſten bis zum größten Modell gezeigt. Die großen Brecher ſind von eindrucks⸗ vollen Ausmaßen. Sie können Steine bis zu ein Meter Länge in einem Arbeitsgang zu fertigem Material zerkleinern. Die Beſichtigung der Fa. Vögele hat gezeigt, daß auch die über dieſem Werk laſtenden Wol⸗ ken einer lichterfüllten Zukunft gewichen ſind. Man fühlt es bei der Belegſchaft, daß ſie nicht mehr das Geſpenſt der drohenden Entlaſſung drückt, ſondern ſie arbeitsfreudig und zum Teil auch in dem ſtolzen Bewußtſein, daß ihr Führer Adolf Hitler eine ſorgenfreiere Lebensgeſtaltung ſchaffte, an ihre Werkſtätte geht. Zahlreiche er⸗ werbsloſe Volksgenoſſen warten ſehnſüchtig auf die Stunde einer Beſchäftigung beim Bau; zahlreiche ehemalige Arbeiter erwarten, wieder an ihre Arbeitsplätze treten zu dürfen. 25—. 0S. VOSELE-G MANANILEIV Sfroßenferliger, Nischer jeder Arf für Teer- Belon- und Asphalt- rtroßen. Aufomischer fũr Transportheton. mischer. Aufzuge. Beionpumpen, Jaeger- Nischer fur Hoch- und Tiefbou. Trommei- Einriditungen für Großbaustellen: Spezialität Ftaumauern und Wasserkraftwerke. Kontinuierlicie Niscimaschinen. bühnen. Fpills. Weichen und Kreuzungen für Siacts-, Neben-, Klein- und lndustrie- bahnen. Gleiskurven. Rangieranlagen. Drehscheiben. Schiebe- Slebe. Kompleffe Anlogen für Schotter, Edelsplift und Kiesdubereitung. Kohle- und Koksaufbereitungsanlogen für Hafen · und Umschlagplötze. NMasdinen zum Nischen, Kneten und Zerkleinern für Forbe, Noahrungsmittel, Chemische lndustrie. niftelindustrie. eseeneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee „essee eeeeeeeeeeeiee ſochsdurebestãndiꝗ emaill. 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Um die eutige Innenſtadt mit ihren ſtattlichen Barock⸗ bauten, Zeugen aus der Reſidenzzeit pfälziſcher Kurfürſten, die das kulturelle Mannheim be⸗ ründeten, hat ein mit großem Tempo ein⸗ etzender wirtſchaftlicher Aufſchwung weiträu⸗ mige Lagerhallen, ausgedehnte Fabrikanlagen und mit 48 Kilometer Umſchlagsufer zweit⸗ größten Binnenhafen des europäiſchen Kon⸗ tinents entſtehen laſſen; in kurzer Zeit entwik⸗ kelte ſich Mannheim zur Metropole des ſüd⸗ weſtdeutſchen Wirtſchaftslebens. Mannheims geſchichtliche Entwicklung prägt ſich ſehr ſtark in ſeiner baulichen Geſtaltung aus. Nahe dem Rhein, über den eine, erſt in den letzten Jahren noch verbreiterte Brücke nach der Schweſterſtadt Ludwigshafen führt, erhebt ſich der wuchtige Bau des Mannheimer Schloſ⸗ ſes, das, 200 Jahre alt, hinſichtlich ſeiner Aus⸗ maße an erſter Stelle unter den deutſchen Schlöſ⸗ ſern ſteht. Das Schloß beherrſcht die geſamte, ſich bis zum Neckar hinziehende, hufeiſenförmig angelegte Innenſtadt. Originell iſt in dieſer das Fehlen der Straßenbezeichnungen. Das Syſtem der Aufteilung der Stadt in Quadrate nach Alphabet und Zahlenreihe ſtammt aus der Feſtungszeit. Oeſtlich des die Innenſtadt umſchließenden „Ringes“ liegt die Villenkolonie der Oſtſtadt. Den Eingang zu ihr bilden die impoſanten An⸗ lagen des Friedrichsplatzes mit dem Waſſer⸗ turm, reizvollen Waſſerkünſten und ſeiner har⸗ moniſch geſchloſſenen Architektur. Am Ende der Oſtſtadt erhebt ſich der moderne Baukomplex der Rhein⸗Neckar⸗Hallen, die in erſter Linie Ausſtellungszwecken und Volksfeſten, aber auch ſportlichen Zwecken dienen. Benachbart liegen die Mannheimer Rennwieſen, auf denen ſich all⸗ ährlich die traditionellen Mai⸗Pferderennen ab⸗ pielen. Auf den Rennwieſen hat auch der Golf⸗ ſport ſein Unterkommen gefunden; außerdem ind ſie mehrmals im Jahre der Schauplatz ſpannender Motorradrennen. An die Rennwieſen ſchließt ſich das Stadion und weiter öſtlich liegt der Flughafen, der über Mannheim auch die Städte Ludwigshafen und Heidelberg mit dem europäiſchen Luftverkehrsnetz verbindet. Unter den Baudenkmälern aus kurfürſtlicher Sammlungen des Schloßmuſeums, eine Ge⸗ röſten wirtschaf, lenelen für a e zitnisse und iebs er 4 hᷣeiri Zeit wird das Mannheimer Barockſchloß in der Kunſtwiſſenſchaft als hervorragendes Bauwerk anerkannt. Es birgt überdies die reichen kunſt⸗ gewerblichen, heimat⸗ und kunſtgeſchichtlichen mäldegalerie und die Schloßbücherei. Das Alte Die Jeſuitenkirche iſt eine der ſchönſten Barock⸗ kirchen Deutſchlands. Die Bedeutung des Mann⸗ heimer Nationaltheaters erhellt am beſten das alte Scherzwort:„Mannheim iſt ein Theater, um das man eine Stadt gebaut hat“. Dieſe Rathaus am Marktplatz und das einſtige Kauf⸗ haus— heute Neues Rathaus— an dem durch ſeine Grünanlagen ſchmuckhaft wirkenden Pa⸗ radeplatz fallen durch ihre gediegene Gliederung und die Symmetrie ihrer Fronten ins Auge. Kunſtſtätte, in der vor 150 Jahren Schillers „Räuber“ ihre Uraufführung erlebten, erfreut ſich einer traditionell gewordenen Sympathie der ganzen Bevölkerung. Das Nationaltheater⸗ Orcheſter hat auch das intenſive Muſikleben LANDMAScHINEN: Erntemaschĩinen för cie Heu- und Getreideernte Kartoffelroder „Originol Horder“ Schweröl-Rodschlepper Mannheims begründet; die Konzerte der„Mu⸗ ſikaliſchen Alademie“ ſind ſeit jeher große Er⸗ eigniſſe. Die Bilder der Mannh. Kunſthalle dür⸗ fen zu den bedeutendſten deutſchen Sammlungen gezählt werden. Sie birgt vorwiegend deutſche und franzöſiſche Meiſter des 19. und 20. Jahr⸗ hunderts. Das ehemalige Zeughaus, das Ar⸗ ſenal der kurfürſtlichen Armee, iſt heute Mu⸗ ſeum für Natur⸗ und Völkerkunde. Im Luiſen⸗ park erhebt ſich der Kuppelbau des Planeta⸗ riums, in dem durch die Erfindung des Zeiß⸗ Projektors der Sternhimmel in eine Kuppel von 25 Meter Durchmeſſer gezaubert und in ſeiner Veränderung gezeigt wird. Seine wirtſchaftliche Bedeutung dankt Mann⸗ heim der idealen Lage an zwei Waſſerſtraßen, Rhein und Neckar. So entwickelte ſich Mann⸗ heim in wenigen Jahrzehnten zum zweitgröß⸗ ten europäiſchen Binnenhafen. Mannheim wurde dadurch zunächſt das Schiffahrts⸗ und Handelszentrum des Oberrheins, um ſpäter durch die vielgeſtaltige Induſtrie noch an wirt⸗ ſchaftlicher Geltung zu wachſen. Mannheim bietet alſo das Bild einer viel⸗ ſeitigen und lebendigen Großſtadt. Seine Be⸗ völkerung verbindet rheiniſche und alemanniſche Weſenszüge mit dem pfälziſchen Temperament als Hauptmerkmal. Für ein buntes ſportliches Leben beſitzt Mannheim die beſten Anlagen und Einrich⸗ tungen. Mannheim iſt Hochburg für Fußball, Tennis und Rudern. In der Ausbildung von Sportfliegern hat der Badiſch⸗Pfälziſche Luft⸗ fahrwerein Mannheim für ganz Deutſchland Vorbildliches geleiſtet. Das Herſchelbad iſt eines der größten Hallenſchwimmbäder Deutſch⸗ lands, das neuzeitliche Strandbad auf der Reißinſel am Rhein wird im Sommer täglich von Tauſenden, an Sonntagen von Zehntau⸗ ſenden beſucht. Eine Reihe ſchöner Parks und Grünanlagen, wie Schloßpark, Friedrichspark, Stefanienufer, der ſich lang hinziehende Wald⸗ park am Rhein, Luiſenpark und Käfertaler Wald bieten die dem Großſtädter notwendige Erholung und Ausſpannung. Die Umgebung der Stadt iſt landſchaftlich ſchön und abwechſlungsreich. Im Oſten liegen Heidelberg, das Neckartal, der Odenwald und die Bergſtraße. Im Weſten übt die Pfalz durch ihre Berge und ihre berühmten Weinorte große Anziehungskraft aus. Munnzeins Zmmne um Wihhut S u r Srbn hfiiudei Wer bdiſſine fßf —— Ackerbulldog/ Verkehrsbulldog Dreschmaschinen Motordrescher, Groſzdrescher n Holz- und Stahlbauort Strohpressen Schwingkolben- Stahlbauort 11482 Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 24 4— „Hakenkreuzbanner“ Sonntag, 24. Sepiember 1933 Wsasnnhe im eür Versicherungsgesellscheft GECGR. 