üfte „ Frankenthalſ : Hafenbahn- recher 539 17 hmung -Anlage 14 recher 413 98 „ 0.2 cher 200 39 Söhne Nr. 409 41/½2 traße Nr. 6 ller Armbruster Wilh.-Str. 14 lästerermstr. etongeschäft. Fernr. 535 09 lachf. rele - ul. Tieibau rnrui 419 34. Imacher isenbetonbau aße 3. echer 270 35. ernehmen er ümbl. Nr. 438 10/11 -Karlstr. 1 „ QNu 7, 1 ernruf 274 12 2 iffer Fernruf 22958 -Brezel albetrieb inior eski terwaren 7. Tel. 438 02 K5, 4 echer 222 41. ahmutz Ww. eimerstr. 41 echer 285 17. ——*— 2 Spies unholstr. 4 cher 242 46 98 u. 664 05 aße 7. Stücke icke Sernr. 506 32 BVerlag u. Schriftleitun banner“ Ausgabe 4 erſcheinz wöcht Trägerlohn; durch die ohn; durch die Po t.70 RM. leinſchl. 49,28 Früh⸗Ausgabe A Mannheim, x 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das Hakenkreuz⸗ 12mal, Bezugspreiſe; Frei Haus monatl..20 Riht. u. 50 Pf. Poſt.20 RM einſchl. 65,5 Pf. Poſtzeitungsgebühr) zuzügl. 72 Pf. Beſtell⸗ 4 Ausgabe B 30ffi wöchtl. 7mal. Bezugspreife: 30 7—5 ea 14 0, 4 30. „Poſtzeitun e r) zu„42 Sit die Zeitung am Erſcheinen lauch d. höͤh. Gewaͤlt) velhind. beſß An 4 Träger⸗ f. Beſtellgeld. eht kein Anſpr. auf Entſchädigung. 6. Johrgong MANNHEIM ei gen: Geſamtauflage: Die 12ge An im Lertteik 45 Pf. Schwetzinger und Die 4geſpaltene Milemeterzeil Schluß der Anzeigen⸗Annahme: Fru Mannheim, 3„14/15. Fernſprech⸗ Ausſchließl. Geri Nummer 550 e im Textteil 18 Pf. Bei Wiederholung Nachla emäß Preisliſte alsgabe 18 lihr, Avendausg, 12.30 Uhs. Unzeigeß. a chtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: Ludw ſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die 4geſpalt. Minimeterzeile einheimer Ausgahe: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 4 Pf. nzeigen⸗Annahme: — und Erfüllungsort Mannheim, asbhafen 4960. Verlagsort Mannheim. Donnerskag, 26. November 1936. mel⸗Nr. 35421. 3 Ooebbels Prach von Mannheim aus zur Welt „Das deutſch- japaniſche flbkommen iſt ein neuer wertvoller keitrag zum Frieden der Dölner, ein unüberſteigbarer Wall gegen die Jerſtörungsabſicht des fommunismus“ Mannheim, 25. November. Reichsminiſter Dr. Goebbels wandte ſich am Mittwoch um 19 Ahr von Mannheim aus, wo er auf dem Wege zur Kundgebung in Ludwigshafen für einige Stunden weilte, über alle deutſchen Sender an das geſamte deut⸗ ſche Volk und darüber hinaus an die Welt, um den neuen Beitrag des Führers zum Frieden der Welt— das zwiſchen der Regierung des Deutſchen Reichs und der Kaiſerlich Japaniſchen Regierung abgeſchloſſene„Abkommen gegen die Kommu⸗ niſtiſche Internationale“— der Oeffentlichkeit bekanntzugeben und es zu erläutern. Der Reichspropagandaminiſter verlas zu⸗ nächſt den Wortlaut des Abkommens und fügte dann im namen des Führers und der deutſchen Reichsregierung noch fol⸗ gende Erklärung hinzu: Mit dieſem Abkommen, das zwiſchen der Re⸗ gierung des Deutſchen Reiches und der Kaiſer⸗ lich⸗Japaniſchen Regierung abgeſchloſſen wurde, wird nun endlich Klarheit in den trüben Dunſt hineingebracht, den die Kommuniſtiſche Internationale über Europa und die ganze Welt zu lagern verſucht hat. Zwei Groß⸗ mächte haben ſich damit zuſammengeſchloſſen zu einer ſtarken und feſten Erklärung, vor den Drohungen der roten Anarchie weder weichen noch kapitulieren zu wollen. Mit dieſem Abkommen wird in aller Deut⸗ lichkeit zum Ausdruck gebracht, daß es ſich dabei um ein defenſtves Dorgehen handeln ſoll. Denn nicht die beiden hohen ver⸗ tragſchließenden Mächte haben die Kommuni⸗ ſtiſche Internationale herausgefordert, ſondern die Kommuniſtiſche Internationale hat durch eine ununterbrochene Folge von Provokationsakten, revolutionären Aufſtandsverſuchen, anarchiſti⸗ ſchen Umſturzbewegungen und gewiſſenloſen, volkszerſtörenden Zerſetzungstendenzen die ganze Welt auf das tiefſte zu beunruhigen und in ſchwerſte, kaum noch überſehbare Wirren zu ſtürzen verſucht. Wenn ſich die Regierung des Deutſchen Rei⸗ ches und die Kaiſerlich Japaniſche Regierung gegen dieſe Verſuche mit den ihnen geeignet er⸗ ſcheinenden Mitteln zur Wehr ſetzen, ſo iſt das nicht nur ihr gutes Recht, ſondern ihre ſtaatspo⸗ litiſche und moraliſche Pflicht. Denn die umſtürz⸗ leriſchen Tendenzen der Kommuniſtiſchen In⸗ ternationale bedrohen auf das ernſteſte die ge⸗ ſamte Kulturwelt und treiben mit den heilig⸗ ſten Gütern der Völker ein frevelhaftes Spiel. Ausdrücklich wird deshalb in dem heute abge⸗ ſchloſſenen Abkommen betont, daß es zur Wah⸗ rung des inneren Friedens, des ſozialen Wohl⸗ lebens, aber auch des Welt friedens dienen ſoll. Wenn in Artikel 2 die hohen vertragſchließen⸗ den Staaten dritte Staaten, deren inne⸗ rer Friede durch die Zerſetzungsarbeit der Kom⸗ muniſtiſchen Internationale bedroht wird, ge⸗ meinſam einladen, Abwehrmaßnahmen zu ergreifen oder an dieſem Abkommen teilzuneh⸗ men, ſo wird damit in aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, daß dieſes Abkommen ſich gegen niemanden richtet, ſondern nur den einen Sinn und Zweck hat, den Umſturz⸗ verſuchen der Moskauer Interna⸗ tionale ein klares und unmißver⸗ ſtändliches Halt entgegenzuſetzen. Die nationalſozialiſtiſche Bewegung hat vom erſten Tag ihres Beſtehens an den Kampf gegen den Kommunismus in aller Konſequenz durch⸗ gefochten. Sie hat dem Mordtreiben der Kom⸗ muniſtiſchen Internationale über 400 Tote und Zehntauſende von Verletzten opfern müſſen. Sie kennt den Bolſchewismus. Und der Bol⸗ ſchewismus kennt hoffentlich auch ſie. Seit der Machtübernahme durch den Führer hat das nationalſozialiſtiſche Deutſche Reich in breiteſter Front dieſen Kampf der nationalſozia⸗ liſtiſchen Bewegung zu ſeiner Sache gemacht. Beide, Bewegung und Reich, haben die akute Gefahr, in die die Kulturvölker durch die Kommuniſtiſche Internationale hineingebracht werden ſollen, in aller Klarheit erkannt und auch Ent⸗ ſchloſſenheit und Mut genug aufgebracht, ſie rückſichtslos und radikal aus Deutſchland zu entfernen. Reich und Volk ſind heute gegen den Bolſchewismus gefeit. Die Moskauer rote Internationale ihrerſeits hat ſeit der Machtübernahme durch den Führer kein Mittel unverſucht gelaſſen, die ihr durch den Sieg des National⸗ ſozialismus verlorengegangene Poſition in Deutſchland mit anderen Mitteln zurück ⸗ zuerobern. In einer großangelegten infamen Welthetze verſucht ſie, die Völker der ganzen Erde gegen Deutſchland aufzuſtacheln; ſie wäre je⸗ derzeit bereit, wenn ſie es könnte, in einem blutigen Krieg das nationalſozialiſtiſche Deutſchland zu Boden zu zwingen. Dieſe Einkreiſungsverſuche ſind auf der ganzen Linie mißlungen. Eine ſtarke Armee ſchützt jetzt die Gren⸗ zen unſeres Reichs. Die propagandiſtiſchen Erdroſſelungsmanöver der Moskauer roten Internationale aber ſind von Deutſchland mit mutiger Jähigkeit zurückgewieſen worden, ja, wir ſind auf unſeren Parteitagen in Nürnberg nun unſererſeits z u m Angriff gegen dieſe Verſuche vorgegan gen. Wie notwendig es war, von Deutſchland dieſe Gefahr fernzuhalten, dafür ſind die entſetzlichen und grauenerre⸗ genden Vorgänge, die ſich jüngſt in Spanien abgeſpielt haben und noch abſpielen, ein blutiges Beiſpiel und ein furchtbarer Beweis. Was den Völkern, die vom Bol⸗ ſchewismus überrannt werden, droht, dafür zeugen die ungezählten geſchändeten ſpa⸗ niſchen Frauen, die zahlloſen gequälten und gemarterten Kinder, die ermordeten Fa⸗ milien, brennenden Kirchen und verwüſteten Städte. Deutſchland hat dieſen roten Zerſtörungsab⸗ ſichten einen unüberſteigbaren Wall entgegenge⸗ ſetzt. Die tiefſtgehende praktiſche Auswirkung unſeres konſequenten Kampfs gegen den Bolſchewismus aber iſt das heute zwiſchen Deutſchland und Japan abgeſchloſſene Abkommen. Zwei Kulturſtaaten ſetzen ſich damit in aller Offenheit gegen die teufliſchen Verſuche der Kommuniſtiſchen Internationale zur Wehr. Sie zeigen der Welt, wie dieſer Gefahr mit aller Klarheit und Feſtigkeit begegnet werden muß. Dieſes Abkommen iſt dazu beſtimmt, einen wertvollen Beitrag zum Frieden der Welt zuzuſteuern, der durch die gewiſſenloſen kom⸗ muniſtiſch⸗internationalen Treibereien auf das ernſteſte bedroht iſt. Es bringt mit aller Deut⸗ lichkeit zum Ausdruck, daß die hohen vertrag⸗ ſchließenden Staaten nicht provozieren wollen, ſich aber auch nicht mehr pro⸗ vozieren laſſen. Das deutſche Volk aber kann allen kommenden Entwicklungen mit ruhi ⸗ ger Sicherheit entgegenſchauen. Seine Regie⸗ rung ſteht auf der Wacht und wird jede auf⸗ tauchende Gefahr mit den richtigen Mitteln ab⸗ zuwehren wiſſen. Hier iſt der Kommuniſtiſchen Internationale ein Feind erſtanden, der den Kommunismus kennt und ihn deshalb auch wirkſam trifft. Mögen andere bölker daraus lernen, damit dieſes Abkommen wirklich ein Anfang ſein kann im Kampf gegen die Bedrohung der Menſchheit in ihren höchſten Kulturgütern und damit für den wahren Frieden/ der Welt. nicht ſehen, kine geſchichtliche Tat! krklürungen v. Ribbentrops Berlin, 25. Nov.(HB⸗Funk.) Botſchafter von Ribbentrop gab am Mittwochabend gegenüber einem Vertreter des Deutſchen Nachrichtenbüros folgende Erklä⸗ rung zum deutſch⸗japaniſchen Ab⸗ kommen ab: „Auf dem 7. Komintern⸗Kongreß hat der Bolſchewismus allen ordnungsliebenden Staa⸗ ten den Kampf auf Leben und Tod angeſagt und als Ziel die Durchführung der Revolution in allen Staaten und die Aufrichtung der bol⸗ ſchewiſtiſchen Weltdiktatur proklamiert. Das jüngſte Opfer dieſes Vernichtungswil⸗ lens bolſchewiſtiſcher Unheilſtifter iſt Spa⸗ nien. Dieſes Land alter europäiſcher Kultur iſt heute vom Bürgerkrieg verwüſtet, ſeine Städte und Dörfer liegen überall in Schutt und Aſche und das ſpaniſche Volk iſt Heimſuchungen und Qualen ausgeſetzt, die in der Geſchichte kaum ihresgleichen finden. Spanien hat uns gewarnt Dies ſind die furchtbaren Folgen der Ein⸗ miſchung der kommuniſtiſchen Internationale in Durchführung der auf dem 7. Komintern⸗ Kongreß gefaßten Beſchlüſſe. Die Komintern hatte nichts anderes im Sinn, als durch Pro⸗ paganda und Gewalt die„Sowjetrepublik Spa⸗ nien“ aufzurichten, um von hier aus Europa weiter zu unterwühlen. Wer ſoll das nächſte Opfer ſein? Manche Staaten, ſo Amerika, haben ſeiner⸗ zeit gegen die Beſchlüſſe des 7. Komintern⸗Kon⸗ greſſes ſchärfſte Proteſte erhoben— ſie ſind wirkungslos geblieben. Deutſchland und Japan, nicht gewillt, das Treiben der kommuniſtiſchen Hetzer länger zu dulden, ſind nunmehr zur Tat geſchrit⸗ ten. Der Abſchluß des heute von Deutſchland und Japan unterzeichneten Abkommens gegen die kommuniſtiſche Internationale iſt ein epochales Ereignis. Es iſt ein Wende⸗ punkt in dem Abwehrkampf aller ordnungs⸗ und kulturliebenden Nationen gegen die Mächte der Zerſetzung. des Führers großes berdienſt Mit dem Zuſtandekommen dieſes Vertrages haben unſer Führer und Se. Majeſtät der Kai⸗ ſer von Japan eine geſchichtliche Tat vollbracht, die erſt von kommenden Generationen in ihrer vollen Tragweite gewürdigt werden wird. Am heutigen Tage iſt eine ſtarte Abwehrfront von zwei Nationen geſchaffen worden, die in gleicher Weiſe entſchroſſen ſind, je den Einmiſchungsverſuch der kommu⸗ niſtiſchen Internattonale in ihren Ländern zum Scheitern zu bringen. J apan wird eine Ausbreitung des Bolſche⸗ wismus in Oſtaſten niemals zulaſſen. Deutſchland bildet das Bollwerk gegen dieſe Peſt im Herzen Europas Schließlich wird Jtalien wie der Duce der Weli er⸗ klärte, das antibolſchewuſtſche Banner um Süden hochhalten. Ich bin der Ueberzeugung, daß die Länder, die heute die bolſchewiſtiſchen Gefahren noch eines Tages unſerem Führer für „Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 26, November 1936 das klare und rechtzeitige Erkennen dieſer ein⸗ zig daſtehenden Weltbedrohung dankbar ſein werden. In dem Abkommen iſt vorgeſehen, weitere Staaten zur Teilnahme an dieſem Kampf ein⸗ zuladen. Wir wünſchen und hoffen, daß die übrigen Kulturſtaaten die Notwendigkeit des Zuſammenſchluſſes aller gegen die Arbeit der kommuniſtiſchen Internationale erkennen und ſich dieſem Abkommen anſchlieſſen mügen. Auf dieſe Weiſe wird es gelingen, die⸗ ſen Weltfeind endgültig abzuwehren, den inne⸗ ren und äußeren Frieden zu erhalten und unſere alte Kultur zu retten.“ die japaniſche fluffaſſung Der japaniſche Botſchafter in Berlin, Graf Muſhakoji, erklärte einem DNB-Vertreter folgendes: „Ich gebe hiermit meiner aufrichtigen Freude Ausdruck, daß das Abkommen gegen die kommuniſtiſche Internationale am heutigen Tage zwiſchen Japan und Deutſchland abge⸗ ſchloſſen worden iſt. Die kommuniſtiſche Internationale iſt, wie allgemein bekannt, eine internationale Organi⸗ ſation, die überall in der Welt ihre Zellen be⸗ ſitzt und die Zerſetzung und Vergewaltigung der beſtehenden Staaten als ihr Ziel aufſtellt, Der Weltfriede iſt bedroht Da die Einmiſchung der kommuniſtiſchen In⸗ ternationale in die inneren Verhältniſſe der Nation nicht nur deren inneren Frieden und ſo · ziales Wohlleben gefährdet, ſondern auch den Weltfrieden überhaupt bedroht, iſt es für jeden Kulturſtaat aus Selbſterhaltungstrieb eine Selbſtverſtändlichkeit, das Leben und Wohl des eigenen Volkes gegen dieſe Gefahr zu ſchützen. Dabei iſt zu betonen, daß es gegen dieſe inter⸗ nationale kommuniſtiſche Organiſation nur eine einzige wirkſame Abwehrmöglichkeit gibt, näm⸗ lich das Zuſammenhalten der Staaten. Japan und Deutſchland, gegen die der Beſchluß des 7. Komintern⸗Kongreſſes im beſonderen gerichtet iſt, fühlen ſich durch die Zerſetzungsarbeit der kommuniſtiſchen Inter⸗ nationale am ſtärkſten bedroht und ſind deshal“ als erſte zum Entſchluß gekommen, ſich gegen dieſe Gefahr zuſammenzuſchließen. Zwei Bollwerke gegen Moskau Ich bin überzeugt, daß das japaniſche Kgiſerreich unter dem glorreichen Regime Sr. Majeſtät des Kaiſers und das neue Deutſchland unter der heroiſchen Führung des Führers und Reichskanzlers als Garan⸗ ten des Weltfriedens im Oſten und Weſten mit dieſem Schritt ihren Teil zur Be⸗ friedung der Welt beitragen werden.“ lleuer Juſammenſtoß in Sernoſt London, 25. November. Wie aus Hſinking gemeldet wird, hat ſich an der Oſtgrenze von Mandſchukuo, 23 Kilometer nördlich von Suifenho, ein ſchwerer Zuſam⸗ menſtoß zwiſchen japaniſchen Grenzwachen und ſowjetruſſiſchen Truppen ereignet. Nähere Ein⸗ zelheiten über den Zwiſchenfall und die Höbe der Verluſte liegen noch nicht vor. der erſte kindruck in der Weit Das deuisch· japanische gündnis ſindet stãrkste Beaciiung Berlin, W. November(HB⸗Funk) Zu dem zwiſchen dem Deutſchen Reich und Japan abgeſchloſſenen Abkommen gegen die Kommuniſtiſche Internationale lagen bereits am Mittwochabend die erſten Stellungnahmen aus dem Auslande vor. Sofern ſolche noch fehlen, tkommt doch wenigſtens aus der Art der Aufmachung und aus den Ueberſchriften der Zeitungen klar zum Ausdruck, eine wie groſſe Bedeutung man überall der neuen Friedenstat des Führers beimißt. Englands Zurückhaltung „Preß Aſſociation“ berichtet über den erſten Eindruck des deutſch⸗zapaniſchen Abkommens u. ., daß der Vertrag„einigermaßen harmlos“ ſei. In Londoner diplomatiſchen Kreiſen werde es für äußerſt unwahrſcheinlich ange⸗ ſehen, daß Großbritannien auf die Einladung eingehen werde, ſich an dem Vertrage zu beteiligen. Es ſei ſchon häufig feſtgeſtellt worden, daß Großbritannien jetzt be⸗ ſtrebt ſei, eine Aufteilung der Länder der Welt in zwei Blocks, nämlich in einen kommuniſti⸗ ſchen und einen antikommuniſtiſchen, zu ver⸗ meiden. Großbritannien werde auch weiter⸗ hin ſeinen Einfluß aufwenden, um eine ſolche Aufgliederung der Länder der Welt zu ver⸗ hindern.— Aehnlich urteilt auch Reuter, Die nachts herausgekommenen Ausgaben der engliſchen Preſſe bringen die Nachricht über den Abſchluß des deutſch⸗japaniſchen Abkommens ge⸗ gen die Dritte Internationale in größter Auf⸗ machung und geben den Wortlaut des Abkom⸗ mens und des dazu gehörigen Protokolls faſt ausnahmslos wieder. Die Ueberſchriften ſind ſachlich gehalten und ſichtlich von einer ge⸗ wiſſen Zurückhaltung beſtimmt, die auch darin zum Ausdruck kommt, daß maßgebliche Stel⸗ lungnahmen bisher fehlen. Der liberale„Star“ bezeichnet das Abkom⸗ men als eine Verpflichtung zur Bekämpfung des Kommunismus. Dem„Evening Standard“ erſcheint das wichtigſte Ergebnis des Paktes die Einſetzung eines ſtändigen Verteidigungs⸗ ausſchuſſes gegen den Kommunismus zu ſein. „Eine defenſine bereinbarung“ In unterrichteten italieniſchen Kreiſen wird vorerſt zu dem deutſch⸗japaniſchen Ueber⸗ einkommen keine Stellung genommen und zu⸗ gleich betont, daß zwiſchen Italien und Japan eine vollkommene Uebereinſtimmung der Auf⸗ faſſungen beſtehe, eine Uebereinſtimmung, die um ſo beachtenswerter ſei, als zwiſchen Italien und Japan vorzügliche Beziehungen vorhanden ſeien. Die römiſche Preſſe meldet das Ereignis in großer Aufmachung. Das halbamtliche„Gior⸗ nale'Italia“ ſchreibt in einer kurzen redaktio⸗ nellen Note, aus dem voll veröffentlichten Wort ⸗ laut des Abkommens ergebe ſich klar und deut⸗ lich der ausgeſprochen defenſive Charakter der Vereinbarung. Das Abkommen bezwecke ledig⸗ lich den Schutz des nationalen Gebietes der Un⸗ terzeichnerſtaaten vor der kommuniſtiſchen Ge⸗ fahr und die Ueberwachung der internationalen Lage, inſofern dieſe durch das aggreſſive Vor⸗ gehen des Kommunismus geſtört werde. Die Frage der Abwehr des Kommunismus habe— wie„Giornale'Italia“ betont— infolge der vom Kommunismus ſeit geraumer Zeit einge⸗ leiteten Offenſivaktion aktuelle und tatſächliche Bedeutung erlangt und müſſe von allen Kultur⸗ nationen der Welt mit ſteigender Aufmerkſam⸗ keit beachtet werden. Für Deutſchland und Ita⸗ lien ſei dieſes Problem bei den Berliner Be⸗ ſprechungen des italieniſchen Außenminiſters Graf Ciani geprüft und bereits geregelt worden. Voliſte Juſlimmuno deſlerreichs zum deutſch⸗japaniſchen Abkommen Wien, 25. November. Die Nachricht vom Abſchluß des deutſch⸗japa⸗ niſchen Abkommens zur Abwehr der Kommu⸗ niſtiſchen Internationale hat hier ungeheures Aufſehen hervorgerufen. Sie wurde gegen 15.15 Uhr bekannt. Naturgemäß fehlen zur Stunde noch Preſſeſtimmen. In Wiener politiſchen Kreiſen wird verſichert, daß dieſes Abkommen herzliche Zuſtimmung finde. Man hebt die ein⸗ dringliche und klare Sprache des Wort⸗ lauts des Abkommens hervor, das wohl ge⸗ eignet ſei, den heute noch vielfach in Lethargie Verharrenden die ungeheure Weltgefahr der Kommuniſtiſchen Internationale vor Augen zu führen, paris zeigt ſich nicht überraſcht Paris, 25. November. Die Unterzeichnung des deutſch⸗japaniſchen Abkommens zur Bekämpfung des Bolſchewis⸗ mus iſt den Pariſer Blättern zufolge am Quai 'Orſay ohne große Ueberraſchung aufgenommen worden, da man angeblich darauf vorbereitet war. Dem„Paris Soir“ zufolge wird im fran⸗ zöſiſchen Außenminiſterium in dieſem Zuſam⸗ menhang auf den Schritt verwieſen, den der franzöſiſche Botſchafter in Tokio, Kammerer, vor einigen Tagen bei dem ſtellvertretenden japaniſchen Außenminiſter unternommen hat, um ſich über die Tragweite des geplanten Ab⸗ kommens zu unterrichten. Gleichzeitig wird wieder einmal betont, daß die franzöſiſche Re⸗ man nat Stickling begnadigt Er soll nun zehn Jahre in sibirischer Kerkerhaſt ausharren 3 Berlin, 25, Rovember⸗ Nach einer offiziellen ſowjetruſſiſchen Mitteilung hat der Präſident des Zentral⸗ exekutivkomitees dem Gnadengeſuch des Reichsdeutſchen Stickling ſtattge; geben und die Todesſtrafe in eine zehn⸗ jährige Freiheitsſtrafe umgewandelt. * Dieſe Begnadigung des Deutſchen Stick⸗ ling zu einer zehnjährigen Mürh n iſt für uns kein Anlaß, die deutſche Stel⸗ lungnahme zu ändern. Stickling iſt in einem Theaterprozeß unſchuldig verurteilt wor⸗ den. Arteil iſt Arteil, ob es ſich um zehn Deutſchland muß es ſich entſchieden ver⸗ bitten, daß deutſche Reichsangehörige, nur weil der Bolſchewismus das Reich treffen will, als Freiwild behandelt werden. An dieſer Stellungnahme ändert die Tatſache nichts, daß die Sowjets jetzt unter dem Druck der Meinung der ganzen Welt nach⸗ gegeben und auf die Hinrichtung Sticklings verzichtet haben. ſloch zwei weitere Begnadigungen Moskau, 25. November.(HB⸗Funk.) Wie verlautet, ſind außer dem deutſchen Staatsangehörigene Stickling noch zwei weitere im Nowoſibirſker Schauprozeß zum Tode ver⸗ Jahre Kerker oder um Todesſtrafe handelt. urteilte Angeklagte begnadigt worden. gierung auch in dieſer Frage eine enge Füh⸗ lungnahme mit London beibehalten werde. Selbſtverſtändlich wird in Paris auch diesmal wieder der Verſuch gemacht, hinter dem japa⸗ niſch⸗deutſchen Abkommen irgendein Geheimnis zu ſuchen. Die Tatſache, daß das Abkommen in der Form eines Kreuzzuges gegen die Komin⸗ tern vorgeſtellt wurde, begegnet— ſo behauptet der„Paris Soir“— in amtlichen franzöſiſchen Kreiſen einer„gewiſſen Skepſis“. Man glaubt ſogar von einer Aufrüſtung des japaniſchen Heeres durch Deutſchland ſprechen zu können. Dieſe etwas ſchleierhafte Wendung wird ver⸗ ſtändlich, wenn man in dem außenpolitiſchen“ Leitartikel des„Paris Soir“ die Behauptung lieſt, daß zweifellos zwiſchen Deutſchland und Japan auch ein Handelsvertrag abgeſchloſſen worden ſei. Unter Hinweis auf die Tatſache, daß das deutſch⸗japaniſche Abkommen allen Mächten, die ſich an der Bekämpfung des Bolſchewismus be⸗ teiligen wollen, offen ſtehe, ſchreibtder Leitartikler des genannten Blattes, nachdem er die Möglichkeit eines baldigen Eintrittes Italiens in das Ab⸗ kommen angedeutet hat, weiter, hier bilde ſich ein Block gegen die kommuniſtiſche Internationale, und nur gegen ſie, alſo nicht gegen Sowjetrußland. Aller⸗ dings werde man weder in Waſhington, noch in London, noch in Paris dieſe diplomatiſche Erklärung ſo ohne weiteres hinnehmen, ein⸗ mal, weil die drei Regierungen jede Blockpolitik ablehnten, andererſeits, weil durch das deutſch⸗ japaniſche Abkommen, ſelbſt wenn es ein Mi⸗ litärbündnis ausſchließe, beſchleunigt eine durch⸗ greifende Umwälzung der Lage und der Kräfte⸗ verteilung in der Welt herbeigeführt werde. Reichsbankpräſident Dr. Schacht iſt am Mittwoch von Teheran nach Bagdad geflogen. Bolschewistische Kampfansage an Finnland Eine Episode aus dem finnischen Freiheitskampf/ Von Erkki Räikkönen Mit Erlaubnis des Albert Langen/ Gg. Müller⸗ Verlages in München entnehmen wir dem kürz⸗ lich erſchienenen Buch„Svinhufvud baut Finnland“ von Erkki Räikkönen, das den Kampf des finniſchen Volkes um ſeine nationale Selbftändigkeit gegen den Bolſchewismus ſchil⸗ dert und darum im Augenblick von politiſch außerordentlich aktueller Bedeutung iſt, den nach⸗ ſtehenden Auszug. Durch einen ihm perſönlich bekannten So⸗ zialdemokraten erhielt Senator Renvall wert⸗ volle Andeutungen über den bevorſtehenden Ausbruch des Aufruhrs. Nun ſtand der Senat vor der wichtigen Entſcheidung: ſollte er ſich nach Waaſa begeben und von dort aus die Schickſale des Landes leiten? Tat er das, der Aufruhr tatſächlich losgebrochen war, ſo würde es wie eine offene Aufforderung an die Roten wirken, die Zügel der Regierung in die Hand zu nehmen. In Helſinki auf dem Poſten bleiben, bedeutete aber außer der perſönlichen Lebensgefahr möglicherweiſe eine ürs ganze Volk, wenn es die Männer verlor, enen das Schickſal des Landes anvertraut wax. Es war eine ſchwierige Zwangslage. „Unſere Lage war eiwa die des Kapitäns auf einem ſinkenden Schiff“, ſagt Svyinhufpud, „denn wir mußten bis zum letzten Augenblick 4 unſerem Platz ausharxen.“ 0 em Drängen Dr. Suolahtis, des Führers der Aktiviſten, daß der ganze Senat oder we⸗ nigſtens der halbe Senat ſich nach Waaſa be⸗ ahen ſollte, widerſetzte ſich Svinhufvud ent⸗ chieden:„Das Volk könnte meinen, die Herren Senatoren dächten mehr an ihre eigene Sicher⸗ eit als an das Land.“ Schon war man nach — Für und Wider entſchloſſen, alle ſoll⸗ ten bleiben, als die Nachricht kam, die Roten würden binnen einer Stunde den geſgamten Reiſeverkehr abſperren. Das gab auch für Svinhufvud den Ausſchlag. Drei Senatoren ſollten nun ſofort die letzte Reiſegelegenheit nach dem Norden benutzen, und zwar Renvall, Frey und Pehkonen. Der ſchickſalsſchwere Beſchluß wurde eine knappe Stunde vor Abgang des letzten Poſt⸗ zuges 1 gefaßt, Die weißgeſinn⸗ ten Eiſenbahner hatten den für den Senat be⸗ reitgehaltenen Sonderzug ſchon wieder entfernt, da ſie gehört hatten, die Senatoren würden nicht fahren. Statt deſſen war ſchon einiges geſchehen, um den Zugverkehr in Unordnung ze bringen, denn es verlautete, die Roten wür⸗ en ſich an dieſem Abend der Bahnen bemäch⸗ tigen. Unter anderem hatten die Eiſenbahner die Sprengung der Brücke Hyvinge— Riihimäki vorbereitet, um den Roten die Sammlung ihrer Kräfte zu erſchweren. Ohne eine Ahnung von dieſem Plan und der ihnen dadurch drohenden Gefahr beſtiegen die drei Senatoren im letzten Augenblick den Poſtzug, mit gewöhnlichen Fahrkarten, a ihre Freikarten die Namen verraten hätten. In demſelben Zug reiſten Studenten, die heimlich zu den Weißen im Norden ſtoßen wollten, und bewaffnete Rotgardiſten; aber auch zwei Ausländerinnen, die zum Diploma⸗ tiſchen Korps gehörten, und deren wegen lie⸗ ßen die Roten den Zug unbehelligt fahren. Kaum war der Zug abgegangen, als Louhi⸗ vuori den Aktiviſten und Eiſenbahnbeamten Haapalainen traf. „Nun iſt der Teufel los“, ſagte dieſer.„Ich habe befohlen, die Brücke zwiſchen Riihimäki und Hyvinge zu ſprengen, und jetzt iſt es nicht mehr möglich, Gegenbefehl zu geben.“ Louhivuori brachte es aber doch noch fextig, die Sprengung durch ein raſch beſchafftes Auto, das den Zug überholte, im letzten Augenblick zu verhindern. Inzwiſchen geſtaltete ſich dieſer Samstag auch für Enckell in Petersburg bedeutungsvoll: Er hielt Podwoiſki, dem Kriegskommiſſar, die Lage in Finnland, vor allem in Wiipuri, vor und drang auf Zurückziehung des ruſſiſchen Militärs aus Finnland. Podwoiſki erklärte ganz offen, die Bolſchewiſten gedächten die Re⸗ volutionare zu unterſtützen, denn in einem Kampf zwiſchen Weiß und Rot könnten die ruſ⸗ ſiſchen Truppen nicht neutral bleiben. Zum Be⸗ weis dafür las Podwoiſki ihm einige Punkte aus dem Reglement der jüngſt aufgeſtellten roten Armee vor, worin dieſe ausdrücklich ver⸗ pflichtet wurde, in allen Ländern den Kampf Lue die Bourgeoiſie zu unterſtützen. Als nckell auf das internationale Recht verwies, wonach kein Staat ſich in die inneren Ange⸗ legenheiten eines anderen miſchen dürfe, ent⸗ gegnete Podwoiſki: „Wir kennen nur ein internationales Recht, die Solidarität des Proletariats.“ Im Guten war alſo nichts zu erreichen. Nun verſuchte Enckell es mit Einſchüchterung, zumal er den Eindruck hatte, daß Podwoiſki alarmie⸗ rende Nachrichten aus Finnland erhalten habe. „Ich unterſtrich“, erzählt er,„namentlich die Begeiſterung unſeres Volkes für eine Befreiung vom Joch des ruſſiſchen Militärs und ſagte, der Augenblick ſei nicht mehr fern, wo in Finn⸗ land Mann füiſ Mann zum bewaffneten Kampf gegen die ruſſiſche Soldateska aufſtehen würde.“ Und als er Podwoiſki ins Geſicht ſagte, die⸗ ſer habe telegrafiſch den ruſſiſchen Truppen be⸗ ohlen, die utzkorps zu entwaffnen, erſchrak er Kriegskommiſſar ſichtlich.„Ich erſuchte Pod⸗ woiſki um eine unumwundene Antwort, ob die Depeſche im Namen der ruſſiſchen Regierung oder von ihm ohne vorherige Rückſprache mit der Regierung abgeſardt worden ſei.“ Der Kriegskommiſſar ſuchte ſich um eine offene Ant⸗ wort zu drücken und erklärte ſtatt deſſen, wenn nötig, werde er noch mehr Truppen nach Finn⸗ land ſenden. „Beabſichtigt die bolſchewiſtiſche Regierung, Finnland zurückzuerobern?“ „Finnland kann die Revolution nicht vermei⸗ den“, war Podwoiſkis Antwort. Er habe zwar ſelbſtändig gehandelt, ſei aber der Zuſtimmun ſeiner Regierung ſicher, der er die Frage no am Abend zur Entſcheidung vorlegen werde. Am Nachmittag machte Enckell noch einen Ver⸗ ſuch, Trotzki zu treffen. Trotzki wünſche unge⸗ ſtört zu bleiben, gab man ihm zu verſtehen, worauf Enckell dem Sekretär Trotzkis zwei Schreiben des finniſchen Senats— das eine war Svinhufvuds Ultimatum— zur Weiter⸗ gabe an Trotzki überreichte. Raſch telefonierte Enckell an Svinhufvud, daß nach Auffaſſung des Kriegskommiſſars „der ſoziale Kampf in Finnland begonnen habe und die ruſſiſche Regierung ſich in dieſem Kampf auf ſeiten der Arbeiter ſtellen werde.“ „Nun hat Rußland an Finnland den Krieg erklärt“, waren Spinhufvuds Worte an Talas, als er pom Fernſprecher zurückkam. „Das Innere Reich“ Die Zeitſchrift des Albert Langen/ Georg Mül⸗ ler⸗Verlags München,„Das Innere Reich“ liegt uns in ihrem Novemberheft vor. Es wird mit der Rede Bruno Brehms, die er anläßlich des Treffens der Dichter des Krieges in Berlin hielt, eröffnet, und bringt dann vor allem das Hörſpiel von Paul Alverdes:„Die Flucht“, das den Sieg des preußiſchen Gedankens, der Pflicht und der Hingabe an die tragenden Mächte der Idee und des Staates auf eine eindrucks⸗ volle Weiſe Geſtalt werden läßt. Sprachlich ſehr ſchön iſt die Novelle Heinrich Ringlebs: „Kapitän Perthes“. Ferner ſeien genannt drei Gedichte Joſef Weinhebers, und ſechs klare und ſchöne Landſchaftsbilder von Franz Lenk. Eine neue Schwankbühne in Ber⸗ lin, Das Thegter am Schiffbauerdamm in Berlin wird nach gründlicher Erneuerung An⸗ fang Dezember als„Die Schwankbühne an der Weidendammer Brücke“ wieder eröffnet. N. Mili Reiz Jet länd der wür wen Lant Der Got Es iſt men„Fel Arabien“, ſüdweſtar Meeren, legen, unt der mit geworden nur behar Gottmenſe Schon Jahren ii an der Ke ten Mächt Land, wa den ſollte, der Zaidi ginge. Die feind Im übr ſchichte Je blick begin ben ſein n letzten Tag nach Dſchi richten vo Neun( Jahja. V noch übrig Jeder der den wohlt das heißt Aber nur Ahmad, den Titel die rote Fe Der Kron Dieſer J dem Auger Brüdern, Jahre 193 ſetzte. Er ſtarken Hee Er hat e⸗ naten die Verbände Rückenſtärk daß ſeine b den Verſuch gils durch Seite zu b Iſmail, ſei führen. Er zaude drei Bri aeeeeen mauanm. N. Aus eine Loff über 1 Haithabu ſuchungen i durch eine ein größere⸗ aufzudecken. im Anſchlu durchgeführt die Stadt d gebung des gut erhalten ner Bohlen drei Meter Weges, den haben, fand geſchnitzte? Frauen gehi die diesjähr Nachdem es war, die dre den Flechtw zeigen, konn heiten für Als überwi⸗ der Stadt dung mit Es gelang, decken, die l Meter breit der Häuſer 1 ovale Steinf ſtrichen wurt bei der Anl⸗ regelrechter einer Reihe ein einheitli Häuſer in K Deutſch Gebäude de Künſte in B ſember 1936 werde. Die mus habe— -infolge der r Zeit einge⸗ d tatſächliche allen Kultur⸗ Aufmerkſam⸗ imd und Ita⸗ Berliner Be⸗ ißenminiſters egelt worden. ereichs ommen November. deutſch⸗japa⸗ der Kommu⸗ ungeheures e gegen 15.15 zur Stunde r politiſchen Abkommen hebt die ein⸗ des Wort⸗ is wohl ge⸗ in Lethargie ltgefahr der r Augen zu cht enge Füh⸗ beibehalten auch diesmal r dem japa⸗ Geheimnis bkommen in die Komin⸗ ſo behauptet franzöſiſchen Man glaubt japaniſchen zu können. 3 wird ver⸗ enpolitiſchen“ Behauptung ſchland und abgeſchloſſen „ daß das Mächten, die wismus be⸗ Leitartikler Möglichkeit in das Ab⸗ er bilde ſich tniſtiſche zen ſie, alſo nd. Aller⸗ ngton, noch iplomatiſche ehmen, ein⸗ Blockpolitik das deutſch⸗ es ein Mi⸗ t eine durch⸗ der Kräfte⸗ yrt werde. cht iſt am d geflogen. ——— habe zwar zuſtimmun Frage no gen werde. einen Ver⸗ inſche unge⸗ 1 verſtehen, otzkis zwei — das eine zur Weiter⸗ 5vinhufvud, kommiſſars onnen habe in dieſem len werde.“ den Krieg an Talas, Georg Mül⸗ Reich“ liegt s wird mit r anläßlich s in Berlin allem das die Flucht“, ankens, der iden Mächte meindrucks⸗ tachlich ſehr nglebs: nannt drei ſechs klare anz Lenk. in Ber⸗ rdamm in lerung An⸗ hne an der ffnet. 