her 19335 Lig IIAL O an 0 an an 5 EII 5 Tert⸗ „314 71, 83 81/½82. Das 8 Auzeigen: Die 1ogeſpartene Millimeterzeile 15 Pfg, Die—— e „Trüg 0 5 8 5 5 5 pie 2 Trä e die Pöftämter e ſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch für Abendausgabe 13 ugf, 4 ei——— ne Kueſclleß⸗ e i n— fe t ei ndte Manufkripte Amagabe A/ Nr. 213 ſcheckkonto: Das Hakenkreuzbanner Lud⸗ ember W i h n a ch f 2 A us 9( b e——————— lbernonmmen.— iᷣ/ Nr. 536 wiashafen 4960. Verlaagsort Mannheim Sonntag, 24. Dez — aàAn —aàn —an Wiederum iſt's Weihnachten geworden auf Erden. Wieder⸗ Kreiſe es waren, die mit einem ſchamloſen Zynismus — um ſind unſere herzen feſtlich geſtimmt und wiederum ſich über alle gottgegebenen Bindungen hinwegſetzten ſind wir alle, jung und alt, daran, uns Mühe zu geben, in unſre Feſtesfreude alle di e hineinzuziehen, mit denen uns Bande der Ciebe und der Freundſchaft verknüpfen. Und wer das nicht verſucht, der ſpürt nichts von dem, was das Feſt eigentlich will. Wir reden ſo gern vom „Deutſchen Weihnachten“. Dabei bilden wir uns garnicht erſt ein, als gelte die Gottestat, die das Feſt doch feiern will, nur uns Deutſchen. Gber wir ſind der Meinung, daß der Reflex, den das weihnachtliche Tun Gottes im Men⸗ ſchenherzen ſchafft, gerade im deutſchen Hherzen und im deutſchen Gemüt ein eigenartiger und beſonderer iſt. Man ſagt vielleicht nicht zu viel, wenn man ſagt, daß das, was von allem, was uns begegnet, letzten Endes doch am ſchwerſten, weil am feinfühligſten, aufgefaßt werden will, gerade die reinſte und wärmſte Ciebe iſt, die an ſich leicht entzündet, die aber zu tieferen Einbrücken erſt da verſtanden wird, wo ſie auf das rechte Gemiülk ſtößt. Aber nie hat uns der zur heiligen Weihnacht in Bethle⸗ hem Geborene nicht nur das in ſeiner herablaſſenden Ciebe beſtehende Weſen Gottes enthüllt; er hat uns auch den Willen dieſes Gottes kund getan. Und was dieſer Gott will, iſt vor allem das, daß wir ihm kindlich ver⸗ trauen. Und wenn dieſes Datergottes Fügung und Wege, die er den einzelnen Menſchen und oft ganze Dölker gehen läßt, dem menſchlichen berſtand und Wunſch manchmal dunkel und unbegreiflich erſcheinen mögen, ſo ſollen wir wiſſen, daß ſeine Gedanken, die er über uns Menſchen⸗ kinder legt, als Gedanken des allmächtigen und allweiſen und durch ihr prahlendes Gebaren den haß der Nicht⸗ beſitzenden hervorriefen. Gerade die gebildeten Kreiſe propagierten das Schlagwort vom Gufſtieg der Menſch⸗ heit aus eigener Machtvollkommenheit. Daß der neue Staat ſolchen Gedanken, die nicht einmal Iluſton, ſon⸗ dern nur leere Phraſen waren, gründlich das Waſſer abgegraben hat, iſt uns heute Grund der Weihnachts⸗ freude. Und wie im HGeiſtigen, ſo iſt auch im Leiblichen Hilfe ſpürbar. Es iſt nicht unſere Aufgabe, zahlenmäßig es zu belegen, wie ſehr uns der Führer, der ſich in Be⸗ ſcheidenheit vier Jahre zur Wiederherſtellung unſerer Cage erbeten hatte, uns ſchon in den wenigen Monaten ſeines Regierens voran gebracht hat. mehr als äußere Zahlen ſpricht hier die Wiederkehr des Mutes und des Dertrauens, die wir gerade in den Kreiſen, denen die Arbeitsloſigkeit am meiſten zugeſetzt hatte, beobachten können. Es bleibt dabei, wenn die Frohbotſchaft der Weihnachten uns unſere Gabe als Liebe ſchildert, ſo iſt das diesjährige Weihnachtsfeſt vor vielen hinter uns liegenden Weihnachtsfeſten geeignet, uns dieſe Froh⸗ botſchaft verſtehen zu laſſen. 45 Aber nun folgt aus der Frohbotſchaft des Chriſtkindes noch ein anderes: Sind wir alle Gotteskinder, ſo müſſen wir uns gegeneinander verhalten wie Brüder und Schwe⸗ ſtern, für die das hauptgebot die Tiebe ſein muß, eine ehrliche, innige, opferbereite Ciebe, die ſich nicht erbittern läßt, wenn ſie keine Gegenliebe findet, die immer freund⸗ —— 5 — — Datergottes höher ſein müſſen, als das, was unſer Geiſt eIim 3 75 lich iſt, die nimmer aufhört. ſich ausdenkt und was unſer Herz ſich wünſcht, und daß Ebre ſei Gott in der Höbe Daß ſolche Ciebe zu den Mitmenſchen gerade in der Weih⸗ hdie Wege, die er uns führt, wenn wir auch munch nachtszeit ihre ſchönſten Blüten treiben ſoll als eine pflicht ſchweren Schritt tun müſſen, doch beſſer und heil⸗—— der Dankbarkeit gegen Gott für die Weihnachtsgabe, die ſamer ſind, als die Wege, die wir oft gehen möchten. ſeine Liebe uns gegeben hat, das haben die Menſchen Und wenn wir je an einem Weihnachtsfeſte etwas von dieſer göttlichen immer wieder von ſelbſt empfunden. ſo iſt es gekomman, daß von alters her Fürſorge und Dorſehung haben ſchmecken und fühlen dürfen, dann iſts doch W Weihnachten als ein Feſt der Liebe empfunden und zum Feſte des Schenkens warhaftig an dieſem Feſte. Wir brauchen es nur mit dem vorjährigen zu geworden iſt. Und wann wäre je in der Geſchichte unſeres Dolkes die pflicht vergleichen. Die UNot und die Sorge waren es, die am vorjährigen Weihnachts⸗ 0 der Erweiſung der Hächſtenliebe dieſem unſerem Dolke ſtärker auf die Seele feſte zentnerſchwer auf dem Kerzen jedes wahren Deutſchen lagen. Die Uot 4 gelegt geweſen als in dieſen Tagen, wo uns die furchtbare Wirtſchaftskriſe um das Notwendigſte, das wir brauchen, und die Sorge um das heiligſte, das K. und die unverſchuldete, ungeheure Uot ſo vieler unſerer Dolksgenoſſen mit wir kennen. Die Schwierigkeiten, die einer wahrhaft ſozialen Befreiung und rückhaltloſer Offenheit kundgetan iſt, und wo die Edelſten unſeres Volkes Cag einer umfaſſenden Ueberwindung der deutſchen Not entgegenſtanden, waren und Uacht ſinnen, wie weiter zu helfen und Uot zu lindern iſt. Da, wo die kaum überſehbar. Uiemand ſchien da zu ſein, dem es gelingen könnte, die geſetzlichen mittel zur Beſchaffung der erforderlichen Mittel reſtlos ausgenutzt Hinderniſſe aus dem Wege zu räumen, die ſich an allen Ecken und Enden 4 ſind, da muß ſich das ſoziale Gewiſſen in uns regen, da muß das Gefühl der aufgetürmt hatten. Tauſende von Quackſalbern kurierten an Dolk und Wirt-* Derantwortung, Gott und den Dolksgenoſſen gegenüber, lebendig werden. ſchaft herum, jeder empfahl ſeine Medizin als das einzige Heilmittel. Dem Dieſes höchſte Pflichtbewußtſein muß Mittel und Wege finden, in freiwilliger patienten ging aber mittlerweile der Atem aus, er ſchien zu ſterben am hilfe die Höte der Zeit zu lindern und gerade zu Weihnachten in opferwilligem Konkurrenzneid der Kerzte. So ſpiegelte ſich die deutſche Uot am Gusgange Sinne Cicht und Freude in die dunklen, ſorgenbeſchwerten Herzen ſcheinen zu des Dorjahres. Gber ſiehe da, das Wunder, an das die meiſten nicht mehr recht laſſen. Wer je in dieſen Weihnachtstagen etwas verſpürt von der Liebe glauben konnten, Gott hat es vollbracht, hat es vollbringen laſſen durch den Gottes, wer die herzen der Seinigen hat froh und die gugen ſeiner Kinder hat Mann, den ſeine borſehung zum Führer erkor. Als Chriſten danken wir es leuchtend machen können, der ſtelle ſich in die Reihen derer, die da ankämpfen dieſem Führer zuerſt, daß er die Partei, die Organ ſeines Willens iſt, auf den gegen die große Uot, die hunger und Kälte darſtellen. Licht, das vom Chriſt⸗ Standpunkt eines poſitiven Chriſtentums geſtellt hat. In wirtſchaftlich beſſer kind ausging, iſt es geweſen— das kann keine wiſſenſchaft beſtreiten geſtellten Kreiſen konnte man vor der nationalen Revolution ſo oft das Urteil das einſt die dunkle, liebloſe Welt erhellt und von Grund aus un hören, als ginge der Derſuch eines gewaltſamen Umſturzes, der uns mit den hat. Licht, das vom Chriſtkind ausgeht, kann es auch heute einzig und allein Segnungen des Sowjetparadieſes beglücken ſollte, allein von den wirtſchaftlich ſein, das unſere herzen warm macht und die Liebe zum bolksgenoſſen ent⸗ gedrückten Klaſſen aus. Dabei wurde aber überſehen, daß es nicht das Prole⸗ zündet. Gegenſätze gibt es natürlich auch im volksleben. Aber ſie ſind dazu tariat war, das den Gedanken gefaßt hatte, das Chriſtentum auszurotten und 2 da, um durch Ciebe überwunden zu werden. Das iſt der Ruf der deutſchen in die Gleichheit aller Menſchen zu proklamieren, ſondern gerade die führenden Weihnacht 1955. prof. Dr. Robert Jelke, Heidelberg zn.10 n.75 Dassenamsge schäften! —————————————————— ———— —— ————————— ———————————————————————— ————————— 3. Jahrgang 5 22———.—.——.—.— Weihnachts⸗Ausgabe ** Aermeeeeer u⸗ Das Arteil im Leip Dan der Lubbe zum Tode verurteilt— Lorgler und die Bu Leipzig, 25. Dez.(BB-Junk.) Se⸗ natspräſtdent Or. Bünger verkündete um 9 Uhr folgendes Urteil: Die Angeklagten Torgler, Dimi⸗ troff, popoff und Caneff werden freigeſprochen. Der Angeklagte van der CLubbe wird wegen hochverrats in Tateinheit mit aufrühreriſcher Brandſtif⸗ tung zum Tode verurteilt und zum dauernden Derluſt der bürgerlichen Ehrenrechte. Schutzhaft über die Leipziger Freigeſprochenen Kein Gnadengeſuch für Lubbe Seipzig, 23. Dez. Uach Schluß der berhandlung im Reichstagsbrandprozeß wurden die vier freigeſprochenen Gn⸗ geklagten Torgler, Dimitroff, po⸗ poff und Taneff von der Leipziger po⸗ lizei in Schutzhaft genommen. Wie wir erfahren, wird der Verteidiger vander Lubbes vorausſichtlich kein Gnadenge ſuch einreichen. Maſſenandrang zum Reichsgericht Leipzig, 23. Dez.(§B⸗Funk.) Nach einer Verhandlungsdauer von über drei Mona⸗ ten iſt im Reichstagsbrandſtifterprozeß heute der Tag der Urteilsverkündung ge⸗ kommen. Mit ungeheurer Spannung ſah man auf allen Seiten dem Spruch des 4. Strafſenats entgegen. Es herrſchte, wie nicht anders zu erwarten, ein Maſſenandrang ſowohl von ſeiten des Publikums, 5 auch von ſeiten der in⸗ und ausländiſchen Preſſe. Schon vor 8 Uhr früh hatte ſich im unfreundlich reg⸗ neriſchen Morgen vor dem Haupteingang des Reichsgerichts ein zahlreiches Publikum ein⸗ gefunden, um in den Beſitz der wenigen noch zu vergebenden Eintrittskarten zu gelangen. Das Gebäude iſt durch ein größeres Aufgebot von Polizeibeamten mit zahlreichen höheren Führern ſtreng geſichert. Ohne Unterſchied wird jedermann nach Waffen durchſucht. Im Saale ſelbſt iſt die erſte Reihe vor den Plätzen der Preſſe mit Polizeibeamten beſetzt. Der Publikumsraum iſt ſchnell überfüllt, und auch die Plätze der Vertreter der in⸗ und aus⸗ ländiſchen Preſſe ſind hald beſetzt. Das Poſt⸗ amt in der Wandelhalle des Reichsgerichts hat ſich frühzeitig auf den nach der Urteilsverkün⸗ dung zu der Preſſe⸗ vertreter vorbereitet. ehrere Photographen haben ſich im Saal an verſchiedenen Stellen aufgebaut, um im Augenblick der Urteilsverkün⸗ dung den Senat und die Angeklagten im Bilde feſtzuhalten. Die Verkündung des bereits hergeſtellten Urteils im Reichstagsbrandſtifterprozeß er⸗ folgte in Anweſenheit von Vertretern der Reichs⸗ und der ſächſiſchen Staatsregierung. Auch der Reichsgerichtspräſident Dri. Bumke befand ſich als Zuhörer im Saal. Die Verkündung wurde mit lautlofer Stille nufgenommen. Insbeſondere der zum Tode ver⸗ urteilte Angeklagte voan der Lubbe zeigte keinerlei Bewegung! Er bot das Bild, wie man es von ihm während der ganzen, nun ſaſt 60tügigen Verhandlung gewohnt war. Die Begründung des Arteils Bei der Fällung des ſoeben verkündeten Ur⸗ teilsſpruches, ſo erklärte der Vorſitzende in der Begründung, hat ſich der Senat nicht nur, wie ich es im Laufe des Verfahrens mehr⸗ fach zu betonen gezwungen war, von äußeren Ginflüſſen, ſondern auch von jeder ge⸗ fühlsmäßigen Einſtellung durch⸗ aus ſerngehalten. Die ſorgſame Prüfung und Wäcgung der feſtgeſtellten Tatſachen, wie ſie die ſelbſtverſtändliche Pflicht jedes gewiſſenhaften Richters iſt, erforderte natürlich bei der Fülle des von den Prozeßbeteiligten vorgebrachten Materials eine gewiſſe Zeit. Zeitraubend wirkte auch die Notwendigkeit, ſich mit gewiſſenloſen Unterſtellungen tendenziöſer Schmäh⸗ pchriften auseinanderzuſetzen, die verſuch⸗ ten, durch ungeheuerliche Verdächtigungen füh⸗ vender deutſcher Männer die Wahrheitsfindung zu verſchleiern oder zu vereiteln. Die Widerlegung, die die in ihrer Quelle auch allzu durchſichtigen Verſuche einer Ver⸗ brehung der Tatſachen im Laufe des Ver⸗ fahrens erfahren haben, iſt von den Prozeß⸗ beteiligten vielfach mit Recht hervorgehoben und von der Weltöffentlichkeit, ſoweit ſie überhaupt die Wahrheit hören will, ver⸗ nommen worden. Es genügt, an dieſer Stelle hervorzuheben, daß das erkennende Gericht auch ſeinerſeits dieſe Verleumdun⸗ gen für reſtlos widerlegt erachtet. Der Angeklagte van der Lubbe hat in der ihm zur Verfügung ſtehenden und genau ermittelten Zeit unmöglich neben ſeiner ſonſtigen Tätigkeit den Brand nach Anſicht des Senats allein, ſondern nur in Zuſam⸗ menwirkung mit anderen im Plenarſaal ausführen können. Die von den Zeugen Boguhn und Küßner beim Verlaſſen des Portals II beobachtete Per⸗ ſon war einer jener anderen. Lubbe hat den Reichstag in bewußtem und gewolltem Zuſammenarbeiten mit anderen in Brand geſetzt. Weiter iſt zu prüfen, ob auch die Angeklag⸗ ten Torgler, Dimitroff, Popoff und Taneff der Brandſtiftung in dieſem Zu⸗ ſammenhange ſchuldig ſind. Das heißt, ob auch ihnen die Mitwirkung zweifelsfrei nach⸗ gewieſen iſt. Das Ergebnis dieſer Prü⸗ fung iſt bereits aus dem Tenor des verkünde⸗ ten Urteils zu erſehen. Es ſei hier zuſammen⸗ faſſend folgendes geſagt: Der Anklage gegen Torgler iſt durch die Nichterweislichkeit der Tatſache, daß er am Brandtage mit van der Lubbe zuſammen ge⸗ weſen iſt, die bei weitem weſentlichſte Stütze entzogen worden. Das gleiche gilt von der Anklage gegen Dimitroff, Popoff und Taneff in bezug auf die Tatſache, daß Lubbe mit zwei von ihnen im Bayernhof verkehrt habe, eine Angabe, die nahezu als widerlegt erſcheint. Die Anklage gegen Popoff, der mit Torgler im Reichstag zuſammen geweſen und am Brand⸗ abend aus dem Portal II herausgelaufen ſein ſoll, iſt durch die bei der Inaugenſcheinnahme feſtgeſtellten überaus leichten Verwechſlungs⸗ möglichkeit zwiſchen ihm und Neubauer, ſowie durch die ebenfalls feſtgeſtellte Unmöglichkeit erſchüttert worden, daß die in Betracht kom⸗ menden Zeugen das Geſichr des herauslaufen⸗ den Mannes erkennen konnten. Die erwähnten Bekundungen der Zeugen Karwahne, Kreyer und Frey über das Zuſammenſein des Angeklagten Torgler mit van der Lubbe im Vorraum des Sitzungsſaales des Haushaltsausſchuſſes zunächſt einmal bei⸗ ſeite geſtellt, hält der Senat die gegen Torgler geltend gemachten oder ſonſt ausgeſprochenen Verdachtsgründe als nicht bewieſen oder nicht durchſchlagend. Das gilt unter anderem von dem Eintritt des Abgeordneten Köhnen in den Reichstag, von den nicht erreichten Fern⸗ ſprechanſchlüſſen, von den Taſchen, die Torgler in Karlshorſt getragen hat, und von den Vor⸗ gängen bei Aſchinger und Stawicki, bei denen nicht bewieſen iſt, daß Torgler und ſeine Begleiter die Nachricht in verdächtiger Weiſe nicht beachtet haben. Das Verbleiben Torglers im Reichstage am Brandtag iſt an ſich nicht auffällig, da er immer einer der Letzten war.(). Daß er gerade mit Köhnen zuſammen geweſen iſt, iſt allerdings verdächtig, läßt aber doch noch keine beſtimmten Beſchlüſſe zu. Torglers Ueber⸗ Er weiß Torgler möchte lieber in Schutzhaft ſein— Am das Schickſal der Angeklagten Leipzig, 23. Dez.(HB⸗Funk.) Nach der Verkündung des Urteils ſind die Angeklagten abgeführt worden, wie das an jedem ande⸗ ren Verhandlungstage geſchehen iſt. Die Frage, was mit den freigeſprochenen Angeklagten nun geſchieht, iſt noch keineswegs geklärt. Jedenfalls iſt ganz beſonders darauf hinzuweiſen, daß der Senat eine Aufhebung der gegen die Angeklag⸗ ten erlaſſenen Haftbefehle infolge des Frei⸗ ſpruchs nicht ausdrücklich verfügt hat, wenig⸗ ſtens iſt das nicht in der öffentlichen letzten Sitzung dieſes großen Prozeſſes zum Ausdruck gekommen. Es iſt aber beſtimmt damit zu rechnen, daß die ausländiſchen Angeklagten durch die Verwaltungsbehörden des Landes verwie⸗ ſen werden müſſen, wenn nicht inzwiſchen, ſei es aus dem Stoff, den die Verhandlung geliefert hat, ſei es auf anderen gegen die Angeklagten gerichteten Unterſuchungen ſich ergeben hat, daß neue für Aburteilung fäl⸗ nachtung bei Kühne erklärt ſich aus ſeiner be⸗ vorſtehenden Feſtnahme, die ihm auf jeden Fall drohte. Die zuerſt widerſpruchsvollen Angaben Torglers über Gründe und Zeiten ſeines an ſich nicht auffälligen Aufenthalts im Vorraum des Ausſchußſaales ſind im Verlaufe der weitercen Vernehmung von ihm ſo darge⸗ ſtellt worden, wie ſie nach den Prafungen der unwiderlegbaren Wirklichkeit entſprechen. Die belaſten, hält das Gericht nach deren perſön⸗ lichem Eindruck und wegen ihrer Vorſtrafen für völlig unglaubwürdig. Auch von Grothe hat das Gericht nicht den Eindruck eines glaubwürdigen Zeugen, insbeſondere mit Rück⸗ ſicht auf die zahlreichen Widerſprüche, in die er ſich verwickelt hat. Die Bekundungen der Zeugen Major We⸗ berſtedt und Dr. Dreſcher über ein Zu⸗ ſammenſein van der Lubbes und Taneffs ſo⸗ wie des Angeklagten Dimitroff mit dem Ange⸗ klagten Torgler ſind von der Anklagebehörde bezüglich Taneffs und Dimitroffs nicht für ausſchlaggebend angeſehen worden, und folgt man dem— und das Gericht tut es— ſo muß man ſich in gleicher Weiſe auch für Torgler erklären. 'Es bleiben danach die Ausſagen der Zeugen Karwahne und Kroyer, wonach Lubbe und Torgler zuſammen im Vorraum des Aus⸗ ſchußſales geweſen ſind. Bei der Wichtigkeit dieſes Belaſtungsgrundes wird man hier wei⸗ ter ausholen müſſen, und auch deshalb, weil die Frage für den ganzen Prozeß eine außer⸗ ordentliche Rolle geſpielt hat. Die Bekundun⸗ gen von Zeugen über Wiedererkennung ſind im allgemeinen mit großer Vorſicht zu benutzen, weil Irrtümer auf Grund von den Zeugen ſelbſt unbewußten Fehlerquellen beſonders häufig ſind. Von größtem Wert iſt daher ge⸗ rade in ſolchen Fällen die Gewinnung irgend⸗ welcher objektiver Anhaltspunkte für die Rich⸗ tigkeit der Wiedererkennung, die außerhalb der bloßen Ueberzeugung des Zeugen liegen. Wie ſie z. B. durch das Herausſuchen einer Perſon aus einem größeren Perſonenkreis oder durch protokollariſche Feſtlegung einer genauen Per⸗ ſonenbeſchreibung vor einer Gegenüberſtellung gegeben ſein können. An ſolchen Unterlagen fehlt es hier leider. Die Zeugen ſind noch in der Brandnacht auf das Polizeipräſi⸗ dium zur Vernehmung gekommen. Der Zeuge Heiſig hat die Vorgänge dabei anſchaulich ge⸗ ſchildert. Er ſagte, daß bei der Vernehmung van der Lubbes etwa 40 bis 50 Beamte ver⸗ ſchiedener Dienſtſtellen anweſend geweſen ſind, die ein kleines Zimmer füllten, und von denen jeder Fragen an den Angeklagten ſtellte. Dort iſt den Zeugen offenbar alsbald nach ihrer Meldung Gelegenheit gegeben wor⸗ den, den ihnen als Brandſtifter bezeich⸗ neten van der Lubbe ſich genau in Ruhe zu betrachten. Erſt dann haben ſie ihre Wahrnehmungen zu Protokoll gegeben. Mangels einer genauen Feſtſtellbarkeit darüber aber, daß die Angaben über das Ausſehen des am Nachmittag vor der Tat im Reichstag geſehenen Mannes vorher feſtgelegt worden ſind, verlieren dieſe Angaben für die Nachprüfung dieſer Ausſagen ſehr an Wert, da die Möglichkeit nahe liegt, daß ſie von den Zeugen unbewußt erſt bei Betrachtung van der Lubbes aufgenommen worden ſind, und das warum! jeden Fall hat aber der Angeklagte Torgler ſelbſt erklürt, er möchte gar nicht in Frei⸗ heit kommen, er möchte ſich viel lieber i Schutzhaft begeben. Sein Wunſch brauchte ja wohl kaum ausgeſpro⸗ chen zu werden, denn er iſt als politiſcher Füh⸗ rer reif für die Schutzhaft. Die ganze Ver⸗ handlung hat ergeben, daß er durchaus nicht der untätige und paſſive Menſch geweſen iſt, als der er ſich ſelbſt hat hinſtellen wollen. Ob für van der Lubbe ein Gnadengeſuch eingereicht werden kann, iſt zunächſt eine reine Rechtsfrage, denn das Gnadengeſuch iſt nur wirkſam, wenn der Verurteilte ſelbſt es einreicht. Ob bei der Mentalität van der Lubbes damit zu rechnen iſt, daß er ſeinen Verteidiger beauf⸗ tragt, ein ſolches Geſuch abzugeben, kann natür⸗ lich heute noch nicht geſagt werden. Daß eine Unzahl von Menſchen in der ganzen Welt vielleicht ſich heute ſchon mit der Abſicht tragen, ſich bei der Reichsregierung für van der Lubbe zu verwenden, kann als ſelbſtveryſtändlich ange⸗ ger Zeugen Kuntſchak und Lebermann, die Torgler Brozeß garen freigeſprochen urſprüngliche Bild verdrängt haben. Hinzu kommt, daß ſich der Zeuge Karwahne bei ſeiner Angabe, er wäre zweimal im Ausſchuß⸗ ſaal ſelbſt geweſen, geirrt hat. Nicht zu vergeſ⸗ ſen ſei auch, daß dem Zeugen Frey, der anfangs ſehr beſtimmt ausgeſagt hatte, ſpäter Zweifel an der Zuverläſſigkeit der Wiedererkennung ge⸗ kommen ſind. Es ſoll keinem einzigen Zeugen etwa der Vorwurf der Leichtfertigkeit gemacht werden. Danach vermögen auch die Bekundun⸗ gen der Zeugen Karwahne und Kroyer die Verurteilung Torglers nicht zu begründen. Die Urteilsbegründung wendet ſich dann dem Angeklagten Dimitroff zu.. Die Behauptung des Angeklagten Dimitroff, ſo erklärt der Vorſitzende, daß er ſich in Deutſchland nur mit den Angelegenheiten von bulgariſchen kommuniſtiſchen Emigran⸗ ten befaßt hätte, ſchlügt nicht durch. Er bleibt verdächtig, ſich mit Angelegenheiten der Kommuniſtiſchen Partei Deutſchlands befaßt zu haben. Ein ſchlüſſiger Beweis dafür, in welcher Weiſe Ceipʒiger Allerlei Die Verhandlungstage um den Prozeß gegen die Reichstagsbrandſtifter ſind nunmehr zu Ende. Einer der größten Strafpro⸗ zeſſe aller Zeiten, der je ein deutſches Gericht beſchäftigte, vielleicht ſogar der größte, nahm in den Spalten der in⸗ und ausländiſchen Preſſe einen breiten Raum ein. Das Urteil iſt gefällt. Juriſtiſch und ſtreng nach den Spielregeln des Geſetzes iſt ein Urteil des höchſten deutſchen Gerichtes gefallen, wie es nach objektiver Rechtsauslegung nicht anders zu erwarten war. Doch von dem Rechte, das über den Büchern lebt, von dem Rechte, von dem Goethe ſpricht, „von dem iſt leider auch hier nicht die Rede“. Das deutſche Volk hat ſein Urteil in die⸗ ſer Sache längſt gefällt. Das Volksurteil iſt hart, aber gerecht. Es geht ihm nicht um In⸗ dizien und abſtrakte Beweisführungen, ſondern um Urheber⸗ und Täterſchaft! Das Recht des Volkes richtet ſich nicht nach Paragraphen, ſon⸗ dern nach den harten Geſetzen des Le⸗ bens. Und dieſes Leben ſchreibt ihm vor, un⸗ erbittlich zu ſein. Unerbittlich gegen ſich ſelbſt, unerbittlich aber auch gegen alles Fremde, von außen Kommende. In einer unſerer letzten Nummern haben wir unſer Schlußwort zu Leipzig gegeben. Wir haben dem wahrlich nichts hinzuzufügen! Der Kommunismus hat in Deutſchland für immer ausgeſpielt. Ob nun einige intellektuelle Bolſchewiſten mehr oder weniger herumlaufen, tut nichts zur Sache. Daß der Kommunismus aber niedergewor⸗ ſen wurde, dies war nicht die Tat von Juriſten, Profeſſoren oder ähnlicher Leute, ſondern die erlöſende Tat unſerer SA.⸗ Männer. Der Männer, die ein Jahrzehnt ihrer har⸗ ten Jugend der Idee und dem neuen Reich zum Opfer brachten, der Männer, die man auf der Straße niederſchlug, der Männer, die man durch die Gerichtsſäle der korrupten Republik hetzte. Hat man uns einſt dasſelbe Recht zugeſtanden, das man jetzt ausländiſchen Schwätzern und hefährlichen Haſardeuren zu⸗ erkennt? Oder waren wir nicht„politiſch“ vorbelaſtet genug, um in die Gefängniſſe und Zuchthäuſer zu wandern? Die alte Garde der Bewegung, die dem neuen Staate, der ihr Staat iſt, ihr Leben geweiht hat, kann nicht vergeſſen, was einſt war. Mit Recht hat der Vorſitzende des Gerichtes, Herr Senatspräſident Dr. Bünger, in ſeinem Schlußwort darauf hingewieſen, daß Lubbe nicht allein der Täter geweſen iſt, daß der Verhandlungsverlauf ergeben hat, daß mehrere Täter an dem Brand beteiligt waren. Es iſt alſo ſchon ſo: Der Popanz, das ausführende Organ, der kleine vnn der Lubbe wird zum Tode ver⸗ urteilt, während die tatſächlichen und intel⸗ lektuellen Urheber des größten Attentates auf das deutſche Volt frei ausgehen. Die Beweisargumente des Oberreichsanwaltes, der eindeutig die Verantwortlichkeit und die Mittäterſchaft Torglers herausſtellte, ſind über den Haufen geworfen. Dem Geſetz und der modernen Prozeßordnung hat man mit deutſcher Gründlichkeit Genüge getan. Die römiſchen Ueberreſte eines fremden, rezipierten Rechtes haben geſiegt. Das Volk aber ſchafft ſich in ſeinem Denken ſein ei ge⸗ nes Recht. Wehe, wenn der Kommunismus noch einmal ſein Haupt erheben ſollte, wehe, wenn das Urteil des Volkes einmal gefällt werden müßte! Dieſes Volk kennt keinen⸗ lige Straftaten ermittelt worden ſind. Auf ſehen werden, „Objektivismus“. K. G. er für läßt ſie lung de ſtiftung mit va hat. Auch nicht at Auch außen geno Deut die g gefun deutſ nem ſtudie D Unzm ſche Verbi des Kamp Für det Reichsn ausſagt Sie hät beſſern. Tat wie mungen ches Ve Auch di nach der verbreit wider legt, da erübrige Tat we der Au; rungs⸗ Die K Die KP langer, kannt iſt der Verf Beginn nächſte i Situatio van der ſuchen ſit Lubbe Die B muniſtiſ⸗ Terror, worden „ſchla Die Aus forderun der zah im Jahn Entſche tagsbr ſonder der der Auf ein Uebernal 30. 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Auch gegen ihn beſteht Verdacht, daß er außer Intereſſen der bulgariſchen Partei⸗ genoſſen andere unaufgellärte Ziele in Deutſchland verfolgt hat. Verdächtig ſind die großen Geldſummen, die bei ihm vor⸗ gefunden worden ſind, und das Auffinden deutſcher militäriſcher Fachausdrücke in ſei⸗ nem Notizbuch, die mit angeblichen Sprach⸗ ſtudien umſo weniger klargeſtellt werden können, als er bemüht war, ſeine Notizen vor politiſchen Zugriffen zu ſichern. Indeſſen iſt über einen unmittelbaren Ver⸗ kehr mit deutſchen Kommuniſten etwas Sicheres nicht nachzuweiſen. DTaneff iſt unſtreitig vor dem 9. März im Bayernhof nicht geſehen worden, insbeſondere iſt er auch nicht geſehen worden zuſam⸗ men mit van der Lubbe! Der Zeuge Weberſtedt hat ſich in anerkennenswerter Weiſe um die Aufklärung der Brandſtiftung bemüht. Er kann und wird aber einer unbewußten Selbſttäuſchung zum Opfer gefallen ſein. Wenn nun alſo Torgler und die Bul⸗ garen als Mittäter für die Verurteilung nicht in Betracht kommen, ſo iſt doch kein Zwei⸗ fel daran, in welchem Lager ſich die Mittäter van der Lubbes befunden haben. Der Brand, ein politiſches Verbrechen von ungeheurer Größe unzweifelhaft war der Brand eine politi⸗ ſche Tat, und die ungeheure Größe des Verbrechens weiſt auch auf die Wichtigkeit des Kampfobjektes hin. Das kann nur der Kampf um den Beſitz der Macht geweſen ſein. Für den 5. März hatte die NRSDaApP wie auch Reichsminiſter Dr. Goebbels als Zeuge ausſagte, den realen Erfolg ſchon in der Taſche. Sie hätte nicht nötig gehabt, ihre Lage zu ver⸗ beſſern. Auch geſinnungsmäßig waren für eine Tat wie der Brandſtiftung im Reichstag Hem⸗ mungen bei der Partei vorhanden, die ein ſol⸗ ches Verbrechen niemals zugelaſſen hätten. Auch die vielen Schmähſchriften, die nach dem Reichstagsbrande in der ganzen Welt verbreitet wurden, ſind ſofort vollkommen widerlegt worden, und ſie ſind ſo' wider⸗ legt, daß weitere Ausführungen darüber ſich erübrigen. Es handelt ſich nicht nur um die Tat weniger radikaler Elemente, die ſich von der Ausnutzung die Möglichkeit eines Regie⸗ rungs⸗ und Verfaſſungsſturzes verſprachen. Die KPꝰ hat ihre hochverräteriſchen Ziele gekannt. Die KPdꝰ arbeitete, wie dem Reichsgericht ſeit langer Zeit aus Hunderten von Urteilen be⸗ kannt iſt, auf den gewaltſamen Umſturz der Verfaſſung hin. Die KPdꝰ rechnete mit dem Beginn des revolutionären Kampfes für die nächſte ihr günſtig erſcheinende revolutionäre Situation. Die Annahme, daß die Mittäter van der Lubbes in den Reihen der KPD zu ſuchen ſind, wird beſtärkt dadurch, daß van der Lubbe ſelbſt Kommuniſt iſt.“ Die Behauptung der Angeklagten, die Kom⸗ muniſtiſche Partei verwerfe den individuellen Terror, iſt abzulehnen. Es iſt aufgefordert worden „ſchlagt die Faſchiſten wo ihr ſie trefft!“. Die Auswirkungen der Bedeutung dieſer Auf⸗ forderungen ſind ja bekannt. Man braucht nur der zahlreichen Opfer zu gedenken, die im Jahre 1932 gefallen ſind. Entſcheidend iſt, daß es ſich bei dem Reichs⸗ tagsbrand nicht um einen individuellen, ſondern um einen Maſſenterror handelt, der den Auftakt zum allgemeinen Aufſtand bilden ſollte. Auf ein Zurückweichen der KPD nach der Uebernahme der Macht durch die NSDAp am 30. Januar ohne den geringſten Verſuch, das lange erwartete und erſtrebte Ziel zu erreichen, iſt unter keinen Umſtänden zu rech⸗ nen geweſen. Im Gegenteil, jetzt ſchien es zum letzten Male möglich, dieſes Ziel zu erreichen, ſo lange nämlich man glaubte, daß die NSDAP noch nicht feſt im Sattel ſitze. Wenn Dimitroff behauptet, die Reichsregierung habe nichts ge⸗ gen dieſe kommuniſtiſche Abſicht getan, ſo iſt das nicht richtig. Sofort nach der Machtüber⸗ nahme durch die NSDaAP hat der preußiſche Innenminiſter Maßnahmen vielfacher Art ergrifſen. Den Angriffsplan hat die KPd ſeit Fe⸗ bruar 1932 propagandiſtiſch und ideologiſch vorbereitet. In dem auf den Reichstags⸗ brand folgenden Monaten ſind unzählige Waffen und große Mengen Sprengſtoffe bei Kommuniſten gefunden worden. In Hamburg ſind planmäßig Feuer⸗ überfälle auf marſchierende SA⸗ und SS⸗ Kolonnen erfolgt. In Köln iſt ein kommu⸗ niſtiſcher Befehl zur gewaltſamen Durch⸗ ſuchung von SäA⸗ und SS⸗Männern ausge⸗ geben worden, deſſen überaus traurige Folgen uns bekannt ſind. Ueberall wurde der Ge⸗ neralſtreik für die nächſte Zeit ſchon vor⸗ bereitet. In Würdigung der gerichtsbe⸗ kannten Ziele der KPD zurzeit der Reichs⸗ tagsbrandſtiftung hat der Senat feſtſtellen müſſen, daß die Reichstagsbrandſtiftung das Werk der KPꝰ geweſen iſt. Es iſt dazu feſt⸗ zuſtellen, daß es ſich um eine ſtrafbare Hand⸗ lung im Sinne des 5 81 des Strafgeſetzbuches handelt. Denn die Handlung iſt nach Angriff, Ziel und Zeit ein genügend beſtimmtes hoch⸗ verräteriſches Unternehmen. Torgler, Dimitroff, Popoff und Taneff können nicht als überführt gelten. Aber van der Lubbe hat unter der Mitwir⸗ kung unbekannt gebliebener Täter gehan⸗ delt. Er hat Hintermänner gehabt, die mit ihm gearbeitet haben, und die ihm auch vorgearbeitet haben. van der Lubbe iſt ſchuldig des Hoch verats im Sinne des§ 81 Abſ. 2 und des 8 82 des Reichsſtrafgeſetzbuches. Ferner iſt er ſchul⸗ dig des Verbrechens nach§8 306 Abſ. 2 und 3, § 307 Abſ. 2 und 5 308, der§s 43 und 73 des Strafgeſetzbuches. Danach iſt er auch zu be⸗ ſtrafen. Die Strafbeſtimmungen ſind die wegen aufrühreriſcher Brandſtiftung nach der Verord⸗ nung der Reichsregierung vom 28. Februar dieſes Jahres. Danach iſt als alleinige Strafe bei den an⸗ geführten Verbrechen die Todesſtrafe feſt⸗ gelegt worden, und die muß gegen van der Lubbe verhängt werden. Abſchließend ſtellt der Senatsprä⸗ ſident feſt: Die Befugnis des Geſetzgebers zu einer nachträglichen Strafverſchärfung in Abweichung von dem allgemeinen Grundſatz des Strafgeſetzbuches ſteht außer Frage, ſofern nur, wie hier, die Strafbarkeit der Handlung zurzeit der Tat beſtimmt war. Danach war ge⸗ gen den Angeklagten van der Lubbe auf To⸗ desſtrafe zu erkennen, und ferner Ver⸗ luſt der bürgerlichen Ehrenrechte auszuſprechen. Die übrigen Angeklagten wa⸗ ren, als der Beteiligung an der Tat nicht über⸗ führt, freizuſprechen. Das Leipziger Urteil rechtskräftig Leipzig, 23. Dez. Das vom 4. Straf⸗ ſenat gefällte Urteil im Reichstags⸗ brandſtifter⸗Prozeß iſt in allen ſeinen Teilen, alſo auch hinſichtlich der erfolgten Freiſprechun⸗ gen, mit dem Augenblick der Verkündung rechtskräftig geworden. Es kann durch kein Rechtsmittel angefochten wer⸗ den. Die Haftbefehle gegen die im Reichstags⸗ brandſtifter⸗Prozeß freigeſprochenen Angeklag⸗ ten Torgler, Dimitroff, Popoff und Taneff ſind durch das freiſprechende Erkenntnis inſoweit aufgehoben, als es ſich um die gerichtliche Haft der Angeklagten handelte. Im Anſchluß an die Urteilsverkündung iſt nun dieſen Ange⸗ klagten alsbald eröffnet worden, daß ſie zur Verfügung des Reichsinnenminiſteriums gehal⸗ ten und in Schutzhaft genommen werden. bezirke Mannheim und wWeinheim; Donaueſchingen und Villingen; heim. Karlsruhe, 23. Dez.(HB⸗Funk) Das Gauorgan der NSDaAp, der„Führer“, ruft die jungen Dichter der Südweſt⸗ mark zum Wettbewerb von Novel⸗ len und Erzählungen auf. Für dieſen Wettbewerb hat Kultusminiſter Dr. Otto Wacker das Protektorat übernom⸗ men. Die Bedingungen ſind u. a. fol⸗ gende: Beteiligen kann ſich jeder Dichter, ſo⸗ fern er mindeſtens fünf Jahre ſeinen dauern⸗ den Wohnſitz in Südweſtdeutſchland(Baden, Württemberg, Pfalz) hatte und deutſchſtämmiger Herkunft iſt. Die Novelle oder Erzählung muß von dem Einſender ſelbſt ausſchließlich für die⸗ ſen Wettbewerb verfaßt ſein. Vorgeſchrieben iſt eine NRovelle oder Erzählung, die zwar ſtofflich nicht begrenzt wird, die aber bodenſtändigen Charakter tragen ſoll. Ihr Umfang ſoll möglichſt kurz ſein und darf 30 Folioſeiten, zweizeilig geſchrieben, nicht überſchreiten. Der äußerſte Einſendungstermin iſt der 28. Februar 1934. Das„Hakenkreuzbanner“ amtliches Verkündigungsblatt Regelung des amtlichen Verkündigungsweſens in Baden Karlsruhe, 22. Dez. Das amtliche Verkündigungsweſen iſt mit Wirkung vom 1. Ja⸗ nuar 1934 an auf folgender Grundlage neu geregelt worden: 1. Die für die Amtsbezirke beſtimmten amtlichen Bekanntmachungen der ſtaatlichen Verwal⸗ tungsbehörden werden gegen Entgelt übertragen a) dem Verlag des„Führer“ für die Amtsbezirke Karlsruhe, Bruchſal, Bretten, Ettlingen, Raſtatt, Oberkirch, Kehl, Offenburg, Lahr, Wolfach, Sinsheim und Bühl; b) dem berlag des„hakenkreuzbanner“— Mannheim für die Amts⸗ c) dem Verlag des„Alemannen“— Freiburg für die Amtsbezirke Freiburg, Emmendinge Waldkirch, Neuſtadt, Staufen, Schopfheim, Müllheim, Lörrach, Säckingen 8— Walbehnt; n, d) dem Verlag der„Bodenſeerundſchau“— Konſtanz für die Amtsbezirk Ueberlingen, Meßkirch, Pfullendorf, Stockach und Engen; f zirke Konſtanz, e) dem Verlag der„Volksgemeinſchaft“— Heidelberg für die Amtsbezirke Heidelberg. Mosbach, Buchen, Tauberbiſchofsheim, Wertheim, Adelsheim und Wiesloch; 1) dem Verlag„Schwarzwälder Tagblatt“— Furtwangen für die Amtsbezirke g) dem Verlag des„Pforzheimer Anzeiger“— Pforzheim für den Amtsbezirk Pforz⸗ 2. Den übrigen im Amtsbezirk erſcheinenden Tageszeitungen werden die amtlichen Belannt⸗ machun— zu koſtenloſem Abdruck überlaſſen. 1* Dieſe Regelung des amtlichen Verkündigungsweſens iſt die logiſche Folge aus dem neuen Aufbau des deutſchen Staates, wie er durch zablreiche entſcheidende Geſetze zum Zwecke der Zuſammenlegung des Vereinsweſens, der Bevufsſtände und der Geſamtgliederung des neuen Staates in ſeinem Verhältnis zu Wirtſchaft, Nationalſozialiſtiſcher Partei, Kultur und ſo fort Wirklichkeit geworden iſt. Die Nationalſozialiſtiſche Par ei iſt die Trägerin des neuen Staates. Soeben iſt der nationalſozialiſtiſchen Preſſe auch von höchſter Stelle ihre ſelbſtverſtändliche Führerrolle zuerkannt worden. Mit dieſer Neuregelung des amtlichen Verkündigungsweſens iſt der letzte Schritt der Eingliederung der Partei in den Staat auf dem Gebiet der Preſſe vollzogen. Die nationalſozialiſtiſchen Zeitungen werden dieſes un⸗ eingeſchränkte Vertrauen des neuen Staates wie bisher zu rechtfertigen wiſſen und ſind ſtolz auf die große Verantwortung, die ihnen durch das Schriftleitergeſetz ſowohl, wie auch durch das ausſchließliche amtliche Verkündigung⸗⸗ Südweſtdeutſcher Erzählerwettbewerb des„Führer“ unker dem Prokektorat des Kultusminiſters Dr. Okko Wacker übertragen wurde. Für den Wetbewerb ſind drei Preiſe im Betrage von RM 500, 300 und 150 ausgeſetzt. Eine große Anzahl der Arbeiten ſoll im„Füh⸗ rer“ veröffentlicht werden. Die Preisrichter in dieſem Wettbewerb ſind: 0 6 Dr. Fehrle, Oberregierungsrat im Kul⸗ tusminiſterium, i Franz Moraller, Landesſtellenleiter für Volksaufklärung und Propaganda, Max Dufner⸗Greif, Gaubeauftragter der Reichsſtelle deutſcher Schriftſteller, Dr. Karl Neuſcheler, Hauptſchriftleiter des„Führer“. Dieſer Wettbewerb hat zum Ziel, die dichtexi⸗ ſchen Kräfte der Südweſtmark zu einem ed⸗ len Kräftemeſſen anzuregen und beſon⸗ ders denjungen Kräften unſerer Hei⸗ mat die Möglichkeit zu geben, ihr Talent zu erproben. Es wird eine recht rege Teilnahme an dieſem Wettbewerb erwartet. Frankreich bleibt hartnäckig! Nach den Pariſer Beſprechungen/ Keine Aenderung des Standpunktis/ Der Völkerbund als Berhandlungsort Berlin, 23. Dez.