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Träger⸗ eſtellgeld. ht kein Anſpr. auf Entſchädigung. 6. Johrqong MANNHEIM A 1 xtteil 45 Pf. Schwetzinger und Die 4geſpaltene Mannhe 4/15. Fernſpre Ausſchließl. 2annbei Nummer 5356 nzeigen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die 4geſpalt. Miuimeterzeile einheimer Ausgahe: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 4 Pf. illimeterzeile im Textteil 18 Pf. Be 9 N Schlu—* en⸗Annahme: Frü—— 253823 Abendausg. 12.30 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: E mmel⸗Nr. erichtsſtand? Mannheim. Poſtſcheckonto: Ludwigshafen 4960. Verlagsort Mannheim. Wiederholun achlaß gemäß Preisliſte. 1. Zahlungs⸗ und Erfüllungsort Mannheim. Dienskag, 17. November 1936 Maodi Dalon Ionl M Loem unglaubwürdige Beſchuldigungen gegen die vernaſteten bolksgenoſſen in der udssn Der politiſche Tag Man iſt in den ausländiſchen Zeitungen in der vergangenen Zeit immer wieder auf dem Lieblingsthema herumgeritten, daß die deut⸗ ſche Wehrmacht ſich die nationalſozialiſti⸗ ſchen Gedankengänge nicht zu eigen machen könne, daß ein klaffender Unterſchied beſtände zwiſchen der vorwärtsſtürmenden Bewegung und dem am alten. ſtarren Syſtem hängenden Offizierskorps. Und man hat weiterhin die ſchönſten Märchen hervorgekramt von den dauernden Reibereien, die ſich zwiſchen dem Reichskriegsminiſterium einerſeits und der Reichskanzlei andererſeits ergeben. Die Rede, die der Reichskriegsminiſter, Ge⸗ neralfeldmarſchall von Blomberg, am ge⸗ ſtrigen Tage auf der Burg Vogelſang gehalten hat, wax eine deutliche Antwort auf die trüben Zerſetzüngsmanöver jenſeits der Grenzen, Es iſt ja überflüſſig, zu betonen, daß Reibereien zwiſchen Partei und Wehrmacht ja gar nicht möalich ſind. denn die Aufgaben ſind ſo genau abgetrennt, daß Schwierigkeiten in der Zu⸗ ſammenarbeit nicht entſtehen können. Den Schreiberlingen im Auslande müßte doch ſchon die Tatſache zu denken geben, daß aus den Reihen der politiſchen Kämpfer des Führers die jungen Deutſchen in die Reihen der Wehr⸗ macht treten, dort ihre Ausbilduna erhalten und als ebenſogute Nationalſozialiſten wieder aus der Wehrmacht in die Reihen der SA pder der Politiſchen Leiter zurückkehren. Wenn die Offiziere tatſächlich, wie die Aus⸗ landspreſſe ſo gern behauptet, irgendwie gegen die Bewegung eingeſtellt wären und es nicht verſuchen würden, in der Mannſchaft ſelbſt Propaganda für ihre Idee zu machen, dann wären das traurige Geſtalten einer Oppoſition. Nun, wir wollen es den Hetzern zugute halten. daß es ihnen ja nicht auf die Entwicklung ge⸗ ſunder Gedankengänge ankommt, ſondern ein⸗ zig und allein auf die deutſchfeindliche Pro⸗ paganda. Der Nationalſozialismus marſchiert in Feld⸗ grau und in Braun und die Front iſt ge⸗ ſchloſſen gegen alle. die ſich am Dritten Reich, ſeinen Führern und ſeinen großen Gliederun⸗ gen zu reiben verſuchen. * Gegenüber der außerordentlich heftigen Sprache, die die polniſche Preſſe in der An⸗ gelegenheit der Behandlung polniſcher Volks⸗ angehöriger in Danzig führt, iſt es notwendig einmal von der Behandlung des Deutſchtums in Polen zu ſprechen. Hier wurde auf dem Parteitag der Deutſchen Partei in Königshütte(Oberſchleſien) feſtgeſtellt, daß etwa 80 Prozent der deutſchen Volksgruppe in Oberſchleſien ohne Arbeit ſind und auch nicht die Hoffnung haben können, jemals wieder den alten Arbeitsplatz einzunehmen. Von den 3000 Mitaliedern der Gewerkſchaft deutſcher Arbeiter ſind nur 2850 ſtändig beſchäftigt, 2400 nngeweiſe bei Notſtands⸗ und öffentlichen Ar⸗ beiten tätig. Die deutſchen Angeſtellten werden planmäßig aus ihren Stellungen verdränat. Im Jahre 1935 wurden 460 organiſierte An⸗ geſtellte entlaſſen im Jahre 1936 bereits im erſten Halbjahr 200 deutſche Angeſtellte in Oberſchleſien entlaſſen und 180 gekündigt. Die polniſche Zeitung„Polſka Zbroina“ vom 6 Sept. 1936 ſchrieb von Polniſch⸗Oberſchleſien: „Das Uebergewicht des Deutſchtums wurde nicht nur auf dem politiſchen ſondern auch auf dem wirtſchaftlichen Gebiete und auf dem Ge⸗ biete des Schulweſens und öffentlichen Lebens gebrochen.“ In der Woiwodſchaft Oberſchleſien ſind allein 7000 deutſche Jugendliche arbeitslos. Wir fordern klare Antworten Berlin, 16. November. Wie aus amtlichen Mitteilungen der Sowjet⸗ regierung an die deutſche Botſchaft in Moskau hervorgeht, ſind nunmehr in der Sowjetunion in den letzten Tagen insgeſamt 23 Reichs⸗ deutſche verhaftet worden, nämlich neun in Moskau, 12 in Leningrad, einer in Harkow und einer in Nowo Sibirsk. Den zuſtündigen deut⸗ ſchen Vertretungen iſt es bisher trotz aller Be⸗ mühungen nicht gelungen, die Verhafteten durch einen deutſchen Beamten beſuchen zu laſſen. Erſt auf fortgeſetztes Drängen hat das ſowjetruſſiſche Außenkommiſſariat der deutſchen Botſchaft heute die Namen von 14 der Verhafteten und die Ar⸗ tikel des Strafgeſetzbuches mitgeteilt, deren Verletzung ihnen vorgeworfen wird. Es handelt ſic0hangeblich um Spionage, terrori⸗ ſtiſche Akte und Organiſierung ſtaatsfeindlicher Tätigkeit. Dieſe amtliche Auskunft der ſowjetruſſiſchen Regierung muß deutſcherſeits alsvöllig un⸗ zureichend bezeichnet werden. Denn ſelbſt zehn Tage nach der Verhaftung und trotz mehr⸗ facher Vorſtellungen der deutſchen Botſchaft war die ſowjetruſſiſche Regierung bisher nicht in der Lage, konkrete Angaben über die den Verhafte⸗ ten zur Laſt gelegten ſtrafbaren Handlungen zu machen. Die deutſche Botſchaft in Moskau hat dieſen Punkt im Außenkommiſſariat ausdrück⸗ lich hervorgehoben, die Beſchuldigungen in An⸗ betracht der ihr bekannten Perſönlichkeiten und nach Lage der Umſtände als völlig un⸗ glaubwürdig bezeichnet und in aller Fuarm Proteſt wegen der Maſſenverhaftung offenſichtlich unſchuldiger Reichsdeutſcher einge⸗ legt. Das ſowjetruſſiſche Außenkommiſſariat ver⸗ ſuchte zwar, dieſen Proteſt mit formaljuriſtiſchen Ausführungen zurückzuweiſen, doch wurde deut⸗ ſcherſeits der Proteſt gegen das Vorgehen der Sowjetorgane in vollem Umfang aufrechterhal⸗ ten. Blutige Steaßenkämpfe in Beirut uselmanen heizen gegen die chrisiliche Bevõlkerung Paris, 16. November. In Beirut iſt es am Sonntagabend gelegent⸗ lich des Ramadanfeſtes zu ſchweren konfeſſio⸗ nellen Ausſchreitungen gekommen, bei denen einige Perſonen ums Leben gekommen und viele andere ſchwer verletzt worden ſind. Po⸗ lizei und Militär mußten zur Wiederherſtellung der Ordnung eingeſetzt werden. Die Unruhen nahmen ihren Ausgang in der Baſta⸗Moſchee, wo einige Redner äußerſt heftige Angriffe gegen den kürzlich abgeſchloſſenen Ver⸗ trag zwiſchen Frankreich und dem Libanon⸗ Staat richteten. Gleichzeitig hetzten muſelmani⸗ ſche Agitatoren auf der Straße gegen das neue Libanon⸗Statut und die chriſtliche Bevölkerung. Um 20 Uhr rotteten ſich ſtarke Gruppen von Muſelmanen zuſammen, die nach dem chriſt⸗ lichen Viertel zogen und die Geſchäfte zu vlün⸗ dern begannen. Die Polizei, die ſofort eingriff, wurde mit Schüſſen empfangen, ſo daß ſie durch Truppen verſtärkt werden mußte. Inzwiſchen drangen einige Gruppen chriſtlicher Einwohner in das muſelmaniſche Stadtviertel und zerſtörten verſchiedene Geſchäfte Nur mit Mühe gelang es den vereinten Kräften der Po⸗ lizei und des Militärs, die Ordnung wiederher⸗ zuſtellen. Bisher werden drei Tote und 28 Ver⸗ letzte gemeldet. Bei den Zuſammenſtößen ſind viele Straßenbahnwagen und etwa 50 Privat⸗ kraftwagen demoliert und in Brand geſteckt worden. Der Oberkommiſſar verurteilte in einer öf⸗ fentlichen Bekanntmachung Kundgebungen kon⸗ feſſionellen Charakters und verſichert, daß künf⸗ tig keinerlei Störung mehr geduldet werden würde. Am Montag ſind ſämtliche Geſchäfte ge⸗ ſchloſſen. In den Straßen der Stadt patrouillie⸗ ren Militärſtreifen. Dieder Seuergefecht in Bombau London, 16. November. Nach einer Reutermeldung aus Bombay war die Polizei am Montag gezwungen, im äußer⸗ ſten Norden der Stadt auf aufrühreriſche Inder das Feuer zu eröffnen. Verluſtziffern werden in der Meldung nicht genannt. Es wird ledig⸗ lich berichtet, daß 50 Perſonen verhaftet wor⸗ den⸗ſeien. Der eſtniſche Generalmajor Reek befindet ſich zur Zert für einige Tage in Berlin General⸗ major Reek iſt Chef des Generalſtabs der eſtni⸗ ſchen Armee Er hat ſich um deren Wiederauf⸗ bau während und nach dem eſtniſchen Frei⸗ heitskampf hervorragende Verdienſte erworben Bis zum Jahre 1935 wurden in den Woiwod⸗ ſchaften Poſen und Pommerellen 69 000 Hektar deutſchen Landes enteignet. Daß noch nach dem deutſch⸗polniſchen Verſtändigungsabkom⸗ men Gewalttaten gegen Deutſche in Pomme⸗ rellen und Oberſchleſien vorkamen, iſt bekannt Wir haben ſo wahrlich allen Grund, über wirkliches Unrecht zu klagen, das unſeren Volksgenoſſen in Polen angetan wird. Wir können aber nur hoffen, daß alle dieſe Schwie⸗ rigkeiten ſich im Geiſt der Verſtändigung löſen laſſen. denn Gewinner von jedem deutſch⸗pol⸗ niſchen Gegenſatz iſt immer nur der Jude, der heute zielbewußt in der polniſchen Preſſe die Leidenſchaften gegen das Deutſche Reich auf⸗ reizt um Polen an die Seite von Paris und Moskau zu bringen, und damit ſchließlich ein⸗ mal Polen doch noch zum Durchmarſchgebie für bolſchewiſtiſche Heere gegen Deutſchland zu machen. Hlanöver um Katalonien Mannheim, 17. November. So ſtark die Aufmerkſamkeit der Welt auf die Kampfhandlungen in und um Madrid gelenlt iſt, ſo teilnahmsvoll man auch überall, ſelbſt in den Ländern, die bisher mit der Madrider Re⸗ gierung ſympathiſierten, den Siegeszug Francos verfolgt, noch mehr drängt ſich jetzt die Betrach⸗ tung der Rolle Moskaus in dieſem Krieg in den Vordergrund. Ja, nach den letzten Meldun⸗ gen ſcheint es beinahe ſo zu ſein, daß man der endgültigen Einnahme von Madrid im Hinblick auf die Pläne, die man in Moskau mit Kata⸗ lonien zu hegen ſcheint, kein ſo großes Intereſſe mehr entgegenbringt. Es iſt ja auch ein ſtarkes Stück, daß man im Kreml nunmehr Katalonien zur Sowjetrepublik erklären und das Land in die Union aufnehmen will. Und es iſt weiterhin verſtändlich, daß überall beſorgte Stimmen laut werden, die ſich fragen, ob denn eine derartige offene Einmiſchung, die brennende Lebensintereſſen Italiens bedrohen kann, nicht doch mit dem ſo lange befürchteten Kriege enden ſoll. Die Vor⸗ bereitungen, die Sowjetrußland ſowohl in Odeſſa und Sebaſtopol trifft, als auch die Trup⸗ venzuſammenziehungen in Weſtrußland, ſowie die beſchleunigte Durchführung der Straßen⸗ bauten in Richtung Polen und Tſchechoſlowakei laſſen dieſen fürchterlichen Gedankengang ohne weiteres zu. Bei ruhiger Ueberlegung jedoch wird man be⸗ merken, daß auch dieſe ungeheuerliche Frechheit nicht die Folgen haben wird, die man in den europäiſchen Kabinetten insgeheim befürchtet. Und warum? Woroſchilow warnt. Der Volkskommiſſar für das Kriegsweſen kennt die Stärke der roten Armee, kennt die Schwierig⸗ keiten ihres Aufmarſches, ihrer Verſorgung und kennt vor allem den Haß, den weite Kreiſe in Rußland dem herrſchenden Syſtem entgegen⸗ bringen. Wir erinnern nur an die Bauern⸗ unruhen in der Ukraine, die ſogar zum Bom⸗ bardement verſchiedener Dörfer geführt haben. Ein derartiger Koloß von Staatsweſen, der nur mit Bajonetten geſtützt iſt, kann keinen Krieg beginnen, ohne den Beſtand der eigenen Regie⸗ rungsform ernſtlich zu gefährden. Was aber bezweckt dann dieſe geplante und mit Waffenklirren begleitete Proklamation einer katalaniſchen Sowjetrepublik?— Manblufft eben wie immer. Man weiß, die günſtige Stellung, die man noch vor einem halben Jahre hatte, iſt endgültig verloren gegangen, und nur die ungeheure Blamage verhindert die roten Drahtzieher, das Feld kampflos zu räumen. Ein derartiges Sichſelbſtaufgeben hat man in Moskau ſchließlich auch nicht nötig. Es iſt ja nicht das Blut der jüdiſchen Machthaber, das hier vergoſſen wird, es iſt auch nicht die Tapfer⸗ keit eines Moſes Roſenberg, das den Krieg in hellen Flammen erhält, ſondern es iſt die Verzweiflung verhetzter Spanier, die hier zur Schlachtbank geführt werden, von Menſchen, die ſo oder ſo den Tod vor Augen ſehen, ſei es, daß ſie eine Kugel aus den Reihen Francos trifft, ſei es, daß ihnen einer der roten Anpeit⸗ ſcher den Revolver an die Stirn ſetzt, weil ſie in der ungeheuren Not die Flucht ergriffen haben. Katalonien ſoll der letzte Stützyunkt bleiben, ſoll die traurige Station werden die den ver⸗ hetzten Maſſen den nötigen bolſchewiſtiſchen Halt geben muß. Ob hier ſoundloviele tapfere Tatalanen ihr Leben laſſen müſſen eſt den Moskowitern aleichaültig, weſentlich iſt die be⸗ ſchämende Niederlage braucht nich eingeſtan⸗ den zu werden. Und dieſe Toktik iſt auch einige Eichendorffs ſchwingt Mannheſm „Hakenkreuzbanner“ 17. November 1936 Tanks, ja ſogar einige ſowjetruſſiſche Diviſio⸗ nen wert. Wie der Einmiſchungsausſchuß auf dieſe Ungeheuerlichkeit antworten wird, ſcheint Moskau keine große Sorge zu bereiten. Die Männer, die in London zuſammenſitzen, haben ja ohnehin erkannt, wer dieſen Bürgerkrieg auf dieſe furchtbare Spitze getrieben hat, und die langſam arbeitende Ueberwachüngsmaſchine, die durch die beinahe in Genfer Art anmuten⸗ den Verhandlungen nur ſehr langſam in Schwung gebracht werden kann— wenn es überhaupt ſo weit kommt— kann ein Eingrei⸗ fen der Sowjetunion ohnehin nicht verhindern. Die katalaniſche Angelegenheit iſt aber nicht das einzige Ablenkungsmanöver. Man ſucht nebenher noch in Moskau nach den Sünden⸗ böcken, die den allgemeinen Zuſammenbruch des Bolſchewismus im Südweſten Europas büßen ſollen. Man wird große Schauprozeſſe veranſtalten, man wird vielleicht ſogar den Steuermann der Komintern. Dimitroff, der in Spanien nicht durchdrang und den Außenminiſter Litwinow⸗Finkelſtern, der in Genf verſagte, vor das Gericht ſtellen. Und man wird weiterhin das Ausland einzu⸗ ſchüchtern verſuchen, indem man fremde Siaats⸗ angehörige in die Kerker der Gpu wirft Mit 23 Deutſchen hat man bereits angefangen. Und die Gründe, die man zu dieſer unerhörten Maßnahme anzugeben weiß, ſind derartig durchſichtig, daß jeder erkennt, daß es ſich hier entweder nur um eine üble Rache an dem Deutſchtum an ſich handeln kann oder aber, wie es das Pariſer„Journal“ zu erkennen glaubt, um ein Tarnungsmanöver, das eben wiederum die ſpaniſche Niederlage verdecken und neue diplomatiſche Plänkeleien auf den Plan rufen ſoll. Dazu haben wir zu ſagen, daß wir keine Luſt haben, einen langen diplo⸗ matiſchen Krieg vom Zaun zu brechen. Wir werden nicht locker laſſen, bis die Sowjetunion ſich bemüht, wirklich poſitive Gründe zu der Verhaftung unſerer Volksgenoſſen herauszuge⸗ ben oder aber die Verhaftungen rückgängig zu machen. Deutſchland weiß ſeine Volksgenoſſen ſelbſt in der Sowjetunion geſchützt, ſo ſtark ſind wir Gott ſei Dank heute wieder dank der Auf⸗ rüſtung, die der Führer durchgeführt hat. Wie ſteht alſo die Lage? Für Moskau ver⸗ zweifelt und hoffnungslos, denn es iſt ſicher, daß der Kommunismus in aller Welt den Rückſchlag verſpüren wird. Damit aber das Wühlen der Weltrevolutionsſpezialiſten nicht zu ſehr getroffen wird, arbeitet man mit den oben geſchilderten Mitteln und ſetzt den un⸗ geheuren Propaganda⸗Apparat des Bolſche⸗ wismus in aller Welt in Tätigkeit, damit die Blamage wenigſtens noch eine Art diplomati⸗ ſches Geſicht erhält. In Wirklichkeit dringt aber die wutverzerrte Fratze des bolſchewiſtiſchen Weltjudentums immer mehr durch, das an dem geſunden Inſtinkt der Spanier geſcheitert iſt, an dem erwachenden Nationalbewußtſein der Katalanen ſcheitern wird und an der prakti⸗ ſchen Menſchenvernunft der Welt ſchließlich ſeinen Untergang findet. Dr. W.—r. Jüdiſche jellen in Darſchau verboten Warſchau, 16. November. Der Warſchauer Staroſt ordnete die Schlie⸗ ßung von vier jüdiſchen Organiſationen, und zwar zwei Volksbüchereien, einen Sportverein und einen Geſangverein, wegen kommu⸗ niſtiſcher Betätigung an. In den Bü⸗ chereien hatten ſich in letzter Zeit wiederholt Kommuniſten zu geheimen Beſprechungen ver⸗ ſammelt. Schauſpiel, Oper und Konzerte in Heidelberg nlomberg auf Burg bogelſang Bedeuſende Ausfũhrungen ũb Berlin, 16. November. Im Rahmen der Gauamtsleitertagung der RSDAwP, die auf der nationalſozialiſtiſchen Ordensburg„Vogelſang“ ſtattfindet, ſprach am Montag Generalfeldmarſchall von Blomberg. Er betonte in ſeiner Rede, daß es nicht gerade ſoldatiſche Art ſei, viel Worte zu machen, denn die Schaffung der neuen na⸗ tionalſozialiſtiſchen Wehrmacht ſpreche eine ver⸗ nehmliche Sprache, die jeder, der Ohren hat zu hören, hören kann. Wenn er gerade vor den Gauamtsleitern der NSDAp das Wort er⸗ greife, dann deswegen, weil die Uebereinſtim⸗ mung von Volk und Staat der eigentliche Kern des Nationalſozialismus ſei. In dieſem Zu⸗ ſammenhang betonte Generalfeldmarſchall von Blomberg die Gemeinſamkeit der Auſ⸗ gaben von Partei und Wehrmacht: Die Wehrmacht und die Partei gehören im neuen Deutſchland zuſammen. „Sie wiſſen,“ wandte der Reichskriegsmini⸗ ſter ſich an die Gauamtsleiter,„daß der Führer das neue Deutſchland auf zwei Grundpfeilern aufgebaut hat, die Partei einerſeits, die als politiſcheir Willensträger das Volt politiich führt, formt und erzieht, und die Wehrmacht andererſeits, die als einziger Waffenträger die Nation militäriſch zu betreuen hat. Dieie klare Aufgabentrennung iſt notwendig im In⸗ tereſſe der ſachlichen Arbeit. So klar die Auf⸗ gaben von Partei und Wehrmacht getrennt ſind, ſo feſt und ſtark muß das Vertrauen ſein, das beide miteinander verbindet. Wir ziehen alle er die Arbeit der Wenrmadii an einem Strang und arbeiten alle für das gleiche Ziel. Die Grundlage des gemeinſamen Vertrauens aber kann nur die nationalſozialiſtiſche Weltan · ſchauung ſein, denn wir alle ſind die Soldaten Avolf Hitlers. Nationalismus und Sozialis⸗ mus ſind ja in tiefſtem Sinn dasſelbe, und ein guter Soldat muß auch ein guter National⸗ ſozialiſt ſein.“ Generalfeldmarſchall v. Blomberg ſprach dann über das Problem„Soldatiſches Füh⸗ rertum und Vorgeſetzte“. Er erklärte, daß hier ſpitzfindige Unterſuchungen nichts nütz⸗ tien: Ob Vorgeſetzte oder Führer, ob Unter⸗ gebene oder Gefolgſchaft, die Wehrmacht braucht ſtraffſte Mannes zucht, blin⸗ deſten Gehorſam, ja, Gehorſam gegen die eigene Ueberzeugung und Härte in der Lebensführung, mehr Härte und Gehorſam als jede andere Organiſation. Unter all dieſen Aeußerlichkeiten darf die Kameradſchaft nicht leiden. Nur ſoll man auch hier nicht in den Fehler verfallen, Kameradſchaft gleichzuſetzen mit Anbiederung, Formloſigkeit und Weichbeit. „Wir wollen gewiß in der Wehrmacht Kame⸗ radſchaft vom General bis zum jüngſten Re⸗ kruten, und wir haben ſie. Wir ſehen die Ehre des Offiziers nur in der Erfüllung größter Pflicht. Wir wollen einen Gehorſam, der auf dem Vertrauen zwiſchen Führung und Mann⸗ ſchaft beruht, aber auch jenen Gehorſam, der dem Inhaber des Amts gilt, ganz gleich, ob er eine Kompanie ſchon Jahre hindurch führt oder ob er mitten in der Schlacht an die Stelle eines gefallenen Vorgängers tritt. Ich glaube, daß die Erziehung unſerer Sol⸗ Furchtbare keploſion in Feankreich 30 Tote und 200 Verletzie in einer Pulver fabrik Paris, 16. November. in der Pulverfabrik von Saint Chamas bei Marſeille erfolgte Montagnachmittag eine ſchwere Exploſion. Die Exploſton hat nach einer Mitteilung aus dem Hauptquartier des 15. Ar⸗ meekorps 30 Todesopfer und 200 Verletzte ge⸗ koſtet. In Marſeille wurden Laſtkraftwagen beſchlagnahmt, um die Verwundeten von der Unglücksſtelle beſchleunigt fortbefördern zu kön⸗ nen. VDolksfront weniger beliebt Schwere Wahlniederlage in Frankreich Paris, 16. November. Bei der Gemeinderatswahl in der Ortſchaft Fismes zwiſchen Soiſſons und Reims erlitten die Parteien der ſogenannten Volksfront am Sonntag eine ſchwere Niederlage, da von dem bisherigen Gemeinderat, der aus⸗ ſchließlich aus Mitgliedern der„Volksfront“ beſtand, nur der Bürgermeiſter wiedergewählt wurde. Aus Wut über den Sieg der Rechten beſetzten die Kommuniſten das Rathaus und „Die Weiber von Redditz“ ein ſchöner Erfolg/ Kulenkampff ſpielte Eine SA⸗pFeierſtunde, in der Gerhard Schu⸗ mann ſeine kühn und klar geprägten Dichtungen las, war Höhepunkt eines reichhaltigen, guten Kulturprogramms der letzten Wochen. Das Theater konnte recht erfreuliche Erfolge ſowohl im Schauſpiel wie in der Oper ver⸗ zeichnen. Rudolf For ſters neues Luſtſpiel „Die Weiber von Redditz“ erweckte helle Freude. Die friſche Kunſt, die den Dichter des „Robinſon ſoll nicht ſterben“ auszeichnete, fin⸗ den wir in dieſem heiteren Spiel zu Napo⸗ leons Zeiten wieder. Das Schickſal der Jugend, die vor dem„korſiſchen Glücksritter dewahrt bleiben ſoll, gibt dem Stück eine gute und ſtarke Wendung. Ein gewiſſer romantiſcher Zug geht durchs Ganze, ein Hauch der Tauge⸗ nichtswelt eines Eichendorff; und ein Gedicht als Melodie gleichſam mit, ja wird ein wenig treibende Kraft. So gelang Forſter ein rechtes Luſtſpiel, un⸗ gezwungen, friſch und gütig im Ton, zuweilen auch überlegen ſpöttiſch oder derb komiſch, aber nie abgleitend in bloße geiſtreichelnde Witzelei oder alberne Poſſenreißerei. Die lockere Bild⸗ folge, die unbekümmerte, jeden Ton treffende, ermunternde Sprache, herzhafter Humor, rechter Scherz und ein klein wenig Ernſt hinter allem, ſchließlich die treffenden, trefflichen Typen und die glückliche Beherrſchung der Stimmung— alles das macht„Die Weiber von Redditz“ zum prächtigen Luſtſpiel und wird auch von Paul R. Henker mit Temperament und friſcher Laune für die Inſzenierung ausgewertet. Klariſſa Manhof gibt die energiſche, ſchrullige und fräß ſo herzensgute alte Tante Olympia mit kräftigen Zügen und ſicherer Se— ugleich bezwingend durch das echt Menſch iche n das natürlich und wirkungsvoll Komiſche. Eine zweite ausgezeichnete Leiſtung, die von Annemarie Collins, verhalf mit zum Er⸗ folg; das naive, lockere, unbekümmerte und reizvolle Spiel rief eine wirklich köſtliche, er⸗ quickende kleine Comteſſe auf den Plan. Inge⸗ borg Holm charakteriſierte mit geſchickter Nuancierung die albern⸗empfindſame, etwas heuchleriſche, ſchöntueriſche„ſemme savante“ des Biedermeier, die„romantiſche Schwärmerin⸗. Emmerich Noſe das ulkiges Männlein(Schul⸗ meiſter Zitter), das burleske Paſtoren⸗Ehepgar von Trude Kuhn und Karl Fürſtenberg, Max Mairichs hilfloſer Studioſus, Erich Weilands eleganter und zugleich ſchneidiger Leutnant und noch mancher andere trugen dazu bei, daß For⸗ ſters heiteres Spiel reichſten Beifall Freudig begrüßt wurde auch Verdis Oper „Die Macht des Schickſals“, der Fritz Bohne ſein künſtleriſches Temperament, ſeine feinnervige und doch zugleich vollblütige Muſi⸗ kalität am Dirigentenpult mit Erfolg hingab, wobei er Chor und Orcheſter ſicher in der Füh⸗ rung hatte. Der ſtarke, geſanglich und ſpiele⸗ riſch ausdrucksvolle Don Carlos von Manfred Grundler, der ſympathiſche Alvaro von Dr. Kroegler, die dramatiſch und in der Stimm⸗ bildung rechi verheißungsvoll ſich zebende Herta Münch als Leonora, dazu Tilde Ho ffmann, deren warmer Alt und friſches Spiel erfreuten, und Xaver Waibel mit ſeinem gepflegten, vollen und überaus ſchönen ſeriöſen Baß(bei gemeſſener, vornehmer Mimik und Geſte), ſchließlich noch Wilhelm Hilgrey als präch⸗ tiger Baßbuffo— ſie alle verhalfen der Oper zu geſchloſſener, packender Wirkung. Gegen dieſe Erfolge im Schauſpiel und der Oper wirkte die billige neue Operette„Ball an Bord“ doppelt Einen Triumph hingegen feierte das pol⸗ niſche Nationalballett Parnelli. Hier offenbart ſich das flawiſche Weſen deut⸗ lich und überzeugend. Altes Volkstänzegut. Pantomime und Groteske ſind die Grund⸗ elemente dieſer Tanzkunſt, die mitreißendes ſperrten die Mitglieder des Wahlbüros in ihren Zimmern ein. Erſt als zur Verſtärkung der Ortspolizei Mobilgarde aus Reims erſchien, flüchteten die Kommuniſten. ſleue polniſche Maßnahmen gegen deutſche Schulen Poſen, 16. November. Die polniſche Preſſe meldet aus Poſen, daß das Kultusminiſterium dem deutſchen Schil⸗ ler⸗Gymnaſium in Poſen und der deutſchen Goetheſchule in Graudenz das Oeffentlich⸗ keitsrecht entzogen hat. Als Grund für dieſe Maßnahme wird von polniſcher Seite hervorgehoben, daß die Lei⸗ tung des Schiller⸗Gymnaſiums in Poſen bei der Annahme von neuen Schülern Formfeh⸗ ler begangen habe. Die vollſtändige Ent⸗ ziehung der Oeffentlichkeitsrechte bewirkt, daß den Schülern die Möglichkeit genommen wird, verbilligte Eiſenbahnfahrten zu erhalten, dann aber auch, daß die Abiturienten bei der Reife⸗ prüfung ihre Prüfungen vor einer polniſchen Sonderkommiſſion ablegen müſſen. ſpieleriſche Laune zu einem elementaren Bild und Klang werden la die ſich zuweilen et⸗ was ſentimental anläßt, zumeiſt aber in Jubel und Luſt und Spaß ausbricht. Im Konzertſaal bereitete uns Profeſſor Georg Kulenkampff— bei aller glänzenden Mu⸗ ſizierfreudigkeit und fabelhaften Technik— eine Enttäuſchung dadurch, daß er eine Phantaſie von Max Bruch ſpielte, die in bloßen Unter⸗ haltungskonzerten noch ihren Platz haben mag, in großen Konzerten aber billig und damit peinlich wirkt. Kurt Overhoff Mend ſein Orcheſter in rechter, eleganter Spielfreudigkeit bei der Suite„Der Bürger als Edelmann“ von Richard Strauß und in großartiger Meiſterung aller dynamiſchen und rhythmiſchen Aufgaben der 5. Sinfonie Tſchaikowskys, die ſtimmungs⸗ mäßig in ihren Kontraſten vom Dirigenten kühn und ſicher, wirkungsvoll und intereſſant erfaßt wurde. Ein Klavierabend von Karl Roddewig mit einem recht bunten Programm ſtellte einen jungen, begabten Pianiſten mit intereſſantem muſftkaütif en Gepräge vor. Ein Kammer⸗ orcheſter⸗Konzert bezeugte das intenſive Künſtlertum von Wolfgang Fortner mit ſei⸗ nem Heidelberger Kammerorcheſter. Bachs ein⸗ zigartiges und gediegenes Konzert-moll für zwei Cembali und Streichorcheſter ſowie das prachtvolle 3. Brandenburgiſche kamen zu reifer und dabei eigentümlich verlebendigter Geſtal⸗ tung, die— man möchte ſagen:— Bachs Werke zum Blühen zu bringen vermag. Nach einer wohl belangloſen Muſik von Fritz Büchtger kam Fortners Konzert für Streichorcheſter zu glanzvoller Geltung. 