nder ſiegl eN EN *E% FEDE artmann ROS38V Westermeier - Will Dohm Hittwoch 5. 30,.30 Uhr gen. chung Beiziehung der Koſten der Ver⸗ irgſtraße zwiſchen erftſtraße gemäß badiſchen Orts⸗ en für die Stadt en allgemeinen ſeitragspflichtigen it dem Anſchlag zu dem ſie beige⸗ en, und den vor⸗ ſtigen Angaben, „aus dem die ücke zu exſehen iſt vom 17. Mürz Liegenſchaftsam Einſicht öffentlich üſſen innerhalb die am 17.Mürz eidung des Aus⸗ ürgermeiſter hier en. n 14. März 1936 ſermeiſter. Mahnung fgeführten, aus 1936 herrühren⸗ n bis ſpäteſtens Zahlung an die n fällig: hren, Mieteini⸗ Tiefbauamtsge⸗ erungsgebühren, „ Baugebühren, ebühren. n wird erinnert. t bis ſpäteſtens lung leiſtet, hat n der badiſchen ördnung eine n Höhe von 2 it zu entrichten. t außerdem die hundene Zwangs⸗ irten. Eine be⸗ ſedes einzelnen cht. ſe. —.—§——————— en des„Stella⸗ inheim, h 2, 7, heute nachmittag et. Konkursver⸗ walt Dr. Kurt im, P 7 ind bis zum 10. icht anzumelden. nes Verwalters, uſſes, zur Ent⸗ in§ 132 der ichneten Gegen⸗ erstag, den 16. 5 10 Uhr, und zemeldeten For⸗ rstag, den 30. 1 10 Uhr, vor nheim, 2. Stock, zer Gegenſtände ſitzt oder zur t, darf nichts chuldner leiſten. » und ein An⸗ te Befriedigung rsverwalter bis 6. März 1936 BG. 5. Zzverkauf Waldungen von „Abt. 15, 16 u. ſchnitten zu ver⸗ mit 10,11 fm mit 30,74 fm mit 96,37 jm mit 49,12 fm mit 5,65 fm zenten der ha⸗ iſe, für die ein⸗ imt die Evang. deidelberg bis den 25. Mürz Sicherheit kann bis 1. Oktober zei t eigt das Hol 96151) uin Helderderg Berlag und Schriftleitung: Mannheim, k 3, 14/½15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das„Haken⸗ kreuzbanner“ Ausgabe 4 erſcheint 12mal(.20 RM u. 50 7mal(.70 R ndert, be iſſensgeb Abend⸗Ausgabe A ſteht kein Anſpruch au Entſchädigung. Regelmäßi eten. Für unverlangt eingeſandte Beiträge wird ke Pfa. Trägerlohn), Ausgabe B erſcheint Mau. 30 Pfg. Trägerlohn), Einzelpreis 10 Pfg. 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Die Morgenblätter meſſen der Erörterung der europäiſchen Lage durch den Außenpoliti⸗ ſchen Ausſchuß des Unterhauſes am Dienstag⸗ abend allgemein große Bedeutung bei. Rund 200 Abgeordnete beſprachen im Auswärtigen Ausſchuß die Frage, welche Haltung Groß⸗ britannien einnehmen ſolle. Ueber den Verlauf der Sitzung berichtet „Daily Telegraph“, daß die Regierung aufgefordert worden ſei, angeſichts der allge⸗ meinen Volksſtimmung energiſch die Politik der Verſöhnung zu verfolgen. Außerdem ſolle Großbritannien keine weiteren militäriſchen Verpflichtungen in Europa annehmen. In einer Spätausgabe meldet das Blatt, daß min⸗ deſtens 60 v. H. der anweſenden Abgeordneten ſich gegen die Anwendung von praktiſchen Maßnahmen als Ausweg aus der Kriſe ge⸗ wandt hätten. Ferner ſei energiſch die Anſicht vertreten worden, daß die Regierung ſobald wie möglich eine Erklärung über ihre Politik abgeben ſolle. Dies ſei erwünſcht, um das gegenwärtige Gefühl der Unſicherheit in Bezug auf die Zukunft ſowohl im Parla⸗ ment wie im engliſchen Volk zu beſeitigen. Kein engliſch⸗franzöſiſches Bündnis Der„Daily Herald“ berichtet über die gleiche Sitzung, daß ſich die konſervativen Ab⸗ geordneten mit überwiegender Mehrheit gegen die Uebernahme neuer militäriſcher Verpflich⸗ tungen auf dem Kontinent ausgeſprochen hät⸗ ten. Zweifellos ſeien die Mitglieder der Re⸗ gierungspartei in ihrer Anſicht beſtärkt wor⸗ den, daß ein Bündnis mit Frankreich ſelbſt in verſchleierter Form nicht in Frage komme. Nach der Sitzung des Außenpolitiſchen Aus⸗ ſchuſſes, ſchreibt„News Chroniele“, ſei es klar, daß eine große Mehrheit der Abgeord⸗ neten dafür eintrete, die Friedensvorſchläge Hitlers gründlich zu erwägen. Dies bedeute nicht, daß die Abgeordneten die„Verletzung von Locarno und Verſailles“ leichten Herzens betrachten. Es mache ſich jedoch ein wachſendes Gefühl in der Konſervativen Partei und auf der Seite der Oppoſition bemerkbar, daß es eine Verzögerung der Ausſichten auf eine dauernde europäiſche Regelung bedeuten Zapfenstreich am Felertag der Wehrmacht würde, wenn man das deutſche Angebot ohne weiteres ablehne. Sir Auſten Chamber⸗ lain, der Maßnahmen gegen Deutſchland gefordert habe, ſei mit ſeiner Gruppe in der Minderheit geblieben. Ein Abgeordneter nach dem anderen habe den Standpunkt betont, daß England nichts tun bürfe, um die europäiſche Spannung zu verſtärken. Dienstag abend ſei es klar geworden, daß der Druck der öffent⸗ lichen Meinung in der Richtung eines Ent⸗ gegenkommens gegenüber Hitler auf der Grund⸗ lage der Gleichberechtigung das Parlament in einem kritiſchen Stadium beeinflußt habe. „Daily Expreß“ melbdet, die geſtrige Sitzung habe ſich durch einen Umſchwung der Stimmung in deutſch⸗freundlichem Sinne aus⸗ gezeichnet. Alle Erklärungen, die gegen gefähr⸗ liche Maßnahmen gerichtet waren, ſeien mit lautem Beifall aufgenommen worden. In manchen Reden ſei die Meinung zum Ausdruck gekommen, daß Deutſchland von Frankreich nicht gerecht behan⸗ delt worden ſei. Das Blatt hebt hervor, daß mehrere Staatsſekretäre an der Sitzung teilnahmen. Regierungseinpeitſcher hätten No⸗ tizen gemacht, um dem Kabinett Bericht zu er⸗ ſtatten, da die Anſichten der Verſammlung einen ſtarken Einfluß auf die Zukunft der Re⸗ gierungspolitik haben würden. fluch ſonſt ſichtliche Entſpannung Die Nachisiizung der Locarno-Mächte erzielt Forischriite London, 18. März. Die Vertreter der Locarno⸗Mächte traten, wie angekündigt, am Dienstag um 22 Uhr engliſcher Zeit zu einer weiteren Beratung zuſammen. Von engliſcher Seite nahmen an der Sitzung außer dem Außenminiſter Eden wieder Ramſay Mac Donald und der Schatzkanzler Neville Chamberlain teil. Die Sitzung wurde eine halbe Stunde nach Mitternacht beendet. Ueber das Ergebnis der Nachtſitzung berichtet Reuter, der allgemeine Eindruck gehe dahin, daß die Atmoſphäre ſich gebeſſert habe. Von zuſtändiger britiſcher Seite wurde am Mittwochfrüh erklärt, eine dauerhafte Löſung der europäiſchen Frage habe noch nicht ge⸗ funden werden können. Die Engländer ſeien beſtrebt, einen Weg zu einem Uebereinkommen ausfindig zu machen, dem Deutſchland und jede andere Macht beiſtim⸗ men könnte. Die Verhandlungen des letzten Abends ſeien ſehr gut fortgeſchritten. Die britiſche Regierung wünſche, daß der Völ⸗ kerbundsrat in London bleibe, bis man ſich über die Methoden zur Behandlung der Lage geeinigt habe. Zwiſchen den Locarnomächten, jo wurde von Weltbild M Der Große Zapfenstreich der Berliner Wachttruppe vor der Kommandantur am Jahrestag der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. britiſcher Seite weiter mitgeteilt, ſei noch kein Uebereinkommen über ihr Programm erzielt worden. Sobald das der Fall ſei, werde es dem Völkerbund und Deutſchland unterbreitet werden. Der deutſche Vorſchlag zu 25jährigen Nichtangriffspakten werde von den Locarno⸗ mächten gleichfalls erwogen. Die Beſprechungen, die ſich noch immer im vorbereitenden Stadium befänden und noch viel Arbeit erforderten, beſchränkten ſich auf die Fragen Weſteuropas. Auch die Franzoſen, ſo wurde ſchließlich von britiſcher Seite erklärt, ſeien bereit, eine Fried⸗ liche Löſung zu finden, wie dies bei den Eng⸗ ländern der Fall ſei. Die eigentlichen Ver⸗ handlungen für die Vorbereitung des ganzen Beratungsprogramms würden erſt am Don⸗ nerstag nach der Ratsſitzung beginnen. Die Locarno-Mächte traten am Mittwochmit⸗ tag um 12.15 Uhr erneut zuſammen, um ihre Beſprechungen fortzuſetzen. Schwierigkeiten in Rairo (Von unſerem Korreſpondenten) —tz. Kairo, 18. März. Die engliſch⸗ ägyptiſchen Verhandlungen ſind in ihre erſte kritiſche Phaſe getreten. Die eng⸗ liſche Delegation hat der ägyptiſchen ein Memo⸗ randum überreicht, in dem die britiſchen Militärforderungen genau umriſſen ſind. Danach lehnt England eine Einigung in der Militärfrage auf der Baſis des Nahas⸗ Henderſon⸗Abkommens aus dem Jahre 1930 ab, bezeichnet wenigſtens bis auf weiteres eine höhere Anzahl von Truppen(die im Jahre 1930 auf 11000 Mann beſchränkt waren) als unumgänglich notwendig, und beanſprucht Ale⸗ xandria als militäriſche Baſis. In der Frage der Verlegung der engliſchen Garniſon aus der ägyptiſchen Hauptſtadt ſcheint man nachgiebiger zu ſein. Eine Hilfe beim Neuaufbau der ägyp⸗ tiſchen Armee iſt zugeſagt. Die arabiſche Preſſe legt ſich auf Wunſch des ägyptiſchen Miniſterpräſidenten den Verhand⸗ lungen gegenüber größte Zurückhaltung auf. Denizelos in Paeis geſtorben Der Lebhenslauf eines griechischen Revolutionärs Paris, 18. März. Am Mittwochmorgen gegen.50 Uhr verſtarb in Paris der ehemalige Miniſterpräſident von Griechenland, Venizelos. * Venizelos wurde am 23. Auguſt 1864 auf Kreta geboren. Von Jugend an Revolutionär, war er bereits anfangs der 9oer Jahre Haupt einer Aufſtandsbewegung auf Kreta. Bei Aus⸗ bruch des Weltkrieges befand ſich Venizelos in München. Er kehrte eilends nach Griechen⸗ land zurück und erlaubte den beiden deutſchen Kriegsſchiffen„Goeben“ und„Breslau“ ſich mit Kohlen zu verſorgen. Dadurch gelang es dieſen, die Dardanellen zu erreichen, ſo daß eine gänzliche Wendung des Kriegsbildes im nahen Orient eintrat. Venizelos wollte jedoch Griechenland auf die Seite der Entente ziehen. Mit Hilfe franzöſiſcher Bajonette, gegen den Willen des griechiſchen Volkes, wurde auf Betreiben Venizelos König Kon⸗ ſtantin dann im Juni 1917 vertrieben. Unter dem Schutz franzöſiſchen Militärs zog Veni⸗ zelos in Athen ein, übernahm die Regierung und erklärte den Zentralmächten den Krieg. Für die königstreuen Griechen begann eine kummervolle Leidenszeit, jeder Verſuch, ſich gegen Venizelos aufzulehnen, wurde blutig unterdrückt. 1920 mußte er ins Ausland flüchten. In Paris verſuchten zwei griechiſche Offiziere, ihn zu ermorden. Der unglückliche Ausgang des von Venizelos begonnenen Feld⸗ zuges in Kleinaſien führte dann zu einer Re⸗ volution, bei der König Konſtantin zum zwei⸗ ten Male vertrieben wurde. Venizelos über⸗ nahm dann kurz noch einmal die Regierung. Zwiſchendurch aber wurden ihm wichtige diplomatiſche Miſſionen in Lauſanne, Genf und London übertragen. 1928 kehrte er nach Griechenland zurück und wurde bei den Wah⸗ len im Auguſt 1928 mit überwältigender Mehrheit gewählt. Die Wirtſchaftskriſe und zahlreiche Korrup⸗ tionsfälle ſeiner Freunde brachten ihn bei den Wahlen 1933 zu Fall. Mit Deutſchland hatte Venizelos verſucht, gute Beziehungen zu unterhalten. 1929 beſuchte er Berlin, um die Handelsbeziehungen zwiſchen Griechenland und Deutſchland zu fördern. Im Juli 1933 erfolgte ein neues ſchweres Attentat auf Venizelos, dem er wie durch ein Wunder und durch ſeine Geiſtesgegenwart entging. Im März 1935 ſtellte ſich Venizelos an die Spitze der Revolution, die aber erfolglos blieb. Er mußte mit vielen ſeiner Anhänger erneut ins Ausland flüchten. Seither lebte er in Paris. Sechs Rieſenverſammlungen mit Goebbels Plitreißende Nassenkundgebungen des Gaues Groß-Berlin/„Einer veriritt die Nation“ (Drahtbericht unſerer Berliner Schriftleitung) Berlin, 18. März. In der Reichshauptſtadt fanden am Dienstag⸗ abend ſechs überfüllte Maſſentundgebungen des Gaues Groß⸗Berlin ſtatt, auf denen nacheinan⸗ der Gauleiter Dr. Goebbels zu den Berlinern ſprach. Sämtliche Säle waren ſchon lange vor Beginn der Veranſtaltungen bis auf den letzten Platz beſetzt. Viele tauſende Berliner konnten keinen Einlaß mehr finden und ſtauten ſich vor den Verſammlungsgebäuden. Sie harrten ge⸗ duldig aus, um wenigſtens die Anfahrt ihres Gauleiters mitzuerleben. An den alten Kampfſtätten Als Dr. Goebbels wenige Minuten nach 7 Uhr abends vor den Pharus⸗Sälen ein⸗ traf, wurde er von den begeiſterten Berlinern mit brauſenden Heilrufen empfangen. Auch in der Neuen Welt an der Haſenheide, im Süden Berlins, im Konzerthaus Lindner in Pankow, in der Bockbrauerei und im Saalbau Friedrichsharn— alles alte Kampfſtätten der Berliner Bewegung— geſtal⸗ teten ſich die Kundgebungen zu einem gewal⸗ tigen Erlebnis für alle, an die Dr. Goebbels ſeinen Appell richtete. Ueberall der gleiche Ju⸗ bel, wenn der Miniſter, der für die Berliner Parteigenoſſen immer„ihr Doktor“ blieb, den Saal betritt. Schon nach wenigen Minuten iſt der innere Kontakt zwiſchen Redner und Zu⸗ hörerſchaft hergeſtellt. Obwohl der Miniſter in allen ſechs Ver⸗ ſammlungen über dasſelbe Thema, das ja jetzt das ganze deutſche Volk bewegt, ſprach, war es trotzdem jedesmal etwas Neues, riß die Glut ſeiner Rede, die Tiefe ſeiner Gedanken und die Wärme ſeiner Empfindungen die Zuhörer im— mer aufs neue mit. Wer im Norden und Oſten, im Süden und Weſten der Reichshauptſtadt im⸗ mer wieder mit dem Miniſter vor tauſenden und aber Tauſenden ſtand und auf ihren Ge⸗ ſichtern ihre Empfindungen mitlas, wer die Jubelſtürme erlebte, mit denen der Miniſter empfangen und verabſchiedet wurde, dem wur⸗ den zugleich auch ſeine Worte klar, daß keine deutſche Regierung in der deutſchen Geſchichte jemals ſo tief im Volk verankert war wie die nationalſozialiſtiſche. Abſchluß und Höhepunkt im Sportpalaſt Den Abſchluß der abendlichen Verſammlungs⸗ fahrt des Gauleiters bildete die Kundgebung im Sportpalaſt. Hier ſteigerte ſich beim Eintreffen Dr. Goebbels der Jubel und die Begeiſterung auf ihren Höhepunkt. Zehntau⸗ ſende harrten auf dem Vorplatz des Sport⸗ palaſtes und auf der Potsdamer Straße, um Dr. Goebbels einen begeiſterten Empfang zu bereiten. Mit beißender Fronie rechnet Dr. Goebbels hier mit dem Unweſen der Parteien ab, die Notwendigkeit ihrer Auflöſung mit humor⸗ vollen Sätzen begründend und fragt: Wollte man denn mit ſolchen Parteien Politik machen? Und wollte jemand verlangen, daß eine ſtaats⸗ männiſche Führung von Format ſich dem Diktat ſolcher Intereſſentenhaufen beugt? Im Tauſch mit ihnen hat das deutſche Volk nur gewonnen. Einer kommandiert heute und einer vertritt die Nation! „Wir mußten nach dem Sprichwort bandeln: Probieren geht über Studieren!“ Was wir nach der Machtübernahme tun mußten, das hatte ja in der Geſchichte gar keinen Vorgang. Wir haben uns dabei bewährt. Und wenn eine Staatsführung tauſenderlei von Problemen an⸗ greift, muß man ihr auch hier und da geſtatten, einen Fehler zu machen. Zug um Zug haben wir getan, was notwendig war. Für alles aber nahm der Führer allein die Verantwortung auf ſich. Das koſtete Opfer materieller und ideeller Art. Aber es wäre wahrhaft ungerecht, ſich über die Opfer aufzuregen und darüber zu vergeſſen, daß mit Erfolg verſucht worden iſt, das deutſche Volk aus eigener Scholle zu ernähren, die Grenzen durch eine ſtarke Wehr zu ſchützen und eine freie, ſouveräne Nation zu ſchaffen.(Jubelſtürme begleiten jede dieſer Feſtſtellungen.) „Jedermann wird gerechterweiſe zugeben müſſen, es hat ſich wirklich ein Wunder von unüberſehbarem Ausmaß voll⸗ zogen: Deutſchland iſt nicht nur freier, ſondern auch glücklicher und ſchöner geworden! Es lohnt ſich wieder, die ganze Menſchenkraft in den Dienſt dieſer Nation zu ſtellen.“ Abſchließend kommt Dr. Goebbels auf die Friedensvorſchläge des Führers zu ſprechen. Er nennt ſie die einzige Grund⸗ lage für die Schaffung eines dauerhaften Frie⸗ dens in Europa. „In einem wollen und müſſen wir der Welt überlegen ſein: in der Kraft des Volks und in dem moraliſchen Zuſammenhalt aller guten Deutſchen! Das deutſche Volk ſoll am 29. März ein Votum abgeben, das es dem Führer ge⸗ ſtattet, für die nähere und weitere Zukunft immer nur nach vorn zu ſchauen!“ In ſpäter Stunde ſchließt Dr. Goebbels im Sportpalaſt dieſe denkwürdige Kette von Groß⸗ verſammlungen des Gaues Groß-Berlin ab. Die Maſſen erheben ſich, die Lieder der Nation brauſen empor. Das„Sieg Heil“ auf den Führer iſt ein einziger Schwur der Treue. Berlin hat an dieſem Abend wiederum ein Bekenntnis zum Führer abgelegt und gezeigt, daß auch die Hauptſtadt des Reiches am 29. März ihre Pflicht erfüllen wird. Fußteitte für die fingeſtellten Einem„liebenswerien“ Beiriebsführer das Handv/erk gelegt (Von unſerer Berliner Schriftleitung) Berlin, 18. März. Das ſoziale Ehtrengericht in Breslau hatte ſich in dieſen Tagen mit einem Fall zu beſchäf⸗ tigen, der heute immerhin einzig daſtehen dürfte. Angeklagt war der Großhändler Ro⸗ bert Grundſchock wegen ehrloſen und un⸗ ſozialen Verhaltens. Grundſchock pflegte ſeine Angeſtellten und Arbeiter, wenn es ihm gerade paßte, mit Ohrfeigen und Fußtritten zu trak⸗ tieren. Solche Handgreiflichkeiten waren an der Tagesordnung und Grundſchock beſaß ſo⸗ gar die Frechheit, dieſe ſeltſamen Methoden in einem Rundſchreiben, das er in ſeinem Betrieb umgehen ließ, durch folgenden Satz als ein ihm ſelbſwerſtändlich zuſtehendes Recht hinzuſtellen: „Ordnung regiert die Welt, der Knüppel re⸗ giert die Menſchen“. Grundſchock wurde auch bezeugt, daß er ſeine weiblichen Angeſtellten in unſittlicher Weiſe zu beläſtigen pflegte. Zu dem Bild eines derartigen Betriebsführers ge⸗ hört auch die Tatſache, daß er grundſätzlich ſeine Arbeiter und Angeſtellten untertarif⸗ lichbezahlte und von ihnen unbezahlte Ueberſtunden verlangte. Das erſtaunliche an dieſem Fall iſt aber wohl vor allem, daß Grundſchock es wagte, derartige Methoden im nationalſozialiſtiſchen Staat ge⸗ Heh. Hofimann(51) „leh habe melne Pllicht 3½ Jahre lang getan. Deutsches Volk, tue jetzt du die deine!