(Eig. Meld.) Die geſt⸗ rige Ausſprache zwiſchen dem engliſchen Außenminiſter und den franzöſiſchen Kabinetts⸗ mitgliedern hat für die Entwicklung der Ab⸗ rüſtungsfrage zweifellos eine ähnliche Bedeu⸗ tung gehabt wie die Zuſammenkunft, die vor drei Monaten am gleichen Ort zwiſchen Sir John Simon und den Mitgliedern des da⸗ maligen Kabinetts Daladier ſtattgefunden hat. In beiden Fällen hatte Simon die Abſicht, die franzöſiſche Regierung für eine maßvolle und alle Einigungsmöglichkeiten offenhaltende Politik zu gewinnen. Es ſtellte ſich aber im Laufe des September und Oktober heraus, daß er im Gegenteil für den franzöſiſchen Gedanken einer achtjährigen Probezeit gewonnen worden war. Was das geſtrige Ergebnis betrifft, ſo kann im Augenblick nur mit Sicherheit geſagt werden, daß die Haltung, die Frankreich jetzt in der Abrüſtungsfrage einnimmt, durch den engliſchen Außenminiſter in kei⸗ nem weſentlichen Punkte beeinflußt wor⸗ den iſt. Die Rückſicht auf die angekündigten Beſuche Si⸗ mons in Rom und Berlin verbietet es den Teilnehmern der geſtrigen Ausſprache, in der Oeffentlichkeit von feſten Vereinbarun⸗ gen zu ſprechen. Immerhin bedeutet die Be⸗ tonung der Autorität des Völkerbundes in dem offiziellen Kommuniqué mehr als eine Ver⸗ fahrensfrage. Sie bedeutet auch nach Meinung der engliſchen und der franzöſiſchen Blätter eine Anerkennung der franzöſiſchen Hal⸗ tung, wonach nur in Genf unter Beteili⸗ gung aller Bundesmitglieder, d. h. unter maßgeblicher Mitwirkung der Verbündeten Frankreichs, Beſchlüſſe über die Abrüſtung geſaßt werden können. Paul⸗Boncour ſcheint die Zuſtimmung Englands zu dieſer Politik dadurch herbeige⸗ führt zu haben, daß er wieder einmal mit einem ſelbſtändigen Vorgehen innerhalb des Völkerbundes droht, wodurch England vor die Notwendigkeit einer Option zwiſchen Deutſch⸗ land und Frankreich geſtellt worden wäre. Es bleibt abzuwarten, wie ſich die anderen engli⸗ ſchen Kabinettsmitglieder, die in letzter Zeit eine ſehr ſelbſtändige Linie in der Abrüſtungs⸗ frage verfolgt haben, die offenbar von Simon gemachten Zugeſtändniſſe an Frankreich aufneh⸗ men werden. Simon in franzöſiſchem Fahrwaſſer? London, 23. Dez.(HB⸗Funk.) Ueber die Beſprechungen Simons mit den Mit⸗ gliedern der franzöſiſchen Regierung berichtet der Pariſer„Times“⸗Korreſpondent in Er⸗ gänzung zu der über die Unterredungen heraus⸗ gegebenen amtlichen Verlautbarungen: Der Schluß⸗Satz dieſer Verlautbarung, daß die fran⸗ zöſiſchen und engliſchen Miniſter die Wichtigkeit anerkannt hätten, das Anſehen des Völkerbun⸗ des zu erhalten, ſei der Schlüſſel für die gegen⸗ ſeitig ausgeſprochene Befriedigung. Er bedeute, daß nur in Genf innerhalb des Rahmens des Völkerbundes und mit der Zuſtimmung aller anderen Mitglieder des Völkerbundes wirkſame Verhandlungen aufgenommen und endaültige Entſcheidungen gefällt werden könnten. Sir John Simon habe verſichern können, daß nicht nur die engliſche Regierung, ſon⸗ dern auch die engliſche Oeffentlichkeit genau ſo, wie bisher, und vielleicht ſogar noch mehr als jemals an den Grundſätzen des Völkerbundsſtatuts feſthalten.(1) Dieſe Ver⸗ ſicherung ſei für die franzöſiſchen Miniſter eine große Erleichterung geweſen, denn die franzöſiſche Regierung ſei ſeit dem Beginn der deutſch⸗franzöſiſchen Beſprechungen feſt entſchloſſen geweſen, die Verhandlungen wieder nach Genf zurückzuführen. e. Kund Masmußen, der bekannie daniſche Grönlandforſcher, verſtarb in Kopenhagen im Alter von 54 Jahren H. Engelhard Machf. N 3, 10 Mannheim N 3, 10 Tæœyeten Kinoleum 3. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ Weihnachts⸗Ausgabe Eine ausländiſche Lügenmeldung widerlegt Eine Erklärung des auſgizen gee Amtes Berlin, B. Dez.(Eig. Meldg.) Das Außenpolitiſche Amt der RSDdAP teilt mit: Wie wir erfahren, ſind in Wien und Kla⸗ Meldungen verbreitet worden mit em offenſichtlichen Zweck der politiſchen Ver⸗ leumdung, wonach der Leiter des Außenpolitiſchen Amtes der RSDAp, Alfred Roſenberg, ſich dahin ausgeſprochen hätte, daß eine Grenzberichtigung an der Südgrenze Oeſterreichs zugunſten Südſlawiens in Frage kom'ne und daß Teile von Kärnten an Südſlawien abgetreten werden könnten. Wir ſtellen hierzu ſeſt, daß dieſe Be⸗ hauptungen frei erfunden ſind. Wir ſtellen weiter feſt, daß Alfred Roſenberg in einem Vortrag im Harnack⸗Haus über Oſtfra⸗ gen auch das Problem des Donauraumes be⸗ rührte und dort dem Wunſch Ausdruck gegeben hat, daß ſich alle Völker des Donauraumes— einſchließlich Jugoſlawiens— doch ihrer Schick⸗ ſalsverbundenheit bewußt ſein mögen. Auch aus dieſem Grunde ergibt ſich, daß die obengenann⸗ ten Behauptungen freierfunden ſind. Vereinbarung über Fragen der Kulturpolikit Vereinheitlichung der deutſchen Kulturpolitit Berlin, 23. Dez. Zwiſchen dem preußiſchen Miniſterpräſtdenten Göring und dem Reichs⸗ miniſter für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, fand geſtern abend eine mehrſtündige Beſprechung über Fragen der deutſchen Kulturpolitik ſtatt. Es wurde dabei im Wege freundſchaftlichen Meinungsaustau⸗ ſches volles Einvernehmen über die beiderſeiti⸗ gen Aufgabenkreiſe erzielt. Die Ergebniſſe der Ausſprache werden den beteiligten Reſſorts als Richtlinien für die zukünftige Arbeit auf dieſem Gebiete zugeleitet werden. Sie liegen im Zuge einer ſtarken Vereinheitlichung der deutſchen Kulturpolitik, wie ſie organiſatoriſch durch das Reichskulturkammergeſetz bereits eingeleitet worden iſt, und legen Zeugnis dafür ab, daß der Wille zu geſchloſſener deutſcher Kulturge⸗ ſtaltung im Sinne der vom Führer verfolgten allgemeinen Politik auf Seiten des größten deutſchen Landes klar zum Ausdruck kommt. Beide Reichsminiſter werden in Zukunft in engſtem Einvernehmen die ſich berüh⸗ renden Fragen löſen, um dadurch Reibungen innerhalb der Reſſorts von vornherein auszu⸗ ſchalten. Chineſiſche Regierungsflugzeuge bombardieren Tſchangtſchau Schwere Kämpfe zwiſchen Regierungstruppen und Aufſtändiſchen Hongking, 23. Dez.(HB⸗Funk.) Die Stadt Tſchangtſchau in der abtrünnigen Propinz Fukien wurde am Freitag um 13 Uhr von 13 Regierungsflugzeugen mit Bom⸗ ben belegt. Insgeſamt wurden 22 Bom⸗ ben abgeworfen, die großen Schaden an⸗ richteten. Die Menſchenverluſte ſollen groß ſein. Nach hieſigen Berichten iſt es an der Grenze der Provinz Fukien und Tſchekiang zu ſchwe⸗ ren Kämpfen zwiſchen Regierungs⸗ truppen und Aufſtändiſchen gekom⸗ men. Die Aufſtändiſchen wurden zerſtreut. Zwei Regierungsflugzeuge werden vermißt. vom Stil der Teit Jede Zeit, jede weltanſchauliche Epoche hat ihr eigenes Geſicht. Wir ſpre⸗ chen vom Stil einer Zeit, wenn wir die Aeußerungen des inneren Geſetzes, nach dem ein Volk lebt, bezeichnen wollen. Dieſer Lebensſtil eines Volkes hängt im Weſentlichen von der Raſſenſeele ab und iſt daher nicht allzu ſchnellen Schwankungen unterworfen, weil grundlegende Veränderungen der Raſſe und Raſſenſeele nach Jahrhunderten bemeſſen werden. Mit der franzöſiſchen Revolution von 1789 verfiel die nordiſche Raſſenſeele in einen Dämmerzuſtand, der im Grunde ſchon mit der Blüte des Barock eingeleitet wurde. Die im Liberalismus triumphierenden fremd⸗ raſſigen Tendenzen errangen einen Scheinſieg über die in intellektueller Hinſicht unterlegene Seele der nordiſchen Raſſe, die ja der Welt die deutſche Sendung offenbart hat. Das aus dem tiefen Brunnen völkiſcher Myſtik ſchöpfende Volk wußte ganz gut, was es meinte, wenn es den Barbaroſſa im Kyffhäuſer nur ſchlafen ließ. Die nordiſche Raſſenſeele war nicht totz nach einer langen Zeit wirtſchaftlicher Scheinblüte, aber ſeeliſchen Zerfalls begann ſie 1914 zu erwachen.— Die große Not des Krie⸗ ges und der Nachkriegszeit rüttelte ſie vollends wach; aber auch die niederraſſiſchen Kräfte ſammelten ſich noch einmal zu nackter, hem⸗ mungsloſer Entfaltung. Alle die Masken fie⸗ len, die eine ähnliche Geſinnung noch in der Vorkriegszeit gebrauchte. Wir haben dieſen Hexenſabbat, dieſes grauenhafte Finale des Rationalismus ſelbſt miterlebt. Wir wollen nur einiges kaleidoſkop⸗ artig an uns vorüberziehen laſſen. Die Frau wurde männiſch, der Mann wurde weibiſch, Pervevſion aller Gefühle war die Forderung des Tages. Muſik, bildende Ablehnung der deutſ chen Angebote? Die Pariſer Preſſe über das Ergebnis der Simon-Verhandlungen— Rückkehr zum Genfer Verfahren Paris, 23. Dez.(HB⸗Funk) Die Pariſer Preſſe beſchäftigt ſich eingehend mit den Verhandlungen des engliſchen Außenminiſters Sir John Simon in Paris. Die Anſichten über das Ergebnis der Verhandlungen gehen jedoch ziemlich ſtark auseinander. Im„Echo de Paris“ behauptet Per⸗ tinax, die franzöſiſche Regierung ſei jetzt anſcheinend entſchloſſer, die Angebote, die Hitler dem franzöſiſchen Botſchafter ge⸗ macht habe, abzulehnen. Chautemps und Paul⸗Boncour ſeien wieder zum Genfer Verfahren zurückgekehrt. Simon habe den franzöſiſchen Ideen gegen⸗ über keine ganz deutliche Auffaſſung ent⸗ wickelt. Es ſei unmöglich, die engliſche Politik zu dezimieren. Sie beſtehe nur in einem„fließenden Oppor⸗ tunismus“. Simon empfehle Frankreich direkte Verhandlungen mit Hitler, und erkläre, daß eine Regelung in jedem Falle beſſer ſei als ein Bruch. Der„Exelſior“ iſt gleichfalls der Anſicht, daß die franzöſiſche Regierung mit einem formellen„Nein“ in der Rüſtungsfrage antworten werde. Die radikalſozialiſtiſche„Republique“ unterſtreicht dagegen, daß die deutſch⸗franzöſiſche Annähe⸗ rung logiſch ſei. Frankreich wolle ſich nicht in die Innenpolitik des Nachbarlandes einmiſchen und ſei bereit, mit dem deutſchen Volk ein loyales, vernünftiges und dauerhaftes Ab⸗ kommen abzuſchließen. Das einzige Mittel, um dazu zu gelangen, ſei die gleichmäßige und kon⸗ trollierte Abrüſtung, die Gleichheit in der Be⸗ ſchränkung der Rüſtungen.„Oevre“ erklärt, Simon ſtehe auf dem Standpunkt, daß die Grundlagen der letzten Unterredung Hitlers mit dem franzöſiſchen Botſchafter als Verhand⸗ lungsbeginn annehmbar ſeien. Der deutſche Frauenarbeitsdienſt Aufbau einer neuen Organiſakion— Pgn. Scholtz-Klink, Leiterin des Frauenarbeitsdienſtes Berlin, 23. Dez. Die Vordringlichkeit der Maßnahmen für den Aufbau des Arbeitsdien⸗ ſtes der männlichen Jugend und die Knappheit der für den Arbeitsdienſt überhaupt zur Verfügung geſtellten Reichsmittel hatten den Arbeitsdienſt der weiblichen Jugend etwas in den Hintergrund ge⸗ drängt. Trotzdem iſt in allen Gauen von zielbewuf⸗ ten Frauen, die ſich ſelbſtlos zur Verfügung ſtellten, viel praktiſche Erziehungsarbeit an der weiblichen Jugend gereiſtet worden. Zwar liegen der Eigenart des weiblichen Ge⸗ ſchlechts entſprechend die Aufgaben des Arbeits⸗ dienſtes der weiblichen Jugend auf einem ande⸗ ren Gebiete als die der männlichen Jugend, die mit Hacke und Schaufel den Heimatboden er⸗ tragreicher geſtalten ſoll, ſie ſind aber darum nicht weniger wichtig, da ſie dem großen Ziel der Erziehung des jungen Mädels zur deutſchen Frau und Mutter dienen. Die finanziellen Schwierigkeiten ſind jetzt dadurch behoben worden, daß der Präſident der Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Ar⸗ beitsloſenverſicherung mit Zuſtimmung des Reichsarbeitsminiſters und des Reichsfinanz⸗ miniſters ſich bereit erklürt hat, die Finanzierung des deutſchen Frauenarbeitsdienſtes zu über⸗ nehmen. Zur Leiterin des deutſchen Frauenarbeits⸗ dienſtes iſt die NS⸗Gaufrauenſchaftsleiterin, Frau Gertrud Scholtz⸗Klink⸗Karls⸗ ruhe, ernannt worden. Der Frauenarbeits⸗ dienſt bildet einen Teil des geſamten national⸗ ſozialiſtiſchen Arbeitsdienſtes, der trotz der Ver⸗ ſchiedenartigkeit des Arbeitsgebietes der beiden Geſchlechter auf gemeinſamer weltanſchaulicher — 70 00 beruhend ein einheitliches Ganzes ildet. An die Spitze der 13 Landesbezirke, die ſich tät. Soll man noch Schlagworte wie Black⸗ Bottom, Tonfilm. In dieſer Welt mit ihrer „nach uns die Sintflut“ 1 ⸗Stimmung waren Schein, Senſation und Bluff alles, die Wahrheit nichts. Mit zuge⸗ ſpitzter Geiſtreichelei ſteigerte man ſich in eine Wohlluſt am Untergang der Nation, der von den Rittern der Feder als Fortſchritt geprie⸗ ſen wurde. Die deutſche Schickſalswende hat⸗ dieſe Epoche beendet. Wir ſtehen noch zu tief in dem Erleben der jüngſten Zeit, als daß wir einen umfaſſenden Ueberblick hätten über das neue, werdende deutſche Leben. Aber wir fühlen und ſehen doch überall Anſätze, wiſſen, daß noch vieles fallen muß, was der erſte Schwung der Revolution noch nicht beſeitigt hat.— Dabei darf aber nicht die Kitſch⸗Konjunktur mit dem echten organiſch Entſtehenden verwech⸗ ſelt werden. Unter Kitſch⸗Konjunktur verſtehen wir nicht nur die zahlloſen induſtriellen Er⸗ zeugniſſe, wie Aſchenbecher, Luftballons und dergleichen mit den Symbolen der national⸗ ſozialiſtiſchen Repolution, ſondern auch die Wir brauchen nur in das Schaufenſter einer Buch⸗ handlung zu blicken, und wir ſind im Bilde!fel. einige Blüten von Geſinnungsakrobatik auf; irgend ein unbedeu⸗ wenngleich wir ſehr wohl Konjunktur auf geiſtigem Gebiet. Sogar die Muſik weiſt Künſte und Tanz kann man dahin zuſammen⸗ faſſen: Alles ſchreit ekſtatiſch in vorderaſiati⸗ ſcher Beſeſſenheit und niederraſſiger Primitivi⸗ Kubismus und Konſtruktivismus bringen? In der Liebe und Ehe gab es nur noch„Partner“, manchmal„trug man ſo⸗ gar Herz“. Alles wurde im Zeichen der ab⸗ ſterbenden Ratio mechaniſtiſch ausgedeutet, wie die Maſchine als ſolche den Menſchen zu be⸗ herrſchen begann. Die Muſik wurde im Gram⸗ mophon mechaniſiert, die Bühne in Kino und mit denen der Landesarbeitsämter decken, tre⸗ ten Landesſtellenleiterinnen. Der Reichskommiſſar übt ſeinen Einfluß auf den Frauenarbeitsdienſt durch einen bevoll⸗ mächtigten Vertreter aus, der zugleich der Trä⸗ ger der Verbindung zum Führer des Deut⸗ ſchen Frauenwerkes iſt. Hierzu iſt Oberregie⸗ rungsrat Dr. von Funke ernannt worden. Es iſt zu hoffen, daß mit dieſer Neuregelung auch der Deutſche Frauenarbeitsdienſt die Ent⸗ wicklung nimmt, die ihm im Rahmen des nationalſozialiſtiſchen neuen Deutſchland ge⸗ bührt. „Volkstum und Heimak“ in der Reichskulturkammer Berlin, 23. Dez. Der Reichsbund„Volks⸗ tum und Heimat“ hat ſich in dieſen Tagen kor⸗ porativ der Reichskulturkammer und den zuſtän⸗ digen Fachkammern für ſeine ſämtlichen Mit⸗ glieder angeſchloſſen. Dem Reichsbund kommt beſondere Bedeutung für die Gemeinſchaft „Kraft durch Freude“ zu. Wie das PöZ⸗Büro meldet, wurde in dieſer Gemeinſchaft ebenfalls ein Amt für„Volkstum und Heimät“ gebildet, deſſen Leiter, Pg. Ha⸗ verbeck, zugleich Leiter des Reichsbundes „Volkstum und Heimat“ iſt. Neue Reichsleitung der Deukſchen Chriſlen Berlin, 23. Dez. Die Reichsleitung der Deutſchen Chriſten iſt mit dem 2. Dezember von Dr. jur. Kinder übernommen worden. Die in die Wege geleiteten Maßnah⸗ men laſſen erkennen, daß eine Umbildung der Glaubensbewegung Deutſche Chriſten vorge⸗ nommen wird. Es ſoll unter Ausſchaltung aller machtpolitiſchen Beſtrebungen in d⸗r Kirche die völlige Schickſalsverbundenheit zwiſchen dem evangeliſchen Volk und dem Nationalſozialis⸗ mus hergeſtellt werden. tendes Erzeugnis, ein Tanz braucht ſich bloß „Deutſcher Himmel“ zu nennen— und ſchon iſt es exiſtenzfähig! Vor fünf Jahren hätte derſelbe Tanz geheißen:„Meine Tante fährt im Hühnerſtall Motorrad“. Oder: In der Lehar⸗Operette Zarewitſch kommt ein Lied vor: „Willſt Du' Willſt Du? Komm und mach mich glücklich!“— Jetzt heißt es an derſelben Stelle: „Frühling, Frühling, und ich bin ſo glücklich.“ In dasſelbe Gebiet gehört es, wenn jetzt alle möglichen„religiöſen“ Gruppen den Schwung der nationalſozialiſiiſchen Revo⸗ lution ausnutzen wollen. Aber als wir zum erſten Mal das Kampflied„Volk an's Ge⸗ wehr“ hörten, ſpürten wir darin den Geiſt der neuen Zeit. Das war das neue Lied für die neuen Menſchen, die da werden. Die Männer ſind nicht mehr die kompli⸗ zierten Grübler von geſtern, die geiſtreichen Analytiker und Theoretiker am grünen Tiſch, ſondern ſie beſinnen ſich auf die Be⸗ grenzung des Intellekts, aber auch auf ihre völkiſchen Bindungen. Sie fühlen ſich mehr und mehr Glied der Gemeinſchaft, ſie werden ſich männlicher Verantwortung bewußt, ſie wiſſen die Tat als Anfang aller Dinge. Sie wollen unter ihrem großen Führer am Aufbau des neuen Reiches mitbauen.— Noch ſchneller faſt be⸗ ginnt ſich die Frau auf ihre große Berufung zurückzubeſinnen. Die Modepuppe ver⸗ ſchwindet, an ihre Stelle tritt das liebens⸗ werte Weib. Man kann dieſes Werden nicht beſchreiben, man muß es erfühlen und ſehen. Die Kunſt wird nur langſam mit dem Heranwachſen einer neuen Generation deut⸗ ſcher Künſtler vorankommen. Ueber den Stil der neuen Kunſt ſind wir nicht im Zwei⸗ War es doch ein Künſtler, der uns ſeit vielen Jahren immer wieder d/s national⸗ ſozialiſtiſche Ethos im Bild übermit⸗ An die Dienſtſtellen der PO! Weihnachtswünſche des Stabsleiters Dr. Ley Berlin, 23. Dez. Der Stabsleiter der oberſten Leitung der PO der NSDaAp, Dr. Robert Ley, erläßt folgende Bekanntma⸗ chung: Die Arbeiten der letzten Wochen und Monate waren gewaltige und verlangten ein Höchſtmaß von Nerven und Kraft⸗ verbrauch. Es ſoll daher, nachdem der Geſchäftabetrieb aller Dienſtſtellen der Partei als auch der des Staates und der Behörden zwiſchen Weihnach⸗ ten und Neujahr auf ein Mindeſtmaß herab⸗ geſetzt wird, den Wünſchen der politiſchen Lei⸗ ter und Angeſtellten der PO auf Ausſpunnung in dieſer Zeit weiteſtgehend entſprochen werden. Ich wünſche allen Dienſtſtellen der PO ein frohes Weihnachtsfeſt und ein glück⸗ liches neues Jahr! Todesſtrafe für den Mörder des Polizeihaupiwachtineiſters Anies Hamburg, 23. Dez.(HB⸗Funk) In dem Prozeß wegen der Ermordung des Po⸗ lizeihauptwachtmeiſter Knies am 3. Dezember 1930 auf dem Großneumarkt in Hamburg wurde am Samstag vormittag von dem Hanſeatiſchen Sondergericht das Urteil verkündet: Der Angeklagte Sander wird wegen Mor⸗ des in Tateinheit mit ſchwerem Aufruhr zum Tode verurteilt. Ihm werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Weiter werden verurteilt wegen ſchweren Auf⸗ ruhrs der Angeklagte Tillmann zu 2½ Jahren Gefängnis und die Angeklagten Dahms, Heuer, Gevekoth, Munt und Rollbuſch zu je zwei Jahren Gefäng⸗ nis. Gegen dieſe Angeklagten mußte die an ſich eingeſetzte hohe Zuchthausſtrafe aufgrund des Amneſtiegefetzes vom 20. Dezember 1932 in Gefängnisſtrafe umgewandelt werden. Das Verfahren gegen den Angeklagten Büttner wird aufgrund des Amneſtiegeſetzes vom 20. Dezember 1932 eingeſtellt. Bei allen acht An⸗ geklagten handelt es ſich um Kommuniſten. Der Mörder des SA⸗Mannes Offinger verübt Selbſtmord Augsburg, 23. Dez.(HB⸗Funk.) Der in der Nacht zum 12. November an dem Sa⸗ Mann Offinger verübte Mord in Mühl⸗ hauſen bei Augsburg iſt geklärt. Als Mör⸗ der wurde der 29 Jahre alte Hilfsarbeiter Karl Paula aus Friedberg ermittelt. Er wurde von ſeinem Arbeitsplatz in der mechaniſchen Spinnerei und Weberei in Augsburg weg ver⸗ haftet. In der Arreſtzelle der Polizeipirek⸗ tion in Augsburg hat ſich Paula durch Er⸗ hängen das Leben genommen. Der Mittäter des Paula iſt ebenfalls verhaftet und befindet ſich im Augsburger Unterſuchungs⸗ gefängnis. Die kommuniſtiſche Gollloſen;enkrale nicht nach Skraßburg verlegt? Paris, 23. Dez. Die vor einiger Zeit ver⸗ breitete Meldung, wonach die kommuniſtiſche Gottloſenzentrale ihren Sitz nach Straßburg verlegt haben ſoll, wird von der Pariſer Mor⸗ genpreſſe dementiert. Auf Grund von Nachfragen an zuſtändiger Stelle konnte feſt⸗ geſtellt werden, daß die in Frage ſtehende Mel⸗ dung nicht auf Tatſache beruhe. telt hat: Der Graphiker Mfiölnir(Hans Schweitzer) iſt aus der Geſchichte der Re⸗ volution nicht mehr hinwegzudenken. In ſchwerer Zeit hat uns ſeine Kraft, ſeine Liebe und ſein Haß immer wieder emporgeriſſen; unſeres unvergeßlichen Dietrich Eckart „Deutſchland erwache“ wurde zur Parole der deutſchen Erhebung; unter den Klängen des „Volk an's Gewehr“ ſtiegen unſere Fah⸗ nen empor. In Baldur von Schirachs und Anackers Dichtungen ſchwang der Rhyth⸗ mus der neuen Zeit. Auch der Künſtler der kommenden Zeit wird uns, volksverbunden und ſchickſalsver⸗ bunden, Kraft in Schönheit geben. Statt wie in jüngſter Zeit ſich in der Froſchperſpektive zu verlieren, wird er in die Ferne ſchauen. In der Architektonik wird ebenfalls nordiſcher Schönheitsſinn zum Ausdruck kommen. So beginnt nach dem Zeitalter des materia⸗ liſtiſchen Chaos ein neues deutſches Leben in Ehre, Liebe und Kraft. Dieſen Lebensſtil, den wir Heroismus nennen, wird nur er⸗ faſſen, wer ihn erfühlt; hier gibt es keine äußerliche Gleichſchaltung, ſondern nur in⸗ nerſtes Erkennen und Bekennen. Zu dem lebensbejahenden neuen Inhalt ohne Halbheit und Kompromiß gehört auch die neue Form, die uns ein verſunkenes lebensmüdes bürgerliches Zeitalter nicht geben kann. Um Einheit von Inhalt und Form zu wahren, werden wir überall da, wo es ſein muß, nach neuen Ausdrucksmitteln ſuchen. Dabei muß härteſte, rückſichtsloſeſte Kritik und Selbſtkritik das nationalſozialiſtiſche Ethos vor jeder Verflachung ſchützen. Das Kommende wird klar und eindeutig ſein, wenn wir unſer ganzes Leben nach des Führers Wort unter dieſes eine Zeichen ſtellen: Deutſch⸗ land, Deutſchland, nichts als Deutſch⸗ land. Wilhelm Greuer. 3. Jahr, ** 3 Ei Karl⸗ Pflaur Weihnach wonach in res Heere erprobte bewährte der Fron badeſchen an der 7 Verbünde Dienſtgra den Dien führen u gen. Dieſ zeiwachtm Die Reg Karl? weſen iſt auf folget 1. Die lichen Be waltungs tragen a) Amtsbezi lingen, Lahr, Wi ——— — 7 Auto: K. Ar Emil-He Sefin rentabl. —4⸗Ji zu kauf Angebot pedition —H— 20% A keine Be 6503K a Lehu gutgeher Mhms., 1200.— unter N mit Rei Baubero zierung Jühr& Te Sprechzeit lusgabe ——— O1 rs ter der IP, Dr. ntma⸗ Monate ſen ein Kraft⸗ abetrieb der des zeihnach⸗ z herab⸗ hen Lei⸗ hunnung werden. PoO ein glück⸗ des inies In dem es Po⸗ 3 am 3. markt in ttag von hyt das Mor⸗ ufruhr en die enszeit ren Auf⸗ zu 2% geklagten Munt Gefäng⸗ die an zufgrund ber 1932 en. Das Büttner vom 20. acht An⸗ mniſten. nes rd .) Der ſem SA⸗ 1 Mühl⸗ lls Mör⸗ iter Karl r wurde haniſchen eg ver⸗ izeidirek⸗ rch Er⸗ n. Der iftet und uchungs⸗ nkrale egi? Zeit ver⸗ uniſtiſche ißburg ſer Mor⸗ ind von inte feſt⸗ ide Mel⸗ waeracaen, (Hans der Re⸗ en. In ne Liebe geriſſen; Eckart role der igen des ere Fah⸗ chs und Rhyth⸗ den Zeit ckſalsver⸗ itatt wie ektive zu uen. In ordiſcher 1 materia⸗ Leben in nſtil, nur er⸗ es keine iur in⸗ ., Zu lt ohne die neue nsmüdes t geben Form zu es ſein itteln htsloſeſte ialiſtiſche n. Das in, wenn Führers Deutſch⸗ eutſch⸗ e Uuer. 44 7 3. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ Weihnachts⸗Ausgabe 3. — Eine Auszeichnung der Frontkämpfer in der 2 badiſchen Polizei Karlsruhe. Der badiſche Innenminiſter Pflaumer hat anläßlich des bevorſtehenden Weihnachtsfeſtes eine—— erlaſſen, wonach im Hinblick auf die großen Taten unſe⸗ res Heeres und in Erinnerung an die vielſach erprobte und unter ſchwierigſten Verhältniſſen bewährte Hingabe und treue Pflichterfüllung der Frontkämpfer denjenigen Angehörigen des bad'ſchen Sicherheitsdienſtes, die im Weltkrieg an der Front für das Deutſche Reich oder ſeine Verbündeten gekämpft haben, und die den Dienſtgrad eines Polizeiwachtmeiſters bekleiden, den Dienſtgrad eines Polizeihauptwachtmeiſters führen und die entſprechenden Abzeichen tra⸗ gen. Dieſe Auszeichnung iſt 220 badiſchen Poli⸗ zeiwachtmeiſtern zuteil geworden. Die Regelung des amtlichen Verkündigungs⸗ weſens in Baden Karlsruhe. Das amtliche Verkündigungs⸗ weſen iſt mit Wirkung vom 1. Januar 1934 an auf folgender Grundlage neu geregelt worden: 1. Die für die Amtsbezirke beſtimmten amt⸗ lichen Bekanntmachungen der ſtaatlichen Ver⸗ waltungsbehörden werden gegen Entgelt über⸗ tragen a) dem Verlag des„Führer“ für die Amtsbezirke Karlsruhe, Bruchſal, Bretten, Ett⸗ lingen, Raſtatt, Oberkirch, Kehl, Offenburg, Lahr, Wolfach, Sinsheim und Bühl; b) dem Verlag des„Hakenkreuzbanner“⸗Mannheim für die Amtsbezirke Mannheim und Weinheim; c) dem Verlag des„Alemannen“⸗Freiburg für die Amtbezirke Freiburg, Emmendingen, Wald⸗ kirch, Neuſtadt, Staufen, Schopfheim, Müllheim, Lörrach, Säckingen und Waldshut; d) dem Ver⸗ lag der„Bodenſeerundſchau“-Konſtanz für die Amtsbezirke Konſtanz, Ueberlingen, Meßkirch, Pfullendorf, Stockach und Engen; e) dem Ver⸗ lag der„Volksgemeinſchaft“⸗Heidelberg für die Amtsbezirke Heidelberg, Mosbach, Buchen, Tauberbiſchofsheim, Wertheim, Adelsheim und Wiesloch; i) dem Verlag„Schwarzwälder Tag⸗ blatt“⸗Furtwangen für die Amtsbezirke Donau⸗ eſchingen und Villingen; g) dem Verlag des „Pforzheimer Anzeiger“⸗Pforzheim für den Amtsbezirk Pforzheim. 2. Den übrigen im Amtsbezirk erſcheinenden Tageszeitungen werden die amtlichen Bekannt⸗ machungen zu koſtenloſem Abdruck überlaſſen. Das Ladenburger Skandesamt wird zurzeit ſo ſtark frequentiert, daß ſich ſchon ein gewiſſer Raummangel empfindlſich fühlbar macht. Vorerſt handelt es ſich dabei allerdings nur um einen Mangel an Raum zum Aushängen der Eheaufgebote. Das „Käſcht!“ iſt den augenblicklichen Anforderungen nicht mehr. ſen. Kein Wunder auch, ſind doch im Jahre 1933 jetzt ſchon Aof als doppelt ſo viel Ehen hier geſchloſſen bzw. aufgeboten wor⸗ den, als im vergangenen Jahre, und davon ein recht erklecklicher Teil gerade in den letzten Wochen und Monaten. Ein ſchöner Beweis für die Bereitwilligkeit zum Wiederaufbau un⸗ ſeres Volkes. Um dem Raummangel abzuhel⸗ fen, hat man ſich entſchloſſen, einen zweiten neben dem erſten anbringen zu laſſen. Man wird alſo künftig nicht mehr vom„Käſchtl“ reden können, man wird aber auch nicht ſagen können; Die und Der hängen in den„zwee Käſchtlin“, weil ſie ja doch nur in einem hängen können. Aber machen wir uns darüber nur mal keine Sorgen, der alle⸗ zeit zu Ulk und Satire aufgelegte Ladenburger, „Volksmund“ hat ſchon jetzt, alſo ſchon bevor der zweite Kaſten hängt, ein⸗ treffende und treffliche Einheits⸗Bezeichnung für die küf⸗ tige Einrichtung geprägt. Er nennt ſie aber nicht, wie man anderwärts vielleicht ſagen würde,„Kaſtenzwilling“, ſondern ſo echt laden⸗ burgeriſch—„zZwillings⸗Käſchtl“! Das kann aber dann recht werden, wenn ſich künftig das dreiwöchige„im Zwillings⸗Käſchtl⸗Hän⸗ den neugebackenen Ehepaaren aus⸗ irkt! Die Wekterlage Frankfurt a.., 22. Dez. Nach einer an⸗ fänglichen Froſtverſchärfung zum vergangenen Wochenende konnte ſich im Laufe dieſer Woche in zunehmendem Maße eine mildere Weſtſtrö⸗ zu verbreiteten Niederſchlägen, die vornehmlich in den Niederungen überwiegend aus Regen beſtanden. In den Gebirgen kam es dagegen vorwiegend zu Schneefällen, die vor allem im Alpengebiet ſtarte Ausmaße annahmen und eine weſentliche Erhöhung der Schneedecke brachten, während die übrigen Gebirge in geringerem Maße bedacht wurden. Die nach dem Mittel⸗ meergebiet abgewandertenKaltluftmaſſen machen ſich aber dort auch heute noch in der unange⸗ nehmſten Weiſe bemerkbar. Ueber Oſteuropa hat in den letzten Tagen ein neuer Kälteeinbruch erhebliche Froſtverſchärfung gebracht, die ſich auch in Oſtpreußen noch auswirkt. Inzwiſchen hat ſich vom Atlantitk her die Wirbeltätigkeit noch erheblich verſchärft, kann aber den über England bereits eingetretenen Zuſtrom milder tropiſcher Luft durch ein kräftiges Hochdruck⸗ gebiet, das mit ſeinem Kern über Frankreich liegt, nicht ohne weiteres nach dem Kontinent überleiten. Vielmehr wird das Hochdruckgebiet ſeinen Einfluß noch etwas ſtärker auf Deutſch⸗ land übertragen, ſo daß in den nächſten Tagen häufige Aufheiterung mit nächtlichen Strah⸗ lungsfröſten die Folge ſein wird. Dieſe Fröſte werden im allgemeinen leicht bis mäßig bleiben und nur über verſchneiten Gehieten größere Ausmaße annehmen können. Irgendwie nen⸗ nenswerte Niederſchlagstätiokeit iſt vorerſt kaum noch wahrſcheinlich. Für ſpäterhinaus kann wie⸗ der mit verſtärktem Uebergreifen der Weſtſtrö⸗ mung und neuem Temperaturanſtieg gerechnet werden. Die Ausſichten für Sonntag: Vielfach neblig und meiſt hewölkt vereinzelte leichte Nieder⸗ Gefrierpunkt mung in Deutſchland durchſetzen. Sie ließ nicht nur die Temperaturen meiſt bis etwas über den anſteigen, ſondern gab infolge ihres größeren Feuchtigkeitsgehaltes auch Anlaß ſchläge, in den Niederungen Regen. und weſtliche Winde. ... und für Montag: Vielfach neblig und meiſt bewölkt, zeitweiſe Niederſchlag, tagsüber noch etwas milder. Südliche Autorisierte Verkaufsstellen für Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Umgebung H. Arnold, Goliathvertretung, Mannkeim K. H. Mayer, Linsenhoigarage, Mannheim 3 Emil-Heckelstr 5 und Neckarauerstr. 245— Telefon 333 26 Meerfeldstraße—11— Tele der neue HAnSA 400 Ein Meisterstück deuscher Werksarbeit Hochelegant ausgestattete Viersitzer-Limousine mit Vollschwing- achsen, Heckmotor ete., kompleit für nur RM. 1650.- ab Werk Ueberirifft alle ErwWarfungen on 321 66 Selbſtinſerent ſucht bei entſprech. Anzahl. kentabl Wohnhaus mit—3⸗ oder -4⸗Zimmer⸗Wohnungen zu kaufen. Vermittler verbeten. Angebote unter Nr. 9150 K an die Ex⸗ pedition dieſes Blattes. 20% Auszahlung, niedr. 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Unerwartet, nach kurzer Kranlcheit, verschied heute frün unsere liebe Scho ester, Schwägerin und men Ellsubetnn oherhoker Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet am Miitwoch, 27. Dez., 24178K Schwetzingen u. Umgebung „Kronprinzen“ Oftersheim abends ab 7 Uhr Monkag(I. Weihnachtsfeiertag) ab am Diensteg(2. Welnnachtsfelertog) 5 öffentlicher ranz wozu freundl. einladet Heinr. Ruettinger. 7 Uhr Konzert Renovierte Danksagung geliebten Gatten, unseres guten Vaters Wagnermeister Adam Ewald Edingen, den 20. Dezember 1933. 12062• und Kinder Allen, die uns beim Heimgange meines Teilnahme u d Liebe etwiesen, herzlichen Dank. Frau Kätchen Ewa d WW. IImna-waanuna mit Zubehör, part., ſof. zu vermieten. Off. u. Nr. 10 620 K Schwe. an die Ge⸗ ſchäftsſtelle des„HB.“ Schwetzingen. Von heute bis Fastnacht täglich im Anstich echtes Salvator dahnhol-Hotel. falken' ohwe. 10718K— Möbliert. 123immer mit Küchenbenützung von Ehepaar geſucht. Ang. erb. u. 10 704 K Schwe. an die Geſch. 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Eine Straße in ihrer vollen Breite mit Salz zu beſtreuen, würde einen untrag⸗ baren Koſtenaufwand verurſachen. Außerdem würden die großen Mengen Schmelzwaſſer we⸗ gen des Salzgehaltes ſowohl den Schuhſohlen der Fußgänger wie den Autoreifen ſchaden. Völlig neue Verſuche, die Straßen eisfrei zu halten, ſind durch Einbringung von Tauſalz in die Straßendecke gemacht worden. Bei einem Straßenbau im Taunus hat man dem als Baumaterial verwandten Teer Nivoſalz beige⸗ fügt. Dieſer Zuſatz bewirkte, daß ſich bei Froſt die Eisſchicht von der Straßendecke blattartig ablöſte und mit Leichtigkeit fortgeſchoben wer⸗ den konnte. Vor der zweiten Teerung wurde das Tauſalz in einer dünnen Schicht(700 Gramm je Quadratmeter) auf die trockene Straßendecke ausgeſtreut, dann mit heißem Teer überſpritzt und mit Split eingewalzt. Weitere Verſuche, die die IG Farben augenblicklich mit Nivoſalz⸗Zuſatz auf vereiſten und verſchneiten Straßen anſtellt, hat gezeigt. daß Wege bei Temperaturen von 11 Grad Kälte in wenigen Stunden von einer 2 bis 6 Zentimeter hohen Schneedecke befreit wurden. Kurvenſcheinwerfer Immer ſtärker wird das Auto zum Fernver⸗ kehrsmittel, damit wächſt mehr und mehr die Bedeutung der blendungsfreien Beleuchtung und insbeſondere die des Kurvenlichts. Es gibt zwar bereits eine ganze Anzahl von Abblend⸗ ſyſtemen und Kurvenſcheinwerfern, die aber entweder zu kompliziert oder zu teuer ſind. Eine Kurvenbe“ ichtung muß praktiſch u. einfach zu bedienen ſein— am erwünſchteſ'en iſt natürlich ein vollautomatiſches Arbeiten— ſie muß billig ſein und ſich durch möglichſt lange Lebensdauer auszeichnen. Es gibt Kurvenſcheinwerfer, die durch den Einſchlag der Vorderräder geſteuert werden, feſtſtehende Lampen, die mit Seiten⸗ ſteuerung arbeiten und ſolche, die wie Sucher mit der Hand bedient werden. Vei dem ſoge⸗ nannten„Autolichtlenker“(Siemens⸗Schuckert) wird die Drehung des Lenckſtockes über ein Zwiſchengetriebe, ein biegſame Welle und zwei für jede Lampe verſchiedene Steuerungen auf die Scheinwerfer übertragen. Dadurch, daß ſich die beiden Scheinwerfer nicht in demſelben Winkel drehen, ſondern der im Kurveninneren befindliche Scheinwerfer eine ſtärkere Drehung vollführt, eilt das Licht dem Radeinſchlag vor⸗ aus und beleuchtet die Fahrbahn in der Krümmung auf eine weite Strecke. Die Currus⸗A.⸗G. bringt den„Pilot“ auf den Markt, der weſentlich einfacher orbeitet. Hier handelt es ſich nämlich nur um einen einzigen Scheinwerfer, der unterhalb der feſten Beleuch⸗ tung angebracht wird. Das Kurvenlicht wird ebenfalls durch die Steuerung bewegt. Durch eine Ueberſetzung erhält es einen größeren Aus⸗ ſchlag als die Vorderräder. Vor dem„Auto⸗ lichtlenker“ hat der„Pilot“ den Vorteil, daß er unabhängig von den Hauprſcheinwerfern arbei⸗ tet. So bleibt auch die geradeaus liegende Fahr⸗ bahn beleuchtet. Andere Konſtruktionen, die ſich mit dem feſt⸗ ſtehenden Scheinwerfer begnügen, beruhen auf dem Prinzip möglichſt weitgehender Seiten⸗ ſteuerung, die jedoch erſt beim Abblenden in Tätigkeit tritt. Ein Schein.verfer dieſer Art wird jetzt von Zeiß herausgegeben. Hier ſchiebt ſich auf elektriſ h⸗magnetiſchem Wege beim Abblenden ein prismatiſch geſtufter gelber Glaszylinder über den unverſpiegelten Teil der Glühlampe, der das Licht breiter ſtreut und nach der Fahrbahn zu neigt. Natürlich darf man an die;eſtſtehenden Scheinwerfer nicht die gleichen Anſprüche ſtellen wie an die lenkbaren. Nur dann kann man mit größerer Kurvenſicherheit rechnen, wenn die Scheinwerfer vollautomatiſch, alſo unabhängig von menſchlicher Ueberlegung, ar⸗ beiten. Neues techniſches Spielzeug Das Hauptmerkmal unſeres heutigen Spiel⸗ zeuges iſt ſeine immer ſtärker werdende Tech⸗ niſierung. Zum Teil iſt es ſogar übertechni⸗ ſiert und ſo kompliziert, daß es kaum noch dem Auffaſſungsvermögen des Durchſchnittskindes entſpricht. Die Geduld⸗ und Aufgabenſpiele früherer Zeiten verſchwinden mehr und mehr und die Metallbaukäſten mit vielen Einzelteilen herrſchen vor. Nur für ganz kleine Kinder gibt es noch Spielzeugbaukäſten der einfachen Art, die an die alten Formen des„Anker“⸗Steinbau⸗ kaſten erinnern. Bei dieſen einfachſten Figuren⸗ Baukäſten mit farbigen Vorlagen, Stäbchen und bunten Klötzchen wird weniger Wert auf die technich richtige Nachbildung jeder Einzelheit elegt als auf das Grundſätzliche der Form. Das ſpielende Kind wird ſo angeregt, das Weſentliche einer Maſchine oder einer Figur zu erkennen. Ein beſonders geiſtreich erdachtes Spiel iſt das Magnet⸗Bauſpiel. Auf ſtark mag⸗ netiſche Bauflächen können eckige, kreisförmige oder kugelrunde Bauteile nicht nur aufgelegt, ſondern auch hängend oder ſchrägſtehend anein⸗ ander gelegt werden. Für Mädchen gedacht iſt ein neuartiger Bau⸗ kaſten, der mit Stahl und Wolle arbeitet und den Mädchen, die heute der Technik nicht mehr ſo fremd gegenüber ſtehen wie früher, die Mög⸗ lichkeit gibt, ihre Phantaſie im Bauen zu üben, ohne daß dabei ihre weiblichen Fähigkeiten zu lurz kommen. Neben den einfachen Teilen der bekannten Stahlbaukäſten für Jungen. wie ſchie⸗ nenplatten⸗ und ſtabartigen Teile, Schrauben, .“„„ el. finden die Mädchen in die⸗ ſem K Wolle von verſchiedenen Farben, mit der ſie vie Stahlbaukonſtruktionen beflech⸗ ten und dadurch Puppenwiegen und kleine Liegeſtühle für die Puppenſtube zuſommen⸗ baſteln können. Die elektriſchen Baukäſten, unter denen es ſchon ganz billige gibt, geſtatten, daß man zahl⸗ loſe kleine Modelle bauen kann, die an Taſchen⸗ lampenbatterien angeſchloſſen werden und auf dieſe Weiſe richtig arbeiten, klingeln oder lau⸗ fen. Mit Hilfe größerer Elektrobaukäſten können ältere Jungen nach experimentieren. Mit ein paar Taſchenlampenbatterien laſſen ſich alle Wirkungen des elektriſchen Stromes und der elektromagnetiſchen Kraft durchführen. Es gibt ferner Optik⸗Baukäſten, die den Selbſtbau von Mikroſkvpen, Fernrohren und Projektions⸗ apparaten erlauben, und Chemie⸗Baukäſten, bei denen jede Vergiftungs⸗ und Exploſionsgefahr ausgeſchloſſen iſt. Größere mechaniſche Fertigkeiten verlangt ein Baukaſten, bei dem die einzelnen Teile nur unvollſtändig vorhanden ſind und mit Hilfe einer beſonderen Stahlbauzange und von auf⸗ gerolltem Stahlband ſelbſt zu Ende hergeſtellt werden müſſen. Daß auf dem Gebiete des Eiſenbahnbaues auch das immer mehr vervollkomm⸗ net wird, iſt woh ſelbſtverſtändlich. So gibt es hier kleine„Fliegende Hamburger“ und Groß⸗Güterwagen genau ſo wie Sonderwagen für den Transport von Zirkuswagen oder von Skiern. Ganz beſonders eigenartig iſt ein Baukaſten, mit dem menſchliche Figuren gebaut werden können. Platten⸗ und ſtäbchenartige Einzel⸗ teile, Schraub⸗ und Kugelgelenke und beſon⸗ dere Teile für die Köpfe und Hände ſtehen zur Verfügung. Die entſtehenden Figuren ſind originell und grotesk und wirken wegen ihrer großen Gelenkigkeit ſehr lebendig. Hier ſind zwei bedeutſame Grundformen des Spielzeugs, Baukaſten und Puppe, miteinander vereinig!. Ein zweiſtöckiger Eiſenbahnwagen Das zweiſtöckige Fahrzeug hat bereits im Straßenverkehr als Autobus oder Straßenbahn Eingang gefunden, um auf einer möglichſt kleinen Fläche eine Höchſtzahl von Perſonen zu befördern. Dieſe Bauart hat man in Paris jetzt auch für Eiſenbahnzüge des Vorortverkehrs angewandt, und zwar für Perſonenwagen erſter, zweiter und dritter Klaſſe. Während ein einſtöckiger Zug aus acht Wagen, 1524 Fahr⸗ gäſte faßt, nimmt ein gleichlanger zweiſtöckiger Zug 2060 Reiſende auf. Die 23 Meter langen Drehgeſtellwagen ſind zwiſchen den Drehge⸗ ſtellen zweiſtöckig ausgebaut. Je eine kurze Treppe führt von dem Einſteig⸗Vorraum nach oben oder nach unten in die Abteile, deren freie Höhe.9 Meter beträgt. Ein Ganzmetallwagen wiegt nur etwa ſoviel wie ein deutſcher D⸗Wa⸗ gen, nämlich 47 Tonnen. Der Ein⸗ und Aus⸗ ſtieg iſt ſo angelegt, daß der Aufenthalt des Zu⸗ ges auf der Station nicht mehr Zeit in Anſpruch nimmt als bei einſtöckigen Bahnen. Bei der Anordnung von Beleuchtung, Lüftung und Bremsvorrichtungen waren beſondere techniſche Löſungen nötig. Mercedes-Benz bringt einen neuen Wagen auf den Markt Typ 130, der kleine Volkswagen In einem Augenblick, wo es gilt, die Motori⸗ ſierung Deutſchlands mit allen Mitteln zu fördern, hat die Daimler⸗Benz.