1879 MANNAEIM TELEFON 45261 Tronsport-, Auio-, Reisegepäck-, Voloren-, Nusikinstru- menten-, Unfoll-, Hefipflicht-, Feuer-, Sturmschaden-, Einbruchsdiebstohl-, Beroubungs-, Gles-, Wasserleitungs- schäden-, Aufruhrversicherungen Geschäftsgebief: Deutschland und fast das gesamte Ausland Akllen-Kapitol: RAH. 8000 o⁰0⁰ Gorantiemiffel: RpI. 16705 64 Vertrefer on ollen größ. Plätzen des ln- und Auslondes Angeglie dert: Mannheimer Lebensversicherungsbank.-8. SERTLIN 3288 K —— IHEIAISCA IrOTAEKEABAAE MLMANNHIEIM Aktienkapital.Q. RM. 12 005 000.— Reserven, Rüchstellungen u. Vortrags- hoslen am zi. Dezember 1932 bilana- mãßig ausgeunesen über RM. 10 000 000.— Gesamier Darlehensbesland und Ge- samlumlauf der Goldpfandbriefe und Goldschuldverschreibungen am 31. De. n je uber RM. 328 000 000.— Gegrünoet 1871 Unter Aufsicht der Badisch. Staatsregierung 2658K 50 1 RHEI uun é( ⸗ ,,pc„ahms NG0OLD das feinste WeizZenauszugmehl Erste Mannheimer Dampfmühle von Ecl. Kauffmann Söõhne a. uu Au, nn, zm. Mannheim Für den Bäcker die herworragenden Qualitätsmehle§ SLunnnmn:;.. Jahrgang Be: Betrle der de Au. Sauu, ——— 5 9 8 8 8 8 8 8 F 8 N 8 8 ð 8 8 ð 8 8 ð d Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 25 „Hakenkreuzbanner“ Sonntag, 24. September 1933 Besuchen Sie — 4 5* N 7 Die Stadt arn Rhein Und arm Neckar Aus Kkunft erteilt Verkehrs-Verein Mannheim, N2, 4— Fernsprecher 25258 Monurnertale Zarockbauten aus Kkurfurstlicher Zelt„ Gristes deutsches Schlos Schlos- rmuseum Schiosgalerle Nationaitheater Kunsthalle„ Slanetariunm Grose Sport- anlager Golfplatz Strandbad ar Ryhein Weltbe Kkannte industrie- Und Hafenanlagen Flughafen MANNHEIM das große Schiffahrts-, industrie- und Handels- zentrum düdwestdeutschlands mit berühmten, ausgedehnten Hafenanlagen 9 der Mirtschaftsmittelpunlt elnes relchgeglleder- —ten interlandes 2 der größte Umschlagplatz am Oberrheln bietet Schiffahrts-, Industrie und Handelsbetrieben die günstigsten Ansiedlungsbedingungen. lnteressenten wollen sich an den Herrn Oberbürger- meister Abteilung VIl, Rathaus N 1, Zimmer 51, wenden. Zentraler Flushafen der Städte Mannhelm- Heidelberg · Ludusshatfen in Mannheim. 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Vor allem ſind es die vortrefflichen D⸗Züge Amſterdam und Hoek van Holland— Ruhrgebiet— Köln— Karlsruhe— Baſel— Schweiz— Italien, London— Holland/Belgien — Köln— Karlsruhe— Schwarzwald— Boden⸗ ſee— Engadin— Arlberg und umgekehrt, die D⸗Züge Berlin— Karlsruhe— Baſel mit di⸗ rekten Anſchlüſſen nach Zürich, Mailand und Rom. Im Oſt⸗Weſt⸗Verkehr berührt der älteſte deutſche Luxuszug, der Orienexpreß, wie auch (im Hochfommer) der Karlsbad⸗Expreß, Karls⸗ ruhe. Es würde im Rahmen dieſer kurzen Be⸗ trachtungen zu weit führen, die von Karlsruhe nach allen Richtungen verkehrenden FỹD⸗, FD⸗ und D⸗Züge einzeln aufzuzählen. Karlsruhe und Baden haben trotz der Ungunſt der Zeit erfreu⸗ licherweiſe wieder einen hohen Prozentſatz ihres ausgeprägten Friedensverkehrs erreicht und ſind dabei, den Ausbau ihrer Betriebsmittel den geſteigerten Anforderungen und den neueſten Errungenſchaften anzupaſſen. Der rege Um⸗ ſchlagsverkehr, zu dem der neuzeitliche, in der Erweiterung begriffene Rheinhafen beiträgt, ſtärkt die verkehrspolitiſche Bedeutung Karls⸗ ruhes in ſteigendem Maße. Der Hafen verfügt über geräumige Getreideſpeicher und Lagerplätze mit und ohne Gleisanſchlüſſen. Große Fabriken und zahlreiche Handelsfirmen haben ſich in ſei⸗ nem Gebiet niedergelaſſen. Dem Verkehrsmit⸗ tel der Zukunft, dem Luftverkehr, ſchenkt Karls⸗ ruhe ebenfalls ſeine Aufmerkſamkeit. Die vor⸗ treffliche Lage der Stadt als Stützpunkt und Eingangspforte für Reiſen und Wanderungen in den nahegelegenen nördlichen Schwarzwald ſichert ihr gleichfalls wachſenden Beſuch. Baden⸗ Baden, die weltbekannte Bäderſtadt, liegt nur 37 Kilometer(Bahnlinie) von Karlsruhe ent⸗ fernt. Herrenalb, die Perle des von der Peri⸗ pherie der Stadt bis zu dem genannten Kurort verlaufenden, ſo ſchönen Albtals, iſt mit der elektriſchen Kleinbahn in einer Stunde zu er⸗ reichen. In Fremdenverkehrs⸗ und allgemeinen Verkehrsfragen überhaupt gehen dieſe Kurorte mit uns zufammen und verſtärken damit die Werbekraft der Stadt. Ihr Beſtreben war es auch, im Zuſammenwirken mit anderen berufe⸗ nen Organiſationen günſtige Bahn⸗ und Kraft⸗ wagenverbindung im Umkreiſe von Karlsruhe und beſonders zwiſchen Baden⸗Baden, Herren⸗ alb und Karlsruhe zuſtandezubringen, um den Paſſanten und Kurfremden die Stadt Karls⸗ ruhe und ihre Schätze leicht zugänglich zu ma⸗ chen, ihnen die landſchaftlichen Reize der da⸗ zwiſchenliegenden Gebiete zu erſchließen, aber Tur Srenalandnerbemwocie: Kultsruhe und fäne Verebrsbedentangi Von Verkehrsdirektor Julius Lacher⸗Karlsruhe auch den Geſchäftsverkehr der Landeshauptſtadt zu beleben. Beſondere Anziehungspunkte ſind der weithin bekannte Stadtgarten mit Zoo und das einzigartige Karlsruhe Rheinſtrandbad mit Naturſchutzpark und Vogelwarte geworden. Die neu gebaute Schwarzwaldhochſtraße, die in Karlsruhe ihren Anfang nimmt und über Ett⸗ lingen— Völkersbach— Gaggenau— Baden⸗ Baden in die Autohöhenſtraße des Schwarz⸗ waldes nach dem Feldberg einmündet, rückt die fung eines Reichsautobahnnetzes richtig erkannt, daß Deutſchland neues Leben und neues Blut zugeführt werden wird, wenn ein weites, tech⸗ niſch hervorragend durchgeführtes Netz von Kraftverkehrsſtraßen die deutſchen Gaue durch⸗ zieht und damit ein geſunder Wettbewerb mit dem deutſchen Eiſenbahnnetz geſchaffen wird. Von der allergrößten⸗ Wichtigkeit iſt es deshalb, Karlsruhe möglichſt nahe an den Schnittpunkt ſolcher Autoverkehrsſtraßen in der Nord⸗Süd⸗ UEA KONIDO DEN STAaM. Ah. C VASUCSTsFe DοrDEDD G Stadt unmittelbar an die Schwarzwaldberge heran. So iſt wohl nicht unberechtigt, wenn Karlsruhe ſich in neuerer Zeit die wirkungsvolle 21 zulegt„am Schwarzwald und am hein“. Von großer, ja lebenswichtiger Bedeutung für Karlsruhe und Mittelbaden iſt die Frage, wie und wo die Reichsautobahnen an ihnen vorbei⸗ eführt werden. Unſer Volkskanzler Adolf Hit⸗ er hat in ſeinem gigantiſchen Plane der f⸗ und der Weſt⸗Oſt⸗Richtung heranzubringen, und nach ſeiner geographiſchen Lage und ſeiner ſtark beſiedelten Umgebung iſt es geradezu dazu be⸗ rufen, in den Mittelpunkt ſolcher Verkehrsſtra⸗ ßen zu kommen. Dies darf aber kein Hinde⸗ rungsgrund dafür ſein, die Nord⸗Süd⸗ und die Oſt⸗Weſt⸗Eiſenbahnlinien über Karlsruhe raſch⸗ möglichſt für elektriſchen Betrieb umzubauen und damit Karlsruhe und dem badiſchen Lande die Konkurrenzfähigkeit gegenüber gleichartigen Linien zu verſchaffen. g1 Zu den Erforderniſſen für eine günſtige Ent⸗ wicklung des Grenzlandes Baden und der Lan⸗ deshauptſtadt Karlsruhe gehört aber auch die Aufhabung des Viſumzwanges im Verkehr mit Frankreich und dem Oberelſaß, die Erweiterung des ſogenannten kleinen Grenzverkehrs, die Ein⸗ beziehung Karlsruhes in dieſe viſumfreie Zone und die Beſeitigung der Zollſchwierigkeiten beim Ueberſchreiten der Grenzen im Weſten und Sü⸗ den, damit vor allem dem Fremdenzuſtrom aus unſeren Nachbargebieten wieder der Weg zu uns geebnet wird. Baden iſt durch das Verſail⸗ ler Schanddiktat Grenzland geworden und auf einer Länge von 143 Kilometer im freien Ver⸗ kehr mit den Nachbarländern gehindert. Seit nahezu zehn Jahren ſchon beſteht in Karlsruhe die Einrichtung der„Karlsruher Herbſtwoche“ oder, wie man ſie in der Folge nannte,„Karlsruher Herbſttage“. Nun ſind dieſe „Karlsruher Herbſttage“ dank des weitſchauen⸗ den Blickes und der ſtarken Führerhand unſeres Herrn Reichsſtatthalters Robert Wagner von der hochbedeutſamen„Nationalſozialiſti⸗ ſchen Grenzlandkundgebung“ in der ſüdweſtdeut⸗ ſchen Ecke abgelöſt worden, die in ihrem Aus⸗ maße alle Erwartungen übertrifft und in ihren Wirkungen ſicherlich von den weittragendſten Erfolgen für unſer Heimatland begleitet ſein wird. In dieſen Kundgebungen wird der ſtarke Wille des badiſchen Volkes zum Ausdruck ge⸗ bracht, alle Hinderniſſe zu überwinden, die ſei⸗ ner Lebens⸗ und Kraftentfaltung in der Grenz⸗ landecke entgegenſtehen, aber auch das Verlan⸗ gen, dem ſüdweſtdeutſchen Grenzland das zu eben, was es nötig hat, um auf vorgeſchobenem oſten ein feſtes Bollwerk zu ſein für deut⸗ ſchen Geiſt, deutſche Kultur, deutſche Art und deutſche Arbeit. In der gro⸗ ßen„Nationalſozialiſtiſchen Grenz⸗ landkundgebung“ ſoll der zermürbende Kampf eines kerndeutſchen, zähen und mutigen Volkes in Wort, Bild und ſinnfälligen Darſtel⸗ lungen aller Welt vor Augen geführt werden. „Es brennt an der Grenze!