“ Der Führer spricht auf der machtvollen Kundgebung in detr Festhalle der alten Kaiserstadt Frankfürt am Main. Erjolge deutſcher Wiſſenſchaftler in AS Der Drang zur Erfaſſung des Ganzen, das fauſtiſche Element im Weſen unſeres Volkes, hat unſere Gelehrten und Forſcher immer wie⸗ der hinausgetrieben in die weite Welt. Wo noch ein weißer Fleck auf der Landkarte zu er⸗ forſchen war, wo immer ſich auch wiſſenſchaft⸗ liches Neuland darbot— ſtets können wir ſicher ſein, auch Deutſche unter denen zu finden, die ſich„mit heißem Bemühen“ um die Erſchließung neuer Erkenntniſſe bemühen. Es mag für uns gut ſein, uns immer einmal wie⸗ der darüber klar zu werden, welch großen An⸗ teil gerade Deutſche an dem Kulturſchafſen anderer Völker genommen haben. Dies ſoll nicht etwa— um einem Gedankengang Hans Grimms in ſeinen grundlegenden Ausführun⸗ gen über das Deutſchtum in Nordamerika zu folgen— einen Anſpruch auf Dankbarkeit oder beſondere Anerkennung begründen,— im Völ⸗ kerleben zwei Größen von zweifelhaftem Wert — ſondern ſoll nur dazu dienen, unſere eigene Stellung unter den Völkern der Erde zu er⸗ kennen. Zoologiſche und botaniſche Forſchung Das Geiſtesleben der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat manche grundlegende Anregung von Deutſchen emp⸗ fangen. Dies hat ſeinen natürlichen Grund darin, das einmal dieſes Land wertvolles deutſches Volksgut in beſonders großem Um⸗ fang in ſich aufgenommen hat, zum anderen fanden unſere Gelehrten, die ſich— aus wel⸗ chen Gründen auch immer— nach Amerika ge⸗ wandt hatten, in dem artverwandien Volk Vorausſetzungen für ihre Arbeit vor, die in vielen Fällen den Arbeitsbedingungen der Heimat ſehr nahe kamen. So kann es uns nicht wunder nehmen, daß wir deutſche wiſſenſchaft⸗ liche Tätigkeit in den Vereinigten Staaten ſchon frühzeitig feſtſtellen können. In einer Zeit, da die politiſche Aufbauarbeit des Staa⸗ tes noch wenig Raum für ſpezialwiſſenſchaft⸗ liche Arbeiten ließ, finden wir hier Deutſche am Werk. So veröffentlichte der deutſch⸗ ſtämmige Friedrich Valentin Melsheimer, der von 1749 bis 1814 lebte und lange Jahre das Amt eines lutheriſchen Pfarrers in Penn⸗ ſylvanien bekleidete, das erſte Verzeichnis der im Oſten der Vereinigten Staaten vorkommen⸗ den Inſekten. Auch der erſte Forſchet, der die in den Gewäſſern Nordamerikas vorkommen⸗ den Fiſche wiſſenſchaftlich unterſuchte, war ein Deutſcher, der Regimentsarzt David Schoepf, der mit den im britiſchen Heer dienenden deut⸗ ſchen Hilfstruppen nach Amerika gekommen war. Erforſchung des Landes gelegt zu haben, kön⸗ nen ſich Deutſche rühmen. So veröffentlichte der lutheriſche Paſtor Gotthilf Heinrich Ernſt Mühlenberg die erſte Flora von Penn⸗ ſylvanien. Der Deutſche Gerhard Trooſt, ein Schü⸗ ler der berühmten Bergſchule in Freiberg in Sachſen, war der erſte Gelehrte, der in Amerika Vorleſungen über Geoloaie und Mineralogie ron hat. Trooſt war von 1810 bis 1827 Profeſſor am Mineralogiſchen Muſeum zu Philadelphia und erhielt ſpäter eine Berufung als Staatsgeologe. Er war auch der erſte, der Wiſſenſchaft in den Vereinigten Staaten wirtſchaftlich verwertete, indem er auf Kap Sable in Maryland die erſte chemiſche Fa⸗ brik des Landes gründete. Den Drang, Meu⸗ land zu erobern, ſehen wir ſo in dieſen erſten wiſſenſchaftlichen Pionieren des Deutſchtums in den Vereiniaten Staaten übermächtig. Die„Polaris“⸗Expedition Emil Beſſels aus Heidelberg war der wiſſenſchaftliche Leiter der betühmten„Polaris“⸗ Expchition, die im Jahre 1871 durch den Smith⸗Sund und den Kennedy⸗Kanal in das noch unerforſchte Gebiet der Arktis aufbrach. Auch die Grundlagen zur botaniſchen Beck. gen ſeine Gefolgſchaftsmitglieder anzuwenden. Vor der Machtergreifung des Nationalſozialis⸗ mus hätte niemand danach gefragt, niemand hätte überhaupt die Möglichkeit gehabt, mit Ausſicht auf Erfolg dieſem ſchamloſen Treiben Einhalt zu gebieten. Offenbar hat es Grund⸗ ſchock bis heute verſtanden, durch Drohungen das Bekanntwerden dieſer unglaublichen Zu⸗ ſtände zu verhindern. Selbſtwerſtändlich griff der nationalſoziali⸗ ſtiſche Staat ſofort mit unbarmherziger Strenge ein, als der Fall an zuſtändiger Stelle bekannt wurde. Das ſoziale Ehrenge⸗ richt aberkannte Grundſchock für immer die Befähigung zum Betriebsführer. Der Treu⸗ händer der Arbeit betonte in ſeiner Anklage, daß gegen einen derartigen Volksſchädling nicht ſtreng genug vorgegangen werden könne. Grundſchock habe ſich in den ſchärfſten Gegen⸗ ſatz zu den nationalſozialiſtiſchen Grundſätzen gebracht und könne daher keine Milde erwarten. A brad ffälte in Schleſien Breslau, 18. März. Nachdem es vorher in den ſchleſiſchen Bergen zum Teil ſtärker geſchneit hatte, kam es in der Nacht zum Mittwoch zu Aufheiterung und ſtär⸗ kerem Temperaturrückgann. Während das Flachland bis 5 Grad Kälte meldet, wurden, wie der Reichswetterdienſt Breslau meldet, im Gebirge bis zu 10 Grad Kälte gemeſſen. Groß⸗ Iſer im Iſergebirge hatte am Mittwochmorgen noch 17 Grad Kälte. Bis über der Schneedecke wurden ſogar 21½ Grad Kälte feſtgeſtellt. In den ſchleſiſchen Bergen in Höhenlage über 900 Meter wuchs die Schneedecke auf einen Meter Höhe an. Bei Pulverſchnee ſind die Sportver⸗ hältniſſe für Ski und Rodel ſehr gut. In fiürze Reichsminiſter Ruſt ſprach am Dienstag in einer großen Wahlkundgebung in Idar⸗Ober⸗ ſtein.— In Magdeburg hat Reichsleiter Roſen⸗ berg in der überfüllten Stadthalle in einer gro⸗ zen Rede die Notwendigkeit der Bekämpfung des Bolſchewismus durch Deutſchland erörtert. * .2 129 berührte Dienstagnachmittag bei ſei⸗ ner Dauermeßfahrt das württembergiſche und bayeriſche Bodenſeegebiet. Das Luftſchiff hat Mittwochvormittag auf dem Werftgelände in Friedrichshaſen eine kurze Zwiſchenlandung vor⸗ genommen. ** Der König von England empfing Dienstag⸗ nachmittag Flandin, van Zeeland und Oberſt * Das engliſche Unterhaus nahm nach langer Nachtſitzung die Voranſchläge des Luftfahrt⸗ miniſteriums an. 1 Die Londoner Morgenblütter begrüßen allge⸗ mein den deutſchen Entſchluß, eine Abordnung nach London zu entſenden. * Der franzöſiſche Kammerpräſident Bouiſſon mußte während der Sitzung der Kammer wegen plötzlichen Unwohlſeins den Vorſitz an einen ſtellvertretenden Vorſitzenden abgeben. Kammer⸗ präſident Bouiſſon leidet an heftigen Nieren⸗ beſchwerden. Aus Neapel iſt in Genua der Dampfer„Lom⸗ bardia“ mit 4000 für Maſſaua beſtimmten Ar⸗ bertern eingetroffen, um eine Reihe von kriegs⸗ freiwilligen Verbandsführern der Faſchiſtiſchen Partei an Bord zu nehmen, die ſich nach Eritrea begeben. Der unglückliche Ausgang dieſer groß angeleg⸗ ten Expedition dürfte heute nicht mehr allge⸗ mein bekannt ſein. Die„Polaris“ aing im ewiaen Eis unter, und der Leiter der Expe⸗ dition, Charles Franeis Hall, dber ſich früher durch die Erſorſchuna der Gegend nöpwlich der Hudſon⸗Bai vewient gemacht hatte, ſtarb. Da übernahm Beſſels die Führung der Expedition, und ſeiner Tatkraft gelang es, einen Teil der Mannſchaft, ſowie die wiſſenſchaftlichen Auf⸗ zeichnungen zu retten. 196 Tage hatten die Ueberlebenden auf einer im Meer umhertrei⸗ benden Eisſcholle verbringen müſſen, ehe ſie von einem Dampfer gerettet wurden, und nur der überragenden Perſönlichkeit Beſſels war es zu danken, daß die bedrohte Manneszucht unter den Schiffbrüchigen aufrecht erhalten und ſo arößeres Unheil verhütet wurde. Deutſche waren es auch, die das wiſſenſchaft⸗ liche Intereſſe auf die Erforſchung der von der politiſchen Entwicklung bedrohten nordamerika⸗ niſchen Indianerſtämme lenkten, die Herren⸗ huter Miſſionare David Zeisberg und Johann Heckewalder. Ihre Aufzeichnun⸗ gen über die Stämme im oberen Ohiogebiet können noch heute als eine Fundgrube für die Völkerkunde gelten. Der katholiſche Miſſionar Friedrich Baraga, gleichfalls ein Deutſcher, ſchrieb in der erſten Hälfte des 19. Jahrhun⸗ derts über die Stämme der Ottawas, Chippe⸗ was und Pottawatonies und gab eine auf⸗ ſchlußreiche Darſtellung ihrer Sitten und Ge⸗ bräuche. Er verfaßte auch Lehr⸗ und Wörter⸗ bücher ihrer Sprache, für die damalige Zeit noch eiwas ganz Ungewöhnliches, und leiſtete ſo wertvolle wiſſenſchaftliche Pionierarbeit, auf denen ſpäter Forſcher weiter aufbauen konnten. Das erſte Konverſationslexikon Die Amerikaner haben ihr erſtes Konver⸗ ſationslexikon einem Deutſchen zu verdanken, dem Berliner Franz Lieber, der im Jahre 1798 in der preußiſchen Hauptſtadt geboren worden war und als Dreißigjähriger nach Amerika kam. Bei der Herausgabe ſeiner „Eneyklopedia Amerikana“ hatte er das Kon⸗ verſationslexikon von Brockhaus zugrunde ge⸗ leat, wobei er alle Artikel auf amerikaniſche Verhältniſſe zuſchnitt und auch bei der Artikel⸗ auswahl die Gegenſtände in den Vordergrund rückte, die für die Amerikaner von beſonderer Bedeutung waren. Wer darüber unterrichtet iſt, welche ungeheure Bedeutung das Konver⸗ ſotionslexikon für den allgemeinen Stand der Volksbildung hat, wird die Tatſache richtig einſchätzen, daß das erſte allgemeine amerika⸗ niſche Konverſationslexikon von einem Deut⸗ ſchen geſchaffen wurde. Denn wenn die ein⸗ zelnen Artikel des Werkes auch von amerikani⸗ ſchem Standpunkt aus überarbeitet wutrden, ſo konnte es doch nicht ausbleiben, daß ſie einen uch deutſchen Geiſtes in das amerika⸗ niſche Volk trugen. Lieber iſt übrigens auch der⸗ jenige, der auf Veranlaſſung des Präſidenten Lineoln Inſtruktionen für die Verwaltung der amerikaniſchen Armee verfaßte, die als„Gens⸗ ralbefehl Nr. 100“ allen Stabsoffizieren lange Zeit als Richtſchnur dienten. Kurt Müno. — „Galon der Unabhängigen“ in pParis Mit rund 4000 Bildern in 44 Sälen zeigt die moderne fvanzöſiſche Kunſt ihren Standpunkt und ihre Leiſtung in umfaſſender Weiſe, Der ſoeben 40„Salon“, der bald ſein 50jäh⸗ riges Beſtehen feiern kann, darf als General⸗ ſchau der Künſte betrachtet werden, auch dies⸗ mal ergibt ſich ein glänzendes Bild. Die Ueber⸗ ſicht iſt ſehr erleichtert, da man zum erſten Male nicht nach den Buchſtaben, ſondern nach der Richtung der gehängt hat. Unter den„Klaſſikern“ fallen die Matisſes, Bonnards, Vlanimcks, Utrillos auf.(Letzterer erſcheint nicht mehr vollkommen„klaſſiſch“.) Die Jugend prä⸗ ſentierte ſich mit Poneelet, Planſon, Prepoſt, Lhote, Duſy, Gromaire und anderen recht gün⸗ ſtig. Alle Richtungen ſind vertreten, dach err⸗ ſchen die Vorſtöße in das Gebiet eines geiſtig verwalteten Realismus vor, die Grundhaltung erſcheint der deutſchen immer ähnlicher. 0 Stimm: Man kan des Ausla die„wirkl unterrichte Kriſenſtime aber im V es mit die aus? Was Acht Tag pen in die ſuchte ich Kabaret ſelten lache nervös iſt, findet. Ke nicht voll nicht einm⸗ hier alſo a Viel beſſer beſetzten Theater u Zuſtand, ir lönnte hie ſchlimmſter überfüllt ge nicht ganz. Art von V. beſtimmten ein raſſefre träger von vorplärren Hier dageg meiſter, Ka Der vom Reichsausſch wettbewerb Sälen des eines frohg Ueber 70ʃ ginn der U in geſpannt Marmorſaa Miniſterien, Organiſatio unter Vorſi movſky Reichsmuſik U. a. ſah Reichsrundf ler⸗Andr Reichsrundf Nach eine Kapellen ne ſeinen Anfe Kapelle de— Frankfurt, München, zum Vortre ſoliſtiſche D unterbracher während be getanzt wur Die unur in allen Sä ſer erſte g leitung am gelungen in trott iſt aus Leben wird auf Bällen aufblühen. Wie der würdigen 2 loſen Treiben at es Grund⸗ ch Drohungen aublichen Zu⸗ ationalſoziali⸗ mherziger n zuſtändiger iale Ehrenge⸗ iner Anklage, Volksſchädling werden könne. irfſten Gegen⸗ 1 Grundſätzen ilde erwarten. ſiſchen Bergen kam es in der tung und ſtär⸗ Zährend das det, wurden, zu meldet, im meſſen. Groß⸗ ittwochmorgen er Schneedecke eſtgeſtellt. In lage über 900 die Sportwer⸗ Idar⸗Ober⸗ sleiter Roſen⸗ Betämpfung land erörtert. nittag bei ſei⸗ bergiſche und Luftſchiff hat rftgelände in tlandung vor⸗ ng Dienstag⸗ d und Oberſt nach langer s Luftfahrt⸗ grüßen allge⸗ e Abordnung ent Bouiſſon ammer wegen ſitz an einen hen. Kammer⸗ tigen Nieren⸗ ampfer„Lom⸗ ſtimmten Ar⸗ ze von kriegs⸗ die ſich nach 3 3 3 8 3 zugrunde ge⸗—3 i der Artitel⸗ yn beſonderer n Stand der eine amerika⸗ ſenn die ein⸗ on amerikani⸗ zitet wurden, ben, daß ſie Marmorſaal befanden zens auch der⸗ Präſidenten rwaltung der izieren lange älen zeigt die Standpunkt Weiſe. Der d ſein 50jäh⸗ als General⸗ n, auch dies⸗ merſten Male orſcheint nicht 3. 22 222.22 C das Volg—— Rölner Wochenende in einer„fRriſenzeit“ Stimmung in Vergnügungsstäften/ in den Frie densgarnisonen/ Politik auf Fußballplätzen Unſer Sonderberichterſtatter hat eine Reiſe durch Deutſchland angetreten, um feſtzuſtellen, was das Volk zu all den Leiſtungen ſagt, die der national⸗ ſozialiſtiſche Staat in den letzten drei Jahren vollbracht hat. Er beſucht keine Prominenten, er geht zu den ſchaffenden deutſchen Menſchen, den Arbeitern, Handwerkern, Bauern, und will ihre Anſichten wiedergeben. und was ſagt das Volk dazu.“ So hat er ſeine Serie von Aufſützen genannt, die wir zum Abdruck bringen werden. Man kann immer noch in gewiſſen Zeitungen des Auslandes, die ſcheinbar am beſten über die„wirklichen Verhältniſſe“ in Deutſchland unterrichtet ſind, von einer angeblich„nervöſen Kriſenſtimmung“ in Deutſchland, vor allem aber im Weſten des Reiches, leſen. Wie ſieht es mit dieſer„Kriſenſtimmung“ nun wirklich aus? Was ſagt das Volk dazu? Acht Tage nach dem Einzug deutſcher Trup⸗ pen in die bis dahin entmilitariſierte Zone be⸗ ſuchte ich am Samstagabend in Köln ein Kabarett. So viel und ſo herzlich habe ich ſelten lachen hören. So lacht kein Volk, das nervös iſt, deſſen Land ſich in einer Kriſe be⸗ findet. Kein Tiſch in dem großen Hauſe, der nicht voll beſetzt geweſen wäre, und es war nnicht einmal billig dort. Es kann den Leuten hier alſo auch wirtſchaftlich nicht ſchlecht gehen. Viel beſſer als alle Statiſtiken ſprechen die voll⸗ beſetzten Säle der Vergnügungslokale, der Theater und Kinos von dem wirtſchaftlichen Zuſtand, in dem ſich ein Volk befindet. Man könnte hier ſagen, daß in Deutſchland in ſchlimmſter Zeit die Vergnügungsſtätten auch überfüllt geweſen wären. Der Vergleich ſtimmt nicht ganz. Es waren nur eine ganz beſtimmte Art von Vergnügungspaläſten, von einem ganz beſtimmten Publikum beſucht. Damals ließ ſich ein raſſefremdes Schiebervolk und deren Zu⸗ träger von raſenden Negerjungen Urwaldmuſik vorplärren und ſoff dazu den Sekt aus Kübeln. Hier dagegen ſaßen biedere Bürger, Handwerks⸗ meiſter, Kaufmänner und Soldaten mit ihren Frauen und Bräuten, die ſich an den geſunden, manchmal derben Späßen, an dem ſprühenden Humor freuten. Kein Krampf, kein nervenbe⸗ täubender Klamauk, ſondern wohlverdiente frohe Stimmung nach dem Tagewerk. Am Sonntagnachmittag zogen ſie zu Tau⸗ ſenden hinaus zu den Fußballplätzen. Am Mittag war ein SA⸗Aufmarſch in Köln. In ſonntäglichen Kleidern ſtanden Männer und Frauen in dichten Reihen auf dem weiten (Von unſerem Sonderberichterſtatter) Neumarkt und ſahen voll Stolz auf die ſtram⸗ men Männer der SA, ihre Söhne und Brüder. Hell ſchmetterten die Fanfaren und Trompeten in den dieſigen Märzhimmel. Ein Redner der Partei ſprach und begeiſtert ſtimmte die Maſſe ihm zu. Wo war die„nervöſe Kriſe“? Nicht bei dieſem Volk, das dem Führer immer wie⸗ der dankt für die Befreiung der engſten Heimat, für den ſelbſwerſtändlichen Schutz durch deutſche Soldaten, den er dem bedrohten Rhein wieder⸗ gab; die Nervoſität liegt weiter weſtlich, hinter den Grenzpfählen. Auf den Fußballplätzen ſtanden ſie ſtunden⸗ lang in ſportlicher Begeiſterung. Kein Wort von Politik. Fünfzehntauſend Menſchen waren auf den verſchiedenen Sportplätzen der Stadt. Geht ein Volk, das in„nervöſer Kriſenſtim⸗ mung“ fiebert, zu Fußballwettſpielen? brenzenloſes bertrauen jedes einzelnen Ich ſprach mit meinem Nebenmann auf dem Fußballplatz. Wir waren ins Geſpräch gekom⸗ men, nachdem er mir mit Wucht auf die Schul⸗ ter geſchlagen hatte, als die Mannſchaft ſeiner Freunde einen Torerfolg hatte. Ich fragte ihn, was er denn ſo von der politiſchen Lage dächte. Zunächſt ſah er mich groß an und dann meinte er: „Dr. Goebbels hat neulich einmal geſagt, die Miniſter ſind bei uns nicht dazu da, dem Volk Sorgen zu machen, ſondern ſie ihm abzunehmen. Das meine ich auch. Ich habe ſeit 2 Jahren wieder Arbeit und habe mein Auskommen. Viel iſt es ja nicht, aber es muß eben reichen, und ich bin zufrieden. Wenn wir nach dieſen letzten drei Jahren noch immer kein Vertrauen zum Füh⸗ rer und ſeinen Miniſtern hätten, dann könnten wir uns begraben laſſen. Zu Anfang war es Ein Bild des Friedens Sieht das nach Nervosität und kriegerischer Geste aus? ————————— (Archivbild 2) Der Berliner Joo erlebte ein Volksjeſt Reichsausſcheidungskampf im Tanzkapellenwettbewerb Der vom Deutſchlandſender durchgeführte Reichsausſcheidungskampf im Tanzkapellen⸗ wettbewerb der Reichsſendeleitung in ſieben Sälen des Berliner Zoos trug den Charakter eines frohgeſtimmten, großen Volksfeſtes. Ueber 7000 Beſucher hatten bereits bei Be⸗ 5 ginn der Uebertragung von ſämtlichen Sälen in geſpannter Erwartung Beſitz ergriffen. Im ſich die Vertreter von Miniſterien, Kammern und allen politiſchen Organiſationen, ſowie das Prüfungsgericht unter Vorſitz von Reichsſendeleiter Hada⸗ movſky im Beiſein des Präſidenten der Reichsmuſikkammer, Prof. Dr. Peter Raabe. U. a. ſah man den Präſidenten der Reichsrundfunkkammer, Miniſterialrat Dreß⸗ ler⸗Andreß und Direktor Voß von der Reichsrundfunt⸗Geſellſchaft. Nach einem ſchwungvollen Auftakt aller acht Kapellen nahm der Reichsausſcheidungskampf ſeinen Anfang. Jede einzelne Bezirksſieger⸗ Kapelle der Reichsſender Berlin, Breslau, Frankfurt, Hamburg, Königsberg, Leipzig, München, Stuttgart, hatte zwei Pflichtſtücke zum Vortrag zu bringen. Abwechſlungsreiche ſoliſtiſche Darbietungen erſter Berliner Kräfte unterbrachen die zeitgemäßen Tanzweiſen, während bereits in den übrigen Sälen fleißig getanzt wurde. Die ununterbrochen überfüllten Tanzflächen in allen Sälen bewieſen zur Genüge, daß die⸗ ſer erſte glückliche Verſuch der Reichsſende⸗ leitung am Freitag, 13. März, durchſchlagend gelungen war. Ein überlebter Gewohnheits⸗ trott iſt aus dem Gleichgewicht gebracht. Neues Leben wird bald in allen deutſchen Tanzſälen, auf Bällen und bei geſelligem Zuſammenſein aufblühen. anzgie 5 Deutſche Rundfunk nach den denk⸗ ürdigen Worten Eugen Hadamovſkys anläß⸗ lich der Münchener Intendantentagung im Oktober 1935 ſich dazu entſchloſſen hat, allen Völkern zum freundlichen Kultur⸗ und Kunſt⸗ austauſch die Hand zu reichen, ſo iſt er auch einzig dazu berufen, durch ſeine überall ver⸗ nommene Aufforderung„Deutſche Tanzmuſik dem deutſchen Volk“, vor allem auch die ein⸗ heimiſchen Tonſetzer zur Selbſtbeſinnung zu zwingen und jenen befreienden Stilwandel unſerer leichten Unterhaltunasmuſik. herbei⸗ zuführen, der ſich in vielerlei erfreulichen An⸗ ſätzen beim Reichsausſcheidungstreffen der acht deutſchen Bezirksſieger ſchon deutlich ankündigte. Je nach dem Geſchmack des freudig teilneh⸗ menden Publikums erhielt bald die eine, bald die andere Kapelle einen ſtürmiſchen Beifall. Nach erfolater Zähluna der Stimmſcheine, die von den Hörern draußen bis zum Wochen⸗ beginn erwartet werden, tritt das Prüfungs⸗ gericht erneut zuſammen, um die Namen der Preisträger zu ermitteln. Was aber als prak⸗ tiſcher Erfola ſchon jetzt Erwähnuna verdient, das iſt die Tatſache, daß ungezählte Verpflich⸗ tungsanträge an faſt alle am Wetrbewerb be⸗ teiligten Kapellen bereits gerichtet wurden und fortwährend noch einlaufen. Deutſche Bühnenkunſt in Riga Riga, die lettiſche Hauptſtadt, hat von jeher ein ſehr reges Bühnenleben gehabt. Es iſt ver⸗ ſtändlich, daß der lettiſche Staat mit allen Mitteln und zweifellos auch erfolgreich beſtrebt war, ein lettiſches Nationaltheater zu ſchaffen. Die lettiſche Oper hat einen ausgezeichneten internationalen Ruf, und auch das lettiſche Schauſpiel arbeitet für die Pflege der natio⸗ nalen Dichtkunſt. Daneben gibt es das durch gute darſtelleriſche Leiſtungen emigrierter Ruſ⸗ ſen bekannt gewordene Ruſſiſche Schau⸗ vielleicht bei manchen nur die Begeiſterung über den Mann, der den Mut und die Kraft hatte, all die ſchlappen Kerle an den Krippen da oben zum Teufel zu jagen.