Cer NLummmmeee. 22 eizung, ztrierte 18. àAn. 27222222 ———— n im K. Casino⸗ Saal R 1, 1 shofstr. 18 „ 83898“ ———————— g u. Schriftkeitung; Man R 3, 14/15. erſcheint zmal w Genilich und 1 zilalich„ bei Poſtbe——— zuzügli — men pir A1 er ſowie die Poſtämke ernru 223 lich.80 KM., .42 RM. Einzelpreis 1⁰ Pfg renigegen. Iſi die Zeitung am Erſcheinen— durch 204 86, 333 61/2, 31471.—4 aken · bei Tr 8 uſtellung elungen doͤhere Gewalt) verhindert, beſteht kein Anſpruch au——— digung. n—.— 3. Jahrgang— Nr. 283 n aus allen Wiſſensgebieten.— age Für unverlangt eingeſandte Monuffrwi⸗ 3 wird keine Verantwortung übernommen. 4 Anzergen: Die 3 eir J0 Wf Pfo. eine An n 18 10 ung Rabatt na 1 am Eronmorkf ernruf 2 04 86 u. licher Gerichtsſtand: Mannheim— Poſt⸗ ſcheckkonto: Das Darfac aribgan— wosbafer, 4960. Verlagsort Mannheim. eſpaltene Militmeterzeile 15 Pfa. Die Ageſpaltene Millimeterzeile im Die— 9 Bei Wieder⸗ hr, für 13 Uhr.. 314 71. Zah eſpaltene Millimeterzeile 10 luß der N für 55 Mannheim, R Z3, 14/15, 12 lungs⸗ u. Erfüllungsort: Männheim. Rugfließ⸗ Mittwoch, 1. November 1933 Schon am 6. März 1932 ſollte das Reichstagsgebäude brennen Die Beweiskette um die Schuld Torglers ſchließt ſich— Der Sachverſtändige ergänzt ſeine Ausſagen Die Hakenkreuzfahne auf dem Wiener Rathaus Serlin, 31. Okt. Als erſter Zeuge wird am Dienstag der Glaſer Lebemann aus Ham⸗ burg vernommen, der wegen Die bſtahls und Raubes, begangen im Februar 1932, eine Gefüngnisſtraſe bis zum Mai 1934 verbüßt und aus der Haft vorgeführt wird. Der Vor⸗ ſitzende macht dieſen Zeugen beſonders eindring⸗ lich auf die Bedeutung ſeiner Ausſagen auf⸗ merlſam, worauf der Zeuge erklärt, ich bin hierher⸗ gelommen, un nur die Wahrheit zu ſagen. Der Zeuge bekundet: Ich war früher in der KPo und habe als Geheimkurier gearbeitet. Ich genoß ſehr großes Vertrauen. Von 1929 ab mußte ich wegen einer Erkrankung ausſetzen und 1931 im Auguſt habe ich wieder angefangen. Ich lernte Torgler in Hamburg am 21. Oktober 1931 kennen. Ich wurde durch den Kommuni⸗ ſten Feßner mit Torgler bekanntgemacht. Ich fragte Torgler, ob er nicht Arbeit für mich habe. Torgler ſagte, er wolle mich 1 eine grö⸗ ßere Aktion aufbewahren. Im Januar 1932 trat Torgler an mich heran, er hätte für mich eine große Ar⸗ beit: wenn ich mich dafür opfern wolle, ſolle ich es ſagen. Torgler ſagte, man wolle den Nationalſozialiſten einen Streich ſpielen und durch dieſe Arbeit würde eine große Propaganda gegen den Nationalſozialismus hervorgerufen werden. Er ſagte zu mir, man müßte öffentliche Gebäüude in Brand ſtecken, u. a. auch den Reichstag. Da ich der Po⸗ lizei und jeder anderen Bewegung un⸗ bekannt ſei, würde man nicht auf die KPoꝰ kommen.— Vorſitzender: Wann war dieſe zweite Begeg⸗ nung mit Torgler?— Zeuge: Am 25. oder 26. Januar 1932. Ich habe damals Torgler erwi⸗ dert, ich müßte mir die Sache überlegen. Torgler ſagte, daß der Brand am 6. Mürz 1932 gelegt werden ſollte. Ich ſollte um 2 Uhr am Anhalter Bahnhof ſein. Dann wollte Torgler mich mit in den Reichstag nehmen und mir zeigen, wie der Brand angelegt werden ſollte und wie ich laufen ſollte. Ich ſollte die Perſon ſein, die die Aufmerkſamkeit auf ſich lenken ſollte, ich ſollte Radau machen und umherlaufen, ſo daß ich geſchnappt würde. Ich ſollte gefangen werden und inzwiſchen ſollten die anderen verſchwin⸗ den können. Vorſitzender: Wer waren die„anderen“? Zeuge: Das ſind noch zwei Hamburger, (Fortſetzung ſiehe Seite.) Wien, 31. Okt. Auf dem Wiener Rathaus, das ſeit dem Umſturz als Bollwerk der öſter⸗ reichiſchen Sozialdemokratie bekannt iſt, wurde am Dienstagmittag plötzlich eine rieſige Haken⸗ kreuzfahne gehißt. Tauſende von Menſchen ſammelten ſich in den Straßen in der Umge⸗ bung des Rathauſes an und nahmen an dem Ereignis lebhaften Anteil. Die Täter ſind bis⸗ her unbekannt. Die Fahne, die auf dem Turm des Rathauſes angebracht war, wurde von Rathausangeſtellten wieder entfernt. Die Behörde vermutet, daß ein Mann in einem blauen Monteuranzug, der am Vor⸗ mittag, eine Ofenröhre tragend, beobachtet wurde, der Täter ſein dürfte. Monteuranzug und Ofenröhre wurden auf einer Stiege im Rathaus gefunden. Die Fahne war mit einem Uhrwerk verſehen, das nach einer beſtimmten Zeit die Fahne hat abrollen laſſen. Dieſes Uhrwerk ſoll nach behördlichen Mutmaßungen ſchon etwa drei Stunden früher eingeſtellt ſein. Augenzeugen erklären jedoch, ſie hätten im Augenblick des Entrollens der Fahne eine Hand geſehen. Unmittelbar nach der Hiſſung wurde ein Preſſephotograph verhaftet, der, nachdem er ſich ausgewieſen hatte, wieder auf freien Fuß geſetzt wurde. Wie der Mann, der die Hakenkreuzfahne hißte, die Tür des Tur⸗ mes, die mit Sicherheitsſchlöſſern verſperrt war, geöffnet hat, iſt den Behörden noch rätſel⸗ haft. Goldtransport in London überfallen Für 240 000 Mark Barrengold geraubt London, 31. Okt. Ein frecher Raubüberfall auf einen Goldtransport wurde am Dienstag im Zentrum Londons am hellen Tage aus⸗ geführt. Den Tätern, die unerkannt entkamen, fiel ein Zentner Barrengold im Werte von 2⁴0 000 Reichsmark in die Hände. Das Gold wurde mit einem Pferdegeſpann von einem Bahnhof zu einer Schmelzerei befördert. Als ſich an einer Stelle der Kutſcher für einige Minuten entfernte, fuhr plötzlich ein Kraft⸗ wagen heran, dem vier Männer entſtiegen. Sie nahmen das Pferd beim Zügel und führ⸗ ten den Wagen in eine abgelegene Straße. Ein zur Bewachung zurückgelaſſener Junge wurde zur Seite geſtoßen. Hierauf nahmen die Räu⸗ ber die Kiſte mit dem Gold aus dem Wagen, trugen ſie in ihren Kraftwagen und raſten mit großer Geſchwindigkeit davon. Bisher konnte noch keine Spur von den Räubern ge⸗ funden werden. ſtehen 288leichte Deunchlandegenenibef 1; leichte Oeschüme 56 Schy/ere Geschume 4 -Inbs f Keine ſan —4 I REICn Li Ad 1 Eine aufſchlußreiche Ausſage im Berliner Maikowſki⸗Prozeß Berlin, 31. Okt. In der Dienstag⸗Nach⸗ mittagsverhandlung des Prozeſſes gegen die kommuniſtiſchen Mörder des Sturmführers Maikowſki und des Polizeiwachtmeiſters Zau⸗ ritz vor dem Berliner Schwurgericht teilte der Angeklagte Arend unter anderem mit, daß unter den Kommuniſten ein Buch ver⸗ teilt wurde, in dem genaue Anweiſungen ſtanden, wie Kommuniſten ſich vor Gericht zu verhalten hütten. Wenn jemand belaſtet würde, ſo hieß es in dem Buch, müßte er verſuchen denjenigen, der die belaſtenden Ausſagen gemacht hätte, alles ſelbſt in die Schuhe zu ſchieben. Wörtlich erllärte der Angeklagte dann:„Ich will jetzt zugeben, daß ich fünf bis ſechs Wochen Mitglied des Rot⸗ Front⸗Kämpferbundes war. Im Winter vorigen Jahres wurde in der Wohnung des Angeklagten Bor⸗ chert Unterricht im Gebrauch von Waffen und auch in der Handha⸗ bung von Maſchinengewehren er⸗ teilt.“ Keine Spur des hamburger Bombenatlenkäters Hamburg, 31. Okt. Wie wir zu dem Bom⸗ benanſchlag auf Reichsſtatthalter Karl Kaufmann noch erfahren, waren in dem„Gaſthof zur Rennbahn“ etwa 2000 Teilnehmer verſammelt, von denen der größte Teil nichts von dem Anſchlag gemerkt haite. Die Verſammlung wurde in Ruhe beendet und erſt zum Schluß wurde der Vorgang mitgeleilt und löſte ungeheure Enrüſtung aus. Gleich nach dem Bekanntwerden des An⸗ ſchlages erſchienen Polizeipräſident Boltz, Hauptmann Köſer vom Kommando zur be⸗ ſonderen Verwendung und mehrere Polizeioffi⸗ ziere am Tatort. Der Sprengkörper ſt mit größter Sachkenntnis angefertigt worden. Wäre die Bombe im Verſammlungslokal explodiert, hätte ſie durch eine gewaltige Stichflamme zu ſchweren Verbrennungen und durch die ſich enwickelnden Gaſe zu Vergiftungen geführt. Anſcheinend ſollte die Brandbombe durch eine der Dachlulen in den Verſammlungsraum geworfen werden. Als Zündſchnur ſollte ein an der Konſervendoſs befeſtigtes Filmband dienen. Trotz umfang⸗ reicher Nachforſchungen konnte der Täter nicht gefaßt werden. Man glaubt, daß an der Vor⸗ bereitung des Attentats mehrere Perſonen be⸗ teiligt waren. Die Verletzungen des Polizei⸗ beamten, der auf der Verfolgung des Täters von dieſem angeſchoſſen worden war, ſind zum Glück nicht erheblich. Richt Deutſchland bedroht den Frieden der Welt— Deutſchland hat abgerüſtet ——————— 1 „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November 1983 Jahrgang 3. Nr. 283. Seite 2 Amerikaniſcher preſſevertreter beim Reichskanzler Berlin, 31. Okt. Reichskanzler Adolf Hit⸗ ler empfing in dieſen Tagen⸗Herrn Karl von Wiegand, eine der maßgebendſten Perſönlichkei⸗ ten der amerikaniſchen Preſſe. Die Zeitungen des Hearſt⸗Konzerns, den Herr von Wiegand repräſentiert, berichten über dieſes Interview allenthalben auf der erſten Seite in großer Auf⸗ machung. Als beſonders intereſſant für die amerikaniſcho Oeffentlichkeit und wichtig für die Entwicklung der Beziehungen zwiſchen den Ver⸗ einigten Staaten und Deutſchland wird die Aeußerung des Führers hervorgehoben, daß er den Parteigenoſſen im Auslande ſtrengſtens un⸗ terſage, nationalſozialiſtiſche Propaganda zu be treiben. Die notwendige Folge einer ſolchen Propaganda ſei die Gefährdung der freund⸗ ſchaftlichen Beziehungen des Auslandes zu Deutſchland, auf deren Aufrechterhaltung die deutſche Regierung den größten Wert lege. Er, der Führer, werde nicht davor zurückſchrecken, Zuwiderhandlungen rückſichtslos durch Aus⸗ ſchluß aus der Partei zu ahnden. Die amerikaniſche Preſſe ſtellt die gute Wirkung dieſes Interviews ſeſt. Es ſei gerade zur rechten Zeit gekom⸗ men, nachdem bekannt geworden ſei, daß das Kongreßmitglied Dickſtein Material über angeb⸗ liche nationalſozialiſtiſche Propaganda in USaA am 14 November im parlamentariſchen Unter⸗ ſuchungsausſchuß vorlegen wolle. Durch dieſes Juterview werde einwandfrei bewieſen, daß ſolche Propaganda, wenn ſie wirklich von unbe⸗ rufenen und verantwortungsloſen Leuten getrie⸗ ben ſein ſollte(was bisher nicht im geringſten bewieſen iſt), von dem Führer auf das ſchärfſte mißbilligt und verboten wird. Der Mörder des SA⸗Mannes Dokker zum Tode verurkeilt Oels, 31. Okt. Das Breslauer Sonder⸗ gericht verhandelte am Dienstagnachmittag in Oels gegen den 2Zjährigen Arbeiter Kurt Gerber, der am 25. Oktober den SA⸗Mann Dokter in dem Dorfe Maliers, Kreis Oels, durch mehrere Meſſerſtiche getötet hatte. Der Zuhörerraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der nach entſetzlichen Qualen am letzten Samstag verſtorbene 2Zjährige SA⸗Mann Dokter hat auf dem Sterbelager ſeine Aus⸗ ſagen noch unter Eid zu Protokoll gegeben. Danach war er früher mit dem Mörder Ger⸗ ber eng befreundet, entzweite ſich aber mit ihm, als er vor zwei Jahren in die Sa ein⸗ itat. Gerber habe ihm ſeit dieſer Zeit nach⸗ geſtellt. Am Abend des 25. Oktober hat er Gerber vor den Fenſtern der Gaſtwirtſchaft ſeines Vaters geſehen und ihn wiederholt aufgefordert, wegzugehen. Plötzlich hat Gerber ihm mit einem Meſſer einen Stich in den Hinterkopf verſetzt, durch den er ſofort an allen Gliedern gelähmt wurde. Als Dokter ſchon am Boden lag, hat der Mörder noch zweimal zu⸗ geſtochen. Nach etwa zweiſtündiger Beratung verhängte das Gericht über Gerber die To⸗ desſtrafe, verbunden mit dem dauernden Ver⸗ luſt der Ehrenrechte. Lukherkag in Koburg Koburg, 31. Okt. Aus Anlaß des 450. Ge⸗ burtstages Dr. Martin Luthers iſt unter der Schirmherrſchaft des Herzogs Karl Eduard von Sachſen⸗Koburg⸗Gotha der Martin⸗Luther⸗Bund in Koburg zu ſeiner 50. Tagung zufammen⸗ getreten. Sturm über Paläͤſtina Paläſtina einſt und jetzt— Geſchichte der Einwanderung— Araber gegen Juden— Blutige Unruhen und ihre Urſachen Die erbitterten Kämpfe, die von den Ara⸗ bern gegen die jüdiſche Einwanderung geführt werden, haben Paläſtina wieder in den Mit⸗ telpunkt des öffentlichen Intereſſes gerückt. Durch die politiſchen Ereigniſſe der letzten Zeit iſt die Abwanderung der Juden nach Pa⸗ läſtina immer ſtärker geworden und hat einen Umfang angenommen, durch den ſich die Ein⸗ geborenen in ihren politiſchen Lebensrechten ſtark bedroht fühlen. Die Lage in Paläſtina iſt ſeit jeher äußerſt kompliziert geweſen. In einem Lande, in dem Juden, Chriſten und Mohammedaner nebeneinander leben, konnte es nicht ausbleiben, daß ſich im Laufe der Entwicklung ſchwerwiegende Differenzen er⸗ gaben. Die engliſche Mandatsregierung iſt vor eine ungeheuer ſchwere Aufgabe geſtellt. Wenn ſie die Intereſſen der Araber mit denen der Juden in Einklang bringen will, wird dies kaum möglich ſein, ohne die Rechte einer der beiden großen Parteien empfindlich zu be⸗ ſchneiden. Seit ſich die zioniſtiſche Bewegung Paläſti⸗ nas bemächtigt hat, hat ſich in dieſem Lande mit unerhörter Schnelligkeit eine entſcheidende Wandlung vollzogen. Vierzehn Jahre haben genügt, um das kulturelle Geſicht Paläſtinas vollkommen zu ändern. Während es früher ein von jeder Ziviliſation unberührtes Land ge⸗ weſen iſt, deſſen Bewohner ein vom Welt⸗ getriebe abgeſondertes, beſchauliches Daſein Berlin, 31. Okt. Der Reichswahlausſchuß hat Dienstagmittag unter Vorſitz des Reichs⸗ wahlleiters Miniſterialdirektor Dr. Reichardt in öffentlicher Sitzung den einzigen für die Reichstagswahlen am 12. November eingereich⸗ ten Wahlvorſchlag zugelaſſen, der die Bezeich⸗ nung„Nationalſozialiſtiſche Deut⸗ ſche Arbeiterpartei“(Hitler⸗Bewe⸗ guncg) trägt. Der Reichswahlausſchuß beſteht belanntlich aus dem Vorſitzenden und ſechs Beiſitzern, unter denen diesmal neben Mitgliedern der NSDAW auch andere national zuverläſſige Perſönlich⸗ keiten vertreten waren. Für die NSDAwp war Oberregierungsrat Dr. Fabricius erſchienen. Der Vorſitzende, Miniſterialdirektor Dr. Rei⸗ chardt, gab zunächſt bekannt, daß nur ein Wahl⸗ vorſchlag eingereicht worden ſei, der 685 Na⸗ men enthalte. Die Einreichung ſei friſtgemäß erfolgt. Der Vorſchlag ſei den Vorſchriften ge⸗ mätz von mehr als 20 Stimmberechtigten unter⸗ zeichnet, für die von der zuſtändigen Gemeinde⸗ behörde beſcheinigt ſei, daß ſie in die Wählerliſte eingetragen und mit einem Wahlſchein verſehen worden ſind. Was die Bewerber anlange, ſo ſeien ſte zum größten Teil bisher Mitglieder des Reichstages oder eines Länderparlaments geweſen, für die es nach der Verordnung vom 19. Oktober ds. Is. einer Zuſtimmungserklä⸗ rung und einer Beſcheinigung der Gemeinde⸗ behörde nicht bedürfe, daß ſie am Wahltag das 25. Lebensjahr vollendet haben, ſeit mindeſtens einem Jahre Reichsangehörige und vom Wahl⸗ recht nicht ausgeſchloſſen ſeien. Von rund 160 Kandidaten, die bisher keinem Parlament an⸗ gehörten, lügen die Zuſtimmungserklärungen und Beſcheinigungen der Gemeindebehörden bis auf den Kandidaten unter Nummer 534(Dr. Frauendörfer) vor, der mangels rechtzeitigen Vorliegens der erforderlichen Unterlagen von Berlin, 31. Ott. Die Arbeitsgemeinſchaft Katholiſcher Deutſcher veröfſentlicht einen Wahlaufruf, in dem es u. a. heißt: Zum erſten Male ſeit der Novemberrevolu⸗ tion appelliert ein deutſcher Reichslanzler, unſer Führer Adolf Hitler, mit Recht an die Ehre der deutſchen Nation, denn er hat ſie durch ſeine mannhafte Tat wiederhergeſtellt. Dafür gilt es, ihm den Dank abzuſtatten in rückhaltloſer Ge⸗ 12. November. Bei der im gleichen Gange erfolgenden Wahl zum Reichstage aber heißt es, für die Geſamt⸗ heit ves katholiſchen deutſchen Volkes zu bewei⸗ ſen, daß wir nicht nur zu Adolf Hitler ſtehen, ſondern uns auch zu dem bekennen, was er mit dem Gedankengut des Nationalſozialismus un⸗ ter Mitwirkung aller derer, die guten Willens waren, heute ſchon aus dem Chaos der zwiſchen⸗ ſtaatlichen, verlotterten, ſittenverfallenen Zu⸗ ſtände der letzten fünfzehn Jahre geſchaffen hat. Keiner bleibe aus kleinlicher Verſtimmung zu Hauſe, ſondern trage durch ſeine zweifache Wahl bei zur Ehrenrettung des Reiches, zur Erhal⸗ tung des äußeren wie inneren Friedens und zur Sicherung des weiteren Aufſtieges der Na⸗ tion. Die Arbeitsgemeinſchaft Katholiſcher Deut⸗ ſcher richtet ſich mit dieſem Aufruſ vor allem an die geſchloſſenen katholiſchen Gebietsꝛeile und gibt der beſtimmten Erwartung Ausdruck, daß führten, iſt Paläſtina heute durch die fortſchrei⸗ tende Moderniſierung ein Gebiet geworden, in dem ſich die kulturelle Atmoſphäre Europas an den Brennpunkten des öffentlichen Lebens entſcheidend ausdrückt. Die moderne Entwick⸗ lung Paläſtinas iſt vor allem der jüdiſchen Invaſion zuzuſchreiben, die es meiſterhaft ver⸗ ſtanden hat, die Araber nach und nach von ihren Landſitzen zu verdrängen und überall da, wo ihnen die geſchäftliche Konjunktur gün⸗ ſtig ſchien, wirtſchaftliche und kulturelle Zen⸗ tralen zu errichten. Wer Paläſtina noch vor dem Weltkriege bereiſt hat, wird das Land der frommen Wallfahrer heute kaum wieder⸗ erkennen. Die alte Kultur, wenn von einer ſolchen geredet werden kann, wurde überall verdrängt. Raſch hielt die hochmoderne Tech⸗ nik ihren Einzug. Heute gibt es in Paläſtina eine ganze Reihe hochmoderner Straßen, die von eleganten Automobilen befahren werden. Der alte ägyptiſche Holzpflug mußte dem ame⸗ rikaniſchen Dampfpflug weichen. Die reichen Möglichkeiten, die das Land den geſchäfts⸗ tüchtigen Einwanderern bot, wurden bis auf das Letzte ausgenützt. Das Land verlor immer mehr ſeinen urſprünglichen Charakter und verwandelte ſich in eine Stätte europäiſcher Produktion. Charakteriſtiſch iſt hierfür die unglaublich raſche Entſtehung der berühmten Judenſtadt Tel⸗Aviv bei Jaffa, die in weni⸗ ger als zehn Jahren geſchaffen wurde und Jeruſalem überflügelte. Während Paläſtina früher ein wüſtes, wegloſes Land geweſen iſt, wird es heute von einem engen Eiſenbahnnetz durchzogen. Moderne Hochbauten ſind keine Seltenheit. In raſcher Folge wurden Dampf⸗ mühlen, Zement⸗ und Oelfabriken errichtet, folgſchaft bei der kommenden Abſtimmung am 685 Kandidaten der NSDAꝰ Die Sitzung des Reichswahlausſchuſſes der Liſte geſtrichen werden müſſe. Da aber in der Liſte eine Nr. 520a(Oskar Staebel) vor⸗ handen ſei, bleibe es bei der Geſamtzahl von 685 Kandibaten. Die bisherige Rummer 520a werde in Nr. 521 umgewandelt. Die nachſol⸗ genden Zahlen bis 533 rückten dadurch um eine Ziffer herauf. Dadurch werde die bei 334 ent⸗ entſtandene Lücke wieder ausgefüllt. In dieſer Form wurde der Reichswahlvorſchlag der NS⸗ DaAqp vom Reichswahlausſchuß zugelaſſen. Bei dem Reichswahlvorſchlag handelt es ſich um die Einheitsliſte der NS DApP, die vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ge⸗ führt wird und wie ſie auch in den einzelnen Wahlkreiſen eingereicht worden iſt. Die vollſtändige Liſte wird am Mittwoch im Reichsanzeiger amtlich bekanntgegeben. Urlaub für Wahl⸗ und Abſtimmungshilfe Berlin, 31. Ort. Der preußiſche Miniſter des Innern hat angeordnet, daß den hinter der Regierung ſtehenden Organiſationen, in erſter Linie der NSDAp, die an der Vorbereitung und Durchführung der Reichstagswahl und der Volksabſtimmung entſcheidend beteiligt iſt, lede mögliche unterſtützung und Förderung durch die ſtaatlichen und kommunalen Behörden zuteil werden muß. Dabei wer⸗ den ſie namentlich auch der aktiven Mithilſe von Beamten, Angeſtellten und Arbeitern des öffent⸗ lichen Dienſtes bedürfen. Soweit es die dienſt⸗ lichen Erſorderniſſe zulaſſen, iſt jenen daher zu. Zwecken der Wahl⸗ und Abſtimmungshilſe auf Antrag der genannten Organiſatlonen bis läng⸗ ſtens zum 13. November 1933 Dienſtbefreiung oder Urlaub unter Fortzahlung ihrer Gebühr⸗ niſſe und ohne Anrechnung auf den Erholungs⸗ urlaub zu gewähren. Wahlaufruf der Arbeitsgemeinſchaft Katholiſcher Deutſ cher das batholiſche Volk am Rhein und auf der Roten Erde, in Schwaben und Schleſien, in Bayern und Berlin und wo immer Katholiken wohnen, ſich bei dieſen Wahlen klar darüber iſt, daß es nicht nur um die Einheit der Ehre des Reiches, ſondern auch um die Ehre jedes ein⸗ zelnen Deutſchen geht! Aufruf des Staalsſekrelärs hierl an den Arbeitsdienſt Berlin, 31. Okt. Staatsſekretär Hierl hat in ſeiner Eigenſchaft als Führer des Reichsverbandes deutſcher Arbeitsdienſwer⸗ eine einen Aufruf an den Arbeitsdienſt gerich⸗ tet, in dem es u. a. heißt: Bringt das felſenfeſte Vertrauen und die unlöͤs⸗ liche Treue, die jeden rechten Arbeitsdienſtler mit dem Führer verbindet, bei der Wahl am 12. November zum Ausdruck! Sorgt dafür, daß alle eure Bekannten dem Rufe des Führers folgen! Helft in jeder Weiſe mit, daß die Wahl am 12. November eine überwäl⸗ tigende Kundgebung des Vertrauens zu unſe⸗ rem Führer wird! Das Ausland ſoll erkennen, daß das deutſche Volk wie ein Mann zum Füh⸗ rer ſteht, entſchloſſen, ihm auf allen Wegen zu folgen. und am Toten Meer wurden Rieſenſalzgewin⸗ nungsanlagen ausgebaut. Von beſonderer Wichtigkeit iſt das Jordan⸗graft⸗ und Stau⸗ werk, das ganz Paläſtina und Transjordanien mit elektriſchem Strom verſorgt. Die nördliche Hafenſtadt Haifa, die über 50 000 Einwohner zählt, iſt ein Luftverkehrsmittelpunkt des eng⸗ liſchen Weltreichs geworden. Haifa hat auch als Kriegs⸗ und Handelshafen große Bedeu⸗ tung. Rohrleitungen in einer Länge von mehr als 1400 Kilometer dienen dazu, die meſopo⸗ tamiſchen Oelfunde nach Haifa zu bringen. Die Entwichung Palüſtinas zu einem mo⸗ dernen Handelszentrum des Orients wäre ohne die jüdiſche Einwanderung haum ſo ſchnell erfolgt, wie es tatſächlich der Fall geweſen iſt. Die Juden, die zuerſt nach Paläſtina kamen, waren meiſt wohlhabende Leute, denen es nicht ſchwer fiel, ſich den nötigen Grundbeſitz anzu⸗ eignen, und welche die finanziellen Mittel be⸗ ſaßen, die geſchäftlichen Möglichteiten auszu⸗ nützen. Die Einwanderung, die ſich in der Mitte des Jahres 1924 vorbereitete, ſchwoll mit unnatürlicher Raſchheit an. Viele mochten glauben, in Paläſtina eine Goldgrube gefunden zu haben. Damals ſchnellte die monatliche Einwanderungsquote in wenigen Monaten von 500 bis 1000 auf 1500, 2000, 3000 und ſogar 3600 auf. Damals wurde die erſte 1.„he Stadt der Welt gebaut, Tel⸗Aviv. Die Bau⸗ ſpekulation trieb üppige Blüten. Zahlreiche Wohn⸗, Geſchäfts⸗ und Fabrikrüume wurden errichtet. Eine Zeitlang ſchien es, als ob die Situation für das eindringende Judentum außerordentlich günſiig wäre.»ie Finanz⸗ quellen ſchienen unerſchöpflich zu ſein. Ueberall wurde mit fieberhaſter Tätigkeit am Aufbau — Der politiſche Tag Die engliſche Preſſe Der Fall Panter beh. notwendig wäre, noch einmal das Schulbeiſpiel einer ebenſo widerlichen, wie durch nichts be⸗ gründeten ſyſtematiſchen Hetzkampagne gegen Deutſchland zu lieſern, hat ſich die engliſche Preſſe ſeit einigen Tagen in Methoden hinein⸗ geſteigert, die ſich aber auch in nichts von dem unterſcheiden, was vor vielleicht 15 Jahren einmal auf engliſcher Seite an der Tagesord⸗ nung geweſen ſein mag. Was iſt der Fall Panter? Er iſt nicht, wie die engliſche Preſſe es mit geſchickt geheuchelter Entrüſtung darzuſtellen beliebt, der Fall eines „bedauernswerten Opfers des Journaliſten⸗ berufes“, ſondern der klare Fall einer Hochver⸗ rats⸗ und Spionage⸗Affäre, die trotz aller Ein⸗ miſchungsverſuche ihre Klärung erfahren wird. Panter wurde vergangene ⸗Woche in München durch die Geheime Staatspolizei verhaftet, weil nicht nur durch wochenlange Beobachtungen ein⸗ wandfrei feſtgeſtellt war, daß ſich der engliſche „Korreſpondent“ als der Verfaſſer und Ver⸗ breiter der konzentrierten Antideutſchen Greuel⸗ und Lügenmeldungen beſtätigt hatte, ſondern auch der Nachweis erbracht war, daß Panter ſyſtematiſch Spionage trieb. Der mit ihm ver⸗ haftete deutſche Journaliſt, der als Vertreter einer maßgebenden deutſchen Nachrichtenagentur in Müychen ſaß, iſt geſtändig, von Panter als Werkzeug gebraucht worden zu ſein. Das Vor⸗ gehen gegen den engliſchen Korreſpondenten ſtützt ſich aber, wie ausdrücklich feſtgeſtellt wird, nicht ausſchließlich auf dieſes Geſtändnis, ſon⸗ dern in gleicher Weiſe auch auf die anderen Feſtſtellungen der Geheimen Staatspolizei, die im Intereſſe der noch notwendigen Ermittlun⸗ gen einer größeren Oeffentlichkeit ſelbſtverſtänd⸗ lich nicht bekanntgegeben werden können. Worauf ſich unter dieſen Umſtänden eine etwaige Weiterführung der oben charakteriſier⸗ ten engliſchen Preſſekampagne ſtützen ſoll, iſt im Augenblick nicht erſichtlich. Die engliſche Regie⸗ rung iſt durch ihren Botſchafter in Berlin in⸗ zwiſchen bei der deutſchen Regierung vorſtellig geworden und hat alle Auskünfte erhalten, die den internationalen Gepflogenheiten entſpra⸗ chen. Der engliſche Generalkonſul in München hat auf beſonderen Wunſch ſogar Gelegenheit erhalten, Panter vor ſeiner Ueberführung nach Leipzig zu ſprechen, und damit dürfte, wie an⸗ zunehmen wäre, der ganze Fall eigentlich hin⸗ reichend geklärt ſein. Trotzdem aber der Fall formal erledigt iſt, trotzdem der in Haft befindliche Engländer, wie ſein Generalkonſul in München feſtſtellen konnte, alle nur eben möglichen Erleichterungen ge⸗ nießt, und trotzdem es auch in England als feſtſtehend angenommen werden darf, daß ſich Deutſchland jede Einmiſchung in Dinge, die nach eindeutigen international gültigen Rechts⸗ normen ſeine ureihenſten Angelegenheiten ſind, verbitten muß und verbitten wird, führt die engliſche Preſſe noch immer eine Sprache, die eigentlich jeden Kommentar erübrigen müßte. Die große Reform des Kut dem Wege deutſchen Rechtslebens, zur Rechtsreform die nach der national⸗ ſozialiſtiſchen Machter⸗ greifung ſofort mit aller Tatkraft in Angriff genommen wurde, ſoll ſchon in allernächſter Zeit durch neue bedeutende Aenderungen des gelten⸗ den Rechis weitergeführt werden. Reichsjuſtiz⸗ miniſter Dr. Gürtner kündigte bekanntlich ſchon vergangene Woche in ſeiner Rede vor der Preſſe die Fertigſtellung zweier neuer Geſetz⸗ entwürfe, und zwar den Entwurf eines Geſetzes zur Einſchränkung der Eidesleiſtung und eines Geſetzes zur Bekämpfung des Berufs⸗ und Ge⸗ wohnheitsverbrechertums an. Wie wir zuver⸗ läſſig erfahren, ſind dieſe Entwürfe inzwiſchen Paläſrinas gearbeitet. Der ungeheure Touri⸗ ſtenſtrom brachte viel Geld ins Land, die Ta⸗ bakanpflanzungen wurden vervielfacht, und die Jaffa⸗Orange eroberte den engliſchen Markt. An Stelle einer geſunden organiſchen Entwick⸗ Als immer mehr jüdiſche Einwanderer in das Land kamen, veränderte ſich das Bild. Das Geld, das im Anfang ſo reichlich gefloſſen war, begann allmählich zu verſickern. Mit der Ein⸗ wanderung mittelloſer Juden erlahmte die Ka⸗ pitalkraft, und es fehlte ſchließlich an dem nö⸗ tigen Betriebskapital, um die Produttionsmög⸗ lichkeiten zu erſchöpfen. Die Darlehen, die aus den Einlagen der Einwanderer herrührten, wurden immer mehr eingeſchränkt und zum Teil gekündigt. Die Kreditbereitſchaft wich immer mehr dem Mißtrauen. Die Unſicherheit und Verwirrung, die ſchon damals nach einer verhältnismäßig kurzen Blütezeit an allen Ek⸗ ken und Enden entſtand, war der Keim für die ganze ſpätere Entwicklung. Wenn wir die Verhältniſſe, die jetzt in Pa⸗ läſtina herrſchen, richtig beurteilen wollen, müſ⸗ ſen wir uns vor Augen halten, daß heute in Paläſtina über 180 000 Juden leben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren es kaum 10 000. Außer den Juden gibt es noch 750 000 Mohammedaner und 90 000 Chriſten. Die Ge⸗ ſamtbevölkerung beträgt alſo über eine Million. Wenn auch die Zahl der jüdiſchen Einwanderer relativ gering iſt, ſo iſt darum die Gefahr, die den Arabern aus der Invaſion droht, keines⸗ wegs zu unterſchätzen, da der jüdiſche Menſch und durch ſeine großen kulturellen Erfahrun⸗ lung ſah man eine krankhafte Spelulationsluſt.“ über einen enormen Geſchäftsinſtintt verfügt gen, die er in Europa erworben hat, ohne wei⸗ Finan Der chinef ſeit Jahre ten der Ke Meldung dem Kabln ſchon in a dem Geſetz handelt es Strafproze als notwe zur Bekäm heitsverbre Schutzmaßt aſozialen( wirklicht ei ſchen Gru Rechtsleber und der ſt. viduelle Fr ausgeſchloſ verabſchied Wahlfeldzu brochen un Großfe Ein Ri Berlir Urſache br Friedenſtre bier St dem 13 T auf die Gi nach Mit Brandgeru nichts beſo tegt. Erſt geruch ſtär wehr geru eintrafen, Flammen. geheure S torſpritzen nicht hindu mechaniſche aus 16 R heure Waf dert wurde 9 Uhr er Sahm an! 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München iftet, weil ingen ein⸗ engliſche und Ver⸗ n Greuel⸗ ſondern ß Panter ihm ver⸗ Vertreter enagentur anter als Das Vor⸗ hondenten tellt wird, nis, ſon⸗ manderen olizei, die zrmittlun⸗ tverſtänd⸗ en. den eine akteriſier⸗ oll, iſt im che Regie⸗ zerlin in⸗ vorſtellig alten, die entſpra⸗ München elegenheit rung nach „ wie an⸗ itlich hin⸗ ledigt iſt, inder, wie en konnte, ingen ge⸗ zland als „daß ſich zinge, die n Rechts⸗ eiten ſind, führt die rache, die 'n müßte. eform des htslebens, national⸗ Machter⸗ n Angriff chſter Zeit es gelten⸗ ꝛichsjuſtiz⸗ ekanntlich de vor der er Geſetz⸗ s Geſetzes und eines und Ge⸗ bir zuver⸗ inzwiſchen re Touri⸗ d, die Ta⸗ t, und die n Markt. i Entwick⸗ ationsluſt. er in das ild. Das oſfen war, der Ein⸗ te die Ka⸗ i dem nö⸗ tionsmög⸗ , die aus errührten, und zum haft wich nſicherheit nach einer allen Ek⸗ im für die tzt in Pa⸗ len, müſ⸗ heute in In der es kaum ch 750 000 Die Ge⸗ e Million. nwanderer lefahr, die zt, keines⸗ he Menſch t verfügt Erfahrun⸗ ohne wei⸗ Seprgang J. Nr. 283. Seite 3 * 00 dukenkrenzbannen Finanzminiſter Soong zurückgetreten Der chineſiſche Finanzminiſter T. W. Soong, ſeit Jahren eine der führenden Perſönlichkei⸗ ten der Komingtang⸗Regierung, hat nach einer Meldung aus Nanking ſein Rücktrittsgeſuch eingereicht. Männer von denen man ſpricht Profeſſor Calmette geſtorben Prozeß bekannten Impfmittels gegen Tuber⸗ ſphärenforſcher kuloſe, iſt am 29. Oktober in Paris geſtorben Piccard Nobelpreisträger? Profeſſor Calmette vom Paſteur⸗Inſtitut in Nach Meldungen aus Stockholm ſoll für den Paris, der Erfinder des aus dem Lübecker diesjährigen Nobelpreis für Phyſik der Strato⸗ und Ballonfahrer Profeſſor André Piccard vorgeſehen ſein. Painlevé geſtorben Profeſſor Painlevé, früherer Miniſterpräſident und Kriegsminiſter von Frankreich, geboren am 5. Dezember 1863, iſt 70jährig in Paris einem Herzſchlag erlegen dem Kabinett zugeleitet worden, das ſie wohl ſchon in allernächſter Zeit behandeln wird. Bei dem Geſetz zur Einſchränkung der Eidesleiſtung handelt es ſich um eine Reform der Zivil⸗ und Strafprozeßordnung, die ſich ſchon ſeit langem als notwendig herausgeſtellt hat. Das Geſetz zur Bekämpfung des Berufs⸗ und Gewohn⸗ heitsverbrechertums ſchafft die bisher fehlenden Schutzmaßnahmen gegen alle von Natur aus aſozialen Elemente. Gerade dieſes Geſetz ver⸗ wirklicht eines der wichtigſten nationalſozialiſti⸗ ſchen Grundprinzipien auf dem Gebiete des Rechtslebens, das den Schutz der Geſellſchaft und der ſtaatlichen Gemeinſchaft über die indi⸗ viduelle Freiheit des einzelnen ſtellt. