hank auptpost) stätte! 12²¹7ͤ une dei1 drichsplatz 3231K hauen, sich an die nnheim ndstücke in beratung. und Tel. 26204 n halte ich 2856K enhaus ½4—6 Uhr 1 Uhr. Haas rurgie. Schriftleitung: Mannheim, k 3, 14/15. Fernruf 204 86 u. 314 71.— Das„Haken⸗ kreuzbanner“ erſcheint 7mal wöchentlich und koſtet monatlich.10 RM.; bei Trägerzuſtellung zuzuglich 30 Pfennig, bei Poſtzuſtelung zuzuglich 36 Pfennig. Einzelpreis 10 Pfennig. Beſtellungen nehmen die Poſtämter und Briefträger entgegen. Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) verhindert, beſteht kein Anſpruch auf Entſchädigung. Regelmäßia erſcheinende Beilagen aus allen Wiſſensgebieten. Gaues Baden in Karlsruhe ,, eile im Pig. Bei und 314 71. Zahlungs⸗ Der Stahlhelmtag in hannover KAnMPFBLATT NonnweESTBADER8S Anzetigen: Die 10geſpalt. Millimeterzeile 15 Pfg. Die 4geſpalt. Millimeter⸗ m eil 50 Mfa. Für kleine An f 3 iederholung Räbatt nach auf Annähme: 19 Uhr. Mannheim, R u Kgenz Die 10geſpalt, Miuimeterzei iegendem Tarif. 1 der Anzeigen⸗ 14/15, Fernru 80 — 2⁰ Erxfüllungsort: Mannheim. Ausſchließlicher Gert ts⸗ tand Mannheim.— ndte ann Das Hakenkreuzbanner Ludwigshafen 4960. ingefandte ür unverlangt e eerſchau des Manuſtkripte übernehmen wir keine Verantwortun Verlagsort Mannheim. 5 Der große Appell der Grenzmark Baden— Aeber 100000 Teilnehmer— Die„alte Garde“ wird geehrt— Karlsruhe im Feſtſchmuck (Von unſerem Karlsruher Berichterſtatter.) Karlsruhe, 24. Sept. Hatte die national⸗ ſozialiſtiſche Grenzland⸗Kundgebung vom Tage ihrer Eröffnung an gezeigt, welch gewaltigen Impuls der Nationalſozialismus unſerer Grenzmark auf allen Lebensgebieten gegeben hat, ſo bedeutet der große Gau⸗Appell eine Kundgebung des geſamten badiſchen Volkes von einer Wucht und Größe, wie ſie die hadiſche Landeshauptſtadt noch nie erlebt hat. Der Tag ſteht im Zeichen des Sieges des neuen Deutſchland und der immer wieder hervorbrechende helle Jubel war der Ausdruck der Befreiung von den Feſſeln, die ſich in den vergangenen Jahren der Schmach um unſer Volk gelegt hatten. Die Fanfaren des Jungvolks, die beim Ausklang des Tages gen Himmel erklingen, der Jubelton unſerer jüngſten Generation, für die wir das Dritte Reich ſchaffen, war ein Verſprechen auf die Zukunft. Die ganze Stadt prangt im reichſten Flag⸗ genſchmuck, als ſchon in den früheſten Morgen⸗ ſtunden einzelne Trupps im Braunhemd die Straßen beleben. Bald wecken die erſten Ka⸗ pellen mit ihren Marſchweiſen die Stadt. Baden marſchiert. In der Nähe des Meßplatzes ſind bereits die Vorbereitungen für den Ein⸗ zug des NSKK. geſchaffen und bald erſcheint die erſte Formation. Es folgen Wagen auf Wagen, Motorrad auf Motorrad. In allen Straßen fahren ſie auf und gruppieren ſich zu einer endlos langen Kette von 4000 Fahrzeugen, die den Weg nach Karlsruhe gefunden haben. Eine Demonſtration des motoriſierten Stra⸗ ßenverkehrs, wie ſie Karlsruhe noch nie ſah. Jeder Wagen iſt bis zum letzten Platz beſetzt mit unſeren braunen Kämpfern, die alle hinaus⸗ ziehen zum großen Appell. Auf dem Engländerplatz treffen die erſten Stürme und Standarten mit klingendem Spiel ein. Alle Landesteile haben Sturmabordnun⸗ gen geſtellt. Neben 20 000 SA⸗Männern ſind Tauſende von SS⸗Leuten und Stahlhelmern angetreten Im Hochſchulſtadion ſammelt ſich die Hitler⸗ Jugend und der Bund deutſcher Mädels. Auch hier beflügelt Marſchmuſik die Schritte der Ju⸗ gend. 15000 Jungens und 4000 Mädels mar⸗ ſchieren auf. Inzwiſchen bevölkern ſich ſämtliche Zufahrts⸗ ſtraßen um das Schloß. Die PO. und der Ar⸗ beitsdienſt treten in einer Stärke von 10 000 bis 150000 Mann an. Der Anmarſch zu den Rennwieſen ſtellt ein Muſterwerk der Organiſation dar. Trotzdem die Marſchkolonnen ſich gleich⸗ zeitig in Bewegung ſetzen, kommt es zu keiner Stockung. Ueberall ſorgt die Polizei, unter⸗ ſtützt durch die SS, muſtergültig für den Ord⸗ mungsdienſt. Aus allen Stadtteilen ſtrömen frohgeſtimmte Menſchen dem Feſtplatz zu. Die Straßen der Stadt waren während der Kund⸗ gebung nachher faſt menſchenleer. Zehntauſende haben ſchon in den erſten Mor⸗ genſtunden die beſten Plätze auf der Renn⸗ wieſe beſetzt und ſehen den Einmarſch ſich vollziehen. Voran drei Standarten und ein Wald von Fahnen. Es folgen SA, SS, PO und der Arbeitsdienſt von der einen Seite, Hitlerjugend und Bund deutſcher Mädels von der andern. Unter der Tribüne bietet ſich ein herrliches Bild. In langen Reihen und zahl⸗ loſen Gliedern füllt das braune Heer die weite, von der ſchönſten Herbſtſonne beſchienene Fläche. Daneben ſieht man das Grau der Stahl⸗ helmer und des Arbeitsdienſtes. Unmittelbar vor der Tribüne iſt die alte Garde angetreten. Sämtliche 40 Kreiſe des Gaues ſind angetreten neben Abordnungen aus Württemberg, der Pfalz und des Saargebiets. Junge Kämpfer⸗ geſichter neben alten Grauköpfen, aber in allen Augen leuchtet die Freude, daß ſie dieſen Tag erleben konnten. Ueberall frohe Bewegung und herzliche Begrüßung. Fanfarentöne verkünden das Eintreffen der badiſchen Regierung, in deren Mitte ſich Pg. Staatsrat Dr. Ley be⸗ findet, der in Vertretung des verhinderten Führers zu den Badenern ſprechen will. Unter den Klängen des Präſentiermarſches ſchreiten der Reichsſtatthalter Robert Wagner, der Stabsleiter Röhn, die Miniſter Köhler, Wacker und Pflaumer, ſowie Staatsrat Dr. Ley den mächtigen Block von 60 000 Braunhemden ab. Hier und da begrüßen die Regierungsmit⸗ glieder einen alten Kämpen. Der Gau⸗Appell wurde von Pg. Stabsleiter Röhn durch eine Begrüßungsanſprache eröffnet. Brigadeführer und Karlsruher Polizeipräſi⸗ dent Wagenbauer nahm ſodann die Totenehrung vor und verlas eine acht Namen umfaſſende Ehrenliſte der Toten des Dritten Reiches, an der Spitze Albert Leo Schlageter. Während des Liedes vom guten Kameraden erwies die Menge den toten Helden den deutſchen Gruß. Dann ergriff Robert Wagner das Wort und führte u. a. aus: Am heutigen Tage entſinnen wir uns zurück an die Anfangsgeſchichte unſerer Bewegung Gau-Apypell auf den Rennwieſen und wir ſehen an uns vorüberziehen all die ſchweren Kämpfe, die die Kämpfer und erſten Getreuen unſeres großen Führers Adolf Hit⸗ ler beſtehen mußten. Auf nichts anderes gebaut als auf einen unerſchütterlichen Glauben an ihren Füh⸗ rer, hat die Macht ſeiner Idee geſiegt. Und ebenſo, wie einſt die Bewegung aus dem Inneren werden konnte und aus ſeinem Glau⸗ ben und Wollen heraus, genau ſo wird da Dritte Reich entſtehen, wenn wir an dieſes Reich glauben und es herbeiführen wollen. Die erſten Träger der nationalſozialiſtiſchen Be⸗ wegung aber kennen wir heute unter dem Be⸗ griff „Alte Garde“. Sie ſtehen in unſerer SA, SS, Hz, ſie ſtehen in alben Verbänden Adolf Hitlers. Wenn dieſer Begriff„Alte Garde“ entſtan⸗ den iſt, ſo ſoll das eine Würdigung der Lei ⸗ ſtungen und Verdienſte derer ſein, die ſich um die Entſtehung der Bewegung und da⸗ mit um die Entſtehung des neuen Reiches am hüchſten verdient gemacht haben. Wir wollen heute dieſer alten Garde ein Ab⸗ zeichen für ihre Verdienſte um die Bewegung verleihen, das eine äußerliche Anerkennung ihrer Leiſtungen um die Bewegung und das junge Deutſchland ſein ſoll. Ich bitte Sie, in Jahrgang 3. Nr. 246. Seite 2 „Hakenkreuzbanner“ Montag, 25. September 1933 —bieſem Sinne auf die Männer- und Frauen, In dieſen Ruf ſtimmte die Menge begeiſtert denen das neue Deutſchland und das ganzeein. Die Kapelle intonierte dann das Horſt⸗ Volk ſo unendlich viel verdanken, ein drei⸗ Weſſel⸗Lied, das ein mächtiges Echo fand.— faches„Sieg⸗Heil“ auszubringen. Den „Höhepunkt des Gau⸗Appells bildete hierauf die Ueberreichung der Ehren⸗ zeichen an die„Alte Garde“ durch den Reichs⸗ ſtatthalter Wagner, Staatsrat Dr. Ley und die übrigen Mitglieder der Regierung. Insgeſamt wurde 108 Parteigenoſſen vo 1923 das goldene Ehrenabzeichen und rund 1500 Parteigenoſſen bis zum Jahre 1929 das ſilberne Ehrenabzeichen überreicht. Während dieſer feierlichen Handlung intonierte die Kapelle den Badenweiler Marſch. Auf die Tribüne zurückgekehrt, überbrachte Reichsſtatthalter Robert Wagner die „Grüße und Wünſche des Reichskanzlers, der in letzter Stunde verhindert geweſen ſei, ſelbſt zu erſcheinen. „Wir wollen dem Führer unſeren Gruf enbieten“, ſagte der Reichsſtatthalter,„und ihm zugleich die Verſicherung geben, daß die ſüdweſtdeutſche Grenzmark Baden treu und unerſchütterlich zu ihm ſtehen wird, was auch kommen mag, und mit ihm durch Not und Tod für das Dritte Reich und für unſer Volk gehen wird.“ Das„Sieg⸗Heil“ des Reichsſtatthalters auf den Volkslkanzler Adolf Hitler wurde zu einer mäch⸗ tigen Treuekundgebung für den Führer. Staatsrat Dr. Ley, der bei ſeinem Erſcheinen ſtürmiſch begrüßt wurde, trat ſodann vor das Mikrophon und führte etwa folgendes aus: Der Nationalſozialismus iſt letzten Endes die Verkörperung des ſieghaften Kampfes der Ver⸗ nunft gegen die Unvernunft, die in den letzten 14 Jahren und darüber hinaus im letzten Jahr⸗ hundert Deutſchland und die anderen Völker der Erde beherrſcht hatte. Dieſer Kampf der Vernunft gegen die Unvernunft macht nicht an unſeren Grenzen halt. Es regt ſich bei jedem geſunden Volk die Erkenntnis, daß nicht der Wahnwitz der Ziele der Demokratie, der Ver⸗ nunftloſigkeit, regieren kann, ſondern allein das Führertum, allein die Leiſtung. Es iſt ein Kampf von gigantiſchem Ausmaß, eine Weltrevolution von ungeheu⸗ rem Ausmaß. Es iſt notwendig, daß wir Nationalſoziali⸗ ſten niemals im kleinen Alltag bleiben, ſondern immer und immer wieder begreifen, daß auch das kleinſte Geſchehen in der Welt letzten En⸗ des eine tiefe Urſache hat. Das Judentum iſt der Feind aller Völker die abgelenkt wurden von der Erkenntnis der Urſache, von der Erkenntnis des ehrlichen Glau⸗ bens in unſerem Volk, von der Erkenntnis des Quells, aus dem alles Fühlen und Denken der Völker kommt. Und dann fuhr Dr. Ley fort: Wir ſchreien es hinaus in die Welt: die SA⸗Männer, Hitler⸗Jugend und Stahl⸗ helm ſind nicht Soldaten der Zerſtörung, der Vernichtung, ſondern wir wollen ſein und ſind Soldaten der Vernunft und der Erkenntnis. Soldaten der Vernunft, ordnet euer Leben ver⸗ nünftig und nach eurer alten Art! Wir wollen Euch nichts aufdrängen. In unſeren Reihen iſt der größte Prozentſatz Kriegsteilnehmer, die alle die Schwere des Krieges kennen und füh⸗ len lernten. Keiner ſehne ſich nach Krieg und Verwüſtung, ſondern wir alle haben dieſe Jahre hindurch gekämpft, damit das Volk glücklich werde, glücklich und frei. Es ſoll ſeine Fröhlich⸗ keit im Herzen tragen. Und da ſehen wir be⸗ reits in unſerem Volke: Deutſchland hat ſich zurückgefunden zu ſeinem Urſprung, zu ſeiner Raſſe, zu ſeinem Volkstum. Ihr Badener hier in dieſem herrlich ſchönen Lande habt eine wundervolle Aufgabe, eine herrlich große: Ihr bezeichnet Euer Land 0 als Grenzland. Bei den Völkern liegt das Herz des Volles nicht in der geographiſchen Mitte, und ſo liegt auch das Herz Deutſch⸗ lands dort, wo das deutſche Blut am ſtärk⸗ ſten ſchlägt, und das iſt das Grenzland, iſt die Grenzgemeinſchaft. (Stürmiſcher Beifall) Hier ſchlägt das Blut des Volkes am ſtärkſten. Nun ſagt es der Welt: wir wollen den Frieden, wir wollen aber auch die Ehre und die Achtung für unſer Volk(erneuter ſtürmiſcher Beifall)! Dieſes Deutſchland iſt in ſich ſelbſt geſchloſſen, zurückgekehrt in die Kraft der Raſſe. Dieſes Deutſchland grüßen wir und dieſem ſchwören wir, ſeine treueſten Söhne zu bleiben. Unſer deutſches Vaterland, ſein Volkskanzler, ſein Führer und unſere Bewegung: Sieg Heil! Nachdem ſich der ſtürmiſche Beifall gelegt hatte, ſangen die Maſſen das Deutſchlandlied. Gegen halb 11 Uhr wurde die eindrucksvolle Kundgebung, wie Karlsruhe noch keine erlebt hat, beendet. Den Miniſtern wurden bei ihrer Abfahrt ſtürmiſche Ovationen dargebracht. Die Maſſen ſtrömten in die Stadt zurück, um Zeuge des impoſanten Aufmarſches der na⸗ tionalſozialiſtiſchen Formationen zu ſein. Raſch füllten ſich die Straßen mit unüberſehbaren Maſſen, die den braunen Kolonnen unaufhör⸗ Oberpoſtdirektionsgebäude auf dem Lorettoplatz nahmen der Reichsſtatthalter Robert Wagner, Staatsrat Dr. Ley, Preſſechef Moraller, der Be⸗ zirksleiter der Südweſtdeutſchen Arbeitsfront, Plattner, der Brigadeführer und Karlsruher Polizeipräſident Wagenbauer, Polizeioberſt Va⸗ terrodt und andere den zweiſtündigen Vorbei⸗ marſch des Zuges ab. In der Stadt herrſchte bis in die ſpäten Abendſtunden ein ungewöhnlich ſtarker Ver⸗ kehr. Gewaltig war der Andrang auf dem Hauptbahnhof zur Abfahrt der Sonderzüge. Doch hat ſich auch hier dank einer muſtergülti⸗ gen Organiſation nach den bisher vorliegenden Meldungen alles reibungslos abgewickelt. Am Vormittag fand unter Beteiligung von rund 4000 Fahrzeugen aus allen Landesteilen eine tadellos verlaufene Zielfahrt des NSgR ſtatt. Am Nachmittag zwiſchen 4 und 6 Uhr er⸗ folgte die feierliche Verpflichtung der Motor⸗ Reſerveſtürme des NSͤͤ und die Verteilung der Zielfahrtplakette an die Zielfahrtteilnehmer. Die Sondertagungen die Südweſtdeulſche Arbeitsfront r an der Arbeii giſch ums Leben gekommenen Organiſations⸗ leiters der Deutſchen Arbeitsfront, Pg. Mu⸗ chow, hat, wie wir ſchon ſeinerzeit berichteten, den Herrn Bezirksleiter der Deutſchen Arbeits⸗ front und NSBO⸗Landesobmann, Pg. Platt⸗ ner, veranlaßt die im Rahmen der, badiſchen Grenzland⸗Werbemeſſe vorgeſehenen großen Veranſtaltungen der Deutſchen Arbeitsfront noch in letzter Minute abzuſagen und auf einen ſpäteren Zeitpunkt zu verlegen. So fand am Samstagmittag lediglich eine Sondertagung ſtatt, die ganz der Ausbau⸗ arbeit gewidmet war und die im Sinne des Arbeitsfrontgeiſtes erſtmalig die Verbands⸗ bezirks⸗ und Kreisleiter Baden⸗Württemberg mit den Kreisbetriebszellenobleuten der Gau⸗ betriebszellenabteilung Baden zu ernſter Arbeit zuſammenführte. Im Mittelpunkt ſtand eine große ziel⸗ und richtungweiſende Rede des Bezirksleiters der Deutſchen Arbeitsfront und ſüdweſtdeutſchen Arbeiterführers, Pg. Fritz Plattner, die indeſſen in der Hauptſache internen Charakter trug. Die Ausführungen gipfelten in der ernſten Mahnung an alle, die durch das Vertrauen des Bezirksleiters be⸗ rufen ſind, am Neuaufbau auf vorgeſchobenem Poſten mitzuarbeiten, wie bisher ſo auch in Zukunft treu und gewiſſenhaft ihre Pflicht zu erfüllen. Mit Nachdruck betonte Pg. Plattner erneut, was es heißt. NSBO⸗ bzw. Parteimit⸗ glied zu ſein und welch große Verantwortung daraus für den Einzelnen erwachſe. Wer der Po beigetreten ſei, um daraus für ſich irgend⸗ welche Vorteile zu erlangen, beweiſe nicht min⸗ der, daß er kein echter Nationalſozialiſt iſt, als derjenige, dem der Aufbau und die Reurege⸗ lung der Verhältniſſe zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer uſw. nicht ſchnell genug vonſtat⸗ ten geht. Es müſſe allmählich gelingen, ge⸗ ſunde Betriebe, zufriedene Belegſchaften und ſchließlich vor allem die wahre Volksgemein · ſchaft zu ſchaffen. Pg. Plattner ſchloß ſeine dankbar aufgenom⸗ menen Ausführungen mit dem Hinweis auf das große Vorbild Adolf Hitler.— Interne Beratungen der Kreisbetriebszellenobleute ſo⸗ wie der Verbandsbezirks⸗ und Kreisleiter bil⸗ deten den Abſchluß der lehrreichen Tagung. Die Kommunalpolikiker kagen Im kleinen Feſthalleſaal vereinigten ſich am Samstag zahlreiche Bürgermeiſter, Gemeinde⸗ räte und Bürgerausſchußmitglieder zu einer gemeindepolitiſchen Tagung. Innenminiſter Pflaumer machte Mitteilung von den Ab⸗ ſichten der Regierung, die eine durchgreifende Neuordnung im Gemeindeweſen herbeiführen ſollen. Die gemeindlichen Körperſchaften wer⸗ den verkleinert. Ferner iſt der Gedanke einer Rücktehr zur Einkörperſchaft erwogen worden. Karlsruhe, 24. Sept. Der Tod des ſo tra⸗ Gemäß dem nationalſozialiſtiſchen Führerprin⸗ zip ſoll die Stellung des Bürgermeiſters eine weſentliche Stärkung erfahren und ein ver⸗ trauensvolles Zuſammenarbeiten zwiſchen den ſigatlichen und kommunalen Behörden ſicher⸗ geſtellt werden. Gegenwärtig wird ein Entwurf ausgearbeitet, der eine grundlegende Aende⸗ rung der Kreisverfaſſung bezweckt. Der Miniſter ſtellte mit Genugtuung feſt, daß es mehreren Bürgermeiſtern gelungen iſt, ihren Gemeinde⸗Etat auszugleichen dank der bereits eingetretenen wirtſchaftlichen und finanziellen Entſpannung. Eine weitere Entlaſtung iſt durch die ſeitens der Kommuna⸗ len Landesbank in Ausſicht geſtellte Senkung des Zinsfußes zu erwarten, Die Auswirkungen des Arbeitsbeſchaffungsprogramms werden eine weſentliche Verringerung der Wohlfahrtslaſten zur Folge haben. In der Gehälterfrage iſt eine grundſätzliche Regelung von ſeiten des Reiches zu erwarten. In dieſem Zuſammenhang wandte ſich der Miniſter gegen die hohen Bür⸗ germeiſterpenſionen, deren endgültige Feſt⸗ fetzung gleichfalls einer generellen Regelung vorbehalten ſein wird. ... und die NS-9AG0O Karlsruhe, 24. Sept. Die nationalſozia⸗ liſtiſchen Handwerks⸗⸗, Handels⸗ und Gewerbe⸗ organiſationen hielten am Samstagnachmittag im vollbeſetzten Konzerthausſaale eine Sonder⸗ tagung ab. Stabsleiter Sohns überbrachte lich zujubelten. Auf einer Tribüne vor dem die Grüße des Reichsführers und ſprach in ran⸗ gerem Vortrag über das Problem des Libera⸗ lismus und des Nationalſozialismus. Nach Eroberung der politiſchen Macht, ſo betonte er, gelte es nun, dem deutſchen Menſchen von innen heraus neu zu geſtalten. Der Liberalis⸗ mus habe zur Verproletariſierung des Mittel⸗ ſtandes geführt, deren weiteres Fortſchreiten unter allen Umſtänden verhindert werden müſſe. Im Mittelpunkt des nationalſozialiſti⸗ ſchen Denkens ſtehe die Nation. Im Anſchluß an die Tagung vollzog Miniſterpräſident Köh⸗ ler vor dem Ausſtellungsgebäude die Weihe von 200 Fahnen der HAGdO(Organiſation des Handwerks, Handels und Gewerbes). Er führte dazu aus, daß ſich in der Einſtellung des Na⸗ tionalſozialismus zum Mittelſtande nach aus⸗ drücklicher Erklärung Adolf Hitlers nichts ge⸗ ändert habe. Der Mittelſtand ſei und bleibe ein lebensnotwendiger Stand des deutſchen Volkes. Seine Geſundung ſei eine Vorausſetzung zum Wiederaufbau unſerer Wirtſchaft. Die Fahnen⸗ übergabe ſolle für alle ein Anſporn ſein, daß ſie gleich den alten Kämpfern der SA, aus deren Händen die Organiſation die Fahnen über⸗ nehme, in Treue und Gefolgſchaft zum Führer ſtehen. Unſer Werk der Rettung von Volk und Staat werde und müſſe gelingen, wenn wir ausharren im Glauben an den Führer. Unſer deutſches Volk und Vaterland, unſer Führer Adolf Hitler Sieg⸗Heil! Der Ruf fand bei den zahlreichen Teilnehmern am Weiheakt begeiſter⸗ ten Widerhall. Man ſang das Horſt⸗Weſſel⸗ Lied, worauf die Fahnenabordnung unter den Klängen des Präſentiermarſches abrückte. find verurſacht Großfeuer 50 000 Mark Schaden Buchen, 25. Sept. Freitagnachmittag brach im benachbarten Scheringen in der Scheune des Landwirts Throm Feuer aus, das mit rafen⸗ der Geſchwindigkeit um ſich griff. Unter der Lei⸗ tung von Landrat Dr. Wagner ging die Mo⸗ torſpritze von Buchen dem wütenden Elemente zu Leibe und es gelang ihr auch, das Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränken. Außer den in der Scheune lagernden Erntevorräten ſind land⸗ wirtſchaftliche Maſchinen, Geräte und fünf Läuferſchweine verbrannt. Das ganze Anweſen wurde bis auf die Grundmauern eingeäſchert. Der Schaden beläuft ſich auf 50 000 RM. Ein ſechsjähriger Knabe hat durch Zündeln in der Scheune den Brand verurſacht. Schadenfeuer Bruchſal, 24. Sept. Freitag nachmittag gegen vier Uhr brach in der Scheune und Stal⸗ lung im Hintergebäude des Gaſthauſes zum Lamm auf dem Holzmarkt Feuer aus. Zum Glück war die Feuerwehr raſch anweſend, ſo daß der Brand in kurzer Zeit gelöſcht werden konnte. Stroh⸗ und Heuvorräte ſind verbrannt, während das ganze Quergebäude durch die Waſ⸗ ſermengen und durch das Feuer ſchwer gelitten hat, ſo daß der Schaden beträchtlich ſein dürfte. Im Kirchkurm erhäüngk Gau⸗Odernheim(Rhh.) Der hieſige Polizeidiener hat ſeinem Leben im Turm der Kirche durch Erhängen ein Ende gemacht. Er war ſeiner Tätigkeit gemäß in den Kirchturm geſtiegen, um die Uhr aufzuziehen. Als er von dieſem Gang nicht mehr zurückkehrte, ſuchte man ihn zunächſt in der ganzen Gemeinde. Erſt nach ſtundenlangen Nachforſchungen fand man ihn im Kirchturm tot auf. Der Weg zum Sozialismus Das Winterhilfswerk beginnk ſeine Arbeit Berlin, 25. Sept. In den Räumen des Reichstags fand eine Tagung der Reichs⸗Ar⸗ beitsgemeinſchaft des Winterhilfswerkes ſtatt, die die dringenden Fragen über die Geſtaltung des Winterhilfswerkes zu erörtern hatte. Es zeigte ſich wie auf allen Gebieten, die ent⸗ ſchloſſene Arbeit verlangen, eine durchaus ein⸗ heitliche Auffaſſung über die Durch⸗ führung der zu ergreifenden Maßnahmen, die größtenteils organiſatoriſch beſondere Anſtren⸗ gungen notwendig machen. Der Reichswalter Hilgenfeldt berichtete zunächſt über die bisher geleiſtete Arbeit und wies auf die vor allem zu löſenden Fragen hin. Im Mittelpunkt der öffentlichen Propaganda teht der erſte Oktober als erſter Tag des Eintopfgerichtes. Die Bedeutung dieſes Tages liegt nicht nur darin, daß die Gaſtwirtſchaften und Hotels aller Richtungen und Anſprüche ſich in den Dienſt diefer Aufgabe geſtellt haben, vielmehr liegt der Hauptwert in der großen Opferbereitſchaft, die an dieſem Tage überall zum Ausdruck kommen ſoll. Zu berückſichtigen iſt ferner, daß, abgeſehen von den reinen Her⸗ ſtellungskoſten, noch erhebliche Speſen für die Durchführung dieſer Aktion ſeitens der einzel⸗ nen gaſtronomiſchen Unternehmungen aufge⸗ bracht werden, ſo daß dieſer Tag für die Gaſt⸗ wirtſchaften einen erheblichen Ausfall bedeutet. Daran iſt auch das ganze Kellnerperſonal be⸗ teiligt, indem Trinkgelder ausfallen uſw. Wir buchen dieſes Entgegenkommen als ein be⸗ ern Zeichen der Opferwillig⸗ kei Im weiteren Verfolg führte der Reichswalter aus, daß in dieſem Winter die Möglichkeit be⸗ ſteht, jedem bedürftigen Volksgenoſſen voraus⸗ ſichtlich 3 Zentner Kohlen und 3 Zentner Kartoffeln koſtenlos ſicherzuſtellen. An Hand einer vom Statiſtiſchen Reichsamt hergeſtellten Karte wurden die Not⸗ ſiandsgebiete erläutert, die ganz beſonders be⸗ dacht werden müſſen. Erfreulicherweiſe bilden die Flächen, die nicht als Notſtandsgebiet angeſehen zu werden brauchen, ſchon die Ueberzahl, immerhin iſt die Zuſammenballung bedürftiger Volksgenoſſen in den Städten von erheblichem Umfang. In den nächſten Tagen werden 10 Mil · lionen kontrollierte Sammelliſten in Umlauf geſetzt. eine Sabotage des größten Hilfs⸗ werkes, das für das deutſche Volk aufgerufen wurde. Einmütig kam in der Verſammlung zum Ausdruck, daß die Selbſtverpflichtung der Reichswehr, 1 Proz. ihrer geringen Bezüge für das Winterhilfs⸗ werk zur Verfügung zu ſtellen, größte Anerkennung verdient. Ebenſo werden bereits Arbeitslager gemeldet, wie z. B. der Nationalſozialiſt. Arbeitsgauverein Nr. 7, Arbeitslager Bauzug 1, Kreis Rendsburg, der von den Pfennigbeträgen der Be⸗ legſchaft.— RM. für die Winter⸗ hilfe einſandte. Dieſer Opferwille kann Es iſt notwendig, in dieſem Rahmen darauf hinzuweiſen, daß Bettelaktionen, gleich viel von welcher Art, äußerſt ſcharf ver⸗ folgt werden müſſen, um ſämtliche Ak⸗ tionen für das Winterhilfswerk freizumachen. Es iſt auch nicht angängig, daß eine Ueber⸗ ſchwemmung der Reichsführung mit Briefen einſetzt, die über die Hilfsaktion hinaus ver⸗ fuchen, Sonderunterſtützungen zu erreichen. Es iſt vorgelommen, daß unter der Deviſe des Winterhilfswerkes ärmere Volkskreiſe aus ar⸗ men Gebirgsgegenden mit Laſtwagen in ertrag⸗ veichere Gegenden zogen und dort Sammlungen durchzuführen verſuchten. Derartige Maßnah⸗ men ſind mit allen Mitteln zu unterdrücken, denn nur eine zentraliſierte Erfaſſung der Hilfs⸗ bedürftigen gibt die Gewißheit, daß a uch je⸗ der Hilfsbedürftige erfaßt wird. Es ſei in dieſem Rahmen darauf hingewieſen, daß jeder Mißbrauch des mit Zuchkhaus beſtraft Wirs, denn ein Verbrechen dieſer Art bedeutetlgar nicht hoch genug eingeſchätzt werden, denn hier handelt es ſich um Beträge, deren Ent⸗ behrung als ein ganz erhebliches Opfer bezeichnet werden muß. Aus der Verſammlung wurde die Anregung gegeben, nicht nur Speiſe und Trank ſowie Kohlen zur Verfügung zu ſtellen, ſondern auch Kleider. Zu dieſem Zwecke ſind die ſchon vorhandenen Flickſtuben äußerſt ſtark in Anſpruch zu nehmen, wenn möglich auch zu vergrößern, denn Kleidungsſtücke ſind für den Erwerbsloſen nahezu unerſchwinglich. Hier ab⸗ zugeben iſt eine Pflicht, ſofern Ueberfluß vor⸗ handen iſt. Die Kleidungsſtücke ſind vor Ab⸗ gabe an die Bedürftigen in den Flickſtuben ſorg⸗ fältig inſtandzuſetzen, damit ſie auch wirklich praktiſchen Wert beſitzen. — Fahrgan Hann bewegten Kolonnen zur Stadt der Führ ſprecher a Inzwiſe reits kurz gleitung lange vor ſchenmeng Uhr die! Richtung erſchienen SA den Menge ju er die Fr weiteren die Stadt Kronprinz Mütze ſei ſich ebenfa ter folgte denwol das He an. Als der Bund ſaßen, in Begeiſteru einer kurz ten Stahl einen beg Kanzler i einem Me mittelbar des Stahl Der Fi ein mit d menfindet Weltanſch Tradition als ein 9 Aus dieſ neration immer ei junge De der Väter löbnis: Bild, ein warf eine unſeres V geweſen aber a keit, ſeine vollen K entwürdie Geſinnun regenden deutſchen auch der wickelte d fall und zwangslä müſſen. ſation de. und hab⸗ eines tra weltanſch denſein e allgemein die Vorar Je ſtärke umſomeh umſomeh äußerer ſeiner G ſpielen f. Gegeni ſchaulic geradez tionalſi in da gepflan über di lich 1 Dieſe Au ſtänden d gen. Es die Erha kennen u zuführen. ſie zu al wenn es iſt es kei Regierun den Mut -nach höch kann kein einzelnen zu ſtellen den Vorr eine ſolc worte ic einen ei tun, und Der Sol tragen, r ſtege. D iber 1933 rach in lün⸗ des Libera⸗ mus. 