7ma Montag⸗Aus gabe 1 4 Nürnberg, 8. Dezember. Rürnberg ſtand am Samstag und Sonntag in Zeichen der Jahrhundertfeier der deutſchen Eiſenbahnen. Der Hohepunkt der Feierlich⸗ Feiten war der Feſtakt in dem großen Saal des SDiduſtrie⸗ und Kulturvereins, an dem der Füßhrer, viele Mitglieder der Reichsregierung und Vertreter des Staates, der Partei, der Wehrmacht, der Wirtſchaft und der Wiſſenſchaft keilnahmen. Der Führer hielt eine Anſprache, in der er die Bedeutung der Deutſchen Reichs⸗ bahn nicht nur in wirtſchaftlicher und techniſcher Hinſicht, ſondern auch nach den politiſch einigen⸗ den Geſichtspunkten dieſes großen Gemein⸗ ſchaftsunternehmens umriß. Des Führers Ankunft Kurz nach 10 Uhr traf der Führer mit ſeinen GBegleitern, unter denen ſich auch Reichsminiſter Dr. Goebbers befand, in Nürnberg ein. Generaldirektor Dr. Dorpmüller entbot dem Führer herzlichen Willkommensgruß und überreichte ihm die aus Anlaß der 100⸗Jahr⸗ feier von Künſtlerhand geſchaffene Erinnerungs⸗ medaille. ZInm feſtlich geſchmückten großen Saal des Induſtrie⸗ und Kulturvereins hatten ſich alle Ehrengäſte und Abordnungen eingeſunden. 3 Ganz Europa und eine große Anzahl über⸗ ſeeiſcher Länder hatten Abordnungen entſandt. Stehend empfing die Feſtverſammlung den Füh⸗ zer und Reichskanzler. Die Begrüßungsworte ſprach Gauleiter ulius Streicher. Er gab eine kurze Rück⸗ ſchau auf die Geſchichte der erſten deutſchen Eiſenbahn. Generaldirektor Dr. Dorpmüller grüßte ben Führer im Namen aller deutſchen Eiſen⸗ bahner. Reichsverkehrsminiſter Freiherr von eltz⸗Rübenach, der hierauf das Wort hahm, hob insbeſondere die Verdienſte der Deut⸗ ſchen Reichsbahn um die politiſche Einheit des Reiches hervor. Darauf hielt der Führer eine von ſtürmiſchem Beifall oft unterbrochene Anſprache. des Führees finſprache In ſeiner Rede auf dem Feſtakt im Kultur⸗ bexeinshaus umriß der Führer die holitiſch einigende Bedeutung der Deutſchen Reichsbahn, die— gewollt oder ungewollt — von Anfang an ſchon eine Deutſche Reichs⸗ bahn geweſen ſei. * daß— ganz gleich, was auch die modernen Er⸗ ndungen an neuen Verkehrsmöglichkeiten ge⸗ chaffen haben— die Bedeutung der Reichsbahn als Trägerin des Maſ⸗ Ufentransportes ſich erhalten werd.. der Kraftwagen iſt ein individuelles Transportmittel. Das Flugzeug iſt das chnellere Transportmittel. uünbedingt ſichere Maſſentrans⸗ portmittel iſt und bleibt für abſehbare Zeit hach wie vor die Eiſenbahn. Wir können uns ſehr wohl das heutige Leben vorſtellen ohne Flugzeug und auch ohne Kraftwagen. Wir nnen uns das heutige Leben nicht vor⸗ Ufellen ohne Eiſenbahn! Ausgehend bpon dem Geſichtspunkte des Nutzens für die Ge⸗ ——5 wird es unſere Aufgabe ſein, den erkehrsmitteln im einzelnen die ihnen zukom⸗ mende Betätigung zu ſichern.“ Gerlag und Schriftleitung: Mannheim, k 3, 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das„Haken. Ausgabe 4 erſcheint 12mal(.20 RM u. 50 Pfg. Trägerlohn), Ausgabe B erſcheint .70 RM u. 30 Pfg. Trägerlohn), Einzelpreis 10 Pfg. Beſtellungen nehmen die Träger owie die Poſtämter entgegen. Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) ver⸗ Hindert, beſteht kein Anſpruch auf Entſchädigung. Regelmäßig erſcheinende Beilagen auf allen iſfensgebieten. Für unverlangt eingeſandte Beiträge wird keine Verantwortung übernommen. Anknüpfend an die Dar⸗ egungen der Vorredner führte er zunächſt aus, Das 5. Jahrgang 2 die deutſche Rei der zünrer ſpricht auf der nürnberger Jahrhundertfeier Das erſte große ſozialiſtiſche Unternehmen Darüber hinaus müſſe man in der Eiſenbahn, ſo wie ſie ſich in Deutſchland entwickelt habe, das erſte ganz große ſozialiſtiſche Unternehmen ſehen gegenüber den Geſichtspunkten der Ver⸗ tretung rein kapitaliſtiſcher Einzelintereſſen. Das erkenne man erſtens in der Organi⸗ ſation des Eiſenbahnverkehrs an ſich. Das Verkehrsnetz der Bahn ſei in ſeinem inner⸗ ſten Weſen ſozialiſtiſch empfunden und ſozialiſtiſch gedacht: es ſei das Eigenartige dieſes Unternehmens, daß an der Spitze nicht die Frage des Gewinns, ſondern die Befriedigung des Verkehrsbe⸗ dürfniſſes ſtehe. Unter ſtürmiſcher Zuſtimmung der Verſamm⸗ lung rief der Führer aus:„Es würde ein un⸗ ermeßlicher Rückſchritt ſein, wollten wir heute A/ Nr. 566B/ Nr. 540 chsbahn etwa den Gedanken vertreten, die Linien abzu⸗ bauen, deren Rentabilität nicht geſichert iſt. Das würde geradezu eine Rückkehr in ſchlimmſte nur kapitaliſtiſche Auffaſſungen bedeuten. Es iſt da⸗ her für die Zukunft unſere Aufgabe, dafür zu ſorgen, daß nicht etwa die Deutſche Reichsbahn ein Opfer anderer Verkehrseinrichtungen wird, die ſich zunächſt dieſen größeren Grundſatz einer ſozialiſtiſchen Leiſtung für die Geſamtheit nicht zu eigen gemacht haben und nicht zu eigen machen können, ſondern es muß unſere Auf⸗ gabe ſein, dafür zu ſorgen, daß in der Zukunft zwiſchen dieſem ſozialiſtiſchen Unternehmen und der vorwärtsſtürmenden neuen induſtriel⸗ len Verkehrsbefriedigung eine Syntheſe gefunden wird. Unter keinen Umſtän⸗ den darf jedoch der Träger unſeres gewaltigen Geſamtverkehrs ir⸗ gend wie zu Schaden kommen. brößte und beſte Gemeinſchaftsleiſtung Und zweitens ſahen wir den ſozialiſtiſchen Charakter der Reichsbahn noch in etwas ande⸗ rem. Sie ſtelle eine Warnung dar gegenüber den ausſchließlichen Anſprüchen der privatkapitali⸗ ſtiſchen Doktrin. Sie ſei der lebendige Beweis, daß man ſehr wohl ein Gemeinſchaftsunterneh⸗ memführen könne ohne privatkapitaliſtiſche Ten⸗ denz und ohne privatkapitaliſtiſche Führung. Denn man dürfe nicht vergeſſen: die Deut⸗ ſche Reichsbahn ſei das größte Wirtſchaftsunternehmen, der größte Auftraggeber, den es überhaupt auf der Welt gibt. Die Deutſche Reichs⸗ bahn konnte jeden Vergleich aushalten mit den rein privatkapitaliſtiſch aufgezogenen Eiſen⸗ bahnunternehmungen.„Wer im Frieden z B. Gelegenheit hatte, die Preußiſche Staatsbahn zu vergleichen mit den privaten Bahnunterneh⸗ mungen anderer Länder, der mußte denn doch feſtſtellen, daß dieſer Gemeinſchaftsbetrieb— im höchſten Sinne des Wortes ſozialiſtiſche Ge⸗ meinſchaftsbetrieb— nicht nur vergleichswür⸗ dig war, ſondern daß er der beſtgeleitete, der beſtorganiſierte und der auch kaufmänniſch trotz⸗ dem rentabelſte Betrieb geweſen iſt. Dieſer Be⸗ trieb hat dabei die größte Gemeinſchaftsleiſtung erreicht, d. h. die Rentabilität entſtand nicht durch eine Art des Unterbaues, durch eine be⸗ triebsunſichere Führung, durch eine außer⸗ ordentliche Gefährdung der Reiſenden, im Ge⸗ genteil, auf allen dieſen Gebieten ſtand dieſes Unternehmen weit an der Spitze aller ähnlichen Unternehmungen.“ Es ſei ſehr notwendig, ſich dies in einer Zeit vor Augen zu halten, die nur zu leicht ſich dem Extrem zuneige und auf der einen Seite meine, es beſtehe überhaupt nur eine ſozialiſtiſche Ge⸗ meinſchaftswirtſchaft, oder umgekehrt, es könne überhaupt nur eine kapitaliſtiſchen Einzelinter⸗ eſſen dienende Wirtſchaft geben.„Wir ſehen die unendlichen Erfolge der kapitaliſtiſchen Wirt⸗ ſchaftsentwicklung des vergangenen Jahrhun⸗ derts, aber wir haben in der Reichsbahn zugleich Reinen ſchlagenden Beweis, daßes genau ſo gut möglichiſt,ein Unternehmen auf einer anderen Baſis muſtergültig und beiſpielgebend aufzubauen. Und darin liegt ein unendlich großer Wert. Wir können daraus lernen und für die Zukunft Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wagner sammelte am„Tag der nationalen Solidarität“ in Mannheim. Auin,: Reimann Unser Bild zeigt den Gauleiter bei seiner Sammeltätigkeit vor der Hauptpost. HB-Bildstock Anzergen; Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile im Textteil 45 Pfg. Schwetzinger und Weinheimer Ausgabe: D Die 4geſpalt. Millimeterzeile im Textteil 18 Pfg. Bei Wiederholung Schluß der Anzeigen⸗Annahme: Frühausgabe 18 Uhr, Abendausgad Mannheim, p3, 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. Ausſchließl. Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: Ludwigshafen 45 meterzeile 4 Pfg. Mufliegendem Tarif. Anzeigen⸗Annahme: üllungsort Mannheim. Verlagsort Mannheim. Mannheim, 9. Dezember 1935 354 21. Zahlungs⸗ un ————— ostaslen-Schnelldampfer„Gneisenau“ vor der Probefahrt Der für den Ostasien-Schnelldienst des Norddeutschen Lloyd bestimmte Dampfer„Gneisenau“ wird am 15. Dezember von der Werft in Bremen nach Bremerhaven übergeführt und unternimmt anschließend seine erste Probefahrt. Weltbild(M) daraus auf dem einen oder anderen Gebiet auch Folgerungen ziehen, nicht einer Doktrin wegen, ſondern einer nüchternen Erkenntnis entſpre⸗ chend.“ Organiſation unerhörteſter Pflichterfüllung Dieſe Bahn ſei ein unendlich ſoziali⸗ ſtiſches Unternehmen in der ganzen Art ihrer inneren Organiſation. Sie ſei der ſchla⸗ gende Beweis dafür, daß es möglich ſei, eine gewaltige Gemeinſchaftsleiſtung zu erzielen, ohne— und das ſei wichtig— unerhörte Belohnungen durch Gewinne ein⸗ zelner Menſchen. Es iſt eine Organi⸗ ſation unerhörteſter Pflichterfül⸗ lung, angefangen vom Streckenarbeiter oder Weichenſteller bis hinauf zur höchſtbeamteten Führung dieſes Unternehmens. Daß wir Nationalſozialiſten gerade dieſe Seite beſonders begrüßen, iſt ſelbſtverſtändlich. Wir kämpfen für einen Staat, der aufgebaut ſein ſoll auf dem Gedanken, daß Gemein⸗ nutz vor Eigennutz ſtehen ſoll. Uns be⸗ wegt dabei ein ungeheures Maß von Idealis⸗ mus. Manche ſagen ſogar, von einer nicht be⸗ rechtigten Phantaſie, einer Ideologie. Aber wir haben gewaltige Beiſpiele und begründete Un⸗ terlagen dafür in der Geſchichte,— dem Staat an ſich, der Staatsverwaltung, dem Beamtenkör⸗ per, der Armee und hier in einem Wirtſchafts⸗ unternehmen„Deutſche Reichsbahn“— daß ſo eine Auffaſſung ſicher realiſierbar er⸗ ſcheint. Ich weiß, daß nichts auf der Welt mit einem Schlage geht, daß alles ſeine Entwick⸗ lungszeit benötigt. Aber ich bin der Ueberzeugung, daß eine ſolche Entwicklung denkbar und es unſere Aufgabe iſt, einex ſolchen Entwicklung überall nachzuſtreben. Nicht, um einer Doktrin zu dienen. Wir wiſſen ganz genau, daß wir an keiner Stelle die Ini⸗ tiative der Perſönlichkeit hemmen dürfen. Das wollen wir nicht. Aber es iſt nötig, daß als das große Schluß⸗ ziel immer wieder der Leitgedanke aufgeſtellt wird, die Leiſtungen des einzelnen haben in erſter Linie der Geſamtheit zu dienen, und der Nutzen, der für die Geſamtheit abgeworfen wird, wird ſich umſetzen in den Teil des Nutzens, der auch den einzelnen trifft. Das iſt ein Ideal, auf einigen Gebieten verwirklicht, auf anderen Gebieten in der Ent⸗ wicklung begriffen, auf anderen Gebieten über⸗ haupi nicht reif zur Entwicklung. Aber wir wol⸗ len uns hüten vor irgendeiner Doktrin, vor der einen wie vor der anderen. Die Deutſche Reichsbahn iſt ein Beweis da⸗ für! Und ſo möchte ich am heutigen Tage den Männern danken, die an dieſem großen Gemein⸗ ſchaftswerk tätig ſind, den keitenden Maͤnnern, an der Spitze Ihnen, Herr Generaldirektor, und den Hunderttauſenden von Beamten und den Hunderttauſenden von Arbeitern. Indem Sie an einem ſolchen Gemeinſchaftswert mitarbei⸗ ten, helfen Sie mit, die Grundlage zu ſchaffen für einen Staat der Zu⸗ tunft. Ich möchte Ihnen allen danken, die in der Deutſchen Reichsbahn als tätige Männer unſeres Volkes nicht kapitaliſtiſcher Geſichts⸗ punkte wegen ihre Pflicht erfüllen, ſendern ihre Pflicht erfüllen als deutſche Volksgenoſſen.“ Nach der mit ſtürmiſcher Zuſtimmung aufge⸗ nommenen Rede des Führers brachte der Reichsarbeitsdienſt ein choriſches Feſiſpiel„Die Straße ins Reich“ zur Aufführung. Nach dieſem ſtimmungsvollen Weiheſpiel brachte der Frankenführer ein„Sieg Heil“ auf den Führer und Reichskanzler aus, in das di Verſammelten brauſend einſtimmten. kin Jahrhundert fühet vorbei Die Parade der Reichsbahnfahrzeuge Nürnberg, 8. Dezember. Nach dem Feſtakt in dem Kulturvereinshaus begab ſich der Führer gegen 13 Uhr mittags in Begleitung von Gauleiter Julius Strei⸗ cher, Oberbürgermeiſter Liebel, Architekt Speer und Stadtbaurat Schulte⸗ Fro⸗ linde zum Parteitaggelände und beſichtigte insbeſondere die auf der Zeppelinwieſe aufge⸗ ſtellten Modelle. Anſchließend fuhr der Füh⸗ rer an der Luitpoldhalle vorbei zum Rangier⸗ bahnhof und begab ſich dann zu Fuß zu der groſten Tribüne. Auf dem mit Schnee bedeckten, aber von dem Glanz der Winterſonne überſtrahlten Gelände am Rangierbahnhof begann dann um 14 Uhr die große Parade der Reichsbahn⸗ fahrzeuge. Der rieſige Tribünenbau, der für 30 000 Zuſchauer Raum bot, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Führer, der in Begleitung des General⸗ direktors Dr. Dorpmüller zuſammen mit Reichsminiſter Dr. Goebbels und den üb⸗ rigen zahlreichen Ehrengäſten aus dem Reich und aus dem Auslande erſchien, wurde von endloſen Heil⸗Rufen begrüßt. Generaldirektor Dr. Dorpmüller meldete dem Führer alle Fahr⸗ zeuge bereit, und nun entwickelte ſich e in einzigartiges Schauſpiel. In etwa einſtündiger Parade fuhren auf den Gleiſen die Reichsbahnfahrzeuge vorbei. Den Auftakt bildeten zehn neuzeitliche Einheitsſchnellzugs⸗ lokomotiven, die neueſten Wunder des deutſchen Lokomotivbaues. Ihnen folgte die Nachbildung der erſten deutſchen Eiſenbahn, der„Adler“ mit fünf Perſonen⸗ wagen, voll beſetzt mit Männern und Frauen in den Trachten der Zeit vor 100 Jahren und Eiſenbahnbeamten in hiſtoriſcher Kleidung. Unter all den vielen Fahrzeugen, die vorbei⸗ rollten, erweckten beſonderes Intereſſe: Der Salonwagen des Fürſten Bismarck aus dem Jahre 1872, die gigantiſche Borſig⸗Strom⸗ linien⸗Lokomotive, die eine Geſchwindigkeit von 190 Stundenkilometer entwickelt, der Henſchel⸗Stromliniendampfzug und die neuen Schnelltriebwagen, der Rheingoldexpreß, ein Sonderzug für Fahrten ins Blaue, Güterloko⸗ motiven und Güterwagen aller Art, Spezial⸗ wagen für den Bahndienſt, Gleiskrafiwagen, Schnellreiſeomnibuſſe für Reichsautobahnen, Laſtkraftwagen mit Holzgaserzeugern und Straßenfahrzeuge zur Beföwerung von Eiſen⸗ bahnwagen. In beſonders ſinnreicher Weiſe huldigte die Reichsbahn den Gedanken der Volksgemein⸗ ſchaft mit der Vorbeifahrt eines broßkampſtag gegen Wintersnot beuisdiands Führer sammein jür die Aermsten des Volkes/ Sieg der Kameradsche Berlin, 8. Dezember. Der„Tag der nationalen Solidarität“ iſt der Höhepunkt im Winterhilfswerk des deutſchen Volkes. An dieſem Tage wird das Millionen⸗ heer der freiwilligen unbekannten Helfer ab⸗ gelöſt von den bekannten Trägern der höchſten Stellen in Reich und Partei, Staat und Stadt, Wirtſchaft und Kunſt, Preſſe und Rundfnnk. An dieſem Tage gehen ſie alle, die ſonſt durch Amt und Beruf verhindert ſind, mit der Sam⸗ melbüchſe auf die Straßen, in die Gaſtſtätten, Lichtſpielhäuſer und Theater, und ſie werben in gleichem Geiſte und mit der gleichen Bereit⸗ willigkeit für die unverſchuldet in Not Ge⸗ ratenen, getrngen von dem Gefühl wahrer Volksverbpundenheit, erfüllt von dem Auftrag des Führers: Keiner darf hungern, keiner darf frieren! Zugleich aber ſammelt ſich an dieſem Tage die ganze Stoßkraft des deut⸗ ſchen Voltes zu einem Großangriff gegen die Not— in den Vorjahren haben dieſe Tage ein Vielfaches der übrigen Sammeltage erbracht—, nicht weil nun Reichs⸗ und Staatsminiſter, das Führerkorps aller Parteigliederungen, die ganze Beamtenſchaft, die Oberbürgermeiſter und Bür⸗ germeiſter, die Führer der deutſchen Wirtſchaft und die geiſtige und künſtleriſche Elite ſammelt, ſondern weil dieſer Tag zugleich der Tag des Bekenntniſſes zur Volks⸗ gemeinſchaft iſt. Alle, die noch in Nol ſind, ſollen an dieſem Tage ſpüren, daf ſie nicht vergeſſen wurden, daß ſie ungeachtet ihres Un⸗ glückes vollwertige Mitglieder der Gemein⸗ ſchaft unſeres Volkes, daß ſie unſere Kameraden und Brüder ſind. Die Reichshauptſtadt als der Sitz der Reichs⸗ regierung und zahlreicher Behörden ſpiegelte dieſen Eindruck beſonders lebendig und über⸗ zeugend wider. 3800 Sammler appellierten an das ſoziale Empfinden der Berliner Bevöl⸗ kerung, und das Herz des Berliners hat ihnen keine Ent⸗ täuſchung bereitet. „Hermann ſchüttel mal, ſehen kann dir keener!“ Der gute Berliner, der dieſen Ruf ausſtieß, hatte Recht, denn unter den Tauſenden von Menſchen, die ſich in der Paſſage Unter den Lienden drängte, war Miniſterpräſident Hermann Göring in der Tatnicht zu ſehen. Ueber⸗ all nur hochgereckte Arme, um Spenden in die Büchſe zu ſtecken, eine große Büchſe mit einem rieſigen Trichter, in den gut zehn Hände auf einmal ihren Obolus werfen konnten. Als oieſ: Büchſe gefüllt war, kam eine kleine Holz⸗ truhe dran, die einen noch größeren Umfang hatte. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tug, um den Ablauf nur einigermaßen zu regeln. Um 17 Uhr traf der Miniſterpräſident am Wedding ein, von einer unüberſehbaren Men⸗ ſchenmenge mit Jubel begrüßt. Hier bewies es ſich wieder einmal, daß gerade die ärmere Bevölkerung immer zu Opfern bereit iſt. Deshalb verläugerte der Miniſter die Sammel⸗ tätigkeit, und eine zweite Truhe füllte ſich von den Groſchen der Volksgenoſſen dort drau⸗ ßen am Wedding. Die nächſten Sammelſtatio⸗ nen des Miniſters waren Kaiſerhof und Briſtol. Sammlung beim Führer Der Führer ließ es ſich nicht nehmen, nach Beendigung der Straßenſammlung eine große Anzahl von Helfern und Helferinnen dieſes Tages in die Reichstanzlei einzuladen, wo er allen perſönlich eine größere Spende für das Winterhilfswerk in die Sammelbüchſen gab. Drei Stunden mit Dr. Goebbels unterwegs Schon eine Stunde vor Beginn der Samm⸗ lung war der Pariſer Platz ein einziges wogen⸗ bes Menſchenmeer, das noch ſorglich durch Ab⸗ ſperrungsketten vom Adlon zurückgehalten wurde. Schlag 16 Uhr, nachdem Reichsminſſter Dr. Goebbels von ſeiner kleinen Helga das erſte Scherflein in Empfang genommen hatte, konnte der erſte Spender die„Hohle Gaſſe“ paſſte⸗ ren, und nun riß Stunde füt Stunde der Stroym nicht mehr ab. Hier tam ein ganzes Bole in gisnand aus der Tſchechoflowalei, aus Tirol, Eſſen len ſeinen Ständen und Schichten vorbei und opferte mit dem Gruß auf den Lippen:„Heil Hitler“. Da hatte ſich eine Mutter mit ihren zwei Kinderchen auf, dem Arm durch das Ge⸗ wühl hindurchgewunden und lieferte nun dem „Doktor“ durch die Händchen ihrer Kinder ihr Scherflein ab, ein Sparkaſſenbuch wuide dem Miniſter gereicht. Viele Menſchen und viele Methoden des Gebens. Wenn doch nur alle, die im Auslande von„ſchlechter Stimmung“ und„Unzufriedenheit“ ſprechen, hier Zeugen geweſen wären! Sie wä⸗ ren eines anderen belehrt worden, ſie hätten ge⸗ ſehen: hier ſteht ein ganzes Volt, hier ſtehen die Deutſchen ſchlechthin! Cachend opfern Der Humor beherrſchte die Stunde und Dr. Goebbels ſelbſt trug nicht wenig dazu bei:„Wer Hoſenknöpfe rein tut, wird eingelocht“. Nun gab es leine Hoſenknöpfe, es gab oft genug Fünfzig⸗ Pfennig⸗ und Mart⸗Stücke. Aber es gab au“ mehr. Wer dabei ſtand, konnte ſich davon über⸗ zeugen; Schecks mit mehrſtelligen Zahlen. Natürlich bot dieſe perſönliche Spende die beſte Gelegenheit„ſchöne Grüße“ loszuwerden. Und woher kamen die nicht! Aus Südweſtafrita und Oeſterreich, aus Oſtpreußen und Velbert. aus Siebenbürgen und dem Sudetenland. Sie kamen von überall, wo auf der weiten Welt die deutſche Zunge klingt. Man ſah auch ein japa⸗ niſches Ehepaar, das ſich die Mühe des „Durchlämpfens“ bis zum Miniſter nicht hatte verdrießen laſſen und ſpendete, wie überhaupt jo mancher ausländiſche Geldſchein und ſo „Kraft⸗ durch⸗Freude“⸗ Sonder⸗ zuges, deſſen zehn Perſonenwagen mit fröh⸗ lichen Fahrgäſten beſetzt waren, die aus allen Gauen des Reiches und zum Teil in ihren heimiſchen Trachten nach Nürnberg gekommen waren. Die Vorführung gab ein eindrucksvolles Bild von dem gewaltigen techniſchen Fort⸗ „Fra Diavolo“ im Mannheimer Nationaltheater Eine Neuinfzenierung der Oper von Kuber, die das komiſche Element unterſtreicht Dem alternden Auber prophezeiten kritiſche Zeitgenoſſen, daß ſeine Opern und damit auch die populärſte unter ihnen,„Ira Diavolo“, wegen ihres leichten Charakters und ihres Man⸗ gels an Ideentiefe bald vergeſſen ſein würden. ber es kam anders. Denn wie lebendig„Fra Diavolo“ auch heute— 105 Jahre nach ſeiner Entſtehung— noch iſt, bewies ſeine nach zwölf⸗ jähriger Pauſe neueinſtudierte Aufführung im Nationaltheater am Samstag. Die Oper entſtammt der Zuſammenarbeit Eu⸗ gen Scribes und D. F. Aubers. Scribe, der routinierte, mit allen Wünſchen des Publi⸗ kums vertraute und erfindungsreiche Vielſchrei⸗ ber, kennt natürlich keine Ideendramatik und keine pſychologiſche oder gar ethiſche Vertiefung. Er geſtaltet die ſeiner Zeit volkstümliche, faſt typiſche Geſtalt des eleganten Räubers äußerſt bühnenwirkſam und ſpannend mit ſcharfem Blick für einſchlagende Komik. Dazu findet ſich die operettennahe, raſch fließende und prickelnde Muſik Aubers ſehr erſt ſie ſchafft durch Ausgleich der Derbheiten des Librettos aus dem Stück populärer Räuberromantik eine künſt⸗ leriſche Einheit. Schlagartig effektvoll wie der Text iſt auch die Muſik mit 0 e Lang⸗ ſame Tempi und vertiefte Gefühlsausdrücke feh⸗ len, das lyriſche Element findet ſich nur in den Romanzen und neigt auch hier zum Balladen⸗ haften wie im Räuberlied der Zerline. Der große Melodienreichtum, die reizvolle Harmonik, die anſpruchsloſeAuffaſſungsweiſe, die tanzartige Rhythmik der ſtereotypen Begleitfiguren und nicht zuletzt der geſchickte Plauderton der En⸗ ſembles und die wirkungsſichere, dekorative Ein⸗ ügung der Chöre wird in Verbindung mit der pannenden, von herzhafter Komik erfüllten —3 der Oper immer wieder ihren Erfolg rn. Die märchenhafte Räuberromantik, die Au⸗ bers Zeit noch begeiſterte, liegt uns heute fern. So unterſtrich die Regie vor allem das komi⸗ ſche Element. Der gegen Seribes Buch zum happy end gewandelte Schluß, der den„Vikto⸗ ria“-Chor zum Spott macht, iſt eine von Paris ichten und überempfindlichen Publikumsge⸗ ſchmack. Eine wahrhaft volkstümliche Auf⸗ faſſung wird in der ſchließlichen Beſtrafung ſehe Räubers immer noch das erfreulichſte Ende ehen. Die Regie Heinrich Köhler⸗Helffrichs brachte die Oper in ihrer ganzen bunten, ruck⸗ artig fortſchreitenden, oft bis zur Groteske ko⸗ miſchen Vielartigkeit. Doch fehlte teilweiſe der nötige Kontakt zwiſchen den einzelnen Spielern, ſo daß nicht immer der Eindruck einer völlig geſchloſſenen Leiſtung entſtand. Beſſer fanden ſich die Sänger in den Enſembles, vor allem . effektvollen Finalquintett des zweiten es. Auch die Chöre waren ſzeniſch zu wenig gelockert. Die beabſichtigte ſtark dekorative Wir⸗ kung hätte größere Chöre erfordert, gelöſte, flu⸗ tende Bewegung hätte eher zum Ziele geführt. Die Titelrolle lag bei Max Reichart durch⸗ aus in beſten Händen. Geſchickt faßte er die hu⸗ moriſtiſche Seite ſeiner Rolle, ſtimmlich gan auf der Höhe errang er mit der Romanze„J ahle Freunde“ reichen Beifall bei offener Szene. Dasſelbe erreichte Eliſabeth Gillardon als ne, die es verſtand, die dieſer Rolle leicht anhaftende Sentimentalität durch friſche ſchel⸗ miſche Natürlichkeit abzubiegen, mit der Ro⸗ manze„Welches Glück, ich atme freier“. Lord Kookburn, den Typ des trocken komiſchen, groß⸗ karierten Engliſhman ſpielte Hugo Voiſin, der mit Jrene Ziegler, die in der Rolle ſei⸗ —————————————————— übernommene Smpndfih an einen verweich⸗ ſchritt, ein glänzendes Zeugnis von deutſchem Erfindergeiſt, von dem Können deutſcher Ingenieure und von dem Fleiß deut⸗ ſcher Arbeiter. Generaldirektor Dr. Dor p⸗ müller erklärte am Schluß, Zweck dieſer Vorführung ſei geweſen, zu zeigen, daß es bei der Deutſchen Reichsbahn weitergehe und im⸗ mer noch weitergehen werde. ner romantikſüchtigen und doch ſo ſteifen Ge⸗ mahlin Pamela ſchauſpieleriſch und geſanglich gleiche Höhe hatte, ein Paar von durchſchlagen⸗ der Wirkung bildete. Heinrich Kuppinger als Lorenzo ſchien indisporniert, ſeine Stimme kam nicht zur Entfaltung, und ſo ging auch die Wirkung des ſonſt immer erfolgreichen „Ewig will ich dir gehören“ verloren. Werner Wuthinor wußte die von Dichter und Kom⸗ poniſt ſchlecht bedachte Rolle des Matteo an⸗ ſprechend zu geſtalten. Das unſterbliche Paar der beiden grotesken Räuber Giacomo und Beppo ſpielten Karl Mang und Fritz Bart⸗ ling mit überſprudelnder Laune. Selbſtver⸗ ſtändlich hatten ihre durch hundertjährige Tradi⸗ tion geſicherten Witze den gewohnten Erfolg. Die muſikaliſche Leitung Ernſt Cre⸗ mer, der mit dem manchmal etwas dünn klin⸗ genden Orcheſter ſein Beſtes ab. Schon die Ouvertüre war ein Erfolg, die Begleitung der Geſangspartien und Chöre anſprechend, Cre⸗ mers Diktion klar und friſch angreifend. Die Leitung der Chöre hatte Karl Klaus. Geſchickt und wirkungsvoll war die Auftei⸗ En Bühne im Bilde des erſten und drit⸗ ten Aktes, der zweite Akt war auch ſzeniſch ganz auf die Groteske eingeſtellt. Das Publikum zarge ſich äußerſt beifallfreu⸗ dig. Mehrfach wurde bei offener Szene ge⸗ klatſcht. Zum Schluß konnten außer den Haupt⸗ darſtellern auch der Dirigent und Spielleiter auf der Bühne den nicht endenwollenden, dankbaren Beifall entgegennehmen..— Klavier⸗kAlbend bei Adolf Gchmitt Vor kleinem Kreiſe ſpielte Adolf Schmitt im Hauſe L 3, 3b Klavierwerke von Mozart, Schubert, Schumann, Beethoven, Grieg, Chopin, Jenſen und zwei eigene Stücke. Ein ausge⸗ Programm hatte ſich alſo der Pianiſt uſammengeſtellt, an dem er ſein Können unter Beweis ſtellen konnte. Er begann mit Mozarts Fantaſie d⸗Moll, der„Deutſche Tänze“ von ſprichwörtlich gute manche ausländiſche Münze in die Büchſe „Deviſen nehmen wir beſo gern!“ ſagte der Miniſter. beabſichti Im Brennpunkt Berlins 0 4 Ein geradezu lebensgefährliches Ge herrſchte vor dem Columbus⸗Haus am damer Platz, wo jedermann Frau Mag Goebbels ſeinen Tribut entrichten w Raſch bildeten SS⸗Männer, Politiſche und Schutzleute eine Gaſſe, daß ſchließlich ordnungsgemäß„vorbeigeſchleuſt“ wurden jeden Spender fand Frau Goedbels ein liches Wort des Dankes. Reichsjugenof Baldur von Schirach und Reichsarbeiß führer Hierl ſammelten neben Muſikzügen ihrer Formationen, SS-Brigadeführer Bo ter von Ribbentrop vor dem„Fürſte Auch Reichsführer⸗SS Himmler, R miniſter Seldte, die Staatsſekretöre Pf ner und Körner und viele andere Samm ließen keinen durch, der nicht auch ein Sch lein geſpendet hätte. ge höhere O al und im Leipziger Straße auf und wurden im N kannt und umringt. Manches autogram tige Backfiſchherz ſchlug höher; aber es nichts verſchenkt. Eine Mark für ein gramm. vom Rathaus bis zum norſt⸗Weſſel⸗ plt Vor dem Rathaus drängten ſich Hun um Staatskommiſſar Dr. Lippert ihre G zu geben. Auf dem Alexanderplatz gab es kein Du kommen. Vor der Berolina hatte Frau Em Göring Aufſtellung genommen. Jeder dete mit fröhlichem Zuruf, und auf dem malsſockel häuften ſich die gefüllten Samm büchſen. Indeſſen hatte der Stellvertreter Führers, Reichsminiſter Rudolf Heß, ſei ergiebigen Standort auf dem Hermann gewechſelt. Kaum war er auf dem Horſt⸗ Platz eingetroffen, da wird das Geländ Volksbühne auch ſchon von Tauſenden utet. ahnhof vom e Unterſtaat⸗ Kabinettsdi⸗ Reſtloſer Einſatz aller Sammler Den Weihnachtsmarkt im Luſtgarten h rer von Jagow zum lohnenden Sammel erwählt. Zwiſchen Schloßbrücke und Bra burger Tor ſah man u. a. die Reich Amann, Bormann, Bouhler un ſenberg, Reichspreſſechef Dr. Diet Hauptamtsleiter Hilgenfeldt und gruppenführer Brückner, vor der Un tät deren Rektor Profeſſor Krüger. Ein neues Buch von Dr. Goebbe ſentlichung die geſehen werder In dieſen Tagen iſt im Parteiverlan nicht davon NSDaAp, Franz Eher, unter dem Titel mung einget Angriff“ ein neues Buch von Reichsm die Forme Dr. Goebbels erſchienen. Es enthält len Regiern kel, die Dr. Goebbels während der K undes zu zeit im„Angriff“ gegen die Parteien de er ſelben Beſtre vemberſtaates veröffentlicht hat. Bereits in d nöglich e erſten Tagen des Erſcheinens wurde dieſes But olle Löſun mit 14000 Exemplaren abgeſetzt. Ein erftin iderſeits n liches Zeichen für die Popularität nationalſoſß ſind, zufr aliſtiſchen Schrifttums. e„Lib— te• ————————————— Schubert folgten. Das anfänglich etwas Spiel wurde gelöſter und freier in Schu „Faſchingsſchwank aus Wien“, der auch te ſchön zur Wiedergabe kam. In Beeth Mondſchein⸗Sonate op. 27 Nr. 2 offenba Spieler eine geſunde Auffaſſung des We Erfreulich und klar im Aufbau war di dergabe des„Presto-agitator“; das nicht nur g lannten, gut die pianiſtiſche Technik, ſondern vor allem ai twiegende Un an die Geſtaltungskraft des Spielers große A Dr. P. Ra forderungen ſtellt. Nach Griegs„Auf den B e:„Die Muf gen“ und„Notturno“ erreichte Schmitt ff Tat, es feh beſte Leiſtung in Jenſens„Murmelndes altungsmuſik. chen“ und ſeine eigenen, anſprechenden g lürker zutage al ſitionen„Kinderreigen“ und„Scherzo“ 35 Ser reiche Paffagenwert ward mit Klarheit und mal an wenigen ganz gemeiſtert. nten Mittags Auch als ſicherer Chopin⸗Spieler be den„Volls ſich Adolf Schmitt; Fantaſie⸗Impromtu, Rht turne op. 9 Nr. 2, Polonaiſe B⸗Dur und als gaben Walzer a⸗Moll und des⸗Dur verrieten Fleiß und ſorgfältige Uebung. Es w wenn der Spieler, um unnötige Hä Klang zu vermeiden, etwas gelockerter 75 beß 5 der me„di egebenheiten des Raumes anpaſſen f Im allgemeinen verdient ſein Vortrag— n be liche Stücke waren auswendig geſpielt— edergegebe treffliche Gedächtnisleiſtung alſo— durch 10 Anerkennung. Der Erfolg konnte nich bleiben. W. L. wäre eine Tonſetzer,! n Mittagskor dem eine R Nationaltheater. Heute Montag im Na theater„SIchwarzarbeiter“, Luſtſpi Emmerich Nuß. Beginn: 20 Uhr.