•65 .75 ———— .95 are in -90 — 3.90 ——— n vielen r.90 ———— 1 er.90 3 3 —————— ir Kleider ter.90 —— e, Mäntel eter 53.90 ——— n beliebten 45,.20 —.——— K5 erware, usgezeiehnze , Mir.-5 G⁰OοsI 4 — , Beriag und Schriſtleitung: Mannheim, 3, 14/15. Fernſprech⸗Sammeil⸗Nr. 354 21. Das„Haken⸗ An nner⸗ Ausgabe erſcheint 12mal(.2) RMu. 50 Pfa. Trägerlohn), Ausgabe B erſchein im Textteil 45 Pfg. Zmal(.70 Rm u. 36 Pig. Trägerlohn), Einzelpreis 10 Pfa. Beſtenungen nehmen die Träger— 1 ſowie die Poſtämter entgegen. die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) ver⸗ Schluß der Anzeigen⸗Annahme: indert, beſteht kein Anſpruch auf Entſchädigung. Regelmäßig erſcheinende Beilagen auf allen Mannheim, R 3 ifensgebieten Für unverlangt eingeſandte Beiträge wird keine Verantwortung übernommen. Montag⸗Ausgabe 6. Jahrgong f ANMMHEI A/Mr. s 3/r. 6 enihunnehr aurKnaneh Roms bergeltung bas und Bomben Italiens fintwort auf flbeſſiniens Geauſamkeiten Addis Abeba, 5. Januar. Nach den letzten Nachrichten, die hier vor⸗ liegen, ſcheinen die Italiener ihre Drohung, daß ſie die angeblichen Verletzungen des Kriegs⸗ rechtes durch Abeſſinien mit noch fürchter⸗ licheren Gegenmaßnahmen wettmachen würden, wahrzumachen. Von allen Fronten kommen jetzt Nachrichten, daß die italieniſchen Flieger Gasbomben abgeworfen hätten. Es ſcheint je⸗ doch nicht durchweg erwieſen zu ſein, daß es ſich hierbei um Giftgasbomben handelte. Auf jeden Fall verſuchen jetzt die Italiener, durch konzentrierte Lu griffe die abeſſiniſchen Truppen zu demor iſieren. Bei den außerordentlich ſtarken italieniſchen Bombenangriffen an der Nowfront wurden über der Stadt Amba Aleja(ſüdlich von Ma⸗ kalle)y Giftgasbomben abgeworfen. Einige Tote, zahlreiche Verwundete blieben am Platze. Am 2. Januar machmittags warfen drei italie⸗ niſche Flieger Gift⸗ und Brandbomven über Debnat und Debre Tobor ab. An der Südfront wurde die Stadt Corem bombar⸗ diert und erneut Dagabur. Beim erſten Bom⸗ bardement Dagaburs wurde nach den letzten Meldungen die ganze ägyptiſche Ambulanz reſtlos zerſtört; Opfer ſind jedoch keine zu ver⸗ zeichnen. Die abeſſiniſchen Kreiſe erklären, ſie ſeien über die ſtändigen Bombardements von Rot⸗ Kreuz⸗Stationen äußerſt empört und möchten fragen, was die europäiſchen Großmächte gegen die Verletzung der heiligen internationalen Ein⸗ richtung ſagten. Abeſſinien habe man erſt ver⸗ weigert, in das Internationale Rote Kreuz eintreten zu können, weil dieſe Einrichtung nur ziviliſierten Völkern zugänglich ſei. Die ſtändigen Bombardements von Rot⸗Kreuz⸗Sta⸗ tionen durch die Italiener, die nach dieſer Wiederholung deutlich die italieniſche Abſicht kundtun, ſchädigten ungeheuerlich das euro⸗ päiſche Anſehen. Schwediſche flerzte berichten Einer der Aerzie gestorben- Hilflos den Bomhen ausgeseizt apd. Addis Abeba, 4. Januar. Der eine der bei dem italieniſchen Flieger⸗ angriff auf vie ſchwediſche Rotkreuz⸗Station bei Dolo ſchwer verletzten ſchwediſchen Aerzte, Dr. Lundſtröm, dem ein Bombenſplitter den Kiefer fortgeriſſen hatte, iſt am Freitagabend während des Transportes nach dem Lager von Nugalli geſtorben. Dr. Hylander ſowie ſein Aſſiſtenzarzt, Dr. Smith, die beide bei em Fliegerangriff verletzt wurden, ſind am Sams⸗ tagmorgen im Flugzeug in Addis Abeba ein⸗ getroffen. Dr. Hylander, der ſehr blaß ausſah, erklärte nach ſeiner Ankunft, daß er das italieniſche Ge⸗ ſchwader berannahen gehört, aber nie daran gedacht hätte, daß die Rotkreuz⸗Station bom⸗ bardiert würde. Er ſei gerade im Operations⸗ zimmer beſchäftigt geweſen, als plötzlich ſchwere Exploſionen die Luft er⸗ ſchütterten. Die italieniſchen Fneger müßten mindeſtens 20 Boniben abgeworfen haben.„Eine der Bomben explodier:e in nächſter Nähe des Operationszimmers, und ich Weltbild(M) 25fähriges Jubiläum der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Geheimrat Max Planck, der Schöpfer der OQuanten- theorie und Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Sie feiert am 11. Januar ihr 25lähriges Bestehen. fühlte, daß ich getroffen war. Ich ſah Dr. Lundſtröm mit blutendem Geſicht auf dem Bo⸗ den des Zimmers liegen. Zwei Patienten, die auf dem Operationstiſch lagen, wurden zofort getötet. Ich war nur noch halb bei Vewußt⸗ ſein; das Geſchrei der Verletzten war ſchreck⸗ lich. Viele von ihnen waren zum Teil von Erde und Steinen verſchüttet. Nach einer kur⸗ zen Pauſe in dem Bombardement wurde das Propellergeräuſch wieder lauter und ein Hagel von Maſchinengewehr⸗Kugeln praſſelte in das Lager.“ Einer der Krankenwärter, der ebenfalls am Samstagmorgen nach Addis Abeba zurück⸗ kehrte, gab einen ähnlichen Bericht. Der Wär⸗ ter war infolge der erlittenen Verletzungen und ban AMPFBIAIIT NORDW)ESTIBADENMS ler el genz Gefamtauflage: Die 12geſpalt. Miuimeterzeile 10 Pig. Die ageſpalt. Minimeterzeile Die Ageſpalt. Millimeterzeile im Textteil ga. Bei ederholung Raba 0 7— Weane— 3 Abendausgabe 13 Uhr Anzeigen⸗Annahme: „ 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. Ausſchlietzl. Genichtöftand Mannheim. VPoſtſcheckonto: Ludwiashafen 4966). Verlaasort Mannheim. Zahlungs⸗ und Erfülungsort Mannheim. Mannheim, 6. Januar 1936 Olympiastraße München—Garmisch vor der Verkehrsübergabe Der neuerbaute Tunnel bei Eschenlohe im Zuge der Olympiastraße München—Garmisch, die jetzt ebenso wie die Olympiaanlagen von Reichsstatthalter Ritter von Epp und Vertretern der bayerischen Regierung besichtigt wurde. des Blutverluſtes noch ſehr ſchwach. Er er⸗ klärte, daß er geſehen habe, wie die Pati nten meterhoch in die Luft geſchleudert worden ſeien. Auch Dr. Hanner, der ſchwediſche Konſul in Addis Abeba, der nach dem ſchwediſchen La⸗ ger abgeflogen war, um die Einzelheiten des Ueberfalls zu unterſuchen, gab einen drama⸗ tiſchen Bericht' ab, in dem er betonte, daß die italieniſchen Flugzeuge bis zu 30 Meter her⸗ untergegangen ſeien und dann ein raſen⸗ des Maſchinengewehrfeuer auf das Lager eröffnet hätten. Die Inſaſſen des Rotkreuz⸗Lagers hätten nur weiße Fahnen ſchwenken können, da ihnen keinerlei Vertei⸗ digungsmittel zur Verfügung ſtanden und die Truppen von Ras Deſta zu weit entfernt waren, um ihnen zu Hilfe zu kommen.„Es war“, ſo erklärte Dr. Hanner,„ein wahrer Maſſenmord.“ Heinrich Hoffmann(M) flngeblich noch ein fioſpital bombardiert London, 5. Januar. Die Abendblätter geben in großer Aufmachung gerüchtweiſe Meldungen aus Harrar und Addis Abeba wieder, daß am Sams⸗ tagvormittag erneut eine Rote⸗Kreuz⸗Abteilung in der Nähe von Dagabur an der Südfront durch italieniſche Flugzeuge bombardiert wor⸗ den ſei. Reuter meldet ſpäter aus Addis Abeba, daß die Gerüchte durch eine amtliche Verlaut⸗ barung der abeſſiniſchen Regierung beſtätigt worden ſeien. Die bombardierte Rote⸗Kreuz⸗ Einheit ſei eine ägyptiſch⸗abeſſiniſche Ambulanz, bei der ſich auch zwei britiſche Miſſionare auf⸗ halten. Die Ambulanz habe beträchtlichen Scha⸗ den erlitten. Menſchenverluſte ſeien nicht zu verzeichnen.— Fünf italieniſche Flugzeuge ſol⸗ len ſich an dem Angriff beteiligt haben. Scheinheiliger 5owjetproteſt Eine lãcherlidie Anłklage gegen die Regierung von Uruguay apd. Genf, 5. Januar. Die ſchon ſeit langem erwartete ſowjetruſſi⸗ ſche Proteſtnote wegen des Abbruchs der diplo⸗ matiſchen Beziehungen zwiſchen Uruguay und Die„greuelhaſte ſriegsführung“ Abessinien verlangt Entsendung einer Kommission apd. Genf, 4. Januar. Im Völkerbundsſekretariat iſt eine neue abeſ⸗ ſiniſche Note eingegangen. Ueber den Inhalt verlautet, daß die abeſſiniſche Regierung darin die Bildung einer Unterſuchungskommiſſion und ihre Entſendung nach Abeſſinien beantragt. Dabei ſoll das, was die Abeſſinier als„greuel⸗ hafte Kriegführung“ bezeichnen, den Gegenſtand der Erhebungen dieſer Unterſuchungskommiſ⸗ ſion bilden. In der Note des Pariſer abeſſiniſchen Ge⸗ ſandten Wolde Mariam wird auf die„zahl⸗ reichen Verletzungen der Kriegsgeſetze durch die italieniſchen Militärbehörden Bezug genommen. Die italieniſche Regierung könne gewiſſe Ver⸗ brechen nicht mehr leugnen und verſuche ſie nunmehr, mit der verlogenen Behauptung zu rechtfertigen, daß es ſich um Vergeltungs⸗ maßnahmen gegen Greueltaten der abeſſiniſchen Behörden handele. Weiter erſucht die abeſſiniſche Regierung in der Note die zu⸗ ſtändigen Völkerbundsorgane, zwecks Verhin— derung neuer Verbrechen durch unparteiiſche Er⸗ hebungen feſtſtellen zu laſſen, wie die Feind⸗ ſeligkeiten von den beiden kriegführenden Heeren auf abeſſiniſchem Gebiet geführt werden. Die Bildung eines Unterſuchungs⸗ ausſchuſſes ſtehe mit dem Völkerbundspakt im Einklang, da ſie ſich aus den Artikeln 3, 4, 11 Abſatz 1, und 16 Abſatz 1 des Völkerbundspak⸗ tes ergebe. Zum Schluß der Note heißt es:„In dem Augenblick, wo die italieniſche Regierung durch ihre Preſſe einen erbarmungsloſen Vernichtungskrieg ankündigtf, bittet die abeſſiniſche Regierung den Völkerbund in⸗ ſtändig, Greueltaten zu verhüten, deren Folgen für den ganzen afrikaniſchen Kontinent unab⸗ ſehbar ſind, und die ein unüberwindliches Hin⸗ dernis für die Wiederherſtellung des Friedens in Oſtafrika darſtellen würden.“ Italieniſches Flugzeug mit Beſatzung verbrannt apd. Rom, 4. Januar. Im amtlichen 88. Heeresbericht wird mitge⸗ teilt, daß ein italieniſches Militärflugzeug nach einem Luftangriff im Gebiet von Kafta, nörd⸗ lich des Takkaze, in Brand geriet. Die Mann⸗ ſchaft, beſtehend aus einem Offizier, einem Be⸗ obachter und einem Unteroffizier, iſt ums Le⸗ ben gekommen. der USSg iſt nun endlich im Völkerbundsſekre⸗ tariat eingetroffen und ſoeben veröffentlicht worden. Wie verlautet, wird in dieſer Note von der Sowjetregierung behauptet, daß die Regierung von Uruguay den Artikel 12 des Völkerbundspaktes nicht beachtet habe und daß ſich der Völkerbundsrat infolgedeſſen auf Grund von Artikel 11, Abſatz 2 mit der Angelegenheit beſchäftigen müſſe. Aus dem nunmehr veröffentlichten Text der ſowjetruſſiſchen Note an den Völkerbund wegen des Abbruchs der diplomatiſchen Beziehungen zu Rußland durch die Regierung von Uruguay geht noch hervor, daß die Sowjetunion die uru⸗ guayiſchen Behauptungen als unwahr ve⸗ zeichnet. Im übrigen wird betont, daß die Regierung von Uruguay vor dem von ihr vor⸗ genommenen Abbruch der diplomatiſchen BVe⸗ „ziehungen zur Sowjetunion letzterer gegenüber keinerlei Beſchwerden vorgebracht habe, und daß auch kein Streitfall vorgelegen habe, der in irgendeinem Zuſammenhang mit dem„ſo plötz⸗ lichen“ Charakter des Vorgehens der uruauavi⸗ ſchen Regierung ſtehen könne.— Die ſowjetruſſi⸗ ſche Note gipfelt in dem Erſuchen an den Ge⸗ neralſekretär des Völkerbundes, auf Grund des Artikels 11, Abſatz 2 des Völkerbundspaktes die Frage des Verſtoßes der uruguayiſchen Regie⸗ rung gegen Artikel 12, Abſatz 1 auf die Tages⸗ ordnung der nächſten Ratstagung zu ſetzen. Jaule Ausreden Es iſt ſehr iniereſſant, daß ſich Rußland, das die Vorwürfe Uruguays tatſächlich nicht widerlegen kann, in höchſt lächerlicher Weiſe auf formale Vorſchriften beruft. Wenn es ietzt den Weg über die Genfer Inſtitution zu be⸗ ſchreiten verſucht, um durch diplomatiſche Ver⸗ drehungen die Wahrheit zu entſtellen, ſo iſt das nur ein Beweis dafür, daß ſich Rußland ſeines Einfluſſes in dieſem Gremium ſicher zu ſein glaubt. Um zu belegen, wie unſinnig auch die for⸗ malen Einwände Sowjetrußlands ſind, ſei hier noch kurz auf die betreffenden Artikel der Völ⸗ kerbundsſtatuten hingewieſen. In Artikel 12 der Völkerbundsſatzung heißt es u.., daß die Mitgliedsſtaaten des Völker⸗ bundes verpflichtet ſind, eine etwa zwiſchen ihnen entſtehende Streitfrage, die zu einem Bruch führen könnte, entweder einem Schieds⸗ verfahren oder aber dem Völkerbundsrat zu unterbreiten. Aus dem weiteren Wortlaut von Artikel 12 iſt allerdings zu erſehen, daß ſolche Streitfälle gemeint ſind, die zu einem Krieg führen können. Was den zweiten Abſatz von Artikel 11 be⸗ trifft, ſo heißt es darin u.., daß jeder Mit⸗ gliedſtaat des Völkerbundes berechtigt iſt, in freundſchaftlicher Weiſe die Aufmerkſamkeit der Verſammlung oder des Rats auf alle Um⸗ ſtände zu lenken, die die internationalen Be⸗ ziehungen beeinfluſſen und daher den Fri⸗den bzw. jenes gute Einvernehmen zwiſchen den Nationen ſtören können, von dem der Friede abhängt. Aus dem erſten Abſatz von Artikel 11 iſt aber wiederum zu erſehen, daß im weſent⸗ lichen nur ſolche Fälle gemeint ſind, in denen eine Kriegsgefahr feſtzuſtellenoder zu befürchten iſt. Polens Preſſe verteidigt Malien Warſchau, 5. Januar. Die polniſche Preſſe hat ſich bisher faſt aus⸗ nahmslos mit der Wiedergabe der Meldung begnügt, daß das polniſche Rote Kreuz dem ſchwediſchen Roten Kreuz zu den Verluſten durch die Bombenabwürfe in Abeſſinien ſeine Teilnahme ausgeſprochen habe. Die offiziöſe„Gazeta Nolska“ vertritt nun die Auffaſſung, daßd vedeutung des ganzen Vorfalls ſehr übertrieben werde. Man müſſe ſich darüber klar ſein, daß man im Kriege ſei, daß man im Kriege das italieniſche Oberkom⸗ mando nicht für Unvorſichtigkeiten und nicht einmal für abſichtliche Handlungen einzelner Flieger verantwortlich machen könne, man müſſe auch die techniſchen Schwierigkeiten in Betracht ziehen, die den Bombeneinſchlag nicht immer genau berechnen laſſen. Vor allem führten die Abeſſinier den Krieg in außerordentlich barba⸗ riſcher Art und töteten die Verwundeten, ohne Gefangene zu machen. Sie wendeten außerdem Dum⸗Dum⸗Geſchoſſe an und hätten einen ita⸗ lieniſchen Flieger geköpft. Seien unter dieſen Umſtänden, fragt das Blatt, Ausbrüche der Empörung oder ſogar der Rache einzelner Flie⸗ ger verwunderlich? Geſandter Eiſenlohr ſcheidet von Athen Athen, 5. Jan.(HB⸗Funt) Der deutſche Geſandte Dr. Eiſenlohr, der zum Geſandten in Prag ernannt worden iſt, wurde vom König in längerer Abſchiedsaudienz empfangen. Die Deutſch⸗griechiſche Vereinigung gab am Samstag zum Abſchied dem Geſandten⸗ paar ein Eſſen. zoſen nur heben kann. Die Trauerfeiĩerlichkeiten in Paris/ Ein Flitarbeiter am Paris, 4. Januar. In der Deutſchen Evangeliſchen Chriſtus⸗ kirche in Paris hielt Pfarrer Dahlgrün am Samstagvormittag den Trauergottesdienſt für“ den verſtorbenen deutſchen Botſchafter Roland Köſterr. Die deutſche Kolonie hatte ſich faſt vollzählig um den Sarg geſchart. Nach Schluß des Gottesdienſtes wurde der Sarg zum Oſt⸗ bahnhof übergeführt, wo die amtliche Feier für den verſtorbenen Botſchafter des Deutſchen Reiches ſtaꝛtfand. Der Sarg wurde auf einen Katafalk auf⸗ geſtellt, der hinter der dem Ehrenhof zugewen⸗ deten Halle des Bahnhofes errichtet worden war. Rechts und links von dem Katafalk nahmen die Trauergäſte Aufſtellung, die Fa⸗ milie, die Vertreter des Präſidenten der Re⸗ publik und der franzöſiſchen Regierung, Mi⸗ niſterialdirektor Dieckhoff und Geheimrat Aſchmann vom Auswärtigen Amt, der deutſche Geſchäftsträger und die zahlreichen deutſchen und ausländiſchen Freunde des Ver⸗ ſtorbenen. Als erſter nahm Kriegsmarineminiſter Piétri das Wort, um im Namen der iranzö⸗ ſiſchen Regierung und ſeines Miniſterpräſiden⸗ ten eine Anſprache zu halten, in der er u. a. ausführte: Der Verſtorbene hat ununterbrochen mit Intelligenz, mit Takt und Gradlinigkeit ſeine Aufgabe erfüllt, der die Regierung der Republik'eierliche Achtung zu zollen die Pflicht hat. Er tat dies mit einer Hingabe an ſein Vaterland, die ihn in den Augen der Fran⸗ Als die Wahl ſriner Regierung ihn auszeichnete, eines der wichtig⸗ ſten Aemter der europäiſchen Diplomatie zu übernehmen, fuhr der nunmehr Verſtorbene fort, in der Führung der Geſchäfte einen Aaren und umfaſſenden Blick zu beweiſen, der es ollein geſtattet, eine Arbeit des gegenſeitigen Verſtändniſſes und der notwendigen Verſöh⸗ nung zu einem guten Ende zu führen. Der Tod hat ihn in voller Arbeit überraſcht, aber nicht, ohne daß er ahnen konnte, daß das Werk, dem er ſich mit heißem Herzen hingegeben hatte, es verdiene, ſeine Hoffnung und ſeinen Namen daran geknüpft zu haben. Am Schluß ſeiner Rede ſprach der Miniſter den Hinterblievenen das lebhafte Beileid der franzöſiſchen Regie⸗ rung aus. Im Namen des diplomatiſchen Korps ſprach anſchließend der braſilianiſche Botſchafter in Paris. Dann begann der Vorbeimarſch der Truppen. Die franzöſiſche Regierung hatte vier Regi⸗ menter mit ihren Muſikkapellen aufgehoten: ein Regiment Infanterie, ein Regiment Garde der fibſchied von Botſchafter Roland Röſter Werk der vVerslãndigung Municipale, ein Regiment Dragoner und ein Bataillon Artillerie mit Feldgeſchützen und Haubitzen. Die Truppen, an deren Spite ein General ꝛit', erwieſen mit geſenktem Degen den ſterblichen Ueberreſten des Botſchafters die militäriſchen Ehren. Die blau⸗weiß⸗roten Fahnen der Regimenter waren mit Trauerflor umhüllt.— Anſchließend nahmen Miniſterialdirektor Dick⸗ hoff und Botſchaftsrat Forſter die Beileids⸗ bezeugungen der anweſenden Regierungsmit⸗ glieder und ⸗vertreter, ſowie des diplomatiſchen Korps entgegen Der Sarg wurde darauf von der Familie und den Mitgliedern der Botſchaſt in den Trauerwagen des Zuges geleitet der die ſterbliche Hülle des deutſchen Botſchafters nach Heidelrberg bringen wird. Die Einäſcherung in fjeidelberg inĩsterprãsident Köhler war anv/esend Heidelberg, 5. Januar. Der Sarg mit der Leiche des verſtorbenen deutſchen Botſchafters Dr. Köſter war heute um Mitternacht mit dem Schnellzug in Heidel⸗ borg eingetroffen. Vormittags ging um 11 Uhr auf dem berühmten Bergfriedhof die Trauer⸗ feier und Einäſcherung vor ſich. In der Halle des Krematoriums war der Sarg aufgebahrt, über und über bedeckt mit Kränzen, darunter der Kranz des Führers, des franzöſiſchen Staatspräſidenten, des Auswärtigen Amtes. des Diplomatiſchen Korps, der ſranzöſiſchen Regierung, der badiſchen Staatsregierung, der Der erste Neufahrsgottesdienst mit König Geors Weltbild(0) König Georg von Griechenland verläßt die Kathedrale in Athen nach dem Gottesdienst am Neujahrstag. „Wollen Sie den Golfſtrom kaufen?“ Der lustigste Schwindel zu/iscien Europa und den USA/„Es geht um Englands Klima!“ Southampton, im Januar Durch eine Betrugsanzeige, die der Inhaber eines„Anteilſcheines an der Golfſtrom⸗Regu⸗ lierung“ bei der Staatsanwaltſchaft erſtattete, kam man einem der geriſſenſten und gleich⸗ zeitig fröhlichſten Schwindelunternehmen auf die Spur, das ſeit Jahren zwiſchen Europa und Amerika aufgezogen wurde. „Es geht um ein Millionengeſchäft!“ Zuerſt kam ein Telegramm aus Neuyork, dann ein Funkſpruch von einem Ozeandampfer. Sir John R. Brindley war alſo unterrichtet, daß ein Miſter Jorkens ihn zu beſuchen ge⸗ dachte:„In wichtigen geſchäftlichen Angelegen⸗ heiten“— hatte er telegraphiert. Wer ſich ſo⸗ viel Kabelſpeſen macht, der weiß, was er will und hat etwas zu offerieren. Er ſteuerte denn auch gleich bei der erſten Unterredung auf ſein Ziel los: Er wies darauf hin, daß die Ozeanſtröme, die nicht nur die Heringszüge, ſondern auch das Klima Europas beeinflußten, für ganz England, für Nord⸗ europa, für die Weſtküſte dieſes Kontinents von ungeheurer Bedeutung ſein könnten. Er führte mit Namen und Zitaten die Kombinationen der beſten Meereswiſſenſchaftler an, die von der Gefahr einer Vereiſung ſprachen,— wenn die Meeresſtröme ſich änderten. Lord Brindlen iſt verzweifelt Lord Brindley, ein Mann, der gewohnt war, in Millionen zu denken, war neugierig gemacht. Er fragte ſein Gegenüber, was er nun eigent⸗ lich verkaufen wolle: Der andere offerierte klipp und klar— den Golfſtrom! Er führte aus, daß man im Mexpikaniſchen Golf genau die Entſtehung jenes Stromes be⸗ obachten könne. Hier wende ſich an einer be⸗ ſtimmten Stelle der Golfſtrom nach Nordoſten und trete dann ſeine Reiſe durch den Atlantik nach Europa an. Sein Konzern ſtehe nun im Begriff, große eiſerne Tore mit Hilſe mäch⸗ tiger Baggermaſchinen in den Sand hinein zu verſenken. Die beſten Techniker Amerikas hät⸗ ten berechnet, daß es möglich ſei, mit Hilſe dieſer Tore den Golfſtrom aufzuhalten und vollkommen abzulenken Was unter dieſen Um⸗ ſtänden für England auf dem Spiele ſtehe,— das brauche er einem klugen Mann wie Lord Brindley wohl nicht zu ſagen. Der Lord wurde nervös: Wieviel er fordere? — Eine Million Pfund Sterling, war die knappe und deutliche Antwort. Der Lord war verzweifelt, denn er wußte, daß zur Zeit viel zu große Summen des Großkapitals in der Rüſtungsinduſtrie inveſtiert waren, um derartige Beträge im Handumdrehen freizu⸗ machen. Dabei war er überzeugt, daß die Er⸗ werbung des Golfſtromes ein aufgelegtes Ge⸗ ſchäft ſei. Miſter Jorkens ließ aber mit ſich reden: er werde die Golfſtrom⸗Rechte für England viel⸗ leicht ein wenig billiger durchſetzen können. Da riet ihm der Lord zu einem regelrechten Aus⸗ bau des„Golfſtromgeſchäftes“. Man müſſe— ſozuſagen— den ganzen Golfſtrom auf Aktien legen. Alle Städte Nordenglands, ferner Irland ſeien daran intereſſiert. Es werde ſich in Kürze genug Kapital aus Anteil⸗ ſcheinen auftreiben laſſen, um England auch weiterhin ſein jetziges Klima zu ſichern. Mit einem kleinen Heer beſonders geſchulter Agenten ging man alſo auf den Kundenfang. Es bedurfte freilich immer recht langer Erklä⸗ rungen, ehe der einfache Mann, der neben der Finanzkanone für derartige Dinge zu haben iſt, begriff, um was es hier eigentlich ging. Eisbären als Propagandiſten Auf den Winkelbörſen Ameritas fing man ſchon an, die Anteilſcheine an den Golfſtrom⸗ Rechten unter der Hand zu handeln. Die Agen⸗ ten aber merkten langſam, daß mit Bildern, mit Arktislandſchaften darauf und pelzvermummten Grönlandforſchern, das Geſchäft allein nicht mehr zu machen war. Die Leute hatten meiſt näherliegende Sorgen als die, daß auch eines Tages England unter einer grönländiſchen Eis⸗ decke ſchlafen werde. Eines Tages brachte man ſogar regelrechte Eis⸗ bären mit, die augenſcheinlich demonſtrieren ſollten, wie ſie dann wild in den vereiſten Breiten Nordenglands herumlaufen würden. So hob ſich denn das Geſchäft wieder einmal. Doch dann fiel dem Inhaber von zwei winzigen Anteilſcheinen ein Zeitungsartikel in die Hand, worin ein franzöſiſcher Forſcher zuſammen mit einem amerikaniſchen Geographen nachwies, daß der Golfſtrom eigentlich eine große Illuſion ſei und gar nicht beſtehe. Mit Zei⸗ tungsausſchnitt und Anteilſchein lief er zum Staatsanwalt,— und ſo platzte die Bombe. Der Golfſtrom wird alſo in Zukunft nicht mehr verkauft werden. Ein neuer phantaſti⸗ ſcher Betrug iſt zu Grabe getragen. Der eine handelt mit Attien auf die Drake⸗Millionen, der andere verkauft die Hadrianſäule in Rom. Der dritte gibt für ein paar tauſend Peſos die angeblichen Straßenbahn⸗Beſitzrechte von Bu⸗ enos Aires ab. Wieder ein anderer hat einen Tempel in Griechenland zu verkaufen oder läßt in einer pompös aufgemachten Liſte bereits Fahrkarten für den Monodflug 1940 buchen. Weshalb ſollte man nicht den Golfſtrom ver⸗ kaufen? Die Praxis bewies, daß die Spekulan⸗ ten auf des Nächſten Dummheit beinahe wie⸗ der recht behielten. Städte Paris und Heidelberg, des Deutſch⸗ Franzöſiſchen Komitees, der deutſchen Botſchaſt in Paris und des Befehlshabers im Luft⸗ kreis V, der den Kranz„dem ehemaligen Flie⸗ gerkameraden“ widmete. Zur Trauerfeier verſammelten ſich neben den auswärtigen und hieſigen Familienmitgliedern, unter denen die Gattin des Botſchafters fehlte, weil ſie ſchwerkrank in Paris darniederliegt, zahlreich die Vertreter von Parteiorganiſatio⸗ nen, Wehrmacht, Polizei und Behörden. Unter ihnen ſah man auch den badiſchen Miniſter⸗ präſidenten Köhler. Reichsaußenminiſter Freiherr von Neurath, der von ſeinem württembergiſchen Landſitz hierher gekommen war, führte die Mutter des verſtorbenen Bot⸗ ſchafiers in die Halle und an den Sarg ihres Sohnes. Nachdem der Muſikvortrag eines Hornquar⸗ tetts die Feier eingeleitet hatte, hielt Kirchen⸗ rat Prof. Dr. Otto Frommel