züglich.50 RM., bei Poſtbeſtellung zuzüglich 0. en die Träger ſowie die Poſtämter entgegen. ſöbere Gewalt) verbindert, beſteht kein Anſpruch a Srüh⸗Ausgabe A*'sgnn bDer politiſche Tag Unſere moderne Technik bietet mancherlei Möglichkeiten. Jetzt haben die Sitten und ebräuche der Diplomatie durch 3 hen Rundfunk eine erfreuliche Be⸗ eicherung erfahren. England hat geſtern, machdem eine kleine Verſtimmung in den Be⸗ chungen zur Südafrikaniſchen Union einge⸗ keten war, den Rundfunk zu Hilfe genommen u die Sache gleich wieder eingerenkt. Esſand nämlich zwiſchen London und Kapſtadt das erſte radiotelefoniſche Frühſtück 0 flatt, Dieſe Bezeichnung iſt natürlich eine kleine enz ebertreibung, denn man bekam die Speiſen en leider nicht drahtlos ſerviert. Ueberhaupt wird des mit der greifbaren Nahrung hierbei ſehr „ die Haut, die El dürftig beſtellt geweſen ſein, denn es handelte piegel betrachten ſch nur um ein„diplomatiſches Frühſtück“, eine äußere Schihf bei dem„geiſtige Nahrung“ in Form von n, die die darumi mehr oder minder hohlen Worten zu überwie⸗ aut verbirgt. Duuf gen pflegt. ndlung können Affenpieſer feierliche Akt ging in der Form vor abgeſtorbenen Ha Men und ſonſtigen Müfſ ſich daß man ſich durch das Radiotelefon ein „wie Ihre Haut baar freundliche Worte ſagte, eine Botſchaft des h, alſo wieder jun Königs von England wurde ſogar verleſen und el Hautnahrung, zu dann⸗machte man ein paar ſehr tiefe Bücklinge d beſeitigt die üüßenf hor dem Mikrophon und das„diplomatiſche rnährt, enthüllt un Frühſtück“ war beendet, bei dem hoffentlich ein friſche Ha as Wein neben dem Rednerpult geſtanden gt erne uben wird.— Wir würden es jedenfalls den huſettiges Ausfehef knen Opfern dieſer diplomatiſchen üeberfluſ⸗ ier Haut, läßt da foteiten gönnen. haften und macht 9 lg bei der Tolalh Aus Rußland kommt ſehr eigenartige Kunde. zugeſichert oder U Man iſt an allerlei gewöhnt, wenn es ſich um achrichten aus dem Somietpara⸗ berſteigt doch das Faſſungsvermögen aller po⸗ Hiſchen Vernunft. Man ſtelle ſich vor, das krden. Molotow erklärte, in der wirt⸗ aftlichen und ſoziologiſchen Struktur des angen. Welche Methoden die Gpu an⸗ pandt hat, um dieſe Wandlungen der ſozio⸗ Kiſt ja zur Genüge bekannt. Daß man ſolchen Worten die Wirkungen der Er⸗ — ynismus. Da man aſſo im Lande jeden leslSe. Fierſpruch ertötet hat, will man mit dem oßzügiger ſein. Es ſoll an Stelle der Nelch nigen öffentlichen Wahlen geheime Wahlen F 2, 2 n jetzt an die bäuerliche Stimme, die nur Is fünften Teil einer Arbeiterſtimme galt, ie ruſſiſche Wahlſyſtem, das nur eine direkte l für die unterſten Räte lannte, wäbrend Mhlen gewählt wurden, reformiert werden.— nan von ruſſiſchen Plänen und Verſpre⸗ ochen ſich Verſprechungen auf dem Papier 3 Ehr ſchön, aber ein ſtummer Mund wird durch ble, Lnt der 6. Februar iſt in Paris ohne erings war die franzöſiſche Hauptſtadt ſozu⸗ nun igen im Belagerungszuſtand und alle ſtrate 14 5 iei beſetzt. Man hat in Paris vor Jahres⸗ 85 Jomn eine Ueberraſchung erlebt, auf deren Wie⸗ commen lesse kerholung begreiflicherweiſe kein Wert gelegt Flit ein poet E Furde. Eines aber wird man bedenken müſſen, einem guten peacher Unruhen am 6. Februar zu verhindern denbeles fähkgi zuh ſich vor Ueberraſchungen zu ſichern, ſo be⸗ wunderschòn m 3 1 efü Anlaß 4 mente, die zu ſolchen Befürchtungen An en en in Zukunft nach wie vor weiter und ſind sogt ihnen ge umerding ligen Staviſty⸗Krawalle leineswegs beſei⸗ sn pParis ſollte auch dieſer 6. Februar Tapeten/ Linolem nnerpolitiſchen Momente im vergangenen Sechenh.- Sty ies handelt. Aber was jetzt bekannt wird ſiſche Wahlſyſtem ſoll„H‚„emokratiſiert“ des ſeien weſentliche Aenderungen vor ſich iſchen Struktur Rußlands zuſtande zu brin⸗ moderne Bezug A ießungen bezeichnen kann, iſt grauſamer dilligte preſ ahlrecht und dem Wahlverfahren kben, und in großmütiger Weiſe wird man a zählen. Außerdem wird das ganze gro⸗ Foberen Körperſchaften in fünf ſtufenweiſen gen zu halten hat, wiſſen wir. Auch hier Verſprechungen nicht wieder zum Reden kommt Zesulkskutvergießen vorübergegangen. nöbſich eus! ich wichtigen Punkte der Stadt waren von es gornicht enf len Topeten M enn es gelungen iſt, den Ausbruch irgend⸗ das Heim Agen voch die Grundlagen und die Gefahren⸗ das kosten 510 3 d ldem ruhigen Verlauf des Jahrestages der Bölingei ienten geben: denn er bat gezeigt, daß ſich 1 aag und Schriftletrung: Mannheim R 5 14/15. Fernruf: 204 86 314 71, 333 61/½V2. in. erſcheim 12mal' wöchentl. und n.20 RM. bei Trä.————— eſtel wird keine Verantwortuna übernommen 1 hanner AFFBLEIT NOBDWZTBADENZ h 40 Das 2 Anzergen: Die 12geſpaltene Millimieterzeile 10 Pfg. W ð, 55 teir 45 Un“ Für llefne Unzeigen: Die. 1 M. Einzelpreis 10 Pfg. lungen SWr Raban nach aufliegendem Tarif.— Schlu ſt die Zeitung im Erſcheinen(auch durch 20—— 2— für Abendausgabe 13 Uhr. Entſchädigung Regelmäßig erſcheinende——23—2 markt. Fernruf 204 86, 314 71. Beilagen aus allen Wiſſensgebieten.— licher Gerichtsſtand: Mannheim oſt⸗ Für unverlangt eingeſandte Manuſkripte MA MMAEIM ſcheckkonto: Das Hakenkreuzbanner Lud⸗ wiasbhafen 4960 erlaasort Mannheim Das Schulungshaus des flußenpolitiſchen flmtes in Berlin eröffnet Berlin, 7. Febr. In Gegenwart des Stell⸗ vertreters des Führers, Reichsminiſter Ru⸗ dolf Heß, des Staatsſekretärs Lammers, des Reichsführers der SS, Himmler, des Berliner ſtellvertretenden Gauleiters Gör⸗ litzer, Vertretern der Heeres⸗ und Marine⸗ leitung, der SA, SS, des Arbeitsdienſtes, des Luftſportverbandes und vieler anderer Behör⸗ den und Parteidienſtſtellen fand am Donners⸗ tagmittag die feierliche Einweihung des Schu⸗ lungshauſes des Außenpolitiſchen Amtes der NSDAP ſtatt. Dieſes Haus, das ſich in der Rheinbaben⸗Allee in Berlin⸗ Dahlem befindet, wird als Internat zu⸗ nächſt etwa 80 Perſonen aufnehmen, und zwar in der Hauptſache Studenten, die ſchon im Ausland wären oder die Abſicht haben, ins Ausland zu gehen. Das Außenpolitiſche Amt ſowie das Auswärtige Amt werden Lehr⸗ perſonal entſenden. Deutſche Wiſſenſchaftler ſollen Vorträge halten. Der Leiter des Außenpolitiſchen Amtes der NSDAP, Reichsleiter Alfred Roſenberg, erinnerte in ſeiner Eröffnungsanſprache daran, daß vor dem Kriege ein tiefergehendes Inter⸗ eſſe der breiten deutſchen Volksſchichten an außenpolitiſchen Fragen kaum vorhanden ge⸗ weſen ſei. Erſt ſeit 1918 habe jeder Deutſche erkennen ge⸗ lernt, daß die Außenpolitik ſein ganzes Leben beſtimmend und ſchickſalbeſtimmend für Jahr⸗ zehnte ſei. Es gelte daher, etwas gut zu machen. Das pſychologiſche Verſtändnis nicht für äußere Ver⸗ hältniſſe oder wirtſchaftliche Bedingungen, ſon⸗ Die Reutralität follands in der Luft Haag, 7. Febr.(HB⸗Funk). Bei den Haus⸗ haltsberatungen der erſten Kammer nahmen der Außenminiſter und der Miniſter für Landes⸗ verteidigung zu der Frage der Aufrechter⸗ haltung der holländiſchen Neutra⸗ lität in der Luft Stellung. Außenminiſter de Graeff erklärte, daß die Ueberfliegung holländiſchen Gebietes durch Mi⸗ litärflugzeuge oder Militärluftſchiffe einer krieg⸗ führenden Macht als eine Verletzung der niederländiſchen Neutralität zu betrachten ſei. Verteidigungsminiſter Dr. Deckers nahm zu den wiederholt ausgeſprochenen Zweifeln, ob die holländiſche Wehrmacht in der Lage ſei, die Ueberfliegung der holländiſchen Grenzen durch Militärflugzeuge einer kriegführenden Macht zu verhindern, Stellung und betonte, daß eine vor⸗ ſätzliche Verletzung der Neutralitüt von kleinen Staaten nicht unter allen Umſtänden abgewehrt werden könne. Hieraus dürſe aber nicht der Schluß gezogen werden, daß die Neutralität in der Luft nicht aufrecht erhalten werden könne. Je⸗ doch werde eine Reſpektierung der holländiſchen Unabhängigkeit ſowohl zu Lande und zu Waſſer wie in der Luft nur dann erreicht werden kön⸗ nen, wenn Holland deutlich erkläe, daß jede Neutralitätsverletzung unter allen Um⸗ ſt änden als Casus belli angeſehen werde, und wenn Holland über eine ſtarke Wehrmacht verfüge. Ein erpreſſeriſches Revolverblatt Berlin, 7. Febr. Die 10. Strafkammer des Berliner Landgerichts verhandelt ſeit dem 29. Januar gegen den„Makler“ des Induſtriekon⸗ zerns, Hentſchel, wegen der üblen Er⸗ preſſungsmanöver des Skandal⸗ blattes„Induſtrie⸗Kurier“. Der Pro⸗ zeß erreichte am Donnerstag ſeinen Höhepunkt mit der Vernehmung des früheren General⸗ direktors Jeppel vom Deva⸗Heim⸗Konzern. Der von dem Mitangeklagten Dr. Otto Ehr⸗ lich im Jahre 1916 gegründete„Induſtrie⸗ Kurier“ beſchäftigte ſich vom Februar 1931 bis April 1932 faſt ausſchließlich damit, das gegen angeſehene Induſtrieunternehmun⸗ gen geſammelte Material zu plumpen Expreſ⸗ ſungsverſuchen auszuſchlachten. Während den mehr oder weniger verſchleierten Drohungen des ſauberen Verlegers und der Mitarbeiter des Revolverblattes in den meiſten Fällen der gewünſchte Erfolg verſagt blieb, hat⸗ ten die Erpreſſungsmanöver bei dem General⸗ direktor Jeppel des Deva⸗Heim⸗Konzerns vollen Erfolg. Das Keſſeltreiben gegen dieſen Konzern begann mit der Veröffentlichung eines Artikels„Es kriſelt bei den Bauſpar⸗ kaſſen“. Dann tauchte Hentſchel als der Ver⸗ bindungsmann des„Induſtrie⸗Kuriers“ auf und ließ durchblicken, daß weiterer Schaden rechtzeitig abgewendet werden könne, wenn der Konzern bereit ſei, ein entſprechendes Opfer zu bringen. Die Forderungen gingen zunächſt in die 100 000, während Jeppel nach ſeiner eigenen Erklärung höchſtens 5000 Mark zu zahlen bereit war. Nach Rückſprache mit dem Aufſichtsratsvorſitzenden fand er ſich aber ſchließlich—— wie er behauptet: gezwungener⸗ maßen—— bereit, 40000 Mark„Schweige⸗ gelder“ zu bewilligen. 10 000 Mark wurden im Scheck gegeben und der Reſt in Sicherheits⸗ wechſeln. ecus ELKEMtde dben Mrurvnauhr. Jahre kaum geändert haben, ſondern im Gegen ⸗ teil einer noch ſchärferen Radikaliſie⸗ rung und einer betonteren Gegenſätzlichteit zutreiben. Wenn die einzelnen Kampfverbände, mögen ſie der Rechten oder der Linken angehö⸗ ren, ſich auch den Anordnungen der Regierung gebeugt haben, ſo mag darin vielleicht nur eine Aenderung ihrer Taktit liegen. Wir haben zwar keinen Anlaß und fühlen uns auch nicht beruſen, die innenpolitiſchen Berater der fran⸗ zöſiſchen Regierung zu ſein. Sie möge ſich aber nicht der Täuſchung hingeben, daß ſie die innere Spannung durchaußenpolitiſche Manö⸗ ver ausgleichen kann, die vielleicht auf Rech⸗ nung anderer Mächte gehen. Wie ſehr eine grundlegende Säuberung und Reform der Ge⸗ ſinnung notwendig iſt, geht aus der Tatſache hervor, daß Tardieu nach den letzten Ermitt⸗ lungen durch die Staviſky⸗Affäre wiederum ſt ark belaſtet iſt. Anzeigen⸗Annahme: Mannheim, g Z, 14/1 61 62. Zablungs⸗ und Erfülunasort Mannbeim. Ausſchlie Die 4geſpaltene Millimeterzene im Text⸗ 2geſpaltene Millimeterzeile 7 Pfg. Bei Wiederholung der Anzeigen⸗Annahme: 110 Frübausgabe 18 Uhr. und p 4, 12 am Stroh⸗ Freifag, 8. Februar 1935 herſtündnis der flubenpolii— —— * 3 ** — — — Regierungsrat Dr. Böttger, der eigentliche Schöpfer des vor kurzem auf Initiative des Reichsminiſters Dr. Goebbels eröffneten Reichs⸗ filmarchivs, bei der Durchſicht eines Films. dern für die in der ganzen Welt lebendigen dynamiſchen Kräfte müßte geweckt werden. Die Nationalſoziali⸗ ſtiſche Partei faſſe die Probleme tiefinnerlich auf. Dieſes Schulungshaus habe beſtimmte ſachliche Aufgaben: Die Geſchichte und die Entſtehung der Weltſtaaten ſowie die geographiſche Bedingtheit der ver⸗ ſchiedenen Lebensräume kennen zu lernen, um von innen heraus die Geſetze der verſchiedenen Staaten begreifen zu können, Kenntnis zu neh⸗ men von den politiſchen, wirtſchaftlichen und kulturellen Problemen der Gegenwart, von den verſchiedenſten naturgegebenen Beſtrebungen, die heute unſer Leben durchkreuzen, um ſich bewußt zu werden, welche Lebensnotwendig⸗ keiten andere Staaten und Völker beſaßen. Wenn das 19. Jahrhundert in rein wirtſchaft⸗ lichen Beſtrebungen oft wahllos in der ganzen Welt Angriffspunkte geſucht habe, ſo ſei da⸗ durch ein Gewirr von Kräften entſtanden, das mit dazu beigetragen habe, daß Konflikte oft an Stellen entſtanden ſeien, wo ſie vielleicht gar nicht naturgegeben ſeien. In dieſem Hauſe ſolle tiefes Verſtändnis dafür angeſtrebt werden, wo ein Volk oder eine Raſſe lebensnotwendige Bedingungen vorfänden, die zu durchkreuzen gegen das Lebensintereſſe dieſes Volkes verſtoßen würde, aber auch zu begreifen, wo willkürliche Machtbeſtrebungen das Lebens⸗ intereſſe des deutſchen Volkes durchquerten. Roſenberg ſprach dem Stellvertreter des Füh⸗ rers Dank dafür aus, daß er bei dieſer neuen Einrichtung fördernd tätig geweſen ſei, und übergab die Leitung des Schulungshauſes dem Parteigenoſſen Dr. Walther Schmitt mit der Bitte, alle Kräfte für Führer und Volk ein⸗ zuſetzen. Dr. Walther Schmitt, außenpolitiſcher Schrift⸗ leiter des„Völkiſchen Beobachter“, übernahm die Leitung des außenpolitiſchen Schulungshauſes mit der Erklärung, daß er ſich der hohen Verantwortung bewußt ſei. Er wolle dieſes außenpolitiſche Schulungshaus zum Mittelpunkt einer Gemeinſchaft machen, deren Einzelglieder vom Führer der Nation jederzeit zu den notwendigen Aufgaben eingeſetzt werden könnten. „Zahrgang 5— A Nr. 65— Seite.. „Hakenkreuzbanner“ Frühausgabe— Freitag. urioses aus dem Teitungsmesen Jaeikungen auf Taſchenküchern und Biszuitteig In ziviliſierten Ländern gibt es keinen Men⸗ ſchen, der nicht weiß, was eine Zeitung iſt. Von der äußeren Form einer Zeitung hat jeder dieſelbe Vorſtellung: mehrere bedruckte Papier⸗ blätter, die ineinander gefaltet ſind und von verſchiedener Größe ſein können. Das Format hält ſich jedoch in beſtimmten Grenzen: Ok⸗ tavformat, wie es mitunter Wochen⸗ oder Monatsſchriften haben, bis zur Größe der engliſchen und amerikaniſchen Tageszeitungen, die weit höher und breiter ſind als die Blätter in Mitteleuropa, aber doch das Maß von einem Meter zu 75 Zentimeter nicht überſchreiten. Es hat jedoch ſchon wiederholt Zeitungen ge⸗ geben, die von dieſen üblichen Merkmalen ab⸗ weichen. Entweder waren ſie viel, viel grö⸗ ßer oder weit kleiner, als man es ge⸗ wöhnt iſt, oder ſie haben aus einem an⸗ deren Stoff als Papier beſtanden oder der Druck iſt nicht mit Druckerſchwärze her⸗ geſtellt worden. Ein„Zeitungsrieſe“ war zum Beiſpiel das amerikaniſche Blatt „Illuminated Quadriple Conſtel⸗ lation“, das im Jahre 1850 erſchien. Es um⸗ faßte zwölf Seiten, von denen jede ſiebzehn Spalten hatte. Es war zweieinhalb Meter hoch und 180 Zentir's⸗ter breit. Ein Exemplar der erſten und vorläu⸗ fig letzten Nummer dieſer ſonderbaren Zeitung befindet ſich im Zeitungsmuſeum in Aachen. Es wird noch eine Weile dauern, bevor die nächſte Nummer herauskommt, denn die„Illu⸗ minated Quadriple Conſtellation“ erſcheint nur alle hundert Jahre. Das Gegenſtück zu dieſem Rieſen bildet der Zwerg„Little Standard“, ein engliſches Blatt. Es iſt bloß 7½ Zentimeter hoch und 6 Zentimeter breit, ſo daß man es bequem in ein Zigarettenetuiſtecken kann. Ungefähr dasſelbe Format hat eine Zeitung, die vor fünfzig Jahren in Spanien erſchien. Sie wurde nneigem g. der den merkwürdigen Einfoll halte, eine 62 Zigärelten⸗ Seiten ſitarle man die Zeitung papier zu drucken. Hatte ausgeleſen, ſo konnte man das Papier zum Zigarettendrehen verwenden und alle die ſchönen Nachrichten und Mitteilungen gingen in Rauch auf. Einen anderen praktiſchen Zweck mit der Zeitung zu verbinden, war auch die Grundidee eines Blattes, das im Jahre 1831 den Pariſern beſchert wurde. Es war „Das politiſche Taſchentuch“. Ein Verleger wollte die hohe Steuer erſparen, mit der damals der Papierverbrauch belaſtet war, und da gerade eine Influenza⸗ reits Epidemie herrſchte, faßte er den Plan, ſeine Zeitung auf Leinen zu drucken und ihr die Form von Taſchentüchern zu geben. Er er⸗ zielte damit einen durchſchlagenden Erfolg, zu⸗ mal das bedruckte Taſchentuch billiger war als das unbedruckte. In wenigen Tagen hatte die Zeitung eine Rieſenauflage. Als aber die Epidemie gewichen war, kaufte kein Menſch mehr das„Politiſche Tſchentuch“ und das Blatt mußte ſein Erſcheinen ein⸗ ſtellen. Ein junger Amerikaner wieder ließ vor einigen Jahren eine Zeitung herſtellen, die auf der Rückſeite eines Vorhemdes aus Papier gedruckt war. Er nahm auf ſeine Er⸗ findung ein Patent und hatte die Genugtuung, daß das Publikum ſich um ſein Erzeugnis riß. Ein Konkurrent trat mit einer Zeitung auf den Plan, die auf Leinen hergeſtellt war und ein derartiges Format hatte, daß ſie, wenn der abwaſchbare Druck entfernt wurde, als Kra⸗ watte getragen werden konnte. Ein anderer Amerikaner, ein einfacher Bäcker in Baltimore, gab ebenfalls eine originelle Zei⸗ tung heraus. Es war eine ſchmackhafte Zei⸗ tung, die man, nachdem man ſie geleſen hatte, verzehren konnte. Das ſüße Blatt war aus feinem Biskuitteig angefertigt und die Buchſtaben, die auf ihm prangten, beſtanden aus Schokolade. ſleuer fingriſſsplan auf den nanga parbat krwin Schneider und die Himalaja-kxpedition Frankfurt a.., 6. Febr. Erwin Schneider, ein Teilnehmer der deutſchen Himalaja⸗Expedition 1934 machte über die Pläne einer neuen deutſchen Himalaja⸗Expedi⸗ tion u. a. folgende Angaben: Nachrichten über den Aufbruch einer neuen deutſchen Himalaja⸗ Expedition bereits in den nächſten Monaien ſind unzutreffend. 3 Daß aber ein zweiter Angriff auf den„Berg des Schreckens“, den Nanga Parbat, erfolgt, ſteht feſt. Die Finanzierung der neuen Expedition iſt be⸗ ſichergeſtellt. Um die Erſteigung des Berges ſind im letzten Jahre ſo ſchwere Opfer gebracht worden, daß wir nicht ruhen wer⸗ den, bis der Erfolg unſer iſt. Aller Voraus⸗ ſicht nach wird der nächſte Angriff auf den Nanga Parbat im Jahre 1936 erfolgen. Der neue deutſche Angriff wird in den Grund⸗ zügen anders angelegt ſein als der vergangene. Die Marſchroute wird zwar die⸗ ſelbe bleiben, da der Gipfel einzig auf dieſem Wege erreicht werden kann. Bei der Anlage der Lager und der Richtung der einzelnen Vorſtöße zum Gipfel aber wird man die Er⸗ fahrungen des Vorjahres verwerten können. Die beſondere Schwierigkeit einer Himalaja⸗ Beſteigung liegt darin, daß nur die Zeit von Mitte April bis Ende Juni für die Arbeit am Berg zur Verfügung ſteht, da man im Juli am Nanga ſchon nicht mehr mit günſtigem Wetter rechnen kann.— Darüber, wer an der nächſten deutſchen Nanga Parbat⸗Expedition teilnehmen wird, läßt ſich heute noch nichts ſagen. Feſt ſteht, daß Erwin Schneider den Angriffsplan bereits entworfen hat. Unglück, mord und Brandſtiſtung Drei Tote bei einem Kraftwagenunglück Koblenz, 8. Febr.(HB⸗Funk.) Auf der Landſtraße zwiſchen Bad Ems und Dau⸗ ſenau ereignete ſich Donnerstagabend kurz nach 20 Uhr ein ſchweres Kraftwagen⸗ * unglück, dem drei Pölizeibeamte zum Opfer fielen. Viek Beamte der Koblenzer Polizei be⸗ fanden ſich in einem Laſtkraftwagen auf der dienſtlichen Rückfahrt nach Kob⸗ lenz. Sie begegneten einem Perſonenkraft⸗ wagen, deſſen Lichter nicht abgeblendet waren. Der Führer des Polizeiwagens wollte einen Sden vermeiden, geriet dabei jedoch in den Straßengraben. Der Wagen ſtieß ſchließlich gegen eine Wein⸗ bergmauer. Die im Wagen ſitzenden Be⸗ amten wurden in hohem Bogen herausgeſchleu⸗ dert. Der Oberwachtmeiſter Brachſchoß und die Wachtmeiſter Henzel und Kaiſer fan⸗ den dabei den Tod. Der vierte Beamte trug Bein⸗ und Rippenbrüche davon. mädchenmörder und Brandſtifter Bremen, 8. Febr.