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die beiden Geſetze ſchon heute verabſchiedet werden. Der Kanzler hat ſeinen Wahlfeldzug bekanntlich auf einen Tag unter⸗ brochen und weilt heute in Berlin. Großfeuer vernichket Rieſenwerke Ein Rieſenbrand im Nordoſten Berlins. Berlin, 31. Okt. Aus bisher unbekannter Urſache brach in einem Fabrilgebäude in der Friedenſtraße 46 ein Großfeuer aus, das in vier Stunden das dreiſtöckige Haus, in dem 13 Tiſchlereien untergebracht waren, bis auf die Grundmauern einäſcherte. Schon kurz nach Mitternacht hatte ein Tiſchlerehepaar Brandgeruch wahrgenommen, ſich aber, als es nichts beſonderes bemerkte, wieder ſchlafen ge⸗ legt. Erſt einige Zeit ſpäter, als der Brand⸗ geruch ſtärker geworden war, wurde die Feuer⸗ wehr gerufen. Als die erſten Feuerwehrzüge eintrafen, ſtand jedoch das ganze Gebäude in Flammen. Den Löſcharbeiten ſtellten ſich un⸗ geheure Schwierigkeiten entgegen, da die Mo⸗ torſpritzen ſchon durch die engen Toreinfahrten nicht hindurch konnten. Ebenſo konnte nur eine mechaniſche Leiter aufgeſtellt werden. Obwohl aus 16 Rohren allergrößten Kalibers unge⸗ heure Waſſermengen in das Gebäude geſchleu⸗ dert wurden, war nichts mehr zu retten. Gegen 9 Uhr erſchien auch Oberbürgermeiſter Dr. Sahm an der Brandſtelle. Engliſcher Küſtendampfer mit 3 11 Mann verſchollen „ London, 31. Okt. Der engliſche Küſten⸗ dampfer„Victor“, der am Mittwoch von Hayle in Cornwall nach Liverpool abgefahren war, iſt verſchollen. Andere Schiffe, die dieſelbe Strecke fuhren, haben keinerlei Zeichen von dem Dampfer geſehen. Die Beſatzung des Schiffes beträgt elf Mann. teres in der Lage iſt, den Araber nach und nach auf gewaltloſem Wege zu verdrängen. Wenn heute die Araber die Einſtellung der jü⸗ diſchen Einwanderung verlangen und die For⸗ derung erheben, daß an Juden kein Land mehr berkauft werden ſoll, befremdet dies nieman⸗ den, der in die Verhältniſſe eingeweiht iſt. Die jüdiſche Bevölkerung Paläſtinas hat mehr als einmal bewieſen, daß ſie nicht gewillt iſt, auf Koſten der Araber auf jenen Lebensraum zu verzichten, den ſie aufgrund einer mühſam konſtruierten Tradition beanſprucht. Die Ara⸗ ber wieder glauben mit Recht, ein Land ver⸗ teidigen zu dürfen, daß ſie ſchon lange vor der jüdiſchen Invaſion in harter Arbeit beſiedelt hatten. So ergeben ſich ſchwerwiegende Gegen⸗ ſätze, die durch einen Richterſpruch kaum voll⸗ ſtändig beſeitigt werden können. Die Araber, die anfangs nichts unternahmen, um die fjü⸗ diſch Einwanderung einzuſchränken, haben viel⸗ leicht zu ſpät die Gefahr erkannt. Es iſt fraglich, wie der Verzweiflungskampf enden wird, den ſie heute gegen das Judentum führen. Von größter Bedeutung iſt jedenfalls die Tatſache, daß in den Reihen der Zioniſten durchaus nicht jene Einmütigkeit herrſcht, wie vielleicht der Außenſtehende glauben könnte. Der letzte Zioniſtenkongreß, der in dieſem Jahre in Prag ſtattfand, hat deutlich gezeigt, wie ſehr der Zionismus innerlich zerriſſen iſt. Bezeichnend dafür war der Ausſchluß der Reviſioniſten, die für eine ſtarke jüdiſche Staatsgemeinſchaft ein⸗ traten, die ſie mit der jüdiſch⸗arabiſchen Ver⸗ ſöhnungspolitik der Sozialiſten für unvereinbar hielten. Es iſt anzunehmen daß die Ereigniſſe Entlarvte Lügen Inkerview eines ſchweizeriſchen Offiziers mit dem Reichswehrminiſter Baſel, 31. Okt. Ein höherer ſchweizeriſcher Offizier hat ſich wegen der angeblichen Ent⸗ hüllungen von deutſchen Durchmarſchplänen durch die Schweiz an Reichswehrminiſter, Ge⸗ neraloberſt v. Blomberg, gewandt und um Be⸗ antwortung verſchiedener genauer Fragen ge⸗ beten. In der Erwiderung, die von der„Neuen Baſeler Zeitung“ wiedergegeben wird, legt der Reichswehrminiſter ſowohl vom militäriſchen als auch vom politiſchen Standpunkt aus die Unſinnigkeit ſolcher Behauptungen und Gerüchte dar, die ja nicht von einem Schweizer, der um ſein Land beſorgt ſei, ſtammten, ſondern aus einer dunklen Quelle mit beſtimmten Abſichten. Deutſchland als das militäriſch ſchwächſte Land des Kontinents mit ſeiner entmilitariſierten Zone ringe um die dürftigſten Vorbe⸗ dingungen zur Sicherung ſeiner Grenzen. Ihm gegen das waffenſtarrende, von Verbündeten im Oſten und Südoſten um⸗ gebene Frankreich, einen Angriffswillen zuzu⸗ ſchreiben, ſei abſurd. Wenn behauptet werde, der Gürtel der franzöſiſchen Grenzbefeſtigung im Oſten lege Deutſchland den Durchbruch durch die Schweiz nahe, ſo lehre ſchon ein Blick auf die Karte das Gegenteil. Selbſt wenn man von der Kampfeskraft der ſchweizeriſchen Armeen abſehe, die nicht un⸗ terſchätzt werden dürfe, ſo ſei es ſchon des⸗ wegen unmöglich, einen deutſchen Stoßkeil Die Genfer Pleite Das Präſidium der Abrüſtungskonf erenz zum 9. November einberufen Genf, 31. Okt. Das Präſidium der Abrüſtungskonferenz iſt Dienstag vom Präſidenten Henderſon offiziell z um 9. November einberufen worden. Die Verſuche Henderſons, einen frühzeitigeren Zu⸗ ſammentritt des Präſidiums noch in dieſer Woche zu erreichen, ſind damit endgültig fehl⸗ geſchlagen. Die italieniſche und engliſche Re⸗ gierung haben den übereilten Vorſchlag des Präſidenten abgelehnt. Ueber das ſachliche Ar⸗ beitsprogramm dieſer neuen Tagung des Prä⸗ ſidiums beſteht zur Stunde noch völlige Unge⸗ wißheit. Durch die unerwartete Abreiſe von Rorman Um die Verbundenheit Deutſg Sonntag, am Tage zes 4 *—** n. Ki. en Eddin————42* E Man mit dem türkiſchen Volk zu bekunden, hielt die SA am n Magftehe kiſchen Republik, einen großen Auf⸗ unter Umgehung von Belfort zwiſchen Iſtein und dem Bodenſee über das ſchwie⸗ rige ſchweizeriſche Durchmarſchgelände nach Frankreich hineinzudringen, weil die rück⸗ wärtigen Verbindungen dieſe Stoßtruppe gewiſſermaßen unter den Kanonen der franzöſiſchen Feſtungsfront liegen. Franzöſiſche Eilkräfte genügten hier, um jeden Tag die Falle zuzumachen. Man habe den deut⸗ ſchen Offizier bisher doch höher eingeſchätzt, als daß man ihm eine ſolche Wahnſinnstat zu⸗ trauen könnte. Der Miniſter erinnert dann an die Erfahrun⸗ gen des Weltkrieges und ſtellt die notoriſche Frage, wo der Schwerpunkt der ſchweizeriſchen Grenzſchutzbeſetzung gelegen ſei, an der deut⸗ ſchen oder franzöſiſchen Grenze und in welchem Generalſtab 1918 eine Offenſive durch die Schweiz erwogen worden ſei. Die Achtung Deutſchlands vor dem Schweizer Volk und ſeinem altüberlieferten Wehrgeiſt dürfte wohl Deutſchland vor dem Verdacht bewahren, unter Verletzung der ſchweizeriſchen Sou⸗ veränität militäriſche Durchmarſch⸗ pläne zu hegen. Was die politiſche Seite anbelange, ſo habe ja der Reichskanzler erſt vor kurzem ausdrücklich erklärt, daß es zwiſchen Deutſchland und Frankreich keinen moraliſch. oder vernünftig zu rechtfertigenden Grund für einen Kampf gebe. Davis iſt eine neue Sachlage eingetreten, über, deren Tragweite man ſich jetzt allgemein Rechen⸗ ſchaft gibt. Die ſeit dem deutſchen Austritt von der ganzen franzöſiſchen Preſſe geforderte ſofor⸗ tige Annahme eines allgemeinen Abrü⸗ ſtungsabkommens ohne und gegen Deutſch⸗ land iſt damit endgültig unmöglich geworden. Die übereinſtimmende paſſive Einſtellung der Vereinigten Staaten und Japans zwingen die engliſche und franzöſiſche Regierung, die volle Verantwortung zu tragen und damit zugleich die Initiative für die ſachliche Weiterführung der Konferenz zu ergreifen. Ueberraſchende Abreiſe Norman Davis aus Genf Hat auch Amerika das Abrüſtungstheater ſatt! Genf, 31. Okt. Der amerikaniſche Haupt⸗ delegierte auf der Abrüſtungskonferenz, Norman Davis, hat ſich geſtern abend plötzlich ent⸗ ſchloſſen, über Paris nach Waſhington zurückzukehren. Der Entſchluß des amerikaniſchen Hauptdele⸗ gierten hat in Völkerbundskreiſen beträchtliches Aufſehen erregt. In Paris wird Norman Davis, wie von franzöſiſcher Seite berichtet wird, Beſprechungen mit dem franzöſiſchen Außenminiſter haben. Die franzöſiſchen Neuſozialiſten aus der Partei ausgeſchloſſen Paris, 31. Okt. Der ſtändige Verwak⸗ tungsausſchuüß der Sozialiſtiſchen Partei hat geſtern abend mit 24 gegen drei Stimmen beſchloſſen, dem Nationalrat der Partei, der am Samstag und Sonntag tagt, den Vorſchlag zu machen, die neuſozialiſtiſchen Führer(Renaudel, Marquet uſw.) aus der Partei auszuſchließen und gegen die 28 Abgeordneten, die mit den Neuſozialiſten für die Regierung Daladier geſtimmt haben, Strafmaßnahmen zu ergreifen.— Die Neuſozialiſten unter Führung von Rengu⸗ del tagten ebenfalls geſtern abend. In den bei dieſer Tagung gehaltenen Reden kam zum Aus⸗ druck, daß die ſozialiſtiſche Minderheit nicht um der Regierung Daladier willen für dieſe ge⸗ ſtimmt habe, ſondern um eine Brücke für die Zukunft zu bauen. Drei Züge ineinander gefahren Köln, 31. Okt. Am Montagabend gegen 23.30 Uhr fuhr auf dem Bahnhof Köln⸗ Mülheim ein Durchgangsgüterzug von Wuppertal einen Eilgüterzug, der von Düſſel⸗ dorf kam, in die Flanke. Hierbei entgleiſte ein Güterwagen und fünf Wagen kippten um. Schließlich fuhr ein kurz darauf von Kalk⸗Nord kommender Eilgüterzug in die fünf umgekipp⸗ ten Wagen hinein. Die Güterzugſtrecke Mül⸗ heim— Wuppertal war vollkommen geſperrt, während der Verkehr auf der Perſonenzug⸗ ſtrecke ungehindert abgewickelt werden konnte. Man hofft, die Güterzugſtrecke bis Dienstag⸗ mittag wieder frei zu bekommen. Ein Zug⸗ führer hat leichtere Verletzungen er⸗ litten, während ein Heizer Quetſchungen davontrug. der letzten Zeit die Einheitsfront der Zioniſten wenigſtens vorübergehend geſtärkt haben,, Man muß allerdings bedenken, daß eine Raſſe, die derart intellektuell und individuell eingeſtellt iſt, kaum jemals in der Lage ſein wird, einen wirk⸗ lich einheitlichen Block zu bilden. Was die zio⸗ niſtiſchen Juden einigt, iſt hauptſächlich die Un⸗ zufriedenheit mit der Mandatspolitik der Eng⸗ länder. Sie lehnen ſich vor allem gegen die Härten der Einwanderungsvorſchriften auf und befürchten eine neuerliche Verſchlechterung der Bodenpolitik. Wenn wir die Vorgänge in Paläſtina mit leidenſchaftsloſen, kühlen Blicken betrachten, ſo erſchließt ſich uns eine Erſcheinung, die ſich im⸗ mer wieder in ähnlichen Formen wiederholt hat, ſolange die Welt beſteht. Immer wieder haben ſich unziviliſierte Naturvölker gegen den Einbruch überziviliſierter Europäer gewehrt. In den meiſten Fällen ſind die unziviliſierten Völler in dieſem Kampf unterlegen. Der Kampf der Araber gegen die Juden verdient allerdings eine geſonderte Betrachtung. Der uralte Fluch, der auf dieſer Raſſe ruht, zeigt ſich hier mit be⸗ ſonderer Deutlichkeit. Das Judentum iſt be⸗ ſtrebt, einen Zuſammenhang wiederzufinden, den es im Laufe der Geſchichte durch ſeine Cha⸗ rakteranlagen und ſeinen Drang in die Weiie längſt verloren hat. Es iſt mehr als fraglich, ob der bewußte Verſuch, ein Nationalgefühl zu lonſtruieren, zu einem endgültigen Erfolge füh⸗ ren wird. Der Sturm, der gegenwärtig über Paläſtina tobt. wird, wie uns ſcheent, noch en Botſ chafter langg Menſchen in Atem halten. Lerner Hillbring. Jahrgang 3. Nr. 283. Seite 4 „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November 1933 Schon am 6. März 1932 ſollte der Reichskag brennen Fortſetzung von Seite 1 die ich aber nur mit ihren Spitznamen kenne„ſchwarzer Willi“ und„Alraune“. Vorſitzender: Sie haben ſich alle drei geſehen und kennengelerntf Zeuge: Jawohl, ich bin aber dann am 6. März nicht hingegangen. Die Sache war mir zu gefährlich, und außerdem, weil ich erfahren hatte, daß eine ganz gemeine Pro⸗ paganda gegen den Nationalſozialismus da⸗ mit gemacht werden ſollte. Es ſollte ſo er⸗ ſcheinen, als ob die den Brand angelegt hätten. Vorſitzender: Was iſt nun nach dem 6. März geſchehen? Zeuge: Torgler hat mir große Vorwürfe gemacht, weil ich nicht gekommen bin. Ich ſagte, ich wolle die Sache nicht mitmachen, es ſei mir zu gefährlich, ich müßte auch an meine Familie denken. Torgler hat dann zu mir geſagt, Du ge⸗ meiner Schuft, Du gemeiner Lump. Er hat auch geſagt, er würde mir bei Gelegen · heit einige blaue Bohnen hinterherjagen. Ich bin dann nicht mehr mit ihm zuſammen geweſen, ſondern habe mich der Polizei ge⸗ ſtellt, um ſeinen Verfolgungen und Nachſtel⸗ lungen zu entgehen. Ich wurde ja wegen der Diebſtahlsſache geſucht. Ich bin dann in Un⸗ terſuchungshaft gekommen, wurde aber nach⸗ her wieder freigelaſſen, weil ich eine feſte Wohnung hatte und Fluchtverdacht nicht an⸗ genommen wurde. Vorſitzender: Bei dem Diebſtahl, den Sie begangen haben, iſt auch Raub angenom⸗ men worden. Was haben Sie denn gemacht! Zeuge: Ich habe eine Perſon in der Toi⸗ lette eingeſperrt und das hat man als Raub angeſehen. Dann habe ich Silberzeug und einen Anzug weggenommen. Vorſitzender: Wieviel haben Sie dafür bekommen? Zeuge: Ungefähr 25 Mark(Hei⸗ terkeith. Vorſitzender: Ich meine natürlich, welche Strafe Sie dafür bekommen haben? Zeuge: 10 Monate Gefängnis. Im Mai iſt Torgler nochmals dageweſen und wollte mich nochmals bearbeiten und dann im Juni. Es wurde nicht mehr über den Reichstags⸗ brand geſprochen, aber es wurde geſagt, daß ich das ausführen ſollte, was er mir geſagt hatte. Ich habe mich immer ablehnend verhal⸗ ten. Am 6. Juni war er bei mir in meiner Wohnung in Hamburg⸗Barmbeck. Er kam mit noch zwei Perſonen, der eine iſt der Frankfurter Rudi und der an⸗ dere heißt Emil. Der Frankfurter Rudi hat ſchwarzes Haar und einen ziemlich jüdiſchen Typ. Der Emil iſt groß, blond und hat blaue Augen. Vorſitzender: Haben Sie dieſe beiden Perſonen ſpäter wieder geſehen? Zeuge: Ich habe ſie in Lübeck wieder ge⸗ ſehen. Ich mauerte dort, die beiden fuhren im Auto vorbei und ſagten, ich ſollte mit nach Hamburg kommen. Ich habe mich aber gewei⸗ gert, mitzukommen. Vorſitzender: Was iſt dann noch paſ⸗ ſiert? Zeuge: Torgler iſt in meiner Wohnung geweſen und hat alle Schriftſtücke und Briefe, die ich von ihm hatte, weggenommen. Viel⸗ mehr er hat es nicht ſelbſt getan, ſondern der Frankfurter Rudi und Emil haben die Schriftſtücke herausgeſucht. Ich hatte ihnen den Schlüſſel gegeben und bin dann nicht mehr in meiner Wohnung geweſen, ſondern bin nach Krefeld gegeangen, weil ich von dieſen Leuten loskommen wollte. Vorſitzender: Iſt in Krefeld auch noch etwas paſſiert? Zeuge: Ja, Torgler iſt dort bei mir ge⸗ weſen und hat mich bedroht. Als ich ſagte, ich wolle nichts mehr mit ihm zu tun haben, hat er mich ausgeſchimpft und hat geſagt, ich wäre ein gemeiner Lump und Verräter. Er hat mireinen Fauſtſchlag vor den Ma⸗ gen gegeben, ſo daß ich Magenblu⸗ ten bekam und ins Krankenhaus mußte. Dann hat er wieder geſagt, er wollte mir ein paar blaue Bohnen nachjagen. Das war im Juli 1932 in Krefeld. Vorſitzender: Sie ſind dann verhaftet worden? Zeuge: Ja, im Krankenhaus in Krefeld hat man mich verhaftet, weil ich wegen meiner Ab⸗ reiſe von Hamburg nach Krefeld als fluchtver⸗ dächtig angeſehen wurde. Vorſitzender: Sind die Vorgänge, die Sie hier geſchildert haben, denn auch wirklich wahr? Zeuge: Ja, ſie ſind wirklich wahr! Vorſitzender: Warum haben Sie das nicht vorher angezeigt? Zeuge: Weil ich Angſt gehab: habe für meine Familie und für mein Leben. Oberreichsanwalt: Ich bitte, den Zen⸗ gen dem Angeklagten Torgler gegenüberzuſtel⸗ len, damit der Zeuge ſagen kann, ob Torgler wirklich der Mann geweſen iſt, mit dem er zu tun gehabt hat. Der Angeklagte Torglor ſieht auf und der Zeuge Ledermann ruft ſofort: Ja⸗ wohl, das iſt Torgler geweſen. Reichsanwalt Parriſius: Iſt bei Ihrem Geſpräch mit Torgler davon die Rede geweſen, daß Sie eine beſtimmte Geldſumme erhalten ſollten für die Beteiligung an dieſer Sache Zeuge: Jawohl, er hat zu mirge⸗ ſagt, ich würde 14000 Mark bekom⸗ men. Wenn ich es nicht bekäme, würde es meine Familie bekommen. Angeklagter Torgler: Ich kann zu dieſer Ausſage nur meinem höchſten Erſtaunen Ausdruck geben, daß ein Menſch vor dem höch⸗ ſten deutſchen Gericht ſoviel Unwahrheiten ſagt. Ich erkläre folgendes: Ich habe dieſen Mann noch nie in meinem Leben geſehen, ich kenne keinen Mann namens Jeßner. Ich bin ein ein⸗ zigesmal in Krefeld geweſen, nämlich 1930 zu einer Kundgebung des Rheiniſchen Beamten⸗ kartells, ſonſt nie wieder. Ich bin nie auf Stun⸗ den in Hamburg geweſen, ſondern habe in Hamburg mehreremale Tagungen der Reichs⸗ poſtbeamten, des Reichsbundes der Kommunal⸗ beamten und einige Verſammlungen beſucht. „Von allem, was dieſer Zeuge hier erklärt hat, iſt nicht ein kleines Wörtchen wahr, erlogen von Anfang bis zu Ende. Angeklagter Dimitroff: Ich möchte wiſſen, ob dieſer Zeuge ein Zeuge der Anklage iſt. Vorſitzender: Dieſer Zeuge hat am 13. Oktober an die Gefängnisverwaltung eine Ein⸗ gabe gerichtet. Daraufhin wurde er vernommen von der Staatsanwaltſchaft und darauf iſt ſeine Vorladung als Zeuge beantragt worden von der Reichsanwaltſchaft. Ich muß Ihnen aber gleich ſagen, Dimitroff, ergehen Sie ſich nicht in Kritiken, die ganz zwecklos ſind. Angeklagter Torgler: Iſt es richtig, daß dieſer Zeuge vom Unterſuchungsrichter ver⸗ eidigt worden iſt? Der Vorſitzende ſtellt feſt, daß das Amtsgericht Lübeck den Zeugen zur Herbeifüh⸗ rung einer oftha en Ausſage ver⸗ eidigt hat. Dem Zeugen ſind bei ſeiner Ver⸗ nehmung auch die verſchiedenen Beſtimmungen des Strafgeſetzbuches vorgehalten worden, ge⸗ gen die er ſich in dieſem Falle vergehen würde, wenn er etwas Falſches ausſage. Angeklagter Torgler mit erhobe⸗ ner Stimme: Der Unterſchied zwiſchen die⸗ ſem Zeuge und dem Zeugen Sönke geſtern iſt der, daß Herr Sönke eine kleine Unwahrheit geſagt hat, während dieſer Zeuge eine einzige Lüge dem höchſten deutſchen Gericht darzubieten gewagt hat. Der Vorſitzende hält dem Zeugen die einzel⸗ nen Begegnungen mit Torgler vor und dieſer gibt die Zeiten an: im Oktober 1931 um 6Uhrabends. Am 25. oder 26. Januar 1932 zwiſchen gund 10 Uhr abends, Begegnung im Mal zwiſchen ö und 6 Uhr abends. Am 6. Juni vormit⸗ tags 11 Uhr, Begegnung in Krefeld nachmittags 3 Uhr. Reichsanwalt Parriſtus: Was ſa⸗ gen Sie zu den Ausführungen Torglers? Zeuge: Ich ſage, daß ich die reine Wahr⸗ heit geſagt habe. Ich bin nicht beeinflußt von irgendjemand. Der Zeuge bleibt zunächſt un⸗ vereidigt. Der Sachverſtändige Dr. Schatz nimmt dann das Wort zur Ergünzung ſeines Gutachtens. Er führt aus: In der Oefſentlich⸗ keit hat man ſich allgemein gewundert, daß von mir der Zündſtoff nicht genannt worden iſt. Um dem Rätſelraten ein Ende zu machen, möchte ich mich heute dahin üußern, daß Verbrennungsprodukte von elemen ⸗ tarem Phosphor und Verbrennungspro⸗ dukte von elementarem Schwefel an ſieben verſchiedenen Stellen feſtgeſtellt worden ſind und noch feſtſtellbar ſind. 5 In welchem Mittel dieſe Stoffe vorgelegen ha⸗ ben, will ich nicht ausführen. Der Sachkenner wird wiſſen, worum es ſich handelt, und der Laie braucht es nicht zu wiſſen. Aus eigenem Intereſſe habe ich nochmals den Mantel van der Lubbes unterſucht. Durch dieſe weitere Unterſuchung am Mantel iſt einwandfrei feſt⸗ Srerm--eeeeeeeeeeeee-e e Ahetenen Deutſche Flüchtlinge in Budapeſt (Von unſ. Budapeſter Budapeſt, 31. Okt. Durch die Judenpreſſe der ganzen Welt geht ein Jammergeſchrei wegen des Loſes der deut⸗ ſchen Flüchtlinge. Es werden hie und da über⸗ triebene Zahlen genannt; namentlich ſpielt ſich Frankreich als edler Beſchützer und Spender der Gaſtfreundſchaft für 30 000 deutſche Juden auf. Merkwürdigerweiſe ſehlt es aber ganz an Be⸗ richten aus dem Ausland, welchen Ständen dieſe Flüchtlinge, oder Emigranten, wie ſie manchesmal etwas ſentimental genannt wer⸗ den, angehören, wie ſte ſich dort durchs Leben bringen und welchen Eindruck ſie machen. Auch nach Budapeſt hat ſich ein Teil dieſer Flüchtlinge verſchlagen und wer Wert darauf legte, lonnte auch ſeine Beobachtungen machen. Vor allem war das Straßenbild durch eine Menge der ſchönſten und teuerſten Autotypen berei⸗ chert worden. Fiel einem ein beſonders luxuridſer Wagen auf, ſo trug er ſicher deutſche Erken⸗ nungszeichen. Vor den eleganten und teueren Hotels, Reſtaurants, Vergnügungslobalen und Sonderberichterſtatter) Luxusbädern, waren dieſe deutſchen Großwagen ſtändige Gäſte der Parkplätze. Zetzt, ſeit ſchlech⸗ tes Wetter eingetreten iſt, ſcheinen dieſe Gäſte mit den Schwalben nach dem tieferen Süden gezogen zu ſein und man müßte die entſprechen⸗ den Beobachtungen wahrſcheinlich in Sizilien fortſetzen. Daß zu einem ſolchen Leben auch bedeutende Mittel erforderlich ſind, liegt auf der Hand. Jeder, der heute aus irgend einem Grunde rei⸗ ſen muß oder möchte, weiß, wie ſchwer es iſt, inſolge der valutariſchen Hemmungen ſich die nötigen Geldſorten zu einem Auslandsauſent⸗ halt auf geſetzlichem Wege zu beſchaffen. Es kann daher mit Sicherheit angenommen werden, daß die große Mehrzahl dieſer jüdiſchen Flücht⸗ linge, die ſich in keiner Weiſe etwas abgehen laſſen, im Ausland über bedeutende Summen verfügen, welche ſie dort feit Jahren im Wege der Kapitalflucht angeſammelt haben. Der internationale Jude findet eben immer Mittel und Wege für ſein teueres„Ich“ zu forgen. denn der Begriff Vaterland hat, wie aus die⸗ ſem Verhalten hervorgeht, in ſeinem Wörter⸗ buch keinen Platz. Beſuch in Muſſolinis Geburtshaus Mit welcher Liebe der Duce an ſeiner Heimat hängt Als vor fünfzig Jahren dem Schmied Aleſ⸗ ſandro Muſſolini und ſeiner Frau Roſa Mal⸗ toni der junge Benito geboren wurde, hieß das kleine Städtchen in der Romagna, das knapp 8000 Einwohner zählte, Dovia. Inzwiſchen iſt der kleine Junge von damals der große Füh⸗ rer Italiens geworden, und dieſes glücklichſte aller italieniſchen Städtchen iſt inzwiſchen ganz neu aufgebaut worden und hat den Namen Predappio Nuova erhalten. Nuova heißt zu deutſch„neu“, und das ſchmucke Städtchen, das ſich heute dem Beſucher präſentiert, trägt dieſen Beinamen mit vollem Recht. Iſt doch dort in den letzten Jahren wirklich alles neu aufgebaut worden. Die Wohnhäuſer, die Schulen, das Rathaus, die Kirche, der Marktplatz mit ſeinem Muſikpavillon — alles zeigt ſich im neuen Gewande. Nur des Duce Geburtshaus hat als einziges nicht nur ſeine Grundmauern, ſondern ſein geſamtes Aeußere und auch die Inneneinrichtung beibe⸗ halten. Auf dieſe Weiſe fällt es aus dem Rah⸗ men des übrigen Stadtbildes und kann ſelbſt dem oberflächlichſten Beſucher nicht entgehen. Das Geburtshaus des Muſſolini beſteht aus drei Teilen. Der mitlere Teil gehörte der Fa⸗ milie des Schmiedes Muſſolini und iſt inzwi⸗ ſchen zum Nationalbeſitz erklärt worden; in dem linken Flügel des Gebäudes wohnt heute ein Zimmermann mit eigener Werkſtatt und eigenem Laden; im rechten Flügel lebt eine arme beſcheidene Familie, dieſelbe, die ſchon damals dort wohnte, als der kleine Benito das Licht der Welt erblickte. Muſſolini hat großen Wert darauf gelegt, daß dieſe arme Familie in dem Hauſe wohnen bleibt, und bezahlt aus eigener Taſche die Miete. Das Erdgeſchoß der Muſſoliniſchen Woh⸗ nung beſteht aus einer großen Bauernſtube, durch deren Decke dicke Balken gezogen ſind. Die Decke iſt heute noch rußgeſchwärzt, denn Benitos Vater benützte den Raum gleichzeitig als Werkſtatt, und er war bekanntlich Schmied. Von außen führt dann eine ſteinerne Treppe nach den oben gelegenen Wohnräumen, wo ſich auch das Geburtszimmer des Duce beſindet. Als das Haus zum Nationaleigentum erklärt wurde, hat man die Lagerſtatt des Knaben be⸗ ſonders ſchmuckvoll hergerichtet und vor allem eine Matratze aufgelegt, worüber aber der Duee ſehr ungehalten war und bei ſeinem erſten Be⸗ ſuch in dem Vaterhaus zu ſeiner Begleitung meinte:„Wenn ihr auf hiſtoriſche Treue Wert legt, dann nehmt ſofort die Matratze wieder heraus und legt an deren Stelle einen Sack mit trockenem Heu, denn etwas anderes habe ich in meiner Kindheit nicht gekannt.“ Jedesmal, wenn der Duee ſeine Heimatſtadt beſucht, dann macht es ihm eine beſondere Freude, ſich bei den Nachbarn umzuſehen. Manch einer von ihnen erinnert ſich noch an die Zeit, wo er dem kleinen frechen Bengel das Fell gegerbt hat wegen irgendeines Schaber⸗ nacks oder eines luſtigen Streiches, den der er⸗ finderiſche Junge ausgeheckt hatte. Muſſolini nimmt überhaupt beſonderes und ſtarkes Inter⸗ eſſe an der Entwicklung von Predappio Nuova. Nichts darf geplant und gebaut werden ohne ſeine Einwilligung, und Predappio Nuova iſt die einzige Gemeinde Italiens, um deren Haus⸗ halt ſich Muſſolini jährlich perſönlich kümmert. geſtelt worden, daß an dem Stoff der Taſche Phosphorſäure neben Sulfat vorhanden iſt. Das iſt bei der erſten Unterſuchung vielleicht überſehen worden, weil die Zeit zu kurz war. Es ſteht danach unzweifelhaft feſt, daß van der Lubbe mit dieſer Flüſſigteit in Berüh⸗ rung gekommen iſt; auf welche Weiſe, muß das Hohe Gericht entſcheiden. Ich habe auch nochmals Verſuche angeſtellt, in welcher Zeit ſich dieſe Flüſſigkeit auf 25 Brand⸗ ſtellen in einem Gebiet von 75 Meter Länge verteilen läßt. Ich habe feſigeſtellt, daß das in fünf bis ſechs Minuten möglich iſt. Der Sach⸗ verſtändige betont, daß die Brand⸗ legung im Reſtaurant eine ganz andere geweſen iſt, als im Plenar⸗ ſa al. Auf die Frage des Oberreichsanwalts, ob van der Lubbe mit dieſer„Flüſſigteit“ ge⸗ tränkte Kohlenanzünder in der Taſche hatte, erwidert Dr. Schatz, an dem Mantel fänden ſich deutliche Spuren, daß die Flüſſigteit aus⸗ gelaufen iſt. Er muß alſo ein Geſäß mit ſol⸗ cher Flüſſigkeit in der Taſche gehabt haben. Die Vernehmung des Kellners Perſicke vom Reſtaurant Aſchinger und die Verleſung der Ausſagen des inzwiſchen verſtorbenen Kellners Stübling ergeben nichts neues. Der Geſchüftsführer Hoeft bekundet, daß nach 8 Uhr nach ſeiner Erinnerung vier Herren im Gänſemarſch das Lokal betraten. Als die Nach⸗ richt von dem Reichstagsbrand verbreitet wur⸗ de, ellten viele Gäſte auf die Straße. Der Raum war ziemlich leer geworden. Es fiel mir auf, daß die vier Herren ruhlg ſitzen blieben. Als ich dann ſpäter wieder einen Blick in den Raum tat, ſah ich, daß einige der Herren fehl⸗ ten. Die Herren, die zurückgeblieben waren, ſahen zilemlich beunruhigt nach dem Ausgang. Auf Fragen des Reichsanwaltes erklärt der Zeuge, daß die Herren zwiſchen 8 und.30 Uhr das Lokal betreten hätten. Beſtimmt könne er das aber nicht ſagen, daß es vor halb 9 Uhr war. Auf eine Frage des Rechtsanwaltes Dr. Sack erllärt der Zeuge, daß ihm die Her⸗ ren jedenfalls ſehr komiſch vor⸗ kamen, als ob ſie es vielleicht wuß⸗ ten, daß der Reichstag brenne. Nach der Mittagspauſe teilt der Vorſitzende mit, daß die Vernehmung des Zeugen Leder⸗ mann als noch nicht abgeſchloſſen gilt, es wird ſpäter noch einmal darauf zurückgekommen und dann auch die Vereidigung geklärt werden. Inzwiſchen ſollen Ermittlungen angeſtellt werden über einen Teil der von Ledermann gemachten An⸗ gaben. Als Zeuge wird dann der Gaſtwirt Sta⸗ wicki vernommen, der in der Dirckſenſtraße eine Gaſtwirtſchaft betreibt. Der Zeuge ver⸗ neint, daß er Torgler kenne. Daß Torgler am Brandabend in ſeinem Lokal war, wußte er nicht, da er zu dieſer Zeit nicht anweſend war. Als der Reichstagsbrand bekannt wurde, hat der Zeuge ſein Lokal verlaſſen, um ſich zum Reichstag zu begeben, und dann iſt er nach Hauſe gefahren. Der Zeuge belundet weiter, daß etwa um 8 Uhr an einem Tiſch in der Stehbierhalle zwei Perſonen Platz genommen hatten, die er aufgrund der ihm vorgelegten —35 ſpäter als Kühne und Oſſietzly bezeichnet hat. Der Fleiſchermeiſter Franz Krae⸗ zewſki, der dann als Zeuge vernommen wird, hat am Abend des 2. Februar als Teil⸗ haber von Stawicki am Schanktiſch des Lolals geſtanden. Er gibt an, zwiſchen 6 und 7 Uhr abends ſeien die erſten beiden Gäſte des Ti⸗ ſches gekommen, an dem nachher Koenen und Torgler Platz nahmen. Er habe den Tiſch be⸗ obachtet, und er habe dabei den Eindruck ge⸗ habt, daß die Leute an dieſem Tiſch ſich oſſen⸗ bar etwas zu erzählen hatten, was andere nicht hören ſollten. Wenn der Kellner vorbeikaan, ſteckten ſie die Köpfe zuſammen und es wurde auch das Geſpräch dann unterbrochen. Der Kellner habe ihm auch geſagt, es läme ihm ſo —5 als ob das Leute von der„Roten Fahne“ wW ren. Schweres Flugzeugunglück in Frankreich Paris, 31. Okt. Ein Flugzeugunfall, das einem der erſten franzöſiſchen Flieger de Ver⸗ neilh und ſeinem Mechaniker das Leben koſtete, ereignete ſich am Montag vormittag in der Nähe von Dijon. de Verneilh war am Sams⸗ tag in einem Sechsſtundenflug mit einem drei⸗ motorigen Flugzeug aus Tunis in Dijon ein⸗ getroffen und am Montag morgen trotz des ſchlechten Wetters nach Paris geſtartet. Um 10.13 Uhr gab er durch Funkſpruch bekannt, daß an Bord alles wohl ſei. Seitdem fehlte jede Nachricht von ihm. Man vermutet, daß er wenige Minuten ſpäter abgeſtürzt iſt. de Ver⸗ neilh iſt mit ſeinem Flugzeug„Biarritz“ im Nebel gegen einen Hügel geflogen. An Bord befanden ſich drei Perſonen. Der Funker ſoll jedoch mit mehr oder weniger ſchweren Ver⸗ letzungen davongekommen ſein. Das Tragen von Aniformen durch Mitglieder der Abſtimmungs⸗ vorſtände Berlin, 31. Okt. Der Reichsminiſter des Innern hat das für die früheren Reichstags⸗ wahlen erlaſſene Verhot des Tragens von Uni⸗ formen und Parteiabzeichen durch Mitglieder der Abſtimmungsvorſtände aufgehoben. — 335 Auße ſamm Bei de ordentlick der erſte Turnrat wart: W Schriftwe Schülertr wart unt Vorſitzent eben de Red NSDAp kenber führer L. rer Pete Zweck un ſorderte lung des ſchaftsfül den näch pflichtung einige in en war einem Ti einem di