3 kennt ſeine aus⸗ Zufinnß ſe Mittel, hat Friſche, ſpieleriſche uſt und feine Eingebung. H. H. Reeder. Zwei Uraufführungen von Adolf Himmele. Nach den letzten Uraufführungs⸗ erfolgen des badiſch⸗pfälziſchen Komponiſten Adolf Himmele bringt nunmehr das Lan⸗ Temperament, brauſende Sinnenfreude und daten nach dieſen Grundſätzen nicht nur der Wehrmacht, ſondern auch der Partei und dem ganzen deutſchen Volt dient, da in dieſer cha ⸗ rakterlichen Schulung und Erziehung unſerer Jugend der größte Nutzen der allgemeinen Wehrpflicht liegt.“ Der Führer iſt das Vorbild Zum Schluß ſeiner Rede führte Generalfeld⸗ marſchall v. Blomberg das Wort Friedrichs des Großen an, daß nur die großen Bei⸗ ſpiele und Vorbilder die Menſchen er⸗ ziehen und formen. „Wir haben das Glück,“ erklärte v. Blom⸗ berg unter toſendem Beifall,„daß wir nicht 4 1 um Jahrzehnte und Jahrhunderte zurückgreifen müſſen, um ein Vorbild zu ſuchen. Mitten un⸗ ter uns lebt der Mann, dem das neue Deutſch⸗ land, Partei und Wehrmacht ihr Daſein ver⸗ danken. Ihm nachzuleben und ihm zu folgen, iſt einfachſte Dankes⸗ und Ehrenpflicht. Es ſollte in ganz Deutſch⸗ land bei allen Menſchen und bei den Organiſa⸗ tionen aller Art kein anderer Raum für Ehr⸗ geiz und Wettbewerb vorhanden ſein als der, dem Vorbild Adolf Hitlers möglichſt nahezu⸗ kommen. Darin ſieht auch die Wehrmacht ihre Aufgabe, und damit trifft ſie ſich mit der Na⸗ tionalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiterpartei.“ Die Schlußworte des Generalfeldmarſchalls v. Blomberg gingen unter in dem toſenden Jubel der Gauamtsleiter. Burgkommandant Manderbach dankte dem Generalfeldmar⸗ ſchall für ſeine Worte und brachte auch den Dank aller Anweſenden an Generalfeldmar⸗ ſchall v. Blomberg für die große Leiſtung der Schaffung der neuen nationalſozialiſtiſchen Wehrmacht zum Ausdruck. Dem Vortrag wohnten Reichsleiter Dr. Dey, Gauleiter Groheé, Hauptamtsleiter Selz⸗ ner und Generalleutnant Kühne, der Divi⸗ ſionskommandeur von Köln, bei. In fiürze Der Führer und Reichskanzler hat den Re⸗ gierungsbaurat Dorſch, Mitarbeiter des Gene⸗ ralinſpektors für das deutſche Straßenweſen, am 12. November 1936 zum Oberregierungs⸗ baurat ernannt. Pg. Dorſch iſt Blutordens⸗ träger. Reichsbankpräſident Dr. Schacht iſt am Mon⸗ tagnachmittag in Ankara eingetroffen. X Der italieniſche Außenminiſter Ciano ſtattete in den heutigen Vormittagsſtunden der neuen italieniſchen Mittelſchule in Budapeſt einen Beſuch ab und begab ſich ſodann zu der in der Nähe von Budapeſt gelegenen Reit⸗ und Fahr⸗ ſchule der Honved⸗Armee. 1* Nach einer Meldung der„Morning Poſt“ er⸗ wägt man in britiſchen Regierungskreiſen die Ernennung eines parlamentariſchen Sekretärz J im Verteidigungsminiſterium, der mit beſon⸗ deren Vollmachten für die Regelung der Waf⸗ fen⸗ und Munitionsbelieferungen ausgeſtattet werden ſoll. X Pariſer Blätter melden: Im Zuſammenhang mit einer von dem marokkaniſchen Nationalen Aktionsausſchuß veranſtalteten Kundgebung in Caſablanca wurden die beiden Führer der marokkaniſchen Nationaliſten Allah Paſi und Haſſan el Fezani verhaftet. des⸗Sinfonieorcheſter Saarpfalz am kommen⸗ den Mittwoch, 18. November(Buß⸗ und Bet⸗ tag) mittags 12 Uhr über alle großen deut⸗ ſchen Sender„Eine kleine Nacht⸗ muſik“(Opus 109) für großes Orcheſter vom gleichen Komponiſten zur Uraufführung. Wei⸗ terhin überträgt der Stuttgarter Sender in einer„Badiſchen Komponiſtenſtunde“ am 25. No⸗ vember, abends 10.30 Uhr in Urſendung durch 1 1 das Mannheimer Kötſcher⸗Trio ein„Spiel zu Dreien“(Opus 99) von Himmele für Violine, Cello und Klavier. Sowjetunion verſchleudert wertvolle Kunſtſchätze In Moskau wurde eine Ausſtellung ſämtlicher im Sowjetbeſitz befindlicher Rembrandt⸗Ge-⸗ mälde eröffnet, die eine überraſchende Tatſache zutage brachte. Während noch der amtliche In⸗ turiſt⸗Bädecker von 1918 allein in der Leningra⸗ der Ermitage 42 Rembrandt⸗Bilder aufzählt, im Moskauer Muſeum der ſchönen Künſte drei weitere Rembrandt verzeichnet und ſchließlich noch zwei Rembrandt⸗Gemälde in Kiew er⸗ wähnt werden, werden auf der gegenwärtigen nur 29 Gemälde des Meiſters gezeigt, obwohl ausdrücklich, ſogar in Rembrandt⸗Ausſtellun⸗ der Preſſe, beiont wurde, daß dies ſämtliche Rembrandts in Sowjetbeſitz ſeien! Die Ausſtel⸗ lung brachte alſo eine für ihre Veranſtalter ſicherlich höchſt unerwünſchte Beſtätigung ſchen längſt aufgetauchter Gerüchte, wonach ſeit 1928 zahlreiche Kunſtſchätze aus den großen Samm⸗ lungen des zariſtiſchen Rußlands, darunter viele Rembrandts, von der Sowjetregierung heimlich an ausländiſche Privatſammler verkauft wor⸗ den ſeien. Jedenfalls ſind, wie die Ausſtellung zeigt, von den 47 Rembrandts, die 1928 noch aufge⸗ führt wurden, nur noch 209 vorhanden! 18 Bil⸗ der ſind demnach verſchwunden. Die heimliche Veräußerung derartiger unermeßlich wertvoller nationaler und im Staatsbeſitz befindlicher Kunſtſchätze nach dem Ausland dürfte in der Geſchichte jedenfalls erſtmalig ſein. Mannhei ſiB- Unser So Seit di man die un iiſt eine unl ſönlichen E Güück gehal Madrid ar men ſint hinaus, def um den Vo Madrid hat der Stadt, vo tafe ſtark zerſti flugplatz an d chel— Madri Als wir au ſtanden und uns liegende Kampf unwei Gange, und r um uns das 6 pßen Flughaller zahlreiche beſch den Verwaltu ein höherer S ſchlagen hatte. waren verlaſſe Hauptſtraße ne mit kommi Da waren die leſen, und un einen fluchtart Militärflugpla ſehr bald ein Als wir auf d ſtanden und ſſ ———— drid entlanggi artiges, glückl wir doch imm naliſten, die zi Madrider Sta In der Stelli Dieſe Kämp Weiſe mit eine ihn aus den nen. Es gibt tige Front Tage die Stell unweit Madri Nur noch wen und in den ül len Truppen u Autos bis zu neben der feu und ſchauten in dem die Ro nes Geſetz ſche haltung einer 4 Uhr zu ſein, ſtaunlich muß Kolonne von 2 derſter Linie h erhalten. der rote pan Die Escoria ſchreitenden Ke —— ννν Kleir die Cätigk Der ſoeben Reichsmuſikkan 1935/36 gibt die kulturelle *— Im Berichtsja über die Reich zur Verfügung wurden Beträ⸗ ſtützung alter bemittelter jun in denen jun wurde aus de Einrichtung v menarbeit mit bringuna erho der Erſtdruck mittelter Komf bedürftige Mit monatliche Zuf ueber die Au rund 220 deut vereinigungen, Ländern v Deutſchland 13 muſikvereinigm waren. Bei S die Kulturprop auch die Haus: wart des Fü Frick, Reichsm ter wird erſich die Aufführun von Händel ar ſucht haben.( das zeitgenöſſt Uraufführung Reichsſendunge 24 jungen Kon der Komponiſt lands mit Mi icht nur der tei und dem n dieſer cha ⸗ zung unſerer allgemeinen Generalfeld⸗ t Friedrich⸗ roßen Bei⸗ Menſchen er⸗ rte v. Blom⸗ aß wir nicht zurückgreifen .Mitten un⸗ neue Deutſch⸗ Daſein ver⸗ nd ihm zu rkes⸗ und zanz Deutſch⸗ en Organiſa⸗ um für Ehr⸗ ſein als der, lichſt nahezu⸗ ehrmacht ihre mit der Na⸗ ꝛiterpartei.“ ſeldmarſchals ſem toſenden gkommandant neralfeldmar⸗ chte auch den neralfeldmar⸗ Leiſtung der ſozialiſtiſchen ter Dr. Ley, iter Selz⸗ e, der Divi⸗ hat den Re⸗ er des Gene⸗ ztraßenweſen, erregierungs⸗ Blutordens⸗ iſt am Mon⸗ ffen. Tiano ſtattete en der neuen dapeſt einen zu der in der t⸗ und Fahr⸗ ing Poſt“ er⸗ igskreiſen die Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 17. November 1538 fjB-flugenzeugenbericht vom õtellungskrieg Unser Sonderberiditerstaiter R. Volderauer bhesuchf die hereits beselzten MHadrider Stadtteile Hauptquartier von Madrid, 16. November. Seit die Kämpfe um das eigentliche Stadtgebiet von Madrid entbrannt ſind, hat man die um Madrid verſammelte Weltpreſſe nicht mehr an die Front zugelaſſen. Es iſt eine unliebſame Gefechtspauſe für die Preſſe eingetreten, in der man keine per⸗ ſönlichen Eindrücke in vorderſter Linie ſammeln kann. Wir haben aber trotzdem das Glück gehabt, zu den wenigen Journaliſten zu zählen, die in der Kampfzone um Madrid am weiteſten an die ſpaniſche Hauptſtadt herangekom⸗ men ſin d. Durch einen beſonderen Zufall konnten wir über das Dorf Alcoreon hinaus, deſſen Einnahme wir am 4. November miterlebten, bis in das Kampfgelände um den Vorort Carabanchel und den Madrider Militärflugplatz vordringen. Madrid hat zwei große Flugplätze im Süden der Stadt, von denen der Zivilflughafen Ge⸗ tafe ſtark zerſtört wurde, während der Militär⸗ flugplatz an der Straße Alcorcon— Caraban⸗ chel— Madrid noch einigermaßen erhalten iſt. Als wir auf dem Turm des Flugplatzes 1 ſtanden und auf die in der Herbſtſonne vor uns liegende Hauptſtadt ſchauten, da war der Kampf unweit vom Flugplatz noch in vollem Gange, und rote Flieger bombardierten rings um uns das Gelände. Wir gingen an den gro⸗ ßen Flughallen vorbei über den Platz, auf dem ahlreiche beſchädigte Flugmotoren ſtanden, zu den Verwaltungsgebäuden, in denen bereits 1 ein höherer Stab ſeinen Gefechtsſtand aufge⸗ ſchlagen hatte. Die Häuſer von Carabanchel waren verlaſſen, und in den Bierlokalen an der Hauptſtraße nach Madrid ſahen wir Plakate mit kommuniſtiſchen Aufſchriften. Da waren die Namen Lenin und Caballero zu leſen, und umgeſtürzte Flaſchen deuteten auf einen fluchtartigen Rückzug. Dieſer Madrider Militärflugplatz wird den nationalen Fliegern ſehr bald ein willkommener Heimathafen ſein. Als wir auf dem Militärflugplatz von Madrid ſtanden und ſpäter die große Straße nach Ma⸗ drid entlanggingen, da hatten wir ein eigen⸗ artiges, glückliches Gefühl, ſchließlich waren wir doch immerhin einige der wenigen Jour⸗ ſen Sekretärs r mit beſon⸗ ing der Waf⸗ mausgeſtattet tſammenhang n Nationalen indgebung in ührer der liſten Allah haftet. am kommen⸗ uß⸗ und Bet⸗ großen deut⸗ le Nacht⸗ Orcheſter vom hrung. Wei⸗ r Sender in e“ am 25. No⸗ endung durch ein„Spiel Himmele für wertvolle ing ſämtlicher amtliche In⸗ der Leningra: aufzählt, im Künſte drei nd ſchließlich in Kiew er⸗ ſegenwärtigen Gemälde des lich, ſogar in ies ſämtliche Die Ausſtel⸗ Veranſtalter ütigung ſchon nach ſeit 1928 oßen Samm⸗ harunter viele rung heimlich berkauft wor⸗ tellung zeigt, 3 noch aufge⸗ iden! 18 Bil⸗ Die heimliche ich wertvoller befindlicher üürfte in der 0 4 1 zur Verfügung geſtellt. wurden Beträge bereit geſtellt für die Unter⸗ ſtützung alter und neuer Kurorcheſter und un⸗ bemittelter junger Talente ſowie für Konzerte, in denen junge Künſtler auftreten. mbrandt⸗Ge⸗ 4 wurde aus der Geſamtſumme ende Tatſache mittelter Komponiſten⸗ bedürftige Mitglieder unterſtützt und laufende naliſten, die zum erſten Male das langerſehnte Madrider Stadtgebiet betreten hatten. In der Stellung bei Bruenete Dieſe Kämpfe in Spanien ſind in keiner Weiſe mit einem Krieg zu vergleichen, wie wir ihn aus den Zeiten vor zwei Jahrzehnten ken⸗ nen. Es gibt manches Mal recht eigenar⸗ tige Fronten. So beſuchten wir dieſer Tage die Stellungen bei Bruenete, einem Dorf unweit Madrid, das in der Kampfzone liegt. Nur noch wenige Bewohner ſind in dem Dorf, und in den übrigen Häuſern ſind die nationa⸗ len Truppen untergebracht. Wir fuhren in den Autos bis zu den vorderſten Poſten, ſtanden 1 neben der feuernden Artillerie vor dem Ort und ſchauten hinüber in das Olivenwäldchen, in dem die Roten ſaßen. Faſt ein ungeſchriebe⸗ nes Geſetz ſcheint auf beiden Seiten die Ein⸗ haltung einer Mittagspauſe zwiſchen 2 und 4 Uhr zu ſein, in der kein Schuß fällt. Als er⸗ ſtaunlich muß es bezeichnet werden, daß eine Kolonne von Autos auf der Landſtraße in vor⸗ derſter Linie halten kann, ohne einen Schuß zu erhalten. der rote panzerzug im Tunnel Die Escorial⸗Front erhält durch die fort⸗ ſchreitenden Kämpfe um die Hauptſtadt eine be⸗ eee eeree urchntr rarretineanrehenehrenmeee minenegengnbunn menemnmamiemser anrmieeeeeeeeeeeeneeelñ ruenreehemn a aarie mammrneemmanmeeeeeenee,eer Anrerurfaurerrer lekrrareng pr amig mmnenrrrnzrlnrrEn r. r krnhaumtshenstut mrsgarfrkaskirerhus en manzöi rrckfKrn er wte n rrkastkzitaiedstewedarsn33.rznrhineakrrnberkdarrtoein4 Kleiner Kulturſpiegel Die Tätigkeit der Reichsmuſikkammer Der ſoeben vorgelegte Tätigkeitsbericht der Reichsmuſikkammer für 1935/36 gibt einen intereſſanten Einblick in die kulturelle Arbeit auf dieſem Sondergebiet. Im Berichtsjahre wurden aus Reichsmitteln das Haushaltsjahr über die Reichsmuſikkammer rund 614 000 Mk. Aus dieſer Summe Ferner gefördert die Einrichtung von Uebungsſtätten in Zuſam⸗ menarbeit mit den Arbeitsämtern, die Unter⸗ bringung erholungsbedürftiger Berufsmuſiker, der Erſtdruck wertwoller Kompoſitionen unbe⸗ Weiter wurden auch monatliche Zuſchüſſe zur Altershilfe gewährt. Ueber die Auslandsſtelle der Kammer ſind rund 220 deutſche Soliſten, 15 Kammermuſik⸗ vereinigungen, 10 Chöre und 8 Orcheſter nach 23 Ländern vermittelt worden, während in Deutſchland 187 Soliſten und 11 Kammer⸗ muſikvereinigungen aus dem Ausland tätig waren. Bei Schilderung der Maßnahmen für die Kulturpropaganda nennt der Jahresbericht auch die Hausmuſik⸗Veranſtaltungen in Gegen⸗ wart des Führers bei Reichsminiſter Dr. Frick, Reichsminiſter Dr. Goebbels u. a. Wei⸗ ter wird erſichtlich, daß rund 1²⁰ 000 Beſuche: die Aufführungen des Oratoriums Herakles“ von Händel auf der Dietrich⸗Eckart⸗Bühne be⸗ ſucht haben. Eine erfolgreiche Werbung für das zeitgenöſſiſche Schaffen brachte u. a. die Uraüfführung von 43 lebenden Komponiſten in Reichsſendungen und die Herausſtellung von 24 jungen Komponiſten durch den Berufsſtand der Komponiſten. del? lands mit Muſikinſtrumenten weiſt für 1935 Der Außenhandel Deutſch⸗ ſondere Bedeutung; Escorial iſt berühmt durch ſein großartiges Schloß mit ſeinen koſtbaren künſtleriſchen Schätzen und ſeinem berühmten Muſeum. Dieſer beliebte Sommeraufenthalts⸗ ort des ſpaniſchen Hofes mit den königlichen Anlagen iſt im Beſitz der Roten. Zwar haben wir vor einigen Wochen einmal die Meldung geleſen, daß Escorial von den Truppen Fran⸗ cos genommen worden ſei; aber dieſe Mel⸗ dung ſtellte ſich als falſch heraus, wie ſo man⸗ ches, was in dieſen Tagen des unerbittlichen Kampfes gegen die Front des Weltkommunis⸗ mus fälſchlicherweiſe verbreitet wird. Der di⸗ rekte Weg von Escorial nach Madrid iſt der roten Beſatzung durch die Umzingelung der Hauptſtadt nach Norden hinauf abgeſchnitten worden. Caballero, der Häuptling der Ro⸗ ten, hat aus ſeinem wohlgeſchützten Standort dieſer Tage die Anordnung erlaſſen, daß jeder der roten Escorial⸗Beſatzung zum Tode ver⸗ urteilt wird, der ſeinen Poſten verläßt. In dem Kampfgebiet von Escorial liegt das Dörf⸗ chen Robledo, das von Francos Truppen beſetzt iſt. Oberhalb von Robledo führt in zahlreichen Serpentinen die Bahn von Sala⸗ manka nach Escorial. Eines Tages tauchte aus dem langen Tunnel, der auf dieſer Strecke liegt, ein roter Panzerzug auf, von dem aus wie wild auf die Stellungen der nationalen Trup⸗ pen und das Dorf geſchoſſen wurde. Die Flieger Francos haben ſich auf die Lauer gelegt, und als er wieder einmal aus dem Tunnel fuhr, da fielen die nationalen Flieger recht unſanft über den Panzerzug her, ſo daß er unter Voll⸗ dampf in ſein Verſteck zurückflüchtete. Der rote Panzerzug von Robledo iſt erheblich vorſich⸗ tiger geworden. Außerdem hat man ſeine Be⸗ wegungsfreiheit durch Zerſtörung der Bahn⸗ geleiſe durch Fliegerbomben weſentlich ein⸗ geſchränkt. Das Pariſer„Ritz“ beſetzt Paris, 16. November. Die Angeſtellten des bekannten Pariſer Ho⸗ tels„Ritz“ ſind aus Proteſt gegen die Ent⸗ laſſung von 18 Arbeitskameraden in den Streil Zum erſten Male Gaͤſte im jungen Heim? Dann gleich 0 zu Anfang Schaumwein heben. Schon iſt alle Be⸗ fangenheit verflogen! L V getreten und haben das Hotel beſetzt. Die Strei⸗ kenden werden mit der Gewerkſchaft der Gaſt⸗ hausangeſtellten Fühlung nehmen und wahr⸗ ſcheinlich auch beim Arbeitsminiſter vorſtellig werden. Eine werie Landessprache für die Sdiweiz Vom Lesionärslatein zum Domanischen/„Dieu'allegra“ grüfbt der kngadiner St. Moritz, im November. Entſprechend den ſeit einiger Zeit im Bundes⸗ haus in Bern geführten Verhandlungen hat das Romaniſche ſtarke Ausſichten, zur vierten Schweizer Landesſprache erklärt zu werden. Unſer Schweizer..⸗Bericht⸗ erſtatter gibt ein intereſſantes Bild von der Be⸗ deutung des Romaniſchen und dem erfolgreichen Kampf der„Lia Romanſcha“. Als in der letzten Sitzung des Bundesrates ein Deputierter des Engadins an die Regie⸗ rung die Anfrage richtete, ob die Regierung gewillt ſei, die Vorſchläge zu einer Anerken⸗ nung der romaniſchen Sprache als vierte Lan⸗ desſprache zu prüfen, gab man ihm eine zu⸗ ſagende, aber recht vorſichtige Antwort: Man werde die Sachlage einer eingehenden Unter⸗ ſuchung unterziehen und alles tun, was mög⸗ lich ſei, ohne an die Verfaſſung zu rühren. Wenn alſo jetzt in abſehbarer Zeit das Ro⸗ maniſche zur vierten Schweizer Landesſprache erklärt wird, dann bedingt dies keineswegs, daß man im Bundeshaus, wo man ſowieſo ſchon deutſch, franzöſiſch und italieniſch ſprechen muß, nun auch noch ſchnell romaniſch zu lernen verpflichtet iſt. Die Sprachfreiheiten und Sprach⸗ rechte, die man der vierten Landesſprache ein⸗ räumt, werden hauptſächlich darin beſtehen, daß man der örtlichen Sprachpflege jede Unterſtützung zuteil werden läßt— ohne deshalb gezwungen zu ſein, auch alle Geſetze in romaniſcher Sprache herauszugeben. Es han⸗ delt ſich alſo nur um ein Sprachrecht einer Min⸗ derheit in Vernunftsgrenzen. Geſprochen wird romaniſch im Schweizer Staatsgebiet in der Hauptſache in Grau⸗ bünden, wobei man das Zentrum der roma⸗ einen Geſamtwert von 22,63 Millionen Mark auf. Die Zentralſtelle für deutſche Kulturfunk⸗ ſendungen im Ausland unterhält ungefähr 40 Archive in allen Teilen der Welt, deren jedes über 300 Platten verfügt. Insgeſamt wurden alſo 12 000 deutſche Schallplatten durch die Zen⸗ tralſtelle in das Ausland verſandt⸗ Zum 3. Akademie-Konzert in Mannheim Das 3. Akademiekonzert am Montag, den 23. und Dienstag, den 24. November, darf inſofern beſonderes Intereſſe beanſpruchen, als es unter der Stabführung eines unſerer bedeutendſten Dirigenten ſteht, deſſen Kunſt zudem die meiſten Mannheimer zum erſtenmal erleben dürften. Profeſſor Clemens Krauß, der frühere Leiter der Wiener und Berliner, der zukünftige Leiter der Münchner Oper, ſetzt ſein Können für Werke von Dvorak, Muſſorgſky und Richard Strauß ein. Die Spielfolge ent⸗ hält ausſchließlich Programm⸗Muſik: Die Fünfte Sinfonie von A. Dvorak führt die Bezeichnung: „Aus der neuen Welt.; die„Bilder einer Ausſtellung“, von Muſſorgſky urſprünglich für Klavier geſchrieben, erklingen in der Orcheſter⸗ faſſung von Ravel.„Tod und Verkla⸗ rung“ endlich iſt eines derr Werke von Richard Strauß, die ſich ihren dauernden Platz im Kon⸗ zertſaal erobert haben. Die Einführungsſtunde findet wie immer am vorhergehenden Sonntag, den 22. November, 557 Uhr, in der Hochſchule für Muſik, A 1, 3, tatt. Vortrag: Dr. Friedrich Eckhart, am Flügel: Adalbert Skocie. Schaffung einer iraniſchen Uationaloper Das Kaiſerreich Fran hat ſich in den letzten Jahrzehnten vollkommen moderniſiert. Die Regierung iſt beſtrebt, die uralte perſiſche Kul⸗ kur mit modernem europäiſchem Geiſt zu er⸗ füllen. Verſchiedene Maler wirken ſeit einigen Jahren in Paris und London. Zu den begab⸗ teſten jungen Muſikern, die ſich entſchloſſen niſchen Sprachwerbung nach Chur verlegen muß. Im ganzen Engadin ſtößt man auf Dör⸗ fer und Einzelſiedlungen, deren Bewohner jene merkwürdige Sprache beherrſchen, die ein ur⸗ altes Erbteil der Rätier und der Römer iſt. Denn man hat hiſtoriſch nachweiſen können, daß etwa um das Jahr 20 v. Chr. jenes Gebiet— übrigens eines der intereſſanteſten Durchmarſch⸗ gebiete von Italien nach Nordeuropa— von den Römern erobert wurde. Als ſich ſpäter die (Von unſerem Schweizer..-Berichterſtatter) Situation für die römiſchen Eroberer in Nord⸗ europa unvorteilhaft entwickelte, blieben den⸗ noch in dieſem Engadiner Bezirk zahlreiche römiſche Legionäre zurück, die ſich mit der dort anſäſſigen Bevölkerung vermiſchten. Es kam nicht nur zu einer Blutvermiſchung, ſondern eben auch zu einer ſprachlichen Vermiſchung oder, genauer geſagt, zu einer„Infizierung“ mit jener Sprache, die die römiſchen Legionäre ſeinerzeit pflegten. Vorstoß der Iia Nomansdia“ Eines Tages hatte man in der Schweiz das Romaniſche faſt gänzlich vergeſſen. Doch als man eben ſeine Todeserklärung ausſprechen wollte, bildete ſich in Chur unter der Leitung einiger ſehr energiſcher Patrioten die„Li a Romanſcha“, die ſich zum Ziel ſetzte, das alte Sprachgut zu ſammeln, zu retten und nach Möglichkeit ſogar weiterzuentwickeln. In Chur in der Regierung ſprach man deutſch. Hier fand man nicht viel Hilfe. Man entſchloß ſich erſt zu einer Aenderung des offiziellen Standpunktes, als ſchon die erſten Bücher in Romaniſch gedruckt wurden, als im Engadin romaniſche Zeitungen erſchienen. Man zählt heute 46 000 Menſchen, die roma⸗ niſch mehr oder weniger gut ſprechen in der Schweiz. Die Werbearbeit der Graubündener hat einen großen Erfolg gehabt. Im Engadin ſind die Straßenbezeichnungen heute zum gro⸗ ßen Teil zwei⸗ oder dreiſprachig abgefaßt, wobei eine Sprache beſtimmt— romaniſch iſt. Man haben, in verſchiedenen Städten, wie Leipzig und Wien, Harmonielehre und Kontrapunkt zu ſtudieren, gehört der Komponiſt Hadjibe⸗ kow, der bereits mit einigen Suiten und Kammermuſik Proben ſeines Talents abgelegt hat. Nun hat der Komponiſt ſeine erſte Oper „Ker⸗ogly“ vollendet. Damit iſt Perſien gleichfalls unter die Länder getreten, die eine eigene Nationaloper beſitzen. Das Werk des perſiſchen Muſikers iſt nach einem Libretto komponiert, das eine s 5 Begebenheit der Heimat zum Inhalt hat. Hadjibekow hat in ſeine Oper alte Volkslieder und perſiſche Volkstänze hineingewoben. Hans Grimm, draußen und daheim Hans Grimm hielt ſich kürzlich in Buenos Aires auf, wo ihm von der deutſchen Kolonie viele Ehrungen zuteil wurden. Auf Anregung des Deutſchen Volksbundes wurde in den Räu⸗ men des Deutſchen Klubs eine deutſche Dichter⸗ Feierſtunde veranſtaltet, bei der Hans Grimm aus ſeinen Werken vorlas.„Ein innerlich be⸗ glückendes Erlebnis liegt hinter uns“, ſchreibt die„Deutſche La Plata⸗Zeitung“,„der Dichter Hans Grimm, der Geſtalter des deutſchen Schickſals, hat ſeine Gemeinde in Buenos Ai⸗ res nicht durch rhetoriſche Künſte, ſondern durch die herbe Innerlichkeit ſeiner Dichtung be⸗ zwungen.“ An der Feierſtunde nahmen viele hervorragende Perſönlichkeiten teil. Daheim kann Hans Grimm ebenfalls einen beachtenswerten Erfolg verzeichnen. Auf Grund einer leſerkundlichen Unterſuchung der„Bü⸗ cherkunde“, die zahlenmäßig die Buchentleihun⸗ gen einer Verſuchsbücherei feſtzuſtellen ſuchte, darf Hans Grimm ſich als„Rekordhalter“ be⸗ zeichnen. Seine Werke„Volk ohne Raum“ und „Oelſucher von Duala“ erzielten die meiſten Entleihungen. Die Zahlen der Entleihungen ſind folgende: Blunck„Volkswende“(170), Stehr„Heiligenhof“(175), Wiechert„Die Ma⸗ jorin“(197), Mechow„Das ländliche Jahr“ (233), Blunck„Weibsmühle“(261), Paul Ernſt „Der Schatz im Morgenbrotsthal“(329), Wag⸗ grüßt in den romaniſchen Ortſchaften nicht mehr mit dem ſchweizeriſchen„Grüetzi“, dem welſchen. „Bon jour“, dem italianiſierten„Tschau“, ſondern man ſagt„Dieu'allegra!“— was ſo viel be⸗ deutet wie„Gott ſegne dich!“. Die Gemeindeverwaltung heißt in dieſen ro⸗ maniſchen Dörfern nicht mehr Stadthaus, ſon⸗ dern Chesa Comunela. Auf den Schulen ſteht nicht mehr Gemeindeſchule, ſondern Scuela Comu⸗- nela. Der Sprachſtolz iſt erwacht. Heute wird das Romaniſche im Engadin als zweite Sprache gelehrt. Wenn in Bern im Bundes⸗ haus die Anerkennung der vierten Landes⸗ ſprache durchgeſetzt wurde, dann rückt das Romaniſche an die erſte Stelle. Ein intereſſan⸗ tes Ueberbleibſel einer fernen ſchweizeriſchen Vergangenheit, einer hiſtoriſchen europäiſchen Epiſode, iſt vor dem Untergang gerettet worden. Im Zeichen des„Dieu'allegra“ wurde die vierte Landesſprache der Schweiz geboren— 1956 Jahre, nachdem ſie zur Welt kam. gerl„Brot“(457), Grimm„Oelſucher von Du⸗ ala“(468), Grimm„Volk ohne Raum“(723). Schließlich iſt zu bemerken, daß Grimms Werke 1 allem in Arbeiterkreiſen ſtark verlangt wer⸗ den. Mö. Wiſſenſchaft in Tinnland Neues finniſches Wörterbuch in Bearbeitung. Die ſtürmiſche Entwicklung der finniſchen Sprache ſeit der Selbſtändigkeit des Landes, wodurch ſie zur tatſächlichen Lan⸗ desſprache wurde, während ſie vorher von den gebildeten Schichten im allgemeinen nicht ange⸗ wendet wurde, hat nun eine ſolche Menge neuer Wortbildungen hervorgerufen, daß ein neues Wörterbuch herausgegeben werden muß. So gut wie jeden Tag entſtehen ſprachliche Neu⸗ bildungen und zwar keine Fremd⸗ oder Lehn⸗ wörter, ſondern rein finniſche Bildungen, wo⸗ zu die finniſche Sprache in beſonderer Weiſe befähigt iſt; wir dürfen uns nur vor Augen halten, daß ſo internationale Wörter wie Sport, Elektrizität, Kontingent, Moratorium und Sanktion einen einheimiſchen finniſchen Ausdruck beſitzen: urheilu, ſähkö, kiintö, makſu⸗ tauko und pakote. „Das finniſch⸗ſchwediſche und ſchwediſch⸗fin⸗ niſche Wörterbuch von Profeſſor Knut Canne⸗ lin iſt nunmehr vollſtändig umgearbeitet wor⸗ den. Profeſſor Cannelin hat gegen 20 000 neue finniſche Wörter, die er im Laufe der Jahre aus Zeitungen und anderer Literatur geſam⸗ melt hat, in die Neubearbeitung übernommen. Die neuen Ausdrücke umfaſſen beſonders fol⸗ gende Gebiete: die ſozialen, ſtaatlichen und kirchlichen Verhältniſſe, Militär⸗, Flug⸗ und Rundfunkweſen, Wirtſchaftsleben, Handel, See⸗ fahrt, Induſtrie, und Sport. „Das ſeit einigen Fahren in Arbeit befind⸗ liche umfaſſende Wörterbuch„Nykyſuomen ſa⸗ nakirja“(das Wörterbuch des gegenwärtigen Finniſch), das mit einer Staatsunterſtützung herausgegeben wird, wird noch einige Zeit zu ſeiner Fertigſtellung benötigen.