ustiger lier's tte mit gast etty ander 11¹— -Ballot u. v. à. o, 3. 30 u.30 RSUI SUN Aittwoch .30 Uhr jugend-Vorstellung lle Wild-West- her Sprachel 00 Berhu rT kemmen) Erlebnisse steppe von Sspönnungf se ab ⸗ 40 1. 30 Unhr 1e fotscher dern ũbet: f„ Sien“ rkehrs Ver., N24 Z2, Bismarckstr. 75 ausverkauft. freude“ enötlôs für.- ng- P4, 12 immt abl Brille: (gegenüb. d. dost) ſer fassen 170 richtshofes, Masjulis, Berlag und Schriftleitung: Mannheim, R 3, 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das„Haren⸗ nt 12mal(.20 RM u. 50 Pfg. Trä äge s8 10 Pf6. Be ie Poſtämter enigeten. Iſt die Zeitung am Erſ indert—.——9 kein Anſpruch aüf Entſchädigung. Reg kreuzbanner“ Ausgabe„ erſcheint Imal(.70 RM u. 30 Pfg. Tr —55 rlohn), Einzelprei owie iſſensgeb Abend⸗Ausgabe A fenvor Ausgabe B erſcheint ſtellungen nehmen die Träger —— höhere Gewalt) ver⸗ J. Regelmäßi inen eten. Für unverlangt eingeſandte Beiträge wird keine Verantwortung übernommen. erſ e Beilagen auf allen 5. Jahrgang Anzeigen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 10 Pfg. Die 4geſpalt. ee g. Schwetzinger und Weinheimer. 4geſpalt. Millimeterzeile im Textteil 18 Pfg. Bei Wiederholung Rabatt nach aufliegendem Tarif. rühausgabe 18 Uhr, Abendausgabe 13 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: ſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 im Textteil 45 Anzeigen⸗Annahme: R 3, Ausgabe: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 4 hlungs⸗ und Erfüllungsort Mannheim. 14/15. Fern— Za Ausſchließl. Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckonto: Lüdwigshafen 4960. Verlagsort Mannheim. Nummer 499 Statutgerichtꝰ/ Citauens neuer Terrorakt 30 ſollder Dahlerfolg der memellünder hinfüllig gemacht werden Königsberg, 29. Oktober.(HB⸗Funk.) Der große deutſche Erfolg bei der Memel⸗ wahl, die 24 deutſche gegenüber 5 litauiſchen Abgeordneten in den Landtag gebracht und da⸗ mit die bisherige Zuſammenſetzung des Land⸗ tages wieder ergeben hat, veranlaßt die litaui⸗ ſche Regierung, einen neuen Weg zu beſchreiten, um das ungeſtörte Arbeiten der Autonomie un⸗ möglich zu machen. Die Vorbereitungen ſind dazu ſchon zu An⸗ fang dieſes Jahres getroffen worden. Es wurde ein ſogenanntes„Statutgeſetz“ geſchaffen, durch das ein Statutgericht eingeſetzt werden ſoll, dem das Recht zugeſprochen wird, Ver⸗ waltungsmaßnahmen des Direktoriums des Memelgebietes und Beſchlüſſe des Landtages oder deſſen Geſetze unwirkſam zu machen. Auf dieſe Weiſe ſollen die Memelländer nun ſchon zum fünftenmale nach einer erfolgreichen Land⸗ tagswahl wieder um ihre international garan⸗ tierten Rechte gebracht werden. Es iſt bezeich⸗ nend, daß man bisher nicht gewagt hat, das nach dieſem Geſetz vorgeſehene Statutgericht zuſammenzuſtellen, obwohl das„Statutgeſetz“ bereits ſeit Anfang dieſes Jahres vorliegt. Man hat es vielmehr vorgezogen, damit bis nach den Wahlen zu warten. Ueber das neue Statutgericht und ſeine Zuſammenſetzung kommt jetzt aus Kowno folgende Meldung: Der Staatspräſident hat auf Vorſchlag des Juſtizminiſters nunmehr die Mitglieder des durch Geſetz vom 13. März ds. Is. errichteten ſogenannten Statutgerichtes für das Memel⸗ gebiet ernannt. Vorſitzender dieſes Gerichtes iſt der jeweilige Präſident des litauiſchen oberſten Gerichtshofes, zur Zeit Ciplijan⸗ ſkas. Zu Mitgliedern wurden ernannt: Der Vizevorſitzende des litauiſchen oberſten Ge⸗ das Mitglied des Staatsrates Starkus, der Richter des ober⸗ ſten Gerichtshofes, Brusdailins und der Dozent der Kownoer Univerſität Krivicas. Die Richter des Statutgerichtes werden auf ſieben Jahre ernannt. Sie werden hinſichtlich Aufſicht und Diſziplinarordnung den Richtern des oberſten Gerichtshofes gleichgeſtellt. Die Machtbefugniſſe Das Statutgericht entſcheidet über folgende Fragen: 1. Widerſpruch eines Geſetzes der Zentral⸗ regierung gegen das Statut des Memel⸗ gebietes. 2. Widerſpruch eines Geſetzes des Memel⸗ gebietes gegen das Statut des Memelgebietes. 3. Widerſpruch eines Verwaltungsaktes des Verwaltungsorgans der Zentralregierung gegen das Statut des Memelgebietes. 4. Widerſpruch eines Aktes des Gouverneurs gegen das Statut des Memelgebietes. 5. Widerſpruch eines Vetwaltungsaktes des Memelgebietes gegen das Statut des Memel⸗ gebietes. 6. Widerſpruch eines geſetzlich ungültigen Aktes des Landtages gegen das Statut des Memelgebietes. So lange das Statutgericht ein Geſetz der Zentralregierung oder des Memelgebietes nicht als im Widerſpruch zu dem Memelſtatut befindlich erachtet, kann kein Gericht die An— wendung des Geſetzes der Zentralregierung oder des Memelgebietes verhindern mit der Begründung, daß es dem Statut des Memel⸗ gebietes widerſpreche. Die Klagen beim Statutgericht werden von dem Gouverneur des Memelgebietes, von den Vorſitzenden des Direktoriums und vom litauiſchen Juſtizmini⸗ ſter erhoben. Eine beſtimmte Friſt für Entſcheidungen iſt dieſem Gericht nicht vorgeſchrieben. Die Ur⸗ teile des Gerichtes ſind endgülti g. Der Sinn des Urteils des Statutgerichtes wird vom Gericht ſelbſt erklärt. Die Richtlinien über das Verfahren dieſes Gerichtes werden, ſoweit ſie nicht durch das Geſetz feſtgelegt worden ſind, vom Statutgericht ſelbſt feſtgeſetzt und durch den⸗ Juſtizminiſter beſtätigt. Das neue Sabotagewerkzeug Die erſt jetzt nach dem Ergebnis der Memel⸗ wahl erfolgte Beſetzung des ſchon zu Anfang des Jahres geplanten ſog. Statutgerichtes kann nur ſo ausgelgt werden, daß die litauiſche Regierung auch weiter ihren Willen ungehemmt im Me⸗ melgebiet durchzuſetzen verſuchen wird, ſo wie das bisher durch das litauiſche Direktorium und die Ausſchaltung des Landtages und durch „ſonſtige einſeitige Maßnahmen geſchehen iſt. »Die plötzliche Beſetzung der Richterpoſten des Statutgerichtes erklärt ſich auch damit, daß ſich —————4 Presse-Bild-Zentrale Vinei von dem Eintreffen des letzten Konſuls aus Inzwiſchen iſt die Abreiſe aus Addis Abeba erfolgt. Zur Abreiſe des italieniſchen Geſandten in Addis Abeba: Graf Vincei(links) und ſein erſter Sekretär, Grenet, vor ihrer vorſtehenden Abfahrt, HB-Bildstock die Graf dem Innern des Landes abhängig gemacht hatte. Rechts im Bild einer der abeſſiniſchen Poliziſten, denen die Bewachung in der letzten Zeit oblag!— Das Photo wurde per Flugzeug nach Berlin gefandt. die Tanks ſtoßen ins Ceere Die Abessinier weichen den italienischen Kampfv/ agen aus Addis Abeba, 29. Oktober.(HB⸗Funk.) Amtliche abeſſiniſche Meldungen vom Kriegs⸗ ſchauplatz berichten über eine erneute Aktivität der italieniſchen Truppen an der Südfront. Am Montag ſoll im Tal des Barrai⸗Fluſſes ein kleinerer Tankangriff der Italiener ohne beſon⸗ dere Erfolge durchgeführt worden ſein, da die abeſſiniſchen Truppen ſolchen Angriffen beſon⸗ ders ausweichen. Im Verlauf dieſer italieni⸗ ſchen Aktion ſollen einige Ortſchaften, darunter insbeſondere Gabredarre, im Fafan⸗Tal, bom⸗ bardiert worden ſein. An der Nordfront ſollen auch weiterhin keine größeren Aktionen erfolgt ſein. Lediglich italieniſche Aufklärungsflieger ſind wie an den Vortagen in Tätigkeit. Wie hier behauptet wird, unternehmen die Italiener ihre Erkundungsvorſtöße an der Nordfront nur mit Eingeborenentruppen, die dann zum Teil auf die abeſſiniſche Seite überliefen. Die abeſſiniſchen Trup⸗ pen würden ſich an der Nordfront auch weiter⸗ hin von den italieniſchen Truppen löſen, um dieſe aus ihren eingebauten Stellungen heraus⸗ zulocken. Kampfhandlungen größeren Stils, die eine einheitliche Linie erkennen laſſen, fin⸗ den nicht ſtatt. Zeitungsmeldungen über ein angebliches Bombardement auf die Städte Harrar und dDeſſie werden hier beſtritten. Wechſel im abeſſiniſchen Kriegsminiſterium Im abeſſiniſchen Kriegsminiſterium ſoll nach einer amtlichen Verlautbarung ein Wechſel vor⸗ genommen werden. Der frühere Kriegsminiſter Birru, der jetzt aus der Verbannung zurückge⸗ kehrt iſt, ſoll Ras Moulougetas erſetzen. Ras Moulougetas wird zum Gouverneur der Godjam⸗Provinz ernannt werden. Dienstag, 29. Oktober 1935, Die Auflöſung des engliſchen Parlaments Die königliche Proklamation über die Auflöſung des Parlaments in England erfolgte nach altem Brauch durch den öffentlichen Ausrufer auf den Stufen der Börſe in London. Unſer Bild zeigt den in alter⸗ tümlicher Tracht gekleideten Ausrufer beim Verleſen Pressebildzentrale der Urkunde. HB-Bildstock Litauen vorſorglich einen Hebel vorbereitet, mit dem es den neuen Landtag und das auf Grund des Wahlergebniſſes zu bildende Direk⸗ torium in entſcheidenden Fragen jederzeit aus den Angeln heben kann. Damit erweiſt ſich die Vermutung als richtig, daß das Statutgericht, das in Kompetenzſtreitigkeiten zwiſchen der Zentralregierung und den auto⸗ nomen Organen des Memelgebietes entſcheiden ſoll, von Litauen als jenes Werkzeug betrachtet wird, mit dem der Erfolg der Memelwahl unter dem Deckmantel richterlicher Unparteilich⸗ keit praktiſch zunichte gemacht werden kann. Einſeitige Zuſammenſetzung Das Gericht iſt aus vier Kownoern und nur einem, aber natürlich ſtocklita uiſchen Me⸗ melländer zuſammengeſetzt und ſichert alſo der Zentralregierung jedes politiſch erwünſchte Ur⸗ teil. Beſonders bedeutſam iſt die Beſtimmung, daß das Gericht für ſeine Urteilsfindung an keine Friſt gebunden iſt. Es kann ſich daher nach Lage der Dinge und den politiſchen Bedürfniſſen auf Jahre hinaus enthalten. Mit ſolchen Verzögerungen wird z. B. dann zu rechnen ſein, wenn ein den Willen der Mehr⸗ heit vertretendes Direktorium gegen eine Maß⸗ nahme des Gouverneurs beim Statutgericht klagbar werden muß, die betreffende Maß⸗ nahme aber bis zur beliebig aufgeſchobenen Entſcheidung des Gerichts nicht außer Kraft geſetzt werden kann. Eine grobe Entſtellung Aus dem von den vier Großmächten garan⸗ tierten Memelſtatut, deſſen Auslegung dem Völkerbundsrat und dem Haager Gerichtshof vorbehalten war, iſt ſomit ein Rechtsmittel ge⸗ worden, das von einem einſeitig zuſam⸗ mengeſetzten litauiſchen Gerichts⸗ hof ausgelegt werden ſoll. Ein derartiges Statutgericht iſt nach dem Memelſtatut in keiner Weiſe vorgeſehen. Es entſpricht ebenſo wenig wie das„Statutgeſetz“ dieſem Statut. Es iſt aber auch unmöglich, daß ein von Litauen ein⸗ ſeitig zuſammengeſetztes Gericht über die Aus⸗ legung eines internationalen Vertrages ent⸗ ſcheiden kann, der von vier Großmächten unter⸗ zeichnet worden iſt. Dieſes„Statutgeſetz“ kann deshalb weder für die Memelländer noch für die übrigen Vertragspartner als bindend gel⸗ ten. Es könnte dieſem Gericht höchſt ens eine beratende Funktion für die Ent⸗ ſcheidung der litauiſchen Regierung beigemeſſen werden, keineswegs aber eine entſcheidende Be⸗ deutung in der Auslegung von Statutbeſtim⸗ mungen, die international garantiert worden ſind. Nach Artikel 17 des Statuts kann die litauiſche Regierung bei Meinungsverſchieden⸗ heiten in der Auslegung des Statuts keines⸗ wegs allein entſcheiden. Sie iſt im Gegenteil dazu verpflichtet, ſich den Entſcheidungen des ſtändigen Gerichtshofes im Haag zu fügen. Glückwunſch des Führers an Atatürk Berlin, 29. Oktober.(HB⸗Funk.) Der Führer und Reichskanzler hat dem Präſi⸗ denten der türkiſchen Republik, Herrn Kemal Atatürk, anläßlich des türkiſchen National⸗ ſeine herzlichſten Glückwünſche über⸗ mittel. Deutſchlands Krieg. Madrid, 29. Oktober. Allmählich beginnt ſich die Erkenntnis von der Richtigkeit der deutſchen Politik auch im Ausland immer mehr durchzuſetzen. Gerade in dieſen Tagen, da Genf ſich noch einmal mit aller Kraft hoch aufbäumt, um die Berechtigung des Völkerbundes zu beweiſen, beſinnt man ſich ſeiner bisherigen Leiſtungen zur Befriedung ves politiſchen Lebens gerade in Europa und ſtellt dieſen Verſuchen, die über kleine Anfänge nie heraus kamen, Deutſchlands tatſächliche Lei⸗ ſtungen in der Sicherung des Friedens außer⸗ halb des Genfer Rahmens gegenüber. Eine politik der Tat Die Madrider Zeitung„Informacio⸗ nes“ iſt es heute, die Deutſchlands Haltung in einem Leitartikel zum Ausdruck bringt. Sie unterſucht zunächſt die Gründe, die zum Aus⸗ tritt Deutſchlands aus dem Völkerbund führ⸗ ten. Wenn etwas Deutſchlands Haltung recht⸗ fertige, ſagt das Blatt, ſo ſeien es die jüngſten Ereigniſſe in Genf, wo man die Nationen zu einer zweideutigen„Neutralität“ in der Sanktionsfrage zwinge. Der Krieg, den Deutſchland ſeit einiger Zeit führe, ſei die Er⸗ oberung des Volkes und der Nation für die nationalſozialiſtiſche Weltanſchauung, die ein⸗ zige, die ein Zerreißen der Feſſeln, die von außen her um das Volk gelegt worden ſeien, ermöglicht habe, die einzige auch, die es fertig gebracht habe, durch Landgeminnung innerhalb der eigenen Landesgrenzen das tägliche Brot der Nation ſicher zu ſtellen. Das ſei Seine Haltung im abeſſiniſch⸗italieniſchen Streitfall ſei der Ausdruck klarer politiſcher Grundſätze, die jedermann kenne. Deutſchland Wieltbiſd(M) Neue uUniformen für die iriſchen Offiziere. Offiziere der kriſchen Reitermannſchaft in alter und neuer Uniform, rechts in neuer Uniform Capt. J. K. Lewis, der in dieſem Jahr in London den Königs⸗ pokal gewann. Die neuen Uniformen, die bei feſtlichen Anläſſen getragen werden, ſind für die einzelnen Heeresgattungen verſchieden. Deutſchland, Inſel des Friedens Die spanische Zeitung„lnformaciones“ üher unsere Politik miſche ſich jedenfalls nicht in Dinge, die ſeinen Belangen fern lägen. Es kenne nur das eine Ziel, die Wirtſchaft von der Plage der Un⸗ tätigkeit zu befreien, nationalen Kräften wieder neues Leben zu geben und das ſoziale Leben im Sinne einer wirklichen Volksgemeinſchaft ohne Klaſſenkämpfe und ohne Sonderintereſſen neu zu organiſteren. Daher ſei es jederzeit bereit, mit allen Nachbarſtaaten Nichtangriffs⸗ pakte abzuſchließen. Und das öffentliche Gewiſſenꝰ Aber noch eine andere Tatſache rechtfertigt die deutſche Einſtellung zu Genf: faſt täglich wiederholten ſich an der deutſchen Grenze Fälle, in denen Bürger deutſcher Herkunft ver⸗ folgt und mit falſchen Angaben gemartert wür⸗ den, da ſie ihr Deutſchtum nicht aufgeben, ſon⸗ dern auf das ihnen in„heiligen Verträgen garantierte“ Recht pochten. Selbſt das„öffent⸗ liche Gewiſſen“ rühre ſich nicht, die Garantie⸗ mächte hüllten ſich in Stillſchweigen. Solange es aber Völkerbundsſtaaten im Herzen Euro⸗ pas gebe, die in dieſer Weiſe ihre menſchlichen Pflichten und die dem deutſchen Volke gege⸗ benen Verſprechen nicht achteten, müſſe es Deutſchland völlig gleichgültig bleiben, ob im abeſſiniſchen Streit der europäiſche oder der afrikaniſche Teil ſeine Völkerbundspflichten nicht erfülle. Die feimkehr Otto Laubingers Berlin, 29. Oktober. Die ſterbliche Hülle des ſo früh aus ſeinem großen Wirkungskreis entriſſenen Präſidenten der Reichstheaterkammer Otto Laubinger Die Einweihung der Haffkampen an der Nogat Am Nogathaff fand die feierliche Einweihung des größten bisher in Deutſchland eingedeichten Siedungs⸗ gebiets ſtatt. 20 Kilometer neue Deiche erſchließen hier in den Hafftampen 6800 Morgen wertvollſtes Kultur⸗ Weltbild(M) land Die erſte Ernte 1935 brachte ſchon 100 000 Zentner Getreide. Unſere Aufnahme zeigt einen Blick auf die Buddingbrücke, die mit 90 Metern Länge die Nogatpolder 1 und II verbindet traf Dienstag früh aus Bad Nauheim auf dem Potsdamer Bahnhof in Berlin ein. Zahlreiche Schauſpieler, die Abteilungsleiter des Mini⸗ ſteriums für Volksaufklärung und Propaganda und die Politiſchen Leiter ſeiner Ortsgruppe weilten auf dem Bahnhof bei der Ankunft des Zuges und gaben dem Sarg das Ehrengeleit. Die ſterbliche Hülle Otto Laubingers wird in der Kapelle des Georgen⸗Friedhofs aufge⸗ bahrt. Am Donnerstagmittag findet für den großen Künſtler und unbeirrbaren Kämpfer der Bewegung in der Volksbühne eine Trauerfeier ſtatt. nücktritt des ſpaniſchen ſiabinetts Bisheriger NMinĩsterprãsident mit der Neubildung hbeauftragt Madrid, 29. Okt.(HB⸗Funk.) Der ſpaniſche Miniſterpräſident und Finanz⸗ miniſter Chapaprieta hat dem Staatspräſidenten den Rücktritt des Geſamtkabinetts mitgeteilt und iſt von dieſem ſofort mit der Neubildung der Regierung beauftragt worden. Chapaprieta beabſichtigt, die durch den Fall Strauß kompro⸗ mittierten aber nicht beſchuldigten Miniſter Ler⸗ roux und Rocha durch zwei andere radikale Ab⸗ geordnete zu erſetzen. Ueber die Vorgeſchichte wird folgendes bekannt: Die Cortesſitzung verlief ſtürmiſch und nicht ohne Ueberraſchungen. Zuerſt verteidigten ſich die beiden der paſſiven Beſtechung angeklagten radikalen Abgeordneten Blasco Ibanez und Salazar Alonſo. Auch Außenmini⸗ ſter Lerroux verteidigte ſich mit großer Energie, insbeſondere gegen die Behauptung eines monarchiſtiſchen Abgeordneten, daß zwi⸗ ſchen ihm und ſeinem in den Skandal ver⸗ wickelten Neffen irgendwelche Verbindung in dieſer Angelegenheit beſtanden habe. Beſonders ſtürmiſch wurde die Sitzung, als Kriegsmini⸗ ſter Gil Robles auf die Haltung des Präſi⸗ denten der Republik anſpielte, der mehrere Wochen lang die Akten über den Skandal in Händen gehabt habe, ohne ſie den ordentlichen Behörden zu übergeben. Schließlich wurde der Bericht der Unter⸗ ſuchungskommiſſion einſtimmig angenommen. eeee urr-ren n n erge deeeeeeeeeee eeemenee — Das Recht vom Schein zu ſondern Die rechtspolitiſche Hufgabe des deutſchen zungfuriſten Die Jungjuriſten von heute ſind die Studen⸗ ten von geſtern und die Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte von morgen. Als Studenten ſind ſie bisher ſemeſterlang durch die Schule der liberalen Univerſitätsausbildung gegangen. Als die Rechtswahrer der Zukunft aber fällt ihnen die Aufgabe zu, einer neuen Rechtsauffaſſung in Theorie und Praxis zum endgültigen Durch⸗ bruch zu verhelfen. In dem Zeitpunkt, da der junge Juriſt einer früheren Zeit ſeine Ausbildung im großen und ganzen bereits abgeſchloſſen hatte, muß der Jungjuriſt von heute einen neuen Anſang machen. Er muß zunächſt einmal alles ver⸗ geſſen, was ihm die geheimrätliche Wiſſenſchaft Kolleg für Kolleg beigebogen hat. Dieſes Ver⸗ geſſen iſt eine große Kunſt, weil die Trugſchlüſſe der liberalen Rechtslehre nicht nur in den Kopf hineingeſetzt werden, ſondern ſich mit einer gif⸗ tigen Hartnückigkeit in Fleiſch und Blut hinein⸗ freſſen. Der Rechtsſtudent mußte ſich früher— und er muß es teilweiſe noch heute— in ſeiner intellektuellen Unſchuld bedroht fühlen. Er be⸗ fand ſich im Stande ununterbrochener Abwehr, wenn er ſich nicht von vornherein ergeben hatte. Die ſich nicht ergeben haben und ſich nie er⸗ geben werden, ſind heute die Bannerträger einer neuen Zukunft des Rechts. Sie ſtehen nach wie vor im Kampfe und dürfen in keinem Augen⸗ blicke die— für die„Karriere“ höchſt gefähr⸗ liche— Auseinanderſetzung mit den Mächten der alten Zeit ſcheuen. Das Dritte Reich iſt dem deutſchen Volke nicht in den Schoß gefallen, ſondern durch die Bewegung mit Blut und Seele erkämpft worden. Dieſer Kampf war kein reiner Macht kampf, wie es andere Revolu⸗ konskämpfe ſein und geweſen ſein mögen, die ſich die Durchſetzung von Teil⸗ und Standes⸗ intereſſen zum Ziele geſetzt hatten, ſondern ein Kampf um das Lebensrecht des deutſchen Voltes. In dem Kampf um das Recht auf Leben und Exiſtenz der Volksgemeinſchaft nach innen und nach außen iſt die ganze Rechtsreform vorweggenommen. Auf dieſer Grundtatſache des Dritten Reiches allein baut jede Rechtserneue⸗ rung auf. Außerhalb ihrer iſt eine Rechts⸗ erneuerung üÜberhaupt nicht moͤglich. Infolge⸗ deſſen kann ſich die auf ein neues„deutſches Ge⸗ meinrecht“ gerichtete Bewegung nicht im luft⸗ leeren Raum vollziehen, nicht im Bereich ge⸗ danklicher Konſtruktionen, ſondern einzig und allein in den Herzen und den Köpfen derjeni⸗ gen, denen die Sorge um das Recht des Volles von Berufs wegen anvertraut iſt. So'etwas geht nicht von heute auf morgen. Aber morgen wird eine Jugend auf ihrem Platze ſtehen müſſen, die geſtern noch in den Fängen der liberalen Machthaber des Geiſtes um ihre Freiheit rang, und zwar um ihre Frei⸗ heit, nationalſozialiſtiſch empfinden und denken zu dürfen, weil nur ſo die Freiheit gewonnen werden kann, ſpäter einmal nationalſozialiſtiſch Recht ſprechen zu können. Dieſe Jugend glaubt an keine Freiheit, die nicht im Nationalſozialismus gegründet iſt. Sie kennt keine Freiheit außer der, die in der Treue gegen den Willen des Führers beſteht. Sie weiß, daß die vielberufene richterliche Un⸗ abhängigkeit für ſie keinen anderen Sinn haben kann, als den, frei für das Lebensrecht der Volksgemeinſchaft zu ſein. Jede Unabhängigkeit wird zur Anarchie, zur ſchrankenloſen Willkür, wenn ihr nicht auf der anderen Seite eine eben⸗ Dieſe Ab⸗ hängigkeit wurde früher in der ſogenannten „Bindung ans Geſetz“ geſehen. Gut, wir nehmen ſo ſtarke Abhängigkeit entſpricht. Sodann ſchritt man zur Abſtimmung über den Paragraphen, in dem die„moraliſche Ver⸗ urteilung“ des radikalen Abgeordneten Sa⸗ lazar Alonſo, der am Montagmorgen erſt als Bürgermeiſter ſeines Amtes enthoben worden war, und des gleichfalls radikalen Abgeordne⸗ ten Blasco Ibanez ausgeſprochen wird. Die Verurteilung des Erſteren wurde von den Cor⸗ tes mit 140 gegen 137 Stimmen abgelehnt, da⸗ gegen billigte das Haus die Verurteilung des letzteren mit 190 gegen 70 Stimmen. Die Sit⸗ zung wurde darauf in einer Atmoſphäre der Verwirrung und der Ungewißheit über das Schickſal des Kabinetts geſchloſſen. Dunkle müchte in flegypten apd. Kairo, 29. Oktober. Wie jetzt erſt durch eine Kriegsgerichtsver⸗ handlung bekannt wird, iſt der Geheim⸗Code der ügyptiſchen Armee Anfang September ſpur⸗ los verſchwunden und mufßte durch einen neuen Code erſetzt werden. Nach den über dieſen geheimnisvollen Fall vorliegenden Mitteilungen ſchickte der Kriegs⸗ miniſter den Code in einem verſiegelten Um⸗ ſchlag an den kommandierenden Offizier des in Abbaſſia ſtationierten Infanterie⸗Bataillons. Der mit der Ueberbringung beauftragte Soldat übergab den Umſchlag in Abbaſſia einem Un⸗ teroffizier, der ihn ſpäter ſeinem Vorgeſetzten reeeeeere ceneeeeeeneseerprhaenan-kkürhpahmupn.fenerrpreeniferihhrer ra rate nnepcuseriht benmer tariregrnanttenrhnnenet aushändigte, worauf dieſer den Umſchlag mit dem Brief des Kriegsminiſters in einen zweiten Umſchlag tat, ihn ebenfalls verſiegelte und ſpäter dem kommandierenden Offizier übergb. Als dieſer den Brief des Kriegsminiſters öff: nete, war der Code jedoch verſchwun⸗ den. Wie die Nachforſchungen ergaben, muß der Code auf dem Wege vom Kriegsminiſterium nach Abbaſſia entwendet worden ſein. Der mit der Ueberbringung betraute Soldat ſowie der Unteroffizier in Abbaſſia wurden daher vor ein Kriegsgericht geſtellt. Das Urteil des Kriegs⸗ gerichts iſt bisher noch nicht veröffentlicht worden. Zurchtbare Ueberſchwemmung in Cokio Tokio, 29. Oktober. Am Montagnachmittag wurden die erſten amtlichen Berichte über die Folgen der Unwet⸗ terkataſtrophe bekanntgegeben, die ſich am Sonn⸗ tag in Japan ereignete. In Tokio ſtehen danach 31577 Häuſer unter Waſſer, in Nagoja 15 000. In dem Dorf Tazuda wurden durch einen Erd⸗ rutſch 30 Menſchen lebend begrabend. In fürze Paris. Die Pariſer Preſſe beobachtet wei⸗ terhin völlige Zurückhaltung gegenüber der Entwicklung des Abeſſinienſtreites.