regierung Verſamm Schwer abend zu — auſes„ unglück. Röth, l fanden ſi nach ihre Landwirt Neckarhar uß nach ich aus angefahre verletzt u werden 1 ſein Soz ſchleudert letzt auf! dem Ake verbracht, wieder er aus Man um den iſt dies ſe fall hier Freiwit 27. Oktol Neckarhau in Form Gaſthaus des Jahr mit Gen ſonderen Kommand mer, für Feuerweh ten Geme komm. B Fen war en ſowie hochverdie euerweh adenbur ſeine Ant res Gepr Schreckenl nungsred⸗ ſtand er e riſſenen 3 ender A räger 1 Meſſinghe gab, daß und auch und der wehrmäm Männer, Eigennutz Einer fü enberger mandante des Kreis ſelbſtloſen ziers des auf den im Dritte ſchaften d neuen De iſt auf fr doch auch lichen Ko enger zu wurde ge das Deut Vom K und Gefl 5 in chau, die exemplare meinde m Ehrenprei Die inne G emeinde Wahlku ber, iſt burg gro ber 1933 er Taſche nden iſt. vielleicht urz war. aß van Berüh⸗ ſe, muſt eſtellt, in 5 Brand⸗ r Länge iß das in er Sach⸗ Brand⸗ e ganz zlenar⸗ alts, ob eit“ ge⸗ he hatte, fänden eit aus⸗ mit ſol⸗ aben. ſicke vom ung der Kellners daß nach erren im hie Nach⸗ itet wur⸗ ze. Der ruhig 4 in den ren fehl⸗ waren, Ausgang. lärt der ind.30 mt könne Ab 9 Uhr Utes Dr. e Her⸗ vor⸗ t wuß ⸗ Ne. orſitzende n Leder⸗ es wird men und werden. ungen n Teil in An⸗ t Sta⸗ ſenſtraße uge ver⸗ rgler am ußte er end war. irde, hat ich zum er nach weiter, in der nommen rgelegten ezeichnet Krae⸗ nommen Us Teil⸗ Lolals d 7 Uhr des Ti⸗ nen und Tiſch be⸗ ruck ge⸗ ch oſſen⸗ ere nicht rbeiham, s wurde nm. Der ihm ſo Fahne“ in fall, das de Ver⸗ n koſtete, in der Sams⸗ em drei⸗ jon ein⸗ rotz des et. Um nnt, daß zte jede daß er de Ver⸗ ritz“ im ln Bord nker ſoll en Ver⸗ durch gs- ſter des chstags⸗ on Uni⸗ itglieder „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November 1983 Fahrgang 3. Nr. 283. Seite 5 ———————— Außerordenkliche Mitgliederver⸗ ſammlung des Turnvereins 1892 Bei der am 20. Oktober ſtattgefundenen außer⸗ ordentlichen Mitgliederverſammlung ernannte der erſte Vereinsführer Stefan Frei ſeinen Turnrat wie folgt: Stellvertreter und Preſſe⸗ wart: Willi Jakobi, Kaſſier Emil Gaubatz, Schriftwart Peter Frei, Oberturnwart und Schülerturnwart Alois Stahl, Frauenturn⸗ wart und Schülerinnenturnwart Fritz Kuhn, Vorſitzender der Handballabteilung Emil Stahl, Ludwig Stahl, Beiſitzer Fritz Thoma. eben den zahlreichen Mitgliedern konnte der Vereinsführer auch den Ortsgruppenleiter der NSDAp, komm. Bürgermeiſter Karl Schrek⸗ kenberger, ſowie den Bezirkswehrſchafts⸗ führer Lehrer Peter⸗Edingen begrüßen. Leh⸗ rer Peter ſchilderte mit treffenden Worten Zweck und Ziel des Wehrturnens der DT und forderte ſämtliche Turner auf, der Wehrabtei⸗ lung des Turnvereins beizutreten. Zum Wehr⸗ ſchaftsführer wurde Hans Jäger ernannt. In den nächſten Tagen erfolgt die feierliche Ver⸗ pflichtung der ca. 30 Wehrturner. Nachdem noch einige interne Vereinsangelegenheiten beſpro⸗ 700 waren, beſchloß der Vexeinsführer mit einem Treuegelöbnis zur Reichsregierung und einem dreifachen„Gut Heil“ auf die Reichs⸗ regierung und die Deutſche Turnerſchaft die Verſammlung. Schweres Motorradunglück. Am Sonntag⸗ abend zwiſchen 20 und 21 Uhr ereignete ſich auf der Hauptſtraße, in der Nähe des Gaſt⸗ hauſes„Zum Kranz“, ein ſchweres Motorrad⸗ unglück. Die beiden Fahrer Dehouſt und Röth, beide in Großſachſen wohnhaft, be⸗ fanden ſich auf der Fahrt von Friedrichsfeld nach ihrem Wohnorte, als ihnen der 22jähr. Landwirt Sebaſtian Betzold, wohnhaft in Neckarhauſen, begegnete. Betzold, der ſich zu uß nach Hauſe begeben wollte, wurde plötz⸗ ich aus noch ungeklärter Urſache von beiden angefahren, zu Boden geriſſen, wo er ſchwer verletzt und bewußtlos nach Hauſe gen werden mußte. Auch der Fahrer Röth und ſein Sozius Dehouſt wurden vom Rade ge⸗ ſchleudert und blieben ebenfalls ſchwer ver⸗ letzt auf dem Platze. Beide wurden ſofort nach dem Akademiſchen Krankenhaus Heidelberg verbracht, wo ſie das Bewußtſein noch nicht wieder erlangt haben. Die Gerichtskommiſſion aus Mannheim befand ſich am Unglücksplatz, um den genauen Tatbeſtand aufzunehmen. Es iſt dies ſeit langen Jahren der erſte Unglücks⸗ fall hier in Neckarhauſen. Freiwillige Feuerwehr. Am Samztag, dem 27. Oktober, hielt die Freiwillige Feuerwehr Neckarhauſen ihren diesjährigen Schlußappell in Form eines geſelligen Beiſammenſeins im Gaſthaus„Zum Anker“. Dieſe Schlußfeier des Jahres, auf die die tapferen Wehrmänner mit Genugtuung zurückblicken, ſtand im be⸗ ſonderen Zeichen, galt es doch, den verdienten Kommandanten, Herrn Zimmermeiſter Zie⸗ mer, für 25jährige verdienſtvolle Tätigkeit als Feuerwehrmann zu ehren. Neben der geſam⸗ ten Gemeindeverwaltung, unter Führung des komm. Bürgermeiſters Pg. Schreckenber⸗ er, war auch die politiſche Gemeinde vertre⸗ ſowie der um die badiſche Feuerwehrſache hochverdiente Kreisvorſitzende des 9, badiſchen es, Herrn Fabrikant Agricola adenburg, der es ſich nicht nehmen ließ, durch ſeine Anweſenheit der Feier ein vollkommene⸗ res Gepräge zu geben. Pg. Bürgermeiſter Schreckenberger 55 eine zündende Eröff⸗ nungsrede. In ſeiner bekannten Weiſe ver⸗ ſtand er es auch hier, in markanten, ſcharf um⸗ riſſenen Worten die Wehrmänner in überzeu⸗ ender Art zu feſſeln, die jedem anweſenden Fräger der Uniform mit dem blinkenden Meſſinghelm die Ueberzeugung mit nach Hauſe gab, daß ſie ihren Dienſt nicht umſonſt getan und auch ſerner tun werden, daß die Behörde und der Staat die tapferen, ſelbſtloſen Feuer⸗ wehrmänner einreihen wird in die Reihe der Männer, denen wirklich der Gemeinnutz vor Eigennutz geht, bei denen es tatſächlich heißt: Einer für Alle, Alle für Einen“ Pg. Schrek⸗ kenberger nahm auch die für den Kom⸗ mandanten Ziemer vor, Auch die Rede des Kreisvorſitzenden, Herrn Agricola, dieſes ſelbſtloſen, tapferen und ewig jungen Offi⸗ ziers des 9. badiſchen Feuerwehrkreiſes, der auf den Gemeinſchaftsgeiſt der Wehrmänner im Dritten Reich, auf die Treue, die die Mann⸗ ſchaften der Feuerwehr dem Volkskanzler des neuen Deutſchland entgegenbringen, hinwies, iſt auf fruchtbaren Boden gefallen, verſteht es doch auch dieſer beliebte Führer, den perſön⸗ lichen Kontakt zu ſeinen Wehrleuten immer enger zu geſtalten. Nach Schluß der—— wurde gemeinſam das Horſt⸗Weſſel⸗Lied un das Deutſchland⸗Lied geſungen. Vom Kleintierzuchtverein. Der Kaninchen⸗ und Geflügelzuchtverein Neckarhauſen veran⸗ taltete im Gaſthaus„Zum Hirſch“ eine Zucht⸗ chau, die ſehr gut und mit wirklichen Pracht⸗ exemplaren beſchickt war. Auch von der Ge⸗ meinde wurden den eifrigen Züchtern zwei Ehrenpreiſe übergeben als äußeres Zeichen. Die innere Verbundenheit zu den Kleintier⸗ üchtern iſt die Förderung von Staat und Heneinden im allgemeinen. Wahlkundgebung. Am Sonntag, 5. Novem⸗ ber, iſt in unſerer Nachbargemeinde Laden⸗ burg große Wahlkundgebung, in der unſer Brief aus Neckarhauſen Kreisleiter, Pg. Dr. Roth, Mannheim, ſpre⸗ chen wird. Die gewaltige Kundgebung findet auf dem Marktplatz ſtatt, und werden noch die Gemeinden Edingen und Schriesheim teil⸗ nehmen. Um 1 Uhr nachmittags iſt Abmarſch in Neckarhauſen, und wir wollen hoffen und wünſchen, daß ſich die geſamte Einwohner⸗ ſchaft von hier reſtlos daran beteiligen wird. Es muß dann am Sonntag ſo ſein, daß außer der Polizei nur noch Säuglinge und Groß⸗ mütterchen im Ort verbleiben. Es heißt alſo für den kommenden Sonntag die Parole: „Strömt in Maſſen zur Wahlkundgebung nach Ladenburg“. Totengedenkfeier. Außer der Wahlkundge⸗ bung am Sonntagnachmittag findet am Sonn⸗ —., ,, —,, 4. tagvormittag, elf Uhr die Totengedenkfeier auf dem hieſigen Friedhof ſtatt. Um 10.30 Uhr iſt Abmarſch, und bitten wir auch hier um zahlreiche Beteiligung, iſt es doch der einzige B den wir unſeren teuren Toten leiſten onnen. Vordrucke zum Reichserbhofgeſetz Das Juſtizminiſterium macht darauf auf⸗ merkſam, daß die in der Erſten Durchführungs⸗ verordnung zum Reichserbhofgeſetz(58 34, 43) von den Gemeinden benötigten Vordrucke zur Aufſtellung der Gemeindeverzeichniſſe A und B denGemeinden von den Anerbengerichten unent⸗ geltlich geliefert werden. Die Beſchaffung auf anderem Wege iſt daher nicht erforderlich. Die Anleitung zu: Aufſtellung der Gemeindever⸗ zeichniſſe geht den Bürgermeiſterämtern in den nächſtenn Tagen zu. Edinger Nachrichten Winterhilfswerk 1933/34. Unter dem Vor⸗ ſitz von Gruppenwalter Pg. Bürgermeiſter Müller fanden auf dem Rathaus zwei Ver⸗ ſammlungen der Vereinsführer und Edinger Geſchäftsleute ſtatt, wobei von beiden Seiten einmütige Unterſtützung zugeſagt wurde. Wäh⸗ rend die einzelnen Fachgruppen in Berufsver⸗ ſammlungen die Höhe der Spenden ſeſtlegen, hat ſich Pg. Karl RNeupert, Inhaber der Edinger Dampfbäckerei, ſofort bereit erklärt, fünf Monate lang je 80 Drei⸗Pfund⸗Brote zur Verfügung zu ſtellen. Ein nachahmenswertes Beiſpiel.— In dieſen Tagen wurden an be⸗ dürftige Familien durch die NS⸗Voltswohl⸗ fahrt ca. 250 Kohlenſcheine über je 1 Zentner Briketts verabreicht. Durch dieſen ſchlagenden Beweis gegenſeitiger Hilfe im Dritten Reich dürfte auch der ehemalige Gegner unſerer Be⸗ wegung zur Beſinnung kommen und ſeine Ueberzeugung am 12. November mit der„Ja“⸗ Stimme zum Ausdruck bringen. Wahlkundgebung in Ladenburg. An der Wahlkundgebung auf dem Marktplatz in La⸗ denburg mit Pg. Kreisleiter Dr. Roth betei⸗ ligen ſich alle Vereine und NS⸗Organiſationen ohne Ausnahme. Antreten um hals 2 Uhr auf dem Meßplatz. Abmarſch punkt 2 Uhr. Alle Einwohner unſerer Gemeinde werden ſich am n nach Ladenburg betei⸗ igen. NS⸗Schachklub. In den letzten Tagen hat ſich hier aus Mitgliedern des früheren Schach⸗ klubs ein NS⸗Schachllub gebildet, der bereits 16 Mitglieder zählt. Die Führung hat Pg. Georg Hochlenert. Intereſſenten wollen ſich an den Uebungsabenden, die Mittwochs im Gaſthaus zum„Hirſch“ abgehalten werden, ein⸗ finden. „SA⸗Mann Brand.“ Heute abend läuft im Alhambra⸗Lichtſpielhaus der belannte nationale Film„Sel⸗Mann Brand“, den jeder Ein⸗ wohner geſehen haben muß. Beginn 4 und 8 Uhr. Den geſamten NS⸗Onganiſationen wurde das Meiſterwerk bereits am Dienstag⸗ abend vorgeführt, während der Donnerstag für den Beſuch der Volksſchmler freigehalten wird.— Die Büchſenſammlung am Sonntag⸗ abend im Kino zugunſten der Winterhilfe er⸗ gab den Betrag von.50 RM. Bevölkerungspolitiſche Aufklürung. Die Bro⸗ ſchüren über den großen bevölkerungspoliti⸗ ſchen Aufklärungsfeldzug der Reichsregierung ſind eingetroffen und werden ſofort an die Ver⸗ einsführer verteilt. Die Mitglieder der ver⸗ ſchiedenen Vereine werden dringend gebeten, ſich mit dem Inhalt dieſer ſehr wichtigen Bro⸗ ſchüren vertraut zu machen und für raſchen Abſatz Sorge zu tragen, Es wird auf die Mit⸗ arbeit eines jeden einzelnen gerechnet, im Sinne der durchgeführten Gleichſchaltung aller Vereine. Igl. Standesamtliche Nachrichten vom Oktober 1933 Geborene: am 6. Oktober dem Schleifer Wil⸗ helm Aaoſ e. S. Walter, am 18. Okt. Ggna er Jak. Ding e. T. Lieſelotte Ottilie riſta. Eheſchließungen: am 28. Oktober der Schmied Georg Friedrich Großmann in Edingen mit der Sa Katharina Müller, Mann⸗ heim⸗Friedrichsfeld. Geſtorbene: am 4. Okt. Erna Emma——— geb.%5 Ehefrau des Bahnarbeiters Heinrich Joſef Wenzel u, 31 Jahre alt; am 21. Okt. Auguſte Henriette Emma Jäger Ww., 66 Jahre. Verkündete: Jakob Kettner, Schloſſer aus Seckenheim, mit Gertrude Hilda Janſon, Zi⸗ garrenſortiererin aus Edingen; Wilhelm Hans Lamde, Schreiner aus Edingen, mit Anna Kath. Wiedmann, Tabakarbeiterin aus Edingen; Friedrich Hetzel, Schloſſer aus Edingen, mit Maria Thereſia Siebig, Bankangeſtellte aus Neckarhauſen; Albin Joſef Kuhn, Angeſtellter aus Mannheim, mit Maria Barbara Mendel, Kinderfräulein aus Edingen; Alois Otto Fied⸗ ler, Schloſſer aus Edingen, mit Roſa Schuſter, Zigarrenſortiererin aus Edingen. Die Eheſtandsdarlehen unſerer Reichsxegie⸗ rung haben auch in Edingen die Eheſchließun⸗ gen ganz beträchtlich angekurbelt. Gottesdienſtordnung der kath. Kirche Mittwoch: Allerheiligen. Gebotener Mas .30 Uhr hl. Meſſe; 6 Uhr Predigt füx die Männer und Jungmänner;.30 Uhr Früh⸗ meſſe;.30 Uhr Hauptgottesdienſt mit Predigt für alle; 13.30 Uhr Feierliche Eröffnung des Roſenkranzgebetes und Allerſeelenandacht, bei günſtiger Witterung Gräberbeſuch; abds. 20 Uhr Predigt für die Männer und Jungmänner. Donnerstag: Allerſeelen..30 Uhr hl. Meſſe; 6 Uhr Predigt für Männer und Jungmänner; .30 Uhr hl. Meſſe für die gefallenen Krieger der Pfarrgemeinde; 8 Uhr Predigt für alle und feierliches Requiem; 20 Uhr Predigt für Män⸗ ner und Jungmänner. Freitag: morgens wie am Montag; abds. 20 Uhr Predigt und ſakramentale Feier. Samstag morgens wie am Montag; abds. 20 Uhr Muttergottesfeier mit Predigt für Män⸗ ner und Jungmänner. Neue großzügige Arbeitsaufnahme in Freiburg Einzigarlige Löſung des Arbeitsloſenproblems durch Oberbürgermeiſter Pg. Dr. Kerber— Jeierliche Einfü hrung der Arbeiler in ihr neues Arbeilsfeld durch den Reichsſtalthalter ſtand am Montag im Zeichen einer großzügigen Arbeitsbeſchaffungsaktion, die in ihrer Art wohl einzig in ganz Deutſchland daſteht und von dem Gedanken ausgeht, einer großen Anzahl von Wohlfahrtserwerbsloſen ſtatt Unterſtützung, Lohn für geleiſtete Arbeit von großem volks⸗ wirtſchaftlichem Wert zu geben. Der Schöpfer dieſes genialen Plans, der Oberbürgermeiſter der Stadt Freiburg, hat A das ethiſche Freiburg, 31, Okt. Die Stadt Moment zur Grundlage ſeiner Maßnahmen gemacht, nach denen der Wohlfahrtsempfänger nunmehr vom Empfänger von Almoſen, wieder —4 werteſchaffenden und vollwertigen Glied⸗ er Volksgemeinſchaft geworden iſt. Die vor⸗ geſehenen Notſtandsarbeiten, die ſich auf ein volles Jahr erſtrecken ſollen, umfaſſen insge⸗ ſamt 97581 Tagewerke. 540 Wohlfahrtsempfän⸗ ger werden zu Arbeiten eingeſtellt, die im 3 des Notſtandsprogramms liegen und die in Bälde hätten durchgeführt werden müſſen, die aber unter Inanſpruchnahme der Grundförde⸗ rung aus Reichsmitteln weſentlich billiger zu ſtehen kommen, als wenn ſie aus den beſchränk⸗ ten Miteln der Stadtgemeinde ausgeführt wor⸗ den wären. Der Fürſorgeetat erfährt eine außerordentliche Erleichterung; das Bauhand⸗ werk und die verwandten Berufszweige erfah⸗ ren eine bedeutende Belebung, die gerade in der bevorſtehenden Winterszeit ſehr fühlbar ſein werden. Das Gewaltigſte iſt die ſeeliſche Be⸗ freiung von über 500 Familienvätern, die teil⸗ 1 feit Jahren keinen feſten Verdienſt mehr atten. Die Bedeutung der Aufnahme dieſer Arbeiten war gekennzeichnet durch eine reiche Beflaggung der Stadt. Unter Vorantritt mehrerer Muſik⸗ kapellen marſchierte der lange 355 der neu ein⸗ geſtellten Arbeiter mit ihren Arbeitsgeräten durch die Stadt. Vor der Stadthalle, an der anſchließend die Kundgebung ſtattfand, nahm der und der Oberbürgermeiſter den Vorbeimarſch ab. Dr. Kerber wies, oftmals von toſendem Beifall unterbrochen, 5 die Bereitwilligkeit hin, die er bei allen maßgebenden Stellen für die Durchführung der Maßnahmen gefunden hat. Nach Vorführung alter Zunftbräuche nahm der Reichsſtatthalter in Baden, Robert Wag⸗ ner, das Wort. Er dankte den Männern, die dieſe großzügige Aktion eingeleitet haben, die von der Südweſtecke des Reiches aus bald im ganzen Reiche Nachahmung finden wird. Hier ſind vollkommen neue Wege gegangen worden, die wie keine andere Maßnahme geeignet ſind, die Arbeitsloſen, die bisher noch nicht feſt in den Produktionsprozeß eingereiht werden konn⸗ ten, doch für die Notzeit in ein feſtes Arheits⸗ verhältnis zu bringen. Die Belebung der Wirt⸗ ſchaft wird auch die der Kaufkraft und damit , K, 22 3 eine merkbare Förderung des Wohlſtandes mit ſich bringen. Der Kampf gegen die Arbeitsloſigkeit, der hier ſo erfolgreich geführt wird, wird unter der Führung Adolf Hitlers nun nicht mehr allein in Baden, ſondern auch im ganzen Reich ſiegreich durchgeführt werden. enn unſere Gegner ihre Heere aufrüſten gegen ein wehr⸗ loſes Land, ſo haben wir eine wichtigere Auf⸗ gabe; wir rüſten zur Arbeit, zum friedlichen Wiederaufbau der Nation. Nachdem das Deutſchlandlied verklungen war, fanden ſich die Arbeiter gemeinſam mit dem Herrn Reichsſtatthalter und den Führern des ſtädtiſchen Arbeitsdienſtes zu einem ſchlichten, gemeinſamen Eſſen zuſammen, das die Freibur⸗ ger Wirte und Brauerein geſtiftet hatten. m Rathaus erfolgte am Nachmitag die feier⸗ liche Ueberreichung der Ehrenbürgerurkunde an den Reichsſtatthalter, die der Stodtrat bereits im Sommer beſchloſſen hatte. Die Arbeiter mar⸗ ſchierten im geſchloſſenen Zuge zu ihrer neuen Arbeitsſtätte, wo die Arbeit ſofort aufgenom⸗ men wurde. 17jährige Kindsmörderin Wimpfen a.., 31. Okt. Ein auf dem Finkenhof beſchäftigtes 17jähriges Dienſtmäd⸗ chen ſchenkte dieſer Tage einem unehelichen Kinde das Leben. Sie warf es jedoch gleich nach der Geburt in eine Abortgrube und gab der Herrſchaſt und der Hebamme an, es handle ſich um eine Fehlgebuxt. Da dieſe Angaben an⸗ gezweiſelt wurden, ließ die Gendarmerie die Abortgrube auspumpen, worguf die Kindes⸗ leiche geſunden wurde. Bei der Seltion ſtellte es ſich heraus, daß es ſich um ein ausgewach⸗ ſenes Kind handelte, das bei ſeiner Geburt am Leben war. Jalſchmünzerwerkſtäfte ausgehoben Oppau, 31. Okt. Wie erſt jetzt bekannt wird, iſt es der Polizei gelungen, am Freitag eine Falſchmünzerwerlſtätle auszuheben. Der Täter, der Schweißer Johann Knoll, wurde feſtgenommen und die zur Herſtellung des Falſchgeldes verwendeten Werlzeuge beſchlag⸗ nahmt. Die Wormſer Polizei hatte feſtgeſtellt, daß durch eine feſtgenommene Perſon falſche Fünf⸗Martſtücke in den Verkehr gebracht wor⸗ den waren. Die weiteren Nachforſchungen führten dann in Oppau zur Aushebung der Falſchmünzerwerkſtätte. Der Täter, der nach Worms überführt wurde, gibt an, die Falſch⸗ münzerei ſchon ſeit Jahren zu betreiben. Römiſcher Fund Duchroth⸗Oberhauſen, 31. Okt. Wein⸗ gutsbeſitzer Porr fand am Fuße ſeines Wein⸗ berges am Booſer Nachenſtand ein zertrüm⸗ mertesk römiſches Brandſchalengrab. Eine Münze mit dem Kopf des römiſchen Kaiſers Veſpaſian deutet auf das erſte Jahrhundert un⸗ ſerer Zeitrechnung. Viernheimer Brief Wie wir erfahren haben, findet am kommen⸗ den Montag die zweite Wahlverſammlung ſtatt. Hierzu iſt ein ganz hervorragender Redner, der Miniſterialrat. Ringshauſen⸗Darmſtadt verpflichtet. Pg. Ringshauſen war einer der erſten und beſten nationalſozialiſtiſchen Redner die bisher hier tätig waren. Wir werden noch Näheres bringen.— Die Mannheimer Kriminalpolizei hat be⸗ kanntlich einen Fahrradmarder aus Ilvesheim dingfeſt gemacht, der ſein Geſchäft aus dem ff. heraus verſteht und ea 70 Räder klaute, die er in der Umgegend abſetzte. Es hat ſich her⸗ ausgeſtellt, daß er auch in Viernheim eine Fi⸗ 18 errichtet hatte, bei der man acht Räder and,— Das hieſige Ortsgericht berichtet: Nächſten Freitag, den Z. November 1933, nachmit⸗ tags 6 Uhr. werden die Liegenſchaften des verſtorbenen Adam Martin VII und zwar: Flur I. Nr. 471 Hofreite Weinheimer Straße 750 qm * I. Nr. 472 Grabgarten hinter dem Haus 725 qm „ VI. Nr. 114 Acker hinter den Zäunen I. Gewann 1631 qm „ XI. Nr. 231 Acker, die langen Striethen 1869 qm „ XX. Nr. 163 Acker, die langen Morgen am Straßenheimer Weg 3425 qm auf freiwilligen Antrag der Erben im Sitzungsſaale des Rathauſes öfſentlich meiſtbietend im Eigentum verſteigert. Viernheim, den 31. Oktober 1933. Heſſiſches Ortsgericht Viernheim: Alter. Bekanntmachung. Auf freiwilligen Antrag der Berechtigten werden nächſten Freitag, den 3. November 1933, nachmittags 6 Uhr, die Liegenſchaften des verſtorbenen Johann Adam Moos 1 dahier und zwar: Flur J. Nr. 749 Hofreite Mannheimer Stratze 356 qm 1 I. Nr. 748 Grabgarten daſelbſt 381 qm „ XVI. Nr. 93 Acker(An der Hühnerhecke) 1556 am im Sitzungsſaale des Rathauſes Effentlich meiſtbietend in Eigentum verſteigert. Viernheim, den 31. Oktober 1933. Heſſiſches Ortsgericht Viernheim: Alter. Bekanntmachung. Betr. Unterbrechung der Stromlieſerung. Wegen dringender Reparaturarbeiten wird von ſei⸗ ten des Kraſtwerks Rheinau morgen mittag von 12 Uhr bis 12.30 uhr der Strom ahgeſtellt. Wir machen die Konſumenten darauf aufmerkſam. Viernheim, den 31. Oktober 1933. Heſſiſche Bürgermeiſterei Viernheim. In komm. Vertretung: Bechtel. —— 0 Kahrgang 3. Nr. 283, Seile 6 — Mittwoch, 1. November 1330 4 *. J —2 Der Großkampftag der badiſchen Gauliga Kampf an allen Fronten; das war das beſondere Kennzeichen des vergangenen Fußballſonntags in Ba⸗ den. Ueberall, wo die badiſche Gauliga eine Heimſtätte beſitzt, wurde um die koſtbaren Punkte gerungen: Hart und erbittert waren dieſe Kämpfe größtenteils, wie es unter durchweg gleichſtarken Gegnern ja auch kaum anders ſein kann. Und überall nahm das Publikum lebhaften Anteil an den Geſchehniſſen, ein Zeichen für das enorme Intereſſe, welches die Zuſchauer in viel größerem Maße als in den letzten Jahren an den. Fußballgeſchehniſſen nehmen. Eine ſehr erfreuliche Tat⸗ fache, wenn dieſes begeiſterte Mitgehen der Zuſchauer ſich im Rahmen des Anſtandes, der ſportlichen Geſit⸗ tung hält. Eine ſehr betrübliche Tatſache indeſſen, wenn dieſe knteilnahme Formen annimmt, die jedem Anſtand, jeder guten Sitte Hohn ſpricht, wie es ein Teil der Zuſchauer bei dem Spiel in Mannheim demonſtrierte. Freibunger waren das gewiß nicht, die da auf der Eſſig⸗Haas⸗Seite die Raſenſpieler mit wüſten Schmä⸗ hungen überhäuften; ſo volltommene Sportsleute von ſo vornehmer Geſinnung und ſo vornehmer Hand⸗ lungsweiſe, als ſie die Freiburger Spieler zeigten, haben beſtimmt auch ein vornehm denkendes und handelnden Platzpublikum. Welcher Verein in Mann⸗ heim die zweifelhafte Ehre genießt, dieſe wüft toben⸗ den Geſellen, die ſich bei dieſem Spiel VfR— FC Freiburg ſo gemein aufführten, zu ſeiner Anhänger⸗ ſchaft oder gar zu ſeinen eingeſchriebenen Mitglie⸗ dern zu zählen, ſei dahingeſtellt. Jedenfalls ſtellen dieſe ihrer Vereinsleitung das denkbar ſchlechteſte Zeugnis aus. Jeder Vereinsführer hat es in der KHand, auch die Vereinsanhängerſchaft zu erziehen. Aber wenn man dieſe Elemente noch ermuntert und ſagt:„Die Leute haben das Recht(10 zu ſchreien“, dann kann man ſich nicht wundern über die Früchte, die ein derartiger Ausſpruch eines verantwortlicher Vereinsführers zeigt. Das muß endlich aufhören. Die allerſchärſſten Maßregeln ſind gerade gut genug, um dieſe Unterweltsmanieren abzuſtellen. Unſere jun⸗ gen Leute auf dem Fußballfeld ſind zu wertvoll, als daß wir ſie dazu aufhetzen laſſen, in wildem Haß ſich gegenſeitig ihre geſunden Glieder zuſammenzutreten. Wenn gewiſſen Elementen durch die politiſche Um⸗ wälzung die Gelegenheit genommen wurde, ihren nie⸗ deren Inſtinkten durch wüſte Hetzreden und Rufen bei gewiſſen Umzügen Raum zu geben, ſo mögen ſie ſich wo anders austoben; auf den Sportplätzen haben ſie nichts zu ſuchen. Hinaus mit ihnen! Wir nehmen damit nicht parteiiſch Stenung für oder gegen einen Verein; wir treten lediglich ein für Anſtändigkeit und Sauberkeit auch im Sport und auf den Sportplätzen. Nach dieſer notwendigen Abſchweiſung zu den Spie⸗ len ſelbſt, welche im allgemeinen die erwarteten Er⸗ gebniſſe brachten. In Mannheim ſtanden ſich auf dem Platz bet den Brauereien VfR Mannheim und FC Freiburg gegenüber. VfnR gewann dieſes Spiel verdient auf Grund der beſſeren techniſchen Durchbildung der ein⸗ zelnen Leute. Aber ſo ganz überzeugen konnte die Mannſchaft nicht. Die hinteren Reihen zeigten wie immer gediegene Arbeit, dagegen zeigte der Sturm doch Schwächen, die das typiſche W⸗Syſtem— mit dem die Angriffsreihe erfolgreich operierte— klar zu Tage treten ließ. Berk, der mit manchem techniſchen Kabinettſtückchen brillierte, iſt ausgeſprochener Kurz⸗ paß⸗Spieler. Die weiten Vorlagen, mit dem bei die⸗ ſem Syſtem die zurückſtehenden Halbſtürmer zu ar⸗ veiten gezwungen ſind, mißlangen Berk faſt ſämtlich; durchweg landeten ſie beim Gegner. Und Theo⸗ bald war entſchieden zu langſam und hielt den Ball zu lange. Mit dieſer Leiſtung wird ſich der Sturm kaum gegen Waldhof am kommenden Sonn⸗ tag durchſetzen können. Die Freiburger hielten vollauf, was man ſich von ihnen verſprochen hatte. Eine enorm ſchnelle Mannſchaft, die gute Ballbehandlung beſitzt, ungekünſtelt mit rationeller Flügelkombination arbeitet und eine vollkommene Einheit bildet. Sie hat ſpieleriſch ſehr gut gefallen und hat durch ihr wirklich ſportliches Benehmen(zum Beiſpiel korri⸗ gierten ſie zwei Fehlentſcheidungen des trotzdem guten Dehm, Durlach, die dieſer zu ihren Gunſten gefällt hatte) einen Bombeneindruck hinterlaſſen. In Mühlburg ſtand am Samstagnachmittag Waldhof den Platzherren gegenüber. Es war ſicher einer der ſchwerſten Kämpfe, den Waldhof zu beſtehen hatte. Die Mühlburger, die mit gänzlich neu formierter Mannſchaft antraten, kämpften wie die Löwen und ſetzten alles daran, die Punkte zu behalten. Beinahe wäre ihnen dies auch gelungen, erſt im letzten Mo⸗ ment gelang es Siffling, der mit⸗Engelhard ge⸗ tauſcht hatte, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Wald⸗ hof hätte dieſes Spiel gewinnen können. Die Kom⸗ binationsmaſchinerie lief wie ſtets reibungslos auf volle Touren, aber der ſchußſchwache Innenſturm ver⸗ mochte es nicht, die fein herausgeſpielten Chancen zu verwerten. Insbeſondere Schäfer, den Entuſtaſten ſchon mit einem Pöttinger und Rohr verglichen, war ſehr ſchwach. Immerhin iſt der eine Punkt, den Waldhof ſich geholt hat, beſonders wertvoll. Der enge Mühlburger Platz iſt ein heißer Boden für jede Gäſte⸗ mannſchaft. In Pforzheim, wo Vfe2 Neckarau den Gegner des FE Pforzheim abgab, gab es ebenfalls ein Un⸗ entſchieden. Ohne Zweifel ein Erfolg der Neckarauer, der aber nicht ganz unerwartet kam. Der Ueberkom⸗ bination der Pforzheimer, deren unentſchloſſener In⸗ nenſturm die ſchönſten Sachen vergab, ſetzten die Nek⸗ karauer ihren bewährten reinen Zweckfußball ent⸗ gegen. Zeilfelder ſchuf die gefährlichſten Si⸗ tuationen, aber die Innenſtürmer verdarben vieles durch Ueberhaſt. Beinahe wäre den Neckarauern aber doch ein Sieg gelungen. Erſt 15 Minuten vor Schluß konnte Pforzheim das Führungstor der Gäſte, das dieſe durch Heſſenauer ſchon vor der Pauſe er⸗ zielten, ausgleichen. Die ringer konnte daran nichts ändern. Er hielt, was zu halten war und hat den größten Anteil an dem Remis. In Karlsruhe hatte der Kö alle Mühe, über Germania Brötzingen Herr zu bleiben. Ueberraſchen⸗ derweiſe klappte es trotz Fehlens von Müller und Hu⸗ ber zunächſt tadellos in der Mannſchaft, und raſch war auch das Führungstor erzielt. Als aber Brötzin⸗ gen kurz daxauf den Ausgleich herſtellte, fiel die KỹV⸗ Mannſchaft vollkommen auseinander. Wären Brötzin⸗ gens Stürmer im Strafraum nicht ſo vollkommen harmlos, ſo hätte das Reſultat leicht umgekehrt lau⸗ ten können. Erſt ein glücklicher Schuß von Siccard, der Siegestreffer, in der 30. Minnte nach der Pauſe, vermochte wieder etwas Ordnung und Syſtem in die Platzmannſchaft zu bringen. KF hat wieder einmal mehr Glück gehabt. In Freiburg lieferte der Phönix Karlsruhe ein Spiel, wie man es ſeit langem nicht mehr geſehen. Der SC Freiburg hatte überhaupt nichts zu beſtellen und kann zufrieden ſein, daß das Reſultat nicht noch höher lautete. Die Karlsruher Mannſchaft ſpielte wie aus einem Guß. Nirgends, in keiner Reihe, war eine Schwäche zu entdecken. Eine ganz überragende Partie bot wieder Föry, der temperamentvolle Mittelſtür⸗ mer, der nicht nur zwei prächtige Tore ſchoß, ſondern auch immer wieder die Angriffsreihe nach vorn riß. Er wor der beſte Mann auf dem Platz. Der Freibur⸗ ger Angriff, deſſen gefährlichſten Leute, Gäßler und Kaßmann, ſcharf bewacht wurden und vollkommen ſchachmatt geſetzt waren, kam in keiner Spielphaſe ernſtlich zu Wort. Das Fazit des Tages iſt für uns Mannheimer ſehr erfreulich. Zwar führt KFV immer noch; aber ganz knapp(9 Punkte) vor unſeren Vertretern, von denen VfR mit 8 Punkten als nächſter folgt vor Waldhof und Neckarau mit je 7 Punkten. SpC Mannheim-Garkenſtadt— Poſtſportverein Mannheim:3 Zum erſten Male trat der alte Rivale Poſtſportver⸗ ein auf dem neuen Gelände des SpC Gartenſtadt an. Auch diesmal gelang es dem Gaſtgeber nicht, die ungünſtige Bilanz über die vergangenen Spiele zu verbeſſern. Die Poſtmannſchaft lieferte ein tadelloſes Spiel, dem die Platzbeſitzer nur die erſte Hälfte ge⸗ wachſen waren. In dieſer Hälfte ſah man von beiden Seiten ein ziemlich ausgeglichenes Spiel und keiner der beiden Vereine konnte ein Tor für ſich buchen. Nach der Pauſe drehten die Poſtler mächtig auf; der Halbrechte konnte zweimal einſchießen. Doch der kleine Halblinke von Gartenſtadt verbeſſerte das Reſultat durch ein ſchönes Tor auf:2. Das Spiel wurde nun reich an ſpannenden Momenten. Die techniſch ſehr guten Vorſtädter drängten mit Macht auf den Aus⸗ gleich. Dieſer Anſturm dauerte aber nicht lange. Die Gäſte bekamen das Spiel wieder feſt in die Hand und der Linksaußen erhöhte auf:1. Der Poſtſportverein hat verdient gewonnen und iſt, nach den bisherigen Spielen zu urteilen, als ernſter Anwärter auf die Meiſterſchaft zu bezeichnen. Der Spielleiter Sutter aus Viernheim leitete das faire Spiel ſehr gut. Gartenſtadt 2. Mannſch.