uar 1934 hrem rzen! 3 Jele eErn Star der Viener atsoper Karlweis à Grabley e Szakall neue Ton- Dperette Walzer- ven von n Strauſ E: r Strauss Ju? 3408K Dir schnell. d reell! .9 und Bringen Lel 402 10 a ung ung leim ladtte ilen len, und ollen! ittwoch, den zm. 5 Uhr, R 5,—9: rungen r Fiſcharten reitung der italieniſchen en Feſttage, nunion.— hringen. i tt. haft haft. 1 —————.——— 4 10 iäß u ſtreng Fachmann. Nr. 1778 K attes. 4 pfalz mern Verlag und Schriftleitung: Mannheim, R 3 14/15.— 204 86. 314 71, 333 61%%2. Das „Hakenkreuzbanner“ erſcheint 12mal wöchentl. und koſtet mona zuzüglich.50 RM., bei Poſtbeſtellung zuzüglich.72 de nehmen die Träger ſowie die Poſtämter entgegen. höhere Gewalt) verhindert, beſteht kein Anſpruch au 4. Jahrgang— Nr. 84 M. Einzelpreis 10 Pfg. Be— eitung am Erſcheinen(auch durch 0, Seieneng Regelmäßig erſcheinende— Beilagen aus allen Wiſſensgebieten.— Für unverlangt eingeſandte wird keine Verantwortung übernommen. i..20 RM. bei—— anuſkripte Abend-Ausgabe —— — — Anzeigen: Die 1 teil 15 Wf für Abendausgabe 13 Uhr. *+ . AAuns 10. Pfg. g. r kleine Anzeigen: Die abatt nach aufliegendem Tarif.— Schluß der Anzeigen⸗Annahme: für Frühausgabe 18 Uhr. fi—13 Mannheim, g 3. 14719 BADENS Die 4geſpaltene Millimeterzeile im Texi⸗ 2geſpaltene Millimeterzeile 7 Pfg. Bei Wiederholung und p 4, 12 am Stro Anzei ——— markt. Fernruf 204 86, 314 71, 330 61/62. Zahlunas⸗ und Erfüllunasort Mannheim. Ausſchlie ſcheckkonto: Das wigshafen 4960. licher Gerichtsſtand: Mannheim. ſt⸗ akenkreuzbanner Lud⸗ erlagsort Mannheim Monkag, 19. Jebruar 1934 Varis ergebnislos Der engliſch⸗franzöſiſche Meinungsaustauſch— Eden heute in Berlin Die Dreimächte⸗Erklärung dDer Herodes von Wien 85 kote Kinder in Sandleiten?— Eine Behauytung des„populaire“ (Drahtbericht unſerer Berliner Schriftleitung) Berlin, 19. Febr. Der engliſch⸗franzöſiſche Meinungsaustauſch iſt am Samstag abgeſchloſ⸗ ſen worden. Man nahm zuerſt an, daß die Pa⸗ riſer Beſprechungen mehrere Tage in Anſpruch nehmen würden. Die Tatſache, daß dieſe An⸗ nahme irrig war, kann neben allem anderen ebenfalls als ein Beweis dafür angeſehen wer⸗ den, daß der Miſſion Edens für Paris ein negativer Erfolg beſchieden worden iſt. Auf deutſcher Seite ſind damit hochgeſpannte Er⸗ wartungen, die nicht geſtellt werden konnten und durften, nicht enttäuſcht worden. Der ganzen Sachlage nach konnte von vornherein nicht an⸗ genommen werden, daß ſich die franzöſiſche Hal⸗ tung, wie ſie am 14. Februar in der Antwort⸗ note an Deutſchland noch einmal präziſiert wurde, entſcheidend ändern würde. Die Ten⸗ denz der franzöſiſchen Note war ſo eindeutig gegen die in dem engliſchen Memorandum zur Abrüſtung enthaltenen Vorſchläge gerichtet, daß der franzöſiſche Standpunkt auch England gegenüber an eine ſtarre Regel gebunden ſein mußte. Vorläufig ſind keine Anhaltspunkte vor⸗ handen, daß ſich die daraus ergebenden Schlußfolgerungen mit den Ergebniſſen der letzten engliſch⸗franzöſiſchen Fühlungnahme nicht in Einklang bringen laſſen. Die franzö⸗ ſiſche Preſſe unterſtreicht in faſt auffälliger Ge⸗ ſchloſſenheit, daß die Pariſer Beſprechung für England den Beweis ergeben habe, daß die neue franzöſiſche Regierung den deutſchen Standpunkt ebenſo kategoriſch abgelehnt habe wie den engliſchen, und daß auf der von Eng⸗ land vorgeſchlagenen Baſis jedes weitere Ver⸗ handeln überhaupt überflüſſig, weil zwecklos ſein müſſe. Von franzöſiſcher Seite wird damit offen zugegeben, daß kꝛum noch Hoffnungen vorhanden ſind, daß ſich die franzöſiſche Regie⸗ rung dazu bereitfinden wird, die Abrüſtung, ſoweit es ſich um ihre praktiſche Durchführung handelt, weiter ernſthaft zu erörtern. Trifft dieſe Annahme zu, ſo ergibt ſich ohne weiteres, daß der ergebnisloſe Abbruch der Abrüſtungs⸗ biskuſſion in unmittelbare Nähe rückt, und daß auf der anderen Seite Frankreich überhaupt zu einer Einſtellung zurückkehrt, die an die Stelle des ausweichenden„Ja— aber...“ das ſture poincaritiſche„Nein!“ ſetzt. Die Berliner Beſprechungen Edens werden darüber größere Klarheit ſchaffen. Der frühere engliſche Unter⸗ ſtaatsſekretär und jetzige Lordſiegelbewahrer wird ſeine Reiſe ſehr wahrſcheinlich noch im Laufe des heutigen Tages nach Berlin fort⸗ ſetzen. Es bedarf keiner beſonderen Er⸗ wähnung, daß dem Vertreter von England in Berlineine freundliche und verſtändigungsbereite Auf⸗ nahme gewiß iſt. In Berliner Kreiſen wird darauf hingewieſen, daß Deutſchland ent⸗ ſprechend ſeiner bisherigen Einſtellung auch weiterhin, ſelbſt wenn die Erfolgsausſicht noch ſo gering wäre, alles daranſetzen wird, um ſei⸗ nen Teil an einer befriedigenden Löſung der großen internationalen Probleme beizutragen Die deutſche Regierung begrüßt es vor allem, daß auch die engliſche Regierung, wie die Miſ⸗ ſion des engliſchen Lordſiegelbewahrers zeigt, den gleichen Standpunkt beizubehalten gewillt iſt. Die Berliner Beſprechungen, die ein oder zwei Tage in Anſpruch nehmen dürften, werden alſo auf engliſcher wie auf deutſcher Seite unter Beweis ſtellen, daß die Verantwortung für ein Scheitern der Verhandlungen weder in London noch in Berlin liegen kann. Was die konkreten Einzelthemen der morgen beginnenden Beſprechungen anbelangt, ſo wer⸗ Paris, 19. Febr. Der ſozialiſtiſche„Popu⸗ laire“ veröffentlicht in Fettdruck eine Informa⸗ tion aus Wien, deren Stichhaltigkeit natürlich ohne weiteres nicht nachzuprüfen iſt, an deren Veröffentlichung man aber nicht achtlos vorbei⸗ gehen kann. Das Blatt behauptet nämlich, daß in der Wiener Wohnſiedlung Sandleiten die Leichen von 85 Kindern unter 14 Jahren ge⸗ funden worben ſeien, die bei den blutigen Kümpfen der letzten Tage getötet wurden. Das Blatt fügt hinzu, Dollfuß, der für Chri⸗ ſtentum und Familie einzutreten behauptete, habe ſich zum Mörder gemacht. In einem wei⸗ teren Artikel wendet ſich der„Populaire“ gegen die zum Teil tendenziöſe Einſtellung der Pari⸗ ſer Preſſe gegenüber den Ereigniſſen in Oeſter⸗ reich. Nicht nur fehle jedes bewegte Wort über die Opfer der Straſſenkümpfe, ſondern man überhäufe Dollfuß mit abſcheulichen Lobhude⸗ leien und habe die Stirn, ihn als Kanzler der öſterreichiſchen Unabhüngigkeit hinzuſtellen. Weiterhin greift das Blatt auch die italie⸗ niſche Politik Oeſterreich gegenüber mit großer Leidenſchaftlichkeit an. Die engliſch · jayaniſche Baumwollkonferenz in London In London ſind die Delegierten Groß⸗Britanniens und Japans zu der erſten Baumwollkonferenz zuſammengetreten, die für den Baumwollmarkt von großer Bedeutung iſt. eaeern e menehenn er ueneeee enee u eeeeeghen kan atrin funpa lotakzaby lurusehswvunorspuswkeus beswenshannzrmikashununsord den ſie in weitgehendem Maße von den Ergeb⸗ niſſen des engliſch⸗franzöſiſchen Meinungsaus⸗ tauſches beſtimmt ſein. Feſtgeſtellt werden kann ſchon jetzt nur ſoviel, daß eine Aenderung in der deutſchen Haltung nicht eingetreſen iſt, und daß die Beſprechungen inſoweit ein poſitives Ergebnis haben müſſen, als ihnen die ur⸗ ſprünglichen engliſchen Vorſchläge und die noch vor einigen Tagen mit erfreulicher Deutlichkeit ausgeſprochene Zurückweiſung einer weiteren Diskriminierung zugrunde liegt. Es iſt denkbar, daß auch die Frage der deutſch⸗öſterreichiſchen Beziehungen, die gerade jetzt von Paris aus wieder in den Vordergrund geſchoben wurde, eine wenn auch nur untergeordnete Rolle ſpie⸗ len wird. In Berliner Kreiſen wird zu der Dreimächte⸗Erklärung, an der auch England be⸗ teiligt iſt, feſtgeſtellt, daß ſie ihrem Inhalte nach nur einen Tatbeſtand feſtſtellt, der allgemein bekannt iſt, und der bisher auch von Deutſchland in jeder Weiſe reſpektiert wurde. Die deutſche Antwortnote an die Wiener Regierung hat bis in alle Einzelheiten den Beweis erbracht, daß die öſterreichiſchen Anſchuldigungen ſachlich un⸗ begründet ſind, und daß es ſchwerſallen wird, auch nur in einem Einzelfalle den Gegenbeweis anzutreten. Im übrigen kann nach den jüng⸗ ſten Ereigniſſen in Oeſterreich nur noch die Frage geſtellt werden, welche moraliſche Legiti⸗ mationen überhaupt noch vorhanden ſein könn⸗ ten, mit denen neue Ausfälle der öſterreichi⸗ ſchen Regierung rückverſichert werden können. Die Sache der Wiener Regierung iſt eine ſchlechte. Es iſt mehr als zweifelhaft, daß ſie durch irgendeine außenpolitiſche Aktion gebeſſert werden könnte. Frankreichs Ueberſeetruppen Von Generalleutnant a. D. Erfurth Die deutſche Antwort auf das franzöſiſche Memorandum vom 1. Januar richtet 13 Fragen an die franzöſiſche Regierung. Von dieſen be⸗ ſchäftigen ſich nicht weniger als vier Fragen mit den franzöſiſchen Streitkräften in Ueberſee. Da⸗ mit wird von der deutſchen Regierung ein be⸗ ſonders wichtiges Abrüſtungsproblem angeſchnit⸗ ten, das bisher bei den Verhandlungen in Genf als für Europa nicht vorhanden be⸗ handelt wurde und auch vom engliſchen Kon⸗ ventionsentwurf beharrlichtotgeſchwie⸗ gen worden iſt. Der Mac Donald⸗Plan und ebenſo der neue engliſche Abrüſtungsvorſchlag vom 31. Januar ſprechen nur von einer Verein⸗ heitlichung der kontinentalen Heeres⸗ typen und nimmt die Kolonialtruppen(hier deckt ſich engliſches und franzöſiſches Intereſſe!) von einer Anrechnung auf die geplanten euxo⸗ päiſchen Verteidigungsheere mit kurzer Dienſt⸗ zeit und deren ziffernmäßigen Feſtſetzung aus⸗ drücklich aus. Solche Nichteinbeziehung der Ueberſeeſtreitkräfte in die Berechnung der Effek⸗ tiv⸗Stärken könnte nur berechtigt erſcheinen, wenn die Kolonialtruppen ſchon durch ihre ge⸗ ringe Zahl und leichte Bewaffnung als lediglich polizeilichen Zwecken dienend ausgewieſen wür⸗ den, und wenn jede Verwendung von Ueberſee⸗ truppen in Europa durch internationale Ver⸗ träge feierlich und allgemein verbindlich ver⸗ boten wäre. Dieſe beiden Einſchränkungen tref⸗ fen jedoch auf Frankreichs Farbigenarmee durchaus nicht zu. Bekanntlich hat ſich Frankreich nach dem Weltkriege ſofort daran begeben, ſeine Macht⸗ ſtellung in Europa beſonders durch den Ausbau ſeines farbigen Heeres zu ſtützen. Heute wer⸗ den dauernd vund 200 000 Farbige von Frank⸗ reich unter Waffen gehalten, die Geſamtkriegs⸗ ſtärke der franzöſiſchen kolonialen Streitkräfte beträgt gegenwärtig 1,5 Millionen Mann! Während bisher für die Farbigen nur in den franzöſiſchen„Ueberſeegebieten“ Algier, Tunis, Marokko und Levante die allgemeine Wehr⸗ pflicht beſtand, iſt dieſe, unbekümmert um die längſt fällige Verpflichtung zur Abrüſtung, im letzten Jahre auch für die Eingeborenen in den „Kolonien“ Indochina, Weſtafrika, Mittelafrika, Madagaskar, Somaliland und Südſeeinſeln neu eingeführt worden. Die Wehrpflichtdauer für alle Farbigen be⸗ trägt 15 Jahre, die aktive Dienſtzeit drei Jahre. Gleichzeitig iſt die geſetzliche Beſtimmung ge⸗ troffen worden, daß alle Eingeborenen der franzöſiſchen Kolonien und der Ueberſeegebiete „unter allen Umſtänden dazu beſtimmt werden können, ihre Wehrpflicht außerhalb ihrer Kolo⸗ nien fortzuſetzen“, d. h. im europäiſchen Frank⸗ reich verwendet und im Kriegsfall dort ein⸗ geſetzt zu werden! Die franzöſiſchen Ueberſeetruppen ſind nicht etwa ſo bewaffnet und ausgerüſtet, wie es die Durchführung von polizeilichen Aufgaben im Schutzgebiet erfordert, ſondern ihre Ausſtattung mit den modernſten Waffen, wie ſie von den hochgerüſteten Mächten für den neuzeitlichen Krieg in Europa als notwendig gehalten wer⸗ den(d. h. Flieger, Kampfwagen, ſchwere Artillerie), iſt bis Ende des abgelaufenen Jahres allgemein durchgeführt worden. Ferner ſind alle Vorbereitungen getroffen, um die Kolonialtruppen ſchnellſtens an die . 4 — ————————————— —— 20—————— —— — unſer Raſſeempfinden ————————————————— „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Montag, 19. Februar 1934 Jahrgang 1— Nr. 84— Seite 2 Küſte und von dort nach Frankreich überführen zu können.— Es kann von den Franzoſen nicht in Abrede geſtellt werden, daß Frankreichs Wehrpolitik hinſichtlich der Ueberſeegebiete und Kolonien 9 mn n ewallig dernſte he Europa zu beherrſchen. Franzöſiſche Generale haben das Wort ge⸗ prägt, daß die Franzoſen nicht mehr ein Volk von 40, ſondern von 100 Millionen ſeien, wo⸗ bei die Eingeborenen der Kolonien dem euro⸗ päiſchen Frankreich einfach zugezählt werden! Unter dieſem Geſichtspunkt gewinnt die Nichtanrechnung der Ueberſeetruppen bei der von engliſch⸗franzöſiſcher Seite vorgeſchlagenen Vereinheitlichung der europäiſchen Heerestypen doch eine recht ernſte Bedeutung für uns. Frankreich ſichert, ſich dadurch die Möglichkeit, jede durch den Abſchluß einer Abrüſtungs⸗ konvention etwa notwendig werdende Herab⸗ ſetzung der weißen Heimattruppen ſtets durch verſtärkte Heranziehung von farbigen Ueber⸗ ſeetruppen wieder wettzumachen. Die Kolonien ſind für Frankreich in erſter Linie„Rekrutie⸗ rungsgebiete“! Hat ja doch auch die franzöſiſche Kammer, um den Rückgang der jährlichen Re⸗ krutenquote in Frankreich während der nächſten Jahre auszugleichen, im Dezember 1933 eine entſprechende Verſtärkung der bereits im Frie⸗ den im Mutterlande ſtehenden farbigen Solda⸗ ten beſchloſſen. Vor dem Welikriege ſtand kein farbiger Sol⸗ dat im europäiſchen Frankreich. Heute ſtehen, meiſt entlang der deutſch⸗franzöſiſchen Grenze, fünf farbige Diviſionen, d. h. rund 70 000 Mann, ſtändig gegen Deutſchland bereit, die mit dem vielſagenden Namen„force mobile“ bezeichnet werden. Dieſe modern bewaffneten, langdienenden Berufsſoldaten, bilden einen weſentlichen Beſtandteil der franzöſiſchen„Stoß⸗ armee“!“ Es ſind die„Sanktionstruppen“ Frankreichs! Während in der(nicht von uns, ſondern durch das Diktat von Verſailles feſtgeſetzten) langen Dienſtverpflichtung des deutſchen Reichs⸗ heeres neuerdings von den Franzoſen eine Ge⸗ fährdung des Friedens erblickt wird, ſollen wir die langdienenden Farbigen gegenüber unſerer Grenze für harmlos und ungefährlich erachten! Vom franzöſiſchen Miniſterpräſtoenten Dala⸗ dier ſtammt das ſtolze Wort, daß die Zivili⸗ ſation der Welt von Frankreich in ſeinem Schützengraben verteidigt würde. Frankreich dieſen Schützengraben anſcheinend mit Negern zu beſetzen gewillt iſt! Auch vom Standpunkt der deutſchen Sicher⸗ heit müſſen wir verlangen, daß mit der von Frankreich provozierten„ſchwarzen Ge⸗ fahr“ endlich Schluß gemacht wird. In dieſem Sinne ſind di⸗ jetzigen Fragen der deutſchen Regierung zu werten⸗ „Iſt Frankreich bereit, eine Verpflichtung zu übernehmen, Ueberſeetruppen in Kriegs⸗ und Friedenszeiten im Heimatgebiet weder zu ſtationieren noch zu verwenden? In welcher Weiſe ſollen die Ueberſeetruppen in Rechnung geſtellt, mit welchem Material ſollen dieſe aus⸗ gerüſtet werden?“ Damit iſt dieſes für Deutſchlands Sicherheit und Gleichberechtigung ſo überaus wichtige Problem zur Erörterung geſtellt. Die deutſchen Fragen erfordern eine klare Antwort! starke Anieilnahme Frankreichs am Tode König Alberts Paris, 18. Febr.(HB⸗Funk.) Das Ableben König Alberts hat hier allgemein ſtarke Teil⸗ nahme und Trauer ausgelöſt.„Frankreich vor allem wird dadurch betroffen,“ ſchreibt„Päris Midi“. Der König und ſein tapferes Volk ſtan⸗ den in den tragiſchen Stunden, die wir durch⸗ lebt haben, an unſerer Seite. Er genoß in Frankreich eine ungeheure Volkstümlichkeit. Barthou erklärte, Frankreich verliere einen großen Freund und die Menſchheit einen großen Helden. In ähnlichem Sinne äußerte ſich der Kriegsminiſter Marſchall Pétain. Englands Trauer um König Alberl London, 18. Febr.(HB⸗Funk.) Der tra⸗ giſche Tod des belgiſchen Königs hat in England Beſtürzung hervorgerufen. Regierungsgebäude und Botſchaften flaggten am Sonntag Halb⸗ maſt. Das engliſche Königspaar ſandte eine Beileidsbotſchaft an die belgiſche Königin. Spä⸗ ter hörte man, daß eine Hoftrauer von zwei Wochen ſtattfinden werde. hHhoftrauer in Jlalien Rom, 18. Febr.(HB⸗Funk.) Der tragiſche Tod des Königs Albert von Belgien hat in Ita⸗ lien, wo er häufig weilte, aufrichtige Trauer hervorgerufen. Wie lange die vom italieniſchen Hof anzuordnende Hoftrauer dauern wird, ſteht noch nicht feſt. Beileidstelegramme an die Königin von Belgien und die italieniſche Kron⸗ prinzeſſin haben auch Muſſolini und der Papſt geſandt. Die öffentlichen Gebäude in Stalien flaggen Halbmaſt. Ziel verfolgt, das von größter Europa iſt, nämlich die Ver⸗ und des far waffneten und ausgerüfteten Macht Es mutet ſonderbar an, daß Die Oreimächte⸗Erklärung nicht gegen Telegraph“: Die Erklärung erfüllt die beiden unentbehr⸗ lichen Bedingungen, von denen die britiſche Re⸗ gierung ihre Unterſtützung jed'r Erklärung über Oeſterreichs Regierung abhängig gemacht hat: Sie ſchließt, ſoweit Großbritannien in Frage kommt, keine Garantie und kein Verſpre⸗ chen militäriſchen Vorgehens ein, ſondern bezeugt nur die Bereitſchaft, durch Ein⸗ fluß und Rat bei der Erhaltung der Unab⸗ hängigkeit Oeſterreichs mitzuhelfen. Dies iſt. ſchon von Sir John Simon im Unterhaus er⸗ klärt worden. Ueberdies hat die britiſche Re⸗ gierung Oeſterreich gegenüber ausdrücklich da⸗ von abgeſehen, über die jetzige Streitfrage zwi⸗ ſchen Heſterreich und Deutſchland im voraus zu urteilen. Es darf infolgerhſen nicht angenommen wer⸗ den, daß nach britiſcher Auffaſſung dieſe neue Bekräftigung des Intereſſes an der Aufrecht⸗ erhaltung der öſterreichiſchen Unabhängigkeit beſonders oder ausdrücklich gegen Deutſchland gerichtet iſt. In britiſchen Kreiſen erinnert man auch an eine weitere Erklärung Simons im Parlament, daß nämlich England nicht die Aufgabe habe, Deutſchland geriehtet ende veröffentlichten gemeinſamen Ertlärung Großbritanniens, Frankreichs und ZItaliens über die Unabhängigkeit Oeſterreichs bemerkt der diplomatiſche Korreſpondenz des„Daily ren Landes einzumiſchen, mit anderen Wor Die jetzige Erklärung wird, ſoweit Großbritan⸗ nien in Frage kommt, niemals gegen die Wünſche der Mehrheit des öſterreichiſchen Vol⸗ kes gebraucht werden, um dort eine beſtimmte Regierungsform aufrecht zu erhalten oder zu verbieten. Oeſterreich kann faſchiſtiſch, ſozialiſtiſch oder nationalſozili⸗ ſtiſch werden, Großbritannien würde es nur verurteilen, wenn ihm eine beſtimmte Regie⸗ gierungsform unter ausländiſchem Druck auf⸗ erlegt werden würde. Muſſolini von Deulſchlands fried⸗ fertigen Abſichten überzeugt London, 19. Febr. Der„Daily Telegraph“ beſchäftigt ſich mit der Abſicht Edens, nach ſei⸗ nem Beſuch in Berlin und Rom erneut nach Paris zu fahren und ſagt, es werde intereſſant ſein, ob Eden dann beſſer imſtande ſein werde, Frankreich von Deutſchlands friedfertigen Ab⸗ ſichten zu überzeugen. Muſſolini habe ſich über dieſen Punkt fein Urteil bereits gebildet, das auch in London bekannt geworden ſei. Nach der Ueberzeugung des Duce ſei es Deutſchlends aufrichtiger Wunſch, die Erhaltung des Frie⸗ dens während der nüchſten zehn Jahre zu ſichern. Während dieſer Zeit möchte Deutſch⸗ land alle ſeine Anſtrengungen auf den inneren Wiederaufbau vereinigen. Drohende Aeußerungen Titulescus Die kleine Enkenke beunruhigt Paris, 19. Febr. Der rumäniſche Außen⸗ miniſter Titulescu erklärte dem Belgrader Vertreter des„Petit Pariſien“, die Kleine Entente verfolge die Ereigniſſe in Oeſterreich mit einer gewiſſen Beunruhigung. Der Ab⸗ ſchluß der Straßenkämpfe bedeute noch nicht, daß die öſterreichiſche Frage nun geregelt ſei. Im Gegenteil, der Hauptkampf werde erſt jetzt geliefert werden müſſen. In dieſem Zuſam⸗ menhang müſſe man feſtſtellen, daß ſich Doll⸗ fuß die Unterſtützung der einzigen Partei verſage, die ihm bei den Kämpfen gegen die Anſchlußbeſtrebungen hätte von Nutzen ſein können. Der Augenblick ſei gekommen, wo diejenigen, die ihm bei der Niederwerfung der Sozialdemokraten geholfen hätten, den Preis für ihre Hilfe verlangen würden. Der Berichterſtatter fügte hinzu, es ſei un⸗ zweifelhaft, daß die Beſtrebungen Italiens, einen italieniſch⸗ öſterreichiſch⸗ungariſchen Wirtſchaftsblock zu bilden, in Kreiſen der Kleinen Entente ein lebhaftes Unbehagen ausgelöſt hätten. In ſolchen Plänen ſehe man einen Verſuch zur Wiederherſtellung der Vergangenheit mit dem erſchwerenden Umſtand, daß Italien ſich dieſer Wiederherſtellung bedienen werde, um im Donaubecken gegen die Kleine Entente zu arbeiten Man ſehe andererſeits aufſeiten der Klei⸗ nen Entente in dem öſterreichiſch⸗ungariſchen Annäherungsbeſtreben die Gefahr eines dop⸗ pelten Anſchluſſes, die man nicht als weniger bedeutungsvoll betrachte. Der Eindruck, daß Italien von den Großmächten den Auftrag erhalten habe, in Mitteleuropa und beſonders in Wien handelnd aufzutreten, ſei nicht dazu angetan, die Kleine Entente zu beruhigen. Belgrad, Prag und Bulareſt befaßten ſich ernſtlich mit allen Möglichleiten, denen ſie ge⸗ gebenenfalls gegenüber zu treten hätten Man könne ſchon jetzt behaupten, daß das Ein⸗ greifen Italiens in die inneren Verhältniſſe Oeſterreichs eine ſofortige Reaktion in Süd⸗ ſlawien auslöſen würde, das ſich gezwungen ſehe, geeignete Maßnahmen zu treffen, um ſeine Grenzen und ſeine Sicherheit zu ſchützen. Die gemeinſame Erklärung der drei Groß⸗ müchte, ſo betont der Berichterſtatter des„Pe⸗ tit Pariſien“, ſei nach Auffaſſung der kleinen Entente nicht genügend, um die Lage zu llären und den Lauf der Ereigniſſe aufzz.⸗ halten. Dollfuß weiß noch nicht, ob er nach Rom fährt Zurückhaltende Beurteilung der Jollunionfrage in Budapeſt Budapeſt, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Wie Bundeskanzler Dollfuß in einer Unterredung erklärte, könne er ſich nicht darüber äußern, ob er zu den von den Blättern angekündigten Konferenzen nach Rom fayre. Von einer Zoll⸗ union könne gegenwärtig keine Reve ſein, was jedoch nicht ausſchließe, daß zwiſchen Oeſterreich und Ungarn eine noch engere Zuſammenarbeit zuſtande⸗ komme. Die Budapeſter Montagsblätter beurteilen die Ausſichten der bevorſtehenden Ausſprache über eine engere italieniſch⸗öſterreichiſche Zu⸗ ſammenarbeit zurückhaltend. So ſchreibt das Blatt des Reichstagsabgeordneten Lazare„A Reggel“, daß es reichlich verfrüht wäre, von einer öſterreichiſch⸗ungariſchen Zollunion unter Einſchaltung Italiens zu ſprechen. Das Blatt bemerkt, daß die wirtſchaftliche Zuſammenar⸗ beit Oeſterreichs und Ungarns heute ſchon den Rahmen eines normalen Handelsvertrages überſchreite und daß vor der Hand bloß von einer Vertiefung der bisherigen Zuſammen⸗ arbeit die Rede ſein könne. Ob die zu erwartende Vertiefung zu einer Zollunion führen würde, könne deshalb nicht vorausgeſagt werden, da große techniſche, wirt⸗ ſchaftliche und politiſche Schwierigkeiten be⸗ ſtünden. „Die Räteherrſchaft in München war nicht ſo brutal..