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Als um.30 Uhr die beiden Regierungsmaſchinen aus der Richtung von Frankfurt über dem Flugplatz erſchienen, ſpielte die aufgeſtellte Abteilung der SA den Präſentiermarſch und die begeiſterte Menge jubelte dem Führer zu, der, nachdem er die Front der SA abgeſchritten hatte, ohne weiteren Aufenthalt mit dem Kraftwagen in die Stadthalle fuhr. Gegen 2 Uhr erſchien der Kronprinz in der Stahlhelm⸗Uniform mit der Mütze ſeiner Danziger Leibhuſaren und begab ſich ebenfalls ins Stadion. Einige Minuten ſpä⸗ ter folgte Vizekanlzer von Papen. Nicht en⸗ denwollende Heilrufe kündigten das Herannahen des Führerautos an. Als der Wagen, in dem der Führer und der Bundesführer des Stahlhelms, Seldte, ſaßen, in das Stadion einbog, ſteigerte ſich die Begeiſterung der Menge ins Ungemeſſene. Nach einer kurzen Anſprache an die dort verſammel⸗ ten Stahlhelmer, die in den grauen Kolonnen einen begeiſterten Widerhall fand, ſchritt der Kanzler in ſchlichter brauner Uniform zwiſchen einem Meer von Fahnen zu der Stadthalle. Un⸗ mittelbar hinter ihm folgten der Bundesführer des Stahlhelms, Seldte, der Kronprinz mit ſei⸗ Reichskanzler Der Führer leitete ſeine großangelegte Rede ein mit dem Hinweis darauf, daß das Zuſam⸗ menfinden der Repräſentanten einer neuen Weltanſchaung in den Trägern der beſten alten Tradition einſt in der deutſchen Geſchichte als ein glücklicher Tag verzeichnet ſein werde. Aus dieſem Entſchluß werde auf ſpätere Ge⸗ neration noch Kraft ausſtrömen, er werde für immer ein ſichtbares Zeichen ſein, daß das junge Deutſchland entſchloſſen ſei, der Sünden der Väter zu entſagen. Das ſei unſer aller Ge⸗ löbnis: „Am Anfang unſeres Kampfes ſtand Deutſchland, am Ende unſeres Kampfes wird wiederum Deutſchland ſtehen!“ Der Führer zeichnete ſodann ein umfaſſendes Bild, ein Bild der nationalen Bewegung. Er warf einen Rückblick auf das gewaltige Ringen unſeres Volkes im Weltkriege. Wir ſeien Zeugen geweſen der höchſten Größe unſeres Volles, aber auch Zeugen ſeiner Undankbar⸗ keit, ſeines inneren Zerfalls und ſeiner ſchmach⸗ vollen Kapitulation, Zeugen der Jahre der entwürdigſten Unterwerfung einer ſchamloſen Geſinnungsloſigkeit, aber auch des ſich wieder regenden nationalen Bewußtſeins, Zeugen der deutſchen Wiedererhebung und, ſo Gott wolle, auch der deutſchen Freiheit! Der Führer ent⸗ wickelte dann die inneren Gründe für den Ver⸗ fall und zeigte die Geſetze auf, aus denen zwangsläufig die Niederlage habe kommen müſſen. Im Jahre 1918 ſei die innere Organi⸗ ſation des deutſchen Volkes zuſammengebrochen und habe zuſammenbrechen müſſen mangels eines tragfähigen und für dieſe Zeit geeigneten weltanſchaulichen Fundaments. Das Vorhan⸗ denſein einer in ihren weſentlichen Grundzügen allgemein anerkannten Weltanſchauung ſei aber die Vorausſetzung für die Exiſtenz jedes Volkes. Je ſtärker dieſer innere Geſellſchaftsvertrag, umſomehr Kraft bringe ein Volk nach außen auf, je ſchwächer der innere Zuſammenhalt ſei, umſomehr werde ein Volk zum Spielball äußerer Gegner. Das deutſche Volk habe in ſeiner Geſchichte eine große Anzahl von Bei⸗ ſpielen für dieſe Entwicklung geboten. Gegenüber der Zerriſſenheit des weltan⸗ ſchaulichen Denkens, das der liberale Staat geradezu konzeſſioniert habe, habe die na⸗ tionalſozialiſtiſche Bewegung den Gedanken in das deutſche Volk wieder hinein⸗ gepflanzt, daß es noch etwas gebe, was ſich über die individuelle Freiheit erhebe, näm⸗ lich das Leben und die Freiheit aller. Dieſe Auffaſſung müſſe man unter allen Um⸗ ſtänden durchſetzen, und wenn nötig, aufzwin⸗ gen. Es ſei die Aufgabe der Führung, das für die Erhaltung der Nation Notwendige zu er⸗ kennen und mit eiſerner Entſchloſſenheit durch⸗ zuführen. Das Volk habe die Kraft und habe ſie zu allen Zeiten geſucht. Es ſei unglücklich, wenn es keine ſtarke Führung finde. Darum iſt es kein Wunder, daß das Volk heute dieſer Regierung zujubelt, denn dieſe Führung müſſe den Mut beſitzen, ein Geſetz aufzuſtellen, das -nach höchſter Einſicht allen zuträglich iſt. Ich kann keine Armee führen, wenn ich es jedem einzelnen Mann freiſtelle, ſich vor den Feind zu ſtellen oder zurückzuweichen. Wenn man mir den Vorwurf macht, wie gerade ich dazu komme, eine ſolche Bewegung zu ſchaffen, dann ant⸗ worte ich:„Ich glaube, es gab damals nur einen einzigen, der das Recht hatte, das zu tun, und das war der deutſche Frontſoldat!“ Der Soldat hatte ſeine Haut zu Markte ge⸗ tragen, nicht damit dieſe oder jene Auffaſſung ſiege. Dafür iſt kein einziger deutſcher Mann nen Brüdern Prinz Oskar und Prinz Eitel und ſeinem älteſten Sohn, Vizekanzler von Pa⸗ pen, der ſtellvertretende Führer der NSDApP, Heß, und Stabschef Röhm. Der Kanzler begab ſich dann in das Hauptportal, wo ihm ein klei⸗ nes Mädchen einen Blumenſtrauß überreichte. Inzwiſchen hatte ſich der Kuppelſaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Alles harrte der An⸗ kunft des Führers. Bei ſeinem Erſcheinen in⸗ tonierte die Stahlhelmkapelle den Prolog zu den Meiſterſingern, während die Anweſenden ſich ehrfurchtsvoll von ihren Sitzen erhoben. Darauf eröffnete Bundeshauptmann von Ste⸗ phani die Tagung und gab das Wort dem Erſten Bundesführer Seldte, der in ſeiner Begrüßungsanſprache ausführte, daß er für dieſe Reichsführertagung den Stahlhelm nach Hannover entboten habe, von wo auch Hinden⸗ burg 1914 zur Tannenbergſchlacht gefahren ſei, Hannover, der Geburtsſtadt Scharnhorſts, in deſſen Geiſt dieſe Tagung ſtattfinden ſolle. Das Thema von Hannover ſoll der unentwegte Ge⸗ danke des Aufbaues und des Kampfes um eine beſſere ſtarke deutſche Zukunft ſein. „Wir weihen in Hannover unſere Fahnen neu. Wir gründen in Hannover den Stahlhelm neu als Glied in unſerer gemeinſchaftlichen gro⸗ ßen Bewegung. Wir weihen in dieſer Stunde unſere Fahnen und unſere Herzen. Wir wei⸗ hen uns ſelbſt als Ihre treuen Mitkämpfer. Wir weihen uns Ihnen, unſerem Führer und dem Führer der deutſchen Nation.“(Stürmiſcher Bei⸗ fall).“ Nach dieſem Schlußwort Seldtes ſprach unſer Führer Adolf Hitler gefallen, ſondern damit dieſes deutſche Volk wie⸗ der an ſeine Zukunft glaubt. Ich habe mich da⸗ mals als nichts anderes gefühlt als einer von dieſen neun Millionen zurücklehrender Front⸗ ſoldaten. Wir Frontſoldaten haben gelernt, nicht nach der Zahl des Gegners zu ſchauen, ſon⸗ dern auf eigene Kraft zu vertrauen. Der Kampf um Deutſchland mußte aus einer anderen Welt kommen als der, die ſich nach dem 9. November 1918 in Deutſch⸗ land breit machte, und er iſt aus der Welt des deutſchen Soldatentums gekommen. Und ſo wiſſen wir es auch ganz genau, keiner von uns würde in Eurem oder in unſerem Kleid ſein, wenn nicht hinter uns die große Armee geweſen wäre, der wir alle gedient ha⸗ ben. Jeder von uns weiß, was wir ſind, ſind wir doch durch die Schule, die wir draußen durchgemacht haben. Sie hat uns gelehrt, im Selbſtvertrauen uns auf die eigene Kraft zu verlaſſen. Es war die Gefahr vorhanden, daß viele das Gleiche wollten und ſich nicht zu eini⸗ gen vermochten. Wir dürfen alle dem Schickſal dankbar ſein, daß es uns den großen Einigungs⸗ gedanken erhalten hat. Euer Führer hat die Größe der geſchichtlichen Stunde erkannt und damit eine Einigung herbeigeführt. Wir kämp⸗ fen damit nun gemeinſam für dieſes neue Reich. Wenn wir die wenigen Monate, in denen wir dieſen Kampf durchgefochten haben an unſeren Augen vorüberziehen laſſen, dann dürfen wir mit Stolz bekennen, Die Vorſehung hal unſeren Kampf geſegnet Daß wir die marxiſtiſche Organiſation zer⸗ trümmert haben, daß wir ihre Parteien auf⸗ gelöſt haben, daß wir ihre Häuſer geſperrt, ihre Führer fortgejagt haben, iſt alles nicht wichtig. Aber das eine, daß wir das Volk gewonnen haben, daß das Volk nun uns gehört, daß das Volk in unſerer Bewegung die Führung ſieht und anerkennt, iſt das Entſcheidende, iſt das, „. mil ruhig feſtem Schritlꝰ was uns glücklich macht. Wir wiſſen, daß der Aufbau des neuen Lebens ſchwer iſt und Zeit erfordert, aber alles, was wirklich groß auf dieſer Welt war, hat ſeine Zeit benötigt. So ſind wir denn in dieſe Revolution einmar⸗ ſchiert, haben ſie ſiegreich beſtanden und mar⸗ ſchieren nunmehr hinein in eine große, neue Zukunft unſeres Lebens. Daß uns das Wunder gelungen iſt, daß wir unſer Volk der Erneue⸗ rung entgegenführen können, das verdanken wir nicht zuletzt der Tatſache, daß wir unſer Volk nicht nur mobiliſiert, ſondern auch organiſiert haben, daß wir dieſen diſziplinierten Körper ge⸗ ſchaffen haben, den die nationalſozialiſtiſche Be⸗ wegung heute darſtellt. Wir wollen in dieſem Augenblick derer gedenken, die uns das ermög⸗ licht haben. Wir wollen auch des Mannes ge⸗ denken, der in ſeinem hohen Alter uns zu dieſer Erneuerung die Möglichkeit gab, und der ſeinen Namen wie einen Schutzſchild über dieſe Entwicklung gehalten hat. Wir wollen an die⸗ ſem Tage aber auch beſonders unſerer Armee gedenken, denn wir wiſſen alle genau, wenn das Heer nicht in den Tagen der Revolution auf unſerer Seite geſtanden hätte, dann ſtänden wir heute nicht hier. Wir können verſichern, daß wir dies niemals vergeſſen werden, daß wir in ihnen die Träger der Tradition unſerer ruhmreichen alten Armee ſehen, und daß wir mit ganzem Herzen und mit allem, was wir vermögen, uns dem Geiſt dieſer Armee einſetzen werden. Und ſo baut ſich denn dieſes neue Deutſchland auf auf einer ganzen Reihe von Bekenntniſſen des Vertrauens, und ich finde, es gibt nichts Herrlicheres in der Entwicklungs⸗ geſchichte des neuen Deutſchlands als die Tat⸗ ſache, daß in der Kraft ſeines Werdens wir den Männern die Hand reichen konnten, als wir einander nichts anderes zu geben hatten als einfach ihr gegenſeitiges Gelöbnis der Treue und der Kameradſchaft und des Willens, zuſammen zu arbeiten für unſer Volk, Ich bin der heiligſten Ueberzeugung, daß der vielleicht in der deutſchen Geſchichte ſehr ſeltene Entſchluß zur Zuſammenarbeit nicht nur Er⸗ folg hat, ſondern daß er zu einem der ſegens⸗ reichſten Entſchlüſſe überhaupt werden wird. Wir wollen uns die Hand reichen und Montag, 25. September 19338 Ehrung der„alten Garde“ auf der Rennwieſe wollen die Treue, die große Gemeinſchaft, aufrechterhalten, die wir in unſerem Volle einſt gerühmt haben. Mit innerer Freude und Bewegung bin ich zu dieſem Tage hergekommen, der genau wie Nürnberg für mich nichts anderes iſt, als das feierliche Bekenntnis zu dieſem Gelöbnis und zu dieſer Geſundung. Ich bin hierhergekommen, um Ihnen allen zu ſagen, daß wir entſchloſſen ſind, die große Miſſion gemeinſam zu erfüllen und in Treue unſeren Weg zu gehen. Wir denken an diejenigen, die Opfer brach⸗ ten. Sie ſind heute unſere guten Geiſter. Sie ſind die Meiſter für die Zukunft. Sie marſchieren mit in unſeren Reihen. Wir alle wiſſen, daß wir durch ſie die Kraft be⸗ kommen haben, das Wunder der deutſchen Erhebung zu vollziehen. Auf die Rede des Führers antwortete Bundesführer Seldte Unſer Führer Adolf Hitler! Bewegten Herzens haben wir als Frontſol⸗ daten Ihre Worte in uns aufgenommen. Die haben an den Soldaten in uns appelliert, an die beſten und ſtärkſten Eigenſchaften des Sol⸗ daten, denn Ihre Worte haben Widerhall in unſeren Herzen gefunden. Darauf kann ich Ihnen im Namen meiner Kameraden nur er⸗ widern: Treue um Treue! Das iſt das Ge⸗ löbnis, das ich in dieſer Stunde namens der alten Frontſoldaten unſeres Stahlhelms aus⸗ ſpreche, das Gelöbnis der Treue. Und auf un⸗ ſere Herzen dürfen Sie ſich verlaſſen in guten und in ſchweren Tagen. Sieg Heil!(Stürmiſche Heilrufe.) Sie haben uns erlaubt, Ihre Ho⸗ heitsabzeichen und Symbole zu tragen. Ich darf jetzt an unſere alten Fahnen, die wir in den erſten Jahren verborgen durch die Straßen Magdeburgs in den Magdeburger Dom tragen mußten, das ſiegreiche Symbol des Hakenkreu⸗ zes winden.(Lebhafter Beifall.) Und nun laſ⸗ ſen Sie mich noch ein Wort des Dankes ſagen, unſer Führer. Ich wünſche Ihnen von Herzen: Möge eines Tages die volle Energie des Vol⸗ kes ſich ſo auswirken, wie es einem 65⸗Mil⸗ Jung und Alt marſchierten geſtern in Karlsruhe lionen⸗Volk entſpricht. Als Soldat darf ich Ihnen als Erinnerung an den heutigen Tag das Symbol des Stahl⸗ helms überreichen(lebhafter Beifall) und wei⸗ ter die Hitler⸗Seldte⸗Plakette, die von derſel⸗ ben Eiſengießerei hergeſtellt iſt, die auch ſeiner⸗ zeit das Eiſerne Kreuz geſchaffen hat((lebhafter Beifall). Ehe wir dieſe Feierſtunde ſchließen, ſingen wir gemeinſam die erſte Strophe des Deutſchlandliedes und des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes und rufen nocheinmal unſer altes Front⸗Heil und Sieg⸗Heil in Gedanken an unſeren Reichs⸗ präſidenten und Heerführer von Hindenburg, in Gedanken an unſeren Volkskanzler und an un⸗ liebes deutſches Vaterland(ſtürmiſcher Bei⸗ fall). Als der Erſte Bundesführer geendet hatte, dankte Reichskanzler Hitler ihm herzlich und verließ unter den Klängen des Badenweiler⸗ marſches den Saal. Im Vorraum der Stadt⸗ halle war eine große Anzahl von Gäſten zu⸗ ſammengeſtrömt, um den Volkskanzler aus der nächſten Nähe zu ſehen, der ſpontan einigen braunen und feldgrauen Kämpfern herzlich die Hände ſchüttelte. Wiederum erſchollen brau⸗ ſende Heilrufe, als der Kanzler ins Freie trat. Er beſtieg darauf den Kraftwagen und fuhr in die Stadt. Vom Stadion zogen dann nach kur⸗ zer Kundgebung 6000 Stahlhelmer in zwei gro⸗ ßen Marſchkolonnen zum Neuen Rathaus, um mit ihren Fackeln das Spalier zum großen Zapfenſtreich am Abend zu bilden. Die Ehren⸗ gäſte fanden ſich in den Repräſentationsräumen des Neuen Rathauſes ein, wo ein feſtlicher Empfang durch die Bundesführung ſtattfand. Nach dem großen Erlebnis des Beſuches des Kanzlers und ſeiner wegweiſenden Anſprache an den Stahlhelm brach verheißungsvoll ein ſchöner Sonntagmorgen an, ſo recht geſchaffen für den gewaltigen Aufmarſch der Stahlhelm⸗ kolonnen zu dem Führerappell, der ſich zu einer der eindrucksvollſten Kundgebungen für den nationalen Zuſammenſchluß geſtaltete. Die Zu⸗ ſchauertribünen waren ſchon frühzeitig bis auf den letzten Platz gefüllt. Den freudig anteil⸗ nehmenden Zuſchauern zeigte ſich in der ganzen Länge des Feldes der Stahlhelmaufmarſch, 27 Landesverbände in tiefer Staffelung. Vor der Front erhob ſich ein mit der Bundesfahne gekrönter Rednerturm, von dem aus die Füh⸗ rer ſprachen. Brauſende Heilrufe ertönen. Unter den Klän⸗ gen des Präſentiermarſches betrat der Bun⸗ desführer Seldte den Kommandoturm. Der Vertreter des Führers, Stabschef Röhm, wurde mit einem dreifachen Sieg⸗Heil begrüßt. Kurz nach 9 Uhr erfolgte der Einmarſch der Fahnenabordnungen der Landesverbände unter den Klängen des alten Marſches„Preußens Gloria“. Den Zug eröffneten die alten Stahl⸗ helmtraditionsfahnen und die Fahnkompagnie der Ehrenſtandarte der SA, denen 11000 Fah⸗ nen folgten. Dann nahm Bundesführer Seldte —————————————————— ——————ů————— 2 4—— W — —————————33——————— Jahrgang 3. Nr. 246. Seite 4 „Hakenkreuzbannet⸗ das Wort zu ſeiner großen Rede, die mit einem dreiſachen Sieg⸗Heil auf Deutſchland und auf Deutſchlands Zukunft endete. Gewaltig klang das Deutſchlandlied und das Horſt⸗Weſſel⸗Lied, Begeiſtert begrübt, führte Slabschef Röhm u. a. aus: Sie, meine Kameraden vom Stahl⸗ helm, ſind zu einem Teil ganz in unſeze Reihen eingetreten, nämlich vom Wehrſtahlhelm in die Su, und ich, als vom Führer beſtellter Chef des Stabes, reiche Ihnen die Hand und be⸗ grüße Sie in unſeren Reihen als gleichberech⸗ tigte Kämpfer.(Lebh. Beiſall.) Als Grenze iſt das Alter van 35 Jahren vereinbart worden. Die alten Frontſoldaten ſollen in erſter Linie in den Reihen des Stahlhelm als Teil der na⸗ tionalſozialiſtiſchen Bewegung auch unter dem Befehl Adolf Hitlers ihre ganz beſondere Auf⸗ gabe für das neue Deutſchland der Ehre er⸗ fülen. Wir wollen in der Su voran die Jugend des ganzen deutſchen Volkes zum national⸗ ſozlaliſtiſchen Staat erziehen, und Sie, als die ruhmreichen Frontſoldaten, die Sie draußen waren, ſollen mit uns kämpfen und ſollen an Ihrer Stelle die Aufgabe erfüllen, die wir im deutſchen Vaterlande von Ihnen per⸗ langen.(Beifall,) Vieles, was in den letzten Jahren verſäumt und verſchüttet worden iſt an Soldatentum und Soldatengeiſt, müſſen Sie an Ihrer Stelle wieder herausholen und für Deutſchland als vollwertige Kämpfer auch Ihre Pflicht erfüllen. Und dann, wenn unſere Auf⸗ gaben gegenſeitig abgegrenzt ſind und wenn jeder einzelne an ſeinem Platze weiß, was er tun muß, dann kann es auch keinerlei Reibun⸗ gen und Meinungsverſchiedenheiten mehr geben, dann iſt die Einheit auch in dieſer Richtung ge⸗ währleiſtet. Sie haben ſo unendlich viel zu tun, daß Sie uns unſere Aufgaben ruhig überlaſſen können. In der einen Kolonne marſchieren wir mit der Zugend und in der anderen Front mar⸗ ſchiert der erfahrene Kümpfer des Welt⸗ krieges. Sie ſollen die Tradition weiter wahren, wir wollen der deutſchen Tradition in unſeren Rei⸗ hen würdig werden!(Lebh, Beifall). Mit friſchem Mut, mit neuer Kraft, ſtolzer Begeiſterung und mit der heiligen Ueberzeu⸗ gung, daß wir für Volk und Vaterland unſere Aufgabe erfüllen werden, marſchieren wir nun in die Zulunft als Träger des ewigen ſoldati⸗ ſchen Geiſtes und als die Wahrer der Rechte des Soldaten. Was in der rückliegenden Zeit falſch war, daß der Soldat nur als Soldat an⸗ zutreten hat, das wird geändert werden; Min der Zukunft wirp der Holdat auch voli tiſcher Soldat ſein und in der politiſchen Geſtaltung ſeines Vaterlandes mitraten — und»taten(Beifall), und deſſen Geiſtes 141 Träger ſind wir. Wir marſchieren geſchloſſen, einheitlich und ſtark und bleiben die einfachen, treuen und ſchlichten Soldaten Adolf Hitlers.(Lebh. Bei⸗ fall), Und nunmehr bitte ich, mit mir das Died der revalutionären Soldaten zu ſingen „Volt ans Gewehr“, das das ganze deutſche Bolk mit dem ſoldatiſchen Geiſt erfüllen ſoll, wofür wir Jungen kämpfen, und deſſen Reprö⸗ ſentanten und Kämpfer auch Sie, Männer pom Stahlhelm, ſind! HBundesführer Seldte dankte dem Stahschef Röhm und brachte ein dreiſaches Sieg Heil auf ihn aus. RmRach Belanntgabe des Gllückwunſchtele⸗ grammes des preußiſchen Miniſterprüſidenten Göring ertönten wieder Kommandoruſe, Or⸗ kanartig ſchwollen die Heilrufe an, als der erſte Bundesſührer und Stabschef Röhm, begleitet von ihren Adjutanten, die Tribüne entlang ka⸗ men, Im ſtrammen Paradeſchritt defllierten dann die Frontſoldaten vor den beiden Füh⸗ rern Röhm und Seldte, die mit erhobenem Arm die vorüberziehenden Kolonnen grüßten. Und wieder ziehen die abrückenden Kolonnen durch die ſonntäglichen Straßen, in denen eine dichtgedrängte Menſchenmenge den feldgrauen Gäſten einen herzlichen Abſchiedsgruß zuwinkt. Der Stahlhelmtag von Hannover iſt beendet, 180 Kohlenzüge geſpendet „Berlin, 24. Sept. Für das Winterhilfswert ſpendet die Braunkohleninduſtrie Kohlen im Werte von ea 1,4 Millionen RM., und zwar ſpenden das Mitteldeutſche Braunkohlenſyndi⸗ kat 1932 G. m. b.., das Oſtelbiſche Braun⸗ lohlenſyndikat 1928 G. m. b.., das Rheiniſche Hraunkohlenſyndikat G. m. b.., je 30000 Ton⸗ nen, insgeſamt alſo 90 000 Tonnen gleich 18 Millionen Zentner. Sie werden dem Reichs⸗ walter für dat geſamte Winterhilfswerk Hil⸗ genfeld in Monatsraten von je 36 Eiſen⸗ bahnzügen zur Verfügung geſtellt. ſprache, in der er zunächſt die Reichsminiſter ———— Seidinietez Drx. 50jähr. Jubil 44 äum des Niederwalddenkmals Eine gewaltige Kundgebung für„Arbeit und Friede“ Rüdezshelm, 24. Sept. Zu der Rieſen⸗ kundgebung„Arbeit und Friede“ am Rieder⸗ walpdenkmal, deſſen 5ojähriges Baujubiläum die Stadt Rüdesheim heute feiert, waren Hun⸗ derttauſende von Volksgenoſſen herheigeſtrömt, den Reichsminiſter Dr. Goebbels zu be⸗ Von Frankfurt am Main nach Rüdes⸗ eim waren die Straßen ſchon pom frühen Morgen an durch Kraftwagen und Omnibuſſe verſtopft. Jedes Dorf hatte Triumphbogen er⸗ richtet, um dem Miniſter auf ſeiner Fahrt zum Niederwalddenkmal zu huldigen. Rüdesheim ſelbſt war über und über mit Fahnen und Bir⸗ kengrün geſchmückt. Auf dem Denkmalsplatz hatten u. g. auch 5000 Hitler⸗Jungens Aufſtel⸗ lung genommen. Unter den zahkreich anweſen⸗ den Ehrengäſten bemerkte man neben den Spit⸗ zen der Paxtei und der Kommunalbehörden auch den Reichsminlſter für Ernäh⸗ rung und Landwirtſchaft Darré“ ſo⸗ wie den Reichsſportführer pvon Tſchammer⸗Oſten, ferner den Frankfurter Oberbürgermeiſter Dr. Krebs, den heſſiſchen Staatsminiſter Jung, verſchiedene Gauleiter und ſämtliche Landesbauernführer. Mit dem Miniſter erſchien Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger, die von der viel⸗ tauſendköpfigen Menge ſtürmiſch begrüßt wur⸗ den. Fanfarenbläſer eröffneten die Kundge⸗ bung, die unter der Leitung der Landesſtelle für Vollsaufklärung und Propaganda Heſſen⸗ Naſſau ſtand. Die Hitler⸗Jugens ſprachen den Vorſpruch und ſangen zwei kerndeutſche Lieder, in denen der Sinn dieſer Feier ſeinen Ausdruck fand. Nach Eröffnungworten des Gaupropo⸗ gandaleiters Müller⸗Scheld ergriff Reichs⸗ ſtatthalter Sprenger das Wort zu einer An⸗ Dr. Goebbels und Darré, den heſſiſchen Staatsminiſter Zun 4 die Gauleiter der Par⸗ tei und weitere 700 Ehrengäſte begrüßte. Da⸗ nach fuhr er fort: Vor 50 Jahren fand hier eine ewige Sehn⸗ ſucht der Deutſchen ihre Erfüllung, indem ein Wahrzeichen der Einigung der deutſchen Staa⸗ ten eingeweiht und dem deutſchen Volke über⸗ geben wurde, Die Zerriſſenheit warx durch Bis⸗ marck überwunden worden. Dieſe Einigung der Staaten war die Vorausſetzung für den Auf⸗ zur Macht, die von der Welt n kument des Belenntniſſes des Bewußtſeins der eigenen Kraft. Uns dagegen wird es alle Zeit Symbol der Einigung des deutſchen Volkes ſein. Nicht, wie bis in die letzten Tage die ausländiſche Preſſe, insbeſondere ein großer Teil der angliſchen Preſſe, glaubte der Welt künden zu müſſen, daß das deutſche Volk krie⸗ eriſch ſei. Rein, wer ſo über Deutſchland ſchreidt, ennt das deutſche Volk von heute nicht. Erſt bei der Saarkundgebung vor wenigen Wo⸗ chen hat hier der Führer ein Bekenntnis abge⸗ legt namens des Volkes für die Erhaltung des Friedens und auch die Verhandlungsbereit⸗ ſchaft mit Frankreich offen erklärt, allerdings auf dem Boden, auf dem allein Verhandlungen möglich ſind: gleichberechtigt am Tiſche. nur geachtet, ſondern auch gefürchtet wurde. Die damalige Generation war in die⸗ ſem Denkmal auch der Welt gegenüber ein Do⸗ Der Redner erinnerte an die große Friedens⸗ u Züdiſche Hirngeſpinſte rede des Reichskanzlers, in der der Führer per⸗ kündet habe, daß das deutſche Volk ſich deſſen bewußt ſei, daß kein Krieg kommen konnte, der ihm jemals mehr Ehre gibt, als im letzten Kriege gewonnen wurde, denn es war mehr Ehre, einer Uebermacht vier ⸗ einhalb Jahre ehrfurchtsvoll, tapfer und mutig ſtandzuhalten, als es Ehre war, mit zwanzig einen zu beſiegen. Wir haben nicht nötig, vor der Geſchichte die Ehre unſeres Volkes auf dem Schlachtfelde zu rehabilitieren, dort hat ſie uns niemand ge⸗ nommen.(Beifall.) Für Ehre, Freiheit, Arheit und Brot zu lämpfen, hat der Führer das Vollk aufgeruſen. Friedlich gehen wir ans Werk, Täglich ſchafft der Führer neue Möglichkeiten, Menſchen aus Not und Elend herauszuheben, ihnen Brot und Arbeit zu geben, Das iſt der einzige Kampf, den wir führen, und die böchſte Ehre ſetzt der Führer darein. Nach der Rede des Reichsſtatthalters nahm Reichsminiſter Dr. Goebbels das Wort, ſich zunächſt an die Jugend wendend: „Ich möchte ſagen, daß der Nationalſozialis⸗ mus nichts anders iſt, als das politiſche Be⸗ kennmis der beutſchen Jugend zur Zukunft der Nation. Desharb iſt es auch kein Zufalt, dah über alle Klaſſenſchranken hinweg, gerade die deutſche Jugend ſich unter unſere Fahnen ge⸗ ſtelkt hat. Der Nationalſozialismus ſieht ſeine erſte Aufgabe darin, die deutſchen Stämme, Stünde und Klaſſen in einer einheitlichen Wil⸗ lensfront zuſammenzufaſſen, und der Garan⸗ dieſer nationalen Einigung iſt die Jugend. Ich glaube ſchon, daß die Welt dieſem inneren Umſchmelzungsprozetz mit Mißtrauen zuſchaut. Die Welt iſt immer mißtrauiſch, wenn Deutſch⸗ land erſtarkt. Denn die graft der Völker liegt nicht in den Waffen, die Kraft der Völter liegt im Lebenswillen, und wenn die deutſche Nation Waffen und Kanonen und Maſchinengewehre beſäße, aber nicht den Willen zum Leben, ſo wäre ſie ſchwä⸗ chexr als heute, da ſie zwar keine Waffen, Ka⸗ nonen und Maſchinengewehre hat, aber den Willen zu ihrer Exiſtenz beſitzt.