— Poſt 2. Mannſch.:2. Fußball⸗Rückſchau Schönralh in London geſchlagen In der ausverkauften Londoner Albert⸗Hall ging am Montagabend wieder einmal der deutſche Schwer⸗ gewichtsboxer Hans Schönrath in den Ring. Sein Gegner war diesmal der Südafrikaner Ben Foord, der während ſeines kurzen Aufenthaltes in England bereits drei Kämpfe gewonnen hat. Schönrath ſchlug ſich, wie immer, äußerſt tapfer, erlag jedoch der grö⸗ ßeren Schnelligkeit ſeines Gegners und verlor nach — erbitterten Gefecht über zehn Runden nur nach unkten. Ismayr verbeſſert einen weltrekord Zugunſten der Winterhilfe veranſtaltete der Gau Bayern im Deutſchen Athletik⸗Sportverband zuſam⸗ men mit den in München augenblicklich gaſtierenden Berufsringern einen Kraftſport⸗Abend, der ſich zu einem vollen ſportlichen und finanziellen Erfolg ge⸗ ſtaltete. Der Veranſtaltung wohnten im Zirkus Krone rund 4000 Zuſchauer bei, darunter auch der bayeriſche Staatsminiſter Wagner. Man ſah auf der ganzen Linie ausgezeichnete Leiſtungen, beſonders aber von den beiden Gewichthebern Ismayr und Wölpert, die dicht an die beſtehenden Weltbeſt⸗ leiſtungen herankamen. Olympiaſieger Rudi Ismayr gelang es ſogar, einen neuen Weltrekord aufzuſtellen, und zwar im beidarmigen Stoßen der Mittelgewichts⸗ klaſſe. Der Münchener brachte bei einem Eigengewicht von 149 Pfund nicht weniger als 288 Pfund und 300 Gramm zur Hochſtrecke. Der bisherige Weltrekord wurde von dem Aegypter Arafa mit 286 Pfund gehal⸗ ten. Staatsminiſter Wagner beglückwünſchte den Olympiaſieger und überreichte ihm einen Roſenſtrauß. Deukſche Kunſtturner in Kopen⸗ hagen Unter Teilnahme von zwei deutſchen Spitzenkön⸗ nern, Walter Steffen⸗Bremen und Erich Bok⸗ kenauer⸗Berlin, fand am Sonntag in der über⸗ füllten Kopenhagener Sporthalle ein internationales Kunſtturnen ſtatt. Als Sieger ging der finniſche Olym⸗ pia⸗Teilnehmer Voſikkinen mit 63,67 Punkten hervor. Steffen belegte mit 62,46 Punkten einen ehren⸗ vollen zweiten Platz vor dem Finnen Savolainen mit 60,12 Punkten und Bockenauer, der es nur auf 54,83 Punkte brachte. Aus der Deutſchen Turnerſchaft Die Kreisſpielwarte in Karlsruhe Die Neuordnung der Leibesübungen im allgemei⸗ nen, die des Spieles und hier in erſter Linie die neue Ordnung im Handball, gaben Veranlaſſung für die badiſche Turnerſchaft, ihre Kreisſpielwarte zu einer Tagung zuſammenzurufen, die in Karlsruhe am ver⸗ gangenen Sonntag ſtattfand, um alle die einſchlägigen Fragen und die erforderlichen Maßnahmen zu be⸗ ſprechen. Im Hauſe des Männerturnvereins hatten ſich nicht nur die Kreisſpielwarte vollſtändig mit dem Gauſpielausſchuß, ſondern zahlreich auch die Hand⸗ ballobleute und Vorſitzenden der Schiedsrichtervereini⸗ gung der Kreiſe eingefunden. Die Tagung ſelbſt ſtand unter dem Vorſitz von Gauſpielwart Neuberth, Karls⸗ ruhe, welchem zu Beginn der ſtellvertretende Gau⸗ ſpielwart Stalf, Mannheim, aus Anlaß ſeiner zehn⸗ jährigen Amtsführung in herzlichen Worten den Dank der Spielwarte und der badiſchen Turner für ſeine erfolgreiche Tätigkeit im Dienſte der Spielbewegung zum Ausdruck brachte. Einen breiten Raum der Verhandlungen nahm die Berichterſtattung des Gauſpielwartes über die Neu⸗ ordnung und die Verſammlung der Gauſpielwarte der Dt in Anſpruch. Auch die neue Handballſpielord⸗ nung, die zur Veröffentlichung ſertiggeſtellt iſt, ſtand im Mittelpuntt des Intereſſes. Der erſchöpfende Be⸗ richt des Gauſpielwartes fand das ungeteilte Intereſſe der Kreisſpielwarte. Epfreulich iſt, daß ſich mit den anderen Verbänden die Zuſammenarbeit nach Ueber⸗ windung anfänglicher Schwierigkeiten nach kurzer Zeit ſchon reibungslos geſtaltet hat. Eingehend wurde auch über die Schiedsrichterabſtellung geſprochen, desglei⸗ chen über Verbands⸗ und eigene Angelegenheiten und hier insbeſondere über die Neueinteilung der turneri⸗ ſchen Kreiſe, ſowie über Paßfragen. Ueber die Ein⸗ gliederung der Fußballmannſchaften der DT und die ſich ergebenden Zuſammenhänge erſtattete Gaufußball⸗ obmann Groth, Mannheim, Bericht. Die Gaupreſſe⸗ ſtelle wird nach weiterem Ausbau auch weiterhin be⸗ ſtrebt ſein, die Spielberichterſtattung zu fördern, um die Fach⸗ und Tagespreſſe hierin zu unterſtützen. Starkes Intereſſe löſte am Schluſſe der Tagung der Vortrag von Gauſpielwart Neuberth aus, der als ein ausgezeichneter Kenner in trefflicher Weiſe vom Wer⸗ den, Weſen und Sinn der Leibesübungen, insbeſon⸗ dere des Spieles ſprach. Der Jahrestag des Marſches auf Rom In ganz Italien wurde mit großen Feſtlichkeiten die 11. Wiederkehrs des Tages des Marſches auf Rom und des Beginnes des faſchiſtiſchen Regimes gefeiert. Unſer Bild zeigt die große Truppenparade vor dem Duce. Einheilliche Amaleurbeſtimmungen Studien⸗Kommiſſion tagte in Zürich Die zur Prüfung der Amateur⸗Beſtimmungen vom Internationalen Olympiſchen Komitee eingeſetzte Studien⸗Kommiſſton, beſtehend aus G. Evers⸗Deutſch⸗ land, Dr. Gaſton Mülleg⸗Schweiz, Stankovits⸗Ungarn, Anſpach⸗Belgien und Hector⸗Frankreich, hielt unter dem Vorſitz des deutſchen Leichtathletik⸗Führers Dr. Ritter von Halt am Wochenende in Zürich ihre erſte Tagung ab. Es wurden alle weſentlichen Punkte beſprochen und über den Verlauf der Sitzung nach⸗ ſtehende amtliche Bekanntmachung herausgegeben: „Die Internationale Studien⸗Kommiſſion, die ge⸗ legentlich der Wiener Tagung des Internationalen Olympiſchen Komitees von 13 internationalen Sport⸗ verbänden ins Leben gerufen wurde, mit dem Zweck, einheitliche Amateur⸗Beſtimmungen zu ſchaffen, die von möglichſt allen Verbänden ange⸗ nommen werden können, hat am 29. und 30. Oktober in Zürich getagt. Die Kommiſſion hat zunächſt die beſtehenden Beſtimmungen der verſchie⸗ denen Verbände verglichen, wobei ſich mehr denn je die Notwendigkeit als dringend herausgeſtellt hat, die beſtehenden Abweichungen und Unklarheiten im Inter⸗ eſſe der Amateur⸗Sportbewegung auszugleichen. Die Kommiſſion hat alsdann einen Vorſchlag für einheit⸗ liche internationale Amateur⸗Beſtimmungen ausge⸗ arbeitet, der ſich auf die beſonderen Erfahrungen aller Sportzweige ſtützt. Dieſer Vorſchlag ſoll zunächſt dem SOcC. zur Zuſtimmung und Unterſtützung unterbreitet und alsdann allen internationalen Sportorganiſatio⸗ nen zur Annahme vorgeſchlagen werden.“ * Der Vorſchlag der Studien⸗Kommiſſion iſt eine kurze und präziſe Zuſammenfaſſung der Minimal⸗ Bedingungen, die jeder Amateur⸗Sportler erfüllen ſollte. Seine Annahme würde eine Fülle von Un⸗ klarheiten und Ungleichheiten beſeitigen, die bisher den Anlaß geboten hat für zahlreiche Auseinander⸗ ſetzungen zum Schaden der geſamten Sportbewegung. Der Termin der Veröffentlichung dieſes Vorſchlages wird im Einvernehmen mit dem Exekutiv⸗Ausſchuß des JOC. ſeſtgeſetzt. fanuſpork auf dem olympiſchen Programm? Der von der IR eingereichte Antrag auf Zulaf⸗ ſung des Kanuſports zu den olympiſchen Spielen 1936 in Berlin iſt abgelehnt worden. Der Vorſitzende des IRg und des DaäV, Eckert⸗München, hat jedoch die Bemühungen fortgeſetzt und gelegentlich der Prager Tagung der IRcn wurde auch eine einſtmalige Re⸗ ſolution gegen die Ablehnung und für die Wiederauf⸗ nahme des Antrages gefaßt. Der Führer des öſter⸗ reichiſchen Kajak⸗Verbandes benutzte vor kurzem den Beſuch des Präſidenten des Internationalen Olym⸗ pia⸗Komitees, Graf Mai Latour, zu einer eingehen⸗ den Ausſprache über die Fragen des Kanuſports. Die IOC hat ſich nunmehr entſchloſſen, den Antrag der IRa auf die Tagesordnung des nächſten IOC⸗Kon⸗ greſſes in Athen zu ſetzen.— In den Kreiſen der Kanufahrer gibt man ſich nun wieder der Hoffnung hin, daß es der zielbewußten Arbeit des Führers des DaV doch noch gelingen wird, eine Aufnahme des Kanuſports in das olympiſche Programm Berlin 1936 zu erreichen. Akhletik⸗ Sporkfeſt in Trieſt Ein internationales Leichtathletik⸗Sportfeſt kam ge⸗ gen Schluß der Saiſon noch in Trieſt zum Austrag. Leider war das Wetter ſo ungünſtig, daß die Teil⸗ nehmer zum größten Teil nicht ihre gewohnten Lei⸗ ſtungen erreichten. Weltrekordmann Baccali durch⸗ lief trotzdem die 800 Meter in der guten Zeit von :54,3 Min. Ungariſche Erfolge gab es in der 4& 100⸗Meter⸗Staffel in 42,8 und im 200⸗Meter⸗Lauf in 22,2 Sekunden. Einen Doppelerfolg trug ſogar Ko⸗ vacs davon, der die 110⸗Meter⸗Hrden in 15,3 Sek. gegen den Italiener Tabai und die 400⸗Meter⸗Hürden nach hartem Kampf nur um Handbreite gegen Facelli gewann. Der Oeſterreicher Rinner wurde im 200⸗ Mtr.⸗Lauf nur Zweiter, entſchädigte ſich aber dafür durch einen Sieg auf ſeiner Spezialſtrecke über 400 —*— die er in 49,9 Sek. ſicher gegen Facelli an ſich rachte. Was man gern lieſt Der Fechtelub„Hermannia“ Frankfurt, einer der älteſten und verdienteſten Clubs im deutſchen Fecht⸗ ſport, feierte am Montag ſein 60fähriges Beſtehen. Erwin Casmir und Heim⸗Offenbach, der letzte Deutſche Meiſter im Säbelfechten, treffen am 25. No⸗ vember beim„Feſt der Sportpreſſe“ in Frankfurt in einem intereſſanten Gefecht zuſammen. Ein Fußball⸗Kurſus für den Gau 13(Südweſt) wird vom Deutſchen Fußball⸗Bund unter der Leitung von Bundesſportlehrer Oswald vom 6. bis 11. No⸗ vember im Frankfurter Stadion durchgeführt. Am letzten Tage findet zwiſchen einer Auswahlelf der Kurſiſten und einer Frankfurter Stadtmannſchaft auf dem Eintracht⸗Platz ein Uebungsſpiel ſtatt. Der Fußball⸗Länderkampf Deutſchland— Norwegen am kommenden Sonntag in Magdeburg wird von dem holländiſchen Schiedsrichter J. F. van Moorſel geleitet. Die SA⸗Radfahrer, die am Samstagmorgen zur Fernfahrt Berlin— München— Berlin ſtarteten, erreich⸗ ten am Sonntagabend Halle a. d. Saale. A. Polter⸗Leipzig, der vorjährige Deutſche Schwer⸗ gewichtsmeiſter der Amateurboxer, iſt zum Berufs⸗ ſport übergetreten. Hans Nüßlein, der Deutſche Weltmeiſter der Be⸗ rufsſpieler im Tennis, unterlag in Santiago gegen den chileniſchen Spitzenſpieler Facondi:6,:0,:6. Das ungewohnte tropiſche Klima ſetzte dem Welt⸗ meiſter übermäßig ſtark zu. Beim nächſten Kongreß des Internationalen Olym⸗ piſchen Komitees in Athen ſoll nun doch noch einmal die Frage behandelt werden, ob der Kanuſport in das Programm der Olympiſchen Spiele 1936 aufgenommen werden kann. Charlier/ van der Heyden, wurden im Berliner Sportpalaſt bei den Mannſchaftsrennen über 1000 Runden(166 Kilometer) Ueberraſchungsſieger mit Rundenvorſprung von Ehmer/ Funda und Tietz/ Kroll. Die Favoritenmannſchaft Schön/ Buſchenhagen endete mit vier Runden Abſtand erſt an neunter Stelle.— Dayhrge medattio f Anlüßl fahres feie wird die gliedsnun verleihen. Pog. erw eine Mit erhielten brochen wollen ſic g. Schi bringen. vember 1. Heute Eprechſtun E Dieienig Keilnahme mit aufgef ber auf de gegen Erf Empfang Zungbu in der„L SHumbolt 1933, 20 1 wart Will 10, 10a u. im Ortsgr lin, Wall Ale Or fetzen am + Ausführi Stadtteil 1 Oeffnung Dienstag, mittags 9. Nähere 1 mulare im in der Zeit Zuſchlagsfr 8. Durch or dieſes Mor ordnung fü Fuli 1933“ treten am Kraft. Der während de zeipräſtdiun auf der Ste geſehen wer MNannb 2 Der Ber Schreibhefte geben werd Muſter ſind 1933, vorm. Unterlagen Rechnungsan Mannheim Mannh S —— — — E 3 Donnersta 2 Uhr, wert Qu 6, 2, 0 ſtreckungswee 1 Baroc⸗ Toilette, ſümtl. Ge totheken, ca. 29 ver 1 Bücherſ Möbelſtüc Mannheim, Bu Zr Donnersta reckungsweg 2 Kleider Ladentheke ſchrünke, ſonſtiges. Mannheim,? Mor ————— ZIn Freitag, de 2 Uhr, werd Ou 6, 2, ge ſtrechungswege 1 Bücherſe 2 Radivafr knetmaſchin Mannheim, 3 Steph Zm Freitag, de 2 Uhr, werde Qu 6, 2, ge. ſtreckungswege 1 Akten⸗ ſchrünkchen Schreibma 1 Kaſſenſe büſetts, 1 Lederſtühle Apparate, Mannheim, 3 Hapy mungen Zürich nungen vom eingeſetzte vers⸗Deutſch⸗ vits⸗Ungarn, hielt unter Führers Dr. Zürich ihre lichen Punkte itzung nach⸗ gegeben: on, die ge⸗ ernationalen lalen Sport⸗ dem Zweck, chaffen, die n ange⸗ im 29. und imiſſion hat der verſchie⸗ ehr denn je tellt hat, die inn im ZInter⸗ eichen. Die für einheit⸗ gen ausge⸗ rungen aller zunächſt dem unterbreitet organiſatio⸗ n iſt eine Minimal⸗ ler erfüllen le von Un⸗ die bisher useinander⸗ rtbewegung. Vorſchlages iv⸗Ausſchuß piſchen auf Zulaf⸗ Spielen 1936 rſitzende des t jedoch die der Prager malige Re⸗ Wiederauf⸗ r des öſter⸗ kurzem den alen Olym⸗ r eingehen⸗ ſports. Die Antrag der IOC⸗Kon⸗ Kreiſen der r Hoffnung Führers des fnahme des Berlin 1936 2 rieſt feſt kam ge⸗ m Austrag. ß die Teil⸗ ohnten Lei⸗ ali durch⸗ n Zeit von s in der ⸗Meter⸗Lauf g ſogar Ko⸗ 1 15,3 Sek. eter⸗äHürden egen Facelli de im 200⸗ aber dafür e über 400 celli an ſich „einer der ſchen Fecht⸗ Beſtehen. der letzte am 25. No⸗ rankfurt in (Südweſt) der Leitung is 11. No⸗ führt. Am vahlelf der inſchaft auf Norwegen wird von in Moorſel norgen zur ten, erreich⸗ ſche Schwer⸗ m Berufs⸗ er der Be⸗ iago gegen 5,:0,:6. dem Welt⸗ alen Olym⸗ nun doch n, ob der chen Spiele n Berliner über 1000 ſieger mit Tietz/ Kroll. zen endete Stelle. 4 * prechſtunde. Hahrgang 3. Nr. 283. Seite 7 unordnungen der Ns DAu wedatnonsſchlun tür Waroleausgabe tüglich 19 uhr) treisleitung der Ns Dꝛy Achtung: Alte Parteigenoſſen! Betr. Ehrenzeichen der Reichsleitung Anläßlich der in München ſtattfindenden Zehn⸗ fahresſeier zur Erinnerung an den 9. November 1923 wird die Reichsleitung an die Pgg., welche die Mit⸗ oliedsnummer—100 000 beſitzen, ein Ehrenzeichen verleihen. Das Ehrenzeichen kann nur von folchen Wog. erworben werden, welche von der Reichsleitung eine Mitglieds⸗Nr. zwiſchen 1 bis 100 000 zugeteilt erhielten und der NSDielp bis heute ununter⸗ brochen angehören. Die in Frage kommenden Pgg. wollen ſich ſofort auf der Kreisleitung, I. 12, 2, bei . Schnerr melden. Mitgliedsausweis iſt mitzu⸗ bringen. Letzter Tag der Anmeldung iſt der 2. No⸗ bember 1933. Leute hat die Kreisleitung von—1 Uhr ihre Die Kreisleitung: Dr. R. Roth. PO. Detr. Sonderzugfahrt nach München Dielenigen Parteigenoſſen, welche ſich rechtzeitig zur Keilnahme nach München gemeldet haben, werden hier⸗ mit aufgefordert, die Karten bis ſpäteſtens 1. Novem⸗ ber auf der Kreisleitung L. 12, 2 bei Pg. Siering gegen Erſtattung des Fahrpreiſes von.80 RM. in Empfang zu nehmen. Zungbuſch. Donnerstag, 2. Nov., 20.30 Uhr, im der„Liedertaſel“, K 2, 31: Amtswalterſitzung. Sumboldt. Zellen 7, 8. u. 9: Mittwoch, 1. Nop. „Hakenkreuzbanner“ Verfügung ſtehenden§- und BoM.⸗Verbände zu folgenden Sammlungen ein: 1. Eintopfgerichtſamm⸗ lungen als Haus⸗ und Gaſtſtättenſammlungen. 2. Stra⸗ ßenſammlung mit Blumenabgabe. Beide Sammlungen ſind getrennt zu organiſteren und abzurxechnen. Sam⸗ melbüchſen und Blumen ſind am Donnerstag, 2. Nov. von—4 Uhr in B 1, 10—12 abzuholen. Rücklieferung muß am Montag, 6. November, von—4 Uhr, er⸗ folgen. 755 Achtung, Ortsgruppenbetriebsobleute! Alle Orts⸗ gruppenbetriebsobleute melden umgehend bis ſpäte⸗ ſtens 1. November fämtliche Firmen, in welchen noch keine Betriebszelle exiſtiert. Es kommen nur Firmen mit über 10 Belegſchaftsmitgliedern in Frage. Ortsgruppe Strohmarkt. Die nächſte Amtswalter⸗ ſitzung findet am Mittwoch, 1. Nov.(Allerheiligen) im„Kinziger Hof“, N 7, 8, ſtatt. BdM. Die Telefonnummer des Bundes deutſcher Mädels lautet ab heute 288 19. unterbann 1/171. unterbann n/171. Sümtliche Ar⸗ beitsloſe und fämtliche Schüler der beiden Unterbanne treten am Freitag, 3. November 1933, 20 Uhr, in der Turnhalle der Friedrichſchule(U⸗Schule) an zur Bildung von Sprechchören zur Wahlpropaganda. Der Führer des Bannes 171 iſt anweſend.— Die Gefolg⸗ ſchaftsführer der beiden Unterbanne ſchicken die der Kolonialſchar angehörigen Mannſchaften der HF. am Freitag, 3. November 1933, 20 Uhr, in das Ko⸗ lonialſchar⸗Heim nach p 3, 2. Die Sanitätsſchar vom uUnterbann 1 und 1/171 tritt am Mittwoch, 1. Nov., in ou 7(Rotes Kreuz) 1. die Spieler für die Herodes⸗Szene(Teufel, Solda⸗ ten und Einzelſpieler) und für die Verkündigungs⸗ ſzene(Engel und Einzelſpieler); 2. Muſtkanten mit Inſtrumenten; 3. regelmäßige Lehrgangteilnehmer. Turnſchuhe mitbringen. Geſamtperband deutſcher Arbeitsopfer Oeffentliche Kundgebung am Mittwoch, 1. No⸗ vember, nachm. 3 Uhr, im Nibelungenſaal, Redner iſt Pg. W. Braune, Verbandsleitung, Berlin, Pg. R. Bader, Landesobmann, Karlsruhe. Saaleröffnung 14.30 Uhr. Die Bezirksleitung. NS⸗Volkswohlfahrt Neckarau. Kartoffel⸗Verteilung betr. Die Gruppen 4, B und C melden ſich am 1. Novem⸗ ber, vorm, von—11 Uhr, in der Germaniaſchule Zimmer 4. Die Gruppen b, E und p melden ſich am 2. November, ebenfalls von—11 Uhr, in der Ger⸗ maniaſchule, Zimmer 4. Nur Ausweiskarten mitbringen! Gau-Parole Die Anmeldungen zur Zehnjahresfeier in München abgeſchloſſen Karlsruhe, 31. Okt. Wie die Gauleitung mit⸗ teilt, ſind ſämtliche Fahrkarten für die Sonderzüge zu Mittwoch, 1. November 1933 aus dem Aſyl. Eine Fantaſie um Richard Wagner und Mathilde Weſendonck. 18.40 Theodor Mommſen zum 30. Todestag. Vor⸗ trag. 19 Uhr Stunde der Nation.„Die Mannheimer Schule.“ 20.00 Kurzmeldungen. 20.10 Der Herrgottſchnitzer von Ammergau. 21.20 Abendfeier. 22.00 Zeit. Nachrichten. 22.20 Du mußt wiſſen. 23.00 Eurydike. 23.30 Vom Heimgang der Königin Luiſe. 24.00 Nachtmuſik. München: 10.00 Kathol. Morgenfeier. 11.00 Die Söhne Joh. Seb. Bachs. 11.30 Toten⸗ klagen nordiſcher Völker. 12.00 Mittagskon⸗ zert. 13.10 Allerſeelenbräuche in Bayern. 13.30 Herbſtweiſen. 14.30 Kriegsbriefe ge⸗ fallener Studenten. 15.00 Hausmuſikſtunde. 16.00 Orgelkonzert. 16.30 Veſperkonzert. 18.05 Klavierſonate von Schubert. 18.45 Sport⸗ bericht. 19.00 Stunde der Nation. 20.00 Das große Totenſpiel. Hörwerk. 21.30 Muſik von Beethoven. 22.00 Weltpolitiſcher Mo⸗ natsbericht. 23.00 Nachtmuſik. 1933, 20 Uhr, im Ortsgruppenheim. Leiter: Zellen⸗ „wart Willy Reuther, Lortzingſtr. 1a.— 10, 10a u. 11: Donnerstag, 2. November 1933, 20 Uhr, im Ortsgruppenheim. Leiter: Zellenwart Paul Ens⸗ Iin, Waldhofſtraße 232. NS-⸗Frauenſchaft Alle Ortsgruppenleiterinnen der Landortsgruppen ſetzen am Sonntag, 5. Nov. 1933, die Zellen Bitte ausſchneiden! ihnen zur um 20 Uhr an. Neugemeldete haben auch anzutreten. Kampfbund für deutſche Kultur In dieſer Nummer erſcheint der November⸗Kalender. Lehrgang für Laienſpiele und Feſtgeſtaltung. Don⸗ nerstag, 2. November 1933, 19—21 Uhr, in der oberen Turnhalle der Peſtakozziſchule(Eingang Otto⸗ Beck⸗Straße). Zu dieſem Abend haben nur Zutritt: der Zehnjahresfeier in München am 8. und 9. No⸗ 1 vember verausgabt. Die Anmeldungen zur Teilnahme Rheinwaſſerſtand an dieſer Feier ſind nunmehr endgültig abgeſchloſſen 30. 10. 33 31. 10. 33 und Neuanmeldungen können nicht mehr angenommen werden. Waldshut„ ˖Snd 5 Die Gauleitung: Rheinielden,„„ 2²³ 2² gez. Rückert, Geſchäftsfuyrer. Breisach„„„ 12⁵ 12 ————„„%„ 9———9 azan Rundfunk⸗Programm 25⁵0 für Mittwoch, 1. November gau. 158 191 Mühlacker:.35 Morgenkonzert..20 Wet⸗ Kölnn. 10³ 1²⁰ terbericht..45 Meſſe des elſäſſiſchen Kom⸗ poniſten Schacht. 10.00 Kathol. 1b Neckarwaſſerſtand 11.15 aus Mannheim: Kammermuſik. 12.00 30. 10. 33 31, 10. 83 Konzert. 13.00 Kleines Kapitel der Zeit. 3 13.15 Konzert. 15.30„Um Allerheiligen“. Jaestfeld.„ 40 94 16.00 Nachmittagskonzert. 18.00 Die Flucht l Mannneim„„ 242 243 Amtl. Bekanntmachungen Arbeitsvergebung Ausführung der Sarglieferung für denf Stadtteil Neckarau. Oeffnung der Angebote: Dienstag, den 14. November 1983, vor⸗ mittags.00 Uhr, Rathaus, N 1, Zimmer Nr. 124 Nähere Auskunft und Abgabe der For⸗ mulare im Rathaut N 1, Zimmer Nr. 32a, in der Zeit von—12 und von 15—18 Uhr. Zuſchlagsfriſt: bis 4. Dezember 1983. Hochbauamt g..: gez. Kneucker Durch ortspolizeiliche Vorſchrift vom 24. dieſes Monats wurd die„Wochenmarkt⸗ 5035K ordnung für die Stadt Mannheim vom 6. Fuli 1933“ geändert. Die Aenderungen treten am 1. November dieſes Jahres in Kraft. Der Wortlaut der Anderungen kann während der Dienſtſtunden auf dem Poli⸗ zeipräſdium I. 6, 1, Zimmer 45 ſowie auf der Städt. Regiſtratur(Kaufhaus) ein⸗ geſehen werden. „mannbeim, den W. Ortober 1933. Der Polizeiprüſtdent 5095K Der Bedarf an Zeichenpapier und Schreibheften für das 2. Schuljahr ſoll ver⸗ geben werden. Schriftliche Angebote nebſt Muſter ſind bis ſpäteſtens 10. November 1933, vorm. 11 Uhr, einzureichen. Nähere Unterlagen und Bedingungen beim Städt. Rechnungsamt— Beſchaffungsſtelle— Mannheim L 2, 9. 5094K Mannheim, den 31. Oktober 1933. rnn—— Freitag früy 8 Uhr auf Schlachthof der Freibank Kuhfleiſch. Anfang Nr. 1100 Zwangsversteigerungen Zwangs⸗Verſteigerung Donnerstag, 2. November 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Ou 6, 2, gegen bare Zahlung im Voll⸗ ſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Barock⸗Schreibtiſch, 5 Kommoden, 1 Toilette, Biedermeier, 2 Barockſchrünke, ſümtl. Gegenſtünde antik, 2 öteil. Kar⸗ totheken, 1 Bücherſchrank, 1 Credenz, ca. 29 verſchiedene Oelbilder(beſtimmt). 1 Bücherſchrank, 1 Credenz und ſonſtige Möbelſtücke. Mannheim, 31. Oktober 1933. Bär, Gerichtsvollzieher Zwangs⸗BVerſteigerung Donnerstag, 2. November 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, u 6, 2, gegen bare Zahlung im Voll⸗ reckungswege öffentlich verſteigern: 2 Kleiderſchränke, 1 Waſchkommode, 1 Ladentheke, 1 Radivapparat, 2 Bücher⸗ ſchränke, 1 Büfett, 1 Schreibtiſch und ſonſtiges. Mannheim, 31. Oktober 1933. Morath, Gerichtsvollzieher Zwangs⸗Verſteigerung Freitag, den 3. November 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, u 6, 2, gegen bare Zahlung im Voll⸗ reckungswege öffentlich verſteigern: 1 Bücherſchrank, 1 Vitrine, 1 Standuhr, 2 Ravpivapparate, 1 Klavier, 1 Butter⸗ knetmaſchine und ſonſtiges. Mannheim, 31. Oktober 1933. Stephan, Gerichtsvollzieher Zwangs⸗Verſteigerung Freitag, den 3. November 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, u 6, 2, gegen bare Zahlung im Voll⸗ Rarnssn öffentlich verſteigern: 1 Akten⸗ und 1 Bücherſchrank, 2 Roll⸗ ſchrünkchen, 1 Dipl.⸗Schreibtiſch, zwei Schreibmaſchinen, 2 große eichene Tiſche, 1 Kaſſenſchrank, 1 Klavier, 4 Zimmer⸗ büſetts, 1 Crevenz, 1 Standuhr, zehn Lederſtühle, 1 kompl. Bett, 2 Radio⸗ Apparate, Möbel aller Art und ſonſt. Mannheim, 31. Oktober 1933. Danksagung. Die vielen Beweise liebevoller Teilnahme anläslleh des Hinscheidens unseres lieben Heimgegangenen, Herrn SPn sind uns eln Trost in unserem gioßen Leld. Oanz besonders danken wir Herrn Pfarrer Renz, der Bàckerinnung, dem Verein t. Hungesport, dem Kleinkalibe-Schützen-Verein Edelweiss 1932 dem Gesangverein Badenia und Herrn Boxler namens der Haus- bewohner füͤr die warmen Worte des Gedenkens, sowie füt die zamreichen Kranz- und Blumenspenden. n Im Namen der trauernden Hinterbllebenen: Familie Karl Wagner 933²⁵ stattgefunden. Brahmsstraße 4 Todesanzeige Mein lieber Gatte, unser herzensguter Vater, Hert Jaliob 50pp ist am Sonntagfrüh sanft entschlafen. Die Beisetzung hat auf Wunsch des Heimgegangenen in aller Stille Mannheim, den 31. Oktober 1933 Familie Bopp 94500% Trauer- Karten 0% Uiefe in sorgfältigster Nach kurzem Krankenlager verschied plotzlien heute morgen unsere liebe Multer u. Großjmutter, Frau Wimelmine rhonig im Alter von 76 Jahren. Mannheim, den 31. Oktober 1933. geb. Krlegel Oeffentliche Verſteigerung Donnerstag, 2. November 1933, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, u 6, 2, gemäß 5 373 HGB., gegen bare ahlung öffentlich verſteigern: 2 dreiteilige Kapokmatratzen mit See⸗ graskopfkeil, 2 Schonerdecken, 2 Bett⸗ röſte, alles neu. Mannheim, 31. Oktober 1933. Guggolz, Gerichtsvollzieher Berufsmäntel für Damen und Herren AOUANM AMHMANN Tel. 33789. NMannheim, Qu 3, 1 — Fpezialhaus für Berufskleidung— Aanima Mlzemehe Uaearter. Lerllärna-Anniatner r ane voller Garantie— Spez. Ausgasun gegen Wanzen, neuestes Verfahren Ausfluhrung Im Namen det trauernden Hinterbliebenen: em oO Hugo rThonig Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 2. Okt.) Duchuruchervien nachm. ½3*—— 12——3— bitten 3 wir Abstand zu nehmen. malz& Lasminzer R 3. 14/15 C7, 6 Versteigerungen Ph. Schifferdeeker, F 5, 5 Tel. 325387 Happle, Gerichtsvollzieher schnellstens durch Blumenhaus Kocher, 0 5, 3 Telefon 289 46 Alle vorkommenden Druckarbeiten tür Handel und Industtie, Vereine und Private(von der kleinsten Karte bis zum größten Werk) wer⸗ den ges:⸗hmackvoll und rasch her- gestellt. Bei Bedarf verlangen Sie unverbindliche Vertreterbesuche. Zuchämekersion Senmalz& Lssrhinger Mannheim, N 3, 16/15, im flause ies„Makenkreuzbanner“ fiel. Z57 400 mi x 7 6(fa 2750) Amtl. Bekanntmachungen Am Montag, 6. November 1933, vorm. 11 Uhr, werden im Rathaus hier 30 Loſe Hackſtreu und 2 Loſe Wegſtreu aus dem Gemeindewald öffentlich verſteigert. Schwetzingen, 31. Oktober 1933. Der Bürgermeiſter. 95858 Schw Oeffentliche Zahlungsaufforderung Am 5. RNovember 1933 iſt die 7. Rate (Oktoberrate) an Gemeindeſteuer und Ge⸗ bäudeſonderſteuer für 1933(1. 4. 1933 bis 31. 3. 1934) zur Zahlung fällig und ſpäte⸗ ſtens bis 15. November 1933 zu entrichten. Wer bis zu dieſem Zeitpunkt nicht zahlt, hat an Verſäumnisgebühr 2 v. H. des aus⸗ ſtehenden, auf volle zehn Reichsmark auf⸗ gerundeten Betrags zu entrichten und die mit hohen Koſten verbundene Zwangsvoll⸗ ſtreckung zu erwarten.(9582K Schw Eine beſondere Mahnung ergeht nicht. Die Steuern können außer bei der Stadt⸗ kaſſe auch auf das Konto derſelben bei der Städt. Sparkaſſe und Volksbank Schwetzin⸗ gen, ſowie auf Poſtſcheckkonto 6692 Karls⸗ ruhe einbezahlt werden. Schwetzingen, 31. Oktober 1933. Stadtkaſſe. Handelsregiſtereintrag Abt. 4 Band II unter O. Z. 190. chweteingen I Umgebung ———— „ Reichstagswahl und Volks⸗ al timmung. Die Stimmkartei zur Reichstagswahl und Volksabſtimmung am Sonntag, 12. Novem⸗ ber 1933 liegt im Rathaus— Zimmer Nr. 3— in der Zeit vom 2. bis einſchließ⸗ lich 6. November 1933, werktags von vor⸗ mittags—12 Uhr und an dem in die Auflagefriſt fallenden Sonntag von 11 bis 12 Uhr zu jedermanns Einſicht auf. Wer die Stimmrartei für unrichtig oder unvollſtändig hält, kann dies bis Ablauf der Auflegungsfriſt beim Bürgermeiſteramt anzeigen oder zur Niederſchrift geben. So⸗ weit die Richtigkeit ſeiner Behauptungen nicht offenkundig iſt, hat er für ſie Be⸗ weismittel zu erbringen. Wenn die Auslegungsfriſt abgelaufen iſt, können Stimmberechtigte nur auf rechtzei⸗ tig eingebrachte Einſprüche aufgenommen oder geſtrichen werden. Stimmberechtigt iſt, wer am Abſtim⸗ mungstag Reichsangehöriger und 20 Jahre alt iſt.(9583K Schw Die in die Stimmkartei eingetragenen Wähler erhalten eine Benachrichtigungs⸗ karte zugeſtellt. Wer bis 2. November 1933 keine Benachrichtigungskarte erhalten hat, iſt in die Stimmkartei nicht eingetragen. Nachträgliche Aufnahme wäre bis ſpäteſtens Montag, den 6. November 1933, vormittags 12 Uhr, zu beantragen. Im übrigen wird auf den Anſchlag an der Verkündigungstafel verwieſen. Plankſtadt, 31. Oktober 1933. Der Bürgermeiſter. Hermann Walter& Co. in Schwetzingen. Die offene Handelsgeſellſchaft hat am 1. Or⸗ tober 1933 begonnen. Perſönlich haftende Geſellſchafter ſind: Hermann Walter, Albert Walter, beide Kaufleute in Schwetzingen. Zur Vertretung der Geſellſchaft iſt lediglich der Geſellſchafter Hermann Walter berech⸗ tigt.(Eiſenwarengroßhandlung.) Schwetzingen, 30. Oktober 1933. u. Speisezimmer Stets günstige Gelegenheit durch die Ehestandshilfe 2639K beil Dieir: ch. E 5, 11 Sehwetzingen, Mannheimerstr. 23 Bad. Amtsgericht 1.(9584K Schw Sämtliche Artikel für SA. u. SS. u. Mimmmum Fertige Uniformen und nach Maßz Iiilliimiium! Wes ofaten cuill, kauft gute Ware billig bei barl Bender, Schwelzingen Damen- u. Herrenkonfektion, Webwaren, Aussteuerartikel. 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Sonnenauf 16.31 Uhr; tergang.01 Gel rau Oed des von der und Doc Dor mit Aus ein Tau keim Im ein das in ſ Der No In den alte faft ausnahm Der Landma ſieht aus ſo v rung des Wi wird. Manch Unrecht, meiſt und deshalb gegeben, denn profitieren. Auf ſtrenge „Mariä Opfe: Winter ſtreng Schnee in S kündet er Sch Landmann:„ der Winter la Haſe, dient el es heißt:„W. — Dann ſorg milder Novem da wir dann e werden:„Blü Neu— Währ Allerheiligen „Steckt Allerh So iſt St. Me 7 Beſetzung ve inſzenierung d Lene Blanken — Kent, Jofe W. Krauſe Aubespine, 5 Bum Krüger— Kartenverkar (Allerheiligen) Kartenverkauf mittagsverkauf Weitei Wie vor ku Reichsbahn F wärtige Beſu Nationaltheate willigt, daß d nur zur Hälft Das National. jenigen Beſuch vergünſtigung vergünſtigung trittspreis für nicht um Vor ten Preiſen od Die Gültigk für Mittwoch⸗ bahn aufgehob Lieder⸗ Der Bariton lungsgang wir die Gelegenhe Künſtler gereif Jortragsweiſe Muſikaliſchen Kern. Auf ſein⸗ alle zu erforde beneinander. Glanz in Höh ſprache trägt N Deutlichleit de ſchlechtweg vor Die reichhalt Alle ber 19383„ Fahrgong 3. Nr. 283. Seite 9 Gedenklage 1755 Liſſabon wird durch Erdbeben zerſtört. 1880 Der Grönlandforſcher Alfred Wegener in Berlin geb.(geſt. 1931) 1914 Deutſcher Seeſieg unter Vizeadmiral Graf von Spee bei Coronel über die Eng⸗ länder. Sonnenaufgang.55 uhr. Sonnenuntergang 16.31 Uhr; Mondaufgang 15.38 Uhr, Mondun⸗ tergang.01 Uhr. Allerheiligen Gelbe Blätter fallen rauſchend von den Bäumen. Oed und kahl ſteh'n ſie, des Schmucks beraubt von kaltem Sturmwind, der jauchzend ſie umfaßt und tanzend mit ſich zieht.—— Doch eine Stätte iſt ihm heilig. Dort ſpielt vertraulich er mit milden, ſüßen Düften. Aus tauſend Kelchen prangt ein blütenreiches Meer. Taufriſches Saftgrün keimt und ſproßt hier. Im hellen Lichte lacht ein blühend Paradies, das ſtille Erdenkinder in ſeinem Schoße birgt. Der November im Volksmund In den alten Bauernregeln vom November iſt faft ausnahmslos nur vom Winter die Rede. Der Landmann, natur⸗ und wolkenkundig, er⸗ ſieht aus ſo vielen Anzeichen, wie ſich die Witte⸗ rung des Winters, ob lind, ob kalt, geſtalten wird. Manchmal haben die alten Bauernworte Unrecht, meiſtens aber gelten ſie auch heute noch und deshalb ſeien einige von ihnen wieder⸗ gegeben, denn an alter Volksweisheit kann jeder profitieren. 44 Auf ſtrenge Winter deuten die Regeln hin: „Mariä Opferung klar und hell— macht den Winter ſtreng ohne Fehl,“ und„Fällt der erſte Schnee in Schmutz— Vor ſtrengem Winter kündet er Schutz.“ Schon zu Martini ſagt der Landmann:„Hat Martini weißen Bart— wird der Winter lang und hart.“ Freund Lampe, det Haſe, dient ebenfalls als Wetterprophet, denn es heißt:„Wenn rauh und dick des Haſen Fell — Dann ſorg für Holz und Kohlen ſchnell.“ Ein milder November iſt⸗nicht ſonderlich erwünſcht, da wir dann einen winterlichen Frühling haben werden:„Blühn im November die Bäume aufs Neu— Währt der Winter bis zum Mai.“ Von Allerheiligen gibt es die folgende Bauernregel: „Steckt Allerheiligen in einer Pudelmütze— So iſt St. Martini der Pelz nichts nütze“. 