—Fe.— Mannheim Blick übers Cand 17. November 1986 Cangemarckfeier der Studentenſchaft Heidelberg, 16. Nov. Am Sonntag⸗ abend beging die Heidelberger Studentenſchaft in einer ernſten Feier in der Aula der Neuen Univerſität den Gedenktag an die Kämpfe bei Langemarck. In feierlichem Einmarſch betrat die Fahne des Grünen Korps der Langemarck⸗ kämpfer zuſammen mit derjenigen des NSD⸗ StB den Saal, gefolgt von der großen Schar der Langemarckkämpfer, die in Heidelberg wohnen. Die Feier begann mit einem ſeier⸗ lichen Orgelſpiel von Bach. Dann erklang in den Worten eines Einzelſprechers der Anruf und Verkündung der Toten von Eberhard Wolfgang Müller. Nach einem Quartett trat der Führer der Heidelberger Studentenſchaft, Kreuzer, vor, um die Feierrede zu halten. Er erinnerte daran, daß die Deutſche Studenten⸗ ſchaft den Tag von Langemarck nicht als Ge⸗ dächtnis an ein blutiges Gefecht feiere, ſon⸗ dern als einen ſymbolhaften Tag, der an die ewige Kraft des deutſchen Volkes und ſeiner Jugend erinnere. Nach einem ernſten Orgel⸗ vortrag nahm die Feier ihren Abſchluß mit dem Ausmarſch der Fahnen und der Lange⸗ marckkämpfer, die die Kameraden ergriffen grüßten. Dammſenkung hindert den Verkehr * Karlsruhe, 16. Nov. Die Reichsbahn⸗ preſſeſtelle Karlsruhe teilt mit: Geſtern um 18 Uhr iſt auf der Schwarzwaldbahn zwiſchen Donaueſchingen und Pohren eine Dammſen⸗ kung eingetreten, ſo daß der geſamte Bahn⸗ verkehr unterbrochen iſt. Der Verkehr wird durch Umſteigen und Autobuſſen aufrechterhal⸗ ten. Züge und Perſonen kamen nicht zu Schaden. In den Handwerkerſtand aufgenommen * Villingen, 16. Nov. Der Präſident der badiſchen Handwerkskammer, Pg. Neher (Karlsruhe), nahm am Sonntag in Villingen in der Feſthalle in feierlicher Weiſe 58 Jung⸗ meiſter und 2 Jungmeiſterinnen der Bezirke Villingen und Donaueſchingen in den Hand⸗ werkerſtand auf. Verzögerung im Hotelumbau Bad Dürkheim, 16. November. Entgegen den vorgenommenen Stichproben hat ſich beim Abriß des alten Kurhotels herausgeſtellt, daß nicht an allen Stellen Kaltere Untergrund vor⸗ handen iſt, ſo daß ein ſtärkeres Fundament als urſprünglich vorgeſehen, errichtet werden muß. Dadurch erleidet der Rohbau, der bis 9. Ja⸗ nuar erſtellt ſein ſollte, eine beträchtliche Ver⸗ zögerung, die ſich auch auf die Fertigſtellung überträgt. Das neue Kurparkhotel kann alſo⸗ zu Beginn der neuen Kurzeit vorausſichtlich noch nicht in Betrieb genommen werden. Suttgarts große Pläne zur Reichsausſtellung Gartenbau⸗Ausſtellung und Landſchaftsgeſtaltung/ Ein Erholungsgelände Stuttgart, 16. Nov. Im Frühjahr 1939 wird in n die Reichs⸗Garten⸗ bau⸗Ausſtellung eröffnet werden. Schon heute hat die Stadtverwaltung mit den Vor⸗ arbeiten begonnen, denn Stuttgart will eine neue und Wee Idee zur Ausführung bringen. Dem deutſchen Gartenbau ſoll eine Aufgabe geſtellt werden, wie ſie in ihrer Art bisher einzig daſteht: es ſoll etwas geſchaffen werden, das von bleibendem Wert iſt. Auf dem bisher noch unerſchloſſenen Killes⸗ berg⸗Gelände, das ſich im—— zwiſchen Feuerbach und Stuttgart erſtreckt, ſoll eine An⸗ lage erſtehen. Die Stuttgarter ſollen ein Er⸗ holungs⸗Gelände erhalten, wie es ſchö⸗ ner und großzügiger nicht gedacht werden kann. Die Pläne der Ausſtellung ſind gleichzeitig die Pläne des Tiergartens— d. h. die Anlage der erſteren, wird als Anlage für den zweiten be⸗ e bleiben. Darin liegt ſowohl der be⸗ ondere Reiz der Aufgabe, als auch die beſon⸗ deren Schwierigkeiten. Aber der geſamte deut⸗ ſche Gartenbau wird 1939 durch ſeine Lei⸗ ſtungsſchauen an der künſtleriſch⸗landſchaft⸗ lichen Geſtaltung des Geländes und ſomit an der Löſung dieſer Aufgabe mitwirken, und ein bleibendes Zeugnis ſeiner Leiſtungsfähigkeit auf allen Gebieten des Gartenbaues 1. Die endgültigen Pläne liegen heute ſelbſtver⸗ ſtändlich noch nicht vor. ber die Entwürfe der Architekten, Regier.⸗Baumeiſter Graub⸗ ner und des Mattern, die bei dem von der Stadtverwaltung ausgeſchrie⸗ benen Ideen⸗Wettbewerb zur landſchaftlichen Geſtaltung dieſes Geländes den erſten Preis und damit die Aufgabe zur Ausführung er⸗ hielten, wurden in der Ratsherren⸗ Sitzung von den beiden Preisträgern in Licht⸗ bildern gezeigt und erläutert. Heute liegt das ganze Gebiet zwiſchen Ko⸗ chenhof, Killesberg und Feuerbach wild und zerklüftet da, denn es iſt Jahrzehnte lang als Steinbruch benutzt worden. Und es ſcheint un⸗ laubhaft, daß hier in zwei Jahren Pläne zur irklichkeit geworden ſein werden, die weite Blumenflächen vorſehen, Obſtzucht⸗Ge⸗ biete, große Teiche und Waſſerbecken, in de⸗ nen ſich ſpäter Eisbären, Rohben und Waſſer⸗ vögel tummeln werden, weite Flächen, auf denen Wochenend⸗ und Siedlergär⸗ ten entſtehen ſollen. Dazwiſchen liegen die Steinbrüche, die als Raubtiergehege er⸗ halten bleiben werden. Vom Haupt⸗Eingang aus wird man in einen großen, ſchlichten Ehrenhof treten. An Gebäuden, die ſowohl für den Tiergarten, als auch für die Reichsgartenſchau Ver⸗ wendung finden werden, ſind u. a. große und kleine Ausſtellungshallen. Vortragsſaal, Gaſt⸗ ſtättengebäude mit Terraſſen, vorgeſehen. Auch das Feuerbacher⸗Bad ſoll in die Anlagen ein⸗ bezogen werden. Der Reichsnährſtand, der neben der Stadt Stuttgart Veranſtalter der Reichsgartenſchau iſt, hat die Möglichkeit, alle Berufskreiſe, die er betreut, bei dieſer großen, einzigartigen Leiſtungsſchau zum Wettbewerb antreten zu laſſen. Hier ſteht alſo ein Plan vor der Verwirk⸗ lichung, der für den deutſchen Gartenbau von ſtärkſter Bedeutung ſein wird. Zuischen Neckar und Bergstraſie Ladenburger Nachrichten * Kundgebung gegen„Weltfeind Nr.“. Eine gewaltige Verſammlungswelle geht über das Land; ſie erfaßt auch die Orte, in die der große Ausſtellungszug„Weltfeind Nr. 1“ nicht kommen kann. Daß in Ladenburg, wo dieſe Aufklärung noch beſonders not tut, die Ver⸗ ſammlung in der Städtiſchen Turnhalle über⸗ füllt war, iſt anerkennenswert, wenn man auch dem Redner recht geben muß, der ſagte, das gerade diejenigen, die es am meiſten angehe, wohl nicht anweſend ſeien. Nach einleitenden Worten des Ortsgruppenleiters Pg. Pohly ſprach Pg. Dr. Kötteritz, einer der älteſten Mitkämpfer Apolf Hitlers. Er ging dapon aus, daß alle Unruhe, die gegenwärtig die Welt bewegt, einzig und allein vom Judentum aus⸗ geht. Auch das, was Deutſchland zu erdulden die Bodenſeeſtadt zieht Bilanz Mit dem Sommerverkehr zufrieden/ Der„Elefant“ läßt von ſich hören * Konſtanz, 16. Nov.(Eig, Bericht.) Mit der Traubenleſe hat der Herbſt ſeinen Höhe⸗ punkt erreicht, und als gar das friſch⸗fröhliche „Halali“ der Reiter über die Felder klang, war es endgültig mit dem Spätſommer aus. Ueber den Frühnebel am See läuteten zwar noch einige Zeit die Glocken der Wein örfer die Traubenleſe ein; aber iſt es ruhig eworden. Der heurige Wein iſt vom erſten tadium ins zweite, vom„Krätzer“ in die Ent⸗ wicklungsſtufe des„Federweißen“ getreten. Das revolutionäre Gären iſt einer ruhigen, gleichmäßigen Entwicklung und mit ihm das fröhliche winzerliche Treiben der Suſerzeit. In den Häfen rund um den See aben ſich die Wintergäſte ſo da ind die ſchwarz gefiederten Bleßhühner und ie keifenden Scharen der hungrigen Möven. * Mit dem nahenden Jahresende ziehen auch die Stadwäter die Gemeindebilanzen und le⸗ en Rechenſchaft ab von er arbeitsreichen Tun. Für Konſtanz iſt dieſer Abſchluß beſon⸗ ders für die heurige Reiſezeit recht erfreulich eweſen. Ein kurzer Ueberblick zeigt, daß die eiſezeit des 3439 f4 Fremdenſommers 2436 Fremde und 39 470 mehr . hat als die des Vorjahres. Die Zahl er Fremden hat alſo um eiwa 2 v.., die der Uebernachtungen um 20 v. H. Aunch, men. Und dabei war der niederſchlagsreiche Sommer nicht ſo ſehr dazu angetan, die Werbe⸗ wirkung der landſchaftlichen Schönheiten un⸗ * Heimat nach Kräften zu i Auch ie Bodenſee⸗Fähre Konſtanz— eersburg beförderte insgeſamt 13 653 Kraftfahrzeuge und 74011 Perſonen. Auch hier wären bei günſti⸗ Mierunarſhatang noch weit beſſere rgebniſſe zu erzielen geweſen, Eine weitere genöt kommunalpolitiſche Kundgebung iſt in en letzten Oktobertagen in Singen a. H. durch⸗ eführk worden. In der überfüllten Scheffel⸗ alle gab Bürgermeiſter Pg. Herbold einen Rückblick über das abgelaufene Haushaltsjahr 1935/36, das beochliche Fortſchritte brachte. Schritt für Schritt werden die Arbeiten am Rheinbrückenumbau in Konſtanz vorwärtsge⸗ trieben. Das anſchließende Sternenviertel iſt zum Abbruch verurteilt und verſchwindet zu⸗ ſehends. Am ſüdlichen Brückenkopf wird im Zuſammenhang mit der Neu eſtaltung des ieee eine Grünanlage geſchaffen werden. ** Aber trotz aller Arbeit haben die zünftigen Seehaſen den Narrentermin vom 11. 11., 11.11 Uhr, nicht verpaßt und haben ſich, einem inne⸗ ren Drang folgend, pünktlich zu den Sitzungen der Narrenräte eingefunden. Und auch der Konſtanzer„Elefant“ hat wieder von ſich hören laſſen. Dieſes zählebige Tier hat ſich in ſeinem 56. Lebensjahr gründlich gemauſert, um den Konſtanzer Humor energiſcher denn je in das Land am See zu trompeten. Das große hiſto⸗ riſche Elefantenkonzert iſt für Samstag, 23. Ja⸗ nuar, fig81 worden. Was zünftige Narren⸗ ſtädte ſind, wie Ueberlingen, Stockach, Engen uſw. haben gleich Konſtanz an dieſem ſelt⸗ ſamen Novembertag die Vorbereitungen zur kommenden Faſtnacht vorgenommen. Gr. hatte, den Weltkrieg, die furchtbare Nachkriegs⸗ Fit, die Ausräuberung durch die Inflation, treiks, Aufſtände— alles geht auf das Konto des Judentums. Nur der erbitterte Kampf der NSDaAp und der fanatiſche Glaube ihrer Anhänger an das Gute und Edle im deutſchen Menſchen brachte nach jahrelangem, zähem Ringen um die deutſche Seele den Sieg. Der Redner zeigte die Entwicklung in anderen Ländern, vor allem in Rußland und Spanien, und hob demgegenüber die Verhältniſſe in Deutſchland hervor, das eine glückliche und friedliche 2 in dem Meer der Unruhe iſt. Durch die befreiende Tat des Führers ſtellt das Deutſche Reich heute ein ſtarkes Bollwerk gegen den Kommunismus dar. Aber trotzdem müſſen wir weiterkämpfen und die Augen offenhalten egen die Weltgefahr, damit wir im Innern flart genug ſind und auch die Völker um uns lernen, ſich dieſer Gefahr zu erwehren. Die Ausführungen des Redners wurden mit gro⸗ ßem Beifall aufgenommen, und der Orts⸗ gruppenleiter ſchloß die Verſammlung mit einem Appell an die Zuhörer. * Kleintierſchau. Im Saal des Hotels„Zur Roſe“ hielt der Kleintierzuchtverein Ladenburg am' Sonntag eine lokale Geflügel⸗ und Ka⸗ ninchenausſtellung ab, die einen recht guten Beſuch aufzuweiſen hatte. Die zur Schau ge⸗ ſtellten Raſſetiere fanden bei den Kennern gro⸗ ßen Anklang und erfuhren durch die Mann⸗ heimer Preisrichter Heidmann und Brauer entſprechende Stneßt Den Ehrenpreis der Reichsfachſchaft erhielt der 93.5 Rudolf Lutz für ſeine prächtigen Silberhals⸗Italiener. * Silberne Hochzeit. Morgen, Mittwoch, be⸗ ehen Michael Weinmann, ahnavbeiter, und ofie geb, Hartmann das Feſt der ſilbernen Hochzeit. Herzlichen Glückwunſch. Aus Neckarhauſen * Sport im Dienſte des WoW. Morgen, Mittwoch, 18. November(Bußtag), 14.30 Uhr, findet auf dem Sportplatz Neckarhauſen ein Fußballſpiel zugunſten des Winterhilfswerkes ſtatt. Es ſpielt eine kombinierte Bezirksklaſſe (Ilvesheim, Feudenheim und Heddesheim) gegen eine kombinierte Kreisklaſſe(Ladenburg und Neckarhauſen). Wie in den vergangenen Jahren, ſo iſt auch diesmal ein ſpannender Kampf zu erwarten; die Bezirksklaſſe wird ſich anſtrengen müſſen, gegen die Kreisklaſſe I zu beſtehen. Es iſt Ehrenpflicht eines jeden, ſein Scherflein zum Winterhilfswerk beizutragen, indem er dieſes Spiel beſucht. * Neckarhauſen— Wallſtadt:2. Nach An⸗ ſtoß entwickelte ſich ſofort ein lebhafter Punkt⸗ kampf, der abwechſeind beide Tore in Gefahr brachte, Ein flüſſiges Spiel, wie man es von Neckarhauſen gewohnt iſt, vermißte man voll⸗ kommen. Neckarhauſen war ſeinem Gegner beſonders in der zweiten Halbzeit überlegen, * in der es auch vier Tore erzielte. Die beiden Tore von Reckarhauſen hätten bei etwas mehr Aufmerkſamkeit der Hintermannſchaft vermie⸗ den werden können. Das Reſultat entſpricht dem Spielverlauf.— Zweite Mann haft•1 für Neckarhauſen. Die Jugendmannſchaft ver⸗ lor gegen Weinheim:6. * Brotſammlung. Die Kleiderſammlung für das Winterhilfswerk findet heute ihren Ab⸗ ſchluß. Inzwiſchen hat die Brotſammlung be⸗ gonnen, die bis Donnerstag, 19. November, durchgeführt wird. Die Bevölkerung wird ge⸗ beten, den bedürftigen Volksgenoſſen ihre Spende nicht zu verſagen. Edingen berichtet * Silbernes Arbeitsjubiläum. Ein Betriebs⸗ appell verſammelte die Gefolgſchaft der Firma Induſtrieofenbau Fulmina GmbhH. Edingen zur Ehrung des Arbeitskameraden Peter Fleck, der ſeit 25 Jahren im Dienſte dieſer Firma ſteht und als Montagemeiſter während des größten Teiles des Jahres deutſche Werk⸗ mannsarbeit im Ausland zur Geltung bringt Nach Worten der Anerkennung durch Betriebz⸗ führer und Betriebszellenobmann und Ueber⸗ reichung eines Geldgeſchenkes mit Urkunde dankte der Jubilar dem Betriebsführer und der Gefolgſchaft für die Ehrung. Von Herzen wünſchten ſodann alle Arbeitskameraden dem betriebsälteſten, ſchon über 62 Jahre zählenden Gefolgsmann Glück auf dem ferneren Lebens⸗ wege. Der Tag fand ſeinen kameradſchaftlichen Abſchluß beim Abendeſſen in dem ſchönen Neckargemünd. Neues aus Schriesheim * Von der Landwirtſchaft. Die Einbringung der Zuckerrüben iſt beendet. Die Stoppelrüben⸗ ernte fällt diesmal gering aus, doch wird dieſer Ausfall dadurch etwas ausgeglichen, daß in dieſem Jahr ziemlich viel Markſtammkohl an · gebaut wurde. * 75. Geburtstag. Der frühere Mühlenbe⸗ ſitzer Jakob Schei d kann morgen, Mittwoch, 18. November, ſeinen 75. Geburtstag feiern. Wir gratulieren. lleues aus Tamperiheim * Lampertheim, 16. Nov. Auch der Zigarrentabak verkauft, Lampertheim hat in dieſem Fahre mit ſeinem Tabakabſatz be⸗ fonderes Glück. Erſt kürzlich ging das Sand⸗ blatt⸗Schneidegut zu günftigen Preiſen ab. In dieſen Tagen wurde in Karlsruhe auch das abgeſetzt. Neben Lampertheim baute in dieſem Ja re in Heſſen nur noch Wimpfen dieſe Tabakart. Die erzielten Preiſe bewegen ſi wiſchen 63 und 115 RM pro Zentner, und ſind die Ergebniſſe als äußerſt ut anzuſprechen.— Erweiterung des Zuckerrübenaubaues. Nach einer An⸗ kündigung des Zucker⸗Wirtſchaftsverbandes ſoll der Zuckerrübenanbau hier vermehrt werden. Es beſteht die Möglichkeit, daß Bauern, die bis⸗ 175 nicht Zuckerrüben gepflanzt hatten, zuge⸗ aſſen werden, ſofern ſie Anträge ſtellen. Bis⸗ her beſtandene Anbaurechte können erweitert werden. Die Anträge müſſen umgehend dem Ortsbauernführer übergeben werden.— Eine Kartoffeldämpfkolonne jſt ſeit einer Woche hier damit beſchäftigt, Kartoffeln 4. dämpfen. Dieſe werden darnach in Silos gela⸗ gert, um jederzeit als Viehfutter verwendet zu werden. adurch iſt die Gefahr des Faulens beſeitigt und die überreiche Ernte nutzbringend angewendet. 4 fileine Diernheimer nachrichten Fulberfabrt Zuſammenſtoß. An der Reichs⸗ bahnüberfahrt auf der Verkehrsſtraße zwiſchen Viernheim und Weinheim ereignete ſich dieſer Tage wieder ein Unglücksfall, der aber glück⸗ licherweiſe mit größerem Sachſchaden noch ab⸗ ging. Eine Bulldogmaſchine mit Anhänger fuhr um die Mittagszeit von Weinheim nach Viern⸗ heim und kam dabei zu nahe an die Bahngleiſe zu ſtehen, wobei die Maſchine von dem heran⸗ kommenden Reichsbahnzug erfaßt wurde und auf das Bahngleis zu liegen kam. Der Fahrer des Bulldogs kam unverſehrt davon, ebenſo der fofort abge⸗ Beifahrer auf dem Anhänger, der war. Erſt nach zweiſtündiger Verſpä⸗ tung konnte die Reichsbahn wieder die Fahrt fortſetzen, während die Fahrgäſte durch die nahe OEG⸗Ueberlandbahn ihre Fahrt nach Weinheim fortſetzen konnten. An dieſer gefahrvollen Stelle ſollten die Fahrer viel mehr Aufmerkſamkeit walten laſſen, denn hier ſind ſchon öfters ſolche Unglücke, teils ſogar mit Todesfolge vorgekom⸗ men, die bei genügender Beachtung vermieden werden könnten. hemignnelenrnirſgrnpaaerhofer Hlenlko macht das färteſte baſſer weich und waſchbereit/ „Mannhe! Die Lichtm sind in Hier werd Rlle ſol Auch deine daß jeder Vo Brot hat. Aus Brotſamm monſtrativer? ternöte. Jeder ſorgt die Brotſamm 16. bis 21. im ganzen K ſammlung du gutſcheine des von 45 Pf., di zum Bezug Laibes Sa berechtigen. „Reichs, Ein 2 Am kommer ſpricht in der im Rahmen Schickſal a lert⸗Worms und Helder Gerade an Erinnerungen im Mittelalter Mittelpunkte ſcheidungen v vollziehen. Es und Kultur.( ders fruchtbar Geſchichte von ſchers über d großen Hinte hören. Der Vortrag vember, 20.15 ſtatt. Eintritts ten für die 10 ſind bei allen! Mit, Am Sonnte Der vergang Volksgenoſſinn beſuchten Ver wollten die St digkeiten kenne Am Sonn eine andere b Beſuch gilt. D mit ſeiner hi ungezählten E keiten iſt diesn derzuges. tauſend Volks ſein, die die billigſte Weiſe teſten deutſchen Kultur, kenner Römer, wer ke menhaus. Leitd das Luftſchiff Halle liegt. Die Fahrtte 36 /55⁵ sroß⸗Mannheim 17. November 1936 „Mannheim v. ammlung für te ihren Ab ⸗ ſammlung be⸗ 9. November ung wird zenoſſen ihr⸗ Ein Betriebs ⸗ ft der Firma bH. Edi raden Wele Dienſte dieſer iſter e deutſche Werk⸗ eltung bringt. irch Betriebs⸗ tund Ueber⸗ mit Urkunde bsführer und Von Herzen meraden dem hre zählenden ieren Lebens⸗ Aufn: Jütte Die Lichtmasten in der Schloßgartenstraße sind in Betrieb genommen worden. Hier werden die letzten Masten aufgerichtet. beir an le ſorgen fürs tägliche vrot Auch deine Sorge ſoll darauf gerichtet ſein, daß jeder Volksgenoſſe bei uns ſein täglich eim 4 Brot hat. Aus dieſem Grunde erfolgen auch die Einbringung Brotſammlungen des WowW in de⸗ Stoppelrüben⸗ monſtrativer Weiſe gegen die dräuenden Win⸗ ternöte. ch wird dieſer Jeder ſorgt mit und gibt ſeine Spende für chen, daß in ammkohl an · die Brotſammlung im laufenden Monat vom 4 16. bis 21. November, während welcher Zeit im ganzen Kreisgebiet Mannheim die Brot⸗ e Mühlenbe⸗ ſammlung durchgeführt wird. Kauft die Brot⸗ n, Mittwoch. gutſcheine des Winterhilfswerkes im Preiſe rtstag feiern. von 45 Pf., die jeweils einen WHW⸗Betreuten zum Bezug eines friſchen Drei⸗Pfund⸗ iLaibes Schwarzbrot bei jedem Bäcker ſheim Joberechtigen. „Reichsgeſchichte und Heldenlied“ R. Ein Vortrag von Dr. Illert. abakabſatz be⸗ Am kommenden Freitag, den 20. November, gedas Sand⸗ ſpricht in der Volksbildungsſtätte Mannheim reiſen ab. In im Rahmen der Vortragsreihe„Deutſches ihe auch das Schickſal am Rhein“ Archivrat Dr. Il⸗ ampertheim lert⸗Worms über:„Reichsgeſchichte n nur noch und Heldenlied“. zielten Preiſe Gerade an Worms knüpfen ſich die älteſten 115 RM pro Erinnerungen deutſchen Heldenſanges an. Auch eals äußerſt im Mittelalter iſt Worms einer der politiſchen erung des Mittelpunkte Deutſchlands, in dem ſich Ent⸗ ch einer An⸗ ſcheidungen von weltgeſchichtlicher Bedeutung vollziehen. Es iſt ein Zentrum deutſcher Kunſt und Kultur. Es dürfte gerade deshalb beſon⸗ ders fruchtbar ſein, den Vortrag eines mit der Geſchichte von Worms vertrauten Heimatfor⸗ derbandes ſoll nehrt werden. uern, die bis⸗ hatten, 5 ſtellen. Bis⸗ J ſchers über das deutſche Heldenlied auf dem nen erweitert großen Hintergrund der Reichsgeſchichte zu mgehend dem bhören. Der Vortrag findet am Freitag, den 20. No⸗ vember, 20.15 Uhr, in der„Harmonie“, D 2, 6, ſtatt. Eintrittskarten zu 30 Rpf. und Hörerkar⸗ n Silos gela⸗ ten für die 10 Vorträge der Reihen zu.— RM verwendet zu ſind bei allen Kd⸗Geſchäftsſtellen zu haben. des Faulens nutzbringend z ſeit—5. 5 ſet— e ner Kartoffen zu hriihlen n der Reichs. Der vergangene Sonntag brachte in zwei 40 f 4 one rund 1600 Volksgenoſſen und er aber glück⸗ Volksgenoſſinnen nach Stuttgart. Die einen iden 301 ab⸗ beſuchten Verwandte und Bekannte, andere wollten die Stadt ſelbſt mit ihren Sehenswür⸗ lnhünger fuh? digkeiten kennenlernen. im Sonntag, 29. November, iſt es eine andere benachbarte Großſtadt, der unſer n nach Viern⸗ ie Bahngleiſe nedem heran. Beſuch gilt. Das alte Frankfurt am Main t und mit ſeiner hiſtoriſchen Vergangenheit, ſeinen „Der Ra* ungezählten Schönheiten und Sehenswürdig⸗ + ebenſo der leiten iſt diesmal das Ziel eines KdF⸗Son⸗ ſofort abge derzuges. Und wieder werden es mehr als diger Verſpä⸗ er die Fahri tauſend Volksgenoſſen und Volksgenoſſinnen ſein, die die Möglichkeit benutzen, auf denkbar zurch die nah hilligſte Weiſe eine der ſchönſten und intereſſan⸗ ach Weinheim teſten deutſchen Städte, reich an Geſchichte und rvollen Stelle Kultur, kennenzulernen. Wer kennt nicht den ufmerkſamkeit nöfters ſolche lge vorgekom⸗ ng vermieden Römer, wer kennt nicht den Zoo und das Pal⸗ menhaus. Leider muß hier geſagt werden, daß das Luftſchiff an dieſem Tage nicht in der Halle liegt. Die Fahrtteilnehmer nach Darmſtadt haben Mannheim-die wöne und gegenwartsnahe Etadt Ein Schlußzwort des Oberbürgermeiſter Pg. Renninger zum Plankend urchbruch Nachdem nun der Plankendurchbruch reſtlos beendet iſt und die Flucht der neuen Häuſer in den Planken die lückenloſe Eingliede⸗ rung erfahren hat, nahm Oberbürgermeiſter Pg. Renninger in einer Preſſebeſprechung im Rathaus Veranlaſſung, abſchließende Worte über den Plankendurchbruch zu ſagen. Gleichzeitig bat er, allen denen, die an dem großen ſtädtebaulichen Werke mitgeholfen ha⸗ ben, ſeinen Dank und den Dank der Gemeindeverwaltung übermitteln zu wollen. Im nachſtehenden geben wir die Gedanken⸗ gänge wieder, die Pg. Renninger der Preſſe vortrug. Was über den Plankendurchbruch zu ſagen iſt, dürfte alles bereits bis ins einzelne dar⸗ gelegt worden ſein, denn die Preſſe nahm ge⸗ rade an dem großen Bauvorhaben einen ſo ſtar⸗ ken Anteil, daß die Bevölkerung ſtets auf dem laufenden gehalten wurde. Darüber hinaus durfte die Gemeindeverwaltung deutlich erken⸗ nen, daß die Mannheimer ſich ſehr lebhaft für den Plankendurchbruch intereſſierten und daß ſie mit nicht erlahmender Aufmerkſamkeit die Arbeiten verfolgten. Als die Gemeindeverwaltung durch verſchie⸗ dene Männer Vorfühlung zur Einleitung des Durchbruchsprojektes nahm, mußte man erken⸗ nen, daß gar manche Schwierigkeiten zu über⸗ winden waren, obgleich man ſich nie darüber täuſchte, daß der Plankendurchbruch erſt dann vollzogen werden könne, wenn viele Hinderniſſe beſeitigt ſind. Man mußte erfahren, daß ſich manche Hauseigentümer nur ſchwer von ihrem Beſitz trennten und man durfte dann mit Ge⸗ nugtuung feſtſtellen, daß viele Opfer ge⸗ bracht wurden, weil man in den Reihen derer, die es anging, einſah, daß es ohne Opfer nicht gehen würde. Viele glaubten ſeinerzeit nicht, daß man die in die Straßenflucht hineinragenden Häuſer völlig niederreiße, zumal ſich auch noch zahl⸗ reiche Häuſer in ſehr gutem Zuſtand darunter befanden, um die es in der Tat ſchade war. Es mußte aber ganze Arbeit geleiſtet werden und heute ſind wir froh darum, daß wir uns nicht mit Halbheiten begnügt haben. Als End⸗ ziel ſchwebte eine gute ſtädtebauliche Löſung und eine wirtſchaftliche Verwertung der Häuſer vor. Dieſes Endziel mußte unter allen Umſtänden erreicht werden und ſo ließ es ſich nicht ver⸗ meiden, daß die ausgearbeiteten Pläne immer wieder über den Haufen geworfen wurden. Aber ſchließlich wurde das Werk doch, das heute voll⸗ endet iſt. dar Dank des Oberbürgermeiſiers und der Gtadt Gar zu gerne vergißt man heute bereits, daß der Plankendurchbruch eine Arbeitsbe⸗ ſchaffungsmaßnahmeallergrößten Stiles war. Tauſende von Volksgenoſſen fanden durch dieſen Plankendurchbruch Arbeit, denn es ſchafften ja nicht nur die am Bau täti⸗ gen Handwerker, ſondern auch die vielen ande⸗ ren Handwerks⸗ und Gewerbebetriebe, die in⸗ direkt an den Lieferungen für die Neubauten beteiligt waren. Die Handwerker konnten bei dieſer Gelegenheit zeigen, daß ſie auf dem Po⸗ ſten ſind. Die Gemeindeverwaltung hat es ſich überlegt, ob ſie nicht alle diejenigen, die direkt und indirekt an den Plankenneubauten und am Plankendurchbruch mitgewirkt haben, zu einigen frohen Stunden zuſammenrufen ſoll. Es erwies ſich aber als unmöglich, all die Tauſende zu erfaſſen, die ihre Arbeit indirekt für die Neu⸗ geſtaltung der Planken getan haben. So bleibt nichts anderes übrig, als durch die Preſſe jedem einzelnen für die Mitarbeit den Dank des Oberbürgermeiſters und der Ge⸗ meindeverwaltung zu übermitteln. Es muß aber auch der wagemutigen Geſchäftsleute gedacht werden, die ſich für das Projekt der Plankenneubauten intereſſier⸗ Eine Feierſtunde ſeltener Art Zum heutigen Hausmuſik⸗Konzert des Freiburger Kammertrios in der„Harmonie“ Der vielfach unternommene Verſuch, mit⸗ telalterliche Muſik wieder lebendig zu machen, wird meiſt mit unzulänglichen Mitteln unternommen. Eine rühmliche Ausnahme macht aber das Freiburger Kammer⸗ trio für alte Muſik. Es ſind ſtets einzig⸗ artige Stunden, die dieſe drei Muſiker vermit⸗ teln, wenn ſie kunſtvolle, aber ſchlichte deutſche Hausmuſik früherer Jahrhunderte ſpielen. Das muſikaliſche Erbe verklungener Jahrhunderte Mit, Kraft durch Freude“ nach Frankfurt Am Sonntag, den 29. November/ Die Fahrten ſind ein Geſchenk für alle Schaffenden Gelegenheit, ſich an einer Wanderung nach dem bekannten, fehenswerten Jagdſchloß Kra⸗ nichſtein zu beteiligen. Schaffende Volksgenoſſen und Volksgenoſ⸗ ſinnen! Für euch werden die KdoF⸗Fahrten und Wanderungen organiſiert. Zeigt, daß ihr euch des Geſchenkes freut, das euch der Führer gab, und beteiligt euch immer mehr an den Fahrten, Wanderungen und ſonſtigen Veranſtaltungen der NSG„Kraft durch Freude“. Für den ge⸗ nannten Sonderzug betragen die Fahr⸗ preiſe ab Mannheim nach Darmſtadt .60 RM, nach Frankfurt.20 RM. Eintritts⸗ karten in den Zoo 50 Pf.