13. Mai 1934 üf .50, 95 nd .25,.85 „.35,.10 rm.85,.35 E- ..75,.28 ie- „.25,.40 Wäsche Se .90 bis.50 .35 bis.25 .65 bis 75 .25 bis 50 .95 bis..45 .75 bis.15 .60 bis.95 .80 bis.50 Hsmäntel .10, 95, 68 .40,.20,.95 .25,.65,.45 .90,.75,.45 .10,.90 .85,.50 .35,.10 .95,.68 0PTpOSIT a 64 On 2 A ner Garten rlängerung fler ist f enlanger Vorberel⸗ jeden zugünglich. s blaue Wunder im ,F 15à 2044⁰K —— wren! erkaul für den ätshandarbeiten nentücher“ A lung 0 Pfennig Ausgabe à erſcheint 12mal(.20 RM. und 50 Pfg. Trägerlohn), Aus⸗ gabe B erſcheint 7mal(.90 RM. und 30 Pfg. Trägerlohn), Einzelpreis 10 Pfg. Beſtehungen die Zeitung am Erſcheinen(auch durch Z. Regelmäßig erſcheinende —— und Schriftleitung: Mannheim, R 3, 14/15. Fernruf: 204 86, 314 71, 333 61/2. Das enkreuzbanner“ nehmen die Träger ſowie die Poſtämter entgegen. boͤbere Gewalt) de Monkag⸗Ausgabe Pirmaſens, 13. Mak. Bekanntlich hat die Saarlündiſche Wirtſchaftsvereinigung im Februar dieſes Jahres der Regierungskommiſ⸗ ſion des Saargebiets die Gründung einer „ſaarländiſchen Separatiſtenmiliz“ vorgeſchla⸗ gen. Dieſer Plan war, wie man weiß, von der Regierungskommiſſion des Saargebiets mit einem befürwortenden Begleitſchreiben an die Saarkommiſſion in Genf weitergeleitet worden. Die„Pirmaſenſer Zeitung“ iſt in der Lage, aus dieſem Organiſationsplan folgenden Abſchnitt wörtlich zu veröffentlichen: Saarländiſche Miliz nach der Art der öſterreichiſchen Heimwehr. Organiſationsplan: 5000 Mannſchaften, gegliedert in 45 Mann⸗ ſchaften für den ordentlichen Polizeidienſt und fünf Mannſchaften für den Geheimdienſt, ge⸗ führt von je einem Gruppenführer, eingeteilt in insgeſamt 350 Staffeln zu je 20 Mann. Füh⸗ rer:„Staffelführer“. Bewaffnung.: Mannſchaften Gummiknüppel oder Stahlrute; Führer: Gummiknüppel und Browning. Aufnahme.: Nur unbeſcholtene antifaſchiſtiſche Saarlän⸗ der können aufgenommen werden. Politiſche Vorſtrafen zählen nicht. Nach drei⸗ monatiger Ausbildung haben die Prüflinge den Eid auf die Regierungskommiſſion und den Völkerbund zu leiſten. Die vorläufige Führung wird durch zuverläſſige Polizei⸗ und Landjäger⸗ beamte geregelt. Berwendung: a) Zum Schutze einer freien, geheimen Ab⸗ ſtimmung. b) Zum Schutze der antifaſchi⸗ ſtiſchen Bevölkerung. c) Zum Schutze der Regierungskommiſſion und der anti⸗ deutſchen Beamten.() d) Zum Auffül⸗ len der durch Entlaſſungen freiwerdenden Po⸗ lizei⸗ und Landjägerpoſten.() e) Zur Be⸗ kämpfung der nationalſozialiſti⸗ ſchen Terroriſten. ſ) Zur Gewährleiſtung, daß die Verordnungen der Regierungskommiſ⸗ ſion befolgt werden. Den Schluß bilden Vorſchlüge für Verpfle⸗ gung und Unterkunft der Mannſchaften dieſer Miliz. Unterſchrieben iſt dieſes Dokument von den Herren Buchheit, Feiſtel, Gonter Grof. Der aufgeſtellte Plan zeigt, daß man beabſich⸗ tigt, eine ſo ſtarke„Heimwehr“ zu ſchaffen, daß ſie unter Umſtänden ausreichen würde, um jede deutſche Regung wenigſtens zeitweiſe gewaltſam unterdrücken zu können, zumal dahinter die ganze Macht der Regierungskommiſſion ſtehen ſoll. Nach dem Plan ſoll die Regierungskommiſſion zwei Drit⸗ tel der Koſten aufbringen, d. h. die Steuern zahlende deutſche Bevölkerung an der Saar ſoll eine antifaſchiſtiſche — lies antideutſche— Knüppel⸗ garde auch noch unterhalten.(1) Das polniſche fabinett zurückgetreten Dr. Kozlowſki beauftragt Warſchau, 13. Mai. Am Sonntag fand eine Sitzung des polniſchen Miniſterrats ſtatt. Anſchließend begab ſich Miniſterpräſident Jen⸗ drzejewicz auf das Schloß zum Staatspräſiden⸗ ten, dem er im Namen der ganzen Regierung das Rücktrittsgeſuch überreichte. Das Geſuch wurde vom Staatspräſidenten angenommen. Mit der Bildung des neuen Kabinetts wurde Profeſſor Dr. Kozlowſti beauftragt. ſt rhindert, beſteht kein Anſpruch auf E Beilagen au Für unverlangt eingeſandte Manuſkripte wird keine Verantwortung übernommen. allen Wiſſensgebieten.— Ausgabe A/ Nr. 215 Ausgabe/ Nr. 133 *◻◻ *———— . g 0 3 Anzei teil 45 markt. Fernruf 204 86, 314 71, ſcheckkonto: Das wigshafen 4960. Verlagsort Mannheim banner AMPFBIAIT NORDWESTBMDENS en: Die 12geſpaltene Millimeterzeile 10 Pfo. fg. Für kleine Anzeigen: Die 12geſpaltene Millimeterzeile 7 Pfg. Bei Rabatt nach aufliegendem Tarif.— Schluß der Anzeigen⸗Annahme: 1 18 Uhr. für Abendausgabe 13 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: Mannheim, R 3, 14/1 le im T Die 4geſpaltene Millimete ent⸗ iederholung und p 4, 12 am Stroh⸗ 61/62. Zahlungs⸗ und Erfüllungsort Mannheim. Ausſchließ⸗ licher Gerichtsſtand: Mannheim. Poſt⸗— 4 8— akenkreuzbanner Lud⸗ Mannheim, 14. Mai 1934 Baueentum und Juden Reichsernährungsminiſter darrs vor dem ſchleſiſchen Candesbauernthing Breslau, 13. Mai. Am Samstag fand in Breslau das erſte ſchleſiſche Landesbauernthing ſtatt, auf dem vormittags Reichsernährungs⸗ miniſter und Reichsbauernführer Darré, der ſtürmiſch gefeiert wurde, nach einleitenden Wor⸗ ten des Landesbauernführers Freiherrn von Reibnitz ſprach. Er führte u. a. aus: Früher haben der Bauer und der Handwerker nicht im Intereſſe des eigenen Ichs gearbeitet, ſondern immer nur für die Allgemeinheit. Dieſer Ideal⸗ zuſtand iſt erſt anders geworden, als der Libe⸗ ralismus in Deutſchland von Weſten her ein⸗ kehrte. Hieran iſt im weſentlichen der Jude beteiligt geweſen, denn dadurch, daß der Jude die Welt⸗ anſchauung des Liberalismus erklärte, konnte er die wirtſchaftliche Ichſucht mobiliſieren und zur Religion erheben. Es iſt klar, daß letzten Endes ſchließlich die Wirtſchaftsintereſſen aller in einen Kampf mit⸗ einander geraten mußten. Zu jener Zeit wurde der Handel unerhört entwickelt, aber ſo, daß immer der Jude dazwiſchenſteckte. und nun ſeinerſeits eine Möglichkeit beſaß, am leichteſten zu Geld und Reichtum zu kommen. Und glücklicherweiſe kam dieſer Entwicklung die Tatſache entgegen, daß die ganze Welt wirt⸗ ſchaftlich in jener Zeit noch nicht erſchloſſen war und daß allenthalben eine ſcheinbare Wirt⸗ ſchaftsblüte einſetzte. So kam in Europa kein Menſch dahinter, daß im Grunde genommen für die weiße Raſſe Europas in dieſer Schein⸗ blüte ein tödlicher Keim verborgen lag. Der erſte, der anderer Anſicht war, war der Bauer, denn er merkte auf einmal, daß dieſe geprieſene Entwicklung ſich gegen ihn zu richten begann. Und ſo entſtand ſchließlich jene Zeit um 1870 bis 1880, wo trotz einer ſcheinbaren wirtſchaftlichen Induſtrieblüte bei uns bereits das wirtſchaftliche Durchein⸗ ander begann und ſich in erſter Linie gegen die Landwirtſchaft auswirkte. Der Miniſter ſchil⸗ derte dann, wie Bismarck verſuchte, hier Wan⸗ del zu ſchaffen, aber durch ſeinen Sturz daran gehindert wurde. Das nationalſozialiſtiſche Reich habe als ein⸗ ziges Volk der Erde in kurzer Zeit ſich aus der landwirtſchaftlichen Not befreit. Es ſei heute ſoweit, daß die deutſche Landwirt⸗ ſchaft wieder geſund ſei, während ſämtliche übrigen Landwirtſchaften ihrerſeits heute noch nicht wüßten, wie ſie mit ihren Nöten und Sor⸗ gen fertig würden. Heute werde nun von allen Seiten gegen den Reichsnährſtand gearbeitet, Aber was dieſe Gegner unternähmen, ſei abſo⸗ lut belanglos. Die Betreffenden hätten in den Jahren vor der Machtübernahme das national⸗ ſozialiſtiſche Ziel bekämpft und bekämpften den Nationalſozialismus und ſeine Agrarpolitil heute mit anderen Mitteln. Er behaupte, Gott habe in letzter Minute vor zwölf Hitler geſchickt, um in letzter Minute noch einmal dem Juden die Weltherrſchaft zu entreißen. Den Kampf gewännen letzten Endes nur die, die in einer unerhörten Aus⸗ leſe ſich vor der Machtübernahme zuſammenge⸗ funden hätten. Hierauf ſchloß der Sprecher das erſte Landes⸗ bauernthing mit einem Sieg Heil auf den Bauernkanzler. Vor ſeiner Rede hatte der Reichsbauernfüh⸗ rer zehn Erbhofbauern für über 200jährige Schollenverbundenheit Ehrenurkunden der Lan⸗ desbauernſchaft Schleſiens überreicht. Außerdem hatte noch kurz der Gauleiter und Oberpräſident Brückner das Wort genommen. Der Pfingſtflug des„Hraf Jeppelin“ neuartige Werbemethoden für den Flugſport Berlin, 12. Mai. Der Deutſchland⸗Flug des„Graf Zeppelin“ am 19. und 20. Mai, der vom Deutſchen Luftſportverbandals Auftakt zu der Deutſchen Luftfahrt⸗Werbewoche Anfang Juni veranftaltet wird, wird ein Flug ganz beſonderer Art werden. Da der Deutſche Luftſportverband für ſeine um⸗ faſſenden Aufgaben keinerlei Reichsmittel er⸗ hält und ſo aus eigener Kraft einen Flugſport des ganzen Volkes ſchaffen muß, iſt er gezwun⸗ gen, die Fahrtkoſten für den von ihm gechar⸗ terten„Graf Zeppelin“ für den Pfingſtflug ſel⸗ ber aufzubringen, darüber hinaus hofft man aber auch aus der beſonderen Anlage dieſes Fluges noch Ueberſchüſſe für die ſportlichen Ziele des Verbandes zu gewinnen. Das iſt aber nur mit ganz neuartigen Methoden mög⸗ lich und wenn gleichzeitig alle verfügbaren Kräfte mitarbeiten. Wie der Deutſche Luftſportverband dieſe ſchwierige Aufgabe löſt, iſt in jeder Hin⸗ ſicht bewunderswert und neuartig. Zunächſt einmal wird der„Graf Zeppelin“, der am 19. ds. Mts., morgens.30 Uhr, in Friedrichshafen ſtartet und am 20. ds. Mts., abends, dorthin wieder zurückkehrt, auf ſeinem Flug vorwiegend ſolche Orte anſteuern, die bisher noch keinen Beſuch des Luftſchiffes geſehen haben und die deshalb bereit ſind, irgendeinen Betrag zu ſpenden, damit die Fahrt zu⸗ ſtandekommt und der betreffende Ort berührt wird. Auf einer großen Karte in der Werbe⸗ leitung des Deutſchen Luftſportverbandes ſieht man bereits, wie dieſe originelle Idee, die von allen intereſſierten Stellen begrüßt worden iſt, ſich in der Praxis auswirken wird. Kleine Fähnchen bezeichnen die Orte, die bereit ſind, auf dieſe Weiſe der deutſchen Luftfahrt zu helfen, und man iſt überraſcht, wie außerordentlich zahl⸗ reich die Meldungen eingegangen ſind. Selbſtverſtändlich iſt eine Grundroute für den Flug feſtgelegt worden, die in der erſten Etappe von Friedrichshafen über'm, Heidelberg, das Rhein⸗Ruhrgebiet, Minden, Hamburg, Braun⸗ ſchweig, Magdeburg nach Berlin führt, aber da nun die ſpendewilligen Orte berückſich⸗ (Fortſetzung ſiehe Seite.) flntideutſche Knüppelgarde im aukoebiet?/ kinzelheiten über den bründungsplan einer„ſaarländiſchen Feparatiſtenmiliz“/ die öſterreichiſche heimwehe als Dorbild Geſetꝛ und Mythos Von Dr. Paul Bode Adolf Hitler ſchreibt der Welt ein neues Ge⸗ ſetz vor. Dies Wort gilt auch in der engeren Bedeutung. Die Revolution hat uns einen neuen Begriff vom Geſetz gegeben. Die Wegbereiter der großen franzöſiſchen Re⸗ volution ſchrien nach einer Verfaſſung, nach geſchriebenen Geſetzen. Die geheimen Draht⸗ zieher der Revolution— die nationalſozialiſti⸗ ſche Geſchichtsſchreibung enthüllt ſie ſchonungs⸗ los als Juden— ſpiegelten dem irregeleiteten Volke vor, die Herrſchaft der Volksausbeuter ſei dann überwunden, wenn die Wirkungsbe⸗ reiche der Regierenden und der Regierten ſowie der Einzelweſen untereinander im Geſetze ab⸗ gegrenzt ſeien. Am Anfang der franzöſiſchen Revolution ſtanden verfaſſunggebende Ver⸗ ſammlungen, die Geſetz um Geſetz unter Dach und Fach brachten. Große Geſetzesſammlungen ſind recht eigentlich Schöpfungen des liberalen Zeitalters. Wer die Hintergründe völkiſchen Seins leugnet, die nicht in Paragraphen zu zwingen ſind, und im Volksleben nur aner⸗ kennt, was„vernünftig“ iſt, muß notwendig dem Wahn anheimfallen, es ſei um die Nation erſt gut beſtellt, wenn alles Vernünftige in Geſetze gegoſſen iſt. Das 20. Jahrhundert erkennt, daß die Staa⸗ ten und Völker nicht von Geſetzen im Sinne der franzöſiſchen Revolution regiert werden, ſondern daß ein Mythos ſie beſeelt und leitet. Es iſt jener„Mythos“ des 20. Jahrhunderts, der in Adolf Hitler menſchliche Geſtalt ange⸗ nommen hat. Es iſt der Glaube der Front⸗ kämpfer und des jungen Deutſchlands. Der Mythos des 20. Jahrhunderts iſt jener Hinter⸗ grund, der für das Gefühl im ſtrahlenden Lichte, für den Verſtand aber ewig im Dunkel liegt. Der Mythos iſt wohl zu erleben, aber nimmermehr verſtandesmäßig zu erfaſſen und durch das geſchriebene Geſetz zu erſetzen. Es gibt daher auch keine Gebrauchsanweiſung für den Nationalſozialismus, kein Paragra⸗ phenwerk, das man„beherrſchen“ könnte. Man kann den Nationalſozialismus nicht aus Bü⸗ chern lernen. All das, was über den National⸗ ſozialismus geſprochen und geſchrieben wird, kann nur auf die wirken, die den„Mythos“ erlebt haben. Am Unverbeſſerlichen wird der Nationalſozialiſt„vorbeireden“. Seine Worte fallen erſt dann auf fruchtbaren Boden, wenn in der Seele der„Mythos“ lebt. Nichtsdeſtoweniger hat der Nationalſozialis⸗ mus ſeit der Machtübernahme eine Fülle von Geſetzen und Vorſchriften erlaſſen. Kein Sy⸗ ſtem vorher hat derart ſicher und Zug um Zug verordnet. Aber der Nationalſozialismus bil⸗ det ſich nicht ein, mit einem Geſetzeswerk die Grundlagen des Staates zu umreißen. Die einzige Grundlage bleibt der Mythos. Er gibt die Richtſchnur für das Verſtändnis der Geſetze. Und die Richtſchnur iſt wichtiger, als es die Geſetze ſind. Ein Nationalſozialiſt müßte eigentlich ſeine Entſcheidungen in jeder Lage treffen können, auch ohne Geſetz. Und der wird Schiffbruch leiden, der zwar die geſchriebenen Geſetze des Nationalſozialismus kennt, nicht aber das innere Geſetz, den Mythos. Geſetze, die nicht im Mythos verankert ſind, bleiben der Willkür überantwortet. Sie können ſo, aber auch ſo ausgelegt werden. In der Zeit, da die „geſchriebenen Geſetze“ verbindlich waren, hat⸗ ten die„Ausleger“ das große Wort. Als ſolche taten ſich keine anderen hervor als die Juden ſelbſt. Sie hatten dem Volke die Geſetze ge⸗ geben. Nur natürlich war es, daß auch ſi⸗ „ Zahrgang 4— A Nr. 215/ B Nr. 133— Seite 2 „zzuuvqaenzdazuszog“ Mannheim, 14. Mai 14 führend in der Deutung der Geſetze ſich betätig⸗ ten. Da ſie den Mythos ertötet hatten, verfiel man ihren Advokaten⸗Kniffen und Taſchen⸗ ſpielertricks.— Auch auf die Lücken des Geſetzes verſtanden ſie ſich. Hier war der Nebenmenſch ——3 und erlag dem würgenden Griff des uden Der Nationalſozialismus hat mit dieſem Spuk ein Ende gemacht. Seine Geſetze laſſen ſich nicht ſo oder ſo auslegen. Er hat die alten Geſetzestafeln zerbrochen und das Primat des ungeſchriebenen Geſetzes verkündet. Die natio⸗ nalſozialiſtiſchen Geſetze ſind wie die Bojen im Meer. Sie zeigen dem Schiffer den Weg. Aber nur ein ſchlechter Lotſe verzweifelt, wenn ein Wegweiſer ſich losgeriſſen hat. Dem Tüchtigen bleibt dann die Kontrolle des Senkbleis. Ge⸗ namu ſo verläßt ſich der Nationalſozialiſt da, wo die geſchriebenen Geſetze fehlen, auf das innere Geſetz des Mythos.— Gerade weil der Na⸗ tionalſozialismus nicht Wert legt auf das ge⸗ ſchriebene Geſetz im Sinne der franzöſiſchen Revolution, beſitzt er eine umfaſſende, lücken⸗ loſe Geſetzgebung. Nationalſozialiſtiſche Ge⸗ ſetze beſtehen verbindlich, ſchon bevor ſie er⸗ ſſen ſind. Sie ſind, ſeit die Volksgemeinſchaft holf Hitler Geſtalt annahm. der pfingſtflug des„öraf Jeppelin“ Fortſetzung von Seite 1 fig werden müſſe, wird der„Graf Zeppelin“, von dieſer Route abweichend, einen Kurs in Schlangenlinie halten müſſen, der an die Na⸗ vigation recht erhebliche Anſprüche ſtellt. Auch auf der zweiten und dritten Etappe, die am 19., abends 7 Uhr, mit dem Abflug von Berlin nach Stettin üoer Kö⸗ nigsberg beginnt, wo wieder eine Paſſa⸗ gierwechſel iſt, während ſich dann die letzte Etappe mit dem Flug von Königsberg über Dan'zig, Bütow, die deutſche Oſtgrenze entlang bis Gleiwitz, dann weſtlich nach Dresden über Sachſen zur Waſſerkuppe und zurück nach Fried⸗ richshafen anſchließt, wo das Luftſchiff am Pfingſtſonntagabend eintrifft, werden gleich⸗ artige Abweichungen von der Hauptroute vor⸗ genommen werden. Uebrigens erwartet die Gäſte, unter denen zahlreiche Mitglieder der Regierung, der Partei uſw., ver⸗ treten ſein werden, noch eine beſondere Ueber“ raſchung beim Ueberfliegen der Waſſerkuppe in der Rhön durch ein ſehr reizvolles Schauſpiel, denn dort werden anläßlich des Reichs⸗Modell⸗ Wettbewerbes des DLV Hunderte von Segel⸗ fliegermodellen ſtarten, was vom Luftſchiff gut zu beobachten ſein wird. Erfreulicherweiſe iſt auch Dr. Todt, der Generalinſpekteurs des deutſchen Straßenweſens, einer Anregung des DLV gefolgt und wird nun den Deutſchlandflug des„Graf Zeppelin“ mit⸗ machen mit der Abſicht, einmal von oben einen Teil der im Bau befindlichen Autoſtraßen zu ſehen. Bei dieſer Gelegenheit werden die im Bau befindlichen Strecken in Film und Bild feſtgehalten werden, ſo daß ſich der General⸗ inſpekteur einen einzigartigen Ueberblick auf dieſe Weiſe verſchaffen lkann, während anderer⸗ ſeits der Deutſche Luftſportverband einen wei⸗ teren finanziellen Beitrag für ſeinen großen Werbeflug gewinnt. Für die Feſtlegung der Fahrtroute entſtehen dadurch neue ſchwierige Aufgaben, mit deren Löſung der DoeV an Hand einer weiteren Karte über die deutſchen Autoſtraßen ſich eben noch beſchäf⸗ tigt. Schließlich hat ſich auch die Deutſche Reichspoſt in den Dienſt der Sache geſtellt, in⸗ dem ſie einen beſonderen Sonderluftpoſtſtempel für die auf dieſer Fahrt beförderte Poſt aus⸗ geben wird. Und auch die Hapag, die die Vorſorge für die zahlenden Paſſag'“ere über⸗ nommen hat, hat ſich bereiterklärt, die ihr zu⸗ ſtehende Proviſion dem Deutſchen Luftſport⸗ verband zu ſtiften, um damit auch ihren Teil zur Sache des deutſchen Luftſports beizutragen. Wie wir weiter vom Deutſchen Luftſportver⸗ band hören, ſind noch eine Reihe beſonderer Veranſtaltungen vorgeſehen, die ebenfalls die⸗ ſen Flug des„Graf Zeppelin“ vor früheren Deutſchland⸗Flügen auszeichnen. poſtſendungen für die Sonderfahrten des „Grafen Zeppelin“ Berlin, 13. Mai. Die Sonderfahrt des Luftſchiffes„Graf Zeppelin“ über Deutſchland am 19. und 20. Mai kann zur Beförderung von gewöhnlichen und eingeſchriebenen Briefen bis zu 20 Gramm und Poſtkarten an Empfänger in beliebigen Beſtimmungsorten benutzt werden. Eine weitere Rundfahrt mit Poſtbeförderung iſt für den 10. Juli in die Schweiz in Ausſicht genommen.— Gewöhnliche Briefſendungen für beide Fahrten müſſen rechtzeitig unter Um⸗ ſchlag an das Poſtamt Friedrichshafen(Boden⸗ ſee) eingeſandt werden. Eingeſchriebene Sen“ dungen nehmen alle Poſtanſtalten an. Die Be⸗ förderungsgebühr beträgt bei beiden Fahrten 50 Rpf für eine Poſtkarte und 1 RM für einen Brief, dazu u, a. die Einſchreibegebühr. Bei beiden Sonderfahrten erhalten die beförderten Poſtſendungen beſondere Beſtätigungsſtempel. Ueber weitere Einzelheiten erteilen die Poſt⸗ anſtalten Auskunft. Feinde der Dolfisgemeinscaft „Slandesgenoſſen!“ fldel ohne adlige beſinnung (Drahtbericht unſerer Berliner Schriftleitung) Berlin, 13. Mai. Das große norddeutſche Gaublatt der NSDAp„Die Niederſächſiſche Tageszeitung“ in Hannover veröffentlicht einen Artikel ſeines Hauptſchriftleiters Pg. Thomas, der zu einem alle intereſſierenden aktuellen Thema beizuſteuern weiß. Pg. Thomas ſchreibt: „Im Rahmen der Werbung für die Deutſche Arbeitsfront hat ein Geſchäftsmann in Han⸗ nover— dankenswerterweiſe wie ſo viele— ſich hereit gefunden, ein Plakat zum Aushang zu bringen. Dieſes Plakat trägt als Beſchriftung ein Wort des Führers:„Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit!“, und kennzeichnet darunter den Namen des Autors. Kaum, daß das Plakat zum Aushang gelangt war, erhielt der Geſchäftsinhaber einen Brief, den wir un⸗ ſeren Leſern im Wortlaut nicht vorenthalten wollen.(Hervorhebungen und richtige Zeichen⸗ ſetzung von uns. Die Schriftleitung.) Sehr geehrter Herrl Zu meinem großen Erſtaunen habe ich ſo⸗ eben feſtgeſtellt, daß in dem Schanfenſter Ihres Geſ äftes ein Hetzplakat gegen den Adel angebracht i Wenn das in einem kleinen Kramladen im Kaſchemmenviertel ge⸗ ſchieht, wundert man ſich nicht; wenn das ein großes Geſchäft macht, das ſeit Jahrzehnten den Adel zu ſeinen den zählt ſo empfin⸗ det man das als eine Takt⸗ und Geſchmack⸗ loſigkeit erſten Ranges. Es iſt ſelbſtver ⸗ ſtändlich, daß wir, ſämtliche Stan⸗ desgenoſſen, mit'denen ich bisher darüber geſpbrochen habe, ſt immen mir darin bei, einen Laden nicht betreten, in demtendenziöſe Hetz⸗ plakate gegen uns öffentlich aus⸗ hängen. Hochachtungsvoll! (gez.): H. v. Kramſta, Kgl. Pr. Rittmeiſter a. D. Wir ſtellen feſt: Für einen in Hannover leben⸗ den Herrn v. Kramſta iſt ein nationalſozialiſti⸗ ſches Plakat mit einem Ausſpruch des Führers ein„tendenziöſes Hetzplakat“. Nationalſoziali⸗ ſtiſche Plakate mit einem Worte Adolf Hitlers gehören nach Meinung dieſes hochmögenden Herrn nur in das„Kaſchemmenviertel“! Wir ſtellen weiter feſt, daß der wohledle Herr von Kramſta einen Boykott organiſiert hat gegen deutſche Geſchäftsleute, die nationalſozialiſtiſche Plakate aushängen. Wir vermuten, daß dieſer Edelmann bezweckt, durch Drohbriefe vorliegen⸗ der Art eine Propaganda für den National⸗ ſozialismus zu unterbinden. legen barüber hinaus Wert auf die Feſtſtellung, daß Herr von Kramſta ſich nicht zu dem Adel der Arbeit ge⸗ rechnet wiſſen will, wodurch er zugibt, ein Faulenzer und eine Drohne an der Volks⸗ gemeinſchaft zu ſein. Wir bemerken, daß Herr v. Kramſta ſich immer noch als Standesgenoſſe unter Standesgenoſſen fühlt, was beweiſt, dafß er noch nichts davon gehört hat, daß es heute in Deutſchland nur noch Volksgenoſſen gibt. Er dokumentiert dadurch, irgendwann vor dem 30. Januar 1933 geiſtig ſtehengeblieben zu ſein. Herr v. Kramſta unterläßt es nicht, für ſeine Wühlarbeit als„Königlich Preußiſcher Ritt⸗ meiſter“ verantwortlich zu zeichnen. Mit ande⸗ ren Worten: er unterfängt ſich, die Preußiſche Armee und ſeine einſtige Zugehörigkeit zu ihr als Kronzeugen für die Berechtigung ſeiner ſtaatsfeindlichen Tätigkeit zu zitieren. Wir ſtellen feſt, daß Herr v. Kramſta von dem Weſen wirklichen Preußentums nicht einen Hauch verſpürt hat. Abſchließend erinnern wir uns daran, daß es in Deutſchland Einrichtungen gibt, wo Staats⸗ feinde, Saboteure und Volksſchädlinge zur Rä⸗ ſon gebracht werden. Die nächſtliegende befin⸗ det ſich in Papenburg. Wir könnten uns vor⸗ ſtellen, daß irgendeine Behörde ſich für den Fall v. Kramſta intereſſieren mag und teilen deshalb gern mit, daß diefer Herr in Hannover, Am Holzgraben 5, wohnt.“ * Wir haben dem nicht mehr viel hinzuzufügen. Dieſe Vorkommniſſe beſtätigen nur die Richtig⸗ keit der von uns ſchon mehrfach geäußerten An⸗ ſicht, daß weite Kreiſe des Namensadels einfach nicht in der Lage ſind, die Zeit zu begreifen und als Hort der Reaktion anzuſehen ſind. Die Adelsgenoſſenſchaft, die in der Praxis krampfhaft an der widernatürlichen Abkapſelung des Adels von der Volksgemeinſchaft feſthält, unterſtützt— ob gewollt oder ungewollt, ſpielt keine Rolle— dieſen Standesdünkel und iſt die letzte Hilfe jener Kreiſe, die nicht den Mut haben, Rebellen zu ſein, die aber ihre Oppoſi⸗ tionskomplexe durch Stänkern und Sabotage ab⸗ zureagieren beſtrebt ſind. Der von der„Niederſüchſiſchen Tageszeitung“ aufgegriffene Fall iſt dazu angetan, unſere Wachſamkeit zu verſchärfen. Das Fundament des Dritten Reiches iſt die Volksgemeinſchaft. Wer die Volksgemeinſchaft angreift, iſt Deutſchlands Feind! Wir werden uns 41355 unſeh de zu ſchützen wiſſen! 5 kröſfnung der benfer Ratstagung mit einer beheimſitzung Der chaco-fonflikt auf der Tagesordnung Genf, 13. Mai.(HB⸗Funk.) Die 79. Tagung des Völkerbundsrates wird am Montag um .30 Uhr unter dem Vorſitz des Portugieſen Vaſconcellos mit einer Geheimſitzung eröffnet werden. Auf dem Programm dieſer erſten Sit⸗ zung ſtehen interne Fragen der Völkerbunds⸗ organiſation. Daneben ſoll auch über den Chaco⸗Konflikt zwiſchen Bolivien und Paraguay geſprochen werden. Die Saarfrage dürfte bei dieſer Zuſammenkunft des Völkerbundsrates nur inſoweit berührt werden, als der Zeitpunkt ihrer Behandlung zur Sprache kommt. Man wird zu dieſem Zweck vermutlich von dem Stand der Arbeit der Saarkommiſſionen und von den damit zuſammenhängenden internatio⸗ nalen Beſprechungen Kenntnis nehmen. An die Geheimſitzung wird ſich noch am Montag vor⸗ mittag eine öffentliche Sitzung des Rates an⸗ ſchließen, für die aber nur eine politiſche Frage vorgeſehen iſt, nämlich die Feſtſetzung einer Grenzlinie zwiſchen Syrien und Paläſtina. Der franzöſiſche Außenminiſter Barthou trifft Montag früh in Genf ein. Der engliſche Groß⸗ ſiegelbewahrer Eden iſt heute ſchon angekommen. Mit der Ankunft der Abordnung der Deutſchen Front im Saargebiet, unter Führung Röchlings, wird erſt für Montag abend gerechnet. Japaniſcher Proteſt gegen Dölkerbundshilfe für china Tokio, 12. Mai.(Eig. Drahtbericht) Der Bericht, den der Völkerbundskommiſſar Dr. Rujchmann im Auftrage des Völkerbundes über die Lage in China verfaßte und in dem er ausländiſche Finanzhilfe für China beſon⸗ ders empfiehlt, fand in Japan große Be⸗ achtung. Der Bericht wurde im japaniſchen Außenminiſterium einer eingehenden Prüfung unterzogen und ein Vertreter des Außenmini⸗ ſteriums erklärte jetzt im Hinblick auf dieſen Bericht, daß Japan ſich energiſch jeder wirt⸗ ſchaftlichen bzw. finanziellen internatio⸗ nalen Hilfsaktion zugunſten Chinas widerſetzen müſſe. Es wird japaniſcherſeits dar⸗ auf hingewieſen, finanzielle Laſt Chinas durch Aufnahme neuer Anleihen noch zu vergrößern, ſolange China nicht imſtande ſei, wenigſtens einen kleinen Teil ſeiner gegenwärtigen Schulden abzudecken. Neue Anleihen könnten niemals dem Wieder⸗ aufbau des Landes dienen, ſondern ſie würden lediglich für innerpolitiſche Zwecke verwendet werden. Der Vertreter des japani⸗ ſchen Außenminiſteriums erklärte klar und ein⸗ deutig, daß Japan nicht zugeben könne, daß der Völker⸗ bund China kontrolliere und damit die lebens⸗ wichtigen Intereſſen des japaniſchen Reiches beeinfluſſe. Nichts könne die japaniſche Regierung daran daß es nicht angehe, die hindern, ihre Politik fortzuſetzen, deren einziger Zweck es ſei, Friede und Ordnung in China aufrechtzuerhalten und eine wirtſchaftliche Ge⸗ ſundung des Landes herbeizuführen. Der Ver⸗ treter des japaniſchen Außenminiſteriums wies darauf hin, daß der Bericht nicht nur in vielen Punkten ſachlich beanſtandet werden könne, ſon⸗ dern daß ſich der Völkerbundskommiſſar wäh⸗ rend ſeiner Arbeit in China auch als politi⸗ ſcher Agent betätigt habe. Man hofft in den Kreiſen der japaniſchen Politiker, daß dieſe Er⸗ klärungen davon abhalten werden, irgendwelche Schritte zu einer finanziellen Hilfsaktion für China zu unternehmen. Tokio will mit London verhandeln Tokio, 12. Mai.