die Trauer⸗ rede. Er zeichnete das Leben und den Wir⸗ kungskreis des Verſtorbenen, der ſchnell in hohe diplomatiſche Stellungen einrückte, dort für Führer, Volk und Vaterland vorbildlich wirkte und ſich als echter Deutſcher zeigte. Dann ſpielte ein Streichquartett Beethovenſche Muſik, und unter ſeinen Klängen ſenkte ſich der Sarg mit der ſterblichen Hülle des Botſchafters. Die Beiſetzung im Köſterſchen Familiengrab, das in einem großen Gräberkreis bekannter Män⸗ ner aus Kunſt und Wiſſenſchaft ſeinen Platz hat, wird wahrſcheinlich im Laufe der kommen⸗ den Woche erfolgen. Die ſranzöſiſche fjochwaſſerkataſtrophe Weitere ſchwere Schäden Paris, 5. Januar. Infolge der auch in den letzten Tagen anhal⸗ tenden Niederſchläge ſind die Flüſſe in faſt ganz Frankreich auch weiterhin geſtie gen und haben an vielen Orten erhebliche Schäden an⸗ gerichtet. Stellenweiſe ſind nicht nur die Stra⸗ ßen, ſondern auch die Eiſenbahnlinien unter⸗ brochen, ſo in Poitiers. Man befürchtet, daß die Loire und Seine bis zum Dienstag einen Höhepunkt erreicht haben werden, wie er ſeit 1910 nicht mehr gemeſſen worden iſt. In Angers mußte die Stadtverwaltung in zahlreichen überſchwemmten Straßen Notbrük⸗ ken errichten laſſen und durch die dortigen Pio⸗ niere einen Bootsdienſt einrichten. Die Vor⸗ ſtädte von Nantes ſind zum größten Teil über⸗ ſchwemmt. Ein kleiner Fiſcherhafen vor Nan⸗ tes iſt vollkommen abgeſchnitten und kann nur noch mit Booten erreicht werden. Ueber dem Departement Calvados iſt ein ſchwerer Sturm niedergegangen, der in zahl⸗ reichen Gemeinden ſchwere Schäden angerichtet hat. Ueber 2000 Apfelbäume ſollen entwurzelt worden ſein. Man ſchätzt dort den Sachſchaden auf etwa eine Million Francs. Avignon, wo die Ueberſchwemmung zeitweiſe nachgelaſſen hatte, iſt durch Anſteigen der Rhöne erneut be⸗ droht. Weltbild(0 Sonderpostwertzelchen zum Jubiläum der Deutschen Luft-Hansa Die Marke wird ab 6. Januar verkauft und darf auch im Verkehr mit dem Ausland benutzt werden. Für delphia- plans f geheim“ den, dur port der ſoll. Goldſtrom In den let den Börſenn— reien der eur richten der men, daß de der europäiſe franzöſiſcher wpachſen war. Man verſich entzückt ſind Gefahren in Metalles ſeh gibt es auß Moment noc größten Siche vor unbefugt Goldflucht 1 Vor etwa die Federal irgendwo im „Gold ſchrank“ 3 mancherlei Kr ſer— Goldfli Die einen und Philadel ſeien. Die a angriffe im K ſten möglich fährden könnt Küſte liege. jenes Goldkell von Kentucky. Das bomben Nach dieſen rings um Fo Wunſch der R * 4 7 „Goldſchrank ſchrieben werd heimlichen, do Jahres 1936, ſind. Dieſe Kaſen aus dem Stei rieſigen Fräs gebohrt. Ring nungsdrähte. lager von For iſt bombenſich kaum ein fein ſtoff mitführen gen, ſodann a Bomben hier Zn panzerzi Aber die G enthält der ne Abſchnitt„Ge bder erſten ſech aus Neuyork liarden Dollar geführt werder —— Dieſe Uebe. —————————————— „Die ein Die Aufführ denten Sand Graff wurde folg. Der Bei einer Pauſe nehmen und ———— wurden imme rufen. Die ſtarke d dem Stoff be ſtiſche Dramat wählt hat. Di ſchon mit Pe Stadt, in der der deutſchen fühlte, die räch uns deshalb ei Zuhaltes ſchen Die Handlut in einer Stud Führer der B den Komödienf . Kotzebue Freiheit an de mit einer Szen⸗ 19. Mai 1820. den ganz Deut rem Kampf, n wartet hatte, Mord vollbrac der Scharfrich Zwang ihrer J und nehmen kommt zu ihm aus Jena; Sa und ſein Opfer land hat das 5 blieb einſam. Die Vorgäng Höhepunkt die Mannheimer 2 von dem Dicht An dieſer Art ſter er und ein hützn und Spize ein tem Degen chafters die weiß⸗roten Trauerflor irektor Dick⸗ e Beileids⸗ ierungsmit⸗ lomatiſchen darauf von er Botſchaft zeleitet der Botſchafters 44 3 Deutſch⸗ n Botſchaſt im Luft⸗ ligen Flie⸗ neben den nitgliedern, fters fehlte, miederliegt, organiſatio⸗ rden. Unter 1 Miniſter⸗ ßenminiſter on ſeinem gekommen benen Bot⸗ Sarg ihres Hornquar⸗ t Kirchen⸗ ie Trauer⸗ den Wir⸗ ſchnell in rückte, dort vorbildlich eigte. Dann iſche Muſik, der Sarg afters. 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Für die Eiſenbahnſtrecke Neuyork—Phila⸗ delphia—Kentucky iſt im Rahmen des Fahr⸗ plans für 1936 unter der Gruppe„Streng geheim“ eine Fahrtverbindung vorgeſehen wor— den, durch die der größte Gold⸗Ueberlandtrans⸗ 13 der Welt geregelt und ſichergeſtellt werden oll. 8 Soldſtrom— gar nicht ſehr erwünſcht In den letzten fünf Monaten konnte man aus den Börſennotizen, den Mitteilungen der Reede⸗ reien der europäiſchen Häfen und aus den Nach⸗ richten der Verſicherungsgeſellſchaften entneh⸗ men, daß der Goldſtrom nach Amerika infolge der europäiſchen Kriſe und vor allem gewiſſer franzöſiſcher Schwierigkeiten außerordentlich ge⸗ wachſen war. Man verſichert, daß Amerikas Geldfachleute nicht entzückt ſind von dieſem Goldſtrom und ſchwere Gefahren in dieſer Zuſammenballung des roten Metalles ſehen. Aber für den Goldfachmann gibt es außer dem rein währungstechniſchen Moment noch ein anderes: das Problem der größten Sichevung der vorhandenen Goldſchätze vor unbefugten Zugriffen. Goldflucht in Kentuchys Berge Vor etwa einem Jahr verlautete zuerſt, daß die Federal Central Bant ſich entſchloſſen habe, irgendwo im Innern Amerikas einen rieſigen „Goldſchrank“ zu erbauen. Man erging ſich in mancherlei Kombinationen über den Zweck die⸗ ſer— Goldflucht ins Innere. Die einen behaupteten, daß in San Franzisko und Philadelphia die Erdbebengefahren zu groß ſeien. Die anderen verſicherten, daß Flieger⸗ angriffe im Kriegsfall vom Oſten und vom We⸗ ſten möglich ſeien und das Gold Amerikas ge⸗ fährden könnten, wenn dieſes irgendwo an der Küſte liege. So kam es denn zur Errichtung jenes Goldkellers im Fort Knox in den Bergen von Kentucky. Das bombenſichere Wunder von Fort Knox Nach dieſen erſten Nachrichten über die Pläne rings um Fort Knox ſollte auf ausdrücklichen Wunſch der Regierung nicht mehr viel über den „Goldſchrank von Kentucky“ geſprochen oder ge⸗ ſchrieben werden. Dennoch ließ es ſich nicht ver⸗ heimlichen, daß jetzt, in den erſten Tagen des Jahres 1936, die Goldkeller fertig geworden ſind. Dieſe Kaſematten des Goldes ſind buchſtäblich aus dem Stein herausgeſchnitten, wurden mit — rieſigen Fräsmaſchinen in den Granit hinein⸗ gebohrt. Rings um Fort Knox laufen Hochſpan⸗ nungsdrähte. Auf vier Punkte verteilt, liegen dort Wachmannſchaften, die von dem Militär⸗ lager von Fort Knor geſtellt werden. Fort Knox iſt bombenſicher: einmal ſchon deshalb, weil laum ein feindliches Flugzeug genug Betriebs⸗ ſtoff mitführen kann, um bis dorthin zu gelan⸗ gen, ſodann aber auch, weil ſelbſt die ſtärkſten Bomben hier nicht mehr durchſchlagen. In panzerzügen der Armee „* Aber die Goldkeller ſind noch leer, deshalb enthält der neue Fahrplan von Kentucky jenen Abſchnitt„Geheim⸗Inſtruktionen“: Im Laufe der erſten ſechs Monate dieſes Jahres werden aus Neuvork und Philadelphia rund 3 Mil⸗ liarden Dollar in Gold nach Fort Knox über⸗ geführt werden! Dieſe Ueberführung erfolgt unter ſtärkſten Sicherungen. Die amerikaniſche Armee ſtellt zwei Panzerzüge zur Verfügung, aber ein ſol⸗ cher Zug kann jedesmal höchſtens 50 Millionen Dollar in Gold mitführen. Ein ſolcher Golozug beſteht alles in allem aus 6 Wagen. Hinter der Lokomotive kommt ein großer Pulman⸗Wagen, der mit Maſchinengewehren beſetzt iſt, dann 3 Wagen mit den Goldbarren, darauf wieder ein Pulman⸗Wagen mit Truppen und Maſchinen⸗ gewehren und ſchließlich ein— Speiſewagen. Die Fahrtgeſchwindigkeit darf 60 Kilometer nicht überſchreiten. Man will auf dieſe Weiſe jede Möglichteit eines Zugunfalles vermeiden und verhüten, daß irgendwo auf der Strecke der Goldzug anhalten müßte. Damit das Wasser zum Berg hinaufläuft Zur Speisung des Kraftwerks Oregon USA wurde diese 6,5 Kilometer lange Stahlrohrleitung von 2 Metern Durch- messer gelegt. 3 Milliarden dollar reiſen nach Fort ſnor Der größte Gold-Heberlandtr anspori der Welt/ Die Goldkasemaften in Kentucdeys Bergen Kleine Schutzhaft— empfehlenswert Selbſtverſtändlich wird die Abfahrt dieſer Goldzüge ſtreng geheimgehalten werden. Selbſt die Polizei auf der Strecke und in den benach⸗ barten Staaten bekommt erſt in letzter Minute einen Fingerzeig. Dann wird man ſich entſprechend beſonderen Inſtruktionen um dieſen oder jenen Dunkel⸗ mann bekümmern, der vielleicht als„Spezialiſt“ für einen Anſchlag auf einen ſolchen Zug in Frage käme. In ſeinem Sündenregiſter der Ver⸗ gangenheit wird ſich ſchon irgendwo ein duntler Punkt finden, der eine neue Vernehmung und eine kleine Schutzhaft für ein paar Tage oder Stunden notwendig macht Weltbild(I) Sie übernimmt das Wasser aus dem hoch gelegenen Malheur River, führt es über das breite Rivertal und— nach den Prinzip der kommunizierenden Köhren(in denen das Wasser gleichhoch steht)— zum jenseits des Tals auf einem Hügel gelegenen Kraftwerk. Ein Wettbeteüger geſucht! Große Gaunereien auf allen Rennplätzen Europas Berlin, 4. Januar.(Eig. Meld.) Im Jahre 1929 wurde der Zijährige bel⸗ giſche Staatsbürger Henry Deneyer aus Brüſſel zahlreicher Hochſtapeleien überführt, von deutſchen Gerichten abgeurteilt und aus dem Reichsgebiet ausgewieſen. Nach ſeiner Ausweiſung wurden auf den verſchiedenſten Rennplätzen in Deutſchland mit auffallender Regelmäßigkeit und Gleichartigkeit der Begleit⸗ umſtände umfangreiche Betrügereien bei Renn⸗ wetten feſtgeſtellt, als deren Urheber ſchließ— lich Henry Deneyer in allen Fällen einwand⸗ frei erkannt werden konnte Henry hatte es verſtanden, offenbar mit ge⸗ fälſchten Päſſen immer wieder nach Devtſch⸗ land einzureiſen, auf den größten Rennplätzen kurze„Gaſtrollen“ zu geben, ſich einige Dumme zu kaufen, denen er die tollſten Mär⸗ chen über ſeine angeblichen ausgezeichneten Be⸗ ziehungen zu dem bekannten franzöſiſchen Trai⸗ ner George Denayer auftiſchte und ſie dann meiſt um einige hundert Mark erleichterie. Henry erklärte, wie die Zeugenausſagen er⸗ geben haben, mit weltmänniſcher Geſte, daß er ſich in Maiſon⸗Lafitte„wie zu Hauſe“ fühle und daher auch über die hervorragendſten Tips verfüge. Er könne mit:ödlicher Sicher⸗ heit den Ausgang der meiſten Rennen bereits im voraus ſagen. Natürlich koſtete das eine Kleinigkeit. Aber Henrys Klienten waren meiſt froh, endlich einen Menſchen gefunden zu ha⸗ ben, der„den“ Tip des Tages in der Taſche hatte. In den letzten Monaten hat ſich Henry nun wiederum nach längerem Auslandsaufenthalt unter anderem Namen nach Deuiſchland ein⸗ geſchmuggelt Er tritt vornehmiich in Verlin, Hamburg, Köln und anderen größeren Renn⸗ plätzen Deutſchlands auf, um für ſeine tod⸗ ſicheren Tips von jedem„Klienten“ einige hundert Reichsmark einzukaſ⸗ ſieren und dann ſpurlos zu verſchwinden Die Zentralſtelle gegen Glücksſpiel und unerlaubte Rennwetten beim Landeskriminalamt Berlin hat gegen Henry, der übrigens auch von den Polizeibehörden aller weſteuropäiſchen Länder geſucht wird, eine umfangreiche Fahndungs⸗ aktion eingeleitet. m Jeichen der Frontkameradſchaft Mitglieder des Kyffhäuſerbundes in England London, 4. Januar. Einer Einladung der Ortsgruppe Swanſea des engliſchen Frontkämpferbundes Britiſh Le⸗ gion folgend, trafen am Samstag fünf Mitglie⸗ der des Kyffhäuſerbundes in Southampton ein. Sie wurden von Angehörigen der Britiſh Le⸗ gion begrüßt und begaben ſich anſchließend nach Swanſea, wo ihnen die Standarte des 1. Garde⸗ Dragoner⸗Regiments überreicht werden wird, die im Kriege von dem engliſchen Infanterie⸗ Regiment Shropſhire erbeutet worden war. Die deutſchen Beſucher ſind ſämtlich Mitglie⸗ der des Alten Kameradſchaftsverbandes des 1. Garde⸗Dragoner⸗Regiments. In Swanſea ver⸗ anſtaltet die Britiſh Legion für die Deutſchen ein Kameradſchaftseſſen, an dem ſich auch Ver⸗ treter des franzöſiſchen Frontkämpferbundes be⸗ teiligen. Nach Blättermeldungen wird die eng⸗ liſche Frontkämpfergruppe Pembroke Dock der deutſchen Abordnung eine Flagge zurückgeben, die auf einem der bei Scapa Flow verſenkten deutſchen Kriegsſchiffe geweht hatte. Do befſindet ſich der belgiſche König? Seit einer Woche ſpurlos verſchwunden Brüſſel, 4 Januar. König Leopold von Belgien, ein naher Ver⸗ wandter des italieniſchen Königshauſes, iſt vor etwa einer Woche bekanntlich ganz uner⸗ wartet zum zweitenmal nach England gefah⸗ ren. Nun mußte man jedoch feſtſtellen, daß er ſich in England in den Nebel eines ſeltſamen Geheimniſſes hüllt. Weder in Brüſſel noch von der belgiſchen Geſandtſchaft in London, von Stellen alſo, die es unbedingt wiſſen müßten, kann man Näheres erfahren; ſie geben an, nicht über den Aufenthalt des Königs unterrichtet zu ſein. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß allerlei Ueber⸗ legungen und Gerüchte aufgetaucht ſind, die den zweiten Beſuch des Königs von Belgien in England betreffen, beſonders jetzt, da er in ſo großer Heimlichkeit durchgeführt wird. Die engliſche Lesart iſt, daß der belgiſche König ſich in London damit beſchäftigt, einen Frie⸗ densplan für den abeſſiniſchen Krieg zu ſchaf⸗ fen. Wenn dieſer Gedanke auch naheliegt, ſo könnte doch hier der Wunſch der Vater des Ge⸗ dankens ſein. Irgendwelche Anhaltspunkte über die wirkliche Tätigkeit des Königs gibt es nicht. Man darf mit einiger Spannung auf ſein Wiederauftauchen warten. In fürze In der letzten Woche des abgelaufenen Jah⸗ res iſt die Zahl der Arbeitsloſen in Frankreich um rund 6500 auf 440 000 ge⸗ ſtiegen. Das bedeutet gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Zunahme um 20 600. * Der italieniſche Kronprinz Umberto und die beiden Diviſionsgeneräle Mario Vercel⸗ lino und Italo Garibaldo ſind zu Mit⸗ gliedern des Oberſten Heeresrates berufen. * Der aus den Verbandsſekretären der 94 Pro⸗ vinzen beſtehende Nationalrat der Fa⸗ ſchiſtiſchen Partei hat ſich am Samstag in Rom zu parteipolitiſchen Beratungen ver⸗ ſammelt und iſt von Muſſolini im Palazzo Ve⸗ nezia empfangen worden, dem die Verbands⸗ ſekretäre die Gefühle der Ergebenheit und Diſzi⸗ plin ausdrückten.— Der Duce hielt eine Be⸗ grüßungsanſprache und erteilte Weiſungen für die Tätigkeit der Partei im neuen Jahre. „Die einſame Tat“/ Erſtauffünrung des Sanddramas im Nationaltheater Die Aufführung des„Stückes um den Stu⸗ denten Sand in zehn Bildern“ von Sigmund Graff wurde zu einem äußerlich ſtarken Er⸗ folg. Der Beifall wollte nach Schluß— nach einer Pauſe der Ergriffenheit— kein Ende nehmen und die Darſteller der Hauptrollen immer wieder vor den Vorhang ge⸗ rufen. dem Stoff begründet, ſtiſche Dramatiker, Die ſtarke dramatiſche Wirkſamkeit liegt in den Graff, der reali⸗ mit ſicherem Blick ausge⸗ wählt hat. Die hiſtoriſche Treue wird— faſt ſchon mit Pedanterie— gewahrt. In der Stadt, in der Sand, der ſich als Vertreter — der deutſchen Jugend und der Urburſchenſchaft fühlte, die rächende Tat vollbrachte, können wir uns deshalb eine ausführliche Schilderung des Inhaltes ſchenken. Die Handlung beginnt mit dem März 1819 in einer Studentenkneipe in Jena, in der die Führer der Burſchenſchaft in heftigen Reden den Komödienſchreiber und ruſſiſchen Staatsrat v. Kotzebue als den Verräter der deutſchen Freiheit an den Zaren kennzeichnen. Sie endet mit einer Szene im Gefängnis in Mannheim am 19. Mai 1820. Der„idealiſtiſche Füngling, um den ganz Deutſchland weint“, hatte nach inne⸗ rem Kampf, nachdem er vergeblich darauf ge⸗ 3 wartet hatte,„daß es ein anderer tat“, den Mord vollbracht. Der Zuchtmeiſter und ſelbſt der Scharfrichter erſcheinen als unter dem Zwang ihrer Pflichten ſchwer leidende Menſchen und nehmen rührenden Abſchied. Als letzter lommt zu ihm ſein Freund, der Student Asmis aus Jena; Sand muß erkennen, daß ſeine Tat und ſein Opfer vergeblich waren, denn Deutſch⸗ land hat das Zeichen nicht verſtanden. Die Tat blieb einſam. Die Vorgänge dazwiſchen, deren dramatiſchen Höhepunkt die Ermordung Kotzebues in ſeiner Mannheimer Wohnung durch Sand bildet, ſind on dem Dichter in zehn Bildern geſchildert. An dieſer Art der Aufteilung kann man erken⸗ nen, daß dem Dichter der chronologiſche Ablauf der Handlung hier weſentlicher wat, als der dramatiſche Aufbau.— Die Regie des Inten⸗ danten Brandenburg war mit ſichtlichem Erfolg um eine Straffung der Handlung be⸗ müht; ſie war jedoch mit Strichen ſparſam und hatte nur das fraglos zu entbehrende dritte Bild geopfert. Das Milieu und die eigenartige, für uns heute kaum faßbare romantiſche und ſentimentale Stimmung der Jahre nach den Be⸗ freiungskriegen, kamen klar zum Ausdruck.— Wir möchten hier noch vermerken, daß die Rolle des erſten Studenten im 1. Bilde, die zu fal⸗ ſchen Auslegungen Anlaß geben könnte, noch eine Kürzung verträgt. Graff war mit faſt wiſſenſchaftlichem Ernſt um die Schaffung eines Bildes aus jener Zeit und der Perſönlichkeit Sands bemüht. Aber eben gerade aus dieſer ernſthaften und ge⸗ wiſſenhaften Schilderung erkennen wir, daß es keine Zeit und keine Menſchen ſind, die uns heute letztes Vorbild ſein könnten. Es mögen Taſchentücher gezückt werden— es wurde geſtern mehr als eines naß—, uns kann und darf ſentimentale Weichlichkeit nicht ans Herz K Der Mann der Tat hat ſelbſtverſtänd⸗ ich unſere Sympathien, aber er muß mit klarer, männlicher Entſchloſſenheit handeln, und nicht aus Reſſentiments heraus, die in ihm ſelbſt noch unklar und verſchwommen bleiben. Heldenhaftes Einſtehen für eine Tat gewinnt ſtets die Herzen, aber es darf nicht den An⸗ ſchein des Dulderhaften haben, wie er den „hiſtoriſchen Sand“ umgibt. Und jene Zeit, die eine ſolche Tat und ein ſolches Opfer nicht aufzurütteln vermochten, wird uns erſt recht immer fremd bleiben. Graff hat die Tat und die Menſchen jener Zeit trefflich und überzeugend geſchildert. Wir ſind ihm auch dafür dankbar, daß er uns den edlen Gedanken der Urburſchenſchaft und die Verirrungen jener, denen der Komment alles iſt, noch einmal vor Augen ſtellte. Alles in allem können wir feſtſtellen, daß uns die zeitnahen Stücke Graffs, wie„Die endloſe Straße“,„Die Heimkehr des Matthias Bruck“ und„Die vier Musketiere“ mehr gegeben haben. Das hat nichts damit zu fun, daß„Die einſame Tat“ ſchon vor etwa fünf Jahren geſchrieben wurde und ihre Uraufführung erlebte. Die tragende Rolle des Studenten Karl Ludwig Sand gab Fritz Schmiedel; wir könnten uns keine beſſere Verkörperung des träumeriſchen und ſchließlich doch tat⸗ und opferbereiten Jünglings denken. Die Geſtalt des Staatsrates v. Kotzebue wird nur in einem einzigen Bilde gezeichnet, aber ſie iſt dem Dichter ſo gelungen und wurde von Willy Birgel mit ſolcher Vollendung dargeſtellt, daß man in dem eitlen und ſelbſtgefälligen Poſeur und Intriganten den alleinigen Gegen⸗ ſpieler Sands ſofort erkannte. Daß Erwin Linder, das ſonſt bei ihm gewohnte Format „Die einsame Tat“— Karl Ludwig Sand(Schmiedel) ersticht Kotzebue(Birgel). Aufn.: Tillmann-Matter in der Darſtellung der„Stürmer und Dränger“ nicht erreichte, lag wohl daran, daß von dem Autor die Rolle des Studenten Follen, des Führers der Burſchenſchaft, nur in Andeutun⸗ gen gezeichnet war. Die Darſtellung des zwei⸗ ten Burſchenſchafters, Streicher, durch Hans Finohr war überzeugender. Die Geſtalt des Asmis, des Stubennachbars Sands, wurde von Heini Handſchumacher in klug abwägen⸗ dem, verhaltenem Spiel gegeben.— Die weib⸗ lichen Rollen treten auch in dieſem Stück Graffs wieder ſtark in den Hintergrund. Die einzige rößere Rolle, die der Lene, der Tochter der Hauswirtin Sands, wurde von Beryll Shar⸗ land überzeugend geſpielt. Alle übrigen Mit⸗ wirkenden mögen ſich mit einem Geſamtlob begnügen. K. M. H. Nationaltheater. Heute Montag im National⸗ theater„Viel KLärm um nichts“, Komödie von Shakeſpeare, Beginn 20 Uhr.— Morgen Dienstag Oberon“.— Heute beginnt der Vorverkauf für das einmalige Gaſtſpiel von Adele Kern in„Ariadne auf Naxos“ am Freitag, 10. Januar. Die nächſte Neuheit iſt Walter W. Goetzes Operette„Schach dem König“, die am Samstag, den 11. Januar in der Inſzenierung von Hans Becker und unter der muſitaliſchen Leitung von Karl Klauß zur Erſtaufführung kommt. Klavierabend. Walter Bohle, der vor kur⸗ zem einen ehrenvollen Ruf als Lehrer an das Landeskonſervatorium in Leipzig für den nach Berlin übergeſiedelten Profeſſor Martinſſen er⸗ hielt, iſt bekanntlich gebürtiger Mannheimer. Er wird am 9. Januar in ſeiner Heimatſtadt in der Harmonie, D 2, 6, einen Klavierabend veran⸗ ſtalten. Vor wenigen Tagen wirkte er mit außer⸗ ordentlichem in dem Weihnachtsfeſtkon⸗ zert des Reichsſenders Leipzig unter der Lei⸗ tung von Generalmuſikdirektor Weiß bach mit. „Nationen entſtehen nicht durch phyſi⸗ ſche Zeugung, ſondern durch hiſtoriſche Ereigniſſe.