(Normalpreis 1 RM), Eintrittskarten in das Palmenhaus 25 Pf. (Normalpreis 50 Pf.). Stadtführung 10 Pf. Alle Karten ſind bei den Geſchäftsſtellen er⸗ hältlich. Abfahrt des Zuges ab Mannheim etwa .30 Uhr, Rückfahrt ab Frankfurt etwa 20 Uhr. Genaue Angaben folgen noch. Leſt täglich die Bekanntmachungen der NSG„Kraft durch Freude“ im„Hakenkreuzbanner“. erwacht zu neuem Leben— wie könnte beſſer der Tag der Hausmuſik begangen werden! Heute abend haben wir Gelegenheit, in der„Harmonie“ das einzigartige Können der Freiburger Künſtler zu bewundern, deren Ruf längſt über die Grenzen des Reiches hinaus⸗ gedrungen iſt. Auf dem Programm ſtehen u. a. Tänze von Amerbach(1571) für Cembalo, Blockflöte und Gambe; das Lied„Der Wallt hat ſich eni⸗ laubet“ aus dem Lochaimer Liederbuch für Ge⸗ ſang, Laute, Fidel und Blockflöte;„Der Fug⸗ gerin Dantz“ von Hans Neuſidler(1540) für Laute und Blockflöte; Deutſche Tänze von Mel⸗ chior Franck(1617) für Viole, Cembalo, Gambe; Sonate in-moll von G. F. Händel für Blockflöte und Cembalo. Neben manchem anderen ſteht noch auf dem Programm Schlick, Telemann und von Joh. Seb. Bach als Ende „Erbauliche Gedanken eines Ta⸗ bakrauchers“. Feierabendveranſtaltung im Planetarium Infolge der ſtarken Nachfrage wird das Pro⸗ gramm vom 19. und 20. November auch am Samstag, 21. November, wiederholt. Film: „Ferien vom Ich“. Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 20 Pfennig. Planetarium. Heute, Dienstag abend, findet der zweite Vortrag der Reihe„Klänge und Ge⸗ räuſche' ſtatt. Dr. K. Feurſtein ſpricht üver „Schallempfänger und Schallauf⸗ zeichnung“. Der Vortrag wird durch Ex⸗ perimente und Lichtbilder erläutert. Buß⸗ und Bettag iſt Feiertag. Das Städt. Schloßmuſeum, das Theatermuſeum ſowie die Kunſthalle Mannheim bleiben am Buß⸗ und Bettag, 18. November, geſchloſſen. ten. Man darf hier ſchon von Wagemut ſpre⸗ chen, denn es iſt ſchwer, eine Entſcheidung zu treffen, wenn man vor einem leeren Platz ſteht. Die große Prachtſtraße So ſind die Planken die große Pracht⸗ ſtraß e geworden, die aber noch lange nicht am Ende der Entwicklung iſt. Man muß ſich klar darüber ſein, daß eine ſolche Entwicklung ihre Zeit braucht und daß die Entwicklung orga⸗ niſch zu erfolgen hat. Wir ſind uns aber klar darüber, daß die Straße den Charakter be⸗ kommen wird, den wir ihr geben wollen. Wenn der Fremde über die Reichsautobahn nach Mannheim kommt und über die Planken in das Herz der Stadt gelangt, dann wird er ſofort erkennen müſſen, daß in dieſer Stadt ein anderer Geiſt als ehedem herrſcht und daß die in dieſer Stadt nicht ſtehengeblie⸗ en iſt. Die Entwicklung der Planken wird natürlich weitergeführt und bei E 5 und E 6 werden wir den gleichen Aufbauwillen bekunden, wie wir das bei P5 und P 6 getan haben. Im Früh⸗ jahr hoffen wir mit dem Bau des Techni⸗ ſchen Rathauſes beginnen zu können, das für die Gemeindeverwaltung eine dringende Notwendigkeit bedeutet. In dieſem Techniſchen Rathauſe ſtehen dann dem Handwerk nicht nur Büroräumlichkeiten zur Verfügung, ſon⸗ dern auch Ausſtellungsläden, an denen es ja dem Handwerk mangelt. Dieſe Läden werden ſich dann in der Rheinſtraße befinden. Bei dem demnächſt einzuleitenden Abbruch des E⸗6⸗Quadrates ſoll die Katholiſche Bürger⸗ hoſpitalkirche ſtehen bleiben, während das Al⸗ terheims in einem Neubau untergebracht wird, deſſen Zimmer auch in der Himmelsrich⸗ tung günſtiger liegen als im alten Haus. Nach der Rheinſtraße zu errichtet man wieder die r X + e 3 Mauer, wie ſie bisher beſtand und als ſchön bezeichnet werden darf. In Kürze kann nicht nur die Verbreiterung der Rheinſtraße auf der Länge der Quadrate E 5 und E 6 vorgenom⸗ men werden, ſondern auch die noch dringender notwendige Verbreiterung der Straße beim Finanzamt. Das neue Mannheim Aus allem, was in Mannheim geſchehen iſt und noch geſtaltet wird, muß man erkennen, daß Mannheim nicht nur eine ſchöne, ſondern vor allem eine gegenwartsnahe Stadt iſt. Wenn wir uns an die großen Epo⸗ chen in unſerer Stadtgeſchichte erinnern, dann denken wir an die Kurfürſtenzeit, an die Zeit der Blüte des Handels und der Induſtrie. Kein Zweifel kann darüber beſtehen, daß wir jetzt wieder eine neue Epoche haben, von der man einſt ſagen wird: Das iſt das neue Mannheim! Das Zuſammengehörigkeitsgefühl iſt in Mannheim ſtark ausgeprägt und dieſe Zuſam⸗ mengehörigkeit iſt eine Kraftquelle, deren Bedeutung nicht unterſchätzt werden darf. Die Gemeindeverwaltung weiß, daß ſie ſich auf die Geſamtheit der Bevölkerung ſtützen kann und daß die Bevölkerung lebhafteſten Anteil an all dem nimmt, was in der Stadt vorgeht und was mit der Stadt zuſammenhängt. Neue Pläne Pg. Renninger wies bei dem ſich an ſeine Ausführungen anſchließenden Gedankenaus⸗ tauſch auf verſchiedene neue Pläne hin, die allerdings zum Teil noch nicht ganz ſpruchreif ſind, die aber der Allgemeinheit unterbreitet werden, ſobald die Einzelheiten feſtſtehen. Als geſichert darf z. B. jetzt ſchon angeſehen werden, daß man mit dem Umbau der Fried⸗ richsbrücke im Frühjahr 1937 begin⸗ nen kann. Jedenfalls dürfen die Mannheimer die Gewißheit haben, daß die Gemeindever⸗ waltung rührig iſt und daß von ihr aus alles geſchieht, was man von einer nationalſozialiſti⸗ ſchen Gemeindeverwaltung verlangen muß. ———— D05S0C2 Oie Kõotlichen Miœittel Zzeilgemässer Sohlomeltofnlege porfam 160 bis 1750. kou de Colognie 85 bis.20 Seife.25. Cerne-75 bis 60. Puder 1. bis 22 Hoorwosser 2. 350. Briflontije, 450 Mannßbeim „Hakenkreuzbanner“ 17. November 1986 Kauft jetzt ſchon Eintrittslarten für das große Winterfeſt des WHW am 5. und 6. Dezember im Roſengarten. Karten für den Kindernachmittag 30 Pfg. Abendkarten 60 Pfg. einſchließlich ſtädt. Einlaßgebühr. Vertrieb durch die NS⸗ Frauenſchaft. Zeugen werden geſucht „ Am Samstag, den 14. November gegen 18.30 Uhr wurde in der Waldhoſſtraße bei der Hohwieſenſtraße ein älterer Mann mit einer Kopfverletzung auf dem Gehweg liegend aufge⸗ funden. Zwei Radfahrer bemühten ſich um den Verletzten und führten ihn über die Waldhof⸗ ſtraße zum Gartenfeldplatz, wo ſie ihn auf eine Bank ſetzten. Am Unfallort waren ferner zwei junge Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren anweſend, welche ſich äußerten, der Verletzte ſei von einem Auto angefahren worden. Einer der Radfahrer benachrichtigte die Angehörigen des Verletzten in der Karl⸗Benz⸗Straße 30, ebeni⸗ falls mit dem Bemerken, der Verletzte ſei von einem Lieferwagen angefahren worden. Sowohl die beiden Radfahrer wie die beiden Mädchen ſind unbetannt. Alle vier erwühnten Zeugen, ferner etwaige weitere Augenzeugen werden gebeten, ſich ſchleu⸗ gſt bei der Kriminalpolizei(Polizeipräſidium, Zzimmer Nr. 5) zu melden oder ihre Anſchrift bei der nächſten Polizeiwache anzugeben zwecks ſofortiger Vernehmung. 70. Geburtstag. Frau Anna Kohlſchmitt, Obere Clignetſtraße 27, feiert am 18. November ihren 70. Geburtstag.— Unſere herzlichen Glückwünſche. 70. Geburtstag. Frau Prägel Wwe., Drais⸗ ſtraße 34, feierte am Montag ihren 70. Geburts⸗ tag.— Wir gratulieren. XannnEim novemnBER Was iſt los? Dienstag, den 17. November Nationaltheater:„Lohengrin“ von Rich. Wagner, NSgch. 19.00 Ubr. Planetarium: 20.15 Uhr 2. Experimentalvortrag der Reihe Klänge und Geräuſche:„Schallempfänger und Schallaufzeichnung“. Kunſthalle: 20.30 Uhr Lichtbildervortrag des Univer⸗ ſitätsprofeſſors Dr. Georg Weiſe, Tübingen:„Frank⸗ reich und Deutſchland im Spiegel ihrer mittelalter ⸗ lichen Baukünſt“ Mannheimer Altertumsverein. Omnibusfahrt ab Paradeplatz: 14.00 Uhr Bergſtraße und Odenwald. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Varieté. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Schwetzinger Notizen —*——— des Deutſchen Siedlerbundes. Am kommenden Sonntag, 22. November, fin⸗ det hier eine Bezirkstagung des Deutſchen Siedlerbundes(Abteilung Haus) ſtatt, bei der Gaugruppenleiter Meerwarth(Karlsruhe) über wichtige Tagesfragen ſprechen wird. Wegen Volksverrats verurteilt Ein Ehepaar zahlte keine Steuern und verſchob ſein Geld ins Ausland Vor dem badiſchen Sondergericht ſtanden am Montagnachmittag Willibald Brettle und ſeine Ehefrau Anna Agnes Brettle, aus Ra⸗ ſtatt, wegen Vergehens gegen das Deviſengeſetz und wegen Volksverrats. Der Angeklagte Willibald Brettle iſt am 9. Dezember 1890 in Heilbronn als Sohn eines Schweizer Werkmeiſters geboren und beſitzt des⸗ halb die Schweizer Staatsangehörigkteit. Er verheiratete ſich in Baden⸗Baden mit ſeiner jetzigen Frau Anna Agnes, die am 3. April 1891 in Plittersdorf geboren iſt. Mit der An⸗ gabe ſeiner Umſatzſteuer ſcheint es Willibald Brettle auch früher ſchon nicht ſehr genau ge⸗ nommen zu haben, denn bereits 1927 wurde er ſchon einmal beſtraft. Heute betreiben die Ehe⸗ leute Brettle eine Gaſt wirtſchaft in Ra⸗ ſtatt, die ganz gut zu gehen ſcheint, denn es waren immerhin ganz anſehnliche Beträge, welche die Angeklagten im Laufe der Zeit in der Schweiz anlegten. Da die beiden Eheleute keine Gütertrennung hatten, vielmehr ihr Geid gemeinſchaftlich verwalteten, legten ſie es auf der Kantonalbank in Baſel und bei der Kredit⸗ anſtalt in Baſel einmal auf den Namen des Mannes, ein andermal auf den Namen der Ehefrau an. Und dabei beliefen ſich die Be⸗ träge dieſer Sparguthaben auf 17222,70 Schwei⸗ zer Franken, 12 220,10, 5896,65, 1182,15, 5952 60 und 4000 Schweizer Franken. Bei ſich zu Hauſe hatten ſie außerdem noch ein Stück einer 4pro⸗ zentigen Obligation im Werte von 5000 Fran⸗ ken verſteckt. Im ganzen waren es 37200 Reichs⸗ die der Reichsbank nicht angeboten wur⸗ en. Bei der Vernehmung gab der Angeklagte Brettle an, daß er 5000 Mark mit in die Ehe gebracht und ſie in der Schweiz ausgeliehen habe. Die Ehefrau habe 6000 Mark bar mit in die Ehe gebracht. Obwohl ihr Geſchäft— ſie betrieben auch eine Autovermietung— recht gut ging, legten ſie keinen Wert darauf, ihr Einkommen, ihr Vermögen und den Um atz richtig zu verſteuern, denn von 1925 bis 1935 hatten ſie ihre Umſatz⸗ und Einkommenſteuer niedriger angegeben, als ſie in Wirklichteit war. Ihr Vermögen hatten ſie überhaupt nicht ver⸗ ſteuert und es auch nicht angemeldet, um „Geld zu ſparen“. Weil ſie ihrer Anbie⸗ tungspflicht nicht nachgekommen waren, wur⸗ den die Eheleute im letzten Fahre mit je einem Monat Gefängnis und je 10000 Mart Geld⸗ ſtrafe beſtraft. Die Sache kam dadurch ans Ta⸗ geslicht, daß einem Schwager Brettles, der we⸗ gen eines Deviſenvergehens in Haft ſaß, von Frau Brettle eine Sicherheit in Schweizer Franken angeboten wurde. Bei einer vorgenom⸗ menen Hausſuchung wurden 10 000 Reichsmark gefunden, im Büfett eine Obligation und in der Standuhr ein Schlüſ⸗ ſel, der abgefeilt war, damit man nicht ſehen ſolle, daß es ſich um einen Safeſchlüſſel handle. Der Staatsanwalt hob in ſeinem Plädoyer darauf ab, daß die Eheleute Brettle gewußt hatten, daß ſie etwas Verbotenes taten. Es war ihnen aber nur darum zu tun, um Geld zu ſparen. Es ſei nur ſchwierig, ob die Frau we⸗ gen Mittäterſchaft oder wegen Beihilfe beſtraft werden ſolle. Wegen Verletzung der An⸗ bietungspflicht müßten beide Teile be⸗ ſtraft werden. Sein Strafantrag laute auf eine Strafe von 9 Monaten Gefängnis für den Mann und 7 Monaten Gefängnis für die Frau Brettle. Das Gericht kam dann zu folgendem Be⸗ ſchluß: Der Angeklagte Willibald Brettle wird wegen Vergehens nach§ 8des Verrats der deutſchen zu einer Gefängnisſtrafe von ſechs Monaten verurteilt, drei Monate der Unterſuchungshaft werden angerechnet. Die Frau Anna Agnes Brettle wird wegen Beihilfe zu drei Mo⸗ naten Gefängnis verurteilt, die durch die Unterſuchungshaft als verbüßt gelten. Der Vor⸗ ſitzende des Sondergerichts betonte in ſeiner Begründung, daß es ſich bei den im Aus⸗ land angelegten Sparguthaben um Werte ge⸗ handelt habe, die anbietungspflichtig waren. r. Pflege des Volksgutes iſt höͤchſtes Gebot Aus der Arbeit der NS⸗Volkswohlfahrt in der erſten Hälfte des November Jede Jahreszeit hat ihre Schönheit und Reize, das können am beſten die Volksgenoſſen beurteilen, die auch jetzt noch von der NSB in Erholung geſchickt werden. Oft wirkt ſchon die in Ausſicht ſtehende Erholungszeit wahre Wun⸗ der; denn wir wiſſen, daß hier ſeeliſche Ein⸗ flüſſe mitwirkend und mitbeſtimmend ſind. Wir freuen uns deshalb ſtets, wenn wir erle⸗ ben dürfen, wie ſegenbringend ſich gerade die Erholungspflegearbeit der NSV auszuwirten vermag. Begleiten wir daher wie⸗ der eine Anzahl Mütter und Kinder auf ihrem Wege durch deutſches Land. Am 2. November kamen zwei Mütter ins „Kurhaus Reinacher“ nach Mülben bei Eber⸗ bach und ſechs nach dem Kniebis bei Freuden⸗ ſtadt(Schwarzwald), während am 3. Novem⸗ ber eine Frau nach Bad Mingolsheim und eine nach Bad Heringsdorf a. d. Oſtſee fuhren, Wir ſchaffen Freude den Bedürftigen WW. Vorſtellungen in Lichtſpieltheatern/ Der Auftakt im„Aniverſum“ Das Winterhilfswerk des deutſchen Volkes befaßt ſich nicht nur mit der wirtſchaftlichen Betreuung der notleidenden Volksgenoſſen, ſondern läßt ſich auch die ſeeliſche Be⸗ treuung ſehr angelegen ſein. Weiß man doch genau, daß mit der Verſorgung mit Le⸗ bensmitteln oder Kleidern unſeren bedürftigen Volksgenoſſen nur zum Teil geholfen iſt und daß die Vervollſtündigung der Hilfe durch Teilnahme an kulturellen Veranſtaltungen möglich iſt. In Mannheim ſind die Veranſta!l⸗ tungen im„Planetarium“, die früher ſchon bei den vom WHW Betreuten ſo viel Freude ausgelöſt haben, wieder aufgenommen worden und in den Wärmeſtuben werden die Volksgenoſſen wieder mit Muſik und Geſang erfreut werden. Nun hat auch noch unter dem Motto„Freude den Bedürf⸗ tigen“ die Großaktion der Lichtſpieltheater eingeſetzt, die am Montag in Berlin ihren An⸗ fang nahm und die zur gleichen Zeit auch in Mannheim geſtartet wurde. Dieſe WHW⸗Frei⸗ vorſtellungen werden von der Reichsfilmkam⸗ mer, Fachgruppe Filmtheater, in gemeinſamer Arbeit mit den Fi mverleihern im Rahmen des WowW durchgeführt. Das Programm dieſer Vorſtellungen ſoll durchweg heiter ſein, da man den Bedürftigen wirklich frohe Stunden bieten will. Als erſtes Lichtſpielhaus veranſtaltete der Ufa⸗Palaſt„Univerſum“ für 1300 Mannheimer Volksgenoſſen eine Vorſtellung am Montag⸗ mittag. Nach einleitendem Orgelſpiel durch den Hausorganiſten Paul Schlageter lief zuerſt die Wochenſchau, die die packenden Aufnahmen vom 9. November in München enthält un die auch zeigt, wie bei uns in alles dem Winterhilfswerk gibt, während in anderen Ländern durch Aufruhr und Bürgerkrieg uner⸗ fetzlich“ Werte vernichtet werden. Pg. Hörner von der Kreiswaltung der NSV Mannheim ſprach zu den Betreuten kurze Worte und betonte, daß ſich das WHW außer der wirtſchaftlichen Betreuung auch die ſeeliſche Betreuung der Volksgenoſſen angelegen ſein laſſen werde und daß man dieſe ſeeliſche Be⸗ treuung in Umfange als bisher vor⸗ nehmen will. er im Anſchluß an den Auftakt laufende Großtonfilm„Der junge Baron euhaus“ löſte bei den 1300 Volksgenoſſen viel Freude aus. Mit dieſer Vorſtellung wurde die WoW⸗Aktion der Mannheimer eingeleitet, die in dieſem Winter rund 10 000 bedürftige Volksgenoſſen einladen werden. Es verdient 33 erwähnt zu werden daß ſich alle Beteiligten ſelbſtlos in den Dienſt der Sache ſtellten: das Perſonal verzichtete auf die Ufa 35 den Film koſtenlos —— W niverſum ſorgte für das ſpielfertige aus!—1— wo ſie durchweg vier Wochen verbleiben und ſich reſtlos erholen werden. 34 Mütter bezogen am gleichen Tage unſer örtliches Müttererho⸗ lungsheim in der Werderſtraße, wo ſie unter der bekannt trefflichen Betreuung von Frau Heiniſch Wochen ſorgſamſter Pflege und ſeeli⸗ ſcher Aufrichtung erfahren. „Am 7. November kamen 10 Mannheimer Buben in das Kindererholungsheim„Jagd⸗ haus Bruckfelden“ 14 Frauen kamen am 9. November nach Gerns⸗ bach und 10 Frauen nach Marxzell(Albtal). Gleichfalls am 9. November wurden 12 Mann⸗ heimer Buben und Mädel für fünf Wochen in die Kreisgebiete Villingen. Donaueſchingen und Ueberlingen verbracht, mit denen zugleich ein Junge aus Lörrach zurückfuhr, der auf die Dauer von 4 Wochen in Oftersheim unter⸗ gebracht war. Fünf unſerer Kinder kehrten am 10. November aus Badenweiler zurück und eines aus Bad Rappenau, wo ſie ſich einer er⸗ folgreichen fünfwöchigen Erholungskur unter⸗ zogen hatten. Am 11. November wurden wiederum drei Mütter auf die Dauer von 4 Wochen nach Bad Mingolsheim entſandt, neun Kinder kehrten amt 13. November aus Donaueſchingen zu uns zurück und brachten ein Freiburger Kind mit, das ſich vier Wochen lang in Feudenheim er⸗ holen ſoll. Nach vierwöchiger Erholungszeit verließen am 14. November 133 Kinder unſer Kindererholungsheim Sandtorf, und vier Kinder im Alter bis zu 6 Jahren wurden nach dem Erholungsheim„Haus Eliſabeth“ in Ba⸗ denweiler verbracht. Es verſteht ſich, daß alle Kinder auf der Fahrt zur Erholung wie auch von Erholung zurück ſtets in beſter Obhut ſtehen, ſo wie es ſich auch verſteht, daß alle Freiſtellen, die von der S beanſprucht werden, auf völ⸗ liige Zuverläſſigkeit hin geprüft ſind So bietet die Erholungspflege der NSV die beſte Gewähr für eine einwandfreie Behand⸗ lung des ihr anvertrauten Volksgutes, die zum Ziele hat, Mütter und Kindern neuen Lebens⸗ mut und neue Lebensfreude zu geben, um ſie als vollwertige Kameraden wieder dexr Ge⸗ meinſchaft zu ſchenken. R. B. Anordnungen der NSDAP Anordnungen der Kreisleitung Die Funkſtellenleiter der Stadt Mannheim und der Vororte nehmen am Donnerstag, 19. 11., an der Funk⸗ ſchulung in der Ingenieurſchule(N 6) Zimmer 3, teil. Beginn 20 Uhr. Die Kreispropagandaleitung. Der Pg. Willi Wollſchlüger(Mitgl.⸗Rr. 231 416) Mannheim, U 3, 8, hat ſein Mitgliedsbuch, die Hilfs⸗ kaſſenguittungskarte der NSDAc und ſeinen Sc⸗ Ausweis verloren. Die Papiere ſind bei der Kreis⸗ leitung, Zimmer 10, abzugeben. Vor Mißbrauch wird gewarnt. Kreiskartei. Politiſche Leiter Platz det 30. Januar. 17. 11., 20.30 Uhr, findet im Schlachthofreſtaurant(Meder) eine erweiterte Mit⸗ gliederverſammlung ſtatt, zu der ſämtliche Partei⸗ genoſſen und alle in der Ortsgruppe aktiv tätigen Volksgenoſſen, Walter und Warte zu erſcheinen haben, Die Politiſchen Leiter ſitzen bei den Zellen. Sandhofen. 17. 11., 20.15 Uhr, Mitgliederverſamm⸗ lung im Parteilokal„Zum Adler“, Wohlgelegen. 17. 11., 20.15 Uhr, Beſprechung der Amts⸗ und Zellenleiter im„Durlacher Hof“. Wohlgelegen. 18. 11., 8 Uhr, Antreten ſämtlicher Politiſchen Leiter und Anwärter, auch der SA⸗Sport⸗ abzeichenkursteilnehmer, zum Formaldienſt am An⸗ treteplatz. Feudenheim. 17. 11., 21 Uhr, Beſprechung ſämil. Pol. Leiter, Vertreter der Gliederungen und der Ver⸗ eine im„Alten Schützenhaus“. Feudenheim. 19. 11., 20.30 Uhr, Pflichtmitglieder⸗ verſammlung im„Jägerhaus“, Talſtraße 40. Wallſtadt⸗Straßenheim. 17. 11., 20 Uhr, erweiterte Mitgliederverſammlung im Parteilokal„Zum Pflug“. Sämtliche Formationen treten um 19.45 Uhr auf dem Rathausplatz an. Neckarſtadt⸗Oſt. 17. 11., 20 Uhr, Beſprechung der Amts⸗ und Zellenleiter in der„Renſchgarage“.— 18. 11., 8 Uhr, Antreten ſämtlicher Politiſchen Leiter und Pol.⸗Leiter⸗Anwärter— auch der SA⸗Sportkurs⸗ Teilnehmer— vor der Geſchäftsſtelle. Dienſtanzug ſoweit vorhanden. in Salem am Bodenſee. aus Erlenhof. 17. 11., 20 Uhr, Sitzung ſämtlicher Pol. Leiter und Anwärter Wirtſchaft„Zur Roſe“, Ech Mittel⸗ und Ackerſtraße. Zellenleiter Akten mitbringen. Erlenhof und Humboldt. 19. 11., 20.15 Uhr, im Sängerheim der„Flora“, Lortzingſtr. 17—19, öffend⸗ licher Hausmuſikabend, zu dem alle Volksgenoſſen he lichſt eingeladen ſind. Eintritt frei. 4 Humboldt. Die Zellenleiter wollen am Diensta abend beim Propagandaleiter zwiſchen 19.30 u 20.30 Uhr vorſprechen zur Entgegennahme von Karten. uſw. Waldhof. 17. 11., 20 Uhr, im Saal Brückel, Wald⸗ hof öffentliche Kundgebung. Thema: Bol⸗ ſchewismus— Weltfeind Rr. 1. Für alle NS⸗Or⸗ ganiſationen Pflicht. Die Bevölkerung iſt zur Teil⸗ nahme eingeladen. Eintritt frei. 5 Horſt⸗Weſfel⸗Platz. 20. 11., 20 Uhr, in der Aula den Adolf⸗Hitler⸗Realgymnaſiums Hausmuſik. Par⸗ teigenoſſen, Walter und Warte der Gliederungen neh⸗ men teil. Ne-Frauenſchaft Achtung, Referentinnen der Abt. Volks⸗ und Haus⸗ wirtſchaft! 19. 11., 15 Uhr, Zuſammenkunft in J. 9, 7 Erſcheinen iſt Pflicht, da der neue Projektionsapparas vorgeführt wird. Neckarau. Der auf 19. 11 angeſetzte Heimabend fällt wegen des Tages der Hausmuſik aus. Waſſerturm. 17. 11., 20.15 Uhr, Zellenabend det Zellen 1, 2, 3, 4 im“ Kaffee Gmeiner, Liederbüchen mitbringen. Neueichwald. 19. 11., 20 Uhr, Pflichtheimabend im 4 Frauenſchaftsheim bei der Diana. Humboldt. Einladungen für die Mitgliederverſammlung ab. Die Frauen, die Handarbeiten für den Baſar anfertigen wollen, ſollen ſich Wolle im Heim abholen. Singſtunde findet 19. 11., 21 Uhr, bei Frau Leux ſtatt. —Kreisamtsleimung. 17. 11., 15 Uhr, Beſprechung der Ortsfrauenſchaftsleiterinnen in L 14, 4 95 Bann 171. Die Preſſewarte ſämtlicher Gefolgſchaſ⸗ ten verſammeln ſich am 24. 11, im Saal 67 deß Schlageterhauſes zu einer wichtigen Beſprechung. Er⸗ ſcheinen Pflicht! 475 An alle Gefolgſchaften! Die„Volksjugend“ des Mo⸗ nats November kann umgehend auf der Geſchäftsſtelle 1 des Bannes 171 abgeholt werden. BDM. uUntergau 171: Sport. 19. 11., von 13—14 Uhr Schwimmen für alle Referentinnen des Untergau⸗ ſtabes. Leiſtungsabzeichen. Abnahme Samstag, 21. 11., von 14.30—16.30 Uhr Stadion, Sonntag, 22.11.,.30 bis 10 Uhr Stadion. Trainingsanzug mitbringen. Schwimmen. 19. 11. im Städt. Hallenbad(Frauen⸗ halle) 18—19 Uhr; 23. 11. ebenda 18.30—19.30 Uhr. Die Teilnehmerinnen bringen das Leiſtungsbuch mit und ſind vorher unterſucht. Gruppe 1/171, Deutſches Eck. Das Turnen iſt nicht dienstags, ſondern donnerstags von 19.30—21.30 Uhr in der Liſelotteſchule(nicht. Friedrichſchule). Strohmarkt. Unſer Turnen findet jetzt immer diens⸗ tags in der Friedrichſchule von 19.30 bis 21.30 Uhr ſtatt. Rundfunkſchar. 17. 11., 19.30 Uhr, Heimabend in N 2, 4. Spielſchar. 17. 11., 19.30 Uhr, Heimabend in N 2, 4. Feudenheim. Mädelſchaft Kath. Kohl und Schnee⸗ bügel. Dienstag, 20.15 Uhr, Heimabend. Antreten vor dem Mädeleingang der Feudenheimſchule. 7—. —— uiie Untergau 171: Sport. 19. 11., von 13—14 Uhr Schwimmen für alle Referentinnen des Untergau⸗ ſtabes. Leiſtungsabzeichen. Abnahme Samstag, 21. 11. von 14.30—16.30 Uhr Stadion; Sonntag, 22. 11., von .30—10 Uhr Stadion. Trainingsanzug mitbringen. Schwimmen. 19, 11. im Städt. Hallenbad(Frauen⸗ halle) 18—19 Uhr; 23. 11. ebendo 18.30—19.30 Uhr. Die Teilnehmerinnen bringen das Leiſtungsbuch mit und ſind vorher unterſucht. DAð Die Betriebsfunkwarte der Stadt Mannheim mit Vororten nehmen am 19. 11. an der Funkſchulung in 5(N 6) Zimmer 3, teil. Beginn hr. Arbeitsſchule der DAð Arbeitsſchule. Am Mittwoch fallen ſämtliche Kurſe Abteilung Volksbildungswerk. 1. Nächſter Vortrag der Reihe„Deutſches Schickſal am Rhein“ Freitag, 20, 11., 20.15 Uhr,„Harmonie“, D 2, 6. Es ſpricht Stadtarchivar Dr. Illert, Worms, über: Reichsge⸗ ſchichte und Heldenlied im Rhein⸗Neckar⸗Land(mit Licht⸗ bildern). Hörerkarten zu RM..— und Einzelkarten zu RM..30 auch an der Abendkaſſe. 2. Die ausze⸗ gebenen Arbeitspläne müſſen von den Orts⸗ und Be⸗ triebswarten bis ſpäteſtens Freitag, 20. 11., 18 Uhr, im Kreisamt Koͤß, L 4, 15, Zimmer 1, abgexechnet werden. 3235 Sonderzug nach Darmſtadt und Frankfurt a. M. Um vielen Wünſchen gerecht zu werden, führt Kdß am Sonntag, 29. November, einen Sonderzug nach Darmſtadt und Frankfurt a. M. Der Fahrpreis beträgt ab Mannheim nach Darmſtadt RM..60, nach Frankfurt RM..20. Karten für den Zoo zu 50 Pf. und für das Palmenhaus zu 25 Pf.(je die Hälfte des normalen Eintrittspreiſes) können zuſammen mit der Fahrkarte bei den Geſchäftsſtellen P 4, 5, Zimmer 11(Haus der Deutſchen Arbeit), Langſtr. Zha, Weinheim, Bergſtr. 28 und Neckarau, Luiſenſtr. 46, abgeholt werden. Abfahrt des Zuges ab Mannheim etwa.30 Uhr, Rückfahrt ab Frankfurt etwa 20 Uhr. Die genauen Fahrzeiten werden noch bekannt gegeben. — Die Teilnehmer der Fahrt nach Darmſtadt können ſich an einer Wanderung nach dem bekannten Jago⸗ ſchloß Kranichſtein beteiligen.(Ruckſackverpflegung.) Wanderfahrt am Sonntag, 22. 11. nach Bad Durt⸗ heim, Forſthaus Kehrdichannichts, Hammelbrunnen, Eckkopf, Deidesheim oder mit der zweiten Wander⸗ 17. 11., 16 Uhr, kommen die Zellen⸗ walterinnen ins Heim Mittelſtraße 29 und holen die Um Seine nennen, oder gor ten Berei ond Wiec coof diese Der 1 mannes 2 mitzuw/irk uns die vV wieder lisieren K. Die r torpolitisc lnsbesonc mosikk. für Mosiłk. Die K mer konn Mitteilong för den K Minder Mosikinsft fikel'rc lnder gebrocht die dahe U.., die weise ge r. Daos Vor Vor wenig ganz engen Pflege alter leben der gro obert, ſonder erfaßt. Fragt alten Meiſter anerſührt w man heute ſ! Jung und alt garuppe Bad Dürkheim, Randweg nach Deidesheim.—4 3 Nach Abſchiuß der Wanderungen frohes Beiſammen⸗ ſein im Ratskeller in Deidesheim. Abfahrt ab Mana⸗ heim⸗Straßenbahndepot mit der Rhein⸗Haardt⸗Bahn .35 Uhr, Rückfahrt ab Deidesheim 20 Uhr, Fahrkarten zu RM..40 nur bei den Geſchäftsſtellen. Winterfahrten mit und ohne Skiturſe. ſingeſehen werden. Frühzeitige Anmeldung vatſam. Geſchäftsſtellen und Ortswarte! nahmemeldungen für alle Fahrten jeden Montag und Donnerstag hier eingehend erſtatten! Atlanten Taſchen⸗At'anten ſind neu eingetroffen und werden von den Geſchäftsſtellen für 20 Pf. abgegeben. o Das Pro⸗ Zramm kann bei den Geſchäftsſtellen und Ortswarten Vorläufige Teil⸗ ——.— —meee. Umfasser hember 1980 ſämtlicher Pol⸗ ur Roſe“, Ech kten mitbringen. 20.15 Uhr, im 17—19, öffent llsgenoſſen herg am Diensta zen 19.30 u hme von Karten 4 Brückel, Wald⸗ „Thema: Bol⸗ ir alle NS⸗Or⸗ g iſt zur Teil⸗ in der Aula deh muſik. Par⸗ iederungen neh⸗ 3 s⸗ und Haus⸗ nkunft in L9,7 hjektionsapparat tzte Heimabend aus Zellenabend der * Liederbüchet htheimabend im ien die Zellen⸗ und holen die mlung ab. Die ſaſar anfertigen len. Singſtunde ſtatt. 