(Eig. Meldung) Die To⸗ kioter Regierung hat ihren Londoner Bot⸗ ſchafter auf telegraphiſchem Wege angewieſen, eine japaniſche Note, deren Text gleichfalls nach London gekabelt wurde, dem Staatsſekretär im britiſchen Auswärtigen Amt zu überreichen. In Tokioter politiſchen Kreiſen verſpricht man ſich von dieſer japaniſchen Note ein? Beſ⸗ ſerung der wirtſchaftspolitiſchen Beziehungen zwiſchen England und Ja⸗ pan, zumindeſt jedoch eine weitere Verſchärfung des Wirtſchaftskonfliktes aufzuhalten. Die maß⸗ gebenden japaniſchen Wirtſchaftskreiſe glauben, daß ſich nunmehr Möglichkeiten zur Weiterfüh⸗ rung der Wirtſchaftsverhandlungen eröffnen. Japan ſei überzeugt, daß es ſeiner Politik durch Bereitſchaft zum Entgegenkommen gelingen werde, den drohenden engliſch⸗japa⸗ niſchen Zollkrieg zu vermeiden. meldepflicht für unedle metale Bezugnehmend auf die Anordnungen der Ueberwachungsſtelle für un⸗ 4 edle Metalle vom 2. Mai 1934, veröffentlicht im Reichsanzeiger Nr. 101 vom 2. Mai, weiſt der 3 Reichsbeauftragte darauf hin, daß die im§ 2 der Anordnung 2 aufgeführte Meldepflicht bis Berlin, 13. Mai. zum 5. Mai befriſtet war. Alle Meldepflichtigen, die ihrer Pflicht noch nicht nachgekommen ſind, werden aufgefordert, dies umgehend nachzuholen. Aus verſchiedenen Anfragen, die bei der Ueberwachungsſtelle für unedle Metalle eingegangen ſind, geht hervor, daß in weiten Kreiſen noch eine gewiſſe Un⸗ Es wird deshalb nochmals ausdrücklich darauf hinge⸗ wieſen, daß ſich jedermann zu melden hat, der klarheit über die Meldepflicht beſteht. Metallbeſtände in irgend einer Form beſitzt, ſeien es fertige Metalle, Altmetalle, Bruch, Ab⸗ fälle oder dergleichen. Zu melden haben alſo u. a. Metallhandelsbetriebe, Altmetallhündler, Metallwarenfabriken, Maſchinenfabriken uſw. Ein Ehrenmal für die gefallenen hHand⸗ werker in Magdeburg Magdeburg, 13. Mai. der im Weltkriege und für die nationalſoziali⸗ ſtiſche Revolution gefallenen Handwerker wurde am Sonntag durch den Reichshandwerksführer Schmidt im Kloſter Bergegarten ein Ehrenmal eingeweiht. Es ſteht unter der Schirmherr⸗ ſchaft des Ehrenmeiſters des deutſchen Hand⸗ werks, des Reichspräſidenten von Hindenburg, und hat die Form eines niederſüchſiſchen Bauernhauſes. Es iſt ſomit einzig in ſeiner Art. Schweres Schiſfsunglück in der Weſermündung Acht Todesopfer Bremen, 13. Mai. Die Arbeiten zur Hebung des am Samstag um 17 Uhr an der Weſermündung vor der Columbus⸗Kaje geſun⸗ kenen Seeſchleppers„Merkur“ wurden auch während des ganzen Sonntags mit allen er⸗ denklichen Mitteln und unter größten Anſtren⸗ gungen fortgeſetzt. Die Bemühungen waren aber bis zum Nachmittag erfolglos, obwohl die Bergungsdampfer„Wille“ und„Kraft“ ein⸗ geſetzt wurden. Das geſunkene Schiff liegt kiel⸗ oben mitten in der Fahrrinne. Bei auflaufen⸗ dem Strom iſt es völlig unter Waſſer, während bei Ebbe nur der Steven und ein Teil des Kiels aus dem Waſſer herausragen. Die Namen der im Schiffsrumpf eingeſchloſ⸗ ſenen und ums Leben gekommenen Perſonen ſind folgende: Erſter Maſchiniſt Otto Kauth aus Weſer⸗ münde⸗Lehe, verheiratet. Zweiter Maſchiniſt Alfred Heeren aus Bremerhaven, verheiratet. Heizer Johann Meyer aus Bremerhaven, ver⸗ heiratet und Vater von einem Kind. Koch Wal⸗ ter Henke, Bremerhaven. Die Ehefrau Henkes, die ſich zufällig mit an Bord befand. Matroſe Eßmann aus Oberhammelwarden(Oldenburg), unverheiratet. Matroſe Richard Krickhahn aus Bremerhaven, unverheiratet, und Heizer Hein⸗ rich Seedorf aus Weſermünde, verheiratet und von zwei noch nicht ſchulpflichtigen Kin⸗ ern Drei Stunden nach dem Unglück verſtummten plötzlich die zunächſt ſehr deutlichen und dann immer ſchwächer werdenden Klopfzeichen der Eingeſchloſſenen. Schlepper„Merkur“ iſt mit 394 BRe einer der größten Lloydſchlepper. Der geſunkene Schlepper aſſiſtierte den aus der Nordſchleuſe fahrenden Dampfer„Albert Ballin“, der von Neuyork kam, in Bremerhaven Station machte und nach Hamburg weiterfah⸗ ren wollte.„Albert Ballin“ hatte auch ſchon die Leinen des Schleppers„Merkur“ losgewor⸗ fen, während ſich„Merkur“ längsſeits legen wollte, um den Lotſen zu übernehmen. Dabei geriet„Merkur“ vor den Bug des ausfahren⸗ den„Albert Ballin“, wurde gerammt und ſank innerhalb weniger Minuten. kehrte ſofort nach dem Unglück an die Colum⸗ bus⸗Kaje zurück. Er erlitt am Bug einen Plattenſchaden, wodurch der vordere Laderaum bis zum K⸗Deck voll Waſſer lief. Rennwagen ſauſt in die zuſchauermenge Sieben Tote Paris, 13. Mai.(HB⸗Funk.) Bei dem Auto⸗ Rennen, das der Automobilklub Ile de France am Sonntag in Fontainebleau veranſtaltete, fuhr der Bugatti⸗Wagen, der von Erlic Lora geſteuert wurde, 300 Meter vor dem Ziel aus bisher noch unbekannten Gründen in die dicht gedrängt ſtehende Menſchenmenge. Das Unglück hat ſieben Todesopfer gefordert. Der Fahrer des Unglückswagens, Erlic Lora, iſt im Krankenhaus ſeinen ſchweren Verletzun⸗ gen erlegen. Wie ſich nun herausſtellt, war der Name Lora lediglich ein Pſeudonym, das ſich der Militärflieger Cochin zugelegt hatte, da er ſich unter ſeinem eigenen Namen während ſei⸗ ner Dienſtzeit ſonſt nicht hätte an Automobhil⸗ rennen beteiligen dürfen. Cochin war W Jahre alt. Die Urſache des Unglücks ſteht noch nicht ge⸗ nau feſt. Nach den erſten Ermittlungen ſoll kutz vor dem Herankommen des Bugatti⸗Wagens ein Hund die abgeſteckte Rennſtrecke überquert haben. — Zum Gedüchtnis „Albert Ballin? Guhreang kin Karls weiſen un früh die L gen hallter men der J) Frühlings Fahnen Karlsruher zurückverſe ſtolzen alt dröhnte. Gewaltig Jugend, kämpferbur übrigen n⸗ Der Gründ Vormittag dem früher militäriſcher Rieſige He Aufſtellung ſchluß des Fahnenkolo unvergleichl der nach 2 lenden Mer Vorplatz bi grüßt. Kommant Reichsſta der badiſche Muſikzüge 1 fer des Ar der Ehreng Offiziere de ten und der tende Front Ehrenſturm. nen der S2 mernden R Arbeitsdien Der Reich Direktor de grüßt, der i des Armeen hinweiſt. D Ehrenmal d zu treuen K Vom Bal Auge ein„ ſtraffen Rei wehr angeti abordnunge aus allen 2 ſind, um Ze ſein. Seitl der Korpsſt an, dahinte Deutſchland. der Menge Schloſſes. Der Lei tin, legt in Badiſchen ſei, daß die Leiſtungen tümlich wür 14. Armeekt Muſeums a dern auch d das eingela ſtätte zu teil Stiftern, die nicht nur al datenzeit g als ein Ma gen der Vät allem aber derttauſende werden, die und deutſch Ehrung ſeie eingeſchloſſe Woche von Die Kape meraden. 2 Wehrkreiſes mann. Dank der d ung des Ar bitter nomn „ 14. Mai r Politik durch men gelingen liſch⸗japa⸗- ieiden. lle, Bruch, Ab⸗ den haben alſo tmetallhändler. fabriten uſw. lenen Hand⸗ urg im Gedüchtnis ationalſoziali dwerker wurde ndwerlksführer ein Ehrenmal r Schirmherr⸗ utſchen Hand⸗ n Hindenburg, iederſüchſiſchen zig in ſeiner in der Arbeiten zur 7 Uhr an der 18q⸗Kaje geſun⸗ wurden auch mit allen er⸗ ößten Anſtren⸗ zungen waren 8, obwohl die „Kraft“ ein⸗ chiff liegt kiel⸗ Bei auflaufen⸗ aſſer, während ein Teil des zen. pf eingeſchloſ⸗ nen Perſonen aus Weſer⸗ er Maſchiniſt n, verheiratet. nerhaven, ver⸗ nd. Koch Wal⸗ hefrau Henkes, and. Matroſe (Oldenburg), Krickhahn aus Heizer Hein⸗ erheiratet und flichtigen Kin⸗ k verſtummten hen und dann pfzeichen der erkur“ iſt mit dſchlepper. ierte den aus ipfer„Albert Bremerhaven irg weiterfah⸗ tte auch ſchon ur“ losgewor⸗ ngsſeits legen hmen. Dabei es ausfahren⸗ mmt und ſank llbert Ballin“ n die Colum⸗ Bug einen ere Laderaum die Bei dem Auto⸗ Jle de France veranſtaltete, n Erlic Lora dem Ziel aus n in die dicht . pfer gefordert. „ Erlic Lora, en Verletzun⸗ ſtellt, war der nym, das ſich t hatte, da er während ſei⸗ n Automobil⸗ hin war W noch nicht ge⸗ ngen ſoll kurz igatti⸗Wagens cke überquert le ſeialle hmend auf die Sſtelle für un⸗ 43 eröffentlicht im“ Mai, weiſt der aß die im 2 Neldepflicht bis er Pflicht noch n aufgefordert, s verſchiedenen hungsſtelle für d, geht hervor, te gewiſſe Un⸗ ſteht. Es wird darauf hinge⸗ ielden hat, der Form beſitzt, Sahrgang 4— A Nr. 215/ B Nr. 133— Seite 3 „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mai 1934 kin Sinnbild des deutſchen Cebenskampfes die feierliche kröffnung des Badiſchen flemee⸗Muſeums- Rieſenkundgebung auf dem fiarlsruner Schloßpiatz Karlsruhe, 13. Mai. Muntere Marſch⸗ weiſen und Soldatenlieder weckten Sonntag⸗ früh die Landeshauptſtadt. Den ganzen Mor⸗ gen hallten die Straßen wider von den Rhyth⸗ men der Muſikzüge der Reichswehr. Strahlende Frühlingsſonne lag über der in ein Meer von Fahnen getauchten Landeshauptſtadt. Die Karlsruher Bevölkerung konnte ſich in die Zeit zurückverſetzt glauben, als der Marſchtritt der ſtolzen alten Regimenter durch die Straßen dröhnte. Gewaltige Heeresſäulen der SA, SS, Hitler⸗ Jugend, des Nationalſozialiſtiſchen Front⸗ kämpferbundes, des Arbeitsdienſtes und der übrigen nationalen Verbände ſetzten ſich am Der Gründer des badiſchen Heeres, Markgraf Karl Friedrich. Vormittag zum Marſch nach dem Schloßplatz, dem früheren Mittelpunkt des politiſchen und militäriſchen Lebens des Landes, in Bewegung. Rieſige Heeresſäulen nahmen tief geſtaffelt Aufſtellung auf dem weiten Platz. Den Ab⸗ ſchluß des Aufmarſches bildete der Einzug der Fahnenkolonnen, die in ihrer Farbenpracht ein umvergleichlich ſchönes Bild boten, überall von der nach Tauſenden und Abertauſenden zäh⸗ lenden Menſchenmenge, die den gewaltigen Vorplatz bis in die Straßen hinein füllte, be⸗ grüßt. Kommandos ſchallen über den Platz. Der Reichsſtatthalter erſcheint in Begleitung der badiſchen Miniſter. Unter den Klängen der Muſikzüge der Reichswehr ſchreitet der Schöp⸗ fer des Armeemuſeums nach der Begrüßung der Ehrengäſte, darunter zahlreiche bekannte Offiziere der alten Armee, der Kriegsbeſchädig⸗ ten und der Stifter für das Muſeum, die leuch⸗ tende Front des gewaltigen Fahnenwaldes, des Ehrenſturmes, der Polizei, der breiten Kolon⸗ nen der SA, und der ſchwarz und grau ſchim⸗ mernden Reihen der SS und des Freiwilligen Arbeitsdienſtes ab. Der Reichsſtatthalter wird am Schloß vom Direktor des Badiſchen Landesmuſeums be⸗ grüßt, der in kurzen Worten auf die Bedeutung des Armeemuſeums für die heutige Generation hinweiſt. Der Reichsſtatthalter übernimmt das Ehrenmal der militäriſchen Tradition Badens zu treuen Händen. Vom Balkon des Schloſſes bietet ſich dem Auge ein wunderbares Bild. Vorn ſind die ſtraffen Reihen der drei Muſikkorps der Reichs⸗ wehr angetreten, ihnen gegenüber die Fahnen⸗ abordnungen der Militärvereine Badens, die aus allen Teilen des Landes herangekommen ſind, um Zeuge dieſer denkwürdigen Stunde zu ſein. Seitlich ſchließen ſich die Abordnungen der Korpsſtudenten mit ihren bunten Fahnen an, dahinter die Formationen des jungen Deutſchland. Der Reichsſtatthalter betritt, von der Menge jubelnd begrüßt, den Balkon des Schloſſes. Der Leiter des Muſeums, Dr. Mar⸗ tin, legt in einer Anſprache die Bedeutung des Badiſchen Armeemuſeums dar. Entſcheidend ſei, daß die hervorragenden Fähigkeiten und die Leiſtungen des badiſchen Heeres wieder volks⸗ tümlich würden. Nicht nur die Regimenter des 14. Armeekorps ſollten nach Vollendung des Muſeums ausführlicher zu Wort kommen, ſon⸗ dern auch die des 15. elſäſſiſchen Armeekorps, das eingeladen worden ſei, dieſe Erinnerungs⸗ ſtätte zu teilen. Dr. Martin dankte herzlich den Stiftern, die gefühlt hätten, daß dieſes Muſeum nicht nur als eine Erinnerung an unſere Sol⸗ datenzeit geſchaffen worden ſei, ſondern auch als ein Mahnruf an die Jugend, die Leiſtun⸗ gen der Väter zu verſtehen und zu achten. Vor allem aber ſolle der unermeßliche Zug der Hun⸗ derttauſende und Aberhunderttauſende geehrt werden, die für die Erhaltung unſerer badiſchen und deutſche Heimat gefallen ſind. In dieſe Ehrung ſeien von ganzem Herzen die 86 Opfer eingeſchloſſen, die das furchtbare Unglück dieſe Woche von uns gefordert habe. Die Kapelle ſpielte das Lied vom guten Ka⸗ meraden. Darauf ſprach der Befehlshaber des Wehrkreiſes v, Generalleutnant Lieb⸗ mann. Er brachte dem Reichsſtatthalter den Dank der deutſchen Wehrmacht für die Schaff⸗ ung des Armeemuſeums zum Ausdruck. Es ſei bitter notwendig, daß eine ſolche Stätte ge⸗ ſchaffen werde, bei der jedes einzelne Stück von den Taten der Väter zur badiſchen Jugend ſprechen ſoll, und dies in einem Land, in dem ſyſtematiſch 14 Jahre lang jede Erinnerung an die großen militäriſchen Tatlen ſeiner Söhne unterdrückt worden ſei, und in dem man auch heute den Bewohnern das einfachſte und ſelbſt⸗ verſtändlichſte Recht jeden freien Mannes, Waf⸗ fen zu tragen, vorenthalte. Wir Soldaten, ſo ſagte Generalleutnant Lieb⸗ mann weiter, die wir den Krieg er⸗ lebt haben, ſind mit dem Führer, dem Frontſoldaten Adolf Hitler, mit vollem Herzen bereit, un⸗ ſerem Nachbar, den wir als acht⸗ baren Gegner kennen, die Hand zur Verſöhnung zu reichen und Streitigkeiten auf friedlichem Wege zu ſchlichten, aber wir wollen 15 Jahre nach dem ſogen. Friedens⸗ ſchluß frei ſein im deutſchen Land und uns nicht vorſchreiben laſſen, wie und in welchem Anzug wir auf der Straße gehen dürfen. Ich weiß, daß Sie alle, Kameraden der ſtolzen alten Armee, Männer im braunen Ehrenkleid, und die deutſche Jugend mit uns aktiven Soldaten einig ſind in dem einen Streben, dem Führer mit aller unſerer Kraft zu helfen bei ſeinem Ringen für ein freies und in der Welt geach⸗ tetes Reich. Dann nahm der Reichsſtatthalter das Wort: Wir Badener haben eine Dankesſchuld gegen⸗ über unſeren Truppen abzutragen, die allezeit zu den treueſten und tapferſten unſeres Volkes gehört haben. Aus dieſem Gefühl der Dank⸗ barkeit und der Anerkennung iſt unſer Badiſches Armeemuſeum entſtanden. Es war weiter unſere Abficht, die militäriſche Vergangenheit der ſüdweſtdeutſchen Grenzmark freizulegen, um auch dadurch Kräfte auszu⸗ löſen, die dem Aufbau unſeres neuen Deutſch⸗ land förderlich ſein müſſen. Denn hier in Ba⸗ den iſt Jahrhunderte lang um das Reich ge⸗ kämpft worden. Hier war die Idee Deutſchland immer lebendig und die Sehnſucht nach der Einheit der Nation brannte nirgends heißer in deutſcher Seele als hier am Oberrhein. Das Badiſche Armeemuſeum will nicht nur Erinnerungen an eine zwar vergangene, aber große Zeit wach halten, es will viel⸗ mehr die Leiſtungen unſerer Väter ver⸗ lebendigen und immer wieder aufs neue in unſer Volksleben einbauen. Denn ein Volk, das die Leiſtungen ſeiner Väter ver⸗ gißt, ruht auf ſchlechtem Grund. Wir Nationalſozialiſten ſind ſtolz auf das heldenhafte Ringen und Opfern unſerer Sol⸗ daten. Dann aber ſoll es ſtets unſer Wille ſein, durch unſere Arbeit, durch unſeren Kampf end⸗ lich jene politiſchen Bedingungen zu ſchaffen, auf denen die kommenden Geſchlechter weiter zu bauen vermögen. Ich bitte Sie, wenn Sie das Muſeum betreten, ſehen Sie nicht nur die äußere Erſcheinung einer vergangenen Welt, ſondern den Sinn, der über den Dingen liegt, jenes deutſche Heldentum, ohne das wir alle nicht da wären. Das einzelne Stück iſt nur Sinnbild des deutſchen Lebenskampfes und unſerer lebendigen Geſchichte. Laſſen Sie es nicht bei Ihrer Achtung vor der Vergangenheit, ſeien Sie immer von neuem entſchloſſen, nichts anderes als Soldat zu ſein, Soldat der Pflichterfüllung im Wiederaufbau unſeres Deutſchlands, treuer Opferbereitſchaft, kameradſchaftlich, mit einem Wort: National⸗ ſozialiſtiſch. Mit einem dreifachen von der Menge begei⸗ ſtert aufgenommenen Sieg⸗Heil auf unſer Volk, ſein Soldatentum, den Generalfeldmarſchall von Hindenburg und unſeren großen Führer Adolf Hitler ſchloß der Reichsſtatthalter. Nach dem Deutſchland⸗ und dem Horſt⸗Weſſel⸗ Lied nahm der Reichsſtatthalter den Vorbei⸗ marſch ſämtlicher Formationen ab. Blick in das Innere des Muſeums kin neuer Fall dreyfuß Die Belforter zpionageaffüre- Frogé das ſchuldloſe Opfer dunkler Müchte? Pa ri s, 13. Mai.(NS⸗Kabel.) Im Zuſam⸗ menhang mit der Aufdeckung einer angeblich zugunſten Deutſchlands betriebenen Spionage⸗ angelegenheit in Frankreich, die zur Verhaftung eines Offiziers, des Kapitäns Frogsé, führte, kam es zu einem Zwiſchenfall zwiſchen einem Bruder des Verhafteten, dem Kommandanten Jean Frogé, und dem Kapitän Deranque, der zur Zeit vom Befehlshaber von Belfort un⸗ terſucht wird. Deranque hatte den verhafteten Frogé beſchimpft, worauf Kommandant Frogé die Ehre ſeines Bruders verteidigte. Komman⸗ dant Frogé erklärt jetzt, daß er mit Abſicht ſo gehandelt habe. Die Ausſage Deran⸗ ques habe hauptſächlich die Verhaf⸗ tung des Kapitäns Frogé herauf⸗ beſchworen. Dieſe Ausſage ſei jedoch un⸗ wahr. Es ſei zwar kein Zweifel darüber vor⸗ handen, daß in der Tat wichtige Dokumente, die ſich auf die Landesverteidigung bezögen, ver⸗ ſchwunden ſeien. Den Namen Frogs habe man jedoch wahrſchein⸗ lich nur mit dieſer Affäre in Verbindung ge⸗ bracht, um die echten Spuren zu verwiſchen. Drei Brüder des unter ſo ſchimpflichem Ver⸗ dacht verhafteten Kapitäns Frogé, alle drei in Krieg und Frieden um Frankreich verdiente Offiziere, haben ſich voll und ganz hinter ihn geſtellt und erklärt, daß ſie von ſeiner vollen Unſchuld überzeugt ſeien. Sie würden nicht vuhen und raſten, bis die Wahrheit triumphiert haben würde. Sollte es anders gehen, ſo wür⸗ den ſie in öffentlichen Maſſenverſammlungen das Gewiſſen der Nation wachrütteln, um es nicht zu einem zweiten Fall Drey⸗ fus kommen zu laſſen. Es handele ſich nicht nur darum, den Unſchuldigen zu verteidi⸗ gen, ſondern auch die wahren Schuldigen ans Licht zu ziehen. Die wirklichen Täter ſeien bekannt. Sie ſeien von ihnen ſchon vor Jahresfriſt den Gerich⸗ ten mitgeteilt worden. Einflußreiche Beziehungen hätten es jedoch verhindert, daß eine offizielle Unterſuchung durchgeführt wor⸗ den ſei. Man habe ſogar den Spieß umgedreht und ihren Bruder der Verbrechen bezichtigt, die man ſelbſt begangen habe. Die bisherige Unter⸗ ſuchung habe ſich einfach darauf beſchränkt, Be⸗ laſtungsmomente zu ſuchen, die gegen Froge ſprächen, während alle anderen Spuren in der gewiſſenloſeſten Weiſe vernachläſſigt worden ſeien. So habe der Zeuge Chenal ausgeſagt, daß er doppelte Schlüſſel für die Intendanz angefertigt und ſich nachts im Büro aufgehalten ſowie die Schreibtiſche der Offiziere geöffnet habe,„um ſich die Zeit zu vertreiben“. Von dieſem Zeugen habe man nichts mehr gehört. Unter den erſten Dokumenten, die verſchwun⸗ den ſeien, habe ſich u. a. auch der Abwehrplan für den Fall eines kommuniſtiſchen Aufſtandes befunden. Die drei Brüder des verhafteten Kapitäns Frogé, die ihre Ueberzeugung von deſſen Un⸗ ſchuld ſo temperamentvoll verfechten, haben offi⸗ ziell erklärt, daß, wenn ihr Bruder das Opfer einer furchtbaren Juſtiztragödie werden ſollte, ſie ihr Leben verpfänden würden, daß die wahrhaft Schuldigen ihrer Rache zum Opfer fallen ſollten. In⸗ zwiſchen arbeitet der Unterſuchungsrichter unter dem Aufgebot eines großen Apparates an der Aufklärung des myſteriöſen Falles, der die Ge⸗ müter ſehr ſtark in Spannung hält. Will Trotzki nach der Schweiz? Paris, 13. Mai.(HB⸗Funk.) Nach einer Havas⸗Meldung aus Annecy iſt Trotzki, der ſich 48 Stunden dort aufgehalten hatte, am Sonn⸗ tag in Richtung nach Vallorchi abgereiſt, um ſich nach der Schweiz zu begeben. Exploſion in einem Warenhaus in Nizza Paris, 13. Mai. In einem großen Waren⸗ haus in Nizza ereignete ſich am Samstag kurz vor Geſchäftsſchluß in den Kellerräumen eine ſchwere Exploſion. Der Luftdruck, den ſie her⸗ vorrief, war ſo ſtark, daß die Gewölbedecke zertrümmert wurde. Auch ſämtliche Fenſter⸗ ſcheiben des Warenhauſes gingen in Trümmer. Ein Arbeiter, der ſchäftigt war, wurde getötet, drei Angeſtellte er⸗ litten ſchwere Verletzungen. Ungeheure Brandͤſchäden in polen 15 Warſchau, 13. Mai.(HB⸗Funk.) Nach einer Meldung polniſcher Blätter ſind durch die in letzter Zeit vorgekommenen Brände im gan⸗ zen Lande ungeheure Schäden angerichtet wor⸗ den. Allein in der Wojwodſchaft Kaelca ſind bis jetzt 80 Ortſchaften faſt vollſtändig einge⸗ äſchert worden. Da die Hitzewelle auch weiter⸗ hin andauert, entſtehen wieder neue Brände in Ortſchaften und Wäldern. Brandkataſtrophe in einem polniſchen Städtchen Warſchau, 13. Mai. In dem Städtchen Traby im Wilna⸗Gebiet iſt ein ganzes Wohn⸗ viertel mit insgeſamt 90 Häuſern eines Brand zum Opfer gefallen. Zahlreiche Familien wur⸗ den obdachlos. Rieſiger petroleumbrand bei Stambul Stambul, 13. Mai.(HB⸗Funk.) Die rieſigen Petroleumtanks bei Tſchubuktu, an der aſiatiſchen Seite des Bosporus gelegener Ort, etwa 20 Kilometer von Stambul entfernt, der Standard Oil Company gehörend, ſind im Laufe dieſer Nacht in Brand geraten. Eine ge⸗ waltige Brandfackel erleuchtet den Himmel. Die Feuerwehr des Werkes und der umliegenden Bosporusorte machen verzweifelte Anſtrengun⸗ gen, das Feuer einzudämmen, das durch den ſtarken Wind immer erneut wieder angefacht wird. Die Urſache des Brandes iſt noch nicht bekannt. Es iſt noch ungewiß, ob Menſchen zu Schaden gekommen ſind. Große JFortſchritte der deutſchen Himalaja⸗Expedition Berlin, 12. Mai. Die deutſche Himalaja⸗ Expedition meldete am Freitag bereits aus Aſtor die erfolgreiche Ueberwindung s höchſten Paſſes auf ihrem Anmarſch⸗ Dem„Drahtloſen Dienſt“ iſt folgender Bericht von Willi Merkl zugegangen: Am Sonntag brach der Haupttrupp der Expedition zur Ueberſchreitung des Burzil⸗Paſſes auf. Er hatte einen han⸗ gen mühſamen Anmarſch durch tiefen Schnee. Trotz aller Strapazen hielten ſich die Träger ausgezeichnet. Der Haupttrupp erreichte nach ſchweren Anſtrengungen die Paß⸗ höhe. Als die Expedition dann todmüde zu dem Unterkunftshaus Sardotkothi gelangte, ſtellte ſich heraus, daß dort eine Raſt bei der herrſchenden Kälte wegen Holzmangels nicht möglich war. Man mußte mit ſämtlichen Trä⸗ gern und Laſten durch den Schnee bis Chillan weiter marſchieren. Auch das wurde mit eiſerner Energie durchgeführt. Bald darauf kämpfte ſich auch die Nachhut im Schneeſturm über den Paß. Beide Gruppen der Expedition mit ihren insgeſamt 500 Trä⸗ gern vereinigten ſich in Godei. Damit war trotz der frühen Jahreszeit, die den Uebergang für eine ſo große Karawane ſehr ſchwierig und problematiſch machte, der Uebergang über den 4200 Meter hohen Burzil⸗Paß glänzend gelun⸗ gen. Am Donnnerstag ſind alle Teilnehmer der deutſchen Himalaja⸗Expedition in Aſtor, der letzten Poſtſtation der Expedition, eingetroffen. Willi Merkl war nach dem Paßübergang ge⸗ meinſam mit dem engliſchen Begleitoffizier, Captain Frier, ſchon nach Aſtor vorausgeilt, um dort 600 neue Träger für den Aufinarſch in das Hauptlager, der nunmehr angetreten wird, an⸗ zuwerben. Die Regierung von Kaſchmir hat alle Ortsbehörden angewieſen, den deutſchen Berg⸗ ſteigern in jeder Weiſe behilflich zu ſein. Hier, wie bisher bei jeder Gelegenheit, finden Merkl und ſeine Kameraden das größte Eutgegen⸗ kommen der engliſchen und indiſchen offiziel⸗ len Stellen. Sl-Laſtkraftwagen verunglückt 5 Schwer⸗ und 13 Leichtverletzte Breslau, 13. Mai. Am Sonntagmittag ſtieß ein Laſtkraftwagen mit 23 SA⸗Männern vom Sturm 1/1 aus Neumark, der aus dem Stadtinnern kam und in Richtung Flughafen fuhr, an der Ecke Frankfurter⸗ und Malapaner Straße beim Ausweichen mit einem aus der Malapaner Straße kommenden Perſonenkraft⸗ wagen zuſammen, wobei der Laſtkraftwagen in⸗ folge ſeiner Geſchwindigkeit umſtürzte. Verletzt wurden 18 SA⸗Männer, davon fünf ſchwer. in den Kellerräumen be⸗ —— Jahrgang 4— A Nr. 215/ BNr. 133— Seite 1 — „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mai Abſchlußkundgebung der„Erſte Woche deutſ cher Technik“ Pg. Gottfried Feder und Pg. Dr. Schultze⸗Naumburg ſprechen Die„Erſte Woche deutſcher Technik“ fand in der feſtlich geſchmückten Heidelberger Stadthalle nen würdigen Abſchluß, der noch erhöht wurde D¹ rch die Anweſenheit des Führers des KDA, Staatsſekretär Pg. Dipl.