“ Eine Reichsdeutſche ſchreibt uns: „Wir leben ſeit Jun in einer ſtändigen Un⸗ ruhe und Spannung. Seit Neujahr hat das brutale Vorgehen der Behörden gegen jeden deutich Empfindenden Formen angenommen, daß man täglich gefaßt ſein mußte, in Unter⸗ ſuchungen über„Vaterlandsverrat“ uſw. ver⸗ wickelt zu werden. Viele unſerer Bekannten, Aerzte, Rechtsanwälte, Beamte, Bauern wur⸗ den wahllos zuſammengefangen und entweder ins Gefängnis oder als Geiſeln in Konzentra⸗ tionslager geſchickt. Die Rätezeit in München im Jahre 1919 war bei weitem weniger brutal, wie das, was die chriſtlich⸗katholiſche Regierung Dollfuß uns an⸗ tut. 3 Dazu der wirtſchaftliche Ruin im ganzen Lande. Sie können ruhig alles glauben, was die deut⸗ ſchen Zeitungen bringen. Ich habe Gelegenheit, öfters über die Grenze zu kommen, und leſe dann viele Blätter; es iſt nichts übertrieben. Und nun das ſchreckliche Blutbad in Wien und anderwärts! So entſetzlich es iſt— vielleicht hilft es zur raſcheren Klärung der Lage.“ Wieder papierböller⸗ Exploſion in Wien Wien, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Die ſeit dem marxiſtiſchen Aufſtand aus dem Wiener Stra⸗ ßenbild verſchwundenen Papierböllerexploſionen treten jetzt wieder von neuem in Erſcheinung. In einem Café am Stephansplatz explodierte am Montag in einem Abort ein Papierböller, wodurch erheblicher Sachſchaden anqerichtet wurde. Unter den Gäſten entſtand eine große Aufregung. Panikartig verließen die Gäſte das Lolal. Dynamitanſchlag auf das Jern⸗ kabel Wien⸗Weſt Wien, 19. Febr. Die Polizeidirektion Wien hat in den Mittagſtunden des Montag einen telegraphiſchen Bericht erhalten, daß auf das Fernkabel Wien⸗Weſt ein Dynamit⸗ anſchlag verübt worden iſt. Der Täter iſt un⸗ bekannt. Einzelheiten liegen vorläufig noch nicht vor. 4 Der politiſche Tag Arbeit nur In Wien ſind 2000 Tote ——— allem Anſchein noch nicht kür den Henker! genug. Nachdem der Wi⸗ derſtand der roten Schutz⸗ bündler gebrochen und das Standrecht in ſaſt ganz Oeſterreich aufgehoben iſt, nehmen die furchtbaren Hinrichtungen in Oeſterreich kein Ende. Noch iſt der ganzen Welt die entſetzliche Grauſamkeit im Bewußtſein, mit der die Schergen des Dollfuß⸗Syſtems einen Schwer⸗ verwundeten bewußtlos auf der Bahre zum Galgen ſchleppten. Selbſt durch die Vorſtellung der europäiſchen Mächte läßt man ſich nicht ab⸗ ſchrecken. Die Standgerichte arbeiten weiter, und der Strang fordert ſeine Opfer. Inner⸗ halb einer einzigen Woche wurde bereits die ſechſte Hinrichtung vollzogen. Wohlgemerkt: Es handelt ſich hier nicht um die Vollſtreckung regu⸗ lärer Gerichtsurteile, die wegen Mordes oder anderer todeswürdiger Verbrechen eine gerechte Strafe fordern, ſondern es handelt ſich um Ur⸗ teile von Sondergerichten, die außerhalb jedes regulären Gerichtsverfahrens gefällt werden und die nicht der Gerechtigkeit dienen, ſondern lediglich Abſchreckungsurteile ſein ſollen, die ein verzweifeltes und vom Volke längſt nicht mehr anerkanntes Syſtem zu ſeiner Erhaltung erläßt. Das nationalſozialiſtiſche Deutſchland gibt ſich keineswegs irgend welchen unangebrachten humanitären Gefühlen hin. Auch in Deutſch⸗ land werden Todesurteile vollſtreckt, aber nur dann, wenn ein gemeines Verbrechen vorliegt und der Staat gezwungen iſt, die Geſamtheit des Volkes vor Subjekten zu ſchützen, die die Allgemeinſicherheit in Gefahr bri igen. Noch nie jedoch hat das nationalſozialiſtiſche Deutſchland politiſche Gegner zum Tode verurteilt, nur weil ſie politiſche Gegner waren. Es iſt ſelbſt⸗ verſtändlich notwendig, einen politiſchen Geg⸗ ner, wenn er die Exiſtenz des Staates gefähr⸗ det, ſicher zu ſtellen, aber die Hauptaufgabe des Staates müßte es ſein, ihn von ſeinem Irrtum zu überzeugen, denn mit Gewalt allein kann ein Volk auf die Dauer nicht regiert werden. Man hätte annehmen können, daß man in Oeſterreich, nachdem ſo viel Blut gefloſſen iſt, nunmehr dem Morden ein Ende gemacht hätte. Aber nein: Immer noch werden neue Todes⸗ urteile gefällt und vollſtreckt gegen Menſchen, die das einzigſte Verbrechen begangen haben, mit dieſem Staate nicht einverſtanden zu ſein. 2* im namen neichsrecht bricht Landesrecht — dieſer Grundſatz beſtand des Reiches ſchon ſeit altersher im deut⸗ ſchen Rechtsleben. Das Landes⸗ recht hatte ſubſidiäre Bedeutung, d. h. es hatte auf dieſen Rechtsgebieten Gültigkeit, die vom Reichsrecht nicht erfaßt wurden. Auf dieſen Ge⸗ bieten hatten aber die Länder vollkomwene ge⸗ ſetzgeberiſche Freiheit. Da aber jedoch die recht⸗ lich erfaßten Gebiete ſehr begrenzt waren, blieb der Ländergeſetzgebung ein weiter Spielraum, von dem meiſt auch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Es ſei hier noch einmal daran erinnert, daß in der Reichsſchöpfung Bismarcks— der Reichskanzler— mit den ihm unterſtellten Or⸗ ganen, die Flotte, die Schutztruppe, die Kolo⸗ nialverwaltung überhaupt, und diplomatiſche ſowie konſulariſche Auslandsvertretung reichs⸗ rechtliche Inſtitutionen waren. Schon das Heer fiel nicht mehr unter die Reichsgeſetzgebung des Bismarckſchen Reiches, und erſt mit der Schaf⸗ fung der Reichswehr wurde die Wehrmacht reichsrechtlich erfaßt. Schon früher waren Be⸗ ſtrebungen im Gange, die ſich für ein einheit⸗ liches Reichsrecht einſetzten. Die Schwierigkei⸗ ten ſchienen aber immer unüberwindlich und die Vorſchläge und Pläne, die in dieſer Hinſicht gemacht wurden, bedeckte ſchon nach kurzer Zeit der Staub der Vergeſſenheit. Mit der Be⸗ kanntgabe des Geſetzes über den Neubau des Reiches ſchienen ſämtliche Schwierigkeiten, die in früheren Zeiten als unüberwindbar gegol⸗ ten haben, hinweggefegt, und in kürzeſter Zeit wird nun nachgeholt, was lange genug ver⸗ ſäumt wurde. Auch in Zukunft werden die Ge⸗ ſetze, die in den Ländern verkündet werden, Landesgeſetze bleiben und ihr Geltungsbereich innerhalb dieſes Gebietes haben, für das ſie er⸗ laſſen worden ſind. Das Novum aber, das ent⸗ ſcheidend iſt für die Ländergeſetzgebung der kommenden Zeit und das die Ausbreitung der Reichsgewalt auf dem Gebiete des Rechtslebens beſonders augenfällig zeigt, iſt, daß von nun an die Landesgeſetzgebung nicht mehr im Namen des betreffenden Landes verkündet werden kann. Sie bedürfen, in Zukunft der Zuſtimmung der Reichsregierung und erhalten erſt ihre Gäl⸗ tigkeit, wenn durch den von der Reichsregierung entſandten Reichsſtatthalter des betreffenden Landes„Im Namen des Reiches“ für das jeweilige Land verkündet werden. Das Reich ſchaltet ſich damit als einen übergeordneten Faktor in die Rechtsgeſtaltung der Länder ein. Es wird ſomit der Garant einer Rechtsgleich⸗ heit innerhalb des Deutſchen Reiches, denn es liegt in ſeiner Hand, Landesgeſetzen ihre Zu⸗ ſtimmung zu verweigern, wenn dieſe Geſetze dazu angetan ſind, in irgend einer Weiſe mit anderen ſchon beſtehenden Geſetzen zu kolidie⸗ ren und damit die Rechtseinheit zu gefährden. Die Initiative bleibt den Ländern. Sie können der Reichsregierung die Geſetze vorſchlagen, die ſie für die Länder geeignet finden. Der Reichs⸗ regierung bleibt es aber vorbehalten, nach einer Prüfung, ob die von den Ländern vorgeſchla⸗ genen Geſetze die Intereſſen der Rechtseinheti gefährden oder nicht, denſelben ihre Zuſtim⸗ mung zu geben oder zu verweigern. der dinal Kirch druck dem abgge weltg tung chun Ver Kirc kird Der gen das noch beſtar Vertr Volke dann Papſt die K das 9 der ki hörde unter: unerh einer ihrer ſchäfte vier d bei G halten große teidig haben rung doch 1 fabriz land ſchon l Dieſe fung Hier Katzen Hans Man wege Die der me das ih In re Saarg Gift i glaubt ſtehen, armer tende redakte eigentl bleiber Weg Fällen Zeitun Geldſt. einbrin einen? Strafe Der tracht Strafe ſei der zeichne nächſte kannt! 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Februar 1934 Papſtkrönungsfeier o0 2 in München Keine Staatskirche und kein Kirchenſtaat München, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Anläßlich der Papſtkrönungsfeier in München hob Kar⸗ dinalerzbiſchof von Faulhaber in der Michael⸗ Kirche in einer Predigt mit beſonderem Nach⸗ druck das zwiſchen der Reichsregierung und dem römiſchen Stuhl im vergangenen Jahre abggeſchloſſene Konkordat hervor, das er als weltgeſchichtliches Ereignis von größter Bedeu⸗ tung kennzeichnete. Keine Verkirchli⸗ chung des Staates, aber auch keine Verſtaatlichung der Kirche, kein Kirchenſtaat, aber auchkeine Staats⸗ kirche. Dem Staate in allen ſtaatspolitiſchen Fra⸗ gen, der Kirche in allen kirchlichen Fragen volle Selbſtändigkeit, das ſei der Sinn des Konkordats. Während noch ringsum uns in der Welt Mißtrauen beſtand, habe der Papft den Handſchlag des Vertrauens mit dem Führer des deutſchen Volkes getauſcht. Der Kardinal wandte ſich dann gegen Anfeindungen, die noch vielfach dem Papſttum entgegengebracht würden, und ſprach die Hoffnung aus, daß die Vorurteile gegen das Papſttum verſchwinden möchten. Am Ende der kirchlichen Feier, der auch Vertreter der Be⸗ hörden, der Reichswehr und Landespolizei bei⸗ erteilte der päpſtliche Nuntius den egen. Aber meine herren Emigranken! „Wir haben bereits wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß die übergroße Mehrheit der deut⸗ ſchen Flüchtlinge mit den Vorgängen in Frank⸗ reich nichts zu tun hat und ſich jeder Einmi⸗ ſchung in die innere franzöſiſche Politik enthält“, ſo ſchreibt die„Deutſche Freiheit“, ein marxiſti⸗ ſches Hetzblatt im Saargehiet. Wenn wir auch immerhin anerkennen, daß dieſes Blättchen den Mut aufbrachte, die Nomen der aus Frank⸗ reich ausgewieſenen Emigranten, die der Teil⸗ nahme an den Unruhen bezichtigt wurden, zu veröffentlichen, geſtatten wir uns, den billigen Kommentar anzuzweifeln. Wie wir aus gut⸗ unterrichteten Kreiſen erfahren, hat ſich ein nicht unerheblicher Teil von Emigranten, mit der einer gewiſſen Raſſe eigenen Geſchäftigkeit, nach ihrer Landung in Frankreich, ſofort in die Ge⸗ ſchäfte geſtürzt. Wenn bei den Unruhen nur vier derartige Elemente gefaßt wurden, iſt das bei Gott kein Beweis für ein friedliches, zurück⸗ haltendes Aſylleben. Dazu kommt, daß eine große Zahl für alles andere als für die Ver⸗ teidigung idealer Werte auf Barrikaden zu haben iſt. Wir könnten an ſich die Beweisfüh⸗ rung beliebig verlängern, beſchränken uns je⸗ doch nur darauf, feſtzuſtellen, daß die greuel⸗ fabrizierenden Emigranten, die über ihr Vater⸗ land Kübel des Schmutzes ausgegoſſen haben, ſchon länger erkannt ſind und abgelehnt werden. Dieſe Herrſchaften haben ſich mit der Beſchimp⸗ fung ihres Vaterlandes ſelber beſudelt. Hier noch die Namen der Abgeſchobenen: Alf. Katzenſtein⸗München, Ernſt Lorcher⸗München, Hans Schaller⸗München, Ernſt Kauffmann, Mannheim, geb. 6. Februar 1915. 15 000 Franken Geldſtrafe wegen Beleidigung durch die Preſſe! Die ausgewanderten ehemaligen Mordhetzer der marxiſtiſchen Preſſe können ſelbſtverſtändlich das ihnen liebgewordene Handmerk nicht laſſen. In rauhen Mengen haben ſie ſich auch im Saargebiet niedergelaſſen und verſpritzen ihr Gift in die Arbeiterkreiſe. Aber wenn man glaubt, daß ſie auch für ihre Produkte ein⸗ ſtehen, irrt man ſich. Nötigenfalls muß ein armer Erwerbsloſer oder ſonſt eine unbedeu⸗ tende Perſönlichkeit, die das Gericht als„Sitz⸗ redakteure“ bezeichnet, herhalten, während die eigentlichen Verantwortlichen im Hintergrunde bleiben. Wegen Beleidigung durch die Preſſe in drei Fällen war der Schriftleiter der„Arbeiter⸗ Zeitung“ angeklagt. Das Urteil lautete auf eine Geldſtrafe von je 5000 Franken und bei Nicht⸗ einbringung dieſer Summe für je 50 Franken einen Tag Haft. Der Vorſitzende begründete die Strafe wie folgt: Der Zeitung ſei jedes Mitrel recht, um Zwie⸗ tracht in die Arbeiterbevölkerung zu tragen. Die Strafe wäre abſichtlich ſo hoch ausgefallen, es ſei der letzte Verſuch, dieſen verantwortlich zeichnenden Angeklagten zu belehren. Das nächſte Mal müſſe auf eine Freiheitsſtrafe er⸗ kannt werden. Norwegiſcher Dampfer vor Hela geſunken Danzig, 19. Febr.(HB⸗Funk.) An der Küſte von Hela zwiſchen Heiſterneſt und Kup⸗ ferfeld, etwa 2½ Seemeilen vom Lande ent⸗ fernt, wurde das Wrack des norwegiſchen Dampfers„Hardy“ aufgefunden. Das Schiff. ein 1200⸗Tonner, war mit 1000 Tonnen Kohle von Gdingen nach Irland unterwegs, und wurde ſeit dem 7. Februar vermißt. Es beſteht nunmehr kein Zweifel, daß der Dampfer in den ſchweren Stürmen, die um den 7. Februar über der Oſtſee tobten, mit ſeiner aus zwölf Mann beſtehenden Maanſchaft untergegan⸗ gen iſt. Geſchwaderchef Adis Abeba, Große Saarkundgebung in Koblenz Eine Rede des Vizekanzlers von Papen Koblenz, 18. Febr.(HB⸗Funk.) Am Sams⸗ tagnachmittag tagten in Koblenz die Führer des Bundes der Saarvereine. Anläßlich dieſer Zuſammenkunft fand am Abend in der Stadt⸗ halle eine große Saarkundgebung ſtatt. Laut⸗ ſprecher übertrugen die Reden auf die Straße, wo ſich eine nach Tauſeerden zählende Men⸗ ſchenmenge eingefunden hatte, die in der Halle keinen Platz finden konute. U. a. nahm an der Kundgebung Kommerzienrat Röchling teil. Der Saar⸗Bevollmächtigte der Reichsregierung, Vizekanzler von Papen, hielt eine Rede, in der er u. a. ſagte: Wir ſind der An⸗ ſicht, daß die Saarfrage keineswegs eine wirt⸗ ſchaftliche Frage iſt. Im Gegenteil: Das Saargebiet iſt für uns nur eine Frage des Deutſchtums. Schon aus dieſem Grunde kann die Reichsregierung nie⸗ mals von ſich aus einer Verſchiebung der Ab⸗ ſtimmung im Saargebiet zuſtimmen, ſondern muß den größten Wert darauf legen, zu bewei⸗ ſen, daß dieſe Weſtmark des Reiches in ihrem Volkstum 100 v. H. deutſch iſt und daß ſie heim will zum Mutterlande. Wenn ich vor wenigen Tagen in Berlin davon ſprach, daß die Saar⸗ frage auch eine europäiſche Frage iſt, ſo des⸗ halb, weil das Saargebiet grundſätzlich und endgültig das deutſch⸗franzöſiſche Verhältnis bereinigen wird. Für uns kommt keine andere Löſung an der Saar in Frage, als die vollſtän⸗ dige Rücggliederung des Saarlandes zum Reich. Eine Löſung auf der Grundlage des Status quo iſt keine Löſung, die den Frieden in ſich trägt oder den Frieden für die Zukunft verbürgt. Meine Aufgabe, die mir der Führer geſtellt hat, iſt, alle geiſtige und wirtſchaftliche Kraft, alle Kräfte der Nation konzentriſch in das Ziel der Rückgliederung des Saargebiets einzuordnen. Wir müſſen die Arme weit aufmachen, damit die Wirt⸗ ſchaft an der Saar nicht ein⸗ ſchrumpft, ſondern weiter gedeiht und ſo die Saar als Weſtmark ein unzerſtörbarer Stützpunkt des Deutſchen Reiches wird. Die Erzeu⸗ gung des Saarlandes, die bisher in andere Länder ausgeführt wurde, muß wieder auf dem deutſchen Binnenmarkt untergebracht werden. Die Frage des Güteraustauſches, der Führung der Ausfuhrſtraßen und der Tarifgeſtaltung ſtehen zur Behandlung. Sie eröffnen den deut⸗ ſchen Brüdern an der Saar die Mhglichkeit. deutſche Kohle und deutſches Eiſen aus dem Saargebiet unter gleichgünſtigen Verhältniſſen auf den Markt zu bringen wie die Ruhrkohle. Ein großes Arbeitsbeſchafſungsprogramm nicht allein für das Saargebiet, ſondern auch für die angrenzenden Gebiete iſt vorbereitet. Dami! Hand in Hand geht in dieſem Gebiete der Aus⸗ bau der Landwirtſchaft, mit einem Worte: die Reichsregierung iſt beſtrebt, die geſamte Saar ⸗ produktion im eigenen Raume unterzubringen. Endlich muß ich an die Pflicht erinnern, die uns allen obliegt: Das Mutterland kann un⸗ endlich viel für das Saargebiet tun, nicht nur indem es die Brüder an der Saar in ihrem Kampf für ihr Deutſchtum ermutigt, ſondern auch indem jeder Einzelne im Reich ſeine Pflicht erfüllt. Vizekanzler von Papen ſchloß mit dem drin⸗ genden Appell zur äußerſten Diſziplin und Treue, erinnerte an den greiſen Feldmarſchall von Hindenburg, der dem Vaterlande allezeit treu und opferbereit diente, und an den Füh⸗ rer, der mit unvergleichlichem Heroismus das deutſche Vaterland einer beſſeren Zukunft ent⸗ gegenführen wird. Steuergleichheit aller Volksgenoſſen feine Bevorzugung der großen Stkeuerzahler Berlin, 19. Febr. Der Reichsfinanzminiſter hat im Intereſſe einer Stärkung der Verant⸗ wortungsfreude der Finanzämter und Landes⸗ finanzämter deren Zuſtändigkeit zum Erlaß von Steuern und Strafen aus Billigkeitsgründen erweitert. Der Miniſter bemerkt dabei, daß der Begriff der„Billigkeit“ einen Ausnahmefall vorausſetze. Ein ſolcher Ausnahmefall ſei ins⸗ beſondere dann gegeben, wenn bei Gewerbe⸗ treibenden und Landwirten durch die Ableh⸗ nung des Erlaß⸗Antrages die Fortführung des Betriebes erheblich gefährdet würde, oder wenn bei allen Steuerpflichtigen durch die Ablehnung die Beſtreitung des notwendigſten Lebensunter⸗ haltes für vorübergehend oder dauernd gefähr⸗ det würde. Ein Erlaß, ſo betont der Miniſter, dürfe niemals zu einer offenſichtlichen Ungleich⸗ mäßigkeit in der Beſteuerung von Perſonen gleicher Einkommens⸗ oder Vermögensverhält⸗ niſſe oder von Gegenſtänden gleicher Art und gleichen Wertes führen. Jeder Beamte müſſe in Würdigung der heutigen Lage der Reichs⸗ finanzen mehr als je erwägen, ob er ſich im Einklang mit den allgemeinen Intereſſen des Volksganzen befindet, wenn er einem Antrag auf Erlaß ſtattgibt. In den meiſten Fällen werde es genügen, die Steuer zinslos zu ſtun⸗ den. Dabei ſei der Steuerpflichtige in aller Güte auf den Ernſt der Finanzlage des Reiches hinzuweiſen. Die Großzügigkeit, die den ganz großen Steuerpflichtigen gegen⸗ über früher oft geübt worden ſei, müſſe unterbleiben. Es würde mit dem Gedanken der Volksgemeinſchaft unverein⸗ bar ſein, wenn ganz kleinen Steuerpflichtigen grundſätzlich mitgeteilt würde, daß mit Rückſicht auf die Finanzlage des Reiches ein Erlaß nicht ausgeſprochen werden könne, und wenn ganz großen Steuerpflichtigen Rieſenſummen erlaſſen würden, ohne daß die Intereſſen der Volks⸗ ganzheit einen Erlaß in ſolchem Umfang tat⸗ ſächlich bedingen würden. Freie Bahn für die Schulreform Berlin, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Der„Ge⸗ meindetag“ nimmt in beachtenswerter Weiſe Stellung zu den künftigen Aufgaben auf dem Gebiete des Schulweſen. Die Begrenzung des Hochſchulzuganges werde ſtarke Rückwirkungen auf den Beſuch der höheren Schulen haben, und Unterhaltsträger würden ſich auf dieſe Veränderungen im Beſtande der Schulen einrichten müſſen. Die Zurückführung des Schulumfanges auf das natürliche Maß werde ſich verſtärken, wenn auch durch neue Ausleſebeſtimmungen die Zahl der Schüler der höheren Schulen eingeſchränkt wird. Tiefgrei⸗ fende Umſtellungen grundſätzlicher Art dürften ſich vor allem im geſamten Schulaufbau er⸗ geben, ſobald die autoritäre Entſcheidung des Reiches in der Schulreformfrage ergeht. Es hundle ſich hierbei um Entſcheidungen von größter Tragweite und Verantwortung, die grüm lichſter Vorbereitung bedürfen, und es leibe abzumarten, inwieweit ſie ſchon für das kommende Schuljahr in Wirkſamkeit geſetzt wer⸗ den. Im Rahmen der Schulreform werden, wie weite ausgeführt wird, zahlreiche wichtige Fragen ihr⸗ Löſung finden, die die Neugeſtal⸗ tung der Volksſchule, die künftige Stellung der Mittelſchrli als Vorbildungsſtätte für die prak⸗ tiſchen mittl;ren Berufe, die Vereinfachung und die Vereinheitlichung des inneren Aufbaues der höheren S. gule und der Ausbau des beruflichen Biidungsweſens durch Einführung der Berufs⸗ ſchulpflich t. Das Bildungsweſen wird im dritten Reich ein organiſches Ganzes werden. Das Geſetz über den Neuaufbau des Reiches hat jetzt den Weg auch in ſtaatsrechtlicher Hinſicht frei⸗ gemacht für eine zielſichere und erfolgverhei⸗ ßende Schulpolitik des neu geſchafſenen Ein⸗ heitsreiches. Der umſtändliche Weg der Län⸗ dervereinbarungen über kulturpolitiſche Fragen in überflüſſig geworden. Die Löſung dieſer großen bildungspolitiſchen Aufgaben verträgt natürlich keine Ueberſtürzung und kein Experi⸗ mentieren; ſie kann nur organiſch und Schritt für Schritt erfolgen. Zunächſt wird eine reichs⸗ einheitliche Neuordnung des ſtaatlichen und ge⸗ meindlichen Verwaltungsaufbaues die notwen⸗ digen Vorausſetzungen für die Neuordnung auf dee einzelnen Verwaltungsgebieten ſchaffen müſſen. Japans Pantherſprung ins Mittelmeer! Japaniſche Kreuzer manövrieren im Mittelmeer— Aufſehenerregende Demonſtrationen Amſterdam, 19. Febr.(Eig. Meldung.) In den Niederlanden erregt die von Tokio aus angekündigte Entſendung von zwei japaniſchen Kreuzern zu einer Uebungsreiſe ins Mittelmeer großes Aufſehen. Das japaniſche Geſchwader wird Stambul, Athen, Marſeille und Barce⸗ lona anlaufen. Auf der Rückreiſe wird der der Hauptſtadt Abeſſiniens, einen Beſuch abſtatten. Zum erſten Male in der Geſchichte werden alſo demnächſt japaniſche Kri'gsſchiffe in euro⸗ päiſchen Gewäſſern manövrieren.„Algemeen Handelsblad“ ſchreibt hierzu in einem viel⸗ beachteten Artikel, daß der Hauptanlaß des japaniſchen Flottenbeſuches in den Intereſſen zu ſuchen ſei, die ſich Japan in jüngſter Zeit in Abeſſinien geſichert habe. Bekanntlich hat die abeſſiniſche Regierung einem japaniſchen Syndikat vor kurzem Bodenkonzeſſionen für den Anbau für Baumwolle erteilt. Japan ſei zur Deckung ſeines Baumwollbedarfs auf die ausländiſchen Märkte angewieſen und be⸗ abſichtige anſcheinend, ſich durch die Anlage von Baumwollplantagen größten Umfanges Polizeigeneral, Miniſterialrat Daluege, der als Nachfolger des inzwiſchen in den Ruhe⸗ ſtand getretenen Polizeigenerals Geibel mit der Geſchäftsführung des Kuratoriums der Adolf⸗ Hitler⸗Spende betraut wurde. Das Kuratorium verteilt die monatlichen Gehaltsbezüge des Reichskanzlers in einmaligen Unterſtützungs⸗ beträgen an die Hinterbliebenen der für die nationale Erhebung gefallenen SA⸗ und Ss⸗ Männer, Polizeibeamten und Hilfspolizei⸗ beamten. in Abeſſinien unabhängig zu machen. Im Zu⸗ ſammenhang mit dem angekündigten Beſuch des japaniſchen Geſchwaderchefs in Adis Abeba verlaute, daß demnächſt die Vermäh⸗ lung eines abeſſiniſchen Prinzen mit einer japaniſchen Prinzeſſin kaiſerlichen Geblüts erfolgen werde.