5————————————————————— —— Nationalthealer Beſetzung von„Maria Stuart“. In der Neu⸗ inſzenierung der„Mari a. Stuart“ ſpielen: Lene Blankenfeld— Kennedy, Joſef Renkert — Kent, Joſef Offenbach— Daviſon, Klaus W. Krauſe— Paulet, Erwin Linder— Aubespine, Hans Simshäuſer— Bellievre, Bum Krüger— Okelly, Hans Finohr— Melvil. Kartenverkauf. Am Mittwoch, 1. November (Allerheiligen) iſt die Theaterkaſſe für den Kartenverkauf von 11—13 Uhr geöffnet.(Nach⸗ mittagsverkauf beim Pförtner, B.) Weitere Preisermäßigung Wie vor kurzem bekannt gegeben, hat die Reichsbahn Fahrpreisermäßigungen für aus⸗ wärtige Beſucher der Vorſtellungen des Nationaltheaters Mannheim in der Weiſe be⸗ willigt, daß die Fahrkarte für die Rückfahrt nur zur Hälfte des Ae wird. Das Nationaltheater Mannheim gewährt den⸗ jenigen Beſuchern, die von dieſer Fahrpreis⸗ vergünſtigung Gebrauch machen, eine Preis⸗ vergünſtigung von 10 Prozent auf den Ein⸗ trittspreis für alle Vorſtellungen, ſoweit es ſich nicht um Vorſtellungen mit bereits ermäßig⸗ ten Preiſen oder um Platzmieten handelt. Die Gültigkeit der Sonntagsrückfahrkarten für Mittwoch⸗Vorſtellungen iſt von der Reichs⸗ bahn aufgehoben worden. Lieder⸗ und Balladen⸗Abend Hans Kohl— Der Bariton Hans Kohl, deſſen Entwick⸗ lungsgang wir ſeit früheſter Zeit zu verfolgen die Gelegenheit gehabt haben, iſt nun zum Künſtler gereift. Seine äußerſt ſteigerungsfähige Bortragsweiſe zeugt von einem Erfaſſen des Muſikaliſchen und Inhaltlichen im innerſten Kern. Auf ſeiner ſtimmlichen Palette liegen nun alle zu erfordernden Eigenſchaften greifbar ne⸗ beneinander. Seine Stimme beſitzt farbigen Glanz in Höhe, Tieſe und Mitte; die Aus⸗ ſprache trägt Merkmale ſtraffſter Schulung. Die Deutlichleit der Konſonanten insbeſondere iſt ſchlechtweg vorbildlich. „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November 1934 Zwiſchen Herbſt und Winter Von Ulrich Dieckholz. Nebel brauen in den Tälern. Der Sturm macht ſich über das Bergland her, fegt in die Täler hinein und raſt und tobt. Er wühlt ſich mißlaunig in die aufſteigenden Nebel und jagt ſie auseinander. Flatternd wie graue Unhol⸗ dinnen fliehen ſie mit zerfetzten Gewändern in Berglehnen hinauf. Die Berge ſtehen düſter, gleich ſinnenden Rieſen, und tragen ihre herbſtlichen Wälder wie ein herbes Schmuchgewand. Dann kommt ein Tag, der Regenſchauer über Regenſchauer bringt, und ein anderer, der vollends alle Schleuſen des Himmels öffnet. Es regnet un⸗ unterbrochen. Es regnet Tag und Nacht. Die Nächte ſind finſter wie feuchte, dunkle Keller⸗ gewölbe, in die kein Lichtſtrahl dringt. Es trieft vom Dache; es plätſchert und llingt. Lichtſchimmer, der ein Forſthauszimmer trau⸗ lich erhellt; ein gußeiſerner Oſen, in dem ein lebhaftes Feuer unter Geknacke und Geekniſter dicke Holzllötze frißt; ein mit altüberliefertem Familienhausrat erfülltes Zimmer, von deſſen Wänden Jagdtrophäen Geſchichten erzählen won Weidwerk und Geborgenheit, um die her⸗ um in Nacht und Finſternis entfeſſelte Natur⸗ kräfte ihr Weſen haben. Der Sturm heult am Dache und fährt brau⸗ ſend durch den Wald hinweg davon. Regen wirft ſich praſſelnd gegen klirrende Fenſterſchei⸗ ben. Durch die Finſternis der Nächte und durch die Dunkelheit der Tage geht ein dumpfes, un⸗ irdiſches Grollen. Es iſt das Rauſchen, Brau⸗ ſen und Murren der Wildwaſſer, die von den Hüöhen der Berge über Stein und Geröll in die Tiefen der Täler hinunterſtürzen. Der große Bach im Tale, der ſie alle aufnimmt, ſchwillt und wälzt brauſend trüber und trüber wer⸗ dende Fluten.— Im Dunkel der Nacht ſind die Winterrieſen gekommen. Eis hängt in ihren Bärten, und Schnee wirbelt aus ihren Mänteln. So fuh⸗ ren ſie durch den von Näſſe triefenden Wald. Da legt es ſich wie eine Schicht durchſichtigen Glaſes um die herbſtfarbenen Blätter, daß ſie ſchwer, als ſeien ſie aus Porzellan, an ihren Zweigen hängen. 15 Die Bäume tragen ungewohnte Laſt und beugen ſich. Sie beugen ſich ächzend tiefer noch, als ſich dann weicher Schnee wie ein ſchwerer Mantel um ſie legt, mit ſeiner Schwere zur er⸗ ſten Laſt die zweite, noch gewichtigere, fügend. Verſchneiter Wald zwiſchen Herbſt und Win⸗ ter. Einſame, ſchweigende Majeſtät.„Wer Ohren hat zu hören, der höre!“, ſagt der alte Förſter, indem er durch den Wald hingeht, die Schäden zu unterſuchen, die nachher als Schnee⸗ und Eisbruch in den Büchern verzeichnet ſte⸗ hen werden.„Des Waldes Schweigen iſt be⸗ redter als die Lehrhaftigkeit von hundert So⸗ phiſten. Der Wald liebt das Zwiegeſpräch mit dem Herzen; und das Herz gibt des Waldes Fragen weiter an den herzverbundenen Geiſt. Er ſtellt Frage um Frage; und eine Frage ge⸗ biert die andere.“ „Warum iſt dieſer ſtarte Eichenſtamm, der doch bis ins Mark hinein geſund war, mitten durchgebrochen?“ fragt der Wald. „„Weil dieſe Schnee⸗ und Eiſeslaſt zu tragen, über ſeine ſtarke Kraft ging!“, antwortet der Gefragte. „Wie das?“ „Der Baum ſtand gebeugt, wie ein von der Sehne geſpannter Bogen. Er ertrug die Span⸗ nung. Da kam der Sturm und übte einen ſtar⸗ ken Druck; der Bogen brach. Nuin ſteht das Stamm⸗Ende, das in der Erde wurzelt, da; das Kronen⸗Ende aber mit der Krone liegt am Boden. Der Baum, der hier geſtanden, iſt tot!“ Spricht der Wald:„Du ſagteſt, warum der Baum tot iſt. Nun aber ſage mir doch o Menſch, wozu er ſtarb!“ „Er ſtarb, daß ſein Holz und Blätterwerk, vermodernd, den Waldboden dünge.“ „Sieh her! Hier liegt der Stamm. Rund⸗ um liegt der halbe Wald zerſtört. Das iſt deine Antwort: Die Gefallenen ſollen, vermo⸗ dernd, den Boden düngen, neues Leben zu fördern. Deine Antwort iſt eine Antwort!“ Ich gehe aber zum Sägemüller in der Tal⸗ mühle und frage ihn. Er ſagt:„Der Wald zer⸗ brach, daß ſich mein Mühlrad wacker drehe. Ich denke ſchon daran, mein Werk zu ver⸗ größern. Frage ich aber ein Tier, es wird alſo ant⸗ worten:„Damit ich ein ſicheres Verſteck habe!“ So ſprechen der Vogel und der Haſe.„Damit ich im Moder wühlen kann“, ſagt der Wurm. Und frage ich hundert andere, Menſch oder Tier, ſo wird mir hundertſache Antwort. Es ſind aber alles halbe Antworten auf meine große Frage nach dem Sinn. Sage mir du die ganze Wahrheit! „Ich weiß ſie nicht!“ „So merke es dir, damit du weißt, daß du nichts weißt, wie ein großer Wiſſender ſchon vor Jahrtauſenden geſagt hat!“ Der Wald hat geſprochen und hüllt ſich wieder in Stille und Einſamleit. Seine Stille und Einſamkeit aber iſt lebend? Kraft in der Erkenntnis.„Ich weiß, daß ich nichts weiß!“ einem Großen, Allwiſſenden, Gewaltigen, einem Unfaßlichen, das die Ge⸗ ſchicke der nichtwiſſenden Menſchheit, der Tiere und Pflanzen und alles Seiende lenkt, zu dienen! Und ſie führt den Gefragten zum Glauben! Jubiläumsfeier in der Herz⸗Jeſu⸗ kirche In einer feſtlichen Abendfeierſtunde beging die Frauenkongregation der Herz⸗Jeſu⸗Pfarrei dieſer Tage das ſilberne Jubiläum in ihrer ſchönen Pfarrkirche. Profeſſor Waldvogel hielt eine Marienpredigt mit dem Erinnern an das Jubelfeſt. Stadtpfarrer Schäfer voll⸗ zog die feierliche Aufnahme von 20 Kongrega⸗ tioniſtinnen unter Aſſiſtenz der Kapläne Glaſer und Müller. Umrahmt wurde die lithurgiſche Jubelfeier mit geiſtlichen Liederchören. Achkung! Wir weiſen nochmals darauf hin, daß die am Donnerstag, 2. November, abends 8 Uhr, ſtattfindende Monatsverſammlung im neuen Verſammlungslokal „Germania⸗Säle“, S 6, 40(früher Bäcker⸗ innung) 1 abgehalten wird. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesred⸗ nung iſt vollzähliges Erſcheinen unbedingt er⸗ forderlich. Verein ehem. R..R. 249, Ortsgruppe Mann⸗ heim Der Führer: Dr. W. Kattermann Heute Mittwoch 1. November (Allerheiligen) erscheint das„Hakenkreuzbanner“ nur einmal. Die Schalter für Anzeigen, Offerten und Bezug sind ab 13 Uhr geschlossen FA. Syrechſtunden der Schrifkleitung Ab heute, 1. November, ſind unſere Sprech⸗ ſtunden täglich auf 17—18 Uhr feſtgeſetzt. (Außer Samstags und Sonntags.) II — Gelegenheit zur Entfaltung. Die herbe Schmerz⸗ lichkeit der„Vier Ernſten Geſänge“ von Joh. Brahms entſprechen dem Naturell des Sän⸗ gers in hohem Maße. Beſonders eindringlich gelang ihm die Geſtaltung der bekannten Ko⸗ rintherbrief⸗Epiſode„Wenn ich mit Menſchen⸗ und Engelszungen redete...“ Weiterhin gab es drei Stücke aus Schuberts„Geſängen des Harf⸗ ners“, Hugo Wolfs Mörike⸗Vertonungen(Der Geneſene an die Hoffnung; Fußreiſe; Der Tambour) und die Loewe⸗Balladen„Der ſelt'ne Beter“ und„Archibald Douglas“. Beſonders die letzteren ließen die Erfaſſung des Dramatiſchen recht deutlich werden. Lucie Schuhmacher, die Begleiterin, iſt mehr als das: Eine Muſikerin von rhythmi⸗ ſcher Prägnanz und dabei letzter Anpaſſungs⸗ möglichkeit. Darüber hinaus beſteht ein idealer Kontakt mit dem Sänger. Sie verſteht es her⸗ vorragend, bei allen dieſen Geſängen den auf das Klavier entfallenden, nicht unerheblichen Inhaltsanteil plaſtiſch werden zu laſſen. Der Muſenſaal wies eine in Anbetracht der politiſchen Umſtände recht zahlreiche Zuhörer⸗ ſchaft auf, die den Sänger nicht ohne das üb⸗ liche Nachprogramm entließ. Hermann Eckert. Poldi Mildner, die im nächſten, zweiten Meiſterabend am Freitag, 3. November, in der Harmonie ſpielt, wird als das größte Klavier⸗ wunder bezeichnet, das im letzten Jahrzehnt dem muſikaliſchen Europa erblüht iſt. Die junge Künſtlerin hat ſich für den Mannheimer Abend ein beſonders intereſſantes und wert⸗ volles Programm zuſammengeſtellt. Sie wird von Bach, Buſoni Präludium und Fuge in D⸗Dur ſpielen, die Es⸗Dur⸗Sonate von Haydn, die Symphoniſchen Etüden von Schumann, Walzer⸗Etüde und Scherzo von Chopin, ein Impromptu von Bortkiewie und als Beſchluß den Liebestraum und die ſpaniſche Rhapſodie von Lifzt. Drei Variets⸗Feſttage im Nibelungenſaal. Am kommenden Samstag, Sonntag und Montag, alſo nur drei Tage, werden die drei welt⸗ berühmten italieniſchen Clowns Fratellini Freimarkenſtempel zu 6 Rpf. mit dem Kopfbild (Guſtavo, Max und Gino) mit einem ſenſatio⸗ nellen großen Varieteprogramm im Nibelun⸗ genſaal des Roſengartens gaſtieren. Am Sonn⸗ tag nachmittag findet eine Kindervorſtellung mit vollſtändigem Programm ſtatt. Lutherpoſtkarten. Am 4. November beginnen die Poſtanſtalten mit dem Verkauf einer zur 450. Wiederkehr des Geburtstages Dr. Martin Luthers ausgegebenen Gedenkpoſtkarte. Die Karte trägt auf dem linken Teil der Vorder⸗ ſeite in Schwarzdruck ein Bildnis Luthers; der des Reichspräſidenten iſt in der Farbe des Lutherbildes gedruckt. Aus dem Film„Der Tunnel“, der nun⸗ mehr ab 3. November beſtimmt im Alhambra läuft. „Der ewige Verral“ „Schauburg“ „Der ewige Verrat“ Dieſer Finn der allerorts großes Intereſſe gefunden hat und auch hier bereits erb 8 aufgeführt wurde, verdient es, wiederholt ge⸗ zeigt zu werden. Ein Filmwerk läuft hier vor uns ab, das zu⸗ mindeſt hiſtoriſchen Hintergrund hat, wenn⸗ gleich die Dichtung hier die Wahrheit weit überwiegt. Es iſt ein dankbares Motiv aus den Tagen Andreas Hofer verwertet, das von einem tüchtigen Regiſſeur zu einem künſtleriſch und filmtechniſch hochſtehenden Filmwerk ge⸗ formt wurde. Im Mittelpunkt das ſchändliche Bemühen der franzöſiſchen Beſatzung Tirols, Hofer mit Liſt oder Gewalt in ihre Hände zu bekommen. Alle Verſuche ſcheitern an der Treue der wackeren Tiroler, bis ſich ſchließlich doch ein„Judas von Tirol“ findet. Dieſes Geſchehen iſt reich an ergreifenden Szenen und dramatiſchen Momenten und ſpielt im Rahmen einer herrlichen Hochgebirgs⸗ z 0 Träger der Handlung ſind Spitzenſpieler wie Fritz Raf p, Camilla Spira, Fritz Kam⸗ pers und andere erſte Kräfte. Ein Filmwerk alſo, das einen guten Geſamt⸗ eindruck hinterläßt, auch dann noch, wenn man das Lichtſpielhaus verlaſſen hat. Aus den Beiprogramm⸗Nummern intereſſiert Kupferbergwerken. beſonders ein Kulturfilm aus den Mansfelder Ireier Bund/ Skädt. Kunſthalle „Vortrags⸗Wochenkalender vom 30. Oktober bis 4. November 1933. Donnerstag, 2. Novem⸗ ber: Univ.⸗Prof. Dr. Kurt Bauch, Freiburg: „Deutſche Dome des Mittelalters“— mit Licht⸗ bildern—. Anfang 20.15 Uhr. Abt. 1(—). Freitag, 3. November: Univ.⸗Prof. Dr. Kurt Bauch, Freiburg:„Deutſche Dome des Mittel⸗ alters“— mit Lichtbildern—. Anfang 20.15 Uhr. Abt. II(—). Die reichhaltige Vortragsfolge gab ihm viel Alle müſſen m Slädliſchen Sparkaſſe, Konko Nr. 338b, einbezahlt werden. ithelfen, ſpendet zum Winterhilfswerk Spenden nimmt die Kreisgeſchäftsſtelle der N S⸗Volkswohlfahrt in B 1, 10 an. Spenden können auch bei der Jahrgang 3. Nr. 283. Seite 10 „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November 1933 Der Kampf um den Arbeiter in Mannheim Die Arbeitsopfer ſtehen zu Adolf Der Waldhof eine Hochburg deutſcher Geſinnung 20 000 Volksgenoſſen aus Waldhof und Umgebung marſchieren für den Frieden „Richt Klaſſenkampf, ſondern Volksverſöhnung, nicht Weltkrieg, ſondern Weltfrieden.“ Unter dieſer Parole marſchierten 20 000 deutſche Volksgenoſ⸗ ſen, marſchierten vor allem Arbeiter und Ar⸗ beiterinnen, marſchierten Arbeitsloſe und Ver⸗ härmte, marſchierten Menſchen, die der Irrſinn eines Friedensvertrages bis zum Rand der Verzweiflung getrieben hatte und die jetzt wie⸗ der Hoffnung ſchöpfen können. Auf 8 Uhr war die Kundgebung angeſetzt. Lange vorher war die Halle des Sport⸗ vereins 07 überfüllt. Immer noch mar⸗ ſchierten Kolonnen aus allen Teilen der Stadt mit Muſik auf. Kolonnen von einigen hundert Meter Länge füllten die Straßen. Männer und Frauen, alt und jung, der Arbeiter, der Ange⸗ ſtellte, der Kaufmann, der Techniker, ſie alle marſchierten Schulter an Schulter. Immer wie⸗ der klingt Marſchmuſik auf eines neuen Zuges. Fackeln zeichnen ſchon von weitem ihren Weg. Die Turnhalle iſt mit Hakenkreuzfahnen ge⸗ ſchmückt, die vom Gebälk der Decke herunter⸗ hängen. Lange Spruchbänder zieren die Wände, rufen in markigen Worten zur Beſinnung meines jeden Volksgenoſſen. Der Saal iſt überfüllt. Bis zum fahnen⸗ geſchmückten Rednerpult drängen ſich die Men⸗ ſchen. Sie ſtehen dicht gedrängt und halten aus, obwohl ſie müde ſind von des Tages Ar⸗ beit. Draußen vor der Halle überträgt ein Laut⸗ ſprecher die Vorgänge im Saal. Hier ſtauen ſich etwa 12 000 Volksgenoſſen, ſie haben zum Teil weite Wege hinter ſich; ſie ſind von der Neckarſtadt nach Waldhof marſchiert, vom Jungbuſch, von Humboldt. Von Käfertal und Sandhofen ſind ſie herbei⸗ gekommen, um ſich zur Idee des Friedens in einer gewaltigen Kundgebung zu bekennen. Sandhofen hat eine Kapelle geſtellt, die im Saal aufſpielt. — — Kreisleifer Pg. Dr. Rolh ſpricht zu der Verſammlung. Er iſt gerade unter den Arbeitern kein Unbekannter und bei benen vom Waldhof erſt recht nicht. In zäher Kleinarbeit wurde um ſo manchen Einzelnen gerungen, bis er ſich zur Einſicht bekannte. Die „Arbeit und Mühe hat ſich gelohnt; vom Wald⸗ „hof kann man mit Recht und mit Stolz ſagen: er iſt eine Hochburg deutſcher Ge⸗ ſinnung geworden. Beifall unterbrach die Rede des Pg. Dr. Roth, als er aus dem Herzen heraus in die Herzen hinein ſprach. 4. Millionen Leichen hatte der Krieg im Ge⸗ folge. Millionen Arbeitsleichen brachte uns der Verſailler Vertrag. Aus dieſen Schlachtfeldern unerhörten Opfers wollen wir das deutſche Volk herausführen zum Frieden. Den Ertrag unſerer Arbeit ſoll aber nicht der Rachen inter⸗ nationaler Hochfinanz verſchlingen, ſondern der Ertrag muß unſerem Voll zugute kommen. Die Berichterſtatter der anderen Nationen mögen aber nicht in die vornehmen Hotels gehen, um die deutſche Not zu ſtudieren, ſondern hier heraus in den Waldhof, wo in den vier Wän⸗ den der Wohnungen die Not und das Elend niſtet. Deutſchland wäre nach weiteren zwei Jahren der alten Herrſchaft zu einem Friedhof geworden, das iſt der Sinn auch des„Frie⸗ densvertrages“ von Verſailles. Weil wir in unſerem eigenen Land Frieden und Ordnung herſtellten, ſind wir berufen, der Welt den Frieden zu bringen. Den Phraſen⸗ ſchwall der Internationale hat der Arbeiter als hohl erlannt und hat zuoleich Vertrauen ge⸗ hohl erkannt und hat zugleich Vertrauen ge⸗ zund zu dem Volkskanzler. Vertrauen zum Ver⸗ trauen. Wer Adolf Hitler die Treue hält, dem wird ſie wieder gehalten. Und wie leicht muß die Gefolgſchaft fallen, da Adolf Hitler einem jeden die Hand zu geben bereit iſt, der mitarbeiten will am Aufbauwerk. Es gibt keine Feinde mehr als Arbeitsloſigkeit und Elend, ihnen gilt der Kampf. Was in mehr als einem Zahrzehnt vernichtet wurde, kann jedoch nicht NN 05.1 »werden wenigſtens in dieſem Winter weder in einigen Monaten wieder gutgemacht werden. Aber die vier Millionen, die keine Arbeit haben, hungern noch frieren. In der Erkenntnis dieſer Erfolge und dieſes guten Willens werden die Menſchen, die auf dem Waldhof wohnen, die gerade zu den Aerm⸗ ſten gehören, zeigen, daß ſie als Söhne ähres Vaterlandes ſich bekennen und im Kampf um den Friedenmit an der Spitze marſchieren. Der Lohn wird dann eines Tages kommen, der darin beſteht, daß der Arbeiter wieder ſeinen Feierabend hat, daß er Sonntage und Werktage wieder kennt, daß der Feiertag wieder einen Sinn bekommt. Um alles dies zu erreichen, bedarf es nur des einen kleinen Dienſtes, des Ja⸗Be⸗ kenntniſſes am 12. November, das der Welt beweiſen ſoll, daß das ganze deutſche Volk einmütig und geſchloſſen hinter ſeinem Führer und deſſen unbedingten Friedenswil⸗ len ſteht.— Die 20 000 ſangen das Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied und trugen in diſzipli⸗ nierten Kolonnen bei dem Abmarſch den Wil⸗ len zum Frieden noch einmal ſichtbar hinaus in die nächtlichen Straßen der Stadt. L. Kreisleiter Pg. Dr. Roth vor der Belegſchaft der Firma Bopp& Reuther Täglich ſpricht unſer Kreisleiter Pg. Dr. Roth in zwei bis drei Kundgebungen und Verſammlungen. Täglich verſammeln ſich deutſche Arbeiter um— Betriebsfahnen in den Hallen und Werkſälen, um zuſammen mit den Angeſtellten ihr Bekennitnis zu Frieden und Freiheit des deutſchen Volkes—— eberall ſtehen die Beleg⸗ ſchaften geſchloſſen zuſammen, wie ein Mann, um zu bekunden, daß ſie einmütig fnd Welt ihr Nein entgegenzuſetzen gewillt ind. Der deutſche Arbeiter der Stirn und Fauſt 5 heute bereit, den Schild ſeiner Ehre wieder rein zu waſchen von dem Vorwurf der Barbarei und der niedrigen Ge⸗ ſinnung. Er ſteht bereit, zu bekunden, daß das deutſche Volk in ſeinen arbeitenden Schichten nicht an Krieg und Eroberung denkt, ſondern daß 342 Recht und wie⸗ der ſein Recht will! Dieſes Recht, das jedem—— 1 zugebilligt wird, in Frie⸗ den ſeiner Arbeit nachzugehen. Unſere Gegner in der Welt wollen uns dieſes Recht vorent⸗ alten, wollen uns als Volk zweiter laſſe behandeln. Dagegen ſteht heute der Arbeiter auf, er, der immer ſchon den Kampf um ſeine fän⸗ G. Aünanaananaannaaanannaanaanmanaamaamg KRampfbund für Deutſche Rultur Hlannheim November⸗Kalender Donnerstag, 2. November:— für Laienſpiel und Feſtgeſtaltung. Peſtalozzi⸗ ſchule(Eingang Otto⸗Beck⸗Straße). Montag, 6. November: Vorübungen zum Freitag, 1 faal. Abends 8 Uhr. Abends 8 Uhr Sonntag, theater. Vormittags 11.30 Uhr. Hinweis: Mittwoch, 8. Dezember: Bitte ausſchneiden! auaaanamanmagmanmsanaaamaananaamimanamasasassnaſ AII Einführung in die Volkskonzerke Die Städt. Hochſchule für fuß und Theater veranſtaltet eine Reihe von fünf Einführungs⸗ ſtunden zu den Akademie⸗ und Volksſinfonie⸗ konzerten, jeweils an den Sonntagen vor den Konzerten von halb 12 bis halb 1 Uhr im Mau⸗ riſchen Saale der Hochſchule. Vortragender iſt Dr. Friedrich Eckart, die muſikaliſchen Er⸗ läuterungen am Klavier gibt Friedrich Die nächſte Einführüngsſtunde zum 2. Akademie⸗ und Volksſinfoniekonzert findet am Sonntag, 5. November, halb 12 Uhr, in der Hochſchule ſtatt, Dauerkarten für die ganze Einführungsreihe zum Preiſe von 2 Mk. im Sekretariat, bei Heckel, Pfeifer, Keßler, Muſik⸗ haus Planken, Tillmann, und in der eſchae⸗ ſtelle der Akademie. Karten für den Einzel⸗ vortrag 60 Pfg., nur im Sekretariat und am Sonntagvormittag. Die bereits vorbeſtellten Dauerkarten liegen Donnerstag, 9. November: Lehrgang für Laienſpiel und Feſtgeſtaltung. Montag, 13. November: Vorübungen zum Schwerttanz. Dienstag, 14. Rovember:„Oſeberger Totenſchiff“ 3. Dr. Zeh, Heppen⸗ heim. Kunſthalle. Abends.15 Uhr. Donnerstag, 16. November: Lehrgang für Laienſpiel und.— „November: Erſter Mitgliederabend(Pfl Sonntag, fti Montag, 20. und Dienstag, 21. November: Tage der Haus⸗ mu Montag, 20. November: Vorübungen zum Schwertta Donnerstag, 23. November: Offene Singſtunde. Donnerstag, 23. November: Lehrgang für Laienſpiel und Feſtgeſtaltung. 6. November:„Deutſche Totenklage“, Morgenfeier. National⸗ Montag, 27. Oktober: Vorübungen zum Schwerttanz. Donnerstag, 30. November: Lehrgang 15 Laienſpiel und Feſtgeſtaltung. Voranzeige: Freitag, 1. Dezember: Vortrag über Raſſefragen. Dr. Hans Grimm. Aus eigenen Werken. Pfalzbau, Ludwigshafen. Abends 8 Uhr. im Sekretariat zur Abholung bereit. A Anerkennung im Volksganzen geführt a hat. Die Betriebsverſammlung bei Bopp und Reuther nahm am geſtrigen Nachmittag einen 3 hervorragenden und vorbildlichen Verlauf ine einfache Werkhalle — die Arbeiter zu einem ſchmucken und reundlichen mit Siitz⸗ plätzen umgeſtaltet, viel Grün und Blumen gab zuſammen mit den Fahnen und den Lo⸗ ſfungen auf den Transparenten der Umgebung einen frohbewegten Anſtrich. Eine eigene Häuskapelle und ein eigener Spiel⸗ mannszug ſpielten flotte Märſche und beglei⸗ teten zu den Liedern, Pg. Dr. Roth wurde am Werkeingang durch eine ſtarke Abordnung der Betriebszelle, SA, SS, PoO begrüßt, dann folgte der Einmarſch. Daß die Worte un⸗ ſeres Kreisleiters zu Herzen gingen und Ein⸗ gang fanden bei unſeren Arbeitskameraden, das bewies das Aufleuchten der Augen dieſer Volksgenoſſen und ihre Zuſtimmung. Es iſt ſchon ſo: Deutſchlands Söhne ſind in ihre Heimat urückgekehrt! Die kampfgewohnte Arbeiterſchaft hat ihr Schickſal ſelbſt in die Hände genommen, Deutſchland wird gut vertreten durch Abends 7 Uhr. Schwerttanz. USchule. Abends 758 Uhr. —— ◻+1 Ritter⸗ nz. Kausmuſit,„Kaſino“⸗Saal. Bitte ausſchneiden! Haaaaaamaawaamwasasaaamanaanaasananamnasa fialnaanaannnaanamannmmammanamammanaaaaaaan⸗ „Die Vorleſung von Hermann Maria Wette über Bach fällt heute, Mittwoch, 1. November, wegen Allerheiligen aus. Am Donnerstag, 2. November, nachmittags 5 Uhr, beginnt Herr Univerſitätsprofeſſor Dr. Heinrich Beſſeler ſeine Lehrtätigkeit an der Hochſchule mit der Vorleſung über Muſik⸗ geſchichte. 25jähriges Geſchüftsjubilüum Die Metzgerei Karl Merkel, R 4, 23, kann * auf ein 25jähriges Beſtehen zurückblicken. das Geſchäft, das ſich aus den kleinſten An⸗ fängen heraus zu ſeiner heutigen Blüte ent⸗ wickelte, erfreut ſich allgemeiner Wertſchätzung. Wir gratulieren herzlichſt. Vom Ufa⸗Wanderpokal Der in unſerer Sonntags⸗Ausgabe abgebil⸗ dete Ufa⸗Wanderpreis iſt eine Aufnahme des „Photo⸗Haus Reimann“, Mannheim, P 3, 11 (am Strohmarkt). hitler Heute nachmittag um 3 Uhr findet im Nibelungenſaal eine Kundgebung des Geſamtverbandes Deutſcher Arbeitsopfer ſtatt. Es ſprechen: Pg. Dr. Roth, Kreisleiter Mannheim, Pg. W. Braune, Verbands⸗Reichs · leitung, Berlin, Pg. Stadtrat Runkel über Fürſorge und Wohlfahrt, Pg. R. Bader, Verbands⸗Landesob⸗ mann, Karlsruhe, Pg. W. Franz, Verbands⸗Kreisge⸗ ſchäftsſtelle, Mannheim. ——— Winterhilfswerk Das Winterhilfswerk bittet alle Fa⸗ milien und Gaſtſtätten, die es einigermaßen er⸗ möglichen können, bedürftigen, alleinſtehenden Volksgenoſſen über den Winter einen reitiſch zu gewähren, herzlichſt, dies zu tun. eldun⸗ gen an die Kreisgeſchäftsſtelle der NS⸗Vol!⸗ wohlfahrt, B 1, 10—12, erbeten. Die Freude auf den Geſichtern der Beſchenk⸗ ten wird der ſchönſte Lohn für jeden Geber ſein. Uebt alſo Sozialismus der Tat! Die Hefftſche Kunſt mühle bittet uns, ergänzend mitzuteilen, daß ſie außer den ſchon bereits angezeigten 400 Kilogramm Mehl mo⸗ natlich für Mannheim auch noch 300 Kilogramm für Worms und weitere 300 Kilogramm dem Winterhilfswerk Köln⸗Mülheim zur Verfügung funtz alſo für die Dauer des Winterhilfswerks m Ganzen 60 Doppelzentner. Der Reichsverband der Württemberger⸗Ver · eine Deutſchlands hat anläßlich ſeiner kürzlich in Mannheim ſtattgefundenen Tagung dem Winterhilfswerk den Betrag von 100 Mk. und zur Förderung der nationalen Arbeit 50 Mk. überwieſen. Gruppe Rheintor. —K) werden erſucht, ihre Ausweiskarten ſo⸗ foxt abzuholen. der Gruppe F, wenn ſie eigenen Haushalt haben, ihre Kohlenkarten abholen, und zwar in der K⸗ö⸗Schule, Zimmer z. Karkoffel⸗Ausgabe in der Alten Schenkerhalle bei der Güterhallen⸗ ſtraße. Donnerstag, 2. November 1933 NS⸗Volkswohlfahrt(Ortsgruppe Humboldt) vorm.—12 Uhr: Reſt von Gruppe C, ſoweit Kartoffeln noch nicht erhalten; nachm.—5 Uhr: Reſt von Gruppe b, ſoweit Kartoffeln noch nicht erhalten. NS⸗Volkswohlfahrt(Ortsgr. Deutſches Ech. Vorm.—12 Uhr und nachm.—5 Uhr: Reſt der Bedürftigen, die Kartoffeln noch nicht er⸗ halten haben. NS⸗Volkswohlfahrt(Ortsgruppe Neckarſtadt⸗ Oſt). Vorm.—12 Uhr: Reſt der Bedürftigen von Gruppen 4, B und C, die Kartoffeln noch nicht erhalten; nachm.—5 Uhr: Gruppe D, ſofern Kartoffeln noch nicht erhalten. Innere Miſſion, Mannheim⸗Stadt einſchlie fil. Lindenhof. Vorm.—11 Uhr: Gruppe A und B, ſoweit noch keine Kartoffeln erhalten, desgl. von C—cC 100; nachm.—5 Uhr: Gruppe C ab 101. Rotes Kreuz. Vorm.—12 Uhr: Gruppen 4, B und C; nachm.—5 Uhr: Gruppen oD, E. und E. Neckarau: Karkoffel⸗Verkeilung belr. Die Gruppen A, B und C melden ſich am 1. November vorm. von—11 Uhr in der Ger⸗ mania⸗Schule, Zimmer 4. Die Gruppen b, E und F melden ſich am 2. November, ebenfalls von—11 Uhr, in der Germania⸗Schule, Zim⸗ Nur Ausweiskarten mit⸗ mer 4. bringenl! Für Wahl-Iransnarente: Nessel, Schirting in allen in großen Quantitäten: Breiten —— Mannßbeim, an den Planken, neben der Haupipos Zur Beflaggung: Fahnenstoffe, fertige Fahnen in allen Farben, in Baumn- wolle und Reinwollen, Schiffsflaggentuch e 0 Die Antragſteller auf Winterhilfe von Gruppe Rheintor(Quadrate Auch können Einzelperſonen Neben m der Toteneh leben ſchon gebürgert, ſi u ehren. olkstum v Verſchönerut ſteine bildet res Gewerb auch bei uns vorragender Die Grabi alteingeſeſſer noch jetzt beſ im Jahre 1 Inhabers ge ben der Ber Grabmal de nie verſiegte beſonders ir ſem Gewerb die Aufträge Anforderung frie— riedigung fe dieſem Gebi lung der Wi Wenden w Meiſters zu. Einzelheiten. terial. Dief deutſchen 6 Auch Grundſatz, ft werten, und Die bisher v ſteine, insbe lieniſcher Me Granit, ſind Maßnahme tatiſtiſchen ie Einfuhr nach Deutſch je 15 Tonn Naturſtein, k ſerer einhei Ueberdies he wirklich genü nes Materia gleicher Art nach Qualit⸗ iſt der Prei; Schleſien ein Cannſtatter( Travertin, di bas, die Wü nicht zu verg In neueſter waldquarz. farb und G arbige Gran rungen, Bro früher lange ſind unbelie kommt nur 1 In neueſter grauen, düſte res Geſicht z bringen, daru dem düſteren zu erreichen, verſöhnliche und die hart Die rohen brüchen in u kommen dan von Schönhei nen Steinklot erſt in Erſch artigſte Werk in der Werkſt ihm die not dann mittels ein Stein geſe Farbenpracht rialien beanſ beſondere Tec werkzeugen b der Grabmal, Aus dieſen G daß die einze und derſelber ſchon Leute b bei derſelben Zeichen des g beitgeber und Iſt der Schl ſchriften, die hierauf farbi wird je nach den unter kü 83 Viel wahl an Mo die dem Käuf Anforderunge nung getrager vor, daß bei trag zur Anfe dellen erteilt! Ausführung 1 Um eine ſie ten auch über können, ſind Verwendung Es iſt das( daß durch wi— Formen eine ein einheitlich Friedhofs kor gen geben di genaue Angal men der Gral tighin der K Platz nicht m unpopulären Bauſch und 2 vember 19338 9 Am zu Adolf r findet im ndes opfer Mannheim, mds⸗Reichs · ſer Fürſorge S⸗Landesob⸗ ds⸗Kreisge · 0 — ttet alle Fa⸗ germaßen er⸗ lleinſtehenden nen Freitiſch in. eldun⸗ r NS⸗Volſ⸗ der Beſchenk⸗ jeden Geber Tat! e bittet uns, zer den ſchon m Mehl mo⸗ Kilogramm ogramm dem ir Verfügung terhilfswerks 43◻A5 mberger⸗Ver⸗ einer kürzlich Tagung dem 100 Mk. und rbeit 50 Mk. igſteller auf r(Quadrate eiskarten ſo⸗ inzelperſonen n Haushalt und zwar in e Güterhallen⸗ 1933 e Humboldt) pe C, ſoweit ym.