— Dienstag:„Petra und Alla“, da reiche Schauſpiel von Max Geiſenheyn Erwin Linder wurde aufgefordert, dem neuen„Kater⸗Lampe“⸗Film der Tol Rota die Hauptrolle zu ſpielen, er m Angebot aber aus Gründen ſeiner ſta ſchäftigung im Spielplan des Nationg che Rhapſodi ablehnen. sdner Mislungener Staatsſtreich in Reval Die Verſchwörer verhaftet— Die Ruhe in Eſtland nicht geſtört Reval, 8. Dezember. In der Nacht zum Sonntag verhaftete die Polizei eine größere Anzahl von Verſchwörern, die für Sonntag mittag 12 Uhr einen Staats⸗ ſreich beabſichtigt hatten. Es handelt ſich, wie wir erfahren, um einen Verſuch der Bewegung der Freiheitskämpfer, le Macht an ſich zu reißen. Die Verſchwörung war gut vorbereitet worden; auch Waffen wur⸗ en verteilt. Bei den Verſchwörern fand ſich die iſte der neuen Regierung, an deren Spitze der Freiheitskämpfer Artur Sirt ſteht, der ſich hegenvärtig als Emigrant in Finnland auf⸗ hält Nach den Plänen der Verſchwörer ſollten ben Muſikzügen die Mitglieder der Staatsregierung, der Staats⸗ eführer Botſchafe prüſident, der Oberbefehlshaber der Wehrmacht em„Fürſtenhof, und alle höheren Polizeibeamten notfalls mit mler, Reichte woffengewalt verhaftet werden. dere Sinmi die Polizei tonnte ſämtliche Verſchwörer feft auch ein Scherſ⸗ nehmen, unter denen ſich außer dem Revaler iiFrer der Bewegung, General Larka, auch m teuchten ver⸗ kinige höhere Offiziere befinden. Die Ruhe in zdamer und der Reval und im ganzen Lande iſt infolge Ein⸗ im m reifens der Polizei nicht geſtört autogrammſüch⸗ abes es 4 33 für ein Auto⸗ adschaft ie Büͤchſe ſielen. beſonderz — 7 iches Gedränge haus am Pots⸗ Frau Mag ntrichten wollte Politiſche Leiter eobels ein herz⸗ ichsjugendführer d Reichsarbeit ⸗ —weſſel⸗plah 1 ſich Hunderte, ert ihre Spende Paris, 8. Dez. Der engliſche Außenminiſter Sir Samuel es kein Dunch: hoare iſt am Samstagnachmittag 15.50 Uhr te Frau Emmi nez in Paris eingetroffen. Er wurde am en. Jeder ſpens Bahnhof vom engliſchen Botſchafter Clerk, „auf dem Denk: dem unterſtaatsſekretür Vanſittart und üllten Sammel⸗ dem Kabinettsdirektor des franzöſiſchen Außen⸗ tellvertreter deß miniſteriums Rochat empfangen. lf Hetz, ſeinen um 17.30 Uhr begaben ſich der engliſche Hermann⸗Rlat Außenminiſter, der Botſchafter Clerk, Unter⸗ em Horſt⸗Weſel⸗ fiaatsſekretär Vanſittart und der engliſche Sach⸗ as Gelände vot berſtündige Peterſon ins franzöſiſche Außen⸗ Tauſenden über, J miniſterium zu der angekündigten Beſprechung imit Miniſterpräſident Laval. Die Beſprechungen ſind am Sonntagabend nler gegen 19,.30 uhr franzöſiſcher Zeit abgeſchloſſen uſtgarten ha worden. Nach Schluß dieſer Beſprechungen Obergtuppenfüh⸗ gaben die beiden Miniſter folgende amtliche en Sammelbezirk Erklärung heraus: die B berlautbarung voller Andeutungen thler und Ro„Von demſelben Geiſt der Verſöhnung be⸗ fſeelt und im Gefühl einer engen franzöſiſch⸗ eagliſchen Freundſchaft haben wir im Verlaufe der langen Beſprechungen die Formeln geſucht, die als Grundlage für eine fried⸗ liche Löſung des italieniſch⸗abeſſiniſchen Streitfalles dienen können. Von einer Ver⸗ öffentlichung dieſer Formeln muß vorläufig abgeſehen werden. Die engliſche Regierung iſt noch nicht davon unterrichtet. Wenn ihre Zu⸗ ſümmung eingetroffen iſt, wird es notwendig ſun die Formeln dem Gutachten der inter⸗ kfierten Regierungen und dem Beſchluß des ind beiderſeits mit dem Ergebnis, zu dem wir gelangt ſind, zufrieden.“ Die„Liberté“, die ſich am Sonntag mit die⸗ nich etwas ha ir in Schuma der auch techniſt In Beethovenz 2 offenbarte de g des Weffſg„63 wäre eine würdige Aufgabe für die deut⸗ au war die Wie⸗ en Tonſetzer, die berühmten ſowohl wie die zas nicht nur un, gute, leicht eingängliche, aber nicht n vor allem aut ense Unterhaltungsmuſik zu ſchreiben“ dielers große M agt Dr. P. Raabe in ſeinem intereſſanten 3„Auf den Ber te Schmitt ſeih tzurmelndes Lü echenden Ko che:„Die Muſik im Dritten Reich“— und in der Tat, es fehlt unbedingt an guter Unter⸗ altungsmuſik. Nirgends tritt dieſer Mangel kler zutage als in den Rundfunkprogram⸗ n 35 Sender. Betrachten wir nur ein⸗ mal an wenigen Beiſpielen, was in den ſoge⸗ nannten Mittags⸗, Abend⸗ und Nachtkonzerten, pieler bewä 15 den„Volkskonzerten“ überhaupt, geboten rd. Impromtu, Re Dur und als Zu⸗ Ein Mittagskonzert des Reichsſenders Lei p⸗ dur verrieten Hil g, dem eine Reihe von anderen Großſendern ., Es wäre geſchloſſen war, brachte neben dem feſchen ötige Härten zelockerter ſpielen nſtärke mehr de anpaſſen w de ülzer„Bayriſche'ſchichten“ von Richartz die er Suſanne aus„Figaros Hochzeit“ von hzart, die A. Kowuvniak ſang. Wiederum Machte ſich bemerkbar, daß im Lautſprecher die Vortrag— ſünt hehen Lagen der Sopranſtimmen nicht vorteil⸗ geſpielt— e gafk wiedergegeben werden. Immer fehlt es an ilſo— durchauß ze nötigen Weichheit. Sehr gut dagegen kam dne hn ber Tenor H. E. Grohs zur Geltung, der die Arie des Joſe„Hier an dem Herzen treu ge⸗ horgen“ aus„Carmen“ von Bizet ſang. Man hat ſich gerade an dieſer Arie— wie überhaupt der„Carmen“⸗Muſik— im Rundfunk ſchon ugſt ſattgehört und ſollte ſie endlich von den nierhaltungsprogrammen abſetzen. Wenn man La,, das erf ſene Arie dennoch mit Genuß hören konnte, ſo ſenheyner. idies dem glänzenden Vortrag H. E. Grohs aufgefordert, 1 zu danken. Dasſelbe läßt ſich auch von Verdis ilm der Tohſz⸗ ie aus„Alda“:„Holde Afda“ ſagen, die der n, er mußte daß nger nach Gounods Balletmuſik aus„Die einer ſtarken ligin von Saba“ zu Gehör brachte. Die Un⸗ Nationaltheg kiſche Rhapſodie Nr. 2 von Fr. Liſzt, von den Presdner Philharmonikern effektvoll geſpielt, beſchloß das Konzert. Warum von tag im Nationgl⸗ “, Luſtſpiel von Uhr.— Mo Brüderlichkeit der nation Der Fũhrer bei den Landshuter Feiĩerlichkeiten/ Eine Abrecinung mit den Zwieiflern Landshut, 8. Dezember.(HB⸗Funk.) Zum Abſchluß der Feierlichkeiten aus Anlaß des 15. Gründungstages der Ortsgruppe Lands⸗ hut der NSDApP war der Führer Adylf Hitler am Sonntagabend ſelbſt n ach Landshutgekommnen, der damit der Be⸗ deutung des denkwürdigen Tages in der Ge⸗ ſchichte der Stadt ſichtbaren Ausdruck verlieh. Die Kunde von dem Erſcheinen des Führers hatte die ganze Stadt auf die Beine gebracht. Die Jägerhalle, in der der Führer vor vielen Jahren zum erſtenmale zur Bevölkerung der Stadt Landshut geſprochen hatte, war über⸗ füllt. Ueber dem Saal liegt die freudige, er⸗ wartungsvolle Spannung, die ſtets dem Kom⸗ men des Führers vorausgeht und ſich nun ent⸗ lädt in brauſenden, nicht endenwollenden Hei!⸗ rufen, als der Führer mit ſeinem Gefolge durch das Spalier der erhobenen Arme den Saal be⸗ tritt. Gauleiter Dr. Wächtler und Kreis⸗ leiter Göbe! heißen den Führer namens der alten Kämpfer und Kameraden herzlich an die⸗ ſer denkwürdigen Stätte willkommen. Dann ſpricht der Führer zu ſeinen alien Kämpfern. Er ſpricht ſo, wie er nur zu Män⸗ nern ſprechen kann, die mit ihm verbun⸗ den ſind durch 15 Jahre gemein⸗ Laval und ſjoare„ſind zufeieden“ Das Ergebnis der Pariser Besprechungen/ Das letzte Wori ſen Verhandlungen beſchäftigt, will wiſſen, daß die ausgearbeiteten Vorſchläge das letzte Wort Englands ſeien. Wenn der Duce dieſe Vor⸗ ſchläge nicht annehme oder ſich zumindeſt nicht bereit erkläre, ſie als Verhandlungsgrundlage anzunehmen, ſeien die größten Ge⸗ fahren zu befürchten. Pressebildzentrale in Massaua, wo er von Marschall de Bono(rechts neben ihm) empfangen wurde. Marschall Badoglio hat den Oberbefehl übernommen Marschall Badoglio, der neue Oberbefehlshaber über die gesamten italienischen Streitkräfte, bei seiner Ankunft ſamen Kampfes und gemeinſamen Wir⸗ kens. Da erſteht vor den Augen der Zuhörer wieder ein Bild von dem Erleben der erſten Jahre der Partei und den Schwierigkeiten, die zu überwinden waren. In ironiſchen, von überlegenem Spott getragenen Ausführungen wandte ſich der Führer, wiederholt unterbrochen von brauſen⸗ der Heiterkeit, an dieſe„geiſtigen Zweifler“, an dieſe„zweifelnden Thomaſe“, die da glauben, daß die Bewegung vielleicht einmal in ihrer großen Aufgabe wankend werden könnte, und rief ihnen zu:„Wer mit fünf oder ſechz Mann ausgegangen iſt, den Sieg zu erobern, der hat auch die Zuverſicht, den Sieg zu halten.“(Stürmiſche Zuſtim⸗ mung.) Nur einen einzigen Leitgedanken ver⸗ folge die Baewegung: nur das zu tun, was dem deutſchen Volke nütze.(Er⸗ neuter, anhaltender Beiſall.) Dann ſpricht der Führer von der großen, von der größten Aufgabe, die der Bewegung geſtellt iſt: die Erziehung des deutſchen Men⸗ ſchen. Er ſpricht in begeiſternden und ein⸗ dringlichen Worten von der nationalſozialiſti⸗ ſchen Weltanſchauung, auf die das deutſche Volk verpflichtet ſei und ſagt: Man kann nicht ſagen, wir ſind ein Volk von Brüdern, wenn man nicht vorher in dieſer Brüderlichkeit aufgewach⸗ ſen iſt, ſich in dieſe Brüderlichleit hineingelebt und wenn man nicht vorher dieſer Brüderlich⸗ keit gedient hat. Das ſei die Aufgabe der Par⸗ tei, daß ſie über alles, was ſonſt im Leben den Menſchen trennt, etwas Einigendes ſetzt, daß ſie die große gemeinſchaftliche Plattform abgibt, auf die letzten Endes einmal alle treten können und treten müſſen.— Immer wieder wurden die Ausführungen des Führers unterbrochen, als er vorausſagt, daß Deutſchland einmal ein durch und durch geſundes, kerngeſundes männ⸗ liches Geſchlecht⸗beſitzen wird, das nicht bloß HB-Bildstock Zu seiner Begrüßung haben sich koptische Priester eingefunden, die ihm den faschistischen Gruß entbieten. ——⏑⏑⁰ttnnukrtineRanztsmenknkiknitanmafinnnuragunmiiseawinhgzouthansepnmerpsuhvnindthurtaninunnegf ruſikaliſche Veranſtaltungen im Rundfunk der letzten Woche „Buntes Wochenende“ und„Allarlei Pfälziſches“ aus Mannheim Liſzts Rhapſodien immer nur die zweite oder allenfalls noch die erſte zu hören iſt, iſt unbe⸗ greiflich; denn auch die übrigen ſind ſchöne Werke und verdienen im Rundfunk geſpielt zu werden. Das Leipziger Programm wies nach alldem die nötige Abwechflung auf, doch litt es gerade darunter, daß faſt nur allzu bekannte Werke zur Sendung kamen. In der Zuſammenſtellung nicht ſehr originell, wenn auch ſonſt wohl gelungen, war die Mannheimer Sendung„Buntes Wochen⸗ ende“, die außer dem„Ungariſchen Marſch“ von Berlioz und Smetanas„Tanzchor“ aus der„Verkauften Braut“ im zweiten Teil Kom⸗ poſitionen von J. Strauß brachte. Kaiſerwalzer, Radetzki⸗Marſch und Tritſch⸗Tratſch⸗Polka ſind ebenſo bekennt und im Rundfunk beliebt, wie das„Perpetuum mobile“ oder die„Frauen⸗ herz⸗Polka“. Wiederum zeigte ſich das Nati o⸗ naltheaterorcheſter unter Leitung von K. Klauß von ſeiner beſten Seite. Weniger Glück im Rundfunk dagegen hatte der Chor z. B. in dem Strauß⸗Walzer„An der ſchönen blauen Donau“. Mag die Intonation des Chores nicht ganz rein geweſen ſein, noch mehr ſtörte die etwas verzerrte Wiedergabe des Laut⸗ ſprechers. Entſchieden bunter als das„bunte Wochen⸗ ende“ war eine andere Sendung aus Mann⸗ heim:„Allerlei Pfälziſches“. So hörten wir neben wohlgelungenen Handharmonikavor⸗ trägen auch„Die luſtigen Fünf“ in einigen Volksliedern. Mit„Ich liebte vor Jahren ein Mädchen“ ſuchten ſie bei den älteren Semeſtern manch liebe Erinnerung zu wecken; doch wäre zu wünſchen geweſen, daß der Vortrag nicht ganz ſo eintönig und„mechaniſch“ erfolgt wäre. Beſſer in dieſer Hinſicht gelang das Lied„Im rünen Wald bin ich zu Hauſ'“. Zwiſchen die⸗ en einzelnen Darbietungen gab es Erzählungen Aee eunnmeunputzenscr: körperlich geſund, ſondern auch geiſtig normal ſein wird. Und das ſei das wundervolle, daß dieſe Bewegung und dieſe Idee niemals mit ihrer Arbeit zu Ende ſei, ſondern daß dieſe Erziehungsarbeit immer und im⸗ mer wieder fortgeht. Es wird niemals der Augenblick kommen, da man ſagen kann: das Werk iſt fertig. Nein, mit einer Generation kann man fertig werden, aber die neue Generationtritt bereits an. Die Be⸗ wegung gibt damit dem ganzen Lebenskampf ein ewig neues, ſich ſtets erneuerndes Ziel. (Stürmiſcher, nicht endenwollender Beifall.) Nach dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied gelobt Gauleiter Dr. Wächtler, daß die Bewegung hier in Landshut ſo wie bisher ſich einſetzen werde für die großen Ziele der Partei und daß die Trä⸗ ger dieſer Bewegung in unerſchütterlicher Treue zum Führer halten werden. So ging dieſe abendliche Feier⸗ und Erinne⸗ rungsſtunde mit dem Führer zu Ende. Jeder, der ſie miterleben durfte, verließ den Saal in dem Bewußtſein, daß ſich an der Zielrichtung der Bewegung nichts geändert hat, daß die Par⸗ tei, die ganze Bewegung feſt verankert ſteht in ihren Theſen für alle Zeiten. Das iſt das große Erlebnis dieſer Feierſtunde: Der Führer und ſeine Partei ſind eins im Wollen, eins im Fühlen, eins im Handeln. In fiürze Auf dem Tempelhofer Feld, der traditionellen Aufmarſchſtätte der Reichshauptſtadt, hielt am Sonntagvormittag der Stabschef der SA, Viktor Lutze, in Gegenwart zahlreicher Ver⸗ treter der Parteiorganiſationen, der Wehrmacht und der Polizei einen Appell über die ge⸗ ſamte Berliner und ſtarke Abordungen der Brandenburger SA ab. Ueber 36000 Mann waren zum Appell angetreten. In der Ortſchaft Groß⸗Boeſendorf bei Thorn kam es in der Nacht zum Freitag zu deutſch⸗ feindlichen Ausſchreitungen, die Teclinileee und jnucilæer keidè sagen Körting-Radio nach den bisherigen Ermittlungen auf den pol⸗ niſchen Lehrer des Ortes zurückgehen. * Fünf Tote und vier Schwerverletzte for⸗ derte ein Kraftwagenunglück, das ſich am Samstag auf der holländiſchen Reichsſtraße in der Nähe von Vieringen ereignete. In vol⸗ ler Fahrt ſtießen zwei Kraftwagen zuſammen. Der eine Wagen wurde in einen Waſſergraben geſchleudert, wo er ſich überſchlug. Von den ſieben Inſaſſen waren fünf ſofort tot, die beiden anderen wurden ſchwer verletzt. Von den Inſaſſen des zweiten Wagens, der gleichfalls völlig zertrümmert wurde, ringen zwei mit dem Tode. Auf dem Bahnhof Frattamaggiore, 50 Kilo⸗ meter von Neapel entfernt, ſtieß ein aus Nea⸗ pel einfahrender Perſonenzug auf einen dort haltenden Perſonenzug, der längere Zeit Ver⸗ ſpätung gehabt hatte. Durch den heftigen An⸗ prall wurden mehrere Wagen zertrüm⸗ mert. Bis jetzt wurden vier Tote und 50 Verwundete geborgen. ————— de und Witze in Mundart. Tatſächlich waren auch ute dabei. Auf die langbärtige„Schnurre“ bei⸗ pielsweiſe, derzufolge derjenige, der Pfälzer Wein und Bier zu trinken hat, auf den Alkohol verzichten kann, hätten auch wir gern verzichtet, ebenſo wie auf das mehr einfältige als humor⸗ volle Spiel mit dem doppelſinnigen Wort„Ka⸗ pelle“. Im großen und ganzen war die nur halbſtündige Sendung ſehr kurzweilig. Sie ſtellte im Prinzip wohl die Form der Unterhaltungs⸗ ſtunde dar, bei der ſich der abgeſpannte Hörer am beſten erholen kann. Muſikaliſch anſpruchsvoller war ein Abend⸗ programm„Zum Tagesausklang“ aus Ber⸗ lin. Das Funkorcheſter wartete u. a. mit Glaſunows Konzertwalzer, Hofmanns Scherzo„Irrlichter und Kobolde“, das ſehr an Liſzts„Gnomenreigen“ erinnert, und Pon⸗ chielli's Ballettmuſik aus„La Gioconda“ auf. E. Weinkauf ſpielte Liſzts Konzert⸗Etüde Moll und Webers„Perpetuum mobile“ mit beachtlicher Geläufigkeit; doch hätte maßvolleres Pedaliſieren und bisweilen weniger harter An⸗ ſchlag die Wirkung dieſer Virtuoſenſtücke um einige Grade erhöht. Fr. Szpanowſki(Vio⸗ line) brachte die oft gehörten Zigeunerweiſen von Saraſate zu Gehör und gab'Ambro⸗ ſios Romanze mit jenem Anflug von Senti⸗ mentalität wieder, der dieſem Stück eigen iſt. Schließlich bewährte ſich W. Maier in einem Konzertſtück für Oboe von Collin; auf die Ge⸗ eignetheit dieſes Inſtruments für den Rund⸗ funk wurde bereits an anderer Stelle hinge⸗ wieſen. Im zweiten Liedwerk für Violine, Cello, Sopran⸗Solo, gem. Chor und Klavier Werk 89 von Otto Siegl, das„Von der Liebe“ han⸗ delt und im weſentlichen nach ſeiner„Wander⸗ ſchaft“ angelegt iſt, ſtellte uns der Frankfur⸗ ter Sender in einer Nachtmuſik einen Kompo⸗ niſten vor, der nicht ohne Erfolg nach neuen Formen der Chormuſik ſucht. Die Sendung ſelbſt war nicht recht befriedi⸗ gend, trotzdem die Soliſten ihr Beſtes gaben. S. Hoepfel teilte das Schickſal faſt aller Sopraniſtinnen, die ſich im Rundfunk hören laſſen. Ihre Stimme klang im Lautſprecher etwas flach und in der Höhe nicht weich genug; auch der Chor konnte nicht recht gefallen, was wiederum z. T. in Uebertragungsmängeln ſeine Urſache haben mag. Schließlich ſei noch ein Brahms⸗Abend des Reichsſenders Hamburg erwähnt, der mit„Volkskonzert“ bezeichnet wurde. Daß dieſe Bezeichnung etwas gewagt iſt, dürfte nicht zweifelhaft ſein; denn gerade Brahmsſche Muſik erſchließt ſich nicht ohne weiteres jedem, der ſie hört. Wer kann erwarten, daß das Klavierkon⸗ zert-Dur, das neben der„Akademiſchen Feſt⸗ ouvertüre“ unter der hervorragenden Mitwir⸗ kung Elly Neys zu hören war, und die herr⸗ liche Symphonie in-Moll, die den Abſchlu des ausgezeichneten Symphoniekonzertes bil⸗ dete, von den breiten Schichten des Volkes ver⸗ ſtanden wird? Dazu bedarf es einer Muſik⸗ erziehung des Volkes, die ſich nicht von heute auf morgen vollziehen wird, die in volkstüm⸗ licheren Konzerten zu bieten aber gerade der Deutſche Rundfunk berufen iſt. W. L..⸗B. Eliſabeth Brunner ſingt. Eliſabeth Brun⸗ ner hat ſich für ihren einzigen Lieder⸗ und Arienabend in der Harmonie, D 2,6, ein gut ausgewähltes Programm zuſammen⸗ geſtellt. Die Schönheit ihrer fein kultivierten Stimme wird beim Vortrag dieſer Geſänge in allen ihren Schönheiten und Schattierungen zu erkennen ſein. Sie wird u.., begleitet von Karl Rinn am Flügel, Arien und Lieder von Wagner, Brahms, Schumann, Weber, Haas, Götz und Richard Strauß ſingen. Ein Teil des Rein⸗ erlöſes fließt dem WHW zu. Wie der Staat, ſo iſt auch das Heer nicht um ſeiner ſelbſt willen da, ſondern ſie ſind beide Formen, in denen ſich der Wille eines Volkes zum Leben und Ve⸗ ſtehen zeigt. v. Seeckt. K Nussolinĩis Regierungserklärung vor der italienĩschen Kammer/ Eine 50-Flinuten- Sitzung Rom, 8. Dezember. Die Eröffnungsſitzung der italieniſchen Kam⸗ mer begann Samstag nachmittag 15 Uhr. Der Verlauf der Sitzung wurde von beſonderen Sprechern aus dem Sitzungsſaal auf fämtliche Sender des italieniſchen Rundfunks übertra⸗ gen. In den Wandelhallen der Kammer waren Liſten mit den Sanktionsſtaaten und ferner die Botſchaft angeſchlagen, die Muſſolini im Zu⸗ ſammenhang mit dem Wirtſchaftskrieg gegen Italien am 28. Oktober an das italieniſche Volk gerichtet hat. Die feierliche Eröffnungsſitzung der italieni⸗ ſchen Kammer, die im Zeichen der großen außenpolitiſchen Rede Muſſolinis ſtand, be⸗ gann mit der Einſammlung der Gold⸗ medaillen, die die Abgeordneten als Zei⸗ chen ihrer Zugehörigkeit zu den verſchiedenen Tagungsabſchnitten der Kammer in ihrem Be⸗ ſitz hatten und die ſie, einer Anregung des Kammerpräſidenten Graf Ciano folgend, dem Vaterlande geſpendet haben. Nachdem die Medaillen in einem„Helm von beſtem Stahl“, wie der Kammerpräſident erklärte, eingeſammelt worden waren und dieſer im Namen der ganzen Kammer Muſſolini die Verſicherung abgegeben hatte, daß das italie⸗ niſche Volk alle Leiden erdulden und alle Ent⸗ behrungen hinnehmen werde. ergriff der ita⸗ lieniſche Regierungschef ſelbſt das Wort. Der Appell des Duce Muſſolini erklärte eingangs, daß das italie⸗ niſche Volk auch am 365. Tage der wirtſchaf:⸗ lichen Belagerung vom gleichen Widerſtands⸗ willen beſeelt ſein werde wie heute.„Es gibt keine Belagerung, die uns in die Knie zwingen und uns von unſeren Zielen abbringen könnte.“ Zur politiſchen Lage übergehend, zu der er einige knappe Erklärungen machen wolle, führte der italieniſche Regierungschef zunächſt unter Anſpielung auf die Beſprechungen, die er vormittags mit den Botſchaftern Englands und Frankreichs hatte, im weſentlichen aus: In den letzten Stunden ſei vielleicht eine leichte Beſſerung und eine leichte Milderung in bezug auf einige vom Vorurteil beſtimmte Fragen eingetreten. Trotzdem müßte er vor einem ungerechtfertigten Optimismus warnen. „Sachverſtändigenberatungen ſeien noch keine politiſchen Verhandlungen, und ſelbſt wenn ſolche beginnen würden, ſei noch nicht geſagt, daß ſie zu einem glücklichen Erfolge führen. mindeſtforderungen unzeitgemäß Man habe Italien wieder aufgefordert, ſeine Mindeſtforderungen bekanntzugeben. Dieſes Erſuchen ſei unzeitgemäß, denn Italien habe ſeine Mindeſtforderungen bereits im Ok⸗ tober der franzöſiſchen Regierung bekannt⸗ gegeben. Als Antwort hätten dann im November die Sanktionen gegen einen Angreifer begonnen, der in Wirklichkeit von der Bevölkerung des angeblich angegriffenen Landes mit Ungeduld erwartet worden ſei, einer Bevölkerung, der durch dieſen„Angreifer“ erſt grund⸗ legende Errungenſchaften der Zi⸗ viliſation vermittelt wurden. Dann habe man Italien ſeine Abwehrmaß⸗ nahmen gegen den Sanktionskrieg vorgewor⸗ fen, obwohl er bereits in ſeiner Rede vom 2. Oktober nicht nur gegen die militäriſchen, ſondern auch gegen die wirtſchaftlichen Sank⸗ tionen Verwahrung eingelegt habe. In der Uotwehr Der Abwehrkampf Italiens gegen die Sank⸗ tinnen geſchehe in der Notwehr, wie denn auch in der ganzen Welt, ſo auch in weiten Kreiſen des franzöſiſchen Volkes und der belgiſchen Frontkämpfer, Proteſt gegen die Anwendung der Sanktionen erhoben worden ſei. Allen denen, die ſich an dieſen Sanktionen nicht beteilig⸗ ten, werde Italien ſeine dauernde Zunecigung bewahren. Mit leicht ironiſchem Unterton antwortete Muſſolini dann auf die Erklärungen des briti⸗ ſchen Außenminiſters vor dem Unterhaus. Mit Genugtuung nehme man in Rom Kenntnis von dem Wunſch des Foreign Office nach einem ſtarken Italien mit einer ſtarken Regie⸗ rung, was ja für die faſchiſtiſche Regierung zu⸗ treffe. Seit 14 Jahren führe Italien einen hartnäckigen Kampf um ſeinen Platz in Europa und in der Welt. Aber Italien könne nicht ſo, wie es Hoare wünſche und wie er ſelbſt es wünſche, ſtark ſein, wenn nicht die Sicherheits⸗ frage für ſeine Kolonien in Oſtafrika gelöſt ſei, Das italieniſche Volk wiſſe zwar Hoares Worte zu würdigen, urteile aber nach den Taten. Das beleidigte Italien Die Petroleumſperre, die am 12. Dezember. beſchloſſen werden ſoll, ſei ein Ereignis, das die Lage chwer präjudizreren müſſe. Vor allem in moraliſcher Hinſicht fühle ſich Italien durch die Sanktionen ver⸗ letzt und beleidigt. Das Strafrecht des Völkerbundes ſei noch niemals, auch nicht in weſentlich ſchwierigeren und ernſter liegenden Fällen angewandt worden und werde auch keine Zukunft haben. Zum erſten und einzigen Mal werde es gegen Italien angewandt. Eine Löſung dieſes Streites könne nicht ohne Sicherſtellung der Rechte und Intereſſen Ita⸗ liens erfolgen. Der Krieg geht weiter Inzwiſchen werde in Italien und in Oſt⸗ afrika das Vorgehen fortgeſetzt, bis die italie⸗ niſchen Truppen und die Schwarzhemden dem Vaterlande den entſcheidenden Endſieg gebracht hütten. Die Rede Muſſolinis wurde faſt nach jedem Satz von ſtürmiſchem Beifall unterbrochen. Auf Antrag des Präſidenten beſchloß die Kammer, die Rede in ganz Italien ſofort durch Maueranſchläge bekannt zu geben. Die Sitzung, die knapp 50 Minuten dauerte, wurde nach der Rede Muſſolinis auf Dienstag⸗ nachmittag vertagt. Deſſie ſtändig Jiel der Bomber Zweiter und dritter Luftangriſf auf Abessinĩiens Hauptquarier Addis Abeba, 8. Dezember. Die Stadt Deſſie wurde am Samstagmorgen erneut von italieniſchen Bombenflugzeugen heimgeſucht. Gegen.30 Uhr erſchienen vier Caproni⸗Flugzeuge und warfen über 50 Bom⸗ ben ab. Ueber die Höhe der Verluſte iſt bisher noch nichts bekanntgeworden. Dieſem Angriff folgte am Sonntagmorgen ein dritter Angriff der italieniſchen Luftſtreit⸗ kräfte, der von fünf dreimotorigen Breſcia⸗ Flugzeugen durchgeführt wurde. Dieſer Angriff ſoll keinen beſonderen Erfolg gehabt haben.— Bei dem zweiten Luftangriff ſoll es wiederum einige Tote gegeben haben. Nach den letzten im italieniſchen Hauptquar⸗ tier vorliegenden Meldungen ſoll das Haupt⸗ quartier der Abeſſinier in Deſſie durch das Luft⸗ bombardement am Freitag völlig zerſtört worden ſein. Die abgeworfenen Brandbomben erwieſen ihre vernichtende Wirkung bis in einen Umkreis von 50 Metern. Wie von zuverläſſiger Quelle verlautet, reiſt der Kaiſer von Abeſſinien Ende nächſter Woche von ſeinem Hauptquartier nach der Nordfront. Man erwartet, daß dann an drei verſchiedenen fjetzer wurden enttäuſcht Letzte Bemerkungen zum Londoner Länderspiel (Von unſerem nach London entſandten J..⸗Redaktionsmitglied) Trotz des Geſchreis der emigrierten Juden, waren 10 000 Deutſche gekommen. Sie haben alle Teile der größten Stadt der Welt durchfahren und kamen gewollt mit Tauſenden von Engländern in Berührung, man hat ſie in gro⸗ ßen Gruppen zu Hunderten geführt und ver⸗ pflegt und nichts, aber auch nicht das allergeringſte Vorkommnis iſt zu verzeichnen. Was zu bemerken iſt an die⸗ ſer einzigartigen ſportlichen Stippviſite, das iſt ſo hocherfreulich für uns Deutſche, ſo wich⸗ tig, daß man ohne Uebertreibung von einer gewonnenen Schlacht reden darf. Im geſchla⸗ genen Felde bleiben die roten engliſchen Ge⸗ werkſchaften, oder ſagen wir es richtig, Mos⸗ kaus Jünger, die internationalen Drahtzieher der Sowjet⸗Union. Führerverehrung engliſcher Trauen Die Eindrücke aber, die wir von England und den Engländern und umgekehrt die Eng⸗ länder von uns gewonnen haben, ſind nicht nur als Triumph über Rot⸗Front, ſondern als Sieg des Nationalſozialismus im geſamten zu werten. Wer hätte es für möglich gehalten, daß engliſche Frauen in ehr⸗ licher Begeiſterung für den Führer, deſſen Bild in der Handtaſche nachtragen? Und wie dieſe Ladies von Adolf Hitler ſprachen! Ich werde es ewig in Erinnerung behalten, wie ſo mancher Arbeiter im Werkmannsanzug, der Angeſtellte im unvermeidlichen harten Hut am Wegrand ſtanden, den Deutſchen Gruß in einer Haltung ausbringend, die den Neid ſo manchen SA⸗Mannes erregt hätte. Das ſind keine Märchen, das iſt tatſachlich Erleb⸗ tes und gehört zu den erhebendſten Momenten, bie dieſe denkwürdige Reiſe ins Mutterland des Sportes mit ſich gebracht hat. Es ſind auch keine Einzelfälle, die hier aufhebauſcht werden. Die Rückfahrt von der White Hart Lane zur Waterloo⸗Station dauerte über eine Stunde und führte durch die Arbeiterviertel, die unüberſehbaren Geſchäftsſtraßen, Villengegen⸗ den und überall das gleiche Bild. Herzliche Be⸗ grüßung, sood-bye⸗Rufe, Händeſchütteln, es war eine wahre Triumphfahrt der unzähligen Om⸗ nibuſſe der Deutſchen durch Londons Straßen. „Ihr kommt bald wieder!“ „Es geht ſchon los“, ſchreibt der Emigrant Bernhard.„Jou come soon back“—(Ihr kommt bald wieder zu uns) ſagte ein über 60 Jahre alter Engländer neben mir. „Heil Hitler!“ riefen uns Kinder, Männer und Frauen aller Stände zu. Die Herren Diplo⸗ maten hätten bei Beurteilung der Dinge vor dem Spiel auch nicht geglaubt, daß 60 000 Eng⸗ länder dem Geſang des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes mehr Beifall ſpenden würden als hinterher der ſchönſten Leiſtung ihrer Spieler. Ja, es ſcheint wirklich loszugehen, Herr Bernhard. Geben Sie bitte aber gut acht, in welcher Richtung es los geht, denn das erſcheint uns nunmehr als das Wichtigſte an der ganzen Angelegenbeit. Ein ſchwarzer Bolſchewiſt Das Bild wäre unvollſtändig, würden wir nicht auch den Neger erwähnt haben, der da mit erhobener Fauſt an einer Ecke ſtand, aus⸗ wendig gelernte deutſche Schimpfworte üblen Sinnes herunterplappernd. Nur wer genau hin⸗ hörte, konnte die ohne Akzent ineinander fließen⸗ den Worte verſtehen. Wir gaben ihm für ſeine Arbeit Zigaretten— lachend hat er ſie ange⸗ nommen. Wirhabenein Spielverloren und eine Schlacht gewonnen Es geht ſchon los, Herr Bernhard, nicht wahrz Stellen der Nordfront ein großer abeſſi⸗ niſcher Gegenangriff beginnen wird. Die kleinen Gefechte, über die jetzt berichtet wird, ſind, wie von abeſſiniſcher Seite hervorgehoben wird, lediglich Zuſammenſtöße von Erkundungs⸗ ſtreifen. Eine italieniſche Stellungnahme Von zuſtändiger italieniſcher Seite werden die abeſſiniſchen Behauptungen über die Vor⸗ kommniſſe bei dem Fliegerangriff auf Deſſie, vor allem auch ſoweit ſie das amerikaniſche Krankenhaus betreffen, mit Nachdruck zurück⸗ gewieſen. Auf italieniſcher Seite wird fer⸗ ner hervorgehoben, daß Italien von dem Vor⸗ handenſein dieſes Krankenhauſes trotz der An⸗ zeigepflicht bis heute keine Kenntnis habe. Das auch im Heeresbericht vom Samstag erwähnte Luftbombardement habe ausſchließlich dem ſehr ausgedehnten in der Umgebung von Deſſie be⸗ findlichen abeſſiniſchen Zeltlager ge⸗ golten, das aus Hunderten von Zelten beſtehe und dem durch den Bombenangriff ſchwer zu⸗ geſetzt worden ſei. Ebenſo falſch ſeien die Mel⸗ dungen darüber, daß zwei italieniſche Flugzeuge abgeſchoſſen worden ſeien. Trotz der allerdings ſehr lebhaften Tätigkeit der abeſſiniſchen Flug⸗ zeugabwehrgeſchütze ſeien ſämtliche 18 Flug⸗ zeuge, die an der Aktion teilgenommen hatten, wieder zu ihrem Standort zurückgekehrt. Hoare hat paris verlaſſen Paris, 8. Dez.