24 prechung der her Gefolgſchaf⸗ Saal 67 dez eſprechung. Er⸗ igend“ des Mo⸗ r Geſchäftsſtelle n 13—14 Uhr des Untergau⸗ ag, 21. 11., von 2. 11.,.30 bis tbringen. enbad(Frauen⸗ 30—19.30 Uhr. iſtungsbuch mit Turnen iſt nicht .30—21.30 Uhr hule). zt immer diens⸗ bis 21.30 Uhr Heimabend in abend in N 2, 4. hl und Schnee⸗ hend. Antreten nſchule. n 13—14 Uhr des Untergau⸗ ag, 21. 11. von „ 22. 11., von ug mitbringen. enbad(Frauen⸗ 30—19.30 Uhr. iſtungsbuch mit * *—. * 4 Mannheim mit Funkſchulung in „ teil. Beginn F ſämtliche Kurſe 58 üächſter Vortrag thein“ Freitag. 6. Es ſpricht über: Reichsge⸗ Land(mit Licht⸗ id Einzelkarten 2. Die ausge⸗ Orts⸗ und Be⸗ ). 11., 18 Uhr, 1, abgexechnet kfurt a. M. Um fährt Kdoß am ſen Sonderzug Der Fahrpreis RM..60, nach Zoo zu 50 Pf. die Hälfte des immen mit der len P 4, 5, ), Langſtr. Zha, Luiſenſtr. 46, ab Mannheim etwa 20 Uhr. ekannt gegeben. rmſtadt können kannten Jagd⸗ erpflegung.) ach Bad Dürk⸗ ammelbrunnen, eiten Wander⸗ h Deidesheim. s Beiſammen⸗ ihrt ab Mana⸗ n⸗Haardt⸗Bahn hr. Fahrkarten n. ſe. Das Pro⸗ d Ortswarten ing ratſam. rläufige Teil⸗ ein Montag erſtatten! ngetroffen und Pf. abgegeben. Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 17. November 1936 Zum IJaꝗ der deuischen Hausrnusik Um die Wahrunꝗ edelsien Gutes Seiner geschichtlichen Entwicklung nach ist dos, was wyir Mosikleben nennen, letztlich hervorgegongen oaus der Hausmusik. Die Abschwächung oder gor Verleugnung dieser eigensten Art föhrte zur Entortong im gescom- ten Bereich des mousikalischen Lebens. Es ist klor, daß dessen Neuv/erden und Wiedercufblühen nur möglich ist durch Besinnung und Zurbckfühtrung gof dieses ursprüngliche Wesen. ber Tag der Hausmusik soll dazůu dienen, diese Erkenntnis des Foch- mannes zw der oller Volksgenossen zu machen. Alle werden oufgerofen, mitzuwirken, doß die Musik, als des deutschen Volkes edelstes Gut, um das uns die Welt beneidet, wieder mehr zu ihrem Recht kommt, daß sie sich wieder qls tönender Ausdrock eines einheitlich ergriffenen Volkes kristal- lisieren kœnn in einem gesunden, großen devutschen Mosikleben. die reichsgesetzliche Trägerin aller dieser Bestrebungen und der Kol- forpolitische Winenscusdruck der Mosikpflege, ist die Reichsmusikkammer. jnsbesondere sind die Arbeitsgemeinschoft för Hausmusik in der Reichs- musikkaommer und die Fochschoft 3 für Mosikerzieher die Sochv/olter füör Mosikerziehung. bie Kreis mosikerschaft als örtliche lnstonz der Reichsmusikkom- mer konn zum Tage der Hausmusiłk der gesomten Bevõlkerung die freudige Mitteilung machen, daoß der von so vielen ersehnte Gfoppenunfeff ichf för den Kkreis Monnheim zur Durchföhtung kommt. Er wird es allen, duch den Mindefbemittelten, ermöglichen, einen goten Musikunterricht(in ollen Mosikinstruomenten noch Begobung vnd Wohl) zu erhalten. Aufclärende Ar- ſikel werden noch Näheres bringen. indem dies qllen Mosikliebenden, insonderheit den Eltern, zur Kenntnis gebrocht wird, sei damit eine Bitte verbunden: Mögen doch alle diejenigen, die doheim irgendein unbenutztes nstrument haben, oder gar Musikalien U.., diese uns öberlossen— sei es geschenkwveise oder vielleicht leib- welse gegen Geböhr oder kostenlos.— Anmeldung oof der Geschäftsstelle O 7, 1, Telefon 217 16. bos wäre krföllong höchster deutscher Kkulturpflicht durch die Totl Von der P Der Kreismusikerschafüsleiter: gez. Prof. Dr. Korl Anfon. ege alter VusiK Bemerkenswerle Auslührungen von Dr. Karl Blessinger, Proessor an der Staatl. Akademie der Tonkunst, München Vor wenigen Jahrzehnten noch auf einen ganz engen Kreis beſchränkt, hat ſich Oie Pflege alter Muſik heute nicht nur im Muſik⸗ leben der großen Städte einen ſeſten Platz er⸗ obert, ſondern auch kleine und kleinſte Orte erfaßt. Fragt man danach, welche Werke der alten Meiſter es ſind, die vor dreißig Jahren oerührt worden ſind, und welche Werke man heute ſpielt und ſinat, ſo iſt, äußer⸗ Jung und alt geben slch mit gleicher erhebender Freu de dem Spiel in der Musikgruppe hin lich geſehen, der Unterſchied nicht aroß. Wie ſonſt im Konzertleben, ſo hat ſich auch hier das Streben der Vorkriegszeit, das auf die Bildung eines feſten Stammrepertoires hin⸗ zielte, durchgeſetzt und über allen Wandel der Zeiten hinweg bis heute erhalten. Natürlich iſt die Praxis an den Ergebniſſen der äußerſt regen Tätigkeit der Aufſpürung und Neuausgabe alter Werke, welche die Weltbild(M) Feierstunde Hauptaufgabe der muſikgeſchicht⸗ lichen Wiſſenſchaft bildet, achtlos vorübergegangen. Aber mag das Bild im ganzen auch erheblich reicher geworden ſein, das uns die Programme der Aufführungen alter Muſilwerke bieten, ſein Grundſtock blieb nahezu unverändert. Und doch ſpiegelt ſich trotz dieſer ſcheinbar ganz ruhigen und nahezu kampfloſen Entwick⸗ luna dieſes Zweiges des muſikaliſchen Lebens auch hier das aanze mannigfaltige und wechſel⸗ volle geiſtige Ringen der letztvergangenen Jahrzehnte wider. Hier iſt der ſchlagende Be⸗ weis dafür gegeben, daß es nicht ſo ſehr dar⸗ auf ankommt, was getan wird, ſondern dar⸗ auf. in welchem Geiſte dies geſchieht. Man kann ohne Uebertreibung behaupten, daß es kaum eine ageiſtige Strömung gegeben hat, die nicht auch auf unſerem Gebiete ihren Niederſchlag gefunden hätte. Romanti', Aeſthetizismus, konſervative Geſinnung und Fortſchrittsideologie, ja ſogar bolſchewiſtiſche Strömungen haben ſich auf die alte Muſik ge⸗ keineswegs, Archivbild worfen: internationale wie nationale Beſtre⸗ bungen fanden hier ein Betätigungsgebiet. Wenn wir die Stellung betrachten, welche die Muſik heute im erwachten Deutſchland ein⸗ nimmt, ſo ſehen wir, daß ihr für den Neuauf⸗ bau unſeres kulturellen Lebens eine ungemein bedeutſame Rolle zukommt, daß wir das, was die vergangenen Epochen hier ge⸗ leiſtet haben, nur in unſerem Geiſte fort⸗ zuſetzen brauchen, um die fruchtbarſten An⸗ regungen für die Arbeit unſerer Zeit zu ge⸗ winnen. Die Kunſt unſerer alten Meiſter hat dadurch, daß ſie dem Anſturm der verſchiedenſten und untereinander völlia unvereinbaren Strömun⸗ gen und Richtungen ohne Mühe zu trotzen vermochte, den unwiderlegbaren Beweis für ihre unverwüſtliche Lebenskraft er⸗ bracht. Dieſer gewaltigen Kraft iſt es zu dan⸗ ken, daß eine Verfälſchung ihres Weſens nur vorübergehend möglich war und daß wenig⸗ ſtens in den Grundlinien ihrer Wiedergabe eine geſunde Auffaſſuna ſich heute im weſent⸗ lichen überall durchgeſetzt hat. Ein Nittel der Erziehun Die Gefahr einer auf den Kern der Sache ſich erſtreckenden Verfälſchung darf wohl heute angeſichts des neuen Geiſtes, der Deutſchland beherrſcht, als überwunden bezeichnet werden, wenigſtens inſoweit, als böswillige und leicht⸗ fertige Verzerrungen aar keine Ausſicht auf Anerkennung mehr haben. Aber man darf immerhin nicht vergeſſen, daß ſolche Verfäl⸗ ſchungen auch aus beſter Abſicht heraus ſich ergeben konnten und auch heute noch ergeben können. Schon dann, wenn die Beſchäftigung mit den alten Meiſtern aus rein antiquari⸗ ſchem Intereſſe heraus geſchieht— und hier liegt im Grunde genommen der Ausgangs⸗ punkt der ganzen Sache—, kann von einer Verfälſchung die Rede ſein, weil hier natur⸗ gemäß das Hauptgewicht auf dem toten Noten⸗ bild liegt, das nicht zu lebendigem Ausdruck kommen kann. Weſentlich ſchlimmer iſt es, wenn dilet⸗ tantiſche Unzulänglichkeit ſich hier an Aufgaben wagt, deren Umfana nicht im entfernteſten erkannt wird, oder wenn ein exkluſives, äſthetiſches Feinſchmek⸗ kertum die alte Muſik ſich als Betätigungs⸗ feld erwählt. Vor beiden muß auch heute noch ernſtlich aewarnt werden. Die Zeit, in welcher iugendliche Unbeküm⸗ mertheit die alten Meiſter im erſten Anſturm ſich zu eigen machen zu können glaubte, liegt Hall- A. fuasiiar ScHAREF& HAUK ETStéläasSsige Föbrilkate E 4, 4 nicht ſo weit zurück, als daß nicht ſehr erheb⸗ liche Reſte davon auch heute noch bei der muſikintereſſierten Jugend zu finden wären, zumal da dieſer Dilettantismus in den letzten vierzehn Jahren in manchen Ländern ſogar amtlich geradezu begünſtiat worden iſt. Aber die andere Gefahr, die von einem falſch ver⸗ ſtandenen rein äſthetiſierenden Standpunkte herkommt, muß heute ebenfalls beachtet wer⸗ uUmfassende Ausbildung und Erzlehung in allen Zweigen der Tonkunst. von den Anfängen bis zur künstlerischen Relfe Mäßige Studien-Gebllhren! Eintritt jederzeit Siädt. Hochschule für Vusik u. ITeater u. Konzera Mannheim, A1, 3,(Fernruf 340 51) · Staatl. anerkannte Lehranstalt · Kunstlerische Leitung: DireKktor CH LODWIG RASBERGER 8 1 4 1 lnstrumental- u. Vokalklassen Seminar für Musiklehrer- Orchester-Klasse Kammermusik-Klasse- Chorschule- Opernschule- Schauspielschule Mannheim „Hakenkreuzbanner' 17. November 1939 den, insbeſondere deshalb, weil ſie gerade in den Kreiſen noch beſteht, die ſich eines beſon⸗ deren Kunſtintereſſes rühmen Wenn wir uns im rechten Sinne an unſeren alten Meiſtern erlaben wollen, dann kann dies doch nur zu dem Zwecke geſchehen, daß wir aus ihnen eine Quelle neuer Kraft ge⸗ Junger Mann, das Hackbrett spielend Ein alter Holzschnitt des berühmten niederrheinischen Meisters Christoph van Sichem. winnen, daß wir durch ſie aus der Problematik unſerer Zeit heraus und wieder auf das Ein⸗ fache. Urſprünaliche, auf den We⸗ ſenskern aller Muſik zurückgeführt werden. Der Urarund der Muſik aber iſt— die voiks⸗ mäßiage Verbundenheit ſelbſtverſtändlich vor⸗ ausgeſetzt— zu allen Zeiten derſelbe geweſen und geblieben. Darum braucht man in dieſer Hinſicht in der Frage einer hiſtoriſch getreuen Wiedergabe nicht immer geradezu ängſtlich zu ſein. Aber die äußere Form, in welcher dieſer Kern zutage tritt, wechſelt mit der Haltung und der Sitte der Zeiten. Darum wird man in der Ausführuna des Beiwerks, ſoweit über⸗ haupt die Möalichkeit dazu beſteht, der ae⸗ ſchichtlichen Treue ſeine volle Aufmerk⸗ ſamkeit zuwenden müſſen Auch die Auffüh⸗ rungspraxis, wie ſie in der Muſik ehemals be⸗ ſtand, iſt ein wichtiger Beſtandteil von Sitte und Brauch unſerer Vorväter, in die mit Liebe f zu verſenken immer einen beſonderen Reiz ietet. )eder freibi Das Zeitalter der Technik hat uns viele me⸗ chaniſche Muſikinſtrumente geſchenkt. Wir ſchal⸗ ten den Rundfunk ein, wir hören Schallplatten! Das alles kann aber nicht die Werte erſetzen, die aus einer eigenen künſtleriſchen Betätigung in⸗ nerhalb der Familie hervorgehen, aus der Haus⸗ muſik. Viele werden fragen: Ja, was iſt denn eigentlich Hausmuſik? Dieſer Begriff iſt ſehr leicht feſtzuſtellen. Hausmuſik wird betrieben aus Liebe zur Muſik. Ihr Träger wird immer der Laie ſein, der Liebhaber⸗Muſiker. Die Haus⸗ muſik liegt niemals im Wettſtreit mit der aus⸗ übenden Kunſt des Virtuoſen. Sie ſoll im Ge⸗ genſatz dazu im engen Kreis der Familie und der Freunde die Muſik pflegen und ihr Ver⸗ ſtändnis vertiefen. Die Technik hat die in frü⸗ So iſt die Pflege alter Muſik gerade auch in Liebhaberkreiſen ein wichtiges, ja unent⸗ behrliches Mittel einer Erziehung zur Muſik, einer Erziehung, die nicht von oben her arbeitet, ſondern von unten her auf⸗ zubauen ſich bemüht. Aber wenn wir hier folgerichtig den weſentlichen Grundgedanken weiterverfolgen, dann eragibt ſich von ſelbſt die Erkenntnis, daß die Muſik nicht losgelöſt vom Leben ein Sonderdaſein für ſich führen kann, daß ſie vielmehr immer irgendwie untrennbar verbunden iſt mit der Umwelt, in der ſie er⸗ klinat. Nicht der Konzertſaal allein iſt darum der rechte Platz, der alten Meiſter zu geden⸗ ken ſondern ebenſo das Haus, die Geſelligkeit und nicht zuletzt die freie Luft. Den neuen muſikaliſchen Ausdruck gewinnen wir nicht durch irgendwelche Stilkopien, ſondern da⸗ durch, daß wir in den Geiſt der vergangenen Zeit uns einleben und auf dieſem Wege die Kraft ſchöpfen, die unſere Generation einmal befähigen wird, der aroßen alten Meiſter ſich wert zu erweiſen. 0 Hausmusik heren Zeiten in unſerem Volke weitverbreitete Hausmuſik leider ſtark zurückgedrängt. Es iſt bequemer, durch ein paar Griffe an einem Ap⸗ parat ſtundenlang gute Muſik zu hören, als Jahr um Jahr zu lernen, bis man ſelbſt etwas auf dieſem Gebiete leiſten kann. Um die Hausmuſik wieder weiteren Kreiſen zugänglich zu machen, wird ihr der 17. Novem⸗ ber vollſtändig gewidmet ſein. Wie können wir nun dieſen Tag wirklich zu einem Feſt der deut⸗ ſchen Hausmuſik geſtalten? Auf dem Land und in den kleineren Städten wäre es natürlich das Richtige, wenn alle diejenigen Volksgenoſſen, die ſelbſt ſeit langem Hausmuſik betreiben, ihre Freunde an dieſem Abend zu ſich einladen wür⸗ den. Aber leider ſind es nur wenige, die eine ſolche Aufforderung ergehen laſſen können. Es müßte der Kreis der Feiernden erheblich er⸗ weitert werden. In den Betrieben gibt es die Möglichkeit, daß ſich die geſamte Gefolgſchaft zuſammentut und daß aus ihrer Mitte ſich eine Gruppe muſikali⸗ ſcher Kameraden zuſammenfindet, die die ganze Belegſchaft des Werkes z. B. in die Werks⸗ kantine einlädt. Selbſtverſtändlich müſſen In⸗ halt und Stil des Abends durchdrungen ſein von dem Geiſt einer Hausmuſikſtunde, ſelbſt wenn der äußere Rahmen ein anderer iſt. Die Vorausſetzung dazu iſt, daß die Feiernden tat⸗ ſächlich eine Gemeinſchaft, eine Kameradſchaft darſtellen, daß ſie ſich kennen und verſtehen. Es iſt gleichgültig, ob es ſich nun um die Vor⸗ ſtadtſiedlung einer Großſtadt, um ein Dorf, um eine Betriebsgemeinſchaft, um eine Wander⸗ oder Sportgruppe der NSG.„Kraft durch Freude“ handelt! Entſcheidend iſt einzig und allein, daß ſich zu dem„Tag der deutſchen Haus⸗ muſik“ Kameraden gegenſeitig zu erfreuen ſuchen. Im letzten Jahre wurden bereits einige An⸗ ſätze in dieſer Richtung gemacht. Die Betriebs⸗ führer kleinerer Werke luden beiſpielsweiſe ihre Gefolgſchaft zu einem Hausmuſikabend in die eigene Wohnung. Bei gutem Willen läßt ſich raſch eine friſche Ungezwungenheit herſtellen, ſo daß in einer ſolchen Stunde mehr für den Geiſt der Betriebskameradſchaft geleiſtet wurde, als ſonſt vielleicht in Monaten und Jahren. Auf dem Lande iſt es verhältnismäßig leicht, das ganze Dorf zu einem muſikaliſchen Gemein⸗ ſchaftsabend zuſammenzuführen. Auch hier muß der Abend in Stil und Haltung dem Weſen der Hausmuſik gerecht werden, wenn er naturge⸗ mäß auch in ſeiner äußeren Aufmachung ſich weitgehend von einer in der Wohnung im eng⸗ ſten Kreiſe abgehaltenen Hausmuſikſtunde ent⸗ fernt. Ueber dem Abend ſoll überall eine ge⸗ wiſſe Beſinnlichkeit liegen. Seine Wirkung muß mehr nach innen als nach außen gerichtet ſein. Weltbild(0) das Haus der Musik seit 115 Jahren 3, 10/ Kunststrae/ 3. 10 ieeeeeeeee eeeee f. alle lnstrumente einschl. 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Der Rippe und Im Gau rende VfR luſtpunkt, de ein Unentſck Schwanheim raſchend unf tete dagegen 9739323 ne :5⸗(32)⸗Si 3 ga 0 :5 gegen der 22³ m ſo daß ſich j VfR Schi al falz Lut S* er erm. Pf In Wür denen eſag Göppingen TB Göppine führte. Die und bauten In Fellbach eine Mann Kampf zugu daten mit d konnten.— ningen ergil Tabellenſtant 1. TV Alten 2. KSV Zuf 3. Stuttgarte 4. TB Göppi „In Baye TV erg, der get flügelt. 1860 die W ſich in Augs ab dem TV er Tabellen 1. 1. FC Nü⸗ 2. TV Milbe 3. Bamberger 4. Poſt Mün Ninger Vfa Einen recht Kampf liefer Ketſcher Man fi0 erringen. icher. Im gewicht gab e Gee Kämpfen ie Kämpfe, geleitet wurd Bantam mann(). etwas überle Abwehr. Leh ührung und cheidend Federge! ter(). Tri Standkampfer 4 mber 1938 können. Es erheblich er⸗ glichkeit, daß imentut und ope muſikali⸗ ſie die ganze die Werks⸗ müſſen In⸗ ſrungen ſein unde, ſelbſt erer iſt. Die iernden tat⸗ ameradſchaft herſtehen. Es m die Vor⸗ in Dorf, um ne Wander⸗ Kraft durch einzig und tſchen Haus⸗ reuen ſuchen. einige An⸗ ie Betriebs⸗ elsweiſe ihre bend in die len läßt ſich herſtellen, ſo ür den Geiſt wurde, als ren. näßig leicht, hen Gemein⸗ ich hier muß n Weſen der er naturge⸗ nachung ſich ung im eng⸗ kſtunde ent⸗ all eine ge⸗ irkung muß erichtet ſein. 25 richtig n Sie mit Hilfe en aufspielen. Zahlungs- n führenden Akkordeons ntenbau R 22075 lavier-Theorie eck Hoehn alſen Stufen. »Straße 28 hun 8 Tel. 445 37. esangslehrerin Tel. 525 27 udenheim ehrerin Straße 24 ernruf 418 07. 3. TS. Mannheim Sport und Ipiel 17. November 1936 bolf Hemſer ſclaot Srante k. d. 8000 bei den Berufsboxkämpfen in der Frankfurter Feſthalle Nach neunzähriger Pauſe(). wurden am Sonntag in Frankfurt a. M. wieder Berufs⸗ boxkämpfe durchgeführt, die gleich zu einem 350575 Erfolg wurden. Nicht weniger als 000 Zuſchauer hatten ſich in der Aon ein⸗ Ehn en, wo ſie vor Beginn der Kämpfe Ma chmeling einer ſtürmiſchen Begrüßung zutei werden ließen. Die Kämpfe verliefen überaus abwechſlungsreich und ganz nach dem Ge⸗ chmack der Zuſchauer, denn entſcheidende Siege lieben nicht aus. Der frühere Deutſche Schwergewichtsmeiſter Vinzenz Hower war für den Luxemburger Maeſtrangelo viel zu ſtark. Der Gaſt mußte in der vierten Runde dreimal zu Boden und in der fünften Runde beendeten harte Doppeltreffer das Gefecht zugunſten des Deut⸗ ſchen. Im Mittelgewicht kam der Berliner Er⸗ win Bruch zum zweiten Male zu einem ein⸗ deutigen Punktſiege über Hein Domgörgen der ſich aber in dem Acht⸗Runden⸗Kampf einen guten Abgang verſchaffte. Im einleiten⸗ den Schwergewichtstreffen hatte der Frankfur⸗ ter Kurt Joſt den Berliner Zoſchke klar nach Punkten Den—— beſtritten der in Paris le⸗ bende Amerikaner Gene Stanley und Adolf Heuſer im Halbſchwergewicht. Der über 505 Runden angeſetzte Kampf war ſchon in er Pauſe Runde beendet, da Stan⸗ ley hier den für ihn—— auf⸗ ab. Heuſer hielt ganz das, was man ſich in Frantfurt von ihm verſprochen hatte. In der erſten Runde öffnete ſich das rechte Auge des Amerikaners, der nun in der Sicht behindert war. Der Rheinländer ſchlug auf die kurze Rippe und an den Kopf und öffnete ſeinem Gegner auch noch das andere Auge. In der vierten Runde trieb der Bonner fe Geg⸗ ner vor ſich her, der aber hier doch noch einige Male Widerſtand zu leiſten vermochte. In der Pauſe zur fünften Runde gab Stanley auf und Heuſer wurde k..⸗Sieger. Den Schlußkampf beſtritten der Berliner Richard Stegemann und der Stuttgarter Rothenberger im Leichtgewicht. Nach den beiden erſten Runden ſteuerte der Berliner einem klaren Punktſiege zu. Deutſcher Radſieg über Holland In der gut beſuchten Kölner„Rheinland⸗ halle“ wurde am Sonntagabend ein Radländer⸗ kampf Deutſchland— Holland ausgetragen, der mit einem überlegenen deutſchen Sieg von 46:29 Punkten endete. Bis zum Mannſchafts⸗ 7140 ab es ſehr ſchöne Kämpfe, beſonders oni Merkens, der im Fliegerhauptfahren eine Glanzleiſtung vollbrachte und im Endlauf Matthias Engel mit 2½ Längen ſchlug, und ſuf noch einen neuen 500⸗Meter⸗Bahnrekord chuf, konnte ausgezeichnet gefallen und über viel Beifall quittiéeen. Leider verunglückte das 5⸗Kilometer⸗Mannſchaftsrennen. Gleich nach Beginn des Wettbewerbs, zu dem die Hollän⸗ der nur mit vier Mannſchaften antreten konn⸗ ten, da ſich van Egmond vorher bei einem Sturz einen S neg e zugezogen hatte, gab es einen Maſſenſturz, bei dem Uhnnburs und Vroomen verletzt wurden. Die Holländer ſcifeen einige Umbeſetzungen vornehmen, und bos Rüch Feendeten, nur fechs Mannſchaften as Rennen, aus dem Schön/ Ehmer als Sieger hervorgingen. Die Kahe im füddeutſchen Handval Stark umſtrittene Führung in Südweſt und Bayern Im Gau Südweſt iſt nun auch der füh⸗ rende VfR Schwanheim nicht mehr ohne Ver⸗ luſtpunkt, denn in St. Ingbert erreichte er nur ein Unentſchieden von 11:11(:6) Toren. Die Schwanheimer Abwehr war diesmal über⸗ raſchend unſicher.— Pfalz Ludwigshafen war⸗ tete dagegen in Frankfurt beim FSV mit einer 9786325 neten Nahane auf und landete einen :5⸗(:)⸗Sieg.— Das Darmſtädter Lokaltref⸗ 3 gewannen die Soldaten recht glücklich mit 25 2040 die 98er und in Herrnsheim ſiegte der Vmit 10:5(:2) über den TV Haßloch, ſo daß ſich jetzt folgender Tabellenſtand ergibt: Spiele Tore Punkte 1. VfR Schwanheim 6. 36226 11•1 2. Pfalz Ludwigshafen 7 60:50 11:3 53:47:6 Ffungfadt 7 4. Germ. Pfungſtadt 7 42:38 8ꝛ6 In Württemberg gab es nach verſchie⸗ denen melecpn nur einen Punktekampf, der in Göppingen die führenden Mannſchaften von TB e ie und TV Altenſtadt zuſammen⸗ führte. Die Altenſtädter ſiegten mit:3(:3) und bauten damit ihre Spitzenſtellung aus.— In Fellbach trugen die Stuttgarter Kickers und eine Mannſchaft des Inf.⸗Reg. 119 einen Kampf zugunſten des WHW aus, den die Sol⸗ daten mit:3 zu ihren Gunſten entſcheiden konnten.— Nach dem Rücktritt von Schwen⸗ ningen ergibt ſich in Württemberg folgender Tabellenſtand: Spiele Tore Punkte 1. TV Baffenz 6 69:25 12:0 2. KSV Zuffenhauſen 5 31:27 7˙3 3. Stuttgarter Kickers 43:50:5 4. TB Göppingen 6 42:40:6 In Bayern wurde der ſpielfreie Tabellen⸗ 51 TV Milbertshofen, vom 1. FC Nürn⸗ erg, der gegen Landshut 15:5 gewann, über⸗ flügelt. 1860 München unterlag zuhauſe gegen die Reiter:7, Fürth behauptete ſich in Augsburg mit 16:11 und Poſt München 5* dem TV Erlangen mit 84 das Nachſehen. er Tabellenſtand: Spiele 70 182 1. 1. FC Nürnberg 6:38 12¹ 2. TV Milbertshofen 6 43:25 10:2 3. Bamberger Reiter 5 44:29 8˙2 4. Poſt München 6 42:27 7²⁵ RNingen Bfg 86 ſiegt in Ketſch 10:7 Einen recht ſpannenden und ausgeglichenen Kampf lieferten K0 am Sonntagabend obige in Ketſch. Beinahe reichte es der Ketſcher Mannſchaft, einen überraſchenden Sieg fi erringen. Aber der Gaſt war etwas glück⸗ icher. Im Bantam⸗, Mittel⸗ und Schwer⸗ gewicht gab es Fallſiege, während bei den übri⸗ en Kämpfen die Entſcheidung ſehr knapp war. ie Kämpfe, die von Schöninger, Hockenheim, geleitet wurden, nahmen folgenden Verlauf: Bantamgewicht: Kurz(K)— Leh⸗ mann(). Der Gaſt erwies ſich zu Beginn etwas überlegen, aber Kurz zeigte ſehr gute Abwehr. Lehmann ging durch lieberwurf in Mahdeng und ſieate ſchließlich nach 5 Min. ent⸗ cheidend Federgewicht: Keilbach(K)—, Rau⸗ ter(). Trotz aller Bemühungen wird im Standkampf nichts Zählbares erreicht. In der »Münch zu Bodenrunde läßt der Ketſcher Rauter keine Vorteile erzielen. Durch Armzug am Boden kommt der Gaſt in eine m Lage. Durch Rufe muß Keilbach den Griff löfen und ſiegte nach Punkten. Leichtgewicht: Weik(K)— Münch(). Alle gutgemeinten Griffe von Weik endeten außer der Matte. In der Bodenrunde kommt einem Führungsſtrich, was ihm einen knappen Punktſieg einbrachte. Weltergewicht: Rohr(K)— Meurer 625. 2 Einen lebhaften Kampf lieferten ſich beide Ringer. Meurer hatte ſich gegen den jungen Rohr mächtig zur Wehr zu ſetzen, um nach ergebnisloſem Siundtampf einen ſicheren Punktſieg zu erreichen. Rohr kämpfte etwas im Uebereifer. 1 en ſede Wo(K)— Denu(). A5 Beginn ſetzt Denu einen Hüftenzug an, den ppel fein pariert, um ſeinen Gegner dann ſofort in die Brücke zu bringen, aus der er ſich nicht mehr befreien konnte. Sieger Eppel nach 353 ibſch 0 Fiſch a wergewicht: iſcher(K)— Weber(). Fiſcher legte ſich gleich mächtig ins Zeug und nach temperamentvollem Stand⸗ kampf liegt Fiſcher klar in Führung. Er ver⸗ Beim Fest der Sportpresse Weltbild(M) Zuschauer in der Ehrenloge beim Fest der Sportpresse, bei dem als Wohltätigkeitsveranstaltung Kämpfe auf allen Sportgebleten durchgeführt wurden. Von rechts: Staatssekretär Pfiundtner, der Reichssportführer, Reichsminister Dr. Frick, der itallenische Sportführer General Vaccaro und Reichsminister Dr. Goebbels ſucht ſeine Führung zu halten, was auch ge⸗ lang. Sieger Fiſcher nach Punkten. Schwergewicht: Eppert(K)— Rudolf (Mhm.). Eppert ſtand gegen Rudolf auf ver⸗ lorenem Poſten. Ex iſt viel zu leicht. Rudolf geht durch Kopfgriff in Führung und ſiegt ſchließlich in der 8. Min. durch Ueberwurf ent⸗ ſcheidend.