— Zugegeben, nach⸗ her hat manch einer— ich ſelber auch— es ein wenig mit der Angſt bekommen über das Tempo. Aber auch das verging, jetzt iſt es längſt nicht mehr nur Begeiſterung, jetzt iſt es gren⸗ zenloſes Vertrauen, das uns mit dem Führer verbindet. Ein Bild des Friedens In Bonn, eine halbe Autoſtunde von Köln entfernt, beſtimmten an dieſem Sonntag die Soldaten der Wehrmacht den freien Nachmittag der Jugend, vor allem der weiblichen. Ueberall ſicht man Gruppen von Zweien und Dreien mit ihren Mädels ſpazieren gehen. Die Solda⸗ ten tragen noch die Feldbluſen, in denen ſie Die Friedensgarnison ist da! Etwas noch nie Dagewesenes ist das Mittagskonzert vor acht Tagen in ihre neuen Friedensgarniſo⸗ nen einrückten. Das ging alles ſo ſchnell, daß ſie ihre Extraanzüge nicht mitnehmen konnten. Aber das ſtört die junge Freundſchaft nicht. Ein altes Mütterchen neben mir am Fenſter eines kleinen Kaffeehauſes am Markt ſchaut hinaus auf eine Gruppe von Soldaten, die dort am Brunnen mit ihren Mädels ſtehen. „Jetzt iſt erſt wieder richtig Frieden. Solange wir unſere Soldaten nicht hier hatten, war das eigentlich immer noch Krieg. Weißt du noch, als wir dort drüben am Brunnen ſtanden, du in deiner ſchmucken blauen Uniform mit den roten Aermelaufſchlägen?“ Der alte Herr neben ihr— im Knopfloch ein Ordensbändchen— brummelt etwas unverſtändlich vor ſich hin, aber in ſeinen Augen glitzert es verdächtig. Ein Hitlerjunge erzählt mir ſtolz, daß er allein gewußt habe, was das für Uniformen waren, als die Soldaten der Flat⸗Artillerie in einem Nachbardorf einrückten. Die anderen hät⸗ ten alle nur mit offenem Munde dageſtanden und geſtaunt. „zeht, ſeht das iſt ein Geſchäft..“ An dieſem Sonntag der„Kriſenzeit“ eröff⸗ nete man die Kölner Frühjahrsmeſſe. Die be⸗ legte Fläche mußte gegenüber der Frühjahrs⸗ meſſe des Vorjahres um 50 Prozent und im Vergleich zur vorherigen Herbſtmeſſe um 30 Prozent erweitert werden. Der Anſturm der Beſücher zu dieſer Meſſe, die ſich nur aus Ein⸗ käufſern und Wiederverkäufern der Artikel der einzelnen Fabrikationszweige, die auf dieſer Muſterausſtellung vertreten ſind, zuſammen⸗ ſetzen, war derart, daß ſtundenweiſe ſchon am erſten Tage wegen Ueberfüllung geſchloſſen wer⸗ den mußte. Der Umſatz des erſten Tages, über den abſchließende Daten noch nicht vorlagen, war nach Aeußerungen der gefragten Ausſteller ganz außerordentlich groß. So ſieht alſo ein Volk aus, das in„ner⸗ vöſer Kriſenſtimmung“ fiebert: Es füllt die Vergnügungsſtätten, es betreibt begeiſtert Sport und kauft auf einer Muſtermeſſe mehr denn je. In unmittelbarer Nähe des Doms, in klei⸗ nen Nebenſtraßen, die der Fremde nur unter Führung eines Ortskundigen findet, ſind jene kleinen Bierlokale, in denen die ſprichwörtliche ſpiel und die Deutſche Schauſpiel⸗ bühne, die ſeit zwölf Jahren beſteht und ſich aus einem Dilettanten⸗-Unternehmen zu einem hochbedeutenden künſtleriſchen Faktor in Riga entwickelt hat. Nach Ueberwindung größter Schwierigkeiten iſt hier eine Bühne entſtanden, die als Hochburg deutſcher Theaterkultur in allen deutſchen Kreiſen Rigas und darüber hinaus auch bei den Letten uneingeſchränkte Anerkennung gefunden hat. Ein klug auf⸗ gebauter Spielplan, eine zielbewußte Leitung — Intendant Dr. Hermann Grußendorf— und der ſtarke Einſatz deutſcher Beſucherorganiſa⸗ tionen haben ein blühendes Theaterleben ge⸗ ſchaffen, das auch zahlenmäßig ſeinen Aufſtieg und Erfolg belegen kann. Da die Werbearbeit in dieſen Organiſationen der,Deutſch⸗Baltiſchen Volksgemeinſchaft, dem Reichsdeutſchen Verein, dem Bildungsverein und der Deutſchen Jugend noch weitere Möglichkeiten enthält, darf man auf eine aufſteigende Theaterarbeit in der Zu⸗ kunft und damit auf eine weſentliche kulturelle Stärkung des Auslanddeutſchtums im Nord⸗ oſten Europas hoffen. Austauſch⸗Konzerte zwiſchen Leipzig und Brüſſel. Von der Leipziger und der Brüſſeler Muſikhochſchule wurden Austauſch⸗Konzerte eingeführt, die die Einleitung für einen regel⸗ mäßigen Schüleraustauſch bilden. Die erſte Veranſtaltung dieſer Art hat bereits mit gro⸗ ßem Erfolg in Brüſſel ſtattgefunden. Noch in dieſem Monat werden Schüler des Brüſſeler Konſervatoriums in Leipzig konzertieren. Die Anregung zu den Austauſchverhandlungen gab der große Erfolg des Leipziger Konſervato⸗ riumskonzertes im Rahmen des vorjährigen Reichs-Bachfeſtes. Wedekind⸗Preis für Geſchichte verteilt. Auf einer öffentlichen Sitzung der Geſellſchaft der Wiſſenſchaften in Göttingen gelangte zum erſtenmal nach vielen Jahrzehnten der Preis' der Wedekindſtiftung für Geſchichte zur Verteilung. Der Stifter des Preiſes iſt kölſche Gemütlichkeit ihre Heimat hat. Dort ſaß ich am Abend an einem Skattiſch als vierter Mann. Noch ehe ich den Mund auftun konnte, um mir ein Glas Bier zu beſtellen, ſtellte der blaubeſchürzte„Köbes“, ſo heißen die Kellner ganz allgemein in Kölner Bier⸗ lokalen, ſchon ein ſchmales, hohes Glas mit dem echten kölſchen Bier, an das ſich der Fremde erſt gewöhnen muß, vor mich hin. In dieſer Skatrunde fand ein braver Hand⸗ werksmeiſter, als unſer Geſpräch auf die Po⸗ litik kam, ein prachtvolles Gleichnis über die politiſche Lage: „Das iſt alles ſo wie hier beim Stat. Deutſchland war der vierte Mann, der beim Spiel der anderen nur zugucken durfte und gegen alle Regeln immer das bezahlen mußte, was die anderen verloren. Jetzt ſpielt nun Deutſchland mit und zeigt den anderen mal, was ein anſtändiger Skat iſt, und gewinnt dabei. Drei Stunden haben die anderen gewonnen, jetzt gewinnt er mal und nun brüllen die anderen, daß ſie betrogen würden.“ Heinz Otto. Chriſtian Anton Wedekind, der als Oberamt⸗ mann am Kloſter von St. Michaelis tätig war und verſchiedene bedeutende hiſtoriſche Schrif⸗ ten verfaßt hat. Die Geſellſchaft der Wiſſen⸗ ſchaften ernannte ihn 1818 zum Ehrenmitglied. Der Wedekind⸗Preis, der mit einem Betrage von 3300 Mark verbunden iſt, wurde Walter Buff aus Hannover für die beſte Bearbeitung des Preisthemas„Gerlach Adolf von Münch⸗ hauſen, der Gründer der Göttinger Univerſität“ zugeſprochen. Als neues Preisthema wurde „Frühzeit der deutſchen Städteentwicklung bis zum 12. Jahrhundert“ ausgeſchrieben. Nachweis ariſcher Abſtammung. In Fällen, wo die ariſche Abſtammung ſich durch fehlende Urkunden nicht lückenlos nachweiſen läßt, kann die Reichsſtelle für Sippenforſchung ein anthro⸗ pologiſches Gutachten von Univerſitätsinſtituten anfordern. Das Reichsminiſterium des Innern hat hierfür als berechtigt anerkannt die anthro⸗ pologiſchen Inſtitute der Univerſitäten Ber⸗ lin, Hamburg, München, Frankfurt, Breslau und Leipzig ſowie das Thü⸗ ringiſche Landesamt für Raſſeweſen in Wei⸗ mar. Abſtimmung über Lehrfilme. Die Prager Schulbehörden, die anſcheinend den Parlamen⸗ tarismus auch in der Schule mit Macht för⸗ dern wollen, haben unter 20000 Schulkindern über die Benutzung des Films im Unterricht abſtimmen laſſen. Dabei ſtimmte für einen ausſchließlich kinematographiſchen Unterricht nur drei Prozent der Kinder, während für den Film als Hilfslehrmittel, beſonders im Ge⸗ ſchichts⸗- und Geographieunterricht ſich die über⸗ wältigende Mehrzahl von 95 Prozent ergab. Nürnberg führt die Familienbücher ein. Vom 1. April an bekommt jedes neuvermählte Paar der Stadt Nürnberg vom Standesamt ein Fa⸗ milienbuch überreicht, in das als erſtes die amt⸗ liche Beſcheinigung der Eheſchließung ein⸗ getragen iſt. „Hakenkreuzbanner“— Seite 4 Blick übers Cand ANr. 132— 18. März 1936 50000 ſuchen an Oſtern in Baden Lehrſtellen Ratſchläge des Berufsberakers/ Gebt der Jugend eine gründliche Berufsausbildung Karlsruhe, 17. März. Rund 50 000 Jun⸗ gen und Mädel verlaſſen an Oſtern dieſes Jah⸗ res im Gau Baden die Schulen, um in das Be⸗ rufs⸗ und Arbeitsleben der Nation eingeglie⸗ dert zu werden. Wenn nun in dieſen Wochen vor Oſtern viele Eltern nach dem„beſten“ Beruf für ihre Kin⸗ der forſchen, ſo iſt dies im Hinblick auf die elterlichen Sorgen zwar verſtändlich, wird aber ſinnlos, wenn man damit lediglich den Beruf mit den„beſten Ausſichten“ meint. Wer will denn vier oder mehr Jahre mit völliger Sicher⸗ heit in die Zukunft blicken und die wirtſchaft⸗ liche Lage im einzelnen Beruf ermeſſen können? fne kommt es gar nicht ſo ſehr auf die Ge⸗ amtlage des Berufs als vielmehr auf die Lei⸗ ſtungsfähigkeit des einzelnen an Der Untüchtige wird ſelbſt in einem zur Zeit „guten“ Beruf keinerlei Ausſichten haben, wäh⸗ rend ſich der Tüchtige auch in Kriſenzeiten ſei⸗ nes Berufes behaupten wird. Frage der Eignung Wir werden damit auf eine andere Frage ſhibende die bei der Berufswahl weit ent⸗ cheidender mitzuſpielen hat als die nach den Ausſichten, nämlich die Frage der Eignung zum Beruf. Man verwechſle nun aber nicht Neigung mit Eignung und glaube nicht etwa, daß jedes geäußerte Intereſſe auch ſicherer Aus⸗ druck einer entſprechenden Eignung ſei! Nicht jeder Baſtler iſt nun ſchon im voraus zum In⸗ genieur beſtimmt. Was liegt näher, als daß ſich jeder Junge heute für die ſtarke Techniſie⸗ rung unſeres Lebens intereſſiert. Aber über ſeine techniſche Veranlagung braucht das noch gar nichts zu beſagen. Wie eine anſteckende Krankheit geht das heute durch die Schulklaſſen; alles will Maſchinenſchloſſer, Dreher, Auto⸗ ſchloſſer oder Elektriker werden, höchſtens noch Kaufmann. Viele Mädchen ſcheinen ſich gar nicht bewußt zu ſein, daß ſpäter durch ihre Hausfrauenhände einmal ein Großteil des deutſchen Volkseinkommens——4 wird; ſie wollen nur in die kaufmänniſchen Berufe und nichts von Hauswirtſchaft wiſſen! Dieſe Er⸗ ſcheinung erſtreckt ſich leider nicht nur auf ſtäd⸗ tiſche Jugendliche; auch auf dem Lande finden wir Schulklaſſen, die zu 60 oder mehr vom Hundert in metalltechniſche oder kaufmänniſche Berufe ſtreben. Verkehrte Welt Der Sohn des Bauern geht in die Stadt und erlernt dort einen Induſtrieberuf, der Vater aber verlangt vom Arbeitsamt einen Landhel⸗ fer. Einzige Söhne von—5⸗Hektar⸗Bauern wollen Kaufmann, Autoſchloſſer, Dreher, Elek⸗ triker werden. Im Fumvite und Sommer aber fehlen die nötigen landwirtſchaftlichen Arbeits⸗ kräfte. Daher iſt die ländliche 2 unter allen Umſtänden dem Lande zu erhalten, wobei nicht nur an die Anerben von Erbhöfen zu denken iſt. Die Mittel, die für die Berufsaus⸗ bildung und ſpätere Selbſtändigmachung im Handwerk aufgebracht werden müßten, reichen ſehr wohl aus, um damit den Erwerb einer Siedlerſtelle zu ermöglichen, ſofern die elter⸗ liche Landwirtſchaft nicht allen Kindern Raum bieten kann. Die beſte Vorbereitung hierfür iſt die„bäuerliche Werkausbildung“ oder die„landwirtſchaftliche Werkausbildung“, die mit den entſprechenden Werkprüfungen ab⸗ ſchließen. Späterer Beſuch von Winter⸗ oder landwirtſchaftlichen Fachſchulen und von Lehr⸗ gütern der Landesbauernſchaft eröffnet den Weg zu gehobenen Stellen. Bei der Landwirtſchaft Soweit aber eine handwerkliche Ausbildung angeſtrebt wird, iſt auf jene Handwerker in erſter Linie zurückzugreifen, deren Ausübung in Verbindung mit einer kleineren oder mitt⸗ leren Landwirtſchaft möglich iſt, die hländ⸗ lichen Handwerke. Rach dem Erbhof⸗ geſetz iſt die beſondere Berückſichtiaung der Nacherben von Erbhöfen hierbei ausdrücklich vorgeſehen, damit der Erbhof durch ſie keine⸗ untragbare Belaſtung erföührt. Kriſenfeſte Exiſtenz in Verbindung mit der Landwirtſchaft iſt alſo das Erſtrebens⸗ werte, nicht aber Abwanderung in die Stadt. Je nach örtlichen Verhältniſſen kämen alſo etwa in Betracht: Schmied, Glaſer, Küfer, Wagner, Müller, Schneider, Schuhmacher, Zimmerer, Schreiner, Sattler und Polſterer, Schäfer, Melker, Gärtner, gegebenenfalls auch Metzger und Bäcker, ſofern ausreichend Mittel vorhanden ſind. In dieſen Berufen wiw ſich auch am verhältnismäßig leichteſten ein Lehr⸗ platz finden laſſen. Mädel im Beruf Und nun zu den Mädchen. Es iſt gar nicht möglich, daß ein erheblicher Teil der von ihnen geäußerten Berufswünſche in Erfüllung gehen kann. Soweit überhaupt Verkäuferinnen⸗ und Kontoriſtinnenlehrſtellen zu beſetzen ſind, werden ſie in erſter Linie den Schülerinnen des Vorjahres vorbehalten bleiben müſſen. Das junge Mädchen ſoll vor dem Berufsein⸗ tritt zunächſt ſich das aneignen, was es ſpäter als Frau immer brauchen wird: hauswirt⸗ ſchaftliche Kenntniſſe. Hierfür iſt das„Haus⸗ wirtſchaftliche Jahr“ geſchaffen wor⸗ den, in dem junge Mädchen in geprüften und hierfür eigens anerkannten Privathaushaltun⸗ gen alles lernt, was es in einer Abſchlußprü⸗ ſung am Enbe eines Jahres nachweiſen muß. Es handelt ſich dabei weder um ein Arbeits⸗ noch um ein Lehrverhältnis, ſondern um eine vorberufliche Ausbildung in einem beſonderen Treueverhältnis zwiſchen Hausfrau und Mäd⸗ chen. Daneben beſteht noch die zweijährige „Hauswirtſchaftliche Lehre“, die eigentliche Berufsausbildung für die Haus⸗ wirtſchaft und die auf ihr fußenden Aufſtiegs⸗ berufe. Auch in länblichen Haushaltungen kann dieſes hauswirtſchaftliche Jahr abgeleiſtet werden. Daneben beſtehen ähnlich wie bei den Knaben noch die bäuerliche und die landwirtſchaftliche Hauswerkaus⸗ bildunag. Erſt nach einer mindeſtens ein⸗ jährigen hauswirtſchaftlichen Vorbildung wird daher an den Beginn der Berufslehre zu den⸗ ken ſein. Da die ſchriftliche„Vereinbarung“ für eine hauswirtſchaftliche Ausbildung nur durch Vermittlung der Berufsberatung abge⸗ ſchloſſen werden kann, iſt alſo eine ent⸗ ſprechende Vormerkung nötig. Nur in wenigen Sonberfällen käme eine Ausnahme in Be⸗ tracht, wenn z. B. beſondere Bepürftigkeit den ſoſortigen Eintritt in den Beruf rechtfertigen würde, Dies gilt ebenſo für die Annahme jeg⸗ licher Hilfsarbeiterinnentätigkeit. An das ge⸗ ſetzlich vorgeſchriebene Genehmigungsverfahren ſei in dieſem Zuſammenhang erinnert. Die aroße Zahl der an Oſtern zur Entlaſſung kommenden Jungen und Mädel bedeutet zu⸗ gleich eine Verpflichtung für alle Betriebs⸗ führer, ihnen durch Bereithaltung von Lehr⸗ ſtellen die Möglichkeit einer guten Berufs⸗ ausbildung zu geben. Dr. K. Frühling in Badenweller Aufn.: Dr. Paul Wolft Grünröcke treffen ſich in Karlsruhe Gautagung der Forſtbeamten, Forſtangeſtellten und Waldarbeiter am 25./26. April Karlsruhe, 17. März. Das Amt für Be⸗ amte der NSDaAp, Gau Baden, der Reichs⸗ nährſtand und die NS-⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freudſe“ führen in enger Zuſammenarbeit und unter Mitwirkung des Leiters der Forſt⸗ abteilung des Badiſchen Finanz⸗ und Wirt⸗ ſchaftsminiſteriums, Landesforſtmeiſter Hug, am 25. und 26. April in Karlsruhe die erſte Gautagung der Forſtbeamten, Forſtangeſtellten und Waldarbeiter durch. Dieſes große Treffen der Grünröcke wird den Charakter einer Be⸗ triebsgemeinſchaftsveranſtaltung tragen und ſich darüber hinaus zu einer gewaltigen Kundge⸗ bung des Aufbauwillens der dem deutſchen Wald dienenden Volksgenoſſen geſtalten. Gleich⸗ zeitig ſoll allen Teilnehmern und Volksgenoſſen ein Bild von der Bedeutung der Forſtwirtſchaft und ihren Aufgaben im Rahmen der deutſchen Wirtſchaft vermittelt werden. Ein Kameradſchaftsabend in der Karlsruher Feſthalle am 25. April bildet den Auftakt zur Gautagung. Die NS⸗Gemeinſchaft „Kraft durch Freude“ hat die Ausgeſtaltung übernommen. Für den Vormittag des 26. April iſt eine Großkundgebung vor gfchen, bei der Miniſterialrat Parchmann, tellenleiter 10 „Reichsforſwerwaltung“ bei der NSDaAp, Reichsleitung⸗Hauptamt für Beamte und Abtei⸗ lungsleiter im Reichsforſtamt, ſprechen wird. Zahlreiche Vertreter der Partei und des Staa⸗ tes werden dieſer Veranſtaltung beiwohnen. Eine von der Forſtabteilung des Badiſchen Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſteriums durchge⸗ führte forſtliche Werkzeugſchau im Haus der Beamten in Rarlsruhe wird den Beſuchern einen Einblick in die vielfältige und intereſſante Tätigkeit der Grünröcke geben. Zwei Sonderzüge bringen die Tagungsteil⸗ nehmer aus dem ganzen Gaugebiet nach Karls⸗ ruhe, wo ſie für den Nachmittag des B. April erwartet werden. ebeeeeeeeeeeeee Großfeuer in Meiſenheim Lahr, 18. März. In der Nacht zum Mitt⸗ woch zwiſchen 1 und 2 Uhr wurde das An⸗ weſen des Landwirts Karl Velz in Meiſen⸗ heim vollſtändig eingeäſchert. Stallung und Scheunen ſowie der größte Teil der Heu⸗ und Futtervorräte ſind verbrannt, ferner auch zwei Schweine, während ein Pferd eine ſtarke Rauch⸗ vergiftung erlitt. Im letzten Moment gelang es, die Bewohner des Hauſes aus dem Schlafe zu wecken. Der Fahrnis⸗ und Gebäudeſchaden iſt erheblich; er beträgt mindeſtens 10 000 RM. ie Brandurſache iſt noch nicht bekannt. Durch das raſche Eingreifen der Feuerwehr, der die Motorſpritze und die Freiwillige Feuerwehr von Lahr zu Hilfe eilten, gelang es, das von den Flammen bedrohte Haus des Bäcker⸗ meiſter Kammerer zu bewahren. Das neue Reichs⸗Herbergsverzeichnis Karlsruhe, 18. März. Das neue Reichs⸗ Herbergsverzeichnis iſt erſchienen. Es enthält auf 390 Seiten alles Notwendige und Wiſſens⸗ werte über die deutſchen Jugendherbergen, Ein⸗ zelangaben über alle Jugendherbergen, Ueber⸗ ſichtskarten aller Landesverbände, Beſtimmun⸗ gen über die Benutzung von Jugendherbergen des In⸗ und Auslandes, wichtige Angaben über Fahrpreisermäßigung bei Reichsbahn und Reichspoſt uſw. Preis 90 Pf. Wo nicht erhältlich, wende man ſich direkt an den Lan⸗ desverband Baden für deutſche Jugendherber⸗ gen, Karlsruhe, Rüppurrer Straße 29. Von der Univerſität Freiburg i. Br. Freiburg, i. Br., 18. März. Der ordentl. Profeſſor Dr. Walter Merk an der Univerſität Marburg wurde in gleicher Eigenſchaft in die Rechts⸗ und Staatswiſſenſchaftliche Fakultät der Univerſität Freiburg berufen. Die beſte Eier⸗Kennzeichnungsſtelle Ueberlingen, 18. März. Auf Grund der im zweiten Halbjahr 1935 mehrmals unver⸗ mutet vorgenommenen Kontrollen wurde die Eierkennzeichnungsſtelle in Ueberlingen, deren Zentrale die Badiſch⸗Pfälziſche Eierverwer⸗ tungs⸗Genoſſenſchaft in Karlsruhe iſt, als die am beſten und zuverläſſigſten arbeitende Kenn⸗ zeichnungsſtelle im Bereich der Landesbauern⸗ ſchaft Baden ermittelt. Vom Verwaltungsrat des Reichsbauernführers wurde für den Leiter der Stelle, Schwarz, und das Perſonal eine Prämie übermittelt und der Landesbauernfüh⸗ rer überreichte ein Diplom. Schadenfeuer in Brühl Brühl(bei Waldshut), 18. März. Das Anweſen des Landwirts Julius Kaiſer iſt am Montagfrüh vollſtändig niedergebrannt. Einige Schweine kamen in den Flammen um; auch das Mobiliar wurde vollkommen vernichtet. Sa arpfalz Hauptverſammlung des Pfälzerwaldvereins Ludwigshafen a. Rh., 18. März. Der Vorſitzende des Pfälzerwaldvereins, Regie⸗ rungsdirektor Deininger, hat beſtimmt, daß die für Sonntag, 22. März, in Ludwigs⸗ hafen angeſetzte Hauptverſammlung in Anbe⸗ tracht der bevorſtehenden Reichstagswahl auf einen ſpäteren Termin verſchoben wird. Der Zeitpunkt wird noch bekhanntgegeben. Als Reichsautobahner nach Oberfranken Schifferſtadt, 18. März. Morgen ver⸗ laſſen 27 junge Schifferſtadter unſer Dorf, um nach den langen Wochen, Monaten und Jahren der Arbeitsloſigkeit ihre neue Arbeitsſtätte auf der Bauſtelle Eſchenbach(Oberfranken) der