„Allgemeen Handelsblad“ unterſtreicht die Tatſache, das die japaniſche Politik in Abeſſinien, jenem für die britiſchen, franzöſiſchen und italieniſchen Intereſſen außerordentlich empfindlichen Teil Afrikas, einen überaus kühnen Wurf gewagt habe. Der angekündigte japaniſche Flottenbeſuch rufe die Warnung Muſſolinis vor der gelben Gefahr in Erinnerung. Die belbſichtigten japaniſchen Flottenmanöver im Mittelmeer bewieſen, daß Muſſolini ſeinen Ruf nicht grundlos an die Welt gerichtet habe. Muſſo⸗ linis Warnung ſteht im gewiſſen Zufammen⸗ hang mit dem Auftreten Japans in Abeſſi⸗ nien als gefährlicher Konkurrent der italieni⸗ ſchen Intereſſen. Aus dieſem Grunde müſſe Italien als große Mittelmeermacht, die die Hegemonie in Nordoſtafrika erſtrebe, die japaniſchen Flottenmanöver im Mittelmeer beſonders peinlich empfinden. Ohne Zweifel bedeute der japaniſche Flottenbeſuch, der un⸗ ter ſo aufſehenerregenden Umſtänden erfolge, eine unzweideutige Demonſtration, die man nur mit der Reiſe des deutſchen Kanonen⸗ bootes„Panther“ nach Agadir im Jahre 1911 vergleichen könne. In dieſem Zuſammen⸗ hang ſei es intereſſant, daß einer der beiden Kreuzer, die Japan nach dem Mittelmeer entſende, auch den Namen„Panther“ führe. Nachprüfung des Locarno⸗ verkrages? Eine Andeutung der„Tribuna“ Rom, 18. Febr. Zur Reiſe Edens meint der Direktor der„Tribuna“, Forges Davanzati, unter anderem: Wenn England ſeine einſtige Genfer Haltung ändere und ſich einem Vorſchlag zuwende, der zu verwirklichen ſei, ſo müſſe man ſich in Paris und Berlin gründlich damit beſchäftigen. Ein Scheitern könne womöglich bedeuten, daß England und Italien die volle rechtliche Frei⸗ heit erlangten, die von ihnen in Locarno ge⸗ gebenen Bürgſchaften nochmals zu überprüfen. Die Reiſe Edens ſtelle nach dem ergebnisloſen Zwiegeſpräch zwiſchen Paris und Berlin die Grundlage für die Ausſprache in der Form wie⸗ der her, wie ſie Muſſolini mit dem Viermächte⸗ vertrag gegeben habe. Tſchechoſlowakiſches Währungs⸗ geſetz endgültig angenommen Prag, 18. Febr. Nachdem vorgeſtern das Ab⸗ geordnetenhaus die Währungsvorlage ange⸗ nommen hatte, wurde ſie heute auch vom Senat erledigt. Das neue Geſetz tritt ſofort in Kraft. Gemeindewahlen in Bulgarien Sieg der Regierungsparteien Sofia, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Die Kommu⸗ nalwahlen in 2030 Landgemeinden ſpielten ſich am Sonntag in vollkommener Ruhe ab. Der Block der Regierungsparteien konnte 65 v. H. aller abgegebenen Stimmen auf ſich vereinigen. Bemerkenswert iſt der Rückgang der Kommuni⸗ ſten, die mit 7 v. H. gegenüber den Wahlen von 1931 eiwa die Hälfte ihrer Wähler eingebüßt haben. Kahrgang 4— Nr. 84— Sette 4 „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Montag, 19. Februar 1934 Alfred Roſenberg ſpricht zu Deulſchland und der Welt Berlin, 19. Febr. Der Beauftragte des Führers zur Ueberwachung der Schulung und Erziehung der geſamten nationalſozialiſtiſchen Bewegung, Reichsleiter Alfred Rofenberg, ſpricht in Gegenwart des Führers am 22. Fe⸗ bruar, abends 8 Uhr, vor geladenen Gäſten im Sitzungsſaal des Reichstags in der Krolloper. 5 Das Thema lautet: „Der Kampf um die Weltanſchauung.“ Der Vortrag wird vom Deutſchlandſender übertragen und dann weitergeleitet nach Süd⸗ und Nordamerika, Afrika und Aſien. Halbmaſt am heldengedenklag »Berlin, 19. Febr. Die Reichsregierung hat angeordnet, daß am Heldengedenktag, 25. Fe⸗ bruar, ſämtliche Dienſtgebäude des Reiches, der Länder und Gemeinden, ſowie die Gebäude der Körperſchaften des öffntlichen Rechts und der öffentlichen Schulen halbmaſt flaggen. Dieſe Anordnung wird hiermit den Behörden amtlich mit dem Hinzufügen bekannt gegeben. daß eine ſchriftliche Mitteilung der Anordnung an ſie nicht ergeht. Die Schmalzverwendung in der Margarineinduſtrie Berlin, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Bekanntlich beſteht für die Margarineinduſtrie die Ver⸗ pflichtung, zur Herſtellung von Margarine 10 v. H. neutrales Schweineſchmalz zu verwenden. Dieſe Vorſchrift läuft am 28. d. M. ab. Bisher iſt noch keine Entſcheidung darüber getroffen, wie die Verhältniſſe ſich nach dieſem Termin entwickeln werden. Es iſt aber damit zu rech⸗ nen, daß der Beimiſchungszwang nicht nur aufrecht erhalten, ſondern ſogar erweitert wer⸗ ben wird. Befreiung abgemeldeter krafkfahrzeug von der Wiederzulaſſungsgebühr bei Ver⸗ wendung im Dienſte der Winterhilfe Berlin, 19. Febr. Im Intereſſe einer ra⸗ ſchen und wirkungsvollen Durchführung des Winterhilfswerks hat der Reichsverkehrsmini⸗ ſter die Landesregierungen erſucht, ſofort im Verwaltungswege zu veranlaſſen, daß alle ge⸗ genwärtig nicht zugelaſſenen Laſt⸗ und Per⸗ ſonenkraftwagen ſowie Krafträder von den Ge⸗ bühren für die Wiederzulaſſung befreit werden, wenn ſie vorübergehend und ausſchließlich zur Beförderung von Spenden für die Winterhilfe bemitzt werden und dies von dem für den An⸗ tragſteller zuſtändigen Gauwalter der NS⸗ Volkswohlfahrt unter Beidrückung des Dienſt⸗ ſtömpels beſcheinigt wird. Eine Vereinbarüng zwiſchen Arbeitsfront und Reichsnährſtand Berlin, 19. Febr. Zwiſchen dem Führer der Deutſchen Arbeitsfront Dr. Robert Ley und dem Reichsbauernführer R. Walther Darré iſt folgende Vereinbarung getroffen worden: 1. Die Mitglieder des bisherigen deutſchen Landarbeiterverbandes ſowie des bisherigen Verbandes der land⸗ und forſtwirtſchaftlichen Angeſtellten ſind mit allen Rechten und Pflich⸗ ten Mitglieder des Reichsnährſtandes. 2. Der Reichsnährſtand iſt körperſchaftliches Mitglied der Deutſchen Arbeitsfront. Kennzeichnung der alten Kämpfer der SA Der Stabschef Röhm hat eine Verfügung er⸗ laſſen, wonach allen Säͤ⸗Führern und SaA⸗ Männern, die in der Zeit vom 1. Ina. 1923 bis 31. Dez. 1932 in die SA eingetreten ſind und außerdem mindeſtens ſeit dem 1. Jan. 1933 ununterbrochen in der SͤA ſtehen, am rechten Oberarm einen Winkel aus einer 1 Zentimeter breiten, mit rot durchwirkten Goldtreſſe tragen. Die Treſſe für SS⸗Führer und SS⸗Männer iſt in der gleichen Ausführung, jedoch Silber mit ſchwarz durchwebt. Der Winkel iſt am Braunhemd, Dienſtrock und Mantel zu tragen. Die Oeffnung des Winkels ſteht nach oben. Die Berechtigung zum Tragen des Winkels iſt von dem unmittelbar vorgeſetzten Führer im Mitgliedsbuch zu ver⸗ zeichnen. Die Treſſen ſind ab 20. Februar nur durch die Reichszeagmeiſterei und deren Verkaufs⸗ ſtellen zu beziehen. Hauptverſammlung des Vereins Deutſcher Zeitungsverleger Berlin, 19. Febr. Der Verein Deutſcher Zeitungsverleger(Herausgeber der deuiſchen Tageszeitungen) E. V. hielt am Sonntag im Gebäude des ehemaligen Preußiſchen Landtages in Berlin ſeine erſte Hauptwerſammlung nach dem Siege des Nationalſozialismus ab. Der Vorſitzende, Verlagsdirektor Edgar Brink⸗ mann⸗Hamburg, begrüßte bei der Eröffnung der ſtark beſuchten Verſammlung die Vertreter der Reichspreſſekammer, des Werberates der deutſchen Wirtſchaft und des Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe. Als ein Kennzeichen des Geiſtes der neuen Zeit bezeichnete er die Teil⸗ nahme des Führers der Schriftleiter an der Hauptverſammlung der Verleger. In ſeinem Jahresbericht würdigte das ge⸗ ſchäftsführende Vorſtandsmitglied des Vereins, Rechtsanwalt Rienhardt, die Arbeit, die nach dem Siege der nationalſozialiſtiſchen Re⸗ volution im Verein geleiſtet werden mußte, um die Organiſation der Zeitungsverleger den Auf⸗ gaben der Preſſe im neuen Staat anzupaſſen. Insbeſondere wurde auf das Reichskulturkam⸗ mergeſetz eingegangen, denzufolge der VDzV der Fachverband der deutſchen Zeitungsverleger geworden iſt. Ihm muß kraft Geſetzes jeder Zeitungsverleger und Zeitungsverlag ange⸗ hören. Hauptmann a. D. Weiß begrüßte die Verſammlung im Namen des von ihm geführ⸗ ten Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe. Die vertrauensvolle Zuſammenarbeit zwiſchen den Zeitungsverlegern und den Schriftleitern habe ſich ſeit dem 30. Januar in erſreulicher Weiſe entwickelt. Dieſe Zuſammenarbeit ſei eine Not⸗ twendigkeit für die Preſſe, die im nationalſozia⸗ liſtiſchen Staat nicht nur ein Erwerbsunterneh⸗ men, ſondern in erſter Linie Träger geiſtiger Aufgaben ſei. Schriftleiter und Verleger ſeien inihrer Arbeit verbunden durch die gemeinſame Freude und Liebe zum Beruf der Preſſe. Im Geiſte des Führers Adolf Hitler, der der Preſſe neue Aufgaben geſtellt hat, möge dieſe Zuſammenarbeit fort⸗ geſetzt werden. Die Grüße des Werberates der deutſchen Wirt⸗ ſchaft überbrachte deſſen Geſchäftoführer Erwin Finkenzeller. Erſſprach die Hoffnung aus, daß die enge Zuſammenarbeit des Vereins mit dem Werberat weiter wie bisher gute Früchte tragen werde. Auch vom Auslande werde heute die Tatſache anerkannt, daß es auf der ganzen Welt kein ſo geordnetes Preſſeweſen mit einem ſo vorbildlichen Anzeigenweſen gebe wie in Deutſchland. Für die Reichspreſſekammer übermittelte Prä⸗ ſident Amann der Haupwerſammlung ſeine beſten Wünſche in einem Schreiben, das der Geſchäftsführer der Reichspreſſezammer Dri. Richter verlas. Darin begrüßt der Präſident die Entwicklung, die die Preſſe im neuen Staate genommen habe. Wir alle, ſo ſagt der Präſident, haben unſer Sinnen und Trachten auf das eine Ziel abzuſtellen, unſerem deutſchen Vaterlande, dem nationalſozialiſtiſchen Staat und damit unſerem deutſchen Volke zu dienen. Dr. Richter erläuterte anſchlief,end kurz die organiſatoriſche Gliederung der Reichspreſſe⸗ kammer im Rahmen des ſtändiſchen Aufbaues. Darauf ergriff Rechtsanwalt Rienhardt das Wort zu grundſätzlichen Darlegungen, die zugleich eine Würdigung der neuen Satzung und ihrer Grundlagen enthielten. Die Organi⸗ ſation der Zeitungsverleger trägt künftig den Namen Reichsverband der Deutſchen Zeitungsverleger(Herausgeber der deutſchen Zeitungen) eingetragener Verein, Fachverband der Reichspreſſekammer. Der Vorſitzende des Arbeitgeberverbandes für das deutſche Zeitungsgewerbe, J. K. v. Zweck, erſtattete anſchließend den letzten Geſchäftsbe⸗ richt dieſes Verbandes, der mit der Ueberwin⸗ dung der Klaſſenunterſchiede zwiſchen Arbeit⸗ gebern und Arbeitnehmern ſeine Exiſtenzberech⸗ tigung verloren hat. Einſtimmig wurde die Auflöſung des Arbeitgeberverbandes be⸗ ſchloſſen. Darauf ſchloß der Vorſitzende, Verlagsdirek⸗ tor Brinkmann, die Hauptwerſammlung mit einem begeiſtert aufgenommenen Heil auf das deutſche Volk, den Reichspräſidenten 9. Hinden ⸗ burg und den Volkskanzler Adolf Hitler. Uebergroße Nachfrage nach Ehe⸗ ſtandsdarlehen Bereits 200 000 Eheſtandsdarlehen gemährt. Berlin, 19. Febr. Das Reichsfinanzmini⸗ ſterium teilt mit: Die Nachfrage nach Eheſtandsdarlehen über⸗ trifft alle Erwartungen. Es war beim Erlaß des Geſetzes über Förderung der Eheſchließun⸗ gen vom 1. Juni 1933 in Ausſicht genommen worden, ab 1. Auguſt 1933 monatlich rund 20 000 Eheſtandsdarlehen zu gewähren. Die Zahl der gewährten Eheſtandsdarlehen hat aber der ge⸗ waltigen Nachfrage gemäß in den erſten ſechs Monaten(Auguſt bis Januar) 183 000 erreicht. Der Monatsdurchſchnitt der bis jetzt gewährten Eheſtandsdarlehen beträgt demnach 30 500. In den erſten zehn Tagen des Februar ſind weitere rund 10 000 Eheſtandsdarlehen gewährt wor⸗ den. Die Summe der gewährten Eheſtands⸗ darlehen überſteigt bereits erheblich das bis⸗ herige Aufkommen an Eheſtandshilfe der Ledi⸗ gen. Dieſe Tatſache bedingt, in der Erteilung von Eheſtandsdarlehensbeſcheiden eine Unter⸗ brechung bis zum 31. März 1934 eintreten zu laſſen. Um jede unnütze Belaſtung der Verwal⸗ tung zu vermeiden, wird gebeten, jeden Verſuch auf vorzeitige Erlangung des Eheſtandsdar⸗ lehensbeſcheides zu unterlaſſen. In der Bearbeitung der Anträge auf Ge⸗ währung von Eheſtandsdarlehen tritt eine Stockung nicht ein. Mit der Erteilung von Be⸗ ſcheiden wird am 1. April 1934 wieder begon⸗ nen werden. Es iſt in Ausſicht genommen, in der Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1935 rund 250 000 Eheſtandsdarlehen zu gewähren. Wie der Arbeitgeber die Ehe⸗ ſchließungen fördern kann Steuerbefreiung der Beihilfen Berlin, 19. Febr.(HB⸗Funk.) Die För⸗ derung der Eheſchließungen durch die Gewäh⸗ rung von Eheſtandsdarlehen hat ſich, wie die Statiſtiken beweiſen, außerordentlich poſitiv ausgewirkt. Der Reichsfinanzminiſter betont nun in einem Runderlaß, daß es zahlreiche Un⸗ ternehmer gäbe, die die Maßnahme der Reichs⸗ regierung zur Förderung der Eheſchließungen da⸗ durch ergänzten, daß ſie ihrerſeits Arbeitneh⸗ merinnen anregen, zu heiraten, um aus dem Dienſt auszuſcheiden. Dieſe Unternehmer ge⸗ währten ihrerſeits Beihilfen unter der Bedin⸗ gung, daß die weibliche Arbeitskraft heiratet und ihre Arbeitsſtelle aufgibt. Der Mini⸗ ſter beſtimmt dann aus Billigkeits⸗ gründen, daß ſolche Heiratsbeihil⸗ fenfreiſeinſollen von Einkommen⸗ oder Lohnſteuer, Schenkungsſteuer und Abgabe zur Arbeitsloſenhilfe. Als Vorausſetzungen für die Befreiung gelten mehrere Bedingungen. So, daß die Heiratsbei⸗ hilfen früheſtens beim Ausſcheiden der Arbeit⸗ nehmerin aus dem Arbeitnehmerverhältnis ge⸗ zahlt werden, auch muß die bevorſtehende Ver⸗ heiratung nachgewieſen werden, und ſchließlich hat der Arbeitgeber, der ſteuerfreie Heiratsbei⸗ hilfen gewährt, dies dem Finanzamt mitzutei⸗ len. Die Steuerbefreiung fällt nachträglich weg, wenn die Ehe nicht innerhalb eines Monats nach dem Ausſcheiden aus dem Arbeitnehmer⸗ verhältnis geſchloſſen wird. Dann muß Steuer⸗ nachzahlung erfolgen. Ueber die mit der Neu⸗ regelung gemachten Erfahrungen erwartet der Reichsfinanzminiſter Bericht bis zum 1. Juni. ——————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————— Sũüdafrika in Gaͤrung pſon Hans Gurdis. Die füdafril imniſche Union, die belanntlich neben den Burenſtaaten und dem engliſchen Kapland auch die ehemalige deutſche Kolonie Südweſtafrika umfaßt, hat in der letzten Zeit „ziemlich ſcharfe Beſtimmungen gegen diejenigen deutſchen Farmer erlaſſen, die ſich als Natio⸗ nalſozialiſten bekannten. Es wäre falſch, anzu⸗ nehmen, die Union fühlte ſich in ihrem Beſitz⸗ ſtand durch die paar jungen deutſchen Koloni⸗ ſten bedroht, die gelegentlich ein braunes Hemd anlegten. Sie fühlt ſich bedroht durch national⸗ ſozialiſtiſche Ideen. Das allerdings, wie eine unvoreingenommene Prüfung der augenblick⸗ lichen politiſchen Lage in Südafrika ergibt, mit vollem Recht. Das ſüdafrikaniſche Dominion iſt Bauern⸗ land, wie der Name der Buren es ja auch be⸗ ſagt, oder vielmehr von Rechts wegen ſollte es als Bauernland r⸗giert werden. In Wirklichkeit aber herrſcht heute die internationale Oberſchicht der Goldbergwerksbeſitzer. Zwiſchen ihr und dem übrigen Land ſind die Gegenſätze ſo ſtark geworden, daß ſie zu einer Auseinanderſetzung drängen. Den ſüdafrilaniſchen Farmern, beſon⸗ ders ſoweit ſie Schafzucht betrieben, ging es gut in den Hochkonjunkturjahren für Wolle 1919—27. Damals nahmen ſie wie alle Bauern der Welt mehr Kapital auf, als ſie verzinſen und zurückzahlen konnten und ſind ſeitdem größtenteils in den Händen ihrer Gläubiger. Auch wer nicht Wolle erzeugte, ſondern ſich auf den Export ſonſtiger landwirtſchaftlicher Pro⸗ dukte legte, wer Fleiſch, Mais oder Molkerei⸗ erzeugniſſe herſtellte, iſt ſchlecht daran. Denn im Intereſſe der Hochfinanz hielt das Land am Goldſtandard feſt, als in Großbritannien das Pfund ſchon längſt den ſehr geſunden Ruck nach unten hinter ſich hatte. Südafrika, das vorwiegend an Schweſter⸗Dominions und Kolo⸗ nien im engliſchen Weltreich exportierte, war plötzlich zu teuer geworden und ſchied aus. Für die Landwirtſchaft kam die Senkung der Wäh⸗ rung im Jahre 1933 viel zu ſpät. Eine zweite Kataſtrophe für die ganze Union, beſonders aber für Deutſch⸗Süd⸗Weſt, war die furchtbare Dürre des letzten Jahres. Seit 1862 hat man eine ſolche Trockenheit nicht mehr erlebt. Man kann ſich ſchwer in Europa eine Vorſtellung da⸗ von machen, was das für einen ſüdafrikaniſchen Farmer bedeutet. Im Oranjefreiſtaat fielen im Jahre 1931 etwa 22 Intſches Regen durch⸗ ſchnittlich, 1932 17 Intſches. Das war ſchon ein ausgeſprochen ſchlechtes Jahr. 1933 waren es —10 Intſches. Unter ſolchen Witterungsver⸗ hältniſſen wird das Land praktiſch zur Wüſte, wo nicht ganz beſonders glücklich angelegte ar⸗ teſiſche Brunnen gebohrt ſind. Solche Brunnen⸗ bohrungen haben die deutſchen Farmer in Süd⸗ weſt immer verlangt, abec meiſtens ohne Er⸗ folg. Es iſt häufig in den ſchweren Jahren ſeit 1918 ausgeſprochen worden, daß die Regierung in Kapſtadt offenbar dem deutſchen Farmer⸗ element auf dieſe Weiſe das Leben wirtſchaft⸗ lich unmöglich machen wollte. Jedenfalls hat man beobachtet, daß engliſchen Neuſiedlern im Lande ihre Wünſche leichter erfüllt wurden. Die jetzige Trockenheit bedeutet für manche zäh mit dem eigenen Grund und Boden verwachſene deutſche Farmerſamilie einen materiellen Ver⸗ luſt, den ſie kaum mehr ausgleichen kann. Man ſagt, daß durchſchnittlich 16 Prozent des Rind⸗ viehs, 15 Prozent der Schafe und 15 Prozent der Pferde aus Waſſermangel und dem daraus folgenden Futtermangel verloroen gegangen ſeien. Natürlich wirken ſich dieſe Zuſtände im poli⸗ tiſchen Leben Südafrikas aus. Im Lande herrſchten bisher zwei Parteien, die Nationa⸗ liſtenpartei des Generals Herzog und die dem britiſchen Weltreich freundlichere afrikaniſche Partei. Sie bilden augenblicklich gemeinſam die Regierung. Dabei glauben wahrſcheinlich mit Recht die nationalen Südafrikaner allmählich zu kurz zu kommen. Von ihnen ſpaltete ſich eine Gruppe ab unter Dr. Malan, die der Regierung und perſönlich dem General Herzog ſcharfe Oppoſition macht. Sie wagt es, darouf hinzuweiſen, daß das Land unter dem Deck⸗ mantel einer nationalen überparteilichen Regie⸗ rung tatſächlich in den Händen des internatio⸗ malen Großkapitals ſei und dieſes die anti⸗ bäuerliche Politik und damit den wirtſchaft⸗ lichen Ruin des Landes verſchuldet hätte. Dr. Malan findet ſeine Anhänger in der Jugend des Landes und beſonders in jenen Kreiſen, die der„afrikaniſchen Kulturbewegung“ nahe⸗ ſtehen. Dieſe ſind die eigentlichen geiſtigen Er⸗ ben des freien Bauerntums. Sie wollen, wie der Name ſchon ſagt, die geiſtige Prägung des Landes nicht von angelſächſiſcher oder gar in⸗ ternationaler Mentalität beſtimmt wiſſen, ſon⸗ dern von einheimiſcher, holländiſcher, d. h. nie⸗ derdeutſcher Weſensart. Damit ſind die Verbin⸗ dungen mit dem deutſchen Farmertum in Süd⸗ weſtafrika gegeben, damit iſt aber auch ſchon geſagt, inwiefern nationalſozialiſtiſche Gedan⸗ kengänge den Machthabern in Kapſtadt uner⸗ wünſcht ſind. Auf die afrikaniſche Bewegung wirken ohnehin die Gedankengänge der flämi⸗ ſchen oder holländiſchen Dinaſos zurück(Diet⸗ ſche, nationalſozialiſtiſche Bewegung, von der in der deutſchen Preſſe ja häufig die Rede iſt). Auf zwei verſchiedenen Kanälen kommt alſo modernes, dem internationalen Kapitalismus feindliches Gedankengut ins Land. Die auf ein autoritäres Regime abzielende, eine Fuſion der herrſchenden Parteien ver⸗ langende Bewegung des ehemaligen Juſtiz⸗ miniſters Tillman Roos darf mit den eben ge⸗ nannten modernen Richtungen nicht ohne wei⸗ teres zuſammen genannt werden. Sie ſteht mög⸗ licherweiſe dem Goldbergwerkskapital ſehr nahe. Geld genug zur Finanzierung einer ſolchen Be⸗ wegung iſt nach der enormen Hauſſe für Gold⸗ aktien an der Londoner Börſe jedenfalls vor⸗ handen. Es wirkt auffallend, daß Tillman Roos die ohnehin geringfügige Steuer, die die Re⸗ gierung auf dieſe Spekulationsgewinne gelegt hat, und deren Ertrag der Farmerhilfe zugute ſollte, als„wirtſchaftsfeindlich“ ab⸗ lehnt. Die Zukunft Südoſtafrikas liegt nicht in der zahlenmäßig ſtärkſten Bevölkerungsgruppe,— das wären ja Neger und Inder— ſondern bei den energiſchſten und raſſiſch hochwertigſten Menſchen. Man kann annehmen, daß die ideen⸗ mäßige und organiſatoriſche Verbindung zwi⸗ ſchen den afrikaniſchen Nationalſozialiſten und den holländiſchen und deutſchen Farmern wei⸗ tere Fortſchritte macht. 8 fellt Hausangesfellfe ein! Auch das beseifigi Arbeifslosigkeit! 1 3 Folg uhr i lkoho Großki haltent ſowie Kopfve beſchäd Vom der Sce Nacht e wagen einem Unru roben agen Acht Dien, bruar, der Ne 4 ſtatt. D⸗ lehrt, d gemacht den Fe Teller 1 Zur Anläß Mai 19. Volksbi zur Auf F⸗Moll⸗ praktiſch der: Ge Ender finden j 8. März, 26. Apri Mollrea von der für alle 30 Pfs. 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Das Kraftrad wurde ſtark beſchädigt. Vom Auto angefahren. Beim Ueberqueren der Schloßgartenſtraße wurde in vergangener Nacht ein Fußgänger von einem Feri wagen angefahren. Er erlitt Verletzungen an einem Knie und an der Stirne. Unruhige Nächte. Wegen Ruheſtörung bzw. groben Unfugs gelangten in den beiden letzten Tagen elf Perſonen zur Anzeige. Achkung! Hausfrauen, und die es werden wollen! Dienstag, den 20., und Mittwoch, den 21. Fe⸗ bruar, jeweils nachmittags 5 Uhr, finden in der NS⸗Küche, R 5,—9: Fiſch· Roch Vorführungen ſtatt. Die Zubereitung aller Fiſcharten wird ge⸗ lehrt, dazu die Bereitung der bekannten haus⸗ gemachten italieniſchen Salate für die kommen⸗ den Feſttage, Konfirmation und Kommunion. Teller und Löffel mitbringen. Freier Eintritt. NS⸗Frauenſchaft Jur Mannheimer Brucknerwoche Anläßlich der Mannheimer Brucknerwoche im Mai 1934 veranſtaltet die Deutſche Schule für Volksbildung ſechs Einführungsabende in die zur Aufführung gelangenden Symphonien und F⸗Moll⸗Meſſe Anton Bruckners, verbunden mit praktiſcher Darbietung am Flügel. Einführen⸗ der: Georg Enders. Am Flügel: Georg Enders und Hermann Pfautz. Die Abende finden jeweils Donnerstag, am 22. Februar, 8. März, 15. März, 22. März, 19. April und am 26. April, abends 8 Uhr, im Muſikſaal der Mollrealſchule ſtatt.(Eingang durch das Hoftor von der Richard⸗Wagner⸗Straße aus). Karten für alle ſechs Abende.— RM. Einzelkarten 30 Pfg. an der Abendkaſſe. —— Silberhochzeit. Das Feſt der ſilbernen Hoch⸗ zeit feiert morgen, 20. Februar, das Ehepaar Jakob Mörgenthaler, Ehefrau geb. Gre⸗ gan, M 7, 22. 70 Jahre alt. Frau Karoline Schmitz, M1, 10, kann heute in voller Rüſtigkeit ihren 70. Ge⸗ burtstag feiern. Die Sammelbüchſen für den Winterpfennig die in den Berliner Geſchäften aufgeſtellt ſind, werden täglich abgeholt, zur Stadtbank ge⸗ bracht und dort geleert. Hier ſieht man, wie die leeren Sammelbüchſen wieder zur Ver⸗ teilung aus der Stadtbank herausgebracht werden Aus dem Mannheimer Gerichtsſaal Die billigen Nähmaſchinen. Der verheiratete Linoleumleger Georg G. aus Schönau laufte durch Vermittlung ſeines Freundes, Martin Kl. aus Mannheim, der ſich als Vertreter ausgab, im Oktober v. J. von der Phönix⸗Geſellſchaft Ludwigshafen(unter Eigentumsvorbehalt) eine verſenkbare Näh⸗ maſchine zu einem Preis von 2855 Mark, Aai⸗ zahlung wurde nicht geleiſtet. Schon einige Tage ſpäter, G. will mit der Höhe der Raten nicht einverſtanden geweſen ſein, ſollte die Ma⸗ ſchine wieder aus dem Haus. Man kam auf den Gedanken, ſie gemeinſchaftlich zu verkaufen. Ein Metzger, den Kl. ſchwer angelogen hatte, laufte die Maſchine für bare 60 Mark und 16 Mark in Lebensmitteln. G. bekam die Lebens⸗ mittel und 20 Mark, das übrige behielt Kl. für ſich. Kl. war weiter bekannt, daß bei einer Frau eine Phönix⸗Nähmaſchine ſteht, die bereits vor einem Jahre geliefert, und an de- weder eine Kamptbund für Deutſche Rultur e. V. Feierabend- Geſtaltung Sinn der Feierabendgeſtaltung innerhalb des nationalſozialiſtiſchen Staates kann es nicht ſein, einzelne Menſchen einzelnen beſonders hohen Leiſtungen auf künſtleriſchem oder beleh⸗ rendem Gebiet gegenüberzuſtellen; vielmehr wird es darauf ankommen, daß der Einzelne den Feierabend in der Gemeinſchaft ſeiner Volksgenoſſen verbringt, und zwar in einer Weiſe, die ihn an dem Dargebotenen ſolchen Anteil nehmen läßt, daß er nicht nur„Publi⸗ kum“ bleibt, ſondern ſelbſt aktiv wird. Wie überall in der politiſchen und kulturellen Arbeit wird es darauf ankommen, daß die Py⸗ ramide der Voltsgemeinſchaft nicht auf der Spitze, ſondern auf der Breitſeite als ſolider Unterbau ruht. Von dieſem fundamentalen Grundſatz gehen die folgenden Gedanken über Sinn und Inhalt einer planvollen Feierabend⸗ geſtaltung aus. A. Sinn der Feierabendgeſtaltung. Dieſer Sinn liegt in erſter Linie darin, Freude zu bereiten. Nach der Arbeit des Tages ſollen Geiſt und Körper des arbeitenden Menſchen aufgelockert und aus der ihn beherr⸗ ſchenden Gedankenwelt des Berufes herausge⸗ ührt werden. Er ſoll nicht„zerſtreut“ und ticht„unterhalten“ werden. Den Inhalt der Feierabende wird man alſo ſo zu wählen haben, daß ſie Freude bereiten und zugleich er⸗ heben und bereichern. Weſentliche Vorausſetzung hierfür iſt die Mitwirkung jedes Einzelnen. Die wahre Freude wird er erſt empſinden, wenn er in der Gemeinſchaft als Spieler, Sänger oder Sprecher tätig iſt, oder doch zu dem Dargebote⸗ nen ſo ſtarke Beziehungen hat, daß er zugleich mit den übrigen Anweſenden ohne weiteres er⸗ faßt wird. Dies leitet über zu der Forderung nach Ent⸗ wicklung einer neuen Geſelligkeit. Wir müſſen lernen, nicht nur zuſammen zu mar⸗ ſchieren und zu kämpfen, ſondern auch zuſam⸗ men fröhlich zu ſein. Wenn wir im großen Kreiſe lernen, während der Feierabendſtunden nicht nur auf die Bühne oder Leinwand oder ins Bierglas zu ſchauen, ſondern auch den Nachbarn zu ſehen und ſeine Nähe zu empfin⸗ den, dann wird auch in kleineren Kreiſen eine echtere Geſelligkeit lebendig werden. Zum Sinn der Feierabendgeſtaltung gehört ſchließlich auch die Belehrung. Belehrung kann hier aber nur den Sinn haben, einerſeits etwa die Volks⸗ und Hausmuſik neu zu be⸗ HB-Klischee Anzahlung noch eine Rate bezahlt geweſen iſt. Die Frau hätte die Maſchine ganz gern wieder zurückgegeben. G. tritt als Käufer auf und mit einer geſfälſchten Beſcheinigung wird gemein⸗ ſchaftlich die Maſchine aus der Wohnung ge⸗ holt, bei einer Wirtin untergeſtellt, von dort ließ ſie die Firma abholen. Beide ſind mehrfach vorbeſtraft und der Staatsanwalt ſtellt ihnen für das nächſte Mal Sicherungsverwahrung in Ausſicht. Das Ge⸗ richt ging über den Antrag des Staatsanwal⸗ tes hinaus(10 Monate für Kl. und 6 Monate für.) und verurteilte Kl. zu einem Jahr Gefängnis, G. zu acht Monaten wegen gemein⸗ ſchaftlichen Betruges und gemeinſchaftlicher Unterſchlagung. Schon wieder eine Entmannung. Der Iſolierer Albert Fr. K. aus Ludwigs⸗ hafen ſitzt ſchon wieder auf der Anklagebant deiu maurh, Martanle. Abendausgabe— Montag, 19. Fedruar 1580 3 4 4 15 4. 