„Petit Pa⸗ riſien“, das eine Ausnahme macht, ſagt, daß nicht nur die Miniſter, ſondern auch die Afrika⸗ referenten in den Außenminiſterien von Patis und London eifrig nach einer Löſung ſuchten. Paris. Das„Journal“ ſieht in der gleich⸗ zeitigen Reiſe Lavals und Hoares nach Genf eine Art Kundgebung, die zum Ausdruck brin⸗ gen ſolle, daß Frankreich zur Verteidigung des Völkerbundsvertrages an Englands Seite ſtehe. 4. London. Die britiſchen Fäſchiſten werden keine eigenen Kandidaten für die Neuwahlen aufſtellen. 4 —— *. Warſchau. Das polniſche Militärblatt „Polſka Zbrojna“ lehnt den tſchechoflowakiſchen Vorſchlag eines Schiedsgerichtes zwiſchen Po⸗ len und der Tſchechoſlowakei ab. dieſes Wort auf: Der Wille des Führers iſt unſer oberſtes Geſetz, von dem alle anderen Geſetze ihre Kraft und Gültigkeit her⸗ leiten. Es iſt darum die Aufgabe der jungen Rechtswahrergeneration, ſich politiſch, welt⸗ anſchaulich und fachlich ſo zu ſchulen, daß ſie be⸗ fähigt iſt, in allen Dingen und zu jeder Zeit nur den Willen des Führers zu vollziehen, da⸗ mit niemals etwas als„Recht“ erſcheint, was nicht Recht üſt. In der Proklamation des Reichsparteitages der Freiheit ſagte der Führer mit Bezug auf die Lage in der„Welt“ außer uns:„Das Recht iſt ſchwach und der Schein re⸗ giert die Welt“. Für die innerdeutſche Lage ſoll dieſer Satz niemals die geringſte Berechtigung haben. Es gibt keinen gefährlicheren Gegenſatz als den von „Recht“ und„Schein“. Denn Recht und Unrecht ſind für einen geſunden Verſtand leicht zu unterſcheiden, wenn ſie offen zutage treten. Jedoch pflegt ſich im Leben das Unrecht mit dem„Schein“ des Rechts zu umgeben. Und die Tätigkeit des Rechtswahrers beſteht zum größten Teil darin, dem als Recht getarnten Unrecht dieſen Rechtsſchein zu nehmen. Viele Juriſten, die uns heute als die Reſtbeſtände der Ver⸗ gangenheit erſcheinen und deren natürliches Ver⸗ ſchwinden wir abwarten können, glaubten, die Unterſcheidung von Recht und Schein am toten Geſetzesbuchſtaben ausrichten zu können. Der junge Rechtswahrer von heute aber hält den toten Buchſtaben ſelbſt für Schein und glaubt, daß nur die innere Uebereinſtimmung zwiſchen dem Willen des Rechtswahrers als eines Ge⸗ folgsmannes mit dem Willen des Führers eine rechte Geſetzesanwendung gewährleiſtet. Es iſt darum ſein Ziel, das ihm durch nichts und niemanden verdunkelt werden kann, die Ein⸗ heit der Geſetzeskunde und der un⸗ bedingten Gefolgſchaftstreue her⸗ zuſtellen. Denn auf keine andere Weiſe iſt es möglich, das Recht vom Schein zu ſondern. Bg. Waldoper Zoppot 1936. Die Waldoper Zop⸗ pot bringt im Sommer 1936 unter der Geſam⸗ leitung von Hermann Merz den„Rienzi“ am 23. und 26. Juli, den„Parſifal“ am 28. und 30. Juli ſowie am 2. und 4. Auguſt zur Auf⸗ führung. Ferner finden am 25. Juli und guf geh Es kli bote, Her Verbeugr ſter bei d briefes f. halt: Erw Unterſchri iſt gut! Tientſin i man für immerhin allein in fache Vor würde. Hier Schiffsliſt 5 geht di lich zwei Boy wie fer gepackt angewinkt im„Jap „Wunſchze lungen ſa Takamura und ſcho 1. Klaſſen pflegung“ Hand gedr Und wie „Koſtet?“ Zehn Pei in allem? Takamura feſter Prei, ich ihm ül mit Knüp meine gezi und dafür kung, daß kleines Sch —— flitte ſein, Haup ſerdicht, kip heil und ſi richtig! Je „Maru“, es und kommt vor, wie un Außer F. Reiſebüro c zwar kleine nir“, darun „Stockna marke. Die gelben Nach hal Hafen endl einem Rickn hafen⸗Schler Nicht nur„ schipp“, deſſ abſchneidet. Kulis in ni gelben Soja erinnern, an chineſiſchen? Pack und Ki rückkehren, u ——◻— Sieg Harald Kr Es gibt w⸗ 1. Auguſt zwei große Feſtkonzerte auf der Wald⸗ bühne ſtatt. Film-Hachrichten Spielleiter Arthur Robiſon T. Nach kurzer, Art Krankheit verſtarb der Filmregiſſeur r. Arthur Robiſon im Alter von 52 Jah⸗ Gerade in dieſen Tagen beendete er die Aufnahmen für den Film„Der Student von ren. Prag“. Seine jahrelange Arbeit innerhalb des deutſchen Filmſchaffens wird die Erinnerung an dieſen Amerikaner wachhalten. 4 „Frieſennot“, Der Anfang November zur Uraufführung gelangende Großfilm„Frieſen⸗ not“ trägt den Untertitel„Deutſches Schickſal auf ruſſiſcher Erde“. Er wird angekündigt als ein Film von Werner Kortwich, Peter Hagen, Sepp Allgeier und Walter Gronoſtay. Dieſe Kollektiv benennung der führenden Geſtalter iſt ein er⸗ freuliches Bekenntnis zur filmiſchen Gemein⸗ ſchaftsarbeit, in der der Spielleiter der gleich⸗ wertigen Ergänzung durch den Autor, den Kameramann und den Muſiker bedarf. Deutſche Filme— draußen. Die Kreuzer „Emden“ und„Karlsruhe“, die in dieſen Ta⸗ gen zu einer mehrere Monate dauernden Aus⸗ landsreiſe in See gehen, haben je eine Kopie der Trenker⸗Filme„Der verlorene Sohn“ und„Der Rebel!“ an Bord, um dieſe Filme in den anzulaufenden Häfen den auslands⸗ deutſchen Volksgenoſſen vorführen zu können. Karl Melzer in der Führung des Amateur⸗ bundes. Der Geſchäftsführer der Reichsfilm⸗ kammer, Karl Melzer, hat die Führung des Bundes deutſcher Filmamateure übernommen. Geſchäftsführer bleibt weiterhin Dr. Plau⸗ mann. der ſo vollko Ausdruckskra tuitivem Geſ vermag wie dieſer wahrh⸗ ſchlechthin vo Syntheſe a Kräfte, die ſ die Erneueru fung eines ei mühen. Hier, man deutlich, für die künſt! Lager der Tä. „modern“ tan aller Künſte! ſtaltet, er ma ſelbſt zum e Schaffenden Werk. Das E die innere zers, und ſie⸗ von der For drängt, den re des Bühnenge iſt ebenſo wer mit beziehun niſchen Fertig Richtung ſo of mißverſtanden⸗ effekten und al richtige Maß, tiefſtem Ausdr beherrſchung, in der Kunſt! Man beachte zart tanzt, ein zer Wigmanſch ders kritiſch be leerer Geſtit ſtecken, ebenſo Weltbild(M) Siedlungs⸗ lſtes Kultur⸗ en Blick auf imſchlag mit inen zweiten ſiegelte und zier übergab. niniſters öff⸗ erſchwun⸗ rgaben, muß sminiſterium ein. Der mit at ſowie der daher vor ein des veröffentlicht in Tokio 9. Oktober. die erſten der Unwet⸗ ich am Sonn⸗ ſtehen danach agoja 15000. ch einen Erd⸗ nd. obachtet wei⸗ genüber der .„Petit Pa⸗ ht, ſagt, daß ch die Afritz⸗ n von Paris ſung ſuchten. in der gleich⸗ s nach Genf usdruck brin⸗ teidigung des s Seite ſtehe. hiſten werden e Neuwahlen Militärblatt oſlowakiſchen zwiſchen Po⸗ zaldoper Zop⸗ r der Geſamt⸗ „Rienzi“ am am 28. und guſt zur Auf⸗ 5. Juli und auf der Wald⸗ en Nach kurzer, Filmregiſſeur von 52 Jah⸗ eendete er die Student von innerhalb des e Erinnerung kovember zur ilm„Frieſen⸗ „Deutſches Erde“. Er von Werner pAllgeier eſe Kollektiv⸗ ter iſt ein e⸗ 3 4 . ——— chen Gemein⸗ ter der gleich⸗ Autor, den darf. Die Kreuzer in dieſen Ta⸗ uernden Aus⸗ je eine Kopie ene Sohn“ m dieſe Filme en auslands⸗ zu können. des Amateut⸗ r Reichsfilm⸗ Führung des übernommen. Dr. Plau⸗ auf bts! Dairen, Ende Oktober. uf gehts! Es klingelt.—— Draußen ſteht der Poſt⸗ bote, Herr Fu, und überreicht mir mit einer Verbeugung, wie ſie nur ein Oberbürgermei⸗ ſter bei der Aushändigung eines Ehrenbürger⸗ briefes fertig bekommt, ein Telegramm. In⸗ halt: Erwarte Sie in Tientſin. Sofort kommen. Unterſchrift.“—„Hm!...“ So fort kommen iſt gut! Dairen liegt in der Mandſchurei und Tientſin in China, und mit dem Schiff braucht man für dieſe Reiſe rund 28 Stunden. Alſo immerhin eine kleine Expedition, die daheim allein in Sachen Viſen und Deviſen die drei⸗ fache Vorbereitungszeit in Anſpruch nehmen würde. Hier iſt die Sache weſentlich einfacher: Schiffsliſte nachgeſehen... großartig! Um 5 geht die„Micki⸗Maru“, alſo noch reich⸗ lich zwei Stunden Zeit. Schon hat der Herr Boy wie ein perfekter Kammerdiener den Kof⸗ fer gepackt, vom Fenſter einen„Motorcar“ her⸗ angewinkt, und zehn Minuten ſpäter ſteht man im„Japaneſe Turiſt Bureau“. Füllt den „Wunſchzettel“ aus, der durch ein paar Abtei⸗ lungen ſauſt, an der„Enoſtation“ ſteht Herr Takamura, lächelt höflich, ſagt„Bitte ſehr“, und ſchon bekommt man die„Fahrkarte 1. Klaſſe mit Kabine, Bettplatz und voller Ver⸗ pflegung“ in einem ſchönen Tütchen in die Hand gedrückt. Und wie billig! „Koſtet?“——„Zehn Pen!“——„Waaas? Zehn Nen(ſieben Reichsmark)... alles in allem? Für die ganze Fahrt?“—— Herr Takamura lächelt etwas unſicher:„Jawohl feſter Preis... kein Aufſchlag!“—— Worauf ich ihm über dieſen, jede fremde Konkurrenz mit Knüppeln erſchlagenden niedrigen Satz meine geziemende Verwunderung ausſpreche und dafür mit der entſchuldigenden Bemer⸗ kung, daß es ſich nur um„e lttel Schipp“(ein kleines Schiff) handele, beruhigt werde. Nun —— littel“ oder„big“... mir ſoll es recht ſein, Hauptſache, dieſe„Micki⸗Maru“ iſt waſ⸗ ſerdicht, kippt im Taifun nicht um und kommt heil und ſicher in Tientſin an. Uebrigens. richtig! Jedes japaniſche Zivilſchiff endet auf „Maru“, es bedeutet wörtlich überſetzt„rund“ und kommt den Japanern genau ſo ſonderbar vor, wie uns. Außer Fahrkarten kann man ſich in dieſem Reiſebüro auch noch Andenken kaufen. Und zwar kleine Tütchen mit der Aufſchrift„Suve⸗ nir“, darunter ſteht das deutſche Wort „Stocknagel“ und die japaniſche Fabrik⸗ marke. Die gelben Fahrgäſte Nach halbſtündigem Suchen im Dairener Hafen endlich die„Micki⸗Maru“, die neben einem Rickmers⸗Dampfer wie ein kleiner Elb⸗ hafen⸗Schlepper wirkt, gefunden. In der Tat! Nicht nur„e üttel“ ſondern ſogar„e very littel schipp“, deſſen Bordkante mit Oberkante Kai abſchneidet. Grade rollen knoblauchduftende Kulis in nicht abreißender Kette die großen gelben Soja⸗Bohnen⸗Kuchen, die an Käſeräder erinnern, an Bord, das Vordeck wimmelt von chineſiſchen Wanderarbeitern, die mit Sack und Pack und Kind und Kegel nach Nordchina zu⸗ rückkehren, und die den weißen Mann ſchwei⸗ eeee, Sieg der Tanzkunſt Harald Kreutzberg tanzt im Muſenſaal Es gibt wohl keinen Tänzer der Gegenwart, der ſo vollkommen alle Mittel der tänzeriſchen Ausdruckskraft beherrſcht, und der aus in⸗ tuitivem Geſtaltungsvermögen ſo hinzureißen vermag wie Harald Kreutzberg. Was dieſer wahrhaft ſchöpferiſche Künſtler zeigt, iſt ſchlechthin vollkommener Tanz, iſt die große Syntheſe all jener künſtleriſch wirkſamen Kräfte, die ſich bereits ſeit Jahrzehnten um die Erneuerung der Tanzkunſt und die Schaf⸗ fung eines eigenen, deutſchen Tanzſtils be⸗ mühen. Hier, am vollkommenen Beiſpiel, merkte man deutlich, wie nebenſächlich es im Grunde für die künſtleriſche Leiſtung iſt, aus welchem Lager der Tänzer ſtammt, ob er„klaſſiſch“ oder „modern“ tanzt. Der Tanz als die perſönlichſte aller Künſte wird ja nicht von außen her ge⸗ ſtaltet, er macht vielmehr den Menſchen ſelbſt zum Objekt ſeiner Schöpfung, ſtellt den Schaffenden jeweils mitten hinein in ſein Werk. Das Entſcheidende bleibt deshalb immer die innere Ausdruckskraft des Tän⸗ zers, und ſie allein iſt es auch, die unabhängig don der Form, in der ſie zur Geſtaltung drängt, den rezeptiven Zuſchauer in den Bann des Bühnengeſchehens zu ziehen vermag. Tanz iſt ebenſo wenig ein ballettmäßiges Brillieren mit beziehungslos aneinandergereihten tech⸗ niſchen Fertigkeiten, wie das in der modernen Richtung ſo oft geübte(und deshalb ebenſo oft mißverſtandene) Experimentieren mit Geräuſch⸗ effekten und abſoluten Ausdrucksgebärden. Das richtige Maß, die Verbindung von Geiſt mit tiefſtem Ausdrucksvermögen und letzter Körper⸗ beherrſchung, wird auf eine beglückende Weiſe in der Kunſt Kreutzbergs offenbar. Man beachte etwa, wie dieſer Künſtler Mo⸗ zart tanzt, eine Muſit, die man für einen Tän⸗ zer Wigmanſcher Prägung immer als beſon⸗ ders kritiſch betrachtet. Er bleibt hier nicht in leerer Geſtit oder in zerfließender Weichheit ſtecken, ebenſo wenig, wie er Ballett⸗Pirouetten Mit der„Midei II der„Midsi-Maru Eiwas von meinen Japanischen Dassagier dampiern, merlm (Von unferem ſt àndigen Mandſchuktuo⸗Vertreter Hans Tröbſt) gend und neugierig wie einen dem Zoologiſchen Garten entſprungenen Rieſenaffen anſtarren. Im Kinderbettchen Man klettert ein ſteiles, eiſernes Treppchen hinauf und wird oben vom japaniſchen „Stuart“ genau ſo feierlich—— was ſage ich!—— viel feierlicher wie auf der„Bremen“ begrüßt. Bei der Verbeugung ſchrumpft der kleine Mann förmlich in ſich zuſammen, er wird gewiſſermaßen„unſichtbar“ und zieht beim Niedergehen in die Tiefe den alſo be⸗ grüßten Fahrgaſt unweigerlich„mit“ und„zu ſich“ hinab. Beim Wiederaufrichten ſchlage ich iübhers gelbe Meer lrdigen Sitien, Winzigen Beiien, billigen Preisen den, ganz eng anliegenden Seidenkleid mit Bubikopf und rot polierten Fingernägeln einen mondänen, etwas„verlängerten Nachtriegstyp“ vor. Jeder Zoll eine Chineſin, eine Schlange mit Menſchenkopf, rätſelhaft und undurchſichtig wie ihr Land, anziehend und abſtoßend zugleich. Dafür iſt die ſechsjährige Tochter im blauen Rock und weißer Matroſenbluſe nichts weiter als das verſachlichte, amerikaniſche„Schul⸗ Görl“, Marke„freche Göhre“— das Ganze drei Typen und drei Zeitalter auf einer klei⸗ nen Bank in der kleinen„Micki⸗Maru“ ver⸗ einigt.— Es ſpeiſen ſerner: zwei würdige, ſchweigende Japaner in ihren braunen, weiten, Pressebildzentrale Das Buch kommt in die Werkſtatt HB-Bildstock Der junge Dichter Wolfram Brockmeyer bei ſeiner Vorleſung in den Lehrwerkſtätten der ACEG. mir die erſte Beule in den Schädel, weil der gedeckte Gang nicht für Gulliver⸗Maße berech⸗ net iſt. Auch die Kabine„en miniature“, aber blitzſauber: im Wandſchränkchen liegen Zahn⸗ ſtocher, bunte Streichholzſchachteln und zwei Pakete Zigaretten zur gefälligen Benutzung be⸗ reit, in dem kleinen Schlaf⸗Wand⸗Sarg muß man allerdings die Beine etwas anwinkeln, aber wenn man auf der Seite„pennt“, paſſen auch wohlbeleibtere Herrn als ich mühelos ins Kinderbettchen hinein. Als Willkomm wird wundervoller, hell⸗ grüner, herber Blättertee gereicht, der nicht aufs Kerbholz kommt, und gleich darauf wird zum Abendeſſen gebeten. Der Liliput⸗Speiſe⸗ ſaal iſt genau für 6 Perſonen berechnet... Mobiliar: ein Tiſch, zwei gepolſterte Längs⸗ bänke, zwei kleine Wanoſchränke, ein Radio⸗ Apparat... das iſt alles. Aber was braucht man ſchließlich mehr? Am„Souper“ nehmen teil: drei chineſiſche Damen: Großmutter, Mut⸗ ter und Kind, drei Generationen, aber jede ein„Zeitalter“ für ſich: auf verſchnürten Füß⸗ chen. trippelt die alte würdige Großmutter herein, Die erſte Mahlzeit Dagegen ſtellt die Tochter im buntſchillern⸗ ſo außerordentlich bequemen„Bademänteln“.. niemand nimmt von niemandem Notiz und nur der chineſiſche Boy in der offenen Tür wacht mit Luxaugen darüber, daß jeder von jedem bekommt. Deutſche ſind Butterbroteſſer Für mich iſt— ſehr nette Aufmerkſamkeit— wie ſt hiſch gedeckt: Meſſer und Gabel ſtatt Stäb⸗ chen, außerdem hat man mir zum Brot eigens eine ganze Büchſe Konſervenbutter hingeſtellt. Denn daß wir Deutſche begeiſterte Butterbrot⸗ eſſer ſind, hat ſich in der Welt allmählich herum⸗ geſprochen und nicht umſonſt haben auch die Ruſſen dies deutſche Wort in ihren Sprachſchatz übernommen, aber natürlich wieder falſch ver⸗ ſtanden. Denn ein„buuutterbrottt“ iſt in Ruß⸗ land ein Brot„mit was drauf“. Alſo Wurſt oder ſo... Dieſe fehlt hier natürlich, dafür gibt es gebackenes Krebsfleiſch! Dann eine Suppe mit irgendeiner Eierſache darin, die... nun, die Geſchmäcker ſind verſchieden. Es folgt ein gebratenes Schweinskotelett mit den üblichen Zutaten— genau wie bei Muttern! Nur'n bisken lüttj... Dann Reis, ſoviel man eſſen will und allerlei ſaure Sachen. Zum Schluß eine Süß⸗Speiſe— ſehr gut und Tee. Auch am anderen Morgen gab es ein reichliches Früh⸗ und„Entrechats“ benötigt, um die„Kleine Nachtmuſik“ in echt mozartſchem Geiſte lebendig werden zu laſſen. Kreutzberg geſtaltet immer aus einem ſiche⸗ ren Gefühl für den inneren Weſensgehalt der Muſik heraus. Das merkt man vor allem an dem feierlichen Choral von adorierender Hingebung(M. Luther⸗Wilckens), und an der ergreifenden Beweinung (Reger) nicht zuletzt aber auch an den Brahms⸗Tän⸗ zen, die nur von ungefähr die charakteriſtiſchen Nationalſchritte andeuten und doch urſprünglich ungariſch ſind. Im großen und ganzen brachte die reichhaltige Pro⸗ grammfolge all die großen Nummern, die auf den ausge⸗ dehnten Tournees Kreutzbergs Weltruhm begründeten, vorweg ſein berühmtes launenſprühen⸗ des„Spaniſches Stra⸗ ßenlied“(Albeniz), den Ze⸗ remonienmeiſter aus Goz⸗ is„Turandot“ und den Tanz des Hofnarren, in dem das bekannte Bajazzo⸗Motiv auf eine eigene Weiſe geſtaltet wird. Neueren Datums ſind die drei luſtigen Tänze für Kin⸗ der„Kleine Paſtorale“, „Fröhlicher Faun“ und „Feſches Herrchen“, die Kreutzberg von einer wenig be⸗ kannten Seite zeigen und mit ihren luſtigen Einfällen ſeine nicht minder ſtarke Begabung für burleske Szenen und Paro⸗ dien offenbaren. Nach manchem Dakapo gab es zum Schluſſe noch als Dreingabe den„Fe⸗ MHg-Bilostock ſchen Spanier“, eine fein ſtück, noch ein ſolches Mittageſſen und ein ähnlich zuſammengeſtelltes Abendeſſen... alles zuſammen, einſchließlich Kabine und 28ſtündiger herrlicher Seereiſe für 7— in Worten ſie ben — Reichsmart! Mehr kann man wirklich nicht verlangen— auf den großen eleganten japa⸗ niſchen Paſſagierſchiffen bezahlt man zwar das Doppelte, aber auch deren Tarife ſchlagen jede weſtliche Konkurrenz. Und da die Verhältniſſe bei den ähnlich liegen, braucht man ſich ſchließlich nichk zu wundern, wenn Japan mit dieſen Preiſen im Fernoſtverkehr all mählich erſter Sieger wird. Der Mann im aAdamskoſtüm So— nun den üblichen Verdauungsbummel durchs Schiffchen. Auf dem Vordeck großes Biwak: mit Sack und Pack und Habchen und Babchen kampieren gelbe Menſchenberge unter idem großen Sonnenſegel, ſogar im Laderaum liegen die Menſchen auf Matten wie Sardinen in der Schachtel, große Holzkiſten mit gekochter Hirſe und getrockneten Fiſchen bilden die Ver⸗ pflegung, denn mehr als 2 Pf. braucht ein Kuli fürs„Abendeſſen“ nicht und wenn man dieſe Leute bei der Arbeit geſehen hat, weiß man nicht, ob man ihren Fleiß mehr loben oder ſich noch mehr über ihre Anſpruchsloſigkeit wundern ſoll.. Aha! Das hier iſt augenſcheinlich das Bad! Ein kleines Kämmerchen mit einem großen, mit heißem Waſſer gefüllten Bottich— grad kommt ein ſplitterfaſernackter Mann heraus, geht— nur mit einer Zigarette, einem Stück Seiſe und zwei Holzpantinen bekleidet— würdig den Gang entlang und verſchwindet in einer Dienſt⸗ lkabine. Der Chroniſt notiert dies Faktum unter „Verwunderlich“, aber in Badeangelegenheiten denken die badefrohen Japaner anders als wir. nur nicht in die Küche ſehn! Daneben eine kleine Küche, in der ein chine⸗ ſiſcher Koch hantiert, deren Tür wir aber raſch, ganz raſch wieder zuſchlagen. Denn das chine⸗ ſiſche Eſſen ſchmeckt zwar ausgezeichnet, nur darf man nicht zuſehen, wie und wo es zube⸗ reitet wird. Auch jene Klauſe fehlt nicht, die die Dichter die„Stille“ nennen, aber die können ſich Wißbegierige gelegentlich mal alleine an⸗ ſehen... mit einem Wort: auf dieſer„Micki⸗ Maru“ fährt man zwar nicht ganz ſo bequem wie auf der„Bremen“, aber das war ja ſchließ⸗ lich auch nicht der Zweck der Uebung. Haupt⸗ ſache, man fühlt ſich wohl und das iſt auf der „Micki⸗Maru“ durchaus der Fall. Denn vom „Käpten“ bis zum Schiffsjungen bemüht ſich jeder, ſich von der beſten Seite zu zeigen und das Beſte vom Beſten im Rahmen des Mög⸗ lichen zu bieten. Und mehr kann und mehr ſoll man nicht verlangen. Vor allem für 7 Reichs⸗ mark!„Kraft durch Freude“ macht die„Sache“ vielleicht noch billiger, aber ſo weit ſind wir im Fernen Oſten noch nicht. Leider! Der Bahndamm ward weggeſchwemmt Halberſtadt, 29. Oktober. Die ſchnelle Schneeſchmelze und die ſtarken Regengüſſe im Harz haben ein ſtarkes Anſteigen der Flüſſe zur Folge gehabt. Durch das Hoch⸗ waſſer der Oker und der Ilſe wurde auf der Reichsbahnſtrecke Schladen— Börßum der Bahndamm in einer Länge von 100 Meter weggeſchwemmt, ſo daß die Gleiſe in der Luft ſchweben. Der Betrieb muß über Ringelheim umgeleitet werden. Ebenſo wurde der Bahndamm auf der Strecke Bör⸗ ßum—Hornburg der Privatlinie Oſterwieck— Waſſerleben gleichfalls auf einer Länge von 100 Meter weggeſchwemmt. Der Betrieb auf dieſer Strecke wird in beſchränktem Umfange weiter⸗ geführt. Wieſen und Aecker wurden zum Teil überſchwemmt. pointierte Parodie ſpaniſchen Fanten. Die Beifallsſtürme, die von Tanz zu Tanz zunahmen, wurden nach Beendigung der Vor⸗ ſtellung zu begeiſterten Ovationen, die den Künſtler immer und immer wieder vor den Vorhang riefen. Mit nicht endenwollendem Trampeln und Klatſchen feierte man ſo auch in Mannheim dieſen größten deutſchen Tänzer, der die neue Tanztunſt zu einer bisher noch nicht erreichten Höhe führte. W. Parth. Wie wir den Film ſehen PALAST-IICHTSPIELE„Der blaue Diamant“ Der gut beſetzte Zuſchauerraum bewies, das ein Kriminalfilm ſeine große Menge Liebhaber hat. Zweifellos wurden ſie aber diesmal ent⸗ läuſcht. Wohl gab es Verbrecherjagden im Kraftwagen und auf dem Motorrad, wagehal⸗ ſige Klettereien im Gebälk einer Brücke und Verfolgungen mit Hilfe eines wohlerzogenen Polizeihundes, aber all das konnte nicht hin⸗ dern, daß dank des prächtig primitiven Manu⸗ ſkriptes nicht die geringſte Spannung aufkam, was man billigerweiſe von einem Kriminal⸗ film doch verlangen kann. In dieſer„abenteuer⸗ lichen Kriminalkomödie“ wartete Sälto King mit beachtlichen artiſtiſchen Leiſtungen auf. Um die luſtige Seite der Angelegenheit bemühten ſich Egon Broſig und Adele Sandrock, die letzte natürlich ſogar mit Erfolg. Anſonſten wäre noch Oskar Sabo und Urſula Grab⸗ ley zu nennen, deren ſchauſpieleriſches Können die Mängel dieſes Streifens, ſoweit überhaupt noch möglich, verdecken halfen. Im übrigen das gewöhnliche Vorprogramm: Wochenſchau, Kulturfilm und Luſtſpiel. mlk. auf die Grandezza eines Oſtpreußens Moosbruchbauern im Film. Kurt Skalden, der bekanntlich die Aufnahme auf der Kuriſchen Nehrung zu dem Film„Was Gott zuſammenfügt“ geleitet hat, plant einen neuen Film worin das Leben der Moosbruch⸗ bauern in Oſtpreußen zur Darſtellung kommen ſoll. Oberpräſident Gauleiter Koch hat die För⸗ derung dieſes Films zugeſichert. — —— ———————— — —————————————— „Hakenkreuzbanner“— Seite 4 Blick übers Cand A Nr. 499— 29. Oktober 1935 Rechtsanwaltſchaftliche Vorträge Karlsruhe, 29. Okt. Die Bad. Anwalts⸗ kammer veranſtaltet auch im Winterſemeſter 1935/½6 an der Techniſchen Hochſchule Karlsruhe rechtswiſſenſchaftliche Vorträge, die der Ein⸗ führung in den neuen Geiſt des Rechts dienen. Teils handelt es ſich um V rträge weltanſchau⸗ licher Art, zum Teil ſind ſie dazu beſtimmt, in leichtfaßlicher Form wichtige Aufgabengebiete des Rechtslebens unter be onderer Berückſich⸗ tigung der heutigen Rechtsauffaſſung zu behan⸗ deln. Sie richten ſich in erſter Linie an die Studentenſchaft; darüber hinaus ſoll aber allen Volksgenoſſen unentgeltlich Gelegenheit ge⸗ geben werden, ſich über wichtige Fragen des Rechts zu unterrichten. Die Vorträge finden jeweils um 19.15 Uhr im Redtenbacher Hörſaal der Techniſchen Hochſchule ſtatt und zwar wer⸗ den ſprechen: am 5. 