(HB⸗Funk) Sir Samuel Hoare hat am Sonntagabend um 22 Uhr Paris verlaſſen; er fährt nach St. Moritz, wo er ſich einige Tage zur Erho⸗ lung aufhalten wird. Peterſſon, der Leiter der Abeſſinien⸗Abteilung im Foreign Office, iſt um 20.45 Uhr mit dem Schnellzug nach London ab⸗ gereiſt, um dort dem engliſchen Miniſterpräſiden⸗ ten Baldwin die von Laval und Hoare ausge⸗ arbeitete Einigungsformel für den italieniſch⸗ abeſſiniſchen Streitfall vorzulegen. pannung gelockert der ſrieg geht weiter wulhe smnnnge in Rom weilt, erhielten wir den fol ſchaulichen Bericht. Der unbefangene Beſucher, der h Rom kommt, ſieht zunächſt nichts Auffallendes. Das Leben geht ſeinen g ten Gang, reger Verkehr auf den Straß in den Läden, wie eben in jeder anderen ſtadt auch. Keine Spur etwa davon zu daß das Volk panikartig Warenvorräte a oder gar an Lebensmittelläden Schlange muß. Aber die Veränderungen, die vor gehen, lernt man erſt ſehen, wenn man einige Tage in Rom weilt. Dann ſieh plötzlich, daß auffallend viele Plakate m Inſchrift„Eviva il re“ oder„Eviva il Du den Straßenecken und Häuſern angebra Wieder andere zeigen nur den Kopf de mit Stahlhelm— übrigens ein ma außerordentlich gut wirkendes Plakat- einen italieniſchen Kolonialſoldaten mit Kindern auf dem Arm und der Inſchrif unſere Kinder“. Die Zeitungen bringe ihren erſten Seiten nur ſpaltenlange über die ſiegreichen Kämpfe in Oſtafr den Kinos laufen lange Filme über den reichen Vormarſch der Truppen, im K verulkt man den Negus, indem man Strohhut und Nachthemd mit einer Roll ſettpapier auf dem Rücken über die Bühn ſchieren läßt. Kurz und gut, man merk eine außerordentlich geſchickte Propagan begeiſterte Stimmung für die nationale nämlich den Krieg in Oſtafrika, anſchürt un wachhält. In den gewaltigen Aufmärſchen vom vember— Siegesfeier gegen Oeſterreich vom 12. November— Königsgeburtstag— dem Volk eindringlich die Macht und En ſenheit des faſchiſtiſchen Italiens vor Au führt werden. Im allgemeinen— denn Meckerer und macher gibt es überall— kann man wohl f daß dieſe Propaganda erfolgreich arbeite den Kinos wird begeiſtert geklatſcht, Muſſolini, de Bono oder die italie Trikolore auf der Leinwand erſcheint. J Konzertcafes wird mindeſtens jede 8S einmal die Facietta nera, eine eigens für Kolonialkrieg erdachte Hymne, intonie dann von den Anweſenden freudig mitgef gepfiffen oder geſungen wird. Am 18. November, dem offiziellen Beginn Sanktionsmaßnahmen, war ganz Rom fe beflaggt. Dieſer Flaggenſchmuck ſollte die heit der Nation zeigen und die feſte Entſch ſenheit zum gemeinſamen Durchhalten Ausdruck bringen. Sogar die Schaufenſt lagen waren grün⸗weiß⸗rot de Darmträgheit? Ebus⸗Pillen führen mild und ſicher ab. geln die Verdauung u. reinigen das Blut. Pillen,.—./ in Apotheken. Zuverl, Wi Plakate wieſen darauf hin, daß Waren Sanktionsſtaaten nicht mehr verkauft wer Sonſt ging auch an dieſem Tage alles ſeinen gewohnten Gang. Von einer Preisſteigerung 4 mit Ausnahme des enorm hohen Benzinpreiſe für einen Neuangekommenen nichts zu m denn wenn die Preiſe im allgemeinen au etwa 20 Prozent geſtiegen ſind, ſo lebt ma deutſchen Maßſtäben gemeſſen immer no billig. Auch von einem etwaigen Lebensmiitz mangel iſt nichts zu ſpüren. In den Hotel Gaſthäuſern und Penſionen iſt die Koſt i noch außerordentlich reichhaltig und gut all dem iſt natürlich zu berückſichtigen, Sanktionen erſt begonnen haben und noch vorauszuſehen iſt, wie ſich dies weiterent Ueber die Auswirkungen der Sanktione den Erfolg der italieniſchen Abwehrmaßne ſoll zu einem ſpäteren gegebeneren Zei berichtet werden. V Wächtler nachfolger schemms Der neue Gauleiter der hayerischen Ostmarłk Berlin, 8. Dezember Der Stab des Stellvertreters des Führers gibt ſolgende Verfügungen des Führers bekannt: „Ich ernenne hiermit den bisherigen ſtellver⸗ tretenden Gauleiter und Staatsminiſter Fritz Wächtler(Weimar) zum Gauleiter des Gaues Bayeriſche Oſtmark der NSDAP. Berlin, 5. Dezember 1935. gez. Adolf Hitler.“ „Ich ernenne hiermit den Po. Fritz Wächtler (Weimar) zum kommiſſariſchen Leiter des NS⸗ Lehrerbundes und Hauptamtsleiter bei der Reichsleitung der NSDAP. Berlin, 5. Dezember 1935. gez. Adolf Hitler.“ * Der neuernannte Gauleiter des Gaues Bayeri⸗ ſche Oſtmarkt, Pg. Fritz Wächtler, wurde am 7. Januar 1891 in Triebes in Thüringen ge⸗ boren. Nach Abſchluß ſeiner Studien am Wei⸗ marer Lehrerſeminar wurde er 1911 Lehrer in Vippach⸗Edelhauſen im Kreiſe Weimar, von wo aus er 1913 als Einjährig⸗Freiwilliger zur MG⸗Kompanie des 5. Thüringiſchen Infan⸗ terieregiments Nr. 94 einrückte. Mehre wurde er verwundet, an Auszeichnunge er das Eiſerne Kreuz 2. Klaſſe, den Orde Weißen Falken und das Silberne Verwun abzeichen. Nach dem Kriege nahm er ſeine rertätigkeit in Vippach wieder auf, wo er im Jahre 1926 die Ortsgruppe der NSDA gründete; auch als erſter SA⸗Führer dieſe Ortes war er erfolgreich für die Bewegung 1919 wurde er mit fünf anderen Parteigen in den Thüringiſchen Landtag gewählt. mehreren Seiten war er nun für die Bewe tätig: Der damalige thüringiſche Innen⸗ Volksbildungsminiſter beſtellte ihn zu ſe Fachberater, und in der Partei wurde e Gauſchulungsleiter und ſtellvertretender Ga lei ter mit wichtigen Aufgaben betraut. zeitig war er für den Gau Thüringen amtsleiter des NS-Lehrerbundes, an Gründung in Hof im Jahre 1927 er teilge men hatte und zu deſſen kommiſſariſchem er jetzt vom Führer ernannt worden iſt. trat Pg. Fritz Wächtler zunächſt als Vo dungsminiſter in die thüringiſche Re ein, in der er dann im Jahre 1933 auch noch Innenminiſterium übernahm. 0 lge des Sch dann geſehe kurzer Zeit! e es viel M. eder aufzuric ilen gelang it. Das Un ittert und d folge dieſes! des Kaiſerringe⸗ * S untagmorgen hr zu alarmi ennendes kübelſpritze ko ſſeitigt werder Der betrunken betrunkene ſen Radler, rlehr gefährd m ihn in ge eſt. lier sammelte der Siraßenwesen. Im : Reimann TEFITEFUN Der proltis 7512v/l förv 15¹2 GV/l „Holenkreuzbanner⸗— Seite 5 gsberic fjauptſtadt mannheim A Nr. 566/ B Nr. 340— 9. Dezember 1935 eitung, der zur den folgenden au⸗ Jetzt wird es Ernſt Wer bisher glaubte, der Winter würde mit ſich ſpaßen laſſen, der wurde am Sonntagabend eines anderen belehrt. Während am Samstag noch die Sonne lachte, war der Himmel am Eonntag trübe und verhangen und in den eiſten Abendſtunden fing es auch wirklich rich⸗ an zu ſchneien. Zur großen Freude unſerer Zugend, die nun große Hoffnungen hegt. Am Nikolaustag hatten ſich zwar bereits die erſten Boten des Winters eingeſtellt, ober das war noch kein richtiger Schnee, wie ihn unſere Jugend ſich wünſcht. Der Sonntag⸗ obend hat nun reichlich entſchädigt. Wenn auch der Schnee in der Innenſtadt bald wieder weggeſchmolzen war, draußen vor der Stadt und in den Parks blieb er liegen zur Freude von jung und alt, die nun alle wiſſen, daß wir mit beiden Füßen im Winter ftehen. der heute nach nichts beſo t ſeinen gew den Straßen er anderen 6 davon zu ſe nvorräte au 1 Schlange ſtehen zen, die vor ich wenn man ſelbſt Dann ſieht man Plakate mit Zviva il Duce“ an angebracht ſind, 1 Kopf des ein markantez, Plakat— oder daten mit ſeinen r Inſchrift„Für zen bringen auf ltenlange Artilel in Oſtafrika, in über den erſolg⸗ en, im Kabarett em man ihn im einer Rolle Klo⸗ die Bühne mar⸗ man merkt, daß Propaganda eine nationale Sache, ka, anſchürt Ein Straßenbahnwagen umgefallen Ein Unfall, der leicht ſchlimm hätte ausgehen können, ereignete ſich am Sonntagabend kurz nach 8 Uhr auf dem Kaiſerring, unmittelbar an der Ecke vor I. 14. Ein Straßenbahnwagen der Linie 16 fuhr einem vom Paradeplatz kommen⸗ den Wagen der Linie 1 mit ſolcher Wucht in die linke Flanke, daß beide Wagen entgleiſten und der Wagen der Linie 1 glatt umfiel. Der ührer der Sechzehner, ein Aushilfsſchaffner, der nur Sonntags Dienſt macht, gab an, daß er infolge des Schneetreibens den anderen Wagen 4 5 dann geſehen habe, als das Unglück bereits geſchehen war. In dem umgefallenen Wagen en drei Frauen. Dieſe, ſowie der Straßen⸗ ahnführer und der Schaffner, haben außer ein gaar leichten, durch Glasſplitter verurſachten chnittwunden, keine weiteren Verletzungen apongetragen. Ein Sä⸗Mann aus Ludwigs⸗ afen ſtieg mit anderen Paſſanten in den Wa⸗ gen ein und holte die darin eingeſchloſſenen Frauen heraus. Während der entgleiſte Wagen der Linie 16 in kurzer Zeit wieder flott gemacht war, berei⸗ lete es viel Mühe, den umgefallenen Wagen wieder aufzurichten. Mit Hilfe von Winden und Geilen gelang dies nach nahezu zweiſtündiger beit. Das Untergeſtell dieſes Wagens iſt zer⸗ plüttert und die meiſten Scheiben zerbrochen. nfolge dieſes Unfalls war die rechte Fahrbahn des Kaiſerringes vom Tatterſall bis zum Bahn⸗ of mehrere Stunden für jeden Verkehr ge⸗ perrt. chen vom 4. No⸗ deſterreich— und burtstag— ſollte ht und Entſchlof⸗ is vor Augen ge⸗ ckerer und Miez⸗ man wohl ſagen. iich arbeitet, A gellatſcht, wenn r die italieni rſcheint. In den s jede Stunde eigens für den „ intoniert, die dig mitgeſummt, iellen Beginn der inz Rom feſtlich ck ſollte die e feſte Entſchlof ſurchhalten z Schaufenſterg ⸗rot dekori eit? icher ab. Sie das Blut. E uverl. Wirkungl Ein Bett brennt. Ein aus einem Dachſtock⸗ —45 des Hauſes R 4, 19/20 herausdringender üchter Rauch ließ es ratſam erſcheinen, am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr die Berufsfeuer⸗ zu alarmieren, die in einer Dachſtube ein Ubrennendes Bett vorfand. Hauptſächlich war es die Matratze, die brannte und dann 35 auch die glimmenden Federn des Deck⸗ ettes mit, den Qualm zu erhöhen. Mit der Kübelſpritze konnte in kürzeſter Zeit die Gefahr keſeitigt werden. Die Entſtehungsurſache iſt unbekannt, da die Bewohnerin des Zimmers dieſes um 8 Uhr verlaſſen hatten, ohne etwas Verdächtiges wahrzunehmen. Der betrunkene Radfahrer. Er iſt wieder da: der betrunkene Radfahrer. Die Polizei gabelte dieſen Radler, der durch ſeine Trunkenheit den Verkehr gefährdete, in der Hafenſtraße auf und ihn in gewohnter Weiſe mit in den Not⸗ arreſt. daß Waren der perkauft werden. age alles ſeinen reisſteigerung iſt n Benzinpreiſes ichts zu merkenz meinen auch um ſo lebt man nach immer noch ſehr n Lebensmittel/ In den Hote die Koſt immer und gut. Bei ichtigen, daß die nund noch weiterentwickelt Sanktionen und vehrmaßnahm neren Zeitpunkt W. R. ner sammelte der Generalinspekteur für das Deutsche 4 Sirahenwesen. Im Hintergrund die Rhein-Neckar-Halle. Bewegung tätig, Auln.: Reimann HB-Bildstock Parteigenoſſen Das Geſicht des„Kupfernen Sonntags“ Großkampftag gegen hunger und Kälte/ Stelldichein an den Feldküchen/ Der erſte Sturm auf die Geſchäfte Wenn der„Kupferne“ in Sicht iſt, ſteht der Mannheimer ſchon ganz dick im winterlichen Leben drin. Das ſoll nicht heißen, daß er vom häuslichen Treiben völlig eingeſponnen iſt. Das Gegenteil iſt der Fall. Gerade zur Advents⸗ zeit wird der Städter mehr denn ſonſt aus ſci⸗ ner„Pantoffelruhe“ aufgeſchreckt. Es bedarf hierzu nicht einmal der idealen Beſonntheit und wettermäßigen Aufgeräumtheit, die dem letzten Tag der Woche diesmal wieder nachge⸗ rühmt werden konnte. Der Straßenbummel ſtand hoch in Kurs. Er war in zweifacher Hinſicht von Nutzen. Einmal Was wir bei dieſer Gelegenheit beobachten konnten, verdient lobend hervorgehoben zu werden. Bereits der Start der Sammler war ein Ereignis. Es bedurfte nicht einmal beſon⸗ derer Ankurbelung wie im Vorjahre, um die Mannheimer zu freudigen Spendern zu machen. „Hallo!“— ließ ſich ein führender Parieigenoſſe vernehmen—„Mir fehlt noch etwas Füllung!“ „Daran ſoll's nicht fehlen!“— wandte ſich ihm lachend ein Vorübergehender zu und ließ einige Geldſtücke in die klappernde Büchſe fal⸗ len. An dem Mutterwitz konnte man ſeinen Spaß haben. Wo eine angeregte Gruppe ſtand, Der Generalinspekteur für das Deutsche Straßenwesen, Pg. Dr. Todt, sammelte am„Tag der nationalen Solidarität“ an der Einmündung der Keichsautobahn in die Augusta-Anlage. Ein Benutzer der Reichsautobahn zreift gerade in seinen Geldbeutel, um dem Generalinspekteur eine Spende für das Winterhilfswerk zu überreichen. Auin.: Reimann half er die große Sammelaktion, die den„Tag der nationalen Solidarität“ kenn⸗ zeichnete, zu einem erfreulichen Erfolg zu führen, und dann war er vorzüglich geeig⸗ net, die Ausbildung der Mannheimer zu aus⸗ gewachſenen„Chriſtkindeln“ zu fördern. Die dotwendigkeit der vielſeitigen Schulung iſt ſchon angeſichts der Tatſache, daß uns nur noch knapp ſechzehn Tage bis zum Heiligen Abend verbleiben, nicht von der Hand zu weiſen. Der frohe Samstagnachmittag Es bedurfte am Wochenende nicht einmal der Sendung„Schaltet Stuttgarts Welle ein, heute wollen wir luſtig ſein“, um in Feierabend⸗ Stimmung zu kommen. Zum„Schwäbeln“— ſo ſagten ſich die meiſten wohl mit vollem Recht — werden wir Kurpfälzer ohnehin bis zum Ueberdruß erzogen. Dazu iſt es keineswegs nötig, zwei wertvolle Freiſtunden zu opfern, Alſo machte man ſich frühzeitig auf den Weg, um die führenden Männer, die allenthalben die Geberlaune anregten, aufzuſuchen und ſie bei ihrer erfolgreichen Sammeltätigkeit zu bewun⸗ dern. HB-Bildstock ſtellte man ſich dazu. Auf die Gefahr hin, in Ermangelung von Zehnerſtücken einen Silber⸗ fuchs loszuwerden.„Ich bin der kleine Mann. An der Reichsautobahn erwartet Sie der „Todt“. Ach bitte, liebe Frau! Gehen Sie doch nicht um mich herum!“ Nein, das wollte die Frau nicht. Sie mochte keine Ausreißerin ſein und nahm ſogar den kleinen Umweg in Kauf, der erforderlich war, um zu dem einfallsreichen Sammler zu gelangen, der ſich hinter einem auf dem Gehweg aufgeſtellten Plakat poſtiert hatte. „Das iſt aber recht! So großzügig ſollte jeder ſeinen Geldbeutel ſchon einige Schritte vorher zücken!“ Der junge Herr, dem dieſe Worte gal⸗ ten, hatte aber in dieſem Augenblicke nur nach dem Schnupftuch greifen wollen. Die über⸗ raſchende Anrede machte ihm ſicherlich Vergnü⸗ gen. Ohne Zögern griff er in die Taſche und ließ ein ſchweres Ungewechſeltes durch den Schlitz fallen. Die Sammler verſtanden ſich trefflich darauf, die Herzen und Geldbeutel zu öffnen.„Schon gegeben? Immerzu! Nur keine Müdigkeit vor⸗ ſchützen!“ Wo ſo viel gute Laune und Witz Bunter Abend der ſtädtiſchen Beamten Stunden der Kameradſchaft und der Zuſammengehörigkeit im Nibelungenſaal Nach des Dienſtes Mühen hatten ſich die Be⸗ amten und Beamtinnen der Stadt Mannheim am Samstagabend im Nibelungenſaal zum erſten bunten Abend eingefunden. In großer Zahl waren die Beamten, Angeſtellten und ſtädtiſchen Arbeiter dem Rufe gefolgt, und das weite Rund des Saales war angefüllt mit er⸗ wartungsfrohen Menſchen. Märſche des DAF⸗Muſikzuges unter Oskar Herrmanns Leitung klangen auf und be⸗ reiteten die Stimmung vor, die zum großen Teil ſchon vorhanden war und im Laufe des Abends an Fröhlichkeit nur noch zunahm. Pg. Hölz hieß die Erſchienenen herzlich will⸗ kommen. Als witzige und launiſche Anſager traten im Laufe des Abends mit Erfolg Joſeph Offenbach und Claus W. Krauſe auf, die ſchnell die Lacher auf ihrer Seite hatten. Mit großem Beifall wurde die Phantaſie über Mo⸗ tive der Wagnerſchen Oper„Die Walküre“, die Stadtamtmann Karl Kellermann mit gro⸗ ßem Können am Flügel vortrug, bedacht. Opernſänger Wilhelm Trieloff ſang den Prolog aus„Bajazzo“ und das Torero⸗Lied, ſpäter noch„Am Rhein, beim Wein“ und „Deutſchland erwache,'iſt Frühling am Rhein“ und erntete mit ſeinem ſympathiſchen und an⸗ ſprechenden Vortrag lauten Beifall. Das Dop⸗ pelquartett der„Liederhalle“ ver⸗ ſchönte durch gut vorgetragene Chöre den Abend, die Ballettgruppe der DAß trug auch ihr Teil zur Hebung der Stimmung bei und fand rauſchenden Beifall. Stürmiſchen Beiſall aber riefen die Tuxnvorführungen am Reck durch die erſte Riege des TV1846 vor, die in der Tat mit ganz prächtigen Leiſtungen aufwartete. Heini Handſchuhmacher glänzte wiederum mit ſeinem unverwüſtlichen Humor und ſeiner hinreißenden Mimik, die ihm Lachſalven und laute Anerkennung ein⸗ trugen. Auch die National⸗Harmoniſts wurden für ihre beiden Lieder mit herzlicher Anerkennung bedacht. So war der Abend zu dem geworden, was mit ihm beabſichtigt war, nämlich ein Abend der Kameradſchaft und der Zuſammengehörigkeii. ſprudelten, ſollte man ſich nicht gut unterhalten fühlen? Erlebnisreicher Abend Der Ausklang der Woche war ganz nach un⸗ ſerem Geſchmack. Wir begeiſtern uns gerne für Aufgewecktheit, tauchen mit Vorliebe in der Woge bunter Geſelligkeit unter. Nach Laden⸗ ſchluß ſpürten die Kauf⸗ und Schauluſtigen die Müdigkeit in den Beinen doppelt und waren mehr als ſonſt geneigt, vor dem langen Heim⸗ weg eine Zwiſchenſtation einzulegen. In froher Runde ließ ſich Geſchehenes und Erlebtes ent⸗ ſchieden leichter klären. Die bewegten Ausſpra⸗ chen waren einer endgültigen Wahl der paſſen⸗ den Geſchenke für groß und klein zuträglich. Er⸗ leichtert konnte man aufatmen und ſich den Ge⸗ nüſſen zuwenden, mit denen Küche und Keller unſerer Gaſtſtätten aufzuwarten vermögen. In dieſer Verfaſſung war niemand geneigt, zu knei⸗ fen und den Sammlern, die mit Eifer und Be⸗ dacht die Lokale durchackerten, die Ernte zu er⸗ ſchweren. Jeder bedient ſich ſelbſt An den Feldküchen nämlich, die an einem vollen Dutzend Stellen Aufſtellung genommen hatten. Die Gelegenheit wurde ſichtlich gere wahrgenommen, zu denerſtenöffent⸗ lichen Eintopfeſſern zu zählen. Leider war dies nicht allen möglich. Wer hätte ſchon erwartet, daß er eine halbe Stunde vor Torſchluß mit dem Beſcheid entlaſſen wird, daß der Keſſel keine einzige gekochte Linſe mehr auf⸗ weiſt? Das war im Roſengarten und im Ball⸗ haus ſchon frühzeitig der Fall. Mit acht bis zehn Feldküchen mehr hätte ſich zweifellos das erſte öffentliche Eintopfeſſen in Mannheim reibungslos abwickeln laſſen. So mußten Tauſende unverrichteter Dinge wieder vor den leeren Feldküchen umkehren. Dieſer Um⸗ ſtand iſt bedauerlich. Hoffentlich wird das nächſte Mal auf die Eintopfbegeiſterung der Mannheimer durch Zuweiſung einer größeren Anzahl der begehrten Feldküchen Rechnung ge⸗ tragen. Jedenfalls freuen wir uns von Herzen darü⸗ ber, daß der Gedanke des öffentlichen Eintopf⸗ eſſens ſo trefflich eingeſchlagen hat. Steht nur noch zu hoffen, daß auch den notleidenden Volks⸗ genoſſen ein gut Teil der ſchmackhaften Speiſe am Sonntag zugute kam. Wer ſich rechtzeitig einfand, hatte das Vergnügen, mit den Volks⸗ genoſſen ſeines Stadtteils zuſammenſitzen und bei flotter Unterhaltungsmuſik dem Eintopf die Würdigung angedeihen zu laſſen, die er mit Fug und Recht verdiente. Ausklang Im übrigen gab es wieder die übliche Run d⸗ fahrt zu den Stadtrandſiedlungen, wurde die Taufe des„Rhönſperbers“ auf dem Flugplatz draußen vollzogen, gingen die erſten Winterſonderzüge vom Mannheimer Hauptbahnhof ab. Los war genug. Der Wochen⸗ endler brauchte über Mangel an Unterhaltung und Ablenkung keine Klage zu führen. Die alzen Soldaten hatten derweil nachgeholt, was ſie dem Namenstag ihrer Schutzpatronin Barbara ſchuldig geblieben waren. Wäre es nicht ſo kühl in freier Luft geweſen, man hätte den„Kupfernen“ über den Schellen⸗ könig loben können. So aber pfuſchte der Froſt etwas drein. Aber gegen Gänſehaut und Schüt⸗ telfroſt iſt ja in allernächſter Nähe ein außer⸗ ordentlich bekömmlicher Tropfen gewachſen. Es war daher keine große Ueberwindung, ſich trotz geringer Wärmegrade auf den Weg zu machen. Wer an den weihnachtlichen Marktſtänden vor⸗ beikam, verweilte dort gerne und ſpann liebge⸗ wordene Erinnerungen weiter. Und beim Heim⸗ gehen konnte man den vom Runogang durch die Geſchäfte begeiſterten Kindern die Geichichte der Mannheimer Eiſenbahn erzählen. Um die⸗ ſes Thema kam niemand herum, der zufällig mit ſeiner Familie den Bahnhofsplatz queren mußte. Grünſchmuck und Fahnen wieſen darauf hin, daß ein hundertjähriges Jubiläum gefe ert wurde. Gemeſſen ſchon an dem hier Erwähnten muß zugeſtanden werden, daß der„Kupferne Sonn⸗ tag“, der Tag des erſten Sturmes auf die Ge⸗ ſchäfte, der Vorbereitungen für das kommende Feſt, zweifellos Geſicht hatte. Er war ein hoff⸗ nungsvoller Auftakt für den kommenden„Sil⸗ bernen“, der in geſchäftlicher Hinſicht aller Vor⸗ ausſicht nach eine erhebliche Steigerung bringen dürfte. hk. gewählt. Nach rdie Bewegung he Innen⸗ und ihn zu ſeinem i wurde er als etender Gaulei⸗ T512.I för Allstrom RMI183,- etraut. hüringen Gau⸗ rerefuNkENr523. des, an deſſen Der Klongvollkommene T523wò förWechselstr. RM225,- ) 11 7 er teilgenom⸗ 17523 GvI för Allstrom RM264, ſariſchem Leiter orden iſt. 1932 t als Volksbil⸗ ſche Regierung 3 auch noch de 1 7 — TEITEFUNKEN» 5120 Der proktische 7512r¹lʃ förwechselstr. RMI63, TEIEFUNKENSUPER„T543.4 Der schwundfreĩe Kleinsupet 1543v)/ förWechselstr. RM267,. 93323—322 9 retEFfUNKENSUPERET564. Der Allwellen-Groſzsuper 1564 ιᷓ förWechselsn. RM342,.—————3 eGNM forAnstrom RM38 4,. I— * 2— k LEFUNKE I TELIEFUNKENSUFER T 586. Der Ries e mit oſlen feĩinheĩten 1586WIXf. Wechselstr. RM459, ν, ι⏑⏑⏑½e⁊=. ·. DOlE OEUTSCHE WWELTMARKE Mannheim opferte freudig und gern Reichsſtalthalter Robert Wagner und General⸗Inſpekleur Dr. Todt in der vorderſten Front der Sammler Das wußten wir allc, die wir im Kampfe ſtehen um unſeres Volkes Aufſtieg und Glück, daß der Ruf zur naticnalen Solidari⸗ tät auch in dieſem Jahre wieder in der Rhein⸗ Neckar⸗Stadt ſtärkſten Widerhall finden werde. Und damit konnte man rechnen, daß das öffent⸗ liche Eintopfeſſen, das am Sonntag erſtmals in den Großſtädten des ganzen Reiches, und da⸗ mit auch in Mannheim, durchgeführt wurde. freudig und dankbar aufgenommen werde. Daß aber die beiden Tage einen ſo erhebenden Verlauf nehmen würden, hatten wohl nur die wenigſten erwartet. Der Auftakt Der äußere Rahwen des„Tages der na⸗ tionalen Solidarität“ war der denkbar gün⸗ ſtigſte. Während der Himmel ſeit Wochen ſein immer gleichbleibendes trübes Geſicht zeigte, lachte bereits in den Morgenſtunden des Sams⸗ tags die Sonne vom wolkenloſen Himmel und ſtimmte die Menſchen freudiger denn je. Wenn auch der Wind etwas friſch durch die Straßen pfiff und die Menſchen zu raſcherem Gehen ver⸗ anlaßte, ſo war dieſer Samstag doch ein Wintertag, wie man ihn ſich in der erſten Woche des Dezember nicht ſchöner denken kann. Bei Dr. Todt auf der Reichsautobahn Gegen 3 Uhr nachmittags fahren wir zur Ein⸗ mündung der Reichsautobahn in der Auguſta⸗ Anlage, wo der Generalinſpekteur für das deut⸗ ſche Straßenweſen, Pg. Dr. Todt, bereits ſeit einer Stunde ſeine Sammeltätigkeit aufgenom⸗ men hatte. Eine große Tafel mit der Aufſchrift: „Hier ſammelt der General⸗Inſpek⸗ teur für das deutſche Straßenwe⸗ ſen“ machte jeden Auto⸗ und Motorradfahrer ſchon von weitem auf ſeine ſelbſtwerſtändliche Pflicht als Volksgenoſſe aufmerkſam. Und Dr. Todt verſtand es vortrefflich, allen Benutzern der Reichsautobahn, die am Samstagnachmit⸗ tag beſonders zahlreich die Einfahrt⸗ ſtelle paſſierten, das Geben zu erleichtern und zu einer wahren Freude zu machen. Kaum hatte er auf der einen Seite des„brei⸗ ten Bandes“ die Fahrer„betreut“, da warteten auf der anderen Seite bereits wieder zahlreiche Kraftwagen, deren Beſitzer den lebhaften und begreiflichen Wunſch hatten, ihre Spende dem General⸗Inſpekteur perſönlich zu überrei⸗ chen. Zwiſchendurch begrüßte Dr. Todt einige alte Bekannte und Kriegskameraden. Beſonders freute ſich der ſchlicht und einfach gekleidete Volksgenoſſe, der nach langen Jahren der Tren⸗ nung ſeinen ehemaligen Leutnant Todt wieder⸗ ſah und von ihm— ſofort erkannt— auf das herzlichſte begrüßt wurde. Warum Dr. Todt in Mannheim ſammelte Während einer kurzen Pauſe unterhalten wir uns mit Dr. Todt. Freundlich lächelnd erklärt er uns auf unſere Frage, warum er ausgerech⸗ net Mannheim als Ort ſeiner Sammeltätigkeit auserſehen habe, daß der Grund darin zu ſuchen ſei, daß Mannheim zum einen am Ende der längſten bis jetzt fertiggeſtellten Strecke der Reichsautobahn liege und zum anderen die weitaus ſchönſte Einfahrt ſein eigen nennen könne. Auf eine weitere Frage, welche Kraftwagen er heute am liebſten ſehe, erklärt uns Dr. Todt mit beſonderem Nachdruck, daß die Fenſter der kleinſten und einfachſten Kraft⸗ wagen ſich heute am ſchnellſten öffnen würden, während die Beſitzer großer Luxusautos oft recht ärgerlich die Unterbrechung ihrer Fahrt empfinden würden. Wenige Augenblicke ſpäter können wir ſelbſt dieſe Beobachtung machen. Der Reichsſtatthalter vor der Hauptpoſt Wenig ſpäter befinden wir uns wieder mit⸗ ten im Gewühle des Verkehrs, eben dort, wo an einem Samstagnachmittag die meiſten Men⸗ ſchen vorbeizukommen pflegen. Gegen 4 Uhr nachmittags war unſer Gauleiter und Reichs⸗ ſtatthalter Robert Wagner in Mannheim eingetroffen und hatte nach einer kurzen Unter⸗ haltung mit dem General⸗Inſpekteur vor dem 2 General-Inspekteur Dr. T Gebäude der Hauptpoſt Aufſtellung genommen. Dieſe Tatſache wurde von den Mannheimern mit beſonderer Freude zur Kenntnis genom⸗ men. Von der vierten Nachmittagsſtunde an ſetzte eine wahre Völkerwanderung zur Haupt⸗ poſt ein, die erſt dann abebbte, als der Reichs⸗ ſtatthalter nach äußerſt erfolgreicher Sammlung ſeinen Platz verlaſſen hatte. Wenige Schritte von der Hauptpoſt entfernt ſpielte eine kleine Kapelle des Arbeits⸗ dienſtes Soldaten⸗ und Volkslieder und zog dadurch ebenfalls eine große Menſchenmenge an. Bei einem Gang durch die Hauptwerkehrs⸗ ſtraße unſerer Stadt konnte man faſt ſämtliche führenden Männer von Partei und Staat im Dienſte des Winterhilfswertes bei ihrer Sam⸗ meltätigkeit beobachten. In den früheren Engen Planken ſammelte der Führer der SA⸗Gruppe Kurpfalz, Gruppenſührer Luyken, mit einigen Angehörigen ſeines Stabes, am Paradeplatz hatte SS⸗Abſchnittsführer Weiß Auſſtllung genommen, während Kreisleiter Dr. Roth und weitere führende Parteigenoſſen Mannheims in der Heidelberger Straße mit großem Eifer ihre Pflicht erfüllten. Das Ergebnisdes Tages, das noch am Samstag abend in der Kreisamtsleitung der NS⸗Volkswohlfahrt feſtgeſtellt und der Gau⸗ amtsleitung weitergemeldet wurde, kann uns alle mit Stolz und Freude erfüllen. Oeffentliches Eintopfeſſen Kalt und unfreundlich war dieſer 8. Dezem⸗ ber. So richtig das Wetter, um möglichſt Auin.: Fritz Stricker HB-Bildstock Die neue Segelflugmaschine, die am Sonntas auf den Namen„Ernst Udet“ getauft wurde Taufe des Rhönſperbers„Ernſt Adet“ Neues Hochleiſtungsflugzeug der Mannheimer Fliegerortsgruppe Nun hat auch die Ortsgruppe Maanheim⸗ Ludwigshafen des Deutſchen Luftſportverbandes ein modernes Hochleiſtungsſegelflugzeug, das es den jungen Segelfliegern ermöglicht, auch in unſerer Gegend hoch wertige Kunſtflüge auszuführen und neue Rekorde aufzuſtel⸗ len. Für die Flieger war die Uebergabe und die Taufe dieſes jüngſten Flugzeuges ein beſon⸗ deres Ereignis, das nach altem Flieger⸗ brauch in gebührender Weiſe gefeiert wurde. Der Taufakt Trotz der nicht gerade günſtigen Witterung waren neben den geſchloſſen aufmarſchierten Formationen der Fliegerortsgruppe und den Luftſportſcharen der Hitler⸗Jugend noch zahl⸗ reiche Schauluſtige auf dem Flugplatz erſchienen, die ſich das ſeltene Schauſpiel einer Flugzeug⸗ taufe nicht entgehen laſſen wollten. Leider war es Oberſt Udet nicht möglich, die Namens⸗ gebung perſönlich vorzunehmen, da er ſich zur Zeit auf einer wichtigen Inſpektionsreiſe be⸗ findet. Stellvertretender Ortsgruppenführer Pflaumer konnte jedoch allen Anweſenden ſeine beſten Grüße übermitteln. Er be⸗ dauere es ſehr, nicht ſelbſt erſcheinen zu können, hoffe aber, daß er bald einmal Gelegenheit fin⸗ den werde, nach Mannheim zu kommen und mit ſeinem Patentind über die Dächer unſerer Stadt fliegen zu können. Zugleich betonte der Redner, daß das neue Hochleiſtungsſegelflugzeug, das man mit den modernſten Errungenſchaften der Segelflugtech⸗ nit ausgeſtattet habe, nur mit Hilfe von Spenden, die in der Luftfahrtwerbewoche eingingen, erbaut worden ſei. Man ſtehe zur e u, flme. ocht gab dem„Hakenkreuzbanner“ diese Zeilen. die ein Beweis für die Gebefreudigkeit der Mannheimer Kraftfahrer Sind. Zeit mit der Stadt Heidelberg in Ver⸗ handlung, um am Weſthang des Königsſtuhls, wo eine ausgezeichnete Gelegenheit zum Segel⸗ fliegen ſei, ein neues Gelände zu erhalten. Mit Hilfe des neuen Segelflugzeuges köngten hier an der Bergſtraße, wo letzthin einer einen Fünf⸗ Stunden⸗Flug ausführte, ganz bedeutende Lei⸗ ſtungen ausgeführt werden. Beſonders erfreu⸗ lich ſei es, daß Oberbürgermeiſter Rennin⸗ ger der Sache der Flieger tatkräftige Un⸗ terſtütz ung zuteil werden laſſe, und daß man in dem großen Intereſſe der Mannheimer Volksgenoſſen an flugſportlichen Dingen einen ſtarken Rückhalt habe. Anſchließend nahm Fliegerkomman⸗ dant Schlerf die Taufe des Flugzeuges vor. Er würdigte die Verdienſte Ernſt Udets, der die Verkörperung des Fliegers ſei, wie man ihn im Dritten Reich brauche. Er ſei nicht nur der erfolgreichſte der heute noch lebenden Kampf⸗ flieger aus dem Weltkrieg, ſondern habe ſich in der Zeit nach dem Kriege immer mit ganzer Kraft für die Fliegerei eingeſetzt, und ſich auch als Konſtrukteur große Verdienſte erworben. Er taufte darauf das Flugzeug mit flüſſiger Luft auf den Namen„Ernſt Udet“ und ſprach dazu die Worte:„Mögeſt du für die deutſche Fliegergeltung immer deine Aufgabe erfüllen! Mit den bei⸗ den Nationalhymnen und einem dreifachen „Sieg Heil!