77 — 4 weiteren dhen“ ik, Hans do, Leo- Vüscher 5stspiel die Node „» Ufa- eliern ½00 Unr — —3 Sn zaee e itstisttitititztZzziizziszztiIzizzizizzzzitzziszzitizziztztttzviisziztzvsizzziizzizzzziztiztzzz1JzzIIzILzAtIaziazttzzzzizziLizAIAu Gros 4⁰ mmen Zeigt, kilm: dich, AZum felern nig. Alles der Ner“ oᷣb S12 3 2 E S33 51 1 Hacht! nmitteg t morg. ag stott 3. Weriag und Kchemtergehehi Mannheim „Hafentreuzvanner“ erſcheim zuzüglich.50 RM ˖ Fta die Träger ſowie die Poſtämier entgegen Abend⸗Ausgabe A 14“ 3 14 0 Zernrug: 203 g, 314 Z1. 388 61%%, Das 12mal wöchentl. und—*.20 RM ber Poſibeſtelung zuzüglich.72 RM. ſi die⸗ ere Gewalt verhindert. beſieht kein Anſpruch au Regeimäßia erſcheinende Für unverlangt eingeſandie wird fein Verantwortunga übernommen bei. uſtellung Einzelpreis 10 Pig eſtellungen eitung im Erſcheinen lauch dürch eilagen aus allen Wiſſensgebieten.— Ranuſkripte Die engliscie iwenrvorlase 120 millionen mehr für Rüſtungen Vie die flufeüſtung bei der Kolte ausſehen wird/ Tiberale und ſlebeitervaetei greifen die vorlage an London, 6. März.(HB⸗Funk.) Der Vor⸗ anſchlag für den Marinehaushalt, dem letzten der drei engliſchen Wehrhaushalte, iſt am Mitt⸗ woch veröffentlicht worden. Danach iſt für 1935 für die Flotie ein Betrag von 60 050 000 Pfund eingeſetzt worden, was gegenüber dem „Vorjahr eine Vermehrung um 3,5 Mil⸗ lionen Pfund bedeutet. 535 000 Pfund ſollen für die Verſtärkung der Seeflugſtreit⸗ kräfte verwandt werden, weitere 2, Millionen Pfund für die Ausbeſſerung und Moderni⸗ ſierung der Großkampfſchiffe, die auf Grund bes Londoner Flottenvertrages eine längere Lebenszeit haben als unter normalen Verhält⸗ niſſen. Der Perſonalbeſtand der Flotte wird um 2000 Mann vergrößert, was leils auf den Erfat alter Schifſe durch neue Schiffe, teils auf den Ausbau der Seefliegerei zurückzu⸗ führen iſt. Das Neubauprogramm für 1935 ſieht folgen⸗ des vor: drei Kreuzer, ein Zerſtörer⸗Führer⸗ ſchiff und drei Zerſtörer, drei Unterſeeboote und ein Unterſeebootmutterſchiff, vier Scha⸗ luppen, ein Wachſchiff, ſowie ſieben kleinere Fahrzeuge. Dieſes verhältnismäßig kleine Bauprogramm wird noch von den Grund⸗ ſätzen beſtimmt, die der noch bis zum 31. Mürz 1936 geltende Londoner Flottenvertrag auf⸗ geſtellt hat. Wie am Vortage die Voranſchläge für Heer und Luftflotte, ſo werden auch die Voranſchläge für die Kriegsmarine von einer Denkſchrift des verantwortlichen Miniſters, Eyres Monſell, begleitet. Sie beſchränkt ſich jedoch im Gegen⸗ ſatz zu der an den beiden Vortagen veröffent⸗ lichten Denkſchrift auf mehr oder minder tech⸗ niſche Mitteilungen. Nach der Veröffentlichung des Marinevor ⸗ anſchlages ſteht nunmehr ſeſt, daß die Geſamt⸗ erhöhung der drei engliſchen Wehrhaushalte ſich auf 10,5 Millionen Pfund beläuft. Das würde nach deutſcher Währung einem Betrage von etwa 120 Millionen Mark entſprechen. kngliſche Parteien zum Veiß buch London, 6. März. Sir Herbert Samuel und die von ihm geführte liberale Unterhaus⸗ ruppe haben für die Wehrdebatte am nächſten ontag folgende Entſchließung gemeldet: „Das Unterhaus bedauert tief, daß die Art und Weiſe, in der die britiſche Regierung die Verhandlungen mit anderen Ländern geführt hat, nicht zu größerer Sicherheit für die Erhal⸗ tung des Friedens, ſondern zu der Forderung nach einer erheblichen Mehrausgabe für Rü⸗ ſtungen geführt hat.“ Die Arbeiterpartei wird erſt am Mittwoch über ihre Haltung Beſchluß faſſen. Es iſt höchſtwahrſcheinlich, daß ſie einen ähnlichen Antrag einbringen wird. Henderſon iſt einge⸗ laden worden, an der heutigen Zuſammenkunft „teilzunehmen. Den Blättern zufolge ſind meh⸗ rere radikale Mitglieder der Arbeiterpartei der Meinung, daß der Inhalt des Weißbuches eine direkte Kränkung für Henderſon bedeute, und daß er bei der Unterhausdebatte ſeinen Rücktritt vom Vorſitz der Abrüſtungskonferenz anlündigen ſollte. S AMPFBIAFF NORDWESTIBADEMS Anzeigen: Die 12g9eſpaltene Minmieterg eiln 10 Pfg ˖ r fleine Anzeigen: Die 12geſpaltene Millimeterzeile 7 Pfg. Die ageſpaltene Reminzeirggie im Tent⸗ Bei Wiederholung teil 45 Pfg. Fü Rabair nach aufliegendem Tarif— Schiuß der Anzeigen⸗Annabhme. Frübausgabe Uhr. für Abendausgabe 13 Uhr Fanr me: Mannheim, k 3, 14˙15 und p 4, 12 am Strog⸗ markt Fernruf 204 86, 314 71. 61 62. Zablungs⸗ un' Erfüllunasort Mannbeim Ausſchließ⸗ icheckt 3 388 eckkonto: Das Hakenkreuzbanner Lu 2 EIM wiashafen 406ʃ Veriaasort Mannheim Mittwoch, 6. Mãrz 1935 Große Wirtſchaftskundgebung auf der Frühiahrsmeſſe in Leipzig In der vorderſten Reihe der Ehrengäſte von rechts der Leiter der Kommiſſion für Wirtſchaftspolitik der NSDaAwp Bernhard Köhler; ſtellvertretender Reichswirtſchaftsminiſter Reichsbankpräſident Dr. Schacht; der Wirtſchaftsbeauftragte des Führers, Keppler; der ſüchſiſche Wirtſchaftsminiſter Lenk Photo: Deutsches Nachrichtenbüro firilik und zuſtimmung in kngland London, 6. März. Die Veröffentlichung des Weißbuches der nationalen Regierung hat wie eine Bombe eingeſchlagen und wird von der geſamten Abend⸗ und Morgen⸗ preſſe als große Senſation aufgemacht und in Leitaufſätzen erörtert. Allgemein ſpricht die Preſſe von einer„bedeutſamen Mitteilung“ des Premierminiſters. Die Aufnahme iſt je nach der politiſchen Einſtellung der Blätter verſchieden. Der radikale„Star“ verkündet in Sperrdruck: „Die Regierung teilt eine Politik des Wett⸗ rüſtens mit“, während„Even ing News“ vor allem betont, daß England nach Anſicht der Regierung nicht länger weitere Ausgaben für Rüſtungen verſchieben kann. Allgemein finden größte Beachtung die Bemerkungen MacDo⸗ nalds im Weißbuch über das deutſche Wieder⸗ aufrüſten, die vom„Evening Standard“ als„ſtrenge Worte“ des britiſchen Premier⸗ miniſters gegenüber Deutſchland und als eine Warnung an Deutſchland gewertet werden. Um den Eindruck abzuſchätzen, den das Weißbuch MacDonalds in der Oeffentlichkeit hervorge⸗ rufen hat, genügt es auch, die Schlagzeilen des „volkstümlichen“ Teiles der Preſſe zu leſen. Die Vorderſeite des unabhängig⸗konſervativen „Daily Expreß“ trägt die Ueberſchrift „Miſter MacDonalds Bomben: Eine für Deutſchland, eine andere für Japan“. Im libe⸗ ralen„News Chronicle“ lieſt man:„Faſ⸗ ſungsloſigkeit der Parlamentsmitglieder über den Aufrüſtungsplan. Der Premierminiſter klagt Deutſchland an. Sir John Simons Reiſe iſt zwecklos geworden. Neues Rüſtungswett⸗ rennen in der Welt.“ „Times“ macht ſich den in dem Dokument vertretenden Standpunkt reſtlos zu eigen. In allgemeiner Beziehung bemerkt das Blatt, die Notwendigkeit für die Vermehrung der Wehr⸗ ausgaben ſei bewieſen, wie bedauerlich es auch ſei, die harten Erſparniſſe der Nation für Kriegswerkzeuge auszugeben. Aber es müſſe eingeräumt werden, daß es eine politiſche Grundlage für die Begrenzung der Rüſtungen geben müſſe, und dieſe Grundlage beſtehe noch nicht. Der liberale„News Chronicle“ macht der Regierung den Vorwurf, ſie habe die Flinte ins Korn geworfen, ſie verteidige ihren Be⸗ ſchluß mit Argumenten, die darauf hindeuteten, daß ſie die Hoffnung auf die Möglichkeit der Erhaltung des Friedens auf anderem Wege als dem militäriſcher Vorbereitungen verloren habe. Der politiſche Korreſpondent des„Daily Telegraph“ ſchreibt, die Denkſchrift des Premierminiſters zeige die Politik, die wah⸗ rend vieler Monate vom Reichsverteidigungs⸗ ausſchuß und dem Kabinett erwogen worden ſei. Der leitende Gedanke ſei ein Fünfjahres⸗ plan für die Mobiliſierung der Aufrüſtung von Landheer und Marine und für eine weſentliche Erhöhung der Stärke der Luftwaffe. Der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Herald“ führt aus, das Dokument des Pre⸗ mierminiſters, das eine ungeheure Erhöhung der britiſchen Rüſtungsausgaben zu rechtferti⸗ gen ſuche, ſei das beſte Beiſpiel vorſätzlicher Veranſtaltung einer Panik in England, die England ſeit dem berühmten Feldzug von 1909 erlebt habe, in dem acht neue Dreadnoughts gefordert wurden. Das Weißbuch verfolge den offenbaren Zweck, der mangelnden Volkstümlichkeit dieſer koloſ⸗ ſalen Ausgaben für kriegeriſche Vorbereitungen dadurch entgegenzuwirken, daß die Nation überzeugt werde, ihre Sicherheit ſei in Gefahr. Es bleibe abzuwarten, welche Wirkung es auf die kommenden Verhandlungen in Berlin und anderen Städten haben werde. Förderlich könne dieſer Eindruck nicht ſein, aber das ſcheine der Regierung gleichgültig zu bleiben. Luftmacht. rielle Opferbereitſchaft „Das tragiſchſte dokument“ Es gibt Erſcheinungen in der europãiſchen Politit, die mit der Zeit bedenklich ſtimmen. Seit Wochen geht in Frankreich der Kampf um die Einführung der zweijährigen Dienſtzeit. Phantaſtiſche Zukunftsbilder werden täglich vor dem friedliebenden Steuerzahler, der nichis als ſeine Ruhe will, aus dem Nichts heraus hervorgezaubert: Zerſtörte, ſelbſtredend franzöſiſche Städte, ſich windende, gas⸗ vergiftete Menſchenleiber und was ſonſt einem ſchlechten Hintertreppenroman zu aller Ehre ge⸗ reichen würde. Hinter allem das Geſpenſt der beutſchen Aufrüſtung. Zahlen, mit denen heute „ſo und morgen ſo jongliert wird. Phantaſiepro⸗ dukte über die Stärke der angeblichen deutſchen Abfurde Behauptungen über die deutſche Heeresſtärke, die ſelbſt gut genug ex⸗ jcheinen, von maßgebenden franzöſi chen Mili⸗ tärpolitikern ausgeſprochen zu werden. Täglich wird ſo das geſunde Urteil und Emp⸗ finden eingenebelt. Eine Atmoſphäre der Un⸗ ruhe und der allgemeinen Unſicherheit, die heute von allen Seiten freimütig eingeſtanden wird, iſt die zwangsläufige Folge. So iſt der Boden für eine Panikſtimmung bereitet, in der jeder vernünftige Entſchluß ſchließlich unmög⸗ lich werden müßte, und in der die Verſtän⸗ digung letzten Endes zu einer bo⸗ denloſen Lächerlichkeit herabge⸗ würdigt wäre. Man hat für dieſes ſchlechte Manöver um einer noch ſchlechteren Sache willen zu allem Ueberfluß noch eine äußerſt einfache Erklärung, die um ſo bemerkenswerter iſt, als ſie geſtern auch in dem engliſchen Kommentar zu der Ver⸗ öffentlichung des engliſchen Weißbuches über die„Verteidigung des Empire“ wieder auf⸗ taucht: Es iſt das innerpolitiſche Mittel, das den außenpolitiſchen Zweck heiligen oll! Es ſind innerpolitiſche Mittel, die notwendig werden, wenn es darum geht, dem Steuerzah⸗ ler mundgerecht zu machen, daß neue Rüſtun⸗ gen aus dieſen und jenen Gründen notwendig ſind. und daß man mit Recht an ſeine mate⸗ appelliert. Es iſt ein kühner Schachzug, der eine innerpolitiſche Kri⸗ ſenlage mit ſehr einfachen Mitteln überwinden ſoll! Die Außenpolitif, meinte geſtern ein offiziöſer engliſcher Kommentar, wird davon nicht berührt!! Wieſo?? Wir halten feſt, daß auch die geſtern erfolgte Veröffentlichung des enagliſchen Weißbuches mit ſeinen Ausfällen gegen Deutſchland innerpoli⸗ tiſche Gründe haben mag. Ausſchließlich inner⸗ politiſche Beweggründe, die um ſo erklärlicher erſcheinen mögen, als es für den engliſchen Premierminiſter MeDonald, der immer beſonde⸗ ren Wert darauf legte. als ein überzeugter Pa⸗ zifiſt zu gelten, einigermaßen ſchwergefallen ſein dürfte, den Gedanken der Abrüſtung voll⸗ ends über Bord zu werfen und mit einem neuen Rüſtungsprogramm das Tempo der Weltaufrüſtung mitzubeſtimmen. Es mögen auch hunderte andere Gründe, ebenfalls inner⸗ politiſcher Natur hinzugekommen ſein, die dieſe oder jene Nuance erforderten. Enticheidend aber erſcheinen uns dieſe Tat⸗ ſachen, auch wenn ſie in vollem Umfange zutref⸗ fen, heute nicht mehr. Die Veröffentlichung des engliſchen Weiß⸗ buches platzte in eine Situation hin⸗ ein, die eine Reinigung der europäiſchen At⸗ moſphäre und das endliche Beſchreiten des We⸗ ges der Verſtändigung bringen ſollte. Es war das Programm der Abrüſtung, das zu einem überaus wichtigen Teil des„unteil⸗ baren Ganzen“ der Londoner Vorſchläge er⸗ klärt wurde, und das auch in den inzwiſchen für einige Tage verſchobenen Berliner Ver⸗ handlungen einer ernſthaften Erörterung un⸗ Jahrgang 5— A Nr. 109— Seite 2 „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Mittwoch, 6. März 1935 terzogen werden ſollte. Es war der Geiſt der Verſöhnung und Verſtändigung, den das Lon⸗ doner Kommuniqué vom 3. Februar als eine Vorausſetzung der kommenden Verhandlungen nannte. Es war der Wille, alle beteiligten Ver⸗ hanolungspartner rechtlich und mora⸗ liſch„gleichberechtigt“ zu behan⸗ 5 der eine wohlformulierte Feſtlegung fand. — Soll das engliſche Aufrüſtungsprogramm 1 aber und ſollen die in dem engliſchen Weißbuch enthaltenen Feſtſtellungen, die dieſes Pro⸗ gramm auch unter ausdrücklicher Bezugnahme auf Deutſchland zu rechtfertigen ſuchen, die endgültige Preisgabe des Abrü⸗ ſtungsgedankens überhaupt bedeuten? Soll der andere Teil der Londoner Vorſchläge, der ſich auf die deutſche Gleichberechtigung be⸗ zieht, dadurch erläutert werden, daß in dem Gleichſchritt der deutſchen Jugend eine Gefahr für den Frieden Europas geſehen wird, wäh⸗ rend man wohlwollend über die weitgehende vormilitäriſche Jugendausbildung in anderen Ländern, die ſelbſt Zwölfjährigen den Karabiner in die Hand drückt, hin⸗ wegſieht? Sollen uferloſe Phantaſien über die angebliche Verletzung des Teiles M des Ver⸗ ſailler Vertrages durch Deutſchland zur politi⸗ ſchen Realität erhoben werden, während— um nur ein Beiſpiel zu nennen— die ſowjetruſ⸗ ſiſche Aufrüſtung nach offiziellen ſowjetruſ⸗ ſiſchen Angaben ſelbſt Ausmaße erreicht hat, die als geradezu gigantiſch und kaum vorſtell⸗ har bezeichnet werden müſſen? Hat der Verfaſ⸗ ſer des engliſchen Schriftſtückes, das ein anderer bekannter engliſcher Politiker als das„tra⸗ giſchſte Dokument ſeit Kriegsende, bezeichnet, der engliſche Premier, vergeſſen, daß eine Einigung zwiſchen England, Deutſchland und Italien ſchon im März vergangenen Jah⸗ rtrres über die Abrüſtung erzielt war und daß lediglich das ſchroffe franzöſiſche„Nein“ alle Hoffnungen in ein Nichts zerrinnen ließ? Hat die engliſche Politit allen Ernſtes vergeſſen, daß Deutſchland hunderte Male ſeine Hand zum Frieden ausgeſtreckt hat und daß ſie im⸗ mer wieder ausgeſchlagen wurde? Hat ſie ver⸗ geſſen, daß Deutſchland in den letzten Jahren Beiſpiele ſeines Friedenswillens in der Ver⸗ ſtändigung mit Polen und der Löſung der Saarfrage und bei allen anderen wichrigen Er⸗ eigniſſen der europäiſchen Politik übergenug gab?—— 3 Es iſt im Augenblick noch nicht erſichtlich, ob unter Umſtänden vielleicht die gewollte in⸗ nerpolitiſche Zielſetzung des eng⸗ liſchen Weißbuches einen Erfolg an die Ferſen des engliſchen Premiers heften wird. Vorläufig ſieht es ſelbſt danach ſchwerlich aus! eEin„tief peſſimiſtiſches Dokument“ nennt der „„Mancheſter Guardian“ das engliſche Doku⸗ ment. Als das„ſchlimmſte Stück. der Panitmacherei“ charakteriſiert es„Daily Herald“.„Es ſcheint ſo,“ ſo ſchrieb der liberale „News Chronicle“,„als ob das Kabinett be⸗ ſchloſſen habe, die Miſſion des Außenminiſters in Berlin und Moskau von vornherein zu ſa⸗ botieren“. Außenpolitiſche Schlußfolgerungen eines in; nerpolitiſchen Schachzuges! Wem und welcher Sache iſt um alles in der Welt mit alledem gedient?! Dieſe Frage wird London nur ſelbſt beantworten können. Bei einem Felsſturz getötet Madrid, 5. März. Infolge der ſtarken Schneeſchmelze löſten ſich in der Ortſchaft Per⸗ llunes bei Oviedo, die in einer wild zerklüfteten Berggegend liegt, mehrere Felsblöcke. Sie ſtürz⸗ ten auf das Wohnhaus einer achtköpfigen Fa⸗ jmilie. Das Haus wurde zertrümmert und die Mutter mit fünf Kindern getötet. In dem kürzlich im Zentralverlag der NS⸗ DAp, Franz Eher Nachf., München⸗Ber⸗ lin, erſchienenen„Nationalſozialiſti⸗ ſchen Handbuch für Recht und Geſetz⸗ gebung“, dem Standardwerk nationalſoziali⸗ ſtiſcher Rechtsauffaſſung, äußert ſich Reichsmini⸗ ſter Dr. Hans Frank als Herausgeber des Werkes folgendermaßen über die nationalſozia⸗ liſtiſche Rechtspolitik: „Die nationalſozialiſtiſche Rechtspolitik er⸗ blickt ihre weſentliche Aufgabe darin, daß das Recht allein dem deutſchen Volke dienſtbar ge⸗ macht wird. Ich habe im Jahre 1926 zum erſtenmal bei einem Vortrag vor Juriſten im 3 Union⸗Saal in München dieſen Gedanken zum Ausdruck gebracht und ihn wiederholt im Reichstag, indem ich ihm folgende Formulie⸗ rung gab: Alles, was dem Volke nützt, iſt Recht, Alles, was ihm ſchadet, iſt Unrecht. Aus dieſem Grundſatz ergibt ſich ohne wei⸗ teres folgender Schluß: Der Nutzen, den das Volk aus der Rechtsanwendung haben ſoll, überträgt ſich auf ſeine Subſtanzwerte. Denn der Begriff des Volkes umfaßt deſſen innere Werte. Das Recht hat alſo nicht die Aufgabe, Formalwerte zu ſchützen, wie etwa den Staat als ſolchen oder den Staatsmechanismus, ſon⸗ dern der Schutz muß ſich auf die Subſtanzwerte erſtrecken. Das iſt das grundlegend Neue und Umwäl⸗ zende an der nationalſozialiſtiſchen Rechtsauf⸗ faſſung, daß die nationalſozialiſtiſche Rechts⸗ politik bewußt auf die Subſtanzwerte des Vol⸗ Vor entſcheidenden fämpfen Die Lage in briethenland ſpitzt ſich zu Athen, 6. März.(HB⸗Funk.) In Athen iſt nunmehr vollkommene Ruhe eingetreten. Die Bevölkerung hat ſpontane Kundgebungen veranſtaltet, in denen ſie die Aufſtandsbewe⸗ gung auf das ſchärfſte ablehnt. In Athen und im Piräus ſind etwa 1000 Perſonen in Schutz⸗ haft genommen worden, darunter der Partei⸗ führer Papanaſtaſiu und Mylonas. Der Direktor der Staatsbahn, Koronis, iſt ſeines Amtes enthoben worden. Alle Offiziere des griechiſchen Heeres, die nicht das völlige Vertrauen der Regierung ge⸗ noſſen, wurden durch Vertrauensleute erſetzt. Durch die aufgerufenen Reſerviſten iſt die Armee wieder aufgefüllt worden. Im Arſenal wird fieberhaft an der Ausbeſſerung der von den Rebellen unbrauchbar gemachten Schiffe gearbeitet. Auf die Meuterer werden vorläufig keine weiteren Luftangriffe unternommen werden, weil die Schiffe der Aufſtändiſchen planlos her⸗ ummanövrieren und keinerlei Kampfhandlun⸗ gen unternehmen. Von Flugzeugen wurde am Dienstag in der Nähe der Inſel Ikaria der Kreuzer„Aweroff“ geſichtet, der anſcheinend in ſeiner Beweglichkeit ſtark behindert war. Während ſich die Torpedoboote der Aufſtändi⸗ ſchen auf offenem Meer befinden, kreuzen die U⸗Boote in der Suda⸗Bucht. In Peloponnes, in Theſſalien und im Epirus ſowie auf den Inſeln ſind Heer und Bevölkerung regierungstreu ge⸗ blieben. In Saloniki, wo General Kon⸗ dylis mit Regierungstruppen eintraf, herrſcht völlige Ruhe. Der General trifft hier ſeine weiteren Vorbereitungen. Nachtangriffe ſowie Aufklärungsmanöver der Reiterei führ⸗ ten bereits zu den erſten Gefechten. Von dem Ausgang der Kämpfe am Strymon⸗ Fluß hängt die Entſcheidung über Sieg oder Niederlage der Aufſtandsbewegung ab. Die Regierung hat nunmehr das Geſetz zur Beſchlagnahme des Vermögens der Aufſtän⸗ diſchen und ihrer Angehörigen unterzeichnet. Allen griechiſchen Schiffen iſt das Auslaufen aus den griechiſchen Häfen verboten worden. Ausländiſche Schiffe werden einer ſtrengen Kontrolle unterzogen. General Kondylis hat eine Erklärung ab⸗ gegeben, daß zwar durch das in den letzten Tagen in Mazedonien herrſchende Winterwet⸗ ter die Operationen verzögert worden ſeien. Dies ſei jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Für die Rebellen beſtehe nicht die geringſte Siegesausſicht. Er, Kondylis, garantiere für einen Sieg der Regierungstruppen. Vor dem Kriegsgericht haben die erſten Ver⸗ handlungen gegen verhaftete Aufſtändiſche be⸗ gonnen. Ruhige flufnahme in Frankreich Paris, 5. März.(HB⸗Funk.) Die Ver⸗ öffentlichung des engliſchen Weißbuches wird von der franzöſiſchen Preſſe im allgemeinen gut aufgenommen. Die Darlegungen Mac Donalds haben in keiner Weiſe überraſcht, woraus man ſchließen kann, daß ſie in gewiſſen franzöſiſchen Kreiſen erwartet wurden. Die Rechtsblätter verſuchen ſofort, eine Nutzanwendung aus der engliſchen Denkſchrift im Sinne der Einfüh⸗ rung der zweijährigen Dienſtzeit in Frankreich zu ziehen.„Temps“ bringt einen Kommentar, der— wenn auch in anderem Sinne, als das Blatt zum Ausdruck bringen will— ein be⸗ merkenswertes Urteil über das Weißbuch dar⸗ ſtellt. Das engliſche Weißbuch, ſo wird erklärt, ſei inſofern ein Schriftſtück von erſtklaſſiger Be⸗ deutung, als es die Haltung Englands ein⸗ deutig feſtlegt. MacDonald habe nun die Fehler eingeſtanden, die er in jener Zeit be⸗ gangen habe, als er trotz allem auf die Ab⸗ rüſtung hinarbeitete und Deutſchland ein Ver⸗ trauen entgegenbrachte, das Deutſchland nicht verſtanden habe, ſich zu verdienen.() Bisher habe noch kein verantwortlicher Engländer mit ſo viel Offenheit„die Verantwortung Deutſch⸗ lands“ betont. Japan will Stellung nehmen Tokio, 6. März.