(HB⸗Funk.) Im Dorf Schwarme im alten Kreis Hoya wurde ein ILS-Hulturgemeinde Nnordijcher Abend mit Otto Sigtrid Reuter Nordiſcher Cebensſtil Otto Sigfrid Reuter, den die NS⸗ Kulturgemeinde als Redner für dieſen Vortrag verpflichtet hatte, ſprach über„Nordiſchen Le⸗ bensſtil“. Die ſprachliche Abfaſſung ſeiner Ge⸗ dankengänge geſchieht in faſt dichteriſch verklär⸗ ter Form. Ueberall ſchimmert eine Lebensauf⸗ faſſung durch, die zutiefſt im Religiöſen ihre Wurzel hat. Dieſer Ausweis war es letzlich, der den Worten des Redners(der der Verfaſſer der gerade erſchienenen großen„Germaniſchen Himmelskunde“ iſt) jene ſtarke Ueberzeugungs⸗ kraft mitgibt, die einen Vortrag über die ſon⸗ ſtige Höhe hinausſchwingen läßt. Die Ausführungen des Redner ergeben, im Gerippe wiederholt, etwa folgendes Bild: Jenes berühmte, durch Tacitus belegte Zwie⸗ geſpräch zwiſchen Arminius und Flavus an den Ufern der Weſer zeigt die geiſtige Weſensart Hermanns des Befreiers in einer Weiſe, die auch uns heute noch etwas, und vielleicht heute erſt recht wieder, etwas zu ſagen hat. Armi⸗ nius der nicht das Schwert zur Hand nimmt, um Ruhm und Lorbeer zu gewinnen, ſondern der die gute Sache um ihrer ſelbſt willen tut! Mit der ſittlichen Freiheit, dem Geiſt erhält der Menſch ein großes, gefährliches Geſchenk. Denn der Menſch allein kann dadurch von der Natur abfallen. Der Redner kam aus der poſi⸗ tiven Betrachtungsweiſe der Geiſt⸗Körper⸗Dua⸗ lität zu einer Ablehnung derjenigen Geiſtesrich⸗ tungen, die den Geiſt als Entartung betrachtet haben wollen. Im Gegenteil: Was das Tier und die Pflanze aus Zwang, dem Inſtinkt fol⸗ gend, tun, das ſoll der Menſch aus freien Stük⸗ ken. Der Natur dienen, ihre Geſetze anerken⸗ nen; dies iſt die wahre Freiheit des Wollens. Und es iſt zugleich das Wunderbare am Men⸗ ſchen, daß er teilhat an etwas, das über Ma⸗ terie hinausgeht. Die Unterordnung des Lebens unter dieſe Er⸗ kenntnis iſt einer der Ausgangspunkte nordi⸗ ſchen Lebensſtiles. Wenn man von nordiſchem Stil ſpricht, muß man nach nordiſcher Raſſe fragen; deshalb war die Abfaſſung intereſſant: Iſt trotz der Raſſen⸗ vermiſchung der langen Jahrhunderte ein laten⸗ tes nordiſches Anteil vorhanden? Der Redner kam hier zu einer Bejahung dieſer Frage. Es läßt ſich beiſpielsweiſe an faſt all' unſeren gro⸗ ßen Dichtern eine gewiſſe Geiſtesverwandtſchaft mit den Dichtern der griechiſchen Antike feſt⸗ ſtellen, eine Art von halber Sehnſucht, die nur in irgend einem Gemeinſamen ihre Urſache ha⸗ ben kann. Dieſes Verbindende iſt die Gemein⸗ ſamkeit nordiſchen Blutes. Dieſe Verwandt⸗ ſchaft läßt ſich ſogar bis in weitabliegende indo⸗ Mord verübt. Als der Bauer Glander mit ſeine Frau nachts von einem Beſuch heimkehrte, fanden ſie ihre 16jährige Tochter Anna im Bett liegend tot auf. Das Bett brannte, doch konnte das Feuer bald ge⸗ löſcht werden. Nach den bisherigen Ermiti⸗ lungen liegt Mord vor⸗ Die Angelegenheit wird noch geheimnisvoller durch einen Brand, der in der 5. Morgenſtunde die große Scheune eines anderen Bauern in Aſche legte. Bei dieſem Feuer, das auf Brand⸗ ſtiftung ſchließen läßt, wurden Spuren feſt⸗ geſtellt, die vom Glanderſchen Hof zu der Scheune führten. Spuren aus der Scheune her⸗ aus waren nicht feſtzuſtellen. Man könnte alſo annehmen, daß der Mörder ſich in der Scheune umgebracht hat. Mutter erdroſſelt ihren Sohn mit der Wäſcheleine Erfurt, 8. Febr.(HB⸗Funk.) Eine furcht⸗ bare Familientragödie ſpielte ſich am Donners⸗ tagvormittag in einem Hauſe der Poſtſtraße in Hochheim bei Erfurt ab. Dort erdroſ⸗ ſelte eine 46 Jahre alte Ehefrau germaniſche Kulturzentren verfolgen, etwa bis zu altindiſchen Dichtungen und Liedern. Als einzige authentiſche Quelle über unſere Vorfahren gilt auch heute noch Tacitus, obgleich auch andere Römer, deren Werke aber verloren gegangen ſind, über die Germanen geſchrieben haben(z. B. Plinius). Tacitus Werk ſelbſt iſt ebenfalls nur durch Zufall der literariſchen Ver⸗ folgung entgangen. Dieſes Büchlein gibt uns reichſten Aufſchluß über germaniſch⸗nordiſchen Lebensſtil. Die Religioſität wurzelt in dem ſtarken Be⸗ wußtſein, daß der Menſch ſelbſt ein Stück von Gott ſei, daß Gott durch ihn wirken wolle. Die indogermaniſche Gottesauffaſſung beließ dem Menſchen ein großes Stück von Verantwortung. Der Menſch iſt Menſch, nicht um zu leiden(Thomas a Kempis) ſondern um zu handeln! Bei Menſchen nordiſchen Geiſtes iſt(wie bei den Germanen) die Frau ein Höheres, faſt Heiliges. Die Lehre eines Kirchenvaters von der Ehe als„Werk des Teu⸗ fels“ ſtellte der Redner die nordiſche Auffaſſung von dieſer Einrichtung gegenüber. Von dieſem Geiſt lebte ein Stück in Mar⸗ tin Luther: die Gottheit will, nicht an dem Menſchen wirken, ſondern durch ihn! So ſehen wie in Siegfried und Her⸗ mann, aber auch in Herakles dem griechi⸗ ſchen Helden des Wirkens und der Tat Urbilder nordiſchen Geiſtes, Urbilder deren Wurzel eben gemeinſam zu nordiſchem Geiſte hinweiſt. Auch heute wieder lebt ein Mann, der den nordiſchen Gedanken des„So ſollſt du ſein!“ verkörpert: Adolf Hitler, deſſen Werk in eine große Zukunft weiſen wird. * Die außerordentlich gehaltvollen Ausführun⸗ gen des Redners hinterließen ſichtlich ſtarken Eindruck. H. E. ihren noch ſchlafenden 16 Sohn miteiner Wäſchelei ſuchte dann, ſich ſelbſt mit Leuchtgas zu nehmen. Bewohner der darunter Wohnung, durch einen dumpfen Fall ſam gemacht, benachrichtigten den Ehe beim Betreten ſeiner Wohnung die ber wußtlos gewordene Frau und ſeinen to Jungen vorfand. Die Frau wurde mit ſchweren Gasvergiftung ins Krankenhau bracht. Der Getötete war in einem H Geſchäft tätig und wurde am Mittwoch we Unregelmäßigkeiten friſtlos laſſen. F Ein Warſchauer Lichtſpielhaus abge Warſchau, 8. Febr.(HB⸗Funk.) In de Warſchauer Lichtſpielhaus„Gloria“ ger ein Filmſtreifen während einer Proh rung in Brand. Das Feuer ergriff i Zeit das ganze hölzerne Gebäude, das fa niederbrannte. Die wenigen Perſonen, der Probevorführung anweſend waren, ſich retten. Gpfer des Meeres Fiſchdampfer„Main“ mit 13 Mann v Weſermünde, 7. Febr. Der Fiſch „Main“ von der Reederei Kunkel, münde, der ſeit ſeiner Ausreiſe aus münde am 22. Januar 1935 vermißt wun muß als verloren gelten. Nach Telegramn aus Stavanger(Norwegen) iſt in der M der Küſte ein Rettungsboot des Fi dampfers„Main“ leer angetrieben word Auch bei Jaederen ſind Bootstrümmer Land geſpült worden, die wahrſcheinlich zu d untergegangenen„Main“ gehören. Fit dampfer„Main“ war 252 Bruttoregiſtertonm groß. Die Beſatzung, die aus 13 Mann beſtan ſtammt zum größten Teil aus Oſtpreußen m iſt ſeit Jahren im Dienſt de Reederei geweſen. 75 Der Mordfall Fehſe Zehn Zeugen ertannten Höll wieder Breslau, 7. Febr.(HB⸗Funk.) De die Bevölkerung gerichteten Aufruf, ſich g weiteren Aufklärung des Fehſe⸗Mordes kräftig zu beteiligen, iſt bis jetzt leb Folge geleiſtet worden. Am Die und Mittwoch haben ſich 96 Perſonen be Sonderkommiſſariat des Polizeipräſidium meldet, deren Ausſagen ſo bedeutungsvoll ſchienen, daß ſie Höll gegenübergeſtellt werde konnten. Zehn dieſer Zeugen haben Höll wiede erkannt. Hervorzuheben iſt beſonders die Au ſage einer 19jährigen Buchbinderin, die 1ijähriges Mädchen von Höll angeſprochen den war und den Verbrecher jetzt wied kannte. kin kffekten- õroßſchieber wird ge Berlin, 7. Febr. Die Juſtizpreſſeſte Berlin teilt mit: Seitens der Zollfahnd ſtelle Dortmund wird der Direktor der verſum⸗Bank in Münſter, Dr. jur. Friebr Hofius, wohnhaft Münſter, Heerdeſtraße wegen Effektenſchiebungen, die insgeſan in die Hunderttauſende geheng ſucht. Es handelt ſich um eine Schiebiß allergrößten Ausmaßes, bei der neben anden Beteiligten Hofius bewußt auf eif Schädigung der deutſchen Volkz wirtſchaft hingearbeitet hat. In gleichen Angelegenheit ſind bereits im Weſ und Südweſten Deutſchlands mehrere Verha tungen erfolgt, über die jedoch im Intere der weiteren Ermittlungen nähere Einzelhe ten zur Zeit noch nicht bekanntgegeben werhe können. Dr. Hofius iſt am 31. Juli 1893. Siegen(Weſtfalen) geboren, etwa 1,68 Mele groß, ziemlich beleibt, hat volles rundes, ahe blaſſes Geſicht, ohne Bart und volles hot ſtehendes ſchwarzes Haar. Er iſt gut gelle det und reiſt auf den Familienpaß 2 1387 R 198 oder 188/2, ausgeſtellt am 1 zember 1932. Da die Verhaftung von Hofius äußerſt tig iſt, wird das Publikum zur Mit fahndung aufgefordert. Alle Rat richten an Zollfahndungsſtelle Dortmund, deyſtraße 30, Tel. Dortmund 237 93, oder 34 fahndungsſtelle Berlin, Neue Königſtr. Tel. Kupfergraben 5101. Hauptſchrifileiter: or. Wilhelm Kattermann ein U Stellvertreter: Willi Körbel Verantwortlich fuür Innen⸗ und Außenpolitik: 3 Willi Körbel: für politiſche Nachrichten: Dr. Wilhel Kicherer; für 5 1• Kommiunales u R nas; für zſr leton un eilagen: W. Körbel: für Unpolitſſche Carl Lauer; für Lokales: Erwin Meſſel: für 1 Julius Etz: für den Umbruch: Max Höß, ſämt che Mannheim. Berliner Schrifnenung. Hans Graſ Reiſ 5 191 riaing SW) 68. Charlottenſtr 1509 Nachdrug ſämt berichte verboten Sprechſtunden der Schriftlenung Täglich 16—17 (außer Mittwoch. Samstaa und Sonntag). Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druck u. Verlag: Hakenkreuzbanner⸗Verlag u. Dr G. m. b. H. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 10 bis 12.00 Uhr(außer und Sonnta 15. Fern ſprech⸗Rr. für Veriag u Schriftieitung: 314„1. A. 333 61/62.— Für den Anzeigenteil verantwortli Arnold Schmid, Mannheim. ur Beit iſt Wreisline NX. 3(Geſamtauflage] und Rr. (für Weinheimer⸗ und Schwetzinger⸗Ausgabe) aü .⸗A. 1 3⁵ Auzz Au. 332— 343 „ A u. Ausg. B Schwetzingen⸗ l. 35 Ausg. A u. Ausg. B Keinbeim Geſami⸗D.⸗A. Sanuar 1935— J draſſig nationalſ in tſchland remdengeſetzge in Menſchen ein nder. Staa zmnatsbürger kanr hen Blutes iſt. ber ſelbſt dem De ſagen als Ge . ſondern er krſt derjenige, der riebene Schul Arbeitsdi lacht ſeine Verp haft gegenüber e ürgerrecht verlieh erlich, denn es is Deutſchen Rei leſe Vorbedingun gehörige. Das lechern, Vaterlan lterlofen wieder nder, alſo jene, lnate das Bürge! khen unter Fr Deutſchland den erſon, können ih⸗ Rechte, die de. d, können ſie nie Die Forderunge ur dem Wortla lt; wie wir ab ahſten Punktes ſe ibereits w. lrrechte gent miſter Dr. Frick Kländiſchen Pre kungen gemach ih die letzten g. ſen Programmp Früher wurde uuch Erwerb der k deutſchen Län ſorm iſt dies we es gibt nur noch die Re mit gibt es auch inder mehr, ſond⸗ Durch die Aufk uß heute jeder, d her Volksger ſer der chriſtlich In Punkt 6 des wendigen Folg inkten 4 und 5 der Punkt 6 for Das Recht üb Staates zu beſti ürger zuſtehen des öffentlich. Land oder Gen bürger betl Wir bekämpf mentswirtſcha Parteigeſie rakter und der Staat gehörige, und ſentliche Aemter is Geſetz zur W umtentums hat! i der Juden a nLändern und ern, den Ehr lungen verſchn weder ſelbſ ieg auf deut vurden in g werden al 5—-Nr. 65.— Seite 3 „Hakenkreuzdanrer“ Frühäusgabe— Freitag, 8. Februar 1935 g. 8. ehrb en 16jä. heleine. euchtgas do darunter g pfen Fall aufmen den Ehemann, de ung die bereits bo 1 und ſeinen toten 2. Fortſetzung arlsruhe, 7. Febr. Die nächſten Pro⸗ einem Ho imforderungen befaſſen ſich neben anderem Mittwoch we V mit der ſtaatsrechtlichen Stellung der friſtköß moraſſigen, vor allen Dingen der Ju⸗ den, im nationalſozialiſtiſchen Deutſchland. Die Kenntnis der Judenfrage iſt bereits im ganzen 1 chen Volke verbreitet, ſo daß hierzu nähere kläuterungen erſpart werden können. Die Punkte 4 und 5 lauten: enalsbürge er kann nur ſein, wer Volksge⸗ noſſe iſt. Volksgenoſſe kann nur ſein, wer deutſchen Blutes iſt, ohne Rückſichtnahme auf Konfeſſion. Kein Jude kann daher Volksge⸗ roſſe ſein. b Wer nicht Staatsbürger iſt, ſoll nur als Gaſt in Deutſchland leben können und muß unter Frendengeſetzgebung ſtehen. ueber dieſe Forderung hinaus werden inbe⸗ gauf die Erwerbung der Staats⸗ i weitergehende erhoben wer⸗ Bisher wurden die in einem Staat leben⸗ n Menſchen eingeteilt in Staatsbürger und lusländer. Staatsbürger wurde man durch heburt oder Einbürgerung. Jeder Jude oder feger oder ſonſtige Fremdraſſige konnte deut⸗ ſcher Staatsbürger werden, wenn er gewiſſe Be⸗ kingungen erfüllte. Nach Erwerb der deutſchen Hlaatsbürgerſchaft konnten dieſe Raſſefremden haus abgeb B⸗Funk.) In den „Gloria“ gerie iner Probevo füh r ergriff in km 0 iude, das faſt vö Perſonen, die bel end waren, konnten eeres 13 Mann verlont Der Sicden i Kunkel, sreiſe aus W150 35 vermißt Nach Telegran ) iſt in der N boot des Fiſt igetrieben worde Bootstrümmer an ahrſcheinlich zu hüß mitbeſtimmen über Führung und Geſetze des gehören. Fiſt lates, ja ſiekontenſogar in führende zruttoregiſtertonnen kantefellungen, Miniſterämter 13 Mann beſta h kommen, wie dies in der Novemberrepu⸗ us Oſtpreußen un bli il häufig der Fall war. Damit macht der Na⸗ m Dienſt d fonalſozialismus Schluß. Einatsbürger kann nur der werden, der deut⸗ hen Blutes iſt. Die Staatsbürgerſchaft wird Tehſe Fober ſelbſt dem Deutſchen nicht mehr wie bisher n Höll wieder ſozufagen als Geſchenk in die Wiege gelegt, B⸗Funk.) Den m ſondern er muß ſie ſich erwerben. Aufruf ſich an h en derjenige, der die für alle Deutſchen vorge⸗ W e hnebene Schulbildung hinter ſich hat, s jetzt lebhaff Arbeitsdienſt oder in der Wehr⸗ Weiſn 1 nocht ſeine Verpflichtungen der Volksgemein⸗ lizeipräſidiums g ſhaft gegenüber erfüllt, bekommt das Staats⸗ erliehe e Verleihung erfol bedeutungsvoll eh lrgerrecht verliehen. Die Verleihung erfolgt ei lerlich, denn es muß eine Ehre ſein, Bürger Deutſchen Reiches zu ſein. Alle, die nicht d ſeſe Vorbedingungen erfüllen, bleiben Staats⸗ beſonders die Aut kehörige. Das Staatsbürgerrecht wird Ver⸗ binderin, die alhſhechern, Vaterlandsverrätern, Ehr⸗ und Cha⸗ angeſprochen teklofen wieder entzogen werden. Die Aus⸗ er jetzt wieder Aufünder, alſo jene, die bereits in einem andern ztaate das Bürgerrecht beſitzen und die Juden chen unter Fremdenrecht. Sie genießen Deutſchland den Schutz der Geſetze und ihrer kerſon, können ihrem Erwerb nachgehen, aber ſe Rechte, die dem Staatsbürger vorbehalten ld, können ſie nicht erwerben. Die Forderungen der Punkte 4 und ö5 ſind har dem Wortlaut nach noch nicht ganz er⸗ llt: wie wir aber bei der Behandlung des üchten Punktes ſehen werden, ſind den Ju⸗ enbereits weſentliche Staatsbür⸗ übergeſtellt werden haben Höll wied er wied deſi 10 e Juſtizpreſſeſte e er Zollfahndungz Direktor der U Dr. jur. Friedrit r, Heerdeſtraße die insgeſah nde gehen, e n eine Schiebunherrechte genommen. Der Reichsinnen⸗ der neben andereh miſter Dr. Frick hat vor einiger Zeit einem ußt auf eig Kländiſchen Preſſevertreter gegenüber Aus⸗ tſchen W hrungen gemacht, die vermuten laſſen, daß itet hat. In de bereits im Weſie s mehrere Verha doch im gu nähere Einzelheſ nntgegeben werde 31. Juli 1893 „etwa 1,68 mo holles rundes, abe und volles f00 Er iſt gut gelleh amilienpaß Berſſ geſtellt am 19. N ich die letzten geſetzlichen Folgerungen aus then Programmpunkten bald folgen werden. Früher wurde man deutſcher Staatsbürger 4 ch Erwerb der Staatsangehörigkeit in einem iun deutſchen Länder. Im Zuge der Reichs⸗ korm iſt dies weggefallen, es gibt nur noch eine Staatsangehörigkeit, 4 die Reichsangehörigkeit. 3 Amit gibt es auch keine Staatsbürgerſchaft der inder mehr, ſondern nur noch eine deutſche. Durch die Aufklärungsarbeit der NSDAP iß heute jeder, daß der Judekein deut⸗ er Volksgenoſſe iſt, ſelbſt wenn er zu ofius äußerſt wich her der chriſtlichen Konfeſſionen übergetreten kum zur Mith dert. Alle lle Dortmund, Ah 237 93, oder 30 1e Königſit. W0 n Punkt 6 des Programms werden nur die hiwendigen Folgerungen, die ſich aus den inkten 4 und 5 ergeben, gezogen. 5 Punkt 6 fordert: Das Recht über Führung und Geſetze des 7 Staates zu beſtimmen, darf nur dem Staats⸗ fer: bürger zuſtehen. Daher fordern wir, daß ann ein unlaih edes öffentliche Amt, gleich, ob im Reich, n dand oder Gemeinde, nur durch Staats⸗ richn bürger bekleidet werden darf. i, Kommungies üg Wir bekämpfen die korrumpierende Par⸗ Aat mnamentswirtſchaft einer Stellenbeſetzung nur Ehe loch Varteigeſichtspunkten ohne Rückſicht auf i 8. Charatter und Fähigkeiten. deng Mencrg ur der Staatsbürger, nicht der Staats⸗ n ehörige, und niemals der Jude, dürfen ic Aemter bekleiden. Geſetz zur Wiederherſtellung des Berufs⸗ emTaglich 16—u un und Sonntaa). tor: Mannheim hnentums hat die Möglichkeit zur Ausſchal⸗ eriwegteekwgfg ing der Zuden aus den Stellungen im Reich, Anb Eonn nLändern und den Gemeinden geſchaffen. nfell e e Zuden ſind heute aus den öffentlichen innheim. amtauflage] und iaer⸗Ausagabe) ailliig Nannheim- 34ß Ichwetzingen⸗ 36 Leinheim. anuar 1935 intern, den Ehrenämtern und den beamteten ngen verſchwunden. Lediglich die Juden, entweder ſelbſt oder deren Väter aktiv am lelckrieg auf deutſcher Seite teilgenommen ha⸗ wurden in ihren Stellungen belaſſen. ftig werden aber die Juden auch heute nicht „hatte, uinspefteur August ramer. Ndq: Das PDarteiprogeamm lebt mehr die Möglichkeit haben, für Deutſchland Wehrdienſt zu leiſten, denn der Wehrdienſt iſt Ehrendienſt am Volke und kann nur vom deut⸗ ſchen Volksgenoſſen, vom Staatsbürger geleiſtet werden. Auch ſonſt ſind die ſtaatsbürgerlichen Rechte der Juden ſtark beſchnitten worden. Die Zulaſſung als Kaſſenarzt, als Anwalt uſw. wird künftig von ariſcher Abſtammung abhängig gemacht werden. Auch aus den öffentlichen Kulturinſtituten und aus den Schriftleitungen ſind die Ju⸗ den verſchwunden. Wenn ſie auch heute noch formell die Staatsbürgerſchaft beſitzen, ſo können ſie doch weſentliche Rechte der Staats⸗ bürger nicht mehr ausüben. fjinter öchneewällen Wien, 7. Febr. Manche öſterreichiſchen Bundesländer, beſonders Steiermark, verſün⸗ ken förmlichim Schnee. Dabei wird die Lage vieler von der Außenwelt abgeſchnittener Ortſchaften infolge der wachſenden Lebensmit⸗ telknappheit bereits bedrohlich. Die Bundes⸗ bahnen haben ſich entſchloſſen, trotz der Gefähr⸗ lichkeit des Unternehmens, den Präbichl⸗Paß freizulegen, da die Nahrungsmittel in den Salzbergwerten, vor allem in den Eiſenerz⸗ bergwerken ſelbſt aufzugehen drohen. Ein Ver⸗ ſuch, nach dem ſteiriſchen Winterſportplatz Aflenz, der ebenfalls ſeit Tagen abgeſchnitten iſt, durchzubrechen, mißlang, da die Schnee⸗ ſchleudermaſchinen ſteckenblieben. Ganz uner⸗ meßlich ſcheint der Schaden zu ſein, der in den öſterreichiſchen Wildbeſtänden angerichtet wurde. Ueberall findet man Rehe und Hirſche, die im hohen Schnee ſteckengeblieben ſind. Rudel⸗ weiſe verſucht das Wild, zu den Bachbetten zu gelangen, die größeren Schutz bieten. Auf der Strecke Steyrermühle— Laakirchen in Oberöſterreich ereignete ſich am Mittwoch ein ſchweres Zugunglück. Ein Perſo⸗ nenzug fuhr in eine eben niedergegangene La⸗ wine hinein und entgleiſte. Der Lokomotivfüh⸗ rer, ein Zugbegleiter und ein Reiſender wurden ſchwer verletzt. Die für Mittwoch errechnete Geſamtzahl von zehn Toten dürfte ſich nach den heute eintreffenden Meldungen noch erhöhen, da in Oberöſterreich im Kremstal drei Touri⸗ ſten vermißt werden und keine Hoffnung beſteht, ſie lebend aufzufinden. Außerdem be⸗ fürchtet man noch Unglücksmeldungen aus den Ortſchaften, zu denen die Fernſprechverbin⸗ dungen unterbrochen wurden. Intereſſante Paris, 7. Febr.(Eig. Bericht.) Als der Kapitän eines engliſchen Schiffes, der ſich einige Tage in Paris aufhielt, um geſchäftliche Dinge zu regeln, einen Auſtralier verhaften ließ, der ſich ihm in eigenartiger Weiſe näherte, hatte er keine Ahnung davon, daß er damit der Pa⸗ riſer Polizei einen Dienſt erwieſen der mit Geld kaum zu be⸗ zahleniſt. Denn in der Weſtentaſche dieſes Auſtraliers fand man eine Telephonnummer, und dieſe Telephonnummer gehörte, als die Polizei der Sache nachging, zu einer Villa in dem kleinen Oertchen Cormeilles⸗en⸗ Pariſis, und als man ſich dieſe Villa und ihre Bewohner etwas näher anſah, da ſtellte man feſt, daß man durch einen glücklichen Zu⸗ fall der Schwindlerbande auf die Spur gekommen war, die ſeit etwa anderthalb Jah⸗ ren ſo viel dazu beigetragen hat, um den Ruf Durch das Geſetz zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums war es auch möglich ge⸗ weſen, die Parteibuchbeamten und darüber hinaus alle unzuverläſ⸗ ſigen Elemente aus der Beamten⸗ ſchaft auszuſchalten und ſo den alten, guten Ruf des deutſchen Berufsbeamtentums, der in den letzten Jahren ſehr gelitten hatte, wieder herzuſtellen. Damit haben die Forderungen 4, 5 und 6 unſers Programms in den weſentlich⸗ ſten Punktenihre Erfüllung gefun⸗ den. Lediglich Kleinigkeiten bedürfen noch der formellen Durchführung. (Fortſetzung folgt.) hereſcht der hunger Soweit ſich überſehen läßt, haben die Tage der Lawinenkataſtrophen bis jetzt im gan⸗ zen 20 Todesopfer gefordert. Dieſe Ziffer dürfte aber zweifellos noch eine bedeutende Erhöhung erfahren. Die Wetter⸗ lage hat ſich etwas gebeſſert, da es etwas käl⸗ ter geworden iſt und nach den bisherigen Mel⸗ dungen weitere Kaltluft aus dem Norden her⸗ anrückt. Mit Rückſicht auf die ganz außerordent⸗ lichen Schneemaſſen, die überall im Gebirge lie⸗ gen, muß man aber trotzdem noch weitere Un⸗ glücksfälle befürchten. Spaniſcher Marxiſt zum Tode verurteilt Madrid, 7. Febr.(HB⸗Funk.) Vom Kreis⸗ gericht in Oviedo wurde ein marxiſtiſcher Rä⸗ delsführer des Oktoberaufſtandes in Aſturien zum Tode und zu 50 Millionen Peſeten Geld⸗ ſtrafe verurteilt. Es handelt ſich um einen Univerſitätsdiener, der für die Zer⸗ ſtörung der Univerſität, der Bank von Aſturien und zahlreicher anderer öffentlicher und privater Gebäude verantwortlich iſt. hrfeigen im ſpaniſchen Parlament Madrid, 7. Febr.