⸗G. eingedenk ihrer Tradition als älteſte Automobilfabrik der Welt, einen neuen Wagen geſchaffen:„Typ 130, ein beſonders preiswertes, für weiteſte Volks⸗ kreiſe beſtimmtes Qualitäts⸗Gebrauchsfahrzeug! In erſter Linie kam es darauf an, trotz denk⸗ bar mäßigen Anſchaffungs⸗ und Unterhaltungs⸗ koſten von der weltbetannten Qualität aller bis⸗ herigen Mercedes⸗Benz⸗Modelle nicht abzuwei⸗ chen, im Gegenteil, die Führerſchaft im Fort⸗ ſchritt aufs neue zu beweiſen. Zwangsläufig mußte alſo ein von Grund auf neuer Kon⸗ ſtruktionsweg beſchritten werden, wollte man nicht den Markt um einen weiteren Kleinwagen bereichern, deſſen niedriger Preis doch gewöhn⸗ lich nur auf Koſten der Leiſtungsfähigkeit und Zuverläſſigkeit ertkauft wird. So entſtand nach härteſter Prüfung der wirtſchaftliche, zuverläſ⸗ ſige und leiſtungsſtarke Schwingachstyp 130. Die umwälzende Neuerung, daß der Motor nach hinten verlegt wurde, wo er ſchon bei den erſten Daimler⸗ und Benz⸗Wagen ſeinen Platz hatte, hatte allein ſchon vier weſentliche Vor⸗ teile im Gefolge: 1. Wurde das Fahrzeug ſo geräumig, wie man es bisher in dieſer Stärteklaſſe für unmög⸗ lich hielt; 2. wurde der ganze Platz für die Fahrgäſte zwiſchen die Achſen gelegt und da⸗ durch der Fahrkomfort außerdentlich geſteigert; 3. bilden Motor, Kupplung, Getriebe und Dif⸗ ferential ein einziges, leicht zugängliches Aggre⸗ gat, das in einer Gabel am Ende des Rohr⸗ chaſſis gelagert iſt und durch den Wegfall des bisher üblichen techniſchen Aufwandes eine er⸗ hebliche Gewichtserleichterung und damit Lei⸗ ſtungserhöhung bewirkt; 4. ſind auch die gering⸗ ſten Störungen der Inſaſſen durch Wärme, Ge⸗ ruch oder Geräuſch gänzlich ausgeſchloſſen, ja zur gleichmäßigen Temperierung des Wagens im Winter und Sommer wurde noch eine Zen⸗ tralheizung eingebaut, die das Letzte an An⸗ nehmlichteit dem Typ 130 ſchenkt! Alle dieſe Vorzüge bewirken im Zuſammenhang mit der tiefen Schwerpunktlage, der breiten Spurweite, der direkten Lenkung und den doppelten Schwingachſen einen Fahrkomfort, beſonders eine Straßenlage bei allen Geſchwindigkeiten, die geradezu verblüfſen. Der Vierzylinder⸗Reihenmotor iſt zur Min⸗ derung der Vibrationsübertragungen viermal in Gummi gelagert. Das halbautomatiſch zu ſchaltende Schnell⸗, Spar⸗ und Schongangge⸗ triebe bewirkt nicht nur eine Schonung aller rotierenden Teile, indem es die Drehzahlen herabſetzt, ſondern auch eine ganz erhebliche Brennſtofferſparnis, ohne die Höchſtgeſchwindig⸗ keiten zu verringern. Alle vier Räder ſind durch die Schwingachſen in der Lage, eine voneinan⸗ der unabhängige Stellung einzunehmen und ſich allen Bodenunebenheiten anzuſchmiegen. Sanft, aber unwiderſtehlich wirkt die Oeldruckbremſe. Nicht zu vergeſſen die Zentralſchmierung: ein Druck und ſämtliche Stellen des Wagens wer⸗ den mit dem nötigen Quantum an Schmier⸗ öl verſorgt. Vorbildlich wie in bezug auf die Fahreigen⸗ ſchaften iſt der Wagen auch in der Ausſtattung: weltberühmte Sindelfinger Karoſſeriearbeit ſteckt in allen Teilen, von der Polſterung bis zum Armaturenbrett. Ungewöhnlich breite Fenſter gewähren beſte Sicht, außerordentlich bequem ſind die Plätze für vier Perſonen. Reich iſt die ſonſtige Ausſtattung: Kurbelfenſter, Rückblick⸗ ſpiegel, Leſelampe am Führerſitz, Armlehnen bei den Rückſitzen, Zigarrenanzünder, Aſchenbecher, Starthelf für rauhſte Kälte. Trotzdem der Motor im Heck ruht, ſind Ganghebel un⸗ Handbremſe wie üblich angebracht und bequem ſind neben dem Führerſitz auf einer Bodenkonſole angeord⸗ net: Sicherungskäſtchen, Abblendungsknopf, An⸗ laßknopf und Starthelf. Fahreigenſchaften, Leiſtungsfähigkeit, Komfort und Schönheit, was man auch zu beurteilen ge⸗ neigt iſt, hier wurde ein Wagen geſchafſfen, der von ſeinem erſten Augenblick an Freude becci⸗ tet, weil er Qualität in jeder Hinſicht ver⸗ körpert. Der neue Volkswagen Iyp 130 Oben: Chassis mit Heckmotor. Der amerikaniſche Gelehrte Dr. van de Graf, South⸗Darmouth(Maſſ.) benutzt die oben ab⸗ gebildeten Kondenſatoren für ſeine Verſuche auf dem Gebiete der Atomzertrümmerung. Die Elek⸗ troden ſind 8 Meter hoch und haben einen Durchmeſſer von 2 Meter. Die Entladungs⸗ ſpannung beträgt 7 Millionen Volt. Das erfrorene Auto Alljährlich im Winter iſts dasſelbe: Die Ge⸗ richte müſſen ſich mit Klagen von Kraftfahr⸗ zeugbeſitzern beſchäftigen, die den Vermieter Ihrer Garage dafür haftbar machen, daß ihr Auto in der Garage„erfroren“, daß der Küh⸗ ler geplatzt oder gar der Zylinderblock geriſſen iſt. Das ſind recht koſtſpielige Reparaturen, die um ſo unangenehmer ſind, als ſie meiſt von der Kaskoverſicherung nicht erfaßt werden, der Kraftfahrzeugbeſitzer alſo in die eigene Taſche greifen muß— wenn er nicht den Garagenver⸗ mieter dafür haftbar machen kana. Gewöhnlich wird ein Mietvertrag ſo abge⸗ ſchloſſen, daß die Heizung inbegriffen iſt, oder daß dafür ein beſonderer Betrag zu zahlen iſt. In ſolchem Falle iſt der Garagenvermieter ohne jeden Zweiſel haftbar, wenn Froſtſchaden an dem eingeſtellten Kraftſahrzeug entſteht. Cr iſt verpflichtet, für genügende und vor allem recht⸗ zeitige Beheizung zu ſorgen, kann ſich auch nicht damit entſchuldigen, daß der Froſt ganz unver⸗ mutet eingetreten ſei, auch nicht damit, daß die Heizung verſagt habe. Er muß alles Erdenk⸗ liche tun, um die Beheizung der Garage zu ermög⸗ lichen, gegebenenfalls mit einer Notbeheizung. Und wenn das alles nicht möglich, dann hat er den Garagenmieter auf das Ausfallen der Hei⸗ zung aufmerkſam zu machen, damit dieſer ſeine Maßnahme treffen kann. Ja, wenn der Mieter nicht erreichbar iſt, muß der Vermieter dafür Sorge tragen, daß durch zuverläſſige, ſachkun⸗ dige Leute das Kraftfahrzeug in eine andere Garage gebracht oder durch Ablaſſen des Waſ⸗ ſers vor Froſtſchaden bewahrt wird. Der Kraftfahrzeugbeſitzer kann ſich alſo faſt ſtets in ſolchem Falle an den Garagenvermie⸗ ter halten. Ob von dem allerdings etwas zu holen iſt, das iſt eine zweite Frage. K. K. Schreibkrampĩ und Seelenleben Es iſt kein bloßer Zufall daß der Schreib⸗ krampf beſonders häufig pſychopathiſch veran⸗ lagte, empfindliche Menſchen heimſucht, denn der Schreibkrampf geht eiwa nicht nur auf die rein äußerlichen Urſachen einer Ueberan⸗ ſtrengung zurück, dieKrampferſcheinungen ſind in hohem Grade auch eine ſeeliſche Folge. Faſt immer treten durch ungünſtige Veränderungen des Gemütslebens auch Verſchlimmerungen der Krampferſcheinungen ein. Perſonen, die oft unter den verhängnisvollen Einflüſſen einer böſen Autoſuggeſtion zu leiden haben, werden die unangenehme Erfahrung machen, daß dieſe Einflüſſe nicht unweſentlich auch zur Ver⸗ ſchlimmerung der Muskelſtörungen beitragen. Dieſe Einflüſſe gehen ſo weit, daß oft ſchon die bloße Furcht, beim Schreiben von fremden Menſchen beobachtet zu werden, genügt, um er⸗ höhte Auswirkungen der krampfartigen Zuk⸗ kungen zu bewirken. Man hat es hier etwa mit ähnlichen Erſcheinungen zu tun, wie ſie den Stotterer beim Sprechen behindern. Es ergibt ſich hieraus daß die Behebung der ſeeliſchen Einflüſſe für die Beſeitigung der nervöſen Muskelzuckungen von größter Bedeutung bleibt. Da oft eine weitgreifende ſeeliſche Erkrankun mit im Spiele iſt, gehört viel Geduld und vie ſyſtematiſche Arbeit dazu, bis eine einiger⸗ maßen befriedigende Heilung erreicht iſt. Oft kann ein Jahr oder gar noch mehr vergehen, bis ſich eine ausreichende Beſſerung feſtſtellen läßt. Der Patient muß ſich nach und nach da⸗ hin erziehen lernen, durch eine ſtändig vertiefte Konzentration den ſeeliſchen Beeinträchtigun⸗ gen entgegenzuwirken und allmählich wieder das Gleichgewicht herzuſtellen. Es handelt ſich alſo im Weſentlichen um eine Gedankengeſun⸗ dung. Als Zuſatzverfahren kommen vor allem Maßnahmen zur Beſſerung des Allgemeinzu⸗ ſtandes in Betracht. Dabei dürfen insbeſondere Maſſage, Bäder, gymnaſtiſche Uebungen uſw. nicht vergeſſen werden. Auch regelmäßige aus⸗ Ser Spaziergänge ſind ein vortreffliches Mittel zur Wiederherſtellung eines geordneten Gedankenlebens und zur Hebung des allgemei⸗ nen körperlichen Zuſtandes. Hoch- .K. Aut Telephe Hei Eht 10¹ Kunstste Frledrich Kunst- ur lübernimn Franz Tele je Gra f„ oben ab⸗ rſuche auf Die Elek⸗ hen einen ttladungs⸗ Volt. to : Die Ge⸗ Kraftfahr⸗ Vermieter „ daß ihr der Küh⸗ ick geriſſen ituren, die iſt von der rden, der ꝛne Taſche aragenver⸗ ſo abge⸗ n iſt, oder zahlen iſt. rieter ohne chaden an eht. Er iſt llem recht⸗ auch nicht anz unver⸗ it, daß die s Erdenk⸗ e zu ermög⸗ tbeheizung. ann hat er nn der Hei⸗ dieſer ſeine der Mieter ijeter dafür e, ſachkun⸗ ine andere des Waſ⸗ h alſo faſt genvermie⸗ etwas zu K. K. enleben er Schreib⸗ ziſch veran⸗ ſucht, denn nur auf die Ueberan⸗ ungen ſind Folge. Faſt änderungen mmerungen nen, die oft üſſen einer zen, werden i, daß dieſe zur Ver⸗ beitragen. ft ſchon die in fremden ügt, um er⸗ rtigen Zuk⸗ er etwa mit wie ſie den . Es ergibt er ſeeliſchen r nervöſen tung bleibt. Erkrankun ild und vie ne einiger⸗ cht iſt. Oft zr vergehen, ig feſtſtellen nd nach da⸗ dig vertiefte nträchtigun⸗ zlich wieder handelt ſich ankengeſun⸗ n vor allem lllgemeinzu⸗ nsbeſondere ungen uſw. näßige aus⸗ ortreffliches geordneten es allgemei⸗ 3. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ Sonntag⸗Ausgabe Mellitelten Baut mit den Mitgnedem vom Bund Deutscher Architekten B. D. A. Kampfhund Deutscher Architekten und ingenieure K. D..l. 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Bekanntmachungen der Stadt Mannheim Das Volksbad Friedrichsfeld iſt geöffnet: für Frauen am 29. Dez. 1933, von 14 bis 20 Uhr; für Männer am 30. Dez., von 14—20 Uhr.(6817 K Maſchinenamt. Die Pfänder vom Monat Juni 1933, und zwar:(6820 K) Gruppe 4 Nr. 6 552 bis 9788 Gruppe B Nr. 37 715 bis 41 616 Gruppe C Nr. 27 988 bis 32 293 müſſen bis ſpäteſtens Ende Dezember 1933 ausgelöſt werden, andernfalls ſie Anfang Janmar 1934 verſteigert werden. Städt. Leihamt. Versteigerungen Oeffentliche Verſteigerung gemäüß 8 410 HG. Donnerstag. 28. Dez., vorm. 10 Uhr, delangen in unferer Hälle 1, Güterhallen⸗ ſtraße 19, auf Grund unferes Lagerpfand⸗ rechts, gegen Barzahlung zur Verſteigerung 1 Küche, 7 3323 Tiſche, 2 Waſchlom⸗ modey, 1 Schrank, 17 5 ierto 18 Bamhusrohr, faſt neu, B cher, K der, nn 113 reifen, gebraucht, u. a. m. 8 K F. 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Was ſte In eine ſteller in d Regiſſeurs ſeine Bed halt oder krampfung höchſtens verſchleude glaubt, du gar nicht 1 den Weg ten und h. zündende Gehalt vo aber auch rüge, etw Verblüffer hkeiel ellſchaft ver⸗ (6715 f e 22 evtl. feſtem önlichkeiten, Einkommen 262“ durch „ erbeten. schakt antſatoriſch⸗ feſten Be⸗ 315 an Alsg gart. ——————— ——— t⸗ en Verlag. ge Kohlen ⸗ per 1. Jan. beſtens ein⸗ Offert. unt. „ Bl. ſ ler, C 2, 12 Se r beſtehend. ien, ſolide ing geſucht. icht abſolut ſonſt ange⸗ Wirkungs⸗ 74“ an den meree tiſſen und Stelle als eE tShalt, im indenhilfe xp. ds. Bl. bote unter d. Bl. das ſich im ). Fleiſch⸗ u. en ausbild. icht Stelle llafg rei bis zum Januar 34. Nr. 11 356“ xp. ds. Bl. eſt aftsausein · Vergleiche lt:(6805 K tdeutſchen ., Karl 5. 8.— geſucht. unbd Ge⸗ Mannheim itgem. Ver⸗ eſucht. Eil⸗ Exp. d. Bl. Die Arbeitsloſen feiern Weihnachlen Der„Erteka“, Verein für hilfsbereiten Zu⸗ ſammenſchluß erwerbsloſer techniſcher und kauf⸗ männiſcher Angeſtellter in Mannheim, D 1, 2, hatte ſeine Mitglieder zu einer Weihnachtsfeier in die Bäckerinnung eingeladen. Wenn man be⸗ denkt, daß dieſer Verein eine Sonderſtellung in⸗ ſofern einnimmt, als ſeine Mitglieder durchweg arbeitslos, zum Teil ſogar Fürſorgeempfänger ind, ſo iſt man erſtaunt, zu ſehen, wie es der ereinsführer fertig gebracht hatte, aus aller⸗ beſcheidenſten Mitteln ein Programm zuſammen zu ſtellen, das ſich ſehen laſſen konnte. Mit viel Liebe und Hingebung haben alle Mitglieder zu⸗ 3 geurbeitet, um dieſen Abend zu ver⸗ ſchönen. Die Koſtüme für die einzelnen Pro⸗ grammnummern wurden von den Mitgliedern des Vereins ſelbſt angefertigt, die Geſchenke für die reichhaltige Tombola wurden ebenfalls von den Mitgliedern geſtiftet und ſo trug jeder ein⸗ zelne dazu bei, den Abend zu dem zu geſtalten, was er geworden iſt: Eine Weihnachtsfeier, getragen von Liebe, Zuſammengehörigkeitsgefühl und Treue zu unſerem Führer Adolf Hitler. Der Vereinsführer, Herr G. Lieb, betonte auch in ſeiner Begrüßungsanſprache, daß er es ich zur Pflicht gemacht habe, das harte Los der kitglieder, die teilweiſe ſchon jahrelang arbeits⸗ los ſind, nach Möglichkeit zu lindern. Seit Be⸗ ſtehen des Vereins, der am 31. Oktober 1931 ge⸗ gründet wurde, haben die Mitglieder treu und unerſchütterlich zum Verein gehalten und nur ſo war es möglich, jedem einzelnen zu helfen. Seine Anſprache ſchloß Herr Lieb mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf unſeren Volkskanzler. wei Punkte leuchteten aus dem Programm be⸗ onders hervor, und zwar zunächſt ein kleines Theaterſtück:„Chriſtroſen“, das der 2. Vereins⸗ führer, Pg. Fr. Wilhelm, ſelbſt verfaßt hatte und das bei den Anweſenden lebhaften Beifall auslöſte. Der zweite Punkt war ein lebendes Bild, ebenfalls von Herrn Wilhelm entworfen. Das Bild unſeres Führers war auf der Bühne aufgebaut worden, umgeben von altenKämpfern. Beſondere Verdienſte um die Geſtaltung des Abends erwarben ſich noch Frau Ober⸗ maier und Herr Franz Seitz mit ihren humoriſtiſchen Darbietungen, ſowie Herr Moßmann mit ſeinen Violinſchülern. Den Abſchluß des Abends brachte das Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied und damit fand eine Weihnachtsfeier ihr Ende, die wieder einmal zeigte, daß auch unſere Arbeitsloſen nicht mehr an ihrem Los verzweifeln, ſondern mit großer Zuverſicht in das neue Jahr hineinmarſchieren. Wir wünſchen ihnen allen, daß ihnen das neue Jahr auskömmliche Arbeitsmöglichkeiten brin⸗ gen möge. 3 Der Evang. Stadtpoſaunenchor ſpielt. Der Evang. Stadtpoſaunenchor e.., Mannheim, wird am heutigen heiligen Abend unter Leitung ſeines Dirigenten Albert Jahn einige Weih⸗ nachtschoräle von folgenden Kirchtürmen zum Vortrag bringen. Um 6 Uhr Chriſtuskirche, um 7. Uhr Friedenskirche und 9 Uhr Konkordien⸗ kirche. r „dategisandengner- Far die evangeliſche Kirche der Gemeinde Mietersheim bei ahr in Baden goß die Grüningerſche Glockengießerei in Villingen(Schwarzwald) die amilie Grüninger betreibt ſeit mehr als ahren eine Glockengießerei in Villingen, der tauſend · Deutſchlands. Die 361 erſte„Adolf Hitler⸗Glocke jährigen Schwarzwaldſtadt. Der Baum im Haus Es gibt viele wiſſenſchaftliche Theorien darüber, warum die Deutſchen ſich zum Chriſt⸗ feſt grüne Tannenbäume mit Kerzen ins Zim⸗ mer geſtellt haben. Einige ſagen, daß der Baum ein altes Symbol des Lebens iſt, das in frühe⸗ ren Zeiten als göttliches Weſen verehrt wurde. Andere erblicken in dem Lichterbaum eine Er⸗ innerung an die vorchriſtlichen Zeiten, in denen der Kult des Lichtes, des Sonnenrades und des Feuers bei den Menſchen im halten Norden ge⸗ pflegt wurde. Ob nun dieſe Anſichten geklärt ſind oder nicht, jedenfalls iſt der Weihnachts⸗ baum etwas ſo Schönes, daß niemand ihn ent⸗ behren möchte, der ihn einmal kennengelernt hat. Die tiefe Naturliebe des Deutſchen kommt dabei ebenſo zum Ausdruck wie ſeine Freude an dem hellen, ruhigen Leuchten der zahlreichen Ker⸗ zen. Darum gehört der Weihnachtsbaum in jedes deutſche Haus. Die gemeinſame lleine Feier, die unter ihm ſtattſindet, ſchließt die Fa⸗ milie feſt zuſammen in dem Glauben an die Schönheit des Lebens und in der zuverſicht⸗ lichen Hoffnung, daß den ſchwarzen, kalten Win⸗ termonaten wieder ein heller, froher Sommer folhen wird. Viele andere Völker haben dieſe ſchöne Sitte bereits von uns übernommen. Um ſo ſtolzer können wir Deutſche ſein, daß ſie bei uns erfunden worden iſt. In dem Jahre, das uns zum erſten Male wieder das Gefühl unſerer Eünheit und des Stolzes auf unſere nationale Eigenart wiedergegeben hat, darf der Weih⸗ nachtsbaum in keinem deutſchen Hauſe fehlen. Eröffnung des„Bürgerkeller! (früher Weinberg) Die Bürgerbräu⸗Aktien⸗Geſellſchaft Ludwigs⸗ hafen eröffnete am 23. Dezember im früheren Reſtaurant Weinberg, D 4, eine neue bürgerliche Gaſtſtätte unter dem Namen„Bürgerkel⸗ ler“, deren Führung in den Händen der hiet beſtens bekannten Frau Maier liegt, der frü⸗ heren Leiterin des„Thomasbräu“ hier. Ihr zur Seite ſteht der Reſtaurateur Freiberger, was Gewähr dafür iſt, daß das neue Reſtaurant dem Mannheimer Publikum das bietet, was es ver⸗ langt und eine Gaſtſtätte zu werden verſpricht, die neben Behaglichkeit und Schlichtheit in der Ausſtattung der Räume, die alte und bekannte Tradition der Ludwigshafener Brauerei auch hier in Mannheim weiter pflegen wird. Die Gediegenheit, die der Leiter des Umbaues hier Wlenar hat, ſoll auch die Richtlinie für die irtſchaftsführung ſein. Die Bauleitung lag in den Händen des Archi⸗ tekten Dr.⸗Ing. W. Hoffmann, der zu⸗ ſammen mit den andern Handwerksmeiſtern, ein Werk ſchuf, das man als voll gelungen be⸗ zeichnen kann. Die ganzen Räumlichkeiten wur⸗ den umgeſtaltet, und die Decke um ungefähr zwei Meter heruntergebolt, mit Kreuzbogen verſehen und dadurch wurde eine Wirkung erzielt, die Behaglichkeit über die Räume breitet. Herr Schimmer von der Firma Gutbrod ſchuf zu⸗ ſammen mit dem Lehrer der Malerfachſchule Hammerſtein einige Wandgemälde, die har⸗ moniſch zu den Räumen abgeſtimmt ſind und erſte künſtleriſche Ausführung repräſentieren. Die Beleuchtungskörper, nach Entwürfen des Architekten Dr. Hoffmann von der Rheinelektra hergeſtellt, paſſen ſich ebenfalls harmoniſch in den ganzen Rahmen ein. Für die Entlüftungs⸗ anlagen zeichnet die Firma Fr. Burkhard, für die Holztäfelung dir Firma K. Zeyher & Cie, Inh. F. Keil verantwortlich. Ferner waren noch die Handwerksmeiſter Schwan⸗ der Schloſſerei, Bixner Glaſerei, und Kappler Zimmergeſchäft am Umbau betei⸗ ligt. Allos in Allem, ein beſtens gelungenes Werk, dem wir auch den beſten Erfolg wünſchen. Hari. Im Silberkranze. Heute, 24. Dez., feiern die Eheleute Heinrich Frank und Frau Dina, geb. Reger, Rheinauſtraße 19, das Feſt der Silber⸗ nen Hochzeit. Zu gleicher Zeit kann auch Herr Frank auf ſein 25jähriges Arbeitsjubiläum bei der Firma Lanz zurückblicken. 25 Jahre Vereinskaſſter und Diener des Män nergeſangvereins n perdiener n Herr Jakob Michel, ein verdientes Mitglied des obigen Vereins, iſt bereits 31 Jahre Sänger und 25 Jahre Diener und Vereinskaſſier. Sein Hu⸗ mor, Geſang und ſeine treue Dienſtbefliſſenheit haben ihm mit Recht große Sympathien einge⸗ bracht. 70 Jahre alt. In voller Rüſtigkeit feiert am heiligen Abend Herr Chriſtian Eckel, hier, R 7, 37, ſeinen 70. Geburtstag. Wir wünſchen unſerem Abonnenten für ſeinen Lebensabend Geſundheit und Wohlergehen. Photo⸗Reimann lieferte uns geſtern in freundlicher Weiſe das Bildmaterial anläßlich des Beſuches des Reichsſtatthaltees Pg. Robert Aaußer bei den Firmen Hch. Lanz und Bopp& euther. Das Fejttagsprogramm der Mannheimer Cichtſpiele Alhambra: „Der Jäüger aus Kurpfalz“. Sange Zeit war es ſo, daß die Induſtrie behauptete, ein Film könne entweder nur große künſtleriſche Abſichten verfolgen und ſei dann dazu verdammt, ge⸗ ſchäftlich einen Mißerfolg zu erleiden, oder aber er müſſe ſich bewußt auf Zugeſtändniſſe ans VPublikum einſtellen, und dann ſei er ein aus⸗ ſichts reicher Geſchäftsfilm. 5 »Mit anderen Worten: Kunſt und Geſchäft wurden immer wieder als zwei entgegengeſetzte Pole bezeichnet, geladen mit Energien, die ſich abſtoßen. Höchſtenfalls wurde zugegeben, daß es auch einige der Idee und der künſtleriſchen Form nach bedeutende Filme gegeben hat, die frotzdem eimen Gewinn gebracht haben. Aber ahuf dieſes„trotzdem“ liebte man den Nachdruck zu legen. Der ſpringende Punkt in dieſer Ueberlegung iſt die Frage, was man unter einem gehobenen, einem anſpruchsvollen, einem beſonders reifen Filmwerke verſtehen will, und da wird man ſich zunächſt einmal ſehr ſchnell erinnern, daß die Induſtrie gelegentlich von großen künſtle⸗ riſchen Anſtrengungen geſprochen hat und daß damn der fertige Film eine bittere Enttäuſchung wa — Was ſtellte ſich heraus? In einem Falle waren ausgezeichnete Dar⸗ ſteller in der Hand eines zur Führung begabten Regiſſeurs für einen Stoff eingeſetzt, der durch ſeine Bedeutungsloſigleit, ſeinen banalen In⸗ halt oder durch ſeine Künſtlichbeit und Ver⸗ krampfung nichts in uns hinterließ— außer höchſtens Ablehnung und das Bedauern über verſchleuderte Arbeitskraft. Man hatte alſo ge⸗ glaubt, durch die Bereitſtellung gewiſſer, aber gar nicht veſtlos entſcheidender Vorausſetzungen den Weg zum Erfolg am ſicherſten zu beſchrei⸗ ten und hatte nicht bedacht, daß erſt einmal die zündende Idee, der zum Erlebnis zwingende Gehalt vorhanden ſein muß. Man hatte ſich aber auch nicht ſelten eingebildet, daß es ge⸗ müge, etwas irgendwie Neues, Ungewohntes Verblüffendes auf die Beine zu ſtellen und daß man dann das Publikum ſicher auf ſeiner Seite haben werde. Wie ausſichtslos dieſes Begimnen auf die Dauer ſein mußte, war jedem klar, der geiſtige und künſtleriſche Werte aus einer Ver⸗ wurzelung, aus einem organiſchen Urſprunge, aus einer naturgebundenen Quelle heraus zu begreifen pflegt. Der Filminduſtrie alten Stils war eine ſolche Ueberlegung ebenſo fremd wie ſie auch die Worte des Führers in Nürnberg über das Verfängliche und Beſtandloſe des Nur⸗Neuen lediglich als eine Abſage an die Senſation, beſtenſalls als eine konſervative Er⸗ klärung auffaſſen wird. Es ſind aber auch Filme dageweſen, in denen ein guter Griff in Geſtalt der Handlung durch eime untaugliche Regie, ſchon durch eine matte oder eine reißerhafte Drehbucharbeit und vol⸗ lends durch Irrtümer in der Benutzung zu⸗ grunde gerichtet worden iſt. Mit der großen Kunſt und dem lleinen Ge⸗ Pickniek im Walde. ſchäft hat es nun in der Tat eine beſondere Bewandtnis. Die Schlußfolgerungen aber, die allgemein filmpolitiſch von der Induſtrie ge⸗ zogen worden ſind, beruhen auf falſchen Mut⸗ maßungen. Es iſt natürlich richtig, daß ein ſehr ſchwerer, ernſter, tiefgrümdiger Film, der eim ſtarbes geiſtiges Mitgehen erfordert und der die Mittel des Ausdrucks künſtleriſch in ſehr fein abgewogener Form anwendet, es nichts we⸗ niger als leicht hat, an die breiten Maſſen heranzulommen. Unſerem geſteckten Ziel möglichſt nahezulom⸗ men, hat ſich beſtimmt die Europa⸗Film⸗AG, mit ihrem„Jäger aus Kurpfalz“ entſchloſſen. Weit über den Entſchluß kam es jedoch nicht. Wir anerkennen die geſchickt aufgebaute Hand⸗ lung, wir loben das ſympathiſche Spiel der Darſteller, wir ſpüren auch etwas von geſun⸗ der Tendenz. Ein Spitzenfilm iſt dieſer„Jä⸗ ger aus Kurpfalz“ nicht. Wir bejahen aber dieſen Film trotzdem, weil er nicht nur in man⸗ cher Hinſicht wegweiſend iſt, ſondern auch weil mit ihm der erſte Schritt zur Entdeckung von Landſchaft und Menſchen der Weſtmark getan iſt. Noch erfüllt dieſer Film nicht die konſequente Forderung, irgendeinen Spielfilm nicht in der Landſchaft, ſondern aus dem Geiſt der Landſchaft zu drehen. Der Erfolg dieſes Films wird in allererſter Linie den Künſtlern Ilſe Roſe⸗Voll⸗ born, H. A. von Schlettow und Fritz Kampers gelten. Der Film fand beim Pu⸗ blibum gute Aufnahme. K. Gloria und Palaſt: „Walzerkrieg“. Ein Film um Lanner, um Strauß und um unſterbliche Melodien. Um eine Epiſode aus dem Leben der beiden Muſi⸗ ker iſt eine Fabel gewoben, die ſo unterhaltend iſt, daß man ſich kein raſches Ende wünſcht. Den Spielern ſcheint der Film ſelbſt Spaß ge⸗ macht zu haben, ſie geben hier ihr Beſtes her. Willy Fritſch quicklebendig., Renate Müller in lieblicher Büygerlichkeit, Roſe Barſony zappelnde, mitreißende Beweglich⸗ keit, Hanna Waag von einer Zartheit und beachtlichen Vielfalt des Ausdrucks. Paul Hörbäger— der Name genügt. Als Unterhaltungsſtoff iſt der Film eine gute Geburtsstunde eines Walzers. Leiſtung. Die Regie iſt mit den Spielern 11. nennen. Sie hat alle guten Gelegenheiten ge⸗ ſchickt ausgenutzt. Schauburg: „„Reiſende Jugend“. Fruher waren Jugend⸗ filme bösartig. Sie wiegelten die Schule gegen die Lehrer, gegen die Eltern, gegen die Autori⸗ tät auf, ſie taten ſo, als ob ſie für eine beſſere, lebenskräftigere Jugend eine Lanze brechen wollten, und manche haben ſich auch eingebildet, Bannerträger und Befreier zu ſein. Sie, oder vielmehr ihr ſchwankender Geiſt mußten untergehen, als die Zeit angebrochen war, die der Jugend neue Ideale brachte, die ihren Stolz, ihren Aan ihren vaterländiſchen Sinn, ihr Gefühl für Haltung und Ritterlichkeit und für Verantwortungsbereitſchaft u wecken newerbeordnung mit ſofortiger Wirkung für das Arhen Her BVertäuf von Milch iſt an allen Sonn⸗ den verknöcherten Lateinlehrer in ſeiner ganzen 8. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ Weibnachts⸗Ausgabe Gedenklage Sonntag, 24. Dezember 1933 182 Der Komponiſt und Dichter Peter Cor⸗ nelius in Mainz geb.(geſt. 1874). 1866 Schleswig⸗Holſtein kommt zu Preußen. 1837 Kaiſerin Eliſabeth von Oeſterreich in München geb.(geſt. 1898). Sonnenaufgang: 8,10 Uhr; Sonnenuntergang: 15,49 Uhr. Monduntergang: 0,21 Uhr; Mond⸗ aufgang: 11,40 Uhr. Montag, 25. Dezember 1933 800 Krönung Karls des Großen zum Römiſchen Kaiſer. 1356 Kaiſer Karl 4. erläßt in Metz das Reichs⸗ a der Goldenen Bulle. 1742 Charlotte v. Stein, Goethes Ver⸗ traute in Weimar geb.(geſt. 1827). 1789 Auguſt v. Goethe, des Dichters einzi⸗ + zohn, in Weimar geb.(deſt. 1830). 1837 Coſima Wagner bei Bellagio geb. Hel 1930). 1840 Der ruſſiſche Komponiſt Peter Tſchai⸗ lowſti in Wottinſk geb.(geſt. 1893). Dienstag, 26. Dezember 1933 1194 105 Friedrich., Römiſch⸗Deutſcher aiſer, zu Jeſi in Ancona(geſt. 1250). 1769 geb, der Dichter Ernſt Moritz Arndt in Schoritz auf Rügen(geſt. 1860). 1863— 4 Mediziner Wilhelm His in ſel. 1916 Deutſcher Sieg bei Rimnicul⸗Sarat(Ru⸗ mänien). 1923 Pg. Dietrich Eckort geſt. Was alles geſchehen iſt In einen Schacht geſtürzt. Geſtern abend Ku 0 auf der Friedrichſtraße ein Volksſchüler n einen zu dieſer Zeit wegen Vornahme von Arbeiten offenen Schacht. der nicht geſchützt und nicht beleuchtet war und brach ſich hierbei den linken Unterarm. Schutzhaft. Im Laufe des en Tages wurden zwei Perſonen aus politiſchen Gründen in Schutzhaft genommen. Entwendet wurde: Am 17. 12. 1933 im Haupt⸗ bahnhof hier ein zweireihiger, mausgrauer Herrenmantel, auf fhwanzer Seide gefüttert, mit der Firmenbezeichnung Gebr. Rothſchild Mannheim, ſowie ein Paar graue Wollhand⸗ chuhe.— Am 20. 12. aus einem Stall im Wie⸗ ſengewann beim Städt. Schlacht⸗ und Viehhof 10 Haſen(belg. Rieſen) von dunkelgrauer, ſchwarzweißer und weißer Farbe.— Am 21. 12. aus einem Stall an der Fahrlachſtraße 4 Hüh⸗ ner, amerikaniſche Leghorn. ——[———— Der Bezirksrat hat in ſeiner Sitzung vom 21. Dazember 1933 beſchloſſen. In Abänderung der Entſchließung des Be⸗ zirtsrates vom 11. Dezember 1924 wird auf Grund der 36 412, 1055, 105e der Reichsge⸗ Gebhiet der Stadt Mannheim beſtimmt: und Feiertagen nur noch in der Zeit von 8 bis 10 Uhr geſtattet. Um erſten am Neujahrs⸗ tag ſowie am erſten Oſterfeiertag bleiben die Mlilchgeſchäfte ganz geſchloſſen. Lanz— Bopp à& Reuther. Infolge eines Ver⸗ W985 wurden die nterſch ien der beiden ilder in unſerer Samstag⸗Frühausgabe(Be⸗ 23 des Reichsſtatthalters bei Lanz und Bopp & Reuther) vertauſcht. Wir bitten unſere Leſer, hies freundlichſt zu entſchuldigen. und zu pflegen verſtand. Gewiß, wir ſind in den Unſängen, aber wir ſind auf dem Wege, wir haben die Richtung, das Ziel, wir fühlen die Verpflichtung. Auch bieſer Film iſt ein gläubiges Bekennt⸗ nitz zu unſerer Zugend. Er hebt an mit Sze⸗ 809— denen der Elees 1* ulgangs in einer Oſtſeeſtadt weht, er ze die Behret nicht in der Karilatur, nicht in h ha⸗ ſcher Spöttelei, ſondern in ihrer beruflichen und —.— Bindung und Eigenaxt, und er führt ——5 und erſt im ſpäteren Verlauſe, zu dem Schickſal hin, das drei Menſchen— den Pri⸗ mamer, die Abiturientin und den Lehrer— brohen miteinander verſtrickt. Es iſt eine der ergreiſendſten Szenen, die Heinrich George(der Rektor) je im Film ge⸗ ſpielt hat, wie er entdeckt, daß ihn der Schüler — pon bert Lieven mit wunderbarer Ein⸗ ſöhlung in dieſe herbe und doch auch wieder verträumte Jugendgeſtalt gegeben— nicht im Stiche gelaſſen, daß er ihm nicht den Glauben an die Jugeerd genommen hat. Daß Mäpchen iſt Hertha Thiele, von inniger, ungeſpreizter Lieblichkeit, ein junges, treues Ding, ein guter Geiſt dieſer Buhenſchule wie ihre beiden Kameradinnen(Marieluiſe Clau⸗ dius und Sabine Peters) auch. Peter Voß: der Lehrer, von einer Sammlung und Geradheit, laum je einem anderen Spielleiter mit die⸗ Künſtler geglückt iſt. Paul Henckels gibt gewiſſenhaften Welt⸗ und Jugendfremdheit, weit eher tragiſch⸗verkettet, nirgends Karikatur oder billiges Opfer für das Vergnügen der Bos⸗ haften. Es weht ein ſo ſchöner, ſauberer, geſunder Geiſt durch das Leben der Abiturientenſchar, daß man ebenſo den Autoren Stemmle und Supper, den Bearbeitern der Max Dreyerſchen „Reifeprüfung“, wie dem Regiſſeur Carl Frö⸗ lich dantbar ſein muß, daß ſie dem Film ſo viel inneres Leuchten, ſoviel wahres Menſchentum, ſoviel Glauben an unſere Jugend geſchenkt haben. Beſondere Anerkennung verdienen die vor⸗ trefflich geſetzten Dialoge, die an den entſchei⸗ denden Stellen ausgezeichnet geſprochen, abge⸗ .... In Sandhofen Am Donnerstagvormittag, 11 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins von 1887 e. V. Alle Plãätze ſind die 175 iſt dicht angefüllt von Menſchen. Man ſieht neben der politiſchen Leitung unſeres Stadtteils u. a. auch die Kreis⸗ walterin der NS⸗Volkswohlfahrt, Frau Dr. »Roth, Mannheim. Das Podium der großen Bühne iſt rechts und links belagert von Weih⸗ nachtsgaben, und hinter dieſen beredten Zeugen des nationalen Sozialismus ſehen wir die NS⸗ DAP⸗Kapelle und einen großen Chriſtbaum, ſilbern überrieſelt. Die hieſige Ortsgruppen⸗ leitung der NSDAp hat zur Weihnachtsfeier alle NS⸗Wohlfahrtsempfänger eingeladen. Die NSDaAP⸗Kapelle unter Leitung von Kapell⸗ meiſter Emonet, der ihr ein ſorgſamer und pfleglicher Lehrer und Leiter iſt, eröffnet die weihnachtliche Feierſtunde mit den erhebenden Klängen des Chorals„Allein Gott in der Höhe ſei Ehr“. Anſchließend hören wir dann noch den Choral„Lobe den Herrn“. Dann ſpricht Pg. Ortsgruppenleiter Hermann Dolt. Die Reinheit und der tiefere Sinn des Weihnachts⸗ feſtes muß dem deutſchen Volke wiedergegeben werden. Hinweg mit der Oberflächlichkeit des letzten Jahrzehnts. So will es das Dritte Reich, ſo will es der Führer in ſeinem großen Kampfe um die deutſche Seele. Der nationale Sozia⸗ lismus in ſeiner lebendigſten Tat. Dieſes Empfinden haben wir, und ſeine ſegensreiche Auswirkung verſpüren wir ſchon ſeit Wochen. Der Menſch ſteht als Ganzheit innerhalb der Ganzheit eines Volkes. Jetzt erſt kann der einzelne Menſch Sinnerfüllung ſeines Lebens finden. Denn erſt wean der Menſch in dieſem Sinne lebt, erhält er die eit des Lebens. Und der Sinn der völkiſchen Bildun iſt der, daß der Einezlne ſich bewußt im Dienſt des Ganzen bewege. Wir ſind ein Volk im Werden. Wir ſtehen im Wandel der Zeit. Nach dem Choral„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ hören wir einen von Frau Din⸗ ges, NS⸗Frauenſchaft, ſchön geſprochenen Pro⸗ log, und anſchließend ein tiefinnerliches Be⸗ kenntnis zu Deutſchland, ſeinem Führer und zur chriſtlich⸗religiöſen Kultur, geſprochen von rl. Wernz, BdoM und Mitarbeitern in der NS-⸗Volkswohlfahrt unſeres Stadtteils. Ein Volksgenoſſe aus den Reihen dieſer neun⸗ hundert Arbeitsloſen dankt in einem Bekennt⸗ nis zur Treue und Mitarbeit am Volksganzen, beim Wiederaufbau des Vaterlandes, der Kreis⸗ und Ortsgruppenleitung, allen Mitarbeitern und Spendern für ihre mühevolle und opfer⸗ freudige Arbeit. Man gibt kein Almoſen, ſon⸗ dern dem Volke das, was ihm eben zur Lebens⸗ notwendigkeit gehört. Wer noch Mißtrauen hatte, hat es geſtern beſtimmt abgelegt. Wer mit Skepſis kam, ging mit Begeiſterung. Und wer nicht gewohnt iſt, ſich an einem Werktag⸗ morgen ſchon ergreifen zu laſſen, war ergriffen. ihren Weihnachtspaketen, mit leuchtenden Ge⸗ ſichtern den Heimweg an, Exakt und reibungs⸗ los war die Verteilung der Gaben. Hut ab vor der Leitung und ihrer großen Leiſtung. H. W. .. in Friedrichsfeld Ein rieſenhafter, im Glanze der Kerzen ſtrahlender Chriſtbaum beherrſcht den großen Rathausſaal, in dem die Menſchen dicht 5 ſammengedrängt, Kopf an Kopf, der Ereigniſſe varten, die da kommen ſollen. armonium⸗ klänge ſtimmen feierlich und wehmütig zugleich. Dann tritt Pg. Achermann aufs Podium, um auf die beſondere Bedeutung des diesjäh⸗ Engelberk humperdinck Zur Neuinſzenierung der„Königskinder“ am 1. Weihnachtsfeiertag(Montag). Wer in den letzten vergangenen Dezennien der Muſikgeſchichte hineinhorcht, dem klingt noch immer der Erfolg in den Ohren, den En⸗ gelbert Humperdinck mit ſeiner liebens⸗ 3 Märchenoper„Hänſel und Gretel“ erzielte. Humperdinck wurde im Jahre 1854 in Siegburg an der Lahn geboren. Er wurde in verhältnismäßig jungen Jahren in den Genuß mehrerer Stipendien geſetzt. Die damit zuſam⸗ menhängenden Reiſen führten ihn nach Italien. rerer Stipendien geſetzt. Die damit zuſammen⸗ hängenden Reiſen führten ihn nach Italien, Frankreich und Spanien. Als Komponiſt wag⸗ nerſcher Sprache wurde er mit einem Schlage durch die ſchon genannte Märchenoper„Hänſel und Gretel“ bekannt. Er vereinigt hier die Sinnigkeit deutſcher Volkslieder mit der viel⸗ ſtimmigen Polyphonie des Orcheſters in glück⸗ licher Weiſe. Von ſeinen übrigen Bühnenwerken erzielte keines ähnlichen Erfola. Das beſagt indeſſen nichts über den künſtleriſchen Wert dieſer recht zahlreichen Bühnenmuſiken. Hatte„Hänſel und Gretel“ durch ſeinen melodiſch und erfriſchenden Hauch die Herzen des Publikums erobert, ſo feſſelt ſeine Oper „Königskinder“(Umarbeitung eines melodra⸗ matiſchen Werkes) auf mehr intimere Weiſe durch reizvolles Orcheſterkolorit und beſtrickende Durcharbeitung des Motiviſchen. Die Oper wird am Weihnachtsmontag im Nationaltheater herausgebracht. Der erſte Tenor der Staalsoper Berlin, Helge Roßwaenge, kommt nach Mannheim Nach langen Verhandlungen iſt es möglich geworden, die Tenorpartien im deutſchen Opernabend mit Helge RKoßwaenge, dem von von Berlinern vergötterten lyriſchen Tenor der Staatsoper, zu beſetzen Im Verein mit Eliſa⸗ beth Schumann und Wilhelm Rode ſind ſrimmt und geſteigert ſind. K. Weihnachtserfüllte Menſchen traten, bepackt mit mer mit dem Bürgermeiſteramt und dem Weihnachtsfeiern im Dienſte des Winterhilfswerks —— Weihnachtsfeſtes hinzuweiſen, an dem erſtmalig ein geeintes, von Klaſſenvorurteilen freies Volk unter Chriſthäumen ſteht, die für alle brennen. Er weiſt darauf hin, daß das fiante Winterhilfswerk niemals hätte zu⸗ tande kommen können, wenn das Volk nicht zuſammengefunden hätte, und bittet die An⸗ weſenden, die Spende nicht als'moſen zu betrachten, ſondern ſie als das zu nehmen, was ſie iſt: eine Dankesſchuld, die die in Arbeit Stehenden für ihre notleidenden Brüder ent⸗ richten. Als die Gabenverteilung beginnt, ſtehlen wir uns leiſe davon, oie uralte, ewig⸗ neue Melodie eines Weihnachtsliedes im Her⸗ zen mitnehmend. .„ in Schriesheim Auch hier ein menſchenüberfüllter, von Ad⸗ ventsſtimmung durchwobener Saal. Frau Hilde Karlsruhe. Die Arbeiten zum Bau der roßen Rheinbrücke bei Speyer, die den ganzen inter über durchgeführt werden, ſind bereits im Gang. Die Reichsbahndirektion hat eine Anzahl Grundſtücke angekauft, die ſie für die Ablagerung von Material und für die Erſtel⸗ lung von uwerken benötigt. Bereits in den erſten Wochen nach Neujahr wird mit der Huuptarbeit an den Zufahrts⸗ ſtraßen und an der neuen Bahnlinie be⸗ gonnen werden. Hierzu iſt der Erwerb von größeren Gelände⸗ flächen erforderlich, der auf Grund der kürz⸗ lichen Aenderungen des Geſetzes über die Feld⸗ bereinigun 1 Dieſes Gelände fällt in die Gemarkung Altlußheim, wo bekanntlich noch keine Feldbereinigung durchgeführt wurde. Der Rheinbrückenbau macht die Verle⸗ ung der Bahnlinie Speyer— chwetzingen ſowie der Zu⸗ und Ab⸗ fahrtsſtraßen zum Rhein und die erbin dun mit der bisher be⸗ ſtehenden Straße nach Altlußheim notwendig. Hierdurch wird landwirtſchaft⸗ lich genutztes Gelände in Anſpruch genommen. Um zu vermeiden, daß einzelne Grund⸗ ſtückseigentümer geſchüdigt werden, ſoll das Gelände vom Staat erworben werden, wodurch das bisherige umſtändliche Verfah⸗ ren der Enteignung und der Verhandlun⸗ gen mit den einzelnen Grundſtückseigen⸗ tümern hinfällig wird. Es handelt ſich um dasſelbe Verfahren, wie bei der Geländeerwerbung für den Bau der Reichsautobahn im Bezirk Mannheim—Heidel⸗ berg. Der einzelne Grundſtücksbeſitzer ver⸗ liert 33 keine größere Fläche, ſondern es beteiligt ſich die Geſamtheit an der Abtretung, deren Grundſtücke dann in zweck⸗ müßiger Weiſeneu eingeteilt und bereinigt werden. In einer kürzlichen Beſprechung der Feldbe⸗ reinigungsſtelle bei der Badiſchen Bauernkam⸗ Ortsbauernführer von Altluß⸗ heim wurde von den Gemeindevertretern die Notwendigkeitdes Verfahrensvoll anerkannt und ſeine Durchführung begrüßt. Um die Bauern mit den Einzelhei⸗ ten der Maßnahmen bekannt zu machen, wird demnächſt in Altlußheim ein Aufklärungsvor⸗ trag ſtattfinden. verlpricht einen ganz auserleſenen künſtleriſchen Genuß. Der große italieniſche Tenor Benjamino Gigli ſang nach zwei ausverkauften Konzerten in Berlin zum dritten Male in einem Nachtkonzert in der Scala in Gegenwart des Reichskanzlers Adolf Hitler zugunſten der Berliner Winter⸗ hilfe. Der Reinertrag für das große Hilfs⸗ werk betrug 16 000 RM. Es iſt bezeichnend für die Beliebtheit dieſes Künſtlers in Deutſchland, daß an fumisig ſeiner Lieder und Arien durch die bekannte Electrola auf Muſikplatten auf⸗ genommen worden ſind. Nationaltheatenr Am erſten Weihnachtstag Humperdincks„Tönigskindet“ in Neu⸗ inſzenierung. In der Wiederaufnahme von Wagners„Fliegender Holländer am Donnerstag ſingen Wilhelm Trieloff(Hollän⸗ der), Heinrich Hölzlin(Daland), Erich Hall⸗ ſtroem(Erit), Rora Landerich(Mary), Albert von Küßwetter(Steuermann). Die Senta ſingt Anni Vogel(Staatstheater Hamburg) als Gaſt. Muſikaliſche Leitung: Dr. Ernſt Cremer. Ufa⸗Palaſt„Univerſum“: Der neue muſika⸗ liſche Ausſtattungsfilm“ Des jungen Deſſauers große Liebe“ mit Willy Fritſch, Trode Marlen, Paul Hörbiger, Ida Wüſt u. a. m. gelangt an allen Weihnachtsfeiertagen zur Aufführung. Märchenſpiel im Rann Am Weihnachts⸗ dienstag bereitet das Univerſum ſeinen vielen kleinen Freunden eine reizende Ueberraſchung: Eine Ufa⸗Märchen⸗Matinse, die neben dem „Rattenfänger pon Hameln“ ein überaus luſti⸗ es und jedem Kindergemüt angepaßtes buntes Züäamrogreinm bietet. Was iſt los? Sonntag, 24. Dezember 1933 Nationaltheater:„Die Wunderfeder.