(HB⸗Funk.) Die engliſche Denkſchrift über die Notwendigkeit einer Er⸗ weiterung der engliſchen Rüſtungen hat in Tokio großes Aufſehen erregt. Von japaniſcher amtlicher Seite wird dazu mitgeteilt, daß die japaniſche Regierung die Einzelheiten der engli⸗ ſchen Denkſchrift, insbeſondere, ſoweit ſie ſich auf die japaniſchen Rüſtungen beziehen, einer eingehenden Prüfung unterziehen und ihre Stel⸗ lungnahme dazu alsdann bekanntgeben wird. Die Grundlagen nationalſoʒialiſtiſcher Rechtspolitik kes ihr Blickfeld richtet und ihren Kampf um die Rechtserneuerung unter der Deviſe des Schutzes der Subſtanzwerte führt: Parallelität von naturgeſetzlicher Notwendigkeit und For⸗ malrecht! Solche Subſtanzwerte der Nation ſind: „Der Staat, Die Raſſe, 10 „Der Boden, J „Die Arbeit, „Die Ehre, „Die kulturell⸗geiſtigen Werte, „Die Wehrkraft. Indem die nationalſozialiſtiſche Rechtspolitik zielbewußt und mit kämpferiſcher Kraft ſich für den Schutz dieſer Subſtanzwerte einſetzt, hat eine Entwicklung ihr Ende gefunden, die in⸗ SO 220— folge der liberaliſtiſchen und marxiſtiſchen Den⸗ kungsweiſe zu einem völligen Verfall nicht nur der Rechtsordnung ſelbſt, ſondern der Moral des Staates und der Gemeinſchaft geführt hatte. Im Recht zeigt ſich nicht nur Wert und Größe des Gemeinſchaftslebens eines Volkes. Das Recht iſt mehr. Es iſt die Funktion einer Kraft, Spiegelbild eines beſtimmten Kulturwillens und der Kulturhöhe eines Volkes. In jedem ge⸗ ſunden Volk ſchlummert ein echtes Rechtsemp⸗ finden. Es iſt das Recht, das mit uns geboren iſt. So iſt das Volk der Träger des Rechts. Eine Rechtsordnung kann eben nur dann wahres Recht enthalten, wenn eine organiſche Verbindung des Naturgeſetzlichen mit dem For⸗ malrechtlichen geſchaffen iſt. Nur wenn die na⸗ turgeſetzlichen Möglichkeiten und Vorausſetzun⸗ In japaniſchen Marinekreiſen wird darauf hingewieſen, daß Großbritannien in der letzten Zeit im Stillen Ozean, beſonders in Singapore und Hongkong, zahlreiche militäriſche Maßnah⸗ men getroffen habe, die ſich gegen die japaniſche Politik richten. Die engliſchen Luftrüſtungen in Singapore bewieſen, daß Großbritannien ſeinen Aufrüſtungsprozeß bereits vor der Veröffent⸗ lichung dieſer Denkſchrift begonnen und ihn zur Zeit noch nicht abgeſchloſſen habe. Die Verſchiebung des 5imon-Beſuches Franzöſiſche Stimmen Paris, 6. März.(HB⸗Funk.) Die Berliner Berichterſtatter der franzöſiſchen Preſſe widmen ihre Berichte allgemeinen Betrachtungen über die deutſcherſeits vorgeſchlagene Verſchiebung des Beſuches des engliſchen Außenminiſters in der Reichshauptſtadt. Der Wunſch zur baldigen Wiederherſtellung der Geſundheit des Führers wird in der franzöſiſchen Preſſe mit dem Wunſche verbunden, daß dann die ins Stocken geratenen zwiſchenſtaatlichen Verhandlungen über die Rüſtungsfragen entſprechend dem im engliſch⸗franzöſiſchen Protokoll von London niedergelegten Syſtem des„unteilbaren Friedens“ fortgeſetzt und zum Abſchluß ge⸗ bracht werden mögen. Im übrigen fehlt es nicht an Angriffen gegen Deutſchland, dem eine Ver⸗ ſchleppung der Verhandlungen und ein Rückfall in„derbe Bismarckſche Methoden“ vorgeworfen wird. Das„Echo de Paris“ ver⸗ ſteigt ſich hier ſogar zu der Behauptung, daß der Führer die Erwähnung einer„offenkundi⸗ gen Wahrheit“ wie die der deutſchen Aufrüſtung im engliſchen Weißbuch, wie einen Verſtoß gegen die Spielregeln empfinde. gen einer Volksgemeinſchaft in der Rechtsord⸗ nung ihre Form bekommen haben, kann die Rechtsordnung für das Volksleben von Nutzen ſein. Je näher eine Rechtsordnung dieſen na⸗ turgeſetzlichen Gegebenheiten eines Volkes kommt, deſto„beſſer“ iſt ſie. Mit der Beſeiti⸗ gung der parlamentariſchen Machtverhältniſſe durch den Nationalſozialismus hat die Anwen⸗ dung eines volksfremden Geſetzesrechts, das nur den Alltagsbedürfniſſen diente und zur Knebe⸗ lung des Volkes und ſeiner Entfaltungsmög⸗ lichkeiten führte, ſein Ende gefunden. Das Germanentum hatte infolge ſeiner engen Verbundenheit mit dem Naturhaften eine außer⸗ ordentlich hochſtehende Rechtsordnung. Sein Recht warein wahres Volksrecht. In der hiſtoriſchen Entwicklung allein liegt es be⸗ gründet, daß dieſes deutſche Volksrecht uns in den letzten Jahrhunderten fremd geworden iſt. Es beſteht die Tatſache, daß die Rezeption des römiſchen Rechts auf die deutſche Rechtsentwick⸗ lung einen Einfluß ausgeübt hat, der für die Entwicklung des Volkes und ſeine Gemeinſchaft als in hohem Maße ſchädlich anzuſehen iſt. Es gibt ausgeſprochen römiſch⸗rechtliche Methoden und Begriffe, die mit dem deutſchen Lebensge⸗ fühl nicht vereinbar ſind. Es iſt eben nicht wahr, daß das, was früheren Völkern einmal Recht war, ſchon deshalb für das deutſche Volk gut genug iſt. Wir müſſen unſeren berechtigten deut⸗ ſchen Stolz auch auf dem Gebiete des Rechts hochhalten! Damit ſoll nichts gegen den Wert des römi⸗ ſchen Rechts geſagt ſein. Wir haben es nicht nötig, den Kampf gegen das römiſche Recht in kleinlicher und neidiſcher Weiſe zu führen. Das römiſche Recht war ein hervorragendes Kultur⸗ recht, ja man kann es als eines der Kulturdenk⸗ der Führer an Frau Ichemm Berlin, 6. März. Der Führer ſandte auf die Nachricht vom Tode des Gauleiters Staats⸗ miniſter Schemm folgendes Telegramm an Frau Schemm, Bayreuth: „Auf das tiefſte erſchüttert über das Unglück meines alten treuen Parteigenoſſen und Mit⸗ kämpfers ſpreche ich Zhnen mein bewegtes Bei⸗ leid aus. Adolf Hitler.“ nachruf des Hauptamtes für krzieher Bayreuth, 6. März. Das Hauptamt für Erzieher und der Nationalſozialiſtiſche Lehrer⸗ bund widmen ihrem verſtorbenen Reichsamts⸗ leiter folgenden Nachruf: Tiefe Trauer erfüllt alle deutſchen Erzieher und Erzieherinnen, die, im Nationalſozialiſti⸗ ſchen Lehrerbund geeint, den ſo plötzlichen und allzu frühen Tod ihres unerſetz⸗ lichen Leiters Hans Schemm beklagen. Sein Wille und ſeine Tatkraft ſchufen die große deutſche Erziehergemeinſchaft, die ſeit Peſtaloz⸗ zis und Fichtes Zeiten als Sehnſucht in den Herzen der Erzieher aller deutſchen Schulzweige glühte. Als ragendes Symbol dieſer Gemein⸗ ſchaft erſtand aus ſeiner Idee heraus das Haus der deutſchen Erziehung in Bayreuth, der Stadt Wagners und Cham⸗ berlains, der Vahnbrecher zu dem Weg ins Dritte Reich. In der gotiſch gerichteten Weihe⸗ halle dieſes ſeines Lieblingswerkes wird Hans Schemm aufgebahrt werden. Hans Schemms Größe im Denken, ſeine unerſchütterliche Kame⸗ radſchaftstreue zu ſeinen Berufsgenoſſen, ſeine Wärme des Herzens ſ Deutſchlands Jugend charakteriſieren ihn als den geborenen deutſchen Erzieher. Hans Schemm iſt tot. Sein Geiſt lebt in ſeinen Werken und Taten und verpflichtet alle deutſchen Erzieher zu treuer Nachfolge! gez.: Max Kolb, Hauptſtellenleiter im Hauptamt für Erzieher, Reichsgeſchäfts⸗ führer des NSeB. 4 Berlin, 6. März.(HB⸗Funk.) Anläßlich des Todes von Gauleiter Staatsminiſter Schemm ſandte Reichsminiſter Dr. Goeb⸗ bels an Frau Schemm in Bayreuth nach⸗ ſtehendes Beileibstelegramm: „Zu dem ſchweren Verluſt, den Sie durch den ſo tragiſchen Tod Ihres Gatten erlitten haben, ſpreche ich Ihnen in tiefſter Bewegung mein herzlichſtes und aufrichtigſtes Beileid aus. Hans Schemm wird als einer der älteſten Ge⸗ folgsleute des Führers in unſeren Reihen unvergeſſen bleiben.“ Hauypiſchriflleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier: Cpef vom Dienſt: i. V. Julius Etz.— Verantwortlich für Politik: Dr. W. Kattermann; für politiſche Nachrichten. Dr. W. Kicherer; für Wirtſchaftsrundſchau, Kommunales, Be⸗ wegung: Friedrich Haas; für Kulturpolitit, Feuilleton und Beilagen; W. Körbei; für Unpolttiſches: l. V. Julius Etz; für Lotales: Erwin Meſſel: kür Sport: Julius Etz, ſämtliche in Mannheim. Berliner Schrifteunung: Hans Graſ Meiſcha SW 68 Cbarlottenſtr 155 Nachdrug lämtl. berichte verboten. Sprechſminden der Schrunenung: Taguch 16—17 nor (außer Mittwoch. Samstaa und Sonntaa). Verlaasdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druck u. Verlag: Hatentreuzvanner⸗Verlag u. Druckeret G. m. b H. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 10.30 bis 12.00 Uhr(außer Samstag und„+ ſprech⸗Nr für Verlag u Echrifienung 314 71. 204 86, 333 61/62.— Für den Anzeigenteil verantwortlich: Arnold Schmid, Mannheim. Bur Zeit—— Wreisliſte Nr. 3(Geſamtauflaae) und Nr. 2 ffür Weinheimer⸗ und Schwetzinger⸗Ausgabe) amtia. .⸗A. I1. 35 Ausg. Au. Ausg. 6 Mannheim— 34749 11.35 Ausg. K u. Ausg. 5 Schwetzingen— 3 753 ll. 35 Ausg. Au. Ausg. B Weinheim— 2984 Geſamt⸗D.⸗A. Februar 35— 41 786 Berlin viginal⸗ mäler der Menſchheit bezeichnen. Worum es bei dem Kampf der nationalſozialiſtiſchen Rechtspolitik geht, iſt, daß der Nationalſozia⸗ lismus zum erſtenmal anhebt, eine Rechtsord⸗ nung bis in die letzten Auswirkungen aus den deutſchen Lebensnotwendigkeiten aufzubauen. Das hat mit anderen Rechtsordnungen nichts zu tun. Die Schaffung dieſes Rechts durch den Natio⸗ nalſozialismus bedeutet gleichzeitig für das deutſche Volks⸗ und Staatsleben die Schaffung einer vollkommenen Rechtsſicherheit. Denn nach der nationalſozialiſtiſchen Rechtsauffaſſung iſt das Recht das Mittel zur Aufrechterhaltung der inneren und äußeren Ordnung des Volks⸗ und Staatslebens. Iſt dieſe innere und äußere Ord⸗ nung durch ein deutſches Rechtsſyſtem und durch eine volksverbundene Rechtsanwendung gewähr⸗ leiſtet, ſo iſt der Grundſatz der Rechtsſicherheit im vollkommenſten Sinne durchgeführt. Getragen wird dieſer Grundſatz der Rechts⸗ ſicherheit im nationalſozialiſtiſchen Staate durch das Führerprinzip. Der liberaliſtiſche Staat be⸗ tonte die Unverletzlichkeit ſeiner Vertreter. Er konnte ſie damit der Verantwortung entziehen. Im nationalſozialiſtiſchen Staat iſt auch der Führer der Rechtsordnung unterworfen. Er iſt aber als Führer gleichzeitig oberſter Gerichts⸗ herr der Nation und als ſolcher in entſcheiden⸗ den Stunden dazu berufen, Volk und Staat vor verbrecheriſchen Anſchlägen zu ſchützen und da⸗ mit das Notſtandsrecht der Nation geltend zu machen. Gleichzeitig mit der Durchführung des Füh⸗ rerprinzips erſtrebt die nationalſozialiſtiſche Rechtspolitik die Geſtaltung des deutſchen Ein⸗ heitsſtaates.“ —.—— te auf taats⸗ n an nglück Mit⸗ Bei⸗ .* her it für ehrer⸗ amts⸗ zieher ialiſti⸗ n und ſetz⸗ lagen. große ſtaloz⸗ n den weige mein⸗ das g in Lham⸗ g ins Veihe⸗ Hans emms tame⸗ ſeine ugend itſchen ſt lebt lichtet ge! ter im häfts⸗ äßlich niſter oeb⸗ nach⸗ h den aben, mein Hans Ge⸗ iſeren Dienſt: zolitik: Dr. W. 38, Be⸗ illeton V . Sport: Berlin iginal⸗ 7 Udr ruckeret : 10.30 ern⸗ 204 86, ortlich: d Nr. 2 aültia. 34 749 3 753 2 98⁴ 41 7⁰ im es tiſchen ſozia⸗ tsord⸗ s den hauen. nichts Natio⸗ das ffung nnach ng iſt ng der ⸗und »Ord⸗ durch währ⸗ herheit techts⸗ durch iat be⸗ er. Er iehen. ch der Er iſt richts⸗ ſeiden⸗ at vor ud da⸗ nd zu Füh⸗ iſtiſche i Ein⸗ — ——ö————* Jahrgang 5— A Nr. 109 Seite 3 „Hakenkreuzbanner⸗ Abendausgabe— Mittwoch, 6. März 1383 „General Tank“ marſchiert Eindrucksvolle Schilderung einer franzöſiſchen Manöverſchlacht Berlin, 6. März.(Eigener Bericht.)„Ge⸗ neral Tank“ iſt heute zum Beherrſcher der Heere geworden. Nach dem Urteil eines fran⸗ zöſiſchen Offiziers hat Frankreich in den letzten Jahren im Heer alles motoriſiert.„Der Feind kann“, wie er äußerte,„alle Bahnen in Frank⸗ reich zerſtören, es wird uns nichts ausmachen; denn wir ſind von den Eiſenbahnen völlig un⸗ abhängig.“ Ein beſſerer Beweis für die reſt⸗ los durchgeführte Motoriſierung des Heeres kann kaum noch erbracht werden. Aber auch die Ausführungen des franzöſiſchen Oberſten Gaulle in der„France Militaire“ verdienen feſtgehalten zu werden. Er tritt für die Schaf⸗ fung einer Berufsarmee von 100 000 Mann neben dem ſonſtigen Heer ein, die ganz neu⸗ zeitlich bewaffnet und beweglich ſein muß. Wird dieſer Vorſchlag verwirtlicht, dann ſähe in Zukunft das franzöſiſche Heer folgender⸗ maßen aus: An der Grenze die Feſtungsarmee. Dahinter die jederzeit ſprungbereite Berufs“ armee. Und als weiterer Rückhalt die ſonſtigen aktiven Infanterie⸗ und Kavallerie⸗Diviſionen, die durch die Reſerviſtenjahrgänge verſtärkt, gleichfalls in kürzeſter Zeit vormarſchbereit wären. Sehr anſchaulich ſchildert Oberſt Gaulle die Schlacht dieſer Berufsarmee, wo⸗ bei er den Einſatz von 4 Diviſionen mit 2000() Kampfwagen annimmt. Es liegt ſomit dieſem franzöſiſchen Angriffsplan der Gedanke zu Grunde, mit der motoriſierten Berufsarmee ſchon am, erſten Dage mit 2000 Kampfwagen und der Maſſe der motoriſierten Geſchütze auf 100 Kilometer tief nach Deutſchland einzudringen, in den nächſten Tagen dieſen Stoß fortzuſetzen, um mindeſtens mit dem tſchechoſlowakiſchen Heer in unmittelbare Fühlung zu gelangen. Unter dieſem Geſichtspunkt iſt es auch nicht über⸗ raſchend, gelegentlich der letzten Manöver aus dem Munde eines franzöſiſchen Majors die Feſtſtellung zu hören, daß Frankreich im ganzen über 6500() Tanks verfügt, die ſeiner Anſicht nach mehr wert ſind, als eine Million Soldaten. Der italieniſche Oberſt a. D. Silvio Peli⸗ zarro, der an dieſen großen franzöſiſchen Ma⸗ növern teilnahm, berichtete von dem über⸗ wältigenden Eindruck, den die gewaltige Menge neuer und neueſter Tanks im franzöſiſchen Heer auf alle Teilnehmer machte. Ihre Zahl ſei weit größer, als das Ausland geahnt habe. Und der franzöſiſche General Duval ſchloß ſeine Eindrücke über die Herbſtmanöver 1933 wie folgt:„Die Uebungen in der Campagne ſtellen einen Wendepunkt in der Geſchichte des franzöſiſchen Heeres dar. Der franzöſiſche Ge⸗ neralſtab hat mit den bisherigen Begriſfen ge⸗ brochen und marſchiert entſchloſſen in eine neue Zukunft. Gerade in einer Zeit, in der in Genf unent⸗ wegt über Abrüſtung geredet wurde, iſt, wie auch auf anderen Rüſtungsgebieten, die Zahl der motoriſierten und mechaniſierten Kriegs⸗ und Angriffswaffen immer mehr geſtiegen. Nicht mehr die ganz dünnen Linien vorgehen⸗ der Infanterie, ſondern immer ſtärter maſſierte Tankmaſſen beherr⸗ ſchen das Bild der großen Manöver, von denen der ſchon erwähnte italieniſche Oberſt das folgende eindrucksvolle Bild gibt: „Eine Anhäufung ſchrecklichſter, ſtärkſter, wil⸗ deſter Vernichtungsmittel auf engſtem Raum. Eine fahrende, rennende, ſchießende, rieſige Feſtung, unter deren gigantiſchen Stahlarmen die kleinen Menſchen wie verlorene Weſen um⸗ herlaufen. Eine ſchreckliche Viſion: ein Signal, und dieſe ganze Maſſe ſetzt ſich in Bewegung, bricht vor und donnert über die Erde, gelen⸗ kig und lenkbar wie ein vom Teufel in trüber Stunde erfundenes Spiel⸗ zeu g. Die Erde erbebt unter dem Donner der Geſchütze, im raſenden Rollen der ſchweren Maſchinengewehre, dem heiſeren Bellen der Infanterie⸗Geſchütze, dem dumpfen Jaulen der weit rückwärts ſtehenden ſchweren Kanonen.“ Welche Phantaſie vermöchte dieſes eindrucks⸗ volle Bild eines friedlichen Manöverfeldes auf den furchtbaren und grauenerregenden Ernſt⸗ fall zu übertragen. Wieder wird in Genf und den hochgerüſteten Staaten von Abrüſtung ge⸗ redet. Aber wie ſchon ſo oft weniger von der eigenen, als von der der andern. Wie hyp⸗ notiſiert ſtarren ſie auf Deutſch⸗ land, das 15 Jahre lang vergeblich auf die Einlöſung des ihm nach ſeiner erzwungenen Entwaffnung gegebenen Verſprechens der all⸗ gemeinen Abrüſtung wartete. Wieder ſehen jene nur die Verteidigungswehr, die Deutſch⸗ land ſich zu ſchaffen nunmehr anſchickt mit dem Mindeſtmaß an Waffen, wie ſie alle Staaten für ſich in Anſpruch nehmen. Sie ſehen nicht ihre eigenen, über die reinen Verteidigungszwecke weit hinausgehenden rie⸗ ſenhaften Rüſtungen. Wieder hört man von einſeitiger deutſcher Ver⸗ tagsverletzung, die, wenn überhaupt, nur eine Folge ihres vorausgegangenen eigenen Ver⸗ tragsbruchs iſt. Wieder ſehen ſie nur die Split⸗ ter im fremden, aber nicht die Balken i m eigenen Auge. opfertod im Sernen oſten fümpfer für deutſchland in der mongoliſchen Müſte/ Enthüllungen nach zwonzig Jaheren Peking, 6. März. Zu denen, die bei Beginn des Weltkrieges irgendwo in der Welt auf verlorenem Poſten ſtanden, gehörte auch der Militärattaché der deutſchen Geſandtſchaft Rabe von Pappen⸗ heim. Aus ſeiner glühenden Liebe zum fer⸗ nen, von Feinden umringten Vaterland, faßte er den Plan, durch die mongoliſche Wüſte eine Expedition zu führen, um die amerika⸗ niſch⸗ japaniſchen Munitions⸗ transporte durch Sprengungen zu ſtören. 20 Jahre lang blieb ſein Schickſal ungewiß, bis jetzt der ruſſiſche Konſul in Char⸗ bin Erklärungen gab, die das Geheimnis um dieſen tapferen Mann lüfteten. Man ſchrieb das Jahr 1915. Der Militär⸗ attaché der deutſchen Geſandtſchaft in Peking, Rabe von Pappenheim, ſah mit verbiſſenem Grimm, wie ſich überall in Aſien kleine und kleinſte Staaten gegen Deutſchland erhoben, das ihnen nichts getan hatte. Man glaubte eben, bei der großen Raubverteilung gut weg⸗ zukommen, wenn man ſich Japan oder Rußland anſchloß. Das Schrecklichſte war, daß man tatenlos zuſehen mußte, wie die Dinge ſich entwickelten, ohne die Möglichkeit zu haben, als ehrlicher Soldat gegen die Feinde des Vaterlandes zu Felde zu ziehen. Rabe von Pappenheim war ein tüchtiger Offizier, der nicht gewillt war, den ſtillen Zu⸗ ſchauer im neutralen Lande zu ſpielen Sein innerer Drang, Deutſchland nach beſtem Kön⸗ nen und Vermögen zu helfen, gibt ihm eine Idee ein. Tagelang ſitzt er vor einer Karte und markiert verſchiedene Punkte. Auf der ruſſiſch⸗ſibiriſchen Eiſenbahn nämlich wird von Japan her amerikaniſches Kriegsmaterial befördert, das die deutſchen Brüder an der ruſſiſchen Front töten und verderben ſoll. Wenn man dieſe Transporte verhindert, iſt die Kraft des Feindes zum Teil geſchwächt. Die Idee nimmt Pappenheim gefangen, mit In⸗ brunſt faſt beginnt er die Vorbereitungen. Nächte hindurch arbeitet er an den Plänen, wie man durch die Mongolei und die Wüſte Gobi vordringen kann. Das Ziel iſt die Nonnibrücke mit verſchiedenen anderen Uebergängen. Wenn man die ſprengt, dann ſind die Munitionstransporte in Frage geſtellt. acht Deutſche gehen in den ſicheren Tod Pappenheim iſt ein Mann der Tat. Alles iſt in das Kleinſte hinein durchdacht, und ſie⸗ ben deutſche Männer finden ſich bereit, mit ihm den Marſch anzutreten, wiſſend, daß es kein Zurück mehr gibt. Gelingt die Sprengung, ſo müßte ein Wunder geſchehen, um ſie zu ret⸗ ten, gelingt ſie nicht, dann wird man ſie hän⸗ gen. Aber alles dies nehmen ſie gern auf ſich, denn es gilt das Vaterland. Fünfzig Kamele werden mitgenommen, ſchwerbeladen mit Waf⸗ fen und Silber, mit Geſchenken für die Mon⸗ golenfürſten, die Pappenheim zu gewinnen Auf der Großen Leipziger Frühjahrsmeſſe wird neben vielen techniſchen Neuerungen auch dieſe Exploſionsramme gezeigt, die zum Feſtſtampfen des Bodens dient und bei Straßenbauarbeiten verwendet wird. Der viele Zentner ſchwere Koloß wird durch elektriſche Exploſionen in die Höhe geſchleudert. Die Zündvorrichtung trägt ein Mann auf dem Rücken Photo: Deutsches Nachrichtenbüro Fliegende Feſtungen fluſſehenerregende neue Rampfflugzeugiypen Fokkers— mit zwei Schnell⸗ ſeuergeſchützen 100§tundenkilometer beſchwindigkeit! Amſterdam, 6. März. Die„Nederlandſche Vliegtuigenfabriek“ bringt zwei neue Fokker⸗ Modelle heraus, die in internationalen Militär⸗ fliegerkreiſen ſtarke Beachtung finden. Es han⸗ delt ſich um ein Jagdflugzeug— D 19— und um ein ſchweres Bomben und Gefechtflugzeug Die I 5 erregt insbeſondere deswegen Aufſehen, weil ſie mit zwei Schnellfeuergeſchützen, Kal. 2 ctm, ausgerüſtet iſt, die in einziehbaren Ge⸗ fechtstürmen an der Spitze und am Heck des Flugzeuges angeordnet ſind. Das vordere Geſchütz iſt nach links und rechts ausſchwenkbar. Nach oben hat es einen Feuer⸗ bereich im Winkel bis zu 60 Grad, nach unten bis zu 55 Grad. Außerdem ſind zwei ſchwere Maſchinengewehre vorhanden. Der Bom⸗ benraum faßt bis zu ſechzehn Bom⸗ ben ſchwerſten Gewichts. Die„I 5“ iſt entweder mit zwei Roll⸗Royce⸗Motoren, von 650 PS, die dem Flugzeug in einer Höhe von 4250 Meter eine Geſchwindigkeit von 380 Stun⸗ denkilometer verleihen, oder mit zwei Hispano⸗ Suiza⸗Motoren, von je 860 PS(in 4000 Meter Höhe 405 Stundenkilometer Geſchwindigkeit) oder mit zwei Gnome⸗und⸗Rhone⸗Motoren von je 930 Ps(in 4670 Meter Höhe 400 Stunden⸗ kilometer Geſchwindigkeit) ausgerüſtet. Bei Ausrüſtung mit Rolls⸗Royce⸗Motoren hat die T 5 einen Aktionsradius von 1450 Kilometer. Die Gnome⸗und⸗Rhone⸗Motore ermöglichen es, in 23½ Minuten eine Höhe von 7000 Meter zu erreichen. Das Flugzeug ſoll ſerienweiſe her⸗ geſtellt werden. Man verſpricht ſich mit dieſem Typ insbeſondere ein gutes Auslandsgeſchäft. Bei der D 19 handelt es ſich um ein ſehr ſchnelles Jagdflugzeug, das nur einen Mann Beſatzung hat, der die Maſchine ſteuert und gleichzeitig die drei automatiſchen Maſchi⸗ nengewehre bedient. Das Flugzeug kann auch eine Bombe mitführen. Beide Maſchinen ſollen erſtmalig auf der be⸗ vorſtehenden Brüſſeler Weltausſtellung gezeigt werden. Schließlich arbeitet Fokker zur Zeit an einem dritten Typ, C XI W. Dieſes Flug⸗ zeug iſt als Katapultflugzeug für Kriegsſchiffe gedacht. Brutaler Mord Erfurt, 5. März. Der Einwohner Riſch aus Traßdorf bei Arnſtadt wurde am Dienstag wegen Mordes an ſeiner 33jährigen Ehefrau ins Gefängnis in Rudolſtadt eingeliefert. Er hatte am Freitagabend auf der Heimfahrt von Arnſtadt nach Traßdorf ſeine neben ihm im Kraftwagen ſitzende Frau, die eingeſchlafen war, aus dem Wagen geſtoßen, um ſich ihrer zu entledigen. In der Nacht war er zu ſeiner Geliebten nach Arnſtadt gefahren. Der Mörder hatte zunächſt einen Unfall vorgetäuſcht und jede Schuld beſtritten. Schließlich wurde er aber, da man ihm beſonders das Ergebnis der Leichenöffnung vorlegte, zu einem vollen Ge⸗ ſtändnis gezwungen. Schnellzug fährt in eine Gruppe Streckenarbeiter Fünf Tote Paris, 5. März. Auf der Strecke zwiſchen Mormant und Verneuil'Etang ereignete ſich Dienstagfrüh ein ſchweres Unglück. Ein fahr⸗ planmäßiger Schnellzug fuhr in eine Gruppe von 100 Streckenarbeitern, die wegen des Ne⸗ bels den Zug nicht bemerkt hatten. 