(HB⸗Funk.) In der Donnerstag⸗Nachmittagsſitzung des ſpaniſchen Parlaments gab der Außenminiſter Rocha von der Regierungsbank aus einem Abgeord⸗ neten der„Union Republicana“ wegen einer anzüglichen und beleidigenden Aeuße⸗ rung eine Ohrfeige. ie blieben beim forſ-Veſſel⸗Cied ſitzen Dudweiler(Saar), 7. Febr. In der Feſt⸗ ſitzung des Gemeinderates Dudweiler am Don⸗ nerstag kam es infolge des provozierenden Ver⸗ haltens dreier Kommuniſten zu einem uner⸗ hörten Zwiſchenfall. Die drei Kommu⸗ niſten waren unter Führung des ehemaligen Gemeinderatsmitgliedes Auguſt Hey zu der Sitzung erſchienen und glaubten eine beſondere Heldentat damit begehen zu können, daß ſie beim Geſang des Horſt⸗ Weſſel⸗ Liedes ſitzen blieben. Sie wurden auf ſtürmiſches Verlangen der zahlreich anweſen⸗ den Zuhörer mit Gewalt von der Polizei aus dem Saale entfernt. Die prompte Bereinigung dieſes Zwiſchen⸗ falles wie auch der weitere würdige und feier⸗ liche Verlauf der Feſtſitzung zeigte, daß das als „ganz rot“ verſchriene Dudweiler doch bei wei⸗ tem beſſer iſt als ſein Ruf. Schließlich beſchloß die Verſammlung, eine Straße in Adolf⸗ Hitler⸗Straße umzu⸗ benennen und einer von den Führern der Deutſchen Front im letzten Jahre mit Hilfe von Arbeitsloſen erſtellten Anlage den Namen „Adolf⸗Hitler⸗Anlage“ zu geben. Uun konnte ſie in Frieden ſterben Saarbrücken, 7. Febr.(Eig. Meldung.) Im hohen Alter von 85 Jahren iſt in ihrer Hei⸗ matsgemeinde Beſſeringen die Witwe Michel Johannes geſtorben. Es handelt ſich bei der Verſtorbenen um jene Frau, die bei der Saarabſtimmung im Schweſternhaus zu Mett⸗ lach die bekannten Worte gebrauchte:„Ich bin deutſch geboren und will auch deutſcheſterben!“, worauf der Vorſitzende ihre Stimme für ungültig erklärte. Ihr Aus⸗ ſpruch wurde zu einem geflügelten Wort im Saarabſtimmungskampf, es iſt eingegangen in die Geſchichte des deutſchen Saarlandes. Der letzte Wunſch der braven Frau, der leider nicht mehr in Erfüllung ging, war, vor ihrem Tode nocheinmal den Führer und Reichs⸗ kanzler im befreiten Saargebiet ſehen zu dürfen. Gut raſiert⸗ gut gelaunt wgdorſ-socudkg G. M. 6. H. SkFli-IM beheimniſſe einer ſtillen Villa Dariſer Polizei ſchnappt eine öaunerbande von Format von Paris in den Augen des engliſch ſprechen⸗ den Publikums zu ſchädigen. Die Vermutung, daß die vielen Schwinde⸗ leien, denen in Paris weilende Engländer und Amerikaner zum Opfer gefallen waren, von einer Stelle aus organiſiert wurden, hat ſich vollauf beſtätigt. Als die Polizei ſich die Villa näher anſah, fand ſie dort nur eine alte Kanadierin, die gerade dabei war, eine Pfeife Opium zu rauchen. Die Unter⸗ ſuchung ergab, daß die Kanadierin durchaus nicht die einzige war, die dieſem Laſter in der ſtillen Villa huldigte. Und nun folgten die Enthüllungen Schlag auf Schlag. Vor zwei Tagen gelang es, in dem Café des Oertchens einen Mann namens Stanley zu verhaften, der aber insgeſamt nicht weniger Am 7. Februar 1885 lief Deutſchlands erſter Fiſchdampfer„Sagitta“, der im Auf: trag des Reeders Buſſe erbaut worden war, zu ſeiner erſten uen in die 9 Nordſee aus. mutet die gleich zeiiige Verwendung von ampf⸗ und Windkraft an. als ein Dutzend verſchiedener Na⸗ men nicht nur führte, ſondern auch die Pa⸗ piere beſaß, um ſeine Berechtigung zur Füh⸗ rung dieſer Namen zu beweiſen. Er hatte die Villa im Juni vorigen Jahres durch zwei weibliche Mitglieder der Bande für 10 000 Franken im Jahre mieten laſſen. Von hier aus machte die Bande, die zeitweiſe bis zu 50 Köpfen zählte, ihre Vorſtöße nach Paris, der Riviera und den Luxusbadeorten an der Atlantikküſte. Hierher kehrte man jedesmal zurück, um die Beute zu teilen und zu verzehren. Der Haus⸗ halt dieſer Villa koſtete im Durchſchnitt 1000 bis 1500 Franken pro Tag und die Einwohner des Oertchens, die ſich nichts Böſes dachten, waren ſehr ſtolz, daß dieſe Umſätze durch ihre Hände gingen. Während ſich die Polizei über die meiſten Mitglieder der Bande noch in Still⸗ ſchweigen hüllt, hat ſie gewiſſermaßen als Koſt⸗ probe einige Daten aus dem Lebenslauf Stanleys veröffentlicht. Dieſe Ziffern ſprechen für ſich ſelbſt und es iſt ihnen nichts hinzuzufügen. Stanley, ein geborener Amerikaner, der noch nicht 50 Jahre alt iſt, hat im Jahre 1913 zum erſten Male für einen Bankraub geſeſſen, der ihm 20 000 Dollar einbrachte. Er entkam noch während der Verhandlungen, um 1921 in Denver wieder in die Hände der Polizei zu fallen, weil er zwei Geſchäftsleute um 7500 Dollar betrogen hatte. Wieder entkam er, aber jetzt hatte er offenſichtlich ſein wahres Tätig⸗ keitsfeld gefunden. Nachgewieſen ſind ihm Be⸗ trügereien, die ihm in Zürich 180 000 hol⸗ ländiſche Gulden, in England 15000 Pfund Sterling und während ſeiner Pariſer Zeit wie⸗ derholt Objekte von bis zu 50 000 Dollar ein⸗ brachten. Gewiſſermaßen im Nebenberuf be⸗ ſchäftigte er ſich mit dem Rauſchgifthan⸗ del und verſorgte beſonders Opiumraucher mit ihrem Lieblingsgift, wodurch dieſe von ihm ſo abhängig wurden, daß er die geeignetſten in ſeine Bande einſpannen konnte. Die volle Liſte ſeiner Verbrechen und Schwindeleien wird wohl kaum je ermittelt werden können. — elam⸗Verlag ausgeſchriebenen »Eckart⸗Wettbewerb erhielt die Heidel⸗ berger Epiſoden berühmter Männer dem Dietrich⸗Eckart⸗Preis Jahrgang 5— A Nr. 65— Seite 4. „Hakenkreuzbanner“ Frühausgäbe—— Freitag, 8. Fehr Baden Hhohe Auszeichnung für Irma von Drygalſki Heidelberg, 7. Febr. In dem vom Re⸗ Dietrich⸗ berger Schriftſtellerin Frau Irma v. Dry⸗ galſki für ihr Volksſtück„Das brotloſe Mahl“ einen Preis. Dem Preisrichter⸗Kolle⸗ ium lagen über 800 Arbeiten vor, von denen eine den Anforderungen eines erſten Preiſes Freil Daher wurden der zweite und dritte reis zuſammengelegt und zu gleichen Teilen an drei Preisträger: Irma von Drygalſki, Paul Keding(„Deutſch⸗Südweſt“) und Max Geiſenheyner(„Petra und Allah“) ver⸗ liehen. Irma von Drygalſki wurde als Tochter eines Offiziers im Jahre 1892 in Berlin geboren und lebt ſeit dem Kriege in Heidelberg. Von ihren bisher erſchienenen Werken iſt beſonders be⸗ kannt geworden der Novellen⸗Zyklus„Im Schatten des Heiligen Berges“, der Heidel⸗ ringt, ferner der Roman„Juliane von Krüdener“ ſo⸗ wie„Der Bauernprophet“, den man wohl als den beſten Pfälzer Roman bezeichnen kann. Im Entſtehen iſt ein neuer Roman:„Rineck“. Auf dem Gebiet des volkstümlichen Laienſpiels hat Irma von Drygalſki für die Handſchuhsheimer Burgſpiele die beiden dramatiſch geſtalteten Stücke„Die letzten Ritter von Handſchuhs⸗ heim“ und„Dorf in Not“ geſchrieben. Ihr mit 2 ausgezeichnetes Volksſtück„Das brotloſe Mahl“ knüpft an eine Epiſode nach der von Friedrich I. von der Pfalz ſiegreich geſchlagenen Schlacht bei Seckenheim am 30. 6. 1462 an und wächſt in ſeiner Hand⸗ lung heraus aus dem Hintergrund des Heidel⸗ berger Schloſſes. Es kann aber auf jeder an⸗ deren Freilichtbühne zu gleich ſtarker Wirkung gelangen. Irma von Drygalſki iſt ſeit einiger Zeit Kreiskulturwart der NS⸗Frauenſchaft und zweite Vorſitzende der Gedok. Nächſte Woche Wiederaufnahme der Schiffahrt Heidelberg, 7. Febr. Das Hochwaſ⸗ er des Neckars geht weiter zurück. Heute früh zeigte der Heidelberger Pegel 3,40 Meter. Die Schiffahrt wird vorausſichtlich fer ü he⸗ ſtens Dienstag oder Mittwoch wie⸗ der in Gang kommen, da zunächſt noch das Stauwehr am Karlstor von den Trümmern des Eberbacher Bades geſäubert und die — nach Sinkſtücken abgeſucht werden muß. Die Bremſe verſagte Heidelberg, 7. Febr. Gegen Mittag verunglückte geſtern auf der Abfahrt vom Steigerweg ein Bjähriger Radfahrer ſo ſchwer, daß er ins Krankenhaus verbracht wer⸗ den mußte. Offenbar verſagte die Bremſe und der Fahrer verlor die Herr⸗ 25 ſchaft über das Rad, ſtürzte und erlitt dabei einen Schädelbruch. Mit diesembewährt. Mit- tel machen Sie sich Wet- terfest. föhrensieimmer eine packung bei zich. W W — 36 Attion zur Beſchaffung von Junggeflügel henuncveſch un vehh 450 000 RM. für verbilligten Bezug von legefähigem Geflügel Der Reichs⸗ und preußiſche Miniſter für Er⸗ nährung und Landwirtſchaft hat im Rahmen der Erzeugungsſchlacht eine Aktion zur Beſchaffung von Junggeflügel ein⸗ geleitet, um die Eiererzeugung, die zu 80 v. H. in den Händen der bäuerlichen Hühnerhal⸗ tung liegt, mehr als bisher dem Bedarf des deutſchen Volkes anzupaſſen. Die Vorausſet⸗ zungen hierfür ſind durch die Regelung des Eiermarktes geſchaffen worden. Die Unordnung am Eiermarkt in früheren Jahren und die unzulänglichen Erzeugerpreiſe für Eier hatten zu einer Ueberalterung der Hühnerbeſtände in den bäuerlichen Be⸗ trieben geführt. Im Herbſt und Winter mußte daher der Eierbedarf, ſoweit durch Vorrats⸗ wirtſchaft kein Ausgleich geſchaffen werden konnte, vorwiegend durch Einfuhr aus dem Auslande gedeckt werden, weil ein legefähiger Junaghennenbeſtand nicht in genügendem Maße vorhanden iſt. Deshalb ſoll vorbildlichen bäuerlichen und landwirtſchaftlichen Betrieben, die eine Gewähr für ſachgemäße Aufzucht, Haltung und Pflege des Geflügels bieten, die Beſchaffung hochwertiger Legehennen erleich⸗ tert werden. Zu dieſem Zweck hat der Reichs⸗ und preußiſche Miniſter für Ernährung und Landwirtſchaft 450 000 R M zur Verfügung geſtellt, um den Bezug von Eintags⸗ kücken und Funghennen aus anerkann⸗ ten Geflügelzuchtbetrieben zu verbilligen. Die Maßnahmen ſollen vom Reichsnährſtand durchgeführt werden. Anträge ſind bei der Hauptabteilung Ul der einzelnen Landes⸗ bauernſchaften einzureichen. Bei einem Anſchaffungspreis von durchſchnittlich 60 Rpfg. je Eintagskücken(und von.80 RM je Jung⸗ henne) wird im Höchſtfalle ein Verbilligungs⸗ zuſchuß von 20 Rpfg. für das Eintagskücken (und 60 Rpfg. für die Junghenne) gewährt. Die Verbilligung wird nur für Tiere gewährt, die bis zum 15. Mai 1935 geſchlüpft ſind. hilfe in der Juttermitlelnot Karlsruhe, 7. Febr. Der badiſche Fi⸗ nanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter teilt mit: In vielen Teilen des Landes herrſcht infolge des ſchlechten Ausfalles der Futter⸗ mittel⸗ und Strohernte in der Landwirt⸗ ſchaft eine außerordentliche Notlage. Nach⸗ dem ſchon im vergangenen Sommer Verhand⸗ lungen mit der Landesbauernſchaft ſtattgefun⸗ den haben, die ein Entgegenkommen der Landesforſtverwaltung in der Frage der Waldſtreuabgabe erga⸗ ben, richtet der Finanzminiſter angeſichts der gerade jetzt beſonders großen Not an alle Be⸗ teiligten das Erſuchen, in den Notſtanosgebie⸗ ten den Landwirten, ſoweit es irgend möglich iſt, entgegen zu kommen. Die ſtaatlichen For ſt⸗ ämter erhalten von ihren vorgeſetzten Dienſt⸗ ſtellen entſprechende Weiſungen. Bauernhof völlig verlottert Die Behörde entdeckt troſtloſe Zuſtände Baumholder, 7. Febr. In der Gemeinde Unterjeckenbach war ſeit längerer Zeit von den Dorfbewohnern beobachtet worden, dafſ auf einem F Bauernhof troſt⸗ loſe Zuſtände im Haus wie in den Stallungen herrſchten. Als nunmehr durch die Polizei und behördlich beauftragte Amtsperſonen eine Unterſuchung ange' ſtellt wurde, kam man zur Entdeckung ge ⸗ radezu unglaublicher Zuſtände. In der Wohnung, die völlig verſchmutzt war und in der die Bewohner mit dem Kleinvieh zuſammenhauſten, fand man einen kranken Mann, der nur in Lumpen gehüllt war und von Ungeziefer faſt verzehrt wurde. Er mußte ins Kran⸗ kenhaus nach Baumholder verbracht werden. Sämtliches Vieh war, da ihm die nütige Pflege fehlte, in überaus ſchlecht ernähr⸗ tem Zuſtan d. Eine Kuh mußte ſofort not⸗ geſchlachtet werden. Die anderen Tiere, Pferde, Kühe und Schweine, wurden in Nachbarſtällen untergebracht, wo man ſie wieder aufzunähren verſuchen wird. Der Hofbeſitzer, der ſtark verſchuldet ſcheint, wird ſich wohl vor der Kreisbauernſchaft zu verantworten haben. Zehn Grad Kälte im Gebirge Vereiſungen in den Aeberſchwemmungsgebieten Karlsruhe, 7. Febr. Völlig überraſchend iſt in der Nacht zum Donnerstag ein empfind⸗ licher Froſteinbruch im Schwarzwald und im Rheintal erfolgt, der auf den plötz⸗ lichen Vorſtoß rauher und lebhaft bewegter Nordoſtwinde zurückzuführen iſt. Während des ganzen Donnerstags dauerte die eiſige Briſe an, die auf dem Gebirgskamm von der Hor⸗ nisgrinde bis zum Belchen im Süden eine Kälte von minus 10 Grad hervorrief und ſelbſt in der Hardt eine Froſttemperatur von minus 3 Graod zeitigte. Der Wetterumſchlag hat die Hochwaſſer⸗ gefahr vollſtändig beſeitigt, da jeglicher Zufluß von Schmelzwaſſer aus den Bergen auf⸗ 21. Fortſetzung Er tat einen weiteren Schuß und hatte wie⸗ der eine Nummer und dann noch eine. Wieder ſah er Herminen an, und ſie lachte noch mehr mit den Augen und ſagte noch ernſthafter: „Siehſi du? Es geht doch, jetzt fahre fort.“— Unverwandt ſah er ſie an und konnte den Blick kaum wegwenden, denn noch nie hatte er ihre Augen ſo geſehen; es glühte etwas Herbes und Tyranniſches mitten in der lachenden Süßigkeit ihres Blickes, zwei Geiſter ſprachen beredt aus ſeinem Glanze: der befehlende Wille, aber mit ihm verſchmolzen die Verheißung des Lohnes und aus der Verſchmelzung entſtand ein neues geheimnisvolles Weſen.„Tu mir den Willen, ich habe dir mehr zu geben, als du ahnſt!“ ſag⸗ ten dieſe Augen und Karl ſchaute fragend und neugierig hinein, bis ſie ſich verſtanden mitten im Gerauſch und Gebrauſe des Feſtes Als er ſeine Augen in dieſem Glanze geſättigt, wandte er ſich wieder, zielte ruhig und traf abermals. Jetzt fing es ihm ſelbſt an möglich zu ſcheinen: doch weil ſich Leute um ihn zu ſammeln began⸗ nen, ging er weg und ſuchte einen ruhigeren und einſameren Stand, und Hermine folgte ihm. Dort ſchoß er wiederum einige Treffer, ohne einen Schuß vergeblich zu tun; und ſo fing er an, die Kugeln bedächtlich wie Gold⸗ ſtücke zu behandeln, und jede begleitete Hermine mit geizigen leuchtenden Blicken, eh ſie im Laufe verſchwand: Karl aber, eh' er zielte, ohne Haſt noch Unruhe, ſchaute jedesmal dem ſchönen Weſen ins Geſicht. So oft ſein Glück auffiel und die Leute ſich um ihn ſammelten, ging er weiter vor eine andere Scheibe; auch ſteckte er die erhaltenen Zettel nicht auf den Hut, ſon⸗ dern gab ſie ſeiner Begleiterin zum Aufbewah⸗ ren; die hielt das ganze Büſchel und nie hatte ein Schütz einen ſchöneren Nummernhalter be⸗ ſeſſen. So erfüllte er in der Tat ihren Wunſch und brachte nach und nach die fünfundzwanzig Schüſſe ſo glücklich an, daß nicht einer außer⸗ halb des vorgeſchriebenen Kreiſes einſchlug. Sie überzählten die Karten und fanden das ſeltene Glück beſtätigt.„Das habe ich einmal gekonnt und werde es in meinem Leben nie wieder machen!“ ſagte Karl;„item, das haſt du mit deinen Augen bewirkt. Es nimmt mich nur wunder, was du noch alles damit durchzuſetzen gedenkſt!“ „Das mußt du abwarten,“ erwiderte ſie und lachte jetzt auch mit dem Munde.„Geh jetzt zu den Alten,“ fagte er,„und bitte ſie, ſie möchten mich aus dem Gabenſaal abholen, damit ich ein Geleit habe, da ſonſt niemand bei mir iſt, oder willſt du mit mir marſchieren?“—„Ich hätte Luſt,“ ſagte ſie, ging aber doch eilig davon. Die Alten ſaßen in tiefen und fröhlichen Ge⸗ ſprächen; das Volk in der Hütte hatte ſich zum größten Teil verändert; ſie aber hielten feſt an ihrem Tiſche und ließen das Leben um ſich wogen. Lachend trat Hermine zu ihnen und rief:„Ihr ſollt den Karl abholen, er hat einen Becher!“ „Wie, was?“ rieſen ſie und brachen in Jubel aus;„ſo treibt eris?“—„Ja,“ ſagte ein Be⸗ tannter, der eben herzutrat,„und zwar hat er den Becher mit fünfundzwanzig Schüſſen ge⸗ wonnen, das kommt nicht alle Tage vor! Ich habe das Pärchen beobachtet, wie ſie's mit- einander gemacht haben!“ Meiſter Frymann ſah erſtaunt auf ſeine Tochter:„Haſt du etwa auch geſchoſſen? Ich will nicht hoffen; denn deralei⸗ gehört hat. Die Trockenheit der Luft und die abgebremſten Waſſerzuſtröme bedingen ein ſchnelles Fallen des Rheines und ſeiner Neben⸗ flüſſe. In der Niederung des Rheines ſowie im Gebiet der Mündungen der Rench, Kinzig, Murg und Enz ſind ſeit Donnerstag vielfach Vereiſungen auf den überſchwemmten Ge⸗ länden feſtzuſtellen, da die Stauwaſſer auf Wie⸗ ſen und Feldern über Nacht zu ſpiegelblanken Eisflächen geworden ſind. Im Hochſchwarzwald beſtehen beſte Vorbedingungen für jede Art von Winter⸗ ſport bei unverändert hoher Schneelage(bis 170 Zentimeter) in der Region zwiſchen 800 und 1500 Metern. chen Schützinnen nehmen ſich gut aus ſo im ganzen, aber nicht im beſonderen.“ „Sei nur zufrieden,“ ſagte Hermine,„ich habe nicht geſchoſſen, ſondern nur ihm befohlen, daß er gut ſchießen ſoll.“ Hediger aber erbleichte vor Verwunderung und Genugtuung, daß er einen Sohn haben ſollte, redebegabt und berühmt in den Waffen, der mit Handlungen und Taten aus ſeiner verborgenen Schneiderwohnung hervorträte. Er zog die Pfeifen ein und dachte, da wolle er nichts mehr bevormunden. Doch die Greiſe brachen nun auf nach dem Gaben⸗ tempel, wo ſie richtig den jungen Helden ſchon mit dem glänzenden Becher in der Hand und mit den Trompetern auf ſie harrend antrafen. Alſo zogen ſie mit ihm nach der Weiſe eines muntern Marſches in die Hütte, um den Becher zu„verſchellen“, wie man zu ſagen pflegt, aber⸗ mals mit feſten kurzen Schrittchen und geball⸗ ten Fäuſten triumphierend in die Runde blit⸗ kend. An ihrem Hauptquartier wieder ange⸗ kommen, füllte Karl den Becher, ſetzte ihn mit⸗ ten auf den Tiſch und ſagte:„Hiemit widme ich dieſen Becher der Geſellſchaft, damit er ſtets bei ihrer Fahne bleibe!“ „Angenommen!“ hieß es; der Becher begann zu kreiſen und eine neue Luſtbarkeit verjüngte die Alten, welche nun ſchon ſeit Tagesanbruch munter waren. Die Abendſonne floß unter das unendliche Gebälk der Halle herein und vergoldete Tauſende von luſtverklärten Geſich⸗ tern, während die rauſchenden Klänge des Or⸗ cheſters die Räume erfüllten. Hermine ſaß im Schatten von ihres Vaters breiten Schultern ſo beſcheiden und ſtill, als ob ſie nicht drei zäh⸗ len könnte. Aber von der Sonne, welche den vor ihr ſtehenden Becher beſtreifte, daß deſſen inwendige Vergoldung ſamt dem Weine auf⸗ blitzte, ſpielten goldene Lichter über ihr roſig erglühtes Geſicht, welche ſich mit dem Weine be⸗ wegten, wenn die Alten im Feuer der Rede auf den Tiſch ſchlugen; und man wußte dann nicht, ob ſie ſelber lächelte oder nur die ſpielen⸗ den Lichter. Sie war jetzt ſo ſchön, daß ſie bald von den umherblickenden jungen Leuten ent⸗ deckt wurde. Fröhliche Trupps ſetzten ſich in der Nähe feſt, um ſie im Auge zu behalten, und es wurde gefragt:„Woher iſt ſie, wer iſt der Alte, kennt ihn niemand?“—„Es iſt eine St. Gal⸗ lerin, es ſoll eine Thurgauerin ſein!“ hieß es da:„nein, es ſind alles Züricher an jenem Tiſch“, hieß es dort. Wo ſie hinſah, zogen die luſtigen Fünglinge den Hut, um ihrer Anmur die gebührende Achtung zu erweiſen, und ſie lachte beſcheiden, aber ohne ſich zu zieren Als jedoch ein langer Zug Burſchen am Tiſche vor⸗ mer begehrte mit allen Männern Kraftüb Neuſtadt, 7. Febr. Die maſſigen Nen ſchneefälle im Hochſchwarzwald m die Schwere und Feuchtigkeit des gefallene Schnees haben die Schneerutſchgefah in einzelnen Gebirgsabſchnitten 1 W wäre es übertrieben, auch für den— 9 wald hieraus eine„akute Lawinengefahr“ f konſtruieren, die mit der des Hochgebirges he gleichbar wäre. Soweit Meldungen vorliege ind mehrere hundert Kubikmeter Schneen afſe im engen Wehratalgebiet ins Rutſche Ke Elraß doch 05 5 wogine chüh ete Straße wieder frei. Hingegen zeigen ein 5 elne Paßſtraßen erhebliche Vereifungen e um 7e für den Kraftwagenverkehr beſondere Vorſit geboten iſt.— Auf dem ſüdlichen Schwarzwoalde Februar anfe c auf den Fa kamm ſind am Dienstag neue reichlic 28 b Schneefälle aufgetreten, die die ſoig en ſollen— Schneehöhe in der Feldberg⸗Gipfelzone guf en finden! Zentimeter erhöht haben und die Wächtebilhm im Lande Umſck an den Nordhängen weiter ausdehnten. 5 ncher ſtille 2 . beſteht auf den Wegen unterhalb de nes Schnees ord⸗ und Oſthänge des Feldberg b Auen gäbe Schneerutſchgefahr. Vor Beſchreitende Felſenweges wird beſonders gewarß da ſich namentlich am Seebuck, Balden weger Buck und an der Zaſtler Halh Schneebalkon danken ein, al tſchaft und ſäl r bedeckten nen Dächer gewaltige überhängende 0 Bild f Bilde, ſo n von 5 bis 6 Meter Durchmeſſer gebildet h 0 ieſen Schaden durch abrutſchende Erdmaſſen a Oppenau, 7. Febr. Die Bewohner der Winter regi⸗ der Rench und dem Lierbach ſtehenden Häuſſ atmen erleichtert auf, denn das Waſſer iſt wit der etwas gefallen. Der Schnee und der d folgende Regen haben den Boden aufgeſpeſth ſo daß da und dort Erdmaſſen h rutſchten. So ſtürzte hinter einem Bauenſ hof in Löcherberg die Erde ab, erdrückte dü Schweineſtall und begrub darunter vier Feh kel, während von den geretteten größentg Schweinen eins notgeſchlachtet werden mußit Weiter wurde die Hinterwand des Hauſes m dem Zimmer der Knechte eingedrückt, in deng d ſich glücklicherweiſe niemand befand. KTinen ein Fri — ſchmetterte der ben in die Mor in ſeinem Beg war, wie kaum An ihrer Neckarhauſen ſchafft Arbeit 100 Mann gewinnen neuen Ackerboden Neckarhauſen, 7. Febr.