11. 35 Rechtsanwalt Dr. Schüßler⸗Wein⸗ heim, Gauführer des BNSDa über„Natio⸗ nalſozialiſtiſches Recht“, am 3. 12. 35 Rechtsanwalt Karl Walter⸗Mann⸗ heim„über„Das Sprichwort im deutſchen Recht“, am 14. 1. 36 Rechtsanwalt Dr. Paul Bach⸗ Freiburg über„Grundfragen des Waſſer⸗ recht“, am 11. 2. 36 Rechtsanwalt Wolfgang Schilling⸗ Mannheim über:„Nationalſozialiſtiſches Patentrecht.“ Keine Hochwaſſergefahr zu befürchten Karlsruhe, 29. Okt. Die beträchtlichen Niederſchläge der letzten Tage haben zu einem ſtarken Anſchwellen der Flußläufe geführt, doch iſt Hochwaſſergefahr nicht zu befürchten. Die Kinzig und die Wolf ſind von Sonntag auf Montag nahezu auf zwei Meter geſtiegen. Diphtherie und Scharlach in Heidelberg Heidelberg, 29. Okt. Mit Rückſicht auf die zunehmende Ausbreitung der Diphtherie und des Scharlach in 3 hat die Po⸗ lizeidirektion die Schließung ſämtlicher Klein⸗ kinderanſtalten, Kleinkinderſchulen uſw. in Hei⸗ delberg auf zunächſt 14 Tage angeordnet. Einbrecher erhält vier Jahre Zuchthaus Freiburg, 29. Okt. Der ſchwer vorbeſtrafte Franz Schlegel, der bei Ueberlingen zu Hauſe iſt, hatte ſich aufs neue wegen ſchwerer Einbrüche auf ſchweizeriſchem Boden zu verant⸗ worten. Er ſuchte u. a. in einer Julinacht eine Villa bei Reinach im Kanton Aargau heim und raubte dabei etwa 2500 Schweizer Franten in Papiergeld, Gold und Silber. Er ſchlich ſich dann bei Baſel über die Grenze und nahm Aufenthalt in Lörrach, wo ſeine Aufwendungen die Aufmerkſamteit der Lörracher Kriminalpoli⸗ zei erregten. Das Gericht verurteilte den An⸗ geklagten, der im Herbſt 1926 der Landſchreck des Kinzigtales und der Furtwanger Gegend war und dann auch ein Gaſtſpiel in Oberſchwa⸗ ben gab, zu vier Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverluſt. Außerdem wurde die Si⸗ cherungsverwahrung angeordnet. Schwere Bluttat Unteralpfen(bei Waldshut), 29. Okt. Vor einigen Tagen wurde hier 55 Anna Feldmann ſchwer verletzt aufgefunden. Die Unterſuchung ergab, daß die Frau einem Ver⸗ brechen zum Opfer gefallen iſt. Den Nachfor⸗ ſchungen der Behörden gelang es, den Täter in der Perſon des Lorenz Ebner von Unter⸗ alpfen feſtzunehmen, der mit der Frau ein Ver⸗ hältnis hatte, das nicht ohne Folgen geblieben war. Ebner hatte die Frau aufgeſucht und ihr mit einem Hammer ſchwere Kopfverletzungen beigebracht. Man vermutet, daß er die Frau aus dem Wege ſchaffen wollte. Die Schwer⸗ befindet ſich im Waldshuter Kranken⸗ aus. Bunte Karlsruher Herbſtblätter Erfolgreiche Weinwerbewoche/ Neue Arbeitsbeſchaffungspläne der Stadt (Eigener Bericht des„Hakenkreuzbanners“) Karlsruhe, 29. Okt. Karlsruhe aus der Faßperſpektive— ſo könnte man eine Betrach⸗ tung über die Landeshauptſtadt in dieſen Ta⸗ gen überſchreiben, da ſich jeder einzelne unſe⸗ rer Mitbürger richtig daran macht, ſeine Pflicht als Weinpate zu erfüllen. Wir ſind Paten, die ſich ſehen laſſen können! Wir er⸗ füllen unſere Pflicht aufs I⸗Tipfelchen! Ehr⸗ lich eingeſtanden, es gibt auch weniger ange⸗ nehme Pflichten. Jenun, wir laſſen uns auch dort nichts nachſagen. Jedenfalls, wir haben unſere Patenweine aufgetrunken. Schon lange bevor die vorgeſehene Friſt abgelaufen war. 80 000 Liter Meersburger Weine— das uns zugemeſſene Quantum— ſind reineweg ver⸗ Unſere Stadtväter tilgt. jedoch, wie weiſe Im ſtark bevölkerten Stadtteil Daxlanden wird eine Tiefkanaliſation zwiſchen dem Land⸗ graben beim Lameyplatz und der Borderſtraße und am Hauptſammelkanal entſtehen, eine Aufgabe, die 420 000 Reichsmark koſten wird und in einer Bauzeit von 1½ Jahren 20 000 Arbeitsloſentagſchichten und 4000 Facharbeiter⸗ Tagwerke eraibt. Baugelände für Siedler Dem Zug nach der eigenen Heimſtätte wird in Karlsruhe ebenfalls in ſtärkſtein Maße und vorwärts im Zug der neuen Zeit. Karls⸗ ruhe ſchafft Arbeit, ſo heißt immer wieder das Bulletin, das unſere Stadtväter über den Ge⸗ Aufn.: Pressestelle Stuttgart(MI) Der Arrasweg im ſchönen Stuttgarter Waldfriedhof Stadtväter ſein ſollen, wollten weiteren Eifer nicht hindern— warum denn auch, bei ſolch' löblichem Beginnen?— Und haben bei Rei⸗ chenau, dem Patenort Mannheims und Dur⸗ lachs, eine Anleihe von 20 000 Liter Paten⸗ wein gemacht. WHW.Auftakt Daß man uns aber dennoch nichts Unrühm⸗ liches nachſage! Die Landeshauptſtadt bemüht ſich gar ſehr, auch in anderen Dingen mit gutem Beiſpiel voranzugehen. Man hat den Sinn der Volksgemeinſchaft erfaßt und weiß, worum es geht. Der Auftakt des Winter⸗ hilfswerks iſt, wie uns Eingeweihte verſichern, auch ein Lob für Karlsruhe. Wir wollen auch weiterhin unſer Möglichſtes tun und noch ein bißel darüber hinaus, denn ein klein wenig entbehren kann ſchon jeder, wenn es um große Dinage geht, um das deutſche Volk! Es mag nach Eigenlob klingen, aber dem iſt nicht ſo. Wir ſchaffen Arbeit! Daß wir nicht nur Feſte feiern können, ha⸗ ben wir auch ſchon erwähnt. Wahrhaftig nicht! Die Landeshauptſtadt ſtrebt aufwärts Stadt iſt auf dem beſten Wege zur Geſundung. Die Arbeitsbeſchaffung auf allen Gebicten iſt nach wie vor das vornehmſte Ziel der Stadt⸗ verwaltung. Nur einige Beiſpiele ſeien er⸗ wähnt: Einführung zu den Akademie-Ronzerten mit Maria Müller am Montag, 4. und Dienstag, 5. November Das zweite Alademiekonzert unter Leitung von Generalmuſildirektor Philipp Wüſt enthält in ſeinem inſtrumentalen Teil Kompo⸗ ſitionen der jüngeren Vergangenheit, Werke zweier Schaffenden, die erſt kürzlich aus dem Leben geſchieden ſind. Richard Wetz iſt in Gleiwitz in Ober⸗ ſchleſien geboren. Er hätte am 20. Februar ds. Is., ſeinen 60. Geburtstag feiern können. Wenige Wochen vorher, am 16. Januar, war er heimgegangen. So geſtaltete ſich die Feier ſeines 60. Geburtstages, die überall im Reiche vorbereitet wurde, zugleich zur Gedenkſtunde für den Abgeſchiedenen. Seine 2. Sinfonie, die an dieſem Tage in der„Stunde der Nation“ über alle Sender ging, ſteht auch auf unſerem Programm. Wetz iſt bekannt gewor⸗ den als Komponiſt von Liedern und Chorwer⸗ ien. Entſcheidend aber für ſeine ganze ſchöpfe⸗ riſche Perfönlichkeit ſind ſeine drei Sinfonien. In zwei Schriften hat er ſein Bekenntnis zu Lifzt und Bruckner abgelegt. Und er trägt das Erbe Bruckners, dieſes von ihm ſo geliebten Meiſters, aufrecht weiter in einer Zeit, die ſolcher Tradition gegenüber ſich im weſent⸗ lichen feindlich verhielt, rettet dieſes Erbe in unſere Zeit, die— für Wetz leider zu ſpät— den Sinn ſolcher Treue erkennt und darüber hinaus die Wetz lange beſtrittene Selbſtändig⸗ leit und Eigenwilligkeit Bruckner gegenüber einzuſehen beginnt. Edward Elagar iſt als 77jähriger im März 1934 in London geſtorben. Er gehörte in die vorderſte Reihe der engliſchen Komponiſten, und ſeine Bedeutung wurde von ſeinem Vater⸗ lande auch erkannt und anerkannt(wielfacher Ehrendoktor, perſönlicher Adel). Im Mittel⸗ punkt ſeines Schaffens ſtehen großformatige Chorwerke, begreiflich aus der ſtarken engli⸗ ſchen Tradition heraus, die— man denke an Händel— für die Pflege der Chormuſik ſtets vorbildlich war. Daneben ſtehen Orcheſter⸗ werke, von denen unſere Spielfolge eines ent⸗ hält:„Variationen über ein eigenes Thema für Orcheſter“. Es handelt ſich um die ſoge⸗ nannten„Enigma“-Variationen, die als Opus 36 erſchienen ſind und die 1899 in Partitur vorlagen. Als Soliſtin des Konzerts wirkt mit Maria ſundheitszuſtand unſerer Stadt veröffentlichen. Berichte, die wahrhaftig beweiſen: unſere Rechnung getragen. Nachdem der Miniſter des Innern die vom Oberbürgermeiſter bean⸗ tragte Neueinteilung von Bauplätzen geneh⸗ migt hat, iſt nordweſtlich der Stadt, anſchlie⸗ ßend an den Ortsteil Rintheim auf Gewann Kirchenpfad neues Baugelände für Siedler ge⸗ ſchaffen worden. Mit dem Bau der erſten Siedlerhäuſer iſt in dieſen Tagen begonnen worden. Die im Bau befindlichen Häuſer ſind zum Teil Ein⸗ und Zweifamilienhäuſer, zum Teil freiſtehende Einfamilienhäuſer. Durch breite Hausabſtände und Vorgärten mit ein⸗ heitlicher Bepflanzung iſt der Charakter einer Gartenſtadt gewahrt. Auch ſonſt regt es ſich da und dort mächtig. Wir bauen auf. Und daran kann uns auch der Winter, der ſchon beſcheiden anklopft, nicht ſtören. Dr. Schlegelberger beim Reichsſtatthalter Karlsruhe, 29. Okt. Am Montagnach⸗ mittag, 4 Uhr, ſtattete der Staatsſekretär im Reichsjuſtizminiſterium, Dr. Schlegelber⸗ ger, der ſich zur Zeit dabei befindet, eine An⸗ zahl badiſcher Gerichte bei ihrer Arbeit zu be⸗ ſichtigen, dem Reichsſtatthalter Robert Wag⸗ ner ſeinen Beſuch ab. Er unterhielt ſich län⸗ ere Zeit mit dem Reichsſtatthalter über ver⸗ gerichtsfachliche Fragen. Müller, Berlin(Sopran), die das Evchen der Meiſterſinger⸗Aufführung auf dem dies⸗ jährigen Reichsparteitag ſang, und der bei den »Bayreuther Feſtſpielen 1936 die Elſa in Lohen⸗ arin anvertraut iſt. Sie ſingt eine Arie von Mozart:„Misera, dove son“, weiter„Mor⸗ gen“ und„Geſang der Apolloprieſterin“ von Richard Strauß. Die Einführungsſtunde in die Spielfolge findet wie üblich am vorhergehenden Sonntag, 3. November, vormittags 11.30 Uhr, in der Städt. Hochſchule für Muſik, A 1, 3, ſtatt. Vortragender: Dr. Friedrich Eckart; am Klavier: Friedrich Schery. Richard-Strauß-Feſtwoche im Jahre 1956 Eine Gemeinſchaftstat der Städte Mannheim und Heidelberg Im Rahmen des diesjährigen Opern⸗Spiel⸗ planes im Nationaltheater wird eine große Richard⸗Strauß ⸗Feſtwoche einen entſcheidenden Höhepunkt bilden. Dieſe Richard⸗ Strauß⸗Woche iſt von der Stadt Mannheim als künſtleriſches Programm für die Mai⸗pFeſt⸗ tage 1936 vorgeſehen. Im Mai 1934 gab das Bruckner⸗Feſt der Mai⸗Woche den künſtleriſchen Inhalt; im Mai 1935 wurde die Verbunden⸗ heit Mannheims mit dem Genius Mozart dokumentiert; die Mai⸗Woche 1936 iſt ein Be⸗ kenntnis zu dem Neſtor der deutſchen Gegen⸗ wartsmuſik, der dem Theater und dem Kon⸗ zertſaal mit ſeinen unvergänglichen Meiſter⸗ werken die bedeutendſten und fruchtbarſten An⸗ reaungen der letzten Jahrzehnte gegeben hat. Um dieſer Veranſtaltung einen würdigen großzügigen Rahmen zu geben, hat die Stadt Mannheim ſich entſchloſſen, dieſe Richard⸗ Strauß⸗Feſtwoche in Gemeinſchaft mit der Stadt Heidelberg zu veranſtalten. Mit der Durchführuna ſind die Intendanten Branden⸗ burg und Erlich und die Generalmuſikdiret⸗ toren Wüſt und Overhoff beauftragt. Dieſe Feſtwoche beginnt am 2. Mai 1936 mit der Erſtaufführung der Oper„Die Frau ohne Schatten“ im Mannheimer Nationaltheater und endigt am Sonntag, 10. Mai 1936 eben⸗ falls im Mannhejmer Nationaltheater mit der Oper„Der Roſenkavalier“, den der Meiſter ſelbſt dirigiert. Außerdem bringt die Woche in Heidelberg im Stadttheater zwei Auffüh⸗ rungen von„Ariadne auf Naxos“, ein Kon⸗ zert in der Feſthalle und einen Serenaden⸗ abend im Schloß. In Mannheim iſt weiter vorgeſehen ein Konzert im Muſenſaal des Roſengarten unter Leitung von Richard Strauß und eine Aufführung der„Arabella“ im Natio⸗ naltheater. Als Dirigenten wirken Richard Strauß, Generalmuſildirektor Overhoff, Hei⸗ delberg, und Generalmuſildirektor Wüſt, Mann⸗ heim. Für die Hauptpartien ſind erſtklaſſige Gäſte vorgeſehen, u. a. Viorica Urſuleac, Helge Roswaenge, Jaro Prohaska. Mit weiteren Künſtlern ſchweben noch Verhand⸗ ungen. Selbſt eine kleine Hilfe iſt mehr wert als eine Flut von Mitleid! Altes engliſches Sprichwort. Pfalz/ Saar Richtfeſt beim Speyerer Rheinbrückenbau Speyer, 29. Okt. Nachdem nun mit der Abſenkung des Druckluftkkaſtens für den Haupt⸗ ſtrompfeiler die Tiefbauarbeiten für den Rhein⸗ brückenbau in der Hauptſache abg eſchloſſen ſind, ab die Tiefbaufirma Grün& Bilfinger(Mann⸗ heim) ihrer Gefolgſchaft am Samstagabend ein Richtfeſt im„Adler“⸗Saal, an dem die Be⸗ legſchaft mit rund 200 Mann atchinß teil⸗ nahm. Der leitende Bauingenieur, Dip Ing. Geitz, und der Vorſtand des Neubauamtes der Reichsbahndirektion, Reichsbahnrat Hiſſen, hielten Anſprachen. Darbietungen der Haus⸗ kapelle und heitere Vorträge ſorgten für Unter⸗ haltung bis in die ſpäten Nachtſtunden. In marſchierende Kolonne gefahren Neuſtadt a. d.., 29. Okt. Der 27jährige Richard Schuhmacher aus Steinweiler war vor etwa einem Jahr auf der Straße zwiſchen Mußbach und Neuſtadt mit ſeinem Lieferwagen in eine marſchierende Fliegerkolonne gefahren, wobei ein Mann erheblich und ein anderer leicht verletzt wurde. Nach dem Unfall fuhr Schuhmacher davon, ohne ſich um die Ver⸗ letzten zu bekümmern. Nunmehr ſtand er vor dem Amtsgericht Neuſtadt, das ihn unter An⸗ rechnung der mer naen zu einer Ge⸗ fängnisſtrafe von vier Monaten verurteilte und Haftfortdauer anordnete. Haus des Handwerks fertiggeſtellt Pirmaſens, 29. Okt. Das Haus des Handwerks, das in Pirmaſens errichtet wird, iſt nunmehr im Rohbau Am Sonntag hatte der Kreishandwerksmeiſter die am Bau beſchäftigten Arbeiter, Architekten, Bauleiter und Handwerker zu einem Richtfeſt eingeladen, das nach altem handwerklichem Brauch gefeiert wurde und an dem rund hun⸗ dert Perſonen teilnahmen. Große Siedlung am Bienwald Kandel, 29. Okt. Am Sonntag wurde in der in letzter Zeit an der Straße nach Karls⸗ ruhe entſtandenen Siedlung, die 24 Häufer zählt, das Richtfeſt gefeiert. In An⸗ ſprachen wurde der Gemeinſchaftsſinn der Siedler hervorgehoben und die einzelnen Sied⸗ lerhäuſer, die noch um weitere vermehrt wer⸗ — ſollen, ihren künftigen Bewohnern über⸗ geben. Hohe Moſtgewichte Birkweiler b. Landau, 29. Okt. von über 100 Grad ſind bei Ober⸗ aardter Weinen eine Seltenheit. Die Wein⸗ güter Siener und Kleinmann erreichten bei ihrer Käſtebuſch⸗ und Traminer⸗Spätleſe Moſt⸗ gewichte von 105 bis 108 Grad nach Oechsle. Deidesheim feiert Abſchluß der Weinleſe Deidesheim, 29. Okt. Fahnen, der Schmuck der deutſchen Weinſtraße, waren am Sonntag auch der Feſtſchmuck Deides⸗ heims, der weltbekannten deutſchen Edelwein⸗ ſtadt. Unter herzlicher Anteilnahme der ganzen Bevölkerung und vieler Gäſte aus dem Reiche wurde am Sonntag das Schlußfeſt der fröh⸗ lichen Weinleſe gefeiert. Bald nach 2 Uhr nach⸗ mittags ſah man die Menge frohbewegter Men⸗ ſchen, Winzer in alten Trachten, Leſerinnen in bunten Kleidern und geputzte Feſtwagen zum Sammelplatz eilen. Vor den Augen der Ein⸗ heimiſchen und Gäſte entrollte ſich alsbald das heiter⸗bunte Bild des großen, aus 21 Gruppen beſtehenden und in ſeiner Zuſammenſtellung muſtergültigen Feſtzuges zu Ehren des Weines. Nach dem Feſting probierte man in traulichen Schenken eifrig den Neuen und freute ſich, wie 4 vorher an den reizenden Winzermädels, am Sonnengold der Deidesheimer Weinhügel. Gegen eine Vorgeſchichts⸗Konfunktur Eine ſehr bemerkenswerte Tatſache erwähnte auf der Bremer Tagung des Reichsbundes 143 deutſche Vorgeſchichte Dr. H. Maier von Reichsſtelle zur Förderung des deutſchen Schrift⸗ tums. Danach ſind in den letzten acht Jahren nicht weniger als 3000 Werke auf vor⸗ und früh⸗ geſchichtlichem Gebiet geſchrieben worden. Bei der hier faſt mehr als anderswo notwendigen Prüfung und Sichtung mußten 56 Prozent ab⸗ gelehnt werden, 11 Prozent wurden als ver⸗ botsreif bezeichnet und 21 Prozent konnten ein⸗ geſchränkt empfohlen werden. Dieſe ſcharfe Prüfung durch die berufene Staatsſtelle kann nur wärmſtens begrüßt wer⸗ den. Einmal werden dadurch die Abſichten der Gegner des Nationalſozialismus, die gerade auf allen hiſtoriſchen Gebieten immer wieder ſehr geſchickt getarnte Angriffe unternehmen, zunichte gemacht, zum anderen wird dadurch eine Konjunktur abgebogen, die von ſchlimmſten 1 ſein könnte. Durch die Arbeit der teichsſtelle werden ſämtliche ſachlich unrich⸗ tigen und phantaſtiſchen vorgeſchichtlichen Dar⸗ ſtellungen ausgemerzt und die verantwortungs⸗ bewußte, ernſte Wiſſenſchaft erhält freie Bahn. Neue Oper von Erich Mirſch⸗Riccius. Der Zauberer von Hameln heißt eine neue drei⸗ aktige Oper von Erich Mirſch⸗Riccius, dem Komponiſten der in Wiesbaden erfolgreich uraufgeführten Oper„Der Student von Prag“. Das Schlageter⸗Nationalehrenmal in Düſſel⸗ dorf. In der Düſſeldorfer Stadwerordneten⸗ verſammlung machte Ratsherr Profeſſor Grund wichtige Ausführungen über die Ge⸗ ſtaltung des Schlageter⸗Forums. Das Kura⸗ torium für das Schlageter⸗Nationalehrenmal wird nunmehr die zur Sicherung der Finan⸗ zierung notwendigen Arbeiten aufnehmen. Ein aroßer Teil dieſer gewaltigen ſtädtebau⸗ lichen Anlage ſoll bereits bis zum Beginn der Ausſtellung 1937 fertiggeſtellt ſein. insgeſamt Moſt⸗ Weinland und er 4 ——————— „Hakenkr 4 Die erf Am Dier ein ungewt Sälen ſtan ändiſchen hier zum S zu ſtellen. von 6 Uhr ten und er eit des ſch eines Lebe amen wi deren meld an Haltung Su5 oder d r ging hof ab, bee polizei Lu Schuſter. De jedoch noch Gelegenheit von der NS ren Helferi Vor dem teren Erſatz Rekruten. Kreisleite die Grüße die Wehrpf ihren zukün Als Vert Brigadefüh⸗ die Grüße d Er erwarte liſtiſcher Or ziehung vor Stürmen b beendeter D alten Kame dieſer Anſp⸗ hof in Bewe hier nochma Rekruten, jt kannten Bl Gruß, dann kurzes Kom pflegung ent im Gleichſch voranſchreite Freude ur ter der ju Gruppen ſar ten und ſche ſtimmt Ehre W Die Südder bherichtet: Im Mono Mannheim: gen⸗, 50 Gef ter, 1 Schmi Fenſter und fen und geſe nende Lichtet hängengeblie pelleiter und tümern wied konnten der? geben werde 1 Milchkann und 1 Fahrf kranke wurde leitung abge bunden. Ferr nach Hauſe g lizei übergel wieſen. Bei ſe durch die We ſellſchaft für Deckung Der Reichs im Forſtwirt Prozent der allen Dingen eine Länge Einſchlages e holzeinſchlag, forderlich, ur Wiriſchaft ſon ſchen Walde z dem Ausland ſchränken. Zu notwendig, de zent nicht nu auch in den 2 lichen Anſtalt lichen und pr ſchließlich der werde, ſoweit ernſtlich gefäl ſichtsbehörden den uſw. eine zent nach Bed Wer kommt in Frage? A beſtimmungen wandten im? deutſchen Vol nur ſolche 2 die Fahrtverg holungsreiſen lönnen. Nach 4 des kann eine 5 ermäßigu nahmefällen d anzen F utſchein der innerhalb der währt werden Führerpri nicht herrſch dienen! tober 1935 ——π- eee rückenbau un mit der den Haupt⸗ r den Rhein⸗ chloſſen ſind, nger(Mann⸗ instagabend dem die Be⸗ achinß teil⸗ „ Dipl.⸗Ing. auamtes der t Hiſſen, der Haus⸗ n für Unter⸗ nden. efahren der 27jährige iler war vor iße zwiſchen Lieferwagen ne gefahren, ein anderer Unfall fuhr m die Ver⸗ ſtand er vor n unter An⸗ u einer Ge⸗ rurteilte und geſtellt „Haus des richtet wird, 0 Am smeiſter die Architekten, iem Richtfeſt ndwerklichem m rund hun⸗ wald ag wurde in nach Karls⸗ e insgeſamt iert. In An⸗ aftsſinn der zelnen Sied⸗ ermehrt wer⸗ öhnern über⸗ Okt. Moſt⸗ d bei Ober⸗ Die Wein⸗ rreichten bei pätleſe Moſt⸗ nach Oechsle. Weinleſe einland und Weinſtraße, zmuck Deides⸗ n Edelwein⸗ ie der ganzen dem Reiche eſt der fröh⸗ h 2 Uhr nach⸗ ewegter Men⸗ eſerinnen in ſtwagen zum gen der Ein⸗ alsbald das 21 Gruppen mmenſtellung des Weines. in traulichen eute ſich, wie rmädels, am inhügel. eenaemanmm onjunktur iche erwähnte hsbundes b er tſchen Schrift⸗ macht Jahren aier von vor⸗ und früh⸗ worden. Bei notwendigen Prozent ab⸗ den als ver⸗ konnten ein⸗ die berufene begrüßt wer⸗ Abſichten der „ die gerade mmer wieder unternehmen, wird dadurch n ſchlimmſten Arbeit der chlich unrich⸗ chtlichen Dar⸗ antwortungs⸗ t freie Bahn. Riccius. Der e neue drei⸗ ticeius, dem n erfolgreich it von Prag“. al in Düſſel. werordneten⸗ r Profeſſor iber die Ge⸗ Das Kura⸗ onalehrenmal der Finan⸗ aufnehmen. en ſtädtebau⸗ 3 „Hakenkreuzbanner“— Seite 5 fiauptſtadt mannheim X Nr. 499— 29. Oktober 1935 Ze erſten Relruten rücken ein „Am Dienstagvormittag bot der Roſengarten ein ungewohntes Bild. Im Gang und in allen Sälen ſtanden und ſaßen junge Männer mit Koffern. Die pfälziſchen und ſaar⸗ lã indiſchen Wehrpflichtigen hatten ſich hier zum Sammeltransport in ihre Garniſonen zu ſtellen. Nun harrten ſie hier— teils ſchon von 6 Uhr ab, der Dinge, die da kommen ſoll⸗ ten und erfuhren gleich zu Anfang die Wahr⸗ eit des ſcherzhaften Sprichwortes„Die Hälfte eines Lebens ſteht, der Soldat vergebens“. Die amen wurden verleſen, einer nach dem an⸗ deren meldete ſich, viele darunter, denen man an Haltung und Diſziplin die Schule der SA, SsS oder des Arbeitsdienſtes anſah. Kurz nach 8 Uhr ging ein kleinerer Transport zum Bahn⸗ hof ab, begleitet von der Kapelle der Landes⸗ polizei Ludwigshafen unter Obermuſikmeiſter Schuſter. Der Hauptteil der Einberufenen mußte jedoch noch länger warten. Man benutzte die Gelegenheit, um dem Imbiß zuzuſprechen, der von der NSV⸗Küche gereicht wurde. Die wacke⸗ ren Helferinnen hatten alle Hände voll zu tun. Vor dem Abmarſch ſprach der Leiter der Un⸗ teren Erſatzabteilung in Speyer zu den jungen Rekruten. Kreisleiter Horn aus Speyer überbrachte die Grüße von Gauleiter Bürckel. Er ermahnte die Wehrpflichtigen, ihrer engeren Heimat in ihren zukünftigen Garniſonen Ehre zu machen. Als Vertreter der SA⸗Gruppe Kurpfalz war Brigadeführer Fenz anweſend. Er überbrachte die Grüße der Gruppe und der SA-Kameraden. Er erwarte von den Angehörigen nationalſozia⸗ liſtiſcher Organiſationen, daß ſie in jeder Be⸗ ziehung vorbildlich ſind. Der Platz in ihren Stürmen bleibe ihnen offen, ſo daß ſie nach beendeter Dienſtzeit wieder in die Reihen ihrer alten Kameraden zurückkehren könnten. Nach dieſer Anſprache ſetzte ſich der Zug zum Bahn⸗ hof in Bewegung. Verſchiedene Angehörige aus Ludwigshafen und der Vorderpfalz nahmen hier nochmals Abſchied von den neugebackenen Rekruten, junge Mädchen hefteten ihren Be⸗ kannten Blumen ins Knopfloch, ein letzter Gruß, dann hatte der Dienſt das Wort. Ein kurzes Kommando, die Koffer, welche die Ver⸗ pflegung enthielten, wurden aufgenommen, und im Gleichſchritt ging es unter den Klängen der voranſchreitenden Kapelle zum Bahnhof. Freude und Begeiſterung drückten die Geſich⸗ ter der jungen Menſchen aus, verſchiedene Gruppen ſangen friſche Marſchlieder oder lach⸗ ten und ſcherzten. Sie werden ihrer Heimat be⸗ ſtimmt Ehre machen. Vs. Was Menſchen vergeſſen Die Süddeutſche Bewachungsgeſellſchaft m. b. H. Herichtet: Im Monat September 1935 wurden in Mannheim: 3158 Haus⸗, 38 Kirchen⸗, 49 Gara⸗ gen⸗, 50 Geſchäfts⸗, 4 Stalltüren, 54 Schutzgit⸗ ter, 1 Schmuckkaſten, 1 Kaſſenſchrank, 93 offene ——————————————— ———————————————————————————— 3 lönnen. Nach des Fenſter und 86 Schaufenſter⸗Rolläden angetrof⸗ fen und geſchloſſen. Gelöſcht wurden 597 bren⸗ nende Lichter. 