(Belfall.) Völ⸗ ker, die dem Paziſismus huldigen, bereiten immer den nüchſten Krieg vor. Parlaments⸗ barteien ſehen in den Völkern immer nur Ob⸗ ſekte, aber nicht Subſekte ihrer Politik. Sie ſtehen den Böllern gegenüber wie die Rechts⸗ anwülte ihren Klienten. Im Syſtem des Parlamentarismus liegt auch der Keim kommender Kriege. Denn wie der Rechtsanwalt viel eher geneigt iſt, einen Prozeß zu gewinnen, als der Klient, ſo iſt auch die Parlamentspartei viel eher ge⸗ neigt, einen Krieg zu machen als ein Volt. (Sehr richtig.) Für den Rechtsanwalt iſt es gleichgültig, ob er den Prozeß verliert oder gewinnt, Er er⸗ hält ſein Honorar. Für die Parteipäpſte iſt es ebenſo gleichgültig, ob ein Krieg gut oder ſchlecht ausgeht, Sie ſind eben unentbehrlich(h in der Heimat. Unſere Gegner ſagen, wir hät⸗ ten das Volk entrechtet. Aber ich glaube, das Volt wax niemals innerlich ſo mit ſeiner Re⸗ Ein jüdiſcher Emigrank fordert—* die Wiederbeſetzung von Pariz, 24. Sept,(Eig. Meldung.) In der Zeitung„LOrdre“ findet ſich die Schilderung einer Unterbaltung eines franzöſiſchen Journa, liſten mit einem jüdiſchen Emigranten. Dieſe Schilderung iſt nicht unintereſſant und verdient, an den Pranger geſtellt zu werden. Der jüdiſche Emigrant, der ſeinen Namen natürlich nicht nennt, hat gegenüber dem ihm befannten Re⸗ dakteur unter allen möglichen Vorſichtsmag⸗ nahmen(denn er befürchtete, dah man in Paris ihre Unterredung abhöre) darauf aufmerkſam gemacht, daß es falſch ſei, pvon„deutſchen Zu⸗ den“ zu ſprechen. Man mühie von„lüdiſchen Deutſchen“ peden. Denn in den Ländern Frankreich, England und Deutſchland hütten ſich die Juden dem nationalen Laben im Leufe der Zeit angepaßt im Gegenſatz zu dem Oſten. Der Deutſche, oder wie er genannt ſein win, der jüdlſche Deutſche, vexlangt dann in dem polttiſchen Gieſpräch, Frankreich und Englond müſſten hinſichtlich der Behandlung dex Juden in Deutſchland ihr Wort in pie Waagſchale werſen, denn ſie könnten noch das grhſſte Un⸗ grüc verhüten. Auf der Rücfrage deß Redal⸗ n3 teurz, oh Frankreich deſſer Mainz nicht ge⸗ räumt hahe, habe der jüdiſche Emigrant mit der Antwort eiwas gezögert, aber dann geſagt, es wäüre beſſer, wenn die Franzoſen Mainz nicht gerüumt hätten. Auf die weitere Frage, ob Frankreich Mainz vielleicht jetzt wieder be⸗ ſetzen ſolle, antworteta der Emigrant, die Welt werde pann gerettet ſein unp der Friepe mit ihr. „Graf Zeppelin“ zwiſchen den Kap⸗ verdiſchen 1 Kanariſchen Inſeln Lanhurg, W. Sept. Nach Mitteilung der Deuiſchen Seewarte hat das Luftſchiff„Graf Zeppalin“ auf der Heimfahrt am 24. September den Sireckenabſchnitt von den Kapverden bis nach den Kanarxen zurückgelegt. Um 21 Uhr (Meg.) deſand es ſich nur noch 280 Kilometer lüdweſtlich der Inſel Rair(Kanaren). Die Durchſchnittsgeſchwindigkeit beirug 90 Kilo⸗ gierung einverſtanden wie mit der unſrigen⸗ Das Volk iſt der ſouverüne Herr ſeines Schicſals und wir ſinp ſeine Willens⸗ vollſtrecker. Zwei große Aufgaben waren uns nach der der Uebernahme der Macht geſtellt, Aufgaben, an denen die Novemberrepublik ſich vergeblich verſucht hatte, Aufgahen, die gelöſt werden müſſen. Und wenn wir ſie nicht löſen, dann hätten wir auch unſere geſchichtliche Miſſion verfehlt. Wir mußten dem Volke im Innern Arbeit und nach außen Frieden geben. Daß dieſe Aufgabe nicht leicht iſt, wußten wir von vornherein. Aber wäre ſie leicht, dann hätte ſie uns nicht gereizt.(Beiſall.) Wenn wir jetzt zum Herhſt ein Projekt geſetz⸗ mäßig ſtabiliſiert haben, in deſſen Vollzug wäh⸗ rend dieſes Winters zwei Milliarden ins Ro⸗ tieren kommen, dann, glaube ich, können wir dafür garantieren, daß die Arbeitsloſigkeit nicht ſteigen wird, Dabei bleiben wir nicht etwa ſtehen. Wir werden immer neue Methoden er⸗ finden. Dann werfen wir die Arbeitsloſigkeit. Arbeit wird die große Tugend des kom⸗ menden Staates ſein. Die Arbeit iſt ein Recht des Bürgers, nicht nur eine Pflicht. Und dieſes Recht werden wir wieder garantie⸗ ren. Das können wir allerdings nur, wenn wir mit der Welt in Frieden bleiben. Daß die Welt uns nicht verſteht, dafür kennen wir alle Gründe. Die meiſten Gründe liegen in der Vergangenheit. Die Regierungen, die uns vor⸗ ausgegangen ſind, hatten alles Intereſſe daran, die nationalſozialiſtiſche Bewegung in der Weltöffentlichkeit zu diskreditieren. Das wirkt ſelbſtverſtändlich nach, Es iſt doch ganz klar, daß die Machtinhaberſchaft des Nationalſozia⸗ lismus in Deutſchland eine Erſchütterung des geſamten liberalen Weltgefüges bedeutet. Ich halte es faſt für ſymboliſch, daß heute auf dem Denkmal auf dem Riederwald die Worte„Arbeit und Friede“ ſtehen. Ich halte es faſt für ſymboliſch, daß auf den Fa⸗ briken die Fahnen des Nationalſozialismus und daß auf den nationalen Denkmälern die Fahne des Sozialismus aufgeht. Damit wird aber der Welt kundgetan, daß dieſe Zuſammenfügung von Ideen, die wir im Nationalſozialismus vollzogen haben, nichis Willkürliches darſtellt, ſondern einen inneren Sinn beſitzt. e Man braucht nicht nationale Ehre mit Fü⸗ ſen zu treten, um dem Arbeiter das Brot u garantieren, man braucht nicht dem Ar⸗ eiter das Brot zu nehmen, um national zu ſein. Nationale Geſinnung und ſozialiſtiſches Per⸗ antwortungsgefühl gehüren zuſammen, und die Menſchen von rechts werden ſozialiſtiſches Ver · antwortungsgefühl in ihren Ideenkreis mit · übernehmen müſſen, damit die Menſchen von links dafür nationale Ueberzeugtheiten in ſich aufnehmen, Erſt wenn dieſer Zuſammenſchluß dex Ideen ſtattgefunden hat, wird auch ein Zu⸗ ſammenſchweißen der Volksklaſſen ſtattfinden können. Dr. Goebbels ſchloß: Widmen wir unſere leidenſchaftliche Liebe dem Volk, gerade dem ernſten Volksbruder, bleiben wir jung in un⸗ ſeren Herzen, dann wird die Jugend auch immer uns verſtehen, bleiben wir im Volk, dann werden wir uns niemals vor dem Volk f1 ſchämen brauchen, ſtehen wir dem Volte Tag ür Tag Angeſicht zu Angeſicht gegenüher und fühlen wir uns als die Willensvollſtrecker der deutſchen Nation, dann kann uns nichts ge⸗ ſchehen, dann wird das Volk in Not und Glück bei uns ſtehen, dann wird es unſere Sache zu ſeiner Sche machen, wie wir ſeine Sache zu un⸗ ſerer Sache machen. Dann wird in Deutſchland die erſte moderne de⸗ mokratie Wirklichkeit werden daß Führung und Volk eins finb, daß über allem ein Mann ſteht, der im Reich die höchſte Autorität verkörpert und daß alle zuſam⸗ mengeſchloſſen ſind in einer einheitlichen Idee. Ein zweitauſendjähriger Traum der deutſchen Nation wird verwirklicht: Voll wird eins und findet ſich zuſammen in der Stärke des Reiches. Volk will Frieden; Volk will Arbeit und erhebt ſich in Stolz und Selbſtbewußtſein. Wir werden zuſammen bis zum letzten Atemzuge kämpſen für des Reiches Stärke und für des Volkes Einheit. Wir ſtehen geſchloſſen in einer Bewegung hinter einem Führer und bringen dies auch in dieſex feier⸗ lichen Stunde zum Ausdruck, indem wir xuſen: Die Bewegung und die Führung Sieg⸗Heil! Auf die brauſenden Heilrufe folgte das Deutſchland⸗Lied und das Horſt⸗Weſſel⸗Lied. —— verlansen sie heufe 5 die Haupfausgabe des Montag, 25. September 1938 Genf, mentritts den berei ten Teil wozu das worden. Boncour, eingetroff in der 9 Frhr. v. hauptſächl bels, mit der nächſt Soweit worden i politiſcher ſchen den Simon u ler Dollf kommen Stunde g len in d rakter ein haben ſo ſein, jedt Regier reich e haben Berl bundsver Aufleben führten len könn präſident der Gede feſter Ge tik als d Die ſpät arbeitun von wel— aus dieſe Eine 1 gedanken Es gil Genfer Entwi Das gil deſſen E tagung i ſchwerde Minderh ſollte. 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Der franzöſiſche Außenminiſter Paul⸗ Boncour, der am Sonntagvormittag aus Paris eingetroffen iſt, weilte mit ſeinen Mitarbeitern in der Nähe von Genf. Reichsaußenminiſter Frhr. v. Neurath verbrachte den Nachmittag hauptſächlich in der Geſellſchaft von Dr. Goeb⸗ bels, mit dem er ſich über die Dispoſitionen der nächſten Tage unterhielt. Soweit bis in die Abendſtunden bekannt ge⸗ worden iſt, hat nur eine einzige Beſprechung politiſcher Natur ſtattgefunden, und zwar zwi⸗ ſchen dem engliſchen Außenminiſter Sir John Simon und dem öſterreichiſchen Bundeskanz⸗ ler Dollfuß, der um die Mittagsſtunde ange⸗ kommen war. Die Unterredung hat etwa eine Stunde gedauert; konkrete politiſche Fragen ſol⸗ len in dieſer Beſprechung, die nur den Cha⸗ rakter einer allgemeinen Fühlungnahme gehabt haben ſoll, nicht eingehend behandelt worden ſein, jedoch verlautet, daß die Frage der Regierungs umbildung in Oeſter⸗ reich eine gewiſſe Rolle geſpielt haben ſoll. Mifßton in Genf Berlin, 24. Sept. Seit der letzten Völker⸗ bundsverſammlung hat man ein merkwürdiges Aufleben des Intereſſes der von Frankreich ge⸗ führten Staatengruppe am Völkerbund feſtſtel⸗ len können. Der damalige franzöſiſche Miniſter⸗ präſident Herriot hat vor einem Jahre, als der Gedanke eines Viermächtepaktes ſchon nach feſter Geſtaltung drängte, die franzöſiſche Poli⸗ tik als die Politik des Völkerbundes bezeichnet. Die ſpätere Haltung Frankreichs bei der Aus⸗ arbeitung des Paktes zeigte nur zu deutlich, von welch ſelbſtſüchtigem Hegemonieſtandpunkt aus dieſe Identifizierung beabſichtigt war. Eine weitere Gefahr für den Völkerbunds⸗ gedanken liegt in der gleichen Richtung. Es gibt einzelne Länderorganiſationen und Genfer Delegierte, die es nicht ungern ſe⸗ hen, wenn der Völkerbund ſich zum Beiſpiel. als Tribunal für die ihnen unbequeme Entwicklung in Deutſchland auftun würde. Das gilt vor allem für den Anteſemitismus, deſſen Erörterung bereits auf der letzten Rats⸗ tagung im Juni durch einen konſtruierten Be⸗ ſchwerdefall aus Deutſch⸗Oberſchleſien in die Minderheitendebatte eingeſchmuggelt werden ſollte. Schon damals ließen einzelne Delega⸗ tionen alle politiſchen und juriſtiſchen Rückſich⸗ ten fallen, um ſich in ganz einſeitiger Weiſe in eine Frage einzumiſchen, die ihnen aus verſchie⸗ denen Gründen vielleicht nahegeht, aber nach wie vor eine innerdeutſche Angelegenheit iſt. Sie haben damit nur in weniger aggreſſiver Form die Praxis übernommen, die ſehr zum Schaden der internationalen Zuſammenarbeit ſchon vorher auf verſchiedenen internationalen Kongreſſen eingeriſſen war und gelegentlich bis zur Anrempelung deutſcher Vertreter ausartete. Der Völkerbund würde ſich auf die ſchiefe Ebene begeben, wenn er wegen eines billigen Senſationserfolges ſich in ſeiner bevorſtehen⸗ den Tagung dieſe Verletzung des Grundſatzes der Nichteinmiſchung zu eigen macht. Es würde eine Diskuſſion entſtehen, bei der die deutſchen Delegierten mit aller Deutlichleit darauf hin⸗ weiſen müßten, daß es rechtlich und tatſächlich unmöglich iſt, die getroffenen Maßnahmen mit dem auf ganz anderen Vorausſetzungen be⸗ ruhenden Minderheitenproblem in Verbindung zu bringen. Es gibt Länder, die im Hinblick auf die Ab⸗ rüſtungskonferenz eine ſehr intenſive Stim⸗ mungsmache gegen Deutſchland für notwendig halten und daneben auch noch kleine Sonderziele wie etwa die fortſchreitende Unterdrückung der Meinungsfreiheit der Deutſchgeſinnten im Saargebiet mit Hilfe des Völkerbundes verfol⸗ gen wollen. Jeder, der den Völkerbund über die gegenwärtige ſchwere Kriſe in eine vielleicht Reichsminiſter Dr. Ooebbels in Genf Genf, 25. Sept. Der 14. Völkerbundsver⸗ ſammlung, die heute unter dem Vorſitz des zurzeit amtierenden Ratspräſidenten eröffnet werden wird, ſieht man in dieſem Jahre in Genf mit beſonderer Spannung entgegen. Eine Reihe„von prominenten Staatsmännern aus den verſchiedenſten Teilen der Welt iſt bereits eingetroffen. Andere werden in den nächſten Tagen erwartet. Außerordentlich großer Auf⸗ merkſamkeit begegnet allgemein die Anweſen⸗ heit des deutſchen Reichsminiſters für Volks⸗ aufklärung und Propaganda, Dr. Göbbels, der ſchon vor ſeiner Ankunft im Vordergrund des Intereſſes in den hieſigen politiſchen Krei⸗ ſen und den Vertretern der öffentlichen Mei⸗ nung, die diesmal beſonders zahlreich vertreten ſind, ſtand. Obwohl der genaue Zeitpunkt, wann Dr. Goebbels eintreffen würde⸗, nicht feſtſtand, hatten ſich außer den diesmal in ungewöhnlich ſtarker Zahl erſchienenen deutſchen Landsleuten Das größte aller Bombenflugzeuge in Paradeaufſtellung kurz vor resmanövern, die gegenwärtig durchgeführt werden. geſchwader, 3 Schlachtſchiffe, 2 Flugzeugmutterſchiffe, 3 Kreuzer und 21 Zerſtörer ſind an der Oſtküſte von Schottland zuſammengezogen worden, wo eine Luft⸗ Ausmaßes abgewickelt wird. Flugzeugmanöver dem Start. Ein Bild von den engliſchen Hee⸗ 17 Landflugzeuggeſchwader, 2 Flugboot⸗ und Seeſchlacht größten glücklichere Zukunft hinüberretten will, wird darauf hinwirken müſſen, daß dem Genfer Ge⸗ danken dasjenige Maß von Korrektheit und Loyalität gewahrt bleibt, das für die inter⸗ nationale Arbeitsgemeinſchaft unerläßlich iſt. zahlreiche ausländiſche Journaliſten auf dem Flugplatz eingefunden, um der Ankunft der Reichsminiſter beizuwohnen. Die diesjährige Völkerbundsverſammlung iſt die erſte nach der nebernahme der Macht durch den National⸗ ſozialismus in Deutſchland. Ihr Zuſammen⸗ tritt iſt für den Reichspropagandaminiſter eine willkommene Gelegenheit, um ſich über die Ar⸗ beitsmethoden der Genfer Inſtitution zu un⸗ terrichten. Er wird bei dieſem Anlaß ſicherlich mit prominenten Perſönlichkeiten der interna⸗ tionalen Politik in Gedankenaustauſch treten. Aus der Tatſache ſeiner Anweſenheit wird in hieſigen Völkerbundskreiſen, wohl nicht mit Unrecht, der Schluß gezogen, daß Dr. Goebbels eine der ſich bietenden Gelegenheiten dazu be⸗ nutzen wird, um vor' der Weltöffentlichkeit das Weſen des deutſchen Nationalſozialismus und die Entwicklung zum nationalſozialiſtiſchen Staat zu erläutern und den. Standpunkt des neuen Deutſchlands zur Welt darzulegen. Die Dauer ſeiner Anweſenheit in Genf ſteht noch nicht feſt. Lloyd George gegen eine Ein⸗ miſchung in deulſche Angelegen⸗ heiten London, 24. Sept. Wie zu der Rede Lloyd Georges in Barmouth noch ergänzend gemeldet wird, erklärte Lloyd George u.., man ſolle ſich nicht in Angelegenheiten Deutſchlands ein⸗ miſchen. Man müſſe ſich deſſen gewiß ſein, daß, wenn es gelänge, die gegenwärtige deutſche Re⸗ gierung zu ſtürzen, nur der Kommunismus ihr Nachfolger ſein könne. Im übrigen hätte ja gerade eine andere europäiſche Nation in die⸗ ſen Tagen eine Diktaturregierung errichtet, und zwar ſei ſie dazu von den Nationen ermutigt Edouard herriols zuſtand ſehr eruſt Paris, 25. Sept. Edouard Herriots Zu⸗ ſtand ſcheint ernſterer Natur zu ſein, als die erſten Meldungen vermuten ließen. Herriot lei⸗ det unter furchtbaren Schmerzen. Das Fieber war in der vergangenen Nacht auf auf 39,7 Grad geſtiegen. Die Tätigkeit der Nieren läßt ſehr zu wünſchen übrig. Die rotle Mordyeſt wülel Saarländiſcher Nationalſozialiſt von Sozial⸗ demolraten erſchoſſen Neunkirchen, 24. Sept. Vor einer hieſi⸗ gen Wirtſchaft wurde der vergangenen Nacht eine ſchwere Bluttat begangen. Der verheiratete Nationalſozialiſt R. Hemmer wurde von dem Sozialdemokraten Karl Lang im Verlauf einer politiſchen Auseinanderſetzung durch einen Schuß getötet. Lang widerſetzte ſich der Feſt⸗ nahme durch die Polizei, ſo daß dieſe von der Waffe Gebrauch machen mußte. Er erhielt Schüſſe in die Hand und in den Leib und wurde in bedenklichem Zuſtande ins Krankenhaus ge⸗ bracht. 07 Der erſte Spalenſlich zur Eiſen⸗ bahnbrücke bei Syeyer Speyer, 24. Sept. Speyer ſtand im Zei⸗ chen des Beginns der Arbeiten der neuen Rheinbrücke. Eine nach Tauſenden zählende Menſchenmenge umſtand den Feſtplatz, wo der erſte Spatenſtich durch den bayeriſchen Miniſter⸗ präſidenten Siebert vorgenommen wurde. Miniſterpräſident Siebert erklärte, es ſei für ihn ein beglückendes Bewußtſein, heute den Be⸗ ginn der Brückenbauarbeiten ſymboliſch vor⸗ nehmen zu können. Durch verſtändnisvolles Zuſammenarbeiten mit dem badiſchen Miniſter⸗ präſidenten und durch Mithilfe all der anderen Stellen ſei es gelungen, faſt am gleichen Tage die beiden Brückenbauten bei Maxau und Speyer zu beginnen. Unter den Feſtgäſten befand ſich auch der badiſche Miniſterpräſident Köhler, der vorher am erſten Spatenſtich zur Reichsautoſtraße teil⸗ worden, die genau die gleiche Einrichtung in Deutſchland verurteilten. Leipzig, 24. Sept. Der Hauptangeklagte im Reichstagsbrandſtifterprozeß, Marinus van der Lubbe, iſt am Samstag nach Schluß der Verhandlung durch den zuſtändigen Gerichts⸗ arzt, Obermedizinalrat Dr. Schü tz, auf ſeinen Geſundheitszuſtand unterſucht worden. Das Ergebnis der Unterſuchung war: van der Lubbe befindet ſich im Zuſtand paſſiver Reſiſtenz pſy⸗ chiſcher Abwehr und legt es offenbar darauf an, durch Herbeiführung völliger Entkräftung den Abbruch der Verhandlung zu erzwingen. Ein ſolches Verhalten ſtimmt auch überein mit den Anweiſungen, die den Mitgliedern der Kommu⸗ niſtiſchen Partei für ihr Verhalten vor Gericht gegeben worden ſind. Vorläufig iſt van der Lubbe noch verhandlungsfähig. Er iſt auch in der Lage, der Verhandlung zu folgen. Sollte er aus ſeinem Abwehrzuſtand nicht heraustreten, ſo wird natürlich der Uebergang zur Zwangs⸗ Lubbe erhält im Gefängnis Krankenkoſt. Am Samstag iſt ihm beiſpielweiſe ein Schnitzel mit Bratkartoffeln und Gemüſe, dazu Wein und Pfirſiche, angeboten worden, er hat aber nichts angenommen. Greuelmärchen über van der Lubbe ſozialdemokratiſchen Organ ernährung erwogen werden müſſen. Van der. Leipzig, 24. Sept.(Eig⸗ Meld.) In dem „Socialdemokra⸗ genommen hatte. Ban der Lubbe nicht vernehmungsfähig ten“ wird unter der Ueberſchrift„van der Lubbe im Sterben— Wurde er vergiftet?“ die Lüge verbreitet, daß man verſucht habe, den Ange⸗ klagten zu beſeitigen. Demgegenüber iſt feſtzu⸗ ſtellen, daß van der Lubbe am Sonntag ſich er⸗ heblich friſcher als am letzten Verhandlungstag fühlt. Er hatte heute einige Brote gegeſſen und ging mehrere Stunden im Garten des Gefäng⸗ niſſes ſpazieren. Er wurde dabei von ſeinem Verteidiger beſucht und unterhielt ſich mit ihm. Es iſt anzunehmen, daß ſein Verteidiger bei der morgigen Verhandlung auf dieſe Greuelmär⸗ chen des„Soeialdemokraten“ in Stockholm Be⸗ zug nehmen wird. Wrack der„Niobe“ erhiell ein Ehrengrab Kiel, 24. Sept. Das Wrack des Segelſchul⸗ ſchiffes„Niobe“, das— wie erinnerlich— im Juli vorigen Jahres im Fehmarn⸗Belt einer Gewitterbö zum Opfer fiel, ſpäter aber ge⸗ hoben und in den Kieler Hafen eingeſchleppt wurde, dieſer Tage auf der Höhe von Pillau in Gegenwart der geſamten deutſchen Flotte verſenkt worden. Torpedoboot „Leopard“ feuerte auf das verankerte Wrack einen Torpedoſchuß ab, während die Mannſchaf⸗ ten der in Staffellinie aufgefahrenen Seeſtreit⸗ kräfte an Deck angetreten waren. Der Schiffs⸗ körper ſank in etwa zehn Minuten und ruht jetzt in über 90 Meter Tiefe wieder auf dem Meeresgrunde. Jahrgang 3. Ar. 246. Seite 6. „Hakenkreuzbanner⸗ Montag, 25. Septemder 1988 Der Tag der deutſchen Bauern Nachſtehend veröffentlichen wir die Rede unſeres Pg. Staatsrat Mein⸗ berg an die badiſchen Bauern an⸗ läßlich der Einweihung des Walter⸗ Darré⸗Hauſes in Karlsruhe. Die Schriftleitung. Es kann nicht beſtritten werden, daß der Be⸗ griff Bauer heute auch von jenen Menſchen als ein Ehrenbegriff angeſehen wird, die früher das Wort ungern in den Mund nahmen. Wenn der Begriff des deutſchen Bauern wieder ein Ehrenbegriff geworden iſt, ſo verdanken wir das in erſter Linie unſerem Führer Adolf Hitler und ſeinem Mit⸗ arbeiter, dem wir heute das Haus geweiht haben, Reichsernährungsminiſter Darré. Der Begriff Bauer hat mit der Größe eines Beſitzes nichts zu tun. Bauer ſein heißt nicht, ſeine Scholle als ein Betrieb anſehen, der lediglich zum Geldverdie⸗ nen da iſt, ſondern mit jeder Faſer ſeines Her⸗ zens an ſeinem Grund und Boden hängen mit der Verpflichtung: Dieſer Grund und Boden gehört nicht allein mir, ſondern auch den kommenden Ge⸗ ſchlechtern. Landwirt ſein, das kann jeder, Gutsbeſitzer kann jeder Menſch werden. Gutsbeſitzer ſind auch Moſſe und Ullſtein; jeder Schieberjude hat ſich Grundbeſitz erworben. Bauer dagegen kann kein Menſch werden, zu Bauer muß man geboren ſein. Es gibt auch heute noch viele Menſchen, die da glauben, wenn man ſich ein großes Haken⸗ kreuz anſteckt, iſt man gleichgeſchaltet. Mit ſol⸗ cher Gleichſchaltung wollen wir nichts zu tun haben. Das Glaubensbekenntnis ſolcher Kreiſe iſt: Am Anfang ſteht die Bank und Gott ſchuf die Bank, damit ſie ihre Zinſen erhält.(Stür⸗ miſcher Beiſall.) Wir wollen die deutſche Zukunft ſo geſtal⸗ ten, daß die deutſche Arbeit nicht mehr durch den Zins ausgeplündert wird, wie es in den letzten 100 Jahren der Fall war. Mit der Verleihbarkeit und Ver⸗ pfändbarkeit des bäuerlichen Be⸗ ſitzes wurde die Verbundenheit des Bauern mit der Scholle aufge⸗ hoben. Dies war die erſte große liberali⸗ ſtiſche Tat. Die Folge war, daß weit über 400 000 deutſche Bauernfamilien aus Deutſch⸗ land auswanderten. Die letzte Folge dieſer Tat haben wir im Weltkrieg zu ſpüren bekommen, als die Enkel jener Bauern an der Weſtfront mitgeholfen haben, dem deutſchen Volk den Todesſtoß zu verſetzen. An dieſem Beiſpiel wird klar, wohin man kommt, wenn man die Scholle zu einer Handelsware macht. Ueberall da, wo das Bauerntum verſchwand, war das der Anfang vom Endeeines Volkes. Wenn man das erkannt hat, muß man folgerichtig ſagen: Deukſchland darf dieſen Weg nicht weitergehen! Vom Land her wanderte das geſunde Blut in die Großſtadt. Die Stadt Berlin hat heute ge⸗ gen 5 Millionen Einwohner. Wenn ſie keinen neuen Zuzug vom Land erhielte, ſo hätte ſie in etwa fünf Generationen noch 50000 oder 60 000 Bewohner, weil der Menſch in dieſer Aſphaltwüſte zugrunde geht. Die zweite Folge⸗ rung und Erkenntnis iſt daher: Wenn bisher ungezählte Menſchen mit geſundem Bauernblut in die Großſtadt zogen, die die Maſſen des Proletariats vermehrt haben, dann muß ein Staat, wenn er beſtehen will, von ſich aus dafür Sorge tragen, daß deutſches Bauernblut nicht mehr verdorben wird, ſondern daß es auf dem Lande erhalten bleibt. Das ſind die beiden Grundlagen, aus denen heraus die deutſche Agrarpolitit geſtaltet wird. Pg. Staatsrat Meinberg ſtreifte darauf das Unweſen der zahlloſen bäuerlichen Organi⸗ ſationen unter dem alten Syſtem, die weniger dem Bauer als den Parteien oder Intereſſen⸗ gruppen gedient hätten. Er fuhr fort: Vor einigen Wochen hat der Gott ſei Dank jetzt ver⸗ ſchwundene Staatsſekretär Herr von Rohr zum Ausdruck gebracht, daß man den Bauern in erſter Linie von der Seite des Preiſes her hel⸗ ſen müſſe. Wenn Sie ſich mal die Verſchuldungs⸗ kurve anſehen, dann werden Sie feſtſtellen, daß die Verſchuldung des deutſchen Bauerntums in den Jahren am höchſten war, in denen der deutſche Bauer für ſeine Produkte die höchſten Preiſe erhalten hat. Bauerntum und Kapitalismus ſtehen ſich wie Jeuer und Vaſſer gegenüber. Je höher die Produkte verkauft wurden, deſto höher war die Bewertung des Grund und Bo⸗ dens und um ſo höher die Verſchuldung. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß der Bauer für ſeine Ware einen ſolchen Preis erhalten muß, daß er dabei beſtehen kann. Wir müſſen auch die Preisfrage anpacken. Die Kriſe war eine reine Markt⸗ und Abſatzkriſe. Es war die Kriſe des Kapitalismus. Um ſie zu überwinden, muß man in erſter Linie bei den Leuten anfangen, die von der Arbeit des Bauern ihre Geſchäfte an der Börſe machten.(Lebhafter Beifall.) Nach der Reinigung des Marktes werden wir nach Beendigung des Ständiſchen Aufbaus in der Lage ſein, dem deutſchen Bauer für ſeine Ware einen ausreichenden Preis zu geben und ſeine Lebensmöͤglichkeiten zu ſichern. Es iſt in Aus⸗ ſicht genommen, in den nächſten Wochen auch eine Marktbereinigung unſerer Viehmärtte vor⸗ zunehmen. Es gibt noch andere Gebiete, auf denen noch viel Arbeit zu leiſten iſt. Man muß den Bauer wieder auf ſeiner Scholle feſtſetzen. Dazu ſoll ein Reichserbhofgeſetz die Möglichkeit geben. In großen Teilen Ba⸗ dens haben Sie den Begriff des Erbhofes nicht gekannt. Es gibt aber auch im Schwarzwald Gegenden, in denen man den Grundſatz der Nichtteilung kannte. Es wird für manche von Ihnen heute ſchwer ſein, ſich in dieſe Dinge hineinzudenken, aber wenn Sie kritiſieren, dann überlegen Sie erſt einmal, ob Ihre Krititk nicht vom Standpunkt des Liberalismus ausgeht. In 20 Jahren wird es den Jungen von heute un⸗ verſtändlich ſein, daß es einmal eine Zeit gab, in der man durch Mehrheiten abſtimmte. Es wird ihnen aber auch unfaßbar ſein, daß es einmal eine Zeit gegeben hat, in der man mit unſerem Grund und Boden Handel treiben konnte. Durch das Reichserbhofgeſetz nehmen wir den Bauer aus dem Kapitalismus heraus. Eine weitere ebenſo ſchwere Aufgabe iſt die Schaffung neuen Bauerntums im deutſchen Oſten. Dazu ſoll nun das Geſetz über die Neubildung deulſchen Bauerntums dienen. Wir denken nicht daran, einen an ſich geſunden Grundbeſitz nach bolſchewiſtiſcher Methode auf⸗ zuteilen. Iſt ein Großgrundbeſitzer verſchuldet, dann erhält er einen Erbhof, auf dem das Ge⸗ ſchlecht verantert wird, bis in alle Zutunft. Was aber nicht zum Erbhof gehört, das übernimmt der Staat, um neue Bauern anzuſiedeln. Das ſind die großen Aufgaben, die der Ge⸗ ſtaltung der deutſchen Agrarpolitit ihre Grund⸗ lage geben. Es wird noch manche ſchwere Stunde geben, bis wir die letzten Aufgaben) durchgeführt haben. Aber Sie können ſicher ſein, wir führen dieſe Aufgaben durch!(Stür⸗ miſcher Beifall!) Adolf Hitler ſagt: Deutſchland wird ein Bauernreich ſein oder es wird zugrunde gehen Das Größte, was ich erlebe, iſt das ungeheuer große Vertrauen, daß unſer deutſches Volk zum Führer und zur nationalſozialiſtiſchen Bewe⸗ gung hat. Es gibt wahrhaftig nichts Größeres als dieſes rieſengroße Vertrauen des einfachen Mannes zur NSDaA und zu den Führern der Bewegung. Es wäre furchtbar, wenn die⸗ ſes Vertrauen ein einziges Mal getäuſcht würde. Wir wollen immer daran denken, daß es keine kommunalen Kaſſen und keine Organiſationen gibt, an denen nicht der Schweiß von deutſcher Arbeit klebt. Wenn Adolf Hitler zum Winterwerk aufge⸗ ruſen hat, dann wollen wir alles tun, damit es im nationalſozialiſtiſchen deutſchen Vater⸗ land keine Menſchen gibt, die Hunger leiden müſſen und keine unterernährten Kinder, die im Winter nichts zu eſſen haben. Wir werden noch manchmal durch eine harte Zeit hindurch müſſen. Ein Glück, das zu ſchnell kommt, dauert nicht. Es muß immer wieder eine Notzeit kommen, um das Volt zuſammen⸗ zuſchweißen. Unſer höchſtes Ziel werden wir doch erreichen. Wie leicht hätten es die Seve⸗ ringe noch vor zwei Jahren gehabt, wenn ſie damals Adolf Hitler an die Wand geſtellt und vernichtet hätten. Sie taten es nicht, trotzdem ſie es konnten und gern getan hätten. Unſer Herrgott hätte niemals einen Adolf Hitler zum deutſchen Reichskanzler werden laſſen, wenn er Deutſchland hätte zertrümmern und vernich⸗ ten wollen.