5 Arbeiter wurden auf der Stelle getötet. Das Unglück ereignete ſich auf der Zufahrtsſtrecke zum Pa⸗ riſer Oſtbahnhof. hofft. Sie ſind unberechenbar, dieſe mongoli⸗ ſchen Stammesfürſten, aber ſie haſſen Rußland ſehr, und darauf baut der Diplomat Pappenheim. Er will ſie, wenn ſie gewonnen ſind, in der Arbeit mit Sprengmit⸗ teln ausbilden und ein Netz von geheimen Mitarbeitern bei ſeiner gefährlichen Miſſion an der ſibiriſchen Bahn ziehen. So ſetzt ſich denn die Karawane in Bewegung. Sie ahnen nicht, daß ihre Bewegung bereits im Beginn an die ruſſiſche Geſandtſchaft verraten iſt, denn überall in dieſem Lande lauert der Verrat Die zwei Geſichter des Mongolen Die Karawane findet unter den mongoliſchen Stammesfürſten einen„Freund“. Es iſt der Fürſt Babusdab, der über eine Anzahl ebenſo kriegeriſcher wie räuberiſcher Männer verfügt. Das Silber, das Rabe von Pappenheim mit ſich führt, weckt ſeine ewig unerfüllbare Gier, und er ſtellt ihm ein Kontingent ſchmutziger Reiter mit Gewehren zum„Schutz“ auf ſeinem Marſche. Bevor er aber endgültig ſeine Leute abgibt, wendet er ſich an die Ruſſen, und die verſprechen ihm Himmel und Hölle, wenn er dieſe gefährliche Karawane verſchwinden läßt. Es wird ihm erlaubt, zu plündern. Alles Sil⸗ ber und alle Geſchenke ſoll er behalten dürfen, wenn er nur die Papiere und die Sprengſtoff abliefert.— Scheinheilig alſo macht Babusdab ſeine Ver⸗ träge nach zwei Seiten. Dieſer Mann iſt Kämp⸗ fer um des Geldes willen, er hat kein Vater⸗ land. Er trägt immer zwei Geſichter, braucht ſie je nach Gelegenheit. Und dieſem Mon⸗ golen iſt das Häuflein deutſcher Männer ausgeliefert. Einige Tage wandern ſie ſo durch die unendliche Wüſte. Dann ſcheint der Augenblick des Ueberfalls ge⸗ kommen zu ſein. Die Leute Babusdabs haben genaue Inſtruktionen. Sie halten ſich auf ihren kleinen Mongolenpferdchen immer in der Nähe Pappenheims, der am Ende des Zuges mar⸗ ſchiert. Feuerüberfall auf Wehrloſe Eines abends wird ein Lager aufgeſchlagen. Und kaum haben ſich die Deutſchen niedergelegt, da bilden die Mongolen einen Halbkreis um ſie und eröffnen ein Schnellfeuer auf die Wehr⸗ loſen. Pappenheim erkennt blitzartig die Sach⸗ lage, und, während er mit einer Hand die eben empfangene Schußwunde bedeckt, reißt er mit der anderen den Revolver heraus und feuert. Zwei der häßlichen kleinen Kerle purzeln zu Boden, von Kopfſchüſſen getroffen. Aber auch Rabe von Pappenheims Leben iſt zu Ende. Er iſt als Soldat geſtorben, die Waffe in der Hand. Die Deutſchen ſind keinem ehrlichen Feinde gewichen, der Meuchelmord hat ſie ausgelöſcht. Dieſe Banditen Babusdabs luden die acht To⸗ ten auf einen Karren und fuhren ſie zu einem Scheiterhaufen, wo ſie verbrannt wurden. Ba⸗ busdab aber erhielt nichts von den Belohnun⸗ gen, die man ihm zugeſagt hatte. Die Ruſſen nahmen alles ſelbſt. So endete das heldenhafte Abenteuer eines aufrechten deutſchen Mannes, der Tod und Teufel nicht fürchtete, um ſeinem ge⸗ liebten Vaterlande zu dienen. Bemerkungen Thronfolger⸗ Die Familie der thronſüchtigen Frau Ernennung Zita von Bourbon⸗ Parma wartet mit einer neuen„Sen⸗ ſation“ auf. Im Witwenſitz Steenockerzeel ſcheint man beſtrebt zu ſein, in periodiſchen Abſtänden immer von ſich irgendwie reden zu machen. Kürzlich fand auf dem dortigen von der Ex⸗ kaiſerin Zita und ihren Kindern bewohnten Schloß eine große Familienfeier⸗ſtatt, und zwar unter voller Prunkentfaltung des auſtro⸗unga⸗ riſchen Legitismus. Unter Beteiligung von Vertretern der öſterreichiſchen und der unga⸗ riſchen Legitimiſten proklamierte„Kaiſer Otto von Oeſterreich und König von Ungarn“ ſeinen älteſten Bruder Robert zum„Thronfolger von Oeſterreich und Ungarn“. Erzherzog Ro⸗ bert, dem gleichzeitig der Titel eines Herzogs von Eſte verliehen wurde, vollendete ſoeben ſein 20. Lebensjahr und wurde damit voll⸗ jährig. Gleichzeitig wurden in Wien und in Buda⸗ peſt von den dortigen legitimiſtiſchen Kreiſen Bankette veranſtaltet, in denen das Ereignis von Steenockerzeel in Trinkſprüchen gewürdigt wurde. Alle Trinkſprüche klangen in der Hoff⸗ nung aus, daß ſchon ſehr bald in Oeſterreich und Ungarn die„gute alte Zeit der Herrſchaft der Habsburger“ wieder anbrechen werde. Man wäre geneigt, dieſe Dinge von der heiteren Seite zu nehmen. Sunt pueri pueri Aber dieſe dauernden Habsburgerkomödien ſind doch zu geſchmacklos, um nicht auch ein ernſtlicheves Kopfſchütteln hervorzurufen. in Steenokerzeel ————————————— Sahrgang 5— 4 Nr. 109— Seite 4 „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Mittwoch, 6. März 1935 Baden Berufung in die Bad. Gauleitung, Amt Ne⸗ Studentenbund Heidelberg, 6. März. Die Preſſeſtelle des NSD⸗Studentenbundes, Gau Baden, teilt mit: Cand. jur. Hans Martin Schleyer wurde in das Amt NSD⸗Studentenbund der Badiſchen Gauleitung der NSDaApP berufen. Schleyer hat ſich um den Nationalſozialismus an der Hochſchule beſonders verdient gemacht. Wertheim als Tagungsſtadt Wertheim, 6. März. In einer Sitzung des Geſamtvorſtandes des neugeſtalteten Ver⸗ kehrsvereins konnte Bürgermeiſter Bender 17 Mitteilung machen, daß auf Vorſchlag von iniſter Pflaumer der diesjährige badiſche Sparkaſſentag Anfang Mai in Wertheim abge⸗ halten wird. U. a. wird auch Reichsſtatthalter Robert Wagner erwartet. Insgeſamt wird Wertheim zu dieſer Tagung den Beſuch von rund 300 Perſonen erhalten. Bei der Arbeit tödlich verunglückt Raſtatt, 6. März. In der Malzfabrik Aug. Haitz wurde der in der Nachtſchicht beſchäftigte 33 Jahre alte verheiratete Arbeiter Emil Uhrig aus Blittersdorf das Opfer eines tödlichen Un⸗ falles. Er geriet unter den Wender und wurde von der Maſche totgedrückt. Man fand den Be⸗ dauernswerten am Dienstagmorgen in der Fa⸗ brik als Leiche auf. Vier Jahre Zuchthaus wegen Brandſtiftung Offenburg, 6. März. Das Schwurgericht Offenburg verhandelte in ſeiner letzten Sitzung 8 en 2 Wilhelm Schneider aus 553„der angeklagt war, am 5. März 1934 einen Strohhaufen in dem Anweſen des Säge⸗ werkbeſitzers Reinhard Schyle zu Schonach an⸗ —*—— zu haben. Hierbei fiel das Anweſen es Schyle dem Feuer zum Opfer. Der Ange⸗ klagte hat bereits eine Strafe wegen Brandſtif⸗ tung verbüßt und war auch mehrfach in Irren⸗ anſtalten untergebracht. Der Sachverſtändige bezeichnete den Angeklagten als voll zurech⸗ n Das Gericht verurteilte Schneider zu vier Jähren Zuchthaus und 5 Jahren Ehr⸗ verluſt. Elf Monate der Unterſuchungshaft wer⸗ den auf die Strafe angerechnet. Wo regnet es am meiſten? Das Statiſtiſche Reichsamt veröffentlicht jetzt die Berichte von 62 über das ganze Reich ver⸗ teilten Wetterbeobachtungsſtationen über die allgemeinen Witterungsverhältniſſe im Jahre 1933. Die größte Niederſchlagshöhe im Durch⸗ ſchnitt der früheren Jahre wurde auf dem Feld⸗ berg im Schwarzwald mit 1936 Millimeter ge⸗ meſſen. Am häufigſten geſchneit hat es auf der Zugſpitze, nämlich an 207 Tagen; am ſeltenſten 7 der Gegend von Trier, nämlich nur an fünf agen. Wieviel Sprachen gibt es in Europa? Zu einem intereſſanten Ergebnis gelangt man bei der Unterſuchung der Frage, wieviel Spra⸗ chen es eigentlich in Europa gibt, nämlich nicht weniger als 120. Unter ihnen ſteht die deutſche Sprache an der Spitze; ſie wird in Europa von 80 903 000 Menſchen geſprochen. In weitem Abſtand folgen die anderen Sprachen. Da iſt zunächſt das Ruſſiſche mit 70 254 000, das En⸗ liſche mit 47 001 000, das Italieniſche mit 0 707000 und an fünfter Stelle das Franzö⸗ iſche mit 39 841000 Menſchen. Berückſichtigt ind nur jene, die die betreffenden Sprachen als utterſprache ſprechen. Pfalz Tödlich verunglückt Neuhofen, 6. März. Der 59jährige Arbei⸗ ter Joh. Tuſchner von hier wurde, als er durch die Prinzregentenſtraße fuhr, von dem aus dem Hofe fahrenden Bulldog der Firma Kaſpar Scheffel erfaßt und zu Boden ge⸗ ſchleudert. Tuſchner erlitt ſchwere Verletzungen, denen er 24 Stunden ſpäter im Städtiſchen Krankenhaus Ludwigshafen erlag. Im April vorigen Jahres iſt eine 24jährige Tochter der Familie Tuſchner ebenfalls einem Verkehrsun⸗ fall zum Opfer gefallen. Vorſicht mit Gewehren! Haßloch, 6. März. Der 15jährige Alfred Oberling hantierte an einem geladenen Flo ⸗ bertgewehr, wobei er die linte Hand vor die Mündung des Laufes brachte. In dieſem Augenblick ging der Schuß los und die Schrot⸗ ladung drang dem Jungen in die Hand. Die Verletzung machte die Einlieferung des Verun⸗ glückten in das Neuſtadter Krankenhaus erſor⸗ derlich. Vorarbeiten für die Ausſtellung „Waſſerſtraßen und Waſſerſport“ Reichsſtatthallter Murr Ehrenpräſi denk der Ausſtellung Die Vorarbeiten für die große Ausſtellung „Waſſerſtraßen und Waſſerſport“, die vom 15. Juni bis 4. Auguſt auf dem Cannſtatter Waſen dicht oberhalb der König⸗Karls⸗Brücke gezeigt werden wird, ſchreiten rüſtig weiter. In den beteiligten Wirtſchaftskreiſen wird das In⸗ tereſſe an der bedeutſamen Ausſtellung immer reger, ſo daß allein ſchon die Abteilung„Waſ⸗ ſerſtraßeern und Waſſerkraft“ eine überaus vielſeitige, anſchauliche und umfaſſende Schau werden wird. Ebenſo intereſſant und anziehend dürfte jedoch auch die Abteilung„Waſſerſport“ werden, in der alles gezeigt werden wird, das den Waſſerſportler angeht und was er wiſſen und kennen muß. Das Programm der großen waſſerſportlichen Veranſtaltungen auf dem Nek⸗ 3 während der Dauer der Ausſtellung ſieht neben Ruder⸗ und Kanuregatten intereſſante Schau⸗ vorführungen aller Art und große waſſerſport⸗ liche Wettkämpfe zwiſchen Deutſchland und Jugoflavien vor. Dieſe Wettkämpfe ſollen auf dem Stauſee bei Hofen ausgetragen werden. Der große Stauſee geht ſeiner Vollendung entgegen und weiſt be⸗ reits heute einen anſehnlichen Waſſerſtand auf. Der See gibt mit ſeinem Durchmeſſer von ca. 480 Metern bereits einen Begriff von den ge⸗ waltigen Ausmaßen dieſer techniſchen Einrich⸗ tung, die auch Waſſerveranſtaltungen größten Stils ermöglichen wird. Die große Bedeutung, die der Stuttgarter Ausſtellung„Waſſerſtraßen und Waſſerſport“ im Sommer dieſes Jahres in wirtſchaftlicher, techniſcher und ſportlicher Hinſicht zufällt, komm: auch dadurch zum Ausdruck, daß ſich Herr Reichsſtatthalter Murr bereit erklärt hat, das Ehrenpräſidium der Ausſtellung zu übernehmen. Das Schleisweiler Eiſenbahnunglück vor Gericht Stuttgart, 6. März. Am Montag be⸗ gann vor der ſechſten Strafkammer des Land⸗ gerichts Stuttgart der Prozeß wegen des Ei⸗ ſenbahnunglücks bei Schleisweiler, bei dem be⸗ kanntlich im Dezember vorigen Jahres zehn Perſonen ums Leben kamen und 32 mehr oder weniger ſchwer verletzt wurden. Die beiden Angeklagten, Reichsbahnoberſekretär Gg. Duürr⸗ wächter aus Sulzbach und Reichsbahnaſſiſtent Karl Stotz aus Murrhardt, wurden wegen fahrläſſiger Eiſenbahntransportgefährdung in Tateinheit mit fahrläſſiger Tötung in zehn Fällen und fahrläſſiger Körperverletzung in 32 Fällen zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der Strafantrag hatte gegen Dürrwächier auf zwei Jahre ſechs Monate und gegen Stotz auf zwei Jahre zwei Monate Gefängnis gelautet. In der Urteilsbegründung kam zum Aus⸗ druck, daß bei beiden Angeklagten grobe Ver⸗ ſtöße gegen die Dienſtvorſchriften vorliegen, die das Unglück herbeigeführt hätten. Anderer⸗ ſeits ſei den bisher unbeſcholtenen und pflicht⸗ treuen Beamten menſchliches Mitgefühl nicht zu verſagen. Bei einer höheren Strafe hätten die Angeklagten automatiſch aus dem Dienſt der Reichsbahn entlaſſen werden müſſen. Eine Neuerung auf der Leipziger Meſſe: eine Eierſtempelmaſchine, die auf der Wirtſchaftsmeſſe viel beachtet wird. Die Eier werden geſtempelt und nach Gewichtstlaſſen ſortiert. Falſchgeld im Umlauf Waldfiſchbach, 6. März. In letzter Zeit wurden hier wiederholt falſche 50⸗Pfennigſtücke angehalten. Die Falſchſtücke ſind aus weichem Metall(Blei), das ſich mit dem Meſſer ſchnei⸗ den läßt. Beim Auffallen klingen ſie nur ganz dumpf. Die Prägung iſt der der echten Stücke täuſchend ähnlich. Kind im Waſchtrog verbrüht Pirmaſens, 6. März. Wieder iſt hier ein etwa vier Jahre altes Kind das Opfer leicht⸗ fertiger Beaufſichtigung geworden. Es fiel in der Küche der elterlichen Wohnung in einem unbewachten Augenblick in einen mit heißem Waſſer gefüllten Waſchtrog und zog ſich derart ſchwere Verbrühungen zu, daß es unter gräß⸗ lichen Schmerzen im Krankenhaus ſtarb. Eine Unterſuchung über ein eventuelles Verſchulden der Mutter iſt eingeleitet. Im Schlaf überfallen und ſchwer verletzt Pirmaſens, 6. März. Der 57 Jahre alte Fabrikarbeiter Daniel Volb hatte ſich zu Hauſe in Abweſenheit der übrigen Familienmitglieder um Schlafen Später fand man ihn mit einer ſchweren Kopfverletzung, die von einem Schlag mit einem harten Gegenſtand her⸗ rührt, bewußtlos auf. Ein Unbekannter hatte ſich offenbar in die Wohnung eingeſchlichen und dem Schlafenden die Verletzung beigebracht. Die Polizei fahndet nach dem Täter. Photo: Deutsches Nachrichten-Büro Schwere Bluttat in Landsweiler Landsweiler bei Lebach, 6. März. In der Nacht auf 28. Februar gerieten gelegentlich eines Maskenballes in Landsweiler mehrere Burſchen in Wortwechſel, der in eine wüſte Meſſerſtecherei ausartete. Zwei Perſonen wur⸗ den lebensgefährlich verletzt, ſo daß ſie ins Krankenhaus Fiſchbach abtransportiert werden mußten. Die zwei Haupttäter wurden ins Le⸗ bacher Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Im Streit erſchoſſen Frankenholz, 6. März. Auf Grube Fran⸗ kenholz wurde der 25 Jahre alte Bergmann Wilhelm Schaller aus Jägersburg im Verlauf einer heftigen Auseinanderſetzung mit einem im Ruheſtand lebenden Steiger von dieſem durch einen Revolverſchuß in den Kopf ſo ſchwer verletzt, daß er kurz nach der Einliefe⸗ rung ins Knappſchaftslazarett verſtarb. Der feſert wurde ins Amtsgerichtsgefängnis einge⸗ iefert. Heſſen Auto fährt in Lokomotive Mainz, 6. März. Die Reichsbahndirektion Mainz teilt mit: Sonntagnachmittag 14.33 Uhr führ ein Kraftwagen des Arbeitsdienſtes auf der Nebenbahnzug 3573 von Seeheim nach Bit⸗ kenbach. Der Zug hatte vor der Straße gehal⸗ ten und war dann, Warnungszeichen gebend, weitergefahren. Der Kraftwagen hatte den Zug anſcheinend nicht bemerkt und fuhr in ziemlich raſcher Fahrt in die Lokomotive hinein. Der im Wagen befindliche Oberfeldmeiſter Rot aus Wiesbaden wurde ſchwer verletzt, der Fah⸗ rer Wacker aus Wiesbaden kam mit leichten Verletzungen davon und konnte ſich nach Hauſe begeben. Der Kraftwagen wurde ſtark beſchä⸗ digt. Der Zug konnte mit 25 Minuten Ver⸗ ſpätung ſeine Fahrt fortſetzen. Nachbargebiete Die„Stammrolle der Titelſüchtigen“ Die Kreisleitung der RSDAp in den würt⸗ tembergiſchen Oberämtern Wangen und Leutkirch hatte eine Aktion gegen die Titel⸗ fucht unternommen und eine Stammrolle an⸗ gelegt, in die ſich alle diejenigen eintragen ſoll⸗ ten, die im außerdienſtlichen Verkehr für ſich und ihre Frauen nicht auf die Anrede mit ihrem Titel verzichten wollten. Nunmehr liegt das Ergebnis dieſer intereſſanten Aktion gegen die Eitelkeit vor. Es wird mit Genugtuung feſtgeſtellt, daß ſich nicht ein einziger Volks⸗ genoſſe in die Stammrolle der Titelſüchtigen eingezeichnet hat. Danach, ſo erklärte die RS⸗ Volkszeitung in Leutkirch, ſei feſtgeſtellt, daß es im württembergiſchen Allgäu „im perſönlichen gegenſeitigen außerdienſt ⸗ lichen Verkehr nur gleichwertige und gleich⸗ berechtigte Deutſche gibt, die ſich mit Herr Maier, Herr Müller uſw. anreden, und daß vor allen Dingen jene billige Schmiere und der grobe Unfug der Anrede der Ehefrauen mit den Titeln ihrer Gatten endgültig unterbleibt“. Alle Volksgenoſſen müßten nunmehr diſzipli⸗ niert von der Titelanrede Abſtand nehmen. Ein Tonfilm⸗Spezialzug München, 6. März. Im Reichsbahn⸗Aus⸗ beſſerungswerk Freimann bei München iſt die⸗ ſer Tage ein Tonfilm⸗Spezialzug fertiggeſtellt worden, wie ihn die Deutſche Reichsbahn bis⸗ her nicht beſaß. Es handelt ſich um einen aus fünf Wagen beſtehenden, ſchneeweiß geſtriche⸗ nen Zug, der dazu dienen ſoll, Tonfilmauf⸗ nahmen— u. a. von fahrenden Maſchinen— zu machen, und zwar für den Film„Das Stahltier“, den die Reichsbahn anläßlich der Hundertjahrfeier der deutſchen Eiſenbahnen in dieſem Jahre drehen läßt. Dementſprechend trägt der Zug, der ſich zur Zeit bereits auf ſei⸗ ner erſten Fahrt durch Deutſchland befindet, in großen roten Buchſtaben die Aufſchrift „Tonfilm“„Das Stahltier“. Der Zug hat einen wohnlich möblierten Mannſchaftswagen mit fünf Betten, einen zweiten Wagen mit Büro, Schlafraum und elektriſcher Küche des Aufnahmeleiters, ferner einen Lichtwagen, in dem die Motoren einer eigenen, ſtarken Scheinwerferanlage unterge⸗ »bracht ſind, und einen Requiſitenwagen. Außerdem befindet ſich in dem Zug ein als fahrbares, erſchütterungsfreies Stativ kon⸗ ſtruierter Spezialwagen, der Tonfilmaufnah⸗ men bei voller Fahrt ermöglicht. Die Beſatzung ſeltſamen Zuges beſteht aus ſieben Mann. Der Frankenführer und der kleine Junge Nürnberg, 5. März. Ein nettes Geſchicht⸗ chen, das die„Fränkiſche Tageszeitung“ erzählt, eveignete ſich hier bei einer Standmuſik. Der Frantenführer fragte einen der vielen Jungen, die bei der Standmuſik vor ihm ſtanden:„Wie alt biſt Du denn?“—„Sieben Jahre“.—„Wa⸗ rum biſt Du denn hier?“—„Weil die Muſik ſpielt!“—„Und warum ſpielt die Muſik?“— „Weil die Saar wieder zu uns gehört!“—„Wo liegt denn die Saar?“—„Wieder in Deutſch⸗ land!“. Worauf der Frankenführer dem präch⸗ tigen Jungen ein kleines Geldgeſchenk machte. Die vergeßliche Feuerwehr Regensburg, 6. März. Als dieſer Tage nachts die Feuerwehr eines Ortes aus der Um⸗ gebung zu einem Brand ausrücken mußte, paſ⸗ ſierte es ihr, daß ſie am Branoplatz ohne Schläuche ankam. Zuerſt glaubten die Wehr⸗ männer, ſie hätten dieſelben verloren, doch bald ſtellte ſich heraus, daß die Schläuche vergeſſen und im Feuerhaus zurückgelaſſen worden waren. Bei lebendigem Leibe verbrannt Straubing, 6. März. Die 30jährige Re⸗ gina Schreyer von Kornbach fiel bei einem Anfall unglücklicherweiſe auf den ge⸗ heizten Ofen. Bis ihr ihre Angehörigen zu Hilfe eilten, ſtand die Unglückliche bereits in hellen Flammen. Von den furchtbaren Qualen wurde ſie am Sonntagfrüh durch den Tod —— wie entsteht Arterienverkalkung! im erhönten Lebensalter nimmt die Elastizität der Blutgefähe ab. Sie erschlaffen, entarten fettig und werden weniger widerstandsfähig. Die Natur sucht sich durch Ablagerung von Kalksalzen in den Wänden der Blutgefäße zu helfen, sie zementiert sie sozusagen aus. zie zwar verstärkt, aber sie werden auch spröde und können starkem Blut- gehen. andrang, wie er durch Ueberanstrenguns und Aufregung entsteht, nicht mehr so leicht nachgeben. im enssten Zusammenhang mit der Arterienverkalkung steht der ver- das gestörte Nervensystem und das geschwächte minderte Stoffwechsel, Herz. Alle möglichen Begleiterscheinungen stellen sich ein: Schlaflosig- ie keit, Gemütsverstimmunsen, Hämorrhoiden, schnelles Ermüden. leichtes Schwindelgefühl, besonders beim Bücken, Beklemmungsgekühle. sowie all- gemeines Nachlassen der Spannkräfte und Energie des Körpers. Die Arterienverkalkung zieht also den ganzen Körper in Mitleiden- schaft. Mit Abführmitteln, Salzen usw. können Sie daher wenis aus- richten. Sie müssen vielmehr dem erkrankten und geschwächten Organis-Laboratorium, Cottbus. mus von den verschiedensten Stellen aus zu Hilfe Kkommen. Ein bewährtes und viel empfohlenes Mittel ist Indrovisal, das sehr günstig in den medizinischen Fachzeitschriften besprochen wird. Es ist ein Kombinations- präparat, aus verschiedenen wertvollen Heilstoffen zusammensesetzt. die sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Indrovis al eibt den Drüsen und Organen neuen, starken Anreiz, kräftigt Herz und Nerven. schafft in Mannheim: gründlichen Stoffwechsel, scheidet alle Schlacken, Kalk und Harnsäure aus und setzt den zu hohen Blutdruck herab. Nehmen Sie mal jeden Morgen—3 Indrovisal-Tabletten in Ihrem Dadurch werdenfgewohnten Morgengetränk. Es wird ein Aufatmen durch lhren Körper Imre Lebensfreunde und Schaffenskraft, körperliche und geistige Frische kehren zurück. Ihr Körper wird wieder elastisch und leistungs- fähig. Kurz, Sie fühlen sich wie neugeboren. Aber gebrauchen Sie Indrovisal rechtzeitig, ehe es zu spät ist. Sie können mit einer Indrovisal-Kur nicht früh genug anfangen, weil auch verhältnismäßig junge Menschen an Arterienverkalkung er- je eher Sie mit Indrovisal besinnen. desto länger bleiben Sie frisch und rüstig, Kkörperlich wie geistig. Eine Original-Packg. Indrovisal mit 100 Tabl. kostet Mk..50, eine Kur-Packg. mit 300 Tabl. in Alu-Dose Mk..20. 