50 ſteckengebliebene Schlüſſel, 17 hängengebliebene Preistafeln, 1 Fahne, 1 Dop⸗ pelleiter und 6 Fahrräder konnten den Eigen⸗ tümern wieder zurückgegeben werden. Ferner konnten der Polizei folgende Gegenſtände abge⸗ geben werden: 1 Korb Spinat, 4 Fahrräder, 1 Milchkanne, 1 Pferdedecke, 1 Motorradkette und 1 Fahrplan mit Etui. Für eine Schwer⸗ kranke wurde eine Schweſter geholt, 1 Waſſer⸗ leitung abgeſtellt und 5 Pferde wieder ange⸗ bunden. Ferner wurden 2 betrunkene Burſchen nach Hauſe gebracht, 3 Unfugtreibende der Po⸗ lizei übergeben und 3 Ruheſtörer zurechtge⸗ wieſen. Bei ſämtlichen Unregelmäßigkeiten wurde durch die Wachleute der Wach⸗ und Schließge⸗ ſellſchaft für Abhilfe geſorgt. 1 Deckung des Holzbedarfes aus dem deutſchen Wald Der Reichsforſtmeiſter hat den Holzeinſchlag im Forſtwirtſchaftsjahr 1936 wiederum auf 150 Prozent der Abnutzungsſätze feſtgeſetzt. Vor allen Dingen müſſe beim Nutzholz mindeſtens eine Länge von 150 Prozent des normalen Einſchlages erreicht werden. Der erhöhte Nutz⸗ holzeinſchlag, ſo heißt es in dem Erlaß, ſei er⸗ forderlich, um den Holzbedarf der deutſchen Wiriſchaft ſoweit irgend möglich aus dem deut⸗ ſchen Walde zu decken und die Holzeinfuhr aus dem Auslande noch ſtärker als bisher einzu⸗ ſchränken. Zur Erreichung dieſes Zieles ſei es notwendig, daß der Mehreinſchlag von 50 Pro⸗ zent nicht nur in den Staatsforſten, ſondern auch in den Waldungen der Gemeinden, öffent⸗ lichen Anſtalten und ſonſtigen öffentlich⸗recht⸗ lichen und privatrechtlichen Körperſchaften ein⸗ ſchließlich der Waldgenoſſenſchaften durchgeführt werde, ſoweit die Nachhaltigkeit dadurch nicht ernſtlich gefährdet würde. Die Kommunalauf⸗ an werden ermächtigt, oen Gemein⸗ en uſtv. einen Mehreinſchlag bis zu 50 Pro⸗ zent nach Bedarf aufzuerlegen. Wer kommt für die Verwandtenverſchickung in Frage? Auf Grund neuer Durchführungs⸗ beſtimmungen für die Verſchickung von Ver⸗ wandten im Rahmen des Erholungswerkes des 1 deutſchen Volkes kommen für die Verſchickung nur ſolche Volksgenoſſen in Frage, die ohne die Fahrtvergünſtigung durch die NSW die Er⸗ holungsreiſen zu Verwandten nicht antreten rüfung der Hilfsbedürftigkeit kann eine 50prozentige Fahrpreis⸗ ermäßigung gewährt werden und in Aus⸗ nahmefällen die Uebernahme eines Teils bzw. anzen Fahrpreisreſtes durch Stundungs⸗ utſchein der NSV. Weitere Leiſtungen dürfen innerhalb der Verwandtenverſchickung nicht ge⸗ währt werden. Führer rinzip, nicht Herrenſtandpunkt, nicht. ſondern der Gemeinſchaft dienen! Wir arbeiten alle an einem Werk! Erſte Zuſammenkunft der Betriebsführer und Betriebszellenobleute der gr Anſprachen von Kreisleiter Dr. Alle arbeiten an einem Werk! Das war der Eindruck, den man bei der erſten Zuſammenkunft der Betriebsführer und Betriebszellenobleute der im Kreiſe Mann⸗ heim liegenden größeren Induſtriewerke ge⸗ winnen konnte, daß hier alle zuſammengehören und gemeinſam arbeiten an dem großen Auf⸗ bauwerk des Nationalſozialismus. Da gab es keine Unterſchiede des Ranges und der Stel⸗ lung. Keine Abſtufung nach Herkunft und Ein⸗ kommen. Die Volksgenoſſen, die am Montag⸗ abend in der„Harmonie“ zuſammenkamen, um eine Beſprechung einzuleiten, die nun in regelmäßigen Abſtänden fſortgeſetzt wird, waren ſich in der feſten Ueberzeugung einig, daß nur durch gemeinſame Arbeit von Betriebsführung und Gefolgſchaft die großen Ziele erreicht werden können, die der Führer auf dem Parteitag der Freiheit erneut ſo klar und eindeutig herausgeſtellt hat. Beim Anblick einer ſolchen Verſammlung, in der Betriebsführer und Gefolgſchaftsmann nebeneinander an einem Tiſche ſitzen, erkennt man das gewaltige Werk der Eini⸗ gung, das die nationalſozialiſtiſche Bewegung in den zweieinhalb Jahren ihres Schaffens am deutſchen Aufbau bereits geleiſtet hat. Mannheims Wirtſchaftspolitik und die großen Aufgaben aller in der deutſchen Wirtſchaft arbeitenden Menſchen ſtanden im Mittelpunkt dieſes Abends, den man zuſam⸗ menfaſſend als außerordentlich erfolgreich und für die Zukunft richtungweiſend bezeichnen kann. Aufgaben der Mannheimer Wirtſchaftspolitit Der Kreiswirtſchaftsberater der NSDApP, Pg. Dr. Thoms, ſprach nach einer kurzen Be⸗ grüßung durch den Kreiswalter der DAß, Pg. Döring, über die Aufgaben der Mannhei⸗ mer Wirtſchaftspolitik. Bewußt fiel die Wahl auf dieſes Thema, das Ausgangspunkt der lau⸗ fenden Beſprechungen ſein wird. Die Ziele unſerer Wirtſchaftspolitik, ſo führte er u. a. aus, müſſen genau dieſelben ſein wie im Reich. Die nationalſozialiſtiſche Wirtſchaftspolitik kennt nur das eine große Ziel: Schaffung der beſten Lebensbedingungen für alle Volksgenoſſen. Erhaltung der Lebenskraft Oft wird die letzte Zielſetzung vergeſſen. Es iſt daher notwendig, die drei Grundziele aufzuzeigen. Wenn wir zunächſt die Erhal⸗ tung der Lebenskraft des deutſchen Volkes herausſtellen, dann deshalb, weil die Vergangenheit gezeigt hat, daß die Raſſe das Leben in der Stadt nicht verträgt. Die Parole jeder Wirtſchaftspolitik kann daher nur lauten: Zurück aufs Land! Als Nahziel muß die Auf⸗ lockerung der Großſtädte angeſtrebt werden. Neue Induſtrien müſſen in die Vororte verlegt werden, wo der Arbeiter kriſenfeſt und ſeine Ernährung ſichergeſtellt werden kann. In dieſem Zuſammenhang beleuchtete Pg. Dr. Thoms den unnötigen Verbrauch an Men⸗ ſchenkraft, der durch die täglichen Induſtrie⸗ wanderungen verurſacht wird. eee Gefahrenquellen werden beſeitigt Eröffnung der Berufskraftfahrerkurſe der DAßf/ Regierungsrat Schneider ſpricht Anläßlich der Eröffnung der Berufskraft⸗ fahrerkurſe der Deutſchen Arbeitsfront ſprach Regierungsrat Schneider, der Verkehrs⸗ dezernent des Bezirksamtes, über die neue Reichsſtraßen ⸗ Verkehrsordnung— Er wies darauf hin, daß das neue Geſetz gegenüber den vorher beſtehenden zahlloſen Verordnungen und Geſetzen einzelner Ge⸗ meinden und Länder eine Einheitlichkeit ge⸗ ſchaffen hat. Die beiden Grundgedanken der neuen Reichs⸗Straßen⸗Verkehrsordnung ſind: Vorſchriftsmäßige Beſchaffenheit des Fahrzeu⸗ ges und richtiges Verhalten im Verkehr. Nach dem neuen Geſetz hat jeder Verkehrsteilneh⸗ mer, ob Kraftfahrer, Radfahrer oder Fußaän⸗ ger aleiche Rechten und Pflichten. Eine Be⸗ vorzugung des einen gegenüber dem anderen gaibt es nicht mehr. Regierungsrat Schneider kam dann auf verſchiedene wichtige Beſtim⸗ mungen des Geſetzes im einzelnen zu ſprechen. Verkehrsunfälle in Mannheim und ihre Arſachen Von aroßem Intereſſe war eine Statiſtik der Verkehrsunfälle in unſerer Stadt. Es ereig⸗ neten ſich: Im Jahre 1930: 1532 Verkehrsunfälle, dar⸗ unter 34 Tote; im Jahre 1934: 1215 Verkehrs⸗ unfälle, darunter 43 Tote; bis 1. Oktober 1935: 1174 Verkehrsunfälle, darunter 24 Tote. Dabei iſt allerdings zu bedenken, daß zu der Zahl der Verkehrsunfälle auch kleine und un⸗ bedeutende Unfälle gerechnet werden. Von den tödlichen Unfällen des Jahres 1935 ſind 9 auf Verſchulden von Autos, 5 auf Verſchulden von Motorrädern, 8 auf Verſchulden von⸗Radfah⸗ rern und 5 auf Verſchulden von Fußgängern zurückzuführen. In eindrucksvoller Weiſe waren an einem Stadtplan die Stellen der Unfälle des Jahres 1935 durch Nadeln gekennzeichnet. Man ſah an dieſem Plan, daß die Einfahrtsſtraßen in unſere Stadt, z. B. die Schwetzinger Straße und Seckenheimer Straße, die Verkehrsknoten— punkte an den Brückenköpfen und die Kreu⸗ zungen der Haupwerkehrsſtraßen in erſter Linie Gefahrenquellen darſtellen, an denen ſich immer und immer wieder Unfälle ereianen. Haupturſache dieſer Unfälle iſt in erſter Linie allzu raſches Fahren, dann aber auch Verſtöße gegen die Beſtimmungen des Vorfahrtsrechtes, unvorſichtiges und ſchnelles Kreuzen der Stra⸗ ßen, das Einbiegen in andere Straßen ohne Richtunaszeichen und vorſchriftswidriges und ſchnelles Ueberholen. Maßnahmen zur Verkehrsſicherheit Was iſt nun zu tun, um eine größere Ver⸗ kehrsſicherheit zu erreichen? Der Redner be⸗ tonte, daß ſich die Einführung von Licht⸗ ſianalen an den Kreuzungen nur in Städten mit außerordentlich ſtarkem Verkehr, beiſpielsweiſe in Berlin, bewährt habe. In kleineren Städten wirken Lichtſignale verkehrs⸗ hindernd. Die Einführung des Einbahnver⸗ kehrs in der Freßgaſſe und der Kunſtſtraße hat ſich recht aut bewährt. Geplant iſt noch, den auf der Breiten Straße verkehrenden Fahrzeu⸗ gen das Vorfahrtsrecht an der Kreuzung Brei⸗ ten Straße und Planken gegenüber den auf den Planken verkehrenden einzuräumen. Verbreiterung der Friedrichsbrücke Ein weiteres, im nächſten Frühfjahr zur Durchführung kommendes Proijekt, iſt die Ver⸗ breiterung der Fahrbahn der Friedrichsbrücke und die Anlegung eines beſonderen Radfahr⸗ weges. Wie wir hierzu ergänzend erfahren, ſoll die Friedrichsbrücke um 7 Meter verbrei⸗ tert und durch eine Trennung der Fahrbahn die Verkehrsſicherheit erhöht werden. Weiter werden in der Folge Tafeln aufgeſtellt werden, die ein Abſtellen der Fahr⸗ räder bis zu 15 Metern von den Kreuzungen entfernt verbieten. Weſentlich iſt natürlich die Schärfung des Verantwortungsbewußtſeins der Fahrer ſelbſt. Es aibt heute noch viele Fahrer, die im übermäßigen Tempo durch die engen Straßen fahren. Solche Fahrer werden mit empfindlichen Strafen, unter Umſtänden durch Entzug des Führerſcheines an ihre Pflichten gegenüber der Volksgemeinſchaft er⸗ innert werden. vs. Wer ſchnell gibt, gibt doppelt! Ein Appell an den deutſchen Bauer/ Spendenmeldung frühzeitig abliefern In dieſen Tagen kommen die Sammelliſten für das Winterhilfswerk zu den Bauern. Kei⸗ ner wird ſich ausſchließen aus dieſem Hilfswerk, das wiederum den Grundſatz wahrer Volksge⸗ meinſchaft„Einer für alle, alle für einen“, zur Wirklichkeit werden laſſen ſoll. Vor allem iſt es wünſchenswert, daß die Spendenmeldungen von Kartoffeln frühzeitig eingehen. Der Win⸗ ter ſteht vor der Tür, und erſt wenn die Lei⸗ tung des Winterhilfswerkes die geſpendeten Mengen feſtgeſtellt hat, kann ſie die Mengen feſtſetzen, die ſie noch dazukaufen muß. Und mit dieſen Zukäufen kommt das Winterhilfs⸗ werk dem Bauern ſelbſt wieder zugute, da ſie eine wirtſchaftliche Stärkung für die deutſche Lanowirtſchaft bedeuten. Einige Ziffern mögen das belegen. Aus den in den beiden letzten Winterhalbjahren einge⸗ gangenen Geldſpenden wurden Einkäufe im Werte von 358 Millionen RM gemacht, und zwar 30 Millionen Zentner Kartoffeln, 1,34 Mill. Ztr. Roggen, 0,47 Mill. Ztr. Weizen, 1 Mill. Ztr. Roggen⸗ und Weizenmehl, 200 000 Ztr. friſches Gemüſe, 64 000 Ztr. Gemüſekon⸗ ſerven, 125000 Ztr. Hülſenfrüchte, 5,2 Mill. Eier, 10,8 Mill. Liter Milch, 63 000 Ztr. Friſch⸗ fleiſch, 108 000 Ztr. Fleiſchkonſerven, 20 000 Ztr. Speck, 58 000 Ztr. Schmalz, 600 000 rm Brenn⸗ holz, 500 000 Ztr. Torf. Wenn wir hören, daß gleich nach der Eröff⸗ nung des diesjährigen Winterhilfswerkes be⸗ reits eine Spendenſumme in einem Geſamt⸗ aufkommen von 24,5 Millionen Reichsmark ge⸗ meldet wurde, die ſich vornehmlich aus Opfer⸗ gaben der ſtädtiſchen Bevölkerung und größe⸗ rer induſtrieller Unternehmungen zuſammen⸗ ſetzt, ſo muß das den gen des Nähr⸗ ſtandes ein beſonderer Anſporn ſein. Wie überall, ſo gilt auch hier das Wort: Wer ſchnell gibt„gibt doppelt!“ ößeren Induſtriewerke des Kreiſes Mannheim Roth und Kreiswirtſchaftsberater Dr. Thoms Ausbau des Lebensraumes Unſer Volk iſt auf Qualitätsarbeit angewieſen. Wir verfügen zwar über eine große Arbeitskraft, aber über wenig Material. Die Mißachtung dieſer Tatſache führte zu einer rie⸗ ſigen Verſchuldung nach außen und zu einer grenzenloſen Verarmung im Innern. Förde⸗ rung des Exports iſt daher eine Lebensfrage unſerer Wirtſchaft. An Zahlen konnte der Red⸗ ner zeigen, daß die Mannheimer Induſtrie auf dem Gebiete des Exports durch unermüdliche Arbeit, die niemals nachlaſſen darf, immer wei⸗ ter vorwärtsſchreitet. Die Struktur unſerer Wirtſchaft zwingt uns zu ſparſamer Materialwirtſchaft. Die zunehmende Motoriſierung lenkt unſere Blicke auf die Altmaterialverwertung. Gummi⸗ und Oelregeneration ſind Fragen, mit denen man ſich heute bei uns lebhaft beſchäftigt und die z. T. bereits auch im Mannheimer Indu⸗ ſtriegebiet aufgegriffen wurden. Nationalſozialiſtiſche Wirtſchafts⸗ geſinnung Die Feſtigung der nationalſozialiſtiſchen Wirtſchaftsgeſinnung iſt das dritte Ziel. In unſerem Weltbild ſteht das Volk im Mittel⸗ punkt. Die Vergangenheit kannte als einziges Ziel die Rentabilität des Kapitals. Aber erſt die nationalſozialiſtiſche Bewegung vermochte über 5 Millionen Arbeitsloſe in den Wirt⸗ ſchaftsprozeß einzufügen. Ihre Macht und Auto⸗ rität haben es vollzogen, was andere nie ver⸗ mocht hätten. Das iſt aber wiederum ein Be⸗ weis für die Forderung der Bewegung, daß der Politik das Primat gebührt. Die Partei weiſt den Weg In der feſſelnden Anſprache, die Kreisleiter Pg. Dr. Roth im Anſchluß an die tiefgrün⸗ denden Worte des Kreiswirtſchaftsberaters hielt, ging dieſer vornehmlich auf Fragen ein, die Betriebsführer wie Betriebszellenobleute heute beſonders intereſſieren. Er zeigte dabei an verſtändlichen Beiſpielen, daß die Partei in ihren Reihen bereits ſeit ihrer Gründung das verwirklicht hat, was im Volke einmal Wirk⸗ lichkeit wird. Der Führer allein beſtimmt Tempo und Art unſerer Arbeit und der deut⸗ ſche Arbeiter wird der letzte ſein, der nicht opferfreudig mithilft. Auf dieſe Weiſe wird die nationalſozialiſtiſche Auffaſſung in den Betrie⸗ ben nach und nach als ungeſchriebenes Geſetz durchgeführt und damit der Lebens⸗ kampf des deutſchen Arbeiters er⸗ leichtert. Der Kreisleiter ſtreifte dabei die Frage der Einſtellung in den Betrieben und konnte abſchließend feſtſtellen, daß auch in Mannheim das Verhältnis zwiſchen Be⸗ und Gefolgſchaft immer beſſer wird. Dieſe Tatſache fand in der anſchließenden Ausſprache ihre überzeugende Beſtätigung. Und es darf als das ſchönſte Ergebnis des Abends gewertet werden, daß die Verſammel⸗ ten nach einer fruchtbringenden Ausſprache dem Vorſchlag des Kreisleiters, ſolche Zuſammen⸗ künfte in Abſtänden von 6 bis 8 Wochen abzu⸗ halten, freudig zuſtimmten. So darf dieſe erſte Zuſammenkunft als ein ſchönes Ergebnis nationalſozialiſtiſcher Arbeit gewertet werden. Auf ihr werden ſich die wei⸗ teren Abende aufbauen, die— ſo hoffen wir— einmal als Markſteine in der Geſchichte der Mannheimer Wirtſchaftspolitik genannt zu wer⸗ den verdienen.— aa— HB-Bildarchiv Gutes Licht— gute Arbeit! Bei der Arbeit an der Nähmaſchine iſt direkte Beleuchtung unerläßliche Vorausſetzung. Die Polizei meldet: Betrunkener Kraftradfahrer. Am Montagvor⸗ mittag fuhr ein unter Alkoholeinwirkung ſtehen⸗ der Kraftradfahrer durch die Breite Straße, wobei er den übrigen Verkehr gefährdete. Das Kraftrad wurde ſichergeſtellt und dem Fahrer der Kraftfahrzeugſchein abgenommen. Von einem Kraftwagen angefahren. Weil er ke in Richtungszeichen gab, wurde am Montag⸗ nachmittag ein mit einem Fahrrad durch die Seckenheimer Straße fahrender 12 Jahre alter Schüler von einem Perſonenkraftwagen ange⸗ fahren. Er erlitt eine Rißwunde am Kopf. Von einem in der Nähe wohnenden Arzt wurde ihm ein Notverband angelegt. Selbſttötungsverſuch. Am Montagfrüh ver⸗ ſuchte eine in der Oſtſtadt wohnende Fran ſich durch Oeffnen des Gashahns das Leben zu nehmen. Sie wurde mit dem Sanitätskraft⸗ wagen nach dem Städtiſchen Krankenhaus ge⸗ bracht. Der Grund zur Tat iſt unbekannt. Die Wohnungsfürſorge der NSV Wie wir erſahren, ſoll jede Ortsgruppe der NoS⸗Volkswohlfahrt im Rahmen der Woh⸗ nungsfürſorgeaktion monatlich vier Wohnungen bedürftiger Volksgenoſſen inſtandſetzen laſſen. In dieſem Zuſammenhange ſei auch noch darauf hingewieſen, daß bei der Deutſchen Arbeits⸗ front jetzt eine Dienſtſtelle für die Verſchö⸗ nerung der Arbeiterwohnungen eingerichtet worden iſt. Es iſt ihre Aufgabe, das Gebiet der Wohnungskultur zu bearbeiten. Die Nebeneinkünfte Viele Volksgenoſſen mit kleinem Lohn oder Gehalt haben erfreulicherweiſe Nebeneinkünfte wie Zinſen, Mietüberſchüſſe, Renten uſw. Es iſt nun die Frage aufgeworfen, ob dieſe gerin⸗ 300 Nebeneinkünfte etwa von jährlich mehr als 0 RM ſteuerpflichtig ſeien. Nach§ 56 des Einkommenſteuergeſetzes werden Lohn⸗ und Ge⸗ haltsempfänger mit ihren geſamten Einkünften veranlagt, wenn das Einkommen, alſo der Ge⸗ ſamtbetrag der Einkünfte, den Betrag von 8000 RM überſteigt oder die Einkünfte, von denen der Steuerabzug nicht vorgenommen wird, mehr als 300 RM betragen, oder wenn der Steuerpflichtige ledig iſt und in ſeinem Ein⸗ kommen kapitalertragsſteuerpflichtige Einkünfte, z. B. Dividenden uſw. von mehr als 1000 RM enthalten ſind. Werden die bezeichneten Gren⸗ en nicht überſchritten, ſo findet keine Veran⸗ ſtatt. n Sae kommen alſo die Steuerpflichtigen, die dieſe Grenzen überſchreiten. Hierbei iſt nun zu beachten, daß im Gegenſatz zu dem alten Steuergeſetz heute auch die Volksgenoſſen zur Abgabe einer Einkommenſteuererklärung ver⸗ flichtet ſind— und zwar ohne beſondere Auf⸗ forderung— deren Einkommen im abgelaufe⸗ nen Kalenderjahr zwar weniger als 8000 RM aber mehr als 4000 RM betragen hat und darin Einkünfte von mehr als 300 RM enthal⸗ ten ſind, die weder der Lohnſteuer noch der Kapitalertragsſteuer unterlegen haben. Dieſe Beſtimmung iſt vielfach noch unbekannt und es kann daher, ſo ſchreibt die Steuer⸗Zeitung, den in Frage kommenden Steuerpflichtigen in ihrem eigenſten Intereſſe nur empfohlen werden, bal⸗ digſt die vorgeſchriebene Steuererklärung für das Kalenderjahr 1934 ihrem zuſtändigen Fi⸗ nanzamt nachzureichen. Aus dem Odenwaldklub. Beſondere Gründe zwingen den Odenwaldklub, die für den 3. No⸗ vember angeſetzte Wanderung Zwingenberg— Ehrenmal— Bensheim ausfallen zu laſſen. An Stelle der planmäßigen Wanderung kommt am 3. November eine Pfalzwanderung in die Gegend Neuſtadt—Dürbbeim zur Ausführung. Einzelheiten über dieſe Wanderung, Abfahrts⸗ zeit, Unterkunft und Rückfahrt werden durch Anzeige im„Hakenkreuzbanner“ rechtzeitig be⸗ kanntgegeben. Weitere Auskünfte, Fahrkarten, Wanderprogramm u. a. am Freitag, den 1. No⸗ vember im Klubheim(Wartburghoſpiz, F 4, 7) abends.30 Uhr. Zahlreiche Beteiligung iſt ſehr erwünſcht, Gäſte willkommen. Neuregelung der Abtretung von Beamtenbezügen Aus dem ſoeben vom Reichsinnenminiſter veröffentlichten Wortlaut der Begründung zum Reichsgeſetz über die Abtretung von Beamten⸗ bezügen zum Zwecke der Entſchuldung von Be⸗ amten ergibt ſich, daß eine grundſätzliche Neue⸗ rung auf dem Gebiete der Abtretung von Be⸗ amtenbezügen bevorſteht.„Zur Zeit“, ſo ſagt die Begründung,„iſt ein Teil der Beamten durch besgefegliche Vorſchriften gehindert, die Forderung auf ihr Dienſteinkommen gemäß 5 400 BGB abzutreten. Dies hat in ſehr vielen Fällen dazu geführt, daß in Not geratene Be⸗ amte überhaupt nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten und ungünſtigen Bedingungen ein Darlehen aufnehmen konnten oder gar in Wuchererhände gerieten. In dem kommenden deutſchen dieſer Ungleichhei tretungsmöglichkeit geſehen.“ Winter 2 deutſchhen S' Kartoffelausgabe für die Ortsgruppe Friedrichspark Die WHW⸗Betreuten der Gruppen—— obiger Ortsgruppe erhalten ab Mitt⸗ woch, 30. Oktober, in der Zeit von 8 Uhr bis 16 Uhr(durchgehend geöffnet) ihre Kar⸗ toffeln in der Fendel⸗Gutjahrhalle, Werfthallenſtraße 31/⸗33. Die Kartoffelgutſcheine ſind jedoch zuvor bei der zuſtändigen WoHW⸗Geſchäftsſtelle(B 5, 17) gegen Entrichtung der Anerkennungsgebühr von 30 Pfg. pro Zentner in Empfang zu nehmen. 