(Stürmiſcher Beifall.) Es iſt ein Zeichen, das er uns in den vierzehn Jahren der Not und des Elends gegeben hat, um unter unſerem Führer Adolf Hitler den Weg in eine beſſere Zukunft zu gehen. Das iſt der Glaube, den wir Nationalſozialiſten haben. Unſer Ziel heißt nicht Bauerntum als ſolches, nicht Arbeiterſchaft für ſich, nicht Kapitaltsmus für ſich, nicht Baden erhalten oder Preußen oder Bayern, ſondern unſer geſamtes Ziel heißt immer nur Deutſchland, Deutſchland und im⸗ mer wieder Deutſchland! Heil Hitler! Langanhaltender ſtürmiſcher Beifall zeigte, daß Staatsrat Meinberg mit ſeinen ausgezeich⸗ neten Worten den Weg zu den Herzen unſerer bhadiſchen Bauern gefunden hat. Landesbauern⸗ führer Huber dankte dem Rebdner für ſeine Ausführungen und ſchloß die eindrucksvolle Kundgebung. Zurück zur Scholle! Landabgabe an leinrenkner durch Gewinnung von Neuland Karlsruhe, 24. Sept. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Mit eine der hauptſächlichſten Urſachen für die in Baden beſonders große wirtſchaftliche Notlage iſt die Zerſplitterung des anbaufähigen Grund und Bodens in unzählige Parzellenbetriebe, die zu klein ſind, um ihren Beſitzern eine auskömm⸗ liche Exiſtenzmöglichkeit zu ſichern. Die beſon⸗ dere Sorge des badiſchen Reichsſtatthalters Ro⸗ bert Wagner gilt der Beſeitigung dieſes gefährlichen Zuſtandes. Um hier möglichſt ſchnell Abhilfe zu ſchaffen, richtete der Reichs⸗ ſtatthalter an den badiſchen Miniſterpräſiden⸗ ten Walter Köhler folgendes Schreiben: „Sehr geehrter Herr Miniſterpräſident! Zehntauſende badiſche Kleinbauern ſind zu⸗ gleich Induſtrie⸗ oder ſonſtige Arbeiter. Es muß das Beſtreben aller Stellen im Staat und in den Gemeinden ſein, dieſen Klein⸗ bauern in Verbindung mit dem Kampf gegen die Erwerbsloſigkeit möglichſt ſo viel Land zu⸗ zuteilen, daß ſie als ſelbſtändige Bauern wei⸗ terbeſtehen und aus ihren Arbeitsſtätten in der Induſtrie uſw. herausgenommen werden kön⸗ nen. Dies wird möglich ſein durch Zuteilung von melioriſiertem Land. Weiter durch Um⸗ roden von Wald, wie es bereits an einzelnen Stellen erfolgreich geſchieht. Endlich aber wer⸗ den auch Land und Gemeinden zu prüfen haben, was ſie an Grundbeſitz an Kleinbauern abgeben können. Ich bitte Sie, ſehr geehrter Herr Miniſter⸗ präſident, dieſe Art Arbeitsbeſchaffung in die neuen Herbſtprogramme zur Ueberwindung der Arbeitsnot mit aufzunehmen. Für die Durch⸗ führung habe ich auf dem Wege freiwilliger größerer Spenden einen Fonds geſchaffen, der für die gedachten Zwecke zur Verfügung ſteht. Ein neues Dorf im Odenwald? Landwirkſchaftliche Siedlung bei Eberbach a. N. Eberbach a.., 24. Sept. In der Nähe von Eberbach, auf dem Breitenſtein, liegt ein etwa 130 Hektar großes landwirtſchaftlich er⸗ ſchloſſenes Gelände, das vollkommen unbeſiedelt iſt und eine größere Fläche darſtellt als die Gemarkungen der meiſten umliegenden Dörfer. Die landwirtſchaftliche Beſtellung dieſes Ge⸗ ländes erfolgt hauptſächlich von Eberbach und Rockenau aus; ſie iſt aber infolge der Entfer⸗ nung und des Höhenunterſchiedes ſehr er⸗ ſchwert, weshalb die Aecker ſchlecht gedüngt, mangelhaft bebaut und die Erträge daher auch gering ſind. Es iſt nun der Plan aufgetaucht— und er hat auch ſchon ziemlich feſte Geſtalt an⸗ genommen—, hier ein Bauerndorf zu grün⸗ den, das vielleicht bisher nur deshalb nicht zu⸗ ſtandegekommen iſt, weil auf dem Breitenſtein wenig Waſſer vorhanden iſt. Heute aber bietet die Waſſerverſorgung keine techniſchen Schwie⸗ rigkeiten mehr. Wenn auf dem Breitenſtein ge⸗ ſiedelt wird, iſt der Weg vom Wirtſchaftshof zum Acker auf ein Mindeſtmaß beſchränkt, auch der Höhenunterſchied und andere Mißſtände kommen in Wegfall und der Ertrag der jetzt zum Teil brachliegenden Felder könnte min⸗ deſtens auf das Doppelte geſteigert werden. Natürlich gibt es einige Vorausſetzungen für Beſiedlung des Breitenſteins, unter denen na⸗ turgemäß die Finanzierung an erſter Stelle ſteht. Es iſt mit Sicherheit anzunehmen, daß für ein ſolches Kulturwerk entſprechende Reichs⸗ mittel zur Verfügung geſtellt werden könnten; die Arbeitsloſigkeit in der ganzen Umgebung könnte auf eine Weile behoben werden und die Fürſorgelaſten würden ſinken. Selbſtverſtänd⸗ lich wäre auch der freiwillige Arbeitsdienſt ein⸗ zuſetzen. Man denkt nicht an eine geſchloſſene Siedlung, ſondern an eine ſogenannte Streu⸗ ſiedlung. Die erforderlichen Wieſen wären in den Tälern nördlich, öſtlich und ſüdlich des Schollerbuckels zu gewinnen. Der Weſthang dieſes Hügels könnte wegen ſeiner Steilheit nur für Obſtpflanzungen in Betracht kommen. Das Projekt hat in allen beteiligten Kreiſen lebhaftes Intereſſe gefunden und iſt einer För⸗ derung durch die maßgebenden Stellen ſchon wert. Eine ganze Reihe von Bauernfamilien ohne Grundbeſitz könnten hier eine neue Heimat finden. geine Staalsräle mehr in Baden Karlsruhe, 24. Sept. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Die Weiterführung der Amtsbezeichnung „Staatsrat“ durch das rechtliche Mitglied des Staatsminiſteriums ohne eigenen Geſchäftsbe⸗ reich hat ſich unter den geänderten ſtaatsrecht⸗ lichen Verhältniſſen als untunlich erwieſen. Insbeſondere, da durch den Ausbau des preußi⸗ ſchen Staatsrates Mißverſtändniſſe über die Be⸗ deutung der badiſchen Amtsbezeichnung „Staatsrat“ in weitem Maße nahegerückt ſind. Durch das Geſetz vom 20. September 1933 wurde daher die Amtsbezeichnung„Staatsrat“ allgemein durch diejenige„Miniſter“ erſetzt. Ir⸗ gendeine Mehrbelaſtung der Staatskaſſe erfolgt durch die Aenderung nicht. Das derzeitige Mitglied der Regierung ohne eigenen Geſchäftskreis, Staatsrat Dr. Schmitt⸗ —2◻ führt ſomit die Amtsbezeichnung„Mi⸗ niſter“. Schutz der nalionalen Symbole Karlsruhe, 24. Sept. Der Miniſter des Innern hat aufgrund des ö 8 des Geſetzes zum Schutze der nationalen Symbole vom 19. Mai 1933 folgende Polizeiordnung erlaſſen:§ 1 Das Singen und Spielen des Deutſchlandliedes und des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes iſt in Vergnügungs⸗ und Gaſtſtätten aller Art verboten. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung der Ortspolizeibe⸗ hörden. Die Ausnahmegenehmigung iſt im all⸗ gemeinen 24 Stunden vor Beginn der Veran⸗ ſtaltung zu beantragen. § 2. Die vorſätzlich oder fahrläſſige Richtbe⸗ folgung des§ 1 wird gemüß 8 9 Abſ. 2 des Geſetzes zum Schutze der nationalen Symbole vom 19. Mai 1933 mit Geldſtrafe bis 150 Mark oder mit Haft beſtraft. § 3. Dieſe Verordnung tritt am 25. September 1933 in Kraft. Vollzug des Weingeſetzes Karlsruhe, 24. Sept. Der Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter hat eine Verordnung über den Vollzug des Weingeſetzes erlaſſen. Dar⸗ nach iſt wie vorgeſchriebene Anzeige der Abſicht, Trauben, Maiſche, Moſt oder Wein zu zuckern, wie auch die Abſicht der Herſtellung von Haus⸗ trunk an das Bürgermeiſteramt zu erſtatten. Die Bezirksämter ſind u. a. zuſtändig, die Herſtel⸗ lung von Haustrunk zu beſchränken oder unter beſondere Aufſicht zu ſtellen. Die Verordnung tritt ſofort in Kraft. in erhült ein Armee· und ellkriegsmuſeum Karlsruhe, 24. Sept. Wie wir erfahren, wird in den drei ſchönen alten Marſtallgebäuden am Karlsruher Schloßplatz ein Armeemuſeum und ein Weltkriegsmuſeum eingerichtet wer⸗ den, das der Wahrung der großen Tradition der badiſchen Truppenteile dienen ſoll. In dem einen Gebäude ſoll ein Muſeum der badiſchen und elſäſſiſchen Truppenteile des alten Heeres eingerichtet werden. Im zweiten Teil ſollen die Fahnen des 14. und 15. Armeekorps unterge⸗ bracht, und im dritten ein Weltkriegsmuſeum errichtet werden. Die Durchführung der Ein⸗ richtung des Muſeums iſt vom Reichsſtatthal⸗ ter, der ſich für die Errichtung des Muſeums einſetzte, der Direktion des Landesmuſeums übertragen worden. Mit den Vorarbeiten wird ſofort begonnen. Adolf Hitler übernimmk die Patenſchaft Loßburg(OA Freudenſtadt), 25. Sept. Den Eheleuten Franz Säger in Loßburg wurde als neuntes lebendes Kind ein Sohn geboren und auf den Namen Adolf getauft. Ein ent⸗ ſprechender Antrag an den Reichskanzler, die Ehrenpatenſchaft zu übernehmen, hatte Erfolg. Die Grenzlandwerbemeſſe wird bis 2. Oktober verlängert Der große Erfolg der 1. nationalſozialiſtiſchen Grenzlandwerbemeſſe hat die Ausſtellungslei⸗ tung veranlaßt, die Meſſe vorläufig bis zum 2. Oktober zu verlängern. Einem all⸗ gemeinen Wunſch Rechnung tragend wird in der Zeit vom 2. September bis 2. Oktober der Einzelverkauf auf der Meſſe zugelaſſen. Vom 27. September ab wird die Meſſe abends be⸗ reits um 7 Uhr geſchloſſen. Wie wir weiter erfahren, haben bereits über 100 000 Perſonen die Grenzlandwerbemeſſe be⸗ ſucht, ein Erfolg, den bisher in Karlsruhe keine derartige Veranſtaltung auch nur im entfernte⸗ ſten aufzuweiſen hat. Die hHilfe der badiſchen Gemeinden für Oeſchelbronn Sofort nach der Brandkataſtrophe in Oeſchel⸗ bronn erließ der Vorſitzende des Gemeinde⸗ tages Pg. Schindler, einen Auſruf an die badiſchen Gemeinden, Oeſchelbronn Hilfe zu lei⸗ ſten. Trotz ihrer eigenen finanziellen Notlage ſind die badiſchen Gemeinden dieſem Aufruf gefolgt und haben bereits über 20000 RM. in bar überwieſen, doch kommen noch viele Spen⸗ den in Geſtalt von Lebensmitteln uſw. Tüg⸗ lich gehen noch weitere Spenden ein und geben ſo ein leuchtendes Beiſpiel des Gemeinſchefts⸗ ſinnes. Das Sprengſtofflager unker den Bildſtöcken Freiburg, 24. Sept. Der Geheimen Staats⸗ polizei iſt es gelungen, unter den Biloſtöcen auf dem Stationsweg von Freiburg nach St. Ottilien verborgen ein umfangreiches Spreng⸗ ſtofflager zu entdecken. s handelt ſich um Sprengkapfeln, Zündſchnüre, hochexploſibeln Sprengſtoff ſowie um eine kleinere Menge Schwarzpulver. Drei Perſonen wurden verhaf⸗ tet, von denen die eine erwieſenermaßen der KPo angehörte. Alle drei behaupteten, keiner Partei anzugehören. Der Sprengſtoff ſollte zu einem Attentat verwendet werden, das jedoch nicht zur Ausführung kam. Nähere Angalen können im Intereſſe der weiteren Unterſuchung nicht gemacht werden. Gedenktag oohhnn untergang 20. 1555 Abſchluß dens. 1849 Der Kor in Wien 1858 Der Geo geboren. Sonnenaufg Gl Durchs Ziel g be Ein glücklic durch die Hil Eheſtandsdarl wurde, was il nämlich zu he Aufwallung i! baren Brief, d und den wir nicht vorentha 800 5„Liebe in ſo g ben muß, 4 ſtandsdarlehen wunderſchön! r mit einen chrank, eine ätte, wenn ie ies alles ve ver, dem V. würde ich au Alle Mrbel Scho unſch, zu he möglich, durch die Ehe einzu He Wir wün Gute. Töd Am Samst zwölfjähriger Rangierabteilr gefahren wur! verbandes wu haus gebracht ſtorben iſt. O Am Samste Rangierbahnh Leiche eines zwiſchen den unglückte iſt v einen fahrende ſtürzt. Die Ur 2 Der Kaſſenk in H 7 von 2 fuhren, überfa volver gezwur Lohngeldern( ber nach Bedre ſtem Tempo de Rut dem N Originalbeitrü binger, W Hans Hinkel Preußiſcher preußiſchen Nichts ken⸗; liſchen Tiefſtan beweiſt ſo Lin! Zerſetzungserſe ieten, wie win Jahrzehnten n konnten. Aber völlerung hatt nichts von di⸗ Kräfte, die mi der Macht turellen Grun vereinzelt ve Männer, die d die Unterhöhl— ſchonungslos ⸗ Rufer in der „höheren Orts breiteſter Gru denkenden unt ten der Bevöl tenden Schicht ſetzte allmähli— eigene Front rigſter Zeit ge ſtändig in der ſatz aler aufb der Kunſt un! der Jugend u die um ihr ma tung und um gie und ihren hat Früchte g9 die dem Unkr immer mehr d Der Einſatz deutſchen Kult wenn nicht ei fließenden Kr ber 1900 dtaatsrat“ rſetzt. Ir⸗ ſſe erfolgt ung ohne Schmitt⸗ ung„Mi⸗ nbole niſter des ſetzes zum 19. Mai 5 1 Das iedes und nügungs⸗ tsnahmen polizeibe⸗ iſt im all⸗ r Veran⸗ Nichtbe⸗ bſ. 2 des Symbole 150 Mark zeptember 5 anz⸗ und ung über en. Dar⸗ r Abſicht, 1 zuckern, on Haus⸗ atten. Die Herſtel⸗ der unter rordnung -und erfahren, gebäuden emuſeum tet wer⸗ Tradition In dem badiſchen n Heeres ſollen die unterge⸗ zmuſeum der Ein⸗ sſtatthal⸗ Nuſeums nuſeums ten wird die zept. Den 3 wurde geboren Ein ent⸗ zler, die Erfolg. ird bis liſtiſchen lungslei⸗ i s zum nem all⸗ wird in lober der en. Vom ends be⸗“ eits über meſſe be⸗ ühe keine ntfernte⸗ einden Oeſchel⸗ emeinde⸗ an die ſe zu lei⸗ Notlage Aufruf RM. in le Spen⸗ w. Tög⸗ nd geben nſchoſts⸗ — Cen Staats⸗ iloſtöclen nach St. Spreng⸗ ſich um ploſibeln »Menge verhaf⸗ ſßen der n, keiner ſollte zu 3 jedoch Angalen rſuchung „0 akenklrengbanner- Gedenktage 17.53 Uhr. Mondaufgang 13.41 Uhr, Mond⸗ untergang 20.07 Uhr. Mond in Erdnähe. 1555 des Augsburger Religionsfrie⸗ ens. 1849 Der Komponiſt Johann Strauß(Vater) in Wien geſt.(geb 1804). 1858 Der Geograph Albrecht Panck in Leipzig geboren. Sonnenaufgang.49 Uhr, Sonnenuntergang Glückliche Ehefrau! Durchs Ziel gelaufen mit Hilfe der Eheſtands⸗ beihilfe der Regierung. Ein glückliches junges Ehefrauchen, dem es durch die Hilfe der Regierung vermittels der Eheſtandsdarlehensſcheine nun ermöglicht wurde, was ihre die Nöte der Zeit verſagten— nämlich zu heiraten, ſchrieb uns in der erſten Aufwallung ihres jungen Glückes einen dank⸗ baren Brief, der uns große Freude bereitet hat und den wir nachſtehend auch unſeren Leſern nicht vorenthalten möchten: „Liebes Ich bin ſo glücklich, daß ich auch Ihnen ſchrei⸗ ben muß, daß ich eben meine Möbel durch Ehe⸗ ſtandsdarlehensſcheine erhalten habe. Sie ſind wunderſchön! Ein großes Schlafzimmer, ſo⸗ r mit einem dreitürigen modernen Kleider⸗ ſchrant, eine Küche, wie ich mir eine gekauft ätte, wenn ich das große Los gewonnen hätte. ies alles verdanke ich unſerem großen Füh⸗ rer, dem Volkskanzler Adolf Hitler. Gern würde ich auch ihm ſchreiben. Alle bel haben komplett nur 475.— RM. Schon lange war es mein ſehnlichſter unſch, zu heiraten, aber erſt jetzt war es mir möglich, durch die Eheſtandsdarlehensſcheine in bie Ehe einzutreten. Heil Hitler! Frau G. Sch..“ v* G wünſchen dem glücklichen Frauchen alles te. Tödlicher Unglücksfall Am Samstagabend, 18.45 Uhr, geriet ein zwölfjähriger Junge im Rheinauhafen in eine Rangierabteilung, wobei ihm beide Beine ab⸗ gefahren wurden. Nach Anlegung eines Not⸗ verbandes wurde er in das Städt. Kranken⸗ haus gebracht, wo er heute früh.15 Uhr ge⸗ ſtorben iſt. Opfer des Berufs Am Samstag früh, gegen 3 Uhr, wurde im Rangierbahnhof in Mannheim die zerſtückelte Leiche eines verheirateten Lokomotivführers zwiſchen den Schienen vorgefunden. Der Ver⸗ unglückte iſt vermutlich in der Dunkelheit auf einen fahrenden Zug aufgeſprungen und abge⸗ ſtürzt. Die Unterſuchung iſt eingeleitet. Raubüberfall Der Kaſſenbote einer hieſigen Firma wurde in H 7 von Tätern, die in einem Auto herbei⸗ fuhren, überfallen und mit vorgehaltenem Re⸗ volver gezwungen, die Taſche mit 4000 Mart Lohngeldern herauszugeben, worauf die Räu⸗ ber nach Bedrohung einiger Paſſanten in ſchnell⸗ ſtem Tempo davonfuhren. Rut dem Wege ꝛum deutjchen Nnationaltheater Originalbeitrüäge von Hans Hinkel, Otto Lau⸗ binger, Wolf Leutheiſer, Walter Stang Hans Hinkel Preußiſcher Staatskommiſſar, Leiter des preußiſchen Theaterausſchuſſes. Nichts kengzeichnet den ſittlichen und mora⸗ liſchen Tiefſtand unſeres Voltes ſtärler, nichts beweiſt ſo eindeutig ſeine Haltloſigkeit, wie die Zerfetzungserſcheinungen auf kulturellen Ge⸗ ieten, wie wir ſie in Deutſchland in den letzten Jahrzehnten mit wachſender Sorge beobachten konnten. Aber die breiten Schichten der Be⸗ völlerung hatten nicht die Augen dafür, ahnten nichts von dieſem zielbewußten Wollen jener Kräfte, die mit allen Mitteln des Geldes und der Macht an der Zerſtörung unſerer kul⸗ turellen Grundlagen arbeiteten. Wohl wieſen vereinzelt verantwortungsbewußte deutſche Männer, die dieſe Gefahren klar ertannten, auf die Unterhöhlung unſerer Kultur hin, deckten ſchonungslos alle Schäden auf, aber ſie blieben Rufer in der Wüſte, fanden ſelbſt oder gerade „höheren Orts“ nur taube Ohren. Erſt die auf breiteſter Grundlage einſetzende Aufklärung der denkenden und national empfindenden Schich⸗ ten der Bevölkerung, ſowohl der geiſtig arbei⸗ tenden Schichten wie auch der Handarbeiter, ſetzte allmählich dieſer ſeindlichen Front eine eigene Front gegenüber. Und dieſe in ſchwie⸗ rigſter Zeit gebildete Front iſt gewachſen und ſtändig in der Entwicklung begriffen. Der Ein⸗ ſatz aler aufbauwilligen Kräfte, der Männer der Kunſt und der Wiſſenſchaft, der Erzieher der Jugend und vor allem der Jugend ſelbſt, die um ihr materielles Daſein, um geiſtige Gel⸗ tung und um ſeeliſche Freiheit ihre ganze Ener⸗ gie und ihren herrlichen Idealismus einſetzt, hat Früchte getragen von einer Lebensſtärle, die dem Unkraut undeutſcher Pſeudo⸗Kultur immer mehr die Lebensmöglichkeiten nimmt. Der Einſatz aller ſchöpferiſchen Kräfte des deutſchen Kulturlebens müßte aber verpuffen, wenn nicht eine breite Front den Strom des fließenden Kulturlebens aufnimmt. Unſere Allerorts ſetzt Neuarbeit ein. Bereits ſind zwei Millionen Arbeitsloſe wieder Lohn und Brot zugeführt worden. Die Zeit der abſoluten Ausſichtsloſigkeit iſt endgültig vorbei und der neue Wirtſchaftsſtrom wird immer mehr um ſich greifen, Harrende und Verzweifelnde immer fühlbarer dem ungewollten jahrelangen Nichts⸗ tun entreißen. Doch Hand in Hand mit dem Umſchwung zum Guten und Hoffnungsreichen droht ſchon wieder die Gefahr neuen Unglücks, nämlich jenem der Betriebsunfälle. Arm und Fauſt, Geiſt und Körper haben zulange geraſttet, haben ſich der vielen Griffe, Notwendigkeiten, Fertigkei⸗ ten, Aufgaben täglicher Arbeit mehr oder weni⸗ ger entwöhnt, ſo daß für manchen Erlöſten die Möglichkeit beſteht, ein Opfer des Ungewohnten zu werden. Alles will ſeinen Rhythmus haben, zumal die Arbeit in Werkſtatt und Fabrik, die ja unzählige Variationen in ſich ſchließt, aus tauſend Einzelheiten zuſammengeſetzt iſt, daher beſonders für den Entfremdeten Gefahren in ſich birgt. Aus dieſem Grunde iſt für den An⸗ fang doppelte Vorſicht geboten, denn kaum dem Elend entriſſen, darf infolge Ungewohntſeins, Uebermut, Keckheit, blindem Draufgängertum, Unachtſamkeit uſw. dem überwundenen Schat⸗ tendaſein nicht ſchon wieder neues Unglück auf NHeuarbeit und Betriebsuntälle dem Fuße folgen. Das wäre des Schlimmen zu viel und würde den Betroffenen, je nach der Schwere des Falles, vielleicht für immer aus dem Arbeitsprozeß ausſchalten und dem Dauer⸗ elend überantworten. Darum Vorſicht und noch⸗ mals Vorſicht! Dieſe Notwendigkeit erſetzt auch nicht der Ge⸗ danke des Verſichertſeins. Ein Zurück in den entnervenden Rentenſtaat gibt es nicht mehr. Jedermann hat die Pflicht, ſich bei der Arbeit mit jener Vorſicht zu geben, als wäre er nicht verſichert. Dann ſtimmt die Rechnung, denn die früher oftmals herausgeſtellte Formel:„Der Unfall zahlt es ja“, hätte uns nahezu an den Rand gebracht. Die ſozialen Kaſſen ſind aus⸗ geſprochene Gemeinſchaftseinrichtungen und da wir zur Blutsgemeinſchaft zuſammengeſchmie⸗ det wurden, wäre zweckfremde Inanſpruch⸗ nahme der ſozialen Gelder heute Betrug an den Volksgenoſſen. In Normalzeiten zählte Deutſch⸗ land jährlich über eine Million Betriebsunfälle, wovon rund 75 Prozent auf Selbſtverſchuldung zurückzuführen waren, eine Anhäufung, die ſich im neuen Reich aus Gründen des reſtloſen Verbundenſeins unmöglich wiederholen darf. Darum Grundſatz: Verhüten iſt beſſer als Vergüten. Schlicht und in einfacher Baulichkeit erhebt ſich der Geſamtblock des Bürgerhoſpitals und der Kirche in E 6, gegenüber E 5. 200 Jahre zühlt die Baugeſchichte des Bürgerhoſpitales und 145 Jahre des Gotteshauſes. 1773 wurde das Bürgerhoſpital von dem Kurfürſtenpaar und einigen privaten Stellen gegründet, ſie⸗ delte 1784 in ſein auf dem freiherrlichen von Ullnerſchen Anweſen neu errichteten Heim in E 6 über. 1786/88 wurde das ſchöne Barock⸗ kirchlein unter der Bauleitung von Faxlunger 1786/87 und von Verſchaffelt 1787/½88 erbaut. Der Hochaltar iſt eine Stiftung der Frau Ge⸗ heimrätin Winkop und ſtammt aus den Werkſtätten des Bildhauers Dückert aus Heidelberg. Die Stuckreliefs wurden von Jo⸗ ſeph Vozzi ausgeführt. In der Gruft unter dem Hochaltar iſt der Oberhofmeiſter der Kur⸗ fürſtin, General von Rodenhauſen, bei⸗ geſetzt. Während vor zwei Jahren das Innere des Kirchleins einer gründlichen Renovierung unterzogen wurde, bekam das äußere Gewand des Geſamtbaues einen neuen, hellen und freundlichen Anſtrich in den Farbtönen grün⸗ gelb. Im prächtigen herbſtlichen Blumenſchmuck erſtrahlte zum Jubiläums⸗Gottesdienſt der Hochaltar, wie auch das Innere des Gottes⸗ hauſes einen weihevollen und feſtlichen Anblick gewährte. Deutſche geiſtliche Chorgeſänge und allgemeine Lieder verſchönten die denkwürdige Beſuchervereinigung hat ſich aus beſcheidenen Anfängen zu einer machtvollen Vereinigung entwickelt. Sie ermöglicht den Veranſtaltungen den in allen Kreiſen des Volkes notwendigen Widerhall. Sie gibt dem ſchwer ringenden deutſchen Theater die notwendige Blutzufuhr und ſchafft die lebendige Verbindung zwiſchen unſerer Kunſt und unſerem Volk. Deutſchland, das einen Beethoven, einen Wagner hervorgebracht hat, hat Jahre hindurch die Führung artfremden Künſtlern überlaſſen, die mit der deutſchen Kultur nicht verwachſen waren, nicht verwachſen ſein konnten. Die erſten Schritte, die Führung auf dieſem Gebiete der deutſchen Kultur wieder in die Hände der dazu Berufenen zu legen, ſind getan. Viel iſt ſchon geleiſtet worden, aber viel bleibt noch zu tun. Wir ſchreiten weiter auf dem ein⸗ geſchlagenen Wege als Schutztruppe der deut⸗ ſchen Kultur. Otts Laubinger Miniſterialrat, Abteilungsleiter des Refe⸗ rats„Theater“ im Reichsminiſterium für Volksaufklürung und Propaganda, Präüſident der Genoſſenſchaft Deutſcher Bühnenange · hüriger: Staat, Künſtler und Volk müſſen wieder wie in der Antike zueinander finden. Neben dem politiſchen Kampf muß der Kampf um die ſee⸗ liſchen Kräfte des Volks einhergehen, um ge⸗ meinſam, mit reſtloſem Einſatz dieſer Drei⸗ heit, eines unſerer wichtigſten Kulturgüter zu erhalten und zu reformieren. Der Staat, indem er die großen Richt⸗ linien aufzeigt, nach denen die Kunſt, frei von kleinlichen„Tabulaturen“, zum Wohle des Ganzen, als wichtiges, ſtaatspolitiſch erzieheri⸗ ſches Inſtrument am kulturellen Aufbau der Nation mitſchaffen kann. Der Künſtler, indem er uns das erſte und einzige Gebot ſeines freien Berufes:„Ach⸗ tung vor dem ſouveränen Kunſtwerk!“ wieder befolgt; als beſcheidener Diener am Worte des — wahren Dichters. Das Volk, indem es ſich aus eigenem An⸗ trieb vom leeren Sinnen⸗Reiz des Amüſier⸗ 200 Jahre katholiſches Bürgerhoſpital Morgenſeier, die mit dem Sakramentsſegen ihren Abſchluß fand. gu. Sliftungsfeſt des Krieger· und Militärvereins Sandhofen Im großen Jahre der nationalen Erhebung unſeres deutſchen Voltes iſt es dem Sandhofe⸗ ner Krieger⸗ und Militärverein als älteſtem Verein des Vororts vergönnt, ſein 60jähriges Beſtehen zu feiern. Getreu den Worten unſeres großen Führers und Volkstanzlers Adolf Hitler in unſerer heu⸗ tigen ſchweren Zeit von Feſtlichkeiten abzu⸗ ſehen, hat ſich der Verein entſchloſſen, ſein Ju⸗ biläum in ſchlichter Weiſe zu begehen. Aus die⸗ ſem Anlaß findet am Samstag, 7. Oktober, ein Feſtakt im Gaſthaus„Zum Morgenſtern“ und am Sonntag, 8. Ottober, gemeinſamer Kirch⸗ gang der drei Sandhoſener Militärvereine ſtatt. Zur Verſchönerung des Feſtaktes haben ſich die Geſangvereine dem Krieger⸗ und Militärverein in liebenswürdiger Weiſe zur Verfügung ge⸗ ſtellt. Ein Umzug durch die Ortsſtraßen findet nicht ſtatt. Spende für Oeſchelbronn. Eine bei der Städt. Gartenverwaltung vorgenommene Sammlung für die Brandgeſchädigten von Oeſchelbronn er⸗ gab den Betrag von 39.20 RM. betriebes loslöſt, um im Theater wieder einen notwendigen und wertvollen Beſtandteil ſeiner geiſtigen Nahrung zu ſuchen und zu finden.— Dazu brauchen wir: Darſteller ohne komödianti⸗ ſchen Ehrgeiz, Dichter, Dramaturgen und Re⸗ giſſeure ohne literariſch⸗ſnobiſtiſchen Dünkel. Weg mit dem uns aufgedrungenen„intel⸗ lektuellen“ Charakter der Kunſt! Dafür wirk⸗ lich ſchöpferiſches, mitreißendes, jedem Volks⸗ genoſſen verſtändliches Theater. Damit es wie⸗ der werde, was es in guten Zeiten ſtets war und immer ſein muß: eine Lebensnotwendig⸗ keit des ganzen deutſchen Volles, getragen vom kulturellen Lebenswillen aller ſchaffenden Kreiſe und Stände. Eines der ſtärkſten Mittel zur ſeeliſchen Erhebung des Menſchen. Eine unerſchöpfliche Quelle der Freude und der Er⸗ holung, der Kraft und der Erkenntnis. Wolf Leutheiſer Mitglied des preußiſchen Theaterausſchuſſes: Das deutſche Theater hat wieder eine Zu⸗ kunft! Aus der nationalen Wiedergeburt, die durch feſte Zuſammenſchließung aller deutſchen Stämme ein großes, eintes Deutſchland ſchafft, wird auch die„Nation“ erſtehen und jedes der dramatiſchen Kunſt geweihtes Haus zur„Nationalbühne“ erheben. Ein Wort unſe⸗ res Dichterfürſten Schiller ſoll Wahrheit wer⸗ den:„Wenn wir es erlebten, eine National⸗ bühne zu haben, ſo würden wir auch eine Nation.