“ Weihnachts⸗ märchen von Eckelmann. 15 Uhr.„Königskinder.“ Planetarium: Geſchloſſen. Kleinkunſtbühne Lidelle: 16 Uhr: Tanz⸗Kabarett. 20.15 Uhr Das große Weihnachtsprogramm mit Gaſtſpiel Mariette Lenz. Palaſt⸗Hotel: 16 Uhr Tanztee. Tanz: Kabarett Libelle, Pavillon Kaiſer, Wintergarten. Ständige Darbietungen Stüdt. Schloßmuſeum: Geſchloſſen. Stüdt. Kunſthalle: 11—13 Uhr geöffnet. Chriſtbaum⸗ für den deutſchen Opernabend die wirklich beſten Vertreter ihres Faches gewonnen. Der Abend Mayer, die Ortsgruppenwalterin, hat eß meiſterhaft verſtanden, ſie hervorzuzaubern. Das Weihnachtslied„Es iſt ein Roſ' enſprun⸗ gen“ und ein Gedichtvortrag gengen der Weih⸗ nachtsrede des Herrn Pfarrer Weiß voraus, die tief an alle Herzen rührte und die Gewiß⸗ 11 in ſie legte, daß wir alle eine einzige olksgemeinſchaft, eine rieſige Arbeitsgemein⸗ ſd. und eine tief verbundene Notgemeinſchaft ind. .. in Ladenburg Es iſt nicht ſchwer, den Weg zur Turnhalle zu finden; unaufhörlich ſtrömen die Menſchen ihr zu. Frau Henninger, die unermüdlich tätige Gruppenwalterin, hat olles fürſorglichſt vorbereitet. Auf der Bühne ſind die unzähli⸗ gen, ihrer Beſtimmung entgegenharrender, Pa⸗ iete aufgeſtapelt. Ein Jugendchor von Herrn Hauptlehrer Wißler dirigiert, vermitelt künſtleriſchen Genuß und wechſelt mit Ge⸗ dichtvorträgen. Vor der Geſchenkausgabe er⸗ greift dann Pg. Bürgermeiſter Dr. Reuther (unſer Reuther!) das Wort zu einer Rede, die wirklich zu Herzen ging. Die neue Rheinbrücke bei Speyer Jeldbereinigung auf der Gemarkung Alklußheim Aehnlich wie bei Altlußheim liegen die Ver⸗ 7 beim Rheinbrückenbau Maxau—Knie⸗ ingen. Auf der Gemarkung Knielingen wird gleichfalls im— der neuen Beſtimmungen ein Gelündeerwerb erfolgen, desgleich'n beim Bau des Schutterentlaſtungskanals bei Lahr Dinglingen auf der Gemarkung Noanenweier. ————— Eine Anordnung der Gebietsführung der§J für die Sylveſternacht Karlsruhe. Die Gebietspreſſeſtelle der Hi teilt mit: Den Angehörigen der—33 end und des Deutſchen Jungvolkes wird das Tra⸗ gen des Dienſtanzuges in der Zeit vom 31. 12. 1933, nachmittags 18 Uhr bis zum 1. 1. 1934, vormittags 7 Uhr unterſagt. Dienſttuende Po⸗ ſten und Wachen ſind von dieſer Anordnung ausgenommen. Die Führer der HF⸗ und Jung⸗ volkeinheiten ſind für die Durchführung dieſer Verfügung verantwortlich und haben die Ueber⸗ wachung in Zivilkleidung ausüben zu laſſen. Die Familienforſchung in der Schule Karlsruhe. Unterrichtsminiſter Dr. Wacker richtete an die Schulbehörden und Lehrer der Volks⸗ und Fortbildungsſchulen, der Fachſchu⸗ len und der Höheren Lehranſtalten einen Er⸗ laß über die Pflege der Familienforſchung in den Schulen. Darin wird ausgeführt, daß aufgrund der von dem Reichsminiſter Dr. Frick Richtlinien beabſichtigt iſt, Raſſen⸗ kunde, Erbgeſundheitslehre und Familienfor⸗ ſchung in die Lehrpläne aller Schulen aufzu⸗ nehmen. Der Unterrichtsminiſter macht es aber jetzt ſchon jedem Lehrer zur Pflicht, bei allen im Unterricht gegebenen Gelegenheiten auf dieſe für eine geſunde und völkiſch wertvolle Weiter⸗ entwicklung unſeres Volkes ſo wichtigen Fra⸗ en in einer der jeweiligen Altersſtufe ent⸗ Pprechenben Weiſe näher einzugehen, damit ſich jeder Volksgenoſſe der hohen Verantwortung in dieſen wichtigen Dingen bewußt iſt. Die Direktionen und Vorſtände der Höheren Schulen und Fachſchulen, ſowie der Kreis⸗ und Stadtſchulämter werden erſucht, die Tätigkeit und Erfahrungen ihrer Anſtalten bezw. der Schulen ihrer Dienſtbezirke auf dem Gebiete der Familienforſchung bis ſpäteſtens 1. Juli 1934 kurz darzulegen. In dieſem Bericht ſollen gegebenenfalls auch Anregungen über die wei⸗ tere Ausgeſtaltung der Pflege dieſes Gebietes gegeben werden. 5 Mannheimer Kunſtperein, L 1, 1: 11—13 Uhr und 14—16 Uhr geöffnet. Ausſtellung von Werken Mannheimer Künſtler. Muſeun für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: 11—13 Uhr geöffnet. Montag, 25. Dezember 1933 Nationaltheater:„Die Wunderfeder.“ Weihnachts⸗ märchen von Eckelmann. 15 Uhr.„Königskinder“, Muſikmärchen von Engelbert Humperdinck. Miete A. 19.30 Uhr. Roſengarten:„Die Metzelſuppe.“ Auguſt Hinrichs. 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr: Vorführung des Sternprojek⸗ tors. 17 Uhr Vorführung mit Lichtbildervortrag „Ein Ausblick in das Weltall.“ Arbeiter⸗Bildungs⸗Verein e..: Weihnachtsfeier im großen Saale der Liedertafel, K 2, 32. 19 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tanzkabarett. 20.15 Uhr Das große Weihnachtsprogramm mit Gaſt⸗ ſpiel Marietta Lenz. Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof, Kabarett Libelle. Pavillon Kaiſer, Wintergarten. Komödie von Stündige Darbietungen Stäüdt. Schloßmuſeum: 11—16 Uhr unentgeltlich ge⸗ uͤffnet. Sonderausſtellung: Deutſche Volks⸗ hräuche. Stüdt. Kunſtholle: Geſchloſſen. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: 11—13 und 14—16 Uhr geöffnet. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Geſchloſſen. Dienstag, 26. Dezember 1933 Nationaltheater:„Die Wunderfeder.“ Weihnachts⸗ märchen von Chr. Eckelmann. 15 Uhr.„Aida.“ Oper von Verdi. Miete E. 19.20 Uhr. Roſengarten:„Die Metzelſuppe.“ Komödie von A. Hinrichs. 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprofek⸗ tors. 17 Uhr Vorführung des Sternprojektors. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tanz⸗Kabarett. 20.15 Uhr Das große Weihnachtsprogramm mit Gaſt⸗ ſpiel Marietta Lenz. Tanz:“ Palaſthotel Mannheimer Hof, Kaharett Libelle, Pavillon Kaiſer, Wintergarten. Ständige Darbietungen Stüdt. Schloßmüſeum: 11—16 Uhr geöffnet. mäßigter Eintrittspreis 20 Pfg. lung: Deutſche Volksbräuche. Städt. Kunſthalle: 11—16 Uhr: Chriſtbaumſchmuck und Weihnachtstand aus alter und neuer Zeit, verbunden mit einer Krippenſchau. Mannheimer Kunſtverein, L I, 1: 11—13 und 14—16 Uhr geöffnet. Ausſtellung von Werken Mannhei⸗ mer Künſtler. Er⸗ Sonderausſtel⸗ —8 und Weihnachtstand aus alter und neuer Zeit. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: 11—13 und 15—17 Uhr geöffnet. weihn FPSSS Ar Wir kön ſehen, we ter, die u löſchen m den tauf Himmel. Auch üben tes Weih die tauſer die wir haben un Weihnacht nichts zu ſchen aus Mit der! in der hi ſchen, die Dolk zum Ehre nim Die ſagt Gewalt o drückung will. Wir haber ſon nach( gen wollt und daru mit der Wohlgefal nachten 1 Klaſſen ze Nie klan Zeilen de Bekundun Not, als der Gottl der Inhal tiſch abh Menſchen ſitzenden 1 Die Cüger Deihnacht purde gel Dann Kar nit ſchwe kamen— Tages, d nacht— Zeit habe burt— 3 göttlicher Güte ausf deren Si war; Mer Nach ihne geber vo Hände jed gehen mi Weiſung e ur u un e Weihr Hiſtori Je weiter aus dem Flockenge Eis verm fährt in d begleitet Cuiſe iſt k bleiches( ſich auf jet fen der laispferde dünn, und gerafft, w „Majeſtät Moltke m „Das ſch kränker.“ „Majeſtät „Ach nein endlich m „Majeſtät niasberg „Herrlich, der Segen Ein Ruck Schnee, u ſind abge nicht meh Moltke ſy mit einer ſchuhen z ⸗Ausgabe ——— t, hat eß zuzaubern. en/ſprun⸗ der Weih⸗ iß voraus, die Gewiß⸗ ne einzige itsgemein⸗ emeinſchaft Turnhalle Menſchen nermüdlich ürſorglichſt ie unzähli⸗ ender, Pa⸗ von Herrn vermitielt mit Ge⸗ tsgabe er⸗ Reuther Rede, die * n die Ver⸗ rau—Knie⸗ ngen wird immungen ich'n beim bei Lahr— enweier. ührung ht eſtelle der itlerjugend das Tra⸗ om 31. 12. 1. 1. 1934. uende Po⸗ lnordnung ind Jung⸗ ung dieſer die Ueber⸗ laſſen. chule Dr. Wacker zehrer der Fachſchu⸗ einen Er⸗ rſchung in ührt, daß Dr. Frick ſt, Raſſen⸗ milienfor⸗ en aufzu⸗ ht es aber bei allen auf dieſe le Weiter⸗ igen Fra⸗ ſtufe ent⸗ damit ſich hortung in r Höheren kreis⸗ und Tätigkeit bezw. der n Gebiete 1. Juli icht ſollen die wei⸗ Gebietes — 3 Uhr und on Werken Zeughaus: Weihnachts⸗ tigskinder“, zinck. Miete iödie von öternprojet⸗ ldervortrag htsfeier im 19 Uhr. ett. 20.15 mit Gaſt tett Libelle, geltlich ge⸗ he Volks⸗ ind 14—16 Zeughaus? Veihnachts⸗ .„Aida.“ Ihr. ie von A. ternprojek⸗ projektors. lrett. 20.15 mit Gaſt⸗ ett Libelle, fnet. Er⸗ derausſtel⸗ rumſchmuck ſeuer Zeit, nd 14—16 Mannhei⸗ Zeughaus: weihnachtsbeilage Seite 2 „Balkenkrenzbanner“ sonnta g, 24. Dezember * Auch über der Großſtadt leuchten Gottes Sterne Wir können ſie aber erſt dann klar ſehen, wenn die vielen künſtlichen Cich⸗ ter, die uns in die Gugen brennen, er- löſchen und unſer Auae ſich erhebt von den tauſend vielfachen Bildern zum Himmel. 5 Guch über unſerem Leben leuchtet Got⸗ tes Weihnachtslicht. Wir müſſen nur die tauſend falſchen Lichter auslöſchen, die wir Menſchen daneben anaeſteckt haben und die Weihnachten verfälſchen. weihnachten, Gottes Weihnachten hat nichts zu tun mit dem, was die Men⸗ ſchen aus dem Chriſtfeſt gemacht haben: mit der Cüge, die ſagt„Ehre ſei Gott in der höhe“ und den einzelnen Men⸗ ſchen, die einzelne Klaſſe, das einzelne bolk zum Gott macht und anderen die Ehre nimmt. Die ſagt„Friede auf Erden“ und mit Gewalt oder Betrug Unrecht und Be⸗ drückung zum Dauerzuſtand machen will. wir haben dieſe Cüge erfahren, als Wil- ſon nach Europa kam, den Frieden brin⸗ gen wollte— einen Frieden der Cüge, und darum keinen Frieden. mit der Cüge, daß„den Menſchen ein Wohlgefallen“ werde, während an Weih⸗- nachten die ganze Bitterkeit des in Klaſſen zerriſſenen Volkes zutage trat. nie klang echtere Bitterkeit aus den Zeilen der Grbeiterzeitungen, und den Bekundungen der Organiſationen der Uot, als an Weihnachten; nie der Haß der Gottloſen unerbittlicher. Solange der Inhalt der Weihnacht vom Geſchenk- tiſch abhing, mußte dieſes Jeſt die menſchen trennen in die glücklichen Be- ſitzenden und die Enterbten. Die Cügen müſſen abgetan werden an weihnachten. Der herr der Welten purde geboren in einem Stall. dann kamen die Hhirten. Menſchen, die git ſchweren Schritten von ihrer Arbeit bamen— gebräunt vom Gluthauch des Tages, durchſchüttelt vom Froſt der nacht— einfältige Menſchen, die aber Seit haben zum Staunen über eine Ge- burt— zu lauſchen in das Geheimnis göttlicher Schöpfung; deren hände mehr Güte ausſprechen konnte als ihr Mund; deren Sinn ſchlicht und unverbogen war; Menſchen mit einfältigem Herzen. Uach ihnen kamen die Weiſen. Die Kat⸗ geber von Königen— durch deren Hände jede Opfergabe an die Gottheit gehen mußte, deren Mund göttliche Weiſung kündete; deren Derſtand ein⸗ 22222222222299b999NNDLÄÄ83 weihnacht auf der Flucht hiſtoriſche Skizze von J. Caube. Je weiter nach Oſten, deſto mehr wird aus dem naſſen Schnee des tagelangen Flockengeſtöbers ein harter, kalter, mit Eis vermiſchter. Tuiſe von Preußen fährt in der ſchlecht ichließenden Kutſche, begleitet von der jungen CTruchſeß. Cuiſe iſt kranb; ängſtlich drückl ſich ihr bleiches Geſicht an die Scheiben, wenn ſich auf jeder Station das wüſte Schimp⸗ fen der ochl orhebt, die keine Re- laispferde geben wollen. Ihr pelz iſt dünn, und die Decken, eilig zuſammen⸗ gerafft, wehren der bitteren Kälte nicht. „Majeſtät ſind krank“, ſagt die junge Moltke mitleidig. „Das ſchon, aber mein Karlchen iſt kränker.“ „Majeſtät frieren.“ „Ach nein, ich alühe, glühe, ich werde endlich meine Kinder wiederſehen.“ „Mafeſtät werden Weihnachten in Kö- niasberg mit den Kindern feiern. „Herrlich, Tiebſte, meine Kinder ſind der Segen meines Cebens.“ Ein Ruck, eine elende Station. Schnee, Schnee, unendliche Weiten.„Die Pferde ſind abgetrieben, Majeſtät, ſie können nicht mehr. Die arme Kreatur!“ Die Moltke ſpringt heraus, ſie ſtößt beinahe mit einem großen Tümmel in Stroh⸗ ſchuhen zuſammen.„pferde für die 2222222222222229%%% Q9S9%QQS⁰ꝓͤnAꝓD=. L L, aber die lehnt mit geſchloſſenen Kugen getaucht war in die letzten Geheimniſſe, die Menſchen zugänglich ſind. Sie brachten könialiche Gabe— aber beina“⸗ ouch den Tod. Sie lenkten he⸗ rodes auf die Fnur des Kindes. Hero⸗ des, den eine Kette von Derbrechen zum König gemacht hatte, der beſeſſen war von dem Mißtrauen und der Kachſucht des Derbrechens— der ſeines oberſten herrn, des Kaiſers Gu⸗uſtus würdig war. Guauſtus, ein morſcher Hherr über eine ſterbende Welt, der ſich göttlichen Glanz gab, um ſeine Jämmerlichkeit zu verbergen; der ſich göttliche Autorität verlieh, während ſein Reich ſchon in den Fundamenten zerbarſt, und dem jedes berbrechen erlaubt war, wenn es galt, ſeine Macht zu ſtützen. Der Tod lauerte an der Krippe Jeſu. So iſt die Chriſtnacht geweſen— nicht mit Girlanden verziert. In ihr ſtrallt einzig das Cicht, das aus Gott ſtammt. Es leuchtet in die Welt: kündigend, daß dieſe Welt nicht ſterben, nicht in der Dunkelheit der Gottesferne erſtarren ſoll— ſondern zum Leben ge⸗ rufen iſt. Sein Strahl fällt auf die Tiere; die un⸗ ſchuldigen Opfer unſeres Lebens, die Königin!“ Eine Rotte zerlumpter Wei⸗ ber und Kinder umdrängt den Wagen, ſie heben die hände, grölen:„Hunger, Hunger!“ Die Moltke blickt zur Königin hinüber, im Wagen, ihre blaſſen Tippen formen Worte.„Fritz, lieber Fritz, löſe Dich von den unfähigen Männern, nur den — Stein...“ hört die Hofdame. Dicht vor Königsberg umringen hHuſa⸗ ren und Ruſſen die Kaleſche.„Wirr ziehn gegen Sattan, Uapolium“, ruft ein Koſak freundlich arinſend in das Jenſter.„Ach, ja“, ſeufzt die Köniain, und ſie beuat ſich hinaus:„Schlieben, Sie hier! Wie geht es meinen Kin⸗ dernꝰ“ „Maieſtät, ich weiß eine gute Botſchaft, hufeland erklärte heute den Prinzen außer Gefahr.“ „O Gott, gütiger Gott!“ weinte die Kö⸗ nigin heftig auf. Im verſchneiten Königsberg iſt trotz des Krieges helles Weibnachtstreiben. Bu⸗ den und Büdchen haben ſich aufgetan und bieten Lebkuchen, Chriſtbaumtand und die Seliakeiten der Kinder, das Spielzeug, feil.„O, ſieh, liebe Ma⸗ rianne, ſieh!“ ruft die Königin, und ſie lacht wie ein wundergläubiges Kind, Weihnachtszau⸗ erl“ 22727272222227227222• 2◻.OC◻%ÄUQUQUCQC 3 N 8 L R 5 N N N N N * N N N A A N d N N N R N N 8 N N N N N N N N N N N N 5 N N N N N 8 N N N 8 8 85 ———— nadonna mit den Jeſuslind uns Menſchen dienen und für uns ſter⸗ ben müſſen— und die oft ſtumme Zeugen menſchlicher Grauſamkeit und Roheit ſind. Ddas ſtumme Seufzen der Uatur bekommt eine Derheißung: mit der Menſchheit einmal erlöſt zu werden. Sein Cicht ſtrahlt in das Leben der ein⸗ fältigen hirten— und ſtrahlt ſeither in das Leben jedes Menſchen mit ſchlich⸗ tem, ehrlichem Sinn: nicht iſt die Er⸗ kenntnis Gottes oebunden an menſch⸗ liche Verſtandeshräfte; nicht iſt ſie ein borrecht eines Standes, einerbildungs⸗ ſchicht. Sie iſt kein Dorrecht, ſondern Geſchenk— wie alles Große und hehre nur Geſchenk freier, gebender Ciebe ſein kann. An ihrer Grbeitsſtätte hat Gottes Ruf die Hirten erreicht:und als ſie das Kind geſehen und angebetet hatten, kehrten ſie wieder um— an den Platz ihrer Gr⸗ beit. Sie waren ſich fortan nicht zu gut für das Werk ihrer hHände. In unſerem täglichen Beruf will uns Gott begegnen. Uicht in frommem, weltflüchtigem Müßiggang: in der werkſtatt wie auf dem Gcker— im Kontor wie in der Gelehrtenſtube will Gott einkehren— keine ehrliche Grbeit „Dort iſt ſchon das Schloß, Majeſtät!“ „Marianne, ſeien wir Kinder! Wir ſteigen aus, und ich kaufe ein. O, der herrliche, herrliche Chriſtfeſtſegen!“ Tuiſe geht auf eine Bude zu und kauft ſelig Püppchen, Soldaten und Schach⸗ teln, liebe kleine Tiere, auf gefärbtes Moos gebettet, auchsüßigkeiten, Chriſt⸗ roſen und einige Büchlein, roſa gebun den, mit Holzſchnitten. „Das Schloß, Majeſtät!“ „Ja, Marianne, ja.“ Ceicht ſteigt Preu⸗ ßens ſchönſte Königin in den Wagen. Im Schloß iſt es kalt und finſter. Es ſteht die boß zum Empfang bereit. meine Kinder!“ ruft bebend Tuiſe.— „Hier, majeſtät!“ Die Doß öffnet eine Cür. Wie Weihnacht iſts, wie im him⸗ eeee ee, 222222 2˙29OS◻⏑SSQQOQQOOOOO 5 22e22SSSe Z . e . ——— .———3232R trennt von Gott— macht unfähig, ſeine Stimme zu hören. Gerade, wo ſich der Menſch durch Grbeit und treuen Ein⸗ ſatz frei macht von allem faulen Spiel der Fantolie und jeder frommen Ge⸗ fühle, da iſt er am eheſten fähia, Gottes Spuren zu erkennen. Es mag die ver⸗ borgenſte Arheit ſein— ia es hann die Hrhoit des Loidos auf dom Kronken⸗ lager ſoin— Fott hommt in die Krmut die Derlaſſenheit— denn er iſt die Liebe. Die hirten ſtehen am Gnfang der menſchlichen Geſellſchaft. die Weiſen an ihrem Ende: auf der höhe menſchlicher Kultur und Wiſſens— trotz der ſelt⸗ ſamen mese ihres Geiſtes ſind ſie nicht ausgeſchloſſen. Gottes Ciebe umfaßt den aan-on Krois des menſchlichen Da⸗ ſeins. Die Meiſen werden klein vor dem Kind— ſie legen die Prieſterbinde und den Golohrlarwontol oh. Sie be⸗ ten an— n im Fohet werden ſie Brü⸗ der der ſchlichton Hirten. BRber— das iſt das aroße Khema der weltaeſchichte: wo das Licht Gottes ſcheint. muß es mit der Finſternis kämp- fen. Wo Gottes Tiebe und Mahrbeit am Werve ſind. wohrt ſich des Menſchen Eiaenſucht und ſein Hana zur ber⸗ ſchleierung— ꝛn Unmahrhaftiakeit und Unechtheit. Kein hHerodes und kein Anauſtus weicht kampflos vom Chron und wahre Liebe kann immer nur kämpfend ſich durchſetzen. Darum iſt ſie das Kennzeichen eines männlichen, ſtar⸗ bon Polhos. Es iſt Adolf hHitlers Weihnachtshot⸗ ſchaft»oweſen, daß er den Kampf an⸗ ſaate für Deutſchlands Ehre. Denn Ehre hat man von Gott und iſt darum gehalten, dieſe Ehre zu verteidigen. Dann kann auf Frden Frieden werden, wo die Ehre der NUächſten geachtet mird als Gottes Gabe. Dann kann Wohl⸗ aefallen unter den Menſchen ſein. menn ſie auf den Knien vor Gott zu Brüdern werden. Diel Cichter ſind notwendia. um das Dunkel des Lebens zu erhellen. um die herbe Rinde, die Eigenſucht, Derbitte⸗ rung. Enttäuſchung um die herzen ge⸗ legt hat, zum Szmeſzen zu brinoen. Das norwögon dio folechon. haſton Cich- ter, die ſo tonſendfach angeſteckt wer⸗ den. nicht. Das kann nur die heilige, göttliche Weihnachtsliebe, die ſich ver⸗ zehrt im Leuchten für die ondoren. Guch über der Großſtadt leuchten Fottes Sterne, auch unſerem Leben ſcheint das Weihnachtslicht. Cölli. 222222822828282822222222222222222222227 —————————— mel, da ſind ſie alle, unter dem Schein einer kleinen Tampe.„Mutterchen“, ruft es ſchwach aus dem Bett. „Karlchen!“ weint und bebt, ſie herzt das kranke Kind. Der Kronprinz iſt ſchön, ſeine unruhi⸗ die Königin Eniet, ſie gen Gugen funkeln.„Mama, hier ſteht er, der Uapoleon aanz allein beſiegen wird. Wenn Delbrück mir widerſpricht, wird er abgeſetzt.“ 5ch laſſe den delbrück nicht abſezen⸗ ſagt der zarte prinz Wilhelm,„nicht wahr, Mmutterchen? Man muß dank⸗ bar ſein.“ Cuiſe ſtrahlt, lacht, die Kin ⸗ der, die Kinder! „Mama, wenn ich die Truppen führen könnte, ſo würden die Dreußen ſiegen.“ „Ja, Ciebling, ganz ſicher.“ Der König tritt herein, er ſtutzt, ſieht die Königin ſcheu an. Seine hohe Ge⸗ ſtalt iſt gebeuat.„Unter ſo ſchauder⸗ haften Umſtänden, Cuiſe..“ „Es iſt Weihnacht, Fritz!“ „Teure Frau, und ich habe keine Gabe für Dich.“ „Ich weiß eine große Gottesgabe“, flü⸗ ſterte Cuiſe. „Sprich!“ „Den Stein mußt Du zum Miniſter ma⸗ chen und den hardenberg.. „Den Stein. den finttorn Rüpel, Tuiſe?“ brauſt der Könia auf. „Den Stein, Fritz! Ich will...“ „man ſa⸗t, Du haſt poli“““* Hiſionen, Tuiſe. Man ſagt, Du wärei ein klü⸗ gerer König gemorden als ich.“ „Den Sein „Ich ſchonk ihn Dir“, ruft der König jäh.„Meinen hHandſchlag drauf.“ Dom Königsberger Dom läuten die Glocken das Chriſtfeſt ein und— n hiſtori⸗ ſchen Gugenblick: Dreußens Hufſtieg iſt im Rat der Ewigkeit beſchloſſen. —.— auun ineeiununmmmmnmmummnmmummummummmmnmmmmmnmummummmummumunmummummnmmmmmmummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm e Weihnachten 185 Verlobungs-, Vermählungs- und SemiſienAngulgev des„Hakenkreuzbanner“ Deut ſch 3 oeeme. —————————— S Anneliese Nuß Waälter Hesse VERionec⸗pi 22 Lissi Ziegfer Fronz Rulond Verlobie Nonnhelm, Eichendorſfsir. 46, Lenoustr. 220 Welhnochten 1933 11641“% „ HANNHEIN 7 25 Vhhoriesir, 31 —¹ 45 N Lell Korlen Als Verlohie grüßen: Friedi Welbschädel Naris Sdimicdi Julius Fischer Baonkbeomier Ernst Herbig Verlobte Nonnheim · Waldhof Rheinvillenstrobe 6 Eisenslrohe 7 Glossir. 2l Welhnschlen 1933 Welhnochten 1933 9654 · 12151- J 4 13 Staft Korten 9 Elfrĩiede Hillenbrand Kuni Dehling Hons Wöhrle Richard Warienlſghg Verlobie Verlobie Nonnhelm Hersbrude Nannhelm Welhnschlen 1933 Welhnachten 1933 11725——— r 5 NMarie-Luise Klanłk Elisabein Nußig Dietrĩdi Lefferer Georg Henn Verlobie Verlobte Heldelberg Fanghelm Nonnhelm Welhnochten 1933 Zingaghäſenst. 16 U 5, 21 o0⁰85• Welhnschten 1933 C15058-— Stott Karten Wir hoben uns verlobl Flisobet Pfeffinger Köthe Schmich Fritz Heberle Kärl Madits Verlobie Ladenburg Nannhelm Monnhelim Bodustrohe? Nonnhelm—— Welhnochkten 1933 22.+„ 5 Als Verlobte grüßen: Emmy Rabold Eduard Bõöhmer Nonnhelm Welhnochten 1933 12036 J *⏑ f 1 Jiolt Lerten! Als Verlobte grüßen: Friz Dippel Hilde Nleßmer Hilde Navyer Hons Neier Vermählte—— dufgen Nannheim Welhnechten 1933 Wase 1933 778K 5813K/ A 5 AisVerlobie grũben FErna Rhein Erna Schneider Wolter Benzing 11 Verlobie Wuhelm Nunier Nonnhelm Schu/ enningen a N. Nonnhelm Fronkenihel Qu 3. 8 Fobriluſr. 2 Welhnochten 1933 Welhnochfen 1933 17002•% 6702K/ Lins Fehl NMario Fehl Heinrich Beulel Willy Küsiner Verlobte 3 Solronstrobe 17 Solronslrobe 17 5 Foſronsſroße ſ7 Welhnechten 1933 Ke 14%6— Die Aussteuer wie Bettu/sche Leibwäsche Tischwäsche Gardinen Dekorationen reppiche finden Sie in unerreicht großer Aus- wWöhl, in àllen preislagen und trotz- dem ⁊zu Zahlunęgsbedingungen, die Ihnen die Anscheffungę überèus leicht mochen, bei 8 Ehestandsderlehen und Bedorfsdeckunęs- scheine v/erden in Zahlung genommen die schõne Kuche von uns! Küche caronns-pine) bestehend àus: Büfett mit Kühl- Schrank, Anrichte, Tisch, 2 Stühle, 1 Hocker, òàlles mit Linoleum aus- gelegt, Schranł mit Kassettentüren schon für. Mk. 180.— — Guter Schlaf ist Wichtig. Vir legen besond. Wert auf beste Verörbeitung unserer Schléfzimmermöbel! bestehend àus: Schrönk 180 cm, mit innenspiegel, 2 Bettstellen, 1 Frlslerkommode mit dreiteiligem Spiegel und n 2 Nochttischen mit Glôs, 2 Stühle bon fn a. 350.- Zahlunęserleichterung! ö Haumeime äamaasseisctars Schwetzingerstr. 2224 dm Tötters 311 Ehestendsderlehen und Bedorfsdeckunęs- scheine werden in Zohlung genommen mmmnmmimmmmnmmmmmnmmmmumnmmmmmmnmmnmnmunninummnmmmmnmmmumimnnammnmmmmmmmmmummummumnmimmummmimmmmmimmunmmmimmmnmnmmimmummumimmmmnmmmmmmmmmmmummunmmmmunmmu — — Die Verlobung unzerer Tochler Nertho mi Herrn Friedrich Knoll beehren wir uns onzuzeigen. Karl Osten u. Frau Nartha geh. von Frellal Als Verlobie grũßen Northa Osten Friedrich Knoll rmgord Lang Hoans Benzinger ingenleur Verlobie Nonnhelm-Feudenheim Welhnechfen 1933 Soarbrũcken Honnhelm Welhnochien 1933 8 . 7 3 3 NMaris Jäger Friedrich Scimidt Verlobte Nannhelim Große Wiallstattstraße 13 Welhnochten 1933 A 11682³*+◻• 121⁵2.• 4 8 4 Käthe Hartridi lhre Verlobung geben bekonni: Karl Scheringer Lydis Joschim Verlobie Andreas Doll Nonnhelm 0 We erfoler n Welhnochften 1933 . +◻— 33 lhre Verlobung Als Verlobie grüßen: beehren sich anzuzelgen: fritZ Lang Georg Zimmermonn Nhm.-Rhelnau Uibanbnn Birkenou l. O. Welnhelm Sengelhofrir. 26 p 6, 12•15 Welhnechlen 1933 Welhnechten 1933 +— 1020ʃ K 11786 K lhre Verlobung 3* beehren sich anzuzelgen: Frĩieda Brüggemonn Erwin Herm ugust Knau 9 Verlobie hm-Nekarau Hemm(NHorhꝰ Welhnschten 1933 Welhnochfen 1933 22³3.— Ane N Als Verlobie grüßen: 3 hahen uns verlobl Johonna Nonnenmacher Line Nollert Kuno Lulz Dipi Kouſm. Emil Doy Nonnheim . 13 +2= gber Welhnechten 1933 •5041“ 12111* 4 Narihe Beck Werner Weitig, ingenieur geben lhre Verlobung bekennt 3 i Nittelstr. 74, Weihnochten 1933 5 Sfoft Korfen! Eriks Nayrer Hans Schweitzer Verlobie 3 Kepplersirobe 34 R 4, 9 2 Weihnedien 1933 3 2 Als Vermöhlte grüßen Fridolin Michels Liso NMichels geb. Keller Monnheim 2, 4 ◻◻ Welhnechten 1933 AillitluliluiiatuItiititraestitivuuttiutuuss . Pa. He ———— Jal *4 E AllilALittLfIvifzitzztzizzzzstzztzztzvszzseszt EIII +— 3 Helc ſhre beeh. Q 9 Als Als v Ai 12¹66 C O 7. 2 W A◻2 — Be Noaonnh ⸗Ausgabe ——— — 5 LIAAL Jr EfI oll nnhelm v e n nicdt 33 ——— 55 ekonni: n 1 40, 9 33 — 77 onn nnhelm 12˙15 3 aͤnn — — — — — — 3 — E 3. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ Sonntag⸗Ausgabe * AlllLlIiviztizszsiztzizwizeizzizitztzziztzast inee Vermöhlung beehren sich anzuzelgen: 3 Heinrich Koaufmann Nagdaleno Kaufmann geb. Lehm. Weihnachlen 1933& 46 Meonnhelm, Weldensfroßbe2 (Wiurzburq, Fronkiurt und Dormstodt Friedri Lehn Friedel Lehn geb. Groß „ grüßen als Vermäöhlte 24152K +⏑i2 NMeannheim, fleideiberd. Welhnsctfen 1933 *— . Or.phil. Fred Wiflmann Elsbeih Wittmann lhre Ver möhlung beehren sich onzuzelgen: Paul Hemmersbäch geb. Haßler Hella Hemmersbach Ver geb. Nlayer NMannheim NMoannhelm/ Meerwlesensir 21 Welhnochten 1933 Welhnachien 1933 Uuieo K 4M◻◻⏑Aẽů* 4 4 Als Verlobie grũßen: Käthe Börsig Otto Weller Lisel Bassemir Willy Wipfinger Kaufmann Verlobſe Nonnheim Secdcenhelm Schwelzlngen Welhnaochfen 1933 Welhnochten 1933 &12388 K 12¹78⁵ 3 7 5 Als Verlobie grüben- Else Urbansky Anny Zweidinger Georg Koch Ludvig Eifler WIh NMeonnhelm Nonnhelm Vereinsh. Liederlaſel U 3, 15 Welhnechfen 1933 Welhnochten 1933 12765 Nuz2 4 4 V Reia Esser Als Verloble grüßen: Karl Sattel Emma Hofmann Wilhelm Beelz 07 2 p Welhnachfen 1933 Ba, Vhm-Feudenhelm NMannhelm Welhnschten 1933 Woſſ⸗iodiersſroße 78 12¹80 e20522 W Hellmann & Heyd Wäsche-Aussteuern Annohme von Bedorſsdeckungsschelnen Nonnhelm Breltestrobe Qu! Gute Bett-, Tisch- u. Leibwüsche. Daunen-, Stepp- und Kamelhaardecken. Schlaraffia- Matratzen N 7 Emil Schulz C1. 16 Tel. 308 69 zwischen Rolheus und Theater 4 rpezlolgeschöft in Braulausslolſungen kauft die Braut nut im Spezialhaus bei Meiänerseiss N 2, 8 Kunststraſe Sillllllilztivitizvtztzzztztzzztztzzizzzzziizzszitzzvzzzzzzizzzziszzzilzzzzizzviiizzizizzziizzzizizzzzizzzitzzszitzzzkrzrikiesszizieszssrtkzzzzzezszizzskztzsirzzzztziezvzizzziizezziiizziirzzziiizzzzizvitizzzirizzzizzziziizzziziizzzzzzzzizzrimzzziizzzziszzimzznrnszvzzzzzirzzzsirzizizzrzrrzrrzzzvrizsrizzzrrzzzrirzzzrrzzzizzzvszzzztzzeziizzzvizzzizizzvszzasi 'äsche-Speck⸗ Horadeplalz 871.7 Spexlallfät: Braui- und Baby- Ausstottungen ktet Lutæl in Wol- u. Stricle/ Sren, in Herfenwösche, Krdgen, Kfd tten und die s chõnen pullover noch cie große Ausw/ahl Lina lutæmin nh. Körl lut2z 23 538 denn Lutz u. Quölitöt Z2v/ei Worte ein Begriff Der glücklichen Broul eln schönes Kleild nur vom Spezlalgeschöſt ſür Domenklel dung H DE WOl F, DO., Hormonie— NMöbelhaus NMeyer& Hahn lodef Sle zur Beslch- lgung der Möbel- Ausstellung ein (hintl. Heuptbahnhof) Bellensirobhe 2 Teleſon 25804 Spezialhaus für Leinen und Wösche empfiehlt Braut- Ausstatftungen in bewährten Qualitäten 24¹76 K Carl Norjẽ inn. O. Siub Qu 1, 17/18 Deutſche Weihnachten /955 Berlobungs-, Bermählungs- und Familien-Anzeiger des„Hakenkreuzbanner“ FilILILIzitiztzztzsttziizzszzitevizzizzizzu 43 N SUISE MAIlER ERNSIT GABER VERLOBIE 2 NANVVIEIN. WEIHNACHTEN 4 1933 C 44 Johanna Finłk Heinrich Vesper Verlobie Nonnheim Welhnochfen 1933 osss x 5 4 3 Frohes Weihnochts Fest und glückliches neues jJohr wünschl seinen Gösſen, Kunden u. Bekannlen KURT SCHNIU hre Verlobung zelgen on Gretel Wambsganss Ernst Tresselt NAennheim Frelburg l. Br. 3 Iriſelssir. 10 Konditorei u. Café H. C. Ihraner Welhnschten 1933 Mannheim Ci, 8 12179•„ 1084 K J 0 riemen Kkunden und Freunden ein rechi K frohes Fesfl (Qg. Gebhardi, Wäscherel, R 7, 38 5 5 *+⏑ Weidner& Weiß Das Speziolgeschäff für Wäsche⸗ NMannheim N.8 Ausstättungen Jul-Heil! wünscht die„Völkische Buchhandlung“ ihren deutschdenken- LllkilüttiIIILIzIiZIAIIZ den Kunden! „Völkĩsche Buchhandlung“ nordisch gerichtete, nationalsozialistische Buchhandlung des Hs-Verlages Mannheim, am Strohmarkt, P 4, 12 Verlobten empflefit Slch Mövel-Vertrieb Erzeuqnisse Süddeufscher Nöbelſobriken V. Scheide Sländige Ausstellung von cò. 100 Einriduungen Mönnheim, p 7, 9 H. Schwalbach Söhne Für lhre MOBEI NMANNHEINI 4 lam Friedrichspark) S CHWETZINGEN 4 Lon Korlen lhre Verlobung Fine Remmler beehren zich) osef H.§ chäfer Else Hogmaier Emil Hacæ ingenieur Verlobie Schw ehingen Zoo x Sehwe oros i Senwe. W. 9 3 Amaͤnda Bentzinger Emy Knedit Ernst Ringer August Grampp Verlobte grüßen ols Verlob e Schwelzlngen Nihm.-Frledrlchsfeld Welhnschten 1933 Schwelzlngen Welhnochten 1933 N10703 K Sdwie. N5821 K 3. Jahrgang Weihnachts⸗Ausgave Aufgabe Nr. 2 Th. Gerbec(„Deutſche Schachzeitung“ 1933) ————— ——— e, 2 2 2 4 n 7 Aes ,,— 3 Matt in zwei Zügen. Weiß: Kkhö6, Ths, Les, fs; Schwarz: Kas, T3I, Ba2, b7, e2, d2, Ein netter Gedanke in graziöſer Form ohne beſondere Schwierigkeit. Löſungen und evll. Anfragen oder Anregun⸗ gen werden unverzüglich im Briefkaſten beant⸗ wortet werden. * Der Leiter der Problemabteilung des Mann⸗ heimer Schachklubs, H. Ott, gibt bekannt, daß ſich an dem ab 1. Januar 1934 beginnenden Problemlöſungsturnier auch Nichtmitglieder be⸗ teiligen können. Gelöſt ſollen werden die je⸗ weils in der Schachecke des„Hakenkreuzban⸗ ners“, des„Mannheimer Tageblatts“ und der „Neuen Mannheimer Zeitung“ erſcheinenden Aufgaben, die als zum Löſungsturniet gehörig gekennzeichnet ſind. Für die teilnehmenden Mitglieder ſetzt der Klub Preiſe aus. Außerdem beteiligt ſich die Problemabteilung korporativ an dem Lö⸗ ungsturnier der„Deutſchen Schachzeitung“. äheres im Klublokal„Harmonie“, D 2, 6. Ein ſchneidiger Rochadeangriff Aus dem Klubturnier des Mannheimer Schachklubs Weiß: Baus. Schwarz: Guth. l. e2—eg, c7e5; 2. 8Sg1— f3, öbs—oob: 3. Lf1— C4. Gewöhnlich pflegt man in der Sizilianiſchen Eröffnung, einer uralten Kampfpartie, mit d4, ed47, Scha: fortzufahten oder mit 2. Scs und 3. S 3 eine Diagonalläuferſtellung anzuſtreben. Der geſchehene Zug iſt beſſer wie ſein Ruf. Schw. hat gleiche Chancen, muß aber vorſichtig verfahren. ...„ e7—e6; 4. Shyl—cs, Sgs8—e7. In der Erkenntnis, daß auf 8f der Vorſtoß e5 ſtören würde. Aber nicht jede Erkenntnis iſt richtig. Auf es käme nämlich Ss841 beꝛ, her7 mit Bauerngewinn, da Sbs an der Ant⸗ wort Dbs wirkungslos verpufft. 5. d 2— d4. Mehr Entwicklungsſchwierigkeiten hat Schw. mit d3 und auf ab einfach a4. 5..., Cd 4; 6. SfzXd4, Scõcd4; 7. Dd1& 44, Se7— c6; 8. Dd4— d1. Zweckentſprechender iſt Des, um den Läufer nicht nach os zu laſſen. Wenn dann bö, ſo Dg3. 8.„„„„„Es—e. Duas aktivere Los iſt wirkfamer. 9. b2— bs. Nüchterner zwar, aber auch ſtellungsgemäßer, ſieht Les aus. or⸗0. Hier mußie ſofort das Loch auf der Diagonale wahrgenommen werden. Nach 1. f6, I. b 2, Dad, hd2, Sd4 droht b7—b5 nebſt(bf und Enigegenſetzen des freiwirkenden Antagoniſten. 10. f2— f4, d7— d6; 11. 0—0, b— 6. Immer noch war 115, freilich nicht mit der⸗ ſelben Ausſicht, vorzuziehen. 12. Lb2, LD7: 13. Bd1—x4, Le7-—t0; 14. T4 1— 4, Droht jetzt e 4—e5. 14..„ L 16— d447 Guth ,, S C e f b 4 Baus 15. TdI1XdA1 ſich möglichſt umgehend Karten zu beſorgen. Verteidigungsmitteln eine arge Schwächung der Rochadeſtellung. Alſo eine vorbereitende Hon⸗ bination, die um ſo höher zu bewerten iſt, da direkte Schädigungen nicht vorauszuberechnen waren. 15.%„ 866Küs; 16. Scz—dz 26—053 17. Sböxda:, eBXd4; 18. Lh2K d4, 27—36; 19. f4—f5, d6— d5. Erzwungen, denn es drohte fa6:, Dg 6 Ah. 20. f5X&g6, h74g6; 21. DZ4—h3! Vermeidet den verführeriſchen Zug L6(um Duh4 nebſt Matt folgen zu laſſen), denn Schw. würde durch Dameopfer, alſo Uf6: Tf6., do4: noch lange Widerſtand leiſten können. 21..., f7—f6; 22. Dh3—e6rf, Kf8—7; 23. e 4K d5, Lb7— es. Ein guter, ja der einzige Verteidigungszug. Nicht nur f6, auch 36 war ſchwach und ſollte mit Dza und Las(wenn Dame Des, ſo h251 und k6 oder 26 fällt vernichtend) entſcheidend angegriffen werden. 24. De6— e3]1 Will im Sinne der Anmerkung D35(der Bauer f6 iſt ja gefeſſelt) nebſt Ld 3 ziehen. 24...„ Lo8— 15. hg•, 25. Tf1 XK f511 Das zweite Qualitätsopfer! Mit dieſer ſchö⸗ nen Inſpiration verrät Hert Baus nicht nur ungeſtümen Angriffsdrang, ſondern auch echtes Schachgefühl. Die Läuier ſind tatſächlich ſtür⸗ ker als die Türmel 43 25. g6 X k5. 26.)e 3— 57T, K37— 17. Auch andere Königszüge ſind von Uebel, z. B. K h7, ſo Di5 +,„ Kß7 Las Tus(was ſonſt?), bg6 r nebſt Liö:. 27. 45— 46, Kf7— ed, 28. Dgz5— e3, kKes— d7. 29. Des— e6. K4d7— c6. 30. Lc4— d5, Kc6— b5. 31. Des— e27 nebſt Matt in zwei Zügen. Eine ſehr ſchöne Paxtie, die manchem Spit⸗ zenſpieler Ehre machen würde! Aus aller Welt Dem rheiniſchen Schach ſteht demnächſt ein ſih wo Ekeignſt bevor. In—— treffen ch vom 29. Dezember biz 4. Fanuar die ſtärk⸗ fan ieler der rheiniſchen Verbände. Rhein⸗ and⸗Weſtſalen entſendet Bernards und Engels ſche eldorf), Köln Kieninger, der Mittelrheini⸗ che Schachverband Dr. Adam, vom Saargebiet Haas, von Baden Huſſong, von der Pfalz Hein⸗ rich. Zu erwarten iſt, daß der Kölner Schach⸗ verband, die Pfalz und Bäden noch einen zwei⸗ ten Vertteter teilnehmen laſſen wird. ſind die deutſchen Meiſter Engels un ger. avorite Kienin⸗ Wertvolle Ehrenpreiſe liegen vor. ——————— Anordnungen der! nsDAp (Redaktionsſchluß der Parole⸗Ausgabe täglich 19 Uhr, für die Sonntags⸗Ausgave ſpäteſtens Samstag⸗ vormittag 9 Uhr). PO riedrichspark. Unſer Geſchäftszimmer iſt in der Zeit von Weihnachten bis Neujahr geſchloſſen. Rheinau. Mittwoch, 27. Dez., 20.30 Uhr, Amts⸗ walterſitung im„Bad. Höf“ für Zellen⸗ und Block⸗ warte. BdM Sozialamt Sümtliche erwerbstoſen Mädels im Bom haben ſich S0 Kimgen Arbeitsämtern zu melden: Schwetzingen mit Brühl, Ketſch, Plankſtadt, Ofters⸗ heim am Donnerstag, 28. Dez. 1933, vorm. 9 Uhr: Hockenheim mit Reilingen, Reulußheim, Altlußheim am Donnerstag, 28. Dez. 1933, vorm. 11 Uhr. Ladenburg mit Neckarhauſen, Edingen, Schriesheim am Freitag, 29. Dez. 1983, vorm. 10 Uhr. Seckenheim mit Friedrichsfeld, Ilvesheim am Mitt⸗ woch, 3. Jan. 1934, vorm. 10 Uöyr. Mannheim: Innenſtadt und die noch nicht erwähnten Vororte vom N. bis 30. Dez. 1933 jeden Vor⸗ mittag. Jungmädelgruppe Humboldt. Antreten ſfümtlicher Scharen am Sonntag, 24. Dez., um ½4 Uhr an der Humboldtſchule zur gemeinſamen Weibnachtsfeier, enFubkpel Kirchgang. udenheim. BoM und Jungmädels(ev.) treffen ſich am Sonntag um%6 Uhr in der Eberbacher⸗ Straße zum gemeinfamen Kirchgang. Die Zeiten betr. Patenſchaften nicht vergeſſen! Kampfbund für deutſche Kultur Der Kartenverkauf für das Konzert am 6. Januar „Deutſcher Opernabend. Erſte Feierſtunde der Deut⸗ ſchen Arbeitsfront. Nach der Arbe't“ hat begonnen. Die Karten werden zu einem Mindeſtpreis von 50 Pfg. abgegeben. Wir machen beſonders auf die⸗ ſes Konzert aufmerkſam und bitten alle Mitglieder, Deulſche Arbeitsfront IIdem Klub 3 Punkte abzunehmen, die für den Mannheimer Aerzte und Apotheken Schachweltmeiſter⸗ ſchaften in Mannheim Wie wir ſoeben erfahren, iſt es dem Landes⸗ beauftragten Kraft gelungen, einen Teil der Schach⸗Weltmeiſterſchaften im Frühjahr kom⸗ menden Jahres nach Mannheim zu bringen. Die Meiſterſchaft vom Nieder⸗ theiniſchen Schachbund erſtritt nach einem Stichkampf gegen Bruckhaus Engels. 4* Die Meiſterſchaftvon Weſtamerika Lem Fine vor dem Favoriten Dake. Mit em 2ljährigen Sieger iſt den Vereinigten Staaten ein neues Schachtalent erſtanden. Als Teilnehmer an dem traditionellen Weih⸗ nachtsturnier zu Haſtings werden ge⸗ nannt Dr. Aljechin, Flohr Lilienthal, Miß Menſchik, Alexander, Michell, Sir Thomas, Tylor. Flyhr ſpielt zurzeit mit dem ſowjetruſſiſchen Meiſter Botwinik einen Witlampf. Zur⸗ zeit meldet man ein Ergebnis von 2 Siegen für Flohr und 4 Remiſen. Ns-Schachgemeinſchaft kreis Mannheim Abſchluß der Vorrunde um die Kreismeiſter⸗ ſchaft der A⸗Klaſſe Am Sonntag, 17. Dezember, wurde das letzte Spiel zwiſchen Mannheimer Schachklub und Feudenheim ausgetragen. Feudenheim hat die Gelegenheit wahrgenommen, ſich den 2. Platz zu holen. In einem harten Kampf gelang es, 2. Platz auch ausreichend waren. Somit hat der Mannheimer Schachklub ungeſchlagen mit großem Vorſprung ſeine alte Spielſtärke erneut bewieſen. Bei Feudenheim und Neckarau hat der „eigene Platz“ bereits ein kleines Plus gegeben — denn auch beim Schach hat in dieſen Wett⸗ kämpfen die Platzfrage eine wichtige Rolle ge⸗ ſpielt, da der Gaſt immer an ſämtlichen Bret⸗ tern die ſchwarzen Steine hatte! Die dichte Reihenfolge von Feudenheim, Waldhof und Neckarau beweiſen, daß alle drei Vereine ſich ziemlich ebenbürtig ſind. Dasſelbe trifft wohl auch bei Käfertal und Turm zu, die beide mit gleicher Punktzahl die Vorrunde beendet haben. Tabellenſtand nach Abſchluß der Vorrunde 1. Mannheimer Schachklub. 