1 wegen Erregung öffentlichen Aergerniſſes, nachdem er wegen desſelben Delikts ſchon einige Male vorbeſtraft iſt. Die Gegend des Fröbelſchen Kindergartens iſt ein bevorzugtes Gebiet für derartige Verbrecher, und auch der Angeklagte wurde dort von einem Schloßgar⸗ tectaufſeher am 20. Dezember vorigen Jahres bei ſeinen Schamloſigkeiten beobachtet. Nach Anſicht des mediziniſchen Sachverſtändigen, Medizinalrat Dr. Götzmann, liegt eine Wil⸗ lensſchwäche vor, deren Heilung ſehr zweifel⸗ haft ſcheint, er wird ſich immer wieder ver⸗ gehen. Das Gericht ſprach eine Strafe von acht Monaten Gefängnis aus und ordnete außer⸗ dem Entmannugg an. Pſychopath kommt in Sicherungsverwahrung. Geiſtige Minderwertigkeit galt bis jetzt als Milderungsgrund und Verbrecher kamen mit Rüchſicht auf ihren Geiſteszuſtand ſtets ganz gut weg. Heute iſt das anders geworden. Ob⸗ wohl der Verteidiger annimmt, daß doch noch mit Arbeitsdienſt odexr ähnlichem etwas erreicht werden könnte, ſpricht das Gericht gegen den vielfach vorbeſtraften Buchhalter W. aus Fürth, der zurzeit eine Haft verbüßt, urd anfangs April auf freien Fuß geſetzt werden ſollte, na träglich die Sicherungsverwahrung aus.— Rückfälliger Betrüger. 3 Der Händler Willi Hans H. aus Stralſund holte im Auftrag des Reichsverbandes ambu⸗ lanter Gewerbetreibender im Auguſt vergange⸗ nen Jahres einen tödlich verunglückten Be⸗ rufskollegen von Mosbach nach Mannheim. Die ſeinerzeit vom Mosbacher Kranlenhaus über erhaltene Verpflegungskoſten von 4 Mk. ausgeſtellte Quittung wurd⸗ von dem Ange⸗ klagten dem Verband zur Rückvergütung vor⸗ gelegt, doch lautete der Endbetrag auf 24 Mk. Die Zeugen belaſten durchweg den Angetlag⸗ ten, der ſich bis zum Schluß mit Leugnen her⸗ aushelfen will. Das Gericht erkannte auf eine Strafe von ſechs Monaten Gefängnis wegen Betrugs im Rückfall und erſchwerter Urkun⸗ denfälſchung. Stimmen zum deulſchen Schickſal Deutſchland gab ſeine Sueven der Schweiz und dem Schwedenreiche, gab Spanien ſeine Goten, der Combardei ſeine Cango⸗ barden, England ſeine Angelſachſen, Frankreich ſeine Franken. Es hat den Dölkern Europas Uamen und Derjüngung gegeben. bolk und Fprache, dieſes be⸗ fruchtende Element, iſt überall eingeſtrömt und eingedrungen. Der franzöſiſche Hiſtoriter Michelet(1798—1878) leben, andererſeits durch literariſche oder mu⸗ ſikaliſche Vorbereitung auf beſſeres Verſtändnis beſonders großer künſtleriſcher Ereieniſſe hin⸗ zuwirken. Inhalt der Feierabendgeſtaltung. Der Inhalt der Feierabende iſt zu betrachten nach den Themen und nach ihrer Nnordnung. Themen: Muſir wird zu jedem Feierabend gehören. In der Regel ſolche Muſik, die die Feiern⸗ Photo: Tillmann-Matter, P 7. A. Voiſin, Küßwetter, Bodmer in„Abu Haſſan“ Leeeereriee den ſelbſt machen können, alſo beſonders Sin⸗ gen und daneben leichte Inſtrumentalmuſik, Vorleſen als das Mittel, ein Ereignis oder einen Gedanken in der Gemeinſchaft zu erleben, wird auf den Feierabenden ſtets eine gewiſſe Rolle ſpieln. Das Laienſpiel in allen ſeinen Formen, als Sprechchor, Scharade, Sketſch oder Lolal⸗ humoreste, die ein Ereignis der engſten Hei⸗ mat zum Gegenſtand hat, wird die Teilnehmer ſelbſt in Bewegung bringen. Spiele und Tänze werden zunlchſt in der Form des Aufzuges aller Teilnehmer auf⸗ treten und erſt allmählich, wenn die Teilneh⸗ mer gelernt haben, ſich locker und ſelbſtver⸗ ſtändlich zu bewegen, weiter gebildet werden. Anordnung: In der Regel wird ein Feier⸗ abend alle dieſe Dinge, Muſik, Leſen Spiel und Bewegung enthalten und unter ein be⸗ ſtimmtes, ernſtes oder heiteres Thema geſtellt werden(z. B. Faſtnacht, Soldatentum, der Bauer, Sommer u..). Hie und da wird man aber auch einen Abend ganz einer ein igen Be⸗ tätigung widmen können, etwa der Muſir oder Bewegung oder dem Vorleſen eines beſtimm⸗ ten Dichters. Dies ſind einige Gedanken, die dem Lehr⸗ gang für Feierabend⸗ und Feſtgeſtaltung zu Grunde gelegt ſind. Der Lehrgang wird vom Kampfbund für deutſche Kultur, Ortsgruppe Mannheim, abgehalten. Genaueres iſt auf der Geſchäftsſtelle des Kampfbundes für deutſche Kultur, Hanſa⸗Haus D 1, 7/8 zu erfahren. * 1 Am Dienstag, 20. Februar, ſpricht abends 8 Uhr, in der„Harmonie“ Herr tert, Dekan der philoſophiſchen Fakultät Heidel⸗ berg, über„Das germaniſche Erbe im deutſchen Geiſt.. Karten zu dieſzm Vortrag ſind auf der Völkiſchen Buchhandlung, der Deutſchen Bühne, bei den Parteiorganiſationen und auf der Ge⸗ ſchäftsſtelle des Kampfbundes für deutſche Kul⸗ tur, Hanſa⸗Haus D 1, 7/8, zu haben. —— 7 Nationaltheater.„Das grüne Revier“, eine Komödie von Friedrich Kalbfuß, gelangt am Mittwoch zur alleinigen Uraufführung im Nationaltheater. Ein Stäck vom deutſchen Wald, von Heimat, Wanderſchaft und Liebe. Die volks⸗ balladenhafte Stimmung wird durch die Muſit von Erxwin Dreſſel unterſtrichen. Die Regie führt Hans Carl Müller. bellschalii Zufriedene Vollsgenossen ———◻⏑— —————— —————— — ———————————— 49+ Höhe vor 20 Mark je Tag und Perſon mit ——————————————————————————————————————————————————————— Jahrgang 4— Nr. 84— Seite 6 „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Montag, 19. Februar 1934 Nachruf einem zu früh verſtorbenen Kämpfer HB-Klischee Am 15. Februar ds. Is. wurde in Berols⸗ haim bei Oſterburken Truppführer Kilian Jochim beerdigt. Ein Trupp ſeines Sturmes, zwei und ein SA⸗Sturm der Standarte 112 gaben ihm das Ehrengeleit und bekundeten dem verſtorbenen Kameraden am Grabe ihre Treue durch drei Ehrenſalven. Ver⸗ treter der SA und der PoO legten an ſeinem Grabe Kränze nieder. Der Verſtorbene gehörte ſeit Frühjahr 1931 der SͤA der NSDaAqp Sturm 12˙171 an, bis er, ſeiner beruflichen Neigung als Elektromechaniker ſolgend, zum Nachrichten⸗ trupp übertrat. Vorbirdlich als ſchlichter Soldat Adorf Hitlers war er bis zu ſeinem Tode ein Kamerad, dem Treue und Pflichterfüllung als das Höchſte galten. —————— Erleichterungen für ausländiſche Beſucher Kaiſerslautern. Das Reichsbank⸗Di⸗ rektorium hat auf Grund der Fühlungnahme ſeitens des Bayeriſchen Staatsminiſteriums für Wirtſchaft, Abteilung Handel, Induſtrie und Gewerbe, angeordnet, daß in Kaiſerslau⸗ tern und Zweibrücken Auszahlungen gegen Reiſeſchecks Uuſw. am 5. Tage des Aufenthaltes jedes ausländiſchen Reiſenden erfolgen dürfen. Won dieſem Tage ab können Zahlungen in Rückwirkung vem erſten Tage des Aufenthalts ab vorgenommen werden. Frofeſſor Dr. Eugen Fiſcher und die Mannheĩmer Orksgruype der „Badiſchen Heimat“ Profeſſor Dr. Fiſcher, der heute abend im Harmonieſaale über„Erblehre und Bevöl⸗ kerungspolitik im neuen Staate“ ſpricht, iſt kein Unbekannter in Mannheim. Als einſtiger Vorſitzender des Landesvereins„Badiſche Heimat“ half er in Verbindung mit ſeinem freuen Mitarbeiter Hermann Eris Buſſe vor nunmehr 10 Jahren die hieſige Ortsgruppe ründen. Er weilte von Freiburg aus wie⸗ erholt hier und hielt verſchiedene aus ſeinem Forſchungsgebiel. Fiſcher liebt alles Bodenſtändige; als Raſſe⸗ und Erb⸗ forſcher kennt er die Bedeutung von Boden und Heimat für Raſſe und Volkstum.„Der Heimat und dem Volk, wo es wirklich als Aahen geſund auf Boden ſiedelt, ver⸗ anken wir faſt alles, was gut iſt und was 4 iſt und was Zukunft und Aufſtieg ewährleiſtet“, ſchreibt er zum 25jährigen Be⸗ tehen des Landesvereins in dieſem Jahre. So iſt es kein Zufall, daß Fiſcher zur„Ba⸗ diſchen Heimat“ kam, lebhafteſten Anteil an allen ihren Beſtrebungen nahm und auch den Weg zur Pfalz und zur einſtigen Hauptſtadt der Pfalz fand. Die Ortsgruppe Mannheim entwickelte ſich raſch und gut, und ſo konnte bereits im Jahre 1927 die Hauptverſammlung des Landesvereins hier ſtattfinden. Ihr ging die fränkiſch⸗pfälziſche Woche voraus, von der Landesleitung des Vereins angeregt als Ge⸗ genſtück zu den alemanniſchen Wochen. Sie gab in Vorträgen und Führungen ein abge⸗ rundetes Bild von der Weſensart fränkiſch⸗ pfälziſchen Volkstums, ſeiner Geſchichte, ſeiner Kunſt und Kultur. Fiſcher leitete die ganze Tagung und hielt auch auf der Hauptver⸗ ſammlung einen Vortrag über„Familien⸗ forſchung“. Er pries in ſeiner Rede mit treff⸗ lichen Worten Mannheim⸗Pfälzer Volkstum, Geiſt und Landſchaft. Die Tagung war glän⸗ zend vorbereitet und durchgeführt und bildete einen Höhepunkt im kulturellen Leben Mann⸗ heims. Damals wurde auch der kernige Ans⸗ pruch geprägt vom„großen Mann mit dem leinen Hut“ und vom„kleinen Mann mit dem großen Hut“. Damit waren die beiden unzertrennlichen Führer des Landesvereins, Aebr und Buſſe, gemeint, und es iſt dieſer usſpruch eine humorvolle Anſpielung auf äußere Eigenheiten der beiden. Buſſe trägt „B. heute noch ſeinen großen„Hansjakob⸗ hut“ Viele, die Fiſcher damals gerne um ſich Aus dem Mannheimer Vereinsleben Hauptverſammlung des Eiſenbahn⸗ vereins Mannheim Am Samstagabend fand im„Braunen Haus“ auf dem Lindenhof die Hauptverſammlung des Eifenbahnvereins Mannheim für das Jahr 1933 ſtatt. Auf der Tagesordnung waren drei Punkte vorgeſehen, die zur Beſprechung kamen: 1. Tätigkeitsbericht des Vereinsführers, 2. Ge⸗ ſchäfts⸗ und Kaſſenbericht, 3. Neuwahl des Ver⸗ einsführers. Im Namen des Eiſenbahnvereins begrüßte Po. Oexle die Vereinsmitglieder und die ge⸗ ladenen Gäſte und erteilte Pg. Zuber das Wort. Pg. Zuber mahnte zur Einigkeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß jeder zur Bil⸗ dung der Vollsgemeinſchaft beitragen möge. Im weiteren Verlauf des Abends ſprachen noch die Parteigenoſſen Oexle, Schuchmann, Meergraf, Ruch, Frey und Adelmann, und die Redner ernteten für ihre Ausführungen immer reichen Beifall von den Zuhörern. Unter an⸗ derem wurde auch auf die Schulungs⸗ und Sportabende hingewieſen, welche neuerdings eingerichtet worden ſind. Der Vereinsführer Oexle wurde einſtimmig wiedergewählt. Durch die ordentliche Geſchäftsführung des Kaſſiers und Geſchäftsführers behielten auch ſie ihr Amt. Den Kaſſenbericht gay Pa. Schecher be⸗ kannt, und da ein Ueberſchuß erzielt wurde, ließ man dem Winterhilfswerk einen größeren Betrag zukommen. Anläßlich dieſer Jahresverſammlung veran⸗ ſtaltete der Eiſenbahnverein Mannheim am Sonntagvormittag eine Sondervorſtellung im Ufa⸗Palaſt Univerſum, in der wirklich Sehens⸗ wertes und Lehrreiches geboten wurde. Der erſte Teil des Programms wurde ausgefüllt mit einem Orgelvortrag des Herrn Schlageter (Univerſum), einem Polka, getanzt von einem Kinderballett, zwei Cbören der Sängerabtei⸗ lung, unter Führung des Thormeiſters. Engel⸗ mann. Anſchließend richtete Reichsbahnoberrat May, Karlsruhe, einige Worte an die An⸗ weſenden und wünſchte dem Eiſenbahnverein, mit geſchloſſener Kraft ſein Ziel zu erreichen, das in der Hauptſache darin beſteht, arme Eiſenbahner in jeder Weiſe zu unterſtützen. Ich bitte Sie, führte der Redner aus, dem Manne zu gedenken, der das deutſche Volk zu einer Ge⸗ meinſchaft wahren Volkstums führte. Nach dem geſungenen Horſt⸗Weſſel⸗ und Deutſchland⸗ Lied ging man in den zweiten Abſchnitt des Programms über. Zwei Filme, aus zwei ver⸗ ſchiedenen Welten waren„Ein Fels im deut⸗ ſchen Meer“(Helgoland) und„Ein deutſcher Eiſenbahner auf dem Himalaja“. Beide Filme zeigten reizende und wunderbare Naturauf⸗ nahmen. Die Ufa⸗Wochenſchau und ein Strei⸗ fen des Eiſenbahnvereins Berlin bei einer Weihnachtsfeier hielt die Zuſchauer unentwegt im Banne. Ueber zweieinhalb Stunden lauſch⸗ ten die Beſucher aufmerkſam den Darbietungen und verließen zufrieden das Theater. J. D. Herrenabend der Mannheimer Groß⸗Geſangvereine Liederhalle, Liederkafel und Sänger kranz Den Beſtrebungen der drei Vereinsführer obengenannter Vereine iſt es gelungen, eine Sängergemeinſchaft unter den Mannheimer Ge⸗ ſangvereinen zuſtande zu bringen. Dieſer Herrenabend, der im Saale der„Lie⸗ dertafel“ ſtattfand, ſollte der erſte Markſtein zu dieſer Sänger⸗Volksgemeinſchaft ſein, und war auch ein voller Erfolg, denn ungefähr 600 Männer, die das deutſche Lied pflegen, waren gekommen, um dieſen gemeinſamen Abend zu verbringen und dadurch zu beweiſen, daß ſie gewillt ſind, die Beſtrebungen ihrer Führer zu unterſtützen, und ſich zu wahrer Volksgemein⸗ ſchaft zuſammenzuſchließen. Der offizielle Teil des Abends begann mit dem Einzug der nenabteilungen der drei Vereine Liedertafel, Liederhalle und Sänger⸗ kranz. Darauf erfolgte die Anſprache des Füh⸗ rers der Liedertafel, Herrn Fauth, der nach ſah, 5i5 nicht mehr am Leben, darunter auch der Führer der Ortsgruppe, Studienrat Rot⸗ hermel. Trotz Arbeitsüberlaſtung als Erb⸗ forſcher und Rektor der Berliner Univerſität, vergaß Fiſcher das„Ländle“ und die„Ba⸗ diſche Heimat“ nicht. Als Ehrenvorſitzender nimmt er lebhaften Anteil an den Geſchicken Es iſt dankbar zu begrüßen, des Vereins. den Begrüßungsworten auf die näheren Ziele des Zuſammenſchluſſes einging und hervorhob, daß im Mai d. J. hier in Mannheim, und auch im Saargebiet Gemeinſchaftskonzerte veranſtal⸗ tet werden ſollen, die der Außenwelt Kenntnis geben von der engen Verbundenheit der Mann⸗ heimer Geſangvereine, und auch den Brüdern an der Saar will man die Volksgemeinſchaft im Reich zeigen. Auch die darauf Anſprachen der Führer der Liederhalle und des Sängerkranzes unterſtrichen nochmals die Worte des erſten Redners und bekräftigten die jetzt beſtehende Zuſammengehörigkeit mit dem Austauſch der verſchiedenen Vereins⸗Ehrennadeln an die drei Führer. ß Das + der Liedertafel ſorgte ikvorträge Unterhaltung, durch einige Muf ür wie auch die Herren +* Wolf, Heil, daß er ſich dem Unterrichtsminiſterium und dem Landesverein zu Vorträgen aus ſeinem ſo wichtigen Forſchungsgebiet, der Raſſe⸗ und Erblehre, zur Verfügung geſtellt hat. Mann⸗ heim und die Mannheimer Heimatfreunde bieten ihm einen herzlichen Willkomm. rof. Dr. F. Leupold, Führer der Ortsgruppe. HB-Klischee Zur Aufführung im Nationaltheater:„Die Wandlung“ aus Scheherazade Frank und Götz durch Geſangs⸗ und humo⸗ kiſtiſche Vortrüge zum Gelingen des Abends weſentlich beitrugen. Auch die Chöre der drei Weeine ſowie das Liederhallen⸗Quartett gaben Chorgeſänge zum beſten, die vollen Beifall der Anweſenden auslöſten. Ein wohlgelungener Abend, der viel zur gegenſeitigen Freundſchaft des Mannheimer Sängerlebens beitrug. ädcchen-Sgangenschue Lackleder und Boxcalf Hauptpreislagen: 4˙* 5* 6˙* 2 can fni à Ge. H1. 8— Wie wird das Wetter? Sonntag, J8. febroa/ 79356& Un. — 5 ndg 5 Scll 1 5 f3%3 N S2 s0ch. —— 3— S 5——— Gvomemos O nener. O haw dedeext ꝙ woſrig O dedeckt o ſege Schnee a WMaupein hebel KCewitt Gvinastime. O ʒe leichte/ 051 nasʒiger 500Sοest 5tormtzcher Norqwes Die biene ſiegen mu gem UVmnde. hie dergen mationen stenenden Z2a len geden gie Temperatur an. bie Limen verdingen Orie mit-gleiche euf Necresnweau umgerechneten Luftdruck 2² Bericht der öffentlichen Wetterdienſtſtelle Frankfurt. Die Großwetterlage hat ſich wenig geändert, doch hat die Wirbeltätigkeit ſich über ordeuropa verſtärkt. Dementſprechend hat der Einfluß des Tiefausläufers auf unſer Wetter etwas zugenommen, doch iſt auch jetzt ſtärkere Niederſchlagstätigkeit bei uns nicht zu erwarten. Die Ausſichten für Dienstag: Veränderliche Bewölkung mit einzelnen, meiſt kurzen Nieder⸗ ſchlägen(im Gebirge vielfach Schnee), bei leb⸗ haften weſtlichen bis nordweſtlichen Winden etwas kälter. und für Mittwoch: Veränderliches und leicht unbeſtändiges Wetter, nachts vielfach leichter Froſt. Rheinwasserstand 17. 2. 34 19. 2. 34 Waldshut„— Rheinfelden. 165 160 Breisachhg 43 45 Kehl. 178 178 Maxau„„„„„ O O O O 331 326 Mannheimm 184 184 Caubn„„ 110 109 Köln e ο οοοοοDο 90 92 Neckarwasserstand 17. 2. 34 J 19. 2. 34 Jagstield O% D 0% 56—.— Heilbronn„ 115— plochingen 14— Diedesheim„ οο O ο Mannheim 180 180 Gehf Arbeit? Helft mit! Millionen Vollsgenossen suchen Arbeif und Brof! Ba AIt fol S. Urb. 1 2 — E — C232=.22 2 — 52 —1 SEe unte: 1934 nach erleie mäßi ſchaft S — 2 erſtvech Haush den, 1 haltsje ſpre kung gleichz zur F von Jahr ſehr re Dauer —•—8 ichen Kleinn nd humo⸗ Abends der drei ett gaben„ eifall der viel zur nnheimer uhe 4 4 7 kt. o Rege le. 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Inſtandſetzungen und Ergänzungen an Ge⸗ bäuden werden auch nach dem 31. März 1934 noch vorgenommen werden; denn erſtens kann unter beſtimmten Vorausſetzungen die Friſt für die Beendigung der Arbeiten bis zum 30. Juni 1934 verlängert werden, und zweitens beſteht nach wie vor der§ 1 des Geſetzes über Steuer⸗ erleichterungen vom 15. Juli 1933, wonach Er⸗ mäßigung der Einkommenſteuer oder Körper⸗ ſchaftsſteuer um 10 vom Hundert der Auſwen⸗ dungen für Inſtandſetzungen und Ergänzungen an Gebäuden oder Gebäudeteilen, die einem ge⸗ werblichen Betrieb des Steuerpflichtigen die⸗ nen, unter beſtimmten Vorausſetzungen gewährt wird. Außerdem werden das Baugewerbe und die damit verbundenen Nebengewerbe dadurch in Schwung gehalten werden, daß viele Kleinwohnungen und Eigenheime gebaut werden. Der Förderung ſolcher Bauten dient das Geſetz über Steuerbefreiung für neu⸗ errichtete Kleinwohnungen und Eigenheime vom 21. September 1933. Die Nachfrage nach Kleinwohnungen wird in Auswirkung des Ge⸗ ſetzes zur Förderung der Eheſchließungen im⸗ mer größer werden. 2. Autobahnen und andere Kraftfahrſtraßen. Dafür werden im zweiten Hitlerjahr wahr⸗ ſcheinlich mehr ausgegeben werden als im erſten Hitlerjahr etiwa 500 Millionen RM. 3. Inſtandſetzungen und Ergänzungen an Gebäuden und Gebäudeteilen, die einem gewerblichen Betrieb dienen. Solche ſind auch im Jahr 1934 noch ſteuer⸗ begünſtigt durch 68 1 des Geſetzes über Steuer⸗ erleichterungen vom 15. Juli 1933, der ſich auf alle Inſtandſetzungen und Ergänzungen er⸗ die vor dem 1. Januar 1935 beendet werden. 4. Erſatzbeſchaffungen von Gegenſtänden des gewerblichen oder landwirtſchaftlichen Anlagekapitals. Steuerfreiheit für Erſatzbeſchaffungen wird bem Geſetz vom 1. Zunl 1933 gemäß für alle Gegenſtände gewährt, die nach dem 30. Juni 1933 und vor dem 1. Januar 1935 angeſchafft oder hergeſtellt werden. Es ſteht außer Frage, daß von dieſer Möglichkeit im Jahr 1934 in weſentlich größerem Ausmaß Gebrauch gemacht werden wird als im Jahr 1933, weil die wirt⸗ ſchaftliche und finanzielle Bewegungsmöglichkeit der Unternehmungen und die Ausſichten auf Beſſerung des Auftragseingangs im Jahr 1934 im allgemeinen größer ſein werden als im Jahr 1933. 5. Bau von Kleinwohnungen und Eigen⸗ heimen. Die e für neuerrichtete Klein⸗ wohnungen und Eigenheime, die dem Geſetz vom 21. September 1933 gemäß gewährt wird, erſtreckt ſich auf Kleinwohnungen, die in den Haushaltsjahren 1934 und 1935 errichtet wer⸗ den, und auf Eigenheime, die in den Haus⸗ haltsjahren 1934 bis 1938 errichtet werden. Es ſprechen alle Anzeichen dafür, daß in Auswir⸗ kung dieſer Steuerbefreiungsvorſchriften und gleichzeitig in Auswirkung der Maßnahmen zur Förderung der Eheſchließungen der Bau von Kleinwohnungen und Eigenheimen im Jahr 1934 und in den folgenden Jahren ein ſehr reger werden wird. Dadurch wird auf die Dauer Arbeit geſchaffen: erſtens auf den Bau⸗ —•—8 und dann durch die laufend erforder⸗ ichen Inſtandſetzungen und Ergänzungen der Kleinwohnungen und Eigenheime. 6. Ausbauten, Herrichtungen und Beſchaf⸗ fungen zu Zwecken des zivilen Luftſchutzes und Anſchaffungen zu Zwecken des zivilen Sanitätsdienſtes in Induſtrie⸗ und Werks⸗ betrieben. Aufwendungen für alle dieſe Dinge können bei der Ermittlung des Einkommens aus Ge⸗ werbebetrieb, aus Land⸗ und Forſtwirtſchaft und aus Vermietung und Verpachtung von un⸗ beweglichem Vermögen für Zwecke der Einkom⸗ menſteuer und Körperſchaftsſteuer im Steuer⸗ abſchnitt der Ausgabe voll abgeſetzt werden, die einen auf Grund des Runderlaſſes des Reichs⸗ miniſters der Finanzen, betreffend Auſwendun⸗ gen zu Zwecken des zivilen Luftſchutzes vom 10. Oktober 1933, die anderen auf Grund des Erlaſſes, betreffend Aufwendungen zu Zwecken des zivilen Sanitätsdienſtes, vom 27. Januar 1934. In keinem der beiden Runderlaſſe iſt eine Friſtbegrenzung enthalten. Die Inan⸗ ſpruchnahme dieſer beiden Runderlaſſe Ledeutet Teilnahme am Kampf um die Verminderung der Arbeitsloſigkeit. Sie wird belohnt durch Freiſtellung eines entſprechenden Einkommens⸗ teils von der Einkommenſteuer oder Körper⸗ ſchaftsſteuer. 7. Vermehrung der Zahl der Hausgehilfinnen und dadurch Entlaſtung des Arbeitsmarktes der weiblichen Arbeitskräfte. Dieſe Vermehrung der Zahl der Hausgehilfinnen iſt die zwangs⸗ läufige Folge des Geſetzes zur Ueberführung weiblicher Arbeitskräfte in die Hauswirtſchaft vom 1. Juni 1933, wonach für die Einſtellung von Hausgehilfinnen eine Erhöhung der Fa⸗ milienermäßigung bei der Berechnung der Ein⸗ kommenſteuer gewährt wird. 8. Zunahme der Eheſchließungen und dadurch bedeutende Entlaſtung des Ar⸗ beitsmarktes, unmittelbar durch Freiwerden von Arbeitsplätzen der künftigen Ehefrauen und mittelbar durch Erhöhung des Beſchäfti⸗ gungsgrads in der Möbel⸗, usgeräte⸗ und dergleichen Induſtrie. Dieſe Entwicklung ergibt ſich zwangsläufig aus dem Geſetz zur För⸗ derung der Eheſchließungen vom 1. Juni 1933 und aus dem Runderlaß des Reichsminiſters der Finanzen, betreffend Steuerfreiheit für Heiratsbeihilfen, vom 13. Februar 1934. Beide ſind unbefriſtet. Die Entlaſtung des Arbeits⸗ marktes, die ſich aus der Förderung der Ehe⸗ ſchließungen ergibt, wird im zweiten Hitler⸗ jahr mindeſtens 300 000 betragen. — —— —4 —————..