⸗Ing. Gottfr. Mdg, ſowie des Pg. Prof. Dr. h. c. Schultze⸗Naumburg, Mdg, Weimar. Nachdem der Gebietsleiter für Baden des KDAs, Pg. Anſelm, die Verſammlung be⸗ g5 und auf die bevorſtehende Gründung der eichskammer der Technik hingewieſen hatte, exteilte er dem Heidelberger Bürgermeiſter, Pg. Wetzel, das Wort, der die Gäſte und die Tagungsteilnehmer im Namen der Stadtver⸗ waltung willkommen hieß. Er griff zurück in die Vergangenheit, in der gerade dieſer Saal der Heidelberger Stadthalle dazu auserſehen war, die ſchweren und erſten Kämpfe des Na⸗ nalſozialismus um das Wohl des deutſchen es auszufechten. Um ſo ſchöner iſt es heute, Voll 1 führte der Redner weiter aus, zu ſehen, wie gat, die damals gelegt wurde, heute auf⸗ und wie die jetzige Ernte die Erfüllung der hungen mit ſich bringt, die damals ge⸗ urden, unter denſelben Fahnen, die uns von den Wänden dieſer Halle grüß'n, in demſelben Geiſt, der damals die eifrigen ſer beſeelte. Und das iſt das Entſcheidende dieſer Stunde, in der wir hier verſammelt ſind, daß uns der Führer nicht nur die Fahne voran⸗ etragen hat, ſondern daß er uns auch den Maß⸗ ſtab und die Werkzeuge gab, mit denen wir heute arbeiten ſollen. Lebhafter Beifall dankte dem Redner, worauf Pg. Prof. Dr. h. c. Schultze⸗Naumburg das Wort ergriff zu ſeinem Thema: „Aufgaben und Erziehung der deutſchen Architekten am Beiſpiel der Weimarer Kunſt⸗ hochſchule“. Nach Anſicht des Redners ſteht die Aufgabe des Architekten auf zwei Pfeilern, die er nie außer acht laſſen darf, der eine davon iſt das Hand⸗ werk, von dem er ſich nie trennen darf, und der andere iſt das Führertum des Handwerks, das er ſich bewahren muß, um ſeine ſchöpferiſchen Kräfte entfalten zu können. Aus dieſen beiden Grundpfeilern wächſt die wahre Natur des Architekten. Im Mittelalter ging der Architekt ets aus dem Handwerk hervor, meiſtens aus em Steinmetzhandwerk. Auch in der Renaiſ⸗ ſance kann man dieſe Laufbahn verfolgen. Alle roßen Meiſter, deren Schöpfungen und Bau⸗ enkmäler Generationen überdauerten, wie Michelangelo, Leonardo da Vinci und unzäh⸗ lige andere, ſie waren Handwerker und erſt ſpa⸗ ter bildete ſich ihre ſchöpferiſche Kraft mehr und mehr heraus. Lediglich die geniale Begabung ließ ſie die Wege hoher Kultur einſchlagen, um dort ſchöpferiſch zu wirken. Wenn wir dieſe Naturen anſehen, dann kommen wir zu der Ueberzeugung, wie ungemein wichtig das Füh⸗ rertum für den Architekten iſt. Im Gegenſatz u dieſen Zeiten und ihren großen Meiſtern hat as 19. Jahrhundert ſchwer gefündigt bezüglich der Erziehung des Architekten und einen neuen Typ herausgearbeitet, den Baube amten. Wohl braucht man in einem großen Staat auch Baubeamte, aber es muß grundſätzlich unter⸗ ſchieden werden zwiſchen Baubeamten und Bau⸗ künſtlern. Der Baubeamte muß ein feinſinniger Kenner, er braucht aber nicht ein genioler Bau⸗ künſtler zu ſein, wie dies vom Architekten ver⸗ langt wird. So kam es, daß das 19. Jahrhun⸗ dert eine verderbliche des geſamten Beruföſtandes in eine obere und untere Sphäre mit ſich brachte. Dadurch wurde ein Keil in das Volkstum gebracht, der ſich nicht nach den Be⸗ gabungen des einzelnen, ſondern nach der Stärke des Geldbeutels richtete. So finden wir heute, daß durch dieſen verderblichen Dualis⸗ mus eine Unfruchtbarkeit entſtanden iſt, welche in dem Trümmerhaufen des 19. Jahrhunderts klar zutage tritt. Die Nutzanwendung hiervon auf die Erziehung des Architekten von heute iſt, zu ezkennen, daß nicht der Geldbeutel maß⸗ ebend ſein darf bei der Ausübung dieſes ſchöp⸗ eriſchen und kraftvollen Berufes, ſondern die Veranlagung und perſönliche Begabung, die der einzelne mitbringt. Es iſt entſchieden zu teuer erkauft, wenn jemand mit der nötigen Vorbil⸗ dung bis zu ſeinem 20. Lebensjahre aufgehal⸗ ten wird, ehe er dem Beruf zugeführt werden kann, für den nur eines entſcheidend iſt, das Talent. Das Talent muß da ſein, alles andere aber kann im Laufe der Zeit erworben werden. Die eigene Erfahrung des Redners an der Weimarer Hochſchule lehrte, daß die Abſolven⸗ ten der Baugewerbeſchule ſich trotz der fehlen⸗ den Vorbildung(Abitur) vielfach beſſer für den Architektenbexruf eigneten als die Alademiker. Wir erſehen daraus, daß wir auf durchaus fal⸗ ſchem Wege ſind, wenn wir das Abiturium für fehe einzige ausſchlaggebende Kriterium an⸗ ehen. Unſer neuer Staat hat Aufgaben und Pflichten mit ſich gebracht, die alle angehen, aber gerade Architekt und Techniker wird berufen ſein, ein Großteil dieſer Aufgaben zu verwirklichen. Da⸗ zu aber iſt es erforderlich, daß wir uns frri machen von Veraltetem und Ueberliefertem, um dem neuen Staate und ſeinen Forderungen gerecht zu werden. Nach dieſen intereſſanten und bedeutungs⸗ vollen Ausführungen betrat Staatsſekretür Pg. Feder das Rednerpult, um über die „Bedeutung der Technik im Aufbau des Dritten Reiches“ zu ſprechen. Das Antlitz der Erde iſt von dem aukünſtler und Ingenieur geformt worden. Dieſe beiden haben ein Recht, ſtolz darauf zu ſein, daß ſie jedem Zeitalter ihren Stempel auf⸗ gedrückt haben. Leider iſt die Würde der Tech⸗ nik von der modernen Welt niedergetreten wor⸗ den, denn in der Wirtſchaft hat er nichts zu ſagen und war nur der Kuli des Kapitals, der mißbraucht worden iſt, wenn es der Zweck er⸗ forderte. Das Ziel des KDAz iſt es, das Recht der Tech⸗ nik auf das Primat des Führertums zu er; kämpfen! Wir haben heute einen Führer, wie er nicht in jeder Generation einem Volke geſchenkt wird. Unſere Aufgabe iſt es deshalb, auch der kom⸗ menden Generation Männer zu ſchaffen, wie unſere Führer, die die Schätze eines Volkes in ihrem Herzen tragen und nicht äußern Reich⸗ tümern nachjagen. Die Gemeinſchaft leerer Schwätzer iſt vorbei, das deutſche Volk iſt wie⸗ der erwacht und horcht auf den Ruf: Einer muß König ſein, einer muß Herr ſein. Dieſes Führertum muß immer wieder betont werden, denn der Liberalismus ſteckt im⸗ mer noch in vielen Teilen unſeres Volkes. Nicht jeder, der„Heil Hitler“ ruft, iſt ein treuer und bewährter An⸗ hänger der Bewegung. Die hohe Kunſt der Technik muß aufſteigen zum Wohle des Volkes, darf aber über allem nicht vergeſſen, daß ſie in erſter Linie immer wieder Dienerin des Volkes ſein muß. Große Aufgaben ſind heute dem Techniker geſtellt, die größte und vor⸗ nehmſte aber iſt, die Not zu lindern und die Arbeitsloſigkeit zu be⸗ ſeitigen. Im Verlaufe ſeiner Anſprache ging der Red⸗ ner bei der Bewältigung der kommenden Ar⸗ beiten davon aus: Wenn der Staat in Staats⸗ angelegenheiten Führer iſt, ſo kann er nicht auch—*14 in der Wirtſchaft ſein, denn gerade die Folge dieſer Kommunalpolitit in früheren Jahren war ein Chaos. Wohl iſit es praktiſch und nutzbringend für die geſamte Wirtſchaft, wenn der Staat ſeinerſeits Muſter⸗ betriebe errichtet, um damit den betreffenden richtungweiſend zu ſein, ſowohl in ezug auf Preisgeſtaltung, als auch qualitativ. Aber der freien ſchöpferiſchen Per⸗ ſönlichkeit ſollenkeine Feſſeln an⸗ gelegt werden, Unſer Führer hat uns ge⸗ zeigt, wie man die Wirtſchaft führt, in dem grandioſen Werk der Reichsautobahnen. Die Folge der getroffenen Maßnahmen im Hinblick auf dieſes Werk, wie Steuererleichterungen in der Autoinduſtrie uſw., brachten einen gewal⸗ tigen Aufſchwung der geſamten Induſtrie mit ſich. Noch viele ſind es, die die überragende Bedeutung dieſer genialen Großtat in ihrem ganzen Ausmaße heute noch nicht erkennen, aber auch für ſie wird die Zeit kommen, wo ſie den heilſamen und wirtſchaftlich gewaltigen Einfluß einſehen werden. Bei der Beſchaffung neuer Verkehrswege und Verkehrsmittel konnte es natürlich nicht ausbleiben, daß man beſtrebt war, auch den zu erwartenden bedeutend größe⸗ ren Treibſtoffverbrauch im eigenen Lande zu decken. Die Folge war die Erſchließung in Deutſchland gelegener Oelquellen. Die größ⸗ ten Bohrtürme Europas ſtehen heute auf deutſchem Boden. Außerdem ver⸗ danken wir es unſeren Großen aus der Wirt⸗ ſchaft, daß ſie es fertig brachten, aus Braun⸗ kohle einen Triebſtoff zu gewinnen, der an Qualität und Leiſtungsfähigkeit nicht hinter anderen Produkten zurückſteht. Ein Zeichen da⸗ für, daß man die Technik nur richtig einſetzen muß, dann wird ſie uns Großes zum Wohle des Vaterlandes ſchaffen. Früher war es in⸗ folge der verſchiedenen Meinungen, bei denen eine feſte Führung gänzlich vermißt wurde, nicht möglich, nutzbringend an die Ausarbeitung der⸗ artiger Probleme heranzugehen. Auch die Wie⸗ derherſtellung des Althausbeſit⸗ fir s war eine ſolche Maßnahme, und es iſt ge⸗ ungen, Milliardenbeträge zu mobiliſieren und unzählige Gewerbe wieder in Tätigkeit ſet⸗ zen. Eine weitere bedeutende Maßnahme, ſtaats⸗ männiſcher Weitſicht entſprungen, iſt das Sied⸗ lungswerk, das dem Redner vom Führer übertragen wurde. Aus der Erkenntnis heraus, daß die Großſtadt mit ihren übervölkerten und deshalb in großem Maße ungeſunden Verhält⸗ niſſen auf die Dauer zum Verderben des ge⸗ ſamten Volkes werden muß, iſt der Plan ent⸗ ſtanden, den Induſtrieavbeiter und Angeſtellten auf dem flachen Lande anzuſiedeln, um ihm hier in freier und lichter Natur eine geſunde Lebensgrundlage zu geben. Gegenüber den früheren Richtlinien beim Bau von Siedlungen, die jeden Zuſammenhang in wirtſchaftlicher und ſozialpolitiſcher Hinſicht vermiſſen ließen, wird man heute grundſätzlich beim Bau von Siedlungen die wirtſchaftliche Exiſtenzgrundlage in den Vorder⸗ grund ſtellen. Eine ganze Reihe ſchwieri⸗ ger Aufgaben ergibt ſich hieraus. Im Rahmen der nationalwirtſchaftlich gegebenen Notwendig⸗ keiten wird ſich mit dem Bau dieſer Siedlun⸗ gen dann auch für den Architekten ein großes und dankbares Arbeitsfeld erſchließen. Er kann dann nach dem Vorbild ſchöner alter deutſcher Städte formen und ſeine baukünſtleriſchen Fähigkeiten beweiſen. Auch die Ratſchläge aus dem Volke werden Berückſichtigung finden, wäh⸗ rend die letzte Entſcheidung der Führer treffen wird, wie es nationalſozialiſtiſcher Brauch iſt. Durch die Rückſiedelung auf das Land ſoll eine Heimat beMenfch werden, in der ein geſundes deutſches Menſchengeſchlecht heranwächſt zum Wohle des Vaterlandes. Mit brauſenden Heil⸗Rufen dankte die Ver⸗ ſammlung für dieſe Rede, die uns einen Blick tun ließ in ein glückliches, geſundes und freies Deutſchland. Nachdem Pg. Anſelm ein drei⸗ 33 Sieg⸗Heil auf den genialen Schöpfer all ieſer weittvagenden Arbeiten, unſeren Führer Adolf Hitler, hat ausbringen laſſen, ſang die 7493 das Deutſchland⸗ und das Horſt⸗Weſſel⸗ ied. Aeber Gräber hinweg vorwärts! Die Beiſetzung des erſten Bergwerksopfers in Buggingen Schopfheim. Unter ungeheurer Beteili⸗ gung der Bevölkerung fand am Samstag die Bei etzung des erſten geborgenen Opfers der Bugginger Grubenkataſtrophe, Aſal, ſtatt. Die Stadt hatte Halbmaſt geflaggt. Für die badiſche Regierung nahm Miniſterpräſident Köhler an der Beiſetzung teil. Ferner waren erſchienen Landeskommiſſüär Schwörer⸗Freiburg, die Kreisleitung der NSDAp Schopfheim, Abord⸗ nungen der Standarte 142 und der Sturm⸗ bann I, dem Aſal angehörte. Die Leiche des verunglückten Bergmannes war in der Leichen⸗ halle des Städt. Krankenhauſes aufgebahrt, von wo ſie durch den großen Zug der Leidtragenden abgeholt wurde. Nach der Einſegnung durch Stadtpfarrer Specht begab ſich der Trauerzug unter Vorantritt der Sturmbannkapelle dur die Straßen der Stadt zum Friedhof. SA⸗ Kameraden trugen ihren toten Freund zur letz⸗ ten Ruheſtätte.— dem Sarge ſchritt eine Abordnung der Bugginger Bergleute in ihrer S Seiner Grabrede legte Stadtpfarrer Specht das Bibelwort zugrunde: „Unſer keiner lebt ſich ſelber, unſer keiner ſtirbt bie ſelber“. Der Geiſtliche würdigte den Tod ieſes Bergmannes als Opfertod für die Le⸗ benden. Nach einem Grabgebet ſank der Sarg in die kühle Gruft. Die Fahnen ſenkten ſich, während die Kapelle das Lied vom guten Ka⸗ meraden ſpielte. Miniſterpräſident Köhler, der im Namen des Reichsſtatthalters und der badiſchen Regie⸗ rung ſprach, ſchilderte den erſchütternden Ein⸗ druck, unter dem wir alle noch angeſichts des ſchweren Unglücks von Buggingen ſtehen. Er hob dabei die Anteilnahme nicht nur in der nächſten Heimat und in Baden, ſondern dar⸗ über hinaus im ganzen Reich, die den Opfern und ihren Angehörigen zuteil werde, hervor. Beſonders erwähnte der Miniſterpräſident die innige Anteilnahme der Schweiz. Er würdigte das Opfer dieſes Arbeitskameraden und gedachte auch zugleich der anderen 85 Bergleute, die noch im Schacht ruhen. Der Miniſterpräſident ſchloß mit der Mahnung, trotz allem Schweren den Blick nach vorwärts zu richten im Sinne des alten Wortes aus der Kampfzeit: Ueber Gräber hinweg vorwärts! Es folgte dann die Reihe der weiteren Kranz⸗ niederlegungen, ſo durch den Direktor des Bug⸗ ginger Werkes, der erhebende Worte fand über Bergmannsſchickſal und Bergmannstod. Ferner legten einen letzten Gruß nieder ein Vertreter der DAß Buggingen, ein Kamerad des verun⸗ lückten Bergmannes, die Kreisleitung der SDaAP Schopfheim, der Ortsgruppenleiter der NSDAp Schopfheim, der Bürgermeiſter von Schopfheim, der Sturmbannführer des Sturmbannes I und viele andere. Die erhebende Trauerkundgebung wurde ab⸗ geſchloſſen mit einem Weihelied des Schopfhei⸗ mer Geſangvereins,„Ruhe in Frieden“. Furchtbare Bluttat in Oetigheim Oetigheim(b. Raſtatt). Eine furchtbare Bluttat ereignete ſich Samstag vormittag kurz nach.30 Uhr in Oetigheim. Wegen Streitig⸗ keiten ihrer Kinder begaben ſich der 47 Jahre alte Arbeiter Kohler und der 31 Jahre alte Zimmermeiſter Leo Götz aus Steinmauern, beide hier wohnhaft, zum hieſigen Lehrer. Im Verlaufe der Unterredung mit dem Lehrer zog Kahler ein Meſſer, um gegen Götz tätlich vor⸗ zugehen. Der Meſſerheld verſetzte Götz auf dem Wege vom Schulhaus zu ſeiner Wohnung zwei Stiche in die Bruſt, von denen einer durch das Herz aing. Götz brach auf der Straße vor dem Gemeindehaus zuſammen und ſtarb. Der Mör⸗ der flüchtete und wurde dabei von der ihn ver⸗ folgenden Einwohnerſchaft des Dorfes beinahe gelyncht. Er konnte ſpäter von der Gendarmerie in ſeiner Wohnung, wo er ſich eingeſchloſſen hatte, verhaftet und abgeführt werden. Die Staatsanwaltſchaft und die Mordkommiſſion aus Karlsruhe trafen bald darauf in Oetigheim ein und nahmen den Tatbeſtand auf. Desglei⸗ chen erſchien auch der Medizinalrat Bezirksarzt Dr. Raither aus Raſtatt, der eine Sektion der Leiche des Ermordeten vornahm. Der Ermordete war ein im Dorf geſchätzter und ehrſamer Handwerksmeiſter. Er hinterläßt vier Kinder und eine leidende Frau, die erſt vor wenigen Tagen aus einer Nervenheilanſtalt ent⸗ laſſen worden war. Der Mörder, der vor Jahren aus Bühlertal nach Oetigheim zugez⸗⸗ gen iſt, iſt als Rohling und Müßiggänger be⸗ kannt. Er wurde in das Bezirksgefängnis nach Raſtatt übergeführt. ——.——— Schlageter⸗Gedächtnismuſeum Heidelberg. Der Landesverband Baden des Schlageter⸗Gedächtnis⸗Muſeums teilt mit: Laut Verfügung der Oberſten SA⸗Führung iſt das Schlageter⸗Gedächtnismuſeum beauftragt, die Unterlagen über die Freikorps zu ſammeln und für die Geſchichtsſchreibung in Verbindung mit dem Reichsarchiv zu bearbeiten. In Be⸗ tracht kommen vor allem Abzeichen, Ausweiſe, Perſonalpapiere, Bilder, Notizbücher, Briefe und ſonſtige Aufzeichnungen, Befehle, Meldun⸗ 910 Karten, Erlebnisberichte, Zetzuner e. lätter, Plakate, die an das Schlageter⸗Ge⸗ dächtnismuſeum, Berlin W 35, Hildenbrand⸗ ſtraße 8 oder an das Schlageter⸗Gedächtnis⸗ mufeum, Landesverband Baden, Heidelberg, Mittelbadgaſſe 3, einzuſenden ſind. Ein Sonderzug nach Berlin mit 75 Prozent Ermüßigung Karlsruhe. Ein Sonderzug nach Berlin mit 75 Prozent Ermäßigung zur Beſichtigung der großen Ausſtellung„Deutſches Volk— Deutſche Arbeit“ wird ſeitens der Badiſchen Handwerkskammer Karlsruhe veranſtaltet. Bei Beteiligung von tauſend Fahrgäſten aller Kreiſe, nicht nur Handwerker, koſtet die Rück⸗ fahrkarte ab Freiburg 16,40., Offenburg 15,20., ab Karlsruhe 13,70., Pforzheim 14,30., Heidelberg 12,60 M. und Mannheim 12,60 M. Der Zug fährt am 3. Juni und läuft am 6. Juni zurück. Anmeldungen bei den In⸗ nungen müſſen ſofort erfolgen. Entziehung des Bergwerkeigentums bei 4 dringendem öffentlichen Intereſſe Karlsruhe. Durch Geſetz des badiſchen Staatsminiſteriums wurde das badiſche Berg⸗ geſetz dahin erweitert. daß bei beſonders drin⸗ gendem öffentlichen Intereſſe der badiſche Fi⸗ nanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter ohne vorherige Vernehmung und Aufforderung an den Berg⸗ werksbeſitzer das Verfahren auf Entziehung des Bergwerkseigentums einleiten oder, wenn dieſes Eigentum dinglich nicht belaſtet iſt, die Entziehung unmittelbar ausſprechen kann. Beutet der Staat die Mineralien aus, ſo kann dem früheren Bergwerkseigentümer eine Ent⸗ zugeſprochen werden, deren Höhe ſchädigun unanfechtbar feſtgeſetzt wird. Folgen der Raſerei Gernsbach. Der ledige 25jährige Reiſende 1 Otto Krebs aus Karlsruhe war in einem hie⸗ ſigen Gaſthaus mit jungen Burſchen zuſam⸗ men. Er ſetzte ſich auf das Motorrad des einen und fuhr in raſendem Tempo durch die Stadt, bis er an der Murgbrücke die Herrſchaft über das Fahrzeug verlor und in weitem Bogen Mit einem auf dem Straßenpflaſter landete. doppelten Schädelbruch und ſonſtigen ſchweren Verletzungen wurde der unbeſonnene junge Mann ins Krankenhaus verbracht. Man fürch tet um ſein Leben. Ein merkwürdiges Geſchäftsgebaren Waldshut. Mechaniker zu verantworten, der in fünf ſich unter Vorſpiegelung, er wolle dem fenden Beſitzer die Schreibmaſchine reinigen, oder er habe einen guten Käufer, ſchleuderte. Den Erlös behielt er für ſich. Die Leute kamen dabei alle um ihre Maſchine. Grenzach gab ſich der Angeklagte ſogar als An⸗ geſtellter einer bekannten Freiburger Schreib⸗ maſchinenfirma aus, deshalb vertraute man ihm und händigte ihm die Maſchine aus. Der An⸗ geklagte ſuchte zu beſtreiten, daß er in betrügeri⸗ ſcher Abſicht gehandelt habe. Das Gericht ſprach gegen ihn eine Zuchthausſtrafe von drei Jahren aus und ordnete die Sicherungsverwahrung an. Die bürgerlichen Ehrenechte werden dem Ange⸗ klagten ferner auf die Dauer von fünf Jahren abgeſprochen. Dfælg Das iſt nu jiddiſch Neuſtadt a. H. Wegen eines fortgeſetzten Verbrechens des Betrugs im Rückfall ſtand der 38 Jahre alte Jude David Bloch aus Neuſtadt a. H. vor dem Amtsgericht Neuſtadt. Der An⸗ geklagte kam als Reiſender einer Bilderver⸗ triebsgeſellſchaft auch in die Weſtpfalz. Einem armen Waldarbeiter aus der Waldfiſchbacher Umgebung ſchwätzte er und ließ ſich hierfür 30 jedoch das Bild geliefert wurde. Als Bl daß der Waldarbeiter ſeine Erſparniſſe au einer Spar⸗ und Darlehenskaſſe angelegt durch allerlei Täuſchungsmanöver die durch jahrelangen Fleiß und Eatbehrungen erworbe⸗ nen Erſparniſſe in Höhe von 4500 Mark abge⸗ Die dem Betrogenen über⸗ ſchwindelt hatte. gebenen Wechſel konnten zum größten Teil nicht eingelöſt werden, da Bloch dieſe gefälſcht hatte und die Namen der Bezogenen überhaupt nicht exiſtierten. Das Gericht erkannte gegen den ge⸗ wiſſenloſen Betrüger dem Antrag des Staats⸗ anwalts entſprechend auf 4 Jahre 3 Monate fkrner Sie 10 Jahre Ehrverluſt erner Sicherungsverwahrung an. Das brennende Dienſtmädchen Rockenhauſen. mädchen Kätchen Hatzenbühler war in der Waſchküche der hieſigen Apotheke mit dem Auf⸗ des Waſſerkeſfels beſchäftigt. Dabei fing hre Schürze Feuer. Das Mädchen eilte, nach⸗ dem es die brennende Schürze nicht herunter⸗ reißen konnte, in die Wohnung, wodurch das Feuer erſt recht entfacht wurde. Auf die Hilfe⸗ 4 rufe der Unglücklichen eilten einige Perſonen herbei und erſtickten das Feuer. Vor dem Waldshuter Straf⸗ richter hatte ſich ein ſchon 22mal vorbeſtrafter ällen etref⸗ eine gute Schreibmaſchine an ſich brachte und ſie dann ver⸗ In Rar ein Bild auf ark geben, Bloch f och in raffinierter Weiſe auch herausgebracht 4 atte, 4 ruhte er nicht eher, bis er dem Gutgläubigen und ordnete Das lojährige Dienſt⸗ Die Be⸗ Daten 103686 Der 9 din De 1752 Albre⸗ nellen (geſto ean Un ge Sonnenau 19.47 Uhr; untergang 2 3 175 27 3 1 4 3„ . 4 Im Silber Hochzeit ſeiert mit ſeiner Eh⸗ ** — 70. Geburts 13934 begeht 7 wein, Mann! 70. Geburtsta⸗ Mannheime bauernſchaft 2 12 bekannt, Mannheimer Verlegung am im Notariat mer 25, ſtattfir Von der Re fräume der Rei tag, den 19. J Poſtwurfſen 10933 für Poſt gelaſſenen Gel ſtempler hat ſi ghültig eingefü .—— Dieſe Komö rettung des en foe! Sie iſt c heit der Jugen graf, ein no einem liquidien dieſes Stück m tief läßt er di⸗ jene ewige Jue neration zu je 110 wird. 1 t Forſter Jugend dar, Fernwehs bis Wo Jugend dauernswerte wurde mit ſchweren Verbrennun⸗ gen in das Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Das wird jede Kanu! Schon braun?„ hf Bewunderung fragen, wenn Sie ſchon jetzt im Mai nach einem ein⸗ zigen Sonnenbad braungebrannt nach Hauſe kommen. Sie wollen wiſſen, wie ſich das erreichen läßt? Ganz ein⸗ fach: reiben Sie beim Sonnenbaden Ihre Haut gründ⸗ lich mit Leokrem ein. Leokrem hilftſchneller bräunen, weil er Sonnen⸗Vitamin enthält! Dank ſeinem Fettgehalt verringert Leokrem zugleich die Gefahr ſchmerzhaften Sonnenbrandes. Do 5 ſchon von 22 J0. ab in allen Chlorodont⸗Verkaufsſtellen erhältlich. „ 14. Mai 19834 itungen, Flug⸗ Schlageter⸗Ge⸗ Hildenbrand⸗ ter⸗Gedächtnis⸗ n, Heidelberg, ind. tit 75 Prozent 4 ig nach Berlin 5 ir Beſichtigung ttſches Volk— der Badiſchen eranſtaltet. Bei hrgäſten aller oſtet die Rück⸗ ., Offenburg MN., Pforzheim ind Mannheim Funi und läuft in bei den In⸗ entums bei Intereſſe des badiſchen badiſche Berg⸗ eſonders drin⸗ er badiſche Fi⸗ ohne vorherige an den Berg⸗ uf Entziehung en oder, wenn belaſtet iſt, die prechen kann. n aus, ſo kann mer eine Ent⸗ „ deren Höhe i hrige Reiſende in einem hie⸗ urſchen zuſam⸗ 4 rrad des einen arch die Stadt, perrſchaft über weitem Bogen e. Mit einem ſtigen ſchweren ſonnene junge ht. Man fürch⸗ Sgebaren dshuter Straf⸗ lvorbeſtrafter in fünf Fällen e dem hetref⸗ hine reinigen, er, eine gute d ſie dann ver⸗ r für ſich. Die Maſchine. In ſogar als An⸗ irger Schreib⸗ raute man ihm aus. Der An⸗ r in betrügeri⸗ Gericht ſprach n drei Jahren erwahrung an. ſeen dem Ange⸗ ifünf Jahren 8 fortgeſetzten kfall ſtand der aus Neuſtadt tadt. Der An⸗ ſer Bilderver⸗ ſtpfalz. Einem Laldfiſchbacher ein Bild auf ben, ohne daß Als Bloch in ſebracht hatte rſparniſſe auf angelegt 1 Gutgläubigen her die durch ngen erworbe⸗ )0 Mark abge⸗ rogenen über⸗ zten Teil nicht gefälſcht hatte berhaupt nicht gegen den ge⸗ g des Staats⸗ zre 3 Monate und ordnete dchen hrige Dienſt⸗ war in der mit dem Auf⸗ t. Dabei fing en eilte, nach⸗ icht herunter⸗ wodurch das Auf die Hilfe⸗ ige, Perſonen er. Die Be⸗ Verbrennun⸗ ingeliefert. mit ehrlicher Bewunderung nach einem ein⸗ Hauſe kommen. läßt? Ganz ein⸗ re Haut gründ⸗ er bräunen, weil inem Fettgehalt abälllch Das mird jeder 3 heit heit der Jugend! 19.47 Uhr; Dahrgang 4— A Nr. 215/ B Nr. 133— Seite 5 „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mal 1934 1686 Der Phyſiker Gabriel Daniel Albrecht Thaer, der Begründer der ratio⸗ 1906 Der deutſch⸗amerikaniſche Staatsmann 1912 Der ſchwediſche Dichter Auguſt Strind⸗ 1932 lin geſtorben(geb. 1849). Daten für Monkag, den 14. Mai in Danzig geboren(geſt. 1736). 1752 nnellen Landwirtſchaft, in Celle geboren 4(geſtorben 1828). Karl Schurz in New Nork geſtorben(ge⸗ boren 1829). 0 berg in Stockholm geſtorben(geb. 1849). Der Rechtslehrer 3585 Kahl in Ber⸗ .07 Uhr, Sonnenuntergang ondaufgang.54 Uhr, Mond⸗ untergang 21.37 Uhr. Denkt an das MW. Aeb. Im Silberkranze. Das Feſt der Silbernen Hochzeit feiert morgen Herr Friedrich Keßler mit ſeiner Ehefrau Paula, geb. Renner, Mann⸗ * Gartenſtadt, Unter den Birken r. 17 70. Geburtstag. Am Dienstag den 15. Mai 1934 begeht Frau Babette Müller geb Traut⸗ wein, Mannheim, Meerfeldſtraße 48, ihren 70. Geburtstag in guter Rüſtigkeit. Mannheimer Maimarktlotterie. Die Kreis⸗ bauernſchaft Mannheim, Abteilung Mannheim, gibt bekannt, daß die diesjährige Ziehung der Mannheimer Maimarktlotterie garantiert ohne Verlegung am 15. Mai 1934, 9 Uhr vormittags, im Notariat III in Mannheim, A 1, 4, Zim⸗ mer 25, ſtattfindet. Von der Reichsbankhauptſtelle. Die Geſchäfts⸗ räume der Reichsbankhauptſtelle ſind am Sams⸗ tag, den 19. Mai ds. Is. ab 12 Uhr geſchloſſen. Poſtwurfſendungen. Die Ende Dezember 1933 für Poſtwurfſendungen verſuchsweiſe zu⸗ gelaſſenen Gebührenverrechnungen durch Frei⸗ ſtempler hat ſich bewährt und wird daher end⸗ gültig eingeführt. ————————————————————————————— Ein Hochſommertag mit Launen liegt hinter uns, und wir haben alle Urſache, uns nicht reſtlos über ihn zu freuen. Viel⸗ verſprechend war zwar der Samstag, aber um ſo weniger verſprechend lautete der Wetter⸗ bericht, der örtliche Gewitterſtörungen ankün⸗ digte. Man hoffte, daß ſich die örtlichen Stö⸗ rungen an anderen ertlichkeiten entladen würden, aber dieſe Hoffüung wurde gründlich zuſchanden gemacht. Nach dem herrlichen und heißen Sonntagvormittag— in der Mittags⸗ ſtunde kletterte das Queckſilber im Schatten auf 29 Grad hinauf— zogen ſich gegen drei Uhr plötzlich Gewitter über der Stadt zuſammen, die innerhalb des Stadtgebietes nur einige Regentropfen zur Folge hatten, während es in den Außenbezirken tüchtig ſchüttete. Nachdem die Gewitter ſich nach der Bergſtraße hin ver⸗ zogen hatten, wurde es wieder ſchön. Man freute ſich über die herrliche Luft, die von allem Staub gereinigt war und hatte nicht weniger Freude an der wiedergekehrten Sonne. Zwei Stunden ſpäter ging das Theater von neuem los und ſoll es bei dieſer Gelegenheit etliche eingeweichte Kleider gegeben haben. Die vielen Veranſtaltungen litten natürlich dar⸗ unter, denn weder Pferderennen noch Fußball⸗ wettſpiel ertragen ſolche Wetterlaunen. Der Betrieb am Strandbad Insgeſamt weilten geſtern etwa 8000 Bade⸗ gäſte im Strandbad. Abgeſtellt waren über 100 Automobile und etwa 5000 Fahrräder. Die Sanitäter hatten 19 leichtere Unfälle zu be⸗ handeln. Ein reger Ausflugsverkehr herrſchte geſtern auf der Reichsbahn, und zwar waren die Früh⸗ züge durchweg ſtark mit Ausflüglern beſetzt, während am Nachmittag der Ausflugsbetrieb etwas nachließ. Der Stadtbeſuchsverkehr wurde durch die Braune Meſſe, durch die Rennen und durch die ſonſtigen Veranſtaltungen ſtark beein⸗ flußt und war ziemlich rege. Außer dem Son⸗ derzug ins Blaue, der doppelt von Mannheim und Heidelberg verkehrte, liefen drei Sonder⸗ züge, mit denen Mitglieder des Eiſenbahner⸗ vereins nach Bad Kreuznach und Bad Münſter am Stein fuhren. Der letzte Meſſe⸗Sonntag zeigte ſich bereits am Morgen von ſeiner guten Wetterſeite und bot den W4 einen willkommenen Anlaß, die auf dem Meßplatz aufgeſtellten Volksbeluſtigungsmöglichkeiten mehr oder weniger— je nach Geſchmack— zu genießen. Der Tag hielt, was er am Morgen verſprach, die Sonne meinte es zwar gegen Mittag ziem⸗ lich gut, die Hitze nahm faſt tropiſchen Charak⸗ ter an und um die fafti Nachmittagsſtunde gab es wirklich einen ſaftigen Platzregen, der die Atmoſphäre wohltuend reinigte und eine angenehme Abkühlung brachte. er deshalb während des Regens noch abwartend zu Hauſe geſulen hatte, konnte jetzt den geplanten Meſſe⸗ eſuch noch unternehmen. Trotz der vielen großen Veranſtaltungen auf der Rennwieſe, im Stadion, im Herſchelbad, der Braunen Meſſe, der Eröffnun des Armee⸗ Muſeums am 12.½13. in Karlsruhe, das viele Mannheimer dorthin lockte, iſt es beinahe ver⸗ wunderlich, daß der Beſuch auf der Meſſe doch ſo erſtaunlich gut war. Eine Menge auswärti⸗ ger Gäſte war anweſend und wir konnten ſo⸗ ar das Vergnügen haben, ſüddeutſchen Schwimmern(ich glaube, es waren Bayern) auf dem Meßgelände zu begegnen, wie ſie „Mannemmer Meßbolle“ ſchluzten! Es herrſchte großer Betrieb und man konnte ſich nach allen Seiten hin ins—* ſtür⸗ en. Von der Hitze in den erſten Nachmittags⸗ —— profitierten vor allem die Verkäufer des ſo ſchnell beliebten Sahneeiſes, denn die luſtwandelnde Menge lechzte förmlich nach einer Erfriſchung. Die gebotenen Vergnügungs⸗ möglichkeiten waren in bekannter Vielfältigkeit vorhanden und jeder Beſucher konnte auf ſeine Koſten kommen. An leiblichen Genüſſen fehlt es auf der Meſſe natürlich nicht und es herrſcht da ſchon ſeit Großvaterzeiten eine Tradition beim Einkauf gewiſſer bekannter Spezialitäten. Hat man ſich auf der Meſſe genügend getummelt und müde geſchaut und gelaufen, ſo begibt man ſich nach altem Brauch in eine der zahlreichen Mann⸗ heimer Gaſtſtätten, wo dann bei Maimuſik und einem guten Schoppen der ſo ſchöne, letzte Mai⸗ meſſeſonntag abgeſchloſſen wird. Wichtige Schulungsfragen des deutſchen Kaufmanns! Studien⸗ und Lehrfahrten für Berufs⸗ und Wirtſchaftskunde 1934 In unſerer Zeit der 2 Anſtrengungen zur Belebung unſerer Wirtſchaft iſt für den deutſchen Kaufmann und Angeſtellten eine enaue Kentnis aller Abſatzmärkte des In⸗ und uslandes von großer Bedeutung. Er muß Land und Leute kennen, muß die Abſatz⸗ und Austauſchverhältniſſe ſtudieren und muß die überbetrieblichen, volkswirtſchaftlichen Zuſammenhänge durchſchauen können. Ohne dieſe Vorausſetzungen läßt ſich keine weit⸗ ſchauende Marktpolitik betreiben. Es iſt daher Aufgabe einer gründlichen Berufserziehung, dem deutſchen Kaufmann und Angeſtellten die Gelegenheit zu ſolcher Erweiterung und Ver⸗ tiefung des beruflichen Wiſſens zu bieten. Erstanffiirung im Neuen Fieuter „Robinſon ſoll nicht fterben!