41 Punkte 2. denheim.„ 27„ Sahef„ eran.. 3 6. Turm, Mannheim ι⏑ι⏑ 16 75 zuſehen, Hſ„ Huſſong mit 5 Punkten aus zu ehen, H. Huſſong mit 5 Punkten aus fünf Partien die Führung übernommen. An 2. und 3 Stelle folgen mit je 2“ Punkten Ochs, Neckarau und Horſt, Käfertal, mit 2 Punkten Tunnat, Tum und mit je 1% Pkt. Held, Waldhof und Weihnacht, Feudenheim. Von Letzterem hatte man allerdings mehr erwartet. der Einzelmeiſterſchaft hat, wie voraus⸗ Im übrigen kann dieſes Ergebnis als nicht ganz einwandfrei betrachtet werden, da alle Teilnehmer in irgend einem Kampf durch Er⸗ ſatz vertreten waren. In der Rückrunde wer⸗ den deshalb hierzu befondere Beſtimmungen erfolgen. Für die B⸗Klaſſe erfolgt der Bericht ſpäter, da zunächſt noch das Spiel Käfertal— Wäldhof am 2. Weihnachtsfeiertag(wegen Terminnot) nachgeholt wird. K. Held, Kreisſpielleiter. Problemgemeinſchaft des NS⸗Schachklub Waldhof Bei der 2. Zuſammenkunft der Problem⸗ gemeinſchaft ſprach Schachfreund Held für die Anfänger über das Thema:„Wie löſt man eine Schachaufgabe?“ An Hand von lehrreichen Bei⸗ ſpielen und der hierzu eigens geſammelten Er⸗ fahrungen führte er die werdenden Kunſtjünger der Muſe Caiſſas in deren Bereich ein. Der Vortrag ließ erkennen, daß hier jedem Schach⸗ intereſſenten ein Reich geöffnet werden kann, das noch vieh Freude und angenehme Stunden bringt. Es iſt erwieſen, daß viele Volksgenoſſen die Schachſpalten der Tageszeitungen ſtudieren — aber ergebnislos wieder zur Seite legen— und warum? Weil eben die nötigen Anfangs⸗ gründe fehlen! Hier iſt es Aufgabe der ört⸗ lichen Schachabteilungen im allgemeinen und von den Problemgemeinſchaften im beſonderen, daß auch das Problemſchach gepflegt und ge⸗ fördert wird. Das obligatoriſch eingeführte Zeit⸗Löſungs⸗ turnier brachte diesmal folgendes Ergebnis: 1. Keller, 10,15 Min. 2. Held, 11,20 Min. Es mußten wieder drei Zweizüger in einer Ge⸗ ſamtzeit von 30 Minuten gelöſt werden. Inner⸗ halb eines Jahres wird damit der„Löſungs⸗ meiſter“ feſtgeſtellt. Es kommt auch hier vor, daß beim Löſen danebengehauen wird— aber da hilft nur eif⸗ riges Studium. Die nächſte Zuſammenkunft findet am Mittwoch, den 10. Januar 1934 in unſerem Spiellokal, Kaſino Bopp& Reuther, ſtatt. Ueber die weiteren Aufgaben werden wir noch berichten. W. Ma y. 4* Auflöſung des Kreuzwortrüätſels aus Nr. 361 Senkrecht: 1 Luhe, 2. Oslo, 3. Ara, 4. Lot, 5. Lore, 6. Lina, 11. Gras, 13. Ulme, 15. Ar, 18. Malta, 19. Urubu, 21. Dom, 22 Sir, 24. Kai, 25. Uhu, 28. Erato, 29. Ines, 31. Erle, 32. Reger, 34. Mi, 36. Asra, 37. Ramm, 39 Abel, 40. Erie, 42. Ile, 43. Lid. Waagerecht; 7. Puls, 8. Rio, 9. Odin, 10 Helga, 12. Turin, 14. Tenor, 16. Lenau, 12 Amrum, 20. Odeſſa. 23. Rekrut, 26. Leu, 27. Emerit, 30. Beirut, 33. Namvr, 35. Haare, 38. Lager, 41. Staſi, 43. Leber, 44. Brom, 45. Lei, 46. Eris. Damen- Konfektions- Haus AA 24 neben P7, 1 ——— ſere Geſchäftsräume vom 27. bis 30. Dezember 1933 geſchloſſen. Für dringende Krankenhilfefälle und zur Abgabe von Krankenſcheinen iſt ein Schalter von 11 bis 1 Uhr geöffnet. NSBO Auf Anordnung des Führers der Deutſchen Arbeits⸗ front ſind die Dienſträume der Kreisbetriebszellen⸗ abteilung der Neap(NSso) zwiſchen Weihnach⸗ ten und Reujahr geſchloſſen. Die Kreisbetriebszellen⸗ abteilung wünſcht allen Mitgliedern und Amtswal⸗ tern ein frohes Weihnachtsfeſt und ein glückliches neues Jahr. Auch im neuen Jahr lautet die Parole: Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Heil GHittekt Kreisbetriebszellenobmann: gez. Döring. NS⸗HAG0 Küfertal. Das Biülro befindet ſich etzt Mannheimer Straße 38. Sprechſtunden bis ouf weiteres täglich 18—20 Mz Kaſſenſtunden Mittwoch 18—20 Uhr, Sonntag 10—12 Uhr. NSSKOV NS⸗Kriegsopferverſorgung e.., Bezirk Heidelberg. Die Sprechſtunden fallen ab 23. Dez. 1933 in Mann⸗ beim und Heidelberg aus. Dieſelben finden im neuen Jahr nur noch in Heidelberg ſtatt. Der Beginn wird Anfang Januar bekannt gegeben. Ich mache bei dieſer Gelegenheit darauf aufmerkſam, daß die Bezirksgeſchüftsſtelle Mannheim ab Januar 1934 nach Heidelberg verlegt werden muß, auf An⸗ ordnung der Reichsleitung. Der Bezirksobmann: Julius Weber. Achtung, Siedler! Die Siedler, die vor dem 30. Januar 1938 Mitglied der RSDalſp waren, geben ihre Adreſſe ſofort der Stadtgruppe der Kleingärtner und Siedler, Pg. R. Rübberdt, 8 4, 21, bekannt. Der Stadtgruppenführer. Sonn⸗ und Feiertagsdienſt der Sonntag, 24. Dezember DahB. Entſprechend der Anordnung des Führers Macht dem Läufer doch noch die Schräge frei d verurſacht ſpäter bei den geringen ſchw. der Deutſchen Arbeitsfront, Pg. Dr. Ley, bleiben un⸗ Aerzte: Dr. Jul. Eichhorn, Zeppelinſtr. 44, Tel. 426 60; Dr. Herth, Waldparkſtraße 9, Tel. 233 01; Dr. Hedw. Horlacher, 4 3, 6, Tel. 203 09. Zahnärzte: Dr. H. Goll, Gontardſtr. 8, Tel. 287 74. Apotheken: Adler⸗Apotheke, H 7, 1; Ein⸗ horn⸗Apotheke, k 1, 2/3; Mohren⸗Apotheke, 0 3, 5; Roland⸗Apothele, Mittelſtraße 103; Roſen⸗Apo⸗ theke, Schwetzingerſtraße 77; Sonnen⸗Apotheke, Lange Rötterſtraße 60; Lindenhof⸗Apotheke, Lindenhof, ue Schun Storchen⸗Apotheke, Neckarau, Neue Schulſtraße 17; Luzenberg⸗Apo⸗ theke, Waldhof, Stolbergſtraße. Montag, 25. Dezember(1. Weihnachtsfeiertag) Aerzte: Dr. Theodor Eckardt, b 2, 15, Tel. 313 02; Dr. Heinrich Hafner, G 1, 4, Tel. 289 13; Dr. Viktor Meyer, Kronprinzenſtraße 39, Tel. 504 97; Dr. Albert Schneider, Richard⸗Wagner⸗ Straße 57, Tel. 433 93; Dr. Joſef Keller, Gon⸗ tardplatz 4, Tel. 213 70. Apotheken: Bahnhof⸗Apotheke, I. 12, 6; Engel⸗Apotheke, Mittelſtraße 1; Hirſch⸗Apotheke, Seckenheimerſtr. 41; Pelikan⸗Apotheke, O 1, 3; Stephanien⸗Apotheke, Lindenhof, Meerfeldſtr. Ecke Landteilſtraße; Marien⸗Apotheke, Neckarau, Marktplatz; Waldhof⸗Apotheke, Waldh., Oppauer Straße 6. Dienstag, 26. Dezember(2. Weihnachts feiertag) Aerzte: Dr. Heinrich Hafner, C1, 4, Tel. 289 13; Dr. E. Treſcher, B 7, 1a, Tel. 313 39; Dr. Walter Pixis, Max⸗Joſef⸗Straße 2 Tel. 531 21; Dr. M. Steffan, Tatterſallſtraße 14, Tel. 420 32; Dr. A. Steegmüller, Mittelſtraße 9, Tel. 505 45; Dr. Karl Rothmund, Rheinauſtr. 24, Tel. 229 08. Apotheken: Humboldt⸗Apotheke, Waldhof⸗ ſtraße 33)35; Kronen⸗Apotheke, Tatterſallſtr. 26; Löwen⸗Apotheke, E 2, 16; Stern⸗Apotheke, S 1, 10; riedrichs⸗Apotheke, Lameyſtr 21; Lindenhof⸗ potheke, Lindenhof, Gontardplatz; Storchen⸗ apotheke, Neckarau, Reue Schulſtraße 17; Luzen⸗ Tel. 509 71; Dr. Michael Röttinger, Mollſtr. 10, berg⸗Apotheke, Waldhof, Stolbergſtraße. Z. Jahrgan Die ſächſi ander. Es Ausſicht ſtel Adel eines Aber in He ſtrömen die Straßen vo ſamen Lieb den Waldhi Niederunger Fuß; ſie ſeh bret, Met u ſchmückten Eſelshaar Braut ſehen wohin ſie er „Wo ble Wulfshof?“ Hundertm wie eine Se zum Kochen Spüßen unt ſie zum Ma er ſteht, er und gießt i Herzen. Al⸗ Bauch und daß er auf Bauern ſit großen Kön den Augen Grafen von „War das danken wir neben ihm, Ströme flie auch noch o Graf Wat ſprächen, H dem Greiſe Schulter.„ Streit an u ſeine Geſet duld!“ Er Rundgang „Geduld!“ legt die gel wohl nur e haben mir futter aus blutigen Z1 ackern konn feiner Trof Sie ſchw das Land, ſchieden: d nicht zu re ſeitigen, La hoört Herr Bier im Fe aber jedem will, und en monds von tet wird. Schneebel Halle geſtaf der verlorer ſeinem Gar zur Jagd gekehrt. „Alles?“ legentlich b „Nein!“ in klägliche Schelmenav „nein“, ſag Lande!“ In der j für eines Hoffnung 1 Wut die a dröhnt der alle zunäch Erbegaſt h. ſam ſtrömt ſitzen die und die die Hochzei Herzogs, n ganzen Vo In dem der häßlich der Eiferſr iſt, welch k hinderte H ſeine Entſe Heimo und wo Hildis deinen Ho Meinen? von der E glühenden zu können. „Deinen — — Us nicht da alle urch Er⸗ ide wer⸗ imungen t ſpäter, Waldhof minnot) lleiter. hklub zroblem⸗ für die tan eine hen Bei⸗ lten Er⸗ ſtjünger in. Der Schach⸗ n kann, Stunden genoſſen tudieren legen— nfangs⸗ der ört⸗ en und onderen, und ge⸗ öſungs⸗ gebnis: kin. Es ier Ge⸗ Inner⸗ öſungs⸗ Löſen nur eif⸗ enkunft 1934 in teuther, den wir MLa y. Nr. 361 3. Ara, Ulme, 22. Sir, 1. Erle, Ramm, Odin, — 9, Tel. 293 09. dſtr. 8, Ein⸗ n⸗Apo⸗ zotheke, zotheke, otheke, g⸗Apo⸗ iertag) 5„ el, 289 13; 9, Tel. agner⸗ „Gon⸗ 5 otheke, deinen Hof.“ Z. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ Weihnachts⸗Ausgabe 4 2 E, ,, A, Die ſächſiſchen Edelhöfe liegen weit ausein⸗ ander. Es muß ſchon eine tüchtige Feier in Ausſicht ſtehen, zumal im Winter, wenn der Adel eines größeren Kreiſes ſich verſammelt. Aber in Herrn Heimos Hauſe iſt Hochzeit, da ſtrömen die Gäſte trotz den tiefverſchneiten Straßen von allen Seiten hin, den bedeut⸗ ſamen Liebeshandel zu beſtaunen. Die von den Waldhöhen kommen und die aus den Niederungen, mit Schlitten, zu Roß und zu Fuß; ſie ſehen die mächtigen Tafeln voll Wild⸗ bret, Met und Wein, ſie ſehen den herrlich ge⸗ ſchmückten Hochzeiter mit dem eiſengrauen Eſelshaar an den Schläfen— nur die junge Braut ſehen ſie nicht, und keiner weiß zu ſagen, wohin ſie entſchwunden iſt. „Wo bleibt denn Nachbar Wulf vom Wulfshof?“ — beißt die Frage Herrn Herno wie eine Schlange, das Gift bringt ihn endlich zum Kochen. Er gibt es auf, mit freundlichen Späßen unter den Gäſten einherzuwandeln und ſie zum Mahle zu nötigen, läßt ſich nieder, wo er ſteht, ergreift einen gewaltigen Metkübel und gießt ihn in die Flammen unter ſeinem Herzen. Als er wieder aufſchaut, mit vollerem Bauch und leichterer Seele, wird er gewahr, daß er auf einer Bank mit lauter kleinen Bauern ſitzt, Stockſachſen und Feinden des großen Königs, und erſchrocken fucht er mit den Augen Herrn Warin, ſeinen Eidam und Grafen von Karls Gnaden. Aar das ein Trunk auf unſere Freiheit, ſo danken wir dir herzlich“, ſagt der alte Garm neben ihm,„aber ich fürchte, da müſſen andere Ströme fließen. Nun kommt dein ſchöner Hof auch noch an einen Gegner der guten Sache. Graf Warin ſitzt weitab und iſt in regen Ge⸗ ſprächen, Herr Heimo ſeufzt verlegen und legt dem Greiſe beſänftigend die Hand auf die Schulter.„Lieber Freund, ich bitte dich, keinen Streit an unſerem Feſt. Karl iſt ſterblich, und ſeine Geſetze auch. Geduld, alter Garm, Ge⸗ duld!“ Er ſteckt ein Lächeln auf und ſetzt ſeinen Rundgang zwiſchen den Tiſchen eilig fort. „Geduld!“ wiederholt der Greis flüſternd und legt die geballte Fauſt auf den Tiſch,„das iſt wohl nur ein Wort für uns Sachſen. Geſtern haben mir die Geſchorenen das letzte Winter⸗ futter aus dem Stall geholt, weil ich den blutigen Zins in dieſem Schandjaht nicht er⸗ ackern konnte. Ruhe und Geduld— das iſt ein feiner Troſt der dicken, ſatten Leute.“ Sie ſchweigen und billigen ringsum. Wie das Land, ſo iſt dieſe Halle in zwei Lager ge⸗ ſchieden: Freunde und Feinde des Königs, nicht zu reden von den Gleichgültigen, Zwei⸗ ſeitigen, Lauen und Aengſtlichen. Zu dieſen ge⸗ hört Herr Heimo, der Speck in der Kammer, Bier im Faß und Geduld auf den Lippen hat, aber jedem gerne abgibt und niemand kränken will, und wie die leuchtende Scheibe des Voll⸗ monds von beiden Lagern freundlich betrach⸗ tet wird. Schneebedeckt kommt der Hofwart in die Halle geſtapft, dick wie alle um Heimo, außer der verlorenen Schönen, und tut Meldung von ſeinem Gang zum Nachbarhofe: Herr Wulf ſei zur Jagd geritten und noch nicht zurück⸗ gekehrt. „Alles?“ fragt Warin, deſſen Knauſerei ge⸗ legentlich bis auf den Atem zum Worte geht. „Nein!“ Erbegaſt verſuchte ſeine Hängebacken in klägliche Falten zu legen, aber in ſeinen Schelmenaugen glänzt die helle Schadenfreude, „nein“, ſagt er laut genug,„Widukind iſt im Lande!“ In der jähen Stille zeigen ſich die Geſichter für eines Herzſchlags Länge unverhüllt: in Hoffnung und Jubel die einen, in Angſt und Wut die andern; dann krachen die Büänke und dröhnt der Eſtrich unter den Sürmenden, die alle zunächſt dem Boten ſtehen wollen. Allein Erbegaſt hat nichts mehr zu verkünden, lang⸗ ſam ſtrömt es wieder auf die Plätze, und jetzt ſitzen die Freundſchaften offener beiſammen, und die Worte werden heißer. Vergeſſen iſt die Hochzeit, vergeſſen die Braut; der Name des Herzogs, mehr, die Kraft und das Weſen des ganzen Volkes brennt in jedem Herzen. In dem des Herrn Warin allerdings nur mit der häßlichen Glut des Haſſes, der Furcht und der Eiferſucht, ſo daß es ſehr zu verwundern iſt, welch kühles, ungerührtes Geſicht der ver⸗ hinderte Hochzeiter zu zeigen weiß. Jetzt ſind ſeine Entſchlüſſe gefaßt, er neigt ſich zu Herrn Heimo und flüſtert ihm ins Ohr:„Mir iſt klar, wo Hildis iſt. Ich muß ſie haben, und koſte es Meinen?“— Herrn Heimo'rlt der Schweiß von der Stirn, er gäbe viel darum, aus der glühenden Zange ſeines Peinigers entrinnen zu können. hin, und faſſe ich zu— gut, du kennſt mich. Wenn dieſer Teufel von Weking wieder im Lande iſt, ſo ſtreicht er um ſein Ecrbgut; was Wunder, daß die Verbrecher zu ihm rennen. Sie kennen ſeine Diebeslöcher. Wulf iſt zu ihm geritten, denn er hängt ihm an wie ein Schat⸗ ten, und deine Tochter iſt dabei.-ill!“— die mageren Finger bohren ſich ſchmerzhaft in Hei⸗ mos Schulter—„nur kein Aufhebens! Wir nehmen eine Handvoll Männer und reiten hin⸗ terdrein. Haben wir ſie, ſo bleibt es bei unſe⸗ ren Abmachungen. Wenn nicht, ſo bleibt dir der Bettelſtab.“ „Beim Hammer, du biſt toll!“ entfährt es dem Dicken, jedoch in ſeinen ſcheuen Augen ſteht das Wiſſen um die Wahrheit geſchrieben. bäume aufge „Deine heidniſchen Flüche paſſen nicht zu die⸗ ſer chriſtlichen Feier“, fährt Warin ſpöttiſch fort,„ihre Lopshorner Stute iſt verſchwunden, der Rnecht, den du damit auf Gaſtladung ge⸗ ſchickt haben willſt, treibt ſich im Hof umher.“ „Ich dachte, ſie beſänne ſich, ſie käme wie⸗ der,“ ſtammelt Heimo vernichtet.„O die Schande! Die Schande!“ „Ja, die Schande, daß ein Vater nicht auf ſein Kind achten kann und es von einem Habe⸗ nichts entführen läßt.“ Herrn Warins Stimme iſt Eis, ſo leiſe er ſpricht. Er verachtet die Menſchen, aber ſeine Eitelkeit iſt ſo groß, daß ihm ſchon das Schickſal als Zuſchauer ſeiner Niederlage zuviel iſt. Geiz und Ehrgeiz haben ihn zu dem gemacht, was er iſt und ſein wollte: Königsgraf in einem reichen Gau, nun verſagt ihm ein mutwilliges Mädchen den letzten Stein in ſeiner Krone. „Wenn dem ſo iſt und wir reiten hinterdrein, dann werde ich das Gelächter bis an mein Lebensende hören.“ Und auf einmal leuchten Heimos Augen wieder:„Nein, es iſt unmög⸗ lich! Irgendwer von den Gäſten müßte ſie ge⸗ ſehen haben! Sei ſicher, ſie kommt zurück, ſie iſt in der Nähe.“ Warin trinkt einem aus ſeiner Freundſchaft lächelnd zu, als triebe er die munterſten Wort⸗ ſpiele, dann neigt er ſich wieder an Heimos Ohr:„Du Narr! Du kannſt doch nicht glauben, ſie ritte die gewohnten Wege! Nicht glauben, ich hoffte, ſie auf ſolcher Flucht einzuholen. Nein, ſie iſt durch die Wälder, und wenn wir Glück haben, ſo holen wir ſie noch vor Nacht. Gib acht—“ „Die Wölfe!“ ſchreit Heimo plötzlich auf. Herr Warin muſtert gelaſſen die Runde und ſtellt feſt, daß keiner auf ſie geachte hat.„So mußt du nachher noch einmal ſchreien, nur et⸗ was lauter, dann haben wir einen trefflichen Grund, auf die Suche zu reiten. Zur»e iſt kein Anlaß, gegen die Wölfe hat ſe hren „Deinen!“ ſagt Warin,„er gehört mir ohne⸗ Wolf, der, was auch immer ſonſt, zum Troſt Von Werner Janſen/ für dich ein äußerſt kräftiger Schelm iſt und ſich ein Rudel vom Leib halten kann.“ Herr Warin betrachtet nachdenklich die Ver⸗ ſammlung und kommt zu dem Ergebnis, daß ihn niemand vermiſſen wird. Er winkt einigen ſeiner Leute mit den Augen und entferm ſich unauffällig, dem Hauswirt überlaſſend, wel⸗ ches Märchen er ſeinen Gäſten aufbinden will. Heimo atmet wie vom Alb befreit. Er über⸗ trägt ſeine Pflichten Erbegaſt und ſchlüpſt aus der Halle wie ein Aal aus der Hand, bei allem Leide lachend in Gedanken an das brül⸗ lende Gelächter der Gäſte über Erbegaſts Auf⸗ trag: Herr Warin reite, Wolfszähnen zu retten. Der Tag kommt nicht von der Stelle; in Alle Jahre wieder! 8883 werden in den wieder Chriſt⸗ ſtellt, die die Reiſenden ſchon weihnachtsſtimmung verſetzen. n die richtige Vor⸗ ſtiebendem Schnee hat er begonnen, in grauen Schneewolken gleitet er unmerklich in Dämme⸗ rung und frühe Nacht. Die ſächſiſchen Wälder ſind ſchon im Sommer ein Geheimnis, jetzt, in dem Winterdunkel, betritt ſie keines Menſchen Fuß. Die ſchrecklichen Stimmen det Tiefe ver⸗ einigen ſich zu einem ſchauerlichen Geſang höl⸗ liſchen Lebens, Wurzeln, Aeſte, Felsſpalten und Gräben greifen nach allem, das ihnen nahekommt. Das iſt der Weg, den Wulf und Hildis gegangen ſind, und nun, nach zwölf Stunden des Kampfes und der Qual, ſtehen ſie mit ihren Pferden in lichtloſem Dickicht ein⸗ gemauert, und ſelbſt ihre Jugendkraft beginnt zu verzweifeln. Wenige Schritte vor ihnen liegt eine Schlucht, nur der ſichere Trieb der Pferde hat ſie vor dem jähen Sturz bewahrt. Sie drängen ſich an die dampfenden Leiber der Tiere und vergeſſen in einem Augenblick töd⸗ licher Müdigkeit Not und Ziel; nicht einmal zur Klage reicht die Kraft. Die Finſternis um⸗ ſchließt ſie wie Grabeswände, kaum daß der bleiche Schimmer des Schnees laydtut, daß ſie leben. Der Sturm hat ſich gelegt, die Stille ringsumher iſt faſt noch entſetzlicher als die Mordgeräuſche des Verborgenen, aber ſie zwingt ſie in die Wirklichkeit zurück. „Wir ſchaffen es nicht“, ſagte Hildis, und die halblaute, gelaſſene, vorwurfsfreie Stimme er⸗ greift ſein Herz mächtiger, als der lauteſte Jammer es vermocht hätte. Sie empfindet es in der düſteren Gruft, ihre Hände taſten nach ſeinem Kopf, beben vor der Eisnäſſe ſeiner Haare zurück und gleiten auf ſeine Schultern. „Frei ſind wir, wie es auch kommen mag, und wir bleiben beieinander.“ Sie tut einen Laut zwiſchen Lachen und Weinen:„Dieſe Heimat⸗ erde iſt gewiß von keinem Franken und keinem Verräter betreien worden. Sie iſt rein wie der Ochnee.“ „Rein wie du, Mädchen. Sorge dich nicht, mir ſind noch wi“ vom Tode. Allmählich kommt mir die Crinnerung an dieſen Platz wieder, dies muß der Nordhang vom Quehl⸗ Coppright: Georg Westermann, Braunschweig ſeine Braut aus berg ſein. Bleib bei den Pferden, ich will ſehen, wie wir um die Schlucht kommen. Sie entgegnete nichts, aber ihr Herzſchlag ſtockt vor Angſt. Immer leiſer klingen die Schritte, immer ferner brechen die Aeſte, und nun hört ſie nichts mehr als das Schnauben der erſchöpften Roſſe neben ihr. Sie weiß, niemand kennt die Wälder ſo gut wie r, aber die Hölle dieſer ſchweigenden Nacht wächſt wie ein Ring grauenvoller Ungeheuer um ſie auf. Ohnmacht faßt ſie an, mit letztem Willen ſtrafft ſie ſich dagegen und vertraut auf ihn, und ſo wie Glaube und Vertrauen in ihr wachſen, zer⸗ fließen und entſchwinden die Fratzen der Un⸗ terwelt, die Hoffnung ſpannt ihre goldene Brücke, das Untragbar: wird zur leichten Bürde. Sie iſt völlig überraſcht, ſich ſo im Glück zu ſehen, ſie gibt ſich der Stunde hin wie ein müder, gelöſter Leib dem Schlummer, und der Zurückkehrende findet ⸗ine Seligwache. Sein Spürſinn hat den Ausweg gefunden, aber nun fangen die Mühen mit den Pferden an. Schritt um Schritt bereitet die Axt den Pfad, und endlich, nach Stunden, öffnet ſich die Ebene vor ihnen, grau und dumpf wie der Himmel, mit dem ſie verſchmilzt, aber ihren Herzen licht und grün wie eine Sommerwieſe. Hier, glauben ſie, beginnt die Freiheit. Als ſie aufgeſtiegen ſind und reiten, merkte Wulf die große Müdigkeit der Tiere und ſieht Hildis im Sattel ſchwanken; ſeine Rechnung, um dieſe Zeit in Wekings Schlupfwinkel zu ſein, iſt zunichte geworden, ſie müſſen irgend zur Nacht bleiben, wo aber? Es iſt ſehr leicht möglich, daß alle Höfe dieſer Gegend Botſchaft von Wa⸗ rin bekommen haben, und ob auch immer Mu⸗ tige da ſind, die den Folgen trotzen— Wulf mag niemand gerne darum angehen. Die'ra⸗ fen des neuen Frankengeſetzes ſind grauſam, und das Gericht iſt in Warins Hand. Er reitet dicht an ihre Seite und hält ſie; er zermartert ſeinen Kopf nach einem Aus⸗ weg, überfliegt im Geiſte alle Bauern⸗ und Herrenſitze der Gegend und findet nichts als Zweifel. Zuletzt wird er über ſich ſelbſt zornig, daß er die Flucht nicht noch ſorglicher vorbe⸗ reitet habe, jedoch er tut ſich bitteres Unrecht, denn ſeit acht Tagen hat er über Nacht im Walde gehauſt und blind jeden Baum finden und meiden gelernt. Mit ſolcher Fülle Schnees war nicht zu rechnen, mit ſolchem eiligen Feſt noch weniger; ein Teufel hat Herr Warin ein⸗ gegeben, die Hochzeit zu beſchleunigen. Das nächſte Haus muß die Heimat Wekings ſein— die alte Heimat, ja, aber nicht das Dach, das ihn jetzt vor Wind und Wetter ſchitzen darf. Es iſt ſchon viel, daß König Karl nie⸗ mals eine Beſatzung in Widukinds Beſitztum legte und die alten Hofleute ungehindert dar⸗ auf ſchalten läßt, ungehinderter ſelbſt als den ihm zugefallenen Adel. Kommt es hart auf hart, überlegt Wulf, ſo muß ich den alten Hofmeiſter Tietmar bitten, uns aufzunehmen. Aber wird das ruchbar, ſo kann ich die Schande für den alten Mann nicht verwinden. Er ſchrickt auf, faſt wäre Hildis ſchlaftrun⸗ ken ſeinem Arm entglitten. Ueber das Feld kommt ein ſingender Ton wie von Eiſen, er lauſcht und ſucht in der grauen Nacht, ſieht und hört nichts mehr und reitet ſeufzend weiet nun iſt die Müdigkeit auch an ihm, ſie und verionen, kommen ſie nicht unter Dach. Immer trager ziehen die Prerde die Hufe aus dem tieſen Schnee, immer ſchwerer lehnt Heldis an ſeiner Schulter, und ihre regelmäßigen Atem⸗ züge verkünden, daß ſie den Fragen der Stunde glücklich entrückt iſt. Wieder und näher klingt der eiſerne Ton, aber zugleich ſchimmert nordwärts ein mattes Licht als glühe ein Feuer durch ein offenes muß auch das gelitten ſein, oder ſie ſtirbt in Schnee und Nacht. Es iſt, ſo langſam wie ſie vom Fleck kommen, noch eine halbe Stunde Wegs, jedoch ihn dünkt, ſelbſt dieſe kurze Weile iſt für Tiet und Menſch zuviel. Er ſtiert auf den Schein, als ſtröme ihm von dort aus Kraft entgegen, und plötzlich ergreift ihn die Ahnung einer neuen, ſchrecklichen Gefahr. Zwiſchen ihm und den rettenden Mauern bewegen ſich dunkle Punkte, und mit einem Male weiß er den eiſernen Klang zu deuten: bewaffnete Reiter ſtreifen in der Gegend, Raubgeſindel oder Boten Herrn Warins, alles iſt aus. Er zügelt die Roſſe, ſein Herz bäumt ſich im Zorn, und ſeine Muskeln ſpringen. Er ſieht zwei Gruppen nacheinander auf ſich zureiten, löſt mit fliegenden Händen den Zaum der Stute und bindet Hildis im Sattel feſt. Der Stiel der ſchweren Axt hüpft wie ein lebendiges Weſen in ſeine Fauſt, bit⸗ ter auflachend ſpornt er den Henaſt und trabt voraus. Fortſetzung folgt! Tor. Wekings Haus, denkt Wulf müde, nun n 2728 f 3. Jahrgang „Hakenkreuzbanner“ —— Geſchäfkliches Labskaus,(Für 4 Perſonen). Zutaten: 750 Gramm Pötelfleiſch oder 500 Gramm Rippeſpeer, 1½ Kilo Kartoffeln, 125 Gramm Zwiebeln, 75 Gramm But⸗ ter, Priſe Pfeffer, 15 Tropfen Maggis Würze; 4 Salz⸗ gurken. Zubereitung: Das Pökelfleiſch oder Rippe⸗ ſpeer wird gewaſchen, dann knapp mit Waſſer bedeckt, ohne Salz weich gekocht, auch die geſchälten Kartoffeln werden durchgerieben, das Fleiſch fein gehackt, wäh⸗ rend die kleingeſchnittenen Zwiebeln in der Butter gargedünſtet werden, aber keine Farbe annehmen dürfen. Kartoffeln, Fleiſch und Zwiebeln nebſt der Bratbutter werden miteinander vermiſcht, dann gibt man ſoviel von der Kochbrühe des Fleiſches daran, daß„ein geſchmeidiges Gericht entſteht. Man ſchmeckt nun erſt nach Salz ab, rührt eine Priſe Pfeffer und 15 Tropfen Maggis Würze darunter und 3 an. Dazu reicht man Salzgurken. Flachfiſche mit Reis und Blumenkohl.(Für 4 ſonen). Zutaten: 1 Kilo Flachfiſch(Rotzungen, Butt, Flundern und dergl.), Salz, Zwiebel, Peterſilienwur⸗ zel, 1 Kopf Blumenkohl, 200 Gramm Reis, 50 Gramm Butter, 60 Gramm Mehl, Liter Vollmilch, Liter Fleiſchbrühe aus 1 Maggis Fleiſchbrühwürfel, eine geriebene Zwiebel, 3 Löffel geriebener Käſe. Zuberei⸗ tung: Die ſauber vorgerichteten Fiſche kocht man in Fiſchſud gar, läßt ſie etwas erkalten, entfernt Haut und Gräten und legt die Fiſchſtücke ſchichtweiſe mit dem in Salzwaſſer gekochten Blumenkohl, den man nach dem Garkochen in Einzelröschen teilt, auf eine heiße Schüſſel und umlegt Fiſch und Blumenkohl mit deinem Kranz des inzwiſchen in Salzwaſſer mit einem Stückchen Butter weich und körnig gekochten Reis. Aus 50 Gramm Butter und 60 Gramm Mehl bereitet man eine helle Mehlſchwitze, gibt die geriebene Zwie⸗ bel hinein und kocht mit der Milch und der Fleiſch⸗ brühe eine gebundene Soße, in die man zuletzt den geriebenen Käſe rührt. Die Soße wird über das Ge⸗ richt gefüllt. L. Gänſeklein mit Tomaten.(Für 4 Perſonen, ca. 2 Stunden). Zutaten: 1 Gänſeklein(Flügel, Hals, Ma⸗ gen und Herz), 3 Tomaten, 1 Zwiebel, ½ Teelöffel Majoran und Thymian, Saolz, einige Pfefferkörner, Waſſer, ſoviel man zur Soße benötigt, 1 Eßlöffel ge⸗ riebene Semmel, 15 Tropfen Maggis Würze. Zube⸗ reitung: Das ſauber vorgerichtete Klein wird mit den ſauber abgezogenen Tomaten, der Zwiebel, den Gewürzen in dem nötigen Waſſer gar gekocht, die ge⸗ riebene Semmel zum Binden darüber geſtreut, und, wenn dieſe ausgequollen iſt, das Gericht mit 3 Würze abgeſchmeckt. Mehr Freude an Blumen. Zu den mancer und treueſten Freunden des Menſchen zählen die Blumen. Sie ſind wie Kinder und bedürfen daher einer ſorg⸗ fältigen Pflege und wohlbereiteten Nahrung, wenn ſie unſer Herz erfreuen ſollen, denn nichts bietet einen troſtloſeren Anblick als vernachläſſigte Blumen und Pflanzen überhaupt, ſeien ſie nun in Töpfen, Käſten oder im Freiland. Wer findet aber neben dem Beruf immer die notwendige Zeit, um ſeine Blumen aus⸗ ten! Dieſe werden ganz einfach auf die Topferde ge⸗ legt und ſpülen ſich durch das Gießen mit der Zeit von ſelbſt ein. Sie verbeſſern die Topferde, ſchaffen geſunde, wohlernähr: Pflanzen und regeln die Waſ⸗ ſerverhältniſſe. Sollte einmal aus Vergeßlichkeit oder Zeitmangel das Gießen nicht ſtattfinden— Huminal⸗ Tabletten helfen die Feuchtigkeit bewahren und ſchüt⸗ zen die Pflanzen einige Zeit vor dem Vertrocknen. Wird die Topferde noch mit Huminal B untermengt, ſo iſt eine ideale Pflanzenverſorgung in jeder Hin⸗ ſicht gewährleiſtet. Keine Angſt vor dem Schenken!„Schenkt! Denn nur, wenn alle ſchenken, bewußt Freyde und Arbeit ſpenden, wird das Weihnachtsfeſt 1933 Symbol der neuen, echten Verbundenheit aller Volksgenoſſen ſein.“ Dieſe Worte eines bekannten Führers der Wirtſchaft hatten großen Eindruck gemacht und bald ſtand alles mitten im Weihnachtstrubel der hellerleuchteten Ge⸗ ſchäfte und überlegten mit Bedacht ihre Feſteinkäufe. rin, die zu gegen läſtige Schuppenbildungen und Haarausfall riet und für die Kinder Dr. Müllers Edel⸗Shampoon warm empfahl.„Müllern Sie auch täglich Ihr Haar, gnädige Frau, denn gegen überfettes Kopfhaar gibt es reichend zu betreuen? Nun,— es gibt einen Weg hierzu und zwar einen vorzüglichen: Huminal⸗Tablet⸗ Man wandte ſich um Rat an die erfahrene Verkäufe⸗ Dr. Müllers bewährtem Haarwuchs⸗Elixier „Extratrocken“. ſorge, Sehr befriedigt kaufen alle Frauen für ihre Gatten, für ſich und die Kinder ein. Ueberraſchender Au aming bei der Volksfürſorge Lebensverſicherungs⸗Aktiengeſellſchaft. heute feſt überzeugt von der Stabiliſierung und Auf⸗ wärtsentwicklung unſerer Wirtſchaft und wagt über den Tag hinaus auch für die Zukunft zu disponieren. Das wird ſo recht deutlich, wenn man die Abſchlüſſe von Lebensverſicherungen betrachtet. bensverſicherungsunternehmen ſcheint die Volksfür⸗ Lebensverſicherungs⸗Aktiengeſellſchaft, burg 5, beſondere Erfolge aufzuweiſen. Mit 44 044 allein nur im Monat November beantragten neuen Lebensverſicherungen hat ſie einen in der heutigen Zeit faſt unglaublich klingenden Rekord erreicht. Ergebnis iſt aber die Folge ſyſtematiſcher Aufklärungs⸗ arbeit und nicht zuletzt auch der günſtigen Bedingun⸗ gen, die von dieſem Unternehmen allen Schaffenden geboten werden. In dieſem Jahre ſind bei ihr, das wird auch allſeitig Intereſſe finden, 225 000 Anträge für Verſicherungen geſtellt worden. — Durch die Auszahlung von 8,5 Millionen Reichs⸗ Jedermann iſt Unter den Le⸗ mark für ablaufende Verſicherungen am 1. November 1933 hat die Volksfürſorge auch unmittelbar dazu beigetragen, das Schwungrad der Wirtſchaft in ſchnel⸗ lere Bewegung zu ſetzen.— Ein voller Erfolg, der „auch zeigt, daß das Ringen um den wirtſchaftlichen fe von allen Seiten in Angriff genommen -SFelrreil mascliinen für Buro und Reise Leieton voce E. NMüumpfer, D 3, Wintersportplatz 1417m Horzogenhorn Idealstes Skigelände, herrliche Alpenferns chten Skilehrer im Hause, Pension von Mk..— an Schlafsaal.— Prospekte. 6704K Besitzer Richard Kaiser Achtung! Achtung! Aquarianer! 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Cr Zufuhr 11 ſchweine, Pre haft, alles ve Berlin Befeſtigt. der Börſe da der Kuliſſe des Börſenve die Kurſe he— der ganzen wartungsgem ſchnitt Beſſer Die zuverſich durch den Be Berlin, die v geſtellten Er Fahr ſowie beſchäftigung lagen eine R wies in dief Senkung des deutſchen Ve nahmen der den Zinsfuß Für die he Reihe von Conti Gumn etwa 1 Proz um 1½. Au beſſert, nachd einbarungen waren Sieme höher. Farb 1½ niedriger. lauſitzer 2 Pi 4 bis ½. 2 bezahlt. Auck markt zogen Reichsſchuldb Altbeſitzanleil aktien /. O Auslandsren bis ½. Bagt Tagesgeld Am Valuten 2,68½, Londe Im Verla Reichsbankan Montanwerte feſtigten ſich ſtein, die mit Elektrowerten ziehen. Far avancierten u Rentenmarkt licher. Pfan! den etwa 0,5 waren gehalt ſchaftlichen P befeſtigt. Re (91,5) geſucht Privatdisk: Feſt. Trot war der Sc konnten 1/ hörte man 9 Stahlobligati Aktiengeſellſch AcG 23ů%, Otavi 11¼, Karlsruher bank 161½, burger Waſſe Reichsſchul Ausgabe 1 1 92/, Ausga 91,37—92,50, Wiederaufl 52,62, 94.12. lusgabe e Frauen lsfürſorge rmann iſt und Auf⸗ wagt über Sponieren. Abſchlüſſe r den Le⸗ Volksfür⸗ t, Ham⸗ tit 44 044 ten neuen heutigen eicht. Das fklärungs⸗ Bedingun⸗ öᷣchaffenden i ihr, das hon rund t worden. en Reichs⸗ November lbar dazu in ſchnel⸗ rfolg, der ſchaftlichen genommen IIII I E. 1 IIIIIIL IIL 7 e 23 Lirn 7 1 —— II en .— .— .— .— .— .50 .— .— .— eedes Stellen; Hile der.n ind von geleitete I..“ Petritz zterial rung hinger 7, 6 5. Jahrgang „Hakenkrerzbanner“ Liris Die Badiſche Bank bleibt erhalken Von amtlicher Seite wird mitgeteilt: Die durch das Reichsgeſetz zur Aenderung des Pri⸗ batnotenbankgeſetzes vom 18. Dezember 1933 aus⸗ eſprochene Aufhebung des Notenausgaberechtes der rivatnotenbanken auf den 31. Dezember 1935, von der auch die Badiſche Bank betroffen wird, bedeutet keineswegs, datz ſich dieſes für die badiſche Wirtſchaft ſo wertvolle Kreditinſtitut mit dieſem Zeitpunkt auf⸗ löſt. Es iſt im Gegenteil daran gedacht, die dann von den Beſchränkungen des Privatnotenbankgeſetzes be⸗ freite Badiſche Bank als eine ſtarke Regionalbank wei⸗ terzuführen. Die Badiſche Bank hat in Erwartung des Er⸗ löſchens ihres Notenausgaberechtes ſchon ſeit dem Fahre 1920, dem Zeitpunkt der erſten Beteiligung des Badiſchen Staates an ihrem Aktienkapital, ihrem geſamten Geſchäftsbetrieb auf die Führung einer Staatsdepoſitenbank unter Einhaltung der Beſchrän⸗ kungen des Privatnotenbankgeſetzes umgeſtellt. Nach dem Wegfall dieſer Beſchränkungen wird die Badiſche Bank noch mehr wie bisher in der Lage ſein, als ſtarke Regionalbank ihrer bisherigen Aufgabe, das Kredit⸗ bedürfnis hauptſächlich des Mittelſtandes zu befrie⸗ digen, gerecht zu werden. Die bereits vor der Auf⸗ hebung des Notenausgaberechts unter Mitwirkung des badiſchen Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſteriums eingeleiteten Verhandlungen mit den zuſtändigen Reichsſtellen laſſen erhoffen, daß dem Land Baden zum mindeſten das bisherige Kreditvolumen erhalten bleibt, und daß die Badiſche Bank als ſelbſtändige —— Regionalbank noch weiter ausgebaut werden ird. Vereinsbank Kaiſerslautern Bankdirektor Schmidt und Aufſichtsratsvorſitzen⸗ der Dr. Kruso haben gegen Studienrat Bachmann und Maſchinenhändler Heinrich Lichtenberger wegen der in einer NS⸗Hago⸗Verſammlung erhobenen ſchweren Anwürfe Privatklage erhoben, da die erhobe⸗ nen Vorwürfe nicht der Wahrheit entſprechen. Unveränderte Großhandelsrichtzahl Die vom Statiſtiſchen Reichsamt berechnete Richt⸗ ziffer der Großhandelspreiſe ſtellt ſich für den 20. De⸗ zember auf 96,2, ſie iſt gegenüber der Vorwoche un⸗ verändert, Märkte Wieslocher Schweinemarkt Zufuhr 22 Milchſchweine, 4 Läufer. Preiſe Milch⸗ ſchweine 21—31 RM. pro Paar. Vertauft 18 Milch⸗ ſchweine. Crailsheimer Schweinemarkt Zufuhr 11 Läufer, Preiſe 36—72 Rm. 265 Milch⸗ ſchweine, Preis 20—26 RM. pro Paar. Handel leb⸗ haft, alles verkauft. Börſen Berliner Börſenſtimmungs bild Befeſtigt. Die freundliche Tendenz ab auch heute der Börſe das Gepräge. Nachdem die Glattſtellungen der Kuliſſe angeſichts der dreitägigen Unterbrechung des Börſenverkehrs geſtern beendet wurden, konnten die Kurſe heute bei Anlagekäufen des Publikums auf der ganzen Linie anziehen. Das Geſchäft war er⸗ wartungsgemäß nicht bedeutend, doch waren im Durch⸗ ſchnitt Beſſerungen von ½ bis 1 Prozent die Regel. Die zuverſichtliche Auffaſſung des Publikums wurde durch den Bericht der Induſtrie⸗ und Handelskammer Berlin, die vom Inſtitut für Konjunkturforſchung feſt⸗ geſtellten Erfolge der Wirtſchaft im abgelaufenen Jahr ſowie die weitere Beſſerung der Induſtrie⸗ beſchäftigung im November verſtärkt. Auch für Renten lagen eine Reihe von Kaufaufträgen vor. Man ver⸗ wies in dieſem Zuſammenhang auf die freiwillige Senkung des Zinsſatzes der Hypothekenbeſtände im deutſchen Verſicherungsgewerbe, durch die die Maß⸗ nahmen der Reichsregierung auf organiſchem Wege den Zinsfuß zugunſten unterſtützt werden. Für die heutige Börſe war das Intereſſe für eine Reihe von Spezialitäten typiſch. Bayer. Motoren, Conti Gummi, Daimler, Rütgers, Orenſtein, waren etwa 1 Prozent höher, Reichsbankanteile erholten ſich um 1½. Auch Schiffahrtswerte waren durchweg ge⸗ beſſert, nachdem auf dem Nordatlantik neue Preisver⸗ einbarungen getroffen worden ſind. Am Elektromarkt waren Siemens 1¼ und Elektr. Werke Schleſien/ höher. Farben gewannen /, Akkumulatoren waren 1½ niedriger. Von Braunkohlenwerten waren Nieder⸗ lauſitzer 2 Punkte höher. Steinkohlenwerte gewannen 34 bis%. Brauereiaktien wurden 1½ Prozent höher bezahlt. Auch Montanaktien waren feſt. Am Renten⸗ markt zogen Neubeſitz auf 16,70 bis 16,80(16,45) an. Reichsſchuldbuchforderungen waren/ Prozent höher. Altbeſitzanleihe gewannen/ und Reichsbahnvorzugs⸗ aktien ½. Obligationen waren wenig verändert. Am Auslandsrentenmarkt gewannen mexikaniſche Renten. bis ½. Bagdad⸗Bahn waren 20 Pfund höher. Tagesgeld erforderte unverändert 4½, teils 4¼½. Am Valutenmarkt war der Dollar etwas ſchwächer, 2,68½, London⸗Mark 13,75, London⸗Kabel 5,10½, Im Verlauf machte die Befeſtigung Fortſchritte. Reichsbankanteile ſtiegen um weitere 0,5 Prozent. Von Montanwerten Mannesmann 1½ höher. Klöckner be⸗ Sehr feſt lagen Ohren⸗ ſtein, die mit 58,5 nach 55,25 umgeſetzt wurden. Vom feſtigten ſich auf 58(56,5). Elektrowerten konnten Gesfürel auf 85,5(83,75) an⸗ ziehen. Farben waren 0,5 Prozent höher. avancierten um 27 und Aku um 14 Prozent. Rentenmarkt lag ſehr ſtill, aber überwiegend freund⸗ licher. den etwa 0,5 Prozent höher bezahlt. Länderanleihen waren gehalten. Preußiſche etwas feſter, von land⸗ ſchaftlichen Pfandbriefen waren Pommern um 0,5 befeſtigt. Reichsſchuldbuchforderungen waren mit 9 (91,5) geſucht. Privatdiskont unverändert 3/ Feſt. war der Schluß feſt. Vereinigte Stahlobligationen konnten 1¼ Prozent höher ſchließen. Nachbörslich hörte man Neubeſitz 16,80, Altbeſitz 89/¼, Vereinigte Stahlobligationen 65½, Reichsbahnvorzugsaktien 107, Aktiengeſellſchaft für Verkehr 58/, Farben 123½, AeG 23¼, Schuckert 101, Hapag 25/, Erdöl 103¼, Otavi 11¼, Daimler 34½, Ohrenſtein 58½, Berlin⸗ Karlsruher Ind. 88, Dortmunder Union 184, Reichs⸗ bank 161½, Bekula 117, Gesfürel 85¼, Charlotten⸗ burger Waſſer 81. Reichsſchuldbuchforderungen notierten wie folgt: Ausgabe 1 1934er geſtrichen, Ausgabe 1 1940er 92 bis 92¼, Ausgabe II geſtrichen, Ausgabe 1 1943—48er 91,.37—92,50, Ausgabe II 91,12. Wiederaufbauzuſchläge 1944er—45er und Wne 52,62, 94.12. Stoͤhr Der Pfandbriefe und Kommunalobligationen wur⸗ Trotz der vorweihnachtlich geringen Umſaätze Die Aufgabe für 1934 Jormung des wirkſchaftenden Menſchen Berlin, B. Dez. Im„Deutſchen Volks⸗ wirt- Nr. 12§/13 äußert ſich Reichswirtſchafts⸗ miniſter Dr. Schmitt üher das Thema:„Die Auſgabe für 1934“ wie folgt: Ueberall, wo Men⸗ ſchen wirten und ſchaffen, iſt der Erſolg ihrer Tätigleit von der Tüchtigkeit, von dem Fleiß, von Ehrlichkeit, Pflichtvewußtſein und einem gewiſſen Ehrgeiz abhängig. Wo Unfühigleit, Trägheit, Falſchheit, Neid und Pflichtvergeſſenheit die Oberhand ge⸗ winnen und ſich breit machen köͤnnen, da werden auch die fortſchrittlichſten, techniſchen Einrichtungen eine erfolgreiche Arbeit nicht herbeiführen können. Technik iſt Hilfsmittel, iſt Förderer menſchlichen ſchöpfe riſchen Geiſtes. Das entſcheidende aber iſt immer der Menſch ſelbſt und ganz beſonders der leitende Menſch, der Führer, In larer Er⸗ kenntnis dieſer Dinge iſt der nationalſotiali⸗ ſtiſche Staat ja auch zu dem Leiſtungs⸗ und Führerprinzip gelommen, zu dem großen Su⸗ chen nach dem deutſchen Menſchen. Es iſt in der Politik ebenſo wie im Wirtſchaftsleben. Wie die Menſchen ſind, die geſtalten, und wie dieſe —— ausführen, davon hängt letzten Endes alles ab. Das große Problem der nationalſozialiſti⸗ ſchen Wirtſchaft iſt nicht nur eine neue Kon⸗ ſtruktion des Wirtſchaftsgebäudes, ſondern es iſt die Schaffung und Neuerung des wirt⸗ ſchaftenden Menſchen. Jeder, der Soldat war, weiß, was Korpsgeiſt iſt. Exr weiß, daß der Führer eines Regiments den ten, vor allen Dingen das Offiziers⸗ korps formt. Wir alle ſtehen noch unter dem überwültigenden Eindruck, daß ein Mann, als unbelannter Soldat aus dem Weltkriege heim⸗ kehrend in jahrelangem Ringen von allen Mäch⸗ ten eines im materialiſtiſchen Syſtem gebun⸗ denen Sigates bekämpft, das ganze deutſche Volk mit ſeinem Geiſte erfüllt hat. Dieſer Geiſt hat auch das deutſche Wirtſchaftsleben ergriffen. Und ich ſehe meine vornehmſte Aufgabe und meine Verpflichtung dem Führer Adolf Hitler gegenüber darin, dieſen Geiſt zu pflegen und zu vertieſen. Soll dieſes Streben erfolgreich ſein, ſo ſind charaktervolle Männer dazu not⸗ e innerlich begriffen haben und der Extrart ſein können für die große Wendung ber Gemeinſchaft des einigen Volkes, das das neue Deutſchland ſein ſoll. Dieſe Mönner müſſen aber auch aus der praktiſchen Schule des Wirtſchaftslebens zum Führer herangereift ſein. Nur die Verbindung von Herz und Verſtand läßt eine glüchliche Lö⸗ ſung wirtſchaftlicher Aufgaben erwarten. Dieſe Gedanken ſind es, die mich immer wieder be⸗ ſtimmen, alle Führer der deutſchen Wirtſchafts⸗ politik aufzufordern, die Neuordnung unſeres wirtſchaſtlichen nationalen Lebens vorſichtig und Schritt um Schritt zu entwickeln. Groſſe Aufgaben ſtehen bevor. Viele wich⸗ tige Maßnahmen ſind bereits durchgeführt. Die Arbeitsloſigkeit iſt erfolgreich und in bisher ungeahnter Weiſe bekümpft worden. Zahlreiche deutſche Volksgenoſſen ſind wie⸗ der in Arbeit und Brot gekommen. Unſere Binnenwirtſchaft erlebt einen Aufſchwung, um den ſie jahrelang vergeblich ſich bemüht hat. Das Streben, der Geſamtheit zu die⸗ nen, hat alle Volksgenoſſen erfaßt. Es hat die materialiſtiſch⸗marxiſtiſche Denkungs⸗ art überwunden, es hat den Klaſſenkampf be⸗ ſeitigt und die Intereſſentengruppen vernichtet. Das neue Deutſchland wird von einem Vollke dargeſtellt, das in allen ſeinen Schichten dem nationalſozickliſtiſchen Grundſatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ gerecht werden will. Dieſes Wollen iſt meines Erachtens ein wertvoller Jal⸗ tor für die Neugeſtaltung unſeres ſigatlichen und wirtſchaftlichen Lebens, denn wo ein Wille iſt, da wird auch der Weg gefunden und be⸗ gangen werden können, der uns inmerlich ſtark und nach außen erfolgreich macht. Wenn unſere Enkel einmal von unſerer Gegenwart ſprechen, dann werden ſie den Namen Adolf Hitler nen⸗ neum. Er wird ihnen die Verkörperung des neuen Zeitalters ſein. Daß der Wiederauſſtieg erſolgreich zu Ende geführt werden klann und das Zeitalter ein erfolgreiches bleibt, dafür gilt es die Menſchen zu formen. 