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Tanzbe bis zu Deut im letzt die inn ans Li ner De Schicht zeln de Weltbi vertritt deutſch die Ar in dies niſchen beleuch Vortrã eine er daran Weltbi Die 9 Unfte auf d Mann —*2 nach Urſach Feſtſte Mef Nacht Ausei ren V Taſche ſonen ten, d Anleg Krank genom geliefe würt⸗ und Titel⸗ e an⸗ ſoll⸗ r ſich mit liegt gegen tuung Bolks⸗ htigen Ne 3 aß 23 uſt⸗ ich⸗ err daß und uen liig ſzipli⸗ n. Aus⸗ t die⸗ zeſtellt bis⸗ naus triche⸗ mauf⸗ en— „Das h der en in echend uf ſei⸗ indet, ſchrift ierten einen und ferner einer terge⸗ hagen. nals kon⸗ ifnah⸗ atzung ſieben ige chicht zählt, Der ingen, „Wie „W a⸗ Muſik *“ „Wo eutſch⸗ präch⸗ iachte. Tage r Um. „ paſ⸗ ohne Wehr⸗ hbald geſſen varen. ze Re⸗ el bei 'n ge⸗ en zu its in zualen Tod 1 Zahrpang ö— 4 Kr. 100— Seile. UEIM „oatenkreuszbanne- Abendausgabe— Mittwoch, 6. März 1 Faſchingsausklang Der Faſchingsausklang brachte in Mannheim nochmals einen Hochbetrieb des närriſchen Trei⸗ bens. Beſonders in den Nachmittagsſtunden ging es in den Hauptverkehrsſtraßen außer⸗ ordentlich lebhaft zu. Der Verkehr kam vollſtän⸗ dig ins Stocken, weil maskierte Gruppen die ganze Fahrbahn in Anſpruch nahmen und ſelbſt die Straßenbahn konnte nur unter erheblichen Schwierigkeiten verkehren. Dieſes Straßentrei⸗ ben erreichte abends zwiſchen 7 und 8 Uhr ſei⸗ nen Höhepunkt. In dieſer Stunde war es Fahr⸗ zeugen unmöglich, die Breiteſtraße und die Hei⸗ delbergerſtraße zu paſſieren, weil die Fußgän⸗ ger ſo zahlreich waren, daß ſie die ganze Straße beanſpruchten. In den Lokalen feierte man tüch⸗ tig noch den Faſchingsausklang. An Gelegen⸗ heiten hierzu mangelte es nicht: Es fanden am Dienstagabend nicht weniger als 48 Masken⸗ bälle und Koſtümfeſte, ſowie über hundert Kap⸗ penabende ſtatt. Lare,-—-neaeeeeeneee Meeine Naeſriehten Der Lehrergeſangverein Mannheim⸗Ludwigs⸗ hafen hielt bei vollbeſetztem Hauſe ſeine tra⸗ ditionelle karnevaliſtiſche Veranſtaltung ab. Die Kapelle Fr. Wohlrab verſtand es ausgezeich⸗ net, Stimmung zu entfachen. Humoriſtiſche Quartette unter Leitung und Begleitung von L. Gaber, abwechſelnd mit allgemeinen Lie dern, die die Buckſchen witzigen Geiſt verrieten, Büttenreden verſchiedenſter Art erhöhten die närriſche Stimmung. Annemie Heitz erntete mit ihrer Büttenrede ſtürmiſchen Beifall. Karlchen ließ einen diskreten Einblick in ſeine Korrekturarbeiten tun. Glänzend in Form waren wieder die Gebrüder Karl und Ernſt Buck. Alt und jung ſchwang dann das Tanzbein in froher, ungezwungener Harmonie bis zum frühen Morgen. Deutſche Schule für Volksbildung. Nachdem im letzten Vortrag Prof. Dr. Gieſe als Techniker die inneren Gegenſätze der Technik überzeugend ans Licht gehoben hat, wird am 6. März Wer⸗ ner Deubel dieſe Ausführungen noch um eine Schicht vertiefen und die weltanſchaulichen Wur⸗ zeln des geſamten„Fortſchritts“ austragen. Das Weltbild der Lebensphiloſophie, die Deubel vertritt, enthüllt die letzten Quellgründe des deutſchen Weſens. In ſeinem Vortrag wird er die Arbeit der uns alle beherrſchenden Technik in dies neue Weltbild eingliedern, bzw. die tech⸗ niſchen Errungenſchaften von einer neuen Seite beleuchten. Im Verhältnis zu ſeinen bisherigen Vorträgen kommt daher dieſem neuen Vortrag eine erhöhte Bedeutung zu, für alle die, denen daran liegt, die Technik in das neue deutſche Weltbild einzubeziehen. Die Polizei meldet: Unfall auf der Meſſe: Beim Karuſſellfahren auf dem Meßplatz ſtürzte geſtern abend ein Mann, wobei er einen Schädelbruch erlitt. Der Verletzte wurde mit dem Sanitätskraftwagen nach dem Städt. Krankenhaus gebracht. Die Urfache des Unfalles bedarf noch der weiteren Feſtſtellung. Meſſerſtecherei in Neckarau. In vergangener Nacht kam es in einer Wirtſchaft in Neckarau zu Auseinanderſetzungen und Tätlichkeiten, in de⸗ ren Verlauf einer der Beteiligten von ſeinem Taſchenmeſſer Gebrauch machte und drei Per⸗ ſonen durch Stiche verletzte. Einer der Verletz⸗ ten, der einen Lungenſtich erhielt, wurde nach Anlegung eines Notverbandes in das Städt. Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde feſt⸗ genommen und in das Bezirksgefängnis ein⸗ geliefert. Auspolitiſchen Gründen wurden im Laufe des geſtrigen Tages 2 Perſonen feſtge⸗ nommen. Sämann Robert Büchner. Photo: Deutsches Nachrichten-Büro Neue Forſchungen über das Almenſterben Auf Landſtraßen, in Alleen und Parken hegte man die Ulme bei uns gern, ſchon ſeit Jahr⸗ hunderten. Und nun ſcheint die ganze Ulmen⸗ herrlichkeit auf einmal unrettbar einem lang⸗ —— Tode verfallen zu ſein. Seit Jahren ſchon reißt die rütſethaßie Ulmen⸗ krankheit Lücke auf Lücke in den Baum⸗ beſtand, wie mancher naturliebende Wanderer überall mit Bedauern feſtſtellen muß. Ganze Straßenſtrecken liegen bereits kahl da und müſſen mit anderen Baumarten bepflanzt wer⸗ den. Viele Botaniker haben ſich mit dem Rätſel dieſer Baumkrankheit befaßt und ſchließlich als Erreger der Krankheit einen beſtimmten, feinen Pilz gefunden. In Holland, dem Lande alter Gartenkultur, das durch die Krankheit auch große Verluſte an ſeinem an und für ſich — geringen Baumbeſtande erleidet, hat man die kfenſchung des Ulmenſterbens gleich gründlich angefaßt. Man hat ein beſonderes Ulmenforſchungsinſtitut eingerichtet. Von der Hauptgattung Ulme gibt es mehr als 16 Arten, von denen in Europa hauptſächlich die Feld⸗ ulme, die Bergulme und die Flatter⸗ ulme vereinzelt und auch in Wäldern vor⸗ kommen. Außerdem gibt es mehrere impor⸗ tierte und auch zahlreiche künſtlich gezüchtete Arten und Kreuzungen, auch zwiſchen einhei⸗ miſchen und chineſiſchen, turkeſtaniſchen und japaniſchen Arten. Nun hat ſich herausgeſtellt, daß die meiſten bei uns heute exiſtierenden Ulmen urſprünglich von einer alten Art ab⸗ ſtammen, die ſchon vor Jahrhunderten von holländiſchen und engliſchen Gärtnern als Kreuzung zwiſchen der Feldulme und der ja⸗ paniſchen Ulme gezüchtet worden iſt. Miſch⸗ raſſen ſind aber in beſonderen Fällen oft wenig widerſtandsfähig und ſterben unter gewiſſen Umſtänden leicht aus. Es beſteht daher die Möglichkeit, daß ſämtliche von dieſer alten Kreuzung abſtammenden Bäume— und das ſollen unzählbar viele ſein— allmählich ſter⸗ ben. Der Ulmenpilz breitet ſich, wenn der Baum einmal infiziert iſt, ungemein ſchnell durch das Holzgewebe aus. Er verſtopft dabei allmählich die Saftbahnen, die zu den Aeſten und Zwei⸗ gen führen. So ſtirbt ein Zweig nach dem andern ab. Zuletzt ſtrömt jedesmal nur der innere Saftſtrom, der in die Spitzen führt. welt⸗Uraẽnkkührung des Rhl.-kilms„Hände am Werk“ Ein ſied von deutſcher Arbeit In die großen Befreiungsfeiern der deutſchen Saar reihte ſich eine deutſche Feierſtunde wür⸗ deß ein, die im Ufa⸗Palaſt zu Saarbrücken vor geladenen Gäſten ſtattfand und die in entſpre⸗ chendem Rahmen das Erlebnis der Welt⸗ Uraufführung des RPe⸗Films„Hände am Werk“ brachte. Es muß dankbar anerkannt wer⸗ den, daß die Uraufführung dieſes Filmes ge⸗ rade dem Saargebiet vorbehalten blieb. Dieſes hohe Lied deutſchen Fleißes und deutſcher Schaffenskraft, dieſe Verkörperung pulſierenden Lebens des neuen Deutſchlands muß gerade den Menſchen zum beſonderen Erlebnis wer⸗ den, die nunmehr dieſem Deutſchland einver⸗ leibt werden, die erſt jetzt aktiv Anteil nehmen können an der neuen, großartigen Entwicklung der Dinge im Reich. Der Film„Hände am Werk“ iſt eine RPs⸗ Produktion, die unter der Herſtellungsleitung von Eberhard Fangauf geſchaffen wurde. Die Geſtaltung des Filmwerks lag in Händen des jungen Künſtlers Walter Frentz, der das Werk in Gemeinſchaft mit dem Muſiker Walter Gronostay aufbaute. Das Werk iſt eine Symphonie der Arbeit nach ganz neuem Stil, Geſetzen und Wirkungsmöglichkeiten. Walter Frentz iſt hineingegangen in die Betriebe des neuen Deutſchlands, auf das ſchaffende Land, an die Arbeitsplätze des Arbeitsdienſtes. Es werden uns kraftvolle Typen werktätiger Men⸗ ſchen gezeigt. Wir ſehen ſie an der Arbeit, ob es an der Drehbank iſt, im lärmenden Ge⸗ triebe einer Maſchinenfabrik, tief drunten im Kohlenſchacht, bei fröhlicher Weinleſe oder bei der Beſtellung der heimatlichen Scholle. Der abgerundete Eindruck wird uns jedoch nicht nur vermittelt durch die gezeigten Bilder, ſondern durch die neuartige Zuſammenwirkung von Bild, Muſik und Wort. Die Harmonie dieſer drei Komponenten iſt vollkommen erreicht. Es gibt keine Spielhandlung, es gibt während der Bilder ſelbſt kein geſprochenes Wort, und doch wirkt das Kunſtwerk nicht wie eine Aneinander⸗ reihung einzelner Ausſchnitte aus dem werk⸗ tätigen Leben Deutſchlands, ſondern der Film wird zu einem abgerundeten, zuſammenklingen⸗ den Erlebnis, das die deutſche Arbeit verherr⸗ 30 lebenswichtigſten Faktor deutſchen ebens. Lilian Harvey filmt wieder in Deutſchland! Lilian Harvey, die bei ihrer damaligen Ab⸗ reiſe von Berlin nach Hollywood bekanntlich ſo bittere Abſchiedstränen vergoſſen hat, iſt vor kurzem wieder aus Hollywood nach Europa zurückgekehrt und hat zunächſt in London Sta⸗ tion gemacht, um dort ihre Verpflichtungen gegenüber einer engliſchen Filmgeſellſchaft zu erfüllen. In London nun iſt ſie mit dem Pro⸗ duktionschef der Ufa, mit Direktor Corell zuſammengetroffen und hat ſich dort stante pede für die Ufa verpflichten laſſen. Lilian Harvey wird alſo in kurzem, nachdem ihre Ar⸗ beit in London beendet iſt, nach Berlin zurück⸗ kehren, um hier ihre Arbeit im deutſchen Film aufzunehmen. Hans Albers wieder bei der Ufa Auch Hans Albers wurde übrigens, faſt gleichzeitig mit Lilian Harvey, wieder für die Dieſe bleiben daher oft noch eine Zeit lang grün, während die übrigen Teile ſchon abge⸗ ſtorben ſind. Man nennt das„Fähnchenwir⸗ kung“. Sind die letzten Leitungsbahnen ver⸗ ſtopft, ſo ſtirbt der Baum. Man hat feſtgeſtellt, daß die Erreger dieſer Krankheit durch den Ulmenkäfer übertragen werden. Wenn dieſe Rüſſelkäfer an einem kranken Baum bohren, ſo nehmen ſie mit ihrem Rüſſel die Pilze auf und übertragen ſie dann, ſobald ſie an einem ge⸗ ſunden Baum bohren, auf dieſen. Bis jetzt bleibt das einfachſte und beſte Mittel leider immer noch, Bäume, an denen ſich die erſten Anzeichen des Abſterbens mit der charakteri⸗ ſtiſchen„Fähnchenwirkung“ zeigen, ſchleunigſt mit dem Stubben zu entfernen und dafür an⸗ dere, widerſtandsfähige Nutzbäume anzupflan⸗ zen. Siedlerbetreuung durch den Deutſchen Siedlerbund Das deutſche Siedlungswerk ſetzt die Seß⸗ haftmachung der anzuſetzenden Siedler auf wirtſchaftlich erfolgreichen Siedlerſtellen vor⸗ aus. Die Bewirtſchaftung dieſer Siedlerſtellen erfordert nicht nur eine gründliche Schulung, ſondern auch eine dauernde Zuſammenfaſſung der angeſetzten Siedler zum Zweck der ſtändi⸗ gen Beratung und Betreuung. Dieſe Aufgaben ſind bisher entweder garnicht oder nur unvoll⸗ kommen erfüllt worden. Die Zuſammenfaſſung der angeſetzten Sied⸗ ler zum Zweck der Betreuung und Beratung iſt daher jetzt im Deutſchen Siedlerbund erfolgt, der im Reichsheimſtättenamt der RSDAP und DAß und ſeinen Gau⸗ und Heimſtättenämtern verankert iſt. Alle Siedlervereine und Einzelſiedler, die einer Unterorganiſation angeſchloſſen werden wollen, melden ſich bei dem zuſtändigen Gau⸗ Heimſtättenamt oder beim Reichsheimſtätten⸗ amt, Berlin W 35, Tiergartenſtraße 28. Ufa verpflichtet. Lilian Harvey und Hans Al⸗ bers, die ein gutes Stück ihres Weges zum Filmruhm gemeinſam zurücklegten, werden nun alſo auch wieder gemeinſam bei der Ufa arbeiten. Ein Theaterfonds zur Rettung der ſudeten⸗ deutſchen Theater vorgeſchlagen Der tſchechoſlowakiſchen Regierung iſt von dem Bühnenbund der tſchechoflowakiſchen Re⸗ publik, der Fachorganiſation des Perſonals der Deutſchen Theater, eine Denkſchrift überreicht worden, worin auf die ſchwierige Wirtſchafts⸗ lage aller deutſchen Bühnen in der Tſchechoſlo⸗ wakei hingewieſen wird. Vorgeſchlagen wird erneut zur Rettung dieſer Theater die Schaf⸗ fung eines Theaterfonds, der bisher trotz man⸗ nigfacher Zuſagen der Regierung immer wie⸗ der hinausgeſchoben worden iſt. Durch entſpre⸗ chende Beſteuerung des Rundfunks und der Lichtbildtheater könnten ohne größere Schwie⸗ Dezter die zur Geſundung der deutſchen Theater nötigen Mittel beſchafft werden. Den Betriebsausgaben in allen 12 Theatern von 24911 000 Ke. ſtehen Betriebseinnahmen von 16 579 000 Ke. und Zuſchüſſe des Staates der Städte und Länder von 4243 000 Ke. insge⸗ ſamt alſo 20 823 000 Ke. gegenüber, ſo daß ein Defizit von 4 988 000 Ke. verbleibt. Organiſatoriſche Eingliederung der Sing⸗ und Spielkreiſe Der Reichsverband der gemiſchten Chöre Deutſchlands hat eine Pflegſchaft„Sing⸗ und Spielkreiſe“ angegliedert die ſich mit der orga⸗ niſatoriſchen Zuſammenfaſſung und Beratung aller Singgemeinden und Spielkreiſe befaßt. Dieſer Pflegſchaft iſt auch der Lobedabund ein⸗ Aufruf an alle Mädel von 15—21 Jahren in Haus(Hausgehilfinnen), Hotel und Gaſtſtätten Vom 18. bis 23. März dieſes Jahres findet der 2. Reichsberufswettkampf der ganzen deut⸗ ſchen Jugend ſtatt. Für die Mädel, die im oben angegebenen Gewerbe tätig ſind, iſt der Wettkampftag am 19. März 1935. Es iſt die Pflicht und es ver⸗ langt der Stolz eines jeden deutſchen arbeiten⸗ den Mädels, ſich an dieſer freiwilligen Leiſtungs⸗ prüfung zu beteiligen. Anmeldungen werden bis ſpäteſtens 8. März täglich entgegengenommen, und zwar in P 4, 4/5, Zimmer 40, in der Zeit von 4 bis 6 Uhr, und in L. 4, 15, Zimmer 6, in der Zeit von 10 bis 12 und 3 bis 6 Uhr. Bei der Anmeldung ſind 20 Pfg. mitzubrin⸗ gen, für die am Wettkampftag die Wettkampf⸗ plakette ausgehändigt wird. Wir bitten alle Hausfrauen, ihre jugend⸗ lichen Arbeitskräfte aufzufordern, daß ſie ſich zum Wettkampf melden, und bitten gleichzeitig, die Mädel an dieſem Tag zu beurlauben. gez. Croiſſant Kreisjugendwalter der DAß gez. Gretl Schlickſupp Kreisjugendreferentin der Reichsfachgruppe Hausgehilfen e eeeee eeee e Günſtiger Stand der Säuglings⸗ und Mütterſterblichkeit In Vorträgen und in Aufſfätzen der Tages⸗ zeitungen ſind in neuerer Zeit mehrfach Zah⸗ len verwertet worden, die eine Beunruhigung in der Bevölkerung hervorrufen könnten und auch in ihrer fehlerhaften Faſſung von auslän⸗ diſchen Zeitungen und Zeitſchriften erwähnt worden ſind. Zum Beiſpiel iſt veröffentlicht worden, daß auf 100 Geſtorbene in Pommern 19,1 Todes⸗ fälle von Kindern im erſten Lebensjahr kämen. Dieſe Art der Berechnung von Todesfällen im Säuglingsckter iſt völlig irreführend. Wenn man die Säuglingsſterblichkeit nach der Zahl der Geſtorbenen berechnet, muß ſtets derjenige Landesteil, der an ſich die meiſten Geburten hat, auch die meiſten Todesfälle haben. Ord⸗ nungsgemäß können aber die Todesfälle der Säuglinge nur nach der Geburtenzahl berech⸗ net werden. Tatſächlich liegen die Todesfälle im erſten Lebensjahr heute für ganz Deutſchland wenig über 7 Prozent! Die Todesfälle der Kin⸗„ der im erſten Lebensjahr für die Großſtädte mit über 100 000 Einwohnern konnten ſogar für das Jahr 1934 auf 6 Prozent geſenkt werden; eine ſehr niedrige Zahl, wenn man bedenkt, daß kleine hoffnungsloſe Frühgeburten, die nur eben einmal geatmet haben, auch meldepflich⸗ tig ſind und an ſich die Statiſtik der Säuglings⸗ ſterblichkeit ſtart verſchlechtern. Für die Mütterſterblichteit in Deutſchland iſt gleichfalls eine irreführende Tabelle zu Ver⸗ öffentlichungen benutzt worden. Dabei wurden ahlen bis zu 2,34 Prozent genannt. Dieſe abelle ſtammt aber aus der Vorkriegszeit und aus beſonders rückſtändigen Gebieten Oeſter⸗ veichs und wurde ſeinerzeit von einem jüdiſchen Arzt veröffentlicht. Die tatſächliche Mütterſterblichkeit für das Jahr 1934 beträgt in den deutſchen Groß ſtädten etwa“% auf Tauſend. Die Kind⸗ bettfieber⸗Sterblichteit beträgt in den deutſchen Großſtädten für 1934 0,97 auf Tauſend! Selbſtverſtändlich wird es das Beſtreben aller behördlichen Stellen, Parteiſtellen und in der Geburtshilfe und in der Säuglingspflege täti⸗ gen Perſonen ſein, dieſe Erfolge immer noch weiter zu verbeſſern. Die erzielten Erfolge ſind aber bereits ſehr gute und werden von ganz wenigen auswärtigen Staaten noch übertroffen. egliedert. Der Reichsverband hat einen Pau⸗ chalvertrag mit der Stagma abgeſchloſſen, ſo daß die ihm angeſchloſſenen Chöre dadurch in der Lage ſind, auch zeitgenöſſiſche Werke ohne Sonderabgaben Alle Sing⸗ und Spielkreiſe Deutſchlands wollen, ſoweit es nicht bereits geſchehen, ſich ſofort beim Reichs⸗ verband der gemiſchten Chöre Berlin anmelden. Sänger⸗Schulungslager unter Aufſicht der Reichsmuſikkammer Nach einer Bekanntmachung der Reichsmuſik⸗ kammer hat der Deutſche Sängerbund mit ſo⸗ fortiger Wirkung die zwiſchen ihm und dem Reichsbund für Volkstum beſtehende Arbeits⸗ gemeinſchaft aufgelöſt. Die Schulunaslager ſind in Zukunft nur unter Aufſicht der Reichsmuſik⸗ kammer zu vollziehen. Eine neue umfaſſende deutſche Volkslied⸗ ſammlung Im Rahmen der Samlung„Deutſche Lite⸗ ratur“ beginnt unter dem Titel„Das deutſche Volkslied“ eine umfaſſende neue Volkslied⸗ ſammlung zu erſcheinen. Das Werk, das auf fünf Bände berechnet iſt, wird von Univerſitäts⸗ profeſſor Dr. John Meier, Leiter des Deutſchen Volksliedarchivs in Freiburg i. Br., heraus⸗ gegeben. Die Sammlung bringt die ſchönſten und wertvollſten alten und neuen Volkslieder aus dem über 21000 Nummern enthaltenden Deutſchen Volksliedarchiv in Freihurg. Zahl⸗ reiche bisher unbekannte Lieder und Varianten aus allen Teilen des deutſchen Sprachgebiets werden hier erſtmalig veröffentlicht. Quellen⸗ und volkskundliche Anmerkungen erläutern je⸗ des Lied. Die ausführliche Einleitung von John Meier gibt die neuzeitliche Geſchichte del deutſchen Volksliedes. — „Hakenkreuzbanner“ Abendausgabe— Mittwoch, G. März 1335„ Jahrgang 5— A Nr. 109— Seite 6 Mütterkurs Mütter, Frauen und Mädchen vergeßt nicht, euch für den am Montag, den 11. März, nachmittags.30 Uhr, beginnenden Mütter⸗ kurs anzumelden! Die verantwortungsvollen Aufgaben in Pflege und Erziehung des Kin⸗ des verlangen eine gründliche Vorbereitung. Ihr erſpart euch hierdurch manche Sorgen, denn Fehler vermeiden iſt leichter, als ſolche wieder gut machen. Die Kurſe finden Montags und Mitt⸗ s, nachmittags von.30 Uhr bis.30 Uhr ſtatt. Die Kursgebührt beträgt RM.— und kann im Bedürftigkeitsfall ermäßigt werden. Anmeldungen nehmen entgegen: Die Mütterſchule I. 9, 7/, Sprechſtunde täg⸗ lich von 11 bis 12 Uhr, Telephon 249 33.— Die Geſchäftsſtelle der NS⸗Frauenſchaft I. 4, 15. Die Geſchäftsſtelle vom Roten Kreuz Sn. Die Geſchäftsſt. vom Ev. Mütterverein O 6, 10. Die Geſchäftsſtelle kath. Frauenvereine B 5, 19. Weibliche Jugend im Verkauf, Büro und Konkor Wir arbeiten nicht für uns, ſondern für die Gemeinſchaft, für unſer Volk, deshalb gilt auch dir, liebe Kameradin, unſer Ruf, teilzunehmen am 2. Reichsberufswettkampf.