“ Von Friedrich Forſter Dieſe Komödie iſt nicht nur eine Ehren⸗ rettung des engliſchen Fabulierers Daniel De⸗ ie iſt auch nicht nur eine Angelegen⸗ Friedrich Forſter⸗Burg⸗ graf, ein noch jugendlicher Dramatiker, von einem liquidierten Syſtem unterſchlagen, erfüllt 4 Vo Zugend auf der Bühne wirkt, folg von vornherein ſicher! Bei die ſt in Maße entgegen. un dhandelnde Schar— 5 Jungs und dieſes Stück mit wuchtigem Gehalt. Gedanken⸗ tief läßt er die Jugend ſich hier ſelbſt ſpielen, jene ewige Jugend, die von Generation zu Ge⸗ neration zu jenen Phantaſien eines Robinſon 8 wird. Schlicht und unproblematiſch fie t Forſter in acht plaſtiſchen Bildern jene Jugend dar, die ſich für den Erfüller ihres Fernwehs bis zum letzten einzuſetzen bereit iſt. iſt der Er⸗ ſem Stück ümfomehr, kommt es dem Bedürfnis nach ernſt⸗ ter und doch wieder heiterer Koſt in weite⸗ em Eine zwar jugendliche, her doch grundedel und revolutionär denkende ein Mädel— verhelfen dem alten, verarmten De⸗ 100 wieder zu Ehre und Anerkennung. Im Ablauf der mit tragiſchen Fäden durch⸗ ſponnenen Handlung leuchtet plötzlich einmal ine Erinnerung an Käſtners„Erich und die Detektive“ auf, um bald wieder unterzutauchen. k liegt aber neben dem Sinn für Theater⸗ ürkung all das drin, was einem Käſtner ab⸗ ging: felunder Humör und herzliche Menſch⸗ Das London um 1700. Daniel Defoe, einſt des britiſchen Königs, iſt arm, alt und aſt völlig blind. Die Reichtümer, die er ſich mit ſeinem Robinſonbuch geſammelt hatte, ſind von Tom Defoe, dem unrühmlichen Sohn des berühmten Vaters, bis zum letzten Pence ver⸗ tan worden. Dieſer ungeratene Saufbold macht auch 15 vor dem letzten und heiligſten Beſitz ſeines Vaters halt. Er ſtiehlt vielmehr das Manuſkript des weltbekannten„Robin⸗ ſon“, verkauft es und verſchleudert den Erlös. Hier nun greift eine—* Horde von„Robin⸗ ſonen“ ein. Sie bringen Tom Defoe gewaltſam vor den König, der ſo wieder an ſeinen alten Freund Daniel erinnert wird. Der König ver⸗ weiſt den wilden Tom wieder auf den rechten Lebensweg und ſorgt für den armen Vater. Aus dieſem ergiebigen Stoff hat Hans Carl Müller teils feine Genrebilder, teils ſprü⸗ hend echte Jugendſzenen voll zwingender Kraft zu machen verſtanden. Mit geſchickter Hand hat ihn hierin Eduard Löffler durch origi⸗ nelle, aber auch äußerſt zweckmäßige Bühnen⸗ bilder unterſtützt. Die darſtelleriſche Geſamtleiſtung war wie⸗ derum überaus abgerundet. Krüger, Schmiedel, Jobſt, Walter und Kem⸗ pin gaben fünf Pfunds⸗Jungens ab: natür⸗ lich, friſch, ohne Komplexe, kurz„Robinſone“ Es dünkt uns eigentlich überflüſſig, jeden einzelnen zu nennen, der dieſem antresco⸗Ge⸗ mälde zum mitverhalf und ihm zu ſa⸗ En daß er wirklich ausgezeichnet war. Das gfenin mit Karl Marx, der dem Stück in weſentlichen Teilen eine Atmoſphäre echten tra⸗ giſchen Lebens einhauchte, Hans Simshäu⸗ er als ungeratener Sohn, mit der herzlichen Die Deutſche Angeſtelltenſchaft als Teil der Deutſchen Arbeitsfront hat dieſe Auf⸗ gabe in einfacher, dabei aber zweckentſprechen⸗ der Weiſe gelöſt: mit ihren Studien⸗ und Lehr⸗ fahrten. Dieſe verbinden die Erholung mit dem Erwerb neuer beruflicher Erkenntniſſe. Der Plan der diesjährigen Studienreiſen liegt vor. Schon ein kurzer Blick in dieſen reichhaltigen Plan zeigt, welch vielfältige Berufserziehungs⸗ arbeit hier geleiſtet wird. Auffallend iſt dabei die Preiswürdigkeit der Reiſen, ſo daß es auch kleinen Einkommen möglich iſt, auf dieſe Weiſe einen großen Schritt vorwärts in ihrer beruf⸗ lichen Fortbildung zu tun. Die Studienfahrten führen in Wirtſchafts⸗ Abu Markub, der Wundervogel im Berliner Joo „Königskeulenkopf“, arabiſch Abu Markub, Va⸗ ter des Schuhes, heißt dieſer ſeltenſte aller Stelzvögel. Er iſt eine der einzigartigen Neuer⸗ werbungen des Berliner Zoologiſchen Gartens. und Induſtriegebiete des In⸗ und Auslandes. Die ſchwerinduſtriellen Teile Mitteleng⸗ lands, der wirtſchaftliche Mittelpunkt Mit⸗ telſchwedens und das aufſtrebende Nord⸗ italien ſind die Ziele der Auslandsreiſen. Außerdem werden Sonderfahrten zu bemer⸗ kenswerten ausländiſchen Meſſen veranſtaltet, ſo zur Levantemeſſe in Bari. Zu den großen deutſchen Handels⸗ und Induſtrie⸗ zentren führen verſchiedene Reiſen, ſo nach Hamburg, Bremen, Lübeck, nach Oſt⸗ preußen und Schleſien, wieder andere in das ſächſiſche, württembergiſche, badiſche, thü⸗ ringiſche und rheiniſch⸗weſtfäliſche Wirtſchafts⸗ gebiet. Der vielſeitige Plan dieſer Studienfahrten kann auf allen Geſchäftsſtellen der Deutſchen Angeſtelltenſchaft oder gegen Einſendung von 10 Pfg. Schutzgebühr unmittelbar vom Haupt⸗ amt für Berufserziehung der Deutſchen An⸗ geſtelltenſchaft(Berlin W 57, Potsdamerſtr. 75) bezogen werden. Intereſſenten für dieſe Reiſen mögen ſich bald melden, da im Hinblick auf die Werksbeſichtigungen die Teilnehmerzahl be ſchränkt iſt. n Stimmen der Zeit Das, was der Mann mit Umriſſen ab⸗ geſteckt hat, erfüllt die Frau mit Daſein. Dr. Goebbels. S Annemarie Schradiek, mit einem gütigen König Willy Birgels, mit den unübertreff⸗ lichen Typen eines Langheinz, Offen⸗ bach und Krauſe iſt das Enſemble kat exo- chen— da kann nichts daneben gehen! Das gut beſuchte Haus dankte denn auch für den angenehmen und unterhaltſamen Abend. Habsheim. Wie wir den Film ſehen Roxy: „Mein Liebſter iſt ein Jägersmann“ Sehr leichte Koſt tiſcht uns Walter Kolm als Regiſſeur mit dieſem Film auf. Ein Glück, daß dieſer Streifen gerade zu dieſer Jahres⸗ zeit läuft. Als Frühlingsſtück kann man ihn einigermaßen begreifen und kann ſich ſogar an manchen Spielhandlungen und Darſteller⸗ leiſtungen erfreuen. Aber wehe, wenn man zur Winterszeit dieſen Streifen betrachten müßte. Man hat die Geſchichte zu Hilfe genommen, ſtellt den beliebten öſterreichiſchen Kaiſer Franz Joſeph I. mit ſeiner Galanterie und gemüt⸗ lichen Trottelhaftigkeit etwas in den Mittel⸗ punkt der Handlung, reiht darum einige typiſch öſterreichiſche Geſtalten aus Adel und Volk und erreicht bei munterem Spiel eine zeitwei⸗ lig recht amüſante Sache. Georg Alexander kann in ſeiner Rolle wieder glänzen, Fred von Bohlen macht eine ausgezeichnete Figur als Gardeleutnant, Suſi Lanner iſt eine ent⸗ zückende ruſſiſche Großfürſtin, und vor allem Gretl Theimer als Förſterstochter und Hanſi Nieſe als Frau Oberförſterin tragen zum Ge⸗ lingen des Films bei. Gretl Theimer ſchwankt zwiſchen Natürlichkeit und Bühnen⸗ darſtellung, ſo daß die Leiſtung nicht einheitlich iſt. Außerdem gibt es einige ſchöne Auf⸗ nahmen aus dem weltberühmten Bad Iſchl. Nicht zu vergeſſen iſt aber auch der Oberhofkoch des Kaiſers, den Leo Slezak, einſt einer der efeierteſten Opernſänger der Welt, der mit einer heute immer noch hervorragenden Ge⸗ ſangstechnik noch manchem heutigen Star des Tonfilms und der Operette etwas vormachen kann, darſtellt.— Das Beiprogramm iſt—— 8. intereſſant. Was iſt los? Montag, den 14. Mai 1934 Roſengarten:„Schwarzwaldmädel.“ Operette von Leon Jeſſel. Miete A. 19.30 Uhr. Meßplatz: Mannheimer Maimeſſe. Volksbeluſtigungen für Jung und Alt. Große Verkaufsmeſſe am Adolf⸗Hitler⸗Ufer. Neuheiten⸗Verkaufsmeſſe auf dem Marktplatz. Städt. Hochſchule für Muſik und Theater: 17.00 Uhr Dr. Fr. Eckart: Das muſikaliſche Kunſtwerk. 18.00 Uhr Dr. Hans Költz ſch: Muſikaliſches Ver⸗ ſtehen. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14.00 Maxdorf, Freinsheim, Neuleiningen, Höningen, Leiſtadt, Bad Dürkheim, Wachenheim, Forſt, Meckenheim, Mann⸗ heim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Das große Meſſe⸗ programm. Tanz: Kabarett Libelle. Apollo⸗Theater:„Die erſte große Lieb e Operette. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: 10—13 u. 15—17 Uhr geöffnet. Sonderausſtellung: Kaiſerdome am Mittelrhein. Städt. Schloſbücherei:—13 und 15—19 Uhr Leſeſäle; 11—13 und 17—19 Uhr Ausleihe. Städt. Bücher⸗ und Leſehalle: 10.30—13 Uhr Leſehalle. Zweigſtelle Möhlblock, Weidenſtraße 16: 14—19 uhr geöffnet. Jugendbücherei R 7, 46: 15—19 Uhr geöffnet. Sahrgang 4— A Nr. 215/ BNr. 133— Seite h „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mal 1534 Eine blaue Fahrt ins grüne Paradies Ein„Muttertag⸗ Geſchenk der Reichsbahn— Sonnenf Wer die unvergleichlichen Schönheiten un⸗ ſeres deutſchen Heimatlandes einmal ſo richtig kennenlernen will, der darf ſich getroſt der Füh⸗ rung des Mannheimer Reichsbahn⸗Verkehrs⸗ amtes anvertrauen. Gerade die vielgerühmten „blauen Fahrten“, die mit ihren reizenden leberraſchungen immer wieder Entzücken und Bewunderung hervorrufen, die Heimatliebe wecken und ſtärken und unvergeßliche Eindrücke vermitteln, ſind ein glänzender Beweis für die Fortſchrittlichkeit des Mannheimer Verkehrs⸗ weſens. Und nun einmal eine grundſätzliche Frage: „Was bedeutet und was bietet eigentlich eine ſolche„Fahrt ins Blaue“?“ Diee Beantwortung dieſer Frage iſt vor allen Dingen wichtig, aufſchlußreich— und vielleicht auch ſehr beſchämend für denjenigen, ber ſich unter ſeinen Volksgenoſſen nicht genug tun kann in phantaſtiſchen, übertrieben⸗begei⸗ Schilderungen über die Schönheiten des Auslandes— der aber ſchließlich die eigene Heimat nicht— voder doch nur ſehr mangelhaft kennt! ugegeben! Wohl kein aufrechter und wahr⸗ liebender Deutſcher wird die landſchaft⸗ Schönheiten— zum Beiſpiel des fernen, nden Südens— aus übertriebenem Na⸗ malſtolz herabſetzen oder nicht voll würdigen. ber die erſte Vorausſetzung zu einer gerechten Beurteilung in der Gegenüberſtellung fremder und heimiſcher Schönheiten iſt darin zu erblik⸗ ken, daß der Deutſche, den die Fremde anzog darf verlockte, erſt dann ſein Urteil fällen rf, wenn er die eigene Heimat kennt,— wenn er die Schatzkäſtlein, die ſeine heilige deutſche Scholle in Oſt und Weſt— in Nord und Süd verbirgt und hütet,— wenn er die all durchſtöbert hat,— mit den Augen des Suchenden,— mit dem Herzen des Reinen und mit dem Gemüte des treuen, emp⸗ findſamen Deutſchen! Wer erinnerte ſich gerade hier nicht an die tiefempfundenen Schilderungen unſerer uslandsdeutſchen, die ein gewolltes ungewolltes Schickſal in die Fremde ver⸗ ug. Aus jedem Brief— aus jeder Zeile ſpricht das Sehnen nach der Heimat— man iſt—3 nel ſchillernden, betäubenden Pracht ſo chnell ſchon müde geworden, und mächtig regt ſich die deutſche Volksſeele, das—— Blut der Ahnen, das nach der herben Schönheit deutſcher Scholle,— das nach den ſtillen Wäldern ewiger deutſcher Heimat drüngt! Erfaßt uns da nicht ein leiſes, mahnendes Schamgefühl— uns— die wir in der Hei⸗ mat leben dürfen— und doch im allgemeinen ſo furchtbar wenig von ihr wiſſen? Oder iſt es nicht ſo? Und dann! Iſt es nicht beſchämend, zu hören, daß es Deutſche gibt und immer ſchon gab, die ſich durch ihren altbekannten Fleiß— durch Energie und Tatkraft empor⸗ arbeiteten— gefördert und unterſtützt vom eigenen Staate— die aber dann, wenn es galt, ſich einmal zu erholen, gründlich auszuſpannen, Erquickung, Ruhe und Frieden nur in fremden Ländern ſuchten, weil ſie auf einmal nicht mehr an die Schönheitihrer Heimat glaubten! — obwohl ſie ſich vielleicht in Zeiten harten Daſeinskampfes nach ihren ſtillen und ver⸗ träumten Schätzen, nach ihrer keuſchen, heiter⸗ ernſten Pracht geſehnt. Das iſt, wie wenn ein Sohn die treue Mutter, die ihm einſt Blut und Leben gab, vergißt, vergißt um eine ſchöne, fremde, aber leere Frau!— Der dann auf ſolche Weiſe all die Treue und die Liebe lohnt, die ihm das Leben doch erſt lebenswert gemacht! Und mit dieſer Erkenntnis kommen wir nun mit einem Male wieder auf die Bedeu⸗ tung der Fahrten ins Blaue, die man wohl am ſinnvollſten unter dieſes Motto ſtellen könnte: „Deutſcher! Lern' die Heimat kennen— Eh du in die Fremde ziehſt! Nichts wird dich von Deutſchland trennen, wenn du ſeine Schönheit ſiehſt!—“ ... Gerade die geſtrige„blaue Fahrt“, die als eine wunderhübſche Ueberraſchung der Reichsbahn— und gleichermaßen auch als ein äußerſt glückliches Geſchenk an die Mutter zu ihrem Ehrentage betrachtet werden kann, war ein Beiſpiel für den hohen erzieheriſchen und Revolutionsschau I. Braune Messe Mannheim Automobilausstellung der dunklen Schwarzwaldkannen kulturellen Wert dieſer Verkehrseinrichtung.— Aber nicht nur dies allein, auch F die prickelnde Ungewißheit über das Reiſeziel, — das große Rätſelraten iſt es, was die Fahrt zu einem ſpannenden Erlebnis macht,— — die Herzen höher ſchlagen läßt,— Verbin⸗ dung herſtellt zwiſchen Menſch und Menſch. Wie eine einzige, große Familie ſtrebt man erwar⸗ tungsvoll dem unbekannten Reiſeziel entgegen. ... Und ſo die dunklen Schwarzwaldtannen rauſchen, — im ſagenumwobenen, deutſchen Märchen⸗ wald, wo hoch am Hang die grünen Rieſen wachen,— wo tief im lleblich⸗lillen Tal die kleinen Knuſperhäuschen ſtehn, wo Blüten⸗ pracht und Sonnenſchein in Glanz, in Farb' und Ton ſich gegenſeitig überbieten— da hielt der Zug. Das gepflegte, ſchöne Baden⸗Baden mit ſeinen Koſtbarkeiten, ſeinen herrlichen Anlagen, chein und Blütenpracht im Märchenreich Gebäuden, Prachtſälen und Quellen, verbun⸗ den mit einer gottgeſegneten, lieblichen Um⸗ ebung,— ein unter den deutſchen tädten mit Weltruhm— erregte Bewunde⸗ rung und Aufſehen unter der großen Anzahl der glücklichen„blauen“ Teilnehmer. Eine wirklich famoſe Ueberleitung zu der nachmit⸗ täglichen Omnibusfahrt durch den jungen Rebs ing— einer Höhenfahrt von unſagbarem iebreiz— vorbei an ſchroffen Abgründen, in denen nicht das Grauen,— nein in denen die ganze ſonnbeglänzte Schönheit des romantiſchen Murgtales zu ſehen war! Schloß Eberſtein— und ſpäter das reizende Gernsbach waren Ziel der Fahrt. Unver⸗ geßlich bleiben aber die Eindrücke dieſes Mär⸗ chentages. Begreiflich, daß man ſich nur ſehr, ſehr ungern aus dem Paradies ver⸗ treiben ließ. Bravo! Deutſche Reichsbahn,— du lernſt den Deutſchen ſeine Heimat lieben! — nur ſo weiter und du wirſt dir immer mehr dankbare, deutſche Volksgenoſſen zu Freunden machen. eme. Der beſte Mannheimer Rundfunkſprecher Es ſcheink doch nicht ſo einfach zu ſein Wenn heute irgendwo im deutſchen Vater⸗ land ein denkwürdiges und wichtiges Ereignis eintritt, wenn, um nur ein paar Beiſpiele zu erwähnen, irgendein wichtiger Betrieb, ein Ge⸗ bäude ſeiner Beſtimmung übergeben, oder eine Ausſtellung eröffnet wird, wenn ein gewaltiger Aufmarſch ſich vollzieht oder irgendein großer ſportlicher ettkampf ausgetragen wird, dann will der Volksgenoſſe an dem Ereignis teil⸗ haben, er will die Veranſtaltung miterleben. Und dieſe lebendige Teilnahme ermöglicht ihm der Rundfunk. Ein anopf am Empfänger wird ... und ſchon tönt aus dem Lautſprecher ie Stimme des Mannes, der den gewaltigen Eindruck des Geſchehens mit ſeinen Worten dem Hörer in aller Welt verkündet, der Rundfunk⸗ ſprecher waltet ſeines ſchweren, verantwor⸗ tungsvollen Amtes. Daß dieſer Poſten von Männern bekleidet wird, die es tatſächlich verſtehen, nicht nur das Geſchehen an ſich in lebendiger und packender Form vorzutragen, ſondern die auch den Geiſt erfaſſen können, der in dieſen Veranſtaltungen innewoehnt, iſt die Sorge der Leute, die heute für unſeren Rundfunk verantwortlich ſind. Jede Stadt ſucht deshalb ihren Sprecher, der aus deim Volke heraus, ohne jede berufliche Vor⸗ bildung, an das Mikrophon geſtellt wird, um zu ſeinem Volle ſprechen zu können. So veranſtaltete 305 am Samstagabend die Reichsfendeleitung zuſammen mit dem RDR ein Probeſprechen, zu dem ſich 30 Perſonen ge⸗ merdet hatten. Allerdings traute ſich nur ein Teil von ihnen an das Mikrophon. Kreisfunkwart Kunze begrüßte zunächſt die Vertretung der Gauleitung, Pg. Dreher und Pg. Adelmann, den Kreispropagandaleiter Fi'ſcher und den Leiter der Mannheimer Be⸗ Seoßeh des Reichsſenders Frankfurt, r. Holzbauer. Dann gedachten alle Wett⸗ bewerbsteilnehmer und Beſucher der toten Bergleute von Buggingen, die Hände hoben ſich, das Lied vom guten Kameraden ertönte. Pg. Dreher hatte die Aufgabe übernom⸗ men, in kurzen Abriſſen die bisherige Arbeit des Rundfunks vor und nach der Revolution zu ſchildern. Immer und immer wieder, ſo führte er u. a. aus, haben die früheren Herren den Rundfunk als politiſch neutral bezeichnet. Sie gaben ihm nach außen hin auch den Anſtrich der Ueberparteilichkeit, in Wirklichkeit ſah es aber ganz anders aus. Es waren Marxiſten, die an der Geſtaltung des Rundfunks arbeiteten. Noch heute gedenken wir voller Grauen der Neger⸗ muſik und der ganzen ſeichten Unterhaltungs⸗ ſtunden, die man dem Hörer darbot. Nach dem 30. Januar 1933 kam aber raſch eine Wandlung in das Funkſyſtem. Reichs⸗ fendeleiter Po. Hadamopſky ſetzte die Poli⸗ tiſierung des Rundfunks durch. unter ſetner Arbeit wurde die Sendung in den Dienſt des Staates geſtellt, ſie wurde in den ⸗ Staat eingebaut. All die großen Tage, die die geſamte deutſche Nation bisher in nie geſehener Einigkeit feierte, der Tag der nationalen Arbeit, das Erntedank⸗ feſt, konnten wir dank der Arbeit des Rund⸗ funks miterleben. Und weiter! Es galt allen Sendern, unbeſchadet ihrer ſtamm⸗ lichen Aufgaben, einen gemeinſamen Geiſt zu geben! Das konnte natürlich erſt geſchehen, als man die Privatſendegeſellſchaften durch die Reichs⸗ ſender ablöſen konnte. Damit iſt die einheit⸗ liche Geſtaltung des Rundfunks erreicht. So ſehen wir nun im Radio nicht nur einen Vermittler echter deutſcher Kunſt und einen Voten, der uns von all den Vorfällen draußen im Reich erzählt, wir erkennen in ihm auch einen wertvollen Erzieher der Jugend und einen Kämpfer für unſere Auslandsdeutſchen, die in ihrem harten Streit um ihre Anerken⸗ nung und um die Weltgeltung des Deutſchtums es bitter nötig haben, unterſtützt zu werden. Unſere Richtſtrahlantennen nach Aſien, Afrika und Amerika geben ihnen die Möglichkeit, ſich immer wieder neue Kraft, neue Ideen 40 holen. Man ſieht, die Wichtigkeit, die unge eure Be⸗ deutung des Rundfunks verpflichtet. Es müſſen daher die Beſten zu ſeiner Ausgeſtaltung heran⸗ gezogen werden. Daher ging nun der Ruf über⸗ all im Reich, und auch in unſerer Vaterſtadt nach dem beſten Sprecher. Wie vollzog ſich nun die Ausſcheidung in Mannheime— Den Bewerbern wurden drei kleine, aber recht gute Filme vorgeführt die die Vereidigung der politiſchen Leiter auf den Rennwieſen, Mannheims Schönheit in Ar⸗ beit und Erholung und ſchließlich ſportliche Er⸗ eigniſſe im Bilde vorführen. Jeder Teil⸗ nehmer mußte nun innerhalb vier Mi'nuten das Geſchaute eines be⸗ liebigen Films möglichſt in freier Rede den Zuhörern anſchaulich vor⸗ tragen. Pünktlich nach Ablauf der Friſt er⸗ ſchien Erwin Linder vom Nationaltheater, der die Anſage übernommen hatte, und ſchnitt dem immer raſcher ſprechenden, vor lauter Auf⸗ regung die Augen verdrehenden Kandidaten höflich, aber beſtimmt, das Wort ab. Unter den Damen und Herren, die— gemel⸗ det hatten, hatten viele, außer der anerkennens⸗ werten„Zivilcourage“, wenig Eignung zum Sprecher. Es gab manchen Se Anblick, wenn einer ſich allzu eifrig— und doch ſo falſch ins Zeug legte. Andere aber, die nicht geſiegt haben, zeigten aber doch bemerkenswertes Talent. Ueber alle ragt der Sieger des Abends, der SA⸗Kamerad Hans Wetz, weit hinaus. Er verſtand es tatſächlich glänzend, das den Zuhörern zunächſt im Film Gezeigte ſo an⸗ ſchaulich und luſtig zu erzählen, daß man es beinahe bedauerte, als er geendet hatte. Den zweiten Siegerplatz errang ſich Frau Dora Bär und den dritten Ottmar Abel, der ſeiner Vor⸗ gängerin in knappem Abſtand folgte. Das Publikum, das das Urteil in ſeinen Händen hielt und auf den Stimmzetteln ſeiner Meinung Ausdruck verlieh, machte brav mit. Dafür wurde es auch durch die Muſikklänge der Kapelle Metz belohnt, die ihre ſchwere Auf⸗ gabe, die Tanzluſt zu beleben, die der Landes⸗ trauer wegen nicht zur Herrſchaft kam, dank ihres glänzenden Spiels meiſterhaft löſte. rer. Schriftſteller kreffen ſich Der Reichsverband Deutſcher Schriftſteller in Mannheim hielt vor kurzem in der„Rheinluſt“ ſeine erſte Zuſammenkunft ab. Nach Begrü⸗ ßung durch den von der nführel Friedt ernann⸗ ten Verbandsortsgruppenführer riedrich Sin⸗ gerz der in einem Referat die Zwecke des Ver⸗ bandes darlegte und unbedingte kameradſchaft⸗ liche Mitarbeit verlangte, trat man in die Be⸗ ſprechung der nächſten Aufgaben ein. Es gilt vor allem, die noch abſeits ſtehenden Schrift⸗ ſteller Mannheims an ihre Pflicht zu erinnern. Zum letztenmal ergeht an ſie der Ruf: Sabo⸗ tiert nicht unſere Aufbauarbeit, ſchließt euch an, die Reichsführung verlangt es! Unſer Schirm⸗ herr, Reichsminiſter Dr. Goebbels, hat klar genug die Richtlinien gegeben; dem Verbande beizutreten iſt jeder der einen we⸗ ſentlichen Teil ſeiner Arbeitskraft auf Hervor⸗ 2 Tage verlängertl Mmininiminuniiiusirzivisiiiuimprin nnmiinziftrniimIAmmminumiIimirizaamkizztirzizzzistzsiztzzszitzzzszirzzzzistzzszitzzizzvzIzzzzimzizzezaztisIiuVszistisiazszizzzazziIZzuzzzzzsztIzzizzIszze1ssäx Montag und Dienstag Volkstage Eintrittspreise einheitlich 10 Pfg. L bringung von Schrifttum verwendet. Buchver⸗ öffentlichung ohne Mitgliedſchaft im RꝰDeS iſt in Zukunft ausgeſchloſſen. Die Durchführung 1* werden nicht auf ſich warien aſſen! An der Gautagung in Heidelberg am 2. und 23. Mai, verbunden mit einem Dichtertaz der Weſtmark am erſten Abend in der Aula der alten Univerſität, nehmen die hieſigen Mitglie⸗ der teil. Anfangs Juni wird der Verbands⸗ gauführer Dr. Dufner⸗Greif in Mann⸗ heim die Gründung einer Ortsgruppe vorneh⸗ men. Die bereits eingeſchriebenen, aber der Ortsgruppenführung noch nicht gemeldeten Mit⸗ glieder werden gebeken, ihre Anſchriften al⸗ bald mitzuteilen. Frontkameraden kommen zuſammen Der gute Beſuch der Mongtsverſammlun ließ erkennen, daß die Frontkameraden de Rön 219 die geſellige Kameradſchaft zu hfi⸗ gen wiſſen Der Hch. Englert, faſt vollzählige Beteiligung beim Au Diſziplin und die ſtramme Haltung der Ahper beim Feſtzug. Nach Verleſung der inzwiſchen eingelaufenen Zuſchriften auswärtiger Kameraden, aus deren J—3— noch der erhebende Eindruck der glanz⸗ voll verlaufenen Standartenweihe zu 4 men iſt, gab Kamerad Englert verſchiedene Ter⸗ mine des Gaues bekannt, an denen ſich der Verein ebenfalls wieder vollzählig beteiligen wird. Ein hierauf von Kamerad Englert züm Vortrag gebrachter Bericht über die Kämpfe der 75. Reſervediviſion in der Zeit vom 1. Juli bis 26. Auguſt 1918 an der Weſtfront erweckte bei den anweſenden Kameraden große Auf⸗ merkſamkeit. Kamerad Seifall erntete für ſeine Ausführungen reichen Beifall. Zum Schluß gab der Ausführende bekannt, daß er in einer der nächſten Monatsverfammt gen laſſen wird. In dem nun folgenden gemütlichen Teil der Verſammlung erzählte Kamerad Müller Selbſterlebtes aus dem Felde und riß die Ka⸗ meraden zu wahren Lachſalven hin. Kamerad Müller, der im Regiment allgemein als„Frau Bachmänn“ bekannt war, verriet den Kamera⸗ den, wie man am beſten ein Päckchen Schnupf⸗ tabak unter 30 Mann verteilt. Die folgenden luſtigen Epiſoden zeugten ebenfalls von einem guten Mannheimer Humor, ein Beweis, daß dieſer auch ſelbſt bei den ſchwerſten ſeeliſchen und körperlichen Entbehrungen nicht unterzu⸗ kriegen iſt. Die Kameraden konnten die Ver⸗ ſammlung mit dem Gedanken verlaſſen, wieder einige recht kameradſchaftliche Stunden verlebt zu haben. Sie harren in froher Erwartung der nächſten, am 7. Juni ſtattfindenden Monctsver⸗ ſammlung. Die anabenſchule Sandhofen gedenkt der Opfer von Buggingen Zu einer eindrucksvollen Kundgebung zum Gedenken der in dem folgenſchweren Brand im Kaliwerk in Buggingen ums Leben gekommenen 86 Bergleute verſammelten ſich Lehrer und Schüler der hieſigen Knabenſchule im Schulhof, Nach dem Fahnenaufmarſch der Schulfahnen edachte Rektor Preuſch in warmen Worten er unglücklichen Volksgenoſſen, die in Buggin⸗ W53 ein Opfer ihres ſchweren und gefahrvollen erufs geworden ſind. Die Fahnen ſenkten ſich und ſchweigend verharrten die Teilnehmer eine Minute in ſtillem Gedenken an die tapferen Ar⸗ beitskameraden. Leiſe, wie aus weiter Ferne, erklingt das Lied vom guten Kameraden. Der Fahnenaufmarſch und die kurze innerlich ſehr erhebende Feier war beendet. Eine unter dem Lehrerkollegium eingeleitete Spende zugunſten der Hinterbliebenen 95 von dem Opferſinn dieſes Kollegiums. dg Rundfunk⸗Programm für Montag, den 14. Mai 1934 Reichsſender Stuttgart: 10.00 Nachrichten; 11.10 Schal⸗ platten; 11.25 Funkwerbungskonzert; 12.00 Mittags⸗ konzert: 13.20 Gigli ſingt(Schallplatten); 14.00 Alotria; 16.00 Nachmittagstonzert; 17.45 Zuſtiges Allerlei(Schallplatten); 20.15 Stunde der Nation: „Zwiſchen Fichtelgebirge und Schneekoppe“; 21.10 Mit Pauken und Trompeten; 22.15 Du mußt wiſ⸗ ſen; 23.00 Abendmuſik des Rundfunkorcheſters; 24.00 Nachtmuſtt. Reichsſender München:.25 Frühkonzert; 12.00 Mit⸗ tagskonzert; 13.25 Zum Nachtiſch; 15.10 Spuk am Klavier; 16.00 Veſperkonzert; 17.50 Sonate für Violoncello und Klavier; 18.30 Ein Meiſterwerk von Joſ. Haydn; 19.00 Die Regensburger Domſpatzen kommen nach München; 20.00 Nachrichten; Eine Stunde Volksmuſik; 23.00 Schöpferiſche Jugend. Deutſchlandſender: 10.00 Nachrichten; 12.10 Deutſche Heimat; 14.00 Mittagskonzert(Schallplatten); 16.00 Uebertragung des Nachmittagskonzertes München; 17.50 Rund um die Liebe. Eine luſtige Schallplat⸗ tenſtunde; 19.00 Im Kohlenpott. Eine Fahrt zu den Brüdern in Zechen und Gruben; 21.00 Wunſch⸗ konzert(Schallplatten); 21.40 Schiller lebt; 23.00 Schöpferiſche Jugend. 2415K0 geſchäftsführende Vorſitzende, Kamerad egrüßte die ſo zahlreich er⸗ ſchienen Kameraden und dankte ihnen fa 16 mar des Rhein⸗Neckar⸗Militärgauverbandes anläß⸗ lich der Weihe der Kyffhäuſerfahnen. Er er⸗ wähnte ganz beſonders die auffallend gute ungen einen weiteren Bericht über die Kämpfe in dieſen Tagen fol⸗ 2¹.00 Herr Pet beſucher zi Tode betrü kern des T Galopp üb⸗ ſtrahlend he paar Wölkck heit nicht ei neurs, wie zu leſen be anzes Geld eine geſetzt ander„fern gar das Tr nebenan im wir leider n rem Zorn z einen Wolke n chämte un mit einem d nnichts zur§ So ein Pl aupt auf rauen. W men wird, wortung. 