(Eigener Berichh Das Arbeitsbeſchaffungsprogramm wird Neckarhauſen mit Nachdruck durchgeführt. M Montag werden bei den Meliorationz Hertlüche— arbeiten am Slvesheimer Bogen, gegenühet In der Tage⸗ Slvesheim, hundert Mann eingeſetzt, di—15 fen 5 von 20 Arbeitsloſe aus Mannheim.(i net ſind, ſonder wird wertvoller Boden gewonnen, denn es ha—55 ſich habe ſich, entgegen den früheren Annahmen, durgh iſſen leben, m das Hochwaſſer herausgeſtellt, daß durch da 18— Waſſer die Erde nicht fortgeſchwemmt wurde Gm ſondern ſich wertvoller Schlamm anſetzt, der deh dortigen Boden noch verbeſſert. Durch dieſe beiten wird im Rahmen der Erzeugungsſchlacht wertvoller Ackerboden neugeſpoß nen, verbeſſert und dadurch brachliegendes 6 lände nutzbar gemacht. Damit erhöht Neckat/ hauſen ſeinen brauchbaren Ackerboden um beh nahe zehn Prozent und führt zugleich ein wirkſame Arbeitsſchlacht, zum Nutzen der geg ſamten Gemeinde. —— So konnte m armer Sozialre hilfswerk unter der NS⸗Volksn als einziges, Sack Holz bre Wir freuen u eim ähnliches ben dieſer C ſten der Tat“ gewordenen B und zugleich ſc überging und alle die Hüte zogen, da muß 70 Kinde ſie doch die Augen niederſchlagen und nog mehr, als unverſehens ein hübſcher Berſe Stundent kam, die Mütze in der Hand, un mit höflichem Freimut ſagte, er ſei von dreißi Freunden abgeſanot, die am vierten Tiſche voh da ſäßen, ihr mit Erlaubnis ihres Herrn B ters zu ertlären, daß ſie das ſeinſte Müdche in der Hütte ſei. Kurz, alles machte ihr förm lich den Hof, die Segel der Alten wurden von neuem Triumphe geſchwellt, und Karls Ruh ward durch Herminen beinahe verdunkelt, Aheg auch er ſollte nochmals obenauf kommen. Denn es entſtand ein Geräuſch und Gedrüng im mittleren Gange, herrührend von zwei Ee nen aus dem Entlibuch, die ſich durch d Menge ſchoben. Es waren zwei ordentliche R ren mit kurzen Holzpfeiſchen im Munde, di Sonntagsjacken unter den dicken Armen ſüth⸗ rend, kleine Strohhütchen auf den großen Kh ſen und die Hemden auf der Bruſt mit ſilberne Herzſchnallen zuſammengehalten. Der eine, R voranging, war ein Kloben von fünfzig Jahreg undo ziemlich angetrunken und ungebärdigf den Am Ende de Gefolgſchaft de ſeits geleger inſchließlich de 31 Mann ſt n achdem die 2 ihre Opferbere fierte ſie durch NS⸗Volkswohl illen, trotz k ſſe nach beſter deraufbau des Mancher Nö cher nur n 3 en on d anzuſtellen und ſuchte überall ſeine klobige ſich Finger einzuhaken, indem er freundlich odeng auch herausfordernd mit den Aeuglein blinzelt So entſtand überall vor ihm her Anſtoß m Verwirrung. Aber dicht hinter ihm ging de andere, ein noch derberer Geſell von achiif Jahren mit einem Krauskopf voll kurzer geiher Löcklein, und das war der Herr Vater de Fünfzigjährigen. Der lenkte den Herren Sohſ ohne das Pfeiſchen ausgehen zu laffen, mit Life ner Hand, indem er von Zeit zu Zeit ſagtt „Büebeli, halt Ruh! Büebeli ſei mir ordent lich!“ und ihm dabei die entſprechenden Rich und Handleitungen erteilte. So ſteuerte er ih mit kundiger Fauſt durch das empörte Mee bis gerade vor dem Tiſche der Siebenmänſ es eine gefährliche Stockung abſetzte da ehi eine Schar Bauern daherkam, welche den Rah luſtigen zur Rede ſtellen und in die Mitte neh men wollten. In der Furcht, ſein Büebeli wenſ eine große Teufelei anrichten, ſah ſich der Baß nach einer Zuflucht um und bemertte die Alih „Unter dieſen Schimmelköpfen wird er ruh ſein!“ brummte er vor ſich hin, faßte mit de einen Fauſt den Jungen im Kreuz unod ſteuen ihn zwiſchen die Bänke hinein, während er der anderen Hand rüchwärts fächelnd die nach dringenden Gereizten ſanft abwehrte; denn de ein' der andere war in aller Schnelligteit e reits erheblich gezwickt worden. Schluß folgt) Sonderzüge Die prachtvoll⸗ neten Sportve chenende wied verkehr erwar hühlertal⸗Otte am Samstag 2600, am Sor 85. Geburt⸗ Rheinau, Mi 85. Geburtstoe Im Silberk it feierte die Neu⸗Eichwald frau Auguſte 5—A Nr. 65— Seite 5 Frühausgabe— Freitag, 8. Februar 12³³ maſſigen 4 für den 8. Jebruar 1935 rutſchge Hinrichtung der Königin Maria Stuart en erhö on Schottland in Fotheringhay(geb. 1542) den 999 chw 33 Maler Moritz von Schwind in awinengefahr nchen(geb. 1804). Hochgebirg ſt, der Geograph Alfred Kirchhoff in dungen vor kockau bei Leipzig(geb. 1838). eter Schnet ſtürmung von Johannisburg in Oſt⸗ et ins R eußen durch die Deutſchen. i 5 gegen ze 5 erelft lin Februar man mit den Abenden bzw. Nächten heſondere Vor ebruar anfangen ſoll, weiß man im Hin⸗ ichwarzwal auf den Faſching wohl zur Genüge, aber reichli uns dieſe bald trüben, bald heiteren Tage 1 l die tot ſollen— wer will darauf eine bündige ipfelzone ort finden? Er müßte einmal draußen ausn ande Umſchau halten, da würde ihn ſo gen An er ſtille Wald entzücken im Schweigen es Feldbe feines Schnees, die weiße Weite der Felder ſchreiten und Auen gäbe ihm manchen nachdenklichen ders gewarn Gebanken ein, aber käme er dann etwa in eine buck, Ba Diiſchaft und ſähe die vom ſchmutzigen Schnee⸗ zaſtler bedeckten Straßen und Wege, die miß⸗ chneeba fürbenen Dächer und den grauen Ton im gan⸗ ſen Bilde, ſo wäre er ſchließlich und endlich mit dieſen Eindrücken nicht zufrieden. im Februar hinterlaſſen zwieſpältige mungen. Noch ſind es Wintertage, doch Bewohner der ir Winter regiert nur ſehr unzuverläſſig. Hat ſtehenden Häuſt mal ein Loblied auf ihn bereit, ſo macht as Waſſer iſt wi bald eine milde Witterung wieder alles nee und der don hte. ahrene Leute haben uns einen baldigen hling vorausgeſagt. Nun, ſoweit iſt es an den Frühling zu denken, und doch ſich eine leiſe Freude auf den Frühling Herzen nicht mehr verſchweigen. d kürzlich erſt, wie war das eines Morgens ön: da ſang auf einem kahlen Aſt eine Umfel und jeder, der ſie vernahm, horchte auf. denn aus ihrer Kehle kam in ſchmelzenden Tönen ein Frühlingslied. So überzeugend metterte der Vogel ſeinen Frühlinasglau⸗ ben in die Morgendämmerung, daß dieſer Tag in ſeinem Beginn ſchon ſo verheißungsvoll war, wie kaum ein anderer im Februar. zoden aufgeweic dmaſſen retteten größert et werden mußie d des Hauſes f ngedrückt, in befand. fft Arbeil en Ackerboden (Eigener Benich An ihren Taten ſollſt du ſie ramm wird if erkennen! durchgeführt. Ab Herrliche Beweiſe ſelbſtloſer Opferbereitſchaft In der Tagespreſſe kann man in ſteigendem Maße immer wieder kleine Artikel leſen, daß lksgenoſſen, die nicht mit Glücksgütern geſeg⸗ et ſind, ſondern die ein arbeitsreiches Leben nter ſich haben und nun in armen Verhält⸗ iſen leben, mehr wie andere, denen es gut 5 für ihre noch ärmeren Volksgenoſſen ſern und geben. nnen, denn es ha Annahmen, durt eſchwemmt n 4 So konnte man leſen, daß im Murgtal ein im anſetzt, der de mer Sozialrentner, der ſelbſt vom Winter⸗ t. Durch dieſ lfswerk unterſtützt wird, in die Geſchäftsſtelle der NS⸗Volkswohlfahrt, als einziges, was er entbehren konnte, einen Sack Holz brachte, den er im Sommer ge⸗ ſammelt hatte. r freuen uns, auch aus dem Kreis Mann⸗ n ähnliches berichten zu können und über⸗ ben dieſer Chronik„der wahrhaften Sozia⸗ liſten der Tat“ aus der Fülle der uns bekannt gewordenen Begebenheiten die beiden letzten id zugleich ſchönſten Fälle. Von einem in einem ften Kinde, deſſen Eltern vom Winterhilfs⸗ erk unterſtützt werden, iſt uns ein kleines ket mit folgender Bitte zugegangen: iermit übergebe ich dem Winterhilfswerk ein Paar Schuhe, da ich zwei Paar Schuhe beſitze. Ein Kind ſoll ſie bekommen, das noch ärmer iſt wie ich.“ Am Ende des vergangenen Monats iſt die olgſchaft des Straßenheimer Hofes, eines its gelegenen landwirtſchaftlichen Gutes, chließlich des Verwalters, geſchloſſen, n neugewoß brachliegendes Ge it erhöht Nechah ckerboden um bei —————— zogen, da mußt chlagen und not hübſcher Berne n der Hand, und er ſei von dreiß vierten Tiſche vo ihres Herr s feinſte Mäßdche machte ibr föm Alten wuwden von und Karls he verdunkelt. uf kommen. 31 Mann ſtark, Mitglied der NS⸗Volks⸗ 18* wohlfahrt geworden. hie ſich dur achdem die Belegſchaft ſeit langer Zeit durch re Opferbereitſchaft bekannt war, dokumen⸗ te ſie durch ihren geſchloſſenen Beitritt zur RS⸗Volkswohlfahrt auch nach außen hin ihren illen, trotz beſcheidener Einkommensverhält⸗ ſſe nach beſten Kräften mitzuarbeiten am Wie⸗ aufbau des Reiches. Mancher Nörgler, mancher Egoiſt und man⸗ cher nur auf ſein Wohl bedachter Volksgenoſſe muß ſich von dieſem Opfergeiſt beſchämen laſſen. ten. Der eine, de hon fünfzig Jahh ungeb en Sonderzüge ins badiſche Winterſportgebiet. die prachtvolle Witterung und die ausgezeich⸗ eten Sporwerhältniſſe laſſen über das Wo⸗ nende wieder einen lebhaften Winterſpori⸗ erkehr erwarten. Von Mannheim nach Ober⸗ ühlertal⸗Ottenhöfen und Offenburg verkehren Samstag, dem 9. Februar, Sonderzug Geſell von voll kurzer r Herr Vate den Herren zu laſſen, mit 2600, am Sonntag Sonderzug 2602, letzterer eit zu Zeit t Rückfahrt. Ferner verkehren am Sonn⸗ li ſei mir orden den 10. Februar, Sonderzug Nr. 4000 von itſprechenden Rit arlsruhe nach Villingen und zurück. Am So ſteuerte er i as empörte Me der Siebenmänh abſetzte da eh „ welche den Rau in die Mitt ſein Büebeli „ſah ſich der bemerkte die Alt en wird er ruh hin, faßte m Kreuz und ſt⸗ n, während fächelnd die ubwehrte; den mstag ſind die Eilzüge 298/398 Mannheim d Heidelberg—Freiburg und am Sonntag 300 von Richtung Kehl ab Appenweier für ſſende mit Sportgerät für Sonderzugkarten öhne Zuſchlaa freigegeben, bei Fahrt über Freiburg hinaus. Eine ähnliche Erleichterung heſteht für die Rückfahrt mit Eilzug 305 am zonntagabend, Zugang in Freiburg. 85. Geburtstag. Frau Margarethe Köber, Rheinau, Mufhauerſtr. 4, feierte geſtern ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren! m Silberkranz. Das Feſt der ſilbernen Hoch⸗ jedoch nur bei r Sch zeit feierte dieſer Tage Herr Johann W achtel. en. 3 Reu⸗Eichwald, Föhrenweg 12, mit ſeiner Ehe⸗ Auguſte, geb. Betting. Arbeiterviertel wohn⸗ Elektriſche Straßenbeleuchtung in den Quadraten Unſer Bild zeigt die Befeſtigung einer neuen Straßenlampe am Verlagsgebäude des „Hakenkreuzbanner“ Ansoen Semüsemann Ich muß ihn ſo nennen, denn er iſt keiner von der gewöhnlichen Sorte der Gemüſemän⸗ ner, keiner, der nur mechaniſch ſein Tauſch⸗ geſchäft betreibt, um ſich einen kleinen Nutzen zu verſchaffen, gerade hinreichend, daß er ſchlecht und recht davon leben kann. Er iſt näm⸗ lich ein Original. Er verſteht ſich auf ſein Publikum, das, noch bevor es ſich zum Kaufe entſchließt, zunächſt koſtenlos unterhalten ſein will. Unſer Gemüſemann iſt Ausrufer, Ver⸗ käufer und Spaßmacher in einer Perſon. Schon wenn er bei uns draußen in der Vor⸗ ſtadt mit ſeinem kleinen Pferdefuhrwerk noch gar nicht ſichtbar iſt, macht ſeine durchdrin⸗ gende Stentorſtimme über ganze Häuſerblocks hinweg auf ſein Kommen aufmerkſam. Sein Wagen ſtellt immer eine Muſterkarte der je⸗ weils marktgängigen Ware dar: im Winter auf kümmerliche Treibhausgewächſe zuſammen⸗ ſchrumpfend, dafür aber im Frühjahr und Sommer mit allen Farben und Formen natür⸗ lichen Wachstums lockend. Dies iſt die Zeit, da ſich ſeine Stimme förmlich überſchlägt, wenn ſeine Warenliſte ſchier kein Ende mehr finden will und zuletzt die verſchiedenen Salate— „Kopfſalat, Salat, Salat, Feldſalat, Salat, Salat!“— zur Streckung des ſprachlich⸗muſi⸗ kaliſchen Rhythmus herhalten müſſen. Dazu kommen dann die mannigfachſten Variationen über das Thema: „Der Gemüſemann iſt da!“ (Als ob er ſich nach Beruf und Geſchlecht erſt vorzuſtellen habe.) Indem er zum Ueberfluß wuchtig die Glocke dabei ſchwingt, humpelt er — ein Bein iſt etwas kürzer als das andere— dem Wagen mit dem drolligen Ponnypferdchen voraus. Wie der Rattenfänger von Hameln lockt er mit ſeinem luſtigen Singſang die Hausfrauen auf die Straße. Aus allen Türen und Toren kommen ſie hinzugelaufen, und indem ſie, mit Körben und Einholnetzen bewaffnet, das Wä⸗ gelchen prüfend und taſtend umlagern, können ſie nicht anders als lächeln und guter Dinge ſein, denn für jede hat unſer Gemüſemann ein neues Scherzwort täglich bereit— man kann wirklich ſagen, daß er ſeine Kundſchaft„indi⸗ viduell“ bedient. Manchmal, das darf ebenfalls nicht verſchwie⸗ gen werden, iſt er freilich etwas angeſäuſelt; dann verſichert er allen, die es hören wollen, auf Ehrenwort, daß er heute früh nur zwei Glas Bier und drei Schnäpſe getrunken habe. Dann ſprudelt es aber auch nur ſo aus ſeinem verdächtig duftenden Munde, dann kann er ſo⸗ gar ſo unvorſichtig ſein, alle Schuld an ſeinem Zuſtand auf ſein„Hauskreuz“ daheim abzu⸗ wälzen. Die Witze, ſonſt vielleicht nur harm⸗ loſen Seifenblaſen zu vergleichen, zerplatzen an ſolchen Tagen wie weithin ſtreuende Bomben. Wäre er nicht ein anerkanntes Original, das für Erheiterung in guten wie in böſen Tagen ſorgt, möchte man ihm ein gewagtes Wort, das ihm hin und wieder entſchlüpft, gar übel ver⸗ merken. Indeſſen naht er ſich ſchon am näch⸗ ſten Tag mit ſchuldigem Gewiſſen den Be⸗ leidigten, um mit ausgeſuchter Höflichkeit den Schaden wieder gut zu machen, was in der Regel durch eine, für andere unmerkliche Drein⸗ gabe geſchieht. In welch hohem, durch nichts zu erſchüttern⸗ dem Anſehen unſer Gemüſemann ſteht, dafür nur ein Beiſpiel: Letztes Frühjahr tauchte plötzlich noch ein anderer Gemüſemann in un⸗ ſerer Gegend auf, offenkundig bemüht, mit ſanfter Gewalt ſich in die Gunſt der Haus⸗ frauen einzuſchmeicheln. Er verkaufte ſeine Ware durchweg ſogar um ein paar Pfennige billiger, nur um deſto ſicherer den Rivalen zu verdrängen. Ohne Frage von beſtem Leumund, höflich und zuvorkommend beim beſcheidenſten Einkauf, erlebte er dennoch ein klägliches Fiasko: ſo plötzlich wie er auf der Bildfläche erſchienen war, verſchwand er eines Tages wieder. Der andere hatte nun mal das Monopol und hat es bis zum heutigen Tag. H. A. B. Die Ms-Srauenscajt Herät Neues für die Küche Der Menſch lernt nie aus. Auch die beſte Hausfrau nicht. Es gibt in Küche und Keller viele Möglichteiten, die man von ſich aus einfach nicht wiſſen kann. Die nicht in dem berühmten, alten Kochbuch aus Großmutters Zeiten ſtehen und ſich auch durch Erfahrungen nicht lernen laſſen. Sie glauben mir nicht! Hand auf's Herz! Wer von euch Hausfrauen— wir wiſſen, daß ſie tüchtig ſind— wer alſo wußte zum Bei⸗ ſpiel, daß ein klein wenig Heſe in Hülſenfrüch⸗ tenſuppen den Geſchmack von einigen Pfund mitgekochten Fleiſches erſetzt? Sie wollen es erſt ausprobieren? Es gilt! Das nächſte Mal alſo, wenn Erbſen, Linſen oder Bohnen auf den Tiſch kommen, die Hefe nicht vergeſſen. Sie kommt— ungefähr ein nußgroßes Stück— in die fertige Suppe und wird zehn Minuten mitgekocht. Die Familie wird ſtaunen und der gute Gatte ſich den— falls vorhanden— Schnurrbart lecken. Das Rezept iſt beſonders gegen Monatsende zu empfehlen. Von wegen Rückſicht auf den Etat. Alſo aufſchreiben bitte. Doch das nur nebenbei. Die eigentliche Vor⸗ führung der NS⸗Frauenſchaft, Abteilung Volks⸗ und Hauswirtſchaft, behandelte kalten und warmen Hefeteig undſeine verſchie⸗ denen Verwendungsmöglichteiten. Auf dem Probiertiſch im Saale der Frauen⸗ ſchule ſtanden die leckerſten Kuchen und Gebäcke, die verführeriſch den Gaumen kitzelten und zum Nachmachen geradezu aufforderten. Was die Ausführungen der Sprecherin demonſtrativ und wirkſam unterſtützte.*. Mit den Hefeteigen heißt es verſtändnisvoll umgehen. Manche Frau kann ein Lied ſingen von Sitzenbleiben, von Schmierigwerden und ſo wei⸗ ter. Und nach einigen mißglückten Verſuchen wird die Hefe als unrentabel beiſeite gelegt. Dabei laſſen ſich aus ihr die feinſten und billig⸗ ſten Gebäcke machen. Nur ein wenig Geduld muß man haben und auch ein wenio davon ver⸗ ſtehen. Aber das läßt ſich lernen. Wer öfters die Vorführungen für Hausfrauen der NS⸗ Frauenſchaft beſucht, wird bald in allem firm fein. Drum wollen wir uns bei dieſer Gelegen⸗ heit gleich den nächſten Vortrag mit Lichtbildern und praktiſchen Darbietungen merken. Aufge⸗ paßt: Am Donnerstag, den 14. Februar, in der Harmonie in D 2. Thema: Mi⸗Bro⸗Kä, gleich — Brot⸗ und Käſeverwendungsmöglich⸗ eiten. Es iſt das Beſtreben der NS⸗Frauenſchaft, immer Neues zu bringen, woran unſere Haus⸗ frauen profitieren können. So wurde geſtern gezeigt, wie kalter Hefeteig zubereitet wird. Man nimmt: Mehl, Butter, Hefe, ein Ei und etwas Milch, verarbeitet dies zu einem glatten Teig, der in kaltes Waſſer gelegt wird, bis er hochkommt. Man walkt ihn aus und ſchneidet kleine Stücke zu Hörnchen oder anderem, auch Apfelſtrudel oder Zwiebelkuchen läßt ſich gut davon machen. Auch das gerade jetzt ſehr aktuelle Problem gefüulter und ungefüllter Faſchingskrapfen wurde eingehend beſprochen. Verraten ſei nur, daß das wichtigſte beim Backen die richtige Tem⸗ gen. Es folgt die Pfalz mit etwa 13 000 einem größeren Publikum zugänglich gemacht peratur des Fettes oder Oeles iſt. Leicht zu er⸗ kennen, wenn man eine kleine Zwiebel hinein⸗ gibt, die durch ihr Hellerwerden den notwendi⸗ gen Hitzegrad verrät. Sehr ſchade, daß wegen zu ſtarkem Beſuch nicht alle Frauen, die der Vorführung beiwoh ⸗ nen wollten, Einlaß finden konnten. Der Nach⸗ mittag war wirklich lehrreich und daneben un⸗ terhaltend, da ſowohl Stimmen aus dem Publi⸗ kum als auch heitere Zwiſchenbemerkungen der Sprecherin für fröhlichen Humor ſorgten. Doch hat Kreisamtswalterin Frau Drös für die nächſten Veranſtaltungen einen größeren Saal verſprochen, der dem ſtarken Intereſſe der Mannheimer Hausfrauen me n Was wiſſen wir von unſerem Körper? Nur wenigen iſt bekannt, daß das Maß des menſchlichen Körpers im Liegen größer iſt, und daß wir am Morgen länger ſind als am Abend. Das Herz ſchlägt durchſchnittlich 72mal in der Minute. In einer Minute geſchieht folgendes: 0,085 Sekunden werden für jede Zuſammen⸗ ziehung, eine Zehntelſekunde für jede Entſpan⸗ nung, 0,4 Sekunden für die Ruhepauſe be⸗ nötigt. Der kleine Herzmuskel leiſtet in 24 Stunden eine Arbeit, die einem Kraftauf⸗ wand entſpricht, um 19 Kilogramm 1000 Meter hoch zu heben. Pro Stunde jagt das Blut 32 Kilometer durch den Körper; das iſt ungefähr die Durch⸗ eines Per⸗ ſonenzuges. Die Arterienwände, die den jahrzehntelangen Druck der anſtürmenden Blut⸗ maſſen auszuhalten haben, können einen Druck von 8 Atmoſphären aushalten. Im Vergleich dazu kann angeführt werden, daß 4 Atmoſphäã⸗ ren Dampf genügen, um einen Stadtbahnzug wohltuend zu erwärmen. Das Blut, deſſen Geſamtmenge auf ungefähr 5 Liter zu veran⸗ ſchlagen iſt, enthält in jedem Kubikmillimeter 0 5 Millionen rote und etwa 5000 weifze Blutkörperchen. Der Organismus beſitzt insgeſamt die aſtro⸗ nomiſche Zahl von 25 Billionen roten Blut⸗ körperchen. Das Blut gefriert bereits bei minus % Grad Celſius und würde bei 60 Grad Hitze zerſtört werden. Der Menſch atmet ungefähr i8mal in der Minute; dabei nimmt er etwa 6 Liter Luft auf. In 24 Stunden werden ca. 500 Liter Waſſerſtoff verbraucht und mehr als 400 Liter Kohlenſäure ausgeſtoßen. Galle und Magen produzieren ungefähr 800 bis 1000 Ku⸗ bikzentimeter Säfte. Aus dem deutſchen Tabakgewerbe. Ueber die wirtſchaftliche Bedeutung des deutſchen Tabak⸗ gewerbes wird man ſich klar, wenn man er⸗ fährt, daß heute nicht weniger als 65 000 deutſche Tabakbauern mit rund 350 000 Fa⸗ milienmitgliedern im Deutſchen Tabakverband bzw. im Reichsnährſtand zuſammenſchloſſen ſind. Als das hauptſächlichſte Tabakgebiet in Deutſchland muß Baden angeſehen werden, wo allein rund 36 000 Pflanzer Tabak im Ge⸗ ſamtwert von rund 18 Millionen Mark erzeu⸗ Pflanzern und einem Geſamtwert von 7,.9 Millionen Mark; dann die Uckermark, Nürn⸗ berg. Heſſen, Pommern uſw.(Die genannten Zahlen ſtammen aus dem Jahre 1933.) Einholung der iccard⸗Gondel. Heute, Freitagabend, 19 Uhr, wird vom Bahnhofs⸗ 525 aus die weltberühmte Piccard⸗Gon⸗ el mit ihrem Konſtrukteur in feierlichem Zug eingeholt, um nach dem Roſengarten verbracht zu werden, wo ſie am Samstag bei der Ein⸗ weihung des Weltflughafens Nek⸗ karſchleimheim als beſonderes Schauſtück wird.— An dem Feſtzug nehmen teil: Ab⸗ ordnungen der Karnevalgeſellſchaften„Feurio“, „Fröhlich Pfalz“, Lindenhof, die Formationen der Mannheimer Flieger ſowie eine größere Anzahl weiblicher Pilotinnen und im Flug⸗ weſen erprobte Perſönlichkeiten.