— Du willſt und kannſt am 19. März im friedlichen Wettkampf dein Berufskönnen unter Beweis ſtellen. Melde dich fofort in C1, 10—11, Zim⸗ mer 12, falls deine Anmeldung durch die Han⸗ delsſchule noch nicht erfolgt iſt. „fraft durch Freude im Sport Erholung und Entſpannung auch für ältere Es gehört nicht zu den Annehmlichleiten des Lebens, wenn wir zu ſpüren bekom⸗ men, daß wir in die ſogenannten„geſetzten Jahre kommen. Haben wir früher Sport ge⸗ trieben, ſo gehört jetzt ſchon eine gewiſſe Ueber⸗ windung dazu, und die Ausreden, mit denen wir uns davor drücken, werden immer zahl⸗ reicher. Und haben wir früher keinen Sport getrieben, dann denken wir garnicht daran, in unſerem„Alter“ auch noch damit anzufangen. Wir ſind auf dem beſten Wege ins Land'der Philiſter ab uwandern. Wann wird der Menſch„ü ter“? Nun, eigent⸗ lich doch von Tag zu Tag. Aber das Aelterwer⸗ den, von dem wir hier reden, das beginnt auch nicht mit einem beſtimmten Lebensjahre. Die einen faßt es, wenn ſie„50“ hinter ſich haben, die anderen habens ſchon mit„30* dazu ge⸗ bracht. Das Altern iſt nämlich eine ganz indi⸗ viduelle Angelegenheit und hängt davon ab, wie ſich der Menſch geiſtig und körperlich zu ſeiner Umgebung ſtellt. Wenn aber der Körper geſund iſt, und noch immer mitmacht, dann fehlts auch dem Geiſte nicht. Darum ſollte jeder in jeder Woche die paar Groſchen aufbringen und an den Sport⸗ kurſen der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ teilnehmen. Wer ſich geniert, d. h. wer glaubt, er käme heute nicht mehr mit den„Jun⸗ gen“ mit, der brauchts deshalb wahrhaftig noch nicht aufzuſtecken. Das Sportamt Mannheim⸗Ludwigshafen richtet nunmehr auch Kurſe für ältere Volks⸗ genoſſen ein. Wer alſo die Grenze über⸗ ſchritten, das 35. Lebensjahr hinter ſich gebracht hat, der kann an dieſen Kurſen teilnehmen und weiß, daß er mit ſeinesgleichen zuſammen ſein wird. Und das ſind nun nicht etwa alles ehe⸗ malige Sportler, die nur ſo zwiſchendurch mal ein paar Jahre ausgeſetzt haben, ſondern das ſind auch ſehr viele Volksgenoſſen, die erſt durch die NS⸗Gemeinſchaft überhaupt in den Kreis des Sportes einbezogen werden. Und es ſind auch ſehr viele, die bexeits einen Sport regel⸗ mäßig betrieben und die dennoch zum Beſten ihres Körpers einen Ausgleichsſport in den Kurſen der NSG„Kraft durch Freude“ mitmachen. Denn ob der Menſch früher Sport getrieben hat, ob er dem Sport fremd blieb oder ob er eine Ergänzung zu ſeinem eigent⸗ lichen Sport ſucht, hier in den Kurſen des Sportamtes der NS⸗Gemeinſchaft wird er all das finden, was er ſich nur zu wünſchen ver⸗ mag. e Im Laboratorium des Londoner Hull⸗Muſeums wurde eine Mumie im Alter von 2500 Jahren durch⸗ leuchtet. Die Aufnahme zeigt deut⸗ lich das vollſtändig erhaltene Ske⸗ lett. Auf unſerem Bilde ſieht man den Direktor des Hull⸗Muſeums, Sheppard, mit der Mumie und ihrem Röntgenbild. photo: Deutsches Nachrichten-Büro Großer Trachtenaufmarſch in der Weſtmark Tauſend Vereine aus allen Gauen des Reiches eingeladen Ludwigshafen, 6. März. Die Vor· arbeiten zum großen Trachtenauf⸗ marſch in der Weſtmark ſind in vollem Gange. Der Gebirgs⸗ und Trachtenverein Ludwigshafen, der die Ausrichtung der großen Veranſtaltung durchführt, läßt nichts unver⸗ ſucht, im Rahmen der Feſtveranſtaltungen Dar⸗ bietungen zu bringen, wie ſie bei ähnlichen Anläſſen in Deutſchland bisher noch nicht ge⸗ zeigt worden ſind. So wind die ganze Kund⸗ gebung in der Weſtmark von einmaliger Größe ſein, deren Gelingen ſchon deshalb außer Zweifel ſteht, weil ſich ſämtliche in Be⸗ tracht kommenden ſtaatlichen und Parteiſtellen 55 und ganz für ihr volles Gelingen ein⸗ etzen. Einladungen zur Teilnahme erhielten ins⸗ geſamt 1000 Vereine aus allen Gauen des deutſchen Vaterlandes. Die erſten Zuſagen ſind bereits eingetroffen. Es werden insbeſondere erwartet die Trachten⸗ träger aus der Pfalz und dem Saarlande, aus Oberbayern, Schwarzwald, Odenwald, Heſſen, Franken, Schwaben, Thüringen und der Rhön, die Bückeberger und viele andere mehr. Man hofft auch, die Männer des Original⸗Schäffler⸗ tanzes und die Berchtesgadener Weihnachts⸗ ſchützen zur Teilnahme zu gewinnen und will auch einen großen Maſſenplattler durchführen. Der Veranſtalter gibt ſich alle Mühe, den zahlreichen Gäſten den Aufenthalt in Lud⸗ wigshafen ſo angenehm wie nur möglich zu geſtalten. Jeder ankommende Verein erhält einen Führer, der ihn bis zu ſeiner Abfahrt nicht mehr verläßt. Die Trachtenträger wer⸗ den, ſoweit dies möglich iſt, in Freiquartieren untergebracht. Feſtbuch und Feſtabzeichen, die zuſammen 50 Pfg. koſten, berechtigen den Trach⸗ tenträger zur Benützung der Straßebahn auf allen Strecken zum Preis von 10 Pfg. Die ſchönſten Trachtengruppen im Aufmarſch wer⸗ den gewertet und mit Preiſen bedacht. Als Preisrichter ſtehen bekannte Perſönlichkeiten des Trachtenverbandes zur Verfügung. Außer einer großen Anzahl von Ehrenpreiſen kommt: je ein werwoller Preis für Gebirgstrachten und einer für Volkstrachten ſowie ein Ent⸗ fernungspreis zur Verteilung, den derjenige —Schakung einer deutſchen volksgeſchichte volksdeutſche Arbeit an den hochſchulen kür Lehrerbildung Die Hochſchulen für Lehrerbildung ſind in ihrem Aufbau, ihrem Weſen und Ziel nicht zu⸗ letzt dazu berufen, zu volksdeutſchem Einſatz zu führen. Unter den Vorleſungen und Uebun⸗ gen an den Hochſchulen für Lehrerbildung fin⸗ den ſich in zunehmendem Maße Themen, die ſich den Belangen des Grenz⸗ und Auslands⸗ deutſchtums beſonders annehmen. Entſchei⸗ dend dabei bleibt, wie Dr. Horand Horſa Schacht im„Auslanddeutſchen“ ausführt, die Art der Durchführung der Themen, denn es darf nicht eine Zerſchneidung des Deutſchtums nach Diktatsgrenzen van 1919 beſtehen. Eine Spezialiſierung iſt nur ſo weit möglich, wie ſie dem Gedanken einer umfaſſenden Volkslehre dient, und Uebungen über Grenzfragen haben zu zeigen, wie aus der Geſamtlage von Raum⸗ wirkung, Volkskraft und politiſcher Geſtaltung ſich die Gegenwart mit ihren Forderungen er⸗ gibt. Ferner wäre das Bemühen der Hoch⸗ ſchulen hervorzuheben, zu praktiſchem Einſatz zu kommen. Sinngemäß geht die Erfaſſung und Erwanderung des heimatlichen Raums voraus, um durch Grenzerlebniſſe zu geſamt⸗ deutſchem Geſchehen ausgeweitet zu werden. Nach der Erfaſſung der Lage des Deutſchtums an feinen Grenzen muß dann auch die Fähig⸗ keit der Uebermittlung an andere gefordert werden. Hinter den Sondervorleſungen über volksdeutſche Fragen und als tragender Grund für den praktiſchen Einſatz muß dann aber eine geſamte volksdeutſche Einſtellung ſtehen, die bei allen Stoffgebieten und Dozenten zum Ausdruck kommen müßte. Sowent es ſich um Fragen der Wiſſenſchaftlichkeit handelt, iſt der Student ſo weit zu führen, daß er in wiſſen⸗ ſchaftlich einwandfreier Weiſe zum Stoffſam⸗ meln befähigt iſt. Gerade eine deutſche Sozio⸗ logie braucht geſamtdeutſche Unterlagen über die Weſensart der Menſchen beſonders bei den Auslandsdeutſchen über ihre Stellung zum Nichtdeutſchen. Es iſt klar, daß die poli⸗ tiſch⸗pädagogiſche Wendung den Lehrbetrieb der Hochſchule, aber auch den Unterricht in den Schulen umſtimmen muß. Abzulegen iſt eine undeutſche Fachſprache und zu erſetzen durch eine deutſche Sachſprache. Die Fächer dürfen nicht beziehungslos nebeneinander ſtehen. Dem Fach ſoll ſeine Eigenart und ſein Eigenrecht erhalten bleiben, aber das Ganze muß aus einem zuſammenhangloſen Nebeneinander zu einem organiſchen Sachunterricht werden. Ge⸗ braucht wird eine Volkslehre, die die faſt 40 Millionen Grenz⸗ und Auslandsdeutſchen mit⸗ einbezieht, eine deutſche Volksgeſchichte, die nicht an den Grenzen Halt macht. ———— Nationaltheater Mannheim. Heute abend findet im Nationaltheater die letzte Vorſtellung von Kolbenheyers erfolgreichem großem Ge⸗ ſchichtsdrama„Gregor und Heinrich“ ſtatt. Inſzenierung: Friedrich Brandenburg.— Morgen erſcheint Lortzings beliebte Oper„Un⸗ dine“ neueinſtudiert im Spielplan. Regie: Dr. Richard Hein. Muſikaliſche Leitung: Ernſt Cre⸗ mer. Beſchäftigt ſind die Damen Buchner, Hei⸗ ken, Ziegler und die Herren Daniel, Hallſtroem, Küßwetter, Lehmann und Voiſin.— Auauft Ritter von Eberlein, der Verfaſſer des Volks⸗ Verein enthält, der die weiteſte Strecke zur Weſtmark zurückgelegt hat. Die künſtleriſche Leitung des Aufmarſches, der wohl ſo ſchnell nicht überboten werden kann, liegt in den Händen namhafter Ludwigs⸗ hafener Künſtler, der Maler Weber und Schuck. Kein deutſcher Trachtenträger, der es irgend⸗ wie ermöglichen kann, ſollte es verſäumen, zu dieſer gewaltigen Kundgebung, die zugleich ein Treuebekenntnis zu unſeren Brüdern und Schweſtern an der Saar darſtellt, zu eilen, zumal dort, wo keine Sonderzüge eingeſetzt ſind, we itgehende Fahrpreisermäßigung eingeräumt wird. Der Trachtenträger, der keinem Verein an⸗ gehört, wendet ſich noch heute an den Gebirgs⸗ und Volkstrachten⸗Verein Ludwigshafen, Ver⸗ einslokal„Trachtenheim“, Gräfenauſtraße 59, von wo ihm jede erbetene Auskunft umgehend und gerne erteilt wird. Feuerios Abſchiedsſitzung In Anweſenheit der Tollitäten Karlheinz l. und Helma 1. ſollte nach dem Willen des Elfer⸗ rats Her Reigen der karnevaliſtiſchen Sitzungen des„Feuerio“ beſchloſſen werden. Zu dieſem Zwecke wählte man den Silberſaal des Palaſt⸗ Hotels, und ſo konnte dort die Schlußſitzung unter dem Motto„Ende gut— alles gut“ ſtei⸗ gen. Ganz leicht war es nicht, in dieſem Raum den Sitzungsrummel anzudrehen, nachdem ringsum in den übrigen Sälen bei Tanz und Geſang ausgelaſſene Fröhlichkeit herrſchte. Fritz Weinreich, Karl Eichele, Narr Wagner, die Scherpfs, ſelbſt Baſtians Gerſteferzel und Baritoniſt Sattig hatten als Eisbrecher ſchwerſte Arbeit zu leiſten; aber erſt nachdem die Zuhörerſchaft geſchunkelt hatte, war das Eis einigermaßen gebrochen, ſo daß Joſef Offenbach als Gottliebchen Engelmann aus Kötzſchenbroda einen vollen Erfolg mit ſeinem ſächſiſchen Waſſerfall zu erzielen vermochte. Er ließ ſogar das Publikum mitwirken, beſtellte drei ſtarke Männer auf das Podium, um die Geſchichte mit den weißen Mäuſen vorzufüh⸗ ſtücks„Der Rebell von der Saar“ wird der Ur⸗ aufführung ſeines Werkes am Samstag, 9. März, beiwohnen.„Die Inſzenierung liegt in den Händen von Friedrich Hölzlin. Die beiden ſpielen Eliſabeth Stieler und Karl arx. Auguſt Ritter von Eberlein, der Dichter des Volks⸗ ſtückes„Der Rebell von der Saar“ HB-Klischee ren. Da die Tiere aber zu verſcheucht waren, blieb ihm nichts anderes übrig, als drei Ochſen vorzuſtellen. Als bekannter Antialkoholiker be⸗ kam er zum Dank für ſeine Leiſtung eine Flaſche Waſſer mit Saugröhrchen. Anita Ber⸗ ger verſtand es, mit ihren Schlagerliedern ebenfalls den Kontakt mit dem Publikum her⸗ zuſtellen, und ſchließlich hatte noch Lene Kamuff, die Knorzebachin, das Wort. Nach Schluß der Sitzung wurde die Verbindung mit den übri⸗ gen Sälen wieder hergeſtellt und bis zum Morgengrauen getanzt. fehraus bei der„Liederhalle“ Auch die„Liederhalle“ ließ es ſich nicht nehmen, zum Kehraus nochmals einen Mas⸗ kenball zu veranſtalten und ſich damit endgül⸗ tig von der Faſchingszeit zu verabſchieden. Bis in die frühen Morgenſtunden waren die Ger⸗ mania⸗Säle von einem lebhaften und vunten Maskentreiben erfüllt. U. a. zeigten drei Lieder⸗ hallerinnen einen Geiſha⸗Tanz, während das bewährte Doppelquartett durch hei⸗ tere Liedvorträge die zahlreichen Ballbeſuchet erfreute. Viel Anklang fand auch der humori⸗ ſtiſche Vortrag des ſtellvertretenden Vergnũ⸗ gungskommiſſars Schad. Anſchließend fand noch eine heitere Ordensverteilung ſtatt. .. und bei der„Liederkafel“ war die Stimmung zum Kehraus nicht minder gut. Durch ſchöne Preiſe, die für die ſchönſten Damen⸗, Herren⸗ und Gruppenmasken ver⸗ liehen wurden, machte man den Faſchingsbe; trieb im Vereinsheim in K 2 beſonders anzie⸗ hend. Neben Wurſbude und Sektdiele hatte man noch eine reichhaltige, durch freiwillige Spenden der Mitglieder zuſammengeſtellte Tombola eingerichtet. Wie immer bei den Veranſtaltungen der Liedertafel wurde auch diesmal wieder eine Sammlung für das W i n⸗ terhilfswerk veranſtaltet, die einen recht anſehnlichen Betrag ergab. Kappenabend der Mannheimer Zeitungshändler Daß Mannheims Zeitungshändler Karneval u feiern verſtehen, bewies der Kappenabend. In bunter Reihenfolge wechſelten Vorträge und Geſänge und gar bald hatte ein närriſches Band alles feſt umſchlungen. Schrill klang dann und wann die Präſidentenglocke, wenn ein Drücke⸗ berger entdeckt wurde und ſchon war auch der dienſttuende Schutzmann zur Stelle und verhaf⸗ tete den Sünder. Die eigens für dieſen Abend herausgegebene„Kanonen⸗Zeitung“ gab Auf⸗ klärung über verübte Miſſetaten, deren Veröf⸗ fentlichung und Bekanntgabe dem Präſidium willkommener Anlaß war,„exemplariſche“ Strafen zu verhängen. Bis früh in den Mor⸗ gen währte das fröhliche Treiben. Die Tanzſchule Stündebeek veranſtaltete am Montag den traditionell gewordenen Roſen⸗ montag⸗Ball in den eigenen Räumen. Immer wieder feuerte Tanzmeiſter Stündebeek, ſei es durch Tanzſpiele, Faſchingspolonaiſe oder an⸗ dere Ueberraſchungen, von neuem an, ſo daß die Faſchingsſtimmung bald ihren Höhepunkt erreichte. Rundfunk⸗-Programm Donnerstag, den 7. März Stuttgart:.00 Bauernfunk,.10 Choral,.15 Gym. naſtik,.00 Frühronzert, 10.00 Nachrichten, 10.15 Volksliedſingen, 10.45 Muſizier⸗Stunde, 11.15 Funk⸗ werbungskonzert, 11.45 Wetter, 12.00 Mittagskon · zert, 13.00 Zeit, Nachrichten, 13.15 Mittagskonzert. 15.30 Frauenſtunde, 16.00 Nachmittagskonzert, 18.0⁰ Volksdeutſcher Gemeinſchaftsgeiſt, 18.30 Fragen der Funkwirtſchaft, 18.50 Blaskonzert, 20.00 Nachrichten, 20.15 Fräulein Schmetterling, 21.30 Wer hört's nicht gern, 22.00 Nachrichten, 22.20 Worüber man in Ame⸗ rika ſpricht, 22.30 Beſchwingte Weiſen, 23.00 Nacht⸗ muſik, 24.00—.00 Nachtmuſik. Frankfurt:.55 Choral,.45 Lieder, 10.00 Nachrichten, 10.15 Schulfunk, 10.45 Praktiſche Ratſchläge, 11.00 Werbekonzert, 12.00 Mittagskonzert, 13.15 Mittags⸗ konzert II, 15.00 Nachrichten der Gauleitung, 15.15 Kinderfunk, 16.00 Nachmittagskonzert, 18.00 Bücher⸗ funk, 18.45 Wirtſchaftsmeldungen, 19.00 Fröhliche Muſik, 20.00 Nachrichten, 20.15 Konzert, 20.45 Vom wackeren Landſer in Krieg und Frieden, 22.30 Cello⸗ ——— 23.45 Erna Sack ſingt, 24.00—.00 Nacht⸗ muſik. Deutſchlandſender:.00 Frohes Schallplattenkonzert, 10.15 Volksliedſingen, 10.50 Körperliche Erziehung. 11.30 Der Bauer ſpricht, 12.00 Muſtk am Mittag, 14.00 Allerlei, 15.15 Was bringt die Leipziger Meſſe für die Frau?, 15.30 Mit Kraft durch Freude ins Gebirge, 15.45 Geſpräch mit einem Auslandsdeut⸗ ſchen, 16.00 Nachmittagskonzert, 17.30 Violine und Klavier, 18.30 Männer machen die Geſchichte, 18.55 Das Gedicht, 19.00 Sind wir nicht die Muſikanten?, 19.30 Der Günſtling, 22.00 Wetter⸗, Tages⸗ und Sportnachrichten, 23.00—.30 Tanzmuſitk. Wie wird das Wetter? Bericht der öffentlichen Wetterdienſtſtelle Frankfurt a. M. Während über Mittel⸗ und Oſtdeutſchland bei heiterem Himmel auch in der vergangenen Nacht wieder ſehr ſtarke Fröſte(vielfach mehr als minus 10 Grad Celſius) auftraten, brachte ein Vorſtoß feuchter Ozeanluft bei uns Bewöl⸗ kungszunahme und Schneefall. Wir verbleiben vorerſt am Nordrande eines ſich von der Bis⸗ kaya oſtwärts erſtreckenden Hochdruckrückens und damit noch im äußerſten Einflußbereich der im Norden vorüberziehenden Tieſdruckſtörun⸗ gen. Der Witterungscharakter wird daher wech⸗ ſeln, aber zu häufiger Aufheiterung neigen. Die Ausſichten für Donnerstag: Vielfach Aufheiterung, doch vorübergehend auch Nieder⸗ ſchläge, bei nächtlicher Aufklärung Froſt, Tages⸗ temperaturen weiter anſteigend, Windrichtung veränderlich. .., und für Freitag: Fortdauer der vielfach aufgeheiterten, aber nicht durchweg beſtändigen Witterung. Bahrgan .. * 3 3 94 3 4 Sib 0 Auf ei und Pet den Kap Burghof Schubka ter Ren Schlafe hinter i Herren Ort en würdevt mitgebr feierlich⸗ der ſchn Am Pf. laden u Haushä Hände Der ſchichte der ſich den der ihm ei Remigi berger denken nicht. 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Auf einen Wink Eppeles erſchienen Pankraz und Peter, nahmen den geruhig weiterſchlafen⸗ den Kaplan hoch und huckelten ihn auf den Burghof, wo ſchon der Knecht Michel mit einem Schubkarren ſtand. Dieſem Karren wurde Pa⸗ ter Remigius anvertraut, der nicht aus dem Schlafe zu bringen war. Michel hob an, und hinter ihm pilgerten zwei Dutzend ritterliche Herren hinunter nach Muggendorf. Vor dem Ort entzündeten die Ritter, denen Eppele würdevoll voranſchritt, am hellichten Tag die mitgebrachten Kerzen und ſtimmten einen feierlichen Grabgeſang an, der die Heiterkeit der ſchnell zuſammengelaufenen Dörfler weckte. Am Pfarrhaus wurde Pater Remigius abge⸗ laden und der weiteren Hilfe ſeiner rundlichen Haushälterin überlaſſen, die entſetzt die Hände über den Kopf zuſammenſchlug. Der Biſchof von Bamberg hatte die Ge⸗ ſchichte kaum gehört, da berief er den Sünder, der ſich immer noch nicht ganz von den Freu⸗ den der Drameysler Hochzeit erholt hatte, hielt ihm eine geſalzene Strafpredigt und ſteckte Remigius für ſein weiteres Leben ins Bam⸗ berger Dominikanerkloſter, wo er ungeſtört be⸗ denken konnte, ob Tanzen eine Sünde ſei oder nicht. ꝛ. In den nächſten Kapiteln ziehen die erſten Jahre von Eppeles Ehe vorbei, und wir er⸗ leben, wie dieſes Familienidyll immer wieder unterbrochen wird durch die Fehden Eppeles mit den Reichsſtädten, vornehmlich mit der Stadt Nürnberg. Wie weit Eppele dabei die Verwegenheit trieb, zeigen die nun folgenden Kapitel. Wie Eppele dem gemeinen Volk zu Nürnberg zwanzig Kornwagen ſchaffte und den Rat zahlen ließ Im Gaſthof zum„Wilden Mann“ am Wein⸗ markt in Nürnberg ſ prach Herr Heinz. Pfauen⸗ tritt eifrig mit einem wohlgenährten, dabei aber doch hüngrig blickenden Manne, der eine große lederne Geldkatze am Gürtel trug und je⸗ des Wort ſo gewichtig herbrachte, als nähme er einen guten Gulden aus beſagter Katze und legte ihn auf den Tiſch. Die anderen Gäſte, meiſt ehrbare Handwerker der Helm⸗, Hauben⸗ und Flaſchenſchmiedezunft, lauſchten dem Ge⸗ ſpräch aufmerkſam, das den ſchlimmen Lauf der Zeiten betraf. Das fünfte Jahr Mißwachs, jedes zweite Jahr eine ſchreckliche Plage von Heuſchrecken, die in wolkendichten Schwärmen Ungarn, Polen, Oeſterreich, Böhmen, Bayern und auch Franken bis zum Rhein kahl gefreſſen hatten, ſeit ſie ſich im Sommer 1338 zum erſten Male gezeigt hatten, eine Seuche, die Hunderte von Menſchen befiel und ſchwarzblau angelau⸗ fen ins Grab warf, eine Getreidenot, und dar⸗ aus entſtanden eine Brotteuerung, daß der ge⸗ meine Mann mit dem Hunde des Ratsherrn um jeden fortgeworfenen Knochen raufte: Für⸗ wahr, die letzten Zeichen ſtanden am Himmel, und die Mönche vom Prediger⸗Orden hatten den größten Zulauf und viel gläubige Ohren, denen die Botſchaft vom Jüngſten Gericht un⸗ ſchwer einging. Fritz Ofenwiſch, ein Ge⸗ ſchworener der Flaſchenſchmiede, warf noch ein, es wolle auch des Druckes der ratfähigen Ge⸗ ſchlechter nicht vergeſſen werden, die nur in ihren Beutel dächten und das gemeine Volk ſeelenruhig den Wucherern überantworteten. Welchen Einwurf der dicke Mann zunächſt mit einem ſcheelen Blick und hernach mit der Er⸗ öffnung bezahlte, daß er dieſen Morgen zwan⸗ zig Wagen an den Nürnberger Rat verkauft und dafür einen guten Batzen gelöſt hätte. Er hielte das für ein chriſtliches Geſchäft und nicht für Wucher, zumal doch nicht aller Vorteil der Läufte ſolchen Geſellen wie dem Eppele müßte zugute kommen. Herr Heinz Pfauentritt räuſperte ſich, der Harniſchmacher Hermann Haubenſchmidt ſtrich ſeinen langen, ſpitzen Bart aufwärts, wovon er in der ganzen Stadt der„Geißbart“ hieß, und beide ſchauten in ein Eck der Gaſtſtube nach einem dunkelhaarigen Manne, der jedoch keine Regung tat und gleich⸗ mütig vor ſeinen Becher hinſah. Die Meiſter und Geſellen des Schmiede⸗ gewerbes verließen einer nach dem anderen die Herberge zum„Wilden Mann“ und ſuchten ihre Werkſtätten, bis ſchließlich nur noch Heinz Pfauentritt mit dem Bamberger Kornhändler allein ſaß in Geſellſchaft jenes dunkelhaarigen Mannes aus der Ecke, welcher ſich als Korn⸗ händler von Landshut im Bayriſchen erwies, den dicken Bamberger Brotwucherer in ein ſach⸗ kundiges Geſpräch zog und lebhaft den Ge⸗ ſchäftsgeiſt des Geſellen aus Bamberg lobte. Der Bamberger Kornhändler Greifzu ward darob ſehr geſchmeichelt und kramte aus, wie er den Nürnberger Rat um die zwanzig Korn⸗ wagen gepreßt und am Preis erheblich ge⸗ ſchröpft hätte. Herr Heinz Pfauentritt er⸗ innerte den Greifzu an das gemeine Volk, das ſolchen Preis doch aufbringen müßte, bekam aber die grobe Antwort, daß Brot nur zu eſſen Wem das brauchte, wer es auch zahlen könnte. KARL BRGGER — 2„„ ———— 0 —— 4 ——— — nicht möglich ſei, der ſollte ſich ruhig an Heu⸗ ſchrecken mäſten, von denen ein Ueberfluß vor⸗ handen und ganz koſtenlos abzugeben wäre. Der Kornhamſter bemerkte den ſcharfen Blick nicht, der ihn von der Seite her aus den Augen des angeblichen Landshuter Kornverkäufers traf, warf drei