0 Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 1 28. November 1938 Der Inronerbe von jemen szciert sein Feid Unruniges Aranien auf allen Breiten/ Der loctende Goldschatz des Imam jahfia Suez, im November. Nach den Unruhen in Paläſtina, nach dem Militärputſch im JIrak, nach den Reibungen und Reizungen in Syrien macht nun auch das Land Jemen der Welt und vor allem den Eng⸗ ländern mit Hinblick auf die weitere Entwicklung der politiſchen Lage Arabiens Sorge. Eine merk⸗ würdige Art der Politik tut ſich vor uns auf, wenn wir hinter die Kuliſſen der Geſchehniſſe im Lande Jemen blicken. Der Gottmenſch der Zaidis Es iſt ſchon lang her, ſeit Jemen den Na⸗ men„Felix Arabia“— das heißt„Glückliches Arabien“, verdiente. Heute ſteht Jemen, das ſüdweſtarabiſche Land zwiſchen den beiden Meeren, am europäiſch⸗indiſchen Seeweg ge⸗ legen, unter der Herrſchaft des Im am Jahj a, der mit ſeinen 60 Jahren müde und kraftlos geworden iſt und ſeine Poſition als Herrſcher nur behauptet, weil er der Sekte der Zaidis als Gottmenſch gilt. Schon als Ihn Saud ihn vor ein paar Jahren in die Enge drängte, mußten ſich die an der Kontrolle des Roten Meeres intereſſier⸗ ten Mächte ernſtlich fragen, was aus jenem Land, was aus Jemen und ſeinen Häfen wer⸗ den ſollte, wenn eines Tages der Gottmenſch der Zaidis in das Paradies des Propheten ginge. Die feindlichen Brüder Im übrigen wird die neue Etappe der Ge⸗ ſchichte Jemens nicht etwa erſt in dem Augen⸗ blick beginnen, in dem der Imam Jahja geſtor⸗ ben ſein wird. Die Geheimagenten, die in den letzten Tagen aus Jemen zur Küſte, nach Suez, nach Dſchibuti, nach Kairo zurückkehrten, be⸗ richten von ſeltſamen Vorgängen. Neun Söhne ſchenkte Allah dem Imam Jahja. Viele von ihnen ſtarben. Die vier, die noch übrigblieben, liegen im ſchärfſten Streit. Jeder der vier Söhne nimmt nämlich für ſich den wohltönenden Titel„Sef⸗el⸗Iſlam“, das heißt„Schwert des Iſlam“, in Anſpruch. Aber nur der älteſte von ihnen, Prinz Ahmad, iſt im Augenblick ſtark genug, um den Titel in weißen arabiſchen Buchſtaben auf die rote Fahne des Propheten zu ſchreiben. Der Kronprinz ſchlägt zu Dieſer Prinz Sef⸗el⸗Iſlam Ahmad brach in dem Augenblick mit ſeinem Vater und ſeinen Brüdern, als der Jahja den Wahabiten im Jahre 1934 zu wenig Widerſtand entgegen⸗ ſetzte. Er erkannte die Notwendigkeit eines ſtarken Heeres. Er hat es verſtanden, in den letzten fünf Mo⸗ naten die mutigſten kriegeriſchen Stämme und Verbände auf ſeine Seite zu ziehen. Doch dieſe Rückenſtärkung genügte ihm nicht. Er hörte, daß ſeine beiden Brüder Ali und Ibraham den Verſuch machten, die Haſchids und die Ba⸗ gils durch großzügige Beſtechung auf ihre Seite zu bringen und ſie dann ihrem Bruder Iſmail, ſeinem ſchärfſten Konkurrenten, zuzu⸗ führen. Er zauderte nicht lange. Er ſchlug zu: die drei Brüder wurden verhaftet und vorläufig in ein Gefängnis geſetzt. Alle Be⸗ mühungen des Imam Jahja, ſeine Söhne zu verſöhnen, ſchlugen fehl.. Doch wenn der Jmam ſtirbt Es geht ja gar nicht nur um die Vorherr⸗ ſchaft in Jemen, um die Regierung über jene 62000 Quadratkilometer. Im Laufe ſeiner 32⸗ jährigen Regierungszeit hat der Imam Gold, viel Gold aufgehäuft. Dieſes Gold wartet auf — Ab 1. Dezember wird die Deutsche Reichsbahn die WMW-Spendenkarten in neuer Form herausgeben. Die einzelnen Karten sind zu Puzzlespielen zusammenzustellen. Zuerst der Karte ist mit einer Zeichnung versehen. VHW-Reidisbahn-Spendenkarten als Huzzlespiel den Erben, der ſtark genug iſt, es für ſich zu gewinnen. Aus“ dem Gefängnis ſind die drei Prinzen befreit. Aber der Kronprinz ließ ſie auf eine Wüſtenburg bringen, wo ſie unter ſcharfer Be⸗ wachung ſtehen und keine Möglichkeit finden, mit der Außenwelt in Verbindung zu treten. Das einzige, was der Imam erreichte, war die Zulaſſung eines Scheichs als„Geſellſchaf⸗ ter“, der deuilich dazu beſtimmt iſt, allzu kata⸗ Die Rückseite wird eine Serie über die Entwicklung des Verkehrs, von der Zeit der Germanen bis zur Jetztzeit, herausgegeben. Diese Serie aus 8 Bildern ist von Teschenmacher entworfen worden. Bildes, das einen modernen Schnellzug darstellt Neue Forschungsergebnisse in Haithabu Aus einem Bericht von Dr. Günther Haſe⸗ Loff über die Ergebniſſe der Ausgrabungen in Haithabu wird erſichtlich, daß die Unter⸗ ſuchungen in dieſem Jahre das Ziel hatten, durch eine Erweiterung der bisherigen Fläche ein größeres Bild des ehemaligen Stadtplanes aufzudecken. Sämtliche Unterſuchungen waren im Anſchluß an das Bett des alten Baches durchgeführt worden, der ſeit der Wikingerzeit die Stadt durchfloß. In der feuchten Um⸗ gebung des Baches blieb das Holz beſonders gut erhalten. Am Bach befand ſich ein hölzer⸗ ner Bohlenweg, der in einer Länge von rund drei Meter erhalten war. In der Nähe dieſes Weges, den die Frauen als Waſchweg benützt haben, fand man mehrere ſchöne aus Geweih eſchnitzte Nadeln, die zur Haartracht der rauen gehörten. Beſonderen Aufſchluß brachte die diesjährige Grabung über den Hausbau. Nachdem es bereits im vorigen Jahr gelungen war, die drei Pon'n Haustypen, den Stabbau, den Flechtwerkbau und den Gerüſtbau aufzu⸗ zeigen, konnten in dieſem Jahre neue Einzel⸗ heiten für alle Bautypen feſtgeſtellt werden. Als überwiegender Bautyp in dieſer Gegend der Stadt konnte der Gerüſtbau in Verbin⸗ dung mit Flechtwänden feſtgeſtellt werden. Es gelang, eine Reihe größerer Häuſer aufzu⸗ decken, die bis zu elf Meter lang und fünf Meter breit waren. Der Herd in der Mitte der Häuſer war in den meiſten Fällen als eine ovale Steinſetzung gebildet, die mit Lehm ver⸗ ſtrichen wurde. Neue Einzelheiten ergaben ſich bei der Anlage der Schwellen, hier konnte ein regelrechter Typ aufgeſtellt werden, der ſich in einer Reihe von Häuſern wiederfand, ſo daß ein einheitlicher Baucharakter der einzelnen Häuſer in Haithabu erkennbar wird. Deutſche Kunſt in Argentinien. Im Gebäude der Generaldirektion der Schönen Künſte in Buenos Aires wurde in Gegenwart des deutſchen Botſchafters Freiherrn von Ther⸗ mann, des Landesgruppenleiters der NSDApP, Küſter, und des Generaldirettors Nicolas Beſio Moreno eine vom deutſchen Volksbund für Ar⸗ gentinien organiſierte„Ausſtellung deutſcher Kunſt in Argentinien“ eröffnet. Die Ausſtellung faßt die charalteriſtiſchen und künſtleriſch reif⸗ ſten Vertreter deutſcher Malerei und Plaſtit in Argentinien zuſammen. Protest gegen die Verjudung der Wiener Theater Die ſtarke Verjudung der Wiener Theater und Vergnügungsſtätten, insbeſondere die Ueberfremdung des Wiener Kunſtlebens mit ausländiſchen Juden und Emigranten, veranlaßt die chriſtlich⸗ſozialen Organe, ſich in geſteiger⸗ tem Maße mit dieſen Verhältniſſen zu beſchäf⸗ tigen. Die Montags⸗Ausgabe der„Reichs⸗ poſt“, das„Wiener Montag⸗Blatt“, ſpricht von Durchſtechereien jüdiſcher Theater⸗ direktoren und Unternehmer, die ſelbſt in den Vorſtadt⸗Varietös Emigranten und ſonſtige Ausländer, aber möglichſt keine Arier beſchäf⸗ tigen. In der Wiener Volksoper z.., deren Lei⸗ tung Jean Erneſt recte Glickmann aus Bukareſt und Alexander Kowalewſti aus Lodz inne haben, mußten bewährte bodenſtändige Kräfte Volks⸗ fremden weichen. Die jüdiſche Leitung des Stadttheaters verſuchte ebenfalls, 14 volks⸗ fremde Ausländer zu beſchäftigen. Es gelang ihr tatſächlich, für ſieben eine Arbeitsbewilli⸗ gung zu erreichen. In den Tanzſtätten des Parkhotels und Kurſalons konzertieren zehn Neger. Eine zweite Negerkapelle, beſtehend aus ſieben Köpfen, hat in einem Nachtlolal der in⸗ neren Stadt eine einträgliche Anſtellung erhal⸗ ten. Sogar Theater, die ſtaatlicherſeits mit dem Rang einer Kulturbühne ausgezeichnet ſind, leiſten ſich Verletzungen des Inlandsarbeiter⸗ ſchutzgeſetzes und zeigen auch ſonſt in den Ver⸗ Unser Bild zeigt die Zusammenstellung eines Pressefoto pflichtungen eine Vorliebe für eine„beſtimmte Art von Ausländern“. Das Blatt verlangt energiſch eine Reform des Inlandsarbeiterſchutzgeſetzes, damit„die⸗ ſem ſkandalöſen Treiben“ ein Ende geſetzt wer⸗ den könne. Die goldenen Hörner von Gallehus Paſtor N. A. Jenſen in Mögeltondern er⸗ zählt in einer däniſchen Zeitſchrift die Ge⸗ ſchichte der goldenen Hörner von Gallehus, die den wertvollſten vorgeſchichtlichen Fund, der zwiſchen Nord⸗ und Oſtſee gemacht werden konnte, darſtellten. Es handelt ſich um zwei goldene Hörner, die aus der Zeit um 500 n. Ehr., ſtammten und offenbar alte Opfergegen⸗ ſtände geweſen ſind, die vielleicht, als das Chriſtentum von Süden vordrang, von»rie⸗ ſtern verloren oder vergraben wurden. Das erſte Horn wurde 1639, das zweite 1734 wie⸗ dergefunden. Beide Hörner kamen in die Kopenhagener Kunſtkammer, wo ſie am 5. Mai 1802 von dem aus Viborg ſtammenden Niels Heidenreich entwendet und eingeſchmolzen wurden. Der Dieb, der für ſeine Tat zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, nach 34 Jahren aber begnadigt wurde, prägte aus den eingeſchmolzenen Hörnern, deren Wert auf 17000 Kronen geſchätzt wurde, oſtindiſche Münzen, die er an Kopenhagener Goldſchmiede verkaufte. Ein unglückſeliger Zufall wollte es, daß auch die beiden genaueſten Gipsabgüſſe der beiden Goldhörner verloren gingen. Sie wa⸗ ren von einem römiſchen Kunſtſammler beſtellt und befanden ſich auf dem Seeweg nach Rom. Das Schiff ſtrandete bei Korſika und die beiden Gipsabgüſſe ſanken auf den Meeresgrund ge⸗ rade zur ſelben Zins als Niels Heidenreich die Goldhörner einſchmolz. Die höchſte Gemeinſchaftsleiſtung der Men⸗ ſchen iſt aber nun keineswegs— wie insbeſon⸗ dere die Wirtſchaftler meiſt zu glauben pflegen — die ſogenannte Wirtſchaft, ſondern die Kultur. Adoli Hitler ſtrophale Ereigniſſe in der Wüſtenburg zu ver⸗ hindern Aber Prinz Ismail und ſeine beiden Brü⸗ der, die nun unter arabiſcher Wüſtenſonne hinter Burgzinnen auf irgendeine Verände⸗ rung warten, ſind nicht die einzigen Unzufrie⸗ denen im Lande Jemen. Man weiß, daß der Gouverneur von Tihama, der alte Abdullah Wazir, und der Gouverneur von Taiz, mit ſeinem vollen Namen Ali JIbn Abdullah, gleichfalls auf eine Gelegenheit warten, um nach dem Tode des Imam unter Beſeitigung des Thronfolgers die Herrſchaft in Jemen an ſich zu reißen. In dieſen Wirrwarr hinein ſpielen die In⸗ triguen der Geheimagenten, die von allen am Lande Jemen intereſſierten und auf der ande⸗ ren Seite des Roten Meeres ſitzenden Mächten angezettelt werden. Die Bevölkerung von Je⸗ men nimmt nur wenig Anteil an dieſen Din⸗ gen. Sie liegt im Banne eines merkwürdigen Laſters— ſie kaut„Kat“, ein grünes, gefähr⸗ liches Kraut, das aufregend iſt wie der ſtärkſte grüne Tee und ruinierend wie Haſchiſch. Allah wird ſelbſt zu entſcheiden haben— nach der Auffaſſung jener Seiditen, Sunniten und Schiiten, die ſich durch gewiſſe Gebete von⸗ einander ſcheiden, die aber alle das Laſter des Katkauens eint,— jenes Laſter, das ſie den Blick verlieren läßt für jene Dinge, die ſich in dieſen Tagen und Stunden im Lande Jemen tun. Der volniſche flntiſemitismus führte auch in Poſen zu Studentenkundgebungen Poſen, 25. November.(HB⸗Funk.) Wie bereits in Wilna und Warſchau, kam es am Mittwoch im Anſchluß an eine Verſamm⸗ lung in der Poſener Univerſitätsaula zu ſtür⸗ miſchen judenfeindlichen Kundgebun⸗ gen. 800 Studenten und 100 Studentinnen zogen zum Akademikerhaus, das ſie beſetzten. Die Studenten verlangten abgeſonderte Plätze für die jüdiſchen Hörer(ſogenannte Ghetto⸗Plätze), die Wiederberufung einiger in den Ruheſtand verſetzter Profeſſoren aus den nationaldemokra⸗ tiſchen Oppoſitionskreiſen und ſofortige Sen⸗ kung der Studentengebühren. Inzwiſchen ziehen Akademikergruppen unaufhörlich durch die Stra⸗ ßen. Zu Zuſammenſtößen ernſterer Art iſt es bisher nicht gekommen. marx-Dormon lachfolger Salengros im franzöſiſchen Kabinett Paris, 25. November. Der bisherige Unterſtaatsſekretär im franzö⸗ ſiſchen Miniſterium, Marx⸗Dormoy, iſt im Ka⸗ binettsrat am Dienstagnachmittag zum Nach⸗ folger des durch Selbſtmord geendeten Innen⸗ miniſters Salengro ernannt worden. Schwerer kedrutſcheinbruch in die Hauptſtadt von Alaska Juneau(Alaska), 25. November. Ein mehrtägiger heftiger Dauerregen verur⸗ ſachte zwei Erdrutſche auf dem die Stadt über⸗ ragenden Berg Roberts. Die in Bewegung geratenen Erdmaſſen richteten in einem Wohn⸗ viertel von Juneau beträchtliche Schä⸗ den an. Vier Einwohner wurden getötet und etwa 10 ſchwer verletzt. Neuer Film in Mannheim PALAST und GLORIA: „Helimatlos“ Der bekannte Roman Hector Malots„Sans amille“, der nach Ausleſe der rührendſten apitel unzähligen, mit dem Studium des Fran⸗ zöſiſchen gequälten Kindern als Schullektüre vorgeſetzt wurde, iſt jetzt auch von Franzoſen verfilmt worden. Man kennt die traurige Ge⸗ ſchichte des armen engliſchen Jungen, der im Auftrage des bitterböſen Schwagers ſeiner ver⸗ witweten Mutter geraubt und auf den Stufen von Notre Dame in Paris ausgeſetzt wird. Ein armer Mann nimmt ihn mit und bei ſeiner Frau findet er ein Heim und Liebe, aber die Not drückt den Vater Barberin und er will ihn ins Waiſenhaus ſtecken. Der wandernde Artiſt Vitalis kauft dem Pflegevater den Jungen ab, mit ihm erlebt das Kind wechſelvolle Schick⸗ ſale, bis es nach deſſen traurigem Tode ſchließ⸗ lich zu ſeiner Mutter zurückfindet. Das be⸗ rühmte Medaillon und das Hemdchen des Kin⸗ des ſpielen die bekannte entſcheidende Rolle. Alle Böſewichte finden ihre gerechte Strafe. Wenn man berückſichtigt, daß der rührſelige Stoff geradezu zur Sentimentalität herausfor⸗ dert, wundert man ſich, daß es dem Regiſſeur Marc Allegret gelungen iſt, ihn ſo ge⸗ ſchmackvoll zu geſtalten. Wenn auch das rüh⸗ rende Moment nicht fehlt, ſo hat der Film doch Spannung und geſchickten Aufbau. Eine Reihe der erſten Charakterſpieler Frankreichs wurden dabei eingeſetzt, eigentlicher Träger der Hand⸗ lung aber bleibt doch das Kind Rémy, das von Robert Lynen durchaus glaubhaft geſpielt wird. Neben ihm ſteht der kleine freche Matthia des Serge Grave. Die phantaſtiſche, an ſich ſehr unglaubliche Rolle des Vitalis, wird durch die überragende Kunſt Vanni⸗Marcoux doch lebenswahr. Eine ſehr echte Unterwelt⸗ type, bei der amerikaniſche Vorbilder Pate ge⸗ ſtanden haben, ſpielt Dorville. In weiteren Rollen ſieht man Bérangere, Claire Gé⸗ rard und Aimé Claviond..— Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 26. November 1936 3 3 ei Slädte erlebten einen großen Tag Mannheim und Cudwigshafen jubelten Dr. boebbels zu Mannheim⸗Ludwigshafen, 25. Nov. Das waren erlebnisreiche Stunden, von denen alle, die ſie aus der Nähe erleben durf⸗ ten, noch nach Monaten und Jahren erzählen werden. Stunden, in denen die großen und klei⸗ nen Sorgen des Alltags in ein Nichts zer⸗ rinnen und nur das Große undewig Blei⸗ bende beſtehen bleibt. Solche Stunden ſind von Zeit zu Zeit notwendig, um allen, die an ihnen teilnehmen dürfen, fühlbar werden zu laſſen, daß heute die Herzen eines 68⸗Millionen⸗ Volkes im gleichen Takte ſchlagen und nur einem Manne und nur einer Idee für alle Zeiten unlösbar verſchrieben ſind. Dr. Joſef Goebbels, der Eroberer der Reichshauptſtadt, der Reichspropagandaleiter und Reichsminiſter für Volksaufklärung und Propaganda, der zu den engſten und verdiente⸗ ſten Mitarbeitern Adolf Hitlers zählt, war in den beiden Städten der Arbeit am Rhein. Mannheim und Ludwigshafen dürfen den Ruhm für ſich in Anſpruch nehmen, dieſen Mann in einem außenpolitiſch außerordentlich bedeutſamen Augenblick in ihren Mauern be⸗ herbergt zu haben. Iwei Städte in Erwartung Fieberhafte Erwartung und Spannung er⸗ füllte die vierhunderttauſend Menſchen, die dieſe beiden Großſtädte am Rhein beherbergen. Schon in den frühen Morgenſtunden ſah man es den Menſchen an, daß ihnen etwas ganz Be⸗ ſonderes bevorſtand. Und während in Mann⸗ heim zahlreiche öffentliche Gebäude Flaggen⸗ ſchmuck angelegt hatten, prangten die Straßen Ludwigshafens im Schmuck der Hakenkreuz⸗ fahnen und Girlanden. Von den frühen Nach⸗ mittagsſtunden an ſetzte bereits in den teils recht engen Straßen dieſer Stadt ein geradezu beängſtigender Verkehr ein, der ſich von Stunde zu Stunde verſtärkte und auch die ruhigſten Ge⸗ müter mitriß und in ihren Bann ſchlug. Die Bevölkerung Ludwigshafens hatte alles darangeſetzt, um die nüchternen Straßen und Plätze in ein Meer von Fahnen zu ver⸗ wandeln. Dieſe Begrüßung eines führenden Mannes des nationalſozialiſtiſchen Deutſchland war nichts Geſtelltes oder gar Befohlenes. Hier ſprach die Liebe und die Verehrung des Volkes ihre klarſte und unmißverſtändlichſte Sprache, die überall auf der Welt verſtanden wird. Als wir am Nachmittag nach einer Rund⸗ fahrt durch das reichgeſchmückte Ludwigshafen in den Räumen der Kreisleitung der NSDAP eine Frau ſprachen, die einen mehrſtündi⸗ gen Weg zu Fuß zurückgelegt hatte und die nun für ihre letzten Groſchen eine Eintritts⸗ karte erſtand, um nur ja Dr. Goebbels aus der Nähe zu ſehen und zu hören, da wurde es uns wieder einmal mit überzeugender Deutlichkeit offenbar, wie ſtark und innig die Bande zwi⸗ ſchen dem deutſchen Volke und ſeiner national⸗ ſozialiſtiſchen Regierung ſind. Denn dieſe Frau gehörte nicht zu den ſogenannten„oberen Zehn⸗ tauſend“, ſondern ſtammte aus jenen Schichten unſeres Volkes, die mit der Hände Arbeit ihr Brot ſchwer und mühſam verdienen müſſen. Dr. Goebbels in Mannheim Die Dämmerung und die Nebel des kalten Novembertages hatten bereits ihre Schleier über das Häuſermeer der Stadt der Arbeit an Rhein und Neckar gelegt, als der Schnellzug im Mannheimer Hauptbahnhof einrollte, der Reichsminiſter Dr. Goebbels aus der Reichs⸗ hauptſtadt zu uns in die Südweſtecke des Rei⸗ ches brachte. Zu ſeiner Begrüßung hatten ſich u. a. der Gauleiter des Gaues Saarpfalz, Pg. Joſef Bürckel, der ſtellvertretende Gauleiter Pg. Leyſer, die Kreisleiter Kleemann (Ludwigshafen) und Dr. Roth(Mannheim) eingefunden. Von hier fuhr der Reichsminiſter mit ſeiner Begleitung zum Palaſt⸗Hotel „Mannheimer Hof“ in der Auguſta⸗ Anlage. Raſch hatte ſich die Ankunft Dr. Goebbels' in Mannheim, die bis dahin der Bevölkerung un⸗ bekannt war, herumgeſprochen. Hunderte erwar⸗ teten ihn am Eingang des Hotels und bereiteten ihm eine unerwartete, aber um ſo freudigere Begrüßung. In der Hotelhalle hatten eine Anzahl Jung⸗ volkpimpfe und BDM⸗Mädel Aufſtellung ge⸗ nommen, um„ihren Doktor“ aus nächſter Nähe ſehen und begrüßen zu dürfen. Ein Händedruck war der Dank für das ſtundenlange Warten. Inzwiſchen waren im„Mannheimer Hof“ umfangreiche Vorkehrungen getroffen worden, um die Uebertragung der von Dr. Goebbels be⸗ kanntzugebenden Regierungserklärung über alle deutſchen Sender ungeſtört und reibungslos ge⸗ währleiſten zu können. In demſelben Stock⸗ werk des Hotels, in dem Dr. Goebbels mit ſeiner Begleitung bis zum Beginn der Lud⸗ wigshaſener Kundgebung verweilte, hatte die Sendeſtelle Mannheim des Reichsſenders Stutt⸗ gart ihre Apparaturen aufgebaut. Und als dann um 19 Uhr die wohlbekannte Stimme des Reichsminiſters Dr. Goebbels durch den Aether klang, da wußten die Menſchen unſerer beiden Großſtädte am deutſchen Strom, daß ihre Hei⸗ Mannheims Jugend begrüßt Dr. Goebbels druck gefunden, die abſeits der großen Ver⸗ kehrsſtraßen und ⸗bahnen liegen. Hier konnte man wieder die Größe und Schönheit des Wortes ermeſſen, daß Deutſchlands ärmſter Sohn ſtets auch ſein getreueſter war. Je näher die Wagenkolonne der Hindenburg⸗ halle kam, deſto dichter wurden die Menſchen⸗ mauern, die die Straßen umſäumten und deſto begeiſterter der Jubel, der dem„Eroberer Ber⸗ lins“ entgegenſchallte. Die Halle ſelbſt war Aufn.: Franck in der Hotelhalle des Palast-Hotels„Mannheimer Hof“ erwartete den Keichsminister bei seiner Ankunft eine Ab- ordnung der nationalsozialistischen Jugend Mannheims.—Ganz rechts im Bild: Gauleiter Bürek el, links von Dr. Goebbels der stellv. Gauleiter Leyser mat an einem ſtolzen und ſchönen Tage Mittelpunkt ſein durfte. Eine unvergeßliche Jahrt Dann war die Stunde der Abfahrt zur Groß⸗ kundgebung nach Ludwigshafen herangekom⸗ men. Während die SS⸗Männer präſentierten und die Ehrenabordnung der SA vor dem Hoteleingang ſtille ſtand, brauſte dem Reichs⸗ miniſter ein Jubel der Begeiſterung entgegen, der ihn auf ſeinem kilometerlangen Wege bis zur Hindenburghalle in Ludwigshafen auch nicht einen Augenblick verließ. Das war eine Fahrt, die zu beſchreiben die Worte fehlen. Durch die dichten Menſchen⸗ mauern der Hauptverkehrsſtraßen ging die Fahrt und überall ſah man ſtrahlende Geſichter und jubelnde Menſchen. In vielen Straßen Ludwigshafens waren die Häuſer⸗ fronten illuminiert. Die Rhein⸗ brücke hatte ein beſonders feſtliches Ge⸗ wand angelegt, das im hellen Lichte der Scheinwerfer erſtrahlte. Beſonders hatte die Liebe und Verehrung des Volkes in jenen Stadtvierteln ſichtbaren Aus⸗ in ein Meer von roten Hakenkreuz⸗ fahnen gehüllt. Seit Stunden ſaßen hier Tauſende und aber Tauſende und erwarteten geduldig die Ankunft des Mannes, der am glei⸗ chen Tage im Namen des geſamten deutſchen Volkes der bolſchewiſtiſchen Welthetze ein deut⸗ liches und unmißverſtändliches„Halt!“ ent⸗ gegenrief. Von der Stirnſeite der weiten und geräumi⸗ gen Halle leuchtete ſymbolhaft das Hoheits⸗ zeichen der Bewegung, während an der ent⸗ gegengeſetzten Seite in rieſigen Buchſtaben die Worte zu leſen waren:„Mit Adolf Hitler ſteht und fällt Europa“. Als Dr. Goebbels in Begleitung von Gauleiter Bürckel die Halle betrat, brach ein Sturm der Begeiſterung los, der erſt verebbte, als Dr. Goebbels längſt Platz genommen hatte. Dann trat Kreisleiter Kleemann(Ludwigs⸗ hafen) ans Mikrofon und richtete an Reichs⸗ miniſter Dr. Goebbels Worte herzlicher Be⸗ grüßung. Als er zum Schluſſe ausrief:„Unſer Parteigenoſſe Dr. Goebbels hat das Wort“, brandete ein neuer Begeiſterungs⸗ ſturm los. Minuten vergingen, bis Dr. Goebbels ſich verſtändlich machen konnte. „Wir wiſſen, was wir wollen“ „Wir wiſſen, was wir wollen, und wir wollen, was wir wiſſen!“ Das war die Grundtheſe, die Dr. Goebbels in den Mittelpunkt ſeiner Betrachtungen ſtellte. „Der einſichtsvolle Staatsmann braucht ein Ziel und muß die Mittel wiſſen, mit denen er das Ziel erreicht. Und zu dieſem Mittel ge⸗ hört in erſter Linie die Macht.— Die Macht nicht nur dazu, um ſie als Mittel der Herrſchaft zu benützen, ſondern um dem Volke zu dienen. Denn nicht zu vergeſſen, auch die ſchönſten Ideale bleiben eben nur Ideale, wenn die Macht ſehlt, ihnen die Durchführung zu er⸗ möglichen.“ Dieſen Grundgedanken der Regierung Adolf Hitlers ſtellte Dr. Goebbels in ſeiner gewohn⸗ ten meiſterhaften Weiſe. die kleinen Wenn und Aber der armen Kritikaſter gegenüber, die in ihrem perſönlichen Ehrgeiz gekränkt nun mehr oder weniger verſteckt ihre Angriffe loslaſſen. Er hob hier beſonders zwei Kategorien her⸗ vor. Die einen, die dauernd ſchreien:„Ja, der große Hitler, der iſt uns ſchon recht, aber die vielen kleinen Hitler!“ Dieſe Menſchen gehören alſo zu der Klaſſe, die nicht den Mut aufbringt, die Maßnahmen des Führers ſelbſt einer Kritik zu unterziehen, die dafür aber die Bewegung immer wiede ſchmähen zu müſſen glaubt. Ihnen entgegnete Dr. Goebbels unter dem donnernden Beifall der Tauſende in der weiten Halle, daß die kleinen Hitlerinihrer Geſamtheit das Wollen des großen Hitler ergeben und daß der große Hit⸗ ler nicht gekommen wäre, wenn die kleinen ihm nicht geholfen hätten. Und die kleinen Hitler ſtehen heute nach wie vor Tag und Nacht im Dienſte der Bewegung, ſorgen ſich für das deut⸗ ſche Volk und für ſein Wohlergehen und haben es beſtimmt nicht verdient, daß Menſchen, denen die Kritit eben zu ihrem Lebenselement gewor⸗ den iſt, ſich an ihnen reiben. Menſchen, die mit Gott und der Welt zerfal⸗ len ſind, und die ſich ärgern, wenn ſie morgens ihr eigenes Geſicht im Raſierſpiegel ſehen, ſind nicht dazu berufen, dem gigantiſchen Werke, das im Dritten Reihe geleiſtet wird, irgendeine Schmähung andichten zu dürfen. Und die zweite fiotegorie der firitikaſter ſtößt ihren alten Kampfruf aus:„Die Parteien habt ihr aufgelöſt, ſeid alſo ſo freundlich und löſt auch die NSDaAp auf; denn ſie iſt ja auch noch eine Partei!“ Mit beißender Jronie fiel Dr. Goebbels über dieſe Herrſchaften her, die den wahren Sinn der Bewegung nicht ver⸗ ſtehen wollten. Er ſagte:„Die Bewegung iſt einmal gegründet worden, um die anderen Par⸗ teien zu beſeitigen, und ſie bleiht beſtehen, um zu verhindern, daß dieſe Parteien wieder kommen.“ Die andern ſagen auch:„wir ſind doch jetzt alle Nationalſozialiſten. Was braucht ihr uns denn noch weiter zu erziehen, warum ſollen wir weiterhin noch in eure Verſammlungen laufen?“ Auch ihnen gab Dr. Goebbels die richtige Antwort:„Die Botſchaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Und der Glaube fehlt nicht mit Unrecht, da die ewigen Ein⸗ wände dieſer Kritikaſter ſie beſtimmt nicht als Nationalſozialiſten qualifizieren. Und wenn es ſo wäre, dann hat die Bewegung noch lange nicht ihren Sinn verloren. Wenn eine Konfeſ⸗ ſion ſich eine Stadt erobert hat, dann beſeitigt ſie ſchließlich auch nicht alle Kirchen, im Gegen⸗ teil, ſie baut möglichſt viele neue, damit der Glaube geſichert und gefeſtigt bleibt. Und wir glauben— ſo rief Dr. Goebbels unter dem jubelnden Beifall aus —, was die Kirchen und Konfeſſionen dürfen, kann der Partei beſtimmt nicht verwehrt bleiben. Was ſchadet es auch ſchon, wenn kleine Gei⸗ ſter ſich an der Partei, die ſo ungeheuer Großes geleiſtet hat, reiben wollen? Das deutſche Volk in ſeiner Geſamtheit ſteht hinter ſeiner Regierung. Denn ſein Herz ſchlägt für den Führer und für die Be⸗ wegung und die Bewegung fühlt ſich in ihrem Herzen nur als die Vollſtreckerin des Dolkswillens Es iſt ja nicht ſo, daß das Volk immer nur ſich von der Regierung die Kraft holt, auch die Regierung ſchöpft neuen Mut aus der Mithilfe, der Mitarbeit und dem Mitfühlen der Nation. Und daß das Volk hinter uns ſteht, das haben die verſchiedenen Wahlen der vergangenen vier Jahre bewieſen, die der Welt eindeutig zeigten, daß Führer und Gefolgſchaft einig ſind. Die aber jenſeits der Grenzen von der demokrati⸗ ſchen Freiheit träumen und vor allem ſo viel davon reden, ſollen erſt einmal den Mut auf⸗ bringen, auch ihr Volk ſooft um ſeine Meinung zu befragen, wie es die nationalſozialiſtiſche Re⸗ gierung getan hat. Wir fürchten, das Er⸗ gebnis wäre nicht ſofrohlockend. Freilich, die anderen ſind reicher als wir, ſie haben mehr Rohſtoffe, ſie haben Kolonien, eines aber haben ſie nicht: den hohen Schwung und die ſittlichen Ideale, die Nation vorwärts⸗ zutreiben. Die andern ſind nicht beſſer als wir, ſie hatten nur in der Vergangenheit eine Die Roſen fuͤr die Herzdame laſſen wir diesmal um eine Flaſche Schaumwein winden. Da werden ihre ſchönen Augen aber leuchten! SC beſſere Führung. Von jetzt ab aber haben wir dieſe auch. Und dafür garan⸗ tiert die Bewegung, daß die hohen Ziele, die Deutſchland geſetzt ſind, nicht mehr verſchwin⸗ den werden. Dr. Goebbels gab dann im weiteren Ver⸗ lauf ſeiner Rede einen kurzen, ſchlagwortarti⸗ gen Rückblick über die bisher geleiſtete Arbeit der erſten vier Jahre im Dritten Reich. Und er ſtellt dieſen Erfolgen die Kaſſandra⸗ rufe der ewigen Zweifler aus dem Jahre 1933 gegenüber, als der Führer das ſchwere Amt antrat, ein zerrüttetes Staatswe⸗ ſen zu einer ſtarken Station umzuwandeln. Hit⸗ ler, ſo ſchrien die damals, das bedeutet Infla⸗ tion, bedeutet Weltkrieg, bedeutet Auseinander⸗ fallen des geſamten Deutſchen Reiches. Was iſt davon eingetroffen?— Nichts. Im Gegenteil Leiſtungen wurden vollbracht, wie ſie in der Geſchichte des deutſchen Volkes noch niemand aufzuweiſen hat. Was bedeutet ſchon ein bißchen Buttex⸗ knappheit oder der Rohſtoff⸗ und Deviſen⸗ mangel, der vorübergehend das deutſche Volk trifft gegenüber dieſen grandioſen Leiſtungen. Das ſollen diejenigen, die nur die Späne ſehen, die beim großen Aufbauwerk abfallen, doch end⸗ lich einſehen! Wir könnten auch anders, ſagte Dr. Goeb⸗ bels. Wir könnten den Arbeitsprozeß abſtop⸗ pen, könnten wieder fünf Millionen Arbeiter auf die Straße ſchicken, dann hätten wir Roh⸗ ssSachen.( Mann! ſtoffe, Bu in rauen Deutſchlar beiter vei Sohn des Die and gebracht he Na ja, ihr nicht in keinen nichts einſ ten dürfen gewagt, ten Zei! ſailler Ver Klammer zerbrochen, ganzen glo dürre Uebe die ſich noch tagsdebatte 15 oder 20 lionen Ern hatte dazu nigkeiten“, den Saal, faßt. Wir Millionen für Jahr g reits mit 4 Und eine deutſche Freilich mu das Wagni heute wiede Europa das Weltkrieges der hin u Mißgeſchick Hitler nicht dieſer Hitle Mann mit ſchlug, tagel beitszimmer lands wirkt Auch auf bels ein. an keiner f wir ſitzen 1 keine Divide der deutſche ſeines Lohn dennoch nie Grunde, we der Dinge d auch die Exi müßte. Ein ſchen Arbeit Leben lel bels wies i Arbeit der J hin, die ohn ſie es früher und Erholu ſprochen, da Schiffen übe Verſprechen die Flug haben di die hin, die den zurückjagen 1 heit, auch an zu richten. Wi weſtlichen N. wollen, iſt, in heit innerhal der reſtloſen braucht keine Nationalſozia Nationalſozia muſterſchutz ſt ber 1936 egung iſt eren Par⸗ ſehen, um wieder doch jetzt t ihr uns im ſollen umlungen bels die ich wohl, r Glaube gen Ein⸗ nicht als wenn es och lange e Konfeſ⸗ beſeitigt n Gegen⸗ mit der efeſtigt rief Dr. eifall aus n dürfen, t bleiben. eine Gei⸗ r Großes eutſche t ſteht henn ſein die Be⸗ in ihrem lens mer nur auch die Mithilfe, r Nation. as haben enen vier gzeigten, nb. Die emokrati⸗ n ſo viel Mut auf⸗ Meinung tiſche Re⸗ as Er⸗ end. 3 wir, ſie Kolonien, Schwung orwärts⸗ eſſer als heit eine .“ 97 derzdame um eine winden. n Augen EIN in! ab aber ir garan⸗ Ziele, die erſchwin⸗ ren Ver⸗ wortarti⸗ te Arbeit ich. Und andra⸗ aus dem hrer das dtaatswe⸗ deln. Hit⸗ et Infla⸗ einander⸗ hts. ollbracht, n Volkes Buttex⸗ eviſen⸗ eutſche idioſen ne ſehen, doch end⸗ Goeb⸗ z abſtop⸗ Arbeiter bir Roh⸗ Mannhbeſn „Hakenkreuzbanner“ 26. November 1936 ſtoffe, Butter und andere Delikateſſen wieder in rauen Mengen. Das aber tun, hieße Deutſchland verraten, hieße den deutſchen Ar⸗ beiter verraten, den ärmſten aber treueſten Sohn des Volkes. Die anderen aber, die es damals nicht fertig gebracht haben, Ordnung zu ſchaffen, ſie meinen: Na ja, ihr macht aber auch immer ſo riskante Sachen. Stimmt, machen wir auch, denn wer nicht in der Lotterie ſpielt, kann keinen Treffer erzielen, und wer nichts einſetzen will, wird niemals Erfolge ern⸗ ten dürfen. Wir haben freilich etwas gewagt, aber wir haben es zur rech⸗ ten Zeit gewagt. 1933 beſtand der Ver⸗ ſailler Vertrag noch in ſeinem vollen Umfange. Klammer um Klammer aber wurde von uns zerbrochen, bis ſchließlich nichts mehr von dem ganzen glorreichen Vertrag übrigblieb als die dürre Ueberſchrift. Eine Regierung allerdings, die ſich noch im Dezember 1932 in langen Reichs⸗ tagsdebatten mit der Frage befaßte, ob man 15 oder 20 Millionen Reichsmark für 7 Mil⸗ lionen Erwerbsloſe auswerfen ſolle oder nicht, hatte dazu keinen Schwung.„Mit ſolchen Klei⸗ nigkeiten“, ſo rief Dr. Goebbels in den jubeln⸗ den Saal,„haben wir uns allerdings nie be⸗ faßt. Wir haben gleich im erſten Winter 350 Millionen ausgeworfen und dieſe Zahl Jahr für Jahr geſteigert, ſo daß wir dieſes Jahr be⸗ reits mit 400 Millionen rechnen dürfen.“ Und eine Kleinigkeit war es auch nicht, die deutſche Wehrhoheit wiederherzuſtellen. Freilich mußte da manches gewagt werden, aber das Wagnis hat ſich gelohnt. Das Reich iſt heute wieder frei und ſtark, und damit iſt für Europa das Hauptgefahrenmoment eines neuen Weltkrieges beſeitigt. Und der kleine Zweifler, der hin und wieder bei einem perſönlichen Mißgeſchick empört ausruft, warum tut Herr Hitler nicht dagegen, der möge bedenken, daßß dieſer Hitler zu der Zeit, als ſich der kleine Mann mit ſeinem perſönlichen Grimm herum⸗ ſchlug, tagelang und nächtelang in ſeinem Ar⸗ beitszimmer ſaß und an der Befreiung Deutſch⸗ lands wirkte. Auch auf die Lohnfrage ging Dr. Goeb⸗ bels ein. Wir perſönlich, ſo ſagte er, ſind ja an keiner finanziellen Transaktion beteiligt, wir ſitzen nicht in Aufſichtsräten und ſtecken keine Dividenden ein. Uns wäre es recht, wenn der deutſche Arbeiter das Drei⸗ und Vierfache ſeines Lohnes erhalten würde. Wenn wir es dennoch nicht zulaſſen, dann nur aus dem Grunde, weil damit nach dem heutigen Stand der Dinge der Beſtand des Reiches und damit Rauch die Exiſtenz des einzelnen zugrunde gehen müßte. Eines aber wollen wir für den deut⸗ ſchen Arbeiter tun. Wir wollen ihm ſein Leben lebenswert machen.