— Der Zug bewegt ſich durch den Kaiſerring bis QOu 7 durch die Freßgaſſe bis E 5, an der Börſe vor⸗ bei zum Zeughausplatz, durch die Kunſtſtraße zum Friedrichsplatz und Roſengarten. Brand durch Ueberhitzung. Am 7. d. M. um .33 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr durch Feuermelder nach den Badiſchen Düngerwer⸗ ken in der Düſſeldorferſtraße 39 gerufen. Durch Ueberhitzung eines Trockenofens iſt ein Teil des Trockengutes und des Dachpappendaches in Brand geraten. Das Feuer wurde mit einer Schlauchleitung gelöſcht. Briefmarken nicht„ablecken!“ Auch Leute, denen es niemals einfallen würde, aus einem von einer anderen Perſon benützten Glaſe zu trinken oder ein Meſſer im Gaſthaus zu be⸗ nützen, ohne es nochmals zu ſäubern— auch dieſe Leute führen oft noch Briefmarken vor dem Aufkleben einfach zum Munde, um ſie „abzulecken“. Erſt der ſeltſame fade Geſchmack auf der Zunge erinnert den Unvorſichtigen an ſeine Unart, die auch hygieniſch durchaus nicht unbedenklich iſt. Man bedenke, daß Schmutz und Bazillen durch das Ablecken der Marken auf die Zunge gebracht werden können. Man feuchte alſo Marken ſtets mit einem Schwamm oder Lappen vor dem Aufkleben an oder mache ſie wenigſtens mit dem angefeuchteten Finger klebefertig. Verein ehemaliger 111er Mannheim. Die diesjährige Jahreshaupwerſammlung findet am kommenden Samstag, 9. Februar, abends 8 Uhr, im„Wartburghoſpiz“ ſtatt. Es iſt Pflicht, daß alle Kameraden pünktlich erſcheinen. In der Kunſthandlung Heckel hat ſeit einiger Zeit der Mannheimer Maler Friedrich Birkenmeier ein Oelgemälde ausgeſtellt, das den bekannten Mannheimer Fritz Wein⸗ reich darſtellt. Jahrgang 5— A Nr. 65— Seite 8 „Hakenkreuzborver“ Frühausgabe— Freitag, 8. Februar 5 Abſchied Sandhofer Siedler! Jahre, die wir davon geredet haben, vom Hinausgehen. Geredet, gehofft, geſehnt, vei⸗ worfen, gefiebert—: Unſere Siedlung, unſere Siedlung! Manchmal waren wir wie krank vom immer⸗wieder⸗Reden; und fingen doch immer wieder von vorne an. Nun iſt der Tag da, an dem wir die Heimat verlaſſen, der Tag des 6. Februar 1935. Es geht in eine neue Heimat im Vaterland. Und unſer Weg führt auf das Land. Kein einziger Tag in unſerem Leben iſt unnütz geweſen, nein, keiner wäre wegzudenken. Wir bleiben bei unſeren eigenen zwei Händen, ſie ernähren uns ja, mehr brau⸗ chen wir nicht. Die Welt iſt Erde, ſo wie wir es ſehen, Wald, Ackerland, man muß es ein Jahr ums andere bebauen und davon leben. Und unſere neue Heimat, Welt und Erde iſt auf dem Ernſt⸗Hof in der Provinz Branden⸗ burg in der Nähe der Reichshauptſtadt Berlin. So wollen wir mit Eichendorff zum Abſchied ſprechen: O, wunderbares, tiefes Schweigen, Wie einſam iſt's noch auf der Welt! Die Wälder nur ſich leiſe neigen, Als ging der Herr durchs ſtille Feld. Ich fühl mich recht wie neu geſchaffen, Wo iſt die Sorge nun und Not? Was mich noch geſtern wollt erſchlaffen, Ich ſchäm mich des im Morgenrot. Die Welt mit ihrem Gram und Glücke Will ich, ein Pilger frohbereit, Betreten nur wie eine Brücke Zu Dir, Herr, überm Strom der Zeit. ... So ſprechen Siedler, ſie ſuchen und fin⸗ den, ſind Pioniere ihrer Gedanken. Einmal und vielleicht recht bald, wird auch ihnen in der neuen Heimat im großen Vaterhaus die Sonne leuchten. Und ihre Kinder werden ihnen aus dem Garten Blumen bringen. Dann werden ſie zuſammen über das Feld gehen, und am Abend wieder umkehren und ſtill nach Hauſe gehen. Sieh, da liegt unſer Haus! Siedlerhaus. Abſchiedsgruß der Ns-⸗Bauernſchaft Begleitet von den beſten Glück⸗ und Segens⸗ wünſchen der NS⸗Bauernſchaft Mannheim⸗ Sandhofen⸗Scharhof, verlaſſen mit dem heuti⸗ gen Tage zwei bekannte Familien unſeres Stadtgebietes: Familie Jakob Reiber, Schönauer Straße und Familie Karl Klai, Untergaſſe ihre Heimat, um ihr durch die Lan⸗ desſiedlung auf Antrag zugewieſenes Sied⸗ lungsgebiet auf dem Ernſt⸗Hof in der Provinz Brandenburg in der Nähe der Reichshaupt⸗ ſtadt Berlin, zu übernehmen. Möge ihr neuer Wirkungskreis ſie im vollſten Schaffen auf der Höhe des Erfolges ſehen. Ihnen frohe Fahrt und glückliche Reiſe mit auf den Weg zum Ge⸗ leit zu geben, ſoll für uns nicht allein eine ehrenvolle Pflicht, ſondern ein tiefes, inneres Bedürfnis ſein. Möge ihnen in der neuen Heimat die Sonne leuchten und Herz und Ge⸗ müt erfreuen, mögen ſie aber nie die alte ver⸗ traute Heimat am Vater Rhein veraeſſen und ihr im ſtillen Winkel ein Gedenken ſichern. Und dies alles möge ein gütiges Schickſal fü g. Seckenheimer Nokizen Vom Standesamt. Im Monat Januar waren 7 Todesfälle zu verzeichnen, denen 11 Geburten gegenüberſtanden. Drei Ehe⸗ ſchließungen wurden regiſtriert. Hohes Alter! Am geſtrigen Tage beging Frau Katharina Groß Witwe, ihren 95. Ge⸗ burtstag. Sie erfreut ſich trotz ihres hohen Al⸗ ters noch guter Geſundheit. S. Selbſt das ſcheueſte Wild des Waldes wagt ſich zur ſtrengen Winterzeit in die Nähe des Menſchen. Nun ade, du liebes Mannheim — liebe Neckar⸗ſtadt ade! Als ich heute morgen 7 Uhr nach meiner Arbeitsſtelle fuhr, fielen mir zwei junge Leute auf, welche die ganze Plattform mit ihrem Gepäck belagerten. Ich dachte gleich:„Aha, zum Arbeitsdienſt“, und hatte mich nicht ge⸗ täuſcht, denn beide verlangten„Hauptbahnhof“ und wie durch ein Zauberwort war alles Fremdſein zwiſchen ihnen geſchwunden. „Gehſcht du a mit dem Transport zum Ar⸗ weitsdienſcht?“ fragte der eine.„Haijoh, Menſch, do ſinn mer jo ſchunn zu zwett. Meenſcht's langt noch uff de Zug?“„No ſicher, am ſinn mer drauße un um halwer Achte geht er jo erſchter.“ „Sage mol, biſcht don du a vun do kumme?“ „Haijoh, vun de Achtzehnte“.„Soo, ich vun de Sechzehnte. No, deß is awer gloor, do halte f5 awer feſcht zamme, mir vun de Neckar⸗ tadt.“ Nun trat eine kleine Pauſe ein, bis der erſte wieder begann: „Es is doch aach wieder ſchee, wenn ma ſon ganze Daag Bahn fahre derf. Weeſcht des kummt jetzt druff an, fahre mer iwer Stutigar:⸗ — Ulm oder Freiburg— Baſel.“„Ja ja“, ſeufzte der andere„wenn man norre noch recht kumme. Awer ſelbſtverſtändlich, ich will doch ach noch en Kaffee trinke am Bahnhof“.„Ja, hoſcht don du dehem kenn Kaffee getrunke?“ „Nee, a weeſcht, ich hab mer'ſacht, fer waß dann ſo frieh uffſtehe. Heit muſch's nochemol ausnitze, wenn de morge uffſtehſcht, weeſchte nitt.“ „Saage mol, was hoſcht dann du alles in deine Koffer drin. Sin die ſchwer?“„Haijoh, ich hab mein Sunndagsanzug drin, un Hem⸗ der, Socke un mei Schaffkleeder, denn deß werd doch die Hauptſach ſein, meenſcht nitt?“ „Blooß en Sunndagsanzug; ich hab zwee debei. Hanno, ich loß ma enfach noch ener ſchicke, des is'wenigſcht.“ „Hoffentlich hott en jeder ſein Kleederſchrank. Ich brauch nemlich ener for mich elen.“„Menſch, des geht doch nett, wieveil Schränk bräuchte ma dann do.“„Recht hoſcht jo, no morje werre mer's wiſſe. Jetzt ſinn ma jo glei do.“ Und ein letzter Blick glitt nochmals über die im Dunkel liegende Neckarwieſe nach der langſam entſchwindenden Neckarſtadt. „Sodele, geh du emol nunner, ich geb der die Koffer. Hoffentlich hammer glei Anſchluß, daß ich noch zu feim Kaffee kum.“ Und mit einem kräftigen„Heil Hitler!“ waren ſie unſe⸗ ren Blicken entſchwunden. L. Münch. Das Gruppenſingen ſchreitet rüſtig voran Das große Bundesſängerfeſt in Karlsruhe winkt— und darum müſſen die Vorbereitungen energiſch in Angriff genommen werden. Da zu diente auch das Gruppenſingen des Bezirks Mannheim 1. Nachdem ſchon die Gruppen 1 und I1 ihre Arbeit erfolgreich aufgenommen haben, kam auch am Mittwochabend die Gruppe III im„Eichbaum“, P 5, zum erſten Male zum Gruppenſingen zuſammen. Von den acht Aikee Pon MG-⸗Vereinen: Singverein, Sängerkreis Poſtſportverein, Sängerchor Flei⸗ ſcherinnung, Liederhort, Sängerheim, GV Mannheim, Arbeiter⸗Bildungsverein und Au⸗ rora, hatten ſich über 200 Sänger einge⸗ funden, wirklich ein erfreulicher Anfang. Dieſe acht Vereine verteilen ſich unter die Dirigen⸗ ten Neck, Landhäußer, Forth und Schneider; gemäß einem Uebereinkommen wird jeder Dirigent zwei Proben leiten, die jeweils am erſten Mittwoch im Monat ſtattfin⸗ den. Der Obmann des Poſtſportvereins, Sän · gerkamerad Wendlandt, begrüßte die Sän⸗ ger und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, daß erſprießliche Arbeit geleiſtet wird. Als erſter Dirigent leitete Chormeiſter Neck das erſte Gruppenſingen. Mächtig brauſte zur Einleitung der„Deutſche Sängerſpruch“ durch den Raum. Dann wurde„Flamme empor“ einſtudiert. Recht annehmbar klappte am Schluß der Ge⸗ meinſchaftschor. Ebenſo erging es mit dem zweiten Chorlied„Dem Volke“, das in der gleichen erfreulichen Weiſe bald gemeiſtert wer⸗ den konnte. Die Freude über das gute Gelin⸗ gen war den Sängern an den Augen abzuleſen. Zum Beſchluß des Abends erſcholl der Chor: „Jetzt kommt die Zeit, da ich wandern muß“. Wie Sangeskamerad Wendlandt in ſeinem Schlußwort hervorhob, bedeutete der Abend trotz der Maſſe in ſeinem ganzen Verlauf einen erfolgreichen Auftakt. e wEi V aran r vis habetgmesem astt urarmhenaemasasasnurs Nietzſche als Vorkämpfer der deutſchen Revolution Vortrag in der Deutſchen Schule für Volksbildung „Nach den beiden Vorträgen von Hans Kern über Arndt und Bachofen ſetzte Werner Deu⸗ bel, Affolterbach in der Deutſchen Schule für Volksbildung ſeine Vortragsreihe über die en Urgründe der großen eutſchen Kulturrevolution fort. Während er an den beiden früheren Abenden Goethe als den Begründer des neuen revolu⸗ tionären Weltbildes dezubt und mit ſeinem neuen Schillerbild den urchbru des deutſchen Genius zur Tragödie eindeutig klargelegt hatte, ſtellte er in den Mittelpunkt ſeines geſtrigen Vortrages den dritten großen revolutionären Vorkämpfer, in dem ſich die von Goethe und Schiller kommenden geiſtigen Fäden vereinigen: Friedrich Niebſche. Nietzſche, mit dem ein völlig neues Zeitalter anbricht, hat unter ſeinen Zeitgenoſſen eine heil⸗ loſe Verwirrung geſtiftet, die ſich zum Teil noch bis auf den heutigen Tag auswirkt. Man wußte nicht, ob er ein Philoſoph oder ein Dichter iſt, und die Profeſſoren und die akademiſche Philo⸗ ſophie plagen ſich noch immer mit ihm, weil er ſich in kein Syſtem, in keinen„Ismus“ ein⸗ reihen läßt. Nietzſche iſt kein Philoſoph im üb⸗ lichen Sinne. Er 0 ſeine philoſophiſchen Ge⸗ danken in aphoriſtiſcher Form niedergelegt, und weil er ſich hier als ſprachliches—— als großartiger Stiliſt und Sprachſchöpfer zeigt, als ein Dichter, deſſen Kraft ſich hauptſächlich in ſeiner dithyrambiſchen Lyrik( A lſo ſpra ch Zarathuſtra“,„Dionyſosdithyram⸗ ben“,„Gedichte und Sprüche“) bekun⸗ det, hat man für ihn den Ausdruck„Dichter⸗ philoſoph“ geprägt. Während man ihn auf der einen Seite ſcharf befehdete, begann man ihn auf der anderen zu verhimmeln. Man glorifizierte und myſtifizierte ihn und ahnte meiſt nicht, welchen gefährlichen Brennſtoff die⸗ ſer explodierende Vulkan unter die Menſchen brachte. Er hat als erſter die Kühnheit Geſeb⸗ die geheiligten Ideale der europäiſchen Geſell⸗ ſchaft zu zertrümmern. Nietzſche war kein darlegender Weiſer im ge⸗ wohnten Sinne. Er war ein Feuergeiſt, der mit den ſchärfſten Waffen zu Felde zog. Mit unerbittlicher Schärfe wandte er ſich gegen die Ueberſchätzung des bloßen Wiſſens und der unſchöpferiſchen Gelehrſamkeit, und räumte auch gründlich mit den alten Moralbegriffen und Sittlichkeitsidealen auf. Er beurteilt den Menſchen nicht nach Gut oder Böſe, er fragt nur nach ſeinem Teil am Leben: ob er dem Leben nützt oder ſchadet, ob er eine offene Seele hat oder eine verworrene, ob er Sinn hat für Größe oder ob er ein kleinlicher, ver⸗ trockneter, nüchterner Menſch iſt. 5 Nietzſche, der ſchon als Jüngling— ähnlich wie Goethe— den unbekannten Gott des Lebens ſuchte, prähte in der„Ge⸗ burt der Tragödie“ den Begriff des „Dionyſiſchen“, die ſchöpferiſche, macht⸗ und luſtvolle Bejahung alles Tragiſchen, Ur⸗ gründigen. Das Leben und nur dies allein ſteht im Mittelpunkt ſeines Denkens. Der Ur⸗ tieb des Lebens aber iſt der Wille zur Macht, der allein geſund und natürlich iſt. Darum iſt gut nur der Starke, Vornehme, Kühne. Der Schwache, Elende, Feige aber iſt verächtlich. Der Gegenſatz zur Herrenmoral iſt die Sklavenmoral, die aus Reſſenti⸗ ment entſtand, aus dem verzweifelten Gel⸗ tungsanſpruch der Minderwertigen und Verge⸗ waltigten. Nietzſche„ſchloß vom Ideal auf den, der's nötig hat“ und entlarvte damit die Sitt⸗ lichkeitswerte der jüdiſch⸗chriſtlichen Werttafel als eine Verfälſchung aus dem Le⸗ bensneid der Schwachen und Miß⸗ ratenen. Entgegen der Befürchtung, daß dieſe Den⸗ kungsärt zur Anarchie führe, betonte der Vor⸗ tragende mit allem Nachdruck, daß gerade die idealiſtiſche Philoſophie, die logozentriſche An⸗ ſchauung, von der ja auch Max Stirner komme, letzten Endes zum enſchaftliche und Anarchis⸗ mus führe. Als leidenſchaftlicher Verfechter der Klagesſchen Betrachtungsweiſe wandte ſich Werner Deubel wieder in ſcharfen Sätzen gegen Kant, den er den geiſtigen Nährvater des Mar⸗ xismus nannte. Nietzſche war der erſte große Denker, der wirk⸗ lich unabhängig von Kant war. Er, der Stefan George und ſeinen Kreis maßgebend beein⸗ flußte, iſt als Verfechter und Neuſchöpfer des biozentriſchen Weltbildes und einer tragiſch⸗ heroiſchen Kultur der direkte Nachfolger und geiſtige Erbe Goethes und Schillers. Werner Deubel verſtand es auch in dieſem Vortrag wieder, durch ſeine lebendige Darſtel⸗ lungskraft die Zuhörer von Anfang bis zu Ende zu feſſeln. Aufrichtiger und ſtarker Beifall dankte ihm für ſeine verſtändliche und volks⸗ tümlich gehaltene Deutung Fr. Nietzſches als Vorkämpfer der deutſchen Revolution. W. P. Deutſche Schule für Volksbildung. Als Ab⸗ ſchlußabend der Vortragsreihe„Deutſche Kulurrevolution“ findet am Freitag, den 8. Februar, 20.15 Uhr, in k 7, 20(Reiß⸗ villa), ein Ausſprache⸗Abend ſtatt, an dem Deubel⸗Affolterbach ſelbſt teil⸗ nimmt. Nach getaner Arbeit war den Sängern dle feuchtung ihrer ausgetrocknsten Kehlen gönnen. Familienabend im Geſangverein„Süngen bund.“ Der Geſangverein„Sängerbmib hatt Kaiſerhof“ zu einem Familienabend ein⸗ geladen. Vereinsführer Emil Sichler konnte in ſeiner Begrüßungsanſprache ſeiner 15 Ausdruck geben über das rege Intere dem Verein und damit dem deutſchen Liede aiſerhof⸗ entgegengebracht wird; war doch der ſaal bis auf den letzten Platz beſetzt. Im erflen Teil des Abends wurden einige Männerchore vorgetragen, welche von zielbewußtem, ernſtem Studium Zeugnis ablegten und den Be lieferten, daß der Verein unter der vorzüglichen Leitung ſeines Chormeiſters Muſikdirektors G Landhäußer auf der Höhe iſt. Im weiteren Verlauf des Abends konnte der Vereinsführer 20 Sänger für 10⸗ und mehrjährige aktive Mit⸗ 94 durch Ueberreichung einer Schu⸗ ert⸗Plakette ehren; 6 Sänger erhielten für regelmäßigen feer uch Sängergläſer In ührte er unter anderem aus, daß die Plakette ein Beweis der Dankbarkeil ſeiner Anſprache für die Treue und Opferbereitſchaff im Dienſte des deutſchen 1 4 ſtehenden ſtimmbegabten Volksgenoſſen richteie er die Bitte, einzutreten in die deütſchen Ge⸗ ſangvereine, um in den Singſtunden das herr liche deutſche Lied arbeiten am kulturellen Aufbauwerk. Er ſch ſeine mit Beifall aufgenommenen Ausfü en mit einem dreifachen„Sieg Heil!“ Den öhepunkt des zweiten Teiles des Abends hil⸗ dete die Operette„Das Blumenmädchen von Muſikdirektor Emil Landhäußer in bekannk feinfühliger Weiſe begleitet. Als Hans Felden wußte R. Göri f gefanglich und darſte 3 ſehr gut zu gefallen. Ihm würdig zur Seiſe ſtellte ſich ſeine Partnerin Greta Gropp als Blumenmädchen Nelly. Ebenſo ſicher bewältigle R. Gimber die ſchwierige Aufgabe, welche die Rolle des Alfred von Reichenau an ihn ſtellte. Helma Keil erfreute als Hanny durch ihre wohlklingende Stimme und ausgeprägte Dar⸗ ſtellung; auch wußte 175 Keller als Gräfin Hochheim angenehm zu gefallen. In die beiden urwüchſigen Rollen als Laura und Taſterich teilten ſich Lieſl Hauk und A. Sche⸗ rer, welche wahre Sachſalven der Begeiſterung hervorriefen. Nicht unerwähnt ſollen auch die ſchmucken Blumenmädchen ſein, welche durch ihre Reigen und Tänze ſowie ſchmiſſigen Re⸗ frains aufs angenehmſte überraſchten. Eine reich⸗ haltige Tombola brachte noch zum Schluße manche willkommene Ueberraſchung. Der hieſige Sängerbund hat damit wieder den Beweis er⸗ bracht, daß er neben ernſten Geſangsſtudien auch in theatraliſcher Hinſicht auf hoher Stufe ſteht und ſeinen Mitgliedern angenehme Stun⸗ u pflegen und ſo 5 0 den der Unterhaltuna zu hieten verſteht. Der grüne Streifen„Extra fein“ und der Name Knorr auf den gelb · braunen Suppenwürfeln bürgen für den teinen. unverdeckten Geſchmack. Die Knorr Suppen enthalten alle erforderlichen Zutaten richtig auf⸗ einander abgeſtimmt! Sie können über 1 Monat lang jeden Tag eine andere Knorr Suppe kochen; denn es gibt 34 Sorten, alſo für jeden Geſchmack das Richtigel 1 Würfel⸗reichliche Teller⸗10 Pfg. Schon ſeilt 50 gahren⸗ Vion Suppen-gute Suppen! DAETFRTUbEN Siebentägige Ski⸗Lehrgänge Vom 16. bis 24. Februar Todtnauerhütte“ Feldberg mit Poſtomnibuſſen. Fahrpreis hin und zurück, reichliche und gute Verpflegung, gute Unterkunft in Gaſthäuſern und Pripat⸗ quartieren einſchl. Kurſusgebühr eiwa 39 M. Vom 24. Februar bis 3. März nach Tobt⸗ nauerhütte mit Omnibuſſen. Fahrpreis hin und zurück, reichliche und gute Verpflegung, gute Unterkunft in Gaſthäuſern und Pribat⸗ quartieren einſchl. Kurſusgebühr etwa 39 Me. Vom 3. bis 10. März nach Oberbayern (Schlierſee) mit der Reichsbahn. Fahrpreis hin und zurück, reichliche und gute Verpflegung, gute Unterkunft in Gaſthäuſern und Privat⸗ quartieren etwa 38 Mk. Anmeldungen»beim Sportamt Mann⸗ heim⸗Ludwigshafen der NSG„Kraft durch Freude“, Mannheim, 208 30). Ortswarte! Rundſchreiben NSJ iſt ſofort abzuholen. Ortsgruppe Waldhof Mittwoch, den 13. Februar, großer heiterer Abend mit Max Paulſen und ſeinem En⸗ ſemble im Geſellſchaftshaus Brückl, Waldhof, Beginn.15 Uhr. OſxSHalkmem 1. Mai⸗Chor Die für nächſten Dienstag, den 12. Februar, angeſetzte Probe der Alt⸗Stimmen findet nicht wie vorgeſehen in der Aula des Adolf⸗Hitler⸗ Realgymnaſiums ſtatt, ſondern die Probe findet Mittwoch, den 13. Februar, abends 8 Uhr, im Saal des alten Rathauſes ſtatt. Sopran⸗ und proben an dieſem Abend gemein⸗ am. Armii. der*hatte ſeine Mitglieder in ſein Vereinslokal Gun. ei und ermahnte die Sänger zu weiterer zielbe⸗ wußter Zuſammenarbeit und echter wahrer Sängerkameradſchaft. An die noch außerhalh Aden run⸗ L 15, 12(Rufnummer er verheirat Reilingen woh 1 ni genau im ntliche Un ausgezahlt wu aus Frau und nachten kam da ungefähr ein in ſeiner Taſch umgeſetzt zu w gehend. Er erl andere freizuh zweifelhafte C eine Zeche Fi warum die Fre daß die Unterſt gezahlt wird. Mit 2, 3 un mit ihren Kin allerdings dadi der in die ur Bettel fen o onſt no i J5 denn ſie 0 weiterge rhalten vor Wegen eines Kirchweih muß hebungen bei! ihr Herz ausſ Angaben habe der Geburt de ewürgt, an e Mann trage d ten, ſie wäre fr nicht ſehen w. chung des Fall fämtliche Kind ein Bild ause en. Der Mar aft, die drei anlaſſung des Heim untergel TAA —— Preis- S. Mannh ——— —————————— ————————— 8. Februar Sängern die An, Kehlen wohl zu Armin. verein„Suͤnger⸗ ingerbund“ hatte reinslokal„Zum Per verheiratete 31 Jahre alte Ludwig V. in Reflingen wohnhaft, war anſcheinend bis jetzt icht genau im Bilde, wofür ihm eigentlich die poöchentliche Unterſtützung von rund RM 20.— ausgezahlt wurde. gus Frau und ſechs Kindern— kurz vor Weih⸗ achten kam das ſiebente dazu— bekam davon ienabend ein⸗ Sichler konnie )e ſeiner Freude ze Intereſſe, das deutſchen Liede aiſerhof⸗ eſetzt. Im erſten ige Männerchöre ich der wußtem, er ind den Beweißz der vorzüglichen Muſikdirektors G. iſt. Im weiteren er Vereinsführer hrige aktive Mit⸗ g, einer Schu⸗ Sänger 10 4 Sängergläſer In er anderem aus der Dankboriei bereitſchaft en Liedes ſe weiterer zielbe⸗ echter wahrer noch außerhalb sgenoſſen richtete ie deutſchen Ge⸗ tunden das herr⸗ mund ſo mitzu⸗ uwerk. Er 0 nen Ausführun⸗ ieg Heil!“ Den des Abends bil⸗ tenmädchen äußer in bekann lls Hans Felden und darſtelleriſch ürdig zur Seite eta Gropp als ſicher bewältigte fgabe, welche die u an ihn ſtellte, inny durch ihre usgeprägte Dar⸗ Keller als gefallen. In die als Laura und k und A. S ch e⸗ der Begeiſterung ſollen auch die n, welche durch ſchmiſſigen Re⸗ ſchten. Eine reich⸗ h zum Schluße zung. Der hieſige den Beweis er⸗ Geſangsſtudien auf hoher Stufe ngenehme Stun⸗ verſteht. meeeeneeee rr auf den gelb⸗ rfeln bürgen füt ckten Geſchmack. en enthalten alle ten richtig auf⸗ nt! Sie können gjeden Tag Suppe kochen; zorten, alſo für das Richtigel e Teller⸗10 Pfg. 0 8 ahren: e Suppen! rgänge odtnauerhütte⸗ Fahrpreis hin te Verpflegung, en und Privat⸗ hr etwa 39 Mk., ärz nach Todt⸗ Fahrpreis hin te Verpflegung, en und Privat⸗ hr etwa 39 Me. ich Oberbayern ahn. 