— Endergebnis 10:7. Hiknf an Badens Sportier Zu den bevorſtehenden Sportveranſtaltungen zugunſten des Winterhilfswerkes erläßt der Gauführer des Reichsbundes für Leibesübun⸗ gen, Gau Baden, Miniſterialrat Pg. Kraft, folgenden Aufruf an die badiſche Turn⸗ und Sportgemeinde: Im Winterhilfswerk 1936/37 vereinigen ſich wiederum alle guten Kräfte zur Arbeit an der Volksgemeinſchaft. Das Wohl jedes Volks⸗ genoſſen liegt uns am Herzen. Es iſt unendlich viel zu tun, und es wird, wie in den vergan⸗ genen Jahren, auch in dieſem Winterhilfswerk unendlich viel geleiſtet werden. Wo es ſich aber um Leiſtungen handelt, ſtehen die Turner und Sportler immer vorn an. Auch dieſes Jahr werden ſich die im Reichsbund für Leibes⸗ übungen zuſammengeſchloſſenen Turn⸗ und Sportvereine des Gaues Baden in den Dienſt des Winterhilfswerkes ſtellen. Alle folgen ge⸗ treu dem Aufruf des Reichsſportführers von Tſchammer und Oſten und werden nicht nur ihre ertragreichen Veranſtaltungen, ihre Spiele, Feſte oder Feiern zugunſten des Winterhilfs⸗ werkes durchführen, ſondern auch perſönlich durch Beiſpiel und Einſatz beweiſen, daß Lei⸗ ſtungsſteigerung auf allen Gebieten im Gau Baden jedem Sportsmann eine Selbſtverſtünd⸗ lichkeit iſt. Heil Hitler! Herbert Kraft. Mufere Hockey⸗Rundſchau SC Frankfurt 1880— VfR Mannheim:3(:2) Der VfR Mannheim weilte am Sonntag beim SC Frankfurt 1880 und überraſchte durch ein in jeder Beziehung glanzvolles Spiel, das an die beſten Zeiten dieſes ſüddeutſchen Hockey⸗ pioniers erinnerte. Der SC 1880 ſtand feinem Gegner kaum nach und mußte ſich in der zwei⸗ ten Hälfte der größeren Geſchloſſenheit der Mannheimer beugen. Für Mannheim ſchoſſen Zate““ Briegel und Kutterer die ore. 3 TV 57 Sachſenhauſen— TV 46 Mannheim:0 Der TV Mannheim von 1846 ſpielte am Sonntag ebenfalls in Frankfurt a. M. und trat gegen den TV 57 Sachſenhauſen an. Die Mannheimer trafen einen Gegner an, der ſich in einer Form befand, wie man ſie ſchon lange nicht mehr bei den Sachſenhäuſern geſehen hatte. Auffallend aut war vor allem der Auf⸗ bau und das Zuſammenſpiel in allen Reihen. Die überragenden Leute bei Sachſenhauſen, das mit:0 zu einem klaren Sieg kam, waren die Brüder Erich und Fritz Cuntz, die ſich auch in die Torerfolge hellter Mannheimer TG Frank⸗ urt 2: Bei glattem Boden empfing die Mannheimer TG am Sonntag zum einzigen Mannheimer Hockeytreffen die Elf des Reichsbahn⸗TuSV Frankfurt und kam zu einem verdienten:0⸗ Sieg, der ſchon bei der Pauſe feſtſtand Die Mannheimer ſpielten unter ihrer ſonſtigen Form, waren wohl techniſch den Gäſten über⸗ legen, dieſer aber ſehr eifrig und kampfkräftig, ohne aber mit dem ſchwachen Sturm zu Erfol⸗ gen kommen zu können. E. Junge ſchoß für Mannheim beide Tore. Schwach war zunächſt der Gäſtetorwart, dagegen bot der rechte Ver⸗ teidiger ausgezeichnete Leiſtungen Bei Mann⸗ heim war die Hintermannſchaft auf der Höhe. die Läuferreihe befriedigte. HC Heidelberg— TG 78 Heidelberg:0 In Heidelberg fand das mit großer Span⸗ nung erwartete wichtigſte Lokaltreffen der Univerſitätsſtadt ſtatt. Beide Mannſchaften traten mit einigem Erſatz an. Trotzdem ent⸗ wickelte ſich ein ſpannender Kampf, in deſſen Verlauf es dem HCh glückte, mit:0 zu ſiegen, nachdem man ſich bei der Pauſe noch:0 ge⸗ trennt hatte. A. Peter verwandelte eine Straf⸗ ecke und verhalf ſeinem Verein zu dem knappen Sieg. E4 TFC Ludwigshafen— TV 48 Frankenthal:3 Der TFC Ludwigshafen beſtritt am Sonn⸗ tag einen Klubkampf gegen den bekannten TV 48 Frankenthal. Die Gäſte, die mit einer ver⸗ füngten Mannſchaft erſchienen kamen zu einem verdienten:1⸗Erfolg, nachdem ſie ſchon bis zur Pauſe mit:0 in Führuna lagen. Die zweiten Mannſchaften trennten ſich:0, die Jugend ſpielte:2 und das Damenſpiel brachte Frankenthal einen:0⸗Erfolg. Tennis Schweden— Norwegen:1 Schwedens Tennisſpieler bewieſen jetzt, daß ſie für den Herausforderungskampf um den Königspokal aufs beſte gerüſtet ſind. Sie ſchlu⸗ gen in Oslo im Hallenkampf die Norweger klar mit:1. Schröder und Nyſtröm gewannen jeweils die Einzelſpiele gegen Haanes und Jen⸗ ſen, während im Doppel die beiden Schweden von Haanes⸗Arnet(Norwegen) überraſchend mit:3, 10:8,:7,:3,:3 geſchlagen wurden. Das große Mibelungen⸗öochten Fechtelub Hermannia Frankfurt wurde zum zweiten Male Sieger im Mannſchaftskampf Das zum dritten Male am Samstag und Sonntag durchgeführte Nibelungen⸗Fechten der Turngemeinde Worms nahm ſportlich einen ausgezeichneten Verlauf, zu bedauern war nur der ſchwache Beſuch. In dem von zwölf Mann⸗ ſchaften aus dem ganzen Reich ausgefochtenen Mannſchafts⸗Floretttampf um das Hagen⸗ Standbild wurde der Fechtelub Herman⸗ nia Frankfurt zum zweitenmal hinterein⸗ ander Sieger. Wie erwartet, war der TV Of⸗ fenbach wieder der ſtärktſte Gegner der Frant⸗ furter. Nachdem ſich die Ausſcheidungskämpfe bis ſpät in die Samstagnacht hingezogen hat⸗ ten, ſah man am Sonntag die vier Mannſchaf⸗ ten von Frankfurt, Offenbach, Saarbrücken (MTV) und Bad Cannſtatt(TV) im End⸗ kampf. Sieger wurde Hermannia Frankfurt mit drei Mannſchaftsſiegen vor Offenbach mit zwei und Saarbrücken mit einem Sieg. Ergebniſſe der Endkämpfe: Frankfurt—Cannſtatt 12;4, Frankfurt—Saar⸗ brücken 11:5, Frankfurt—Offenbach 96(abge⸗ brochen), Offenbach—Cannſtatt 14:2, Offenbach gegen Saarbrücken 11:5, Saarbrücken—Cann⸗ ſtatt 10:6. Der daneben ausgetragene Kampf im Damen⸗ „florett-war mit 50 Fechterinnen aus dem gan⸗ zen Reich ausgezeichnet beſchickt. Die Kämpfe begannen am Sonntagvormittag und wurden am Abend beendet. Siegerin wurde Frl. Seyf⸗ fert(PS Stuttgart) mit 5 Siegen und 21 er⸗ haltenen Treffern vor Frl. Heyer(Fé Köln) mit 4 Siegen und 22 erhaltenen Treffern, Frl. Fuchs(Darmſtädter FC) 4 Siege und 24 erhal⸗ tene Treffer, Frl. Jakob(TV Offenbach) 4 Siege und 25 erhaltene Treffer, Frl. Melzer (FC Offenbach) 4 Siege und 25 erhaltene Tref⸗ fer, Frl. Carnein(FC Köln), Frl. Oslob(Leip⸗ zig), Frl. Eiſenbarth(Cannſtatt), Frl. Scampa (Offenbach) und Frl. Haff(Offenbach). Ekgebnie der vadiſchen veöirksklaße Mittelbaden⸗Nord: VfB Bretten— Germania Forſt Germania Karlsdorf— SpVg. Aue. F Niefern— FC Eutingen. Germania Weingarten— VfR Neureut Mittelbaden⸗Süd: SpVg. Dillweißenſtein— FV Ettlingen. 0 FC Birkenfeld— Frankonia Karlsruhe.„. 1 Phönix Karlsruhe— FV Daxlandenn.. 3: FV Kuppenheim— VfR Pforzheim,„„ 3 Freiburg⸗Süd: SC Freiburg— FV Lörrach.„ 221 Kickers Freiburg— Fahrnan.:0 Fé Rheinfelden— Sportfreunde Freiburg.. 221 Friedlingen— SpVg. Freibureg 01 Freiburg⸗Nord: FV Kehl— Kollnaun.. Elgersweier— Gutach.„( 21 FC Waldkirch— Kappelrodeck„„ 51 FV Offenburg— FV Lahr.„„„ 210 Konſtanz: FC Radolfzell— VfR Konſtanz„:4 FC Konſtanz— Gottmadingen.:0 FC Mönchweiler— Fé Donaueſchingen.„:0 Stockach— Fé Singen:3 German/ Canadians in Berlin In ihrem dritten Kampf gegen eine Berliner Auswahlmannſchaft im gutbeſuchten Sport⸗ palaſt holten die Deutſch⸗Kanadier einen hohen 11:3(:1,:1,:)⸗Sieg heraus. Den Höhe⸗ punkt der Veranſtaltung bildete das Schau⸗ laufen der engliſchen Meiſterin Megan Taylor. Auch das Nürnberger Paar Roth/ Walther er⸗ hielt großen Beifall. Benno Faltermaier, der Komiker auf dem Eiſe, ſorgte für andauernde Lachſtürme der Zuſchauer. PAIMOLIVE. ſines, Join uns und gehòn eidill“ 315 E, dio ſfie e. SAι— Mannheim Die deutſche Frau 17. November 1930 Volksgenoſſe Marktfrau Einkaufen macht Freude. Unmutige Worte über die viele Zeit, die man notwendigerweiſe dafür aufbringen muß, ſind nicht allzu ernſt zu nehmen. Wenn Frauen ſich über dieſes Thema unterhalten, ſo blinkern ſie ſich zu und meinen damit etwa: aber ſchön iſt's doch. Hausfrauen haben den Einkauf zu einer Kunſt erhoben. Nicht zu Unrecht; die muſtergültige Haushaltführung hängt zum guten Teil davon ab. Mit an der Spitze der hausfraulichen Tu⸗ genden ſteht der ſichere Blick für gute und für ſchlechte Ware. Meine Nachbarin— man ſagt ihr mit Recht beſondere Tüchtigkeit nach— be⸗ ſucht neben ihrem„Stammgeſchäft“ noch meh⸗ rere kleine und größere Läden, weil ſie hier oder dort dieſe oder jene Ware beſſer als ſonſtwo erhält. Es macht ihr nichts aus, bis ans Ende der Stadt zu laufen, wenn die Güte des Mit⸗ tagstiſches dies erfordert. Neulich nahm ſie mich mit auf den Markt. Dort erfuhr ich, daß man die wähleriſche Bedachtſamkeit beim Einkaufen auch unangenehm überſteigern kann. Am Kohlſtand: Die Marktfrau preiſt mit be⸗ trächtlichem Stimmaufwand ihre tatſächlich wohlgeratenen und feſten Kohlköpfe an. Eine Hausfrau betrachtet ſich intereſſiert dieſen Reichtum, dann rümpft ſie die Naſe:„Sie ha⸗ ben nur Rundkohl? Nein, danke...“ Und weil die Marktfrau ihr nun erſt recht klar zu machen verſucht, daß die ausgeſtellten Kohlköpfe aut und preiswert ſind, wird ſie böſe und braucht Worte, die beſſer nicht geſagt worden wären. Auf dem Markt, der als Treffpunkt aller Haus⸗ frauen hinſichtlich des„Benimms“ ſeine eigenen Geſetze hat, kann man ſich ſchon mal erlauben, ſeine eigene Meinung in ſolche Debatten zu werfen. So miſchen wir uns ein und über ein kleines iſt ein Disput über die Frage Rundkohl oder Spitzkohl im Gange, aus dem wir und die Marktfrau ganz eindeutig als Sieger hervor⸗ gehen. Die Gründe, mit der wir die Ehre des Rundkohls retten, ſind nicht zu widerlegen: erſtens iſt er billiger als Spitzkohl; zweitens genau ſo gut, drittens gibt er unſren Lands⸗ leuten hauptſächlich in Marlen Arbeit und Brot und viertens— dieſer Einwurf überzeugte be⸗ zeichnenderweiſe am meiſten— wurde das be⸗ rühmte„Straßburger Sauerkraut“ nicht etwa aus franzöſiſchem, ſondern aus eben unſerem guten, badiſchen Marlener Kohl hergeſtellt. So wanderten am Ende doch zwei runde Kohlköpfe in die Markttaſche; gewiß nicht zum Schaden der Käuferin. Es gab leider noch mehr Unerfreuliches zu ſehen und zu hören, was ob der Nutzanwen⸗ dung nicht verſchwiegen werden ſoll. Eine Marktfrau, die leckere Birnen auf ihrem Stand ausgebreitet hatte, war ſehr viel unberechtigten Zweifeln ob der Güte ihrer Ware ausgeſetzt. Und weil die Frauen dann auch noch fühlen wollten, ob das Obſt wirklich weich iſt, hatten die zu Anfang ſo friſchen Birnen bald ein trau⸗ riges, verdrücktes Ausſehen, was dem Verkauf gewiß nicht zuträglich war. Auch die wenig ſympathiſche Angewohnheit, die Marktfrau mit unerquicklichen Redensarten zu bedenken, weil ſie das eine oder andere nicht zu verkaufen hat, ſie verantwortlich zu machen für jahreszeitliche Gegebenheiten, die nun einmal die Art und Qualität der Marktware beſtimmen, zeugt— gelinde geſagt— von ſehr viel Unverſtand. Ganz Gewiegte kommen erſt gegen Ende der Marktzeit, um aus der verſtändlichen Abnei⸗ gung der Marktfrauen vor dem Wieder⸗mit⸗ nach⸗Hauſe⸗nehmen ihrer Ware raſch noch Ka⸗ pital zu ſchlagen. So erlebt faſt jeder Markttag kurz vor Toresſchluß noch einmal ein Auf⸗ flackern des Geſchäfts. Da wird gehandelt und um Pfennige gefeilſcht, daß die Marktfrauen, die ihr Geld doch wirklich nicht leicht verdienen, oft lieber auf den Verkauf verzichten. Die es angeht, ſeien daran erinnert, daß auch die Marktfrau eine vollwertige Volksgenoſſin iſt, die entſprechend behandelt zu werden An meine Hlutter So gern hätt ich ein ſchönes Lied gemacht Von deiner Liebe, deiner treuen Weiſe, Die Gabe, die für andre immer wacht, Hätt ich ſo gern geweckt zu deinem Preiſe. Doch wie ich auch geſonnen mehr und mehr, Und wie ich auch die Reime mochte ſtellen, Des Herzens Fluten wallten drüber her, Zerſtörten mir des Liedes zarte Wellen. So nimm die einfach ſchlichte Gabe hin, Von einfach ungeſchmücktem Wort getragen, Und meine ganze Seele nimm darin; Wo man am meiſten fühlt, weiß man nicht viel zu ſagen. Annette v. Droste-Hülshofi. Soll die„Mlitgitt“ bleiben?/ Vor dem Weltkriege war die Figur des, Mit⸗ iftjägers“, der nach einem mehr oder minder eichtfertigen Leben ſich zur Ehe entſchloß, nach⸗ dem vorher ſeine wichtigſte Frage beantwortet war:„Ob ſie Geld hat?“, in unſeren Witzblät⸗ tern und leider auch im Leben ziemlich häufig. Wenn uns der Friede erhalten bleibt, wenn wir eine lange Periode ungeſtörter Aufbauarbeit haben, ſo wird man auch damit rechnen können, daß ſich in einem gewiſſen Umfange wieder Ver⸗ mögen anſammeln. Der Mitgiftjäger der Vor⸗ kriegszeit verſchwand aus unſerem Leben, weil die Inflation faſt überall die Vermögen auf⸗ zehrte und wegwiſchte, weil faſt alle Mädchen „arme“ Mädchen wurden. Je mehr ſich wieder Wohlſtand einſtellt, um ſo eher beſteht auch die Gefahr, daß der Mitgiftjäger wieder erſcheint. Wir wollen hier nicht von dem außerordentlich ſittlich Bedenklichen ſeiner Haltung ſprechen, Die Ehe— kein Geſchäft Eine Ehe zu ſchließen, nur, um in den Beſitz des Vermögens der Frau zu kommen, iſt ſtets ſehr unerfreulich und übel. Eine Ehe iſt kein Ge⸗ ſchäft und ſoll es unter gar keinen Umſtänden ſein. Wir haben hier aber vielmehr noch von den neuen Bedenken gegen die Mitgift zu ſpre⸗ chen. Sie wirkt notwndigerweiſe ſchädigend auf die Volksgeſundheit und den Beſtrebungen zur raſſiſchen Hebung und biologiſchen Kräftigung unſeres Volkes entgegen. Ganz allgemein iſt es ſchon ſo, daß eine wohl⸗ habende Frau eher in der Lage iſt, körperliche Gebrechen durch mehr oder minder koſtſpielige Kuren und Behandlungen zu verſchleiern, daß ſie ſchließlich trotz dieſer Gebrechen geheiratet wird. Darüber hinaus iſt es ſicher, daß häßliche, körperlich unſchöne oder ungeeignete Mädchen, die ſonſt wahrſcheinlich nicht geheiratet werden, deswegen geheiratet werden, weil ſie eine mehr oder minder hohe Mitgift mitbringen. Andere Länder— andere Sitten In einzelnen Ländern der Welt iſt das Geben von Mitgift verboten. In Japan etwa darf der Vater ſeiner Tochter nur eine Ausſteuer in Wäſche, Hausgerät und dergleichen, aber keiner⸗ lei Barmitgift, geben; die Japaner ſind der Ueberzeugung, daß dieſes Geſetz ſittlich und bio⸗ logiſch bei ihnen nur günſtig gewirkt habe. Wir können heute von unſeren Erbhöfen noch keine Erfahrungen über die Ausſteuer der Bauerntöchter und ihre Wirkung auf die Ehe⸗ ſchließung geben. Es gibt aber ein anderes Volk, das aus urälteſter Zeit eine Art Erbhof, einen unteilbaren, vom Familienälteſten bewirtſchaf⸗ teten Sippenhof beſitzt— die Serben. Auf einem ſolchen ſerbiſchen Sippenhof oder„Zadruga“ iſt es üblich, daß die heiratende Tochter, ganz gleich von welchem Hofe ſie kommt, eine durchaus gleiche Ausſteuer bekommt, dieſelbe Anzahl Bet⸗ ten, Kleider, den ähnlichen Schmuck, alles breit, bunt und bäuerlich reichlich—, aber keine eigent⸗ lich mehr als die andere. Hier mag ſich altari⸗ ſches Empfinden dafür gehalten haben, daß eine Frau um ihrer ſelbſt willen, als zukünftige Mutter, wegen ihrer körperlichen und geiſtigen einem armen, buckligen, degenerierten Geſchöpf Fähigkeiten, nicht aber als Mitbringerin von Vermögenswerten geheiratet wird. Dieſe Sitte verliert ſich in Serbien aber heute auch langſam, galt aber immer im Volke als ein Zeichen alt⸗ väterlicher Lebensklugheit. Seine Töchter ver⸗ heiratet man anders, als man ſein Pferd ver⸗ handelt. Das Pferd mag man für den Marét auch gelegentlich etwas künſtlich zurechtmachen, bei der Tochter verbot es die gute Volksſitte. Alſo ſollte man die Mitgift abſchaffen? Wir müſſen hierbei berückſichtigen, daß zuerſt einmal durch unſer Geſetz zur Verhinderung des erbkranken Nachwuchſes die allerbedenklich⸗ ſten Erbkranken überhaupt an der Verheiratung und Vermehrung gehindert ſind, daß ferner auch bei der Eheſchließung die reine Geldheirs“ Die schönste Erfüllung der Ehe: Das gesunde Kind verhindert werden kann. Für uns iſt alſo die Frage nicht ſo brennend wie für Völker, die noch keine erbbiologiſchen Geſetzgebungen haben. Man muß andererſeits berückſichtigen, daß man ja auch„ein reiches Mädchen lieben kann“, ja, daß für manchen armen und tüchtigen Mann die Mitgift ſeiner Frau unter Umſtänden die erſte Sproſſe auf der Leiter zur wirtſchaftlichen Unabhängigkeit darſtellt. Für manchen tüchtigen zweiten und dritten Bauernſohn etwa ermöglicht volkspolitiſch wünſchenswerten Wirkungen mit⸗ zuverlieren..4 Man wird alſo nicht die Mitgift allgemein als abſchaffenswert anzuſehen haben,— ſondern Zum Handarbeiten ein freundlicher Plat⸗ Zeige mir deinen Nähtiſch und ich ſage dir, ob du ordentlich biſt Wir fangen wieder an, wirklich hübſche Näh⸗ tiſche zu ſchaffen! Es liegt durchaus im Zug der Zeit, daß gleich der werkenden Hand des Mannes auch die Handarbeit der Frau wieder zu Ehren gekommen iſt. Der künſtleriſche Wert der Handarbeiten war ſo geſunken, weil durch Mangel an Leiſtung und Uebung der Formen⸗ und Farbenſinn in weiteſten Schichten erſtarb. Der Nähtiſch als vielſeitiger Arbeitsplatz kann viel dazu beitragen, daß Handarbeiten wieder mehr ſind als fleißige Beſtichung eines dum⸗ Nähtisch mit eingelegten Adern und verschiebbarer Platte— Entwurfi Prof. Nothelfer Deike(M) men Vordruckes, daß wieder weibliche Erfin⸗ dungsgabe und Feingefühl ſchöpferiſch wird. Der Vorwurf der Sentimentalität iſt beſtimmt ungerecht, wenn vielen lebenstüchtigen Frauen der Platz am Nähtiſch ſo etwas wie beglücken⸗ des Heimgefühl ſchenkt; er iſt ein Anziehungs⸗ punkt, der für ſie nicht läſtige Arbeꝛt, ſondern Sammlung, Einkehr und Ruhepol am Tage bedeutet. Um wirkliche Freude an dieſem Möbel zu haben, muß es in erſter Linie arbeitstechniſch brauchbar ſein. Die altmodiſche Form des auf⸗ klappharen Deckels iſt eine unüberlegte Kon⸗ ſtruktion. Zweckmäßig iſt allein ein nach beiden Seiten verſchiebbarer Deckel, der bequem das darunter liegende große Fach freigibt, das zur Aufnahme von Flick⸗ und Stopfwerk dienen lann. Die Schubfächer ſollten ſtets eine Sperr⸗ vorrichtung enthalten, damit verhindert wird, daß die Käſten beim Herausziehen herunter⸗ fallen. Viele Frauen mögen ſich nicht an einen Nähtiſch ſetzen, weil er ihnen zu wenig Aus⸗ breitungsmöglichkeiten gibt. Wer alſo viel Platz braucht, ſollte ſich die Platte des Näh⸗ tiſches ſo einrichten laſſen, daß ſie durch Um⸗ legen von Klappteilen auf die doppelte Breite zu vergrößern iſt. Keinesfalls muß der Nähtiſch etwa aus glei⸗ chem Holz wie die Möbel im Zimmer ſein. Im Gegenteil, es iſt ſogar reizvoll, ihn als Einzel⸗ möbel wirken zu laſſen. Er muß dazu natürlich auch eine gute Aufſtellung finden, bei der eben⸗ ſo wie beim Schreibtiſch das Licht von links oder von vorn, nie aber von rechts kommen muß. Wer räumlich beengt iſt, wählt einen Nähkaſten, den es in den verſchiedenſten prak⸗ tiſchen Ausführungen gibt. Es ſoll Männer geben, die die Ordnungs⸗ liebe ihrer Frau oder ihres„Fräulein Braut“ gern durch heimlichen Einblick in ihren Näh⸗ tiſch⸗ oder ⸗laſten feſtſtellen. Hoffentlich beſtehen wir alle die Prüfung mit„gut“.—tz. Unſer Wochenküchenzetkel Dienstag: Grünkernſuppe, Krautwickel, Sal; kartoffeln.— Abends: Gebratene Matk karoni, Salat. Mittwoch: Kartoffelſuppe, Karthäuſerklöße im Ofen gebacken, Karamelbeiguß.— Abends: Ged. Bücklinge, Bratkartoffeln Donnerstag:Haferflockenſuppe, Hammelbra⸗ ten, Weißkraut, Kartoffeln.— Abends: Pfannkuchen, Kompott. Freitag: Gemüſeſuppe, Fiſchgulaſch, Salz⸗ kartoffeln.— Abends: Krautſalat, gebr Wurſt, geröſtete Kartoffeln. Samstag: Erbſenſuppe, Apfelkuchen.— Abends: Käſe, Brot, Tee. Sonntag: Grünkernmehlſuppe, Rotkrau: Kartoffeln, Schnitzel.— Abends: Wurſt⸗ ſalat, geröſtete Kartoffeln. Montag: Sellerieſuppe, Käſemakkaroni, Sa lat.— Abenſds: Saure Sülz, Schalen kartoffeln. Dazu einige Rezepte: Fiſchgulaſch: Fiſchfilet wird in Würfel ge chnitten; dann bereitet man einen braunen Bei— zuß und dämpft den Fiſch darin weich. Man verfeinert mit Gurkenſcheiben und etwas Wein. Gedämpfte Bücklinge: Die Bücklinge werden gut geputzt; dann dämpft man Zwiebelſcheiben in Fett gut durch und gibt die Bücklinge einige Minuten dazu. Ernſthafte Ueberlegung zu einem zeilgemäßen Thema die Mitgift, die ſein Mädel mitbringt, den Am kauf einer eigenen Bauernwirtſchaft und evil, die Uebernahme einer guten Pachtüng. Es hat ſich außerdem ein ganzes Verſicherungsgewerbs entwickelt, das Heiratsverſicherungen abſchließt. Der Vater zahlt hier jedes Jahr ſeine Prämie und bei der Heirat bekommt die Tochter ein Kapital ausgezahlt, das ihr die Einrichtung eines Hausſtandes ermöglicht. Die Mitgift kann auf dieſe Weiſe alſo auch durchaus ehefördernd und nützlich ſein. Ja, man kann nur wünſchen, daß möglichſt viele Väter von der Einrichtung einer ſolchen Heiratsverſicherung ihrer Töchtek Gebrauch machen. Wollte man alſo die Mitgift in Bauſch und Bogen abſchaffen, ſo würde man damn wefahr laufen, auch ihre nützlichen und Aus dem HB-Fotopreisausschreiben nur die Geldheirat! Auch hier muß das geſunde Volksempfinden mehr tun, als das Geſetz tun könnte. Ein altes reiches Mädchen, das noch raſch„unter die Haube“ will und ein gewandter Mitgiftjäger werden ſelbſtverſtändlich aller Welt erzählen, daß ſie ſich rührend lieben und gar nicht voneinander laſſen können. Geſetzliche Ver⸗ bote nützen hier alſo nicht viel. Die gute Volks⸗ meinung aber lann hier ſehr viel ſchaffen. Es muß ein für allemal im Volke als unanſtändig und gegen die guten Sitten verſtoßend ange⸗ ſehen werden, wenn junge Leute nach der Mit⸗ gift ſchielen, Väter mit der Mitgift winken, über⸗ haupt die Eheſchließung geſchäftsmäßige Züge bekommt, ſoweit es ſich hierbei deutlich darum handelt, daß erblich bedenkliche Mädchen ledig⸗ ſih durch die Mitgift zur Heirat gebracht werden ollen. Dasſelbe gilt aber auch umgekehrt,— und darauf wird ſehr wenig geachtet. Wie mancher Mann kann eine ſchöne, junge und begabte Frau heiraten, obwohl er ſelber ein Ausbund von Häßlichkeit oder wirklich aus jenem normaler⸗ weiſe heiratsfähigen Alter heraus iſt, bloß weil er Geld hat oder, wie die Heiratsanzeigen ſo ſchön ſagen,„penſionsberechtigt“ iſt. Auch hier — guf lhrem Herd port Kohlen fV f atte helzt beuer, Kocht zchnelſer J. Hernhauser, Mäm.P A. 10 liegen Quellen der raſſiſchen Gefährdung,— und einmal werden wir nicht herumkommen, auch hier biologiſch geſunde Gedanken gegenüber mehr oder minder kapitaliſtiſchen Entartungs⸗ erſcheinungen durchzuſetzen. Die junge Frau ohne Kinder bei dem reichen alten Mann,— das iſt nicht nur ein uraltes Luſtſpielmotiv, ſondern in vielen Fällen leider auch ein volks⸗ biologiſches Trauerſpiel, ein ſinnloſer Verluſt auten Erbgutes Dr. v. Leers. Ist das noch ein Hut? Weltbild(M) Das kühn befederte Gebilde, das offenbar Schrittmacher für stirnfreie Mode sein soll, wurde dieser Tage in Paris als neuestes Modell eines Winterhutes vorgeführt Mannhe N Was iſt nu jetzt prangte Aber ſeitdem ließ ſie ein B. ſieht ſie ſchon rigen Geſtalt' haben. Erſte — wenn ſie aue verbringt, ſo halbe Stunde ſtehen, damit trinkt. Denn Blumentopf ihre großen Zweitens bek nicht; deswee Gefäßen dor keit geſorgt Zimmerlinde aus irgende blinzeln. Sie ſter ſtehen. C zen ſtehen, di melien, Azal⸗ nachtskakteen ien ſtets mit zu ſtehen. De dunkel ſtehen Weſißes Klassisc koralſer ten geb 96 om b gt, den Am ft und evtl, ing. Es hat ngsgewerbe n abſchließt. ine Prämis Tochter ein Einrichtung Mitgift kann ehefördernd ir wünſchen, Einrichtung hrer Töchtek die Mitgift würde man zlichen und iusschreiben das geſunde Geſetz tun n, das noch gewandter h aller Welt en und gar etzliche Ver⸗ gute Volks⸗ chaffen. Es unanſtändig ßend ange⸗ ich der Mit⸗ zinken, über⸗ äßige Züge tlich darum dchen ledig⸗ tacht werden hrt,— und Bie mancher egabte Frau isbund von 1 normaler⸗ ſt, bloß weil anzeigen ſo Auch hier erd poòrt Kohlen kocht Schneller er, Mum. P A,0 ihrdung,— umkommen, n gegenüber Entartungs⸗ unge Frau Mann,— ſtſpielmotiv, h ein volks⸗ oſer Verluſt . Leers. Weltbild(M) Schrittmacher Tage in Paris vorgeführt . „Hakenkreuzbanner“ 17. November 1938 Auch im Hooember Freude an Blumen Die Pflanzen im heim und Garten brauchen auch jetzt noch gule Pflege Was iſt nur mit der Zimmerlinde los? Bis lb prangte ſie voll im ſchönen Blätterkleide. Aber ſeitdem ſie vom Balkon ins Zimmer kam, ließ ſie ein Blatt nach dem anderen fallen. Jetzt ſieht ſie ſchon aus wie„der Ritter von der trau⸗ rigen Geſtalt“ Ja, das wird dreierlei Gründe haben. Erſtens wird ſie Durſt leiden; denn — g 5 Deike(M) wenn ſie auch den Winter im kühlen Zimmer verbringt, ſo mußt ſie doch von Zeit zu—45 eine halbe Stunde lang in einem Eimer voll Waſſer ſtehen, damit ſie ſich mal wieder richtig ſatt trinkt. Denn ſie hat den Sommer hindurch ihren Blumentopf ſtark mit Wurzeln angefüllt, und ihre großen Blätter verdunſten viel Feuchtigkeit. Zweitens bekommt ihr die trockene Zimmerluft nicht; deswegen ſoll durch mit Waſſer gefüllten Gefäßen dort ſtets für genügende Luftfeuchtig⸗ keit geſorgt werden. Vor allem aber liebt die Zimmerlinde das Licht! Es genügt ihr nicht, aus irgendeiner Zimmerecke zum Fenſter zu blinzeln. Sie will auch im Winter dicht am Fen⸗ ſter ſtehen. Ebenſo hell müſſen alle die Pflan⸗ zen ſtehen, die Knoſpen und Blüten tragen, Ka⸗ melien, Azaleen, Alpenveilchen, Primeln, Weih⸗ nachtslakteen und andere. Dieſe Pflanzen ſol⸗ len ſtets mit derſelben Seite nach dem Fenſter zu ſtehen. Daß dagegen die Hyazinthen ſo lange dunkel ſtehen müſſen, bis ſie ihre Gläſer mit Wurzeln ziemlich angefüllt haben und daß ihre Papierhütchen erſt dann abgenommen werden dürfen, wenn ſie ſelbſt dieſe lüften, iſt ja wohl bekannt. Aber alle Zimmerpflanzen, die ſich im Winter etwas ausruhen wollen, ſind auch zufrieden, wenn ſie nicht ſo nah zum Fenſter ſtehen. Dazu gehören faſt alle Blattpflanzen, wie der Baum⸗ freund(Philolendron), Palmen, Aralie, Gum⸗ mibaum, Farnkräuter, Zierſpargel, Aſpidiſtra und ähnliche Gewächſe Aber wenn„Staub ge⸗ wiſcht“ wird wiſcht man ab und zu mit einem weichen Schwamm und lauwarmem Waſſer auch die Ober⸗ und Unterſeiten der Blätter dieſer Blattpflanzen ab Solange der Winter nicht mit ſtarkem Froſt und Schnee ſein Regiment fühet, ſolange gibts auch im Garten noch viel zu tun. Umgraben, Winterſchnitt der Bäume und Gehölze, die erſte Etappe des Winterkampfes gegen die zahlreichen Pflanzenſchädlinge und manche andere wichtige Arbeit iſt noch zu erledigen. Vergeßt auch nicht, den Raſen von daraufliegendem Laub zu be⸗ freien. Deckt die Roſen nicht zu früh zu. Es iſt beſſer, wenn ſie vorher noch einen geringen Froſt erleben, damit ihr Saft zurücktritt und ihre Blätter abfallen. Solange es nicht friert, kann man auch die meiſten Bäume und Gehölze noch pflanzen Wenn es aber dann richtig kalt wird dann bitte an die gefiederten Freunde denken, die treue Helſer ſind im Kampfe gegen unzählige Gartenſchädlinge. Deckt dieſen nütz⸗ lichen Vögeln ihren Tiſch den Winter hindurch an ſchneefreien Futterſtätten! Beyer-Bände für die Weihnachtsꝛeit Handarbeiten machen immer Freude/ Anregungen aus billigen Heften Ein Weihnach'sgeſchenk, das f* nichts zu koſten braucht, iſt eine Handarbeit aus Reſten. Alle die bunten Knäuel und Stränge, die ſich im Wollkorb ſinden, können da auf ſchönſte Art verwendet werden, zu kleinen Wollhäkeleien oder -ſtrickereien. Anreaungen dafür gibt es in Menge im Beyer⸗Band 304„Neue Kiſſen und Wärmer aus Wolle“(Verlag Otto Beyer, Leipzia), Sei⸗ nen Inhalt bilden Kiſſen in allen Formen, Kaf⸗ fee⸗ und Teewärmer, Tiſchdecken, Reiſedecken und Matten, Handtaſchen und Kleiderbügel mit wir⸗ iunasvollen Muſtern in Strick⸗ und Häkelarbeit. Auch viele andere Kleinigkeiten wie Eierhütchen, Eier⸗ und Löffelkörhchen ſind darin zu finden. Alle Muſter zu den Modellen finden ſich auf dem beiliegenden Bogen. Das ſind unſere Weihnachtsgeſchenke: Für die Großmutter ein zierliches Jabot, für die Mutter einen neuen Bezug für den Kaffeewärmer, für die Schweſter eine ſchöne Spitze an Betwäſche und für alle anderen weiblichen Verwandten duftige Kragengarnituren und Taſchentücher mit feinen Spitzen. Alle dieſe Gegenſtände koſten nicht viel, denn ſie ſind gehäkelt, ſämtlich nach einem Vorlagenheft, dem Beyer⸗Band 334— „Häkelſpitzen— Häkeleinſätze“, der Anregungen in Hülle und Fülle für alle Arten von Häkelei gibt und zu allen Modellen die Muſter, Ar⸗ beitsproben ſowie ausführliche Beſchreibungen enthält. K „Der Chriſtbaum iſt der ſchönſte Baum.