— Dr. Goeb⸗ bels wies in dieſem Zuſammenhang auf die Arbeit der Preſſe, des Theaters und des Films hin, die ohne Juden weit Beſſeres leiſten, als ſie es früher taten, und auf das große Urlaubs⸗ und Erholungswerk. Die anderen haben ver⸗ ſprochen, daß die Arbeiter einſt auf eigenen Schiffen übers Meer fahren. Wir haben das Verſprechen eingelöſt. Die anderen haben die Flugzettel verteilt und wir haben die Schiffe gebaut. Man ſoll õScharfer deutſcher proteſt in oslo wegen der Beleidigung durqdi das Komitee jür den Friedensnobelpreis Berlin, 25. November. Der Reichsminiſter des Aeußern, Freiherr von Neurath, hat den deutſchen Geſandten in Oslo telegrafiſch beauftragt, das ä ußer ſte Befremden der Reichsregierung zu dem Beſchluß des Storting⸗Ausſchuſſes hinſicht⸗ lich der Zuteilung des Friedens⸗Nobel⸗Preiſes zum Ausdruck zu bringen. Wenn auch die norwegiſche Regierung als ſolche nicht unmittelbar an dieſem Beſchluß be⸗ teiligt iſt, ſo handelt es ſich doch andererſeits um einen Beſchluß der norwegiſchen Landesvertretung, die eine bewußte und beleidigende Herausforderung Deutſchlands darſtellt. Der Geſandte hat den Auftrag, mitzuteilen, daß ſich die deutſche Regierung vorbehal⸗ ten muß, alle Schlußfolgerungen aus dieſem Vorfall zu ziehen. Der„dynomit-Preis“ Die Verleihung des Friedens⸗Nobelpreiſes an den notoriſchen Landesverräter Karl von Oſſietzky hat übrigens nicht nur in Deutſchland, ſondern auch bei allen anderen Kulturnationen äußerſtes Befremden hervorgerufen. Ein ita⸗ lieniſches Wort prägt in ſeiner Stellung⸗ nahme das treffende Wort, daß der Friedens⸗ Nobelpreis von jetzt ab der„Dynamit⸗Prels“ genannt werden müſſe, da das„Hohe Preis⸗ ericht ihn Subjekten zuerkenne, deren Ziel es ei, den Frieden Europas in die Luft zu ſpren⸗ gen. In dieſer Feſtſtellung iſt bereits der Grundton aufgezeigt, der für das italieniſche Echo auf die Nobelpreis⸗Entſcheidung kennzeich⸗ nend iſt. Aber auch aus anderen Ländern kommen Nachrichten, die zeigen, daß das poli⸗ tiſche Taktgefühl doch noch nicht ganz ausgeſtor⸗ ben iſt. Die engliſche Preſſe iſt zwar ziem⸗ lich zurückhaltend, läßt aber trotzdem deutlich erkennen, daß die Verleihung ein übles poli⸗ tiſches Manöver darſtellt, das mit der großen Idee Nobels nicht das geringſte zu tun hat. Selbſt die Preſſe Oslos, die Wert darauf legt, objektiv bezeichnet zu werden, bekennt offen, daß der Beſchluß des Ausſchuſſes der norwegiſchen Landesvertretung eine politiſche Agitation und eine bewußte Herausforde⸗ rung Deutſchlands ſei. Die bürgerliche Preſſe Schwedens kann ſich ebenfalls dieſer Er⸗ kenntnis nicht verſchließen. Intereſſan: iſt die Reaktion in Paris Man weiß, daß bereits vor längerer Zeit eine fran⸗ zöſiſche„Delegation“ unter Führung von Emi⸗ 0 aus Deutſchland und Italien ſich in slo für Oſſietzky einſetzte. Ebenſo weiß man, daß dieſe„Bittſchrift“ neben dieſen Emigran⸗ ten auch noch durch die Namen des Luftfahrt⸗ miniſters Cot und Herriots geſchmückt war. Es iſt deshalb nicht verwunderlich, wenn die links⸗ liberale Preſſe Frankreichs heute in ihren Spalten„Feierſtündchen“ für Herrn Oſſietzky abhält, während die Rechtspreſſe durch dieſe für Frankreich peinliche Vorgeſchichte der Os⸗ loer Entſcheidung arg in Verlegenheit geraten iſt. Jedenfalls gilt es aber feſtzuhalten, daß alle Kulturnationen von der Ent⸗ ſcheidung in Oslo abgerückt ſind. Der Schritt der deutſchen Reichsregierung in Oslo wird deshalb zweifellos überall als das empfunden werden, was er iſt: eine Selbſt⸗ verſtändlichkeit! Jetzt wird um den modrider fönigsnalaſt gekämpſt Talavera de la Reina, 25. November. Nach glaubwürdigen Berichten eines aus Madrid zurückgekehrten Offiziers der Re⸗ gulares haben die nationalen Truppen nach der Einnahme des ſoge⸗ nannten Muſtergefängniſſes ſämtliche Häuſerblocks der Calle Prineeſa erobert und ſich bis zur Plaza Eſpa⸗ na und zur Plaza Oriente durchge⸗ kämpft. Der Hauptkampf iſt nunmehr um den von den Bolſchewiſten in eine Fe⸗ ſtung verwandelten Königspala ſt ent⸗ brannt. nicht vergeſſen, daß Deutſchland 80 Prozent des in der ganzen Welt bezahlten Urlaubs ſtellt. Wahrhaftig, das deutſche Volk lebt glücklicher als jedes andere. Und jeder, der einmal jen⸗ ſeits der Grenzen geweilt hat, ob Reichs⸗ miniſter oder Arbeiter, kehrt gerne wieder heim zu ſeiner Nation. Sehen wir nun einmal nach Spanien und er⸗ meſſen das Glück, daß wir von dieſem furcht⸗ baren Schickſal verſchont geblieben ſind. Das müſſen auch die Kirchen einſehen und uns zugute halten, daß ſie von den Kirchen⸗ ſchündungen und Prieſtermorden in unſerem Reich nur deswegen verſchont wurden, weil wir, die nationalſozialiſtiſche Bewegung da waren. Wären wir nicht gekommen, hätte der Bolſche⸗ wismus geſiegt! Und dann, ſo rief Dr. Goeb⸗ bels aus, wäre es zweifelhaft, ob die Herren Theologen noch ihre ſpitzfindigen theoretiſchen Fragen ſtellen könnten. Dieſe Lieblingsbeſchäf⸗ tigung, die ſie ſtatt poſttiver Mitarbeit pflegen, wäre ihnen vergangen. Und heute ſtehen ſie vor der Frage, ob ſie mit uns und für ihr Volk ar⸗ beiten wollen oder ob ſie in der Ablehnung direkt oder indirekt den die Religion zerſtören⸗ den Bolſchewismus unterſtützen ſollen. Im Hinblick auf den ſpaniſchen Bürgertrieg wies Dr. Goebbels auch auf die neuen flbmachungen mit Japan hin, die den Weltſeind Nr. 1 in ſeine Schranken zurückjagen werden. Er benutzte die Gelegen⸗ heit, auch an die franzöſche Adreſſe einige Worte zu richten. Wir wollen keinen Krieg mit unſeren weſtlichen Nachbarn. Das einzige, was wir wollen, iſt, in Frieden zu leben, in voller Frei⸗ heit innerhalb unſerer Reichsgrenzen und in der reſtloſen Wahrung unſerer Ehre. Frankreich braucht keine Furcht zu haben, daß wir ihm den Nationalſozialismus aufpfropfen wollen. Der Nationalſozialismus iſt ein unter Gebrauchs⸗ muſterſchutz ſtehendes deutſches Patent. Den Na⸗ tionalſozialismus betrachten wir als unſeren Rohſtoff, den wir ihnen ebenſowenig liefern wollen, wie ſie uns ihre natürlichen Rohſtoffe. Immerhin, wir werden nicht aufhören, die Welt zu warnen vor dem Wüten des Bolſche⸗ wismus. Der Führer hat einſt Deutſchland da⸗ vor gewarnt und ein Großteil des Volkes hat ihn nicht verſtanden, hat ihn verlacht. Heute ſteht das deutſche Volk hinterihm und er warnt die Welt. Der Welt iſt das Lachen noch nicht vergan⸗ gen. In wenigen Jahren aber wird auch ſte ihn verſtehen, denn es iſt ſeine göttliche Miſſion mehr zu ſein als der Führer Deutſchlands, es iſt ſeine heilige Aufgabe, der Erwecker Europas zu ſein. Wir aber wollen das Vorbild für die Welt bleiben. Es tut not, daß wir zueinander halten, es tut not, daß wir die Ohren ſteif halten und uns zuſammenehmen. Es tut not, klug zu ſein wie die Schlangen und Vertrauen zueinander haben und zu arbeiten an den geſtellten Auf⸗ gaben, das tut not und nicht die fruchtloſe Kritit eines armen Wurmes, der das große Ziel nicht erkannt hat. Zum Schluß ſeiner Rede wandte ſich Dr. Goebbels noch an die flite Garde der Bewegung an die Männer, deren Namen einſt nicht in der Geſchichte verzeichnet ſind, die aber als Garde der Bewegung in ihrer Geſamtheit in die Ge⸗ ſchichte des ewigen Deutſchland glorreich ein⸗ ziehen werden. Wir wollen nicht vergeſſen, daß im Wandel der Geſchicke der jüngſten Zeit ein Menſch der gleiche geblieben iſt, der Führer, der ſeine Garde nicht vergißt. Er, der einfache Frontſoldat und der unbe⸗ kannte Arbeiter, der beſtimmt iſt, die Welt nach neuen Geſetzen umzuformen, iſt nach wie vor der ſchlichte Repräſentant einer einfachen, aber großen Idee. Wir wiſſen, was wir wollen, und wir wollen, was wir wiſſen. Mit dieſem Wort, das Dr. Goebbels an den Anfang ſeiner Betrachtungen geſtellt hat, beſchloß er auch ſeine Rede. Wer weiß, ſo fragte er die ergriffen lauſchenden Zu⸗ hörer, warum wir durch die harte Vergangen⸗ heit gehen mußten. Vielleicht ſollten wir im Krieg und in der Nachkriegszeit zu Großem vorbereitet werden. Vielleicht hat das Schickſal mit Hämmern auf uns geſchlagen, um uns hartzumachen. Und wir ſind hart und ſetzen das große Aufbauwerk durch. Vielleicht werden wir dabei keine Ruhe finden; wir müſſen Fa⸗ milienglück und Privatleben dem Reich opfern, dem wir uns verſchrieben haben. Und das iſt gut ſo, denn das raſtloſe Mühen um das Reich iſt unſer Lebenselexier. Dieſe harte Arbeit nehmen wir gerne auf uns. weil wir unſeren Kindern den Lebensraum und das tägliche Brot ſichern können. Spießer verſtehen dieſe unſexe hohen Idegle nicht, wir 30 aber fühlen ſie brennend in unſeren Herzen und deshalb erfüllen wir unſere Pflichten, auf daß das Reich groß und ewig ſein wird, in dem unſere Kinder und Kindeskinder leben. Kreisleiter Pg. Kleemann bat Reichs⸗ miniſter Dr. Goebbels, dem die Verſammlung mit ſtürmiſchem Beifall für ſeine mitreißenden Ausführungen gedankt hatte, daß die Arbeiter⸗ ſöhne dieſer Stadt mit ſeine getreueſten ſind und bleiben werden. Dieſes Bekenntis wurde mit dem„Sieg Heil!“ auf den Führer und dem Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied beſiegelt, Nach der Kundgebung fuhr Reichsminiſter Dr. Goebbels mit ſeiner Begleitung nach Mannheim zurück, wo er bis zur Abfahrt des fahrplanmäßigen Schnellzuges um 2259 Uhr im Palaſthotel„Mannheimer Hof“ verweilte. In feierlichem Rahmen wurde am Mittwoch⸗ abend nach Beendigung der internen Fachbera⸗ tungen der 4. Reichsbauerntag in der feſtlich geſchmückten Stadthalle der Reichs⸗ bauernſtadt Goslar von Reichsbauernführer R. Walter Darré eröffnet. * Dr. Ley übergab geſtern der Preſſe in Ber⸗ lin einen Bericht„Drei Jahre NSG Kraft durch Freude“, in dem die Ziele und Leiſtun⸗ gen dieſes großen Werks dargelegt werden. Zelelich A1 Aaauu- A CQlAU C OGπ-I- Lauνν vu — lefttungs· Neꝛegt Viir D Laædlu aus Ił auscaννφw Aauu Alal-. GOιι. Eaupv; oCl aolaν Ma Mk¾ÿ/ůa- Suuu, Aupνiiätegaν‘Ie,luu, Kicd- 2 Lall, Ae l, dun, Clr Rlao-Kallallu, arlLAbu“ luab. LAMPEN ſüe Mannheim Blick übers cand Letzte badiſche meidungen Ein Stadt⸗ und„Land“⸗Theater * Pforzheim, 25. Nov. Eine Neuerung hat das Stadtheater Pforzheim eingeführt. Am ontag wurde erſtmalig eine Vorſtellung für auf dem Lande wohnende Platzmieter durchge⸗ führt. Ein Dutzend Omnibuſſe aus allen Rich⸗ tungen brachte über 300 Beſucher aus den um⸗ liegenden Orten zur A der erfolgrei⸗ chen Operette„Marietta“. Die Omnibuſſe ſtan⸗ den auf dem Marktplatz und erwarteten das Ende der Vorſtellung, um dann wieder zurück⸗ Noch zu weiteren Vorſtellungen wer⸗ en die gleichen Beſucher, vielleicht auch noch mehr, von ihren Landorten kommen. Viele wa⸗ ren erſtmalig im Stadttheater Pforzheim. In den mäßigen Preiſen iſt die Fahrt miteinbe⸗ griffen. Das Intereſſe für die Neuerung iſt groß. Gieſeking ſpielt in Pforzheim * Pforzheim, 25. Nov. Der Muſikverein Pforzheim hat zu ſeinem zweiten Konzert in das Lutherhaus eingeladen, einem Klavier⸗ abend des weltberühmten Pianiſten W. Gieſe⸗ king(Wiesbaden). Der Künſtler ſpannte einen weiten Bogen von der klaſſiſchen Muſik Bachs und des Italieners Scarletti über die Roman⸗ tik von Schumanns„Kreisleriana“ und Cho⸗ in zu Brahms und dem heute allenthalben ge⸗ an Liszt. Der Beifall für die einzigarti⸗ gen Darbietungen ſteigerte ſich von Vortrag zu Vortrag und zwang den gefeierten Künſtler zu mehreren Zugaben. Vom Kraftwagen überfahren * Lörrach, 25. November. Am Mittwoch⸗ nachmittag wurde in Haagen bei Lörrach eine Frau namens Müller⸗Gailer aus Weil a. Rhein, die auf Beſuch in Haagen weilte, von einem Kraftwagen überfahren, wobei ſie ſchwere Fußverletzungen erlitt, die eine ſofor⸗ tige Ueberführung in das Krankenhaus erfor⸗ derten. Die Schuldfrage iſt noch ungeklärt. Staatsſekretär Ohneſorge ſpricht »Karlsruhe, 24. Nov. Die NSDaAp, Gau⸗ leitung Baden— Amt für Beamte—, führt am Dienstag, 1. Dezember, abends, zuſammen mit der Deutſchen Arbeitsfront in der Karlsruher Feſthalle eine Großkundgebung mit den Poſt⸗ beamten und ⸗arbeitern aus den Kreiſen Karls⸗ ruhe, Bruchſal, Heidelberg, Mannheim, Pforz⸗ . Bühl und Raſtatt durch. Es ſprechen der taatsſekretär im. Reichspoſtminiſterium Pg. Ohneſorge, der Stellenleiter„Reichspoſt der NSDAp, Reichsleitung— Hauptamt für Be⸗ amte—, Pg. Bentlage, und der Reichsfach⸗ ruppenwalter der Reichsbetriebsgemeinſchaft 10 (Berkehr und öffentliche Betriebe), Pg. Pan⸗ zer. Für Mittwoch, 2. Dezember, iſt am Vor⸗ mittag ein Beſuch der Gauſchule Hornberg der NS Daleh— Amt für Beamte— Gau Baden, Hornberg(Schwarzwaldbahn) vorgeſehen. Am 2. und 3. Dezember, abends, ſprechen dann Pg. Bentlage und Pg. Panzer in Freiburg und Konſtanz. Eine Meiſterſchule eröffnet Baden⸗Baden, 25. November. Dienstag⸗ nachmittag wurde in der Aula der Gewerbe⸗ ſchule Baden⸗Baden die erſte Meiſterſchule für das Damenſchneiderinnenhandwerk im Lande Baden feierlich eröffnet. Bis jetzt haben ſich 18 Schülerinnen gemeldet. Oberregierungsrat Schmidt ſchilderte in ſeiner Anſprache den Werdegang der handwerklichen Ausbildungs⸗ ſtätten in Ben letzten hundert Jahren, um dann die Ziele der handwerklichen Ausbildung im nationalſozialiſtiſchen Staat aufzuzeigen, die Hand in Hand mit bewußter charakterlich⸗ menſchlicher Erziehung gehen müſſe. In beſon⸗ derer Weiſe müſſe auch der Gemeinſchaftsgeiſt und die Kameradſchaft gepflegt werden. Steuerhinterzieher verurteilt Offenburg, 25. Nov. Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts in Offenburg 3 folgendes Urteil gefällt: Kaufmann Max ünrz von Weißenheim wird wegen eines in Tateinheit mit eigennütziger Beihilfe zur Branntweinmonopolhinterziehung ſtehenden Vergehens der Zuckerſteuerhinterziehung zu Geldftrafen von 42000 RM und 48 856 RM. im 155 der Unbeibringlichkeit zu Gefängnisſtra⸗ en von je drei Monaten, zu Werterſatzſtrafen von 17343 RM und 13880 RM, im Falle der Unbeibringlichkeit zu je einem Monat Gefäng⸗ nis, zur Gefängnisſtrafe von einem Jahr und ſechs Monaten und zu den Koſten des Verfah⸗ rens verurteilt. Die Geld⸗ und Werterſatzſtra⸗ fen gelten als getilgt durch acht Monate Unter⸗ ſuchungshaft. Dem Verurteilten wird die Aus⸗ übung des Handels mit Zucker auf die Dauer von fünf Jahren unterſagt. 1938 wieder Sängerfeſt in Frankfurt Frankfurt a.., 25. November. Auf der Jahreshauptverſammlung des Sängexkreiſes 14, Frankfurt, wurde erſtmalig der Plan be⸗ kanntgegeben, im Jahre 1938 ein großes deut⸗ ſches Sängerfeſt zu veranſtalten zur Erin⸗ nerung an das vor 100 Jahren vom 28. bis 30. Juli 1838 in Frankfurt a. M. veranſtaltete „Allgemeine deutſche Sängerfeſt“, das erſte Sängerfeſt in Deutſchland. Aus dem Ueber⸗ ſchuß dieſes erſten Sängerfeſtes wurde die Mo⸗ artſtiftung gegründet, die bis zum heutigen —— ihre Aufgabe, junge deutſche Muſiker zu fördern und ihnen das Studium zu ermög⸗ lichen, erfüllt. Das große deutſche Sängerfeſt 1938 wird gemeinſam mit der Mozartſtiftung durchgeführt werden. Märkte Großmarkt Handſchuhsheim. Birnen 10—12, —120 10—11, Rettiche 7, Kohlrabi 4, Wir⸗ ſing—3, Weißkraut 2, Rotkraut 3, Lauch 2, Spinat 10, Feldſalat 36—46, Roſenkohl 15—16, Endidienſala—8, Zwiebeln 5 Pf. je 74 Kilo. Anfuhr gut, Nachfrage mittel. Badenweiler, die„Jonntagsſtube“ der Markgrafſchaft herbſt⸗Winkerwende im Markgräflerland/ Badens Süden macht von ſich reden (Eigener Bericht des„Hakenkreuzbanner“) Badenweiler, 25. November. Die Zeichen mehren ſich jetzt täglich, die daran er⸗ innern, daß der Herbſt in den Winter hinüber zu wechſeln begonnen hat. Der Markgräfler allerdings, wenn er vom„Herbſt“ oder, wie er ſagt,„vum Herbſcht“ ſpricht, denkt an die Wein⸗ leſe, und die iſt freilich ſeit Wochen abgeſchloſ⸗ ſen, auch dort, wo ſie weit hinausgeſchoben ward. Der Herbſt als Jahreszeit iſt für den Oberländer im Schickſalsbogen des Rhein der „Spötlig“, der Spätling. Dieſer„Spötlig“ hält lange aus in der Markgrafſchaft. Aber alge⸗ mach muß auch er ſich verdrängen laſſen. Zwar, noch ſieht man da und dort am Hang eine Scabioſe blühen oder eine Wucherblume. Aber die ſpäten Kinder Florens fröſteln ſichtlich. Immerhin, auch Veilchen und Primeln fingen da und dort an, einen unzeitgemäßen zweiten Lenz ins Werk zu ſetzen. Und die entzückenden kleinen Maßliebchen auf den Wieſen fürchten auch den Schnee nicht. Zeit der„Ziebelewaihe“ Der neue Wein befindet ſich nun ganz im Zuſtand des Sich⸗Klärens. Faſt dünkt einen, er habe diesmal ſeine Kindheitsmarkſteine noch ſchneller hinter ſich gebracht als in anderen Jahren. Niemand wird einfallen, etwa zu be⸗ haupten, der Sechsunddreißiger könne es mit dem Vierunddreißiger oder Fünfunddreißiger aufnehmen. Aber im allgemeinen iſt der Sechs⸗ unddreißiger doch wohl anſtelliger und gefäl⸗ liger als ſein Ruf! Und obendrein kann halt der Wein nicht immer gleich gut ſein! Man ſollte darum den ehrbaren Namen eines viel⸗ leicht etwas herber Geratenen nicht gleich be⸗ argwöhnen und mit Naſenrümpfen ausſprechen. Kommt nur beherzt ins Oberland, wertge⸗ ſchätzte Unterländer: Ihr werdet finden, daß der Sechsunddreißiger ſich ſo übel nicht anläßt. Im übrigen iſt jetzt die Zeit der„Ziebelewaihe, der echten markgräfleriſchen Zwiebelfladen, die zum neuen Wein köſtlich munden und einen ganz vergeſſen machen können, daß der Herbſt mehr und mehr dem Winter das Feld räumt! Man blickt in dieſen Wochen zurück auf die verklingende grüne Jahreszeit. Daß ſie feucht und noch einmal feucht geweſen iſt, läßt ſich gewiß nicht beſtreiten. Aber ſie ließ doch Fel⸗ der und Aecker nicht leer ausgehen. Jetzt leuch⸗ tet es goldgelb unter den Dachtraufen hervor: In dicken Büſcheln hängen die Kolben des Welſchkorns. Die Winterſaaten allerdings ma⸗ chen dem Bauern mehr Sorge als ſonſt. Die iſt beſonders groß in dieſem ahr! Viele Gäſte— neue Einwohner Keinerlei Abbruch vermochte das unbeſtän⸗ dige Wetter dem Aufſtieg unſeres markgräf⸗ leriſchen Weltbades am Hang des Blauen zu tun. Die Saiſon begann ungewöhnlich früh und dauerte noch länger als gewöhnlich. Für die Markgrafſchaft iſt Badenweiler ſozuſagen die Sonntagsſtube. Hat man Gäſte, ſo führt man ſie zum wenigſten einmal in den herr⸗ lichen Kurpark des aufſtrebenden Badeſtädt⸗ chens, deſſen Gäſtezahl im vergangenen Som⸗ mer auf über zwanzigtauſend emporſtieg. Wer hätte das für möglich gehalten? Mit dem vor zwei Jahren eingemeindeten Oberweiler zählt Badenweiler wenig mehr als zweitauſend Ein⸗ wohner! Allerdings iſt der Zuzug der Sich⸗ Seßhaftmachenden desgleichen ſtetig im Wach⸗ llicht immer waren die flutofahrer ſchuld Die Straßenverkehrsunfälle in Baden im dritten Vierteljahr 1936 Karlsruhe, 25. Nop. Wie ſchon verſchie⸗ dentlich dargelegt wurde, konnte Baden dieſes Jahr auf einen erfreulich großen Fremden⸗ zuſtrom, vor allem in den Monaten Juli und Auguſt zurückblicken. Wie die Erfahrung lehrt, pflegt ein erheblicher Teil der Fremdenbeſucher ſich hierbei des Kraftfahrzeuges zu bedienen. Die dadurch bedingte Steigerung des allgemei⸗ nen Straßenverkehrs wirkt ſich natürlich dann in der Zahl der Verkehrsunfälle aus. So iſt denn auch nach den Feſtſtellungen des Badiſchen Statiſtiſchen Landesamts die Zahl der für das 3 Vierteljahr 1936 gemeldeten Ver⸗ kehrsunfälle gegenüber dem verkehrsſchwächeren 2. Vierteljahr geſtiegen, wenn auch nur in ge⸗ ringem Maße. Insgeſamt ſind in den drei Monaten Juli, Auguſt und September 1936 3191, im 2. Vierteljahr hingegen nur 3139 Un⸗ fälle in Baden gezählt worden. Immerhin waren 123(124) Todesopfer— einſchließlich 23 getötete Kinder unter 14 Jahren— zu be⸗ klagen; 2344(2289) Perſonen, hierunter 267 Kinder, trugen mehr oder weniger ſchwere Ver⸗ letzungen als Unfallfolge davon. Rund drei Viertel der Unfälle(2351) ereig⸗ neten ſich innerhalb geſchloſſener Ortſchaften und 840 Unfälle außerhalb. Bei zwei Drittel aller Unfälle handelt es ſichum Zuſammenſtöße von Fahrzeugen; insgeſamt waren dies 2082 Fälle. 1109 Unfälle waren anderer Art. Wie nicht anders zu erwarten, waren in erſter Reihe Kraftfahrzeuge an den Straßenverkehrsunfällen beteiligt, und zwar im ganzen 4064, hierunter 1972 Perſonenkraft⸗ wagen, 717 Laſtkraftwagen, 1182 Krafträder uſw. Ferner waren 1211 Fahrräder, 164 Fuhr⸗ werke, 91 Straßenbahnwagen, 8 Eiſenbahnfahr⸗ zeuge, 69 andere Fahrzeuge, 37 Tiere, ſchließ⸗ lich noch 468 Fußgänger unfallbeteiligt. In zuſammen 2300 Fällen lag die Urſache des Unfalls beim Kraftfahrzeugführer oder an techniſchen Mängeln des Fahrzeugs. Die Haupt⸗ rolle ſpielte hierbei wiederum das Nichibeach⸗ ten des Vorfahrtsrechts anderer an Straßen⸗ kreuzungen und Straßeneinmündungen(583) Fälle. Weiter ſind als Unfallurſachen zu nennen: Uebermäßige Geſchwindigkeit(353), falſches Ueberholen(350), falſches Einbiegen (287), Nichtplatzmachen(223) uſw. Es wäre aber falſch, immer nur beim Kraftfahrzeua die Schuld zu ſuchen. In nicht weniger wie 543 Fällen waren Radfahrer und in 276 Fällen Fußgänger die Verkehrsſünder, in 341 Fällen lagen andere Urſachen vor, wie glatte und ſchlüpfrige oder ſonſtwie mangelhafte Fahr⸗ bahn(165 Fälle), Nebel u. dergl. Zwyischen Neckar und Bergstraße Rübenverladungen gehen zu Ende * Ladenburg, 25. Nov. Die letzten Fuhr⸗ werke mit Zuckerrüben ſind in dieſen Tagen vom Feld hereingekommen. Am Bahnhof wur⸗ den die Verladungen am letzten Dienstag be⸗ endet. Der Verſand nach Waghäuſel begann Mitte Oktober, dauerte alſo faſt ſechs Wochen. Die Station Ladenburg hat in dieſer Zeit 180 Eiſenbahnwagen mit je 400 Zentner abgefer⸗ tigt, das ſind rund 3500 Tonnen. In Ueber⸗ gabezügen rollten die Wagen täglich, je nach Anlieferung, ab nach Friedrichsfeld, wo ſie in die planmäßigen Güterzüge eingeſtellt wurden. Die Bewältigung ſolcher Transporte erfor⸗ dert immerhin einige organiſatoriſche Arbeit ſeitens der Ortsbauernſchaft und der Zucker⸗ fabrik Waghäuſel, aber die Reichsbahn ſorgte in gewohnter Weiſe für reibungsloſe Abwick⸗ lung. An der Station Ladenburg wurden übri⸗ gens nicht nur die Zuckerrüben von Ladenbur⸗ ger Bauern verladen, ſondern auch die der Pflanzer von Neckarhauſen, ſoweit ſie ihre Rü⸗ benäcker auf der Ladenburger Seite haben; die anderen Neckarhäuſer Rüben hat man direkt zur Station Friedrichsfeld geliefert. In Ladenburg kamen auch die Rübenfuhren von Ilvesheim zur Verladung, während die Domäne Roſen⸗ hof und die Schriesheimer Bauern zum Ab⸗ transport die Nebenbahn ab Station Schries⸗ heim benutzten, von wo aus bekanntlich, ein Normalſpurgleis nach Heidelberg führt. Da die Rübenernte in dieſem Jahr ſehr befriedi⸗ gend war, haben unſere Bauern eine zum Jah⸗ doppelt willkommene Einnahme zu er⸗ warien. Ladenburger Nachrichten * 80. Geburtstag. Am 27. November kann Herr Nikolaus Möſchberger, Rentner Horſt⸗Weſfel⸗Straße 1, bei guter Geſundheit ſei⸗ nen 80. Geburtstag ſcheine Wir gratulieren. * Kartoffelkontrollſcheine nicht vergeſſen! Die Ortsbauernſchaft macht neuerdings wieder dar⸗ auf aufmerkſam, daß ſich Kartoffelerzeuger, die vor Belieferung der Verbraucher nicht die er⸗ forderlichen Kontrollſcheine löſen, ſtrafbar ma⸗ chen. Edingen berichtet * HB⸗Märchenſpiele. Die vom„Hakenkreuz⸗ banner“ in Verbindung mit der NS⸗Gemein⸗ ſchaft„Kraft durch Freude“ am Montagnach⸗ mittag durchgeführte Märchenvorſtellung„Hän⸗ ſel und Gretel“ war gut beſucht und fand den Beifall nicht nur der jugendlichen Zuſchauer. Dieſes Gaſtſpiel der Deutſchen Märchenbühne hat in Edingen ebenſo großen Anklang gefunden als der bunte Abend der Volkskunſtbühne am Samstag. * Verſammlung der Kinderreichen. Am Frei⸗ tag, 27. November, um 20.15 Uhr, findet im Gaſthaus„Zum Ratskeller“ die Monatsver⸗ n des Reichsbundes der Kinderreichen ſtatt, zu der vollzähliges Erſcheinen erwünſcht iſt. Es ſpricht Bezirkswart Max Schneider. * Eckenſteher werden nicht geduldet. Das Bür⸗ ermeiſteramt weiſt darauf hin, daß das Zu⸗ ammenſtehen mehrerer Perſonen auf den Orts⸗ ſtraßen oder an den Straßenecken im Intereſſe des Verkehrs nicht geſtattet iſt. Zuwiderhand⸗ lungen müſſen beſtraft werden. * Handball. Die Jugend⸗Handballmannſchaft des TV Edingen gewann am letzten Sonntag gegen Ziegelhauſen:5 und ſteht damit an der Spitze der Tabelle. Am kommenden Sonntag ſpielt auf dem Edinger Sportplatz um 15 Uhr die erſte Mannſchaft gegen Neckarſteinach und um 14 Uhr die Jugend gegen FC Doſſenheim. Neues aus Schriesheim * 86. Geburtstag. Am Freitag, 27. Novem⸗ ber, feiert Frau Groos, Entengaſſe, ihren 86. Geburtstag. Herzlichen Glückwunſch. ſen. Eine ganze Reihe neuer kleinerer und gro⸗ ßer Landhäuſer entſtand. Das große Schulungs⸗ heim der Standesbeamten Deutſchlands fügt ſich baulich gut der Landſchaft ein. Erfreulich daß der Bürgermeiſter und Kurdirektor Hen⸗ nes bewußt Badenweilers landſchaftlichen Cha⸗ rakter zu erhalten befliſſen iſt. Die gepflegte Note des ganz ins Grüne gebetteten Badeſtädt⸗ chens, das Heil⸗ und Erholungsſtätte ſein will und ſonſt nichts, iſt es, aus der ſich der Auf⸗ ſtieg Badenweilers erklärt. Die Verwurzelung des Bades am Blauenhang mit der markgräf⸗ leriſchen Heimat verbirgt ſich nirgends. Und manches Werk der Heimatverbundenheit findet durch Badenweilers Bürgermeiſter Förderung. So in jüngſter Zeit die Arbeiten zur Erhaltung der Ruine Neuenfels, die Freilegung der Ruine der Zähringer im Kurpark, die Pflege von Wegen uſw. Die kulturelle Seite Mit friſchem Auftrieb regt ſich Lörrachs Kulturleben auch in dieſem Winter. Ein Herbſtfeſt, das u. a. Hermann Burte ans Leſe⸗ pult führte, nahm die Loſung der Gaukultur⸗ woche für das Markgräflerland auf. Daß Burte in der engeren Heimat den Schleier von ſeiner Dichtung für Händels großes Oratorium „Judas Makkabäus“ zog, empfand man ſehr dankbar. Der Chor unter Leitung von Dr. Karl Friedrich Reber trat gleichfalls bereits mit einem Konzert hervor. Für die erſten De⸗ zembertage ſteht eine„Markgräfleriſche Kunſt⸗ ſchau“ an. Dabei berührt es allerdings ſchmerz⸗ lich, daß die Räumlichkeiten, die eine gut ge⸗ hängte Kunſtausſtellung bräuchte, bis jetzt feh⸗ len. Hier gilt es, eine empfindliche Lücke, ſo bald es möglich iſt, auszufüllen! Weit mehr, als es etwa vor dem Kriege der all war, lenkt ſich die Aufmerkſamkeit der arkgrafſchaft heute Freiburg zu, dev Großſtadt im Breisgau und im ganzen Ober⸗ land! Wären nur die Eiſenbahnverbindungen ein wenig flotter! Daß die Bühne Freiburgs u. a. Burtes„Katte“ in einer ausgezeichneten Aufführung herausbrachte, rechnet man ihr im Markgräflerland ſehr hoch an. Mit jedem Mo⸗ nat ſpürbarer regt ſich das Volksbildungswerk von„Kraft durch Freude“! Dazu kommt, daß Müllheim wieder Garniſon iſt und dem alten Städichen damit neue Möglichkeiten der Ent⸗ wicklung ſeines Erwerbslebens ſich erſchlie⸗ ßen. Die Belebung des Baumarktes endlich macht ſich in den großen Tonwerken und Zie⸗ geleien Kanderns und ſeiner Landſchaft be⸗ merkbar. So hat auch die Markgrafſchaft ihren Anteil am neuen Leben des nationalſozialiſti⸗ ſchen Deutſchland.—er. neues aus Camperiheim * Lampertheim, 25. November. In einer ſtark⸗ beſuchten Tabakbauern⸗Verſammlung betonte Dr. Schmidt⸗Heppenheim, daß die in dieſem Jahre erzielten guten Tabakverkaufspreiſe die Bauern verpflichten, dafür zu ſorgen, daß bei den Verwiegungen eine und ge⸗ naue Sortierung der ualitäten vollzogen wird. Lampertheim hat in dieſem Jahre be⸗ wieſen, daß es Qualitätstabak auf den Markt bringen kann, welchen Ruf man nun auch zu nehmen Sie zum Rührteig nur ſo viel Flüſſigkeit, daß der Teig chwer vom Cöffel fälltl Iſt der Teig zu weich bereitet, ſo kann die Flũſſigkeit nicht ge. nũgend vom Mehl aufgelogen wer⸗ den oder beim Backen verdunſten Die Folge wäre dann ein Gebäck mit Wafferſtreiſen. Das iſt unmöͤglich ber richtiger Beachtung der Rezevtvorſchriften und Verwendung von dr. Oetker's Backpulver„Backin“ wahren habe. Bereits in den nächſten Tagen beginnt die Verwiegung des letzten Teiles der Tabakernte. * Lampertheim, 25. November. Das Feſt der goldenen Hochzeit feierten die Eheleute Valen⸗ tin Frödert, Maurermeiſter i. R. und Frau Chriſtine, geb. Klingler.— Seinen 70. Geburts⸗ tag beging Karl Friedrich, Peterſtraße.— 71 Jahre alt wurde Adam Hannewald, Aliceſtraße. Desgleichen 70 Jahre alt wurde Frau Maria Diochon, Karlſtraße. Allen Ju⸗ bilaren die beſten Glückwünſche. * Lampertheim, N. November. Die Lampert⸗ heimer Sportvereine zeigen ſich in dieſem Jahre in guter Form. Der Fußballklub Olympia ſchlug in den letzten fünf Wochen alle Gegner, die ſich ihm ſtellten, ſo daß er ſeinen Tabellen⸗ ſtand aus den unteren Regionen bis zur Mitte verbeſſern konnte.— Ganz groß aber erſcheint der Stemm⸗ und Ringklub Lampertheim, der in der diesjährigen Verbandsrunde bis jetzt überhaupt noch nicht geſchlagen werden konnte. Auch der letzte Kampf gegen Schafheim wurde haushoch gewonnen. Die bis jetzt ſtattgefunde⸗ nen ſechs Kämpfe zeigen den Stemm⸗ und Ringklub ungeſchlagen an der Spitze der Ta⸗ belle. Die neuaufgeſtellte Mannſchaft hat ſich glänzend bewährt und gibt die beſten Ausſich⸗ ten, daß die Bezirksmeiſterſchaft diesmal nach Lampertheim kommt. 26. November 1934 1 9 Ma Der jährte Male. würdi nuren rechtfi: ſich ab Es ko 520 N liarder gleich damal, ſchen Mit S Inflat ſtiſcher iſt heu wieder können Die den ert An al Anlã Solit Gaufüh die Wit triebsfi Tat zu Wir zember bares Winte Ihr zei⸗ ſeren Ke ſtützt. D rung an gegeben des Wi kann, ri die Wi den zuſte fen. Grö führung ſtraße 8 Ueberſen Betrie Dezembe ohne Wi Einakt Beginn? kaſſe. Auszal darauf, d tag fällt, renten be Die Di des mini der Heer⸗ Bei der viele jun 19114 3 alſchen Kavallerie von frühe zen Reite rem Solde ſchieren zu Vorſtellun züge zur täuſchu Zum Ke deres, das Wort ohne umreißt. Kavalleriſt Liebe für Damit if mann ſie bringt für mit als di Pferdedien lem ſehr die richtige Quartieren Sonnenhitz um ſich ſel leicht übern die weniger Sommerme Tageslicht in langen gelernt. Er Wiſſen und mit dem J im Stall un der Dienſtz! rhythmus e Aber es Kavalleriſte⸗ das Blut ten Pferden gönnt war, Boden»on! wachſen zu jenigen Me Anlagen F ſchen und 2 allen Be dieſem Drei ember 1930 chaſt rer und gro⸗ e Schulungs⸗ chlands fügt Erfreulich irektor Hen⸗ ftlichen Cha⸗ die gepflegte n Badeſtädt⸗ tte 5 will ſich der Auf⸗ erwurzelung er markgräf⸗ gends. Und enheit findet Förderung. ir Erhaltung ig der Ruine Pflege von Lörrachs nter. Ein te ans Leſe⸗ Gaukultur⸗ auf. 