“, in das alle Beteiligten mit Be⸗ geiſterung einſtimmten, wurde der Taufakt be⸗ endet. Der erſte Start Der Rhönſperber iſt der Typ, mit dem der Mannheimer Hoffmann auf der Waſ⸗ ſerkuppe ſeinen 474 Kilometer langen Flug aus⸗ führte und Heinemann ſeinen Weltrekord auf⸗ ſtellte. Er ſtammt aus der Flugzeugbauwerk⸗ ſtatt Schweyer, Ludwigshafen, und iſt mit allen modernen Hilfsmitteln wie zum Beiſpiel den neuen Landebremsklappen ausgerüſtet. Seine Spannweite beträgt 15,30 Meter und ſein Rüſt⸗ gewicht 162 Kilogramm. Nach einem Segelflugmodellſtart, bei dem die Luftſporiſcharen der Hitler⸗Jugend über hun⸗ dert der ſelbſterbauten Einheitsmodelle ſteigen ließen, führte Heinz Schweyer mit dem neuen Rhönſperber„Ernſt Udet“ im Flugzeug⸗ ſchlepp einige Kunſtflüge aus, die die Hochwer⸗ tigkeit und die Leiſtungsfähigkeit dieſes Mo⸗ dells in allen Lagen deutlich werden ließ. Einige weitere Starts mit verſchiedenen Se⸗ gelflugzeug⸗Modellen, teils im Autoſchlepp, teils im Flugzeugſchlepp ausgeführt, beendeten dieſe flugſportliche Veranſtaltung, die die Mann⸗ heimer Fliegerei wiedereinengro⸗ ßen Schritt weiterführte. lange zu Hauſe zu bleiben. Das Gegenſell von dem war aber geſtern der Fall. Wer um die elfte Morgenſtunde durch die Straßen der Stadt bummelte, konnte eine ungewöhn⸗ lich ſtarke Belebung des Verkehrz feſtſtellen. Ueberall wo dampfende Feldküchen zum öffentlichen Eintopfeſſen en⸗ luden, herrſchte um die Mittagſtunde ein kaum zu bewältigender Andrang »Beſonders der Roſengarten war das Ziel Tauſender und wer gegen 1 Uhr in der Ab⸗ ſicht dorthin kam, ſein Eintopfeſſen einzuneh⸗ men, mußte ſich tummeln, um noch etwas zu! bekommen. U. a. ſah man unter den Tauſen⸗ den auch den ſtellvertretenden Gauleiter Pg. Röhn. Hunderte und aber Hunderte Volksgenoſſen 3 mußten wieder umkehren, da ſchon wenige Minuten ſpäter im Roſengarten und in vielen anderen Lokalen, in den das öffentliche Ein⸗ topfeſſen ſtattfand, nichts mehr zu bekommen war. Eine beſondere Anziehungskraft übten auchh die Feldküchen der Landespolizei am Waſſer⸗ turm aus, in denen trotz Kälte und Wind ein ſchmackhaftes Eintopfeſſen hergeſtellt wurde. Der„Tag der nationalen Solidarität“ und das erſte öffentliche Eintopfeſſen waren alſo auch in Mannheim äußerſt erfolgreich. Eine große Schlacht unſeres Winterkampfes liegt nun hinter uns und wir dürfen ſagen, daß die Bevölkerung Mannheims auf ihrem Poſten ſtand, als der Führer rief.—.— In der Kreisamtsleitung der Ne Am Samstagabend waren in der Kreisamts⸗ leitung der NS⸗Volkswohlfahrt zehn Schalter geöffnet. Zehn Männer harrten dort der An⸗ kunft der Sammler, die zur Abrechnung er⸗ ſcheinen ſollten. Und ſie kamen. Gleich unter den erſten waren Reichsſtatthalter und Gauleiter Ro. bert Wagner und der Generalinſpekteur dez Straßenweſens, Dr. Todt. Unterdeſſen kamen auch die anderen Sammler. Alle waren zu⸗ frieden, alle hbatten gefüllte Sammelbüchſen, und allen leuchtete die Freude über den Erfol aus den Augen, als der Inhalt der Sammel⸗ büchſen auf das Zählbrett geſchüttet wurde. Manchmal kam zur allgemeinen Freude auch ein Papierſchein heraus, ein Zehner oder Zwanziger. Kreisleiter Dr. Rorh brachte einen Fünfziger mit, ein anderer Sammler hatte ſogar einen Hunderter bekommen. Aber darauf kam es letzten Endes nicht an, ob einer viel oder wenig ſpendete, ſondern darguf, daß er das Aeußerſte gab, was ei nach ſeiner Vermögenslage gebenng konnte, und das Zehn⸗ oder Fünſpfennigſtück der Brezelfrau, der Zeitungsträgerin oder des Invaliden, der ſich mit kärglicher Rente durch⸗ ſchlagen muß, iſt genau ſo angeſehen, wie der höhere Betrag des Beſſergeſtellten. Es kam auch nicht darauf an, ob einer eine mehr oder weniger gefüllte Sammelbüchſe mit⸗ brachte. Der eine oder andere hatte vielleichh Pech gehabt und gerade eine Gegend erhalten, die weniger ertragreich war. Dafür hatte ein anderer wieder beſſeren Erfolg. Es kommt jg letzten Endes nicht darauf an, wer die Spen⸗ den bringt, ſondern daß ſie gebracht werde Oberfeldmeiſter Preuß vom Arbeitsdienſt hatte mit Muſik geſammelt.„Wir haben ez gemacht wie die Heilsarmee“, erklärte er lachend.„Ich habe vier meiner Arbeitsdienſt⸗ leute genommen und wir ſind mit Ziehharmo⸗ nika und Trompete losgezogen.“ Der Erfolg war auch dementſprechend gut. 4 Einer nach dem anderen kam nach Beendigung ſeiner Sammeltätigkeit, um ſeine Büchſe ab⸗ zuliefern. SS⸗Abſchnittsführer Weiß, Kreis⸗ leiter Dr. Roth, Politiſche Leiter, Führer der SA, der SS, der Flieger, der Techniſchen Rot⸗ hilfe, Schauſpieler, Profeſſoren, Künſtler.— Zu ſpäter Stunde erſchienen noch zwel Männer in Zivil und brachten— man traute faſt ſeinen Augen nicht— eine Menge Zehn⸗ und Zwanzigmarkſcheine, dazu zahlreiches Zil⸗ bergeld aus ihrer Büchſe zum Vorſchein.„aß Geheimnis müſſen Sie mir verraten, wie Sie das fertiggebracht haben“, ſagte Kreisamtz⸗ leiter Merdes ſtaunend.„Kunſtſtück! Wir ſtanden beide am„Univerſum“, der eine außen, der andere innen, an der Kaſſe. Außen war eß nicht ſo prima, aber an der Kaſſe um ſo heſſen. Wenn der Geldbeutel ſchon einmal geöffnet war, konnte man doch nicht mehr gut ſchließen vor den Augen des eine Gabe für das Winter⸗ hilfswerk heiſchenden Sammlers.“ Den größten Teil dieſer reichlichen Spende brachte aber die Gefolgſchaftder Rheinmühlenwerke auf. Dieſe wackeren Leute legten das ganze Geld, das ſie für einen Kameradſchaftsabend aufgebracht hatten, in die Sammelbüchſe des Winterhilfswerkes. Alle Fer So ging der Betrieb auf der Kreisamtsleitun des Winterhilfswerkes bis ſpät in die Rae hinein. Sammelbüchſen wurden enileert, Gelb⸗ ſtücke gerollt, Papiergeld zu Haufen gebündell. Und der reiche Ertrag des Tages— weſent⸗ lich höher noch als im Vorjghr— bringt Kohlen in die Keller der Bedürſtigen, Eſſen auf ihren Tiſch, ſchafft ihnen warme Winterkleidung. In gemeinſamer Arbeit haben die Führer der Bewegung an dieſem Dag daſt beigetragen, das Wort des Führers in die N umzuſetzen, daß keiner in Deutſchland hungei und frieren ſoll. vs, Der ſichtbare Beweis der Volksverbun denheit iſt die Türplakette des Winterhilz/ werkes. 4 Dezember ſteht im Zeichen des Weihn nachtsfeſtes. Die Plakette für den Monat. 3 3 0 0 Radfahre Unfall ereig der Sandho heim fahrer Richtung Ueberholen dert wurde ſchlug ſo un einen ſchw Im Städt Schwerverle bracht wur Verletzunge Direi lei Verkehrsun von Fahrze Sachſchaden verletzt. A mieden wer ſchriften ein Ein Pfert tägliche Fal bef ädigt n ſpa traße, r panntes Pi warten, ſeitlich nach vor dem Pf en parkte, ſchaft gezoge Die Feue lich einzig e die Feuerwe en wird.( ahrt von unterwegs Neckarauer Vergaſerſtör Löſchzug der was zu ret nicht mehr a ſetzen unden Die üblich auszukommer tag auf Son; lizei wegen? Anzeige gebr Mannheim unglückt. Au en 5 i zeiwachtmei Heidelsheim aufgefunden. Hiller einen hatte. Man Kraftwagen ker, ohne ſick weiterfuhr. wagen in R gart gefahrer ren Nachforſ. Die Lange erſel 3 weiße Decke die Ausübun lichen ſollte. die große Uel damit die M terſports. Di ſem Umſtand Sonntag der verkehren, der ſchwarzwe läufer brachte und ſo hoff Vergen auf d wird. Im Stad das erſtmalig am Kupferner tag war ein verkehr zu ve tag weſen den vorherge mit dem Au zufrieden ſein nur mäßig b Der Nikola Schützenverei. —— Brau⸗ Nikolaus in hatte ſich 10 3 ſ Kind iedbahnbrüc mit mehreren unächſt nach Gar viele Tr Buben und 9 gar nicht ſo mehr oder w kamen. Groß NRikolaus, als für das Aufſc 18 er ſchließi eine mit aller die Hand dr Tränen. In man noch bei Weihnachtslie umrahmt wur 4 And wir o vbürftigen V machen, dure Lohn und Ge Flakette des Spende Aus Das Gegenlell Fall. 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Ein ſchwerer Verkehrs⸗ unfall ereignete ſich am Samstagvormittag auf der Sandhofer Straße, wo ein in Richtung Mann⸗ heim fahrender Radfahrer von einem in gleicher Richtung fahrenden Motorradfahrer beim Ueberholen angefahren und zu Boden geſchleu⸗ bdert wurde. Der 56 Jahre alte Radfahrer unglücklich auf den Boden auf, daß er einen ſchweren Schädelbruch davontrug. 72 tädtiſchen Krankenhaus, wohin der Schwerverletzte mit dem Sanitätswagen ge⸗ bracht wurde, erlag er am Nachmittag ſeinen Drei leichte Verkehrsunfälle. Bei drei Verkehrsunfällen, druchweg Zuſammenſtöße von Fahrzeugen, wurde jeweils nur leichter SGachſchaden verurſacht oder Perſonen nur leicht verletzt. Allerdings hätten dieſe Unfälle ver⸗ mieden werden können, wenn die Verkehrsvor⸗ ſchriften eingehalten worden wären. Ein Pferd beſchädigt ein Auto. Der nicht all⸗ lägliche Fall, daß ein Auto von einem Pferd 1 bef ädigt wird, ereignete ſich in der Garten⸗ —33 wo ſich ein vor ein Fuhrwerk ge⸗ panntes Pferd plötzlich ohne auf den Kutſcher u warten, in Bewegung ſetzte und den Wagen feitlich nach der Straße herauszog. Da aber vor dem Pferdefuhrwerk ein Perſonenkraftwa⸗ fun parkte, wurde dieſer erheblich in Mitleiden⸗ Verletzungen. Gauleiter Pg. ſchaft gezogen. Die Feuerwehr hilft der Feuerwehr. Ziem⸗ lich einzig dürfte wohl der Fall daſtehen, daß die Feuerwehr zur eigenen Hilfeleiſtung geru⸗ en wird. Ein am Samstagvormittag auf der ahrt von der Wache II zur Hauptfeuerwache unterwegs befindlicher Laſtwagen geriet am Neckarauer Uebergang vermutlich durch eine Vergaſerſtörung in Brand. Der herbeigerufene Löſchzug der Berufsfeuerwehr rettete natürlich, was zu retten war, doch konnte der Wagen nicht mehr aus eigener Kraft ſeine Fahrt fort⸗ ſetzen und mußte abgeſchleppt werden. Die üblichen Ruheſtörer. Ohne Krach nicht auszukommen glaubten in der Nacht vom Sams⸗ tag auf Sonntag elf Perſonen, die von der Po⸗ lizei wegen Ruheſtörung und groben Unfug zur Anzeige gebracht wurden. Mannheimer Polizeiwachtmeiſter tödlich ver⸗ unglückt. Auf der Straße zwiſchen Bretten und an wurde am Sonntagvormittag Po⸗ izeiwachtmeiſter Hiller aus Mannheim, der hHeidelsheim wurde am Sonntagvormittag Po⸗ Unterſuchung ergab, daß Hiller einen Schädelbruch und einen Beinbruch hatte. Man nimmt an, daß er von einem Kraftwagen überfahren worden iſt, deſſen Len⸗ ker, ohne ſich um den Verletzten zu kümmern, weiterfuhr. Der Spur nach muß der Kraft⸗ wagen in Richtung Bruchſal—Bretten—tutt⸗ gart gefahren ſein. Die Polizei hat die nähe⸗ ken Nachforſchungen eingeleitet. Die weißen Berge lockten Lange erſehnten die Winterſportler ſchon die weiße Decke in den Bergen, die ihnen endlich die Ausübung des„weißen Sports“ ermög⸗ lichen ſollte. Nun gab es in der letzten Woche die große Ueberraſchung ſtarker Schneeſälle und damit die Möglichkeit zur Aufnahme des Win⸗ terſports. Die Reichsbahn trug natürlich die⸗ ſem Umſtand Rechnung und ließ am geſtrigen Sonntag den erſten Winterſportzug verkehren, der nach den Skigebieten des Nor d⸗ ſchwarzwaldes hundert Mannheimer Ski⸗ läufer brachte. Der Anfang wäre nun gemacht und ſo hofft man, daß der Schnee in den Vergen auf die Weihnachtstage nicht zu Waſſer ird. Im Stadtbeſuchsverkehr wirkte ſich das erſtmalige Offenhalten der ams⸗ iag war ein etwas lebhafterer Stadtbeſuchs⸗ verkehr zu verzeichnen, der dann am Sonn⸗ tag weſentlich umfangreicher als an den vorhergegangenen Sonntagen war. Auch mit dem Ausflugsverkehr konnle man zufrieden ſein, während der allgemeine Betrieb Rnur mäßig blieb. Der Nikolaus bei den Polizeiſchützen. Beim Schützenverern der Polizeibeamten iſt es ein ſchöner Brauch, alljährlich für die Kinder den Nikolaus in zu laſſen, und hatte ſich auch am Samstag wieder eine ſai Kinderſchar im Schützenhaus an der iedbahnbrücke verſammelt, als der Nikolaus „ mit mehreren Säcken angeſtapft kam, um ſich zunächſt nach den böſen Kindern zu erkundigen. ar viele Tränen wurden vergoſſen, ehe die Buben und Mädel merkten, daß der Nikolaus gar nicht ſo ſtreng war und ſie mit einem mehr oder weniger ſtrengen Verweis davon⸗ kamen. Große Sympathien erwarb ſich der Rikolaus, als er Süßigkeiten als Belohnung für das Aufſagen von Gedichten verteilte, und Als er ſchließlich jedem der anweſenden Kinder eine mit allerlei guten Sachen gefüllte Tüte in die Hand drückte, verſiegten auch die letzten Tränen. In froher Weihnachtsſtimmung blied man noch beiſammen, zumal auch noch mit Weihnachtsliedern das Erſcheinen des Nikolaus umrahmt wurde. 15 And wir alle wollen helfen, unſeren be⸗ bürftigen Volksgenoſſen eine Freude zu machen, durch unſer monatliches Opfer an Lohn und Gehalt, wofür die Monats⸗Tür⸗ Plakette des Winterhilfswerkes unſerer Spende Ausdruck gibt. Ein arroganter Sparkaſſenrechner Der 5. und 6. Verhandlungstag im Prozeß gegen Schmitt⸗ Schriesheim Was man zu Beginn des Prozeſſes Jakob Schmitt⸗Schriesheim nur vermutete, fand man im Laufe der Woche beſtätigt und kann nach Schluß der Samstag⸗Sitzung— alſo des 6. Verhandlungstages— mit vollem Recht be⸗ haupten, daß Jakob Schmitt ein onn Angeklagter iſt. Selbſt langjährige Ge⸗ richtspraktiker werden zugeben müſſen, daß es nicht allzuoft vorkommt, daß ein Angeklagter nach faſt 1½ jähriger Unterſuchungshaft in der Hauptverhandlung ein derartiges Auf⸗ treten zeigt. Statt anzuerkennen, daß alle die in die ihm vorgeworfen wer⸗ den, mit peinlichſter Genauigkeit unterſucht und S werden, erſchwert er abſichtlich den zauf der Verhandlung durch Einwendungen, die nicht anders als dumm oder arrogant bezeichnet werden müſſen. Es erſcheint unbe⸗ greiflich, daß Schm. vor ſeiner Tätigkeit als Rechner der Spar⸗ und Darlehenskaſſe Buch⸗ halter einer größeren Firma geweſen ſein ſoll, da ihm die einfachſten Begriffe vollkommen ab⸗ Aigeſen ſcheinen. Obwohl er bemüht iſt, die lrt ſeiner Verteidigung ſtändig zu wechſelin— wie es ihm gerade paſſend ſcheint— hat er ſich doch bis jetzt in ziemlich viele Widerſprüche verrannt, ſo daß eine Beurteilung der Geſamt⸗ lage heute ſchon weniger ſchwierig iſt. Der zweite Punkt der Anklage— Ein⸗ räumung zu hoher Kredite bei un⸗ genügender Sicherheit— nahm län⸗ gere Zeit in Anſpruch, denn auch hier hat Schmitt nach ſeiner Anſicht nichts Unrechtes getan.„Das iſt alles nicht ſo tragiſch zu neh⸗ men“, meinte er. Schmitt war Vorſtand im Schützenverein, und als man einen neuen Schießſtand wünſchte, erklärte er ſich großzügig zur Geldgabe bereit. Er hatte keinen Men⸗ gründen nur fünf zur Verhandlung kommen. ſelbſtändig, und jeder war der Meinung, das Geld ſtamme aus Schmitts Privatſchatulle. Auch in anderen Fällen hat Schmitt— auf Koſten der Kaſſe— den freigebigen Mann markiert. Im ganzen wurden 13 Fälle ermit⸗ telt, von denen jedoch aus Zweckmäßigkeits⸗ nur fünf zur Verhandlung kommen. ußer dem Schützenverein waren es vier Schriesheimer Geſchäftsleute, die Gelder, weit über die genehmigte Kreditgrenze, von Sch. ohne hinreichende Sicherheit erhielten. Daß in einem Teil das Wohnhaus bereits voll be⸗ laſtet war, will Sch. nicht gewußt haben. Er hatte aber ſeinerzeit den Eintrag einer wei⸗ teren Hypothek zugunſten ſeiner Kaſſe veran⸗ laßt mit dem Bemerken:„Ach, da iſt der Form genügt und du haſt keine Sorgen mehr.“ Bei em Angeklagten ſcheinen überhaupt alle Dinge reine Formſache geweſen zu ſein, Bürgen wur⸗ den genannt und zur Unterſchrift herangezogen, von denen der Geldnehmer garnichts wußte. In der Samstag⸗Sitzung ſtanden die Ur⸗ kundenfälſchungen zur Verhandlung. In zwei Fällen wird Sch. vorgeworfen, Auszah⸗ lungsquittungen gefälſcht zu haben. Er erklärte, er habe im Konto⸗Gegenbuch geſehen, daß vor Jahr und Tag ein Genoſſe einen Be⸗ trag abgehoben hatte, der in ſeinen Büchern nicht auf dem betreffenden Konto ſtand. Trotz⸗ dem die Kaſſe in der Zwiſchenzeit ſo oft„ab⸗ geſtimmt“ worden war, hat er nun den Betrag neuerdings als Ausgabe gebucht und eine Quittung— für die Kaſſe beſtimmt— ſelbſt angefertigt. Auch das war für ihn vollkommen in Ordnung. Nur ein ſolcher Fall wurde von ihm zugegeben der zweite blieb ungeklärt. Bei den drei weiteren Urkundenfälſchungen handelte es ſich um Kreditverträge, die von Schmitt ſelbſt mit den betreffenden Bürgen⸗ unterſchriften ergänzt worden ſein ſollen. Wäh⸗ rend er einmal betonte, er habe ſich berechtigt gefühlt, auf dem Duplikat eine fehlende Unterſchrift nachzuholen(er ſei froh geweſen, wenn er die Unterſchrift einmal hatte, meinte er) nahm er dies ſpäter wieder zurück und ſtritt alles ab, mit der Unterſchrift etwas zu tun zu haben. Das ſei das Original und die Unterſchrift ſei echt. Da alſo auch hier der Angeklagte Schwierigkeiten machte, müſſen zu dieſem Punkt zur Montag⸗Sitzung ſämtliche in Frage kommenden Original⸗Kredit⸗Verträge vorgelegt werden. Ob das Urteil ſchon am Dienstag oder erſt feſt Mittwoch zu erwarten iſt, ſteht noch nicht eſt. Arbeitsbeſchaffung in Ludwigshafen Ein Viertelmillionenbau des Bürgerbräu Ludwigshafen eingeweiht Mitten im Herzen der Großſtadt Ludwigs⸗ hafen iſt— von der Umwelt kaum beachtet— ein Bau ſeiner Vollendung entgegengegangen, der ein tüchtiges Stück Arbeitsbeſchaffung dar⸗ ſtellt. Das„Bürgerbräu“ Ludwigs⸗ hafen ließ ein neues Sudha us erſtellen, deſſen Einrichtung und Montage ohne die er⸗ forderlichen Umbauten den Aufwand von einer Viertelmillion erforderte. Dafür hat aber die Brauerei ein Sudhaus, das mit Recht als das modernſte Sudhaus angeſehen werden darf, bei dem alle Neuerungen der Technik und der Wiſ⸗ ſenſchaft ihre Anwendungen fanden. Während noch um die Jahrhundertwende manches Sud⸗ haus eine Stätte war, an der man kaum zehn Schritt weit ſehen konnte, überraſcht heute der Blick in das moderne Sudhaus mit ſeinen blitz⸗ blanken Kupferkeſſeln und ſonſtigen vorbild⸗ lichen Anlagen, die alle auf Zweckmäßigkeit und auch auf Arbeitserleichterung abgeſtimmt ſind. Vor allem wurde bei dem Bau des neuen Sud⸗ hauſes auch in weitgehendſtem Maße auf die „Schönheit der Arbeit“ Rückſicht genom⸗ men uno ſo findet man neben einer hellen kera⸗ miſchen Wandverkleidung auch Wandreliefs und ſchließlich iſt die Beleuchtungsanlage nicht nur hell, ſondern auch ſehr ſchön und ſogar eine be⸗ ſondere Sehenswürdigkeit. Beſichtigungen für Intereſſenten Die Fertigſtellung des neuen Sudhauſes gab dem„Bürgerbräu“ Ludwigshafen zunächſt Ver⸗ anlaſſung, die geſamte Kundſchaft zur Beſichti⸗ ie e einzuladen. Sollten doch alle diejenigen, ie es angeht, wiſſen, über welche neuen Ein⸗ richtungen die Brauerei verfügt. Am Sams⸗ 9 hatte nun auch die Preſſe Gelegenheit, einen Blick in das neue Sudhaus zu werfen und mit anderen in dieſem Zuſammenhang ſtehenden Dingen vertraut gemacht zu werden. Man muß wirklich zugeben, daß man über die Sauber⸗ keit, über die Zweckmäßigkeit der Anlage und vor allem über die überall zutage tretende be⸗ wußte Betonung der Schönheit der Arbeit wirk⸗ lich überraſcht war. Die Gefolgſchaft feiert die Einweihung Nicht beſſer hätte die enge Verbundenheit der Betriebsführung mit der Gefolgſchaft unter Be⸗ weis geſtellt werden können, als durch die Ein⸗ weihungsfeier am Sonntagvormittag. Die geſamte Gefolgſchaft war angetreten, als Betriebsführer eine Anſprache hielt, in der er zunächſt die Geſchichte und Ent⸗ ſtehung des neuen Sudhauſes ſ ilderte, um Das neue Sudhaus des Bürgerbräu Ludwigshafen Aufin.: Bürgerbräu dann auf die Baugeſchichte näher einzugehen.) Von beſonderem Intereſſe waren einige Zah⸗ len über den Brauereibetrieb, die zeigten, welch wirtſchaftlicher Fattor eine Großbrauerei iſt, die an dritter Stelle der rheinpfälziſchen Brauerei⸗ unternehmungen ſteht. Seit Wiederherſtellung der feſten Währung vor zwölf Jahren, floſſen vier Millionen Mark der Landwirtſchaft für Gerſtenbezüge zu, eine Million Mark wurde für Hopfen ausgegeben, 374 Millionen Mark wur⸗ den für Gehälter und Löhne aufgewendet und ſchließlich lieferte man allein an ſtaatlichen und Gemeinde-Bierſteuern 7% Millionen Mark ab. Dann ſprach Betriebszellenobmann Schnei⸗ der. Ein Segensſpruch nach alter Brauer⸗ weiſe beſchloß die Anſprache. Als letzter Red⸗ ner ſprach Braumeiſter Kappler. Die ganze Einweihungsfeierlichkeit ſtand im Zeichen des Geiſtes einer wahren Betriebsge⸗ meinſchaft und wurde verſchönt durch Darbie⸗ tungen der Hauskapelle, die bei dieſer Gelegen⸗ heit ſich zum erſtenmal hören ließ. Ein ge⸗ mütliches Beiſammenſein mit Eintopfeſſen gab den richtigen Abſchluß. Der Nikolaus war da! 300 Kinder als Gäſte des RDB Die Nikolausfeier der weiblichen Abteilung des Bundes deutſcher Beamten am Samstagnachmittag in der Liedertafel war ein voller Erfolg. Weiß⸗ gedeckte Tiſche, mit Tannenreiſern geſchmückt, ein mächtiger Chriſtbaum mit vielen ſchönen Lich-ern, dies ſchuf ſchon allein den ſtim⸗ mungsvollen Rahmen, in dem die Nikolaus⸗ feier ſtattfand. Und wer gar einen Blick in den Nebenraum warf, der ſah da Berge von Kuchen und Süßigkeiten und andere Dinge, über die als höchſter Verwalter der gute Niko⸗ laus geſetzt war. 300 Kinder, es können vielleicht auch etwas mehr geweſen ſein, füllten den Raum, und große erwartungsvolle Kinderaugen harrten des Belznickels und ſeiner Gaben. Einige Mannen der Kapelle Seezer ſpieiten den Kindern Weihnachtslieder vor und ſchufen aleich die rechte Stimmung. Die Kreisreferen⸗ tin des RDB für weibliche Beamte, Frau Stetter, hieß die Kinder in herzlichen Wor⸗ ten willkommen. Dann rauſchte der Vorhang der Bühne zur Seite und ein ſchönes Mär⸗ chenſpiel,„Der Ring des Glücks“, nahm ſeinen Anfang. Frau Hahn, Frl. Berger und Frau Stegmüller hatten das hübſche Stück mit Beamtenkindern einſtudiert und ge⸗ ſpielt und es zu einem ſchönen Erfolg gebracht. Das Schönſte aber war doch, als der Niko⸗ laus mit ſeinem Gabenſack kam und ſedem Kind einen aroßen Beutel mit Süßigkeiten und einem ſchönen Taſchentuch beſcherte, als der Lichterbaum ſeine vielen Kerzen entzün⸗ dete und all die alten ſchönen Weihnachtslie⸗ der aufklangen. Und als ſchließlich der Kakao in den Taſſen dampfte und auf jedem Teller vier aroße Stücke Kuchen und Torte auffuh⸗ ren, da wurde es ganz ſtill, Henn feder und jedes hatte nur mit eifrigem Schnabulieren zu tun, der beſte Beweis Hafür, daß es recht gut ſchmeckte. So hatten 300 Kinder eine ſchöne Vorweihnachtsfreude. 75 Schwetzinger Notizen Frohgeſtimmte Geber Der Samstag ſtand auch in unſerer Stadt ganz im Zeichen der nationalen Solidarität. An allen Ecken und Enden, aber hauptſächlich im Brennpunkt des Verkehrs ſtanden die füh⸗ renden Männer von Partei und Stadt und dem geſamten öffentlichen Leben, aus Handel und Induſtrie, und ſammelten für das Win⸗ terhilfswerk. Da griff jeder gern in ſeinen Geldbeutel, um auch ſeinen Teil beizutragen. Die freundlichen Sammler wußten rber auch denen beizukommen, die unbemerkt vorüber⸗ gehen wollten und dann doch überzeugt waren, daß ſie damit den Aermſten eine kleine Freude bereiten können. In den Abendſtunden raſ⸗ ſelte es ordentlich in den Büchſen und man⸗ cher Sammler ging freudeſtrahlend auf die Sammelſtelle. Die Sammelergebniſſe Als ein erfreuliches Ergebnis iſt die Samm⸗ lung des„Tages der nationalen Solidarftät“ zu verbuchen, denn der hohe Betrag beſtand faſt durchweg aus kleinen Geldſtücken. Unſer Bür⸗ germeiſter, Pg. Stober, hatte mit der Samm⸗ lung zu ſpäter Nachtſtunde den Vogel abge⸗ ſchoſſen, denn ſein Betrag wurde von nieman⸗ den mehr erreicht. Aber auch die Eintopf⸗ Sammlung ſtand der des Vormonais kaum nach und brachte ein anſehnliches Ergebnis. Aus Weinheim Tag der nationalen Solidarität. Führende Männer von Partei und Staat ſammelten am Samstag auch in Weinheim eifrig für das Winterhilfswerk des Deutſchen Volkes 1935/36. Auf den Straßen, in Lokalen und bei den Ver⸗ anſtaltungen erſchienen ſie mit den Sammel⸗ büchſen, an deren Klang man hören konnte, wie ſich die Gaben anſammelten. Dezember⸗Eintopf. Der Kupferne Sonntag war ein Tag des Eintopfgerichtes. Dabei han⸗ delt es ſich ja nicht um eine äußere Form, ſon⸗ dern um den Beweis des Gemeinſchaftsgedan⸗ kens im Sinne des Nationalſozialismus. Von Haus zu 12— gingen die ehrenamtlichen Hel⸗ S dshafener Büüraerbräes .. Heiff Gaalifaf vor allen! fer des WHW.— S „Hakenkreuzbanner“— Seite 8 Die bunte Seite A Nr. 566/ B Nr. 340— 9. Dezember 1 Durch Dide und Dũnn mit unserem Doktor“ Erlebnisse des Berliner SA-Mannes Horsf Haase mit Dr. Goebbels 8. Fortſetzung Warum unſer guter Kamerad Erich Soeffky, er war der Elberfelder, mit einem Male„Peter“ hieß? Nun ja, er war eben das, was man ſo Peter nennt. Seelenguter Menſch, beſter Kame⸗ rad, aber eben manchmal ein wenig ſchwerfäl⸗ lig. Vielleicht hat er uns in einer ſchwachen Stunde ſelber einmal erzählt, daß man ihn auf der Schule ſchon ſo nannte. Wer weiß das heute noch? Peter hatte ſo einen gewiſſen bür⸗ gerlichen Einſchlag. Immer tipptopp in Schale, So wurden die roten Viertel erobert tadelloſer Scheitel, wir dagegen meiſtens in Halbuniform oder Räuberzivil, eine Art Lands⸗ knechte. So wieder auf einer Fahrt nach außer⸗ halb. Meine drei Mann: weiße Hemden, braune Hoſen, feldgraue Mäntel. Selbſt der Doktor hatte die übliche blaue Schirmmütze auf. Nur Peter ſtieg in den Wagen, Hut auf und im eleganten Anzug. Doktor ſieht ihn vorwurfs⸗ voll an und ſagt kopfſchüttelnd:„Söffky, we⸗ nigſtens eine Mütze hätten Sie ſich doch aufſet⸗ zen können. Sie ſiend und bleiben ein hem⸗ mungsloſer Ziviliſt!“ Vor dem Sonnwendfest im Grunewaldstadion Wir hatten da einen Kameraden, Maurer von Beruf, trank wohl gern ſeine Molle, war aber einer der wenigen, die das Herz auf dem rech⸗ ten Fleck und wenn ihnen etwas nicht paßt, den Mut zur Wahrheit haben.„Kücken“ nann⸗ ten wir ihn. Warum, weil er Hahn hieß. Ich will aber hier erzählen, wie er zu ſeinem an⸗ deren, paſſenderen Namen kam, Im Juni war es, die NSDaAp plante ein großes Sonnwend⸗ feſt im Grunewaldſtadion. Eines Abends, Dor⸗ tor, erzählt uns gerade Einzelheiten des Pro⸗ gramms, ertönt„Kückens“ ewig heiſere— teils Natur⸗, teils Bierſtimme:„Nee, aber det finde ich nich richtig, det die Eintrittskarten da fünf Mart koſten ſollen. Wir ſind doch eene Arbeiter⸗ partei. Dat is doch bloß wieder für die Reichen, welcher Volksgenoſſe hat denn gleich immer fünf Eier loſe; wenn es ooch für'n wohltätigen Zweck is.“ So, nun hatte er ſeinen Kummer wieder mal vom Herzen runter. Doktor lachte und es war ihm ein Leichtes, den Mann von der Not⸗ wendigkeit dieſer erhöhten Preiſe, bei dem ewigen Dalles der Berliner Parteikaſſe, zu überzeugen. Mit der Antwort:„Na ja, wenn det ſo is, det hab' ick ja nich jewußt“, gab ſich der Kritiker zufrieden. Kurz darauf hatte er wieder in Doktors Gegenwart Gelegenheit, etwas zu bemängeln. Diesmal vielleicht ſogar mit Recht. Der Grund, heute belanglos; eine ſogenannte wichtige Kleinigkeit jedenfalls, iſt mir entfallen. Lange nach dieſem kleinen Vor⸗ fall— Doktor Goebbels beſitzt ein ausgezeichne⸗ tes Perſonengedächtnis,— fragte er mich: „Was macht der Stänkerer noch, habe ihn ſchon ſo lange nicht geſehen!“ Heute noch grinſen die alten Kameraden, wenn ſie den heiſeren Maurer treffen und fragen:„Was macht eigentlich der „Stänterer'?