—5 Uhr: rtoffeln noch eutſches Ech. —5 Uhr: Reſt ioch nicht er⸗ e Neckarſtadt ⸗ Bedürftigen zrtoffeln noch : Gruppe D, lten. dt einſchliefſl. ppe A und B, zalten, desgl. r: Gruppe C : Gruppen A, ruppen D, E ilung belr. lden ſich am r in der Ger⸗ zruppen D, E her, ebenfalls Schule, Zim⸗ rten mit⸗ Jahrgang 3. Nr. 283. Seite 11 „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November 1932 Ehret die Toten! Und ſchmückt am Tage des Gedenkens ihre letzte Ruheſtätte Neben manchen anderen ſinnvollen Zeichen der Totenehrung hat ſich im deutſchen Volks⸗ leben ſchon lange Zeit hindurch die Sitte ein⸗ gebürgert, ſie durch Erſtellung eines Grabmales zu ehren. Dieſer Brauch iſt feſt in unſerm Volkstum verwurzelt. Mit dem Beginn der Verſchönerung der Grabanlagen durch Grab⸗ ſteine bildete ſich gleichzeitig auch ein beſonde⸗ res Gewerbe der Grabmalkunſt heraus, das auch bei uns hier in Mannheim eine Reihe her⸗ vorragender Vertreter aufzuweiſen hat. Die Grabmalkunſt ift in Mannheim ſchon ein alteingeſeſſenes Gewerbe. Eine der älteſten, noch 5 beſtehenden Firmen, wurde z. B. ſchon im Jahre 1810 vom Urgroßvater des jetzigen Inhabers gegründet. Wenn auch das Beſtre⸗ ben der Bevölkerung, ihren Toten mit einem Grabmal den letzten Liebesdienſt zu erweiſen, nie verſiegte, trat aber die allgemeine Notlage beſonders in den letzten Jahren auch bei die⸗ ſem Gewerbe recht fühlbar in die Erſcheinung; die Aufträge nahmen beträchtlich ab, und die Anforderungen an die Ausführung der Arbei⸗ ten wurden genügſamer. Doch kann mit Be⸗ friedigung feſtgeſtellt werden, daß ſich auch auf dieſem Gebiet in allerletzter Zeit die Ankurbe⸗ lung der Wirtſchaft geltend gemacht hat. Wenden wir uns nun dem Arbeitsgebiet des Meiſters zu. Wir erfahren von ihm intereſſante Einzelheiten. Zunächſt über das benötigte Ma⸗ terial. Dieſes wird aus den verſchiedenſten deutſchen Steinbrüchen herbeitransportiert. Auch das Grabmalgewerbe folgt dem löblichen Grundſatz, fortan nur deutſche Steine zu ver⸗ werten, und zwar nur noch reine Naturſteine. Die bisher viel verwendeten ausländiſchen Ge⸗ ſteine, insbeſondere ſchwarzer und weißer ita⸗ lieniſcher Marmor, ſowie ſchwarzer ſchwediſcher Granit, ſind verboten. Die Wichtigkeit dieſer Maßnahme erhellt ſchon allein aus der einen tatiſtiſchen Feſtſtellung, daß im Jahre 1928 die Einfuhr an Naturſteinen verſchiedenſter Art nach Deutſchland 12 140 Eiſenbahnwaggons zu je 15 Tonnen, alſo rund 60 000 Kubikmeter Naturſtein, betrug. Dieſe Einnahme ging un⸗ ſerer einheimiſchen Steininduſtrie verloren. Ueberdies haben wir in unſerem Vaterlande wirklich genügend Steinbrüche, deren auserleſe⸗ nes Material mit ausländiſchen Erzeu niſſen gleicher Art jederzeit konkurrieren kann, ſowohl nach Qualität, wie nach Farbenpracht; zudem iſt der Preis auch niedriger. So bietet uns Schleſien einen farbenprächtigen Marmor, die Cannſtatter Gegend(Württemberg) den gelben Travertin, die Lahngegend den ſchwarzen Dia⸗ bas, die Würzburger Gegend den Muſchelkalk, nicht zu vergeſſen den Maulbronnex Sandſtein. In neueſter Zeit kommt dazu noch der Oden⸗ waldquarz. Im allgemeinen werden Sand⸗ tein und Granit bevorzugt. Beliebt iſt der farbige Granit und Marmor mit Bronceverzie⸗ rungen, Bronce gegoſſen und aufgeſetzt. Die früher lange Zeit ſehr bevorzugten Kunſtſteine ſind unbeliebt geworden; ganz allgemein kommt nur noch Naturſtein zur Verwendung. In neueſter Zeit iſt es das Beſtreben, dem grauen, düſteren Bild des Friedhofs ein ande⸗ res Geſicht zu geben, mehr Wärme hineinzu⸗ bringen, darum wird heute das hellere Material dem düſteren vorgezogen. Damit glaubt man zu erreichen, das ſtarre, aufdringliche und un⸗ verſöhnliche Friedhofsbild mehr zu beleben, und die harte, kalte Pracht etwas zu beſeelen. Die rohen Steinblöcke werden aus den Stein⸗ brüchen in ungeſägtem Zuſtande geliefert, und kommen dann zur e Eine Fülle von Schönheit wohnt einem ſolchen unbehaue⸗ nen Steinklotz inne, die durch die Bearbeitung erſt in Erſcheinung tritt. urch verſchieden⸗ artigſte Werkzeuge wird der rohe Block zunß in der Werkſtatt mit der Hand bearbeitet, un ihm die notwendige äußere Form gegeben, dann mittels Maſchinen geſchliffen. Je feiner ein Stein geſchliffen iſt, deſto intenſiver tritt die Farbenpracht hervor. Die harten Steinmate⸗ rialien beanſpruchen bei der Behandlung eine beſondere Technik, da ſie ſich nur mit Diamant⸗ werkzeugen bearbeiten laſſen. Die Leiſtungen der Grabmalarbeiter werden hoch eingeſchätzt. Aus dieſen Gründen iſt es nicht verwunderlich, daß die einzelnen Arbeiter ſehr lange auf ein und derſelben Stelle bleiben. So ſind z. B. ſchon Leute bis zu 33 Jahren ununterbrochen bei derſelben Firma tätig, zugleich ein ſchönes Zeichen des guten Einvernehmens zwiſchen Ar⸗ beitgeber und Arbeitnehmer. Iſt der Schliff beendet, ſo geht es an die In⸗ ſchriften, die in den Stein eingemeißelt und hierauf farbig getönt werden. Jede Arbeit wird je nach Wunſch und Auftrag der Kaufen⸗ den unter künſtleriſchen Geſichtspunkten aus⸗ geführt. Vielſeitig und reichhaltig iſt die Aus⸗ wahl an Modellen, Formen und Entwürfen, die dem Käufer vorgelegt werden, ſo daß allen Anforderungen in weiteſtgehendem Maße Rech⸗ nung getragen iſt. Es kommt natürlich auch vor, daß bei größeren Arbeiten Künſtlern Auf⸗ trag zur Anfertigung von Entwürfen und Mo⸗ dellen erteilt wird, wonach dann die Arbeit zur Ausführung kommt. Um eine ſichtbare Erinnerung an einen To⸗ ten auch über das Grab hinaus bewahren zu können, ſind Totenmasken erhältlich, je nach Verwendung in Bronce oder Marmor. Es iſt das Erfordernis unſerer heutigen Zeit, daß durch wirklich gute, ruhige und vornehme Formen eine mehr ruhige Geſchloſſenheit und ein einheitlicher Zug in das Geſamtbild des Friedhofs kommt. Die Friedhofsbeſtimmun⸗ gen geben die Richtſchnur hierfür ab. Durch genaue Angaben über Höhe, Größe und For⸗ men der Grabmäler wird vermieden, daß künf⸗ tighin der Kitſch auf den Friedhöfen einen Platz nicht mehr hat. Es ſollten deshalb die unpopulären Friedhofsbeſtimmungen nicht in Bauſch und Bogen verurteilt werden, ſondern Auf den Schlachtfeldern von Frankreich Im Hintergrund die Gebeinhalle von Douo mont vielmehr das Beſtreben gewürdigt werden, mehr als bisher auf künſtleriſche Ausgeſtaltung zu halten. Um das einheimiſche Gewerbe zu unterſtützen, ſind in Mannheim auch ſeit kur⸗ zeun nur noch die ortsanſäſſigen Grabmal⸗ geſchäfte durch Berechtigungskarten zur Aus⸗ führung von Grabmalarbeiten und allen ſon⸗ ſtigen damit zuſammenhängenden Arbeiten zu⸗ gelaſſen, und zwar auch nur dieienigen Firmen, die gleichzeitig die Gewähr für eine fachgemäße Ausführung bieten, womit auch der Pfuſch⸗ arbeit unzulänglicher Firmen ein Riegel vor⸗ geſchoben iſt. Das Publikum aber möge bei der letzten Eh⸗ rung ſeiner teuren Toten ſtets der einen Zoſung eingedenk ſein: Sei deutſch nicht nur mit Wor⸗ ten, ſondern auch im Handeln, und darum ſor⸗ dert und verlangt nur deutſche Arbeit und deut⸗ Bie Material. Mit deutſchem Stein ehrt eure Toten! Allerheiligen-Abend Von Udo Dickel Der Abend war ſtill wie der Tag zuvor. Am Nachmittag ſtapften Menſchen, winterlich ver⸗ mummt, durch den erſten Schnee nach dem Got⸗ tesacker an der Berglehne hinauf. Sie trugen Kränze und legten ſie ſchweigend auf die Grä⸗ ber ihrer Toten. Sie bewegten ſich gleich Schatten, ſchwarz und pfahlgerade oder ge⸗ beugt, zwiſchen den eingeſchneiten Gräbern da⸗ hin. Die menſchlichen Schatten aber wurden endlich von den Schatten der Nacht verſchlun⸗ gen. Dunkel und delſg ſtand der Kalvarienberg, an dem hinauf der Stationenweg nach der Ka⸗ pelle auf den Gipfel führte. Der Berg war ſchon in alter Zeit des Tales und des Dorfes einſamer Wächter. Im Tal blitzten Lichter auf. Raſch wurden es mehr und mehr. Sie ſchimmerten ruhig hinter den Fenſterſcheiben der Häuſer hervor; ſie leuchteten wie Sterne aus der Tiefe der Finſternis zum Berge des Leidensweges empor. Dann hatten ſie begonnen, von den Feld⸗ früchten zu reden, die oben an den Bergſeiten wo ſie erſt ſpät zur Reife kommen, in und auf den Feldern begraben lagen unterm Schnee. Und die Betrübten gedachten der Väter, die auf dem Gottesacker den Schlaf der Toten hielten. Einer ergriff das Wort, indem er nach den Gräbern wies:„Sie haben es nicht beſſer ge⸗ habt als wir. Einmal, ſo habe ich in einer alten Schrift geleſen, die mein Vater darüber gemacht hat, iſt es geſchehen, daß ſie ihre Erd⸗ äpfel erſt im Januar aus der Erde holen konn⸗ ten, denn in der Erntezeit war Schnee gefallen und iſt nach Neujahr geſchwunden. Den Hafer haben ſie eingepflügt damals. An ihm iſt nichts mehr zu ernten geweſen.“ Die Männer blickten nunmehr ſchweigend nach den Berglehnen hinauf. Dann gingen ſie heim. Ueber der verſchneiten Bergwelt aber 10 der Himmel den Toten die Allerheiligen⸗ ichtlein angezündet. Da flimmerte Stern bei Stern, große und kleine, unzählige. Wer aber in Nacht und Dunkel emporſteigt — Höhe des Kalvarienberges, ſteht mitten im zempel Gottes, deſſen Boden und Säulenwerk die Erde und deſſen Kuppelgewölbe der ge⸗ ſtirnte Himmel iſt. Er blickt von der mühevoll erſtiegenen Höhe des Berges in die Runde. Da rücken Berge und Täler zu ſeinen Füßen in eine verſchwommene Einheit zuſammen, daß der Blick ſich über ſie erhebt, dahin, wo in ſchimmernder Klarheit des Himmels Sterne leuchten. Still fließt der Allerheiligen⸗Abend in den Allerſeelentag hinein! Ein Hannheimer Spezialhaus für chriſtliche deutſche Kunft Die chriſtliche deutſche Kunſt findet in un⸗ ſerem Volke wieder größere Zugänglichkeit und eröffnet dem Künſtler für ſeine formen⸗ den Ideen eine neue Schaffensmöglichkeit. Unſer Führer und Volkskanzler Adolf Hitler hat neben den nationalen und ſozialen Grund⸗ lagen auch die religiöſen Tiefen dem Volksgut Schreitender Chriſtes Ein Werk des blinden Bildhauers J. Schmitt, Mainz wieder zugeführt. Ihm verdanken die Künſt⸗ ler die neu anbrechende Zeit der bildenden chriſtlichen und deutſchen Kunſt im neuen Staat. Deswegen begrüßen wir es, daß in Mannheim die Neugründung eines Spezial⸗ hauſes für deutſche chriſtliche Kunſt eröffnet wurde und allen Intereſſenten Gelegenheit gibr, in einer reichbeſchickten Ausſtellung die chriſtliche Kunſt zu beſichtigen. Es iſt eine Fa⸗ miliengründung von Frau Emilie Rehm Ww und deren Kinder, die es ſich angelegen ſein laſſen werden, die deutſche chriſtliche Kunſt in ihrer Urſchöpfung dem Volke lebensnah zu bringen. Erfreulich iſt es zweifellos, daß kein Zwiſchenhandel getätigt wird, ſondern der ſchaffende Künſtler direkt ſeine Modelle durch dieſes Spezialhaus dem Kunden empfiehlt. Ein Rundgang durch die freundlichen Aus⸗ ſtellungsräume vergegenwärtigte uns die Kunſt alter und neuer Zeit. Wir finden künſtleriſche Arbeiten aus der Oberammer⸗ — und Freiburger Schule von den Künſt⸗ ern Tillmann, Albermann, Dr. Jacob, Rie⸗ denſchneider und Piedbeuff gefertigt. Andere Künſtler wie Winninger und Eibinger geſtal⸗ ten in ihren Schulen feine wertvolle Stücke, die der deutſchen chriſtlichen Kunſt eine neue Bahn brechen. Sehr ſehenswert ſind die Mo⸗ delle aus dem Aachener Kunſtmuſeum und aus den Kunſtwerkſtätten des Kloſters Maria Laach, zum Teil Originale aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Der Künſtler verwendet vor⸗ nehmlich nur feinſtes und dauerhaftes Ma⸗ terial. Alabaſter⸗Hartguß in Elfenbein und echter Oelfarbe ausgeführt. Neuheitliche Aus⸗ führung aus Majolika, Terrakotte und Holz zeigen ſich in wunderprächtiger Form und Geſtalt. Statuen und Kruzifixe in reicher Auswahl und modernſter Ausführung ergän⸗ zen die intereſſante Schau alter und neuer Kunſt. Literatur für unſere chriſtlichen Fami⸗ lien, Erbauungsbücher und alle Gebetsbücher ſind dort erhältlich. Demnächſt wird eine große Krippenausſtellung eröffnet werden, die ſicher⸗ lich viel Anklang und Intereſſe finden wird. Wo ein chriſtliches Volk wieder chriſtliche Kunſt ehrt und die Meiſter deutſcher chriſtlicher Kunſt achtet, wird die ſeeliſche Tiefe zu neuen Lebensformen aufbrechen und nach dieſen Volksgütern greifen. Ein neuer Zug geht auch durch dieſe Kunſt, und wir ſind gewiß, daß der ſchaffende Künſtler wieder einen breiten Raum für ſeine Arbeiten finden wird. Hier finden wir beſte Gelegenheit, ſich des Künſt⸗ lers Schaffen und Wirken in ſeinen Arbeiten zu ſchauen und ſolche chriſtliche Kunſt zu er⸗ werben. Wir dienen damit dem chriſtlichen Volksgut allgemein und dürfen an der För⸗ derung der deutſchen chriftlichen Kunſt teil⸗ haben. ——— Mittwoch, 1. Rovemder 1989 Fahrgang 3. Nr. 283. Seite 12 Aus dem Vereinsleben Das hohe Lied vom Kameraden Die 110er ehren unſere Token In innigem Gedenken an ihre toten Kame⸗ raden fanden ſich vorgeſtern die Mannheimer Kai⸗ zuſammen, um in einer eindrucks⸗ ollen Feier ihrer Treue und Verbundenheit mit den Abgeſchiedenen Ausdruck zu verleihen. Nach dem konfeſſionell getrennten Gottesdienſte fand unter den Klängen der Kapelle Mohr an em 110er⸗Denkmal die eigentliche, würdige Feier ſtatt. Nach dem ergreifenden Lied„Mor⸗ hielt der Vereinsführer Haberkorn ie Gedächtnisrede, die in dem Bekenntnis ausklang, ſich der teuren Toten würdig zu zei⸗ gen und mitzuhelfen am Aufbau des über allem ——.— Vaterlandes. Nach dem Ehren⸗Salut der Schützen erklang das Lied vom guten Kame⸗ raden. Mit der Kranzniederlegung durch den Gauführer Dr. Hieke nahm die Totengedenk⸗ feier ihr würdiges Ende. .. Und die 40er⸗Reſerviſten Da das Denkmal am Ring auch den toten Angehörigen des ehemaligen Reſ.⸗Inf.⸗Regi⸗ ments Nr. 40 geweiht iſt, fanden ſich borgeſtern die Mitglieder des Traditionsvereins der 40er ebenfalls einer ſchlichten Gedenkfeier ein. Vereinsführer Paul Stahl hielt hier die Ge⸗ dächtnisrede, die in den Worten ausklang: Den Toten unſeren Dank, den Lebenden die Liebe, dem Vaterland die Treuel Und wieder wurde ein Kranz niedergelegt, wäh, rend ſich die Fahnen zu ſtillem Gruße ſenkten. Vereinigung der Würltemberger Mannheim Die Vereinigung der Württemberger e.., Mannheim, gegründet 1889, hat in der außer⸗ ordentlichen Mitgliederverſammlung die Füh⸗ rerwahl vorgenommen. Der erſte Vorſitzende Thollenbeck Ler zunächſt einen kurzen Rückblick über das Vereinsgeſchehen, inbeſondere über den an Pfingſten 1933 glänzend verlaufenen Heimattag in Stuttgart. Ausgehend von der nationalen Erhebung unſeres deutſchen Vater⸗ landes machte er Ausführungen über die Auf⸗ gaben der deutſchen Volksgenoſſen, die Einord⸗ nung der Vereine in die Ans e und über das Führerprinzip und die Gefolgſchaft. Unter Entlaſtung der bisherigen Vorſtandſchaft und nachdem die Vorſtandsmitglieder ihre Aem⸗ ter zur Verfügung geſtellt haben, ſchritt man ur Neuwahl. Die Wahl beſtimmte das bis⸗ Vorſtandsmitglied Albert Thollen⸗ beck zum erſten Führer der Vereinigung. Der neue Führer, der für das ihm gewordene allzemeine Vertrauen und für ſeine Wahl avf⸗ richtigen Dank ſagte, ernannte zu ſeinem Siell⸗ ver'reter Metzgermeiſter Michael Köpf, zum erſten Schriſtführer Friedrich Martin und zu deſſen Stellvertreter, Pg. Architekt Johner und zum Rechner Otto 355 1 lich als Obmann für den Männerchor der Vereinegung der Württemberger, Chriſtian Küſtner. Füh⸗ rer Thollenbeck gab die Verſicherung ab, daß der geſamte Führerrat unſerem Volkskanzler Adolf Hitler treue Gefolgſchaft leiſten wird. Mit dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied war der Wahlakt be⸗ endet. An dieſe Mitgliederverſammlung ſchloß ich ein Familienabend an. Der Männerchor er Vereinigung, unter der ſtabſicheren Leitung des Muſikdirektors Emil Sieh, brachte Chöre und ſchwäbiſche Weiſen zum Vortrag, die in „Hakenkreuzbanner“ regte die Lachmuskeln ordentlich an, mit ihren ſpäſſigen Vorträgen zur Laute, die bekannte Tänzerm Betty Sauter entzückte das Publi⸗ kum durch Tanzvorführungen und die 11jährige Trudel Wurzel erfreute die Schwaben mit eininen Gedichtvorträgen in Pfälzer Mund⸗ art. Den Abſchluß des Familienabends bildete ein allgemeiner Tanz. Die Deukſche Burſchenſchaft, Gau Pfat, Rorbeaden, wendet ſich in nachſtehendem Aufrufe an die Komilitonen des Gaues: Burſchenſchafterl! Das Jahr 1933 hat die von uns allen er⸗ ſehnte nationale Umwälzung gebracht. Große Aufgaben ſind bereits gelöſt worden, noch grö⸗ ßere ſtehen uns bevor. Wir befinden uns mit⸗ ten im Kampfe um unſere Gleichberechtigung und um unſer nationale Geltung in der Welt. Vor uns ſtehen die Wahlen des 12. November, die entſcheidend für die Geſchicke unſerer Ge⸗ neration ſein werden. Im kommenden Jahr Generalverſammlung des Nationalſozialiſtiſchen Militärvereins Mannheim E. V. Der Militärverein Mannheim hat im abgelaufenen Geſchäftsjahr ſeine ausſchlaggebende Poſition als ſtärkſter Verein im Rhein⸗Reckar⸗Militär⸗Gauverband behauptet und durch ſtarke Zunahme ſeiner Mitglie⸗ der weſentlich befeſtigt. In den beiden letzten Mo⸗ naten ſind allein 80 Kameraden in den Verein auf⸗ genommen worden. In allen ſeinen Unterabteilun⸗ gen herrſcht emſige Tütigkeit. Die Beſtrebungen der Ko und KB hat die RSͤos übernommen, was in⸗ ſofern begrüßt wurde, als damit die Vielheit dieſer Verbände— wir erinnern an den ſozialdemokratiſchen und kommuniſtiſchen Verband— aufgehört hat zu exi⸗ ſtieren. Die Frauengruppe die Käs⸗Abteilung ſind im Aufblühen und die Kameradſchaftlichkeit innerhalb des Vereins inniger denn je. Der Militärverein ſpen⸗ dete zur Förderung der nationalen Arbeit den Betrag von 50.— RM.; darüber hinaus wurde vom Vorſtand beſchloſſen, daß bis auf weiteres jeden Monat 10.— Reichsmark dieſem Zweck zugeführt werden ſollen. Da⸗ mit beweiſt der Verein ſeine Verbundenheit mit den Zielen der Regierung. Seine Einſtellung iſt nicht nur national, ſondern auch ſozial. In Hunderten von Fällen hat er notleidende Kameraden unterſtützt und ihnen den Glauben an eine beſſere Zukunft wieder⸗ gegeben. Durch Sammlungen innerhalb des Vereins wurden in den letzten Jahren 5000 RM. an Unter⸗ ſtützungsgeldern für erwerbsloſe Kameraden aufge⸗ bracht. Seit November 1923 wurden 190 Kameraden zur großen Armee abberufen und an die Hinter⸗ bliebenen die ſtattliche Summe von 12 000.— RM. Sterbegeld ausbezahlt. Alle Mitglieder wurden mit Rat und Tat unterſtützt, womit der Verein Dank und Anerkennung in reichem Maße fand. Dank und Anerkennung wurde auch in der in der „Liedertafel“ abgehaltenen, außerordentlich zahlreich +— Generalverlammlung dem Führer Rektor Ludwig Haas und ſeinen Mitarbeitern aus⸗ geſprochen. Nach mehreren ſchneidigen Märſchen einer Abteilung der Kapelle Becker begrüßte der Führer die Erſchienenen. Schriftführer Otto Mehl⸗ hemmer erſtattete den Jahresbericht, der einen intereſſanten Ueberblick über die vielgeſtaltige Arbeit gab, Der Bericht erinnert zunächſt an den 5. März, von welchem Tage ab ein neuer Geiſt durch Deutſch⸗ land und durch die Reihen der militäriſchen Vereine wehte. Viele, die ſern geſtanden ſeien, haben wieder den Weg in die Reihen der Militärvereine gefunden, wo ſie mitarbeiten an dem großen Aufbauwerk, das der Führer Adolf Hitler begonnen hat. Der Verein Mannheim ſehr wohl bekannte Elſe Wagner ſoll die Volksabſtimmung im Saargebiet uns endlich die Rückkehr unſerer Brüder zum Reich bringen. Unter dem Zeichen dieſer ernſten Ereigniſſe ſteht das biesjöhrige Tieſſen der Burſchenſchaf⸗ ten aus der Pfalz, Nordbaden und dem Saar⸗ gebiet, zu dem wir hiermit für Sonntag, 5. November 1933, nach Dürkheim aufrufen. Burſchenſchafter, kommt alle am 5. November nach Dürkheim, damit unſer Treffen eine macht⸗ volle Willenskundgebung der Deutſchen Bur⸗ ſchenſchaft wird. Zeigt durch eure Beteiligung unſeren Brü⸗ dern von der Saar, daß wir uns eins mit ihnen fühlen. Beweiſt unſerer Reichsregierung, daß die Deutſche Burſchenſchaft im Kampf um die Ehre ihr unſeres Volkes geſchloſſen hinter ihr ſteht. Mit burſchenſchaftlichem Gruß! Heil Hitler! Der Gauleiter: Ewald Schön (A. B. B. der Raczeks). zählt zurzeit 600 Mitglieder. 10 Kameraden ſind im abgelaufenen Fahre durch Tod ausgeſchieden. Ihnen wurde jeweils mit der Fahne das letzte Geleit gegeben und den Hinterbliebenen das Sterbegeld ausbezahlt. Die Frauengruppe beſcherte die Alweteranen und er⸗ werbsloſen Kameraden an Weihnachten. Die Gleich⸗ ſchaltung des Vorſtandes wurde in einer außerordent⸗ lichen Generalverſammlung vollzogen. Zum Geden⸗ 3 der Toten erhoben ſich die Anweſenden von ihren itzen. 4 Der Vorſttzende Rektor Haas gab hierauf noch einige Erläuterungen zum Jahresbericht. Das Vereinsjahr ſei gekennzeichnet durch die große nationale Erhe⸗ bung des deutſchen Volkes. Dem deutſchen Volk ſeien zwei Männer erſtanden, für die wir unſerem Herr⸗ gott dankbar ſein müſſen. Es ſind dies unſer allver⸗ ehrter Feldmarſchall von Hindenburg, der Retter Deutſchlands im Welttriege und in der Nachkriegs⸗ zeit und ſein zielbewußter genialer Mitarbeiter, unſer allverehrter Friedenskanzler Adolf Hitler, ein Mann mit heißem Henzen und kühlem Verſtande. Beide, der erfahrene Feldherr und der junge Stürmer, haben ſich am 30. Januar die Hände gereicht zur Rettung des deutſchen Vaterlandes. Der Vorſitzende zeichnete als⸗ dann in markigen Worten die innen⸗ und außenpoliti⸗ ſche Lage, gelobte der Regierung die Treue und gab die Parole aus, daß bei der Reichstagswahl am 12. November alle Kameraden mit ihren wahlberechtigten Angehörigen an der Wahlurne zu erſcheinen haben. Kamerad Alfred Goöt erſtattete den Kaſſenbericht. Den Einnahmen von 3760.— RM. ſtehen Ausgaben in gleicher Höhe gegenüber, wobei ein Kaſſenbeſtand von 135.— RM. verbleibt. Im Lauſe des Jahres wurde an die Hinterbliebenen von 16 Kameraden ein Sterbegeld von 1200.— RM. ausbezahlt. Ein Samm⸗ lung zugunſten der Altveteranen, Kriegsbeſchäbigten und Erwerbsloſen ergab die hübſche Sümme von 305.— RM. Insgeſamt wurden 588.— RM. an Spen⸗ den im vergangenen Jahre aufgebracht. Den Spen⸗ dern ſei auch an dieſer Stelle der herzliche Dank aus⸗ geſprochen. Namens der vier Kaſſenreviſoren erſtattete Kamerad Schneider den Reviſtonsbericht. Danach wurden die Bücher und Belege in muſterhafter Ordnung vor⸗ gefunden. Es habe ſich auch herausgeſtellt, daß bei den Ausgaben die größte Sparſamkeit gewaltet hat. Die Führung der Kaſſengeſchäfte erforderte ungemein viel Arbeit. Kamerad Götz habe die Geſchäfte ſo ein⸗ wandfrei geführt, daß man nur die Hoffnung aus⸗ ſprechen könne, daß er noch recht lange ſein verant⸗ wortungsvolles Amt begleiten möge. Er beantrage daher Entlaſtung des Rechners, was unter anerken⸗ nenden Worten auch einſtimmig erfolgte. Vereinsſchießleiter F. Hildebrand, der Führer der KK⸗Schützenabteilung, gab einen Ueberblick über den derzeitigen Stand des Schießbetriebes. Danach hat ſich dieſe Abteilung gut entwickelt und ſich die Schießergebniſſe weſentlich gebeſſert. Während beim vorjährigen Schlußſchießen mit 5 Schuß 49 Ringe geſchoſſen wurden, ſtieg die Zahl beim diesjährigen Schlußſchießen auf 56 Ringe, Fortſchritte in der Schießkunſt zu konſtatieren ſeien. Es wäre ſehr zu wünſchen, daß die Schießabteilung ſich noch weiter entwickelt. Kamerad Rumetſch er⸗ ſuchte alle KB⸗ und KH⸗Kameraden, ſich wegen ihrer Betreuung an den Bezirksobmann bzw. an die Ge⸗ ſchäftsſtelle der NSͤOV in L 2, 14 zu wenden. Unter herzlichen Glückwünſchen erfolgte hierauf an 16 Kameraden die Verleihung der Kyffhäuſergedenk⸗ münze und die Verleihung der Auszeichnung für 40⸗ bzw. 25jährige Mitgliedſchaft beim Militärverein. Profeſſor Dr. Hoegen dankte im Namen der Mit⸗ glieder dem Führer Ludwig Haas, dem die Verſamm⸗ ſung erneut das Vertrauen ausſprach für ſeine um⸗ ſichtige Leitung der Vereinsgeſchüfte. Die Verſamm⸗ lung erreichte mit einem begeiſtert aufgenommenen „Sieg Heil“ auf Hindenburg und Hitler ſowie mit der erſten Strophe des Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗ Liedes einen feierlichen Ausklang. 5 Die Mandolinata ſpielt auf Die Germaniaſäle§ 6, 40 gewährten am Sonntag abend einem der erſten Mandolinen⸗ klubs Mannheims, der„Mandolinata“, aus Anlaß ihres 13. Stiftungsfeſtes eine gaſtliche Stätte. Ein mittelmäßiger Beſuch muß als Zeichen der Zeit gewertet werden; den guten Darbietungen wäre ein volles Haus zu wün⸗ ſchen geweſen. Zupfmuſik iſt Volksmuſik, die der großen Maſſe unſerer Bevölkerung etwas zu ſägen hat, die ſie verſteht und zu würdigen weiß. Nur ſollte man beſtrebt ſein, gerade die Mandolinenmuſik auch durch Kapellen mehr unter das Volk zu tragen. Nach einem Einleitungsmarſch des Ver⸗ einsorcheſters begrüßte der Vereinsführer L. Grambow die Anweſenden, indem er einen kurzen Ueberblick über dieſen noch ſehr jungen Zweig deutſcher Volksmuſikbewegung gab. Anſchließend nahm der Vorſitzende eine Ehrung verdienter Ueberreichung von Ehrendiplomen vor. Für 10jährige treue Mitarbéeit wurden ausgezeich⸗ net: Fritz und Heinrich Zimmer, Albert Schadt und Adolf Rägeli. Ferner das jetzt in Reu⸗ ſtadt a. d. Hdt. infolge beruflicher Veränderung wohnhafte frühere Mitglied Schröder, das ſi um die Vereinsbewegung jahrelang bedeutende Verdienſte erworben hat, ebenſo wie das wei⸗ terhin ausgezeichnete frühere Vorſtandsmit⸗ glied A. Leonhardt. Zur Ehrung der Jubilare ſpielte das Orcheſter den„Tag des Herrn“. Alsdann wickelte ſich die Programmfolge in raſchem Wechſel ab. Ein Stück hervorheben, hieße das andere herabſetzen. Alles, was ge⸗ boten wurde, konnte vollauf befriedigen, ob es nun klaſſiſche oder volkstümliche Stücke, Märſche oder f G0f waren. Beſondere Beachtung fan⸗ den die Solis, darunter das Mazurka⸗Concerto des Duos, W. Grambow(Mandoline) und A. Weidler(Gittare), nicht minder die Quartett⸗ einlage der Herren tto Grambow(Man⸗ dola), A. Weidler(Gittare), W. Grambow (1. Mandoline), Georg Klinger(2. Mandoline), die mit einer Zugabe quittiert werden mußten. Das Publikum war ſehr beifallsfreudig und kargte nicht mit ſeiner Anerkennung, die auch reichlich verdient war. Ein anſchließender Ball hielt die Gäſte noch lange im Kreiſe der Mandolinata gemütlich vereint. H. Sch. Schütze dein heim! Von Erwin M. Palm. Anton Pufahl war ein kleiner Baſtler. Das Har zu ertragen, ſolange ſich ſeine Fingerge⸗ wandtheit auf Konſervenbüchſen, gebrauchte Raſierklingen und dergleichen beſchränkte. Erſt als Anton ſich auf Bindfäden warf, wurde es furchtbar. Anton erfand Bindfaden⸗Geſellſchafts⸗ ſpiele. Anton band ſeinen Geſchäftskollegen, während ſie ſchliefen, die Beine an den Stüh⸗ len feſt. Er erfand Haustelephone, zu denen man weiter nichts als eine lange Strippe und eine Membran benötigte. Da lernte Anton auf dem Tennisplatz die Tochter ſeines Prokuriſten kennen, und ſeine Leidenſchaft wandte ſich vorübergehend von den Bindfäden ab. Sie hieß Hilde und war auch ſonſt ſehr nett. Ihr Vater, der Prokuriſt, war in der ganzen Firma ſehr unbeliebt. Er und Anton hatten ſich niemals leiden können, weil der Vorgeſetzte Herrn Pufahl des öfteren einen faulen jungen Mann zu nennen pflegte. Mit Recht. Aber dies änderte ſich, nachdem Anton die Tochter ſeines Prokuriſten kennengelernt hatte. Er ließ ab von ſeinen Bindfadenträu⸗ men und widmete ſich ſeiner Arbeit mit einer ſtaunenswerten Inbrunſt. Und jeden Abend trafen ſte ſich heimlich und ſo weiter. Und ſie vereinbarten baldige Ver⸗ lobung. Da aber ereignete ſich dieſer ſchreckliche Dieb⸗ ſtahl und Anton kehrte zu ſeinem Laſter zurück. Ich erfuhr davon, als ich ihn Anfang Oktober anrief und er vor Aufregung kaum zu reden vermochte.—„Denk dir, meine Wirtin hat wie⸗ der einmal die Korridortür aufgelaſſen! Der ſrerl von Einbrecher iſt einfach in mein Zim⸗ mer gegangen und hat meinen blauen Anzug und den Smoking mitgenommen. Und meine ſämtlichen Krawatten, eine Flaſche Kognak und das Zigarettenetui.— Nein, verſichert bin ich nicht— außer in der Krankenkaſſe. Aber ich habe eine Idee, weißt du! Sowas kommt mir nicht noch einmal vor! Ich hab mir etwas aus⸗ gedacht,— alſo du wirſt ſtaunen, alter Junge! Wenn du Zeit haſt, komm am Donnerstag zu gen Einbruch vorführen. Selbſtſchüſſe)— Nein. Biſſige Hunde?— Nein. Viel einfacher, man braucht bloß einen Bindfaden dazu.“ Als ich am Donnerstag zu ihm kam, fand ich ihn vor ſeiner Haustür ſtehend. Er war in Hemdsärmeln und ſah heftig erregt aus.— „Wieder ein Einbruch?“ fragte ich,„Hat deine Wirtin wieder mal die Wohnungstür aufge⸗ laſſen?“ Er lachte triumphierend.„Haha, und wenn ſie alle Tage offenſtehen würde.— Aus meiner Wohnung wird nichts mehr geſtohlen! — Geh bitte voran!“— Ich ſtieg vor ihm die Treppe hinauf und ſah, daß die Wohnungstür ſperrangelweit offenſtand. Wieder lachte Anton, als ich mich nach ihm umwandte.—„Geh nur hinein“, forderte er mich auf,„meine Wirtin iſt nicht zu Hauſe. Stell dir vor, du wäreſt ein Einbrecher. Alſo öffne die Tür meines Zim⸗ mers ſo vorſichtig und geräuſchlos wie möglich!“ Obgleich ich nicht ganz verſtand, was er im Sinne hatte, tat ich, wie er geheißen. Ich ſchlich auf den Fußſpitzen den Korridor entlang, zog langſam die Tür von Antons Zimmer auf und lugte hinein. Nichts. Als ich mich fragend um⸗ wandte, gewahrte ich, daß er enttäuſcht ausſah. „Es funktioniert alſo noch nicht“, ſagte er wütend,„wärte mal hier draußen einen Augen⸗ blick!“ Er ging in ſein Zimmer, während ich draußen das Muſter der Korridortapete betrach⸗ tete. Ich kam mir dabei vor wie ein Kind am Vorabend des Geburtstages. Nach einer halben Stunde kam Anton wieder heraus und zog die Tür vorſichtig hinter ſich zu.—„Nun öffne die Tür noch einmal“, befahl er. Ich tat es, ohne daß irgendwelche bemerkenswerten Folgen ein⸗ getreten wären. Worauf er einen Fluch aus⸗ ſtieß, mich erneut zu warten bat und in ſeinem Zimmer verſchwand. Ich ſetzte mich in einen Korbſtuhl und ſchlief langſam ein. Als Anton mich weckte, ſah er abgeſpannt und verärgert aus, während mich der Schlaf erfriſcht hatte.— „Geh noch einmal an meine Tür und mach ſie vorſichtig auf“, befahl er gereizt. Ich tat es, warf einen Blick in das dunkle Zimmer und ſprach dann:„Dieſe Beſchäftigung langweilt mich, Anton. Ich werde jetzt hinuntergehen und ein Glas Bier trinken. T. kannſt mich von hier aus telefoniſch erreichen.“ Worauf ich mich ent⸗ mir, und ich werde dir meine Verſicherung ge⸗ ſpäter in der Kneipe. Ich ging zu ihm hinauf, öffnete vorſichtig die Tür ſeines Zimmers, hörte, wie Anton einen Wutſchrei ausſtieß, und kehrte in das Lokal zurück, wo ich— um in dich⸗ teriſchen Ausdrücken zu reden— den berauſchen⸗ den Becher ſo lange ſchwang, bis mich Anton wieder hinaufbeorderte. In ſeinen Augen flak⸗ kerte der Wahnſinn des Fanatikers, als ich die Tür ſeines Zimmers zum fünften Male auf⸗ machte.„Du biſt überarbeitet, alter Junge,“ ſagte ich beſorgt. Dann kehrte ich zum berau⸗ ſchenden Becher zurück. Als ich das letzte Mal die Treppen hinauf⸗ ſchaukelte, ſah ich zwei Geländer, drei Antöne und vier Türen. Ich glaube aber, daß ich nie⸗ mals eine Tür ſo geſchickt und behutſam geöff⸗ net habe wie an jenem Morgen um drei Uhr. Ich hatte allmählich Routine gewonnen. Da aber begab ſich das Unheimliche: ich hatte die Tür kaum zu einem ſchmalen Spalt geöffnet, als drinnen eine furchterregende Stimme hör⸗ bar wurde. Und zu meinem Entſetzen war es die Stimme Anton Pufahls, der doch in dieſem Augenblick hinter mir ſtand.—„Aha, da biſt du, elender Halunke!“ brüllte die Stimme. „Endlich hab' ich dich! Komm herein, Burſche, damit ich dich die Treppen hinunterſchmeißen kann! Komm doch, komm doch, elende Kreatur!“ Und in dieſer Tonart ging es noch eine ganze Weile. Meine Knie bebten, mein Haar ergraute, und ich ſchwör dem berauſchenden Becher für immer ab. Erſt als Anton, der lachend hinter mir ſtand, das unheimliche Rätſel aufgeklärt hatte, nahm ich meinen Schwur zurück und meine Haare ihre natürliche Farbe wieder an. „Das wirkt, was?“ fragte er beifallheiſchend, als ich ihn flehend anſtarrte.„Und iſt ſo ein⸗ fach wie irgendetwas. Man braucht bloß ein Grammophon dazu, eine ſelbſt beſprochene Platte— und einen Bindfaden! Das iſt alles, lieber Freund. Ein Tonfilm brachte mich auf die Idee, und die Worte, die ich ſpreche, ſind ein Zitat daraus.