“ Möge die große und einzigartige Grenzland⸗ kundgebung, zugleich als ſtarker Ausdruck des unbeſiegbaren Willens unſeres zielbewußten Volkskanzlers Adolf Hitler, die er⸗ wünſchten Früchte für unſer teueres Heimat⸗ land bringen, und möge Baden bald auch ver⸗ kehrspolitiſch und verkehrswirtſchaftlich die Stel⸗ lung und Bedeutung wiedererlangen, die es in den beſten Zeiten ſeiner Blüte gehabt hat! Gewerbebank f uür Süddenutschland .-G. Die Zentralkasse Hauptniederlassung: Karlsruhe i.., Kaiserstrasse 96 Zweignie derlassung.: Frankfurt.., Mainzer Landstr. 9 relefon Nr. 4443 bis 46 Telefon Senkenberg 30401 der gewerblichen Kredit- Genossenschaften Badens 322ͤ muee. 35 22222 Diskonfierung von Wechseln u. Schecks Lombardierung von Wediseln und Effekten noch Nleßgabe des Privainotenbankgesehes vom 30. August 1924 Einzuꝗ von Wechseln Kontokorreni-Geschäft Giro- und Scheckverkehr Annehme von Boreinlagen An⸗ und Verkauf von Werlpapieren Verwaltung von Werlpapieren in offenen und geschlossenen Depols Vermiefung von Stahlfächern Hirterlequngsstelle für Nundel- vermögen e Lun. Jahrgang L mie, (Sẽ BDe Fl PSS baunumue, 5 GI vVerb Sonder Mannheim Mannheim Heidelberg Mosbach 2 Sinsheim E Weinheim Bruchsal Sonntags Umkreis weise. tungsdau ohne Me 2222222222 inſtige Ent⸗ id der Lan⸗ er auch die Verkehr mit Frweiterung rs, die Ein⸗ nfreie Zone gkeiten beim en und Sü⸗ zuſtrom aus er Weg zu zas Verſail⸗ en und auf freien Ver⸗ ert. beſteht in „Karlsruher der Folge n ſind dieſe veitſchauen⸗ ind unſeres Wagner alſozialiſti⸗ üdweſtdeut⸗ ihrem Aus⸗ nd in ihren ttragendſten gleitet ſein d der ſtarke usdruck ge⸗ ſen, die ſei⸗ der Grenz⸗ as Verlan⸗ nd das zu zeſchobenem für deut⸗ deutſche in der gro⸗ n Grenz⸗ ermürbende nd mutigen ſen Darſtel⸗ hrt werden. 40 Grenzland⸗ tsdruck des elbewußten er, die er⸗ es Heimat⸗ d auch ver⸗ ich die Stel⸗ , die es in bt hat! ree eer, aeed 22222222 JFahrgang 3. Nr. 245. Seite 27 „Hakenkreuzbanner“ bel der Badischen Landwirtschafts-Bank (Sauernbarie) e..rm. b. Hl. Karisruhe Lauterbergstr. 3 Beposltenkasse: Erbprlnzenstr. 31, Eingang rudwigspleatz Flllalen: Adelsheim, Bruchsal, Heidel- berg, Sophienstrabe 7b0, Mosbach Zahlstellen: Küisnelm, Tauberbischotsheim, Wiesloch —¹— ———— 1* en n foe Lum 3 — sadische Landwirtschaftiiche Lali. bänbszeisehaft „G. m. h. H. j. B. Lauterbergstrage 3: Telefon Nr. 8000-8007 bie genoss enschaftliche Warenzentrale.bad. Bauer Hilaaaamanananmanmanaanamat Aufnahme und Abgabe bdischer ldndw/irtschöftl. ErZeugnisse Lleferung aller lendw/irt- Schòftlichen Bedòffsstoffè Haaaaaaanaamannamnaaannnm Für die Erfassung von: Getrelde und Grilnkern 6 etreldebllro Mannheim Binnenhafenstr. 9/10 * Tum Naflonalsozia lisfischen Grenzland-Treffen verbunden mit Grenzland- Werhemesse in Karlsruhe/ 9.—27. Sept. 193838 mit der Reichsbahn Sonderaige am Zonntag, 24. Sept. 1933 mit 76% Fahrprelsermãligung lsruh.48 5 Karlsruhe ab 19.00 i 20.18 Un annheim ab.29 Uhr Karlsruhe an r arlsruhe a.0 r Mannheim an 20. r Mannkahn ab.53„, 0„.05 Karlsruhe ab 19.30 Uhr Mannheim an 20.48 Uhr Heidelberg ab.12„„.27„, Karlsruͤhe ab 19.55 Uhr Mannheim an 21.03 Uhr 3.18„„ Karlsruhe ab 20.10 Uhr Heidelberg an 21.30 Uhr 5 Karlsruhe ab 20.00 Uhr Heidelberg an 20.59 Uhr Mosbach ab.45„— Karlsruhe ab 19.33 Uhr Heidelberg an 20.26 Uhr Sinsheim Els. ab.00„ 4 60 Karlsruhe ab 18.40 Uhr Mosbach an 21.11 Uhr Weinheim ab.17 05„„ Karlsruhe ab 18.50 U. Sinsheim Els. an 20.38 Uhr Bruchsal ab.35 5 Karlsruhe ab 22.20 Unr Weinheim an 23.31 Uhr Karlsruhe ab 19.19 Uhr Bruchsal an 19.46 Uhr Bedeutende Fahrpreisermäàßigung Sonntagsrücklahrkarten an allen Wochentagen v om 9. bis 27. September von den Bahnhöfen im Umkreis von 75 Km. um Karlsruhe mit eintäglg er Geltungsdauer gegen Vorlage der Messeaus- weise. Sonntagsrücktahrkarten im Umkreis von 300 Km. um Karlsruhe mit verlängerter Gel- tungsdauer: Hinfahrt Samstax 0 Uhr bis Sonn tag 24 Uhr. Rückfahrt Samstag bis Montag 24 Uhr ohne Messeausweis. Auskunft erteilen die Bahnholt. Reichsbahndirektion Karlsruhe. 1 Ballischer Molkereiverhand e. V. Karlsruhe, Ettlingerstrase 59 flliniimmmunnuunnnniniiiiiinꝛnrzriririmmiiiimunnunsmiunnnsuninissniiliiiiiꝛirirriizzizziimpiiismnnnnn Fachmànnische Beratung der Mitglieder. 4 burchtunrung von technischen Revisionen der angeschlossenen Molkereien und Abhaltung von Wandermelkkursen. oVermittlungsstelle für Molkereiprodukte, Molkereimaschinen und Geräte, Projektion und Einrichtung kompletter Molkereianlagen. Beachten Sie unseren Stand auf der Grenzland-Werbhe-Messe 32³⁴ un- oninger W Bier KanlSRunE Des Hauses Schild, ie hier im Rahmen, Verkündet im Lande Marke und Namen „Hakenkreuzbanner“ Jghrgang 3. Nr. 245. Seite Veit Sto 6 Zum 400. Todestag des mleiſters J Zwiſchen dem 24. September und 13. Dezem⸗ ber 1533— genauer hat ſich der Zeitpunkt bis⸗ her nicht feſtſtellen laſſen— ſchied in Nürnberg einer jener großen Künſtler aus dem Leben, denen die einſtmalige Reichsſtadt ihren Ruhm als Vorort in der Epoche höchſter deutſcher Kunſtentfaltung verdankt. Mit einer Feſtlichkeit im berühmten Nürnberger Rathausſaal und der Eröffnung einer umfangreichen Ausſtellung ſeiner Werke im Germaniſchen National⸗ muſeum iſt denn auch bereits Ende Mai das Gedächtnis des Veit Stoß an der Stätte ſeines Jahrzehnte langen Wirkens gefeiert worden. Faſt gleichzeitig hat Krakau, im 15. Jahrhun⸗ dert eine halbdeutſche Stadt, in der er an die zwanzig Jahre ſein Heim aufgeſchlagen hatte, eine Erinnerungsfeier für den alten Meiſter veranſtaltet und eine Ausſtellung eröffnet. Ob Veit Stoß in Nürnberg geboren war, ſteht nicht völlig feſt, wie wir denn leider auch über das Jahr ſeiner Geburt— nach dem frü⸗ heſten Nürnberger Kunſtſchriftſteller Johann Neudörfer(1547) müßte es 1438 ſein— und über ſeine ganze Jugendentwicklung trotz aller Anſtrengungen der Forſchung einigermaßen im Dunkel bleiben. Mag ein Gürtler Michel Stoß, der 1415 in Nürnberg das Bürgerrecht und dann auch das Meiſterrecht erwirbt, ſein Vater geweſen oder die Witwe eines Dinkelsbühler Bürgers Fritz Stoß, die, wie es den Anſchein hat, 1454 nach Nürnberg überſiedelte, als ſeine Mutter anzuſprechen ſein, ſicher iſt nur, daß der Künſtler 1477 ſein Nürnberger Bürgerrecht, das, da von ſeiner eigenen Bürgeraufnahme in den archivatiſchen Quellen nichts verlautet, ſchon ſeine Eltern beſeſſen haben müſſen, auf⸗ gibt und nach Krakau verzieht, wo er nun ſelbſt das Bürgerrecht erwirbt und als angeſehener, hochgeehrter, von den Stadtſteuern entbundener Meiſter mit Unterbrechungen bis 1496 gelebt und als Bildſchnitzer und Bildhauer, daneben auch als Kupferſtecher eine gewaltige Tätigkeit