“ Neuorganisaſion des Wachkommandos Im Laufe der Monate ſtellte ſich infolge der dauernd wechſelnden Beſetzung der Wachmann⸗ ſchaft eine gewiſſe Unzulänglichkeit heraus. So bat ich Dr. Goebbels, eine Aenderung treffen zu dürfen. Nun, er ließ mir hierin vollſtändig freie Hand. Der Juli kam heran, er bedeutete Ferien für uns— Dr. Goebbels ſchrieb in ländlicher Stille und Abgeſchiedenheit des ſchö⸗ nen Mecklenburg ſeinen„Kampf um Berlin“—. Die Gelegenheit benutzte ich, um das Wachkom⸗ mando und ſeine geſamte Arbeitsweiſe neu zu organiſieren. Ich ſuchte mir alſo fünf Mann, beſtes Material, heraus. Zwei Schleſier, ein Balte, ein Berliner, ein Weſtpreuße und ich als Oſtpreuße bildeten von nun an das ſtändige Wachkommando, das in einem Bodenraum untergebracht, von meiner treu und tapfer ſor⸗ genden Mutter, mit Hilfe der NS⸗Frauenſchaft beköſtigt, für das Wohl und Wehe unſeres ge⸗ liebten Gauleiters verantwortlich war. Lawinenartig rollte im Auguſt eine neue Verſammlungswelle über die Reichshauptſtadt. Abend für Abend waren ſämtliche zur Ver⸗ fügung ſtehenden Redner unterwegs. Ihnen allen voran natürlich der Gauleiter. Drei, vier Verſammlungen hinatereinander, das war ſo an der Tagesordnung. Ja, ich entſinne mich ganz genau, daß wir an einem naßlkalten Früh⸗ herbſttage von den hundert Pferdekräften des Der alte Horaz/ unter uns, dank der ſorgenden Liebe des Va⸗ Als ich auf der Schule Latein zu lernen be⸗ gann, ahnte ich nicht, zu welcher Plage ſich dieſe leicht ſcheinende Beſchäftigung auswachſen würde. Die Sprache der alten Römer war ſo klar, ſo vernünftig. Man las darin kleine Sätze unſeres Uebungsbuchs, die nie anders ausge⸗ ſprochen werden mußten, als ſie geſchrieben waren, und die, ins Deutſche überſetzt, erfreu⸗ liche Mitteilungen ergaben wie:„Die Königin hat eine Taube. Der Landmann hat einen Adler“. Und unſere erſte freie Meinungsäuße⸗ rung in der Fremdſprache zog fröhlich hieraus den logiſchen Schluß:„Die Königin und der Landmann haben einen— Vogel!“ Aber bald ſtellte ſich heraus, daß dieſes mühe⸗ loſe Lernen eine Falle war, die das Gymnaſium dem harmloſen Lateinpimpf geſtellt hatte. Zwar der erſte römiſche Schriftſteller, den wir laſen, der gute Cornelius Nepos, war noch ver⸗ hältnismäßig leicht zu verſtehen. Zudem er⸗ zählte er von großen Feldherren, für die ſich das werdende Mannesgefühl des Quartaners auch auf lateiniſch zu begeiſtern wußte. Dann aber ſtieg mit jedem neuen Verfaſſer die Schwie⸗ rigkeit. Caeſar, Tacitus, Virgil, Cicero, Livius gaben uns manche harte Nuß zu knacken. Aber alles dies wurde überboten vom Letzten: Horaz. Er war unſtreitig der Schlimmſte: ſchwer zu leſen wegen ſeiner unvermuteten Versmaße, ſchwer zu überſetzen und noch ſchwerer auswen⸗ dig zu lernen. Und dennoch war ihm niemand böſe wie den anderen. Denn während dieſe Staatsmänner, Geſchichtsſchreiber und epiſchen Dichter— mit Ausnahme der uns im Inner⸗ ſten packenden„Germania“ des Tacitus— immer nur einzelne Saiten unſeres Ich mit⸗ ſchwingen ließen, bot der Lyriker Horaz unſe⸗ ren jungen Seelen überall neue Gaben dar. Auch fiel die Lektüre ſeiner Lieder in unſere empfangsbereite Zeit, in die Entwicklung des Knaben zum Jüngling, zum Mann, die Pe⸗ riode des Abſchieds vom Schülerdaſein und des ſchüchtern⸗ſtolzen Ausblicks auf künftiges Studenten⸗ und Soldatentum. Da klang alles, Dichtung und Leben des römiſchen Poeten, in unſerm Weſen irgend⸗ wie an. Wir laſen und hörten von der Kindheit des jungen Quintus Horſtius Flaccus, der, geboren am 8. Dezember 65 v. Chr., von beſcheiden ländlicher Herkunft wie mancher treuen Mercedes getragen, nicht weniger als fünf Verſammlungen abfuhren. Auf allen Dr. Goebbels als Hauptredner des Abends, unſer Doktor, der unermüdlich den noch fernſtehenden Volksgenoſſen Hieb auf Hieb das nationalſozia⸗ liſtiſche Evangelium einhämmerte. Als Letztes ſtand Oranienburg auf unſerem Programm. Außerhalb der ſchützenden Stadt eine Saurälte. Der Regen peitſchte uns ins Geſicht. Doktor ſaß da in ſeinem dünnen, fadenſcheinigen Man⸗ tel und fror ganz jämmerlich. Das kann ich nicht mehr mit anſehen, reiße meine warme Lederjacke— ein letztes Stück aus beſſeren Ta⸗ gen— herunter und will ſie Doktor Goebbels um die Schultern legen. Kurz und bündig heißt es:„Kommt nicht in Frage, Sie frieren ſelbſt, behalten Sie Ihre Jacke nur an“. (Schluß folgt.) Von Dr. Oito Behm ters doch zu guter Schulung in die Hauptſtadt des Reiches und von Rom, jünger noch als wir, als Student in die Ferne, nach Athen, in das Land Homers und die Stadt des So⸗ krates, ziehen durfte. Mit anteilvoller Span⸗ nung ſahen wir, wie er in den Wirren nach der Ermordung Caeſars als Anhänger ſeines finſtern Widerſachers Brutus Soldat und mit 22 Jahren ſchon Befehlshaber einer Legion wurde. Wir begriffen nach einigem Zögern dann auch, daß ein ſo tapferer, aber noch ſo junger und dabei ſo kleingewachfener Mann in der mörderiſchen Schlacht bei Philippi nach dem Weichen ſeiner und der anderen Legionen unmöglich allein den Siegern Widerſtand leiſten konnte. Aber es freute uns, daß Horaz nicht um die Gunſt der neuen Gewalthaber buhlte, obwohl er in ſeiner Oſffizierslaufbahn ſo geſcheitert war und infolge ſeiner Partei⸗ nahme für Brutus nach dem Tode des Vaters auch deſſen kleines Erbgut verloren hatte. Um ſchnöden Mammons willen tat der Dichter ja nie etwas und es war reine Vaterlandsliebe, als er in einer ſeiner Oden jener Zeit der Sehnſucht des Römervolks nach einem Füh⸗ W4 Parteiung und Bürgerkrieg Ausdruck verlieh. So ſchuf 13 Horaz die Grundlage der Stel⸗ lung, die er ſpäter im geiſtigen Leben Roms einnahm, aus eigener Kraft. Er hatte die Dich⸗ tergabe als höchſte ſeiner Fähigkeiten erkannt, und wie die Großen unſerer deutſchen Literatur der klaſſiſchen Zeit erſt durch ihr erfolgreiches Ringen um die Kunſt ſich die Wege nach Wei⸗ mar erkämpften, ſo fand auch Horaz ſeinen Gönner Maecenas erſt, als ſein Ruf als Dichter feſt begründet war. Dann freilich nahm er, dem es zeitweiſe recht ſchlecht gegangen, die Hilfe des reichen Kunſtfreundes mit beſcheiden ſtolzem Dank als Anerkennung ſeines Dienſtes am Volke an. Denn ſeine feine Kunſt, die ſich am Vorbild der griechiſchen Dichtung gebildet hatte, ging in jener Zeit von den heiteren The⸗ men der Hellenen, von Liedern zum Preiſe des Frühlings, der Liebe und des Weins auch zu ernſteren Stoffen über, ſie wurde römiſcher und bewußter national. Freilich ſpiegelt ſich in den weiteren Dich⸗ tungen des Horaz neben den weltgeſchichtlich großen Vorgängen der Zeit auch das Volks⸗ leben, beſonders das bäuerliche Da⸗ In fremdem Tand/ srvirze von cudwig nies Die deutſche Schule in Chileniſch⸗Frutijar liegt am Rande des Urwaldes, der einen kleinen, dunklen Gebirgsſee umgibt. Sie unterſcheidet ſich von den anderen Gehöften, die ſich dort um das Kirchlein ſcharen, durch den kleinen Glocken⸗ turm auf dem Hauptgebäude und die breite Freitreppe vor der Veranda des Schlafhauſes, das für die auswärtigen Pflegebefohlenen an⸗ gebaut werden mußte. Die Fachwerkhäuſer ringsum ſind ja von denſelben Handwerksleuten in derſelben Zeit errichtet worden. Damals, als vor zwei Generationen die deutſchen Sied⸗ ler den Urwald zu roden begannen und die erſten Aecker einſäten, ſind ſie alleſamt er⸗ ſtanden. Auf der Veranda ſinnt der Lehrer in den Spätherbſtabend. Vogelſcharen ziehen hoch über ihn hinweg nach Norden. Der Laubwald trägt ein zerſchliſſenes rotbraunes Kleid. Der Wind fegt letzte Blätter von der Linde inmit⸗ ten des Hofes und miſcht ſie mit dem Staub der Straße. „Der Winter iſt vor der Tür“, ſagt der Mann. „Es iſt wie im Spätherbſt zu Hauſe. Nur, daß die Wandervögel nordwärts ziehen, anders als in Deutſchland.“ „Ja, ja“, ſeufzte die Frau an ſeiner Seite,„zu Hauſe iſt es anders. Daheim.“ „Sieh, die Staubwolke am Bergrand!“ unter⸗ bricht ſie der Mann. 4 „Wird von Pferden hochgeſcheucht“, ergänzt die Frau.„Nun biegen ſie in unſeren Weg ein. Ein Reiter und eine kleine Reiterin!“— Bald traben die Ankömmlinge durch das offene Tor in die Umzäunung des Schulhofes. Sie machen an der Spielplatzlinde halt, binden die Pferde an den Stamm des Baumes und ſchreiten die Freitreppe herauf. „Grüß Gott, Landsleute!“ ruft frohlaut der Mann den Wartenden zu. „Willkommen, Landsleute!“ halt es zur Ant⸗ wort zurück. „Ich bringe mein Töchterchen zur Schule.“ „Buenos dias, ſenor, ſenora“, ſagt das Mäd⸗ chen leiſe, als es die Hand reicht. Am nächſten Morgen kehrt Vater Holtmann in ſeinen hundert Kilometer entfernten Wir⸗ kungskreis zurück. Als Ingenieur der Nord⸗ bahn muß er oft wochenlang von ſeinem eigent⸗ lichen Wohnort getrennt ſein. Kommt er in ſein Heim ſo verſteht das lebhafte Mädchen nicht, was der Vater ihm erzählen will. Das Kind aber kann ſeinem Vater nicht ſagen, was es auf dem Herzen hat. Die Mutter ſpricht ſpaniſch wie alle anderen in der ſüdamerikaniſchen Stadt So wird die kleine Holtmann Schülerin der deutſchen Schule in Frutijar.—— Ein Jahr iſt vergangen. Wieder geht der ſtumme Zug der Vögel. Wieder färbt ſich das Laub des Waldes, und ein großes Heimweh iſt auf der Welt. Vor der Veranda des Frutijarer Schulhauſes tollen die Buben der Schule. Am Hoftor tan⸗ zen Mädchen deutſche Reigen, jetzt den von dem Hans und der Grete. Sie ſind ſo bei der Sache, daß ſie den Reiter nicht wahrnehmen, der ab⸗ Kauzhn hinter den Paliſaden ihr Spiel be⸗ auſcht. Reglos ſteht der Mann. Strahlend ruht ſein Auge auf der Kleinen, die den Reigen anführt. Sie ſingt die deutſchen Worte, als wenn das immer ſo geweſen wäre. Jetzt nähert ſich der Lauſcher dem Eingang. Da— jene Kleine ſtürzt aus dem Kreis ihm in die Arme. „Vater, mein Vater!“ jauchzt das Mädchen. „Meine Kleine!“ flüſtert der Mann vor Glück, als er das Kind an ſeine Bruſt drückt. Seine Augen haben einen feuchten Glanz be⸗ kommen. Feierlich-ernſt umſtehen die Geſpie⸗ linnen die ſtillen zwei, die ſich nun von Herzen ſagen können, was ſie bewegt. Zum 2000. Geburtstag des römiſchen Dichters der ewig junge Horaz metallflugzeugen den Vorteil, daß es um vi * 1 Gau Württen Ulmer FV 94 VfB Stuttga: Stuttgarter K Gau Bayern: Bayern Mün 1860 Müncher Whisbn kicers Offen So einlach ist das nicht, Weltbild() wenn Herr Pelikan Toilette macht. ſein und die Freude an der Schönheit der 1 italieniſchen Landſchaft wider. Maecenas hatte ihm in den Sabiner Bergen, doch nicht allzu 15 Meiſterſ weit von der Hauptſtadt Rom für das verlorene Vatererbe ein*. Landgut geſchenkt, und Unterbaden⸗V er konnte nun das untergeordnete Amt, das er Germania Fr notgedrungen bei der Quäſtur hatte annehmen VfTugR Feude müſſen, aufgeben und ſich dem doppelten Beruf Alem. Ilvesh Alem. Rheina Seckenheim 98 5* o8 Hocken uUnterbaden⸗O an 5 Heidelberg Schwetzingen widmen, das Land der Heimat fi bebauen und es in ſeinen Liedern zu verherrlichen. In dieſer Zeit fand der Dichter auch den Weg zum kom⸗ menden Führer des Reichs, zu Oktavign, dem ſpätern Kaiſer Auguſtus, deſſen Größe er trotz ſeines Aufwachſens in republi⸗ kaniſcher Staatsauffaſſung lange vor deſſen Siege über ſeine Nebenbuhler im Triumvifat erkannte und in ſeinen Liedern verkündete. So fand Oktavians Sieg bei Aktium und der Antritt ſeiner Alleinherrſchaft auch in der Dich⸗ tung des Horaz freudigen Widerhall und in ſeinen Römeroden, herrlichen Beiſpielen machtvoller patriotiſcher Lyrik, ſtellte der Dichter ſeinem kaiſerlichen Volk Hingabe ViRaſtatt— rankonia Ka Mittelbaden Keine Spiele! an das Vaterland, Mäßigkeit, Treue und ferkeit als die ſtarken Pfeiler ſeines weltum⸗ reibn faſſenden Reichsbaues mahnend vor Augen. Shopfheim— Aber auch jetzt blieb ſich Horaz getreu. As keiburg⸗Nor der Kaiſer ihm ein hohes Amt in ſeinem per⸗ n Gutach- ſönlichen Dienſt anbot, ſchlug es der beſcheiden⸗ Elgersweier. ſtolze Dichter aus und nur die Erhebung in ppelrodeck. den Ritterſtand nahm er als gütige Geſte kai⸗ 5* 3 ſerlichen Dankes freudig an. Auguftus aber er⸗ Renchen— O wies ſich als wahrhaft groß, indem er den z rückhaltenden Mann um ſeiner uneigennützigen Treue willen nicht etwa hintex laut ſich vo drängenden Poſtenjägern zurückſtehen ließ, ſon⸗ dern dem Beſcheidenen in Anerkennung feiner vornehmen Geſinnung die ſchönſte Aufgabe ſtellte, die ein römiſcher Dichter jener Zeit er⸗ füllen konnte. Er beauftragte ihn mit der Ab⸗ faſſung des Feſtgeſangs zu der bevorſtehenden Jahrhundertfeier und als Horaz dieſes Gedicht, das„Carmensaeculare“, meiſte haft vollendet hatte, ließ der Kaiſer auf das Marmordenkmal, das zur Erinnerung an die Säkularfeier errichtet wurde, die Worie ſetzen; „Das Weihelied ſchuf Q. Horatius Flaceus“. Pfalz⸗Oſt: Kickers Franke falz Ludwig Ludwigshafen Pfalz⸗Weſt: SC 05 Pirma 1.§C Kaiſers Reichsbahn K Doch auch als Menſch fand Horaz damals das Meiſte Glück, das er lange hatte entbehren müſſen. Nach dem Tode der geliebten erſten Gefährtin Gau Bader ſeines Lebens war der Dichter, der bei ſeiner Tgde Ketſch— kräftigen Männlichkeit Frauenliebe nicht dau⸗ 70 Ettlingen ernd entbehren konnte, in ein unſicheres Suchen eiüv geraten, bis er in einer vornehmen junge n Griechin die Genoſſin ſeines Heims, die Mult VfR Kaiſersla des erſehnten Kindes fand. Aber auch ſie wur ihm durch ein widriges Geſchick bald wied genommen, und nun wagte es der Dichter, de Schickſal das ſo oft Verlorene doch noch abz Staffel 1 trotzen. Mit den adligen, reichen gebilde Poſtſportvereir Damen hatte der Dichter Unglück gehabt, ging er, auch hierin groß und frei, ins V 81 und wählte ein armes, verlaſſenes, in unfreie 5 51 el 2: Stande geborenes blondes Mädel, das kl e ulußhei und unverbildet ſich in warmer Zuneig darum mühte, dem geliebten Mann auch geiſtig eine ebenbürtige Gefährtin zu ſein. So durch Erfolg und Liebe gekrönt ſtand das tapfere Leben und Dichten des Horaz vor uns Lernenden ſeiner kriſtallreinen Sprache. ſtand ſein Bild in unvergänglicher Friſche un Klarheit in den langen Jahrhunderten, die u von ihm trennen, vor den Völkern Europas und wirkte befruchtend auf manche Strömunge und Werke ihrer Literaturen. So ſteht es am Tage der 2000. Wiederkehr ſeines Geburtz⸗ tages vor der dankbaren Gegenwart au unſeres Volkes, das, ſeiner Nation zwa fremd, ſich ihm ſelbſt heute mehr denn je freundet fühlen muß: dem Manne, den ſei eigenes Wort„Integer vitae, scelerisgue purt — rein an Herz und Händen“ ſo trefſend cha⸗ rakteriſiert und der mit ſeiner ſtarken u ſchönen Kunſt ſich und ſeinem Volk in der Taß wie er ſtolz bekennt, ein Denkmal unvergäng⸗ licher als Erz errichtet hat— der alte, neiſ olizei 13 VSt. Leon Hand Ulaß⸗Lothrine Gau Südweſt: Stadt⸗SV Fra Eintracht Frar To Aſchaffenb TV 1846 Man TV 1846 Man Mannheim Ein Flugzeug aus Bambus. In einer Flug⸗ Reichsbohn Lu zeugfabrik in Tokio wurde kürzlich ein Fluh⸗ zeug hergeſtellt, das faſt ausſchließlich aus bus beſteht. Es iſt durch Imprägnierung feue ſicher gemacht worden und hat vor den Lei rankfurt rankf.— TV 57 Sachſer Eintracht Fra leichter als dieſe iſt. In japaniſchen einſ gigen Kreiſen glaubt man, daß mit dieſen Bambusflugzeug neue Wege in der Entwickl des Flugzeugbaues beſchritten worden ſind. Halenkreuzbanner“— Seite 9 Sport und Ipiel A Nr. 566/ B Nr. 340— 9. Dezember 1935 M Enele des pnnlaas Fußball Endſpiel um den Vereinspokal Düſſeldorf: Schalke 04— 1. Fc Nürnberg.. 02(:0) Süddeutſchland Meiſterſchaftsſpiele der Gauliga Gau Baden: Reiburger FC— SV Waldhof... 225 Germania Brötzingen— VfR Mannheim:0 Kar— VfB Mühlburg.:0 önix Karlsruhe— 1. FC Pforzheim„:3 Gau Südweſt: Bormatia Worms— FV Saarbrücken„:0 Union Niederrad— Fg—8 Borx. Neunkirchen— Eintracht Frankfurt. 90 Frankfurt— Opel Rüſſelsheim..:0 fin'hafen—Kickers Offenbach kampfl. f. O. Gau Württemberg: Ulmer FV 94— 1. SSV Ulm U Stuttgart— SC Stuttgarte Stuttgarter Kickers— Sportfr. Eßlingen. Gau Bayern: . Weitbild() acht. 3 Sr»—= 2—520—— F Bayern München— ASV Nürnberg..:3 ᷣs München— FC München..:3 3 Fürth— Wacker München..„ 11 4 ugsburg— FC. 05 Schweinfuri.„:2 Geſellſchaftsſpiele Schönheit der fickers Offenbach— Sportfr:'uligart.:2 n 9 nicht allzu 15 1 i das verlon Meiſterſchaftsſpiele der Bezirksklaſſe geſchenkt, und Unterbaden⸗Weſt: »Amt, das er Germania Friedrichsfeld— SC Läfertal. tte annehmn BfruR Feudenheim— Phönix Mannheim ppelten Beruf Alem. Ilvesheim— Fort Heddesheim. bebauen und Alem. Rheinau— Olympia Neulußheim. hen. In dieſer Seckenheim 98— SpVg Sandhofen zeg zum kom⸗ Fis Hockenheim— FC 08 Mannheim. ſün 3 unterbaden⸗Oſt: —— ⏑ 35%⏑+??..—2 ———— o——2 1i ———— BfB Wiesloch— SpVg Eberbach..„„ 21 4 dr Sabaniſtadt— Fés Kirchheim. 14 n Triumvifat Heidelberg— SV Sandhauſen.:2 erkündete. So Schwetzingen 98— Handſchuhsheim 86.21 0 55 der 2 4 Mittelbaden(Gruppe): rhall und in VRaſtatt— SV Weingarten...:0 en Beiſpielen Frankonia Karlsruhe— FV Kuppenheim:2 ik 0 1 4 Mittelbaden(Gruppe): 2 45—45 reiburg⸗Süd: 4 Ss Freiburg— Iv Lörrach... 12 or Augen eord zzef⸗ FZreiburg⸗Nord: 4 R Gutach— FV Offenbureg...:0 er beſcheiden⸗ GEigersweier.— FB Emmendingen....9 Erhebung in ss UfR Achern. 12 ige Geſte kai⸗ Bahr— JV Kehl„„„„„„„„. 1˙2 m er den zu⸗ u⸗ Vfn Konſt 0²² leig mnene enſenz— 56 08 Vilinzen 022 aut ſich Mönchweiler— Stockach..„„„.1 hen 9 ſon⸗ ennung feiner Pfalz⸗Oſt: nſte Aufgabe gickers Frankenthal— F os'haſen.. 01 iener Zeit er- Ffalz Ludwigshafen— SpVg Mundenh.:2 mit der Ah. Fudwigshafen 64— F os Mutterſtadt.:2 bevorſtehenden Horaz dieſes Pfalz⸗Weſt: are“, meiſter⸗ S6 05 Pirmaſens— VfR Kaiſerslautern:3 aiſer auf das A Kaiſerslautern— FC Waldfiſchbach 70 erung an die Reichsbahn Kaiſerslaut.— FV Landſtuhl:0 Worie ſetzen; 8 Flaccus“. z damals das hren müſſen. ten Gefährtin Handball 4 Meiſterſchaftsſpiele der Gauliga Gau Baden: der bei ſeiner. Ketſch— SV Wald be nicht dau. WeEttlingen— TSV Nußloch.... 99 hmen junzeß Lan Südweſt s, die Mufter BIfR Kaiſerslautern— So 98 Darmſtadt..8 mhe 1 Woria St. Ingbert— TV Haßloch...:7 ald wieder Bezirksklaſſe ch noch r ebiweieh 33 ſportverein— T 1846. 333 ick 5 bt, ſo 4 n Weinheim— TW Friedrichsfeld.. 322 100 4 9 at 3 70*— TW Viernheim.„ 521 * affel 2: dal Sscönau— 7c Ziegelhauſen..„•9 r 3 4 en— 44 Polizei Heidelberg— 3 auch Rg SV Et W0•5 Aunwichſis:8 115 3 andball⸗Freundſchaftsſpiele önt ſtand das To 62 Weinheim— TWiLeutershauſen. 15:3 oraz vor u FfR Mannheim— TV Speyer.. 14:7 Sprache. 89 BIfR(Frauen)—Worm. Worms(Frauen):0 r Friſche und Gau Baden: erten, die ung 36 getſch— SV Waldhoeſhß.. 525 Europas und WeEttlingen— TSVNußloch.. 99 feht Ruab ſteht es no 3 ines Geburts⸗ 4 ugvy 3 au Auswahlſpiel ation zwa In Straßburg: denn jſe Elfaß⸗Lothringen— Baden 18:7 ine, den ſein lerisque purus Süddeutſchland Gau Südweſt: treffend cha⸗ Siadt⸗SV Frankf.—Sé Frankf. 80(MSp.) 98 ſtarken u Eintracht Frankfurt— 2⁰ Offenbach. anzgef lk in der To Aſchaffenburg— Haſſia Hanau.. ausgef. il unvergä er alte, nein hHhocken 3 Süddeutſchland T2V1846 n— Tbd Germ. Mhm.:2 . as 5 Tbd Germania 13 n einer Flug Rannheim(Frauer)„ 2; ich ein Flug⸗ Reichsbohn Ludwigshaſen— MT Mhm.:3 lich aus Bam⸗ Städtefpiel Mainz⸗Wiesbaden—Frankfurt:2 nierung feuer⸗ öchſter H— Wiesbadener THG.. 14 or den Leicht⸗ 8⁰ rankfurt— VfR Mannheim... 423 es um vieles 56 Frankfurt— IfR Mhm.(Frauen) 1˙0 chen einſchlä⸗ rankf.— Nürnberger Töc(Jun.).:2 mit dieſe Fn Sachſenhauſen— Frankf. TW 1860.3 r Entwicklu Eintracht Frankfurt— TF5é& Hanau„„72 orden ſind. I. Fl. Hürnberg gewinnt erſtmals den Pokal 60 000 Zuſchauer ſahen im Düſſeldorfer theinſtadion ein ausgezeichnetes Spiel/ Der Club in Meiſterform wie ehedem (Von unſerem nach Düſſeldorf entſandten Z..⸗Schriftleiter) Das überfüllte Düſſeldorfer Rheinſtadion bot wieder den gewohnt ſchönen Anblick. Im weiten Rund wehten unzählige Hakenkreuzfah⸗ nen im kalten Schneewind. Gegenüber der Haupttribüne waren die Vereinsfahnen von Schalte und Nürnberg mit den grünweißen DFB⸗Wimpeln zu ſehen. Es herrſchte nicht die gewohnte feierliche Stimmung unter den 60 000 Zuſchauern. Dazu war es doch zu kalt und der aufkommende Schnee ließ auch für das Spiel nicht allzu viel erwarten. Die Kapelle der Land⸗ läger ſpielte wieder fein auf, und raſch verging die Zeit bis zum Spielbeginn. In Anweſenheit des Reichsſportführers Wie man das von früheren großen Spielen in Düſſeldorf her gewohnt iſt, ſo war es auch jetzt wieder: Auf der Haupttribüne hatten ſich alle führenden Männer von Partei und Staat eingefunden. Bundesführer Linnemann war mit Dr. Xandry trotz Krankheit erſchienen, um auch den Reichsſportführer, der mit ſeiner Begleitung gegen 12 Uhr im Flugzeug von Berlin gekommen war, zu begrüßen. Herr von Tſchammer und Oſten hatte alſo auch, wie ſo viele unter den Zuſchauern, den Weg von Tot⸗ tenham nach Düſſeldorf hinter ſich gebracht und wird in der Beurteilung unſerer Beſtleiſtungen jetzt einen anderen Maßſtab anlegen können, als vordem. Das Spiel begann etwas ſpäter, da die Nüen⸗ berger mit ihrem Omnibus in dem unheimlichen Verkehr ſtecken geblieben waren. Kurz nach 2 Uhr war es ſoweit. Die Mannſchaften erſchienen in der gemeldeten Aufſtellung: Schalle: Mellage— Bornemann, Schwein⸗ furth— Tibulſki, Nattkämper, Gelleſch— Kall⸗ witzki, Szepan, Pörtgen, Kuzorra, Urban. Nürnberg: Köhl— Billmann, Munkert— Uebelein, Karolin, Oehm— Gußner, Eiberger, Friedel, Schmitt, Spieß. Die erſten 45 Minuten Kaum hat Birlem(Berlin) angepfiffen, als Eiberger und Gußner mit vier herrlichen Kombinationszügen aufwarteten. Mellage kann jedoch den Schuß Gußners halben. Nürn⸗ berg ſpielt auffallend kurzen Flachpaß und be⸗ herrſcht dieſen ſehr gut. Köhl holt eine hohe Flanke von Tibulfki mit mächtigem Sprung herunter. Der Ball wandert von Tor zu Tor. Beiderſeits ſind feine Abwehrleiſtungen zu ſe⸗ hen. Der kleine Nürnberger Gußner gefällt ganz beſonders durch Einzelleiſtungen. Sein Gegner Gelleſch kann ihn abſolut nicht hal⸗ ten. Szepan kommt zum Schuß, der Ball wird knapp gehalten. Bis jetzt bleibt das Spiel auf Einzelleiſtungen beſchränkt. Die aroße Linie fehlt bei beiden Mannſchaften. Wieder iſt es Köhl, der heute in großer Form zu ſein ſcheint, der einen ſcharfen Ball von Urban im Werfen unſchädlich macht. Die Glätte des Bodens läßt kein großzügiges Spiel zu. Die Nürnberger nützten dieſen Um⸗ ſtand etwas beſſer aus, indem ſie ihre Flüg⸗ ſtändig einſetzen. Sie können das auch, denn die beiden Leute Gußner und Spieß, die auf dem Außenpoſten ſtehen, ſind durch großes Können in der Lage, eigene Leiſtungen zu voll⸗ bringen. Nach fünfzehn Minuten hat ſich jedoch das Spiel immer noch nicht entwickelt. Starker Schneefall, naſſer Ball und ſchwerer Boden ſind in der Hauptſache ſchuld daran. Die Schalker können bis jetzt einen kleinen Vorteil verzeichnen, der aber mehr auf Rückenwind als auf Leiſtung zurückzuführen iſt. Das Schnee⸗ treiben wird ſtärker, doch das Spiel wird in gleicher Weiſe lebhafter. Urban— Kuzorra kom⸗ binieren einmal gut und ſchon ſauſt ein harter Schuß auf das Nürnberger Tor. Köhl hält wieder in ſicherer Weiſe. Auf der Gegenſeite iſt Schmitt ein Ball knapp daneben geraten. Die Nürnberger finden ſich zuerſt Nun kommen die Nürnberger auf. Nach 30 Minuten erzielen ſie ihre erſte Ecke. Ein Schuß Friedels kann von Mellage gerade noch efaßt werden. Ein weiterer Anſturm der Club⸗ eute läßt vermuten, daß die Nürnberger ſich keinesfalls von ihrem großen Gegner beeindruk⸗ len laſſen wollen. Im Gegenteil, ſie ſind es, die ſich ſchneller zu einer geſchloſſenen Leiſtung zuſammenfinden. Trotzdem die Spielhandlun⸗ gen in ziemlichem Tempo auf und ab wogen, kann die Spielweiſe der Mannſchaften bis jetzt immer noch nicht erwärmen. Vom Deutſchen Meiſter ſieht man herzlich wenig. Gußner umſpielt Nattkämper ſtets glücklich vor Mel⸗ lage, er will zu ſeinem Kameraden Frie⸗ del zurückgeben, doch Mellage hat den Ball im Werfen an ſich genommen, ſo ein ſicheres Tor verhütend. Jetzt kommt etwas Härte auf, wozu der Boden am meiſten beizutragen ſcheint. Doch Nürnberg iſt auch durch das körperliche Spiel der Schalker niät aus der Ruhe zu bringen. Tie Hirter⸗ mannſchaft ſteht wie ein Mann und die Stür⸗ meraktionen werden immer überzeugender, ſo daß man geneigt iſt, an alte große Tage des Nürnberger Clubs zu glauben. Ein Durchbruch von Schalke hätte dieſen beinahe zur Führung verholfen. Kalwitzki flankt, doch Urban verpaßt. Nürnbergs beſſeres Spiel hält weiter an. Eiberger und Gußner, die Leute des glänzenden rechten Flügels, entzücken das Pu⸗ blikum durch fabelhafte Einzel⸗ und Kombina⸗ tionsleiſtungen. Ein weiterer ſchöner Angriff von Schmitt und Spieß wird durch den Abſeitspfiff unterbrochen. Torlos ging es in die Pauſe Man iſt etwas bedrückt auf der Tribüne und auf den Rängen. Man hatte das nicht er⸗ wartet.:0 bei Halbzeit mit einem Ecken⸗ ſtand von:1. Das iſt den guten Weſtdeutſchen doch etwas zu viel. Sie hängen mit Leib und Seele an Schalke, aber die Leiſtungen des Deutſchen Meiſters haben bis jetzt wirklich nicht imponieren können. Szepan bekam bis jetzt, auf gut deutſch geſagt, kein Bein auf den Bo⸗ den, außer einigen guten Vorlagen war von ihm und auch von Kuzorra nichts zu ſehen. Die von Schalke laſſen aber die Hoffnung nicht ſinken, denn vor zwei Jahren in Berlin hat man das gleiche Bild wie heute geſchaut. :0 für Nürnberg nach zwei Minuten Wirklich, der Anpfiff der zweiten Halbzeit ſollte den Leuten, die ſo dachten, recht geben. Nach kaum zwei Minuten ſtand es:0 für Nürnberg. Eiberger hat geflankt, Spie ß ſchießt, Mellage läßt den Ball fallen und aus dem Gedränge ſchießt Eiberger zum erſten Tor ein. Sechs Mann liegen auf einem Haufen zuſammen. Kurze Zeit darauf kann Mellage einen Weitſchuß von Schmitt ge⸗ K8 noch zur zweiten Ecke für Nürnberg ab⸗ lenken. Der Club beherrſcht weiterhin das Spielfeld. Schweinfurth auf der einen und Uebe⸗ lein auf der anderen Seite, retten in ge⸗ fährlichen Lagen. Szepan geht zum erſtenmal aus der Deckung heraus, ſchon ſieht man den Die füddeutſche Sauliga Gau XIV— Baden Spiele gew un. verl Tore Wekt. 1. FC Pforzheim nnn SV Waldhof Karlsruher FV VfR Mannheim Vfe Neckarau S VfB Mühlburg Germania Brötzingen 9 3 1 5 15:19 7 Freiburger FC rn Amicitia Viernheim 8 2 2 4 13:19 6 Phönix Karlsruhe 9— 3 6 14:28 3 Gau XIII— Südweſt Spiele Tore Punkte Boruſſia Neunkirchen 10 I. K 03 Pirmaſens 9 18.13 13:5 SVV Frankfurt 10 20:13 12˙8 Wormatia Worms 8 20:10 10:6 Eintracht Frankfurt 8 11:12 10:6 Union Niederrad 8 11:15 9ꝛ7 hönix Ludwigshafen 10 10:12:14 pel Rüſſelsheim 9 14:17:12 Kickers Offenbach 9 1117:12 FV Saarbrücken 9 13:21:13 Ausgleich kommen. Schalke geht zur Offenſive über. Es folgt eine dritte Ecke für Nürnberg. Das Schneegeſtöber hat nachaelaſſen. Spieß geht allein durch, legt den Ball zu weit vor und die vierte Ecke für Nürnberg iſt fällig. Szepan klärt den Ball. Mit Kuzorra zu⸗ ſammen muß er hinten aushelfen. Wieder iſt es der Club, der mit ſeinem um viele Grade beſſeren Sturm das Spiel ausrichtet. Eiber⸗ ger umſpielt, was ihm in den Weg kommt Nur Kraftmittel können die Schalker noch zeit⸗ weiſe anwenden, um ſich zu helfen. Ein ſeiner Vorſtoß von Schalke ſtellt das Eckenverhältnis auf:2. Köhl hat fein gehalten. Kurz darauf noch einmal. Schalke dreht auf Schalke ſcheint jetzt Ernſt zu machen. Die dritte Ecke für Schalke wird durch glänzende Abwehr von Köhl unſchädlich gemacht. Die vierte Ecke und der Kopfball von Kuzorra landen bei dem unſchlagbaren Köhl. Das Stadion iſt von dem Geſchrei der weſtdeutſchen Anhänger erfüllt. Sie wollen den Sieg ihrer Mannſchaft. Der Club läßt ſich nicht beeindrucken. Schalkes Kombinationszüge bleiben zu durchſichtig, um Erfolge zeitigen zu können. Munkert rettet zur fünften Ecke für Schalke. Szepans Kopf⸗ ball geht vorbei. Gußner iſt wieder durchge⸗ kommen, täuſcht ſeine Deckungsleute, gibt' zu deſſen Schuß knapp über das Tor geht. im Gpiegel der Cabenen Gau KV— Württemberg Sp. gew un. verl. Tore Pkt. Stuttgarter SC Stuttgarter Kickers 9 5 3 1 27:10 13 Sportfr. Stuttgort 9 4 3 2 17:10 11 T Zuffenhauſen SpVg Cannſtatt VfB Stuttgar: hh 94 Ulm ng Sportfr. Eßlingen 9 3 2 4 10:15 8 SSV Ulm 10 1— SV Feuerbach 9— 2 7 10:29 2 Gau XVI— Bayern 4 Spiele Tore Munkte Bayern München 2 21:9 14:1 Spvg Fürth 9 13:4 14•4 1. FC Nürnberg 7 11˙5 13:1 Wacker München 10 1 BC Augsburg 10 E ASV Nürnberg 10 14.20:12 FC Schweinfurt 9 11:12 7711 1.* zayreuth 11 9·17 715 1860 München 10 10:20:15 FC München 11 11:24:17 Der Druck der Nürnberger hält an. Ein zweites Torvon Eiberger beſiegelt das Schickſal des Meiſters. Mellage hat den Ball fallen laſſen. Es ſind nur noch Minuten bis zum Spielſchluß. Außergewöhnliches geſchieht nicht mehr. Schalke hat ſich in ſein Schickſal er⸗ geben und Nürnberg iſt vorſichtig geworden. Großer Jubel begleitet den Abpfiff des Spieles. Die Nürnberger umarmen ſich freudig. Reichsſportführer übergibt den Pokal Der Reichsſportführer ſpricht zu bei⸗ den Mannſchaften und überreicht einen großen Kranz und das ſtark begehrte Siegesobjekt: den Pokal.