“ Den Weg zum deutſchen Nationaltheater zu finden iſt leicht— wenn die Bühnenleiter und deren Mitarbeiter ſich auf die Stammeseigen⸗ art ihres deutſchen Publikums beſinnen und auch ſelber deutſch und völkiſch fühlen. Es gibt da nur ein Weg, den des Blutkreislaufs: Aus dem bHerzen des Volkes ins Herz des Volkes! Walter Stang Reichsleiter der„Deutſchen Bühne“: Das Theater iſt ein organiſcher Ausdruck der Volksſeele in ihrer Gebundenheit durch Blut und Boden einerſeits und durch ihr Schickſal in der Zeit andererſeits. Es iſt als ſolcher ein Bekannkmachung Die Kameradſchaft des ehem. Infanterie⸗Regts. 470, Ortsgeuppe Mannheim hat ihre nächſte Zuſammenkunft Denstag, den 26. September, abends 8 Uhr bei Kupfer, zum„Roſengarten“ U 6, 19. Hierzu ſind alle ee der 240. Infanterie⸗Diviſion einge⸗ aden. Freikorpstämpfer Pflichtdienſt am Dienstag, den 26. September, abends 8 Uhr im Bundesheim, C1, 10. Alle mit Ausnahme der Kapelle haben anzu⸗ treten. Anſchließend an den Appell(gegen.30 Uhr) wird ein Film aus der Freikorpszeit Oſtpreußen ruft! gezeigt. Der Film wurde uns von dem Herrn Oberpräſidenten der Provinz Oſtpreußen freund⸗ lichſt zur Verfügung geſtellt. Unſere———————(Dienſtbefehle) er⸗ ſcheinen in Zukunft nur noch unter Parole⸗Ausgabe im Hakenkreuz⸗ banner. Es iſt Pflicht, daß jeder dieſe un⸗ ſere Zeitung, wenn noch nicht beveits hält, ſo⸗ fort beſtellt. „Mannheimer Skraße“ in Memel Der Kriegshilſverein Baden für den Kreis Memel, mit dem Sitz in Mannheim, hatte wäh⸗ rend des Weltkrieges die Patenſchaft für die Stadt und den Kreis Memel übernommen. Nach einer Mitteilung des Bürgermeiſters Schulz in Memel hat der Magiſtrat Memel als Ausdruck des Dankes für die ſeitens dieſes Ver⸗ eins der Stadt Memel zuteil gewordene Hilfe beſchloſſen, einer in Memel nen entſtandenen Straße, die die Altſtadt mit der Vorortgemeinde Schmelz verbindet, die Bezeichnung„Mannhei⸗ mer Straße“ zu geben. Der Oberbürgermeiſter hat dem Bürgermeiſter der Stadt Memel für dieſe Betundung freundlicher Geſinnung ge⸗ dankt und dabei die treue Verbundenheit der Stadt Mannheim mit dem alten deutſchen Oſten zum Ausdruck gebracht. ———— Tageskalender Montag, 25. September 1933 Nationaltheater:„Suſanna“ oder„Der Men⸗ ſchutzverein“, Komödie von Robert Walter. Miete E. 20.00 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett und Va⸗ riete⸗Programm der Sonderklaſſe. Anſchl. Tanz. Autobus⸗Sonderfahrten ab Parapeplatz: 14.00 Uhr: Erpolzheim—Freinsheim—Ungſtein—Bad Dürkheim — Wachenheim—Forſt—Deidesheim—Gimmeldingen — Mannheim. Tanz: Pavillon, Kaiſer, Kabarett Libelle, Winter⸗ garten, 0 5. Cafaſö, Durlacher Hof, Gabrinus, Palaſt⸗ café. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: 10—13 und 15—17 uhr ge⸗ oͤffnet. Sonderausſtellung:„Das deutſche Märchen in Schrift und Bild“. Städt. Schloßbücherei:—13 und 15—19 Uhr geöffnet. Stüdt. Bücher⸗ und Leſehalle: Zweigſtelle Möhlblog, Weidenſtraße 16: 14—19 Uhr geöffnet. Naturalienkabinett im Schloß: 11—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Stüpt. Kunſthalle: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Werbeausſtellung von Otto Hodapp, Karlsruhe. Mannheimer Kunſtverein, I 1, 1: Kunſtausſtellung: 11—13 und 15—17 Uhr ge⸗ net. Muſeum für Natur⸗ und Völkterkunde im Zeughaus: 11—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Eintopfgerichte, die zeitgemüßſe Mahlzeit Aus der Küche geplaudert von Lore Stein lebendiger, feinnerviger Organismus, in dem alle Glieder ſinnvoll aufeinander abgeſtimmt und miteinander zum Ganzen zuſammenwirken müſſen. Insbeſondere beſteht es aus drei Faktoren, die erſt durch ihr ſinnvolles Zuſammenwirken das Theater ergeben bzw. immer wieder neu entſtehen laſſen. Dieſe drei Faktoren ſind: Das Publikum, die weltanſchaulich geſchloſſene Voltsgemeinſchaft. Erſt muß dieſe Gemeinſchaft hergeſtellt ſein, bevor überhaupt ein ſeinem Sinn und Weſen nach echtes Theater wieder entſtehen kann(ſiehe Leſſing:„Ueber den gut⸗ herzigen Einfall der Deutſchen, ein National⸗ theater zu ſchaffen, ehe wir noch keine Nation ſind,“); dann der Dichter, der das, was in einem Volte lebt, ſein Sehnen und Wünſchen, führend durch ſein Geſtaltungsvermögen, in ſeiner Phantaſte und ſeinen Gedanken formt, und ſchließlich der Darſteller, der die Schau des Dichters in die blutvolle Lebendigkeit der Bühne überſetzt. Das Theater iſt ferner vornehmſte Bil⸗ dungs⸗ und Erziehungsſtätte der Nation. Es iſt daher Aufgabe des Staates, das Theater in dem Sinne zu beeinfluſſen, daß nur diejenigen Kräfte zur Wirkung kommen, die das Volk zur Nation erziehen. Der Staat muß ferner die ſchöpferiſchen Kräfte zur Neu⸗ geſtaltung im Sinne dieſer Erziehung anregen und fördern(vergleiche Schiller:„Würden wir ein deutſches Nationaltheater haben, würden wir auch eine Nation werden“). Das Weſen des Theaters iſt in den letzten 14 Jahren von Grund auf zerſtört worden. Der Beginn der Zerſtörung geht ſchon weit ins 19. Jahrhundert zurück. Die nationalſozialiſtiſche Bewegung hat die Aufgabe, Sinn und Weſen des Theaters im Geiſt ihrer revolutionären Weltanſchauung wiederherzuſtellen und damit das Theater zu einem wichtigen kulturellen Mittelpuntt der Na⸗ tion zu machen. Die Aufgabe liegt ſo daß zwiſchen den ſchein⸗ bar ſich wiederſprechenden Anſchauungen Schil⸗ lers und Leſſings über das deutſche National⸗ theater die Syntheſe geſchaffen werden muß. S* „Oakenkrenzbanner“ Mondag, 25. September 1933 — Wo iſt Hitler? Von Dr. Otto Dietrich, Reichspreſſechef der Ne Deuqz⸗) Zu allen Zeiten hat in der Geſchichte des Parlamentarismus die politiſche Lüge eine her⸗ vorragende Rolle geſpielt. Aber ſolche Anhäu⸗ fungen von Lügen und Verleumdungen, wie ſie im Verlaufe unſeres dreizehnjährigen »Kampfes von unſeren Gegner gegen das er⸗ wachende junge Deutſchland geſchleudert wor⸗ den ſind, hat man noch nicht erlebt. Wem von uns Nationalſozialiſten ſteigt nicht noch heute das Blut in die Schläfen, wenn wir uns jenes Trommelfeuers von Preſſelügen er⸗ innern, jenes Hexenſabbats von infernaliſchen Haßgeſängen, die Tag für Tag auf die national⸗ ſozialiſtiſche Bewegung und ihren Führer her⸗ niederpraſſelten. Was ſich die marxiſtiſche Preſſe an Scham⸗ loſigkeit, ſkruppelloſer Lüge und Gemeinheit in der Verhetzung der Oeffentlichkeit gegen den Nationalſozialismus geleiſtet hat, ſteht wohl in der Preſſe der ganzen Welt unerreicht da. „ Zwar waren von jeher die ſyſtematiſchen Lügenfeldzüge unſerer Gegner der beſte Maß⸗ ſtab für die innere Schwäche ihrer eigenen Stellung. Je verzweifelter ihre Lage, um ſo ſkrupelloſer ihre Preſſehetze. Und was ſie uns in blindem Haß zugedacht, iſt nun auf ſie ſelbſt zurückgefallen. Die Hetze der judomarxiſtiſchen Preſſe gegen die NSDaApP iſt in all den Jahren ein ſo integrierender Beſtandteil des Kampfes unſerer Gegner geweſen, daß man ſich einer Geſchichts⸗ fälſchung ſchuldig machen würde, wenn man bei Schilderung der Ereigniſſe dieſer Lügen⸗ hetze nicht den ihr gebührenden Platz einräumte. Der Tenor, mit dem die jüdiſch⸗marxiſtiſche Preſſe jene denkwürdige Fahrt des Führers von München nach Weimar am 29./30. No⸗ vember begleitete, iſt vielleicht das charakteri⸗ ſtiſchſte Beiſpiel dafür. Worum handelt es ſich? Das Kabinett von Papen war am Ende. Herr von Schleicher ſpann ſeine Fäden. Mit Sirenentönen ver⸗ ſuchte er den Führer nach Berlin zu locken, die Karte der NSDaAP für ſich auszuſpielen. Wir wußten, daß Schleicher ſich in der Hoff⸗ nung wiegte, das zu erreichen, was Papen ver⸗ ſagt geblieben war: Die NSDaAp vor ſeinen Wagen zu ſpannen. Um ihm ins Garn zu ge⸗ hen, ſollte der Führer nach Berlin kommen. Adolf Hitler ſah dazu keine Veranlaſſung; er ließ die Frage offen. Aber Schleicher war über⸗ zeugt, daß der Führer kommen werde. Die gegneriſche Preſſe meldete es in allen Ton⸗ * Wir entnehmen dieſen Beitrag dem an⸗ fangs Oktober 1933 erſcheinenden Buche„Mit Hitler in die Macht.“ Perſönliche Erlebniſſe mit meinem Führer. Von Dr. Otto Dietrich. Umfang ca. 200 Seiten. Ganzleinen RM..50. Verlag Frz. Eher Nachf., München. -e, 36. Fortſetzung Erita ſitzt allein in ihrem Zimmer. Als die erſten Nachrichten von den Kämpfen in St. Vi⸗ gil eintrafen, hatte ihr der Vater ſtreng ver⸗ boten, das Amtshaus zu verlaſſen. Auch Leroy hat ſie beſorgt gebeten, nicht mehr auszugehen. Run ſitzt ſie da und wartet. Ihre Spannung und Unruhe iſt nicht geringer als diejenige Leroys oder ihres Vaters— wenn es auch andere Botſchaften ſind, die ſie erſehnt. Qual⸗ voll langſam iſt ihr der Tag vergangen. Ab und zu iſt Riederer zu ihr gekommen und hat ihr über die eingetroffenen Meldungen berich⸗ tet. Gegen Abend hatte ein Kurier vom Kom⸗ mando Telfs gemeldet, daß die erwartete fran⸗ zöſiſche Armee durch ſchwere Kämpfe bei Fin⸗ ſtermünz aufgehalten worden ſei. Als Erika von ihrem Vater dieſe Nachricht hörte— da war ihr alles Blut zum Herzen geſtrömt. Da war Severin dabei! Von der Kathrin hatte ſie es erfahren · Nun hatten ihre Gedanken ein Ziel. Ob Se⸗ verin Erfolg hatte?— Aber was galt ihr der Erfolg, Viel wichtiger war ihr— ob Severin noch lebte. Schwere Kämpfe— hatte der Va⸗ ter geſagt. Und Severin mitten darin... Oh— wie ſie die Kathrin beneidete, die dabei ſein durfte, die mit den Männern hinausgezogen war. Die Kathrin war jetzt bei ihrem Hagſpiel. Und ſie. Sie konnte nur verſuchen, ihn durch einen Brief zu erreichen. Vom Harraſſerhof ging ein Bote nach Finſtermünz, der würde ihn mit⸗ nehmen. In ihrer Not und Bedrängnis ſuchte ſie Zu⸗ flucht bei der ſchmerzensreichen Gottesmutter oben in der St. Jakobskapelle. Gläubig kniete ſie dort: „Heilige Mutter Gottes den Severin... Heilige Die Beſorgnis Leroys ſchien unbegründet. Von den Bewohnern St. Vigils war nicht viel u die Gaſſen und Höfe des Dorfes. Nur ab und zu huſchten ſcheue Schatten raſch und lautlos durch das Dunkel. Keine Glocke läutet an dieſ doch iſt das alte, ahnpürdie Dorf unten dicht gehnlm — hilf! Schütze du Mutter Gottes 4iN Intiticuſo lohGicitiR merken an dieſem Abend. Verödet lagen arten. Sie erweckte den Anſchein, als ob ſeine Bereitſchaft, mit Schleicher zu verhandeln, feſt⸗ ſtand. Mit hämiſcher Freude kündigte ſie an, Hitler werde ſich Schleicher unterwerfen. Man ſchürte und hetzte, ſpekulierte auf eine Spaltung der Partei, um die Schleicher im ſtillen bemüht war. Schleichers Preſſe war uns auf den Ferſen. Am Abend des 29. November wurden die Münchener Bahnſteige bewacht, um Abfahrt und Zug Adolf Hitlers nach Berlin zu kabeln. Aber ſchon am Nachmittag des 29. November ſtand beim Führer der abſolute Entſchluß feſt, nicht nach Berlin zu fahren, ſondern Schleicher die kalte Schulter zu zeigen und ſich in den thü⸗ ringiſchen Wahlkampf zu begeben. Die maß⸗ gebenden Führer der Bewegung waren zur Führerbeſprechung für den folgenden Tag nach Weimar gebeten. Programmäßig enwickelte ſich alles nach die⸗ ſem vorgefaßten Plan ab. Zwei Nachtzüge ge⸗ hen kurz nacheinander von München nach Berlin. Aber nur einer hält in Jena, der Ab⸗ zweigung nach Weimar. Verſehentlich ſtieg der Führer zuerſt in den verkehrten Zug, der um .15 Uhr abgeht und Jena nicht berührt. Erſt im letzten Augenblick ſtiegen wir in den an⸗ deren Swa um. Der um unſere Nachtruhe be⸗ ſorgte Schaub bekam allerdings für dieſen zwei⸗ ten Berliner Zug, der um.20 Uhr abgeht, nicht mehr genügend Schlafwagenplätze, ſo daß einige Herren der Begleitung im Abteil näch⸗ tigen mußten. Und während die Abfahrt des Führers mit dem Berliner Nachtzug von der Preſſe in alle Welt gedrahtet wurde, legten wir uns zur Ruhe, um dann in Jena um.20 Uhr in der Frühe, noch zu nachtſchlafender Zeit, auszu⸗ ſteigen zur Weiterfahrt nach Weimar. Auf dem Bahnhof in Jena erwartete uns anordnungs⸗ gemäß der nationalſozialiſtiſche Polizeidirektor von Weimar, um uns in ſeinem Wagen abzu⸗ holen. In rieſigen Schlagzeilen ſchrien die Berliner Morgenblätter das Eintreffen Hitlers in die Reichshauptſtadt hinein. Die Welt griff die Nachricht auf. Sein bevorſtehender„Umfall“ ſollte die Senſation des Tages werden. Aber um 8 Uhr früh ſtehen die Kameraleute und die Vertreter der„Weltpreſſe“ aus der Je⸗ ruſalemer⸗ und Kochſtraße vergeblich am An⸗ halter Bahnhof. Verdutzte Geſichter. Hitler war nicht da. Verzweiflung in den Redaktionen. Was tun? Aber man weiß ſich zu helfen, machte aus der Not eine Tugend.„Wo iſt Hitler?“ Mit dieſer vierſpaltigen Rätſelfrage an das Publi⸗ kum erſcheinen die Mittagblätter. Berlin ſteht Kopf. Wo iſt Hitler? Inzwiſchen kamen Nachrichten aus Weimar. gen ſich die Daheimgebliebenen in den Bänken. Frauen und Mädchen— nur ſelten ein alter, weißhaariger Bauer dazwiſchen, zu alt, um mit den wehrhaften Männern zu ſtreiten. Niemand hat ſie gerufen. Die Sorge um die fernen Kämpfer— um das Schickſal der Hei⸗ mat hat ſie hergetrieben. Tief beugen ſich die Köpfe im gläubigen Gebet. Dumpfes, brauſen⸗ des Murmeln erfüllt das dämmrige Halb⸗ dunkel der Kirche. * Unter dem Schutze der Nacht wird in der Schlucht von Finſtermünz eifrig gearbeitet. Sie fällen Bäume, ſchleppen Steine, ſpannen Seile, bereiten neue Felsverhaue für den kommen⸗ den Morgen vor. Andere reinigen ihre Bauern⸗ ſtutzen, richten an der Zündnadel die Kapſel⸗ köpfe, gießen Kugeln oder verteilen Blei und Pulver. Ein Hakennaſiger, Adlergeſichtiger ſchürt Holz und rührt in einem Rieſenkübel das Mus für die Verwundeten. Er ſegnet das geröſtete Brot und murmelt dabei: „Der Acker hats tragen, Wir dürfen nit klagen, Der Mond ſchenkt die Sonnen, Der Himmel die Bronnen, Wir dürfen nit klagen, Der Acker hats tragen.“ Die uralte Fahne der Nauderſer hängt in der Fichte neben dem Hakennaſigen. Auf gelb⸗ ſeidenem Grund iſt das Bildnis der heiligen Barbara in roten und blauen Farben geſtickt. Verwittert und zerſchliſſen ſind Glanz und Brokat, viele Bänder ſchmücken ihren Knauf. Sie iſt das Heiligtum der Nauderſer, ſie halten ſie hoch in Ehren. Auf der Rückſeite iſt in ge⸗ ſtickten Buchſtaben zu leſen: „Heilige Barbaral! Du edle Braut, Seel' und Leib iſt dir anvertraut. Schütze uns in jeder Not, Bewahre uns vor jähem Tod!“ Faltig hängt der Fahnenbrokat aus den Aeſten des Baumes gleich einem ſchützenden Vorhang hinter der Gruppe. „Mir haben achtundſiebenzig Mann verlo⸗ ren Sakriſch vlel! + 1— Krongofen mindeſzens dorſend, lieber Es ließ ſich nicht länger verheimlichen, daß Hitler nicht in Berlin, ſondern in Weimar war. Und nun verfielen die blamierten Hetzapoſtel in ohnmächtiger Wut auf die groteskeſten Lügen⸗ einfälle. Mit einer Frechheit ohnegleichen ſetzten die Marxiſtenblätter und jüdiſchen Gazetten ihren Leſern vor, Goering ſei, Straſſer und Frick überliſtend, dem nach Berlin unterwegs befind⸗ lichen Führer in der Nacht nach Jena entgegen⸗ efahren. Sporenklirrend ſei er in den Wagen itlers geſtiegen. Mit der Fauſt habe er an die Schlafwagentür geſchlagen. Den erſchreckt öffnenden ſchlaftrunkenen Führer habe er aus dem Bett geholt und ihn nach kurzer Aufklä⸗ rung nur notdürftig bekleidet buchſtäblich aus dem Zuge geſchleppt, um die Reiſe nach Berlin zu verhindern. In Wahrheit kamen Goering, Frick und Straſſer, genau wie tags zuvor ſchon vom Führer beſtimmt, mittags von Berlin zur Füh⸗ rerbeſprechung in Weimar an, wo Dr. Goeb⸗ bels bereits anweſend war. Stabschef Röhm befand ſich überhaupt nicht in der Begleitung des Führers, und Goering hatte erſt am 30. No⸗ vember, vormittags.50 Uhr, Berlin in Rich⸗ tung Weimar verlaſſen. So ſchamlos wurde gelogen. In Wort und Bild. Nicht einmal, ſondern Tag für Tag. Ohne ihre tägliche Hitlerlüge konnten dieſe Blätter nicht mehr exiſtieren. Sie wußten, daß ihre Stunde bei unſerer Machtübernahme ge⸗ ſchlagen haben würde. Das war die„Journaille“, die im neuen Deutſchland für alle Zukunft unmöglich ſein wird. Das geiſtige Erneuerungswerk des deut⸗ ſchen Journalismus, an dem wir arbeiten, hat dieſen Makel der Vergangenheit ausgelöſcht und wird die deutſche Preſſe als verantwor⸗ tungsvollen und wertvollen Berufſtand wieder zur wirkſamen und ehrenvollen Waffe deut⸗ ſcher Politik, deutſchen Volkstums und deut⸗ ſcher Kultur machen. Jilm Alhambra „Leiſe flehen meine Lieder“ ranz Schubert!— Ein Name,— ein Be⸗ riff und unzweifelhaft ein ſehr dankbares ilmobjekt. Das weiche, träumeriſche Genie, das in herrlichen Tönen und Liedern lebt und wirkt,— das der Menſchheit unſterbliche muſi⸗ kaliſche Schöpfungen geſchenkt, erſteht in dieſem wunderſchönen Film aufs neue vor unſeren Augen. Trotz äußerlicher Not und ſchmerzenden Enttäuſchungen, verliert dieſer gottbegnadete Künſtler nie ſeinen Glauben an die Menſch⸗ heit. Schmerzhaft ſchön erleben wir das Glück und die Tragik ſeiner großen Liebe zu der jun⸗ gen, temperamentvollen Gräfin der er den ganzen inneren Reichtum ſeiner Künſt⸗ lerſeele in herrlichen Tönen zu Füßen legt. „Mir ſein fünfzehnhundert Bauern und beim de la Motte ſein zwölftauſend Soldaten!“ „„Uns, hilft der Berg, der Wald, der Bach nd die Wildnis!/„ „unds guete Rechtn „Heut hat der Inn wohl genug Franzoſen geſchluckt.“ Sie hocken ums Feuer, die Schützenoffiziere — der Senn aus Pfunds iſt auch dabei— ma⸗ chen Pläne für morgen, warten auf den Se⸗ verin. Ablöſungen kommen und gehen. Verein⸗ zelt tauchen noch Nachzügler aus dem Vintſch⸗ gau auf und aus dem Oberinntal. Die Malſer erzählen, daß die Südtiroler es nicht mehr der⸗ packt hätten. Den Brixner Wirt an der Mahr hätten ſie gefangen und in Bozen erſchoſſen; aber bei Stertzing ſeien die Napoleoniſchen ganz arg in die Falle gegangen. Immer neue Nachrichten werden erzählt, aber der Senn hat jetzt andere Gedanken und Sorgen. Ihnen iſt Finſtermünz anvertraut, ſie haben de la Motte von Innsbruck abzuhalten. Der Trenkwalder von Arzl iſt auch da, ſein linker Fuß liegt auf einem Moospolſier. Der Stein einer zu früh losgegangenen Lawine hat das Gelenk zerſchla⸗ gen. Blut ſickert aus dem aufgeſplitterten Kno⸗ chen, aber, an ſeiner Pfeife kauend, erträgt der Mann ohne Murren und Jammern ſeine furchtbaren Schmerzen. Vor der Hand iſt er zu⸗ frieden, wenigſtens nicht bei der großen Gruppe weiter drüben im Wald zu liegen. Dort hat man diejenigen hingetragen, denen nichts mehr weh tut... Bauern und Weiber hocken dort, ſchluchzen und beten. Der alte Hakennaſige ſteht auf, geht hinüber, bleibt vor einer gebeugten jungen Frauengeſtalt ſtehen, will ihr etwas zu eſſen geben. Es iſt die Kathrin. Sie weint ſtill und hilflos vor ſich hin... Den Hagſpiel haben ſie ihr heraufgebracht in die Waldlichtung. Es war nichts mehr zu machen geweſen, eine Ku⸗ gel iſt quer durch ſein Herz gegangen. Seine zerriſſene Adlerfahne haben ſie über ihn ge⸗ deckt, ſie iſt dunkel von ſeinem Herzblut. Nun liegt er da, der ſtets fröhliche, brave Kerl, ſtumm und ſtill für immer In einiger Entfernung von der Nauderſer Gruppe, etwas unterhalb, iſt unter einem ge⸗ waltig überhängenden, rauchgeſchwärzten Stein ein Lazarett errichtet. Die Verwundeten wer⸗ den dort verbunden, ſo gut es geht; einige Wei⸗ ber ſind da und helfen. Notdürftig werden die Kugelwunden mit Baumharz verklebt und dann mit einem Leinenfetzen umbunden. Auch Salbeiblätter, Schafgarbe, Weiß⸗ und Schwarz⸗ wurz werden unter allerlei Sprüchlein auf⸗ gelegt. Nur wenige ſtöhnen, faſt alle ertragen ihre Schmerzen und Leiden mit ergebener Ruhe. Einige ſind, den Roſenkranz in den Händen, vor Erſchöpfung eingeſchlafen. Ein uralter Mann müht ſich um ſeinen ſchwerver⸗ letzten Enkel. Das Bübel läßt den blaſſen, blut⸗ loſen Kepf kraftlos vornäber fallen. Düſter, Ehrung für die Brüder Grimm Aus Anlaß des 70. Todestages von Jakob Grimm wurde am Wohnhaus der deutſchen Märchenerzähler in der Linkſtraße in Berlin die Gedenttafel mit einem Eichenkranz ge⸗ ſchmückt. Und kurz vor der ſcheinbaren Erfüllung dann das ergreifende Ende ſeines Liebestraumes, die die er in ſeinem unvergleich⸗ lichen„Ave Mar Und dazwiſchen das Schickſal ſeiner lieben klei⸗ nen Freundin, ſeiner Emmi, die ihre tiefe Liebe zu ihrem Franzl ängſtlich in ihrem Herz⸗ chen verbirgt und unſäglich darunter leidet. -Moll⸗Symphonie, die an unſeren Ohren vorüberrauſchen, die träumeriſchen Bilder von der alten Wienerſtadt mit ihrer blauen Donau, die wilde Romantik der ungariſchen Pußta vere leihen der gut inſzenierten Handlung einen un⸗ vergeßlichen Reiz. Tief ergreifen uns die in⸗ haltsſchweren Worte, die Franz Schubert an das Ende ſeiner„Unvollendeten“ ſchreibt:„So wie meine Liebe nie zu Ende gehen wird, ſo — dieſes Lied nie zu Ende gehen“. Auf di en inhaltsſchweren Worten hat man das 25 aufgebaut, das mit der Snarge vo Hans(Schubert), Martha Eg; Emn(Gräfin— Louiſe Ullrich Emmi) und den ebenfalls ſehr gut beſetztein Nebenrollen für jeden Zuſchauer und ⸗hörer 13 einem tiefen Erlebnis wird. Ein Film für d deutſche Gemüt und ein Film, der wirklich wert iſt, angeſehen zu werden. Ein gutes Beipro⸗ gramm vervollſtändigt den genußreichen Abend. ema. fOTO-f RANMUHE]oNο* entuickelt- Kopierf- vergröbert-- erstsSsSI e, e e wild und unheimlich genug ſieht es im Finſter⸗ münzer Wald aus. Severin iſt inzwiſchen durch die ſtockwerk⸗ artig übereinander gebauten Verſchanzungen heraufgeſtiegen. Ueberall hat er mit den Schützen geredet, ſie aufgemuntert, ihnen den Dienſt eingeteilt, Verwundete getröſtet und für den folgenden Tag Verhaltungsmaßregeln ge⸗ geben. Und immer wieder fragt er, ob ſie den Hüterbuben, den Panzl, geſehen hätten. „No,'s Büeble hobn mir nit gſegn.“ „Jo, a por Büeblen ſein do gweſn, hobn Blei daglaſſen für die Büchſen.“ Severin geht es, ſeit er den Hagſpiel hin⸗ ſinken ſah, im Kopf herum: wo iſt Panzl? Er will ihn gleich zurückjagen— am beſten mit der Kathrin zuſammen— hinauf nach Nauders zum Adlerwirt oder nach Pfunds. Dieſe Sorge läßt ihn nimmer aus, und eine andere, ſchwe⸗ rere geht auch immer Schritt für Schritt neben ihm her: Munition fehlt.— Sie haben ſich faſt ausgeſchoſſen am vergangenen Tag. Vielleicht iſt unter den erbeuteten bayeriſchen Trainwagen ein Munitionskarren. Das wird er oben im Lager ſchon erfahren. Der umſichtige Senn oder der Trenkwalder würden es ſchon wiſſen. Sie haben ja die Wagen erbeutet. Mondes und gelangt, am Verwundetenſtein vorbeikommend, bald hinauf zum Feuer der Pfundſer. Langſam tritt er ins Licht der Rodung und geht durch hockende Gruppen, die ihn freundlich grüßen, zum Senn und deſſen Leuten. „Grüß enk, Mander!“ Sie ſtehen auf, ſchütteln ihm die Hände. „Der Anderlan!“ „Der Obernberger Student.“ „Ja, er iſt'!“ Mit wenigen Blicken hat Severin das ganze bunte Lager mit den Heuwagen, umgeworfenen Karren und wilden Geſtalten überſehen. Er ſetzt ſich ohne viel Umſtände ans Feuer der Pfundſer. „Alſo, Senn, für morgen mueß olles richtig überlegt werdn. Es gilt für olle, was i euch jetztn ſag. Und du wirſcht dafür ſorgen, daß ſchnell alles recht und guet bekanntgebn wird. Bſunders brauchn wir Pulver und Blei, die Munition iſch knapp. Alſo ſpoaren. Net ſchie⸗ ſten, wenn's net ſein muß.“ „Sein zwoa Wägen mit Pulver, Blei und Büchſen unten am Schalkbach den Napoleoni⸗ ſchen abgenommen wordn. Werdn jetzt gezählt, Senn. (Fortſetzung folgt) ia“ in Tönen weiterleben läßt. Die wundervollen Klänge ſeiner unvollendeten Weiter ſteigt er im kalten Licht des nackten ſortiert und in der Nacht vertoalt,“ ſagt der der 0 „————— Ele Am 13. Au Meier in jungen Man rote Hetz⸗ ur für das pei eklagt 0 eren:„Elel dem Hemd der die„Ru olizei ablie eſitzes dieſe fen wußte ei Der Zeug Meier leugn Als kommun vor einiger, er. de mus und der Der Staat Kagas er ntrag des an den Aus der Zeuge d kennt und ſ deit Gewicht heit, mit der der ſyſtemati denen, die herankommer * Um il S beſtraft. Die ſtets zurückha Mit dem ü tagsbrand gi ällen iſt er ger derartige Au der Inhalt ganz Scherzh aufregte. In lers Geburt Ausſagen. 2 dafür ein. gibt keinen d 5 einer Ze usland ein Beziehung g Staatsanwal naten. Das! daß Steinle erzürnten N was er ſelbſt weiſe. Verdächki⸗ + 200 4 bei her SaA, 13 Vorſtrafen Uniform nich Partei Monat Gefä wurde Ilg 1. oppel mi die Binde t. Weger herrſchaft in 1 Speiſez künſtler 1 Muſikzi ſchreibl 1 Wohnz 1 Schlafz ſingbet 1 kompl. Dielen⸗E 1 kompl. Schöne a 1 alte Ge Bibliot Einzelmö 1 Stan Kleider ablage, Diverſes: Speiſeſ Feuert. Wirtſch Diens vor Di Kuns Fernſpre — fihritvertre ptember 1933 Grimm es von Jakob der deutſchen aße in Berlin zichenkranz ge⸗ Frfüllung dann Liebestraumes, m unvergleich⸗ eiterleben läßt. ner lieben klei⸗ die ihre tiefe in ihrem Herz⸗ arunter leidet. unvollendeten inſeren Ohren ſen Bilder von blauen hen Pußta ver' lung einen un⸗ 'n uns die in⸗ z Schubert an ſchreibt:„So ehen wird, ſo ſen“. Auf di man das 25 tbeſetzung vo tartha Eg: tiſe Ullrich r gut beſetzteij und ⸗hörer 43 Film für d r wirklich wert gutes Beipro⸗ zreichen Abend. ema. —* II erStVIGsS19 — ĩ— es im Finſter⸗ die ſtockwerk⸗ Berſchanzungen er mit den ert, ihnen den tröſtet und für zmaßregeln ge⸗ er, ob ſie den hätten. ſegn. gweſn, hobn Hagſpiel hin⸗ iſt Panzl? Er beſten mit der nach Nauders 3. Dieſe Sorge andere, ſchwe⸗ Schritt neben haben ſich faſt ig. 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Er erzählte dem Zeugen, der die„Rundſchau“ kaufte und der Kriminal⸗ olizei ablieferte, von der Gefährlichkeit des eſitzes dieſer Schriften, über die ſtrengen Stra⸗ fen wußte er Beſcheid. Der Zeuge erkennt Meier genau wieder. Meier keugnet die Tat: Ich war es nicht.