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Mit Schrecken denkt das deutſche Volk an die Inflationszeit, die allein in den Jahren marxi⸗ ſtiſcher Mißwirtſchaft möglich war, zurück und iſt heute doppelt dankbar dafür, daß wir alle F0. vertrauensvoll in die Zukunft blicken önnen. belriebsführer, herhören! Die Gauführung des Winterhilfswerkes Ba⸗ den erläßt folgenden Aufruf: An alle Betriebsführer im Grenzgau Baden! Anläßlich des Tages der nationalen Solidarität am 5. Dezember führt die Gauführung des WHW eine große Aktion für die Winterhilfsbriefmarken durch. An euch Be⸗ triebsführer liegt es nun, dieſe Aktion durch die Tat zu unterſtützen. Wir fordern euch auf, am., 4. und 5. De⸗ zember eure geſamte Geſchäftspoſt als ſicht⸗ bares Zeichen eurer Hilfsbereitſchaft mit den Winterhilfsbriefmarken freizumachen. Ihr zeigt dadurch, daß ihr vorbildlich un⸗ ſeren Kampf gegen die Not des Winters unter⸗ ſtützt. Damit eure Geſchäftspoſt ohne Verzöge⸗ rung an den genannten Tagen bei der Poſt auf⸗ Gegen unſtatthafte Berufs⸗Experimente Enkweder ſelbſtändiger handwerker oder Gefolgſchaftsmitglied/ Aus der Oczirksralsſitzung Der Bezirksrat des Bezirksamtes, der nach der Trennung des Polizeipräſidiums und des Bezirksamtes nunmehr ſelbſtändig tagt, hatte ſich in ſeiner Mittwochſitzung mit einem Fall zu beſchäftigen, der nicht allein daſtehen dürfte und der vor allem in Handwerkerkrei⸗ ſen größte Beachtung verdient. Es handelte ſich darum, ob ein ſelbſtändiger, in der Hand⸗ werlerrolle eingetragener Handwerker ohne Löſchung in der Handwerkerrolle als Gefolgſchaftsmitglied in einem anderen Betrieb arbeiten darf. In dem verhandelten Falle hatte das Bür⸗ germeiſteramt Hemsbach feſtgeſtellt, daß ein in ih Hemsbach wohnender und in der Handwerker⸗ rolle eingetragener Schreiner nicht mehr ſelb⸗ ſtändig ſein Geſchäft betreibt, ſondern auswärts als Gefolgſchaftsmitglied eine Beſchäftigung gefunden hat. Die Badiſche Handwerkskammer hatte aus dieſen Gründen die Löſchung des Schreiners in der Handwerkerliſte beantragt, zumal dieſer noch niemals Innun sbeiträge be⸗ zahlt hatte und auch nicht der Deutſchen Ar⸗ beitsfront angehörte. Gegen die in die Wege geleitete Löſchung legte der Schreiner Einſpruch ein und machte geltend, daß er nur vorübergehend auswärts beſchäftigt würde und daß er wieder ſelbſtän⸗ dig ſein Handwerk ausübe, ſobald er Aufträge vorliegen habe. Die Handwerkskammer legt mit Recht beſon⸗ deren Wert auf Klarheit, denn es gibt unter gen Ladenburger, die manchmal von den Ge⸗ rüchen der Abdeckerei etwas in die Naſe bekom⸗ men, nicht gerade beglückt darüber ſind. Nun wollte ein mit Fellen handelnder Jude in der Nähe der Abdeckerei in einer Scheune kleinere Tierfelle einlagern, wogegen es natürlich Pro⸗ teſte geb. Der Fall beſchäftigte vor einem hal⸗ ben Jahr bereits einmal den Bezirksrat, der damals die Genehmigung zur Einlagerung von Fellen unterſagte. Gegen dieſe Verfügung war von dem Juden in Karlsruhe beim Miniſte⸗ rium Rekurs eingelegt worden, ſo daß erneute Gutachten die Gach werden mußten und der die Sache nocheinmal aufzugreifen atte. Die ſeinerzeitigen Beſchwerdeführer hielten re Beſchwerde aufrecht, wobei beſonders der eine Nachbar betonte, daß ſeine Gefolgſchafts⸗ mitglieder in nächſter Nähe der eingelagerten Felle ſchlafen müßten. Andererſeits müſſe man mit einer Vermehrung der Ratten⸗ plage rechnen. Der Bezirksrat lehnte das Geſuch ab und wies in ſeiner Entſcheidung darauf hin, daß er die gleichen Bedenken habe, wie bei der erſten Behandlung der Angelegenheit. Durch die Rattenplage und die im Sommer auftreten⸗ den Schmeißmücken müſſe man ſchwerwiegende geſundheitliche Schädigungen befürchten. Wenn gegeben und die Aktion von der Gauführung des WoW entſprechend ausgewertet werden kann, richten wir die dringende Bitte an euch, Winterhilfsbriefmarken ausſchließlich bei den zuſtändigen Dienſtſtellen des WoHwW zu kau⸗ fen. Größere Beſtellungen nimmt auch die Gau⸗ Baumeiſter⸗ ſtraße 8, entgegen, und ſorgt für rechtzeitige die führung des WHW Karlsruhe, Ueberſendung. Betriebsführer! Die Parole am., 4. und 5. Kein badiſcher Geſchäftsbrief Dezember ſei: ohne Winterhilfsbriefmarke! Heute abend Einakter der Beginn 20 Uhr. kaſſe. Auszahlung von Militärrenten. Mit Rückſicht darauf, der 29. November auf einen Sonn⸗ i der Militär⸗ tag fällt, findet die Auszahlun renten bereits am Samstag, 28, November, ſtatt. Die Vorausſetzungen für den Reiterdienſt Was man wiſſen muß, um keine Enttäuſchungen zu erleben Die nachfolgenden intereſſanten Ausführungen des Majiors v. Senger aus dem Reichskriegs⸗ miniſterrum geben eine umfaſſende Darſtellung der Anforderungen, die die Kavalleriſten im Heeresdienſt zu erfüllen haben. Bei der Wahl des Truppenteils drängen ſich viele junge Leute zur berittenen Truppe, be⸗ 19114 zur Kavallerie, und gehen dabei von alſchen Vorausſetzungen aus. Die Kavallerie umgibt ein romantiſcher Schimmer von früheren Attackenzeiten, Reiterliedern, ſtol⸗ zen Reitersleuten, Pferdeſport und— ſchöne⸗ rem Soldatenleben, weil man dabei ohne Mar⸗ ſchieren zu Fuß auskommt. Wer nur durch ſolche Vorſtellungen und nicht durch andere Weſens⸗ züge zur Kavallerie getrieben wird, wird Ent⸗ täuſchungen erleben. Zum Kavalleriſten gehört ein wichtiges An⸗ deres, das ſich ſchwer beſchreiben läßt und das Wort ohne Blut und Boden nicht klar genug umreißt. Durch Blut und Boden ſollte der Kavalleriſt ein Menſch ſein, der Verſtändnis und Liebe für das Pferd und ſeine Aufgaben hat. Damit if nicht geſagt, daß nur der Land⸗ mann ſich zum Kavalleriſten eignet, aber er bringt für ſeine Waffe doch unendlich viel mehr mit als die meiſten Städter. Er weiß, daß Pferdedienſt entſa gungsvo lIlund vor al⸗ lem ſehr oft anſtrengend iſt. Er bringt die richtige Einſtellung für die Pferdepflege im Quartier nach 16ſtündigem Marſch in ſengender Sonnenhitze mit, wo der Städter von der Sorge um ſich ſelbſt und von der leicht übermannt wird. Der Landmann aber hat die wenigen Stunden gekürzter Nachtruhe in den Sommermonaten und die Auffüllung der mit Tageslicht erfüllten Tagesſtunden durch Arbeit in langen Erntemonaten von früh an kennen⸗ gelernt. Er bringt natürlich auch ein anderes Wiſſen und eine andere Erfahrung im Umgang mit dem Pferd mit, ihm iſt der Pferdedienſt im Stall und auf dem Marſch kein zu erlernen⸗ der Dienſtzweig, ſondern ein in ſeinen Lebens⸗ rhythmus einbezogenes Tun. Aber es iſt nicht nur der Boden, der den Kavalleriſten zu ſolchem macht, ſondern ebenſo das Blut Vom Blut her hat es zu allen Zei⸗ ten Pferdemenſchen gegeben, denen es nicht ver⸗ gönnt war, durch die Verwurzelung mit dem Boden on Kindesbeinen an mit dem Pferd ver⸗ wachſen zu ſein. Vom Blut her werden die⸗ jenigen Menſchen Pferdeleute, die nach ihren Anlagen Freiluftmenſchen, tierliebende Men⸗ ſchen und Sportsleute ſind, Solche gibt es in allen Berufsgruppen, aber etwas von dieſem Dreiklang muß in ihnen ſtecken, um jenen Opernſchule im Neuen Theater. Reſtliche Karten an der Abend⸗ ker⸗ ichung erſolgt. den Handwerkern leider immer noch Elemente, die durch ihr Verhalten den guten und ſoliden Handwerker ſchädigen, zumindeſt aber den Handwerkerſtand in ein ſchiefes Licht bringen können, ſofern ihnen nicht Einhalt geboten wird. Man erlebt es häufig, daß ſich ſelbſtän⸗ dige Handwerker als Gefolgſchaftsmitglieder ihr Brot verdienen und dann nach Feierabend in ihrer Werkſtätte ſchwarzarbeiten. Daß bei dieſer Gelegenheit Pfuſcharbeit geleiſtet wird, iſt gar nicht ſelten. Der Bezirksrat ſchloß ſich der Anſicht der Handwerkskammer an: entweder ſelb⸗ ſtändiger Handwerker— oder Ge⸗ folgſchaftsmitglied. Die Beſchwerde gegen die beantragte Löſchung in der Handwer⸗ kerrolle wurde zurückgewieſen, ſo daß die Lo⸗ Das Neue Theate im Roſengarten hat ſeine beiden Seiten, nämlich eine Konzert⸗ und eine Theaterſeite. Man kann die Sitze nach einem Konzert nach einem ganz einfachen Verfahren umdrehen und das Theater iſt fertig. Zugege⸗ ben ſei allerdings, daß man dieſes Verfahren erſt entdeckt, wenn man ſich beim Blick vom Konzertſaal auf die Bühne, d. h. nach rück⸗ wärts den Hals verrenkt hat.— Wir ſitzen bei Wilhelm Trieloff., deſſen Tochter führend bei dem jungen Theater beteiligt iſt, und der voller Angſt und Bangen auf das„Schmeißen“ harrt, das glücklicher Weiſe doch nie Wirklich⸗ keit wird. Wir helfen ihm warten und be⸗ obachten ſachverſtändig die Vorbereitungen von Ober⸗ und Unterbeleuchter und machen un⸗ ſtändlich aber ganz leiſe,“ weil uns niemand gefragt hat und weil wir ſonſt herausgewor⸗ fen würden. Beim Theater iſt vor der Pre⸗ miere jeder ſo aufgeregt und ſchimpft ſelbſt ſchon ſo viel, daß er Meckerer von auswärts nicht vertragen kann. Und wie die richtige Miſchung von Gelb, Rot, Weiß und allen möglichen Lichtern er⸗ reicht iſt, geht die Probe an. Alles wird von den Schülern ſelbſt gemacht, man ſpürt die in⸗ ſtruktive Abſicht, aber ſie bleibt ſo unauſdring⸗ lich, daß ſie die Freude am Spiel nicht ſtört. Die beiden gewählten Opern ſtellen ſchon höhere Anforderungen als die im Vorjahre aufgeführten„Chineſiſchen Mädchen“ und„Der betrogene Kadi“, aber die Schüler ſind bereits ein Jahr älter und reifer geworden und fin⸗ den ſich tadellos in ihre Aufgaben. Dazu iſt die Opernſchule durch die geſteigerte Zahl der Schüler, die erfreulicherweiſe an zwanzig her⸗ ankommt, in der Lage, mit geringer Unterſtüt⸗ zung vom Hochſchulchor einen anſehnlichen Chor zu ſtellen, ſo daß für buntes Leben garan⸗ tiert iſt. Gewählt wurden die beiden kurzen Opern„Der Dorfbarbier“ von Schenk und„Der Holzdieb“ von Marſchner, weil ſie inſtruktiv ſind und reichlich Gelegenheit zum Enſembleſingen, das in der Opernſchule in Zukunft beſonders gepflegt werden ſoll, geben, weil ſie aber andererſeits doch keine Schwierig⸗ Am die üblen Düfte von Ladenburg Eine Abdeckerei iſt nun einmal eine Notwen⸗ digkeit und man kann es verſtehen, daß diejeni⸗ anderen Mangel der fehlenden Bodenverwurze⸗ lung auszugleichen. Tierliebhaber müſſen ſie ſein vom Blut her; nur wer die Pferdepſyche kennt, liebt und be⸗ wundert, kann überhaupt ein Pferdmann ſein. Ohne dieſen Zug des Blutes kann man ein guter Soldat, ſogar zu einem gewiſſen Grad ein guter Reiter, aber niemals ein Pferdmann werden. Sportfreudig muß der Kavalleriſt ſein, denn jeder anſtrengende, gut verlaufene Ritt, der das Pferd bei ſeiner vollen Leiſtungsfähig⸗ keit erhält, iſt eine ſportliche Leiſtung und wird als ſolche leichter geleiſtet, als nur in Erfüllung einer Pflicht. Vollends der Berufs⸗ ſoldat ſchult durch Sportfreudigkeit ſich ſelbſt, ſteigert die Leiſtungsfähigkeit ſeines Pferdes und wird durch dieſe Anreize mehr Pferdmann, als ihm das ſonſt von Natur vielleicht mitge⸗ geben iſt. Der Pferdeſport treibende Soldat wird von ſelbſt zum Stall⸗ und Pferdmann, als ihm das ſonſt von Natur vielleicht mitgegeben iſt. Dieſe ſeeliſchen Eigenſchaften ſind die wich⸗ tigſten für den zukünftigen Kavalleriſten. Da⸗ neben ſind gewiſſe körperliche unerläßlich. Der Reiter muß ſchlank, d. h. nicht zu ſchwer, daher weder ſehr groß, noch aber auch zu klein ſein. Leichtes Gewicht iſt unerläßlich zur Schonung des Pferdes bei großen Anſtrengun⸗ gen und zum Ausgleich gegen das große tote Gewicht der Ausrüſtung des Soldatenpferdes. Ungünſtig iſt jedoch zur reiterlichen Ausbildung vor allem das im Vergleich zum Oberkörper zu kurze Bein oder gar der runde, gepolſterte Oberſchenkel. Wer zur Kavallerie will und ſich für dieſe Waffengattung für geeignet hält, muß vor her möglichſt den Reiterſchein erwer⸗ ben, den die Beauftragten des Reichsinſpekteurs für Reit⸗ und Fahrausbildung ausſtellen. Bei der Vorbereitung dafür wird er gute Eindrücke über ſeine ſonſtige Eignung bekommen und auf den Weg der Selbſterkenntnis geführt. Die ver⸗ hältnismäßig geringe Stärke der Kavallerie ſollte dazu führen, daß nur tatſächlich körperlich und ſeeliſch als Pferdeleute zu bezeichnende junge Leute bei ihr eingeſtellt werden. Es dauert höchſtens noch einen Monat, dann hat ſelbſt Herr Haſe erfahren, daß Ko7 am kom⸗ menden Sonntag einen Sonderzug nach Frank⸗ furt und Darmſtadt führt. Für Herrn Haſe allerdings iſts dann zu ſpät. Alle anderen ſol⸗ len aber beizeiten erfahren: Hier iſt wieder ein⸗ mal eine Gelegenheit, die man nicht verpaſſen darf, auf billigſte Weiſe ein ſchönes Stückchen unſeres deutſchen Landes zu ſehen. Frankfurt, reich an Geſchichte und reich an Sehenswürdigkeiten, wird für einen Sonntag die KoF⸗Fahrer aus dem Kreis Mannheim aufnehmen. Stadtführungen, an denen ſich je⸗ der koſtenlos beteiligen kann, geben die Gewähr dafür, daß die Fahrtteilnehmer auch tatſächlich die Hauptſehenswürdigkeiten zu Geſicht bekom⸗ men. Karten für den Zoo und das Palmen⸗ haus ſind zu halben Normalpreiſen in der Ge⸗ ſüitlich zugleich mit den Fahrkarten er⸗ ältlich. Wer jedoch vorzieht, die ſchönen Tage dieſes Vorwinters in einer Wanderung zu genießen, dem ſei vorgeſchlagen, ſich an der Wanderung von Darmſtadt nach dem Jagdſchloß Kranich⸗ ſtein zu beteiligen. Jagdſchloß Kranichſtein iſt ein Jagdmuſeum, das in ſeiner Eigenart kaum ein zweitesmal in Deutſchland zu finden iſt. Die reichen Sammlungen von Geweihen aller Art und von Jagdgemälden aus verſchiedenen Jahrhunderten, von koſtbaren Waffen und Handharmonika⸗Konzert im Kolpinghaus. Der Handharmonika⸗Club Mannheim veranſtaktet am Donnerstag, den 26. November, im Konzert⸗ ſaal des Kolpinghauſes ein Konzert mit ſehr reichhaltiger und intereſſanter Vortragsfolge. ſere kritiſchen Bemerkungen doazu, ſelbſtwer⸗ auch die Abdeckerei in der Nähe ſei und die Gerüche der Abdeckerei nicht gerade angenehm wären, ſo könne man es doch nicht— en. Der Jude hörte ſich die Entſcheidung ohne mit der Wimper zu zucken an und verſchwand daß die üblen Gerüche noch vermehrt wür mit— dem deutſchen Gruß!!! Genehmigte Geſuche Genehmigt wurden die Geſuche von Fried⸗ rich Wüſt für den Betrieb der Realgaſtwirt⸗ ſchaft„Zum Pflug“ in Plankſtadt; Frau Ba⸗ bette Baumer für den Betrieb der Perfonal⸗ ſchankwirtſchaft„Zur Wachenburg“ in Wein⸗ heim, Alte Landſtraße 19; Heinrich Rodenhäu⸗ ſer für den Betrieb der Perſonalſchankwirtſchaft „Zum ſchwarzen Trauben“ in Lützelſachſen. Weiterhin wurde das Geſuch von Max Högg, Schriesheim, um waſſerpolizeiliche Genehmi⸗ gung zur Wiederherſtellung und Aenderung der Waſſerbenützungsanlage am Kanzelbach und Katzenbach auf der Gemarkung Schriesheim ge⸗ nehmigt. Zwei Geſuchen um die Erteilung von Aus⸗ nahmebewilligungen zur Eintragung in die Handwerterrolle wurde zugeſtimmt und ſchließ⸗ lich erfolgte noch die Ernennung eines Saaten⸗ ſtands⸗ und Ernteberichterſtatters für den II. Berichtsbezirk. Wenn Mannheims Opernſchule probt... Bei den Vorbereitungen zur heutigen Aufführung keiten bereiten, denen ein Schüler nicht gewach⸗ ſen wäre. Ein Hauptgrund für ihre Wahl war aber auch ihre harmloſe, höchſt amüſante Handlung. Drei Mann ſchimpfen bei der Probe. Am meiſten ſchimpfen darf Direktor Clodwig Rasberger, der die muſikaliſche Leitung hat und für den Zuſammenhalt zwiſchen Bühne und Orcheſter forgen muß. Jedenfalls hat er mit dem Schülerorcheſter, das wieder die Begleitung ausführt, tüchtig vorgearbeitet, ſo daß er jetzt allen Wert auf die muſikaliſche Einheit legen kann. Die nötigen Regiemah⸗ nungen geben Heinrich Köhler⸗Helffrich, der recht gemütlich zu ſchimpfen weiß, und Hans Scherer, der neuverpflichtete Lehrer der Openſchule, der hier für die Dialogregie verantwortlich zeichnet. Wilhelm Trieloff der immer noch bei uns ſitzt, iſt beunruhigt, weil er den Aberglauben hat, daß alles, was bei der Hauptprobe ſchief geht, bei der Aufführung vorzüglich klappt, und weil er nach dem Er⸗ gebnis dieſer Probe ſchwarz ſehen will. Wir aber ſind nicht abergläubiſch und glauben eher, daß gründliche Vorarbeit beſſer iſt, als alle abergläubiſche Prognoſe. Regiſſeure, Korrepe⸗ titoren und am Ende der Kapellmeiſter haben dafür geſorgt, daß die muſikaliſche und ſzeniſche Einheit der Oper geſichert bleibt. Die Bühnenbilder und techniſche Einrich⸗ tung beſorgt Hans Weyl, der nur im Hinter⸗ grunde ſchimpfen darf. Im übrigen aber wird alles von den Schülern ſelbſt beſorgt, ſie ſind ihre Inſpizienten, ſie haben ſelbſt für die Ko⸗ ſtüme ſorgen müſſen, die das Nationaltheater ſtellte, und ſie ſpielen auch ohne Souffleur, der nur ablenken würde. So wird der pädago⸗ giſche Charakter der Auffühung wieder betont, ohne daß der Zuſchauer etwas davon merkt. Die Koſtüme ſind nach der Zeit der Ent⸗ ſtehung der Opern ausgewählt,„Der Holz⸗ dieb“ wird im Biedermeier und„Der Dorf⸗ barbier“ im Rokoko geſpielt. Wer noch ehrlich Freude am Theater hat, wird ſich den Genuß, dieſe jungen friſchen Stimmen zu hören, und ihr fröhliches Spiel zu ſehen, ſicher nicht entgehen laſſen.—Kkm— Frankfurt— Ziel des Kdcß⸗Sonderzuges Am kommenden Sonntag kann man wieder ein ſchönes Stück deutſchen Landes ſehen Jagdgeräten, in prächtigen hiſtoriſchen Räumen untergebracht, ſind wertvolle Kulturdokumente, und für Laien und Fachleute gleich ſehenswert. Kranichſtein übt auf ſeinen Beſucher einen eigenartigen, freundlichen Zauber aus und im⸗ mer wieder nimmt man dieſes Jagdſchloß und ſeine maleriſche Umgebung mit dem Meſſeler Tierpark in ſein Wanderprogramm auf. Volksgenoſſen! Spannt wieder einmal aus faltluſteinbeuch vom norden odet warmes egenwetter vom Südenꝰ Wie es sↄuch kommt, jeder Schödi- gung ihrer Heut beugen Sie vor durch tägſiches Einreiben mit der euzertheſtigen Nives- We. 8 ινν Creme. Oos ist eine kleine Muhe, die lhnen großen Nutzen bringt. und ſeid einen Sonntag fröhlich und vergnügt mit„Kraft durch Freude“ in Frankfurt, in Darmſtadt und in dem herrlichen Jagdſchloß Kranichſtein! Karten für den Sonderzug ſind in der Geſchäftsſtelle, 40 Aeafe 28, erhältlich. Der Fahrpreis beträgt ab Weinheim' RM.70. Ab⸗ fahrt des Sonderzuges ab Weinheim.13 Uhr, Darmſtadt an.54 Uhr, Frankfurt an 10.25 18 Rückfahrt ab Frankfurt 19.55 Uhr, Darmſtadt ab 20.27 Uhr, Weinheim an 21.07 Uhr. 3 50 * 7 3 775 5 ————— — Kannheim „Hakenkreuzbanner 26. November 1930 An den Zufahrtsstraßen zur Hindenburgbrücke in der Neckarstadt sind überall Schilder aufgestellt worden, die die Verkehrsteilnehmer davon unterrichten, daß die Hindenburgbrücke gesperrt ist. Das auf dem Bild sichtbare Schild steht bereits am Anfang der Damm- straße beim Mehplatz, so daß die Fahrzeuglenker rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht werden, ihren Weg über die Friedrichsbrücke zu nehmen. Vielfach werden diese Schilder noch übersehen, und vor allem glauben die Radfahrer, die nur in einer Richtung bestehende Verkehrssperre über die Hinden- burgbrücke nicht beachten zu brauchen. Wer den Sperrschildern keine Beachtung geschenkt hat. wird an der Brückenauffahrt jeweils eines Besseren be⸗ lehrt, denn dort steht die Polizei und„schnappt“ sich im Interesse der jeden Verkehrs- sünder Zum ad-Jahrestag im Roſengarten Wie ſchon bekannt ſein dürfte, fällt auf jede hundertſte Eintrittskarte zum Preiſe von RM.50 einſchließlich Tanz ein Koß⸗Preis in Form von Wochenendfahrten, Tagesfahrten oder Freikarten für einen ein⸗ monatlichen Sportkurs. Deshalb iſt es im In⸗ tereſſe eines jeden einzelnen, wenn er die Num⸗ mer ſeiner Eintrittskarte aufbewahrt, um ſie mit der am Montag in der KoF⸗Parole auf⸗ ——+h Gewinnerliſte zu vergleichen. Der nhalt des Programmes, welches um 20.30 Uhr iſt durch Plakatanſchläge bekanntge⸗ geben. Das WHW ſammelt mit Liſten Am 28. und 29. November d. J. führen die NS V⸗Walter und Walterinnen die 1. Reichsgeldſammlung im WHW 1493637 47 Sie werden ſich deshalb am kommenden Samstag und Sonntag von Haus zu Haus be⸗ geben, um mit Geldſammelliſten die dem WHwW zugedachten geldlichen Opfer einzu⸗ holen. Abzeichen werden nicht verabfolgt. Volksgenoſſen, bevor ihr eure Eintragung in die Sammelliſte vornehmt, überlegt euch, ob ihr auch tatſächlich opfert. 8 Opfer ſind Bauſteine für die Volksgemeinſchaft. Marſchrichtung für WHW⸗Gelder Die dem Winterhilfswerk 1936/37 im Kreis Mannheim zugedachten geldlichen Opfer und Spenden können der Einfachheit halber unſeren bei folgenden Geldinſtituten beſtehenden Kon⸗ ten überwieſen werden: Poſtſcheclkonto: Winterhilfswerk des Deut⸗ ſchen Volkes 1936/37, Kreisführung Mannheim, Karlsruhe Nr. 2216. Bankkonto: Städtiſche Sparkaſſe Mannheim, Konto⸗Nr. 6800— Bank der Deutſchen Arbeit, AG., Niederlaſſung Karlsruhe, Konto⸗Nr. 671. — Deutſche Bank und Disconto-⸗Geſellſchaft, Filiale Mannheim, Konto⸗Nr. 400 88.— Dresd⸗ ner Bank, Filiale Mannheim, Konto⸗Nr. 370 74. — Badiſche Bank, Mannheim, Konto⸗Nr. 3868. — Commerz⸗ und Privatbank, AG., Filiale Mannheim, Konto⸗Nr. 4247. Ferner nehmen alle übrigen Mannheimer Banken ſowie unſere Kaſſe Geldbeträge für das WHW in Empfang. Kreisbeauftragter für das WHW 1936/37. Aus der Volksbildungsſtätte Es wird nochmals darauf hingewieſen, daß der Vortrag von Prof. Grimm(Eſſen) über: „Hitler und Europa“, der am 26. November ſtattfinden ſollte, verſchoben werden muß, weil der Redner durch den Prozeß gegen den Mörder Guſtloffs in Anſpruch genommen iſt. Der neue Termin wird in der Preſſe bekannt⸗ gegeben werden. Seckenheimer Nachrichlen Schach⸗Werbeabend. Im Nebenzimmer des Gaſthauſes„Zum Kaiſerhof“ findet am Sams⸗ tag ein Schach⸗Werbeabend ſtatt. Alle Schach⸗ freunde aus Seckenheim ſind hierzu eingeladen. Nach einem einleitenden Vortrag wird ein Simultan⸗Spiel ausgetragen werden. Wie uns bekannt wurde, iſt geplant, hier einen Schach⸗ Klub zu gründen. Das Feſt der goldenen Hochzeit feierte am Mittwoch der frühere Gemeindearbeiter Adam Reger und ſeine Ehefrau Eliſabeth, geb. Tranſier. Dem Jubelpaare gelten unſere beſten Wünſche. Kraftfahrer!— Nerven behalten Fahrt vorſichtig! Beachtet die Verkehrsvorſchriften und werdet nicht kopflos Genau innerhalb von 24 Stunden ereigneten ſich in Mannheim zwei Verkehrsunfälle, die trotz des hierbei verurſachten großen Sachſcha⸗ dens noch verhältnismäßig gut abgelaufen ſind. Es wurden keine Perſonen dabei verletzt. Aber der Sachſchaden allein iſt ſchon bedauerlich ge⸗ nug, denn wir haben alle Urſache, die Vernich⸗ tung von Werten zu verhüten. Man kann ruhig von einer Duplizität der Ereigniſſe ſprechen, wenn man die beiden Ver⸗ kehrsunfälle vom Dienstag und vom Mittwoch miteinander vergleicht. Am Dienstag fuhr in der Dalbergſtraße der ſchwere Laſtkraftwagen nach Durchbrechung der Gartenumzäunung über den Vorgarten hinweg und bohrte ſich noch ſo in die Hauswand ein, daß dieſe eingedrückt wurde. Am Mittwoch ſauſte der Perſonenkraft⸗ wagen in die Schaufenſterſcheibe des Uhr⸗ machers in R 4 und zertrümmerte hierbei alles, — wütete wie ein Elefant im Porzellanladen. In beiden Fällen waltete ein glücklicher Stern über dem Unglück, denn die Gehwege waren an der Unglücksſtelle frei von Perſonen. In der Dalbergſtraße kam noch hinzu, daß ſich auch in der Küche niemand auſhielt, denn nach dem „Einbruch“ war die ganze Küche angefüllt mit Das fluto im Uhrenladen Das Unglück am Mitt- wochfrüh in R 4, wo ein Kraftwagen über den Gehweg in die Schau- jensterscheibe eines Uhr- machers gefahren war und nicht nur die Schau- jensterscheibe vollkom- men zertrümmerte, son- dern auch noch erheb- lichen Schaden in der wertvollen Auslage an- richtete der Laſtwagen im Dorgüeichen Bei dem Unglück in der Dalbergstraße brach der schwere Lastkraftwagen mit dem Küller ein Loch in die Hauswand, nach- dem er die Vorgarten- mauern durchbrochen und über den kleinenVor- garten hinweggefahren war. Aufn.: Jütte(3) Steinen und großen Steinblöcken, die ausge⸗ reicht hätten, ein paar Menſchen zu erſchlagen. Oder wenn gar der etwa zwei Meter breite Vorgarten keine Vertiefung aufzuweiſen gehabt hätte, durch die der Schwung des Kraftwagens abgebremſt worden wäre, dann würde in die Hausfront noch ein größeres Loch geriſſen ZJad zweifellos auch das im erſten Geſchoß befindliche Büro mit in Mitleidenſchaft gezogen worden ſein. Bei dem Unfall in R 4 hätte ſich ſehr leicht das tragiſche Geſchick wiederholen können, das vor einigen Wochen in P 4 das Leben eines Volksgenoſſen koſtete, nachdem er durch einen auf den Gehweg fahrenden Kraftwagen in die Schaufenſterſcheibe gedrückt worden war. Aber der Wagen hatte ja geſtern glücklicherweiſe „Freie Fahrt!“ Die Urſachen der beiden Unglücksfälle ſind noch nicht reſtlos geklärt. Ohne ein Urteil fällen zu wollen, kann aber geſagt werden, daß bei ſddem Unfall in der Dalbergſtraße wohl kaum etwas geſchehen wäre, wenn der Fahrer für den Bruchteil einer Sekunde ſeine Nerven mehr in der Gewalt gehabt hätte. Bei dem geſtrigen Unfall hätte vielleicht eine etwas größere Fahr⸗ praxis gemügt, um das Unheil abzuwenden, oder zum mindeſten abzuſchwächen. Die wirt⸗ lichen Urſachen dürften ſicherlich an Hand der gemachten Erhebungen noch ergründet werden. Wie wichtig es iſt, vorſichtig zu fahren und die Verkehrsvorſchriften zu beachten, zeigen die Zahlen über die Straßenverkehrsunfälle des letzten Vierteljahres. Im Mannheimer Stadtgebiet ereigneten ſich in den Monaten Juli, Auguſt und September insgeſamt 459 Verkehrsunfälle, bei denen 298 Perſonen verletzt und ſieben Perſonen getötet wurden. Dieſe Zahlen ſprechen wirklich eine beredte Sprache und ſie ſollten allen Verkehrs⸗ teilnehmern eine ſtündige Mahnung ſein: Fahrt vorſichtig! 3. Von der Kenntnis der Natur zur wahren Naturliebe Beim mikrobiologiſchen Arbeitskreis des deutſchen Volksbildungswerkes Wer die Natur und ihre Geheimniſſe kennt, wird ſich ihr enger verbunden fühlen, er wird ſie lieben und ſchützen. Es iſt kein Zufall, daß die Mitglieder des mikrobiologiſchen Arbeits⸗ kreiſes alle aktive Naturfreunde ſind, daß alle im Naturſchutz wirken. Die meiſten von ihnen brachten bereits gewiſſe Vorkenntniſſe mit, ſie waren entweder gute Kenner der heimiſchen Vogel, der Schmetterlinge, der Inſekten oder der heimiſchen Flora. Aber jeder von ihnen hat aus der vertieften Kenntnis, die ihm der milrobiologiſche Arbeitskreis vermittelte, einen tieferen Sinn in ſeiner Liebhaberei oder auch Arbeit gefunden, er tritt jetzt noch entſchiedener und bewußter für den Schutz der Natur ein. Der Arbeitskreis verfügt über ganz hervor⸗ ragendes Material. Wenn man den Arbeits⸗ raum betritt, iſt man recht erſtaunt. Da findet man einen am Paraffinmitrotom, an dem er die winzigen Bruchteile von Millimeter feinen Schnitte durch einen— Bandwurm herſtellt. Ein anderer klebt die geſchnittenen Präparate vorſichtig auf Glas, ein dritter färbt die im vorigen Arbeitskreis hergeſtellten Objekte, die im Laufe der Woche getrocknet ſind, und ein vierter iſt dabei, ſie geſchickt mit Kanadabalſam zu verſchließen. Es iſt ein unſchätzbarer Vor⸗ teil für die Teilnehmer dieſer Arbeitsgemein⸗ ſchaft, daß ihr Leiter, Herr Gutbrod, der ſeit mehr als dreizehn Jahren intenſiv auf dem Gebiete der Mikrobiologie gearbeitet hat, auch ſeine vorzüglichen, modernen Apparate neben lden Apparaten des Volksbildungswerkes zur Verfügung ſtellt, und ſo eine Ausrüſtung ſichert, 3 ſie manches Hochſchulinſtitut nicht beſſer at. Der„Laie“, der ſieht, wie einer vorſichtig das Präparat eines embryonalen Schweinskopfes bearbeitet, während ein anderer den aus dem Ei geholten embryonalen Salamenderſchwanz unterſucht, wird ſtaunen und vielleicht Scheu haben, ſich an dieſer Arbeit zu beteiligen, weil er fürchtet, ſich zu blamieren. Aber dazu iſt durchaus kein Grund vorhanden. Unter den Mikrologen herrſcht wahrer Kamerad⸗ ſchaftsgeiſt, wer neu hinzutritt wird von i eneeee ee Wie wir den Film ſehen S CALA: „Mertha“ Es iſt nicht notwendig, bei dieſem entzücken⸗ den Film von ſeinem Inhalt zu reden und es iſt weiterhin nicht nötig, darauf hinzuweiſen, daß dem Film der Oper gegenüber größere Möglichkeiten und weiterer Spielraum zur Ver⸗ fügung ſtehen. Und ſelbſt, was beim Film ſonſt nicht immer ſo wegkommt, wie man es wünſcht, die Muſik, ſie iſt in dieſem heiteren und be⸗ ſchwinglichen Streifen ſo glücklich eingefangen, daß man ſeine helle Freude daran hat. Der Film iſt ſeine eigenen Wege gegangen und hat die Hauptrollen in gute Hände gelegt. Helge Roswaenge mit ſeinem leuchtenden und weichen Tenor, der nichts von einem teno⸗ ralen Kraftmeiertum an ſich hat, mit ſeinem liebenswürdigen und warmen Weſen gibt mit Carla Spletter, die mit ihrer Anmut und ihrer klaren, feinen Stimme ganz für ſich ein⸗ nimmt, ein reizendes Paar ab. Dazu koment mit ſeinem geſunden Humor und ſeinem ſteten Durſt Fritz Kampers, der keine Sentimen⸗ talitäten aufkommen läßt. Aber auch Grete Weiſer, Eduard v. Winterſtein und Georg Alexander machen ihre Sache recht brav, ſo daß man dieſen Film mit rechter Freude genießen kann. Ein gutes Beipro⸗ ur amem füllt den Spielplan aus, und wir ürfen jahen⸗ daß wir uns wirklich gut unter⸗ halten haben. Deutſchlands Cembaloſoliſtin ſpielt in Mann⸗ heim. Eine Soliſtin von europäiſchem Ruf, die jede Kritik verſtummen läßt, hören wir in Li Stadelmann, Zie am 1. Dezember in der dritten Feierſtunde der NS⸗Kulturgemeinde im-moll-Tripelkonzert von Joh. Seb. Bach mitwirkt. Li Stadelmann wurde ſchon öfter ge⸗ nannt:„Die deutſche Nachfolgerin der Lan⸗ dowſka“. Man weiß nicht, was mehr zu be⸗ wundern Anlaß agibt, die bis ins kleinſte durch⸗ gefeilte Spieltechnik mit der unerhörten Linien⸗ klarheit, dem federnden, reich geſtuften An⸗ ſchlag und der feinſinnigen Regiſtrierung, oder die unfehlbare Stilſicherheit und tiefe Empfin⸗ dungsoffenbarung ihrer muſikaliſchen Dar⸗ ſtellung den älteren Mitgliedern des Kreiſes freund⸗ ſchaftlich aufgenommen und in allen Anfangs⸗ gründen unterwieſen. Syſtematiſch wächſt er in den Kreis herein. Hier wird die Mikrobiologie von Anfang an betrieben. Auf keinem Gebiet tut Aufklärung ſo Not, wie auf dem lange viel zu ſehr vernächläſſigten Gebiet der Biologie. Schon deshalb iſt dieſe Arbeit unſchätzbar wertvoll, weil ſie Pioniere der biologiſchen Aufklärung erzieht. Faſt ſelbſt⸗ verſtändlich ſteht die Erblehre immer wieder im Mittelpunkt des Intereſſes. Immer neue An⸗ regungen werden gegeben, jeder neu Hinzutre⸗ tende bringt aus ſeinem Lieblingsgebiet neue Intereſſen mit und erweitert den Anſchauungs⸗ kreis. Herr Gutbrod weiß mit tiefem Verſtänd⸗ nis jedem gerecht zu werden. Und das Ergebnis lohnt die Mühe. Mit gerechtem Stolz darf der Arbeitskreis ſeine Fotos, die auf der Ausſtel⸗ lung des„Welttongreſſes für Freizeit und Er⸗ holung“ in Hamburg großes Aufſehen erregten, ausſtellen. Eine gewaltiges Maß von Liebe zur Natur und vom echten Wiſſensdrange iſt darin niedergelegt. Wo fände man z. B. ein gleich vollendetes Bild von der Kernteilung in ihren veyſckiedenen Stadien? Alle mitroſkopiſchen Tech⸗ niken ſind in dieſen Fotos vereinigt gezeigt. Aber auch ein Präparat Gutbrods von der Ent⸗ wicklung des Farnes, die lückenlos geſchloſſen auf eigſem Objektträger vereinigt iſt, zeigt, zu welch hohen Leiſtungen ſyſtematiſches Fortſchrei⸗ ten in der Mikrobiologie führt. Nichts wird in dieſem Arbeitskreis einſeitig betrieben. Jeder hat Gelegenheit, unter der ſachtundigen Anleitung des Leiters ſeinem eige⸗ nen Intereſſengebiet nachzugehen und hier ſelbſt⸗ ſtändig zu forſchen. Von Zeit zu Zeit werden dann Projektionsabende eingelegt, an denen die Ergebniſſe der Arbeit projiziert und gemeinſam wiſſenſchaftlich beſprochen werden. Für den ſchaffenden Volksgenoſſen bedeutet dieſes Arbeiten auf einem Wiſſensgebiet, das abſeits von ſeiner täglichen Arbeit liegt, Ent⸗ ſpannung und innere Bereicherung. Sie gibt aber auch Verſtändnis und Achtung für das Wir⸗ ken des Gelehrten und ſeine oft ſo mühſamen Forſchungen. Darüber hinaus führt das Schaf⸗ fen am gleichen Ziele zu einer edlen Gemein⸗ ſchaft, die durch gleiches Intereſſe auch außer⸗ halb der Avbeitsabende verbunden bleibt, und zu höchſt anregendem Gedankenaustauſch führt. Gerade für den Großſtädter aber gibt ſie auch Verſtändnis und Liebe der Natur. Wer hier ſchafft, wird auch an freien Tagen hinausgehen an den Rand der Großſtadt und hier Vereiche⸗ rung ſeines Wiſſens finden. B. 7 Der k Manche 2 Reichsanleil heit vern aus irrig Staat als Schichten de kleine Spar nung beteili Darum h 22. 11. bis neue 500⸗M ſonderen E iſt das Anle auf 100 RM der kleinſte ſind zweiter teilt, daß ge⸗ Zahlungen Einnahmen kann. Der erſt 11. 12. fällig Zeichnern a zahlt werde dann erſten 40 RM bis 23. Januar einige Erſpo den Zinſen; ende zufaller aus einer können. Es k 25 RM, der vielen Fäller zweigt werd für die Anle anderen Wo 98,75 RMe ermäßigt ſick chenden Betr der Anleiheſ beträgt 4½ geringeren Papier iſt fi Geld braucht außerdem jel der kleinſte S Millionen⸗An ſeiner Spark. zubringen, b Geld iſt iede: Nationaltheater Miete E. 2 Roſengarten: 2 Theater: O) Planetarium: 1 Kunſthalle: 20 Deutſche Fe Dr. H. Schi Omnibusfahrte Kleinkunſtbühne 20.15 Uhr 3 Tanz: Libelle, S Städt. Schloßn öffnet. Sor Sonderſchau Theatermuſeum geöffnet. Sternwarte: 9- Städt. Kunſtha Mannheimer K 17 Uhr geöf Städt. Schloßbi leihe;—13 Städt. Bücher⸗ 19 Uhr Buch Leſehalle. Daten für 1822 Der prer Fürſt v (geb. 17 1857 Der Dich dorff in 1928 Der deu der Sie, Marktred 1930 Der Pol⸗ geſt.(gel ber 1930 ie ausge⸗ erſchlagen. ter breite en gehabt uftwagens de in die riſſen id efindliche worden ſehr leicht inen, das ben eines rch einen en in die ar. Aber icherweiſe fälle ſind teil fällen „ daß bei ohl kaum er für den mehr in geſtrigen ere Fahr⸗ uwenden, Die wirk⸗ Hand der t werden. hren und eigen die fälle des neten ſich zeptember enen 298 n getötet klich eine Verkehrs⸗ in: Fahrt j. ebe freund⸗ Anfangs⸗ hſt er in obiologie ſo Not, läſſigten iſt dieſe Pioniere iſt ſelbſt⸗ ieder im eue An⸗ zinzutre⸗ iet neue auungs⸗ zerſtänud⸗ örgebnis darf der Ausſtel⸗ und Er⸗ erregten, iebe zur iſt darin n gleich in ihren en Tech⸗ gezeigt. der Ent⸗ ſchloſſen eigt, zu rtſchrei⸗ einſeitig ter der em eigꝛ⸗ er ſelbſt⸗ werden men die neinſam bedeutet iet, das zt, Ent⸗ die gibt as Wir⸗ h ſamen Schaf⸗ zemein⸗ außer⸗ bt, und führt. ie auch er hier Sgehen ereiche⸗ B. mannzein — „Hakenkreuzbanner“ 26. November 1936 Ruchsanleide 1936 II. oerν⏑i]Uͤ40 I Va,,ũũ I 20 25 18.rcSEiñß/ 7080 — — 27 Hauch zu hannst muhg 1 aul u zahlst ja 1 W u A TS-bieμν⏑]ν ναπι Der kleine rparer und die große finleihe Manche Menſchen denken, das Zeichnen von Reichsanleihe ſei nur eine Angelegen⸗ heit vermögender Leute. Das iſt durch⸗ aus irrig. Gerade der nationalſozialiſtiſche Staat als echter Volksſtaat will, daß ſich alle Schichten der Bevölkerung und gerade auch der kleine Sparer unmittelbar an der Anleihezeich⸗ nung beteiligen. Darum hat er auch die in den Aa vom 22. 11. bis 5. 12. zur Zeichnung aufliegende neue 500⸗Millionen⸗Reichsanleihe mit zwei be⸗ ſonderen Erleichterungen ausgeſtattet. Einmal iſt das Anleiheſtück mit dem niedrigſten Betra auf 100 RM feſtgeſetzt, V ſo niedrig, daß au der kleinſte Sparer ſich beteiligen kann. Dann ſind zweitens die Einzahlungstermine ſo ver⸗ teilt, daß gerade der kleinere Anleihezeichner die Zahlungen noch zum Teil aus ſeinen laufenden in den nächſten Monaten beſtreiten kann. Der erſte Teilbetrag iſt mit 10 RM am 11. 12. fällig und kann ſicher von den 100⸗RM⸗ Zeichnern aus dem Novembereinkommen be⸗ zahlt werden. Der nächſte Teilbetrag braucht dann erſt nach den Feiertagen und zwar mit 40 RM bis zum 7. und mit 25 RM bis zum 23. Januar 1937 geleiſtet werden. Wer ſchon einige Erſparniſſe hat, wird dieſe Beträge aus den Zinſen zahlen können, die ihm am Jahres⸗ ende zufallen. Ein anderer wird dieſen Betrag aus einer erübrigen lönnen. Es bleibt dann noch ein Reſtbetrag von 25 RM, der am 18. 