2 Kleid gekauf nicht am Re kaputt geht, man es aus ließ und de im blaueſten chlimmer. reterinnen Neue“ ange ſich am Ren an— Sie wenn ſie das anderen Fra Rennen and⸗ Und der wi oft genug au ſenbahn glat manch edler! herr einen f. es kann ve Scheeſegaul kantert, weil konnte. in markanten Rennen, wo Dan mus ſich wi⸗ und gepflegt nicht gewette Prinzip, wir' venſummen, ginnt und i iegen in di⸗ der Lethargi⸗ hausluft des Das Geſan Renntage nic wie an den um wieder e Sommertoile wendige Bei tiger iſt etwa geworden iſt: an unſerem manchem ha geſtern beoba um die Toto für„ſein“ konn ießen ſich Zi braunverbran ——— 55 e unterrich verriet. Wol des Reiterſtu ——%f ge Sportarten ei kann nicht jed einmal wach tenden Motor in unſer ſein in Pferd Pre Sifaro hatt Eiche—— i enkrone erſter in die Verdi, wurde riffen, konnt eneraliſſimu er. 1. Sif 2. Verd 3. Gene ferner: Coraz audon jun. Tot.: 4 25 e + Pre uerſt führ mangold und Spitze ging, d Mrd verlor. angold fühn ſchla, bleb agen blie 1. Ma 2. Drof 3. Seln ndet. Buchd t im RꝰS iſt ührungs⸗ 1 erg am 2. und Dichtertag der der Aula der eſigen Mitglie⸗ der Verbands⸗ if in Mann⸗ zruppe vorneh⸗ warien nen, aber der meldeten Mit⸗- nſchriften als⸗ mmen 3verſammlun ameraden de ſchaft zu hſie, nde, Kamerad zahlreich er⸗ ihnen im Au ung der Aher eingelaufenen den, aus deren tuck der a9 he zu entneh⸗ rſchiedene Ter⸗ denen ſich der lig— Englert züm r die Kämpfe it vom 1. Juli tfront erweckte ngroße Auf⸗ fa die bandes anläß⸗ ihnen. Er er⸗ uffallend gute ntete für ſeine m Schluß der r in einer der zinen weiteren en Tagen fol⸗ ichen Teil der ad Müller id riß die Ka⸗ hin. Kamerad ein als„Frau den Kamera⸗ ſchen Schnupf⸗ Die folgenden lls von einem Beweis, daß ſten ſeeliſchen nicht unterzu⸗ nten die Ver⸗ rlaſſen, wieder unden verlebt Frwartung der n Monatsver⸗ idhofen zuggingen dgebung zum ren Brand im n gekommenen ehrer und im Schulhof, r Schulfahnen irmen Worten ſie in Buggin⸗ d gefahrvollen en ſenkten ſich ilnehmer eine e tapferen Ar⸗ weiter Ferne, neraden. Der innerlich ſehr m eingeleitete iebenen zeigte ums. Wag. mm i 1934 en; 11.10 Schal⸗ 12.00 Mittags⸗ lplatten); 14.00 17.45 Luſtiges de der Nation: ieekoppe“; 21.10 Du mußt wiſ⸗ idfunkorcheſters; ert; 12.00 Mit⸗ 15.10 Spuk am Sonate für Meiſterwerk von ger Domſpatzen chrichten; 21.00 feriſche Jugend. 12.10 Deutſche lplatten); 16.00 ertes München; ſtige Schallplat⸗ Eine Fahrt zu ; 21.00 Wunſch⸗ ler lebt;.00 ie umm 2415K0 ſich am „Hakenkreuzbanner“ —— Mannheim, 14. Mai 1834 Hahrgang 4— A Nr. 215/ BNr. 133— Seite 7 Herr Petrus ſcheint ein zünftiger Rennplatz⸗ beſucher zu ſein. Himmelhochſauchzend, zu Tode betrübt, wie feiibem bei den Fanati⸗ kern des Turfs iſt, ſeitdem ſchnelle Pferde im Galopp über den Raſen jagen. Mit ſtrahlend heiterer Miene empfing er uns(die paar Wölkchen wollen wir in dichteriſcher Frei⸗ heit nicht erwähnen), machte feierlich die Hon⸗ neurs, wie man das ſo ſchön in alten Berichten zu leſen bekommt. Ob er dann vielleicht ſein anzes Geld in der Doppelwette verlor, ob etwa eine geſetzten Pferdchen mehrmals hinterein⸗ ander„ferner gelaufen“ waren, oder ob ihn gar das Triumphgebrüll—— des Torſegens nebenan im Stadion auf die Rerven fiel, wiſſen wir leider nicht. Jedenfalls ſcheint er in bitte⸗ rem Zorn zerknallt zu ſein, und er weinte einen Wolkenbruch vom herunter, der m war. Daß er ſich hinterher chämte und die angefeuchteten Modellkleidchen mit einem doppelten Regenbogen beglückte, iut nichts zur Sache. So ein Platzregen an Renntagen hat es über⸗ aupt auf ſich. Erſtens für unſere ſchönen rauen. Wenn ſie vorher ahnen, daß er kom⸗ men wird, plagt er ſie mit ſchwerſter Verant⸗ wortung. Wozu hat man ſich das ſchöne neue Kleid gekauft oder geſchneidert, wenn man es nicht am Rennen tragen ſoll? Wenn es aber kaputt geht, iſt das doch ärgerlich. Und wenn man es aus Angſt vor Kaputtgehen zu Hauſe ließ und der ſtrahlt wider Erwarten im blaueſten Glanze, dann iſt das noch viel ————— Insbeſondere, wenn andere Ver⸗ keterinnen des ſchönen Geſchlechts doch das Neue“ angezogen haben. Denn die Frau zieht Renntag nicht etwa für die Männer an— Sie waren im Irrtum, meine Herren, wenn ſie das annahmen— ſondern gegen die anderen Frauen. Die Herren, die haben beim Rennen andere Sorgen. Nämlich den Toto. Und der wird durch ſo einen Platzregen auch oft genug auf den fſ geſtellt. Wenn die Ra⸗ ſenbahn glatt und ſchlüpfrig iſt, verträgt dies manch edler Renner gleich wenig, wie der Haus⸗ herr einen friſch gebohnerten ußboden. Und es kann vorkommen, daß der außenſeitige Scheeſegaul den heißeſten Favoriten nieder⸗ kantert, weil der einfach„die Beene nich finden“ konnte. Dann ſieht man etliche Kummerfalten in markanten Geſichtszügen— bis zum nächſten Rennen, wo das geknickte Pflänzlein Optimis⸗ mus ſich wieder aufrichtet und friſch begoſſen und gepflegt wird. Jedoch ſelbſt der, welcher nicht gewettet hat, aus Sparſamkeit oder aus Prinzip, wird mitgeriſſen in das fiebernde Ner⸗ venſummen, das beim erſten Klingelzeichen be⸗ ginnt und in wilder Steigerung beim Ein⸗ iegen in die—2 den Allerfaulſten aus der Lethargie herausreiſt, die uns die Treib⸗ hausluft des geſtrigen Nachmittags aufzwang. Das Geſamtbild des Rennplatzes, am letzten Renntage nicht ganz ſo bewegt und farbenfroh wie an den anderen beiden, hat aber genügt, um wieder eines zu zeigen: Gewiß, Toto und Sommertoiletten gehören nun einmal als not⸗ wendige Beigabe zum Rennſport, aber wich⸗ tiger iſt etwas Anderes, Altes, das wieder neu geworden iſt: Das Aufflammen des Intereſſes än unſerem edelſten Tiere, dem Pferde. Bei manchem hartnäckigen Wetter konnte man geſtern beobachten, daß es ihm nicht mehr nur um die Totoſumme ging, ſondern daß er ſich für„fein“ Pferde, auf das er ſetzte, auch be⸗ konnte. Und rund um den Führring ießen ſich Zuſchauerſcharen von Männern mit braunverbrannten Geſichtern über Bau und Vorzüge der einzelnen Tiere mit einem Inter⸗ eſſe unterrichten, das mehr als bloße Neugier verriet. Wohl viele, die nicht in der Uniform des Reiterſturms ſteckten, haben eine heimliche ——%f gehabt, in dieſer ſchönſten aller Sportarten einmal mittun zu dürfen. Mittun kann nicht jeder, aber wenn die Liebe im Volke einmal wach iſt, bleibt uns trotz aller fortſchrei⸗ tenden die Gewähr für die Er⸗ in unſerer deutſchen Tradition, voran zu ſein in Pferdezucht und Pferdepflege. Fritze. I. Waldpark⸗Rennen Preiſe 800 Mk. 1800 Meter Sifaro hatte ſofort die——0— vor Generaliſſi⸗ mus. Verdi und Corax, auf den letzten Plätzen Eichenkrone vor Lauſon jun. Sifaro bog als erſter in die Gerade vor Generaliſſimus und Verdi, wurde von letzteren in der Diſtanz ange⸗ Aalkere konnte ſich aber bis ins Ziel behaupten. — hatte den dritten Platz immer e r. 1. Sifaro(Pfänder), 2. Verdi „ 3. Generaliſſimus, ferner: Corax, Eichenkrone, Kaukaſus, Saros audon* Order, Raugräfin. Tot.: 24, 23, 16, 14:10. H. Tanus-Jagdrennen Preiſe 900 Mk. 3000 Meter Zuerſt führte Droſtei das kleine 4— an vor Mangold und Minos, der dann reſolut an die Spitze ging, die er auf der Gegenſeite an Man⸗ old verlor. Ausgangs gegenüber fiel Minos, angold führte weiter vor Droſtei, die ftändig f, aber ſicher von ihm bis ins Ziel ge⸗ 33 6 ſchlagen blieb. 1. Mangold(Lt. Ocker), 2. Droſtei 3. Selmel, ferner: Minos(gef.), Skapaflow. Tot.: 40, 12, 1248 4 III. Roſengarken⸗Rennen Preiſe 1850 Mk. 1600 Meter „Nach einem Fehlſtart ging das 0 ausge⸗ richtet auf die Reiſe. Dann hatte Urbino den Kopf in Front vor Stahleck, Laute und Tar⸗ quinia. aute ging Ende der Gegenſeite an Stahleck vorbei und lag klar hinter Urbino. L die Geraden bog Urbino klar vor Laute, tahleck und Tarquinia und wies in der Di⸗ ſtanz alle Angriffe von Laute ſicher ab. Stahl⸗ eck verſuchte an Laute heranzukommen, bliev aber ſicher geſchlagen. 1. Urbino(§. Nickel), 2. Laute 4 Stahleck, ferner: Tarquinia. Tot.: 15, 11, 13:10. IV. Preis der Stadt Mannheim. Jagdrennen Ehrenpreis, gegeben von der Geſellſchaft„Räu⸗ berhöhle“ Mannheim, und 5000 Mk. 4000 Meter Nach 555 5 Start ſetzte ſich ſofort Feldpoſt an die Spitze vor Fahrewohl, Enthuſiaſt und Hykſos. Den Beſchluß bildete Georgia, die nicht abſpringen wollte und Längen hinter dem gut geſchloſſenen Felde folgte. Feldpoſt zeigte durch die erſte Diagonale weiterhin den Weg vor Fahrewohl, Laſſo und Hykſos, alle gut ge⸗ ſchloſſen. Auch durch die zweite Schleife war Fahrewohl vor Laſſo, Hykſos, Enthuſiaſt und Georgia, während hier Staroſte den Beſchluß bildete. Auf der Gegenſeite griff Laſſo für einen Augenblick Feldpoſt an, die aber ſofort 1.— 4(A. Ahr), 2. Laſſo, 3. Georgia, ferner: Staroſte, Hykſos, Fahrewohl, Enthuſiaſt. Tot.: 50, 16, 16, 59.10. V. Frühjahrspreis. Ausgleich II. Sieg⸗Doppelwelte Ehrenpreis, gegeben vom Reiter⸗Verein Mannheim, und 3000 Mk. 2400 Meter Cheſtnut und Strachan führten in ſcharfem Tempo, das ſie mit Längen vor Eſto Vix Gryl⸗ los, dem weit zurückliegenden Groll und Cheſt⸗ nut durch den erſten Bogen brachten. Auf der Gegenſeite lag Polarſtern drei Längen vor Eſto Vir, dem drei Längen zurück Groll folgte. Cheſtnut und Strachan waren hier geſchlagen. Im Einlaufsbogen ſchob ſich Eſto Vir mehr an den Führenden heran und erreichte klar hinter ihm die Gerade. In der Diſtanz griff er ihn ſofort an, während Groll, der im Bogen an Abſchluß der Mannheimer Mai⸗Rennen Gryllos vorbeigegangen war, ebenfalls in den Endkampf einzugreifen verſuchte. Während Groll keinen Eindruck auf die vor ihm gehen⸗ den Pferde machen konnte, gelang es Eſto Vir, immer näher an Polarſtern heranzukommen, den er im allerletzten Sprung um einen Kopf niederrang. 1. Eſt o Vir(R. Kaiſer), 2. Polarſtern, 3. Groll, erner: Cheſtnut, Gryllos, Strachan. Tot.: 350..„ 10 h VI. Odenwald⸗Jagdrennen Preiſe 1850 Mk. 3400 Meter Max Hals führte das Feld über den erſten Teil der Reiſe vor Spata, Gala und Lakei, während Gallfox den Beſchluß bildete. Ohne Veränderung kam das Feld gut geſchloſſen an den Tribünen vorbei. Im Luiſengarten⸗Bogen war Max Hals geſchlagen. Hier gingen Spata und Gala an die Spitze. Spata legte ein Tempo vor, das Gala ſtets akzeptierte. Plötzlich ſchoß Gala an Spata vorbei, klar an die Spitze. Hier ſtieß vom letzten Platze Glafox nach vorn und war im Nu neben Gala. Beide Pferde kämpf⸗ ten bis zum Endſpurt, den ſie a tempo nahmen. war Galfox geſchlagen und Gala zog auf Gefallen davon. Auf der Flachen ſtießen Meer⸗ junge und Spata nochmals vor, jedoch konnten ſie Galfox nicht erreichen, der den zweiten Platz immer ſicher hatte. 1. Gala(H. Müſchen) 2. Galfox, 3. Spata, ferner: Lakai, Max Hals, Meerjunge. Tot.; 30, 23, 2 10. VII. Abſchiedsrennen Auf Anhieb klappte ein guter Start und das eld ging im Rudel auf die Reiſe. Dann icherte ſich Aigan eine Führung, die er auf wei klare Längen ausdehnte, vor Lebensleid, hat a Weil und Fatra. Ein zweites Treffen 2115 Stauffen an, das Oſterluzei klar als etzter beſchloß. Im Einlaufbogen ballten ſich die vorderen vier Pferde zuſammen, während Stauffen die anderen zwei Längen dahinter an⸗ führte. Aigan brachte das Feld vor Lebensleid in die Gerade. Hier ſtieß innen—* mãäch⸗ tig vor und hatte ſchon in der Diſtanz ſein Ren⸗ nen ſicher. Aigan war im Ziel ebenſoweit vor Lebensleid. Oſlerluzei kam in der Geraden vom letzten Zünf noch gen auf und konnte hinter Salur Fünfter werden. Abſchieds⸗Rennen, 1650 Mk., 1450 Meter 1. Stauffen(H. Nickel), 2.— 3. Lebensleid, ferner: Fatra, What a Weil, Oſterluzei, Salur. Tot.: 30, 11, 11, 110. Das Badiſche Sondergericht tagt Eine äußerſt gefährliche Kritik erlaubte ſich im vergangenen Jahr der jetzt erſt 22 Jahre alte Arnold 8 aus Konſtanz, wohn⸗ haft in Freiburg i. Br. Politiſch organiſiert war H. nicht geweſen. Er gehörte früher links gerichteten Vereinen an, war auch bei den Na⸗ turfreunden, wo er ein SpPD⸗Mitglied, Wilhelm ., ebenfalls aus Freiburg, kennenlernte.., ein intelligenter junger Menſch, intereſſiert ſich für vieles und zieht, arbeitslos geworden, mit ſeinem Fahrrad los, um ſich andere Länder an⸗ uſchauen. Guckt ſich u. a. in Spanien um, ährt durch Frankreich und kommt Ende Mai vergangenen Jahres wieder nach Freiburg zu⸗ rück, wo er ſich gelegentlich mit K. über ſeine neuen Eindrücke unterhielt. Eines Tages er⸗ hält er von K. eine kommuniſtiſche Broſchüre, J5 der er ſich kritiſch äußern ſoll. H. legt ſeine lnſicht zu drei Artikeln ſchriftlich nieder und äußerte verſchiedenes zu den neuen Regierungs⸗ maßnahmen. Es ſoll auch von der Möglichkeit eines Regierungsſturzes die Rede geweſen ſein. In Freiburg wurde eine Organiſation von über 40 Perſonen entdeckt— die inzwiſchen abge⸗ urteilt ſind welche ſich mit dem Verteilen von Flugſchriften befaßte, deren Inhalt auf Hochverrat hinausging. Dabei wurde erſch K. gefaßt und in ſeiner Wohnung die Niederſchrift von H. gefunden. H. konnte ſich ſpäter überzeugen, daß doch vieles anders war, als von ihm zuerſt geſehen und bat im Oktober die Kreisleitung in einem vernünftig gehaltenen Brief um Aufnahme n die SA, die auch am 4. November erfolgte. Infolge ſeiner Verhaftung im Januar 1934 mußte er ausſcheiden. Oberſtaatsanwalt Dr. Bammesberger nimmt die Sache inſofern nicht ſo tragiſch, als der ganze Vorfall weit zurückliegt. Es ſei begreif⸗ lich, daß auf H. der Umſturz nicht ſo wirken konnte, wie auf den, der ihn miterlebte. H. war ja zu jener Zeit monatelang im Ausland geweſen. Er beantragte eine Gefängnisſtrafe von 7 Monaten. Das Sondergericht ſprach ein Urteil von 6 Monaten Gefängnis aus, wobei das jugendliche Alter und die gan e Perſönlich⸗ keit des H. berückſichtigt wurde. Außerdem wurde in Betracht gezogen, daß das Schriftſtück nur für K. beſtimmt war, und weitere Kreiſe keine Kenntnis davon erhielten. 3 Monate Un⸗ terſuchungshaft werden abgerechnet. Eine vollkommen unüberlegie Hhandlung verheiratete, 29 Jahre alte Kurt B. aus Mannheim, die ihm nun 1½% Jahre Ge⸗ fängnis einbringt. B war vier Jahre Mitglied der KPꝰD— ohne beſondere Funktionen—, hat ſich auch in roten Sportverbänden betätigt. Seit 1929 iſt er ar⸗ beitslos. Da er 190 die verbotene KPD Dienſt⸗ leiſtungen öfter ſchon abgelehnt hat, wurde er als Spitzel bezeichnet. Am 9. November ver⸗ angenen Jahres wurde er wieder auf der traße angeſprochen, er könne etwas verdienen, wenn er mit einem Motorrad am nächſten Tag vier Pakete nach Karlsruhe bringe. Aus Not will B. zugeſagt haben. Schon von Mannheim aus wurde B. verfolgt und als er in Karlsruhe aus dem Hauſe heraustritt, in welchem er zwei Pakete abgeben ſollte, wurde er verhaftet. Wäre B. der Inhalt der Pakete(Propaganda⸗ Material gegen den Volksentſcheid) bekannt ge⸗ weſen, hätte Aburteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat erfolgen müſſen. Wie der Vertreter der Anklage betonte, wirkt außerordentlich erſchwerend der Zeitpunkt der Tat, als gerade der Führer das geſamte deutſche Volk zu einer Sammlung aufgerufen hat. Er beantragte 1“ Jahre Gefängnis, welchem An⸗ trag das Sondergericht im Hinblick auf die Ge⸗ fährlichkeit des Materials auch entſprach. Un⸗ terſuchungshaft wird angerechnet. Als unverbeſſerlicher Kommuniſt ilt in Gaiberg der 33 Jahre alte verheiratete ermann Sch. Wenn er ſich hie und da eine unangebrachte Kritik an den heutigen Verhält⸗ niſſen erlaubt, mag vielleicht auch eine gewiſſe Verbitterung mitſprechen, er hat in ſeinem Be⸗ ruf die rechte Hand verloren, iſt ſeit längerer Zeit arbeitslos und Vater von vier Kindern. Im März d. J. ſaß er in einer Wirtſchaft in Gaiberg, kommt mit einem Fremden ins Politiſieren, wobei von ſeiner Seite abfällige Aeußerungen über die Regierung fielen. Er will es zwar heute nicht ſo gemeint haben, doch ſprechen die Ausſagen der Zeugen Ehan ihn. Das Urteil lautet auf 8 Monate Gefängnis, abzüglich 1 Monat Unterſuchungshaft. Als gefälliger Vermitkler im Inkereſſe der KyD zeigte ſich der erſt 18 Jahre alte Karl L. aus Mannheim, der bereits ſeit November 1933 in Unterſuchungshaft iſt. Am 19. März ſtand hier vor dem Sonderge⸗ richt ein Fall zur Verhandlung, in dem die Eheleute., die ein allzu gaſtfreies Haus für kommuniſtiſche Funktionäre hatten, verurteilt wurden. Der heute auf der Anklagebank ſitzende ., ſeinerzeit als Zeuge aufgetreten, ſpielte in der Sache den Vermittler und hat verſchiedeme kommuniſtiſche Kuriere, die ſich öfter hier auf⸗ hielten, zu den.'s gebracht, auch den und jenen bei ſich beherbergt. Eine Schreibmaſchine, die ihm von dem Hauptkaſſier des KöVd, Max ., übergeben worden war und Eigentum der KPdꝰ geweſen iſt, hat er einige Zeit in ſeiner Wohnung aufbewahrt. Mit Rückſicht auf ſeine Jugend erkannte das Sondergericht auf acht Monate Gefüngnis, 5— Unterſuchungshaft werden abge⸗ rechnet. Eine liebevolle Gatkin beſitzt der erſt 24jährige Wilhelm H. a burg i. B. Die Frau hat aus erſter E Jungen von zwölf Jahren, ſcheint a zu ſein und— ſehr eiferſüchtig. H. iſt a los, die Unterſtützung reicht nicht, es gibt Streit mal wegen des großen Buben, mal wegen Geld, mal wegen einer andere Frau. Gründe hat Frau H. immer. Die Wortſtreitigkeiten ar⸗ ten auch manchmal zu Tätlichkeiten aus, aber hier hat Frau H. männlichen Schutz in ihrem Bruder und Schwager, die dem H. gelegentlich eines auswiſchen. Im großen ganzen, was man ſo eine„harmoniſche“ Familie nennt. Eines Tages ſoll nun H. während eines Streites ſeiner Frau gegenüber geäußert haben, in den Reichstagsbrand ſei die NSDAp verwickelt, dann das WHwW liefere nicht alles aus, ſondern halte für die SA zurück, und ähn⸗ liche Dinge. Schwager und Frau haben ſchrift⸗ liche Anzeige gegen H. erſtattet; der Hauptver⸗ handlung ſind beide ferngeblieben. Inzwiſchen kam bei der Frau die Reue, ſie hat ihrem Mann einen Brief geſchrieben, in dem ſie ihn um Verzeihung bittet, ſeines Kin⸗ des wegen will er auch drüber weggehen und wieder mit ihr zuſammenleben, na alſo. Der Staatsanwalt ſtellte die Entſcheidung in das Ermeſſen des Gerichtes. Das Sonderge⸗ richt erkannte auf die geringſte Strafe von einem Monat Gefängnis, die durch die Unter⸗ ſuchungshaft für verbüßt gilt. Es wurde Rück⸗ ſicht darauf genommen, daß die Aeußerungen im engſten Familienkreiſe gemacht wurden, H. iſt außerdem nicht vorbeſtraft. Lebensfreude durch Gymnaſtik Eine beträchtliche Gemeinde verſammelte ſich am Samstagnachmittag im* Caſinoſaale, wo die Gymnaſtikſchule Elsbeth Paaſche, Leni von Oertzen⸗Specht coram publico unter dem Kennwort„Lebensfreude durch Gymnaſtik“ einen improviſierten Einblick in Methodik und Zweck ihres Unterrichts gab. Dieſer Anſchau⸗ ungsunterricht war wertvoll; er zeigte die nicht zu unterſchätzende Bedeutung der ſyſtematiſchen Gymnaſtik für die Volksgeſundheit in körper⸗ bildender und auch hygieniſcher Hinſicht, bewies aber auch eine fundamentale Kenntnis der Veranſtalter auf ihrem ſpeziellen Gebiet. Das Kapitel Kindergymnaſtik, dem vielleicht ſeitens vieler Eltern zu wenig Auf⸗ merkſamkeit geſchenkt wird, nahm mit Recht mehr als die Hälfte des Programms in An⸗ ſpruch und zeigte durch verſchiedene, der phy⸗ ſiſchen Beſchaffenheit des Kindes entſprechende Uebungen, nach dem Syſtem Neumann⸗Neu⸗ rode, den Zweck der Kindergymnaſtik. Aber nicht nur Körperbildung und Ertüchtigung will dieſe Methode erreichen, ſondern ſie korrigiert auch Wuchsſchäden wie Bein⸗ und Fußſchwächen, und namentlich das ſchwächliche Kind ſoll ge⸗ kräftigt und geſundheitlich widerſtandsfähig ge⸗ macht werden. „Intereſſant und unterhaltſam war die Vor⸗ führung der Schlagzeugrhythmik, die zur Be⸗ herrſchung rhythmiſcher Begleitung und muſi⸗ kaliſcher Improviſation erzielt. Das war das heiterſte Stückchen dieſes Nachmittags, eine be'⸗ nahe exotiſche Idylle, als einige Dienerinnen des gymnaſtiſchen Kultus an primitiven Schlag⸗ inſtrumenten, begleitet von den Trillern der Blockflöten, im Halbkreis hockend, eine bald eintönig ſanfte, bald rhythmiſch peitſchende Mu⸗ ſik zum beſten gaben, die aber, wie man ſich ſehr wohl denken kann, in ihrer tonlichen Pri⸗ mitivität eine fabelhafte Illuſtration zur tän⸗ zeriſchen Gymnaſtik abgibt, beſſer als jede Kunſtmuſik. Nicht nur der ideale Zweck der befreienden Entſpannung und Kultivierung des durch den Beruf oft mißhandelten Körpers, ſondern auch die äſthetiſche Seite kommt dabei zu ihrem Recht: das ſah man an der Gymnaſtik der Berufstätigen und den Laufſtudie'n. Tänzeriſche Kultur in der Bewegung und das Schweben bei den Sprüngen war die erfreu⸗ liche Feſtſtellung, die man namentlich bei der letzten Gruppe machen konnte. Es waren zwet intereſſante Stunden, die man erlebte, und alles ging befriedigt fort. ſchmackhaften und kräſtigenden bei Stõörungen der berdauungsorgane den wohltuenden, Sahrgang 4— ANr. 215/ BNr. 133— Seite 8 „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mai 1984 e e 2 —— IN — SS 2—— 2 I 0E . Die vier Benerber um die Deunfsqhe Fußbalſimeistersciafi SV Waldhof, 1. FC Nürnberg, Viktoria Berlin, Schalke 04 Waldhof in Hochform SV Waldhof— Union Böckingen:0(:0) In Mannheim herrſcht großer Jubel. Die Mannſchaft des vorjährigen Rheinmeiſters SV Waldhof konnte in dieſem Jahre bei ihren Meiſterſchaftsſpielen zunächſt im Gau Baden und dann auch bei den Gruppenſpielen von Südweſt um die Deutſche Fußballmeiſterſchaft hervorragend abſchneiden. Nach Erringung der badiſchen Gaumeiſter⸗ ſchaft galt die Mannſchaft als Favorit der Gruppe Südweſt, beſonders nachdem ſie in dem erſten Treffen um die Deutſche Meiſterſchaft eine ſehr überzeugende Spielweiſe an den Tag gelegt hatte. Im weiteren Verlauf dieſer Mei⸗ ſterſchaftstreffen ließ die Elf etwas nach, ſo daß allerorts ſchon Befürchtungen laut wurden, viel⸗ leicht nicht ſo ſehr bezüglich der Erringung der Gruppenmeiſterſchaft Südweſt, als vielmehr für das Abſchneiden bei den weiteren Kämpfen um die Deutſche Meiſterſchaft. Wir freuen uns aufrichtig, das ſonntägliche Spiel gegen Union Böckingen im Mannheimer Stadion geſehen zu haben, das der Waldhofmannſchaft einen eindeutigen:0⸗Sieg und damit endgültig die Meiſterſchaft der Gruppe Südweſt brachte. Es iſt nicht nur allein die neue Meiſterſchaft, zu der wir den Sportverein Waldhof und ſeine tapfere Elf beglückwünſchen, ſon⸗ dern auch zu der Art, wie ſie errun⸗ gen, und für das Spiel, das uns die Waldhöfer am Sonntag zeigten. Es mögen wohl 5000 bis 6000 Zuſchauer ge⸗ weſen ſein, die ihre helle Freude an dem her⸗ vorragenden Spiel der Meiſterelf hatten, die einen ihrer allerbeſten Tage hatte und ein Werbeſpiel im beſten Sinne des Wortes vorführte. Man mag dem Gegner zugute hal⸗ ten, daß er mit einem verletzten Rechtsaußen antreten mußte und nach dem Wechſel nur noch 10 Mann im Felde hatte, was aber theoretiſch von vornherein durch das Fehlen des verletzten Waldhöfer Halbrechten Heermann aus⸗ geglichen war. Für Heermann ſpielte Bill⸗ meier auf Halbrechts und Siffling führte den Sturm an. Später vertauſchten beide Spie⸗ ler ihren Poſten, wodurch die hervorragende Spielweiſe Sifflings, der in Frankfurt beim Länderſpiel gegen Derby County alle Fußball⸗ kenner auf das angenehmſte überraſcht hatte, noch beſſer erkenntlich wurde. Die geſamte Elf von Waldhof ſpielte von Beginn an außerordentlich ſchnell, flüſſig, fineſſenreich und der Sturm zeigte neben her⸗ vorragender Kombination auch ſchöne Schüſſe. In allererſter Linie iſt Siffling als Held des Spieles zu bezeichnen, der die beiden erſten Tore in wunderſchönem Alleingang placiert ſchoß und dann auch noch die beiden nächſten Treffer bis zur Halbzeit auf ſein Konto brachte. Neben Siffling konnten aber auch Billmeier und Engelhart diesmal ausnehmend gut gefallen. Beide Spieler zeigten ausgezeichnete techniſche Leiſtungen und fügten ſich in das flüſſige Kombinationsſpiel gut ein. Sifflings Vorlagen an die Flügel machten auch Wei⸗ dinger und Walz zu ebenbürtigen Kämp⸗ fern in der Sturmreihe. Weidinger war leider oft zu zaghaft im Schießen, während Walz hier nicht vom Glück begünſtigt war. In der Läu⸗ ferxreihe arbeitete Brezing ruhig, ſchnell und nützlich. Kiefer und Molen da hielten ihre Flügel ausgezeichnet und ſorgten neben Bre⸗ zing für guten Aufbau. Die Verteidigung war ebenfalls auf dem Poſten und Rihm im Tor hatte nur drei bis vier direkte Schüſſe der Vök⸗ kinger zu halten. Die ganze Mannſchaft war techniſch den Böckingern um Klaſſen überlegen, ſo daß der Gegner überhaupt zu keiner geſchloſ⸗ ſenen Aktion kommen konnte. Böckingen machte von vornherein gegen⸗ über dem ſchnellen und techniſch flüſſigen Spiel der Waldhöfer einen äußerſt Eindruck. Die ganze Mannſchaft war den Wald⸗ höfern ſchon allein an Schnelligkeit unterlegen und kam techniſch überhaupt nicht an den Geg⸗ ner heran. Böckingen beſchränkte ſich auch bald nur noch auf ein Defenſivſpiel und die Vertei⸗ digung verſuchte mit mehr oder weniger Glück den äußerſt gefährlichen Waldhofſturm abſeits ſchwerfälligen zu ſtellen. Schübel l im Tor tat ſein Mög⸗ lichſtes und auch Walter ll in der Verteidi⸗ gung verhinderte, wenn auch manchmal reich⸗ lich derb, weitere Erfolge der Mannheimer. Die Läuferreihe hatte gegen den ſchnellen und wendigen Sturm der Waldhöfer einen außer⸗ ordentlich ſchweren Stand und kam ſelten zum Aufbau. Im Sturm war als treibende Kraft nur der Mittelſtürmer Meſſer zu erkennen, während man von den übrigen Leuten der Fünferreihe wenig ſah. Schiedsrichter Beſt(Frankfurt a..) hatte das Spiel im großen und ganzen gut in der Hand. Die Mannſchaften ſtanden wie folgt: Waldhof: Rihm— Leiſt, Model— Mo⸗ lenda, Brezing, Kiefer— Weidinger, Bill⸗ meier, Siffling, Engelhart, Walz. Böckingen: Schübel 2.— Walter., Steg⸗ müller— Schnabel, Wagner, Walter 1.