— Das erſte Pokalſpiel hat ſeinen Meiſter gefunden. Nürnberg feiert Wie⸗ derauferſtehung. Im Fpiegel der ſieiti Der Club hat dieſes Spiel unter allen Um⸗ ſtänden verdient gewonnen.:0 iſt ſogar der rechte Ausdruck für die gezeigten Leiſtungen beider Mannſchaften. Allgemein ſtand der Tip :1 für Schalke. Niemand hatte ernſtlich an einen Nürnberger Sieg geglaubt und nur we⸗ nige waren es, die mit ihren Sympathien zu den Bayern ſtanden. Dazu kommt, daß Nürn⸗ berg wieder reiſen mußte, und zwar direkt in die Höhle des Löwen. So nämlich muß Nürn⸗ berg geographiſch und ſtimmungsmäßig die rheiniſche Fußball⸗Metropole bewerten. Aus all den vorerwähnten Gründen iſt der Sieg der Nürnberger doppelt hoch einzuſchätzen. Sie ſpielten ſehr unbekümmert, ſo unbeſorgt, daß man ſchon nach einer halben Stunde— ob man wollte oder nicht— für ſie ſein mußte. Der Club⸗Sturm gewann das Spiel Der Club⸗Sturm hat in erſter Linie das Spiel gewonnen. Die Zuſammenarbeit war zeitweiſe großartig. Mit dieſer Leiſtung hat er unzwei⸗ felhaft wieder an frühere Zeiten— Hoch⸗Zeiten — angeknüpft. Man ſah eine Ballbehandlung, Schußfreudigkeit und einen körperlichen Einſatz, Eigenſchaften, die die Clubelf weit über den Deutſchen Meiſter ſtellen. Nürnbergs beſter Mann war neben im Tor der kleine Eiberger als Einzelkönner des ſüddeutſchen Spiels, ſo wie wir ihn von früher kennen. Schmitt und Friedel waren intelligent im Aufbau und Paß, während Gußner und auch Spieß als vollendete Außenſtürmer angeſehen werden müſſen. Oehm iſt ein großer Taktiber mit feinem Aufbau. Karolin und Uebe⸗ lein reichen noch nicht ganz an das Format ihres Nebenſpielers heran, waren aber immer beſſer als ihre Gegenüber von Schalle. Köhl der Sieger des Tages „Munkert und Billmann ſich in Anſpruch nehmen, dem Sturm des Meiſters Schach geboten zu haben, was aber nur mit Hilfe des einfach unſchlagharen Köhl möglich war. Dieſer iſt wohl als der Sieger des Tages anzuſprechen. Die Mannſchaftsleiſtung des Club läßt jedenfalls für die nächſte Zeit noch aller⸗ hand hoffen. Mit dieſer Elf erſteht uns wieder eine Spitzenmannſchaft alter Prägung. Es bleibt nur zu wünſchen, daß die Mannſchaft ſich noch ſtabiliſieren kann, um vielleicht doch einmal Weſtdeutſchlands Vormachtſtellung zu brechen. Die Knappen enttäuſchten Schalke hat ſtark enttäuſcht. Die Knappen fenreen wieder ihr bekanntes Spiel der Pro⸗ eſſoren, dem Herz und Tempo fehlen. Die Stützen, Szepan und Kuzorra, fielen hr ziemlich ab und konnten nur periodenweiſe ihr Können zeigen. Den Außenſtürmern wurde von Oehm und Uebelein das Leben recht ſauer ge⸗ macht. Sie ſtanden faſt verlorenem Poſten. Pörtgen allein konnte ſich nicht durchſetzen. Die Schalker Läufer waren mitunter dermaßen überlaſtet, daß ſie ihre Gegner oft nur noch mit der Hand halten konnten. Bornemann und Schweinfurth waren wohl durch den un⸗ ſicheren Torwart etwas gehandikapt und hatten außerdem die Arbeit ihrer Vorderleute mitzu⸗ verrichten. Mellage hat beide Tore auf dem Gewiſſen. Der Pokalgedanke marſchiert Birlem als Unparteiiſcher hat eine über⸗ zeugende Schiedsrichterleiſtung vollbracht. Mit Recht zählt er zu den Spitzenkönnern dieſes Faches. Abſchließend kann geſagt werden, daß der Kampf um den Vereinspokal ſchon im erſten Jahre in ganz Fußball⸗Deutſchland ein Inter⸗ eſſe erweckt hat, das einzigartig iſt. Der Po⸗ kalgedanke hat ſich ſo ſchnell durch⸗ geſetzt, daß man dieſer Konkurrenz ſchon im nächſten Jahr weitaus grö⸗ ßere Bedeutung beilegen wird. Es iſt ſchon ſo, daß gerade der Kampf um den Pokal geeignet iſt, ſoviel Spannung und ſo viele Ueberraſchungen zu zeitigen, daß auch die entfernteſten Kreiſe durch den Kampf um dieſe hohe Trophäe intereſſiert werden. Der erſte Pokal iſt in würdigen Händen. Hof⸗ fen wir, daß auch im kommenden Jahre der Kampf um den Deutſchen Vereinspokal, der ja in den nächſten Wochen ſchon wieder entbren⸗ nen wird, mehr noch al im erſten Jahre alle Vereine auf dem Plan ſehen wird. Badens Gauligaſpiele am 15. Dezember Am 15. Dezember, werden in der badiſchen Gauliga die am 1. Dezember wegen Regens ausgefallenen Spiele ausgetragen, alſo folgende: Vfh Mannheim— Vfe Neckarau Amicitia Viernheim— SV Waldhof, Karlsruher 7B— Freiburger F der meiſter Der VfR Mannheim iſt auf dem Brötzinger Gelände tüchtig hereingelegt worden.:0 iſt eine ſehr bunte Sache und ſpiegelt zahlen⸗ mäßig den Spielverlauf wider. Der VfR fand ſich nur in der zweiten »Spielhälfte für kurze Zeit zu einer wirkungs⸗ vollen Leiſtung zuſammen. Aber auch in die⸗ ſem Zeitabſchnitt fehlte der Elf der letzte Elan, der allein Erfolg bringt. Immer wieder wurde Langenbein, der von der Brötzin⸗ ger Hintermannſchaft glänzend markiert wurde, eingeſetzt, aber nie kam er zu einer klaren Er⸗ folgschance. Das Spiel Mannheims war zu wenig variiert, die Halbſtürmer hinkten auch während der Angriffsperiode nach und die Außenſtürmer brachten es beide nicht zu einer vorbildlichen Leiſtung. Die Unterſtützung der Läuferreihe ließ zeitweiſe auch zu wünſchen übrig. Dieſe ſpielte meiſt hoch zu und ver⸗ ſtand es nicht, dem Sturm eine Baſis zu ſchaf⸗ fen, auf der dieſer zu Erfolgen kommen konnte. Kamenzin machte eine Aus⸗ nahme, er war wohl der beſte Mann in der Elf. Immer wieder fuhr er zwiſchen die an⸗ areifenden Brötzinger und behielt vor allem über die ganze Spielzeit die Ruhe. Die Ver⸗ teidigung ſaß von Anfang an nicht richtig im Sattel und kam im weiteren Verlauf nicht recht ins Spiel. Schneider wehrte ſich tap⸗ fer, die Niederlage konnte er aber nicht verhin⸗ dern. Zu erwähnen wäre noch, daß die VfR⸗ Leute viel ſchlechter mit dem rutſchigen, von einer leichten Schneedecke überzogenen Boden, fertig wurden als die Brötzinger. Der Neuling Brötzingen vollbrachte eine ganz vorzüaliche Leiſtung gegen den Meiſter. Es war eine Freude die Mannen aus dem Brötzinger Tal am Ball zu ſehen. Keine Schwächen gab es in der Elf, ausgezeichnet das Schlußtrio, in dem Merz überragte. Un⸗ gemein lebendig und von einem Kampfeswil⸗ len beſeelt war die Läuferreihe, die dem Sturm eine nachhaltige Unterſtützung ange⸗ deihen ließ. In dieſer Reihe war Joſt ein famoſer Mittelmann; er ſpielte nicht ſo be⸗ tont defenſiv wie Kamenzin und trug da⸗ durch viel zur Gefährlichkeit des Sturmes bei. Im Gegenſatz zu Mannheim drückte hier der Sturm meiſt geſchloſſen vor. Die Verwirrung in der Mannheimer Hintermannſchaft war da⸗ durch zeitweilig groß, zumal ſich die Innen⸗ ſtürmer Brötzingens als ſehr gewiegte Tech⸗ niker erwieſen die auch über einen geſunden Schuß verfügten. Das Spiel wurde von * Behm ⸗⸗Durlach vorbildlich ge⸗ eitet. Die Mannſchaften ſpielten in folgender Auf⸗ ſtellung: Brötzingen: Burger; Merz, Zimmermann; Haas, Joſt, Reuther; Birkenmaier, Dettling, Heinz, Hör⸗ mann, Federmann. Vf R Mannheim: Schneider; Schmoll, Au; Fürſt, Kamenzin, Willier: Spindler, Striebinger, Langenbein, Theobald, Adam. Spielverlauf Nach zwei Minuten gibt Hörmann eine Steilvorlage zu Dettling, dieſer leitet zu Heinz weiter, der über den Ball ſtolpert; aber Dettling eilt herzu und ſchoß den Führungstreffer. Brötzingen lag alſo bereits nach ganz kurzer Spielzeit in Führung. Die⸗ ſer ſchnelle Erfolg der Einheimiſchen brachte gleich Leben und Spannung in den Kampf. Beide Mannſchaften kamen daher zur vollen Entfaltung ihrer Kampfkraft. Brötzingen war etwas mehr im Vorteil und erzielte hinterein⸗ ander zwei Ecken. Allmählich ſchälte ſich eine leichte Ueberlegenheit der Brötzinger heraus. In der 13. Minute gelang Brötzingen um ein Haar das zweite Tor; die Mannheimer Ver⸗ teidigung wehrte ſehr unſicher ab, Dettling kam an den Ball, doch Schneider gelang es mit einigem Glück den Ball zurückzuſchlagen. Im Gegenſtoß ſtürmte Mannheim am rechtien Flügel energiſch vor, Spindler ſchoß, aber Burger hielt prächtig. Sofort kam aber Adam wieder zum Zug, Merz ſtoppte ihn unfair, der Strafſtoß wurde jedoch ins Feld zurückgeſchlagen. Nun hatte Mannheim einige aute Momente, doch Brötzingen arbeirete im Sturm geſchickter und erreichte dadurch eine größere Gefährlichkeit. Nach einigen Minuten ausgeglichenen Feldſpiels erzwang Mannheim eine Ecke. Im Gegenſtoß kam aber Brötzingen ſchon wieder gefährlich durch; Federmann zögerte ſo lange mit dem Schuß und die Chance ging dadurch verloren. Mannheim war dann ſtärker im Angriff, aber das Zu⸗ ſpiel war zu ungenau und zu hoch. In der 35. Minute hatte Schneider einen ſcharfen Iwei Weltrekorde Mangers Im ausverkauften Freiſinger Koloſſeum ge⸗ langen dem deutſchen Schwergewichtsmeiſter Manger(Freiſing) im Rahmen eines Re⸗ en und deutſche Rekorde im Gewichtheben. An dieſem Wettbewerb nahmen Gumberger, Ssmayr und Manger teil. Während die Vereinskameraden Mangers kein Glück hatten, gelang es Manger, im Schwergewicht die längſt⸗ Kgehrie 800⸗Pfund⸗Grenze im Olympiſchen Dreikampf zu überbieten. Manger lam auf 803 Pfund. Damit unterbot er den bisherigen Welt⸗ rekord des Aegypters Noſſeir, der auf 790 Pfd. ſtand. Außerdem gelang es ihm, die Weltbeſt⸗ leiſtung des Wieners Schilberg im Drücken von 266 auf 267 Pfund zu ſchrauben. Manger unter⸗ bot damit auch den vwon Straßberger(Mün⸗ chen) aufgeſtellten deutſchen Rekord von 265 Pfund. Sämtliche Rekordverſuche ſtanden unter der Aufſicht des Gaufachwartes Zimmermann (München). fordabends zwei neue Weltbeſtleiſtun⸗ Schuß von Heinz zu halten. Auch jetzt war Mannheim noch immer nicht ſo in Fahrt, wie man es ſonſt ſchon geſehen hatte. Beſonders in der Verteidigung traten häufig Schwächen auf. Brötzingen erzwang dadurch auch in der 36. Minute das zweite Tor. Heinz hatte nach einer wundervollen Ein elleiſtung an die Latte geſchoſſen, doch der heranſtürmende Dettling konnte den Ball einköpfen Gegen Ende der erſten Spielhälfte hatte Mannheim wieder bange Minuten zu beſtehen. Einmal rettete Striebinger in höchſter Not vor Heinz, der ſich klug geſtellt hatte. Brötzin⸗ gen behielt die:-Führung in der erſten Halb⸗ zeit nach einwandfrei beſſerem Spiel. Nach der Pauſe war Brötzingen wieder ſtark im Angriff, aber auch Mannheim bedrängte nun des öfteren des Gegners Tor. Mit etwas Glück für Brötzingen verliefen aber dieſe An⸗ griffe torlos. Der erſte Gegenſtoß brachte eine *◻0 unterliegt unerwartet im Brötzinger Tal Germania Brötzingen—Verein für Raſenſpiele Mannheim:0(:0) feine Leiſtung Birkenmaiers, der von der Mannheimer Verteidigung hart bedrängt, einen wunderbaren Schuß losläßt, Schnei⸗ der robinoſiert prächtig; trotzdem hätte es ein Tor gegeben, wäre der Ball nicht um Zenti⸗ meter an der Latte vorbei ins Aus gegangen. Es folgten noch ein paar Brötzinger Angriffe, doch dann wurde der Widerſtand der Mann⸗ heimer Mannſchaft ſtärker. Langenbein kam hintereinander zweimal in aute Schuß⸗ poſition, er hatte aber wenig Glück. In den letzten Minuten war der Kampf für den VfR ausſichtsreicher. Brötzingen wunde etwas ner⸗ vös, fand ſich aber nach einigen Minuten wie⸗ der und beherrſchte dann das Spiel bis zum Schluß eindeutig. Es kam aber in der letzten Minute zu einem glücklichen dritten Tireffer: aus 25 Meter ſchoß Merz einen Strafſtoß ein; Schneider rutſchte dabei, ſonſt hätte er den Ball ſicher halten können. Bl. die Waldnöſfer ſiegen klar nach ſchönem Spiel Freiburger Fußball⸗Club—Sportverein Waldhof:5(:3) Wenn trotz der ſehr guten Skibahn im Schwarzwald und trotz der offenen Verkaufs⸗ läden anläßlich des zweiten Adventsſonntages dennoch über 3000 Zuſchauer ins FFC⸗Stadion kamen, ſo iſt das ein Zeichen, wie geſpannt man auf die Waldhöfer war, die beſonders in den Pokalſpielen und ſpeziell gegen den FC Nürn⸗ berg ſo vorzüglich abgeſchnitten hatten. Da man auch vernahm, daß neben Siffling der neue Mann aus Bayern: Schneider, ſtehen würde, ſo ſchraubte man ſeine Erwartungen immer höher. Von vornherein geſagt: Mögen auch Boden und Wetter beſonders gegen den Schluß des Spieles einen Einfluß gehabt haben, von den Waldhöfern können wir getroſt behaupten, daß ſie uns in keiner Weiſe enttäuſcht haben. Lei⸗ der hielt das anfänglich ſchöne und ruhige Wet⸗ ter nicht durch, denn kurz nach Halbzeit nahte eine dicke Schneewolke von Weſten heran, brach ſich an den hohen Schwarzwaldbergen und ſchüt⸗ tete während der ganzen zweiten Spielhälfte ihre weißen Federn herab, die das Spiel ſchwie⸗ riger geſtalteten. Mit dem rutſchigen Boden fanden ſich die Waldhöfer überraſchend viel beſſer ab als die Freiburger, ſo daß man immer wieder ſtaunen mußte, wie prächtig die wendigen Waldhöfer Stürmer nach vorn raſten oder aber mit dem Ball herumbalancierten. Der Sieg der Gäſte war ohne allen Zweifel durchaus verdient, wenn man ſich auch in der erſten Viertelſtunde dieſen Ausgang nicht gedacht hätte. Denn um dieſe Zeit ließen ſich die Freiburger zunächſt beſſer an, während beſonders die Verteidigung der Gäſte anfangs bedenkliche Schwächen zeiyte. Aber das alles legte ſich allmählich, und als Waldhof ſofort nach dem Torvorſprung von Freiburg gleichzog, da erkannte man ſofort, daß hier eine Mannſchaft ſpielte und kämpfte, die etwas konnte. Wäre Waldhof gleich nach Halbzeit nicht zu:1 gekommen, hätte alſo Freiburg da noch ein Tor erzielen können, es wäre vielleicht fraglich geweſen, ob die Gäſte in dieſer Höhe gewonnen hätten. Aber daß ſie mit Sieg und Punkten Freiburg verließen, iſt durchaus gerecht. Dem ſehr umſichtigen und energiſchen Schieds⸗ richter Keller(Karlsruhe) ſtellten ſich folgende Mannſchaften: Waldhof: Edelmann; Mayer, Model; Mo⸗ lenda, Heermann, Kuhn; Bielmeier, Siffling, Schneider, Pennig, Walz. Freiburg: Müller; Mandler Kaſſel; Keller, Heck, Sick: Roſer, Büchner, Seßler, Koß⸗ mann, Zeltner. Die Waldhöfer hatten diesmal einen kerngeſunden und geiſtvollen Siffling bei ſich, der wirklich ganz große Klaſſe heute darſtellte. Was er an Dribblings, Flachpaß und Kopf⸗ bällen zeigte, bereitete reine Freude. Er ſchaffte den Sturm nach vorne, er war der geiſtige Di⸗ rigent eines an ſich wendigen und flüſſigen Quintetts. Und daß Schneider, der neue Mann, ihn ſo gut verſtand, verſpricht für die 8 allerhand. In der Läuferreihe war eermann ein ſicherer und gegen Schluß ſtark defenſiv arbeitender Mittelläufer, denn immer war ſein Ziel, den Flügel, bei dem auch Bielmeier angenehm auffiel, zu bedienen. Molen da fügte ſich vorzüglich in ein Mann⸗ ſchaftsgefüge, das man zur Zeit ſchlechthin als fehlerlos bezeichnen kann. Nach anfänglichen Schwächen, die wohl in erſter Linie dem naſſen Gelände zuzuſchreiben ſind, entledigten ſich Mayer, Model und Edelmann ihrer Sache recht gut. Mayer beſonders, der junge und vielverſprechende rechte Verteidiger, war ſchlagſicher und überlegen, während Edel⸗ mann nicht immer ganz den Eindruck vollſter Sicherheit zurückließ. Aber dieſe Mannſchaft wird ohne Zweifel die kommenden Spiele mit Erfolg beſtehen, wenn ſie auch heute auf keinen ganz guten FFC traf. Durch das Fehlen Peters zeigten die Freiburger im Sturm diesmal wiederum keine Einheit. Sie ſpielten wohl ſchnell und aufopfernd, aber niemals langten ihre Leiſtun⸗ gen an die ihres großen Gegners, der als Kampfmannſchaft bedeutend beſſer war. Fuß⸗ ball iſt oftmals Laune, iſt Stimmung, und dieſe hatten die Freiburger nicht in dem Maße, wie es einem ſo reifen Gegner gegenüber nötig ge⸗ weſen wäre. Oftmals hatten die Freiburger die Möglichkeit zum Ausgleich nach dem:1⸗Stand für die Gäſte, aber da verſagte dann das, was man ſchließlich als„Glück“ bezeichnen kann, während das den Waldhöfern heute ſicherlich nicht verſagt blieb. So gab es ſchließlich ſpe⸗ ziell in der zweiten Halbzeit arge Schwächen bei den Einheimiſchen, die deprimiert und unlu⸗ ſtig ſpielten, und erſt wieder zehn Minuten vor Schluß auftauten, nachdem man doch ihnen gleich nach der Halbzeit zugetraut hätte, auf⸗ zuholen. Zeltner auf ſeinem Linksaußen⸗ platz war fehl am Ort, und da außer Seßler im Sturm niemand da war, der auch nur eini⸗ germaßen das Zeug dazu hätte, Tore zu erzie⸗ en, ſo gab es mit der Zeit ſogar ein reines Katz⸗ und Maus-⸗Spiel, das aber nicht lange an⸗ dauerte. Dann machten die Waldhöfer, die ja ſchließlich beim Stande von:1 kaum etwas mehr zu verlieren hatten, ſchöne Kunſtſtückchen vor und entzückten die Zuſchauer, die ſchließ⸗ lich an dieſer vollendeten Spielweiſe größten Gefallen fanden. Und daß Müller fünf Tore einlaſſen mußte, iſt kaum ſeine Schuld, da ſeine Vorderleute, entweder in der Verwirrung oder aber bedingt durch den Boden, diesmal nicht ihre früheren Leiſtungen aufbrachten. In der Läuferreihe waren Keller und Heck wieder einmal die ſolideſten Könner, und hätten dieſe nicht die rieſige Arbeit geleiſtet, ſo hätte es wo⸗ möglich noch mehr Tore abſetzen können. Die Waldhofmannſchaft traf auf einen ſchwa⸗ chen FFC. Mag ſein, daß die Flügel zur Zeit einen kleinen Rückſchlag nach ihren Pokalſpie⸗ len erleben, die doch reichlich anſtrengend waren. Aber bei allen Entſchuldigungsgründen darf man nicht vergeſſen, daß Waldhof heute eine Mannſchaft iſt, die diesmal bei weitem den Freiburgern an Leiſtungen überlegen war, die aber auch in der Lage ſein ſollte, ſich mit der Zeit die Spitze der Tabelle und damit am Schluß die Meiſterſchaft zu erringen. Das Spielgeſchehen unächſt waren die Freiburger offenſiv, ſo daß der Mannheimer Torwächter viel halten mußte. Aber mit der Zeit ſetzte ſich Waldhof beſſer durch und das Spiel beginnt außeror⸗ dentlich ſchnell zu werden. In der 16. Minute ſchießt Seßler auf eine Vorlage von rechts :0. Aber die Freude der Freiburger dauert nicht lange, da ſofort nach Wiederanſpiel Pennig den Ball erfaßt und unhaltbar ein⸗ ſendet. In der 26. Minute lenkt Siffling einen von einem Strafſtoß herrührenden Ball mit Kopf ein, den ein Freiburger Verteidiger verfehlt hatte. Im weiteren Verlaufe verlor das Spiel etwas an Fahrt. Beiderſeits wer⸗ den prächtige Leiſtungen geboten. In der 41. Minute ſetzt Schneider einen Ball zu Walz, der, vorn ſtehend, ſofort zu:1 ein⸗ ſchießt. In der zweiten Halbzeit kommen die Wald⸗ höfer immer mehr auf, während Freiburg all⸗ mählich zerriſſener und unaufmerkſamer ſpielt. Schon nach zehn Minuten rennt Bielmeier allein durch und erzielt, am herauslaufenden Müller vorbei,:1. Freiburg wird immer ſchwächer, und in der 17. Minute kann Walz ſogar das fünfte Tor für ſeine Farben errei⸗ chen, da die Einheimiſchen mehr oder weniger auseinanderfallen. Erſt in den letzten Minuten kommt dann Freiburg wieder auf. In der 32. Minute gelingt es dem Rechtsaußen Roſer, im Alleingang das Reſultat auf:2 zu ſtellen. Das Schneegeſtöber wird immer ſtärker, und beide Mannſchaften haben ſich anſcheinend ver⸗ ausgabt, ſo daß gegen Schluß das Spiel keinen beſonderen Reiz mehr ausübt. Dr. M. lleberraſchung an der fllteiper Fähre Vfe Neckarau—VfB Mühlburg:0(:0) Die wenig roſige Lage der Neckarauer hat eine Verbeſſerung erfahren. Endlich iſt ihnen wieder einmal ein Sieg gelungen. Unerwartet kommt dieſer Gewinn beider Punkte ja durch⸗ aus nicht, aber man kann doch etwas über⸗ raſcht ſein über das klare Reſultat dieſes Sieges. Noch mehr wird man überraſcht ſein, wenn man erfährt, daß außer dem geſperrten Lauer auch Größle, der ſich im Spiel gegen Pforz⸗ heim eine Sehnenzerrung zugezogen hat, in der Neckarauer Mannſchaft fehlte. Indeſſen waren aber auch die Mühlburger gezwungen vier Erſatzleute einzuſtellen. Die Erſatzleute bzw. die Umformierung, die in mehr oder minder großem Maße bei beiden Mannſchaften bedingt war, bewährte ſich jedoch in großen und ganzen. Vor allem kann man das von der Neckarauer Elf ſagen. Da ſpielten der ſonſtige Stürmer Benner und der ehemalige Verteidiger Siegel ein wirklich prachtvolles Läuferſpiel. Allerdings, die ungewohnte Arbeit ſtellte ſo große Anforderungen an beide, daß ſie in der zweiten Halbzeit ſehr nachließen. Mö bewährte ſich als Sturmführer nicht ſo gab jedoch manchen hübſchen Paßball an Nebenleute und war durchaus kein A Ein Fehler war es auch, nicht Striehleen den Rechtsaußenpoſten zu ſtellen und W linksaußen ſpielen zu laſſen. Als Außenſ mer kommt der körperlich noch etwas ſch Jugendſpieler dank ſeiner hervorragenden nik und Spielintelligenz bei weitem beſſe Geltung und vermag nützlichere Arbeit zu! richten als auf dem bisherigen Mittelſtür poſten. Sehr gut war auch Wenzelburg der ſich ſeiner früheren ausgezeichneten 59 wieder zu nähern ſcheint und mit zwei ſchö Toren ſeine wiederkommende Schußentſchloſf heit ankündigte. 15 An dem Sieg hatte aber auch einen großen Anteil der Neckarauer Torwächter Dierin⸗ ger, der keinen einzigen Fehler 1 und in der zweiten Halbzeit, als die Mühlburger ſchwer drängten, mit größter Geiſtesgegenwart, Entſchloſſenheit und Fangſicherheit jeden Er⸗ folg der Gäſte zu verhindern wußte. Er hatte gerade in dieſer zweiten Halbzeit ſchwerſte Ar⸗ beit zu verrichten, da die Neckarauer Läufer⸗ reihe nur noch in wenigen Fällen die Aktio der Mühlburger zerſtören konnten und aug die beiden Verteidiger des öfteren den K zeren ziehen mußten. Damit ſoll durchaus n geſagt ſein, daß Meiſter und Klamm ge⸗ rade ſchlecht geweſen wären; durchaus :2 Roth, Geis mann, Bock ſie machten ihre Sache recht brav, wenngleich liefen. hin und wieder einige Schnitzer unten iefen. Bei der Mühlburger Mannſchaft war es, t der drei Tore, vor allem das Schlußtrio, gut ſpielte und dann noch der rechte Angri flügel. Die Läuferreihe kam erſt nach der Pa . ei gut inns Spiel, während der linke Sturmflügel Res 2 immer ziemlich ausfiel. Beiden Mannſchaften ma Minute bri der ungewohnte hartgefrorene Boden ſichtlich Linksauße ſchaffen, ſo daß das Spiel, obſchon mitun ſehr gute Kombinationen zu ſehen waren, keinem beſonders hohen Niveau ſtand. Es ber⸗ dient jedoch hervorgehoben zu werden, daß es Schwar Die Angriff von beiden Parteien anſtändig durchgeführt ls die des G wudde. lügel Adle⸗ Die Mannſchaften ſtanden—55 lte bal VfL Neckarau: Dieringer; Meiſter, Klamn eer Benner, Siegel, Schmitt; Striehl, Wenzel⸗ burger, Möhler, Roth, Wahl. VfB Mühlburg: Meßmer; Moſer, Rink; Jor Hüber, Gruber; Walz, Oppenhäuſer,§ Schwörer, Minges. Der Spielverlauf Das Spiel ſteht bald nach Beginn vollkomn im Zeichen der Neckarauer. Stürmiſch grei dieſe an, tönnen jedoch vorerſt gegen die zahl mäßig ſtarke Mühlburger Verteidigung zu nem Erfolg kommen. Man kann nur überrg ſein von dem guten Zuſammenarbeiten der um formierten Mannſchaft. Immer wieder kommen durch feine Vorlagen von Siegel und Ben ner die Neckarauer Stürmer in Front. Di Mühlburger kommen nur ſeltener zum Ang Bald nach 2 dritte Tor. Ei Ihre Läuferreihe iſt ausſchließlich mit der 3 ll wehr beſchäftigt, und zwiſchen der Sm ten ligel und Hintermannſchaft klafft eine große L Adlers S die kein reibungsloſes Zuſammenarbeiten Im Gefü Mannſchaft zuläßt. Gefährlich aber für Neckarauer Tor werden vereinzelte Angriffe rechten Mühlburger Flügels, gegen deſſen gut Kombination der kleine Schmitt des öfte machtlos iſt und auch Klamm kann dieſe griffe nicht abſtoppen. Die hereingegebe Flanken werden aber in keinem einzelnen verwertet. Bedenklich ſchwach zeigt ſich der geſamte Mühlburger Innenſturm im Neckarauer S raum und alle gefahrdrohenden Situatio können geklärt werden. Auch die Neckarauer nen einige gute Chancen nicht wahrnehmen. iſt auch etwas Pech dabei. So knallt Wenze burger einmal den Ball dicht über die 43 und auch ein Strafſtoß von der Strafrau grenze wegen Hände, der ja eigentlich mit ein Elfmeter hätte geahndet werden müſſen, nimm 3 den gleichen Weg. Aber in der 20. Min, kommt Neckarau doch zum Führungstreffer. Mit ſchon lange nicht mehr geſehener Entſchloſſenheit jagt Wenzelburger das Leder in den Kaften nachdem der Mühlburger Torhüter eine Fla von Striehl zu knapp abgewehrt hatte. 3 Minuten ſpäter ſteht das Spiel ſogar;0 Wahl, der ja immer ſich geſchickt freizuſtellen verſteh iſt mit einer feinen Vorlage frei zum Schuß getommen und dirigiert das Leder nach dem weiter entfernten Eckpfoſten, wo Striehld Schwarze, nis etwas ver ße Aufgab⸗ einauer, ur 1 man ein der zweiten Ho beſſere mterbunden v die Man rt und im e Rheir unk Aleman Ball einlenkt. Mit:0 geht es in die Pauſe He Auch der Beginn der zweiten Halbzeit ſi Zwei Tore Neckarau ſofort im Angriff. Eine ſich biete eit ſind recht gute Gelegenheit vergibt Wahl durch f en Tore reck placierten Schuß. Bald jedoch geht das Ko vohl kaum e. mando an die Mühlburger über. Die gefam ſeiden Gäſtev Läuferreihe der Neckarauer läßt mehr und me em Stellun⸗ nach und nun ſind es die Mühlburger, die ha ing gleich hoch überlegen ſpielend das Neckarauer Torf kar einn gre merfort berennen. Aber zu gering iſt die Sch Rechtsauß entſchloſſenheit und die Schießkunſt der Inn rtig zum F ſtürmer. So kommt Oppenhäuſer, lle wurde e durchgelaufen war und nur noch Diering der gegne vor ſich hatte, dieſem den Ball in die fa reiten Hände. Seltener kommen die Neckarg Stürmer zum Angreifen. Aber dieſe weni zahlreichen Angriffe ſind dafür gefährlicher A die des Gegners. Beinahe hätte ein Fehlſchl. des Mühlburger linken Verteidigers den dri Treffer für die Neckarauer ergeben. Doch We . gut a Heddesheimer gehindert einſ. die ſchönſte Ge ls der Halbli rvor dem 2 Dies machte elburger, der in den Beſitz des Balles war, ſchoß aus zu ſpitzem Winkel, ſo 0 na Meß mer den Ball glatt halten konnte. 9 chluß perhüt der bietet ſich Walz wieder ef** für di glänzende Torgelegenheit, als er mit eß—5 Tore Steilvorlage auf das Neckarauer Tor losff klen ut tete. Aber da ſtürzt ihm Dieringer ſe an der ſchloſſen aus dem Tor herauslaufend entge—5 und d und nimmt dem Mühlburger die Chanee 0 heiten letzten Moment. Sie müſſen leer ausgehen, 5 ns Mühlburger. Hohehen kommt Neckarau ft Minuten vor Schluß doch noch zu einem hrith Wirklich gut ten Treffer. Ein halbhoher Paßball von Strichl zen Dauer lenkt Wenzelburger in feiner Manier ſofort li s die Hed haltbar in die lange Ecke. 3 Schiedsrichter Wacker(Niefern ndlung, ausgezeichnet. Geig lauffaſſ Unkerbaden⸗Weſt zen. aßbol an Sp. aw. un. vl. Tore Wet. kein Au ſia RNeulußheim 9 7 1 1 2818 15 Striehl auf Rix Mannheim 9 6— 3 15:9 12 en und Wah em, Friedrichsfeld 10 5 1 4 16.12 11 Als Außenſtilt⸗ un Feudenheim 9 4 3 2 19.16 11 etwas ſchwa ckenheim% hn rragenden Te g eitem beſſer Ilvesheim nn Arbeit zu ög Sandhofen Ss Mittelſtürmer⸗ s Mannheim 8 3 1 4 15:19 7 nzelbur Seckenheim 1 3 5. 