Gulden auf den Tiſch und ver⸗ abſchiedete ſich mit dem Wunſche, die Herren in drei Tagen wieder zu treffen, wenn er für das gelieferte Korn ſeine Gulden abzuheben ge⸗ dächte. Der dunkelhaarige Mann aus der Ecke flüſterte nach dem Weggang des Greifzu noch eine Weile mit Heinz Pfauentritt und begab ſich ſodann auch von der Herberge. Vier Tage nach dieſem Geſpräch in der Her⸗ berge zum„Wilden Mann“ ſchwankten durch das Neutor, die Irhergaſſe herab und über die Füll zum Rathaus zwanzig hochbeladene Kornwagen. Das Volk, das die Wagen um⸗ drängte und nach Herkunft und Beſtimmung forſchte, vernahm von den Geleitsknechten zu⸗ erſt ungläubig, dann aber mit großem Jubel, die zwanzig Wagen Korn ſpende der Ritter von Gailing dem gemeinen Volk zu Nürnberg. Aufs höchſte erboſt war dafür der Rat zu Nürn⸗ berg über den Geleitsbrief Eppeles, worin es hieß, die zugeführten zwanzig Wagen Korn wären ein Geſchenk des Ritters von Gailing an das Volk von Nürnberg, keinesfalls je doch für einen hochweiſen Rat beſtimmt, der ſich nicht etwa vermeſſen ſolle, das Korn zurück⸗ zuhalten, weil ſonſt überhaupt kein Kornwagen mehr nach Nürnberg hereinkäme. Die Bezah⸗ lung hätten die hochweiſen Herren bereits ge⸗ regelt und könnten ſohin guten Gewiſſens das Korn verteilen. Der Rat ſuchte wohl nach einem Ausgang, doch Pfauentritt und ſeine Geſchworenen ſorgten dafür, daß die Hand⸗ werker und das übrige Volk zu dem ver⸗ ſprochenen Brotkorn kamen, ſo hart die Aus⸗ gabe des Korns den Rat auch anging. In einem eiſernen Käfig der Burg Dra⸗ meysl ſaß inzwiſchen der Bamberger Wucherer, Auf der Central⸗Eiſenbahn⸗Linie von Neuyork nach Toledo iſt jetzt die erſte amerikaniſche Strom⸗ linien⸗Dampflokomotive eingeſetzt wor den. Unſer Bild zeigt die neue Stromlinienlokomotive auf der erſten Ausfahrt aus dem Reuyorter Bahnhof„La Salle Street“ ————————————————————————— Eine Hacht in den Dolomiten/ von waiter krieſe Es wäre zwiſchen beiden die glücklichſte Ehe der Welt geworden, aber Bruckmann, von ſei⸗ ner Arbeit und ſeinem Beruf beſeſſen, begann ſeine junge Frau zu vernachläſſigen: er ſaß Tag und Nacht über ſeinem Zeichentiſch, mit neuen Konſtruktionen und techniſchen Proble⸗ men beſchäftigt, lebte nur für ſeine Maſchinen und zergrübelte ſich den Kopf. Marianne war einſam. Die Freunde ihres Mannes machten ihr den Hof und bedrängten ſie. Aber Marianne hatte die Hoffnung noch immer nicht aufge⸗ geben, daß Egon ſich ändern würde. Sie war⸗ iete und wartete, lehnte alle Einladungen ab und verſchloß ſich mit ihrer Trauer, mit ihrer wachſenden Enttäuſchung in ihrem Zimmer. Draußen lockte das Leben, der Frühling, der Glanz— das Erlebnis aber ging an Marianne vorüber. Ferdinand., ein junger Freund ihres Man⸗ nes, der ſchon lange um Marianne geworben hatte, kam eines Tages zu ihr, als Bruckmann in ſeinem Büro war, bleich, verſtört: in höch⸗ ſter Bedrängnis. Er hatte Spielſchulden ge⸗ macht, tauſend Mark. Der Termin war fällig. Er wandte ſich an Marianne, und Marianne half ihm: tauſend Mart lagen noch auf der Bank, das letzte Bargeld. Es war das erſte Ge⸗ heimnis in ihrer Ehe: Marianne nahm heim⸗ lich das Geld— denn Ferdinand.. Sie liebte ihn nicht, es war etwas anderes, eine Art müt⸗ terliches Gefühl Ferdinand, ſie kannte ihn, hätte ſich das Leben genommen. Aus dieſem harmloſen Vorfall erwuchs in unheilvoller Verkettung eine Lawine von Miß⸗ verſtändniſſen: Bruckmann, unter der Bürde einer übertriebenen Arbeit, brach eines Tages zuſammen. Der Arzt riet dringend zu einer Reiſe in die Dolomiten. Bruckmanns Leben ſtand auf dem Spiel. Marianne in heller Auf⸗ regung, zitternd vor Angſt und ſchlechtem Ge⸗ wiſſen: das Geld, das Geld. Das Geld für die Reiſe! Ihr Mann dürfte nie im Leben erfah⸗ ren, daß ſie ohne ſein Wiſſen— hinter ſeinem Rücken— das letzte Bargeld abgehoben hatte, um einem ſeiner Freunde zu helfen. Denn Bruckmann, bei aller Liebe, die er für Ma⸗ rianne empfand, war pedantiſch und eiferſüch⸗ tig. Er hätte allerhand vermutet, er hätte ihr Szenen gemacht, er härte das Vertrauen ver⸗ loren. Was blieb ihr übrig? Sie lief zu Ferdinand, außer ſich vor Scham und Verlegenheit. Ihr Mann ſei krank. Und ſie brauche— ſofort, auf der Stelle— das Geld, ſie brauche die tauſend Mark, die ſie ihm auf zwei Monate geliehen habe. Und dann, als Ferdinand verzweiſelt be⸗ teuerte, daß er beim beſten Willen, gerade jetzt, einen Monat vor dem vereinbarten Termin der Rückzahlung, nicht in der Lage ſei, lief Ma⸗ rianne zu Hermann Klinger, dem Direktor, dem Vorgeſetzten ihres Mannes, ſie brauchte das Geld für die Reiſe, koſte es, was es wolle. Klinger, ein älterer Mann, geſund und ener⸗ giſch, ein Ghrenmann durch und durch, gab der jungen Frau lächelnd— mit einer gewiſſen Handbewegung— die erbetene Summe, bll ickte ihr lange in die Augen, verſprach Diskretion. uUnd dann— in den Dolomiten— mitten im ſchönſten Bergfrieden— geſchah das Unglück. Bruckmann hatte ſich von ſeinem Anfall lang⸗ photo: Deutsches Nachrichten-Büro ſam erholt; Marianne wich nicht von ſeiner Seite, durchwachte die Nächte, war rührend be⸗ ſorgt, voller Hingabe. Eines Tages aber, auf der Durchreiſe nach Rom, tauchte Klinger auf. Klinger, der Vorgeſetzte Bruckmanns, der ge⸗ ſunde, energiſche Mann, der Marianne— mit einer gewiſſen Handbewegung— geholfen hatte. Er ſei getommen, zu ſehen, wie es Bruck⸗ mann ginge. Nun, Bruckmann ging es, ſo weit, ganz aut. Aber Marianne, Marianne... Und als Klin⸗ ger ſo nebenbei erwähnte, daß er eine Autotour vorhabe, eine Fahrt zum Pordoypaß, bat ihn Bruckmann, wenn es irgend ginge, ſeine Frau, die junge Marianne, doch mitzunehmen. Es fei höchſte Zeit, daß Marianne hinauskomme: in die Luft, an die Sonne, in die Berge. Der Ingenieur Bruckmann aber hat die Heimkehr ſeiner jungen Frau nicht mehr erlebt. Klinger fuhr und fuhr, hinauf und immer höher, endloſe Serpentinen, neben ſich die ſe⸗ lige, jubelnde Frau, arglos, nichtsahnend, ge⸗ löft und glücklich im Rauſch einer leuchtenden, prickelnden Höhenluft. Bruckmann aber ſaß in ſeinem Hotelzimmer und wartete auf die Rückkehr ſeiner Frau. Der Zeiger der Uhr rückte immer weiter vor: ſechs, ſieben, acht. Da brachte ein Hotelpage den Brieſ: ein Brief an Marianne Bruckmann Das Tele⸗ phon ſchrillte: Mariannes Stimme, haſtig, atemlos, aufgeregt. Vor morgen früh ſei' an eine Rückkehr nicht zu denken. Ein plötzlicher Erdrutſch— der Rückweg ſei abgeſchnitten— mit Tränen in der Stimme, ſtockend erzählte die Frau: er ſolle nicht böſe ſein und wie es ihm gehe und daß ſie, Marianne, doch nichts dafür könne, daß plötzlich, wer hätte das jemals vorausſehen können, ein Erdrutſch.. Aber in den Solomiten ſeien ſolche Vorfälle nichts Un⸗ den Gppele mit ſeinen Kornwagen geſchnappt hatte, und magerte in den Wochen, da das Voll zu Nürnberg Brot aus ſeinem Korn aß, mehr und mehr ab. Eppele lehrte ihn das Hungern von Grund auf und ſchmälerte die Biſſen täg⸗ lich, bis der ſonſt ſo wohlgenährte Wanſt ein leerer Hautſack war. Als dann der Greifzu vor Hunger brüllte, ward ihm auf Geheiß Eppeles ein gehäufter Teller Heuſchrecken aufgetragen und ſo lange vorgeſetzt, bis er den Teller leer gegeſſen. Das geſchah täglich und endete erſt, nachdem das reichliche Löſegeld von Bamberg eingetroffen war. Da prügelte der Knecht Michel den Wucherer aus ſeinem Käfig und hetzte ihn als einen unnützen Freſſer mit Hun⸗ den vom Drameysler Burghof. Eppele wiegelt das Volk zu Nürn⸗ berg auf und wandert dafür in das Lochgefängnis Es blieb ein weiter Kreis von trüben Jahren, den das Heilige Römiſche Reich Deutſcher Na⸗ tion zu durchwandern hatte. Hader und Hän⸗ del überall, bei den Fürſten angefangen, die ſich auf keinen Nachfolger des eben verſtorbenen Kaiſers Ludwig einigen konnten und den Luxemburger Karl, den Engländer Eduard und den Sohn Ludwigs gegeneinander aufſtellten und ausſpielten. Noch zu Anfang des Jahres 1348 drohte von allen Kirchentüren der Bann⸗ fluch, den Papſt Clemens VI. über Ludwig den Bayern ausgeſprochen hatte und worin es ieß: „Verflucht ſei er bei ſeinem Eingang, ver⸗ flucht bei ſeinem Ausgang! Der Herr ſchlage ihn mit Blindheit und mit Wahnſinn! Der Erdkreis lämpfe gegen ihn, der Boden öffne ſich unter ihm und verſchlinge ihn lebendig! Alle Elemente mögen ihm entgegen ſein! Sein Name ſei vertülgt, ſein Haus ſoll wüſte ſtehen und ſeine Kinder daraus vertrieben werden, ja, vor ſeinen Augen in die Hände derer fallen, die ſie töten!“ Solche Sprache eines ſolchen Haſſes aus ſol⸗ chem Munde konnte keine Liebe in den Herzen wecken, und die Handwerker zu Nürnberg über⸗ trugen dieſen Fluch einfach auf die Geſchlechter des Rates, denen ſie immer offener Wider⸗ ſpruch boten und die Forderungen ihres guten Rechtes ſtellten, daß endlich die Zünfte wie anderswo auch anerkannt würden und die Fra⸗ gen des Handwerks ſelbſt regeln dürften. In welcher Forderung ſie auch keine Rede der Mönche vom Prediger⸗Onden wankend machte, die bei jedem Anlaß die Sonnenfinſternis vom 17. Januar 1348 und das große Erdbeben am Tage von Sankt Paulis Bekehrung für Zeichen des himmlichen Unwillens und ſogar für Fol⸗ gen des päpſtlichen Bannfluches erklärten. Eppele war eifrig am Werk, die Glut des Aufſtandes zu ſchüren, wohnte jeder Beratung im Hauſe Pfauentritts bei und dachte zunächſt nicht mehr an eine Heimkehr nach Drameysl, das er Mariä Lichtmeß 1348 verlaſſen hatte. Als zugewanderter Plattnerknecht und beim Harniſchmacher Hermann Haubenſchmidt ein⸗ geſchriebener Geſelle miſchte er ſich unter das Volk und war in allen Schenken zu Hauſe, ließ ſeinen ſchwarzen Bart, der ihm ſonſt rund und kraus im Geſicht geſtanden hatte, lang zu⸗ wachſen und ſpitz ſcheren und gebärdete ſich nicht anders denn ein aufgeweckter, rede⸗ kundiger Geſell ſeines ehrſamen Handwerks. Die Pfingſtwoche verſtrich mit Zuſammenkünf⸗ ten und Beratungen des geheimen Bundes im Kreuzgang des Dominikanerkloſters am Veſtner⸗ berg. Die Brüder Dominikaner ſtanden zur Partei Ludwigs von Brandenburg, der ihnen als Sohn Ludwigs des Bayern rechtmäßiger Erbe der Kaiſerkrone ſchien, und waren gegen den Luxemburger Karl von Mähren, welchem wiederum der Nürnberger Rat anhing. (Fortſetzung folgt.) Obige Novelle erſchien in der Sammlung „Erzähler unſerer Zeit“, Paul⸗Franke⸗Verlag, Berlin. gewöhnliches... Und dann, mit einemmal brach die Verbindung ab. Bruckmann, mißtrauiſch, las, gleich nach dem Geſpräch, den Brief, den Brief an Marianne. Da ſchrieb die Mutter an ihre Tochter und da ſtand etwas von einer Summe, von tauſend Mark, die Klinger ihr, Marianne, gegeben habe. Bruckmann, der die Zuſammenhänge nicht kannte, war überzeugt, daß die Frau ihn mit Klinger, ſeinem Vorgeſetzten, betrog: die plötz⸗ liche Ankunft des Direttors, die gemeinſame Autofahrt, der unwahrſcheinliche Erdrutſch, lä⸗ cherlich und romanhaft... Er glaubte es nicht, er fühlte ſich verraten, belogen, betrogen. Seine Frau hatte Geld genommen— ausgerechnet von Klinger! Die Aufregung warf ihn neuer⸗ dings aufs Bett, ſein Zuſtand verſchlimmerte ſich, er begann zu phantaſieren. Er malte ſich aus; Marianne und Klinger, allein, eine ganze Nacht, hoch oben in den Bergen, in einem ver⸗ laſſenen Gaſthof. Der Gedanke war unerträg⸗ lich, zerrte und riß, auälte und würgte. Marianne indeffen, halb irrſinnig vor Angſt um ihren Mann, tobte und ſchrie und wurde dann ruhig und ſtarrte müde, traurig in die Luft, hörte abweſend zu, was Klinger ſprach, der ſie ernſt, würdig, vornehm zu tröſten ſuchte. Und als der Morgen graute— Pioniere hatten in fieberhafter Eile eine Notbrücke ge⸗ baut— da fuhren ſie los in einer tobenden, hetzenden Fahrt, die Serpentinen hinunter in einem wahnſinnigen, halsbrecheriſchen Tempo. Das Hotelperſonal in Aufregung, der Ge⸗ ſchäftsführer ernſt, verlegen, beſchwörend: es ſei alles ſo plötzlich, ſo überraſchend gekommen. und dann kam der Arzt und nahm Marianne beiſeite: ein Herzſch ra hatte in dieſer Nacht dem Leben des Ingenieurs Bruckmann ein Ende gemacht. ——————————————— „Hakenkrenzbanner“ Abendausgabe— Mittwoch, 6. März 198s0„ 0 2*— —————— au. i Fußball⸗Länderkamyf Deulſchland gegen Frankreich Sonderzug am Sonntag, den 17. März 1935, Kehl— Paris Wie ſchon mitgeteilt, fährt am Sonntag, den 17. März, ein Sonderzug nach Paris. Der Son⸗ derzug fährt nicht ab Straßburg, ſondern ab Kehl, und zwar: Kehl ab: Sonntag, 17. März, vorm..30 Uhr Paris an: mittags 1 Uhr Paris ab: Sonntagnacht 23 Uhr Kehl an: Montag früh 7 Uhr Der Fahrpreis beträgt M. 1 8,50 u. 27 Fres. Darin iſt enthalten: Fahrt 3. Klaſſe Schnellzug Kehl— Paris und zurück, guter Mittagtiſch und Tribünenkarte. Der Preis von M. 18,50 muß bis 10. März eingeſandt ſein, während die 27 Francs im Zuge nach Paris einkaſſiert werden. Jeder Teilnehmer iſt berechtigt, M. 10 in deutſchem Geld oder in Deviſen mitzuſühren. Es empfiehlt ſich daher, das Frühſtück für die Fahrt mitzunehmen. Jeſder Teilnehmer muß im Beſitze eines deut⸗ ſchen Reiſepaſſes ſein, das Viſum kann von Unterzeichnetem nach Einſendung des Paſſes und Beifügung von M. 1,— beſorgt werden. Alle Meldungen ſind bis längſtens 10. März an den Sportwart Karl Haas, Kork in Baden, zu ſenden. polens Olympia⸗Mannſchaft Oberſt Glabiſch, der Präſident des polniſchen Olympiſchen Komitees, hat in einer Unter⸗ redung einige Zahlen über die vorausſichtliche Beteiligung Polens an den 11. Olympiſchen Spielen 1936 in Berlin bekanntgegeben. Oberſt Glabiſch teilte mit, daß vorausſichtlich die pol⸗ niſche Hauptexpedition für Berlin ſich aus 50 bis 75 Athleten zuſammenſetzen wird. Selbſt⸗ verſtändlich wird Polen ſchon vorher mit einer zahlenmäßig großen Mannſchaft an den Win⸗ ierſpielen in Garmiſch⸗Partenkirchen teilneh⸗ men. Demgegenüber ſei feſtgeſtellt, daß Polen bei den letzten Spielen in Los Angeles nur durch 21 Wettkämpfer vertreten war. Für die einzelnen Sportarten der Olympiſchen Spiele in Berlin iſt eine Beteiligung Polens wie folgt. in Ausſicht gienommen: 4 Männer und 4 Frauen für die Leichtathletik, eine Fußballmannſchaft, 10 Ruderer, 8 Fechter, 8 Boxer, 10 Reiter und weiterhin noch eine Handball⸗ und eine Korb⸗ ball⸗Mannſchaft. 3OC⸗Mitglieder in Stockholm Die Mitglieder des Internationalen Olym⸗ iſchen Komitees haben ſich im Anſchluß an en Kongreß in Oslo nach Stockholm begeben und dort auf Einladung des Schweden Edſtröm die Sportanlagen einer Beſichtigung unterzo⸗ gen. Anläßlich einer Tagung des JOC⸗Aus⸗ ſchuſſes wird Präſident Baillet⸗Latour einen Vortrag über„Moderner Fünfkampf beim Olympia“ halten. Am den Vereins⸗Pokal des DỹB Erſte Zwiſchenrunde bereits am 24. März Die erſte Zwiſchenrunde um den DFB⸗Ver⸗ eins⸗Pokal, an der auch die Bezirksklaſſen⸗Ver⸗ eine teilnehmen, wurde vom 7. April auf den 24. März vorverlegt. Die zweite Zwiſchenrunde wird dann am 7. April ausgetragen. Die an den Aufſtiegsſpielen beteiligten Bezirksklaſſen⸗ Vereine greifen erſt zuſammen mit den Gau⸗ liga⸗Vereinen in den Vereinspokal ein. Spielerbeſtrafungen in Bayern Im Gau Bayern iſt wieder eine Reihe von Urteilen gegen Spieler erſter Gauliga⸗Mann⸗ ſchaften ergangen. Beſonders ſchlecht kam der Syt Schweinfurt 05 dabei weg, dem vier pieler geſperrt wurden. Kitzinger und Lang wurden auf zwei Wochen, Kupfer bis 28. April, und Roſenbauer bis 12. Mai geſperrt. Eben⸗ falls bis 12. Mai muß die SpVa Fürth auf ihren guten Stürmer Leupold II ver⸗ zichten. Wo ſtehen unſere Eisſchnelläufer? Was in einem Winter ſyſtematiſcher Vor⸗ bereitungsarbeit erreicht werden kann, davon vermittelt die Leiſtungskurve der deutſchen Eisſchnelläufer ein eindrucksvolles Biid. Ur⸗ ſprünglich als Stiefkind behandelt, hat ſich der deutſche Eisſchnellaufſport in letzter Zeit in ungeahntem Maße entwickelt und ſteht heute ſchon auf einer auch international durchaus be⸗ achtlichen Höhe. Zielbewußtes, hartes Training und ſtändige Kämpfe mit den Beſten der Welt haben unſere Beſten nun ſoweit gefördert, daß 15 auf dem beſten Wege ſind, den Anſchluß an die erſte internationale Klaſſe zu erreichen. Nichts vermag die erhebliche Formverbeſſerung deutlicher zu vevanſchaulichen als ein Vergleich der jetzigen Rekordliſte mit den Beſtzeiten, die nach Abfchluß des Winters 1933/34 Gültiakeit hatte. Bis zu den Weltrekorden fehlt wohl Einiges. Deren Zeiten ſind jedoch im Zuſam⸗ menwirken mit den günſtigſten Umſtänden er⸗ zielt worden. Daher kommen ſelbſt die Welt⸗ beſten nur ſelten in ihre Nähe. Die Gegenüberſtellung der jetzigen deutſchen Höchſtleiſtungen mit den am Ende des Winters 1933/34 gültigen und den Weltrekorden ſieht wie folat aus: Deutſcher Rekord Bish. Dit. Rekord Weltrk. 500 m:45,4 Sames:45.9 Sames:42,5 1000 m:37,3 Sames:43.6 Mayte:28,4 1500 m:26,6 Sandtner:28,2 Jungbluth 23 3000 m:06,5 Sames:40,2 Jügle 4: 5000 m:52,3 Sames 8257,9 Sandtrer 8: 10000 m 18:14,1 Sandtner 18:35,0 J. Seyler 17: :17,.4 :49,6 18,9 17,.4 0 ..81 Meiſterſchaften der Berufsboxer Titelhalter und Herausforderer In den Bewerberliſten für die deutſchen Mei⸗ ſterſchaften der Berufsboxer haben ſich nach den Beſchlüſſen der letzten Tagung des Führer⸗ rates einige Aenderungen ergeben. Flre⸗ gengewichtsmeiſter Hubert Ausböch (München) iſt vorläufig noch im Beſitz des Titels belaſſen worden, da er in Kürze gegen den anerkannten Herausforderer Hubert Ofſer⸗ mann(Neuß) antreten ſoll. In der Ban⸗ tamgewichtsklaſſe bewerben ſich Willi Metzner(Köln) und Hans Möhl(Berlin) um den von Werner Riethdorf(Berlin) gehaltenen Titel. Zu den Ausſcheidungskämpfen im Federgewicht, in welcher Klaſſe Hans Schiller(Hannover) Titelhalter iſt ſind Willi Bartneck(Breslau) und Kurt Bernhardt(Leip⸗ zig) zugelaſſen. Von den drei Bewerbern um die von Richard Stegemann(Berlin) gehal⸗ tene Meiſterſchaft im Leichtgewicht ſind zwei, nämlich Franz Dübbers(Köln) und Alfred Radtke(Danzia), geſtrichen worden. weil ſie das Gewicht nicht mehr brinoen können So bleibt Reinhold Leopold(Berlin) allein übrig, der an den Meiſter eine offizielle Her⸗ ausforderung agerichtet hat. Keine Nachfrage beſteht gegenwärtia für den Titel im Welter⸗, Mittel⸗ und Halbſchwergewicht, die von Europa⸗ meiſter Guſtav Eder(Köln), Joſef Beſſelmann (Köln) bzw. Adolf Witt(Kiel) gehalten wer⸗ den. Nicht einmal Ausſcheidungskämpfe ſind in dieſen drei Gewichtsklaſſen angeſetzt. obwohl doch Hieſer oder jener Fauſtkämpfer Anſprüche auf einen der Titel geltend machen könnte. In der Schwergewichtsklaſſe iſt man da⸗ bei. einen Geaner für Meiſter Vinzenz Hower (Köln) zu ermitteln. Es werden von den Ver⸗ anſtaltern Angebote für die Endausſcheidung zwiſchen Arno Kölblin(Berlin) und Werner Selle(Köln) angefordert, nachdem der dritte Anwärter, Horſt Hinzmann(önigsberg), wegen Erkrankung von der Bewerberliſte ge⸗ ſtrichen worden iſt. Weltmeiſter Baer beſucht Europa Nach einer Meldung aus Neuyork will Schwergewichts⸗Boxweltmeiſter Max Baer am 1. April eine mehrwöchige Reiſe nach Europa antreten. Ernſte Kämpfe werden natürlich nicht ausgetragen, denn kein europäiſcher Veranſtal⸗ ter dürfte in der Lage ſein, die finanziellen Anſprüche des Amerikaners zu befriedigen Dagegen iſt es nicht ausgeſchloſſen. daß Baer in Hieſer oder jener europäiſchen Großſtadt in Schaukämpfen auftritt. Die Rückkehr nach Amerika iſt für Mitte Mai vorgeſehen, es bleibt dann Baer noch oenua Zeit. um ſich auf den vorausſichtlich im Juni in Neuyork zum Aus⸗ trag kommenden Titelkampf vorzubereiten. Bayerns Boxer gegen die Franzoſen Die bayeriſche Amateur⸗Boxſtaffel, die am 8. und 9. März in München und Würzburg gegen eine oſtfranzöſiſche Auswahlmannſchaft boxen wird, wurde nun wie folat aufgeſtellt(vom Fliegen⸗ bis Schwergewicht): Roidl(Mün⸗ chen), Ziglarſkti(München), Wagner(Mün⸗ chen), Frei(München), Schlachter(Würzburg), Dreher(München), Franz(Würzburg) und Dorſch(Würzburg). Die Staffel beſtreitet in dieſer Beſetzung auf Wunſch der Franzoſen beide Kämpfe. Die Franzoſen werden am 12. März im Karlsruher„Coloſſeum“ gegen die Staffel des 1. Karlsruher BSV 1922 antreten. Die Karlsruher haben ihre Mannſchaft durch Keller (Mannheim) verſtärkt, der mit Ex⸗Europamei⸗ ſter Michelot den Hauptkampf beſtreiten wird. Die Hanſeatenhalle in Hamburg, die am 10. März für den Weltmeiſterſchafts ausſcheidungskampf Schmeling gegen Hamas zum erſten Male ihre Pforten öffnet, ſteht kurz vor der Vollendung Photo: Deutsches Nachrichten-Bũro Neue Wege beim 24. Noſengarten⸗Schauturnen Der vielſeitige Uebungsbetrieb des Turn⸗ vereins 1846, das Zuſammenwirken aller Ab⸗ teilungen und Glieder beiderlei Geſchlechts, ermöglicht von vornherein ſchon bei den all⸗ jährlichen großen Demonſtrationen