“ und darum haben Kinder und Erwachſene den Wunſch, ihm ein recht ſchönes Feſtgewand— ſaaffe Welche kleine Herrlichkeiten man ſelbſt chaffen kann zeigt Beyer⸗Band 222„Selbſtge⸗ machter Chriſtbaumſchmuck“(Verlag O. Bayer, Leipzig). Es entſtehen in leichter Handfertigkeit, hauptſächlich aus Papier und Pappe, geklebt und bemalt, bunt leuchtend oder ſilbern⸗ und goldglitzernd Ketten, Sterne, Gehänge in neu⸗ artiger oder dem kindlichen Verſtändnis ange⸗ paßter Form. So kann der Wunderbaum für alle ganz perſönlich in ſeiner Ausgeſtaltung werden! * Das iſt mal eine Handarbeit, die auch Män⸗ ner leiden mögen und für die Männer Verſtänd⸗ nis haben,— ſo ein bunter Teppich in Kelim⸗ ſtickerei oder ſo ein feſtes praktiſches Sitzkiſſen in dieſer Technik, kurz Dinge, die auch bei nicht allzu ſchonender Behandlung ihre Schönheit nicht einbüßen und die man praktiſch in Gebrauch nehmen kann. Wer ſolche Handarheiten zu Weih⸗ nachten verſchenken will, ſuche Anregung und Vorlagen dafür im Beyer⸗Band 299„Kelim⸗ Muſter im alten und neuen Stil“. Teppiche, Wandbehänge, Tiſchdecken, Stuhlläufer, Kaffee⸗ wärmer und Kiſſen in verſchiedenen Formen, alles zum Selbſtarbeiten nach leichtfaßlichen An⸗ leitungen und Muſtern, die der beigegebene Ar⸗ beitsbogen enthält, findet man in dieſem nütz⸗ lichen Heft. 5 Schon vor hundert Jahren lag die Kreuzſtich⸗ decke auf dem Weihnachtstiſch und auch in die⸗ ſem Jahr und wieder in hundert Jahren wird ſie zu den beliebteſten Weihnachts⸗Handarbeiten gehören, denn die Kreuzſtich⸗Technik iſt nun ein⸗ mal ſehr bevorzugt bei vielen Frauen. Und das mit Recht, denn es laſſen ſich mit wenig Mühe viele ſchöne und brauchbare Handarbeiten aus⸗ führen. Eine große Auswahl enthält Beyer⸗ Band 287„Kreuzſtichſticereien— Volkskunſt⸗ muſter“, z. B reizende Kiſſen, Tee⸗ und Kaffee⸗ wärmer, neue Küchen⸗ und Waſchkorb⸗Garnitu⸗ ren Großer Arbeitsbogen mit allen Muſtern⸗ liegt dem Heft bei. Praktiſche Winke Alte Handfeger braucht man noch nicht 35 fortzuwerfen, wenn die Spitze abgenutzt iſt. Man verlängext die Brauchbarkeit indem der Griff abgenommen und an der ent⸗ gegengeſetzten Seite angebracht wird. Zerriſſene Handtücher laſſen ſich noch ſehr gut zum Meſſerabwiſchen verwenden, was am —— Zur Arbeit. nach der Arbeit mme ertrischt und erfreut eine ſasse Maroo Poio Jese, Das felne, Kröttige AMroma gidt · Anregurg, berelſtet Genul. Maroo foο ſee ist seh“ ausgleblg, daher sparsam. oie Tasse kosiet nur etwa 1 Pfonnig. För d0 wenig Geld einen solchen Genufl 54 ſofort nach dem Gebrauch Salcbon damit ſich keine Flecke bilden. Man legt die and⸗ tücher drei⸗ bis viermal aufeinander, näht ſie mit der Maſchine kreuzweiſe zuſammen, am beſten auch noch rings um den Rand. An eine. 3 eine Bandöſe zum Aufhängen an⸗ genäht. W A 44 7 F A 0 * 44 0 4 100% 0% 5 4. 3 * 4* 7 1 A n 0 zau belonen. gewachsenen Frau geihlt werden. Leichter zàu tragen sind die knappꝰ anliegenden Krepp-Satin-Kleide: mit geschlungenem Oberteil. dureß dessen Ausschnitt ein langer, gleichſarbiger Chiflonschal gezogen wird. 80572 iat ein gutes Beispiel. Klassische Formen · Rüchengarnierungen · Mitternachtshos tũme Weſses Abendkleid aus Krepp Romain im llessſschen griechischen Stil, Dazu Werden horallenrotet oder Schmuck und passende Sandaletten getrapen. Oef breitè, eingearbeltete Miedergürtel wird hin. ĩen gebunden. Erf. if Gr.: eM-A, 40 m Stoff 96 om breit. Vobach · Schnitt 80123 Gr. O U. Il. das Oas grosblumige Taftabendkleld zeigt die moderne dekorative Ruckengarnierung, die ———◻— Glocken fällt und eine kleine chle Sröße lI: etwa 6,50 ſy Stoff 90 om 5355 Vobach-Schnitt 80124 Gröge O und l. e bildet. ſeid vorn eng. im Gegensatz dazu jist Erforderlich fur Oean wir die neuen Abendhleider betrachten, ſallen uns vor allem die verschiedenartigen Formen und Stil- arten auf, die jeder Frau Gelegenheit geben, ihren Typ und ihre Eigenart Die ſließenden griechischen Gewander. die von der Abendmode bevorzugt werden, sind zwar sehr reizvoll, dollten abe/ nun von der schlanken, hoch- dessen weiter Rock beim Tanzen 30 überaus graꝛiõs wirkt. Ein„Mitternachtskostüm“ aus schwarzem Panne, zu dem ein weisges, Chiftonwestchen getragen wird. sind mit Kleinen Blüten übefsät und ver- förpern eine neue und refzvolſe Mogeidee. Erf, für Größe IV: etwa 6,40 m breit, Vobach-Schnitt 80111 Größe il und V. benehnoel 4 Seigt Für die reiſe Frau, die viel Theater und Konxerte hesucht, ist ein angezogenes 8 Mitternachtshostüm aus schwarzem Samt oder stumpfer Seide ideal. Dem jungen Maãdchen aber bleibt das romantische Stilxleid vorbehalten, 80572 .17 5 and sannctt tei 80573 Tüll- und Chiffoneſfekte · ſeite, albekise Röcke e Revers ders hübsch. etw)a 4,65 mn Vobach-Schnitt Stoff 90 m 80572 Gröge in dem neuen ſita, Ton ist dieses ent- zuückende Abendkleid gehalten, zu dem man einen langen Chiffonschaf trägt. Oie weichen WMeis 654 rforderlich für Gröge l: gefaßt ist. Material: Taft.“ i 0 Stoff, 96 om breit liegend. 8 5 245% Zen de Ein Stilkleid, mãdehenhaft anmutend, mit weitem Glockenrock, ist immer beliept. Hier ein reizendes Modell mit neuem glocki- gen Schuſterkragen, der in die Seitennähte röge l: etwa 6,75 m Stoff 90 orn brelit. lll. Vobach-Schnitt 80573 Gröge 1 und ll. in Samt, Seide u. Spitzen von kiolina& AMübler 1, 4 am Bstaus Tieganie Neufieiten für den AIben adach-Zeltschriften ezugsquelle sümtlicne/ „orrätig be Zuchhandiune Franz Zmmermann (5. an der In- 1 Atatiskirche ernsptecnei 2326 Mannheim die bunte Seite 27+5 November 1936* Die Geſchichte der Todesgeigen von Toulouſe Das Ende einer ſonderbaren Sammlung/ Die Violine mit 11 Schußlöchern/ Inſtrumenke, die Unglück brachten Das älteſte Stück der Sammlung Meillet das kürzlich in Toulouſe verſteigert wurde, ſtammt aus der erſten Hälfte des 16. Jahrhun⸗ derts und wird im Katalog als„Le violon demort“ bezeichnet. Dieſe Geige befand ſich bei Ausbruch der großen Revolution im Beſitze einer Familie Comte de Kerradac. Die Revo⸗ lutionäre fingen alle Mitglieder der Familie und köpften ſie; nur einer entging den Scher⸗ en— der 20jährige Julien de Kerradac. Er floh zunächſt aus Paris; dann kehrte er in die Hauptſtadt zurück. Er ſpielte auf der„Violon de mort“ an den Straßenecken, und da er nur revolutionäre Lieder ſpielte, wurde er bald als ein„Parteigänger der Revolutionäze“ bekannt. Später begleitete er die Karren, auf denen die unglücklichen Ariſtokraten zur Guillotine geführt wurden: während des Transportes ſpielte er ununterbrochen und man ließ ihn gewähren. Seine Popularität verſchaffte ihm überall Zu⸗ tritt; ſo kam er auch in die Gefängniſſe und diente vielen Verurteilten als Bore Mehr als hundert Perſonen verdankten ihm ihr Leben. Zu ſeinem Unglück verliebte er ſich in die ſchöne Vicomteſſe de Noailly und rettete ſie vor der Guillotine. Dabei machte er ſich verdächtig, wurde ergriffen und geköpft. Ehe ſich die Po⸗ lizei ſeiner Perſon bemächtigte, übergab er ſeine Violine der Vicomieſſe, die ſie nach England miinahm. Nach ihrer Rückkehr anter Lndwig XVIII. verkaufte ſie die Violine an die Fa⸗ milte Meillet. Die„Fiedel der Irbuns“ In einem eigenen Glaskaſten liegt eine ein⸗ fache gelb⸗weiße Violine, bekannt unter dem Namen der„Fiedel der Irbuns“. Die Irbuns ſind eine Zigeunerſippe. Innerhalb dieſes Stammes vererbte ſich das Inſtrument ſeit mehr als 300 Jahren— immer von einem Stammesälteſten auf den anderen. Die Leute behaupteten, daß der jeweilige Beſitzer der Vio⸗ line ſehr reich werden müßte; erreichte er aber einen gewiſſen Wohlſtand— brachte ihm das Inſtrument den Tod. Nach den in den Hän⸗ den der Meillets befindlichen Aufzeichnungen ſtarben bisher elf Zigeunerhäuptlinge der Ir⸗ buns an dem Fluch. Dabei durfte der Erbe die Annahme der Violine nicht verweigern. Jeder, der das Inſtrument bekam, machte deshalb ſo⸗ fort ſein Teſtament. Jeder wurde innerhalb von zehn Jahren reich, verlor aber dann das Geld in der kürzeſten Zeit und ſtarb— ge⸗ wöhnlich zehn Tage ſpäter— unter ungewöhn⸗ lichen Umſtänden. Zwei Irbuns wurden in den letzten 16 Jahren durch— fallende Meteore erſchlagen, eine Todesart, die doch ſehr ſelten iſt. Als die Violine im——* 1850 an einen ge⸗ wiſſen Geza Irbuns fiel, Inſtrument ſeinem jüngeren Bruder Imre. Trotzdem 33 er nicht dem Fluch, denn in der nächſten Nacht wurde er von einem wü⸗ tenden Stier getötet. Imre wurde reich, ſtarb aber im Jahre 1860— alſo zehn Jahre, nachdem er die Violine erhalten hatte— an den Folgen eines Schlangenbiſſes. Die Irbuns trieben ſich damals in Südfrankreich herum und der Fall wurde von der Polizei aufgegriffen. Dabei ſtellte ſich heraus, daß aus einem wan⸗ dernden Zirkus eine Kobra entflohen war; dieſe Kobra war nahezu 200 Kilometer weit gewan⸗ dert und hatte ausgerechnet den armen Imre Irbun gebiſſen. Der Sohn Imres verkaufte dann die Violine an einen Meillet um den Preis von 500 Franken. Bis dahin hatte die Familie Irbun zu den wohlhabendſten Zigeu⸗ nerfamilien gehört; jetzt, nach dem Verkauf der Violine, verarmte ſie vollkommen und zerſtreute ſich. Die letzten Reſte dieſer alten und mächti⸗ gen Zigeunerfamilie leben heute in der Gegend von Temesvar. ſchenkte dieſer das dort ihr Glück zu machen. Die ſtumme Stradivari Einen hervorragenden Platz in der Samm⸗ lung Meillet nahm auch die ſogenannte„Stradi⸗ vari“ ein. Sie hat einen wundervollen Klang, ſpielt man jedoch länger als eine Stunde auf ihr, verliert ſie plötzlich den Ton. Einer der Meillets wandte ſich ſeinerzeit an einige Phyſiker und dieſe fanden mühelos den Grund dieſer„Stummheit“ heraus. Wenn ſich nämlich der Steg genügend erwärmt, werden die Saiten ſchlaff und auf ſchlaff hängenden Saiten kann man bekanntlich nicht ſpielen. We⸗ gen dieſer„Stummheit“ erlangte aber dieſe Violine in früheren Zeiten eine gewiſſe Be⸗ rühmtheit, ſogar Nicolo Paganini ſoll ſich für ſie intereſſiert haben! Die erſte Nachricht über dieſe Violine ſtammt aus dem Jahre 1799. Damals beſaß ſie ein gewiſſer Romeo Danni, der Geigenvirtuoſe war. Als während eines Konzertes die Violine ſtumm wurde, beſchuldigte er einen Konkurren⸗ ten, einen jungen Mann namens Michele Sal⸗ vadoſſi, ihm einen Streich geſpielt zu haben. Es kam zu einem Duell, bei dem Danni fiel. Seine Verwandten nahmen dann an den Mit⸗ gliedern der Familie Salvadoſſi Rache; inner⸗ halb eines Zeitraumes von 15 Jahren ſtarben nicht weniger als 22 Menſchen eines ge⸗ waltſamen Todes— und alle wegen dieſes In⸗ ſtrumentes, das die„Glanznummer“ der Samm⸗ lung war und um 18 000 Franken abging. Ein anderes, ſehr begehrtes Stück war die ſogenannte Apachengeige. Wenn man ſie genau betrachtet, entdeckt man an ihr nicht we⸗ niger als— elf geflickte Löcher. Alle dieſe Verletzungen ſtammen von Kugeln. Nacheinan⸗ der wurden nämlich elf Spieler, als ſie gerade die Violine in der Hand hielten, durch Schüſſe getötet. Als einer der Spieler, ein Nachtlokal⸗ muſikant, erſchoſſen wurde, verhaftete die Po⸗ lizei den Täter, einen übel beleumundeten Jean Guiscard. Dieſer gab vor der Polizei an:„Als er zu ſpielen anfing, hatte ich das Gefühl, ich müßte auf ihn ſchießen. So ſchoß ich. Ich weiß nicht warum.“ Der Fluch der Apachengeige?! Sie iſt um 22000 Franken verkauft worden. Die Sammlung Jean Meillet iſt eine eigen⸗ artige, nicht eben ſympathiſche Sammlung. Nun, da ſie verkauft iſt, ſind die einzelnen Stücke verſtreut worden— und das iſt ganz gut, denn ſolche Sammlungen ſind nur zu ge⸗ eignet, leichtgläubige Menſchen in ihrem Aber⸗ glauben zu beſtärken. Im Zeichen des deutsch-englischen Kulturaustausches Wäkhrend die Dresdener Staatsoper in London weilt und Triumphe feiert, beginnen die Londoner Philharmoniker unter Sir Thomas Beecham eine Konzertreise durch verschiedene deutsche Städte. Hier sehen wir die englischen Gäste bei der ersten Orchesterprobe für das Konzert in der Berliner Philharmonie. Weltbild(M) Der„reiche Onkel aus Amerika“ Wenzel Prihodas unfreiwillige Maskerade/ Eine Groteske, die zur Tragödie wurde Der Fall des Wenzel Prihoda wäre wahrhaftig ein würdiger Stoff für eine Film⸗ groteske, wenn er nicht ſo ein tragiſches und betrübliches Ende genommen hätte. Wenzel Prihoda, gebürtig aus einem kleinen ſlowaki⸗ ſchen Ort in der Nähe von Trentſchin⸗Teplitz an der Waag, war einer jener Leute, die um die Jahrhundertwende in das„Land der un⸗ begrenzten Möglichkeiten“ auswanderten, um Damals glaubte Das ſtumme mlädchen von Sofia Boſiljka ſtreikt aus Liebe/ Ein Rezept, um geſtrenge Väter zu erweichen Ungezählt ſind die Mittel, mit denen liebes⸗ kranke Töchter die harten Herzen ihrer Väter beſiegt haben. Denn die Liebe iſt eine Himmels⸗ macht, und gegen ſolch geheime Kräfte muß ſelbſt der ſtrengſte Vater kapitulieren. Auch auf auf dieſem Gebiete gibt es noch Neues, wie der Fall der hübſchen kleinen Boſiljta Panls⸗ heff beweiſt, die man in der bulgariſchen Hauptſtadt„Das ſtumme Mädchen von Sofia nennt. Die hübſche ſchwarzlockige Boſiljka, die 18 Lenze zählt, iſt nicht etwa ſtumm von Geburt an, ſie iſt ſtumm— aus Liebe. Sie hat den ſeltſamſten aller Streiks angetreien, ſie ver⸗ harrt in einem unerbittlichen Schweigen, weil ſie den Mann ihrer Wahl nicht heiraten durfte. Wie ſchwer muß dieſer Streit für ein achtzehn⸗ jähriges Mädchen ſein— gibt es einen ü ber⸗ zeugenderen Liebesbeweis, als die Tatſache, daß Boſiljta bereits ſeit zwei Monaten kein Wort über ihre purpurroten Lippen gebracht hat! Natürlich mußte dieſer Streik aus Liebe Erfolg haben, aber— wenn ſich Gott Amor einmal be⸗ leidigt fühlt, iſt es ſchwer, ihn wieder auszu⸗ ſöhnen. Boſiljta Pantsheff iſt die Tochter eines reichen Jaduſtriellen in Sofia. Sie ward von heißer Liebe zu einem Chemiter namens Milorad Dandukov entbrannt, der in ihren Augen ohne Fehl und Tadel war in den Augen ihres Va⸗ ters aber den großen Fehler hatte, ein arme) Schlucker zu ſein. Milorad befaßte ſich mit chemiſchen Experimenten, die nach Anſicht de⸗ Herrn Pantsheff keinen kommerziellen Wert hat⸗ ten. Aber Boſiljka gedachte, ſich nicht dem Nein ihres Vaterszu fügen. Sie erklärte ihm den Krieg und trat zunächſt in den Hungerſtreik. Der Vater, der ſowohl ſeiner Tochter verboten hatte, den Chemiter noch einmal zu ſehen, als auch Milorad hatte wiſſen laſſen, daß er niemals die Einwilligung zu einer Verbindung zwiſchen ihm und Boſiljta geben werde, holte ſofort die beſten Aerzte Sofia, deren Kunſt den Hungerſtreit brach. Die verliebte Boſiljta ſah ein, daß ſie zu einem anderen ſtärkeren Mittel greifen mußte. Sie ſchrieb ihrem Vater einen Brief, in dem ſie erklärte, ſie werde von nun an kein Wort mehr ſprechen und ſolange ſtumm bleiben, bis ſie den Mann ihrer Wahl heiraten dürfe. Zugleich legte ſie einen feierlichen Eid ab, daß die erſten Worte, die von nun an wieder über ihre Lippen kämen, ein Willkommengruß für Milorad ſein ſollten. Boſiljta führte ihren ſeltſamen Streik aus. Sie ſchwieg, was man auch zu ihr ſagte, ſie blieb ſtumm gegen jedermann, ſie verſtändigte ſich mit den Dienſtboten nur durch Zeichen, ſie ging weder zu Bällen noch zu Geſellſchaften, alle Bitten und Drohungen des Vaters halfen nichts ſie wurde die„Stumme von Sofia“, ſie beſiegte ihre Zunge, da man ihr den Geliebten ge⸗ nommen hatte. Lange konnte ſich der geſtrenge Vater Pantsheff dieſe Tragödie nicht anſehen. Sein Herz ſchmolz angeſichts des Martyriums, das ſich ſein einziges ſtolzes Töchterlein auf⸗ erlegte. Schließlich beſchloß er, ſelbſt zu Herrn Milorad Dandukov zu gehen, um ihm mitzu⸗ teilen, daß er ſeine Meinung geändert habe. Aber dieſer war verſchwunden. Er war zus Soſia verzogen aus Gram, daß er Boſiljta nicht mehr treffen durfte. Niemand wußte, wo ſich aufhielt. Boſilſta blieb ſtumm, als ſie davon hörte— der verzweifelte Vater aber läßt im ganzen Lande durch Detektive nach dem ver⸗ ſchollenen Chemiker ſuchen, den er einſt ver⸗ ichmähte. Hoffentlich findet er ſich recht bald, damit Boſiljta, die ſo tapfer ihren Schwur hält, ihre purpurroten Lippen wieder öffnen darf. man noch, die Straßen von USA ſeien mit Dollars gepflaſtert, und gar mancher iſt an dieſer irrigen Auffaſſung zugrunde gegangen. Letzten Endes iſt auch Wenzel Prihoda an die⸗ ſem Irrglauben geſtorben, allerdings auf eine ganz abſonderliche Weiſe. Er fand, als er nach den Vereinigten Staa⸗ ten kam, daß man hier mehr arbeiten müſſe, um leben zu können, als anderswo. Aber dieſe Erkenntnis bedrückte ihn nicht, er ſchaffte wacker und unverdroſſen und faßte Fuß, wenn er auch ſeine Träume von Dollarmillionen ſchnell begrub. In 35 Jahren hat er ſich kaum die paar tauſend Kronen erſparen können, mit denen er ſich in ſeiner Heimat einen ruhigen, beſcheidenen Lebensabend gönnen wollte. Dennoch war er ganz zufrieden, als er vor einigen Monaten den Kontinent Amerika ver⸗ ließ, um in ſein Heimatdörfchen in der Tſche⸗ choflowakei zurückzukehren. Dort glaubt man jedoch noch heute an das Märchen vom„xreichen Onkel aus Amerika“, und das wurde Wenzel Prihoda ſchließlich zum Verhängnis. Man empfing ihn feſtlich wie einen richtigen Universität Freiburg in neuer Gestalt Dollarprinzen, niemand zweifelte dar⸗ an, daß er ein dickes Scheckbuch in der Taſche trug, denn jemand, der 35 Jahre in USA ge⸗ lebt hat, mußte doch unbedingt ſteinreich ſein. Man hißte die Flaggen, baute e und ſtudierte Heimatlieder ein, um den Dollar⸗ millionär würdig zu empfangen, der erſtaunt auf dieſen Trubel blickte und anfänglich, ge⸗ rührt von der Wiederſehensfreude, gar nicht wußte, was das zu bedeuten hatte. Als ihm ein Licht aufging, hatte er einfach nicht mehr den Mut, die Legende zu zerſtören. Man drängte ihm die Rolle des reichen Onkels aus Amerika auf und— er ſpielte ſie, hin⸗ geriſſen vom Rauſch der Begeiſterung. Er griff griff in die Taſche, um für das Armenhaus eine größere Spende zu machen, er beſchenkte die Kinder auf der Straße mit Zehnkronen⸗ ſcheinen, er lud die ganze Bevölkerung zu einem Feſteſſen ein und nahm die vielen Hochrufe und Ovationen mit einem trockenen und einem feuchten Auge hin. Es gab kein Zurück mehr für Wenzel Prihoda, er war mitleidlos verur⸗ teilt, den Kröſus zu mimen und ſeine Erſpar⸗ niſſe in wenigen Wochen loszuwerden. An je⸗ nem Morgen aber, da man ihn feierlich zum Ehrenbürger des Ortes ernennen wollte, fand man ihn tot am Ufer der Waag, in die er ſich geſtürzt hatte, um ſeiner verzweifelten Maske⸗ rade ein Ende zu machen. Aus ſeinem Ab⸗ ſchiedsbrief ging hervor, daß er nur noch 100 Dollars beſaß, die er für ein würdiges Begräb⸗ nis zu verwenden bat; er erklärte, er habe, als man ihn wie einen Millionär begrüßte, es nicht übers Herz hätte bringen können, die Wahrheit zu ſagen. So müſſe er nun auf den geruhſamen Lebensabend verzichten und etwas verfrüht aus dem Leben ſcheiden, da ihn die unfreiwillig übernommene Rolle in wenigen Wochen rui⸗ niert habe. Der ganze Ort nahm an dem Begräbnis teil — auch an den Ufern der Waag iſt die Ge⸗ ſchichte vom millionenreichen Onkel aus Ame⸗ rika nunmehr in das Reich der Fabel eingereiht worden. Bücherecke Georg Bayerer:„Tagebuch B“. Heitere Erlebniſſe eines Freiwilligen aus dem großen Krieg. Verlag: Emil Roth, Gießen. 92 Seiten. Kart. RM..80. Das kleine Büchlein iſt von der„Reichsſtelle zur Förderung des deutſchen Schrifttums“ empfohlen. Georg Bayerer ſchildert darin auf eine ſehr unterhalt⸗ ſame Weiſe heitere Kriegserlebniſſe. Es entſteht vor uns ein wahrheitsgetreues Charakterbild des deutſchen Kriegers und zugleich erhalten wir auch einen Einblick in die in den verſchiedenen Kriegsjahren beſtehende Siegeszuverſicht der Truppen. Das Büchlein ſoll nicht nur als Erinnerung dem Frontkämpfer dienen, ſon⸗ dern ebenſo auch der jungen Generation einen Einblick in das neben dem harten Dienſt auch heitere Soldaten⸗ leben geben. Wie ſteht Für den Die Sicherſtellung von Frauenvermögen. die Frau gegenüber Gläubigern da? Nichtjuriſten und ſeinen praktiſchen Gebrauch er⸗ läutert von Dr. Apfelbaum. Verlag. Wilh. Stoll⸗ fuß, Bonn. Preis.25 RM. Hier wird ein Gebiet behandelt, auf dem allent⸗ halben große Unkenntnis herrſcht. Die Schrift be⸗ handelt in einer dem Laien ſehr leicht faßlichen Dar⸗ ſtellung alle Vermögensbeziehungen, Haftungen, Siche⸗ rungen, vor allem die geſamte Vermögensſtellung der Frau nach außen gegenüber dritten. Vermögens⸗ fragen, die ſich z. B. aus der Mitarbeit der Frau im Geſchäft des Mannes ergeben, oder aus dem ſelbſtän⸗ digen Betrieb eines Erwerbsgeſchäftes durch die Frau, um nur einige Beiſpiele zu nennen, finden ihre Dar⸗ ſtellung. Jeder Ehemann ſollte rechtzeitig dafür ſor⸗ gen, daß das Vermögen ſeiner Frau vor Schäden und Unbeſonnenheiten bewahrt bleibt. Aber auch die Frau muß dieſe Geſichtspunkte ins Auge faſſen, ehe es zu ſpät iſt. Dieſen Bedürfniſſen wird die vor⸗ liegende Schrift ein willkommener Ratgeber ſein. „Die Hexe Anna Schütterlin.“ Von Guſtav Laſſen. Heim⸗Verlag Adolf Dreßler, Radolfzell(Bodenſee). Hier wird ein Beitrag zur Sittengeſchichte aus düſterer Zeit nach Ratsprotokollen der Stadt Offen⸗ burg geliefert. Der Verfaſſer erzählt das Geſchick der Bürgerin Anna Schütterlin von Zell, die 1557 als Hexe verbrannt wurde. Wir folgen dem Autor zurück in eine Zeit des Religionswahnſinnes und Aber⸗ glaubens, da auch in unſerem Vaterlande Scheiter⸗ haufen errichtet wurden und die Menſchen als Brand⸗ fackeln zum Himmel loderten. „Der Weltkampf“, Heft Nr. 154. Monatsheft für Weltpolitik, Völkerkultur und die Judenfrage aller Länder. Deutſcher Volksverlag GmbhH., München. Das neue Heft dieſer intereſſanten Monatsſchrift bringt als wichtigſten Artikel:„Judenpreſſe züchtet Größenwahn“, von Hans Hauptmann, in dem der Verfaſſer ſchonungslos gegen die jüdiſche Greuelpropa⸗ ganda zu Felde zieht. Ferner ſind hier zu erwähnen die Artikel„Nürnberg und die Juden im Wandel der Zeit“,„Der ſpaniſche Bürgerkrieg und die Moskauer „Nichteinmiſchung““ und Beiſpiele der Weltverjudung und ihre Abwehr aus den größeren Staaten Europas. Weltbild(MM) bie Universität Freiburg i. Br. nach dem Umbau, der durch den Brand im Juli 1934 veranlaßt wurde. Das neue Gebäude, das im Rahmen- der Umbauten-auch ine Aufstockung eriuhr, wurde am 14. November eingeweiht, Mannhe Oi Die Durc hängt zu ein gen und aus beitseinſatzes der Zweck de tragien für eigentliche Z Anordnungen merkenswert. eines Geſetze ewählte Fo. nordnungen wenn ſchnelle dungen gefäl ren ſie viel 1 Unternehmers tungsbewußtf Kraft Werkes. So nungen allen ſein, daß da einig und zie chaftspolitiſd ierjahrespla und Gefolgſch fe auch vor; n, ſie gehen legen beiden .* der lands. Die Aufleg Anleihe des! tigen Schritt mittelfriſtigen der Tatſache! lich zum Aus Wirtſchaftspo Anfang an ge aktion werder gewandelt, di ſ aufgewo fung hat die ſiwc Der i len Touren. 2 Kapital mögli lich, daß der — 60*+ br hat, ni Wenn ſo feit arden RM R untergebracht etwa eine eir erfolgt. Vielr dem Maße a freigelaſſen. 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Dieſen Zielen zu dienen, iſt der Zweck der ſechs Anordnungen des Beauf⸗ tragten für den Vierjahresplan. Ueber ihre eigentliche Zweckbeſtimmung hinaus ſind die Anordnungen auch noch in anderer Hinſicht be⸗ merkenswert. Sie ſind nicht in die ſtarre Form eines Geſetzes eingekleidet, ſondern gerade die ewählte Form der weit anpaſſungsfähigeren nordnungen wird ſich von Vorteil auswirken, wenn ſchnelle Entſchlüſſe gefaßt und Entſchei⸗ en gefällt werden müſſen. Auch ren ſie viel mehr an das ſoziale Gewiſſen des Unternehmers, wecken ſein eigenes Verantwor⸗ ihn dazu, alle Kraft zum Gelingen des großen Werkes. So geſehen, bringen auch dieſe Anord⸗ nungen allen Volksgenoſſen wieder ins Bewußt⸗ ſein, daß das ganze Deutſchland es iſt, das 1 ſchuff und zielbewußt an den ſtaats⸗ und wirt⸗ chaftspolitiſchen Aufgaben und Zielen des ierjahresplanes mitarbeiten muß, Führung und Gefolgſchaft. Denn wenn die Anordnungen ſe auch vorzüglich an den Unternehmer wen⸗ n, ſie gehen ebenfalls die Gefolgſchaft an, ſie legen beiden Teilen Pflichten auf— für die Er⸗ .* der wirtſchaftlichen Freiheit Deutſch⸗ lands. * Die Auflegung der neuen 500⸗Millionen⸗RM⸗ Anleihe des Reiches ſtellt einen weiteren wich⸗ tigen Schritt zur Fundierung der kurz⸗ und mittelfriſtigen Verſchuldung des Reiches dar. In der Tatſache dieſer Konſolidierung kommt deut⸗ lich zum Ausdruck, wie richtig und zielſicher die Wirtſchaftspolitik der S von allem Anfang an geweſen iſt. Durch die jetzige Trans⸗ nleihen um⸗ gewandelt, die ſeiner Zeit zur Arbenlsbeſchaf⸗ ſ aufgewandt wurden., Die Arbeitsbeſchaf⸗ fung hat die Wirtſchaft wieder in Gang ge⸗ bracht. Der induſtrielle Apparat läuft auf vol⸗ len Touren. Dadurch wurde die Neubildung von Kapital möglich gemacht. Und es iſt nur natür⸗ lich, daß der Staat dieſen ſelben Kapitalmarkt, den er ja überhaupt erſt wieder in Ordnung ge⸗ bracht hat, nunmehr auch in Anſpruch nimmt. Wenn ſo feit Beginn 1935 insgeſamt 3 Milli⸗ arden RM Reichsanleihe auf dem Kapitalmarkt untergebracht worden ſind, ſo iſt damit nicht etwa eine einſeitige Abſchöpfung des Marktes erfolgt. Vielmehr werden in nicht unbedeuten⸗ dem Maße auch Mittel für andere Aufgaben freigelaſſen. 