Reichsautobahnen aufzuſuchen, wo ihnen die Arbeit zunächſt einmal auf ein Jahr geſichert iſt. Für eine Reihe weiterer Schifferſtadter Er⸗ werbsloſer beſtehen Ausſichten, in Bälde eben⸗ falls dort untergebracht werden zu können. Wieder Loſchter Handkeesfeſcht Niederluſtadt, 18. März. Am 14. Juni ſoll das„Handkeesfeſcht“ wieder auferſtehen. Hinter der Lachenmühle wird ein Feſtplatz her⸗ gerichtet werden, auf dem auch das hiſtoriſche Heimatſpiel„Die Loſchter Handkeesdricker“ aufgeführt werden wird. Vom Tode des Ertrinkens gerettet Dahn, 18. März. Beim Spielen oberhalb der Dorfmühle ſtürzte der 6 Jahre alte Jakob Wilhelm in die Wieslauter. Auf die Hilfe⸗ rufe der anderen Kinder kam Schreinermeiſter Emil Meyer herbeigeſprungen und holte den Bub aus der tiefen Stelle heraus. Der Junge hatte bereits das Bewußtſein verloren. Wieder⸗ belebungsverſuche waren von Erfolg. NSKK⸗Mann als Lebensretter Saarbrücken, 18. März. Wie erſt 1 bekannt wird, hat der NSäͤK⸗Sturmmann W. Sander aus Saarbrücken am 18. Februar durch ſein mutiges Eingreifen eine Frau vom Tode des Ertrinkens gerettet. Durch eine Menſchenanſammlung auf der Kaiſer⸗Wilhelm⸗ Brücke aufmerkſam gemacht, ſah er in der Saar einen Frauenkörper treiben. Kurz ent⸗ ſchloſſen ſprang er in ſeiner Kleidung in die Saar und konnte die Frau mit Hilfe eines zu⸗ geworfenen Rettungsringes an Land bringen. Albersweiler, 18. März. Die älteſte rau unſeres Ortes, die Witwe Jakob Stöhr egeht heute ihren 93. Geburtstag. Sie iſt no 13 rüſtig und hofft die 100 Jahre zu er⸗ reichen. Zeller Weinverſteigerung Harxheim⸗Zell, 18. März. Die große Weinverſteigerung der Zellerthaler Wiſ⸗ zervereinigung E. V. hat heute unter der üblichen Beteiligung von Weinfachleuten ſtatt⸗ gefunden. Angeboten waren insgeſamt 55000 Liter 1935er Weißweine, 2400 Liter und 600 Flaſchen 1934er Weißweine und 7400 Liter 1935er Portugieſer. Infolge des großen Angebotes konnte jedoch nicht alles abgeſetzt werden. Es erzielten die 1000 Liter bzw. die Flaſche: 1935er Weiß⸗ wein: Albisheimer Heiligenborn 400, Stetter Heillgenhäuschen 400, Wachenheimer Wingerts⸗ berg Bukettriesling 390 zurück, Stetter Neuweg 400, Stetter Heiligenhäuschen 400, Stetter Hei⸗ ligenhäuschen 400, Stetter Neuweg 400, Wachen⸗ heimer Wingertsberg 380, Zeller Karlspfad 400, Wachenheimer Wingertsberg 390, Wingertsberg 380 zurück, Wingertsberg 390, do. 390 zurück, do. 400, Zeller Vorderer Steinen 380, Zeller Torben 380, Wacherrheimer Wingertsberg 400, do, 390, Harxheimer Letten 390 zurück, Mölshei⸗ mer Silberberg 400, Harxheimer Letten 380 zu⸗ rück, Mölsheimer Holzſchuck 430, Wachenheimer Wingertsberg 380 zurück, Zeller Neuweg Bukett⸗ riesling 410, Zeller Platt 500, Zeller Neuweg 390 zurück, Zeller Karlspfad 430, Heiland Bu⸗ kettriesling 490, Niefernheimer Hengſtgewann 490, do. 460 zurück, Zeller Schnepfenflug 500, Schindkaut Bukettriesling 540, Karlspfad 500 zurück, Heiland 540, Platt 460 zurück, Eger Riesling 430 zurück, Wachenheimer Rotenbuſch 450 zurück, Zeller Vogelſang Riesling Spätleſe 490, Torben 490, Neuweg 470 zurück, Hundskopf Bukettriesling 460 zurück, Schnepfenflug 520, do. Spätleſe 600, Kreuzberg Riesling Spätleſe 770 zurück, Neuweg Spätleſe 690, Zeller Schwar⸗ zer Herrgott Spätleſe 1200. 1934er Faßweine: Kirchheimer Kahlen⸗ berg 380 zurück, do. 380 zurück, Zeller Karlspfad 400 zurück. 1934er Flaſchenweine: Zeller Schwar⸗ zer Herrgott.— zurück, Zeller Schnepfenflug .— zurück. 1935er Portugieſer: Zeller Gaisberg 290, do. 290, Zeller Philippsbrunnen am ſchwarzen Herrgott 300, do. 300, Harxheimer Letten 320 zurück, do. 320 zurück, 1935er St. Laurent 460. Das Ladenburger Heimatmuseum Zeichn.; C. L. Fortneg „Hakenk. Wir in nießen a Technik u die wir manche 2 9 Selbſtverf darüber ſ eine Stöt Annehmli „ chen Fälle ſets dara manche V Großſtadt War da en einem mußte die handelte tiges Zul zebiet han durchführe Waſſerzuft Strang et Teil der wenig We mehr von Die Sache tungen ſeh man raſch brauchte.( wohnerſche Zeit, die Türe zu 2 ſein konnte meinen au ſich denken Waſſerzufu werden mi Ein Me nis auf, ſ Weiſe zu wmegen des Die Arbeit klarzumach heben konn Druck ſtand den Darleg Amſtehende vor allem Volksgenof nicht die A haben, ſond müſſen. Un auf eine he ung ausge — Handn Zur Re n der findet in Rei verbunden ſtatt. Viele Gauen Deu ſuchen und aufhalten. Zur Unte ſend Pri alle Mannhe gegen en Verfügung Um die ſchen Handr bringen, erg Ruf:„Stellt bietet recht! kunft. Zeig Stadt iſt un „Mannem v Meldet ſof Meldekarten meiſter, beir innung, S 6, Heil Hitle Milit In Ergän mungen ord durch Erlaß Reichsgebiet ten, die vor und ein Jah immatrikulie noch nicht in kulation bea zur Ableiſtun ſich beurlaub Vorleſungen eit iſt nicht die ihrer W die Dienſtzei Exmatrikel z dem 1. Janu⸗ ſchule zur A ſtes beurlaub zwei auf frei verwendete 1 Prüfung vor bekommen.( lichen Exame mer am Weh Charleys 7. in unſerer M für heute ang Tante“ wegen Stellvertreter Vorſtellung en nachgeholt. für dieſen Ta Befln fus fenq März 1936 Zahr geſichert fferſtadter Er⸗ 1 Bälde eben⸗ u können. zfeſcht Am 14. Juni r auferſtehen. 4 Feſtplatz her⸗ das hiſtoriſche indkeesdricker“ gerettet elen oberhalb re alte Jalob luf die Hilfe⸗ hreinermeiſter nd holte den s3. Der Junge oren. Wieder⸗ olg. retter Wie erſt jetzt urmmann W. 18. Februur re Frau vom Durch eine iſer⸗Wilhelm⸗ er in der n. Kurz ent⸗ idung in die ilfe eines zu⸗ 4 and bringen. 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Gar manche Annehmlichkeiten ſind für uns ſo zur Selbſtverſtändlichkeit geworden, daß wir wütend darüber ſind, wenn durch irgendein Mißgeſchick eine Störung oder eine Unterbrechung dieſer Annehmlichkeiten eintritt. Man ſollte in man⸗ chen Fällen viel mehr Ueberlegung zeigen und ſiets daran denken, wie viele Volksgenoſſen auf manche Vorteile verzichten müſſen, die uns eine Großſtadt zu bieten vermag. War da bei Käfertal⸗Süd ein Schaden en einem Waſſerrohr eingetreten. Natürlich mußte dieſer Schaden behoben werden und man handelte ſehr raſch, zumal es ſich um ein wich⸗ liges Zuleitungsrohr für ein ganzes Wohn⸗ zꝗeſbiet handelte. Um aber Ausbeſſerungsardeiten durchführen zu können, war es notwendig, die Waſſerzufuhr auf dem ſchadyaft gewordenen Strang etwas zu droſſeln. Dadurch hatte ein Teil der Häuſer in dem betroffenen Geyviel wenig Waſſer, während andere wieder nicht mehr von dem geringen Druck erreicht wurden. Die Sache war natürlich in vielen Haushat⸗ tungen ſehr unangenehm, beſonders dann, wenn man raſch für irgendwelche Zwecke etwas Waſſer brauchte. Eine Verſtändigung der ganzen Ein⸗ wohnerſchaft war aber unmöglich, da in der Zeit, die erforderlich geweſen wäre, um von Türe zu Türe zu gehen, der Schaden behoben — ſein konnte. Die Bevölkerung brachte im allge⸗ meinen auch das Verſtändnis auf, zumal man ſich denken konnte, daß die Unterbrechung der Waſſerzufuhr auf einen Schaden zurückgeführt werden mußte. Ein Mann brachte aber nicht das Verſtänd⸗ nis auf, ſondern ging in wenig freundlicher Weiſe zu den Arbeitern, um ihnen Vorwürfe megen des ausgebliebenen——— zu machen. Die Arbeiter verſuchten dem aufgeregten Mann klarzumachen, daß ſie den Schaden nicht be⸗ heben konnten, wenn die Leitung unter vollem Druck ſtand. Sie fanden mit ihren überzeugen⸗ den Darlegungen aber wenig Verſtändnis. Die Amſtehenden dachten ihren Teil und dachten vor allem daran, daß ſehr viele Mannheimer Polksgenoſſen in den Siedlungen der Stadt nicht die Annehmlichkeiten einer Waſſerleitunz haben, ſondern ihr Waſſer vom Brunnen holen müſſen. Und hier war man unzufrieden, weil auf eine halbe Stunde das Waſſer in der Lei⸗ tung ausgeblieben war! Handwerksmeiſter von Mannheim! Zur Reichstagung des Bäckerhandwerks n der Zeit vom 9. Mai bis 18. Mai 1936 findet in Mannheim die Reichstagung der Bäckermeiſter verbunden mit einer großen Fach⸗Ausſtellung ſtatt. Viele tauſend Bäckermeiſter aus allen Gauen Deutſchlands werden die Tagung be⸗ ſuchen und ſich einige Tage in unſerer Stadt aufhalten. Zur Unterbringung werden einige tau⸗ ſend Privat⸗Quartiere benötigt und alle Mannheimer ſind aufgefordert, freie Zimmer chende Vergütung zur Verfügung zu ſtellen. Um die Verbundenheit des geſamten deut⸗ ſchen Handwerks ſichtbar zum Ausdruck zu bringen, ergeht an alle Handwerksmeiſter der Ruf:„Stellt recht viel Zimmer zur Verfügung, 3 bietet recht vielen Handwerkskameraden Unter⸗ kunft. Zeigt, daß Mannheim eine gaſtliche Stadt iſt und rechtfertigt wieder den Ausdruck „Mannem vorne“. Meldet ſofort alle eure verfügbaren Zimmer. Meldekarten ſind zu haben bei jedem Bäcker⸗ meiſter, beim Verkehrsverein, N 2, 4, Bäcker⸗ 1 innung, S 6, 40, Kreishandwerkerſchaft, B 1, 7b. Heil Hitler! Friedrich Stark, Kreishandwerksmeiſter. ———— Militärdienſt der Abiturienten In Ergänzung bereits ergangener Beſtim⸗ mungen ordnet der Reichserziehungsminiſter Reich Erlaß an die nachgeordneten Behörden im sgebiet an, daß Studenten oder Abiturien⸗ ten, die vor dem 1. Januar 1914 geboren ſind, und ein Jahr Militärdienſt freiwillig ableiſten, immatrikuliert bleiben können oder, ſofern ſie noch nicht immatrikuliert waren, die Immatri⸗ kulation beantragen können. Sie haben dann zur Ableiſtung des Dienſtes in der Wehrmacht ſich beurlauben zu laſſen. Ein Belegen von Vorleſungen während der militäriſchen Dienſt⸗ zeit iſt nicht möglich. Alle übrigen Studenten, die ihrer Wehrpflicht genügen, haben, ſoweit die Dienſtzeit länger als acht Wochen dauert, Studenten, die vor dein 1. Januar 1914 geboren und von der Hoch⸗ ſchule zur Ableiſtung des militäriſchen Dien⸗ ſtes beurlaubt 7 können auf Antrag ein bis zwei auf freiwilligen Dienſt in der r berwendete Urlaubsſemeſter auf die für die Teilneh⸗ mer am Wehrdienſt kann keinesfalls ſtattfinden. „Charleys Tante“ füllt aus. Wie wir bereits in unſerer Morgenausgabe berichteten, fällt die ür heute angeſetzte von„Charleys nte“ wegen der Großkundgebung, bei der der 3 Stellvertreter des Führers ſpricht, aus. Die Vorſtellung wird aber am Mittwoch, 25. März, nachgeholt. Bereits gelöſte Karten behalten für dieſen Tag ihre Gültigkeit. Beĩ hartnãckiger Bronchiĩtis Huskenqualen, Schwacher Lunge, Verschleimung Mannheim im Zei chen der Heß⸗Kundgebung Die Stadt in ein Jahnenmeer getaucht/ Der Arbeilsdienſt Nordbadens vollendeke das Rieſenzelt Fünf Tage lang hatten die Vorbereitungen auf dem Meßplatz gedauert, auf dem die Ru⸗ dolf⸗Heß⸗Kundgebung ſteigen ſollte. Als die erſten 15000 Holzpfähle in den Boden einge⸗ ſchlagen wurden, ſtauten ſich ſchon die Mann⸗ heimer rund um den Platz, der diesmal Zeuge der größten Kundgebung werden ſollte, die je in den Mauern der Stadt unter einem Zelt⸗ dach ſtattgefunden hatte. Ueber 500 Männer des Arbeitsdienſtes rührten die Hände, um das Rieſenzelt mit 35000 Sitzplätzen bis zur feſt⸗ geſetzten Stunde aufzubauen. Der Meßplatz war in ein Arbeitslager verwandelt. Tag und Nacht wurde nach beſten Kräften gewirkt. Dann ſtand das Zelt, waren rund um den Platz über ein Dutzend Pilzlautſprecher aufgeſtellt und in den Bäumen der angrenzenden Straßen und Alleen ebenfalls Lautſprecher angebracht, um den Tau⸗ ſenden, die keinen Eingang in den Zeltbau finden konnten, die Möglichkeit zu geben, die Rede des Stellvertreters des Führers zu hören. Sechs neue Telefonzellen waren in wenigen Stunden aus dem Boden gewachſen. In Erwartung Die Vorbereitungsarbeiten hatten begreif⸗ licherweiſe die Erwartung und Spannung der Mannheimer auf den Siedepunkt gebracht. Am Mittwochmorgen ſtand die Stadt in ſchönſtem Flaggenſchmuck, flatterten auf den Elektriſchen die Fähnchen. Die Märzſonne, die ſich nach einer launiſchen Pauſe wieder auf ihre jahres⸗ zeitliche Pflicht beſonnen hatte, brach ſtrahlend hervor und trug zur Verſchönerung des feſt⸗ Archivbild Der Stellvertreter des Führers, Relchsminister Rudolt Heb, bei seiner Ankunft in Mannheim im vergangenen Jalire An die Eltern der Schulentlaſſenen Beherzigenswerter Appell des Arbeitsamtes/ Geeigneter Berufsnachwuchs Eltern! Nun iſt auch die Werbewoche des Ar⸗ beitsamts unter dem Motto:„Sorgt für Be⸗ rufsnachwuchs!“ vorüber. Auch ihr ſeid mit vie⸗ len tauſend anderen Zeuge davon geweſen, wie hoffnungsfreudig die Jugend in die Zukunft blickt und wie ſie voller Vertrauen und ſtolz auf ihre Arbeit in den Vorlehrkurſen des Arbeits⸗ amtes der baldigen Erfüllung ihres Berufs⸗ wunſches entgegenſieht. Oſtern ſteht vor der Tür und damit verbunden die Schulentlaſſung vieler jugendlicher Volksgenoſſen. Meiſter und Be⸗ triebsführer ſollen ſich im heutigen national⸗ ſozialiſtiſchen Staate der großen Verantwortung bewußt ſein, die ihnen im Wirtſchaftsleben zu⸗ kommt. Der planmäßig geſtaltete Berufsnach⸗ wuchs iſt eines der wichtigſten Glieder der Wirtſchaftskette. Viele Lehrſtellen konnten jetzt ſchon gewonnen werden. Es fehlt aber, haupt⸗ ſächlich für die gegenwärtig bevorzugten Berufe, insbeſondere für die metallgewerblichen Berufe, infolge des ſtarken Andranges hierzu immer noch eine größere Anzahl Lehrſtellen. Aber hier heißt es, nicht die Flinte ins Korn werfen, wenn nicht ſofort alle Wünſche reſtlos befriedigt werden können, ſondern ausharren, bis dann der Tag der Erfüllung des Berufs⸗ wunſches kommt. Die Zwiſchenzeit ſoll aber nicht ungenützt bleiben. Vor allem darf nichts ver⸗ ſäumt werden, was ſpäter ſich ungünſtig aus⸗ wirlen würde oder nicht wieder einzuholen iſt. Deshalb Eltern, laßt eure Söhne nicht auf der Straße herumlungern, ſondern meldet ſie je nach ihrem Berufswunſch zum Beſuch der Han⸗ dels⸗ oder Gewerbeſchule an, damit ſie nach Er⸗ langung der Lehrſtelle nicht gegenüber den früher eingeſtellten Lehrlingen ins Hintertreffen geraten und ihnen koſtbares Wiſſen für ihr ſpä⸗ teres Fortkommen nicht verloren geht. Sehr viel Anklang hat auch in den letzten Jahren die Möglichkeit gefunden, vorübergehend als Hüte⸗ junge im württembergiſchen Oberland, Allgäu oder Schwarzwald Tüchtiges zu leiſten. Hauptſächlich ſolche Jungen, die körperlich noch nicht ganz auf der Höhe ſind und deshalb nicht ſo ſchnell wie andere eine Lehrſtelle finden können, ſollten von dieſer Gelegenheit regen Ge⸗ brauch machen, damit ſie dann mit wertvollem Wiſſen über Land und Leute bereichert und mit einem gekräftigten und geſtählten Körper friſch und munter an die Verwirtlichung ihrer beruf⸗ lichen Wünſche gehen können. Alſo Eltern, laßt eure Jungen, die an Oſtern trotz eifrigſter Bemühungen nicht gleich eine Lehrſtelle erhalten können, nicht zu Hauſe ver⸗ bummeln, ſondern meldet ſie bei den Gewerbe⸗ oder Handelsſchulen zum Schulbeſuch an oder ſchickt ſte zum Arbeitsamt, damit ſie als Hüte⸗ jungen aufs Land vermittelt werden können. Alle Einzelheiten ſind bei der Berufsberatungs⸗ ſtelle des Arbeitsamts Mannheim, M Za, Zim⸗ mer 141, zu erfahren. Sprechſtunden ſind mon⸗ tags bis freitags von 13½ bis 17 Uhr. Der Arbeitseinſatz im Monat Februar Belebung der Bautätigkeit/ Rege Nachfrage nach landwirtſchaftlichen Arbeitern Die in den Vormonaten bedingte ſaiſon⸗ mäßige, rückläufige Bewegung im Arbeitseinſatz iſt, nachdem dieſelbe im Januar ihren Höhe⸗ unkt erreichte, im Februar zum Stillſtand ge⸗ ommen. Der Schlußbeſtand an Arbeitsloſen zeigt im Vergleich zum Vormonatsende eine erfreuliche Abnahme. Im Monat Februar wurde wieder ein erhöhtes Stellenangebot und eine verſtärkte Vermittlungstätigkeit erreicht. Die Feſtigung des Arbeitseinſatzes iſt in erſter Linie auf die Wiederinangriffnahme der Ar⸗ beiten in den Saiſon⸗Außenberufen zurückzu⸗ führen, während in den mehr konjunkturabhän⸗ gigen Berufen eine weſentliche Aenderung nicht eingetreten iſt. Der Beſchäftigungsgrad und der Auftrags⸗ beſtand in der Induſtrie, hauptſächlich in der Metallinduſtrie, bewegt ſich in der vormonat⸗ lichen Höhe. Die Metallinduſtrie iſt nach wie vor an guten Fachkräften aufnahmefähig. Für Bautechniker ſind die Beſchäftigungsmöglichkei⸗ ten beſonders günſtig. In der Landwirtſchaft liegen in verſtärktem Maße Anforderungen von landwirtſchaftlichen Arbeitskräften vor— Im Gaſtwirts⸗ und im Muſikergewerbe iſt der Arbeitseinſatz infolge — der Faſtnachtsveranſtaltungen ſehr lebhaft ge⸗ weſen. So konnten nicht nur ſämtliche Berufs⸗ muſiker, ſondern auch eine große Anzahl neben⸗ beruflicher Kräfte in Arbeitsplätze eingewieſen werden. Infolge der geſunden Beſchäftigungslage der Induſtrie und der zu erwartenden verſtärkten Bautätigkeit iſt im kommenden Monat mit einer Steigerung des Arbeitseinſatzes und einem wei⸗ teren Rückgang der Arbeitsloſenziffer zu rechnen. Jeder härtet und ſchmiedet die Volksgemeinſchaft lichen Rahmens weſenflich bei. Die äußeren Umſtände hätten in der Tat nicht günſtiger ſein können. Bereits in den Vormittagsſtunden häuften ſich die Anrufe auf den Aemtern. Jeder Volks⸗ genoſſe war begierig, zu erfahren, durch welche Straßen der Stellvertreter des Führers ſeinen Weg nehmen werde. Immer wieder mußten die Anfrager vertröſtet werden, die Pg. Rudolf Heß bei ſeinem Einzug in die Stadt der Arbeit begeiſtert zujubeln wollten. Alle brannten darauf, dem Stellvertreter des Führers zu zei⸗ gen, mit welcher Liebe ſie an dem Manne hän⸗ gen, der Deutſchland iſt, eindrucksvoll zu be⸗ weiſen, daß Mannheim es als ſeine beſondere Ehrenpflicht betrachtet, die Stimme für Adolf Hitler einzuſetzen, der die Stadt mit beſonde⸗ rer Aufmerkſamkeit betreut. In Anbetracht der Bedeutung des Tages war der Straßen⸗ und Geſchäftsverkehr außerordent⸗ lich rege. Die Stadt glich einem Bienenhaufen. Jeder wollte rechtzeitig zur Stunde des An⸗ marſches gerüſtet ſein. Stunden vor Beginn der Großkundgebung ergoß ſich eine Menſchen⸗ flut über die Friedrichs⸗ und Adolf⸗Hitler⸗ brücke, marſchierten geſchloſſen die Formationen und die Belegſchaften an. Den wackeren Män⸗ nern vom Arbeitsdienſt blieb es allerdings vor⸗ behalten, die erſten Plätze vor der Rednertribüne einzunehmen. Sie haben ſich dieſe Auszeich⸗ nung redlich verdient. Ohne ſie wäre die Durchführung dieſes Rieſenwerkes nicht in die⸗ ſer Weiſe möglich geworden. Sie erwieſen ſich als das, zu was ſie unſer Führer berief: Sol⸗ daten der Arbeit zu ſein. Während dieſe Zeilen in Druck gehen, ſchla⸗ gen die Herzen der Mannheimer in Erwar⸗ tung des feſtlichen Ereigniſſes höher, ſtehen die Kolonnen der Zehntauſende bereit, ihre Plätze einzunehmen, ſäumen Abertauſende die Zu⸗ fahrtsſtraßen, um Rudolf Heß zu ſehen, und ihm als dem Abgeſandten des Führers den herzlichen Willkommgruß zu entbieten. Berufsnachwuchs im Baugewerbe Pflichtverſammlung der Baugewerksinnung Unter dem Vorſitz des Obermeiſters Joſef Karle fand dieſer Tage eine Mitglieder⸗ Pflichtverſammlung der Baugewerksinnung für den Stadtbezirk Mannheim ſtatt. 