im Nibe⸗ lungenſaal eine Uebungsfolge, die den Formen⸗ reichtum des deutſchen Turnens im weiieſten und vollkommenſten Umfange wiederſpiegeln läßt. Seit 23 Jahren hat es die fachliche Leitung des TV 1846 immer wieder verſtanden, den Fortſchritten und Forderungen neuzeitlicher Leibeskultur Rechnung zu tragen und den Be⸗ weis zu erbringen, daß der Mannheimer Groß⸗ verein in dieſer Hinſicht nicht nur auf der Höhe ſich befindet, ſondern auch in gleichem Maße Beiſpiel und Vorbild iſt. So kommt es auch, daß in jedem Jahre andere Geſichtspunkte für die Programmgeſtaltung vorherrſchend waren, die am letzten Ende dem Roſengarten⸗Schau⸗ turnen ſtets einen verſchiedenen Charatter in Form und Inhalt gaben, während der Grund“ ton, nämlich Breitenarbeit im volkstümlichen Sinne und Spitzenleiſtung zugleich, Vereins⸗ leitung und Mitwirkende, deren Zahl im Laufe der zweieinhalb Jahrzehnte von 400 auf 1100 angewachſen iſt, immer beſeelte. Deſſen ungeachtet befindet man ſich weiter auf neuen Wegen und auf der Suche nach Ge⸗ ſtaltungsformen, die mehr noch als bisher Aus⸗ druck ſein ſollen für die Verbundenheit von Leibespflege und Körpererziehung mit der tur⸗ nerſchaftlichen Volkstumsarbeit. Nachdem man vor zwei Jahren dazu übergegangen iſt, am Schluſſe nochmals die Maſſen der Teilnehmer eindrucksvoll zuſammenzufaſſen, will man am kommenden Sonntag, beim 24. Roſengarten⸗ Schauturnen einen weiteren Schritt tun, als ein Verſuch und eine Vorſtufe für ein Feſt⸗ ſpiel, das in großem Ausmaße für das 25. Roſengarten⸗Schauturnen im nächſten Jahre beabſichtigt iſt. Zuvor gilt es jedoch, einige Schwierigkeiten zu überwinden, die ihre Ur⸗ ſachen haben einmal in der gewaltigen Teil⸗ nehmerzahl, mehr noch aber in den Podium⸗ verhältniſſen des Nibelungenſaales. Dieſe er⸗ geben ſich wieder durch die anormal großen Ausmaße, bedingt durch die ſtarken, gleichzeitig arbeitenden Abteilungen. So leitet der erſte Teil und Auftakt„Wir ſind nicht Knechte. wir ſchaffen frei“ über zur turneriſchen Arbeit, die umriſſen und zuſammengefaßt iſt unter dem Leitgedanken „Turnerſchaft iſt unſer Weg“. Der dritte Teil und Ausklang dagegen bringt zum Ausdruck, daß alles Schaffen und Wirken „ͤTreu unſerem Volke“ dient. Der ern⸗ geſchlagene Weg iſt zweifelsohne geeignet, die erfowderlichen Erfahrungen zu ſammeln und wir ſind überzeugt, daß der TV 1846 mit ſei · nem 24. Roſengarten⸗Schauturnen einen weite⸗ ren Erfolg buchen wird. — ————— Deulſche Rennſtälle 1935 Das Aufgebot des Stalles Weinberg „Blau⸗Weiß“ hatte 1934 kein allzu glückliches Jahr, obwohl ſich der Beginn außerordent ich gut anließ. Als dann der Trainerwechſel vor⸗ genommen wurde und 15 Murray, der das Material auch weiterhin betreut, an die Stelle von J. Cooter trat, kam auch nicht der erhoſfte Umſchwung; erſt im Herbſt waren die Wein⸗ berger wieder da. Die Trainingsliſte des Stal⸗ les A. u. C. von mit dem jeder Freund der Sache einen feſten Begriff ver⸗ bindet, weiſt in diefem Jahr nur 28 Pferde auf. Der zahlenmäßig geringere Umfang des Stalles darf jedoch keinesfalls als Mangel be⸗ trachtet werden. Im Gegenteil, der Abbau des geringen Materials kann dem Ganzen nur zum Beſten dienen. Die Liſte der älteren Pferde wird von dem jetzt fünfjährigen Janitor an⸗ geführt, der ſelbſt für einen Travertin oder Blinzen ein ernſthafter Geaner iſt. Pelopi⸗ das, der vorjährige Gewinner des Henckel⸗ Rennens, wird ſich auf mittleren Wegen inner⸗ halb der beſten zweiten Klaſſe nützlich machen. Weniager bedentend iſt das Können von Ori⸗ genes und Oſaka, die ſich in Handicaps ihren Hafer verdienen werden. Von den Ver⸗ tretern des Derby⸗Jahraanges erwartete man in ihrem zweiten Lebensjahr mehr. als ſie zeig⸗ ten. Es darf aber als gewiß anaeſehen werden, daß vor allem Auſonius und Faniculus vieles nachholen. Sie werden auch in den Kämpfen um klaſſiſche Ehren eine Rolle ſpielen. Olearius und Mardonius merden eben⸗ falls mehr als nur ihren Hafer verdienen. Von den Stuten des Derhyiahraanas iſt Fiduzia als Klaſſe erprobt. Farola und Osca, jede bisher erſt einmal gelaufen, beſitzen Galoppier⸗ vermögen! Unter den 14 Zweijährigen— ſieben Hengſten und ſieben Stuten— ſtecken in Gra⸗ viter(Aurelius⸗Gravitas), Periander (Oleander⸗Verſephone), Alexandra(Olean⸗ der⸗Ausnahme) und Gralsbotin(Herold⸗ Grafenkrone) anſcheinend Klaſſeyferde, was nicht ausſchließt, daß auch die übrigen Monna⸗ ſters etwas können. Zum erſten Male ſeit nun⸗ mehr 18 Jahren wird Otto Schmidt nicht auf den Weinbergern im Sattel ſein. Stalljockey iſt G. Streit, der ſchon in den letzten Jahren meiſt herangezogen wurde und ſein Können unter Beweis ſtellte. Leichtgewichtsreiter ſind A. Ebert und W. Held. Traber in der Kavallerieſchule Hannover Die Kavallerieſchule Hannover verfügte bisher nur über einen und einen Schulſtall ſowie zahlreiche Galopp⸗Rennpferde. Die Lei⸗ tung der Kavallerieſchule hat es ſich nun zur Aufgabe gemacht, auch den Traberſport zu pfle⸗ gen. Zu dieſem Zweck wurden von der Reichs⸗ wehr bereits Nordpol und Palmetta Neva angekauft. In der nächſten Zeit wird auf breitere Baſis geſtellt erden. Ankwerpener Sechsfagerennen Schön⸗Lohmann behaupten den dritten Platz Auch in der vierten Nacht des Antwerpener Sechstagerennens wurde wie in den vorher⸗ Nächten viel gejagt. Es Rer recht pannende Kämpfe und auch weitere Verände⸗ rungen im Stand. Die deutſche Mannſchaft Schön⸗Lohmann vermochte allerdings ihren dritten Platz zu behaupten, die Spitzen⸗ gruppe iſt aber auf acht Mannſchaften ange⸗ wachſen. Die Kölner Zims⸗Küſter lagen am Dienstag mit drei Runden Rückſtand an zwölfter Stelle. Nach 90 Stunden waren am Dienstag 2122,5 Km. gefahren und der Stand des Rennens lautete: 1. Pijnenburg⸗Wals 151 Pkt., 2. Loncke⸗Bunſſe 102 Pkt., 3. Schön⸗Lohmann 80 Punkte, 4. Charlier⸗Deneef 64 Pkt., 5. Haemerlinck-Bil⸗ liet 48 Pkt., 6. Guerra⸗van Nevele 43 Pkt., 7. Broccardo⸗Guimbretiere 22 Pkt., 8. van Vlock⸗ hoven⸗van Bugaenhout 2 Mkt.: eine Runde zu⸗ rück: 9. Smets⸗Martin 29 Pki Neuyorker„Sechskage“ geſtarket Insgeſamt ſechzehn Mannſchaften ſtarteten zum Neuvorter Sechstagerennen, das gleich in der erſten Nacht einen jagdenreichen Verlauf nahm. Die Deutſchen Hürtgen, Dülberg und Wiſſel waren mit ihren amerikaniſchen Part⸗ nern ſtets unter den erſten Paaren zu finden. Die Lieblinge des Publikums waren Letour⸗ neur/ Giorgetti, die ſich mit Rundenvorſprung an die Spitze des Feldes ſetzten. Der Stand des Rennens war nach 19 Stunden und 518,037 zurückgelegten Kilometer: 1. Letourneur/ Gior⸗ getti 36., eine Runde zurück: 2. Thomas/ Teſta 58., 3. Hürtaen/ Spencer 22., drei Runden zurück: 4. Martinetti Grimm 32., 5 Runden zurück: 5. Dülbera /Walker 31 P, 6. Wiſſel/ Debaets 33 P. Die übrigen Paare hatten bis zu 13 Runden verloren. Hanni Hölzner ſchwamm Weltrekord Wie erſt jetzt bekannt wird, hot Hanni Hölz⸗ ner⸗Plauen im Hallenbad ihrer Heimatſtadt einen neuen Weltrekord im 200⸗Mards⸗ Bruſtſchwimmen gufeeſtoſlt Sanni Hölz⸗ ner hatte ſchon vor wenigen Monaten über dieſe Strocke einen Meſtrokord erzielt, dem aber die Anerkenmmo vorſoot wurde Dieẽsmol wa⸗ ren alle Norhodingungon für oinon oinwmond⸗ freien Verlauf des Schmimmens getroffen und es gelana der Nlouenevin. mit 2·48. Minnten eine neue Welt⸗Hüöchiloiſtyne oer-ινν]ε AHM%ch der bisherige Wl-eοινm dieteι Strocko hefand ſich in denſchem Roſin Mertho Genenger⸗Kre⸗ feld hielt ihn mit:49,2 Minuten. Zahrgang „6 Sinn und zungsmaßna durchgeführt bloße Einſe Wirtſchaftsl weitergehen Ziele verbu höherer dieſem Geſie liarden von allein mit⸗ tig gewürdi zu verfolge lichen Aktio ſind nicht e möglich, we nigfachen de kann eine Stelle durch der von jeh der Gradm ſchaft gegol Schon ar läßt ſich fr vorhergeher wunden w gen im a uf 200 00 Jahre 1 vergangene reitſtellung Inveſtierm kaum vorſt nen, die 1“ nen Jahr gelegt wur nur 20 Pr lionen au lichen 9 los pri Iſt ſcho⸗ Baumarkt der Gelde ſind Eiger wandten 1 dite. Es ſi im Verbo zum Schn langjährig Mißwirtſe dieſem 3Z von Nörg die Höhe öffentl tel wurde gen Strot Verfügun die von! ſtellten B mals 350 ſerte J als die v Es iſt einzelnen ligt ware Anteil de Er iſt je ſtarken J wurden e allmählic Erſchwer kaſſen du ſchen Ja man ſich 1924 bis ſenkredite „Zurückha tig verde gen Wir Wirtſcha wendung maligen ſprochen neben de an der und S Millione über 130 Der aber nie Kapitali Verwen! z.., 1 geben, Kleinſiel Reichsei 6000 Bi Projekte der Rei der Sti Bauwei drige 2 Grundſt gilt au Reich g privat zum Le preiswe ches be Reichse deshalb überwi heim 1 Mit de kapital rade d markt für die Nicht gebend der in ſehen her tot ſeine( möglic tes no dere durch itmveſti 35 nberg glückliches rordentlich hechſel vor⸗ „ der das die Stelle er erhoffte die Wein⸗ e des Stal⸗ dem egriff ver⸗ 28 Pferde mfang des Mangel be⸗ Abbau des n nur zum ren Pferde nitor an⸗ ertin oder Pelopi⸗ s Henckel⸗ egen inner⸗ ich machen. von Ori⸗ Handicaps n den Ver⸗ artete man als ſie zeig⸗ ſen werden, niculus ch in den olle ſpielen. erden eben⸗ ionen. Von Fi duzia 'S ca, jede Galoppier⸗ en— ſieben n in Gra⸗ riander ra(Olean⸗ n(Herold⸗ ferde, was ren Nonng⸗ le ſeit nun⸗ t nicht auf Stall jockey ten Jahren in Können zreiter ſind annover fügte bisher n Schulſtall Die Lei⸗ ch nun zur ort zu pfle⸗ der Reichs⸗ almetta Zeit wird aſis geſtellt ennen itten Platz lntwerpener ſen vorher⸗ 8 Rer recht te Verände⸗ Mannſchaft allerdings die Spitzen⸗ aften ange⸗ ſter lagen ückſtand an waren am der Stand oncke⸗Buyſſe 80 Punkte, nerlinck⸗Bil⸗ 43 Pkt., 7. van Vlock⸗ Runde zu⸗ jeſtartet en ſtarteten as gleich in hen Verlauf irlberg und iſchen Part⸗ zu finden. ren Letour⸗ envorſprung Der Stand und 518.037 uneur/ Gior⸗ 2. Thomas/ 22., drei imm 32., er 31 P, 6. en Paare verloren. eltrekord Hanni Hölz⸗ Heimatſtadt ⸗MNards⸗ Sanni Hölz⸗ naten über lt. dem aber eãmol wa⸗ noĩnmand⸗ tyoffon und 48. Mimiten riſſon Auch rocko hefand enenger⸗Kre⸗ jeder 11 Wirkung der v —— 7 Jahre 1934 zu verzeichnen. 4 —33 Jahrgang 5— A Nr. 100— Seite 9 „Hakenkreuzbanner⸗ Abendausgabe— Mittwoch, 6. Märg 138 Sinn und Zweck der umfangreichen Arbeitsbeſchaf⸗ kungsmaßnahmen, die das Reich ſeit zwei Jahren durchgeführt hat und noch weiter fördert, iſt nicht der bloße Einſatz ſtaatlicher Mittel zur Beſſerung der Wirtſchaftslage. Mit ſeiner Aktion hat das Reich viel weitergehende, leider aber nicht immer richtig erkannte Ziele verbunden: Die Mobiliſierung noch höherer privater Kapitallen. Nur unter dieſem Geſichtspunkt kann die Bereitſtellung der Mil⸗ liarden von Reichsgeldern, die den Reichsetat bis 1938 allein mit 4 Milliarden belaſten, verſtanden und rich⸗ tig gewürdigt werden. Es iſt nur ſchwer im einzelnen zu verfolgen, wie viel Privatkapital durch die ſtaat⸗ lichen Aktionen in Bewegung geſetzt worden iſt. Es ſind nicht einmal annähernd zuverläſſige Schätzungen möglich, weil das Geld in zu viele Kanäle des man⸗ nigfachen deutſchen Wirtſchaftsgefüges fließt. Dennoch kann eine ziemlich einwandfreie Kontrolle an einer Stelle durchgeführt werden: Auf dem Baum„ der von jeher mit Recht als das Schlüſſelgewerbe und der Gradmeſſer für die Entwicklung der Geſamtwirt⸗ ſchaft gegolten hat. Schon aus ſeinem allgemeinen Aufſchwung ſeit 1932 läßt ſich folgern, in welchem Umfange die Kriſe der vorhergehenden Jahre mit Hilfe des Reiches über⸗ wunden wurde. Von 150 000 Neubauwohnun⸗ gen im Jahre 1932 iſt eine Steigerung auf 200 000 im Jahre 1933 und auf 300 000 im Vor allem das vergangene Jahr läßt deutlich erkennen, wie die Be⸗ reitſtellung der öffentlichen Mittel anregend auf die Inveſtierung privaten Kapitals gewirkt hat. Es iſt kaum vorſtellbar, daß gegen die 700 und 800 Millio⸗ nen, die 1932 und 1933 verbaut wurden, im vergange⸗ nen Jahr 1,2 Milliarden in Neu⸗ und Umbauten an⸗ gelegt wurden. Noch auffallender iſt die Tätſache, daß nur 20 Prozent dieſes Geldes, nämlich knapp 250 Mil⸗ lionen aus der Reichskaſſe ſtammten. Die reſt⸗ lichen 950 Millionen waren ausnahms⸗ los private Mittel. Iſt ſchon das koloſſale Allgemeinintereſſe für den Baumarkt erſtaunlich, dann noch mehr die Herkunft der Gelder im einzelnen: Ueber 600 Millionen RM ſind Eigenbeſitz der Bauherren, Darlehn von Ver⸗ wandten und Freunden oder ſogenannte Zwiſchenkre⸗ dite. Es ſind alſo Gelder, die überwiegend ein Daſein im Verborgenen führten; es ſind Kapitalien, die bis zum Schwinden des letzten Mißtrauens als Folge langjähriger, aber endgültig überwundener öffentlicher Mißwirtſchaft, in privater Obhut ſchlummerten. Neben. dieſem Zeichen„weiteſtgehenden Vertrauens von Nörglern oft zerpflückte Wirtſchaftspolitit, beweiſt die Höhe der Privatgelder die Wirkung der öffentlichen Förderung. Dreimal mehr Mit⸗ tel wurden aus dieſen ſtillen Winkeln in den lebendi⸗ gen Strom der Wirtſchaft geleitet, als das Reich zur Verfügung ſtellte. Damit nicht genug! Hinzu kommen die von den Sparkaſſen und Verſicherungen bereitge⸗ ſtellten Baukredite und Darlehen. Sie machen noch⸗ mals 350 Millionen aus, ſo daß das mobili⸗ ſerte Privatkapital vi ermal ſo hoch iſt, als die vom Reich bereitgeſtellten 250 Millionen. Es iſt nicht unintereſſant, in welchem Umfange die einzelnen Kreditgeber an der Baufinanzierung betei⸗ ligt waren. Mit etwas über 80 Millionen RM iſt der Anteil der Sparkaſſen verhältnismäßig gering. Er iſt jedoch die verſtändliche Folge einer überaus ſtarten Intereſſennahme in früheren Jahren. Damals wurden erhebliche Mittel im Baumarkt feſtgelegt, deren allmählicher Rückfluß erſt abgewartet werden muß. Erſchwerend kommt die Inanſpruchnahme der Spar⸗ kaſfen durch die Gemeinden in jenen nachinflationiſti⸗ ſchen Jahren der Scheinblüte hinzu. Vergegenwärtigt man ſich, daß die Gemeinden im ganzen Reich von 1924 bis März 1933 über 1 Milliarde RM Sparlaſ⸗ ſenkredite erhalten haben, dann wird die vorläufige Zurückhaltung dieſer Inſtitute verſtändlich. Gleichzei⸗ tig verdeutlichen dieſe Zuſammenhänge die nachteili⸗ gen Wirkungen, die jede Kapitalfehlleitung für eine Wirtſchaft haben kann, denn ſowohl nach ihrer Ver⸗ wendung, als auch nach ihrer Höhe, müſſen die da⸗ maligen Kommunalkredite als unwirtſchaftlich ange⸗ ſprochen werden. Immerhin iſt es erfreulich, daß ſich neben den Sparkaſſen auch andere Kreditgeber wieder an der Baufinanzierung beteiligen; die Privat⸗ und Sozialverſicherungen mit etwa 100 Millionen und die Bauſparkaſſen mit etwas über 130 Millionen. Der erſtaunliche Aufſchwung des Baumarktes iſt aber nicht nur eine Folge der vom Reich gegebenen Kapitalien, ſondern ebenſo ſehr die Auswirkung ihrer Verwendung. Das Reich hat von ſeinen 250 Millionen z. B. 100 Millionen als Zuſchuß für Umbauten ge⸗ geben, 75 Millionen für rund 30 000 vorſtädtiſche Kleinſiedlungen und über 30 Millionen für etwa 16 000 Reichseigenheimbauten. Außerdem hat es für weitere 6000 Bürgſchaft geleiſtet. Es liegt in der Natur aller Projekte und entſpricht auch den Zielen und Abſichten der Reichsregierung, daß ſie nur in den Randgebieten der Städte entſtehen konnten. Bei der trotz ſolider Bauweiſe auf ſparſame Materialverwendung und nie⸗ drige Baukoſten eingeſtellten Baupolitit waren hohe Grundſtückspreiſe von vornherein ausgeſchloſſen. Das gilt auch in Zukunft, aber nicht nur für die vom Reich geförderten Bauten, ſondern ebenſo für die rein privat errichteten. Dabei ſpielt der allgemeine Zug zum Land dieſelbe Rolle, wie der Wunſch, möglichſt preiswert zu bauen, gemäß den Vorbildern des Rei⸗ ches bei Reichseigenheimbauten. Ueberteuerungen müſſen auch deshalb vermieden werden, weil die Bauintereſſenten überwiegend Kreiſen entſtammen, für die das Eigen⸗ heim vielfach das Ergebnis einer Lebensarbeit iſt. Mit der Fertigſtellung des Häuschens wird ihr Eigen⸗ kapital aufgezehrt oder mindeſtens ſtark erſchöpft. Ge⸗ rade dieſe Beteiligung weiteſter Volkskreiſe am Bau⸗ markt garantiert aber ſein geſundes Fundament auch für die Zukunft. Nicht minder ſtark und letzten Endes ausſchlag⸗ gebend ſind aber die rein finanziellen Auswirkungen der in den Baumarkt inveſtierten Kapitalien; abge⸗ ſehen davon, daß durch die ſtaatliche Förderung bis⸗ her totes Privatkapital neu in den Geldumlauf kommt, ſeine Geſchwindigkeit ſteigert und vermehrte Ausgaben möglich macht, wirkt ſich die Förderung des Baumark⸗ tes noch weiter aus. Sie ſetzt unendlich viele an ⸗ dere Gewerbe in Bewegung, in denen, angeregt ebenfalls wieder Neu⸗ Es werden durch den ſteigenden Abſatz, inveſtierungen privater Gelder erfolgen. Wirtſchaftsbeſprechungen, in eine der vorſtädtiſchen Kleinſiedlung und den Private Gelder werden mobiliſiert Aufträge erteilt, Löhne gezahlt, Unternehmergewinne entſtehen, und es gehen höhere Steuern ein. Sie ſind für das Reich die Mittel, mit denen es ſeine Arbeits⸗ vorhaben immer wieder finanziert. Das iſt der ewige Kreislauf! Er läßt die vom Reich insgeſamt bereitge⸗ ſtellten etwa 4 Milliarden Reichsmark durch die priva⸗ ten Zuflüſſe auf etwa 15 bis 16 Milliarden anwach⸗ ſen. Die bisherigen Mehreinnahmen bei der Umſatz⸗ ſteuer ſind ein ungefährer Maßſtab für das ſtändig zunehmende Wirtſchaftsvolumen. Sie betrugen 1933 etwa 150 Millionen und werden 1934 nochmals 400 Millionen ausmachen, zuſammen alſo 550 Millionen. Bei einer Beſteuerung von 2 Prozent entſpricht das einem Mehrumſatz von 27,5 Milliarden. Die noch vor⸗ handenen Reſerven werden ihn im Laufe dieſes Jah⸗ res weiter anſteigen laſſen. Dr. Sch. Vor einem japaniſch⸗niederländiſchen Wirtſchaftskrieg Die Wirtſchaftsverhandlungen endgültig geſcheitert Amſterdam, 5. März.