“— Wahrhaftig die Vorrichtung war ganz ein⸗ fach! Anton erklärte ſie mir, nachdem er Licht gemacht hatte. Der Bindfaden lief vom Anſtell⸗ er durch den Griff eines Schlüſſels gezogen und zum Bücherſchrank weitergeleitet war. Von da ab ging er um die Beine des Rauchtiſchchens und weiter über den Kronleuchter, die Gardi⸗ nenſtange und die Schreibmaſchine zur Tür⸗ klinke. Ich bewunderte ſeine Erfindung, und erſchien und uns beſchwor, bis Antons Wirtin er ſchien und uns beſchwor, ein anderes Geſell⸗ ſchaftsſpiel zu wählen, da ihr Nervenkoſtüm be⸗ Hierauf tranken wir die zweite Flaſche gog⸗ nak aus, die der Einbrecher neulich nicht gefun⸗ den hatte.——— Zwei Wochen vergingen, ohne daß ich etwas von dem„Erfinder“ gehört hatte. Da— am 28. Oktober kam— nein, wankte, ſchlich Anton Pufahl in mein Zimmer.—„Du ſiehſt ſo blaß aus, Luiſe“, äußerte ich, worauf er einen ge⸗ quälten Seufzer ausſtieß und ſich in den Seſſel lehnte.—„Was haſt du?“ fragte ich und wiſchte ihm den Schweiß von der Stirn.—„Untreue? Gehaltsabbau? Einbruch?“ Bei dem letzten Wort ſah ich ihn heftig zuſammenzucken.— „Kündigung?.. Entlobung?... Hungertod? ....“ ſetzte er tonlos meine Aufzählung fort. Dann ſchrie er plötzlich gellend auf:„Ich dreh' ihr den Hals um, dieſer ſchlafmützigen alten Vettel!— Ich ſprach von meiner Wirtin“, er⸗ läuterte er darauf etwas ruhiger, griff nach der Kognakflaſche und erzählte, von Weinen und Schnäpſen unterbrochen:„Als ich vorgeſtern nach Hauſe kam, ſagte mir meine Wirtin, daß am Nachmittag ein alter Herr dageweſen ſei und nach mir gefragt habe. Sie habe ihn gebeten, in mein Zimmer zu gehen und ein wenig zu warten; ich würde gleich nach Hauſe kommen. Der alte Herr habe vorſichtig die Tür meines Zimmers aufgemacht und dann——— Men⸗ meine Einbrecherplatte war angeſtellt und der Bindfaden montiert!!!“—— „Na, und...?“ fragte ich, da er erſchüttert ſchwieg. „Der alte Herr war unſer Prokuriſt— Hildes Vater“— ſtöhnte Anton.„Geſtern habe ich von ihm die Kündigung bekommen und heute den fernte.— Sein Anruf erreichte mich eine Stunde hebel der Sprechmaſchine zum Schreibtiſch, wo Abſchied von iht!“——— 1 wodurch bedeutende Vereinsmitglieder durch reits lädiert ſei. ſchenskind, denk' doch bloß mal— ſtell' dir vor: Tolen Am Sonn karau die Te ſtiſchen Krieg gang um 9. eingeleitet. der breiten 9 voran die M Kriegsopfern ber Ortsgru und Jungvc Schützen⸗ un Kapelle Sch In feierli 355 Friedhe rauermärſc bern. Nach mannes Ku derländiſche 1 Klaaban vo eckarau, ſor Sternen“. 7 eier bildete änger, d Taten unſer Vaterland g ſonders die? an die Helde Brüder, gan Neu⸗ und A Liebe zu Vo den Staat u werden. Du und Standes ſich der Tate erweiſt. Dur und den Tr „Götterdämn Rede noch u ſtellvertreten DApP, K 5 h Strophe des Weſſel⸗Lied der ſich die und die weit gehaltenen 2 Kiäfer Ein kalter! Zef Wi verhüllte ſein trauernd, die des 1870er Kr Gegen Mit ebildet von en Amtswal Käfertal, in f Insbeſondere desgleichen V der Polizei. Kriegerdenkme dem Liede, Frieden“ die und Militärv maier das 1870—71, die deutſchen Geſe Flagge ſchmar unter dieſer ehren. Drei Gedämpft erkl Die Fahnen hielt man ſtil Ein Trauer kapelle, leitete fallenen über. feln iſt Ruh⸗ tracht“ die E Gräber. Nu großen Sterbe „Ich habe vi ſehen, aber k roße, überar dun“, ſo durck des Herrn Ka derbaren Aus henden Beken die Ehre Toten eingehe zu Herzen gel timmung. heilig iſt der 9. vember 1983 ————————— ge ſein verant⸗ Er beantrage unter anerken⸗ te. ud, der Führer Ueberblick über riebes. Danach lt und ſich die Während beim chuß 49 Ringe im diesjährigen irch bedeutende 4 uſtatieren ſeien. Schießabteilung Rumetſch er⸗ ich wegen ihrer w. an die Ge⸗ zu wenden. lgte hierauf an yffhäuſergedenk⸗ ichnung für 40⸗ Militärverein. amen der Mit⸗ die Verſamm⸗ für ſeine um⸗ Die Verſamm⸗ aufgenommenen ſowie mit dex d Horſt⸗Weſſel⸗ lt auf währten am Mandolinen⸗ linata“, aus eine gaſtliche uch muß als i den guten ius zu wün⸗ lksmuſik, die erung etwas zu würdigen n, gerade die pellen mehr h des Vex⸗ insführer L. dem er einen ſehr jungen ing gab. itzende eine lieder durch — ausgezei Albert Schadt etzt in Neu⸗ Veränderung der, das ſi g bedeutende vie das wei⸗ orſtandsmit⸗ der Jubilare des Herrn“. immfolge in hervorheben, es, was ge⸗ digen, ob es ücke, Märſche achtung fan⸗ rka⸗Concerto ine) und A. ie Quartett⸗ bow(Man⸗ Grambow. Mandoline), den mußten. freudig und. ng, die auch eßender Ball Kreiſe der H. Sch. ———— gezogen und har. 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Nach dem Kirchgang bildete ſi auf der breiten Rheingoldſtraße ein mächtiger Zug, voran die Muſikkapelle Wahl, gefolgt von den Kriegsopfern, Militärvereinen, Geſangvereinen, ber Ortsgruppe der NSDAp, N und Jungvolk, ſämtlichen Neckarauer Sport⸗, Schützen⸗ und ſonſtigen Vereinen, ſowie der Kapelle Schußmüller. In feierlichem Ernſt bewegte ſich der Zug zum Friedhof und dort unter Begleitung von Trauermärſchen zu den über 100 Heldengrä⸗ bern. Nach einer kurzen Anſprache des Ob⸗ mannes Kuhn, der NSͤoOs, folgte das Nie⸗ derländiſche Dankgebet mit Orcheſterbegleitung, eſungen von den vereinigten Geſangvereinen eckarau, ſowie ein Geſangsvortrag„Ueber den Sternen“. Den Hauptteil dieſer erhebenden eier bildete die Anſprache des Herrn Pfarrer änger, der mit echt deutſchen Worten die Taten unſerer für ihr deutſches Voll und Vaterland gefallenen Brüder rühmte und be⸗ ſonders die Jugend ermahnte, ſich im Gedenken an die Heldentaten und Opfer ihrer Väter und Brüder, ganz in den durch Adolf Hitler im Reu⸗ und Aufbau begriffenen Staat zu ſtellen. Liebe zu Volk und Vaterland und Hingabe an den Staat müſſen wiedere oberſte Grundſätze werden. Durch Ueberwindung von Klaſſenhaß und Standesdünkel muß ein Volk entſtehen, das ſich der Taten und Opfer ſeiner Helden würdig erweiſt. Durch einen weiteren und den Trauermarſch„Siegfrieds Tod“ au „Götterdämmerung“ wurde dieſe eindrucksvolle Rede noch unterſtrichen. Mit der Anſprache des ſtellvertretenden Ortsgruppenleiters der NS⸗ DAp, Köhler, und der nachfolgenden erſten Strophe des Deutſchlandliedes und dem Horſt⸗ Weſſel⸗Lied ſchloß dieſe Totengedenkfeier, an der ſich die Bevölkerung ſehr ſtark beteiligte und die weit über den in früheren Jahren ab⸗ gehaltenen Veranſtaltungen ſtand. Käferkal ehrt ſeine Token! Ein kalter Wind fegte über die Landſchaft. Re⸗ genſchwere Wolken hingen tief herab. Der Himmel verhüllte ſein Antlitz, gleichſam mit den Menſchen trauernd, die in weihevollen Stunden der Toten des 1870er Krieges und des Weltkrieges gedachten. Gegen Mittag bewegte ſich ein ſtattlicher Zug, ebildet von allen Vereinen und flankiert von —— Amtswaltern der NSDApP. der— Käfertal, in feierlichem Zuge gegen den Fried of. Insbeſondere bemerkte man viele Kriegsbeſchädigte, desgleichen Vertreter der beiden Konfeſſionen und der Polizei. Auf dem Friedhof eröffnete am alten Kriegerdenkmal der„Sängerbund“ Käfertal mit dem Liede„Ueber den Sternen wohnt Gottes Frieden“ die Gedenkfeier. Im Namen des Krieger⸗ und Militärvereins ergriff Herr Heinrich Anne⸗ maier das Wort. Er gedachte der Kämpfer von 1870—71, die trotz dem wechſelreichen Lauf der deutſchen Geſchichte nicht vergeſſen ſind. Unter der Flagge ſchmarz⸗weiß⸗rot haben ſie gekämpft. Und unter dieſer dürfen wir ſie heute wieder ehren. Drei Salven zerriſſen die Friedhofsſtille. Gedämpft erklang das Lied vom guten Kameraden. Die Fahnen ſenkten ſich und entblößten Hauptes hielt man ſtille Einkehr. Ein Trauermarſch, geſpielt von der Amtswalter⸗ kapelle, leitete zur Feier für die im Weltkriege Ge⸗ fallenen über. Mit dem Liede„Ueber allen Wip⸗ feln iſt Ruh“ eröffnete der Geſangverein„Ein⸗ tracht“ die Ehrung. Still und ſtumm lagen die Gräber. Nur ein winziger Ausſchnitt aus dem großen Sterben. Und 3 ſo unendliche Trauer. „Ich habe viele ergreifende Kriegerdenkmale ge⸗ ſehen, aber keines war ſo eindrucksvoll wie der roße, überaus ſchlichte Heldenfriedhof vor Ver⸗ un“, ſo durchbrachen die lautloſe Stille die Worte des Herrn Kaplan Krautheimer. Seine wun⸗ derbaren Ausführungen gipfelten in einem glü⸗ henden Bekenntnis für den Frieden, aber auch für die Ehre des deutſchen Volkes, auf daß die Toten eingehen im Frieden in den Frieden. Die 80 Herzen gehenden Worte ſchufen eine weihevolle timmung. Dieſe wurde durch das Lied„Heilig, heilig iſt der Gott“, vorgetragen durch drei Geſang⸗ Als äußeres Zeichen vereine, nur noch vertieft. von der NS⸗ des Gedenkens legte Herr Storch Kriegsopferverſorgung der Ortsgruppe Käferal »einen Kranz nieder. Auch hier gab eine drei⸗ malige Ehrenſalve und das Lied vom guten Ka⸗ meraden den äußeren Rahmen der Verbundenheit mit den toten Kameraden. fand eine Feier vor dem Denkmal der im Weltkriege Gefallenen auf dem Kirchplatz in Käfertal ſtatt. Das Denkmal war von den Fah⸗ nen der Vereine und denjenigen des neuen Reiches umgeben. Ein erhebender An“lick. Nach dem vom Geſangverein„Froyſinn“ ſi mmungsvoll zu Ge⸗ hör gebrachten„Der du von dem Himmel biſt“, ſprach Herr Vikar Reich. Seine Ausführungen wurden andächtig aufgenommen. Als letzter gab der hieſige Ortsgruppenleiter der NSDAP., Pg. Gawran, der Verbundenheit der Aus Anlaß des ab 1. November in den Ruhe⸗ ſtand tretenden Stadtpfarrers Luger in Kä⸗ fertal bereitete die Evangeliſche Kirchenge⸗ meinde eine Abſchiedsfeier. Zum letzten Male hielt Pfarrer Luger den Sonntagsgottesdienſt, wo er nochmals zum Ausdruck brachte, wie eng verbunden und freundſchaftlich er mit der Ev. Kirchengemeinde war. Wie beliebt und populär ſich der Geiſtliche in Käfertal und darüber hin⸗ aus gemacht hat, bewies die innige und zahl⸗ reiche Anteilnahme der einheimiſchen Bevölke⸗ rung, ſeiner Freunde und Gönner, die das Gotteshaus überfüllten. Mit herzlichen Worten dankte der Redner den Verſammelten für ihre Treue und bedauerte offen, daß ſchon jetzt die Stunde gekommen ſei, die Obhut und Seelſorge der Gemeinde einem jüngeren Kollegen über⸗ geben zu müſſen. Für den Abend arrangierte der Kirchenälteſte Herr Heitzmann, in ſchlichter Aufmachung eine kleine Abſchiedsfeier im Saale zur Vor⸗ ſtadt. Einleitend kam ein Streichquartett von Robert Schumann, geſpielt von Fräulein Sauer, den Herren Hoffmann, Schmitt, Birkenmeier und Boxheimer zum Vortrag. Nach kurzer Be⸗ grüßung der Anweſenden, begann unter der Leitung des Herrn Lehrer Dick der Kirchen⸗ chor ein Lied: Du biſt's, dem Ruhm und Ehre gebührt.... von Joſef Hadn. Rührend hat die kleine Hildegard Galle ihren Prolog vorge⸗ tragen. Zur weiteren Unterhaltung trug der Schülerchor der achten Mädchenklaſſe einige Ge⸗ ſangsſtücke vor, die Herr Rektor Sigmund dirigierte. Mit weiteren Darbietungen beehrte Frl. Maria Jung(Solo) und Herrn Jakob Rihm(Solo). Der Höhepunkt der Veranſtaltung war die Abſchiedsrede des Kirchenälteſten Sig⸗ mund, der vor 23 Jahren die Glückwünſche ent⸗ gegenbrachte, als Pfarrer Luger als Seelſor⸗“ ger nach Käfertal verſetzt wurde. Am 10. Juli 1910 kam er nach Käfertal und hat ſich in ſelbſt⸗ Aus Mannheims Vororten neuen Bewegung mit den gefallenen Frontſoldaten durch die Niederlegung eines Kranzes Ausdruck. Er führte ferner aus:„Ihr habt die Scholle der Heimat verteidigt und um die Zukunft von Deutſch⸗ land gekämpft. Wir haben um die Erneue⸗ rung Deutſchlands geſtritten, damit euer Blut nicht umſonſt vergoſſen worden iſt. Und indem wir eines Geiſtes mit euch ſind, grüßen wir euch tote Kameraden wie die Toten unſerer Bewegung mit dem deutſchen Gruße.“ Wie ein Schwur erhoben ſich unzählige Hände. Machtvoll erklang das Horſt⸗Weſſel⸗Lied. Mit dem gemeinſam geſungenen Liede„Forſchen nach Gott“ fand die Feier ihren würdigen Abſchluß. Eine derartige ſtarke Beteiligung der Bevölke⸗ rung unſeres Vorortes war noch nie dageweſen. Ein ſchönes Zeichen der Einigung und geiſtigen Umſtellung. Stadtpfarrer Luger nimmt Abſchied loſer Weiſe der Kirchengemeinde gewidmet, die er auch mit reichem Segen bedachte. Seine Per⸗ ſönlichkeit und ſein Charakter waren ſtets nach Edlem geneigt, Schlichtheit, Mildtätigkeit und Güte waren ſeine Grundzüge. Nicht nur als Geiſtlicher und Prediger hat er ſich ſeine Ver⸗ dienſte erworben, ſondern bei der Umgeſtal⸗ 3 der Kirche tatkräftig mitgewirkt. Zum Schluſſe gab der Redner ſeiner Hoffnung Aus⸗ druck, daß es dem Pfarrer und ſeiner Frau Ge⸗ mahlin vergönnt ſein möge, den Lebensabend in der verdienten Ruhe zu verbringen. Dekan Maler, Mannheim, ging nochmals kurz auf die Worte ſeines Vorredners ein und erwähnte, daß vor 23 Jahren Käfertal noch eine kleine Gemeinde war und heute mit etwa 8000 Seelen weit mehr Arbeitskraft erfordere. Aber Käfertal ſei Pfarrer Luger ins Herz ge⸗ wachſen und er wolle auch hier in Frieden ſeine Muße verleben. Mit einigen Dankesworten wünſchte Dekan Maler dem Scheidenden ein ferneres Wohlergehen. Im Namen der katholiſchen Kirchengemeinde führte Stadtpfarrer Fahrmeier u. a. aus, daß es einer klugen Handhabung der geiſtlichen Tätigkeit bedarf, in einer gemiſchten Gemeinde wie Käfertal, den Frieden zu erhalten. Pfarrer Luger genieße auch bei der katholiſchen Ge⸗ meinde hohes Anſehen. Ortsgruppenleiter Pg. Gawran bemerkt, er als Jüngere habe hohe Achtung vor der Arbeit des alten Pfarrers. Er hätte als deutſcher Pfarrer ſeine Pflicht erfüllt, indem er für das neue Deutſchland gekämpft hat. Das Schlußwort ſprach Pfarrer Luger ſelbſt, der für ſeine Ovationen und Darbietungen recht herzlich dankte und verſicherte, daß er auch in Zukunft der Gemeinde treu bleiben werde. Mit einem Streichquartett der Herren Hoff⸗ mann, Schmitt, Birkenmeier und Boxheimer, fand die Feier ihren Abſchluß.. Stadtpfarrer Heiler wird inveſtitiert In Mannheim⸗Feudenheim fand die feierliche Inveſtitur des neuen Pfarrherrn der katholiſchen Kirchengemeinde, Stadtpfarrer Hugo Heiler, ſtatt. Gottes⸗ und Pfarrhaus waren feſtlich mit herbſtlichen Blumen und Girlanden geſchmückt. Während vom Turm die Glocken ihre ehernen Klänge ertönen ließen und brauſende Akkorde der Orgel ſich mit dem„Jubilate deo“ der Sänger und Sängerinnen vermiſchte, ſchritt im feſtlichen Pro⸗ zeſſionszug Stadtpfarrer Heiler in ſein Gotteshaus. In der Prozeſſion bemerkten wir u. a. Prälat Bauer. die GeiſtlichenRäte Kiefer und Bieh⸗ ler, die Stadtpfarrer Matt und Kalten⸗ brunn, die Stiftungs⸗ und Kirchengemeinderäte und die Profeſſoren Stolz und Heilmann. Prälat und Stadtdekan Joſef Bauer verlas zu⸗ nächſt die Urkunde der Ernennung und fand gedan⸗ kenreiche Ausführungen in ſeiner Feſtpredigt über die Bedeutung eines ſolchen Feſttages. Mit den Glück⸗ und Segenswünſchen an den neuen Seel⸗ ſorger ſchloß Prälat Bauer ſeine Predigt, der die feierliche Verpflichtung von Stadtpfarrer Heiler mit Ablegung des großen Glaubensbekenntniſſes folgte. Stadtdekan Prälat Bauer vollzog im Auf⸗ trag des Erzbiſchofs die Inveſtitur mit Uebergabe der Pfarrpfründe an den neuen Pfarrer. Das anſchließende feierliche levitierte Hochamt zele⸗ brierte mit Diakonaſſiſtenz und perſönlicher Aſſiſtenz von Stadtpfarrer Bahr der neue Seel⸗ ſorger der Gemeinde, Stadtpfarrer Heiler. Werbewoche des Nõ⸗ Schachklub Waldhof Anläßlich der geſtrigen Wahlkundgebung fiel die vorgeſehene Veranſtaltung aus und wird auf einen ſpäteren Termin verlegt. Die Simultanvor⸗ ſtellung findet beſtimmt am kommenden Freitag im —43 Bopp u. Reuther, pünktlich um halb 8 Uhr att. Schlußprüfung der Maſchinen⸗ techniſchen Fachſchule Mannheim Am Freitag, 27. Oktober d.., nachmittags —6 Uhr, fand der mündliche Teil der Schluß⸗ prüfung der an die Gewerbeſchule 1 Mannheim angegliederten Maſchinentechniſchen Fachſchule Mannheim ſtatt. In den Wochen zuvor iſt der ſchriftliche Teil der Schlußprüfung durchgeführt worden. Die Prüfung wurde im Auftrag des Unterrichtsminiſteriums von Direktor Hen⸗ ninger abgenommen. Der Prüfung haben ſich 15 Prüflinge mit Erfolg unterzogen; davon bekamen 4 Prüflinge die Note„ſehr gut“ und 11 Prüflinge die Note„gut“. Bei der münd⸗ lichen Prüfung prüfte Studienrat Gott⸗ mann über Wärmekraftmaſchinen und zwar über Dampfturbinen, Studienrat Dipl.⸗Ing. Krott über Werkzeugmaſchinen und Arbeits⸗ verfahren und zwar über Revolverdrehbänke ſowie Gewerbeſchulaſſeſſor Dipl.⸗Ing. Be ugei über Elektromaſchinen und zwar über rotie⸗ rende Umformer und Gleichrichter. Die Prü⸗ fung zeigte, daß die Prüflinge die für die Aus⸗ übung ihrer beruflichen Tätigkeit als Maſchi⸗ nentechniker und als ſonſtige techniſche Beamte in maſchinentechniſchen Betrieben notwendige Kenntniſſe und Erfahrungen erlangt haben. Der Prüfung wohnten als Gäſte u. a. an; der Präſident der Nebenſtelle Mannheim der Bad. Handwerkskammer, Schmiedeobermeiſter Stark, Abteilungsleiter Sachs als Vertreter des Ar⸗ beitsamts Mannheim, Bauamtmann Vogt als Vertreter des Städt. Straßenbahnamts, Bau⸗ amtmann Korn als Vertreter der Städt. Waſ⸗ ſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerke Mannheim, Direktor Herbold von der Gewerbeſchule II Mannheim, Studienrat Dipl.⸗Ing. Seibert als Vertreter der Gewerbeſchule in Ludwigshafen (Rhein), Oberingenieur Neußel als Vertreter des Bad. Reviſionsvereins Mannheim, Dipl.⸗ Ing. Buchholz als Vertreter der Firma Ma⸗ ſchinenfabrik Heinrich Lanz in Mannheim, In⸗ ſchinenf Gartner als Vertreter der Firma Ma⸗ chinenfabrik Gebr. Sulzer in Ludwigshafen a. Rhein, Studienrat Hehn, Führer des Bezirks Pfalz des Landesverbandes der Lehrer an Bad. Fachſchulen, Ingenieur Schloſſer, Kreisvorſteher des Deutſchen Technikerverbandes in Mann⸗ heim, Maſchinentechniker Mack als Vertreter des Abſolventenverbandes der techniſchen Fach⸗ ſchulen in Mannheim, Studienrat Heuſer und eine größere Anzahl von Lehrern der beiden hieſigen Gewerbeſchulen, ſowie als Vertreter der hieſigen Tageszeitungen Dr. Knorr. In ſeiner Schlußanſprache begrüßte Direktor Hen⸗ ninger die bei der Prüfung anweſenden Gäſte, dankte ihnen für das der Schule gegenüber gezeigte Intereſſe, ſprach auch den Lehrern und Schülern der Maſchinentechniſchen Fachſchule für die erfolgreiche Arbeit und hervorragenden Leiſtungen den beſten Dank aus und wünſchte, daß es den Abſolventen der Schule möglich ſein möchte, künftighin ſolche Stellen, die ihrer Aus⸗ bildung und ihren Kenntniſſen entſprechen, zu erlangen. Obligatoriſcher Juſammenſchluß im Reviſionsweſen in der Deutſchen Arbeitsfront Das Organiſationsamt der Deutſchen Arbeitsfront hat mit Schreiben vom 14. Oktober 1933 den Reichs⸗ einheitsverband Deutſcher Bücher⸗ reviſoren und Wirtſchaftsprüfer E.., Sitz Hamburg(RDBW) beauftragt, eine zentrale Zuſammenfaſſung aller Berufsangehörigen im Revi⸗ ſionsweſen und ähnlicher Berufe vorzunehmen. Damit iſt es für alle Berufsangehörigen Pflicht geworden, dem Reichseinheitsverband Deutſcher Bücherreviſoren und Wirtſchaftsprüfer E. V. Sitz HKamburg(RDBW) direkt oder indirekt durch eine andere Organiſation des Berufes anzugehören. Den beſtehenden Verbänden iſt die Pflicht auferlegt, ſich dem RDBW korporativ anzuſchließen. Der Reichseinheitsverband Deutſcher Bücherreviſo“⸗ ren und Wirtſchaftsprüfer E. V. Sitz Hamburg— RDBW— wird ſich in den nächſten Tagen mit den einzelnen Organiſationen in Verbindung ſetzen. Damit iſt die Befriedung innerhalb des Berufes herbeigeführt und den Beſtrebungen der einzelnen Organiſationen ein Ziel geſetzt. Anſchriften ſind zu richten an Reichseinheits⸗ verband Deutſcher Bücherreviſoren und Wirtſchafts⸗ prüfer E.., Hamburg,36 Poſtſchließfach 234. IIIIIII Rat. ZAHNPASTA — „Das S NA Z2el. Paar 8 cHMlHe'a man früher: oER OUALTHTATSSCHori, dauernaft und bequem, aber ein wenig DER MoODESCHUl, æierlich und elegant, aber rasch Verbtn plump. 85 Seit aber die größte deutsche Schuhfabrik, die von jeher den höchsten Qualitätsruf genießt, vorbildlich schöne Modelle und die größte Auswahl von Modeneuheiten bringt, Jetæ Sagt alles. MUr Mannheim, O 5, 911 AMANDEF Mannheim, 44,½8 Zahrgang 3. Rr. 283. Seite 14 „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. November—— Lirisca/ is-Numdsc FJritz Benſinger G. m. b.., Mannheim Die Geſellſchaft hat ihren Namen in Geſelſchaft fur Hotelbedarf G. m. b. H. vormals Friy Benſinger beer Siegfried Klopfer iſt nicht mehr Ge⸗ Rhein. Treuhand Ach, Mannheim mMannhelm, 31. Ort. Das ſteuvertretende Vor⸗ Kandsmitglied ver Geſellſchaft, Franz Kempter, iſt auz dem Vorſtand ausgeſchieden. E. Weil u. Reinhardt AG, Mannheim Zu der am Dienstag abgehaltenen Generalverſamm⸗ kung war die Preſſe nicht zugelaſſen, weil die Ver⸗ waltung„teinen Wert auf Veröffentlichungen über die Geſellſchaft“ legt. 5 Märkte Handſchuhsheimer Obſtgroßmarkt beidetberg, 31. Ort. Es koſteten: Birnen—12, Aepfel 10—18, Tomaten 10—11, Bohnen 16—18, Ka⸗ ſtanien 13—15. Anfuhr gering, Nachfrage gut. Freinsheimer Obſtgroßmarkt reilnsheim, 31. Okt. Die Anfuhr auf dem 2.— betrug 170 Zentner. Nachfrage und Abfatz waren flott: Tomaten 1. Sorte—8(), To⸗ maten 2. Sorte 4, Birnen—13(), Aepfel—11(10), Quitten 8, Zweiſchgen 21 Pfg. ver Pfund.— Der Obſtmarkt am Mittwoch fäut Allerheiligen wegen aus. Neuſtavdter Obſtgroßmarkt Reuſtabt a. d. Odt., 31. Okt. Bei geringer An⸗ fuhr und ſchleppendem Handel koſteten pro Pfund: —4 el Birnen—16, Kaſtanten 15—18, Quit⸗ en. Obſtgroßmůͤrkte Hab Dürkheim(Auttion): Anfuhr J Zentner, meiſt Tomaten und Birnen. Abſatz gut. maten 10, Birnen—14, Aepfel—17 Pfg. BHad Dürkheim(freier Markt): Anſuhr 30 Ztr., meiſt Tomaten. Preiſe: Tomaten—10, Birnen 5 bis 13, Aepfel—13 Pfg. Dreinsheim: Anſuhr 170 Ztr. Nachfrage und Ubfatz flott. Tomaten 1. S.—83, 2. S. 4, Birnen —13, Hepfel—11, Quitten 8, Zwetſchgen 21 Pfg. vro nend. Der Mittwochmarkt fällt wegen Allet⸗ heiligen aus. Nürnberger Hopfenbericht RKürnber 1 31. Okt. Zufuhr: 10 Ballen, Umſatz: 20 Ballen; Hallertauer 235—265; Württemberger 230 RM. Tendenz: ruhig. Allgäner Butter ⸗ und Käſebörſe „Fempien, 31. Ott. Augüäuer Molkerelbutter 123 41123), Landbutter 116(116), Rhameinkauf bei 43 Fett⸗ einheiten ohne Buttermilchrückgabe 123(123), Allgäuer Molkereibutter, 1. Qualität 125(125), Allgäuer Weich⸗ käſe mit 20 Prozent Fettgehalt, grüne Ware 22—25 (—25), Marttlage unverändert.— Augauer Emmen. ialer mit 45 Prozent Fettgehalt, 1. Sorte 70—72 70—72), 2. Sorte 65—67(65—67). Marrtlage unver⸗ indert. Die Preiſe ſind Erzeugerverkaufspreiſe ab »Lokal ober ab Station des Erzeugers ohne Verpak⸗ kung für ein Pfund. Marktibericht der Bad.⸗Pfälz. Eier · zenkrale Karlsreuhe, 31. Okt. Man erzielte in den ſeß, ten Tagen für deutſche Handelsklaſſeneier G1 in Wfennig le Stüc: im Klein⸗ im Groß⸗ Berliner Notle⸗ handel handel rung v. 30. 10. 33 8 uber 65 6 13.50—14.29 13.25—13.80 19.50 4 60—65 6 13.25—13.75 12.75—13.50 13.— B 55—60 6 12.75—13.25 12.50—12.90 12.50 .50—55 8 12.25—12.75 12.00—12.25 11.75 5. 45—50 6 10.75—11.25 10.50—11.00.50 Enteneler 11.00 Tendenz: ruhig in Pfa. je Siuc, ohne Koſten für Fracht, Verpackung, Umfatzſteuer und Handelsſpanne. Verbraucherpreiſe liegen daher um—3 Pfa. je Stuck hoher als obige Kleinhandelspreiſe. Tendenz: ſeſt. Die Preiſe fur vollfriſche Ware gingen ſfaſt täglich in die Höhe, da die Produktion ganz klein und immer noch welter rückgängig iſt. Auch hat das Ausland ſeine Wreiſe ſtark erhöht. Kühlhauseier ſind gut gefragt unb ebenfalls anſteigend. Man erzielte in den letzten Tagen folgende Preiſe franko Wiederver-äufer für ladenfertige Ware; Suppenhühner 1a.70 RM., IIe.60 RM. franko. Schlachtviehmärkte vom 31. Oktober Amtliche Schlachtviehpreiſe Mannheimer Schlachtviehmarkt Auftrieb: Rinder 899, Kälber 740, Schweine 2001. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberſtand; Kälber ruhig, langſam geräumt; Schweine ruhig, Ueberſtand. Pretſer Ochfen 28—31(3. Qualſtäi 22—25), 22—27; Bullen 26—29, 23—25, 21—23; Kühe 23—26, 19—23, 15—18, 10—13; Rinder 30—32, 26 dis 28, 23—25; Kälber 39—42, 34—38, 28—31, 22—25; Schweine 53—56, 51—54, 50—54, 48—52 RM. Karlsruher Schlachtviehmarkt Auftrieb: Rinder 190, Kälber 252, Schweine 974. Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, ge⸗ räumt; Kälber langſam, geräumt; Schweine langſam, eringer Ueberſtd. Preiſe: Ochſen 27—31(2. Qual. 27), 24—26, 22—24, 19—22; Bullen 28—29, 23 bis 26, 22—23, 19—22; Kühe 22—23, 20—22, 16—20; Rinder 77—33, 24—27, 22—24, 19—22; Kälber 37 bis 30, 34—37, 30—34, 18—24; Schweine 52—55, 51 bis 54, 48—52, 46—48; Sauen 38—40 RM. Pforzheimer Schlachtviehmarkt Auftrieb: Rinder 90, Kätber 164, Schaſe 31, Schweine 371. Marktverlauf: Rinder langſam; Kälber gedrückt; Schweine langſam, geringer Ueber⸗ reiſe: Ochſen 28—30, 26—28; Bullen 20 bis 30, 27—28; Kühe 20, 17, 15; Rinder 29—33, —29; Kälber 36—38, 32—35; Schweine 54—56, 42—54, 50—52 RM. Das Ringen um die Weltmärkte Von unſerem volkswirtſchaftlichen Mitarbeiter Geheimrat Klöckner hat in der diesjährigen Ge⸗ neralverſammlung ſeiner Geſellſchaft ausgeführt, daß unter den Abſperrungstendenzen, die heute die Han⸗ velspolitik aller Länder kennzeichnen, die deutſche Wirt⸗ ſchaft am meiſten leidet, weil Deutſchland durch den Verſailler Frieden ſeinen Reichtum an Privatvermö⸗ gen im Auslande mit einem Schlage verloren hat und weil es auch heute noch durch ſeinen Warenexport mehrere Millionen ſeiner Bewohner ernöhren muß. Die große deutſche Arbeitsloſigkeit wird erſt dann all⸗ mählich verſchwinden, wenn Deutſchland auf den Welt⸗ märkten wieder jene Stellung einnimmt, die ihm auf Grund ſeiner induſtriellen Entwicklung und ſeiner be⸗ völkerungspolitiſchen Struktur gebührt. Schon wegen dieſer arbeitsmarktpolitiſchen Bedeutung des deut⸗ ſchen Exportes— auch Geheimrat Klöckner hob wie⸗ der hervor, daß das Inland allein der deutſchen In⸗ duſtrie keine ausreichende Abſatzmöglichkeiten bieten kann— darf man den Wiederauſſtieg des deutſchen Außenhandels, der in den letzten Monaten eingeſetzt hat, mit befſonderer Befriedigung feſtſtellen. Die deutſche Ausſuhr, die im Monat Juni dieſes Jahres mit 384,5 Millionen Mark einen Tiefſtand erreicht hatte, iſt ſeitdem ohne Unterbrechung geſttegen und hat im Monat September wieder einen Wert von 478,3 Millionen Mark erreicht. Das bedeutet eine Zunahme um faſt 25 Prozent. Gleichzeitig iſt die deutſche Ein⸗ fuhr noch weiter geſunken, ſo daß ſich der Ausfuhr⸗ überſchuß von 25 Millionen Mark im Juli auf 95 Millionen Mark im Monat September erhöht hat. Dieſe Zunahme der deutſchen Ausfuhr iſt nur teilweiſe ſaiſonmäßig begründet. Sie iſt zum größten Teile zweifellos auf eine Beſſerung der Weltmarkkonjunk⸗ tur zurückzuführen. Es iſt alſo die erfreuliche Tatſache ſeſtzuſtenen, daß ſich mit der wieder wachſenden Aufnahmefähigkeit der Weltmärkte auch die Ausſichten des deutſchen Ex⸗ portes beſſern. Beſonders günſtig hat ſich die deutſche Ausfuhr nach Ueberſee entwickelt. Dieſer Anfangs⸗ erſolg der deutſchen Bemühungen um die Exportſtei⸗ gerung iſt um ſo bemerkenswetter, als er trotz immer ſtärker werdender Abſchnürungstendenzen und trotz zunehmender Importfeindſchaft zahlreicher Länder er⸗ reicht worden iſt. Sehr treffend hat Geheimrat Klöck⸗ ner betont, daß heute, nach dem Scheitern der Lon⸗ doner Konferenz, jedes Land noch mehr als zuvor lediglich für ſeinen Eigennutz kümpft. Die Widerſtände, die der deutſche Export überwinden muß, um ſich auf den Weltmärkten zu behaupten, oder verloren gegan⸗ gene Poſitionen wieder zu erobern, ſind deshalb ſo außerordentlich groß, weil die drei mächtigen Indu⸗ ſtrieländer, mit deren Erzeugniſſen die deutſchen Ex⸗ portwaren heute in der Hauptſache konkurrieren müſ⸗ ſen, England, die Vereinigten Staaten und Japan, durch die Entwertung ihrer Währungen im Wettbe⸗ werb begünſtigt werden. Die deutſche Exportwirtſchaft hat gegen dieſes ſyſtematiſche Dumping einen harten Abwehrkampf zu führen. Aber es iſt der deutſchen Zähigkeit bisher gelungen, auf dieſem ſchwierigen Terrain allmählich wieder ein wenig Boden zu gewin⸗ nen. Die deutſche Exportförderung durch die Skrips⸗ Ausgabe ſtellt eine neue Abwehrwaffe gegenüber dem Währungsdumping der Konkurrenten Deutſchlands dar. Erfreulicherweiſe hat ſich auch dieſe Waffe be⸗ währt. Nachdem es kürzlich gelungen iſt, mit der Schweiz ein Abkommen über eine 100prozentige Lö⸗ ſung der Skrips abzuſchließen, darf damit gerechnet werden, daß ſich auch andere Länder zu gleichen Zu⸗ geſtändniſſen bereitfinden laſſen werden. Der Vorteil, den Deutſchland auf dieſe Weiſe einhandelt, iſt die Gewährleiſtung zuſätzlicher deutſcher Exporte, die auto⸗ matiſch zu einer weiteren Steigerung der deutſchen Ausfuhr führen muß. Geheimrat Klöckner hat dann auch die Frage der Ruſſengeſchäfte geſtreift. Es iſt gelungen, den Ausfal an Rußlandexporten, der in der letzten Zeit eingetreten iſt, durch Steigerung der deutſchen Ausfuhr nach an⸗ deren Ländern und weitere Einſchrünkung der deut⸗ ſchen Importe auszugleichen, ſo daß die Aktivität der deutſchen Außenhandelsbilanz im weſentlichen auf gleicher Höhe erhalten, bezw. wieder auf den früheren Stand gebracht werden konnte. Trotzdem wird man Kloöckner auch darin zuſtimmen müſſen, daß die Pflege und Zurückeroberung des ruſſiſchen Marktes ange⸗ ſtrebt werden muß. Der Zeitpunkt iſt nicht fern, an dem die deutſche Einſuhr nicht mehr weiter kompri⸗ miert werden kann. Im Gegenteil, die wachſende Kaufkraft des Inlandes muß zu einem Mehrverbrauch an Waren und damit auch zu einem Mehrbedarf an ausländiſchen Rohſtoffen führen. Andererſeits kann man ſich freilich der Ertenntnis nicht verſchließen, daß ſich der internationale Wettbewerb auch auf dem ruſſiſchen Markte ſehr verſchärft hat. Die Zeiten, in denen die anderen großen Induſtrieländer Deutſchland das unwillkommene Ruſſengeſchäft netdlos überlleßen, ſind längſt vorüber. Polen, Frankreich und Belgien haben bereits ziemlich umfangtreiche Geſchäfte mit Rußland getätlgt. Nunmehr treten auch die Ame⸗ rikaner als Konkurrenten Deutſchlands im Rußland⸗ geſchäft auf den Plan. Sie hoffen, hier ein ganz gro⸗ ßes Abſatzgebiet für ihren Warenüberſchuß ſich er⸗ obern zu koͤnnen. Die deutſche Induſtrie wird zwei⸗ fellos auch hier den Kampf aufnehmen müſſen. Er wird angeſichts der ungeheuren Kapitalkraft der Vereinigten Staaten, der ihnen die Einräumung gro⸗ zer, langfriſtiger Kredite an vas ſtets krebithungerige Rußland geſtaltet, gewiß nicht leicht ſein. Aber mit der wachſenden Belebung der deutſchen Inlandskon⸗ iunktur wächſt auch die deutſche Konkurrenzfähigkeit auf den ruſſiſchen wie auf allen anderen umſtrittenen Auslandsmärkten. Deutſchland wird auch künftig in zähem Ringen Boden gewinnen, und es hat gewiß keine Veranlaſſung, hier zu reſignieren und den Kon⸗ kurrenten das Kampffeld zu überlaſſen. ——————— Freiburger Schlachtviehmarkt Auftrieb: Rinder 75, Kälber 175, Schaſe 36, Schweine 400. Marktverlauf: Bei allen ſchlech⸗ ter Markt bei geringer Nachfrage und Ueberſtand bei allen Gattungen. Preiſe: Ochſen 28—38, 25—27, 23—24; Bullen 27—28, 25—26; Kühe 20—22, 17—19, 13—16; Rinder 30—31, 27—29, 23—26; Kälber 37 bis 38, 34—36, 30—34; Schweine 52—54, 50—52, 48—50; Schafe 30—32, 25—28 RM. Sfimmungsbericht von den badiſchen Schlachtviehmärklen Der Auftrieb auf ven badiſchen Schrachtviehmärkten am Dienstag, 31. Oktober, war bei Großvieh auf allen Mürkten viek zu groß. Es verblieb auf allen Märkten Ueberſtand. Geſucht waren auch geſtern wie⸗ der vollfleiſchige fette Rinder ſowie junge, noch nicht abgezahnte Ochſen und junge vollfleiſchige Bullen. Das übergroße Angebot von Vieh geringerer und mittlerer Qualität drückte auch geſtern wieder auf die Preiſe. Auch geſtern waren Tiere von beſter Quali⸗ tät ſehr raſch und zu den Preiſen der Vorwoche aus dem Markt genommen. Es wurde füt ſolche Tiere größtenteils nur über Notiz bezahlt. Die Auftriebe auf den Kälbermärkten waren einigermaßen der Nach⸗ frage entſprechend und die Preiſe hierfür konnten ſich ebenfaus auf der Höhe der Vorwoche halten. Auch hier waren Tiere von beſter Qualität geſucht. Bei den Schweinen war der Auftrieb insbeſondere von mitt⸗ leren und mageren Schweinen viel zu groß. Die Preiſe der Vorwoche konnten ſich nur bei Fettſchweinen hal⸗ ten, während leichtere und magere Tiere nur ſehr ſchwer anzubringen waren. Die Preiſe für Großvieh dürften in der nächſten Zeit eine weſentliche Aende⸗ rung wohl nicht erfahren. Das gleiche dürfte wohl auch bei den Kälbern der Fall ſein. Auch bei den Schweinen ſind größere Preisſchwankungen nicht zu erwarten. Die Schweinepreiſe auf den norddeutſchen Mäürkten lagen auch geſtern noch teilweiſe über den badiſchen Schweinemärkten. Bei der Preisbildung drückt in Süddeutſchland das große Angebot von ſfüd⸗ deutſchen Schweinen ſehr ſtark auf die Preiſe. Berliner Schweinemarkt Auftrieb: 5254. Marktvertauf: ruhig, langſam geräumt. Preiſe: 52—54, 50—52, 48 45—47, 42—44; Sauen 47—49 RM. Hamburger Schweinemarkt Auftrieb: 4900. Marktverlauf: mittel, Prelſe: 51—53, 48—50, 46—48, 44—46, 38—42, 30 bis 36, 38—46 RM. Schwethinger Echweinemarkt Schwetzingen, 31. Okt. Zum heutigen Schwet⸗ zinger Schweinemarkt waren zugefahren: 79 Milch⸗ ſchweine und 40 Läufer. Bezahlt wurden für das Paar Milchſchweine 12—25 RM., Läufer 32—50 RM. Markt⸗ verlauf: ſchleppend. Ein Viertel der Zuſuhr blieb Ueberſtand. Schweinemürkte Biltigdelm. Anfuhr in Milchſchweinen gut, Läufer ebenſalls gut. Preiſe: 16—24 RM. pro Paar. Marktverkehr langſam, großer Ueberſtand. Nächſter Markt am 13. November. Meckesheim(Baden). Anfuhr: 91 Läufer und 9 Milchſchweine. Preiſe: Läufer 30—42, Miichſchweine 21—24 RM. Handel lebhaft, geringer Ueberſtand. Nächſter Markt am 6. November. .