——— —— 9. Verbeſſerung der finanziellen Lage der Unternehmer um etwa 150 Millionen Reichs⸗ mark aus Steuergutſcheinen Dieſe Verbeſſerung erzibt ſich daraus, daß ab 1. April 1934 das Reich bei der Entgegen⸗ nahme von Steuerzahlungen rund 300 Millio⸗ nen Reichsmark in Steuergutſcheinen in Zah⸗ lung nehmen muß. Von diefen 300 Millionen Reichsmark werden noch mindeſtens 150 Mil⸗ lionen Reichsmark im Beſitz der Steuerzahler ſein. Für dieſe bedeutet die Bezahlung von Steuern durch Steuergutſcheine ſtatt in barem Geld eine Erhöhung ihrer finanziellen Beweg⸗ lichkeit. Sie gewinnen 150 Millionen Reichs⸗ mark, die ſie für Inſtandſetzungen, Ergänzungen, Erſatzbeſchaffungen, Lagerauffüllung oder der⸗ gleichen verwenden und auf dieſe Weiſe in den Kampf um die Verminderung der Arbeitsloſig⸗ keit einſetzen können. 10. Senkung der Abgabe zur Arbeitsloſenhilfe Die Abgabe zur Arbeitsloſenhilfe erbringt im laufenden Rechnungsjahr 1934 rund 550 Mil⸗ lionen Reichsmark. Es wird erwogen, dieſe Abgabe im Laufe des Jahres 1934 weſentlich zu ſenken. Das Ausmaß der Senkung wird ſich nach der Größe des Rückgangs der Arbeits⸗ loſenziffer im Laufe des Jahres 1934 beſtim⸗ men. Es ſteht zu erwarten, daß die Arbeits⸗ loſenziffer weiter ſtark ſinken wird. Durch die Senkung der Abgabe zur Arbeitsloſenhilfe wird die Kaufkraft der Maſſen gehoben und damit der Verbrauch der Maſſen belebt werden.— Die Friſt für die freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Ar⸗ beit läuft am 31. März 1934 ab. Die Spende iſt infolgedeſſen nur noch ien März 1934 zu leiſten. Die Spende hat rund 120 Millionen Reichsmark erbracht. Dieſe Summe iſt beſtimmt geweſen und beſtimmt, im gegenwärtigen Win⸗ ter in den Kampf um die Verminderung der Arbeitsloſigkeit eingeſetzt zu werden. Die Spende hat ihren Zweck erreicht, denn auch auf den Einſatz dieſer Mittel iſt die günſtige Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar und im Februar 1934 zurückzuführen. Ein großer Teil der Spendenmittel wird ſich erſt in den kommenden Wochen voll auswirken. Ab 1. April 1934 werden den Spendern die Teile ihres Einkommens, mit denen ſie ſich bisher an der Arbeitsſpende beteiligt hatten, für Zwecke 1 perſönlichen Verbrauchs zur Verfügung tehen. Turm und Antenne des Großſenders Mühlacker Mühlacker. Wer den 190 Meter hohen Rieſenturm des Großſenders Mühlacker nach ſeiner jetzigen Vollendung betrachtet, der ent⸗ deckt als ſeltſame Neuheit um deſſen Spitze einen Kranz, der das Ganze gewiſſermaßen krönt. Der geheimnisvolle Kranz ſiellt ein Acht⸗ eck mit zehn Meter Durchmeſſer dar. Er iſt aus Kupferrohr von 19 Zentimeter Stärke. Der Ring wird von einem ſogenannten Bock ge⸗ tagen, der auf großen Iſolatoren ſteht und durch dieſe die Verbindung mit der Turmſpitze herſtellt. Acht Kupferſeite verbinden die Ecken des Ringes mit der Spitze des pyramidenförmi⸗ gen Bockes und tragen ſo die rund 12 Zentner ſchwere Laſt des Ringes. Um den Ring vom Aufzug zu befreien, mußte ein Arbeiter, der jüngſte und kühnſte der Truppe, auf einem Brett etwa vier Meter vom äußeren Turmrand entfernt arbeiten. Genau 190 Meter über dem Erdboden ſtand er auf dem ſchmalen Brett, wie frei in der Luft ſchwebend. Wozu dient nun dieſer geheimnisvolle Kupfer⸗ ring? Er hat die wichtige Aufgabe, auf eine Entfernung bis zu 130 Kilometer einen ſchwund⸗ freien Empfang des Mühlacker Senders zu ge⸗ währleiſten. Bei anderen Sendern, deren An⸗ tennentürme nicht mit dieſem Ring verſehen ſind, iſt dieſe Zone auf höchſtens 80 Kilometer im Umkreis begrenzt. Mühlacker wird nach Be⸗ rechnungen in einem Gebiet ſchwundfrei zu hö⸗ ven ſein, das im Umkreis 130 Kilometer beträgt. Dieſe Kreislinie geht ungefähr durch die Ge⸗ gend von Nürnberg, beinahe genau durch Frank⸗ furt a.., durch Mainz und im Süden bis in die Gegend von Schafſhauſen und dem Feld⸗ berggebiet, ſie reicht bis faſt nach Saarbrücken und in Oberſchwaben bis nach Ravensburg. Die Verminderung des Nahſchwunds wird dadurch angeſtrebt, daß man die Steilſtrahlung der Antenne unterdrückt. Dies iſt die Aufgabe des gewaltigen Kupferrohrringes. Der Mühl⸗ acker Senderturm iſt ein techniſches Kunſtwerk für ſich. Er iſt bekanntlich mit ſeinen 190 Meter Höhe der höchſte freiſtehende Holzturm der Welt. Seither hat man es nicht gewagt, ſolch hohe Türme freiſtehend zu bauen. Mit Seilen abge⸗ ſpannte Türme können wohl noch eine größere Höhe erreichen. So ſoll ſchon vor dem Kriege in Italien ein 218 Meter hoher Turin gebaut worden ſein, der jedoch abgeſpannt iſt. Die Abmeſſungen des Turmes ſind natürlich ſorg⸗ fältig und mit genügender Sicherheit berechnet, ſo daß man annehmen darf, daß dieſer Holz⸗ turm ſelbſt den ſtärkſten Stürmen ſtandhalten wird. Der Turm war während des Baues mit 3 abgeſpannt, die jedoch alle entfernt ſind. Neben dem Turmrieſen ſteht noch einer der alten 100 Meter hohen Funktürme. Im Laufe des Frühjahres oder Sommers wird der alte Turm wohl abgetragen werden. Den neueſten Mitteilungen zufolge kommt er nach Koblenz und wird für den dortigen Sender wieder auf⸗ gebaut. . 2. Das Badiſche Staatstheater ſpielt vor der Betriebsgemeinſchaft Daimler⸗Benz.⸗G. aggenau Europas größte Laſtkraftwag⸗nfabrik, die Daimler⸗Benzwerke Gaggenau, hatte am letzten Samstag und Sonntag einen großen Tag, einen Tag, wie er in ganz Deutſchland einzig daſteht, ſeit die Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ ge⸗ gründet worden iſt: In zwei Feſtvorſtellungen ſpielte das Badiſche Staatstheater vor der ge⸗ ſamten, 2600 Mann ſtarken Belegſchaft Lortzings unſterbliche Oper„Der Waffen⸗ ſchmied“. Zweimal, am Samstagabend und am Sonntagnachmittag, war der weite Raum der Gaggenauer Turnhalle bis auf das letzte Plätzchen von den Männern des Dieſelmotors gefüllt. Sonſt ſtehen ſie hinter den raſſelnden Werkbänken, hinter den ſurrenden Motoren; heute waren ſie erſchienen, um eine andere, lieb⸗ lichere Muſik zu hören! Ein eigenartiger Kon⸗ traſt:„Der Waffenſchmied“, die das altdeutſche Handwerk verherrlichende Volksoper, vor den Arbeitern unſerer Zeit, vor den Männern der Maſchine und des laufenden Bandes! Und doch beide über die Zeiten hinweg einig im Lob der Arbeit:„Hammerſchlag, Ambosklang, unſer Lied und Geſang!“ Und ein weiteres Merkmal dieſer beglückenden Veranſtaltung, ein Symbol der neuen Zeit: Führung und Gefolgſchaft eines der größten Induſtriewerke des badiſchen Landes, in ihrer Mitte der Bezirksführer der Deutſchen Arbeitsfront Südweſt, Fritz Plattner, einig mit den Künſtlern des Badiſchen Staats⸗ theaters in dem Willen, Kraft zu gewinnen durch Freude, Kraft durch Dienſt an der deut⸗ ſchen Kunſt! Welch ein Wandel der Zeit, wenn wir zurückdenken noch an die Tage vor Jahres⸗ friſt. Aber dieſer Wandel iſt ein innerer— die jubelnde Begeiſterung über dieſe Feierſtunde iſt der Beweis dafür. Und wohl keiner unter den 2600 Männern der Arbeit, bei dem ſich nicht in die Freude zugleich das Gefühl des Dankes gemiſcht hätte gegenüber dem Manne, der un⸗ ermüdlich kämpfte und kämpft für ſeine deut⸗ ſchen Arbeiter: Adolf Hitler! Und als dann f en Schluß der Waffenſchmied in dem köſt⸗ ichen Liede„Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar“ den Wunſch ſang:„Wenn's wie⸗ der ſo würde, wie einſtens es war.., wenn Rechtlichkeit käme als Waffenſchmied und ſchlüg auf dem Amboß, von Glut umſprüht, an Schwert, nur dem Guten geweiht— das war eine köſtliche Zeit“, da ſprach aus dem tauſend⸗ fältigen Jubel die begeiſterte Gewißheit: Der Waffenſchmied iſt da, er ſchmiedet das Schwert und führt uns, und es iſt jetzt ſchon eine köſtliche Zeit, in der wir leben! Dieſer Stimmung gab dann auch Bezirksführer Fritz Plattner Ausdruck in ſeiner Schluß⸗ anſprache, nachdem zu Beginn der Führer des Werkes, Direktor Frh. von Jungenfeld, die Belegſchaft zum Dank gegen den Führer Adolf Hitler aufgerufen hatte dafür, daß es durch ſeinen Kampf erſt ermöglicht wurde, derartige Feiern der Kameradſchaft zu veranſtalten. Calz Der 24. und 25. Februar in der Pfalz „Neuſtadt a. d. Hot. Am 24. and 25. Febr. findet bekanntlich in allen Gauen Deutſchlands die Vereidigung der Amtswalter der NSDAP ſtatt. In der Pfalz verbindet man damit ebenſo wie in anderen Gauen eine Parteigründungs⸗ feier, verbunden mit einer Ehrung der alten Kämpfer. Dieſe findet am nächſten Samstag, 24. Februar, abends in der Landauer Feſthalle ſtatt. Die Vereidigung ſelbſt wird am Sonn⸗ tag, 25. Februar, in Frankenthal vorgenommen. Die Dummen werden nicht alle! Lingenfeld. Bös hereingefallen iſt ein hieſiger Landwirt, der ſich von einer Zigeunerin, die mit Spitzen hauſierte, die Zukunft voraus⸗ ſagen ließ. Er gab der Zigeunerin 15 Mark, die dann aus der Hand deutete und ſchließlich erklärte, in neun Tagen wieder kommen zu wol⸗ len. Als ſich die Frau nach dieſer Zeit nicht ſehen ließ, erſtattete der Geprellte Anzeige. Der Gendarmerie Germersheim gelang es darauf⸗ hin, die Schwindlerin ausfindig zu machen. Sturz vom Wagen Rheinzabern. Der ledige Maurer Otto Oeßwein ſtürzte im elterlichen Anweſen rück⸗ lings von einem mit Stroh beladenen Wagen und ſchlug mit dem Hinterkopf auf die vor⸗ ſtehende Langwitte des Wagens auf. Mit einer ſchweren Gehirnerſchütterung wurde der junge Mann vom Platze getragen. Deutschlands älteste Spezlalzigarette im Rlesenformat ist Jahrgang 4— Nr. 85— Seite 8 „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Montag, 19. Februar 1934 Wir kommen mit dem Seewetterbericht „Achtung, Achtuyg, hier ſind der Deutſch⸗ landſender und der Deutſche Kurzwellenſender! Wir kommen mit dem Seewetterbericht. Borkum meldet Windſtärke 10, Sturm bei noch auffriſchenden Winden aus weſt⸗ſüdweſtlicher Richtung. Zweite Sturmwarnung. Emden..“ „Ach, Herbert, ſtell' doch ſolange einen ande⸗ ren Sender ein! Dieſe langweiligen Wetter⸗ berichte, die intereſſieren doch keinen Menſchen. Wir wollen doch tanzen und luſtig ſein!“ Die iunge elegante Frau, die ſo ſprach, legte ſich läſſig im Seſſel zurück und führte ihr Glas an die Lippen, während die Herren ihr lebhaft beipflichteten. Herbert, der getreue Ehemann aber drehte an den Knöpfen ſeines neuen Appa⸗ rates, bis Rauſchen und Pfeifen in die Klänge eines ſchmiegſamen Wiener Walzers über⸗ gingen. „Dem Himmel ſei Dank!“ rief die junge Frau mit dankbarem Blick und erhob ſich, um den Gäſten das Zeichen zur Fortſetzung des Tanzes zu geben. Die Paare drehten ſich im Kreiſe. Vergeſſen waren für ſie die Nöte und Gefahren auf den Wogen der Meere... „Du, Jan?“—„Was denn“—„Wie ſpät mag's denn ſein?“—„Keine Ahnung, Boots⸗ mann, aber ſo gegen elf Uhr iſt es beſtimmt!“ „Alſo ſchwimmen wir in dieſem elenden Kahn ſeit ſechs Stunden!“ Der andere nickte nur, während der ſeine von Salzwaſſer und Müdigkeit geröteten Augen aufs neue in die dunkle Nacht bohrte. Aber zu ſehen war außer dem tiefſchwarzen Himmel, an dem die Wol⸗ ken geiſterhaft wie die Reiter der Apokalypſe dahinſtürmten. Nur ſekundenlang tauchte der Mond hinter den geballten Maſſen hervor, doch elbſt dieſer Schein half den beiden nicht, denn ie Armbanduhr, die Jan um ſein Handgelenk trug, war auf fünf Uhr ſtehen geblieben, als ſie die erſte Bekanntſchaft mit der Nordſee ge⸗ macht hatte. Die beiden jungen Seeleute ge⸗ örten zu der Beſatzung des kleinen Bremer ampfers„Holger“, der am Vortage mit Decks⸗ ladung von Antwerpen aus in See gegangen war. Kurs Heimat. Aber das altersſchwache Schiff hatte den nachts aufkommenden Sturm nicht überſtanden. Zuerſt war es tapfer gegen die hohen Wellen angedampft und hatte auch die freie See gewonnen, nachdem man tags⸗ über in Sicht der Küſte gefahren war, aber bald hatte es dem Ruder kaum mehr gehorcht. Und das war der Anfang vom Ende geweſen! Eine beſonders mächtige See hatte das Schiff quer geworfen, die Decksladung ins Rutſchen ebracht und die Schraubenwelle gebrochen. Has aber Zani daß der„Holger“ hilflos dem „Blanken Hans“ preisgegeben war. Noch hatte man den Kampf wider die Na⸗ wrgewalten nicht aufgegeben, denn Kapitän und Mannſchaft waren aus frieſiſchem Holz geſchnitzt. Mit mächtigen Stricken angeſeilt, hatte die Deckswache angefangen, die Ladung über Bord zu werfen, um wenigſtens das Schlimmſte— das Kentern— zu verhüten. Während dieſes ſchwierigen Manövers verſuch⸗ ten Kapitän und Steuermann immer wieder, durch den Druck des Ruders das Schiff gegen die Wellen herumzuwerfen, aber ohne Maſchi⸗ nenkraft war ihr Beginnen vergebens. Hilfe herbeizurufen ſchien unmöglich, denn der leine, nur für die Küſtenfahrt eingerichtete Dampfer hatte keine Funkentelegraphie an Bord; und Leuchtraketen abzuſchießen war Staatsgeheimni⸗ in Mannheim und Sansſouci Novelle Schiff aufhielt. den De. Skiæze von Frederik Cund ſinnlos, da ſich in der Nähe kaum ein anderes Der Kapitän biß ſich auf die Lippen. Jetzt rächte ſich die verfluchte Spar⸗ ſamkeit, die ihn ohne Funkanlage auf Fahrt gehen hieß, ſonſt hätte man auch am Vortage die Sturmwarnungen der Seewarte rechtzeitig aufgefangen und einen der kleinen holländi⸗ ſchen Hafen anlaufen können. Nun war es zu ſpät! Das ſah der erfahrene Seemann ein; und als ſchließlich die Kräfte ſeiner beſten Leute im Kampf mit den Elementen erlahm⸗ ten, wußte er, was kommen würde.„Jungs, es hat keinen Zweck!“ rief er gegen den Sturm an und ließ von Mann zu Mann durchſagen: Boote klar!“ Kaum hatte er den Ent⸗ ſchluß gefaßt und den Befehl ausgegeben, da ſchien es, als habe die unbarmherzige See verſtanden, daß man an Deck die Waffen ſtreckte. Ziſchend und brauſend ſtürzten neue, immer höhere Wogen heran und wirbelten das Schiff herum. Schließlich gehorchte das Steuer überhaupt nicht, und langſam trieb es in Richtung der Küſte zurück. Jetzt gab der Kapitän den Befehl, Raketen abzuſchießen. Eine nach der anderen erhob ſich ziſchend, zum grauen Himmel, zerplatzte, rie⸗ ſelte in buntem Farbenſpiel herab. Aber nichts ließ darauf ſchließen, daß man irgendwo das Signal geſehen hätte. Allmählich drang auch durch die Luken und ſchlecht ſchließenden Bullaugen Waſſer ins Schiff, das ſich immer mehr zur Seite neigte, und dann war der Augenblick da, daß der Kapitän befahl, in die Boote zu gehen. Der Bootsmann und der Vollmatroſe Jan Sievers machten gemäß der Schiffsordnung das Dingi klar, um den Kapi⸗ tän und den Erſten Steuermann an Bord zu nehmen. Aber kaum hatten die beiden das leichte Beiboot flott gemacht, als die dünnen Taue riſſen, die es mit dem Schiff verbanden und die nächſte Welle den Kahn davonhob. Fünf Uhr nachmittags war es, als ſie die Maſtſpitzen des„Holger“ zuletzt über der Kimme eines Wellenberges auftauchen ſahen; nie wieder hat ein Menſch etwas von dem Schiff und der anderen Beſatzung gehört.. Und jetzt, gegen elf Uhr nachts bohrten ſich die Blicke der beiden in die Ferne. Plötzlich ſchrie Jan laut auf:„Bootsmann, ein grünes Licht dort voraus!“— und wenig ſpäter:„Jetzt rot und weiß. Man hält auf uns zu!“ Auch der Bootsmann hatte die Lichter geſichtet, und die Männer brüllten aus Leibeskräften gegen den toſenden Sturm an. Von Bord des Hapagdampfers hatten ſcharfe Augen das Boot längſt erkannt. Wenige Minuten ſpäter war der mächtige Ozeanrieſe, der ſelbſt bei dieſer Windſtärke nur wenig ſchlingerte, heran⸗ edampft, dann ſtoppten die Maſchinen, und ilfreiche Hände warfen Stricke über Bord. Man zog die Ueberlebenden des„Holger“ Pflichf während das kleine Boot, das ſeine Eflicht erfüllt hatte, krachend gegen die hohe Wand des Dampfers ſchlug und zerſchellte. Der Der Angſttraum eines Jenſteryutzers Eine perſpektiviſch intereſſante Aufnahme des RAC⸗wWolkenkratzers in der Neuyorker Innenſtadt. Das Gebäude iſt das größte Geſchäfts⸗ haus der Welt. Es hat 30 000 Fenſter! Gane Bie hm 1. Fortſetzung Gartzen ſchüttelte unwillig den Kopf. Auf welchen Gedanken ertappte er ſich, Gedanken, die doch nur durch ein paar Eiſenſtäbe vor dem Fenſter hervorgerufen waren, die dem Brauch der Zeit entſprachen und beſtimmt nur nach außen ſchützen, aber nicht abſperren ſollten. Weiter in den Schnee hinausblickend zwang ſich der Freiherr zur Heiterkeit, und was er draußen ſah, machte es ihm leicht. Der Hof war zum Teil als Garten eingerichtet. In der Mitte ſchimmerte die Eisfläche eines großen ovalen Waſſerbeckens, in dem eine Springbrunnen⸗ gruppe einen Delphin zeigte, auf deſſen Rücken ein amorähnlicher geflügelter Knabe ritt, der dem darob entrüſteten Meertier das Maul zu⸗ hielt. Allerdings gelang ihm das nicht ganz, ſo daß der Fiſch, wenigſtens bei wärmerem Wet⸗ ter, dem jungen Reiter einen dünnen Waſſer⸗ ſtrahl ins Geſicht puſtete. Die Spuren dieſer Tätigteit, die ſich wohl infolge eines Verſehens bis in die Zeit des Froſtes fortgeſetzt hatte, ſah man noch daran, daß dem Delphin aus dem Maul ein ſpitzer Eiszapfen ſchräg in die Feuilleton⸗Roman: Staatsgeheimnis in Mann Luft ragte, ſo daß er ausſah wie ein Narwal. Amor aber hingen von ſeinem zarten Kinn lau⸗ ter kurze Eisſtäbchen herunter und machten zu⸗ ſammen mit der Schneemütze auf ſeinem Kopf aus dem kleinen Sohn der Venus ein bärtiges Wichtelmännchen des deutſchen Märchens, wunderlich nur und zugleich bedauernswert, gil. es dem kalten. Wette eine Kleidse zu Hauſe gelaſſen hatte und offenſichtlich furcht⸗ bar fror. Das drollige Bild ſtimmte Gartzen fröh⸗ lich und, da er ein junger Mann war, konnte es nicht ausbleiben, daß beim Anblick des klei⸗ nen Liebesgottes ſeine Gedanken bald wieder zu dem ſchönen Mädchen übergingen, deſſen Hilferuf ihn in dieſes Haus geführt hatte. Daß ſie die Tochter oder eine nahe Ver⸗ wandte des Eigentümers war, konnte nicht be⸗ zweifelt werden. Ihre Kleidung, ihre Haltung und Sprechweiſe bezeugten, daß ſie Dame war und in dieſem Hauſe Anordnungen treffen konnte. Eine gewiſſe Aehnlichkeit ihres Geſichts mit einigen der Schönheiten im Reifrock auf den Bildern an der Wand war ihm ſchon vor⸗ her aufgefallen. Aber worin mochte ihre Not beſtehen? Handelte es ſich um die Erkrankung eines Familienangehörigen, wofür die tiefe Stille ſprach, die im Hauſe herrſchte? Denn wie ihm auf der Treppe keine Dienerſchaft be⸗ gegnet war, ſo hörte man jetzt auch keinen der Laute, die ſelbſt bei gut erzogenem Perſonal unvermeidlich ſind, kein unterdrücktes Fluchen des Kutſchers, kein raſch abbrechendes Singen der Köchin, kein Kichern der Zofe und kein vornehm warnendes Räuſpern des Kammer⸗ dieners, Aber auf die von Gartzen ausgeſpro⸗ chene Vermutung eines Krankheitsfalles war die junge Dame nicht eingegangen, ſodaß auch dieſe Annahme nicht viel für ſich hatte. Zu an⸗ deren hatte er noch weniger Anhaltspunkte, ſo AAB 7 7 Ras Grüh ſtrengung aufgab und ſich mit der erfreulichen Ausſicht begnügte, einem liebenswürdigen Mädchen einen wichtigen Dienſt zu leiſten und ſich ihren Dank zu verdienen, wozu er nichts zu tun brauchte, als in einem behaglichen Zim⸗ mer in ſchönen Büchern zu leſen und ſich dem angenehmen Gefühl einer leichten Spannung auf den Ausgang des Abenteuers zu über⸗ laſſen. So richtete er ſich denn auf längeres Ver⸗ weilen ein, zündete an dem ſilbernen Armleuch⸗ ter auf dem Tiſch zwei Wachskerzen an, deren feiner Duft das Zimmer durchzog, und öffnete den Bücherſchrank. Nach längerem Wählen ent⸗ ſchied er ſich unter mehreren ihn gleich ſehr lockenden Werken für den Roman des Frank⸗ furter Rechtsanwalts und jetzigen Weimarer Geheimrats Johann Wolfgang Goethe„Die Leiden des jungen Werther“, ein Buch, das ſich in der Bibliothek ſeines geiſt⸗ lichen Oheims, des Domherrn in Köln, nicht befunden hatte und daher bis jetzt ſeiner Lek⸗ türe, nicht aber ſeinem Intereſſe entgangen war. Er trug das in grünes Saffian gebundene, mit feingeſtochenen Kupfern geſchmückte Büch⸗ lein zum Tiſch, warf den Mantel ab und ſetzte ſich mit großem Behagen in den bequemſten Seſſel, wobei er zwar den zierlichen Kavalier⸗ degen an der Seite behielt, nicht aber aus ir⸗ gend einer Beſorgnis, ſondern nur, um wenn nötig, ſofort zum Aufbruch gerüſtet zu ſein. Und dann vertiefte er ſich in das unſterb⸗ liche Werk des Dichters, das ihn von der erſten Seite an wie ein Zauber umfing. Obwohl der junge Freiherr ſelbſt kein Poet war und an dem Verfaſſer des Buches bisher mehr als ſein dichteriſches Schaffen ſeinen raſchen Aufſtieg und ſeine Stellung als Miniſter und Freund des Herzogs von Weimar bewundert hatte, ſo war er doch wie der Dichter ein Menſch ſeiner gärenden Zeit, die ſich erſt zögernd, dann aber ſtürmiſch von alten Formen und Ideen losriß. Wenn auch aus feſterem Holz geſchnitzt als der Bootsmann und Jan wurden von dem Schiffs⸗ arzt erwartet, der Befehl gab, beide ins Laza⸗ reit zu tragen. Während Matroſen die jun⸗ gen Seeleute aufhoben und durch die dicht⸗ eballten Maſſen der neugierig ſich drängenden ahrgäſte trugen, fielen den Schiffbrüchigen vor Müdigkeit die Augen zu. Das letzte, was Jan im Einſchlafen ſah, war in dem ſtrahlend weißen und blitzenden Schiffsgang eine Uhr, die genau 22 Uhr 59 Minuten zeigte... „Willy, ſtelle doch bitte jetzt den Deutſchland⸗ ſender wieder ein, die Tanzmuſik war ſo hübſch, ehe der olle Wetterbericht kam.“ Der folgſame Ehemann gehorchte. Er drehte an den Knöpfen der Skala, bis er den Sender fand. Und ſchon erklang die Stimme des Anſagers:„Pillau. Windſtärke 8, auffriſchender Wind. Himmel wolkig und regneriſch. Unſer Seewetterbericht iſt zu Ende. Wir kommen programmäßig in einer halben Minute mit unſerer Tanzmuſik wieder...