(NS⸗Kabel.) Nach einer Meldung der offiziöſen Aneta⸗Agentur iſt die nieder⸗ ländiſch⸗japaniſche Schiffahrtskonferenz in Kobe, deren Abſchluß das Schickſal der niederländiſch⸗japaniſchen die monatelang in Batavia ohne jeden Erfolg geführt worden ſind, endgültig entſcheiden ſollte, geſcheitert. Die Urſache des Schei⸗ terns liegt in der unnachgiebigen Haltung der japani⸗ ſchen Unterhändler, die Japaniſch als Konferenzſprache benutzten. Der niederländiſche Kompromißvorſchlag, in. engliſcher Sprache zu verhandeln, wurde von den Ver⸗ tretern des mächtigen japaniſchen Iſhihara⸗Konzerns ſtritt abgelehnt. Nach dem Bericht der Aneta-Agentur hätten es weder die Vertreter der japaniſchen Regie⸗ rung noch die der anderen japaniſchen Schiffahrts⸗ geſellſchaſten vermocht, die Haltung des Iſhihara⸗Kon⸗ zerns zu beeinfluſſen. Der Leiter des Iſhihara⸗ Konzerns gilt als einer der einflußreichſten Füh⸗ rer der nationalen Bewegung in Japan. Vor kur⸗ zem veröffentlichte er einen aufſehenerregenden Ar⸗ titel, in dem er den Zuſammenſchluß der unterdrück⸗ ten Nationen Aſiens unter Führung Japans gegen die weſtlichen Kolonialmächte und ein Zuſammen⸗ gehen Japans mit Deutſchland und Sowjetrußland empfahl. In niederländiſchen Wirtſchaftskreiſen hat die Aneta⸗ Meldung Beſtürzung hervorgerufen, da die Gefahr eines ſcharfen japaniſchen Handelskrieges für die nie⸗ derländiſchen Intereſſen im Fernen Oſten akut ge⸗ worden iſt. Süddeutſcher Tabakmarktbericht Rachdem in der Hauptſache in Süddeutſchland die Einſchreibungen der Z4er Ernte beendet ſind, inter⸗ eſſiert für die Geſtaltung des Marktes zunächſt am weſentlichſten die Frage nach der Entwicklung in den einzelnen Vergärerlagern. Dort herrſcht augenblicklich der zum Teil ungewohnt ſpäten Verwiegungen die Tabake zuſammengeſchlagen werden, um die 1. Fer⸗ mentation durchzumachen. Das Sandblatt hat ſeine erſte Fermentation ſehr gut hinter ſich gebracht, ſitzt auf Kühlbänken, um die zweite Fermentation (Frühjahr⸗Fermentation) abzuwarten. Ueber die Qualität nach der 1. Fermentation iſt ſchon genügſam berichtet. Die Sandblätter ſind ſelten ſchön angefal⸗ len. Das Hauptgut zeigt für Pfeifentabake (Schneidgut) Leichthändigteit, guten Geſchmack und prima Farbe, insbeſondere da, wo die Tabake ma⸗ ſchinell fermentiert wurden. Auch das im normalen Vergärungsprozeß fermentierte Schneidgut hat den Vorzug, ſchöne Farbe zu zeigen. Beſonders hervor⸗ zuheben iſt die Entwicklung des Zigarrenagu t e 8, ſoweit es ſich ſchon in der Fermentation vefindet. Der Umſchlag zeigt reifbraunes, leichtes, braunes„aut hren⸗ nendes, aromatiſches Material, ſfo z. B. iſt Ernte Hochbetrieb, da infolge Bühlertal in einer Qualität angefallen, wie wir ſie ſeit 20 Jahren nicht mehr gehabt haben. Die Tabake des Ried ſind erſt hinzugekommen, zeigen aber bei der Verwiegung anſtändige Leichthändigkeit, ſo daß man auch hier mit einer vorbildlichen Entwicklung rech⸗ nen kann. Die Nachtaba ke ſind zum großen Teil erſt eingewogen, nur ganz unbedeutende Partien ſind ſchon zur Fermentation eingeſchlagen. Es iſt an dieſer Stelle den Bemühungen des deut⸗ ſchen Tabakbauverbandes beſonderer Dank dafür zu er⸗ ſtatten, daß der Einfluß, den durch die Forderung des Qualitätsanbaues der Verband auf die Pflanzer haben muß, ſich insbeſondere hinſichtlich des an die Waage gebrachten Materials ſehr gut ausgewirkt hat. Die Tabake ſind durchweg in gutem, vorſchriftsmäßi⸗ gem Zuſtande an die Waage gekommen, was zu glei⸗ cher Zeit einen Vorteil für den Pflanzer bietet, welcher gemäß dem herrſchenden Bewertungsſyſtem(Bonitie⸗ rung) mit Zuſchlägen rechnen konnte, die ihm auch für gutes Material jederzeit gewährt wurden. Das Ver⸗ wiegungsgeſchäft als ſolches dürfte erſt in drei bis vier Wochen endgültig abgeſchloſſen ſein. Daß bei der guten Nachfrage das Zweihand⸗ geſchäft ſehr beachtlich iſt, darf nicht verwundern. So gingen ſehr große Partien der 34er Ernte ſchon an die Fabrikation weiter. Die Preistendenz iſt abſo⸗ lut feſt und es iſt unwahrſcheinlich, daß die Behaup⸗ tung richtig iſt, daß dem Handel nur Preiſe geboten wurden, die ſeinen Verdienſt ſtart beeinträchtigten. Richtig iſt aber, daß über die Hälfte der vom Handel auf eigene Rechnung gekauften Tabake Z4er Ernte im Zweithandgeſchäft ihre Nehmer gefunden haben. Dies bedingt heuer insbeſondere die Nachfrage deshalb, weil einerſeits eine ſtrenge Deviſenkontrolle für den Einkauf ausländiſcher Tabale vorliegt, andererſeits aber das Erntematerial 34 eine ſolche Beſchaffenheit auſweiſt, wie ſie in den letzten Jahren, die zum Teil auch ſehr ſchöne Qualitätsanfälle zeigten, doch nicht geweſen ſind. Wenn auch in den einzelnen Einſchreibungen die Fabrikation ſelbſt in erhöhtem Maße als Käufer aufgetreten iſt, ſo hält die Kaufluſt dieſer Kreiſe trotz⸗ dem an, eben weil die Qualität des Materials den Anſprüchen ebenbürtig iſt. ——————————————— Der Reichshandwerksmeiſter Schmidt zur Leip⸗ ziger Frühjahrsmeſſe 1935 Das Handwerk war zu allen Zeiten als Einkäufer wie als Ausſteller auf der Leipziger Meſſe zu finden. Dieſe Tatſache beweiſt am beſten die hohe Wertſchät⸗ zung, die die Leipziger Meſſe ſtets im Handwerk als Markt⸗ und Austauſchplatz non internationalem Rang genoſſen hat. Es iſt ſomit abwegig, in dieſer Meſſe eine Einrichtung zu ſehen, die lediglich den Intereſſen der Induſtrie oder des Handels dient. Ich erinnere nur an die ſchon vor dem Kriege ſehr beträchtliche Ausfuhr von Handwerkserzeuaniſſen, die ohne die Mithilfe der Meſſe in dieſem Umfange kaum möglich geweſen wäre. Auch die gegenwärtigen Beſtrebungen des Handwerks zur Förderung ſeiner Ausfuhr ſtützen ſich ganz beſonders auf Leipzig. Leider wird die Bedeutung der Meſſe auch für die Belebung des Binnenmarktes nicht immer voll gewür⸗ digt, gerade dem Handwerk kann ſie jedoch große Dienſte leiſten. Sie iſt dem fortſchrittlichen Hand⸗ werksmeiſter, der ſich über alle Neuerungen auf tech⸗ niſchem, wirtſchaftlichem, organiſatoriſchem und kunſt⸗ handwerklichem Gebiet, insbeſondere über Maſchinen, Werkſtofſe, Bürobedarf, Werkſtattaufbau uſw. unter⸗ richten will, die zuverläſſigſte Informationsquelle. Als Ausſteller findet er ein Heer von Abnehmern und Intereſſenten, die ſeine Leiſtungen ſonſt ſchwerlich ken⸗ nen lernen würden. Im eigenen Intereſſe eines jeden Handwerksmei⸗ ſters kann deshalb ein Beſuch der Leipziger Früh⸗ jahrsmeſſe, auch wenn ein Kauf nicht beabſichtigt iſt, nur wärmſtens empfohlen werden. Der Reichshandwerksmeiſter: (gez.): Schmidt. Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (Sw) Der Ausweis der BIzZ. vom 28. Februar 1935 weiſt eine Bilanzſumme von 648,02 Mill. Schweizer Franken aus, gegenüber dem Vormonat(637,72 Mil⸗ lionen) ſomit 10,3 Mill. Schweizer Franken mehr. Die Einlagen der entralbanken für eigene Rechnung haben ſich um 6,68 von 129,06 auf 134,74 Millionen Schweizer Franken erhöht. Die Einlagen für Rech⸗ nung Dritter ſind dagegen um 1,57 von 12,49 auf 10,92 Mill. Schweizer Franken zurückgegangen. Die Gelder auf Sicht haben ſich nur unweſentlich von 4,79 auf 4,22 Mill. vermindert. Die rediskontierbaren Wechſel und Akzepte zeigen eine Zunahme um 8,62 von 349,77 auf 358,39 Mill. Schweizer Franken, die Gelder auf Zeit zeigen eine kleine Zunahme von 40,23 auf 41,77 Mill. Schweizer Franken. andere Wechſel und Anlagen haben ſich mit 220,72 Mill. gegenüber dem Vormonat mit 220,23 Mill. Schweizer Franken ebenfalls geringfügig erhöht. Vor einem Gold⸗ und Silberausfuhr⸗Verbot in den Vereinigten Staaten Waſhington, 4. März. Der Vorſitzende des Münzausſchuſſes des Repräſentantenhauſes, Somers, gab betannt, daß ein Geſetzentwurf in Vorbereitung fei, der die Gold⸗ und Silberausfuhr aus den Ver⸗ einigten Staaten verbiete. Der Münzausſchuß beginne demnächſt mit den öffentlichen Verhandlungen über den Geſetzentwurf. Er, Somers, ſei mit den Auswir⸗ kungen der Entwertung des Dollars und mit dem Silberankaufsplan nicht zufrieden. Von beiden Ge⸗ ſetzen habe man Großes erwartet, aber aus irgend⸗ einem Grunde ſeien die Hoffnungen enttäuſcht worden. Er ſelbſt habe ſich zwar noch nicht endgültig fitr ein Verbot der Gold⸗ und Silberausfuhr entſchieden, aber der geplante Geſetzentwurf ermögliche dem Münzaus⸗ ſchuß, die geſamte Währungsfrage zu prüfen und zu entſcheiden, ob weitere Geſetze notwendig werden. Außerdem könnten dann die Anſichten der Währungs⸗ ſachverſtändigen eingeholt werden. Die Regierung iſt gegen eine weitere Währungs⸗ geſetzgebung in der jetzigen Kongreßſeſſion, da die Goldausfuhr gegenwärtig ja doch nur für wenig Zwecke geſtattet iſt. Welchen Weg geht Italien?ꝰ Auf dem Balkan iſt es nicht bei einfachen Proteſt⸗ kundgebungen gegen die neuen italieniſchen Einfuhr⸗ beſchränkungen geblieben. Bei der ſtarken Handels⸗ verflechtung, die Italien gerade mit den Balkanſtaaten beſitzt, war anzunehmen, daß Italien mit ſolch einer radikalen Machtprobe nicht ohne weiteres zum Ziele kommen konnte. Mochten die Einfuhrbeſchränkungen auch mit einem unmittelbaren finanzpolitiſchen Vor⸗ teil verbunden ſein, mittelbar konnten ſie nur einen handelspolitiſchen Nachteil bringen, der in ſeiner Tie⸗ fenwirkung heute noch gar nicht ermeſſen werden kann. Weitblickende Wirtſchaftskreiſe in Italien ſelbſt haben in Anbetracht der Struktur des italieniſchen Volkes gegen die Einfuhrdroſſelung unter Hinweis auf die Gefährdung des nationalen Arbeitsmarktes, beſonders aber unter Hinweis auf die geſpannte Lage der internationalen Handelsbeziehungen, ihre war⸗ nende Stimme erhoben. Eine ganze Reihe von Staa⸗ ten, die bisher nach Italien ſtarken Export hatten und in denen nach Bekanntwerden der italieniſchen Einfuhrbeſchränkungen Proteſte erfolgten, haben ſich nunmehr gegen die Aufnahme italieniſcher Waren verſchloſſen. Neben dieſer neuen, für Italien wohl größten Schwierigkeit, die ſicherlich zu langwährenden Wirt⸗ ſchaftsverhandlungen führen wird, haben ſich für Italien noch andere Begleiterſcheinungen eingeſtellt. So trifft z. B. das durch die italieniſchen Einfuhr⸗ beſchränkungen geſtörte Holzexportgeſchäft Jugoſla⸗ wiens nach Italien am allerſchwerſten die italieniſche Schiffahrt, da der Transport zum größten Teil mit italieniſchen Schiffen durchgeführt wurde. Dabei wird ſich das Ausbleiben des preisniedrigſten jugoſlawi⸗ ſchen Holzes und die vermehrte Einfuhr des preis⸗ teuren öſterreichiſchen Holzes in der Preisgeſtaltung des italieniſchen Marktes bemerkbar machen. Vielleicht wird Italien jetzt einſehen, daß brutale Zwangsmaßnahmen ſelbſt zur Durchſetzung nationaler Belange nicht den einfachſten Weg bedeuten. Druck erzeugt Gegendruck. Italien dürfte ſich wohl oder übel dem Gegenſeitigkeitsprinzip nicht mehr lange verſchließen können. Der türkiſche Fünf⸗Jahres⸗Plan Zur Erreichung der induſtriellen Verſelbſtändigung iſt in der Türtei ein Fünfjahres⸗Plan aufgeſtellt wor⸗ den. Am weiteſten iſt man darin in der Textil⸗Wirt⸗ ſchaft fortgeſchritten. Die großen Textilwerke von Iirtschiaſts-Nundscfiam ffentlichen Wirtſ chaftsförderung Kayſeri ſind fertiggeſtellt. Die Baumwollenfabrik von Nazilli wird jetzt in Angriff genommen. Für die Weberei und Spinnerei in Eregli ſind bereits die Maſchinen beſtellt worden, und man nimmt an, daß ſie im Herbſt den Betrieb wird aufnehmen können. In nächſter Zeit erfolgt die Grundſteinlegung der Kammgarnfabrik in Burſa, der Kunſtſeidenfabrik in Gemlik und der Porzellanfabrik in Kutahya. Darauf wird man ſich den Programmpunkten zu⸗ wenden, die ſich auf die Zelluloſe⸗, Hanf⸗ und Eiſen⸗ produktion beziehen. Börſenkennziffern Die vom Stat. Reichsamt errechneten Börſenkenn⸗ ziffern ſtellen ſich in der Woche vom 25. 2. bis 2. 3. im Vergleich zur Vorwoche wie folgt: Attienkurſe (1924/26— 100) insgeſamt 86.41(Vorwoche 86.07), Kursniveau der 6proz. feſtverzinslichen Wertpapiere 95.40(95.41). Für den Monatsdurchſchnitt Februar 1935 ergeben ſich folgende Kennziffern:„Aktienkurſe 86.43, feſwwerzinsliche Wertpapiere 95.48. 6%(87) Bad. Kommunal⸗Goldanleihe von 1930 In der am 1. März 1935 veröffentlichten Mitteilung wegen der Durchführung der ordentlichen Tilgung per 1. April 1935 iſt der Zinsſatz mit 7 Prozent falſch an⸗ gegeben. Die Anleihe, die früher mit 8 Prozent ver⸗ zinslich war, iſt zur Zeit mit 6 Prozent verzinslich. Die Anleihe unterliegt mit Wirkung vom 1. April 1935 der Zinskonverſton auf 4½ Prozent. Was ſagt Mr. Deterding dazu? Mit der ſteigenden Motoriſierung des Verkehrs und der Induſtrie gewinnt das Erdöl immer mehr an Be⸗ deutung. Erdöl wird überall gebraucht, aber es iſt nicht überall vorhanden. Verhandlungen und Kriege wurden daher um Erdöl geführt. Angſtbeſchwerden befallen den Erdölmagnaten ebenſo wie den großen Kriegsmann, wenn er ſich vorſtellt, daß ſeine Maſchi⸗ nen eines Tages wertlos ſind, weil kein Oel zu be⸗ kommen iſt. Dieſe Tatſachen führen in der ganzen Welt immer wieder zu Verſuchen, Erdöl künſtlich zu gewinnen. Jetzt iſt es einem Engländer gelungen, aus Tonſchiefer Petroleum herzuſtellen, das bedeutend bil⸗ liger zu ſtehen kommt, als das bisherige Import⸗ petroleum. Das den iſt, ſoll nach den-Ausſagen des induſtriell verwertet werden können. Erfinders ſofort Es handelt ſich dabei um ein rein phyſikaliſches Verfahren. Der Schie⸗ fer wird bei einer Temperatur bis zu 500 Grad in eine deſtillierbare Flüſſigkeit umgewandelt. Die Deſtil⸗ lation erfolgt dann auf dem üblichen Wege. Das Ex⸗ periment ergab 315 Liter gewöhnliches Benzin auf eine Tonne Schiefer. Den beſten Ertrag liefert nach den bisherigen Erſahrungen der auſtraliſche Schiefer „Torbanit“. Sollte ſich dieſes Verfahren ebenfalls bewähren, ſo rann man leicht ermeſſen, wie ſehr ſolche Erfindungen die Machtpoſitionen der ganzen Welterdölwirtſchaft erſchüttern können. Millionen Mart und unzählige Menſchenopfer gekoſtet hat, wäre vergeblich geführt worden. Wertvoll aber find ſolche Erfindungen, da man heute ſchon errechnet. hat, daß z. B. die geſamten Erdölvorräte der Verei⸗ nigten Staaten im Jahre 1940 erſchöpft ſein werden, wenn die Quellen in gleichem Maße wie bisher aus⸗ gebeutet werden. Berliner Börse Die Börſe eröffnete ruhig und im allge⸗ meinen eher etwas ſchwächer. Die Kuliſſe, die auf den bevorſtehenden engliſchen Miniſterbeſuch Neu⸗ engagements eingegangen war, veau Kauflimite vorlagen. Die Anfangsnotie⸗ rungen waren etwa ½ bis 1½ Prozent gedrückt, doch zeigten ſich ſchon nach den erſten Kurſen Erx⸗ holungstendenzen. Einzelne Werte gewannen 1½ bis 3/ Prozent zurück. Eine Ausnahme von der Allge⸗ meintendenz bildeten AEc, die bei lebhaften Um⸗ ſätzen auf die Mitteilungen im Geſchäftsbericht ½% hoͤher eröffneten. Auch Satz gebeſſert. Ferner konnten Maxhütte gegenüber einer letzten Notiz vom 28. Februar 2/ Prozent ge⸗ winnen. Das weiter lebhafte Meſſegeſchäft gab der Tendenz eine gewiſſe Stütze, während auf der anderen Seite der erneute Pfundrückgang auf die Unternehmungsluſt lähmend wirkte. Auch im Ver⸗ lauf bewegte ſich das Geſchäft in ruhigen Bahnen. Montanwerte waren bis zu 1 Prozent gedrückt, Stolberger Zink verloren nach der geſtrigen Steige⸗ rung 3 Prozent. Braunkohlenaktien waren 1½—2 Punkte niedriger. Kali aktien lagen nicht ganz einheitlich, aber ebenfalls überwiegend ſchwächer. Farben verloren/ Prozent und Heyden ſowie Gold⸗ ſchmidt je 1 Prozent. Von Elektrower ten waren Felten und Lahmeyer 2 bis 2½ Prozent niedriger. Daimler, Schwartzkopff, Berger, Stöhr und Charlot⸗ tenburger Waſſer verloren 1½ bis 2 Prozent. Aſchaf⸗ fenburger Zellſtoff waren 3 Prozent gedrückt. Hotel⸗ betrieb gingen um 1¼ Prozent zurxück. Auch Weſt⸗ deutſche Kaufhof waren 1 Prozent niedriger. Schiff⸗ fahrts⸗ und Verkehrswerte ermäßigten ſich um ½ bis 1 Prozent und von Bankaktien Reichs⸗ bank um 2¼ Prozent. Am Rentenmarkt no⸗ tierten Altbeſitz 111½ zu 111½ nach 112½. Von Reichsſchuldbuchforderungen waren die 36er ½ höher, während die 48er/ Prozent verloren. Wiederaufbauzuſchläge waren 1/ Prozent gedrückt. verändert ein. Auslandsrenten lagen luſtlos. Ungariſche Renten bröckelten etwas ab. Der Geldmarkt war in ſich etwas ſteifer. Satz für Tagesgeld ſtellte ſich unverändert auf bis 4 Prozent. Am Valutamarkt 4,735/ und das Pfund in Paris mit 71.10 zu hören. Der 3⁰% nnein-Mainische Mittagbörse Die ſchon in den letzten Tagen vorherrſchende Zu⸗ rückhaltung hat ſich an der heutigen Börſe infolge der plötzlichen Verſchiebung des engliſchen Miniſterbeſuches verſtärkt. Angeſichts der Geſchäftsſtille bröckelten die Kurſe zumeiſt ab, wenngleich das Angebot keinen nen⸗ nenswerten Umfang hatte, jedoch andererſeits nur ſchwer aufgenommen wurde. Die Kurſe ließen durch⸗ ſchnittlich /½—1 Prozent nach, ſpäter zeigte ſich aber verſchiedentlich wieder etwas Rückkaufsneigung. Die unſtete Haltung des engliſchen Pfundes blieb auf den geringen Geſchäftsumfang ebenfalls nicht ohne Ein⸗ „fluß Von wirtſchaftlichen Momenten fand der weiter lebhafte Verlauf der Leipziger Meſſe Beachtung, des⸗ gleichen hinterließ der Bericht der ACEG, wonach ſie wieder an der Rentabilitätsgrenze ſeien, einen günſti⸗ gen Eindruck. Aus den oben erwähnten Gründen kamen dieſe Faktoren aber kaum zur Auswirkung. Am Aktienmarkt waren einige in letzter Zeit ſtärker be⸗ achtete Werte. Verfahren, das offiziell geprüft wor⸗ Ein Kampf, der Hunderte von nahm Glattſtellungen vor, während vom Publikum erſt auf ermäßigtem Ni⸗ Siemens waren um dieſen Umſchuldungsanleihe ſetzten un⸗ war London Kabel mit „„ n, n—Abendausgabe— Mittwoch, 6. März 1835 5 4* i ani macht hat, den Diamantfelſen im Meer, und das ganze Land durcheinandergeworfen und 3 Woher ſtammen die atrikaniſchen Edeljteine 7— 9 der Inſel—.— zu ſuchen. Sie feſte Erde buchſtäblich verbrannt haben— ein arbeitete mit Grundnetzen und hat auch ſofort Beweis dafür ſind noch heut die gleichſam ge⸗ Der Diamantberg im meer— Von curt Corrinth einen anſehnlichen Diamanten aus den Tiefen backenen Felſen Südafrikas und das maſſen⸗ herausgeholt. Alsbald aber griff damals das weiſe Vorkommen von Eiſenoxyden. Unter die⸗ Die Diamantenfelder Südafrikas ſind die dervogelfahrt ſpricht, ſeine erſtaunlich hellen deutſche Kolonialamt ein: die Diamantgebiete ſen gewaltigen Hitze⸗ und 2 ruckverhältniſſen reichſten der Welt. 80 aber iſt gerade dieſe Augen glühen, wenn das Wort„Diamanten“ von Deutſch⸗Südweſt wurden ſchon im Jahre müſſen ſich dann die Diamanten gebildet haben. Gegend ſo ausgiebig geſegnet mit dem blitzen⸗ fällt— und im gleichen Augenblick iſt er auch 1908 zum Sperrgebiet erklärt, auf dem nur Der eigentliche Kern der Diamantgebilde Süd. den koſtbaren Geſtein? Seit einiger Zeit iſt ſchon bei ſeiner„großen Theorie“, ſeinem Dia- einige konzeſſionierte Geſellſchaften Schürfrecht und Weſtafrikas iſt heute zweiſellos längſt vo darüber— nicht etwa nur innerhalb der Welt mantberg, deſſen Phantom er nun ſchon ſeit beſaßen. Was die Geheimexpedition unter⸗ Meer überſchwemmt... das iſt nun nicht mel der Diamantenſucher, ſondern auch in engeren über zwei Jahrzehnten wie ein wahrhaft Be⸗ nahm, war alſo etwas Ungeſetzliches, denn zu Phantaſie des„Heyes vom Richtersveld“, ſon⸗ Gelehrtenkreiſen— eine Theorie aufgetaucht, ſeſſener nachjagt. Das Erſtaunliche aber an die⸗ dem Sperrgebiet gehörte auch die Inſel Po⸗ dern ſchon poſitive Annahme der Gelehrten, die, zu deren fanatiſchem Verfechter ſich der in ganz ſer ganzen wilden Theorie iſt, daß allmählich mona, weshalb man die verwegenen Fiſcher die Exiſtenz des märchenhaften Diamantberges Südafrika landauf und landab bekannte„Heyes ſogar Wiſſenſchaftler nach Leſenſelder blis Un⸗ mit einem Kanonenboot auseinandertrieb. als wahr angenommen, ſeine Lage irgendwo vom Richtersveld“ gemacht hat: irgendwo im terſuchungen gerade der Rieſenſelder bei Lüde⸗ Urſprünglich hat man angenommen, daß die in der Nähe der Inſel Pomona vermuten. Meer an der ſüdafrikaniſchen Küſte muß es ritzbucht erklären, die Idee vom Beſtehen ſolch Diamanten Südweſtafrikas eigentlich aus den Seltſamer hat ſich nie Märchenwunderglaube einen Felſen geben, der ganz und gar aus eines Diamantberges, von deſſen Ungeheuerlich⸗ Feldern Südafrikas ſtammten— der Sranje⸗ eines einzelnen gemiſcht mit wohlfundierter Diamanten beſteht; von ihm hinweg haben keit alle Schätze Süvafrikas lediglich Splitter⸗ fluß ſie ins Meer und die arktiſche wiſſenſchaftlicher Theorie als bei dieſem geheim⸗ Wind und Wellen oder irgendwelche Natur⸗ teilchen ſeien, ſei gar nicht„ſo ohne, ſeine tat. Strömung trage ſie an der Küſte entlang gen nisvollen Dimantberg im Meer. kataſtrophen im Laufe der Zeiten die Diaman⸗ ſächliche pſenz liege durchaus im Bereich des Norden, nach Südweſtafrika. Tatſächlich führt ——————— ten hinein in die Felder von Südafrika ge⸗ Möglichen! der Oränje Diamanten, das iſt durch zahllofe tragen. Leicht iſt der Schritt vom Phantaſtiſchen zum Funde bewieſen. Aber die Diamanten Süd⸗ Er iſt händelſüchtig Auf den erſten Anhieb wirkt dieſe Vermu⸗ Realen getan—: noch niemals hat man bei⸗ afrikas ſind blauweiß, die aus Südweſt auf⸗ Der Forſcher Gewinus ſchätzte Händel unter Deliri Fi ranken, ſpielsweiſe in Südweſtafrika Diamanten mehr fallend rein weiß und ſchon in ungeſchliffenem iten Sei 5 850 zwilen Teuipnen dus und il als fünfzehn Meilen vom Meer entfernt ge⸗ 4 von viel ſtrahlenderem Glanz. Auf dem—55 125 ſich erinnert an die Märchen ſeiner Kindheit funden; reichlich ſind ſie vor allem in den nach urzen Reiſeweg können ſie ſich auf keinen Fall—— Frie Einmal ſiritten die beiden Snn aus Tauſend und Einer Nacht. Und ein der See zu offenen Tälern und in den Buchten derart verändert haben, zumal ſie keinerlei ſichied übe dieſes Thema. Gervinus wurde Phantaſt iſt ja auch dieſer„Heyes vom Rich⸗ vorhanden, während in jenen Tälern, die nach Spuren eines folchen Weges zeigen. Nein: zu: ſich wieder über te ich immer mehr, bis ſchließ⸗ iersveld“, bürgerlich getauft lals Erneſt Heyes, dem Meer zu durch Dünen abgeriegelt ſind, mindeſt die Diamanten Südweſts ſtammen aus ärgerlich, ex erregte. 1 113 chend e dieſer von glühenden Sonnen zu Leder zer⸗ kaum oder gar keine Steine gefunden werden! irgendeiner geheimnisvollen„Diamantauelle“ lich Strauß 14 fil Gervinuͤs, du bift ja erbte Fünfzigjährige, der ſeit Jahren ununter⸗ Fand man gelegentlich Steine einmal tief in im Meer, nicht allzu fern den Küſten.. die ruhigte:„Sei doch ſtill Ge„bu biſt 1 rochen Südafrikas Küſten unſicher macht und der Wüſte, ſo waren ſie, wie einwandfrei feſt⸗ anſcheinend phantaſtiſche Theorie des„Heyes händelſüchtig! 11 i imni„ geſtellt werden konnte, durch Strauße dorthin vom Richtersveld“ gewinnt immer mehr an ma nchn umm ſein ene verſchleppt worden, ihr Vorkommen blieb im⸗ verblüffender Wahrſcheinlichkeit. Ihre Auffaſſung reichen: den Diamantberg feiner Märchen⸗ mer ganz vereinzelt und eine Shsnahme, am Wie ſieht nun dieſe Theorie, bis zu Ende g:„Sag, ſchöne Maske, glaubſt du auch an—— träume zu entdecken... Er ſtreicht durch die Strand dagegen findet man Diamanten oft deutet, aus? elettriſierende und blitzartig zündende Kraft der Wüſten, er taucht hinab ins Meer, er erzählt ſogar in Muſchelſchalen. In Urzeiten, als die Erde erkaltete und erſt Liebe?. die unheimlichſten Abenteuer von ſeinen Fahr⸗ Kaum jemand weiß, daß vor Jahren ſchon eine dünne Schicht feſten Landes entſtand, müſ⸗„Selbſtverſtändlich, wenn genügend Draht ten, ſo wie ein anderer von einer hübſchen Wan⸗ einmal ſich eine geheime Expedition daran ge⸗ ſen hier ungeheuerliche Magmaſtürme gewütet, vorhanden iſt! Glänzendes Haar und schöne Wellen sind stets Be- weise einer richtigen Haarpilege. 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