— Als kommuniſtiſcher Funktionär hatte man ihn vor einiger Zeit in Schutzhaft nehmen müſſen, er 356 dem Kampfbund gegen den Faſchis⸗ mus und der Roten Hilfe an. Der Staatsanwalt ein— Ge⸗ Kagar er hat, wie das Gericht, das dem ntrag des Staatsanwaltes folgt, keine Urſache an den Ausſagen des Zeugen zu zweifeln, da der Zeuge den Angeklagten ſchon lange kennt und ſchon oft mit ihm geſprochen hat. deit Gewicht fiel bei der Strafhöhe die Frech⸗ eit, mit der Meier gelogen hat. Er iſt einer der ſyſtematiſchen Schriftenverteiler, keiner von denen, die gelegentlich an eine ſolche Schrift herankommen. um den Reichskagsbrand Emil Steinle iſt der Raufbold von Scherzheim. Er iſt trotzdem nur vor⸗ beſtraft. Die Leute waren mit ihren Ausſagen ſtets zurückhaltend, da ſie den Emil fürchteten. »Mit dem üblichen Geſchwätz über den Reichs⸗ tagsbrand ging Steinle hauſieren. In drei ällen iſt er angeklagt, dieſe verleumderiſchen gemacht zu haben. Wie gefährlich eine derartige Ausſage iſt, mag daraus erhellen, daß der Paer. der erſten ſolchen Aeußerung in ganz Scherzheim kurſierte und die Bevölkerung aufregte. In der Zeit um den 20. April(Hit⸗ lers Geburtstag) liegen die beiden anderen Ausſagen. Drei Zeugen ſtehen mit ihrem Eid dafür ein. Steinle, als echter Kommuniſt, gibt keinen der Fälle zu. Da die Redensarten u einer Zeit febdaft wurden, als noch vom usland eine lebhafte Propaganda in dieſer Beziehung getrieben werde, beantragte der Staatsanwalt eine Strafe von nur ſieben Mo⸗ naten. Das Urteil lautete ebenſo. Die Tatſache, daß Steinle nach einer ſolchen Aeußerung von erzürnten Nationalſozialiſten verfolgt wurde, weif er ſelbſt anführt, ſtärkt außerdem die Be⸗ weiſe. Verdächlige Liebe zur SA-Uniform E11 Pforzheim hatte ſich Zudwig Ilg zur 8. emeldet. Er war als Anwärter kürze Zeit bei der SA, wurde bald ausgeſchloſſen, da er 13 Vorſtrafen in ſeiner Liſte hat. Er zog die Uniform nicht aus, trotz des Ausſchluſſes aus der Partei und wurde deswegen zu einem Monat Gefängnis verurteilt. In Karlsruhe wurde Ilg nun im 33 wieder geſtellt, als er Uniformteile, wie das Braunhemd, das Koppel mit Hoheitsabzeichen und in der Taſche die Binde trug. In der Hoſentaſche trug er außerdem einen Piſtolenlauf. Auch das Tra⸗ gen eines Teiles einer Schußwaffe iſt verboten und wird beſtraft. Wegen ſeiner Rückfälligkeit beantragte der Staatsanwalt eine Gefängnisſtrafe von ſechs Monaten. Auf fünf Monate Gefängnis er⸗ kannte das Gericht. Drei Wochen der Unter⸗ ſuchungshaft werden angerechnet. Erſchwerend iſt es für den Angeklagten, daß er bei Feſt⸗ nahme zunächſt behauptete, er ſei SA⸗Mann und trage die Uniform zu Recht. Schwache Nerven In einer Wirtſchaft in Schwetzingen gab der 29 Jahre alte Ingenieur Kgarl Weigel ziem⸗ lich unvermittelt ſeine politiſche Meinung den ie eeeeeeeeee parole · Ausgabe (Redaktionsſchluß für Paroleausgabe tüglich 19 Uhr) Wir erſuchen unſere Mitarbeiter, alle Zuſchtiften an die Redaktion, nicht an die Schriftleiter perſönlich zu ſenden. 1 Für Zuſchriften an die Redaktion, die an ven Ver⸗ lag adreſſtert oder dort abgegeben werden, wird keinerlei Gewühr übernommen. Achtungl! Hiermit verwarne ich jeden, den Namen der Kreis⸗ leitung bzw. des Kreisleiters zu mißbrauchen und unter Berufung auf die Kreisleitung irgendwelche Forderungen zu ſtellen oder Drohungen auszuſpre⸗ chen.— Weder bei Prozeſſen noch bei wirtſchaftlichen Verhandlungen oder irgendwelchen Amtshandlungen greift die Kreisleitung ohne Berechtigung ein. Beauf⸗ tragte der Kreisleitung haben dementſprechende ſchrift⸗ liche Vollmachten. Ich bitte jeden der Kreisleitung namhaft zu machen, der ohne Vollmacht im Namen der Kreisleitung irgendwelche Maßnahmen ergreift. Die Kreisleitung: Dr. R. Roth. PO Für die Veranſtaltung der„Deutſchen Bühne“ am Montag, BW. September, 20 Uhr, ſtellen die Orts⸗ gruppen Humboldt, Rheintor, Deutſches Eck, Neckarſtadt⸗Oſt, Strohmarkt, riebrichspark und indenhof je—5 Amtswalter in Dienſtkleidung. Antreten 6 Uhr im Roſengarten. Neuoſtheim. Die Schulungsabende finden nicht am Montag, ſondern am Dienstag, 26. September, 20.30 Uhr, bei Buck ſtatt. Schwetzingerſtavt⸗Augarten. Montag, W. Sept., 20.30 Uhr, Gloria⸗Säle: Zellenabend für die Zellen —5.— Dienstag, 26. Sept., 20.30 Uhr, Gloria⸗ Säle: Amtswalterſitzung. NS.⸗Frauenſchaft Fungbuſch. Dienstag, 26. Sept., 20.30 Uhr, Mitgliederverſammlung in der„Stadt Heilbronn“.“ Humbolvbt. Montag, 25. Sept., 20.30 Uhr, bei Pg. Vogt, Langſtraße 91 Mitgliederverſammlung. Redner: Pg. Fiſcher. Frieprichspark. Dienstag, 28. Sept., 20.30 Uhr, im„Fliegenden Holländer“, C3, 20. NS.⸗Frauenſchaft und NS.⸗Volkswohlfahrt Dienstag, 26. Sept., nachm. 3 Uhr, in der Küche — Tiſchgäſten kund. Er kannte die Tiſchgäſte nicht und miſchte ſich in deren politiſches Geſpräch. „Wiſſen Sie, wer die Flugblätter über Berlin abgeworfen hat? Göring hat es ſelbſt gemacht!“ Außerdem meint er, zur Zeit der Separatiſten — es 63 der Pfalz nicht ſo ſchlimm geweſen e jetzt. Wie ſich aus den Ausſagen aller.32 er⸗ gibt, iſt dieſe ſchwere Enkgleiſung es Ange⸗ klagten nur als Sache ſeiner ſchwachen Nerven und aus den Vorkommniſſen im häuslichen Milieu zu verſtehen. Der Angeklagte ſtammt aus frommem katholiſchen Haus. Sein Bruder iſt Geiſtlicher. Er wurde von nationalſozialiſti⸗ ſcher Seite einmal in der Preſſe angegriffen Akten über eine katholiſche Organiſation, die in Verwahr der Eltern des Weigel waren, wurden beſchlaanahmt. Folge: Nervenzuſam⸗ menbruch der Mutter des Angeklagten, große Aufregung bei dem Angeklagten ſelbſt. Nor⸗ R 5 Beſprechung der Ortsgruppenleiterinnen der Ne.⸗ Frauenſchaft und der Gruppenwalterinnen der ReS.⸗ Volkswohlfahrt. BDM. Ab 25. September befinden ſich die Geſchäftsräume ſowie das Heim des Bundes deutſcher Mädel in Mannheim, N 2, 4, eine Treppe. NSBo. Deutſches Eck und Strohmarkt. Gemeinſchaftliche Amtswalterſitzung Montag, 25. d.., 20.15 Uhr, Reſtaurant Siechenbräu, N 7. NS.⸗HAGd. Feuvenheim. Am Montag, W. Sept., findet im Lokal altes Schützenhaus in Feudenheim eine Mit⸗ gliederverſammlung ſtatt. Humboldt. Dienstag, 28. Sept. 1933, 20 Uhr, im„Kaiſergarten“, Zehntſtraße 30, öffentliche Ver⸗ ſammlung. Anhänger und Frauen ſind mitzubringen. Für Mitglieder Pflicht. Deutſches Eck. Montag, 25. Sept., 20.30 Uhr, findet Verſammlung im Lokal„Zum Hohenſtaufen“, Ou 3, 2(Pg. Kullmann) ſtatt. Redner: Stadtrat Behme und Dr. Thoms. Kampfbund für deutſche Kultur Mannheim Wir machen darauf auſmerkſam, daß die erſte Stunde für den Lehrgang für Laienſpiel und Feſt⸗ geſtaltung erſt am Montag, den 2. Oktober 1933, 20 Uhr, ſtattfindet. NS⸗Volkstanzkreis Montag, 19.30 Uhr, Uebungsabend in der Schillerſchule. Wichtig bei Wohnungswechſel Vielfach begegnet man det Meinung, daß die bei Umzügen uſw. erforbderlichen Aenderungen an den Waſſer⸗, Gas⸗ und Stromanlagen von jeder dafür ge⸗ eigneten Perſon vorgenommen werden dürften. Dieſe Auffaſſung iſt nicht richtig. Es dürfen vielmehr Ar⸗ beiten ſolcher Art ſowie das Anſchlicßen von Ge⸗ brauchsgegenſtänden, wie Badeeinrichtungen, Gasherde und Beleuchtungstörpex, nur von Inſtallateuren vor⸗ genommen werden, die hierzu von den ſtädt. Werken ausdrücklich zugekaſſen ſind. Für Perſonen⸗ und Sach⸗ ſchäden, welche durch Schwarzarbeiter entſtehen, iſt kt. Reichsgerichtsurteil der Auftraggeber haftbar. Die Verzeichniſſe der zugelaſſenen Inſtallateure können bei den Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerken K 7, deren Stadtbüro Rathausbogen 21, bei der Spengler⸗ und Inſtallateur⸗Zwangsinnung, M 5, 5, und beim Reichsverband der Elektro⸗Inſtallateure, Rheinvillen⸗ ſtraße 6, eingeſehen werden. Wir verweiſen auf die Bekanntmachung der ſtädt. Werke in dieſer Nummer. male Menſchen haben dieſe Reizbarkeit nicht. Weigel iſt außerdem ſchon gegen geringe Men⸗ gen Alkohol wenig widerſtandsfähig. Bei ge⸗ ringer Erregung verfällt er beim Sprechen ins Stottern.—— Dieſen perſönlichen Umſtänden des Angeklag⸗ ten, der vorgibt, dem Zentrum nicht angehört zu haben, ſondern den Deutſchnationalen, trug das Gericht weiteſtgehend Rechnung. Es verurteilte Weigel zu einer Gefängnisſtrafe von drei Mo⸗ naten, bei Leiſtung einer entſprechenden Geld⸗ buße wird jedoch Strafaufſchub gewährt. I. Von der Ortsgruppe Rheinau der Deulſchen Chriſten Die Ortsgruppe Rheinau hat in der kurzen Zeh ihres Beſtehens durch eifrige, zielbewußte Arbeit gute Grundlagen gelegt und recht beacht⸗ liche Erfolge erzielt. Sind doch ſchon etwa 90 Prozent der kirchlichen Körperſchaften, zumeiſt in geſchloſſenen Reihen, zu der Ortsgruppe Deutſche Chriſten übergegangen, ſo daß der⸗ ſelben heute ein maßgebender Einfluß in kirch⸗ lichen Angelegenheiten zukommt. Hier in Rheinau hat die Bewegung äußerſt befruchtend gewirkt, ſie hat vor allem geeint, ge⸗ ſammelt und die früher vorhandenen verſchie⸗ denen Richtungen zu einem großen Ganzen zu⸗ ſammengeſchmiedet. Der Vertrauensrat der Ortsgruppe hat in ſeiner letzten Sitzung unter Führung des Bezirksleiters Pa, Pfärrer Kie⸗ fer ein ausgedehntes Arbeits⸗ und Organiſa⸗ tionsprogramm beſprochen, da den Winter über verwirklicht werden ſoll. Ein freundſchaftliches Zuſammenarbeiten mit den ſchon vorhandenen evangeliſchen Vereinen iſt unter Führung der Ortsgruppe Deutſche Chriſten gewährleiſtet, ſo wird ſie vor allem mit dem Evangeliſchen Bund in enger Zuſammenarbeit ſtehen. Das Winterprogramm der Ortsgruppe Deut⸗ ſche Chriſten wird demnächſt bekannt gegeben. Als erſte Darbietung wird am 14. Ottober 1933 im Saale des„Badiſchen Hofes“ ein Volks⸗ lieder⸗Abend geboten, der durch die Reichhaltig⸗ keit und den bunten Wechſel der Darbietungen ſicher allgemeinen Beiſall finden wird. Großſchachmeiſter Bogoljubow ſpielt in Jeudenheimt Der Nationalſozialiſtiſchen Schachgemeinſchaft Abteilung 5— Feudenheim iſt es gelungen, den Großſchachmeiſter Bogoljubow für ein Simultanſpiel am 2. Oktober ds, Is. zu gewin⸗ nen. Herr Bogoljubow wird an ca, 25 Brettern ſpielen. Es iſt anzunehmen, daß dieſe ſeltene Gelegenheit, einem Großſchachmeiſter beim Spiel beiwohnen zu können, eine große An⸗ ziehungskraft ausüben wird. Das Simultan⸗ ſpiel wird pünktlich am 2. Oktober, abends 8 Uhr, im Spiellolal der NS⸗Schachgemein ⸗ ſchaft, Abteilung Feudenheim, beginnen.— Der Eintritt zu dieſer Veranſtaltung iſt allen Freun⸗ den des Schachſpiels frei. Werbt rhaete „Hakenkreuzbanner“ — — künſtleriſchem Entwurf), ſchreiblkommove. ſingbetten. Dielen⸗Einrichtung mit eleganten Polſterſeſſeln. 1 kompl. Küchen⸗Einrichtung mit Geſchirr. Bibliothek, wertvolle Bücher. Wirtſchaftsgeräte uſw. ersteiscrung! Wegen vollſtändiger Auflöſung verſteigere ich öfſentlich meiſtbietend die herrſchaftliche Wohnungseinrichtung des Herrn Dr. G in der Villa L 7, S 1 Speiſezimmer, große ſchwere Ausführung(modernes Stilzimmer nach 1 Muſikzimmer mit wundervollem alten Baroc⸗Aufſatſchrank und Barva · 1 Wohnzimmer mit prachtvoller öteiliger Polſtergarnitur. 1 Schlafzimmer mit Ztürigem Schleiflag⸗Spiegelſchrant und— 1 kompl. Tochterzimmer— 1 lompl. Müdchenzimmer. 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Neckarau— SC. Freiburg•1 EV. Waldhof— Germania Brötzingen:2 Gau 12(Nordheſſen) SC, 03 Kaſſel— Kurheſſen Marburg 5 Boruſſia Fulda— Heſſen Hersfeld 1 VfB. Friedberg— Sport Kaſſel 3: Hermannia Kaſſel— 1. FC. Hanau 93 0 Gau 13(Südweſt) Wormatia Worms— FSV Mainz 05:0 Sportfr. Saarbrücken— Kickers Offenbach:0 Boruſſia Neunkirchen— FKͤ. Pirmaſens:4 1. 56. Kaiſerslautern—.O Worms Gau 15(Württemberg) FC. Birkenfeld— Sportfreunde Stuttgart 3˙4 SV. Feuerbach— Stuttgarter Kickers 12 FfR. Heilbronn— VfB. Stuttgart:4 SC. Stuttgart— Ulmer FV. 94(Sa.):2 Gau 16(Bayern) Wacker München— F6. München 1 1860 München— F7C. 05 Schweinfurt 4 ASV. Nürnberg— Bayern München 2: Jahn Regensburg— 1. FC. Nürnberg 5 C. Bayreuth— Spielvgg. Fürth 3 chwaben Augsburg— Würzburger FV. 04 5 5 Kreisliga 1— Unterbaden Leutershauſen— 1846 Mannheim 3 Kurpfalz Neckarau— Heddesheim 1 Neckarſtadt— Brühl.—1 Ladenburg— Edingen 3 Neclarhauſen— Rheinau 1 Seckenheim— Ilvesheim ausgefalle Kreis 10, Neckar, 1. Kreisklaſſe 2* 45 Hockenheim— Doſſenheim 6: 0 ſ9 Heidelberg— Neulußheim:5 Spp 1910 Heidelberg— Ketſch 221 Städteſpiel in Hamburg Hamburg— Frankfurt Gau XIV Baden 72(:2) Vereine Spiele gew. unent. verl. Tore Pett. CFreiburg. 3 3——:5 6 farler. In 2 2—— 3zu Bſch Mühlbg. 2 1 1—•1 3 VfR Mannhm. 2 1..— 32:2 3 Phönix Karlsr. 2 1— 1 533 2 186C Pforzy. 3 1— 2:5 2 Spiv. Waldhof 3 1— 2:6 2 Germ. Brötzgg. 3 1— 2 728 2 VfL Neckarau 3— 1 3 1 Spé Freiburg 3— 1 2:9 1 S Waldhof— Germania Berötzingen:2(:0) Nach ſeinen beiden recht unglücklich zu nennenden Niederlagen gegen Phönix und§V. Karlsruhe kam Waldhof im zweiten Platzſpiel endlich zum erſten Sieg, der allerdings mit:2 recht knapp war und auch hart erkämpft werden mußte. Eine beſſere Halb⸗ „zeit und die etwas beſſere techniſche Durchbildung der Elf laſſen den Sieg als verdient erſcheinen. Etwa 3000 Zuſchauer ſahen am Sonntag nachmittag bei guten Platz⸗ und Wetterverhältniſſen einen recht ſchö⸗ nen Kampf. Waldhof war im Felde durchweg über⸗ legen, aber im Strafraum zeigten ſich immer noch die Mängel des Sturmes, die die beiden vorhergehen⸗ den Spiele gekoſtet hatten. Brötzingen mit ſeiner un⸗ gekünſtelten Spielweiſe, verbunden mit großer Schnel⸗ ligteit und Energie, zeigte ſich als ausgeſprochene Kampfmannſchaft. Die Mannſchaften ſtellten ſich in folgender Aufſtellung: Waldhof: Rihm; Au, Haber; Model, Kie⸗ fer, Molenda; Weidinger, Heermann, Siffling, Engelhart, Walz. Brötzingen: Flitſch; Burkhardt, Dietz; immermann, Joſt, Haas; Staib, Rapp Dett⸗ ing, Göhring, Gerhard. Ueberraſchend beginnt Brötzingen ſehr aktiv. Beiderſeits ſieht man lebhafte Angriffe, die vor⸗ erſt aber an den Verteidigungen ſcheitern. Waldhof hat die erſten Chancen, jedoch der Sturm verfehlt in günſtiger Stellung. Dann rettet Flitſch ausgezeichnet, indem er ſich dem freiſtehenden Heermann in den Schuß wirft. Ein unnötiges Foul des linken Gäſteverteidi⸗ gers ahndet der Schiedsrichter mit Elfmeter, aber Siffling vergibt auch dieſe große Chance. ——— knallt er den Ball über das Tor. Baldhof liegt weiterhin im Angriff. Zweimal ſteht Walz vollkommen frei, er zögert aber zu lange mit dem Schuß und gibt ſchließlich ſogar noch ab, ſo daß die Brötzinger Hintermannſchaft Gelegenheit hat zu retten. Dann hat Walz Pech. Sein erſter ſcharfer Schuß ſtreicht haarſcharf am Tor vorbei und geht ins Aus. Endlich reift der erſte Erfolg für Waldhof heran. Flitſch fauſtet einen gefährlichen Schuß blendend ins Feld zurück 2 f 0 9 Leder, legt Heermann vor, gegen deſſen Schuß kein Kraut gewachſen iſt. Vom Anſpiel weg geht Brötzingen vor, der Angriff ſcheitert aber durch Foul am Straf⸗ raum. Der Strafſtoß ſcheitert zwar an der Waldhöfer Mauer, aber Au, der den Ball auf den Leib erhalten hat, muß einige Minuien ausſcheiden. Trotzdem drängt Wald⸗ hoi weiter, ſcheitert aber immer wieder infolge der Ueberlombination des Sturmes. Eine Flanke ron rechts bringt der Torwart nicht ment wie auf dem VfR⸗Platz mehr ganz fort, aber Engelhardt ſchießt aus nächſter Nähe über das Tor. Nach der Pauſe begann Waldhof ſehr vielverſprechend. Die Mannſchaft liegt, jetzt mit der Sonne ſpielend, ſofort wieder in Angriff. Weidinger läuft ſchön durch und flankt, Zimmermann wehrt unglück⸗ lich ab und Siffling köpft placiert zu:0 ein. Brötzingen nimmt wieder Burkhardt in den Sturm, um ſcheinbar das gleiche Experi⸗ zu vollbringen. Die Angriffe werden auch ſofort gefährlich, aber jetzt iſt es Brötzingen, das vor dem Tore hilf⸗ los iſt. Ein unberechtigter Eckball hätte Wald⸗ hof beinahe ein 3. Tor beſchert, aber durch eine weitere——— rettet Flitſch und die Verteidigung bringt den Ball ganz fort. Ueber⸗ raſchend, aber nicht unverdient, kommen die Gäſte zum erſten Gegentor. Rihm läßt leicht⸗ ſinnig einen Ball, der ſcheinbar ins Aus Bon laufen, aber der Linksaußen erreicht den Ball noch, flankt zur Mitte, wo ihn der Halblinke nur noch ins leere Tor einzuköpfen braucht. Brötzingen hat auf:1 aufgeholt. Die Gäſte ſind durch dieſen Erfolg plötzlich ſtark angefeuert und im Feld überlegen. Waldhof muß ſtark verteidigen und ſpielt ganz kopflos. Wieder erhält Brötzingen einen Strafſtoß am Strafraum zugeſprochen. Burkhardt ſchießt, der Ball prallt auch an der vielbeinigen Verteidi⸗ gung ab, kommt aber erneut zu Burkhardt, der placiert ins linke obere Eck ſchießt. :2 Ausgleich. Es ſcheint ſogar, als ob die Gäſte noch ge⸗ winnen können, denn Burkhardt bringt die ganze Waldhofhintermannſchaft aus dem Kon⸗ Waß Da kommt plötzlich Schwung in den aldhofangriff, eine ſchöne Kombination bringt den Ball nach vorne, Weidinger erhält den Ball und ſchon heißt es durch ſchönen Schuß:2. Waldhof führt wieder. Noch ſind 10 Minuten zu ſpielen.— der bereits vor dem 3. Tor auf den Mittel⸗ läuferpoſten gegangen iſt, baut jetzt ſchön auf. Waldhof iſt wieder überlegen. Trotzdem iſt Brötzingen bis zum letzten Augen⸗ blick gefährlich. Leider artet das Spiel etwas in den Schlußminuten aus, da beiderſeits mit letzter Energie um den Ball gekämpft wird. Brötzingen legt ſeine letzten Reſerven in den Angriff, aber Waldhof kann den knappen Vor⸗ ſprung und damit den 1. Sieg halten. Mit dem gleichen Reſultat wie vor acht Tagen, aber nach härterem Kampf, muß ſich Brötzingen erneut geſchlagen bekennen. VDis Reckarau— Es Freiburg:1(•1) -Auch in ſeinem erſten Heimſpiel bereitete der Vfs. Neckarau ſeinen Anhängern eine bittere Enttäuſchung. Trotz zeitweiliger Ueberlegenheit gelang es dem Vfs. nicht, gegen den in ausgezeichneter Form ſpielenden SC. Freiburg zum Sieg zu kommen. Das unent⸗ ſchiedene:1 gibt zwar nicht den Spielverlauf wieder, beſſer aber das Unvermögen des mehr als ſchußſchwa⸗ chen Neckarauer Sturmes. Das vor etwa 1500 Zuſchauern abſolvierte Spiel an der Altriper Fähre brachte wenig aufregende, dafür aber umſo mehr wechſelnde Kampfmomente, wobei ſich die beiderſeitigen Hintermannſchaften als die beſten Mannſchaftsteile erwieſen. Während der Neckarauer Sturm gelegentlich in dem alten Kämpen Zeilfelder einen Stürmer von Format hatte, gefiel bei den Gäſten der linke Flügel Gäßler⸗Koßmann noch am beſten, alles andere war mehr oder weniger ein Ausfall. Die Mannſchaften ſtanden: Neckarau: Dieringer Siegel Meiſter Schmitt Lauer Größle Zeilfeld. Wenzelburger Heſſenauer Klamm Seitz * Koßßmann Gäßler Utz Tritſchler II. Stolz Keilbach Henger Trapp Geiger Brunner Tritſchler I. Sp. Cl. Freiburg Der Spielverlauf: „Neckarau hat Anſpiel und ſofort entwickelt ſich ein flottes Spiel, das für Neckarau gleich in der erſten Minute die erſte Ecke bringt. Gut hereingekommen, wird ſie aber von Heſſe⸗ nauer mit Kopfball über die Latte gelenkt. Die erſten zehn Minuten rollt ein Angriff nach dem anderen zu dem Freiburger Tor, aber alles geht nur bis zum Strafraum und hier iſt es mit der Kunſt aus. Fünf⸗ bis ſechsmal muß Tritſchler im Freiburger Tor abweh⸗ ren, was er auch glänzend tut und was ſonſt in die Nähe des Strafraumes kommt, wird von der ſicheren Verteidigung unſchädlich ge⸗ macht. Nach zehn Minuten kommt Freiburg das erſte Mal vor das Tor der Neckarauer und ſchon ſteht die Partie:0. Eine ſchöne Flanke des Rechtsaußen wird vom Mittelſtürmer U tz für Dieringer unhaltbar in die Maſchen gejagt. Wieder iſt es Neckarau, das ſich vor dem Tor der Freiburger feſtſetzt, ohne zu irgendeinem Erfolg zu kommen. Außer fünf bis ſechs Ecken, die äußerſt ſchlecht getreten wer⸗ den, kann Vfs nichts erreichen. Die drei bis vier Gegenſtöße der Freiburger, die vorgetragen wurden, ſind derart gefährlich, daß ſie nur mit Glück durch die Verteidigung von Vfe unſchädlich gemacht werden können Beſonders der linke Flügel Koßmann. Geßler iſt äußerſt ſchnell und trägt manche Verwirrung in' die Neckarauer Hintermann⸗ ſchaft. Halbzeit:0 für Sp. Cl. Freiburg. Die Nervoſität der Neckarauer hat ſich wäh⸗ rend der Halbzeit nicht gelegt, was man an dem lauten Kritiſiieren der einzelnen Spieler unter ſich feſtſtellen kann. Es ſcheint, daß Nel⸗ karau das Spiel ſchon verloren gibt. Die 7. und 8. Ecke wird wiederum hinter das Tor ge⸗ treten. Das Publikum wird allmählich un⸗ ruhig und feuert die Neckarauer Mannſchaft durch Zurufe an. Ausgleich durch Strafſtoß Der Druck des VfL wird dadurch etwas ſtär⸗ ker, aber der Sturm iſt weiterhin unfähig, von den vielen Chancen auch nur eine auszunützen. Wieder wie in Freiburg, geht Zeilfelder in die Mitte. Mit allen Mitteln wird von ſeiten Neckaraus verſucht, den Ausgleich zu er⸗ zielen, aber es ſcheint alles umſonſt zu ſein. Gegen die verſtärkte Verteidigung rennt der Neckarauer Sturm vergeblich an. Da, ein Straf⸗ ſtoß für VfL hart an der Strafraumgrenze. Zeil⸗ felder wird herbeigeholt, um den Strafſtoß zu treten. Es gelingt ihm auch, trotz der Menſchen⸗ mauer, den Flachſchuß zum ausgleichenden Tor für Neckarau zu verwandeln. Vom Anſpiel weg kommt Freiburg gut vor das Tor des Vfe und es entſteht die gefährlichſte Situation des ganzen Spieles. Dieringer ſieht ſich allein dem Mittelſtürmer Utz gegenüber, er muß heraus⸗ laufen, um die Gefahr abzuwehren. Beide pral⸗ len zuſammen, der Ball aber rollt knapp am Tor vorbei. Auch mit der 10. und 11. Ecke hat Vfe, trotz⸗ dem er alles nach vorne wirft, kein Glück. Die 12. Ecke wird mit dem Schlußpfiff getreten und SC Freiburg war in der Lage, in Neckarau ein Unentſchieden zu erzwingen und einen wert⸗ vollen Punkt mit nach Hauſe zu nehmen. Das Unentſchieden war ein gerechter Ausgang Hari. Freiburger 56— Phönix Karlsruhe:2(.1) Die beiden Altmeiſter FöFC. und Phönix Karlsruhe enttäuſchten in ſpieltultureller Hinſicht diesmal die 2000 Zuſchauer etwas, denn Phönix konnte es nicht ertragen, daß der FFC. in Führung lag und ver⸗ ſuchte durch wenig faire Mittel, dieſes Manko aus⸗ zugleichen. Aber Schiedsrichter Fries Baden⸗Baden behielt das Spiel ſtets in der Hand und ſcheute ſich auch nicht, den allzu vorlauten Heiſer kurz vor Schluß vom Platz zu weiſen. Der Phönixſturm ver⸗ fügte zwar über eine beſſere Durchſchlagskraft, dafür war aber die Freiburger Hintermannſchaft umſo ſta⸗ biler. Beſonders Müller im Tor arbeitete wieder glänzend. Er hatte nur einen ſchwachen Moment, der brachte aber auch prompt Phönix einen Erfolg. »In der erſten Halbzeit dominierte Phönix anfäng⸗ lich leicht, dank dem flüſſigeren Stürmerſpiel. Hei⸗ ſer ſchoß in der 7. Minute das erſte Tor. 10 Minu⸗ ten ſpäter brachPeter durch, ſein prächtiger Schuß brachte den unvermeidlichen Ausgleich. Schwer und teilweiſe hart wurde weitergekämpft. In der 42. Minute ver⸗ ſchuldete Hornung einen Elfmeter, den Peters im Rachſchuß zum Führungstreffer für Freiburg ver⸗ wandelte. Gleich nach der Pauſe erhöhte Eberhardt auf:1. Einen unverhofften Weitſchuß von Lorenzer ließ der überraſchte Müller paſſteren. Peter ver⸗ gab frei vor dem Tor durch Danebenſchießen den ſiche⸗ ren Sieg, aber es reichte auch ſo. Phönix brachte keinen Treffer mehr zuſtande. Pf B. IC. Pforzheim Mühlburg findet ſich ſofort und liegt faſt an⸗ haltend im Pforzheimer Strafraum. Ein aus⸗ ſichtsreicher Angriff wird durch Abſeits unter⸗ bunden, dann geht Batſchauer am rechten Flü⸗ gel an Seidel vorbei, flankt zu Moſer, der in der 15. Minute zum:0 einſendet. Nach Anſtoß iſt Pforzheim kurze Zeit vor dem Karlsruher Tor, das ſchwungvolle Spiel des VfB Mühlburg ſetzt ſich aber bald wieder durch. Was die Gäſte bisher zeigten, iſt nicht geeignet ihnen Chancen für einen Sieg einzuräumen. Das Zuſpiel iſt viel zu kurz, da⸗ zu noch ungenau. Mühlburg leitet einen weite⸗ ren erfolgverſprechenden Angriff ein, aber wie⸗ der unterbindet Abſeits den ſicheren Torſchuß. Pforzheim vergibt dann zwei gute Gelegen⸗ heiten durch Zögern und ungenaues Schießen. Durch Entſchloſſenheit und Schnelligkeit kommen die Mühlburger in der 32. Minute zum zweiten Tor. Batſchauer nimmt aus Abſeitsſtellung den Ball auf, läuft frei durch und ſchießt über⸗ legt und ſicher zum zweiten Mal'n. Für die reilichen Minuten verſchaffen ſich die Gäſte mehr Geltung. Mühlburg muß defenſiv ſpielen, kann aber den erſten Gegentreffer nicht verhin⸗ dern. Kuhnich mißglückt ein Kopfball, Merz nimmt das Leder auf, paßt zu Fiſcher, der wuchtig einſchießt. Das Spiel ſteht in der 40. Minute 21. Pforzheim tritt nach der Pauſe mit Fiſcher am linken Flügel an. Der Sturm iſt jetzt weit gefährlicher. Dienert hat trotz Auf⸗ bietens ſeiner ganzen oft gegen den raffinierten Fiſcher das Nachſehen. Pforz⸗ heim iſt jetzt vollkommen Herr der Lage, zumal ſich Mühlburg faſt ausnahmslos auf die Ver⸗ teidigung verlegt. Nach 15 Minuten ſtoppt die Verteidigung vorübergehend die Pforzheimer Angriffe und bei einer Ecke wäre um ein Haar der dritte Mühlburger Erfolg geglückt. Im Ge⸗ genſtoß jagt Merz einen ſatten Schuß knapp an der Latte vorbei. Mühlourg hat bange Minuten zu überſtehen. Schuckert nimmt eine Merz⸗ Flanke direkt, das Geſchoß geht aber wieder vorbei. Pforzheim kommt mehr und mehr in Schwung und der Ausgleich ſcheint unvermer⸗ lich. Schließlich machen ſie ſich gegen Spielende aber doch noch einmal von der Umklammerung frei. Es wird noch einmal ſehr lebendig vor den Pforzheimer Tor. Das Glück iſt aber ietzt Pforzheim ebenſo hold, wie zuvor den Karls⸗ ruhern. Das Spiel nimmt mit dem Halbzeit⸗ reſultat ſein Ende. Die Mannſchaften: Vf B Mühlbur K Schönmaier; Kuhnich, Dienert; Gruber, Ebert, Joram; Batſchauer, Schwörer, Moſer, Rink, Minges. Pforzheim: Nonnenmacher; Oberſt, Seidel; Schneck, Häuslein; Faas, Fiſcher, Debler, Schuckert, Merz. Moc. Phönix— Spogg. Sand⸗ hofen:1 Der Spielverlauf ſah Phönix am Anſpiel. Nach anfänglichem Ge⸗ plänkel läuft der Linksaußen des Platzbeſitzers mit einer ſchönen Vorlage ins Aus. Dann wartete Sandhofen mit einem Gegenangriff auf, findet aber die Verteidigung als ſicheres Boll⸗ werk. Die Angriffe wechſeln. Einmal wehrt Sandhofen zur Ecke, die