751 Eingangs behandelte Obermeiſter Karle die Frage der Preisunterbietung im Baugewerbe. Dieſer Zuſtand diene keinesfalls einer geſunden Fortentwicklung des Bauhandwerts. Preis⸗ unterbietungen ſeien ja nur dann immer wie⸗ der möglich, wenn einmal die Arbeitsleiſtung herabgemindert oder die Arbeitskräfte nicht nach der tariflichen Ordnung entlohnt werden. Ausreichende Arbeitskräfte, die Qualitätsar⸗ beit leiſten können, müſſen aber unter allen Umſtänden herangebildet werden. Daher ſei je⸗ der Meiſter verpflichtet, Lehrlinge einzuſtellen, und erſt dann wäre damit auch den Bauhand⸗ werkern das Recht zur Uebernahme von Staats⸗ und Gemeindeaufträgen, wie die Teil⸗ nahme bei Submiſſionen gegeben. Dieſer Appell an alle anweſenden Meiſter, auf Oſtern Lehrlinge einzuſtellen, hatte zur Folge, daß ſofort rund 40 Lehrſtellen gemeldet wurden. Die Auswahl des Berufsnachwuchſes ſoll wie bisher in engſter Zuſammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes geſchehen. Dafür taugliche Schü⸗ ler ſollen dann zuerſt der Lehrwerkſtätte der Baugewerksinnung auf die Dauer von drei Wochen zugeführt werden, um ſie ſchließlich auf tatſächliche Eignung letztens zu prüfen. Der Berufsberater des Arbeitsamts bhat ebenfalls um engſte Zuſammenarbeit und ſtellte vor allem noch den weſentlichſten Geſichtspunkt der Nachwuchsfrage in den Vordergrund. Obermeiſter Karle gab anſchließend bekannt, daß von jetzt ab Kurſe eingerichtet werden, die ſich mit der Kalkulationsfrage beſchäftigen. Nach Erledigung einiger interner Fragen ſchloß der Obermeiſter die Verſammlung. Neuregelung der Meiſterprüfungsanforderun⸗ gen. Der Reichsſtand des deutſchen Handwerks hat ſeinen Gliederungen eine Anordnung des Reichs⸗ und preußiſchen Wirtſchaftsminiſters mitgeteilt, wonach die neuen fachlichen Vor⸗ ſchriften für die Meiſterprüfung ſchon jetzt als Richtlinien bei der Abnahme der Meiſterprü⸗ fung angewandt werden ſollen. Damit iſt für das Handwerk ein großer Schritt vorwärts ge⸗ tan. Der ganze Nachwuchs des Handwerks wird künftig nach einheitlichen, zeitgemäßen Richt⸗ linien geprüft werden. Nachdem der Große Be⸗ fähigungsnachweis der Meiſterprüfung erhöhte Bedeutung gegeben hat, muß eine neuzeitliche einheitliche Prüfungsabnahme gewährleiſtet werden. Ueber die Meiſterprüfung hinaus wer⸗ den die neuen Vorſchriften die Grundlage für inniger, der eine Kinderfreiſtelle oder das geſamte Ausbildungsweſen im Handwerk einen Hitlerfreiplatz dem Erholungs⸗ werk des deutſchen Volkes zur Ver⸗ fügung ſtellt. S A, SS und NS⸗Frauenſchaft hel⸗ fen hierbei in ſozialiſtiſcher Hingabe der N S⸗ Volkswohlfahrt, der Trägerin der ge⸗ ſamten deutſchen Erholungspflegearbeit. ſein. In Deutſchland ſtand der Freiheit Haus, Wir baun es tapfer wieder, In Fahr und Todesflammen, Wir baun es kühn zuſammen, Kein Teufel reißt es nieder! LErprobtes, unschädliches Spezlalmittel 4000 schriftliche Anerkennungen, dorunter õᷣber 800 Dr. 3 7a bI S von Rrzten. In Apoth. erhöltlich zu RM. 1. 43 u..50 Bei Schlaflosigkeit U. leicht erregbaren Nerven d. unſchädl. S0IARUM! n änger. M..26 in Apothelen. 75 die Polizei meldet: Die deutſche Nation wurde ſauber Perſonenkraft Aun Sen Planmäßige Bekämpfung des Verbrechertums/ Aufſchlußreiche Kriminalitätsſtatiſtik der Kreuzung Schwetzinger⸗ und Heinrich⸗ Lanz⸗Straße ſtieß in der Nacht auf Mittwogh 1932 bis auf eiwa 9000 im verfloſſenen Jahr verringert, d. h. um mehr als die Hälfte! Die durch Nichteinräumen des Vorfahrtsrechtes ein 5 53— S nd zu⸗ nmen, wobei der Motorradfahrer und ein Erziehung der Jugend zu neuen Idealen, die verletzt und beide Fahrzeuge beſchä⸗ Ausſichten der Jugend auf eine wieder hoff⸗ dem wurden Einer der Verletzten wurde mit nunasvolle Zukunft anſtatt der Troſtloſigkeit em Sanitätskraftwagen in das Städtiſche früherer Jahre zeigen in dieſen Ziffern ihre erfreulichen Ergebniſſe. Die Zahl der einfachen Diebſtähle Krankenhaus gebracht. Fahrraddieb feſtgenommen. In der Nacht auf verminderte ſi im Jah 3² f 7 e ſich von 77 510 im Jahre 1932 auf Mittwoch wurde ein auswärtiger Mann feſt⸗ rund 60 000 im vorigen Jahre. In der gleichen der kurz zuvor ein auf der Straße Von 1932 bis 1935 haben die Verbrechen alſo Zeit nahm die Zahl der ſchweren Dieb⸗ aufgef zentwendet hatte. Der um nicht weniger als 30 v. H. abgenommen. ſtähle von 21845 auf 17 900 ab. Die Anzahl ahrradmarder wurde in das Bezirksgefängnis Das iſt— wie erwähnt— ein Tiefſtand, wie der verurteilten Betrugsfälle ſank ſogar Kaffeeſtunde beim Arion Zu einer gemütlichen Kaffeeſtunde hatte der Arion Mannheim(Iſenmannſcher Männerchor) ſeine Mitglieder nebſt Angehörigen in ſein Vereinslokal„Geſellſchaftshaus“ vergangenen Sonntag nachmittag vereinigt. Der geräumige Saal war bis auf den letzten Platz beſetzt, was nicht wunder nimmt, denn infolge freiwilliger Spenden war es auch dem ärmſten Sänger⸗ kamerad ermöglicht, ſich nach Herzensluſt an Kaffee und Kuchen zu laben. Der Vergnügungswart hatte eine reichhal⸗ tige Vortragsfolge aufgeſtellt, die die Zeit wie im Fluge dahineilen ließ. Für Stimmung ſorgte das Hausorcheſter des Arion. Vereins⸗ führer Fink begrüßte die Erſchienenen und ver⸗ wies bei dieſer Gelegenheit auf das im Lokal „Hakenkrer nid Müſſen e Iſt uns ſchon allgemein klar geworden, was der Nationalſozialismus in der Bekämpfung des Verbrechertums geleiſtet hat? Wer weiß z.., daß die Zahl der Verbrechen ſeit 1933 niedriger geweſen iſt als jemals ſeit der Jahrhundert⸗ wende. 1932 zählte man noch 390 760 verurteilte Verbrecher, 1933 nur noch 329 744 und 1934 288 000. Für 1935 rechnet man mit 278 000. gung, ein 2 tiſches Läch rauben? )gcch ſaß m und machte Wagen füllt eingeliefert. er ſei: Beſtehen der Kriminalitätsſtatiſtit in von 57667 auf 32 200, die Zahl, der 3 Abend lautl Auch Deutſchland noch nicht verzeichnet worden iſt. denfälſchungen von 12746 auf 6400 Zubiläum. In—4 845 ei Selbſttötungsverſuch. In der Abſicht ſich das Dieſer Rückgang der riminalität innerhalb Fälle. Und ſchließlich ſind die Unterſchla⸗ ſich vorwiegend das Arion⸗Quartett, das mit n Leben zu nehmen, öfnete Dienstag nacht ein der letzten drei Jahre iſt nicht auf eine einzelne gungen von 48 843 auf 17500 Fälle um ſeinen Darbietungen lebhaften Beiſall fand, war in der Meckarſtadg Nord wohnender Mann in Maßnahme ber neuen Führung zurückzuführen, nahezu zwei Drittel zuſammengeſchmolzen. Kinderreigen und Cellovorträge wechſelten mit 5 Es war der Küche ſeiner Wohnung den Gashahn. Der fondern auf eine Zuſammenwirkung der Der neue Geiſt hat die Moralbegriffe in der einem luſtigen Damen⸗Duett und Liedern und en Stadt entfliehen z ſo leicht den wo der lich wenn die S Im letzte ſich ſchon l ſtieg noch ei kleinere Pat genüber. Lebensmüde wurde mit dem Sanitätskraft⸗ wagen in das Städt. Krankenhaus gebracht. Der Grund zur Tat dürfte in Familienſtreitig⸗ keiten zu ſuchen ſein. trugen zur Unterhaltung und Fröhlichkeit bei. Große Freude rief es hervor, als zwei Ver⸗ treter der Wehrmacht, die ſich in das Lokal ver⸗ irrt hatten, als Gäſte des Vereins herzlich be⸗ grüßt und feſtgehalten wurden. Mit einer Schlußanſprache des Stellvertreters Kern, der die Familiengemeinſchaft im Arion feierte, endete die wohlgelungene Veranſtaltung. deutſchen Volksgemeinſchaft von der jüdiſchen Anſchauung einer„geſunden Pleite“ gründlich geſäubert und jenen dunklen Exiſtenzen, die nur in einem ſchwachen Staat auf Koſten ihrer ehrlichen Mitmenſchen ihr Daſein friſten konn⸗ ten, den Garaus gemacht. Auch im Vergleich zum Ausland zeigt die deutſche Kriminalität jetzt ein erfreuliches Bild. Enagland verurteilt beiſpielsweiſe mehr als Säuberungsmaßnahmen auf den verſchieden⸗ ſten Gebieten. Einerſeits hat die innerpolitiſche Beruhigung und die zielbewußte Erziehungs⸗ arbeit des Nationalſozialismus viel zur Unter⸗ drückung des Verbrechertums beigetragen. So⸗ dann ſchuf die Verringerung der Arbeitsloſig⸗ keit und die allgemeine wirtſchaftliche Beſſerung eine ſtarke Stütze gegen das Verbrechen. Und ſchließlich haben die direkten Strafverſchärfun⸗ 90. Geburtstag. Ihren 90. Geburtstag feiert — 18. März, Frau Lina Krämer, geb. aniel, Mannheim, P 6, 16. gen, die vorbeugenden Maßnahmen der Regie⸗ 500 000 Menſchen wegen mehr oder minder Reifeprüfung für Schüler der Höheren Lehr⸗ Ich vertie Djähriges Berufsjubiläum. Ihr Bjähriges rung und die ganze neue Auffaſſung von der ſchwerwiegender Verbrechen. In Frankreich anſtalten. Die Reifeprüfung am Gymnaſium warf ihr n. Ortsjubiläum feiert heute Krankenſchweſter Strafgerichtsbarkeit ihr übriges geran, um zu verlaſſen rund 300 000 Verbrecher jedes Jahr Bensheim, die in diefer Woche ihren Abſchluß junge Frau Begga im Joſefshaus Mannheim. dieſem gewaltigen Erfolge zu gelangen. die Schranken der Gerichte, und außerdem wer⸗ fand, war für die Privat⸗Realſchule Mein Au, Insbeſondere iſt der erhebliche Rückgang der den jährlich etwa 800 000 Fälle von Geſetzes⸗ Schwarz⸗Mannheim ein voller Erfolg. Geſicht haft 7 Von den neun Oberprimanern, die ſich der auf.— Dun 5 ben. Die Zahl der erurteilten is zum Alter Staaten verurteilen im Jahr etwa anderthal gymnaſialen Reifeprüfung unterzogen, konnten Dieſe Selten Ludwigshafen wird verdunkelt von 18 Jahren hat ſich von 20 000 im Jahre Millionen Verbrecher. acht das Reifezeugnis, das zum Univerſitäts⸗— 10 war e ſtudium berechtigt, erwerben. Die gewiſſenhafte Vorbereitung der Schüler in enger Zuſammen⸗ arbeit mit den Lehrern geſtaltete ſich ſomit zu einem beachtenswerten Erfolg für die Schule. Wie wird das Wetter? Bericht der Reichswetterdienſtſtelle Frankfurt am Main Die Jahre leicht war ſi war aber al ſal ſpielte. ort wohnte, täglich benu Dienſt fuhr Aber nie h⸗ fünf Jahren Und nun kreuzen, ſie, Leben gehän Vor kurzem berichteten wir von einer großen Verdunkelungsübung, welche die Polizei ge⸗ meinſchaftlich mit dem Reichslufiſchutzbund in den nächſten Tagen in Ludwigshafen durchzu⸗ führen gedenkt. Nunmehr ſind genaue Richt⸗ linien über die am Donnerstag, den 19. März, von 20—21.45 Uhr, geplante Luftſchutzübung von der Polizeidirektion bekanntgegeben. Die Uebung wird im Polizeibezirk II durchgeführt. Der Uebungsbereich wird begrenzt im Norden von der Bahnlinie Mannheim⸗Ludwigshafen (Hauptbahnhof), im Süden von einer Linie, Sippen⸗ und Heimatforſchung erleichtert Eine Entſcheidung des Reichsjuſtizminiſters/ Befreiung von Gebühren worden ſind. Wo das nicht der Fall iſt, wird ſich auch ein Ausweg finden laſſen, indem die notwendigen Auszüge und Abſchriften von einem Angeſtellten des Amtsgerichts angefertigt werden, falls überhaupt Bedenken gegen die Die Einſichtnahme in die älteren Grund⸗ bücher und Grund buchakten für ſippen⸗ kundliche Zwecke ſtößt erfahrungsgemäß au— zwei 5 W Während ſich die über Nordeuropa hinweg⸗ ziehenden Tiefdruckwirbel in den deutſchen die vom Rangierbahnhof über die Stifterſtraße In einzelnen deutſchen Ländern iſt dieſe Perſönlichtei* 43— Küfengebieten d Bewölt 53 il als ein and 4 2 zerf t des Antragſtellers in der Hinſicht üſtengebieten durch ölkung und zum Tei Obere Dreh⸗ e, ee beſtehen, daß er die erlangten Kenntniſſe über auch Regen bemerkbar machen, herrſcht im Geld, Landh ücke zur Mündung de rheines führt, im r* 9 die gegenwärtigen Verhältniſſe des Grundſtückes übrigen Deutſchland unter dem Einfluß des Aus der! Grundbuchblätter mit einem gleichbleibenden Satz für jedes Grundbuchblatt(in Preußen 50 Pf.) berechnet wird. Wo die alte Grundvuch⸗ bezeichnung nicht bekannt iſt, müſſen aber die vorhandenen Grundbücher Blatt für Blatt durch⸗ geſehen werden. Das gleiche iſt der Fall, wenn eine Auswertung der Grundbücher beiſpiels⸗ weiſe für die Flurnamenſammlung oder ſon⸗ ſtige heimatkundliche Zwecke erfolgt. Es ent⸗ ſtehen dann Gebühren, die für den betreffenden Forſcher, der zumeiſt für ſeine Arbeit keine Entſchädigung erhält, nicht tragbar ſind. Des weiteren wird im ganzen Reich die Er⸗ laubnis zur Einſicht in die Grundbücher an den Nachweiseines berechtigten Inter⸗ eſſes oder die Genehmigung des derzeitigen Grundeigentümers geknüpft. Vielfach haben nun die Grundbuchrichter die Angabe, die Einſicht⸗ nahme erfolge für ſippenkundliche Zwecke, als berechtigtes Intereſſe nicht anerkannt. Die Genehmigung des Grundeigentümers iſt oft ſchwierig zu erlangen, obwohl es dem Eigentümer ganz gleichgü.tig ſein kann, ob der Inhalt der ſein Grundeigen⸗ tum betreffenden Eintragung im Grundbuch in einer weiter zurückliegenden Zeit einem Dritten bekannt wird. Der Eigentümer hat im weſent⸗ lichen nur Intereſſe daran, daß die Eintragun⸗ gen, die ſich auf die gegenwärtigen Verhältniſſe des Grundſtückes beziehen, nicht zur Kenntnis Unbefugter gelangen. Beides läßt ſich aber zu⸗ meiſt vereinen, da die Grundbücher vielfach in der Mitte des 19. Jahrhunderts umgeſchrieben Oſten vom Rheinſtrom beginnend Mundenhei⸗ — und endend an der Rhein⸗ hrücke. Sämtliche Fahrzeuge müſſen während der Zeit der Verdunkelungsübung durch das Uebungsgebiet mit abgeblendetem Licht,(auch Rücklicht) verkehren. Die Scheinwerfer müſſen mit Scheiben von Blech, Holz, Pappe oder ähn⸗ lichem lichtdichten Material abgeblendet ſein. Nur ein wagrechter,—8 Zentimeter langer, 1,5 breiter Ausſchnitt iſt geſtattet. Das gleiche gilt auch für Radfahrer und Fuhrwerke. Das Leben und die Arbeit in den Wohnun⸗ gen, Gaſtſtätten und Werkſtätten ſoll durch dieſe Uebung keine Beeinträchtigung erleiden. Es iſt nicht damit getan, einfach die Lichter in den Räumen zu verlöſchen, es ſoll im Gegenteil feſtgeſtellt werden, ob die Verdunkelungsmaß⸗ nahmen genügen, das Herausdringen jedes Lichtſcheines auf die Straße zu verhindern. Lichtreklamen und Lichter in den Schaufenſtern Hürfen ſelbſtverſtändlich während der Uebung Aicht brennen. Der Durchgangsverkehr in der Richtung Neu⸗ ſtadt—Speyer wird auf der Mundenheimer Straße aufrechterhalten. Es iſt anzunehmen, daß die Ludwigshafener Bevölkerung, die während des Krieges ſchwer unter den zahlreichen feindlichen Fliegerangrif⸗ fen zu leiden hatte, reſtloſes Verſtändnis für dieſe Verdunkelungsübung aufbringt. VS. kontinentalen Hochdruckgebietes heiteres Wet⸗ ter. Die vergangene Nacht brachte wieder in großer Ausdehnung Strahlungsfroſt. Da die abſteigende Luftbewegung ſich vorerſt fortſetzt, bleibt die heitere Witterung auch weiterhin er⸗ halten. Die Tagestemperaturen werden zu⸗ nehmend höher anſteigen. Die Ausſichten für Donnerstag: Trol⸗ lammen. S ken und überwiegend heiter, weiter anſteigende bis ich mein Tagestemperatur, nachts leichter Froſt, öſtliche erreicht Winde. erne in jub Voll Hoffr durch den Ge Fetzt, wo m ich mit ihren Doch was enigegen, un dig, ſtellte ſi Ich konnte wie ein Schl warf, daß ich zu können. Aber ich( blieb zerbroe Weg zum F Und ſie? L ahnte, wie ie Ich hatte nie nie begenet, Nach ihren ten, mußte e Da ſieht ma hinweg. Aber auch Her ROMAN 14. Fortſetzun Ohm Zapp raſſelte ihm war nur ein Sterben nur „Dürfen wi Zapp, vern letzt erſt den „Nee, nit a „Ohm Zapp tauchte eine einſt gern ſal linge fingen blühen. O, ich entſ zwar nochen aber wir gel in unzuläſſiger Weiſe ausnutzen könnte. Um der Sippen⸗ und Heimatforſchung, für die die Grundbücher eine Quelle erſten Ranges ſind, die Forſchung zu erleichtern, hat ſich der Reichs⸗ juſtizminiſter auf Anregung der Reichsſtelle kür Sippenforſchung in dantenswerter Weiſe bereit erklärt, in geeigneten Einzelfällen auf einen an ihn zu richtenden Antrag im Verwaltungswege die Einſichtnahme unter Befreiung von den ſonſt zu zahlenden Gebühren und ohne Darlegung eines berechtigten In⸗ tereſſes zu gewähren. Wer alſo im Intereſſe ſeiner Forſchung die Grundbücher einer beſtimm⸗ ten Gemeinde oder ein einzelnes Grundbuch⸗ blatt einſehen will, wird gut tun, ſich unter glaubhafter Darlegung des Zweckes(möglichſt unter Beifügung einer Beſcheinigung einer amt⸗ lichen oder gemeindlichen Stelle, daß es ſich um eine ernſthafte Sippen⸗ oder Heimatforſchung haadelt) an den zuſtändigen Landgerichtspräſi⸗ denten zur Herbeiführung der Genehmigung des Herrn Reichsminiſters der Juſtiz zu wenden .. und für Freitag: Vorerſt noch Fort⸗ dauer der freundlichen Witterung mit weite⸗ rer Wärmezunahme. Rheinwaessersteincl 17. 3. 36 2² 211 103 211 364 262 196 188 Waldshut. Rheinfelden Breisach Kehl Mannbeim. Kauh Köln 0„ 0— „„„„„„nee „ 64„We Bis acht Bewerbernamen auf dem Stimm⸗ zettel. Durch Verordnung des Reichsinnen⸗ miniſters iſt die Reichsſtimmordnung dahin geändert worden, daß bei Reichstagswahlen die Stimmzettel außer der Angabe der Partei bis zu acht Bewerbernamen enthalten können. Bis⸗ her waren zehn Namen auf dem Stimmzettel zugelaſſen. „—-„„ „„„„„„0% Neckcurv/ assersteind 17. 3. 36 oiedeshelm ieinn 268 Höbl. Zimmer zu vermieten IEIAIIII Schön., gut möbl. Zimmersz: 1 Zu vermieten Gchöne 4⸗Zimmer⸗Wohnung od. ſpät. zu verm. C 8. 19, 1 Treppe. 2902 1 4 anteil uſw., per 1. ril od. ſpäter norrrrAen in der Gartenſtadt Waldhof preis⸗ wert zu vermieten.(2908 K Gartenvorſtadtgenoſſenſch. Mhm. eGmbc.— Fernruf 590 36. Jleine M..-Anseisen Zuverlüſſiges Jüngeres uaen 3. Mithilfe i. Haus⸗ p. 1. April geſucht halt geſucht. Weylſtraße 8, Trifelsſtraße 10. Bäckerei.(2903 K) (11 948“) aaa fänaon! Velllete — wie unschön— werden schnell und sicher über S Nacht durch, beseitigt..60,.00,.50. fetzt auch B. extra verstärkt in Tuben KRM.95. Gegen Pickel, Mitesser Venus Stärke A. Arztlich emplohlen, Storchen-Hrogerie Marktplatz, H 1, 16; Drog. Ludwig& Schütthelm, O 4. 3 und Friedrichsplatz 19. Mietgesuche J Bukoraume Rühe Rheinſtr. od. Rheinluſt geleg., evtl. mit Wohnung o. 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Etz: ſämtl. in Mannheim. Berliner Schriftleitung: Hans Graf Sw 68, Charlottenſtr. 15 b. Nachdruck ſämtlicher Original⸗ berichte verboten. Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Berlin⸗Dahlem. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 Uhr (außer Mittwoch, Samstaa und Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Diruck und Verlag: Hatenkreuzbanner⸗Verlag u. Druckerei Gmbc. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 10.30 bis 12.00 Uhr(außer Samstag und Sonntag). Fernſprech⸗ Nr. für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr. 354 21. Für den Anzeigentein verantw t..: Fritz Leiſter. Mhm BZurzeit iſt Preisliſte Nr. 5 für Geſamtauflage einſchl Weinheimer⸗ und Schwetzinger⸗Ausgabe) aültia. Durchſchnittsauflage Februa Ausgabe à Mannheim u. Ausgabe h Mannheim Ausgave A4 Schwetzingen u. Ausgabe z Schwetzingen 5 870 Ausgabe& Weinheim u. Ausgabe B Weinheim Geſamt⸗DA. Februar 1936 44 753 Reiſchach, Berlin Johann v. 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Vereins⸗ en und ver⸗ s im Lokal as goldene ſends ſtellte tt, das mit ifall fand. chſelten mit iedern und lichkeit bei. zwei Ver⸗ Lokal ver⸗ herzlich be⸗ Mit einer Kern, der on tung. heren Lehr⸗ Gymnaſium n Abſchluß alſchule ller Erfolg. ie ſich der en, konnten lniverſitäts⸗ ewiſſenhafte ſomi omit zu ie Schule. tter? Frankfurt pa hinweg⸗ deutſchen d zum Teil ſerrſcht im influß des teres Wet⸗ wieder in rſt fortſetzt, eiterhin er⸗ werden zu⸗ ag: Trolk⸗ anſteigende oſt, öſtliche feierte, Da die Hakenkreuzbanner“— Seite 7 Unterhaltung und wiſfen A Nr. 132— 18, März 1936 Müſſen es immer gefährliche Waffen ſein, um einen Menſchen zu treffen!