— Klenk, Sammet, Meſſer, Shadt, Grau. Kurzer Spielverlauf: Die Ueberlegenheit der Waldhof⸗Mannſchaft war ſo groß, daß es ſich erübrigt, in größerem Maße auf den Spielverlauf einzugehen. Be⸗ reits in der 6. Minute verzeichnen wir einen Alleinguing Sifflings von der Mittellinie aus und ſchon muß ſich Schübel zum erſten Mal geſchlagen geben. Bereits drei Minuten ſpäter legt Weidinger Siffling abermals an er Mittellinie vor und ſchon ſteuert der Wald⸗ höfer in verblüffender Weiſe allein auf das gegneriſche Tor und ſchießt placiert in die linke untere Ecke am Torwart vorbei ein. Bei der erſten Waldhofecke köpft Siffling über die Latte und dann erheben ſich die Zuſchauer und gedenken mit den Spielern der Todesopfer von Buggingen. Im weiteren Verlauf vekſucht ſich Brezing in einem Weitſchuß, der aber über die Latte geht. Walter U sverübt ein Foul an Siffling im Strafraum, was aber nicht geahn⸗ det wird. Weidinger knallt eine Flanke von Walz über das Tor, dann ſchickt Siffling in der 21. Minute ſeinen Rechtsaußen auf die Reiſe. Die Flanke Weidingers wird von Engel⸗ heiß verfehlt, Siffling ſpringt hinzu und ſchon eißt es:0 für Waldhof. Rihm kann dann den einzigen gefährlichen Schuß der Böckinger von Meſſer nur zur Ecke über die Latte lenken. Eine zweite Ecke der Gäſte bringt nichts ein. Siffling zeigt dann wieder eine Glanzleiſtung, als er drei Leute umſpielt und Schübel ſeinen Schuß nur knapp zur zweiten Ecke für Waldhof abwehrt. In der 40. Minute gibt Weidinger wieder genau zur Mitte und Siffling lenkt ele⸗ Füh zum vierten Erfolg ein. Mit einer:0⸗ ührung bei einem Eckenverhältnis von:2 geht es in die Pauſe. Nach Austragung der Staffeln im Klubkampf MTG— DeScs Saarbrücken beginnt des Spiel wieder, wobei Waldhof ſofort das Böckinger Tor belagert. In der vierten Minute ſchießt Engelhart ſcharf an die Latte. Den ab⸗ prallenden Ball kann dann Billmeier zum fünften Erfolg einſenden. Ein Walzſchuß wird von Schübel zur dritten Ecke abgelenkt, die ſofort einen vierten Eckball für Waldhof bringt. Bei einem Freiſtoß Weidingers köpft Walz an die Latte und in der 17. Minute ſchließt Bill⸗ meier mit einem Flachſchuß eine ſchöne Kom⸗ bination'mit dem ſechſten Treffer ab. Waldhof ſpielt für die Folge Katz und Maus mit den Böckingern, es gelingt wohl nicht mehr ein weiteres Tor zu erzielen, aber auch Böckin⸗ kommt nicht zum Ehrentreffer, zumar ihm bei dem zweiten gefährlichen Schuß auf dem Poſten iſt. Mit einem:0⸗Sieg, bei einem Eckenverhältnis von:3 iſt Waldhof Meiſter der Gruppe Südweſt geworden. Die Siegerehrung Das Spiel wurde wieder von zahlreichen Ehrengäſten beſucht, unter denen wir in erſter Linie den badiſchen Landesbeauftragten des Reichsſportführers, Miniſterialrat Kraft, ſei⸗ nen Stellvertreter, den Fußball⸗ und Leicht⸗ athletikführer Linnenbach, und auch den Be⸗ zirksbeauftragten des Reichsſportführers und Sportreferenten der SA⸗-Gruppe Kurpfalz, Sturmführer Körbel, bemerkten. Nach Schluß des Spieles begaben ſich die Herren Linnen⸗ bach, Pleſch, Albert und Dr. Sturm, der Führer des SV Waldhof, zu den Mannſchaften in die Mitte des Spielfeldes. Gauführer Linnen⸗ bach überreichte der neuen Meiſtermannſchaft im Auftrage des deutſchen Fußballbundes, des badiſchen Landesbeauftragten und für den Gau Baden, einen mit grün⸗weißer Schleife ge⸗ ſchmückten Lorbeerkranz. Er beglückwünſchte die Elf zu dieſer Meiſterſchaft und wünſchte ihr für die weiteren Spiele das Beſte. Der tapfer un⸗ terlegenen Mannſchaft von Böckingen dankte er für das ſchöne Spiel und wünſchte ihnen für die nächſte Spielſaiſon einen größeren Erfolg. Böckingens Elf gratulierte dann dem neuen Meiſter ebenfalls herzlichſt, wie auch das Publi⸗ kum die neue Meiſterelf mit großem Beifall be dachte. H. Sch. Z Der Sonntag in Ergebniſſen und Tabellen Meiſterſchafts⸗Endſpiele Gruppe Südweſt: in Mannheim: SV Waldhof— Union Böckingen.„„:0 in Frankfurt: 1. Kickers Offenbach— Mülheimer SV.:3 Gruppe Mitte: in Dresden: Dresdner SC— 1. FC Nürnberg„„ 01 in Fulda: Boruſſia Fulda— Wacker Halle„„„.2 Gruppe Nordweſt: in Duisburg: in Bremen: Werder Bremen— TVbd Eimsbüttel.:2 Gruppe Oſt: in Berlin: Viktoria Berlin— Preußen Danzig.„ 52 in Breslau: Beuthen 09— Viktoria Stolp.„„ 11 Auswahlſpiel in Köln: Deutſche Elf— Derby County.:0(:0) Geſellſchaftsſpiele 1860 München—1. FC Pforzheim..:7 ASV Nürnberg—Stuttgarter SC.:3 1. SS Ulm— 1. FC Pforzheim(Sa):2 SV98 Darmſtadt— SV Wiesbaden(Sa) Phönix Bellheim— Fͤ 03 Pirmaſens(Sa) Phönix Ludwigshafen— FG 1914 Oppau 44 VfB Stuttgart— Eintracht Frankfurt. 305 Spogg Heilbronn— Karlsruher FV.. 15 Auf Reiſen. Chemnitzer BC— Stuttgarter Kick.(Sa) Heſſen Hersfeld—FS Frankfurt Vfe Bitterfeld—ASV Nürnberg(Sa) •4 :6 15 VfB Leipzig—Stuttgarter Kickers. 4•1 Polizei Chemnitz—SpVg Fürth 51 SꝰV Steinach ö8—FC Schweinfurt 05.„:2 VfB Friedberg—Wormatia Worms. 323 Bezirksklaſſe Südweſt: Aufſtiegsſpiel: Saar 05 Saarbrücken— FVg Mombach:0 Baden: Unterbaden(1. Endſpiel): FVeo9 Weinheim— FCo8 Mannheim Oberbaden(2. Endſpiel): FC Villingen— FV Offenburg.„„ 11 :3 Württemberg Aufſtiegsſpiel: Sportfr. Eßlingen— SV Göppingen. 101 Handball Zwiſchenrunde um die Deutſche Meiſterſchaft Männer in Fürth: Spygg Fürth— SV Mhm.⸗Waldhof„:5 in Darmſtadt: Polizei Darmſtadt— Tura Barmen. 10:7 in Berlin: Askaniſcher TV— Polizei Hamburg 97 Gruppe Südweſt SV Waldhof— Union Böckingen.„ 60 Kickers Offenbach— Mülheimer SV.. 13 Sp. gew. un. verl. Tore Pkt. SV Waldhof 6oinn Mülheimer SV Sn FC Kickers Offenbach 6 1 3 2 14.16 5 FV Union Böckingen 6 2 0 4 15:21 4 Gruppe Nordweſt Vfe Benrath— Schalke 4...2 Werder Bremen— TVbd Eimsbüttel..2 Sp. gew. un. verl. Tore Pkt. FC Schalke 04 n n Vfe Benrath Zinnn SV Werder Bremen 6 2 1 3 1147 5 TVbd Eimsbüttel 6 2 00 4 13.17 4 Gruppe Mitte Dresdner SC— 1. FC Nürnberg.„„ 01 Boruſſia Fulda— Wacker Hallet...:2 Sp. gew. un. verl. Tore Pkt 1. FC Nürnberg 6 4ns Dresdner SC 6nnn 1. SWB 04 Fulda 6 1 2 3 6111 4 FC Wacker Halle Gruppe Oſt Viktoria 89 Berlin— Preußen Danzig..:2 Beuthen 09— Viktoria Stolp 1 Sp. gew. un. verl. Tore Pkt Viktoria 89 Berlin 6 6—— 24:9 12 Beuthen 09 Viktoria Stolp Preußen Danzig A 4 Kreis 9/ Mannheim Kurpfalz Neckarau— Edingen„ 48 TV 1846 Mannheim— Leutershauſen„ 21 Neckarſtadt— Rheinau ausgef. Der Stand der Tabelle Ilvesheim 22 19 1.9820 Seckenheim 22 14 4 4 44•24 32 Rheinau 20 11 4 5643 Heddesheim 21 11 3 7 W Neckarhaufſfen 21 10 5 6 41:37 25 Edingen 22 11 2.5259 Kurpf Neckarau 22 5 6 11 54:60 16 Leutershauſen 20 6 3 11 41:60 15 Neckarſtadt 20 6 2 12 47355 14 Ladenburg 21 6, 2 13, 35 rüh 22 4 6 12 29604 TV 46 Mannh. 18 2. 4 1223770 6 Ein großes Repräſenkativſpiel in Mannheim Am 17. Juni: Süddeutſchland— Paris Im Mannheimer Stadion wird am 17. Juni ein international bedeutſames Repräſentativ⸗ treffen ſtattfinden. Der ehemalige Südd. Fuß⸗ ball⸗ und Leichtathletikverband hat für das da⸗ malige:1 gewonnene Treffen in Paris noch eine Rückſpielverpflichtung gegenüber dem fran⸗ zöſiſchen Verband, die nunmehr eingelöſt wer⸗ den ſoll. Die Franzoſen haten als Termin für dieſe Rückbegegnung den 17. Juni vorgeſchla⸗ hab der deutſcherſeits angenommen wurde und haben jetzt auch ſich mit dem Austragungsort Mannheim einverſtanden erklärt. Es wird alſo zu einer Begegnung zwiſchen Süddeutſchland und einer ſtarken Pariſer Elf in Mannheim kommen. Vor dieſem Treffen iſt ein Jugend⸗ ſtädteſpiel zwiſchen Mannheim und Ludwigs⸗ hafen geplant. W41 Pokalſpiele im Neckarkreis FV Oftersheim— Tgde Plankſtadt:2(f0 Für eine große Ueberraſchung ſorgten die Oftersheimer, denn ſie ließen ſich auf eigenem Platze ſchlagen und aus dem weiteren Wett⸗ bewerb ausſchalten. Die Umſtellung im Sturm zeichnete für die Niederlage verantwortlich. Die Hintermannſchaft und der Torwart konnten be⸗ friedigen. Die Gäſte haben den Sieg verdient. Die beſſere Geſamtleiſtung der Stürmerreihe ahrgang 4— 20000 Zuſch Kölner Stadio Auswahlelf de Die Maſſen wi Mannſchaften Spiel ie gute' Leiſtu 4 ſicherer als in konnten. Die ormation al⸗ eute das Spi . Zelini Hundt ielinſki; Albr — Kobierſki. Kirby; Webb— Jeſſup; Uddal „Die Engländ fährlichen Ang. wahlelf zunäch Allmählich kam 5 ins Gleis. urch Foul an ſtoß brachte jed nute fiel das e Kobierſki einen Feld gegebenen dem rechten Fu der 20. Minute brechts gut auf, mit dem Eingi Auswahlelf. Fi Hintermannſcha und Hundt brac der konſequent Bender mehr ſein mußte. Di⸗ Bowers hatte *gut durchſpielte und wenige Me kam. Einen 3ö0⸗ Jakob ausgezei⸗ vor der Pauſe Ball eben vor d Mit einer R begann die zw Mittelſtürmer 1 dann wenige 9 aus. I m deutf die linke Seite Bäle ausgezeick Paraden viel B nute das:0.„ Kobierſki den auf den Pfiff d nicht an, ſodaß einſchießen konn Elf im Angriff eine Umſtellung 35. Minute ſpie 4 5 den vier ſchluß daran Bowers halten haltender Ueber I0. Minute der ließ ſie in Führung kommen. Dem Platzbeſitzer gelang vor der Pauſe noch der Ausgleich. Beim :1⸗Stand bleibt es faſt bis zum Schluß, wo die Gäſte noch den verdienten Siegestreffer buchen können. FC. Hirſchhorn— FV Hockenheim:3(:) Einen beachtenswerten Sieg errang der Ta⸗ bellenzweite des Kreiſes Neckar auf dem Platze der Hirſchhorner. Der Erfolg iſt um ſo höher zu werten, wenn man berückſichtigt, daß Hocken⸗ heim mit drei Erſatzleuten das Spiel beſtreiten mußte. Außerdem hatte die Mannſchaft ſehr unter dem durch den niedergegangenen Regen latt gewordenen Grasplatz zu leiden. Mittel⸗ türmer Walter— war zweimal er⸗ folgreich, während der gute Halblinke Stad⸗ ler einen Treffer buchen konnte. 1 fh Privatſpiele Phönix Mannheim— Germania Lhafen 313 VfTuR Feudenheim— Fortuna Heddesh. 723 SpVg Mundenheim— 07 Mannheim. 02 Aus Anlaß des Meiſterſchaftsſpieles S Waldhof gegen Union Böckingen beſtand für den Kreis Mannheim Spielverbot. am Samstag kam es zu drei Abendſpielen. Hinter der Uhlandſchule empfing Phöniz Mannheim die Germanig Ludwigs⸗ hafen. Nach ebenbürtigem fairen Kampf mit techniſch beachtlichen Leiſtungen trennte man ſich unentſchieden:3, nachdem die Platzherren bis 5 Spielpauſe eine:1⸗Führung inne gehabt atten. Feudenheim hatte Fortuna Heddes“ heim zu Gaſt und gewann trotz mehrfachem Erſatz hoch mit:3 Toren. Spielvereinigung 07 Mannheim weilte ebenfalls am Samstagabend in Munden⸗ Mannſchaft einen verdienten:0⸗Sieg. Avesheim— VfB Wiesloch :1(:1) Wiederum war ein Bezirksklaſſevertreter, der in Ilvesheim zu einem Privatſpiel antrat, Gleich zu Beginn wurde das Spiel in ziemlich raſchem Tempo durchgeführt, zunächſt zeigte die Wieslocher Mannſchaft eine klare Uebexlegen⸗ heit. Ganz überraſchend fällt in der 6. Minute der Führungstreffer für die Platzelf, während Wiesloch drei Minuten ſpäter durch den Mit⸗ telſtürmer ausgleichen konnte.— Die Gäſte er⸗ liegen jedoch ihrem eigenen Tempo. Ein in⸗ direkter Strafſtoß kann Ilvesheim gut aufneh⸗ men und verwandeln. Abwechſelnd waren es nun der Mittelſtürmer, Halblinke und wieder der Mittelſtürmer, die das Reſultat auf 51 er⸗ höhen konnten. Nach Wiederanſpiel waren es die Gäſte zu großer Form aufliefen, doch wurden ihr weites Flügelſpiel auch fernerhin zu hängnis. Nach drei Minuten mußte de wächter von Wiesloch wieder den Ball Netz holen. Wiederum wurde nach kurzer bination ein überraſchender Schuß des M ſtürmers verwandelt, während der H das Reſultat auf:1 ſtellte.— In der deutſe die Verteidigun Beide zerſtörten einen reinen Al als Mittelläufer 1 — Lediglich nur mit denkbar niger Läufer war gar Deckung und Zuf chen, ohne jedoch 4——+ Albrecht ſten, auch Noa ut war ſchöne Sachen ge chen Situationen Engländern war Mittelſtürmer B Rie zum Fra länder diesmal 1 Am die von 35 o9 Wein In höchſt erbi klurrenz haben ſice Mannheim die der Bezirksklaſſe aber damit nur 7 ttel⸗ albrechtg 4 nahmeberechtigt Gauliga⸗Klaſſe k. Konkurrenten we baden. Um dieſ⸗ lichkeit nach mit Jußballtlaſſe, de Sonne, verbund Gruppenmeiſter heim und holte ſich mit ſtark verjüngter Wem wird de Weinheim, dem Bergſtraße, oder MFé o8 Mannh der Dinge im le eine nicht unerhe Treffen in Wein ſo hoffte man we öfer: ein Sieg eutet bereits d auch die Weinhe miſten, alſo Opt Optimismus hat um die Meiſterſc gunſten der Lind Mit dreivierte das Spiel, verur etatmäßigen Sck alsdann nach lar Unparteiiſchen d Merkel an, de Treffen tadellos Es ging gleich ten P e5 Parte ſofort lebhaften? n gahrgang 4— A Nr. 215/ B Nr. 133— Seite 9 „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mai 1934 20000 Zuſchauer wohnten am Sonntag im Kölner Stadion dem zweiten Probeſpiel der Auswahlelf des DyB gegen Derby County bei. Die Maſſen wurden nicht enttäuſcht, denn berde Mannſchaften lieferten ſich wieder ein ſchönes, Spiel. Beſonders bemerkenswert war die gute Leiſtung der Auswahlſpieler, die noch ſicherer als in Frankfurt:0(:0) gewinnen bonnten. Die DFB⸗Elf ſtand in etwas anderer —7 als angekündigt, ſo daß folgende 0 Leute das Spiel beſtritten: Deutſchland: Zeunf Hundt— Buſch; Janes— Bender— Zielinſti; Albrecht— Malik— Conen— Noack — Kobierſki. Derby County ſpielte mit: Kirby; Webb— Collins; Nicholas— Borker— FJeſſup; Uddal— Crowes— Bowers— Ra⸗ mage— Randall. im 5„„Die Engländer leiteten das Spiel mit ge⸗ fährlichen Angriffen ein, während ſich die Aus⸗ 0 5 0„ wahlelf zunächſt nicht zuſammenfinden konnte. Almählich kamen dann die Auswahlſpieler beſ⸗ er ins Gleis. Ein ſchöner Angriff wurde durch Foul an Noack unterbrochen, der Frei⸗ ſtoß brachte jedoch nichts ein. In der 14. Mi⸗ nute fiel das erſte Tor für die Deutſchen, als Kobierſki einen von Janes quer über das ganze Feld gegebenen Paß geſchickt aufnahm und mit dem rechten Fuß unhaltbar ins Tor ſetzte. In der 20. Minute nahm Malik eine Vorlage Al⸗ birechts gut auf, die Derby⸗Verteidiger zögerten mit dem Eingreifen und es hieß:0 für die Auswahlelf. Für die Folge ſpielte die deutſche Hintermannſchaft erſchreckend ſchwach. Buſch —— —— SSs8 16 41:60 15 47:55 14 14 dꝰ ꝰꝰ%ο- DDDW — — 23 ——2 29:6014 und Hundt brachten die Bälle nicht weg, ſo daß 2 23:73 8/ der konſequent dritter Verteidiger ſielende 1J Bender mehr als einmal der rettende Engel ivſpiel in:- ſein mußte. Die Engländer ſpielten recht hart. Bowers hatte eine große Chance, als er ſich gut durchſpielte, von Buſch angegangen wurde — Paris und wenige Meter von dem Tor ins Stolpern am 17. Juni fam. Einen 30⸗Meter⸗Schuß von Barker hielt Repräſentatiy. Jakob ausgezeichnet, hatte aber fünf Minuten e Südd. Fuß⸗ vor der Pauſe Glück, als er einen verpaßten t für das da⸗ Ball eben vor der Torlinie noch erreichte. n Paris noch Mit einer Rieſenchance für Derby County ber dem fran⸗ eingelöſt wer⸗ begann die zweite Spielhälfte. Der engliſche Mittelſtürmer umſpielte alle Leute, ließ aber s Termin für weni— 1 ge Meter vor dem Tor die Chance mn wurzeunß ens, Im deuiſchen Suurm ſpielte beſonders 33— 307. die linke Seite ſehr flüſſig; Conen verteilte die Es wird alfe Bäle ausgezeichnet. Jakob holte ſich mit guten üddeutſchland Paraden viel Beifall, dann kam in der 16. Mi⸗ Mannheim nute das:0. In klarer Abſeitsſtellung erhielt Jugend⸗ Kobierſti den Ball, die Engländer warteten ind Ludwigs⸗ auß den Pfiff des Schiedsrichters und griffen ihn nicht an, ſodaß der Düſſeldorfer ungehindert einſchießen konnte. Weiterhin blieb die DFB⸗ rkreis Elf im Angriff, den Engländern nutzte auch eine Umſtellung im Sturm nichts. In der adt:2(0 5. Minute ſpielte Albrecht auf Vorlage Zie⸗ ſorgten die—5 den vierten Treffer, während im An⸗ auf eigenem ſchluß daran Jakob einen feinen Kopfball eiteren Wett⸗ Bowers halten konnte. Noack erzielte bei an⸗ ng im Sturm haltender Ueberlegenheit der Deutſchen in der twortlich. Die 40⸗ Minute den letzten Treffer. t konnten be⸗ In der deutſchen Elf war Jakob erſtklaſſig, Sieg verdient. die Verteidigung Hundt⸗Buſch gefiel weniger. Stürmerreihe Beide zerſtörten zwar gut, brachten aber kaum n Platzbeſitzer einen reinen Abſchlag heraus. Bender ſpielte sgleich. Beim als Mittelläufer ſehr gut. Zielinſki als linker Schluß, wo Läufer war ganz ausgezeichnet, gleich gut in Siegestreffer Deckung und Zufpiel, Janes hatte einige Schwä⸗ 34 chen, ohne jedoch etwa zu verſagen. Im Sturm im:3(:) efielen Albrecht, Kobierſtt und Conen am rang der Ta⸗—— auch Noack ſpielte zufriedenſtellend. We⸗ uf dem Platze niger G4 war Malik, wenn ihm auch einige um ſo höher ſchöne Sachen gelangen. Conen fehlte in man⸗ en Situationen das Selbſtvertrauen. Bei den Engländern waren der Mittelläufer Barker und Mittelſtürmer Bowers die beſten Leute; im Ge⸗ enſatz zum Frankfurter Spiel waren die Eng⸗ linder diesmal reichlich hart. Am die Meiſterſchaft 4 von Nordbaden 35 00 i— oS Mannheim t, daß Hocken⸗ piel beſtreiten inſchaft ſehr igenen Regen iden. Mittel⸗ zweimal er⸗ linke Stad⸗ Lchafen:3 Heddesh.:3 iheim 9 tsſpieles SS beſtand für 4 In höchſt erbitterten Verbandskämpfen und ot. Vediglich nur mit denkbar knappſtem Vorſprung der Kon⸗ 1 17 lurrenz haben ſich F Weinheim und Möc 08 dwigs⸗ Mannheim die Meiſterſchaft ihrer Gruppe in 9 8 der Bezirksklaſſe Rordbaden zu ſichern gewußt, 5 1— er damit nur eben in ihrer Gruppe. Teil⸗ lnb erten ahmeberechtigt an den Aufſtiegsſpielen zur labhernen Gauliga⸗Klaſſe kann aber nur einer der beiden g inne gehabt a Heddes tz mehrfachem ſeim weilte Munden rk verjüngter Sieg. iesloch evertreter, der itſpiel antrat. iel in ziemlich üchſt zeigte die e Ueberlegen⸗ Konkurrenten werden. Der Meiſter von Nord⸗ baden. Um dieſen Titel, der aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach mit einem Aufſtieg in die erſte ußballklaſſe, dem heißbegehrten Platz an der onne, verbunden ſein dürfte, haben beide Gruppenmeiſter in zwei Spielen zu kämpfen. Wem wird der große Wurf gelingen? 45 Weinheim, dem alten Fußballpionier an der Bergſtraße, oder dem nur ein Jahr älteren 08 Mannheim, der vor der Neuregelung der Dinge im letzten Jahre in der erſten Liga eine nicht unerhebliche Rolle ſpielte? Das erſte Treffen in Weinheim ſollte dieſe Frage löſen, hoffte man wenigſtens im Lager der Linden⸗ höfer: ein Sieg in der Höhle des Löwen be⸗ deutet bereits drei Viertel des Titels. Aber auch die Weinheimer waren keineswegs Peſſi⸗ der 6. Minute miſten, alfo Optimiſten. MFc 08 mit ſeinem tzelf, während ptimismus hat Recht behalten. Das Vorſpiel urch den Mit um die Meiſterſchaft von Nordbaden endete zu⸗ Die Gäſte gunſten der Lindenhöfer mit:3. mpo. Ein in Mit dreiviertelſtündiger Verſpätung begann n gut auffg das Spiel, verurſacht durch das Ausbleiben des lnd waren elatmäßigen Schiedsrichters. Man vertraute e und wi alsdann nach langem Verhandeln das Amt des tat auf 5˙1 e Unparteiiſchen dem Wallſtadter Pfeifenmann die Gäß Merkel an, der, das ſei vorweg geſagt, das Teeffen tadellos leitete. Es ſias gleich hoch her auf dem dichtbeſetz⸗ n P 73 n beider Lager nahmen ſofort lebhaften Anteil an dem Geſchehen. Stür⸗ miſcher Jubel im Weinheimer Lager, als in der hnten Minute Pfennig I. die Platzherren 1 Führung brachte. Eckel hatte eine Flanl⸗ on rechts weggefauſtet, aber noch ehe er im Gehäuſe wieder Poſten gefaßt hatte, landete des Weinheimers Schuß im Kaſten. Etwas über⸗ raſchend kam die Sache ſchon, denn immerhin zeigte ſich von Beginn an 08 als die beſſere Mannſchaft, im Einzelkönnen wie auch im Zu⸗ ſammenſpiel. Die Flachkombination der Lin⸗ denhöfer war bei weitem wirkungsvoller als das hohe Spiel der Platzherren, die trotz aller Wucht und vollſtem Kräfteeinſatz dieſes beſſere Können der Mannheimer nicht ausgleichen konn⸗ ten. In der 25. Minute fiel denn auch das Ausgleichstor, das ſo lange ſchon das auf⸗ opfernd ſpielende Schlußtrio der Platzherren zu verhindern gewußt hatte. Ein Kopfball des rechten Weinheimer Verteidigers jagte Mül⸗ ler mit unheimlich muchtigem Direktſchuß in die Maſchen und bei dieſem 11 blieb es auch bis Halbzeit, obſchon für beide Parteien, ins⸗ beſondere für Weinheim, einige weitere Tor⸗ chancen gegeben waren. Schließlich war dieſes Halbzeit⸗Remis auch dem ausgeglichenen Spiel⸗ verlauf gerecht. Bei Wiederbeginn erſchien 08 mit etwas um⸗ geformter Mannſchaft. Zöllner und Vöh⸗ ringer hatten die Poſten getauſcht. Vöhrin⸗ ger gelang auch bald das Führungstor für 08. Ein harmloſer Flachball von Dorſt verfehlte die Weinheimer Verteidigung und ſchon landete das Leder im Netz. 08 lag nun mit:2 in Füh⸗ Nationalelf ſchlägt Derby County:0 rung. Aber wieder drohte Gefahr dieſer Füh⸗ rung. Wieder nur mit Glück und Mühe konnte der Ausgleich durch die Lindenhöfer verhindert werden. Zöllner hatte längſt wieder ſeinen alten Poſten bezogen. Der in jeder Hinſicht ſchwache Vöhringer hatte gegen die ſtabile Weinheimer Verteidigung doch gar zu wenig zu beſtellen. Ueberhaupt konnte(8 im weiteren Verlauf des Spieles kaum noch ernſtlich gefährlich weroen. Weinheim ſpielte ziemlich überlegen, aber bei einem überraſchenden Vorſtoß des rechten Flü⸗ els gelingt MFC 08 durch Zöllner, der eine eine Flanke überlegt verwandelt, ein drittes Tor. Damit war das Spiel entſchieden, um ſo ſicherer, da 08 mit verſtärkter Hintermannſchaft nun auf Halten ſpielte. Mit:3 haben die Lin⸗ denhöfer den erſten Gang um die Bezirksmei⸗ ſterſchaft, der einen harten, erbitterten, aber doch fairen Kampf brachte, verdientermaßen für ſich eütſcheiden können. Die Akteure hießen: Weinheim: Schneider; Sutter, Randoll; Jöſt, Gumb, Martine; Wein, Pfennig II., Wieland,., Vollmer. MFC 08: Eckel; Broſe, Herrmann; Dubron⸗ ner, Schiefer, Zipſe; Dorſt, Aſſer, Zöllner, Müller, Vöhringer. Schiedsrichter: Merkel(Wallſtadt). Guter Verlauf des Olympia⸗ Prüfungsſchwimmens in Mannheim Ein glänzender Erfolg der Mannheimer Springerſchule: Merkel und Boſſo belegen den erſten bzw. drikken Platz im Kunſtſpringen Wohl ſelten wurde einer ſchwimmſportlichen Veranſtaltung in Mannheim in dem Maße ent⸗ gegengefiebert wie dem am geſtrigen Sonntag im prächtigen Herſchelbad ausgetragenen Olympia⸗Prüfungsſchwimmen des Arbeitsgebietes Süd(Gau 12—16). Die große, feſtlich geſchmückte Halle hatte allen Umſtänden zum Trotz einen guten Beſuch auf⸗ zuweiſen, ſo daß der veranſtaltende Schwimm⸗ Verein Mannheim dadurch hoffentlich zu weite⸗ ren Großunternehmungen dieſer Art ermuntert worden iſt und ſeine bis dahin ihm vom Mann⸗ heimer Sportpublikum aufgezwungene Zurück⸗ haltung im Uebernehmen derartiger Riſiken nunmehr hoffentlich endgültig ins Gegenteil verwandeln kann. Schon die äußerliche Auf⸗ machung des Herſchelbades: Eine Reihe Fah⸗ nenmaſten mit großen wehenden Fahnen des neuen Deutſchland ließ Unwiſſende ſtutzig wer⸗ den und der ſich mit Gewitterwolken über⸗ ziehende Sonntagshimmel tat ſeinerſeits das übrige, um im letzten Augenblick doch noch man⸗ chen unentſchloſſenen Freund des herrlichen Waſſerſportes in den ſchönen, Kühg ſpendenden Monumentalbau zu locken. Die Schwimmhalle ſelbſt leuchtete in einem Farbenmeer deutſcher Flaggen, die Bahn war vorſchriftsmäßig mit Korkleinen verſehen und durch die unentgeltliche Ueberlaſſung einer Körting⸗Lautſprecheranlage wurde viel zum guten gegenſeitigen Verſtänd⸗ nis beigetragen. Pünktlich um 3 Uhr eröffnete Gauführer G. Avenmarg⸗Karlsruhe die Veranſtaltung mit einleitenden Worten, dabei unſeres großen Führers gedenkend. Sein„Sieg Heil“ mit an⸗ ſchließendem Horſt⸗Weſſel⸗Lied fand allſeits be⸗ geiſterte Aufnahme. Mit der techniſchen Durchführung des Feſtes hat ſich der veranſtaltende Schwimm⸗Verein Mannheim ein über alles erhabenes Lob ver⸗ dient. Schlag auf Schlag wurden die Rennen geſtartet, die ſonſt übliche Langeweile kam nicht auf. Dadurch dürfte ſich der SV Mannheim wieder manchen Feſtbeſucher geſichert haben und das iſt gut im Intereſſe der Sache. Im Verlauf der Kämpfe richtete Gauführer Avenmarg nochmals das Wort an die Zu⸗ ſchauer, dabei in zu Herzen gehenden Worten der Opfer von Buggingen gedenkend. Eine Schweigeminute mit erhobener Rechten gedach⸗ ten die Süddeutſchen ihrer Kameraden der Arbeit. Der Kampfverlauf brachte viele raſſige Mo⸗ mente, in denen die Zuſchauer mit ihrem Tem⸗ perament nicht zurückhielten. Wahre Anfeue⸗ rungswogen durchbrandeten mehrfach die Halle, jeder in ſeinem Element geweſen ſein rfte. Das Kraulſchwimmen 200 Meter ſah Faahs⸗Karlsruhe nach äußerſt erbittertem Kampf über ſeine zähen Gegner Struck⸗Offen⸗ bach und Rappel⸗München einwandfrei in der guten Zeit von:22,5 Min.,:24,6,:25,4 Min. als einwandfreien Sieger. Im Damenbruſtſchwimmen 200 Meter trat Frl. Pfau⸗Göppingen ohne ihre härteſte Ri⸗ valin Blattmann⸗Freiburg an und konnte einen überlegenen Sieg in:14,9 Minuten einſtrei⸗ chen. Das Rückenſchwimmen 100 Meter ſah 10 Teilnehmer am Start. Bereits der erſte Lauf war entſcheidend für das Geſamtreſultat mit Franz, EßSC, als Sieger in:15,2 Min., der ein taktiſch ſehr kluges Rennen ſchwamm. Erbittert kämpften Diehl/ Neptun Karlsruhe und Feinauer/ Cannſtatt um den zweiten Platz, während der favoriſierte Gei ger⸗Mün⸗ chen weit hinten im geſchlagenen Felde lan⸗ dete.:17,4 und:18,.2 Min. iſt die Zeit der Zweit⸗ und Drittplazierten.— Raſſig und ab⸗ wechſlungsreich verlief das Damenkraul 100 Meter. Frl. Gauß, Karlsruher SV, ſchiebt ſich anfangs langſam in Front. Fräu⸗ lein Zipſe, eine Klubkameradin, ſchließt lang⸗ ſam auf, dichtauf gefolgt von den übrigen Da⸗ men aus Freiburg und Ulm. Bei der letzten Wende bekommt Frl. Zipſe ihre Gegnerin zu Geſicht, ſpurtet mächtig und kann auch tatſäch⸗ lich ihre ſich zäh wehrende Ausreißerin ein⸗ wandfrei ausſpurten. Zeit::19,4—:21 Min. Eine delikate Angelegenheit wurde die Herren⸗Kunſtſpringkonkurrenz. Bereits in den während der erſten Mittags⸗ ſtunden abſolvierten Pflichtſprüngen ſicherte ſich der ſüddeutſche Meiſter Merkel⸗ Mannheim einen knappen Punktevorſprung vor ſeinem ſchärfſten Gegner, Randerath⸗ München, Boſſo, SV Mannheim, der ſym⸗ pathiſche Springer, folgt mit unbedeutendem Abſtand. Die nunmehr vorgeführten Kür⸗ ſprünge zeigten wirklichgroßes Können! Mehr oder weniger ſind die einzelnen vom Glück begünſtigt, aber die Spitzengruppe hält ſich famos. Im Geſamtergebnis kann Merkel ſich in die Siegerliſte eintragen, Randerath iſt weiter und Boſſo gutverdienter dritter im Ge⸗ ſamtlaſ ement. Damit hat die von Bern⸗ geins V 46, geleitete Springerſchule Mann⸗ eims ihren ſchönſten Sieg errungen und die große Tradition eines Ernſt Bahnmayer iſt erneut erfolgreich gewahrt. Bravo ihr Mann⸗ heimer, ihr konntet wirklich begeiſtern!!— Das Herrenkraul 100 Meter brachte wieder ein ſtarkes Feld. Es kam zu prächtigen Kampfſzenen und Lorey⸗Wiesbaden wurde in der ſehr guten Zeit von:02,9 mit Maus⸗ Offenbach in gleicher Zeit Erſter. In dritter Stelle folgte Tretner⸗Heilbronn mit:04,8 Min. — Nun kam das Rennen des Tages! 200 Meter Bruſt für Herren. Der all⸗ ſeits erwartete Rekordſchwimmer P. Schwarz (Göppingen) glänzte leider durch Abweſenheit. Dafür wurden die begeiſterten 133 durch den Schulfungen Minnich Eß SC(erſt 14 Jahre alt) voll und ganz entſchädigt. Wie ein Wieſel ging der Junge die Wenden an und ſchon— war er fort. it:55,4 Min., einer ganz hervorragenden Zeit für ſein jugend⸗ liches Alter, gab er allen Konkurrenten das bittere Nachſehen. W 333 Ulm benoͤtigte :57 Min., Schwarz EßSC:58 Min., alſo Zeiten, die ſich ſehen laſſen können.— Im Damenrücken'ſchwimmen 100 Meter kam Fr. Zipſe, Karlsruher SV, zu ihrem zweiten, allerdings dieſes Mal überlegenen Sieg. Mit:28,8 Min. gegen:31,9 Min. von Frl. Fiedler⸗Marburg trug ſie ſich in die Siegerliſte ein. Der letzte Wettbewerb über 400 Meter Kraul der Herren brachte mit Witthauer, 1. Frankfurter SC, in:17 Minuten den klaren Sieger vor ſeinem Ver⸗ einskameraden Henrich, der für die gleiche Strecke:21,4 Min. benötigte. Struck(Offen⸗ bach) wurde dritter mit:23,4 Min. Bei allen Teilnehmern kam ein zielbewußtes—— klar zum Ausdruck und wir ſind überzeugt, bal von weiteren Zeitverbeſſerungen berichten zu können. Ein Waſſerballſpiel zweier kombinier⸗ ter Mannſchaften des Gaues 13 gegen Gau 14 brachte den Beſchluß der in allen Teilen glän⸗ end verlaufenen Veranſtaltung. Die Baden⸗ er(Karlsruher, Pforzheimer und Heidelber⸗ er) ſtellten die ſchwimmeriſch ſchnellere Sieben. 