unausgenutzt bleibt. Vorerſt taſten ſich beide Mannſchaften ab. Bei einem' ſchön vorgetragenen Angriff fällt der Sandhofener Torwart bei der Abwehr. Zwei Phönix⸗Stürmer vermögen es nicht, den Ball ins Tor zu heben. Ofer hält einen ſchönen vorgelegten Ball zu lange bei ſich und findet dann die Deckung der Gäſte als Hindernis. Ein Strafſtoß für Sandhofen wird gut abge⸗ wehrt. Sandhofen wechſelt ſeine Verteidiger aus, da die Angriffe von der linken Phönix⸗ ſeite gefährlicher ſind. Nach einem Eckball der Sandhofener gibt deren Linksaußen ſchön vor zum Rechtsaußen. Der gern zu weit auf⸗ rückende Phönix⸗Verteidiger verſchuldet einen Strafſtoß, der Sandhofen nichts einbringt. Die Halbſtürmer von Phönix gehen zurück. Ein ſcharfer Schuß des Rechtsaußen geht knapp an der linken Seite des Phönixtors vorbei. Kurz darauf kann Matyſek einen ſcharfen Schuß des linken Phönixläufers nur knapp zur Ecke ab⸗ lenken. Die Phönix⸗Verteidigung ſpielt reichlich unſicher, doch das teilweiſe hohe Spiel gleicht dies aus. Der Hüter der Gäſte fauſtet mehrfach wunderbar. Bei einem hohen Ball von Hogen⸗ müller ſtreicht ihm aber der Ball ſcharf über die Hände ins Netz. Phönix führt:0. Wenige Minuten ſpäter nimmt Matvſek in brenzliger Situation den anſtürmenden 1 leuten den Ball vom Fuß. Das Spiel iſt ſchnell, das iſt aber auch alles. Der harte Kampf wogt auf und ab. Der Gäſtelinksaußen ſetzt einen Eckball hinter das Tor. Gleich darauf erzwingt Sandhofen wieder eine Ecke, der ebenfalls, vom Rechtsaußen geſchoben, hinter der Seitenlinie landet. Phönix verſchuldet einen Strafſtoß, der hoch übers Tor getreten wird. In der zweiten Halbzeit liegt Phönix mehr im Angriff. Doch zwei Eck⸗ bälle bringen nichts ein. Sandhofens linker Läufer zeigt ſich ſehr unſicher. Das Spiel hat noch immer ein flottes Tempo. Der Gaſtgeber hat mehr Vorteile. Das hohe Spiel des Gäſte⸗ ſturms ſcheitert an der ſicher gewordenen Phönixverteidigung. Die Platzelf hat eine große Chance, aber der flach auf die rechte Vor⸗ ecke geſchoſſene Ball wird in letzter Sekunde vom linken Verteidiger durch Eckball gerettet. Ein von links vorgetragener Angriff wird von Kohl durch einen Schuß auf den guten Matpſek abgeſchloſſen. Nach einem Gedränge vor dem Phönixtor tritt der Gäſte⸗Rechtsaußen einen Eckball, der ſich ins Aus dreht. Bei einem gefährlichen Angriff der Gäſte wird deren Halb⸗ linker im Phönix⸗Strafraum unfair gelegt, aber die Pfeife des Schiedsrichters ſchweigt. Im Anſchluß an eine Ecke von links ſchießt Kolb am herausgelaufenen Torwart vorbei zum 4 zweiten Tor ein. Phönix führt:0. Kaum iſt wieder angepfiffen, da trägt Sandhofen einen wunderſchönen Angriff vor, doch ſeine Sturm⸗ mitte zeigt ſich wenige Meter vor dem Tor in ausſichtsreichſter Stellung hilflos. Der Ball geht daneben. Kurz darauf ſchießt Kohl in ge⸗ ringer Entfernung ſcharf, aber Matyſek hält ausgezeichnet durch Werfen. Gegen Sviel⸗Ende ſtrengt ſich Sandhofen noch einmal mächtig an, Zahrgang? aber ohne( tartet und g altbar zum chießt. Die um das Ehr zielt 3 8 einzigen Erfe Schiedsrichten Die Mann Phönix Rohr; Hogen Ofer, Kohl, Sandho! Müller, Bai Wittemann 1 Gene Bad Um es vor Hockeyſport ſi latz am S. ſchwach beſuch der Mannſcha wenn man( Beſten am W ſetzte V 46, MTe ſammen. Den Einhe in der Spiela er konnte, ſetz war keinerlei feſtzuſtellen. zelne ganz aus obigen ten. Badens Ve: über die heſſe rechter Flügel bleibt zu wün für den 1. Ok. beſſernde Aen Gau Baden— BſR. Mannher Münchener Sc. Eiſenhahn SB. MTV. 79 Mün⸗ ahn⸗Bären M Rünchener Sé. Wacker Müncher ahn München tuttgarter Kich Kickers Stuttga Tᷣ Man Wei Zu einem ſchi tag auf der Pl Mann Erſatz Schwarzweiß R ſehr fairen Sp einzelt gute St Stellungsſpiel Wlatzherren. S gute Leute wie zichten mußten, ſiges Spiel, ohn So war vor a ſehr ſchußſchwa Greulich neben Gäſten wurden diger, Mittelläu Anforderungen Durch Hotten erſte Treſſer ſü gelingt den Gä dem Gedränge ſtein, Seldel( Worms kurz vo Reſultat auf 4: Schiedsrichter reſtlos überzeug — T 46 Mhm. TV. 46 Mhm (:), TV. 46 Mann 007(•8. Deutſchland Im Mittelpu Sporipalaſt ftar fliegerkämpfe in und Belgien. land mit 2523 Erſten ſchlug d Im Kampf um Steſſes dem 2 im Kampf um ſchlagen wurde. »Arlet, Degraeye Nouvolari ſtürz Die in den nationalen Aut nicht mehr ab. von Spanien, de Strecke von San 519,460 Kilomet ſchwere Stürze, volari und Tarr kamen die heide gen dayon. He Schluß der Ver Regen die Bahr gemacht hatte. por dem Franz verlox in einer ſexati und über den ſpätex exei geſchic, wobei a lebte. Der Frai nach dem Ausſe mehr nehmen: 130,133 Stunder der:54,57 Stu -fahrer Varzi u „Romeo belegten Mlätze. —— — Hauptſchri exantwortlich gitermann: 1 ſchaftsvolitik: weauna und Sv und Beilagen: Schmi Berlmer Schriſ Nachdruck ſämtl „Dakenk Drus: Smalz tenrber 1933 ſchießt über⸗ ein. Für die ich die Gäſte fenſiv ſpielen, nicht verhin⸗ pfball, Merz Fiſcher, der ht in der 40. Der Sturm hat trotz Auf⸗ unſt oft gegen ſehen. Pforz⸗ Lage, zumal auf die Ver⸗ ten ſtoppt die Pforzheimer um ein Haar ückt. 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Biedezenſpiet pfelß der 4 exanſpie Schlebsrichter Vas ſchwache Spilk ab Die Mannſchaften ſtanden: Phönix Mannheim: Rordhoff: Haut, Rohr; mig 1, Maznuhz olb, Ofer, Kohl, Heinz U. minz* d ai mmi Leonhard, Streib; f 4 55 man 5 Wittemann l, Barth, Seitz, Dörr. W Generalprobe im Hocken 33 Baden gegen Mannheim:1 um es vorweg zu ſagen, dieſeg für Badens Hockeyſport ſo wW1 tige Dffi⸗ Platz am Samstag nachmittag war reichlich ſchwach beſucht. Die gebotenen Leiſtungen bei⸗ der Mannſchaften mußten eigentlich enttäuſchen, wenn man bedenkt, daß hier die Beſten der Zenz ſehze ſch aus Pen Meßtrezan von Efſt, zte us den Vertretern von 35 46, MrG und Germania Mannheim zu⸗ ſammen. Den Einheimiſchen ſehlte die Einheitlichkeit in der Spielauffaſſung, Es ſpielte ſcher er konnte, ſetzte ſich wohl auch ein, aber meiſtens war keinerlei Kontakt innerhalb der Mannſchaft feſtzuſtellen. Trotzdem waren hie und da ein⸗ zelne ganz gute Vorſtöße zu ſehen, die jedoch aus obigen Gründen ohne Erfolg bleiben muß⸗ ten. „Badens Vertretung verfügte ſelbſtverſtändlich über die heſſeren Waltlfraz rez Vexteidigung, rechter Flügel und Halblinks ragten hervor. Es bleibt zu wünſchen, daß die Auswahlmannſchaft für den 1. Oktober auf einigen Poſten noch ver⸗ heſſernde Aenderungen erfährt. 9 25 Gau Baden— Mannheim(Sa.) 621 BſR. Mannheim— Reichsbahn Ludwigshafen:1 Münchener Sc.— Waeckr München•1 Eiſenhahn SV. München— Jahn München 1 Ms. 72 München— 1869 München 12 ahn⸗Bären München— Rotweiß München 2¹⁰ ünchener SC. Graurot— Eiſenbahn München 915 Wacker München— 79—•—+(Damen):0 S München— Eiſenbahn München(Damen) 30 tuttgarter Kicers— BſB. Stuttgart 11 Kickers Stuttgart komh.— Normannig Gmünd 02 To Mmannheim ſchlägt Schwarz⸗ Weiß Worms:2(:1) Zu einem ſchönen Erſolg kam am Sonntag vormit⸗ tag auf der Platzankage im Luiſenpark die mit fünf Mann Erſatz angetretene.⸗Elf, Der Gegner Schwarzweiß Worms zeigte in dieſem gut beſuchten, ſehr fairen Spiel grohe Schnelliakeit und auch ver⸗ einzelt gute Stocſicherheit, aber in Kombination und Stellungsſpiel ſchlechta Leiſtungen. Anders bei den Wlatzherren. Obwohl nun die Mannheimez auf ſo gute Leute wie Metz, LZutz, Schwah und Wittbrock ver⸗ zichten mußten, zeigte die Elf ein ideenreichet, flüſ⸗ ſiges Spiel, ohne jedoch reſtlos überzeugen zu können, So war wvor allem der Sturm trotz der vier Tore ſehr ſchußſchwach. In der Verteidigung uberragte Greulich neben dem jügendlichen Torwächter. Bei den Gäſten wurden lediglich der Torwart, rechter Vertei⸗ diger, Mittelläufer und die Sturmflügel den geſtelnen Anforderungen gerecht. Durch Hottenſiein fällt ſchon nach einer Minute der erſte Treſſer für die Platzherren. Nach dem Wechlel gelingt den Gäſten Mitte der zweiten Halbzeit aus dem Gedränge heraus das Ausgleichstor. Hotten⸗ ſtein, Seidel(2) ſtellten Pärtie auf;1, ehe Worms vor Abpfiff durch ſeinen Halbrechten das Reſultat auf:2 perbeſſern konnte. Schiedsrichter Heger und Laukötter⸗Mo. konnten reſtlos überzeugen. — To 46 Mhm. 2— HC. Dürkheim 1 41(:)0 TV. 46 Mhm. Damen 1— HC. Dürkheim 1:0 (4·0), TV. 46 Mannheim Damen 2— Germania Mhm. 2 Radſport Deutſchland— Belgien 28:25 Punkte in Brüſſel Im Mittelpunkt der BDrüſſeler Abendrennen im Spörtpalaſt ſtanden am Samstagabend die Bexufs⸗ fliegerkämpfe im Länderkampf zwiſchen Deutſchland und Belgien. Der Länderkampf wurde von Deutſch⸗ jand mit 25:23 Punkten gewonnen. Im Endlauf der Erſten ſchlug der Kölner Richter den Belgier Arlet. Im Kampf um den dritten Plat unterlag der Körner Steſſes dem Weltmeiſter Scherens, während Engel im Kampf um den fünſten Platz von Degraeve ge⸗ ſchlagen wurde. Richter hatte alle ſeine Läufe gegen Arlet, Degraeve und Scherens gewonnen. Mokorſport Rounglart ſtürzt— Chiron ſiegt im Autoyreis pon Spanien Die in den ketzten Wochen bei den großen imtex⸗ nationalen Autorennen aufgetretenen Unfälle reißen nicht mehr ab. Auch am Sonntag beim Grohen Mreis von Spanien, der auf einer 30 mal zu durchfahrenden Strecke von San Sebaſtian über eine Geſamtlänge von 519,460 Kilometer ausgetragen wurde, gab es zwei ſchwere Stürze, von denen die beiden ZItaliener Rou⸗ polari und Taruffi betroffen wurden. Glücklicherweiſe kamen die beiden Fahrer noch mit leichten Verletzun⸗ gen davon. Hervorgeruſen wurden die Unſälle gegen Schluß der Veranſtaltung, als ein wolkenbruchartiger Regen die Bahn überſchwemmte und dieſe ſchrüpſkig gemacht hatte. Rouvolart, der bis zur 21. Runde por dem Franzoſen Chiron die Jührung inne hatte, perlox in einer Kurve die Gewalt über ſeinen Ma⸗ ferati und überſchlug ſich mebrers Male. Zwei Run⸗ den ſpäter ereignete ſich alsvann daß gleiche Miß⸗ geſchid, wobei auch Taruſſi einen ähnlichen Sturz er⸗ lebte. Der Franzoſe Chiron auf Alſa Romeo ließ ſich nach dem Ausſcheiden von Rouvolari die Spite nicht mehr nehmen und ſiegte in:50,3 Stunden gleich 130,133 Stundenkilometer vor dem Jigliener Fagioli. der:54.57 Stunden benötigte. Die beiden Bugatti⸗ fahrer Varn und Lehouz ſowie Etancelin auf Alla Romeo belegten in dieſer Reihenfolge die nüchſten Mlätze. Darpifchriffteiter: Dr. Wiwelm Rattermonn tli ichs⸗ und Außenpolitit; Dr. W. J A Wepſſche Lonmunst U ae. ſchaftsyolitik: R 01 ſhe De 101 Be⸗ weauna und Sport: 25 5 für golales Aenoz und Beilagen: Winf Körbel; für Anzeigen: rnold Schmiv. 3 3 tleituna; n rar Reiſchach, nt Sr hhi erſtrane 12. Naodrug lamtlichen B ſchie nur mit Quellen · be geſta „Datgatfaaenter 4 exl 1 m. b 9. leiter? Kurt Schönwitz Drus: Somalz 4 Lafafiises, Abtelung deitungsdrus. 4 Neckarſtadt— Brühl:1(:0) der erſten Hälfte ſah man ziemlich gleich⸗ S bes er Zon eielh Neckarſtadt in der 35. Minute durch einen Elf⸗ meter.:0. Kurz vor Halbzeit ſiel durch den a Kullmann für Neckarſtadt der zwe fc delt Schgfer⸗Rec ach der Pauſe verwande er⸗Neckar⸗ ſtadt einen Strafſtoß*:0, und Kullmann holt ein viertes Tor für Reckarſtadt auf. Bei dieſem Stande kommt nun Brühl durch den Halbrech⸗ ten Keck 1— Ehrentor. In der Mitte der zwei⸗ ten Halbzeit holte dann Schüßler zu 5i1 für Reckarſtadt auf. Brühl hinterließ in der zweiten Hälfte nicht den beſten Eindrück, da die Leute ſich ſportlich nicht einwandfrei benommen haben. Nicht we⸗ niger als drei Mann mußte der Schiedsrichter vom Brühler Verein in der zweiten Hälfte vom Platze ſtellen. Neckarſtadt war techniſch ohne welfel die beſſere Mannſchaft. während Brühl urch Eifer und durch hartes Spiel dies auszu⸗ 25— verſuchte. Die erzielten Tore waren rachttore. Schiedsrichten Schad von Phönix — leitete einwandfrei. Zuſchauer etwa Aurpfalz Neckarau— heddesheim 4 142% 24 Die Kuxpfälzer ſpierten in ihrer exſten Be⸗ Wen der Kreisklaſſe 1 90 en den Favoriten e desheim beſtimmt die afere Vartie. Zwei⸗ drittel der Spielzeit gehörte ohne zu überheben den DIK'lern. Gegen Mitte dex erſten Ha——5 erzielte Kurpfalz durch ſchöne Flachkombination ei 10 en Treſſer. Heddesheim war es hann mög den Entgegenkommen der Nek⸗ laraver nenzimſfali bis zur Halbzeit weimal erfelgreich zu ſein. zwezmal erkelgreich zu ſei Nach dem Wechſe?! ſind die Bergſträßler eine Vierielſtunde lang im Vorteil, um ſich dann in dem Reſt der zwelten Hälfte durch geſch'ckee Ztatens den Sieg ſowie die Punkte zu erhal:en 3 Kurpfalz ſpielt mit zwei Mann Erfatz. Das Spiel hätte pon Reckarau gewonnen werden müſſen Herdesheim hat ſich aber mit Glück verteidigt. Der Schiedsrichter war ſehr qut. Die zweite Mennſchaft ſpielte:1, die dritte Mannſchaft 35. Ladenburg— Forkuna Edingen:3 Das Spiel fand vor ca. 300 Zuſchauern ſtatt. Es wurden ausgezeichnete Leiſtungen geboten. Sy der erſten Halbzeit herrſchte meiſt verteiltes Spiel, bei welchem beide Hintermannſchaften für Luft en Mit 2·0 ging es in die Halb⸗ zeit. Nach der Pauſe konnte Ladenburg das erſte Tor erzielen, und zwar durch ſchönes Kombinationsſpiel. Für Edingen war es ein Leichtes, durch gutes Zuſpiel zum Erfolg zu kommen. Es gab für Edingen noch einen Kli⸗ meter, der prompt perwandelt wurde. Der Schiedsrichter Höhn(o8) leitete das Spiel ſehr ut. Erwähnt ſei noch, daß ſich der Torwart adenburgs verſchiedene nicht angebrachte Mätz⸗ chen leiſtete. Bei beſſerer Deckunasarbeit wäre es Laden⸗ burg wohl möglich geweſen, ein Unentſchieden wenigſtens herauszuholen. Die Zuſammen⸗ arbeit der einzelnen Mannſchaftsteile muß auch noch beſſer werden, das durch eifriges Training zu erreichen iſt. Edingen ſtellte in dieſen Din⸗ gen die reiſere Mannſchaft. 2. Mannſchaft Ladenburg— Edingen 315. vfe heidelberg— Olympia Neu⸗ 9 lußheim 229 Ganz ſo, wie es allgemein erwartet wurbe, hat ſich Reulußheim in Heidelberg durchgeſetzt. Die Mann⸗ ſchaft hat, nach dem heute Gezeigten, die beſten Aus⸗ ſichten auf die Meiſterſchaft. Torwart und Verteidi⸗ ung waren ausgezeichnet, weiter imponierte der turm durch ſeine flotte Spielweiſe, Berückſichtigt muß allerdings werden, daß Neulußheim der Sieg nicht allzu ſchwer gemacht wurde, da die Heidelberger ſehr zerfahren ſpielten. Bei Halbzeit ſteht das Spiel:2, Der Vfs. geht überraſchend mit zwei Toren in Führung, doch gleicht Reulußheim innerhalb 10 Minuten aus. Nach dem Wechſel fallen für den Gaſt drei weitere, zum Teil ſehr ſchöne Tore, kurz vor Schluß macht man faſt das halbe Dutzend voll, der Elſmeter wird aber da⸗ neben geſetzt. Der Schiehsrichter leitete ausgezeichnet, Güddeutſche Handball⸗Rundſchan Wübrend im Reich auf der ganzen Linie die Hand⸗ danntenvſeirbent der Gauligg einſetzten, hegann von den vier ſühdeutſchen Gauen lediglich der Gau 15 (Württemberg) mit den erſten Pflichtſpielen. Ueber⸗ zaſchungen waren hier kaum zu perzeichnen, höchſtens die durchwag vecht hoben Torzabren Uberraſchen eiwas. In der Gruvpe Weſt ſchlug der T, Eßlingen, der bekanntlich auf vem Deutſchen Türnſeſt bis ins End⸗ fpiel kam, den Polizei SV. Stuttgart mit:4, wüh⸗ rend die Stuttgarter Kickers mit.:2 Uber die Toh. Gß⸗ lin auf eigenem Plat mit 316 gegen den Sihige V und den n„Stuttgart Haite hei dex Xei. gaxt überhaupt nichis zu beſtelken und wurde zweiſtellia (1170) n In der Gruppe Sſt behauptete ſich von den Ulmer Vereinen nur der 1. SSB., der in Ravensburg gegen den Turnerbund mit 142ꝛ6 ſicher gewann, Der Ulmer Fp. 94 wurde in Tailſingen mit 27 beſiegt und der TB. Ulm unterlag in Alten⸗ dorf gar mit:11 gegen den dortigen Turnvexein. Die Tübinger Sportfreunde begannen die Spielreihe mit einem 11:6⸗Sieg über die T. Göppingen. au 14(Baden) wurden die zwei noch aus⸗ —— im 2V. Speknbeun und im TSv. Rußloch exmittelt. Hocenheim ſchlum am Sams⸗ iagabend den TB. 46 Männbeim klar mit 61(:), während Nußloch am er die Hampelm in Schwet⸗ zingen mit 9j4(571) über die Mannheimer Poliziſten erfolgreich war. Die badiſche Zehnerliga iſt alſo lomplett und am 1. Oktober albt es die erſten Spiele: SB. Walhdof— 28. Ettlingen Tö. Durlach— Mannbeimer FC. o9 UſR. Mannheim— Wolizei Karlsxuhe To., getſch— Phönix Mannbheim Tv. Hockenheim— Ten. Rußloch Im ciau 160(Bayern) brachte der lette September⸗ fonntag lediglich Freundſchaftsſpiele, deren wichtigſte folgende Ergebniſſe zeigtigten: 1860 München— Tes. München 1612; 1. UE, Rürnberg— Palizei Rürn⸗ 5555 11:7; ASBV. Nürnberg— Reichsbahn Fürth * Dei den Meiſterſchaftsſpielen im Reich, die Turner und Sportlex gemeinſam im Kampf ſahen, gab es zum Teil„Bombenſtege“. So ſchlug z. B. in Thü⸗ kingen die Elf des Polizei SB. Magdeburg den tyü⸗ A Turnermeiſter Wartburg Eiſenach mit 1813 und der vorlährige De⸗Meiſter Po. eihenfels den MrV. Magdeburg⸗Reuſtadt mit 19˙5. Der Turn⸗ feftſieger, Ar. Gera, fübrte ſich mit einem 1275. ◻ üder den Polizei⸗S, Deſſau recht gut ein, In Kiederſachſen wartete der En. Limmer 1910 mit einem 2027⸗Sieg über den Osnabrücker Tu. auf, im Gau Riederrbein trennien ſich Wolfzei Püffewerf und Tö. Krefelpd⸗Oppum 616, Tura Barmen ſiegte in Duis⸗ burg gegen die Elf der Kupferhütte l4˙5 und der öſcb. Aachen ſchrug den Loxakrivalen Alemannia mit 612. In Prandenbuxg konnten ſich von den Turner⸗ mannſchaften nur Askaniſcher TB.(gegen Wolizei Spandau 1078) und Akt. X. Küſtein(gegen Derliner Sé, 14˙0% behaupten, in den drei anderen Spielen fiegien die Sporiler. Auch in Oſtpreußen zeigten ſich die Sportler den Turnern überlegen, dagegen war in Schleſien der Rez. Breslau mit 9i6 uber Ale⸗ mannia Breslau erfolgreich. 1 Mannheim in beiden Qualifikallons· ſpielen eliminierk Während Höckenheim am Samstaa ſich den 9. Plotz in der Gauliga erkämpft, aualifiziext ſich X Rußloch am Sonntag in Schwetzingen. Ein voler Verſager war Ty 1843, die Mannſchaft hatte einen ihrer ſchwürzeſten Tage und vermechte keinen Moment zu uberzeugen. Der Sieg für Hogendeim war auch in per Höhe vollauf verdient. Polizei Mannheim im Aoſteigen, der Leiſtungskurve, vermag ſeine Chanes ebenſowenie zu nutzen und kehrt mit einer vermeid⸗ baren Nüederkgge 9255 Hauſe zufück. Tu. 1886 Hockenheim— 75. 1486 Mannheim:1(:0) Ein wenig erbauliches Spiel, das die zahlreich an⸗ wefenden Zuſchauer kaum zu erwärmen vermag. Es EV. war eigentlich nur eine Mannſchaft die ſpielte, Hocken⸗ heim, während die Blauen während der vollen Spiel⸗ zeit kaum im Bilde waren, 1846 konnte lediglich in ſeinen Schlußleuten und zeitweiſe in der Läuferreihe einigermaßen hefriedigen, ein Fiasko war der Sturm, ein Stuxm, der eigentlich nie da war. Die einzige Ehance, die 1846 hatte, wurde in der erſten Minute vergeben und damit waren die Roten ſchon erledigt. Hockenheim reißt die Znitiative an ſich, um ſie bis zur Halbzeit nicht mehr ahzugeben Mourer, Rauſch und wieder Maurer, der ein ſehr —— Der erſi epielſonntug der greisliga guter—.* iſt, hringen ihrem Verein bis zur Halb⸗ zeit eine:0⸗Führung. In der zweiten Hälfte hat es den Anſchein, als ob die Mannheimer ſich auf ſich ſelhſt heſonnen hätten. aber das Strohfeuer iſt bald verflockert und wieder gibt nur Hockenheim den Ton an. Hoffmann wirſt ein weiteres Tor und Maurer, der produktivſte der Hockenheimer, beſorgt den Reſt, Nachdem der Sieger die Maſſierung der Hintermannſchaft aufgegeben hatte, gelingt den 46ern durch Reizig der—*— Gegen⸗ treffer, es war dies das ſchönſte Tox des Tages. Kurz vor Schluß muß Rauſch, Hockenheim, auf Ge⸗ heiß des Schiedsrichters wegen Unſportlichkeit den latz verlaſſen. 0 Spé Käfertat ſtand jederzeit über dem iel. Tv. Nußzloch— Polizeiſpork⸗Ver. annheim:4(:1) Auf dem Platz des TV Schwetzingen ſtieg das Spiel um die Gauliga unter Pfeifenführung von Mer⸗ enthaler, Oftersheim. Es mag vorweg geſagt ſein, ußloch hat den Sieg lebiglich nur der e der Poliziſten zu verdanken. Wenn die Blauen die Kriſezeit der Schwarz⸗Weißen auszunutzen verſtanden hätten, wäre das Endergebnis unbedingt ein anderes geweſen. 3 Höfting ſpielt ſich ſchön frei und ehe man es ſich verſah. waren die Blauen in Führung gegangen. Doch dieſer Vorſprung war im Nu dahin, Bauſt aus und wenig ſpäter iſt Nußloch im Vorteil. ieder war es Bauſt, der einen Strafwurf verwan⸗ dekte. Die Polizei kommt bis zur Halbzeit lebiglich noch zu einem Lattenſchuß. Buhmann, Bauſt und Neff ſkoren zum Halbzeitergebnis. Nach Wiederanſpiel verheſſert Höfting das Reſultat. doch ſofort ſtellt Neff die alte Tordifferenz wieder her, Die Poliziſten vergeben die beſten Chancen, es 1— an Freiſtellen und Ballfangen. Wohl kann Hhf⸗ ing noch ein Tor aufholen, aber Nußloch kommt im⸗ mer wieder auf. Stephan Il, Reff ſkoren für Nußloch, währeed für den Unterlegenen Höfting und Häfner erfolgreich waren. Auch in dieſem Spiek mußte ein Mann des Feldes verwieſen werden. Bachert, Polizei, ließ ſich eine Un⸗ ſportlichteit zuſchulden kommen. Der Schiri leitete mit Umſicht. Dem Tu Rußloch mag an dieſer Stelle geſagt ſein, daß zu Spielbeginn der deutſche Gruß zu erwei⸗ ſen iſt. Vielleicht nimmt ſich die Vereinsleitung der Mannſchaft mal an. Mannheim— Spbgg Sandhofen:7(:4) Zu einem Freundſchaftsſpiel trafen ſich obige Mann⸗ ſchaften auf dem Platze des Polizeiſportvereins Mhm. Sandhofen kam mit einer ausgeglichenen Mannſchaft ins Feld. Insbeſondere der Tormann lieſerte ein ſehr ſchönes Spiel, Verteidigung gut und der Sturm in Wurflaune. Bei perx Poſt konnte lediglich das Innentrio befriedigen, während der Tormann eine Null war. Die Mannſchaft muß noch viel zulernen. E. K. in Eine unverdiente Mederlage des Bfg 86 Mhm. im Ringen Der miklelbadiſche Meiſter Germa nia Bruchſal ſiegk 10:9 Am Samstagabend mußte der Bfͤ 80 Mannheim im Klubkampf gegen den mittelbadiſchen Meiſter Ger⸗ mania Bruchfal eine unverdiente Riederlage einſtecken. Dadurch, daß der ſonſt ſehr aufmerkſame Kampfrich⸗ ter, Biundo⸗Spy, 06 Mannheim, die Schulternieder⸗ lage des Bruchſalers Fritz überſah, entſtand der 10: 9⸗Sieg für Bruchſal, während das Reſultat dem Rampſverlauf entſprechend 9: 9, alſo unentſchieden, lauten müßte, Aber auch ohne dieſes Pech und trotz der drei Erſatzringer, die Vfs 86 ſteuen mußte, wäre Bruchſat noch beſiegt worden, wenn ſich der ſonſt ſo zuverläſſige Mannheimer Walz nicht ſelbſt auf die Schultern geworfen hätte. Damit war beim Stand von 10:6 für Bruchſal die Niederlage der Mannhei⸗ mer Mannſchaft, die ſich beſonders in den beiden un⸗ terſten Gewichtsklaſſen und im Weltergewicht hervor⸗ ragend geſchlagen hat, endgültia beſtegelt. Im letzten Kampf im Schwergewicht ſorgte der Mannheimer Er⸗ ſatzringer Braun mit einem glänzenden Schulterſieg über Bacher⸗Bruchfak für den knappen Ausgang des Klubkampfes. Den Auftakt des Abends bildeten Schü⸗ lerkämpfe, die teilweiſe ſehr gutes Können ſehen lie⸗ ßen und mit freudigem Beifall aufgenommen wurden. Überaus ſpannend und techniſch hervorragend waren die übrigen Kämpfe, die von Ringern des Bſß 86, Spyg, 84 und Spy. 06 Mannheim ausgetragen wur⸗ den, Alles in allem war es auch diesmal ein inter⸗ eſfanter Kampfabend, der die wieder zahlreich erſchie⸗ nenen Zuſchauer und Anhänger des Ringkampfes voll und ganz auf ihre Rechnung kommen lieh. Die Ergebniſſe: Bantamgewicht: Klefenz⸗6 lieferte gegen He⸗ meier⸗84 feinen beſten Kampf. Der Gaſt wurde mehr⸗ mals in die Brücke und in gefährliche Lagen gebracht. konnte ſich aber dank ſeiner geſchickten Verteidigung immer wieder retten. Bei einem Hüftzug von Kle⸗ ſenz berührte der 84er mit den Schuktern flüchtig die Matte, Klefenz ſiegte überlegen nach Punkten. Febergewicht: Krauter⸗6 verlor gegen Adam⸗34 knapp nach Punkten. Der folgende Kampf N zwiſchen Trabold⸗s6 und Gerſtner ⸗ Spp, 06 bot eine Fülle ſpannender Momente. Beide brachten ſich gegenſeitig im Angriff und aus der Ab⸗ wehr in Brucken und in die gefährlichſten Lagen und immer wieder gelang im letzten Augenblick noch die Rettung. Mit 938 Wertungen wurde der 8öer per⸗ dienter Punktſieger. geichtgewicht: Mäurer⸗86 beſiegte ſeinen flub⸗ kameraden Wachter mit Armdurchzug in.35 Min. galbſchwergewicht: Baſting⸗ss mußte ſei⸗ nem körperlich erhehlich überkegenen Partner Schae⸗ bele⸗Spv, 06 knapp die Punktentſcheidung überlaſſen. Bantamgewicht: Lehmann⸗s6 bringt Fritz⸗ Bruchſal in glänzender Ausführung verſchiedener Griffe von einer Gefahr in die andere. Der Bruchſaler wehrt ſich tapfer unter größten Anſtrengungen und entrinnt oft auch mit Gtück der Entſcheidung bis kurz nach Halbzeit, wo er mit Rückwurf platt auf die Schultern geworfſen wird. Der Kampfrichter über⸗ ſieht dieſen Vorgang und Lehmann muß ſich mit einem haushohen Punktſieg begnügen. decker⸗6 bringt de Roſſi⸗Bruch⸗ ſal hintereinander mit Hüftſchwung zu Fall und ſiegt mit einem prachtvoll ausgeführten Selbſtfallex in 3,23 Minuten. 2235 Leichtgewicht: Konrad⸗Bruchſal uüberraſcht Münch⸗s6 mit Unterhüftſchwung und ſießt in 4,47 Min. Weltergewicht: Denu⸗g6 hatte in Hiller⸗Bruch⸗ ſal einen ſtarken Gegner, der ihm heftigen Wiperſtand entgegenſetzte. Bei einem Unterhüftſchwung Denus rollt der Gaſt am Mattenrand über die Schultern. Im Bodenkamp7 gleicht ex mit Aufreißer aus und kann ſo die Partie unentſchieden geſtalten. Mittelgewicht: Der Erſatzmann P. Schmidt⸗6 wird pon Seeburger⸗Bruchſal mit Untergriff zu Bo⸗ den gebhracht und rettet ſich in die Brücke, aus der er nicht mehr berauskommt. Der Gaſt ſiegt durch Ein⸗ drücken derfelben in 1,38 Min. Halbſchwergewicht: Walz⸗36 wirſt ſich bei Ausführung eines Aufreißers ſelbſt auf die Schuftern, ſo ſeinem Gegner Schneider⸗Bruchſal einen hilligen Sieg überlaſſend. 4 Schwergewicht: Braun⸗86 als Erſotz für Ru⸗ dolnh beſiegt nach heftigem ſampf Bacher⸗Bruchſal mit einem glänzend ausgeführten Untergriff über⸗ raſchend in.43 Minuten. 