“ Lagarde. ——— „Hakenkreuzbanner“— Seite 4 nzlich übers cand * ANr. 8/ B Nr. 6— 6. Januar 1936 Die Obſtbaumdüngung in der Praxis Neue und gute Erfahrungen auf dem Gebiet der Obſtbaumpflege/ Wichtige Anregungen für den Landwirt Für die Art und Weiſe der Düngung ſpielt die jeweilige Bodenbeſchaffenheit eine wichtige Rolle. Je flachgründiger der Boden iſt, um ſo mehr ſind die Bäume auf unſere Mithilfe an⸗ Dabei iſt auch die Inanſpruchnahme des Bodens durch die Obſtart zu berückſichtigen. Sehr umſtritten iſt die Frage, welche Dünge⸗ mittel zur Düngung der Obſtbäume die geeig⸗ netſten ſind. Künſtliche und natürliche Düngung „Es gibt Obſtzüchter, die nur mit natür⸗ lichen Düngemitteln arbeiten, während an⸗ dere nur künſtliche Dünger anwenden, in der Ueberzeugung, daß die Obſtbäume die Zufuhr organiſcher Stoffe nicht benötigen. Wie aber einwandfreie Erfahrungen ergeben haben, liegt die Wahrheit auch hier in der Mitte. Ohne Zu⸗ fuhr von Humus kommen wir im Obſtbau eben⸗ ſowenig wie in der Landwirtſchaft aus. Wohl läßt ſich der Nährſtoffbedarf der Obſtbäume durch Kunſtdünger allein decken, dock kommt es bei der Düngung auf Förderung der nützlichen und notwendigen Arbeit der Bodebakterien an. Bei Düngung mit Kunſtdünger allein wird aus einem tätigen lebendigen Boden bald ein toter Boden. Infolgedeſſen können die Baumwurzeln ihre Lebenstätigkeit nicht mehr in dem Maße ausüben wie bisher, es fehlt ihnen an Luft zur Atmung, an aufnehmbaren Nährſtoffen und an Wärme und Feuchtigkeit im Boden. Bis 300 Zentner Stalldung je Morgen Im Stalldünger haben wir einen wichtigen Dünger für unſere Obſtkulturen, da er einer⸗ ſeits ziemlich viele Nährſtoffe enthält und auf der anderen Seite auch als Humusträger anzu⸗ ſehen iſt. Dort, wo er ſchwer zu beſchaffen iſt, kann man zu Erſatzſtoffen greifen; ſolche ſind Kompoſterde, oder mit Jauche getränkter Torf dann Jauche an und für ſich, welche Stickſtoff enthält und ferner durch die Zufuhr von Waſſer gunges wirkt. Die Unterbringung des Stall⸗ üngers bzw. ſeiner Erſatzſtoffe kann von Herbſt bis zum Frühjahr zugleich mit der Bearbeitung des Bodens erfolgen. Als Menge rechnet man 250 bis 300 Zentner Stalldung je Morgen. Von den künſtlichen Düngern haben wir heute hochkonzentrierte Miſchdünger, die alle drei Arten von Nährſtoffen enthalten. Von dieſen rechnet man etwa 30 Gramm für einen Quadrat⸗ meter. Da es ſich hier um leichtlösliche Dünger handelt, iſt es ratſam, ſie während der Vegeta⸗ tionszeit zu geben, um einer Verſchwendung durch Auswaſchen vorzubeugen. Miſchdünger— ſelbſt hergeſtellt Die Miſchdünger ſind einerſeits bequem in der Anwendung, andererſeits aber ſind ſie teurer als wenn wir uns die Miſchung ſelber her⸗ ſtellen. Um einen ſolchen Miſchdünger herzu⸗ ſtellen, nimmt man zwei Teile ſchwefelſaueres Ammoniak, ein Teil 40proz. Kaliſalz und miſcht dieſe gut miteinander. Damit den Bäu⸗ men auch die notwendige Phoſphorſäure zuge⸗ führt wird, gibt man ihnen auch Thomasmehl, welches als letzten Nährſtoff Kalk duife de Da Thomasmehl ſich nur langſam mit Hilfe der im Boden befindlichen Säuren löſt, bringt man es auch während der Winterruhe der Obſtbäume in den Boden. Wie man düngt Von der Art und Weiſe der Unterbringung des Düngers iſt zum größten Teil der Erfolg abhängig. Es wurde bereits erwähnt, daß der Grunddünger, der Stallmiſt, während der Win⸗ termonate in den Boden gebracht werden ſoll. Den künſtlichen Dünger bringe man auf die Baumſcheibe und grabe oder hacke ihn flach unter. Es iſt unbedingt notwendig, den Dünger nicht auf, ſondern in den Boden zu bringen, damit die Nährſtofflöſungen möglichſt raſch von den Wurzeln aufgenommen werden können. Bei Bäumen, die im Grasland oder dort ſtehen, wo der Boden mit Unterkulturen bebaut iſt, ſiößt man hierbei auf Schwierig⸗ keiten. Durch das Ausheben von Düngungs⸗ gräben richtet man an den Unterkulturen in den meiſten 114 Schaden an. Dieſe Schwie⸗ rigkeiten laſſen ſich bei Anwendung einer Düngelanze völlig beheben. Dieſer einfache und billige Apparat iſt für die Obſtbaum⸗ düngung von großer Bedeutung geworden. Die Düngelanze wird mit einer Baumſpritze(Mo⸗ tor⸗ oder Karrenſpitze) verbunden, die mit einer Dunglöſung gefüllt wird. Von dieſer Lö⸗ ſung gibt man je Ar Standortfläche der Bäume 25 bis 30 Liter. Bei vorherrſchend trockenem Wetter bzw. trockenem Boden iſt an⸗ zuraten, die Löſung nur in der halben Stärke herzuſtellen, dafür aber die doppelte Menge Flüſſigkeit zu geben. Die Flüſſigkeit wird in der Weiſe in den Boden gebracht, daß man im Gebiete der Kronentraufe in Abſtänden von ungefähr 1½ Meter die Düngelanze etwa 25 bis 30 Zentimeter tief in den Boden bringt. Unter Anwendung des Spritzendruckes gelingt es, den Dungouß im Boden ſo zu verteilen, daß die Wurzeln die Nährſtoffe alsbald er⸗ faſſen können. Gute Ergebniſſe Ein nicht zy unterſchätzender Vorteil dieſer Art der Düngung iſt neben der Zufuhr von Nährſtoffen das Eindringen von Waſſer in den Boden, ohne welches ja auch die ſchon im Bo⸗ den vorhandenen Nährſtoffe nicht gelöſt und für die Pflanzen aufnehmbar gemacht werden können. Nach den bisher geradezu überraſchen⸗ den Ergebniſſen dürfen wir hoffen, daß eine ſolche Düngung mit der Düngelanze uns dem erſtrebten Ziel einer beſſeren Obſtbaumkultur weſentlich näher bringt. Einer der stolzen Sattelmeierhöfe, die wie ein Kranz die alte Königsstadt Enger im Sachsenland, den Begräbnisort Herzog Wittekinds, umgeben. der Ueberlieierung waren sie Edle im Geiolge Wittekinds. Die Sattelmeier führen ihre Tradition auf den Sachsenherzog selbst zurück. Nach Weltbild(M) Werkfeierſtunde in Schwetzingen Ein Appell des Reichsbahn⸗Ausbeſſerungs⸗Werkes/ Das Werk unter neuer Leitung Schwetzingen, 6. Januar. Anläßlich des Direktionswechſels des Reichsbahn⸗Ausbeſſe⸗ rungs⸗Wertes fand am Samstag, 4. Januar, um die Mittagsſtunde, ein feierlicher Betriebs⸗ appell in der großen Halle des Werkes ſtatt. Ge⸗ ſchickte Hände hatten einen feſtlichen Rahmen für dieſe Feierſtunde geſchaffen. Die ganze Belegſchaft war angetreten, als die Vertreter der Karlsruher Direktion, begleitet von Bürgermeiſter Stober und von dem Leiter des Schwetzinger RA⸗Werkes, Baurat Kämpfe, erſchienen. Die Werk⸗Kapelle ſpielte einen flot⸗ tein Marſch, ſodann ſang der Chor des Betrie⸗ bes das bekannte„Grüß Gott“ und ein zünden⸗ des Vaterlandslied. Baurat Kämpfe eröffnete den Appell mit einer Begrüßung der Karlsruher Direktionsmitglie⸗ der, insbeſondere des Vizepräſidenten, Prof. Grimm. Anſchließend betonte Bürgermeiſter Stober, daß der 1. Januar 1936 für das Werk einen Markſtein bedeute. Der Wechſel der Direk⸗ tion iſt ein weiterer Schritt zur Vereinheitli⸗ chung des deutſchen Eiſenbahnweſens; wir müſſen dankbar zurückblicken auf die Zeit, in der das RAW unter der Karlsruher Direktion ſtand, aber wir haben auch Grund, hoffnungs⸗ voll in die Zukunft zu ſehen und wollen auch unter der neuen Leitung alle Kräfte für das Wert einſetzen. Einen Einblick in das Weſen und in die Ent⸗ Drei Miſſetäter vor der Strafkammer Nochmals der Fall des Juden Max Kaufmann/ Straftaten aus Trunkenheit Heidelberg, 6. Jan. Vor der Großen Strafkammer wurde nochmals gegen den Juden Max Kaufmann verhandelt, der am 27. Juli 1935 am Hauptbahnhof in einem Straßenbahnwagen abfällige Bemerkungen über den von der Arbeit heimkehrenden Ar⸗ beilsdienſt gemacht hatte. Es war damals eine allgemeine Aufregung entſtanden, worauf Kauſ⸗ mann ſofort ſeine Beleidigungen zurücknahm. In der erſten Verhandlung war Kaufmayn wegen Beleidigung des Arbeitsdienſtes zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte hatte beim Reichsgericht Reviſton eingelegt, das den Fall zur erneuten Behand⸗ lung nach Heidelberg zurückverwies. Der Ver⸗ teidiger hob beſonders darauf ab, daß der An⸗ geklagte nicht den Arbeitsdienſt beleidigen wollte, ſondern ſeine Bemerkungen hätten nu: dem ſtaubigen und verſchwitzten Ausſehen der Arbeitsdienſtmänner gegolten. Der Staatsan⸗ walt beantragte eine Gefängnisſtrafe von vier Monaten. Es ſei als eine freche jüdiſche Lüge zu betrachten, wenn der Angeklagte behauptet, er habe den Arbeitsdienſt noch nie in ſeinem Arbeitskleid geſehen. Das Gericht verurteilte den Angellagien wegen Beleidigung des Arbeitsdienſtes unter Berückſichtigung ſeiner ſchlechten geſundheit⸗ lichen Verfaſſung zu einer Geldſtrafe von 500 RM und den Koſten des Verfahrens. 4. Schon 14 Vorſtrafen hatte der 45 Jahre alte Friedrich Lenz aus Heidelberg erhalten, und alle ſeine Straftaten hat er jeweils in völliger Trunkenheit begangen. Seit einigen Jahren kommt er immer wieder in die Trin⸗ kerheilanſtalten, und kaum iſt er frei, beginnt er ſeine alte Sauferei wieder. Diesmal batte er ſich wegen Beleidigung des Staates und der Bewegung zu verantworten, die er in vollig betrunkenem Zuſtande ausgeſprochen hatte. Da der mediziniſche Sachverſtändige dem Ange⸗ klagten§ 51, 1 zubilligte, beantragte der Staats⸗ anwalt eine längere Unterbringung in einer Trinkerheilanſtalt. Das Urteil lautete wegen völliger Trunkenheit auf einen Monat Gefaäng⸗ nis und Unterbringung in einer Trinkerheil⸗ anſtalt auf ein Jahr. Wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an einem Minderjährigen hatte ſich der 27jäh⸗ rige Heinrich Merz zu verantworten, der im vergangenen Jahr bei einem großen Heidel⸗ berger Verein als Jugendleiter beſchäftigt war. Aus der Deutſchen Turnerſchaft war er wegen Fälſchung von Siegerliſten ausgeſtoßen wor⸗ den. Der Staatsanwalt beantragte eine Ge⸗ fängnisſtrafe von neun Monaten. Der Ange⸗ klagte war geſtändig. Das Gericht verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Umſtände zu einer Gefängnisſtrafe von ſieben Monaten unter Anrechnung von zwei Monaten Unter⸗ ſuchungshaft. wicklung der Eiſenbahnwerkſtätten vermittelte die Rede des ſtellvertretenden Präſidenten, Prof. Grimm:„Die neue Regelung— ſo führte der Redner aus— wird⸗bei der Belegſchaft zunächſt vielleicht ein Gefühl des Bedauerns auslöſen, denn unter der Karlsruher Direktion hat ſich das Schwetzinger RAW zu dem entwickelt, was es heute iſt. Aber die neue Regelung iſt nicht unüberlegt erfolgt. Das Beſtreben, die Werkſtätten von der allge⸗ meinen Eiſenbahn⸗Betriebsleitung der Reichs⸗ bahn loszulöſen, und die geſamten deutſchen RAW⸗Betriebe als Sonder⸗Organiſation zu⸗ ſammenzufaſſen, beſteht ſchon ſeit Kriegsende. Vielerlei Gründe, beſonders die Kleinſtaaterei und das Feſthalten der einzelnen Länder an ihren vermeintlichen Rechten, haben bisher dieſes Ziel vereitelt. Heute hat das Reich als die einzige ſouveräne Stelle die Möglichkeit, die Neuorganiſation durchzuführen. Nachdem das Saargebiet nunmehr zum Reich zurückgekehrt iſt, können die vorgeſehenen Maßnahmen auch in unſeren ſüdweſtdeutſchen Werkſtätten durch⸗ geführt werden, und wir hoffen, daß die Werke unter der neuen Leitung ſtets das Beſte leiſten werden.“ Der Betriebszellenobmann ſprach dann noch einige Abſchiedsworte, worauf nochmals der Schwetzinger RAW⸗Betriebsführer das Wort ergriff und als Erinnerungsgabe dem Karls⸗ ruher Präſidenten ein Bild überbringen ließ. Nochmals wies der ſtellvertretende Präſident darauf hin, daß wir für alle dieſe Neuordnun⸗ gen, die dem Gedeihen der deutſchen Eiſenbahn und damit dem ganzen Volke dienen ſollen, dem Führer unſeren Dank und unſere unver⸗ brüchliche Treue entgegenbringen müſſen. Ein „Sieg Heil“ wurde begeiſtert aufgenommen, die Nationallieder klangen durch die mächtige Werkſtätten⸗Halle. Der Chor„Deutſchland, dir mein Vaterland“ und ein ſchneidiger Marſch beſchloſſen die Feier⸗ ſtunde. Baupläne der Stadt Heidelberg Heidelberg, 6. Januar. Wie beſtimmt verlautet, plant die Stadt Heidelberg in Ver⸗ bindung mit den Sportvereimen, ein großes Sport⸗ und Sonnenbad mit Schwimmbecken uſw. nicht mehr am Neckar, ſondern an der Stelle des jetzigen Bismarckturmes, alſo etwa 100 Me⸗ ter über der Stadt, zu errichten. Der Ausſichts⸗ turm auf dem Heiligenberg ſo zu einer Bis⸗ marckſäule umgebaut werden, ſo daß dann das umfangreiche und ziemlich ebene Gelände um den derzeitigen Bismarckturm, zu dem auch ein ſchon vor dem Kriege fertiggeſtellter Sportplatz gehört, für ein Sport⸗ und Sonnenbad zur Ver⸗ fügung ſtehen würde. Die Stadt Heidelberg hat dort in den letzten Wochen noch mehrere Pri⸗ vatgrundſtücke angekauft. Jetzt wird es ſich noch darum handeln, wie die Gelder für den immerhin koſtſpieligen Bau zu beſchaffen ſind. Die Summe der geſammelten und geſtifteten Mittel macht ein Viertel der Bauſumme aus, ſo daß man wohl noch nicht ſo ſchnell mit oer Verwirtlichung des allerdings ſehr großzügigen Planes rechnen kann. Nachbargebiete Der Regiſtermarkſchieber im Flugzeug Frankfurt a.., 6. Jan. Der 44jährige Charles Heintz, der aus dem Elſaß ſtammt und heute Franzoſe iſt, hatte ſich in Brüſſel an⸗ ſäſſig gemacht und war als Reklameagent tätig. Er lernte einen Baron und deſſen Freund ken⸗ nen, denen es darum zu tun war, durch Regiſter⸗ markſchiebungen Geld zu verdienen. Es gelang ihnen, Heintz für ihre Pläne zu gewinnen. H. unternahm ſeit Dezember 1934 mehrfach Reiſen von Brüſſel nach Köln, Mannheim, Berlin und Frankfurt a.., beſaß zwei Päſſe und hatte die Aufgabe, Reiſeſchecks in Deutſchland einzulöſen und das Geld den Auftraggebern zu überbringen. Der Baron und ſein Partner bekamen auf dieſe Weiſe etwa 7500 Mark zu⸗ eführt. Heintz hatte für ſeine Tätigkeit freie Fahrt und 10 Mark Tagesſpeſen. Er gab aber mitunter mehr aus, was wiederholt zu Aus⸗ einanderſetzungen zwiſchen ihm und ſeinen Auftraggebern führte. Einmal kam es zu einem ſolchen Krach, daß H. nicht mehr mittun wollte. Man drohte ihm mit Anzeige. Die Reiſen nach Deutſchland wurden zum Teil mittels Flugzeug unternommen. Als H. im Juni v. J. in Frank⸗ furt feſtgenommen wurde, hatte er 600 belgiſche Franken, 890 Mark und fünf Reiſeſchecks über je 100 Mark bei ſich, die vom Schöffengericht nunmehr eingezogen wurden. Heintz muß das Deviſenvergehen mit 1, Jahren Gefängnis und 3000 Mark Geldſtrafe büßen. Den linken Fuß abgefahren „Mainz, 6. Jan. Wie die Reichsbahndirek⸗ tion miteilt, wurde dem 20 Jahre alten Ange⸗ hörigen der Wehrmacht Chriſtian Jank aus Mainz⸗Koſtheim im Gleis Mainz—Frankfurt bei Mainz—Guſtavsburg der linke Fuß abge⸗ fahren. Jank gibt zu, aus dem Zug gefallen zu ſein. Er wurde in das Städtiſche Kranken⸗ haus eingeliefert. Der Tatbeſtand wird durch die Polizei noch unterſucht. Arbeitsdienſt ſchafft Freilichtbühne Gernsheim, 6. Januar. Zwiſchen Ried und Bergſtraße, auf dem ſogenannten„Hähn⸗ leiner Sandbuckel“, hat der Darmſtädter Ar⸗ beitsdienſt, Abteilung 2/254, ſein Lager bezogen. In der nordöſtlichen Ecke dieſes Lagers iſt mit den Vorarbeiten zur Errichtung einer Freilicht⸗ bühne begonnen worden. Die Anlage erſtreckt ſich in einem Halbkreis; der Blick des Beſuchers geht über die Bühne nach dem Höhenzug des Odenwaldes und dem Melibokus. Das Freilicht⸗ theater wird mehrere hundert Perſonen faſſen können. Ein Gipsmodell der geplanten Anlage wird zur Zeit hergeſtellt, um den benachbarten Gemeinden das geplante Projekt beſſer veran⸗ ſchaulichen zu können. Die erforderlichen Arbei⸗ ten werden vom Arbeitsdienſt ausgeführt. Todesfahrt gegen Litfaßſäule Sobernheim, 6. Jan. Auf der Land⸗ ſtraße nach Meddersheim ereignete ſich ein Feniene hr Verkehrsunfall. Das Bie cauto der Firma Bonnet& Co. aus Meiſenheim ſtieß am Obertor mit dem Motorradfahrer Fett aus Weitersborn zuſammen. Durch den hefligen Zuſammenprall wurde die Litfaßſäule um⸗ geriſſen und ein Verkehrsſchild zertrümmert. Der Motorradfahrer kam unter die Trümmer der Litfaßſäule zu liegen. Kurze Zeit nach der Einlieferung ins Kreuznacher Krankenhaus iſt der Schwerverletzte geſtorben. Die Schuldfrage bedarf noch der Klärung. Mehtmels am ſage eine Emse- peslülle im Muncde zergehen lessen. Zo, lalu, Eiis Aalu. Pfalz/ Saar Aus Reue die Pulsader aufgeſchnitten Pixrmaſens, 6. Jan. Der 23 Jahre alte Friedrich Haag, der, wie gemeldet, beim Neu⸗ jahrsanſchießen in der Silveſternacht die 13jäh⸗ rige Gertrud Schneider aus Unachtſamkeit durch einen Schuß aus einem Flobertgewehr tödlich verletzte, hat, nachdem er wieder aus dem Amtsgerichtsgefängnis entlaſſen worden war, einen Selbſtmordverſuch unternommen. Er brachte ſich einen Schnitt in den Untexarm bei, um ſich ſo die Pulsader zu öffnen. Seine Verletzung iſt ſchwer, vorerſt jedoch nicht lebens⸗ gefährlich. In einem Brief, den man bei ihm and, teilte er mit, daß er aus Gram über ſein ißgeſchick aus dem Leben ſcheiden wolle, nachdem auch der Vater des von ihm erſchoſ⸗ ſenen Mädchens ihm die erbetene Verzeihung verweigert habe. Verwegene Opferſtockdiebe Germersheim, 6. Jan. Verwegene Opfer⸗ ſiockdiebe, welche in der ganzen Südpfalz ſchon ſeit geraumer Zeit fortgeſetzt ihr Unweſen trei⸗ ben, haben jetzt auch die hieſige Latholiſche Kirche heimgeſucht. Das ſchwarze Heidenkind an der Weihnachtskrippe wurde zur Nachtzeit erbrochen und des ganzen Opfergeldes beraubt. Eine dienſttuende Schweſter entdeckte morgens den Diebſtahl, als ſie die Kirche betrat. Man nimmt an, daß ſich am Abend zuvor der Dieb in die Kirche einſchlich und ſich irgendwo über Nacht verſteckt hielt, um ſein gemeines Vor⸗ haben ungehindert auszuführen. Leider iſt es der Gendarmerie immer noch nicht gelungen, des oder der Täter habhaft zu werden, welche ſchon eine Reihe gleichgearteter Opferſtock⸗ diebereien auf dem Gewiſſen haben. Klein Es bra Die tollſte tagnachmi daß in d des Groß 8 Berufsfeu 3 lich hieß abgebrann Was w ten, an d daß die 2 tag mit zu hallen fuh auch die Feuermeld auslöſt. elbſttätige — nach d Rhein⸗Nec rücken hab feuerwache Wache 2 der Feuert Brand au— ſehr empf gelöſt hatt Dieſe Ar ſolche Anle Zum ande Leute wied gebauſcht r verdreht. Um eine Radfahrer, 1 ſenpark ka. Hildaſtraße Otto⸗Beck⸗⸗ ebenfalls i Der Kra ſtellt hatte, durch kor Otto⸗Beck⸗? Am oberer der Radfah fahrer vor Dadurch kam ſo dir mäßig raſck genblick gel herumzurei treten, daß ächzend zur Es hand⸗ Radfahrer erfaßt wor' merkten, de war, fuhret ſeitig Vorn gegenüber dieſem Fal bis der Kra Ihn hat R 1und S Junge an Fahrrad zu hinzu, der dabei war, ſtechen. Eh ren konnte, Knie gelegt. 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H. hrfach Reiſen eim, Berlin ei Päſſe und Deutſchland Auftraggebern ſein Partner 500 Mark zu⸗ Tätigkeit freie Er gab aber holt zu Aus⸗ und ſeinen wes zu einem nittun wollte. e Reiſen nach tels Flugzeug J. in Frank⸗ 600 belgiſche ſeſchecks über dchöffengericht intz muß das n. Gefängnis jren ichs bahndirek⸗ alten Ange⸗ Jank aus 1z—Frankfurt ke Fuß abge⸗ Zug gefallen ſche Kranken⸗ d wird durch tbühne wiſchen Ried —5„Hähn⸗ mſtädter Ar⸗ ager bezogen. agers iſt mit ner Freilicht⸗ nlage erſtreckt des Beſuchers zöhenzug des 5 Freilicht⸗ rſonen faſſen inten Anlage benachbarten beſſer veran⸗ rlichen Arbei⸗ sgeführt. üule uff der Land⸗ iete ſich ein das Bie cauto ſenheim ſtieß fahrer Fett h den heftigen aßſäule um⸗ zertrümmert. ie Trümmer Zeit nach der inkenhaus iſt Schuldfrage e eine Emse de zergehen Elis Aalu ſchnitten 3 Jahre alte t, beim Neu⸗ cht die 13jäh⸗ Anachtſamkeit lobertgewehr wieder aus iſſen worden nternommen. en Untexarm ffnen. 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Wie alle wichtigen Gebäude, beſitzt auch die Rhein⸗Neckarhalle eine automatiſche Feuermeldeanlage, die ſich bei geſteigerter Hitze auslöſt. Aus unbekannter Urſache trat nun die Feuermeldeanlage in Tätigkeit und da nach dem Plan bei einem Alarm von der Rhein⸗Neckarhalle ſtets zwei Löſchzüge auszu⸗ rücken haben, eilte ein Löſchzug von der Haupt⸗ feuerwache und ein zweiter Löſchzug von der Wache 2 in Neckarau herbei. Bei Eintreffen der Feuerwehr mußte man feſtſtellen, daß kein Brand ausgebrochen war, und daß lediglich die ſehr empfindliche ſelbſttätige Anlage ſich aus⸗ gelöſt hatte. Dieſe Auslöſung zeigt, wie gut geſchützt durch ſolche Anlagen unſere wichtigſten Gebäude ſind. Zum anderen kann man aus dem Gerede der Leute wieder einmal entnehmen, wie alles auf⸗ gebauſcht wird und man Tatſachen vollkommen verdreht. Um einen Millimeter! Glück gehabt hatte ein Radfahrer, der aus der Straße Am oberen Lui⸗ ſenpark kam und in gerader Richtung in der Hildaſtraße weiterfahren wollte, als von der Otto⸗Beck⸗Straße kommend ein Kraftfahrer ebenfalls in die Hildaſtraße einbog. Der Kraftfahrer, der den Richtungszeiger ge⸗ ſtellt hatte, trug ſich mit der Abſicht, die Kurve durch korrektes Umfahren der Kreuzung Otto⸗Beck⸗Straße—Hildaſtraße und der Straße Am oberen Luiſenpark zu nehmen, während der Radfahrer offenbar glaubte, daß der Kraft⸗ fahrer vor der Verkehrsinſel abbiegen würde. Dadurch fuhr der Radfahrer ruhig weiter und kam ſo direkt in die Fahrbahn des verhältnis⸗ mäßig raſch fahrenden Autos. Im letzten Au⸗ genblick gelang es dem Kraftfahrer, den Wagen herumzureißen und ſo heftig die Bremſen zu treten, daß der Wagen auf ganz kurze Diſtanz ächzend zum Stillſtand kam. Es handelte ſich hier um Millimeter und der Radfahrer wäre unweigerlich von dem Auto erfaßt worden. Als Radfahrer und Kraftfahrer merkten, daß nochmals alles gut abgelaufen war, fuhren ſie beide weiter, ohne ſich gegen⸗ ſeitig Vorwürfe zu machen, die dem Radfahrer gegenüber angebracht geweſen wären, weil er in dieſem Falle unbedingt hätte warten müſſen, bis der Kraftfahrer eingebogen geweſen wäre. Ihn hat es erwiſcht. In der Straße zwiſchen K 1 und S 1 machte ſich ein etwa zehnjähriger Junge an einem am Straßenrad abgeſtellten Zufällig kam der Beſitzer hinzu, der feſtſtellte, daß der Junge gerade dabei war, mit einer Nadel in den Schlauch zu ſtechen. Ehe der Junge ſein Vorhaben ausfüh⸗ ren konnte, wurde er erwiſcht und über das Knie gelegt. Die Umſtehenden wollten ſich einmiſchen, denn ſie wußten nicht, warum der Junge ſeinen Hintern verſohlt bekam. Erſt als die Tracht Prügel beendet war, bekamen ſie die Aufklä⸗ rung und ſchließlich erhielt her Junge noch eine ſolche Backpfeife, daß man die fünf Finger ab⸗ gebildet ſah. Dann rannte er heulend davon und es gab niemand, der ihm die Schläge nicht gegönnt hätte. Ob er wohl zu Hauſe erzählt haben wird, warum er von einem unbekaanten Mann ſeine Dreſche bekommen hatte? Auto⸗Anfall Willy Birgels Am vergangenen Samstagabend fuhr unſer bekannter Mannheimer Schauſpieler Willy Birgel nach der Erſtaufführung des neuen Schauſpiels„Die einſame Tat“ mit ſeinem Wagen durch die Kunſtſtraße. An der Straßen⸗ ecke kurz vor dem Muſikhaus Heckel tauchie plötzlich, von der Seite kommend, mit ziem⸗ licher Geſchwindigkeit ein Wagen auf und fuhr mit voller Wucht gegen den Kühler des von Birgel geſteuerten Autos. Es iſt nur dem glücklichen Umſtande, daß Birgel kurz vor dem Zuſammenſtoß geiſtes⸗ gegenwärtig die Bremſen anzog, zu verdauken, daß der Unfall ohne ernſtliche Folgen ablief, da ſonſt der entgegenkommende Kraftwagen (der übrigens von einer Dame geſteuert wurde) den anderen voll in der Flanke erwiſcht hätte. Zu allem Unglück fuhr auch noch im Moment des Zuſammenpralls ein Motorradſahrer vor⸗ über, der nach knapper Berührung ohne Be⸗ ſchädigung zur Seite geſchleudert wurde. Wenn auch der Wagen des beliebten Bühnen⸗ und Filmſchauſpielers außerordentlich ſtark be⸗ ſchädigt wurde, ſo wollen wir uns doch freuen, daß das bedauerliche Verlehrsunglück noch bei allen Beteiligten glimpflich verlief. Ruhe im Bahnverkehr Der Bahnvertehr iſt nunmehr wirtlich abge⸗ flaut, und von dem Hochbetrieb, der über die Feiertage herrſchte, merkt man nicht mehr viel. Am Samstag wurde auf der Reichsbahn ein normaler Samstagsverkehr abgewickelt und auch am Sonntag hielten ſich der Fernreiſeverkehr und der Stadtbeſuchsverkehr nur in mäßigen Grenzen. 4 Der Ausflugsverkehr, der am Sonntagvormit⸗ tag ebenfalls ziemlich unbedeutend geweſen iſt, nahm am Nachmittag einen etwas lebhafteren Umfang an, nachdem das Wetter aufgerlärt hatte und die Sonne ſo verlockend ſchien. Son⸗ derzüge brauchten unter dieſen Umſtänden nicht gefahren zu werden, zumal der Winterſportver⸗ kehr durch die wenig günſtigen Schneeverhält⸗ niſſe vollkommen unbedeutend blieb. Der erſte Sonntag beſchert Wetterfreuden Und jetzt iſt Jeierabend/ Noch einmal brennt der Lichterbaum/ Tag des Familienausflugs Geſtehen wir uns ohne Einſchränkung ein, daß wir nach den mieſen Sprühregentagen zu Jahresbeginn nicht entfernt ein Wetterglück von dem Ausmaße erhofften, mit dem uns der erſte Sonntag überraſchte. Drei arbeitsreiche Tage hatten zwar genügt, den auf Feierſtun⸗ den eingeſtellten Lebenskarren wieder auf das gewohnte Geleiſe zu ſchieben. Aber es fehlte doch noch an der erforderlichen Seelenſtim— mung, an der inneren Aufgeräumtheit, die eine Arbeit leichter von der Hand gehen läßt. Hüſtelnd und ein wenig verſchnupft ging man ans Werk, mühte ich rechtſchaffen ab, ohne zu der Freude vorzudringen, die er⸗ füllte Pflicht gewährt. Die langweilige und öde Stadtlandſchaft war zum großen Teil ſchuld daran. Von Himmelsbläue und ähn⸗ lichen Aufmunterungen, die hinter der grauen Wolkendecke ſchlummern, keine Spur. Es ren⸗ tierte ſchon gar nicht mehr, einen Blick aus dem Fenſter zu werfen. Und die Luſt an einem beſcheidenen Spaziergang oder einem Buwmel durch die Geſchäftsſtraßen war gzründlich verwäſſert. Der Winterſportler rümpfte die Naſe, Platz⸗ haltern an den liebgewordenen Stammtiſchen Der Opfertag der NSKkOV in Mannheim Wie in allen Gebieten der Innenstadt, so sammelten auch in der Neckarstadt unsere treuen Kriegsopfer für das WHW. Unser Bild zeigt die 73jährige Elisabeth Häusermann, die sich ebenfalls bereitwilligst zur Verfügung stellte. Aufn.: Reimann Achtung! Hier ſendet Mannheim! Anſere Wünſche zum neuen Jahre ſollen ſich doch erfüllen/ Erfreulicher Auftakt Wir haben uns in unſerer Silveſter⸗Ausgabe zum neuen Jahre ſehr viel gewünſcht und haben gewußt, daß wir damit Wünſche aus⸗ ſprechen, die den geſamten Volksgenoſſen aus der näheren und weiteren Umgebung ſchon lange auf dem Herzen liegen. Es iſt ſchon ſo, daß zum Beiſpiel unſere Stadt im Rundfunk vollkommen totgeſchwiegen wurde und daß wir nur ganz ſelten einmal zum Worte kommen durften. Dieſen Mißſtand ſcheint man nunmehr auch an beruſener Stelle eingeſehen zu haben Wie wir erfahren konnten, iſt geplant, im kommen⸗ den Jahre aus Mannheim mehr Sendungen zu bringen und auch die im Bau begriffene neue Sendeſtelle in der Ortskrankenkaſſe nun⸗ mehr baldigſt fertigzuſtellen. Der dort für den eigentlichen Senderaum vorgeſehene Saal hat bei der Prüfung durch die Techniker ergeben, daß er akuſtiſch ganz hervorragend geeignet iſt, ſo daß ſich vor allen Dingen auch größere Sen⸗ dungen, wie Hörſpiele und Theaterſtücke, für den Funk beſonders bearbeitet, einwandfrei ſenden laſſen. Als Auftakt für eine neue Zeit werden wir am 19. Januar im Nibelungenſaal durch den Reichsſender Stuttgart, zuſammen mit der Kreisfunkſtelle und dem RDf, einen„Großen heiteren Rundfunk-Abend“ erhalten. Für dieſe auf mehrere deutſche Reichsſender zu über⸗ nehmende große Veranſtaltung wurde ein ganz ausgezeichnetes Programm zuſammengeſtellt, und wir verſprechen uns von dieſem Auftakt ſehr viel. Wenn man Namen hört wie Erna Sack, die„deutſche Nachtigall“, und Marcel Wittrich, ſowie Rudi Schmitthenner, unſeren beliebten Anſager vom Reichsſender Stuttgart, dann wiſſen wir, daß uns tatſäch⸗ lich ein Wunſch für das neue Jahr erfüllt wurde. In dem genannten Programm ſind weiterhin ganz hervorragende Vertreter als Soliſten vor⸗ geſehen, wie: Joh. Stegmann, der hekannte Bayreuther Harfeniſt aus Mannheim, K. Engel, den wir ſchon in vielen bunten Abenden des Reichsſenders mit ſeiner Kunſt als Xylophon⸗ Virtuoſe bewundern durften. Einen ganz be⸗ ſonderen Genuß verſprechen wir uns von dem erſtmaligen Auftreten der„Wellenſittiche“, dieſer fünf frohen Geſellen, die uns im Rund⸗ funk manche Freude mit ihrer Kunſt bereitet haben. Vervollſtändigt wird dieſes ausgezeichnete Programm von der Tanzgruppe Olga Mer⸗ tens⸗Leger mit ihrem großartigen Ballett und dem Rundfunk⸗-Orcheſter mit Kapellmeiſter Hollinger, das wir ebenfalls zum erſten Male in Mannheim hören. Hoffen wir, daß dieſe Sendung aus dem Nibelungenſnal der Auftakt für viele weitere, ebenſo gute Sen⸗ dungen ſein wird. Anter unſeren alten Seeſoldaten Jahresfeier der Marine⸗Kameradſchaft 1895/ Eine unterhaltſame Programmfolge Das Jahr 1935 ſchuf mit der wiedererſtande⸗ nen Wehrhaftigteit zugleich auch wieder die Grundlage einer neuen Seemacht, die Deutſch⸗ lands Seegeltung ſichert. Ganz im Zeichen die⸗ ſes Wiederaufſtiegs unſeres Marinekorps ſtand darum auch die Jahresfeier der alten begeiſter⸗ ten Seeſoldaten von einſt im dichtbeſetzten Saale des Friedrichsparks, der zur Feier des Tages eine ſinnige Ausſchmückung erfahren hatte. Der erfolgreiche Abend wurde nach der feier⸗ lichen Flaggenparade durch einen eindrucksvol⸗ len Vorſpruch von Frl. Lore Roßbach⸗Emden eingeleitet, der in die Worte ausklang:„See⸗ fahrt iſt not!