— Genügt nicht manchmal eine wegwerfende Handbewe⸗ gung, ein Wort, ein ſcheidender Blick, ein ſpöt⸗ tiſches Lächeln, uns Ruhe und Frieden zu rauben? Ich ſaß nach dem Dienſt in meinem Abteil und machte es mir in' der Ecke bequem. Die Wagen füllten ſich mählich. Stimmen wurden laut! Auch ich blieb nicht allein. Ein Herr erſcheint und nahm den Eckplatz auf meiner Seite ein. Es war doch ſchön, außerhalb der lärmen⸗ den Stadt zu wohnen, den engen Straßen entfliehen zu können, in denen die Menſchen ſo leicht den Blick nach oben verlieren, dorthin, wo der lichte Schein des Tages verglimmt, wenn die Schatten der Dunkelheit ſich erheben. Im letzten Augenblick, der Zug begann ſich ſchon langſam in Bewegung zu ſetzen, ſtieg noch eine Dame ein. Sie legte ein paar kleinere Patete ins Netz und ſetzte ſich mir ge⸗ genüber. Ich vertiefte mich in meine Zeitung und warf ihr nur einen flüchtigen Blick zu. Die junge Frau ſah ſehr elegant aus. Mein Auge blieb für Sekunden an ihrem Geſicht haften. Eine Erinnerung flammte auf.— Dunkelblaue Augen und blondes Haar? Dieſe Seltenheit— nein, ich täuſchte mich nicht, — ſie war es!— Die Jahre hatten ſie kaum verändert, Viel⸗ leicht war ſie ein wenig voller geworden. Das war aber alles. Wie merkwürdig das Schick⸗ ſal ſpielte. Ich wußte, daß ſie in einem Vor⸗ yrt wohnte,— an der ſelben Strecke, die ich täglich benutzte,— morgens, wenn ich zum Dienſt fuhr und abends, wenn ich heimkam. Aber nie hatte ich ſie getroffen, in all den fünf Jahren. Und nun ließ der Zufall ſie meinen Weg keuzen, ſie, an die ich einmal mein junges Leben gehängt hatte, und die mich ſtehen ließ, als ein anderer kam, ein Glückhafterer mit Geld, Landhaus und Luxuslimouſine. Aus der dämmrigen Nacht des Vergeſſens muchte eine Geſtalt, eine Stimme auf, die ich einſt gern ſah und hörte; tote, begrabene Früh⸗ linge fingen wieder an zu grünen und zu blühen. O, ich entfann mich ganz genau. Wir waren zwar noch nicht offiziell miteinander verlobt, aber wir gehörten doch ſchon ſo gut wie zu⸗ ſammen. Sie hatte verſprochen zu warten, bis ich mein Examen gemacht. Und als das Ziel erreicht war und ich zurückkam aus der Ferne in jubelnder Freude? Ral Hoffnung und Erwartung ſtürmte ich durch den Garten, der ihr Elternhaus umgab. tzt, wo meine Zeit gekommen war, wollte ich mit ihren Eltern ſprechen. Doch was geſchah? Ein junges Paar kam mir enigegen, und lächelnd, freundlich, liebenswür⸗ dig, ſtellte ſie mir ihren Bräutigam vor. Ich konnte kein Wort hervorbringen. Es war wie ein Schlag aufs Herz, der mich zu Boden warf, daß ich meinte, mich nie wieder erheben u können. Aber ich habe mich erhoben. Nur etwas lieb zerbrochen— vielleicht das Beſte! Den Weg zum Frauenherzen fand ich nicht mehr. Umnd ſie? Ob ſie noch daran dachte? Ob ſie hnte, wie ich litt, durch ſie litt? Wohl kaumn. Ich hatte nie wieder von ihr gehört, war ihr nie begenet,— bis zu dieſer Stunde, Nach ihrem Aeußern, ihrem ganzen Auftre⸗ ten, mußte es ihr gut gehen, ſehr gut ſogar. Da ſieht man wohl über eine innere Lere inweg. Aber auch ich habe nicht zu klagen. Ich lebe 4. Fortſetzung Ohm Zapp atmete von tief unten auf, es aſſelte ihm durch die Bruſt. Das Sterben ar nur ein Gerücht geweſen. Wäre alles rhen nur ein Gerücht. Dürfen wir ans Bett—?“ Zapp, verwirrt von allem Geſchehen, nahm tzt erſt hen Hut vom Haar: „Nee, nit an et Bett!“ „Ohm Zapp——?“ Er wehrte ſich wieder mit ſchuldhewußter Scham, ſo rot war ſein Geſicht, ſo linkiſch jede ſte:„Nee, ich will nit. Ich muß zum Horſt drückte die Doppeltür auf: Da lag das üdchen in den Kiſſen, das Zimmer ſah aus hie ein Blumenladen, die Vaſen und Kübel rugen ſtudentiſche Bänder. Ja, durchs offene enſter flötete ſommerlicher Amſelſang. hindern bsame -Hanu- Jorinde, wächſern in der Farbe, ſonſt aber in Märchen geblieben wie Schneewittchen im jarg, lachte und ſtreckte die Hand aus: „Kommt nurf, ſchreibt aber nichts ern!“ Alſo betraten wir die Stube,— Ohm Zapp hätte verſinken mögen. Wie kam er hierher? Durfte man atmen? Konnte man ſtehenblei⸗ en, oder hatte man ſich zu ſetzen? War es er⸗ uubt, das Mädchen anzuſchauen—? Wußte meinen oOnen! mand, daß er geſchoſſen hatte—? Ein Träumen für ihn, ein Alpdrücken für e Angſt. Ich griff, kaum weniger ſcheu, Jorindes Hand:„Haben Sie Schmerzen, ulein Forelle?“ MEINZz STEGUwEIT in meiner Arbeit, die ich liebe und die mir Erſatz iſt für vieles, was verloren ging, Ein ſchönes Gefühl des Sieges dürchpulſte mich, Ich freute mich— in diefſem Augenblick vielleicht zum erſtenmal bewußt— daß ich den Kampf mit dem Leben beſtanden. Langſam ließ ich die Zeitung ſinken und blickte ihr gerade ins Geſicht. Nicht voll Groll und Zorn— das war vorüber— lächelnd, wie ſie nJ gelächelt— höflich, kühl. 3 Zuerſt glitt es wie dunkles Erinnern über ihr Geſicht. Es war, als ob ſie leicht zuſammenfuhr und ihre Augen weiteten ſich. Sie hatte erkannt, wer ihr gegenüber ſaß.— Die erſte Station kam. Der fremde Herr ſtieg aus. Wir waren allein.— Unſchlüſſig ſah ſie durch die Scheiben. Ihre Unruhe wuchs. Bald zerrte ſie an ihren Handſchuhen, bald kramte ſie in ihrem Ledertäſchchen. Der Zug fuhr weiter. Ich ſah ſie an wie bisher, die Zeitung auf den Knien. Sie wagte die Augen nicht mehr aufzuſchlagen. Jedes⸗ mal traf ſie mein Lächeln!— Haſtig ſie auf und ſetzte ſich in die freigewordene Ecke auf meiner Seite, mir halb Hichts weiter als ein Cächeln.../ S5 on adoin schonnere den Rücken zugekehrt, betrachtete ſie die Ge⸗ gend,— Schienenſtränge, Straßen, Häuſer, Gärten.— Die zweite Halteſtelle.— Der Zug donnerte über eine Brücke, mäßigte ſeine Eile, fuhr langſam, bis er knirſchend hielt.— Ich rührte mich nicht. Plötzlich ſchien ſie einen Entſchluß gefaßt zu haben, ſprang auf und ſuchte die Patete über ihrem früheren Platz zuſammen. Dabei fiel eine Schachtel auf den Sitz, kollerte zu Boden. Sie achtete es nicht. Höflich bückte ich mich und ſagte:„Bitte ſehr, gnädige Frau“. Sie tat, als hätte ſie nichts gehört, riß die Tür auf und ſprang hinaus, obwohl ſie noch nicht am Ziel war. Ich wußte, daß ſie weiter draußen wohnte.— Ich blickte ihr nach und ſah, wie ſie davon⸗ eilte, ohne ſich umzuſehen, gejagt und gehetzt. Warum das alles?— Was hatte ich getan? — Nichts. Nur ſie angeſehen— und gelächelt. Der Zug ſetzte ſich wieder in Bewegung, Der Duft ihrer Perſon ſchwebte noch im Abteil. Ich riß beide Fenſter auf, Wohlig warme Erdluft ſtrömte herein und verjagte ſchwächliche Erinnerung. Doſtojewſki und der anonome Briet Aus dem Ceben des Dichters/ Von Erich Brauflacht Anna Grigorjewna, Doſtojewſkis Frau und unermüdliche Mitarbeiterin, erzählt in ihren Erinnerungen eine Geſchichte, die für das lei⸗ denſchaftliche Temperament ihres Mannes be⸗ zeichnend iſt. Doſtojewſki hatte ſeine Frau kennen gelern:, als er den Roman„Die Spieler“ ſchrieb. Das ganze tragiſche Leben dieſes einſamen Menſchen iſt erfüllt von dem Kampf, dem drohenden Schuldturm zu entgehen. In ſeiner unerſchüt⸗ terlichen Ueberzeugung von der Güte aller Men⸗ ſchen und der Verpflichtung zur gegenſeitigen Hilfe hatte er Verbindlichkeiten eines verſtorbe⸗ nen Bruders, die mehr als zehntauſend Rubel betrugen, übernommen, ohne im Beſitz irgend⸗ welcher Mittel zu ſein. Nun drängten die Glay⸗ biger. Die Familie des Bruders mußte unter⸗ halten werden. Ein Sohn ſeiner erſten Frau, von der Doſtojewſki ſich hatte ſcheiden laſſen, ein abſcheulicher Geſelle, ließ es ſich auf des Stiefvaters Koſten wohl ſein. Doſtojewſki unter⸗ ſchrieb, um nur für den Augenblick Ruhe zu bekommen, ohne Ueberlegung alle Wechſel, die ihm vorgelegt wurden, in völliger Unkenntnis ihrer Bedeutung und ohne zu prüfen, ob die Verbindlichkeiten überhaupt noch beſtanden. Er war verloren, wenn er nicht inner⸗ halb eines Monats einen neuen Roman ſchuf und den unangenehmſten Gläubiger befriedigte, der die Wechſel alle aufgekauft hatte. Doſtojewſki ſchrieb den„Spieler“, den Roman der ſinnenbetörenden Leidenſchaft, des gierigen Kampfes um das Geld, das er ſo nötig brauchie. Er ſchrieb nächtelang, und eines Abends— es wgren nur noch zwei Wochen Zeit— fuhr er ſich verzweifelt durch die langen Haare und ſank erſchöpft zurück. Der Roman wurde nicht mehr fertig! Das Spiel der Leidenſchaft und des Lebens war zum zweitenmal verloren. Am Tage darauf traf er den Direktor einer Stenografenſchule. Die Kurzſchrift war damals noch wenig verbreitet. Der Mann empfahl ihm, den Roman ins Stenogramm zu diktieren. Er ſchickte ſeine beſte Stenografin, Anna Grigor⸗ jewna, zu dem Dichter. Und der begann die Arbeit aufs neue. Wenn der Roman tatſächlich zur Friſt fertig wurde, ſo lag der Grund wohl weniger an der Copyrisht by Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg Sie lachte ſo heftig, daß die wächſerne Haut ſich rötete:„Eine böſe Ueberraſchung, Herr Jo⸗ hannes, aber es muß getragen ſein, die Zeiten ſind danach. Soll ich jetzt jammern—? Vor⸗ läufig müſſen Sie allein zum Schwimmen gehen—“ Ohm Zapp, gefangen wie der Fuchs im Tel⸗ ler, wußte nicht, was nunmehr zu tun ſchick⸗ lich ſei. So legte er den Maurerhut auf Jo⸗ rindes Bett und zwirbelte ſich am Schnäuzer. Dann nahm er den Hut zurück, möglichſt plump, möglichſt verwirrt, indes ſein Vater⸗ auge bei Horſt Tiburtius um Hilfe bettelte. Der Student dachte: So etwas hat man ver⸗ führen wollen! Alſo ſagte er:„Jorindchen, Meiſter Zapp wollte dich beſuchen,— die Arbeiter haben ihn geſchickt—“ Jorinde reichte eine Hand, die Nymphe dem Faun, Zapp aber wankte, trat zurück vom wei⸗ ßen Bett:„Nee, ich kann nit—!“ Horſt lehnte ſich auf:„Mann!“— „Nee, ich kann wirklich nit—!“ Ich bedrängte den Koloß, Horſt wollte ihn zerren,— doch Zapp entwand ſich ihm, Schritt um Schritt, bis er, ein Bündel ſtammmelnder Verzweiflung, in der Ecke haderte:„Laßt mich, — ich han doch geſchoſſe...!“ „Sind Sie wahnſinnig—?“ Horſt würgte den Alten und ſtieß ihn an die Wand. Ich ſorgte mich, meiner Sinne kaum mächtig, um Jorinde, die zuerſt ſtarr die Au⸗ gen aufriß, dann aber, da es ernſt war mit neuartigen Form der Niederſchrift als in der Perſon der Schreiberin, die mit aller Heftigkeit ihres leicht begeiſterten Herzens Doſtojewfki aus ſeiner Verzweiflung immer wieder herausriß und die nicht müde wurde, ihm Hoffnungen zu machen. Sie zweifelte nie daran: Der Roman würde fertig werden! Bis die Ueberzeugung ſich auch in ihm durchſetzte. Anna Grigorjewna ward Doſtojewſkis Frau. Maßlos wie alles, was er erlitten hatte, ſeit⸗ dem er, zum Tode verurteilt, ſchon das Ende vor Augen, im letzten Augenblick begnadigt wurde, maßlos waren ſeine Liebe und ſeine Eiferſucht. Die lebensluſtige Anng, die vierundzwanzig Jahre jünger als ihr Mann war, neckte ihn 25 aber er, der im Leben nur Ernſtes erlebt atte, verſtand keinen Scherz. Eines Tages brachte ſie eine Zeitſchrift mit einem Kapitel eines neuen Romans der Jofja Smirnoff mit. Doſtojewfki las das Kapitel und ſprach ſich wohlwollend darüber aus. Anna Gregorjewna las es nach und fand eine Eifer⸗ ſuchtsgeſchichte. In einem anonymen Brief wurde einem treuen Ehemann der Ehebruch ſeiner Frau mitgeteilt. Der Beweis ſei das Bild des Liebhabers in ihrem Medaillon.. Anna Grigorjewna, die ſich nie allein mit Männern unterhalten durfte, ohne furchtbare Zornesausbrüche ihres Mannes befürchten zu müſſen, ſchmunzelte. Sie ſchrieb mit verſtellter Schrift wörtlich den anonymen Brief aus dem Roman ab, adreſſierte ihn an ihren Mann und ſandte ihn ab, in der Ueberzeugung, er werde den Brief aus dem Roman wiedererken⸗ nen. Am anderen Morgen betrat ſie in kind⸗ licher Erwartung ſein Arbeitszimmer. Doſtojewſti ſah ſie nicht an. Sie näherte ſich ihm und legte ihm liebevoll die Hand auf die Schulter, Er wehrte ſie ab, erhob ſich und ging mit ſchweren Schritten, im inneren Kampf, im Zimmer auf und ab. Schließlich ſtürzte er auf ſeine Frau zu, riß ihr das Medaillon vom Hals, daß die Kette zerſprang, und verſuchte, es zu öffnen. Seine Hände zitterten ſo, daß ihm das nicht gelang. Anna Grigorjewna, die ihm er ſtehen: dem Geſtändnis des Bärtigen, ſchmerzhaft ins Kiſſon ſank—— „Wir wollen hinausgehen, Horſt Tibur⸗ tius—“ „Nein! Jorinde iſt nicht feige!“ Horſt ſchritt hin und her, ſo weit es die Enge des mit Blumen vollgeſtellten Zimmers erlaubte. In dem Studenten war etwas ein⸗ geſtürzt, in ſeiner Seele geſchah ein fürchter⸗ licher Kampf.— Ich gab dem Maurerpolier zu verſtehen, daß er ein Schöps und Unglücks⸗ rabe ſei,— er aber ſtarrte mich an, hilflos und gerupft. Horſt ſtampfte:„Unmöglich, unge⸗ heuerlich“, und hielt wieder inne vor dem Schützen:„Haben Sie wirklich geſchoſſen—?“ Ich holte die Waffe aus der Taſche: „Hier. Niemand darf es wiſſen, ich hab's ihm verſprochen!“ Den Studiker faßte das Entſetzen:„Du wirſt das Ding ins Waſſer werfen—“ „Wenn du es forderſt, Horſt Tiburtius!“ „Wir müſſen—“ „Ja“, ſprach Jorinde, die Tränen ſtürzten ihr ins Geſicht.— Das alles brachte die Entſcheidung, zumal der Arbeiter endlich ſprechen wollte; aber Horſt kam ihm zuvor: „Kein Wort, Kerl! Ich begreife alles. Sie ſind Vater? Haben Kinder? Weiß der Teu⸗ fel, von Ihnen hätte ich's nie vermutet!—— Und wenn Sie zum Mörder geworden wären? Sie mit Ihrem Gewiſſen? Jawohl, ſo treibt man euch in die Hölle! Und ihr ſeid ſchlapp genug, euch blindlings treiben zu laſſen. Wer⸗ det Rebellen, aber keine Verbrecher—!“ Wieder ſchritt er hin und her. Wieder blieb „Woher der Revolver—? Von Mösjöh Jonny? Na alſo!“ Ohm Zapp ſchluckte ſchwer. Er ſpähte nach Weltbild(Vf) Professor Dr. Krebs-Berlin Ehrenmitglied der Gesellschaft für Erdkunde Professor Dr. Norbert Krebs, Ordinarius der Geographie an der Universität Berlin und Nachfolger von Professor Penek, wurde aus Anlaß des 75lährigen Bestehens der Gesellschaft für Erdkunde zu Leipzig zum Ehrenmitglied ernannt. helfen wollte, ſtieß er zurück, Schliehlich gelang es ihm, den Schmuck zu öffnen. Er fand die Bilder ſeiner beiden Kinder darin. Anna Gri⸗ gorjewna hatte inzwiſchen das Romanheft ge⸗ holt und wies auf den Brief. Doſtojewſki war beſtürzt. Er ſchämte und ärgerte ſich, bis er einen Blutſtreifen am Hals ſeiner Frau ent⸗ deckte. Die zerriſſene Kette hatte ſie verletzt. war ſeine Sorge ſo groß wie vorher ſein orn. „Ich denke mit Entſetzen an den Porfall zu⸗ rück,“ erzählt Anna Grigorjewna. Nie mehr iſt ihr in den Sinn gekommen, bewußt die furcht⸗ bare Leidenſchaft des Mannes zu reizen. Walkiſche begehen Selbſtmord Unter den Walherden ſcheint gegenwärtig eine wahre Selbſtmordepidemie aus⸗ gebrochen zu ſein. An der Darlingküſte warfen ſich 200 Wale freiwillig an Land, wo ſie elend umkamen. Auch an der ſchottiſchen Küſte jand kürzlich wieder eine große Herde von Zahnwalen auf dieſe Weiſe ihren Tod, Meiſt ſtürmen die Wale blind auf die Küſten zu, wo ſie dann ergeben den Tod erwarten. Eingebo⸗ rene haben nun bei der letzten Kataſtrophe in Afrika beobachtet, daß die Wale auf die Küſte zuſchwammen, dann aber Kehrt machten, ſich zurück ins offene Meer wandten, dann wieder wie in wahnſinniger Angſt auf das Land zu⸗ ſtürmten und an den Felſen elend zerſchmetter⸗ ten. Bei den großen Kataſtrophen an der afri⸗ kaniſchen Küſte herrſchte nun jedesmal vor dem Todesgang der Tiere ein ſtarker Sturm, welcher mächtige Sandmengen im Waſſer aufwirbelten, ſo daß ſich das Meer durch dieſe unzähligen Sandkörner verfärbte. Vermutlich drang den Tieren dieſe Sandmaſſe in die Augen, ins Maul, in die Blaslöcher und reiz⸗ ten dieſe, vielleicht auch tieferliegende zarte Membrane, ſo daß die Wale, irrſinnig und blind vor Schmerzen,„Selbſtmord“ begingen, das heißt, in ihren Quglen darauflos ſtürmten, ohne darauf achten zu können, daß ihr Weg ſie ins Verderben führte, Dieſe Erklärung mag aber nur für die Selbſtmordepidemie an der afrikaniſchen Küſte gelten; nach Anſicht der Forſcher darf ſie aber nicht verallgemeinert werden, da die Kataſtrophen an der Oſtküſte Großbritanniens erfolgten, ohne daß ein Sturm Sand aufgewirbelt hätte. keinem Ausweg, er ſuchte vielmehr die Ent⸗ ſcheidung, plump und linkiſch.— Da wiſchte er ſich am Auge, da ballte er zwei Fäuſte und drückte die Knie durch.— Der Student ſchrie ihn an: „Sie wiſſen, wo wir ſtehen—?“ „Ich— weiß— alles,— Tiburtius..“ Horſt wandte ſich zu Jorinde: „Ich bitte dich, wir kämpfen um jeden ein⸗ zelnen Mann, wir ringen um jede einzelne Seele—— „Es iſt gut, Horſt—“ „Wir ſchweigen alſo—“ Jorinde ſchloß die Augen, jeder Atemzug war eine Ewigkeit. Dann nickte das Mäochen, und Horſt beugte ſich, ihren Mund zu küſſen. Weh tat's mir, es war alles ſehr traurig, und war doch wieder eine Eidgenoſſenſchaft. Jorinde ſah aus wie eine junge Mutter.. Horſt Tiburtius verließ das Zimmer, ſein Geſicht zitterte in lodernder Erregung. Zapp und ich folgten, zaudernd zwar, denn wir hät⸗ ten dem Mädchen gerne einen Gruß geſagt. Aber Jorinde drückte den Kopf ins Kiſſen und ſchluchzte ſich aus.— Ein Strahl wärmender Gartenſonne fiel in ihr Haar und machte es noch blonder.— Im Flur hängte Horſt ſeinen leinenen Mantel auf. Abermals ging er vor, ſo daß wir folgen mußten wie Rekruten. Auf der Straße rückten wir in eine Reihe und nahmen gleichen Tritt auf. So ſtreng, als wäre es ein befohlenes Marſchieren. Und dort, wo die Almar tief war, wo auch kein Müßiger louerte, zog ich das Schießeiſen aus der Taſche und warf es ins Waſſer. Erledigt.