1993 wurde unſerem ſtaatlichen Leben die neue, die deutſche Form gegeben. 1934 wird in erſter Linie der Umfor⸗ mung der deutſchen Menſchen gewidmet ſein. Aus ihnen werden uns die Führer erwachſen, mit denen die neue Ordnung des wirtſchaftlichen Lebens der Nation vollendet werden lann. eeiee lgnibbeeeedar hr itsnlirfkrku wendig, die den grohen Sinn der heutigen Zeit Jrankfurter Mitlagsbörſe Stimmung: freundlich. Unmittelbar vor der dreitägigen Unterbrechung des Geſchäftes durch die Feiertage hatte die Börſe noch⸗ mals ein freundliches Bild. Die Glattſtellungen vor den Feiertagen waren wohl ſchon an den Vortagen vorgenommen, ſodaß die vorhandenen kleinen Kauf⸗ aufträge des Publikums durchweg Kursſteigerungen verurſachten. In der Hauptſache waren noch Dividen⸗ denwerte am Aktienmarkt und feſtverzinsliche Renten⸗ werte verlangt. Es erfolgten einige Sonderbewegun⸗ gen, vor allem am Rentenmarkt. Hier hatten von Reichsanleihe die Neubeſttzanleihe eine Steigerung von 3/, Altbeſitz von ½, ſpäte Schuldbuchforderungen von % Prozent zu verzeichnen. Pfandbriefe und die übri⸗ gen Kaſſawerte waren gut behauptet und nicht ver⸗ ändert. Dollarbonds weiter leicht anziehend. Stahlver⸗ einbonds gewannen/ Prozent. Nachdem Amerika das Silberabkommen ratiſtziert hat, wuvde das Augenmerk auf Mexikaner Anleihen gelenkt, die mit an der Maklertafel erſchienen und—/ Prozent ge⸗ wannen. Am Aktienmarkt regten verſchiedene Nachrichten aus der Wirtſchaft an. Vor allem wird auch die Ausfüh⸗ rung des Reichswirtſchaftsminiſters über die Aufgabe für 1994 wie auf die verſchiedenen Berichte des In⸗ ſtituts für Konjunkturforſchung und einzelner Han⸗ delskammern verwieſen, die die echte Aufwärtsbewe⸗ gung in der deutſchen Wirtſchaft unterſtreichen. Far⸗ beninduſtrie lagen bei eiwas größeren Umſätzen /, Rütgers/ Prozent, Scheideanſtalt/ Prozent ſeſter. Elektrowerte waren bei allerdings ruhigen Umſätzen freundlich, vor allem gewannen AEG 1, Gesfürel 1½, Siemens und Schuckert unverändert, Lahmeyer eine Kleinigkeit freundlicher. Montanaktien lagen feſt, Rheinſtahl zogen /½, Phönix ½, Harpener 1, Gelſen⸗ kirchen ½, Mannesmann ½ Prozent an. Beſonders gut gehalten waren Buderus. Kaliaktien faſt unver⸗ ändert. Am Schiffahrtsmarkt lagen Nordd, Lloyd/ Prozent feſter, während Hapag unverändert eröffneten. Von ſonſtigen Transportwerten lagen Verkehrsweſen Zellſtoffwerte waren auf die beſſere Beſchäftigung hin —/ Prozent feſter. Am Kunſtſeidemarkt zogen A, die zunächſt /½ Prozent verloren hatten, ſpäter um 1 Prozent an, auch Bemberg /½ Prozent freund⸗ licher. Im einzelnen waren Reichsbankanteile nach wie vor ſehr beachtet und 1¼½ Prozem höher. Daim⸗ ler⸗Benz auf die guten Abſatzgeſchäfte im Autogeſchäft ½ Prozent feſter. Gut gehalten waren Südd. Zucker und Conti Gummi. Zement Heidelberg lagen/ Proz. freundlicher. Nur Holzmann waren auf die vortägige Steigerung/ Prozent leichter. Im weiteren Verlauf blieb die Börſe gehalten, die Tendenz ausgeſprochen freundlich. Tagesgeld unver⸗ ändert 4 Prozent. Mannheimer Effekkenbörſe Die Börſe war vor den Feiertagen ſtill bei gut be⸗ haupteter Tendenz. Farben notierten unverändert 123,25. Etwas feſter lagen Daimler⸗Benz mit 34,25. Von Nebenwerten waren Enzinger⸗Union höher ge⸗ ſucht. Ver, Dt. Oele wurden mit 83 gehandelt. Ban⸗ ken⸗ und Verſicherungsaktien geſchäftslos. Der Ren⸗ tenmarkt lag ſtill, aber gut behauptet. Hier konnten Alt⸗ und Neubeſitz anziehen. Goldpfandbrieſe und Kommunalanleihen gehalten. 2 Dt. Anleiheablöſ. Neubeſitz 16,7, Altbeſitzanl. 89,25, 6proz. Baden Staat 92,5, 7proz, Heidelberg Stadt 79, Sproz. Ludwigshaſen 85, Mannheimer Ablöſ. Altbeſ. 82,5, Sproz. Mannbeim Stadt 83, Sproz. Badiſche Kommunale Landesbank Goldpfandbr. 91, 6proz. Far⸗ benbonds 113. Bremen⸗Beſigheim 84, Zement Heidelberg 81, Daimler⸗Benz 34, Ot. Linoleumwerke 45, Durlacher Hof 50, Eichbhaum⸗Werger 65, Enzinger Union 73, IG Farbenind. 123,25, 10proz. Großkraftwerk Mann⸗ heim VA 113, Kleinlein 61, Knorr 178, Konſerven Braun 45, Ludwigshafen Aktienbrauerei 76, Ludwigs⸗ hafen Walzmühe 66, Pfälz. Mühlenwerke 75, Pfälz. Preßzheſe 104, Schwartz⸗Storchen 77, Seilinduſtrie Wolff 16, Sinner 70, Südd. Zucker 183, Ver. Dt. Oele behauptet, Reichsbahnvorzüge ebenfalls unverändert. 8ß, Weſteregeln 117, Zellſtoff Waldhof 47. Frankfurter Mittagsbörſe vom 23. Dezember 1933 Tag 22.12. 212. Tag 22.12. 20.18. Tag 22.12. 28.12. „Reichs⸗ Schwartzſtorchen Il, 1Z. bg. 99,25 100, 25 19²7 0 92,75 92,25 Eichb.⸗Werger 8233 65, d. Wol 9.— 7% Heidbg. Stadi— J3,[ Aüg. C. Geſ.. 22,5 2½5 f Siemens Soßch 140,50 122,59 8% FKudwigsh. 85,90 35,00 Bad. Maſchinen.—— 30 r. füddiſch.. 164,50 105,00 8% Mannheim 83,50 34, 00 remen⸗Beſigheim„9 36.00 hür, Lfg. Ga— 6% Mannheim—— rown Boveri.. 10,75— Ve f 25 93,00 63,00 Urkr. Mhm. Kohle—— ement 5 80%0— ellſtoft Aſchaffbg. 3775 30,00 5% Mhm. Si Kohle 12,30 12,00 bem. Albert.—— ellſtoff Waldhof. 47,25— rkr. Mhm. abg.—— Daimler⸗Benz 33,37 32,12 uderüs Eiſen 70,50 70,87 Kom. Gam. j 37,00 77[ Dti. Erdör„„ 10f,0 103,0[ Eſchweſler Ba.. 290,00— rif. Hyp. Liqu 80,12 85,5 Di.Gold⸗u. Silöſch. 188,25 135,50[ Selſenkirchen 55 8 ſſ. Ld. Hy 90,00 50,00 Dit. Linoleum— 44,75 her., 88, 85 fätz. bp.—0.50 33,0[ Licht u. Kraft. 95,87 55,25 lfe Wſg225—— 7% do. 11— ,25 35,25[Enzinger⸗Union 14,00 75,00 ali Aſchersleben 118,25 117, 6% do. 10 93,25 95,25 G0 Maſch.. 24,99 74,00 A 2 16 5½%% do. Liqu. 92,00 92,00„Chemie volle 141,30 141,50 ali eſteregeln. 116,50 117,00 do, Anteilſcheine— 8,30 G. Färben. 123,0 125,50 J Klöcknerwerke. 35,50— Rhein. Hyp, 5— 25 50,75 G. Farb“ Bonds 113,0 113,56 f Mannesmannmrohr 50,0 61,50 do.——— 50,75 50,75] Goldſchmidt, Th., 45, 47 dümr V. 115 5,37 Fndp migaie 44 itner, 15.0— nix Bergbanß 43,00 43,75 %% do. Liqu. 91,00 43 rün Bilfinger—— dein. Braunkohl. 195,00 155,25 Bäd. Bank.... 116,50 116, aid& RNen..—— bein. Stahl 86.75— Wad-Sw-W- 69,25 659,50 anſwk. Füffen.—— lzw. Heildronn— 4—5 42 33 och⸗Tie 32 97,00 1—4 Iw./— 5 8 contogeſ. 5 olzmann, 7— Dresdner Bans 32,00 28 ungbans,& Sr. 27,590 27,75 Reausb 100 122,00 123,50 rf, Hyp. Bank.0 1100 lein⸗Schanzl. 42,00 22,00 annh. Verſ. 20,00 20,00 fälz,“ Hyp. Bank 77,50 77, 4„Anorr. 15, 175,00 eichsvaͤnkn 1 133 33—— 44,00 ee ein. 0 ank 0, 5 a eyer&—. nitt.„ 7 1—* vnn 5 5— Ludwigsh. Walzm. 66,00 65,50 Snt 1954 405 102,00 102,00 3 ordd. Liohd... 2,9— Metallgeſeuſch. 59,50 50,59 135„„„„„„„„ 32 39,59 Brauer. Henninger 32,00 92,990] Röeinelektr. Bu. 91,50 91,50.23 LöwenbräuMünch. 205,00 295,909 do. St..— 1 k. u. 220•—1—— 43 Fo Bo——— 332 rauere orzh.„ ⸗Anl. Schöfferb. Binding 155,00 155,75 1 Schnelpr. Frankib. 6,75 6,00 1 do. ⸗eubei...„ 16%½0 16,70 Sian für Reichs⸗ und Außenpolitik: Badiſche Bank 116, Commerzbank 40,75, Deutſchs Disconto 48, Dresdener Bank 55, Pfälz. Hypothek. Bank 77, Rhein. Hypoth. Bank 110. Bad. AG für Rheinſchiffahrt 50, Bad. Aſſecurat geſ. 40 Br., Mannheimer Verſicherung 20, Wü Transport 36. Brown Boveri 12, 7proz. Deutſche Reichsbahnvorh, 106,75, Schlink 70, Mez 49, Ganter Freiburg 52. Berliner Gekreidegroßmarkt und die im Reich waren am Samstag für den amtlichen Verkehr geſchloſſen. Von Bureau zu Burean werden Umſätze nicht mehr getätigt. Man benutzte den letzten Tag lediglich für interne Arbeiten. Preis⸗ ſchätzungen bewegen ſich für Brot⸗, Futtergetreide und Futterſtoffe durchweg auf Vortagsbaſis, wobei daß Angebot weiterhin ausreicht, Etwas unter Vreisdruck ſteht vielleicht der Mehl⸗ und der Kleiemarkt. Amtliche Berliner Termin- Produkte vom 23. Dezember 1988 Erzeugerpreis Handelspreis Wolzen Januar 119,09—— F. E„» 182,00— Mürz„„ 184,00— Roggen Januarr 145,00— Februar. 148, 00 150,00 Mür: 150,00 154,00 Hafer Dezember.—— Rest gestrichen Berliner MetallNokierungen Berlin, 23. Dez.(Amtlich.) Elektrolytkupfer (wirebars), prompt, eif Hamburg, Bremen oder Rot⸗ terdam: 49.75; Raffinadekupfer, loco: 45.50—46.50: Standardkupfer, loco: 41.25—41.75; Standard⸗Blei: 15.25—15.75; Originalhüttenrohzink ab nordd. Statio⸗ nen: 19.25—20 RM. Magdeburger Zuckernotilerungen Magdeburg, den 23. Dezember 1933 Briet Geld Brief Geld Januar. 4,00 3,70 Jull.—— Februat. 4, 00 3,80 August. 4, 60 4,40 Mürz„ 4,10 3,90 Septembei—— Aprii.—— Oktober.—— Mai.. 4,40 4,20 November—— Juni.—— Dezember 4, 00 3,70 Tendenz: ruhiger Bremer Baumwoll- Terminnotierungen vom 23 Deꝛember 1933 Gelo Brien Dezember„„—— Kaenuar„ 10,97 10, 99 Mürz„„„„„ 11.18 11,20 Mai„„ 13 11,41 Mn 11,38 11,87 Gktobetr.. 11,73 11,78 Tendenz: sietig Nichtgenannte Gruppen aind gestrichen Berliner Devisenkurse vom 29. Dezember 1933 Oeld f Briel Geid Brier Buenos Alres 0,644 0,648 ltalien 21,960 f 22,090 Kanada 2887 2,.653 Jugoslawien 1450 37875 Japan 0,825 0,827 Kowno 41,460 41,849 Kaito 14,070 14,110 Kooen hagen 61,140 3 Istanbul 1878⁵ Lissabon 12,490 12,510 London 13,690 13,730 Oslo 60, 970 New Vork 2,682] 2,696 baris 16. 16,440 Rio de Jan. 0,226 0,226 brag 12,415 12,485 Urugus 1,399f 1,401 island 61,990f 62,110 Seslem 16,353 16ß 755 35 820 30.185 thon 2,396 2,400] Schwei⸗ 90,970 81, Brüssel 59,190 59,310 Sofia 3,01] 3, Bukarest 2,488] 2,492 Spanien 34,350** Budapest Aeckhem, 139 8 Danzig 81,520 81,660 Talin(Estl.)] 75,520 15,880 klelsingtors 6,054.066 Wien 48,050 43,180 Amtlicher Wintersport-Wetterbericht naeh Meldungen vom 28. Dezember 1933, 8 Unr mortgens — E 3 2 23 5 2 3 5 27327rennss- +— 103 33 1 lenkeiten — 2 Odenwald: keine Meldung Schworzwald: Bünlerhnöne 0 6 7 Papp S. u. R. teilw. Feldberg... bewökt— 5f 10 f— J verh. S. u. R. teibw. Freudenstadt, bewölntf 0f 4— papp]sS..R. miiꝶ Furtwangen. bewölkt— 4] 86f— verh. S. u. R. màig Hinterzarten„ Nebel— 4 10— verh. 8. Uu. R. teilu/. Hornisgrinde A 15 f 6 ſdurehbr.S. u. R. teilv/. Neustadt bewoölkt 0 10 f— Pulver S..R. musig Ruhstein.— A 16 f 3 Pulver S. můs..gut Schauinsland. Joewölnt— 3 10 f 2 S..R. müsig Wildbad- Sommerberg. bewölkt— 1 11 f 2 Pulver ſ8· u. R. můsig Hauptſchriftleier: Dr. Wilhelm Kattermann Chef vom Dienſt: Wilhelm Ratzel iſche u. Kommunalpolitik: vebel;— 1— und Lok rmann Wacker; ü. ulturpolitik, Feulfeton, Bei⸗ lagen: Willi Körbel; für Sport: Max Hüß, fämtliche —— 83 in Mannheim. erliner riftleitung; ns Graf Reiſchach, i Sw 61, Blücherſtraße 12. Nachdruck ſämtlicher Originalberichte nur mit Quellen⸗ angabe geſtattet. prechſtunden der riftleitung: tägli— (außer Samzlng und 30 Hakenkreuzbanner⸗Verlag G. m. b. H. Verlagsleiter: Kurt Schönwitz, Mannheim. Für den Anzeigenteil n Arnold GSchmid, Druck: Schmalz& Laſchinger, Ubtenung Zeitungsprus 75 40—7 I⸗“ ilhelm e 5 Wirtſchaftsrundſchau: Sprechſtunden 4. erlagsleitung: deunwres. Mi firBrf eenn 5 itung: 7, 204 86, 3081/%2 92 — —2 2 — —„Hakenkreuzbanner“ en 455 eev j. ahe yy ee Sonntag⸗Ausgabe mmmummmnmmnmmmmmmmmnnm IIIiiiatzzrnssziIILrikZIIImiititzttriimtrirurren IIlIlkiiziLVtVIAIzILLzIzzzzizziIzrizez dAHRESWECHS vew/enden Sie zum Kauf eines Radlo im ersten Föchgeschöft . — 35 lelellec oͤrtbeiten bei Gebhardt, für die Heusfrsul Ds kann nicht oberflõchlich gey/ oschen werden— wWeil's rasch dns Togeslicht łõme Mannhelm, U, 7 .* Moιι iιν G. 7, 1 Telefon 271 60 und 271 61 IIeeee 1924 K LllliiHttrzIiiIIiIziLzIZZILIxVzzzZzIzzizrizazzzrzzszzizzzzpszvIzzzIvixiIz dllllliiiszrirtrittititimimmiiiiisiztekrekkttrimimmmiiistiiriiivririmimmmmnunniliiIIiiIIvrzrrttttttrtturniiiin — Vollbad-Verzinkerei Verzinnen, Verbleien tunrt us RUcdolf Geisel relefon 41254 /80 NECE’DAraauerstr. 152/62 Gold-, Silber-, Platin-, Juwelen- waren— Armbanduhren Modernes Lager Schmuckgegenstände aller Art— Trauringe Neuzeitlich eingestellter Betrieb KReparaturen, Neuanfertigungen, Um- arbeiten— Anerkannt solide, sorg- fältige, dabei billigste Berechnung. 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Wii a) Vorkriegshäuſer„„„„ 653 100.— b) Nachkriegshäuſer„„„„„»„. 6849 500.— 7 502 600.— Grundſtücke: 3 Sandgewann 4000.— Umlaufmittel: a) Kaſſe„„„„„„3„„1386.84 b) Banken 21919.93 c) Poſtſcheck„ 359.70 d) Sparguthaben„„ 30 789.63 54 456.10 Forderungen nnnnn 0 55 460.08 Lagerbeſtände 1„1 iin i 201.24 onen„*»„„„.— Geſchäftsguthaben: a) laufend nn n7 b) ausgeſcieden„„ 132 034.05 943 431.15 Garghaen, i 158 199.41 Hypotheken: Aufwertung 3„243 109.25 Gold 5637038.95 5 880 148.20 Geländereſtkauſpreiſe 226 30.80 Reſerven 328 665.— Gläubiger n n„„— Rückſtellungen 3 18 575.40 Reingewinn„„„„„„„„„„„1 61 395.46 7616719.42 7616 719.42 Mitglieder⸗Bewegung;: Zugang 129 Mit ſlicder mit 212 Anteilen Abgang durch Kündigung, Tod, Wegzug, Uebertragung 202 Mtgli der mit 483 Anteilen. am 31. Dezember 1932: 1304 Mitglieder mit 2842 Anteilen. Geſchäftsguthaben Abgang RM. 100 482.29 Haftſumme am 31. Dezember 1931 NM. 935 400.— Haftſumme am 3l1. Dezember 1932 RM. 852 600.— Abgang im Laufe des Jahres RM. Spar⸗ und Bauverein Mannheim ein etr. Genoſſenſchaft mit beſchr. Haftpflicht Der Vorſtand: Schäfer, Platz, Kammerer. Mitgliederſtand 1925K 82800.— ug⸗Ausgabe Ario bMalisTeN eiet ein ĩin die erbegelchver⸗ cherung für ilgliener der 5. Mannhelm: 10972K ferhallenstr.4 —————————————— Sapparat Aschine fen. K an den 6812 K ungen te Preisel Höfer 53 ꝛine ommen. t. lorrat 70 ager 10458K nnheim Tel 407 19 195, ane atzen, rbetten ichgeschäft T 5. 18 Tel. 287 33 TTe ereins 1932 Paſſiva RM. 943 431.15 158 199.41 380 148.20 226 30.80 328 665.— 18 575.40 61 395.46 516 719.42 ang durch liede „Hakenkreuzbanner“ Sonntag⸗Ausguve 3. Jahrgang ilst eröffnet Sind sie in Ordnung %onn Sie die rechte Freude am Schiltt · Jschuh-Laufen haber wollon. dann nehmen Sle oin Paar neue Sehr preiswert be · *— Sie Schifti achuhe be Eckrioh& Schwart p 5, 10 — 5Oο K ackermann's Weinstube zum goldenen bfauen P 4, 14 Fernsprecher 25227 am Strohmarkt, Ueber die Feiertage empiehle meine bestbekannte Küche. 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Renkert— Bianca Rogge— Joseph Offenbach— Bum Krüger— Cläre Moser— Hans Finohr— Walter Knaus— Fritz Walter— Kurt Ver- koyen— Charlotte Wagner— Willi Edelmann— Gertrud Friedrich— Arthur Kreß— Karl Wegscheider Hermann Veith— Walter Jörder Hans Parth— Heinz Semmelbeck Kl. Bördlein— Kl. Nietschke— Kl. Herbold— Kl. Werner— Kl. Klier Kl. Schwäble— Kl. Zimmermann. Anny Ondra in dem Lustspiel: Die Tochter des Regiments 8 6729K Ab 2. Welhnachtsfelertag: lriane Haid in dem spannenden Abenteuer-Groß film: bDer Siern ronvalencia Montag, den 25. Dezember 1933 Vorstellung Nr. 140. 6. Nachmittagsvorstellung: Oie Oundorfedlor Anfang 15 Uhr. Ende gegen 17.15 Uhr. Zum erstenmal! aastag, 25. Derember, vorm. fl. 30 Uur Kampi um Leben und Tod Zauf dem Grund des Ozeans mit den e L a Montag, den 25. Dezember 1938 Vorstellung Nr. 141. Miete A Nr. 12. Sondermiete 4 Nr. 6. In neuer Inszenierung: Nõnigolinder Musikmärchen in drei Bildern Musik von Engelbert Humperdinck Text von Ernst Rosmer Musikalische Leitung: Philipp Wüst. Regie: Richard Hein. Anfang 19.30 Uhr. Ende etwa 22.30 Uhr. Mitwirkende: Heinr. Kuppinger— Gussa Heiken Karl Buschmann— lrene Ziegler Hugo Voisin— Fritz Bartling— Gretl Moll— Walter Jooß— Phil. Schäfer— Nora Landerich— Alb. v. Küßwetter— Gertrud Jenne— Karl Zöller— Franz Bartenstein — Luise Böttcher-Fuchs— Aenne Brenndahl. Dlenstag, den 26. Dezember 1933 Vorst. Nr. 142. 7. Nachm.-Vorstellung 2. Weihnachtstag Oiæ OMOunderfoder Anfang 15 Uhr. Ende gegen 17.15 Uhr. Ein einzigartiger hochinteressanter Film Llodesmutige Männer entreißen den Meerestiefen ihre Geheimnisse: Kampf mit Fischen m. Teufels- frratzen und Haien m. messer- scharfen Zühnen, Polypen m. meterlangen Fangarmen. Dlenstag, den 26. Dezember 1933 Vorstellung Nr. 143. Miete E Nr. 12. Sondermiete E Nr. 6 o diĩda Grohe Oper in 4 Akten von Giuseppe Verdi Musikalische Leitung: Philipp Wüst. Regie: Friedrich Brandenburg Anfang 19.30 Uhr. Ende 22.45 Uhr. Mitwirkende: Philipp Schäfer— lrene Ziegler Erika Müller Erich Hallstroem— Heinrich Hölzliin— Wilhelm Trieloff Fritz Bartling— Gussa Heiken. Horgen: Luther Iniang: 19.30 Unr lhie Machtigall von Wittenderg) Neues Incater im Nosengarien Montag. den 25. Dezember 1938 1. Weihnachtstag Dienstag, den 26. Dezember 1933 2. Weihnachtstag Bauernkomödle in 3 Akten von August Hinricehs— Regle: Hans Carl Müller. Anfang 20 Uhr— Ende etwa 22.15 Uhr Mitwirkende: Ernst Langheinz— Vera Spohr— Karl Marx— Eva Bubat— Erwin Linder— Joseph Renkert— Karl Hartmann— Klaus W. Krause— Sie sehen, was noch nie eines Menschen Auge gesehen hat! Jugend hat zutritt! Bronner—— Frle driehsplatz 9 wünscht Sie as Gtaas1 Im Ausschank: Würzhurger Hotfhräu TWintergarten Oise vornehrste arm Flatze rel. 274 24 Mannheim O S, 13 Hans Finohr Eln Fum von pn. L. me U. B. E. Lütnge noͤch elner ldee von Christiêsn Uhlenbruck Husiké: Eduard Künneke Herstellungsgruppe: Max Pfeiffer 6 Spielleitung: Arthur Robison „, Darsreller: Der Kaiser.. e Paul Hörbiger Fürst Leopold von Aniait⸗Dessau- Winy Fritsch Fürstin-Mutter Ida Wüst Baton von Chalisace... Gustàv Waldau Greschke, Sergeant. νινι ιι-Dο Hermanns Speelmans Apotheker Foesee„ Jdkob Tiedtke Anneliese, seine Tocirter.... Trude Marien Kandidat Schmitt.„ Alexander Engel Prinzessin Maria von. Alice Trefi Graf von Syringen Hubert von Mey rink I. Gesandter. Walter von Allwörden —5 Gggtehgg%οοοοο‚‚ Hadrian Neito Der Haàns Sternberg Oberst Hall. paul von Mederow Das Ufa⸗ Sintonie- Orchester unter ges musikalischen Leitung von Franz Marszalek hie Schönsten beschichten Schreĩibt das leben! llier hat die UfFA eine fomontische, lustię-Spannende Llebeseffäre verfſimt, mit dilem Drum unc Hron der bunten Zeſt des Nokołko, mit heworrogenden Schsuspielemn, treumhòft schönen Schouplötzen, hinreidencler Nusi und ollen technischen u. optischen Vorzügen des groben UFaA-aAUSSTATTUNGS-FNMMS NIVER?SU WNSCITTERGTZWSIINRHFEN , Und beschert auch den Kindern Jlubel und Freude beim großen Märchen-Festspiel „Der Rattenfãnger von Hameln“ Felix jagt Länguruhs Fellx auf der Nahrungs- Suche mun⸗ 04 Hans Fürchtenichts lernt das Gruseln am Weihnachts-Dienstag,s vormittags 11.30 Uhr Kleinste Freise für Jung und Alt 0 I —— S'n 222282882 Wohl n hat in ſeine le her une geworfe letztes das lieb inmitten größter deutſche behaupt es zwar häuslich doch jet auf die blickte: endlich nacht in lande fe Es war Weihnac üherſchr ſchwelle ſpäter u und flan Fackeln über Pr ſalsſtraß Tor in kunft hi kerzen flammen die innit Frauen abend h landslied Und es i oder Pre wir Kelt den from Eethlehe ihnen de kündete, Gbend de Jugend vor dem Reiches überzog. Zwar fle ein letzte des Jan Feinde 1 nende R nend und wo einm dem Me⸗ durch de nicht me ſchon dre Frühlina ßen Frie älteſter Hanzler Schwur i Dieſe Ge chos war Weihnach Swiſchen mer etwe nacht off Einsſein Dann gin hes Scha 1938K Sonntag, 24. Dezenber „hakenkreuzbanner“ Wee ih uacht s beilege a wogopeſι òw oφνοοοορᷓ DD weeeebodohged dobe nd wieder ward es in deutſchen Wohl niemals ſeit vielen, vielen Jahren hat in Deutſchland das Feſt aller Feſte ſeine leuchtenden Strahlen ſo lange vor⸗ her und ſo weit hinaus in alle Lande geworfen, wie in dieſem Jahre. Als wir letztes Mal Weihnachten feierten, lag das liebe Feſt des„Friedens auf Erden“ inmitten wichtiger Entſcheidungen von größter Auswirkung für die ganze deutſche Zukunft, und man darf wohl behaupten, daß die deutſchen Menſchen es zwar wie immer als die rechte Weihe häuslichen Glückes begingen, daß aber doch jeder mit dem innigen Wunſche auf die flammenden Chriſtbaumkerzen blickte: Mögen wir im nächſten Jahre endlich wieder eine echte deutſche Weih⸗ nacht in einem frohen und freien Dater⸗ lande feiern dürfen! Es war ein politiſcher Wunſch an den Weihnachtsmann. In ſolchem hoffen üherſchritten wir auch die Jahres⸗ ſchwelle und blickten ſchon einen Monat ſpäter wie geblendet auf den lodernden und flammenden Strom der abertauſend Fackeln— die Uation brach auf und über Preußens jahrhundertalte Schick⸗ ſalsſtraße durch das Brandenburger Tor in eine neue, lichtere deutſche Zu⸗ kunft hinein! Das war der Weihnachts⸗ kerzen leuchtender Widerſchein, ein flammender Dfad in die Zukunft, und die innigen Wünſche deutſcher Männer, Frauen und Jugend am Weihnachts⸗ abend hatten in fauchzenden Dater⸗ landsliedern Erfüllung gefunden. Und es iſt gewiß keine Gottesläſterung oder Profanierung des heiligen, wenn wir Gelteren bekennen: So mochte wohl den frommen hirten auf dem Felde von Eethlehem zumute geweſen ſein, als ihnen der Engel Chriſti Geburt ver⸗ kündete, wie uns an jenem beweaten Gbend des 30. Januar 1953, als unſere Jugend jubelnd und fackelſchwingend vor dem alten, getreuen Eckard des Beiches und dem jungen Führer vor⸗ überzog. Zwar flammte vier Wochen ſpäter noch ein letztes Mal ganz naße ein drohen⸗ des Fanal der vernichtungswütigen Feinde Deutſchlands auf— die bren⸗ nende Keichstagskuppel loderte war⸗ nend und mahnend in die Tande. Gber wo einmal Wahrheit und Freiheit auf dem Mese ſind. da laſſen ſie ſich auch durch den teufliſchſten Schurbenſtreich nicht mehr aufhalten, und ſo leaten ſchon drei Wochen ſpäter am erſten Frühlinastage vor der Gruft des gro⸗ ßen Friedrich in Potsdam Deutſchlands älteſter Soldat⸗Dräſident und ſein Kanzler ibre hände zu feierlichem Schwur ineinander. Dieſe Gehurtsſtunde des Dritten Rei⸗ ches war die Erfüllung des ſehmſüchtigen Weihnachtswi unſches aller Deutſchen. Zwiſchendurch ein Teſtefeiern, das im⸗ mer etwas von der alten deutſchenweih⸗ nacht offenbarte: Gaben und Gelübde, Einsſein in Freude und Dertrauen! Dann gina es an ein emſiges und fro⸗ hes Schaffen. Um den Maibaum ſah 3222222222222 28332322222 7227* 222222222222•22222.•2222•22••%. In einem Schrein mit krausem Rankenwerk Ein sanftes, anmutvolles Bild Der reinen Magd, die da steht, felerlich, Vom laltenrelchen Mantel ganz umhüllt— Ist es noch Holz, das da s0 biegsam gleitet, Liebliche Welchhelt zarter Linlen deutet, Ist es nleht Form gewordener Gedanke,— Zierllche Engel halten helter splelend Die Falten des Gewandes, sind der Heil'gen Wohl uAhnlich, und ihr nan; ledoch ist' Ihnen Sie entrückt und scheinet welt entfernt zu wellen, Wo Langvernommnes, das als Traum erschlen, Jetzt wirklieh werden soll und Wahrheit: Durch Glauben, Hofinuns, Liebe— letzte Klarhelt. der Führer Millionen Arbeiter aus al⸗ len Gauen verſammelt. Auf dem Bücke⸗ berge grüßten ihn die deutſchen Bauern in einer nie erlebten Zahl und Hoch⸗ ſtimmung, denn auch von ihnen war der Fluch der letzten Jahre genommen; ihre Höfe wurden nicht mehr vergantet, ſie konnten wieder, ihrem Ucker und Erb⸗ hof verwurzelt, wirben und das Brot bauen und ernten für ſich und den Dolksogenoſſen in der Stadt. Und ob dem Führer das aroße Feſt ſeiner brau⸗ nen hHunderttauſend in Oeutſchlands alter Reichsſtadt Uürnberg wohl nicht ſelber wie eine deutſche Weihenacht er⸗ 222. 222222222227272777 * V Frel lüst die Hülle nur die edlen Hände, Die, iromm kelaltet, sle hat leicht erhoben; Ein Sinnbild ihrer innerlichen Sammlung, So weisen leis gesclilossen sle nach oben. Von überirdisehem Glanz durchleuchtet ist Das ieine Antlitz, das den Bau Der schlanken, Glieder herrlich schmückt; Von zartem Llebrelz sind die Züge, kiar Die Stirne, hoheitsvoll auch ungekrönt— Und rätselhait des Auges inn're Schau: Unwissend, unbewußt, doch froher Ahnung voll; Erfüllend und erfüllt durch seliges Geheimnis znadenrelcher Sendung G. A. ſchienen ſein mag, als er im altehr⸗ würdigen Rathausſaale, wo Cauſende von Kerzen flammten und ebenſoviele herzen ihm entgegenſchlugen, Albrecht Dürers Radierung:„Ritter, Tod und Teufel“ als Geſchenk entgegennahm— ſicherlich hat er den Zauber dieſer deut⸗ ſcheſten. Weihnachtsſtunde ganz erfüllt, denn in ſeinen Danßesworten ſchwang und klana der Ton der reinen Freude des deutſchen menſchen. Sage keiner, es ſei ein ſtetes Teſte⸗ feiern von weihnacht zu Weihnacht ge⸗ weſen! Uein, wir alle haben, nach des Führers eigenem Bekennen,„geſchuftet ——— —2Ä222—27——272——27—27—27 — vom Morgen bis in die Uacht“, um die Millionen Grbeitsloſen von der Straße wegzubringen und allen Deutſchen Brot zu ſchaffen.„Keiner ſoll in dieſem Win⸗ ter hungern oder frieren!“ verhieß die Reichsregierung und rief ſchon im Herbſte alle Deutſchen zu einem wahren Wetteifer in dem Betätigen weihnacht⸗ lichen Dorſorgens auf, der wohl ohne Beiſpiel iſt. Seit den trübſten, an Uahrunasmit⸗ teln, Kleidern und Koblen ärmſten Tagen der Krieas- und Uachkriegszeit hat die Welt ſolch ein eifriges und ge⸗ heimnisvolles Werben und Geben, Sam⸗ meln und Zubereiten nicht mehr oe⸗ ſehen. Schon als die erſten Blätter leiſe von den Bäumen fielen und das Jahr ſich in ſeine grauen, dunklen Taae neigte, ſammelte eine unveraleichlich opferfrohe Armee von braunen und feldgrauen Helden, von Männern, Frauen und Kindern in ganz Deutſch⸗ land zum Winterhilfswerk. Kohlenzüge ohne Ende rollten von den Gruben in die Städte, und die Schrönke und Fru⸗ hen taton ſich auf— die Golztaſchen bei reich und arm öffneten ſich unter dem Zauberwort des Führers und ſchüt⸗ teten ihm ſchon binnen wenigen Tagen Millionen Mark in ſeine gebefrohen Hände. Wer Tauſende hatte, gab Jauſende Mark, und mor nu— einise Pfennioe hatte, der ſpendete ſie gern und froh, daß durch ſeine Schuld niemand mehr in deutſchen Tanden hungere und friere. Allen, ohne Gnſehen ihrer Parteigeſin⸗ nung oder Glaubenszugehörigkeit, ver⸗ hieß im deutſchen Herzen der Lichter⸗ baum tätiger Menſchenliebe ein frohes weihnachtsfeſt. Da iſt im Dolbe der Millionen Deut⸗ ſchen niemand. der ſagen könnte, er ſei vergeſſen, ſelbſt die Chriſtbaumſchmuck⸗ bläſer des Erzgebirges und in Thürin⸗ gon. die uns ouch ſanſt ihre aliternden Schätze wohlfeil darbrachten, aber dabei darben mußten, ſie ſind von den Mini⸗ ſtern und Keichsſtatthaltern aus den Winßeln ihrer Grmut in den verſchnei⸗ ten Bergen in das helle Cicht einer gro⸗ ßen Weihnachtsausſtellung geführt, da⸗ mit ißnen jedermann etwas abkaufe. Alle Trägheit der herzen hat tätiger Treue Raum geben müſſen. So war es in Wahrheit ein Jahr der Derheißung und eErfüllung, das wir überall in deutſchen Landen, auf hoher See und in Ueberſee bei den deutſchen Brüdern erlebten, und wenn nun die Kerzen angezündet werden in der heili⸗ aen Stunde von Chriſti Geburt, ſo gs⸗ ſchieht es wohl nirgends, ohne daß da⸗ bei die hand, die ſie entzündet, leiſe zittert von dem heißen Blutſtrom ſtar⸗ ken und ehrlichen Dankgefühls, das uns durchpulſt: Herrgott, du gabſt uns allen, allen, eine gute deutſche Weih⸗ nacht 1035]! Drum Ehre ſei Gott in 5 Höhe! Prof. Paul Burz. —————— —————— ———————————— — —— ————— ——— ————— e We ———— weihnachtsbeilage sLeite 2—— Deutſchland im Lichterglanz lus Cicht und wärme, Klang und Güte geſtaltet iſt der Zaubermantel der deut⸗ ſchen Weihnacht. Wo immer in der welt deutſche Weihnachtslieder unter den brennenden Cichtern des Tannen⸗ baums gen hHhimmel klingen, iſt ein Stück deutſcher heimat. Und dennoch will es uns bedünken, als könne nir- gends in der Fremde ſo von herzen froh und feſtſelig die Weihnacht gefeiert werden wie in unſerem Deutſchland der „Gegenwart. Gewiß läuten erzene Glok⸗ ken durch alle Welt eine fröhliche, ſelige weihnacht, und aus feſtlich aeſchmück⸗ ten Kirchen dringt brauſender Orgel⸗ Klang in die ſtille, heilige Uacht. Uns Deutſchen aber iſt es, als habe die gü⸗ tige Dorſehung uns beſonders ausge⸗ zeichnet und die ganze Fülle ihrer Gnaden unſerem bolke ins hoffnungs⸗ volle Herz geſchüttet. Das Deutſchland des Erhebungsjahres 1055 ſteht jetzt in einem weihnachtlichen „Sichterglanz, wie ihn die Welt noch nie geſehen. Ein durch die Tat ſeines Füh⸗ rers vom Gbgrund der Derzweiflung zurückgeri“ones und ins Hoffnungs⸗ land einer ſchöneren Zukunft blickendes oltk feiert erariffen ſeine Weihnacht. bergeſſen ſind Dunkel und Sorgen, die uns jahrelang bedrückten, vergeſſen die pielen Leidensſtationen einer unſeligen Dergangenheit, die wir kämpfend und duldend durchſchritten. Nicht ſpüren wir mehr der Dornen Stich, der Geißel den billigen hohn übermütiger Sieger, wohl aber wieder die eigene Kraft, die Kuhe verleiht und— Güte. Es gibt keinen friedlicheren Gnblick, als das große, geeinte bolk im Cichter⸗ glanz des Weihnachtsfeſtes. Groß an Krent und Güte und Opferſinn ſchreitet Lesz⸗ ſomeit. wir zurückdenken können, ulhchn die Geſchichte, immer hilfsbereit, „oein der Welt, hilfe. vonnöten, ver⸗ träglichen Sinnes, gutmütig und ver⸗ trauensſelig. und groß iſt zu allen Zei⸗ ten ſein wWeihnachtsglaube ge- weſen. 5 Dieſen echten, kindlich frohen weih⸗ nachtsglauben ſpürt heute jeder Deut⸗ ſche wieder in ſich. Vorbei ſind die Zahre, da Millionen verführter Dolks⸗ genoſſen beiſeite ſtanden und ſich nicht teilhaftig wußten des Segens einer deutſchen Weihnacht, vorbei die Jahre des Unfriedens, in denen in vielen deutſchen häuſern keine rechte Weih- nachtsſtimmung aufleben wollte, weil Sorge, Uot und Verzweifluna einlaß- heiſchend an die Türen klopften. Die Botſchaft„Friede auf Erden und den menſchen ein Wohlgefallen!“ hörten jahraus, jahrein viele von uns, doch fehlte ihnen, den vom Schickſal un⸗ bärmherzig Hherumgeſtoßenen, der Glaube an dieſe verheißungsvolle Bot⸗ „ſchaft. Jener Berge verſetzende Glaube, der endlich das deutſche Volk in dieſem Jahre ſeinem Führer folgen ließ und es ermutigte, wieder ſelbſt ſeines eige⸗ nen Glückes Schmied zu werden. Glaube an die göttliche Fügung, Glaube an die Sendung des Führers und Glaube, aus eicſener Kraft ſich eine beſſere Zukunft zu geſtalten, beſeelt beute das ganze deutſche Dolk. Dieſer Glaube macht uns glücklich und frei, ſtimmt uns feſtlich und froh. Und wenn in dieſem Jahre dank der tätigen Hilfsbereitſchaft aller Volks omand zu hunaern und niemand eu frieren braucht, wenn ſelbſt in die beſcheidenſte hütte einer noch er⸗ werbsloſen deutſ/hen Familie ein Glanz von des deutſchon Dolkes»wönſter Weihnachtsfeier fällt, ſo iſt damit mehr für die deütſche Volksgemeinſchaft ge⸗ wonnen, als armſelige Worte es aus⸗ zudrücken vermögen. Deutſchland im Lichterglanz einer er⸗ hebenden Weihnachtsfeier— wahrlich ein Bild, das man all jenen Unwiſſen⸗ den und Mißleiteten im Auslande recht ——22—2292929——29——————99——————————————92—222222222722222222277777727772722 2 2 deutlich zeigen möchte, die bisher ge⸗ glaubt haben, unſere Friedfertigkeit in Zweifel ziehen zu müſſen. Wer Gugen hat, zu ſehen, der ſehe! Den eigentlichen Sinn der weihnachtlichen Friedensbot⸗ ſchaft hat wohl kein anderes Dolk ſo in ſich aufgenommen und zu einer leben⸗ digen, weltbeglückenden Erkenntnis er⸗ hoben, wie gerade das von allen Seiten bedrohte deutſche. Deutſch iſt auch die ſchlicht-feierliche, auf innere Werte der Gemeinſchaft gerichtete Feſtſtimmung, die der Weihnacht des Jahres 1935 ein beſonderes Gepräge verleiht. So feiert kein Dolk, das gewillt iſt, neuen Un⸗ frieden in die Welt hineinzutragen, ſon⸗ dern eins, für das wirklich der Friede 0 42 T 95K 40 D125 2 S Gottes höher ſteht als alle Dernunft auf Erden. Deutſchland im Lichterglanz ſei ein Ja⸗ Ein Fanal, das nal für alle Dölker! aller Velt davon künden möge, wie eine Nation ſich aus'r Kraft heraus⸗ gearbeitet hat aus den Finſterniſſen einer trübſeligen Dergangenheit und nun zun⸗-ich vnd Fohesfroh einer lichten Zukunft entgegenſchreitet. Und wenn jetzt unſere alten ſchönen Chriſt- lieder erneut aufblühen, ſoweit die deutſche Zunge klingt, ſo künden ſie alle von der wunderſamen Wandlung eines Dolkes, das ſeinen 1990. glauben wiedergefunden hat. Fritz M. Hamerling Masiein weihnachten bei den Sahrenden Don Eva Oelſchläger. wenn in den Wohnungen der bürger⸗ lichen Stadt die Lichter am Chriſtbaum brennen, dann beginnt auch bei den Fahrenden das heilige Weihnachtsfeſt. Gegen acht Uhr ruhen alle hände von der fleißigen Arbeit des ganzen Jahres. In die Wohnwagen der Grtiſten kehrt ein einziges Mal im Jahre Feſtſtim⸗ mung ein: Gm heiligen abend wird nicht geſpielt. In der Zirkusſtadt duftet es nach Tanne und Weihnachtsgebäck. In ſeinem Wagen ſitzt der Direktor noch am Schreibtiſch und unterzeichnet die letzten Briefe. Mit einem Blick auf die Uhr ſchiebt er die Papiere unwillig zur Seite, greift nach der Bibel und lieſt darin eine halbe Stunde. Dann erhebt er ſich, um ſeinen alljährlichen Weih⸗ nachtsgang durch den Zirkus anzutre- ten. Er liebt dieſen feſtlichen Gang. Jedes Jahr iſt er ihm ein eigenes Ge⸗ ſchenk, denn die Menſchen, aus allen weltteilen zuſammengewürfelt, wirken an dieſem Abend ſeltſamer und fremder. Sie feiern ja alle das Feſt der Ciebe nach ihren Gebräuchen der heimat. Der Direktor betritt zuerſt die Büro⸗ wagen, in denen bis zur Minute noch fieberhaft gearbeitet wird. Freundliche Wünſche bietet er ſeinen fleißigen Mit⸗ arbeitern und Mitarbeiterinnen. Dann bittet er, die Bürotiſche zu ſchließen und Weihnachten zu feiern. Im Telephonwagen blitzen jetzt an der Schalttafel keine roten Birnen mehr auf. Ciebende hände haben im trau⸗ lichen Wohnabteil einen Gabentiſch mit kleinen Bäumchen hergerichtet. Der Zirknsmann ſchreitet zwiſchen den Wagenagaſſen ſeiner fahrenden Stadt. Die Cichter der Bürowagen ſind gelöſcht. Dafür ſchimmern durch die Ritzen der Wohnwagen Cichter von kleinen Bäu⸗ men. Die Motoren der Cichtmaſchinen rattern eintönig in die hHeilige Uacht hinein, und aus den Zelten der Ställe dringen Tierlaute der ganzen Welt. Der Direktor tritt in den Ballettwagen, wo er ſtürmiſch bearüßt wird. Gaben lie⸗ gen ausgebreitet, und ein Bäumchen ſteht auf dem weißaedeckten Tiſch, um den die Mädels herumſitzen. Sie trinken roten Wein und knabbern Süniakeiten. Gerne fällt der Beſucher in das Weih⸗ nachtslied„Stille Uacht, heilige Uacht“ mit ein. Er geht weiter. In jedem Wa⸗ gen ſtrahlt ihm oin Stückchen Glück ent⸗ gegen. Tiebevoll nimmt ihn die Gattin des Tierlohrors Orth in ihrem Wagen auf. Freudeſtrahlend zeigt ſie dem Chef den neuen Radioavparat, das Geſchenk ihres Mannes. Guf dem blitzblanken aa.......