“ Der pPanzer eines Troja-Kriegers geiunden Er ſtammt von einem Heerführer unter Aeneas Wertvolle Entdeckungen in der Nühe von Rom In Lanuvio, einer alten Stadt, etwa zwanzig Meilen ſüdöſtlich Roms, wurde ein äußerſt wert⸗ voller Fund gemacht. Er beſteht aus einer voll⸗ kommenen Waffenausrüſtung, deren Alter auf 2200 Jahre geſchätzt wird, und die von einem Heerführer unter Aeneas, einem Troja⸗Kämpfer, ſtammen kann. Sie wurde von Arbeitern bei einer größeren Ausſchachtung gefunden. In dem Panzer lag noch das Skelett des Kriegers. Aber es zerfiel zu Staub, als es mit der Luft in Berührung kam. Die ganze Ausrüſtung weiſt eine frappante Aehnlichkeit auf mit den auf dem Parthenon⸗ Fries im Britiſchen Muſeum abgebildeten Waf⸗ fen. Das Hauptſtück iſt ein ſchwerer Panzer, der aus einem Bruſt⸗ und Rückenſtück beſteht und viele goldene Verzierungen beſitzt. Schlaufen und Spangen an ſeiner Unterſeite laſſen den Schluß zu, daß zum Schutz der Beine ein Leder⸗ ſchurz getragen wurde. Der Helm iſt ganz der Kopfform angepaßt und verläuft nach hinten in einem ſtarken Halsſchutz. Auch er trägt mannigfachen, kunſtvollen Zierat, zum Beiſpiel zwei goldene Ohrenſtücke. Zwei vorn eingelaſſene Augäpfel ſind offenbar durch Gewalt entfernt worden, konnten jedoch unter dem Schutt noch aufgefunden werden. Sie be⸗ ſtehen aus Gold und Email. Außerdem fand man ein goldenes Schwert, eine Vaſe aus Bronze, wie ſie bei den olympi⸗ ſchen Spielen Verwendung fanden, eine Speer⸗ ſpitze, eine Bronzeſpange mit Lederreſten, Teile eines Pferdegeſpanns, Sandalen, eine Axt, meh⸗ rere Begräbnisurnen, Bronzenägel, die vermur⸗ lich zu einem ledernen Schild gehörten und viele andere, kleinere Gegenſtände, die noch nicht iden⸗ tifiziert werden konnten. Der Fund ſtellt die bisher größte archäolo⸗ giſche Entdeckung in Italien dar. Die Sachver⸗ ſtändigen glauben, daß die Rüſtung von einem Troja⸗Krieger ſtammt, der ſich nach dem großen Krieg in Kleinaſien in Lanuvio anſiedelte. Skimmen zum deulſchen Schickfal Hier in Deutſchland hat die Weisheit ſich ihr haus gebaut. Gib, o Jupiter, daß die Deutſchen ihre eigene Kraft kennen lernen und ihren Fleiß höheren Zielen zuwenden, und ſie werden nicht Menſchen, ſondern Götter ſein! Der italieniſche Denker und Dichter Gior⸗ dano Bruno(1548—1600). junger Juriſt wie dieſer und ſtrebte wie er da⸗ nach, in die Diplomatenlaufbahn und in die große Welt der hohen Politik zu gelangen. In einem aber fühlte er ſich in beſonders ähnlicher Lage wie der junge Werther, in ſeiner Begeg⸗ nung mit einem hübſchen jungen Mädchen, deſſen Bekanntſchaft er beim erſten Betreten eines ihm bis dahin fremden, ſchönen Hauſes gemacht hatte. Er empfand dieſe Aehnlichkeit ſo ſtark, daß er unzufrieden ein Kupferſtichblatt des Buches raſch umſchlug, weil die dort abge⸗ bildete Heldin des Romans in keinem Zuge dem Mädchen glich, das ihn in dieſes Gemach und in dieſes Abenteuer hineingführt, das er, je länger er las, immer mehr als reizende Be⸗ reicherung ſeines Lebens aufzufaſſen begann. So wirkten Kunſt des Dichters und Stimmung des Leſers zuſammen. Er las ſich feſt, ver⸗ ſchlang die ungewohnte Seelenkoſt mit wahrer Gier und drohte darüber Ort und Zeit zu ver⸗ geſſen. Er mochte eine Stunde geleſen haben, als ſchließlich das Flackern einer der duften⸗ den Wachskerzen ihn an die vergeſſene Pflicht mahnte, die Dochte zu beſchneiden. Er erhob ſich, reckte ſich behaglich und trat zu der Kom⸗ mode, auf der er eine ſchöne ſilberne Lichtputz⸗ ſchere fand, mit der er, nachdenklich in die Flamme ſtarrend, die Kerze wieder zu ruhige⸗ rem Leuchten brachte. Dann zog er ſeine Uhr, fand zu ſeiner Verwunderung, daß die Veſper⸗ ſtunde ſchon vorüber war, und fühlte nun, was er bisher nicht gemerkt, daß er Hunger hatte und daß zu ſeinem weiteren Wohlbefinden wenigſtens ein kleiner Imbiß nützlich war. Das brachte ihn wieder zur Betrachtung ſei⸗ ner ſeltſamen Lage. Er ging nachdenklich im Zimmer auf und ab und ſah, aus dem Fenſter ſchauend, daß es nahezu dunkel geworden war und wieder zu ſchneien begonnen hatte. Auch ſtellte er, ohne daran weitere Schlüſſe zu knüp⸗ ſen, feſt, daß der Hof nur vom Schein ſeines Fenſters erleuchtet war, alle Hausbewohner ſich alſo wohl in ſtraßenwärts liegenden Räumen befinden mußten. —— —— Auch nungsg zende roßart napper werden Spieles leichst (Fulda fairen erſatzge zunächſt erzielten erfolgrei ausgegli Bori Vor 2 hafter 5 zehn M ſtand. D überlege eit in ordecku merhin Weitſchu konnte. Folge d rechte M nach ein Auch na⸗ Der Lin Minute Saarlän vor dem (Frantfu ſer Mitt mehrfach beleidigu Jahn Die Re und dem ſehr ſchle „Löwen“ ausgezeic Wendl Im Stu und Sti und Th. ragend n ner, der erzielte. Jakob In der ihre leich das Lach 10 Minu Lachner. In der mehr untd heimiſcher derwal Bai Die 75. valen gin Stadion 1934 maraur hiffs⸗ Laza⸗ jun⸗ dicht⸗ enden chigen „was hlend Uhr, land⸗ übſch, gſame löpfen ſchon zillau. immel ericht zig in zmuſik dgen eneas Rom hanzig wert⸗ voll⸗ r auf einem mpfer, ößeren er lag zerfiel hrung pante henon⸗ Waf⸗ er, der t und laufen n den Leder⸗ zt und ſchutz. Zierat, Zwei durch unter zie be⸗ hwert, lympi⸗ Speer⸗ Teile „meh⸗ ermui⸗ d viele t iden⸗ Hhäolo⸗ achver⸗ einem zroßen kſal it ſich aß die ernen nden, ndern Sior⸗ er da⸗ in die n. 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Minute auf orlage Schlagbauers den erſten Gegentreffer, Heldmann glich zwei Minuten ſpäter aus. Kurz vor der Pauſe konnte der gleiche Spieler dann ſogar ein Mißverſtändnis in der Gäſte⸗ verteidigung zum Führungstreffer auswerten. Auch die zweite Halbzeit war recht ſpan⸗ nungsgeladen. Pirmaſens, das eine glän⸗ zende Läuferreihe im Feld hatte, wehrte ſich roßartig. Aber es ſchien ſchon mit dem nappen der Frankfurter beendet zu werden, als drei Minuten vor Schlon des Spieles Lutz auf recht billige Art zum Aus⸗ gleichstreffer kam. Schiedsrichter Wingenfeld (Fulda) leitete den im großen und ganzen fairen Kampf anſprechend. J5 Mainz 05— Eintracht Frankfurt:3(:1) 6000 Zuſchauer ſahen wieder eine reichlich erſatzgeſpickte Eintracht⸗Elf, die aber trotzdem zunächſt ein ausgezeichnetes Spiel zeigte. Da auch Mainz gut im Schuß war, gab es wäh⸗ rend der erſten halben Stunde ein intereſſantes und temporeiches Spiel. Als dann aber Trumpler verletzt ausſcheiden mußte, ver⸗ loren die reſtlichen zehn Frankſurter bald die Spiellaune, ſodaß Mainz immer mehr in den Vordergrund kam. Auch die Zurücknahme von Leis in den Mittellauf änderte nichts am Ge⸗ ſchick der Eintracht⸗Elf, zumal auch ihre Ver⸗ teidigung Schütz— Otto Schwächen zeigte. Im Sturm war der Erſatzmann Höhn ein glatter Ausfall. Die Mainzer boten dagegen eine in allen Reihen ſehr ausgeglichene Lei⸗ ſtung; ſehr gut hielt ſich der mann linksaußen ſtürmende Schatz, der allein drei Treffer erzielte. Ebenfalls dreimal war Scherm erfolgreich, Kämpfler ſchoß den ſiebten Treffer. Für die Frankfurter, die ein Eckenverhältnis von:3 zu ihren Gunſten erzielten, waren Lindner(2) und Mons —— Becker(Ludwigshafen) leitete den ausgeglichenen Kampf einwandfrei. Boruſſia Neunkirchen— Al./ Ol. Worms:1(:1) Vor 2500 Zuſchauern entwickelte ſich ein leb⸗ hafter Kampf, der abgeſehen von den erſten zehn Minuten ganz im Zeichen der Boruſſen ſtand, Die Neunkirchener waren techniſch etwas überlegen und hatten dadurch das Spiel jeder⸗ eit in der Hand. Gegen die ausgezeichnete ordeckung der Wormſer dauerte es aber im⸗ merhin 28 Minuten, ehe Koch durch einen Weitſchuß den Führungstreffer herausholen konnte. Die Einheimiſchen blieben auch für die Folge die beſſere Partei, der Wormſer lb⸗ rechte Müller konnte aber kurz vor der Pauſe nach einem Durchbruch den Ausgleich erzielen. Auch nach der Pauſe blieb Boruff ia überlegen Der Linksaußen in der 10. und Koch in der 82. Minute erhöhten auf:1, womit der Sieg der Saarländer feſtſtand Al /01 wird jetzt nicht mehr vor dem Abſtieg zu retten ſein. Müller (Frankfurt) leitete korrekt; er mußte den Worm⸗ ſer Mittelſtürmer kurz vor Spielſchluß nach mehrfacher Verwarnung wegen Schiedsrichter⸗ beleidigung vom Platz ſtellen. Jahn Regensburg— 1860 München :2(:2) Die Regensburger Begegnung zwiſchen Jahn und dem Tabellenführer 1860 München ging bei ſehr ſchlechten Bodenverhältniſſen vor ſich. Die „Löwen“ verdankten den knappen Sieg dem ausgezeichneten Können der Abmehr, in der Wend! und Ertl hervorragend arbeiteten. Im Sturm fehlten bei den Gäſten Schäfer und Stiglbauer, die aber durch Eiberle und Thoma recht gut erſetzt wurden. Ueber⸗ ragend war wieder der Internationale Lach⸗ ner, der auch beide Tore für die Münchener erzielte. Bei Regensburg überragten Torhüter Jakob und Verteidiger Eichhammer. In der erſten Hälfte krönten die Münchener ihre leichte Feldüberlegenheit durch ein Tor, das Lachner in der 25. Minute erzielte. Schon 10 Minuten ſpäter hieß es:0, wieder durch Lachner. In der zweiten Hälfte wurden die Münchener mehr und mehr zurückgedrängt, aber den Ein⸗ heimiſchen glückte nur ein Gegentor durch Nie⸗ derwald. 2500 Zuſchauer. Bayern München— Wacker München:0(:0) Die 75. Begegnung der alten Münchener Ri⸗ valen ging am Sonntag im Münchener Dante⸗ Stadion vor rund 7000 Zuſchauern vor ſich. ür Poſſel⸗ Die Rothoſen kamen zu einem überraſchend hohen Sieg, der allerdings in dieſer Höhe nicht berechtigt war. Die Bayern waren nämlich nur in der zweiten Hälfte beſſer. Beide Mannſchaf⸗ ten hatten ihre beſten Spieler zur Stelle; Wacker mußte anſtelle des geſperrten Maier mit Hörmüller auf der linken Seite antreten. In der erſten Hälfte war die Partie ziemlich ausgeglichen, ja zeitweiſe war ſogar Wacker tonangebend. Beiderſeits zeigten ſich die Hin⸗ termannſchaften von der beſten Seite, und ſo ging es torlos en die Pauſe. In der zweiten Hälfte hatten die Bayern einen ſeyr guten Start. Der Sturm der Rot⸗ hoſen kombinierte famos und kurz hinterein⸗ ander ſchoſſen Schneider und Breindl wei Tore. Damit war die Kampfkraft der Wackerelf gebrochen. Die Bayern beherrſchten nun eindeutig das Feld und ſchoſſen durch Schneider, Bergmaier und Breindl noch drei weitere Treffer, während Wacker nicht einmal zum Ehrentor kam.— Sehr gut waren bei den Bayern vor allem Haringer und Goldbrunner, während bei Wacker der vorzügliche Läufer Streb überragte. 1. IC Nürnberg— Spögg Jürth :2(:2) Während der„Klub“ ſeinerzeit das Vorſpiel gegen den alten Rivalen in Fürth ziemlich überzeugend gewinnen konnte, bedurfte es dies⸗ mal auf eigenem Gelände aller Kraft, um die ganz ausgezeichnet ſpielenden Fürther mit:2 zu ſchlagen. 7000 Zuſchauer ſahen im„Zabo“ ein großes Spiel, ſo wie es dieſe beiden traditionsreichen Klubs ſchon immer hielten. Die Nürnberger verdanken den Sieg und die beiden wertvollen Punkte einzig und allein ihrem ausgezeichneten Läufer Oehm, der zwei Freiſtöße verwandelte und ſpäter als Mittel⸗ ſtürmer auch noch das drit'e Tor erzielte. Schwach war der Klubſturm, in dem anfangs Schmitt als Mittelſtürmer fungierte. Später, als Oehm in den Sturm und Friedel in die Läuferreihe ging, wurde es etwas beſſer, aber aroße Leiſtungen wurden nicht gezeigt. Sehr gut war bei Nürnberg wieder die geſamte Hin⸗ termannſchaft, die neben Oehm den Hauptanteil am Siege hatte.— Fürth ſpielte im Feld nicht ſchlecht, jedenfalls beſſer als Nürnberg, aber die Stürmer ſchoſſen ſchlecht und wenig, und ſo wurde manche gute Chance ausgelaſſen. Der zeitweiſe ſehr hart durchgeführte Kampf ſah in der erſten Hälfte die Fürther klar in Front. Fürth erzielte zunächſt durch Emmert ein Tor, das Oehm durch Verwandlung eines Freiſtoßes ausgleichen konnte. Noch vor der Pauſe ſicherte ſich Fürth abermals die Füh⸗ rung; Frank war der Torſchütze.— Nach dem Wechſel verwertete Oehm ſofort einen Freiſtoß zum abermaligen Ausgleich, und in der 79. Mi⸗ nute ſchoß der gleiche Spieler im Anſchluß an eine Ecke den vielbejubelten Siegestreffer. Die Handball⸗Gauligaſpiele TB Durlach— ToV hockenheim :4(:2) Eine Bomben⸗Ueberraſchung meldet Durlach. Hockenheim, am Vorſonntag gegen Phönix Mannheim noch eine ſehr ſchöne Partie lie⸗ fernd, mußte ſich mit nicht weniger als:4 ge⸗ ſchlagen bekennen. Die Turner Durlachs hol⸗ ten ſich damit die erſten Punkte dieſer Saiſon. Als bei Halbzeit die Platzherren noch:2 im Vorteil lagen, glaubte wohl ernſtlich niemand an deren Endſieg. Doch Hockenheim, das heute zu überhaupt keiner geſchloſſenen Leiſtung kommen konnte, fiel mehr und mehr ahn De Gäſte haben ſich durch dieſe Niederlage zwei wichtige Punkte verſcherzt, die unter Umſtänden den Abſtieg bedeuten können. PSV IC Phönix Mannheim— garlsruhe:4(:2) Die Phönixelf— ſich dem Ernſt der Lage be⸗ wußt— hat Lehren aus dem Spiel des Vor⸗ ſonntags gezogen und wartete heute mit recht achtbaren Leiſtungen auf. Sah es auch zu Be⸗ ginn des Kampfes— die Poliziſten lagen bald mit:2 in Führung— nicht nach einem Sieg der Platzelf aus, ſo merkte man doch bald, daß die Mannſchaft ſich für heute mehr vorgenom⸗ men hatte. In vorbildlicher Kombination kommt der Sturm, von der Läuferreihe präch⸗ Auslese fiir 1936 tig unterſtützt, immer wieder durch, und bald haben Hader und Repp gleichgezogen. Kurz vor Schluß der erſten Hälfte bringt Hader— eine ſehr ſchöne Leiſtung— ſeine Farben erſt⸗ mals in Führung. Nach Wiederbeginn iſt es Schmitt, der bald erhöht, doch Stemper, ein früherer Phönix⸗ Mann, jetzt wohl der beſte der Gäſte, läßt die Poliziſten nochmals auf:3 herankommen. Schuch(2) und Schmitt ſtellen mit drei weiteren Toren den Sieg ſicher. Gegen Ende des Spiels holt Karlsruhe nochmals ein Tor auf. Der Unparteiiſche Minkel(Oftersheim) lei⸗ tete einwandfrei. Igde Kelſch— Tv Ettlingen :7(:2) Konnte der Tabellenzweite die Tgde. Ketſch im Vorſpiel noch mit:2 niederhalten, ſo mußte er ſich heute mit einer Punkteteilung zufrieden geben. In dem Maße, wie Ketſch, der frühere badiſche Turnermeiſter, in letzter Zeit an Spielſtärke gewonnen hat, ſo haben die Ettlinger, eine Folge allzu großer Kräfteauf⸗ wendung, nachgelaſſen. Die Punkteteilung kommt ſomit abſolut nicht überraſchend, ja die Gäſte konnten zufrieden ſein, wenigſtens Gleich⸗ ſtand noch erzielt zu haben, nachdem die Platz⸗ —5 bei Halbzeit mit:3 noch in Führung agen. Zielſichere Worte eines aktiven Sportlers Beachtenswerte Hinweiſe für die Maßnah⸗ men, die vom deutſchen Sport zu ergreifen ſind, um eine möglichſt ſtarke Mannſchaft für die Olympiſchen Spiele 1936 herauszubringen, macht der bekannte deutſche Hochſpringer und Zehnkämpfer W. Ladewig im„Völkiſchen Be⸗ obachter“. Ladewig regt an: 1. Die Suche nach dem„Unbekannten Sport⸗ ler“ muß in der SA anfangen. Der weitaus größte Teil aller jungen Männer, vor allem der leiſtungsfähige Teil, iſt in der SA organiſiert. In den Stürmen wird min⸗ deſtens einmal in der Woche geturnt. Es wird ſich bald herausſtellen, wer von den Leuten auf irgendeinem ſportlichen Gebiete etwas leiſtet. Der Sportreferent meldet ſie dem Sturmführer und dieſer überweiſt ſie auf ein halbes Jahr einem anerkannten Sportverein, falls der Betreffende nicht ſchon einem Verein angehört. Nach Ablauf die⸗ ſer Zeit wird über den Mann ein Gutachten angefertigt, aus dem zu erſehen iſt, ob ein wei⸗ teres Training mit dem Ziel des Olympias an⸗ gebracht erſcheint. Die Leute haben während der Trainingszeit an den Sturmappellen teil⸗ zunehmen, von jedem anderen Dienſt ſind ſie aber befreit. 2. Die Sportfeindlichkeit, die man heute noch vielfach in der SA und Ss trifft, muß beſeitigt werden. Viele Sturmführer haben heute noch eine völ⸗ lig falſche Auffaſſung von einer ſportlichen Spitzenleiſtung. Vielfach iſt es Gedankenloſig⸗ keit, meiſtens eine abſolute Unkenntnis, die ſolche ſportfeindliche Einſtellung yervorbringt. Der Sport als Mittel zur Pflege eines geſun⸗ den, A Körpers iſt heute allge⸗ mein anerkannt. Eine„planmäßige Belehrung der Säͤ und SS über Sinn und Zweck der Olympiſchen Spiele“ wäre deshalb angebracht. 3. Die Vereinigung der Sportjugend mit der §i muf ſo ſchnell wie möglich erfolgen. Das leßie Olympia hat gezeigt. daß auch ganz junge Menſchen Olympiaſieger werdey können. Wir müſſen alſo auch die älteren Jahrgänge der Hi genau ſo für die Olympiavorbereitungen erfaſſen wie die SA bzw. SS. Die Regelung könnte ganz ähnlich erfolgen. Wenn eine befrie⸗ digende Löſung der Frage HZ⸗Sportjugend nicht bald gefunden wird, iſt zu fürcht⸗n, daß der beſte Teil der deutſchen Jugend den Olym⸗ piſchen Spielen verloren geht. 4. Auf allen Schulen trifft man Könner, findet man Talente auf den verſchiedenſten Gebieten. Sie ſind nicht immer irgendwo organiſiert. Nach meiner Erfahrung hat man für dieſe Jugend bisher überhaupt noch nichts getan. Dieſe Schüler ſollte man von oben her veranlaſſen, in einem anerkannten Verein zu trainieren, weil die Uebungsgelegenheiten der Schulen meiſtens ungenügend ſind und die Schule nicht Zeit für ein ſportgerechtes Training hat. 5. Dieſe Ausführungen legen das Schwer⸗ gewicht der Olympia⸗Vorbereitungen in die Vereine. Nicht aus vereinsmeierlichen Gründen. In den Vereinen iſt das ſportliche Wiſſen und die ſportliche Erfahrung aufgeſpeichert. Sie ſind die Keimzelle, in der ſich das ſportliche Talent bildet, und müſſen in jeder Hinſicht ide⸗ll und finanziell unterſtützt werden. Sie ſollen ſich dafür eine ſcharfe Kontrolle des Reichsſport⸗ führers gefallen laſſen Sievert im Hallen⸗Vierkampf geſchlagen Im Mittelpunkt des Hamburger Hallenſport⸗ feſtes, das der Eimsbütteler TV am Samstag veranſtaltete, ſtand ein Vierkampf unter Teil⸗ nahme der zurzeit beſten deutſchen Mohrkämp⸗ fer. Das Endergebnis dieſer Konkurrenz brachte inſofern eine Ueberraſchung, als der Stettiner Athlet Leichum unſeren Weltrekordmann Hans Heinz Sievert(Eimsbüttel) auf den zweiten Platz verweiſen konnte. Leichum be⸗ legte im Weit⸗ und Hochſprung vom Brett mit 701 Meter bzw. 1,95 Meter jeweils die erſten Plätze, während Sievert im Weitſprung mit 6,97 Meter nur auf den zweiten Platz kam, aber dafür das Kugelſtoßen mit einer Leiſtung von Abendausgabe— Montag, 19. Februar 19³⁴ 15,37 Meter vor—.—— der auf 13,60 Meter kam, an ſich brachte. Das Ergebnis: Vierkampf: 1. Leichum(Stettin) 3614.25 Punkte; 2. Sievert(Eimsbüttel) 3593,85.; 3. Stöck(Charlottenburg) 3467,70.; 4. Ste⸗ chenmeſſer(Münſter) 3239,15.; 5. Martens Fun 3139,05.; 6. Eberle(Berlin) 3019,20 unkte. 110 Stundenkilometer beim Eibſee⸗NRennen Mit dem traditionellen Eisrennen auf dem Eibſee wurde die diesjährige Winerfahrt be⸗ endet. Dichter Nebel lag über der weiten See⸗ fläche, das Eis war weich, ſtellenweiſe über⸗ haupt nur eine einzige Waſſerpfütze. Punkt 11 Uhr fiel der Startſchuß. Krafträder (Solomaſchinen) bis 250 cem: Hier war dem Favoriten Winkler(DaW) der Sieg nicht zu nehmen. Sportwagen bis 800 cem: Delius (Berlin) a. BMW übernahm vom Start weg die Führung und wurde überlegener Sieger. Seitenwagenmaſchinen bis 600 cem: Der Mün⸗ chener Lohner a. Rudge gewann, nachdem die Favoriten Möritz und Babl wegen Maſchinen⸗ ſchadens zur Aufgabe gezwungen waren. We⸗ 85 der ſtarken Beteiligung im vierten Rennen Solomaſchinen von 250 bis 500 cem) wurden Lizenz⸗ und Ausweisfahrer getrennt geſtartet. Das ſtarke Feld der Lizenzfohrer lockerte ſich ſehr raſch. Fleiſchmann a. NSu ſetzte ſich bald an die Spitze und gab ſie nicht mehr ab. Er erreichte mit 110,2 Stdkm. die ſchnellſte Zeit des Tages. Bei den Ausweisfahrern ſiegte Sänger(Nürnberg) a. Viktoria. Das fünfte Rennen(Sportwagen von 800 bis 1500 cem) wurde zu einem aufregenden Zweikampf zwi⸗ ſchen Simons und Schweder, den der Berliner knapp für ſich entſchied. Im ſechſten Rennen (Krafträder mit Seitenwagen über 60ſu eem) führte der Favorit Möritz(München) auf Viktoria alle fünf Runden hindarch und wurde damit zum fünftenmal hintereinander in ſeiner Klaſſe Sieger im Eibſeerennen. Sportwagen von 1500 bis 2000 cem: Sieger Steinweg auf Bugatti mit 98,3 Stokm. Das Rennen acht (Krafträder über 500 cem) konnte Roth(Mün⸗ ſingen) a. Imperia für ſich entſcheiden. Das neunte Rennen(Sportwagen über 2000 cem) war dem 20jährigen Schweizer Rueſch nicht zu nehmen. Dit 101,05 Stdkm. erreichte der Sieger die ſchnellſte Zeit für alle Wagen. Rennwagen bis 1500 cem; Sieger wurde Briem Ludwigs⸗ burg) a. Amilcar. Das letzte Rennen(Renn⸗ wagen über 1500 cem) konnte Maag(Zürich) für ſich entſcheiden. Die beiden vom Reichs⸗ ſtatthalter Ritter von Epp geſtifteten Ehren⸗ preiſe erhielten Fleiſchmann(Rürnberg) a. NSu und Steinweg(München) a. Bu⸗ gatti. Die Rennen wurden u. a. auch von Reichsſtatthalter von Epp, General Adam und anderen hohen Offizieren der Reichswehr mit größter Spannung verfolgt. Für den beim vor⸗ jährigen Eibſeerennen tödlich verunglückten Münchener Motorradfahrer Gſchwilm fand ein ſchlichter Gedenkakt ſtatt, bei dem Obergrup⸗ penführer Hühnle in als Chef des Kraftfahr⸗ weſens der SA, Führer der NSͤ, einen Kranz niederlegte. K. Schäfer wieder Weltmeiſter. Vor 180 000 Zuſchauern wurde am Sonntag die Eistunſtlauf⸗Weltmeiſterſchaft der Herren mit der Kür beendet. Der vierfache Weltmeiſter Karl Schäfer(Oeſterreich) errang zum fünf⸗ ten Mal ohne Unterbrechung den Titel. Der deutſche Meiſter Ernſt Baier konnte mit ſei⸗ nen Leiſtungen noch nicht an die des Weltmei⸗ ſters heranreichen, belegte aber einen ehren⸗ vollen zweiten Platz vor dem Oeſterreicher Erdös und Nittagen(Finnland). Dieſe Meiſterſchaft war von internationalen Kunſtlaufwettbewerben für Damen und Paare umrahmt. Bei den Damen ſiegte die Englän⸗ derin Megan Taylor vor der Schwedin Vi⸗ vian Hulten und Maribel'nſon, während die Deutſche Maxie Herber nur den ſiebten Platz belegte. Im Paarlaufen belegten die beiden Deutſchen Herber/ Baier hinter dem Welt⸗ meiſterpaar Frl. RotterSzollas und Frl, Papetz/ Zwack einen guten dritten Platz. B. Evenſen Eisſchnellauf⸗Weltmeiſter im zweiten Tag der Eisſchnellauf⸗Weltmei⸗ ſterſchaften in Helfingiors war das Wetter be⸗ deutend beſſer als am Vortage. Zum zweiten⸗ mal ſicherte ſich der Norweger Bernd Even⸗ ſen den Titel. Nach dem 1500⸗Meter⸗Lauf lag Evenſen im Geſamtergebnis rnapp vor dem Finnen Vaſenius. Den entſcheidenden 10 000 Meter⸗Lauf beendete Vaſenius als Sechſter und Evenſen als Dritter, ſo daß der Norweger im Geſamtklaſſement einen noch größeren Vor⸗ ſprung errang, der ihm zum Titel verhalf. Titelverteidiger H. Engneſtangen und Europa⸗ meiſter Staksrud enttäuſchten und endeten un⸗ placiert. Das Ergebnis: 1. Bernd Evenſen (Norwegen) 220,418 Punkte; 2. Vafenius(Finn⸗ land) 221,451.; 3. Ballangrud(Norwegen) 224,560 Punkte. Ein deutſch⸗japaniſcher Skikampf Der Deutſche Ski⸗Verband hat jetzt mit den augenblicklich in Europa weilenden japaniſcheci Studenten einen Stikampf vereinbart, der im Rahmen der Deutſchen Hochſchulmeiſterſchaften am 24. und 25. Februar in Garmiſch⸗Parten⸗ kirchen ausgetragen werden ſoll. Dieſer erſte Ski⸗Länderkampf Deutſchland— Japan wird drei Wettbewerbe umfaſſen, und zwar einen Langlauf, einen Sprunglauf und einen 4 mal 10⸗Kilometer⸗Staffellauf. — ——9——.—.—.—.—.— „Hakenkreuzbanner“ krbendausgabe— Montag, 19. Februar 1984 Erläuterungen zum Reichsbank⸗ ausweis zum 15. Februar 1934 Berlin, 17. Febr. Nach dem Ausweis der Reichs⸗ bank vom 15. Februar 1934 hat ſich in der verfloſſenen Bankwoche die geſamte Kapitalanlage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 137,2 Millionen auf 3356,0 Millionen Reichsmark verringert, Im einzelnen haben die Beſtände an Han⸗ delswechſeln und Schecks um 137,1 Millionen auf 2674,4 Millionen Reichsmark, die Lombardbeſtände um 3,2 Millionen auf 68,4 Millionen Reichsmark und die Beſtände an Reichsſchatzwechſeln um 16,9 Millio⸗ nen auf 1,2 Millionen Reichsmark abgenommen, da⸗ gegen die Beſtände an deckungsfähiger. Wertpapieren um 8,3 Millionen auf 320,5 Millionen Reichsmark und diejenigen an ſonſtigen Wertpapieren um 11,7 Millionen auf 331,5 Millionen Reichsmark zugenom⸗ men. An Reichsbanknoten und Rentenbankſcheinen zuſam⸗ men ſind 37,8 Millionen Reichsmark in die Kaſſen der Reichsbank zurückgefloſſen, und zwar ha: ſich der Um⸗ lauf an Reichsbanknoten um 37,3 Millionen auf 3294.9 Millionen Reichsmark, derjenige'an Rentenbankſchei⸗ nen um 0,5 Millionen auf 357,7 Millionen Reichsmark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 18,3 Millionen auf 1390,2 Millionen Reichsmark ab. Die Beſtände der Reichsbank an Rentenbankſcheinen haben ſich auf 51,2 Millionen Reichsmark, diejenigen an Scheidemünzen unter Berückſichtigung von 4,9 Mil⸗ lionen Reichsmark neu ausgeprägter und 8,4 Millio⸗ nen Reichsmark wieder eingezogener auf 283,5 Mil⸗ lionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 480,1 Millionen Reichsmark eine Abnahme um 48,0 Millionen Reichsmark. Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen haben ſich um 20,3 Millionen auf 343,4 Millionen Reichsmark vermindert. Im einzelnen haben die Goldbeſtünde um 21,2 Millionen auf 333,3 Millionen Reichsmark abgenommen und die Beſtände an der⸗ kungsfähigen Deviſen um 0,9 Millionen auf 10,1 Mil⸗ lionen Reichsmark zugenommen. Die Deckung der Noten betrug am 15. Februar 10,4 Prozent gegen 10,9 Prozent am 7. Februar d. Is. Die ſchwebende Reichsſchuld am 31. Januar 1934 Berlin, 19. Febr. Am 31. Januar 1934 betrug die Summe der ſchwebenden Schuld des Deutſchen Reiches 2167,1 Millionen RM. gegen 2032,6 Millionen RM. am 30. Dezember 1933. Die Umrechnung der auf USA⸗Dollar lautenden Verpflichtungen(amerikaniſche Tranche des Lee, Hig⸗ ginſon⸗Kredites) iſt zum Mittelkurs für telegraphiſche Auszahlung New Nork vom Stichtag erfolgt. An Steuergutſcheinen waren am 31. Jan. 1278,7(1215,2) Millionen RM. in Umlauf befindlich; für Zwecke der öffentlichen Arbeitsbeſchaffung waren der Reichsbonk als Sicherheit 600(600) Mill. RM. Steuergutſcheine als Sicherheit überlaſſen. 99•5 Konkingente und Jölle Die Handelskammer Saarbrücken teilt mit: Nach einer im„Journal Officiel“ vom 15. Februar erſchie⸗ nenen Anweiſung an die Importeure können Meer⸗ rettich und Maiglöckchenwurzelſtöcke aus Deutſchland nur mehr mit einer Einfuhrbewilligung eingeführt werden. Infolgedeſſen müſſen alle Importeure um⸗ gehend Einfuhrbewilligungen auf beſonders vorge⸗ ſchriebenen, in der Zollabteilung der Handelskammer erhältlichen Formularen möglichſt umgehend in vier⸗ facher Ausfertigung bei dem Miniſtére de'agricul⸗ ture, Direktion de'agriculture(6. Büro), 78 rue de Varenne, Paris, einreichen. Bei Stellung der An⸗ träge ſind die bei der Einreichung von Einfuhrbewilli⸗ gungen für Pf'anzen und Gemüſe vorgeſchriebenen Unterlagen beizufügen. Einlenken Belgiens? Die belgiſchen Einfuhrzölle auf Auslandskohle Berlin, 19. Febr. Nach einer Meldung aus Brüſſel ſcheint die belgiſche Regierung ſich grundſätz⸗ lich bereit erklärt zu haben, eine Reviſton ihrer bis⸗ herigen Kohleneinfuhrzollpolitik vorzunehmen. Die belgiſche Regierung habe durch ihre Geſandtſchaft in Berlin Schritte unternommen, um die Reichsregierung zu bewegen, das Rheiniſch⸗Weſtſäliſche Kohlenſyndikat zu veranlaſſen, die von ihm als Gegenmaßnahme gegen die Erhebung des belgiſchen Einſuhrzolles von 10 Fres. per Tonne Auslandskohle angekündigte Boy⸗ kottaktion gegen belgiſche Rheinſchiffe, die am Montag, dem 19. Februar, beginnen ſollte, nicht durchzuführen. Anlaß zu dem Vorgehen der belgiſchen Regierung in Berlin ſei der ſcharfe Proteſt der Antwerpener Rhein⸗ ſchiffahrtskreiſe gegen die belgiſche Kohlenpolitik. Nach den in Brüſſel vorliegenden Informationen hat das Rheiniſch⸗Weſtfäliſche Kohlenſyndikat jetzt beſchloſſen, auf den geplanten Boykott belgiſcher Rheinſchiffe zu verzichten. Dieſer Beſchluß berechtigt zu der Annahme, daß die belgiſche Regrerung die Aufhebung des Ein⸗ fuhrzolls auf Auslandskohle in Ausſicht geſtellt hat. Frankreichs Außenhandel ſtark paſſiv Paris, 19. Febr.(Eig. Meldg.) Die franzöſiſche Außenhandelsſtatiſtit für Januar 1934 weiſt eine Ein⸗ fuhr von 2 303 562 000 Franken bei einer Ausfuhr von 1512 503 000 Franken aus. Der franzöſiſche Außen⸗ handel iſt alſo auch im Januar, zweifellos hervorge⸗ rufen durch die handelspolitiſcher Auseinanderſetzun⸗ gen mit andern Ländern, weiter ſtark paſſiv. Bierbrauerei Durlacher Hof AG vorm. Hagen in Mannheim Auch für das am 30. September 1933 beendete Ge⸗ ſchäftsjahr läßt die Geſellſchaft die.395 Mill. RM. Stammaktien wieder dividendenlos und zahlt nur die üblichen 8 Prozent Dividende auf 5000 RM. Vorzugs⸗ kapital. Der Jahresreingewinn beträgt 3785(3508) Reichsmark und wird mit dem Gewinnvortrag aus 1931/32 von 18 674 RM. mit 22 059(18 674) RM. auf neue Rechnung übernommen. Der Abſatz habe in den einzelnen Monaten des Be⸗ richtsjahres, wenn auch in geringem Umfange, man⸗ cherlei Schwankungen unterlegen, um letzten Endes den Der Wirtſchaftsrechtler— ein Wahrer des Volksrechts in der Wirtſchaft Auf der großen Gantagung der nationalſozialiſti⸗ ſchen Juriſten in Köln hielt der Reichsfachgruppenlei⸗ ter der Fachgruppe Wirtſchaftsrechtler, Dr. Mönk⸗ meier, ein bedeutſames Referat über den„na⸗ tionalſozialiſtiſchen Wirtſchaftsrecht⸗ lers. Der Redner ſtellte feſt, daß der Wirtſchaftsrechtler einen vollkommen neuen nattonalſozialiſtiſchen Be⸗ ruſstyp darſtellt. Aus der liberaliſtiſchen Zeit iſt der Begriff eines Volkswirts, eines Bücherreviſors, eines Syndikus uſw. bekannt, ohne daß bisher eine gemein⸗ ſame Bezichung und Verufsgrundlage dieſer Berufs⸗ arten vorhanden geweſen wäre. Es hatte infolge einer Ueberſchätzung der Studienmethoden eine falſche Wer⸗ tung Platz gegriffen, die durch alle möglichen Ausbil⸗ dungsgänge einen Wirrwarr in der Berufsbildung der Volkswirte und Betriebswirte hervorgerufen habe, zumol ſich im Laufe der Zeit aus dem prak⸗ tiſchen Leben heraus Berufe geſtalteten, deren Träger in vieien Föllen die gleichen Aufgaben in der Wirt⸗ ſchaft wie die alademiſch Vorgebildeten übernommen haben. Bei der Zerſplitterung und Aufſpaltung des ſozialen Lebens in der liberaliſtiſchen Zeit wor dieſe Unordnung im Beiufsleben der Volkswirte and der Betriebswirte ein ſichtbares Zeichen dafür, daß ein Ordnungs⸗ prinzip und eine Beziehungsſetzung zu gewiſſen Auf⸗ gaben im völkiſchen Organismus und innerhalb der Wirtſchaft fehlte. Ordnung in der Wirtſchaft zu ſchaffen, iſt aber letzten Endes kein Wirtſchaftsproblem, ſondern in Wahrheit ein ſtaatspolitiſches Problem. Nach dem liberaliſtiſchen Prinzip der Freiheit der Geſtaltung und des hemmungsloſen Gewinn⸗ und Erwerbsſtre⸗ bens konnten Ordnungsbeſtrebungen aus der Wirt⸗ ſchaft heraus nicht erfolgen. Erſt im nationalſozia⸗ liſtiſchen Staate, ſeitdem die Wirtſchaft nicht mehr der Selbſtzweck und der einzige Inhalt des Staates iſt, erkannte man, daß die Wirtſchaft nur ein Mittel zum Zweck der Sicherung der materiellen Lebensgrund⸗ lagen des Volkes iſt. Bezeichnend ſei ferner, daß die Wirtſchaft bisher die Volks⸗ und Betriebswirte in ihrer Bedeu'ung gar nicht erkannt habe. Die Wirtſchaft glaubte mit die⸗ ſem Menſchenmaterial eine gefügige Anzahl von Die⸗ nern an den Intereſſen der Wirtſchaft zu erhalten, betrachtete ihn alſo als ein im beſten Falle willkom⸗ menes Dienſtleiſtungsobjekt im Sinne der berüchtigten „Ware Arbeitskraft“. In demſelben Augenblick, in dem der Staat und die ſtaatstragende Bewegung erkannte, daß die Wirt⸗ vernneiete des Vorjahres nicht ganz zu erreichen. Wenn auch die erſten Monate des neuen Jahres noch keine Belebung des Geſchäftes haben auflommen laſſen, ſo hoffe man doch zuverſichtlich, daß nunmehr durch zielbewußte einſichtige Steuermaßnahmen baldigſt eine fühlbare Beſſerung ermöglicht wird. Der Roherlös aus Bierverkauf betrug 966 085 (1074 278), eigene Häuſer erbrachten 16 877(20 509), Zinſen 4021(6646) RM., demgegenüber erforderten Geſamtunkoſten 444 427(444 019), ſo⸗iale Abgaben 22 292(24 543), Abſchreibungen a. Anlagen 45 700 (45 110), andere 30 138(—), Beſitzſteuern 48 936 (77 596), ſonſtige Steuern 391 704(488 862) RM. Aus der Bilanz in 1000 RM.: Grundſtücke 279.9 (unv.), Gebäude 1006(1041), Roh⸗, Hilfs⸗ und Be⸗ triebsſtoffe 173(293), Fertigerzeugniſſe 77(76), Außenſtände 815.6, davon Hypotheken und Grundſchul⸗ den 517.5(466.), ſonſtige 298(362), andererſeits ge⸗ ſetzliche Rücklage unv. 150, Dubioſe unv. 150, Unter⸗ ſtützung unv. 100, Hypotheken 103(105), Akzept 80.9 Bank 70(102), Einlagen, Kautionen uſw. 189.5(282.). 3 Generalverſammlung am 26. Februar. Börſen Berliner Börſeſtimmungsbild vom 19. Februar Tendenz: Weiter feſt. Obwohl die übliche Erſcheinung, daß zum Wochen⸗ beginn nur geringe Orders von ſeiten des Publikums vorliegen, auch heute zu beobachten war und das Ge⸗ ſchäft ſich infolgedeſſen ſich zunächſt nur in engen Grenzen bewegte, zeigte ſich doch, daß die feſte Ten⸗ denz der Vorwoche keineswegs abzuflauen droht. Eine Stütze fand die weiter freundliche Haltung durch er⸗ neut vorliegende günſtige Nachrichten aus der Wirt⸗ ſchaft, ſo z. B. eine weitere Zunahme der Strom⸗ erzeugung, die diejenige des Vorjahres um ein Fünftel übertrifft, eine Förderungsſteigerung im Siegerländer Erzbergbau, Dividendenerhöhungen bei verſchiedenen Geſellſchaften uſw. Demgegenüber bleiben die außen⸗ politiſchen Vorgänge, wie z. B. die gmeinſaeme Stel⸗ lungnahme der früheren Ententeſtaaten zur deutſch⸗ öſterreichiſchen Frage, ohne jeden erkennbaren Einfluß auf die Stimmung. Am Montanmarkt, der in der vor⸗ hergehenden Woche bei lebhaften Umſätzen erhebliche Kursſteigerungen erfahren hatte, waren überwiegend Abſchwächungen geringen Ausmaßes feſtzuſtellen, die auf Glattſtellungen und Gewinnmitnahmen zurückzu⸗ ſühren ſein dürften. Mansfelder gaben am ſtärkſten um 94 Prozent, Gelſen um ½, Buderus und Harpe⸗ ner um je ¼ Prozent nach. Dagegen eröffneten Stol⸗ berger Zink auf die feſteren Zinkpreiſe um 1 Prozent höher. Recht feſt lagen unter Führung von Bubiag (plus 2½ Prozent) Braunkohlenwerte.'ich Chemiſche Papiere finden weitere Beachtung, Heyden gewannen 1½¼ Prozent, IG Farben zunächſt/ Prozent, um ſehr bald bis auf 133¼½ anzuziehen, ohne indeſſen dieſen Kurs halten zu können. Elektriſche Werte lagen nicht ganz einheitlich, hier drückte die Geſchäftsloſigkeit viel⸗ fach auf die Kursentwicklung. Lahmayer plus 14, Felten minus 1, Lieferungen minus 94 Prozent. Eine kräftige Erholung wieſen Berger mit plus 2 Prozent auf. Auch Textilwerte, insbeſondere Kunſtſeidenaktien, waren auf günſtige Abſatzmeldungen lebhafter gefragt. Aku plus /, Bremer Wolle plus 2 Prozent. Bei Charlottenburger Waſſer ſtimulierten die zuverſicht⸗ lichen Ausführungen in der Generalverſammlung, ſo daß das Papier faſt 2 Prozent höher ankam. Am Rentenmarkt blieb es zunächſt noch ſehr ſtill, doch ſcheint das Publikumsintereſſe für feſtverzins⸗ ſchaft nur ein lebensnotwendiges Organ des völkiſchen Lebensorganismus darſtellt, erhält der Volks⸗ und Betriebswirt eine ganz andere Bedeutung Erſt aus der kommenden Einordnung der Wirtſchaft in den Staat ergibt ſich ſeine Schaffensgrundlage. Seine Verpflichtung auf die Belange der Volksgemein⸗ ſchaft ſchafft die Heraushebung ſeiner Dienſtleiſtung an der Erwerbswirtſchaft zur Dienſtleiſtung am Recht des Volkes. Es wird zu unterſcheiden ſein zwiſchen dem im Einzelbetrieb tätigen Wirtſchaftsrechtler, der dem ein⸗ fachen Ziele der Bedarfsdeckung dient und denjenigen Berufen, die Aufgaben zu erfüllen haben in einer Ebene über der Wirtſchaft. Bei letzteren, eben bei den Volks⸗ und Betriebswirten, handelt es ſich um Organe einer objektiven Wirtſchaftspflege, die als Träger des öffentlichen Vertrauens die Inter⸗ eſſen innerhalb der Wirtſchaft wahrzunehmen und auszugleichen haben. Der Berufsſtand, der damit geſchaffen iſt, bezeich⸗ net ſich als Wirtſchaftsrechtler. Zu ihm gehören in gleicher Weiſe die Wirtſchaftstreuhänder, die im Be⸗ triebe ſelbſt als Treuhänder des Volkes die ordent⸗ liche buchmäßige Wirtſchaftsführung in formeller und materieller'nſicht in den Einzelbetrieben feſtſtellen und überprüfen. Bei der nationalſozialiſtiſchen Wirt⸗ ſchaftsgeſinnung, die ſich allmählich immer mehr durch⸗ ſetzen wird und muß, iſt gerade dieſe Aufgabe von beſonderer Verantwortung. Im Berufstyp des Wirtſchaftsrechtlers vereinigen ſich alſo der Volkswirt und der Wirtſchaftstreuhänder, indem ſie im wahrſten Sinne des Wortes Wahrer des Rechts des Volkes im Betriebe der Wirtſchaft ſind. Sie ſind damit Rechtswahrer und gehören zur Gemeinſchaft aller Arbeiter, aller Diener aen Recht, die im nationalſozialiſtiſchen Juriſtenbund vom Reichsjuriſtenführer Dr. Frank auf Grund einer bereits aus dem Jahre 1927 ſtammenden wegweiſen⸗ den Anord ung des Führers den Rechtsberufen zu⸗ gegliedert worden ſind. Dieſe Verbindung von Recht und Wirtſchaft in einem neuen, blutvollen Sinn wird von ganz be⸗ ſonderer Bedeutung für das Leben unſeres Volkes ſein. Allerdings muß dabei feſtgeſtellt werden, daß es ſich keineswegs darum handeln kann, etwa den For⸗ malismus des alten und heute noch geltenden Rechts erneut in einer nationalſozialiſtiſchen Wirtſchaft zur Geltung zu bringen. Es handelt ſich im Gegenteil darum, daß der Nationalſozialismus das neue deut⸗ ſche Volksrecht, das aus dem Volke ſelbſt herausgebo⸗ ren und, wie der Führer geſagt hat, mit der Volks⸗ moral identiſch iſt, zur Grundlage der wirtſchaftlichen Tätigkeit macht. Einordnung der Wirtſchaft in den Stgat und Neugeburt des deutſchen Rechts gehen im nationalſozialiſtiſchen Staate Hand in Hand. liche Werte wieder zuzunehmen. Altbeſitz unverändert 96/ Prozent, Neubeſitz plus 10 Pfg., Stahlvereins⸗ bonds plus 1 Prozent. Auslandsrenten, insbeſondere Rumänen, kamen bis zu 30 Pfg. höher an. Tagesgeld war mit 4½ bzw. 4½ Prozent billiger zu haben. Der Dollar errechnete ſich mit zirka 2,52½, das Pfund mit 12,87 nur wenig verändert. Renten uneinheitlich, Aktien weiter feſt. Im weite⸗ ren Verlauf der Börſe ſetzten ſich an den meiſten Aktienmärkten erneute Kursſteigerungen fort. Bevor⸗ zugt bleiben Braunkohlenwerte(Bubiag und Eintvacht je plus ½ Prozent). Elektropapiere konnten kräftig anziehen, ſo elektriſche Lieferungen um 2½, RWeE um /. Bekula plus 1¼8. Berger erholten ſich weiter um ½ Prozent. Hoeſch kamen gegen den Anfang 1½ höher zur Notiz. Am Rentenmarkt wieſen die am Samstag ſtärker gedrückten Staatsanleihen eine beträchtliche Erholung auf. Die beiden Mecklenburger 28/29er notierten 34 bzw. 1½ Prozent, 28er Braunſchweiger) Prozent, 29er 1 Prozent höher. Nur 27er Baden minus ½%. Provinzanleihen bröckelten bis ½ Prozent ab. Nur alte Hamburger kamen um 55 Pfg., neu um 20 Pfg. höher zur Notiz. Stadtanleihen lagen faſt umſatzlos. Von den landſchaftlichen Goldpfandbriefen zogen Pom⸗ mern um ca ½ Prozent an. Pfandbriefe gaben eher nach. Kommunale waren gut gehalten und teilweiſe bis ½ Prozent gebeſſert. Von den Liquidationspf⸗nd⸗ briefen gewannen Braunſchweig⸗Hannoverſche 1½%. Von deutſchen Renten notierten Altbeſitzanleihe un⸗ verändert 965/, Neubeſitz 5 Pfg. höher. Von In⸗ duſtrieobligationen ſind Daimler mit plus ½, Achen⸗ bach mit plus 1/, Hackethal mit minus 1½ und 27er Krupp mit plus ½ Prozent zu erwähnen. Privatdiskont unverändert 3½¼. Die feſte Tendenz an der Börſe erhielt ſich bis zum Schluß, wenn auch die Geſchäftstätigkeit größtenteils völlig zum Erliegen kam. Farben ſchloſſen gegen den Anfang mit unverändert 133, von den feſten Elektro⸗ werten zogen Siemens um insgeſamt/ Prozent an. Montanwerte bröckelten dagegen eher weiter ab.(Gel⸗ ſenkirchener minus/ Prozent). Lebhafte Nachfrage erhielt ſich für Stahlvereinsbonds, die um weitere/ Prozent anzogen. Nachbörslich blieb es verhältnis⸗ mäßig ſtill. Für Farben wurde ein Kurs von 132½/ genannt, ſonſt hörte man Schlußkurſe, jedoch meiſt Geld. Der Dollar wurde in Berlin amtlich auf 2,53, das engliſche Pfund auf 12,97, die Tſchechenkrone mit 10,40 feſtgeſetzt. Am Kaſſamarkt fanden als am kräftigſten gebeſſert Beton⸗ und Monierbau mit plus 55¼, Neuguenea mit plus 4 Prozent, Riebek Montan plus/ und Pitler mit plus 2¼ Prozent auf. Frauſadt Zucker waren um 2½ und Maſchinenfabrik Buckau um 2 Prozent ge⸗ drückt. Die per Kaſſe gehandelten Großbankaktien ka⸗ men bis zu/ Prozent höher an, nur Commerzbank mit minus ½ Prozent. Hypothekenbank'n lagen un⸗ einheitlich. Zentralboden minus ½, Deutſche Hypo⸗ thekenbank plus ½. Steuergutſcheine blieben unverändert. Reichsſchuld⸗ buchforderungen Emiſſion 1 1934er 99,62, 1940er 95,12 bis 95; 1943er 93,25—94,12; 1944er und folgenden 93,12—94,12. Emiſſion II 1934er geſtrichen, 1940er ge⸗ ſtrichen, 1943er geſtrichen, 1944er geſtrichen, 1945er und 1946er 93,37—94,12; 1947er—48er 93,25—94,12. Wie⸗ deraufbauanleihe 1944—45 bezw. 1946—48 57,87 bis 58,75. Frankfurter Mittagbörſe Stimmung: freundlich. Der Wochenbeginn brachte, wie zu erwarten war, eine durchaus freundliche Geſamthaltung und auf⸗ wärts gehende Kursgeſtaltung. Zwar war die Nach⸗ frage noch nicht allzu groß, immerhin genügten aber Momente wie der erhöhte Umſatz beim Berliner Kaf⸗ irisciafis-Nundscianu ſenverein, die freundliche Aufnahme des neuen Still⸗ halteabkommens in der Londoner City und verſchie⸗ dene Meidungen über Dividendenerhöhungen, um das Kursniveau überwiegend um durchſchnittlich /½ bis 1 Prozent zu ſteigern. Der Farbenkurs zog um 374 Prozent, Theodor Goldſchmidt um 1¼ Prozent und Bekula um 1 Prozent an. Auch die übrigen Elektro⸗ werte lagen freundlich, nur AEG/ Prozent gedrückt. Von den gleichfalls überwiegend befeſtigten Montan⸗ werten gaben Stahlverein und Buderus je ¼ Proz., Mansfeld ½ Prozent und Gelſenkirchen/ Prozent nach. Am Verkehrsmarkte waren Schiffahrtsaktien gut gehalten, Nordd. Lloyd zog ſogar um ½ Prozent an. Auch Reichsbankanteile gewannen ½ Prozent. Von den übrigen Werten erhöhten ſich Zellſtoff Waldhof und Aku um je ½ Prozent, während Daimler um ½ Prozent und Zement Heidelberg /¼ Prozent nach⸗ gaben. Der Rentenmarkt zeigte etwas lebhaftere Umſätze. Von den variabel gehandelten Reichsanleihen eröffne⸗ ten nur Altbeſitz ¼ Prozent niedriger, dagegen Neu⸗ beſitz 10 Pfg. freundlicher und ſpäte Reichsſchuldbuch⸗ forderungen/ Prozent höher. Stahlvereinbonds plus 3/ Prozent. Beſonderes Intereſſe lag für umgetauſchte Dollarbonds vor, ferner für deutſche Pfandbriefe engl. Tranche der Gemeinſchaftsgruppe II. Von fremden Werten erhielt ſich Intereſſe für mexilaniſche An⸗ leihen. 34 Verlauf brachte für Elektro⸗ und Tariſwerte meiſt Abſchwächungen, ſo verloren Elektr. Lieferungen 1½, Felten ¼ Prozent. Mannesmann gaben/ Proz. her, dagegen konnten ſich Aku und Zellſtoff Aſchaffen⸗ burg um ½ und Holzmann um ½ Prozent verbeſ⸗ ſern. Farbeninduſtrie und die übrigen Marktgebiete lagen ziemlich unverändert. Der Rentenmarkt zeigte Altbeſitz um /s Prozent erholt, Goldpfandbrieſe lagen im allgemeinen freundlich, während Liquidations⸗ pfandbrieſe und Kommunalanleihen ſich oft nur knapp behaupten konnten. In Stadt⸗ und Länderanleihen war das Geſchäft ruhig bei geringen Auweichungen. Tagesgeld 3½¼ Prozent. Mannheimer Effektenbörſe Auch in der neuen Woche blieb die Tendenz für Aktien feſt, während Renten eher etwas vernachläſſigt waren. Farben zogen auf 133 an, die übrigen Haupt⸗ werte waren nur ſehr wenig verändert. Bank⸗ und Verſicherungsaktien geſchäftslos. Am Rentenmarkt waren Alt⸗ und Neubeſitz feſt, Altbeß 96,75, Neubeſitz. 19,75, Goldpfandbriefe behauptet. Es notierten: Di. Anl. Ablöſ. Neubeſitz 19,75, Dt. Anl. Ablöſ. Altbeſitz 96,75, 6proz. Bad. Staat 93,5. 7proz. Heidel⸗ berg Stadt 86, Sproz. Ludwigshafen(stadt 87, Mann⸗ heim Ablöſ. Altbeſitz 91, 8proz. Mannheim Stadt 89,5, Sproz. Bad. Komm. Goldpfandbr. 92,5, 8proz. Pfälz. Hyp. Goldpfandbriefe 94,5, 8proz. Rhein. Hyp. Gold⸗ pfandbr. 92,62, 6proz. Farbenbonds 118. Bremen⸗Beſigheim 86, Cement Heidelberg 90, Daim⸗ ler⸗Benz 46, Dit. Linoleumwerke 48,5 Durlacher Hof 55, Eichbaum⸗Werger 76, Enzinger⸗Union 76, Gebr. Fahr 121, J. G. Farben 133, 10proz. Großkr. Mann⸗ heim 121, Kleinlein Brauerei 68, Knorr Heilbronn 185, Konſ. Braun 46, Ludw. Aktienbr. 80, do. Walz⸗ mühle 75, Pfälz. Mühlenwerke 81, Pfälz, Preßhefe 106, Rheinelektra Stamm 95, do. Vorzugsaktien 105, Salzwerk Heilbronn 190, Schwartzſtorchen 83, Seilind. Wolff 33, Sinner AcG. 79, Südd. Zucker 178, Ver. Dit. Oele 86, Weſteregeln 116, Zellſtoff Waldhof 47,25. Bad. Bank 120, Commerzbank 53, Dit. Disconto 65, Dresdner Bank 66,75, Pfälz. Hyp. Bank 85, Rhein. Hyp. Bank 120, Bad. AG. für Rhein. 50, Bad. Aſſe⸗ curanzgeſ. 35, Mannh. Verſ. 16, Württ. Transp. 36. Brown Boveri 13,5, Ganter⸗Freiburg 52, Haid u. Neu 26,5, Mez AG. 46, Schlink⸗Hamburg 76, 7proz. Reichsbahn Vorz. 112, Sproz. Bad. Komm. Gold 91. 5½ proz. Pfälz. Hyp. Liqu. 93,5, 5½% proz. Rhein. Hyp. Liqu. 92. BVerliner Geldmarkt Am Geldmarkt war die Lage etwas leichter. Der Satz für Tagesgeld gab auf 4½ bzw. 4½ Prozent nach. Die neuen Schatzanweiſungen wurden rege um⸗ geſetzt. Am Valutenmarkt konnte ſich das Pfund weiter be⸗ feſtigen. Die engliſche Deviſe ſtieg gegenüber dem Dollar auf 5,13/. Amſterdam meldete einen Kurs von 7,63½ und ſpäter 7,67. Die Tſchechenkrone wurde aus Zürich mit 12,85 nach 15,27 in der Vorwoche gemeldet. Die Londoner Börſe lag ſtill; wegen der Schiebung bewegte ſich das Geſchäft in engen Grenzen, doch war die Tendenz ſtetig. Berliner Gekreidegroßmarkt Bei ruhigem Geſchäft ſtetig. Der Getreideverkehr kam zu Wochenbeginn mangels beſonderer Anregun⸗ gen wieder nur langſam in Gang. Das Offertenmate⸗ rial iſt im allgemeinen weiter ausreichend, jedoch ſind die Forderungen zumeiſt höher gekalten. Weizen iſt verhältnismäßig ſchwerer unterzubringen als Roggen, und die Preiſe ſind gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Exportſcheine ſind ruhig und kaum be⸗ hauptet. Weizen⸗ und Roggenmehle haben kleines Be⸗ darfsgeſchäft. In Hafer bleibt das Angebot bei be⸗ haupteten Preifen mäßig; bei vorſichtiger Konſum⸗ nachfrage erfolgen auf Untergebote kaum Zuſagen. Gerſte in mittleren und geringen Sorten vernachtäſ⸗ ſigt, für feine Qualitäten ſind Forderungen und Ge⸗ bote ſchwer in Einklang zu bringen. Märkte Mannheimer Großmarkt für Getreide und Futtermittel Auch am heutigen Großmarkt für Getreide und Fut⸗ termittel war in den Vormittagsſtunden keine Bele⸗ bung der Unternehmungsluſt feſtzuſtellen. Das Ange⸗ bot in Weizen war bei nur kleiner Nachfrage ausrei⸗ chend. In Roggen kam etwas weniger Offertenmate⸗ rial heraus, das aber genügte, zumal die Käufer wei⸗ ter zurückhaltend ſind. Gerſte hatte weiter ruhigen 385 Hafer lag ſtetig. Futtermittel lagen ebenfalls ruhig. Amtliche Berliner Kartoffelnotierungen vom 19. Februat 1934 Erzeugetpreise in Reichsmark je Zentner waggonkrei ab mürkische Station Weiße Kartolffeiln.— rote Kaitofiein. 1,40—1,50 Odenwüälder, blaue— gelbileischige außer Nierenkartofteln 170,—1, 85 Inductriekartoftein. Fabrikkartoffein 9 Pfg. je Stärkeprozent frei Fabrik * ren F. beſtimn Vorſchl Tonne 1. Apri bis 1. zahlen Zuiderf der Ve Rückver Gebiete au. — Welzen Cesetzl. für 1000 ur Märk. V Durchs Fitterwe Sommerv Roggen Gesetzl. für 1000 un Märk. R0 Durchse Märk. Re Märk. R Gerste Gesetzl. für 1000 K und. Braugerst Braugerst Sommerge Winterger Winterger Industrieg Feine Stimmut Haler kür 1000 k. une Märkische Durchsc Feinste( Welzenn in einschl. Me vpe O- Vorzuasme Type 0- Vollmehl( Bäckermel Tvype 41 Feinste Stimmun Roggenm in RM. einschl. .82 Asche Feinere Weizenklei Roggenklei Stimmun % Nach Vere zuläs % Vere Dt. Anl. do. Ne 8% Hoes 6% Fr. l 7% Mittd 70% Ver. Bk. el. V BK. f. B Reichsbat AG. f. V Allg. Lol Canada Dt. Reich Hapag Hambs.