entfaltet hat. Gleich das erſte Werk, das er hier, im Auf⸗ trag einiger Mitglieder der deutſchen Ge⸗ meinde, in Arbeit nahm und 1489 vollendete, iſt der rieſige Hochaltar in der damals(bis 1537) den Deutſchen zuſtehenden Krakauer Ma⸗ rienkirche. Der Maria iſt der Altar gewidmet, der im Mittelſchrein in überlebensgroßen Fi⸗ guren den Tod der von den tiefergriffenen oder leidenſchaftlich bewegten Apoſteln umgebenen heiligen Jungfrau zum Gegenſtand hat, auf den 18 großen Hochreliefs der beweglichen und der Stand⸗Flügel lebensvolle und figurenreiche Szenen aus dem Marienleben und der Paſ⸗ ſion wiedergibt, in der Predella den feinge⸗ ſchnitzten Stammbaum Chriſti, die„Wurzel Jeſſe“, aufweiſt. Die vollendete Kunſt, die ſich an dem Marien⸗ altar, einem der machtvollſten Werke der geſam⸗ ten deutſchen Plaſtik, offenbart, läßt es als ge⸗ wiß erſcheinen, daß es ſich dabei nicht um ein Jugendwerk des Meiſters handeln kann, ſon⸗ dern daß manche Arbeiten der gleichen Werk⸗ ſtatt vorangegangen ſein werden. Zuverläſſig bezeugt iſt aber keine derſelben, wenn auch die Stilkritikt mit mehr oder minder wahrſchein⸗ lichen Zuſchreibungen eifrig am Werke gewe⸗ ſen iſt. Aus der nächſten Folgezeit rühren in Polen von Veit Stoß, der in der Stiftsurkunde zum Marienaltar„Magiſter Vittus Almanus de Norinberga“ genannt wird, noch eine ganze Anzahl weiterer hervorragender Denkmäler her, holzgeſchnitzte Altartafeln und Einzelfiguren, Grabmäler aus Marmor und aus Sandſtein, doch 1495 verläßt er als vermögender Mann Krakau wieder, wo einer ſeiner Söhne, Stanis⸗ laus Stoß, die berühmt gewordene Werkſtatt weiterführt, und kehrt nach Nürnberg zurück, wo er nun aufs neue das Bürgerrecht erwirbt. Alsbald ſetzt nun hier eine umfangreiche Tä⸗ tigkeit des Heimgekehrten als Plaſtiker ein, wo⸗ von viele Werke, die den Stempel ſeines Feuer⸗ geiſtes und ſeiner über alle Maßen flinken und geſchickten Hand tragen, Zeugnis ablegen. Aber durch ſein Meiſterzeichen, ein von einem Kreuz überhöhte, auf die Spitze geſtellte, an der rech⸗ ten Spitze offene und faſt wie ein lateiniſches wirkende Dreiecksfigur, hat er doch nur we⸗ nige Arbeiten offenbar als durchaus eigenhän⸗ dige Leiſtungen gekennzeichnet; ſo aus dieſer erſten Nürnberger Zeit vor allem die drei Hoch⸗ reliefs in Sandſtein: Abendmahl, Gebet am Oelberg und Gefangennahme Chriſti(1499) in der Sebalduskirche. Die ausdrucksvollen Köpfe und die den Plaſtiker Stoß kennzeichnende Be⸗ ſeelung der meiſt wehenden oder ſich bauſchen⸗ den Gewandung laſſen den völlig ausgereiften Künſtler, den ſouveränen Beherrſcher ſeines Stoffes erkennen. Nicht viel ſpäter wird die reizvolle holzge⸗ ſchnitzte Modonnenfigur entſtanden ſein, die er für ſich ſelbſt ſchuf und als ſeine Schutzheilige und zugleich ſein Aushängeſchild als Bild⸗ von Geheimrat Dr. Theodor Hampe⸗NHürnberg. mujeumsdirektor i. R. ſchnitzer an der Ecke des Hauſes in der Wun⸗ derburgſtraße anbringen ließ, das er 1499 für 800 Gulden(das ſind nach unſerem Gelde und Geldwerte etwa 24000 Reichsmark) erworben hatte. Urkundlich hören wir von Pfeiler⸗ und Brük⸗ kenbauten, deren Konſtruktion von ihm her⸗ rührte. Dies zeigt deutlich, daß er— als echter Renaiſſancekünſtler, der freilich mit ſeiner Pla⸗ ſtik in der Gotik wurzeln blieb— auch als Ar⸗ chitekt und Ingenieur ſeinen Mann zu ſtehen wußte, während er ſich nachmals(1504) mit vier noch vorhandenen Tafelbildern, ſchwung⸗ voll und farbig wiedergegebenen Szenen aus der Legende des heiligen Kilian, für die Pfarr⸗ kirche zu Münnerſtadt als ein tüchtiger, ganz eigenartiger Maler betätigt hat. Inzwiſchen aber war über den raſtlos Schaf⸗ fenden ein ſchweres Geſchick hereingebrochen, das ſein ganzes künftiges Leben in Wirrniſſe geſtürzt und verdüſtert hat. Gegen guten Zins hatte er noch zu Ausgang des alten Jahrhunderts einem geriſſenen Kauf⸗ mann, Jakob Baner, 1000 Gulden geliehen, die jener ihm um das Jahr 1500 auch zurückzahlte, indem er aber gleichzeitig den Künſtler über⸗ redete, die Summe nunmehr an einen anderen Spekulanten, Hans Starzedel, auszuleihen. Der war dem Baner einen größeren Betrag ſchul⸗ dig, deſſen Rückzahlung nun erfolgen konnte, ehe der gänzliche Bankerott des Starzedel, den Baner hatte vorausſehen müſſen, eintrat. Der durch ſolche Hinterhältigkeit um ſein ſauer erſpartes Geld gebrachte Meiſter Veit, dem der ſchon erwähnte Neudörfer zwar das Zeug⸗ nis ausſtellt, daß er„ganz mäßiglich“ gelebt und ſich des Weines enthalten habe, deſſen Lei⸗ denſchaftlichkeit uns aber aus vielen ſeiner Werke entgegenflammt, ließ ſich nun dazu hin⸗ reißen, in geſchickter Weiſe— ſeine Kunſt ver⸗ lockte ihn wohl auch dazu— Schuldſchein und Siegel ſamt Baners Unterſchrift zu fälſchen. Dieſe Machenſchaft konnte indeſſen nicht lange verborgen bleiben, und der Täter hätte nach dem damaligen ſtrengen Recht eigentlich den Tod verdient gehabt. Nur ſeiner anerkannter⸗ maßen ſo hohen Künſtlerſchaft und anſehnlicher Fürſprache verdankt er es, daß man ihn zur Brandmarkung begnadigte. So wurde ihm denn am 4. Dezember 1503 das N der Stadt vom Henker öffentlich auf beiden Backen ein⸗ gebrannt. Dieſen nach ſeiner Meinung unverdienten Sonntag, 24. September 1933 Schimpf hat Veit Stoß nie verwunden. Mit Eingaben, Prozeſſen und ſonſtigen Schritten zu ſeiner Rehabilitierung— ſelbſt Kaiſer Ma⸗ ximilian verwandte ſich auf ſeine Bitte für ihn — verlief ſein ferneres Leben, ſo daß er ſich bei ſeiner Obrigkeit den Ruf eines„unruhigen, heilloſen Bürgers“, eines„irrigen und ge⸗ ſchreiigen Mannes“ zuzog⸗ Umſo erſtaunlicher iſt es, daß gerade in den folgenden Jahrzehnten, wo der Verfemte ſogar zeitweilig keine Geſellen mehr zur Arbeit be⸗ kommen konnte, noch eine ganze Reihe größter Meiſterwerke aus ſeinen Händen hervorging; ſo die ergreifenden Kruzifixe in den Domen von St. Sebald und St. Lorenz und im Hei⸗ ligengeiſt⸗Spital(letzteres jetzt im Germaniſchen Muſeum), der berühmte vom Roſenkranz um⸗ gebene„Engliſche Gruß“ mit ſeinen faſt dop⸗ peltlebensgroßen Figuren(1517—1519) im ho⸗ hen Chor von St. Lorenz und der mächtige, figurenreiche Marienaltar(1520—1523), jetzt in der Oberen Pfarrkirche zu Bamberg. Bald nach der Vollendung dieſes Werkes muß der Meiſter, wie uns Neudörfer berichtet, erblindet ſein; aber erſt ein volles Jahrzehnt ſpäter iſt dieſes reiche Leben des genialſten deutſchen Bildſchnitzers zu Ende gegangen. Lucie Höflich, Leiterin der Staatlichen Schau⸗ ſpielſchule. Frau Lucie Höflich, die große Charakterdarſtel⸗ lerin und Leiterin der kürzlich gegründeten Staatlichen mit ihrer Tochter rſula. aerer mutaitemhen mtnermenn:chamianharhulgiuntufrrt 2 „———— 35. JFortſetzung Sein Adjutant, Hauptmann Braſſet de Mou⸗ lin, kommt aus dem Zelt und ſchlägt dem Ge⸗ neral nochmals vor, mit den Tirolern über freien Abzug zu verhandeln. Das ſei beſſer, als noch einen ſo furchtbaren Tag wie den heutigen zu erleben. Von 12 500 Mann der Finſter⸗ münz⸗Armee ſeien nahezu 2000 tot und ſchwer⸗ verletzt. Auch ſei es den bewährten bayeriſchen Bataillonen von Büllingens noch immer nicht gelungen, Verbindung mit der Hauptmacht zu gewinnen. Die Schlucht ſei eng. Ein Durchkom⸗ men ſei unmöglich, bevor nicht die Berghänge im weiten Umkreis geſäubert ſeien. Ein ſolcher Kleinkrieg würde ſich aber wochenlang hin⸗ ziehen können. Der beſte Weg ſei, mit den „Straßenräubern“ zu verhandeln. Nachher könne man ſich ja rächen.. De la Motte raucht heute einen ſchlechten Tabak. „Braſſet, Sie mögen recht haben. Aber ein napoleoniſcher General verhandelt mit dieſen Ziegenhirten nicht ſo ſchnell. Dazu habe ich noch lange Zeit. Ich warte ab, was die 8000 Mann unter Oberſt Gravotte am Ofenpaß er⸗ reicht haben. Meldungen müſſen heute nacht noch eintreffen. Einige Tage warten wir ab. Wir hungern die Bauern einfach aus, an Le⸗ bensmittel und Munition. Gravotte hat am Ofenpaß⸗ beſtimmt weniger Widerſtand gefun⸗ den. Er kann mit ſeiner Armee, ſtatt oſtwärts nach Meran und Bozen zu marſchieren, im Vintſchgautal links ſchwenken und über Reſchen und Nauders uns zu Hilfe kommen und den Bauern am Finſtermünzpaß in den Rücken fal⸗ len. So haben wir dann die Ziegenhirten dort oben in der Falle. Von Büllingen wird von Norden her, wir vom Süden und Gravotte vom Oſten her angreifen..