— herd ſteht ſchon fertig die knuſperige weihnachtsgans. Die Grtiſtenfrau ver⸗ ſucht, den Direktor zurückzuhalten. „Bitte, ſeien Sie heute abend unſer Gaſt!“ Dankend wehrt er ab.„Nein, es geht wirklich nicht, denn allen meinen Schäflein muß ich ein Feſt wün⸗ ſchen.“ Im Wohnwagen der graber harrt ſeiner ein weniger feſtlicher Empfang, denn die vier Söhne des Truppenchefs der Ara⸗ bernummer verprüageln iich ganz mäch⸗ tig. Derlegen erklärt der Glte:„Ich habe den Jungens ein neues Trapez- ſeil geſchenkt, und nun zanken ſie ſich darum.“ Im ſauberen Wohnwagen des Zwergelowns verweilt der Zirkusmann länger. Traurig ſitzt der kleine Menſch auf dem Fofa, die kurzen Beinchen bau⸗ meln herunter, und den Konf hat der Clown in die rechte Hand geſtützt. Die großen braunen Augen ſchauen in die Chriſtba:: ichter. In ſeinem gebroche⸗ nen Deutſch erzählt er dem Direktor eine Erinnerung.„Heute ſind es genau dreißig Jahre her, daß ich von der hei⸗ mat in Norditalien wegaing. Und jede Weihnacht ſehne ich mich nach meiner Mutter. Dor dreißig Jahren, ja da ſchaute die Welt noch anders aus. In dreißig Jahren bin ich um die ganze Welt gekommen, kann aber nie meine Heimat vergeſſen. Ich hatte in der Ju⸗ gend immer Späße und luſtige Dinge im Kopf, mein Meiſter— ich war in der Schuſterlehre— warf mich heraus. Da kam ein kleiner Wanderzirkus. Ich meldete mich, und der Direktor nahm mich als Clown, Stallburſche, Lauf⸗ junge und Eſeldreſſeur mit. Aͤm Weih⸗ nachtstag brannte ich zu Hauſe durch, des Morgens hatte ich aber noch in der Kirche das Glockenklavier geſpielt, wie mein Gmt immer war. Gber mein Mut⸗ terle habe ich nie wieder geſehen. Ich weiß nicht mal, ob ſie noch lebt. Und heute habe ich grad wieder ſolche Sehn⸗ ſucht nach ihr.“ Derſonnen beſucht der Direktor den nächſten Wagen.„Wie einſam ſind wir Artiſten doch, wenn wir keine Familie haben!“ muß er denken. Aber auch im Wagen der ruſſiſchen Reiterfamilie ſcheint eine wehmütige Stimmung zu herrſchen. Guf dem herd ſchmort ein Hammelbraten, der Teekeſſel ſummt, und der Dater greift zur Weihnachts⸗ ſchnapsflaſche. Das Bäumchen iſt mit unendlich vielen Ketten geſchmückt. Son⸗ ja, die bildhübſche Tochter des Salto⸗ reiters, ſitzt auf dem Ruheſofa und füt⸗ tert ihren Dackel mit Süßiakeiten. Dic Mutter hantiert am herd herum, und rote Schleife betrachtet, ——ff—.—fſ—i—.———— der Alte bietet dem Direktor aus ſeiner Teaſche an. Der Direktor wehrt ab: „Uein danke, Ihren ruſſiſchen Spiritus vertrage i⸗ nicht. Aber warum ſeid Ihr hier nicht luſtiger?“— Da antwortet Sonja:„Weihnachten erinnert uns im⸗ mer an unſeren ſchwerſten Schickſals⸗ ſchlag. In der Chriſtnacht des Jahres 1916 brannte in Kiew unſer Zirkus ab...“ Tiefes Schweigen folat. Dann ſingt Sonja ein altes ruſſiſches Weih⸗ nachtslied. Dem wieder wandernden Direktor be⸗ gegnen die Indianer, die ſoeben vom Hochamt kommen. Gemeſſen entbietet der Hhäuptling den Ehrengruß ſeines Stammes. Feierlich murmeln die an⸗ dern in der Siouxſprache den weih- nachtswunſch. Dann ſchreiten ſie ernſt weiter.„Dielleicht ſehnen ſie ſich in dieſer Uacht nach ihren wildzerklüfteten Kordilleren“, denkt unwillkürlich der einſame wanderer. Die ſchönſte weihnachtsſtunde genieh der Zirkusmann jetzt bei ſeinen Tieren. Die Uutſcher, die im Stall die Uacht⸗ wache haben, ſitzen um ein kleines Bäumchen, das aber mit keinem Cicht geſchmückt iſt, denn ſtets heißt es vor Feuersgefahr auf der hut ſein. Einer ſpielt Weihnachtslieder auf der Zieh⸗ harmonika. Langſam ſchlendert der Di⸗ rektor durch den ganzen Stall. Die Gr⸗ tiſten haben alles weihnachtlich ge⸗ ſchmückt. Die Tiger ſcheinen aber für das hohe Feſt wenig Derſtändnis zu haben. Die ſchöne gelb und braun gefleckte Mauſi berſuckt unter Fenne und dumpfen hor ben Eihenſtäben zu der Direktor ſteckt ſeinen Katzentieren als Weihnachtsgeſchenk einige rote Leder⸗ bälle durch die Stäbe, da werden Mau⸗ ſis Augen ſmaraadgrün vor Freude. Bald balgen ſich die großen 9918 um die roten Bälle. Die Cöwen ruhen läſſig übereinander⸗ gekugelt im Käfig. Uur der große Othello in ſeiner ſchwarzen Mähne ſtarrt zwiſchen die Zeltleinenwände hin⸗ durch in die ſchwarze Uacht ſeines wil⸗ den Dſchungels. Reglos duldet er die gute Hhand des Mannes in ſeiner mäch⸗ tigen Mähne. Dielleicht iſt tiefe Sehn⸗ ſucht nach der Wildnis ſein Wunſch in der Heiligen Uacht. Den Seelöwen wirft der Direktor friſche Dorſche ins Becken. Unter heiſerem Bellen watſcheln die ſchwarzen Geſellen ſchnell heran, und der Zirkusmann muß viele ſchöne ſchwarze Seidenköpfchen ſtreicheln. dem leiſe blökenden Kamel ſtreicht er zart über den Kopf, das Tier Rnabbert dankbar für die Ciebkoſung einen Knopf vom Anzug ab. Durch die Wagengaſſen wandert der Zir⸗ kusmann ſeinem Wohnwagen zu. Er ruft ſeinen Schäferhund, und beide be⸗ treten den Wohnwagen. Das alte müt⸗ terchen tritt liebevoll auf ihn zu und führt ihr„Kind“ an den beſcheidenen Gabentiſch. Wie ſchon ſo oft zieht die Greiſin eine alte Spieluhr auf. Zitternd erklingt das Glockenliedchen„Stille Uacht, heilige Uacht“. Harro, der Schäferhund, hat in der feier⸗ lichen Minute des Selbſtbeſinnens ſchon längſt die für ihn beſtimmte Ceberwurſt mit der roten Schleife entdeckt. Dorſich⸗ tig zog er ſie herunter. Farmlos liegt er nun in der Ecke und ſchief hält er den klugen Kopf als Herrchen ſprachlos die als Ueber⸗ bleibſel längſt verſchwundener Pracht, . fu, W Wenn Auger vor ei in den an der lunge totſchl oft fe wir w und de noch g Schloß andere geſicht und 1 der( hacken Häuſen men n allübe Hoffn der Re Straße Bauer Arbeit Front tromm des b Jahne marſch enthäl und 3 Straße Kämpf melklo ren un Deutſch nation in d Er iſt Der ze So ſing Spervo in die das he verehrt telalter ſtus de Die ält der im dene h anders Drohtir (Weltke König), Könige Herr). ſtehen d Heergef des(Ji mundbe gen un gen. 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Keine jungen Burſchen mehr, die die hände in den Taſchen vergraben und die unvermeidliche Zigarette im Mundwinkel, an den Ecken der verkehrsreichſten Straßen und plätze ſtundenlang herum⸗ lungerten und, wenn ſie harmlos waren, nichts weiter taten, als die Zeit totſchlagen. Wir wiſſen, daß die wertvolle deutſche Jugend, die ungewollt oft feiern mußte, heute ſinnvolle Arbeit leiſtet in den Arbeitslagern, wir wiſſen, daß ſie auch ſchon z. C. eingeordnet iſt im Arbeitsprozeß, und daß der Ceil der Jugend, der unbelehrbar geblieben iſt und heute noch glaubt, für das Chaos propaganda machen zu können, hinter Schloß und Riegel ſitzt. die Straße iſt anders geworden, hat ein anderes Geſicht erhalten, es wimmelt nicht mehr von Galgenvogel- geſichtern, Moskaujüngern, es laufen nicht mehr ſo viele Bettler und Hofſänger herum, es herrſcht wieder der Geiſt der Grbeit, wir ſehen wieder Männer, die arbeiten, die hacken und graben, die hämmern und bauen: wir ſehen, wie Häuſer neuen Anſtrich erhalten, wie Straßen, die verkom⸗ men waren, hergeſtellt werden und wir ſehen weiter, wie allüberallneues Teben ſichentfaltet und neue Hoffnung die Menſchen beſeelt. Sü-Männer, Kämpfer der Revolution, beherrſchen heute mit ihrem Lied die Straße, Meiſter und Geſellen marſchieren gemeinſam, Bauern werben für Deutſchlands Erzeugniſſe, und Arbeiter und Unternehmer verkünden in einer Front Deutſchlands gufgabe und Sendung. Es trommelt, es trompetet, es ſingt und klingt von des Dolkes Auferſtehung, die wehenden JFahnen ſind Künder einer neuen Zeit und der marſchierenden Jugend kampferfülltes Cied enthält den Glauben an Deutſchlands Kraft und Zukunft. So tönt es heute auf der Straße, ſo ſieht es aus, wenn Deutſchlands Kämpfer für eine neue Zeit unter Crom⸗ melklang und Kampfgeſang aufmarſchie⸗ ren und ſo zeigt ſich die Straße im neuen 594 f„ 25 Kampf gegen den heiligen Abend 7— bor Zahren konnte man in Deutſchland, namentlich in Berlin, am heiligen Abend ſelbſt die wüſteſten Szenen erleben. Die Kommuniſtiſche partei ſcheute ſich nicht, das weihnachtsfeſt für ihre agitatoriſchen Zwecke zu mißbrauchen. Der heilige Abend war ihnen als das ehrwürdige Sinnbild einer von Frie· den und Ciebe erfüllten Cradition ein Dorn im Auge. So veranſtalteten ſie mit Dorliebe in den Adventswochen und in den Gbendſtunden des 24. Dezembers propagandazüge und maſſenkundgebungen, die ſich gegen das Weihnachtsfeſt richteten. bor zwei Jahren, als noch der rote Mob die Straßen beherrſchte, kam es zwiſchen den Demonſtranten und der polizei zu blutigen Zuſammenſtößen. Immer wieder verſuchten die Kommuniſten, wenn ſie durch die Gummiknüppel auseinanderge⸗ trieben wurden, an allen Ecken und Enden neue Formationen zu bilden. Im Jahre 1951 nahm die hetzeriſche propaganda am Hei⸗ ligen Gbend ſolche Formen an, daß in den belebteſten Straßen der Innenſtadt von Berlin, in der Friedrich⸗ und Leipziger Straße berittene Polizeikräfte eingeſetzt werden mußten. Wie oft zerriß damals das ſchauerliche Hupen der Ueberfallkom- mandos die feierliche Stille. Spaziergänger, die mit ihren Weihnachtspaketen nach Hauſe gingen, waren ihres Tebens nicht mehr ſicher und mußten oft genug vor der Meute randalierender Kommuniſten flüchten. Die Sd hat den zerſtörenden Einflüſſen des Kommunismus ihren eher⸗ nen Aufbauwillen und das unerſchütterliche Ethos einer wahrhaft nationalen Geſinnung entgegen⸗ geſetzt. Sie traten zu einem Wall zuſammen, der auch den hartnäckigſten Angriffen erfolgreich Wi⸗ derſtand leiſtete. So mußte der Kommunismus, der auf einer verſchwommenen, unklaren Ideo⸗ logie aufgebaut und mit groben materialiſti⸗ ſchen Zügen durchſetzt war,, kapitulieren. wenn wir im ſtrahlenden Lichterglanz der erſten wirklich/ deutſchen Weihnacht uns die Hände reichen, ſollten wir feierlich geloben, jienen Männern ewig die Treue zu halten, die uns dieſes Feſt durch ihren Jdealismus undihre männliche Hingabe ermöglicht Deutſchland als getreues Spiegelbild des————— 5.— haben. Rauhe und kampferprobte Männer nationalen und völkiſchen Auf ſtieges. n b Fem, haben den deutſchen Frieden geformt 37 2222222222222222222— 22 e. an, 2277272722227227222222.7% eeee. W eihnach ten nicht viel wände waren da vor.“ Maria ein kosmologiſcher Mythus:. Solche Cieder minrden beim„umdel⸗ in d er a f 1 en 5 o e i e wickelt das Kind in die mitgebrachten ð Kus Ciebe ward Gortvater jung 8 wiegen“ geſungen, einem Canz, den das Windeln, wobei ihr Engel helfen, und Der alte Gott ohn Ende, polk um die in der Kirche Aunf von mela Eſcherich. legt es in die Krippe. Da knien Ochs bom hHimmel tat er einen Sprung 8 wiege aufführte. Er ift gewaltic unde ſtarc, und Eſel nieder und freſſen nicht mehr herab in dies Elende. 8 guti ht d 0 al der ze wihen naht geboren ward von dem heu. Indeſſen wird durch En⸗ All andrer Dunder ſei geſchwiegen. er geht dann wieder, eine So ſingt der hochmittelalterliche Dichter gel den hirten auf dem Felde Botſchaft: den Himmel die Erd hat überſtiegen, Svielmannsmeiſe(Von fernen Landen Spervogel. Von der karolingiſchen bis Die hirten da vernahmen, Das ſollt ihr als Wunder wiegen. komm ich her) benutzend, auf das eigent⸗ in die ſtaufiſche Zeit wurde in Chriſtus Wie zu den Engeln kamen Himmel unten, Erde oben— liche Krippenlied zurüch in ſeinem das heldiſche und gebietende Weſen Viel himmliſche Ritterſchaft. Das Ciebeswunder ſoll man loben, ſchönen„Dom himmel hoch, da komm Die hörten ſie in großer Kraft Miteinander ſchreien droben. hhre Stimmen weinten im Cobe. Die hochmittelalterliche Dorſtellung Als aller Wunder Wunderproben. SS 4 Mythiſchen Geiſt atmet auch ein altes ð Daen Deiis Lied, das dem myſtiker Cauler zu- ſchließt die Weihnachtspoeſie des Mittel⸗ geſchrieben wird: alters ab, es beginnt jene des evange⸗ verehrt, im Gegenſatz zum ſpäten Mit⸗ telalter und der Ueuzeit, die in Chri⸗ ſtus den ſanften, leidenden Gott ſieht. Die älteſte deutſche Weihnachtsdichtung, der im neunten Jahrhundert entſtan⸗ eines himmliſchen Burghaus⸗ Es kumt ein Schiff geladen lliUſchen Ciedes, die in eine reiche, ſchöne dene heliand, begreift Chriſtus nicht 82 1 5 hier 5 33 W5 W55 ſin 40— Blüte tritt. inen König. Er nennt ihn en iſt der neugeborene Erlöſer ſchon uns den Sun des baters, —————— der arme„Chriſt“, aber der himmel Das ewig wahre Wort. Im 17. Jahrhundert erſceint noch ein⸗ (Weltkönig), cuningo rikarſt(reichſter bleibt von„Ritterſchaft“ erfüllt. Heer⸗ Das Schifflein, das geht ſtille 8 mal ein Oichter von Gottes Gnaden, König), allaro cuningo craftigeſt(aller ſcharen, die vor Freuden über das Wun⸗ Uiid bringt uns riche Laſt, der phantaſtiſche Konvertit Sileſius, i: Könige ſtärkſter), hold herro(holder der der Menſchwerdung weinen und Das Segel iſt die Minne, dem die mittelalterliche myſtik Ruf⸗ Der heilig Geiſt der Maſt. N erſtehung feiert und eigentli u ihrem Wir denken an die Umzüge heidniſcher mi amchen Götter und Göttinen, wie ſie uns in N letzten, vollendeten Ausdruck kommt. Reſten alter Frühlingskulte erhalten Er hat auch für das Myſterium der bot⸗ ſind. In den Niederlanden gibt es noch tesgeburt als ein neuer Meiſter Eckhart ſchreien. Der himmel iſt ein Königreich. Us ſitzt Gottvater mit hoher Krone und Krönungsmantel und dem Keichsapfel in der hand auf einem prächtigen Thron und ſendat das 0 ort“ in die welt Herr). An der Krippe zu Bethlehem um⸗ ſtehen das Kind ſeine„lieben Mannen“, Heergefolgſchaft, die das fridubarn go⸗ des(Friedekind Gottes), den göttlichen mundbero(Schutzherrn) mit Hauptnei⸗ DDnee ——— —————— 4 gen und Kniebeugen ritterlich empfan⸗ hinab. beute ſolche Umzüge, wo ein wagen als. ein ſchönes wort gefunden, in dem noch gen. Und wie das Wort einſt zur Erde kam Schiff ausgeſtattet wird. einmal die ganze chriſtliche Myſtit in Den Uebergang in andere Guffaſſung und Fleiſch wurde, ſo vermag es ſich Im ſpäteren Mittelalter ſind die weib⸗ der inbrünſtigen Sprache den Gotin 53 bildet dann das ſogenannte„alte paſ⸗ nach der Gnſchauung der Myſtik jeder. nachtsgeſänge vorwiegend Marien⸗ glüht: 23 fonal“, eine ſchöne dichtung dos 15. zeit in die Seele zu ſenzen. dederzeit lieder; mehr als das Kind wird die merkt: in der ſtillen nacht jungfräuliche Mutter beſungen und ver⸗ Jahrhunderts, in der Chriſtus als ein kann die verlangende Seele die Geburt rr eeee,eee, volkstümlicher Held, aber nicht mehr Gottes in ſich erleben.„Da alle dinge herrlicht: 525 Au— ein Kind— geboren als König gekennzeichnet wird und das waren mitten in ihrem Schweigen, da Seid fröhlich und jubilieret N no wiederum erſetzt, ſich in der Erzählung der Geburt des kam von oben hernieder von dem kö⸗ 9 Jeſus dem Meſſiä, Was adam hat. verloren. Gottes an die apokryphen Evangelien ni-lichen Stuhl in mich ein verborgen der die ganze Welt regieret, 3 It deine Seele ſtill anſchließt. Wort“, ſpricht Meiſter Eckhart. Iſtt ein Sohn Mariä. Und dem ceſchönfe Nacht, Es wird der Stall geſchildert:„Ein Bei dem Minneſänger Reimar von Jauchzet und ſinget, Fo wird Gott in dir Menſch Dach zwiſchen zwei häuſern empor, ZIweter wird das Weilnachtswunder Klingt und ſpringet. Und alles widerbracht. Sonnta g, 24. Dezember „hakenkreuzbanner“ weihnachtsbeilage Seite 4 Deutſche Weihnacht⸗krippen und Chriſtwiegen Es iſt ein weiter Weg von der erſten Weihnachtsfeier des römiſchen Biſchofs Tiberius, der im Jahre 360 die prunk⸗ volle„Santa Maria Maggiore“ er⸗ baute, in der anfangs eine von heili⸗ genfiguren umrahmte Krippe die Stelle des erſt ſpäter entſtandenen Gltars ver⸗ ſah, bis zu der Feierlichkeit eines heu⸗ tigen Weihnachtsgottesdienſtes. Wenn wir Deutſchen gegenwärtig bewußt auf die mittelalterlichen Krippen⸗ und My⸗ ſterienſpiele unſerer Gltvordern zurück⸗ greifen und dieſe Spiele zu neuem Le⸗ ben zu erwecken verſuchen, ſo geſchieht das aus dem Beſtreben heraus, die ſtarke, unbekümmerte Weihnachtsgläu⸗ bigkeit des mittelalterlichen Menſchen auch in uns heutigen lebendig und wirkſam werden zu laſſen. Im Zeichen des unſchuldvollen Kindes in der Krippe feiern wir Weihnachten. So entſtanden im Laufe der Zeit die erſten weihnachtlichen Krippen⸗ und wiegenſpiele. bon Franz von Aſſiſt wird uns überliefert, er habe im Jahre 1225 eine Weihnachtsfeier im Walde peranſtaltet, um Menſch und Tier der Freuden einer Chriſtnacht teilhaftig werden zu laſſen, und dabei die erſte Krippenſzene„geſtellt“. Um die gleiche Zeit etwa wurde bereits in Niederöſter⸗ reich das„Kindleinwiegen“ ver⸗ anſtaltet. In der Kirche oder im Bauern- hauſe ſtellte man eine Wiege auf, legte der Gemeinde jünaſt geborenes Kind, in „grob Heu und windelein“ gehüllt, hin⸗ ein. Dorfkinder ſangen das„Chriſt⸗ Eindlein“ wiegend in Schlaf. Mutter maria, Joſeph und die hirten vom Felde durften nicht fehlen. Wir wiſſen nicht, wann zum erſtenmal die Hand eines Holzſchnitzers die Geburtsſzene künſtleriſch zu meiſtern ſuchte, wohl aber, daß kein anderes Dolk mit der gleichen Gläubigkeit und Schöpferſelig⸗ keit immer wieder in zahlloſen Ab⸗ wandlungen dieſes Erlebnis bildend nachzugeſtalten gewußt hat wie gerade das deutſche. Das bayeriſche Uational⸗ muſeum in München beſitzt nicht zu⸗ fällig eine der ſchönſten und reichhaltig⸗ 27222222 SSSSSS Germaniſche Weihnacht wie kommt es doch, daß dem Deutſchen pon allen hohen Feſten das Weihnachts⸗ feſt ſo ganz beſonders lieb und heimiſch iſt? Alle Chriſten der Erde feiern in gleicher Inbrunſt die Geburt des Hei⸗ landes; aber nirgends findet ſich jener geheimnisvolle, einzigartige Zauber der deutſchen Weihnacht. Und wie kommt es weiter, daß für uns Deutſche zu einem rechten Weihnachtsfeſt ein or⸗ dentlicher, kernfeſter Wintertag mit Schnee und Eis und Sonnenſchein und Sternenzauber gel/ört? weit über die Zeit der chriſtlichen Zeit⸗ rechnung hinaus liegen die„Weihe⸗ nächte“ tief eingebettet in das innerſte weſen unſeres Dolkes. Ein gütiges Geſchick hat uns einen Sniegel der polksſeele unſerer Ahnen überliefert, in den hin⸗iwuſchauen wir nur wieder lernen müſſen. Es iſt unſere Sagen⸗ welt, der Mythos des Germanentums. Die Relioion der Germanen iſt wie die aller ariſchen bölker ein Lichtk ult. Aber die Uatur des FLandes und der Ernſt der Weltanſchauung gaben der germaniſchen Religion einen beſonderen Charakter. Uicht die heitere Sinnlich⸗ keit der griechiſchen Götter, noch weni⸗ ger die ſchwüle Grauſamkeit aſiatiſcher Mythologie herrſcht in Asgard, der ſtrahlenden Burg der gſen. Ernſt iſt die Weltanſchauung unſerer Ahnen. Ue- ben der Freude an Kampf und Sieg ſteht der Trieb, zu grübeln und zu for⸗ ſchen. Das germaniſche Gewiſſen ſieht überall den Kampf des Guten ge⸗ N S22222722722727 2222227722722222272222277722722222 2% SCS(QSC ſten Weihnachtskrippen⸗ und Chriſt⸗ wiegenſammlungen der Welt. Mancherorts begnügte man ſich nicht nur mit der bildlichen Darſtellung der Geburt Chriſti, ſondern gab darüber hinaus ganze Ausſchnitte aus der Le⸗ bensgeſchichte des jungen Jeſus. In Tirol und im Salzkammergut formen noch heute geſchickte Künſtlerhände Jahr für Jahr nach Däterart auf Glas, aus Pappe oder hHolz die Flucht der chriſt⸗ lichen Familie nach Uegypten, ein Fa⸗ milienidyll aus Uazareth oder die Freu⸗- den der*„zeit zu Kana, das Ganze nicht ſelten in oder neben die Krippen⸗ 0 KLeet —* Unbetung gen das Böſe, des Lichts gegen die Jin⸗ ſternis und ſtellt auch ſeine Götterwelt unter das urewige, ſtrenge Geſetz von Schuld und Sühne. Stark lebt im Germanentum das Seh⸗ nen nach Freiheit, wie aus dem rauhen nordiſchen Winter die Seele nach dem Licht des Tenzes verlangt. Baldur, der lichte Gott, mußte ſterben; das iſt das Schickſal der Welt. Seit die Schnee⸗ gänſe, die Boten des Winterrieſen, ihr mißtönendes Geſchrei erhoben, hat ſich Winterſtarre auf die Erde herabgeſenkt, und die eisrieſen ſind bemüht, dem ſtrengen Regiment Dauer zu verleihen. Aber die guten Gottheiten walten noch, wenn auch im geheimen. Berchtha, die Göttin der bergenden Erde, iſt von Wotan durch den Zauberſtab, in Win⸗ terruhe, in den Schlaf verſenkt worden. Einſt aber wird ſie durch den Sonnen⸗ gott zu neuem Leben erwachen. Die Saase von Brünhild und Sigurd und das märchen vom Dornröschen haben dieſen ſonnenſehnenden Mythos lebendig er⸗ halten. Die Wolkenfrauen oder Frau Holle bewacht und hütet inzwiſchen das ſchlummernde Leben auf blumiger Wieſe und deckt die Erde mit warmem, wei⸗ ßem Schneetuche zu. Inzwiſchen ſchweift Wotan, der nach Baldurs Tode vergeblich gegen die Win⸗ terrieſen kämpft, als Wanderer in brei⸗ tem hut und blauem Mantel, d. h. in Wolkenhut und Sternenmantel— in chriſtlicher Zeit als RKuprecht—, über die Erde und erforſcht die Menſchen, be⸗ lohnt und beſtraft ſie. 5o kommt er L ſzene geſtellt und von eigenem, boden⸗ ſtändigem Empfinden der gläubigen Schöpfer beſeelt. Da reitet beiſpiels⸗ weiſe das Chriſtkind auf einem unge⸗ ſchlachten Kiroler Ackergaul durch die Tande. Ein anderer zeigt uns im Rahmen einer Weihnachtskrippe und mit ergötzlicher Uaivität eine ähnliche Szene: Derzweifelt zerrt Joſeph an dem ſtörriſchen Eſel, der Maria und das Je⸗ ſusknäblein auf ſeinem Rücken trägt. Der Eſel ſpreizt ſich kräftig ob dieſer Behandlung. Maria aber iſt ſo in ihr Mutterglück vertieft, daß ſie von dem Kampf, der ſich neben ihr abſpielt, über⸗ haupt nichts merkt. Genau ſo wenig wie das Kind, das ihr fröhlich zulächelt. — Je mehr Weihnachtskrippen, die ur⸗ Holzſebhnitt von Otto Bodapp einmal in ein Dorf in Thüringen, fin⸗ det bei ärmen freundliche Gufnaſhge und macht ſie und das ganze Dorf glücklich.„Jeder war beſtrebt, für das allgemeine leibliche und geiſtige Wohl tätig zu ſein, und dieſe freie Pflicht⸗ erfüllung gereichte allen zum Segen. Es war der einzelne durch das Ganze ge⸗ ſchützt, und ſo wußte jeder ſeine Kinder und Kindeskinder nach Möglichkeit vor einem harten Lebensloſe behütet.“ So wunderbar einfach und ſittlich hoch ſieht das germaniſche Gemüt der heidenzeit die Löſung der ſozialen Frage durch die Gottheit an. Wie eigen berührt das den Menſchen der Gegenwart! wWenn die Sonne am tiefſten ſteht, in den zwölf heiligen Weihenächten, dann erhebt ſich Wotan im Iturm, rüttelt die Erde aus dem Todesſchlaf und durch⸗ brauſt als herr der wilden Jagd die Wälder. Da regt ſich unter dem Eis das Leben in der Tanne, der Kiefer, dem Wacholder, die grün geblieben ſind in Eis und Schnee. Die Miſtel, in der die erloſchene Sonnenkraft lebendig blieb, wird als ihr Sinnbild über den Schwellen der Wohnräume aufgehängt. Opfergaben werden dem erhofften Licht⸗ gott gebracht: der hahn, der Wächter am Tor der himmelsburg, die Fiſche, die der Frau holle heilig ſind, und als Sühneopfer die Schneegans, das miß⸗ tönende Geſchöpf des Winterrieſen. Die⸗ ſer Dogel iſt in chriſtlicher Zeit als Martinsgans am Tage des großen Bi⸗ ſchofs in ganz Deutſchland noch heute wohl gelitten. eeeeeeeeeeeeeeeeeeeee?????????????222222222222222222222882228282828888882882 7 Se22222222227227227222222222222222777277772277277727227. ſprünglich nur in Kirchen und Klöſtern gezeigt wurden, Eingang in Bauern⸗ und Bürgerhäuſer fanden, deſto volks⸗ tümlicher wurde dieſe ſchöne Gepflogen · heit, das Wunder der Chriſtnacht zu verſinnbildlichen. Es gab Seiten. da faſt jedes deutſche haus ſeine Weilnachts⸗ krippe beſaß. Mit der Guswechſel⸗ barkeit und Derſtellbarkeit der Figu⸗ ren wurden die Krippen ſelbſt zum Schauplatz volkstümlicher dramatiſier⸗ ter Spiele und überlieferten ſomit im Kleinen, was einſt die Kirche an feſt⸗ lichen Myſterien geboten hatte. Don haus zu Haus trug man früher dieſe Krippen, denen fröhliche Kinder ſingend das Geleite gaben: Da Chriſt da is kommen, Hat d' Sünden uns'nommen, Hat vom Daifl befreit Die Kinda und Leut'. In die Blütezeit deutſcher Holzſchnitz⸗ kunſt fielen naturgemäß die ſchönſten Weihnachtskrippen und Chriſtwiegen. mit welcher Liebe und Kleinmalerei ſtattete man ſie aus! perlenverzierte Decken, Schellen und Klingeln hoben den feſtlichen Charakter einer Chriſt- kind-Wiege, die nicht ſchön genug ſein konnte, um Gottes Sohn auf Erden auf⸗ zunehmen. Und wenn die Könige aus dem Morgenlande kamen, um dem Chriſtkind ihre huldigungen und Ga⸗ ben darzubringen, ſo umkleidete ſie deutſche Künſtlerhand mit allem Pomp der Kurfürſten des Heiligen Römiſchen Reiches Deutſcher Uation, gab ihnen, abgeſehen vom Mohrenkönig, die Ge⸗ ſichter lebender deutſcher Fürſten. Heimiſche bolkskunſt und heimiſches Brauchtum fanden ſo in der berherr⸗ lichung des Weihnachtsfeſtes den ihnen weſensgemäßen Ausdruck. Je kindlicher und ungelenker aus dieſen Krippen und Wiegen die reiche deutſche Dolksſeele ſprach, deſto reiner und unverfälſchter war ihre ſchöpferiſche Kraft. Fleißige deutſche Bauern- und Bürgerhände ge⸗ ſtalteten hier aus dem Dollen volklicher Gemütswerte das Wunder der heiligen Uacht in all ſeinem Märchenglanz und ſeiner Schönheit. Und es lag Segen und Gnade über dieſem Schaffen! Dr. W. F. Strade ck Einſt war auch in Asgard das liebe Licht verſchwunden, damals, als die lichte Göttin Jdun, die hüterin der Kepfel der ewigen Jugend, von dem Nord⸗ ſturmrieſen geraubt war. Toki aber, der Südwind, befreite ſie, indem er ſie in eine Uẽnß verwandelte und mit ihr durch die Lüfte zurückflog. Daher wer⸗ den den hHimmliſchen in den heiligen nächten Uüſſe und Gepfel gopfert. In der halle des hauſes wird der hei⸗ lige Julblock auf dem Herde entzündet, damit dem Geſchlechte das ganze Jahr hindurch Lebenskraft und hHeil wider⸗ fahre, und auf der Tanne brennen die Cichter. So wird aus tiefſter Winternacht dem gläubigen Germanen die Hhoffnung auf das neue Licht geboren. Denn in der Winterſonnenwende leuchtet die Gewiß⸗ heit auf, daß der Lichtgott wieder ge⸗ boren wird,„das Licht in der Finſter⸗ nis ſcheinen wird“. Uicht ohne Kampf ringt ſich der Frühling, das Cicht, em⸗ por. Gber dieſer Kampf wird heroiſch ſein. Denn dies Licht iſt zugleich das Sinnbild der ſittlichen Reinheit und des guten Rechtes. Es leuchtet hell durch die zwölf Weihenächte, die ſpäter die Geburt des Heilandes in ihre Arme ge⸗ nommen haben. Kein anderes Dolk der Erde ſchuf ſich ſo aus Winternacht und Eiſesnot das erſte Frühlingsfeſt, noch nicht in Erfüllung, aber in Glavbe und Hoffnung. Als ſolches leuchtet es auch in unſere deutſche Winternacht und ver⸗ kündet immer von neuem„Friede auf Erden denen, die eines guten Willens ſind.“ Prof. Dr. Walther Schneider sonnta a Arnold, der 5 Dner fleißigen er und man wi falls weihen glückliche Jal leichter. Als der Schli ſtand, als machte, den T. tigen Bärenp Anna, und M mit Rändern hatte und ſelb ſtieg, da Klett witje“— Gut nold von der Bockſitz. Er ſe ſteckte eine bli in den dLederſ als peitſchen! „Habt wohl n „Es könnt Wö Sie fuhren u im Krummhol 1 borten ab, d ſpannt, zwei; halftert. Hunde liefen e ren vor Mutw rochen, mit de Schneehaufen( per darin verſ golden. Rote u einer Holzwan Hannas und v janke war, v— mit Schnee be faſt nicht zu men bedeckten huſtete gleichſa Schornſtein hit Sie ſchwenkten ſanken hinunt 0 Schlitten geſck Drüben im CTi als auf der B der Schnee. D Zäune und 6 ihnen nichts. Den Tag ſchenk merte in den chen der Schne Das Geflimme gleitete, wie Fahrt. Gb un auf, und es leu blick rot oder k ſtill. Bei Wind heit. Man kon Vorſicht gebrar Fahrt unterha in den Schneel weilen das Lel ſtallen der Gu⸗ Reiſenden eina Michel, der h Dater und Tan ins Freie ſchat in der Einſar offenen Pelzhö gelehnt er lag, Ueberfalles du habe. Dor all muß wiſſen: E ſo ſchlimm wie dem ſeien der Der Dater hab Peitſche und di ka und auch ſo ten die Wölfe er habe einen in der Scheide Tante, hob der zen auf ihren Geſicht unter züärtlich auf di ite 4 ee öſtern muern⸗ volks- logen⸗ cht zu da faſt achts⸗ echſel⸗ Figu⸗- zum tiſier- it im n feſt- Don dieſe ingend eſt, ſchnitz⸗ önſten hiegen. talerei rzierte hoben Chriſt- ig ſein n auf⸗ ze aus dem id Ga- ꝛte ſie pomp niſchen ihnen. ie Ge⸗ niſches rherr· ihnen dlicher en und ksſeele ilſchter leißige ide ge; klicher eiligen nz und Segen de cłk 77+————+ e Cicht lichte Aepfel Nord⸗ i aber, er ſie nit ihr r wer · eiligen rt. er hei⸗ zündet, e Jahr wider· ien die ht dem ng auf in der ewiß⸗ der ge⸗ finſter- Kampf t, em⸗ eroiſch durch ter die me ge⸗ olk der ht und t, noch be und s auch d ver- de auf hillens ider er und man werde ihn kaufen. 4 falls weihen ſolle man ihn durch eine glückliche Fahrt, er verkaufe ſich dann 9—————— 24. De zember „Hakenkreuzbanner“ weihnachtsbellage— E Weihnacht in im deutſchen Wolgadorfe Arnold, der Schmied, hatte einen neuen Schlitten geſchickt, das letzte Werk ſei⸗ ner fleißigen hände. Dielleicht gefiele Jeden⸗- leichter. Als der Schlitten angeſpannt im hHofe ſtand, als hans, der den Kutſcher machte, den Tſchapan und einen gewal⸗ tigen Bärenpelz über Chriſtian und Anna, und Michel inmitten, ſorgfältig mit Rändern und Zipfeln eingeſtopft hatte und ſelbſt den niedrigen Bock be⸗ ſtieg, da kletterte mit einem„Sdraſt⸗ witje“— Guten Tag zuſammen— Gr⸗ nold von der anderen Seite auf den Bockſitz. Er ſetzte ſich neben Hhans und ſteckte eine blinkende fünfzinkige Forke in den Lederſchuh, der am Fpritzbrett als peitſchenhalter angebracht war. „hHabt wohl nichts dagegen“, ſagte er. „eEs könnt Wölf geben.“ Sie fuhren unter lautem Klingklang im Krummholz und aus den Schellen⸗ &borten ab, drei Pferde vorn einge⸗ ſpannt, zwei zum Wechſeln hinten ge⸗ halftert. Hhunde liefen ein Weilchen mit und fuh⸗ ren vor Mutwillen, oder weil ſie Mäuſe rochen, mit der Spitznaſe wie Pfeile in Schneehaufen hinein, daß der halbe Kör⸗ per darin verſchwand. Die Sonne ſchien golden. Rote Maiskolben leuchteten vor einer Holzmand in der Schneelandſchaft. hannas und Martins geweißelte Seml⸗ janke war, von Schnee umgeben und mit Schnee bedeckt, in der Landſchaft faſt nicht zu erkennen. Dicke Eisblu⸗ men bedeckten die Gußenfenſter. Rauch huſtete gleichſam mit leiſen Stößen zum Schornſtein hinaus. Sie ſchwenkten in den Graben ein und ſanken hinunter zur Wolga. bdrüben im Tieflande lag mehr Schnee als auf der Bergſeite. Guch hart war der Schnee. Die Fahrt ging hoch über Zäune und Gatter, man merkte von ihnen nichts. den Cag ſchenkte Gott. Die Sonne flim⸗ merte in den hunderttauſend Ipiegel⸗ chen der Schneedecke, ohne zu blenden. das Geflimmer und Geſchimmer be⸗ gleitete, wie ſeitlich mitgeſchleift, die Fahrt. AGb und zu blitzte ein Kriſtall auf, und es leuchtete darin einen Augen⸗ blick rot oder blau. Es war völlig wind⸗ ſtill. Bei Windſtille iſt Kälte nur Friſch⸗ heit. Man konnte ſich, wenn man einige borſicht gebrauchte, ſogar während der Fahrt unterhalten. Und wie die Sonne in den Schneekriſtallen, ſo blitzte bis⸗ weilen das Lebenslicht auf in den Kri⸗ ſtallen der Gugen, wenn die fröhlichen Keiſenden einander anſchauten. michel, der halb verſunken zwiſchen bater und Tante im Stroh lag und nicht ins Freie ſchauen konnte, unterrichtete in der Einſamkeit ſeiner nach oben offenen Pelzhöhle die Tante, gegen die gelehnt er lag, wie ſie ſich im Falle eines uUeberfalles durch Wölfe zu verhalten habe. muß wiſſen: Es iſt faſt alles nur halb ſo ſchlimm wie es ausſieht!. dem ſeien der Dater da, Hans und er. bder bater habe eine Piſtole, hans die peitſche und die pljotka. Dor der pljot⸗ ka und auch ſchon vor der peitſche hät⸗ ten die Wölfe beträchtliche Ungſt. Und er habe einen feinen Dolch in der Scheide, Michelchen!“ ſagte die Lante, hob den Knaben unter den pel⸗ 4 zen auf ihren Schoß herauf, legte ſein Dor allem: Ruhig Blut! Man Außer- „Caß ihn Geſicht unter ihr Kinn und küßte ihn n auf die pflaumige winterfriſche eeeeeeeeeee2222?222????????????? 2 4 Don Joſef ponten. Wange.„Ich werde mich hinter Dich und Deinen Dolch ſtellen“, flüſterte ſie ihm lächelnd und ſtrahlend ins Ohr. Gber Michel war vom Eleichton des Ge⸗ läuts, vom Gleitton der Kufen und von der Leibeswärme der Tante, in deren vom Sitzen gebildeter Körpermuſchel er lag, eingeſchlafen. Die Zinken der Forke am Ipritzbrett blitzten in der Sonne. Die Reiſenden übernachteten in dem von ruſſiſchen und deutſchen Bauern be⸗ wohnten Chutor Jablonoffka, Weiler, die Deutſchen ſagten Kutter Jablonoff⸗ ka. Ihr Wirt war ein eisgrauer Men⸗ nonit namens Menning. Der Kutter hatte nur neun häuſer, davon vier deutſche, Mennings haus war das ſtatt⸗ lichſte. Mit großem Mißvergnügen ſah der Mennonit hHanſens RKauchen an. Hans bequemte ſich dazu, auf den Genuß ſeiner Papyros zu verzichten, hatte aber dann nicht viel vom Gbend. Men⸗ ning redete hartnäckig Chriſtian und Anna als Mann und Frau an, obgleich er wiederholt aufgeklärt wurde. Die Begleiter Chriſtians ſprach er über⸗ haupt nicht an, auch Michel nicht, der den ganzen Gbend den Mund hielt. Ebenſo wenig ſagte irgend jemand außer dem herrn in Mennings hauſe, nie⸗ SSe22222222222222222222222222222222 mand von Männern und Weibern einer großen Familie, nur ein Wort. Men⸗ ning fühlte ſich unbedingt auf ſich allein geſtellt. Dda lag die bare Steppe, dar⸗ über wölbte ſich der blaue Hhimmel, und inmitten ſtand er, Klaas Menning. Keine Derſicherung auf gegenſeitige hilfe gab es für ihn außer dem Chri⸗ ſtengebot und faſt keine Geſellſchaft außer ſeiner Familie und den acht Uach⸗ barn, wenn man die fünf RKuſſen gar mitrechnete. Er ſtand alſo im Grunde völlig allein da in ſeiner Steppe, das heißt, er hatte die beſte Geſellſchaft bei ſich und den ſtärkſten Helfer in ſeiner nöne: Gott. Deutſchland war für den Mennoniten kein Begriff. Er erwähnte es mit kei⸗ nem Worte. Was für die Wolgaleute Deutſchland war, das Gralsland, das war für dieſen Steppenmann der him⸗ mel, das Gnadenreich. Obgleich ſeine ganze Familie hier in der Steppe ent⸗ ſtand, hatte Klaas Menning doch ein wenig von der Welt geſehen. Uiederlän⸗ diſche Mennoniten ſaßen im Weichſel⸗ mündungsland. Dort war Klaas ge⸗ boren. Gber der Dater hatte Danzig⸗ land wegen umſichgreifenden Weltſinns verlaſſen, war nach Polen gezogen, nach a e u Au, Wir begegnen Bismarck Eine Weihnachtserinnerung von F. G. Tange⸗hamburg km Uachmittag des heiligen Gbends 1895 machte ich mit meinem Schweſter⸗ chen, das es in der elterlichen Wohnung vor Gufregung über die bevorſtehende Beſcherung kaum mehr auszuhalten vermochte, einen Spaziergang in den Sachſenwald. Der Wald glitzerte im ſchönſten Rauhreif. In feſtfröhlicher Stimmung ſtrolchten wir durch den ver⸗ ſchneiten Tann. Zur Kurzweil banden wir Zweige zu einem Buſchen zuſam⸗ men. Die Schweſter plauderte unauf⸗ hörlich von den bevorſtehenden Feſt⸗ freuden:„Ob auch das Chriſtkind nicht vergißt, daß mein Püppchen.“ Weihnachtsſtimmung lag um uns aus⸗ gebreitet und erfüllte unſere hHerzen. „Flog ein Englein durch den Wald,— Summt vor ſich hin:„Weihnacht iſt bald!“— Da kamen den Tannen leichte Träume— heut ſind ſie ja alle Weih⸗ nachtsbäume!“ plötzlich bog um die Ecke mit Schellen⸗ geläute ein Schlitten, beſpannt mit zwei dicken Füchſen, auf dem Bock ein Kutſcher in Livree. Im Schlittenkaſten ſelbſt ſaß der Altreichskanzler im have⸗ lock, den großen Schlapphut auf dem Kopfe. Ehrfurchtsvoll grüßend ſtellten wir uns an die Seite. Der Fürſt, der mich als langjährigen Freund ſeiner mir gleich⸗ altrigen Enkel kannte, ließ halten, winkte uns zu ſich heran, gab mir die Rechte und fragte:„Iſt das Ihr Schwe⸗ ſterchen?“ Als ich das bejahte, gab er auch der Schweſter die hand. Die Kleine knixte und überreichte dem Führer den aus ſeinem Walde ſtammenden Buſchen mit den Worten:„Ein frohes Feſt, Herr Durchlaucht!“ Freundlich lächelnd nahm Bismarck das Geſchenk an, hob meine Schweſter zu ſich empor und küßte ſie auf den Mund. Als ſich dann ſein Schlitten wieder in Bewegung ſetzte, winkte er uns freundlich mit der hand Abſchiedsgrüße zu. 22222222222 Auf meine Frage an die Schweſter, wie denn der Kuß geſchmeckt habe, erwiderte ſie:„Igitt, igitt! Der ſchmeckte ganz nach— Tabak!“ Am Uachmittag des zweiten Feſttages war ich dann bei meinen Freunden, den Grafen zu Kantzau, im Schloſſe zu Friedrichsruh zu Beſuch. Im Eßzimmer waren auf zwei langen Tafeln die Weihnachtsgeſchenke aufgebaut. Ein Tiſch trug die Ungebinde der Familien⸗ angehörigen, der andere die für den Fürſten beſtimmten. Gaben der Ciebe und Derehrung aus allen Schichten der Bevölkerung: hHandarbeiten, Kunſt⸗ gegenſtände, Tebensmittel, Weine, Zi⸗ garren— alles in ſo großen Mengen, daß man den platz unter der Tafel zur Unterbringung mit ausnutzen mußte. Zwei herrlich gewachſene Tannen aus dem Sachſenwalde, die im Glanze zahl⸗ reicher Kerzen ſchimmerten, krönten die Tafeln. Nachdem ich dieſe Herrlichkeiten unter Führung meiner Freunde bewundert hatte, gingen wir in das Uebenzimmer. Bismarck ſaß mit ſeiner Tochter, der Mutter meiner drei Freunde, im Kreiſe von Gäſten des hauſes am Kamin, in dem die Buchenkloben brannten. Guf Wunſch des Fürſten ſangen wir alle die trauten, alten Weihnachtslieder. Dann ſagte Bismarck:„Ja, ja, die Deutſche Weihnacht, die macht uns kein Dolk der Erde nach. Möchte doch dieſe weihnacht⸗ liche Gebefreudigkeit im deutſchen Dolke ſich nicht nur auf das Weihnachts⸗ feſt beſchränken, möchte ſie während des ganzen Jahres anhalten. Wieviel Uot und Elend könnte damit gelindert wer⸗ den, wieviel Unzufriedenheit beſeitigt!“ Als ich am Gbend das Schloß verließ, rieſelten dichte Flocken auf den winter⸗ lichen Sachſenwald.