3 gab ein temperamentvolles aber jederzeit faires Treffen, das die Badenmannſchaft mit :5 Toren im Endreſultat erfolgreich ſah. Schiedsrichter Blank⸗Mannheim waltete ſei⸗ nes Amtes in gewohnt ſicherer, feiner aber doch energiſchen Weiſe. Die Ergebniſſe: 200⸗Meter⸗Kraulſchwimmen für Herren: 1. Faahs, Karlsruher SP,:22,5; 2. Struck, Offen⸗ —— 96,:24,65 3. Rappel, VfoS München, 25,4. 200⸗Meter⸗Bruſtſchwimmen für Damen: 1. Pfau, Göppingen 04,:14,9: 2. Gerold, Cann⸗ ſtatt,:24,2; 3. Pullig, DSV Frankfurt,:25,0; 4. Schiel, Poſt Frankfurt,:25,5. 100⸗Meter⸗Rückenſchwimmen für Herren: 1. Franz, Eß SC Frankfurt,:15,2; 2. Diehl, Nep⸗ tun Karlsruhe,:17,4; 3. Feinauer, SV Cann⸗ ſtatt,:18,2. Damenſpringen: 1. Schmidbauer, Vfvys Mün⸗ chen, 54,68 Punkte; 2. Mehling, Vfvs München, 50,36.; 3. Greiff, Damen⸗SV Mannheim, 35,40 Punkte. 100⸗Meter⸗Kraulſchwimmen für Damen: 1. Zipſe, Karlsruher Schwimmverein:19,4; 2. Gauß, Karlsruher Schwimmverein:21,0: 3. Klein, Damenſchwimmverein Freiburg:22,6. Springen für Herren: 1. Merkel, Schwimm⸗ verein Mannheim, 117,26 Punkte; 2. Randerath, VfvS München, 115.26.; 3. Boſſo, Schwimm⸗ verein Mannheim, 102,14 Punkte; 4. Schüler, Schwimmverein Gießen, 97,54 Punkte. 100⸗Meter⸗Kraulſchwimmen für Herren: 1. Lorey, Wiesbaden 11,:02,9, 2. Maus, Moenus, Offenbach:92,9, 3. Tretner, SB Heilbronn :04,8, 4. Rappel, VfyS München:05,4. 200⸗Meter⸗Bruſtſchwimmen für Herren: 1. Minnich, EßSC Frankfurt, 2. Warth, SSV Ulm:57, 3. Schwarz, EFS Frankfurt:58. 100⸗Meter⸗Rückenſchwimmne für Damen: 1. Biebt Karlsruher Schwimmverein:28,8, 2. iedler, Schwimmverein Marburg:31,9, 3. Raab, Damenſchwimmverein aarbrücken 400⸗Meter⸗Kraulſchwimmen für Herren: 1. Witthauer, EFSC Frankfurt:17, 2, Henrich —34— urt:21,4, 3. Struck, Offenba Wafferballſpiel Gau 14(Baden)— Gau 13 (Südheſſen, Pfalz und Saar) 75. Aus dem Handball⸗Lager SyVgg Jürth Waldhof:5 Mannheim iſt in Fürth leider nicht zu dem erhofften Doppelerfolg getommen. Während die Damen einen verdienten Sieg errangen, hat der Deutſche Meiſter den ſchweren Gang mit einer Niederlage beendet. Waldhof, das in der erſten Hälfte eine ſehr gute Partie lieferte, iſt nach dem Wechſel beinahe vollſtändig auseinandergefallen. Die Fürther, die ſchon eine halbe Stunde na Spielbeginn ihren ſehr guten Stürmer cherl wegen Foulſpiels verloren, mußte gen Spielende auch noch auf Goldſte gen unfairen Spiels verzichten. Trotzde die Fürther eine ganz große Partie geliefer Der Spielverlauf In der 12. Minute gelingt dem Fürther Mit⸗ telſtürmer Zacherl durch Strafwurf das ührungstor. Spengler kann in bedrängter Stellung den Ausgleich erringen. Dann wird Zacherl vom Platz geſtellt. Den Fürthern, die jetzt nur noch vier Angreifer zur Stelle haben, gelingt trotzdem durch Hirſch die:1⸗Halbzeit⸗ Führung. Die zweite Hälfte ſieht überraſchend dauernd die Fürther im Angriff. Goldſtein und Hirſch gelingt es, die Tordifferenz auf:1 zu erhöhen. Als Träg gar noch ein fünftes Ter erzielt, klann Waldhof nicht mehr mit dem Enuſieg rech⸗ nen. Schmitz verbeſſert für Walohof auf:2, aber Goldſtein und Hirſch bringen durch Straf⸗ wurf Fürth:2 in Führung. Spengler er⸗ zielt ein Tor, aber nach Kombination, die Goldſtein beſchließt, iſt mit:3 die Tordifferenz wie zuvor. Als nun auch noch Goldſtein vom Platz verwieſen wird, kommt Waldhof durch Zimmermann und Engelter zu zwei weiteren Erfolgen. Die Kritik In der erſten Hälfte wurde das Spiel von beiden Mannſchaften mit Zähigkeit und größter Einſatzbereitſchaft der Spieler durchgeſtanden. Während der deutſche Meiſter vorwiegend ſein ſonſt ſo gefährliches Durchbruchſpiel anwandte, haben die Fürther vorwiegend in die Breite kombiniert. Durch ihr Steilſpiel haben die Waldhöfer bei ihren Angriffen Zeit geſpart,“ aber die Fürther, die die Gefährlichkeit der Waldhöfer erkannten, haben jeden ihrer Läufer und Verteidiger mit der Bewachung eines Stürmers bedacht. Die Waldhöfer, die ſo in ihrem Angriffsſpiel ſtark gehemmt waren, ſind von ihrer gewohnten Spielweiſe abgegangen. Der Wechſel des Angriffsſpiels war mit eine Urſache für die ſchwache Leiſtung nach dem Wechſel. Bei Waldhof hat ſich Weigold gut geſchla⸗ gen. Müller und Schmidt, die anfangs ſehr aufopfernd kämpften, haben zuſammen mit den Läufern Rutſchmann, Kritter und Ratgeber nach dem Wechſel viele Deckungs⸗ fehler begangen. Spengler war ſcharf be⸗ wacht. Von den Stürmern hat nur Herzog reſtlos befriedigt. Die Fürther haben bei den Zuſchauern ſtärkſten Widerhall gefunden. Beſonders erfolg⸗ reich war der Außenſtürmer Goldſtein, der durch ſeinen placierten Schuß den Hauptanteil an dem Erfolg hat. Auch Hirſch hat durch ſeine Schußgewalt gefallen. Ausgezeichnet kämpfte der Mittelläufer Gebhardt, der in der Abwehr Glänzendes leiſtete und ſeine Stür⸗ mer mit beſten Vorlagen verſah. Ungenügend war die Leiſtung des Schiedsrichters. VfR⸗Damen ſiegen in Fürth SpVg Fürth— VfR Mannheim:4(:0 Das Endſpiel der Damen um die deutſche Meiſterſchaft wurde vor 4000 Zuſchauern zu einem ſehr ſpannenden Kampf. Nach anfäng⸗ licher Nervoſität ſah man auf beiden Seiten ſehr ſyſtemvoll vorgetragene Angriffe. Beſon⸗ ders die Mannheimerinnen arbeiteten ausge⸗ zeichnet. Burffe Förſter und Egger kamen in gute Wurfſtellungen, auf der anderen Seite war es der linke Flügel, der ſich geſchickt durch⸗ uarbeiten verſtand. Trotz des beſſeren Spiels er Mannheimerinnnen kam aber Fürth durch ihre Halbrechte überraſchend zur:0⸗Führung. Eine Kombination der Mannheimerinnen be⸗ ſchloß aber dann Egger mit dem Ausgleich. Nach mehreren ausgelaſſenen Torgelegenheiten gelang Kehl die Verwandlung eines Straf⸗ ſtoßes.:1 für Mannheim. Egger erhöhte dann auf:1. Wiederum war es die Halbrechte von Fürth, die den Mannheimer Vorſprung auf :2 erringern konnte. Zehn Minuten vor Schluß gelang Egger der:2⸗Endſtand. Bei den VfR⸗Damen, die mit Simon; Graß, Müller: Wagner, Hauck, Bonacker; Schleicher, Kehl, Egger, Förſter und Degen ſpielten, ha⸗ ben ſich die beiden Halbſtürmerinnen Kehl und Förſter und die heute ganz glänzend auf⸗ gelegte Mittelſtürmerin Egger durch Schnel⸗ lichkeit, Energie und Wurfvermögen ausgezeich⸗ net. Aber auch alle anderen Spielerinnen ha⸗ ben redlichen Anteil an dem ſchönen Erfolg. Simon im Tor hat ſehr gefährliche Bälle glänzend gehalten. Die Verteidigung und die Läuferreihe zeigten, von einigen anfänglichen Deckungsfehlern abgeſehen, ſehr gutes Können. Die Fürther Damen haben nicht ganz die ſtarke Einheit gebildet, die man bei den Mann⸗ heimerinnen befürchtet hatte. Jahrgang 4— A Nr. 215/ B Nr. 133— Seite 10 „Hokenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mat! Mit einem Erfolg auf der ganzen Linie ſchloß der Gau XIV im Deutſchen Amateur⸗Bor⸗ verband am Samstagabend in Karlsruhe ſein erſtes Olympia⸗Turnier ab. Nach Abſolvierung der drei Bezirksturniere in Mannheim, Karls⸗ ruhe und Lörrach ſtanden ſich in Karlsruhes traditionsreicher Kampfſtätte„Coloſſeum“ die Sieger dieſer Ausſcheidungen gegenüber, um die acht Beſten des Gaues für das nun Anfang Juni ſteigende Gruppenturnier zu ermitteln, deſſen Gewinnern die Berechtigung zur Teil⸗ nahme an den Kampfſpielen und den Deutſchen Meiſterſchaften winkt. Die vom Veranſtalter (Germania Karlsruhe) gut vorbereiteten Kämpfe, für deren flotte Abwicklung der ſtell⸗ vertretende Gauführer Werle verantwortlich zeichnete, hatten den gut zu nennenden Beſuch von etwa 500 Zuſchauern aufzuweiſen. Die ſportliche Ausbeute muß als wirklich ſehr gut bezeichnet werden. In den 15 notwendigen Vor⸗, Zwiſchen⸗ und Endkämpfen gab es un⸗ eerhört harte, mit äußerſter Verbiſſenheit und letztem Einſatz geführte Fights. Die ſehr fairen, echniſch teilweiſe überragenden Treffen boten ine Fülle von äußerſt ſpannenden Kampf⸗ fzenen. Angenehm überraſcht war man von dem guten Können der hoffnungsvollen Nach⸗ wuchsboxer. Wie nicht anders zu erwarten, ſtellten die beiden Bezirke Unter⸗ und Mittel⸗ baden das Hauptkontingent der Teilnehmer, indeſſen der Bezirk 3, Freiburg, aus finanziellen Gründen nur die ausſichtsreichſten Leute, Maier, Singen, und Mülhaupt, Lörrach, ins Treffen ſchickte. Der erfolgreichſte Bezirk 1, Unterbaden, trat ohne den Fliegengewichtsmeiſter Gräske an, hatte aber das Bantam⸗, Leicht⸗ und Wel⸗ tergewicht doppelt beſetzt. Die zwei Mann⸗ heimer Vereine, VfR und Borring, beſtätigten erneut ihre derzeitig kämpferiſche Ueberlegen⸗ heit gegenüber den beiden anderen Bezirken. Während der VfR durch Bauſt, Köhler und Mayer drei Turnierſieger ſtellte, holte ſich der Boxring durch Wurth im Welter⸗ und Metz⸗ ger im Schwergewicht zwei Siege. Für Mit⸗ telbaden brachte der Federgewichthler Deim⸗ ling den einzigen Erfolg, indeſſen Oberbaden, wie erwartet, durch den unverwüſtlichen Maier, Singen, zum Sieg gelangen konnte. Der Flie⸗ gengewichtler Albert, Karlsruhe, wird kampf⸗ los als Vertreter den Gau im Gruppenturnier vertreten. Die Kämpfe Fliegengewicht: Turnierſieger Albert (Germania Karlsruhe) Da Oberbaden einen Vertreter nicht ſtellen konnte, kam Albert zu einem billigen, kampf⸗ loſen Erfolg. 14 Bantamgewicht: Turnierſieger Bauſt 4 VfR Mannheim In dieſer Klaſſe hatte der Mannheimer Box⸗ ring Freilos, ſo daß Birg(KBV Karlsruhe) und Baiker(Boxring Mannheim) den Vor⸗ kampf zu beſtreiten hatten. Nach zwei zienilich offenen Runden zwingt der Karlsruher in der Schlußrunde den Gaſt zum Rückzua. Der Punktſieger trat dann im Entſcheidungs⸗ treffen gegen auſt(Mannheim) an. Der ſchnelle und techniſch feine Kampf bringt guten Schlagwechſel, wobei Bauſt in den erſten beiden Runden leicht im Vorteil liegt. Das Bild än⸗ dert ſich in der Schlußrunde, als der Karls⸗ ruher mächtig aufdreht. Wenn nun auch das Reſultat, Punktſieger Bauſt, etwas ſchmeichel⸗ haft war, ſo muß doch die beſſere Technik und der genauere Schlagwechſel berückſichtigt werden. Federgewicht: Turnierſieger Deimling (1. KBV Karlsruhe) Flitſch(Pforzheim) brachte Uebergewicht, ſo daß Deimling und Müller V Karlsruhe) und der Mannheimer SA⸗Mann Heuberger das Rennen unter ſich aus⸗ machten. Heuberger, der ſehr ſchlecht in Fahrt kam, verlor gut nach Punkten, ſo daß die Vereinskameraden Müller, als Freilosſieger der Vorrunde, und Deimling den Entſchei⸗ dungskampf zu beſtreiten hatten. Es war ein unerhört harter Schlagwechſel, den Deimling erſt in der dritten Runde zu ſeinen Gunſten entſcheiden konnte. Turnierſieger Leichtgewicht Köhler(Bfk Mannheim) Der Sieger dieſer Klaſſe hatte neben den ſchwerſten Kämpfen des Abends auch die mei⸗ ſten Ziand⸗ zu abſolvieren. Innerhalb von drei Stunden ſtand der Gaumeiſter dreimal im Ring und holte ſich in überlegener Manier den Turniererfolg. Den Mittelbadiſchen Meiſter Feuerbacher⸗Brötzingen ſchlug er nach dramatiſchem Kampf bei gutem Tempo und Schlagwechſel klar nach Punkten. Mül⸗ haupt⸗Lörrach war der Gegner der Zwiſchen⸗ runde; dieſer unerhört harte Nehmer ſtand dem Meiſter, trotz Niederſchlägen in der zweiten und dritten Runde die Diſtanz durch. Lerch(Box⸗ ving Mannheim), der in ſeinem Vorkampf den ſchnellen Fighter Flitſch⸗Pforzheim zum Partner hatte und dieſen mit rechtem Kopf⸗ haken k. o. ſchlug, macht im Endkampf Köhler ſtark zu ſchaffen. Der VfR⸗ler, durch ſeine bei⸗ den Vorkämpfe ſtark mitgenommen, führt in den erſten beiden Runden durch gute Linke und gu⸗ ten Schlagwechſel im Nahkampf ſicher. Der Boxringler verſucht in der Endrunde den Lo⸗ kalrivalen von den Beinen zu bringen, was ihm aber nicht gelingt. Köhler gewinnt ſeinen drit⸗ ten Kampf klar nach Punkten. Weltergewicht: Turnierſieger Wurth (Boxring Mannheim) Auch hier wieder ſetzen ſich zwei Klubkame⸗ raden bis zur Entſcheidung durch. Die beiden Mannheimer vom Boxring Wurth und Stolz zeigten einmal wieder, daß ſie zu den Beſten ihrer Klaſſe zu zählen ſind. Während Wurth im Vortreffen den ſtarken Fighter Pryatel⸗Pforzheim klar nach Punkten ab⸗ fertigen konnte, erteilte der junge Stolz dem Karlsruher Favoriten Wieland(KBV) im Endſpurt eine wahre Boxlektion. Der End⸗ kampf muß als einer der beſten der geſamten Olympia⸗Ausſcheidungen angeſehen werden. Bei ſtändigem ſauberen Schlagwechſel über— nimmt Stolz die Führung, jedoch der ſtärkere und auch genauere Wurth gleicht in der Mittel⸗ runde aus und bringt dieſem dank der größeren Reſerven einen knappen Punktvorſprung. Son⸗ derbeifall belohnt die prächtigen Leiſtungen. Mittelgewicht: Turnierſieger Mayer (VfR Mannheim) Daß die beiden gut veranlagten Nachwuchs⸗ boxer Steimer⸗KBV Karlsruhe uno Schleifer⸗Germania Karlsruhe mangels Ringerfahrung gegen die Routine, Technik und das Schlagvermögen eines Mayer nicht auj⸗ kommen konnten, ſtand vornweg feſt. Nicht feſt ſtand aber dagegen, daß Schleifer in ſeinem erſt dritten Kampf, trotzdem er harte und wirkungs⸗ volle Schläge aus allen Lagen hinnehmen mußte, über die Diſtanz gelangen würde. Die unheimliche Härte im Nehmen läßt Mayer nur zu einem haushohen Punkterfolg gelangen. Halbſchwergewicht: Turnierſieger Maier (BC Singen) Das Olympia⸗Turnier der badiſchen Amateur⸗Boxer Hervorragender Spork— Ausgezeichneler Nachwuchs— Mannheim ſtellt fünf Sieger Es gereicht dem jungen VfR⸗ler Keller zur großen Ehre, daß er ſich gegen dieſen alten Ringfuchs zum Kampfe ſtellte. Er überraſchte nach der angenehmen Seite. Forſch nahm er den Kampf auf, ſticht ſchnelle Linke, ſo den Nah⸗ kampf ſuchenden Altmeiſter ſicher auf Diſtanz haltend. Erſt in der Mittelrunde kommt der Singener erſtmals klar ins Ziel. Die Zer⸗ mürbungstaktik des Oberbadeners macht ſich in der Schlußrunde bemerkbar. Nach einem glasharten Rechtsconter muß der VfR⸗Mann bis 8 zu Boden und gibt auf. Keller konnte für eine ſehr gute Leiſtung Sonderbeifall qui: tieren. Schwergewicht: Turnierſieger Metzger (Boxring Mannheim) Auch hier kam es nur zu einer Begegnung. Der vor 8 Tagen ermittelte Sieger des unbe⸗ kannten Boxers. Bauſch⸗Germania Karls⸗ ruhe, lieferte in ſeinem 2. Kampf einen Bom⸗ benfight. Obwohl ohne Technik und Ringerfah⸗ rung, ſchlug er, was das Zeug hielt, ohne jedoch auch nur einmal voll ins Ziel zu kommen. Metzger dominiert über die volle Diſtanz und muß ſich mit einem überlegenen Punktſieg zu⸗ frieden geben. Box. Max Schmeling kämpft nur unentſchieden Der mit viel Spannung erwartete Kampf zwiſchen den beiden nach dem italieniſchen Welt⸗ meiſter Primo Carnera beſten europäiſchen Schwergewichtlern Max Schmeling und Paolino Uozud um endete über 12 Runden mit einem Unentſchieden. Der mit allen reklametechniſchen Mitteln auf⸗ ganehves Kampf ſollte etwas Unerhörtes, Nie⸗ ageweſenes auf dem Kontinent werden, en⸗ dete indeſſen aber mit einem großen finanziel⸗ len Fiasko. Das weite Rund des Montjuich⸗ Stadions wies nur einen ſchwachen Beſuch auf. Etwa 35 000 Zuſchauer mögen die Sperren paſſiert haben, ſo daß ein Defizit von 300 000 Peſeten entſtanden iſt, was einer Summe von ungefähr 120 000 deutſchen Reichsmark ent⸗ ſpricht. Die Durchführung des Kampfes war Leichtathletik⸗Beginn in Mannheim Leichtathletik⸗Klub V DSC Saarbrücken Hervorragende Leiſtung— MT dominiert in den Läufen Das war ein kluger Gedanke, der Leichtathle⸗ tikklubkampf der MTG gegen den Deutſchen Sport⸗Club Saarbrücken, der die Mannheimer Leichtathletik⸗Saiſon offiziell eröffnete, in das Mannheimer Stadion vor das Fußballſpiel Waldhof— Böckingen zu verlegen. Die aus⸗ gezeichneten Leiſtungen, die von den beiden beteiligten Mannſchaften geboten wurden, waren die beſte Propaganda für die Leicht⸗ athletik und mancher der erſchienenen Fußball⸗ Anhänger dürfte damit für die Kämpfe auf der Aſchenbahn gewonnen worden ſein. mit unſäglichen Schwierigkeiten verbunden. Als der Kampf um 15 Uhr geſtartet werden ſollte, weigerte ſich Max Schmeling, anzutreten, da er die ungeklärte Schiedsrichter⸗Angelegenheit erſt geregelt wiſſen wollte. Schließlich wurde eine Einigung erzielt, und zwar dahingehend, daß der Vorſitzende des Spaniſchen Fauſtkämpfer⸗ Verbandes, Joſé Inero, das Amt des Ring⸗ richters übernahm. Als Punktrichter fungier⸗ ten Joſe Pinero und Caſanova. Beim Abwiegen der Gegner waren Schme⸗ ling und Joe Jacobs die Brieftaſchen geſtohlen worden und im Lager der Deutſchen herrſchte ob dieſes Zwiſchenfalls nicht gelinde Aufregung. Schmeling brachte 85 Kilo, alſo ſein übliches ——n Paolino 94,5 Kilo auf die aage. Der Klubkampf ſelbſt verlief vom erſten Augenblick an äußerſt ſpannend, denn die Füh⸗ rung wechſelte zwiſchen den beiden Vereinen dauernd und erſt die letzte Konkurrenz brachte die Entſcheidung. In den Läufen hatte die MToG ein kleines Plus, dagegen ſetzte ſich Saarbrücken in den techniſchen Konkurrenzen beſſer durch. Die erſte Konkurrenz, 100 Meter, gewann Gärtner(Mc6y) ſicher in der guten Zeit von 11,0 Sek. Dagegen vermochte Saar⸗ brücken durch die beiden erſten Plätze im Ku⸗ gelſtoßen die Führung an ſich zu reißen. Einen prächtigen Kampf brachten die 800 Meter, in der Moſterts(M7G) ſich nur um Bruſt⸗ breite geſchlagen bekennen mußte. Einen Mannheimer Doppelerfolg ſah man über 400 Meter. H Jung und Reimer gingen Deutſchlands größte Zuverläſſigkeitsfahrt Das Ergebnis der Harz⸗Dreitagefahrk— 38 Fahrer ſtrafpunkkfrei! Die Dreitagefahrt im Harz, Deutſchlands größte Zuverläſſigkeitsfahrt, ſtellte auch in die⸗ ſem Jahre wieder eine harte Zerreißprobe für Maſchinen und Material dar und gab den Fah⸗ rern zugleich Gelegenheit, ihr hervorragendes Können zu beweiſen. Drei Tage lang ging es im wahrſten Sinne des Wortes über Stock und Stein, über Waldwege, Wieſenhänge, ausge⸗ trocknete Bäche, angefüllt mit Steingeröll, durch Waſſer und nur wenig über gute Straßen. Bei den rieſigen Anforderungen, die die Dreitage⸗ fahrt ſtellte, iſt das Ergebnis als ausgezeichnet zu betrachten. Von 324 geſtarteten Fahrern ſchieden 116 vor⸗ zeitig aus, 170 beendeten die Fahrt mit Straf⸗ punkten, darunter 37 mit nur einem Punkt. 38 erreichten das Ziel ohne jegliche Strafpunkte und haben ſich die Goldene Medaille redlich verdient. Pech für die 37, die ihr Strafpunktkonto mit nur einem Punkt belaſteten. Der Chef des Kraft⸗ fahrweſens der SA, Obergruppenführer Hün⸗ lein, nahm in ſeiner Eigenſchaft als Führer des Nationalſozialiſtiſchen Kraftfahrkorps am Samstagvormittag vor dem Kurhaus in Bad Harzburg die Preisverteilung vor und wür⸗ digte in einer längeren Rede die Leiſtungen der Fahrer. Auf ſeinen Wunſch wurden auch die Fahrer mit nur einem Strafpunkt noch mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet. Unter den Strafpunktfreien be⸗ finden ſich faſt alle Spezialiſten für derartige Wettbewerbe, ſowie zahlreiche Rennfahrer, wie Stelzer(München), Roſemeyer(Zſchopau), Fleiſchmann(Nürnberg), Gmelch(München), Geiß(Zſchopau), Müller(Zſchopau), Mauer⸗ meyer(München), J. v. Krohn(Berlin), ſowie bei den Wagenfahrern Bernet(Berlin), Hirte (Berlin), Porſche jr.(Stuttgart) und Bruder (Breslau). Unter den Mannſchaften blieb nur die der SA⸗Schule der Gruppenſtaffel Baye⸗ riſche Oſtmark Regensburg auf Viktoria⸗Sei⸗ tenwagenmaſchinen mit Bergmüller, Sieber und dem auch als Radrennfahrer bekannten Hegendörfer ſowie in der Gruppe der Laſt⸗ wagen Oblt. Pächter, Unteroffz. Luſchmann und Unteroffz. Baiersdorff vom Kraftfahrver⸗ ſuchsſtab Döberitz auf Krupp ſtrafpunktfrei. Majunke, Guſe und Brudes von der Gruppen⸗ ſtaffel Schleſien, ſämtlich auf Wanderer, hatten das Pech, nicht als Mannſchaft gemeldet zu ſein, ſonſt wire ihnen außer der Goldmedaille im Einzelwettbewerb noch eine Urkunde zuge⸗ fallen. Beſonders hervorſtechend war das gute Abſchneiden der Reichswehr und SA, während die Fabrik⸗ Mannſchaften ſämtlich vorher „platzten“. Die Strafpunktfreien: Krafträder über 250 ecm: Oblt. Kleinſchmitt (Leipzig) auf DaW; Stelzer(München) auf BMwW; Kirchberg(Chemnitz) auf DaW; Roſe⸗ meyer(Zſchopau) auf DaW; Gmelch(Mün⸗ 1 auf BMᷣ; Fleiſchmann(Nürnberg) auf Su. Krafträder bis 250 com: Geiß(Zſchopau) auf DaW; Müller(Zſchopau) auf DaW; Stolze (Erfurt) auf Puch. Krafträder mit Seitenwagen bis 600 cem: v. Krohn(Berlin) Zündapp, Mauermeyer (München) auf BMW; Unteroffz. Frey(Döbe⸗ ritz) auf BMW; Oblt. v. Unold(Döberitz) auf BMW. Krafträder mit Seitenwagen über 600 cem: Bergmüller(Motor⸗SA⸗Schule Gruppenſtaffel Bayer. Oſtmark) auf Viktoria; Hegendörfer (Motor⸗SA⸗Schule Gruppenſtaffel Bayer. Oſt⸗ mark) auf Viktoria; Sieber(Motor⸗SA⸗Schule Gruppenſtaffel Bayer. Oſtmark) auf Viktoria. Perſonenkraftwagen über 2100 cem: Oblt. Holzhäuer(Döberitz) auf Mercedes⸗Benz; Ber⸗ net(Berlin) Mercedes⸗Benz; Hirte jr.(Berlin) auf Mercedes⸗Benz. Perſonenkraftwagen 1200 bis 2100 cem: Diehl (Mainz) auf Opel; Porſche jr.(Stuttgart) auf Wanderer; Otto Simon auf Opel; Majunke (Gruppenſtaffel Schleſien) auf Wanderer; Bru⸗ des(Gruppenſtaffel Schleſien) auf Wanderer, Guſe(Gruppenſtaffel Schleſien) auf Wanderer; Oblt. Görmaier(Döberitz) auf Wanderer, Oblt. Mildebrath(Döberitz) auf Adler; Oblt. Bruns (Dünsdorf) auf Adler. Perſonenkraftwagen bis 1200 cem: Rasmus (Zſchopau) auf DaW; Hauptm. a. D. Hennig (Berlin) auf DaW; Trägner(Chemnitz) auf DaW; Hauptm. Rothe(Berlin) auf DaW; Polizeiobermeiſter Kitza(Berlin) auf DKW. Laſtkraftwagen: Metſch(Gruppenſtaffel Baye⸗ riſche Oſtmark) Magirus; Hiller(Gruppenſtaf⸗ fel Schleſien) Büſſing⸗NAG; Traiſer(Rüſſels⸗ heim) Opel; Oblt. Pächter(Döberitz) Krupp; Unteroffz. Luſchmann(Döberitz) Krupp; Unter⸗ offizier Baiersdorff(Döberitz) Krupp. Um 18.55 Uhr wurde der Kampf nach den üblichen Ermahnungen durch den Ringrichte geſtartet. Die erſte Runde begann mit dem üb lichen Abtaſten. Paolino verteidigte ſich vo ſichtig und Schmeling verſuchte ſich mit einigen Haken, um ſchon die zweite Runde für ſich z geſtalten. Immer wieder verſuchte er die Dek kung des Spaniers zu öffnen und brachte auch einige Haken und Uppereuts durch. In den bei⸗ den folgenden Runden ging jedoch Paoli ſchon mehr aus ſich heraus, er drängte den Wiel wiederholt an die Seile und langſam olte Schmeling verſuchte nach Möglichkeit den Rah⸗ kampf zu vermeiden, in dem er bisher ſtets den kürzeren zog, er iſt aber techniſch klar der beſſer Boxer, und es gelingt ihm auch, den Kamp wieder auf Diſtanz zu bringen. Nach harten Schlagwechſel in der fünften Runde wurde plötzlich in der ſechſten Runde Paolinos linke Augenbraue geöffnet und begann ſtark zu blu⸗ ten. Schmeling hatte nun ein Ziel, er wollte den Basken genau wie vor fünf Jahren zer⸗ trümmern und nach Möglichkeit ein ſchnelles Ende machen. Faſt ſollte ihm das gelingen, das Tempo wurde ſchon etwas langſamer und Paolino mußte ſich immer wieder die Fäuſte des Deutſchen ins Geſicht trommeln laſſen. In der achten Runde trat Schmelings Ueberlegen⸗ heit klar zutage. Auf einen linken Haken an den Körper ging Paolino ſchwankend in ſeine Ecke zurück, wo ſeine Sekundanten fieberhaft arbei⸗ teten. Der Spanier zeigte auch in der neunten AcG. für Seil er den Punktvorſprung wieder ein. einen bewunderswerten Mut, aber dennoch war er ſtets im Nachteil und das Ver⸗ N Ver Der Auſſicht⸗ induſtrie vorme karau hat in f beſchloſſen, die den 30. Juni d Das Geſchäft RM. 76 572.83. verluſtbringend; erzielt werden, Halbjahres ve— l vorgeſchlage als auch diejen vorhandenen R dann immer no zent des Grunt Es wurde be— anhalte. De Die Ver. Ind reichseigen iſt, 31. März 1934 lichen, der Vi konnten in der hältnis der Schläge war etwa:1 für Schme⸗ 4 ling, der immer wieder mit Linken und Rech⸗ ten genau placierte und auch in der zehnten Runde noch den Kampf diktierte. Paolino ſetzte nun alles auf eine Karte. Die Schlußrunde ſtand noch einmal im Zeichen einer wilden Schlägerei, beide hämmerten ohne Ziel aufeinander ein, alle Boxkunſt iſt vergeſ ſen, und in einem der Schlagwechſel, die von einem wüſten Geſchrei der Zuſchauer begleitet ſind, ertönte, kaum zu hören, der Schlußgong Schmeling hatte ſich im zweiten Teil des Kampfes etwas zu ſehr verausgabt und ſo konnte der Spanier in den letzten beiden Run⸗ den etwas aufholen. Immerhin glaubte man noch an einen deutſchen Sieg, aber das Schieds⸗ det wurde. auf den letzten 100 Metern klar in Front und ſiegten in ausgezeichneter Zeit. Palm(DSc) hatte überraſchend mit dem Ausgang des Ren⸗ nens nichts zu tun. Weitſprung und Diskus⸗ werfen warfen die MTG dann wieder zurück, dagegen brachte Iſele über 3000 Meter durch eine an⸗ genehme Ueberraſchung. Die 4100⸗Meter ver⸗ ſcherzte ſich die MT6, ſicher in Führung lie⸗ — durch den Schlußläufer und auch im einen im Endſpurt erkämpften Sie denſtaffel. die in der Pauſe brücken ging bei dem 3. Wechſel in F und konnte, in den Kurven dadurch begünſtigt, den knappen Vorſprung bis ins Ziel vertei⸗ digen und dadurch den Sieg im Klubkampf mit 80:74 Punkten an ſich reißen. Ergebniſſe des Leichtathletit⸗Klubkampfes MTo— DSc Saarbrücken 100 Meter: 1. Gärtner(MTG) 11; 2. Wieden⸗ höfft(DSc) 114: 3. Seiler(MTch 115; 4 Bach(DScCy) 11,6. Kugel: (MTG) 10,25. 800 Meter: :12; 4. Kleiner(MTG). 400 Meter: 1. H. Jung(MTch) 52,4; 2. Rei⸗ mer(MTC) 53; 3. Palm(SDec) 54; 4. Rölhet 1. Hoffmann(DSc) 6,61; 2 1 Riefer(DSc) 6,31; 3. Haſenfuß(MTG) 595 (DScCy). Weitſprung: 4. Lorentz(MTG) 5,93. Diskus: 1. Broſius(DSch) 37,98; 2. Jung 1 (%) 35,40 3. Dertgen(DSc) 35; 4. Schüſf, en 3 35545 383 30•5 3000 Meter: 1. Iſele(MTG) 10:05,8: 2. De⸗ 3 885 wes(DSc) 10:08,4; 3. Linemann(DSc) Sack(MTGy). 4 4 mal 100 Meter: 1. DSC. 44,2; 2. MTo 442. ner(MTG) 29,90. (DScC) 1,64. (DScC) 46,25; 3. Jung 1(MTG) 42,40; 4. Lo⸗ rentz(MTG) 40,88. Dreiſprung: 1. Haſenfuß(MTG) 12,03; 2. Brod(MTG) 11,99; 3. Kempf(DSc) 1190ß 4. Hoffmann(DScCy) 11,30. 200 Meter: 1. Wiederhöfft(DScC) 234; 2. Reimer(MTh 25,5; 3. Gärtner(MTC) 336½ 4. Coper(DSC). Schwedenſtaffel: 1. MTG:05,6:.DS6:07 10 mal ½.