“ Ungeduldig unterbricht ſich der General: „Laſſen Sie ſofort fünf Kuriere über Zernetz nach dem Ofenpaß abgehen. Sie ſollen den Meldereitern Gravottes, falls ihnen ſolche be⸗ gegnen, die Meldungen gleich abnehmen und hierher bringen“ „Jawohl, mein General!“ Braſſet weiß, daß de la Motte einen harten Willen und einen harten Schädel 19. Drüben in der dunklen Schlucht iſt alles ru⸗ hig. Nur der Inn rauſcht und poltert ſein ein⸗ Ei Iniſtſuſte 705 lasmm töniges, großes Lied von Gletſchern und Mo⸗ ränen durch die Felſen. Er hat keine Zeit, ſich hier umzuſehen, hat keine Luſt, ſich hier aufzu⸗ halten. Raſtlos ſchäumt er durch die Nacht, hin⸗ aus ins Tal und in die Welt, dem Meere zu. Severin iſt halbtot vor Müdigkeit an der Brücke eingeſchlafen. Sein Kopf iſt vornüber gefallen und lehnt in tiefem Schlafe an einem Baumſtamm ſeiner Verſchanzung. Zwei Bau⸗ ern liegen ſchlafend neben ihm, ohne Decken, ohne Feuer. Der alte Feuerſinger hält hier Wacht. Er ſtarrt mit Luchsaugen in die Wald⸗ hänge am anderen Ufer, ſchaut die zertrüm⸗ merte, verſchüttete Straße auf und ab, auf und ab... Kein Laut entgeht ihm, nicht das Stöh⸗ nen und Jammern der Verletzten und nicht das Wimmern der Sterbenden Die Verletzten ſind noch immer nicht alle ge⸗ borgen. Hüben und drüben gehen vereinzelte Patrouillen herum, um die armen Teufel zu holen und ihren Schmerzen Linderung zu brin⸗ gen. Unten, wo die große Rinne mündet und das Lawinenungeheuer auf die Menſchen nie⸗ dergebrochen iſt, dringen noch immer dumpfe, ſtöhnende Klagelaute in die Ohren der Su⸗ chenden. Severin iſt aufgewacht. Drei Stunden lang haben ſie ihm Ruhe gegönnt. Es iſt Mitter⸗ nacht. Er weiß im erſten Augenblick nicht, wo er iſt, beſinnt ſich, ſieht zum Himmel hinauf, deſſen ſamtener Bogen voll heller Sterne iſt, ſind weit um in Wald und Tal die glimmen⸗ den Wacht⸗ und Lagerfeuer, ſieht unter ſich die grauen Wogen des Inn, ſieht kantig und dro⸗ hend die ſchwarzen Felswände von Finſter⸗ münz emporſteigen. Und nun weiß er, wo er iſt. Wie Blei fällt ihm das ganze Gewicht ſeiner ungeheuren Ver⸗ antwortung aufs Herz. Und wenn auch die vie⸗ len glimmenden Feuer gleich freundlichen Bo⸗ ten zu ihm heruntergrüßen, er weiß im ſelben Augenblick auch, daß nur bei jedem fünften Feuer ein paar müde, treue Bauern ſich den Schlaf geſucht haben. „Grüß Gott, Tribuſſer! Paß auf und über⸗ nimm derweil das Kommando hier an der Brücke. Vielleicht greifen die Franzoſen an, vielleicht aber warten ſie! Ihr haltet und laßt nit luk. Es geht um die Hoamat, Tribuſſer. Gell! Grüß di Gott, in drei Stund oder viere bin i wieder da!“ „Iſch guet, Anderlan, loß dir Zeit⸗ Gott gſegn dein Weg!“ Severin muß jetzt Verbindung mit Klotz, Ra⸗ benſteiner und Harraſſer haben. Harraſſer hatte ſeine zweihundert Schützen in den Wäldern von Martinsbruck weit auseinandergezogen und ſo verteilt und verſchanzt, daß ſie einen großen Teil der Straße bis weit vor dem Brückenkopf unter Feuer halten und beunruhigen können. Zum Harraſſer muß der Severin. Er will dort Rat und Hilfe ſuchen für ſich und für alle. Der Harraſſer iſt und bleibt die Ruhe ſelbſt. Kein Schuß zuviel, kein Schrei zuviel, kein Wort zuviel iſt ſeine Parole. Severin weiß, daß er hier für eine Sache kämpft, bei der es um mehr geht als nur um den Paß von Finſtermünz. Severin trägt die Verantwor⸗ tung gern. Hier an den Toren Tirols wollen ſie kämpfen und— wenn es ſein muß— für das Vaterland ſterben. In Gedanken verſunken erreicht Severin, ſich duckend und kriechend, die Stellung Rabenſtei⸗ ners. Er liegt mit ſeinen Leuten mitten im Fluß auf einem vorſpringenden Felſen. Kein Mann kann die Schlucht paſſieren, ſolange er Gewehre, Munition und Schützen dort hat. „Hagſpiel iſt tot!“ Rabenſteiner ſagt es zu Severin. Sie geben ſich die Hände, lange und feſt. Keiner ſagt ein Wort, aber in ihren ernſten Augen kann es ein jeder leſen: auch wir wollen unſeren Adler, ſo lange wir leben, hochhalten und uns auch im Tode nicht von ihm trennen.— Hagſpiel, der luſtige, fröhliche Albert Hag⸗ ſpiel, liegt jetzt droben im Wald unter einer Tanne. Der Rotadler deckt ihn und beſchützt ſeinen langen Schlaf. Zwei Burſchen halten ihm die Ehrenwache. Ein Lagerfeuer flackert rechts von dem Toten. Severin ſteigt hinauf, will ihm ein letztes Lebewohl ſagen Schwer iſt der Weg. Nicht nur den Albert hat es erwiſcht. Viele, viele andere noch. Junge und Alte. Und wieder legt ſich ein furchtbarer Zweifel auf ſeine Seele. Muß das ſein? Will's der Herrgott ſo? Severin weiß keine Antwort. Sein Herz, ſein Verſtand, ſein Blut, ſeine Seele, ſein ganzes Weſen aber ſagen ihm nur eines:... Wir wollen keine Knechte Napoleons ſein, wir wollen keine Sklaven ſein, wir wollen wieder freie deutſche Bauern ſein und bleiben.. *E Klar und wolkenlos folgt dem ſchickſalsſchwe⸗ ren Tag die Nacht. Unzählige Sterne ſchimmern mild und ſchwei⸗ gend aus ewiger Weltenferne auf die Berge und Täler Tirols. Unzählige Herzen dieſes Landes erheben ſich bittend und gläubig zu der Allmacht, die über den Sternen wohnt. Hoffend und harrend wachen ſie in dieſer Nacht— die den armen, verzweifelten Men⸗ ſchen keinen Frieden bringt, In St. Vigil herrſcht an dieſem Abend eine ſeltſame Unruhe. Hart und dröhnend hallt der Schritt der bayeriſchen Patrouillen, die unauf⸗ hörlich den Ort durchziehen, auf der Straße. An den Eingängen des Dorfes und auf den benachbarten Höhen ſind franzöſiſche Poſten aufgeſtellt. Von der ſtolzen, ſiegesbewußten Si⸗ cherheit der fremden Soldaten iſt nichts mehr zu merken. Hinter ihrem kriegeriſchen Auftreten können ſie nur ſchwer die gefahrwitternde Span⸗ nung, die ſie erfüllt, verbergen. In der Kanzlei des Amtshauſes herrſcht die gleiche nervöſe, geſpannte Stimmung wie bei den Truppen. Leroy läuft unruhig hin und her. Riederer ſitzt an ſeinem Schreibtiſch. Vor ihm liegen einige Akten, aber Riederer arbeitet nicht. Ebenſo wie Leroy wartet er ungeduldig auf die Berichte der Ordonnanzen. Eine un⸗ erträgliche Spannung erfüllt die Luft. Man wartet auf Verſtärkung und auf Nachrichten vom Oberkommando in Innsbruck. Aber keine Meldungen treffen ein. Die Kuriere, die Leroy auf verſchiedenen Wegen zu Drouet geſchickt hat, kehren einer nach dem anderen zurück. Sie haben Innsbruck nicht erreichen können, da die aufſtändiſchen Bauern alle Wege beſetzt halten. Nur ungewiſſe Nachrichten über eine große Schlacht, die zwiſchen den Bauern und den Franzoſen am Berg Iſel entbrannt ſein ſoll, bringen ſie mit. Aber keine Orders vom Ober⸗ kommando— keine Verſtärkungen. Immer tiefer werden die ſorgenvollen Falten auf Riederers Stirn. Immer unruhiger läuft Leroy hin und her. „ Jahrgang; Die 4 Beenin, merflaute vom den. Im Aug beſchleuni nur weitere 2 beitsvolu lich erhöl berichterſt Reichsamt von 47,3 v. H tät geſtiegen 1 Stand des Vo lich von 41,5 denkapazität k ſtunden zugente halb beſondere ten Monaten den kaum ver Arbeitern im lich waren. eines Arbeiter den erhöht. Die Belebu in den Produ brauchsgüterin geſetzt. Innerhalb ſtriſen ſind v indbduſtrien Beſchäftigung nenbau, in d und in Teilen gewerbe hat f faſt doppelt ſe hat dieſe wicht vom Auguſt 1 bes haben vor zugenommen, Inbu Geſamte Produkti Großeiſen. NE. Metalle Maſchinen. Bauwirtſchaft Fahrzeuge Verbraue Textilien Hausrat und Kulturbedarf Nahrungsmit Genußmittel Letzte 3 Die im Inl in der Zeit v ber 1933 kr Grund⸗ und und Kreisſteu entrichten, er Steuerbeträge zurückvere nur auf A mer Steuerza Steuergutſchei Wir richten werker, G zer— die d 1. Beantrat ——.