“ Kameradſchaftsführer Emil Feiber begrüßte alle Anweſenden und legte namens der Kame⸗ radſchaft das Verſprechen ab, wie früher ſo auch heute und in Zukunft der deutſchen Seemacht weiter zu dienen. Es wird unſere Aufgabe ſein, der wiedererſtandenen deutſchen Flotte aufs neue hervorragende Kräfte zuzuführen. In der Gemeinſchaft aller, unter der treuen Geſolgſchaft des geſamten einigen Volkes, unter einer Fahne, einem Willen und einem Ziel, wird auch fernerhin die Marine⸗Kameradſchaft eine Stätte treudeutſcher Kameradſchaft ſein und bleiben. Unter dem Beifall der Anweſenden wurde die neue Fahne entrollt und dem Fahnenträger übergeben. Vergnügungsobmann Bruno Geiſt würdigte hierauf die Verdienſte des Kameradſchaftsfüh⸗ rers, dem im Intereſſe der Kameradſchaft und ihres Aufſtieges als treuer und ehrlicher Kame⸗ rad keine Mühe und kein Opfer zu groß war. Zum äußeren Zeichen der Dankbarkeit und An⸗ erkennung überreichte ihm Kamerad Geiſt einen Polſterſeſſel. Der anweſende Gauführer, Kapi⸗ tänleutnant Kraus, übermittelte anſchließend dem 70jährigen Kameraden Adolf Hoffmann herzliche Glückwünſche und ernannte ihn zu⸗ gleich zum Ehrengau-Beirat. Im unterhaltenden Teil des Abends vermit⸗ telte der vorgeführte Ufa⸗Tonfilm„Mit Kreuzer Königsberg in See“ ein anſchauliches Bild vom Leben und Treiben der heutigen Kriegsmarine. Die Kapelle Maier ſorgte für flotte muſikaliſche Umrahmung, während ſich der Geſangverein „Flügelrad“ mit einigen gut gelungenen Chören vernehmen ließ. Frau Huber, der als Anerkennung ein Blu⸗ menkorb überreicht wurde, hatte mit Töchtern der Mitgtieder zwei Tanzvorführungen einſtu⸗ diert, von denen beſonders der„Matroſentanz“ ſehr beifällig aufgenommen wurde und wiederholt werden mußte. Starken Anklang fand auch der temperamentvolle Czardas zweier Turnerinnen vom Waldhof. Nachdem in feierlicher Weiſe wieder die Flagge niedergeholt war, kam noch gehörig der Humor durch eine Reihe humoriſtiſcher Einla⸗ gen zu ſeinem Recht. Der in jeder Weiſe ge⸗ nuß⸗ und erfolgreiche Abend fand ſeinen end⸗ gültigen Abſchluß mit einer Gabenverloſung und einem Tanz. Armin. gefror das Lächeln auf den Lippen, die Schul⸗ jugend ſehnte ſich gelangweilt nach dem ent⸗ ſchieden anregenderen Lernbetrieb, der ja jetzt wieder mit Macht einſetzen wird, und die Hausfrauen endlich, die ſich ſeit Tagen ſchon von dem feſttäglichen Küchenhochbe⸗ triebb erholt hatten, ſehnten ich nach neuen Aufgaben. In dieſer Verfaſſung ſchlitterte der Mannheimer in das erſte Wochenende hiein. Frohe Aeberraſchung Wohl hatte man hin und wieder das Ora⸗ kel der Wetterfröſche zur Kenntnis ge⸗ nommen. Aber man hatte doch den zarten Andeutungen, die auf baldige Veränderung der Wetterlage zielten, wenig oder gar keinen Glauben geſchenkt. Das Programm des Sonntags war dementſprechend recht mager und farblos, bot wenig Abwechſlung. Wer hätte damit gerechnet, daß der Himmel einlen⸗ ken und die Sonne ſich auf ihre Miſſion nach dem langen Verſteckſpiel beſinnen könnte? Man traute ſeinen Augen kaum, als am Sonntagmorgen die bislang nur durch das abgedroſchene„Regentropfenlied“ bekannten Sonnenſtrahlen freundliche Muſter auf die Bettdecke malten. Mit einem Satz ſprang der Angeſtrahlte aus den Federn. So leicht war das Aufſtehen im angebrochenen Jahre noch nicht gefallen. Ueber zehn Wärmegrade wies die Queckſil⸗ berſäule vor dem Fenſter auf. Darauf war nie⸗ mand gefaßt. Kein Wunder, daß in den Nach⸗ mittagsſtunden dichte Scharen in die Parks pilgerten oder ihre Schritte zu den Vororien hinaus lenkten. Es war ein vorm ärz⸗ liches Bild, das ſich dem Spaziergänger im Herzen und vor den Toren der Stadt bot. Die vierte Reichsſtraßenſammlung Dieſer Umſtand kam den fleißigen Samm⸗ lern, die an allen Verkehrspunkten Aufſtellung genommen hatten, in erfreulichem Maße zu⸗ gute. Wer hätte auch einem Kriegsopfer, deſſen loſe herabhängender Rockärmel von dem großen Opfer zeugte, das er für Volk und Vaterland gebracht hatte, die Bitte abſchlagen können, ſich auch ein zweites oder drittes Mal zu einer Gabe für die notleidenden Volks⸗ genoſſen zu entſchließen? Es war ganz gut ſo, daß ſich die Plakette mit dem Bildnis Friedrichs des Großen kaum von der dunklen Farbe winterlicher Kleidung abhob. Auf dieſe Weiſe wurde es leichter über⸗ ſehen. Die alten Frontſoldaten, Sani⸗ täter und die Männer vom Luftſchutz ließen nicht locker. Es ſteht zu hoffen, daß ſie im Verein mit den Kriegsopfern reiche Ernte halten konnten. Auch die grauen Glücksmänner haben ſich ſchon gut eingearbeitet. Nach dem Start vor einigen Tagen verſtehen ſie ſich wieder aus⸗ gezeichnet darauf, die Aufmerkſamkeit der Vor⸗ übergehenden auf ſich zu lenken und eine apfer⸗ willige Gemeinde um ſich zu ſcharen. Die vielen lachenden Gruppen, denen man allerorts begegnete, ſind der beſte Beweis dafür. Beſonnte Stunden Sie liegen hinter uns. Wer ſich zu Hauſe einkapſelte, wird voll Neid am Arbeitsplatz in die friſchen Augen ſeines Arbeitskameraden blicken, der den Sonntag dazu benützte, ſich or⸗ dentlich die Lunge mit geſunder und balſa⸗ miſcher Luft vollzupumpen und ſeine Glieder zu regen. So eine Gelegenheit bot ſich dem Mannheimer die letzten Wochen über wenig. Es ſei denn, daß er dem Winterſport huldigte. Die gute Stimmung, die das unverhoffte Wetterglück auslöſte, war bezeichnend für den Tag, der in erſter Linie dem Opfer galt. Es gab kaum einen, deſſen Bruſt nicht das Opferzeichen ſchmückte, das in dieſem Falle ein Ausweis dafür war, daß ſein Träger zuch an den ſonvigen Freuden teilgenommen hatte, die das erſte Jahres⸗Wochenende zu ver⸗ geben hatte. Es war ein Wetter für Photographen, ein Tag für den Familienſpaziergang, des Abſchieds für Urlauber, die jetzt nur noch vereinzelt in ihren ſchmucken, grauen Uni⸗ formen geſichtet werden, der Schuljugend, die nach der Ruhe und weihnachtlicher Spiel⸗ pauſe mit doppeltem Eifer wieder an die Er⸗ füllung ihrer Pflicht herangehen wird, und zu⸗ letzt des Abſchluſſes der Feſtzeit. Der Dreikönigstag beſchließt die bunte Kette ſchöner Tage, die auch dem Aermſten unſeres Volksfamilie Licht und Freude in ſein ſorgen⸗ volles Daſein warfen. Noch einmal findet ſich iung und alt unter dem brennenden Lichter⸗ baum zuſammen, teilt ſich das Glück des Er⸗ lebten dem frohen Kreiſe mit. Der grüne Geſelle, deſſen Zweige glitzernden Schmuck iragen, hat damit zum letztenmal auf dem Ehronplatz gethront. Wenn ihn in kommenden Tagen das praſſelnde Feuer ver⸗ ſchlingt, wird ſein würziger Duft die Er⸗ innerung an ſchöne Stunden neu belehen und uns dazu aufrufen, mit friſchem Mute und geballter Kraft an die Fahresarbeit zu gehen. hk. Beim„ Generalſtabschef“ der Glücksboten 25 Millionen Losbriefe aufgelegt!/ 7000 graue Glücksmänner im ganzen Reich/ Die Lotterie, in der es keine Nieten gibt Wieder verkaufen überall in ganz Deutſchland mehr als 7000 Männer in grauen Mänteln die 50-Pfennig⸗Losbriefe der Winterhilfslotterie. 25 Millionen Loſe ſind aufgelegt worden. Bis Ende Februar geben die„grauen Glücksboten“ auch dem Straßenbild Mannheims ein beſon⸗ deres Gepräge. Wie ein richtiger Generalſtabschef verfügt auch der Bezirksleiter der Winterhilfslotierie über Karten und Pläne ſeines„Aufmarſch⸗ gebietes“. Deutſchland iſt für die„General⸗ ſtäbler“ der Winterhilfslotterie in neun große Bezirke eingeteilt worden. Der größte nord— deutſche Bezirk reicht von Rügen bis Sorau in der Lauſitz, von Quedlinburg am Harz bis Schneidemühl! Die„Genietruppen“ der Lotterie „Auf Organiſation bis herunter zum klein⸗ ſten Teilchen kommt es natürlich ſehr an“, er⸗ läutert Pg. Grimm den Ueberblick übar die Ar⸗ beit der grauen Glücksmänner.„In jedem dieſer großen Bezirke müſſen einige Dutzend Ge⸗ ſchäftsſtellen unterhalten werden, die ihrerſeits wieder Mittelpunkt für einen Teil des ganzen Gebietes ſind. Ihre„Genietruppen“ haben je⸗ weils die Kopfſtärke von etwa 30 Mann. Nach der Lage des Bezirks mal mehr, mal weniger! Dieſe 30 Losverkäufer ſind jeweils ſtändig mit rund 12 000 Losbriefen unterwegs, jeder nimmt in ſeinem roten Kaſten 400 Loſe mit auf die Straße, hinein in Gaſtſtätten, Hotels und Lokale.“ Zwei Rieſenbetriebe hatten vollauf zu tun Sämtliche Losbriefe ſind in Süddeutſchland angefertigt worden, in München die eine Hälfte, in Frankfurt am Main die andere. Von hier aus wurden ſie, ſchon verpackt und verſiegelit, an die Reichsleitung der NSDAP, Abteilung Lotterie, überführt. Welche Briefe Nieten enthalten und welche Gewinne, das weiß weder ein Verläufer noch irgendwer, der mit den Vorarbeiten zu tun ge⸗ habt hat. Nur die Nummern der größeren Ge⸗ winne ſind den Bezirksleitern vertraulich mit⸗ geteilt worden, ſo daß jede Fälſchung von Ge⸗ winnen vollkommen ausgeſchloſſen und aus⸗ ſichtslos wäre. Die kleinen Briefe ſchaffen Verdienſt Arbeit und Verdienſt bringt der Verkauf der Losbriefe vielen Händen. Trotzdem ſind die Un⸗ koſten verhältnismäßig ſehr niedrig: nur 112 Pfennig erhält der Losverläufer für jedes ver⸗ laufte 50⸗Pfennig⸗Los! Der Tüchtigkeit des ein⸗ zelnen iſt dabei allerdings keine Schranke ge⸗ ſetzt, vermag er ſeine 400 Loſe bis zum Abend umzuſetzen, darf er 6 Mark von den vercin⸗ nahmten 200 Mark einbehalten und als ehr⸗ lichen Lohn für ſeine Arbeit verbuchen. Ein⸗ zelne Losverkäufer haben im vorigen Jahr viele tauſend Loſe umgeſetzt— wie beim Stra⸗ ßenhandel kommt es hier ſehr auf die Be⸗ gabung des einzelnen Mannes an! Die kleinen Gewinne bis zu 5 Marlk darf der Losverkäufer ſofort an Ort und Stelle aus⸗ zahlen. Bei der abendlichen Abrechnung auf der Geſchäftsſtelle ſind ja die betreffenden Gewinn—⸗ loſe ſeine Quittungen für die an der Geſamt⸗ ſumme„fehlenden“ Betraäͤge. Es iſt allerdings ſchon ein paarmal paſſiert, daß einzelne Ver⸗ käufer derart viel Gewinne auszahlen mußten, daß ihnen dadurch das Bargeld ausging und ſie zwiſchendurch erſt mal die Geſchäftsſtelle zum„Bargeld⸗Faſſen“ aufſuchen mußten. So etwas hört der Käufer der Losbriefe jedoch ſicher nicht ungern. Die letzten Vorbereitungen Wir gehen durch eine der Bezirksgeſchäfts⸗ ſtellen, der wiederum ein paar Dutzend einzelne Geſchäftsſtellen unterſtehen. Es ſieht hier faſt wie in einem großen Möbel- und Kleidermaga⸗ Anläßlich der Aufführung der rheiniſchen Ko⸗ mödie„Der Sprung aus dem Alltag“ von Hein⸗ rich Zerkaulen bringen wir eine kleine Würdi⸗ gung des dichteriſchen Schaffens und eine Schil⸗ derung des Menſchen Heinrich Zerkaulen. Heinrich Zerkaulen iſt Rheinländer, Frontſol⸗ dat und Nationalſozialiſt. Damit iſt bereits viel, wenn nicht alles über dn Menſchen geſagt. Daß er Rheinländer iſt, ſeine Wiege ſtand in Bonn, beweiſt ſich ſchon in dem fröhlichen, lebens⸗ heiteren Humor ſeiner Dichtungen und in der überſprudelnden Lebendigkeit und Güte ſeines Weſens. Es geht von ſeiner Perſönlichkeit etwas aus, das unbedingt zur Freundſchaft und Ka⸗ meradſchaftlichkeit verpflichtet. Wenn er von ſei⸗ nem Werk und ſeiner Arbeit ſpricht, geſchieht es mit der kindlichen Inbrunſt ſeines Glau⸗ bens. Er hat ein phantaſievolles Herz und ſeine Gedanken bewegen ſich oft fern von realen Zweckmäßigkeiten und nüchternen Ueberlegun⸗ gen. Wenn er von harten und rauhen Dingen des Alltags ſpricht, werden ſie in ſeiner Schau umwoben vom Glanz ſchwärmeriſcher Träume⸗ rei, ohne daß er deshalb zum ſinnloſen Schwär⸗ mer würde. Ich erinnere mich eines bezeichnenden Bei⸗ ſpiels dafür. Heinrich Zerkaulen hat eine be⸗ ſondere Schwäche: die deutſche Marine Für ſie geht er durchs Feuer und ſeine Beziehungen zu ihr ſind manniafacher Art. Vor einigen Mo⸗ naten fuhr er auf Einladung Admiral Raeders mit dem Panzerkreuzer„Admiral Scheer“ als Gaſt der Kriegsmarine von Brunshaupten nach Oſtpreußen. Eine gewiß romantiſche Fahrt, die dennoch harter Arbeit und ernſten militäriſchen nebungen untertan war. Ich hatte in Könias⸗ berg über dieſe Fahrt mit Zerkaulen ein klei. nes Swieoeſpräch im Rundfunk. Und wäßrend der ernſteſten Auseinanderſetzungen über ſchwere Nerhandsübungen aouf hoher See, über kompli zierte marinetechniſche Dinge begann mein lie. ber Geſpröchsvartner Heinrich Zerkaylen plötz lich vom Sternenhimmel über dem Meer und von der mondbeſchienenen See zu erzählen und zin aus. Batterien roter Los⸗Käſten ſtehen noch vom Vorjahre in den Regalen. Plombierte Käſten mit Lotterieloſen nehmen eine ganze Wand ein. Wo befinden ſich hier die„großen Loſe“— wo die Treffer, die wenigſtens 50. 100 Mark bringen?! „Es ſind ja alles keine Nieten im früheren Sinne des Wortes,“ ſagt der Bezirksſtellen⸗ leiter,„dꝛdie an jedem 50⸗-Pfennig⸗Brief ver⸗ bleibenden 48 Pfennig tragen dazu bei, Not zu lindern, Brot zu ſchaffen und Kohlen zu kaufen, Lebensmittel zu erwerben und Gutes zu tun! Wer einen Losbrief nicht nur deshalb kauft. uin zu gewinnen, der wird auch die Nichtgewinne nicht als„Nieten“ betrachten!“ Die Helfer des WHW ſind dabei, die Mützen der„grauen Glücksboten“ zu numerieren Jeder Loskäufer, der im vorigen Winter mit„ſeinem“ Glücksmann„gute Erfahrungen gemacht“ und Geld gewonnen hat, wird auch diesmal bei dem Mann mit der gleichen Nummer kaufen konnen. „Kam das große Glück ins Haus...“ Da ſpielten ſünf Mann gemeinſam ein Los. Jeder gab 10 Pfennig dazu. Einer machte den Statt Straßenhahnwagen Obbusse Ein Blick in das Depot von Hampstead in London. Preis von etwa 25 RM verkauft. „Vertrauensmann“, öffnete das Los. Sie hatten einen Treffer erzielt, kam mit 5000 Marl her⸗ aus. 1000 Mark Gewinn für jeden der Fünf mit nur 10 Pfennig Einſatz. Drei von den Fünf gingen noch„ſtempeln“, dieſe Drei be⸗ gründeten mit dem Tauſendmarkgewinn eine kleine Exiſtenz. Der vierte lebte in nicht minder beſcheidenen Verhältniſſen. Von ſeinem Ge⸗ winn kaufte er zu allererſt für ſeine drei Kinder je ein eigenes Bett, Kleidung, Schuhe und Wäſche. Den Reſt zahlte er auf der Sparkaſſe ein. Große Sorge hatte ein Bäckermeiſter. Seine Verpflichtungen waren groß, und„Binnen⸗ briefe“ kamen ins Haus, einer nach dem an⸗ deren. Viel Zeit mußte er dafür opfern, um Friſtverlängerungen für die Zahlungsverpflich⸗ tungen herauszuholen. Von einem Landver⸗ käufer erwarb er ein paar Loſe der Winter⸗ hilfslotterie. Zwei Loſe waren Treſſer, brachten 10 000 Mark. Der Bäckermeiſter deckte alle Verpflichtungen auf einmal ab.— Ein Rentnerehepaar gewann 5000 Mark. Als ihnen der Gewinn ausbezahlt wurde, kauften ſich beide— ſie war 78 und er 84 Jahre alt!— in ein Altersheim ein. 11. D. Weltbild(M) Hier werden in Mengen Schienenwagen abmontiert oder zum Sie dienen dann als Wochenendhäuschen, Strandvillen und Hühnerhäuser. Feierſtunde für das Winterhilfswerk Konzertveranſtaltung in Käfertal/ Künſtler ſtellen ſich zur Verfügung Unſer Vorort Käfertal veranſtaltet ſeit einigen Monaten an jedem erſten Sonntag im Monat Konzerte zugunſten des Winterhilfswerkes, die 22 der Bevölkerung immer guten Anklang fin⸗ den. Das dritte Konzert dieſer Art fand am ver⸗ gangenen Sonntagvormittag ſtatt. Das Olymp⸗ Kino in Käfertal, deſſen Raum und Bühne ſich vorteilhaft für derartige Veranſtaltungen eignen, war von mehr als 300 Perſonen beſetzt. Als Mitwirkende waren Kräfte des Mannheimer Nationaltheaters gewonnen worden. Es wurde hier der Käfertaler Bevölkerung eine muſikali⸗ ſche Feierſtunde geboten, wie ſie in dieſem Vor⸗ ort nicht oft erlebt wird. Mit dem erſten Satz in G⸗Dur des Streich⸗ Quartetts von Haydn(Op. 77) wurde das Konzert eingeleitet. Es folgte das Nocturno von Bummel, geſpielt von Konzertmeiſter Steg⸗ mann(Harfe) und Kammermuſiker Lorbeer (Cello). Fräulein Eliſabeth Gillardon ſang leben⸗ dig und ausdrucksvoll das Lied der Tarrantella aus Gaſparone. Sie trat ſpäter noch mit dem Entree-Lied der Chriſtel aus„Der Vogelhänd⸗ ler“ auf. Zwei nette, ausgezeichnet vorgetragene Lieder, die ſo gut gefielen und ſo reichen Bei⸗ fall errangen, daß Frl. Gillardon eine Partie wiederholen mußte. Nach der Sängerin betraten wieder die Herren Willi Kußmaul und Rup⸗ pert(Violine), Hoffmann(Viola) Col⸗ morgen(Violoncello) und Paul Köhn (Kontrabaß) die Bühne und die leichte, entzük⸗ kende Melodie des Forellen-Quintetts von Schubert klang auf. In dieſem Stück hatte auch Fräulein Eliſabeth Sauer, die am Flügel begleitete, beſonders in den kurzen Solopar⸗ tien Gegelegenheit, ihr Können zu zeigen. Das von Gefühlen und Gedanken, die ihn unter die⸗ ſem geſtirnten Himmel überwältigten. Oder wenn ich an einen ſeiner Briefe denke, die ich immer mit beſonderer Freude als Zei⸗ chen kameradſchaftlicher Verbundenheit aus ſei⸗ ner jetzigen Heimat in Dresden erhalte, ſo lebt auch in dieſen Briefen in der Unmittelbarkeit einer Begeiſterung oder einer Freude jenes rheiniſche Temperament und jene Lebensauffaſ⸗ ſung, die von ſeliger Hingabe zum abgründigen Schmerz keinen weiten Weg hat. So viel vom Menſchen Zerkaulen, der durch die Schule des Weltkrieges ſchritt und ſich im Chaos der Nach⸗ kriegszeit bald den Reihen der braunen Armee Adolf Hitlers anſchloß. Der Glaube des Dich⸗ ters und Menſchen Heinrich Zerkaulen an Deutſchland, an ſeine geiſtige und politiſche Zukunft iſt unerſchütterlich. Dieſer Glaube und die aus ihr entſpringende bedingungsloſe Le⸗ bensbejahung in der Pflicht wie in der Freude ſteht als oberſtes Geſetz über ſeinem Werk. Dieſes in nunmehr zwei Jahrzehnten gewach— ſene und vielfältige Werk umfaßt eine aroße Zahl von Romanen, Novellen und Gedichten Neben ſeiner neuen Komödie„Der Sprung aus dem Alltag“ iſt ſein dramatiſches Erſtlingswerk das Kriegsſtück„Jugend von Langemarck“ vor zwei Jahren zu einem großen Erfolg auf den meiſten deutſchen Bühnen geworden. Zerkaulens Werk ſpiegelt eine klare Entwick⸗ lung wider. Es iſt keine Zeile von ihm da, über die er ſich heute zu ſchämen brauchte. Als beſonderer Beweis dafür mag auch gelten, daß ein großer deutſcher Verlag eben eine Geſamt⸗ ausgabe ſeiner Werke vorbereitet. Wir nennen davon, ohne überall auf eine einzelne Würdi— aung eingehen zu können, ſieben Romane und fünf größere Novellen, eine Kunſtgattung, die Zerfaulens Begabung beſonders naheliegt. Von ſeinem erſten Roman„Rautenkranz und Schwerter“ über den Kumpelroman„Der arme Kumpel Doris“ bis zu ſeinem erſt unlängſt er⸗ ſchienenen Buch„Hörnerklang der Frühe“ liegt — Heineich Ferkaulen, Dichter und Menſch/ B Fieſel ein Weg zu beſter Reife. Wir wollen in dieſem Zuſammenhang beſonders auf dieſes ſein letz⸗ tes Werk verweiſen, das neben dem Werk„Hei⸗ lige Unraſt“ von Heinz Steguweit als erſte wirklich gekonnte und erlebte Form nattonal⸗ ſozialiſtiſcher Dichtung anzuſprechen iſt. In die⸗ ſem Roman zeigt Zerkaulen den Weg einzelner Menſchen zur Bewegung und zur Gemeinſchaft, ohne daß darinnen auch nur einmal nach be⸗ währter Konjunkturmethodik von Hakenkreuz und Braunhemd die Rede iſt Dieſes Buch ver⸗ dient in höchſtem Sinne volkstümlich zu wer⸗ den, da es aus der unmittelbaren Not einzel⸗ ner und vieler aus dem Volke gewachſen iſt. Auch in ſeinem Kriegsſtück„Jugend von Lange⸗ marck“, das noch vielfach die Schwächen eines Erſtlingswerkes trägt, wird die Erfüllung vaterländiſcher Pflicht und reſtloſer Hingabe an die Idee der Heimat nicht im Sinne eines ſäbel⸗ raſſelnden Hurrapatriotismus, ſondern als die tiefe innere Verantwortung vor der Pflicht im großen und kleinen gezeichnet. Gerade in die⸗ ſem Stück iſt der Lyriker Zerkaulen vollkommen hinter dem Frontſoldaten und Kämpfer zurück⸗ getreten und ein Werk von hoher ethiſcher Kraft entſtanden, das von jeder Phraſe und jeder Zeitbefliſſenheit weit entfernt iſt. Als reiner Lyriker iſt Zerkaulen erſt vor wenigen Wochen mit einem Gedichtband„Geſegneter Alltag“ an die Oeffentlichkeit aetreten. Hier ſind Gedichte, die eine kindliche Anmut und eine Einfalt des Ausdrucks und der Form verſtrömen, die bei⸗ nahe mehr in das Gebiet des Volksliedhaften gehört. Mit ſeiner Komödie„Der Sprung aus dem Alltag“ beſchreitet Zerkaulen eigentlich ein ganz neues Gebiet und ohne einer Wertung der Auf⸗ führung und des Erfolges vorzugreifen, kann doch hier geſagt werden, daß auch in dieſer Ko⸗ mödie ein großer Teil des Menſchen Heinrich Zerkaulen ſteckt, der als Sohn ſeiner rheiniſchen Heimat im lebensbejahenden Mut zum alltäg⸗ lichen Leben und im heiter-derben Humor eines urwüchſigen Menſchenſchlages auch Sinn und Ziel einer Lebensbejahung der größeren Ge⸗ meinſchaft ſieht. „Ave Maria“ von Schubert, und„La Cinquan⸗ taine“ von Gabriel-Marie, wieder von den Her⸗ ren Stegmann und Lorbeer gut zu Gehör ge⸗ bracht und ſchließlich zwei Soloſtücke des Harfe⸗ niſten„Am Spinnrad“ von Thomas und eine ſpaniſche Quadrille beſchloſſen das Konzert. Pg. Hammer, der Ortsamtsleiter der NSV dankte im Namen des Winterhilfwerkes und der Käfertaler Bevölkerung den Künſtlern für dieſe ſchöne und wertvolle Feierſtunde. Die Zuhörer zeigten durch begeiſterten Bei⸗ fall, daß ſie Verſtändnis für gute künſtleriſche Leiſtungen beſitzen. Anerkennung gebührt dieſen Künſtlern, die ſich zum größten Teil aus Kräf⸗ ten des Nationaltheaters zuſammenſetzen und die ſich ſelbſtlos in den Dienſt der Winterhilfe geſtellt haben, Anerkennung auch dem Leiter der Olymp-⸗Lichtſpiele, der dieſe Winterhilfs⸗ konzerte veranſtaltet und allen übrigen, die ſich um ihr Zuſtandekommen verdient machen. Unſerer Vorortgemeinde wird in dieſen Kon⸗ zerten etwas ſehr Wertvolles und Schönes ge⸗ boten und wir hoffen, noch oft ein derartiges Konzert in dieſem Saal erleben zu dürfen. vVs. Eine Brücke iſt verſchwunden Während ungehindert der Verkehr über den Neckarauer Uebergang über die neue Brücke hinwegführt, wurde in den letzten Wochen eifrig an dem Abbruch der alten Brücke ge⸗ arbeitet, die ja ihren Zweck erfüllt hatte und nicht mehr benötigt wurde. Stück um Stück verſchwand zunächſt von der Eiſenkonſtruktion und ſchließlich war man ſo weit, daß man auch die eiſernen Träger ent⸗ fernen konnte, auf denen die ganze Brücke ruhte. Das war gerade kein leichtes Stück Arbeit. Von der alten Brücke über den Neckaxauer Uebergang iſt überhaupt nichts mehr zu ſehen. Selbſt den beiden Widerlagern rückt man ſchon zu Leibe und bald werden auch die beiden ſteinernen Mauern abgetragen werden. Nun iſt man auch ſo weit, daß auch die Um⸗ geſtaltung der alten Anſchlußſtücke der Zvu⸗ fahrtsrampe zur alten Brücke endgültig vor⸗ genommen und die neuen Böſchungen ange⸗ legt werden können. Bisher beſchränkte man ſich darauf, die Erd⸗ arbeiten durchzuführen und das Gelände ab⸗ zutragen, das durch die teilweiſe neue Lage der Zufahrtsrampen zur neuen Brücke nicht mehr benötigt wurde. Durch die reſtloſe Abtragung der alten Brücke wurde auch der Platz für die Herſtellung des weſtlichen Gehwegs der neuen Brücke gewon⸗ Darmträgheit? Ebus⸗Pillen führen mild und ſicher ab. Sie re⸗ geln die Verdauung u. reinigen das Blut. Ebus⸗ Pillen,.