2. zu zahlen iſt und der in vielen Fällen aus dem Januareinkommen abge⸗ zweigt werden kann. Da der Einzahlungskurs für die Anleihe auf 984 v. H. feſtgeſetzt iſt, mit anderen Worten nicht 100 RM, ſondern nur 98,75 RM eingezahlt zu werden brauchen, ſo ermäßigt ſich noch jede Rate um den entſpre⸗ chenden Betrag. Bei der letzten Zahlung wird der Anleiheſchein ausgehändigt. Der Zinsſatz beträgt 4½ v.., unter Berückſichtigung des geringeren Einzahlungskurſes 4,67 v. H. Das Papier iſt für den Fall, daß der Zeichner das Geld braucht, jeden Tag veräußerlich und kann außerdem jederzeit ann ſich werden. Alſo auch der kleinſte Sparer kann ſich an der großen 500⸗ Millionen⸗Anleihe beteiligen. Der Betrag iſt ſeiner Sparkraft angemeſſen, er iſt bequem auf⸗ zubringen, bringt gute Verzinſung, und das Geld iſt iederzeit wieder zu mobiliſieren, ..— —————— 2 — Was iſt los? Donnerstag, 26. November Nationaltheater:„Richelieu“, Schauſpiel von Cremers. Miete E. 20 Uhr. Roſengarten: 20 Uhr Städt. Hochſchule für Muſik und Theater: Opernaufführung. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprojektors. Kunſthalle: 20.15 Uhr Vortrag mit Lichtbildern: Deutſche Feſtarchitektur ſeit dem Barock“, Prof. Dr. H. Schrade(Heidelberg). Omnibusfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Odenwald. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tanz⸗Kabarett.— 20.15 Uhr Kabarett⸗Varieté. Tanz: Libelle, Corſo, Palaſthotel, Parkhotel. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: 11—13 und 14—16 Uhr ge⸗ öffnet. Sonderſchau: Die Mannheimer Planken. Sonderſchau: Olympia. Theatermuſeum, E 7, 20: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Sternwarte:—12 und 14—19 Uhr geöffnet. Stüdt. Kunſthalle: 10—13 und 14—16 Uhr geöffnet. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: 10—13 und 15 bis 17 Uhr geöffnet. Städt. Schloßbücherei: 11—13 und 17—19 Uhr Aus⸗ leihe;—13 und 15—19 Uhr Leſeſäle. Städt. Bücher⸗ und Leſehalle: 10.30—12 und 16 bis 19 Uhr Buchausgabe; 10.30—13 u. 16.30—21 Uhr Leſehalle. Daten für den 26. November 1936 1822 Der preußiſche Staatsmann Karl Auguſt Fürſt von Hardenberg in Genua geſt. (geb. 1750). 1857 Der Dichter Joſeph Freiherr von Eichen⸗ dorff in Neiße geſt.(geb. 1788). 1928 Der deutſche Admiral Reinhold Schee⸗ der Sieger in der Skagerrakſchlacht, Marktredwitz geſt.(geb. 1863). 1930 Der Polarforſcher Otto Sperdrup in Os. geſt.(geb. 1854). Der Sternenhimmel im Monat Dezember Am 22. Dezember erreicht die Sonne ihren tiefſten Stand/ Der Winter beginnt Schon vor Einbruch der Racht leuchtet als heller Abendſtern am ſüdweſtlichen Him⸗ melsteil Venus auf, die zunächſt kurz nach 19 Uhr Bahnzeit, gegen Monatsende erſt gegen 20.30 Uhr, in Weſtdeutſchland untergeht. Als zweiter Abendſtern iſt Merkur zu nennen, der zunächſt ⸗ſchon vor 17 Uhr, zu Ende aber erſt um 18.15 Uhr untergeht, weil er am 29. ſeine größte ſcheinbare Sonnenferne erreicht. Schließlich finden wir zu Monatsbeginn bis 18 Uhr noch Jupiter, der allerdings dann in der Abenddämmerung verſchwindet, da er am 27. zunächſt der Sonne ſteht und uns ſomit für längere Zeit unſichtbar bleibt. Am Abendhim⸗ mel, etwa im Süden, iſt auch noch Saturn im öſtlichen Teil des Waſſermanns zu ſehen; er geht zunächſt etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht, zu Monatsende nach 22.30 Uhr un⸗ ter. Im Fernrohr bietet er zur Zeit einen ganz ungewohnten Anblick, da uns ſein Ring infol e der derzeitigen Stellung zur Erde unſichtbar iſt. „Der letzte ſichtbare hellere Planet, Mars, in der Jungfrau ſtehend, geht erſt um.30 Uhr, zu Monatsende eiwa eine halbe Stunde früher auf. Der abendliche Fixſternhimmel zeigt ge⸗ rade im Süden das Doppelſternbild Andro⸗ meda⸗Pegaſus mit dem bekannten Spiralnebel⸗ flecken, deſſen charakteriſtiſche Form allerdings nur in großen Fernrohren oder auf Lichtbildern erkennbar wird. Näher dem Südhorizont ſtehen der Walfiſch und Waſſermann(mit Saturn), im Südweſten finden wir den Steinbock, Den Weſthimmel beherrſchen die Milchſtra⸗ ßenſternbilder Adler, Delphin, Pfeil, Fuchs, das Kreuz des Schwans und die Leier mit der hellen Wega. Weiter leitet die Milchſtraße auf Cepheus und Caſſiopeia über, deren„“ in Scheitelpunktsnähe ſteht, und ſenkt ſich im Oſten durch den Perſeus mit dem veränderlichen Stern Algol und dem ſchönen Doppelſternhau⸗ fen gegen den Fuhrmann mit der gelbweißen Capella. Unter dieſem ſteht der Stier mit dem rötlichen Hauptſtern Adlebaran und dem Sie⸗ bengeſtern, ferner die Zwillinge mit den Haupt⸗ ſternen Caſtor und Pollux. Nun 550 das präch⸗ tige Winterſternbild, der gewaltige Himmels⸗ jäger Orion mit dem ſchönen, bei klarem mond⸗ freiem Himmel ſchon fürs freie Auge erkenn⸗ baren gewaltigen Gasnebelfleck unter den drei Gürtelſternen. Später erheben ſich über den Oſthorizont der kleine Hund mit Procyon und K* großer Gefährte mit dem hellſten Fir⸗ tern des Himmels, Sirius, der gerade in der achtfachen Verlängerung der Gürtelſterne des Orion ſteht. n noch ſpäterer Abendſtunde folgen über der Krebs mit dem Sternhau⸗ fen der„Krippe“ und der große Löwe mit ſei⸗ nem Hauptſtern Regulus. Der Mond leuchtet am Morgenhimmel am 5. im letzten Viertel, am 13. iſt er als Neumond unſichtbar, am Abend⸗ himmel erſcheint er wieder und tritt am 21. ins erſte Viertel, während der 28. den Vollmond bringt. Am 13, ruft der Neumond eine ring⸗ förmige Sonnenfinſternis hervor, die aber nur von den Sundinſeln, den Philippinen, Auſtra⸗ lien, Polyneſien, dem Stillen Ozean und ſüd⸗ lichen Eismeer und von Südchile aus geſehen werden kann. Die Sonne geht am 1. kurz nach 8 Uhr, u Ende ſogar erſt um.30 Uhr Bahnzeit in eſtdeutſchland auf, ihr Untergang erfolgt den ganzen Monat über um 16.30 Uhr. Am 22., um 127 Uhr morgens, erreicht ſie ihren tiefſten Stand in ihrer jährlichen Bahn am Himmel, ſie tritt damit in das Tierkreiszeichen des Stein⸗ bocks, womit der aſtronomiſche Winter beginnt. Infolge des tiefen Sonnenſtandes ſind die Tage ehr kurz und betragen einſchließlich der morgendlichen und abendlichen Dämmerung ſelbſt bei wolkenfreiem Himmel nur etwa zehn Stunden. Steuerkalender für Dezember 1936 Die ſtädt. Preſſeſtelle gibt die Termine bekannt/ Vermeidet Verſäumniskoſten a) Stadtlaſſe Es ſind fällig bis zum: 5. 12.: Gebäudeſonderſteuer für Ro⸗ vember 1936. 5. 12.: Bürgerſteuer, Ablieferung der von den an den Lohn⸗ und Gehaltszahlungen im November 1936 einbehaltenen Beträge. 10. 12.: Gemeinde⸗ und Kreisſteuer vom älteren Neuhausbeſitz, 2. Fünftel der für 1936 L Steu⸗ erſchuld, falls monatlie wählt worden iſt. 18. 12.: Gebühren für November 1936. 21. 12.: Bürgerſteuer, Ablieferung der von den Arbeitgebern an den Lohn⸗ und Gehaltszahlungen in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1936 einbehaltenen Beträge, ſoweit die abzuliefernde Summe den Betrag von 200 RMüber⸗ ſteigt. 21. 12.: Gemeindebierſteuer für No⸗ vember 1936. 21. 12.: Gemeindegetränkeſteuer für November 1936. Wird eine Steuerzahlung nicht rechtzeitig ent⸗ richtet, ſo iſt nach den Vorſchriften des Steuer⸗ ſäumnisgeſetzes mit dem Ablauf des Fällig⸗ keitstages ein einmaliger Zuſchlag(Säumnis⸗ zuſchlag) in Höhe von 2 v. H. des rückſtändigen Steuerbetrages verwirkt. b) Finanzamt Es ſind fällig bis zum: 5. 12.: Lohnſteuer für November 1936. e Zahlung ge⸗ 15. 12.: a) Börſenumſatzſteuer für Ab⸗ „ 7. 12.: Verſicherungsſteuer. Abſchlags⸗ ahlung der Vierteljahreszahler für ovember 1936. 10. 12.: a) Einkommen⸗ nebſt Landes⸗ kirchenſteuer für 4. Kalendervier⸗ telſahr 1936. Für Landwirte 3. Rate mit dem halben Jahresbetrag. h) Körperſchaftsſteuer für 4. Aalenberdier1 vember 193 d rechnungszeitraum bis 30. 11. 1936. h) Tilgungsraten für Ehe⸗ ſtandsdarlehen. 21. 12.: Lohnſteuer. in der Zeit vom 1. bis 15. 12. 1936, ſoweit der Ge⸗ ſamtbetrag 200 RM überſteigt. nn der Mo⸗ natszahler für November 1936. Ferner im Dezember 1936 fällig werden de Zahlungen infolge be⸗ ſonderer Friſtfeſtſetzungen. „Nicht rechtzeitige Zahlung hat Aufnahme in die öffentlich i Liſte der ſäu⸗ migen Steuerzahler, ſowie Zahlung einer Säumnisgebühr in Höhe von 2. v. H. des fälligen Steuerbetrages zur Folge. Au⸗ ßerdem wird der Betrag durch Poſtnachnahme oder Beitreibung auf Koſten des Pflichtigen eingezogen. Anordnungen der NSDAP Anordnungen der Kreisleitung Funkſtellenleiter der Stadt⸗ und Vor⸗ ortsgruppen finden ſich am Donnerstag, 26. 11., 20 Uhr, zur Schulung in der Rheiniſchen Ingenieur⸗ ſchule, Zimmer 3, ein. Kreisfunkſtellenleiter. An ſämtliche Kaſſenleiter des Kreiſes Mannheim Die Mitgliederſtandsmeldungen für Monat Novem⸗ ber 1936 müſſen umgehend der Kreisleitung vorgelegt werden. Letzter Termin: 26. November. Kreiskartei. Pg. Walter Treiber, Plankſtadt, hat ſein Mitglieds⸗ buch Nr. 615 195 ſowie weitere Ausweiſe verloren. Die Papiere ſind bei der Kreisleitung, Zimmer 10, oder bei der Ortsgruppe Plankſtadt abzugeben. Vor Mißbrauch wird gewarnt. Kreiskartei. Politiſche Leiter Feudenheim. 28. 11., 20.30 Uhr, Kundgebung gegen„Weltfeind Nr. 1“ mit Pg. Dr. Fritſch im Saale des TV Badenia. Deutſches Eck. 26. 11., 20.15 Uhr, erſte erweiterte Mitgliederverſammlung in den„Germania⸗Sälen“, S 6, 40. Für ſämtliche Pg. ſowie für alle Walter und Warte der Gliederungen Pflicht. Uniformträger erſcheinen im Dienſtanzug. Preispropagandaleiter Pg. Fiſcher ſpricht. Waldhof. 26. 11., 20 Uhr, Mitgliederverſammlung im Lokal„Zum ſchwarzen Adler“, Luzenberg. Pflicht für alle Pg., Politiſchen Leiter und Walter, ſowie An⸗ wärter. Neuoſtheim. 29. 11., 20.30 Uhr, Kundgebung gegen „Weltfeind Nr.“, Schlachthof. Neckarſtadt⸗Oſt und Wohlgelegen. 26. 11., 20 Uhr, nächſte Dienſtſtunde der SA⸗Sportkursteilnehmer im „Durlacher Hof“, Käfertalerſtraße. Lindenhof, 29. 11., 19.30 Uhr, Antreten fämtlichen zolitiſchen Leiter und Pol.⸗Leiter⸗Anwärter vor dem sgruppenheim zur Teilnahme an der Kundgebung onſtanzug. Lindenhof. 29. 11., 20.15 Uhr,„Rheinpark“, Kund⸗ gebung für ſämtliche Parteigenoſſen, Pol.⸗Leiter⸗An⸗ wärter, DAß⸗, NSV⸗ und NSF⸗Walter und Walte⸗ rinnen. Redner: Pg. Dr. Weigel(Karlsruhe). Rheinau. 26. 11., 20.30 Uhr,„Badiſcher Hof“, Hausmuſikabend. Für ſämtliche Politiſchen Leiter und Amtsleiter Dienſt(Dienſtanzug). Die Bevölkerung iſt eingeladen. Lindenhof und Waldpark. 27. 11., 20.15 Uhr, „Rheinpark“,„Tag der Hausmuſik“, zu dem alle Volksgenoſſen eingeladen ſind. Jlvesheim. 26. 11., 20.15 Uhr, Sitzung für ſämt⸗ liche Pol, Leiter, Seckenheim. 27. 11., 20.15 Uhr, Kundgebung im Schloßſaal. Thema:„Weltfeind Nr.“. Es ſpricht Pg. Gerh. Tenſchert, Stoßtruppredner, Beuthen,.⸗S. Die Formationen treten um 20 Uhr im Schloßhof an. Für Pg. iſt die Teilnahme an dieſer Kundgebung Pflicht. Die Bevölkerung iſt herzlich eingeladen. Wohlgelegen. 28. 11., 16.45 Uhr, Antreten ſämtl. Politiſchen Leiter und Anwärter an der Uhlandſchule. Die SA⸗Sportabzeichenkursteilnehmer 16.45 Uhr am OEG⸗Bahnhof. Friedrichspark. Unſere Dienſträume befinden ſich letzt h 5, 11. Die Kaſſenſtunden werden wie folgt feſtgeſetzt: a) für die Mitgliederbeiträge vom 1. bis einſchl. 8. eines jeden Monats von 18—20 Uhr, Sämstag von 15—18 Uhr; p) für die Hilfskaſſe je⸗ weils montags, mittwochs und freitags von 18 bis 20 Uhr in der Zeit vom 1. bis einſchl. 12. eines lſeden Monats. Ab 13. bleibt die Kaſſe jeweils bis Ende des Monats geſchloſſen. Neckarhauſen. 27. 11., 20 Uhr, Großkundgebung gegen„Weltfeind Nr.“. Sprecher: Arbeitsamtsdirek⸗ tor Pg. Nikles. Erſcheinen der Pg. ſowie aller Glie⸗ derungen iſt Pflicht. Rheinau. 29. 11., 9 Uhr, Formaldienſt für alle Politiſchen Leiter, Amtsleiter und DAßF⸗Walter. NS⸗Frauenſchaft Waldhof. 26. 11., 20 Uhr, Heimabend bei Brückl. Neckarau. 26. 11., 20 Uhr, Heimabend im evang. gemeindehaus. F 26. 11., 20 Uhr, Pflichtheimabend im ug“. Feudenheim. 26. 11. gemeinſamer Heimabend mit Wallſtadt im„Pflug“, Wallſtadt. 20 Uhr am Kreuz. c) Um 5 für Monat No⸗ Humboldt und Erlenhof. Die Baſargegenſtände ſind bis 27. 11. in. 14, 4 abzuliefern. Humboldt und Erlenhof. Singſtunde bei Frau Leux, Lortzingſtraße 9. Chor: 26. 11., 21 Uhr, Neckarhauſen. Heimabend am 26. 11, fällt aus. Da⸗ für beſuchen die Frauen am 27. 11., 20 Uhr, die Verſammlung im„Badiſchen Hof“. Ilvesheim. 26. 11., 20 Uhr, Heimabend im Schul⸗ haus. Horſt⸗Weſſel⸗Platz. Der Zellenabend der Zellen 1, 2, 3, 4 am 26. 11. fällt aus. Jugendgruppe Lindenhof. abend, Gichelsheimerſtraße 51/53. Käfertal⸗Nord und Bäckerweg. 26. 11., 20 Uhr, Heim⸗ Die Zellenwalte⸗ rinnen liefern umgehend die Sachen für den Bafar in L. 14, 4 ab. Humboldt und Erlenhof. 26. 11., 20 Uhr, Zellen⸗ ſitzung, Alphornſtraße. Humboldt und Erlenhof. walterinnenbeſprechung im Heim, Mittelſtraße 29. 27. 11., 20 Uhr, Zellen⸗ Sing⸗, Turn⸗ und Baſtelkurs. Sämtliche Schar⸗ leiterinnen rechnen am 27. 11., 18.30 Uhr, im Fröbel⸗ ſeminar ab. Jugendgruppe Deutſches Eck u. Innenſtadt. 26. 11., 20 Uhr, Pflichtheimabend im Haus der Jugend. Jugendgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. 27. 11., 20 Ubr, Heimabend in der Mittelſtraße 29(bei Ortsfrauen⸗ ſchaftsleiterin Wendler). Jugendgruppe. Frauenſchaft aus, Es wird nur noch bis 10. 12. aufgenommen. Jungvolk Stelle O. Für die am 18. 11. fälligen Meldungen über ſtatiſtiſche Angaben wird ein letzter Termin auf 28. 11. feſtgeſetzt.— Sämtliche Meldungen müſſen bis dahin in Doppelausfertigung eingegangen ſein. Stärkemeldung bis 25. 11. BDM Feudenheim. 26. 11., 20 Uhr, Werkheimabend im Schulhaus. Mädelſchaft H. Stroh, E. Carius. Feudenheim. 27. 11., 20 Uhr, Werkheimabend im Schulhaus; Erika Speck. Feudenheim. 27. 11., 20—21 Uhr, Abgabe von Schulbüchern und Kleidern(Grenz⸗ und Auslands⸗ betreuung) im Schulhaus. Feudenheim. Wer am Sonntag mit K. Kohl auf Fahrt geht, kommt am 27. 11, 20 Uhr, ins Schulhaus. JIM Untergau 171. 26. 11., 19.30 Uhr, Gruppenführe⸗ rinnenbeſprechung auf dem Untergau. Untergau 171, Sport. Sämtliche Gruppenſportwar⸗ tinnen kommen am 26. 11., 19.30 Uhr, auf den Untergau. Kreisjugendwaltung An alle Orts⸗ und Betriebsjugendwalter ſowie Referentinnen. Abt. Schulung: Betr. die Durchfüh⸗ rung eines Kameradſchaftsabends der Kreisjugendwal⸗ tung. Alle Jugendwalter, Ortsreferentinnen ſowie Vertrauensmädel, die ſich an der Programmfolge beteiligen wollen, werden erſucht, am 27. 11., 19.30 Uhr, mit ſchriftlichen Unterlagen, die zu verwenden ſind, auf der Kreisjugendwaltung zu erſcheinen. DAð Arbeitsſchule Am 26. 11. wird die Arbeitsgemeinſchaft für wirt⸗ ſchaftliche Tagesfragen in C1, 10 um 20.30 Uhr fortgeſetzt. Dr. Wittrock wird über die Kämpfe in Spanien und ihren Einfluß auf die wirtſchaftlichen Verhültniſſe auf Deutſchland ſprechen. NSRB Ortsgruppe J. 26. 11., 20.30 Uhr, Pflichtmitglieder⸗ verſammlung im Nebenzimmer des„Deutſchen Haus“, Mannheim, C 1. Pg. Dr. Michalowsky ſpricht über „Deutſches Recht in der Wirtſchaft“. ARe T Alle neuen Mädel kommen. In allen Jugendgruppen füllen die neu überwieſenen Mädel die Aufnahmeſcheine in die 24 2009 Am Freitag, 27. November, iſt die Feſtworſtellung „Lohengrin“ um 19 Uhr, nicht um 19.30 Uhr. Nächſten Samstag, 28. November, 20.30 Uhr, Großveranſtaltung im Roſengarten anläßlich des Jahrestages. Wegen der überaus ſtarken Nach⸗ frage iſt es dringend notwendig, ſofort Eintritts⸗ karten zu 50 Pf.(einſchl. Tanz) bei den bekannten Geſchäftsſtellen abzuholen. Der Rundfunkbaſtelkurs„Aufbäu und Wirkungs⸗ weiſe unſerer Rundfunkgeräte“ beginnt am Donners⸗ tag, 26. 11., im Funkraum, L 4, 15. Kursbeitrag .80 RM. Anmeldungen werden noch am Abend ent⸗ gegengenommen. Der Vortrag von Prof. Grimm(Eſſen) über: „Hitler und Europa“, der für den 26. 11., geplant war, muß wegen Inanſpruchnahme des Redners durch den Guſtloff⸗Prozeß verſchoben werden. Sonderzug nach Frankfurt und Darmſtadt am kom⸗ menden Sonntag. Fahrpreis Mannheim—Frankfurt Mannheim.20 RM., Mannheim⸗Darmſtadt-Mann⸗ heim.60 RM. Abfahrt ab Mannheim.37 Uhr, Darmſtadt an.54 Uhr, Frankfurt an 10.25 Uhr. Rückfahrt ab Frankfurt 19.55 Uhr, ab Darmſtadt 20.27 Uhr, Mannheim an 21.42 Uhr.— Achtung! Den Fahrtteilnehmern nach Darmſtadt iſt Gelegenheit geboten, ſich an einer Wanderung nach Jagdſchloß Kranichſtein zu beteiligen. Kranichſtein iſt eines der ſchönſten und vor allem intereſſanteſten Jagdſchlöſſer Deutſchlands. Achtung, Schwerkriegsbeſchädigte! Wir weiſen noch beſonders darauf hin, daß der obige Sonderzug einen Wagen 2. Klaſſe für Schwerkriegsbeſchädigte mit Reiſeberechtigung 2. Klaſſe mitführt. Ausweis iſt mitzunehmen. e ———— Donnerstag, 26. November Allgem. Körperſchule: Frauen und Männer, 17.30 bis 19.00 Uhr Gymnaſtikhaule Stadion; 20.00—21.30 Uhr Schillerſchule, Neckarauer Uebergang.— Deutſche Gymnaſtit: Frauen und Mädchen, Anfänger, 20.00 bis 21.30 Uhr Gymnaſtikſaal L 4, 15; Fortgeſchrit⸗ tene, 21.00—22.00 Uhr Gymnaſtikſaal I 4, 15; Müd⸗ chen von 10—14 Jahren, 16.00—17.00 Uhr Gym⸗ naſtikſchule, Goetheſtraße 8.— Fröhl. Gymnaſtik und Spiele: Frauen und Mädchen, 18.00—19.30 Uhr Liſe⸗ lotteſchule, Colliniſtraße; 18.30—20.00 Uhr Humboldt⸗ ſchule, Gartenfeldſtraße; 20.00—21.30 Uhr Humboldt⸗ ſchule, Gartenfeldſtraße; 20.00—21.30 Uhr Wohl⸗ gelegenſchule, Kronprinzenſtr.— Kinderturnen: 17.00 bis 18.00 Uhr Dieſterwegſchule, Meerfeldſtraße; 18.00 bis 19.00 Uhr Dieſterwegſchule, Meerfeldſtr.— Ski⸗ Gymnaſtik: Frauen und Männer, 18.30—20.00 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗Beck⸗Straße; 20.00—21.30 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗Beck⸗Straße.— Bewegungschor: Frauen und Männer, 20.30—22.00 Uhr Tanzſchule 8, 9.— Boren: für Schuüler, 19.00—20.00 Uhr Gymnaſtikſaal Stadion.— Körperbildung und Tünze: aur Männer, 19.30—20,30 Uhr Tanzſchule L 8, 9.— Koſtenloſe ſportliche und ſportärztliche Beratungsſtelle: Geſundheitsamt(Haus der Allgem. Ortstrankenkaſſe, Eingang Colliniſtraße, Zimmer 21). ** 3 ————— ——————— Mannheim Der Bauſpiegel 26. November 1936 Der Inſtanzenweg im Bauweſen Die Regelung der Aufbauplanung ſoll einheitlich erfolgen „Die Bauwirtſchaft— ſowei ihre Unterneh⸗ mungen an das öffentliche Genehmigungsver⸗ fahren gebunden ſind— leidet zuweilen unter der Umſtändlichkeit dieſes Verfahrens im Be⸗ reich der ſtädtebaulichen Planung. Der In⸗ ſtanzenzug iſt ein dorniger Weg, der Ner⸗ ven koſtet. Die Reichsregierung— auch die nachgeordneten Behörden wiſſen das— und die Geſetzgebung bemüht ſich, den Weg zu verkür⸗ zen. Ein Erfolg neueſten Datums iſt der ſo⸗ genannte Delegationserlaß des Reichs⸗ und an Innenminiſters vom 1. Auguſt 1936, urch den eine fühlbare Vereinfachung des kommunalbehördlichen Verfahrens bewirkt iſt. (Bgl. Storck„Siedlungsfinanzierung durch Ge⸗ meinden“, Handbücherei des Wohnungs⸗ und Siedlungsweſens. Ergänzungsheft 14b.) Je⸗ doch, es bleibt ein Reſt zu tragen peinlich. Der Inſtanzenzug ſteigt von unten her: Gemeinde, Landesaufſichtsbehörde, Landesminiſterium, Reichsminiſterium. Das ſind die großen Etap⸗ pen, zwiſchen denen zeitraubende Kreuz⸗ und Querwege liegen, die der praktiſch Schaffende zuweilen ſtöhnend zurücklegt. Die Verwaltungs⸗ reform kann aber hier nur mit äußerſter Vor⸗ ſicht durchgeführt werden. Auch dies lehrt die Praxis; dies beweiſen auch zwei von den Vor⸗ trägen, die auf der letzten Reichswohnungs⸗ — von berufenen Rednern gehalten wor⸗ den ſind. Dieſe Reichswohnungskonferenz war auch äußerlich ein Novum. Sie hat nämlich ſtattge⸗ funden in der Form eines Schulungslagers in der landſchaftlich ſchön gelegenen Verwaltungs⸗ ſchule der Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitsloſenverſicherung. Hier in Neu⸗ babelsberg waren die eingeladenen etwa 60 Sachbearbeiter der Wohnungsreſ⸗ ſorts der Länder und der preußi⸗ ſchen Oberpräſidenten und Regie⸗ rungspräſidenten auf drei Tage zu einer Arbeits⸗,; Wohn⸗ und Lebensgemeinſchaft zuſammengeſchloſſen. Es ſprachen hier der Staatsſekretär des Reichs⸗ und preußiſchen Ar⸗ beitsminiſteriums Dr. Johannes Krohn, der Siedlungsbeauftragte im Stabe des Stell⸗ vertreters des Führers und Leiter des Reichs⸗ heimſtättenamtes der DAß, Hauptamtsleiter Dr. Ludowici, und der Stellvertreter des Reichsärzteführers, Miniſterialrat Dr. Bar⸗ tels. Aus dem Vortrag von Oberregierungs⸗ rat Dr.⸗Ing. Kuhn über„Organiſation und Durchführung der ſtädtebaulichen Planung“, geben wir das Wichtigſte ſinngemäß wieder: Das zu oberſt leitende Reichsamt für alle Raum⸗ und Städtebauplanung iſt heute die Reichsſtelle für Raumordnung. Sie beruht ſtaatsrechtlich auf dem Geſetz über Re⸗ gelung des Landbedarfs der öffentlichen Hand vom 29. März 1935(RGBl. I, 468). Neben ihr behalten die Fachreſſorts ihre Zuſtändigkeiten für Sonderplanungen. Aufgabe der Reichsſtelle für Raumordnung iſt es auch, etwaige Gegen⸗ fätzlichkeiten zwiſchen den verſchiedenen Verwal⸗ tungen auszugleichen. Ihre Kernaufgabe iſt, „darüber zu wachen, daß der deutſche Raum in einer, den Notwendigkeiten von Volk und Staat entſprechenden Weiſe wird“. Sie ſelbſt unterſteht dem Reichskanzler unmittelbar. Für die Durchführung ihrer Aufgabe. iſt das Reich in„Planungsräume“ aufgeteilt, deren Grenzen nach Möglichkeit mit den politiſchen Grenzen der preußiſchen Provinzen und Außer⸗ preußen der Statthalterbezirke zuſammenfallen, und die auch von den politiſchen Behörden⸗ ſpitzen regiert werden. Sie ſtellen auch den Vor⸗ ſitzenden für die innerhalb dieſer Grenzen aus den zuſtändigen Reichs⸗ und Landesbehörden, Selbſtwerwaltungskörperſchaften, berufsſtändi⸗ ſchen und Wirtſchaftsorganiſationen zuſammen⸗ geſetzten„Landesplanungsgemein⸗ ſchaften“,— die eigentlichen Planungs⸗ träger. Dieſe wiederum ſind gebunden an die Weiſungen der zuſtändigen Fachminiſter. Sie haben über alle geplanten Anlagen der öffent⸗ lichen Verwaltung und auch ih— ihnen bekanntwerdenden ſtädtebaulich Bauvorhaben der zuſtändigen Landesbehörde zu berichten. Die Planungsräume und ihre Zu⸗ ſtändigkeiten ſind in ſich wieder in Bezirke ge⸗ teilt, die ſich ebenfalls mit der politiſchen Unter⸗ Aus dem HB-Fotopreisausschreiben teilung(in Preußen Regierungsbezirke) mög⸗ lichſt decken. Die ſtädtebauliche Planung gehört zur Zu⸗ ſtändigkeit des Reichsarbeitsminiſteriums. Ihre Aufgabe iſt im beſonderen„Sicherung einer geordneten räumlichen Entwicklung der deut⸗ ſchen Gemeinde“. Hierbei nun macht ſich die landesrechtliche Mannigfaltigkeit edeutſamen, noch am ſtörendſten bemerkbar. Nach dem Um⸗ bruch ergangene reichsrechtliche Teilregelungen haben die nach Landesrecht— Zuſtän⸗ digkeiten unberührt gelaſſen. Aufſtellung von Wirtſchafts⸗ oder Flächenauftei⸗ ungsplänen, Bauſtufen⸗ und Fluchtlinienplä⸗ nen uſw. iſt Aufgabe der Gemeinde geblieben. Sie iſt nach Landesgeſetz als Selbſtverwaltungs⸗ oder Auftragsangelegenheit von der Gemeinde durchzuführen. „Dieſe Wirtſchafts⸗ufw.⸗pläne behandeln— im Gegenſatz zur Reichsplanung— örtliche Ver⸗ hältniſſe und berühren die wirtſchaftlichen In⸗ Aufin.: W. Volkmann fiontagearbeiier am Werke tereſſen des einzelnen unmittelbar und wirk⸗ lich; denn ſie dienen der Feſtſtellung, welche Grundſtücke für Zwecke des Wohnens und Sie⸗ delns, des Gewerbes, des örtlichen Verkehrs oder der Erholung uſw. in Anſpruch genom⸗ men werden können. Sie bedeuten unter Um⸗ ſtänden Enteignung. Sie dienen auch als Grund⸗ lage für Entſcheidungen der Baupolizei. Die Aufſichtsbehörde hat darum bei Prüfung des gemeindlichen Wirtſchaftsplanes alle beteilig⸗ ten Stellen zu hören. Bemerkenswert iſt jedoch, daß der gemeind⸗ liche Wirtſchaftsplan vorläufigen Charakter hat ſolange, bis er der Geneh⸗ migungsbehörde vorliegt und von dieſer als Unterlage für die Entſcheidung darüber benutzt wird, ob ein Grundſtück bebaut werden dürfe oder nicht;— Entſcheidung im Sinne des Wohnſiedlungsgeſetzes vom 22. September 1933 oder der Verordnung über die Regelung der Bebauung vom 15. Februar 1936. Das Schwergewicht der ſtädtebau⸗ lichen Planung liegt demnach weniger bei der Wirtſchaftsplanung als bei der förm⸗ lichen Feſtlegung. Baugebiete werden durch die Bauſtufenplanung, Bauverbotsflächen durch den Fluchtlinienplan oder durch baupoli⸗ zeiliche Beſtimmungen förmlich feſtgelegt. In engem Zuſammenhange mit der Aufſtel⸗ lung von Bauſtufenplänen ſteht die Frage der Aufbaupläne. Sie dienen dazu, be⸗ ſtimmte ſtädtebauliche Abſichten durchzuſetzen, die ſich auf Lage und Stellung der baulichen Anlagen, Geſtaltung der Baukörper und außen ſichtbaren Bauteile(Dächer, Außenwände) be⸗ ziehen. Die Frage der Aufbaupla⸗ nung wird von zuſtändiger Stelle als ſo dringlichbezeichnet, daßihre Regelung wahrſcheinlich noch vor Erlaß des Reichsbaugeſetzesreichs⸗ rechtlich einheitlich erfolgen wird. Holz übertrifft beſten Federſtahl Sehr intereſſante Ergebniſſe lieferten neuere Fotzes beigh die ſich mit der Feſtigkeit des olzes befaßten. Man fand, daß Holz, auf das Gewicht bezogen, über eine Feſtigkeit ver⸗ fügt, die drei⸗ bis viermal über derjenigen des Stahles liegt. Was die ſogenannte„Reiß⸗ länge“ angeht, reicht nicht einmal der allerbeſte Federſtahl an die Güte des Holzes heran. Die Reißlänge ermittelt man bekanntlich durch einen frei aufgehängten Draht. Man gibt dem Draht eine ſo große Länge, bis das Eigengewicht des Drahtes zum Riß führt. Beim Kupfer tritt der Riß bereits bei einer Länge von 4000 Meter auf, während Fe⸗ derſtahl, je nach Güte, erſt bei 15 000 bis 22 000 Meter zu reißen beginnt. Soll dieſe Wirkung jedoch bei Holz eintreten, dann iſt eine Länge von 29000 bis 30 000 Meter erforderlich. Be⸗ trächtlich größer freilich ſind die Leiſtungen beim Flachs. Hier ſind gar 75 000 Meter Länge nötig, bis das Eigengewicht zum Riß führt. Baubeginn am Koc⸗Bad Mukran Alle Vorbereitungen für den Baubeginn am Rieſenbad für„Kraft durch Freude“ in der Prora bei Mukran auf Rügen, zwiſchen Binz und Saßnitz, ſind nunmehr ſo weit gediehen, daß mit der Ausführung des gigantiſchen Plans begonnen wurde. 5000 Arbeiter werden in 2% bis 3 Jahren ein Werk ſchaffen, das— nach der Idee des Führers und den Entwürfen von Prof. Klotz— ſich würdig in die Reihe der monumentalen Bauten des Dritten Reiches ſtellt.— 10 Kilometer lang wird ſich das Bad in der„Schmalen Heide“ hinziehen; 4½ Kilo⸗ meter nehmen allein die Gebäude in Anſpruch. Der Strand, der ganz allmählich ins Meer übergeht und flach verläuft, iſt beſonders für Nichtſchwimmer geeignet; der wundervolle Kie⸗ fernwald erzeugt jenen würzigen Duft, der ſich mit der Salzluft der See paart. „Die größte Schwierigkeit bereitet die Heran⸗ ſchaffung der ungeheuerlichen Mengen von Baumaterial, wofür zunächſt bis zur Fertig⸗ ſtellung der Großbahn, eine Kleinbahn ange⸗ legt wird. Auch auf dem Waſſerwege wird man die Lieferungen den Bauabſchnitten zuleiten. Für ausländiſche Beſucher werden zwei beſon⸗ dere Hotels gebaut. Die Geſamtanlage gleicht einem rieſigen Schiff, das auf Strand liegt und in deſſen Kajüten ſpäter 20 000 Menſchen froh und ſonnig wohnen werden. F. Unton foll cnon Mannhein⸗- Heckarau Fernruf 48177 u. 48615 Rheingoldstraße 4 Bauten Backsteine Idolf Gordt gausescnän 0 6, 2 Ffernsprecher 200 39 I. beach à Wine Hugo-Wolf-Sträße 12 —feardurn Luftschutz-Leräankelaunsen Lolz- Ind Mahtwelipec-Gouaden MAlENREI Aerii ENIIC HAlERTIEI STER UOFT 42 4 0 6 Max Heidenreich Seckenheimer Str. 64 Ffernsprecher 45171 Fernt. 21651-55 Fernruf 62818 Karl Schweyer.-G. Mannheim- Lucw/isshéfen ò. En. und Tüncherarbeiten Der nächste liefert:— HMolzfuſi bõden Parkettböden Ta.-, Fi.-, Kiefernblochware erscheint am 10. Dezemher Ludwigshafen rankenthal . m. b. H. Mauhütte Mannheim Mannheim Hafenbahnſtraſte 30 Ruf: 53917. nach Büroſchluß 20017 och⸗ und Tiefbau Farben Lacke, Oele, Pinsel prodorit-Lacke, Silo-Lack Frledr. Becher- G 2, 2- Fernsprecher 207 40 Berthold Bock Nachf. Inh. Wilnelm Mibler c.16-17 Cisen, kisenwaren, inetalle Zaugeraͤte, Zaubesclilaͤge rasch und preiswert KART TORENZ ir. 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So wie immer wiede durch eine Le im Alten Ra was gutes L ſo zeigen die⸗ Alle Kamer und Gefolgſe dem Gedanker traut gemacht dem Ziel, nu liche Menſ beitsſtätt näher bringen Jahrzehnten für die Arbei ten in erhöh Beleuchtung z nb er 1936 ——————— rüfung des e beteilig⸗ emeind⸗ äufigen der Geneh⸗ dieſer als ber benutzt rden dürfe Sinne des ember 1933 gelung der dtebau⸗ veniger bei er förm⸗ te werden botsflächen ch baupoli⸗ legt. er Aufſtel⸗ e Frage dazu, be⸗ rchzuſetzen, baulichen und außen vände) be⸗ baupla⸗ r Stelle daßihre tahl ten neuere tigkeit des Holz, auf tigkeit ver⸗ derjenigen nte„Reiß⸗ r allerbeſte heran. Die lich durch ße Länge, zum Riß hereits bei ihrend Fe⸗ bis 22 000 e Wirkung ine Länge rlich. Be⸗ Leiſtungen eter Länge ß führt. ukran heginn am e“ in der ſchen Binz gediehen, igantiſchen er werden en, das Entwürfen Reihe der nReiches das Bad 4% Kilo⸗ Anſpruch. ins Meer nders für rvolle Kie⸗ ft, der ſich ie Heran⸗ ngen von ir Fertig⸗ ahn ange⸗ wird man zuleiten. vei beſon⸗ age gleicht liegt und ſchen froh 2 E ir. luf 55507 tallationen richtungen Cochherde co. brik drau jruf 480 55 nnittw/are rd jeder Ari eleuchtungen uf Nr. 50066 Mannheim „Hakenkreuzbanner⸗ 28. November 1939 Gutes Lichi gute drbeit Werbefeldzug des Amtes„Schönheit der Arbeit in der Deutschen Arbeitsfront Ein Appell Volksgenoſſen! Auch in dieſem Jahr veranſtaltet das Amt„Schönheit der Arbeit“ einen Werbefeldzug für gutes Licht am Arbeits⸗ platz. Das„Hakenkreuzbanner“, als die national⸗ ſozialiſtiſche Tageszeitung für Nordweſtbaden, hat ſich bereit erklärt, die Bemühungen des Amtes„Schönheit der Arbeit“ durch Heraus⸗ gabe einer Sonderausgabe zu unterſtützen. Dieſe Sonderausgabe liegt hier vor. Sie muß all⸗ intereſſieren. Niemand wird ſie achtlos beiſeite legen. Denn wohl jeder hat irgendwo einen Arbeitsplatz und kann ſomit Vergleiche ziehen zwiſchen der Beleuchtung ſeiner Arbeitsſtätte und den hier beſchriebenen. Bietet ſie Gewähr dafür, daß die Augen geſchont werden, daß die Arbeit leicht und beſchwingt vor ſich geht? Dann anerkennt, Volksgenoſſen, die Beſtrebun⸗ gen eurer Betriebsführung und ſeid freudig am Werk! Glaubt ihr aber, daß es in eurem und im Intereſſe eurer Arbeit liegt, wenn irgend eine Verbefſſerung vorgenommen würde, ſo ſprecht vertrauensvoll mit eurem Betriebsfüh⸗ rer. So wie das Amt„Schönheit der Arbeit“ immer wieder durch Vorträge und jetzt auch durch eine Lehrſchau, die vom 23. 11 bis 5. 12. im Alten Rathaus ſtattfindet, darüber aufklärt, was gutes Licht für die Schaffenden bedeutet, ſo zeigen dies auch die nachfolgenden Aufſätze. Alle Kameraden der Arbeit— Betriebsführer und Gefolgſchaft gleichermaßen— ſollen mit dem Gedanken„Gutes Licht— gute Arbeit“ ver⸗ traut gemacht werden. Dieſes Streben ſoll uns dem Ziel, nur zufriedene und glück⸗ liche Menſchen an den deutſchen Ar⸗ beitsſtätten zu finden, erneut einen Schritt näher bringen. Die deutſche Technik arbeitet ſeit Jahrzehnten mit wachſendem Erfolg daran, die für die Arbeit gerade jetzt in den Wintermona⸗ ten in erhöhtem Maße notwendige künſtliche Beleuchtung zu verbeſſern. Betriebsführer und Gefolgschaften Gute Beleuchtung, d. h. in geſundheitlicher und techniſcher hinſicht richtige berwen⸗ dung des Lichtes am Grbeitsplatze, iſt nicht nur die Dorausſetzung für den Einſatz der vollen Grbeitskraft, ſondern vor allem auch Dorbedingung zur Erhaltung der Geſundheit des einzelnen und ſeiner Schaffensfreude. Ohne die Schaffung guten Lichtes an jeder Arbeitsſtätte iſt die berwirklichung des Gedankens von der„Schön⸗ heit der Arbeit“ unmöglich. Ebenſo wie ſich Betriebsführer und Gefolgſchaften in freiwilliger und freudiger Zu- ſammenarbeit für Umgeſtaltung der Grbeitsſtätten nach der Dee von der„Schönheit der Arbeit“ einſetzen, ſo muß ihre Mitwirkung auch bei der Schaffung geſunder und ſchöner Beleuchtung erwartet werden. Die Lehrſchau„Gutes Licht, gute Grbeit“ ſoll jedem an Hand von Beiſpielen aus der Praxis Fehler in der Beleuchtungsweiſe und zugleich die Möglichkeiten zu ihrer Beſeitigung und damit zur Schaffung der richtigen Beleuchtung zeigen. Es darf da⸗ her damit gerechnet werden, daß ſich jeder in dieſer Lehrſchau im Alten Rathaus das nötige Rüſtzeug vermitteln läßt, um ſich an ſeiner Stelle für die parole„Gutes Licht, gute Urbeit“ einſetzen zu können⸗ us.Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ Abt.