—————— Träum Skizze Eines ſchöͤ des Ertrinke men und ha beſonderer 3 mich in Er fragen:„Kö photographie in dieſem F den Rettung derte beides perfekt. Die ſcheidendes. ſich um ein Fall aber b zweiten Tag die mir meh Benutzung! ſtundenkange gerechnet ſei Erfolg dage ein alter Erf daß man ſe läßt. Wer lich ſein kan Ich bin 1 von Begriff, daß Fräulei länglich bel⸗ man bei ein volle Weißgl ich ſo, als ember 1933 unden. Mit 'in Schritten Kaiſer Ma⸗ zitte für ihn iß er ſich bei „unruhigen, 'n und ge⸗ rade in den rfemte ſogar Arbeit be⸗ eihe größter hervorging; den Domen ind im Hei⸗ jermaniſchen enkranz um⸗ en faſt dop⸗ 519) im ho⸗ er mächtige, 523), jetzt in ſes Werkes fer berichtet, Jahrzehnt genialſten gangen. chen Schau⸗ akterdarſtel⸗ gegründeten zrer Tochter unter einer nd beſchützt ſchen halten euer flackert ein letztes den Albert noch. Junge furchtbarer ſein? Will's ne Antwort. Blut, ſeine en ihm nur Napoleons wir wollen nd bleiben.. ickſals ſchwe⸗ und ſchwei⸗ die Berge erheben ſich ht, die über e in dieſer felten Men⸗ Abend eine nd hallt der „die unauf⸗ der Straße. ind auf den iſche Poſten ꝛwußten Si⸗ nichts mehr en Auftreten ernde Span⸗ herrſcht die ing wie bei ſig hin und eibtiſch. Vor erer arbeitet ungeduldig 1. Eine un⸗ Luft. Man Nachrichten Aber keine e, die Leroy uet geſchickt zurück. Sie inen, da die eſetzt halten. eine große n und den nt ſein ſoll, vom Ober⸗ zmmer tiefer f Riederers oy hin und in der Zeit vom 1. Ottober 1932 bis 30. Septem⸗ länglich bekannten Zuſtand geraten war, den —— Jahrgang 3. Nr. 245. Seite 29 „Hakenkreuzbanner“ Sonntag, 24. September 1933 die Veſchäftigung der Induſtrie im Auguſt 1933 Ergebniſſe der Induſtrie⸗Berichterſtaltung Berlin, 23. Sept. Die Induſtrie hat die Som⸗ merflaute vom Juli verhältnismäßig leicht überwun⸗ den. Im Auguſt hat ſich die Belebung wieder beſchleunigt fortgeſetzt. Dabei wurden nicht nur weitere Arbeitskräfte eingeſtellt; auch das Ar⸗ beitsvolumen der Induſtrie hat ſich beträcht⸗ liſch erhöht. So iſt nach der Induſtrie⸗ berichterſtattung des Statiſtiſchen Reichsamtes die Zahl der beſchäftigten Arbeiter von 47,3 v. H. auf 48,2 v. H. der Arbeiterplatzkapazi⸗ tät geſtiegen und liegt damit um 17 v. H. über dem Stand des Vorjahres. Verhältnismäßig ſtärker, näm⸗ lich von 41,5 v. H. auf 42,7 v. H. der Arbeiterſtun⸗ denkapazität hat die Zahl der geleiſteten Arbeiter⸗ ſtunden zugenommen. Dieſe Entwicklung verdient des⸗ halb beſondere Beachtung, weil ſich in den beiden letz⸗ ten Monaten die Summe der geleiſteten Arbeiterſtun⸗ den kaum verändert hatte und Neueinſtellungen von Arbeitern im ganzen nur durch Arbeitsſtreckung mög⸗ lich waren. Die durchſchnittliche tägliche Arbeitszeit eines Arbeiters hat ſich leicht von 7,10 auf 7,14 Stun⸗ den erhöht. Die Belebung der induſtriellen Tätigkeit hat ſich in den Produktionsgüterinduſtrten und in den Ver⸗ Ze faſt in gleichem Maße durch⸗ geſetzt. 3 Innerhalb der Produktionsgüterindu⸗ ſtriſen ſind vor allem die Inviſtitionsgüter⸗ induſtrien die Träger der Belebung. So iſt die Beſchäftigung in der Großeiſeninduſtrie, im Maſchi⸗ nenbau, in den NE. Metallhütten und Walzwerken und in Teilen der Elektroinduſtrie geſtiegen. Im Bau⸗ gewerbe hat ſich die Zahl der beſchäftigten Arbeiter faſt⸗ doppelt ſo ſtark erhöht wie im Vorfahre. Damit hat dieſe wichtige Schlüſſelinduſtrie bereits den Stand vom Auguſt 1931 erreicht. Innerhalb des Baugewer⸗ bes haben vor allem die öffentlichen Tiefbauarbeiten zugenommen, der gewerbliche Bau bleibt demgegen⸗ Zahl d. beſchäftigten über noch beträchtlich zurück. Im Zuſammenhang mit der größeren Bautätigkeit hat ſich auch die Be⸗ ſchäftigung in einzelnen Bauſtoffinduſtrien(Pflaſter⸗ ſtein⸗ und Schotterinduſtrie), Ziegelinduſtrie, Zement⸗ induſtrie und Dachpappeninduſtrie) weiter gehoben. Im Kraftfahrzeug⸗ und Fahrradbau haben Produktion und Beſchäftigung ihren ſaiſon⸗ mäßigen Höhepunkt überſchritten. Die Einſchränkun⸗ gen ſind aber geringer als im Vorjahr. Die Arbeit iſt weiter geſtreckt worden, Arbeiterentlaſſungen ſind ——4139 nur in geringem Umfang vorgenommen wor⸗ en. In den Verbrauchsgüterinduſtrien haben die Vorbereitungen für das Herbſt⸗ und Win⸗ tergeſchäft begonnen; die Beſchäftigung iſt hier daher auch ſtärker als im Vormonat geſtiegen. So hat ſich in einzelnen Zweigen der Bekleidungsindu⸗ ſtrie, vor allem in der Schuh⸗ und Hutinduſtrie ſo⸗ wie in der Erzeugung künſtlicher Blumen nicht nur die Zahl der Arbeitskräfte, ſondern auch die Summe der geleiſteten Arbeiterſtunden beträchtlich erhöht. Auch in den meiſten Induſtriezweigen, die Haus⸗ rat ſowie Gegenſtände für den Wohn⸗ und Kulturbedarf herſtellen, hat die Beſchäf⸗ tigung zugenommen, beſonders in der Herſtellung von Geſchirrſteingut, Weißhohlglas und Uhren. Nur in der Textilinduſtrie iſt die Belebung im gan⸗ zen geringer als im Vormonat. Zwar hat ſich die Zahl der Arbeitskräfte unp der geleiſteten Arbeiter⸗ ſtunden auch hier in faſt allen Zweigen gehoben, doch wird das Ergebnis für den geſamten Induſtriezweig durch den ſcharfen Rückgang in der Wollinduſtrie und in Teilen der Wirkwareninduſtrie gedrückt. In den Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗ induſtrien iſt die Beſchäftigung faſt durchweg ge⸗ ſtiegen, nur die Oelmühlen und die Obſt⸗ und Ge⸗ müſekonſerveninduſtrie(der Saiſon entſprechend) muß⸗ ten Einſchränkungen vornehmen. Zahl der geleiſteten Durchſchnittl. tägliche Induſtriezweige Arbeiter in v. H. der Arbeiterſtd. i. v. H. d. Arbeitszeit der Arbeit Arbeiterplatzkapazit. Arbeiterſtd.⸗Kapazität in Stunden Juli Auguſt Juli Auguſt Juli Auguſt Geſamte Induſtrie„473 48,2 41.5 42,7 7,10 7,14 Produktionsgüter. 43,0 44,2 38,2 39,3 7,19 7,19 Großeiſen 112 52,4 43,4 45,7 6,96.21 NE. Metalle(Hütten u. Walzwerke) 54,0 5⁵,0 42,1 42,5„09 7,02 Maſchinen— 0 0 0 0 0 0 85,9 36,7 31.9 32,8 7,10——— Bauwirtſchapft 32,5 34,5 30,8 32,8 7,72 7,73 Fahrzeuge 46,7 42,3 38,9 7,34 6,.74 Verbrauchsgüter. 52,.8 53,.4 45,7 47,1 6,98 7,08 auien 64,0 64,3 56,3 57,3 7,00.06 Hausrat und Wohnbedarfr 46,9. 47,7 40,9 41,8 7,04 7,08 Fulibedanf„ 8 35,0 27,8 29,1 6,64 6,68 Nahrungsmittel.„„ 50,9 60,9 52,2 5²,7 7,28 7,27 Genußmittel,„ 695 70,6 64,0 65,1 6,92 6,98 Seeebeele Letzte Friſt für s teuergutſcheine Die im Inland wohnenden Steuerzahler, welche die ber 1933 kraft Geſetzes fällig gewordenen Raten an Grund⸗ und Gewerbeſteuer, Umſatzſteuer, Gemeinde⸗ und Kreisſteuer innerhalb dieſer Zeit auch tatſächlich entrichten, erhalten 40 Prozent der bezahlten Steuerbeträge in der Form von Steuergutſcheinen zurückvergütet. Die Steuergutſcheine werden nur auf Antrag ausgegeben. Es gibt noch im⸗ mer Steuerzahler, welche die große Bedeutung der Steuergutſcheine nicht erkannt haben. Wir richten deshalb an alle Steuerzahler— Hand⸗ werker, Gewerbetreibende, Hausbeſit⸗ zer— die dringende Mahnung: 1. Beantragt ſofort beim Finanzamt bzw. bei der Träume ſind keine Schäume Skizze von Hermann Reinecke. Eines ſchönen Tages rettete ich ſie vom Tode des Ertrinkens. Ich kann zwar nicht ſchwim⸗ men und habe es ſchon immer für ein Zeichen beſonderer Intelligenz gehalten, wenn Frauen mich in Ermangelung anderer Geſprächsſtoffe fragen:„Können Sie ſchwimmen, radfahren, photographieren, Skat ſpielen, kegeln?