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Mit 2, 3 und 4 Mark in der Woche will ſie mit ihren Kindern gelebt haben, was ſie ſich Alerdings vadurch ermöglichte, daß ſie ihre Kin⸗ der in die umliegenden Ortſchaften auf den Bettel ßr bei welcher Gelegenheit ſie in den Käden ſonſt noch Verſchiedenes ohne Bezahlung Mitgehen hießen. Auch der Frau ſcheint der Be⸗ fff für geordnete Zuſtände vollkommen abzu⸗ f denn ſie hätte beſtimmt noch lange wie Misher weitergelebt, das bewies ihr ſonderbares Verhalten vor Gericht. Wegen eines Vorfalles auf der St. Leoner Kirchweih mußte ein Gendarmeriebeamter Er⸗ hebungen bei der Frau machen, wobei ſie mal ihr Herz ausſchüttete. Nach ihren damaligen Angaben habe ſie ihr Mann 14 Tage vor der Geburt des letzten Kindes mißhandelt, ſie kwürgt, an die Wand geworfen uſw., der Ronn trage das ganze Geld in die Wirtſchaf⸗ en, ſie wäre froh, wenn ſie ihn mal eine Weile ficht ſehen würde. Bei eingehender Unterſu⸗ chung des Falles mußte ein Arzt feſtſtellen, daß fümtliche Kinder ſtark unterernährt ſind und ein Bild ausgeſprochener Verwahrloſung zei⸗ en. Der Mann kam ſofort in Unterſuchungs⸗ haft die drei älteſten Kinder wurden auf Ver⸗ anlaſſung des Jugendamtes in ein Heidelberger Heim untergebracht. Und wie verhält ſic jetzt dazu die Mutter? ſie ſollte ja nur ihre frü⸗ heren Angaben beſtätigen, verweigerte ſie zu⸗ nächſt mal ihre Ausſage. Alles was ſie, reich⸗ lich verärgert hervorbrachte war:„Wenn man mir ſchon die drei Kinder genommen hat, dann verlange ich meinen Mann wieder.“ Unbeteiligte fragt ſich hier: wozu?) Erſt ſpäter dazu, Angaben zu machen, wohl in der Hoffnung, ihren Mann in ein beſ⸗ ſeres Licht zu ſtellen. An dem Krach ſeinerzeit ſei ja eigenilich ſie ſelber ſchuld geweſen, denn hätte ſie ihm die verlangten 30 Pfennig für den Sportplatz gegeben, wäre es zu keinem Streit gekommen. Und an die Wand geworfen, nein, hat er ſie gar nicht. Da ſei ja alles nicht ſo ſchlimm geweſen, nicht das geringſte habe ihr weh getan.(Von dem ſchäbigen Reſt, das er ihr für die Familie übrig ließ, hätte ſie ihm alſo auch noch Geld für den Sportplatz gegeben. Der Sportplatz war aber kein richtiger Sport⸗ Freundſchaft am Fenſterbrett liches Erleben am Fenſterbrett weit mehr als Erſatz für das Geſchenk der wärmeren— 43 Unbeweglich ſitzt auf Viertelſtunden oft im Geäſt das hungrige Volk der Eintönig im graubraunen Röcklein die Spatzen, end ein paar Emmerlinge und gleich⸗ am als Beherrſchendes dieſes Bildes beſtändig So hält die Geſellſchaft ſtil und wartet, bis drei⸗, viermal am Tag die Fenſter am backſteinroten Haus ſich auftun und der Menſch an ihren Hunger denkt. eine Handvoll von Sonnenblumenkernen und Hanfſamen auf dem Blechrand des Fenſter Als Zeugin geladen, bequemte ſie ſi Seit Tagen nun ſchon: köf Hausfrau allſtündlich an i ſchaut... Ein Stück Frohſinn beim Aufwaſchen der Teller, Abwechſlung beim Kochen durch einen einzigen Blick zur ſpitzenvorhangbezoge⸗ Und ſelbſt, wenn ihr Blick die Milch zum Nachmittagskaffee vorm Auslaufen behütet, bringt ein leiſes Klopfen die Kamerad⸗ ſchaft von Menſch⸗und Kreatur in Erinnerung. Dieſer Blick durch die Scheihel... Zu ſeder er irgendwie einen heimlichen wenn die Baumäſte den erſten Anhauch des grünen Lebens zeigen; im Sommer, wenn ſie laubdunkel ſchier zum Fen⸗ tes 3— kommt auch ſchon das ganze Volk ſter hereinreichen und im Fruchtſchwere tragen Geäſt beim Tauwe nen Scheibe. Jauber hat auber, Im Frühjahr, einer Winternacht Aus dem Smannfeimer gerichtssual Arbeitshaus für einen ſchlechten Familienvater platz, ſondern eine Kirchweih, von der er dann erſt am Montagnachmittag zurückkam.) V. hatte ſich jetzt zu verantworten wegen Mißhandlung der Frau und wegen Mißbrauchs aus öffentlichen Mitteln bezogen. lde. mußte wohl zugeben, daß er nicht richtig ge⸗ Viel Energie, um aus eigener Kraft ein geordnetes Leben zu führen, ſcheint bei ihm aber nicht vorhanden zu ſein. Die Trä⸗ nen der Frau mußten auch ohne Wirkung blei⸗ ben; faſt gewann man den Eindruck, als ob ſie deshalb den Verluſt der älteſten drei Kinder ſo bedauete, weil ſie vielleicht ſchon ſo ſehr gut zum Bettel abgerichtet waren. Das Urteil des Einzelrichters(Amtsgerichts⸗ rat Dr. Schmelcher) kann für die ganze Familie von Vorteil ſein: zunächſt ſechs Monate Ge⸗ fängnis(Antrag des Staatsanwaltes: 1 Jahr), dann weitere ſechs Wochen Haft und darnach Unterbringung ins Arbeitshaus laut 8 42d. V. nahm die Strafe ſofort an. tlich, was die kleine hrem Küchenfenſter Herbſt den Segen der Jetzt, wo nur kahles tter vom Garten herauf ſich dehnt oder bei G1 ſh unter der weißen Laſt ich biegt, da iſt jenes täg⸗ (Jeder handelt hat. dasſelbe Amſelpaar. der frierenden Vögel herbei ner Gelder. Er kleinen Vögel. Und da iſts ein Hin und Hertrippeln, ein gegenſeitiges Sich⸗ drängen und Stoßen, ein fortdauernd faſt rhyth⸗ miſches Picken. Bald aber reckt ein Emmerling das Köpfchen hoch, bald die aufgepluſterte Am⸗ ſel und ſo werfen ſie einen Blick zur Scheibe, ob niemand ihre fröhliche Mahlzeit ſtört. Manchmal gelüſters wohl die kleine Hausfrau, leis und ſachte den Vorhang beiſeitezuſchieben, doch im Augenblick iſt das Idyll dann geſtort. Aufflattert die ganze Geſellſchaft und ſchon iſt das Geäſt der alten Obſtbäume wieder voll dunkler großer Punkte. Sehnſüchtig mögen die kleinen Augen herüberſehen nach dem zurück⸗ gelaſſenen Futter! Aber nur wenige Minuten b0 5 0 fliegt der gefiederte Schwarm wieder erbei Was an dem einzigen Küchenfeſter da zu ſchauen iſt, das wird tauſendfach Erkeben an einem einzigen Wintertag! Menſch und Krea⸗ tur ſind aus gleicher Schöpferhand. Und Hun⸗ ger und Not treibt ſie alle, einer des andern Liebe zu ſuchen! Was iſt los? Freitag, 8. Februar Nationaltheater: NS⸗Kulturgemeinde, Abt. 261—262, Miete A 13:„Schwarzmann und die Magd“, Schauſpiel von Walter Erich Schäfer 20 Uhr. Planetarium: Volkstümliche Himmelskunde, Vortrag von Herrn Prof. Feurſtein:„Was uns das Licht von den Sternen berichtet“. 20.15 Uhr. Stüdt. Kunſthalle: Prof. Dr. H. Schrade, Heidelberg, Vortrag mit Lichtbildern:„Das Denkmal“. 20.15 Uhr, Abt. II1(—). Kleinkunſtbühne Libelle: gramm. Tanz: Palaſt⸗Hotel Mannheimer Hof, Kabarett Li⸗ belle, Kaffee Kurpfalz. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: Geöffnet 11—13 u. 14—16 Uhr. Sonderausſtellung„Das deutſche Lied“. Stüdt. Kunſthalle: Geöffnet 11—13 und 14—16 Uhr. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: Geöffnet 10—13 und 14—16 Uhr. Stüpt. Schloßbücherei: Ausleihe 11—13 u. 17—19 Uhr; Leſeſäle geöffnet—13 und 15—19 Uhr. Stüdt. Bücher⸗ und Leſehalle: Buchausgabe 10.30—12 und 16—19 Uhr; Leſehalle geöffnet 10.30—13 und 16.30—21 Uhr. bret⸗ Der Film zeigt Alhambra:„Oberwachtmeiſter Schwenke“ Capitol:„Ihr größter Erfolg“ Gloria:„Regine“ Palaſt:„Regine“ Scala:„Die Reiter von Deutſch⸗Oſtafrika“ Schauburg:„Peer Gynt“ Univerſum:„Der ſtählerne Strahl“ 20.15 Uhr Kabarett⸗Pro⸗ Kaum iſt —— Für den Wintersportl und-Ausriistung für Damen, Herren u. Kinder — 7 AKiuam Mannheim 3, 4/½7 — Wer in dieſem Antrag ſchriftli der Flä Bekanntmachung Werteilung der zulüſſigen Tabatanbaufuͤſche. 10 ahr Tabak an⸗ bauen will, muß alsbald beim Bür⸗ AnRa einen unter Verwendung des auf der Po G ss n Vordrücks fteilen. Dabei iſt die Größe 101 die mit Tabak angebaut werden foll, anzugeben. Verſpätete Anträge können nicht berück werden. Näheres ſiehe in der Bekannt⸗ machung an der Rathaustafel. Edingen, den 4. Februar 1935. Der Bürgermeiſter: Müller. entſprechenden e chtigt — Hochtrüchtige, gute Milchziege ſir verkf, Windeck⸗ traße 90, Parterre (11347) Beamtenkredite! Geſch.⸗Darlehen! Ealftatag beſ. ſchnell und diskret Finanzier. Büro B o w 8 Mannh. 7, 15. Fern. 30548 (25 51 Loenteren bringt Geldverkehr Jagdverpachtung Die Wald⸗ unv Feldiagd in Haßloch fal wird in fünf Ja pobgeſt Lon 1100, 100. 490A0 18 360 Hektär am SGamstag, den 16. Fehrugr 1935, nachmittags 4 Uhr, im Sagle von Konrad Ztter⸗ ätter 400 Haßlo 34 Pfarrgaſſe, Mnden ver⸗ achtet. 32 tdauek: 9 hre. Dex Wildſchaden wird on der Gemeinde übernommen. Die Jagdbögen ſind mit der Bahn und mit dem Auto leicht erreichbar. Haßhloch, den 6. Februar 1935. Bürgermeiſteramt. TTER 85 al-⸗ TE damen- und llecrenleleidec- Stopfe Trauerdriefe Hakenkreubanner mcherel Schnoupfen Imionanen Gewinn Statt Karten! Danksaguns Füt die vielen Beweise herzl. Antellnahme und die vlelen Kranz- u. Blumenspenden anläßlich des Hinscheidens unserer lieben Mutter, Frau Paria Battschinger sagen wir auf diesem Wege unseren Dank. Mannheim, T 4a, 6, den 8. Februar 1935 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jakob Dattschinger u. Hinder Hämorrhoiden Eine einzige der Gtatisproben, welche wir versenden. um leden von det Wirkung unseres NNUVAILIIN zu überzeugen, wird lhnen schon neue Lebensfreude geben. Verlangen gie noch heute eine Probe umsonst und portofrei von Anuvalin, Derlin WGs2. Abtellung 6. Iodesanzeige Hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß heute mittag mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater und Schwiegervater, Hert Alfthürgermeisfer Deler Hecher nach kurzer Krankheit im Alter von 84 Jahren sanft ver- schieden ist. Mannheim-Wallstadt, den 7. Februar 1935. Die trauernd Hinterbliebenen: krau Barbara Hedter geb. Kinzler Heinrich Oest u. Trau MHargareie geb. Hecker kriedrii Hedter u. Trau FHaria geb. Fleck Dhinpp Hecder, Architekt Die Beerdigung findet Samstag nachmtttag 3 Unt vom Trauerhause aus statt. 35214“K. Flatt besonderer Anzelge Richard-Wagnet-Straße 44 Samstag ½4 Uhr statt. Mannheim, den 7. Februar 1935 In tiefer Trauer: Lioba NRediler geb. Geier Dr. NoOli Pedmer Gerichtsreferendar Nach schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit verschied heute mein innigstgeliebter, guter Mann, mein treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, Herr Jaob Medner nach kurz vollendetem 60. Lebensſahre. Kondolenzbesuche dankend abgelehnt. Die Beerdigung findet 3521K Nach wochenlangem schweren Krankenlager verschied heute der langjährige Teilhaber unserer Firma, Herr Jakob Medaler nach kurz vollendetem 60. Lebensjahre. Tieferschũttert trauern wir um einen lieben, edlen Menschen, dessen nie erlahmende Arbeitskraft wie lautere Handlungsweise uns stets ein Beispiel bleiben wird. Mannheim, den 7. Februar 1935. Teilhaber und Mitarbelter der Firma Conrad Haas Söhne, Nadzi. Hedmer und 6612 Die Beerdigung findet Samstag ½4 Uhr statt. Iodesanzeisc 35215K Hokuberg. die Burg des Göh v. Berlchinga Bei dem Dorf Neckarzimmern, unweit der Amtsſtadt Mosbach, erhebt ſich jüh über dem Neckar die altberühmte Burg Hornberg, ein ſtolzes Beiſpiel mittelalterlicher Baukunſt, aufs engſte verknüpft mit der tatenreichen Geſchichte der fränkiſch⸗pfälziſchen Landſchaft, unvergänglich verbunden mit dem Namen des Götz von Berlichingen, der lange Jahre hier gewohnt und auf der trutzigen Veſte am 23. Juni 1562 geſtorben iſt. Der älteſte Teil der Burg, der Bergfried, dürfte um das Jahr 1100 errichtet worden ſein, die rohe, ungekünſtelte, aber kraft⸗ volle Bauart der Turmmauern verrät, daß wir es keineswegs mit einem Feſtungsbau römiſchen Urſprungs zu tun haben, wie man noch im 17. Jahrhundert annahm; gewiß hatte einmal die XXII. Legion in dieſer Gegend ihr Standquartier, aber der Bergfried des Horn⸗ berg iſt ein rechter, echter Turm einer deut⸗ dicke Mauern, Wehrgänge, Zinnen, Wachttürme und Schießſcharten; da bewundern wir am ſechseckigen Turme ein prächtiges Berlichinger Wappen, verſenken uns in den ſtimmungs⸗ vollen Zauber der gotiſchen Kapelle, der wür⸗ digen Grabſtätte der Freiherrn von Gemmin⸗ gen⸗Hornberg; da ſtehen wir oben im Turm⸗ zimmer und blicken über das verſchneite Land. Weit drüben leuchten die Zinnen der Stadt Wimpfen, Schloß Guttenberg, Dorf an Dorf, tief unten fließt der Neckar. Fürwahr, ein herrliches Land, ſah ſchon viel Glück, ſah ſchon viel Leid, dieſe trutzige Burg gibt davon Kunde! Burg Hornberg wurde 1184 zum erſtenmal urkundlich erwähnt, urſprünglich ein Lehen des Grafen von Lauf⸗ fen, fällt die Burg 1259 an das Bistum Speyer. Die Biſchöfe von Speyer übten bis zum Jahre 1803 die Oberhoheit aus, wenigſtens dem Na⸗ ſtreitbarer Herr und hat manche berühmte Fehde ausgefochten. Von ihm ſtammt auch jenes berühmte, kraftvolle Wort, das durch den Dichter Goethe Gemeingut der deutſchen National⸗ literatur geworden. Allerdings hat Burg Hornberg nicht den Ruhm, der Schauplatz des Berlichingſchen Originalfluchs zu ſein, übrigens auch nicht Jaxthauſen, wohin Goethe jene Szene verlegt. In Wirklichkeit hat ſich dieſe Epiſode vor Burg Möckmühl abgeſpielt, die er für den Herzog Ulrich von Württemberg tapfer verteidigte. Götz wurde damals durch Verrat gefangen und ſaß drei Jahre zu Heilbronn in Haft. Als der Bauernkrieg begann, weilte er wieder auf dem Hornberg. Die Bauern lagerten in Gundels⸗ heim und zwangen ihn, ihren Hauptmann zu ſpielen. Götz mußte dafür ſchwer büßen: nach einer zweijährigen Haft zu Augsburg mußte er um aber erfolgreich größte Optimiſt lündiſchen Beſi mehr verzinsli bblisationen u esüblichen ſchen Ritterburg. Dieſer faſt 30 Meter hohe Turm, weithin ſichtbar, iſt das Kennzeichen von Burg Hornberg und gleichzeitig eine Be⸗ ſonderheit gegenüber andern Ritterburgen aus„ der gleichen Bauzeit; der Bergfried hat näm⸗ lich im Grundriß Kreisform, mit etwa ſieben. Meter Durchmeſſer, doch wird dieſe Kreisform nur wenige Meter durchgehalten, denn der größte Teil des Turms iſt gegen die Burg zu abgeplattet. Das gibt dem Bengfried dieſes eigentümliche und charakteriſtiſche Ausſehen: von der Neckarzimmerer Seite her rund, von Haßmersheim her eckig, dem Turm eines römiſchen Kaſtells nicht unähnlich. Vielleicht beſtärkte dies einmal die irrtümliche An⸗ nahme eines römſchen Urſprungs der Burg. Wie jede mittelalterliche Ritterveſte, iſt auch Burg Hornberg nicht auf einmal gebaut wor⸗ den, die Geſamtanlage iſt vielmehr der zähen Arbeit vieler Generationen zu danken. Zwinger, Kan»e und Palais entſtanden zwiſchen dem 13. und 16. Jahrhundert. Man darf nicht vergeſſen, daß eine mittelalter⸗ liche Burg eine Feſtung war und nach militäriſchen Geſichtspunkten umgeſtaltet wurde, ſo oft es nottat. Die Kreuzzüge zu⸗ mal ließen die Ritterheere viel Neues ſehen, der nach außen gebuchtete Wehrgang am oberen Tor läßt zweifellos ſarazeniſche Bauart er⸗ kennen. Noch zu Götzens Zeiten war der Hornberg eine einfache, gänzlich unluxuriöſe Veſte, da oben pfiff ordentlich der Wind und die„romantiſchen“ Kamine qualmten, daß einem der Rauch bös in die Augen biß. Die Stuben ren nieder und auch der Burghof recht eng, aber wehrhaft war der Hornberg und ein fehdeluſtiger Nachbar konnte ſich dran männiglich die Zähne ausbeißen. Das Herren⸗ haus, der Palas, dem Neckar zugewendet, war damals wohl der wichtigſte Teil der Burg. Eimen verfeinerten Geſchmack laſſen die von Götz, ſeinem Sohn und Enkel errichteten Ge⸗ bäulichkeiten erkennen, der Ritterſaal und der rechteckige Turm. Der Ritterſaal iſt ein gro⸗ AUnlaufs ar bie Zinsſe den iſt. Dieſes glänze eigenen Untertanen. Das machte ihm den Hom ein Beweis berg unbehaglich und er verkaufte die Burg un ertpapier die Familie Heußenſtein. Im Jahre 1612 end⸗ potitik der lich erwarb Reinhard von Gemmingen— auch ein Bewe der Gelehrte— den Hornberg. Seitdem beſitzen Senkung des die Freiherrn von Gemmingen die Burg, von Deutſchland rei der es hieß, daß ſie nicht in dritte Hand komme Sparer, der ſei Im Verlaufe von 500 Jahren begegnen wir munalobligatio 23 Familien als Schloßherrn. ſein poſitives Mit dem Aufkommen der Schußwaffen ven! Zinsſenkung a loren die Burgen ihre militäriſche Bedeutung Ainie nicht auf im Dreißigjährigen Krieg wurde Hornberg ertrag, ſondern mehrfach geplündert, im Pfälzer Erbfolge⸗ vpapiere ankom: krieg gaben die Franzoſen der Burg den Reſt der Zinsſätze i Aber auch als Ruine gibt uns Burg Hornberg verbeſſert wond Aufſchluß über die Größe einer vergangenen Die faſt hu Zeit! Zinsſenkuna di Südlich der Hauptburg liegt der ſogenannte ten Rentenwert Mantelbau, in die äußere Ringmauer reichen Schuldn eingebaut. Entſtehung und Geſchichte dieſes denn ihnen kon Baues, der ſchon 1366 urkundlich erwähm terung uneinge wird, liegen in einem ſeltſamen Dunkel. Erſt Beginn der 3 im 18. Jahrhundert wurde in die drei Meter vom 1. Oktobe dicken Mauern eine Wohnung eingebaut, ſeine halbprozentige endgültige Geſtalt erhielt der Mantelbau im ſchuldnern und Jahre 1932. In dieſen ſtilvollen Räumen fin⸗ ſind dieſe Zwe det ſich fügigkeit der? das Familienarchiv der Freiherren behoben worden von Gemmingen ſatz von 6 Pro; und die Bibliothek, deren Anfänge auf Rein⸗ ſionsinſtituten hard, den Gelehrten, zurückgehen. Man entdeckt höchſtens ,5 7 hier eine Unzahl werwoller alter Bücher, Le⸗ bezahlt zu wer hensbriefe, Siegel und Unterſchrift faſt aler! aus ergebenden Kaiſer des heiligen römiſchen Reiches, Türkem dem halben P ſäbel aus den Kreuzzügen, Stiche von Dürer, werden, die kre ein äußerſt ſeltenes Turnierbuch aus der Rozentige Um Von dieſer Seite geſehen, iſt der Burgturm rund lenſchuldner bz ßes, helles Gemach mit franzöſiſchem Kamin. Die nördliche Giebelwand nimmt ſich mit ihren ſpätgotiſchen Staffeln recht ſtattlich aus, Fen⸗ ſter und Türgeſtelle ſind in rotem Sandſtein gearbeitet, im Stil der Frührenaiſſance. Es iſt der architektoniſche Reiz dieſes Ritter⸗ ſaales, daß ſich Gotik und Renaiſſance hier die Hand reichen! Ein Gang durch die Burg läßt uns den Geiſt des Mittelalters erleben, Durch ein altes Tor betritt man Schloß Hornberg Kühn und trotzig blickt Burg Hornberg mit dem alten Bergfried über die Weinberge ins Land hinab men nach. Die Belehnung war ſchon ausgangs des Mittelalters faſt nur noch eine Formſache, die Ritter, die auf der Burg hauſten, ſchalteten nach Gutdünken und betrachteten die Herrſchaft Hornberg als ihr Eigentum. Im 14. Jahrhun⸗ dert allerdings, zur Blütezeit des Lehens⸗ weſens, war das anders, da Kaben die Lehens⸗ herren den Ton an. Burg Hornberg teilte das Schickſal der benachbarten Stadt Mosbach, wurde verpfändet und wieder eingetauſcht, ge⸗ hörte heute dem und morgen jenem. Lutz und Conz Schott ſcheinen auf Hornberg ein wil⸗ des Leben geführt zu haben. In einer Fehde wurde die Burg vom„böſen“ Pfälzer Fritz erobert, in der bayriſchen Fehde aber vei⸗ drängten die Schotts die Kurpfälzer wieder. Advokatenſchläue und Rittertrutz ſtritten gar moft um die Burg. Im Jahre 1517 erwarb Götz von Berlichingen den Hornberg, und damit begann für die Burg ein glänzender Abſchnitt ihrer Geſchichte. Der Kaufbrief iſt am Oſtertag 1517 ausgeſtellt zu Jaxthauſen, Götz bezahlte dem Conz Schott 6500 Gulden. Conz wurde ſpäter als Land⸗ friedensbrecher geköpft, auf Burg Hornberg hielt der Ritter mit der eiſernen Fauſt ſeinen Einzug. Götz hat den größten Teil ſeines Le⸗ bens auf dem Hornberg verbracht, hier ſchrieb er ſeine berühmten Lebenserinnerungen, hier iſt er geſtorben. Der Berlichingen war ein ſchwören, niemals mehr den Bezirk ſeines Schloſſes Hornberg zu verlaſſen, kein Pferd mehr zu beſteigen und keine Nacht außerhalb der Burg zuzubringen. Götz hat ſein Wort ge⸗ treulich gehalten, nach ſechzehn Jahren endlich entband ihn der Kaiſer von ſeinem Schwur. Als alter Mann, ohne Arm und blind, diktierte er dem Pfarrherrn von Neckarzimmern ſeine Lebenserinnerungen. Nach ſeinem Tod wurde er im Kloſter Schönthal beigeſetzt. Man findet heute auf Burg Hornberg noch mancherlei Erinnerungen an den berühmten Ritter. In einem Turmgemach ſteht ſeine Rüſtung, von Götz ſeinem Heilbronner Advokaten ver⸗ macht, deſſen Familie die Rüſtung den Frei⸗ herrn von Gemmingen⸗Hornberg ſchenkte, denen heute bekanntlich die Burg gehört. Die Familie Gemmingen beſitzt auch eine ganze Reihe von Briefen des Götz, es iſt den un⸗ gehobelten Buchſtaben anzuſehen, daß er mit dem Schwert beſſer umzugehen mußte, denn mit der Feder. Wegen des Michelharter Waldes hatte er einen heftigen Rechtsſtreit mit der Stadt Mosbach, unter das Schriftſtück ſeines Schreibers ſetzte er höchſt eigenhändig einen grimmigen Zuſatz