3 Verein für Kraftſport 1908 Sftersheim(Kreisligo) ſchlägt ven bab. Meiſter(Oberliga) Germania Bruchſal 12:5 Punkten 35 Die Oftersheimer Kampfſtaffek hatte heute einen glücklichen Tag. Gelang es ihr doch, den porjährigen badiſchen Meiſter Germania Bruchſal entſcheihend mit 12:5 Punkten abzufertigen. 3 Im Bantamgewicht ſiegte Auer, Alfred, Of⸗ tersheim 11 Deutſcher Jugendmeiſter) über Fritz, Korl nach Punkten 210. Federgewicht: Htto Uhrig, Oftersheim, Sie⸗ ger nach Punkten über de Roſſt, nachdem der Kampf⸗ leiter eine einwandfreie Schulterniederlage des Letzte⸗ ren überſehen hatte,:0. 'eichtdewicht: Ludwig Ulrich, Oſtersheim, ſiegte ebenfalls nach Punkten über Konrad:0. Weltergewicht: Wilh. Arnold, Sftersheim, und Hiller, zwei gleichſtarke Gegner. Am Bobden ſichert ſich Hiller eine aroße Wertung, welche er durch Verwarnung wieder einbüßt, wird am Schruß doch Arbeitsſieger. 612. 3 25 Mittelgewicht: Rapp, Apolf, Sſtersheim, ſiegt durch Armdurchzug, wobei Leeburger auf beide Schultern kommt. 912. Halbſchwergewicht: Erſt Hugo Zlegler, Oftersheim, gibt die Punkte durch nach 2½ Min. an Foſ. Schneider, Bruchſal, ab.:5. Schwergewicht: Philipp Werner, Ofters⸗ heim, ſiegt über Bacher, Bruchſal, nach 2 Minuten mit Untergriff. 12:5 Plt. Die Schüler von Oftersheim fertigten die Wieſen⸗ taler Schüler im Ringen mit 20:0 Punkten ab. 5 8 ——— ————————“.—.,.———————— Fahrgang 3. Nr. 246. Seite 12 „Hakenkreuzbanner“ Montag, 25. September 1933 Erſtes Mannheimer Arbeitsdienſtſportfeſt Kurz vor Ende des Leichtathletikſommers veranſtal⸗ tete der NS⸗Arbeitsgauverein Baden Pfalz, Bezirk II Mannheim, ſein Erſtes Sportfeſt am 23. und 24. Sep⸗ tember, um der breiten Oeffentlichkeit zu zeigen, daß in dieſer Organiſation nicht nur praktiſche Arbeit ge⸗ leiſtet, ſondern der Körper auch ſportlich erzogen und ertüchtigt wird. Mit krankem Körper kann kein natio⸗ nalſozialiſtiſcher Staat aufgebaut werden und liegt die Erhaltung und Sicherſtellung unſeres neuen Rei⸗ ches auch in den Händen unſerer Kameraden vom Ar⸗ beitsdienſt. In zweiter Linie hat aber dieſe Jugend die Pflicht, Kameradſchaft zu üben, ſich dem Ganzen unter⸗ und einzuordnen. Daß dieſe Geſichtspunkte nicht außer acht gelaſſen werden, konnte man in den verſchiedenen Mannſchaſtskämpfen beobachten. Schon der Gepäck⸗ marſch am Samstagvormittag war eine Prüfungs⸗ aufgabe in dieſem Sinne, denn er wurde nur als Mannſchaftskampf gewertet. Die Mannſchaften muß⸗ ten alſo geſchloſſen durchs Ziel kommen. Hier konnte man ſehen, wie ſpeziell bei der Aufgabe der Gemein⸗ ſchaftsſinn in den Vordergrund geſtellt wird. Der Sonntag vormittag verſammelte die Teilnehmer zum erſten Feldgottesdienſt des Mannheimer Arbeits⸗ dienſtes im Stadion. Nach dem Aufmarſch in das rieſige Oval der Anlage gaben über 1000 braun⸗ gebrannte Arbeitsdienſtler mit ihren und den Fahnen unſeres dritten Reiches den äußeren Rahmen ab. Nicht zuletzt galt dieſe Feierſtunde auch unſerem gro⸗ ßen Volkskanzler und Führer Adolf Hitler. Die ge⸗ famte SA⸗Kapelle unter der bewährten Leitung des bekannten Muſikzugführers Hohmann⸗Webau konzertierte. Nach den Vorkämpfen am Vormittag brachte der Sonntagnachmittag ein Sportprogramm, das ſich ſehen laſſen konnte, hatte man doch die geſamte Mannheimer Sportgemeinde hierzu eingeladen. Mehr als 800 Ar⸗ beitsdienſtler führten Freiübungen vor. Maſſen⸗ übungen mit Medizinbällen ſowie Bodenturnen ſoll⸗ ten beweiſen, daß der Arbeitsdienſt einen geſunden Mannſchaſtsſport pflegt. Staffelläufe, Einzellämpfe, ein Handballſpiel gegen die ſpielſtarke 1. Mannſchaft des Turnverein 1846 Mannheim, geſtalteten das Pro⸗ gramm abwechſlungsreich. Die Leitung der Veranſtaltung lag in den Händen des in Mannheim nicht unbekannten Sportlehrers Weißer, der ſchon ſeit Monaten im Arbeitsdienſt als Bezirkslehrer tätig iſt. Die Mannheimer Sportwelt hat trotz anderer ſport⸗ licher Großveranſtaltungen auch für dieſes Sportfeſt reges Intereſſe bewieſen und waren ſämtliche Vor⸗ führungen entſprechend beſucht. Um die 16. Stunde des Samstags verſammelten ſich die Gepäckmarſchteilnehmer vor dem Roſengarten. Die SA⸗Kapelle ſpielte flotte Märſche, während ſich 40 Mannſchaften daran machten, den Sieger auf einer 20 Km. langen Strecke herauszufinden. Die Mann⸗ ſchaft des SA⸗Sturms 12/171 Mannheim, unter der Führung des Scharführers Andres, ſtartete mit den beſten Ausſichten, war es doch dieſen Leuten gelungen, bei dem SA⸗Sportfeſt am vorigen Sonntag in Lud⸗ wigshafen gegen ſchärfſte Konkurrenz den erſten Preis zu erringen. Als der Sandſack mit 25 Pfd. gewogen war und die erſten 14 Mannſchaften angetreten wa⸗ ren, ertönte der Startſchuß. Mit einem 68⸗bis 70⸗ Tempo wurde losgezogen. Vor Feudenheim hatte ſich die Mannſchaft des Sturmes 12/171 ſchon mit etwa 80 Meter Vorſprung an die Spitze geſetzt. Die reſt⸗ lichen Mannſchaften von 15—40 wurden in Zeit⸗ abſtänden von 6 Minuten in 2 Trupps abgelaſſen. Die Aufnahme der Gepäckmarſchteilnehmer war überall eine gute und freundliche. Zwiſchen Viernheim und Käfertal hatte ſich die Hitlerjugend aufgeſtellt, um ihre älteren Kameraden durch Lieder und Muſik aufzu⸗ muntern, Bauersleute verteilten Obſt und Blumen. Geſchloſſen paſſierte die Mannſchaft Nr. 13 das Ziel als Erſte. Unterwegs hatten ſich die zwei Mannſchaf⸗ ten Nr. 20 und 24, die erſt nach 10 Minuten im zweiten Trupp geſtartet waren, ſo an die Spitze her⸗ angeſchafft, daß faſt der ganze Vorſprung aufgeholt war. Auf der Schlußſtrecke von Käfertal über Feuden⸗ heim zum Ziel wurde uns ein einſamer, allein laufen⸗ der Teilnehmer gemeldet, der mit über 200 Mtr. Vor⸗ ſprung dem ganzen Feld vorangehen würde. Die Zeit, die von dieſem Mann gelaufen wurde,.12,19, iſt ganz hervorragend, doch konnte die Leiſtung nicht gewertet werden, da eine Mannſchaft geſchloſſen mit 5 Mann durch das Ziel gehen mußte. Die Zeit des heutigen Siegers iſt ſchlechter wie die vom Sturm 12/171 beim Ludwigshafener Sportfeſt gelaufene (25 Km. in.34,06). Erwähnenswert iſt noch die Lei⸗ ſtung des SA⸗Mannes Schütz, der über 40 Jahre alt, von vorgenanntem Sturm die Strecke mit merk⸗ licher Friſche zurücklegte. Erſter Sieger wurde die Mannſchaft Nr. 20 Nr. 24 Nr. 13 Nr. 7 Kaſerne Sanddorf mit.24,28 Std. Lager Weinheim mit.26,40 Std. SA⸗Sturm 12/171 mit.29,20 Std. Herm.⸗Göring⸗Kaſerne mit.30 Std. Nr. 32 SA⸗Sturu 13/171 mit.30,35 Std. Nr. 40 Lager Friedrichsfeld mit.31,55 Std. Inzwiſchen hatte die SA⸗Kapelle das am Roſen⸗ garten geſpannt wartende Publikum unterhalten. Nach der Siegerverkündung wurde das Horſt⸗Weſſel⸗Lied geſpielt und geſungen. Der Sonntagvormittag brachte als erſte Uebung den Fünfkampf, Geländeſport, beſtehend aus: 100⸗Mtr.⸗ Lauf, Keulenweitwurf, Entfernungsſchätzen, Weithoch⸗ ſprung und 1000⸗Mtr.⸗Hindernislauf. Offen für SA, SS, Polizei, Stahlhelm und Arbeitsdienſt. Hier konnte trotz ſo guter Teilnehmer wie Spengler und Zimmermann(Spv Waldhof) und Hein, Abel(Vfs Reckarau) Neckermann(Poſt) kein Sieger voraus⸗ getippt werden, war doch gerade dieſe Diſziplin ſehr vielſeitig und das Entfernungsſchätzen ſehr ſchwer. 1. Hünß, AD⸗Kaſerne Sandtorf 117 Pkt. 2. Spengler, AD⸗Kaſerne Sandtorf 117 Pkt. 3. Haas, Polizeiſportverein 114 Pkt. 4. Biſchoff, AD Neckarau 110 Pkt. ierauf folgte ein leichtathletiſcher Vierkampf, 200⸗ —— Weitſprung, Kugelſtoßen und Schleuderbau⸗ werfen waren die Uebungen, die auch für ſämtliche Turn⸗ und Sportvereine offen waren. 1. Abel, Georg, Vfe2 Neckarau 74 Prt. 2. Reiſer, Polizeiſportverein 71 Pkt. 3. Lehner, Turnverein 1877 Waldhof 68 Pkt. 4. Neckermann, SA 13/171 62 Pkt. Diskuswerfen: 1. Ha as, Polizeiſportverein 33,65 Mtr. 2. Luſt, AD⸗Kaſerne Sandtorf 31,90 Mtr. 3. Biſchoff, AD Reißinſel 30,20 Mtr. 4. Hintenach, AD⸗Kaſerne Sandtorf 29,30 Mtr. 1500⸗Mtr.⸗Lauf: 1. Groß, Polizeiſportver. Mhm..32,7 Min. 2. Unrich, Arb.⸗D.⸗L. Weinheim.37 Min 3. Keller, SA 12/171.37,6 Min. 4. Kuhn, Lager Frieſenh. Inſel.41 Min. um 11.30 Uhr fand der ſchon eingangs erwähnte Feldgottesdienſt ſtatt. Zeigten ſchon am Vormittag die Teilnehmer ſehr achtbare Leiſtungen, ſo brachte der Nachmittag ganz hervorragenden Sport. Die etwa 3000 Zuſchauer hatten ihr Kommen nicht zu bereuen. Um 14.30 Uhr erfolgte der Einmarſch des Arbeits⸗ dienſtes mit anſchließender Flaggenparade unter der Leitung von Feldmeiſter H. Cyri ſt. Die anſchließen⸗ gο⁰ Arbeiksdienſt— TV. 46:8(:4) Das Handballſpiel ſtand bei Halbzeit:4 für Turn⸗ verein 1846. Spengler konnte beim Arbeitsdienſt ſein gewohntes Können nicht zeigen, da das gegenſeitige Verſtändnis in ſeinem Sturm ein ſehr ſchlechtes war. In der Hintermannſchaft überragte noch Zimmermann (Spv. Waldhof), Turnverein enttäuſchte als Mann⸗ ſchaftsganzes. Man ſah hier nur ein fehlerhaftes Zu⸗ ſammenſpiel und eine ſchlechte Verteidigung. Schieds⸗ richter Rühling(AD Sandtorf) leitete aufmerkſam. Sieger im 100⸗Mtr.⸗Lauf wurden: 1. Neckermann, SA 13/171 11 Sek. 2. Brauch, Polizeiſportverein 11,7 Sek. 3. Worner, Pionierſt. 2/32 11,8 Sek. 4. Hüte, Sandhofen. 800⸗Mtr.⸗Lauf: 1. Hein, Vfe Neckarau.01,6 Min. 2. Haiſch, Kanuſport.07,5 Min. 3. Steil, Poſtſporverein.12,1 Min. 4. Hofer, Poſtſportverein.13,2 Min. 400⸗Mtr.⸗Lauf: 1. Abel, Vfs Neckarau 51,6 Sek. 2. Stegmüller, Poſt 55,4 Sek. 3. Ludwig, Vfe Neckarau 55,6 Sek. 4. Oechsner, Käfertal 58,3 Sek. 4 mal 100⸗Mtr.⸗Staffel: Berasträgler Gefahren des Luftkrieges Den theoretiſchen Ausführungen der Luft⸗ ſchutztruppe Ekkehard vom Donnerstag folgten praktiſche Vorführungen am Freitagnachmittag und ⸗abend. Auf die bereits erwähnten Kampf⸗ ſtoffgaſe wurde näher eingegangen. Beim Trä⸗ nengas tritt eine Reizung der Tränendrüſen ein, die eine ſtarke Behinderung des Sehens bedingt. Außerdem ſtellt ſich Kratzen im Hals und der Speiſeröhre ſowie Brechreiz ein. Die Augen ſollen nicht gerieben, ſondern mit einem feuchten Tuch ausgetupft werden. Blaukreuz⸗ gas ſoll in der Hauptſache Unruhe und Panik in die Bevölkerung tragen, um die verheerende Wirkung des nachfolgenden Grün⸗ und Gelb⸗ kreuzgaſes zu erhöhen. Flucht bei einem Gas⸗ angriff iſt falſch; durch das eilige Laufen wird die Lunge mit dem Gas vollgepumpt. Ein ruhiges Verhalten, liegen bleiben und ganz ſchwach atmen, möglichſt ein feuchtes Tuch dabei vor den Mund halten. Aus der Gaswolke muß langſam und vorſichtig ſeitlich gegen den Wind herausgetreten werden. Mit Vergifteten dürfen auf keinen Fall Wiederbelebungsverſuche ge⸗ macht werden. Desgleichen darf ihnen kein Sauerſtoff eingepumpt werden, ſie müſſen lang⸗ ſam wieder an die Atmung gewöhnt werden. Das Gelbkreuzgas iſt wohl der gemeinſte Gas⸗ kampfſtoff. Er durchdringt alles, Kleider und Leder, äzt die Haut und verurſacht Eiterherde, die ſich bis auf die Knochen durchfreſſen Schnel⸗ les Entgiften durch Clorkalk iſt notwendig. Clorkalkbrei wird auf die Brandſtelle aufgetra⸗ gen und hernach wieder abgewaſchen und alle benützten Lappen verbrennen oder vergraben. Die Verletzung dann gut mit Seifenwaſſer ab⸗ waſchen und mit einem Hautfett einreiben, Da ſämtliche Kampfſtoffe gegen Waſſer empfind⸗ lich ſind, ſo kann man zunächſt dieſes benützen. Um den Geruch der einzelnen Gaſe kennenzu⸗ lernen, wurden kleine Riechfläſchchen herumge⸗ reicht, in denen die verſchiedenen Gaſe in ſehr verdünnter Form enthalten waren. Mit der neuzeitlichen Gasmaske iſt ein 98⸗ bis 100pro⸗ zentiger Schutz gegen Giftgaſe gewährleiſtet. Iſt jedoch weniger als 17 Prozent Sauerſtoff in der vergifteten Luft enthalten, ſo nützen ſelbſt dieſe Gasmasken nichts mehr, da kann nur noch ein ſogenanntes Kreislaufgerät helfen. Das Kreislaufgerät kommt vor allem für den Hilfsdienſt in Betracht. Da ſich nicht jeder Gas⸗ masken anſchaffen kann, muß für die Bevöl⸗ kerung ein anderer Schutz an deren Stelle treten. Ein luftdicht abgeſchloſſener Raum muß her⸗ gerichtet werden. Die Luftſchutztruppe richtete im Keller des Gymnaſiums einen Muſterſchutzraum ein. 1. Poſtſportverein Mannheim 45,4. 2. KKV Columbus Mannheim 47. 3. SA 12/171 47,5. 4. Lager Sandtorſer Bruch 47,5. 10 mal ½ ⸗Rundenſtaffel: 1. DIs Mannheim.27,2. 2. SA 12/171.41,5. 3. Arb.⸗Dienſtlager Kaſ. Sandtorf.42,1. 4. KKV Columbus.46. 5. Arbeitsdienſtlager Weinheim.51. Ein Handballſpiel zwiſchen der 1. Mannſchaft vom Turnverein 1846 Mannheim und dem Arbeitsdienſt beendete das erſte Sportfeſt des Arbeitsdienſtes, wozu aber der Himmel ein freundlicheres Geſicht hatte machen dürfen. Die Siegerehrung fand auf dem Spielfeld vor der Haupttribüne ſtatt, wozu ſämtliche Teilnehmer aufmarſchierten. Der Arbeitsdienſt bildete fünf Säulen in der Mitte des Spielfeldes, während ſich rechts die SA, SS und der Stahlhelm und links die Mann⸗ heimer Turn⸗ und Sportvereine anſchloſſen, ein Bild markanter Kraft und großer Hoffnung. Die Grund⸗ lage eines geſunden Volles iſt in erſter Linie die körperliche und geiſtige Geſundheit ſeiner Jugend. Gerade der Arbeitsdienſt hat neben der Saä die Pflicht, die anvertraute Jugend zu neuen deutſchen Menſchen zu erziehen. Zur Erreichung dieſer Zieles bietet aber der Sport als körperliche Ausbildung ein wertvolles Erziehungsmittel. Karl Dürr. Durch eine ſogenannte Schleu e wird er betre⸗ ten. Die Schlenſe ſoll ein Eindringen von Gas verhindern, außerdem ſind darin die Kleider zu wechſeln, weil an ihnen der Giftgasſtoff hän⸗ gen geblieben iſt und ſich ſo in den Raum ein⸗ ſchleichen würde. Auch hier iſt ruhiges Verhal⸗ ten notwendig, damit der Sauerſtoff nicht ſo raſch verbraucht wird. In dem Raum ſelbſt ſollten vorhanden ſein: Waſſer Notbeleuchtung, Chlortalk, Sanitätskaſten, Werkzeug uſw. Im Schulhof des Gymnaſiums war ein kleiner Dachboden aufgeſchlagen, an dem die Wirkun⸗ gen der Brandbomben erſichtlich gemacht wur⸗ den. Zuerſt wurde eine Elektrothermitbrand⸗ bombe entzündet, der nur mit Sand zu Leibe gerückt werden darf. Der Sand löſcht die Bombe nicht, beſeitigt nur die Brandgefahr. Der Phosphorbombe kann man auch nur mit Sand begegnen. Aus den Ritzen und Spalten muß der brennende Phosphor herausgekratzt werden. Ein Teil der Anweſenden wurde mit Gasmasken ausgerüſtet. Um zu zeigen, daß man keineswegs ſchwerer zu atmen hat, muß⸗ ten mit der Gasmaske Freiübungen ausgeführt werden. So konnte der Luftſchutztrupp Ekkehard manche wertvolle Aufklärungsarbeit leiſten. Wir wollen hoffen, daß auch in unſerer Stadt bald ein ziviler Luftſchutztrupp ſeine Arbeit be⸗ ginnt. Die Reichsregierung will bevöllerungspoli⸗ tiſche Aufklärungsſchriften in jede deutſche Fa⸗ milie bringen. Die Führer ſämtlicher Wein⸗ heimer Organiſationen, Verbände und Vereine werden deshalb auf heute, Montag, W. September, abends einhalb neun Uhr, in den Saal der„Ein⸗ tracht“ eingeladen. Der Chefarzt des Weinheimer Krankenhauſes, Pg. Dr. Kauert, wird über bevölkerungs⸗ politiſche Fragen ſprechen. NS⸗Volkswohlfahrt im Kreis Weinheim Der Kreisleiter: gez. Frank. Pflanzen⸗ und Blumenſchau. Die Bezirks⸗ gruppe Weinheim im Reichsverband des deut⸗ ſchen Gartenbaus veranſtaltet vom.—9. Ork⸗ tober in der Feſthalle„Pfälzer Hof“ eine Pflanzen⸗ und Blumenſchau. Wir weiſen heute ſchon auf dieſe Ausſtellung hin und bitten die Einwohnerſchaft Weinheims und der Umgebung um ihren zahlreichen Beſuch. Wie uns ver⸗ ſichert wird, ſoll dieſe Ausſtellung für Wein⸗ heim etwas noch nie Dageweſenes bieten. Auf die Ausſtellung wird in den nüchſten Tagen an dieſer Stelle noch einmal, auch durch Inſerat, hingewieſen werden. den allgemeinen Freiübungen wurden mit großer Exaktheit ausgeführt und fanden begeiſterte Aufnahme. Zur Einweihung des„Thüringen⸗Hauſes“ in Berlin In dem Haus Mohrenſtraße 65 in Berlin, das vor Monaten in den Beſitz des thüringiſchen Staates übergegangen iſt und in dem das Land Thüringen ſeine ſtändige Vertretung beim Reiche hat, findet anläßlich der Einweihung eine intereſſante Schau aus allen thüringiſchen Induſtriezweigen ſtatt. Unſer Bild zeigt—.— 25 in den Raum, der der Schieferinduſtrie gewidmet iſt. Der Weinheimer Polizeibericht meldet Verkehrsunfall: Am 23. dieſes Monats gegen 21 Uhr ſprang in der Birkenauertalſtraße hier der Hund eines dortigen Anwohners gegen einen dieſe Straße benützenden Motorradfahrer, wodurch dieſer vom Fahrzeug ſtürzte und ſich eine Armverletzung zuzog. Er mußte ärztliche Hilfe in Anſpruch nehmen. ꝛK Verkehrsunfall. Am 24. dieſes Monats kraße 10.30 Uhr lief beim Ueberqueren der Berg traße bei der Sonnenapotheke hier ein Fußgänger in ein Motorrad. Der Führer desſelben, der Gärt⸗ ner Heinrich Vogelmann aus Hofheim im Taunus, ſtürzte zu Boden und zog ſich erheb⸗ liche Verletzungen zu. Er wurde durch die Sa⸗ nitätskolonne in das Krankenhaus verbracht. Das Frorzung iſt leicht Dalch inhe Der So⸗ und der Fußgänger blieben unver⸗ etzt. Weinheimer Künſtler ſtellen aus Wie wir erfahren, veranſtalten eine Anzahl in Weinheim anſäſſiger Maler in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober eine Ausſtellung ihrer Werte. Durch dieſe Veranſtaltung wollen ſie der Be⸗ völkerung Gelegenheit geben, Anteil zu nehmen an dem künſtleriſchen Schaffen unſerer Zeit. Es iſt ſehr zu begrüßen, daß die kulturellen Veran⸗ ſtaltungen in unſerer Stadt auch auf das Ge⸗ biet der bildenden Kunſt ausgedehnt werden. Die Ausſtellung, die dem Vernehmen nach in der Volksſchulturnhalle erfolgt, wird ſicher all⸗ gemeine Beachtung inden. Wir wünſchen den Künſtlern einen vollen Erfolg und vor allem eine vorurteilsloſe Kritik ihrer Werke. gauft nicht beim Juden! Wir halten uns verpflichtet, wiederholt dar⸗ auf hinzuweiſen, daß die Firma Schuhvertrieb Weinheim(Inhaber Jude Wilhelm Heins⸗ heimer) ein vollkommen jüdiſches Unternehmen iſt, der von einer ebenfalls jüdiſchen Konzern⸗ firma in Mannheim beliefert wird. Es wird uns aus Kreiſen des deutſchen Schuhhandels mitgeteilt, daß ſelbſt jüdiſche Schuhhändler in⸗ folge der Konkurrenz des Heinsheimer vor die Hunde gehen. Darüber ſelbſt verlieren wir kein Wort. Im Intereſſe aber der deutſchen Schuhhandelsfirmen in Weinheim, die unſeren Kampf ſeit Jahren durch Inſeratenaufgabe unterſtützt haben, halten wir uns zur vorſtehen⸗ den Feſtſtellung erneut verpflichtet. Wir dürfen von jedem deutſchen Volksgenoſſen erwarten, daß er ſeine Einkäufe beim deutſchen Schuh⸗ händler tätigt. Unter allen Umſtänden verlangen wir dies von unſeren Parteigenoſſen. Die deutſchen Ge⸗ ſchäfte ſind durchaus in der Lage, allen An⸗ ſprüchen bei gleichen Preiſen und gleicher Qualität gerecht zu werden. Für die Folge werden wir ein wachſames Auge darüber ha⸗ ben, um feſtzuſtellen, wer gegen die angedeute⸗ ten und für einen Deutſchen ſelbſtverſtändlichen Pflichten verſtößt. hHhandarbeitsſchule (Deutſch⸗Evangeliſcher Frauenbund) Gründliche Ausbildung im Weißnähen und Kleidermachen, ſowie in allen Zwei⸗ gen weiblicher Handfertigkeit. Ganztags⸗ und Halbtagskurſe. Wiederbeginn der Abendkurſe ab 1. Oktober jeweils Dienstags und Donners⸗ tags, abends 8 Uhr. Mittwochnachmittags Strickunterricht für Schulkinder.— Nähere Aus⸗ kunft erteilt die Leiterin, Diakoniſſe Martha Haug, im Schullokal, Hauptſtr. 164(Altes Pfarrhaus). Der Vorſtand. Vom Weinheimer Arbeitsamt Anonym— Papierkorb. In der letzten Zeit mehren ſich die Fälle, daß beim Arbeitsamt Anzeigen wegen Schwarzarbeit, Doppelverdie⸗ nertum und ungerechtfertigten Unterſtützungs⸗ bezugs eingehen, ohne daß der Schreiber ſeinen Namen und ſeine Adreſſe angibt. Wie bereits bekanntgegeben, wird von der Bevölkerung er⸗ wartet, daß ſie alle Fälle obiger Art dem Ar⸗ beitsamt meldet, damit für Abſtellung geſorgt werden kann. Vorausſetzung iſt, daß ſich der Schreiber zur Auskunftserteilung zur Ver⸗ fügung ſtellt. Hierzu gehört, daß alle ſchrift⸗ lichen Eingaben den vollen Namen und die ge⸗ naue Poſtanſchrift des Abſenders tragen. Iſt dies nicht der Fall, dann bleibt die Eingabe unberückſichtigt und wandert in den Papierkorb. Wer nicht den Mut hat, für ſeine Angaben ein⸗ zuſtehen, hat auch keinen Anſpruch auf den Schutz des Staates. Vertrauliche Behandlun der Anzeigen wird zugeſichert. Weinheim, 23. Sept. 1933. Arbeitsamt: Der komm. Vorſitzende: gez. Dr. Keim. Rundfunk⸗Programm für Montag, 25. September 1933 Mühlacker:.00 Z. N. W..10 Frühkonzert. 10.00 Nachrichten. 10.10„Kleine Stücke lebender Kom⸗ poniſten“. 11.55 Wetterbericht. 12.00 Mittags⸗ konzert. 13.15 Z. N. W. 13.30 Die Berliner Phil⸗ harmoniker ſpielen. 16.30 Nachmittagskonzert. 17.45 Deutſche Hausmuſik. 18.35 Z. N. W. 19.00 Stunde der Nation:„Wo iſt Deutſchland?“ 20.00 Muſik von Brahms. 20.40:„Erzähle, Kamerad!“ Die Viertelſtunde der alten Frontſoldaten. 21.00: Heiteres Funkbrettl. 22.00 Z. N. W. 22.20 Nachtmuſik. München:.00 Frühkonzert. wuchs“. Vortrag. 12.00 Mittagskonzert. Neue Meiſterplatten. 14.50 Liederſtunde. „Die Erſtürmung des Forts Camp des Romains. Erinnerungen. 16.30 Veſperkonzert. Generation. 18.05 Muſikaliſche Landſchaft. Bücher unſerer Zeit. 19.00 Stunde der Nation. 20.00 Unterhaltungskonzert. 21.40 Kammermuſik⸗ ſtunde. 23.00 Nachtmuſik. Deutſchlandſender:.20 Frühkonzert. 12.00 und 14.00 Mittagskonzert. 15.45 Bücherſtunde. 16.00 Nach⸗ mittagskonzert. ins Kino“. Film«⸗Allerlei. Romantik. 17.40 Virtuoſe Violinmuſik. terhaltungs⸗ und Tanzmuſik. 19.00 Stunde der 10.35„Wie die Erde 13.30 Nation. 20.00 Volksmuſik. 21.00„Ingeborg“. Ko⸗ mödie von Kurt Götz. 23.00 Nachtmuſik. 9 16.5 17.45 Junge 18.25 17.00„Ich geh' mit meiner Frau 4 17.20 Klaviermuſik der 18.05 Un⸗ Sportbericht ———— bchöne 2⸗à im Staptt heim. Näh Mhm.⸗Wal Sukowſtr. ——— In guter „Zimm mit allem Preis von Wederfel (kann mitt Fiſhur- Eleg. 3⸗Zi Bab, Etag zum 1. 10. Haardtſtr. Laden, in welchem Drogerie m ben wurde, Waldhofſtr. 8: L 15, 2 Größe 5,/) herger., f. od. Ausſtel ſpäter zu ve L 15, 16. Ecklade Nühe Nec erie, mit Oktobe: Anzuſeher Mittelſtra 1 Zimmer,,) ſofort zu verr Waldhof, 6 Oppauerſtr. Unzuf. v. 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Es wird Schuhhandels uhhändler in⸗ eimer vor die herlieren wir der deutſchen „ die unſeren eratenaufgabe zur vorſtehen⸗ „ Wir dürfen ſen erwarten, tſchen Schuh⸗ gen wir dies deutſchen Ge⸗ ge, allen An⸗ und gleicher ür die Folge darüber ha⸗ hie angedeute⸗ verſtändlichen e enbund) Zeißnähen n allen Zwei⸗ anztags⸗ und r Abendkurſe und Donners⸗ chnachmittags Nähere Aus⸗ niſſe Martha 164(Altes r Vorſtand. eitsamt er letzten Zeit n Arbeitsamt Doppelverdie⸗ interſtützungs⸗ chreiber ſeinen „ Wie bereits evölkerung er⸗ Art dem Ar⸗ ellung geſorgt daß ſich der ug zur Ver⸗ ß alle ſchrift⸗ n und die ge⸗ tragen. Iſt die Eingabe en Papierkorb. Angaben ein⸗ ruch auf den e Behandlung Dr. Keim. mm er 1933 ihkonzert. 10.00 lebender Kom⸗ 12.00 Mittags⸗ Berliner Phil⸗ chmittagskonzert. Z. N. W. 19.00 tſchland?“ 20.00 ühle, Kamerad!“ tſoldaten. 21.00: W. 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Verzeichnis der zugelaſſenen In⸗ ſtallateure können eingeſehen werden in un⸗ ſerem Verwaltungsgebäude K 7, im Stadt⸗ büro Rathausbogen 21, bei der Spengler⸗ und Inſtallateur⸗Zwangsinnung, M 5, 5, für Waſſer und Gas, und beim Reichsver⸗ band der Elektro⸗Inſiallateure, Rheinvillen⸗ ſtraße 6, für Strom.(2661), 112 159 Direttion der Stäüdt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerke. Die Pfünder vom Monat Mürz 1933, und zwar: Gruppe 4 Nr. 33 039 bis 36 080 Gruppe B Nr. 25 610 bis 29 329 Gruppe 0 Nr. 16 562 bis 19 934 müſſen bis ſpäteſtens Ende Septembder 1933 ausgelöſt werden, andernfalls ſte An⸗ fang Oktober 1933 verſteigert werden. Stüdt. Leihamt. Vergebung Das Waſſer⸗ und Straßenbauamt Heidel⸗ berg vergibt rund 12 000 qm Einſtreudecke auf Gemarkung Ketſch— Straße Ketſch— Speyer(Rheindamm).(3293 K) Angebotsformulare beim Waſſer⸗ und Straßenbauamt. Abgabe der Angebote bis ſpäteſtens Montag, 2. Oktober 1933, vorm. Inſtallateuren ausgeführt werden, die von— Zwanasverſteigerung Am Freitag, den 29. September 1935, nachmittags.30 Uhr, werde ich in Aves⸗ heim, im Hauſe Neue Schulſtr. 333, im Voll⸗ ſtrechungswege öffentlich gegen Barzahlung verſteigern: 1 Speiſezimmer, komplett, 1—— mit Decke, 1 Radioapparat, 1 Schreib⸗ maſchine(„Orga“) mit Tiſch, 1 Leder⸗ Klubgarnitur(Sofſa, 2 Seſſel), 1 Stanv⸗ uhr, 1 Kronleuchter, 1 Sofa mit 2 Pol⸗ ſterſtühlen, 1 Schreibtiſch, 2 Rohrſeſſel, 1 ovaler Tiſch, 1 Teppich, 1 Aufſatz⸗ ſpiegel, 1 Flurgarderobe, 3 Oelgemälde, 4 Sofakiſſen, 1 Räucherapparat, 1 Waſch⸗ maſchine, elektriſch.(2674 k Mannheim, den 21. September 1933. Finanzamt Mannheim⸗Neckarſtadt Vollſtreckunasſtelle. mmobilien An⸗ und Verkauf von Häuſern Hypotheken ab 5 Prozent, ann— günſtigen Bedingungen. P. Ludwig, H 2, 8.— Sprechz. fi it La Automarkt teuerw.— emſchl.—— Habstlabrer von ausw. Beſitzer zu verkaufen. Außerdem Dekaunt. Meinhaas m. günſt. Hypoth.⸗ Verhältn.,beziehb., Knt verk. 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Lutz Familie Theoudor Kinzig Familie Adolf Edelmann Josel Kinzig Familie Artur Kinzig 8 ——————— —————————— Elsa Kinzig Beileidsbesuehe dankbar verbeten. 222²K Die———— findet am nüchsten Dienstag nachm. 4 Uhr vom Trauerhause in Neckar- hausen, Horst Wesselstraße aus statt. 2678K Freunden und Bekannten die traurige Nachricht. daß heute morgen.15 Uhr unsere liebe gute Mutter. Frau Elisabeth Brust unerwartet rasch im Alter von 58 Jahren ver- schieden ist. Mannhelm, 24. September 1933. Lange Rötter-Straße 96. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Heinz Brusif. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag um 2 Uhr von der hiesigen Leichenhalle aus statt. Schmalz& Laschinger Mannhein,(7, 6 R 3, 14/½151. kne 4 Hkenkrurbannen an die Exp. ds. 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