„Schönheit der rbeit“. Licht, Leben und leistung vVon Herbert Steinwarz, stellv. leiter des Amtes„Schönheit der Arbeit“ Nachdem im Winter 1935/36 durch die vie⸗ len Beſichtigungen in deutſchen Betrieben feſt⸗ geſtellt werden mußte, daß die Technik den tat⸗ ſächlichen Verhältniſſen in den Betrieben weit vorausgeeilt war, erſchien es dringend not⸗ wendig, auch für den Winter 1936/37 eine Ak⸗ tion„Gutes Licht— gute Arbeit“ ins Leben zu rufen, um die einmal als richtig erkann⸗ ten Forderungen und Wünſche in noch größe⸗ rem und gewaltigerem Umfange der Praxis zu übermitteln. Erhebungen in 1500 Betrieben haben ergeben, daß in induſtriereichen Gegen⸗ den die Zahl der gut beleuchteten Betriebe zu der Zahl der ſchlecht beleuchteten im Verhält⸗ nis 28:72 ſteht, während dagegen in weniger induſtriereichen Gegenden dieſe Zahl ſich auf 10:90 erhöht. Die Propaganda und gegenſei⸗ tige Unterrichtung in den induſtriereichen Ge⸗ genden hat ſchon zu einer weſentlichen Beſſerung der Beleuchtung beigetra⸗ gen. Eine beſondere Aufgabe der Referenten für„Schönheit der Arbeit“ wird es daher ſein, in den vereinzelt liegenden ländlichen Betrie⸗ ben einzugreifen und den Betriebsführern, ſelbſtverſtändlich mit Vertretern der Elektro⸗ wirtſchaft und des Elektrohandwerks, beratend zur Seite zu ſtehen. Das Amt für„Schönheit der Arbeit“ hat es ſeit ſeinem Beſtehen abgelehnt, irgendwelche Dinge nur theoretiſch aufzurollen. Der Erfolg der Tätigkeit dieſes Amtes liegt vielmehr darin, daß es überall praktiſch an die Arbeit herangegangen iſt, und daß ſich niemand geſcheut hat, zunächſt einmal ganz einfache, grundlegende Dinge in den Betrieben zu verlangen. So wurde zunächſt die Säuberung der Be⸗ triebe ſowohl in der Umgebung als auch im Betrieb ſelbſt, die Säuberung der Fenſter, der Fußböden und der Höfe gefordert, und dann erſt kam die Forderung nach künſtleriſcher und techniſcher Betriebsgeſtaltung. Schritt für Schritt kann dieſe Entwicklung in vielen Be⸗ trieben heute beobachtet werden, und Schritt für Schritt hat auch das Amt für„Schönheit“ 4 der Arbeit“ dieſe einzelnen Arbeitsgebiete in Angriff genommen und ſie durchgearbeitet. Auch der in dieſem Winter durchzuführende zweite Aufklärungsfeldzug für die gute Beleuchtung am Arbeits⸗ platz wird in der Reihe der ſonſtigen Forde⸗ rungen des Amtes für„Schönheit der Arbeit“ einen weiteren Erfolg bringen. Durch die Ver⸗ bindung von Induſtrie, Handwerk und Wiſſen⸗ ſchaft unter der Führung des Amtes für „Schönheit der Arbeit“ iſt es möglich, die Viel⸗ zahl von Intereſſen auf einen gemeinſamen Nenner zu bringen und alle einzuſpannen für * nämlich für gutes Licht am Arbeits⸗ platz. Wie im Vorjahr iſt deshalb auch in dieſem Jahr unter der Führung des Amtes„Schön⸗ heit der Arbeit“ ein Ausſchuß der Spitzen⸗ organiſationen gebildet worden, der die zu er⸗ greifenden Maßnahmen der einzelnen Organi⸗ ſationen und Verbände feſtgelegt hat. In den einzelnen Gauen hinwiederum werden in Gau⸗ Flur im Verwaltungsgebäude der Hudebranci- Muhle, Mannheim Schön ist cer Raum und aweckmüßig seine Beleuchtung Das luge ict die Seele des nenochen Darum sclione deine lugen Versleh' deine V/ohnung und Arbeitsstätte mit guüter Beleuchtunge, daönn bleibt dein Auge bis ins hohe Alter hinein gesund. Kostenlose Beratuns und Auskunft erteilen die Hiiglieder der ELEKTRO-INNUNG des Amtsbezirks Mannheim, Schwetzingen und Weinheim RADIO-EIEKTRO Neon-Licht-Reklame Fernruf 51281-Lange Rötterstraße 52 8 Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 26. November 1930 ausſchüſſen und, falls es notwendig wird, auch in Kreisausſchüſſen die Verbände dieſer Spit⸗ zenorganiſationen zuſammengefaßt. In dieſen Gauausſchüſſen werden die Maßnahmen be⸗ ſchloſſen, die für die einzelnen Gaue am tun⸗ lichſten und am förderlichſten ſind. Ebenfalls werden hier die Einzelaufgaben für die Dauer der Aktion zugeteilt. Jeder hat auf dieſe Weiſe ſelbſt Aufgaben, und jeder weiß, mit welchen Mitteln er zum Gelingen eines ſol⸗ 33 großen Aufklärungsfeldzuges beitragen ann. Hat man im vergangenen Jahr verſucht, durch Maſſenveranſtaltungen zunächſt einmal die breite Oeffentlichkeit auf den Stand der Lichttechnik aufmerkſam zu machen, ſo wird man in dieſem Jahr hiervon abweichen und vielmehr bei den einzelnen Organiſationen, Vereinen und Verbänden, bei ſchon angeſetz⸗ ten Verſammlungen, ſeien es Mitglieder⸗ oder Vortragsveranſtaltungen, durch Vorträge auf die Bedeutung des guten Lichtes aufmerkſam machen. Hierfür ſtehen Diapoſitive und ein Lichtbildervortrag zur Verfügung. Durch die Schaffung eines Kultur⸗ filmes„Gutes Licht“, dem man bisher aus techniſchen als auch aus künſtleriſchen Er⸗ wägungen heraus nicht allzu nahe getreꝛen iſt, iſt weiterhin ein bedeutender Schritt auf dem Gebiete des Lichtes am Arbeitsplatz getan worden.(Der inzwiſchen uraufgeführte Film hat das Prädikat„Staatspolitiſch wertwoll und volksbildend“ erhalten. Die Schriftltg.) Um auch nach außen hin zu dokumentieren, daß Handwerk, Arbeitsfront, Wirt⸗ ſchaft und Wiſſenſchaft hier eine gewaltige Gemeinſchaftsarbeit leiſten, wurde eine vom Amt für„Schön⸗ heit der Arbeit“ geſchaffene Siegelmarke herausgegeben, die von allen Firmen, die be⸗ leuchtungstechniſch einwandfrei liefern und arbeiten können, bezogen werden kann. Der Auftakt zu der diesjährigen Aktion fand anläßlich des Reichstreffens der Deutſchen Lichttechniker in Frankfurt a. M. ſtatt. Zum erſten Male in Deutſchland und vielleicht auch in der ganzen Welt tagten hier in Frankfurt Arbeiter und Wiſſenſchaftler des⸗ ſelben Anbeitsgebietes gemeinſam, um ſich über ihre Erkenntniſſe in Theorie und Praxis auszuſprechen. Auch hier wird ein völlig neuer Weg beſchritten, der hoffentlich in weiten Krei⸗ ſen der Technik Nachahmung finden wird. Alle an der Aktion„Gutes Licht— gute Arbeit“ beteiligten Kreiſe ſind überzeugt, daß auch mit dieſer Teilarbeit ein weiterer Schritt zur„Schönheit der Arbeit“ im allgemeinen ge⸗ tan werden wird. Gute Blenden Werkfoto(2) Vorbildlicher Blendungsschutz Archiv Presseamt det DAF(M) Angriff auf das schlechte Licht Die zweite Aktion für das bedrohte Auge Das Auge des Menſchen birgt— ſo ſagt man — ſeine Seele. Wohl das größte Mitleid emp⸗ findet man mit demjenigen, dem ein hartes Ge⸗ ſchick die Kraft des Auges nahm. Eine der här⸗ Strafen vergangener Zeit war das Blen⸗ en. Die Strafe des Blendens iſt abgeſchafft, aber das allmähliche Blenden der Augen iſt vielfach beibehalten worden. Es klingt eigenartig, aber es iſt Tatſache, lich eine kulturell hochſtehende Zeit nicht ſonderlich auf das Wohl des koſtbar⸗ ſten Gutes des Menſchen, auf ſein Auge, achtete. Wie viele Männer und Frauen tragen— man kann ſagen, als Berufskrankheit— eine Brille. Nicht etwa, weil ein tragiſches Geſchick es ſo gewollt hat, nein, einſach deshalb, weil Nachläſſigkeit, ein Nicht⸗darauf⸗achten, ein Es⸗war⸗ſchon⸗immer⸗ſo erbärmungslos die Sehkraft mit Erfolg bekämpften. In ſehr vielen Betrieben arbeitet die Gefolg⸗ ſchaft an unzureichend beleuchteten Plätzen. Eine Anzahl von Fabriken hat ſich ſo raſch ausgedehnt, daß in den Räumen die Maſchinen aufgeſtellt wurden, unbeſchadet ob ſie vor ein Fenſter zu ſtehen kamen oder nicht und dem Arbeitsraum das Licht raubten. So mancher Betrieb ſtellte ohne Rückſicht auf das Auge„nach ⸗Belangen des⸗Betriebes“ die Werkbänke auf. Man behalf ſich, indem man eine Lampe als Erſatz für das natürliche Licht an dem Arbeitsplatz aufhängte. Iſt es ſchon unangenehm, Tag um Tag bei künſtlichem Licht arbeiten zu müſſen, ſo war es zweitens— man kann ſchon ſagen— kataſtrophal, wie rückſichts⸗ los dieſe Lampen ausgeſtattet und aufgehängt wurden. Die Lampe mit dem flachen Tellerſchirm und der Klarglasbirne wurde Man achtete nicht darauf, ob dieſe Lampe blendete, ob ſie die Sehkraft des Auges zerfraß, ob ſie Kopfſchmerzen verurſachte, ja, ob ſie ſogar die Unfallgefahr vergrößerte. Es war nicht böſer Wille, nein, es war die Macht der Gewohnheit. Sie kam von einem Denken, das nur die Wirtſchaftlichkeit kannte und den Menſchen darüber vergaß. „Mit dem 30. Januar 1933 begann hier ein völliger Wandel. Der Nationalſozialismus ſtellte vor die Wirtſchaftlichkeit den Menſchen. Der Menſchſteht an erſter Stelle des Betriebes. Wirtſchaftlichkeit 2 nie auf Koſten der Gefolg ſchaft gehen. Das Amt„Schönheit der Arbeit“ erhielt den Auftrag, die deutſchen Arbeitsſtätten ſchön zu geſtalten. Was heißt Schönheit am Arbeits⸗ platz? Es bedeutet vor allem eine geſundheitlich einwandfreie Arbeit. Die Werkbank, die Ma⸗ ſchine darf dem an ihr Schaffenden keinen Scha⸗ den an ſeiner Geſundheit bringen. Genau ſo, wie man eine Maſchine ſchonend behandelt, ge⸗ nau ſo muß man den Mann an der Maſchine ſchonend behandeln. Mögen hierbei auch noch ſo viele Probleme auftauchen, ſie werden ſich immer löſen laſſen, wenn man den Willen dazu⸗hat. Der gute Wille abek gipfelt in der Ueberzeugung, daß immer und zu allererſt die Frage der Wirtſchaftlichkeit eines Betriebes nur mit dem Menſchen, nie⸗ mals gegen ihn gelöſt wird. Wo Kameradſchaft im Betrieb iſt, 3 Wirtſchaftlichkeit. Die Be⸗ triebskameradſchaft verlangt aber u. a. auch gutes Licht am Arbeitsplatz, denn bei der Ar⸗ beit in unzulänglich beleuchteten Räumen lei⸗ det der Menſch nicht nur Schaden durch Un⸗ fälle, es iſt auch eines ſeiner wichtigſten Or⸗ gane bedroht, das Auge. Ihm wendet daher „Schönheit der Arbeit“ einen großen Teil ſei⸗ ner Aufmerkſamkeit und Arbeitskraft zu. Schon einmal wurde im geſamten Reichsgebiet eine Aktion für das bedrohte Auge unter⸗ nommen. Dieſer Feldzug war von großem Er⸗ folg gekrönt. In vielen Betrieben wurden die Lichtverhältniſſe gebeſſert. Sowohl das natür⸗ liche Licht, als auch das Licht wurden auf ihre Einwirkung auf den Schaffenden überprüft. Der Blechteller Er hängt an einer überlangen Schnur von der Decke herab. Außen iſt er grün, innen weiß emailliert. Er beſchirmt eine nackte Glühbirne. Wer ihn ſieht, ärgert ſich über ihn. Eigentlich iſt es ja nicht der Zweck eines Be⸗ leuchtungskörpers, daß man ihn beſchreibt, aber dieſer grüne Teller reizt nun einmal zu Verun⸗ glimpfungen. Als der Großvater die Großmut⸗ ter nahm, war dieſes Lichtmöbel freilich der „dernier cri“, der große Schlager. Heute iſt er der letzte, verzweifelte Aufſchrei aller, die in ſeinem Lichte, in ſeinem„blen⸗ denden“ Lichte, arbeiten und werken müſſen. Wer hat ſchon einen grünen Blechteller mit nackter Glühbirne ſenkrecht von der Decke herabhängen ſehen!? Niemand. Die Schnur wird immer mit Hilfe eines Bindfadens ſeit⸗ wärts gezogen; denn nach einem alten, unge⸗ ſchriebenen Geſetz werden dieſe„Lichtverſchwen⸗ der“ und„Augenblender“, dieſe elektriſchen „Beleuchtungsfoſſilien“ niemals ſo angebracht, daß ſie das Licht dahin lenken, wo es gebraucht wird. Wenn man wenigſtens eine Trübglasbirne einſchrauben würde! Aber nein, der ſparſame Mann iſt unbelehrbar. Er will es„hell“ haben. Wenn man aus Verſehen einmal von der Wertbank oder vom Hauptbuch in die Lampe hineinſtarrt, iſt man wenigſtens für fünf Mi⸗ nuten geblendet. Triumph der Hellig⸗ keit— man kann überhaupt nichts ſehen! Jeder Menſch, der unter dieſem Blechteller⸗ licht arbeiten muß, ſchützt ſeine Augen, indem er eine alte Zeitung als Schirm um den Teller wickelt. Das ſieht ungemein„romantiſch“ aus. Es gibt Tiefſtrahler, Richtſtrahler, es gibt direkte, halbindirekte und indirekte Arten der Beleuchtung, es gibt billige, zweckmäßige und ſchöne Beleuchtungskörper. Es gibt Wiſſen⸗ ſchaftler und Techniker, die ſeit Jahren auf die Scheußlichkeit und Unzweckmäßigkeit des grünen Blechtellers hinweiſen. Wann endlichſpringt die„Emalfe“ ab? Wann endlich fliegen die Din⸗ ger aus den Betrieben? hjn. Der unzweckmäßige„Blechteller“ Technisches HBüro Rheinische Elektrizitãts-Aktien-Gesellschaft Fernsprecher 28087 und 45211 Ausstellungstaum: p 7, 25 Heidelberger Strabe Beratuns ũber Erstellung und Verbesserung von Beleuchtungsanlagen jeder Art durch gut geschultes ingenieurpersonal mit neuꝛeitlichen Lichtmehgeräten- Großes lager in Arbeitsplatzleuchten Besucht dĩie lehrschãau zGlltes Licht, gute Irxbeit“ im„Alten Rathaus“ Die Lehrschau ist täglich ab 19 Uhr geöffnet(Samstag ab 18 Uhr, Sonntag geschlossen). Allabendlich um 19.30 Uhr bzw. 18.30 Uhr) findet ein Filmvortrag über die Bedeutung und das Wesen richtiger Beleuchtung statt. Die Ausstellung ist für jedermann kostenlos zugänglich. Für die einzelnen Ortsgruppen der Deutschen Arbeitsfront sind folgende Be- suchstage vorgesehen: WERKPIANIQLLEOCTEN EG Leuchten für jeden Zweck Beslchtigungstage: Ortsgruppen: Mitt woch. 25. Nov.: Friedrichspark, Horst-Wessel- Platz, Strohmarkt. Wasserturm. Donnerstag, 26. Nov.: Jungbusch, Deutsches Eck, Bismarck- platz, Plankenhof. Erlenhof, Humboldt, Feudenheim-Ost, Feudenheim-West, Käfertal, Lindenhof Neckarstadt-Ost, Neckarspitze. Brühl, Hockenheim, Ilvesheim, Ketsch, Ladenburg, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt, Reilingen, Schwetzingen, Friedrichsfeld. Weinheim, Rheinau, Waldpark, Nek- Werkstattleuchten- Stfõhenleuchten aubenleuchten- Innenleuchten Schaufensteffeuchten- Schelmw/ effer Leuchten für Netalldempflampen Lichtrekleme-Anldgen Freitag, 27. Nov.: Samstag, 28. Nov.: Beginn 18 Uhr Montag, 30. Nov.: jecder Werlæeugmaschine karau-Nord,. Neckarau-Süd. Platz des 30. Januar. BetriebswW i chlig Dienstag, 1. Dez.: Waldhof, Wallstadt, Almenhof, Wohl- Auskunft:„ b 4 W. wWie einwendfreſes Werkzeug 32 nor Bäckerweg, Sandhofen, Mittwoch, 2. Dez.: Freitag, 4. Dez.: Städt. Betriebe, Reichsbahn. ERHAHICH IN DEN FACHGFSCHAFTEFN Schlachthof, Seckenheim. AG· Büro NMannheim N.5 Nan V Als „Kraft 1 ben ſich. Schönhe Weltanſe hygieneg anderes Leib, Se klaſſiſcher chöne Schönlk leich ar rank, ob kurzlebig Als w der Arbe uns noch unſere 2 dieſes A Freude“ baren Ar Denn würde, Betrie ſprüche h. ten Lohn, heit, um lagen ger ſal verlie chen unſer er gibt ſi niſſen zu das ihm! lichen Me dens, der⸗ fremden 5 tobt, hatte Alle Se ſchaffen, b der Glaub die Seele Die gro nalſozialis und Zähig ſen, daß u grammen ſchiert! Schönk liches G unſeren Die Idee ebenſo une ſich etwa gleichen N Geſetz entr Weltanſcha Gegner dei eine Lücke Nationalſo; mber 1936 tigſten Or⸗ endet daher n Teil ſei⸗ t zu. Schon gebiet eine uge unter⸗ großem Er⸗ wurden die das natür⸗ icht wurden Schaffenden Schnur von innen weiß Glühbirne. k eines Be⸗ hreibt, aber zu Verun⸗ e Großmut⸗ freilich der Heute iſt lufſchrei nem„blen⸗ müſſen. chteller mit der Decke die Schnur aadens ſeit⸗ ilten, unge⸗ tverſchwen⸗ ktriſchen iemals ſo lenken, wo ibglasbirne r ſparſame meir einmal von idie Lampe fünf Mi⸗ Hellig⸗ ot nichts Blechteller⸗ gen, indem den Teller rantiſch“ r, es gibt Arten der täßige und bt Wiſſen⸗ ren auf die des grünen Emalje“ dhie Din⸗ hjn. ultes hten Schau eitꝰ Aus“ (Samstag 19.30 Uhr Zedeutung usstellung einzelnen ende Be- zel⸗ Platz, Bismarck- heim-Ost, Lindenhof ze. n, Ketsch, ftersheim, vetzingen, irk, Nek- Platz des of, Wohl- andhofen, Wannheim„Hakenkreuzbanner“ 26. November 1936 Von der guten Arbeit und vom guten Licht Strahlungen abhalten, Lampen, die 55 1 3 blenden und die ihr Licht gleich⸗ Kampf um licht, Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz Von Mario Heil de Brentani mäßig verteilen, mußten erdacht oder verbeſſert werden. Heute gibt das Amt für er Nationalſozialismus die NS en wie zehnen,“ Unſere Idee iſt kein Pro, nem Werke nicht als ſchickſalsbedingt mit ſtar⸗ Schönheit der Arbeit jedem Betrieb Anregun⸗ — 5 durch Sein ſchuf, ging es ihm um blem wie der 1 zu dem es——— kem Herzen——— u1—.—— gen, denen die Erfahrung von annähernd vier⸗ Schö ben und jenes trebens nach Schlüſſel gibt, u nſere Idee iſt die fana⸗ im Bewußtſein, der Gemeinſchaft ein Opfer zu jähriger Arbeit zugrunde liegen. Eine eigene —.—5— eit un ürde, das im Grunde unſere tiſche eines na⸗ bringen; er wird vielmehr Kummer und gar roße Zeitſchrift gibt laufend Richtlinien be⸗ eltanſchauung ausmacht. Sozialgeſetze, Raſſe⸗ turgewach enen Organism us ſelbſt! Empörung über die Nachläſſigkeit kannt, die ſich aus der Praxis ergaben, und hy——— Wehrgeſetz— was ſind ſie Ein Baum, der in einem lichtloſen Raum empfinden, mit der er behandelt wird. Der mancher Taler Lehrgeld wird eingeſpart. Leib S el ittel zum Werk, das Einheit von wächſt, wird entarten. Wie kann man an⸗ Führer aber braucht ein an Leib und Seele Ein ſtarkes und dabei innerlich aufgeſchloſſe⸗ flaßft eele und Geiſt heißt und das ſomit den nehmen, ein Menf ch, der ſeine Arbeit in ſtarkes und geſundes Volk für ſein gewaltiges nes Volk, das dem Schönen und Guten zuge⸗ ichen und ewiggültigen Begriff des einem lichtarmen und unordentlichen Raume Werk. So warb das Amt für Schönheit der wandt iſt, wird ſtets ſtärker als eine ſumpf⸗ 3 n. in ſich ſchließt? leiſten ſoll, könnte— wenn er nicht über beſon⸗ Arbeit für„Gutes Licht— gute Arbeit!“ und ſinnige Kolonne in einem ſowjetiſchen Arbeits⸗ ſchönheit geht Leib Seele und Geiſt zu⸗ dere ſeeliſche Kräfte verfügt— innerlich aus⸗ rief auch der Gefolgſchaft zu:„Erhaltet die zuchthaus auf die Mängel der Umgebung rea⸗ eich an. Denn: Schwächliche Schönheit iſt Doelichen und ſomit erſt menſchenwürdig ſein Schönheit der Arbeit, wenn ſie geſchaffen wor⸗ gieren. Die Lichtloſigkeit, Unordnung, Un⸗ rank, oberflächliche, gefühlloſe Schönheit iſt zerk tun? Der Kumpel weiß, daß er in die den iſt!“ auberkeit wird den arbeitenden Volks enoſſen kugggoig geiftofe Schönheit iſt Täuſchung. Tiefen der Erde eindringt, und daß nur ſeine Zehntauſende Betriebe haben heute Grün⸗ um ſo eher bedrücken, als die Gemeinſchaft den 320 beit⸗aubanf und landab für„Schönheit Grubenlampe ihm Licht gibt; aber der Schloſſer flächen, deren Schaffung meiſt erſt durch die Einſatz ſeiner ganzen Seele für das Werk des er Arbeit“ zu werben begannen, waren wir und der Büroarbeiter, über deſſen Arbeitsplatz tätige Mitarbeit der Gefolgſchaft in ſo kurzer Führers verlangt. So wird die Schönheit der uns noch nicht ſogleich deſſen bewußt, wie ſehr eine kleine Glühbirne hängt, die keinen Reflek⸗ Zeit ermöglicht wurde. Millionen von Ar⸗ Arbeit und damit der Kampf für Sauberkeit, Weltanſchauung gerade in der Arbeit tor beſitzt und obendrein zu ſchwach iſt, wird beitsſtunden wurden freiwillig von der Gefolg⸗ Licht, Freundlichkeit und Ordnung am Arbeits⸗ „Amtes in der NSG„Kraft durch dieſe minderwertige Beleuchtung ſchaft aufgewandt, und eine viertel Milliarde platz und im ganzen Leben mit der Idee ————— 35 endlich auch greif⸗———7—— wurde von der Betriebsführerſchaft felbſt weitermarf chieren. Des ſind are wann! anſehen, er wird die Lichtarmut„ für Schönhei beit ir uns gewiß. Deun die Parole lautete: Menſ chtarmut in ſei⸗ für chönheit der Arbeit ausgegeben wir uns gewiß würde, unſerer Raſſe gemäß, in die Betriebe! Orientalen mögen andere An⸗ ſprüche haben, unſer Volk aber braucht gerech⸗ ten Lohn, Licht, Sauberkeit, innere Ergriffen⸗ heit, um ſich ſelbſt zu genügen und den An⸗ 5 gerecht zu werden, die ihm das Schick⸗ ſal verlieh. Enge, düſtere Arbeitsſtuben ma⸗ chen unſeren Arbeitsmann zum Menſchenfeind; er gibt ſich ja nicht ſtumpf mit den Verhält⸗ niſſen zufrieden, er taſtet nach einem Ideal, das ihm Menſchenwürde verheißt.— Die teuf⸗ lichen Menſchenfeinde im Gewande des Frie⸗ dens, deren„Weltanſchauung“ ſich im volks⸗ fremden Klüngel im Kreml zu Moskau aus⸗ tobt, hatten den Gewinn davon Alle Schönheit aber, die wir durch Geſetze ſchaffen, bliebe Stückwerk, wenn nicht die Idee, der Glaube an die Sendung unſeres Volkes ihr die Seele und das Feuer gäben! Die großen Gemeinſchaftswerke des Natio⸗ nalſozialismus, die Hingabe, Opfertum, Treue und Zähigkeit verlangen, haben längſt bewie⸗ ſen, daß unſere Schönheit lebt! Aus den Pro⸗ ſgiertk iſt ſie lüngſt ins Leben hinausmar⸗ iert! Schönheit der Arbeit iſt natür⸗ liches Gefühl geworden, und wird unſeren Kindern Inſtinkt ſein! Die Idee ſchafft ſich ja alle Programmatik ebenſo unaufhaltſam bei jedem von uns, wie ſich etwa Bäume der gleichen Art auf dem gleichen Nährboden nach gleichem organiſchen Geſetz entwickeln. Es kann niemand unſerer Weltanſchauung zugehören und dabei ein Gegner der Raſſehygiene ſein, die Idee hätte eine Lücke ohne ſie, und es kann auch niemand Nationalſozialiſt ſein und„Schönheit der Aufn.: Werkfoto(2) Vorbildlicn beleuchtete Montagehalle der Daimler-Benz AG., Werk Mannheim ————————— ——— ———— Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 26. November 1936 Beleuchtung im Arbeitsraum Blendung und harte Schatten Wir wiſſen ja, daß man bei Sonnenſchein recht gut im Schatten eines Hauſes fotografiſche Aufnahmen machen kann. Wir leſen auch ohne Augenanſtrengung im Schatten eines Baumes. Dort iſt zwar die Beleuchtungsſtärke vielieicht zehnmal geringer als im Sonnenſchein, aber immer noch reichlich, wenn die Sonne hoch am Himmel ſteht. Licht ohne Schatten Wird die Sonne durch eine Wolke verſchleiert, ſo werden die vorher ſcharfen und tieſen Schat⸗ ten merklich weicher und heller iſt aber der ganze gleichmäßig bewölkt, ſo ſind gar keine chatten zu bemerken, obgleich noch viel Licht vorhanden iſt. Die den Himmel überziehende Wolkendecke bewirkt eine ſo ſtarke Streuung des Sonnenlichtes, daß ſtatt der blendenden, nun aber nicht mehr ſichtbaren kleinen Sonnenſcheibe die rieſige Fläche des Himmelsgewölbes zur Lichtquelle geworden iſt. Sie verteilt das Licht in allen Richtungen ſo gleichmäßig üher die Ge⸗ genſtände, daß keine ausgeprägten Schatten mehr entſtehen können. Aehnlich liegen die Verhältniſſe bei unſerer künſtlichen Veleuchtung, für die uns die na⸗ türliche als Vorbild die richtigen Fingerzeige in jeder Beziehung gibt. Wir können einen Raum ſo beleuchten, daß harte, tiefe Schatten auftreten wir können aber auch dieſe durch beſondere Maßnahmen mildern, ja, wir können einen Raum ſogar nahezu ſchattenlos beleuchten. Blendung im Reich der Schatten Eine Beleuchtung mit ſtarken Schatten erhal⸗ ten wir 3., wenn wir in einem Raum mit dunkler Decke und verſchmutzten Wänden eine nackte Glühlampe aufhängen. Sie wirkt dann ähnlich wie die Sonne bei unbewölktem Him⸗ mel, nur mit dem Unterſchied, daß deſſen blauer Dom mitleuchtet und dadurch des Sonnenlich⸗ tes Härte mildert, während die dunklen Flächen des Raumes das nur in ganz geringem Maße vermögen. Außerdem hat aber dieſe roheſte Form der Raumbeleuchtung den großen Fehler, ſie blendet, wenn der Blick auf die Lampe ällt. Beleuchtungsſünden Dennoch findet man heute noch ſolche Beleuch⸗ tungsanlagen in Arbeitsräumen. Die Schirme über den Lampen verdienen kaum dieſen Na⸗ men, denn ſie ſchirmen das blendende Licht der Glühlampe nur Kche die Decke ab, nicht ge⸗ gen die Blicke der Arbeitenden. Deutlich erkennen wir die harten tiefen Schat⸗ ten, die auf die Arbeitsplätze fallen und hier ungemein ſtören, denn es iſt natürlich ein ge⸗ erschweren die Augenarbeit waltiger Unterſchied, ob man im Schatten eines Baumes bei der hier durch die große Lichtfülle der Sonne immer noch reichlichen und vor allem gleichmäßigen Helligkeit eine Arbeit verrichtet, oder ob man auf ſeinem Arbeitsplatz Licht und Schatten nebeneinander hat. Das Auge ſtellt ſich dann auf die Helligkeit der beleuchteten Stelle ein und empfindet die daneben im Schatten lie⸗ gende als ſchwarz, ſo daß es auch hier nichts genau erkennen kann. So iſt es richtig Hat der Arbeitsraum eine weiße Decke und hellfarbige Wände, ſo kann man deren Eigen⸗ ſchaft, auftreffendes Licht zum größeren Teil zurückzuſtrahlen, für die Raumbeleuchtung gut ausnutzen. Man verwendet dann Leuchtgeräte, bei denen die Glühlampe in eine große Hülle aus Opalglas eingeſchloſſen iſt. Das Licht der Glühlampe tritt durch das Opalglas nach allen Richtungen aus, ſtrahlt alſo nicht nur(wenn auch vornehmlich) nach unten, ſondern auch auf die Decke und die Wände, von denen es aber wieder in den Raum zurückgeſtrahlt wicd. Die⸗ ſer Umſtand bewirkt eine Streuung des Lichtes, die zur Folge hat, daß die auftretenden Schat⸗ ten viel weicher und weniger tief ausfallen als bei Verwendung von Tiefſtrahlern. Durch die Opalglashülle wird auch die Blen⸗ dung vermieden, weil das Auge nicht mehr den blendenden Lichtfleck der Glühlampe, ſondern die mildleuchtende Opalalasfläche erblickt. Einen Raum mit weißer Decke und hellfarbi⸗ gen Wänden kann man auch nahezu ſchattenlos beleuchten. Man verwendet hierzu Leuchtgeräte, deren Metallſchirm nach der Decke gerichtet iſt, alſo gewiſſermaßen umgelehrte Tieſſtrahler.— Dann tritt kein Lichtſtrahl unmittelbax nach un⸗ ten, ſondern das geſamte, von den Glühlampen erzeugte Licht wird auf die Decke und die obexen Wandteile gelenkt und erſt von dieſen großen Flächen in den Raum zurückgeſtrahlt. Dieſe Be⸗ leuchtungsart heißt deshalb indirekt und gleicht der des aleichmäßig bewölkten Himmels hinſichtlich ihrer Wirkung. Für Arbeitsräume kommt ſie nur in Ausnahmefällen zur Nerwen⸗ dung, weil die Schattenloſiakeit den Arbeits⸗ ſtücken und anderen Gegenſtänden den Eindruck der Körperlichkeit nimmt und ſomit ihre dent⸗ liche Erkennbarkeit vermindert. Eine gewiſſe „Schattiakeit“ der beleuchteten Gegenſtände iſt alſo notwendig, nur ſtörende Schatten müſſen vermieden werden. Auf die Arbeitsplätze kommt es an Bisher war nur von der Allgemeinbeleuch⸗ tung des Arbeitsraumes die Rede. Man kann auch auf eine der beſchriebenen Arten den Raum Schlechtes Licht, weil es die Augen blendet ſo ſtark und gleichmäßig beleuchten, daß gleich⸗ zeitig ſämtliche Arbeiisplätze reichlich und ohne ſtörende Schatten beleuchtet ſind. In den mei⸗ ſten Fällen aber, wenn es ſich um feine und ſehr feine Arbeiten handelt, die zum erforder⸗ lichen guten Sehen hohe Beleuchtungsſtärken verlangen, wäre es unwirtſchaftlich, dieſe im ganzen Raum zu haben, während ſie nur auf den Arbeitsplätzen ſelbſterfor⸗ derlich ſind. Deshalb zieht man es vor, den Arbeitsplätzen Sonderbeleuchtung zu geben. Die Allgemein⸗ beleuchtung, die dennoch nicht fehlen darf, braucht dann weniger ſtark zu ſein. Auch bei dieſer Sonderbeleuchtung des einzel⸗ nen Arbeitsplatzes werden noch vielfach arge Verſtöße gegen die Augenhygiene begangen, Da hängt vor der Werkſtattſchreiberin eine Glühlampe, die aus einem zu flachen Blech⸗ ſchirm veralteter Baugrt herausragt und mithin blendet. Die flache Schirmform läßt das Licht der Lampe ſeitlich austreten, anſtatt es aus⸗ ſchließlich auf den Arbeitsplatz zu lenken. Das Licht wird alſo ſchlecht ausgenutzt. Wenn der Fachmann eingreift Hingegen zeigt uns die Abbildung einen gut beleuchteten Arbeitsplatz an einer Schleifſcheibe. Der Metallſchirm der Leuchte iſt ſo geſtaltet, daß Archiv Presseamt der DAF(M2) er die Glühlampe völlig gegen die Augen des Arbeitenden abſchirmt(man beachte den Schat⸗ ten auf der oberen Geſichtshälfte), mithin eine Blendung ſicher vermeidet, kein Licht ſeitlich aus⸗ treten läßt, ſondern es ausſchließlich auf die Maſchine, das Werkzeug und die es führenden Hände lenkt. In dem abgebildeten Beiſpiel hängt der Tief⸗ ſtrahler an einem Pendel über der Arbeitsſtelle. In vielen Fällen wird man es vorziehen, eine Werkplatzleuchte zu verwenden, deren Schirm mittels Gelenkarm vielſeitig verſtellbar iſt. Man kann dann je nach der Arbeit den Schirm ſo einſtellen, daß der austretende Lichtkegel am günſtigſten auf das Werkſtück fällt, alſo weder ſtörende Schatten noch das Auge blendende Spie⸗ gelungserſcheinungen auf glänzenden Stellen verurſacht. Um nach den vorliegenden Erfahrungen die erforderliche Beleuchtungsſtärke auf dem Arbeits⸗ platz zu erzielen, die aber jen nach der Feinheit der Arbeit verſchieden hoch iſt, verwendet man in der guten verſtell⸗ baren Werfplatzleuchte eine 60⸗Watt⸗Doppelwen⸗ del⸗Lampe und für beſonders feine Ar⸗ beiten eine 75⸗ oder 100⸗Watt⸗Lampe. Hierbei iſt vorausgeſetzt, daß der Abſtand der Lampe von der Arbeitsfläche durchſchnittlich nicht mehr —1. —2 als 50 bis 60 em beträgt. Cicht und Beleuchtung im fiaufhaus Detter Bei einem Gang dureh dieses neu eingerichtete Haus fällt jedem, welcher eine gute Beleuchtung einzuschätzen weib, angenehm auf, daß hier aber auch jede Möglichkeit, das natürliche Tageslicht voll einstrõmen Zzu lassen, ausgenutzt ist. Wir haben schon viele Kaufhäuser besucht und ist es uns oft aufgefallen, daß die Ausstellungsschränke oder Regale die vorhandenen großen Fenster zum gröhten Teil verdeckt haben. Auf unsere diesbezüglichen Fragen erhielten wir in allen Fällen die Auskunft, dab die Raumfrage praktisch an- ders nicht zu lösen sei. 21 unmmmmmmmmmmmmmmmmeeeeeiiieeieeeieieieeieeeeeeeeeiee Gan 3 owooooa Fritz Weber Die Trommel Gottes Ein Roman aus Altöſterreich Ein mitreißendes, ergreifendes Buch! Man bei natürlichem Licht zu prüfen. such auch Rechnung getragen hat. dem erfolgten Umzug: in diesem Hause wurde wirklich der Praxis ein Schnipp- chen geschlagen und alle Abteilungen sind so eingerichtet, daß es jedem Kunden möglich ist, die Farbe der Stoffe, das Gewebe, die Zusammenstellungs verschiedener Farben usw. in den Abendstunden— also bei elektrischem Licht— ist eine Unterscheidung selbst von dunklen Farben ebenfalls möglich. Man hat sich hier geholfen, indem man die Be- leuchtungstechnik zu Worte kommen ließ un sogenannte Tageslichtleuchten montiert; bei diesen Lampen ist, wovon wir uns selbst überzeugen konnten, sogar eine Unterscheidung zwischen Schwarz u. dunklem Blau möglich. Die Verkaufsräume sind bei Tag wie auch bei Dunkelheit wirklich hinsichtlich einer übersichtlichen Anordnung sehens- wert— eine Tatsache. welcher in den letzten Tagen ein großer Teil des interessierten pPublikums durch einen Be⸗ d verschiedene Wer dieses Haus im Innern noch nicht kennt, sollte es Wirklich besuchen. Diese Firma, welche unter dem Namen „Vetter am Tattersall“ die gesamten Verkaufs- und Ausstel- lungsräume in dieses Turmhaus verlegt hat, nennt sich seit ſiaufhaus Vetter 6. m. b. fi. mannheim Turmhaus N 7,3 lieſt es in einem Zuge zu Ende. Die Erlebniſſe des jungen k. und k. Reiteroffiziers Sonnleitner, der aus einem ſorgloſen Daſein vom Schickſal in die Stürme des Voͤlkerfrühlings der Jahre 1848 /49 hineingeriſſen wird; die damalige Zeit mit ihrer erwachenden Eehn ucht nach völkiſcher Freiheit, für die ſo viele bereit waren zu kämpfen und zu ſterben; dies alles erſteht vor dem Leſer, der es ſobald nicht mehr vergeſſen wird. Denn dieſes Buch iſt nicht„geſchrieben“, ſondern empfunden · aber jedelẽmpfindung iſt mit echtem und urſprünglichem Koͤnnen geſtaltet worden. In Leinen RM. 3,75 Dolkiſce Buchandiuna Blendungsfreie plota beleuchtung vielseilfig einsfellbor Mannheem, v 4, 12- am öGtrohmarkt mimmmmmummmmmmmmmmmmeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeekeAtkAkztzTIxzLIAIIAILLLALAZAIIAIAAAZAIAIAVAAAALZ HI Alliliitsnmmmmmmmnt Brovn, Boveri& Cie..-., Mannheim Hnaanaananaandaneannmananad —4 Aiffefmtmnmmmmmmmmmmmmmminmmimmmmmmimmmmmmmmmmmummunmmimmmmmmmmmmm schont die Augen und ęeliõlit die Aebeitsleistung Auskunft und Beretunę ũber Stromsondertarife fũr Haushalt, Gew/erbe unei lndustrie durch: Städt. Wasser, Gas- und Elelctrizitätswierke NMannheim, K7— ——————— Mann Die Ol deutſche s linien de ſportes fi „Im 8 deutſche ringen, e Sportwel Automobi ren deutſ reich. Aue ſche Fahr behaupten für Moto: auf deutſe Ein Ru fahrſports Auslande⸗ niſatoriſch „Große Motorr und der„ fahrt“ i die intern nach harte Engländer den, ſo win Vorbereitr wir zum nungen d gegen die Heimatlan In der Breitenat wurde Gen vornehmlie des NSKg Kraftfahrge ſonderer 8 unſerer in ſammengef feſt. Stolz 1936 ziehen rer an den anſtaltunge die einzeln 8080, Wehr H§ 255, Ss Von dieſe das NSgR rer jungen! Nationalſoz wohnt, hat teiligung drängt zwangsl Ueberna führung fahrtſpo Die Richtt Ich verfü folgendes: 1. Der ge lang nachem Nationale S fahrt geleite Die Durch ſport⸗Veranf ten oder Re den Glie! halten. Si len und nati tragungsort oder Brigad übertragen. von mir nac Renntermin⸗ Krtfiſabrtpe raftfahrſpon Reihen. Aufl nen Veranſte friſcher Spor weckt und leb Veranſtaltun Clubs mit ih gen ſieht der gabe in Anz ſeiner Geſolg ſchaftlichen und dem Aus Die diesbe Einverſtändni DDAC. 3. Den Sch ſports in der wie vor der E Der Inter hat die Durchf 1937 Italien i Her hat ſich d ſchloſſen, die 5 in Mailand d Die letzten kanntlich 1934 ten die Meiſt wärts erringer Palmer(En Käſtner(2 lien), MeClea Zehetmayer(L Den Preis de⸗ ſchaftsleiſtung Im Anſchlu wir n Genua die! er 1936 AF M2) ugen des en Schat⸗ thin eine itlich aus⸗ lich auf und die der Tief⸗ ſeitsſtelle. hen, eine Schirm iſt. Man Schirm ſo kegel am lſo weder nde Spie⸗ 1 Stellen ingen die iArbeits⸗ ach der chieden n verſtell⸗ oppelwen⸗ ine Ar⸗ Hierbei er Lampe licht mehr —1. II ftt Uun AA IIII immeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeekttktzAtLLIAIIALILIZAtALAIAitIZLA nn Aueee IMamax gen 21 Mannheim sport und Spiel 26. November 1936 Due nenen nigfinien für den deunchen Krafhayrwort Das NSͤs alleiniger Ausrichter aller motorſportlicher Veranſtaltungen in Deutſchland Die Oberſte Nationale Sportbehörde für die deutſche Kraftfahrt(ONS) gibt folgende Richt⸗ linien des Führers des deutſchen Kraftfahr⸗ ſportes für das Sportjahr 1937 bekannt: „Im Jahr der Olympiade 1936 konnte der deutſche Kraftfahrſport wiederum Erfolge er⸗ ringen, auf die er vor der internationalen Sportwelt ſtolz ſein kann. Faſt in allen großen Automobilrennen des In⸗ und Auslandes wa⸗ ren deutſche Fahrer auf deutſchen Wagen ſieg⸗ reich. Auch im Motorradſport konnten ſich deut⸗ ſche Fahrer auf deutſchen Maſchinen erfolgreich behaupten. Sämtliche deutſchen Meiſterſchaften für Motorräder wurden erſtmalig ausſchließlich auf deutſchen- Maſchinen errungen. Ein Ruhmesblatt in der Geſchichte des Kraft⸗ fahrſports bildet die in der gefamten Preſſe des Auslandes mit Bewunderung anerkannte orga⸗ niſatoriſche Leiſtung in der Durchführung des Großen Preiſes von Europa für Motorräder 1936“ in Hohenſtein⸗Ernſtthal und der„Internationalen Sechstage⸗ fahrt“ in Garmiſch⸗Partenkirchen. Wenn auch die internationale Trophäe und die Silbervaſe nach hartem und ſchwerem Kampfe von den Engländern über den Kanal zurückgebracht wur⸗ den, ſo wird uns dieſes ein Anſporn ſein, unſere Vorbereitungen für das nächſte Jahr, in dem wir zum Kampfe um dieſe höchſten Auszeich⸗ nungen des internationalen Motorradſportes gegen die Elite der engliſchen Fahrer in ihrem — antreten, auf das beſte zu treffen. In der Breitenausdehnung des Kraftfahrſportes wurde Gewaltiges geleiſtet. 