— In den Ohren lag mir die Melodie:„O du fröhliche, o du ſelige, gnadenbringende Weih⸗ nachtszeit!“, die im hauſe des Alt- reichskanzlers erklungen war. 222222 Wolhynien und zuletzt in die Ukraine. Und Klaas geriet endlich ins Samara⸗ land jenſeits der Wolga, er wußte ſelbſt kaum recht, wie. Geuug, daß Gott ihn dahergeführt hatte in ſeinen TCraum. Sie legten ſich in der Stube herum auß die Betten, Bänke, Bohlen und den Bo⸗ den. Alsbald ſchlief alles den geſunden Schlaf der Einſamen, Uaturnahen und im Gewiſſen Klaren. Allmählich überzogen ſich im Raume die Türklinken und Tenſtergriffe mit Reif. Der Winter ging dann ſtill, unauffällig und gewiſſermaßen eilig, eiliger als ſonſt, dahin, weil alle auf ſein Ende ſtarrten. Und dann wurde Weihnachten gefeiert. Jichten⸗ und Tannenbäume gab es im Lande nicht, ſo ſtellten ſie einen kahlen pflaumen⸗ oder Kirſch⸗ baumaſt in die Stube und ſchmückten ihn mit buntem papier. „Es iſt ein Ros entſprungen aus einer Wurzel zart“, ſangen ſie beim Gottes⸗ dienſt in der überfüllten Schulſtube. Sie mußten ſtehen, in Keihen geordnet. Zwei Grme des einen Winkels hatte die Männerwelt beſetzt, die zwei des gegenüberliegenden alles Weibliche. „Ihr hHirten erwacht, beſternt iſt die Uacht...“ Die Kirche⸗Stube leerte ſich allmählich, die Ceute gingen hinaus in den knarrenden Schnee. Durch den lus⸗ gang über ihren Köpfen rauchte eine Dampfwolke fürs Ohr vernehmlich ins Freie, es war ſo, wie wenn ein Geiſt oder wolkig umkleideter Sturmengel ihnen zu häuyten hinausbrauſte. „Chriſt geboren, freue dich, 0 33 ſtenheit. Es gina nun ſchon gegen das Ende der langen weißen Zeit. Es ſeufzte wohl der und jener, es möchte genug ſein der unendlichen Weiße des ewigen Schim⸗ merns, der langen Blendung. Die pelz⸗ puppe, die da eine Weile im Schnee ſtand, wünſchte“. wieder im Fofe oder auf dem Krilizdächelchen ſchlafen zu können. Wie bisweilen im Sommer auf beſtrahl⸗ ter Fläche die Cuft aufſteigt und in ſol⸗ cher berkleidung alſo die Wärme ſelbſt ſichtbar wird, ſo ließ auch die Kälte ſich ſchauen, man ſah abends vor dem Cicht die Feuchtigkeit in goldenen und ſilber· nen Fäden und Uadeln ſtehend in der Cuft gefrieren. Bei heinsbergs in der großen Stube, zu der die Tür geſchloſſen war, ging es laut her. Frau Glexandra verſammelte Winterſonntags die weibliche Jugend und lehrte ſie ſtricken und ſticken, ſie lehrte ſtricken und Anna ſticken. Was von den jungen Burſchen ehrbare Blicke auf die Mädchen warf, wurde geduldet, mußte ſich aber ſchweigend verhalten. Der Burſche durfte in der haltung eines Betenden die AGrme hoch- und ausein⸗ ander und den darübergelegten Ring Wollgarn geſtrecht halten, wenn das Mäodchen die Wolle aufs Knäuel wickelte. „Merkwürdig“, ſagte drüben der Pfar⸗ rer,„warum ſitzen wir eigentlich hier im Oſten? Hhabt Ihr Euch das einmal klargemacht? Wandern und Guswan⸗ dern der Europäer iſt immer nach We⸗ ſten oder zum mindeſten nach Süden geoangen. Gber die Deutſchen laufen gegen den Uhrzeiger! Sie laufen und laufen und begegnen anderen, Slawen und Ungarn und ſogar den Kſiaten; denn auch dieſe ziehen nach Weſten. Und höchſt erſtaunt ſchauen alle auf, die da die Straße hergezogen kommen.“ —— g, 24. Dezember „Hhalklenkreuzbanner“ Ein Seufzer floh von—— Cippen des großen Mannes, der, in einen warmen Reiſerock gehüllt, über den ſchmalen Mühlenſteg zu ſeinem hHäuslein ſchritt. Und dieſer Seufzer fror im Mühlenbach tief unter ihm zu einer weißen, hun⸗ dertblättrigen Wunderblume. Als der Mann die Gartenpforte hinter ſich zuſchlug, ſprang ſein hund ihn an. Das Bellen überſchlug ſich in toller Wie⸗ derſehensfreude. Und die ſchlanke hand des Gnkommenden glitt gedankenver⸗ loren durch das dichte Jell. *. Daheim! während er den Arm gegen die Cür ſtemmte, die ſich immer ein wenig ſchwer nach innen drücken ließ, flog der Blick noch einmal über den weißen Zau⸗ ber der heimat. Silbrig glänzende Abendhimmel ſtiegen vor dem ſinnen⸗ den Blick auf, flüſternde haine, raunen⸗ des Meer mit den ſchönheitstrunkenen Cinten der lombardiſchen 5onne. Ra⸗ venna mit den Marmorſäulen von San Geſu, die ſchlanken Glieder des Klein- odes von San Bartolommeo zu Denedig. zke „Dann legten ſich Schleier vor die A des Gedankenverlorenen, und ſchleppend, als trüge er Ketten, trat er in ſein haus. Während albrecht Dürer die Treppe emporſtieg, hörte er die ruhige, tiefe Stimme ſeines Weibes. Da beugte er den Uackhen noch tiefer und trat in ſein Zimmer. hier begann es dunkel zu werden. Gcht⸗ los warf der Meiſter Reiſetaſche und Stock von ſich und ſaß am Ciſch, den Kopf in die hände aeſtützt, lange Zeit. Kls die Bilder der bergangenheit über⸗ mächtig in ihm wurden, als ihreSprache brauſend wider ſein Ohr ſchlug, da griff er nach der Taſche und ſuchte mit fie⸗ bernden händen eine Kolle hervor. Er heftete ihre Ecken, und alles, alles um ihn verſank. Es war der Entwurf zum Altarbild für San Bartolommeo unter Pinien. Ein ganz neuer Dorwurf. Wohl war auch hier der Stall mit Ochs und Eſelein, wohl drängten ſich auch hier drei be⸗ tende Könige zum göttlichen Kinde, aber über den Krippen der Tiere lachte Italiens wunderblauer himmel, die morgenländiſchen Könige waren dunkle markige Männer, an deren Kleidung man die Luft der Abruzzen zu ſpüren glaubte. Und die göttliche Jungfrau „Uein, das war ſie nicht mehr, ſeine Agnes, zum erſten Male nicht mehr, das war— das war— a Und dann holte Albrecht Dürer aus dem Schatze ſeiner Seele das tiefverborgene, wunderſame Bild hervor und verglich ſie beide, die dort in Oel auf dem Leinen und die da, tief unten in ſeiner Seele, die ihn rief. Ja, ſie war es, Cucia. Da faltete er die Bände und blieb regungslos vor ſeinem Werke ſitzen. Träume im Sehnee Eine magvacerste um Akkreche Sürer/ Erzahkt von Werner Krüger Als er den Kopf hochhob, ſtand die Dü⸗ rerin hinter ihm. Einen Gugenblick ſchlug er die Kugen nieder. Dann ſtand er langſam auf und ging zum Fenſter. Als ſich der Meiſter umwandte, ſah er in die tiefen Kugen ſeines Weibes. „Das alſo iſt ſie, von der Du mir ſchriebſt?“ fragte ſie leiſe und heftete ihren Blick auf das Altarbild. Der Mann kämpfte einen letzten, ſchwe⸗ ren Kampf. Dann trat er auf ſie zu und legte beide hände auf ihre Schul⸗ tern.„Ja, Agnes, und heute frage ich Dich, was ich bisher nur zu ſchreiben den Mut hatte: Läßt Du mich ziehen?“ Die Dürerin zitterte leicht.„Es iſt Dir ernſt, Albrecht?“ fragte ſie leiſe. Albrecht Dürer ergriff ihre Hand.„Als ich mit der Kutſche durch Deutſchland fuhr, da war es mir, als nähme jeder Radſtoß mir ein Stück meines herzens fort, mit jedem ſStraßenbaum fiel ein größerer Schatten auf meine Seele, und als ich heimkam, Agnes, da war nichts a Akbrecht Duͤrer 22 4 7 ——* — 8 —— in mir als Uacht und Derzweiflung und froſtKalter Tod.“ Agnes Dürer zog langſam ihr Hand aus der ſeinen.„Und keine Freude war in Dir, Deine Söhne wiederzuſehen, Deine Freunde, Deine Mutter und vielleicht auch Dein Weibꝰ“ Der Blick des Meiſters wurde trüb und umflort. Aber endlich ſagte er tapfer: „Keine, Ggnes, ich kann nicht lügen.“ Da ſtand die Dürerin auf.„Dann zieh, wohin Du willſt, Albrecht! Und zieh mit Gott!“ 5 Er wollte vor ihre Füße fallen, ſie aber war ſchon hinausgegangen. Auf der Treppe traf ſie den kleinen Franz. Der ſchaute mit großen, erſtaunten Gugen zu ihr auf.„Iſt Vater ſchon heimge⸗ kehrtꝰ“ Die Dürerin antwortete nicht. Faſt ſchien es, ſie würde auf der Treppe zu⸗ ſammenbrechen. Doch dann ſchritt ſie davon, und der Knabe ſtand allein. welhnachtsbeltage Selte mreee, 2 eeeeeeeeeee eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Zaghaft öffnete er die Cür.„bater, die 4 ſich in den? nismäßig we Chriſtnacht kommt ſchon. Haſt Du uns av“ die Krippe mit der Mutter Gottes und dem heiligen Kinde wie in jedem Jahr?“ Drinnen der Mann fuhr jäh herum. Dann ſchritt er zur Cür und ſchob den Knaben hinaus.„Dielleicht, Franzel, ſpäter, vielleicht, der Dater iſt krankl“ Da ſchlich das Kind davon. de Stunden waren verronnen wie ſchwere Tropfen in einem unſichtbaren tiefen Meere. haſt Du mich ganz und gar verzaubert, Hexe“, flüſterte er. ganz und gar dein eigen. Soll Weib und Söhne drum verlaſſen? Weh mir, was bin ich ſchlecht geworden! du— Sonnenkind im Sonnenland Ita⸗ lien, nein, miſſen kann ich Dich nicht, nur noch einmal Dich ſehen, gleichgültig, was dann!“ e fort von Haus. Dingen. Und dann verharrte er re⸗ ſchaute, ſtand es am Fenſter, und der Stall, das Häuslein, das Kirchlein hin⸗ ter dem Bach waren herausgeſchnitten bauen um die Weihnachtszeit. Die Schnitte wieſen Töcher auf, und rotes durch Fenſterlein. Und das Ganze war ein anmutiaes Krinnenbild. Der Meiſter fühlte nicht, wie der raſende Buben hinter dem Bilde hervor und hob die Jauſt.. ſchnitten hatte. machtꝰ“ Wortlos ließ er von dem Kinde ab. Kraft ſeiner Grme. 4* mmmmieee der Meiſter erhob ſich.„Sso aus einem, v „So bin ich nun — onnt a 222222222? A Im Gegenſa Schriftſtellert ihren Briefen biographien Weihnachtsfe verlebten, zu Art und Weiſ tage verbra⸗ „Dichtung un Ueujahrstage Ziemlich aus er dem Weih legentliche B auch die Ch— mit dem feier Choralblaſen türmen und lichem Backr verlaufen ſei ihren Zauber tierten, Brief vor, in dem e ſein Cied ſcho darüber auf. Aber— ſingt, und die macht mich vc DZahres gar daß Weihnach des gegenſeiti ſich aus mar erſehen. Und heit“ wird üb Dann aing er hinaus. Dieles noch war wähnt, das d notwendig zur bevorſtehenden Reiſe. denn in der Chriſtnacht ſchon wolte er Brüderchen h Es währte lange, ehe er wieder ins— mem Großmutter Zimmer trat, beladen mit tauſenderlei hochbetagte · gungslos. Sein Bild war vom Ciſch ver⸗ Rats Johann ſchwunden. Und wie er genauer zu⸗ denen damal Kornelie no die Großmu Gaſtwirtin„ von Kinderhã vielgeliebten noch jetzt in 4 Frankfurt ar und voreinander aufgebaut nach der Im allgemein Kunſt der“olaren, Kripplein zu auιι⏑ ι⏑ Um eine papier klebte dahinter, durch das derr Schein kleiner Kerzen leuchtete wie Wenn die erf taumeln und Froſtes durch wäãlder ſtreich Skizze v⸗ derſeele die 7 Zorn hochſtieg in ihm. Er riß ſeinen der ſchreiten die Kinderav Kinderherzen Rnur der kle aber aus den Kugen des Kindes ſah ihn hatte keinen den traurigen ſein Weib an, mit demſelben wehen Blick, der vor kurzem ſein herz zer⸗ Im Kachelofe „Du haſt die Krippe ſchön gemalt, Dater, und ich, ich hab ſie ſchon aufgeſtellt. hab ichs gut ge⸗ ter über das auf den Fer wunderbarſte faßte die Mut Frau, den KUn ihn, ihr gera „Geh, ſag mit Kriegſt ja in Da läuteten tief in ſeinen Schmerz hin⸗ heiligen Uacht. Einen Kugenblick ſchwankte er. Ddann Sachen. Da brach er vor dem Bilde zuſammen. Crä⸗ nen waren es, die aus ſeinen Gugen rannen, wilde Tränen des Zornes über die Ketten, die ſtärker waren als alle auelachen? woll'n von m ich aus der? hab ich den Das war me ches G ͤſicht!“ Der kleine k Augen.„Wo ſchönen'wa noch in die d Ich will mit ein die Glocken der Sebaldn⸗wirche zur ar 1 sie glitten wie mut⸗ er terhände über ſein Haar und ſtrichen fort, was an Unruhe in ihm geweſen. daß in d mich gar nit trünniger. nichts dafür. ge Seite 8 22222282?—àà „bDater, die hHaſt Du uns utter Gottes ꝛbaut wie in jäh herum. ind ſchob den cht, Franzel, iſt kranklꝰ .. wie ſchwere r verzaubert, bin ich nun zoll Weib und heh mir, was i aber—4 nenland Ita- ch Dich nicht, „gleichgültig, Aes noch war ſenden Keiſe. hon wollte er r wieder ins tauſenderlei rrte er re⸗ om Tiſch ver⸗ Gaſtwirtin„Zum Weidenhof“, und die von Kinderhänden zerzauſten Reſte jenes vielgeliebten puppentheaters werden noch jetzt in der Stadtbibliothek zu Frankfurt aufbewahrt. Inm allgemeinen freilich verliefen in der kripplein zu genauer zu⸗ ſter, und der Kirchlein hin⸗ usgeſchnitten it nach der chtszeit. Die if, und rotes s Ganze war d. ie der raſende kr riß ſeinen hervor und — indes ſah ihn n Kinde ab. te er. Schmerz hin⸗ dnshirche zur 1 ie mut⸗ und will ihm d' Hand geben, da dreht en wie Mut- er ſich weg und ſagt, ich wär' ein Ab⸗ und ſtrichen ihm geweſen. 4 Dann Sonntag, 24. Dezenber e,,e.eee,. „Hakenkreuzbanner⸗ Weihnachtsbeilage— 7 Altmeiſter Goethe⸗ Weihnachten Von S. Droſte⸗Hülshoff. Im Gegenſatze zu den Dichtern und Schriftſtellern der neueren Zeit, die in ihren Briefen, Tagebüchern und guto⸗ enerrapni faſt ſtets der verſchiedenen Weihnachtsfeſte, die ſie in ihrer Jugend verlebten, zu gedenken pflegen, finden üſich in den Schriften Goethes verhält⸗ nismäßig wenig Andeutungen über die Art und Weiſe, in der er die Weihnachts⸗ tage verbracht hat. Während er in „Dichtung und Wahrheit“ die Feier des AUeujahrstages in ſeiner Daterſtadt Ziemlich ausführlich ſchildert, widmet er dem Weihnachtsfeſte nur kurze, ge⸗ legentliche Bemerkungen. Doch müſſen auch die Chriſttage in Alt-Frankfurt mit dem feierlichen Glockengeläute, dem Choralblaſen der Türmer von den Kirch⸗ türmen und der Fülle von weihnacht⸗ lichem Backwerk recht ſtimmungsvoll baren tiefen ob ſich.„Sso aus einem, vom 25. Dezember 1772 da⸗ tierten, Briefe an Freund Keſtner her⸗ vor, in dem es heißt:„Oer Türmer hat ſein Lied ſchon geblaſen, und ich wachte verlaufen ſein; und daß Jung-Goethe ihren Zauber ſehr wohl empfand, geht darüber auf... Ich hab dieſe Zeit des Dahres gar lieb, die Cieder, die man ſingt, und die Kälte, die eingefallen iſt, macht mich vollends vergnügt. daß Weihnachten ſchon dazumal die Zeit des gegenſeitigen Beſchenkens war, läßt .“ Auch ſich aus manchen Briefſtellen Goethes erſehen. Und in„Dichtung und Wahr⸗ heit“ wird überdies ein Puppenſpiel er⸗ wmähnt, das die Goetheſchen Kinder, zu denen damals außer Wolfgang und Kornelie noch das Brüderchen hermann Jakob gehörte, an einem Weihnachtsabend von der„guten Großmutter“ die HGroßmutter väterlicherſeits, die hochbetagte Mutter des kaiſerli/ hen 1759 geſtorbene erhielten. Es war dies Rats Johann Kaſpar und ehemalige ———K an.. zweiten hälfte des 18. Jahrhunderts die Weihnachtstage weit weniger feſt⸗ lich als in ſpäterer Zeit, und zumal der lichtergeſchmückte funkelnde Chriſt-⸗ baum, der heute den Mittelpunkt je⸗ der deutſchen Weihnacht bildet, war zu Goethes Jugendzeit noch kaum bekannt. Nach Berichten in alten Urkunden ſtand die mit Rauſchgold, Kepfeln, Papier⸗ blumen und Zuckerwerk gezierte Tanne zwar ſchon um 1605 zuerſt in Straß⸗ burg, aber der erſte mit Cichtern be⸗ ſteckhte Weihnachtsbaum wird lange nach Goethes Geburt, 1757, erſtmals er⸗ wähnt. Immerhin kannte der Dichter den Chriſtbaum, wenn auch zunächſt wohl nicht den kerzengeſchmückten. In einem Briefe des Gltmeiſters an Wille⸗ mer vom Winter 1819 ſteht etwa der Satz:„Gerade als Kinder und Enkel zu den Zuckerbäumen eilten und den Groß⸗ vater ſich ſelbſt überließen..“ Und von einem heiteren Chriſtbaumſcherz, den ſich der junge Student Goethe einſt⸗ mals in Leipzig leiſtete, erfahren wir durch einen Bericht aus der Feder Minna Körners, der Gattin von Schil⸗ lers Freund, der Mutter des Dichters und Freiheitshelden Theodor Körner. Als der sStudent der Rechte Johann Wolfgang Goethe mit reichlichen väter⸗ lichen Ermahnungen, viel Wiſſensdrang und noch mehr Uebermut und Lebens⸗ luft ausgeſtattet, die Univerſität zu Seipzig bezog, beſuchte er häufig den Kupferſtecher Stock, um bei dieſem Leen, Unterricht im Zeichnen zu nehmen. Stock, der vornehmlich für den Derlag Breitkopf Illuſtrationen ſchuf, hatte nur ein kärgliches Einkommen und lebte mit ſeiner Familie in einer beſcheidenen Manſardenwohnung im hauſe„Zum goldenen Bären“. Er war nur etwa um zehn Jahre älter als Goethe und beſaß nach des Dichters Zeugnis„einen herr⸗ lichen humor“. So entſpann ſich bald ein freundſchaftlicher Derkehr zwiſchen den beiden jungen Männern, Goethe fand immer öfter den Weg in die ſau⸗ bere, geräumige Dachkammer, die den Stocks als Wohn⸗ und Arbeitsraum diente, und verführte das luſtige Jami⸗ lienoberhaupt zu allerlei übermütigen Streichen. Sehr zum Ceidweſen der wür⸗ digen Madame Stock, die, weſentlich älter als ihr Mann, an dem Treiben ſehr wenig Gefallen fand und„Mosje Goethe“ gelegentlich tüchtig ausſchalt, ihm aber, wie faſt alle Ceute, die mit ihm in Berührung kamen, nicht lange böſe ſein konnte. Stock beſaß zwei Töchter, Minna, die ſpäter Chriſtian Gottfried Körner hei⸗ ratete, und Doris, die als Malerin und Porträtiſtin bekannt wurde und der wir manche Bildniſſe berühmter per⸗ ſönlichkeiten— wie etwa das welt⸗ bekannte Silberſtiftporträt von Mozart — verdanken. Minna und Doris waren zu Goethes Leipziger Zeit vielleicht achtjährig, und der junge Student be⸗ ſchäftigte ſich viel mit ihnen. Doch gab In heil'ger Nacht/ eudwig Nies In Frankreich, von dem weg ſeitab, Liegt unterm Schnee ein Makenseeb. wer betteten in heil ger Nacht Dort, die man bleich hrzagebrach, Im fernen Flandern. Im Bunt des Sommers wars verſteckt Und klagte ſtumm. Doch jetzt, bedeckt Don weißen hüllen, hebt ſich ab Das halbzerfall'ne Heldengrab Mit vielen andern. — N. N 22723 abe, e. Und wenn wie eine Mutter ſacht Sich drüber neigt die Weihenacht, Muß ſtets mein herz den weiten Weg Zum einſamſtillen Waldgeheg In Sehnſucht wandern. Wie ehedem einſt vor dem Feind Bin wieder ihnen ich vereint, Die man in heil'ger Weihenacht am hang zur letzten Ruh gebracht, Im fernen Flandern. 222222222••% 2½%%%%•%•%222222½½% 2e2222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222 es bei Stocks auch noch einen der Mode · hunde jener Zeit, ein zierliches Wind⸗ ſpiel, das Joli hieß und das Goethe ebenfalls ins Herz geſchloſſen hatte. Oft waren die beiden Mädelchen ſogar recht unzufrieden, wenn„Mosje Goethe“ mehr mit Joli als mit ihnen ſpielte.— an einem Weihnachtsabend nun hatte Mutter Stock für die Kinder ein Chriſt⸗ bäumchen geputzt und unter ihrem CTiſch⸗ chen eine kleine Weihnachtskrippe auf⸗ gebaut mit zierlichen, hölzernen Figu⸗ ren„mit Mutter Maria, Joſef, Ochs und Eſelein“. In der Krippe ſelbſt lag. auf zartes heu gebettet, ein roſiges Chriſtkindchen aus Zucker. Da kam Goethe mit einer kleinen Tanne, die mit allerhand Süßigkeiten behängt und eigens für Joli aufgeſtellt wurde. Dater Stock und„Mosje Goethe“ ſteckten den Hund unter viel Scherzen und Gelächter in ein„rotwollenes Camiſol“ und führ⸗ ten ihn auf zwei Beinen aufrecht zu ſeinem Bäumchen. Das undankbare Tier aber riß ſich los, ſprang durchs Zim⸗ mer, ſchnappte ſchließlich das zuckerne Chriſtkindchen aus der Krippe und ver⸗ ſchlang es— eine Untat, die bei Goethe ſchallende Heiterkeit, bei den Mädchen aber einen Strom von Tränen auslöſte. Mutter Stock hatte alle Mühe, die bei⸗ den Kleinen wieder einigermaßen zu beruhigen, und„Mosje Goethe“ erhielt wieder einmal eine kräftige Strafpre⸗ digt. Der luſtige Studioſus aber ließ ſich dadurch keineswegs anfechten und entführte unter manchen Ueberredungs⸗ künſten ſeinen Freund nach Auerbachs Keller. Dieſe Wirtshausbeſuche dort und im„Schönkopfiſchen Gaſthauſe“ waren Mutter Stock ebenfalls eine Quelle des Aergers, zumal ihr die luſtige Studen⸗ tengeſellſchaft für ihren Ehegemahl nicht gerade paſſend dünkte. Sie konnte aber nicht viel dagegen tun; ſo„Koſtete ſie die Bekanntſchaft mit Goethe manche Träne“, und ſie mag recht froh geweſen ſein,'s im September 1768 der poſt⸗ wagen den„Frankfurter Strubbelkopf“ endlich aus Ceipzigs Mauern entführte. raeeeeeeeeeeeeeee,eee, Um eines AUindes Seele urch das derf euchtete wie Skizze von Rudolf Witzany Wenn die erſten Flocken vom himmel taumeln und der klirrende Gtem des Froſtes durch die todesſtarren Hheimat⸗ wälder ſtreicht, dann wächſt in der Kin⸗ derſeele die Freude, und durch die Wäl⸗ der ſchreiten die Märchen. Da werden die Kinderaugen ſtrahlender und die Kinderherzen froher. Nur der kleine Karl Schwingenſchuß hatte keinen frohen Weihnachtsalanz in den traürigen Gugen, als ihm die Mut⸗ elben wehen in herz zer⸗ wunderbarſten Märchenblumen. ch, ich hab ſie chs gut ge· ter über das kurze, braune Haar ſtrich. Im Kachelofen kniſterte das Feuer, und auf den Fenſterſcheiben wuchſen die Jetzt faßte die Mutter, eine ſchlichte, einfache Frau, den Knaben am Kinn und zwang ihn, ihr gerade in die Gugen zu ſehen. „Geh, ſag mir, was haſt denn? Morgen kriegſt ja in der Schul' ſo viel ſchöne Sachen. Da macht man doch kein ſol⸗ ches'ſicht!“ ammen. Trä-' per kleine Karl ſah ihr groß in die ſeinen Augen Zornes über Augen.„Was hab' ich denn von dem ſchönen'wand, wenn mich die andern aren als alle! auslachen? J'hör nit zu ihnen. Sie vwoll'n von mir nix wiſſen. Heut', wie ich aus der Schul' heimaangen bin, da hab ich den Haßmann-Sepp getroffen. bDas war mein beſter Freund, wie ich noch in die deutſche Schul' gangen bin. Ich will mit ihm reden, und er ſchaut mich gar nit an. Geh' ich hin zu ihm trünniger. Und dabei kann ich gar⸗ nichts dafür. Der Dater hat's ja wollen, daß ich in die böhmiſche Schul' geh'l“ 772727777 777777222290.—.OSOSOODDD Die Gugen der Mutter wurden feucht. Seit Monaten ging der unſelige Zwiſt um die Seele ihres Kindes. Ihr Mann, ein Bauer, beſtand darauf, daß der kleine Karl in die neuerbaute tſche⸗ chiſche Schule zu gehen habe.„Man kann nie wiſſen“, meinte er ſchlau lä⸗ chelnd,„mit den herren von der Be⸗ hörde iſt vielleicht doch ein anderes Re⸗ den, wenn der Bub in die böhmiſche Schul' geht.“ Die Mutter hatte gedroht und gebettelt, geweint und gekämpft, jetzt war ſie unterlegen. Und nun litt ihr Bub in ſeinem Kinderherzen den Schmerz deſſen, der keine Heimat hat. Die neuen Kameraden wollten nichts von ihm wiſſen, für ſie war er ein Fremder, ſeine alten Schulfreunde ſahen in ihm nur den Gbtrünnigen, denn der neue Lehrer hatte geſaat:„Wer ſein Dolk, ſeine heimat vergißt, der iſt nicht wert, daß ihn die Erde trägt.“— Und die Weihnachtsbeſcherung in der fremden Schule war gekommen. Der kleine Karl ſtand mit traurigen Gugen vor dem Baum und nahm ſtumm ſeine Gaben entgegen. Er ſah die ſcheelen Blicke der anderen, und ſein Kinderherz fühlte nichts von der Weihnachtsfreude. Dann hatten ſie Lieder geſungen, fremde, die er nicht verſtand. Und dann war er nach hauſe gegangen. Gm Weg hatte er den haßmann⸗Sepp getroffen, der luſtig ſeine Schuhe ſchwenkte, die er ſoeben geſchenkt bekommen. Als er den alten Schulfreund wiederſah, drehte er ſich um und ging pfeifend ſeines Weges. Das war mehr, als der kleine Karl er⸗ tragen konnte. Das Schluchzen ſtieß ihn noch, als er bei der Mutter ankam, und er warf das fremde Gewand mit der 272772 CS(OCSOQSQOQOOCe227227272222222227272727 ſchönen Pelzmütze auf den CTiſch:„Jetzt kannſt machen, was D' willſt, bater, ich geh nit einen Cag länger in die böh⸗ miſche Schul). J halts nimmer aus, von allen wegg'ſtoßen zu werden.“ „Jetzt— das wär' noch ſchöner!“ pol⸗ terte der Bauer.„Was bild'ſt Dir denn eigentlich ein? Wer biſt denn Du, he?“ Aber die Mutter war aufgeſtanden, und ihre Worte klangen wie tönendes Erz: „Cang hab' ich zug'ſchaut, hab's ertra⸗ gen. Jetzt iſt es Schluß! Der Bub iſt auch mein Bub; und tuſt Du diesmal nit, was er will, dann ſiehſt mich nimmer.“ Der Bauer war erſchrocken. Scheu ſah er ſeinem Weibe in die flammenden Augen.„Was iſt denn nur in die rein⸗ 'fahren? So war ſie doch noch nie!“ Zum erſten Male beugte ſich der Mann dem Willen des Weibes und nahm ſei⸗ nen Jungen aus der fremden Schule.— Der Bub ſaß zum erſtenmal wieder in ſeiner alten Klaſſe. Aber die andern hielten ſich ſcheu zurück. Niemand ſprach mit ihm, und ſo ſaß er denn wie ein Derfemter, bis der Lehrer kam. Und da geſchah das Wunder: Der Lehrer wies ihn nicht hinaus, mie manche er⸗ wartet hatten, ſondern trat auf ihn zu, und klopfte ihm auf die Schulter. „Gelt, Karl, das war ja nur ein böſer Traum?“ Er reichte dem Buben ein ſchönes, in Leder gefaßtes Buch.„Und weil Dir das Chriſtkindl, das Du von den andern bekommen haſt, ohnehin nicht gefallen wird, ſo haſt da von mir eins. Merk Dir gut, was drinſteht!“ Hei, wie da die anderen die Gugen auf⸗ riſſen! er wache oder träume. Er beſah ſich das ſchöne Buch und brachte kein Wort des Und der Karl wußte nicht, ob SSss2822822222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222222 Dankes heraus. Endlich ſtammelte er: „Bitt' ſchön, Hherr LCehrer, darf ich das meiner Mutter zeigen?“ Der junge Lehrer lächelte gütig.„Ja, zeig es Deiner Mutter und ſag ihr, daß ſie ſo gehandelt hat, wie eine deutſche Frau und Mutter handeln muß. Und für heut' kannſt bei Deiner Mutter blei⸗ ben. Bleib bravy und deutſch, Karl!“ Der Karl war wie ein Wieſel aus der Klaſſe und rannte mit dem koſtbaren Schatz nach Hhauſe. Er legte ihn glück⸗ lich ſeiner Mutter in den Schoß, und ſeine Augen waren ſo blank, wie rich⸗ tige Kinderaugen eben zu Weihnachten ſind. „Das hat mir der Lehrer'ſchenkt“, berichtete er ſtolz.„Und Du haſt ſo ge⸗ handelt, ſagt er, wie eine deutſche Frau und Mutter handeln muß.“ Die Frau hatte das Buch aufgeſchlagen und las mit zuckenden Cippen die Worte des jungen Lehrers an ihren Buben. Und in ihr war ein hbelloes Freuen, daß ſie die Seele ihres Kindes der Heimat und dem Dolk gerettet hatte. Sie las: „Des ungetrübten Glückes Schein Fiel nie auf deine Wiege. Dich malmt der Fluch, von uns zu ſein. Die Uot kehrt ſchon beim Kinde ein Und feiert ihre Siege. Der andre unterſcheidet nicht, Die Kleinen und die Großen. Für ihn träat alles ein Geſicht Und was nicht ſeine Sprache ſpricht, Das iſt verfemt, verſtoßen. Und nun merk auf, du deutſches Kind, mMan kann dir vieles nehmen. Dein Cachen ſtarb in Sturm und Wind, Du aber bleibſt, wie wir es ſind: Ein deutſches Kind in Böhmen!“ Sonntag, 24. dezember zhakenüreuzbanner⸗ Um fünf Uhr am heiligen Gbend ver⸗ ſammelten ſich die Kinder des großen Waiſenhauſes auf dem breiten Trep⸗ penflur vor der Aula. In allen Cages⸗ räumen klingelten die elektriſchen Glocken, überall brach Jubel aus, die Schweſtern mahnten lächelnd zur Ruhe und wieſen die Kleinen an, ſich in Zweierreihen aufzuſtellen. Dieſe Zweier⸗ reihen nun näherten ſich von allen Sei⸗ ten und aus allen Gebäuden der Anſtalt der Gula. Die große und ſehr ſchwere Tür war mit Tannengrün geſchmückt, und noch ehe ſie ſich öffnete, hörte man gedämpftes Orgelſpiel aus der weiten Halle herausklingen. GAlle Kinder wuß⸗ ten, daß es Schweſter hildegard war, die dort drinnen an der Orgel ſaß, mit ihrer weißen Schweſternhaube und ihre klugen, guten Geſicht. Das Spiel der Orgel brach für einen einzigen Gugenblick ab, die Spannung der Kinder ſchnellte gerade in dieſer kurzen Weile ſteil auf, dann begann die Orgel wieder. Sie ſpielte jetzt ein Weih⸗ nachtslied. Mitten unter ihren Kindern ſtehend begannen die Schweſtern, dieſes Lied zu ſingen. Die Kinder fielen ein. Das Treppenhaus hallte von den vielen, hellen Stimmen wieder, und die Tür öff⸗ nete ſich. Die ganz kleinen Kinder hör⸗ ten ſofort auf zu ſingen. Die geöffnete Tür ließ ſie auf den überaroßen, ſehr dichten Weihnachtsbaum blicken, und dor Anblick der unzähligen Cichter, die über den ſchlanken Körper roter Kerzen louchteten, verwirrte ſelbſt die Cied⸗ ſtrophen der älteren Waiſenkinder. Uur die erſten Reihen der Kleinen be⸗ traten den Saal in der Ordnung ihrer Aufſtellung, die nachfolgenden drängten nach, die Oberin winkte den Schweſtern, die Kinder gewähren zu laſſen, und die Schweſtern traten zur Seite. Im näch⸗ ſten Gugenblick ſchon war der Baum umringt von erhobenen Kindergeſich⸗ tern, ein Dutzend Knaben lag auf den Knien vor der Krippe. Und wie ſich ſpäter herausſtellte, hatte der kleine Peter Goß die Figur des Eſelchens zu dieſer Zeit ſchon längſt kaputt gemacht. Während die kleinen Kinder unabläſſig zu dem großen Baum emporſahen, die Zweige betaſteten und auf die Lichter zeigten, ihre Spiegelbilder in den Ku⸗ geln ſuchten und die Krippe beſahen, verteilten ſich die älteren Waiſen ſchon in die langen Gänge der Gabentiſche. Jedes ſuchte den Platz, den es als den ſeinen anſprechen könnte, jedes tat eine kleine, unbeherrſchte Bewegung der Freude, wenn es das weiße Kärtlein mit ſeinem Uamen fand und zum erſten Mal die Hand nach den Dingen aus⸗ ſtreckte, die zu dieſem Kärtchen gehör⸗ ten. Es war in dieſem Jahre möglich gewe⸗ ſen, jedem Kinde etwas Beſonderes zu ſchenken. Für viele Waiſen handelte es ſich nur um dieſe Gabe, die zußer ihm niemand erhielt und die in den meiſten Fällen einem beſonderen Wunſch oder einer eigenen Ueigung des Kindes ent⸗ ggenkam. Um den kleinen Peter Goß noch einmal zu erwähnen, ſo erhielt er zum Beiſpiel einen Verkzeugkaſten mit einem Leimtopf und mußte noch am ſelben Gbend die Erlaubnis erhalten, das zerbrochene Eſelchen nun auch ſelbſt zu flichen. Er tat es ſo. daß die kleine Tigur noch nach einem Jahr ganz kleb⸗ rig war. Es war die Sache der Schweſtern, den Kindern diejenigen Dinge lieb zu ma⸗ chen, die iedes von ihnen gleichmäßig erhielt. Die Jungen jeder einen Win⸗ teranzug und eine Mütze, die Mädchen ein Kleid, alle je zwei Daar dicke Strümpfe und warme Schuhe mit holz⸗ ſohlen. Dazu einen Mann aus Kuchen⸗ teig und eine Tüte mit Kepfeln und Ge⸗ bhäck. Die cberin beſtimmte. daß nie⸗ mand ietzt ſchon davon eſſen dürfe. denn es ſollte zunächſt um ſechs Uhr Abend⸗ brot geben. Die Kinder gehorchten gerne, es war nicht ſchwer für ſie, ſich bis zum Abend⸗ brot mit ren Geſchenken zu beſchäf⸗ tigen. Einige Mädchen erwirkten die e .. 4 . ————— —————— 22222222222222222923 „„————— Zuſicherung, daß die neuen Kleider ſchon am erſten Feſttag getragen wer⸗ den würden, die Jungen fanden Freude daran, mit den händen in die neuen Schuhe zu fahren und dann mit ihnen auf dem Jußboden zu klappern. Drei Brüder, die zuſammen eine Eiſenbahn bekommen hatten, die aus drei Wagen und ſieben Schienen beſtand, einigten ſich, daß jedem von ihnen ein Wagen, die Schienen aber allen gemeinſam ge⸗ hören ſollten. Sie ſetzten dann die Schienen zuſammen und begannen, die Wägelchen darauf hin und her zu fah⸗ ren, wobei ſie alle Geräuſche einer D⸗- Zuglokomotive mit ihren Mündern nachahmten. Die Mädchen hielten ſich die Kleider vor, und einige der älteren fanden heraus, daß ſie zu blondem haar gut kleiden würden. Die Schöpfer des Weihnachtsliedes, Entſtehung und Schickſale von Stille Nacht, heilige Nacht“ Uach Gufzeichnung eines ehemaligen Salzburger Chorknaben. Ueber die Entſtehung unſeres wohl ſchönſten, ergreifendſten Weihnachts⸗ liedes, breitete ſich lange Zeit ſo völ- liges Dunkel, daß man es in alten olks- und Schulliederbüchern oft als „Dolksweiſe“ angeführt findet. Erſt nach und nach lichtet ſich dies Dunkel mit dem Bekanntwerden der Uamen des Komponiſten Franz Gruber(1787 bis 1865) und des Dichters Joſef Mohr(1792—1848). Den Gufzeichnungen des ehemaligen Salzburger Chorknaben Joſef Blet⸗ zacher, der mit dem Dichter, nicht mit dem Komponiſten, gemeinſam in Salz⸗ burg im fürſtbiſchöflichen Kapellhaus Sängerknabe war, ungefähr um die Zeit 1805, verdanken wir die Kenntnis über den Komponiſten und den Dichter des Ciedes. Der Komponiſt Franz Gruber wurde im Jahre 1787 zu Hochburg im Inntal geboren, lernte als Sohn eines armen Webers zunächſt deſſen handwerk und verbrachte ſeine erſten Jugendjahre am Webſtuhl. Erſt mit 18 Jahren drang bei ihm die muſikaliſche Begabung durch, und er ſtudierte beim Organiſten Hardebler. Dann bereitete er ſich für das Schulfach vor, wurde 1805 Lehrer und außerdem Organiſt der nahen St. NUikolauskirche in Oberndorf. Erſt das Jahr 18355 gibt dieſem ſtillen Leben eine neue Wendung. Gruber wurde in dieſem Jahre Chormeiſter von hallein bei Salzburg. hHier erwarb er ſich um das Muſikweſen ſo viele Der⸗ dienſte, daß man ſeinen am 7. Januar 1865 erfolgten Tod tief und aufrichtig betrauerte. Der Dichter des CTiedes, Joſef Mohr, wurde am 11. Dezember 1792 in der Mozartſtadt Salzburg geboren. Muſi⸗ kaliſch begabt, erhielt er früh guten Muſikunterricht, kam dann als Sänger⸗ Knabe in das kurfürſtliche Kapellhaus L 5 —72722727272727ÄÄ2Ä, 22722272 D— —.— in Salzburg, lebte ſpäter als Condjutor in Oberndorf an der Salzach und ſtarb als Dikar in Wagrein im pongau am 4. Dezember 1848. Im Jahre 1818 kam Mohr zu ſeinem Freund Gruber mit der Bitte, ihm das auf dem Weg von Oberndorf nach Anns⸗ dorf zugeflogene Gedicht„Stille Uacht, heilige Uacht“ zu vertonen. Gruber wil⸗ ligte ein und in kurzer Zeit war das Cied fertig. Aller Wahrſcheinlichkeit nach wurde das Cied nunmehr in Cirol zuerſt bekannt und zwar durch den Orgelbauer Mau⸗ racher aus Fügen. Er beſſerte gerade die Orgel aus, als der Dichter Mohr, der eine gute Stimme hatte, das Lied unter Grubers Begleitung ſang. Es ge⸗ fiel dem Orgelbauer ausnehmend gut und er trug es weiter. Erſt im Jahre 1855 erfahren wir wie⸗ der etwas über das weitere Schickſal des Liedes. Die vier Geſchwiſter Straſ⸗ ſer, Zillertaler Sänger, brachten es auf ihrer Wanderfahrt mit nach Ceipzig. hier hörte es von ihnen der Kantor einer katholiſchen Kirche und ſie durften es in der Chriſtmette ſingen. Einem Dresdner, R. Frieſe, ge⸗ bührt das Derdienſt, das Cied den treff⸗ lichen Haturſängern zum erſten Male nachgeſchrieben zu haben. Dabei ſoll ſich ein Fehler in Takt 9 des Ciedes einge⸗ ſchlichen und ohne der Schönheit des Liedes zu ſchaden, bis heute erhalten haben. Von da an brach ſich das Cied endlich und unaufhaltſam Bahn. Und zwar ging Süddeutſchland voran. Es erfaßte zuerſt den Wert der in ihrer Schlichtheit wie eine hirtenweiſe anmutenden und nie vergeßbaren ſchönen Melodie. Gn⸗ fangs der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde es Beſitztum des Nordens. Dr. Gerttud Petersen. 0 5 weihnachtsbeilage seite 3 DD Ein Mann ſteht vor der Cür/=i . von Hans Wörner mitten in dem Crubel aber, in dem die —weſtern die Waiſenkinder ſich ſelbſt chen und fragte nach der Oberin. Schwe⸗ ſter hildegard ſagte, ſie müſſe irgendwo in der Nähe des Baumes ſein, dort habe ſie die Leiterin der Anſtalt eben noch geſehen. Wirklich kniete die Frau mit drei kleinen Waiſen hinter der Krippe. „Ein Mann ſteht vor der Tür!“ meldete das Mädchen. Die Oberin ließ eines der drei Waiſen von ihrem Knie auf den Boden gleiten und folgte dem Mäd⸗ chen. Sie gingen durch das Treppen⸗ haus herunter, den langen Flur zum * 4 portal entlang. Das Tor lehnte nur an. Draußen auf der Treppe ſtand der Mann. Er trug einen guten, warmen Mantel und feine, mit Pelzwerk gefütrerte LCe⸗ derhandſchuhe. Im Schnee drunten hielt ein ſchweres Automobil, deſſen Motor graue Dampfwölkchen zwiſchen den Hinterrädern ausſtieß. In einem unförmigen pelzmantel ſtand ein Chauffeur neben dem Wagen und ſchlug die Grme kreuzweiſe um ſeine Schul⸗ tern, um ſeine erſtarrten hände zu wär⸗ men. Die Oberin grüßte mit einem den ken nach der Gbſicht ſeines Be⸗ ſuches. Er wollte ein paar Geſchenke für die Kinder bringen, ſagte der Herr. Er winkte ſeinem Fahrer, der Mann nahm eine aroße Menge von paketen auf ſeine 9 e und folgte ſeinem herrn in das haus. Die Oberin ging voran, im Treppenhaus wandte ſie ſich um und fragte höflich nach dem Namen des herrn. Sie blickte in erſtaunte Kugen und hörte die Gegenfrage, ob ſie ihn donn nicht kenne! Sie mußte ſagen, daß ſie ſich wirklich nicht zu entſinnen r e. Der herr lächelte. Sie kamen in die Gula. Das Erſchei⸗ Ron ne n ſſe i Ui verſtummen. Guch als jedes von ihnen eines der vielen Pakete erhielt, die der Fahrer, Trooloſt nach Traalaſt, brachte, konnten ſie ihre vorherige Lautbeit lange nicht wiederfinden. Die Knaben uindorten don Delszmantel des Fah⸗- rers, die Mädchen bewunderten den herrn. Die Schweſtern waren ein we⸗ nig überraſcht und etwas verlegen. Es war gut, daß Schweſter hanna dazu⸗ . Sie hatte bis dahin in der Küche arbei⸗ ten müſſen und trat nun in den Saal. Sie war alt und ging ſehr gebeugt. Diele Uachtmachen hatton ihre Geſund⸗ heit untergraben. Ihr Geſicht war fal⸗ tig und grau, die haut an ihren Hhänden zeiate das Kot ſchlechter Herztätigkeit, und ihre Füße mußten immer in war⸗ men Partoffeln ſtecken, weil ſie ſonſt nicht mehr recht warm werden wollten auf den vielen Steinfußböden, die es im hauſe gab. Der Herr aing ihr entgegen. Und die alte Schweſter erkannte ihn ſofort. „Das iſt doch der Geſſe!“ rief ſie und ſchlug die hände vor ihrer Küchen⸗ ſchürze zuſammen.„Ich hab immer ge⸗ dacht, Du müß!“oſt mal wiederkommen. Iraendwann würdeſt Du ſchon den Weg finden.“ Der Mann gab ihr die Hand und trat ſehr nahe neben ſie. Er legte einen Arm um ihre Schhulter, un es ſchien faſt, als wolle er ſie führen.„Der Eeſſe war hier bei uns, als wir noch ein kleines Warſonhaus waren, mit nur drei Schweſtern“, ſaate die alte dame zur Oberin und zu ihren jiungen Mit⸗ arbei“erinnen.„Ja, Schweſter Ver⸗ traudis, Schweſter Urſula und Sie, Schweſter Hanna!“ fügte der Mann hinzu. Schmoſter Hanna nickte und blickte dem mann einen KRugenblick forſchend in das geſunde Geſicht und auf das gute Tuch ſeines Gnzuges. Und während ſie ihn am Germel feſthielt, ſchloß ſie: „Goſſe bleibt heute abend bei uns, er hat niemanden ſonſt!“ Die Oberin reichte dem herrn die hand und kz ihn willkommen.— —. ——————————————— überließen, kam eines der Küchenmäd⸗ 5 kleinen Ueigen ihres Kopfes und fragte 9 Ver „Hakenkrer be B 6a er nehmen di höhere Ge Mitiw. Der gröf pari ſten K des Eiſe ereignete Uähern Der S. einer denkil⸗ Uanen Eilzug Bisher u melbdet. weit über Kataſtro⸗ nommen, aus entg der Zug müſſen. 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