—— Mannheimer Effektenbörſe Tendenz: Zurückhaltend Mannheim, 31. Okt. Der Ultimo iſt an der Börſe glatt verlaufen. Das Geſchüft war ſehr ruhig, die Tendenz wieder eher zurückhaltend, zumal von den neuen amerikaniſchen Regierungsmaßnahmen, inbe⸗ zug auf den Dollar, eine gewiſſe Unſtcherheit ausging. Farben notierten 116, Daimler 27 Proz., etwas nie⸗ driger Waldhof mit 32 Proz. Ferner waren von Ne⸗ benwerten Enzinger und Verein dt. Oele etwas ſchwä⸗ cher, dagegen feſter Ludwigshafener Walzmühle mit 67 Prozent. Bankaktien blieben faſt unverändert. Am Verſicherungsmarkt beſtand Nachfrage für Bad. Aſſe⸗ curanz zu weiter erhöhtem Kurs. Der Rentenmarkt war ruhig, aber eher freundlicher. Altbeſttz konnten auf 79 Prozent und Neubeſitz auf 12,5 Prozent an⸗ ziehen. Goldpfandbriefe blieben behauptet. Dit. Reichsanleihe von 29 99,25, Altbeſitz 79, Neu⸗ beſitz 12,75, Bad. Staat von 277 90, Baden⸗Baden Stadt 73, Heidelberg Stadt 72, Lurg, shafen 77, Mannheimer Anl. Ausl. 70, Mannh. Anleihe 78, Bad Kommunal⸗ und Landesbank⸗Pfahvor. 89, Pfälz. Frankfurter Abendbörſe vom 31. Brtober 155⁵ 5 Schuldverſchreibungen: t. Bt u. Discto. 42,00 vunganteihe.— F Bant 41 55 MHlich, Reichs⸗ eichsbank— anleihe 1929.— Deutſche Kolonial⸗ und eiches, 986 12,.70 R Bergwerks⸗Aktien: 1 2,50 500 beſitz 1 bis Buderus Eiſenw 3 93 75,00 Gelſenkirchener arpenern 75,00 Retchaheponds. Fal Uſcherzleben— er S 5öcnerwerke 50, 50 Schutzg.⸗Anl. 7˙80 annesmannröhr— ußä.⸗Ant. 1306%0] Mansf. Bergban.— ib1. f 103 14 fen erabnu 34,50 8 1— 5 8 hein. fa ubgAnt. 1513 738 Venrnoitued— Auslänviſche Anleihen: tahlverein. 29,25 „Ung..Rte. 1913—[Induftrie⸗Aktien: do, do. Kronen e e Jn.Berehzr—0 5 Eiamm— m Bremen⸗Beſigheim— Bant⸗Aktien: Semberg 3¹,00 Allg. D. Cred.⸗Anſt.— Chade Akt.— Bl. f. Brauinduſt.— IDt. Eiſenh., Brln.— aurahütte — — Cement Hetdelbg 72,90[ gech, Augsbur— Chem. Auͤen— Fialnktaff. Gdchn— FG. Chemie volle 130,50] Metalgeſ. Frkft. 52,50 5G. Chemie 50 7 1753 Motorendberurſel— Conti Caoutſchoue 127,25] Rütgerswerke. 45,75 Daimier Motorer 27,00 chuckert Nirngg,— Diſch. Erdöl„.— iemens& Halske— * ilbſch 173,20 Thür, Lief. Gothän 67,50 Ver Ultramarin. 34 Ultramarin. ellft e-Kulbn e er 5 off Waldhof Brauereien: Ei. Lichtu⸗—— 66,25 0 merW ae linger Maſch.— arben 116,3 dwenbräumünch. Farb“ Bonds 107,5 8600 5 rransvort· unnalien: el Gei. f. El. Untern— Goldſchmidt, Th. 35,25* 101,75 11 1 11 och⸗ und Tiefbav für Verkehr. 55,50 Fer Fiaen n i Joidz visds:. 1 Zfiag“ Madienbay— Vrioritats. Oblihattonen: Moenus..— Anatol. Iu. I1I.— Montecatini AG. — lehuantebec, abs.— MotorenOberuriel Hyp. Pfandbr. 89, Rhein. Hyp. Pfandbr. 87,75, Nen 69, Farbenbonds 107, Großkraft Mannh. abgeſt. 84 Bremen⸗Beſigheim 71, Brown Boveri 12,5, Ceme Heidelberg 71, Daimler 27, Di. Linoleum 42, Durl. Hof 50, Eichbaum⸗Werger 50, Enzinger 68, J6 Far⸗ ben 116, Großkraft Mannh. Vorz. 105, Haid u. Nen 10, Kleinlein 51, Knorr 176, Konſerven Braun 40, Ludwigsh. Aktienbrauerei 76, Ludwigsh. Walzmühle 67, Pfälz. Mühlenwerke 74, Pfälz. Preßhefe 94, Rhein⸗ elektra 77,5, dto. Vorz. 85, Salzwerk Heilbronn 186, Schwartz⸗Storchen 75, Seil Wolff 18, Sinne 64, Südd. Zucker 170, Verein di. Oele 82, Weſterregeln 107, Waldhof 32, Bad. Bank 115,5, Commerzbank 41,20, DD⸗Bank 42, Pfälz. Hyp. Bk. 70, Rhein. Hyp. Be. 100, Bad. Ach. für Rheinſchiffahrt 50, Bad. Aſſe⸗ — Mannh. Verſicherung 21, Württ. Trans⸗ port 36. Berliner Mekall⸗Nokierungen Berlin, 31. Okt. Preiſe für 100 Ktlogr. in R Freiverkehr): Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, el amburg, Bremen oder Rotterdam 49.50; Raffinade⸗ lupfer, loco 46—47; Standardkupfer, loco 41—41.75f Standard⸗Blei per Okt. 15.25—15.75; Original⸗Hütten⸗ Rohzink ab Nordd. Stationen 20.50—21.50; Original⸗ Hütten⸗Aluminium 98—99 Proz., in Blöcken 160; des⸗ gleichen in Walz⸗ oder Drahtbarren 164; Ban'a⸗, Straits⸗, Auſtralzinn in Verkäuferswaht(in 2 v. eng⸗ liſcher To.) 304; Reinnickel, 98—99 Proz. 330; Anti⸗ mon⸗Regulus 39—41; Silber i. Barr. ca. 1000 fein per Kilogr. 35.75—38.75 RM. Tendenzbericht der Frankfurker Abendbörſe Die Abendbörſe verzeichnete, infolge der allgemeinen Zurückhaltung von Kuliſſe und Kundſchaft, nur mini⸗ males Geſchäft. Die Kursveränderungen gegenüber dem Berliner Schluß hielten ſich in engen Grenzen. JG. Farben eröffneten um Bruchteile eines Prozentes niedriger, andererſeits waren Gelſenkirchen u. Reichs⸗ bahnvorzugsaktien je/ Proz. höher. Am Renten⸗ markt zeigte ſich etwas Nachfrage nach ſpäüten Reichs⸗ ſchuldbuchforderungen zu 88%(plus), Altbeſitz und Neubeſitz lagen unverändert. Im Verlaufe hielt die Geſchäftsſtille an, IG. Far⸗ ben waren aber auf Berliner Schlußkurs erholt. Magdeburger Zuckernokierungen Magdeburg, den 31. Oktober 1933 Brief Geld Bezahlt anhar.40 4 80— Fobruar..50.40* Mätz„ οοοοοο 4 60.50— Apell.„ W e Mai„„οοο.80.70 e Aun—*— 23 Juli„„οοοοοοοοοοιιο ar—— ee August•„%%οοο.10.00— September οοοοοοO 14 W N ORiober,.20.00— November.20.10— Dezembert..30.20— Amlliche Preisfeſtſetzung (Reichsmark per 100 kg) Berlin, den 31. Ohtober 1938 Kurren SLE1 21U u k. stetig still k. stetig Bez. Briel Oeld Beꝛ. Briel Celd Bea.drie Oeld zonust— 42½ 41/%— 16 15½%— 21 20½ Februar 42½ 42½ 42— 16½ 15%— 21½ 20% —— 2*—— Ra—43½45/— 17 16— 7040½ Juni— 4⁰% 4½— 17½ 16½— 2½ 217 —— 1 9—— S 44½ 44%— 4 10%—2½22½ NoVv. 4½ 4½ 41— 1% 15½ 20 20½ 20 den.—/42 4½— 16%/1%— 20% 20% Berliner Deviſenkurſe Berlin, den 31. Oktober 1933 Geld Briet Geld Brie Buen. Anes].963.967f ltalien 22.09 22.18 Kanada.742.748 Jugoslavienſ.295.305 Japan.799.80 Kowno 41.56/ 41.64 Kairo 13.640 13.680 Kopenhag. 59.24] 59.36 lstanbul 1976/.980 Lissabon 12.67 12.69 London 13 260 13.3000 Oslo 66.68 66.82 16.410%16 450 Newyork J2.787.793/ Paris 12 420 12. 445 Rio do Jan. O. 27 0. 229 Prag Utugua.390.401ſlsland 60.04 60.16 Amsterdamf169.23 169 57ſKiga 75.92 76.08 Athen.396/.400 Schweiz 81.17 81.33 Brüssel 58.40 58.61[Solia.047.053 Bukarest J.488/.49 Spanien 35.11/ 35 19 Budapest—— IsStockholm f68.38 68.52 Danzig 81.70 61.86[Tallm(Estl.) 73.03 73.17 Helsingforsl.854.866] Wien 48.05 48.15 Steuergutſcheine Berlin, 31. Ort. Fälligkeit 1934: 100½; 1935: 84³/; 1936: 86/; 1937: 80½; 1938: 77/; Verrech⸗ nungskurs: 87.70. Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Chef vom Dienſt: Wilhelm Ratzel Verantwortlich für Reichs⸗ und Außenpolitik: Dr. Wil⸗ helm Kattermann: für Wirtſchaſtsrundſchau: Wilhelm atzel; für Badiſche u. Kommunalpolitit Karl Goebel; für Unpolitiſches, Bewegung end Lokgles: Hermann Wacker; für Kulturpolltik, Feuilleton, Bellagen: Willi Körbel; für Sport: Maß Höß: ir Anzeigen: Arnold Schmid, fämtliche in Mannheim. Berliner Schriftleltung; Hans Graf Reiſchach, Berlin 4 fh 6½% Hlücherſtraße 12 Nachdruck ſämtlicher Hriginalberichte nur mit Quellen⸗ angabe geſtattet. Hakenkreuzhanner⸗Verlag G. m. b. H. „Verlagsleiter: Kurt Schönwitz. Druck: Schmalz& Laſchinger, Abteilung Zeitungsdruck. Sprechſtunden der Schriftleitung: täglich 17—18 Uhr außer Samstag und Sonntag). Sprechſtunden der Verlagskeitung: 10.30—12 Uhr (außer Samstag und Sonntag). p 4, Wolt Meir 2307 K l BE kurtige Be Dausonde. Matratzen n allen! Laden Relnl: W. D. 2229— ſhnahh Einf Inne Das ausf ken gold u. E Drog. u. Fil. Frie G2, 23 5 Merkur- Rötter-I br. 87,75, Nen ih. abgeſt. 84,5, i 12,5, Cement leum 42, Durl. r 68, 3G Far⸗ )„q Haid u. Nen ven Braun 40, eh. Walzmühle ßhefe 94, Rhein⸗ Heilbronn 186, zinne 64, Südd. eſterregeln 107, merzbank 41,25, hein. Hyp. Bl. 50, Bad. Aſſe⸗ Württ. Trans ⸗ rungen ktlogr. in R rs) prompt, el 50; Raffinade⸗ loco 41—41.752 hriginal⸗Hütten⸗ .50; Original⸗ löcken 160; des⸗ 164; Ban'ta⸗, (in E v. eng⸗ roz. 330; Anti⸗ u. 1000 fein per inkfurker her allgemeinen jzaft, nur mini⸗ gen gegenüber ngen Grenzen. ines Prozentes chen u. Reichs⸗ Am Renten⸗ ſpäüten Reichs⸗ ), Altbeſitz und an, Ich. Far⸗ rs erholt. ierungen r 1983 Aman, achean unlensamhealsEm Bezahlt ee n zung 939 ien e danmomegus ganadal) XIMK k. stetig meener eee eeneeeue e Bez. Uriet Oeld 2¹ 2945 21½ 203 4 21½ 21 22 2½ 22½% 21½½ 2% 21½ 225% 2² 25 22% 25 22½ 50½ 20 50% 20) 2 ————— irſe 933 Geld Brie 22. 09 22.13 .295,.305 41.56/ 41.64 59.24] 59.36 12.67 12.69 66.68 66.82 16.410%16 450 12 420 12.445 60.04 60.16 75.92 76.08 81.17 81.33 .047.053 35.11 35 19 68.38, 68.52 48.05 48.15 100½¼½; 1935: 773/; Verrech⸗ attermann tatzel Hlitik: Dr. Wil⸗ chau: Wilhelm Karl Goebel: les: Hermann hellagen: Willi 1 Arnold ifchach, Berlin r mit Quellen⸗ b. H. 33. Zeitungsdruck. ch 17—18 Uhr ag). .30—12 Uhr ag). Dabrgang 3. Nr. 288. Seite 15 „Hakenkreuzbanner“ Mittwoch, 1. Rovember 1933 Also bel voller Besetz BkTRIEBSSTOFfKOSTEN ung mit vier Personen 100 km für nur cd. RMI 0,.60 pro Person, s0 billig fahren Sie im DKV/Y-FRONTANTRIEB Typ Reichsklasse—, Diese Wirtschaft- nchkeit wird nichi etw nur mii Speꝛzial- agen erzielt, sondern im ftäglichen Fohrbetrieb vieler zufrie dener DKW- Wasen-Besitzer. DKW-Frontantfrieb- Wagen sind deshalb trotz ihrer hohen Leistuno die aporsemsten. Heule muf jeder rechnen, duch Siel Bel DKW. sparen Sie zweimal: im Anschaffungs- eis u u d in den Betriebsstofflosten! BKW/ Abro UNVLVHNAMA-?)RNLK BKW. ZSscHOPAUSA. Karl Lövenich, Mannheim, B 6, 15 Rheinische Automobil GmblHi., Mannhelm. Jungbuschatr. 40 Willy Schweiger, Mannheim, Friedrich-Karl-Straße 2 Paradelatz bei St. Martin, Vorbestellungen: Tel. 314 20. Mietwoch, 1. November, 14.00 Unr, Herbstfanrt zur Rropsbure zurück über Deides- heim—Ruppertsberg, pro Pers. 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November 1903, alſo vor 30 Jah⸗ ren, iſt der berühmte Geſchichtsforſcher Dheodor Mommſen geſtorben. Ein ſpäter Sommertag führte mich am Abend in ein helles Zimmer. Ein Patrizier⸗ haus voll ſchwerer Möbel, voll Tradition und großer Vergangenheit. Und neben mir eine tiefe, klingende Frauenſtimme: „Nichts weiter haben wir ja als— das Er⸗ innern, in trüben Stunden gehe ich immer yhier⸗ her, immer zu dieſer Beleuchtung, und dann träume ich dort vor dem Bilde von früher..“ Und ich wanderte mit den Augen der ſchmalen Hand nach und erſchrak faſt vor der Schönheit und Eindringlichkeit dieſes Lenbachſchen Ge⸗ mäldes. In Lebensgröße oder wohl noch darüber hin⸗ aus hing in dunklem Rahmen das Bild Theo⸗ dor Mommſens, des großen Geſchichtsſchrei⸗ bers, über dem breiten, wuchtigen Sofa. Wirr hingen die weißen Haare zu den Schultern nieder, ſtill lächelte der ſchmale, getniffene Mund, darüber leuchteten freundlich die ſelt⸗ ſamen Augen, die verträumten, faſt unwirtlichen Augen, und die Brille lag auf die Stirn zu⸗ rückgeſchoben darüber, hing an den Buckeln dieſes markanten Gelehrtenkopfes feſt. Die Sonne goß ihr letztes Licht durch die Scheiben und raſtete gerade auf dem Bild, deſ⸗ ſen Lebendigkeit dadurch unbeſchreiblich ſchön und deutlich wurde. Wie gebannt ſtand ich und wußte, daß ich noch niemals ein ſo bezwin⸗ genes Gemälde von des Meiſters Hand geſehen hatte. Wie von ſerne klangen der Hausfrau Worte an mein Empfinden, ſie waren nur die Altorde zu der großen Melodie, die mich beim Anblick des Kunſtwerles ausfüllte. Wie ſagte die Herrin dieſes Hauſes:„Ich bin ſtolz auf meinen Schwie⸗ gervater, ich erwache immer zu mir ſelbſt erſt dann, wenn ich hier Feierſtunden halte. Hier erzähle ich den Kindern von ihrem Großva⸗ ter...“— Ich weiß es nicht mehr, aber ich fvagte wohl nach dem Leben, und die Dame erzöhlte mir ein kleines Bild aus des großen Theodor Mommſens Erdengang. Sie ſprach behutſam und leiſe, wir hatten wohl beide das Gefühl, daß der Verſtorbene nun neben uns ſtehen müſſe. „Mein Mann ſprach oft davon, dann nannte er ein großes Zimmer, ein richtiges Familien⸗ zimmer, das Wohnſtube und Kinderzimmer, das auch Eßraum und Beſuchszimmer ſein kann. Wie früher eben die Wohnungen eingerichtet waren. In der Ecke ſpielten die Kinder, viele, viele Kinder, die Jungens übten Soldatenſpiele Feiit die Mädchen liebten ihre Puppen. Am Fenſter ſaß mit einer Strickarbeit die Mutter und mahnte immer mit leiſer Stimme die tobende Kinderſchar:„Pfſt, pſt, Vater ſchreibt, ſeid ſtill, ruhiger...“ „Und für Minuten, dann hingen der Kinder Blicke am Vater, der am Tiſche ſaß, der ſchwere Bücher neben ſich aufgehäuft hatte, deſſen Hand hin und wieder haſtig durch die wallenden Locken ſtrich, um dann emſig zu ſchreiben. So im Kinderlärm und im engſten Zuhauſe ſchrieb Theodor Mommſen ſeine große römiſche Ge⸗ ſchichte. Kam dann der Abend, ſo trat die Pe⸗ troleumlampe ihre Herrſchaft an, dann ſaßen die Kinder um den Tiſch herum, und Vater er⸗ zählte aus dem Leben im alten Rom. Uner⸗ mübdlich dann, mit hellen Augen, mit unſäglich liebender Gebärde. Und die Kinderherzen ſchlugen hoch, der Atem ſtockte faſt, nur mit größter Strenge war die Trennung von Rom und Zuhörern zu erreichen. Mußten doch die Kleinen ſchlafen gehen. Dann wurde es ſpät, dann ſtieg die Mitter⸗ nacht herauf und ging hin. die Feder kratzte über das Papier, die Locken, die leiſe ergrauen⸗ den, rührten bis auf die Bogen nieder. Eifrig ſchrieb Theodor Mommſen an dem Ende ſeines Lebenswerkes. Ja, viel erzählte mir mein Mann davon, viel von der ſtarken Familienliebe des Vaters, der ohne den Kinderlärm nicht ſchreiben konnte, der ſich einſam fühlte, wenn die Schar nicht dicht um ihn lebte...“ Die Stimme der Hausfrau klang tiefbewegt, unſere Augen hingen an dem hohen Bild über dem ſchweren, breiten Sofa in dem Patrizier⸗ zimmer. Die Sonne grüßte eben zum letzten Male für heute den ſchöͤnen Kopf, dann trat die Dämmerung ein und löſchte die letzten Lichter langſam aus. Um mich aber und in mir klangen die Ge⸗ danken an den großen Geſchichtsſchreiber, und meine Augen ſahen das weite Familienzimmer 81 Ganz merkwürdige Käuze ſcheinen die fünf engliſchen Marineoffiziere zu ſein, die vor weni⸗ gen Tagen nach einer beſchwerlichen und aben⸗ teuerlichen Fahrt über den Stillen Ozean, in einem Segelſchooner von knapp 30 Tonnen Waſſerverdrängung, an der Weſtküſte Canadas angekommen ſind. Statt ſich nämlich auf einen Luxusdampfer zu ſetzen, um möglichſt raſch und bequem zu ihrem einjährigen Urlaub nach England zu gelangen, ſcheinen es ſich dieſe fünf Seebären in den Kopf geſetzt zu haben, einen ungeheuren Umweg um die halbe Welt zu machen, und ſich dabei den Strapazen und Ge⸗ fahren von weiten Ozeanfahrten in einem zer⸗ brechlichen, kleinen Schiff auszuſetzen. Die fünf wagemutigen Abenteurer, die Leut⸗ nants S. Salt, P. Francis und E. Ryder, der Marineſtabsarzt C. Davis und der Oberleut⸗ nant zur See B. Sherwood, ſämtlich von der britiſchen Marineſtation in Hongkong, ſind am 31. Mai von dort in See gegangen. Schon Einweihung des Dietrich·Eckart· Denkmals Dem nationalſozialiſtiſchen Dichter und völkiſchen Vorkämpfer wurde Sonntag in Neumarkt (Oberpfalz) ein Denkmal geweiht. Die Weih erede hielt Reichskanzler Adolf Hitler im plötz⸗ lich einſetzenden erſten Schneeſturm WSWolIENpIE FnAUEN VON FIINK? SPIONVAGE- KOMHAVN UVM LEUNVA VON 5 4 L B L 78 G& Copvyright dy Mr meioe Veriag m ᷣᷣ ¶ Leipaig „Lieber Freund!“ Der Graf bot Zigarre und Feuer an, geleitete den Beſucher zu einem bequemen Seſſel und placierte ſich in großarti⸗ ger Poſe ihm gegenüber.„Lieber und Ge⸗ treuer! Sie haben uns damals bei dem jungen Reich, den Sie um die Photos der neuen eng⸗ liſchen Marinebaſis erleichterten, ſo unſchätz⸗ bare Dienſte geleiſtet. Sie ſind als Botaniker wie als Raubtierjäger ſo erfolgreich in deut⸗ ſchen Dienſten geweſen, daß ich keinen andern wüßte, dem ich jetzt einen Auftrag von ſo heiklen Begleitumſtänden anvertrauen möchte.“ Der Vielgelobte ſah den bartſtrählenden Grafen forſchend an. „Sie ſind unſer Mann— zumal in dieſem Auftrag!“ fuhr Wedel huldvoll fort.„Mit politiſchen Details will ich Sie nicht lang⸗ weilen, auch nicht mit den allerhöchſten oder allerunterſten Anſichten über Flottenvermeh⸗ rung, Englandbund und ſo. Die Sache iſt kurz die: Fahren Sie ein biß⸗ chen nach Monte Carlo und verſpielen Sie unſer Geld!“ Lachend ſchloß der Geheime Le⸗ gationsrat und muſterte geſpannt ſein Gegen⸗ über. „Nanu? Der deutſche Steuerzahler hat doch ſonſt eine andere Verwendung dafür?“ erwi⸗ derte der andere. „Das fragt ſich noch, welches Geld beſſer angewendet würde, als das von Ihnen in Monte Carlo am Roilettetiſch verſpielte, denn“— er beugte ſich ganz nahe zu Graves herüber—„da unten ſitzen drei Kollegen zuſammen, die mich ſehr, ſehr intereſſieren: Herr Deleaſſe— franzöſiſches Außen⸗ miniſterium, Sir Edward Grey— Chef des britiſchen Außenminiſteriums, und ein gewiſ⸗ ſer ruſſiſcher Fürſt Gallitzin, bevollmäch⸗ tigter Miniſter des Zaren in beſonderer Miſſſion!— Mein Chef möchte gern wiſſen, worüber ſich dieſe Herren unterhalten— und Sie ſollen es uns berichten, Doktor!“ Ermunternd ſchlug er ihm auf die Schulter. Dr. Graves ſah nachdenklich vor ſich hin und meinte, nach Monte Carlo könne man nur 30. Fortſetzung als reicher Mann gehen, etwa als Minen⸗ beſitzer aus Transvaal———— freilich, das ließe ſich wohl machen, wofern man einen Paß haben könne, vielleicht als Henryk van Huit aus— na, aus Doornklopfſtein in Transvaal——— „Bei dem Manne habe ich nämlich mal ge⸗ wohnt—— ich reiſe natürlich ohne Bart—“ Graf Wedel notierte eiligſt: Paß—— van Huit.. wird alles gemacht, mein beſter Herr Minenbeſitzer. Als ſolcher brauchen Sie in Monte Carlo eine Freundin, die Aufſehen erregt... iſt auch ſchon da: Im Hotel Louvre wohnt unſere Gräfin Chechany— Sie wiſſen ja... na alſo—— ach, Sie kennen Sie noch nicht? Das holen Sie gleich nach, bitte.. ich gebe Ihnen meine Karte mit... Gräfin Lorry hat ſehr feine Ohren... ſie hat noch vielmehr Vorzüge... iſt eine fabelhafte Frau, Doktor— na, Sie werden ja ſehen...“ Er trat an ſeinen Schreibtiſch und entnahm einem juchtenen Behälter ſeine mit Wappen und Krone geſchmückte Viſitenkarte, beſchrieb ſie mit ſeinem flotten Namenszuge und reichte ſie dem Doktor. „Ich laſſe mir den Bart abnehmen und eine photographiſche Aufnahme für den Paß ma⸗ chen— ich hätte dann————“ Wedel fiel ihm heiter ins Wort:„Geld für den Spieltiſch, Doktor—— ich gebe Ihnen einen ſchönen Scheck über tauſend Taler An⸗ zahlung auf die Unkoſten. Wenn Sie mir den verlangten Bericht bringen, beſter Doktor, be⸗ kommen Sie zehntauſend Mark Belohnung! Und nun will ich Ihnen nur noch Ihre Partnerin zeigen!“ Er zog ein Schubfach ſeines Schreibtiſches auf und entnahm ihm eine Mappe— blätterte darin, reichte eine Photographie in großem Format über den Tiſch. „Donnerwetter iſt das eine Schönheit!“ rief der Doktor begeiſtert aus. „Eilen Sie zu ihr— und bringt uns beide ſchnellſtens Nachricht!“ feuerte ihn der Ge⸗ heime Legationsrat an. Der Nord⸗Südexpreß fuhr den atten winkligen verrußten Bahnhof Friedrichſtraße ein. Er nahm heute nur einen Fahrgaſt auf, den glattraſierten Herrn mit dem gelben Leder⸗ kaffer. Der Diener ſtand mit abgezogener Mütze an der Wagentür und erwartete letzte Befehle, aber es war wie ein unverſtändliches Gemurmel, das von den breiten Lippen kam, als der Zug ausfuhr und ſchnell aus der dü⸗ ſteren Bahnhofshalle in die Herbſtnacht glitt. Mynherr van Huit ſchloß das Fenſter und ſtreckte ſich behaglich in das Polſter. Er fühlte nach dem Käſtchen in ſeiner Bruſttaſche, das die bei Friedländer, Unter den Linden, eiligſt beſchafften echten und falſchen, gefaßten und ungefaßten Brillanten barg— ohne ſie konnte wohl ein Minenbeſitzer unmöglich über die Grenze reiſen. In der andern Taſche ſteckten die feinſten Medjeh⸗Zigaretten, ohne die ein afrikaniſcher Minenbeſitzer ebenfalls unvor⸗ ſtellbar iſt. Traumlos und tief war der Schlaf Mynherrs van Huit— nach einem reichen Frühmahl ſah er die Alpen ſchimmern. Grenze. Nur flüchtig fragte man den vorneh⸗ men Reiſenden, ob er etwas zu verzollen habe, und wartete ſeine Antwort nicht ab, er öff⸗ nete ſeinen gelben Lederkoffer... der Zoll⸗ beamte war ſchon weiter. Am Nachmittag fuhr Mynherr van Huit vor dem feudalen Hotel„Metropole“ in Monte Carlo vor und bezog ſeine telegraphiſch vor⸗ ausbeſtellten Zimmer, nahm ein Bad und be⸗ fahl ein opulentes Souper. Als der Kellner abräumte, ließ van Huit noch ein Glas zum Burgunder kommen und zugleich den Hoteldirektor bitten. Das war ein kreuzbraver Schweizer, der mit einer Verbeugung eintrat und mit weltmän⸗ niſcher Grandezza der Einladung auf ein Glas Burgunder und eine Zigarre Folge gab. „No, was gibts im Städtchen? Sind Senſa⸗ tionen hier? Sind Leute hier, mit denen es ſich lohnt, eine Flaſche auszuſtechen? Sie wiſſen, ich bin Geſchäftsmann und mache gern gute Abſchlüſſe— reiche Herren— ſchöne Frauen.... ich habe da allerſei———“ Mynherr ließ ſeine juchtenledernen Etuis mit den funkelnden Edelſteinen aufklappen und breitete ſie vor dem Hoteldirektor aus. „O, welche Pracht! Die Steine ſind gewiß unbezahlbar—?“ „Das iſt nicht ſo ſchlimm— reiche Ruſſen und Am-ꝛikaner können das noch imer be⸗ zahlen-— und ſahen den gebeugten Theodor Mommſen, wie er eifrig ſchrieb, Zeile um Zeile: Die römi⸗ ſche Geſchichte. Und ſehr ergriffen ſchritten wir dann wie⸗ der in die oberen Gemächer, wo die Freunde warteten. nf Marineoffiziere bummeln um die Welt In einer Nußſchale ü ber den Skillen Ozean wenige Tage nach ihrer Abfahrt hatten ſie ihr erſtes Abenteuer zu beſtehen. Sie wurden von chineſiſchen Piraten aufgebracht und mitſamt ihrem Fahrzeug verſchleppt. Ihre Gefangen⸗ ſchaft dauerte allerdings nicht lange, denn zu ihrem Leidweſen mußten die Seeräuber als⸗ bald feſtſtellen, daß hier nicht viel zu holen ſei. Eine eigenartige Rolle hat ihnen dann drei Tage nach ihrer Ausfahrt an Jokohama das Schickſal zugedacht, indem ſie einem japaniſchen Marineflieger das Leben retteten. Das Flug⸗ zeug ſtürzte, nur etwa eine halbe Meile vom Standort ihres Schiffes entfernt, plötzlich ins Meer, wo es kurzei Zeit darauf verſackte. Der Beobachter fand bei dem Abſturz der Maſchine den Tod, der Flugzeugführer, ein japaniſcher Oberſt, wurde von den engliſchen Offizieren da⸗ gegen unverſehrt geborgen. Man ſchloß ſofort Freundſchaft, und da der Japaner ſich bereit erklärte, ſeine Rückkehr vorläufig aufzuſchieben, wurde die Seereiſe nach Oſten fortgeſetzt. Ihr neuer Bordgefährte entpuppte ſich bald als ein ganz famoſer Kerl, der ſtets zu allem möglichen Allotria aufgelegt war, immer luſtig und in Stimmung, und zu allem zu gebrau⸗ chen. Er war es auch geweſen, der nicht ver⸗ zagte, als die andern bei einem fürchterlichen Taifun, von dem das kleine Fahrzeug mitten im Stillen Ozean überraſcht wurde, ihr letztes Stündlein gekommen glaubten. Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht wüteten die entfeſ⸗ ſelten Elemente. Die See ringsherum glich einem Hexenkeſſel, in dem ihr Schiff wie eine Nußſchale herumgeworfen wurde und ſteuer⸗ und direktionslos dahintrieb. Ebenſo plötzlich wie er gekommen war, hörte dann der Sturm wieder auf. Ein Wunder mußte geſchehen ſein, denn ſie waren alle mit heiler Haut aus dieſem Inferno davongekommen. Auch ihr Schiff war nicht ſchwer beſchädigt. Nur eine Rahe war der Gewalt des Taifuns zum Opfer gefallen. Nach faſt vier Monate langer Fahrt ſind die Männer nun in Victoria auf kanadiſchem Bo⸗ den angekommen. Ihr japaniſcher Freund und Schickſalsgefährte, von dem ſich alle nur ungern trennen wollen, will ſie hier verlaſſen, um in ſeine Heimat zurückzukehren. Die fünf Eng⸗ länder haben dagegen die Abſicht, getreu ihrem urſprünglichen Plan, die Fahrt auf ihrem wak⸗ keren Ozeanbummler fortzuſetzen. Ihr nächſtes Reiſeziel iſt der Panama⸗Kanal, nach deſſen Durchfahrt ſie zu ihrer zweiten großen und ge⸗ fährlichen Ozeantraverſe, über den Atlantik, ſtarten wollen. Wenn alles gut geht, hoffen ſie, noch in dieſem Jahr in ihre engliſche Hei⸗ mit zu gelangen. ————————————————————————————— „Wenn ſie hier nur nicht alles verſpielten!“ „Doch nicht alle.“ „Da iſt kaum einer, der Nerven hat— doch ich weiß grad einen— den Grafen Techlow im„Grand⸗Hotel“. Dieſer reiche ruſſiſche Herr iſt ein weißer Rabe, denn er ſpielt nicht, pflegt auch keinen Damenverkehr.“ „No— weshalb kommt er dann aber nach Monte Carlo, wo die Karten und die ſchönen Weiber zu Hauſe ſind? Das iſt wohl ein alter, kranker Hypochonder— ho— ho, ſolche Leute mag van Huit nicht!“ Mynherr hob la⸗ chend ſein Glas und trank dem Hoteldirektor zu. Als dieſer ſein Glas mit dem funkelnden Wein abſetzte, meinte er geheimnisvoll, Graf Techlow ſei nichts von alledem und auch ein ganz anderer. „Wer denn? Zauberkünſtler etwa?“ Der Direktor neigte ſich ganz nahe zu dem Mynherr und tuſchelte ihm ins Ohr, Diplo⸗ mat ſei der Graf, kein anderer als der ruſſiſche Fürſt Gallitzin——— „Und dann ohne Weiber und Karten? Sie belieben zu ſcherzen. Herr. Ich kenne dieſe ruſſiſchen Großherren beſſer.“ „Nicht doch!“ flüſterte der andere betroffen. „Der Fürſt iſt doch im Dienſt hier— er er⸗ wartet andere hohe Herren, und es wird ihm ſicher furchtbar ſchwer, von den Karten und von den Frauen die Finger zu laſſen, denn gerade er iſt ja bekannt als Lebemann. Aber — Spionagegefahr an allen Ecken.“ Mynherr van Huit zuckte geringſchätzig die Achſel. Wer ſolle denn Intereſſe an den Ruſ⸗ ſen haben. Der Hoteldirektor zuckte auch die Achſel. Ein Blick auf die Uhr. Er erhob ſich. Der Boden iſt alſo ziemlich heiß hier, fand Huit bei ſich und hielt den Direktor noch mit der Frage auf, ob denn nicht ſchöne Frauen da ſeien, Käuferinnen von Diamanten. Frei⸗ lich, freilich, bejahte der andere eifrig. Die ſchönſte und reichſte von allen Damen der großen Geſellſchaft ſei zweifellos die Gräfin Chechany im„Louvre⸗Hotel“. „Die große Dunkle?“ rief Huit überraſcht aus. Der Direktor nickte. „Die kenn ich ja— das iſt großartig. Mor⸗ gen früh beſuch ich ſie. Das iſt eine Verwandte von den Feſtitigs, und das ſind meine lieben alten Kunden und Freunde. Ir:ſetzung falgel Jahr kie brat zug und han Off ſchã —.—.ä— Wir lile für voll Sen proc koſte Fun Ang Pett Vorn Her Kon Jed Dan Fiſe Fleißie perfekt und⸗ d H. 5 x. 93 Exped. Ich ſu⸗ Wi gleich we Haus, 2 Kindern nett, au gebildet Handels Zimmer bew., nü Stenoty Maſch.) kenntniſſ f. Büro handen. 5003 K in allen fahren, 5jähr. Z Stelle fo Angeb. an bie inser bringt Hansa im 5 ſofor Heint I. 3 Neub zu ve Spar Büro 3⸗Zi (Neu! Beſen Lage zu ve Angel Schoͤn mit 3 Rupp r 1938 mmſen. römi⸗ n wie⸗ reunde lt ſie ihr en von titſamt angen⸗ enn zu r als⸗ len ſei. in drei ia das niſchen Flug⸗ le vom ich ins te. 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