68 Veranſtaltungen, vornehmlich durchgeführt von den Gliederungen des RSK, dienten zur Weiterentwicklung des Kraftfahrgeländeſports zum Volksſport. Mit be⸗ ſonderer Freude ſtelle ich das Hineinwachfen unſerer in den Motorſportſcharen der H§ zu⸗ ſammengefaßten Jugend in den Kraftfahrſport feſt. Stolz kann ich die Bilanz des Sportjahres 1936 ziehen, in dem ſich insgeſamt 16 150 Fah⸗ rer an den in Deutſchland durchgeführten Ver⸗ anſtaltungen beteiligen. Sie verteilen ſich auf die einzelnen Gliederungen wie folgt: NSgg 8080, Wehrmacht 4370, DDAC 2509, SS 612, HI 255, SA 60, Verſchiedene 264. Von dieſer gewaltigen Beteiligungsziffer ſtellt das NSͤn allein die Hälfte, gefolgt von unſe⸗ rer jungen Wehrmacht. Der aktive Geiſt, der dem Nationalſozialiſtiſchen Kraftfahr⸗Korps inne⸗ wohnt, hat dieſes ſtetige Anwachſen ſeiner Be⸗ teiligung im n bewirkt. Er drängt als logiſche Folgerung zwangsläufig zur alleinigen hnebernahme der Anlage und Durch⸗ führung aller öffentlichen Kraft⸗ fahrtſport⸗Veranſtaltungen. Die Richtlinien des Korpsführers Ich verfüge hiermit für das Sportjahr 192 folgendes: 1. Der geſamte Kraftfahrſport wird wie bis⸗ lang nach meinen Richtlinien durch die Oberſte Nationale Sportbehörde für die deutſche Kraft⸗ fahrt geleitet. Die Durchführung aller öffentlichen Kraftfahr⸗ ſport⸗Veranſtaltungen— ſeien es Geländefahr⸗ ten oder Rennen— wird ausſchließlich den Gliederungen des NSgg vorbe⸗ halten. Somit werden auch die internationa⸗ len und nationalen Rennen je nach ihrem Aus⸗ tragungsort den betreffenden Motorgruppen oder Brigaden des NSäͤc zur Durchführung übertragen. Diesbezügliche Weiſungen werden von mir nach Aufſtellung des Internationalen Renntermin⸗Kalenders gegeben. 2. Der Deutſche Automobil⸗Club pflegt den Kraftfahrſport ausſchließlich in ſeinen eigenen Reihen. Aufbau und Durchführung der einzel⸗ nen Veranſtaltungen ſind ſo zu geſtalten, daß friſcher Sportgeiſt unter ſeinen Mitgliedern ge⸗ weckt und lebendig erhalten wird. Träger dieſer Veranſtaltungen ſind die Hrtsgruppen des Clubs mit ihrer eigenen Gefolgſchaft. Im übri⸗ gen ſieht der DDAcC ſeine bedeutungsvolle Auf⸗ gabe in Anpalſung an die Zuſammenſetzung ſeiner Gefolgſchaft hauptſächlich in der wirt⸗ ſchaftlichen Verbeſſerung der Fahrzeughaltung und dem Ausbau der Kraftfahrtouriſtik. Die diesbezüglichen Verfügungen erläßt im — mit mir der Präſident des 3. Den Schwerpunkt des geſamten Kraftfahr⸗ ſports in der Breitenorganiſation bildet nach wie vor der Kraftfahrgeländeſport. Die Einheiten des Korps haben ihn nach meinen Richtlinien mit allen Mitteln zu pflegen und weiterzuentwickeln. 4. Neben dem reinen Kraftfahrgeländeſport ſind Orientierungsfahrten bei Tag und Nacht zur Durchführung zu bringen, bei denen es weniger darauf ankommt, hohe An⸗ forderungen im Geländefahren zu ſtellen, als den Kraftfahrer in der Benutzung der Karte und Orientierungsmittel zu ſchulen. Außerdem ſollen ſie diejenigen an unſeren Sport heran⸗ führen, die mit Rückſicht auf die Schonung ihres Kraftfahrzeugs ſich noch ſcheuen, am Kraftfahr⸗ geländeſport teilzunehmen. 5. Zu allen Kraftfahrſport⸗Veranſtaltungen iſt mehr als bislang unſere in den Motorſport⸗ ſcharen der HJ zuſammengefaßte ſportbegeiſterte Jugend heranzuziehen. Die in dieſem Jahr zum dritten Male durchgeführte„Motor⸗ HJ⸗ Fahrtim Harz“ wird als traditionelle Ver⸗ anſtaltung auch 1937 wiederholt. Sie ſoll zeigen, wie weit ſportlicher Geiſt und techniſches Kön⸗ nen in der H3 fortgeſchritten ſind. Die für die Ausbildung der Jugend beſonders geeigneten kleinen und billigen Krafträder bis 125 Kubikzentimeter ſind bei allen Veranſtaltun⸗ gen in einer Klaſſe zuſammenzufaſſen. Der tech⸗ niſchen Weiterentwicklung gerade dieſer Kraft⸗ radklaſſe ſpreche ich für den Geländegebrauch eine beſondere Zukunft zu. 6. Die näheren Anweiſungen für den Aufbau des Sporttermin⸗Kalenders und die Ueber⸗ nahme der notwendigen Arbeiten durch die Gliederungen des NSͤc werde ich durch Korpsbefehl geben. Der Führer des deutſchen Kraftfahrſportes Hühnlein, Korpsführer.“ Deuſcland im Kamof um den Könkasvokal In Kopenhagen: Tenniskampf Deutſchland— Hänemark Das zweite Vorſchlußrundentreffen im Wett⸗ bewerb um den„Königspokal“ führt vom Freitag bis Sonntag in Kopenhagen die Ver⸗ tretungen von Dänemark und Deutſch⸗ land zuſammen. Der Sieger dieſer Kopen⸗ hagener Begegnung trifft in der Schlußrunde auf die Mannſchaft von Frantreich, die am letz⸗ ten Wochenende gegen Holland:0 gewann. In Kopenhagen wird unſere Vertretung kei⸗ nen leichten Stand haben, zumal wieder auf die Mitwirtung der Spitzenſpieler von Cramm und Hecikel verzichtet wird. Anſere Farben vertreten die Nachwuchsſpieler Edgar Dettmer, Wer⸗ ner Beuthner und Edmund Bartkowiat, dazu kommt als vierter Mann der ſchon be⸗ währte Hans Denker, der zuſammen mit Dettmer die Einzelſpiele beſtreiten wird, wäh⸗ rend Beuthner⸗Barttowiak für das am zweiten Tag zu ſpielende Doppel zur Verfügung ſtehen. Die Dänen ſetzen in den Einzelſpielen mit größ⸗ ter Wabrſcheinlichteit Helge Plougmann und Nils Körner ein, während Einar Ul⸗ rich und Bent Panker wohl im Doppel an⸗ treten werden. Nicht ausgeſchloſſen iſt aber auch, daß Ulrich im Einzel ſpielt. Anſere Ausſichten Nach dem guten Abſchneiden unſeres Nach⸗ wuchſes im Kampf gegen Belgien in Hamburg, darf man erwarten, daß er auch in Kopen⸗ hagen eine gute Rolle ſpielen wird. Die Dänen haben zwar den nicht zu unterſchätzenden Vor⸗ teil des eigenen Platzes, aber andererſeits ſind ſie als Hallenſpieler nicht ſo ſtark wie z. B. die Schweden, gegen die ſie am vergangenen Wo⸗ chenende den letzten Probegalopp glatt verloren. Dettmer und Denter müßten eigentlich ſchon in Eln Dichliges Kavuel den beiden erſten Einzelſpielen für eine klare Führung ſorgen, wie überhaupt der Sieg in den Einzelſpielen ſichergeſtellt werden ſollte. Zum Sieg werden bekanntlich, genau wie bei den Davispotalſpielen, drei Punkte von insgeſamt fünf möglichen benötigt. Hoffen wir, daß in Kopenhagen alles nach Wunſch geht! Frankreichs Mannſchaft ſteht ſchon Frantreichs Tennismannſchaft wird den Schlußrundentkampf um den„Königspotal“ ge⸗ gen Deutſchland oder Dänemark in folgender Beſetzung beſtreiten: Jean Borotra, Ber⸗ nard Deſtremau, Chriſtian Bouſſus und Marecel Bernard. Nichtſpielender Kapitän iſt Jaeques Brugnon. Borotra und Deſtremau ſollen die Einzelſpiele beſtreiten, während Bouſ⸗ jus⸗Bernard für das Doppel vorgeſehen ſind. Unter Umſtänden wird Brugnon doch ſpielen, und zwar dann, wenn Bernard, der augenblick⸗ 13 beim Militär iſt, nicht zur Verfügung ſtehen ollte. Die Schlußrunde in Bremenꝰ Sollte Deurſchland der Gegner Frankreichs in der Schlußrunde ſein, dann beſteht die Möglich⸗ keit, daß dieſer Kampf auf deutſchem Boden ausgetragen wird. Entſprechende Verhandlun⸗ gen wurden bereits zwiſchen den beiden Ten⸗ nisverbänden aufgenommen und die Franzoſen haben ſich bereit erklärt, vom 4. bis 6. Dezem⸗ ber in Bremen anzutreten. Dazu bedarf es allerdings noch der Genehmigung Schwedens, denn die Ausſchreibung ſieht vor, daß der Schlußrundenkampf in Stockholm ſtattfinden muß. Der Sieger der Schlußrunde ſoll dann gleich anſchließend in der ſchwediſchen Haupt⸗ ſtadt den Herausforderungstampf gegen Schwe⸗ den beſtreiten. bon der heiteren Geite Beſuch in Kdỹ⸗Sportkurſen/ Ein Volk findet zu ſeiner Kraft zurück „Ja, Sport, det macht jung! Ick ſage immer zu meenen Schülern, in zehn Jahren, da gibt's keenen alten Mann mehr!“ Der Berliner Koß⸗Sportlehrer ſagt es mit Ueberzeugung, während er ſeinen Oberkörper in den Hüften kügelt. Und Herr Müller und Herr Battke machens nach, mehr oder weniger tief, je nach den Sorgen, die der Tag brachte. Ani Schluß machen ſie's aber alle 4* „„So, nun nehmen Sie mal die Beene aus⸗ einander, immer weiter, det muß krachen. Sie können det doch zu Hauſe üben, ſo richtig ufßm Parkett, daß dabei der Teppi wegrutſcht. Ja — Herr Battke macht's ſchon richtig, der rutſcht auch ohne Teppich weg; den ſchicken wir 1940 nach Tokio. Dann werden Kniebeugen ausgeführt, Liege⸗ ſtütze, Uebungen allein und zu zweit.„Jetzt bilden Sie mal'ne Schlange, aber alle gerade hintereinander, det ſoll keene Klapperſ lange werden. So, nun bücken Sie ſich, nehmen die Hand uff die Schulter vom Vordermann, halten das rechte Bein hoch— jetzt vorwärts. eins zwei, eins zwei...!“ Elkopameiſterfchaften der fmatenrvorer vom 5. bis 10. Mai in Mailand Der Internationale Amateur⸗Box⸗Verband hat die Durchführung der Europameiſterſchaften 1937 Italien übertragen. Nach langem Hin und Her hat ſich der Italieniſche Boxverband ent⸗ ſchloſſen, die Kämpfe vom 5. bis 10. Mai 1937 in Mailand durchzuführen. Die letzten Europmeiſterſchaften fanden be⸗ kanntlich 1934 in Budapeſt ſtatt. Damals konn⸗ ten die Meiſtertitel vom Fliegengewicht auf⸗ wärts erringen: Palmer(England), Enekes(Ungarn), Otto Käſtner(Deutſchland), Faceini(Ita⸗ lien), MeCleave(England), Szigeti(Ungarn), Zehetmayer(Oeſterreich), Bärlund(Finnland), Den Preis der Nationen für die beſte Mann⸗ ſchaftsleiſtung gewann Deutſchland. Im Anſchluß an die Mailänder Meiſter⸗ wird eine Europaſtaffel am 16. Mai n Genua die Reiſe nach Nordamerika antreten, wo am 286. Mai in Chicago ein Kampf Europa gegen USA ſtattfinden ſoll. Einen zweiten tart erfüllen die europäiſchen Boxer am 1. Juni in Canſas City. Die Rückreiſe erfolgt am 9. Juni von Neuyork aus. Die Schweiz ohne Hug Die Schweiz und die Tſchechoſlowakei ſtehen ſich am Sonntag, 29. November, in Zürich in einem Eishockeytreffen gegenüber, für das die Eidgenoſſen folgende Mannſchaft aufbieten werden: Künzler; A. Geromini, ff. Geromini; Gebr Cattini, R. Torriani; Gebr, Keßler, Lohrer. Ernſt Hug, der„Mann mit dem Balbo⸗Bart“ einer der bekannteſten Spieler des olympiſchen Eishockeyturniers in Garmiſch⸗Partenkirchen, findet alſo keine Verwendung mehr. Schon liegen alle am Boden. Körperertüchti⸗ gung paart ſich mit Heiterkeit. Geräteturnen. Ball⸗ und Laufſpiele:„Wie beim Aſpirin muß det gehen“, meint der Sport⸗ lehrer,„langſam müſſen Sie ſchwitzen. Det ſchadet Ihnen gar nicht, wenn Sie zwei Pfund abnehmen, Herr Lemke, da brauchen Sie keenen Punktroller mehr.“ Solche Stunden gibt es jetzt alle Tage und überall; immer größere Teile des Volkes wer⸗ den von der Notwendigkeit des Sportes als körperlichen und ſeeliſchen Ausgleich überzeugt. Sie lernen ihre Geſundheit und Kraft neu kennen und ſchätzen, und begreifen, wie not⸗ wendig wir als Nation Kraft brauchen. „Ich habe in meiner Jugend ſehr viel Sport etrieben“, ſagt mir jemand während einer idỹ⸗Sportſtunde,„aber nachher, als der Beruf begann, fehlte die Gelegenheit. Jetzt erſt, wo wir wieder an den Sport herangeführt werden, ſpüre ich, was ich verſäumt habe. Aber jede Stunde macht mich lockerer, friſcher.“ Alle finden beim Koß⸗Sport, was beſonders liegt: Da ſind die Kurſe für Boxen, Jiu⸗Jitſu, Reiten, Tennis und zur Vorbereitung im Winterſpoxt. Da ſind Möglichkeiten für alle Sportarten. Wer auch im Winter das naſfe Ele⸗ ment nicht entbehren will, hat prächtige Ge⸗ legenheit bei den Abendkurſen in den Hallen⸗ bädern. Ein ſolcher Abend macht um den gan⸗ 1 Tag jünger für die Arbeit am nächſten orgen. Auf dem Reichsſportfeld in Berlin zum Furſkifn iſt das blitzneue Hallenbad für KdF⸗Aurſe freigegeben, da tummeln ſich Nixen und Neptune. Gewärmte Stufen ſenken ſich bis zum Waſſer hin. Troßpdem darf der Sport bei allem Ehrgeiz, bei allem Mut und aller Entſchloſſenheit nie Selbſtzweck werden: wir 7 uns nach ſport⸗ licher Betätigung nicht über eine Leiſtung freuen, ſondern nur darüber, daß wir jetzt zu einen anderen 1150 63 wieder beſſer gewappnet ſind. Sonſt entſteht das übelberüchtigte Höchſt⸗ rekordunweſen, das mit vernünftigem Sport nichts zu tun 0 auch das Leiſtungsvermögen der Volksgeme nſchaft in keiner Weiſe ſteigert. Die Olympiſchen Spiele haben ins deutſche Volk den Gedanken des Sportes faſt ſogar als Pflicht tief hineingetragen. Es bleibt zu wün⸗ ſchen, daß auch diejenigen, die es am eheſten nötig haben, zur eigenen Sportausübung hin⸗ * ihnen finden. Wie es bei Koß gehandhabt wird, iſt bekannt: Sport iſt hier Freude. Einige beſonders Abgehärtete treiben ſogar den ganzen Winter hindurch, auch beim Schnee, Leichtathletik auf freiem Felde. Ich habe ſie zuletzt beſucht. Die Trainingsanzüge halten einigermaßen warm, auch die Seele, ſonſt könnte es nicht ſo fröhlich hergehen. Die Zukunft wird einen ausgeglichenen, lebensfrohen Menſchenſchlag heranbilden. Dazu hilft neben den vielen anderen Einrichtungen der nationalſozialiſtiſchen Feierabendgeſtaltung vor allem auch der Sport als Volksgut! Kraft durch Freude— unendlich viel Wahrheit und völkiſches Glück liegt in den drei Worten, mit denen der Nationalſozialismus dem Volk die Lebensfreude ſchenkte. In den Kd⸗Sporthallen wird es zu einem Erlebnis, das über das Wort weit hinausgeht. F. Eladlsfekkrtär dunk ſprac bei der Eröffnung des kontinentalen Reklame⸗ Kongreſſes Auf der Tagung des kontinentalen Reklame⸗ kongreſſes in Berlin ergriff im Anſchluß an eine Rede von Präſident Fiſcher Staatsſekretär — das Wort. In ſeiner Rede führte er u. a. aus: „Wenn Deutſchland bei den Olympiſchen Spielen den Sportlern der Welt eine ſo aus⸗ gezeichnete materielle und geiſtige Plattform bieten konnte, die von der ganzen Welt gerühmt wird, dann war dieſe maäterielle und geiſtige Plattform, die Errichtung der einzigartigen ſowohl wie die Sportbegeiſterung aller Volkskreiſe, im Grunde nichts anderes als der Widerhall, den der Appell, Sport zu treiben und zu fördern, im ganzen deutſchen Volk gefunden hatte. Der gewaltige Aufſchwung der Sportbewegung in Deutſchland iſt der Er⸗ folg einer großzügigen Werbung für den Ge⸗ danken des Sports überhaupt, Hier treffen die Intereſſen der einzelnen und der Volksgemein⸗ ſchaft, nationale und internationale zelange glücklich zuſammen.“ Vaklins Bockebiranen probten Die Mannft ſur weidelverg aufgefellt Im Hinblick auf den Eichenſchild⸗Vorſchluß⸗ rundentampf der Frauen⸗Hockeymannſchaften von Baden⸗Württemberg und Brandenburg, der am kommenden Sonntag in Heidelber 9 ausgetragen wird, trugen die Berliner Spiele⸗ rinnen am Dienstag ein Probeſpiel gegen eine Mannſchaft des Berliner Hockey⸗Clubs aus. Das Spiel ging über 35%/20 Minuten und wurde von der Gaumannſchaft mit•1(:0,:1,:0) gewonnen. Im Verlauf des Kampfes wurden vor allem in der Hintermannſchaft verſchiedene Umbeſetzungen vorgenommen. Auf Grund dieſes Probeſpiels hat nun der Gau Brandenburg fol⸗ gende Mannſchaft für das Heidelberger Treffen namhaft gemacht: Tor: Frau Kennin(Se Charlottenburg); Verteidigung: Frl. Kohlſchütter(Berliner HC), Frau Fritſch(Rot⸗Weiß Berlin); Läu⸗ ferreihe: Fran Thien(Berliner HC), Frau Kobe(Rot⸗Weiß), Frl. Dornberg(Rot⸗Weiß); Sturm: Frl. Veit(BHC), Frl. Drews(Rot⸗ Weiß), Frau Keller(BocC), Frl. Mauritz und Frau Heegart(beide Rot⸗Weiß). Brandenburg hat alſo faſt die gleichen Spie⸗ lerinnen aufgeboten, die gegen Südweſt:2 ſiegreich blieben. Den Sturm führt wieder Frau Keller, die im Berliner Spiel wegen Erkran⸗ kung ſehlte. Die Kkeistklaße 1 Der Rücktritt von Unterflockenbach iſt nun doch Tatſache geworden. Die Behörde hat die Zurückziehung von Unterflockenbach geneh⸗ migt, die bis jetzt ausgetragenen Spiele wer⸗ den nicht gewertet. Das für letzten Sonntag angeſetzte Spiel Sulzbach—linterf ockenbach kam nicht zum Austrag. Die übrigen Spiele fan⸗ den ſtatt und brachten folgende Ergebniſſe: Aſchbach— Altenbach:0 Laudenbach— Weinheim 315 Aſchbach hat die Vorrunde beendet und iſt ungeſchlagener Herbſtmeiſter geworden. Alten⸗ bach konnte natürlich dem Tabellenführer nicht werden und mußte mit:0 kapitu⸗ ieren. Im zweiten Spiel Laudenbach gegen Wein⸗ eim gab es eine große Ueberraſchung, denn ahn ſchlug den Anwärter auf die Meiſter⸗ ſchaft auf eigenem Platze. Daß die gute Hin⸗ termannſchaft von Laudenbach 5 Tore hinneh⸗ men mußte, zeigt von einem ſchwarzen Tag. Der Sieg der Weinheimer iſt ſehr wertwoll un kann unter Umſtänden von ausſchlaggebender Bedeutung werden. „Durch den Rücktritt von Unterflockenbach hat ſich die Tabelle weſentlich geändert und hat fol⸗ genden Stand: Spiele gew. un. verl. Tore Pkt. Aſchbach g Lützelſachſen 5 S Laudenbach 4 2 1 Sulzbach n Weinheim 5 2%0 3 1614 1 Altenbach 4½%%%%%%%%„4Z3i Der kommende n iſt für die Kreis⸗ klaſſe 2 ein Ruhetag, nur das ſeiner Zeit aus⸗ gefallene Spiel Altenbach— Laudenbach wird nachgeholt. Trotz der Niederlage vom vergangenen Sonntag ſollte Laudenbach das Spiel gegen Altenbach gewinnen. Altenbach hat die errungenen Punkte geſtrichen bekommen, o daß es unbedingt zu folchen kom⸗ men will. Außerdem hat Altenbach bis jetzt trotz der Niederlagen ganz gute Spiele geliefert. Mannheim wietſchaſts- und Sozialpolitin 26. November 1936 Steuerkreiheit für national wiohtige neue Unternehmen Das Gesetz vom 15. Juli 1933 erhält nunmehr erhönte Bedeutung/ Neue Verfahren und Erzeugnisse werden bevorzugt behandelt Das Geſetz vom 15. Juli 1933:„Der Reichsminiſter der Finanzen wird ermächtigt, Anternehmungen zur Entwicklung neuer Herſtellungsverfahren oder zur Herſtellung neuartiger Erzeugniſſe, wenn dafür ein überragendes Bedürfnis der geſamten deut⸗ ſchen Volkswirtſchaft anerkannt wird, für eine von ihm zu beſtimmende Zeit von den laufenden Steuern des Neiches und der Länder, die vom Einkommen, vom Ertrag, vom Vermögen oder vom Amſatz erhoben werden, ganz oder teilweiſe zu befreien. Ob ein überragendes Bedürfnis der geſamten deutſchen Volkswirtſchaft im Sinne dieſes Geſetzes vorliegt, wird im Einzelfall durch den Reichsminiſter der Finanzen im Benehmen mit dem Reichswirtſchaftsminiſter, dem Reichsminiſter für Ernährung und Landwirtſchaft und dem Reichsarbeitsminiſter beſtimmt. Die Freiſtellung von Steuern darf nicht zu einem unmittelbaren Wettbewerb mit Anternehmen, die am 15. Juli 1933 in der deutſchen Volkswirtſchaft bereits beſtanden haben, führen.“ Die deutſche Wirtſchaft in ihrer Geſamtheit geſehen— gewerblich oder induſtriell— kann nicht leugnen, daß ihre Geſundung das eni⸗ ſcheidende Werk der nationalſozialiſtiſchen Staatsführung iſt. Das Programm des Vier⸗ jahresplanes mit allen getroffenen Mußnah⸗ men dient einzig und allein der Geſamifreiheit Deutſchlands in jeder Situation. Die Verwirk⸗ lichung des zweiten Vierjahresplanes wird in abſehbarer Zeit in die Tat umgeſetzt ſein. Da⸗ her gewinnt im Rahmen der praktiſchen Durch⸗ führung dieſes Planes das Geſetz ü ber Steuererleichterungen vom 15. Juli 1933(Reichsgeſetzblatt I)— Steuerfreihen für neue Unternehmungen— zeitgemäße Bedeu⸗ tung. Inſonderheit iſt der§ 3 dieſes Geſetzes darauf abgeſtellt, die Verwirklichung von Ge⸗ danken zu erleichtern, die darauf abzielen, die Lage der deutſchen Volkswirtſchaft zu ver⸗ beſſern. Der s 3 ſoll nicht nur dem Gedanken der Selbſtverſorgung, ſonden auch der Deviſenpoli⸗ tik und der Arbeitsmarktpolitik dienen. Zu§ 3 des Geſetzes ſind amtliche Er⸗ läuterungen RStBl. 40 S. 832 ergangen. -Danach gilt im weſentlichen folgendes: I. Die Steuerfreiheit kann ganz oder teilweiſe ausgeſprochen werden für die laufenden Steuern des Reichs und der Länder, die vom Einkommen, vom Ertrag, vom Vermögen oder vom Umſatz erhoben werden. In Betracht kommen hier Einkommenſteuer, Körperſchaft⸗ ſteuer, Umſatzſteuer, Vermögenſteuer, Gewerbe⸗ ſteuer und Grundſteuer. Für die anderen Steuern, z. B. Kapitalverkehrſteuer, Grund⸗ erwerbſteuer, Stempelſteuer, Kraftfahrzeug⸗ ſteuer uſw. wird eine Steuerfreiheit auf Grund — des§ 3 des Geſetzes vom 15. Juli 1933 nicht gewährt. Soweit die Gewerbeſteuer als Ge⸗ meindeſteuer erhoben wird, handelt es ſich nicht um eine Steuer des Landes und iſt daher keine Steuerbefreiungsmöglichkeit gegeben, ebenſo nicht bei den Gemeindezuſchlägen zur Grund⸗ ſteuer, bei der Bürgerſteuer u. dergl. Hier kann aber die Gemeinde oder der Gemeindeverband von ſich aus Steuerfreiheit einräumen, ſchon auf die Bedeutung des zweiten Vierjahres⸗ planes. II. Steuerfreiheit kommt nur für Unter⸗ nehmen in Betracht. Es muß alſo die Ent⸗ wicklung neuer Herſtellungsverfahren oder die Herſtellung neuartiger Erzeugniſſe im Rahmen eines gewerblichen, landwirtſchaftlichen oder forſtwirtſchaftlichen Betriebes erfolgen. Die Er⸗ findertätigkeit, die Vorarbeiten zur Patent⸗ erlangung und die ſonſtige freie Berufstätig⸗ keit, alſo die Tätigkeit außerhalb eines Betrie⸗ bes wird nicht ſteuerlich begünſtigt. Folgenden Unternehmen wird Steuerfreiheit gewährt: 1. nach dem 20. Juli 1933 gegründeten Unter⸗ nehmen, deren Zweck darauf gerichtet iſt, neue, bisher im Inland nicht bekannt geweſene oder nicht zur Anwendung gekommene Herſtellungs⸗ verfahren zu entwickeln oder neuartige Erzeug⸗ niſſe herzuſtellen, die bisher in Deutſchland nicht hergeſtellt worden ſind. 2. Unternehmungen, die vor dem 20. Juli 1933 bereits beſtanden haben, wenn ſie eine Aenderung ihres Betriebes dergeſtalt vorneh⸗ men, daß neben oder an Stelle der bisherigen Erzeugniſſe neue Herſtellungsverfahren ent⸗ wickelt oder neuartige Erzeugniſſe hergeſtellt werden. Dieſe Aenderung kann durch eine Umſtellung oder in einer Erweiterung des Betriebes ge⸗ ſchehen. Dieſe Unternehmungen können Steuer⸗ freiheit auf Grund des§ 3 des angezogenen Geſetzes beantragen, falls die Vorausſetzungen hinſichtlich eines Teiles des Be⸗ triebes gegeben ſind. Durch organiſatoriſche Maßnahmen— z. B. durch Errichtung einer beſonderen Betriebsabteilung mit eigener Rech⸗ nungsführung— muß eine derartige Abagren⸗ zung vorgenommen werden, damit die darauf entfallenden Steuern(für Umſätze, Einkom⸗ mens⸗ und Vermögensteile) ermittelt werden können. 4 Solche Maßnahmen eröffnen ſteuertechniſch die Möglichkeit, die im§ 3 des Geſetzes vor⸗ geſehene Steuererleichterung durch Pauſchalie⸗ rung zu gewähren. Neue Herſtellungsverfahren Zum Begriff„Herſtellungsverfahren“ ſei be⸗ merkt, daß das Neue nicht im Erzeugnis, ſon⸗ dern in der Art der Herſtellung liegen muß. Das Herſtellungsverfahren muß neu ſein, d. h. es darf vor dem 20. Juli 1933 nicht im Inland bekannt geweſen oder nicht zur Anwendung ge⸗ kommen ſein. Es iſt nicht erforderlich, daß durch das neue Herſtellungsverfahren nun auch neu⸗ artige Gegenſtände erzeugt werden, ſondern daß die Art der Herſtellung von Gegenſtänden neu iſt. Zudem iſt es nicht erforderlich, daß das Herſtellungsverfahren patentamtlich oder in anderer Weiſe geſetzlich geſchützt iſt. Iſt ein Herſtellungsverfahren bereits vor dem 20. Juli 1933 bekannt geweſen, ſo kann die Steuerbe⸗ freiuna nur gewährt werden, wenn das Her⸗ ſtellungsverfahren vor dem 20. Juli 1933 in einem inländiſchen Betrieb nicht zur An⸗ wendung gekommen iſt. Weiterhin kommt Steuerbefreiung in Frage, wenn das neue Her⸗ ſtellungsverfahren auf einer geſetzlich nicht ge⸗ ſchützten Betriebserfahrung beruht. Nach den amtlichen Erklärungen kommen neue Herſtellungsverfahren z. B. auf folgenden Ge⸗ bieten in Betracht: in der Verhüttungsinduſtrie(z. B. neue Me⸗ thode für Stahlherſtellung), in der Chemiſchen Induſtrie(z. B. ſynthe⸗ tiſche Herſtellung von Stoffen, die bisher auf andere Weiſe gewonnen wurden, Herſtellung von neuen Treibſtoffen uſw.), in der Holzbearbeitungs⸗ und Holzverarbei⸗ tungsinduſtrie, in der Tiefbauinduſtrie, in der Hochbauinduſtrie, in der Landwirtſchaft und Forſtwirtſchaft uſw. Weitere neue Herſtellungsverfahren werden unter anderem auf dem Gebiete der Textil⸗ induſtrie zu erwarten ſein. Steuerfreiheit kommt nur für Unternehmung in Frage, die das neue Ver⸗ fahren entwickelt und in der Erzeugung von Gütern zur Anwendung bringt. Für Abneh⸗ mer von Erzeugniſſen, deren Herſtellung das neue Verfahren zugrunde liegt, findet die Vor⸗ ſchrift keine Anwendung. 4 Neuartige Erzeugniſſe ſind bewegliche kör⸗ perliche Gegenſtände, die vor dem 20. Juli 1933 in einem inländiſchen Betrieb noch nicht her⸗ geſtellt worden ſind und die ein völlig neues diejenige Bedürfnis oder ein bisher ſchon vorhandenes Bedürfnis in weſentlich verbeſſerter Weiſe be⸗ friedigen. Der Begriff„neuartiges Erzeugnis“ ſetzt einen patentamtlichen oder ſonſtwie geſetzlichen Herſtellungs⸗ oder Vertriebsſchutz nicht vor⸗ aus. Als neuartige Erzeugniſſe kommen auch ſolche in Betracht, die in der Benutzungsmög⸗ lichkeit Gegenſtänden ähneln oder entſprechen, die bisher auch ſchon hergeſtellt ſind, dieſen Gegenſtänden gegenüber aber weſentliche Ver⸗ beſſerungen aufweiſen, z. B. bei der Anlage von Straßen neue Straßendecken, die gegenüber den bisherigen Straßendecken weſentliche Verbeſſe⸗ rungen in Bezug auf die Benutzung durch Kraftfahrzeuge aufweiſen. Nur ſolche Unterneh⸗ mungen können Steuerfreiheit beantragen, die das neue Verfahren entwickeln und in der Er⸗ zeugung von Gütern zur Anwendung bringen. Die Steuerfreiheit iſt nur zu rechtfertigen, wenn ein überragendes Bedürfnis der geſam⸗ ten deutſchen Volkswirtſchaft gegeben iſt. Durch dieſe Bedingung ſoll vermieden werden, daß die Steuerfreiheit auch für Herſtellungsverfah⸗ ren und Erzeugniſſe in Anſpruch genommen wird, die zwar neu oder neuartig ſind, aber doch im Zug der normalen Entwicklung der Technik liegen und infolgedeſſen einer be⸗ ſonderen ſteuerlichen Förderung nicht bedürfen. Die Entſcheidung, ob ein überragendes Inter⸗ eſſe der geſamten deutſchen Volkswirtſchaft vor⸗ liegt, trifft endgültig der Reichsfinanzminiſter im Einvernehmen mit den ſonſt zuſtändigen Miniſterien. Die Freiſtellung von Steuern darf nicht zu einem unmittelbaren Wettbewerb mit Unter⸗ nehmungen führen, die am 15. Juli 1933 bereits beſtanden haben, wenn das neue Herſtellungs⸗ verfahren oder das neuartige Erzeugnis der Befriedigung eines völlig neuen Bedürfniſſes der Volksgeſamtheit dient. Wenn dagegen die Neuerungen der Befriedigung eines bereits vorhandenen Bedürfniſſes dienen, und in dem neuen Herſtellungsverfahren oder in dem neu⸗ artigen Erzeugnis ein Wettbewerb mit Her⸗ ſtellungsverfahren oder Erzeugniſſen bisheri⸗ ger Art begründet iſt, fehlt es an den Voraus⸗ ſetzungen für die Steuerfreiheit. Der unmittel⸗ bare Wettbewerb kann dadurch ausgeſchloſſen werden, daß die Steuerfreiheit nur unter be⸗ ſtimmten Bedingungen gewährt wird, die dar⸗ auf abgeſtellt ſind, die Unternehmungen, in denen das Herſtellungsverfahren alter Art an⸗ gewendet oder Erzeugniſſe alter Art hergeſtellt werden, vor Schaden zu bewahren. So kann z. B. angeordnet werden, daß die Herſtellung nur zum Zwecke der Ausfuhr oder nur zur Be⸗ lieferung beſtimmter Gebiete erfolgen darf. die Herſtellung darf nur in einer beſtimmten Höchſtmenge erfolgen. Anträge von Unterneh⸗ mungen zum Zwecke der Steuerfreiheit ſind mit entſprechenden Unterlagen an das zuſtän⸗ dige Landesfinanzamt zu richten und dieſen kann nur ſtattgegeben werden, wenn die Be⸗ dingungen vorſtehender Art erfüllt ſind. Den Umfang der Steuerbefreiung beſtimmt der Reichsfinanzminiſter endgültig. Steuerfreiheit kann alſo nur in außerge⸗ wöhnlichen Fällen, und zwar in ſolchen, die von größter Bedeutung für die ganze deutſche Volkswirtſchaft ſind, gewährt werden, um ſo mehr die Förderung der Entwicklung neuer Herſtellungsverfahren dem arbeitsmarktpoliti⸗ ſchen Intereſſe der Volksgeſamtheit entſpricht. Dr.., Berlin. Oureſi dio Sqeitluye Die Zeiten der Rieſengehälter ſind vorbei. Wohl gibt es da und dort noch Fälle, wo die neue Zeit aufräumen muß und das Reichsgericht hat vielfach die Aufgabe, alte Verträge mit Rie⸗ ſengehältern, in denen auch Rieſenpenſionen zu⸗ geſichert, zu liquidieren. Erſt kürzlich hat der Zweite Zivilſenat des Reichsgerichts über die Klage eines Bankdirek⸗ tors bzw. ſeiner Erben entſchieden. Dieſer Bank⸗ direktor ging mit der nicht eben kleinen Penſion von 36 000 RM. in den Ruheſtand. Ab 1930 wurde dieſe Penſion auf 48 000 RM. erhöht. Erſt durch eine nationalſozialiſtiſche Miniſterial⸗ verfügung im Jahre 1935 ſei dieſes Ruhegehalt auf 12 000 RM. herabgeſetzt worden mit Rück⸗ wirkung bis zum Oktober 1932. In der Klage wurde nun dem nationalſozialiſtiſchen Staat das Recht zu dieſer rückwirkenden Kürzung be⸗ ſtritten; das Reichsgericht hat aber, wie nicht anders zu erwarten, die Klage abgewieſen. Die⸗ ſer und ähnliche Vorgänge ſeien grundſätzlich bedeutſam. Der Sozialismus der NSDAP ſei ein Sozialismus der Leiſtung. Der Nationalſozialismus ſei grundſätzlich kein Geg⸗ ner hoher Gehälter und hoher Unternehmerein⸗ kommen; außerordentliche Leiſtungen könnten ein außerordentliches Einkommen rechtfertigen. Hohe und höchſte Einkommen ſeien aber nur dann gerechtfertigt, wenn ſie mit einem Riſiko verbunden ſeien, wie es der ehrbare Unterneh⸗ mer auf ſich nehme, der gute, aber auch ſchlechte Jahre habe. Wo aber dieſes Riſiko durch Pen⸗ ſionsverträge nahezu ausgeſchaltet ſei, da ent⸗ falle die innere Berechtigung zu außerordentlich hohen Einkommen. In der Sozialverſicherung werde zum Beiſpiel ſchon derjenige als„ſozial⸗ verſicherungsfremd“ betrachtet, der mehr als 600 RM. im Monat verdiene. Von ihm werde erwartet, daß er aus Eigenem für Krankheits⸗, Invaliditäts⸗ und Altersnöte verſorgt ſei. Dieſe Grundſätze müßten im Hinblick auf Großunter⸗ nehmer und Direktoren doppelt und dreifach gel⸗ ten. Großunternehmer mit Penſionsberechtigung ſeien grundſätzlich unerwünſcht. Wo gleichwohl für Großunternehmer Penſionsverträge üblich ſeien, müſſe mindeſtens bei Feſtſetzung des Ein⸗ kommens der Wert des Penſionsvertrages ge⸗ bührend beachtet werden. 7* Neben einer Steigerung der Erzeugung muß eine planmäßige Verwertung der vorhandenen Nahrungsmittel vor ſich gehen. Einen beſonders hohen Fehlbedarf haben wir noch an Fett und Eiern. In dem Beſtreben, dieſen Fehlbetrag ohne ausländiſche Einfuhr zu decken, haben Verſuche, die vom Inſtitut für Bäckerei in Berlin durchgeführt wurden, gezeigt, daß bei faſt allen Gebäck⸗ und Kuchenarten, zu denen Fett und Zucker verwen⸗ det werden, im Durchſchnitt 20 vH. Fett erſpart werden können, wenn man die Zuckerzugaben erhöht. Da wir in unſerer Zuckererzeugung einen Ueberſchuß haben, ſind dieſe Verſuche von rößter Wichtigkeit. Es können durch dieſes erfahren für rund 30 Millionen Deviſen er⸗ ſpart werden, außerdem findet durch das Ver⸗ fahren ein Mehrabſatz von Zucker in Höhe von 500 000 Doppelzentner ſtatt. Das bedeutet ein erhöhtes Steuereinkommen und die Möglichkeit einer Steigerung der Beſchäftigungsziffer in der Zuckerinduſtrie. Das Deutſche Handwerk in der DAß, das in Zuſammenarbeit mit dem Reichsnährſtand maß⸗ gebend fördernd an den Verſuchen beteiligt war, hat jetzt, um allen Bäckern und Konditoren in der Umſtellung der Rezeptur und der Ver⸗ arbeitungsmethoden mit Rat und Tat zur Seite zu ſtehen, eine Berufsberatungsſtelle eingerich⸗ iet. Von dieſer Berufsberatungsſtelle werden alle Möglichkeiten und gewerblichen Fragen, die ſich aus dieſem Verfahren ergeben, einer weite⸗ ren Klärung entgegengeführt. 