1 5 zeichneten ung Heddesheim 9 1 3 5 13:24 5 nit zwei ſchö Rheinau n chußentſchloſſ Alemannia Rheinau Olympia Reulußheim:5(:2) einau: Benz, Kutterer, Vetterolf, Schwarz, Roth, Geisler, Wolf, Ketterer, Weber, Heck⸗ ann, Bockmeier eulußheim: Langlotz., Hagmann, Gent⸗ er, Wein, Dörrmann, Langlotz., Abler, uchs, Zäß, Kammerer, Bollreig Die Rheinauer alſo mit umgeſtellter Mann⸗ ꝛit ſchwerſte karauer Läuf en die Aktio inten und g haft. Die bisherigen Stürmer Schwarz und teren den Ki isler nahmen die Außenläuferpoſten ein, ldurchaus n hrend im Sturm zwei Jugendſpieler einge⸗ d Kl ſetzt wurden. Beide Mannſchaften zeigten gleich großen iſer, können aber vorerſt nichts erzielen. Die orwächter wurden wohl viel beſchäftigt, doch aren es nur leichtere Bälle. In der 21. Min. folgt ein ſchneller Angriff des Gaſtes, der lommt zu Fuchs, der nach kurzem Dribb⸗ wohlüberlegt einſchießt. Auch Rheinau hat zwei gute Gelegenheiten, doch Langlotz immer durch ſchnelles Eingreifen. Die Minute bringt das zweite Tor für den Gaſt. er Linksaußen kann nach einem Gedränge den all eindrücken. Ein gut getretener Strafſtoß on Schwarz hält Langlotz. Die Angriffe des Gaſtes ſind einheitlicher die des Gaſtgebers. Beſonders der rechte gel Adler und Fuchs ſpielen gut zuſam⸗ n. Ein Angriff des linken Flügels der Rhein⸗ ler hätte bald ein Tor gebracht, doch konnte 45 Verteidiger der Gäſte den Ball aus Ecke köpfen. Neulußheim führt zwar:0; Feldüberlegenheit des Tabellenführers war noch nicht feſtzuſtellen. Nach einem Schräg⸗ huß von Adler neben das Tor iſt Halbzeit. Bald nach Wiederbeginn erzielt Fuchs das kitte Tor. Eine ſchlechte Zurückgabe von Kut⸗ er kann er an dem herauslaufenden Benz urbei einſchießen. Neulußheim beherrſcht nun das Spiel. Selbſt der ſtark offenſiv ſpielende fittelläufer der Gäſte beteiligt ſich am Schießen. aft war es, t Schlußtrio eiſter, Klam Wenz . r, Rink; Jo ſenhäuſer, inn vollkomn türmiſch grei Wihn 1 Ein'ſchöner Flachſchuß von ihm geht knapp da⸗ nur über eben. Ein wenig ſpäter kommt Dörrmann och zu Torehren. Mit dem Ball am Fuß über⸗ rbeiten der u her die Verteidigung und krönt ſeine Lei⸗ rer flung durch placierten Schuß in die linke untere in Front Ecke. Die Angriffe des Gaſtgebers er zum Angri 1 Präziſion, ſo daß die aufmerkſame Hin⸗ annſchaft von Neulußheim vor keine ſchwere lich mit de eit geſtellt wird. Wieder ein Angriff des r Stürmer ten des Gaſtes und die Partie ſteht ne große L Adlers Steilvorlage zu Fuchs lenkt dieſer nenarbeiten Im Gefühl des ſicheren Sieges läßt Neu⸗ )aber für ßhei t mehr ins lte Angriffe d zheim nach und Rheinau komm h Spil. Einen ſcharfen Schuß kann Langlotz nur furz abwehren, das nachfolgende Gedränge ingt einen Foulelfmeter, den Geisler ſicher erwandelt. Auch ein Weitſchuß von Roth traf ins Schwarze, ſo daß Rheinau das Torverhält⸗ is etwas verbeſſern konnte. Der Tabellenführer wurde heute vor keine abe geſtellt. Zu ſchwach waren die um den Sieg zu gefährden. So ih man ein mittelmäßiges Spiel, das nur in weiten Halbzeit, aber auch da nur zeitweiſe, beſſere Leiſtungen des Spitzenreiters erbunden wurde. Dann ſah man allerdings, die Mannſchaft mit Recht die Tabelle an⸗ ührt und im Ernſtfalle noch viel zuzuſetzen „Rechter Flügel, Mittelläufer und Tor⸗ zächter überragten ihre Kameraden. die Rheinauer werden Mühe haben, die Punkte zur Erhaltung der Klaſſe zu hereingegeben einzelnen Fa h der geſan ackarauer S den Situati zahrnehmen. allt Wenze über die La der Strafrau ntlich mit ein müſſen, nimmt 20. Min. kommt effer. Mit ſchon 0 4 H. n Die gute Hintermannſchaft allein kann iter eine§ auf die Dauer nicht ſchaffen und der Sturm ehrt hatte. u ſchwach, um ein Spiel entſcheiden zu ſogar:0 Wo en. Mit dem Schiedsrichter war alles zu⸗ uſtellen verſteh den. Alemannia Ilvesheim Fortuna Heddesheim:0(:0) Zwei Tore nach 90 Minuten Spielüberlegen⸗ ſind recht wenig. Dabei waren dieſe bei⸗ durch Tore recht glückliche Treffer und hätten geht das(laum erzielt werden können, wenn die r. Die geſan en Gäſteverteidiger aufmerkſamer und in mehr und me m Stellungsſpiel klüger geweſen wären. So n. leich nach Spielanfang Schmitt 5—35 Schnitzer, den H. Schwarz, Rechtsaußen von Ilvesheim geiſtesgegen⸗ ig zum Führungstor nützte. Zum zweiten le wurde Schmitt im Gäſtetor geſchlagen, der gegneriſche Mittelſtürmer eine ſcharfe — in die fa orlage gut aufnahm, die zu weit aufgerückten die Necka imer Verteidiger überſpurtete und un⸗ dieſe we indert einſchließen konnte. Kurz zuvor war gefährlicher. le ſchönſte Gelegenheit für Ilvesheim verpufft, ein Fehlſ der Halblinke eine ſchöne Flanke einen Me⸗ gers den dr por dem Tore hoch darüber jagt. Dies machte in der zweiten Spielhälfte auch er wenig ſpäter in ausſichtsreicher 5 knn ung knapp daneben ſchießt. Kurz vor luß verhütete der Pfoſten ein weiteres ſiche⸗ lz wieder e or für die Gaſtgeber. Noch weniger Glück — hatte der Gegner, der mit ſeinen r Tor losf ſelten gut durchgekommenen Angriffen Laſt eringer umer an der Strafraumlinie geſtoppt werden ufend entg unnte und die zwei oder drei wirklich guten die Chance genheiten ſcheiterten an dem ungenauen Nechn ußvermögen der Stürmer. zu einem klich guten Fußball ſah man während der all von St zen Dauer des Kampfes recht ſelten. Beſon⸗ die Heddesheimer Spieler machten einen een Eindruck und waren in Ballbe⸗ Zuſpiel, auffaſfung ihrem Gegner immer unterle⸗ Körperbeherrſchung und gen. Wenn auch Ilvesheim an früher gezeigte gute Leiſtungen nicht anknüpfen konnte, ſo waren doch die Handlungen ſeiner Spieler in den meiſten Fällen durchdacht und verrieten immer wieder eine gute Schule. Vermißt wurde jedoch ein ausgeſprochener Drang auf das geg⸗ neriſche Tor mit dem unbedingt krönenden Torſchuß aus allen Lagen. So war, was beſonders den Eifer anbetraf, der Gaſt aus Heddesheim viel eher richtung⸗ gebend, denn er verſuchte, wenn er auch oft an ſeinem eigenen ſpieleriſchen Unvermögen ſchei⸗ terte, durch Einſatz und unaufhörlichen Kampf um den Ball das Ergebnis zu ſeinen Gunſten zu ändern. Immerhin vermochten die Platzbeſitzer trotz ihres geringen Kampfgeiſtes, der gegen Schluß noch mehr abflaute, das Spielgeſchehen durch⸗ weg leicht zu führen und errangen ſomit einen verdienten Sieg, der bei größerem Eifer weit höher ausgefallen wäre. Anerkannt muß vor allen Dingen werden, die außerordentlich ruhige und ritterliche Spielweiſe beider Mannſchaften, die den umſichtigen Leiter Duchardt(05 Hei⸗ delberg) vor keine ſchwere Aufgabe ſtellten. ral. Die„Orün⸗Deißen“ ſiegen in Feudenheim VfTu Feudenheim—Phönix Mannheim:2(:2) Alle Erwartungen, die ſich daran knüpften, daß Feudenheim nach den bisher ſo glänzend beſtandenen Meiſterſchaftsſpielen auch dieſe Klippe überwinden wird, zumal es den Vorteil hatte, auf eigenem Platz ſpielen zu können, er⸗ füllten ſich nicht. Sie konnten ſich nicht erfüllen, weil diesmal Phönix, der bisher in dieſen Spie⸗ len immer den Kürzeren zog, ſich in einer Form zeigte, die an die beſten Tage vergangener Zei⸗ ten erinnerte. Zwar hatte man die Läuferreihe durch Schmidt verſtärkt, aber das allein war 70 ausſchlaggebend für das tonangebende piel. Irgend etwas war die beſondere Triebfeder der Mannſchaft. Vielleicht die Ausſicht auf Spitzenführung? Wer weiß! Immerhin ließen ſich die Feudenheimer durch das von Phönit gleich zu Beginn des Spiels vorgelegte Tempo aus dem Konzept bringen. Das trockene kalte Wetter bedingte von vornherein ſchon eine ſchnellere Betätigung und ſo kam es, daß Phönix ſchon nach zehn Minuten Spieldauer durch den Mittelſtürmer Oechs ler, der eine Flanke von Rößler geſchickt aufnahm, zum erſten Tor verwandelte. Ueberhaupt löſte der Phönixſturm diesmal ſeine Aufgabe zur vollſten Zufrieden⸗ heit aller Beteiligten und„Außenſtehenden“. Prachtvoll war die Zuſammenarbeit der Läu⸗ ferreihe mit dem Sturm und alle noch ſo ge⸗ ſchickt eingeleiteten Angriffe der Feudenheimer zerſchellten an der ſtabilen Phönixverteidigung und nicht zuletzt am Torhüter Dechenmeier. Das Spiel war zwar in der erſten Hälfte verteilt, aber die weitaus größeren Chaneen hatte doch Phönix. Es war daher nicht weiter verwunderlich. daß der Phönixrechtsauß'n Seel, der ſich ſehr aktiv betätigte, nach etwa zwanzig Minuten für ſeinen Verein das zweite Tor erzielte. Torwart Müller hatte den Ball mit dem Fuß abgewehrt und Seel, dem der Ball wieder vor die Füße kam, verwandelte im Nachſchuß zum.0. Die zweite Hälfte begann mit lebhaften An⸗ griffen beiderſeits. Feudenheim machte alle Anſtrengungen, die Torſpanne zu verringern, und die Bemühungen hatten den Erfolg ver⸗ dient. Aber vorerſt ſcheiterte alles an der Phönixdeckung, während die Phönixſtürmer durch blitzſchnelle Durchbrüche verſuchten, die Torziffer zu erhöhen. Bei einem ſolchen Durch⸗ bruch wurde Seel im Strafraum unfair ge⸗ rampelt. Den verhängten Elfer ſchießt Kluh ſehr lax, ſo daß der Torwart halten konnte. Gewiſſermaßen war dies der Auftakt zu neuen ſpontanen Angriffen der Gaſtgeber, die in der Folge das Tor der Gäſte arg bedrängten und als Abſchluß eines ſchönen Angriffes durch Kopfball von Pflock das erſte Gegentor er⸗ zielten. Für die Folge wurde der Kampf reichlich hart, aber Schiedsrichter Köhler(Sandhauſen) zeigte ſich ſeiner Aufgabe gewachſen. Die Ge⸗ müter beruhigten ſich nicht bis zum Schluß und oft konnte man ſehen, wie die Verteidigung von Phönix in höchſter Not zur Ecke kickve. Publikum und Mannſchaft waren in fieber⸗ hafter Spannung und erwarteten jeden Augen⸗ blick den Ausgleich der beängſtigend drängenden Gaſtgeber, der ſich bis zum Schlußpfiff des wirklich Unparteiiſchen nicht mehr einſtellte Und ſomit gewann der Gaſt ein weiteres Meiſter⸗ ſchaftsſpiel gegenüber einem Gegner, den er nur auf Grund ſeiner forſcheren Kämpferweiſe niederhielt, ohne daß dieſer ſchlechter ſpielte als ſonſt.——ergo— füfertal holt punkte in Friedrichsfeld Germania Friedrichsfeld—Sportelub Käfertal:0(:0) Friedrichsfeld, das auf eigenem Platz immer einen gefürchteten Gegner abgab und in dieſer Bezirksklaſſenrunde zuletzt Neulußheim die Se⸗ gel ſtreichen ließ, erfuhr geſtern durch die auf⸗ opferungsvoll ſpielenden Käfertaler Blau⸗ Weißen eine unerwartete Niederlage. Damit hat ſich ein ſeit Jahren bei Käfertal gehegter 135 Traum verwirklicht, denn immer wußten ie Friedrichsfelder das beſſere Ende für ſich zu behalten. Beide Mannſchaften enttäuſchten, Käfertal nach der angenehmen, Friedrichsfeld nach der anderen Seite. Friedrichsfeld war gegenüber ſeinen einheitlichen Leiſtungen vor 14 Tagen einfach nicht wiederzuerkennen, möglich auch, daß der wohl eigene, ſonſt allerdings weiche Boden, der geſtern leicht durchgefroren war, die Leute aus dem Konzept brachte. Schmidt(Fried⸗ richsfeld) rief verſchiedentlich den Unwillen der Spieler ſowie der Zuſchauer hervor. Gundt (Plankſtadt) erwies ſich nicht immer als glück⸗ lich entſcheidender Unparteiiſcher, und das war wieder einmal ein Grund mehr für die Spie⸗ ler, den„abgekauften Mut“ weidlich auszu⸗ nützen. Das ganze Treffen hatte infolgedeſſen ein unnötig hartes Gepräge. Der Spielverlauf brachte in der erſten Halb⸗ zeit auf beiden Seiten keine überragenden, da⸗ für ſtark an Nervoſität durchſetzte Leiſtungen. Das Spiel verlief verteilt, wobei zunächſt Graf, vollkommen klar ſtehend, eine ihm von JFäger zugeſpielte Vorlage glatt und energiſch darüber ſchoß JFäger, Schmidt und noch⸗ mals Jäger, wußten mit günſtigen Bällen bzw. Strafſtößen nichts anzufangen. Ein den Käſertaler Gäſten zuerkannter Strafſtoß, ver⸗ urſacht durch ein grobes Foul von Schmidt, hielt Hollerbach glänzend. Die⸗ Käfertaler, die viel mit vier Läufern ſpielten, kamen noch nicht recht in Fahrt. Das gegneriſche Schluß⸗ trio war zu ſchwer zu nehmen. Aber auf der Gegenſeite erging es den Platzherren nicht viel beſſer. So wechſelte man die Seite.0. Nach Wiederbeginn drängten die Germanen eine Zeitlang ſcheinbar ſtark, doch ſchafften Rutz— Rihm immer wieder Luft. Gleiß⸗ ner als Erſatz für Jenne bei den Gäſten ſo⸗ wie ſein Nachbar Kilian leiſteten ſchöne Auf⸗ bauarbeit. Der Sturm, bei dem insbeſondere Singler— Fuchs und Pauels mächtig nach vorne drängten, konnten jedoch Holler⸗ bach nicht klein kriegen. Vetter und er muß⸗ ten wiederholt eingreifen und warteten mit überzeugenden Abwehrparaden auf. Schon ſchien es, als wollten ſich beide Gegner in die Punkte teilen, als Hering ein famoſer Durchbruch gelang. Die von ihm zu Fuchs gegebene Flanke wurde famos aufgenommen, doch Hol⸗ lerbach drückte den Ball zu ſchwach ins Feld zurück. Da Hollerbach nicht ſchnell genug auf ſeinen Platz zurückging, ſchoß Singler in der etwa 80. Minute zum Führungstreffer ein. :1 für Käfertal. Kurz darauf landet ein wohl⸗ gemeinter Schuß von Fuchs am Pfoſten. Ein ſolgender ſchöner Durchbruch von Pauels wurde durch Schmidt innerhalb der Straf⸗ raumgrenze unfair unterbunden, doch blieb der fällige Elfmeter aus. Friedrichsfeld, das vor⸗ übergehend ſich mächtig vor Käfertals Heilig⸗ tum zu ſchaffen machte, konnte nichts erreichen, obwohl Kögel inzwiſchen auf Rechtsaußen ge⸗ gangen war. Ein inzwiſchen von Käfertal er⸗ zwungener Eckball wurde von Hering wun⸗ derſchön zu Pauels hereingegeben, der zum :0 führte. Ehe man es ſich verſah, war Fuchs unmittelbar nach dem zweiten Tor zuſammen⸗ gebrochen und mußte verletzt vom Platze getra⸗ gen werden. So endete das für Käfertal ver⸗ dient gewonnene Spiel. Bei Käfertal konnte die Geſamtleiſtung ge⸗ fallen, einen zurückſetzen, hieße den anderen be⸗ vorteilen. Friedrichsfeld hatte ſeine Hauptſtütze im Schlußtrio, während vom übrigen Mann⸗ ſchaftsteil Henrikus nicht ganz auf der Höhe zu ſein ſchien. kr. In Feckenheim unerwartete Punkteteilung 98 Seckenheim—Spielvereinigung Sandhofen:1(:0) Seckenheim iſt zu Hauſe ein ſchwer zu neh⸗ mendes Hindernis. Dieſe Tatſache mußten ſchon Spitzenreiter der Tabelle am eigenen Leibe verſpüren. Der Platz auf der Seckenhei⸗ mer Vorlandwieſe war ſchon öfters Zeuge heiß umſtrittener Punktekämpfe. In dieſem Jahre will es mit den Platzherren nicht aufwärts gehen, trotzdem die Mannſchaft mächtig beim Zeug iſt. Spielerverletzungen am laufenden Band zwingen die Seckenheimer zu recht waghalſigen Experimenten in Punkio Mannſchaftsaufſtellung. Mit eiſerner Eneraie wird um die Verbeſſerung des ſicher nicht als aut anzuſprechenden Tabellenplatzes gekämpft Die Termineinteilung brachte bis jetzt nur drei Heimſpiele für die Platzherren, dzs heu⸗ tige war das vierte auf eigenem Gelände, und Sandhofen ſtellte ſich als Gegner vor, eine Mannſchaft, die im vorigen Jahre ſo viele Ueberraſchungserfolge brachte. Noch ſind es die aleichen Leute, aber man iſt nicht mehr ſo pro⸗ duktiv. Im Feldſpiel zeigten die Sandhofer 0 a, die ſchönſten Sachen, aber vor des Gegners Tor können ſie nichts Beſonderes bieten. Trotz des mageren Tabellenſtandes ſteht der eiſerne Anhang der Seckenheimer hinter ſeiner Mannſchaft, aber erſatzgeſchwächt mußten die Platzherren ins Spiel ſteigen. Hart war der Kampf, ja manchmal aing es gerade noch an der Grenze des Erlaubten vorbei. Techniſch war die Gäſteelf den Platzherren überlegen, aber das zweckmäßige Erfolgsſpiel lieferte Seckenheim. Schon nach wenigen Minuten erzielte der Rechtsaußen ein ſchönes Kopfballtor, das vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde. Durch einen Handelfmeter gina die Platzelf aber doch noch in der erſten Spielhälfte in Führung Fetzt gewann Seckenheim etwas an Ueber⸗ kegenheit, aber die Tordeckung der Sandhof'⸗ ner wußte die ſchönſten Sachen zunichte zu machen, und ſo blieb es bei dem einen Erfolg Lange noch in⸗der zweiten Halbzeit lagen die Platzherren im Vorteil, als elf Minuten vor 4 Schluß eine Fehlabwehr den Sandhofern Ge⸗ legenheit gab, den Ausgleich zu erzielen. Prompt wurde dieſe Gelegenheit auch ausoe⸗ nützt, und ſo das Enoreſultat hergeſtellt. Sandhofen brachte eine erſtklaſſige Tordeckung mit. Wittemann hielt ſchöne Sachen und zeigte ſich als Meiſter ſeines Faches. In der Läuferreihe war kein ſchwacher Punkt, während der Sturm wohl im Feldſpiel glänzend arbei⸗ tete, aber vor dem Tor nur auf der linken Seite gefährlich war. aſt ähnlich gelagert ſind die niſſe der Seckenheimer Mannſchaft. Der wart war ſehr gut; in der Verteidigung ſtand auf links ein Mann von Klaſſe, auch rechts war der Poſten genügend. Sehr gut deckte die Läu⸗ ferreihe, der Sturm hatte wohl gewaltigen Drang, aber zu wenig Idee. Brauchbar waren die Mittelſtürmer und Linksaußen, auch der Halbrechte verriet noch Können. Zuſchauer wa⸗ ren zu dieſem Spiel etwa 500 gekommen. Mannſchaftsaufſtellung Seckenheim: Klumpp; Volz, Erny; Spon⸗ nagel, Feuerſtein, Wirthwein; Wirthwein, Exel, Seitz, Lange, Fuchs. Sandhofen: Wittemann; Schenkel, Baier; Müller, Martyſek, Wehe; Weidenhammer, Ofer, Michel, Krokowſki, Vogel. Schiedsrichter Brunner(Sinsheim) war in ſeinen Entſcheidungen unbedingt etwas zu wenn er auch ſonſt nicht ſchlecht lei⸗ ete. Unterbaden⸗Oſt Sp. gew. un. verl. Tore Pkt. 23:5 14 18:9 12 12:18 10 2318 9 98 Schwetzingen VfB Wiesloch G Kirchheim V Sandhauſen V 09 Weinheim ickers Walldürn 3 86 Handſchuhsheim Vg Eppelheim pVg Plankſtadt Union Heidelberg SpVg Eberbach 05 Heidelberg SV Schwetzingen—86 Handſchuhsheim :1(:0) Beinahe wäre es dem Neuling geglückt, dem Tabellenführer auf eigenem Gelände einen wich⸗ tigen Punkt abzunehmen, denn bis zur 43. Mi⸗ nute ſtand die Partie noch:1. Vielleicht war es auch der hartgefrorene Boden, der dazu bei⸗ getragen hat, daß Schwetzengen heute weit un⸗ ter ſeiner ſonſtigen Form ſpielte. Die wieſel⸗ flinken Gäſte fanden ſich viel ſchneller zurecht als die Einheimiſchen. Gleich zu Anfang mußte Benkler einen ſcharf geſchoſſenen Ball der Gäſte unſchädlich machen. Die Gäſteelf blieb für die Folge leicht im Vorteil. Vor allem fielen die ſchnellen Vorſtöße und insbeſondere das Alanafnſc Nedaschlankbmwge Glas.25 und.55 AAN. Schlonuſæin heſò, geſunò und achòn ſein! S- 1S S 29 ⏑ ◻ O0◻. — ⏑ ι⏑⏑ ιι—nm —— do%- ⏑-— ⏑⏑- ½⏑0ι⏑ MOOSSSr2S— — — — E — —2 — ι⏑ S- O Erhältlich in Apotheken, Orogerien und Reformhäusern ſchöne Kopfſpiel auf. Immer wieder kommen die Gäſte durch und die Schwetzinger Hinter⸗ mannſchaft hatte alle Hände voll zu tun, um ihr Tor vorerſt rein zu halten. Aber auch auf der anderen Seite ſorgte der Sturm dafür, daß des Gegners Gehäuſe des öfteren bedroht wurde. Aber die abwehrſichere Hintermannſchaft der Gäſte ſchaffte ſich immer wieder befreiend Luft. Auch das unplacierte Schießen der Schwetzinger Stürmer verhalf den Gäſten bis zur Hälfte torlos die Seiten zu wechſeln. Nach Wiederbeginn ſetzten die Einheimiſchen ein mächtiges Tempo an, ohne jedoch zu Erfol⸗ gen zu kommen. In der 29. Minute der zwei⸗ ten Halbzeit wehrte Benkler einen zurückge⸗ gebenen Ball zu ſchwach ab und über die Hände hinweg rollte das Leder ins eigene Netz. Durch dieſen Fehler des Tormanns ward die Ver⸗ wirrung innerhalb der Schwetzinger Mannſchaft nur noch größer, und hilflos betätigten ſie ſich zeitweiſe in der gegneriſchen Spielhälfte, ohne ſich aber reſtlos einzuſetzen. Immer aufgeregter wurde der Kampf, zumal nur noch zwölf Minu⸗ ten zu ſpielen waren. In der 38. Minute wurde im Anſchluß an einen Eckball von rechts der langerſehnte Ausgleich durch Raabe und Scholl erzielt. Durch dieſen Erfolg wurde die Schwetzinger Elf wieder ermutigt und drängte den Gegner in ſeine Hälfte zurück. Ein Foul⸗ elfmeter in der 40. Minute ſollte den Siegestref⸗ fer für die Sportvereinself bringen, aber Haas jagte den Ball mit aller Wucht an die Latte. »Nur noch zwei Minuten waren zu ſpielen. Wie⸗ derum war es ein Eckball von rechts, der in der 44. Minute durch Raabe zum vielumſtrittenen Siegestreffenr für Schwetzingen verwandelt wurde. Dadurch wurden zwei wertwolle Punkte für die Einheimiſchen gerettet. Hamſchuhsheim verlor knapp, aber verdient.— Schiedsrichter Gauweiler(Mannheim) konnte reſtlos ge⸗ fallen, er traf ſeine Entſcheidungen genau und korrekt. Die Schwetzinger Elf zeigte in dem letzten Heimſpiel eine recht ſchwache Leiſtung. Vor al⸗ len Dingen war es der Sturm, der keinen Kampfaeiſt beſitzt, ſich nicht reſtlos einſetzt. Die Läuferreihe konnte gefallen, nur die Verteidi⸗ auna hatte ſehr ſchlechte Momente. Dohurch wurde auch das Eigentor verſchuldet. Die Gäſte⸗ elf entpupyte ſich als ein äußerſt gefährlicher und kampferprobter Geoner. Sie wird noh manchem Verein die Punkte ſtrittia machen. Die Mannſchaft konnte bis auf den Sturm gefallen, der keine geſchloſſene Leiſtung zeigte Am beſten ſchlug ſich die Hintermonnſchaft. Insbeſoypdere war es der Torwart, der die Gäſte vor einer höheren Niederlage bewahrte. Rokũ. or⸗ Dunkteteilung in'ankſtadt Spvgg Plankſtadt-7G Kirchheim :1(:1 Dieſes Treffen, das zu den intereſſanteſten und wichtigſten der Gruppe Oſt gehörte, bildete in Plankſtadt zugleich den Höhepunkt der Ver⸗ anſtaltungen in der Vorrunde. So war es kein Wunder, daß das Spielfeld von einer erwar⸗ tungsfreudigen, zahlreichen Zuſchauermenge um⸗ ſäumt wurde. Für Kirchheim ſowohl, als für en Gaſtgeber hing von dem Spiel ungeheuer viel ab. Für die Heidelberger Vorſtädter galt es unter keinen Umſtänden, die weiteren Aus⸗ ichten auf den Meiſtertitel zu verſchlechtern und ür die Einheimiſchen kam es darauf an, ihr unktkonto zu verbeſſern. Man trennte ſich mit einem Ergebnis, das dem Spielverlauf entſprach, obwohl nicht ver⸗ kannt werden ſoll, daß ein Sieg der Heidelber⸗ er ebenſo durchaus gerecht geweſen wäre, denn f zeigte immerhin eine reifere Spielweiſe, der ie Einheimiſchen nur einen erhöhten Kampf⸗ eiſt und Eifer entgegenſetzen konnten. Plank⸗ ſtadt mußte auf ſeinen Linksaußen Ochs ver⸗ ichten und hatte noch das Pech, daß der In⸗ ha er dieſes Poſtens, der nach ein Wec el ben treffer von Kirchheim noch vor dem Wechſel den Ausgleich erzielte, alsdann nur noch als Statiſt mitwirken konnte. Angeſichts deſſen verlegte der Platzinhaber ſeine Angriffsaktionen auf den rechten Flügelmann Huckele, der aber durch ute Deckung des Gegners an der Entfaltung tark behindert wurde. Als er aber einmal frei⸗ tand, ſtreifte ſein ſcharfer Schuß knapp über ie Latte. Auch Kirchheim hatte oft Gelegenheit, den Sieg an ſich zu reißen, ſcheiterte aber ent⸗ weder an der ſtarken Plankſtädter Hintermann⸗ ſchaft oder am eigenen Selbſtvertrauen. Der Linksaußen Karl Gottfried hatte es in der and, den Siegestreffer zu buchen, ſein durch erletzung geſchwächter Schuß reichte aber nicht zum Erfolg. Obwohl die Torgelegenheiten recht zahlreich für die Gäſte vorhanden waren, zeig⸗ ten die wenigen des Gaſtgebers weit größere Gefährlichkeit. Die leichte Spielüberlegenheit der Gäſte in der zweiten Spielhälfte war auch darauf zurückzuführen, daß der einheimiſche Mittelläufer Fuchs immer mehr dem Tempo zum Opfer fiel. Lediglich dem Torwart Gaa und dem Verteidiger Gaa war es zu danken, daß das Reſultat gehalten und ſo wenigſtens ein Punkt gerettet werden konnte. Schiedsrichter Pennig(Waldhof) leitete das faire Spiel umſichtig und korrekt. zwei nemis in der fandball⸗Gauklaſſe Tg Ketſch—Spv Waldhof:5 Mit dieſem unerwarteten Ergebnis wäre auch in dieſem Jahre der badiſche Hanoball⸗ meiſter in Ketſch faſt geſcheitert. Denn nach einer völlig offenen erſten Spielhälfte vermoch⸗ ten ſich die Gäſte nur die äußerſt knappe•1⸗ Führung erringen, konnten dann im Gegen⸗ ſatz ſogar nicht einmal verhindern, daß die Einheimiſchen, die ein wirklich hervorragendes Spiel lieferten, in den zweiten 30 Minuten faſt durchgehend führten. Und erſt in den letz⸗ ten zwei Minuten gelang dem Meiſter in ener⸗ giſchem Endſpurt ſich noch einen Punkt zu ret⸗ ten. Dem Kampfe wohnten 800 Zuſchauer bei. Dieſe wurden durch die Leiſtungen der Mann⸗ ſchaften auch nicht enttäuſcht. Nach dem Seitenwechſel drehten die Turner ſofort mächtig auf und errangen auch bald den Ausgleich. Weik brachte ſie dann in Führung, die jedoch Zimmermann nochmals auf⸗ hob. Gund und Limbeck ſchlugen aber Weigold raſch zweimal, und nachdem Spena⸗ ler auf:3 verkürzt hatte, erhöhte Weik wie⸗ der auf den alten Stand. Faſt ſchien es, als ſollte Ketſch im Beſitze der Punkte bleiben, als mit aller Kraft Spengler und Zimmer⸗ mann in den letzten beiden Minuten Rohr doch noch zweimal das Nachſehen gaben und damit die Punkteteilung erzwangen. Mit die⸗ ſem Unentſchieden iſt das Ergebnis für den Meiſter günſtiger als verdient ausgefallen. TV Ettlingen TSV Nußloch:9 Auch in Ettlingen erfolgte Punkteteilung, die eigentlich die Gaſtgeber hätten verbindern müſſen, denn ſie hatten faſt während des gan⸗ zen Spieles das Geſchehen in der Hand und führten bei der Pauſe mit:2. Doch der an⸗ ſcheinend ſichere Sieg ließ ſie in ihrem Eifer nachlaſſen, ſo daß die Gäſte immer mehr Ober⸗ hand gewannen und in der Schlußminute mit dem neunten Tore zum Unentſchieden warjen. Gau Baden 37:19 41:24 35:11 35:45 28:27 30:54 28:54 TV Seckenheim TG Ketſch SV Waldhof TuSV Nußloch TV 62 Weinheim VfR Mannheim TV Ettlingen Bezirksklaſſe, Staffel 1 Jahn Weinheim Poſtſportverein TV Leutershauſen 2* 1846 TG Oftersheim MTG TG Laudenbach TV Viernheim TV Friedrichsfeld Jahn Neckarau Bezirksklaſſe, Sta *—2 —. — 1 1 1 1 2 MK—- 222 —⏑ιοοιοοονοοο do◻ ι⏑ο αοιο— ι⏑.=- 56:28 5 43:39 37:29 45:37 40:56 38:45 29:40 36:53 31:44 —108—118592——-1 — r ⏑ο οOο ———— el — — 55:36 55:45 45:44 38:37 55:49 33:34 56:31 28:58 23:55 TV Rot SV St. Leon Tw Hockenheim TBB Neulußheim TG Ziegelhauſen TG St. Leon Polizei Heidelberg TV Handſchuhsheim TuSV Schönau οι⏑ιο ⏑.—-—-—--=—⏑—— —187 20—◻19 —— 2 ⏑⏑- ⏑—= ⏑0 4 ſieine kniſcheidung in der Bezirksklaſſe Poſtſportverein TV 1846:3 Der Kampf der beiden Mannheimer Spitzen⸗ vereine in der Handballbezirksklaſſe blieb auf bie Tabellenführung ohne Entſcheidung und konnte leiſtungsmäßig überhaupt nicht befriedi⸗ gen. Reichliche Nervoſität hinderte die Gegner an der guten Entwicklung ihres Könnens und verführte zu außerordentlich regelwidrigem körperlichem Kampf um den Ball, ſo daß Senftle(Karlsruhe) ſeine Pfeife kaum zur Ruhe brachte und gegen Schluß ſelbſt nicht mehr richtig mitkam. Strengſtes Durchgreifen zur richtigen Zeit hätte beſtimmt das Spiel ſofort in die ſportlichen Bahnen gelenkt. Es war verſtändlich, daß bei der Haſt der Spielhand⸗ lungen und durch die vielen Freiwurfunter⸗ brechungen keiner der Gegner zur notwendigen taktiſchen Entwicklung kam, was außerdem ein viel zu gedrängtes Stürmerſpiel vor dem Tor⸗ raum hinderte. Immerhin iſt das Unentſchie⸗ den für die Gäſte ehrenvoll, denn die Poſtler waren in ihrem Zuſpiel ſchneller und genauer als die Turner, verdarben aber dieſe geringe Ueberlegenheit durch ſchwache Denkkraft des Sturmes und nicht zuletzt durch vieles, ganz unnötiges Halten des Gegners. Der Kampf wurde ſofort von Poſt recht angriffsluſtig er⸗ öffnet, doch K. Weber warf für 46 den Füh⸗ rungstreffer, der den Gäſten etwa zehn Minu⸗ ten lang eine kleine Ueberlegenheit gab, aber überhaſtete Spielweiſe des Sturmes und Eigen⸗ brötelei Grumers ließen hier einen größe⸗ ren Vorſprung nicht erringen. So erzwang Hotter den Ausgleich. Von da ab blieb der Kampf bis zum Schluß völlig ofſen und ent⸗ fernte ſich von der Linie guten ſportlichen Kön⸗ nens immer mehr. Der Seitenwechſel erfolgte beim Stande von:3 für TV 46. TG Oftersheim TV Viernheim:1 In einem ſchönen Spiel bekräftigten die Oftersheimer erneut ihr Können, denn die Gäſte waren gar nicht in dem Maße ſchlecht, wie das Ergebnis vermuten laſſen könnte. Sie waren außerordentlich ſchnell und ſchienen ſich viel vorgenommen zu haben, doch am Torraum war es meiſt mit der Kunſt zu Ende. Aber auch die Oftersheimer Stürmer hatten vielfach Pech mit ihren Würfen. Der Pauſenſtand lautete:1. Jahn Weinheim—V Friedrichsfeld:2 Recht ſchwer tat ſich diesmal Zaft auf eige⸗ nem Platze, obwohl die gute techniſche Verfaſ⸗ ſung ſeiner Spieler auch gegen Friedrichsfeld für überlegenes Feldſpiel ſorgte. Unſicher waren nur die Stürmer in gegneriſcher Tor⸗ nähe, was ſich in ſehr ungenauen Torwürfen ausdrückte. Dennoch war der Sieg vewdient und hätte höher lauten müſſen, wenn Schieds⸗ richter Bertram(Mannheim) nicht zwei er⸗ 1701 Tore anulliert hätte. Bertram war dem reffen überhaupt nicht gewachſen und konnte ein Ausarten kaum verhindern. Jahn über⸗ fuhr die Gäſte in den erſten Minuten und er⸗ zielte zwei Tore, durch überraſchende Würfe konnte jedoch Friedrichsfeld bis zur Pauſe aus⸗ gleichen. Nach dem Wechſel nahmen die Un⸗ ſportlichkeiten überhand, und verſuchten die Gäſte mit allen Mitteln ſich den Sieg zu er⸗ zwingen. Mit dem dritten Treffer Mitte der Funke. Hälfte holte ſich der Gaſtgeber die unke. TV Rot führt in der Staffel II Sehr ſichere Siege gab es in der Heidelberger Staffel, dabei überraſcht beſonders der hohe Sieg des TB Neulußheim über Hockenheim mit :1. Aber auch die erſte Niederlage der St. Leo⸗ ner Sportler auf eigenem Boden durch TV Rot iſt mit:8 unerwartet hoch. Rot hat ſich mit dieſem Sieg an der Spitze der Tabelle behaup⸗ tet, aber auch SV St. Leon hat den Anſchluß noch nicht verloren. Ordnungsgemäß kommt der :4⸗Sieg von Polizei Heidelberg über TG St. Leon und das:5⸗Ergebnis der Ziegelhäu⸗ ſener Turner über ihre Nachbarn aus Schönau. blänzend gelungene Ringer⸗Revanche VfͤK 86 Mannheim ſiegt in Feudenheim mit 11:6 Pkt. und holt damit den 2. Platz Das erſte Treffen der Rückrunde wurde ein ſchöner Erfolg des Vfa 86 Mannheim über den VfTuR Feudenheim, dem es betanntlich im Vorkampf gelang, der unglücklich kämpfenden Mannheimer Mannſchaft die Punkte abzuneh⸗ men. Das Treffen in Feudenheim, das im dichtbeſetzten Saal des„Jägerhaus“ zum Aus⸗ trag kam, bewies mit aller Deutlichteit die der⸗ zeitige Kampfſtärke der Mannheimer, die erneut zeigten, daß ihr gutes Ergebnis gegen den Mei⸗ ſter Sandhofen nicht von ungefähr ham. Sie ha⸗ ben ſich mit dieſem Punktgewinn auf den längſt verdienten 2. Platz vorgeſchoben und die Feu⸗ denheimer auf die 3. Stelle verwieſen. Es ſind zwar noch ſchwere Hinderniſſe bis zum letzten Kampf im Bezirk zu überwinden, doch dürfte ſich die Mannheimer Staffel nicht mehr die Teilnahmeberechtigung an den Gaultämpfen neh⸗ men laſſen. In den erſten Kämpfen hatte am Samstag Feudenheim einen klaren Vorteil, lagen ſie doch nach dem Leichtgewicht mit:2 Punkten in Füh⸗ rung. Von da an gingen aber die Mannheimer in Front. Sie gaben nur noch einen Punkt ab. Beſonders erfreulich war das muſtergültige Verhalten der Zuſchauer, bei allerdings fair ge⸗ führten Kämpfen und einer tadelfreien Kampf⸗ richterleiſtung. Die Mannſchaften traten ſich in beſter Aufſtellung gegenüber. Feudenheim konnte das Schwergewicht wieder nicht beſetzen und lag dadurch von vornherein mit 3 Punkten im Rückſtand. Die beſte Leiſtung bot bei den Platz⸗ herren Brunner im Leichtgewicht, der zum einzigen Fallſieg für Feudenheim kam. Bei den Gäſten verdient der von Kampf zu Kampf beſſer werdende Meurer beſonderes Lob. Denu gelang eine ſchöne Revanche gegen Schmitt, der im Vorkampf den alten Mattenfuchs beſie⸗ gen konnte. Walz konnte trotz ſeinem Sieg nicht gefallen, da er ſich in der Bodenrunde ver⸗ teidigte, auch Lehmann, Klefenz und Münch rangen reichlich defenſiv. Wie ſie kämpften Bantamgewicht: Lehmann(.)—Baier (.) Der Mannheimer zurüchhaltend. Im wech⸗ ſelſeitigen Bodenkampf geht er dann durch Ab⸗ fangen eines Ueberſtürzers in Führung. Der Feudenheimer muß dann eine weitere Wertung abgeben, hält ſich aber gut und überläßt dem Mannheimer nur einen Punktſieg. Federgewicht: Klefenz(.)— Hecker (.). Auch hier übernimmt der Einheimiſche den Angriff. Nachdem Klefenz vorübergehend die Unterlage aufſuchen mußte, wird bei Halbzeit Bodenrunde ausgeloſt. Hecker kommt in der Oberlage zu einem kleinen Vorteil, den der Mannheimer nach dem Wechſel nicht aufzuholen vermag und knapp nach Punkten unterliegt. Leichtgewicht:( Mmünch(.)— Brunner (.). Bei einer heftigen Standattacke muß Brunner durch verfehlten Hüftſchwung zu Bo⸗ den. Münch verſucht mit Aufreißer und Aus⸗ heber zu Vorteil zu kommen, doch vereitelt Brunner alle Griffe. Im wechſelſeitigen Boden⸗ kampf bringt der Einheimiſche ſeinen Gegner mit Armzug in die Brücke und erweitert ſeinen Vorſprung mit finniſchem Aufreißer, während der Mannheimer leer ausgeht. Letzterer wird in der 14. Minute mit Armzug in die Brücke ge⸗ bracht, die von Brunner eingedrückt wird. Weltergewicht: Meurer(.)