—„ in Apotheken. Zuverl. Wirkung! nen, der vor Monaten nur angefangen, aber nicht beendet wurde, weil ein Stück dieſes Gehwegs die alte Brücke ſchnitt. Die unter dem weſtlichen Gehweg ſind in Gang gekommen und teilweiſe begann man auch ſchon proviſoriſch die erſten Platten aufzulegen. Weſentlich iſt, daß der weſtliche Gehweg in ſeiner Konſtrultion auf die ganze Länge nunmehr fertiggeſtellt iſt und dan auch ſchon das Geländer durchgehend an⸗ gebracht wurde. Nun kann es ja nicht mehr lange dauern, bis die Akten über den Umbau des Neckarauer endgültig geſchloſſen werden onnen. Im Silberkranz. Der in Mannheimer Sän⸗ gerkreiſen gut bekannte Reichsbahnoberſekreiär Franz Götz und ſeine Ehefrau Flora geb. Hörner, Platz des 30. Januar 10, feiern am Dienstag, 7. Januar, das Feſt der ſilbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar unſere Glückwünſche. 76 Jahre alt. Seinen 76. Geburtstag begeht am 6. ds. Mts. bei guter Rüſtigkeit Herr Jakob Haas, Käfertal, Auerbacherſtraße 28. Wir gratulieren. Akademiekonzert am 13. und 14. Januar. Das 4. Akademiekonzert ſteht unter der des zweiten Gaſtdirigenten der dieswinterlichen Reihe: Profeſſor Hermann Abendroth. Der derzeitige Führer des Leipziger Gewandhaus⸗ Orcheſters, vermittelt uns Werke von Wagner und Bruckner. Es wird von beſonderem Reiz ſein, Richard' Wagner, der in unſerer Vorſtel⸗ lung doch ausſchließlich als der Meiſter des Muſikdramas lebt, einmal mit einem Werk zu hören, das nicht für die Bühne, ſondern für den Konzertſaal beſtimmt iſt: mit ſeiner„Fauſt⸗ Ouvertüre“. Anton Bruckner erſcheint mit ſeiner 5. Sinfonie in B⸗Dur. Es mag müßig erſchei⸗ nen, gerade die neuen als Ganzes erhaltenen Sinfonien dieſes Meiſters gegeneinander ab⸗ zuwägen. Wollten wir ſeine 5. Sinfonie jedoch in einem Wort kennzeichnen— ähnlich wie uns ſeine 4. Sinfonie unter dem Namen„die Ro⸗ mantiſche“ geläufig iſt— ſo müßten wir ſie ſeine„Gewaltige“ nennen. Alles reckt ſich bei ihr ins Große: Form, Thematik und Inſtrumen⸗ tation, die im Schlußſatz ſogar noch ein zweites Orcheſter aus Blechbläſern hinzutreten läßt. Die Einführungs⸗Stunde in die Spielfolge findet am vorhergehenden Sonntag, 12, Jan., vormittags 11.30 Uhr, in der Hochſchule für Muſik A 1, 3 ſtatt. Vortragender: Dr. Friedrich Eckart, am Klavier: Friedrich Schery. „Towariſch“ mit Greta Garbo. Das von Kurt Götz bearbeitete und in dieſer Bearbeitung überaus erfolgreiche Bühnenſtück„Towariſch wurde von Metro⸗Goldwyn⸗Mayer für 175 000 Dollar erworben, um eine Greta Garbo zu ſchaffen. „Deutſch⸗italieniſche Filme. Die Luno⸗Ton⸗ film arbeitet zur Zeit mit italieniſchen Film⸗ ſchaffenden zuſammen an dem Film„Talis⸗ man“. Der Regiſſeur des Films, Romano Mengon, plant nach Beendigung dieſes Filmes einen weiteren in deutſcher und italie⸗ niſcher Verſion, der jedenfalls„Magdalena von Bohlen“ betitelt ſein wird; die Innen⸗ und Außenauſnahmen dieſes zweiten Films werden ſämtlich in Italien gedreht werden. neue Rolle für em Wenn und die gen der ſo haben ſetzt. Vom( höhung Rhein zie während depots be ſer geſetzt vormittag Weihn während Stand vo Am Se einen Pec kar einen das groß Ableſunge Neckar.0 läufen de gemeldet Erhöhung Mehr Vor w Kopfwand angebrach während Schild iſt des Verke tiſchen St lieben vo Allerdir gegenüber werden. rückſichtsle gedankenle Straße zi während ſtimmt ni Wagenfüh das iſt ein So ein nen der 3 ihm die ſe er wochen! aber beſtin daß in de hat, ſich d⸗ den Schei das Ueber Nehmen Volksgeno und veran Mitteilu Montag, 6 innun Dienstag, innun berg, Mittwoch, „Liede 20 Haus, Donnersta innung 17 Uh Handn 19 Uhr „Prinz 20 Uh Mannl Freitag, 10 handw eim, 30 1 nung,, Samstag Ofenfe— heim,“ 17 Uhr Mann 20 U Mannh Sonntag, 1 „Lieder 14.30 automa 15 Uhr. jäger“, Vom Oef meldefriſt Kriegserinn Dezembe Auskunft beim Oeſter Wint deutſe Erſte 1. Fiſchfil Montag, gabe von Gruppen Fiſchfilets unverzügſich zu nehmen, gabe der Fif tag, 6. Ja und Fiſche werden. N. Ortsgruppen 2. 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Beim Rhein wurde am Freitag⸗ vormittag der niedrigſte Stand ſeit Weihnachten mit.16 Meter abgeleſen, während der Neckar zur gleichen Zeit einen Stand von.11 Meter aufzuweiſen hatte. Am Samstag verzeichnete man beim Rhein einen Pegelſtand von.28 Meter und beim Nek⸗ kar einen ſolchen von.39 Meter. Nun folgte das große Anſchwellen, ſo daß die Sonntag⸗ Ableſungen beim Rhein.99 Meter und beim Neckar.04 Meter lauteten. Da von den Ober⸗ läufen der Flüſſe immer noch ſteigendes Waſſer gemeldet wird, iſt auch bei uns mit weiterer Erhöhung der Flüſſe zu rechnen. Mehr Rückſicht auf der Straßenbahn Vor wenigen Jahren war noch an der Kopfwandtüre der Straßenbahn ein Schild angebracht, welches das Oeffnen dieſer Türe während der Wintermonate unterſagt. Dieſes Schild iſt im Intereſſe der glatten Abwicklung des Verkehrs verſchwunden und auf der Städ⸗ tiſchen Straßenbahn kann man nun nach Be⸗ lieben vorn oder hinten ausſteigen. 5 Allerdings, die Rückſicht dem Wagenführer gegenüber darf dabei nicht außer acht gelaſſen werden. Wir Pfälzer ſind ja beſtimmt nicht rückſichtslos, im Gegenteil,— aver manchmal gedankenlos. Wenn wir, um raſch auf die Straße zu kommen, die vordere Türe bereits während der Fahrt öffnen, denken wir uns be⸗ ſtimmt nichts Böſes dabei. Wie es aber der Wagenführer auffaßt und wie es ihm bekommt, das iſt eine andere Frage. So ein unvermutetes und plötzliches Oeff⸗ nen der Wagentüre während der Fahrt kann ihm die ſchönſte Erkältung einbringen, an der er wochenlang zu tragen hat. Das wollen wir aber beſtimmt nicht haben. Dazu kommt noch, daß in den Abendſtunden, wenn es geregnet hat, ſich das Licht bei geöffneter Wagentüre in den Scheiben ſpiegelt und dem Wagenführer das Ueberblicken der Fahrſtrecke ſehr erſchwert. Nehmen wir daher Rückſicht auf dieſen Volksgenoſſen, deſſen Beruf ohnehin ſchwer und verantwortungsvoll genug iſt. Mitteilungen der Kreishandwerkerſchaft Verſammlungstermine Montag, 6. Januar, 20 Uhr: Herrenſchneider⸗ innung,„Liedertafel“ Mannheim, K 2, 32. Dienstag, 7. Januar, 13 Uhr: Kaminfeger⸗ innung, Haus der Deutſchen Arbeit, Heidel⸗ berg, Rohrbacher Straße. Mittwoch, 8. Januar, 15.30 Uhr: Elektroinnung, Liedertafel“ Mannheim, K 2, 32. 20 Uhr; Buchdruckerinnung, Deutſches Haus, Mannheim, C 1, 10—11. Donnerstag, 9. Januar, 17 Uhr: Baugewerks⸗ innung, Ballhaus(Schloß Mannheim. 17 Uhr: Glaſerinnung, Sitzungsſaal der Handwerkskammer, Mannheim, B 1, 7b. 19 Uhr: Glas⸗ und Gebäudereinigerinnung, „Prinz Max“, Mannheim, II 3, 3. 20 Uhr: Friſeurinnung, Wartburg⸗Hoſpiz, Mannheim, F 4, 8. Freitag, 10. Januar, 20.30 Uhr: Kraftfahrzeug⸗ „Liedertafel“L Mann⸗ eim, K 2, 32. 20.30 Uhr: Gold⸗ und Silberſchmiede⸗In⸗ nung,„Heſſiſcher Hof“, Mannheim, L. 13, 21. Samstag, 11. Januar, 17 Uhr: Hafner⸗ und Ofenſetzerinnung,„Hopfenblüte“, Mann⸗ heim, IT 3, 16. 17 Uhr: Dachdeckerinnung,„Roter Hahn“, 20 Uhrn +5, 13. 20 Uhr: Graveurinnung,„Liedertafel“, Mannheim, K 2, 32. Sonntag, 12. Januar, 10 Uhr: Blechnerinnung, „Liedertafel“, Mannheim, K 2, 32. 14.30 Uhr: Buchbinderinnung,„Bürger⸗ automat“, Mannheim, K 1, 10. 15 Uhr: Küfer⸗ und Küblerinnung,„Alpen⸗ jäger“, Mannheim, U 5, 16. Vom Oeſterr. Konſulat Mannheim. Die An⸗ meldefriſt für die Verleihung der Oeſierr. Kriegserinnerungsmedaille wurde bis Ende Dezember 1936 verlängert. Koſtenloſe Auskunft, und Anmeldeformulare erhältlich beim Oeſterr. Konſulat Mannheim, Hilbaſtr. 17. Erſte Ausgabe im Jahre 1936 1. Fiſchfilet für die Stadtortsgruppen. Montag, 6. Januar 1936, erfolgt die Aus⸗ gabe von Fiſchfiler an die Bedürftigen der Am Gruppen à4 bis E. Die zum Bezug des Fiſchfilets erforderlichen Fiſchgutſcheine ſind unverzüglich bei den Ortsgruppen in En pfang zu nehmen, da am gleichen Tage auch die Aus⸗ gabe der Fiſche erfolgt. Im Lauſe des Mon⸗ tag, 6. Januar, müſſen alſo Fiſchgutſcheine und Fiſche zualeich in Empfangn genommen werden. Näherer Verteilungsplan bei den Ortsgruppen. 2. Fleiſchkonſerven und Kohlen für Stadt und Land. Ebenfalls am Montag, 6. Ja⸗ nuar, erhalten die WHW-Betreuten ſämt⸗ licher Bedürftigengruppen der Stadt⸗ und n und Koh⸗ lengutſcheine. aner Verteilungsplan ebenfalls bei den Ortsgruppen. Gründungsfeier des ZV von 1846 Feierſtunden im Vereinshauſe— Auszeichnungen für verdiente Mitglieder In der großen Halle des Vereinshauſes des TVM 1846, die ſonſt erfüllt von turneriſchem⸗ Leben und Streben, hatten ſich vergangenen Samstag zahlreiche alte und junge Turner und Turnerinnen zuſammengefunden, um die neun⸗ Tal Wiederkehr des Gründungstages des urnvereins Mannheim feſtlich zu begehen. Die große errichtete Bühne, aus deren Hin⸗ tergrund die Reichsflagge und die Büſte Jahns grüßen, verſchwand faſt unter dem Schmuck friſchen Grüns, während im Vordergrund ſich einzelne Vertreter der Abteilungen in ihrer ſchmucken Turn⸗ oder Sportkleidung ſymboliſch um die Vereinsfahne ſcharten. Dieſen äußeren feierlichen Rahmen erhöhten ausgeſuchte Muſikſtücke, die von der Muſik⸗ und Sängerriege meiſterhaft vorgetragen wurden. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäſte gedachte die Verſammlung der Toten des Ver⸗ eins, weihevoll ſprach der Vereinsführer, wäh⸗ rend leiſe das Lied vom Kameraden ertönte. „Anſchließend gab der Vereinsführer Thum einen kurzen Rückblick über die Entſtehung des Vereins am 4. Januar 1846. Er zeigte die harten geiſtigen und ſeeliſchen Kämpfe auf, welche die erſten Turnbrüder zu beſtehen hatten. Aber da bewies ſich die ethiſche Stärke des turneriſchen Gedankens, der trotz größter und mächtigſter Widerſacher ſich ſiegreich durchſetzte und heute im neuen Reichsbund für Leibes⸗ übungen ſeine ſchönſte Krönung findet. Wieviel Opfer an Zeit, Geld und ſeeliſchen Leiden aber nötig waren, um ſo weit zu kom⸗ men, das iſt nur ſehr ſchwer zu erklären. Allein man bekommt einen Begriff, wenn man hört, daß die Mitglieder des TVM von 1846 bis heute rund 3,5 Millionen Mark geldliche Mit⸗ tel aufgebracht haben. Dem Vereinsführer folgte als nächſter Spre⸗ cher der DT⸗Gauführer Prof. Dr. Fiſcher, der es ſich als beſonderen Stolz anrechnete, den Jubelverein immer zu einem ſeiner beſten Schützlinge gezählt zu haben, der der vorbild⸗ bildlichſte und bahnbrechendſte Leibesübungen treibende Verein der Südweſtecke unſeres Va⸗ terlandes iſt. Das war aber nur möglich durch ſelbſtloſe, treu der Idee dienende Männer. Den Beſten unter ihnen überreichte er den Ehren⸗ brief der Deutſchen Turnerſchaft, dieſe Männer ſind: Bernhard Greulich, Auguſt Döring, Ferdinand Glatz, Heinrich Roſt, Carl Rudolf Maier und Georg Greulich. Aber auch die mühevolle und unſichtbare Kleinarbeit des Vorturners wurde ausgezeich⸗ net. Peter Schopp und Karl Adelmann, zwei ganz der turneriſchen Aufgabe ergebene uner⸗ müdliche Schaffer, erhielten durch Gauober⸗ turnwart Schweizer den Ehrenbrief des Gaues XIV(Baden). Schließlich wurde noch eine ganze Reihe Turnvereinsmitglieder vom Kreis⸗ führer Stalf mit der goldenen und ſilbernen Kreisehrennadel ausgezeichnet. Zum Schluß nahm der Vereinsführer die Ehrungen innerhalb des Vereins vor. Adolf Schneider(63 Jahre Mitglied), Karl Rück (56 Jahre Mitglied), Jean Delank(57 Jahre Mitglied), Martin Mayer(62 Jahre Mit⸗ glied), Karl A. Mayer(60 Jahre Mitglied) erhielten mit der Ehrenmitgliedſchaft das beſte, was ein Verein zu vergeben hat. Darüber wurden ſie, und alle die 50 Jahre und änger Mitglieder des TV von 1846 ſind, mit einer Originalradierung von der langen Stätte ihres Wirkens und turneriſchen Strebens, dem Vereinshauſe, beſchenkt. Eine Gabe, die viel Freude und Begeiſterung fand und die auch dem Gauführer Dr. Fiſcher, dem Kreisführer Stalf und Richard Joſt über⸗ reicht wurde. Die beiden erſten Verſe des Liedes Knß Deutſchland hoch in Ehren“ beendeten gemein⸗ ſam geſungen die feierliche Handlung. Landwirtſchaft inmitten Mannheims Anpflanzungen vor dem Heidelberger Tor um das Jahr 1770 Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte die Landwirtſchaft in Mannheim im Verhältnis f Einwohnerzahl einen recht ſtattlichen Um⸗ ang. Der Siebenjährize Krieg war beendet, in unſerer engeren Heimat herrſchte zwar Ruhe, doch anderweitig waren die Völker unruhig, in Frankreich machten ſich die erſten Anzeichen der Revolution, die dann 1789 zum Ausbruch kam, bemerkbar. Die pfälziſche Regierung wollte nun eine Ueberſicht über die Beſtände und Erzeugung an Lebensmitteln im Lande gewinnen und for⸗ derte im Sommer 1771 u. a. auch den Stadtrat in Mannheim zu einem Bericht über den Be⸗ ſtand an Brotgetreide und anderen Lebens⸗ mitteln auf. Der Stadtrat beauftragte hierauf die Feld⸗ meiſter und Schützen, Erhebungen über den Ertrag aller zur Nahrung des Menſchen die⸗ nenden Fruchtgattungen in der Stadtgemarkung zu machen. Das Ergebnis dieſer Erhebung iſt im Ratsprotokoll vom 26. Auguſt 1771 feſt⸗ gelegt. Ueber dem Neckar befand ſich an Korn eine Anbaufläche von etwa 300 Morgen, deren Er⸗ trag wurde pro Morgen auf 2½ Malter ge⸗ ſchätzt. Mit Spelz waren 50 Morgen bepflanzt, Extrag pro Morgen ein Malter. Die Fläche für Welſchkorn betrug 300 Morgen, doch ent⸗ ſprach der Ertrag nicht den Erwartungen; er wurde mit zwei Malter pro Morgen angeſetzt. Mit Kartoffeln waren 184 Morgen bepflanzt, Ertrag pro Morgen 20 Malter. Vor dem Heidelberger Tor waren neun Morgen mit Korn, 200 Moragen mi: Spelz. 100 Morgen mit Gerſte, 50 Morgen mit Welſchkorn und mit Kartoffeln 22 Morgen bepflanzt. Die Erträgniſſe waren je Morgen für Korn 2½, Spelz 10, Gerſte 5, Welſchkorn 5, Kartoffern 20 Malter. Das bedeutete für die damalige Zeit einen auten Ertrag, ein Beweis Gafür, daß die Mannheimer auf ihren Grunoſtücken Ordnung hielten. 8. Anordnungen NS⸗Frauenſchaft Friedrichsfeld. 8. Jan., 20 Uhr, Heimabend im „Adler“. Anſchließend Singſtunde. 93 Stelle WS.(Bannorcheſter). Die nächſte Probe des geſamten Bannorcheſters findet heute abend um 20.15 Uhr in 6 7, 55 ſtatt. DAß⸗Arbeitsſchule Achtung! Die Ferien ſind beendet. Heute beginnen wieder regelmäßig nachfolgende Kurſe: In L. 7, 1: um 19 uhr: Kurs 234: Vorb. f. Schau⸗ fenſter; Kurs 193 a: Spaniſch f. Anf.; Kurs 187 a: Engliſch f. Fortg. III; Kurs 165: Kurzſchrift f. Fortg.; Kurs 144: Doppelte Buchh. J1; Kurs Zw.: Engliſch; Kurs 120: Berechnung v. Druckſachen; Kurs 184 a: Engliſch f. Anf.; Kurs 133: Währung u. Wirtſchaft; Kurs 1845: Engliſch f. Anf.— Um 20.30 Uhr: Kurs Zw.: Kurzſchrift; Kurs 234: Schaufenſterdekor.; Kurs 162 5: Kurzſchrift f. Anf.; Kurs 162 a: Kurz⸗ ſchrift f. Anf.; Kurs 230 a: Plakat. f. Anf., Feder; Kurs 230 b: Plakat. f. Anf., Feder; Kurs 167: Rede⸗ ſchrift; Kurs 187 5) Engliſch f. Fortg.:; Kurs 134: Zw. d..⸗Zeitung; Kurs 188: Eslish Club. In C1, 10: um 19 Uhr: Kurſe 119—120: Drucker; Kurs 170: Arb.⸗Gemeinſch. Steno.; Kurs 149: Bi⸗ lanzb.⸗Sem. II; Kurs 251: Banken⸗Sem. J; Kurs 147: Bilanztritik⸗Reviſ.; Kurs Zw.: Maſchinenſchr. f. Anf. — um 20.30 Uhr: Kurs 170: Arbeitsgem. Steno.; Kurs 242: Textilwarenprüf.⸗Anf.; Kurs 246: Einzel⸗ handelſeminar, 1. Halbjahr; Kurs 227: Die Kalku⸗ lation im Handel; Kurs Zw.: Maſchinenſchr. f. Anf. Gewerbeſchule, N 6: um 18 Uhr: Kurs 15: Fach⸗ zeichnen u. Fachrechnen; Kurs 117: Hand⸗Preßver⸗ goldung; Kurs 19: Holzkunde; Kurs 47: Mathematik. Gewerbeſchule, C 6: um 19 Uhr: Kurs 26: Statik f. Bauwerker. Ingenieurſchule: Um 16 uhr: Kurs 57: Refa⸗ Vorkurs.— Um 20 Uhr: Kurſe 33—38: Metallkunde u. Gießereitechnit; Kurs 55: Maſchinenelemente; Kurs 34: Allg. Vermeſſungskunde; Kurs 75: Flächen⸗ u. Körperberechnung; Kurs 74: Hochfrequenz. T üöb Zum Winterſport mit Kdð Um auch unſeren Volksgenoſſen Gelegenheit zum Winterſport zu geben, veranſtaltet das Gauamt Baden der NSG„Kraft durch Freude“ mehrere Fahrten nach bekannten Skigegenden ins Allgäu. So findet vom 15. bis 26. Januar die erſte Omnibusfahrt ſtatt, deren Ziel Sonthofen iſt. Die zweite Fahrt nach dem gleichen Ziel er⸗ der NSDAꝰ folgt vom 26. Januar bis 5. Februar. Unter⸗ kunftsort ſelbſt iſt Eckalm, ein prachtvoll gelege⸗ ner Berggaſthof, in über 1200 Meter Höhe. Für den Skiläufern bietet dieſer Platz die beſte Ge⸗ legenheit, zu näheren und weiteren Touren. Die Koſten(für Fahrt, Verpflegung und Untertunft, jedoch ohne Stitursgebühren) betragen etwa RM 48.— ab Mannheim. Meldeſchluß für die erſte Fahrt iſt am Mon⸗ tag, 6. Januar. Nach dieſem Termin können Anmeldungen nur noch unter Vorbehalt ange⸗ nommen werden. Eine achttägige Sonderzugsfahrt ins Bayer. Allgäu wird vom 8. bis 12. Februar durchge⸗ führt, deren Endziel Füſſen iſt. Koſten für Fahrt, Verpflegung und Unterkunft etwa RW Anmeldungen bei allen Betriebs⸗ und Orts⸗ warten von„Kraft durch Freude“. „Kraft⸗durch⸗Freude“⸗Abend in Waldhof Belantlich veranſtaltet die NSG„Kraft durch Freude“, Ortsgruppe Waldhof, am Donnerstag, 9. Januar, im Saale zum Brückel einen bunten Abend, der einen großen Antlang finden wird. Ein ausgewähltes Programm wird die Beſucher über drei Stunden gefangen halten. Die ausgeklügeltſten Zauberkünſte wechſeln mit frohem Geſang, von Agnes Tittes, der hervor⸗ ragendſten Sopranſängerin. Die drei Rennos ſtellen ſich als Meiſterjongleure dem Publikum vor, und Viſtona zeigt ſich in ihren Serpentin⸗ tänzen in einem Rauſch von Licht und Farben. Das Reich der Mitte wird uns in dem Auftritt Chang⸗Hay⸗Fu(Chineſiſche Tändeleien) näher⸗ gebracht. Akrobatiſche Höchſtleiſtungen zeigen uns im 2. Teil die drei Jokobys, die einen guten Na⸗ men beſitzen. Groaſſer macht den Abſchluß mit komiſchen Fangſpielen, wobei tanzende Teller, Bälle, Schüſſeln eine Rolle ſpielen. Eines hätten wir beinahe vergeſſen, den Saratogakoffer, eine rätſelhafte Angelegenheit, über die wir heute nichts verraten wollen Komme jeder, ſehe und ſtaune. Ortsgruppe Neckarau Die Betriebswarte„Kraft durch Freude“ und die Straßenzellenwalter der DAß holen am Montag, 6. Januar, zwiſchen 18 und 19 Uhr, auf der DAß⸗Geſchäftsſtelle die Eintrittskarten für den am 19. Januar in Neckarau ſtattſin⸗ denden„Heiteren bunten Abend“ ab. Für Be⸗ triebe ohne„Kraft⸗durch⸗Freude“⸗Warte iſt der Betriebszellenobmann verpflichtet, die Karten abholen zu laſſen. Guter Anfang der Winterhilfslotterte Seit ungefähr acht Tagen gehen die grauen Glücksmänner wieder durch die Straßen Mann⸗ eims. Meiſtens ſieht man die alten Geſichter, eute, die auch im vergangenen Jahre mit dem Loskaſten durch unſere Stadt zogen und uner⸗ müdlich die Bevölkerung an ihre Pflicht gegen⸗ über dem Winterhilfswerk erinnerten. Viele haben ſchon durch den Kauf von Loſen zur Linderung der Not beigetragen und wenn es auch meiſtens„leider eine Niete“ war, was ſie zogen, konnten ſie ſich doch mit dem Be⸗ wußtſein tröſten, ihr Scherflein zur Behebung der Not des Winters beigetragen zu haben. Sehr oft, man möchte faſt ſagen, öfter als im Vorjahr, kamen aber auch Gewinne heraus. In den erſten Wochen wurden in Mannheim bereits über 2000 Mark Ge winne ausge⸗ zahlt, darunter auch der erſte Fünfhunderter in der Lortzingſtraße. Darum nur immer friſch den Griff in den Kaſten gewagt. Ehe mans gedacht, ſtellt ein Gewinn ſich ein. Hafenverkehr im Dezember 1935 Die Badiſche Hafenverwaltung teilt uns mit: Der Waſſerſtand des Rheins und des Neckars war im Berichtsmonat für die Schiffahrt nicht ungünſtig. Dem niederſten Waſſerſtand am Monatsbeginn mit 284 bzw. 282 Zentimeter am Mannheimer Pegel folgte bereits am 5. Dezem⸗ ber der Monatshöchſtſtand mit 525 bzw. 528 Zentimeter, um dann unter Schwankungen auf 403, bzw. 404 Zentimeter am Monatsende zu⸗ rückzugehen. Leichterungen der Oberrhein⸗ fahrzeuge waren nur um die Monatsmitte in geringem Umfang erforderlich. Die Zahl der ſtillgelegten Schifſe hat ſich ge⸗ genüber dem Vormonat erhöht. Es wurden am Monatsende 13 Schiffe mit einer Ladefähigkeit „von 4397 Tonnen gezählt. Der Geſamtumſchlag betrug im Berichtsmo⸗ nat 480 440 Tonnen(im Vorjahr 412 662 Ton⸗ nen), gegenüber dem Vormonat 34 508 Tonnen mehr. heinverkehr. Ankunft: Fahrzeuge mit eige⸗ ner Triebkraft: 305; Schleppkähne 758 mit 398 829 Tonnen. Abgang: Fahrzeuge mit eige⸗ ner Triebkraft 277; Schleppkähne 705 mit 58 537 Tonnen. Neckarverkehr: Ankunft: Fahrzeuge mit eige⸗ ner Triebkraft: 12; Schleppkähne 64 mit 11 559 Tonnen. Abgang: Fahrzeuge mit eigener Trieb⸗ kraft: 13; Schleppkähne 68 mit 11 515 Tonnen. — Auf den Handelshafen entfallen: Ankunft: 202 116 Tonnen; Abgang: 54 376 Tonnen. Auf den Induſtriehafen entfallen: Ankunft: 79 245 Tonnen; Abgang: 11616 Tonnen. Auf den Rheinauhafen entfallen: Ankunft: 129027 Ton⸗ nen; Abzang 4060 Tonnen. Der in obigen Zah⸗ len enthaltene Umſchlag von Hauptſchiff zu Hauptſchiff beträgt:? Auf dem Rhein: 30 764 Tonnen; auf dem Neckar: 21 447 Tonnen. An Güterwagen wurden während des Be⸗ richtsmonats geſtellt: Im Handelshafen 11215 10⸗Tonnen-Wagen; im Induſtriehafen 8831 10⸗Tonnen-Wagen; im Rheinauhafen 13221 10-Tonnen⸗Wagen. Der Geſamtumſchlag 1935 betrug nach den vorläufigen Feſtſtel ungen 5˙089 492 Tonnen, gegen 1934 339 266 Tonnen weniger. Luftgrüße aus Mannheim Am Neufjahrstage ließ ein hieſiger Einwoh⸗ ner einen roten Luftballon ſtarten mit der Auf⸗ —5755„Herzliche Neujahrsgrüße aus Mann⸗ eim“. „Der„luftige“ Bote legte immerhin eine ganz hübſche Strecke zurück, denn dieſer Tage wurden die Wünſche aus Freyburg a. d. Unſtrut erwidert. Bei einem Spaziergang fanden dortige Ein⸗ wohner den Ballon zwiſchen Freyburg und Naumburg a.., an einem Staketenzaun hän⸗ gend, auf. Er war, wie in dem Schreiben verſichert wird, noch„bei voller Kraft“. Frisches Aussehen „Die Wirkung von Heidekraft iſt vorzüglich, Stuhlgang regelmätzig, Aypettt ſehr aut, fühle mich wie neugeboren und habe wieder friſches Ausſehen und bin immer munter, was früher nicht war. Jedem Bekannten habe ich ſchon die Vorzüge geichildert und werde es weiter tun. Ich bitte Sie, dies zu veröffentlichen, werde jedem Antwort ſtehen, weil ich glücklich darüber bin.“ So ſchrieb uns unterm 4. 6. 35 Herr Johannes Reuther, ſtädtiſcher Arbeiter in Ludwigshafen a. Rhein, Ludwigsplatz 6. Viele Tauſende äußerten ſich ähnlich. Ueber 43000 Dank⸗ und Empfehlungs⸗ ſchreiben!(Die Zahl von 42652 wurde am 25. Oktober 1935 notariell beglaubigt.)—„Heidekraft“ erhält durch ſeinen lebhaft fördernden Einfluß auf Verdauung, Stioffwechſel, Drüſenfunkttonen, Nerventätigkeit und andere wichtigé Organleiſtungen den Menſchen jugendlich, elaſtiſch, leiſtungs⸗ tüchtig und lebensfroh.