⸗Staffel: 1. DSC:09; 2. MT 3 Meter zurück. Mai 1934: 10. a) Umſatzſteue zugel: 1. Oertgen(Dec) 12,86; 2. Broſus (S56) 12,44; 3. Jung(MTG) 11,63; 4. Lorenz 1. John(Dc)•02,8: 2. Mo. ſterts(MTG) Bruſtbr. zurück; 3. Thum(DSc) Palketeger möglichſt gelernt Schreiner, d. au mit Verlegung fe ner Tafel⸗ u. Mi terböden vertra ſämtl. Ve legungsarten b — 2 gericht verkündete als Urteil„unentſchieden“ ilflche Dewe Der Spruch ging vollkommen unter. Ein Teil der Zuſchauer konnte ſich kaum faſſen, andere wieder waren der Meinung, Schmeling habe gewonnen, und nur ſo kann es ſich erklären, daß zunächſt ein Punktſieg Schmelings gemel⸗ Schriftliche Bewe bungen u. 24 467 an die Exp. d. B imm. u. Kü imm. u. Küch 4 Zimm. u. Kuch 5⸗ und 6⸗Zimmeir hn., leere un wo müöblierte Zimme Nachweis Schäfet T 4a, 11. G4 2015 ieſfathemün Adolſitler⸗Str.4 Gchůne 3⸗Zimmermwo mit Küche u. Kam ſofort zu vermie— 45, Näher, da peerwerfen endete Saarbrücken in Front, ſo: Ganesir 4 afßr daß die Saarländer klar in Führung lagen. Durch Doppelſieg von Brod und R. Jung im Hochſprung mit.69 Meter und Haſen⸗ fuß und Brod im Dreiſprung kam die MrG jedoch noch einmal heran. Die 200 Meter ge⸗ wann der DSC⸗Nachwuchsläufer Wieden⸗ höft vor dem zu ſpät kommenden Reisner, dafür holte ſich die MTG in der Aufſtellung Moſterts, Haſenfuß, Reisner, Andres die Schwe⸗ DScC führte hier nur noch mit drei Punkten, ſodaß die 10/⸗Rundenſtaffel, des Fußballſpieles ge⸗ laufen wurde, die Entſcheidung bringen mußte. Dieſe Staffel brachte noch einmal einen feſſeln⸗ den Kampf vom Start bis ins Ziel. Saar⸗ Führung Grünerſtr. 9, be Echaurer.(26 770 Amtl. Beka Mder Stadt In unſerem Ve 0,4, Eingana g gebäude,— find⸗ gen die öffentliche W f gegen Barzahlun 4 ur Fahrräder, P nzüge, Mäntel, und de nerstag, Beginn jeweils b) Tilgungsbe ſtandsdarle 15. a) Einkommen hirchenſteue wirte. b) Vermögenſt dervierkeljo erner Abſchluf l zugeſtellten Nicht rechtzeitig *— 4 oder Beitr inanzamt Ma (14 355 K) Tolzugsr Die vom Stad 1 antragte Neueinte markung Mannhe 3551 und 53 555 Maßgabe des da vom Stadrat ger entſprechendem di perſebenen, Plane Hochſprung: 1. Brod(MToy 1,69: 2. Jung 1.urt d8ß au (Mrh) 1,69; 3. Düring((SSc) 1,64; 4 Klinz e telt e reif erklärt. Als Zeitpunkt Speer: 1. Dillenburg(DSC) 48,10; 2. Bach des Eicentums u ter Perſonen wir beſtimmt. Karlsruhe, Der Miniſte i. Auſtrag gez fuanzen ſy fl Lammtaasvabe ies lllllsätisettisstrik m, 14. Mai 1984 Kampf nach den den Ringrichter inn mit dem üb⸗ teidigte ſich vor⸗ ſich mit einigen tunde für ſich zu uchte er die Del⸗ und brachte auch urch. In den bei⸗ jedoch Paoli er drängte den eile und langſam ng wieder ein. den Nah⸗ bisher ſtets den 0 klar der beſſere uch, den Kampf en. Nach hartem Runde wurde Paolinos linke inn ſtark zu blu⸗ Ziel, er wollte ünf Jahren zer⸗ eit ein ſchnelles as gelingen, das langſamer und ieder die Fäuſte imeln laſſen. In ngs Ueberlegen⸗ en Haken an den nd in ſeine Ecke fieberhaft arbei⸗ in der neunten ten Mut, aber il und das Ver⸗ :1 für Schme⸗ inken und Rech⸗ in der zehnten 3 eine Karte. Die nal im Zeichen hämmerten ohne kunſt iſt vergeſ⸗ wechſel, die von ſchauer begleitet der Schlußgong. eiten Teil des usgabt und ſo ten beiden Run⸗ in glaubte man ber das Schieds⸗ „unentſchieden“ unter. Ein Teil n faſſen, andere Schmeling habe es ſich erklären, zmelings gemel⸗ n r in Front und Palm(Dec) Sgang des Ren⸗ ng und Diskus⸗ nwieder zurück, 000 Meter durch Sieg eine an⸗ 100⸗Meter ver⸗ n Führung lie⸗ und auch im n in Front, ſo⸗ Führung Aagen. und R. Jung und Haſen⸗ 3 kam die MTG 200 Meter ge⸗ fer Wieden⸗ den Reisner, der Aufſtellung idres die Schwe⸗ nur noch mit ⸗Rundenſtaffel, zballſpieles ge⸗ bringen mußte. al einen feſſeln⸗ 18 Ziel. Saar⸗ ſel in Führung urch be Pipaihh ns Ziel vertei⸗ Klubkampf mit Klubkampfes rücken ) 11; 2. Wieden⸗ MTG) 11.5; 4. 2,86; 2. Broſtus 11,63; 4. Lorentz :02,8; 2. Mo⸗ Thum(Dec) 5) 52,1; 2. Rei⸗ 554;4. Röther DScC) 6,61; 2 ß(MTG) 5,95; 7,98; 2. Jung 1 ) 32; 4. Schäff⸗ 10:05,8; 2. De⸗ inn(DSc); 4. ; 2. MTG 442 1,69: 2. Jung 1 ) 1,64; 4. Klintz 48,10; 2. Bach ) 42,10; 4. Lo⸗ To) 1203; 2 (Dec) 11005 DSC) 23,4½ 2 r(MT) W58; 6:.DSC:07. :09; 2. MTG * Zahrgang 4— A Nr. 215/ BNr. 133— Seite 11 „Hakenkreuzbanner“ Mannheim, 14. Mai, 1934 Wirtschafts AG. für Seilinduſtrie vorm. Ferdinand Wolff, Mannheim⸗Neckarau Verluſtdeckung durch Reſerven Der Auſſichtsrat der Aktiengeſellſchaft für Seil⸗ induſtrie vormals Ferdinand Wolff, Mannheim⸗Nek⸗ karau hat in ſeiner Bilanzſitzung vom 11. ds. Mts. beſchloſſen, die ordentliche Generalverſammlung auf den 30. Juni d. J. einzuberufen. Das Geſchäftsjahr 1933 erbrachte einen Verluſt von RM. 76 572.83. Nur das erſte Halbjahr 1933 war verluſtbringend; im zweiten konnte ein kleiner Gewinn erzielt werden, um den ſich der Verluſt des erſten Halbjahres verringerte. Der Generalverſammlung foll vorgeſchlagen werden, ſowohl obige Verluſtſumme als auch diejenige des Geſchüftsjahres 1932 aus den vorhandenen Reſerven zu decken. Letztere würden dann immer noch einen höheren Beſtand als 10 Pro⸗ zent des Grundkapitals aufweiſen. Es wurde berichtet, daß die gebeſſerte Geſchüftslage anhalte. Der Viag⸗Abſchluß 1933 Die Ver. Induſtrieunternehmungen AG. Berlin, die keichseigen iſt, legt den Geſchäftsbericht für das am -Dundscan ſteigert werden. Infolge erhöhter Erzeugung und beſonderer Arbeitsbeſchaffungsmaßnahmen ſtieg die Zahl der Beſchäftigten bei den Unternehmungen, deren Kapitalsmehrheit im Beſitz der Viag iſt, von 18 342 auf 30 837. Im laufenden Geſchäftsjahr hat die Be⸗ lebung in Auswirkung des großen Wirtſchaftspro⸗ grammes der Regierung weiter zugenommen. Bei den angeſchloſſenen elektrowirtſchaftlichen Unternehmungen ſtieg nach dem Rückgang in den Vorjahren die Strom⸗ erzeugung in 1933 erſtmalig wieder auf 2859,9 (2 596,3) Mill. Kilowattſtunden. In den erſten drei Monaten des laufenden Jahres iſt der Stromabſatz weiter geſtiegen. Die Stromerzeugung betrug in die⸗ ſer Zeit 739,85(659,05) Mill. Kilowattſtunden. Für 1933/34 wird einſchl. 0,40(0,37) Mill. RM. Gewinn⸗ vortrag ein Reingewinn von 9,50(9,49) Mill. RM. ausgewieſen, aus dem wieder 5 Prozent Dividende n werden. 0,46 Mill. verbleiben zum Vor⸗ Märkte Amerikaniſche Getreide⸗Notierungen Mai 34, Juli 32˙/, Sept. 33/¼. Roggen. Tendenz willig. Mai 55/, Juli 55½, Sept. 57½. Chi⸗ cago. Lokopreiſe. Roter Winter/ Sommer Nr. 2 4 do. harter 90. Mais gelber Nr. 2 50, weißer Nr. 2 54%¼, gemiſchter Nr. 2 49, Hafer weißer Nr. 2 36½, Gerſte, Malting 44— 85. Neuyork. Loko⸗ preiſe. Weizen. Manitoba Nr. 1 78¼½, Roter Som⸗ mer/ Winter Nr. 2 98¼, do. harter 99½, Roggen Nr. 2 ſob N. M. 54½, Gerſte, Malting 56½, Mehl 600—630, Fracht nach England 1/6—2, nach dem Kontinent—8. Argentiniſche Getreide⸗Notierungen Buenos Aires/ Roſario, 12. Mai.(Schluß.) Weizen per Juni 582, Juli 591, Aug. 599. Mais per Juni 479, Juli 490, Aug. 504. Hafer 400. Leinſaat(Tendenz ruhig) per Juni 1413, Juli 1427, Aug. 1443.— Roſario. Weizen 570, 575, Mais 460, 470, Leinſaat 1395, 1405. Kanadiſche Getreidekurſe Winntpeg, 12. Mai.(Schluß.) Weizen: Tendenz willig. Per Mai 68⅛, Juli 69½, Okt. 71½. Hafer per Mai 34½/, Juli 35½ Okt. 35%. Rog⸗ gen per Mai 44, Juli 45½, Okt. 47/½. Gerſte per Mai 37½, Juli 38/, Okt. 405%. Leinſaat per Mai 153, Juli 154½, Okt. 151/¼. Manitoba⸗ Weizen Loco Northern 1 68/8, II 65/, III 633/. Amerikaniſche Speiſefette und Schweinepreiſe Schmalz loco 612½Q. Neuy ork. Schmalz prima Weſtern loco 685, middle Weſtern 670—680, Talg Spezial extra 4/, extra loſe 3½, in Tierces 4/½. Chicago. Leichte Schweine niedrigſter Preis 360, höchſter Preis 380, Schwere Schweine niedr. Preis 345, höchſter Preis 370, Schweinezufuhr in Chicago 8000, im Weſten 21 000. Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann. Chof vom Dienſt u. Stellvertreter des Hauptſchriftleiters: Wilhelm Ratzel. Verantwortlich für Reichs⸗ und Außenpolitik: Wilh. für Wirtſchaftsrundſchau: Ratzel; für volitiſche Nachrichten: Karl— für 10 Unpolitiſches, Bewegung und Lokales: Herm. Wacker; für Kulturpolitlk, Feuilleton, Beilagen: Willi Körbel; ür Sport: Juſſün 25 für den Umbruch; Max Höſt, ſämtl iche in Mannheim. Berliner Tofllaelewot 8 Graf Reiſchach, Berlin, SW 68. Kn 5 b. Nachdruck ſämtl. Ortainal⸗ berichte verboten. ng der Schriftleitung: Täglich 16—17 Uhr (außer Samstag und Sonntag). Hakenkreuzbanner⸗Verlag G. m. b. H. Verlagsleiter: Kurt Schönwitz, Mannheim. Sprechſtunden——*en leitung: 10.30—12 Uhr(außer Samstag u. Sonn. 30 ⸗Nr. 2 Verlag und Schrifleizung; 314 71, 204 333 6157— Für den Anzeigenteil verantworil.: Chicago/ RKeuyork, 12. Mai. lichen, der Viag angeſchloſſenen Oftene Stellen Kaletteger möglichſt e Ehrliches Schreiner, d. auch Müdchen 3 Foſet u. In⸗ nicht unt. 20 Jah. r. Taſel⸗ u. Mu⸗fur Haushalt und terböden vertraut ffund⸗fümal. Ver⸗JWirtſchaft geſucht. En 4„Goldener Hirſch“, Käſertal, Obere Fihaln W. 54 4k⸗] Riedſtraße Nr. 2 an die Exp. d. Bl.(14 354“) Zu vermieten 1. 313 —— Küchee Wohnung —— wohn., leere und 4 Zimmer möblierte Zimmer. Nachweis Schäfer, T 4a, 11.(24 464⁴%5 Vad u. öpeiſek. in Hauſe, zu 15, Reckargemünd 4. 5 515 Adolfcitler⸗Str. 47 Schůne z20 Vermieten Schloßfmühe: f. gt. möbl. Zimmerſe Grünerſtr. 9, beiſzu verm.* 565“ 3⸗Zimmerwhg mit Küche u. Kam. *3 zu vermiet. Näher, daf. od. Schaurer.(26 770“1 Böckler, X 2, 3. Amti. Bekanntmachungen der Stagt, Mannnelm In unſerem Verſteigerungslokal— 0 5,1, Eingang gegenüber dem Schul⸗ 8— findet an folgenden Ta⸗ gen öffentliche Wehſgder“ verfallener fünder gegen Barzahlung ſtatt: uür Fahrräder, n en nzüge, Mäüntel Reſchr: tiefel Stüdt. Leihamt. —— n 655 Leben und Heffentl. Zahlungserinnerung Mai 1934: 10, a) Umſatzſteuer für April 1934. b) Tilgungsbeträge auf Ehe⸗ ſtandsdarlehen. 15. a) Einkommenſteuer nebſt Landes⸗ hirchenſteuerzuſchlag für Land⸗ wirte. b) Vermögenſteuer e Kalen⸗ dervierteljahr 1 erner Abſchlußzahlungen nach den zuletzt zugeſtellten Steuerbeſcheiden. Nicht rechtzeitige Zahlung hat Nach⸗ F Beitreibung zur Folge. Finanzamt Mannheim⸗Stadt und Neckarſtadt, Weinheim u. Schwetzingen (14 355 K) O 1030 12. Vollzugsreiferklärung Die vom Stadtrat Mannheim be⸗ſ antragte Reueinteilung der auf Ge⸗ markung Mannheim⸗Seckenheim gele⸗ enen Grundſtücke Lgb.⸗Nr. 53 5 3547 a, 53 547 b, 53 547c. 53 548, 53540, 53 550, 53 551, 53 552, 53 553, 53 554• und 53 555 wird hiermit nach Maßgabe des darüber entworfenen, vom Stadrat genehmigten und mit entſprechendem diesſeitigem verſehenen Planes vom 30. Mai 9. Juni 1933 auf Grund des 5 21 des n für vollzugs⸗ reif erklärt. Als Zeitpunkt für den Uebergang des Eigentums und dex Rechte drit⸗ ter— wird der1. 914 3308 1934 beſtimmt. 356K) Karlsruhe, den 4. 5 1934. Der Miniſter des Innern: i. Auftrag gez.: Dr. Keller. lelann du fr folt Hauptausgabe des LAAn 31. März 1934 beendete Geſchäftsjahr vor. konnten in der Berichtszeit die Umſätze weſentlich ge⸗ Bei ſämt⸗ Unternehmungen Melanntmochung. Frühjahrsimpfung. Die unentgeltliche Impfung wird in den bei den nachſtehenden Stadt⸗ teülen jeweils angegebenen Impfloka⸗ len zu den feſtgeſetzten Zeiten durch n der Neckarſtadt: — äume der in der Kreisſtelle III de bades Neckarſtadt Wie e, am 16., 17. und 18. 934, je⸗ weils von 16—17 Uhr; 2. in Mannheim⸗ Wallſtadz: Räume der Junn 0K 15 Filndr⸗ ſchule, am 28. Jumi in Mannheim⸗Käfertal: Räume der eege im Schulhaus— Wonmſe Straße, 3 15 und 26. Juni 19 von 16.30 bis. 17.30 Uhr; 4. in maünheim' eudenheim: Räume der üttepberatungsſtelle im Schulhaus Ben am F. Juni 1934, von— 233 5. in Mannheim⸗San Gaſths.„Zum Molet 51 fe am 13. und 14. Juni 1934, von 16.30—17.30 Uhr: 6. 12 Mannheim⸗ alvhof: 1 in 2. Juni 34, v. 16—17 uhr; 1. Mecgemt aſthau rinz Max“, Max 28., 29. und 30. Mai 1934, — 16—17 Uhr: in Mannheim⸗ Rheinau: Räume„Zähringer Löwen“, Re⸗ Wa4 11, am 1. Juni 1934, von 16—17 Uhr. Die Nachſchau findet jeweils eine oche nach der Impfung in den ben Lokalen und zu den gleichen geszeiten ſtatt. Impflinge, für die eine beſondere Anfforberü nicht ergeht, können zu einem der angegebenen Termine zür Impfung gebracht werden. Geimpft müſſen werden: Jedes Kind vor dem Ablauf des auf ſein Geburtsjahr folgenden Ka⸗ lenderjahres, ſoſern es 1 nach dem vorzulegenden ärztlichen Zenugnis die natürlichen Pocken überſtanden hat. 2. Aeltere impſpflichtige Kinder und Zöglinge, welche noch nicht oder ſchon ein⸗ oder zweimal, jedoch 2 Erfolg geimpft wurden Eltern, Pflegeeltern und Vormün⸗ der, deren Kinder und Pflegebefohle⸗ nen dem Geſetze zuwider der Imp⸗ ung bleiben, werden an eld bis 150.— RM. öder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft. Für Kinder, welche von der Imp⸗ fung wegen Uberſtandener Pocken Zloder früherer Impfung befreit ſein urzeit ohne Gefahr für eſundheit nicht geimpft werden können, ſind die ärztlichen Zeugniſſe dem Impfarzt vorzulegen. Di⸗—— Kinder müſſen bei Stra be zu der von dem Impfarzt bei der Impfung beſtimm⸗ ten Zeit zur Nachſchau gebracht werden. Aus einem felke in welchem an⸗ ſteckende Krankheiten— phterie, übertragbare Genickſtarre, euchhuſten, ſpinale Kinderlähmung, Maſern, natürliche Pocken(Blattern) rofenariige Entzündungen, Scharlach oder Typhus— herrſchen, dürfen Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden. Die Kinder müſſen zum Impfter⸗ min mit reingewaſchenem Körper und mit reinen Kleidern erſcheinen. Mannheim, den 12. Mai 1934. Der Polizeipräſident. (14 357 K) Wo erhält man gründlichen Uiolin- und ſollen, oder fahrräder Fahrräder Biauierunterr. Preſto⸗Verkaufs⸗ ſtelle. g. v. Nähmaſ Th. Hollenbach fachm. und bi i. 3 angjährg. Muſtk⸗ W. Gauer, Donoreg Mäßig. Lindenhof, Honorar. Jed. m. Lane0 4. feſ Schũ⸗ (25 5 Gel. gebot., ſ. Enfembleſp. koſtenlos auszub. Anmeldung ieden Nachmittag. Herren u. Damen, gut erhalten, zu verkaufen. Pfaffenhuber, Geldverkehr *2—————— Beamten⸗Kredite! Keine Vorkoſten! Er⸗ edig. Ludwig H 3, 2. Bowitz, Wanmhm. e atgo, Terminpreiſe. Mai 87½, Juli 85/, Sept. 86⸗¼. f4 phergbungsgae 10 Weizen. Zuver Wfäboct gebr., 60%, und ier., nach Her⸗ ung noch gut, ** zu verkauf. Bollmann, n. 2¹ (½6 2 Uhr 24 41 3* 5 co]].¹L Eoclkn 113 ANNHMEIVNGi Tendenz Mais. Tendenz Mai 46/, Fuli 49/, Sept. 50/. n 4 —7 RM (Schluß.) Chi⸗ willig. Hafer. Kkalfen -pö- zu verkaufen. Näh. bei: Boots⸗ verleiher Albeißer a. Neckar.(24 462⁵ Ausichneiden! Hünge⸗ matten n billig Netzſtrickerei Haluo- flaleiwaaog bis 10 Kg wiegd., prsw. zu verkauf. Anzuſehen W eufrg Nr. 41 (14 353K) Brotheutel flucksäcke Tornister Zelthahnen Feldflaschen Fahrtenmesser Kletterwesten Wittmann Qu 3, 20 fiilfäter in allen Ausführun- gen und Preislagen Zubhehör enorm bi11ig Reparaturen beste fachmänn. Ausführung Dopplxn ſelat] 2, 8 Alphornſtr. 39. erloh 26 630.0 12—4 Kufzsſteuz Rr. 14 a)— Sli le* Ki Nachtt, ſehr bällig: — 43 Hch. Baumann, K 3, 27. Hiömmaschine vrese „K t⸗ and⸗ ——— Al e Lüiſenring 50. Kaufgesuche Gut erhaltenes Hebemad für 7jährig. Jung. zu kaufen gei. Off. unt. 14 084 K an die Exv. d. Bl. Kava lierhau: I1, 2d fernspr. 257 35 Gold Brillanten, Silber, Pfandſcheine kauft hoͤchſtzahlend K. Leiſter, IT 5, 17 (18 581 K) ———————— Manzen U. Anderes Ungerlefer vernichtet fachmännisch N. Auler staatl. geprüft lange Nötterstrahe 50 Tel. 52933 Arnold Schmidt, Mannheim. Ludenborämokor Neuyork, 12. Mai.(Schluß.) Chicago. Ten⸗ denz: ſtetig. Schmalz per Mai 612½., Juli 615, Sept. 640, Bauchſpeck(tr. geſ.) per Mai 770, Juli 790, Auftage Mannheim 35 100, Auflage Schwe ingen 92. age Weinheim 3000, Gef. D. A. im Abrit 41 Druck: Schmalz& Laſchinger, Abteilung Zu Pfingſten ein. apart. billig. Schlalzimmer bamenſut Fa M. Wieder mit Ztür. Schrank m. Innenſp., mod. 3 Lb Küche, iompl 5. 1300. 10 1 fon ön—5 e, Pateni⸗b Röfe Seckenheimerſtr. Nr. 6, b. d. Hl. Geiſt⸗Kirche.— Aenderg, billigſt. 44 2 4 Vetloren Am Samstagnach⸗ mittag im Luiſen⸗ gebr. ab.— part ein neu, ab.50 4. riſch,—— alüszelband a Schrünke — in, ſchwarz. Leder⸗ cbuch———— Roſt verloren! 0 gegen apart bez. 18 4, Fun Original Milltäresen Schunh- kaufen oder ver- Instandsetzung kaufen will, gent E x pPre n ſman nicht von Tür Wenn man etwas Schwetzingerstr. 4 fzu Tür.— Eine Schwetzingerstr. 154[kleine Anzeige im H 2, 1 Hakenkreuzbanner Telefon 40095 Jist der einzig rich- 32420K tige Weg. Oberhemden FIK..90.90.90.90 Sporthemelen F..90.90.90 690 Reinseidene Krawatten Fie..00.25 250.50 Gürtel- Soclcen Unterwäsche Herren Wösche-Abteilung 4 Das Volksbad Friedrichsfeld iſt 0 am Freitag, 18. Mai, für rauen und am Samstag, 19. Mai, Schafft Hrbeit und Existen: ür die der S für Männer. apelle 171(17 522 K) 434 Maſchinenamt. Die Kapelle ſpielt in jed. die bewehung von det gründung bis zur ten Beſetzg.: Militärmuſik, Streich⸗ Machtübernähme ihGeſell ſchaft 5lpiel Zu beziehen durch: Dülliſche Buchhandlung nordiſchgerichtete, nationalſoz. Buchhandlung des„Haken⸗ kreuzbanner“⸗Verlags G. m. b..-P 4. 12 am Strohmarkt erhältlich 19250K 17529 K Telephon 291 25. H 7, 15, parterre. 40 327 K) Telephon 305 48. Arbeitsvergebung für den Schwesternhausneubau mit Kleinkinderschule und Notkirche in der Baãckerweg-Siedlung Käfertal-Sud. Zimmer-, Hausentwüsserungsar Auskunkt bei Arch. Ios. Iutz, Mch.-Lanzstr. 30. woselbst Unterlagen täglich von 10-12 Uhr Einreichungstermin: Freitag, den 25. Mai 1934 10.30 Uhr beim Kath. Gesamtstiftungsrat A 4, 2. Mannheim, den 12. Mai 1934 Kath. Gesamtstiftungsrat Mannhelm Dachdecker-, Blechner- u. deiten. und die Zeichnungen offen liegen. 05 d. Joseph Bauer Höbelkäuier besichtigen Sie erst unverbindlich die Höbel-Ausstellune Vmmermann, M 4. 20 prachtvolle Neuheiten in allen Ummem-Hüchen-Einzelmöbel beste Qualitäten, billigste Preise, für Ehestandsdarlehen zugelassen. Verloren Wege v. Kronprinzenſtr. 58 nach Lange Rötterſtr. 102 in einem langen, gelben, ledernen Geldbeutel den Betrag von 17.— RM.— Der ehrliche Finder wird gebeten, Geldbeutel nebſt Inhalt beim Ver⸗ lage des HB abzugeben.— orcheſter, Salonorcheſter, Quartette. Anerkannt hochkünſtl. Leiſtungen! an die Standarte 171 od. den M3F. Homann⸗Webau, B7, 9. Ohre Kebenò mittel verclerlen wenn sie nicht Kühl guf- bew/ohrt werden. Kühl- Sschrönke hat Hözlen chon für Eri. 27.. und dàbei Qualitõt(/ie àlles, 7ag Böꝛzlen hat) Sazeon am PdTò deplfet2 Dafſgtrobe Spezlalhsaut den ————— — „Hokenkreuzbanner“ no(anvalo,-Änerul. Keee 14 mit FRUUMLNMNGSMVMHAAUUuWUuN Claire fus- Ida wüst Maris Wetra- IIivio Dava- nelli- Hubert v. Menerindi Außen-Aufnahmen: Hallen-Sizilien Max Skladanowsky persönlich. der Erfinder des Flimes— spricht zu seinen ersten Schöpfungen—„Die Rache der Frau Schulze“. „Lebensbeichte einer Orobieimamsell“—„Vom Nebelbild zum rilmstreifen“ L HII Ulifamen und kin——* füm-Lustspiell 1 Ueute letztmalig Lostüne Der Flott— schmissig— mitreißendl Ereti neimer— Hansi Miese · Georg Alexander— lLeo Kezak I. MeinLiehster, ist ein dägersmann“ — Liebe bei Hof— Aus einer kleinen Residenz Neu das Lustspiel.— er Herr von nebhenan LNeueste Bavarla-Woche! Beg. 300,.00,.10,.30 Die Jugend hat Zutritt! .55.00 Der große Heiterkeitserfolg Hhenteuer im Süderprell Eine Kriminal-Komödie mit einer deutschen Schauspieler-Elite wie Charlotte Suss Karl Ludw. Dien. Ralph Arthur Roberts Richard Romanowsky Interessantes Vorprogramm .10.35 von Adler& Binge p 3. 11 Tel. 226 38 dubbluder 2z. sof. Miinehmen. Amateur-Arbeiten sofort gut und billig Llelier Achr,72.2 Telefon 291 68 Neues Theater Mannhelm Montag, den 14. Mal 1934 Vorstellung Nr. 301 Miete A Nr. 26 Selicuavxualdmãdel Operette in 3 Akten von Aug. Neidhart Musik von Léon Jessel Musikalische Leitung: Karl Klauß. Regie: Walter Joob Anfang 19.30 Uhr. Ende 22.15 Uhr. Mitwirkende: Karl Buschmann— vVera Spohr— Elsi Bodmer— Hugo Voisin— Lucie Rena— Hedwig Hillengaß— Max Reichart— Albert v. Küßwetter Hermine Ziegler— Bum Krüger— Joseph Offenbach— Franz Barten- stein Horgen: Hobinson soll nicht sterhen Anfang: 20 Uhr Umzüge Ferntransporte m. Möbel⸗ uto billig. Kunz, J 6, 8 Telephon 267 76. (48 647). Neuesfe Fox-Woce Jugendl. erlaubt!- Beg.-00,.00,.25,.35 die führende Qualitäts- marke in gro- ßer Auswahl bei ff. Hli pfinestfahrten mit Allwetter⸗Ausſichts⸗Omnibuſſen Große Zwei⸗Tagesfahrt Hothenburg..-Mürnberg-Guürzburg vorm. 6 Uhr ab Jagſttal, gentheim, Taubertal, Rothenburg a. Tauber, 1. Tag. Abfahrt: Pfingſtſonntag, Paradeplatz, Wimpfen, Nürnberg(Uebern.) 2. Tag. Fürth, Neuſtadt a. Aiſch, Würzburg, Wert⸗ heim, Miltenberg, Amorbach, Ernſttal, Mann⸗ Fahrpreis pro Perſon RM. 16.50. Hane-Rnein-Taunusfahrt Pfingſtſonntag, vorm. 7 Uhr: Bad⸗Kreuznach, Rüdes⸗ heim, Lorch, Wiſpertal, Bad⸗Schwalbach, Fahrpreis pro Perſon RM..50. gehwarzwaldfahrt Pfingſtmontag, vorm. 7 Uhr:.⸗Baden, Bühler Höhe, Plättig, Sand, Hundseck, Schwarzenbach⸗Talſperre, heim. Mannheim. Murgtal, Gernsbach, Mannheim. Fahrpreis pro Perſon RM..80. Anmeldungen baldigſt erbeten. Mannheimer Omnibus-Verkehrsgesellsch, m. b.., D 4. 5 T el. 314 20. — Aenderungen vorbehalten.— Kaiserring 42 kheskandsdarlehen Ratenzahlung 142 GK Bad⸗Mer⸗ die Maschine aus Stahl Hauptvertretung: Karl Herr E 2, 7 Fernspr. 215 18 190 34 K Iro Matratzen Und polstermöbel nur vom Meister Mainz, Drahtgeflecht- Dräühte- Garten- gerüte- Pumpen- Kastenwagen kaufen Sie billigst bei Weber& Bohley Eisenwaren und Werkzeuge Schwetzingerstraße 124 Fernspr. 405 46 Derd Schwetringerstrahe 125 Tel. 40324 Aeu-Anfertigungen Heparaturen Ungezühlte Empfehlungen 14244K 6286 K Bitte ausschneiden! Billige Ausflugsfahrten mi Hlwetter-Autobussen Abfahrt: täglich nachmittag 2 Uhr ab Paradeplatz Montag: Neuleiningen. Altleiningen. Pfalz Höningen pro Pers. Mk..80 Dienstag: Heidelberg. Neckarsteinach. Odenwald Ulfenbachtal. Waldmichel- bach. Siedelsbrunn Mk..50 Dürkheim. Isenachtal. Jo- hanniskreuz. Elmsteiner Tal 2 pro Pers. Mk..40 Donnerstag: Neustadt. Lambrechter Tal. Pfalz Frankenstein. Isenachtal. Dürkheim pro Pers. Mk..30 Bergstraße. Bensheim. Lin- Fürth. Weinheim „ pro Pers. Mk..50 Samstag: Forsthaus Lindemanns-Ruhe. Pfalz Peterskopf. Freinsheim 5„„ pro Pers. Mk..80 Mälheres: Mannh. Omnibus-⸗ Verkehrsges. m. b.., D 4, 5. Tel. 314 20. Mittwoch: Pfalz Freltag: Odenwald denfels. I. BRAUNE Gabelsbergerstr. 7(am Mars tplatz zwischen Augarten- u. kheinhàuserstr.) Gemiltl. bürgerliche Gaststättel rreffpunkt 54 und 55 1882K fl. bierel Haturreine Meinel bute Hüche! Inh.: Heilmann's Heiner u. Frau Kur noch einige Tage! Wissenschaftliche Handlesekunst Beratung in allen Lebensfragen FRAU UrTTA MANSEIT Schülerin v. E. Issberner-Haldane 1 12, 9 parterre Sprechstunden von 11—1 u.—7½ Uhr Samstags von 10—1 Unhr. 26764˙ EII, Anmy Ondra n Zas veiliebte Motel .00,.00, .20 Uhr dem guten„Dresio“ Rad“ Großes Verkaufslager im Ausstellungsraum plsTER U1, 2 2. Stock Eingang durch den Laden Unverbdl. Besichtigung erwünscht Billige Räder in jeder Preislage Ersatzteile-Reparaturen für alle Systeme billigst Morgen Ziehung! Gel. Tier-, Geid- u. Hauptgewinne 4 Lose zu I Mark empienlen oner, Mannhelim 1. 5 Sow. die staatl. Lott.-Einnehmer u. die bekannten Verkaufsstellen vernlchten X fachmannisch und anderes LUngeziefer nur die von der Reichsf. zool. Desinfektoren anerkannten Be⸗ betriebe, Sie bieten Ihnen Gewühr für reelle u. beste Arbeit. L Hahmann Tel. 235 fä. Munch 22.522935182035 L „Narktstilb'l“ Wilhelm Süs Ausgebot kommen: Kupferſtichſammlung. gegenſtände. Hachlas-Verstelserune Im Auſftrage der Erben verſteigere ich öffentlich meiſtbietend den KRachlaß des früheren Mannheimer Im Schlogs- Rechter Fliügel Aufgang: Torbogen zur Gemäldegalerie(neben Reitbahn). Zum Ueber 100 Oelgemälde, Aquarelle, Handzeichnungen des Meiſters, Eine Sammlung Fayencen, Majoliken, Porzellane, 1 Krisgriff, maſſiv Feingold, mit Rubinen und Saphiren beſetzt, 17. Jahr⸗ hundert, Provenienz Bali, 1 Elfenbein⸗Kruzifix. Einige beſonders wertvolle alte Perſerteppiche. Ein komplettes Speiſezimmer im gotiſchen Stil. Eine reichgeſchnitzte Chorbank, verſchiedene Armlehnſeſſel, Tiſche, Stühle, Schrank, Aufſtellſachen, ſonſtige Möbel und Gebrauchs⸗ Katalogblatt auf Wunſch koſtenlos! Galeriedirektors Profeſſor Veſichtigung: Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. Mai, jeweils 10—18 Uhr. Verſteigerung: Donnerstag, 17. Mai, 10 und 15 Uhr beginnend. rernrui 253 91 NESSkE Hunst- und Auhnonsnaus FERDINANDWEBER Hannneim D T. 22 filberelHraner Gegr. 1851 Tel. 402 10 kiligt. Arat. ursier Gardinenreiniqung IJeppich-Reiniqung Werk in Mannhe im Laden u. Annahmest. in allen Stadtteilen 2²⁰⁰ Zwangsversteigerungen Dienstag, den 15. Mai 1934, nach⸗ mittags 2½ Uhr, werde ich im hieſi⸗ gen Wfandlokal, Qu 6, 2. gegen bare Zahlung im Vollſtreckungsweg öffent⸗ lich verſteigern: 5 Radio⸗Apparate mit Lautſprecher, 4 Klaviere, 2 Zimmer⸗Büfetts, 1 Standuhr, 1 Eisſchrank, 1 Glas⸗ ſchrank, 1 Ladenthete, 1 Grammo⸗ Flrn 1 Schreibmaſchine u. ſonſtig. erner an Oxt und Stelle vormit⸗ tags 10 Uhr, Mannheim⸗Sandhofen, 5: 1 Kuh. 3 ehrle, Gerichtsvollzieher. Dienstag, 15. Mai 1934,—70 gen fif.30 Uhr, werde ich im hieſ gen Pfandlokal, au 6, 2, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffent⸗ lich verſteigern: 1 Nähmaſchine, 1 Chaiſelongue mit affaß— Glas⸗ aufſa reibmaſchinen, einen afbea, 1 kupferne Bowle, zwei⸗ eilig. Scharfenberg, Gerichtsvollzieher — Dol KHAAs Albert Lieven— Ralph Arthur Roberts..m. ks lit Sich Wus inkiermnchi —— Vorher.— neues Ufa-Lustspiel Cannst Du pfeifen- dohanna? Marianne Winkelsterm Harald Faulsen hallett d. Staatsoper usn. Außerdem! Kulturfilm u. neueste UFA-Tonwoche .50-.30 SU Versteigerungen effentliche Verſteigerung gem.§ 1204 ff. BGB. Montag, den 14. Mai 1934, nach⸗ mittags.30 Uhr, werde ich im hieſi⸗ 4 1 4 gen Pfandlokal, Qu 6, 2, gegen hare Zahlung öffentlich verſteigern: 1 goldene Herrenuhr. Happle, Gerichtsvollzieher. NIANNHEINI 2 Tage verlängert! Einfriff für alle nur fühlt sich der Herr erst im neuen schneidigen Sommer-Anzug⸗ Den kauft er om besten bei uz denn unser grobes Loger, unselt bew/ährten Gualitäten, unsete preisw/urdigkeit und nicht zuletet dos bequeme Vetter-Kredits, ztem erleichtern die Wahl. Sommer- Anzug 20 hübsches Dessin* Saceo-Anzug Sacco-Anaug 8 Saeco-Anzug lreihig, 3 Knopf, das geosuchte Muster 5 Nadelstrelfen, gᷣrau u. 59 3 braunn„„ L Mafersatz 65. reoein.'garn, steingrau — flotter Streiten„„„ dö. reine Wolle 30 Hose besonders weit 2 Grauer Strelfen Hoderner Hoppelrelhet Berlag und S „Hakenkreuzbar zuzüglich.50 nehmen die T. höhere Gewalt 4. Jahr De Die n Berlin, kanzler Adol Erlaß über d nern an da Wiſſenſch bildung terzeichnet. geht zurück a vom 1. Mai In der 2 daß aus den ſteriums des in das Reich ziehung und 1. Wiſſen Allgemein auch in ihr phyſikaliſch⸗t techniſche Re bebenforſchu des In⸗ und chereiweſen, ſtitut. 2. Erziel Hochſchula Reichsfachſch den deutſcher Schulangeleg Schulen, P ſchulen, deu Auslandsſch 3. Jugen 4. Erwa In dem C bezeichneten für Wiſſenſe für alle Ar gebung feder übrigen Rei Grundſätze. Stockho deutſchen Keßler, i heutigen M ſchwediſchen Iwei je Charbi Meldungen am öſtlichen den zwei unbekanr Mulin wird Truppen be Zwei hitle Köln, 1 rieten drei kirchen bade der Jungen anderen, di⸗ Tod im Rhe