“— aber in dieſem Falle war es ſehr einfach: Ich löſte den Rettungsring mit Leine vom Halter, ſchleu⸗ derte beides ins Waſſer, und die Rettung war perfett. Die Dame hielt das für etwas Ent⸗ ſcheidendes. Ich meinte beſcheiden, es handle ſich um eine Selbſtverſtändlichkeit. Auf jeden Fall aber beſuchte ſie mich von da an jeden zweiten Tag, ſehr zum Aerger meiner Wirtin, die mir mehrfach zartfühlend andeutete, daß die Benutzung des elettriſchen Tauchſtepders zum ſtundenlangen Teekochen nicht in die Miete ein⸗ gerechnet ſei. Nun hätte ich ja mit oder ohne Erfolg dagegen proteſtieren können, aber es iſt ein alter Erfahrungsgrundſatz für Junggeſellen, daß man ſeine Wirtin immer recht behalten läßt. Wer weiß, wozu das noch einmal nütz⸗ lich ſein kann. Ich bin nun von Natur aus etwas ſchwer von Begriff, fühlte aber dennoch bald heraus, daß Fräulein Seidenfadens Herz in jenen hin⸗ man bei einem ſoliden Ruhrgebietshochofen als volle Weißglut bezeichnen würde. Immerhin tat ich ſo, als merkte ich nichts. Sicher iſt ſicher, Stavtkaſſe die Zuteilung von Steuergutſcheinen für Steuerzahlungen. 2. Bezahlt bis ſpäteſtens 30. September eure Steuerſchulden an Grund⸗ und Gewerbeſteuer, Umſatſteuer, Gemeinde⸗ und Kreisſteuer. Wer die Steuern, die über den 1. Oktober hinaus geſtundet ſind, nicht doch noch vor dem 30. September bezahlt, hat keinen Anſpruch mehr auf Steuergut⸗ ſcheine. Wer eine der Bedingungen zu 1. und 2. nicht er⸗ 4 hat ebenfalls keinen Anſpruch auf Steuergut⸗ ſcheine. Die Neckarſchiffahrt im Auguſt Mannheim, 23. Sept. Die Neckarſchiffahrt hatte im abgelaufenen Monat Auguſt ſehr unter Nieder⸗ und Vorſicht war ſchon immer die Mutter der Porzellankiſte. Es war an einem wundervollen Auguſttage. Das Meer lag blank wie ein Spiegel, die ſtrah⸗ lende Sonne brach ſich tauſendfach in den Wellen, der weiße Strandſand flimmerte und glühte, und hinten im ſchattigen Fiſcherdorf ragten die Silberpappeln weit in die Luft. Es war eben Auguſt, und es war an der See. Fräulein Seidenfaden lehnte ſich an das Ge⸗ länder der Landungsbrücke und ſtarrte nachdenk⸗ lich auf das Meer hinaus. Ein eng anliegen⸗ des Kleid in berauſchendem Rot umhüllte ihre Geſtalt. Schwermütig riß ſie den Blick vom Waſſer und richtete ihn zu mir hoch. „Glauben Sie an Träume?“ Ihre Stimme verriet einen Stich ins Trübfelige. „Das kommt darauf an“, war meine diploma⸗ tiſche Antwort. Dann will ich Ihnen erzählen, was ich in der letzten Nacht träumte“, ſagte ſie, raffte das Kleid um die Hüften und ſetzte ſich auf eine Bank. Ich blieb ruhig ſtehen. Für Träume habe ich im allgemeinen dasſelbe Gedächtnis wie für die Geburtstage meiner Verwandten, und ſie intereſſieren mich auch genau ſo lebhaft wie etwa die Koſtenrechnung des letzten Krieges zwiſchen Belutſchiſtan und den Afghanen. Im⸗ merhin empfiehlt es ſich, zuzuhören, denn ein Arzt hat mir einmal erzählt, daß man dabei ohne jedes Pulver ausgezeichnet in Schlaf fallen kann. iafts-Nundseſ waſſer zu ſeiden. Der Verkehr von Mannheim be⸗ trug 31 Schleppzüge und 4 Lokalzüge mit zuſammen 142 Kähnen zu Berg, von denen 65 mit Gütern und 54 mit Kohlen für Heilbronn beladen waren, ferner 16 Kiesladungen zum Kanalbau am unteren Neckar ſowie zwei Zementladungen nach Guttenbach. Die verbleibenden 5 Kähne fuhren ohne Laſt nach Zwiſchen⸗ ſtationen zum Ladungsempfang von Stein, Holz und Salz. Zu Tal fuhren 104 Kähne, davon 109 mit Salz und die reſtlichen mit Soda, Grubenholz und Getreide. Märkte Handſchuhsheimer Großmarktpreiſe Heidelberg, 23. Sept. Pfirſiche—10, Birnen 1. Sorte 11—15, 2. Sorte—10, Aepfel 1. Sorte 10 bis 13, 2. Sorte—9, Zwetſchgen—8, Tomaten—4, Stangenbohnen—12, Quitten—9, Nüſſe 37—41. Anfuhr und Nachfrage gut. Weiſenheimer Obſtgroßmarkt Weiſenheim a. Sd., 23. Sept. Auf dem hieſi⸗ gen Obſtgroßmarkt koſteten: Zwetſchgen—10, Pfir⸗ ſiche—14, Birnen 10—11, Aepfel /qꝗ Tomaten—3,5. Angeſahren waren 280 Zentner. Allgäuer Butter⸗ und Käſebörſe Kempften, 23. Sept. Allgäuer Molkereibutter, 1. Qualität 125(125), Allgäuer Molkereibutter 123 (123), Landbutter 116(116), Marktlage normal. N Paper g Nürnberg, 23. Sept. 20 Ballen Land⸗, 40 Bal⸗ len Bahnzufuhr, 20 Ballen Umſatz, Gebirgskopfen 225—230 RM. Magdeburger Zuckernolierungen Magdeburg, den 23. September 1933 Brier Geld Bezahlt —+ 32 Far,—— MaJ März hρ.20.00 n April„%οοιιιειο— Mai οοοοοοοο.40.20 pee— ee Juli„„οοοοοοοοο* August„„„οοοοοο.70.50 September.80.60— Oktober.70 4 60— November 4 80.60— Dezember.85.65— Berliner Deviſenkurſe Berlin, den 23. September 1933 Geld Briet Geld Brief Buen.-Alr. J.963.967Itallen 22.06 22.10 Kanada.647.653/ Jugoslavlenſ.295.305 Japan.756/ O. 758] Kowno 41.41/ 41.49 Kairo 13.340 13.380/ Kopenhag. 57.89 58.01 lstanbul 1 978.982 Lissabon 12.68 12.70 London 12.960 13.000 Oslo 65.13/ 65.27 Newyork.707.713, Paris 16.410 16 450 Rio do Jan..282 0. 234 Prag 12410 12.431 Uruguay.399.401lsland 58.69 58.80 Amsterdamſ169.38 169.72 Kiga 74.33 74.47 Athen.393.397 Schweiz 81.12 81.28 Brũssel 58.52 58.64 Solia.047.053 Bukarest.488.49 Spanien 35.06 35.14 Budapest—— JStockholm J66.83 66.97 Danzig 81.52 81.68[Tallin(Estl.)] 71.68 71.82 Helsingforsl.729.741] Wien 47.95 48.05 die immer weich das rote, ſeidene Kleid ſtrei⸗ chelten, ſchilderte Fräulein Seidenfaden ihren Traum:„Stellen Sie ſich alſo vor: Ich ſtehe in der kleinen niedlichen Dorfkirche dort drüben. Rings umher iſt Orgelmuſik, dann tritt eine Stille ein, und einer der feſtlich gekleideten Menſchen flüſtert mir zu, daß hier eine Hochzeit gefeiert wird. Ich ſelbſt bin auch feſtlich geklei⸗ det, ich kann nicht ſagen, ob es ein Brautkleid iſt, ich ſehe auch noch keinen Bräutigam, aber da tritt auf einmal der Paſtor herein, und gleich hinterher folgt der Bräutigam. Ich kann ſein Geſicht nicht erkennen, aber ich höre ſeine feſte, klare Stimme, und ſie kommt mir merkwürdig bekannt vor. Nun ergreift der Paſtor unſer beider Hände, und dann——und dann..“ Stumm fragte mein Blick. „Dann war der Traum aus!“ ſchloß ſie. Großartig! Das heißt, das bemerkte ich na⸗ türlich nicht, ſondern entgegnete im Gegenteil: „Ein intereſſanter Traum, muß ich ſagen.“ „Nicht wahr?“ hauchte ſie ſeelenvoll und warf mir wieder einen ihrer leicht verſchleierten Blicke zu,„Sie ſind doch ein Mann, der die Menſchen kennt und ſich in der Welt umgeſehen hat. Wiſſen Sie, was dieſer Traum wohl zu be⸗ deuten haben mag?“ „Ja“, ſagte ich, gerührt über dieſen warmher⸗ zigen weiblichen Appell an meinen männlichen Verſtand,„das kann ich Ihnen ſagen, Fräulein Seidenfaden. Sie werden tatſächlich an einer Mit leicht verſchleiertem Blick und Händen, I kirchlichen Handlung teilnehmen!“ * Berliner Metall⸗Notierungen Berlin, 23. Sept. Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam: 49.25; Raffinadekupfer, loco: 46—47; Standardkupfer, loco: 42 nom. bis 43 nom.; Standard⸗Blei: 15.25 nom. bis 15.75 nom.; Originalhüttenrohzink ab nordd. Sta⸗ tionen: 21.50—22; Banka⸗, Straits⸗, Auſtralzinn in Verkäuferswahl(in per engl. To.): 287. Steuergutſcheine Berlin, 23. Sept. Fälligkeit 1934: 99.25; 19352 92; 1936: 85; 1937: 80/; 1938: 77½; Verrechnungs⸗ kurs: 86.70. Rundfunk⸗Programm für Sonntag, den 24. September 1933 Mühlacker:.15 Hafenkonzert;.15 Zeit, Wet⸗ ter, Nachrichten;.45 Evang. Morgenfeier; 10.10 Kath. Morgenfeier; 11.30 Kantate von Joh. Seb. Bach; 12.00 Mittagskonzert; 13.00 Kleines Kapitel der Zeit: 13.15 Aureliano Pertile ſingt; 13.30 Die Jupiter⸗Symphonie von Mozart; 14.30„Fremde Melodien“; 15.00 Wald⸗ und Jagdlieder; 15.30 Stunde der Ju⸗ gend; 16.30 Unterhaltungskonzert; 17.30„Die Höhle von Amboniä. Eine ſchwäbiſche Ge⸗ ſchichte; 18.00 Klavier⸗Sonate von Beethoven; 18.30 Sportbericht; 18.50 Ein ſchwäbiſches Volksmuſikinſtrument. Hörbilder aus Troſſin⸗ 9225 19.20 Blasmuſik; 20.00 Bunter Abend; .20 Zeit, Nachrichten, Wetter, Sportbericht; 22.45 Tanzmuſik. München:.15 Hafenkonzert;.15 Kammermuſik; .10 Stunde des Chorgeſangs; 10.45 Glocken⸗ läuten von der Frauenkirche; 11.00 Alte und neue Turmmuſik; 11.30 Kantate v. Joh. Seb. Bach; 12.00 Mittagskonzert; 1330 Zur Auf⸗ eiterung; 14.50 Aus dem deutſchen Volks⸗ iederſpiel von 5 Zilcher; 16.00 Jedes Tier⸗ chen hat ſein Pläſierchen. Luſtiges Allerlei; 17.10 Veſperkonzert; 18.35 Paleſtrina. Muſi⸗ kaliſche Legende von Hans Pfitzner; 23.00 Nachtmuſik. Wettervorausſage für Sonntag Etwas aufheiternd, ſtrichweiſe Niederſchläge. Gegen Abend kühler. Das Heimatbigtt des badiſchen Rund⸗ funkhörers. Meiſtgeleſene Rundfunk⸗ zeitung in Baden und der Pfalz. ene Seen Beſtellungen beim Sürag⸗Nerlac Offenburg i.., bei der Verlags⸗Aus⸗ lieferungsſtelle Mannheim K1, 19, oder bei der Poſt. „ Preis nur n „Wirklich?“ hauchte ſie, und ihre leicht geöff⸗ neten, karminrot bemalten Lippen ſogen vibrie⸗ rend die Luft ein wie ein alter Genießer den eiskalten Sekt.„Wird es ſich auch um eine...“ „Jawohl“, ſagte ich,„es wird ſich um eine Hochzeit handeln!“ „Und ich— werde alſo...“ „Gewiß, Sie werden nicht nur dabei ſein, ſondern eine eminent wichtige Rolle ſpielen! Ja, ich gehe nicht zu weit, wenn ich ſogar ſage, daß die Feierlichkeit ohne Sie überhaupt nicht durch⸗ geführt werden kann!“ „Du gütiger Himmel, mir wird ganz—“, die Dame faßte ſich an den Hals und warf mir einen wundervoll ſtrahlenden Blick zu. Schon öffnete ſie wiederum ihre beretis hinreichend plaſtiſch geſchilderten Lippen, um einem unver⸗ ſtändlich zögernden ſchwächlichen Mann das ent⸗ ſcheidende Wort des entſchloſſenen Weibes zu⸗ zuflüſtern, als ich auch ſchon im ſelben Augen⸗ blick fortfuhr: „Ich wollte Sie nämlich ſchon längſt bitten, Fräulein Seidenfaden, als Trauzeugin mitzu⸗ wirken, wenn ich nächſte Woche heirate. Ge⸗ ſtatten Sie übrigens“,— und nun ergriff ich ein holdes weibliches Weſen, das vom anlegen⸗ den Dampfer her lächelnd auf mich zukam, an beiden Händen und präſentierte es vor Fräulein Seidenfaden—„daß ich Ihnen bei dieſer Gelegenheit einmal meine Braut vor⸗ ſtelle?..“ Die neue Zigaretie in der idealen Frischhaſte- Packung Besucher dor Gronzland-Werbe- Messe machen wir auf unseren Siand in der Ausstellungshelle aufmerksam Fahrgang 3. Nr. 245. Seite 30 „Hakenkreuzbanner“ Sonniag, 24. 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Juni 1933, 8 2 und 3 der Finanzminiſterialerlaſſe vom 15. Aug. 1933 Nr. 12 742 und vom 28. Auguſt 1933 Nr. 14 156, werden folgende Arbeiten öffentlich ausgeſchrieben: Werfthallen und Lagerhallen im Haſengebiet Mannheim und Rheinau: Zimmerer⸗, Dachdecker⸗ u. Blechnerarbeiten. Angebote ſind ab Mittwoch, 27. Septem⸗ ber 1933, vorm. von—12 Uhr exhältlich und bis zum Donnerstag, 5. Oktober 1933, vorm. 10 Uhr, verſchloſſen beim Bezirks⸗ bauamt einzureichen, woſelbſt Oeffnung der Angebote im Beiſein etwa erſchienener Bieter erfolgt.(3278K Mannheim, 21. September 1933. Bad. Bezirksbauamt. Handelsregiſtereintrüge vom 20. September 1933 Stotz⸗Kontakt Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Das Stammkapital wurde durch Beſchluß der Geſellſchafterver⸗ leichterter Form um 1 900 000.— RM. auf 100 000.— RM. herabgeſetzt und durch Be⸗ ſchluß der gleichen Geſellſchafterverſamm⸗ lung um 900 000 RM. erhöht. Das Stamm⸗ kapital beträgt jetzt 1 000 000.— RM. Der Geſellſchaftsvertrag iſt durch Beſchluß der Geſellſchafterverſammlung vom 5. Septem⸗ ber 1933 ͤ in 8 5(Stammkapital) geändert. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Die Firma Brown, Boveri& Cie., Aktien⸗ geſellſchaft in Mannheim bringt ihre Konto⸗ Korrentforderung an die Firma Stotz⸗Kon⸗ takt⸗Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung in Mannheim in Höhe von 900 000.— RM. in die Geſellſchaft ein und leiſtet damit im Wege der Verrechnung den neuen Stamm⸗ anteil von 900 000.— RM. Ferd. Fueſers Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Durch Geſellſchafter⸗ beſchluß vom 31. Auguſt 1933 wurde der Geſellſchaftsvertrag geändert in 8 1(Firma) und in 5 2(Sitz). Die Firma lautet künf⸗ tig: Inhoffen, Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung. Der Sitz iſt nach Bonn verlegt. Lotte Gundelfinger, Mannheim. Die Fa. iſt erloſchen. Nachtrag vom 16. Sept. 1933: Mann⸗ heimer Holzcomptoir Geſellſchaft mit beſchr. Haftung, Mannheim. Werner Leviſtein, Kaufmann in Mannheim, iſt als Einzel⸗ prokuriſt beſtellt. Bad. Amtsgericht FG. 4 Mannheim. Handelsregiſtereinträge vom 23. September 1933 Teerprodukte& Kleebſtoff⸗Fabrik Rheinau Günther Dinkler, Mannheim⸗Rheinau. Die Firma iſt geändert in: Teerprodukte⸗ und Lackfabrik Rheinau, Günther Dinkler. Ge⸗ ſchäftszweig iſt jetzt: Teerprodukte und Lack⸗ fabrik. Oberrheiniſcher Verlag Diener& Trunk, Mannheim. Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt. Das Geſchäft ging auf den ſeitherigen Ge⸗ ſellſchafter Hans Trunk, Kaufmann in Mannheim über, welcher es als alleiniger Inhaber unter der Firma Oberrheiniſcher Verlag Hans Trunk weiterführt. Bad. Amtsgericht FG. 4 Mannheim. Das einzigef Man mag zu Hitler und seinem Lebenswerk stehen wie man will, man muß ihm das Zeug- nis ausstellen, daß er ein hochbefähigter Iim harten Lebenskampf ertungenen Ueber⸗ zeugungen ein Vorkämpfer ist. Wer die eigen- Buch vom Reichskanzle des Mensch ist, der mit ehrlichem Wollen seinen Volkes u. das grundlegende Werk des artige Persön- g National- lichkeit Hitlers sozialismus. und seine Handlungen Auflage über ½ Million Exemplare, IEIN Sein Lebens- näher kennen] lernen will, derf lese sein Buch. ADõTE HFEE KANI schicksal und die Folgetun- gen, die er dar- aus zog, haf Hitler in den * beidenBänden „Mein Kampf“ niedergeschrieben. Nur wer sie gelesen hat, wird ihn und seine Bewegung ver⸗ stehen mögen. Das Schicksal des Menschen Hitler ist der Schlũssel zum Politiker Hitler— zum Politiker, dessen Veberzeugung nicht am Amtl⸗Bekanntmachüngeñ Aer Stadt Mannheim Zu der regelmäßigen Einſchätzung der Ge⸗ bäude zur Feuerverſicherung ſind bis ſpä⸗ teſtens 15. Oktober 1933 bei der Städt. Ver⸗ ſicherungsſtelle C 2, 1 durch die Gebäude⸗ eigentümer anzumelden: 1. alle im laufenden Jahre unter Dach gebrachten Neubauten, ſofern ſte nicht ſchon mit ſofortige Wirkung verſichert ſind, 2. alle an ſchon verſicherten Gebäuden im laufenden Jahre eingetretenen und minde⸗ ſtens 200.— RM. nach Baupreiſen vom 1. Auguſt 1914 betragenden Wertserhöhun⸗ gen(durch Verbeſſerung, Anbau, Aufbau, Umbau) und Wertsverminderungen(durch Abbruch, Einſturz, Baufälligkeit). Erſt nach Ablauf der Anmeldefriſt, aber noch vor dem 31. Dezember 1933 unter Dach gebrachte Neubauten und fertig werdende Umänderungen ſind alsbald nachträglich, ſpäteſtens bis zum 31. Dezember 1933 an⸗ zumelden. Die Einſchätzungen ſind koſtenfrei und treten mit dem 1. Januar 1934 in Wirk⸗ ſamkeit.(2659K Mannheim, den 22. September 1933. Der Oberbürgermeiſter. Die Fuhrwerkswaage am Jungbuſch(Lui⸗ ſenring) wird ab 1. 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