5 Aus techniſchen Gründen müſſen bis ein⸗ ſchließlich Samstag, 2. November, die Kartoffeln ſeitens der obengenannten Hilfs⸗ bedürftigen abgeholt ſein. Beamtengeſetz wird die Beſeitigung leichheit und eine entſprechende Ab⸗ für die Beamten vor⸗ Dieſer Tage ſprach der Leiter der Führer⸗ ſchule des Gaues Baden der NSDApP, Pg. Hartlieb, vor der Geſamtbeamtenſchaft Mannheims im Nibelungenſaal. In ſeiner Rede über die Judenfrage machte Pg. Hartlieb fol⸗ gende bemerkenswerte und beachtliche Aeuße⸗ rungen: Der Schlüſſel zur Weltgeſchichte Die Raſſenfrage iſt ein Kernpunkt der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Weltanſchauung. Der Libera⸗ lismus hat die Geſetze des Blutes geleugnet. Er prägte den verhängnisvollen Satz von der Gleichheit von allem, was Menſchenantlitz trägt. Der engliſche Staatsmann und Schriftſteller Disraeli, ſelbſt Jude, kennzeichnet die Raſſenfrage als den Schlüſſel der Welt⸗ geſchichte. Verfallserſcheinungen ſind von dem Augenblicke an erkenn⸗ und verfolgbar, in welchem ein Volk ſich von der Erkenntnis der Naturnotwendigkeit der Reinerhaltung ſeiner Raſſe abwendet. Der Altertumsforſcher und Ge⸗ ſchichtsſchreiber Mommſen zeigt uns unwider⸗ legbar den Augenblick des Zerfallbeginns des Römiſchen Reiches auf. Er ſetzt mit der Ver⸗ leihung der ſtaatsbürgerlichen und zivilrecht⸗ lichen Gleichſtellung aller ein, die„Menſchen⸗ antlitz“ tragen. Nicht Langobarden, nicht Vandalen, nicht Goten haben das römiſche Volk vernichtet. Ab⸗ kehr von dem Grundſatz der Reinhaltung des Blutes hat das Weltreich aus den Fugen ge⸗ riſſen. Die Natur läßt die Sünde an ihren Geſetzen nicht ungeſtraft zu. Soll deshalb unſer Drittes Reich ein Reich der Freiheit, Ehre und Schönheit werden, ſo haben wir, die Lebenden, das Fundament dazu zu geſtalten. Das Blut aber iſt dieſes Funda⸗ ment des Baues, welchen zu errichten wir be⸗ Kampf um die Reinhaltung des Blutes Das Fundament unſeres Staates— Naſſenfrage als Lebensfrage— Deutſchland und das internationale Judentum rufen ſind. Das Erbe, das der nordiſche Menſch als Schöpfer und Kulturbringer in allen Lan⸗ den und zu allen Zeiten an Geiſtesgütern hin⸗ terlaſſen hat, zu erhalten und zu verwalten, iſt unſere heiligſte Pflicht. Ueberall ſteht der nordiſche Menſch im Kampf und Ringen. Blicken wir nach Hellas, zum Eng⸗ paß der Termopylen und ſehen dort in feurigen Lettern geſchrieben:„Wanderer, kommſt du nach Sparta, verkünde dort, du habeſt uns hier liegen geſehen, wie das Geſetz es befahl“, bewundern wir die Recken des Nibelungenliedes, oder blicken wir in das brechende Auge des ſterbenden deut⸗ ſchen Helden bei Langemarck; überall ſind es die gleichen Menſchen, aus deren Bruſt die inneren Geſetze des Kampfes und des Ringens ſprechen. Aus Vergangenheit und Gegenwart reiht ſich Glied an Glied. Dieſe Kette darf nicht reißen. Das Vermächtnis muß rein erhalten bleiben. Die Judenfrage Als Raſſenfrage berührt uns die Judenfrage am meiſten. Wie beim einzelnen Menſchen, ſo lehrt uns auch bei einem Volke die Geſchichte des Volkes deſſen Erkenntnis. Als Quellen zur Erkenntnis des jüdiſchen Volkes dienen zunächſt ſeine allgemeine Geſchichte, ſodann aber das Alte Teſtament und ſeine Geſetzesbücher. Palä⸗ ftina, ſeine Heimat, iſt ein Gebiet, in dem die Völker Aſiens und Afrikas hinüber und herüber wanderten. Durch dieſen Verkehr mit allen nur denkbaren Raſſen iſt das jüdiſche Volk nie eigene Raſſe geweſen; es iſt lediglich zu einem raſſeähnlichen Gebilde geworden. Bis zum Jahre 2000 v. Chr. iſt von einer Geſchichte des jüdiſchen Volkes nicht zu ſprechen. Seine Blütezeit hat es unter Saul, David und Salomo erreicht. Bald nachher aber tritt die „Flammſchutz Waldhof“ bewährt ſich Flammen haben ihre Macht verloren/ Erfahrungen, die in Speyer geſammelt wurden Alle Beſtrebungen, Brände zu verhindern und zu bekämpfen, haben auch noch eine tiefere Bedeutung, denn es gilt in jedem Falle das Volksvermögen zu erhalten. Beſonders die Vorbeugung iſt ungeheuer wichtig und ſo ſind viele Anſtrengungen darauf ausgerichtet, dem Feuer die Möͤglichkeit der Entſtehung und der Ausbreitung zu nehmen. Bei Holz iſt die Ver⸗ hinderung der Brandgefahr nicht ganz einfach, obgleich es ſchon manche Mittel gibt, die den Zweck haben, dieſen Stoff unbrennbar zu machen. Ob es gelingen wird, ein Mittel zu finden, das Holz vollkommen unbrennbar macht, muß gegenwärtig noch bezweifelt wer⸗ den. Jedoch dürfen wir feſtſtellen, daß es der deutſchen Induſtrie gelungen iſt, Flamm⸗ ſchutzmittel ſchwer entflammbar machen, daß die Flammen jede Macht verloren haben. Dieſem Flammen⸗ ſchutz kommt heute ganz beſondere Be⸗ deutung zu, denn es gilt ja nicht nur all⸗ gemeine Brände zu verhüten, ſondern auch noch die von der Reichsregierung gewünſchten vorbeugenden Maßnahmen für den Luftſchutz zu treffen. Doppelt erfreulich iſt es, daß gerade die Mannheimer Induſtrie es war, die bahnbrechende Erfolge mit einem Flamm⸗ ſchutzmittel erzielte, das in unzähligen Ver⸗ ſuchen und in praktiſcher Anwendung alle die Eigenſchaften in vollſtem Maße be⸗ itzt. Erfahrungen in Speyer geſammelt Ein größerer Kreis geladener Gäſte aus In⸗ duſtrie und vom Luftſchutz fand ſich bei der Zellſtofffabrik Waldhof zuſammen, um dort einen Vortrag von Regierungs⸗Ge⸗ werberat Dr. Weßbecher(Speyer) entgegen⸗ zunehmen, der durch die dortige Ortsgruppe des Reichsluftſchutzbundes weitgehende Erfahrun⸗ gen mit dem„Flammſchutz Waldhof. ſammeln konnte. Mehr als fünfhundert Dachſtöcke wur⸗ den in Speyerer Häuſern bereits mit„Flamm⸗ ſchutz Waldhof“ behandelt und nunmehr iſt man dabei, in größerem Umfange weiteren Dach⸗ ftöcken den Schutzanſtrich zu geben. Nachdem das Anſtreichen der Dachſtöcke mit dem Flamm⸗ ſchutzmittel zuerſt von Kräften des Reichsluft⸗ zu finden, die das Holz ſo wirkungslos verpufften. ſchutzbundes ausgeführt wurde, iſt man nun⸗ mehr dazu übergegangen, das Handwerk einzuſchalten. Die Aufträge werden der Tün⸗ cherinnung übergeben, die ſie unter ihre Mit⸗ glieder verteilt. Gerade jetzt, in den in dieſem Handwerk ruhigen Wintermonaten, kann hier eine wertvolle zuſätzliche Arbeitsbe⸗ ſchaffung erfolgen, wenn ſich ſehr viele Hausbeſitzer zu einer Behandlung ihrer Dach⸗ geſchoſſe entſchließen könnten, die ja nicht nur vorbeugend für den Luftſchutz wirkt, ſondern unbedingt die allgemeine Brandgefahr ſo gut wie aufhebt. Das Auftragen des„Flamm⸗ ſchutz Waldhof““ iſt überaus einſach, zumal auch vorher keine große Säuberungsaktionen unternommen werden brauchen. Die Ausführungen wurden einen Film, der zeigte, in welcher „Flammſchutz Waldhof““ wirkt. Praktiſche Vorführungen Was man zuvor im Film geſehen hatte, wurde nunmehr in Wirklichkeit gezeigt. Zwei auf dem Gelände der Zellſtofffabrik aufgeſtellte und mit Holzwolle gefüllte Holzhäufer wurden gleichzeitig in Brand geſteckt. Das mit einem Flammſchutzanſtrich verſehene Haus bot den Flammen vollſten Widerſtand und als die Flammen in ſich zuſammengeſunken waren, konnte man ſehen, daß ſich zwiſchen dem Holz und den Flammen eine Schutzſchicht aufgebläht hatte, die das Holz ſchützte und die ſpäter leicht mit dem Spachtel abgetragen werden konnte, worauf dann das unbeſchädigte Holz zum Vor⸗ ſchein kam. Das andere Haus war bald ein einziges Flammenmeer und verbrannte ſchließ⸗ lich vollſtändig. Ein zweiter Verſuch, bei den in kleine Holz⸗ häuſer Elektro⸗Thermit⸗Brandſätze geſtellt wa⸗ ren, verlief in der gleichen Weiſe. Der Schutz⸗ anſtrich bewahrte nicht nur das Holz vor dem Entzünden, ſondern ſorgte auch, daß die glü⸗ henden Spritzer des gefährlichen Brandſatzes Das unbehandelte Haus wurde jedoch reſtlos vernichtet. Stolz darf man auf unſere findige deutſche Induſtrie ſein, die ſich ihrer Aufgaben voll bewußt iſt! ergänzt durch Weiſe Der Sternhimmel im November 1935 Helligkeitsdauer der Tage nur noch 10 Stunden Die bald hereinbrechende Dunkelheit erlaubt ein Beobachten des Abendſternhimmels etwa ab 18 Uhr. Im weſtlichen Himmelsteil nehmen die Sternbilder Herkules, Ophiuchus und Krone bis zum nächſten Sommer von uns Abſchied, im Südweſten ſtehen die Leier mit der hellen Wega, der Adler und Steinbock. 3 Im Süden ſteht Pegaſus, an dieſen oſtwärts angegliedert das ſchöngeſchwungene Sternbild der Andromeda. Südlich vom Pegaſus finden wir den Waſſer⸗ mann und in dieſem den ringumgürteten Pla⸗ neten Saturn, der anfangs um.30 Uhr mor⸗ gens, zu Monatsende ſchon“ Stunde vor Mit⸗ ternacht untergeht. Polwärts von Andromeda finden wir das „W“ der Caſſiopeia, ſüdlich von Andromeda den Widder, die Fiſche und den Walfiſch. Folgen wir dem Lauf der Milchſtraße von Caſſiopeia nach Nordoſten, ſo ſtoßen wir auf einen nebe⸗ ligen Flecken, den ſchon ein Opernglas in zwei prächtige Sternhaufen aufzulöſen vermag. Es iſt der Doppelſternhaufen im nahen Sternbild des Pegaſus zu dem auch der ver⸗ änderliche Stern Algol gehört. Südlich von Perſeus ſtehen die Plejaden (Siebengeſtirn) und der Stier mit dem roten funkelnden Hauptſtern Aldebaran. Später gegen Abend erheben ſich im Oſten die Zwillinge mit den Bruderſternen Kaſtor und Pollux und das altbekannte„Winterſternbild“, der Orion, über den Horizont. Noch ſpäter folgen im Nordweſten der Krebs mit dem Sternhaufen der„Krippe“ und dann der große Löwe. Unterhalb des Polſterns ſteht der Himmelswagen, der große Bär.— Von den Planeten iſt außer Saturn auch noch Mars im Schützen am ſüdweſtlichen Abendhimmel bis 20 Uhr bzw. zu Monatsende 19.45 Uhr zu ſehen. Dagegen verſchwindet Jupiter jetzt faſt mit der Sonne und hat am 27. ſeine Zuſammenkunft mit dem Tagesgeſtirn. Als Morgenſterne leuch⸗ ten Venus hell ab etwa.30 Uhr und außerdem Merkur ab.30 Uhr, dieſer beſonders am An⸗ fang, da am 2. ſeine größte ſcheinbare Sonnen⸗ ferne eintritt; zu Monatsende erfolgt der Auf⸗ gang erſt um.30 Uhr. Der Mond leuchtet am 3. im erſten Viertel, der 10. bringt den Vollmond, der 17. das letzte Viertel und am 26. tritt Neumond ein. Die Sonne wandert ſüdwärts vom Himmels⸗ äquator. Ihr Aufgang erſolgt in Südweſt⸗ deutſchland zu Monatsbeginn um.15 bzw. 8 Uhr Bahnzeit zu Monatsende, der Untergang um 17.15 bzw. 16.30 Uhr Entſprechend nimmt auch die Helligkeitsdauer der Tage einſchließlich Morgen⸗ und Abenddämmerung an wolken⸗ freien Tagen von 11/½ auf 10% Stunden ab. Spaltung in ein Nordreich Iſrael und in ein Südreich Juda ein. Die Aſſyrer zerſtören das Nordreich und machen Juda zu einem Va⸗ bis die Babylonier die Aſſyrer ab⸗ öſen. Mit der Abführung in die babyloniſche Ge⸗ fangenſchaft hört dem Wiederaufbau von Jeruſalem und des Tempels erhält das Volk unter Eſra und Ne⸗ hemia ſeine Raſſegeſetze, und nun kann ſeine Zerſtreuung einſetzen. Das Alte Teſtament, der Talmud und deſſen Ergänzung, der Schulchan 4 Aruch, gelten als jüdiſche Rechtsquellen. Für uns ſind dieſe Quellen aber nur wextvoll als Spiegelbild des jüdiſchen Volkes und ſeiner mit dem Charakter des deutſchen Volkes unver⸗ einbaren„Moral“. Daß ſie für den Juden noch ch Juden felbſt feſtgeſtellt. Noch 1913 erklärt die jüdiſche Preſſe:„Talmud und Schulchan Aruch ſind noch heute das Panier und der Lebensnerv des bindend ſind, iſt unwiderleglich dur Judentums.“ Die Herrſchaft des Juden Schon mit den Römern iſt der Jude zu uns gekommen. Das Mittelalter bietet ihm günſtige Gelegenheit zur Ausübung ſeiner händleriſch⸗ wucheriſchen Tätigkeit durch das Verbot des Zinsnehmens durch Chriſten, ein Verbot, von welchem der Jude unberührt bleibt. Da nun allmählich jeder deutſche Potentat ſeinen Hof⸗ juden braucht, wird dieſer Herr auf wirtſchaft⸗ lichem und politiſchem Gebiete. Der Jude lenkt die deutſchen Geſchicke; er ent⸗ ſcheidet über Krieg und Frieden, weil nur er über die Kriegsmittel verfügen kann. Bank und Börſe gelangen in ſeine Hände, ſo daß Rathenau, der Jude, 1919 mit einer nur dem Juden eigee nen Frechheit behaupten kann:„Nicht die Staatsmänner machen die Geſchichte, ſondern 300 Männer, die ſich un⸗ tereinander kennen.“ Ueberall macht ſich der Jude breit, für den Deutſchen findet ſich in ſeinem eigenen Hauſe bald kein Platz mehr. Der Jude beherrſcht das geſamte Kulturleben der Nationen. Ueber all unſer Denken triumphiert die aſiatiſche Horde. Unrettbar wäre das geſamte Deutſchtum im li⸗ untergegangen, beraliſtiſch⸗jüdiſchen Sumpfe hätte nicht rechtzeitig der Führer die drohende Gefahr erkannt und ſein Volk vom Rande des Abgrundes zurückgeriſſen. Er iſt der Lebens⸗ retter des deutſchen Volkes geworden. Die auf dem Parteitag der Freiheit veröffent⸗ lichten Fudengeſetze werden den deutſchen Men⸗ ſchen wieder zu der ihm gebührenden Geltung Dem deutſchen Menſchen wird der Aufſtieg in die reine Atmoſphäre deutſchen Le⸗ bringen. bens wieder möglich ſein, wenn er ſeine Kraft einſetzt für die Zukunft zum Aufbau einer auf das Blut gegründeten Volksgemeinſchaft. Die Ausführungen, ausklingend in herzliche Dankes⸗ worte an den Führer, fanden ungeteilten, lang⸗ andauernden Beifall. Kreisamtsleiter Pg. rechtlichen Regelunga der Judenfrage auch zu deren baldigen wirtſchaftlichen Erledigung alles beizutragen, ſchloß mit warmen Worten der An⸗ erkennung für den Redner den eindrucksvollen Schulungsabend. H. B. Rundfunk-Proqaramm für Mittwoch, den 30. Oktober Stuttgart:.45 Choral:.00 Gymnaſtik;.30 Früh⸗ Funkwerbekonzert; .00 Aus der Kindernähſtube; 10.15 Meilenſteine am konzert;.10 Gymnaſtik;.30 deutſchen Weg, Hammer und Pflug; 12.00 Mittags⸗ konzert; 13.00 Nachrichten; 14.00 Allerlei— von zwei bis drei: 15.30 Pimpf hör zu; 16.00 Heitere Muſik am Nachmittag; 17.00 Nachmittaastonzert; 18.30 Lernt morſen; 18.45 Ein Glas Wein daheim: 19.00 Beim Grinzinger Heuri⸗ gen: 20.00 Nachrichten; 20.15 Stunde der jungen Nation: 20 45 Hier iſt der Lausbubenſender; 22.00 Monatsbericht: 22.50 Nachtmuſik und Tanz; 24.00—.00 Nachtmuſik. Nachrichten; 22.30 Weltpolitiſcher für Donnerstag, den 31. Oktober Stuttgart:.45 Choral;.00 Gymnaſtik;.30 Früh⸗ konzert;.10 Gymnaſtik;.30 Funkwerbekonzert; .00 Frauenfunk; 10.15 Volksliedſingen; 11.00 Ham⸗ — mer und Pflug; 12.00 Mittagskonzert; 13 00 Nach⸗ richten; 13.15 Mittagskonzert; 14.00 Allerlei— von zwei bis drei; 15.30 Frauenſtunde; 16.00 Unterhal⸗ 17.06 Bunte Muſik am Nachmittag; 18.30 Mit Wagen und Trompeten; 18.45 Karl Spitz⸗ weg; 19,00 Wir Mädel ſingen; 19.20 Rauh weht der 20 00 Nachrichten; 20.10 Operettenkonzert; tungskonzert: Herbſt; 22.00 Nachrichten; 22.10 Nationalſozialiſtiſcher Rund⸗ funk; 22.20 Sportnachrichten; 22.30 Zur Buchwoche: 24.00—.00 Nacht⸗ 23.30 Komm Troſt der Welt; konzert. Wie wird das Wetter? Die Ausſichten für Mittwoch: Zunächſt noch bedeckt, dann wieder mehr veränderliche Be⸗ wölkung mit einzelnen Niederſchlägen, bei leb⸗ haften Winden aus Weſt für die Jahreszeit mild. freundlich, doch vorausſichtlich wieder zuneh⸗ mende NRiederſchlagstätigkeit, mild, weſtliche Winde. Rheinwasserstand 28. 10. 35 29. 10. 35 4 Waldshut e 28⁰ 417 Rheinfelden 269 395 Breisacech 262 339 Kehl„„„„„„ s„ 256 391 Mazanunrn„„„ 390 512 Mannhelim 295 368 Kaub„„„„ 184 96 Köln„»„„„„ 15⁵ 211 Neekarwasserstand 28. 10. 35] 29. 10. 35 4 Diedesheiem———— Mannhelm.„ 289 384 die politiſche Geſchichte des jüdiſchen Volkes eigentlich ſchon auf. Erſt nach Mutter, der in kur⸗ zen, aber markanten Worten die Beamtenſchaft aufforderte, nach der nunmehr erfolgten ſtaats⸗ 13.15 Mittagskonzert; und für Donnerstag: Im ganzen un⸗ B Wie a zem der Saud, d Beduinei vierte F ſche Ei KaKirötern. Enlzaubere Dieſes ge der Wilden nernden Bed oft mit ſeine nenden Kapi der ſelbſt von kunft ableitet geworden iſt, größten Teil büßt und ſei auf die Fret Karl May d⸗ Sauds bereiſe die er mit ſe den Inbegrif . e hat, Ibn Saud he aus den Bed und raubend Volksſtamm Arabern. Ibn Land die tech nodernen Zi einem ſogena wickeln. Wie liche Wunder aaun un dienen und eit tik zu betreib duinen nur findet nicht ſ muß ſich mit dieſer einſt duinenhäuptli der eine auße anlagung beſi Es iſt in 1 geliebten und ſich heute un wandelt habe Wer weiß, da biens bereits nicht weniger Leſen und Sch ſfraphie, Geſe fremde S Saud, dieſer vielfach euroz Hebung der K leiſtet. Man f biens Kranken Telegraph, T. lange dauern, arabiſchen Un Vom Rolen Ibn Saud und verwegen geblieben. Es zwiſchen dem Golf ein groß und er ſcheut dieſen politiſck Jahre 1924 Hedſchas ein, die beiden be Medina liegen der Mohamm der Großſcheri einen Ibn S⸗ nicht lange, ſe nund ſteckte als — 3—— ——————— — — ——— 44. Fortſetzung Der Kamera ſchon morgen „Frankreich un Ergebnis nick dieſe Zeit ſitzt eine neue Teu 3 leicht ſchwere und Waffen ſi ſiee auch zu ber 4 4„Ich habe v zweifelt“, ſpr letzte Erkundun Wir bleiben d Hauenſtein l Berlin ſchlech Wirth und G⸗ vertrauen meh densſchalmei. Alkten Oberſchl das Weltgewiſ niemals etwas ganz einfach, m „Und deshal Wacht ſein“, w Hauenſtein; möglich iſt, geſ wir beſtimmter Man befürchtet „Und Sie w ng Folge lei lgſam?“ läch Der Truppfi 8 tum und in ein zerſtören das einem Va⸗ Aſſyrer ab⸗ yhloniſche Ge⸗ zeſchichte des uf. Erſt nach 'm und des ſra und Ne⸗ ikann ſeine eſtament, der er Schulchan uellen. nur wertvoll 's und ſeiner zolkes unver⸗ Juden noch durch Juden tdie jüdiſche uch ſind noch ensnerv des Jude zu uns ihm günſtige händleriſch⸗ Verbot des Verbot, von bt. Da nun ſeinen Hof⸗ uf wirtſchaft⸗ chicke; er ent⸗ weil nur er n. Bank und aß Rathenau, Juden eige⸗ „RNicht die Geſchichte, ſich un⸗ reit, für den genen Hauſe eherrſcht das n. Ueber all itiſche Horde. ſchtum im li⸗ itergegangen, die drohende n Rande des der Lebens⸗ den. eit veröffent⸗ utſchen Men⸗ den Geltung 'n wird der deutſchen Le⸗ r ſeine Kraft au einer auf inſchaft. Die liche Dankes⸗ teilten, lang⸗ der in kur⸗ Zgeamtenſchaft ogten ſtaats⸗ age auch zu edigung alles irten der An⸗ ndrucksvollen H. B. im ober ik;.30 Früh⸗ ikwerbekonzert; ſeilenſteine am 12.00 Mittags⸗ Nittagskonzert; : 15.30 Pimpf hmittag; 17.90 ſen; 18.45 Ein nzinger Heuri⸗ de der jungen nſender; 22.00 Monatsbericht; 00 Nachtmuſik. ktober ik;.30 Früh⸗ ikwerbekonzert; n; 11.00 Ham⸗ t; 13 00 Nach⸗ Allerlei— von .00 Unterhal⸗ n Nachmittag; 45 Karl Spitz⸗ Rauh weht der herettenkonzert; liſtiſcher Rund⸗ ur Buchwoche; —.00 Nacht⸗ etter? zunächſt noch iderliche Be⸗ gen, bei leb⸗ e Jahreszeit ganzen un⸗ ieder zuneh⸗ ld, weſtliche nd 35 29. 10. 35 417 39⁵ 339 391 512 368 196 211 ind 351 29. 10. 35 384 1 yHakenkreuzbanner“— Seite 7 Unterhaltung und Wiſſen X Nr. 499— 29. Oktober 1935 Senſationen im Reiche der Beduinen Beduine Jbn Saud— ein moderner mMonarch!/ Er vird Wie aus London gemeldet wird, hat vor kur⸗ zem der arabiſche König des Hedſchas, Ibn Saud, der durch die Errichtung eines modernen Beduinenſtaates belannt geworden iſt, ſeine vierte Frau geheiratet, die junge Tochter eines Scheichs, um durch dieſe Heirat ſeinen politi⸗ ſchen Einfluß im nördlichen Hedſchas zu ver⸗ größern. Enzauberer Karl NMay Dieſes geheimnisvolle und unbekannte Land der Wilden, ewig ruheloſen und herumzigeu⸗ nernden Beduinen hat uns Karl May oft und oft mit ſeiner farbenbunten Phantaſie in ſpan⸗ nenden Kapiteln geſchildert. Seit Ihn Saud, der ſelbſt von einem Beduinenſtamm ſeine Her⸗ kunft ableitet, König des Hedſchas in Arabien geworden iſt, hat das Leben der Beduinen zum größten Teil ſeinen romantiſchen Reiz einge⸗ büßt und ſeine abenteuerliche Anziehungskraft auf die Fremden verloren. Wenn der ſelige Karl May das neue arabiſche Königreich Ibn Sauds bereiſen würde, er würde ſeine Beduinen, die er mit ſolcher Liebe und Begeiſterung als den Inbegriff arabiſcher Wüſtenromantik dar⸗ geſtellt hat, nicht mehr wiedererkennen, denn Ibn Saud hat ein wahres Wunder vollbracht: aus den Beduinen, die manchmal plündernd und raubend umherzogen, iſt ein ſeßhafter Volksſtamm geworden, ein geſittetes Volk von Arabern. Ibn Saud hat alles getan, um ſeinem Land die techniſchen und ſonſtigen Güter einer modernen Ziviliſation zu ſchenken und es zu einem ſogenannten„modernen Staat“ zu ent⸗ wickeln. Wie aber hat er dieſes unwahrſchein⸗ liche Wunder vollbracht? Wie kommt ein Be⸗ duine auf den Einfall, ſich europäiſcher Er⸗ en und Organiſationsmethoden zu be⸗ ienen und eine großarabiſche, zielbewußte Poli⸗ tik zu betreiben, die man einem Volk von Be⸗ duinen nur ſchwerlich zutrauen kann? Man findet nicht ſo leicht eine Antwort dafür und muß ſich mit der Feſtſtellung begnügen, daß dieſer einſt namenloſe und unbekannte Be⸗ duinenhäuptling ein verflucht heller Kopf iſt, der eine außergewöhnliche ſtaatsmänniſche Ver⸗ anlagung beſitzt. Es iſt in der Tat ſo, daß Karl May ſeine geliebten und gefürchteten Beduinen, wie ſie ſich heute unter Ihbn Sauds Regierung ge⸗ wandelt haben, nicht wiedererkennen würde. Wer weiß, daß es im jüngſten Königreich Ara⸗ biens bereits 20 Schulen gibt, 20 Schulen mit nicht weniger als 6000 Schülern, die nicht bloß Leſen und Schreiben lernen, ſondern auch Geo⸗ graphie, Geſchichte, Geometrie, Zeichnen und fremde Sprachen? Aber auch ſonſt hat Ibn Saud, dieſer orientaliſche Herrſcher mit einer vielfach europäiſchen Mentalität, vieles zur Hebung der Kultur, Bildung und Hhygiene ge⸗ leiſtet. Man findet heute in dieſem Teil Ara⸗ biens Krankenhäuſer und Kliniken, ferner Poſt, Telegraph, Telefon, und es wird nicht mehr lange dauern, da wird man ſich auch an einer arabiſchen Univerſität inſkribieren können. Vom Rofen NMeere zum Persisdien Golf Ibn Saud iſt in ſeinem angriffsfreudigen und verwegenen Charakter ein echter Beduine geblieben. Es war ſchon immer ſein Traum, zwiſchen dem Roten Meer und dem Perſiſchen Golf ein großes arabiſches Reich zu errichten, und er ſcheute vor keiner Gefahr zurück, um dieſen politiſchen Traum zu verwirklichen. Im Jahre 1924 marſchierte Ihn Saud in den Hedſchas ein, jene arabiſche Provinz, in der die beiden berühmten Ortſchaften Mekka und Medina liegen, die klaſſiſchen Wallfahrtsſtätten der Mohammedaner. Im Hedſchas herrſchte der Großſcherif von Mekka. Aber was kümmerte einen Ihn Saud ein Großſcherif. Er Ragfett nicht lange, ſondern erklärte ihn für abgeſetzt und ſteckte als echter Beduine den Hedſchas in ſeine Taſche. Er brauchte nicht lange um ſeine Anerkennung als arabiſcher König zu kämpfen. England und Frankreich ſchloſſen im Jahre 1926 mit Ibn Saud Verträge und anerkannten ihn als rechtmäßigen König von Nedſchd und Hedſchas. Nun begann Ibn Saud ſeine Beduinen zu ziviliſieren. Er entzauberte die überlieferte Karl⸗May⸗Romantik und ſchuf einen geord⸗ neten, in ſich geſchloſſenen Staat. Es iſt jetzt acht Jahre her, ſeit der Beduinenhäuptling ſein Reformationswerk begann. Er hat, wie ſchon erwähnt, die herumwildernden Beduinen ſeß⸗ haft gemacht. Es mag gewiß keine leichte Ar⸗ beit geweſen ſein, in den Herzen der Beduinen den eingefleiſchten Hang zur hemmungsloſen, räuberiſchen Freiheit auszurotten und ſie zu einem vernünftigen Lebenswandel zu erziehen. Aber Ibn Saud war in ſeine Aufgabe ver⸗ narrt. Er löſte ſie mit beachtenswertem diplo⸗ matiſchen Geſchick. Heute ſpricht man davon, daß Ibn Saud unter den arabiſchen Stämmen immer mehr Freunde und Anhänger findet, die ſich ſeiner energiſchen und erfolgreichen Politik, die auf die Errichtung eines großarabiſchen Staates abzielt, in leidenſchaftlicher nationaler Begeiſterung anſchließen. Freilich hat es auch Monate der Unruhe und Unzufriedenheit ge⸗ geben, da es manchmal vorkam, daß ſich ein⸗ zelne Beduinenſtämme aus dem Gefühl ihrer alten Tradition heraus gegen die neue Ord⸗ nung und die moderne Politik gewaltſam auf⸗ lehnten. Ein ſolcher Aufſtand, der ſich gegen die Reformen Ibn Sauds richtete, geſchah vor fünf Jahren. Ibhn Saud unterdrückte ihn mit eiſerner Hand. Er ſchloß Freundſchaftsverträge mit europäiſchen Mächten und kluge Bünd⸗ niſſe mit den benachbarten arabiſchen Fürſten, ſo zum Beiſpiel mit dem König Feiſſal von Jrak und Iman Jehja von Jemen. Aufos anstaft Kamele Die Romantik der Kamele iſt im Schwinden begriffen. Der moderne Beduinenhäuptling iſt nämlich ein Freund des Benzinvehikels. So kommt es, daß heute der Arabienreiſende, wenn die vierte Frau heiraten! er ſeinen Fuß in den Hedſchas ſetzt, zu ſeiner Ueberraſchung im Innerſten Arabiens oft mehr Automobile antrifft als Kamele. Wie lange iſt es her, daß in der arabiſchen Wüſte noch weit und breit kein Motorengeräuſch zu hören war, geſchweige denn das Surren eines Propellers! Die Zeiten haben ſich gründlich geändert— oder vielmehr, der reformationsfreudige Ibn Saud hat die Zeit aus eigenſter Vollmacht ge⸗ wandelt. Es gibt heute in Arabien nicht nur etwa 2000 Automobile, ſondern ſogar Flug⸗ zeuge und drahtloſe Telegraphie. Wie weit es Ibn Saud gelingen wird, ſeine Herrſchaft im Laufe der Entwicklung über Ara⸗ bien auszudehnen, iſt noch ſehr problematiſch. Er hat jedoch nichts unverſucht gelaſſen, um aus ſeinem Land einen zentralen und kraft⸗ vollen Staat zu formen, der früher oder ſpäter vielleicht in der Lage ſein wird, die anderen arabiſchen Provinzen wie ein Magnet an ſich zu ziehen. Dazu kommt eine jungarabiſche Na⸗ tionalbewegung, die den Bemühungen Ibn Sauds ihre Hilfe nicht verſagt, da ihr gleich ihm die Schaffung eines Großarabiens vor⸗ ſchwebt. Um zu begreifen, daß der Herrſcher im jüngſten arabiſchen Königreich alles eher iſt als etwa eine von einer europäiſchen Macht vorge⸗ ſchobene Strohpuppe, muß man ſich den wil⸗ den und ſtolzen Charakter der Beduinen ver⸗ der keinerlei Abhängigkeit ver⸗ rägt. Auch in wirtſchaftlicher Hinſicht hat Ibn Saud allerhand erreicht: amerikaniſche und europäiſche Geſellſchaften haben in ſeinem Land Kapital inveſtiert und vor einiger Zeit iſt an eine mohammedaniſch⸗indiſche Kapitaliſten⸗ gruppe der Bau einer Eiſenbahn von Dſchedda, dem Hafen Mekkas am Roten Meer, nach Mekka und von dort nach Medina vergeben worden. Alle dieſe Maßnahmen ſind ein deut⸗ licher Beweis dafür, daß ſich das junge ara⸗ biſche Königreich von Monat zu Monat immer weiter entwickelt. Man darf geſpannt ſein, welche Rolle Ihn Saud im Hinblick auf den Konflikt zwiſchen Italien und Abeſſinien ſpie⸗ len wird. Dr. Franz Dietrich. Aufn.: Ufa LEBEN UND KAfHPpFf AlbEET LEO sScHLAGETEES Hans Henning Frelherr Grote 44. Fortſetzung Der Kamerad nickt zuſtimmend.