— (Fortſetzung folgt.) „Hakenkreuzbanner“— Seite 8 Sport und Spiel fianadier über den Uinter⸗Olumpiade⸗Film Dank an Deutſchland/ Vorführung an kanadiſchen Schulen und Aniverſitäten In einer Berliner Film⸗Kopier⸗Anſtalt wird augenblicklich das Material geſichtet, aus wel⸗ chem die Film⸗Sinfonie über die Olympiſchen Winterſpiele 1936 Garmiſch⸗Partenkirchen ge⸗ ſtaltet werden ſoll. Bekanntlich waren 25 Ka⸗ meraleute an der Arbeit, die weſentlichen Er⸗ eigniſſe auf das Filmbild zu bannen. Aus den vorhandenen 43000 Meter Filmmate⸗ rial wird unter der künſtleriſchen Leitung von Hans Weidemann ein Werl geformt, wel⸗ ches in optiſch⸗muſikaliſchem Zuſfammenklang ein Bild von den großen ſportlichen Tagen ge⸗ ben ſoll. Die Kompoſition zu dem Film ſchuf Walter Gronoſtay. Der Führer der Kanadiſchen Eishockey⸗Olym⸗ pia⸗Mannſchaft, die bei den 4. Olympiſchen Winterſpielen in Garmiſch⸗Partenkirchen die ſilberne Medaille gewann, Mr. Fred H. Ma⸗ röles(Mitglied des kanadiſchen Olympiade⸗ Komitees), äußerte ſich bei ſeinem Abſchied Tag des Deutſchen Ruderſporis Der 5. April ein Tag von doppelter Bedeutung Zum dritten Male bringt der deutſche Ruder⸗ ſport am 5. April 1936 den großen„Tag des Deutſchen Ruderſports“ zur Durchführung. Ueberall auf deutſchen Flüſſen und Seen brin⸗ gen an dieſem Tage gemeinſam alle deutſchen Rudervereine ihre Boote zu Waſſer, um ge⸗ nau nach einem vom Fachamt Rudern im Reichsbund für Leibesübungen feſtgelegten Plan ſchlagartig das neue Ruderjahr zu er⸗ öffnen. Dem diesjährigen Tag unſerer Ru⸗ derer kommt in zweifacher Hinſicht eine ganz beſondere Bedeutung zu. Einmal iſt der 5. April 1936 der Opfertag des deutſchen Ruderſports für das Winterhilfswerk des Deutſchen Volkes und zum anderen bildet dieſes gemeinſame Auftreten in der Oeffent⸗ lichkeit den Auftakt zum 100jährigen Beſtehen des Ruderſports in unſerem Vaterland. Es iſt ein umfangreiches Programm vorgeſehen, ——— welches wir noch eingehend berichten erden. Südweſt⸗fiandballelf gegen öau Baden Für das Spiel der Vorſchlußrunde um den Handball⸗Gaupokal, das am 22. März die Mannſchaften der Gaue Südweſt und Baden in Landau(Pfalz) austragen, hat der Gau Südweſt auf Grund des Probeſpieles in Pfung⸗ ſtadt folgende Mannſchaft aufgeſtellt: Keimig (Polizei Darmſtadt) Brohm Hauſer (BfR Schwanheim)(SowWiesbaden) Krümer Daſcher Siahl (SV Wiesbaden)(beide Polizei Darmſtadt) Worms Freund Leonhardt Embach Bode (TSV(98 Darm⸗(Polizei(Herrns⸗(SV Herrnsh.) ſtadt) Darmſtadt) heim) Wiesbad) 3. Deutſche bepäckmarſch-Meiſterſchaft Die 3. Deutſche Gepäckmarſch⸗Meiſterſchaft wird am 3. Mai in Hamburg durchgeführt. Die erſte fand 1934 in München ſtatt, die zweite im k vergangenen Jahr in Leipzig. Im Gegenſatz zu den beiden vorausgegangenen Veranſtaltun⸗ gen wird 1936 nur eine Mannſchaftswertung vorgenommen, die Einzelwertung fällt alſo weg. Jede Mannſchaft kann mit fünf Teilneh⸗ mern am Start ſein, gewertet werden die drei beſten. Die ſtark umſtrittene Frage über den Marſchſtil iſt in der Ausſchreibung eindeutig feſtgelegt worden. Es wird zwiſchen Gehen und Marſchieren kein Unterſchied gemacht, was be⸗ ſonders die aus dem Geherlager kommenden Teilnehmer mit Freuden begrüßen. über den in Arbeit befindlichen Winter⸗Olym⸗ piade⸗Film wie folgt: „Wir erwarten dieſes filmiſche Dokument mit großer Spannung. Sofort nach meiner Rück⸗ kehr nach Kanada werde ich in Toronto mit dem Miniſter für Erziehung und Bildungsweſen ſowie mit allen in Frage kommenden ſport⸗ lichen Stellen Rückſprache halten und Erhebun⸗ gen anſtellen, wie wir dieſem Film bei uns in Kanada die weiteſtmögliche Verbreitung und Reſonanz verſchaffen können. Wir verſprechen uns von dem offiziellen Olympiade⸗Film nicht nur einen Filmſtreifen von dokumentariſchem Wert, ſondern zugleich auch ein ausgezeich⸗ netes Lehrmittel für alle im Sport intereſſier⸗ ten Kreiſe. Wenn irgend möglich, wollen wir den Film, abgeſehen von ſeinen Vorführungen in den Lichtſpieltheatern, in den Schulen, Uni⸗ verſitäten und Sportklubs zeigen. Ich ſelbſt gehe mit dem Gedanken um, in Verbindung mit dem Film Vorträge zu veranſtalten und beſonders mit Hilfe der Zeitlupenaufnahmen die Technik und Methoden der hervorragendſten Koryphäen des internationalen Sports zu de⸗ monſtrieren. Ich beabſichtige, dieſe Vorträge in allen großen Städten Kanadas zu veranſtalten. Schon heute freue ich mich auf meine Rückkehr zur Sommer-Olympiade, bei der ich mein Land im Olympiſchen Komitee vertreten werde und zu der viele hundert meiner Landsleute, abge⸗ bn von den aktiven Sportlern, kommen wer⸗ en! Während in den Klaſſen A und B der Mannheimer Schulfußballverbandsrunde, der die älteren Jahrgänge aus den Höheren Lehr⸗ anſtalten, der Gewerbeſchule, der Handels⸗ ſchule und der Fortbildungsſchule angehören, die letzten Entſcheidungen noch einige Zeit be⸗ anſpruchen, hat der in der Klaſſe C vereinigte jüngſte Jahrgang der Schüler geſtern nachmittag ſeinen Meiſter ermittelt. Schauplatz des ent⸗ ſcheidenden Spieles war das Mannheimer Stadion, wo ſich die Mannſchaften der Wald⸗ hofſchule und der Wohlgelegenſchule gegen⸗ übertraten. Für das Entſcheidungsſpiel hat⸗ ten ſich die Mannſchaften durch ihre Siege über den oritten Endrundenteilnehmer, Fried⸗ richsfeldſchule, mit:0, bzw.:0 qualifiziert. Ueber 1500 Schüler, die klaſſenweiſe unter Führung ihrer Lehrer erſchienen waren, bilde⸗ ten einen recht wirkungsvollen Rahmen des für unſeren jüngſten Fußballnachwuchs ſo be⸗ deutungsvoll erſcheinenden Treffens. Aber auch recht viele Erwachſenen verfolgten mit großem Intereſſe den jederzeit ſpannenden Kampf der kleinen Matadore, der einen unge⸗ trübten Genuß bereitete. Ausgezeichnete techni⸗ ſche Leiſtungen wurden auf beiden Seiten ge⸗ boten, dazu noch eine wirklich glänzende Mann⸗ ſchaftsarbeit, wie ſie ſo manche unſerer Gau⸗ ligamannſchaften tatſächlich nicht aufweiſen ann. Man konnte ſich nur wundern und freuen über die von hoher Spielintelligenz zeu⸗ gende Selbſtverſtändlichkeit, mit der die Buben in flotter, genauer Kombination das Bällchen über das Feld rollen ließen. In der erſten Halbzeit hatte die Mannſchaft der Waldhof⸗ ſchule im blau⸗ſchwarzen Dreß des SV Wald⸗ hof, etwas mehr vom Spiel und konnte ver⸗ dient in Führung Nach derx Pauſe aber waren die kleinen Leute der Wohlgelegenſchule, die den Dreß des VfR trugen, die etwas Beſ⸗ ſeren. Mehr als einen Treffer ließ indeſſen auch die gute Verteidigung des Gegners nicht Englands Auto-Rennsaison auf der Brooklands-Bahn eröfinet Pressebildzentrale Eine Momentaufnahme aus einem der Rennen, an denen auch Frauen beteiligt waren. Der im Vordergrund unseres Bildes stehende Feuerwehrmann verfolgt mit Interesse den Kampf, er ist aber für jeden Augenblick einsatzbereit. kine Miniaturausgabe„Waldhof- Uff“ Waldhofſchule— Wohlgelegenſchule:1(:0) zu, womit das für die Meiſterſchaft der CKlaſſe entſcheidende Spiel unentſchieden endete. Das Spiel, das von beiden Mannſchaften mit voll⸗ ſter Hingabe ſehr kampfbetont, aber trotzdem doch auch ſehr fair durchgeführt wurde, war eine getreue Miniaturausgabe der großen Kämpfe unſerer beiden Mannheimer Meiſter⸗ mannſchaften SV Waldhof und VfR. Das Unentſchieden ſicherte den Waldhöfern den Meiſtertitel, da ſie durch den höheren Sieg über die Friedrichsfeldſchule das beſſere Tor⸗ verhältnis haben. Eck. „Fohrt zur 5onne“ geſtartet Großer belgiſcher Triumph Das erſte internationale Straßenrennen 1936, die Sechsetappenfahrt Paris—Nizza, wurde am Dienstag geſtartet. Die erſte Teilſtrecke führte von Paris nach Nevers(219 Kilometer) und ſah alle gemeldeten Fahrer am Start. Eine Bombenform legten die belgiſchen Teilnehmer an den Tag, die faſt vollzählig im Vorder⸗ treffen zu finden waren und in F. Ver⸗ vaecke auch den Sieger ſtellten. Vervaecke und ſein junger Landsmann Kint verſchafften ſich auf dem letzten Teil der Strecke einen geringen Vorſprung, den ſie bis zum Ziel behaupteten. Vervaecke ſiegte nach einer Gefamtfahrzeit von :45:10 Stunden im Spurt gegen Kint. 31 Se⸗ lunden ſpäter kam der Belgier Deloor vor dem Franzoſen Noret als Dritter durchs Ziel. Die nächſten Plätze belegten Debenne, Roſſi und Archambaud, während von den acht deutſchen Teilnehmern keiner in der Spitzengruppe zu finden war. Deutſche Vereinsmeiſterſchaft Nach der Ausſchreibung zur Deutſchen Leicht⸗ athletik⸗Vereinsmeiſterſchaft 1936 durfte ſich —————————————————————————————— Vollbeutzuelit und Rennoport Anläßlich der vor kurzem ſtattgefundenen Delegiertenverſammlung der Rennvereine hat Herr Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten das obige Thema in einer grundſätzlichen Rede ausführlichſt behandelt und führte hierzu u. a. folgendes aus: Das Jahr 1935, das für den nationalſozia⸗ liſtiſchen Staat unter dem Stern der Wehrhaft⸗ machung des deutſchen Volkes ſtand, gab auch dem Rennſport und beſonders der Vollblutzucht eine neue und ſtarke Daſeinsberechtigung. Die Forderungen, die die maßgebenden Stellen der Wehrmacht trotz Motoriſierung an die Landes⸗ pferdezucht ſtellen, ſind gewaltig. Mir iſt be⸗ kannt, daß nicht nur in Deutſchland, ſondern auch in faſt allen anderen europäiſchen und außereuropäiſchen Ländern die Frage, ob dem Pferd in den Armeen der einzelnen Länder bei der fortſchreitenden Motoriſierung noch eine Be⸗ deutung zukommt, nicht beſteht, ſondern daß man ſich überall darüber klar iſt, daß neben dem Motor das Pferd auch weiterhin nicht ent⸗ behrt werden kann. Ich verweiſe dabei nur auf die Tatſache, daß gerade zwei Länder, nämlich Rußland und Japan, die ſich bei den epoche⸗ machenden Aufrüſtungen bisher beſonders die Schaffung motoriſierter Verbände angelegen ſein ließen, in letzter Zeit für den Aufbau ihrer Pferdezucht, in dem einen Land erneut, in dem anderen Lande aber erſtmalig große Ankäufe — die Grundlage einer Vollblutzucht zum ufbau ihrer Landespferdezucht tätigen. Aber nicht nur die Vertretung der eben erwähnten Belange iſt es, die mich mit Freude und Stolz erfüllt, ſondern in gleichem Maße bin ich über⸗ zeugt davon, daß der jetzt auf eine breite und volkstümliche Grund Lage geſtellte Pferdeſport einen Dienſt am deutſchen Volke erfüllt, der gerade jetzt, im Zeitalter des Motors und der Mechaniſierung gar nicht hoch genug ein⸗ geſchätzt werden kann. Führt er doch immer wieder nicht nur bei der Ablegung der Dienſt⸗ pflicht, ſondern auch ſchon bei den Reiterforma⸗ tionen der nationalſozialiſtiſchen Verbände und der ländlichen Reiterei vor und nach Vollen⸗ dung der Dienſtpflicht einen großen Teil der deutſchen Jugend dem Umgang mit dem Pferde, dem treueſten und edelſten Helfer des Menſchen in allen Zeiten, zu. Dieſe Verbindung mit dem edelſten Tier und dadurch mit der Natur iſt ein unerſchöpflicher Born, aus dem all die menſchlichen Tugenden fließen, die wir gerade im heutigen Staate beſonders zu ſchätzen uns bemühen. An dieſem Ziele mitzuarbeiten, iſt eine der ſchönſten und beſten Aufgaben des Rennſports und der Vollblutzucht, zu denen man ſich beken⸗ nen muß, ohne dabei ihre großen wirtſchaft⸗ lichen Belange außer Acht zu laſſen. Jabala auf nurmis 5puren Drei Weltrekordverſuche des Argentiniers Der 19. April wird einer der großen vor⸗ olympiſchen Tage für die deutſche Leichtathletil ſein. Die Leichtathletikabteilung von 1860 Mün⸗ chen führt an dieſem Tage einen Stundenlauf durch, an dem außer der deutſchen Marathon⸗ lauf⸗Kernmannſchaft auch der ſeit vielen Wo⸗ chen in Deutſchland lebende und trainierende argentiniſche Olympiaſieger Juan Zabala teilnehmen wird. Der Argentinier hat ſich viel vorgenommen; er will an einem Tage drei Weltrekorde, die im Beſitz des großen Finnen Paavo Nurmi ſind, angreifen. Zehn engliſche Meilen, eine Stunde und zwanzig Kilometer das ſind die drei Weltrekordetappen, die Za⸗ hala an einem Tage erledigen will. Der Argen⸗ tinier geht mit viel Selbſtvertrauen an die große Aufgabe heran, aber dieſes Selbſtver⸗ trauen darf er haben, weil es ſeine Begrün⸗ dung in einem ungeheuer eifrigen und harten Training findet, das er Tag für Tag durch⸗ führt. Zabala wohnt ſeit einiger Zeit in Wit⸗ tenberge und trainiert mit Max Syring und deſſen Kameraden vom KTV Wittenberg. Mit Syring hat der Olympiaſieger gute Freund⸗ ſchaft geſchloſſen. Die beiden wohnen, leben und trainieren zuſammen. Neben dem Start Zabalas in München intereſſiert natürlich auch die Beteiligung der deutſchen Langſtreckenläu⸗ ſer, die bei dieſem Stundenlauf eine ausge⸗ zeichnete Schnelligkeitsprobe abzulegen haben werden. blumpia 1936 Zwei große Probleme beſchäftigen augen⸗ blicklich den amerikaniſchen Olympia⸗Aus⸗ ſchuß„deſſen Vorſitzender Avery Brundage ſeit ſeiner Rückkehr aus Garmiſch⸗Partenkirchen ſich mit großem Eifer den Vorbereitungen der Teilnahme von USA an den Sommerſpielen in Berlin widmet. Die eine wichtige Frage iſt die Beſchaffung von rund 200 000 Dollar, die für die amerikaniſche Olympia⸗Expedition benötigt werden. Der größte Teil der Gelder wird von Lokal⸗Ausſchüſſen und Organiſatio⸗ nen aufgebracht, wobei die Mitglieder des Olympiſchen Ausſchuſſes eine ſegensreiche Tätigkeit entfalten werden müſſen. Die zweite wichtige Frage betrifft den Schauplatz, wo die großen Ausſcheidungskämpfe der amerikani⸗ ſchen Leichtathleten veranſtaltet werden ſollen. Urſprünglich war dafür das von der Stadt Neuyork in Auftrag gegebene neue Rieſen⸗ ſtadion auf Randall Islands in Ausſicht ge⸗ nommen worden. Neuerdings ſind an der rechtzeitigen Fertigſtellung der Anlage bis zum 10. Juni, dem Termin der Olympiſchen Aus⸗ ſcheidungen, Zweifel laut geworden. Sollte Randall Islands nicht in Frage kommen, wer⸗ den die Ausſcheidungen am 10. und 11. Juni in Boſton oder in Princetown veranſtaltet. Die Frage des Austragungsortes inſofern von Wichtigkeit, als die Einnahmen den jeder Aktive in jeder Runde bzw. bei jedem Wettkampf nur an drei Wettbewerben beteili⸗ gen, von denen nur zwei Läufe ſein konnten. Dieſe Beſtimmung iſt jetzt durch eine Anord⸗ nung des Fachamtsleiters Dr. von Halt ergänzt worden, ſo daß die Teilnahme an der 4100⸗ Meter⸗Staffel als dritten Laufwettbewerb mög⸗ lich iſt. Damit ſoll vor allem den ſtark bean⸗ ſpruchten Vereinen der Sonderklaſſe eine Er⸗ leichterung verſchafft werden. 5Stüdtekampf der zimmerſtutzenſchützen Der unterfränkiſche Zimmerſtutzenbund, Sitz Schweinfurt, war mit der Bitte um einen Städtekampf zwiſchen Mannheim und Schwein⸗ ſurt an die Zimmerſtutzenſchützen des Kreiſes Mannheim herangetreten. Die jüngſten Erfolge der Mannheimer über die Frankfurter und Karls⸗ ruher haben auch die Schweinfurter Zimmer⸗ ſtutzenſchützen nicht zurückgehalten, ihr Können zu zeigen. Der Städtekampf war ſchon des⸗ wegen ſehr intereſſant, weil die Mannheimer gegen die ſtärkſten Mannſchaften von Main⸗ franken zu kämpfen hatten und das Stärle⸗ verhältnis der beiden Gaue nicht bekannt war. Außerdem wurde, um größere Unkoſten zu er⸗ ſparen, das Schießen als Fernkampf derart ausgetragen, daß die Mannſchaften in ihren Orten getrennt ſchoſſen, die Scheiben mit den Ortsſtempeln verſehen und dann zur Kontrolle ausgetauſcht wurden. In Mannheim wurde der Städtekampf Schweinfurt— Mannheim auf den Ständen der Schützengeſellſchaft 1909 ausgetragen und mit ehn Mann beſtritten, von denen jeder zwanzig chuß auf die zehnkreiſige Ringſcheibe ab⸗ zugeben hatte. Dieſen Kampf gewann Mann⸗ heim mit 1648 Ringen, während Schweinfurt 1601 Ringe erzielte. Es bleibt nun abzuwarten, ob Schweinfurt bei dem Rückkampf den Aingen Vorſprung der Mannheimer von 47 noch aufholen kann. von Mannheim waren Becherer(09) mit 176 Ringen, Schleich(Neckarau) mit 174 Ringen und H. Mögele Weier mit 172 Ringen. Das beſte Ergebnis bei den Schweinfurtern erzielte Fuchs mit 172 Ringen. Olympiafonds nicht unweſentlich ſtärken ſollen, wird doch der bei den Ausſcheidungen erwar⸗ tete Ueberſchuß auf rund 25 000 Dollar ver⸗ anſchlagt. Mit einigen Tauſend Dollar Rein⸗ gewinn wird auch bei den Meiſterſchafts⸗End⸗ ſpielen im Baskett⸗Ball, die vom 3. bis 5. April im Neuyorker Madiſon Square Gar⸗ den durchgeführt werden, gerechnet. Olympiſches Echo aus Braſilien Die Organiſation der Olympiſchen Spiele 1936, und zwar nicht nur die Durchführung der Winterſpiele, ſondern auch die Werbeorganiſa⸗ tion der Berliner Spiele hat in der ganzen Welt ein ſtarkes Echo gefunden. Die große bra⸗ ſilianiſche Zeitung„A Noite“, Rio de Janeiro, bringt einen langen Artikel, in dem es wörtlich heißt:„Ganz beſonders in Braſilien kann die Preſſe die Wirlſamkeit und die glänzende Or⸗ ganiſation feſtſtellen, die die Deutſchen ſtets durchzuführen verſtanden, indem ſie die aller⸗ engſten Verbindungen mit der geſamten Preſſe lympiſchen Spielen aufrecht und Preſſebüro, das de Janeiro er⸗ öffnete, um in direkteſter Fühlung den inter⸗ vor und nach den erhalten. Das Propaganda⸗ das Deutſchland direkt in Rio eſſierten Blättern und Sportsleuten an die Hand gehen zu können, beweiſt in der glänzend⸗ ſten Weiſe die Wichtigkeit diefer modernen Ein⸗ richtung. Rordamerita, das ſich doch immer rühmt, die wirkſamſte Propaganda zu verſtehen, tat 1932 nichts derartiges. Deutſchland hat die gute Hilfe, die die Preſſe ſein kann, als Vermittle⸗ rin der Eindrücke der wirklich einzig daſtehen⸗ den ſportlichen Veranſtaltungen, die von dieſem Lande durchgeführt wurden, viel beſſer und ſchneller zu erkennen gewußt. Dieſes iſt eine Feſtſtellung, der ſich die„A Noite“ beſonders im Augenblick nicht entziehen kann, wo der erſte ingen Die drei beſten Schützen Das Ju ehens, das eutſchen E lich begeher nehmen der telpunkt des Führer hat ganz großes net, das mi aller ihm D deutſchen( ſchaftsfaktor Schaden be ausgewieſen liarden RM 54000 Kilon letzt rund resdurchſchn halt von auf der Ei Deutſche Re tem größ Den tſchl⸗ Unternehmet Allein die 3 und Fauſt, Reichsbahn geſamten B⸗ ungefähr jei Eiſenbahner ehörigen d Ruheſtand le 4 Hheiter gleich 3 kommt man nen Vol! Reichsba rund 5 v. K alſo etwa jei unterhalt me bhahn abhäng gewaltigen 2 alljährlich fü Ruhegelder, zu machen Jahre für d nals, dazu e gelder und alſo rund lich oder 20 an baren Verbraucher — das ſind BVedeutung d erhellen. Befruchtun, Aber dami gewerbe des werbe, Bahn werden von 8d reiche Lieferi tigen Bedarf niſchen Strut zu alle Wa Zweigen der ie Reichs traggeber dieſen Wegen Reichsmark in In den dr Reichsbahn i ſie dank der 1 Milliarde rungsaufträge Walzwerke, E die erſte Stell belieſen ſich it als 100 Mill nung folgen d mit rund 640 rund 200 Mil Wärme aus fi lionen RM. wirtſchaftlich waren die Au apierinduſtri xtilien mit ge Warengr inſchließlich! nterhaltungs⸗ Mill R9 n dem Dreije ngefähr 4,4 Achekungsnuf, edem Jahre d o 1,5 Millie andel, Gewer ungefähr 700( Brot gehalten überhält, daß den Kriſenj Rilllarde RM wird aus dieſ teg ſicht b. I Harnsè Freg märz 1936 ebildzentrale rund unseres einsatzbereit. bei jedem ben beteili⸗ in konnten. ine Anord⸗ halt ergänzt der 44100⸗ ewerb mög⸗ ſtark bean⸗ ſe eine Er⸗ nſchützen nbund, Sitz um einen id Schwein⸗ des Kreiſes ten Erfolge und Karls⸗ 'r Zimmer⸗ ihr Können ſchon des⸗ Nannheimer von Main⸗ as Stärke⸗ ekannt war. ſten zu er⸗ mpf derart n in ihren en mit den r Kontrolle Städtekampf Ständen der n und mit der zwanzig ſcheibe ab⸗ inn Mann⸗ Schweinfurt ibzuwarten, den großen 47 Ringen 'n Schützen 9) mit 176 74 Ringen 72 Ringen. veinfurtern irken ſollen, gen erwar⸗ Dollar ver⸗ ollar Rein⸗ chafts⸗End⸗ 'm 3. bis guare Gar⸗ hen Spiele ührung der beorganiſa⸗ der ganzen große bra⸗ de Janeiro, es wörtlich n kann die nzende Or⸗ hſchen ſtets die aller⸗ nten Preſſe en aufrecht Preſſebüro, Janeiro er⸗ den inter⸗ en, an die glänzend⸗ ernen Ein⸗ rühmt, die i, tat 1932 die gute Vermittle⸗ gdaſtehen⸗ von dieſem beſſer und es iſt eine beſonders o der erſte es Jahres ohne Rück⸗ chkeit und en.“ „Hakenkreuzbanner“ die Wirtſchaſtsſeite 4 Nr. 132— 18. März 1936 Die Reichsbahn größter Wirtſchaftsbetrieb Zeder 100. Deutſche ein Eiſenbahner/ 2,4 Milliarden jährliche Lohn⸗ und Rentenzahlungen/ Rieſige Arbeiks⸗ beſchaffungs⸗Aufträge /400 o0% Arbeitsloſe eingeſtellt/ von Generoldireklor Dr.