1* Die Aufklärungen des Reichsrechtsamts der Partei in der Tagespreſſe über die Neugeſtal⸗ tung des Angeſtelltenerfinderrechts hat dazu geführt, daß die Induſtrie bereits in erheb⸗ lichem Maße dazu übergegangen iſt, nicht nur die Erfinderehre als ſolche anzuerkennen, ſon⸗ dern ſelbſtverſtändlicherweiſe auch eine ange⸗ meſſene Entſchädigung für die Ueberlaſſung der Dienſterfindung zu zahlen. Der Reichsfinanz⸗ hof hatte ſich am 29. Juli 1936 mit der Frage zu befaſſen, ob dieſe Entſchädigung ſteuerlich als Arbeitslohn oder als Einkünfte aus ſelb⸗ ſtändiger Arbeit zu werten ſeien. Der Reichsfinanzhof hat in ſeinem Urteil grundſätzlich die neue Entwicklung des Ange⸗ ſtelltenerfinderrechts dahin berückſichtigt, daß nach der nationalſozialiſtiſchen Rechtsauffaſſung der Erfinder bei der ſogenannten Dienſterfin⸗ dung geſchützt wird, daß er als Erfinder ge⸗ nannt, geehrt und beſonders entſchädigt wird. Für das Einkommenſteuerrecht ſcheidet er aber auch in Anſehung der Entſchädigung nicht aus dem Kreis der Lohnſteuerpflichtigen aus. Zur einfachen Handhabung des Lohnſteuer⸗ rechtes iſt daher auch das Erfinderentgelt als Arbeitslohn angeſprochen worden und unter⸗ —3— den Beſtimmungen des Lohnſteuer⸗ rechtes. 9 1 Bis Nation amtlich Prämi ſtanden lichen ſtarken „Goldli ſchlag! Man — den entſpra ken De ſtimmt, prämie. Feingol tiſch au geänder die Höl Buchgen 4 Milli alter V. tionalba Lei—f —..——— M A Bild Hnrahn Große Au führor- in 8 4 paſ (kein Fot 30 m. Ideal- und Schreibmas L 6, Fernruf 21 ——.——— Laffee 85 rösterei 125-G 250-Gre Eine hill gut be 80 50•61•-50 100--p. einpac —— gute 125-Gfa 250- Gro mber 1930 freiheit ſind das zuſtän⸗ und dieſen nn die Be⸗ t ſind. Den eſtimmt der in außerge⸗ ſolchen, die inze deutſche den, um ſo klung neuer Smarktpoliti⸗ it entſpricht. ., Berlin. uye ſind vorbei. fälle, wo die Reichsgericht äge mit Rie⸗ ſenſionen zu⸗ vilſenat des s Bankdirek⸗ Dieſer Bank⸗ inen Penſion id. Ab 1930 RM. erhöht. Miniſterial⸗ Ruhegehalt n mit Rück⸗ n der Klage iſchen Staat Kürzung be⸗ r, wie nicht wieſen. Die⸗ grundſätzlich NSDA ſei tung. Der ich kein Geg⸗ ernehmerein⸗ gen könnten rechtfertigen. en aber nur einem Riſiko re Unterneh⸗ auch ſchlechte durch Pen⸗ ſei, da ent⸗ ßerordentlich lverſicherung als„ſozial⸗ r mehr als mihm werde Krankheits⸗, rgt ſei. Dieſe Großunter⸗ dreifach gel⸗ berechtigung o gleichwohl träge üblich ing des Ein⸗ ertrages ge⸗ eugung muß tung der ittel vor Fehlbedarf n. In dem ausländiſche ze, die vom durchgeführt Gebäck⸗ und icker verwen⸗ Fett erſpart uckerzugaben kererzeugung Verſuche von durch dieſes Deviſen er⸗ ich das Ver⸗ in Höhe von beideutet ein Möglichkeit ngsziffer in dAF, das in hrſtand maß⸗ ſen beteiligt Konditoren nd der Ver⸗ at zur Seite lle eingerich⸗ telle werden Fragen, die einer weite⸗ htsamts der e Neugeſtal⸗ hat dazu in erheb⸗ ſt, nicht nur kennen, ſon⸗ eine ange⸗ erlaſſung der teichsfinanz⸗ it der Frage ig ſteuerlich te aus ſelb⸗ inem Urteil des Ange⸗ ichtigt, daß tsauffaſſung Dienſterfin⸗ 'rfinder ge⸗ jädigt wird. idet er aber na nicht aus tigen aus. Lohnſteuer⸗ rentgelt als und unter⸗ Lohnſteuer⸗ 3 Mannheim „Hakenkrenzbanner⸗ Rumänische Devisenpolitik blelbt unverändert Vor deutsch-Tumänischen Wirtsohattsbesprochungen Bis vor kurzem wurde in Rumänien von der Nationalbank das Kilogramm Feingold zu dem amtlichen Preis von 111 111 Lei zuzüglich einer Prämie von 38 v. H. gehandelt. Außerdem be⸗ ſtanden und beſtehen auch heute noch die amt⸗ lichen Deviſenkurſe, wobei die ſogenannten ſtarken Deviſen, das heißt die Deviſen der „Goldländer“, ebenfalls amtlich mit einem Zu⸗ ſchlag von 38 v. H. eingelöſt wurden. Man wollte mit dieſer Prämiengewährung, die dem wahrhaften Wert der Valuten beſſer entſprach, die der wertvollen ſtar⸗ ken Deviſen erhöhen. ie Neuregelung be⸗ ſtimmt, daß lediglich die 38prozentige Gold⸗ prämie, legaliſiert wird, und das Kilogramm Feingold 153 333 Lei koſtet. Dadurch iſt prak⸗ tiſch auch an dem Goldwert nichts weſentliches geändert worden. Der Staat konnte jedoch durch die Höherbewertung des Goldbeſtandes einen Buchgewinn erzielen. Dieſer Buchgewinn von 4 Milliarden Lei wurde teils zur Abdeckung alter Verpflichtungen des Staates an die Na⸗ tionalbank, teils— in Höhe von 1,4 Milliarden Lei— für die Rüſtungsbedürfniſſe des Staates verwendet. Ob man von der Ermächtigung zur Ausgabe von Noten Gebrauch machen wird, iſt angeſichts der dann notwendig entſtehenden Preisſteigerung fraglich(wenn auch der Staat auf dieſe Weife dem Volk am unmittelbarſten die Koſten der Rüſtung auferlegen würde). Zweifellos iſt man hier dem eiſpiel anderer Länder gefolgt, die durch die Höherbewertung ihrer Goldbeſtände erhebliche Buchgewinne er⸗ ielt haben. Wenn auch in anderen Ländern ie Neubewertung der Goldbeſtände im An⸗ ſchluß an eine Abwertung vorgenommen wurde, ſo iſt dieſer Zuſammenhang doch nicht zwangs⸗ läufig. Das beſte Beiſpiel bietet England, das trotz der Entwertung des Pfundes den Gold⸗ beſtand des Währungsausgleichsfonds noch zu dem alten Goldpreis berechnet und die Mög⸗ lichkeit hat, eines Tages ebenfalls beträchtliche durch eine Neubewertung zu er⸗ zielen. ** Die Berechnung des Goldpreiſes hat für das Ausland weiter keine Bedeutung. Anders wäre es, wenn auch die Deviſenkurſe eine Aenderung oder 23,8 Mill. RM. M ausſprechen, daß dieſe Sachlage bei den bevor⸗ ſtehenden Beſprechungen eine angemeſſene Be⸗ erfahren hätten. Es iſt jedoch von rumäniſcher Seite eindeutig erklärt worden, daß ſich an dem beſtehenden Syſtem der Deviſenbewirtſchaftung nichts ändert und daß auch der Zahlungsver⸗ kehr mit dem Ausland unberührt bleibt. Das iſt für Deutſchland angeſichts der bevorſtehen⸗ den Wirtſchaftsbeſprechungen von beſonderer Bedeutung, da ſo keine Gefahr entſteht, daß durch währungspolitiſche Maßnahmen die bis⸗ her zu verzeichnende günſtige Entwicklung des mirh umäniſchen Warenverkehrs unterbrochen wird. Die rumäniſche Ausfuhr nach Deutſchland iſt von 1934 auf 1935 von 2264 Mill. Lei auf 2723 Mill. Lei Deutſchland war da⸗ durch mit 16,5 v. H. Anteil an der rumäniſchen Ausfuhr der wichtigſte Abnehmer Rumäniens. Auch bei der rumäniſchen Einfuhr konnte Deutſchland ſeinen Anteil von 15,5 v. H. im Jahre 1934 auf 24,4 v. H. im Jahre 1935 er⸗ höhen. Es ſtand damit weitaus an erſter Stelle der rumäniſchen Lieferländer. Während Deutſch⸗ land im Warenverkehr im geſamten Jahr 1935 einen Paſſivſaldo von 196 Mill. Lei aufwies, ergibt ſich nach rumäniſchen Angaben für die erſten neun Monate dieſes Jahres ein Aktiv⸗ ſaldo zugunſten Deutſchlands von 1057 Mill. Lei an darf die Erwartung —— 26. November 1936 rückſichtigung erfahren wird, damit ein ſicherer Grund gelegt werden kann ſür einen für beide 3306 vorteilhaften Ausbau des Warenaus⸗ auſches. Rhein-Mainische Abendbörse Ruhig An der Abendbörſe bekundete man allgemein ſtärkere Zurückhaltung. Da auch Aufträge fehlten, hatte das Geſchäft wiederum nur denkbar kleinſten Umfang. Die Haltung war im Vergleich zum Berliner Schluß etwas behauptet. Notiert wurden vorerſt nur AEG mit un⸗ verändert 39 und Mannesmann mit 116(116¼½). IG⸗ Farben nannte man mit 166—166½, Vereinigte Stahl mit 121½/½—122. Auch die Rentenmärkte lagen vollkommen ruhig und waren zunächſt ohne Veränderungen. Auch im Verlaufe zeigte die Abendbörſe eine ſchwächere Tendenz. Die zur Notiz gekommenen Pa⸗ piere wieſen zumeiſt nur Mindeſtabſchlüſſe auf, wobei am Montanmarkt kleines Angebot überwiegend war. Höſch gaben auf 117½(118½), Vereinigte Stahl auf 121½(121¼½), Buderus auf 122—121(122½) nach, Auch die Farbenaktie bröckelte auf 166(166¼) ab, ferner ließen AEch auf 38/ nach 39 nach. Auch ſonſi blieben die Kurſe nicht ganz behauptet. Der Rentenmarkt lag völlig ruhig und unverändert. Zertif. Dollarbonds gingen in kleinen Beträgen zu den letzten Mittagskurſen um. Von Auslandsrenten notierten 4proz. Ungarn Gold mt 7,85(7,.95). Nachbörſe: Vereinigte Stahl 121—121½, Buderus 121, AEG 38½ Brief. IIIT 11 4, 1 Eilahmungen Große Auswahl in führor-Bilcern in h Minuten 4 paßhilder (kein Fotomat) 30 pi. Foto-felge 11, 182 Sonntags geöffnet * Jy/p für leden 5 Vorzüglich als puderunterloqe Schlelbeſ LAmmmmn.- Freibank, Freitag Schlachthof Ka un schwer versilbert 4 W. 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November 1936. —— Angebote, wozu die Vordructe für Das Entſchuldungsamt Los 1 gegen eine Gebühr von 20 Rpf. beim tsgericht. und für Los 11 von 50 Rpf, ſe Fer⸗ tigung abgegeben werden, ſind mit der Auſſchrift„Pflaſter Neckargemünd“ einzureichen bis zur Freitag, den 4. Dezember 1936, vor⸗ Donnerstag, 26. N mittags 11 Uhr, abzugeben beim Waf⸗ nachmittags 2½ Uhr, ſer⸗ und Straßenbauamt Heidelberg. hieſigen Koffee jst eine Speꝛialität meines Hauses. Töglich frische Röstungen in elgener Grob- fösterel. Gute, hbewäͤhrte Hischungen. 125- Sromm- poket... 63 75 853 250-Gromm-paket..25.50.70 kine billige Hichung offen 125 Gramm 479 Die Fa,„Schorinag“ Schokolade⸗öſſentlich verſteigern: Induftrie A0/, in Mannheim, beabſich⸗ tigt auf ihrem Grundſtück Seckenhei⸗ mer⸗Landſtraße 210 zwei Tiefbrunnen zu erſtellen. Ich bringe dies zur öffentlichen Kenntnis mit der Aufforderung, et⸗ Keller, Gerichts ———— Amtliche Bekanntmachungen. Slräßenbauarbeilen Manßn am, 24, Japngr 1035 ſur die 8——— 4 5.* r 3— Eab——.— Das, untemzeichnete Bauamt vergibtheim⸗Seckenheim eröffnete Schulden⸗ öffentli de⸗ i regelungsverfahren wird auf Karl Kel⸗ Mrdingungeorenme en derſer, Emnt ngire Gie oet ülhelm Keller, alle für die Pflaſterung der Reichsſtraße 37 wohnhaft in Mannheim⸗Seckenheim, k eCmbc., Stuttgart. Die ſtändigen wiederkehrenden Leiſtungen —unter Vorlage etwaiger Schuld⸗ urkunden bis ſpäteſtens 1. Dezember 936 bei dem unterzeichneten Entſchul⸗ ———— fandloxal, Qu 6, 2, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege 1 Schreibtiſch, 1 Zimmerbüfett,— 1Kredenz, 1 Kaſſenſchrant, 1Schreib⸗ maſchine, 1 Volksempfänger, 1 Mo⸗ torrad m. Beiwag.(Ardie 500 cem). 5 JV I 35 Tonn. X Linuner Lllärpe 1 Jahr alt, öſach bereift, zu verkauf. Angeb, u, 28 683“ an d. Verlag d. B. Gollath Drelrad-Lleier- Hastenwagen 400 cem, fahrber., günſt. zu verkauf. 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Ziem. ½ kg.50 Ben-ARgg. ½ kg.20 Hirschbraten o. Kn. ½ kg 140 lunge Hünner. ½ kg.10 lunge Hahnen ½ kg.30 u..15 junge Bratgänse ½ Kg.25.25 lunge knten ½ kg.15 3% Rabatt Verkauf von Wild und berflügel im Laden 71, 6 ausgedehnt.— die Deutſche gefordert, ihre nebſt den rück⸗ ovember 1936, werde ich im vollzieher. waige Einwendungen bei mir oder bei dem Herrn Oberbürgermeiſter binnen nachmittags 2½ UÜhr, Schrelbers Kaffee, coffeinfrel gut bekommiſch. 125-Gremm-pahet 65 5 vorzubringen, an welchem das dieſeſfhbare Zahlung im Voll Bekanntmachung enthaltene Amtsver⸗ oͤffentlich verſteigern: kündigungsblatt ausgegeben wurde, widrigenfalls alle nicht auf privat⸗ rechtlichen Titeln beruhenden Einwen⸗ nungen als verſäumt gelten. Ich weiſe dabei darauf hin, daß die vor Inkrafttreten des Waſſergeſetzes vom 8. April 1913 kraft beſonderer privatrechtlicher Titel an den öffent⸗ 1 Zimmerkredenz, Meßmer Tee, 1 Klav dromotische, lefòftige Hischungen hobler und ſonſtiges. Stephan, Gericht Freitag, den 27. November 1936, 75 14 Tagen vom Ablauf des Tages an hieſigen Pfandloral, Qu 6, 2, 1 Fuchspelz(braun), 1Trogenhaube nium, 1 Spitzendrehbank, 1 Schnell⸗ Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier.— Chef vom Dien t: Helmuth Wüſt. Veraniwo Kattermann: für politiſche Nachrichten: Dr. Wilhelm Kicherer, für Wirtſchaftspolitir und Handel: Wilhelm Ratzel; für Kommunales und Bewegung: Friedrich Kari — für Kulturpolitik, Feuileton und Beilagen; i. V. rtlich für Politik: Dr. Wilh Kicherer; für Unvpolitiſches: Fritz Haas; füt r. W. Lokales: Karl M. Hageneier; für Sport: Julius Etz: ſämtlich in Mannheim. Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. veers, erlin⸗Dahlem. S Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin 68, Charlottenſtr. 15b. Nachdruck ſämtlicher Original⸗ berichte verboten. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 Uhr (außer Mittwoch, Samstag und Sonntag) Verlagsdirettor: Kurt S chönwitz, Mannheim Druck und Verlag: Hakenkreuzbanner⸗Verlag u. Druckerei Gmbc. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 10.30 bis 12.00 Uhr(außer Samstag und Sonntag): Fernſprech⸗ Nr. für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr. 354 2¹. Für den Anzeigenteil verantw.: Karl Heberling, Mhm. Zurzeit iſt Preisliſte Nr. 7 für Geſamtauflage leinſchl. einheimer und Schwetzinger Ausgabe) gültig. Geſamt⸗D. A. Monat Ottober 1936.„„ 1 davon: Nannheimer Ausgabe. 37 8²8 Schwetzinger Ausgabe. 6306 Weinbeimer Ausgabe„ 3683 werde ich imE gegen ſtreckungswege ermatt Jdterzünan 2˙% F. alt, mit 2,1 Lusschneiden! Gu erhaltene Mäntel Anzüge 82 Packungen ier, 1 Harmo⸗ Svollzieher. lichen Gewäſſern oder natürlichen ſtark- Jungen, 10 Koffer, Hosen, 100-•5. 83.10.20.30.35.95 nicht öffentlichen Waſſerläufen begrün⸗ deten Rechte nunmehr als denn öffent⸗ lichen Recht angehörige Nutzungs⸗ rechte zu betrachten ſind(§ 113 Satz 2 des Geſetzes) und daß daher auf ſolche Rechte ſich ſtützende Einwendungen, falls ſie innerhalb der feſtgeſetzten Friſt nicht vorgebracht werden, eben⸗ falls als ausgeſchloſſen gelten, 3 Die Beychreibungen und Pläne lie⸗ em während der Einſprachsfriſt in Rmmer 45, des Polizeipräſidiums und beim Herrn Oberbürgermeiſter zur Einſicht offen. Dereinsregiſtereinkrag vom 21. November 1936: Freiwillige Feuerwehr Schriesheim, Schriesheim. Amtsgericht FG, 3 b. Mannheim. Lereinsregiſtereinkrag vom 23,. November 1936: Blan⸗Gold⸗Alub, Mannheinn. MKAMKA0 gute und geschmackvolle Quelitäten „ Dosenmilch sezuckert u. ungezuchent 3% Rabatt 372 G. m. h. H. Amtsgericht G. 3b. Mannheim. 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Da liegt die Frage offen, ob nicht auch in Deut ſch⸗ land ähnliche Kataſtrophen mög⸗ Llich ſein könnten. Unſer Berliner Mitarbeiter nahm dieſes jüngſte Naturereignis zum Anlaß, ſich mit namhaften Wiſſenſchaftlern über eine Erdbebengefahr in Deutſchland zu unterhalten. Wäre es nicht denkbar, daß eines Tages auch unter unſeren Füßen plötzlich mit unheimlich dumpfem Grollen die Erde zu beben und zu ber⸗ ſten anfinge? Daß die Kirchtürme unſerer Städte und Dörfer mit toſendem Krachen in ſich zuſammenſtürzen, daß Häuſer geſpenſtiich und todbringend ins Wanten geraten? Nein, ſolche Kataſtrophen, wie ſie die Erꝛ⸗ bebengeſchichte in Meſſina, Liſſabon, Tokio und San Franzisko ſchrieb, um nur einige Namen aus der düſteren Chronk dier letzten Jahrzehnte zu nennen, ſtehen in Deutſchland außer dein Bereich der Möglichkeit. Man weiß, daß es bei uns einige Gebiete gibt, die gelegentlich von leichteren Erdbeben heimgeſucht werden, ſo vor allem die Rheingegend und das Vogtland. Bis ins 18. Jahrhundert hinein treten dort noch verhältmismäßig heftige Erſchütterungen auf, die aber ſeitdem merktlich nachgelaſſen ha⸗ ben. Daneben hatten in geringerem Maße hin und wieder auch andere Gegenden ſchwache Erd-⸗ beben zu verſpüren. In folgender Reihenfolge etwa nimmt die Erſchütterungsmöglichkeit in den deutſchen Gauen ab: Württemberg, Ba⸗ Den. Erzgebirge, Fichtelgebirge, Weſtfalen, Taunus, Schleſien, Harz und Thüringen. Die ganze norddeutſche Tiefebene iſt ſo gut wie voll⸗ kommen bebenfrei. Außer im Rheinland und Vogtland ſind die Erſchütterungen von ſo geringfügigem Ausmaß, daß ſpürbare Auswir⸗ kungen kaum wahrzunehmen ſind. Das„kriſtalline“ Grundgebirge Allerdings beſteht dieſe Sicherheit nur in un⸗ ſerem laienhaften Sinne. Denn der Boden un⸗ ter unſeren Füßen iſt in ſeinem tiefſten Innern kein bißchen anders beſchaffen als dort, wo ſich Erdbeben alle paar Wochen oder Monate mehr oder minder heftig bemertbar machen. Die Be⸗ ben entſtehen faſt immer dadurch, daß in dem „kriſtallinen Grundgebirge“, einer der Schich⸗ ten, aus denen, die feſte Erdrinde beſteht, Spannungen auftreten, die immer ſtärker werden und ſich ſchließlich in Erſchütterungen auslöſen. Aber— und hier liegt das Geheim⸗ nis des ganzen Problems— dieſe Erdbewe⸗ gungen dringen nur dort bis an die Erdober⸗ läche vor, um hier mehr oder weniger groſe Verheerungen anzurichten, wo dieſes„kriſtalline Grundgebirge“ offen zutage tritt oder bis dicht unter die Erdſchale heraufreicht— wie dies zum Beiſpiel in weſt⸗ und ſüddeutſchem Exdbebengebiet in geringerem Maße der Fall iſt. Zwar vermögen die Geologen nicht mit exal⸗ ter wiſſenſchaftlicher Genauigkeit anzugeben, in welcher Tiefe unter unſeren Füßen dieſe noch nicht endgültig zu einer feſten Maſſe erſtarrte Schicht des kriſtallinen Grundgebirges liegen dürfte. Man hat aber an verſchiedenen Stellen bereits angefangen zu bohren, wenn auch in Berlin zum Beiſpiel— für das dieſes Pro⸗ blem ja von ganz beſonderer Wichtigkeit iſt— bisher nur eine Tiefe von etwa tauſend Meter erreicht wurde. Immerhin ließ ſich aus den Bohrergebniſſen folgern, daß man unter dem Berliner Pflaſter dieſe bebengefährliche Grund⸗ ſchicht erſt bei mindeſtens 5000 Meter antref⸗ ſen dürfte. Möglicherweiſe können es aber eben⸗ ſo gut annähernd 10 000 Meter ſein. Ueber dieſer Schicht, die in allen„ſicheren“ Gebieten, die wir anführten, mehrere tauſend Meter ſtark iſt, hat früher nun während eines unvorſtellbar langen Zeitraums ein Meer, das in Urzeiten ganz Deutſchland bis zu den Alpen bedeckte, Sand und Geſtein von einigen tauſend Metern Mächtigkeit abgelagert. Dieſe„Deck⸗ ſchicht“ iſt dann während der Eiszeit von den ebenfalls ſandigen und ſteinigen Ablagerungen der Gletſcher bis zu ihrem heutigen Ausmaß verſtärkt worden. Warum es in Berlin keine Wollenkratzer gibt Nun glauben die Wiſſenſchaftler mit großer Wahrſcheinlichteit annehmen zu dürfen, daß, wie überall, ſo auch in der Erde Norddeutſch⸗ lands, der bayeriſchen Hochebene, ſowie der an⸗ deren„ſicheren“ Gebiete, dieſe gefährliche Schicht des„kriſtallinen Grundgebirges“ bisweilen be⸗ benartig den Erſchütterungen ausgeſetzt iſt. Dieſe Erſchütterungen aber, ſo heftig ſie auch ſein mögen, werden zu unſerem Glück von den mehtrere tauſend Meter dicken, verhältnismäßig loſe gefügten Sand⸗ und Geſteinsſchichten a b⸗ gefangen, ſo daß ſie an der Oberfläche, d. h. alſo unter dem Pflaſter der großen Städte, nie⸗ mals ſpürbar werden, ſelbſt wenn ſie ſich noch ſo rebelliſch gebärden ſollten. „Wir ſind alſo wie auf einen„Watte⸗ Musikinstrumentenschau im Haus des Handwerks etwa 3600 Betrieben im sanzen Reich umfaßt, tritt im Hause — Links: Eine der ältesten Orgeln aus dem 12. Jahr- mit einer Musikinstrumentenschau an die Oeffentlichkeit. bauſch' gelagert,“ ſagte uns einer der Geo⸗ logen, die wir befragt haben,„wie auf einem unermeßlich dicken, nachgiebigen Polſter, das die in anderen Gegenden mit Sicherheit ver⸗ heerend auftretenden Auswirkungen ſolcher un⸗ terirdiſchen Beben einfach in ſich erſtickt.“) Die Berliner übrigens waren wegen dieſes„Watte⸗ bauſches' einmal ſehr ungehalten. Das war da⸗ mals, als man auch in der Reichshauptſtad: das amerikaniſche Vorbild der rieſenhaften Woltenkratzer gern nachgeahmt hätte. Nur er⸗ gaben die geologiſchen Unterſuchungen ein⸗ wandfrei, daß die nachgiebigen Erdſchichten der norddeutſchen Tieſebene einer derartigen Be⸗ laſtung(wie ſie der Erdboden in Neuyork mühelos trägt), niemals ſtandhalten würden. Damals war das den Berlinern ſehr peinlich, denn ſie wollten es der Broadway⸗Me⸗ tropole mit ihren großartigen Hochbauten gleich⸗ tun. Heute aber, wenn man ſich einmal die Möglichkeit eines Erdbebens vergegenwärtigt, wird mit einem Mal der Segen eines ſolchen nachgiebigen Untergrundes offenbar. Denn in Neuyork, das auf ſeine Wolkenkratzer ſtolz iſt, ſind eben dieſe Giganten der Weltſtadt, die auf felſigem Boden erbaut ſind, ſchon mehr als ein⸗ mal durch Erdbebentätigkeit bedenklich ins Schwanken gekommen. Weltbild(M) Der Reichsinnungsverband des Musikinstrumentenmacher-Handwerks, das 13 selbständige Handwerkszweige mit des Deutschen Handwerks in Berlin zum ersten Male hundert.— Rechts: Eine moderne Kleinorgel mit zwei Manualen und Pedal. Francis kommt ſtets æum Sterben ⁊zu ſpät Der Glückspilz des Ozeans/ Anpünktlichkeit rettete einem Seemann dreimal das Leben Francis Chapple heißt der Mann, der bereits dreimal zu ſeinem eigenen Tod— z u fpät gekommen iſt. In ganz England ſpricht man gegenwärtig von dieſem Glücks⸗ pilz, der es wahrhaftig nur ſeiner Unpünktlich⸗ keit zu verdanken hat, daß er heute noch am Leben iſt. Es gibt Leute, die ihn als einen Rieine Tragödie um eine Poſtkarte Ein Liebesgruß nach 46 Jahren/ Warum ſich Zwan und Lorenza nicht fanden Es iſt eine kleine wehmütige Geſchichte die aum eine Poſtkarte ſpielt, um eine Poſtkarte, die aus irgend einem vom Schickſal gewollten Grunde ihr Ziel nicht erreichte, oder beſſer ge⸗ ſagt, dieſes Ziel mit einer Verſpätung von 46 Jahren erreichte. Zwei Menſchen ſind wegen dieſer unſcheinbaren Anſichtskarte, geſchrieben vor Jahrzehnten in einer Schenke in der Stadt Pola, nicht zuſammengekommen, obgleich ſie ſich von Herzen zugetan waren. Ein Liebes⸗ paar ſtarb fern voneinander, weil irgend ein winziges Rädchen in der gewaltigen Maſchine des Poſtdienſtes einen kurzen Augenblick ver⸗ ſagt hat. Vielleicht gibt es viele ſolcher Geſchich⸗ ten auf der Welt und man erfährt ſie zumeiſt nicht. Diesmal hat ſie ein Zufall aufgedeckt, denn die Karte geriet ſchließlich nach vielerlei Irrfahrten in die Hand der Tochter jener Frau, der ſie galt. In der Stadt Pola, auf der Halbinſ el Iſtrien, geſchah es, daß Iwan Mateſich, ein junger Fi⸗ cher, ſeiner Braut in einem 50 Kilometer ent⸗ fernten Dörfchen im Februar 1894 dieſe An⸗ ſichtskarte ſchrieb. Er malte mit. ungelenken Händen die Adreſſe„Lorenza Kukulic“ und ſein „Cara mia“, die Anrede aller Verliebten. Er erzählte ihr, daß der Sturm über das Meer eule und daß er an ſie denke und für ſie ar⸗ eite, um ſie recht bald zu ſich holen zu können. Kilometer hätte dieſe Karte nur zurücklegen müſfen, aber aus irgend einem unerfindlichen Grunde wollte es das Schickſal, daß gerade dieſe Karte eine der wenigen Sendungen war, die unter vielen Millionen ihr Ziel nicht er⸗ feichen. Irgendwie iſt ſie verloren gegangen, legen geblieben vergeſſen worden. Und die „Cara mia“ wortet vergebens in ihrem kleinen Dörfchen an7 worricht von dem Geliebten, manche Tränc os die kleine Lorenza vergoſſen haben, bis ſie zu der Ueberzeugung kam, daß der treuloſe Iwan ſie vergeſſen habe. Und Iwan? Er war wütend, daß Lorenza ihm nicht antwortete und ſich nicht einmal für ſeinen Kartengruß bedankte. Er war zu ſtolz, um ihr ein zweites Mal zu ſchreiben. So zer⸗ brach das Band der Liebe zwiſchen den beiden Menſchen; wie oft mag der eine an den ande⸗ ren gedacht haben, aber die verlorene Poſtkarte hatte eine Schranke zwiſchen ihnen aufgerichtet. Lorenza heiratete nach Jahren einen anderen, Iwan ließ ſich auf einen Dampfer anheuern und durchfuhr die Meere. Lorenza ſtarb, als ſie das dritte Kind geboren hatte, im Alter von 2⁴ Jahren. Iwan wurde bei einer Schlägerei in einer Hafenkneipe von San Franzisko durch einen Meſſerſtich tödlich verletzt. Und irgendwo lag die vergeſſene Poſtkarte Abermals iſt es der launenhafte Zufall, der die Karte mit der Anſchrift⸗„Cara mia“ 46 Jahre, nachdem ſie geſchrieben wurde, wieder zum Vorſchein bringt. Die Poſt iſt gewiſſen⸗ haft, man kann ſie nicht verantwortlich machen für ein unglückliches Mißgeſchick. Ein italieni⸗ ſcher Briefträger dieſe verſchollene Karte im Herbſt des Jahres 1936 zu. Aber die Emp⸗ fängerin iſt ſchon lange tot. Man leitet die Karte zurück an den Abſender in Pola. Dieſer iſt vor vielen Jahrzehnten ausgezogen, als ſeine Adreſſe galt die einer kleinen Schiffahrts⸗ geſellſchaft. Hier erfährt man nach langen, mühevollen Nachforſchungen, daß der Abſender im Jahre 1899 in San Franzisko den Tod fand. Somit iſt die Karte das einzige, was von den Beziehungen zweier Toten zueinander übrig blieb. Noch einmal wird die Karte ihrem ein⸗ ſtigen Beſtimmungsort zugeleitet. Dort erhält ſie eine Tochter Lorenzas die ſelbſt längſt ver⸗ heiratet iſt und Kinder hat. Da liegt ſie nun, dieſe ſchickſalsſchwere Karte, auf die einſt eine fehnſüchtige Feder ſchrieb:„Cara mia!“ „Seher“, zumindeſtens aber als einen mit ſpi⸗ ritiſtiſchen Fähigkeiten ausgeſtatteten Menſchen bezeichnen. Aber Francis Chapple weiſt dieſe Vermutungen lächelnd von ſich.„Ich bin nichts als unpünktlich“, ſagt er.„Es iſt ganz einfach ein Laſter, das mir ſchon manche Chance des Lebens verdorben hat, aber auch dreimal die Chance des— Sterbens.“ Mr. Chapple gehört einem Beruf an, bei dem die Unpünktlichkeit eigentlich verpönt iſt. Er iſt nämlich Seemann. Und er tritt gegenwärtig als Zeuge auf vor dem Unterſuchungsausſchuß des Seegerichtshofes Weſtminſter, der die Ur⸗ ſachen des Unterganges des Dampfers„Kent⸗ brook“ zu prüfen hat, eines 2000⸗Tonnen⸗Schif⸗ fes, das im vergangenen Dezember zwiſchen Plymouth und Portsmouth aus bisher unge⸗ klärten Gründen mit Mann und Maus geſun⸗ ken iſt. Nur ein einziges Mitglied der Beſatzung der„Kentbrook“ ſteht dem Unterſuchungsaus⸗ ſchuß bei ſeinen Fragen zur Verfügung, Fran⸗ eis Chapple, der es nur ſeiner Unpünktlichkeit verdankt, daß die„Kentbrook“ ohne ihn in See ſtach. Und nun ſoll er Auskunft geben, ob die„Kentbrook“ ſich in einem ſo ſeetüchtigen Zuſtand befunden hat, daß man den Inhabern des Schiffes an der Kataſtrophe keine Schuld geben kann. „Wir hatten acht Stunden Landurlaub“, er⸗ zählte Francis Chapple.„Ich war in einer Kneipe in Portsmouth ein wenig eingeſchlafen, und als mich der Barkeeper weckte, bemerkte ich, daß es eben 11 Uhr war, der Zeitpunkt, an dem wir in See ſtechen wollten Ich raſte, ſo ſchnell ich konnte, zum Hafen, aber da hatte ſich die „Kentbrook“ eben frei gemacht, ich ſah ihren Schatten noch im Nebel verſchwinden. Wie habe ich mit mir gehadert über meine Unpünktlich⸗ keit, nachdem ich nun ohne Stellung war! Aber 7 0 fünf Minuten haben mir das Leben ge⸗ rettet.“ Und dann berichtete Francis Chapple ſeine Lebensgeſchichte, eine Geſchichte, wie ſie wohl kein zweiter Seemann erzählen kann. Denn in acht Jahren iſt Chapple durch ſeine Unpünkt⸗ lichkeit drei folgenſchweren Schiff⸗ brüchen entgangen. Im Jahre 1928 hatte er zuf dem Dampfer„Tudor“ angeheuert, der von Fowey nach New Orleans ging. In New Or⸗ leans geriet er in eine feuchtfröhliche Geſell⸗ ſchaft, in der es, kurz bevor Chapple aufbrechen wollte, zu einer Schlägerei kam. Schließlich griff die Polizei ein, die ſämtliche Gäſte des Lokals auf die Wache beförderte, um ihre Per⸗ ſonalien aufzunehmen. Als Chapple fertig war, eilte er zum Hafen. Aber die„Tudor“ war be⸗ reits eine halbe Stunde vorher abgefahren. Sie ſank im Mittel⸗Atlantik, ihre Beſatzung fand größtenteils den Seemannstod. 1934 war es der Dampfer„Millpool“, auf dem Chapple beſchäftigt war. Auch ſeine Abfahrt hat Chapple eines Tages— wie er ſagt„durch eine alberne Weibergeſchichte“— verfehlt. Das Schiff iſt im Nordatlantik bei einem heftigen Sturm mit Mann und Maus geſunken. So trat er ſeinen Dienſt auf der„Kentbrook“ an, mit der er zwei Jahre durch die Meere fuhr, nachdem er ſich ge⸗ lobt hatte, nie mehr zu ſpät zu kommen.„Die „Kentbrook“ habe ich auch wahrhaftig nur um fünf Minuten verfehlt, ich ſchrie laut zu dem Dampfer hinüber, man möge ein Boot aus⸗ ſetzen, um mich noch mitzunehmen. Aber ent⸗ weder haben ſie mich nicht gehört, oder ſie wollten keine Zeit mehr verlieren. So bin ich auch diesmal dem Seemannsgrab entgangen, es iſt ſchon ſo, als ob mich Gevatter Tod ein⸗ fach nicht haben wollte.“ Bücherecke Joſeph von Lauff:„Die heiligen drei Könige“. Ro⸗ man. Neue, wohlfeile Ausgabe. Mit 10 farbigen Bildern vom Verfaſſer. 16.—20. Tauſend. In Leinen RM..50. Berlin 1936. G. Grote, Verlag. Der.⸗Grote-Verlag hat nun in ſeine Reihe:„Mei⸗ ſterwerke deutſcher Erzähler in billigen Ausgaben“, in der beſtes Schriftgut in ſchöner Ausſtattung zu wohl⸗ feilen Preiſen dargeboten wird, auch dieſen lebens⸗ vollen Roman des bekannten niederrheiniſchen Erzäh⸗ lers aufgenommen. Wie die meiſten Werke Lauffs ſpielt die Begebenheit am Niederrhein, einer Gegend, die mit ihrem knorrigen und bodenſtändigen Bauern⸗ tum an die oberbayeriſchen ungekrönten Bauernkönige erinnert, wie ſie uns Anzengruber in ſeinen Werken ſchildert. Es iſt eine Liebesgeſchichte, aber eine Liebes⸗ geſchichte beſonderer Art. Nichts von krankhafter Sen⸗ timentalität, überall, wo man hinſchaut, kraftvolles Mannestum und hochgemute Frauenwürde. Der wur⸗ zelechte, ſaftig⸗liebenswürdige Humor des Dichters, ſeine Fähigkeit, Menſchentypen des Alltags aus dem Boden ihrer Heimat in einer unübertrefflichen Leben⸗ digkeit hervortreten zu laſſen, ſeine Gabe, den Boden der Geſchehniſſe bis in die tiefſten Geheimniſſe der Natur aufzulockern und mit einer prachtvollen ſprach⸗ lichen und bildhaften Kraft vor die Sinne der Leſer zu zaubern, iſt in keinem der anderen Werke Lauffs ſtärker in die Erſcheinung getreten. Einen beſonderen Reiz verleihen dem Band die beigegebenen charakte⸗ riſtiſchen farbigen Zeichnungen des Dichters. „Am ewigen Ufer.“ Von Heinz Steguweit. Zwinger⸗ Verlag, Dresden⸗N. 150 Seiten..— RM. Was Heinz Steguweit im Laufe von einigen Jahren über Sinn und Weſen, über Arbeit und Feſt⸗ lichkeit am ewigen Ufer des Rheines ſchrieb, wurde hier geſammelt und mit einigen guten Fotografien geſchmückt herausgegeben. Es ſind im ganzen 27 Anek⸗ doten, Erzählungen und Gedichte, die uns in teil⸗ weiſe humorvoller Form in das Weſen und in die Heimat des rheiniſchen Volkes einführen. So ent⸗ ſtand ein Werk, das die ganze Vielfältigkeit des Rheines und ſeiner Menſchen in einer unterhaltenden Weiſe uns nahebringt. „Köhlers Flieger⸗Kalender 1937“ in Buchform. Wilh.⸗ Köhler⸗Verlag, Minden i. W. Preis.30 RM. Ein Kalender, der viele Freunde finden wird, zu⸗ mal er auch dem Laien vieles zu ſagen hat. Die Ausſtattung iſt ausgezeichnet. Leipziger Illuſtrierte Zeitung Die deutſche Bildhauerkunſt von Schlüter bis zur Gegenwart umfaßt die zweite Jubiläums⸗Ausſtellung der Preußiſchen Alademie der Künſte in Berlin, und dieſer Kunſtſchau widmet die neueſte Nummer vom 19. November der„Illuſtrierten Zeitung Leipzig“(J. J. Weber, Leipzig) einen dreiſeitigen, reichbebilderten Beitrag, der in ſeiner Zuſammen⸗ faſſung auch ſeinerſeits einen Ueberblick gibt über die⸗ ſen bedeutungsvollen Abſchnitt der deutſchen Kunſt⸗ geſchichte.— Ein Kulturdenkmal auf öſterreichiſchem Boden: das Auguſtiner⸗Chorherrenſtift Kloſterneu⸗ burg, deſſen Kirche vor 800 Jahren errichtet wurde, erſteht in ſeiner ganzen hiſtoriſchen, kunſt⸗ und kultur⸗ geſchichtlichen Bedeutung durch einen reich illuſtrierten Aufſatz von Dr. Wolfgang Pauler. Die deutſche Elburs⸗Expedition, die in einer Woche die Beſteigung von zehn Viertauſendern zu verzeichnen hatte, iſt in einem intereſſanten Bilder⸗ beitrag geſchildert.— Das politiſche Geſchehen im In⸗ und Ausland findet weitgehende Berückſichtigung, und die Präſidentenwahl mit dem Sieg Rooſevelts, iſt in einem umfaſſenden Artikel von Dr. Johs. Stohe ge⸗ würdigt, der zugleich ein Stück amerikaniſcher Gegen⸗ wartsgeſchichte gibt.— Hiermit iſt nur einiges heraus⸗ gegriffen aus dem Inhalt dieſer Nummer, von deren Reichhaltigkeit ſich jeder perſönlich überzeugen möge. Weltbild(M) Durch das Fahrrad gesehen Eine originelle Aufnahme des Riesendampfers„Empreß ot Britain“, der gegenwärtig im Hafen von Southampton liegt Mannhe 20—25 130 geEv Mannh. Büro Stenografie u Ausf. Bewerb Mlafltoa junger zuverl genpfleger, f. zum ſoforkig Koſt und Lo— u. Nr. 18 77 Aeloler milll. Alle Angeb. u. 28 Fleißiges, br ſucht Slelle in kleinerem Fernſpreche Gott unseren im Alter Mhm. Die 1 mittags? in so r niger/ Mhm. durch ihre 4 Ganz feuille bewol Me Gleich das Seit 3 lieben Ve Vertrauer — a232a 10* 19³36 Mannheim„Hakenkrenzbanner“ 26. Nopember 1036 hren. 5 15 Dens een LZaLerizenergesuche —4— . 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Ral. ich hůtt' so gerne àn dich geglaubt,- · doch meine Nutti hat es leider nicht erlaubt en von Reichels 3⸗Kronen⸗Eſſen⸗ KELENNAEBZAI Dadi Bavoris · Tomu/ oche und Kkulturfiim:—————————————————————— Iu gwig 3 Oscoar Wildes erfolgreiches Bühnen- vVon Bibern.Karpten Senüttheim werk erscheint nun cils Film. Heins Anföngszeiten: 0 4, 3 u. Filiale Steinhoff, der Regisseur des„alten .50.15.10.30 2 Vrieprichsplatl9 uncl jungen König“, schuf hier ein T. —(79488) Filmwerk, das zu den Herzen aller zwiſck —————— SOrenſ war. vu e rosne..nemel. 1 bringt Gewinn schllcdlert, dĩie jedem Menschen be- Im kön kennt sind, weil es dos Leben schil- eue 4 LL 7 Y M II. M dert, wie clas leben ist. mng 1 er elibůng · Aelitůng! ¶ ſteute Somotœg 1. Sonntag IILEB— 44. 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