„Das kann ſchon morgen ſein“, entgegnet er bedeutſam. „Frankreich und Polen werden ſich mit dem Ergebnis nicht zufriedengeben. Schon um dieſe Zeit ſitzt man beiſammen und erſinnt eine neue Teufelei, die uns vor neue und viel⸗ leicht ſchwere Aufgaben ſtellt. Die Menſchen und Waffen ſind nun einmal da,— man wird ſie auch zu benutzen verſtehen.“ „Ich habe von Anfang an daran nicht ge⸗ zweifelt“, ſpricht Schlageter ernſt„Meine letzte Erkundung gab mir nur die Beſtätigung. Wir bleiben doch alle zuſammen?“ Hauenſtein lacht rauh auf.„Da kennen Sie Berlin ſchlecht. Die Herren Scheidemann, Wirth und Genoſſen ſpielen den Sieger und vertrauen mehr denn je ihrer närriſchen Frie⸗ densſchalmei. Sie werden autatmend die Akten Oberſchleſien in den Schrank legen und das Weltgewiſſen rühmen, von dem wir noch niemals etwas zu ſpüren bekommen haben, ganz einfach, weil es eine Schimäre iſt.“ „Und deshalb müſſen wir weiter auf der Wacht ſein“, wirft Schlageter unbeirrt ein. Hauenſtein zuckt die Achſeln.„Soweit es möglich iſt, geſchieht es auch. Vorläufig haben wir beſtimmten Befehl, uns ſofort aufzulöſen. Man befürchtet wahrſcheinlich Schwierigkeiten.“ „Und Sie wollen dieſer verrück'en Anwei⸗ ſung Folge leiſten— ſind ſonſt doch nicht ſo ſolgſam?“ lächelte der andere zurück. Der Truppführer zeigt ein finſteres Geſicht. war. Deutsche Verlossenstelt Stuttgert-Ber ln „Dieſes Mal iſt es notwendig“, ſetzt er aus⸗ einander.„Korfanty ſchlägt morgen oder über⸗ morgen los, das iſt außer allem Zweifel, aber ich ſpüre keine Luſt, daß Berlin uns dafür die Schuld in die Schuhe ſchiebt. Wir gehen aus⸗ einander, die meiſten von uns haben Ruhe nötig, und ſowie Not am Mann iſt, bekommt jeder ſeinen Funkſpruch. Wir ſind alſo in kur⸗ zer Zeit wieder aktionsfähig.“ „Als Soldaten?“ fragt Schlageter nungsbang. „Vielleicht“, entgegnet Heinz Hauenſtein ſin⸗ nend,„wenn ich richtig rate, ſogar gewiß.“ Dann iſt plötzlich wieder ihr Lied emporge⸗ ſtiegen, Vohwinkel, ein wenig trunken und laut, hat es angeſtimmt, und alle fallen ein: „... Wenn wir zunächſt auch nur wenige ſind, Aber wir werden es ſchaffen!“ Selbſt der Wirt ſingt laut mit. In dieſen Männern iſt etwas, das ihn alle Rückſicht ver⸗ geſſen läßt, die er ſonſt zu nehmen gezwungen Man hat es doch den Polen gezeigt, und wenn ſie nun erſt richtig kommen wollen, dann iſt's auch mit ſeinem Geſchäft vorbei, und er wird die Knarre nehmen wie im großen Krieg und mitziehen, Donnerwetter noch ein⸗ mal! Hauenſtein ſchließt den Abend: „Der Krieg iſt wieder einmal aus, Jungens, und jeder verläßt ſo ſchnell als möglich die Provinz. Das hat ſeine Gründe, die euch nichts angehen. Aber jeder gibt mir ſeine An⸗ hoff⸗ In Windſtärke 10 auf der Nordſee HB-Bildstock ſchrift und hält ſich bereit. Heil Deutſchland!“ „Heil Deutſchland!“ brauſt es zurück. Schlageter blickt in ſein halbgefülltes Glas, und ein Lächeln zieht über ſein Geſicht. Er weiß, wohin er gehen wird.. Als Schlageter den kleinen Bahnhof verlaſ⸗ ſen hat und langſam bergan die Straße zum Parkhotel Sonne emporſchreitet, ſind viele und lichte Gedanken hinter ſeiner Stirn. An⸗ ders als bei ſeiner erſten Heimkehr betritt er das väterliche Dorf. Eine ſeltſame Ruhe, ein ſicherer, verläßlicher Frieden hat von ſeinem Herzen Beſitz ergriffen, und er weiß ſelbſt nicht recht, warum das ſo kam. Damals betrat er die Heimat nach einer Reihe von ſchweren und gräßlichen Jahren, die er mutvoll beſtan⸗ den hatte und die immer als das gewaltigſte Ereignis über ſeinem Leben emporragen wer⸗ den; und dennoch hatte er eine Scham im Her⸗ zen brennen geſpürt, die ihn faſt zu Boden gezwungen hätte; und Zweifel war in ihm ge⸗ weſen— heute erſt weiß er's ſo recht— Zwei⸗ fel an allem, was Menſchendaſein erhellt und trägt. Das war nun vorbei. Und war doch nicht mehr geſchehen, als daß er fern im Oſten ein paar Unglückliche aus Mörderhand hatte be⸗ freien können— daß er in Schleſien dem Recht zu ſeinem Siege verholfen hatte, der ⸗immer noch zweifelhaft blieb. Was alſo war es? Schlageter lächelt glücklich und ſchüttelt den Kopf: Wozu darüber jetzt ſinnen, wo es genug iſt, daheim zu ſein. Das iſt wohl ein Teil der Antwort auf die überflüſſige Frage, damals war auch das Vaterhaus von dem roten Schrecken bedroht, und als er im Oſten und Weſten deutſchen Herd bewahrte, von deſſen Beſitzern er nichts anderes wußte, als daß ſie die gleiche Sprache redeten, wie er ſelbſt, hatte er ſich ein neues und beſſeres Recht auf die eigene Heimat erworben. Freier und leichter HB-Bildstoek Auin.: Presesbildzentrale So ſieht er aus! Der„nie lachende“ jüdiſche Filmſchauſpieler Buſter Keaton kam ins Irrenhaus. Hluſik und Witz Von Heinz Heil Der berühmte Geiger Auguſt Wilhelmj, der aus Uſingen(Naſſau) ſtammt, wurde gelegent⸗ lich ſeines Londoner Aufenthaltes von einer ſchwerreichen Landsmännin zum Kaffee gebeten. Nach dem Kaffee wurde die Gaſtgeberin ſehr ungeduldig und aufgeregt, wofür der Meiſter keine Erklärung fand. Auf ſeine ſchüchterne Frage nach dem Grunde der Nervoſität ſpru⸗ delte ſie ſchließlich heraus:„Ja, ja, aber wo haben Sie denn Ihre Geige?“ Wilhelmj ver⸗ beugte ſich tief und antwortete:„Gnädige Frau, meine Geige läßt ſich entſchuldigen, ſie trinkt keinen Kaffee.“ Bei einer Premiere ſaß Roſſini in einer Loge und trug, nach italieniſcher Sitte von damals den Zylinder auf dem Kopf. Bei verſchiedenen Arienſtellen zog er mehrfach den Zylinder und ſchwenkte ihn fröhlich hin und her. Voller Un⸗ ruhe über ſolches Gebaren fragte der neben ihm ſitzende Komponſt:„Aber verehrter Meiſter, ha⸗ ben Sie etwas?“ Darauf Roſſini:„Gewiß habe ich, was! Ich habe eben ein paar gute alte Be⸗ kannte von mir gegrüßt, das darf man doch!“ ** Bei einem Konzert am Hofe des Zaren Niko⸗ laus paſſierte Liſzt das Mißgeſchick, daß ſein ſchöner glänzendweiß geſtärkter Kragen ihm dauernd aus der Soutane herausſprang, was ihn ſichtlich nervös machte. Darüber wieder amüſierte ſich der Zar. Am Schluß des Konzertvortrages ging der Zar auf Liſzt zu bat um Entſchuldigung wegen ſeines Lachens und fuhr fort:„Wiſſen Sie, Meiſter, ich habe nämlich immer an Ihren gro⸗ ßen Dichter Schiller denken müſſen!“ Lifzt machte ein fragendes Geſicht:„An Schiller, Ma⸗ jeſtät?“ Der Zar darauf:„Gewiß, an den Kampf mit dem Drachen habe ich gedacht, da ſteht doch ſchon— vorausahnend ſozuſagen—: „Und Liſt muß mit der Stärke ſtreiten'!“ Die Welt ſoll vor dir ſtehn, Wie Albrecht Dürer ſie hat geſehn, Ihr feſtes Leben und Männlichkeit, Ihre innere Kraft und Ständigkeit! Goethe. geht ihm darum heute der Atem durch die Bruſt. Ach ja, einmal ruhen dürfen, nichts anderes im Sinn als dieſes zärtliche Still⸗ ſein, dieſes Verharren in ſicherer Hut. Schon vor der Schwelle des kleinen Hauſes, dahinter ſich der Berg erhebt, der ihm ſeit ſeiner früheſten Jugend vertraut iſt wie ein lieber Spielgefährte, begrüßen ihn die Seinen, Eltern, Brüder und Schweſtern. Ging auch in ihnen Gleiches vor, wie in ihm ſelbſt, denn wie einem Sieger jubeln und jauchzen ſie ihm zu? Beſcheiden wehrt er alle Lobſprüche ab. Das ſei leicht genug geweſen, damals in Riga, ein wenig Gotwertrauen und Glück, ohne das der Soldat nicht beſtehen kann. Im großen Kriege hätte kein Menſch von ſo etwas Auf⸗ ſehen gemacht, und im übrigen beſäße er einen rechtſchaffenen Hunger. Nun, den kann er jetzt ſtillen, dafür hat die Mutter beſtens geſorgt. Der leichte badiſche Wein netzt die durſtige Kehle; es erzählt ſich gut bei ſolchem würzigen Trank. Stolz lau⸗ ſchen Eltern und Geſchwiſter. An einem dieſer glücklichen Tage ſteigt Al⸗ bert Schlageter den altvertrauten Weg zum Belchen hinan. Unter ſeinen rüſtigen Schrit⸗ ten knirſchen die dunklen Nadeln der Tannen, und oft verhält er den Fuß, rückwärts zu ſchauen, wo ſich das Wieſental im erſten Früh⸗ lingsſonnenſcheine breitet. Ueberall ſchon lugen die gelben und weißen Blumen zum Licht empor, werfen die bunten Farben in das grünende Gras, das ſich zu Füßen der Tan⸗ nenberge ſchmiegt. Höher und höher klimmt der einſame Mann; wie in den Himmel auf⸗ wärts dünkt ihm der Frühlingsweg. Stunde um Stunde ſchreitet er aus, bis er aufatmend den Gipfel erreicht hat und mit einem leiſen Ruf des Entzückens ſeine Augen in die unend⸗ lichen Fernen erhebt. (Fortſetzung folgt.) „Hakenkreuzbanner“— Seite 8 Sport und Ipiel X Nr. 499— 20. Otktober 1035 f„dakenkreuzba Fußballerpedition im Slugzerg Vorbereitung für London Wie nicht anders zu evwarten war, führt der Deutſche Fußball⸗Bund im Hinblick auf das am 4. Dezember in London vonſtatten gehende Länderſpiel gegen England einen beſonderen Lehrgang durch. Etwa 25 Spieler werden zu einem letzten Training vom 35. bis 30. No⸗ vember nach der Reichshauptſtadt beordert werden. Die Auserwählten ſind im einzelnen noch nicht bekannt, doch dürfte Reichstrainer Otto Nerz auf die in den letzten Länderkämp⸗ fen erprobten Spieler zurückgreifen. Wir rech⸗ nen mit Jakob(Regensburg), JFüriſſen(Ober⸗ hauſen), Haringer(München), Münzenberg (Aachen), Tiefel(Frankfurt a..), Goldbrun⸗ ner(München), Gramlich(Frankfurt), Janes (Düſſeldorf), Bender(Düſſeldorf), Lehner (Augsburg), Langenbein(Mannheim), Ko⸗ bierſfki(Düſſeldorf), Siffling(Waldhof), Pört⸗ gen(Schalke), Hohmann(Benrath), Szepan (Schalke), Raſſelnberg(Benrath) und Siemets⸗ reiter(München). Conen(Saarbrücken), der ſich zur Zeit im Krankenhaus befindet, dürfte ſelbſt nach ſeiner Wiedergeſundung für die Reiſe nach London nicht in Frage kommen. Als Reiſemittel wird der Deutſche Fußball⸗ Bund zum erſten Male ein Flugzeug benutzen. Eine Sondermaſchine der Deutſchen Luft⸗ Hanſa wird am 2. Dezember die Mannſchaft und ihre Betreuer vom Tempelhofer Feld zum Flughafen Croyden bringen. Auf dem Luft⸗ weg wird am 5. Dezember von London aus auch die Rückreiſe angetreten werden. Sachſens Elf gegen Baden Die in den letzten Monaten recht erfolgreiche Fußball⸗Elf des Gaues Sachſen trifft in der Zwiſchenrunde um den Bundespokal auf den Gau Baden. Für den in Dresden ſtattfinden⸗ den Kampf ſtellt Sachſen folgende Mannſchaft: Kreß (Dresdner Sc) Kreiſch Brembach (Dresd. SC)(Tura SLpz.) Köckeritz Reichert Roſe (Spfr Drsd.)(Pol. Chemn.)(SpVg SLpz.) Schlöſſer Helmchen Schön Munkelt Kund (Sc Plan.)(Pol. Ch.)(Dr. SC)(Pol. Ch.)(Dr. SC) Die AsA-Schwimmer in Gladbach Die amerikaniſchen Schwimmer des Lale Shore AéC Chikago gingen am Montagabend im Gladbacher Kaiſerbad an den Start, auf deſſen kurzer Bahn einige Rekorde geſchwom⸗ men wurden, aber in Anbetracht deſſen, daß dieſe nur 20 Meter lang iſt, nicht anerkannt werden können. Die Amerikaner enttäuſchten das vollbeſetzte Haus nicht. Die 100 Meter Bruſt durchſchwamm Brydenthal in:115 Mi⸗ nuten als Beſter vor dem Aachener Koppen (116). Auch Kiefer erzielte über 200 Meter Rücken mit:29 eine ganz famoſe Zeit. Bei 100 Meter hatte Kiefer in:09 Min. angeſchla⸗ gen, Küppers beendete hier das Rennen in 1709,8 Min. vor Tocha(Aachen) in:12,8 als Sieger. Die 100 Meter Freiſtil gewann Heinen in 58,7 Min. vor Tocha(:00,5). In der Zmal⸗ 100⸗Meter⸗Lagenſtaffel waren die Amerikaner mit:26,4 von der deutſchen Mannſchaft Küp⸗ pers⸗Koppen⸗Tocha(:31,6) nicht zu ſchlagen. Bei den Damen gewann Frau Küppers ein 100⸗ Meter⸗ reiſtilſchwimmen in:15,4 Min., wäh⸗ rend über 200 Meter Bruſt Martha Genenger in:01,9 Min. keine Gegnerin hatte. Guſtav Eder, der deutſche Europameiſter im Weltergewichtsboxen, wird am 11. Novem⸗ ber im Berliner Sporwalaſt ſeinen Titel gegen den belgiſchen Meiſter Felix Wouters ver⸗ teidigen. Außerdem ſteigt beim gleichen Kampf⸗ abend die deutſche Schwergewichtsmeiſterſchafts⸗ begegnung zwiſchen Titelträger Hower und dem Krefelder Hans Schönrath. Der Schauplatz des Fußball⸗Länderkampfs Deutſchland— England Am 4. Dezember findet in London der Fußball⸗KLänderkampf Deutſchland— England ſtatt. Die beiden Mannſchaften werden ſich auf dem Platze der Tottenham Hotſpurs gegenüberſtehen, der mehr als 70 000 Pressebild Zuſchauerplätze aufweiſt. HB-Bildstock Die amtlächen deutſchen Tennisranguen G. v. Cramm und C. Außem die Beſten Der Fachamtsleiter für Tennis im DRfxe, Dr. Schomburg(Leipzig), hat am Montag⸗ abend in Zuſammenarbeit mit Dr. Rau und der Fachamtsgeſchäftsſtelle folgende Rangliſte aufgeſtellt: Männer: 1. G. von Cramm(Berlin), 2. H. Henkel (Berlin), 3. H. Denker(Berlin),.—7. F. Kuhlmann, K. Lund, W. Menzel, Dr. H. Tüb⸗ ben(alle Berlin), 8. F. Frenz(Roſtock), 9. Dr. W. Deſſart(Hamburg), 10.—19. Dr. J. P. Buß(Mannheim), W. Bräuer(Breslau), K. Dohnal(Frankfurt), W. Dreſt, R. Göpfert (beide Berlin), L. Hänſch(Dresden), H. Henke (Frankfurt), G. Jänecke(Berlin), J. Pohl⸗ hauſen(Düſſeldorf), Dr. H. Tüſcher(Berlin), 20.—32. J. Bäumer(Frankfurt), E. Dettmer (Gelſenkirchen), H. Eichner(Gleiwitz), K. Ha⸗ mel(Hanau), R. Heydenreich(Leipzig), F. Henkel(Berlin), J. Hildebran dt(Mann⸗ heim), H. Kleinlogel(Darmſtadt), C. Meffert, K. Peltzer, J. Walch(Pforzheim). F. Weihe (Freiburg), Dr. M. Zander(Berlin). Da ausreichende Vergleichsmöglichkeiten fehl⸗ ten, wurden G. Bergmann(Dresden), F. Go⸗ ſewich(Frankfurt), H. Gottſchewſki, H. Heyden⸗ reich, Dr. H. Kleinſchroth(Berlin), E. Nourney (Köln), G. Pachaly(Hannover), H. Pietzner (Danzig) und H. Schwenker(Berlin) nicht ein⸗ ereiht. rauen: 1. E. Außem(Köln), 2. M. Horn(Wies⸗ baden), 3. P. Stuck(Berlin),.—6. P. Käppel (Berlin), T. Schomburgk(Leipzig), T. Zehden (Berlin), 7. Aenne Schneider, 8. Beutter⸗Ham⸗ mer(Mergentheim),—11. Othberg⸗Krüger (Berlin), F. Roſt(München), A. Ullſtein(Leip⸗ zig), 12. E. Sander(Benlin). Tont Merkens, ekiolareichter Bahnamateur Rangfolge unter Berückſichtigung der vier Wettbewerbe Die amtliche Zeitung des Fachamtes Rad⸗ ſport,„Der deutſche Radfahrer“, veröffentlicht eine Zufammenſtellung der Erfolge der deut⸗ ſchen Nationalmannſchaft der Bahnamateure. Wie nicht anders zu erwarten. war in der ver⸗ floſſenen Rennzeit auf offenen Bahnen der deutſche Weltmeiſter Toni Merkens, der unter ſeinen Landsleuten kaum einen gleich⸗ wertigen Gegner hat, der erfolgreichſte Ama⸗ teurfahrer des Jahres. In den vier olym⸗ piſchen Wettbewerben, die in den Rennen der Nationalmannſchaft ausſchließlich gepflegt wurden, ſteht er mit Ausnahme der Zweiſitzer⸗ rennen jeweils an der Spitze. Der Kölner ge⸗ wann alle von ihm beſtrittenen Zeitfahren und Mannſchaftsverfolgungsrennen und kam in den Fliegertreffen mit einer Ausnahme jedesmal auf die Höchſtpunktzahl. Beſter Mann in den Zweiſitzerrennen war der Leipziger Ihbe vor Lorenz und Merkens, jedoch muß hierbei be⸗ rückſichtigt werden, daß hier wiederholt neue Mannſchaften erprobt wurden. Im geſamten hat Merkens mit 128 Punkten einen klaren Vor⸗ ſprung vor dem ſtets in ſeinem Schatten kämp⸗ fenden Haſſelberg(Bochum). Die Rangfolge: 1. Merkens(Köln) 128.; 2. Haſſelberg(Bo⸗ chum) 79.; 3. Ihbe(Leipzig) 78.; 4. Lo⸗ renz(Chemnitz) 77.; 5. Karſch(Leipzig) 70.; 6. Klöckner(Köln) 62.; 7. Hoffmann (Klein⸗Steinheim) 46.; 8. Horn(Köln) 41..; 9. Bartels(Berlin) 22.; 10. Jung (Dresden) 16.; 11. Krehn(Berlin) 15.; 12. Arndt(Krefeld) 12.; 13. Riemann(Han⸗ nover) 12.; 14. Roſenlöcher(Dresden) 11 Punkte. ———————————— Gescdhidiie des Ringkampfs von Karl Abs bis zum Berliner Polizeiverbot Attention! Der Mann vor der Schaubude ſchrie ſich die Stimme heiſer. Er hätte es nicht notwendig gehabt. Das Jahrmarktspublikum drängte ſich ſowieſo vor dem Vorhang, über dem in golde⸗ nen Letter zu leſen ſtand: Aimable de la Calmette Le roi des Lutteurs. Der Anſager fuhr fort: Hundert Franken zahlt Aimable de la Calmette, der König der Ring⸗ kämpfer, jenem mutigen Manne, der bereit iſt, gegen ihn anzutreten und es fertig bringt, län⸗ ger als fünf Minuten ſtand zu halten. Damals, in den 60er Jahren gab es ſehr wenig Leute in Frankreich, die ſich dieſe Beträge verdienen konnten. Es war im Jahre 1867, als Le Beau⸗ carois, der„Herkules von Frankreich“, in Pa⸗ ris die„Arena“ gründete, in der er ſich jedem Gegner ſtellte, der mit ihm ringen. wollte. Das Geſchäft ſchlug groß ein und bald holte er Aus⸗ länder nach Paris. Der erſte Schritt zur Inter⸗ nationaliſierung des Ringbampfes war damit getan. Le Beaucarois und Aimable de le Cal⸗ mette bedeuteten für das Ringen ungefähr das, was Tom Cribb, der den Gebrauch der ge⸗ polſterten Handſchuhe einführte, für das Boren geweſen war. Sie erwarben ein großes Ver⸗ mögen. Ihre Söhne noch ſpielten ein Viertel⸗ jahrhundert ſpäter eine führende Rolle auf der Matte. Wie der deutſche Kraftſport entſtand Bei uns waren es die Turnvereine, die den von Friedrich Ludwig Jahn eingeführten ſoge⸗ nannten deutſchen Ringkampf pflegten. Unab⸗ hängig davon entſtanden in Gaſtſtätten und Bierwirtſchaften, vielleicht zuerſt dort, wo die farken Männer auf den Schaubuden verkehrten, die Athletenklubs. Vom Heben der Bierfäſſer kam man auf das Jonglieren mit Gewichten. So hatten es die zünftigen Jünger der neuen Bewegung in den Varietés oder auf der Kirmes geſehen. Starke Männer ſtanden mit einem Male hoch im Kurſe. Und ſie leiſteten ja auch wirklich etwas. Ein gewiſſer Sacon, ein Dresdener, brachte 450 Pfund zur Hochſtrecke. Er wurde gebührend bewundert im magiſchen Licht, das die Gaslampen auf die Bühne warfen, ebenſo wie Stähr, der mit dem Mittelfinger einen 250 Kilo ſchweren Stein vom Boden hob, oder Eugen Sandow, von deſſen wundervoll ent⸗ wickelten Körper Abbildungen in allen illuſtrier⸗ ten Zeitungen zu ſehen waren. Nach dem Krieg von 1870/71 traten erſtmalig franzöſiſche Ringer im Zirkus Salomonſti auf. Wider Erwarten ſchnell fanden ſich deutſche Gegner, die ihnen überlegen waren. Der klaſ⸗ ſiſche Ringhampf fand nun auch in Deutſchland Eingang, er wurde, wie man heute ſagen würde,„trainiert“. In England herrſchte zu Beginn der 80er Jahre, ebenſo wie in Frankreich bereits eine ausgeſprochene Hochkonjunktur für Ringen. Der Schotte Donald Dinnie war einer der erſten Athleten, die nicht dem Typ des Muskelberges entſprachen. Er hielt engliſche Rekorde im Schwimmen, er war ein guter Läufer und aus⸗ gezeichneter Hochſpringer. Der erſte größere Pariſer Ringkampf⸗Konkurrenz gewann Andre Chriſtel, der den Engländer Tom Cannon, den Auſtralier William Miller, den Japaner Mat⸗ ſada Sorakichi warf und ſich die Bezeichnung eines Weltmeiſters beilegte. In den Pariſer Zeitungen erxſchienen bereits ganzſeitige Inſe⸗ rate, die auf bevorſtehende Matchkämpfe und Ringerturniere hinwieſen. Ein Hamburger Zimmermann um die Perſon des erſten Weltmeiſters, den Deutſchland auf dem Gebiet der Schwerathletit ſtellte, ranten ſich zahlloſe Legenden. Im Volks⸗ munde iſt der Hamburger Zimmermann Carl Abs eine ſagenhafte Geſtalt geworden. Wann er zum erſten Male öffentlich auftrat, kann heute, ſechzig Jahre nachher, ſchon nicht mehr genau feſtgeſtellt werden. Carl Abs wurde am 12. September 1851 in dem mecklenburgiſchen Ort Großgodems geboren. In unſerem Vaterlande gab es nach dem Kriege mit Frankreich einen wirtſchaftlichen Aufſchwung, die Leute hatten Geld in der Taſche und ſie waren auch bereit, es auszu⸗ geben. Auf dieſem Boden konnte die neue Be⸗ wegung, die in Deutſchland die Grundlage deſ⸗ ſen bedeutete, was man heute Sport nennt, ge⸗ deihen. ECarl Abs war bereits Mitglied eines Athle⸗ tenklubs und man ſagte ihm den Beſitz unheim⸗ licher Kräfte nach. Da trat im Hamburger Eta⸗ bliſſement Schulz ein Ringer auf, der„eiſerne Wilhelm“. Hundert Mark ſetzte er demjenigen aus, der ihn werfen könne. Vielleicht wäre Carl Abs nie entdeckt wor⸗ den, wenn nicht ſein Chef, der Hamburger Bau⸗ unternehmer Jagdmann, in einer Abendgeſell⸗ ſchaft mit den Kräften des bei ihm angeſtellten Zimmermanns renommiert hätte. Gerade in den ſogenannten beſſeren Kreiſen, die, vom Reit⸗ ſport abgeſehen, mit keiner Form von Leibes⸗ übungen in Berührung gekommen waren, bil⸗ deten die Leiſtungen der ſtarken Männer eines gewiſſen Nerventitzels nicht entbehrende Ge⸗ ſprächsthemen. „Der eiſerne Wilhelm...? Was meinen Sie, was unſer Carl Abs mit dem machen würde!“, bemerkte der Bauunternehmer geſprächsweiſe Am nächſten Morgen ließ Jagdmann den Zim⸗ mermann Abs zu ſich kommen.„Warum ver⸗ dienen Sie ſich die hundert Mart nicht?“ „Ich kann mich doch nicht vor allen Leuten in einer Schaubude zeigen.