— Täglich eine Meſſerſpitze voll das genügt. Erproben Sie's auch! Heidekraft erhalten Sie in Avotheken, Drogerien und Reformhämern, Originalpackung: RM..90, reicht 1 bis 2 Monate. Doppelpackung: RM..09. Berſuchsmenge ſür 1 Woche reichend ſowie interefſante Druck⸗ ſchrift„Alt werden und ſung bleiben“ koſtenlos durch die Herſtellerfirma Heidekraft Gmbc., Naumburg(Saale) 60 Heidekraft Rundfunk⸗-Programm für Montag, den 6. Januar Stuttgart:.00 Choral:.05 Gymnaſtik;.30 Früh⸗ konzert;.10 Gymnaſtik;.30 Unterhaltungskonzert; .00 Evangeliſche Morgenfeier;.45 Die Führerin⸗ nenſchule in Waldſee; 10.10 Lob der deutſchen Familie; 12.00 Schloßkonzert; 14.00 Allerlei von zwei bis drei; 16 00 Muſte am Nachmittag; 17.30 Das Triptychon von den heiligen drei Königen; 18.00 Froͤhlicher Alltag; 19.45 Erlauſcht, feſtgehalten für dich; 20.10 Weber— Haydn— Debuſſy— Liſzt; 21.10 Tumuſt im Gehirn; 22.00 Nachrichten; 22.30 Lawinentod am Krn; 23.00 Muſik zur guten Naͤcht; 24.00—.00„Die Regimentstochter“. Was iſt los? Montag, 6. Januar 1936: Nationaltheater:„Viel Lärm um nichts“. Komödie von Shateſpeare. Miete H 11, Sonder⸗ miete H 6.— 20.00 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Pro⸗ gramm. Tanz: Paleſthotel, Kabarett Libelle, Café Kurpfalz, Wintergarten, Clou, Corſo. Ständige Darbietungen: Städt. Schloßmw'eum: 11—13 und 14—16 Uhr ge⸗ öffnet. Sonderausſtellung: Vom Wildpfad zur Reichsautobahn. Die deutſche Weinſtraße. Städt. Schloßbücherei: 11—13 und 17—19 Uhr Aus⸗ leihe;—13 und 15—19 Uhr Leſeſäle. „Hakenkreuzbanner“— Seite 8 ANr. 8/ B Nr. 6— 6. Januar 1936 xIV. Ein Kriegsrat Am nächſten Tag kommt Sao⸗Sao ſelbſt, und ein Kriegsrat wird abgehalten.„Ich zweifle nicht“, beginnt der Häuptling ſeine Rede,„daß die weißen Männer, welche ſo gerecht und gütig ſind, auch treffliche Krieger ſein werden. Doch glaube ich, daß ihr mit Liſten weit mehr errei⸗ chen werdet als durch eure Tapferkeit. Nur wenn ihr kämpft, ſo wie die Völter des Ur⸗ waldes zu kämpfen verſtehen, ſeid ihr den Spa⸗ niern überlegen. Wenn ihr aber eure Waffen ſo führt, wie dies weiße Männer im allgemei⸗ nen tun, ſo ſeid ihr ihnen im beſten Falle eben⸗ bürtig.“ Rovera und die Meſtizen geben dem Häupt⸗ ling recht. In einer langen Ausſprache ent⸗ wickelt dieſer eine Reihe von Ideen, die jedem europäiſchen Strategen den Ruf eines Genies einbringen würden. Man vereinbart außerdem beſtimmte Orte, Stellen im Wald und am Fluß⸗ lauf des Paraupeba, wo die Indianer, unge⸗ achtet der Belagerung, Lebensmittel aufzuſta⸗ peln verſprechen. So hat man die Gewißheit, daß auch bei einer Belagerung von beſonders langer Dauer im Fort keine Hungersnot aus⸗ brechen kann. Denn dieſes Fort, das von der Flußſeite aus anzugreifen unmöglich iſt, wird einige tapfere Männer im Schutze der Dunkel⸗ heit ſtromaufwärts ſchicken, und ſie werden, ihr Leben nicht achtend, die Vorräte holen und nach Hauſe bringen. Im richtigen Augenblick voll⸗ zogene Ablenkungsmanöver ließen das Gelingen ſolcher Expeditionen ſicher erſcheinen. Alarm! Alarml So wird alles genau durchdacht, man unter⸗ weiſt die Frauen im Kugelgießen, man zupft Charpie und ißt nur mehr Wildpret, um Vieh⸗ ſtand und Vorräte zu ſchonen. Ni⸗ran zeigt den Frauen, wie man aus zerſtampftem Mais Fla⸗ den backen kann, die ſich lange halten. Sie ſol⸗ len als Nahrung dienen, wenn man nicht Zeit findet, zu kochen. Da ſichten eines Tages zwei Koloniſten, die auf Jagd ausgegangen waren, zwei ſpaniſche Soldaten im Buſch. So raſch ſie können, eilen ſie zurück. Alarm! Die Kanonen werden geladen, jeder Mann im Fort bezieht ſeinen ihm zugewieſenen Po⸗ ſten, zwei geladene Gewehre neben ſich, die Piſtolen ſchußfertig im Gürtel. Eine Stunde ſpäter hört man Hornſignale und Geſchrei. Ein Trupp ſpaniſcher Soldaten nähert ſich dem Fort, vorderhand ohne jede Anzeichen von Feindſeligkeit. Sie finden verrammelte Tore und erblicken von den Siedlern nichts als zwei Poſten, die ſie die Gewehre in der Hand, nach ihren Wünſchen fragen.„Was wir wollen?“ fragen die Spanier zurück,„Platz für Cartara! Und Platz für 500 ſeiner Leute. Die ſpaniſche Regierung ſchickt uns, dieſes Fort zu beſetzen, denn ſie hat den Indios den Krieg erklärt.“ Rovera, der plötzlich auftaucht, antwortet ruhig:„Wenn die ſpaniſche Regierung mit den Indios Krieg führen will, ſo iſt das ihre Sache. Wenn ſie aber unſer Fort benötigt, ſo möge ſie es erobern.“ Lachend ruft der ſpaniſche Soldat zurück: „Wenn ihr euch unſerem Willen widerſetzt, wer⸗ den wir euch hängen, ehe die Sonne untergeht.“ Noch immer ruhig fragte Rovera:„Biſt du Parlamentär?“—„Nein“, der Spanier lacht wieder,„ich bin Soldat Cartaras, und für euch braucht er keine Parlamentäre.“ „Sende ihm“, erwidert Rovera,„dieſen Gruß!“ Und ſchießt dem Spanier eine Kugel durch den Schädel. Sein Hirn ſpritzt auf die Wämſer ſeiner Kameraden, die verſuchen, ſo raſch ſie können, den ſchützenden Buſch zu er⸗ reichen. Aber ſie fallen, hingemäht von den Schüſſen der heſſiſchen Soldaten. Sofort ſteigt Rovera mit drei Leuten über die Paliſaden, nimmt den Toten die Waffen ab und läßt ſie, ſo raſch das in der Eile eben möglich iſt, verſcharren. Kampf nach Seeräuberarf Die Stunden vergehen voll geſpannter Er⸗ wartung. Da hört man Geſchrei und Singen aus dem Walde. Die Spanier ſind da, an ihrer Spitze Cartara. Der iſt aus anderem Holz ge⸗ ſchnitzt als die vorlauten ſpaniſchen Soldaten. Er ſieht die verrammelten Tore, bleibt einen Gewehrſchuß weit vom Fort, läßt halten und ſchickt einen Parlamentär. „Unſer Hauptmann Cartara läßt fragen, ob ihr unſere Leute geſehen habt?“ „Ja“, ſagt Rovera,„wir haben ſie geſehen. Sie haben ſich ſchlafen gelegt, unter dieſen gro⸗ ßen Bäumen dort. Geht hin und grabt ein wenig.“ Und zum Zeichen, daß er die Unter⸗ redung für beendet hält, wirft er das weiße Tuch zu Boden. Die Soldaten laufen zurück und erſtatten Car⸗ tara Meldung. Man ſieht ſeine Leute aufgeregt hin und her laufen, der Wind trägt ihre Stim⸗ men her, und plötzlich ziehen ſie ſich in den Buſch zurück. Indeſſen wird es finſter. Es hat lange nicht geregnet, wie ein heißes Kiſſen drückt die Nacht auf den Wald. Die Spanier haben Lagerfeuer angezündet, die nach kurzer Zeit verlöſchen. Man ſieht und hört nichts mehr von ihnen. Auch im Fort Heſſen iſt es ſtill, man ging zeitig zur Ruhe. Nur die gleichmäßigen Schritte der Wachen, das Schreien eines Vogels oder eines Affen unterbrechen das Schweigen der Nacht Sao⸗Sao hat den Siedlern fünf Hunde ge⸗ ſchenkt, kleine häßliche Tiere mit ſtarkem Gebiß und ſcharfen Sinnen. Sie laufen unruhig und lautlos im Dunkel umher, aufmerſame und un⸗ ermüdliche Wächter. Oft ſchlagen ſie an in dieier Nacht, irgendetwas geht wohl vor ſich. Im erſten Morgengrauen weckt Horngeſchmetter die Schlä⸗ fer. Die Spanier blaſen zum Angriff. Cartara will die Sache kurz machen, es liegt ihm, nach Seeräuberart zu kämpfen, in direktem Angriff auf den Feind loszugehen, ohne Einleitung und ohne Mätzchen. Noch in der Nacht, knapp vor Anbruch des die bunte eite Die Helden von Forf Hessen“ von„Fort Hessen Die Geschtichele eimer deulschen Molonie im brasilianischten Urwald— Von Erwin Hes Copyright by Verlag Presse-Tagesdienst, Berlin W 35 Tages, hat Cartara ſeine Truppen ſo verteilt, daß ſie von drei Seiten zugleich angreifen kön⸗ nen. In Fort Heſſen ſteht jeder Mann an ſei⸗ nem Platz, das Gewehr im Arm, ein zweites neben ſich, die Piſtolen im Gürtel. Geſpannt ſehen die ſchlachterprobten deutſchen Soldaten nach dem Feind, der, noch teilweiſe verdeckt von Buſch und Laubwerk, vorrückt. Neue Horn⸗ ſignale. Ein ohrenbetäubendes Geſchrei zerreißt die Luft. Die Spanier ſtürmen. Die Heſſen ſchießen bedächtig, jeder Schuß iſt wohlgezielt wie auf der Jagd. Die im Guerilla⸗ krieg erfahrenen Spanier benützen jeden Baum, jeden Strauch, die kleinſte Mulde als Deckung. Ihr Angriff kommt knapp vor den Paliſaden zum Stehen. Das Gewehrfeuer dauert an, viele Leichen bedecken das Vorfeld. Eine Pauſe ent⸗ ſteht. (Fortſetzung folgt.) Das„Grand-Hotel“ der Hoſenmätze Wenn Mutti verreiſt Nieſen polizeilich verboten!/ Der Indianer unter der Fahnbürſte In Berlin⸗-Spandau befindet ſich das erſte Kinder-Hotel Deutſchlands, dem unſer Mit⸗ arbeiter einen Beſuch abgeſtattet hat. Es iſt ein ſeltſames Hotel, das in einer Straße des Berliner Vorortes Spandau liegt. Zahlreiche internationale Gäſte ſteigen hi«r ab, und doch ſuchen wir vergeblich nach dem Emp⸗ fangschef. Vor dem Eingang ſteht keine lange Reihe von Automobilen, und wenn wir die Glocke ziehen, müſſen wir uns ſtark hücken, ſo tief liegt ſie. Dieſes ſonderbare Hotel iſt das erſte Kinder⸗Wohn⸗ und Gaſtheim Deutſchlands, das„Grand-Hotel der Hoſen⸗ mätze“. Da ſtehen wir nun ziemlich hilflos im Foyer vor winzigen Garderobeſchränken und erkun⸗ digen uns nach dem Hoteldirektor.„Tante Ihle meinſt du wohl?“ fragt ein blonder Wuſchel⸗ kopf und ruft auch gleich die Leiterin herbei. und doch kennt man hier ſchon eine Selbſt⸗ verwaltung mit Hausordnung und Verbots⸗ tafeln, die ſich die Kinder ſelbſt angelegt haben. „Achtung! Huſten und Nieſen po⸗ lizeilich verboten!“ lautet ein doicher Anſchlag.„Zuwiderhandlungen werder lach §l ſtreng beſtraft.“ Ein anderes Plakat, das die Kinder ebenfalls ſelbſt geſchrieben haben, beſagt:„Schlittern auf dem Parkeit iſt den Buben ſtreno unterſagt, wenn wir Märchen er⸗ zählen!“ Manche Gäſte können allerdings noch nicht leſen und ſchreiben, und ſie würden tot⸗ ſicher ihre Garderobe verwechſeln oder im Duſch⸗ raum ein falſches Handtuch Deshalb gibt es in dieſem Hotel weder Zimmernum⸗ mern noch Namen, man behilft ſich vielmehr mit der Bilderſprache, die viel einprägſamer iſt. So iſt die kleine lebhafte Maud aus England einfach unter„Spielball“ ins Gäſtebuch ein⸗ Der Gouverneur mißtraut dem Klavierspieler der Tänzerin Aus dem Film„Schwarze Rosen“ Wäre man nun ein kleiner Junge und nicht ein ausgewachſener Journaliſt, dann hätte „Tante Ihle“ wie ein vielbeſchäftigter Emp⸗ fangschef bedauernd den Kopf geſchüttelt:„Un⸗ ſer Haus iſt leider voll beſetzt!“ Ja, das iſt richtig, das Gaſthaus der Kinder iſt meiſtens von Gäſten aus dem Reich und aus dem Aus⸗ land überfüllt. Leere Betten ſind hier eine Seltenheit. Da gibt es Eltern, die für lange Zeit verreiſen müſſen; Mütter, die ins Theater gehen wollen; Ausländer, die ihre Könder zwar nach Berlin mitgebracht haben, ſich ihnen dann aber in der Großſtadt nicht widmen kön⸗ nen, kurz und gut: im„Hotel der Hoſenmätze“ ſteigen allc jene Kinder ab, deren Eltern ſich aus verſchiedenen Gründen gezwungen ſehen, ſie für kurze Tage oder lange Wochen in Pen⸗ ſion zu geben. Nun führt uns die Leiterin„Tante Ihle“, wie ſie von den Gäſten kurzerhand genannt wird, durch die Räume ihres Hotels. Wahr⸗ haftig, man glaubt ſich in einem zierlichen Puppenhaus zu befinden, und unwillkärlich gibt man bei jedem Tritt acht, daß man nicht ſo ein kleines Stühlchen im Geſellſchafts⸗ zimmer umſtößt, wo ſich gerade einige Hotel⸗ gäſte um ein Tiſchchen verſammelt haben, um ſich von einem vielbeſtaunten Neuankömmling aus Teheran, deſſen Lederköfferchen ſchon bunt mit Hotelmarken beklebt iſt, blumige türkiſche Märchen erzählen zu laſſen. An den Wänden hängen an Stelle von Oelgemälden und Kupfer⸗ ſtichen ne:te Tier⸗ und Sagenbilder, und auf einem kleinen Schreibtiſch kritzelt ein zehnjähriges Mädchen einen langen Brief an ſeine Mutti 2. Die Hausordnung der kleinen Gäſte Das Kinderhotel beſteht noch gar nicht lange Aufn.: Ufa getragen und wo ein bunter Spielball auf das Schild gemalt iſt, da iſt auch Mauds an⸗ geſtammter Platz. Erich findet ſeine Zahn⸗ bürſte unter dem Bildchen eines Indianers und Karlchens Talisman iſt ein Elefant. Viele bunte Bilder gibt es hier, ein Aeffchen, einen Glückspilz, eine Sonnenblume oder ein Rot⸗ käppchen, und jeder Hotelgaſt iſt ſtolz auf ſeine Viſitenkarte. Kinder ſchlafen ungern allein und deshalb hat die Hoteldirektion in jedes Zimmer ſechs Betten geſtellt. Ganz wie die Großen legt man ſich unter eine hübſch geblümte Decke, hat ſein blaues Nachtkäſtchen und verzichtet gern auf die Bettlampe, die ja doch bald zerbrochen wäre. Wieviel beſſer ſchläft es ſich doch mit einem Teddybär oder einer Puppe im Arm! „. mit allem Komfort“ „Unſer Hotel iſt zugleich eine Schule für Anſtand und Selbſtändigkeit,“ erzählt uns „Tante Ihle“. Wir müſſen in vielen Fällen unſeren Gäſten auch die Mutter erſetzen und dürfen daher nur ganz ſacht und zärtlich an Ordnung pochen!“ So reißt am Morgen um ſieben Uhr nicht der Gong oder eine ſchrille Glocke die Gäſte aus dem Schlaf, ſondern ein freundliches Wort des„Hausdieners“, der hier allerdings eine geprüfte Kindergärtnerin iit. Zwiſchen Morgen und Abend liegt eine lange Zeit, die ausgefüllt ſein will. Deshalb dürſen wir uns nicht wundern, daß dieſer Kindergeſt⸗ hof alle Annehmlichkeiten eines wirklichen Ho⸗ tels aufweiſt. Da iſt ein Muſikzimmer, in dem die Kleinen ihre Talente zeigen können und eine Bibliothek, die die ſchönſten Märchenbücher aus allen Ländern enthält. Hundertfache Spiele gibt es da, im Sommer ſie bedauernd Hheinrich Cerſch Der bekannte rheiniſche Arbeiterdichter Heinrich Lerſch wird auf Einladung der NS⸗Kulturgemeinde am 17. Januar 1936 aus eigenen Werken leſen. Arbeit Dröhnend fallen die Hämmer Wuchtig in Schlag und in Takt, Gellen eherne Zungen: Angepackt! Riemen knarren und knirſchen: „Uns iſt das Werk zu ſchwer“. Kurze Kommandoworte Fliegen dahin und daher. Das iſt ein ſtarkes Singen! „chtig voll Kraft ohne End', —„ iſt Muſit für jeden, Der unſere Arbeit kennt! holen die kleinen„Herren“ ihre Roller aus der „Garage“ und fahren ſpazieren, während die Mädchen ihre Puppen herzen. Die größeren Gäſte müſſen natürlich in die Schule und die allerkleinſten, die einen eigenen Geſellſchafts⸗ ſaal haben, ziehen ſich öfters in einen„Sit⸗ zungsſaal“ zurück. Zur Zeit birgt das Hotel intereſſante Gäſte: Semi und Nunuſch aus Perſien ſind angekom⸗ men. Ihr Vater iſt Großkaufmann in Teheran, der nie ohne ſeine beiden Kinder reiſt. Die zwölfjährige Semi leiſtet ihm bei ſeinen Ge⸗ ſchäften wertvolle Hilfe, denn ſie ſpricht ebenſo ut deutſch wie türkiſch, franzöſiſch oder eng⸗ iſch. Ein anderer Gaſt, die kleine Maud aus London, war ſogar ſchon in Auſtralien, wo es leider kein eigenes Hotel für Kinder gibt, wie ihren Nachbarinnen erzäblte. Darum lobt ſie die deutſche Einrichtung und bedauert nur, daß ſich nicht alle Kinder ſo nett in das Gäſtebuch eingetragen haben wie das Töchterchen einer amerikaniſchen Filmdiva, die nur die paar Worte ſchrieb:„J am happy, happy in these house...! Wie glücklich war ich in die⸗ ſem Haus!“ Eine Hand wäſcht die andere Autofahrende Engländer ſind meiſtens ſehr freundlich gegen müde Wanderer, die ſich die Füße wundgelaufen haben und die dennoch recht ſchnell an ihr Ziel kommen wollen. Steht ſolch ein winkender Mann auf der Chauſſee, dann wird der Wagen in den meiſten Fällen angehalten, die Tür geht auf, ein Wink zu Polſtern, und dann ſauſt das Auto wieder os. Ebenſo menſchlich verfuhr unlängſt ein höherer engliſcher Beamter. Er lud ſogar zwei müde Wanderer auf. Allerdings war ihm nicht gerade angenehm zumute, als ihm ſeine Fahr⸗ gäſte auf eine Frage eröffneten, daß ſie gerade⸗ wegs aus dem Gefängnis kämen. Warum ſie eingeſperrt geweſen ſeien? forſchte er weiter. Wegen Taſchendiebſtahls, flüſterten ſie ver⸗ ſchämt. Er brauche aber nichts von ihnen zu befürchten, fügten ſie mit ehrlichſter Miene hin⸗ zu, er ſolle nur zufahren. Einigermaßen beruhigt ließ der Beamte alſo den Motor an. Zudem hatte er es furchtbar eilig, und da ihn die Verfrachtung der beiden Leute noch Zeit gekoſtet hatte, raſte er wie der Teufel über die Chauſſee, wobei er allerdings in einem Dorf wegen unzuläſſigen Tempos von dem Gendarmen aufgeſchrieben wurde, der ihm einen Strafbefehl verhieß. Natürlich ließ der Beamte ſeine Wut jetzt an den beiden Mitfahrern aus, die ſeine Ver⸗ zögerung und damit auch ſein ſchnelles Tempo verſchuldet hatten. „Aber regen Sie ſich doch nicht ſo auf, Exzel⸗ lenz!“ beruhigten ſie ihn gemütlich,„wir ver⸗ ſprechen Ihnen, daß Sie keinen Strafbefehl be⸗ kommen werden!“ „Ich habe dem Gendarmen doch meine Per⸗ ſonalien angeben müſſen!“ fluchte der Beamte, noch zu ſpät in ſein Amt kommen mußte. „Das macht doch nichts!“ behaupteten die Paſſagiere weiter, und da lag das Notizbuch des Poliziſten vor dem Beamten, das die beiden Racker dem Eigentümer heimlich, ſtill und leiſe aus der Rocktaſche gezaubert hatten. Gau X SV W Karlsr Freibu Gau S FSV7 Gau V Ulmer VfB S SpFr. Gau B ASV 2 Stadtel Tennis⸗ Unterba 0 ort. Sl. Neu Aleman Unterba FC 05 g Ex andſchi Pfalz⸗O FG 03 3 SpVg Jà G 191. SG. R V 08 9 FV Fra Pfalz⸗W Pirmaſet 5 C Wal FV Hom TSV Gau Süt Ingobert S 98 2 SV Wall TV Ettli MTG— TW Fried Lerbiſ Freiburg Im Fz hart und Schiedsric genau wie dauernd u kam der weis. Pf erlaubte f reiburgs blieb der! gen gewar dient, den ihm, was ſeinen Au; nach halbſt verwandelt Mitte der Ausgleich Spieler a ſicher. Be ſchaften ü dem Treffe fißb Karlsruhe Der Kỹe ner recht e gute Abwe aber etwas Sturm kei reihe, in d Huber ei genug, um el diesn ſchiedentlic gut waren beiden Auß ger. Schor nach guter tor und nac vollſtändig ten Halbzei hartes Spi⸗ den Band. Rapp das 8000 Zuſche burg). Sport und Spiel muar 1930 0 die Spiele des donntags Jußball t nr 3 — Süddeutſchland Meiſterſchaftsſpiele der Gauliga Gau Baden: SV Waldhof— VfnR Mannheim 3 Karlsruher F— Phönix Karlsruhe.. 3: 4 Freiburger FC— 1. Fe Pforzheim. 2 Gau Südweſt: Simrt— Boruſſia Neunkirchen. 5 Opel Rüſſelsheim— Phön. Ludwigshafen 6: Gau Württemberg: 22 Ulmer FV 94— S Feuerbach...:0 VfB Stuttgart— 1. SSV Ulm 22 SpFr Stuttgart— SpVg Cannſtatt. 14 Gau Bayern: ASV Nürnberg— SpVg Fürth. 11 Biundespokal⸗Vorſchlußrunde in Augsburg: Bayern— Südweſt(nach Verlängerung):2 in Chemnitz: Sachſen— Brandenbung.:0 Freundſchaftsſpiele Spör Eßlingen— Salamander Kornweſth.:3 Spiele im Reich ———— —i Stadtelf Köln— Ferencvaros Budapeſt..2 Tennis⸗Boruſſia/ Blau⸗Weiß Berlin komb.— Warta Poſen.:2 SpVg Erfurt— Bocskai Debreczin...:4 Bezirksklaſſe Unterbaden⸗Weſt: VfTuR Feudenheim— Seckenheim. mer Fort. Heddesheim— FV 0s Hockenheim 14 Takt, Sl. Neulußheim— Germ. Friedrichsfeld Alemannia Rheinau— Spog Sandhofen 011 Unterbaden⸗Oſt: FC 05 Heidelberg— SpVg Eberbach..:1 hen: FVag Eppelheim— SV Sandhauſen.. 334 wer“. andſchuhsheim 86— Union Heidelberg.:2 Pfalz⸗Oſt: Ip 03 Ludwigshafen— Vfe Neuſtadt.:1 SpVg Mundenheim— FV Speyer.:1 23 1944 Oppau— Ludwigshafen 04...2 End SG. Rheingönheim— Pfalz Ludwigsh.:1 85 08 Mutterſtadt— Kickers Frankenthal 11 FV Frankenthal— ASV Ludwigshafen.:1 Pfalz⸗Weſt: ——— Pirmaſens 73— SC 05 Pirmaſens.. 52 4 C Rodalben— FV Landſtuhl.. 10:1 ler aus der„FC Kaiſersl.— VfR Kaiſerslautern•0 ährend die 8 C Waldfiſchbach— SV Otterberg..:0 e größeren F Homburg— ScC Kaiſerslautern..:0 ile und die TS Kaiſersl.— Reichsbahn Kaiſersl.:1 eſellſchafts⸗ inen„Sit⸗ Handball te Gäſt 3 Süddeutſchland ante Gäſte: 5 3j f dangeton⸗ Gäh Snnn der Gauliga n Teberan,. Ingobertia:, Ingbert— FS Frankf.:6 zreiſt. die.'ds Darmfladt— VfR Kafferskautern:6 licht ebenſo Gan Banenden— Polizei Darmſtadt.. 255 5 au en: Mand auß Sh Baldhof— Teu Nußloch... 20.0 ien wo es TV Ettlingen— TG Ketſch...„ abgeſetzt r gibt, wie Handball⸗Bezirksklaſſe erzählte. Mech— 76 Oftersheim. 8210 chtung und TV Friedrichsfeld— Poſtſportverein.. 10:4 der ſo nett n 2 v„ e ee, erbiſſener fiampf in Freiburg ich in die. Hreiburger FC— 1. F& Pforzheim:1 Im FF⸗Stadion wurde 90 Minuten lang hart und erbittert um die Punkte gekämpft. Schiedsrichter Schneider(Offenburg) mußte, indere genau wie ſein Kollege in Karlsruhe, das Spiel dauernd unterbrechen und kurz vor Schluß be⸗ iſtens ſehr ß kam der FßE⸗Läufer Zelmer noch Platzver⸗ die ſich die weis. Pforzheims Torhüter Nonnenmacher ie dennoch erlaubte ſich eine große Unſportlichkeit gegen llen. Steht reiburgs Sturmführer Engelhardt, aber hier r Chauſſee, blieb der verdiente Feldverweis aus. Im übri⸗ ſten Fällen gen gewann der FFCdas Spiel durchaus ver⸗ Wink zu dient, denn Zweidrittel der Spielzeit gehörten luto wieder ihm, was auch im Eckballverhältnis von:0 ſeinen Ausdruck fand. Pforzheim konnte zwar längſt ein nach halbſtündigem Spiel durch einen von Fiſcher fogar zwei verwandelten Freiſtoß im Führung gehen, aber r ihm nicht Mitte der zweiten Hälfte erzielte Koßmann den ſeine Fahr⸗ Ausgleich und wenig ſpäter ſtellte der gleiche ſie gerade⸗ Spieler auch den knappen Freiburger Sieg Warum ſie ſicher. Beiderſeits ſpielten die Hintermann⸗ er weiter. ſchaften übernragend. 4000 Beſucher wohnten n ſie ver⸗ 4 4 dem Treffen bei. ihnen zu* miene hin. ſißh ſchlägt Phönix ſicher zeamte alſo 1 Karlsruher F7B— Phönix Karlsruhe:0 à furchtbar Der KFu konnte im Rückſpiel den Lokalgeg⸗ der beiden ner recht eindeutig zur Strecke bringen. Seine ealendings aute Abwehr ließ dem im Feld recht lebendig, allerdings aber etwas zu engmaſchig ſpielenden Phönix⸗ empos von ine Chance und die ei ünfer⸗ de, der ihm Sturm keine Chance und die eigene Fünf reihe, in der die Neuerwerbungen Rapp und Huber eine ſehr gute Rolle ſpielten, war ſtark Wut jetzt genug, um die Phönix⸗Abwehr, in der Wen⸗ ſeine Ver⸗ el diesmal nicht in beſter Form war, ver⸗ lles Tempo ſchiedentlich erfolgreich zu durchbrechen. Sehr gut waren in der ſiegreichen KF V⸗Elf auch die beiden Außenſtürmer Brecht und Dammin⸗ ger. Schon in der ritten Minute erzielte Brecht nach guter Vorarbeit von Rapp das Führungs⸗ tor und nach halbſtündigem Spiel erhöhte Rapp, vollſtändig freiſtehend, auf:0. In der zwei⸗ ten Halbzeit ſah man beiderſeits ein übertrieben hartes Spiel und es gab Freiſtöße am laufen⸗ den Band. Zwölf Minuten vor Schluß köpfte Rapp das Leder zum 3·0 für den KFV ein.— 8000 Zuſchauer; Schiedsrichter Kläger(Offen⸗ burg). auf, Exzel⸗ „wir ver⸗ afbefehl be⸗ meine Per⸗ er Beamte, nt kommen ipteten die Notizbuch die beiden ll und leiſe 0 Denkwürdiger Tokalfampf im mannheimer iodion SV Waldhof— VfR Mannheim:4(:2)/ Ecken 13:2/ 17 000 Zuſchauer Die berühmte„glorreiche Ungewißheit“, die lich ſi er. Ein Flachſchuß Mole ndas geht der Energieleiſtung ihrer Nebenſpieler Stand den Fußballſport vor allen anderen Sportarten M ben dem Pfofſen ins Aus. Stre- gebalten. Der Hintermannſchaft Bartat, Hoß⸗ ſ0 ſehr auszeichnet, hat gerade in den letzten bininger köpft ſcharf aufs Tor, wo Model felder und beſonders Au gebührt ein Son⸗ Wochen. wieder großartige Triumphe gefeiert. auf der Linie ſtehend den ſcharfen Ball heraus⸗ derlob, wobei auch die brave Leiſtung der bei⸗ Wir erinnern uns an das ſenſationelle End⸗ köpft. Eine kurze Drangperiode des VfR, wird den Außenläufer Fürſt und Willier nicht ſpiel um den Pokal des Reichsſportführers, von der Waldhof⸗Hintermannſchaft mit Mühe vergeſſen werden darf. das der Nürnberger Club gegen die ſcheinbar überſtanden. Doch kurz vor Halbzeit geht Lan⸗ Waldhofs Niederlage iſt in erſter Linie walnmactaren Schalker eindeutig mit:0 ge⸗ gen'bein mit einer Steilvorlage von Simon durch eine überraſchend ſchwache Stürmerlei⸗ ann; wir denken an das:0 der Waldhöſer durch, Edelmann ſtürzt aus dem Tor, muß ſtung bedingt. Schneider konnte ſich nie in gegen 923 Club, das.2 der Blau⸗Schwarzen aber den flachen Schuß von Langenbein paſſie⸗ das Spiel ſeiner Nebenleute einfinden und 1.— Karlsruher Fußballverein und den⸗ ren laſſen. 