nieder„dy von Mos⸗ bach“, denen der gute Götz offenſichtlich keines⸗ wegs gewogen war! Auch Götzens Enkel Philipp Ernſt geriet in Streit mit Mosbach, ſpäter ſogar mit ſeinen Blütezeit des Rittertums— einem ſtuden⸗ tiſchen Paukbuch nicht unähnlich. Die Familie von Gemmingen hat allezeit die Geſchichte dez Hornbergs eifrig erforſchen helfen und war der Burg ein aufrichtiger Betreuer. Wir verlaſſen die Burg durch das wappen⸗ geſchmückte Tor, ſchreiten bergab gen Neckar⸗ zimmern. Schneeverhangen liegen die Wein⸗ berge, unten fährt ein Schlepper talwärts, am uralten Bergfried flattert ſtolz die Hakenkreuz⸗ flagge— am Tag der Saarbefreiung! Herbert Wie demann, Mosbach. Ein maleriſcher Winkel im Schloßgarten magen ſind. Wie dieſe g 25 Prozent ſch wird je nach d 1 Schuldner woh ſcheiden ſein. ————— Anordr Betr. Hilfsk Veranlaſſung mi fümtliche Parteir Männer leinſchl. in Höhe von RM fpäteſtens 1 ſtündigen Ortsgri 15. Februar Beitrag für zahlt ſein. Unfülle und Tode (Graftrad⸗ und uſw.). Es iſt d ordnung des Fü Angehörigen obe gung, den Beit. pünktlich zu beza der Oberſten S? SsS⸗Mann, deſſe Ordnung, d. h. für den laufender durch ſeinen St. nicht zum Dienſt Reckarſtadt⸗Oſt. 3—·12 Freitac Lortzingſtraße, N Feudenheim. Monat Februar Uor, im 1. Mai⸗Ch Die nüchſte Pri Gaal des alten Sopran. Lindenhof. F abend im Ortsg 5— A Nr. 65— Seite 9 „Hakenkreuzbanner“ Frühausgabe— Freitag, 8. Februar 1935 die von der Reichsregierung eingeleitete Zins⸗ ngsaktion am Rentenmarkt, die beherr⸗ erfolgreicher verlaufen, als es ſelbſt der zte Optimiſt erwarten konnte. Von den in⸗ ündiſchen Beſitzern von mit 6 Prozent und verzinslichen Pfandbriefen, Kommunal⸗ gationen und verwandten Schuldverſchrei⸗ gen haben rund 998 Prozent ſich der Zinsermäßigung einver⸗ den erklärt. Selbſt wenn man an⸗ t, daß noch einige Proteſte aus dem Aus⸗ de einlaufen— hier geht die Friſt für ereuropäiſche Beſitzer noch bis zum 12. i— dürfte insgeſamt für kaum mehr ein halb Prozent des 8,4 Mil⸗ arden Reichsmark ausmachenden umtaufs an Konverſionspapieren Ubie Zinsſenkung verweigert wor⸗ den iſt. Dieſes glänzende Ergebnis iſt in erſter Linie n Beweis für das Vertrauen des Pertpapierbeſitzes in die Aufbau⸗ olitik der Reichsregierung, aber zeſehen, rund * K te ihm den ho„ ufte die Burg an Jahre 1612 end⸗ emmingen, auch ein Beweis dafür, daß die Zeit für eine Seitdem beſit Senkung des langfriſtigen Zinsfußes in n die Burg, von eutſchland reif geweſen iſt. Auch der deutſche itte Hand komme. begegnen wir Sparer, der ſein Geld in Pfandbriefen, Kom⸗ unalobligationen uſw. angelegt hat, hat durch oßherrn. ſen poſitives Verhalten in der Frage der Schußwaffen beu! Zinsſenkung gezeigt, daß es ihm in erſter riſche Bedeutung Linie nicht auf einen übertrieben hohen Zins⸗ ktrag, ſondern auf die Sicherheit ſeiner Wert⸗ papiere ankommt, die durch die Erleichterung der Zinsſätze in der Wirtſchaft noch erheblich verbeſſert worden iſt. i Die faſt hundertprozentige Annahme der Zinsſenkuna durch die Beſitzer der konvertier⸗ ten Rentenwerte wird vor allem von den zahl⸗ neichen Schuldnern beſonders begrüßt werden, denn ihnen kommt die eingetretene Zinserleich⸗ terung uneingeſchränkt zugute. War es bei Beginn der Zinsaktion noch zweifelhaft, ob pom 1. Oktober d. J. ab eine volle einein⸗ halbprozentige Entlaſtung bei den Hypotheken⸗ ſchuldnern und Kommunen eintreten könnte, ſo ſind dieſe Zweifel nunmehr durch die Gering⸗ fügigkeit der Zahl der eingelaufenen Proteſte vurde Hornberg Bfälzer Erbfolge⸗ Burg den Reſt, Burg Hornberg ner vergangenen t der ſogenannte zere Ringmauer Geſchichte dieſes undlich erwähnt en Dunkel. Erſt die drei Meter eingebaut, ſeine Mantelbau im en Räumen fin⸗ Freiherren behoben worden. Da der alte überhöhte Zins⸗ n ſias von 6 Prozent und darüber von den Emiſ⸗ änge auf Rein⸗ ſionsinſtituten künftig nur noch auf 0,2 bis 4 Mn höchſtens 0,5 Prozent des geſamten Umlaufs hezahlt zu werden braucht, können die ſich dar⸗ us ergebenden Mehrbeträge wohl überall aus dem halben Prozent Konverſionskoſten gedeckt erden, die kraft Geſetz ebenſo wie die zwei⸗ prozentige Umtauſchvergütung vom Hypothe⸗ enſchuldner bzw. vom Kommunalſchuldner zu lter Bücher, Le⸗ ſchrift faſt aller Reiches, Türlen⸗ tiche von Dürer, rbuch aus der einem ſtuden⸗ ch. Die Familie ie Geſchichte des helfen und war reuer. 25 Prozent ſchließlich aufgebracht werden, das wird je nach der Lage der Verhältniſſe der ich das wappen⸗ Schuldner wohl nur von Fall zu Fall zu ent⸗ zab gen Reckar, 1 ſcheiden ſein. Es wird ſicherlich nicht wenig „Die gewonnene Zinsſchlacht Schuldner geben, die in der Lage und bereit ſind, dieſe 2,5 Prozent ſofort zu bezahlen und ſich dadurch für alle Zukunft ohne Mehrver⸗ ſchuldung in den uneingeſchränkten Genuß des verbilligten Zinsſatzes von 4,5 Prozent plus Verwaltungskoſten zu ſetzen. Das gilt vor allem von den kommunalen Schuldnern. Viel⸗ fach wird es ſich empfehlen, die Aufbringung der Konverſionskoſten auf eine Reihe von Jah⸗ ren zu verteilen, etwa auf fünf Jahre. Setzt man für dieſen Zeitraum die Tilgung aus und verlängert man die Tilgungsperiode entſpre⸗ chend, dann beſteht ebenfalls die Möglichkeit, eine volle Entlaſtung der Hypothekenſchuldner um 1,5 Prozent ab Oktober d. J. eintreten zu laſſen. Ein dritter Weg läge darin, die Hypo⸗ thekenſchuld um die 2,55 Prozent Konverſions⸗ koſten zu erhöhen und für den Betrag Pfand⸗ briefe auszugeben. Selbſtverſtändlich muß bei der Wahl dieſer Wege auf die Leiſtungsfähig⸗ keit der Emiſſionsinſtitute Rückſicht genommen werden, die ja bereits für den Zinstermin am 1. April mit der zweiprozentigen Umtauſch⸗ vergütung und mit den ſonſt entſtehenden Kon⸗ verſionskoſten in Vorlage treten müſſen. Auf jeden Fall iſt durch den Ausgang der Zinsſenkunasaktion der Reichsregierung auf dem Gebiete der Pfandbriefe, Kommunalobli⸗ gationen uſw. das Höchſtmaß der Entlaſtung der vielfach ſchwer bedrängten Schuldner auf dem Gebiete des Zinſes ſichergeſtellt. Es un⸗ terliegt keinem Zweifel, daß die Zinsſenkung bei den bisher noch nicht zum Umtauſch aufge⸗ rufenen feſtverzinslichen Wertpapieren wahr⸗ ſcheinlich ſehr bald folgen wird, alſo bei LViriscafis-Rundschiai Stadtanleihen, leihen, Länderanleihen, Kreisanleihen, Provinzialan⸗ Reichsanleihen uſw. mit bis jetzt noch 6 Prozent und mehr Ver⸗ zinſung. Die Entlaſtung der öffentlichen Haus⸗ halte wird dadurch fortgeſetzt. Im Hausbe⸗ ſitz und bei der öffentlichen Hand werden da⸗ durch erhebliche Mittel frei, die für Arbeits⸗ beſchaffungszwecke eingeſetzt werden können. Vor allem aber iſt jetzt auch die Bahn frei für die ſo notwendige Wiedereinſchaltung des organiſierten Kapitalmarktes in den Wieder⸗ aufbau der Wirtſchaft auf der Grundlage eines traabaren Zinsſatzes. Daß die Inanſpruch⸗ nahme des Rentenmarktes durch Ausgabe von Pfandbriefen oder öffentlichen Anleihen ſich immer im Rahmen ſeiner tatſächlichen Auf⸗ nahmefähigkeit halten wird, iſt ſelbſtverſtänd⸗ lich und vom Reichsbankpräſidenten immer wie⸗ der betont worden. Mit zunehmender Er⸗ ſparnisbildung im Zuge der allgemeinen Wirt⸗ ſchaftsbelebung, die auch den Rentenmarkt krüftigt, wird ſchließlich aber auch von dieſer Seite her die Finanzierung wichtiger wirt⸗ ſchaftlicher Aufgaben möglich werden. Das iſt beſonders wichtig für den Wohnungsbau, der angeſichts der ſtarken Vermehrung der Ehe⸗ ſchließungen dringend gefürdert werden muß, und der gegenwärtig beſonders an mangeln⸗ den Finanzierungsmöglichkeiten krankt. Die 250 000 bis 300 000 neuen Wohnungen, deren Bau unbedingt noch in dieſem Frühjahr und Sommer in Angriff genommen werden muß, ſind nicht zu finanzieren, wenn nicht in gewiſ⸗ ſem Umfange auch durch Ausgabe neuer Pfand⸗ briefe Mittel beſchafft werden. In dieſem Zu⸗ ſammenhang gewinnt die Tatſache der ſo vor⸗ züglich gelungenen Zinskonverſion bei Pfand⸗ briefen eine beſondere arbeitsmarktpolitiſche Bedeutung. Künftige Berufs⸗ und Facherziehung im deutſchen Einzelhandel Das Berufsgruppenamt der Deutſchen Arbeitsfront wurde durch die Verordnung des Führers vom 24. Ok⸗ tober 1934 und durch die Anweiſung des Leiters der Deutſchen Arbeitsfront, Staatsrat Dr. Ley, mit der allgemeinen Betreuung aller Berufs⸗ und Fach⸗ erziehunasfragen beauſtragt. 0 Uum aüch für die Betriebsführer im deutſchen Ein⸗ zelbandel einheitliche Vorausſetzungen für eine um⸗ faſſende berufliche Leiſtungsſteigerung zu ſchaſſen, hat das Berufsgruppenamt der Deutſchen Arbeitsfront mit der Wirtſchaftsfachgruppe Einzelhandel(Geſamt⸗ verband des deutſchen Einzelhandels) unter Zuſtim⸗ mung des Leiters der Reichsgruppe Handel, Prof. Dr. Lüer, eine Vereinbarung getroffen, die fol⸗ gendes vorſieht: „In der Geſchäftsführung der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel(Geſamtverband des deutſchen Einzelhan⸗ dels) wird ein beſonderes Referat für Berufs⸗ und Facherzie hungsfragen eingerichtet. Dieſes Reſerat iſt ausſchließlich zuſtändig für die grundſätzlichen und praktiſchen Fragen des Berufs⸗ ausbildungsweſens aller Betriebsführer des Einzel⸗ handels, die der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel(Ge⸗ ſamtverband des deutſchen Einzelhandels) angehören. Es hat insbeſondere für eine einheitliche Ausrichtung aller Bildungsarbeit im Bereich der Betriebsführer des Einzelhandels zu ſorgen. In den Fachgruppen des Geſamtverbandes werden ebenfalls Sachbearbeiter für die Fragen des beruflichen Bildungsweſens ein⸗ geſetzt, die der Aufſicht des Berufs⸗ und Fach⸗ erzieungsreferats der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel unterſtehen. egen die Wein⸗ ſer talwärts, am die Hakenkreuz⸗ freiung! rann, Mosbach. Anordnungen Anordnungen der Kreisleitung Betr. Hilfskaſſenbeiträge. Aus gegebener Beranlaffung muß darauf hingewieſen werden, dafſt fümtliche Parteimitglieder, SA⸗, SS⸗ und NSaͤ⸗ Münner(einſchl. Anwärter) den Beitrag zur Hilfskaſſe in Höhe von RM.30 für den kommenden Monat bis ſpäüteſtens 15. jeden Monats bei ihrer zu⸗ fündigen Ortsgruppe zu entrichten haben. Bis zum 15, Februar 1935 muſ alſo der H K⸗ ßeitrag für den Monat März 1935 be⸗ Schloßgarten Anfäue und Todesfülle im ehrenamilichen Parteidienſt KGraftrad⸗ und Kraftwagenunfälle, Verkehrsunfülle uſw.). Es iſt daher laut mehrfach ergangener An⸗ gung, den Beitrag zur Hilfstaſſe regelmäßig und pünktlich zu bezahlen. Bekanntlich beſteht ein Befehl der Oberſten SA⸗Führung, wonach jeder SA⸗ bzw. SE⸗Mann, deſſen Hilfskaſſenquittungskarte nicht in Ordnung, d. h. in deſſen Karte die Quittungsmarke für den laufenden Monat nicht geklebt iſt, bei Prüfung durch ſeinen Sturmführer oder deſſen Beauftragten nicht zum Dienſte zuzulaſſen iſt. Der Kreishilfskaſſenobmann. PO Recharſtadt⸗Oſt. Für die Parteimitglieder der Zellen 2 Freitag, 8. Febr., 20 Uhr, in der„Flora“, Fortzingſtraße, Mitgliederverſammlung. eudenheim. Kaſſenſtunden für Beitragszahlung Fonat Februar ſowie Hilfskaſſe Freitag, 8. Febr., -22 Uhr, im„Alten Schützenhaus“. 5 NS⸗Frauenſchaft 1 Mai⸗Chor! Achtung, Alt⸗Stimmen! Die nüchſte Probe wird auf Mittwoch verlegt. Saal des alten Rathauſes, 20 Uhr. Zuſammen mit indenhof. Freitag, 8. Febr., 20.30 Uhr, Heim⸗ abend im Ortsgruppenheim, Eichelsheimerſtr. 51—53. gahlt ſein. Nach wie vor ereignen ſich unzählige der NSDAꝰ Friedrichspark. Freitag, 8. Febr., 20 Uhr, im „Ballhaus“ Heimabend. Deutſches Jungvolk Fühnlein„Plüſchow“ 1/1/1/171. Wegen Erkran⸗ kungen wird der Elternabend auf 24. Februar ver⸗ legt. Beginn 18 Uhr, Kaſinoſaal. Verkaufte Pro⸗ gramme behalten Gültigkeit. Jungbannpreſſeamt 1/171. Freitag, 8. Febr., 19 Uhr, erſcheinen ſämtliche Preſſe⸗, Bild⸗ und Zeichen⸗ warte in M 4a, Zimmer 83. Artikel ſind mitzu⸗ bringen. BdM. 1. Mai⸗Chor! Achtung, Alt⸗Stimmen! Die nüchſte Probe wird auf Mittwoch verlegt. Saal des alten Rathauſes, 20 Uhr. Zuſammen mit Sopran. Feudenheim. Sämtliche Mädel, die Inſtrumente ſpielen, kommen Freitag, 8. Febr., 20 Uhr, ins „Jägerhaus“ zur Probe für den Elternabend. uUntergau. Die im Einzelhandel tätigen Ig. wer⸗ den hiermit aufgefordert, ſich an dem Schaufenſter⸗ wettbewerb vom 17.—27. Februar zu beteiligen und bei dem Wettbewerbsleiter, Ig. Karl Kotz, Mann⸗ heim, C 1, 10, Zimmer 23 oder in der Handels⸗ kammer anzumelden. Untergau 171, Sozialreferat. Samstag, 9. Febr., kommen alle Sachbearbeiterinnen um 19 Uhr zu einer kurzen Beſprechung nach N 2, 4. BDMJ Jungmädeluntergau 1/171, Abt. Preſſe. Sams⸗ tag, 9.»Febr., findet eine Beſichtigung des OB ſtatt. Die Gruppenreferentinnen kommen um 15 Uhr nach N 2, 4. Aktive Führerinnen können auch an der Beſichtigung teilnehmen. Jungmädeluntergau 1/171, Abt. Schulung. Frei⸗ tag, 8. Febr., Schulung für Ring uein E 5, 16. Alle Schaft⸗, Schar⸗ und Gruppenführerinnen. Jungmädelgruppe Schwetzingerſtavt 2. Am Frei⸗ Ein Beauftragter des Berufsgruppenamtes der Deutſchen Arbeitsfront iſt als Stellvertreter des Lei⸗ ters des Gdcé in allen Berufs⸗ und Erziehungsfragen in den Führerbeirat des Geſamtverbandes des Deut⸗ ſchen Einzelhandels berufen worden. Das Berufs⸗ bildungsreferat der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel (Geſamtverband des deutſchen Einzelhandels) arbeitet ünter der Oberleitung dieſes Bec rufsgruppenamties.“ Durch dieſe Vereinbarungen ſind erfolgverſpre⸗ chende Formen für die Durchführung der großen Be⸗ rufs⸗ und Facherziehunsaufgaben im deutſchen Ein⸗ zelhandel gefunden worden. Auf der anderen Seite werden die Betriebsführer des Einzelhandels in allen praktiſchen Fragen des Berufsbildungsweſens durch das unter der Oberleitung des Berufsgruppenamtes der DAß arbeitende Referat des Geſamtverbandes des deutſchen Einzelhandels und auf der anderen Seite die Gefolgſchaftsmitglieder durch die Reichsberufs⸗ hauptgruppe der Kaufmannsgehilfen. Bürogehilfen und Behördenangeſtellte im Berufsgruppenamt der DAßF unmittelbar betreut. Dort, wo es möglich iſt, werden gemeinſchaftliche Veranſtaltungen durchgeführt, dort, wo die Aufgabe es bedingt, wird getrennt an der Ertüchtigung der im Einzelhandel Tätigen gearbeitet werden. Rhein-Mainische Abendbörse Die Abendbörſe wies einen feſten Grundton auf, das Geſchäft blieb angeſichts der geringen Publikums⸗ beteiligung aber klein. Neben dem vollen Konverſions⸗ erfolg regte die von 5 auf 6 Proz. erhöhte Dividende beim RWéE. etwas an. Beſonders Bankaktien blieben gefragt und lagen im Freiverkehr anfangs 1 Proz. über den Mittagskurſen. Sonſt eröffneten bei kleinem Geſchäſt JG. Farben mit 143½, Mannesmann mit tag, 8. Februar, 19.30 Uhr, Führerinnen⸗Beſprechung im Heim(Möhlblock). Strohmarkt. Samstag, 9. Febr., 17 Uhr, müſſen unbedingt fehlende Beiträge in E 5, 16 abgerechnet werden. Schwetzingerſtadt 1. Samstag, 9. Febr., An⸗ treten um 10 Uhr an der Heiliggeiſtkirche in Uniform. Schwetzingerſtadt 1. Sonntag, 10. Febr., 11 Uhr, Antreten am Gabelsbergerplatz in Uniform. Käfertal. Samstag, 9. Febr., 20 Uhr, Führer⸗ Beſprechung im Heim. Dienſtbuch, Schnellhefter und Schreibzeug mitbringen. Strohmarkt. Samstag, 9. Febr., 17 Uhr, wich⸗ tige Führerinnenbeſprechung in E 5, 16. Die feh⸗ lenden Februar⸗Beiträge mitbringen! Rheintor. Samstag, 9. Febr., 10 Uhr, Antreten ſämtlicher Mädel am K⸗5⸗Schulplatz mit Turnzeug. Herzogenried. Alle Mädel, die rechts der Waldhof⸗ ſtraße wohnen, treten Samstag, 10 Uhr, in Kluft auf dem Meßplatz an. Neckarſtadt⸗Oſt. Freitag, 8. Febr., 20 Uhr, Führerinnenbeſprechung im Heim. DAxð Waldhof. Freitag, 8. Jan., 20 Uhr, im Lokal „Zum Weinberg“, Waldhof, Luzenbergſtr. 90, Sitzung ſämtlicher Zellen⸗ und Blockwalter der DAß, Orts⸗ gruppe Waldhof. Sandhofen. Freitag, 8. Febr., 20.30 Uhr, im Gaſthaus„Zum Morgenſtern“, Verſammlung. Redner Pg. Edam. Berufsgruppenamt der Deutſchen Arbeitsfront Ingenieure, Chemiker und Werkmeiſter. Frei⸗ tag, 8. Febr., Höhere Mathematik, Feſtigkeitslehre. Freitag, 8. Febr, 20 Ußr, im Jugendſaal, C1, 10, Zuſammenkunft aller Radio⸗Techniker. Weibliche Angeſtellte. Freitag, 8. Febr., 20 Uhr, in N 4, 17, Uebungsfirma Lotte Schulz und Hedwig Harms. Nahrungs⸗ und Genußmittelinduſtrie und ⸗Handel. Freitag, 8. Febr., 20.15 Uhr, im großen Saal in C 1, 10—11, ſpricht Berufskamerad Theo Flintrop tragten des Be⸗ 7866 und Aku mit 51¼ 6156), ferner Hapag mit 31½(31½). Der Rentenmarkt lag bei wenig ver⸗ änderten Kurſen faſt geſchäftslos. Im Verlaufe rich⸗ tete ſich das Intereſſe mehr und mehr auf Großbank⸗ aktien, von denen Commerz⸗, Deutſche und Dresdner ſchließlich je 1½ Proz. höher zur Notiz kamen. Adea erhöhten ſich auf 77¼½(74¼), Effektenbank auf 81(80). Auf den übrigen Marktgebieten blieb das Geſchäft gering. Die Kurſe lagen behauptet. Von Kaſſawerten zogen JG. Chemie Baſel volle auf 156¼(155½), Zellſtoff Memel auf 50(49) an. Der Rentenmarkt blieb ſtark vernachläſſigt. Nachbörſe: Deutſche und Dresdner Bank je 87/½—88. Amſterdamer Deviſenkurſe Amſterdam, 7. Febr. Berlin 5937, London 725½, Neuyork 948ů/, Paris 975¼, Belgien 3452, Schweiz 4788½, Italien 1207, Madrid 2025, Oslo 3645, Kopenhagen 3240, Stockholm 3740, Prag 618. Privatdiskontſatz ½. Tägl. Geld ½. 1⸗Monats⸗Geld 1. Metalle Londoner Metallbörſe London, 7. Febr.(Amtl. Schluß.) Kupfer(S p. To.) Tendenz: ſtetig: Standard p. Kaſſe 27½ bis 27%, do. 3 Monate 275/½16—2736, do. Settl. Preis 27½; Electrolyt 30½—3036; beſt ſelected 29½—30½ Elektrowirebars 30/.. Zinn(& p. To.) Tendenz: ſtetig; Standard p. Kaſſe 232½—232¼, do. 3 Monate 228%.—229, do. Settl. Preis 232⅛; Straits 233½. Blei(& v. To.) Tendenz: ſtetig; ausld. prompt offz. Preis 10½%, do. inoffz. Preis 10%—103/16; ausld. entf. Sicht. offz. Preis 1036, do. inoffz. Preis 1036 bis 107/%16; ausld. Settl. Preis 10½.. Zink( p. To.) Tendenz: ſtetig; gewl. prompt offz. Preis 11½¼, do. inoffz. Preis 11/—1113/6; gewl. entf. Sicht. offz. Preis 12, do. inoffz. Preis 111/½8—12; gewl. Seitl. Preis 11/; Wolframerzce. i. f.(eh per Einheit) 37—38.— Amtl. Berliner Mittelkurs für das engl. Pfund 12,22. Amtl. Preisfeſtſetzung für Kupfer, Blei u. Zink Berlin, 7. Febr. In RM. für 100 Kilogramm: Kupfer: Tendenz: ſtill; Jan. 39.; Febr., März, April je 33,75 nom. Br., 33,75.; Mai 37.; Juni 37,50.; Juli 37,75.; Aug. 38.; Sept. 38,25.; Okt. 38,50.; Nov. 38,75.; Dez. 39 G. Bleiz Tendenz: ruhig; Jan. 15,50.; Febr., März, April je 14,50 Br., 14,50.; Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt., Nov., Dez. je 15,50. Zink: Tendenz: ſtetig; Jan. 20,25 Br., 19.; Febr., März, April je 17,50 nom. Br., 17,50.; Mai 19,25 Br., 18,50.; Juni, Juli je 19,50 Br., 18,50.; Aug., Sept. je 19,75 Br., 18,75.; Okt., Nov., Dez. je 20 Br., 19 G. Getre ide Rotterdam, 7. Febr.(Schluß.) Weizen: März 2,90, Mai 3,07½, Juli 3,25, Sept. 3,35.— Mais: März 64/, Mai 57½, Juli 57, Sept. 57%. Mannheimer Getreidegroßmarkt vom 7. Febr. Amtlich notierten: Weizen: 76—77 Kilo, geſ., tr. Durchſchnittsbeſch., exkl. Sack, Preisgeb. v/ 15 20.85, wW 16 21.05, v 17 21.35. Ausgleich plus 40 Pfg.— Roggen: 71 bis 73 Kilo, geſ., tr. Durchſchnittsbeſch., exkl. Sack, Preis⸗ gebiet K 15 17.05, K 16 17.35, K 13 16.65. Ausgleich plus 40 Pfg.— Gerſte: Braugerſte, inl. 21—22, (Ausſtichw. ü..) 20—22, Winter⸗ und Induſtrie⸗ gerſte 19.50—20.50.— Futtergerſte: 59—60 Kilo, geſ., tr. Durchſchnittsbeſch., exkl. Sack, Preisgeb. G7 16.05, G8 16.35, G9 16.55, 6 11 16.85. Ausgleich plus 40 Pfg.— Hafer: 48—49 Kilo, geſ., tr. Durchſchnittsbeſch., exkl. Sack, Preisgeb. H 11 16.05, 114. 16.55, H17 16.85. Ausgleich plus 60 Pfg. Raps, inl., ab Station 31.00; Mais, m. S. 21.25.— Mühlennachprodukte: Weizenkleie, mit Sack,, Mühlenfeſtpr. W 17 10.67; Roggenkleie K 16 10.38; Weizenfuttermehl 13.00; Weizennachmehl 17.00. Aus⸗ gleich plus 30 Pfg. Vollkleie 50 Pfg. höher.— Sonſt. Futterartikel: Erdnußkuchen prompt (Feſtpr. d. Fabr) 14.30; Soyaſchrot prompt 13.00; Rapskuchen 12.00; Palmkuchen 13.30; Kokoskuchen 15.20; Seſamkuchen—; Leinkuchen 15.20; Biertreber, m. S.—; Malzkeime—; Trockenſchnitzel(Fabrikpr.) per Febr..64; Rohmelaſſe, loſe.92; Steffenſchnitzel, loſe 10.24. Von Erdnußkuchen bis Leinkuchen alles Feſtpreis der Fabrik; Ausgleich plus 40 Pfg, für ölhaltige Futterartikel, zuckerhaltige, ausgenommen Malzkeime, Ausgleich plus 30 Pfg.— Rauhfut⸗ ter: Wieſenheu, loſe, neues.80—10.60; Rotklee⸗ heu—; Luzernkleeheu 10.50—11.00; Stroh, Preßſtroh, Roggen⸗Weizen.00—.50, do. Hafer⸗Gerſte.00—.50; do. geb. Stroh, Roggen⸗Weizen.80—.20, do. Hafer⸗ Gerſte.80—.20. Weizenmehl: Weizenfeſtpreisgeb. 17, Type 790, aus Inl.⸗Weiz. 28.45, W 15(Bauland, Seekreis) 27.85.— Roggenmehl: Feſtpreisgeb. 