“ Nach längerem Zureden änderte Abs ſeine Anſicht. Er war ein großer, gut ausſehender Menſch, der, nach der damaligen Mode, einen auzlinue in zenner éithelul f 3 tkouft: 1. Nadelf Berlins nächſter Großkampftag wird am 11. Preisbezirk u. S November im Sportpalaſt ſteigen. Welter⸗ moos 509 Im. zu Guſtav Eder(Köln) zu 55 pEt; FA. é verteidigt ſeinen Titel gegen Belgiens erſt a 2bjährigen Meiſter Felir Wouter s. Aber f Madlirg 14 nicht die Europameiſterſchaft im Weltergewicht AM)). intereſſiert Berlins Bo ſportfreunde am ſtärk⸗ FA. Furt Todtnau aus Gde. ſten, nein, die deutſche Schwergewichts⸗Meiſter⸗ FA. St. Blaſien ſchaft zwiſchen dem Kölner Vinzenz Hower n vot; Fu. und Hans Schönrath(Krefeld). ach ſei⸗⸗.—5 15 90 nen..⸗Siegen über Piſtulla und Ruda Am⸗ broſz(Prag) ſteht der ſchlagſtarke Weſtdeutſche am 11. November„hoch im Kurs“. Ein zwei⸗ ter Schwergewichtskampf, für den Paul Wall⸗ in Im. zu 63 pe ner(Düſſeldorf) bereits verpflichtet wurde, bach 328 Fm. zu und ein weiterer Kampf in den unteren Ge⸗ 14 Fm. zu 63 pe i v ſond. FA. Staufe werden das Programm vervoll⸗ en s J. Surlzburg aus Die voklänge Eishocken⸗Verkretong Preisgebiet y: O ooswaldgenoſſen 2. Papierholz. Fe Zwei Probeſpiele der Lehrgangteilnehmer nnn Die zur Zeit in Berlin zuſammengezogenen 90. beſten deuiſchen Eishockefpieler, die in da Reichshauptſtadt einen dreiwöchigen Lehrgang Rm., 3. Ki. 30 durchmachen, ſpielten am Wochenende in Ber⸗— Sa. St. Blaſien lin. Die A⸗Mannſchaft mit ſüddeutſchen Spie⸗ vorf 1410 Stück z1 lern und dem Berliner Guſtav Jänicke, der der SEchwarzwald. FA FA. Zell a. H. ar zu 61 pCt; FA. beſte Mann auf dem Eiſe war, trug zwei Spiele Aus de gegen eine B⸗Mannſchaft aus, die ſich aus oſt⸗ preußiſchen und Berliner Spielern zuſammen⸗ Wievereröffm fetzte. Die beiden Spiele wurden von der A⸗ Die zum Zellſto Mannſchaft mit 60 bzw.:0 Toren gewonnen. pierfabrit Focken früher Simonius ſichtigt, ihr im Se werk Wangen(Alle wieder in Betrieb Im Anſchluß an dieſe beiden Spiele wurde eine vorläufige deutſche Eishockey⸗National⸗ mannſchaft aufgeſtellt, die folgendes Ausſehen orarbeiten iſt be at: TDor: Egginger(SCRieſſerſee); Vertei⸗ digung: Schröttle(Sé. Rieſſerſee), Jänicke e (Berliner SC);: 1. Sturm: Kuhn, Keßler, Waldhof⸗Konzerns Wiedemann(alle EV Füſſen); 2. Sturm Köge(EV Füſſen), v. Bethmann⸗Hollweg(Sé Rieſſerſee), George(Berliner SC) 3. Sturmz Lang, Dr. Strobl, Schenk(alle SC Rieſſerſee),. Erfatz: Kaufmann(Berliner SC) und Wer⸗ ther(SV Raſtenburg) für Tor, Tobien(Ber⸗ liner SC) und Braumiller(SC Rieſſerſee) für Verteidigung. Weiter wurde noch ein Eishockey⸗Ver⸗ bandsſpiel ausgetragen, das die Zehlendorfer „Weſpen“ mit dem Engländer Bedford und dem Kanadier Brant ſicher mit:1 Toren gegen den Berliner EK gewannen. Lord Burghley—engl. Leichtathletikführer Auf der Hauptverſammlung des engliſchen Leichtathletik⸗Verbandes, der Amateur⸗Athletik⸗ Aſſociation, wurde der Olympiaſieger von Am⸗ ſterdam, Lord Burghley, einſtimmig zum Prä⸗ ſidenten gewählt. Burghley löſte Lord Des⸗ borough ab, der ſeit 1930 im Amt war. Damit iſt einer der volkstümlichſten engliſchen Leicht⸗ athleten zu Ehren gekommen, der nicht weniger als acht engliſche Hürdenmeiſterſchaften gewann und ſein Wirken durch einen Olympiaſieg über 400 Meter 1928 in Amſterdam krönte. Mit einem Alter von nur 30 Jahren iſt Lord Burgh⸗ ley der jüngſte Präſident, den die AAA je ge⸗ habt hat. Es iſt damit zu rechnen, daß Burgh⸗ ley auch die Reiſe der engliſchen Olympia⸗Ex⸗ pedition nach Berlin 1936 mitmacht. * Gründung der D AUunter Mitwirku mann wurde die, gegründet. Zum Aufſichtsra Genoſſenſchaft wun Hauptvereinigung deſſen erſtem Stel Vorſitzender ves V Vereinigung der um zweiten Stell lender der wirtſ futterherſteller und Zuſfammenſchlüſſe Reichshauptabteilu ueber die Aufga ecmH.“ erfährt de noſſenſchaft die Ei Futtermitteln entn glieder vornehmen nach den Weiſunge rung und Landwi— gten Stellen erf nmen und Genoft Plätze, wie Hambt beteiligt. Mitglied nur ſolche Firmen den Zulaſſungsord fichtsrat iſt ein Be andel der Vorſt bas Stabsamt de⸗ abteilung 3 des? veteinigung der de nd. Dem Treuhät lächreit gegeben, di Getreide⸗Kontors mordnen. Exe. Shurman beſichtigte Olympiaanlagen Jacob Gould Shurman, der einſtige amerika⸗ Verlängerung d niſche Botſchafter in Berlin, weilte wieder an für ausländi der Stätte ſeines früheren Wirkens. Er wurde 9 von Dr. Lewald über das Reichsſportfeld und aeden in ver durch das Olympiſche Dorf geführt und war be⸗ 4— 105 Automobiliſten da geiſtert über dieſe Anlage, die Adolf Hitlerhe zenen Benzinſteue Regierung dort für die Jugend der ganzen. Februar 1936 Welt zu ſchaffen im Begriff iſt. rat will noch mehr Veſer Vergünſtigur hat ſich der fiskal nicht ſo bedeutend genommen wurde. 4 tkräftigen Schnurrbart trug. Als er ſich an den Abend, der für ſein ferneres Leben entſcheidend war, als Gegner des„eiſernen Wilhelm“ mel⸗ dete, wurde er auf eine Waage geſtellt, und der Anſager gab 10 54—— Publikum, 3 dem ſich zahlreiche Arbeitskameraden des Zim⸗ mermanns befanden, mit zwei Zentnern an. ffänkrurter Fffeh Nach zehn Minuten hatte Abs den„eiſernen geswerzinsl. Werte Wilhelm“ auf beide Schultern befördert. Kun eichsanl. v. 1027! Zeit darauf war Abs bereits das, was er ure Dt. Keichsant 301 ſprünglich weit von ſich gewieſen— ein profefſf ed. ſioneller Athlet. ehoisgebiet ds Aber die körperliche Veranlagung dieſes auch Ahgeſhe 4 5— geiſtig beweglichen Menſchen geſtattete ihm eine c. v. 26 s. unhm. Gold v. 26 ſannheim von 27. kmasensstadt 20 48. Ld Llau K•24 Kom. Goldhvo 20 Goldanl. v. 30 l Anteilscheine ſchendurch ſpieleriſch ein Dutzend Hufeiſen, eines immer ſtärker als das andere geſchmiedet Binnen kurzer, Zeit riſſen ſich die Unternehmek um den ſtarken Mann, der die beſten Ringer Deutſchlands mit großer Leichtigkeit beſiegte. ein HVo. Der geheimnisvolle Däne 10 u 3 7 V r In dieſer Zeit ſteckten Zeitungsberichterſtat⸗ hae Liav. 8 tung und Nachrichtenverkehr trotz der voran⸗ Ko Sofehom gegangenen Kriege, die auf dieſem Gebiet revo⸗ vo Gabicb kutionierend hätten wirken müſſen, nach heue 4o.9 tigen Begriffen noch in den Kinderſchuhen. Oh⸗—— wohl die Tagesblätter in Deutſchland und jen⸗ on-in ſeits der Grenzen den Leiſtungen ſtarker Män⸗ Sod Boder Llab ner genügend Raum widmeten, wußte manff 0 381 beiſpielsweiſe in Pari snichts von der Exiſtenz es des Carl Abs. Die Franzoſen bezeichnetenſ er Stahlw Obi v271 Andre Chriſtel als Weltmeiſter und ihr⸗ Lands⸗ ferbemna 25 1 mann galt ihnen unbeſieglich. 1 Da meldete ſich eines Tages ein Ringer, derf Resterg Colagente angab, Däne zu ſein. Niemand kannte ihn, undf ,sr Korhent. ſo wurde ihm aufgegeben, zunächſt in einem Trainingskampf ſein Können 1 Beweis zu* ſtellen. Der Däne kam dieſer Aufforderung na At Gebr„ und machte ſoviel Eindruck, daß ſich Ehri„ ſeiner Herausforderung nicht entziehen konnte, rl Licht u Kraft! Fortſetzung folgt. rauerel Kleinlein Hakenkreuzbanner“— Seite 9 die Wietſchaſtsſeite X Nr. 499— 29. Oktober 1935 Vadiſche Holzverkänfe n der Zeit vom 16. bis 24. Oktober wurden ver⸗ 1. Nadelſtammholz. Fichten und Tannen: keisbezirt II: Südlicher Schwarzwald. FA. Todt⸗ vos 509 Fm. zu 56 pCEt; FA. St. Blaſien 459 Im. pocalat wird am 11. en. Welter⸗ 3 der(Köln) 55 pCt; FA. Schluchſee 2013 Fm. zu 56 pCt; FaA. Zelgiens erſt rchzarten 568 Fm. zu 61 pCt; F A. Freiburg 82 Im. Aber 55 pEt; FA. St. Märgen 342 Fm. zu 58 pCt.; ter Waldtirch 122 Fm. zu 50 pEt;(Fuhrlohn' 4,50 Weltergewicht NM.). FA. Furtwangen 711 Fm. zu 52 pCt; FA. Todinau aus Gde. Muggenbrunn 282 Im. zu 47 pCt; FA. St. Blaſien aus Gde, Menzenſchwand 194 Fm. ide am ſtärk⸗ ichts⸗Meiſter⸗ enz o wer 51 pCt; FA. Schluchſee aus Gde. Schönenbach ). Nach ſei⸗ 184 Fm. zu 57 pét; FA. Neuſtadt aus Gde. Neuſtadt d Ruda Am⸗ 4 Fm. zu 60 pCt.— Preisgebiet III: Nördlicher deut warzwald. FA. Gengenbach 6880 Fm. zu 63 pEt; Weſtdeutſche A. Zell a. H. aus Gde. Oberharmersbach 379 Fm. „Ein zwei⸗ zu eilpét; FA. Bau Peterstal aus Gde. Ibach Wall⸗ 1 Fm. zu 63 pCt; FA. Steinbach aus Gde. Stein⸗ ch 328 Fm. zu 57 pCt; Städt. FA. Baden⸗Baden Fm. zu 63 pét.— Preisgebiet Iy: Markgräfler⸗ nd. FA. Staufen 11 122 Fm. 50 pCt(gering); FA. Schopfheim aus Gde. Raitbach 80 Fm. zu 50 pCt; „Sulzburg aus Gde. Seefelden 356 Fm. zu 53 pCt. eisgebiet y: Oberes Rheintal. FA. Renchen aus boswaldgenoſſenſchaft Oedsbach 632 Fm. zu 56 pCt. Papierholz. FA. Todtnau aus Gde. Todtnauberg ichtet wurde, unteren Ge⸗ amm vervoll⸗ Veklketung 93 366 Ster zu 55 pCt; FA. Todtnau aus Gde. Präg gteilnehmer 3 4 Ster zu 54 pCt. 3. Stangen. r Nadelholzſtangen: Bauſtangen: L M Adie in gl. 150 MM., 3. Kl. 90 RM., 4. Kt. 90 RM., diem 5. Kl. 60 RM. hphſenſiangen 1. Kl. 50 RM., 2. Ki. gen Lehrgang 4 iende in Ber⸗ eutſchen Spie⸗ änicke, der der ig zwei Spiele e ſich aus oſt⸗ rn zuſammen⸗ n von der A⸗. ren gewonnen. Spiele wurde 40 Rim., 3. Ki. 30 Rmt, 4. Ki, 20 Rm. je 100 Stück. — FA. St. Blaſien 16 250 Siüic zu 55 pCt; FA. Bonn⸗ dorf 1410 Stück zu 60 pEt. Aus dem Waldhof⸗Konzern Wiepvereröffnung des Zellſtoffwerks Wangen Die zum Zellſtoff⸗Waldhof⸗Konzern gehörende Pa⸗ hierfabhrik Fockendorf Ac, Fockendorf/ Thüringen linber Simontus'ſche Celluloſefabriten Ach), beab⸗ ckey⸗National ichtigt, ihr im September 1931 ſtillgelegtes Zellſtoff⸗ des Ausſehen rk Wangen(Allgäu) zu Beginn des nächſten Jahres e hieder in Betrieb zu nehmen. Mit den notwendigen Vorarbeiten iſt bereits begonnen worden. Die dem Werk Wangen zuſtehende Quote am Zellſtoff⸗Syndikat wurde ſeit der Stillegung durch andere Fabriken des Waldhof⸗Konzerns ausgeliefert. ); Vertei⸗ erſee), Jänicke ruhn, Keßler, 2. Stur miß 58 Hründung der Deutſche Getreide⸗Kontor eombc. 22 Waſfen unter Mitwirkung des reg. Bürgermeiſters Krog⸗ nn wurde die„Deutſche Getreide⸗Kontor eGmbh.“ ſegründet. Zum Aufſichtsratsvorſitzenden und Treuhänder der Henoſſenſchaft wurde Kurt Zſchirnt, Vorſitzender der Hauptvereinigung der deutſchen Getreidewirtſchaft, zu deſſen erſtem Stellvertreter Staatsrat Helm, Lübeck, Vorſitzender des Verwaltungsrates der wirtſchaftlichen reinigung der Roggen⸗ und Weizenmühlen, und zum zweiten Stellvertreter Friedrich Eichinger, Vor⸗ ſitender der wirtſchaftlichen Vereinigung der Miſch⸗ futterherſteller und Leiter der Futtermittelſtelle der Zufammenſchlüſſe des Reichsnährſtandes bei der chshauptabteilung gewählt. Ueber die Aufgaben der„Deutſche Getreide⸗Kontor 5C) und Wer⸗ Tobien(Ber⸗ Rieſſerſee) für zishockey⸗Ver⸗ Zehlendorfer Bedford und 1 Toren gegen. hen — athletikführer eems.“ erfährt der Sw, daß die neugegründete Ge⸗ des engliſchen noſſenſchaft die Ein⸗ und Ausfuhr von Getreide und iateur⸗Athletil⸗ ttermitteln entweder ſelbſt oder durch ihre Mit⸗ von Am⸗(eder vornehmen ſoll. Die Ein⸗ und Ausfuhr ſou ieger nach den Weiſungen des Reichsminiſters für Ernäh⸗ mig zum Prä⸗ ſte Lord Des⸗ it war. Damit gliſchen Leicht⸗ r nicht weniger chaften gewann ru g und Landwirtſchaft oder der von dieſen beauf⸗ tragten Stellen erfolgen. An der Gründung ſind Fir⸗ men und Genoſſenſchaften verſchiedener deutſcher Plätze, wie Hamburg, Berlin, Bremen, Stettin u. a. heteiligt. Mitglieder der neuen Genoſſenſchaft können mur ſolche Firmen werden, die einer noch zu erlaſſen⸗ n Zulaſſungsordnung eütf rechen. Neben den Auf⸗ arat iſt ein Beirat vorgeſehen, in dem neben dem krönte. 1 Handel der Vorſtand der Reichsſtelle für Getreide, Lord Burgh⸗ das Stabsamt des Reichsbauernführers, die Haupt⸗ die AAA je ge⸗ ebteirung 3 des Reichsnährſtandes und die Haupt⸗ en, daß Burgh eteinigung der deutſchen Getreidewirtſchaft vertreten n Olympia⸗. ſind. Dem Treuhänder der Genoſſenſchaft iſt die Mög⸗ zacht. chkeit gegeben, die Errichtung von Außenſtellen des 4 Getreide⸗Kontors in den Bezirken des Reiches an⸗ 4 Mordnen. ympiaanlagen inſtige amerika⸗ eilte wieder an ens. Er wurde hsſportfeld und hrt und war be⸗ Adolf Hitlerz nd der ganzen der Benzinſteuervergünſtigung für ausländiſche Reiſende in der Schweiz. Die am 31. Dezember ablaufende Beſtimmung, wo⸗ 100 den in der Schweiz einreiſenden ausländiſchen tomobiliſten das Benzin ohne Anrechnung der en Benzinſteuer zu überlaſſen iſt, iſt bis zum „Februar 1936 verlängert worden. Der Bundes⸗ rat will noch mehr Erfahrungen über die Auswirkung Vergünſtigung ſammeln; auf der anderen Seite hat ſich der fiskaliſche Erfolg der Benzinſteuer als nicht ſo bedeutend herausgeſtellt, wie Melprunet an⸗ henommen wurde. er ſich an den ben entſcheidend Wilhelm“ mel⸗ geſtellt, und b4 Reichsſteueraufkommen als Spiegel der Wirtſchaft Im September eine halbe Milliarde Reichsſteuern Mehraufkommen WöpD ImMonat September 1935 ſind an Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern insgeſamt 630,8 Millionen RM, an Zöllen und Verbrauchs⸗ ſteuern 249,6 Millionen RM, zuſammen alſo 880,4 Millionen RM aufgekommen. Dies be⸗ beutet gegenüber dem September 1934 eine Mehreinnahme von 131,3 Millionen Reichsmark. Von den für die Beurteilung der Wirt⸗ ſchaftsentwicklung wichtigſten Steuern haben ſich im September 1935 die Lohnſteuer, die ver⸗ anlaate Einkommen⸗ und die Körperſchafts⸗ ſteuer weiter aut entwickelt. Das Aufkommen an Lohnſteuer im Sep⸗ tember 1935 überſtieg dasjenige im aleichen Monat des Vorjahres um 44,7 Millionen (1122 gegenüber 67,.5 Mill RM). Hierbei ſind iedoch die in der Zwiſchenzeit erfolaten ſteuer⸗ rechtlichen Aenderungden zu berückſichtigen. So wurde die Ahogbe zur Arbeitsloſenhilfe und die Eheſtandshilfe in die Einkommenſteuer ein⸗ bezogen, ferner hat ab 1. Januar 1935 eine Aemheruna des Erhebungsverfohrens hei der Lohnſtener der Empfänger größerer Gehälter ſtatthefunden. Die veranlaate Einkommenſteuer brachte im Seytembher 1935 549 Millionen RM (189,1 gegenüber 134.2 Mill. RM), der Steuerabzug vom Kapitalertrag 06 Millionen RM mehr ein als zur aleichen Zeit des Vorjohres. Insgeſamt iſt alſo die Einkommenſteuer in dem Berichtsmonat 100,2 Millionen RM höher geweſen als im Sepytember 1934. Prozentual bedeutet dies eine Zunahme um faſt 50 v. H Von den 100,2 Millionen RM ſind allerdinas 12.5 Millionen RM wegen des Einbaus der Eheſtanhshilfe abzuziehen. Dieſer Betrag fließt dem Sondervermögen zur Gewährung von Eheſtandsbarlehen zu. Die Einnahme aus der Körperſchafts⸗ ſteuer iſt gegenüber September 1934 um 45.6 Millionen RM(105,8 gegenüber 60,2 Mill. Reichsmark) oder um rund 75 v. H. ageſtiegen. Die Zölle und Verbrauchsſteuern er⸗ aaben im September 1935 zuſammen 21,3 Mil⸗ lionen RM weniger als im September 1934. Der Rückaana bei den Zöllen iſt auf die Ein⸗ ſchränkung der Einfuhr von Fertigwaren und von Nahrungs⸗ und Genußmitteln zurückzu⸗ führen. Betrachtet man das Geſamtergebnis der Reichsſteuereinnahme für das erſte Rechnungs⸗ halbjahr 1935(April—September 1935) mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, ſo kann man das erfreuliche Ergebnis feſtſtellen, daß an Beſitz⸗ und Verkehrsſtenern 494,5 Millionen Reichsmark, an Zöllen und Verbrauchsſteuern 86,7 Millionen RM, insgeſamt alſo 581,2 Mil⸗ lionen RM mehr aufgekommen ſind. Von dieſer Summe muß man jeboch, um zu einem einheitlichen Vergleich zu kommen, 6 mal 12.5 Millionen RM- 75 Millionen RM für Eheſtarßsdarlehen abziehen. Nerner iſt zu be⸗ rückſichtigen, daß im Juni 1934 12 Millionen Reichsmark pauſchalierte Geſellſchaftsſtener einmal entrichtet worden ſind, im Auguſt 1934 eine aukeroewöhnliche Einnahme von 16 Mil⸗ Reichsfluchtſteuer aufgekom⸗ men iſt. Bei dem Mehr an Zöllen und Verbrauchs⸗ ſteuern iſt zu beachten, daß erſt im Mai 1934 die bis bahin von den Länhern erhobene Schlachtſtener guf has Reich übergeoangen iſt. Infoloeheſſen ſinh beim Veraleich mit dem er⸗ ſten Rechnunashalbfahr 1934 die im Ayril 1935 nachaewieſenen 12.1 Millionen RM Schlachtſtener, ſowie der Unterſchied:wiſchen dem im Mai 1935 und dem im Mai 1934 nach⸗ gewieſenen Aufkommen an Schlachtſteuer in Höhe von.3 Millionen, zuſammen alſo 19.4 Millionen Reichsmark außer Betracht zu laſ⸗ ſen. Das wirkliche Mehraufkom⸗ men im erſten Rechnungshalhjahr 1935 beträgt ſomit gegenüber dem aleichen Zeitraum hes Vorfahres (581,2 +7 120 + 160— 75,0— 19,4) 514,8 Millionen Reichsmark. Dieſe Entwickluna im deutſchen Finanzhaus⸗ halt beſtätiat, daß die Maßnahmen der deut⸗ ſchen Reichsrehieruna zur Geſunhung unſerer Wirtſchaft richtig ſind. Zwar werden zukünf⸗ tig noch hie Norwegnahmen ſpyäterer Ein⸗ künfte zur Einlöſung kommen, aber die anhal⸗ tend ſteigende Linie im Steueraufkommen be⸗ rechtiat zur beſtimmten Erwartung. daß dann auch die kommenden Aufgaben gelöſt werden. Berliner Börse Aktien widerſtandsfühig, Renten lebhaft Bei weiter recht kleinen Umſfätzen zeigt die Börſe an den Aktienmärkten eine gute Wider⸗ ſtandsfähigkeit, die zweifellos aus den heute wieder vorliegenden erfreulichen Nachrichten aus der deutſchen Wirtſchaft herzuleiten iſt. Lebhafteres Pu⸗ blikumsintereſſe aber zeiate ſich, nachdem ſchon an den Vortagen eine gewiſſe Intereſſenverlagerung zu beobachten war, für feſtverzinsliche Werte. So konn⸗ ten Reichsaltbeſiſtz den vorübergehend unter⸗ ſchrittenen Kurs von 113 wieder erreichen, kommunale Umſchuldungsanleihe zogen nach der geſtri⸗ gen Befeſtigung erneut um 17½ Pfg. an, Zinsver⸗ gütungsſcheine gewannen 5 Pfg. Reichsſchuldbuch⸗ forderungen /. Wiederaufbauzuſchläge ſogar ½ bis 3/8 Prozent, Auch die variabel gehandelten Indu⸗ ſtrieobligationen wieſen meiſt Beſſerungen von etwa ½ Prozent auf. An den Aktienmärk⸗ ten lagen Montane unter Hinweis auf den weiter gebeſſerten Ruhrkohlenabſatz und den erhöhten Auf⸗ tragseingang beim Roheiſenverband meiſt etwas feſter. Buderus und Klöckner gewannen je, Mannesmann und Rheinſtahl je/ Prozent. Stahlverein konnten eine anfängliche Einbuße von/ Prozent wieder zum Teil ausgleichen. Von Braunkohlenaktien lagen Bubiag und Rheinbraun mit plus ½ bzw. plus 1 Prozent über dem Vortagsſchluß, während der Markt ſonſt überwiegend Abſchwächungen aufwies. Auch chemiſche Papiere ſetzten durchweg nied⸗ riger ein, ſo chemiſche von Heyden um 1 und Rütgers⸗ werke um/ Prozent. Farben eröffneten ½¼ Prozent niedriger, waren dann aber um ¼ Prozent auf 148% erholt. Von Elektrowerten waren lediglich Geſfürel unter dem Eindruck der Uebernahme der Hirſch Kupfer um ½ Prozent höher, während Licht⸗ Kraft um 1, Felten, Schuckert und Siemens um je 1½ Prozent nachgaben. Auch Tarifwerte konn⸗ ten den Vortagsſtand nicht ganz behaupten. Stärker gedrückt waren Elektro Schleſtien um ½ Prozent. Völlig umſatztos blieben Kati⸗ und Auto⸗ werte. An den übrigen Märkten ergaben ſich meiſt nur unweſentliche Veränderungen. Hervorzuheben ſind lediglich Deutſche Telefon mit minus 1½, Bem⸗ berg mit minus 1¼ und Stöhr mit plus 1 Prozent, doch kamen die genannten Papiere nur bei Mindeſt⸗ ſchlüſſen zur Notiz. Reichsbankanteile büß⸗ ten/ Prozent ein. Schiffahrtswerte waren leicht befeſtigt. Im Verlauf ſetzten ſich am Ak⸗ eher geringe Befeſtigungen ur —*. Tagesgeld erforderte einen erhöhten Bedarf 3½ bis 3½ Prozent. Am Valutenmarkt errechnete ſich das Pfund 338 feſter mit 12,24, der Dollar mit unverändert Die Aktienmärkte lagen gegen Schluß der Börſe ſehr ſtill, Umſätze würden kaum noch ge⸗ tätigt. Infolgedeſſen waren keine weſentlichen Kurs⸗ veränderungen mehr feſtzuſtellen. Farben waren bei unverändert 148¼½ angeboten. Auch am Renten⸗ markt wurde es ſtill, Reichsaltbeſitz gaben auf 113½ nach. Nachbörslich blieb es ſtill. Die per Kaſſe gehandelten Induſtriewerte lagen überwiegend unter den Vortagsnotierungen. Vereinigte Glanzſtoff verloren 6, Vereinigte Portland⸗ cement 4, Grün& Bilfinger 4½ Prozent. Deutſche Steinzeug kamen gegen letzte Notiz 2 Prozent höher an. Von Bankaktien ſind Handelsgeſellſchaft mit plus ½, dagegen Commerzbank mit minus ½, Dres⸗ dner Bank mit minus ½ und DD⸗Bank mit 1 Prozent hervorzuheben. Steuergutſcheine blieben kursmäßig unver⸗ ändert, für die Fälligkeit 36 bis 38 mußte aber ſchär⸗ fere Zuteilung erfolgen. Reichsſchuldbuchforderungen: Ausg. 1: 1937er 101.37., 1938er 98.87., 1939er 98.75., 1940er 98—99, i9äter 97.37—98.25, 1945er 97.25—98.12, 1943/48er 97. 12—98. Ausg. 1: 1938er 98.87—99.62, 1939er 98.75—99.50, 1940er 97.75—98.50, 1943er 97.— —————————————————————————————— 97.75, 1946er 97—97.75, 1948er 97—97.75. Wieder⸗ aufbauanleihe: 1944/45er 66.62— 67.87, 1946⸗ 48er 87, 4proz. Umſchuld.⸗Verband 87,425— 2 Rhein-Mainische Mittagbörse Ruhig Die vorbörslich gehegten Erwartungen, daß die Kundſchaft auf Grund der günſtigen Wirtſchaftsnach⸗ richten ſich etwas lebhafter am Geſchäft als bisher be⸗ teiligen werde, haben ſich nicht erfüllt. Der Auftrags⸗ eingang hielt ſich in engſten Grenzen, und auch die Umſätze waren äußerſt klein. Die Grundſtimmung blieb trotzdem freundlich, obgleich die erſten Kurſe am Aktienmartt angeſichts der ſtarken Geſchäftsloſigkeit kaum behauptet waren Erneut ſchwach lagen Scheide⸗ anſtalt mit 217(22)), I0 Farben lagen mit 148½ unverändert. Glektroaktien bröckelten faſt durchweg um ½ bis ½ Prozent ab, lediglich Lahmeyer konnten ſich auf den Abſchluß voll behaupten. Montanwerte brach⸗ ten nur geringe Veränderungen. Kunſtſeideaktien notierten niedriger, ſo Bemberg mit 104(105½¼) und Aku mit zirka 54½(54%). Von Verkehrswerten gin⸗ den Nordd. Lloyd Prozent, Ach für Vertehr ½ Prozent zurück. Reichsbankanteile ließen 1 Prozent nach auf 172½. Auf den Marktgebieten lagen Anfangskurſe noch nicht v Am Rentenmarkt blieb die Tendenz freundlich. Alt⸗ beſitz gewannen ¼ Prozent auf 113, Späte Schuld⸗ buchforderungen auf 97½ und Kommunalumſchuldung .15 Prozent Etwas feſter lagen außerdem Umtauſch⸗ Obligationen des Stahlvereins bei Erhöhungen bis / Prozent. Bei kleinen Umſätzen war die Kursentwicklung am Aktienmarkt im Verlaufe uneinheitlich. Etwas höher lagen AéG mit 3676 nach 3656, Geſfürel mit 121¼ nach 12135, letztere gingen wieder zurück auf 148½. Stärker erholt waren Scheideanſtalt mit 218½ e 217, dagegen lag in Aku einiges Angebot zu 54 Brie nach 54¼½ vor. Am Rentenmarkt waren Kommunalumſchuldung bei etwas lebhafteren Umſätzen weiter erhöht, außerdem ſtiegen Dekoſama 1 auf 113(112.30). Zinsvergütungs⸗ ſcheine erhöhten ſich auf 90.80 nach 90.65. Geldpfand⸗ briefe lagen unverändert Von Stabtanleihen zogen 4½prozentige Darmſtadt von 28 auf 92(91½) und 4½prozentige Mainzer von 26 und 28 auf 91%(91½) an. Auslandsrenten lagen ſehr ſtill. Tagesgeld war auf Ultimovorbereitungen gefragt und ſtieg auf 3(2/) Prozent. Metalle Bertin, 29. Okt. Amtlich und Freiverkehr. Elek⸗ trolytkupfer,(wirebars) prompt, eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 51; Standardkupfer, loco 45.25; Ori⸗ ginalhüttenweichblei 23.25; Siandardblei 23.25; Origi⸗ nalhüttenrohzink ab nordd. Stationen 21 25; Stan⸗ dardzink 21.25; Original⸗Hütten⸗Aluminium, 98—99 Prozent, in Blöcken 144; desgl. in Walz⸗ oder Draht⸗ barren 148; Reinnickel, 98—99 Prozent 269; alles in Reichsmark für 100 Kilo). Silber in Barren, zirka 1000 fein, per Kilo 53.75—56.75 RM. Amtl. Preisfeſtſetzung für Kupfer, Blei u. Zink Berlin, 29 Ottober. Alles unverändert. Baumwo'lle Bremen, M. Okt. Amtlich. Oktober 1235 Abr.; Dezember 1233 Brief, 1232 Geld, 1235 Abr.; Jan. 36: 1237 Brief, 1231 Geld, 1235 bezahlt, 123¹ Abr.; März 36: 1240 Brief, 1236 Gekd, 1238 bezahlt, 1238 Abr.; Mai 36: 1246 Brief, 1245 Geld, 1246 bezahl t, 1246 Abr.; Juli 36: 1248 Brief, 1247 Geld, be⸗ zahlt, 12⁴⁰ Abr.