221 ſteht es für VfR. Ein Simon⸗ hatte dazu noch grauſiges Schußvech. Bihl⸗ —0 un Ma zwei Tage zurückverſetzt, als man Schuß knallt an den Pfoſten. Kamenzin maier und Siffling warend ebenfalls 4 elb und darüber hinaus vem wehtr zweimal durch Kopfball in heickler Situa⸗ nicht auf gewohnter Höhe, was nicht zuletzt Waldh—— Kampf der Lolalrivalen tion und dann geht man in die Kabinen. auf die ganz hervorragende Deckungsarbeit ti*—4 und ſo ziemlich ein⸗ VfR ſtößt zur zweiten Halbzeit an, verliert der VfR⸗Läufer zurückzuführen ift. Weidin⸗ fur Waldh 43* 105— deg Spieles den Ball und in zwei Zügen ſteht Bihlmaier ger und Günderoth taten ihr Möglich⸗ bieſer M. f1 5—* 4— Inßamnan frei vorm Tor, ſchießt ſchräg und halbhoch— ſtes. Heermann war wieder einmal mehr genn mauie, das hewiefen die ir J00 Zuſchuner, der, Aenleich iß geſchaffen' Run ſpielen pie der⸗ Turmeim der Schlacht ganz kerporranend die ſich im Mannheimer Stadion eingefunven Waldhöfer ihr Spiel und haben längere zeit unterftütt von dem erſtklaſſinen Verteidiger hatten um den Gan— Erei* 4 55 die Ueberhand. Einmal kann Bar tak nur Maier und auch Molend d. Edelmann exleben Die auten Semeien 3 29 dadurch retten, daß er ſich Schneider vor hatte einen recht ſchweren Stand, meiſterte im Spiel genen Freibur mö n fr Teil va- die Füße wirft. Sifflings Nachſchuß glaub⸗ verſchiedene Bälle recht aut, wurde in der Ge⸗ zu beigetragen haben daß bieſe neuerliche Aneviele ſchon im Tor, doch langſam rollt der ſamtleiſtung aber von ſeinem Gegenüber über⸗ Relordzuſchauerzahl trotz all der anderen ab⸗ 355 ins Aus. Hoßfelder lenkte in höchſter— 3 W arbeiteien un⸗ 2 5 2 F Si 1 E erreicht worden iſt. Wöpft. achten Ecke, die Siffling knapp daneben U leitete das ge⸗ Dieſes Lokalſpiel zwiſchen den alten Rivalen leich d f zui it wiß nicht leichte Spiel ohne Tadel. wird noch lange von ſich reden machen. Denn 5 Kahſchuß—— 115 Ein weiterer Feiertag der Fußballhochburg oiß, war in erſter Linie eine Zerreißprobe für zur neunten Gcke aus welcher das verdiente Mannheim iſt geweſen. Sport und Sportlich⸗ die Nerven, vornehmlich die der Parteigänger Führungstor für Waldhof reſultiert. Schnei⸗ leit haben einen großen Sieg errungen. Mann⸗ beider Vereine, und dann brachte es wirklich Fer hat einen feinen Kopfball im VfR⸗Retz heim kann ſtolz ſien auf ſeine Fußballvereine mpoſanſen lenſdeiftungen, zutage. Zu dem untergebracht. Die Waldhöfer bleiben weiten und ſeine Spibenmannichaften, denen höchſier impoſanten Menſchenwall, der das Spielfeld gut im Zug. Au und Kamenzien ſind Dank gebührt zum Gelingen eines großen Ta⸗ mitzab, geſelte ſich ein herrlicher ſonniger Rach⸗ verſchiedentlich Reiter in höchſter Not. Der ges.. Renbe Rache Geh ae bal— brilliert und auf der Gegenſeite 3 3 n n or iſt es die Verteidi„di ea aiſen mden r en i, oine B ih G fr u Süddeulſche mnieiſterſchoftsſpiele en Stadion⸗Kaſſen ab. Weidinger erzielt die elfte, die jedo ie⸗— F. 5 Schlange, während die beiden Reſervemann⸗ derum nichts einbringt In der 25 Minnie der wel Rüſfeliheim— Phö. Sbwish ſchaften ſich ein ziemlich gemütliches Spiel zweiten Halbzeit iſt Einwurf für VfR auf der„ Das Erſcheinen des Gaumeiſters vermochte in lieferten. Von den hohen Maſten flatterten Mittellinie. Langenbein erhält den Ball, Rüſſelsbeim nur knapp 2000 Zuſchauer anzulocken. Die die großen Hakenkreuzfahnen und gegenüber legt ihn ſich mit dem Kopf vor, ſpurtet bis in beiden Mannſchaften lieferten ſich aber doch einen der Haupttribüne wehte luſtig die blau⸗ſchwarz⸗ den Strafraum, flankt auf halbrechts, wo Si⸗ von Rüffeleheim moerimpf, deroim der erſten Halfte 0 von Rüſſelsheim überlegen geführt wurde. Daß Rüf⸗ blaue Flagge zum Zeichen dafür, daß Waldhof mon mit ſcharfem Schuß unter die Latte den felsheim 505 dem Wechſel A1 5 zwer 2 heute der Gaſtgeber iſt. Mit einiger Verſpä⸗ Ausgleich ſchaffen kann. Wie aus den Wolken lag an der bis dahin guten Arbeit der Phönix⸗ tung betraten die Mannſchaften mit dem Pforz⸗ efallen kam dieſes Ausgleichstor. 33 ſteht die dintermannſchaft, die aber nach der Waufe weſentlich heimer Schiedsrichter Unverfehrt den Platz. Partie und 20 Minuten ſind noch zu ſpielen. ihibrer Leiſſung nachließ. Rüſſelsheim ſpielte klar Sie ſtellten ſich in folgender Formation: S„ int 5 7 überlegen, kam aber erſt in der 40. Minute durch ch f 9*———— 22—* ſteht Beſt zum Führungstreffer. Aus einem Gedränge Waldhof: Edelmann nd. Maier muß ſich ſeiner vor dem Phönix⸗Tor fiel dann in der 43. Minute Mayer Model annehmen. In der Mitte vollbringt Heer⸗ der zweite Opel⸗Treffer. Nach der Pauſe erhöhten mann wahre Kabinettſtückchen in der Abwehr die Einbeimiſchen ihren Vorſprung durch Bitter Molenda Heermann Kuhn und bei Kopfballduells mit Langenbein.(23. Minute), Beſt(32. Minute) und Rettwei⸗ Weidinger Bielmeier Schneider Siffling Günderot Schneider iſt heute der gr oße Pech⸗ ler(früher Haſſia Bingen) auf:0. Phönix kam in 8 vogel. Frei vorm Tor ſchießt er einmal zu der 43. Minute durch D e gen 283 Ehrentreffer, aber Adam Striebinger Langenvein Spindler Simon früh und das andere Mal landet ſein Saiß demahnt Aknnad mder ker winier aamenzn Furſt e, uner noc eytr Se 35 Hofſfelver Au Ipieten, im dch hoht es 33. Siffling ma 1 Anſtrengungen, im Alleingang das Führungs⸗ Bartak tor zu ſchießen. Doch im entſcheidenden Mo⸗ FS*V Frankfurt— Bor. Neunlirchen:2 ment ſteht Bielmeier abſeits. Mit großer Spannung ſah man im Gau Südweſt Der Spielverlauf Und wieder vergibt Schneider dieſem Trefſen entgegen. Rund 9000 Zuſchauer waren eine länzende Gele enheit. e zum Bornheimer Hang gekommen; um zu ſehen, ob ViR hat Platzwahl und beginnt mit der Anerhörken Eimfatz der Ifm Hintermonnſchaft eigemernencher Boruſſen auch dieſes Spiel wieder zu Sonne im Rücken. Gleich in den erſten Minu⸗ und hauptſächlich dem wirkungsvollen Spiel 3 ſich in Aner gawürdeg, Die Borndeimer Gif ten hat Schneider eine gute Schußgelegenheit, von Kamenzien iſt es zu danken, daß die Be⸗ gi 34—— die er nicht auswertet, doch ſein Fehlſchuß er⸗ mühungen der Waldhofer ohne Erfolg bleiben. ſich in glänzender Verfaſfung W perbont gibt die erſte Ecke. Die VfR⸗Stürmer ſind bei Noch 8 Minuten ſind zu ſpielen, da iſt Langen⸗ beben ſind die beiden Flügelſtürmer Armbruſter und ihren überraſchenden Vorſtößen ſehr gefähr⸗ bein wieder auf dem linken Flügel durch, legt Heldmann, während Emmerich immer mehr ein wirk⸗ lich. Zweimal rettet Maier geiſtesgegenwärtig. in die Mitte, Spindler iſt vor Edelmann an lich auter Mittelſtürmer wird. Gegen dieſe Elf konn⸗ wil nicht zocht inomteitt pehimdert. Das Spiel jum Siegestor. Trohdem nur noch einige Mie miuner un Tor und Kurt melſch ais mutellgnser— will nicht recht in Fluß kommen. Doch in der nuten zu ſpielen ſind, gibt ſich Waldhof nicht S 17. Minute wird der aBnn gebrochen. Aus geſchlagen. Beinahe wäre wiederum der Aus⸗ ren mit die beſten Leute. Der 5eW ging ſcon einer ſcheinbar ungefährlichen Situarion, in gleich gelungen, doch der feine Kopfball, Siff⸗ 1. Minute durch Emmerich in Führung; die Sadtler welcher Adam draußen auf dem linken Flügel lings geht an die Querlatte. Es iſt nichts mehr in der 10. Minute auf:0 ausdehnte. Die Boruſſen ſich mit Maier im Dribbeln ergeht, ſchließlich zu ändern. Der Kampf iſt entſchieden. Vfn wurden nun beſſer, ſchoſſen auch in der 28. Minute Sieger bleibt und zu einer überlegten Herein⸗ hat einen unerwarteten und glücklichen, aber durch Theobald den erſten Gegentreffer und geſtalteten gabe kommt, wird das Führungstor des Vſn nicht unverdienten Sieg errungen. das Spiel für einige Zeit überlegen. Fünf Minuten ; 34;.4 vor der Pauſe ſchoß Heldmann den dritten FSV⸗ neboren. Simon iſt in die Mitte gelaufen, Treffer. Gleich na 5 5 3 T ch der Pauſe erhöht d nimmt den Ball mit dem linken Fuß und ſetzt firitik der mannſchaſten•7, Emmerich brachte Nr. 5 an. Einen von Witert ihn aus 15 Metern für Edelmann unhaltbar, W80 verſchuldeten Elfmeter verwandelte Theobald zum 225 mit dem linken Fuß hoch in die Ecke. Der Der Meiſter hat ſeine Kriſe über⸗ womit das Schlußergebnis feifand. Gebring Eud- Vin führt:0. Das Spiel iſt etwas lebhafter wund en Mit einer bewundernswerten Ener. wigshafen) amtierte gut. geworden. Doch Waldhof kommt kaum zu gie und Verbiſſenheit ſteulte er ſich ſeinem gro⸗ einem zuſammenhängenden Kombinationszug, an n c Faen ASV Nürnberg— SpVg Fürth:1 während der VfR ſeinen altaewohnten Stik ihern eunzen dietren nich 5s Spiel bracht ve el* verloren. Der ſo viel geſchmähte Kamenzin Das Spiel brachte den erwartet harten Kampf und ſpielt. Die dritte Ecke für Waldhof ſetzt Wei⸗ endete wie die erſte Begegnung wiederum unent⸗ biner en und ſein wieſelflinker Kamerad Langenbein ſchieden:1. Die Platzherren w lerdt 1 eben. 4 haben den Löwenanteil an dem Siege. An Ar⸗ misden, 1il. Die! rleden. de Doch kurze Zeit ſpäter umſpielt er Fürſt m wem 5 größte Zeit des Spieles überlegen. Die Fürther Läu⸗ E beitsleiſtung vollbrachte Striebinger eine wirt⸗ ferreihe hatte während der g⸗ Spielzei flankt Mitie. A cht den Ball nicht o. Liſtung he h hrend der ganzen Spielzeit nur der zur itte, u erreicht den Ball ni liche Höchſtleiſtung, im Aufhau und in der Ab⸗ Zerſtorung zu dienen, ſo daß ihr zum Aufbau kaum mehr mit dem Kopf und Günderoths Di⸗ wehr. Er, wie auch Spindler, ſind als faire Zeit und Gelegenheit blieb. Die erſte Viertelſtunde rektſchuß landet ebenfalls hoch in der Ecke zum Spieler bekannt und ſollten alles dazu tun, um des Spiels gehörte den Gäſten. Von der 15 Menule Ausgleich, In dem nun folgenden Teil des im Nahlampf dieſen auten Eindruck nicht zu an beberrſchien aber die Plabberren das Feld, Sie bertelf; Urd die,„Gelegenheiten gleicherweiſe verwiſchen. die beiden Außen, Simon und ven Habhanmenn. derzeizen Pan aug 5e 2f. N⸗ 1* i efſi, er 1* verteilt. Die VfR⸗Hintermannſchaft iſt erſtaun⸗ Adam, haben vollauf ihre Pflicht getan und ſchnel unter die Latte knalte, zum Führungstreffek⸗ Nach der Pauſe ſteigerten die ASvVler das Tempo. weitere Treffer blieben ihnen aber verſagt. Sie muß⸗ ten ſich ſogar in der 17. Minute auf einen Fehl⸗ 0 L 0 I 0 0 UE f en ſchlag von Schran; durch Worſt den Ausgleich gefallen laſſen. Schiedsrichter war Thalmeier(München). Gau XIV— Baden Gau Xy— württemberg Afe Sruttgart—1. Se Aln 222 Sp. gew. un. verl. Tore Prt. Sp. gew. un. verl. Tore Prt. trennte man ſich in dem für 1. FC Pforzheim 11 7 2 2 2541 16 Stuttgarter SC 12„8d 18 mentſchieden. der Vfd—— ſein W SV Waldhof 9 6 1 2 3016 13 Stuttgarter Kickers 11 5 1 2 30:17 14 auf eine Verteidigung des württembergiſchen Meiſier⸗ Karlsruher FV 10 Sansgn 25 Stuttgart 12 4 5 3 209:21 13 titels ſchwinden ſehen. Beide Mannſchaften waren Germ Brötzingen 11 4 2 5 20.21 10 FVfy Stuttgart 12 4 5 3 30.22 13 vontommen gleichwertig. Der Vſ hatte eine ſehr VfR Mannheim 9 4 2 3.3 10 1. SSV Ulm hi 223 13 gute halbe Stunde, in der vor allem Mittelläufer Rutz Aitbngerte. 10 2 1 23½ 10 Spög Cannſtaut 12 4 5 3 19:1 13 Lrozen Anteil an der noerlegenen Spielfülhrung haite V15 Mübtourg•%3 3½5 3, 9/ U mer FVg4 12 5 1 6 1731 11 In der zweiten Hälfte ließen die Stuttgarter n ich .•1. Uln—3¹1„In der 10. Minute ſchoß Hagar das:0 für den Vfe Neckarau enAn SpFr Eßlingen 5B. In der zweiten Spielhälfte erzielte kurz nach Amicitia Viernheim 11 2 4 5 15:22 8'V Zuffenhauſen 11 3 3 5 12221 9 Wiederbeginn der Halbrechte Tröger für ulm den Phönix Karlsruhe 11— 3 8 16.36 3 Sw Feuerbach B. 2 2 2 feine Flamne erperhugte der Rechts⸗ zen Aubele auf eine Flanke von li:2 fü Gau XIII— Südweſt Gau XVI— Bayecn i e v — N ei Ur de De 3 Sp. gew. un, verl. Tore Prt. Sb. dew. un. verl. Tore i Lchiedsricheer f Meuifmzen deiie 8550 Bor. Neunkirchen 12 7 2 3 20:17 16 Sppg Fürth 12 8»3. 1 1950 19 Fe os Mirugſens 10 7 1 3 3 1j Fiße Kurndern 9 5 1 195 17 Polen nimmt am Sternflug teil Einor- Frantfurt 19 6 2 2 18·13 14 Babern München 10 8— 2 33.10 16 Wie aus Warſchau gemeldet wird, beabſich⸗ Fe Franſfurt. 12 6 2 1 27.20 14 Packer München 11 5 2 4 1818 12 tigt Polen, am Sternflug nach Garmiſch⸗ Wormatig Worms 10 5 2 3 513 12 Be. Augsburg 11 5 1 5 215 11 Partenkirchen, der aus Anlaß der Eröffnung ngion Riederrad 11 5 1 5 12.3 11 zc Schweinfurt 11 4 1 6 14345) der Olpmpiſchen Winterſpiele in Garmiſch⸗ V Sgarbrücken 11 4 1 6 29:25 2 ASv Rürnberg 12 3 3 6 15.22 9 Partenkirchen am 6. Februar durchgeführt wird Opel Rüſſelsheim 12 1 5 6 23.26 7 1850 München 11 3 1 7 1221 7 teilzunehmen. Drei Sportmaſchinen, zwei vom Kickers Offenbach 10 2 2 6 11:16 6 1. 5C Ba reuth 13 3 1 2 10:23 7 Typ R. W. 5. 9 und eine des Typs K. W. D. 13 2 2 8 12:21 6 FcC München 12 2 1 9 1226 5 werden nach Garmiſch fliegen. Phön. Ludwigshafen 12 Prof. Dr. kdward lllleich 7 In Heidelberg verſtarb in der Nacht zum Samstag Profeſſor Dr. Edward Hill Ullrich, der Senior des deutſchen Ruder⸗ und Rugby⸗ Sportes, im Alter von 82 Jahren. Profeſſor Ullrich, ein geborener Heidelberger, war einer der erſten deutſchen Sportler. Seine Liebe ge⸗ örte dem Ruderſport und ſpäter auch dem ugbyſport, denen er in Heidelberg den Weg bereitete. Zuerſt war er im Heidelberger Flag⸗ —— aktiv tätig und ſpäter im Heidelberger uder⸗Klub von 1872, deſſen Ehren-Vorſitzen⸗ der er im Jahre 1910 wurde. Als aktiver Ruderer hatte der Verſtorbene ſchöne Erfolge zu verzeichnen, u. a. gelang ihm im Jahre 1891 auf der Frankfurter Regatta zuſammen mit Karl Beck ein Sieg im Zweier„ohne“ über das Meiſterpaar Wild⸗Zahn von der Frank⸗ furter Germania. Auch in organiſatoriſcher Hinſicht leiſtete Profeſſor Ullrich dem deutſchen Sport im all⸗ emeinen und dem Ruder- und Rugbyſport im eſonderen wertvolle Dienſte. 1883 half er mit, in Köln den Deutſchen Ruderverband aus der Taufe zu heben. Im Rugbyſport wirkte er ebenſo erfolgreich wie im Ruderſport und er war einer der Mitbegründer des früheren Süd⸗ deutſchen Rugby⸗Verbandes und des jetzigen Deutſchen Rugby⸗Verbandes. Dieſe wertvolle Pionierarbeit blieb natürlich nicht unbelohnt. Der Süddeutſche und Deut⸗ ſche Rugby⸗Verband verliehen ihm die Ehren⸗ Mitgliedſchaft, die Goldene Ehrennadel und die Silberne Verdienſtnadel. Anläßlich des 50jährigen Beſtehens des Deutſchen Ruder⸗ Verbandes erhielt er als Mitbegründer die Bronze⸗Plakette„50 Jahre Deutſcher Ruder⸗ Verband“, außerdem war er im Beſitz der Goldenen Verbandsnadel. Eine beſondere Ehrung wurde dem Sportförderer durch die Verleihung der Adler-Plakette zuteil. Fundhofen ſiegt in Rheinau Alemannia Rheinau— Spielvereinigung Sandhofen:1(:1) Rheinau ſpielte heute ſein beſtes Spiel dieſer Saiſon und ſetzte Sandhofen unerwartet ener⸗ giſchen Widerſtand entgegen. Beſonders ſtachen die fünf Leute im Sturm und die beiden Ver⸗ teidiger hervor. Sehr ſchön war immer der ſo⸗ fortige Schuß vor dem Tore. Nur mit Pech blieben Torerfolge verſagt. Sandhofen dem⸗ gegenüber hinterließ keinen ſo günſtigen Ein⸗ druck wie in den letzten beiden Verbandsſpielen gegen o8 und Ilvesheim. Trotzdem Sandhofen mit gleicher Mannſchaft auch dieſes dritte Aus⸗ wärtsſpiel beſtritt, kam faſt nie ein geſchloſſenes Spiel zuſtande. Allerdings muß berückſichtigt werden, daß Müller bereits in der zweiten Minute verletzt wurde und Baier die zweite Halbzeit nur als Statiſt mitwirken konnte. Schiedsrichter war Herzog(Eppelheim). Er leitete das Spiel einwandfrei. Die Mannſchaften ſtanden: Rheinau: Benz; Kutterer, Fetterolf; Wolf, Geiß, B. Heid; Schwarz, Roth, Ketterer, F. Heid, Bockmaier. Sandhofen: Wittemann; Schenkel, Baier; Müller, Matyſek, Wehe; Fluder, Michel, Weik⸗ kel, Krukowſki, Vogel. Sandhofen hat Anſpiel, kommt ſofort gut durch, aber Fluder wird an der 16⸗Meter⸗ Linie etwas unfair abgeſtoppt. Der Strafſtoß, von Müller getreten, köpft Heid ins Feld zu⸗ rück. Rheinau findet ſich auf ſeinem gewohnten ſchwer zu ſpielenden Gelände beſſer zuſammen wie Sandhofen und drängt Sandhofen in die Defenſive, ſo daß faſt nie ein geſchloſſener An⸗ griff von Sandhofen zu ſehen war. Müller wird bereits in der zweiten Minute verletzt und muß vorübergebend ausſcheiden. Rheinau dominiert weiterhin und ſetzt verſchiedene Ueberzeugender sieg der Feudenheimer Verein für Turn⸗ und Raſenſport Feudenheim— 98 Seckenheim:1(:0) Seckenheim: Klumb: Wirtwein 2, Pflügens⸗ dörfer; Sponagel, Feuerſtein, Wirtwein 1; Gropp, Exel, Seitz, Fuchs, Lang Feudenheim: Müller; Sohn, Fuchs; Pflock, Ueberrhein, Ripp; Berroth, Klemmer, Back, Edelmann, Bohrmann Seckenheim ſpielte alſo mit Ausnahme des ſchaf geſperrten Erny mit kompletter Mann⸗ aft. Die Anfangsminuten bringen verteiltes Spiel. Seckenheim hat gleich zwei große Torgelegen⸗ heiten. Während Fuchs den erſten Ball da⸗ neben lenkt, kann Müller den ſcharf geſchoſſe⸗ nen Schuß von Gropp gut halten. Eine Steilvorlage von Berroth an Back ſieht ge⸗ fährlich aus, doch Back verliert in guter Poſi⸗ tion den Ball. Nacheinander verſchießen Berroth und Edelmann. Das Seckenheimer Stürmer⸗ ſpiel iſt produktiver, als das der Feudenheimer. Durch ſteile Vorlagen in den freien Raum ge⸗ fährden ſie das Tor des Gaſtgebers und gaben Müller und ſeinen Vorderleuten viel Arbeit. Die 30. Minute brachte die Führung der Feu⸗ denheimer. Bei einem Geplänkel erwiſcht Back vor Klumb den Ball und gibt zu Berroth, der leicht einſchießen kann. Ein hartes Foul an Fuchs führt zu einem Strafſtoß an der 16⸗Me⸗ ter⸗Linie, den Gropp darüber knallt. Im An⸗ ſchluß ein bildſchönes Tor für Feudenheim. Berroths ſchöne Flanke lenkt Back mit dem Kopfe ins Tor. Die zweite Halbzeit beginnt mit uten Angriffen der Feudenheimer. Eine hüb⸗ che Steildurchlage Ueberrheins zu Back klärt Klumb durch ſchnelles Herauslaufen. Auch einen gut gemeinten kurzen Schuß von Berroth hält der Torwächter. Minutenlang kommen die Seckenheimer nicht zu Wort. Das ſchöne Zuſammenſpiel des Gaſtgebers ſetzt ſich durch und führt zu klarer Ueberlegen⸗ heit. Berroth täuſcht gut, doch die Herein⸗ gabe kann Back nicht erreichen. Auf der Gegen⸗ ſeite hält Müller einen gut getretenen Straf⸗ ſtoß. Back nimmt dem Verteidiger des Gaſtes das Leder, und das dritte Tor iſt fertig. Nun verſchuldet Sohn einen Elfmeter, den Gropp 560 5 verwandelt. Doch bald ſtellt Feudenheim ie Partie auf:1. In Bedrängnis macht ein Gäſteſpieler Hand und Klemmer ſchießt den Elſer nach guter Täuſchung ein. Angriff auf Angriff müſſen ſich nun die Seckenheimer ge⸗ fallen laſſen und Berroth kann mit unver⸗ hofftem Schuß das Endreſultat herſtellen. Feudenheim lieferte insbeſondere in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel. Die gut auf⸗ bauende Läuferreihe mit der ſicheren Hinter⸗ mannſchaft drückten den Sturm immer wieder in des Gegners Hälfte und da die Verteidiger des Gaſtes äußerſt ſchwach waren, mußten Er⸗ folge reifen. Hätten die nett kombinierten Innenſtürmer ihre Flügel mehr eingeſetzt, wäre die Torausbeute wahrſcheinlich noch höher aus⸗ gefallen. Bei den Seckenheimern gefiel von der Hintermannſchaft nur der Torwächter Klumb. Der Sturm war nicht ſchlecht und ſorgte in ſteilem Durchſpiel dafür, daß der Kampf nicht ganz einſeitig wurde. Schiedsrichter Kurz(Oftersheim)— 15 Ein eq̃tes Maundbaſſergepᷣnis fiockenheim behauptet ſich in heddesheim Fortuna Heddesheim— FV Hockenheim:4(:1) Trotz Abwanderung mancher Fußballbegeiſter⸗ ten zum Mannheimer Lolalereignis VfR gegen Sꝰ Waldhof zog dieſes Spiel doch immerhin etwa 500 Zuſchauer an, eine für Heddesheim ſtattliche Beſucherzahl. Sie bekamen ein kampf⸗ betontes Spiel von beiden Seiten vorgeführt, das gleich in der erſten Minute eine wirklich unerwartete Ueberraſchung brachte. Die Mannſchaften traten ſich in kompletter Aufſtellung gegenüber. Spielverlauf Heddesheim hat Anſpiel, doch gleich erwiſcht Hockenheim das Leder, nachdem Reinhardt den ihm zugeſpielten Ball zu kurz weitergegeben at, und durch Bechtel heißt es 01 für Hot⸗ enheim. Unmittelbar darauf muß Eppel im Hockenheimer Tor ſchon alle Regiſter ſeines Könnens ziehen und wehrt glücklich. Heddes⸗ heim drängt überraſchend und Vierling be⸗ geiſtert durch ſein raffiniertes Ballabnehmen und geſchickte Ballabgabe, doch langt es noch nicht zum Ausgleich. Jöſt jagt einen ſicher ſcheinenden Ball daneben. Hockenheim kommt famos durch, doch Schmidt zeigt feine Paraden. Ein von Zappe getretener Strafſtoß wird trotz ſeiner Wucht von Eppel gewehrt. In der 28. Minute kommt es zu einem Foul⸗Elf⸗ meter für Heddesheim, den Zappe mit Wucht verwandelt.:1. Mit einem Mordstempo gehen die Gäſte in die zweite Halbzeit. Heddesheim läßt ſich dar⸗ auf ein und nimmt zunächſt defenſive Haltung ein, wobei die Verteidiguna dem Gegner ſchwer zu ſchaffen macht. Aber bald liegt Heddesheim im Vordertreffen, doch bilden die Leute des Schlußtrios ein unüberwindbares Hemmnis In der 11. Minute führt ein ſchön vorgetra⸗ gener Angriff der Blauen vor das Heddesbei⸗ mer Tor und am herauslaufenden Torwäch⸗ ter vorbei ſchie Bechtel zum:2 für die Gäſte ein. Einige Ecken bleiben auf beiden Seiten erfolglos. In der 28. Minute erzwingt Hockenheim eine zweite Ecke, die von Bechtel wunderbar hereingegeben, nach Gedränge vor dem Tor, durch Klaus zum 113 führt. Hed⸗ desheim vergibt zwei ſchöne Gelegenheiten und in der 38. Minute kann Kühnle für Hocken⸗ heim das Ergebnis auf:4 erhöhen, womit der Platzherren Schickſal beſiegelt iſt. Große Offenbarungen bringen die letzten Minuten nicht mehr, da die Gäſte tonangebend, die Hed⸗ desheimer aber abgekämpft ſind. Bei Hockenheim konnten die Geſamtlei⸗ ſtungen gefallen. Gutes Schlußtrio und Läu⸗ ferreihe, während im Sturm Hoffmann der beſte Mann war. Heddesheim hat ein alſopſerungsvoll arbeitendes Schlußtrio, ſchön aufbauende Läu⸗ ferreihe, doch waren im Sturm neben.Schmidt noch Val. Vierling die lebendiaſten Kräfte. Meiſel, Heidelbera, konnte bis auf einige nicht gegebene Strafſtöße gefallen. br. Sepp Müller begnadigt Der frühere Nationalſpieler Joſef Müller, der in ſeiner Glanzzeit als Verteidiger bei der Spielvereinigung Fürth wirkte und zwölfmal in der Länderelf ſtand, wurde bekanntlich vor mehr als einem Jahr wegen Spielerziehung auf Lebenszeit aus dem Deutſchen Fußballbund ausgeſchloſſen. Er war ſeinerzeit als Trainer bei Werder Bremen tätig, wo die bekannten Verſtöße gegen die Amateurbeſtimmungen die ſchwere Beſtrafung zur Folge hatten. 