1* Auch im Steueraufkommen des vergangenen und des laufenden Jahres drückt 3 bereits deutlich der poſitive Wirtſchaftserfolg des Na⸗ tionalſozialismus aus. Waren die Steuerein⸗ 1 nahmen 1933 und 1934 zum Teil noch der Aus⸗ druck einer reinen Mengenkonjunktür, ſo ſtellen ſie jetzt in zunehmendem Maße einen Grad⸗ meſſer für den Umfang der Wirtſchaftstätigkeit und ⸗entwicklung dar. Gerade in den geſtie⸗ genen des Reiches— faſt 10 Milliarden RM 1935/6 und vorausſichtlich 12 Milliarden RM 1936/37—. tritt der Auf⸗ ſchwung der deutſchen Wirtſchaft deutlich ſicht⸗ bar in Erſcheinung. W0 Das Reichswirtſchaftsminiſterium hat die be⸗ abſichtigte Kapitalerhöhung der Humboldt⸗ Deutzmotoren⸗AG. in Köln, die in den nächſten Tagen in einer außerordentlichen Hauptver⸗ ſammlung beſchloſſen werden ſoll, genehmigt. Die Kapitalerhöhung wird jedoch nicht 6, ſon⸗ dern 6,5 Millionen RM betragen. Auch werden die jungen Aktien entgegen der urſprünglichen Abſicht, ſie durch die Großaktionärgruppe allein 4 übernehmen zu laſſen, allen Aktlonären im Ver⸗ hältnis 41 zum Bezug angeboten. Eine Ab⸗ findung für den Gegenwert eines entgangenen Bezugsrechtes wird daher auch nicht gewährt. Ebenfalls hat das Reichswirtſchaftsminiſterium am 20. Oktober der Gelſenkirchener Bergwerks AG. die nach dem Anleiheſtockgeſetz erforderliche Genehmigung zur Kapitalerhöhung erteilt. Da⸗ nach iſt in dieſen Tagen die in der Bekannt⸗ machung über den Umtauſch der ſechsprozentigen Anleihe der Vereinigten Stahlwerke angekün⸗ digte Erhöhung des Grundkapitals der Gelſen⸗ kirchener Bergwerks AG. von 20 auf 200 Mil⸗ lionen RM in einer außerordentlichen Haupt⸗ verſammlung beſchloſſen worden. Meldungen aus der industrie Pfälziſche Preßhefen⸗ und Spritfabrik Ludwigshafen. Das Geſchäftsjahr 1935/36 hat, wie der SW erfährt, einen allgemein recht guten Verlauf genommen und gegenüber dem Vorjahre eine Abſatzſteigerung gebracht. Der GWiwerde vorausſichtlich wiederum eine Dividende von 7 Prozent auf 1 Mill. RM. Ax vorgeſchlagen. Gebr. Adt Ach, Wächtersbach. Das Geſchäftsjahr 1935/36 wird vorausſichtlich mit Rückſcht auf die bei der Rückſtellung des Saarwerkes Ensheim bedingien Verluſte einen Verluſtabſchluß bringen(i. V, einſchl 1 1 Vortrag 36 000 RM. Geſamtgewinn). Die Bilanzſitzung lann erſt für den Monat Dezember in Ausſicht genom⸗ men werden. Wie der SW erfährt, hat die Geſellſchaft ihre ſeit Jahren ſtilliegende Anlage in Groß⸗Auheim ohne Buchverluſte ſoeben veräußert. Gebr. Junghans Ach, Schramberg.— Vor ver Bi ⸗ lanzſitzung. Ueber die weitere Umſatzſteigerung im Ge⸗ ſchäftsjahr 1935/36, die auch im lauſenden, neuen Jahre anhielt, iſt ſchon vor einigen Wochen berichtet worden. Inzwiſchen gingen die Dividendenerwarlun⸗ gen auf—5 Prozent. Nunmehr iſt nach Informatio⸗ nen des SW die Bilanzſitzung zum 25. November ſeit⸗ geſetzt worden. Die Dividendenhähe dürfte ſich nicht allein nach den Jahreserträgen richten, ſondern noch von verſchiedenen Gegebenheiten, wie Höhe der Bank⸗ ſchulden, die im letzten Jahre eine Ermäßigung um etwa 1 Mill. RM. erfahren haben(i. V. 4,55 Mill Reichsmart), von durch die kürzliche internationale eingetretenen Forderungsverluſten die der Vierjahresplan der Induſtrie ſtellt und die 1 wohl ſtäriere Mittel verlangen, abhängig gemacht wer⸗ den. Verwaltungskreiſe neigen infolgedeſſen eher zu einer zurückhaltenderen Beurteilung in der Dividenden. höhe, die erſt bei der Bilanzſitzung entſchieden werden könne. mund Giroverbandes auf kin giltz lostet die deutsche Mrtschaft-8000 füU Wir sind noch sehr leichtsinnig/ 106 645 Blitzeinschläge in 25 Jahren/ Beschaffungsaktion flir Blitzableiter Anfang November trafen ſich in Düſſeldorf auf Einladung der öffentlich⸗rechtlichen Feuer⸗ verſicherungsanſtalten in Deutſchland die Wiſ⸗ ſenſchaftler der Gewitterkunde und die Fach⸗ leute des Gewitterſchutzes zu einer Tagung: „Kampf dem Blitz“. Natürlich wiſſen die alten Bauern⸗ und Wet⸗ terregeln allerlei Gutes und Rechtes über Don⸗ ner und Blitz. Sie ſind höchſt praktiſch ausge⸗ richtet und ſchließlich auch mit allerlei Irrtum und Aberglauben verbunden. Wenn— das Vieh nach Luft ſchnappt, wenn Pferde nach Fliegen beißen, die großen Schnecken herausgekrochen kommen, wenn eine Schwere in die Glieder zieht und das Zipper⸗ lein ſich meldet und wenn Gänſe und Enien ſich kräftig baden— dann— ſei ein Gewitter im Anzug. Das alles iſt eine Wiſſenſchaft des „Wenn— dann“. Es werden hier Naturbeob⸗ achtungen zuſammengeordnet, miteinander in Beziehung geſetzt, ſo daß das Ganze des Ge⸗ witters in der Natur in ſeinem Verlauf be⸗ ſchrieben wird. Die richtigen Wiſſenſchaftler aber wollen viel mehr wiſſen. Sie fragen nach den„Ge⸗ ſetzen“ und den Urſachen von Donner und Blitz. Sie wollen erforſchen, nach welchen Regeln das Gewitter abläuft und wie und wo und warum es einſchlägt und weshalb und wie man ſich am beſten dagegen ſchützen kann. Sie nehmen es ſehr genau, die Blitzforſcher. Sie haben dieſe 7 Naturgewalt auf Maß und Zahl ge⸗ racht. Das Gewitter in der Kartothek Eine gewiſſe theoretiſche Ruhe ſtrahlen die Kartotheken aus, in denen eine Unzahl von einzelnen Beobachtungen und Feſtſtellungen über die Geſetze des Gewitters feſtgelegt ſind, miteinander verglichen, gutes Material ab⸗ gebend, um der deutſchen Gewitterkunde Rang und Bedeutung zu geben. Unerhört minutiöſe Angaben werden da gemacht. So hat man her⸗ ausbekommen, daß die Entladungen 1/1600ftel bis 1/100ſtel Sekunden dauern, daß ein Blitz ein bis drei Kilometer lang iſt, daß es aber auch Rieſenkerle unter den Blitzen gibt, ſolche bis zu 30 Kilometer und daß ſie bis zu 40 Zen⸗ timeter„Durchmeſſer“ haben. Die Stromſtärle eines Blitzes hat man mit 10 000 bis 50 000 Ampere, die Spannung zwiſchen den Blitzköp⸗ ſen mit 20 bis 100 Mill. Volt errechnet. So verſteht ſich der alte Bauernſpruch:„Ein recht⸗ ſchaffener Blitz ſpaltet Felſen“. Wenn es aber in einem anderen Wetterſpruch heißt;„Blitze zielen nicht“— ſo gibt ſich die Wiſſenſchaft da⸗ Erhühte Kreditgewährung der Sparkassen mit eben nicht zufrieden. In ihren Kartotheken hat ſie allerlei über das„Ziel“ der Blitze ver⸗ merkt. Man iſt ihm auf der Spur. Man beob⸗ achtet ſehr viel und ſehr gewiſſenhaft und man kann ſchon allerlei angeben, wieſo, warum und wo es einſchlägt. Wo es einſchlägt Nach der Uhr gerechnet, ſtellen ſich die Blitze am liebſten von Mittag bis gegen Abend zwi⸗ ſchen 12 und 18 Uhr ein. Nach dem Kalender geſehen, lieben ſie die Monate Mai, Juni und Juli. Unter dem Stichwort„Schleswig⸗Holſtein“ haben die Forſcher in ihrer Kartothek die Notiz: 47 v. H. aller Blitzſchläge in Holſtein fanden im Juli ſtatt. Im Kreislauf der Jahre gedacht, kann man alle 10 bis 15 Jahre von einem Maximum an Gewitterhäufigkeit ſprechen. Und der Landtarte nach hat in den letzten Jahr⸗ zehnten bei uns in Deutſchland die Gewitter⸗ häufigkeit zugenommen. Die Blitzgefahr iſt gewachſen— aber der Blitzſchutz nicht. Beſtimmte Gegenden werden geradezu als„Blitzneſter“ bezeichnet. Da iſt kein Strauch und kein Baum ſicher. Was überhaupt in der Kartothek unter dem Stichwort„Baum“ ſteht, iſt dieſes: Von hundert Blitzſchlägen entfielen auf Pappeln 46, auf Eichen 11, auf Linden 9, ebenſoviel auf Eſchen, auf Obſtbäume, auf Wei⸗ den und Nadelhölzer je 5 und 10 auf Erien, Ulmen, Birken und Buchen. Der Blitz ſchlägt in alle Baumarten ein. Kein Baum iſt blitz⸗ ſicher. In einem alten Wetterſpruch heißt es, der Blitz ſchlägt mehr in Bäume als ins Gras Mit den Blitzeinſchlagſtellen an Gebäuden ver⸗ hält es ſich ſo: von 100 Blitzeinſchlägen erfolgen 40 in den Schornſtein, 24 in den Giebel, 13 in das Dachfenſter, 10 in Türme und Eckchen, die höchſt überflüſſigerweiſe angebracht ſind, 10 101 den Dachfirſt und genau 3,4 in die Wetterfahne. 25 Jahre lang hat man Blitze gezählt. Von 1892 bis 1916 hat es in Deutſchland 106 645mal eingeſchlagen. 28 v. H. von dieſen Blitzſchlägen haben gezündet, 72 v. H. waren„Blindgänger“— kalte Blitze. In der Stadt zündeten bloß 12 v.., auf dem Land 30 v. H. und 70 v. H. waren kalt. Von allen Blitzſchlägen überhaupt entfallen wohl 86 v. H. auf das Land und nur 14v. H. auf die Stadt. Die rauch⸗ und rußgeſchwängerte Atmoſphäre der Stadt macht den Blitz— fried⸗ licher, die unerhörten Spannungsgegenſätze gleichen ſich in der Stadt harmloſer aus. Die Zündungsgefahr der Blitze auf dem Land iſt zweieinhalbmal größer als in der Stadt. Bei all dieſen Zahlen konnte man die glückliche Feſt⸗ ſtellung machen, daß nur 10,7 v. H. der Blitz⸗ Mehr und höhere Hypotheken/ Verstärkt flienende Kreditrllckfillsse Die von den deutſchen Spar⸗, Girokaſſen und Kommunalbanken im erſten Halbjahr 1936 be⸗ willigten Privatkredite, alſo an den Mittel⸗ ſtand in allen ſeinen Schichten, belaufen ſich nach einer Statiſtik des Deutſchen Sparkaſſen⸗ d insgeſamt 615 596 Stück im Geſamtbetrage von 734,7 Mill. RM. Im einzelnen verteilen ſich dieſe Bewilligun⸗ gen auf folgende Kreditarten: Kreditbewilligungen im 1. Halbjahr 1936 Stück Mill. RM. Wechſel.„ 386 880 162,0 Kontokorr.⸗Kred. 76 679 160,9 Feſte Darlehen.„ 81 436 82,0 Hypotheken. 70 601 329,8 Insgeſamt 615 596 734,7 Ausgezahlt wurden an mittel⸗ und lang⸗ friſtigen Krediten in den erſten ſechs Monaten des laufenden Jahres insgeſamt 127919 Stück im Geſamtbetrage von 257,0 Millionen RM, und zwar 73 384 Stück in Höhe von 66,4 Mil⸗ lionen RM in Form von feſten Darlehen und 54 535 Stück im Betrage von 190,6 Millionen RM in Form von langfriſtigen Hypotheken⸗ darlehen. Dieſe Kreditbewilligungen und Kreditaus⸗ zahlungen der Sparkaſſen liegen anzahl⸗ und betragsmäßig über denen in der Vergleichs⸗ periode des Vorjahres. Unter Ausſchaltung der Ziffern für diejenigen Kaſſen, welche die Berichterſtattung im Jahre 1936 neu auſge⸗ nommen haben, wurden im erſten Halbjahr 1936 der Stückzahl nach 14,8 v. H. mehr Kre⸗ dite von den Sparkaſſen bewilligt als in den erſten ſechs Monaten 1935; der Geſamtbetrag der Kreditbewilligungen erhöhte ſich um 25/0 v. H. Wie die Erhebungen zeigen, haben ſich gegenüber dem Vorjahr insbeſondere die Be⸗ willigungen von Hypotheken mit einer be⸗ tragsmäßigen Steigerung von 33,3 v. H und — in noch ſtärkerem Maße— die Auszahlun⸗ gen von Hypotheken(mit + 56,2 v..) erhöht. Dieſe gegenüber dem Vorjahr verſtärkte Kre⸗ ditgewährung der Sparkaſſen an die örtliche Wirtſchaft ſteht auf den erſten Blick im Gegen⸗ ſatz zu der gegenüber dem Vorjahr etwas ver⸗ langſamten Einlagenentwicklung. Es muß je⸗ doch berückſichtigt werden, daß das Einlagen⸗ und das Kreditgeſchäft der Sparkaſſen— wie bereits öfter betont— nicht den aleichen jahres⸗ zeitlichen Schwankungen unterliegen. Die Kre⸗ ditgewährung eines Halbjahres allein kann da⸗ her nicht ohne weiteres den Einlagenzuflüſſen des gleichen Zeitraumes gegenübergeſtellt wer⸗ den. Ferner iſt zu berückſichtigen, daß die Sparkaſſen— ungeachtet ihrer Mithilſe an der Konſolidierung der kurzfriſtigen Reichsſchul⸗ den— 1936 etwas mehr Spielraum für da⸗ private mrebtielhft hatten als noch 1935 Immer mehr Sparkaſſen hatten ihre Akzepi⸗ verpflichtungen abgedeckt; auch die Anzahl der⸗ jenigen Kaſſen, die ihre Liquiditätshaltung voll 1. Halbi. 1935 aufgefüllt haben, iſt gegenüber 1935 geſtiegen. Endlich wird auch die Anzahl derjenigen Kaſ⸗ ſen gewachſen ſein, die innerhalb des Hypo⸗ thekenkontingents über freie Beträge verfügten. Dieſe Entwicklung hat ſelbſtverſtändlich dazu geführt, daß die Sparkaſſen in ihrer Geſamt⸗ heit die ihnen zur Verfügung ſtehenden Mittel ſtärker im örtlichen Kreditgeſchäft einſetzen konnten, als es ihnen 1935— infolge der da⸗ mals noch ſtärker wirkſamen geſetzlichen Be⸗ ſchränkungen— möglich war. Hinzu kommt ſchließlich, daß die neue Kreditgewährung be⸗ kanntlich nicht nur von den neuen Einlagenzu⸗ flüſſen, ſondern weitgehend von den zurückſtrö⸗ menden Kreditmitteln, die wieder ausgeliehen werden können, abhängig iſt. Dieſe— mit fortſchreitender Wirtſchaftsbelebung verſtärkt fließenden— Kreditrückflüſſe haben ſicherlich in ausſchlaggebendem Umfange zu der erhöhten Kreditgewährung der Spar⸗ kaſſen in 1936 beigetragen. Für das Hypothe⸗ kengeſchäft ſind dieſe Zuſammenhänge in ihrer Größenordnung zahlenmäßig belegbar, auch wenn der folgenden Rechnung gewiſſe Unge⸗ nauigkeiten anhaften.(Nicht erfaßt ſind die Kreditumwandlungen z. B. in der Form der Ablöſung eines Kontokorrentkredites durch eine Hypothet.) Die Durchſchnittsbeträge der im erſten Halb⸗ jahr insgeſamt bewilligten und ausgezahlten Kredite haben ſich gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der feſten Darlehen bei allen Kre⸗ ditarten weiterhin erhöht. Durchſchnittsbeträge eines ausgezahlt. eines bewilligten Kredites Kredits Wech⸗ Konto⸗ feſte Hypo⸗ feſte Hypo⸗ ſel korr, Kr. Darl. theken Darl. theken 405 1930 1118 3960 954 3088 1. Halbj. 1936 419 2099 1006 4673 905 3495 Wie bereits des öfteren ausgeführt, ſtellen dieſe Erhöhungen der Durchſchnittsbeträge der neu bewilligten und ausgezahlten Kredite nur eine Angleichung an die Durchſchnittsſätze fämtlicher Sparkaſſenkredite dar. Insbeſon⸗ dere zeigt ſich dieſe Tendenz bei den Hypothe⸗ kendarlehen, deren Durchſchnittsbetrag— über den Geſamtbeſtand berechnet— ſich bei den Sparkaſſen auf rund 5000 RM. beläuft. Herſtellungsverbot für beſtimmte Erzeugniſſe aus Grau⸗, Temper⸗ oder Stahlguß. Die Ueberwachungs⸗ ſtelle für Eiſen und Stahl veröffentlicht im Deutſchen Reichs⸗ und Preußiſchen Staatsanzeiger Nr. 268 eine Anordnung vom 16. November 1936, durch welche die Herſtellung beſtimmter Erzeugniſſe aus Grau⸗, Temper⸗ oder Stahlguß für den Inlandsbedarf verboten wird. Perſonalien. Dir, Otto Neu iſt aus dem Vorſtan' der Manufaktur Koechlin Baumgartner u, Cie. AG in Eörrach ausgeſchieden, an ſeiner Stelle wurde Dir. G. iggerß(der früher dem Vorſtand der Kammgarnſpin⸗ fen angehörte) als Vorſtandsmitglied ellt. ſchläge eieten Menſchen treffen. Trotzdem in die Zahl der Opfer noch ſehr hoch. 1931 gab es in Deutſchland 155 Tote durch Blitzſchla wovon 83 v. H. auf die Altersklaſſen von 15 bit 60 Jahren entfielen. Von allen im Freien ge⸗ troffenen Perſonen wurden 60 v. H. getötet, von allen denen, die der Blitz in Gebäuden ers faßte, nur 8,8 v. H. Wie man„auf die Koſten kommt“ Die Ueberlegung iſt nicht ſchwer. 5 5 Man muß dividieren, und zwar„nehme man“— ſo ſagen das die Fachleute des Blitzſchutzes der öffent⸗ lichen Feuerverſicherungsanſtalten— den Ge⸗ ſamtſchaden und ſetze ihn zu der Blitzhäufigtenn ins Verhältnis. In den Kartotheken ſteht, daß ür 1928 der Geſamtſchaden durch Blitzſchlag in reußen 3 906 000 RM. betrug. Dieſer Schaden wurde verurſacht durch 869 Blitzſchläge. Demnach koſtet ein Blitz 4500 RM. In der Stadt gab es einen Schaden von 315 000 RM., verurſacht durch 213 Blitze. Auf den einzelnen Blitz kommen ſomit 4180 RM. Auf dem Land war der Schaden 3 591 000 RM. durch 656 Blitze. Das macht pro Blitz 5500 RM. Zündende Blitze allein berech⸗ net, ſind viel teurer. Der Geſamtſchaden von zündenden Blitzen belief ſich auf 3,7 Mill. RM., verurſacht durch 447 zündende Blitze. Der Koſten⸗ punkt beträgt alſo im Durchſchnitt für einen „guten“ zündenden Blitz 8300 RM. Vollſtändigkeit noch das eine: auf Blitzſchaden. All dem gegenüber ſei ſchnell einmal feſtge⸗ ſtellt, daß ein guter Blitzableiter für ein länd⸗ Größe etwa⸗ liches Wohngebäude mittlerer 150 RM. koſten würde, daß aber nur 3 v. H. aller Gebäude in Deutſchland einen richtigen Blitzſchutz haben. Wir ſind alſo noch ſehr leicht⸗ ſinnig— oder ſogar ein wenig abergläubiſch? Vielleicht glauben noch viele an die Haſelnuß⸗ rute, die man ins Gebälk vermauern müſſe, um Blitze zu bannen, oder an die„Donnerkeile“, die aus Bäumen geſchnitten werden, in die der Blitz gefahren iſt, oder an ſonſt einen faulen Zauber. Auf jeden Fall ſchlägt es mit einem lauten und vernehmlichen Krach in die deutſche Vol Schaden im Jahr, die durch Blitzeinſchlag ver⸗ urſacht werden. Mit ſehr großem Recht haben deshalb dieſer Tage 3 Düſſeldorfer Ta⸗ i gung„Kampf dem Blitz“ die Fachleute und Wiſ⸗ ſenſchaftler von Donner und Blitz darauf auf⸗ merkſam gemacht, daß 50 v. H. dieſer Schäden Und zur von insgeſamt 131 089 000 RM. Brandſchaden kommen 3 v. H. zumindeſt zu vermeiden ſeien. Wir könnten alſo ganz gut im Jahre 10 Mill. RM. einſparen. Für dieſen Betrag aber könnte man 100 000 Ge⸗ bhäude mit guten Blitzableitern verſehen. Blitzableiter⸗Beſchaffungsaktion Die Blitzleute haben auf ihrer Düſſeldorfer Tagung auch bekanntgegeben, daß eine plan⸗ 3110 mäßige Einführung von Blitzableitern in man⸗ chen Gegenden Deutſchlands den geſamten Blitz⸗ ſchaden auf ein Fünftel vermindert hat, und daß die gemeinnützigen öffentlichen Feuerver⸗ ſicherungsanſtalten für die nächſten drei Jahre 3 Mill. RM. zur Verfügung ſtellen, damit ſich jeder, der es nötig hat, auf Kredit einen Blitz⸗ ableiter zulegen kann. Es gibt alſo keine Ausrede mehr, um dieſer Schadenverhütung an Menſch und Tier, an Ernteſegen und wertvollen Vorräten, an Hab und Gut auszuweichen. Die Technik ſteht gegen die Dämonie einer furchtbaren Naturgewalt. Es wird dem Blitz Schach geboten und— vielleicht iſt die Zeit gar nicht mehr weit, in der die Frage nach dem Koſtenpunkt des Blitzes weni⸗ ger wichtig iſt, weil er einen kataſtrophalen Preisſturz erlebte.— se— fhein-Mainische Abendbörse Weiter erholt Zwar eröffnete die Abendbörſe nahezu geſchäftslos, da ziemliche Zurückhaltung vorherrſchte, doch war die Haltung für deutſche Aktienwerte freundlich und, ſoweit man Kurſe nannte, wieſen ſie gegen den Berliner Schluß eine weitere leichte Erholung auf. JG. Farben kamen mit 167¼(167) zur Notiz. Auslandswerte la⸗ gen ſehr ruhig, Aku nannte man mit 52/¼—53½(53). Der Rentenmarkt lag ſehr ſtill und brachte vorläufig keine Abweichungen. Die Abendbörſe hatte bis zum Schluß kein nennens⸗ Die Haltung blieb aber freundlich wertes Geſchäft. und überwiegend lagen die Kurſe ½ bis 1 Prozent über denen von Berlin. Etwas ſchwächer waren noch Scheideanſtalt mit 263(265), auch ſonſt ergaben ſich vereinzelt noch leichte Abbröckelungen um Prozent⸗ bruchteile. Auslandswerte waren allgemein gefragt, doch wurden keine Kurſe feſtgeſtellt. Notiert wurden Anatolier mit 25 bei 40 Prozent Zuteilung, 4proz. Rumänen zqogen auf.20(.10) an. Nachbörſe: Ver. Stahl 120½, Rheinſtahl 148½, IGG. Farben 168 Geld. Getreide Rotterdamer Getreide Rotterdam, 16. Nov, Schluß. Weizen(in Hfl. p. 100 Kilo); Nov..97½; Jan. 37:.07½.; März 37:.12½.; Mai 37:.15. Mais(in Hfl. v. Laſt 2000 Kilo): Nov. 85; Jan, 37: 81; Mürz 37: 89; Mai 37: 90¼. Mannheimer Getreidegroßmarkt Veränderungen: Luzernekleehen.20—5,60. Alles übrige unverändert. Märkte Mannheimer Schlachtviehmarkt Auftrieb: 120 Ochſen, 135 Bullen, 235 Kühe, 215 Färſen, 4· Freſſer, 470 Kälber, 36 Schafe, 2414 Schweine, 4 Ziegen. Preiſe: Ochſen 42—45, 38—41, Bullen 40—43, Kühe 40—43, 34—39, 28—33, 20—25, Färſen 41—44, 38—40. Kälber 56—65, 45—55, 30 bis 40, Schweine a) 57, bi) 56, p2) 55, c) 53, g) 51. Marktverlauf; Großvieh und Schweine zugeteilt, Käl⸗ ber ſchleppend. Ein Ufa-Film, von dem ganz Deutschland begeistert sprichtl Packendl itreinendl Ein noch wahren Begebenheiten verfaßter Splonageabwehrfilm- ein auf- ruüttelndet Dokument untrer Zzeit Hauptdarfsteller: Will/ Birgel Lida Baarova, Theodor LoOs u. à. Neueste DeuligTonwoche und Kulturfilm: Das Paradies der Pferdel Ab Bufßtag! .00f4. 10 .208.35 Ein Film, den Sie nicht versäumen dürfen! ScHäauBURe 1 ——————— die Heute Dienstag gose Karnevals- Tanzschau ebenfalls Donnerstõg und Freltag Jational-Tn eater Mann neim Dienstag, den 17. November 1936 Vorſtellung Nr. 84 NS⸗Kulturgem. Ludwigshafen Abt. 46—49, 101—105, 111—112, 401 bis 404, 416—418, 432—434, 438, 491 bis 492, h Nr. 815—817 und Gruppe B Eine beſchränkte Anzahl Karten iſt anf“ der Theaterkaſſe erhältlich KOhengken Rmenench Oper in drei Akte von Richard Wagner. Unfang 19 uyr. Ende gegen 23 Uhr. Amtil. Bekanntmachungen Im Konkursverfahren über das Vermögen der o. H. Friedrich Wei⸗ mer& Co. und deren Inhaber wurde an Stelle des verſtorbenen Rechtsanwalts Hellmuth zum Konkursverwalter ernannt: Rechts⸗ anwalt Dr. Walter Goll in Man ⸗ heim, Qu 1, 4. Mannheim, den 11. November 1936. Amtsgericht BG. 1. Gülerrechtsregiſtereinkrag vom 12. November 1936: Alfred Grieshaber Werkmei⸗ ſter in Mannheim. und Berta, geb. Werling. Der Mann hat das der Frau gemäß 5 1357&B. zuſtehende Recht, innerhalb ihres häuslichen Wirtungs⸗ kreiſes die Geſchäfte des Mannes für ihn zu beſorgen und ihn zu vertre⸗ ten, ausgeſchloſſen. Amtsgericht 76 3 b. Mannheim. Arbeitsvergebung Abbruch der ehemaligen Jägerluſt⸗ Wirtſchaft, Seckenheimer Anlage 48 50 Nähere Auskunft beim Städt. Hoch⸗ bauamt, Baubüro Schlachthof, von 10 bis 12 Uhr, wo Ausſchreibungsbedin⸗ aungen, ſoweit vorrätig, erhältlich end und die Zeichnungen aufliegen. Einreichungstermin: Samstag, den 28. November 1936, 9 Uhr, Amtsge⸗ bäude II(D), Zimmer 51.— Zu⸗ ſchlagsfriſt: bis 10. Dezember 1936. 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Nachdruck ſämtlicher Original⸗ berichte verboten. Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. Leers Berlin⸗Dahlem. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 (außer Mittwoch. Samstaa und Sonntag) Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz. Mannheim Druck und Verlag: Hatenkreuzbanner⸗Verlag u. Druckerei 0 Bos Kaner Ban 33— e 3 r(auße amstag un onntag) ernſprech⸗ Nr. für Verlag und Schriftleitung: EainegenAr. 354 2 Für den Anzeigenten antw.: Karl Heverling,— iſt Preisliſte Nr. 7 für Geſamtauflage leinſchl einheimer und Schwetzinger Ausgabe) gürtig. 7 Uhr Geſamt⸗D.A. Monat Ottober 1936. 47 817 davon Lawiiner———½ 35 vetzinger usgahe„ Weinheimer Ausgabe„ 3683 Inh.: Kregelon Heirat Linmöbel E Hahreibliſch Kollſchrank Kaſſenſchrünke u..m. neu u. gebr. Hch. Seel& Co., Qu 5. 2 Gallmirt Ende der 50er., mit gutgehendem Reſtamrant, oh. Anhang, ſucht Fri. oder Witwe, nicht unter 40 J. ſchäftstüchtig, vermögend, ohne hang, als Geſchäftsleiterin, evil. ſpätere Heirat. 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November 1936 verschied nach längerer Krank- — im Alter von 56 Jahren unser Gefolgschaftsmitglied. Hermann Hettenbac Er stand seit Juni 1923 in den Diensten unserer Bank und hat stets in pünktlicher und pflichttreuer Arbeit seinen Wir werden diesem treuen und gewissen- haften Mitarbeiter, der sich allgemeiner Wertschätzung er⸗ freute, stets ein ehrendes Andenken bewahren. Mannheim, den 16. November 1936. kunrer und Geiolgschait der Deuischen Banl u. Discon:-Gesellschait Fimale Hannneim (13962V [vart., Angeb. u. JIOſtſtadt! möbl. immer Und füche evt. Laden⸗ wohnung, zu mie⸗ ten geſucht 20 4¹⁵ an d. Verlag d. B. Möbl. Zimmer zu vermieten Kl. frdl. m. Bad Zentralh., m. 11 1. 12. 3u vm. Köreſfe zu erfr. u. 29571V im Verlag Möbl. zimmer 42 21—5 m. Bad „Benütz. 43 ——— Preis Früh hſtlücku. 30 ½% Näh.: ——— 2¹19 85. (24 983 K) Statt. Karten Für die zahlreichen freundlichen Beweise aufrich- tiger Teilnahme beim Hinscheiden unserer Mutter. Frau Fann Broſ geb. 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Friedenskirche. 10 Uhr enpibs gesgen Pf. (Kirchenchor, 15 Abendmahl); Uhr Woenbos dienſt, Vikar ſpp(hl. A on dehrchenehon⸗ 10 150 Haupigottesdienſt, Dekan Joeſt Abendmahl); 18 Uhr Abendgottes⸗ Hienſße farrer Emlein(hl. Abendmahl). Luchfrair e. 10 Uhr—— enſt, Pf. Jundt (Ki rchenchor, hl. Abe§ Uühr Abendgöttes⸗ dienſt, Mmelanthih önklrche. 10 W Pfarrer Hahn(Kirchenchor, che. 8 Uhr Abend⸗ Gemeindehaus Zellerſtraße 34. Uhr Gottesdienſt, farrer. Heſſig 9* Abendmah e 3**— endmahl mit vorausgehender Beichte, farr He gantenhaus. 10.30 Uhr Gottesdienſt, farrer W01 Ahendmahl). gottesdienſt, Vikar—— Höendmaht). Stüdt. an. 10.30 Ahr 7 Diakoniſſenhaus. 10.30 Uhr F ſt 20—55 Pfa Feüdenheim. 10 Uhr Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kam⸗ merer(Kirchenchor, hl. Abendmahl); 20 Uhr Abend⸗ Vikar Rau(hl. Abendmahl). Friedrichsfeld..30 Uhr Hauptgottesdienſt. Pfaxrer 85.52(Kirchenchor, yl, Abendmahl); 20 U. Feier des hl. Abendmahls, Pfarrer Schönthal. Küfertal. 10 Uhr Hau L Pfarrer Schäfet (Kirchenchor, hl. Abendmahl); 20 Uhr Abendgottes⸗ dienft, Vihar Ziegler 15 Uor Hauptgottesdienſt, Virar Zieg⸗ iegl Käfertali⸗Süd. ler(hl. Abendmahl). Neckarau:.15 lihr Frühgottesdienſt, Pfarrer Kühn; .45—9 Sr Pfarrer Kühn(Kirchen⸗ ——— 1 Uhr Feier des hl. Abendmahls, Pfarrer Kühn; 19 Uhr Abendgottesdienf, Vikar Schmitt; 20 Uhr Feier des hl. Abendmahls, 555 Schmitt. Gemeindehaus Speyerer Straße 28:.30 Uhr Haupt⸗ —— Pfarrvikar Müller; 10.30 Uhr ſhl. Abendmahl. Pfarrvikar Müller; 11 Uhr Kindergoi⸗ desdienſt, Wbbeng— 18 Uhr Abendgottes⸗ dienſt, Vikar Willy Müller. Rheinau. 10 Uyr Hauptgottesdienſt, anſchl. Feier des 14 Abendmahls mit Vorbereimng, Vath; .30 Uhr Kindergottesdienſt, Vikar L vüſi 9 Uhr Hauptgottesdienſt, 1—— 20 Uhr Abendgottesdienſt, anichitgend eier des h Abendmahls mit Vorbereitung, Vikar K dhofen..30 Uhr Hauptgottesdienſt, er Bar⸗ tholomä(hl. Abendmahl); 15 Uhr BGottesdienſt, 33 Conrodi. Seckenheim..30 Uhr Hauptgottesdienſt. e Fichtl (Kirchenchor, hl. Abendmahl); 19.30 Uhr Abendgot⸗ tesdienſt, Vikar———+ chl. Abendmahl). Pauluslirche Waldhof..30 Uhr Hauptgottesdienſt, m. Lemme(hl. Abendmahl); 18 Uhr Abendgottesdienſ Pfarrer Conradi(hl. Abendmahl). gr. Aufzug, überdachter Hof, da⸗ 57% Schreinerarb Schr. ne auſe zn verkaufen.7 Wallſtadt..30 uptgottesdienſt, Mün Dohnung ort 513— K 4, 25 S4 prriſ80, br., mii poi. Alrcheinpor, hl. Apendmahh; 5 Kenk ganzodergeiellt. p. bald ſofort billug zu—33 755 Mitteltür, Friſier⸗ dienſt Münzel. zu vermieten durch mit Zubh. eingeb[vermieten. 0 0 Darlehen geſucht kommode m. Zteil. ſienſt, Pfarrer nze Rooſchn u Kbolz Hlah 21 145 Geſchäftsinhaberin ſucht zur Erwei e2. andſchr ⸗ olf⸗Hitlerſtr. 147.gen erſt. Eintrag eſchäftsinhaherin f ur Erwei⸗ L. Hlfred b Utja ur balber guf 1. Dez. auf Grundſtück zuf terung ihres Betriebes 1000.— RM Iiniermantel für 335. Giateuiunagriorleg, 29) Immobilien⸗Büro— vermieten. f 1 leihen geſucht. von Selbſigeber zu leihen. Guteſfür mittlere Figurſabzug. Möbellauf Dü 12. 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