— Tendenz: ſtetig. Märkte Badiſche Obſt⸗ und Gemüſegroßmärkte Handſchuhsheim. Kaſtanien 10—11, Quitten 20—21, Birnen 16—18, Aepfel 1. Sorte 11—23, 2. S. —10, Feuerbohnen 20—21, Tomaten 1. Sorte—10, 2. S.—5, Endivienſalat—3, Blumenkohl 11—16 Pfennig. Anfuhr gut, Nachfrage müßig. Haslach. Aepfel—16, Moſiobſt 5, Landkraut 3,50 RM. je Zentner. Pfälziſche Obſt⸗ und Gemüſegroßmürkte Weiſenheim. Tomaten 1. Sorte—8, 2. S. —5, Aepfel 10—13, Birnen 15. Anfuhr 100 Ztr. Freinsheim. Birnen—14, Aepfel 10—13,5, Quitten 18, Tomaten 1. Sorte—0, 2. S.—45. Anfuhr 36⁰ Ztr. Bapviſche Schweinemürkte Durlach. Zufuhren 103—40 42 Ferkel. wistſez Länſer 50—60, Ferkel 27—40 Km. je Waar. Haslach. Zufuhren: 2 Rrier 299 Ferkel. Preiſe: Läufer 65, Ferkel 17—34 RM. je Paar. ——————————— bublitum unter 28.10. 29. 10 23.10, 20. 10. 20. 10. 29. 10.. verhehts- Aktieo 28. 10. 29. 10, 10, 20. 10 26. 10. 29, 10 28. 10. 29. 10. raden des Zim⸗ flanktarter Effektenbörse htemen-Besigb Oel 100,50 100,.— Sudd Zucher.. 211.. 210,35 naitimore Obio 18,.—„ guano efhe 9,75 Lhut Gas.— 12„50 Wigner Metall. 106,50 107,— Zentnern an. S4 0 E 12 vVer hi deie 104,25 104.25 46 Verkehrswesen 70,62 fanſputr geekte 115 38 11835 Frans. Radio 124.—— Zeiisto Waldhof 111.— 111,37 ...„10. 29. 10.] Lemen eidelbere Westeregeln 118.—— ambutg Elektt Ver Pt. Nickelwerhe 126,.——. 5 den„eiſer! en festverzinsl. Werte Haimler-Bens 93,35 35.25[ Zeiſst Waldh Stamm 115.— 111— Ae e 16.12 16,12] Harb Gomm' pPhon. 115,— 115,— Veti Gfan?st Elderk— 103.— Veralchot-Aktlon befördert. Kurzen Dieichsanl v. 1027 100,37 100,25 J Heutsche Erdol 103,62 103.50 emer.—Hatvenef Bereban 11050 110,12] Ver, kHarz. Porti. Et.— 107,— Aachen München 1146,0 1143,0 1 20 102,.— 102,15 Bann- Ak tien libd Sudam Dptsch Allianz Kiigem 255.— 235.— das, was er ur⸗ Dt. Keichsan 7 DeutscheLinoleumv 143.— 142,87 gadische Bank 125.—— Norddeutscheti.ſovo 17¹⁸ 17,.75 Hedwiesnütte d ver Stahlwerke 81,— 61, 5⁰ 5 en Staat v 1027 57½8 57,25[hf 8 Pield 115,— 11,—[. 3 + 1 64 25 4 4 Hellmann& Uittm 82.12 32.— 50 Alltanz Leben 1— n— ein peg 7 Abl, d Dt. Roh 112.50 113.25 Hurfscher oß Messss. 2 15 94.50 Hioert Masehinen“ 9½75 50.— 05 12⁵,.annh. Versicherunn—— echriegediet b55.58 47 Eiend.⸗Werrer, gire,.25 68ůPaat atoh 38.50 6·50 inoosirie-Autien footet Fis u Slan 36,23 Saff5 Wndebeee 14 50 Kolonlal-Paplero zung dieſes auch diee Ltach„. 2 3˙0 35.0 El Tient& Kran 130,37 150.— hresgner Bann 35.50 85.—[ Kceumulatoteg- kbr— 19g.50] kionenlote Werze(re(re Westc Kaufnot 40, 25,.—.4,5 Pr-Oststrius 28•V 750 ne fedelbe. Gold v 25 13 50 62 Soelnaef Unien 104,— 104,.— Prankft kivp, Bank—, 91.25[Alſeem Bau Lenz— 60,— bhinpy Holzmann 90,50 90,75] Westeresein Alkali 1—16050 Leu- Gulnea ſtattete ihm eine dwissh. v. 26 S. 2,62 82, Gehr Fahr.G.—— bfaſz Hvpoth. Bani 64.50 24.55 Aſeem. Kunstsivde Hotelbętrieb 63,25 39,25 W/Hrahtind Hamm— Gtavf Min u. Eisenb 19,.—— denartiſten zum Rnahe. Goid v.— 2 16, Farbenindustrie 146,62 149 25[ peſchsbante 173,.— 172,.50(Aku) 90,25 24, Sebr ſunahans 92•25 939 m unnheim vo eldmühle Papier—53 131.— 131.— Elektr. es 725 ahla Porzeſſa„ i h n 27— Feldmünile pP 15.— 115, Allg Eiektr.-G 37 36.½5 Kania Porzeſſan 27,37 27,62 Bald trat er masensstadt v 26 90,75 91.— Cesfurel Loewe mnn aschaffenb Zeſistoß Kaſl Cbemſe—— Laſten, trug ein n. um Ablös Altbes.—— Tö, Goidschmidt— Verkehrs-Aktien auxsbufg Nürnherg 4,12 54.57 Kafie Aschersleben 129,.— 129,— Berliner Deuvisenkurse ge und zerbrach.LdLlau K 1⸗24— 3 Erſtener-Ravser— 26.— Bad A6 f kRheinsch 12262 12762 fb Motgren(5N 0 120,50— 91,3/ 91.67 Zuſchauer zwi⸗ en 34.„5⁰ 92 Sron igne Vꝛ 3 10 40 Dt Reichsb Vz 105˙75 105. 8 f W 5 11T61 1185 Geld Briel I Geid Briet oldan— 3,— J Grün ilfinger„50 f Versicher.-Al tlen emhern 2— 61˙75 itend Suffe Feisghi F. 5%— 93.50 Hanfwerke Füssen 64.59— Alliane Leben 195,— 195,— Dergmanh Eiektf 50,50 9,30 oiinaf&. Long dan, 3˙7 1 28. Oktober 20. Oktober dere geſchmiedet Hyo Wechs. Gpf—•3 Harpener Berehau 110,50 110.50 f Bad Assecuranzges—— Herſin“ Karlsf jingd— 115,59 Kötiz Led a Wachs 105,50 106,—. die Unternehmer o Goldhvv. 99,25 3˙³³ Hochtief 46 Essen 109,— 106,— MannhefmerVersich—— Brsunk à Hrikette 198.— 10. 20 Kronorin Metall 5— Aenypt.(Alen Kalro) 1 àgVYot. Piof 12,515 J 12,545 12,520 J 12, e beſten Ringek oſzor. vnt. 2 3 iie⸗erepön n.5 1.850J 478 15 zoldp 5 5 fis b 123— e ulkan 11—. aura e„ els tüss à Antw, elg igkeit beſiegte. Fih Llau 10150 1433 167·6 153 50 Lertiner fassakurze Bee Wolie— 150.— W7 1355 233 lan.) 45*— 47 34 105 903 ein ſunghans Gebr. 61• r Brown. Boveri— indes Eismase— 125, ulssrien(Sofia ewa„057 es vo Liou. 160,57 100.7 Keaif Chemie 13.— 1. Buderus Eisenwerke 192,37 102.37 Mannesmanntöhten 53,.— 53.— Conads(Montrean 1kanad Boli 2,45] 2,.59 4591 2 97.25 W Werte 4 n 25 ingsberichterfnr., ve 155 gis bieeen fre f Ferieen e⸗“ e w b ch . enscpee ,20•0[ Gbelnerwerte 50. 57 91,12 4 55 60 113.— Daimier Ben:%62 38/½] Haseh'bzo Untefg? 15.50 f0,0] Eagieno(London) 1 Piupaf 12,215] 12,245 12,22, 18, trotz der voran⸗ 94,50 94,50 4 bt An Abi.— Hvp Coldkom 34,5 Knorr-Heilbronn 5t Seh biete o 10,20 10,25] Deutsch git Teſ 4, Masch Buchau Won 110,— 110.56 Estiand(Kev. Tal.) 100 esth Kr 6f,535 ö66,570 67,930 J 69,0 ſem Gebiet reve in kvp Gdofabr 56,.— 28,.— Fangervenftr Braun 10,.— e heutsch Konti Gas 125,25 125,62] Maximfianshütte 166,.— Fianland(Heisinaf.) 100 fnnt KMn 5,380 5,400] 5,350 5,400 üſſen, nach heu⸗ 96.— 36.— Lahmevet 135 75 132,87 Pianabriele Deutsche Erdöh. 104, 10f. Mutheimer Berao 133.—— Frank releh(Patis) 100 Franes] 16,380 J 16,420] 16,380 J i16, d ſch hen. Ob 18˙½5[Uodwiesh abtienbe—— 5˙ bi 19 hiqhriefe 95 Heutsche Kabelon 119,25 117,75 Nordd Eiswerke 103.—— Geiechenid.(Athen) 100 Drachmen] 2,353 2,357/ 2,355 733 nderſchu 100.87 109.87 do Walzmünſe—— Anst G K 19.—— fhpeutsche Linoſeum 143,— 142. Orenstein& Koppel 30,.— 60,25 Honand(Amsterd u Rott) 100 G J 168,760 169.100[ 165,750 169,090 ſſchland und jen⸗-in 98.50 33.50] Mannesmanarönren 33,12 83.12 5% 4o do i 21 57.— 57.— Heutsche Steinzeun— 119,—J Ratheeber Waenon— lsiand(Kevkfavik) 100 fsf Kronenf 54,920 f 55,020„950 238 zen ſtarker Män⸗ giag Boger inan, 100,7 100,25 Metalfzeseffschat' 104,75 101,25 f% do do Komm rener Metaif„Khein Main Donao— ltalien(Rom u Mafland) 100 Lire] 20,240 f 20,290 20,240 20,2 wußte manff Pfohrzafte, pe 23 103.75 107˙25 Ves„„„„ eg r. 2% 4, 25 94,75 f pyekerh Wicmano 123,25 133.30] Kheintelden Krafl. 116,— 115, lavon(Fohlo und Kobeß I. Ven] 9/14 0,16] 9,19.747 en, wußte at obi e 25 102,25 102,25 Barten Bhrehr piem 113,50 113,50 5% hreuß Ctrba 35.3)[Dvnafnit Nobei.—.25 Khein Braunkohien 13 50 216,75f junosisv.(Beigf o Zaaf) 100 Hin ,854] 5,65 5,53 5, von der Exiſtenz zheig Main- Donau23—— pfals Mahienwerke—— Gdpf 1028 95,37 3— Ef Kleſetungen 109,37 109 251 Ehein Elektt 38.27 Lettland(Riga) 100 Latts] 680,920 f 81,080 4333 4• ſen bezeichneter Ver Stahiv, Obi v 27 192,50 192.37 pfniz prehhefeSpenn—% do Komm! 55.25 25 fßfi Sehſesien 149,29 109,30 Khein Stahlwerke 15 106,12 Uitauen(Kowno/ Kaunas) 100 Lit 41,669 f 41.74% 41,650 41, nd ihr⸗Lands ferbenina 2 122 12 121.— orein Braunioniee.—, 2,115 Bank · Antien Ei Tient und Kratt 180,12 159,25] Kh westt Kalku,— 4Lorwenen Lö8ʃ0) 100 Kronen] 61,340 J 61,460 61.370 61. 1 5 ezie amort innere 7 7 Rheinelektra Stamm 129,75 129,50[ Adca 14.—.—[FneingerUnlonwerke 104,— 104,25 Kiebeck Montan A68— Oesterreleh(Wien) 100 Schlflins] 40,950 49˙050] 45,950 45, io aàuß v 99.92 10,5) do. Vorzuesaktien 119,50 119,50 Banz fur Stauind 118,87 116,.— Farbeninqustrie 10 148,7 148.05 Kütgerswerke 1 113,25 poien(Watschau /BOS) 10 Ziotv 46,830 f 46.900 46,830 46, ein Ringer, der*3.30 28,25 ghein M Honau vꝛ 105— 105„62 5 ſie 37 3 45 15 N n 13,25 1415— 1 r 10⁰ r 1143 in 13 0 155 Ta Basda 03— n an„—eiten& Goilleaume 104.— Sachtle— umüönien(Bukates e kannte ihn, ungfesesk Goſrente 3,45— Fggzerewä,e Comme o Srivathk 33,70 35.50[ Forg fotor—— eifeen 180, T. Sezwedeg(Sioehb's G) 10 E 63.250 63,100] 63,039 6130 mächſt in einem fi Saſzwerk Heiſhronn Ot Bank u Disconto 35 do 64,50 f Jebharg& Co. vrg W2 Schuhert& Salze. 135, 15 134,.—J Sohweiz(2ut Basel. Berm 100 Ft 30,760 f 60,920 60,850 J 31,610 dustrie-Ak tien unter Beweis z umulatoren—— Sahlinek 101.— 101.— Ot Golddiskontban—— Germ Porti Cemem 91,.—— Schuckert& Co 118,.25 116,—[ Spanien(Madr o Harcel.) 100 bes 33,950 J 34,010] 33,930 34,010 1 Jebr 38.— Schuckert el 118,50 118,50 ht Vebersee Ban! 80.— 60,— Lerresheim Giſas 85.— 35,—] Schufth Patzenhofe, 102, 50 102,.25 Tschechoslowakel(Ptag) 100 K 10,275 10.295 10,275 0,295 lufforderung nack—5 ꝛeilstoſi 15. 2.—. Saets Sarches—— Hresdnet Bank 95.50 35,.— Zes fßi Untefnen 122,— 121,—] Siemens& Hialske 165.— 164.— Türkel(stanbul) ltürk Pfund] 1,976].967f 1,978 fl, daß ſich Chriſte el a Moror Werke 120,50 120.50] Seiſind Woſt, Müm 4. 50 /4,.— J Meininger fivo Bu 92,12 93.— J JZolſdschmigt Th 104,37 105,75] Stoent Kammaafn 45 1353 Uagarn(Budapest) pensö]———— entziehen konnt Al Uleht“a Kraft 141— 141.28] Siemens flalstee 188,75— Feichshann. 172˙50 172.— Aritzner Maschinen.28,37 28.25 Stofbegger Zinihüött⸗ Heuguav(Montevideo) Gd.-Pesf 1,1191 1,121 44 14 lerel Kieiniein 63,— 38,— J Sinner- Gtünwintel 96,50 96,— Khein Mvvotn.- Bank 11.— 131,.— 1 Sruschwitz. Tertif 113,— 118,25J Südd Zucher 211 00 210 65 V. St. v. Amerlke(New/v.) 1 Dollar! 2,466] 2,490 2, 24 t. Lasoen Sie Jhren Junqgen oelbot wöllen Er weiss genau was in Mode ist und welches Stück ihn kleidet.- Er weiss auch Bescheid, dass wir seit Gross- vaterzeiten den Ruf für zuverlässige und preiswerte Bedienung geniessen lnaben- lilinter— nãntel Mk. 16.- 20.- 25. 30. langlingo-ibinter- ante tel M. 23.50 32.- 38.— 45.— iee ————— .◻(ᷓuum Hannheim— Am biankendurchbruen achön ⸗ am bilflN 5ind die Kennzeichen unserer Ausstellunę in o Stocłæw/. einfacher bis feinster Einrichtunęen Möbelverfrieb Hieser& Meuhaus P7, 9 Keinledenſ-- deshelb geringe Unlosten! Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann. ellvertreter: Karl M. Hageneier; Chef vom Dienſt: FB. Julius Etz.— Verantwortlich für Politit: Dr. W. Kattermann; für politiſche Nachrichten; Dr. W. für Wirtſchaftsxundſchau: Wilhelm Ratzel; für Kom. munales und Bewegung: Friedrich Karl Haas: für Kulturwolitik, Feuillekon und Beilagen: W. Körbel: für Unpolitiſches: Fritz Haas: für Lokales: Exwin Meſſel: für Spori: Julius Et: ſämtliche in Mannheim. iner Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin S 65, Wisnotteiir 15 b. Rachdruck ſämtlicher Original⸗ berichte verboten. diger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. Leers, Berlin⸗Dahlem. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 Uhr (außer Mittwoch. Samstag und Sonntag). Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druckerei 10.30 bis uck und Verlag: Hatenkreuzbanner⸗Verlag u. Ambed. Spre fe 43—70 „00 Uhr(außer Samstag un. 112— für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr. 354 21. Für den Anzeigenteil verantw.: Arnold Schmid, Zurzeit iſt Preisliſte Nr. 5 für Geſamtauflage Leinſchl 5 ane und Schwetzinger⸗Ausgabe) aültig. Durchſchnittsauflage September 1935: Ausg. 4 Mannheim und Ausg. B Mannheim... 34 273 Schwetzingen und Ausg. B Schwetzingen.3973 ————— 9Weinheim.. 3 bö68 Musg. 4 Weinheim und Ausg. B chale A, W. Kicherer; Gelamt⸗Du. September 1935? 41 314 Am Donnerstag, den 31. Oktober 1935, abends.30 Uhr, kommt im Kino Deutscher Hof der Frauenarbeitsdiensifilm: IcH für DicH- Du für NMiC hergestellt im Aufirag der Reichspropagandaleitung, zur Aufführung. Es ist eine selbstverständliche Pllicht, daſ NS-Otganisat onen geschlossen diese Veranstal- tung besuchen. Eintritt 40 u. 60 Pfenn'ge. NSDAP Ortsgruppe Schriesheim 16818 K leere zimmer Zu vermieten Leer. Zimmer (Hof), evt. auch a. Büro, Werkſtätte o. Lagerraum zu ver⸗ mieten. Draisſtr. Nr. 54, I, lints. (1620% Hieigesuche 13imm.,Küche v. alleinſth. Dame Selbſtz., geſucht Angebote u. 1634“ an d. Verl. d. B. doppelt wertvoll Beachten Sie bitte unsere Schaufensterl Stefan- 11833 K Curl Tnomas 5 6, 16 Zei Fußleiden Ein- la ren und alte Schuhe mitbringen lller LIllmmmn Das grohe aaa IIIHII in der Breiten Straſle H 1, 6 3140/IK — neue und gebrauchte, stets billigsti gebr. Pfaff.. 25. gebr. Singer. 45.- gebr. Stoewer 75. gebr. versenkb. 95. mit Holzgest. 110. usw.(27 541 K Wirkliche selegenheiten finden auch Sie bei Adler, Kayser alte deutsch. Mark. b. günst. Zahlungsb. IPenn, Q 4. 7 34 38⁰ K) tigsüb. ält. ehrlich. 1Zimm., Küche klein) zu vermieten. Zu erfrag. 1. Stock. S ei lauf 1. Dez. zu vm. Otfene für unſer ſofort Hilde Wolf Spezialgeſchäft für erſt⸗ Klaſſ. D 2, 6,„Harmonie“. Stellen geſucht. Damenkleidung, (37 633 K Suche auf 1. Nov flei. Mädchen Adreſſe zu erfr. u. 1621“ im Verlag. Tücht., ehrl. ſchul⸗ 1558 f. ush. geſucht. Vorzuſt. 6* + Büro, von 12—2 U (34 091 K) Offerte nie Original- zeugniie bellegen Müdchen, 18. d. ſch. in Stell.., ſucht Wirkungskrs. als Hausmüdchen. Zuſchrift. u. 1625“ an den Verl. d. B. Sleißiges, tuchtiges hen 20., gute Zeugn. ſücht ſofort 6tellung in Privathaushalt. Zuſchr. u. 11 822 K an den Verl. d. B. mit 30 000 RM. Fernſprecher 208 (Zim. groß, Küche Langſtraße 14. 2 irtſch. (1579“ Aelteres Fräulein ſucht Stellung als Alleinmädchen. Zuſchrift. u. 1678“ an den Verlag. Aktive Veteiligung in Mhm. od. Umgeb. geſucht. Ang. an: J. Zilles, Imm.⸗ u. Geſch., gegründ. 1877, N an gutgeh. Geſch. Hypoth.⸗ 5, 1.— 76. 34 343 K Möbl. Ammer u vermieten Möbl. od. Zimm. leeres m. Küchenbenützg. zu vermieten. Alphornſtraße 19, 3. Si., lis.(1577% 23imm., Küche Dez. billig zu vermieten. Näher. Pfingſtbergſtr.28 (1576“) 2 Zimmer lind Küche Knapp, K 3, 9. (12⁴•) ſofort zu v mieten.(7637 K C 2, 21, 2. Stock Gontarvplatz 8, 2 Treppen, ſchöne 3½- Zimmer⸗ Wohnung ſof. od. ſp. zu ver⸗ miet. Erfr. Schmitt Landteifſtraße 5. (1626“ Auguſta⸗Anl. 28 Gatage zu vermieten. Näheres(11 823 K Fernruf 431 46. fſlittkktilzittzitAAtiitt 6buterrain⸗ Lagerraum 30 b. 120 am, zu vm. 6 6 nzenſtraße 8. (1631“) 3J[Nähe Bahnhof— Schön 2i mot Zimmer evtl. Wohn⸗ und Schlafzimmer, ſof. zu vermieten. Adreſſe u. 34 108 K im Verlag ds. Bl. Möbl. Zimmer in gut. Hſ. ſofort zu verm., evt. mit enſion. Stamitz⸗ ſtr. 15, 3. Stock lks (34 107 K) In ruh., aut. Haus Waſſerturm: Herren⸗ und bchlafzimmer nebeneinanderlieg. ſh. gut möbl., Bad, Tel., ſof. zu verm. M 7, 24, Trepp. (12 362 K) Zimmer geſucht. Alleinſteh. berufst. Dame ſucht ſofort ein gutes Möbl. Zimmer mit Frühſtück in gutem Hauſe. An⸗ gebote mit Preis⸗ angabe u. 11 819 K an den Verl. d. B. Möbliertes linmer Nähe Waſſer⸗ turm, ſofort A11 miet. geſucht ngeb. erb. an Andreae⸗Noris Zahn.⸗G. Tüllaſtraße 16. Fernruf 452 21. Möbl. Zimmer zu mieten geiucht 1 lassen Sie Ihre Bücher handwerks- iſt 113 mägig einbinden! an den Verl. d. B. 2ee 3⸗immer⸗ Pohn. m. Vad (evt. Neubau. auch in Vorort) per 1. Janmar 1935 zu mieten geſucht. Angeb. m. Prs. u. 1627“ an Verlag. Mit.Slpueiderinnen nur erſte Arbeiterinnen, Umarbeitungs⸗Atelier Geschäfte pachtgesuche, Verkäute usw. Erxiſenz Lebensmittel⸗ heſchüft ſehr gut eingeführt mit Wohn. zu vff. (wegen Wegzug), Zuſchrift. u. 162. le. an den Verled B. i immoͤbilien Ich ſuche (eventl. Neubau) m. 3⸗Zim. Wo nungen guter Stadtlage und gut. Bauzuſtand bei 35—40 000/ Anz. zu kaufen. Dr.Afreddutjan Dürerſtr. 12. Fernruf 43093 Mitgl. d. Im⸗ mobil.⸗ u. Hyp.⸗ Zu verkauten Prima gelbe Gpeiſekartoffel zu 3„ pro Ztr. ab Ladenburg Th. Höfer Wwe. Heidelbergerſtr.6 (1578“) Chromat. Alkordeon Klaviertaſt. 48 Bäſſe f. 130 4 geg. bar zuu verkaufen. Anzuſeh. ab 17 U. Meerfeldſtraße 19, III, lints.(1574“) 2 Gchreibtiſche 1 Akten⸗Schrank, Rollſchrank, Büro⸗ tiſche bill. abzugb. Kaiſer&—0 6 5 „ 1Adreſſograph gebr., zu 100 RM. zu verkaufen. Carl Friedmann Auguſta⸗Anlage 5. Fernruf 409 00. (34 385 K) 2 Einſpänner⸗ Kaſtenwagen 30—35 Ztr. Tragkr billig zu verhaufen. Näh. bei(34 438 Arend, S 6, 33. Tel. 224 46/47. Käuker besichtigen Sie erst Immemmanas kuununt H4, 20 börſe zu'ruhe. (34 306 K) Kauigesuche (45 141 K) Kleiner ag-Cen zu kaufen geſucht. Preisangebote u. Nr. 11 8065 K and. Verlag ds. Bl. zhal E zlllx. Aibal Drauft zu EbHöchſtpreiſen E Tel. 225 17. Preisen. 34342K Auch f. Ehestandsd. Günſt. Kauf⸗ gelegenheit. Jüllataammer kcutaf. Nußbaum, preisw. zu vertauf. M 1, 2 a, Hof. (7611 K) unſere Beitunas träger alle HB⸗Vertriebs⸗ ſtellen nehmen ohne Mehrkoſte⸗ für Sie Klein⸗ anzeigen fürs Hakentreuzban ner auf. Bitte machen Sie von dieſer'nrich tung, die zur Bequemlichkert unſrer Leſer ge⸗ ſchaffen wurde recht regen Gebrauch— Eichelsheimerſtr.62 (1629“% Netzanode V. Wechſelſtr.(Phi⸗ lips), f. 15% zu vk H 7, 15, Traub. (1628“) Druck⸗ Linoleum Felinge 5i (34 169 K) Freihan ſtraße 40(am V 1 Lieferwagen, Mannheim, den nachmittags 2½ bare Zahlung im öffentlich verſteige L (34 345 K) Holzbaur, ——— Mittwoch, den 30. Ottober 1925, hieſigen Pfandlokal, Qu 6, 2, geg Vollſtreckungswegef dverkaufl Donnerstag, den 31. Oktober 1935, vormittags 10 Uhr, werde ich in der 1 Hafengarage Mannheim, Jungbuſch⸗ erbindungskanal lk. Ufer) öffentlich verkaufen: Marlke Chevrolet: 1 Perſonenwagen, Marke Chevrolet 3 . Oktober 1935. Bothner, Gemeindevollzieher. Uhr, werde ich im rn: 1 Aaget Papiertüten und ⸗beutel, 1 Flügel(Steinway Nachf.), zwei Teppiche, 1 Wanduhr, Möbel ver⸗ ſchiedener Art und ſonſtiges. Gerichtsvollzieher. Adreſſiermaſch Wir zeig. Ihnen die neuesten prachtv. üchen. nnn Aüllarammer. und sämtl Einzel--F möhel zu billigsten IMod..Kinderwg. wengebr., ſy. bill.g zu vk. Anzuſ. nurßß vorm. b. Hammer, u. Gleichrichter, 220 Teppich 2 Z3m regulär Nül. 15.80 irregulür Rrl. 14.75 enf 1 der Konverſation? Angebote u. 1630“ an den Verl. d. B. Doppler 1 2, 8 323 niedtig sindunsere 5 Automarkt 32Iprelse fars o de L ih anzelbst-Z0 v Trmem ef J fahrer 3 el Ulge neue Wagen Vadsche E 1 SCK. ————— Lbibmagen necharite dt incianthren 00-Spezialhaus rauftman 22•.— Selbſtfahrer.—. wee r, foeder- lxheiter-Anzuge Dienſt 489 31. KHohlen- 3 —u. Gasherde Adam Anmaͤnn 30 av ber U 3, Eleg.-bitzer⸗ Fr. Müller Spezlalhaus für Berufskleidung 0 t⸗ Fernruf 23789 3438, 6— Elfenſtraße 26 4 abriolet deenonden Nüh I. Lwpengiesser abzugeb. Standort l KC U 2 Lon Uhland⸗Garageſ— Tenzabluna— bfünll. Unterricht im Mähen, Zuschneiden unü ffiger 34431K untefficht Wer erteilt Fünrrüder 1 engl. u. franz. Wuie 4 ſinielünterk. WrGrab- u. beſond. Pflege Kkreuze wettertesf erstklassige Arbeit, keinef Tu Allerfieiligen empfiehlt in grober Auswahl Krönze und Topfpflanzen usw Verschiedenes 33 Massenware, ——— Deiektiv- kauft manf 0 7 vorteilhaſt in ſ5. rioern d Auskunftei jeder f Führ. ein. bürgerl. Austünfte jed. Ari gen Tei Haushaltes ſow Ermittlug. in jung im ————=. Billige————— 3 3 Aeinrentner)?— rozeſſ, beſorgt ge⸗ 2Z21 ah. enerr Offerſfoenz. u. dferreifISb S falhsu ehrl. u. verträglich. 1 Char. Ang. Fam.⸗ fio. Argus 06 6. LAfienicheKan daim Absi, 151 dalierhaus! Fernruf 273 05.— 0.A rentnerin. bev. unststraße Angebote u. 1690 39 244 K0 an den Verl. d. B. 542%/ K Lllfl 31684K 1182K E 2, 18(plenken) gegenũbef Fernruf 205 86 d. Harmonſe E. Assenheimer —— Slalt Karien! Unsere ist gestern liebe, treubesorgte Mutter, unsere gute Schwieger⸗ mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Hlcopha Herter„, Lech. Hölmel im 70. Lebensjahr von ihtem schwerem Leiden erlöst worden. Mannheim GRobert-Blum-Str. 20), den 29. Oktober 1935 In tiefer Trauer: Winelm Herier u. Frau geb. Jütten Hans Herier u. Frau geb. Brenneisen Magdalena Herier Aenne Herier Friiz Herter und Braui und Enkelhinder 1632• Die Beisetzung findet auf dem Mannheimer Hauptfriedhof am Donnerstag, den 31. Oktober, 13 Unr statt. Das Seelenamt für die Entschlafene findet Donnerstag, 9 Uhr, in der Heilig-Geist-Kirche statt. 34444K Slalt Karien? DANKSAGUNG Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heim- gang unseres lieben Entschlafenen, Herrn Ignaz Ganiner sagen wir hiermit herzl. Dank. Besonderen Dank für die Kranz- niederlegungen und ehrenden Nachruf der Diensistelle Mann- heim-Industriehafen sowie des Eisenbahner-Sportvereins. Herzl. Dank für die reiche Fülle von Blumen und Kränzen und all denen, die unserem Entschlafenen in so großer Zahl die letzte Ehre erwiesen haben. Mannheim(Eichendorffstr. 22), den 29. Oktober 1935 Familie Ganimer Familie Huissel TIodesanzeige Gestern abend verschied unerwartet unser lieber Kamerad Arbheifismann Wilnelm Wieland im blühenden Alter von 20 Jahren. Rottenburg a.., den 28. Oktober 1935. Ehrend gedenken seiner Die Kameraden der Reichsarbeitsdienst-Abt. 2/263 23 Vertag und Sg 57 A hindert 5 t Wiſſensgebieten Früh⸗-Ausg Aus der Schi Tatſache berich Gruppe bei! rich fünf und in erringen konnte daß dieſe Grup lichkeit umgeſetz triebsform war Deutſchland— berwirklicht wo igros“Le mit großen Ki Lebensmittelläd die unmittelbar mit Lebensmitte zeichnend iſt ni für uns an dieſ tenden Angeleg der Schweiz zun Handelsform ve laum faßlich, d nichts anderes wird, als Prote Einn haben, ein und ſchreibe ſie kann. Im neuen meinnutz vor de ein ſolches Erei für uns überwu Wenn die J ondon-⸗Oſt zu il egen Nazi⸗ en“ und gan, ingen, dann iſt mit der antiden wohl langſam z erüchtigte Suff zuſammenfanden melodie herunter weis für den g Engländers, daß miaden unter ſick — und die Beric den 2000, die wir heblicher Teil zu Bummlern gehö Reden anhören, balten werden. acs erfreulich: da der Londoner fuhr bekamen. Aloif Baron Aloi! Teilnahme an d nach Genf begebe gus Rom ſteht