75 amtsleiter Felix Linnemann hat nun Sepp Müller mit Wirkung vom 1. Auguſt 1936 be⸗ gnadigt. Württembergs Amateur⸗Boxer werden auf ihrer Frankreichreiſe am 4. Januar in Montpellier, am 7. Januar in Tarbes, am 11. Januar in Pau und am 14. Januar in Béziers durch die Seile klettern. Die Mann⸗ ſchaft beſteht aus Häußler, Möſch, Häußer, Dreher, Wüſt, Held und Leiſer. Die Führung hat Gauſportwart Böhm. Scharfſchüſſe aufs Tor. So kann Witte⸗ mann einen ganz gefährlichen Schuß von Bockmaier nur mit Mühe— Eine leichtſinnige Abwehr der Sandhofſer Hinter⸗ mannſchaft ergibt zwei gefährliche Eckbälle Endlich in der 25. Minute ſieht man die erſte geſchloſſene Aktion, die auch das einzige Tor des Tages darſtellt. Matyſek gibt den Ball zu dem ſich freiſtellenden Weickel, dieſer wird vom Schuß abgedrängt, gibt den Ball zu Mi⸗ chel zurück, ſo daß dieſer placiert zu:0 ein⸗ ſenden kann. Auf der Gegenſeite iſt es Schwarz, der eine gefährliche Bombe aufs Tor läßt. Gleich darauf iſt es Heid, der frei durch iſt, aber den Ball nicht ins Tor bringen kann. Ein weiterer Schuß von Ketterer geht um Haa⸗ resbreite über die Latte. Halbzeit:1. Nach Wiederbeginn liegt Rheinau wieder im Angriff, muß ſich aber die techniſche Ueberlegen⸗ heit von Sandhofen gefallen laſſen. Michel bedient wiederholt den Rechtsaußen Fluder, der bei jedem Vorſtoß gefährlich iſt. Aber die beſtgemeinteſten Schüſſe kann Benz meiſtern. Nachdem nun Baier als Verteidiger ausſchei⸗ det und Michel ſeinen Platz einnimmt, wird Sandhofens Angrifſfsreihe noch etwas ſchlechter und iſt für die Folge das Spiel verteilt. Sand⸗ hofen verlegt ſich auf das Halten des knappen Vorſprungs und verläßt als etwas glücklicher Sieger den Platz. kel. Anterbaden⸗Oft Der Stand der Tabelle Spiele gew. un. verl. Tore Pkt. 98 Schwetzingen 11 9 2— 36:10 20 SV Sandhauſen n VfB Wiesloch FVag Eppelheim 2 4 220 FV Weinheim g FG Kirchheim n Eberbach innnn Kickers Walldürn Union Heidelberg 10 4— 6 12:32 8 Handſchuhsheim 12 1n Plankſtadt 11 2 2 7 iinn FC 05 Heidelberg I1Innn Anterbaden⸗Weſt Der Stand der Tabelle Sp. gew. un. verr Tore Pekt. Ol. Neulußheim 18 Sandhofen h äfertal 116 2 3 ꝛnn Phönix Friedrichsfeld n ockenheim Ilvesheim 8 Mannheim Heddesheim B Seckenheim an Rheinau fleulußheim abermals geſchlagen Neulußheim— Germania Friedrichsfeld:2 Auch im zweiten Gang haben die Neuluß⸗ heimer gegen Friedrichsfeld verloren, wiewohl die Ausſichten für einen knappen Sieg in die⸗ ſem Spiel nicht ſchlecht waren. Bis weit über die zweite Hälfte hinaus vermochten die Gaſt⸗ eber nicht nur das Spiel offen zu halten, ondern ſogar durch den Rechtsaußen Adler, der zuvor ſeinen Platz mit dem Halbrechten ge⸗ wechſelt hatte, mit einem Tor in Führung zu ehen. Von da ab hatte man den Gäſten, die 33 nicht ihr beſtes Spiel zeigten, wenig Aus⸗ ſicht auf einen Sieg gegeben. Was aber Neu⸗ lußheim den Sieg koſtete, war das zeitweilige Verſagen der Läuferreihe und auch der Vertei⸗ digung. Daß dies gerade immer in den Augen⸗ blicken höchſter Gefahr am kraſſeſten in Erſchei⸗ nung trat, machte die Niederlage beſonders bitter. Tatſächlich hatten die Gaſtgeber in ſpie⸗ leriſcher Hinſicht den Sieg verdient. Aber die Gäſte wußten zu gut, um was es ging und in einem kraftvollen Endſpurt vermochten ſie nicht nur aufzuholen, ſondern auch noch kurz vor Schluß durch den halbrechten Jäger den Sieg herauszuholen. Schon in der erſten Minute hätte es bald bei Neulußheim eingeſchlagen. Rockſitz war mit dem Ball durchgelaufen und wurde kurz vor dem Tore, als er zum Schuß anſetzen wollte, unſanft vom Ball gedrängt. Beide Mannſchaf⸗ ten hatten ſich gleich zu Beginn gefunden. In einem Gegenangriff ſchießt der Mittelſtürmer der Gaſtgeber eine Flanke von Adler zu ſchwach aufs Tor. Techniſch war Friedrichsfeld etwas beſſer, aber ihre Stürmer verdarben zu viel durch häufige Fehlſchläge. Neulußheim ſei⸗ nerſeits ſetzte alles daran, die Niederlage des Vorſpieles wett zu machen. Immer war es der rechte Flügel, der ſich ſtets durchzuſetzen ver⸗ mochte. Aber die Innenſtürmer zeigten wenig Entſchloſſenheit. Andererſeits hatten auch die Gäſteſtürmer gegenüber der ſehr offenſiv ſpie⸗ lenden Hintermannſchaft wenig Erfolg. In kur⸗ zen Abſtänden folgten vier Ecken für Neuluß⸗ die aber ſämtlich abgewehrt werden konn⸗ en. Einen nachfolgenden Strafſtoß an der 16⸗ Metergrenze ſetzte Ballreich hoch übers Tor. Die Drangperiode der Platzherren hielt an. Die Friedrichsfelder Verteidigung machte bedenkliche Fehler, aber die Gefahr ging immer gerade noch vorüber. Gut unterſtützt durch die Läuferreihe, verſuchte Rockſitz ſeinen Sturm ſtets vorzu⸗ bringen. Seine Nebenleute gingen jedoch nicht auf ſeine Abſichten ein, ſo daß die Verteidigung der Neulußheimer klären konnte. In forſchen Gegenangriffen ſchoſſen die Stürmer der Gaſt⸗ geber was das Zeug hielt, aber immer ſtand ein gegneriſches Bein im Weg. Kurz vor Halbzeit⸗ pfiff hatte Friedrichsfeld noch eine große Chance, aber weder Jung noch Rockſitz brachten den Ball, zwei Meter vor dem Tor, ins Netz. Nach dem Wechſel warf Neulußheim ſeine ganze Mannſchaft nach vorn. Der anfänglich nicht funktionierende Innenſturm wurde durch Adler, der auf halbrechts gegangen war, ver⸗ ſtärkt. Die Gäſte ſpielten merkwürdigerweiſe verhalten, und während dieſer Zeit ſchoß Adler eine Flanke von Ballreich zum erſten Tor ein. Der Torwart war von ſeiner eigenen Verteidigung behindert worden. Neu⸗ lußheim gab ſich für die Folge ganz aus, um den Vorſprung noch zu erhöhen. Durch un⸗ unterbrochene Flügelangriffe aber kamen die Gäſte ſtets wieder vor des Gegners Tor. Jä⸗ ger betätigte ſich hier am aktivſten und buchte auch beide Tore auf ſein Konto. Durch ihn fiel W der Ausgleich. Und als wenig ſpäter ie Gaſtgeber etwas en hatten, ſchoß er im Alleingang auch noch das zweite Tor. Für die Folge war es an Friedrichsfeld, den Vorſprung zu halten. Trotz aller Anſtrengungen der Neulußheimer gelang es ihnen nicht, noch einmal gleichzuziehen, ſo daß Sieg und Punkte für diesmal verloren waren. ergo. 50 Maldnhof ſchießt zwanzig(Il) Tore S Waldhof— TuS Nußloch 200 Dem Endergebnis nach könnte man nmeinen, es ſei nur eine Mannſchaft auf dem Platze geweſen, die etwas von Handball verſtand. Nun ſo ſchlimm war es bei weitem nicht, auch die Nußlocher Gäſte hatten ganz ſchöne Spiel⸗ momente, brachten manchen gefährlichen An⸗ griff bis an den gegneriſchen Strafraum. Aber dort war es einfach aus, nicht einmal ein ein⸗ ziger der vielen erkämpften Freiwürfe konnte zum Ehrentor genützt werden. Dabei wäre es für Waldhof wiederholt ernſt geworden, aber alles ſcheiterte an dem ſchwachen Ueberblick der Gäſte, die ſich immer und immer wieder in der Mitte feſtrannten oder den Ball zu lange führ⸗ ten, bis die flinken Waldhöfer ihnen das Leder abgenommen hatten. Dieſe aingen dann natürlich mit Sturmgebraus davon und hat⸗ ten es meiſt nicht ſchwer, die auf Unterſtützung von vorn wartende Nußlocher Verteidigung zu überſpielen. Zu allem Ueberfluß mußten ſich die Gäſte zwanzig Minuten vor Schluß, beim Stande von 10:0 einen Platzverweis ge⸗ fallen laſſen. Und dennoch aab es in der ſiegenden Mann⸗ ſchaft auch Schwächen, die nicht übergangen werden dürfen. So ſpielte Zimmermannz?, der an Rutſchmanns Stelle ſtand, doch manchmal recht ungeſchickt, was nicht nur zu Freiwürfen führte, ſondern bei einem gefähr⸗ licheren Gegner auch ſonſt noch verdecbliche Folgen hätte haben können. Im allgemeinen arbeiteten aber die Deckungsreihen recht aut, dagegen ließ der Sturm manchmal den Zuſam⸗ menhang vermiſſen, der eigentlich ber der zah⸗ lenmäßigen Schwäche des Geaners nie häte gefährdet werden dürfen. Nahezn leichtſinnig warf Zimmermann einige Male frei⸗ ſtehend dem Tormann in die Hände, un⸗ terließ, ebenſo wie Herzoa, das vorteilhaf⸗ tere Weiterſpielen des Ballens. Das Spiel war nur in der erſten Hälfte noch einigermaßen anziehend. Wiederholt brachten da die Gäſte aute Anariffe vor, blieben jedoch erfolglos, während Waldhof in vieſer Hälfte durch Zimmermann(), Heiſeck und Herzog(2 auf:0 ſtellte. Nach dem Wech⸗ ſel beherrſchte der Meiſter durchgehend das Feld und kam, da die Gäſte ſehr offenſiv ſpiel⸗ ten, um wenigaſtens einen Treffer mit heim⸗ nehmen zu können, zu einem Torerfolg nach dem anderen. An den vierzehn Zählern der zweiten Halbzeit war der geſamte Sturm be⸗ teiligt. Damit hat die Waldhofmannſchaft ſich bereits mit ſieben Spielen das beſte Torver⸗ hältnis im Reiche erſpielt. ral. Gau Baden Spiele gew. un. verl. Tore Pkt. SV Waldhof 7 6 1— 89:15 13 TV Seckenheim 6A, nan TG Ketſch 6In Znn TV 62 Weinheim n. TuSV Nußloch iinn VfR Mannheim 11n TV Ettlingen 5— fjalbzeit in der Bezirksklaſſe Me6— 2 Oftersheim:10 Viel Tore zwar, doch wenig guten Sport, bot der Punktekampf dieſer beiden Gegner. In den erſten 30 Minuten ging es noch an. Oftersheim hatte ſich raſch einen:0⸗Vorſprung geſichert, den jedoch die kampfeifrigen Gaſtgeber wieder aufholen konnten. Mit:3 wurden die Seiten gewechſelt. Die zweite Hälfte ließ dann die Spieler mehr mit dem Gegner ſich beſchäftigen, als mit dem Ball. Es hagelte Freiwürfe am Torraum. Dabei entwickelte ſich die Stärke Oſ⸗ tersheims, das faſt, mit der geſamten Mann⸗ ſchaft verteidigend, dem Gegner nur ſelten die Möglichteit ließ, Freiwürfe zu verwerten. Im Sturm hingegen waren ſie die Wurfkräftigeren und hatten bald, nachdem zunächſt MTG T4:3 ge⸗ worfen hatte, den Spielſtand auf:8 getrieben. Erſt dann kam MTG zu weiteren Erfolgen. Der Vorſprung der Gäſte war jedoch zu groß, um ihnen den Sieg noch entreißen zu können, der ſie mit Jahn Weinheim, 1846 Mannheim und TV Leutershauſen mit je 11 Punkten den zweiten Platz in der Tabelle halten läßt. 4 5 4 3 1 3 1 3 3* 4 4 3 6 ſleiſt Oſtpreußen: Pruſſia e Buen D Hindenbu MSVv. Pommern: Vfe Stet Polizei S Hertha Se Viktoria Viktoria Krandenbur, Minerva Schleſien: Ratibor 0 Breslauer Breslauer VfB Glei Preußen 3 Sachſen: Dresdenſia Wacker Le Mitte: SpVg Erf SV Jena Sportfreur SV 05 De Kricket⸗Vik Nordmark: FC 93 Al Viktoria H Sperber H. Niederſachſen Hannover Eintracht SV Werde Hildesheim Raſenſport Weſtſalen: FC Schallke TusS Bochu SV Höntro SpVg Hert Preußen 06 Niederrhein: Union Ham Vifs Benra Turu Düſſe Schwarz⸗We Rot⸗Weiß L Nordheſſen: Boruſſia Fi SC 03 Kaſſ SV Bad N Kurheſſen K Die deutſ Zum Fech am 26. Jant tragen wird tretung nam Florett Heim(Offe Roſenbauer 4(Frankfurt Degen: burg), Gein furt a..) für beide W. Ballan Bei ſehr g Sonntag in Norwegens wurde JIvar abſchließende dazu noch in Plätze eingen 1500⸗Meter 2. H. Harald :22,7 Min. rud 17:28,9 1. J. Ballang 197,717.; 3 Duen Dal ſirleichte F. in 3. Füyru 1 m. frauenl. Hau u, m. lähmt) ehrl. ält Pflege( Alleinmädch 4 auf 1. Februar leſucht. 1 Adreſſe unt. 834 im Verlag d. 2 Mudchen für Küche u. Hau 3 arbeit auf 15. geſucht.— Ko Stahl, G 2, (7982“ ztellengetucn Perf. langjäh Köch in ſug ſofort ötellur auch als Allei mädpchen in n Fuſch Haushalt. uſchr. u. 1459 an d. Verlaa d. ———=—* .28 7 4239. :32 5 Neuluß⸗ en konn⸗ der 16⸗ ers Tor. an. Die denkliche ade noch iferreihe, s vorzu⸗ och nicht eidigung forſchen er Gaſt⸗ ſtand ein Halbzeit⸗ Chance, hten den m ſeine ifänglich de durch bar, ver⸗ gerweiſe it ſchoß ch zum n ſeiner t. Neu⸗ aus, um urch un⸗ nen die r. Jä⸗ d buchte ihn fiel g ſpäter n, ſchoß ite Tor. eld, den ngungen cht, noch Punkte ergo. nd das iv ſpiel⸗ t heim⸗ ola nach ern der urm be⸗ haft ſich Torver⸗ ral. rore Pkt. :15 13 123 :28 :45 :65 :62 :67 D ◻ιο ◻S hort, bot In den hersheim geſichert, wieder Seiten ann die häftigen, ürfe am ärke Oſ⸗ Mann⸗ Aten die en. Im iftigeren :3 ge⸗ etrieben. zen. Der roß, um nen, der im und en den 5 meiſierſchoftsſpiele im neich Oſtpreußen: Pruſſia Samland Königsberg Preußen Danzig:2 BuE Danzig— VfB Königberg. 00 Hindenburg Allenſtein— Horck Inſterburg.:0 MSWev. d. Goltz Tilſit— Maſovia Lyck.:0 Pommern: Vfs Stettin— VfB Stettin Polizei Stettin— Greifswalder S6 Hertha Schneidemühl— Pfeil Lauenburg.. Viktoria Stolp— Hubertus Kolberg. Viktoria Kolberg— Sturm Lauenburg. Krandenburg: Minerva 93 Berlin— Berliner SV92. 2 Schleſien: Ratibor 03— VfB Breslan. 4 Breslauer FV 06— Vorwärts Breslau. 5 Breslauer SpVg 02— Beuthen 0909..—+ 0 4 VfB Gleiwitz— UVfR Gleiwitz. Preußen Hindenburg— Deichfel Hindenburg Sachſen: Dresdenſia Dresden— Guts Muts Dresden.:2 Wacker Leipzig— Fortuna Leipzig 941 Mitte: SpVg Erfurt— Boeſkai Debreczin.:4 SV Jena— Viktoria 96 Magdeburg.:2 Sportfreunde Halle— Sc os Steinach 12¹ SV 05 Deſſau— Wacker Halle. 221 Kricket⸗Vikt. Magdeburg— Sc Erfurt.—1 Nordmark: FC 93 Altona— Holſtein Kiel.:3 Viktoria Hamburg— Polizei Lübeck 1 Sperber Hamburg— Union Altona.:0 Niederſachſen: Hannover 96— VfB Komet Bremen 3 Eintracht Braunſchweig— Vfes Osnabrück. SV Werder Bremen— VfB Peine 4 Hildesheim 06— Arminia Hannover.. 4 Raſenſport Harburg— Algermiſſen 1911. S8 S————2— Weſtſalen: FC Schalke 04— FC 08 Erle.:0 Tus Bochum— Germania Bochum. 4 So Höntrop— Hüſten 0900:3 SpVg Herten— Weſtfalia Herre. 01 Preußen 06 Münſter— Union Recklinghauſen 21 Niederrhein: Union Hamborn— Fortuna Düſſeldorfrf.. 021 Vfe Benrath— Hamborn 77...1 Turu Düſſeldorf— Duisburger FV O8. 12 Schwarz⸗Weiß Eſſen— Boruſſia Gladbach.:2 Rot⸗Weiß Oberhauſen— Vfe Preußen Krefeld.0 Nordheſſen: Boruſſia Fulda— Germania Fulda..1 SC. 03 Kaſſel— FéC Hanau 99. 12 SV Bad Nauheim— VfB Friedberg.. 92³ Kurheſſen Kaſſel— Heſſen Hersfeld.:2 Die deutſchen Fechter gegen Frankreich Zum Fechtländerkampf gegen Frankreich, der am 26. Januar in Frankfurt a. M. ausge⸗ tragen 2— 7 deutſche Ver⸗ tretung namhaft gemacht: Florett: Eiſenecker(Frankfurt am Main), Heim(Offenbach a..), Lerdon(Berlin), Roſenbauer(Frankfurt a..) und Casmir (Frankfurt a..); 5 333 Degen: Lerdon(Berlin), Röthig(Ham⸗ burg), Geiwitz(Ulm), Roſenbauer(Frank⸗ furt a..) und Uhlmann(Ulm); Erſatzmann für beide Waffen iſt der Wiesbadener Adam. Ballangrud norwegiſcher Meiſter Bei ſehr guten Eisverhältniſſen wurden am Sonntag in Oslo die Schnellaufmeiſterſchaften Norwegens zum Abſchluß gebracht. Meiſter wurde Ivar Ballangrud, der in den beiden abſchließenden Wettbewerben Sieger wurde und dazu noch in den übrigen Konkurrenzen gute Pplätze eingenommen hatte. Ergebniſſe: 1500⸗Meter; 1. Jvar Ballangrud:22.4 Min.; 2. H. Haraldſen:22,5 Min.; 3. Ch. Mathieſen :22,7 Min.— 10 000 Meter: 1. J. Ballan⸗ rud 17:28,9 Min.; 2. Ch. Mathieſen 17:36,4 Rin.; 3. J. Wangberg 17:50,5 Min. Geſamt: 1. J. Ballangrud 197,602.; 2. Ch. Mathieſen 197,717.; 3. M. Staksrud 198.583 P. 9 düͤdweſt und dachſen im endſpiel um den Bundesponal Bayern unterliegt Südweſt zum zweiten Male/ Bayern— Südweſt:2 nach Verlängerung 15 000 Zuſchauer wohnten auf dem Augs⸗ burger„Schwaben“⸗Platz dem Polaltreffen zwiſchen Bayern und Südweſt bei. Man hatte ja von vornherein einen harten Kampf zweier gleichwertigen Gegner erwartet, dabei aber doch der bayriſchen Elf eher einen Sieg zugetraut als der Südweſt⸗Mannſchaft. Aber es kam wieder einmal ganz anders. Sonniges, mildes Metter und Schnee befreiter Platz ſetzungen für einen großen Kampf. Die beiden Mannſchaften ſtellten ſich dem Stuttgarter Schiedsrichter Dörbecker in den zuletzt ge⸗ meldeten Aufſtellungen wie folgt: Bayern: Jakob Bader Haringer Reitter Goldbrunner Oehm Lehner Eiberger Marquardt Krumm Simentsreiter O Schmitt Sold ein vom ute Voraus⸗ Fath Lutz Möbs Mantel Gramlich Tiefel Konrad Südweſt: Eigenbrodt Schon in der erſten Viertelſtunde zeigte es ſich, daß dieſer bayeriſche Sturm gegen die aus⸗ faacm Südweſt⸗Hintermannſchaft auf ver⸗ orenem Poſten ſtand. Ueberhaupt überraſchte die Gäſte⸗Elf recht angenehm. Ihr Zuſpiel war muſtergültig und ein beſſeres Verſtändnis un⸗ tereinander hätte man ſich gar nicht wünſchen können. So ſtand die erſte Fan ſtändig im Zeichen der an notierte zuerſt einen ſcharfen üße chuß von Lehner, dann ge⸗ fährliche Vorſtöße von Fath und Schmitt, die Bayerns Hüter Jakob energiſch zum ingreifen zwangen. In der 25. Minute drückte ſich das beſſere Südweſt⸗Spiel durch den Führungstref⸗ Pflug fer aus, den Mittelſtürmer Schmitt nach guter Vorarbeit von Fath erzielte. Wiederbeginn ſpiekten die Bayern im eld beſſer und angſam ſchälte ſich eine klare ayeriſche Ueberlegenheit heraus. Die Stürmer hatten einige ſogenannte totſichere Gelegenhei⸗ ten, die ſie indeſſen nicht aus uwerten ver⸗ ſtanden. Die Südweſt⸗Abwehr—+— im übri⸗ en eiſern und ließ keinen für die Bayern er⸗ olgreichen Torſchuß zu. 25 Minuten hielt die bayeriſche Ueberlegen⸗ heit an, dann kam Südweſt wieder zum Zug und da wurde es vor dem bayeriſchen Tor aleich ſehr gefährlich. Fath erzielte einen zweiten Treffer, der aber nach Reklamanon von Jakob wegen einer Abſeitsſtellung von Fath keine Anerkennung fand. Der Wormſer wurde dann im Strafraum von Haringer ſcharf gelegt, aber der fällige Elfmeter blieb aus. Zum Schluß warteten die Bayern unter den anſeuernden Rufen ihrer Anhänger mit verzweifelten Angriffen auf, die ſchließlich buchſtäblich in letzter Minute doch noch zum Erfola führten. Marquawt nahm n der 89. Spielminute eine Vorlage von Lehner blitz⸗ ſchnell auf und ſchoß unter ungeheurem Bei⸗ fall zum Ausgleich ein. Das bedeuteie Ver⸗ lägien Es ſ0 nach Wiederbeginn nach einem bay⸗ riſchen Sieg aus, denn die Südweſt⸗Elf war etwas nervös. Langſam kam aber wieder Fluß in ihre S und in der 13. Minute fiel die eni zugunſten der Gäſte. Un⸗ faires Spiel von Oehm im Strafraum führte 3. einem Strafftoß, den Pflug unhaltbar für akob verwandelte. Kritiſch iſt zu ſagen, daß die Südweſt⸗Elf ihren Sieg vollauf verdient errang, denn ſie eee e An ſyrna kumhnn. Spaniens Fußbollelf Unſeren Fußballern ſteht bekanntlich als nächſte große Aufgabe das Länderſpiel gegen Spanien am 23. Februar in Bareelona be⸗ vor, dem ſich am 26. Februar noch ein Länder⸗ ſpiel gegen Nortugal in Liſſabon anſchließen wird. Die Reiſe auf die iberiſche Halbinſel machen vier Wochen vorher die Oeſterrei⸗ cher, die am 19. Januar in Madrid gegen Spanien und am 26. Januar in Liſſabon egen Portugal ſpielen werden. Dieſer Länderkampf Spanien— Oeſterreich in Madrid intereſſiert uns in Deutſchland natürlich ungemein, dürfte doch ſein Ausgang wichtige Schlüſſe auf die augenblickliche Spielſtärke der Spanier zulaſſen. In Spanien hat man bereits die Vorbereitun⸗ gen für die kommenden Länderkämpfe aufge⸗ nommen. Nach einem Probeſpiel hat der ſpani⸗ ſche Verbandskapitän folgende Mannſchaft als die wahrſcheinliche Nationalelf bezeichnet: Eizaguirre (FC Sevilla) Quincoces Zabalo (Fé Madrid)(FcC Barcelona) P. Regueiro Garzia Ipina (FC Madrid)(FC Sevilla)(AC Mabdrid) Vantolra L. Regueiro Langara Irraragori Emilin (IC(FC(FC(AC C Barcelona) Madrid) Oviedo) Bilbao Madrid) Oeſterreichs Elf wird wohl erſt an Ort und Stelle aufgeſtellt werden. 15 Spieler, und zwar Havlicek, Platzer, Peſſer, Seſta, Schmaus, Smi⸗ ſtik, Wagner, Hoffmann, Urbanek, Ziſchek, Hahne⸗ mann, Hanreiter, Bican, Binder und Vogl werden die Reiſe nach Madrid am 15. Januar antreten. Almer FV 94— SV Feuerbach:0 Mit ungeheurer Spannung erwartete man das für den Abſtieg ſo bedeutungsvolle Spiel, galt es doch für Feuerbach, eine letzte Chance zu erhalten, um dem Abſtieg zu entrinnen, während auf der anderen Seite der F Ulm darauf bedacht war, ſeine Siel⸗ lung in der Tabelle zu verbeſſern. In einem zähen unb erbitterten Kampf ſiegte auf Grund des beſſeren Stehvermögens in der zweiten Halbzeit der FV Ulm 94 nicht unverdient. Die Feuerbacher waren deshalb keineswegs ſchlechter; mit letzter Hingabe verteidigten ſie ihr Tor. Das einzige Tor fiel in der 28. Minute der zweiten Halbzeit durch den allein durchgelaufenen Halbrechten Hildenbrand, Schiedsrichter war Benzing(Schwen⸗ nintzen). 2500 Zuſchauer. Scyr Stuttgart— SpVg Cannſtatt:1 Das Spiel in Degerloch ſtand unter einer ziemlich unglücklichen Schiedsrichterleiſtung. Spielleiter Schmidt (Böckingen) traf einige Entſcheidungen, die ohne Zwei⸗ fel die Cannſtatter um den verdienten Sieg brachten. Einmal verhängte er gegen Cannſtatt einen mehr als zweifelhaften Foulelfmeter, das andere mal annullierte er ein einwandfreies Tor für Cannſtatt, ſo daß das Spiel unentſchieden endete, ein Ergebnis, das für die Sportfreunde ſehr ſchmeichelhaft iſt. Die Cannſtatter waren ihren Gegnern dauernd überlegen. In der 26. Minute erzielte Cannſtatt durch ſeinen Halblinken Köhler die:0⸗Führung. Doch ſchon zwei Minuten ſpäter führte ein Foulelfmeter zum Aus⸗ gleich für die Stutigarter. Nach dem Wechſel war das Spiel mitunter reichlich hart, ein Tor fiel aber nicht mehr. 2500 Zuſchauer wohnten dem Treffen bei. Zweite Trainingsſtrecke in Grünau um das Training in den letzten Wochen vor den olympiſchen Ruder⸗ und Kanu⸗Wetttämp⸗ ſen in Grünau ourch die dort vom 18. bis 20. Juli zum Austrag gelangenden deutſchen Mei⸗ ſterſchaften nicht zu beeintrüchtigen, iſt vom Sportausſchuß Rudern im Organiſationskomi⸗ tee für die Olympiſchen Spiele in Berlin die Abſtockung einer zweiten 2000⸗Meter⸗Strecke oberhalb der eigentlichen Regatta⸗Wampfbahn vorgeſehen worden, auf der unfere auslän⸗ diſchen Gäſte ſich ungeſtört auf die olympiſchen Kämpfe vorbereiten können. war beſſer als die bayeriſche Elf, deren Sturm anz gewaltig enttäuſchte. Bayerns Hüter Zalob zielt ausgezeichnet, ohne ihn wäre der Sieg des Südweſtens deutlicher ausgefallen. Die Stärke der Südweſt⸗Mannſchaft lag in der Hintermannſchaft und vor allem in der glän⸗ zenden Läuferreihe. Uerdienter 5achſenſieg Sachſen— Brandenburg:0(:0) 20 000 Zuſchauer erlebten einen durchaus ver⸗ dienten:0⸗(:0⸗)Sieg der Sachſen, für die der Dredner Mittelſtürmer Schön die beiden Tore ſchoß. Brandenburgs Mannſchaft war, von einer kurzen Zeit der erſten Hälfte abgeſehen, den Sachſen ebenbürtig, ſpielte nach dem zwei⸗ ten Tor ſogar überlegen, verſagte aber, wie ſchon ſo oft, vor dem Tor. Die Hereinnahme der Gebrüder Sienholz gab der Berliner Elf keineswegs den erwarteten„Dampf“. Die Mitteldeutſchen zeigten im Sturm ein erſtklaſ⸗ ſiges Spiel. Immer wieder ging der Links⸗ außen Kund, von Munkelt gut eingeſetzt, an der Außenlinie durch und ſeine Flankenbälle ſchaff⸗ ten böſe Situationen vor dem Brandenburger Tor. Welch großer Könner Schön iſt, bewies er in dieſem Spiel, wo er trotz ſtarker Be⸗ wachung von Bien durch zwei Tore als erfolg⸗ reichſter Spieler gefeiert wurde. Sein in ener⸗ giſchem Sprung erzieltes Kopfballtor in der fünften Minute und ſein Spitzenſchuß, der in der 60. Minute zum zweiten Tore für Sachſen führte, waren Prachtleiſtungen. Auch in den übrigen Mannſchaftsteilen der Sachſen klappte es ausgezeichnet. kngliſcher Fußball Sunderland zu Hauſe geſchlagen Englands Tabellenführer Sunderland leiſtete ſich zwar am Neujahrstag eine ſenza⸗ tionelle n gegen die an lezier Stelle ſtehende Aſton Villa, aber am Samstag ſah man den Spitzenreiter in Mancheſter wie⸗ der in alter Friſche am Werk, und ſo kam ein wertvoller:0⸗Sieg über die„City“ zuſtande. Von den in weitem Abſtand folgenden nächſt⸗ plazierten Mannſchaften konnte lediglich Der by County ſiegreich bleiben, während Huddersfield Town und der Meiſter Arſenal auf eigenen Plätzen gegen Brentford bzw. Bir⸗ mingham nur unentſchieden ſpielen konnten. Sunderlands Spitzenſtellung iſt alſo noch ſtar⸗ ker geworden. Am Tabellenende hat Aſt on Villa nun Anſchluß gefunden, denn in Bir⸗ mingham gelang ein:2⸗Sieg über Ports⸗ mouth, während Everton und Brentford nur halbe Erfolge zu verzeichnen hatten.— Die Tabelle: Spiele Tore Punkte 1. Sunderland 24 70:38 36:12. 2. Derby County 24 35:25 29:19. 3. Huddersfield 23 35:34 28:18 4. Arſenal 5. Stoke City 24 38.36 N 6. Birmingham 24. 5334, 2692 20. Brentford 24 40:43 19:29 21. Everton 22 38332 16 22. Aſton Villa 24 47:77 18.30 In der 2. Li i ga Pgi Leiceſter City in Southampton eine 011⸗ iederlage und fiel da⸗ durch vom erſten auf den dritten Platz zurück. Tabellenführer iſt jetzt der Londoner Kluh Gharlton Athletic, der die zulctzt ſtark nach vorn gekommenen Doncaſter Rovers mit :0 abfertigte. Spiele Tore Punkte 1. Charlton 2. Sheff. Un. 25 55:33 30.2ʃ5 3. Leiceſter 23 47:30 29:17 Oftene Stellen Waldpark! (7935%[Ig. Ghep., Mann Geschäfte Hachtgesuche · VeKäufe usw Automarket Zengniſſe beilegen f S f — Kari eh., 2. 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Das Geſchäft ift mit Firma 3 Stilck Zalungleben—r- a nenſ 0 n e ſeitherige perſönli Sparsame ist pflicht · Zaſtende wchefellſchafterin Katharing 9 fei ke Sn 9e3. Heſſinger 3 Wein⸗ 3 rteilt. 2. 1. 36. rau eſier Foto— elee gent ez nicht Amisgericht Weinheim, a waͤhlen: 11, 182 luch Sonntezs geöffnet Hauptſchriftleiter: loland Ewrel vr Dr. Wilhelm Kattermann. ) 40 535 Zir n Futge Se lulentennben f. M, Kr 100 ęr 40 Pfg. munales und Bewegung: Friedrich Karl Haas; für 250 gr1.- Mk. Knpolfnzches:—— 3 Körbel: für 2 r aas: 8 7 lnten kal. für Spori: Jukus Ez: fämtliche in Mannheim gr 8. Berliner Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin Lendera Krütl Kr 10 SwW 68. Charlottenſtr. 1—— ſämtlicher Original⸗ berichte verboten 100 gr 40 Pfg. Größte Auswahl in säümtl. gangharen Marken-Tabaken Sonder-Abteilung für Wiederverkäufe Udurren Bender Uu 2, 7(ce gegr. 1903 Tel. 22440 Gmbch. Spre 1200 hor(außer Zurzeit iſt 18—214 Sprechſtunden der Schriftleitung: (außer Mittwoch. Samstag Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druck und Verlag: tunden der Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. Leers, Berlin⸗Dahlem. Täglich 16 bis 17 Uhr und Sonntag). Hakenkreuzbanner⸗Verlag u. Druckerei erlagsdirektion: 10.30 bis Samstag und Sonntag). A Nr für Verlag und Schriftieitung: Sammel⸗Nr. 354 ür den An 15 2ie irch Arnoid Echmid. Mon Zliſte Nr. Weinheimer⸗ und Schwetzinger⸗Ausgabe) gültig. Durchſchnittsauflage Dezember 1935: Ausg. A Mannheim und Ausg. 8 Mannheim. Ausg. 4 Schwetzingen und Ausg. B—— 1 Ausg. A Weenheim und Ausg. B Weinheim., 313 Mhm, 5 für Geſamtauflage leinſchl Geſamt⸗DA. Dezember 1935: 72 401 — L Berlag un kreuzbanne 7mal(.71 owie die indert, b. ziſſensgei Abend⸗ Im Zuf der Nordfi digen itali rechnet ma für die nal Addis Ab⸗ Wenn di uüber Addi⸗ hauptſächli. 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