16, Type 997 24.60, R 15 24.00, R 13 23.60. Zuzüglich 50 Pfg. Frachtausgleich frei Empfangsſtation gemäß Anord⸗ nungen der WV. Weizenmehl mit einer Beimiſchung von 10 Prozent Ausl.⸗Weiz..50 RM Aufſchlag per 100 Kilo. Für alle Geſchäfte ſind die Bedingungen der WV., der Roggen⸗ und Weizenmühlen bezw. der neue Reichsmühlenſchlußſchein maßgebend. (von der Eſtol⸗AG.) über:„Fettverſorgung und Kon⸗ tingentierung“. Ingenieure, Chemiker und Werkmeiſter. Sams tag, 9. Febr., 20 Uhr,„Zur Krone“, Neckarau, Verſammlung der Werkmeiſter. Vortrag:„Sozial⸗ verſicherung“. Redner: Pg. Welſch.— Sams⸗ tag, 9. Febr., 20 Uhr,„Rebſtöckl“, Friedrichsfeld, Verſammlung der Werkmeiſter. Vortrag:„Als Mon⸗ tagemeiſter in England“. Redner: Bk. Lenz. NS⸗Hago— Kreisamtsleitung In folgenden Ortsgruppen finden Beſprechun⸗ gen mit den Zellen⸗, Block⸗ und Fachgruppenwaltern ſtatt, bei denen der Kreisamtsleiter Pg. Stark, Pg. Dr. Stiefel und Pg. Bär ſprechen. Waldhof: Freitag, 8. Febr., 20.30 Uhr, nicht wie angegeben„Stadt Mannheim“, Alte Frankfurter Straße 2, ſondern im Reſtaurant„Weinberg“, Luzenbergſtraße 90. Kreisbetriebsgemeinſchaft 17(Handel), Fachſchaft Handelsvertreter, Sparte Rohtabakagenten. Sams⸗ tag, 9. Febr., 17 Uhr, für die Agenten und Reiſenden der Rohtabakbranche im Horſt⸗Weſſel⸗Haus, L 4, 15, part., Zimmer 8, Ausſprache über die Lage der Rohtabakagenten. Kreisbetriebsgemeinſchaft 18(Handwerk), Fach⸗ gruppe Bau, Fachſchaft Kaminfeger. Sonntag, 10. Febr., 13 Uhr, in Mosbach, Hotel„Badiſcher Hof“, Fachſchaftspflichtverſammlung. Gaufachſchafts⸗ walter iſt anweſend. Amt für Beamte Bei der Verwaltungsatademie Baden, Zweigſtelle Mannheim ſpricht Dr. Hagenbuch über„National⸗ ſozialiſtiſche Agrarpolitik“ am Freitag, 8. Febr. NSKOV Küfertal. Samstag, 9. Febr., 20 Uhr, im Saale „Zum ſchwarzen Adler“ Mitgliedexverſammlung, an⸗ ſchließend Kameradſchaftsabend. Friedrichsſeld. Samstag, 9. Febr., 19.30 Uhr, Gaſthaus„Badiſcher Hof“, Mitgliederverſammlung. Auch für Kameradenfrauen. Jahrgang 5— A Nr. 65— Seite 10 „Hakenkreuzbanner⸗ Frühausgabe— Freitag, 8. Februar 3 7 ———— —— me.— HGacdenò Noch drei Spiele haben die Neckarauer vor ſich; noch vier Phönix Karlsruhe, Mühlburg, Pforzheim und die beiden Tabellenletzten, Ger⸗ mania Karlsdorf und Mannheimer FC08; noch fünf VfR Mannheim, Waldhof, Freiburger F und Karlsruher FC. Man iſt alſo nun ſchon mitten im Schlußdrittel des ſo hartnäckigen Rin⸗ 94 um die badiſche Gaumeiſterſchaft 1934/35. ber noch immer läßt ſich auch nicht im ent⸗ fernteſten vorausſehen, wer ſich die Krone holt. Sicher iſt nur, daß MFC 08 und Germania Karlsdorf in die Bezirksklaſſe zurückwandern müſſen und daß Freiburg und Karlsruher FC nicht mehr für die Meiſterſchaft in Frage kom⸗ men. Nicht weniger als ſechs Bewerber haben indeſſen noch Ausſichten auf den Titel; nämlich die Mannheimer Vertreter Vfè Neckarau, VfR und Waldhof; die Vertreter der Reſidenz, Phönix Karlsruhe und Mühlburg und der 1. FC Pforzheim, dem jedoch nur eine Außen⸗ ſeiterchance einzuräumen iſt. So geſtaltet ſich das Schlußringen um den Meiſtertitel zu einem ſcharfen Duell zwiſchen Karlsruhe und Mann⸗ heim, bei dem die Karlsruher dadurch, daß ſie die meiſten Spiele auf eigenem Platz haben, leicht im Vorteil ſind. Es ſpielen am 10. Febr.: SV Waldhof— Karlsruher FV MFC 08— Freiburger FC VfB Mühlburg— VfR Mannheim 1. FC Pforzheim— Germania Karlsdorf. „Und Waldhof macht doch noch die Meiſter⸗ ſchaft! Unſere Mannſchaft gewinnt alle noch ausſtehenden Spiele!“ Mit felſenfeſter Zuver⸗ ſicht verkünden es allenthalben alle, die in Mannheim auf die ſchwarz⸗blauen Farben ſchwören. Seit man vernünftigerweiſe Siffling wieder in den Sturm geſtellt hat und ſeit dem Sieg in Freiburg iſt in der Waldhofgemeinde der Optimismus wieder eingekehrt. Sicherlich iſt das Vertrauen in die unübertrefflichen Ball⸗ künſtler der Waldhofelf nicht ungerechtfertigt. In welchem Maße die Mannſchaft dieſes Ver⸗ trauen rechtfertigen kann, wird man im Spiel gegen KF ſehen. Man ſchätze die Karlsruher ja nicht als leichten Gegner ein. Das Unentſchie⸗ den gegen Neckarau, das für die Leute von der Altriper Fähre zudem noch etwas ſchmeichelhaft war, iſt eine deutliche Warnung, an der man nicht achtlos vorübergehen kann. Indeſſen wird wohl den Karlsruhern im Mannheimer Sta⸗ dion kaum ein Teilerfolg beſchieden ſein. Nor⸗ malerweiſe müßte Waldhof mit einem klaren Reſultat die Karlsruher ſicher ſchlagen können. Mitzureden haben die Freiburger in der Meiſterſchaftsangelegenheit ja nichts mehr, nach⸗ dem ſie in Mühlburg die Segel ſtreichen muß⸗ ten. Aber— nobless oblige— ſie werden trotzdem kaum auf ferneren Punktgewinn ver⸗ zichten wollen. Gewiß werden die Lindenhöfer wie immer ſich aufs heftigſte bemühen, die Punkte ſelbſt zu behalten, aber ob ſie es ver⸗ mögen, iſt ſehr zweifelhaft. Sie werden dieſe wohl oder übel dem überlegenen Gegner über⸗ laſſen müſſen. Mit ſehr gemiſchten Gefühlen ſieht man beim VfR der Reiſe nach Mühlburg entgegen. Man hat dort ſchon unglücklich gekämpft und der Sieg der Mühlburger über den Freiburger FC .8. Syor auliga im Punlatetcemyſ hat die Zuverſicht auf einen diesmaligen glück⸗ licheren Verlauf der Exkurſion auch nicht gerade ſteigern können. Die Mühlburger ſcheinen Mor⸗ genluft zu wittern. Tatſächlich haben ja auch ſie noch eine durchaus reelle Chance auf die Meiſterſchaft. Und ſo ohne weiteres werden ſie dieſe Chance nicht preisgeben. Als klare Favoriten für dieſen Kampf kann man die Karlsruher Vorſtädter aber doch nicht anſpre⸗ chen; die Mannheimer können gerade ſo gut das Spiel gewinnen. Die Sache iſt ſchon als offen zu betrachten. Viel Freude werden die Karlsdorfer Ger⸗ manen mit ihrer Reiſe nach Pforzheim ſicher⸗ lich auch nicht haben. Sie mögen ſich noch ſo ſehr ins Zeug legen, den Sieg werden ſie doch wohl den Platzherren überlaſſen müſſen, denn die Pforzheimer wollen ſicher noch ein Weilchen ihre Freude an ihren Meiſterſchaftshoffnungen haben und da brauchen ſie eben die Punkte ſelbſt ſehr notwendig. Die Spiele der Bezirksklaſſe Beide Gruppen der unterbadiſchen Bezirks⸗ klaſſe haben am Sonntag ein volles Programm. Es ſpielen am 10. Februar: Anterbaden⸗Weſt Phönix Mannheim— Oberhauſen Käfertal— Altrip Viernheim— Hockenheim Neulußheim— Feudenheim Seckenheim— Sandhofen Friedrichsfeld— Ilvesheim. Für Phönix wird der Sonntag wohl der leichteſte Spieltag der Saiſon werden, denn viel Mühe dürfte es kaum verurſachen, dem ſicherren Abſtiegskandidaten die Punkte abzu⸗ knöpfen. Sehr hart wird indeſſen das Ringen in Käfertal werden, in dem man wohl den wie⸗ der erſtarkten Käfertalern die größeren Sieges⸗ ausſichten einräumen muß. Hockenheim iſt ſicher⸗ lich keine ſchlechte Mannſchaft; aber die Viern⸗ heimer auf deren eigenem Platz zu ſchlagen, dürfte ihnen kaum gelingen. Als Sieger kann nur Viernheim in Frage kommen. Einen ſchwe⸗ ren Gang gehen auch die Feudenheimer. Es iſt kaum anzunehmen, daß ſie aus Neulußheim einen Punkt mit nach Hauſe bringen. Dagegen wird wohl Sandhofen auch in Seckenheim die Punkte ergattern, wobei ihnen das„ſchiefe Plätzle“ ein ſchwereres Hindernis ſein dürfte, als der Gegner ſelbſt. Heiß wird es in Fried⸗ richsfeld hergehen. Die Ilvesheimer, die nach gutem Anfang ſehr zurückgefallen ſind, ſtellen doch immer einen ſehr kampfſtarken Gegner dar und die Platzherren werden alles aufbieten müſſen, um die Punkte an ſich zu bringen. Anterbaden⸗Oſt Kirchheim— Weinheim Sandhauſen— Wiesloch Eberbach— Eppelheim Schwetzingen— Union Heidelberg Walldürn— Plankſtadt SC 05 Heidelberg— Eſchelbronn. Kirchheim, das mit klarem Punktevorſprung vor dem übrigen Feld der Meiſterſchaft zu⸗ ſteuert, wird ſich auch von dem Tabellenzweiten Weinheim kaum um den Sieg bringen laſſen. Sandhauſen, das am letzten Sonntag einen Bombenſieg mit zweiſtelliger Ziffer erringen konnte, wird ſich gegen Wiesloch zwar etwas beſcheiden müſſen, aber die Punkte dürften ihnen indeſſen kaum entgehen. In Eberbach werden ſich die Eppelheimer etwas vorſehen müſſen. Die Lage der Eberbacher iſt durchaus noch nicht hoffnungslos und an Anſtrengungen, aus der Abſtiegszone herauszukommen, werden ſie es ſicherlich nicht fehlen laſſen. Wer gewinnt, muß abgewartet werden. Einen harten Kampf wird es auch in Schwetzingen geben. Ob der Platz⸗ vorteil ausreicht, die ſtarke Union Heidelberg zuſchlagen, muß ſich erſt noch beweiſen. Auch hier iſt der Ausgang des Treffens vollkommen offen. In Walldürn dürften die Plankſtädter kaum etwas„drin“ haben, wie man ſo ſagt. Ein Unentſchieden wäre ſchon ein anſprechender Erfolg. Eſchelbronn wird wohl ſeiner Rolle als Punktelieferant treu bleiben und auch Hei⸗ delberg 05 die beiden Pünktchen, die dieſe not⸗ wendig brauchen können, kaum vorenthalten. Schön/ eohmann im Pariſer Sechstage-Rennen Die deutſchen Rennfahrer haben bisher ſtets im Pariſer Sechstagerennen eine gute Rolle ge⸗ ſpielt. So wurde auch für das„17.“ wieder eine deutſche Mannſchaft verpflichtet. Schön/ Lohmann, wohl das derzeit ſtärkſte deutſche Paar, werden vom 19. bis 25. März im Pa⸗ riſer Wintervelodrom den Kampf mit folgenden Mannſchaften aufnehmen: A. Magne /Leducq, Pijnenburg/ Wals, Broc⸗ cardo/ Guimbretiere, Choury/ Fabre, Hill/ Demp⸗ ſey, Charlier/ Deneef, Ignat/ Diot, J. Aerts/ Tagung des Internationalen Luftſport⸗Verbandes Paris, 6. Febr. Der Internationale Luft⸗ ſportverband hat am Dienstag ſeine Arbeiten in Paris aufgenommen. 40 Vertreter aus 20 verſchiedenen Ländern waren anweſend. Der Verband hat offiziell von dem Beſchluß der italieniſchen Regierung Kenntnis genommen, die Landeſteuer abzuſchaffen. Ab 1. April d. J. werden daher alle Sportflugzeuge, die mit einer Ausweiskarte ihrer Luftſportbehörde ver⸗ ſehen ſind, in nachſtehenden Ländern keine Lande⸗ und Startſteuer mehr zu entrichten haben, ferner die Flugzeug⸗ ſchuppen zur Unterſtellung ihrer Apparate für 48 Stunden koſtenlos benutzen dürfen: Italien, Rumänien, England, Oeſterreich, Ungarn, Schweden und Japan. Die Vertreter Deutſch⸗ lands, Polens, Belgiens, Griechenlands, Li⸗ tauens erklärten, daß ihre Regierungen dem Grundſatz der Aufhebung der Landeſteuer ebenfalls zuſtimmten und in kürzeſter Friſt ent⸗ ſprechende Beſchlüſſe faſſen würden. Der inter⸗ nationale Luftſportverband hat ferner beſchloſ⸗ ſen, die Schirmherrſchaft über einen Flug „Rund um die Welt“ zu übernehmen, der im Jahre 1937 durchgeführt werden ſoll. Die näheren Durchführungsbeſtimmungen, die der Aero⸗Club von Frankreich ausarbeitet, werden auf der September⸗Tagung des Verbandes in Dubrovnik dieſem unterbreitet werden. Ab 1. April 1935 ſoll auch die Welthöchſtlei⸗ ſtung für den Streckenflug auf abge⸗ ſteckter Strecke wieder in den Rekordkalender geſetzt werden. Der polniſche Aero⸗Club hat durch ſeinen Vertreter bekanntgeben laſſen, daß er zu ſeinem Bedauern nicht in der Lage ſei, den internationalen Europarundflug für 1936 zu organiſieren. Der Generalrat des Inter⸗ nationalen Luftſportverbandes hat daher be⸗ ſchloſſen, dieſen Flug auf das Jahr 1937 zu verſchieben und hat gleichzeitig der Hoff⸗ nung Ausdruckgegeben daß Deutſch⸗ land die Organiſation übernehme. Falck⸗Hanſen, van Buggenhout/ van Vlockhoven und Coupry /Pecqueux. Weitere vier Mannſchaften werden noch ver⸗ pflichtet. Hürtgen nach Amerika verpflichtet Der bekannte Kölner Dauerfahrer Gottfried Hürtgen iſt für das Anfang März begin⸗ nende Neuyorker Frühiahrs⸗Sechstagerennen verpflichtet worden: Wer als Partner von Hürt⸗ gen mit über den großen Teich fährt, ſteht zur Zeit noch nicht feſt. Im Zuſammenhang damit intereſſiert, daß auch die deutſchen Steher Erich Möller(Han⸗ nover) und Erich Metzee(Dortmund) ſich mit dem Gedanken tragen, in den Vereinigten Staaten verſchiedenen Startverpflichtungen nachzukommen. Auch Scherens nach USA? Der belgiſche Flieger⸗Weltmeiſter Jeff Sche⸗ rens hat von verſchiedenen amerikaniſchen Bahnen recht verlockende Angebote für einige Starts in den Staaten erhalten. Der Belgier trägt ſich mit der Abſicht, den Einladungen Folge zu leiſten. 3. Reichstagung der DT für Leibesübungen der Frau Unſer Bild zeigt gymnaſtiſche Darbietungen der weit über Deutſchlands Grenzen hinaus bekannten Muſterturnſchule in Hannover WMwss. mu 4n,— 5— 8——— 33 dem Beherrscl alle b. chet O. Wern Zehra Ac Tüglie König Guſtaf nach dem Spiel im Geſp mit Freiherr von Cramm(links), Hen und Kleinſchroth Erie. heinisc Seine Anweſenheit in der deutſchen Re hauptſtadt benutzte der tennisbegeiſterte ſe—— diſche König Guſtav, der in Tenniskt Karneval /F. beſtens unter dem Namen„Mr..“ hek iſt, zu einem Freundſchaftskampf mit den delt ſchen Spitzenſpielern. Im Berliner Marſial hatten ſich der ſchwediſche Geſandte und eine zahlreiche ſchwediſche Kolonie eingefunden, Kö⸗ nig Guſtav ſpielte mit dem deutſchen Meiſter Gottfried von Cramm zuſammen Trotz ſei⸗ ner 76 Jahre ließ der König erkennen, daß er immer noch ein beachtliches Können beſitzt. A Gegner auf der anderen Seite ſtellten ſich Bu Kleinſchroth/ Henkel. Noch am gleichen Abend ſetzte der König ſeine Reiſe nach Rizze fort. Olympiſche Schulung in England In der engliſchen Leichtathletit wird im hin blick auf die Olympiſchen Sniſnen i F 4 5 4 14 4 5 8 7 großzügige Werbeaktion beginnen. Dien, teur Athletik Aſſociation“ bedient ſi Mithilfe von bekannten Meiſtern und Kö nern der engliſchen Leichtathletik, die in verſchiedenen Schulen, Klubs und Verbänd Vorträge über ſportliche Fragen halten werde Intereſſante Filmvorführungen werden d Vorträge lebendiger und anſchaulicher geſtalte Der Ruf des Verbandes an ſeine Aktiven nicht ungehört geblieben und von namhaften Spitzenvertretern haben ſich ſofort Schulmeiſte Hampſon, der 800⸗Meter⸗Olympia⸗Siegen von Los Angeles, Abrahams, der 100⸗Me⸗ ter⸗Olympia⸗Sieger von Amſterdam; ferner der Weitſpringer Revans u. a. m. zur Ven fügung geſtellt. Die Vortragsreihe wird in Laufe des Monats März im Londoner„Poly technie Club“ eingeleitet, und zwar wird hiet der berühmte Mittelſtreckenläufer Lovelot (Neuſeeland) ſprechen. 4 1 Vertr as Haupt- oder Neb Drei Hockeyländerſpꝛele Bezir k Ma I Ausführliche Bewe „Der Deutſche Hockey⸗Bund hat für das Frühe E 80080 an Ala jahr drei Länderſpiele abgeſchloſſen. An kenknnt am Main 10. März wird in Paris das Rückſpiel gegen Frankreich ausgetragen, am 7. April iſt— Baſel die Schweiz der Gegner und af Kaffee⸗Aut 28. April erwartet Holland in Amſterdam die deutſche Länderelf. Daneben iſt eine Konkurrenzloſe Eintritt g det bisher unter Nr. Alte hervorrage vVersicherungs Ent allen Branchen Teilnahme an dem am 4. und 5. Mai in Wißte Pehord. Fabri ſel ſtattfindenden Länderturnier in Ausſicht ge⸗. Azwer nommen. Ahere Exiſtenz 3———& . enerſtraße Nr. 7 Zuslunte 85 und Mannheim, Bahnh Deutſcher Sieg der MAN in Rußland Bei dem äußerſt ſchwierigen internationalen ruſſiſchen Auto⸗Dieſelmotoren⸗Wettbewerb h die Maſchinenfabrik Augsburg—Nürnberg A den erſten Preis erhalten. Dieſer Erfolg,d gegen ſtärkſte in⸗ und ausländiſche Konkurre erzielt wurde, iſt umſo höher zu bewerten, al die Anforderungen an Maſchine und Fahn ungewöhnlich hoch waren, denn die Prüfu ſtrecke Moskau—Tiflis—Moskau beträgt üb 5000 Kilometer. MAN wurde als einzige de ſche Laſtwagenfirma ausgezeichnet. l Zuſtande, auch geteilt, .. 3. 4 Waldhof zu vermieten. Zu* in: —— Kärhiz⸗ och. TV 1890 Edingen— TV 62 Wein⸗ tnn heim:1„„oöne Durch die am vergangenen Sonntag erlitten Vaimmer⸗ Niederlage erneut angeſpornt, gab die Edinger Pohnung Mannſchaft ihr ganzes Können her, um ſih g eiag.⸗Hzg. in die Führung nicht aus der Hand reißen laſſen. Schon in der erſten Halbzeit konnt zaus zu ver⸗ —Dſa Siegnnzn—5 ruhiger Lage Edingen die Führung an ſich reißen,— Rel. Edinger Turner führten ein flinkes und* im Feldſpiel den Edingern ebenbürtig, nut fehlte im entſcheidenden Moment der ſichen drehte Edingen mächtig auf, und erzielte Haue kurzen Abſtänden die weiteren Tore. Rich n beteiligt, ſondern die ganze Elf zeigte ein prich iert zu ver⸗ tiges und faires Spiel. Niemand hätte 0 F 8 die Punkte abgeben 2 müßten. Beide Torhüter zeigten gute Leiſum(1162•) niſch durchdachtes Spiel vor. Weinheim waß K Schuß. Bei Beginn der zweiten Halbzeil einzelne waren an dem Ausgang des Spielez in Siodtzentrum gedacht, daß die Gäſte Telephon 332 40 gen. Der Schiedsrichter war einwandfrei. ſrgang 5— XA Nr. 65„Hakenkreuzbanner“ Frühausgabe— Freitag, 8. Februar ⸗1935 Seit 1866 2 4 A 4 e und Flügelfabrik IL 4522 5ᷣ%⁰ Z2%⏑ Der große oanr, Cuczvcher, pronint dargestellt von m Albers in dem sieghaften Ab heute.15.20.30 une Der groſe— ber Cine-Allianz-Europa-Fiim Martha Eggerth reo slezak · Tneo lLingen Albreeht Senönhals- Gustav Waldau Heute E 71 das einzigartige Filmwerk Ab lieute ein bedeutungsvolles Film- werk, das für jed. Deutschen, Mann und Frau, zu einem Erlebnis wird! f. eeneSebn Eist.——————— er In c 4, 4 Se Stobràawa Luise Ullerich esstuiassige Peter voß. adolf wWonlbrück a Beherrscher der Welt— Globetrotter kahrikate Anfang.00.75.45.20 Unr aller Herren Lander mit S W v W Anrnetnown, Iurie önen E S4A. Hd, qy O. Wernicke Ellen Ffrank Hosen Zehra Achmed- Fr. Kayßler —.—.10.45.20 Uur SAUBUnG? —— S SοοD ſnaͤnner-gesanguerein Aurora Ludwigshafen am Rhein Büfl- Blulen Frauenmester für DRF Verkaufsſtelle der .3M. Samstag, den 9. Febr. 1935, abends .59 Unr, in aͤllen festlich dełkorierten Wirtschöftsföumen des Pfalzbau Großer traditioneler Maskenval ir PREMIIEAUNMG. * Adam Ammann Febhr. Ou 2 7 Spiel im Geſpri 9 un d 10— N eler m à Nuilkopellen. Uberrochungen. Bierkeller. Ununtendroch. Tenz f8—5 (links), 9 en 8u˙ Unhr 5 99 ee 9 Ftglleder.00 mit Steuer; Nichtmitęlieder.50 mit Steuer 2 ern rese Kkron es) 5 Fenlert 0%% 2 3 3 2 18 kredriehspark Hneser Mulſch⸗Hffrila—— S li San seinen Slegeszug angetreten hat. erlin 1 M f cren Ein Denkmal den Männern f Schönes Belprogramm deutſchen Reich einisc E5 d5 eEn Es Reparaturen und Frauen, die in todes- Weinkenner 2 Tage MHaskenball für Jedermannl prtehtige Dekorationen/ Einzug des prinzen mutigen Abenteuern und Kämpfen für den Erhalt sbegeiſterte ſch trinren in Schneeberg, D 4, 5 zchleiferei von iskreife di lonie ihr Leb in Temug Karnevaf /Fritz Schlotthauer aus Köin 2 92 e Leben 104 er Freinsheimer Sot ½ Ult. 20 „Mr..“ bekann e 2 1054 er Freimheimer Diehl. weiſ Utt.—. 30 mpf mit den deut 5 1. 1 4 4 1954 er Nuppertsberg. Nuh /eg Ltt.. 40 —0 Dn 18 Leginn füglich: I. 00,.30,.15— Ganer- Speꝛlel· Blen Ilen⸗ erliner Marſtal m. N 2. Enen 8 LBiel zeſandte und eine eingefunden. Ko⸗ 2 leʒer Heute bis Montag- 4 Tage deuiſchen Spezial-Ausschanłe des Auflösung der Wirtschaftsveminigung der velgebt nie ber Welteriolg! ammen Zg lannkeiner pos- unt fsiegnaphenbeantenfl ve AS AnErr nn erkennen, daß er.K. N.. I in Mansbein betr vagleErt Einlkauf adele Sandrock. Hans lunkermann 58»ſi 3„U. IMI. V. I. 0 önnen beſitzt. As—————— Die Genefalwersammiung am 17. Sept. 1834 unsere te ſtellten ſich Dr der Wirtschaftsverelnigung der Mannheimer jaden bDienstag u. Freitag, nachm. 4. 1s8 Unr 4 2 Noch am gleichen 4 0 5 8 4 44 Post- und Telegraphenbeamten e. G. m. b. H.— ſe vielen insereten Mlache hat die Auflösung deschlossen. Bie Glüu- Kinder-Maskenballdphsshungen Reiſe nach Rizza eeeeeeneeeeen e ce biger werden aulgefordert, sich der Ver,— Zu befUce- 5 Felet 27215 einigung zu melden. 35189K Kindet- Tanzgruppe Nieistet— Pelle Jons, komischer Jongleur Sſchtigen! 0n 1 1 innel 8 ff Klelner Neiemof P 6, 17/18 nn e sesinn:.30, G. 30,.30 Unr in England Die Liquidatoren — etit wird im Hin⸗ ele, denggeit—————— n* 0—.—— Ae f 54 1 Offte ne St E lle n 3 9 Zü verkauken 2 pfano Achtung Auto⸗Fahrer! Auf zum großen öffentlichen iſtern und Kön⸗— n——- enmn 2. schwarz u. nußb. Auberordentüch bi li 1 letit, die in den Weg. Räumg. nri. 200.-I Das, Kenert, Laavſiege. u. Wolier. Gelegen- 17 1 mittel für Autos und Motorrüder e000 4 „und Verbündeſ lüngerer Vett, öchrank Hamenpiano f rstagf offenn-Z. pi25 g heitskauf f en halten werde* 2 1f otierndend znnen manſen fuf. illi Somstas BRIICKI mi e den d——— Chaiſelong. Woſch⸗Vvoüpanz. Eliend. IJ polieren Wagens. Intereffent. 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N 7, 9 Zigarrenhaus Dreher, E I. 18/ Huchhendlung Schenł, Nittelftr.17 NõS-Kulturgemeinde, Hont-W enel-Heu/ NS-Kulturgemeinde, Rat- heusbogen 37/ Nusichaus Plonken, O 7, 15,/ Blumenheus Röch, Lindenhof, Weldporłæstrobe 2/ G. Gõppinger, Neckarau, Fischer- Verkehrs- Kiosk Kohler, Tischbestellung Verkehrs-Verein Telephon: SAMSTAG 9. FEBNUAR un 2m uns B AL. 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