-S Hansa- D Nordd. L Accumula Aku AEG Aschaff. 7 Bavern M 1. P. Ben Berger T. Berl. Kar Bekula. Berl. Mas Braunk. E Bremer wW Buderus Charl. Wa Chem. He Comp. Hi: Conti Gun do. Lin Daimler-B Dt. Atlant Dt. Conti, Dt. Erdöl Dt. Kabel Dt. Linol. Dt. Telefo Eisenl Dt. Dortm. Ur ien Still⸗ verſchie⸗ G „ um das h ½ bis g um/ zent und Elektro⸗ t gedrückt. Montan⸗ ½ Proz., Prozent aktien gut rozent an. ent. Von Waldhof imler um zent nach⸗ Umſätze. n eröffne⸗ ꝛgen Neu⸗ chuldbuch⸗ onds plus igetauſchte riefe engl. fremden 4 niſche An⸗ 33 Lariſwerte——— ieferungen 1½ Proz. Aſchaffen⸗ nt verbeſ⸗ arktgebieie p 5 irkt zeigte iefe lagen uidations⸗ nur knapp eranleihen eichungen. rſe ndenz für nachläſſigt en Haupt⸗ Bank⸗ und ntenmarkt „Neubeſitz. nl. Ablöſ. oz. Heidel⸗ 87, Mann⸗ Stadt 89,5, oz. Pfälz. dzyp. Gold⸗ 90, Daim⸗ lacher Hof 76, Gebr. kr. Mann⸗ Heilbronn do. Walz⸗ Preßhefe aktien 105. 3, Seilind. 178, Ver. dhof 47,25. sconto 65, 85, Rhein. Bad. Aſſe⸗ insp. 36. „ꝗ Haid u. 76, 7proz. Gold 91. z. Rhein. hter. Der /s Prozent rege um⸗ * — weiter be⸗ rüber dem Kurs von wurde aus e gemeldet. 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Tragfähigkeit zahlen die Prämie für 350 To. Die Reiſen über die Zuiderſee, Seeland und Belgien ſind nach Beſchluß der Verſammlung weiterhin anzumelden, weil eine Rückverſicherung von ſeiten der Geſellſchaft nach dieſen Gebieten noch beſteht. Die Zuſchlagsprämie für jede Reiſe von Kehl bis Straßburg nach Baſel einſchließ⸗ lich Rheinfelden beträgt 6 hol. ets. pro To. Trag⸗ fähigteit, von Emden über den Bollart nach Delfzijl beträgt die Zuſchlagsprämie 3 Pfg. pro Tonne Trag⸗ fähigteit für jede Reiſe. Wegen der Erhebung eines Beitrags zum Reſervefonds wurde der gleiche Beſchluß wie in den Vorjahren gefaßt, nämlich dahin, daß der Geſamtvorſtand ermächtigt wurde, je nach Entwicklung der Geſchäftslage eine Zahlung zum Reſervefonds bis zu 15 holl. ets. pro To. Tragfähigkeit einzu⸗ berufen. Die zurzeit gültigen Verſicherungswerte wurden um 10 Prozent geſenkt. Die vorgeſchlagenen Satzungsänderungen wurden einſtimmig angenommen und Rechtsanwalt Lindeck zum Vorſitzenden wieder⸗ gewählt. Der Rechenſchaftsbericht weiſt eine erhebliche Beſſe⸗ rung gegenüber den Vorjahren auf. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung werden auf der Einnahmenſeite ausgewieſen; Kaskoprämie erhoben 25 ets., fl. 52 662 (63 191) abzüglich Prämiennachlaß für Stilliegen 1423 (3126), Mobiliarverſicherungsprämie 2313(2344), Fracht 1184(1179), Wrack 1105(1100), bezahlte Reichs⸗ ſtempelſteuer 1283(982), erhobenes Eintrittsgeld 67 (157), eingenommene Zinen 6612(7371), Buchgewinn auf fl.⸗Wertpapiere 13(—), Einkaufsgeld für neu ein⸗ getretene Schiffe mit fl. 2007, das ſich um den Ver⸗ mögensanteil für ausgeſchiedene Schiffe auf 516 er⸗ mäßigt, dagegen ſtellt ſich das Schadenkonto auf 37 351 61 790), Hauskonto auf 218(88), Verwaltungskoſten 7086(7197), darunter Gehälter einſchl. ſozialen Laſten 4157(4397), ſonſtige Unkoſten 3217(3516), darunter Mitgliederverſammlungstoſten 952(1296), Porti uſw. 588(595), Beiträge 3748(3765), bezahlte Rückverſiche⸗ rungsprämie 3849(3924), Gewerbeſteuer 3233 103 (—), Zuweiſung an den Reſervefonds 516(—), Buch⸗ verluſt auf RM.⸗Wertpapiere 1260(49), Abſchreibun⸗ gen unverändert 724(alles in hfl.). Die Bilanz zeigt u. a. RM.⸗Feſtanlage bei der DD⸗ Bank Mannheim(alles in hfl.) 10 083, Feſtanlage bei Bad. Bank Mannheim 17 794, Efferten 87 537 (RM.⸗Wertpapiere), in ausl. Währung 5903, Haus Luiſenring 23 500, Poſtſcheckkonto Karlsruhe 1373, De⸗ bitoren 26 037, dagegen Creditoren 7121, Schaden⸗ reſerve 28 600, Kapitalkonto 160 185. Am 31. Dez. 1933 waren 220(219) Schiffe verſichert mit einer Tragfähigkeit von 211 386(210 975) To. Die Verſicherungsſumme belief ſich an dieſem Tage auf hfl. 5 910 900.—(5 818 100.—). Die Verſicherungs⸗ Abendausgabe— Montag, 19. Februar 1934 ſumme der beweglichen auf den Schiffen befindlichen Habe der Schiffselgner betrug am 31. Dezember 1933 hfl. 462 510(470 120). Hauptſchriftleiter: Dr. Wilherm Kattermann Chef vom Dienſt und ſtelvertr. Haupiſchriftleiter: Wilhelm Ratzel Verantwortlich für Reichs⸗ und Außenpolitik: Dr. Wilh.————+π für Wirtſchaftsrundichau: Wilh. Ratzel; 5 politiſche Nachrichten: Karl Goebel: für Unpolitiſches, Bewegung und Lokales: Herm. Wacker; jür Kulturpolitik Feuilleton. Beilagen: Willt Körbel: für Sport: i. V. Julius Etz, fämtliche in Mannheim. Berliner Schriftleitung; Hans Graf Retſchach, Bernn SW 68, Charlottenſtr 15 y. Nachdruck ſämtl. Criainal⸗ berichte nur mit Quellenangabe aeſtattet Sprechſtunden der Schriftleitung: läglich 16—17 uor. (außer Samstaa und Sonntaa Hakenkreuzbanner⸗Verlag G. m b. Verlagslener: Kurt Schönwitz, Mannheim. Sprechſtunden dex Verlags⸗ leitung: 10.30—12 Uhr(außer Samstag u. Sonntag). ernſprech⸗Nr. für Verlag und Schriftleuung: 314 71, 204 86. 333 61/62.— Für den Anzeigenteil verantwortl.? Arnold Schmid. Mannheim Durchſchnittsauflage: Januar 40 000. Druck: Schmalz& Laſchinger, Abteilung Zeitung⸗druck. —— ESNOTIEUnTEX:*.— Produktenbörse 3 Metall Notierungen RM. tür 0 kg in min ſu nü Smn Berliner Produktenbörse Berliner Devisenkurse kiehtrolvttuoter(vlrebars) vrompt. en Hamburg oder Kotterdamn 46,50 Wan vom 19. Februat 1934 vom 19. Februar 1934 Cesetzl. Handelskl. Fortsetzung Raffi 44,25—44,75 in Rhi.„trei Berlin affinadekupfer, loco„„„ 5„ 45 Station“ Geld 4 Briet God Briei Ziaaumräazupter a1 ie i m RM. fur 10. Kg Haandaral e 14.50—15 00 Durehschnittsguantat 104,50—130— e e, nefe Eatterweizen märkischer——.—— Buenos Alres..650.654 0,650.654 Statſonen Fonrl 19,00—19,25 Sommerweizen märkischer— Kanada. 2,407 2,503 2,507 27513 Remelted.Plattenzink von handelsüblich. 0— Istanbul 1,998 2,002„008 2,012 Beschaffenheitt— —— 1— 5 1 in“ uttererbsen 15 5 5„„»„»„„ 5 33 f öchkahf,„ ig2 für 1000 14 in————◻1 e nih 16,00—17,00 London 12,5 12,28 12,55 f12,5 f gessi in Walz- ofler Drahtbatren 164,00 und„a 16,50—16,50 New VoIK.. 2,517 52³3.827 2,533 Banka-“ Stralts- Australzinn in Ver⸗ Mäark. Roggen“) Wicken ene 15,00—16,00 Rio de Janeiro. 90.213 52¹⁵ 9,216 0,218 käuferswahl(in Pid p engl 70) 295,00 Durchschnittsqualität 162—158— Lüplten biahe„ een 13,00—13, 50 Uruguy)y 1,289 1,291 5289.291 Hüttenzinn mindestens 90%„„„„.* Märk. Roggen“)—4 44 Elolnén. Kelbs,„ ii n 15,50—16,50 Ams erdam, 168,.330 J168.670 168,630 165,970 Reinnickel. 98—99% 305,00 Märk. Roggen)—— Seradella. Ane AKR i.— Atnen,„ 2,407 2,411 2,407 2,411 Antimon-Reguleg„ 39,00—41,00 F 18,00—20, 00 aise 58,370„490 58,440 56,560— Gerste 4 Fan 35. 5—145—— 4 2,488 27492 2,460 2,.492 K n. SkKl. rdnubkuchen. is 10.30—10,4 udapest.—* 1 3 fär 1060 ur in Ffi.. res befun Franalinchenwefi, basis 5ö), ab liba, 160—1070 f paneſen::„ 4 eh 17) 2770 Saptrpian Pertz, en, loog kein det Et 30 00—12,00 und„ab märk. Station L 10,10—10,20 Heisingfors. 5,654 5,666 5,714. 3,726 old, Freiwerbehr per Gramm. 155 Braugerste, feinsts, neue 5 5 Extrahiertes Soyabohnenschrot. 46% lialten. 21,990 21,030 22,000] 22,040 Kit.Flatin(Apfälle) Glreagreis W Biauerzis. gute 176—163 167—174 ab Hamburg, 8,75 Jugoslawien 5,664 5,676 5,664 5,676 Techn. rein. Platin. Detailpreis in RM. ar S mittl. Art u. Güte 165—173 156—164 Extrahiertes Soyabohnenschrot. 46% Kowno. 158 41,610 41,690 41,710 41,790 det((r 1 Wintergerste zweizeiſis— 5 e. 9,30 Kobenhagen. 57,190 57,310 57,840 7,990 Wintergerste vierzeilig—— Bitoßnohegn 14.30 Lissabon 11.670 11,690 11,790 11,810 Tendenz: Industriegerste—— Kartoffelilocken. freie Ware„„„ 14,80 OS%i„ 64,340 460 65,130 65,270 Faris... 16,75[ 16,515 16.490 16,530 W:: Haler Preise in RM.— Oelsaaten per 1000 Kkg. 8 4 1 74705 0830 327570 3030 35330 Notierungen der Bremer ur frel Berlin“ 5 647 kut J6e u i gon⸗ vduzt hor 100 Kr—— 07 30 347 3053 Baumwollterminbörse Markischer Hafer————1——*4—◻¹ 9 tockhom 3 heb Burchschniffeauantige, wonz f 144—152 f 135—10 Zeilin GEssnd)? 60080 38270.0 20 n Feinste Oualitäten uber Notis Wien.. I J,300 f ,360 4,200 4,300 Welzenmehl 423 W Handelsrechtliche Briel Oeld ne ahnt in RM. für 100 kg brutto eimseli. Sacl hei getin. Lieferungsgeschäfte an der lanuer 1935.„ 1413,00 141000— Auszugsmehl 405 Asche— Berliner Pro 3 3 Mär⸗„% ο 1348,00 1340,00 4— 110 Asche ⸗ 1 00-5, 4 dulttenhörse Amtliche Preisfestsetzung Mal.„ 13600%4 1351,00— — 95 31.00—25 4 Berlin, den 19. Februar 1934 uiil.„. 1375,00 13738,00 1375,00 volimenl—68/ 30,00—31,00 für Metalle Ortober.. 1306,00 1393, 0 1308,0 Bäckermehf.70 Asche)— Welzen mit Normalge wicht 755 kr. pro L. vom Kahn oder Dezember, 1409,00 1407.00 1407,00 Type 41—70% 26,00—27, 3 vom Speicher Berlin Berlin, den 19. Februar 1934 Feinste Marken über Notiz Stimmunx: ruhig kes. Handelspreis Geiensmarn per 100 Kg) Weizen II kongenmehl Weizen Ill 185,0— Magd rg in. Kil. für 100 ur brutto Weizen IW 107,50— Koppen Ael— ahdeburger einschl. Sack lrei Berlin Zuckernotierungen .82 Asche)—70% 22, 20—25,20 a Koggen mit Normalgwicht 712 zr. pro., vom Kahn oder fest still stelig Feinere Marken über Notiz vom Sbeicher Berlin Magdeburg, den 19. Fehrua 1934 Kiele 13 1 zes. Handelspreis Brier Geld Brief f Geld J Brief f 0el— „ kür 100 ks brutto oggen— enzell, Ser. Pun.— 10 Zanuar... 49,30 39,75 13,25 15,50[ 19,28 19.00 ab Banhn und ab Mühle orsen 1 Faeguar... 10.50 38.75 15,25 15.50 19,50 18,0— welentlele 1,10—1½2%0—— en becher Bere een Ronzenkieie 16,50—10,— R 44.0 40,5 f 15,50 14.5 f20,00 16,0[ rebruasr. 40.20 August 4% 4,70 Stimmuns: runig zes. Erzeuzerpreis Handelspreis zugt... 41,50 41,25[ 15,50 15,00 J 20,50 20.25 4 per Marz— 13 Au 4,5[18.3 13,28 f 20,9 20%0 f Wr 4,40 4,20 f. sepiember—— * Nach Prol. Mohs.—*—— 7 5 35 4˙% f1375 15% 2½0.0 Aoprn...50 f 4,30 Oktober. 4,35.,75 ) verelnzeltes Auswuchs- und Schmachtkorn(Rost ist(ab Boden Berun)——— 43.0 4335 18 11— 15 0 bai... 4,60 4,40 Novemben—— zulassix. Aues ber 1000 Ut in Reichamark Reremder 4838 4½5 18 15½ ½..—— hhenemben h0 ) Vereinzelt. Auswuchs- u. Schmachtkorn ist zulässix. Roxgenmehi per i00 ke einschlieblich Sack frei Berlin. hesembder. 44.00 fl48,75 f 16,00 15.75 22,50 21,30 Tendenz. ruhig Berliner Börse Frankfurter Mittagsbörse Kassakurse Kassaukurse Kassakurse Schluſlkurse Tag 16. 2. 19. 2. Tag 16. 2. 10. 2. Tag 16 2. 19. 2. Ta 16. 2. 19. 2. Tag 16 2. 19.2. Tag 16. 2. 19... 8 44 C 48 2 5 7 Diſch. Reichs⸗ Gritznex 20.50 29A,62 Dt. Anl. Aus. 5 Eintracht.„. 166,00 f171, Schl. Bz. Zink.. 37,50 32,00 J paimler.. 46,50— ganteihs 192% 95,75 96,25 Grün Pihhenger— 200,00 do. Meubestts. d9,0[zen kisend. Vert... ,50 85,00 40, Ei. B... 11j62 118,50 f pe. Contizas,. 119.00 122 00 n amAien 2 Ki⸗ 85%½ Hoesch Kkl., d2,3 f d,50 f El. Lieferung. 99,00 99,75[ Schub.-Salz.... 167,75 186,75 Dt. Erdöl... 109,75 109, 75 8% Mannheim 76 35,50— och⸗Tieſbau 1o05˙50 5* 6% Fr. Krupp Rll. 20.52 20,10 f Ei. W. Schles.. 94,50 36,00[ Schuckert..... 103,50 105,12 Dt. Linol..——%, Mannheim 27 3500 86, 00 olzmann Po.,— 0750 7½% Mitta.Stant Rbu. f,48] gn f El. Lieht-Kt..... 10,75 106,00 scnulthein.... 9,50 90,32 f Eisenb. Vert.. 3200— nsiehe ren Ki 1 7% Ver. Stahl KM. 69,87 659,00 Engelhardt.... 41,25 31,50 Siem.-Halske.. 140,75 150,00 J Ei. Lieferz. 4—— Grktr. Müöm abg.—— 3 Knorr— 1655 Br. el. werte.. 35,5 a8%% f 1. G. Farben. 150,/(138,00[ Stohr Kamme.„. 116,50 119,75 El. Licht-Kr.—* 3 6 338:[Vonſern Wragn— 465 Bk. f. Brau.. 956,75—75 Feldmühle. 90,50 91,50 Stolberg Zink..„ 45,50 46,00 J parbenind...„ 3, 131,00 133,00. 4 Hop 50,25 8˙5 47 ie0 Walzn 75.00 1 Reichsbank... 166,87 45.7%[Fetten.— b0% Sudd. Zucker.. 157,00 160,00 J Feldmuhle 6—— 2 80152— 94,50 34,0 J Metallaeſeuich 75½75 75,87 AG. f. Verkehr.. 66,00 Gelsen Bere.... 33,25 f,e Tnur. Cas.. 117,50 117,75 f Felten-Guille. 2% 61,25 60,25 3 38 U*—1* 24½0[ Ryeineleltr Va. 105,00 105.00 Ale. Lohkal... 96,75] 95500 f Ges. f. el.... 0,50 100550 1onb. Tiets 20,37/ 20,25 Gelsen. Bz.. 64,75 63,15 5˙⁰⁰%% 3 Liau. 3350 285 5 Sl. U— 94,50 Canadla..— 2˙25 Goldschmidt..„ 50,7 50,37 ver. Stahl..—* Ges. f. el.... 100,87 100,25 do' Anteilſcheine 6,00 9,90 S 55775 57725 Dt. Keichsbahn Vz. 112,37 112, Hambs. El... 113,75 114,87 vosel Draht.. 70,62 70, 00 laschmidt.. 59,00 60 00 Rhein Hoß—9 97,07 92,2[ Schiiellr Franet ambe Go0 pr- Nrankth 6,00.50 .26,37 20,50„„ 2400 25,75[Wasser Gelsen.. 11,00 113,00— 2 do Reihe 35. 35,½ 2,62 uckert Mürnba 105,50 05,00 Haphegeg„ Harb. Gummi 7 16.25 0 Harb. Gummi do. Kommunaie 4 90.00 105, Hambs.-Süd... 25,00 24,75 Harpener 34,00 92,3 Westeregeln.... 116,25 117,0*———„ 95,75 95,12 Zis% do Vign 10 69,00 eilind Wolif— 3⁰50 Hansa⸗ Dampf— Hoesch-Kön... 16,00 16,09. J zen walch.. 47,00 47,50 etiz 16.50— abd Bank——3 Siemens& Halsre 149,90 149,90 fordd. Tiorä... 136 aienane e in ee an ohp. Bn r e r Lis Gss 70753 Accumulator... 16i,50— Hotelbetr.. 4½15 43,00 lise Bera Genus. 116,75 117,75 Com. u rih⸗B 55,25 522[Per. ci Fele 9000 90,00 Aku... 456,12 f 49,00 jise Bergb.. 142,00—— Schlunkurse Gebr junghans. 36,12 37,00 5 Aier e 64,75 60.00 Zellſtoff fchahng 57,00 7707 A„ 39„e ee ene 98,0 96,50[ Kan chemie..— ie Gup Banr%0 3 FiteiſWaldioi. 370 J Aschaff. Zell... 36,5 30,15 f jungians..„ 36,0, Abide enr-s„ 19,25, 19,35 Kibenner. 3,2 8100 p Wanf 308 5 iderüs, Eſſenw. 75,0% 3000 Bavern Motor... 141,12 142,0 Kalichemie.. 94,50 96,50 I Neubes. 70,00 70,87[Kokswerke... 90,75 30,62 eichsvank 167˙75 162•25 a8 Ba. 210,00 220,00 I. P. Bemberg. 33 An Kali Aschers.* 5. Lahmeyver. 25 Rhein Hyp Bant 120,00 115,75 I n—*—— B Tiefb.„ Klöcknerwerke 5 0. M smann„ 45—— Jiſe Berghau. 5—4 100,00 100, 25[ Kokswerte.. 30,5 90,00 f Hant f. Brau—+ 1. reen n Rordd Lloy9. 31.37 32,12 alt Aſchersleben 117½00 1150 erl.„1. 125˙12 128.62 Läneder er 116,00 Reichsbannk 7 Max, Hütte 23— Brauer. Henninger—— Salzdetfurih— Bekulaea. Laufahtte„ es., Verkehr.— 2 5 76,12 LöwenhräuMünch 209,50 22,00 alt Weſteregein 126.00 116,00 Berl. Manch.. Wns f Tespolasr. FF a K u. Bg Zweibr. 35,0 103,0 Albanerwerke 54,12 26,37 Braunk. Brik.... 15,00 168,00 Mannesmann. 83,5 60,00[ pt. Reichsb.... 112,12 1127 Rnaniz Beg nn ans edarf dn Bremer Wolle.— 171,00 Mansfelet„ 37,00 30,00 Hapag* Rhein. Brk. 3 5 Schwar Ködchen 52,.25 + 5 öner Blravau 4350 200 Buderus... 179,00 60,12 Maschb. Unt.. 46,12 47,12 klamburg. Sudtd.. 2 4 do. Elektr. 31 5 ichb⸗WMerger 75,0 76,50 41 Brauntohl 20475 206,.00 Charl. Wasser.. 91,50 95,25 Max'hütte.... 146.50 146,25 Mordd. Llovd 16250 12 Rheinstahl.. 3% 90,25 21,01 Alla El. Gel. 39,02 39ů30 Abein—— 59,50 51,57 Chem. kieyden... 89,90 20,75 Metallzes... 75,50 76,25[ Akkumulatoren.. 162,50 1652,25 Rh.-W. El...„ 36,50 90,00 ad. Maſchinen 128,00 126,00 Salzih Heibronn—— Comp. Hispano.. 165,50 157,00 Nontecatin— 4,37 A. E. OG.. 3075 30,87 Kütrerg 87,12 Seahein 100 43 5 Stablw. 43,00 42.75 Conti Gummi... 156,00 15,,12 f Niederl...... 175,50 170, Bavern Motor... 148,50— She n Gewen Wdei 38——— do. Linol... f orensteln 50 13837 J Schuchert— Talmler⸗Senz 4,0 Mand“ Ver.%% 25, Deimeanen 11812 118550 f Sobnis Be-— ee n n 0⁰. pt. Atlanten.... 110, 1 119,50 f pojvpn 20,12 20,67 Berl, Karisr. 109,25.— Siemens„— 160,00 Di-Gold⸗n. Silbich 160,25 150,25 Sieuergutſcheine: Dt. Contigas.. 119,62 123,25 33 206˙37 206,75 Bekull 125%½ 120,8[ Stöhr Kamma—— St. Linoleum 56,99 49,5 Fazſrd g bit. Erabi..... 100/28 100 enn- mre,—Berl Masch.. 5550 16900 f Stoib. Zun. 4„, h Sichen Araff.%% W: bi. kabei... 48˙% 20½00 f Khein. E... 30 Fi Braunk. Brih.... 168/0 155/00 Suad, Zucher 33 1020— Egengerunen 3300 3300 1„„ 100%% 300%35 Dt. Linol.... 46,00 49,00 Rheinstahl.... 39,75 90,0] Bremer Wolloe..— 0 Tnür. Gas.„—— 6 ighenmnie Hön, 154,28 13375.„ 7 4 9235 20,50[-n. wW. Elektr.., 6,75. 86,1 f Buderus... 30,25 20,50 f ver, Stahl 3 33— 34 Farben 150,08 188,0 1038—9 92703 Dt. Eisenhdl. 37,50 f 39,50 Rütgerswerke— 57,50 Conti Gummi— 154,00 Westeregeln„ 117,50 EF 3 f Bonds 117,95 110,00 Abiöf,⸗Ant. Al e1 95,10 36•30 1 Dortm. Union. 2 184,50 156,50 J Salzdetiurch„ 3 3 3 155,00 155,50 do. Linol. 52,50 1— Zellst. Walchof:—— oldſchmidt, Th. 53,00 50, do. Reuzef, 18.40 Abendausgabe— Montag, 19. Februar 1934 Jahrgang 4— Ar. 84— Seiie 12„Hakenkreuzbanner“ ——— ——— —— Anordnungen der NSDAp Anordnungen der Kreisleitung Veranſtaltungen unr Vortrüge religiöſer Art finden in immer ſtürkerer Zahl in Mannheim ſtatt. Die Kreisleitung der NSꝰDaAwp macht hiermit die Sonder⸗ Organiſationen ſowie alle Parteimitglieder nochmals darauf aufmerkſam, daß die Bewegung ſich in Fragen religiöſer Art nicht einmiſcht. All dieſe Veranſtaltun⸗ gen ſtehen auſterhalb des Rahmens der Partei. Eine Berufung auf die NSPAp iſt deshalb bei all dieſen Veranſtaltungen unzuläſſig. Der Kreisleiter: Dr. R. Roth. Alle Verſammlungen der Partei und ihrer ſämtlichen Unter⸗ und Nebenorganiſationen, die für den 24. und 25. ds. Mts. feſtgeſetzt ſind, müſſen im Intereſſe der BVereidigung der politiſchen Leiter ſofort abgeſagt werden. Die Kreispropagandaleitung. Hiermit wird nochmals darauf aufmerkſam gemacht, Jungbuſch. Dienstag, 20. Febr., 20.15 Uhr, Mitgliederverſammlung in der„Liedertafel“. Dienstag, 20. Febr., 20 Uhr, finden folgende Zellenverſammlungen ſtatt: Zelle 1, 2, 3, 4 im Saale des und zwar die Quadrate F, G. E. Zelle 5, 6, 7, 8 im Saale des Ev. Hoſpiz, wie Straßen Holzſtraße, Luiſenring, Neckar⸗ vorlandſtraße, Seiler⸗, Graben⸗, Schanzen⸗, Dalberg⸗, Böck⸗, Beil⸗ und Werftſtraße. Zelle 9, 9a im Gaſt⸗ haus„Zur Mühlau“, Böckſtraße, gegenüber der Kauff⸗ mannsmühle, und zwar die Straßen Verbindungs⸗ kanal, Güterhallen⸗, Verl. Jungbuſch⸗ und Frucht⸗ bahnbofſtraße. Neckarau. Dienstag, 20. Fehr., 20 Uhr, Heim⸗ abend in der Germaniaſchule. Dienstag, 20. Febr., nachm. 10 Uhr, Beſpre⸗ chung ſämtlicher Ortsgruppenleiterinnen des Stadt⸗ und Landbezirks Mannheim in der Geſchäftsſtelle D 1, 5,6(Zimmer). Humboldt. Appell ſämtlicher politiſchen Leiter der Laienſpielgruppe. Antreten am Dienstag, den 20. Febr., 20 Uhr, vor dem Büro der Spielſchar⸗ organiſation, K 2, 6. Rollenbücher und Geld für Rollenbücher mitbringen. Antreten am Donnexstag, 22. Februar 1934, vor dem Büro K 2, 6. Deutſches Stamm Heide, Standort Feudenheim: Alle Pimpfe (—10 Jahre) treten Dienstag, 20.., um 17 Uhr im Schulhof an. Turnſchuhe mitbringen. NSBO Feudenheim. Zu dem am 20. d.., 20 Uhr, im „Jägerhaus“ ſtattfindenden Schulungsabend haben alle Mitglieder, dde vor dem 30. Januar 1933 beigetreten ſind, zu erſcheinen. Oſtſtadt. Dienstag, 20. Febr., 20.30 Uhr, im Nebenzimmer des„Pfalzkellers“, N 7 Sitzung ſämt⸗ licher Betriebszellenobleute und Straßenzellenwarte der Ortsgruppe. Dienstag, 20. Febr., 17—19 Uhr, im Parrhotel. 94 Zimmer Nr. 6, Sprechſtunde für Mitglieder und Nicht⸗ mitglieder.— Don nerstag, 22. Febr., 17—18.30 Uhr, im Parkhotel, Zimmer Nr. 6, Sprechſtunde für Mitglieder und Nichtmitglieder; ub 18.30 Uhr Fach⸗ gruppenführerſitzung. Rundfunk⸗Programm für Mittwoch, 21. Februar Mühlacker:.55 Frühmeldungen, Zeitangabe; .05 Wetterbericht; 11.05 Balladen; 11.55 Wet⸗ terbericht; 12.00 Mittagskonzert; 13.15 Zeit, Nachrichten; 13.35 Was wir jelten hören; 15.00 Lieder; 16.00 Konzert: 18.00 Jugend⸗ ſtunde; 18. 45 Zeit, Landwirtſchaft, Wetter; 19.00„Stunde der Nation“; Bach— Mozart — Beethoven; 20.00 Kurzmeldungen; 20.10 Wihn Südweſtabend; 22.00 Zeit, Nachrich⸗ ten; 22.15 Du mußt wiſſen.„ 23.00 Aeltere daß mit Ausnahme des Winterhilfswerks allen Orga⸗ PoO. und Amtswalter der NSBo, NS⸗Hago, NS⸗ 1 niſationen und Vereinigungen Sammlungen gleich Kriegsopferverſorgung, NS⸗Beamtenfachſchaft am Deutſche Arbeitsfront T k; 23.30 Kl Stücke fi Klavier; 9 welcher Art verboten ſind. anzmuſi eine Stücke für 5 3 erlag ———— en ſin Dienstag, 20. Febr., 20 Uhr, im Heim, Hum⸗ Don, Fachgruppe Kohlen. Dienstag, 20. Febr., 24.00 Nachtmuſik.„Hakenr 5——— die Firmen nicht nur etwaige Sammel⸗ boldtſtraße 8. 20.15 Uhr, im Saale des„Deutſchen Hauſes“( 1, München:.25 Frühkonzert; 12.00 Mittags⸗ Reöngria 5 en, 4 ſondern die Kreisleitung ſofort 10/11, Monatsverſamulung mit Lichtbildervortrag von konzert; 16.00 Veſ t5 1730 Die d Mgere avon zu verſtän n 1§3 Herrn Dipl.⸗Ing. Schulte:„Steinkohle⸗Vorkommen, onger 3 eſper Andeße Diden 553 Jungbann 1/171. Am 23. Febr. veranſtaltet der Dn»Gewinnung und ⸗Auſbereitung“. würdige Belagerung von Cham; 1750 Sere⸗ 4. 3 VO einen„Volksdeutſchen Cpfertag“ für die Winterhilſe. NS-⸗Frauenſchaft— 5——————. von.30 ozar rien großer ernkompo⸗ mneee. Feudenheim. Dienstag, 20. Febr., 20.15 Uhr, im JFägerhaus, Talſtraße, Pflichtſchulungsabend. Die Jungvolker des Jungbanns 1,171 haben ſich für Sammlungen auf Aufforderung durch Schulen und Dienstag, 20., und Mittwoch, 21. Februar, jeweils nachm. 5 Uhr, Fiſch⸗Kochvorführungen in der niſten; 1900„Stunde der Nation“; 20 30 Der Verſchwender; Original⸗Zaubermärchen in VDA zur Verfügung zu ſtellen. Waldhof. Schulungsabende für Pgg..1 5, 8/9 Montag, 19. Febr., für Zellen Waldhof und Luzen⸗ 1/171. Dienstag, 20. Febr., melden ſich ſämt⸗ NS⸗Küche, K 5, 8/9. drei Teilen; 23.00 Nachtmuſik. berg im Lotal Gaier, Luzenberg.— Dienstag, den liche Kameradſchaftsführer mit den Quartierzetteln KDA Deutſchlandſend.35 hk 5 —5 5 eutſchlandſender: 5 Frühkonzert; 10 10 „Februar, für Zellen Atzelhof und Gartenſtadt im im Unterbannbüro 5, 9. Wir verweiſen auf die Verödffentlichung über den Deutſche Volksmuſik; 1210 Mittagskonzert; 14.00 Neue Operetten⸗ und Filmmuſik; 16.00 Konzert; 17.00 Literariſche Schreckenskamme 5 18.05 Was uns bewegt; 18.50 Das Gedicht; 19.00„Stunde der Nation“; 20.10 Weltpoliti⸗ ſcher Monatsbericht, 1 A3 Gartenſtadt. H3 vesheim. Montag, 19. d.., 20.1 1 9 b.., Arl5 Ubr, im Spielſcharorganiſation Parteilokal„Zur Krone“ Schulungsabend. „Schwetzingerſtadt. Am 1. eines jeden Monats iſt Orcheſter. Antreten heute, Montag, 19. Febr., Mitgliederverſammlung, an jedem weiteren Montag 19.45 Uhr, vor dem Büro der Spielſcharorganiſation K 2, 6(mit Inſtrumenten). findet abends 20.30 Uhr Heimabend ſtatt. 7. 1 5 3 1 1634„ 4 20 0* 770„37* 2—4—— 4 Tag der deutſchen Technik in der Ausgabe des„Haken⸗ kreuzbanner“ vom 18. d.., und bitten um ſchrift⸗ liche Anmeldung zur Teilnahme bis ſpäteſtens Don⸗ nerstag, 22. Febr., abends 18 Uhr, im Geſchäftszim⸗ mer des KDAg, Parkhotel, Zimmer Nr. 6. ——— onre 1 neε Alle Hpollo-TAeater ⸗ Mungemittel ſur Riend und ar, ——2X&&—2·——&—&*—. eeen— imenſaaten 2. Sensations-Spielplan GarienbedarfFFAZA u verkauten telleng 5 Lieihelhſem⸗ Iueeeeee mi. — S ulfr ies— R 1,1/ 6 2, 24. f0 nhun. F3, 13. fart 2t. 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