— Benzin⸗ ger(.). Die temperamentvollen Angriffe lae⸗ den ausnahmlos außer der Matte. Der wechſel⸗ volle Standkampf bringt nichts Zählbares, ſo daß wieder Bodenkampf notwendig wird. Trotz größter Anſtrengung beiderſeits bringt auch dieſer keine Entſcheidung. Das Unentſchieden wird dem Kampfverlauf gerecht. Mittelgewicht: Denu(.)— Schmitt (.). Denu(Mannhein) greift gleich lebhaft an und ſucht ſich zu revanchieren. Bei einem kraft⸗ vollen Hüftſchwung des Mannheimers entgeht Schmitt nur mit Mühe der Niederlage. Bei Halbzeit liegt Denu klar in Führung, ſo daß der Kampf im Stand weitergeführt wird. Schmitt iſt nun auf der Hut und greift ſelbſt an. Er kann aber nicht verhindern, daß ſein Geaner klarer Punktſieger wird. Halbſchwergewicht: Walz(.)— Bohr⸗ mann(.). Nach ausgeglichenem, vorſichtig ge⸗ führten Standkampf muß wieder der Mannhei⸗ mer zuerſt in die Zwangshocke. Er verteidigt ſich durch ſtändiges Aufſtehen recht unſchön. In der Oberlage gelingt ihm ein Aufreißer, bei dem der Feudenheimer in der 12. Minute über die Schultern rollt. Schwergewicht: Rudolph(.) hat keinen Gegner und erhält kampflos die Punkte. T. Bezirksmeiſerſchaften im bewichtnoben SpVgg 84 Mannheim wieder Meiſter vor Vfè Neckarau und AC Weinheim 92 In der gutbeſetzten Sporthalle der SpVg 84 Mannheim kamen am Sonntagmittag die Be⸗ zirksmeiſterſchaften im Gewichtheben der Liga⸗ klaſſe zum Austrag. Von den ſeys Ligamann⸗ ſchaften des Bezirks gingen nur drei an den Start, die aber mit recht quten Leiſtungen auf⸗ warteten. Erwartungsgemäß konnte die Staffel der SpVg 84 trotz Erſatz auch in dieſem Jahre nicht geſchlagen werden. Sie erreichte im olym⸗ piſchen Dreikampf(beidarmig Reißen, Drücken und Stoßen) eine Geſamtpfundzahl von 3155 Pfund und ließ den Vfs Neckarau, der den A Platz belegte, um 110 Pfund hinter ſich. uch die Leiſtung des Neulings, Athleten⸗Club 1892 Weinheim, mit 280)0 Pfund iſt als gut zu bezeichnen. Mit einer ganz bervorragenden Leiſtung wartete der erſt 16jährige Groh(Neckarau) im Leichtgewicht auf, kam er doch ouf 130 Pfund im Drücken, 160 Pfund im Reißen und 215 Pfund im Stoßen. Der junge Groh berechtigt zu großen Hoffnungen und dürfte bald von ſich hören laſſen. Der badiſche Meiſter im Schwer⸗ gewicht, Kieſer(80, erzielte mi: 630 Pfund die beſte Tagesleiſtung. Mit einer einzigen Ausnahme übertraf die Mannſchaft von 84 ihre Gegner in allen Gewichtskiaſſen. Die Lei⸗ ſtungen, die durchweg»xakt und mit Sicherheit gezeigt wurden, fanden veſonders bei dem Ju⸗ gendlichen Groh ſtarken Beifall. Die Abnahme erfolgte durch Gauſportwart Wiedmaier, Karlsruhe. Die Ergebniſſe: Bezirksmeiſter: SpVg 84 Mannheim Reißen Drücken Stoßen Summe 130 175 460 125 170 420 170 210 530 220 560 220 555 250 630 3155 Pfund Bantamgewicht: Ad am Federgewicht: Erbelding upſch 15⁰ Mittelgewicht: Keſtler 180 Halbſchwergewicht: ammer 170 Schwergewicht: Kieſer 12⁵ 2. Sieger: Vfe Necknrau Reißen Drücken Stoßen S 115 160 120 190 130 215 145 210 150 210 155 220 2945 P 3. Sieger: Athleten⸗Club 1892 Weinheim Reißen Drücken Stoßen Summe 115 90 140 3 135 120 180 435 Leichtgewicht: einzelbecker 140 190 465 Mittelgewicht: Mandel 140 200 470 Halbſchwergewicht: i 16⁵ 210* ri Schwergewicht: Kuhn Bantamgewicht: Seckel e Federgewicht: Lelchigewicht eichtgewicht: Groh 16⁵ Mittelgewicht: 4Aſhwerne 1. a wergewicht: Kölbl 170 Schwergewicht: Roßnagel 14⁰ 16⁵ Bantamgewicht: Heinzelbecker Federgewicht: Ihrig Konnte der ASV Ladenburg im Vorkat gegen die Meiſterſtaffel des Ring⸗ und Sten Club„Eiche“ Sandhofen ein ganz gutes Reſul tat erzielen, ſo gelang es am Sonntag beim Rückkampf nicht einmal zum Ehrenpunkt. TG Heidelberg recht deutlich zu ſchlagen. Maſ war ſchon beim Antreten enttäuſcht, als man ſah, daß die Ladenburger nur mit fünf Mang erſchienen ſind. Die einheimiſche Staffel h dann auch tatſächlich keine große Mühe, Kämpfe zu gewinnen und ihr Siegpunktverh nis groß zu ſteigern. Als Leiter fungi Biundo(Mannheim), der ſich ſeiner m ſchweren Aufgabe ohne Tadel entledigte. Die Ergebniſſe Bantamgewicht: Allraum(S) ge Vogler(). Dem ausgezeichneten Tech ller Allraum iſt der Ladenburger nicht gewach Er entzieht ſich einigen Angriffen mit Geſe wird aber in der 3. Minute mit Aufreißer die Brücke gebracht und beſiegt. Federgewicht: Bade(S) geg. Schm (). Der vorſichtige Standkampf bleibt er nislos. In der Bodenrunde kommt der Ein miſche durch Aufreißer zweimal zu Vorte und wird verdienter Punktſieger. denkampf die Führung an ſich zu reißen, halten kann und Sieger nach Punkten wir 9: Weickel(). Müller(). Nach dem guten Abſchne des jungen Ladenburgers in den bisheri Verbandskämpfen war man auf einen ſpan den Kampf gefaßt. Der alte Routinier We kann ſchon nach 45 Sekunden eine Blöße Ladenburgers geſchickt ausnützen und ih Ueberwurf auf die Schultern werfen. Mittelgewicht: Hahl(S) geg. S (). Dem Ladenburger merkt man ſein res Ausſetzen an. Er iſt in der Abwe ſtürmiſchen Angriffe des Sandhöfers re unſicher. Er wird in der 3. Minute mit —— in die Brücke gebracht, die Hahl rii—— Halbſchwergewicht und Schw gewicht gehen kampflos an H. Rup Litters(), da Ladenburg dieſe nicht beſetzt hatte. Pürſch beſiegte Bölcke Die Berufsboxveranſtaltung am Sonnt mittag in der Hamburger Flora war f beſucht. Im Mittelpunkt des Kampftages der Halbſchwergewichtskampf zwiſchen dem liner Willi Pürſch und dem Hamburger Bölck. Pürſch war der beſſere Technike konnte die ſchwere Rechte des Hamburgers ſie vermeiden. Durch gute Arbeit kam der Berlim von der zweiten Runde ab immer mehr Front und ſiegte ſchließlich hoch nach Punt Im Schwergewicht vermochte der Mün Kurt Haymann ſeine Gewichtsvorteile jer den Krefelder Jakob Schönrath nicht zu Geltung zu bringen. Es reichte nur zu Unentſchieden. Müller(Gera), der vo chenfriſt noch den Kölner Franz Dübbers punktete, kam in Hamburg zu einem neuen 6 folg. Mit ſeiner ſtart verbeſſerten Linken hit er den Hamburger Cunow ſtändig in Schg und ſiegte verdient nach Punkten. Im Einle tungskampf hatte der Hamburger Kruſe he Krefelder Hillekamp ebenfalls nach Pun ten beſiegt.— BSC Pirmaſens—7SV Frankf Die Frantfuxter kamen ohne die beiden h letzten Boxer Rappſilber und Joſt, ſo daß 9 beiden Kämpfe im Bantam⸗ und Schwergeſpie ausfallen mußten. Im Fliegengewicht war Pi maſens durch den in Pirmaſens geborene jetzt in Saarbrücken wohnhaften Heß und Halbſchwergewicht durch Keller(Mannhei vertreten. In den ſechs Kämpfen, die von 9 ſelau(Saarbrücken) einwanofrei geleitet wi 890 ſahen die 500 Zuſchauer ausgezeichnei zort. Ergebniſſe: Fliegenwicht: Heß(Pi⸗ über Kühn(Darmſtadt) n. P. wicht: Juſtus(Pi.) ſchlägt Schnelz Fft. — Leichtgewicht: Belz(Fft.) beſiegt lon(Pi.) n. P.— Weltergewicht: (Fft.) ſchlägt Spahn(Pi.) n. P.— M gewicht: Stauch(Pi.) ſiegt über Meder n. P.— Halbſchwergewicht: Gelzhe (Fft.) ſchlägt Keller(Mannheim) n. P. 5 uvermieten Wen eg u für di die führe iſieg(:2) üb zu erwähr ich üver im vierten .3 des ng, erzwan lügleich un rung. In d änder, mit de Link. Abpfiff zum Iren haben d e auf—— dieſes Kamp P. Bauwe * g öhl. Zimmer Gott den che Gattin, 1 eubesorgte Se im Alter von ch abzurufen Mannhei Die Beei ittags um.4 karau toßen Summe 160 395 190 450 215 510 210 520 210 530 220 540 92 Weinheim toßen Summe 140 345 180 435 190 165 2o0 40 210 585 230 550 2800 Pfund oher dieg 0 geſchlagen g im Vorkampf ng⸗ und Stemm⸗ mz gutes Reſul⸗ Sonntag beim o überraſchender, ig zuvor gelang, u ſchlagen. Man äuſcht, als man mit fünf Mann he Staffel hatte oße Mühe, alle ziegpunktverhält⸗ Leiter fungierte ſich ſeiner nicht ntledigte. a um(S) gegen hneten Techniker nicht gewachſen. fen mit Geſchic nit Aufreißer in ) geg. S chmitt ipf bleibt ergeb⸗ nmt der Einhei⸗ al zu Vorteilen lufreißer im Bo⸗ zu reißen, die er der unkten wird. kel(S) ge ten Abſchnei den bisherigen f einen ſpannen⸗ outinier Weickel eine Blöße des en und ihn mit erfen. )'geg. Sauet man ſein länge⸗ der Abwehr der dhöfers reichlich nute mit Schul⸗ 2 . Rupp un dieſe A ölcke am Sonntagvor⸗ zra war ſchwach— ampftages ſtand—— diſchen dem B obl. Zimmer Zu vermieten Offene Stellen —— 4 uu vermieten I um fl Zimm 6 9 HA am der Berli t. Mii 2 ie F. Kal Minhenſ[Wir suchen h nach Puntt h Soc.ſſeu vermbet. blatzſſungeſ Herten, die regelmäßig Bauern, Winzer, der München—— 20 Se fin eJ 3 0 Gättner und Keinourtner besuchen, um tsvortefle ezen pee Dimmer beinpmürzs, Zurant J5. 4, 4 1 Tr. zw. provisionsw. Vetkauf eines guten Aitikels. rath nicht eeſertſ Termur 21468..u. 2 Uhr vowüſt Angeb. unter 47230 KS. a. d. Verlag d. Bl. te nur zu ein Emgarien⸗P. 44 105 K) 2 4 7 bole) 2„rVrVv eeeenenngnenggnenbngmnanmtaanknrntmnntnkngnengnentnnamdmenkut inem neuen„ 5 i WMeamte im Auheſtan . 1 ten. Im Einlei anzei e von Nühmaſchinen⸗Aktiengeſellſchaft 105 un 3 Tocessnseit lls Vertreter u. Vermittier alls nach Pun Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, unvergeß- llche Gattin, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante, meine Gründl, Einavbeitg u. Unte lützg. treubesorgte Schwiegertochter, Frau ſowie Aufſti egsmöglichreit geboten. Angeb. u. 48 728 K an den Verlag. Frankf die beiden vet Joſt, ſo daß di d Schwergew h ewicht war Pit ſens geborenen en Heß und in err(Mannheim) en, die von Ba⸗ i geleitet win ausgezeichneten : Heß(Pi⸗) ſieg Feder ge⸗ melz Fft.) n. .) beſiegt Bab lewicht: F B.— Mitkel⸗ ber Meder Fſt) cht: Gelzheimer im) n. W. Fhrenpunkt. Die⸗ Kngliſcher Fußball Sunderland klar in Führung E iſt bekannt, daß auf dem Inſelreich auch denkbar Splefhbem Wetter Fußball ge⸗ lelt wird. Spielausfälle ſind ſelten. Spieler, iedsrichter und Zuſchauer reſignieren erſt ain, wenn vom Fußballfeld buchſtäblich nichts Rehr zu ſehen iſt, alſo wenn der Platz über⸗ emmt iſt oder wenn der berüchtigte Lon⸗ boner Rebel nur eine Sicht von einigen Me⸗ tern Der letzte Fall trat am Samsiag i London ein, und ſo fiel das wichtige Treſ⸗ n Arſenal und Middlesbrough aus. 4 die zweitklaſſige Weſtham United konnte M Burnley nicht ſpielen, während in Stam⸗ 35 17 er Schiedsrichter das Treffen 4 11 helſea und Portsmouth beim Stand 1 1 für die Gäſte vorzeitig beendete, da ein reguläres Spiel nicht mehr möglich war. Außerhalb der Hauptſtadt konnte geſpielt wer⸗ ben. Der Tabellenführer Sunderland be⸗ 50 te die führende Stellung durch einen Bom⸗ 3 11(72) über die Bolton Wanderers, wo⸗ pei ſich beſonders der Halbrechte Carter aus⸗ zeichnete, der bekanntlich gegen Deutſchland pielte, aber nicht allen engliſchen Erwartungen erecht wurde. Sunderland erlebte außerdem och die Freude, die Tabellennächſten, Berby Founty und Huddersfield Town, bexlieren zu ſehen. Derby verlor in Leeds 011, und Huddersfield unterlag in Birmingham gegen die Elf des Nationalhüters Hibbs mit — Von den übrigen Spielen wäre vor Alem das:0 von Mancheſter City über Aſton Billa zu erwähnen, und das:1 von Weſi⸗ romwich üver Everton. Grimsby Town brachte ſich einen:1⸗Sieg über Brent⸗ 'vom Tabellenende weg, das nun wieder Aon Villa zuſammen mit Brentford em⸗ 1— An der Spitze ergibt ſich folgendes Spiele Tore Punkte Sunderland 18 58.28 28˙8 Derby County 18 6 ZBi Huddersfield 18. Arſenal 17 3517 ½ 2014 Man— City 17 31:24 20914 Middlesbrough 17 46:26 19:15 n der 2. Liga wechſeln ſich Leioeſter City d ottenham Hotſpurs ſchon ſeit Wochen in her Führung ab, wobei die Mannſchaft Sams⸗ iags immer die Naſe vorn hat, die auf eigenem 4 10 ſpielen durfte. Das war diesmal bei eeeſter City der Fall, die in einem:2⸗ Diel gegen Hull City einen Punkt heraus⸗ belte, während die Londoner in Nottingham ilvenoren. Charlton Athletie und Bon⸗ aaſter haben jetzt Tottenham eingeholt. hHolland beſiegt Irland:3(:3) Zum vierten Male ſtanden ſich am Sonntag die von Hol⸗ and und des Jriſchen Freiſtaates Fublin gegenüber. Trotz des regneriſchen Metters hatten ſich zahlreiche Zuſchauer einge⸗ funden, die ein überaus torreiches Treffen mii⸗ In der erſten Spielhälfte ſpielten die Hollän⸗ der gegen den Wind. Der Kampf war faſt ſtän⸗ dig offen. Schon nach fünf Minuten erzielten die Gäſte durch ihren Mittelſtürmer Bakhujs den Führungstreffer. In der 20. Minute hat⸗ len die Anſtrengungen der o Erfolg, der Anksaußen Kendrick ſchoß den Ausgleich. Rereits nach einer halben Minute brachte Pakhujs die Holländer erneut in Front. Hann aber kamen die Iren bedeutend beſſer zur Geltung, erzwangen in der 31. Minute erneut en Ausgleich und wenig ſpäter ſogar die:2⸗ ührung, In der zweiten Hälfte waren die Polländer, mit dem Wind im Rücken, klar über⸗ gen. Der Linksaußen van Nellen köpfte Meits in der dritten Minute nach dem Wechſel um 323 ein. In der 20. Minute erzielte dann ber Halbrechte Drok das vierte Tor. Eine eine Kombination führte zwei Minuten vor im Abpfiff zum fünften Tore der Holländer. e Fren haben damit gegen Holland zum erſten ale auf eigenem Boden verloren. Schiedsrich⸗ dieſes Kampfes war der bekannte Kölner „P. Bauwens. Deutſche Jiu-Jitſu-Meiſterſchaften 1935 Anerwartet ſtarke Beteiligung/ Europameiſter Lehmann ohne Fehlerpunkt Am Freitag begannen in der Halle des MTV 1879 München die deutſchen Jiu⸗Jitſu⸗ Meiſterſchaften 1935, die vom Fachamt Schwerathletik durchgeführt werden. Schon die Vorkämpſe brachten hervorragende Leiſtungen. Ueberraſchungen blieben nicht aus. Die Teil⸗ nahme von 67 Kämpfern übertraf alle Erwar⸗ tungen. Die Austragungsart iſt folgende: Vier Fehl⸗ puntte führen zum Ausſcheiden, dabei zählt jede Niederlage zwei Fehlpunkte, ein Unentſchieden einen Fehlpunkt. Die niedrigſte Fehlerpunktzahl entſcheidet über Sieg und Platz. Stehen zwei Teilnehmer am Schluß punktgleich, ſo gibt das vorher im Kampf gegeneinander erzielte Ergeb⸗ nis den Ausſchlag. r der Kampf unentſchie⸗ den, ſo rückt der an Gewicht leichtere Teilneh⸗ mer auf den beſſeren Platz. Bei ſehr gutem Beſuch wurden am Samstag⸗ abend die deutſchen n in der Halle des MTV 76 München zu Ende geführt. Sie ſtanden durchweg auf hoher ſport⸗ icher Stufe und brachten größtenteils nur Punktentſcheidungen. Stark war der deutſche und Europa⸗Meiſter im Mittelgewicht, Lehmann(Berlin), der ohne Fehlerpunkt blieb. Im Federgewicht mußte Vorjahrsmeiſter Stenzel(Berlin) ſeinen Titel abtreten. Sehr erfolgreich waren die ſchleſiſchen Vertreter, die zwei Titel errangen. Zwei weitere Titel fielen nach Berlin und einer nach Hamburg. Die Ergebniſſe: Federgewicht, Endſtand: 1. Preller (Hamburg) 1 „Stenzel(Berlin) 4.; 4. Müller(Stuttgart) .; 5. Baier(München) 5 F.— Leichtge⸗ K —— icht, Endſtand: 1. Scholz(Breslau) 1.; ürſchner(Berlin) 1.; 3. Friedrich(Lelp⸗ 4.; 4. Berger(München) 4.; 5. mid(Stuttgart) 4 F.— Mittelgewicht, ſtand: 1. Lehmann(Berlin) 0.; 2. chke(Dresden) 2.; 3. Finger(Dresden) 4. Deffner(Stuttgart) 4.; 5. Fehrbach — — S— — — — 8 G * E —1 —— — ——— t .; 2. Meperhoff(Berlin) 2.; (Köln) 4 F.— Halbſchwergewicht, End⸗ ſtand: 1. Zummach(Berlin) 1.; 2. Breit⸗ ſtadt(Frankfurt a..) 4.; 3. G. Mitzſchke (Dresden) 4.; 4. Heichlinger(München) 4.; 5. Neugebauer(Berlin) 4 F.(d. leichteres Kör⸗ pergewicht entſchieden).— Schwergewicht, Endſtand: 1. Baruffke(Breslau) 1.: 2. Gaſch(Berlin) 2.; 3. Lehmann(Frankfurt aM.) 4.; 4. Backert(München) 4.; 5. Dim⸗ per(München) 5 Fehlerpunkte. Olympiaausſcheidungen der Turnerinnen Bei den Olympiſchen Spielen 1936 in Berijn werden auch die weltbeſten Turnerinnen in die Wettbewerbe eingreifen. Erſt in den letzten Monaten hat ſich die Deutſche Turnerſchaft ent⸗ ſchloſſen, auch für dieſen Kampf einſe Frauen⸗ mannſchaft zu ſtellen. In aller Eile wurden in den Gauen und dann in den Gaugruppen die Vorbereitungen in Angriff genommen. Die beſten 43 Turnerinnen aus dem ganzen Reich trafen ſich nun am Sonntag in der Magdebur⸗ ger Jahn⸗Turnhalle zu einem erſten Ausſchei⸗ dungsturnen. Die 21 beſten dieſer erſten„Gene⸗ ralprobe“ werden die Kernmannſchaft der Tur⸗ nerinnen bilden, die in der Muſterſchule zu Hannover einer gründlichen Ausbildung unter⸗ zogen werden. 1. Julie Schmitt(München) 1063,35.: 2. Käthe Schnemann(Hamburg) 1057,10.; 3. Erna Bürger(Eberswalde) 1039,25.; 4. Iſolde Fiſcher e(Dresden) 1025,70.; 5. Marga iſcher(Leipzig) 1025,30.; 6. Marianne Quas⸗ dorf(Leipzig) 1009,60.; 7. Hanni Högel (Wiesbaden) 1007,75.; 8. Irma Lenzing Mettmann) 997,60.; 9. Paula Pöhlſen(Ham⸗ urg) 994,25.; 10. Miele Schowalter Ludwigshafen) 993,25.; 11. Marie eber(Altdamm) 984,80.; 12. Gertrud Sä⸗ mann(Leipzig) 982,75.; 13. Emmy Hollfel⸗ der(Dortmund) 973,25.; 14. Gretl Zſchorn (Frankenberg) 972,50.; 15. Hilde Horſt(Lipp⸗ ſtadt) 972,0.; 16. Thea Klingenberg(Bendorf⸗ fiocken⸗-Cokalkampf an den nennwieſen Turnerbund Germania— TV 1846 Mannheim:1(:0) Auf dem Germaniaplatz an den Rennwieſen empfing der Mannheimer Turnerbund in neuer Aufſtellung einen alten Rivalen, den Turnver⸗ ein 1846, und konnte auf dem hartgefrorenen Boden, der an die Spieler hohe Anforderungen ſtellte, einen knappen und verdienten Sieg er⸗ ringen. Germania war wie folgt aufgeſtellt: Hü⸗ ber; Ufer, Schoos; Niebergall Sekendecker, Wühler; Kenngott, Hochadel II, Winorrſch, Hochadel 1, Wöber. Im Tor war der Jugend⸗ ſpieler Hüber neu eingeſetzt, der durchweg ſichere Arbeit leiſtete. Hierfür wurde Uſer frei für den linken Verteidigerpoſten, auf dem er f neben Schoos ganz gut anließ, nur müſ⸗ en die Abſchläge etwas ſchneller werden. Die Läuferreihe arbeitete ausgezeichnet und der Sturm mit Hochadel II auf halblinks beſaß neben produktiver Kombination eine großere Gefährlichkeit. 3 TV 1846 trat an mit Höhl; Slenvoigt, Greulich; Balz, Mintrop, Lutz.; Weber, Kel⸗ ler, Hottenſtein, Seidel, Lutz II. Mintrop als Mittelläufer konnte Schwa b techniſch, aber kämpferiſch nicht ganz erſetzen. Im Sturm waren die beiden Außen Weber und beſon⸗ ders Lutz II. die treibenden Kräfte. Greulich leiſtete wieder große Arbeit. Höhl im Tor konnte trotz aller Aufmerkſamkeit die Niederlage nicht verhindern. Der Turnverein eröffnete den ſpannenden und fairen Kampf mit leichter Ueberlegenheit, die ſich nach durchweg offenem Spiel ſpäterhin auf die Seite von Germania ſchlug. Die Ger⸗ manen erzielten ein Tor, das jedoch wegen Fußfehlers eines Spielers in fairer Weiſe zu⸗ rückgenommen wurde. Nach torloſer Halbzeit wehrte der Germania⸗ hüter eine Strafecke. Windirſ der als Mittelſtürmer eine ausgezeichnete Partie lie⸗ ferte, rollte geſchickt einen Ausball zu Hoch⸗ adel I. ein, der nach Flankenlauf ſchön zur Mitte gab, die zum n einlenkte. Dann kam aber auch der Turnverein zu einem verdienten Erfolg. Ein Flanke von Weber ſchlug Ufer zu ſchwach ab, ſo daß Keller dem Germaniahüter das Nachſehen gab.:1. Auf, heiden Seiten fielen Lattenſchüſſe, bis ſchließlich Windirſch mit vollem Einſatz den Siegestreffer erzielte. Ufer mußte verletzt ausſcheiden. Gegen Schluß kam der TV 46 noch 8 einer Strafecke, die allerdings erfolglos blieb. oos und Günther(McGh) leiteten ein⸗ wandfrei. Die übrigen Spiele entſchied der TV 46 über⸗ legen für ſich. 2. Mannſchaften 51.— 3. Mannſchaften 21. „:0.— Damen II. 51. Damen 1 JG⸗FrankfurtVfR Mannheim:3 Der Vf RMannheim gaſtierte mit ſeiner Hockeyelf beim JG⸗SV Frankfurt und wurde knapp mit:4(:3) Toren geſchlagen. Auf hartgefrorenem Boden lieferten ſich beide Mannſchaften ein abwechſlungsreiches Spiel. Bei den Mannheimern war die Deckung Dr. Kulzinger⸗Heiler der beſte Mannſchaftsteil. Sie verhinderte auch eine noch höhere Niederlage, die bei der Schußfreudigkeit des Frankfurter Sturms im Bereich der Möglichkeit lag. Die Tore ſchoſſen für Mannheim Graff(J und Kutterer und für die Frankfurter Georg(, Steffen und Ruck. Koblenz) 961,60.; 17. Anita Bärwirth(Kiel) 965,60.; 18. Ilſe Löſſel(München) 937,60.; 19. Trudy Meyer(Hannover) 931,0 P.— Außer⸗ dem werden noch Helga Raethijen(Hamburg) und Hilde Ley(Königsberg), die verletzt ſind und in Magdeburg nicht mitmachen konnten, in die Olympia⸗Kernmannſchaft genommen. ASA beſchließt Olympia⸗Teilnahme Neuyork, 8. Dez.(HB⸗Funk.) Die Amateur⸗Athletik⸗Union, der Dachverband der nordamerikaniſchen Leichtathleten, Schwim⸗ mer, Boxer und Ringer, beſchloß entſprechend der Zuſage des amerikaniſchen Olympia⸗Komi⸗ tees, auf ſeiner dreitägigen Jahresverſamm⸗ lung in Neuyork, die Teilnahme an den Olym⸗ piſchen Spielen 1936 in Berlin. Der Beſchluß wird den Wünſchen der geſamten amerikani⸗ ſchen Sportwelt gerecht, für die Boykotthetzer bedeutet er eine empfindliche Niederlage. FV Zuffenhauſen—Amicitia Viernheim :0(:0) In Zuffenhauſen lieferte die Viernheimer Amicitia am Sonntag ein recht gutes Spiel, verlor aber dadurch, daß die Stürmer die Tor⸗ gelegenheiten nicht auswerteten. Zudem kam noch, daß der vereiſte Platz den Gäſten ſichtlich zu ſchaffen machte. Durch ſeinen Linksaußen Schick ging Zuffenhauſen ſchon in der erſten Spielhälfte in:0⸗Führung. Nach dem Wechſel erhöhten Herrmann und Schick auf:0. Schieds⸗ richter Schmidt(Heilbronn) leitete vor 500 Zu⸗ ſchauern anſprechend. Meiſterſchaftsſpiele im Reich Oſtpreuſten: VfB Königsberg— RSWuHeiligenbeil(kampfl. f. Pr. Samland Königsberg— RS Braunsberg Polizei Tilſit— Porck Inſterburg.. VfB Tilſit— Inſterburger SV. Viktoria Allenſtein— RSV Ortelsburg BuE Danzig— ScC Lauental.„ Pommern: Greifswalder SC— Vfe Stettin Polizei Stettin— Blücher Gollnow Stettiner SC— VfB Stettin. 5 Viktoria Stolp— Germania Stolp. Hubertus Kolberg— Viktoria Kolberg, — — — * — „ 1 4 1 * L 4 F Sturm Lauenburg— Pfeil Lauenburg. Brandenburg: Hertha⸗Berliner SG— Berliner SV 92. Tennis⸗Boruſſia Berlin— Minerva 93 Berlin Wacker 04 Berlin— VfB Pankow.. Nowawes 03— Viktoria 89 Berlin.„ Spandauer SV— Blau⸗Weiß Berlin, 4 Schleſien: Vorwärts Breslau— VfB Breslau Beuthen 09— FV 06 Breslau. Sachſen: VfB Leipzig— Polizei Chemnitz„„ Sportfr. 01 Dresden— Wacker Leipzig. Guts Muts Dresden— Fortuna Leipzig(Priv.) Dresdner SC— SpVg Dresden(Priv.) Riſaer SV— Bé Hartha(Priv.) 55 Planitz— VfB Auerbach(Priv.) 4 itte: Sportfreunde Halle— SC 05 Deſſau.„ Kricket⸗Vikt. Magdeburg— Wacker Halle. SV 08 Steinach— SC Erfurt ———————————— S SSSO ⏑DOιι⏑-οι⏑ οι⏑ο—. 2 —— S2—.—=—⏑◻◻α⏑ſ—=◻◻⏑———2⏑⏑⏑——◻ ⏑⏑[•=S5.⏑ n. „—= „ SpVg Erfurt— 1. Fé. Lauſcha,„„4 Nordmark: Eimsbüttel— Hanſa Hamburg.„„„ Holſtein Kiel— Polizei Lübeck,„„ 4 Altona 93— Viktoria Hamburg.„„„ Phönix Lübeck— Union Altona,„„ 41 Niederſachſen: VfB Peine— Boruſſia Harburerg VfB Komet Bremen— SWAlgermiſſen 1911 SV 96 Hannover— Arminia Hannover. Raſenſport Harburg— RSV 06 Hildesheim. VfB Braunſchweig— Fortuna Düſſeldorf. So»V Osnabrück 99— Preußen 06 Münſter. Weſtfalen: Sus Hüſten 09— Tus Bochum Weſtfalia Herne— SpVg Herten. SV Höntrop— VfR Köln(Priv.) Niederrhein: Vfs Benrath— Schwarz⸗Weiß Eſſen. Rot⸗Weiß Oberhauſen— Turu Düſſeldorf, Preußen Krefeld— Boruſſia Gladbach. Mittelrhein: Mülheimer SV— Bonner FV. Kölner EfR— Kölner SC 99. TSV Neuendorſ— Tura Bonn. Nordheſſen: VfB Friedberg— Fé Hanau 93. Boruſſia Fulda— So Bad Nauheim. SpV Kaſſel— SC 03 Kaſſel,„„ 1 „ 1 1 — 7 * e — 0=———⏑αςα—2— d dο—————2 do dꝰ S ο-——————————— E —S2⏑=—=—◻ς= S2522—-—2232 ꝛd3ſ½hꝛ232d. 225=.S2Q25 S2525— S Leb. Schunmann sleh abzutufen. mittags um.30 Unr, in Großsachsen statt. Anna Hipphan im Aiter von 40 Jahren nach kurzem, schwerem Krankenlager zu Mannheim(Waldhofstr. 215), den 7. Dezember 1935. Im Namen der tiefttauernden Angehörigen: KHarl Hipphan Die Beeidigung findet am Dienstag, den 10. Dezember,——5 Gewerbe⸗ treibende ch führe laufend re Bücher und ſämtliche Angele⸗ genheiten geg. ringe mtl. Vergüt. Hans Gleiter Colliniſtraße 12a Bern 1 45 Stellengesuche Halahatan 37 Jahre, perfekt, ſucht in gut. Haus per 15. Jan. 1936 Stellung.— Gute Behandlg. Beding. Angeb. u. 38 155K an die Geſchäftsſt. d. HB. Weinheim. 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Berlag und Sch kreuzbanner“ Au borothea Wieck- Theodor 100 DerõStudentt er Studentſ von Prag bend⸗ Au⸗ Vorher u..: ————— Fuhbalſkampffff beutschland— Englandf 2.00..30,5.50 U57 3 UnIVESSCUM 1 4 3 3 E Montag, den 9. Dezember 1—— Vorteuung Nr. 5 miete h Ehwanarhur zanlen Lon Luſtſpiel von Emmerich Ruß, Anfang 20 Uhr— Ende.45 Ut Die Flottenko mittag durch de amtl. Bekanntmachungen Biaidwin feierli Verſteigerung* In unſerem Verſteigerungslorg aib0 0 41— 0 gebäude— findet an folgenden formale Eröffnt en die öffentliche Verſteigerung pe fa lener Pfänder gegen mai des Aufenmini ſt Fgenau zehn Jah zeichnet wurde. 1 att: a) für Gold, Silber, Uhren, Brium ſchmuck, Ringe. Beſtecke u. 2 fiker, Admiräle am Mittwoch, den 11. Dezbr. 1h ren anweſend, d b) für Fahrräder, Photographenaphe britiſchen Reiche rate, Anzüge, Mäntel, Weiſzeuh NRordamerika, 7 Stiefel und dergl. am Mittwoch, den 18. Dezbr, Baldwin gab grüßung zunäch Kernſätzen aus National-Theater Mannnelm neden GStaats⸗ Beginn jeweils 14 Uhr. 1 es gelingen mö⸗ Dblkiſche Duchandinng Fonnheim, p 4, 12 umfang 268 Seitenſ(471899) Städt. Leihamt, In Leinen RM..80 Begrenzung der Ze Lonferenz Zwangsverſteigerung böchſter Bed In allen Im Zwangsweg verſteigext dus he der Konferenz n f e, Duchhandlungen Züngen in emwein 6 m wins Ausführm vorrätig„Slog, Zimmer 13, das Wrffeh wak für vie A der Firma Hoeber u, Mandelbaun, oes vicht offene Handelsgeſellſchaft m Ma heim, auf Gemarkung Mannheim Die Verſteigerungsanordnung wurde am 9. Auguſt 1935 im Gru 1 43 16 ſmachgh A noch ni im Grundbuch eingetragen à waren. ſind ſpäteſtens in der Rr Vertrüge, ſo ert Bicen vor 055 Aund ſtimmungen, die ieten anzumelden un e i ſpruch ves Gläuölgers gienbyn eſem Jahr ein Abkommen, d ein. Die beiden ii Neine ,Kleine“ im„HB.“ hat mich noch nie enttäuscht. sie erschienen— da geht es auch schon los. Einer gibt dem anderen die Tür in die Hand. Man glaubt gar nicht. wie viele Leute heute Zimmer suchen— und alle lesen das„HB.“ om strohmorlct f55 fie it 1 9550 b5 1———— en Gebot ni nd bei der Enehe zwingende Verpf verteilung erſt nach dem Anſpruch dez 33 Gläubigers und nach' den ühe 4 der früheren Kor Rechten berückſichtigt. Wer ein in unſerer Mac gegen die Verſteigerung hat, muß d Verfahren vor dem Zuſchlag heben oder einſtweilen einſtellen ſen: ſonſt tritt für das Recht Verſteigerungserlös an die Stelle verſteigerten Gegenſtands. Die Nachweiſe über das Grundſt ſamt Schätzung kann jedermann ei ſehen. Grundſtüdsbeſchrieb: Grundbuch Band Wl, eft17; Lgb. Nr. 5502, Rheindammſty Nr. 19, Hofreite ⸗ 10 Ar 75 g Auf der Hofreite ſteht; a) eine dreiſtöckige Fabrik mit Buih und Keller 4 unglück der Hlottenrüſtungsn nuu verhindern. ber engliſche In großen Z denengliſch in einer Mitteili in Genf im Jah Auch heute ſei heute wie damoe bereit, die Grun Kaum ist p) ein einſtöckiger Seitenbau Wohnung mit Keller. kondoner Flotte Schätzung 9 Berückſichtigung mit Zubehör 61 610 K fgungen, die ſie Notariat Mannheim 7, als Vollſtreckungsgericht, nalen Umſtänder baßhilder zum sof. Mitnehmen Amateur- Arbeiten sofort gut und billig Itelier Aohr..2 Fernru: 26668 Lelegenh.-äufe nantiken und Gebrauchs- Möbei Oelgemälden Minĩiaturen Bro cen, Meißne: Figuren, Zinn Tafelsilber und Bestecke Brillantschm. Vasen, Perser- brücken und Teppiche finden Sie stets bei H. Stegmüller Versteigerer W 8 1, 1 zelnen Mächte er Die britiſche 9 darauf, daß auch Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann. Stellvertreter: Karl M. Hageneier; Chef vom 1 Tüdel Weller.— Verantwortlich für Politik: D Kattermann; für poljtiſche Nachrichten; Dr. W. Kichere für Wiriſchaftsrundſchau: Wilhelm Ratzel; für munales und Bewegung: Friedrich Karl Haas; Kulturpolitik, Feuilleton und Beilagen: W. Körbel Unpolitiſches: Fritz Haas: für Lokales: Exwin für Sport: Julius Etz: ſämtliche in Mannhei Berliner Sade Hans Graf Reiſcach, SW 68. Charlottenſtr. 15 v. Nachdruck fämtlicher Hri berichte verboten. Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. Berlin⸗Dahlem. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 (außer Mittwoch. Samstag und Sonntag), Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannhelg Druck und Verlag: Hatentreuzbanner⸗Verlag u. Druten mbc. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 1030 12.00 Uhr(außer Samstag und Sonntag). 3 Nr. für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr, Für den Anzeigenteil verantw.: Arnold Schmid, Zurzeit iſt Preisliſte Nr. 5 für Geſamtauflage(elnit Weinbeimer. und Schwetzinger⸗Ausaabe) aultig Durchſchnitts⸗Auflage November 1935: ANusg. 4 Mannheir, u. Ausg. B Mannheim Ausg. A4 Schwetzingen u. Ausg. B Schwetzingen Nusg. A Weinheim und Ausg. B Weinheim„„ Geſamt⸗DA. November 1935: K ebenſo eine Here wie vor trete die lich für die A bf hbootes ein. E les Abkommenen ſparniſſen bei de Weit führen. Während der die Annahme die dert worden. Der Madr Der ſpaniſche prieta teilte! dem Saatspräſid famtkabinetts ar