-ing. Dorpmülller Berlin, 17. März. Das Jubiläum des hundertjährigen Be⸗ ſtehens, das die Deutſche Reichsbahn mit allen deutſchen Eiſenbahnen im vorigen Jahre feier⸗ lich begehen konnte, hat das gewaltige Unter⸗ nehmen der Deutſchen Reichsbahn in den Mit⸗ telpunkt des allgemeinen Intereſſes geſtellt. Der Führer hat die Reichsbahn damals als erftes ganz großes ſozialiſtiſches Unternehmen bezeich⸗ net, das mit einer echten Gemeinſchaftsleiſtung aller ihm Dienenden der Träger des gewaltigen deutſchen Geſamtvertehrs ſei und als Wirt⸗ ſchaftsfattor erſten Ranges auch in Zukunft vor Schaden bewahrt werden müſſe. Mit ihrem ausgewieſenen Anlagekapital von faſt 27 Mil⸗ liarden RM, einem Streckennetz von mehr als 54000 Kilometer, einem Perſonalſtand von zu⸗ letht rund 665 000 Bedfenſteten im Jah⸗ resdurchſchnitt und einem Jahreshaus⸗ halt von über 3/½ Milliarden R. auf der Einnahme⸗ und Ausgabeſeite iſt die Deutſche Reichsbahn in der Tät der bei wei⸗ tem größte Wirtſchaftsbetriebin Dentſchland, unternehmen auch nur annähernd meſſen kann. Allein die Zahl von 665 000 Arbeitern der Stirn und Fauſt, die im unmittelbaren Dienſt der Reichsbahn ſtehen, bedeutet im Verhältnis zur geſamten Bevölkerung im Deutſchen Reich, daß ungefähr jeder 100. Deutſche ein attiv tätiger Eiſenbahner iſt. Rechnet man dazu noch die An⸗ ehhrigen dieſer Bedienſteten ſowie die im uheſtand lebenden Beamten und früheren Ar⸗ beiter gleichfalls mit ihren Angehörigen, ſo kommt man auf mindeſtens 3½ Millio⸗ nen Volksgenoſſen, die von der Reichsbahn erhalten werden; da das rund 5 v. H. unſerer Volksgeſamtheit ſind, iſt alſo etwa jeder 20. Deutſche in ſeinem Lebens⸗ unterhalt mehr oder weniger von der Reichs⸗ bahn abhängig. Dem entſprechen dann auch die gewaltigen Aufwendungen, die die Reichsbahn aalljährlich für Gehalts⸗ und Lohnzahlungen, für Ruhegelder, Wohlfahrtsbezüge und dergleichen zu machen hat. Rund 2 Milliarden RM im Jahre für die Verſorgung des aktiven Perſo⸗ nals, dazu etwa 440 Millionen RM für Ruhe⸗ gelder und Hinterbliebenenbezüge, zuſammen alſfo rund 2,4 Milliarden RM jähr⸗ lich oder 200 Millionen RM in jedem Monat an baren Auszahlungen, die über die Verbraucher an die deutſche Wirtſchaft fließen, — das ſind gewiß anſehnliche Summen, die die ——— der Reichsbahn als Wirtſchaftsfaktor erhellen. Befruchtung zahlreicher Gewerbe Aber damit nicht genug. Vielſeitige Neben⸗ werbe, Bahnhofswirtſchaften, Reiſebüros uſw.) weiden von der Reichsbahn befruchtet, und zahl⸗ keiche Lieferinduſtrien ſind für den mannigfal⸗ tigen Bedarf der Eiſenbahnen, der bei der tech⸗ niſchen Struktur des Eiſenbahnbetriebes nahe⸗ zu alle Warengattungen in faſt ſämtlichen Zweigen der deutſchen Wirtſchaft erfaßt, tätig. ie Reichsbahn erſcheint hier als Auf⸗ traggeber großen Stils. Sie ſetzt auf dieſen Wegen jährlich weit über eine Milliarde RMeichsmark in reinen Aufträgen um. In den drei Jahren 1933 bis 1935 hat die Reichsbahn in ſtetig ſteigendem Maße, zu dem ſie dank der allgemeinen und eigenen Auf⸗ wärtsentwicklung inſtandgeſetzt wurde, beiſpiels⸗ weiſe allein für Bauausführungen annähernd 1 Milliarde RM. ausgegeben. Bei den Liefe⸗ rungsaufträgen nehmen die Erzeugniſſe der Walzwerke, Gießereien und Maſchineninduſtrie die erſte Stelle ein; die Aufwendungen hierfür beliefen ſich in den drei Jahren ſogar auf mehr als 100 Millionen RM. In der Größenord⸗ nung folgen die Ausgaben für Kohle und Koks mit rund 640 Mill. RM., für Bauſtoffe mit rund 200 Mill. RM., für Erzeugniſſe der elek⸗ trotechniſchen und chemiſchen Induſtrie mit leichfalls rund 200 Millionen RM und für en Bezug von Waſſer, Gas, Elektrizität und Wärme aus fremden Werken mit rund 180 Mil⸗ lionen RM. Zahlenmäßig nicht mehr ſo hoch, wirtſchaftlich jedoch immer noch ſehr bedeutend waren die Aufwendungen für Erzeugniſſe der r mit rund 47 Mill. RM., für extilien mit rund 35 Mill. RM. und für ſon⸗ ge Warengruppen mit rund 18 Mill. RM. inſchließlich der Löhne für ihre eigenen Bahn⸗ unterhaltungs⸗ und Werkſtättenarbeiten(rund 9% Mill. RM.) hat die Deutſche Reichsbahn ungefähr 4,4 Milliarden RM. in Arbeit und Aelungsgufträge umgeſetzt, durchſchnittlich in edem Jahre des nationalſozialiſtiſchen Aufbaus alſo 1,5 Milliarden RM. Allein in Induſtrie, Handel, Gewerbe und Handwerk konnten damit ungefähr 700 000 Arbeitskräfte in Arbeit und Brot gehalten werden. Wenn man dem gegen⸗ überhält, daß dieſe Aufträge für die Wirtſchaft in den Kriſenjahren 1931/½2 auf ungefähr eine Milliarde RM zuſammengeſchrumpft waren, ſo wird aus dieſem Vergleich der große Auf⸗ ſtieg ſichtbar, der ſich im Dritten Reich ür die Reichsbahn und die für ſie arbeitenden nduſtrie- und Gewerbezweige vollzogen hat. Zuſätzliche Arbeitsbeſchaffung Aus dieſen Zahlen ergibt ſich zugleich der weſentliche Anteil, der der Reichsbahn an den großen Erfolgen des Kampfes der Reichsregie⸗ mit dem ſich kein anderes geſperbe des Eiſenbabnverkehrs(Spebitionsge⸗ in dem Dreijahreszeitraum von 1933 bis 1935 rung gegen die Arbeitsloſigkeit zuerkannt wer⸗ den muß. Zwei große zuſätzliche Arbeitsbeſchaf⸗ fungsprogramme zu 336 Millionen RM.(1933) und zu 731 Millionen RM.(1933/34) zeigen hier den ſozialiſtiſchen Dienſt, den die Reichs⸗ bahn mit ihren Zuſatzaufträgen der deutſchen Wirtſchaft erwieſen hat. Bedeutende Neubau⸗ ten(z. B. Berliner Nord⸗Süd⸗S⸗Bahn, Rügen⸗ damm und weiterer Strecken) und viele techniſche Reuerungen(Mo⸗ toriſierung), die auf dieſe Weiſe in großem Um⸗ fang und beſchleunigtem Zeitmaß durchgeführt werden konnten, mögen für die Außenſtehen⸗ den äußere Kennzeichen der Arbeit ſein, die hier geleiſtet wurde. Die aus dem allgemeinen Wirtſchaftsauf⸗ ſchwung folgende Belebung des Verkehrs brachte auch für die Reichsbahn erhöhte Betriebs- und Verkehrsleiſtungen mit ſich. Daraus ergab ſich ein größerer Bedarf an Arbeitskräften, der in Verbindung mit den Aufgaben aus den Ar⸗ beitsbeſchaffungsprogrammen zu einer Vermeh⸗ rung des eigenen Perſonalſtandes der Reichs⸗ bahn um annähernd 100 000 Köpfe ſeit dem Umbruch führte. In den mit den zuſätzlichen Reichsbahnauf⸗ trägen bedachten Gewerbe⸗ und Induſtriezwei⸗ gen der allgemeinen Wirtſchaft wird nach den Lohnanteilen mit einer Mehrbe⸗ ſchäftigung von etwa 300 000 Volks⸗ genoſſen gerechnet werden können. Die Reichsbahn hat alſo den Arbeitsmarkt *. rund 400000 Arbeitsloſe ent⸗ a ſtet. Selbſtverſtändlich iſt ſich die Reichsbahn ihrer Verantwortung, die ſie kraft ihrer Bedeutung als Wirtſchaftsfaktor vor dem ganzen deutſchen Volke trägt, jederzeit bewußt, und ſie weiß auch die Aufgaben, die ihr daraus erwachſen, in ihrer Tragweite einzuſchätzen. Stetige Sorge für die eigene Gefolgſchaft und Sicherung des Arbeitsplatzes für möglichſt viele Volksgenoſ⸗ ſen durch Gewährung ausreichender und tun⸗ lichſt gleichmäßiger Beſchäftigung in den ein⸗ ſchlägigen Wirtſchaftszweigen ſind daher die Leitgedanken für ihre Maßnahmen auf dieſen Gebieten. Möge es wie bisher in enger, ver⸗ ſtändnisvoller Zuſammenarbeit mit der Reichs⸗ regierung und der deutſchen Wirtſchaft auch in Zukunft gelingen, eine befriedigende e in allen dieſen Fragen zu finden,— zum Gedeihen der Reichsbahn, zum Wohle des deutſchen Vol⸗ kes und zum Segen des Vaterlandes! Die erſte Filial⸗Großbank berichtet OD⸗Bank 4% Dividende/ Stärkere Anteilnahme an den öffentlichen Aufgaben Als erſte der Filial⸗Großbanken veröffentlicht die Deutſche Bank und Disconto⸗Geſellſchaft ihre Bilanz per Ende 1935. Tätigfeit und Entwicklung dieſes In⸗ ſtituts zeigen deutlich die Auswirkungen der Wirt⸗ ſchaftsbelebung durch die Vorherrſchaft der öffentlichen Hand. Nach vier Jahren kann erſtmalig wieder aus dem Betriebsgewinn in Höhe von 5,3 Millionen RM, der ſich um den Gewinnvortrag aus 1934 auf 6,2 Millionen RM erhöht, eine Dividende von 4 v. H. auf das Aktienkapital von 130 Millionen RM ausge⸗ ſchüttet werden. Die Wiederaufnahme der Dividenden⸗ zahlung darf dahingehend gewertet werden, daß nicht nur die Kriſenreſte vor allem aus dem verhängnis⸗ vollen Jahr 1931 beſeitigt ſind, ſondern auch die in⸗ nere Kräftigung wieder ausreichend zugenommen hat. Anwachſen der Neukredite Trotz der in den letzten zwei Jahren beobachte⸗ ten Vermehrung der flüſſigen Mittel bei zahlreichen Unternehmen, die vielſach eine eigene Finanzierung der Erſatz⸗ und Neuinveſtitionen und die eigene Be⸗ reitſtellung lauſender Betriebsmittel geſtattete, ſowie zu einem beträchtlichen Abbau der Debitoren bei den Kreditinſtituten führte, hat die DD⸗Bank den Betrag der neu in Anſpruch genommenen oder zugeſagten Kredite von 830 Milltonen RM auf 890 Millionen Reichsmark erhöhen können. Der Stückzahl nach iſt allerdings ein Rückgang von 95 159 auf 93 064 zu ver⸗ zeichnen. Das Hauptkontingent der Kredite liegt zwi⸗ ſchen 20 000 und 50 000 RM. Die in dieſer Grenze bewilligten Kredite mit 457 Millionen RM machen mehr als die Hälfte aller Neukredite aus. Die Klein⸗ kredite bis zu 5000 RM machen der Stückzahl nach (74 664) zwar 80 v. H. aller Neukredite aus, der Geſamtbetrag von 84,69 Millionen RM umfaßt aber nur 9,5 v. H. der Neukreditſumme. Die Auf⸗ gliederung in Wirtſchaftsgruppen zeigt, daß betrags⸗ mäßig vom Neukreditgeſchäft 37 v H. auf die ver⸗ arbeitende Induſtrie, 17,7 v. H. auf das Handelsge⸗ werbe und 15,1 v. H. auf die Induſtrie der Grund⸗ ſtoffe entfallen. Die Zunahme im Neukreditgeſchäft hat einen Rück⸗ gang bei den Schuldnern nicht aufhalten können. Er beträgt einſchließlich der Vorſchüſſe auf verfrachtete oder eingelagerte Waren 186 Millionen. In der Bilanz werden die Poſten„Schuldner“ und „Warenvorſchüſſe“ mit insgeſamt 1452 Millionen RM ausgewieſen. Die geſamten Einlagen ſind von 2535 Millionen RM auf 2582 Millionen RM, alſo um 47 Millionen RM angewachſen. Die Zunahme iſt ausſchließlich auf Steigerung der inländiſchen Ein⸗ lagen zurückzuführen Die Spareinlagen, die in obiger Summe mit enthalten ſind, haben ſich von 204,9 auf 238,2 Millionen vermehrt. Die im Barireditgeſchäft freigewordenen Mittel und die in den Einlagen neu hereingekommenen Mittel haben im weſentlichen in Wechſeln, Schatzanweiſungen und Wertpapieren An⸗ lage gefunden. Damit hat ſich alſo die DD⸗Bank in din Finanzaufgaben, welche ſich aus dem Vorherr⸗ ſchen von öffentlichen Aufträgen ergaben, entſprechend eingeſchaltet. Im einzelnen erhöhte ſich ſeit Ende 1934 der Wechſelbeſtand von 585,4 auf 683 Millionen RM, Schatzwechſel und unverzinsliche Schatzanweiſungen des Reiches und der Länder von 209 auf 273 Millio⸗ nen Reichsmart, eigene Wertpapiere von 145 auf 221 Millionen RM. Ausdruck der Geſundung Die Aufgliederung in der Gewinn⸗ und Ver⸗ luſtrechnung iſt bedauerlicherweiſe nur ſehr ge⸗ ring. Zinſen und Diskont brachten, wie es im Ge⸗ ſchäftsbericht heißt, infolge Ausdehnung des Geſchäfts und infolge Verringerung der aus der Kriſenzeit her noch zu Minder⸗ oder Sonderkonditionen laufenden Kredite über die Erträgniſſe des Vorjahres hinaus⸗ gehende Einnahmen. Die weitere Verbeſſerung der Qualität der Debitoren machte erheblich weniger Zins⸗ und Proviſionsrückſtellungen erforderlich. Hierin drückt ſich bemerkenswert die allgemeine Geſun⸗ dung unſerer Wirtſchaft aus. Für die geſamte Gefolgſchaft iſt als Son⸗ dergratifikation ein größerer Betrag, der aber nicht genannt wird, bereitgeſtellt worden. Ueber⸗ dies ſind noch weitere Sonderleiſtungen für die Ge⸗ folgſchaft(verbilligter Erholungsurlaub, Heiratsbei⸗ hilfen uſw.) gemacht worden. Wir ſtellen zuſammenfaſſend feſt, daß bei der DD⸗Bank die Kriſenbereinigung im weſentlichen ab⸗ geſchloſſen iſt. Die öffentliche Hand als Auftraggeber für die Wirtſchaft hat unſeren Kreditinſtituten eine gewiſſe Wandlung in ihrer Finanzpolitik gebracht. Sie findet in den„Anlagen“ der DD⸗Bank ihren Niederſchlag. Die Beſſerung in der Qualität der De⸗ bitoren zeigt die Geſundung unſerer Geſamtwirtſchaft. H. J. M. Milliardenzunahme des Volkseinkommens Die Fruchi dreijähriger nationalſoz laliſtiſcher Arbeitspolitik/ Gewinn für die Volkswirlſchaft Seit der Machtergreifung hat die national⸗ W Wirtſchaftsführung 5 Millionen ar⸗ beitsloſe Volksgenoſſen wieder in den Prozeß der volkswirtſchaftlichen Arbeit eingegliedert. Auf allen Gebieten der Wirtſchaftstätigkeft haben ſich Handel und Wandel durchgreifend belebt. Man denke nur an die ungeheueren Fort⸗ ſchritte der Motoriſierung und im Zuſammen⸗ hand hiermit an den großzügigen Bau der Reichsautobahnen, die der Führer ſelbſt ent⸗ ſcheidend geſtaltet hat, und an die fortwirkende Belebung aller mit der Kraftfahrzeuginduſtrie verbundenen Hilfsinduſtrien und Handwerke. Man denke ferner an die erfolgreiche Förderung der Eheſchlieſungen und der mit der Haushalts⸗ gründung verflochtenen Gewerbezweige, wie der Arbeitereinkommen um In erſter Linie zeigte ſich dies in den Ein⸗ kommen des deutſchen Arbeiters. Die deutſche Induſtriearbeiterſchaft hat im Jahre 1935 rund 13 Milliarden Arbeitsſtunden und damit um rund 5 Milliarden Stunden mehr geleiſtet als im Jahre 1932. In dem gleichen Zeitraum hat ſich ihre Lohnſumme um über 80 v. H. erhöht. Das bedeutet, daß heute allein an den Arbeits⸗ plätzen über 2 Millionen Volksgenoſſen mehr Raum gefunden haben und daß auch die auf den einzelnen kommenden Arbeitsanteile noch in dem Maße gewachſen ſind, wie die durch⸗ ſchnittliche tägliche Arbeitszeit ſeit der Macht⸗ ergreifung zugenommen hat. Auch im übrigen Bereiche der Volkswirt⸗ ſchaft, im Handwerk, im Handel und Verkehr geſamten Bauwirtſchaft, der Hausrats⸗, Textil⸗ und Bekleidungsinduſtrie. Selbſt das entlegene Hausgewerbe wurde angeregt, durch vielfache Aufträge, die im Rahmen des Winterhilfswerks in unſere Notgebiete gelegt wurden, Man denke vor allem an die Wiederaufrichtung unſerer Bauernwirtſchaft, die dem Binnenmarkt neue Kräfte verlieh, und nicht zuletzt an die unge⸗ heure Entfaltung unſerer Produktion für die große Aufgabe der Wehrhaftmachung des deut⸗ ſchen Voltes. Alle dieſe Maßnahmen der nationalſozialiſti⸗ ſchen Arbeitspolitik haben ihren Niederſchlag gefunden in der Wiederaufrichtung unſeres Vollseinkommens. 5 Milliarden geſtiegen wie auch in der Landwirtſchaft, konnte die Zahl der Beſchäftigten erheblich vermehrt werden. Das Einkommen der geſamten deutſchen Ar⸗ beiterſchaft iſt ſeit der Machtergreifung um an⸗ nähernd 5 Milliarden RM geſtiegen, das bedeu⸗ tet eine Zunahme um etwa 40 v. H. Höheres Angeſtellteneinkommen Mit der Wiederbelebung der Wirtſchaft auf allen Gebieten hat ſich auch die Beſchäftigungs⸗ lage unſerer Angeſtelltenſchaft erheblich gebeſſert. Naturgemäß war erſt ein gewiſſer Anlauf not⸗ wendig, bevor die Angeſtellten, die hauptſächlich in der Organiſation und Verwaltung der Wirt⸗ ſchaft ſowie in der Warenverteilung Beſchäfti⸗ e e redee eieeeeee e eee nene drehn erbe Landwirtſchaft und Induſtrie in einer Front Im liberaliſtiſchen Syſtem mußten der Sch derung der Ausfuhrinduſtrie unüberwindliche freien Marktwirtſchaft war ein Schutz der Land Zoll auf landwirtſchaftliche Erzeugniſſe aber Abſchluß von Handelsverträgen zu Gunſten der Syſtem der inneren Marktordnung auf dem Ge Schlage dieſe Schwierigkeiten behoben. Die i heute, diejenigen Mengen an landwirtſchaftlich werden, ohne Gefahr für den Binnenmarktpreis hat der Zoll ſeine ehedem beherrſchende Rolle a heute dank der nationalſozialiſtiſchen Marktord fuhrinduſtrie geworden, eine Tatſache, die in ei worden iſt. utz der heimiſchen Landwirtſchaft und die För⸗ Gegenſätze ſein. Denn in der liberaliſtiſchen wirtſchaft nur über den Zoll zu erreichen. Jeder bedeutete praktiſch eine Erſchwerung für den Ausfuhrinduſtrie. Das nationalſozialiſtiſche biet der Ernährungswirtſchaft hat mit einem nnere Marktordnung geſtattet es Deutſchland en Erzeugniſſen, die nicht im Inlande erzeugt aus dem Auslande hereinzunehmen. Damit usgeſpielt. Die deutſche Landwirtſchaft iſt ſogar nung der beſte Schrittmacher für unſere Aus⸗ ner Reihe von Handelsabkommen klar erwieſen gung finden, in großer Zahl wieder eingereiht werden konnten. Infolgedeſſen wurde das An⸗ geſtellteneinkommen von dem Auftrieb erſt ſpäter erfaßt. Auch war die Zunahme hier zunüchſt ſchwächer als beim Arbeitseinkommen. Doch hat ſich das im Verlauf dahin gewandelt, daß das Angeſtellteneinkommen im Jahre 1935 ſtär⸗ ker zunahm als das Arbeitereinkommen. Im ganzen liegt das Angeſtellteneinkommen um eiwa 25 v. H. über dem Stand von 1932. Das Einkommen der Beamten iſt im großen und ganzen unverändert geblieben. Das geſamte Arbeitseinkommen, alſo das der Arbeiter, Angeſtellten und Beamten zuſammen, iſt um W v. H. größer als zur Zeit der Macht⸗ ergreifung. Was das Einkommen der Unternehmer be⸗ trifft, ſo iſt zu ſagen, daß es zunächſt länger auf dem gleichen Stand verharrte, als das Einkom⸗ men der Arbeiter und Angeſtellten, das in raſcherem Tempo anwuchs. Im ganzen dürfte das Einkommen der gewerblichen Unternehmer einſchließlich des Handwerks bis 1935 um eiwa 20 bis 25 v. H. gewachſen ſein. Einkommenszunahme bei den Bauern Während das Einkommen des gewerblichen Unternehmers erſt verhältnismäßig ſpät wieder anſtieg und auch jetzt im Steigerungsgrad hin⸗ ter dem Arbeitseinkommen noch zurückbleibt, iſt das Eintommen der Bauern, das durch die Kri⸗ ſis völlig zerrüttet war, am früheſten und gleich⸗ zeitig am ſtärkſten geſtiegen. Hierin findet die nationalſozialiſtiſche Bauernpolitik, die ſofort im Frühjahr 1933 einſetzte, ihren ſichtbaren Aus⸗ bruck Herausgelöſt aus dem liberaliſtiſchen Markr iſt die Bauernwirtſchaft durch Erbhof⸗ geſetz und Marktordnung derart gefeſtigt, daß ihr Einkommen bis 1934 bereits um rund 30 v. H. zugenommen hat. Um die Geſundung der Produktionswirtſchaft, deren Erfolge in dieſen Zahlen ſichtbar werden, durch nichts zu gefährden, mußte das Kapital ſich zunächſt mit verhältnismäßig geringeren Er⸗ tragsanteilen begnügen. Das Renteneinkommen hat ſich im Lauſe dieſer Entwicklung ſo gut wie nicht verändert. Zwar ſind die Dividenden⸗ und Zinsſätze ſtart 4 worden, dafür hat aber die Zahl der Sparer und Kapitalbeſitzer be⸗ trüchtlich zugenommen. Faſſen wir die verſchiedenen Einkommens⸗ gruppen zuſammen, ſo hat ſich das geſamte deutſche Volkseinkommen ſeit der Machtergrei⸗ fung um 25 v. H. gehoben. Dr. Pramstedt. Der Kurszettel lag bei Redaktionsſchluß noch nicht vor. Bel Nieren-, Blasen- u. Frauenleiden Hlarnsädure, Elwelß, Zucker Frequenz 1935: 22 300 Nie derlagen in Mannheim: pPeter Rixius G. m. b.., Verbindungskanal, Linkes Ufer 6 Tel. 267 96-97 Wimelm Muner jun., U 4, 25 Tel. 216 36 u. 21612 Schriften kostenlos. 2915K Weinstube Holzaplel Dalberger Hof— D 6, 2 Donnerstag ab 7 Uhr abends: Jahrzehntelange Spezialität im Fachgeschäft: Chx. Hohlweg. 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